4260 Jous wir wollen bem GARET Gb 5080 New 360 worben. den 19 Sen Oktobar 1873 alt. aufrefe 83 Jahre 10 Mennt stag Geborn 1789. 18t Berimber Berlin.. J Mütter Friederike Caroline zu beland b y J Nerleben. 7 1787 Fehrbelle Wi Aug 1868 Wichte IUIH-˖ee— iMNNC . uch E 00 ff 0 'esan EN Wl 1 1 ö ö ö Buch ö Peris⸗ s anz⸗ schen Imn I Hunme I andf Ind 9 bü By auiheix 11 Könl V Jobte ———— deln, ———— ; ontgS omnmt V eistliche und liebliche N der Geist des Glaubens ee„ 4 durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt und mit Allergnädigf 1* migl. Rgst. Approbation und Freiheit gedruckt und eingeführt worden, nebst kbinigen Gebeten Von Johann Porst, weil. Königl. Preußischem Consistorial⸗Rathe, Probste und Inspectoré in Berlin. Verbessert und vermehrt. 2 Berlin, Jonas Verlagsbuchhandlung. 1858. —5*——————————— ———————————— —.... !PPTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTPTDTDTDTDTDTPDPTDTDDTC hntht 10 ton UAL lgdie scherf Iun u lamn N hin Aht, L Rn in Nnund: Rul A Aug — sben, v * 111 ö d 199 nuutzn v Vorrede zu der neuen Ausgabe des Porstschen Gesangbuchs. 30 Porstsche Gesangbuch, welches hiermit in einer revidirten und vermehrten Auogabe erscheint, hat mit dem reichen Schatze seiner Lieder nun bereits seit fast 150 Jahren besonders den Gemeinen un⸗ srer Provinz zu einem gesegneten Mittel der oͤffentlichen Erbauung wie der häuslichen An⸗ dacht gedient. Hunderttausende von Exemplaren desselben sind seitdem verbreitet worden und Mil⸗ lionen unsrer Vorfahren haben sich an seinen eiedern in Freude und Leid erquickt, darüber die Haͤnde zum Gebet gefaͤltet und es sich zu Lehre, Trost und Ermahnung, zum Frieden im Leben und im Sterben gereichen lassen. Wenn Jemand berichten könnte, was dieses Buch die anderthalb Jahrhunderte hindurch den Gemeinen und einzelnen Herzen geleistet hat, welche Wun⸗ der der göttlichen Gnade würde der zu erzählen haben, wie viele bewegliche Geschichten von dem Wirken des Geistes GOttes an unzhligen See⸗ len und von dem stillen Fortbau des Reiches GOttes unter uns durch dieses Buch, von so manchem frommen Entschluß, der darüber ge⸗ faßt worden ist, und von so mancher Opfer⸗ that IV vorrede. that gläub'ger Liebe, wozu es getrieben hat!— h—¹ Unverkennbar hat dieses Gesangbuch viel dazu E. beigetragen, auch wäͤhrend der Zeit des Abfalls 1 vom Evangelio den Glauben der Väter in un⸗ Rh serm Volk zu erhalten und die Reinheit und hunts Einhelligkeit des evangelischen Bekenntnisses udd Gottesdienstes in unsrer Provinz zu pflegen. Es kann daher nicht befreinden, daß die 168 Gemeinen, welche das Porstsche Gesangbuch. von den Vätern her besitzen, es werth und theuer hilth halten, und daß in neuerer Zeit mit dem Zu⸗ nehmen des kirchlichen Sinnes die Liebe auch II. Anderer demselben sich immer entschiedener zu⸗ Iu u wendet. Darum haben auch wir es für unsre dush u unabweisbare Aufgabe erachten müssen, dasselbe 4 D0e in möglichst vollkommener Gestalt den Gemei⸗ nen darzubieten. de Schyn bei den ersten Ausgaben des Porst⸗ V schen Gesangbuchs und dann im Laufe der Zeit Iin 6 immer mehr hatten sich unrichtige Lesarten und I l mannigfache Abweichungen von den ursprüngli⸗ R t chen Liedertexten in dasselbe eingeschlichen. Seine HRnl sämmtlichen Lieder sind deshalb mit ihren Ori⸗ shkt! ginalen, soweit diese zugänglich waren, vergli⸗ Mpe chen, und die richtigen Texte, wenn sie von dem gangbaren nicht zu auffällig avwichen, wie⸗ 6 derhergestellt worden. Eine verhältnißmäßig ö nur geringe Anzahl Lieder, die nach Inhalt In und Form einer gesunden Erbauung weniger entsprachen, sind mit guten Kernliedern ver⸗ Mle tauscht, und außerdem noch 145 solcher Ge⸗ saͤn⸗ —— ben hath— 0 biel dazu des Wfall lter in un⸗ inheit und ntnißsed und pflegen. „, daß die Besangbuch und theuer dem Zu⸗ liebe auch edener zu⸗ für unsre „ dasselbe nGemei⸗ e Porst⸗ fe der Ziit zarten und rsprüngli⸗ n. Seine hren Ori⸗ u, bergli⸗ asie von hen, wie⸗ ißmäͤßig 9 Fhalt weniger dern ber⸗ lcher Ge⸗ sia vorrede. V sänge unsrer Kirche aus älterer und neuerer Zeit hinzugefügt, die durch ihre Gediegenheit sich allgemeinere Geltung erworben haben und die deshalb in den bisherigen Ausgaben des Porst von Vielen schmerzlich vermißt wurden. So ist auch der Gebets-Anhang ergänzt und bereichert worden. Wir übergeben demnach diese neue Ausgabe des alten Porstschen Gesangbuchs unserm christlichen Volke mit der vollen Zuversicht, es werde in dieser verbesserten Gestalt seinen alten Segensgang in immer weiteren Kreisen fort⸗ setzen, und fügen dieser Hoffnung nur noch den Wunsch und das Gebet hinzu, mit welchem der selige Porst seine Vorrede dazu schloß: „Mein Wunsch dabei ist, daß dieses Buch gleich den glühenden Kohlen vom Altar des HErrn sein möge, also, daß alle Herzen, die es im Gebrauch berühren, davon glühend und zum göttlichen Lobe und zur rechten IEsus⸗ Liebe entzündet werden. Das verleihe uns Al⸗ len aus Gnaden die heilige hochgelobte Drei— einigkeit und lasse uns endlich dahin kommen, wo wir ohne Aufhören recht singen werden: Heilig, Heilig, Heilig heißt GOtt der Vater, Sohn und Geist. Hallelujah! Amen.“— Berlin, am Sonnabende vor Trinitatis 1855 Königl. Consistorium der Provinz Brandenburg C. v. Voß. ——————..———j————————————— R +2 4 * V Zur Machricht Um diese neue unnzabe des Porstschen 8. sangbuchs neben den älteren Exemplaren des⸗ selben gebrauchen zu können, sind: 1. die zu derselben hinzugekommenen Lieder mit einem Sterne() neben ihrer Nummer versehen worden, damit sie da.. an sofort als neuhinzugekommene er⸗ 109 kannt werden. 2. erscheint für die Besttzer der bisherigen Iu Ausgaben des Porst mit dieser neuen Auf⸗. lage desselben zugleich ein besonderer 101 Anhang, in welchem diejenigen Lieder, 1ff die bei der neuen Ausgabe statt der aus⸗ RN geschiedenen Gesange eingeschaltet oder der⸗ selben noch himzugejügt sind, sich inden, und zwar unter derselben Nummer, Wial die sie im Gesangbuch führen. Bün Soll nun eins dieser Lieder, 3. B. Nr. 76, a von der Gemeine gesungen werden, so ist nur. ft beim Anschreiben desselben neben der Nummer 1. desselben ein Stern zu machen, also z. B. Nr. 76* 13 an die Tafel zu schreiben, damit die Befitzer u 2 der älteren Ausgaben des Porst sogleich wissen, daß sie das betreffende Lied nicht unter Nr. 77 h ihrer älteren Ausgabe, sondern unter Nr. 76„ des dazu erworbenen Anhanges zu suchen ha⸗ Kütt ben. Dieser Anhang ist Übrigens für den Preis Ah von 2 Sgr.(im groben Druck für 4 Sgr.) zu 0 beziehen. Wln f Auef hen Ge⸗ en des⸗ Lieder ihrer sle dar⸗ ene er⸗ herigen en Auf⸗ üderer Lieder, er aus⸗ der der sinden, mmer, N.. 70, ist nur lummer M. 76* Besitzer wissen, Nr. 76 Nr. 76 hen ha⸗ u Preis 2) zu heilsamst Trbster Bom Iheber pps — — W W E autts Heils Von Geott und der heiligen Dreieinigkeit. In eigener Melodie. 1. Alein GOtt in der Hoͤh sei Ehr und Dank b seine Gnade, darum daß nun und nim⸗ mermehr uns ruͤhren kann ein Schade: ein Wohlge⸗ falln GOtt an uns hat: nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich/ fuͤr beine Ehr wir danken, daß du, GOtt Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz unermessn ist deine Macht/ fort gschicht, was dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen HErren. 3. 9028 de Christ, Sohn eingeborn deines himmli⸗ ber, Vaters, Verfoͤhner er, die warn verlorn, du Stiller unsers Haders, Lamm Gttes, heilger HErr und GOtt, nimm an die Bitt von unsrer Noth/ erbarm dich unser aller. 4. O heilger Geist, du hoͤchstes Gut, du aller⸗ vors Teufels Gwalt fortan be⸗F huͤt, die IEsus Christ erloͤset durch 11 Marter und bittern To abwend all unsern Jammr und Noth; dazu wir uns verlassen. Nicolaus Deeius. Mel. Oer Tag ist hin, mein IJEsu, bei mir bleibe. ö 2. reieinigkeit, der ö Kich eit acht, piege o Licht von Licht, als desfen Allmachtfluͤgel sich um und um durch ieen Erdkreis streckt, und alle Welt mit seinem 211 bedeckt. Wir loben dich, so⸗ bald die Sonn erwachet, und wenn sie jetzt den spaͤ⸗ ten Abend machet: was lebt und webt auf die 10 Erdenweit, ist alles, HErr, zu deinem Dienst bereit. 3. O reicher Schatz, o unumschraͤnktes Wesen, wer hat wohl je dein d Heim⸗ lichkeit gelesen? O tiefer Brunn, o unerforschte Pracht/ wie groß/ach ZOtt, —4 groß ist deine Macht! Wer kann doch hier, OᷣErt, deine We gerfinden? 1 Wie von Gott und Wie sollt ein Mensch wohl dein Gericht ergruͤnden? Nur weg, Vernunft, nur weg, nur weg mit dir, dein Witz der ist gar viel zu schlecht allhier. 5. Nur immer hin, nur hin mit deinem Tichten, du kannst dich nicht in GOt⸗ tes Weisheit richten; wo GOtt nicht selbst dich un⸗ terweisen wird, so bleibest du verloren und verirrt. 6. Drum lehr uns, HErr, o lehr uns ohne Trennen in Einem Drei, in Dreien Eins erkennen? ach lehr uns doch, GOtt Vater, Sohn und Geist, daß du ein GOtt in drei Perso⸗ nen heißt. 9— 7. Gieb, daß von dir dies Wort bei uns stets klinge: von Ihm, durch Ihn, in Ihm sind alle Dinge. Dem roßen GOtt sei Ehr in aller Herren HErr, Je⸗ hovah Zebaoth. 2. Dich bet ich jetzund an, dir Lob und Dank zu lallen; mein Hallelujah laß dir gnaͤdig wohlgefallen, wohlthatvolle Sonn, du aller Gaben Meng, ganz unerschoͤpfter Bronn. Mein Schoͤpfer, Mensch und Vieh und alles andre Wesen laͤßt deiner Allmacht Pracht ganz klaͤr⸗ lich an sich lesen; ein jedes Wunder lobt dich in der Allnatur, Stern, Element, Gewoͤlk und alle Kreatur. 4. Es muß dich jeder⸗ mann den treuen Vater preisen; du fuͤhrest wun⸗ derbar, willst Leib und Seele speisen, erhoͤrest das Gebet, erhaͤltest Gut und Blut: wir sind viel zu ge⸗ ring, was deine Treue thut. Swigkeit! Ja, Amen, ja, singt alle Christenheit. 8. Dein Nam ist groß; dein Reich, HErr, in uns wohne; dein Will uns zwing; ernaͤhr uns; und verschone; Versuchung steur; erlös aus boͤser Zeit; dein ist das Reich, die Kraft und Herrlichkeit. Joh. Franck. Mel. O Gott, du frommer Gott. 5. Heiland, Immanuel, Lamm GOttes ohne Suͤn⸗ den, mein IEsu, deine Lieb kann kein Verstand ergruͤn⸗ den; das Hosianna singt ein jeder wahre Christ, das menschliche Geschlecht, das laͤngst erloͤset ist. 6. Du nahmest Fleisch an dich, und tratest in die Mitten, trugst unsre Suͤn⸗ denschuld, indem du viel gelitten; ach dies dein Blut und Tod erwirbt die Seligkeit, das ewge Him⸗ 8 u dreimal großer 3. D GoOtt, dem Erd mels⸗Heil, die ungemeßne und Himemel dienen, dem Freud. heilig/ heilig! singt die 7. Du suͤßer Himmels⸗ Schaor der Seraphinen, thau, du Taube reiner du hoͤchste Majestaͤt und Helfer in der Noth, du lammen, HErr und GOtt eilger Geist, du fuͤhrst die Kirch du allerhoͤchstes Gut und ——— l Whf! Hash 9•6 WG I Msitt UU H2j/ A IM U 1f öh shh! Wle u u Heeh I 9 6 Waa U It: Kc MX —— hund h Dut n Haldhhß wohlheftler, Git und Sonn, du Nag, gun Wulh ö . Salhfer, Nuales laht hener t guh lit⸗ 3 ei jedes hich it det 1 Element, lle Ktegtur. dich der⸗ uen Wier sihtet wun⸗ K LUb und Vechbec dos N Oi sird Mu ge⸗ ahe Tteuethut , Inminuel Welche Sit⸗ WI Sonehih Dahlanahrl⸗ Osanmm sugt Hhahle Chris, ihe Heschech, lhet t. ihmes Feisch Hnet idi tunste Suͤn⸗ Idem du vial . Res den ithde ee hin⸗ uaneßne ie hinmel⸗ Tuuhe tenet Rund6t du fiheshe. Kuch der heiligen Dreieinigkeit. 3 Kirch zusammen, du heil⸗ gest durch und durch; du bist ein Licht vom Licht, giebst neue Feuerglut, da⸗ mit kein Glaub gebricht. 8. Ach allerhoͤchster Trost und bester Weisheits⸗Leh⸗ rer, Erleuchter, Heiliger, Aufrichter und Bekehrer, du theilst die Gaben aus, das Wollen wird voll⸗ bracht, durch die Gemein⸗ schaft wird uns Kraft und Geist gemacht. 9. GOtt Vater, Sohn und Geist, Ein GOtt und Eins in Dreien, gepriesne Maiestaͤt, auf stets zu bene⸗ deien, laß uns im Tugend⸗ weg gewissenhaftig stebn⸗ und durch ein selges End zu unserm Erbe gehn. 10. Laß, dreimal großer GOtt, den Thau der Gnade feuchten, ach segne, segne uns, laß uns dein Antlitz leuchten! wir hof⸗ fen ja auf dich, du laͤßt uns nicht in Spott; drum singt das Gloria: Gelobt, gelobt sei GOtt! In eigener Melodie. (Ott der Vater 4. Geohn mobei und laß uns nicht verderben; mach uns aller Suͤnden frei, und hilf uns selig sterben; vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben, und auf dich laß uns bauen, aus Herzengrund vertrauen, dir uns lassen ganz und ar, mit allen rechten Chri⸗ sten entfliehen Teufels Li⸗ sten, mit Waffen GOtts uns fristen. Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Hallelujah. 2. IEsus Christus wohn uns bei, und laß uns nicht verderben, ꝛc. 3. Heilig Geist der wohn uns bei, und laß uns nicht verderben, ꝛc. Dr. Martin Luther. Mel. Meine Seel hebt den Erren. 22 Ott sei uns gnaͤdig J. G und einen gdet⸗ und geb uns seinen goͤtt⸗ lichen Segen. ö 2. Er lasse uns sein Ant⸗ liz leuchten, daß wir auf Erden erkennen seine Wege. 3. Es segne uns GOtt, unser GOtt; es segne uns GOtt, und geb uns sei⸗ nen Frieden, Amen. 4. Lob und Preis sei GOtt dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist. 5. Wie es war im An⸗ fang/ ietzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit, Amen. er⸗ Mlel. An Wasserslüssen BGabylon. 5 Hercu der du erforschest mich/ und kennst inich aus und innen, mein Thun und Lassen kommt vor dich, Gehn, Stehen und Be— ginnen: was ich im Bette denk und ticht, siehst du von fern und fehlest nicht, du pruͤfest Herz und Nie⸗ ren; du kannst auch, wenn 1* ich 4 von Gott und ich bin allein, und gerne wollt verborgen sein, all meine 316 ausspuͤren. 2. Es ist kein Wort in meinem Mund, so ich dir köͤnnt verhelen; du, HErr, siehst recht des Herzens Grund, was steckt in mei⸗ ner Seelen. Du schaffest le, was ich vollbring: wie groß es ist, und wie gering, ich kanns ohn dich nicht richten; wenn aber du durch deine Gnad Ver⸗ stand mir giebst, auch Huͤlf und Rath, so kann ich al⸗ les schlichten. 3. Wie du die Deinen wunderlich, o GOtt, hier pflegs zu fuͤhren, versteh ich nicht, und lasse mich soll, aus Mutterleib gelei⸗ tet; durch deine Vorsorg Fleisch und Bein und alle Glieder an mir sein; dein Aug hat mich erwaͤh⸗ let; da ich noch unge⸗ boren war, hast du schon Stunden, Tag und Jahr im Lebenslauf gezaͤhlet. „Ich danke dir und preise dich fuͤr solche große Thaten, und daß du mir so wunderlich an Leib und Seel gerathen. Sehr koͤst⸗ lich ist dein Werk an mit, wenn ich erwach, bin ich bei dir, und warte deiner Gnaden; ich glaube fest, daß meine Suͤnd durch Christum mir vergeben sind, daß sie mir nicht mehr aden. bloß deine Gnad regieren.schad Wo soll ich hin vor deinem Geist? denn du auch die Gedanken weißt, es hilft vor dir kein Fliehen. Fuͤhr ich gen Himmel, bist du da, auch in der Hoͤll trittst du mir nah, kann dir mich nicht entziehen. 4. Nun, großer GOtt, weil deine Hand mich uber⸗ all kann finden, und all mein Thun dir ist bekannt, so hut ich mich vor Suͤnden: denn finster ist wie Licht bei dir, was heimlich war, kommt klar herfuͤr, ich kann dir nicht entgehen. Was ich gethan, geredt, gedacht, das wird vor dei⸗ nen Thron gebracht, da muß ich vor dir stehen. 5. HErr, meine Seel erkennt dies wohl, daß du mich hast bereitet, und wie ein Mensch gestalt sein 7. Den Vorsatz gieb mir, HErr, dabei, daß ich, was böͤs ist, meide. Die gott⸗ los Rott fern von mir sei, dir, o HErr, gefaͤllig von Frommen mich nicht scheide; daß ich nur lieb, was dir gefaͤllt, und hasse, was ist von der Welt, auch ihren Trutz nicht achte, halt dein Gebot, hoͤr gern dein Wort, im Glauben und in Hoffnung fort das Ewige betrachte. 8. Erforsch mich, GOtt, ergruͤnd mein Herz, durch⸗ such all mein Gedanken, und siehe, ob ich hinter⸗ waͤrts und auf die Seit woll wanken. Bin ich vielleicht auf bosem Weg, so fuͤhr du mich den rech⸗ ten Steg, der nach dem Himmel weise, daß ich vom Suͤnden⸗Dienste frei, und Nei, N Rn i 06 gh Rüu Wsthe ls U M W innsse l, z Ugtht.e Whr: -r ühm 9 Dokforg Lerk an mit, sch, hin ich watte deiner Aabe fes, Sund durch st hergeben it hicht meht sch gieh mit, Nßich, was „Die gott⸗ In mir se, nich nicht ich nut lieb, und hose, +Welt/ guch Hicht achte, hr gern Glauben 9 fort das ich GOtt, z/ durch⸗ Gedanken/ ich hinter⸗ die Seit Bin ich sen Weg, dell rech⸗ nach dem aß ich vom frei und gefaͤlig el/ der heiligen Dreieinigkeit. 5 sei, bis ich von hinnen reise. Nach Heinrich Vogther. In eigener Melodie. 7 ehovah ist mein Licht und Gna⸗ den⸗Sonne, Jehovah ist die Vollenkommenheit, Je⸗ hovah ist die reine See⸗ len⸗Wonne, Jehovah ist der Brunn voll Heiligkeit; in diesem Licht kann ich viel Wunder sehn: die Vol⸗ lenkommenheit ist meine Ruh, die Seelenfreud er⸗ guicket mich dazu, in Hei⸗ ligkeit muß ich auch zu ihm gehn.—— 2. Jehovah ist ein unbe⸗ greiflich Wesen, da mein Verstand sich willig in ver⸗ liert; in seinem Wort ist dieses klar zu lesen, wie wunderbar der kluge Rath regiert. Wer hat den Sinn des Geistes je erkannt? Wer gab dem Rath, der war von Ewigkeit? Ver⸗ nunft sei still! die See ist viel 1 breit und n O kluger Unverstand! 3. Jehovah, Grund und Leben aller Dinge, du bist fuͤrwahr ein unzugaͤnglich Licht: gieb, daß im Licht mein Wandel mir gelinge, ach fuͤhre mich mit deinem Angesicht. Du bist ein Licht, und bist im Licht al⸗ lein, du hassest den, der Fin⸗ sternisse liebt, du liebest den, der Recht und Licht dir giebt: o laß mich stets bei deinen Strahlen sein! 4. Jehovah, GOtt mit mir zu allen Zeiten, mit dir ich nun Gemeinschaft haben kann; wenn du mich wirst mit deinen Augen leiten, so wirst du mich zu Ehren nehmen an. O blin⸗ de Welt, o Welt, ich war⸗ ne dich, fleuchst du dies Licht, und laufest in der Nacht, die arme Seel ist ewig umgebracht. Nur Licht und Recht vereinigt GOtt und mich. Joachim Neander⸗ In eigener Melodie. 8 H'amatet Drei⸗ einigkeit, die du so suͤß und milde mich hast geschaffen in der Zeit zu deinem Ebenbilde: ich lie⸗ be dich von Herzen⸗Grund⸗ ich preise dich mit meinem Mund. Komm doch, komm und 1 ein bei mir, mach Wohnung und bereit mich dir. 2. GOtt Vater, nimm ganz kraͤftig ein das sinken⸗ de Gemuͤthe; mach es zu deinem innern Schrein und deiner stillen Huͤtte; ver⸗ gieb, daß meine Seele sich dialich; hat oft und suͤn⸗ iglich; bring sie in eine wahre Ruh, daß nichts in ihr sei, als nur du. 3. GOtt Sohn, erleuch⸗ te den Verstand mit dei⸗ ner Weisheit Lichte; ver⸗ gieb, daß er sich oft ge⸗ wandt zu eitelem Gedichte. Laß nunmehr nur in dei⸗ nem Schein mein einzigs Schaun und Wirken sein; zeuch ihn, daß er schon allbereit entreiße sich von Ort und Zeit. 4. O heilger Geist, du Lie⸗ 6 von Gott und Liebes⸗Feur, entzuͤnde meinen Willen, staͤrk ihn, komm mir zu Hulf und Steur, den deinen zu er⸗ fuͤllen. Vergieb, daß ich so oft gewollt, was suͤnd⸗ lich ist und nicht gesollt; verleih, daß ich mit reiner Brunst dich innig ewig lieb umsonst. ů 5. O heilige Dreifaltig⸗ keit, fuͤhr mich doch ganz von hinnen; richt zu dem Lauf der Ewigkeit all aͤuß⸗ und innre Sinnen. Ver⸗ einge mich, und laß mich hier eins mit dir sein, daß ich mit dir auch dort sei eine Herrlichkeit, o heilig⸗ ste Dreifaltigkeit! Job. Angelus. In eigener Melodie. 9 Fesaia dem Pro⸗ 9 pheten das ge⸗ schah, daß er im Geist den HErren sitzen sah auf ei⸗ nem hohen Thron in hel⸗ lem Glanz, seines Kleides Saum den Chor fuͤllet ganz. Es stunden zween Seraph bei ihm daran; sechs Fluͤgel sah er einen jeden han: mit zween verbargen sie ihr Antlitz klar, mit zween bedeckten sie die Fuͤße gar, und mit den andern zween sie flo⸗ gen frei, gen ander ruften sie mit großem Schrei: Heilig ist GOtt, der HErre Zebaoth! Heilig ist GOtt, der HErre Zebaoth! Hei⸗ lig ist GOtt, der HErre Zebaoth! Sein Ehr die ganze Welt erfuͤllet hat. Von dem Schrei zittert Schwell und Balken gar das Haus auch ganz voll Rauchs und Nebel war. Dr. Martin Luther Die Kyries. In eigener Melodie. u. Sonntägliches. 10. Kore, ach Va⸗ 50 ter, allerhoch⸗ ster GOtt, wie klein acht man doch dein Gebot. Verschon unsrer Blindheit, die viel Suͤnd thut; erbar⸗ me dich unser! 2. Christe, o HErre GOtt, du bist der Tag und das wahre Licht, die Pforte der Wahrheit, das Leben; des Vaters Wort und Rath hast du uns zu Troste gegeben; erbarm dich unser! 3. Kyrie, heiliger Geist in Ewigkeit, steh uns bei durch dein Barmherzigkeit. All unsre Suͤnd sind uns leid. Du willst nicht ver⸗ lassen, die auf dich hoffen; erbarm dich unser! d. Auf Advent. 1. O milder GOtt, al⸗ lerhoͤchster Hort, wir ru⸗ fen zu dir in unsrer Noth: erbarm dich unser! 2. O Christe, GOttes Sohn, der Kirche Haupt, reud, Ehr und Kron und rei offner Heilsbrunn: erbarm dich unser! 3. Heiliger Geist, der Kirchen Troͤster, du aller⸗ bester Meister, Verneurer und Regierer: erbarm dich unser! c. Auf Weihnacht. 1. O Vater der Barm⸗ he· HAI. Rne m/ ANNN H 0 NI He shriez bnn Aulodir uht, f M Ti Ucht, e ichet, das Wez Wort Whit v unz zu Wlh; erderm l Hger Gei ,ih uns WWüwmhet NSin sh unz Austver⸗ Waidgpe; Nh unstt Alan, IILII stt hat, Mn⸗ -runste Noth I chit, Eotte lt Kiche ut, Wd nd Ih Hilttamn: W i. Halr Hi, N Thit, Wale⸗ IITU. Wu rm ‚ der heiligen Dreieinigkeit. 7 herzigkeit, wir bitten Lein mit Innigkeit: du wolle dich erbarmen der Schwa⸗ chen und Armen. 2. Christe, aller Welt Heiland; hilf allen, die dich han erkannt, daß sie in dir zunehmen fuͤr und fuͤr. 3. O heiliger Geist, wahrer GOtt: sieh heut an der Glaͤubigen Noth, und erleucht duͤrch deine Guͤt der Irrenden Ge⸗ muͤth. ö Oder: 1. O Vater, allmaͤchti⸗ ger GOtt, zu dir schreien wir in der Noth, durch dein groß Barmherzigkeit: erbarm dich uͤber uns! 2. O Christ, wollst uns erhoͤren, fuͤr uns bist du Mensch geboren von Ma⸗ ria: erbarm dich uͤber uns! 3.O heilger Geist, wollst uns geben dich allzeit herzlich lieben und nach deinm Willen streben: er⸗ barm dich uͤber uns! d. Auf Ostern. 1. Kyrie, GOtt aller Welt Schoͤpfer und Vater: eleison! 2. Christe, wahr Gott und Mensch geborn, der du fuͤr uns trugst GOttes Zorn: eleison! 3. Kyrie, heiliger Geist, mit Vater und Sohn Ein GOtt: eleison! 4. Kyrie, hilf uns, daß wir in solchem Glauben rein dich anbeten allein und bleiben die Diener dein: eleison! Oder: 1. O Herte GOtt, Va⸗ ter in Ewigkeit: sei uns Suͤndern gnaͤdig! 2. Christe aller Welt Heiland und ihr Trost: mach uns alle von Suͤn⸗ den los: ö 3. O heilger Geist, theil uns mit Weisheit, Lieb und Glauben aller⸗ meist, gieb goͤttlich Gerech⸗ tigkeit! e. Auf Pfingsten. 1. O Vater der Barm⸗ herzigkeit, Bronn aller Guͤtigkeit: laß heut deine Gnad zu uns fließen und uns der genießen. 2. Christe, GOttes Sohn, der du von dem hoͤchsten Thron gesandt in diese Welt bist kommen uns allen zu Frommen: komm auch in unser Herz und Sinnen und wohne darinnen. 3. O heiliger Geist, wahrer GOtt, sei unser Trost in aller Noth; mach unsre Seel gesund, daß wir wirklich und aus Her⸗ zensgrund lieben den neu⸗ en Bund. Oder: 1. Kyrie, GOtt Vater in Ewigkeit, groß ist deine Barmherzigkeit, aller Ding ein Schöpfer und Regierer? eleison! ö 2. Christe, aller Welt Trost, uns Suͤnder allein du hast erlost. O JEsu, GOttesSohn, unser Mitt⸗ ler bist in dem hoͤchsten Thron; zu dir schreien wir aus Herzen Begier: eleison! 3. Kyrie, GOtt heiliger Gelst, ä 5————————ßꝛ—ꝛ7— PIPFPIPFFPFPFTFTPTTTTDTTDTRTDTDTDTDTDTDTLQHcHWHCNRCTCTCTCTCTC— D I 8 von Gott und Geist, troͤst, staͤrk uns im Glauben allermeist, daß wir am letzten End froͤh⸗ lich uns heiden aus die⸗ sem Elend: eleison! Mel. Es woll uns GOtt genädig sein. meine Seel, er⸗ 1 1.0 hebe dich, mit Andacht zu betrachten, wie Gᷣott hat offenbaret sich/ und wie man ihn soll ach⸗ ten: daß er der Allerhoͤchste ist im Himmel und auf Er⸗ den, und soll geruͤhmt zu jeder Frist, auch angerufen werden als Ursprung aller Dinge. 0 2. GOtt, du bist And fuͤr und fuͤr, nichts sin der Heiden Götter; kein Heil, noch Trost ist außer dir, kein Helfer, noch Er⸗ retter. Laß mich, o HErr, auf dich allein von ganzem Herzen trauen, dir inniglich ergeben sein, auf niemand anders bauen, dir, GOtt, allein anhangen. 3. OHErr, mein GOtt/ du bist ein Geist, und thei⸗ lest bei uns allen an Ga⸗ ben aus, was geistlich heißt, nach deinem Wohlgefallen. Laß mich stets geistlich sein gesinnt, daß, wenn ich vor dich trete, ich deine Kraft in mir empfind, und da⸗ durch dich anbete im Geist und in der Wahrheit. 4. Du bist, o GOtt, von Ewigkeit, ohn Anfang und ohn Ende. Gieb, daß mein 7 von aller Freud des eitlichen sich wende, auf drum bitten und ier u denken, weil alles hier i wandelbar, daß du mir dort wollst schenken das unver⸗ gaͤnglich Erbe. ö 5. O GOtt, du bist an allem Ort und gar nicht zu ermessen: ob einer hier ist oder dort, ist er dir nicht entsessen. Laß mich nicht zweifeln, wo ich sei, du köͤnnst dich mein annehmen; auch was ich thu, laß mich dabei des Boͤsen vor dir schaͤmen, und uͤberall dich fuͤrchten. 6. Unendlich, HErr, ist deine Macht, zu retten, die dich lieben, und wenn der Gottlos dich veracht, die Rache auch zu uͤben. Gieb⸗ daß sich deiner Allmacht Schutz fort uͤber mich er⸗ strecke, mich auch nicht Menschen Grimm und Trutz, nur deine Straf erschrecke: du toͤdtest Leib und Seele. 7. Voll hoͤchster Weisheit bist du, GOtt, niemand kann sie ergruͤnden; wie wunderschwer auch ist die Noth, weißt du doch Rath zu finden. Gieb, daß ichs dir stets traue zu, auf dich werf meine Sorgen, auch Uebels weder denk noch thu/ weil du siehst ins Verborgen und pruͤfest Herz und Nieren. 8. GOtt du bist heilig und gerecht, du kannst die Suͤnd nicht leiden; wer sagen will, er sei dein Knecht, der muß das Boͤse meiden. Gieb, daß ich aß ich moͤge immerdar mich zu jeder Zeit der 3— 0. 42 MAd Mschht* W n I. 6 N Aslh, Auhan Rh 1 Rhes Hche MWal Rhf Msicht Mcheh sht H. I UA. U I Snlhet Hlch Gl sih mt h, I. 6 N er Hur Il i 12.65 Innn n Gtt ann He hW h U seh, U Ials Her Rphumott 10 Wunbet⸗ be t, 50 bist an 5 Hgur nicht Heiher hier 69 0 nicht Rich nicht ö ich sei, du Rannehmen hu, lah mich u bor di⸗ berall bich „Hert, ist lketten, die d wenn der heracht, die iben, Gieb, Almacht er mich er⸗ guch nicht imm und ine Straf ihgtest Leib Wächeit 1, Memard Hden; wie such ist die doch Rath „daß ichs 1„ auf dich Hen, auch Elochthu, Veborgen Hetz und bisthelig annst die del; wer sei dein Bͤse daß ich it der Hei li0 der heiligen Dreieinigkeit. 9 ligkeit befleiße, nachiage der Gerechtigkeit, auch dein Gericht gut heiße, ob ichs schon Dmn bit ihrg ö 9. Du bist sehr gnaͤdig, fromm und gut, wo sich bekehrt der Suͤnder, er⸗ barmst dich, wie ein Vater thut, von Herzen deiner Kinder. HErr, laß von deiner Lieb und Gnad mich allweg Trost bekom⸗ men, von mir auch meine Missethat so fern sein hin⸗ fom 6 als Morgen st vom Abend. 10. GOtt, deine Wahr⸗ heit stets besteht, und wohl dem, der dir glaͤubet. Der Himmel und die Erd vergeht, dein Wort, HErr, ewig bleibet. Gieb, daß ich fuͤrchte dein Gericht und alles, was du draͤuest; auch hoffe, was dein Wort verspricht, das du mir gern verleihest: Hoffnung wird nicht zu Schanden. 11. Allselig bist du, GOtt, und frei, du thust, was dir beliebet, du bist ein milder HErr dabei, der reichlich Gutes giebet. Laß mich mit dem zufrieden sein, was ist dein heilger Wille. Gieb auch, daß ich von dir allein und dei⸗ ner Guͤte Fuͤlle erwarte alls in allem. 12. GOtt, wenn ich dich so kenn und ehr, dein Wort hdrone setze, kann ch mich drob erfreuen mehr, als uͤber alle Schaͤtze; bis ich dort, o du wahres Licht, ohn Lallen dich werd nen⸗ nen, von Angesicht zu An⸗ gesicht anschauen und er⸗ kennen, und ohn Aufhoͤren loben. 13. GOtt Vater, Sohn und heilger Geist, der du auch willst auf Erden von mir und allen sein gepreist, laß deinen Ruhm groß werden. Verleih mir Gna⸗ de, Kraft und Staͤrk, daß ich zu allen Zeiten, HErr, deinen Namn und deine Werk koͤnn mehr und mehr ausbreiten, so lang ich hab das Leben. Justus Gesenius. In eigener Mel. oder: Schönster(Liebster) Im⸗ manuel, Herzog der Frommen. 12 Scigstes We⸗ sen, unendliche Wonne, Abgrund der aller⸗ vollkommensten Lust, ewige Herrlichkeit, praͤchtigste Soñe, der nie Veraͤndrung, noch Wechsel bewußt, laß mich dich loben, bis einst dort oben, wo dich die Engel und Menschen be⸗ singen, meine verherrlichte Zunge wird klingen. 2. Goͤnne von ferne doch einige Blicke deiner im Glauben vermaͤhleten Braut, bis ich die Seele einst freudig hinschicke, da sie dich, wie du bist, selig beschaut, wann ich dein Lieben stetig kann uͤben, und mit recht frommen und reinem Gewissen werd dei⸗ ne Ruhe und Wollust ge⸗ nießen. 3. Der du dich in dir und durch dich erfreuest, 1* eh 10 von GoOtt und der heil. Dreieinigkeit. eh dieses alles sein Wesen gewann, auch was erquik⸗ kend ist, jedem verleihest, das sich doch selber bele⸗ ben nicht kann: heiligste Guͤte, laß mein Gemuͤthe in dir sich allezeit freudig erweisen, das dich doch nimmer genugsam kann preisen.. 4. Led ich in Finsterniß, machet dein Glaͤnzen selber das Todes⸗Thal mir wie⸗ der Licht; fall ich in Ohn⸗ macht und schwebe in Graͤn⸗ zen schwerer Verzweife⸗ lung, laͤßt du mich nicht. Endlich im Sterben muß ich ererben durch dich und in dir ein ewiges Leben, das nur das seligste Wesen kann geben. 5. Schuͤttert die Erde und donnert der Himmel, tobet und schnaubet die rasende Welt, bleibet mir mitten in solchem Getuͤm⸗ mel doch meine Seligkeit feste gestellt; wenn dein Erbarmen sich laͤßt umar⸗ men von dem, ders kluͤg⸗ lichste, seligste Wesen ihm hat zum Felsen und Ruhe erlesen. im Glauben auch lichte, dank ich es, seligste Son⸗ ne, nur dir; wenn ich mein Seufzen gen Himmel an richte, merk ich im Herzen auch balde, was mir von dir bestimmet, weil schon anglimmet, was mich soll ewig und selig ergoͤtzen, wenn du in deine Ruh mich wirst einsetzen. 7. So bist du selig und theilest mit abe, laͤssest auch keinem Geschoͤpfe die Macht, daß es vom Mut⸗ terleib bis hin zum Grabe dem, den du deiner Gunst wuͤrdig geacht, zu schaden tauge, ja daß kein Auge, sollt es gleich Himmel und Erde durchgehen, einen un⸗ seligen Christen kann sehen. 8. Bin ich denn selig: so laß mich es merken, schreib es durch deinen Geist mir recht in Sinn, und reiß im Glauben und seli⸗ gen Werken mich von der Eitelkeit, wann du willst, hin, wo man nach Klagen freudig kann sagen: Seht, aus der Schaar der elen⸗ desten Suͤnder machet der selge GOtt selige Kinder. 6. Wird meine Seele n Abraham Hinckelmann. Vom Erwerber unsers Heils, von IEsu Christo. Und zwar: re Von der ukunft Christi ins leisch * —3.2.‚‚‚‚‚i‚‚‚ 0 40 1 6 IU Au N Rcl I I I 0 N If , N Rhse RM N Hatr Mug), uin W 0ᷣih W Wihegh Dihus hul Suhh I uuf lls à80 Iuhch, Wach Iach aihh Ische IWR einigkeit. guch lichte ligste Eun⸗ enn ich mein Himmel an im Herzen as mir von weil schon 15 mich soll 9 ergbtzen, deine Ruh chen. selig und lssest auch öpfe die hom Mut⸗ um Grabe ner Gunst zu schaden ein Auge, immel und einen un⸗ ann sehen. enn selig: merken, inen Geist inn, und und seli⸗ ch von der du willst, ach Klagen en: Seht, der elen⸗ nachet der je Kinder. inckelmann. Heils, ti ins Alel. von der Zukunft Christi ins Kleisch. 11 Mel. Aus meines Her⸗ ens Grunde, oder: von EOtt will ich nicht lassen. 13. A ihr 13.70 Reichsgenos⸗ sen, eur Koͤnig kommt heran: empfahet unver⸗ drossen den großen Wun⸗ dermann. Ihr Christen, geht herfuͤr, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mit heiliger Begier. 2. Auf, ihr betruͤbten Herzen, der Koͤnig ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen; der Helfer ist schon da; seht, wie so mancher Ort hochtroͤstlich ist zu nennen, da wir ihn finden koͤnnen im Nacht⸗ mahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielge⸗ plagten, der König ist nicht fern; seid froͤhlich, ihr Ver⸗ zagten, dort kommt der Morgenstern; der HErr will in der Noth mit rei⸗ chem Trost euch speisen, er will euch Huͤlf erweisen, ja daͤmpfen gar den Tod. 4. Nun hört, ihr fre⸗ chen Suͤnder, der König merket drauf, wenn ihr, verlorne Kinder, in vollem Laster Lauf auf Arges seid bedacht, ja thut es ohne Sorgen: gar nichts ist ihm verborgen, er giebtss auf alles Acht 5. Seid fromm, ihr Un⸗ terthanen, der Koͤnig ist gerecht. Laßt uns die Weg ihm bahnen und machen alles schlecht. Fuͤrwahr, er meint es gut, drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit uner⸗ schrocknem Muth. 6. Und wenn gleich Krieg und Flammen uns alles rauben hin, Geduld! weil ihm zusammen gehöͤrt doch der Gewinn. Wenn gleich ein fruͤher Tod uns, die uns lieb, genommen, wohl⸗ an, so sind sie kommen ins Leben aus der Noth. 7. Frisch auf in GOtt, ihr Armen, der Koͤnig sorgt fuͤr euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich; der an ein Thier gedacht, der wird auch euch ernaͤhren: was Menschen nur begehren/ das steht in seiner Macht. 8. Hat endlich uns be⸗ troffen viel Kreuz, laͤßt er doch nicht die, welch auf ihn stets hoffen mit rechter Zuversicht. Von GOtt kommt alles her, der laͤsset auch im Sterben die Sei⸗ nen nicht verderben, sein Hand ist nicht zu schwer. 9. Frisch auf, ihr Hoch⸗ betruͤbten, der Koͤnig kommt mit Macht; an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon laͤngst gedacht: nun wird kein Angst, noch Pein, noch Zorn hinfuͤr uns schaden, dieweil uns GOtt aus Gnaden laͤßt seine Kinder ein. 10. So lauft mit schnel⸗ len Schritten, den Koͤnig zu besehn, dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schͤn. Nun tretet all heran, den Heiland zu be⸗ gruͤßen, der alles Kreuz ver⸗ suͤßen und uns erloͤsen kann. 11. Der ä—————‚—...—‚——‚‚.— 12 — IIIIIIIICII— von der Zukunst Christi 11. Der Koͤnig will be⸗ denken die, die er herzlich liebt, mit köͤstlichen Ge⸗ schenken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort. O Koͤnig, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 12. Run, HErr, du giebst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du jagst den Suͤndern nach; drum wollen wir allein die Stimmen hoch erschwin⸗ gen/ dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. Joh. Rist. In eigener Melodie. 1 4 Gedtes Sohn ist kommen uns allen zu Frommen hier auf diese Erden in armen Ge⸗ berden, daß er uns von Suͤnde freiet und entbinde. 2. Er kommt auch noch heute, und lehret die Leute, wie sie sich von Suͤnden zur Buß sollen wenden, von Irrthum und Thorheit treten zu der Wahrheit. 3. Die sich sein nicht schaͤmen, und sein Dienst annehmen durch ein rech⸗ ten Glauben mit ganzem Vertrauen, denen wird er eben ihre Sund vergeben. 4. Denn er thut ihn schenken in den Sakramen⸗ ten sich selber zur Speise, sein Lieb zu beweisen, daß sie seiner gnießen in ihrem Gewissen. 5. Die also bekleiben und ren in allem trachten zu gefallen, die werden mit reuden auch von hinnen cheiden. x 6. Denn bald und be⸗ hende kommt ihr letztes Ende; da wird er vom Bo⸗ sen ihre Seel erlͤsen, und sie mit ihm fuͤhren zu der Engel Choͤren. 7. Von dannen er kom⸗ men, wie denn wird ver⸗ nommen, wenn die Todten werden erstehn von der Er⸗ den, und zu seinen Fuͤßen sich darstellen muͤssen. 8. Da wird er sie schei⸗ den, die Frommen zur Freu⸗ den, die Boösen zur Hoͤllen in peinliche Stellen, wo sie ewig muͤssen ihr Untu⸗ gend buͤßen. 9. Ei nun, HErre IEsu, schick unsre Herzen zu, daß wir, alle Stunden rechtglaͤubig erfunden, dar⸗ innen verscheiden zur ewi⸗ gen Freuden. Böhmische Brüder. Mel. vom Himmel hoch da komm ich her. 15 Lil sei dem aller⸗ T hoͤchsten GOtt, der unser sich erbarmet hat, gesandt sein allerliebsten Sohn, aus ihm geborn im hoͤchsten Thron: 2. Auf daß er unser Hei⸗ land wuͤrd, uns freiet von der Suͤnden Buͤrd, und durch seine Gnad und Wahrheit fuͤhret zur ewi⸗ gen Klarheit. 3. O große Gnad und Guͤtigkeit, o tiefe Lieb und bestaͤndig bleiben, dem HEr⸗ Mildigkeit! GOtt thut ein Werk, — I X ihh E HI Rsth I H4 IX. WA X. EE HA Iu u WPg Rth Ite , Itrahn W Hn * Ich, s Git H. M Muss chen Zu her Hal ht Gen M Rsefe WUtd H —2————— trachten zu verden mit von hinnen ld und be⸗ ihr letztes +bom Boͤ⸗ lösen, und ren zu der inet kom⸗ wird ver⸗ ie Todten n der Er⸗ en Fuͤßen uͤssen. sie schei⸗ zur Freu⸗ ur Hͤllen len, wo ihr Untu⸗ kre IEsu, erzen zu, Stunden nden/ dar⸗ u zur ewi⸗ sche Brüder. nmel hoch h her. dem aller⸗ sen GOtt, armet hat/ lerliebsten n geborn ron: Hnad und t zur ewi⸗ Gnad und efe Lieh und Ott thut ein Wekk, ins Sleisch. 13 Werk, deß ihm kein Mann, auch kein Engel verdan⸗ ken kann. 4. Der Schoͤpfer aller Kreatur nimmt an sich un⸗ sere Natur, verachtet nicht ein armes Weib, zu wer⸗ den Mensch in ihrem Leib. 5. Des Vaters Wort von Ewigkeit wird Fleisch in aller Reinigkeit; das A und O, Anfang und End Elend. fuͤr uns in groß en 6. Was ist der Mensch, was ist sein Thun, daß GOtt fuͤr ihn giebt seinen Sohn? Was darf unser das hoͤchste Gut, daß es so unserthalben thut? 7. O weh dem Volk, das dich veracht, der Gnad sich nicht theilhaftig macht, nicht hoͤren will des Soh⸗ nes Stimm; denn auf ihm bleibet GOttes Grimm. 8. O Mensch, wie daß du nicht verstehst, und dem Koͤnig entgegen gehst, der dir so ganz demuͤthig koͤmmt, und sch so treulich dein annimmt? 9. Ei, nimm ihn heut mit Freuden an, bereit ihm deines Herzen Bahn, auf daß er komm in dein Ge⸗ muͤth, und du genießest seiner Guͤt. 10. Unterwirf ihm deine Vernunft in dieser gnad⸗ reichen Zukunft, untergieb seiner Heiligkeit die Werk deiner Gerechtigkeit. 11. Wo du dies thust, so ist er dein, bewahrt dich vor der Hoͤllen Pein; wo nicht, so sieh dich eben fuͤr, denn er schleußt dir des Himmels Thuͤr. 2. Sein erste Zukunft in die Welt ist in sanft⸗ muͤthiger Gestalt; die an⸗ dre wird erschrecklich sein, den Gottlosen zu großer Pein. 13. Die aber jetzt in Christo stehn, werden als⸗ dann she Freuden gehn, und besitzen der Engel Choör, daß sie kein Uebel mehr beruͤhr. 14. Dem Vater in dem hbchsten Thron, sammt seinem eingebornen Sohn/ dem heiligen Geist gleicher Weis sei in Ewigkeit Dank und Preis. Michael Weiße. Mel. von Sott will ich nicht lassen. WMeiit Ernst, o 16. M Menschen⸗ Kinder, das Herz in euch bestellt, bald wird das Heil der Sünder, der wun⸗ derstarke Held, den GOtt aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben ver⸗ sprochen hat zu geben, bei Allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tuͤchtig den Weg dem gro⸗ ßen Gast, macht seine Stei⸗ ge richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle Bah⸗ nen recht, die Thal laßt sein erhöͤhet/ macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das De⸗ muth liebet, bei GOtt am hoͤchsten steht; ein Herz, das Hochmuth uͤbet, mit Angst zu Grunde geht; ein Heri, 2 2——— —9——————9———..——— 14 ———. ———9——9—99——*———ʃ—— 2 von der Zukunst Christi Herz, das richtig ist, und folget GOttes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt IEsus Christ. 4. Ach mache du mich Armen in dieser Gnaͤden⸗ zeit aus Guͤte und Erbar⸗ men, HErr IEsu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen; so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein. V. 1—3 Balent. Thilo. Mel. von SOtt will ich nicht lassen. 17 Nin jauchzet all 5 ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der HErr der Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht, doch maͤchtig zu verheeren und gaͤnzlich zu zerstoͤren des Teufels Reich und Macht. 2. Er kommt zu uns geritten auf einem Eselein, und steilt sich in die Mit⸗ ten fuͤr uns zum Opfer ein; er bringt kein zeitlich an, wenn ihr euch wollet rathen, und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel fuͤhrt; sonst, wo ihr ihn verachtet, und nur nach Hoheit trachtet, euch GᷣOttes Zorn dann ruͤhrt. 5. Ihr Armen und Elenden zu dieser bbsen Zeit, die ihr an allen En⸗ den muͤßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohl⸗ gemuth, laßt eure Lieder klingen, und thut dem Koͤ⸗ nig singen, der ist eur hoͤchstes Gut. 6. Er wird nun bald er⸗ scheinen in seiner Herrlich⸗ keit, und all eur Klag und Weinen verwandelen in Freud. Er ist der helfen kann: halt eure Lampen fertig, und seid stets sein gewaͤrtig, er ist schon auf der Bahn. M. Michael Schirmer. In bekannter Melodie. 18 Non komm der Heiden Hei⸗ land, der Jungfrauen Kind erkannt, daß sich wunder Gut; er will allein erwer⸗ ben durch seinen Tod und Sterben, was ewig waͤh⸗ ren thut. ö 3. Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt: im hohen Himmels⸗ Throne ist ihm sein Reich bestellt; er will hier seine Macht und Majestaͤt ver⸗ huͤllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat voll⸗ bracht. 4. Ihr großen Potenta⸗ alle Welt, GOtt solch Geburt ihm bestellt. 2. Nicht von Manns⸗ blut, noch von Fleisch, al⸗ lein von dem heilgen Geist ist GOtts Wort worden 0 iht Webes Fleith ein rucht Weibes Fleisch. 3. Der Jungfrau Leib schwanger ward, doch blieb Keuschheit rein bewahrt, leucht hervor manch Tu⸗ gend schoͤn, GOtt da war in seinem Thron. ten, nehmt diesen Koͤnig 4. Er ging aus der Kam⸗ im I V Wh AXI. U A. Ihing 101 0 Mstt N N x a wmg W. W 5 I — Ollle Rsch l I W lldhre —— tuch wollet un die rechte em Himmel wo ihr ihn nur nach et/ euch inn ruͤhrt. men und 0 bbsen all en En⸗ Angst und och wohl⸗ re Lieder ist eur n bald er⸗ han urd Klag und delen in er helfen Lampen stets sein schon auf Schirmer. Melodite. komm der iden Hei⸗ guen Kind hwunder —6 solch Manns⸗ eisch/ al⸗ gen Geist worden Halh ht ein xlei Frall Leib doch blieb bewahrt/ nch Tu⸗ t da war aus der Kam⸗ ins Eleisch. 15 Kammer sein, dem koͤngli⸗ chen Saal so rein, GOtt von Art und Mensch ein Held, sein Weg er zu lau⸗ fen eilt. 5. Sein Lauf kam vom Vater her, und kehrt wie⸗ der zum Vater, fuhr hin⸗ unter zu der Hoͤll, und wie⸗ der zu GOttes Stuhl. 6. Der du bist dem Va⸗ ter gleich, fuͤhr hinaus den Sieg im Fleisch, daß dein ewige GOtts⸗Gewalt in uns das krank Fleisch er⸗ halt. 7. Dein Krippen glaͤnzt hell und klar, die Nacht giebt ein neu Licht dar: Dunkel muß nicht kom⸗ men drein, der Glaub bleibt immer im Schein. 8. Lob sei Ott. dem Va⸗ ter gthan, Lob sei GOtt seinm eingen Sohn, Lob sei GOtt dem heilgen Geist immer und in Ewigkeit! Dr. Martin Luther. Mel. Uun sreut euch, lieben Christen gmein. 19.0 D heiliqe 2 Drei⸗ 5 O faltigkeit, voll Majestaͤt und Ehren, wie kann doch deine Christen⸗ heit dein Lob genug ver⸗ mehren? Du bist sehr hoch und wundersam, ganz un⸗ begreiflich ist dein Nam, dein Wesen unerforschlich. 2. Wir danken dir, daß deine Gnad, auch weil wir hier noch leben, in deinem Worte so viel hat uns of⸗ fenhart gegeben, daß du bist wahrer GOtt und heißt GOtt Vater, Sohn, heiliger Geist, dreifaltig und doch einig. 3. O Vater, aller Dinge Quell und Ursprung, sei gepreiset fuͤr alle Wunder klar und hell durch deine Macht erweiset. Du, Va⸗ ter, hast vor aller Zeit den eingen Sohn von Ewigkeit, dein Ebenbild, gezeuget. 4. Du hast gemacht den Erdenkreis nach deinem Wohlgefallen, uns Men⸗ schen drauf zu deinem Preis, daß wir dein Lob erschallen; auch wird durch deines Mundes Wort dies alles immer fort und fort erhalten und regieret. 5. Drum steh, o Va⸗ ter, ferner bei uns deinen armen Kindern, und alle Schulden uns verzeih als bußfertigen Suͤndern; aus unsern Noͤthen mannigfalt errette uns und hilf uns bald, wie du uns hast ver⸗ sprochen. 6. O JeEsu Christe, GOttes Sohn, von Ewig⸗ keit geboren, uns Men⸗ schen auch ins Himmels Thron zum Mittler aus⸗ erkoren: durch dich ge⸗ schicht, was nur geschicht, o wahrer GOtt, o wah⸗ res Licht von wahrem GOtt und Lichte. 7. Du bist des Vaters Ebenbild, und doch vom Himmel kommen; als eben war die Zeit erfuͤllt, hast du Fleisch angenommen, hast uns erworben GOt⸗ tes Huld, bezahlet unsre Suͤnd und Schuld durch dein unschuldig Leiden. 8. Nun 16 von der Zukunft Christi 8. Nun sitzest du zur rechten Hand des Vaters hoch erhoben, beherrschest alle Leut und Land, und daͤmpfst der Feinde Toben. Hilf uns, o wahrer Mensch und GOtt, wir wollen dir fuͤr deinen Tod und alle Wohlthat danken. 9. O heilger Geist, du werthe Kron, Erleuchter unsrer Sinnen, der du vom Vater und vom Sohn ausgehest ohn Beginnen: du bist allmaͤchtig und ohn End, der Vater und der Sohn dich sendt, im Glau⸗ ben uns zu leiten. 10. HErr, du gebierest durch die Tauf uns wie⸗ derum aufs neue; her⸗ nacher auch nimmst du uns auf, wenn du giebst wahre Reue. Durch dich wird unsre Hoffnung fest, und wenn uns alle Welt ver⸗ laͤßt, bleibst du bei uns im Herzen. 11. Wir bitten dich de⸗ muͤthiglich, daß es ja mög durchdringen, was wir fuͤr Seufzen oft vor dich in unsrer Noth vorbringen. Und wenn die letzte Stund da ist, so hilf, daß wir auf JEsum Christ getrost und selig sterben. 12. GOtt Vater, Sohn, heiliger Geist, fuͤr alle Gnad und Guͤte sei im⸗ merdar von uns gepreist mit freudigem Gemuͤthe. Des Himmels Heer dein Lob erklingt, und heilig, heilig, heilig singt: das thun wir auch auf Erden. Justus Gesentus. Rel. valet will ich dir geben. Nie soll ich 20. Wj dich em⸗ pfangen, und wie begegn ich dir, o aller Welt Ver⸗ langen, o meiner Seelen Zier? O IEsu, JEsu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was dich er⸗ goͤtze, mir kund und wis⸗ send sei. ö 2. Dein Zion streut dir Palmen und gruͤne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern mei⸗ nen Sinn; mein Herze soll dir gruͤnen in stetem Lob und Preis, und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3 Was hast du unter⸗ lassen zu meinem Trost und reud, als Leib und Seele aßen in ihrem groͤßten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen, und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß, und hebst mich hoch zu Ehren, und schenkst mir luet v. Gut, das sich nicht aßt verzehren, wie irdisch Reichthuͤm thut. 5. Nichts/ nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das ge⸗ liebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jam⸗ mer⸗ 4 e H△ n Ih Imlche W I 30 RT Ht 12 V 0 W u ch %Wislig ireut dir eZweige ll dir in rn mei⸗ detze soll tem Lob deinem 0 gut es u unter⸗ Lrost und nd Seele grdßten das Reich hried und à bist du, nen, und emacht. chts hat mir vom das ge⸗ it du alle tausend en Jam⸗ mer⸗ ins Zleisch. 17 merlast, die kein Mund kann aussagen, so fest um⸗ fangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du herzbetruͤb⸗ tes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich haͤuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Huͤlfe vor der Thuͤr; der eure Herzen labet und trd⸗ stet, steht allhier. 7. Ihr duͤrft euch nicht bemuͤhen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht: er kommt er kommt mit Willen, i voller Lieb und Lust, all Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch duͤrft ihr nicht erschrecken vor eurer Suͤn⸗ denschuld, nein, JEsus will sie decken mit deiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Suͤndern zu Trost und wahrem Heil, schafft, daß bei GOttes Kindern verbleib ihr Erb und Theil. ö 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tuͤck? Der HErr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt ein Konig, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Welt⸗ der ihm um Fluch dem, er ihm flucht; mit Gnad und suͤßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Son⸗ ne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Won⸗ ne in deinen Freudensaal. Paul Gerhard. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 21 Worum willst 7 du draußen stehen, du Gesegneter des HErrn? Laß dir bei mir einzugehen wohlgefallen, du mein Stern. Du mein IEsu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, hilf, o Heiland, meinem Herzen von den Wunden, die mich schmerzen. 2. Meine Wunden sind der Jammer, welchen oft⸗ mals Tag und Nacht des Gesetzes starker Hammer mir mit seinen Schrecken macht. O der schweren Donner⸗Stimm, die mir GOttes Zorn und Grimm also tief ins Herze schlaͤget, daß sich all mein Blut beweget! 3. Dazu kommt des Teu⸗ fels Luͤgen, der mir alle Gnad absagt, als muͤßt ich nun ewig liegen in der Höllen, die ihn plagt; ja auch, was noch aͤrger ist, so zermartert und zerfrißt mich mein eigenes Gewissen mit vergiften Schlangenbissen. 4. Will ich dann mein Elend lindern, und erleich⸗ tern meine Noth bei der Welt und ihren Kindern, fall ich vollends in den Koth; da ist Trost, der mich betruͤbt, Freude, die mein Ungluͤck liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gu⸗ te Freunde, die mein lachen. 5. In SIIIIIPPPPFPFPFTFTFTFTxxTxTTxTxT'T'TRTRTRTRTRTRłRTZTHCEm0ͤ T T TT 236 — —** 1 ‚.— 18 von der Zukunst Christi ins Kleisch. 5. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos waͤr. Hab ich Ho⸗ heit, die ist fluͤchtig; hab ich Reichthum, was ists mehr, als ein Stuͤcklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie werth? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 6. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, HBErr IEsu Christ; dein Er⸗ freuen ist die Weide, da man sich recht froͤhlich ißt. Leuchte mir, o Freuden⸗ licht, ehe mir mein Herze bricht; laß mich, HErr, an dir erquicken, IEsu, komm, laß dich erblicken. 7. Freu dich, Herz, du bist erhoͤret, jetzo kommt bexeite dich ihm zu, gieb dich ganz zu seiner Ruh: Leben, alles was du willst, ist dein; Christus, der sich dir ergeben, legt sein Reich⸗ thum bei dir ein. Seine Gnad ist deine Kron, und du bist sein Stuhl und Thron; er hat dich in sich geschlossen, nennt dich sei⸗ nen Hausgenossen. 10. Seines Himmels guͤldne Decke spannt er um dich rings heruͤm, daß dich fort nicht mehr er⸗ schrecke deines Feindes Un⸗ gestuͤm; seine Engel stellen ich dir zur Seitenf: wenn gerchantt; das ist alles ab⸗ geschafft; GOttes Liebe und zeucht er ein seinJang nimmt ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein, und du dich hier willst oder dort hinwenden, tragen sie dich auf den Haͤnden. 11. Was du Boͤses hast gefangen deiner Suͤnden Macht und Kraft:; Christi Sieg behaͤlt das Feld, und was Boͤses in der Welt sich will wider oͤffne dein Gemuͤth und dich erregen, wird zu lau⸗ Seele, klag ihm, was dich druͤck und guaͤle. 8. Siehst du, wie sich alles setzet, was dir vor zuwider stund? Hoͤrst du, wie er dich ergotzet mit dem zuckersuͤßen Mund? Ei wie laͤßt der große Drach all sein Thun und Toben nach: er muß aus dem Vortheil ziehen, und in seinen Abgrund fliehen. 9. Nun, du hast ein suͤßes ter Gluͤck und Segen. 12. Alles dient zu dei⸗ nem Frommen, was dir boͤs und schaͤdlich scheint, weil dich Christus ange⸗ nommen, und es treulich mit dir meint. Bleibest du dem wieder treu, ists ge⸗ wiß, und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhard. Mel. wes Soit der 4%0 nicht bei uns hält. Isch wie erschrickt 22.2 die boͤse Welt II. Von der Geburt Christi. vor GOttes Freund und Kindern! Wie wird ihr An⸗ gesicht verstellt, wenn sie nicht 27 hDU HrR. MW EII AhH W Iune Ribant A Idhles Hl v NRS H,u Hy Wartett im nunn iNhe 6 1 Wi H R R G N Rn rU Mh, I Ha rch En aschi Al Uchtzhen in Ehch, u Aleisch. as du wilfs, s dersic seruh en. Seine * und Stuhl und dich in sich unt dich sei⸗ sen. Himmels spannt er ruͤn, daß mehr er⸗ eindeß Un⸗ bul n 1 wenn willst oder tragen sie aͤnden. Böses hast 1 alles ab⸗ ttes Liebe gen deiner und Kraft; behaͤt dos Bises in will wider ird zu lau⸗ Segen. nt zu dei⸗ was dir ch scheint, ius ange⸗ s treulich Bleibest du ists ge⸗ dabei, daß eln droben Nwerdest uIGerhard. risti. eund und ird ihr An⸗ wenn sie nicht von der Geburt Christi. 19 nicht kann verhindern, daß sie im Gn fahren fort, des HErren Werk an allem Ort zu treiden und zu bauen. 2. s und Jerusg⸗ lem erschrecken, wenn sie boͤren, daß IEsus ist in Bethlehem geboren; da ihr Lehren doch zeuget aus der Schrift davon, daß hier des Allerhochsten Sohn ge⸗ boren sollte werden. 3. Sie wissen dieses aus dem Wort Herodi anzu⸗ vreisen; doch gehen sie nicht an den Ort, den sie doch selbst anweisen. So geht es noch. Wie mancher weiß des HErren Wahr⸗ heit und Geheiß, thut doch 4141 nach dem Wissen. Wer bleibet zu Jeru⸗ alemt im Stolz und Pracht des Lebens, und gehet nicht nach Bethlehem, der sucht sein Heil vergebens; auch wer die Schrift von außen nennt, und thut nicht, was er wahr erkennt, wird IE⸗ sum nimmer finden. 5. Die Weisen forschen so lang nach, bis sie das Haus erblicken, wo sie an der gesuchten Sach sich in der That erauicken. Ach daß wir moͤchten thun wie sie, und sparen weder Zeit, noch Muͤh, bis wir dies 90 gefunden! 6. Herodes fraget heim— lich nach, wann dieser Stern erschienen; und ob ers thate nur aus Rach, so laßt es dazu dienen, daß wir nur um des Sternes Schein, der IEsus ist, bekuͤmmert sein, so lang wir forschen koͤnnen. 7. Gold, Weihrauch, Myrrhen sei die Gab, die wir zum Opfer bringen, sammt Seel und Leib, als unsre Hab/ so wird es uns gelingen, daß unser Fuß⸗ fall GOtt gefaͤllt, und JE⸗ sus sich zu uns gesellt im Leben und im Sterben. 8. HErr IEsu, der du wunderbar Ne Heiden hast gezogen, gieb, daß ich, wie die Heidenschaar, im Her⸗ zen werd bewogen, zu su⸗ chen dich und nichtes mehr, zu deines Namens Preis und Ehr, so lang ich leb auf Erden. 9. Ja preis, o werthe Christenheit, wie dir es heut gebuͤhret, daß GOtt aus der Unwissenheit die Heiden hat gefuͤhret; und denke, daß die Finsterniß ein boͤses Ende nehmen muͤß, wenn man als Hei⸗ den lebet. Laurentius Laurenti. Klel. Lobt GOtt ihr Christen alle gleich. 0 uf, Seele, auf, 233. A und saͤume nicht, es bricht das Licht herfuͤr; der Wunderstern giebt dir Bericht, der Held sei vor der Thuͤr. 2. Geh wez aus deinem Vaterland, zu suchen sol⸗ chen HErrn, laß deine Au⸗ gen sein gewandt auf die⸗ sen Morgenstern. 3. Gieb Acht auf diesen hellen Schein, der dir auf⸗ gangen ist, er fuͤhret dich zum — IPPTPTPTPTPTPTPTRTDT᷑EHgmłK!Mü. ——9 2⁰ von der Geburt Christi. 4 um Kindelein, das heißet des Braͤutgams Freund: 1⁰ IEsus Christ. zu solchem nahe dich. 4. Er ist der Held aus 13. Ersinke du vor sei⸗ gisthn Davids Stamm, die theure nem Glanz in tiefster De⸗ iut Saronsblum, das rechte, muth ein, und laß dein echte GOtteslamm, Is⸗Herz erleuchten ganz von AV raels Preis und Ruhm. solchem Freudenschein. Iu 5. Drum hoͤre, merke, 14. Gieb dich ihm selbst sn sei bereit, verlaß des Va⸗ zum 7 dar, mit Geiste, i⸗ ters Haus, die Freund⸗Leib und Seel, und singe schaft, deine Eigenheit, mit der Engelschaar: Hier X. geh von dir selbsten aus. ist Immanüel! H 6. Und mache dich be⸗ 15. O wunderbare Suͤ. at hende auf, befreit von al⸗ ßigkeit, die dieser Anblick n ler Last, und laß nicht ab giebt dem, dessen Herz da⸗ 1 von deinem Lauf, bis du 1 bereit, und dieses Kind⸗. dies Kindlein hast. ein lieht! ö 7. Du, du bist selbst 16. Die Engel in des sseg das Bethlehem, die rechte Himmels Saal, die freuen Davids⸗Stadt, wenn du sich darob, die Kinder inahn dein Herze machst be⸗GOttes allzumal, die brin⸗ Au quem zu solcher großen gen hier ihr Lob. n Gnad. 17. So sieh und schmeck, wihz 8. Da findest du das wie suͤß die Lust, die hier; hhe Lebensbrod, das dich er⸗verhorgen liegt in deines sn laben kann, fuͤr deiner IEsu Liebes⸗Brust, die— Seelen Hungersnoth das alles Leid besiegt. allerbeste Man. ö 18. Genieße hier das WI 9. Nimm wahr, mein Engelbrod, die suͤße Him⸗ Im Hi Herz, doch deiner Sach, melskost, und lobe herzlich Wu t ob gingst du ganz allein, deinen GOtt bei diesem V V. und forsche weiter 1¹ Freudenmost. nach, und such das Kinde⸗ 19. Hier ist das Ziel, wign lein. 40— hier ist der Ort, wo man a, 10. Halt dich im Glau⸗ 505 Leben 19 hier ist a ben an das Wort, das fest des Paradieses Pfort, die Wübh äst und gewiß; das fuͤhret wieder offen steht. dich zum Lichte fort aus 20. Hier fallen alle Sor⸗ Dy aller Finsterniß5ß. gen hin, zur Lust wird alle suhn 11. In solchem Lichte Pein; es wird erfreuet 1 2. siehet man das wahre Licht Her und Sinn in diesem I allein; ein armes Men⸗ Ihulein. 10 chenin das kann nur 21. Hier ist in allem. avon Zeuge sein. Ueberfluß, was einem nur 00 12. Johännes selbst, ders behagt; da is kein Kum: treulich meint, der zeuget mer, noch Verdruß, der ja von sich, daß er nur sei vor das Herz e. i. 0 0% „ A.. ihm selbst mit Geiste Aund singe hagr: Heer erbare Suͤ⸗ ser Anblick u Hetz da⸗ eses Kind⸗ jel in des die freuen ie Kinder die brin⸗ ud schmeck/ , die hier in deines Brust, die gt. hier das süße Him⸗ obe herzlich bei diesem das Ziel, , wo man t; hier ist Pfort, die ht N alle Sor⸗ ist wird alle d erfreuet in diesem in allem einem nur kein Kum⸗ rdruß der ernagt. 2. Mit von der Geburt Christi. 21 22. Mit GOtt und al⸗ len Seligen hast du Ge⸗ meinschaft hier, der Ort ist wohl am gluͤcklichsten, da wohnet GOtt in dir. 23. Der zeigt dir einen heimlich Pfand, das der Natur war unbekannt. 4. Das zuͤchtig Haus des Herzens zart gar bald ein Tempel GOttes ward; die kein Mann ruͤhret, noch andern Weg, als du vor⸗erkannt, von GOtts Wort her erkannt, den stillen sie man schwanger fand. Ruh⸗ und Friedenssteg zum ewgen Vaterland. 24. Denselben geh und folge dann, und kehre nicht zuruͤck, Herodi es zu zei⸗ Tüc der heget einen uck. 25. Er will das Kind⸗ lein bringen um, die edle GOttesfrucht; den theu⸗ ren Schatz, dein Eigen⸗ thum er dir zu rauben sucht. 26. Laß toben, wuͤrgen, wie er will, dir wider⸗ faͤhrt kein Leid, geh du die Lebensbahn in Still zur frohen Ewigkeit. Michael Müller. In eigener Mel. oder: bom Himmel hoch da komm ich her. 24 Coristum wiesol⸗ E en loben schön, der reinen Magd Marien Sohn, so weit die liebe Sonne leucht und an aller Welt Ende reicht. 2. Der selig Schoͤpfer aller Ding zog an eins Knechtes Leib gering, daß er das Fleisch durchs leisch erwuͤrb, und sein Beschöͤpf nicht alls ver⸗ duͤrb 3. Die göttlich Gnad vom Himmel groß sich in die keusche Mutter goß; ein Maͤgdlein trug ein 5. Die edle Mutter hat geborn, den Gabriel ver⸗ hieß zuvorn, den Sanet Johanns mit Springen zeigt, da er noch lag in Mutterleib. 6. Er lag in Heu mit Armuth groß, die Krippen hart ihn nicht verdroß; es war ein kleine Milch sein Speis, der nie kein Voͤg⸗ lein hungern ließ. 7. Des Himmels Choͤr sich freuen drob, und die Engel singen GOtt Lob; den armen Hirten wird vermeldt der Hirt und Schoͤpfer aller Welt. 8. Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt, Christ, ge⸗ born von der reinen Magd, mit Vater und dem heil⸗ gen Geist, von nun an bis in Ewigkeit. Dr. Martin Luther. In eigener Melodie. HDer Tag, der ist 25. D so Freuden reich aller Kreature, denn GOttes Sohn vom Him⸗ mel⸗Reich uͤber die Na⸗ ture von einer Jungfrau ist geborn. Maria, du bist auserkorn, daß du Mutter waͤrest. Was geschah so wunderlich? GOttes Sohn vom Himmel⸗Reich, der ist Mensch geboren. 2. Ein ———.—— 22 ——— von der Geburt Christi. 2. Ein Kindelein so loͤ⸗ belich ist uns geboren heute von einer Jungfrau saͤu⸗ berlich, zu Trost uns ar⸗ men Leuten. Waͤr uns das Kindlein nicht geborn, so waͤrn wir allzumal ver⸗ lorn, das Heil ist unser aller. Ei du suͤßer IEsu Christ, der du Mensch ge⸗ boren bist, behuͤt uns vor der Hoͤlle. 3. Als die Sonn durch⸗ scheint das Glas mit ih⸗ rem klaren Scheine, und doch nicht versehret das, so merket allgemeine: zu gleicher Weis geboren ward von einer Jungfrau rein und zart GoOttes Sohn der werthe; in ein Kriyp ward er gelegt, große arter fuͤr uns traͤgt hier auf dieser Erde. 4. Die Hirten auf dem Felde warn, erfuhren neue Maͤhre von den engeli⸗ geboren waͤre, ein Koͤnig rod die Red gar sehr ver⸗ droß, aussandt er seine Bo⸗ ten. Ei, wie gar ein fal⸗ sche List erdacht er wider IEsum Christ. Die Kind⸗ lein ließ er toͤdten. 15. Jahrh. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 63 WDies ist 26. D Nacht/ da mir erschienen des großen GOttes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in mei⸗ ne Dunkelheit; und die⸗ ses Welt⸗ und Himmels⸗ schen Schaaͤrn, wie Christ uͤber alle Koͤnig groß; He⸗ licht weicht hunderttau⸗ send Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versaͤume nicht den Gnaden⸗Schein; der Glanz in dieser kleinen Hoͤhle streckt sich in all. Welt hinein; er treibet weg der Hoͤllen Macht, der Suͤnden und des Kreu⸗ zes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der kla⸗ ren Seligkeit; wenn Son⸗ ne, Mond und Stern ver⸗ gehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird die⸗ ses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens⸗ und dein Liebes⸗Licht; mit GOtt mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, IEsu, schoͤne Weihnachts-Sonne, be— strahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei mei⸗ ne Weihnachts-Wonne, und lehre mich die Weih⸗ nachts⸗Kunst, wie ich im Lichte wandeln soll, und sei des Weihnachts⸗Glanzes voll. Casp. Fr. Nachtenhöfer. die In eigener Melodie. Kind geborn Vin 7. zu Bethle— hem/ des freuet sich Je⸗ 2 rusalem. Hallelujah. 2. Hier liegt es in dem Krippelein:: ohn Ende st — .35 D. Wh Huhn 5•8 ie A HIN. Hu 1 R. I N 96 I. sig III. Ech Rl ih Hech xs . Rahteget E . Ht, Washcr N EUt 10. 0 9 Dlgg RNHHH 0 Altuge lun, A W. H u, g Oot 94 Whtfl Sching Wrd Hulleg g 0 lustt N IRhR. h erleuchten, „F versaͤume den⸗Schen; dieher kleinen ich in all. er treibet len Macht, I des Kreu⸗ — hunderttau⸗ nicht. bichte kannst icht der kla⸗ venn Son⸗ Stern ver⸗ ;t noch in „wird die⸗ nem Schein und dein dessen helle Glaubens⸗ ebes⸗Licht; ußt du es „ sonst hilft nne nicht; ießen diesen ksst du nicht ein. JEsu, schͤne Zonne, be— mit deiner icht sei mei⸗ ts⸗Wonne⸗ die Weih⸗ wie ich in soll, und se ts⸗Glanzes Nachtenhöfer. Melodie. Kind geborn u Bethle⸗ let sich Je⸗ elujah. t es in dem ohn ba kamen dar:/ von der Geburt Christi. 23 — Lalah 3. sein. allelufah. 3. O06 Oechslein und das Eselein:;: erkannten GOtt den HErren sein. Hallelmiah. 4. Die Weisn aus Sa⸗ Gold/ Weihrauch, Myrrhen brachtn sie dar. Hall. 5. Sein Mutter ist die reine Magd:: die ohn ein Mann geboren hat. Hallelvah. 6. Die Schlang ihn nicht vergiften konnt:): ist worden unser Blut ohn Suͤnd. Hallelujah. 7. Er ist uns gar gleich nach dem Fleisch: der Suͤnd nach ist er uns nicht gleich. Hallelujah. 8. Damit er uns ihm machte gleich und wieder⸗ braͤcht zu GOttes Reich. Hallelujah. 9. Fuͤr solche gnadenreiche Zeit ½ sei GOtt gelobt in Ewigkeit. Hallelujah. 10. Lob sei der heilgen Dreieinigkeit:;: von nun an bis in Ewigkeit. Hall. 15. Jahrh. Alel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm, Dank, Kraft und Macht. 28 Ein Kind ist 5 uns geboren heut, der liebste Sohn ist uns geschenket, in dem GOtt Gnad um Gnad darbeut fuͤr alles, das die Seele kraͤnket. Merk auf, mein Herz, und schau das Knaͤblein an, denk, welch ein Wunder GOtt durch ihn gethan. 2. Es spielt in seinem Angesicht mit freudenrei⸗ cher Lust und Wonne des Vaters Klarheit, Lieb und Licht; er ist des neuen Him⸗ mels Sonne, dadurch der Welt ein neues Licht ent⸗ steht, die ohne ihn im Dun⸗ keln untergeht. 3. Das Kind ist zart und traͤget doch, was Erd und Meer und Himmel heget, der ganzen Herrschaft Last und Joch ist seinen Schul⸗ tern aufgeleget von dem, der ihn zum Mittelpunkt ge⸗ setzt deß, was da ist und werden soll zuletzt. 4. Sein Name heißet Wunderbar, er ist auch aller Wunder Krone. Es jubilirt der Engel Schaar mit Herzens⸗Lust im suͤßen Tone das Gloria, als die⸗ ses Wunderpfand sich in der Nacht bei uns zur Welt einfand. 5. Bedarfst du Rath und Unterricht, will dirs an Witz und Weisheit fehlen: dies Kind heißt Rath, es ist ein Licht; so du dich wirst mit ihm vermaͤhlen, so wird es dir in aller Noth und Pein dein treuer Rath und Licht und Leit⸗ stern sein. 6. Fehlt dirs an Kraft, o liebe Seel, auf GOttes Wegen fortzukommen: sei unverzagt, Immanuel, der deine Menschheit ange⸗ nommen, heißt Kraft, und will durch seine Kraft allein in allem Kampf dein treuer Helfer sein. 7. Fehlt dirs an Muth und SIPPPPPIPFPIPIPPItxxTxTFTxTTT!TRTRTRTRTGRłGłGłGłTZRTRTRTRLQLłĩẽ; TTTTDTDTDTDTW 2⁴ von der Geburt Christi. und Tapferkeit, der Feinde Rotte zu bekriegen: hier ist der Held, der in dem Streit dich nicht kann las⸗ sen unterliegen; wer in der Schlacht ihn an die Spitze stellt, der sieget und behaͤlt zuletzt das Feld. 8. Ein ewger Vater ist er dir, weil er dich durch sein Wort gezeuget. Nun sorgt er fuͤr dich fuͤr und fuͤr, sein Herz bleibt stets zu dir geneiget. Was er befiehlt den Vaͤtern in der Zeit, wird er vielmehr selbst thun in Ewigkeit. 9. Den Friedens⸗ fuͤrsten nennt er sich, weil er als Herzog fuͤr dich streitet, ergoͤtzt indessen reichlich dich an seinem Tisch, den er bereitet, und macht dein Herz von Furcht und Schrecken los, legt dich auch sanft in seiner Liebe Schooß. ů 10. Deum freue dich, mein Herz, in ihm, nimm an, was dir dein GOtt gegeben; erhebe jauchzend deine Stimm, und preise ihn mit deinem Leben. GOtt giebt sich dir, gieb du ihm wiederum dich ganz und gar zu seinem Eigen⸗ thum. Freylinghausen. In eigener Melodie. 29 Enmintre dich, mein schwa⸗ cher Geist, und trage groß Verlangen, ein kleines Kind/ das Vater heißt, mit Freuden zu empfangen. Dies ist die Nacht, darin es kam, und menschlich Wesen an sich nahm, da⸗ durch die Welt mit Treuen als seine Braut zu freien. 2. Willkommen, suͤßer Braͤutigam, du Koͤnig aller Ehren, willkommen, JEsu, GOttes Lamm, ich will dein Lob vermehren; ich will dir all mein Leben lang von Herzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, fuͤr uns bist Mensch geboren. 3. O großer GOtt, wie konnt es sein, dein Him⸗ melreich zu lassen, zu sprin⸗ gen in die Welt hinein, da nichts denn Neid und Hassen? Wie konntest du die große Macht, dein Koͤnigreich, die Freuden⸗ Pracht, ja dein erwuͤnsch⸗ tes Leben fuͤr solche Feind hingeben? 4. Ist doch, HErr IE⸗ su, deine Braut ganz arm und voller Schanden; noch hast du sie dir selbst ver⸗ traut am Kreuz in Todes⸗ banden; ist sie doch nichts als Ueberdruß, Fluch, Un⸗ flath, Tod und Finsterniß; noch darfst du ihretwegen den Zepter von dir legen. 5. Du Fuͤrst und Herr⸗ scher dieser Welt, du Frie⸗ dens Wiederbringer, du kluger Rath und tapfrer Held, du starker Hollen⸗ zwinger, wie ist es moͤglich daß du dich erniedrigtest so jaͤmmerlich, als waͤrest du im Orden der Bettler Mensch geworden? 6. O großes Werk, o Wundernacht, dergleichen nie gefunden, du hast den Hei⸗ = 5* + MuN ARuh M . WMAA Wachpntt WAAH W. . HNt. WI. RR HU. Rht H Shh Ker secey d Ar A bohe L Huch Ims, WEst D, 0 U1 , 6 10 Rid u sigen 6 WO / fir uns Wn. Ott, wi ham Him⸗ s%Jsprin⸗ hinei, Med und ntest du Pcht, dei Freuden⸗ ethuͤsch⸗ AIlche Feind herr N- *ganz arm Ich noch schst vet⸗ Mun „ ch . Fuch ly⸗ Fiserniz ihtetwegt dit leg dht⸗ Lugth rger/ M n h it Hl icschih N Retle 0 Wetj 20 Wuu *. N 0 h 0 von der Geburt Christi. 25 Heiland hergebracht, der alles uͤberwunden; du hast gebracht den starken Mann, der Feuꝝr und Wolken zwin⸗ gen kann, vor dem die Himmel zittern, und alle Berg erschuͤttern. 7. O liebes Kind, o suͤßer Knab, holdselig von Geberden, mein Bruder, den ich lieber hab, als alle Schaͤtz auf Erden: komm, Schoͤnster, in mein Herz hinein, komm eiligst, laß die Kripyen sein, komm, komm, ich will bei Zeiten dein Lager dir bereiten. 8. Sag an, mein Her⸗ zens⸗Braͤutigam, mein Hoffnung, Freud und Le⸗ ben, mein edler Zweig aus Jakohs Stamm, was soll ich dir doch geben? Ach nimm von mir Leib, Seel und Geist, ja alles, was Mensch ist und heißt; ich will mich ganz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben. 9. Lob, Preis und Dank, HErr JEsu Christ, sei dir von mir gesungen, daß du mein Bruder worden bist, und hast die Welt be⸗ zwungen; hilf, daß ich deine Guͤtigkeit stets preis in dieser Gnadenzeit, und mög hernach dort oben in Ewig⸗ keit dich loben. Joh. Rist. Mel. Sollt ich meinem EOtt nicht singen. 30 Ewig sei dir Lob * gesungen, o du Mensch geborner Held, mit dem Herzen und der Zun⸗ gen, daß du bist auf diese Welt mir zu gut ins Fleisch gekommen, und aus lauter Freundlichkeit, o du Sohn der Ewigkeit, Fleisch und Blut hast angenommen, und mein Bruder worden bist. Sei willkommen und gekuͤßt! 2. Sei gekuͤsset; dir ge⸗ hoͤret beut ein Lobgesang mit Recht: weil du so gar hoch geehret unser mensch⸗ liches Geschlecht, daß du solches anvermaͤhlet hast der goͤttlichen Natur; unsre, die so niedrig nu“, unsre Menschheit auserwaͤhlet, und gesetzt auf GOttes Thron in der mittelnden Person. 3. Die in Adam ganz verderbet und geschwaͤrzt durch Suͤnde war, so von ihm uns angeerbet, wird jetzt wieder weiß und klar, klar und rein in dir. Von wegen Adams war sie ganz verflucht: du gebenedeite Frucht der Jungfrauen bist ihr Segen. Satan machte sie zu Spott; du verbin⸗ dest sie mit GOtt. 4. Du, du bist der Mitt⸗ ler worden zwischen GOtt und Menschen; du hast den armen Menschenorden wie⸗ derum in Fried und Ruh, als du wurdest Mensch, gesetzet, uns beim Vater ausgesoͤhnt, und mit sei⸗ ner Huld 5. Lieh Solche Gnad und Liebe wetzet meinen Glauben wider Tod, wider Suͤnd und Hoͤllennoth. 5. Sollte GOtt nicht sein gewogen mir, und ich in seiner Hut, der mein 2 Fleisch 26 von der Geburt Christi. Fleisch hat Haßt auch wer sein Flei und Blut? Ist sein Sohn nicht mir geboren, und be⸗ kleidt mit meiner Haut? Hat er mich nicht ihm ver⸗ traut? Trotz! der sagt, ich sei verloren: stoßt mir um dies Felsenwort, daß GOtt selber ist mein Hort! 6. Wird das Leben doch mein Leben, leuchtet mir doch selbst das Licht; wird das Heil doch selbst gege⸗ ben mir zum Heil. Ach was gebricht weiter uns? Die Quell der Freuden faͤllt in dieses Jammerthal aus dem hohen Himmels⸗ Saal, uns zu Trost in allem Leiden. Meine Lieb und Seligkeit ist ein Mensch geboren heut. 7. O du allerschoͤnster Knabe, o du keuscher Jung⸗ fraun⸗Sohn, meiner See⸗ len reichste Habe, meines Glaubens edle Kron, laß auch neu geboren werden mich und fromm, als wie du Kind, das man in der Krippen findt, meine beste reud auf Erden! Laß fuͤr iesen Gnadenschein mich dir ewig dankbar sein. Erasmus Finx. angezogen? In eigener Melodie. 31 Fbeiten ihr Christen alle, freue sich, wer immer kann, GOtt hat viel an uns ge⸗ than. Freuet euch mit gro⸗ 10 Schalle, daß er uns o hoch geacht, sich mit uns befreundt gemacht. Freude, Freude uͤber Freu⸗ sch.Leide. de: Christus wehret allem Wonne, Wonne uͤber Wonne: er ist die Genaden⸗Sonne. 2. Siehe, siehe, meine Seele, wie dein Heiland kommt zu dir, brennt in Liebe fuͤr und fuͤr, daß er in der Krippen⸗Hoͤhle harte lieget, dir zu gut, dich zu loͤsen durch sein Blut. Freude, Freude uͤber Freu⸗ de: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne uͤber Wonne: er ist die Genaden⸗Sonne. 3. IEsu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herruͤhr: so laß mich von dir nicht wanken; nimm mich dir zu eigen hin, so empfindet Herz und Sinn Freude, Freude uͤber Freu⸗ de: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne uͤber Wonne: er ist die Genaden⸗Sonne. 4. IEsu, nimm dich dei⸗ ner Glieder ferner in Ge⸗ naden an; schenke, was man bitten kann, zu er⸗ gquicken deine Bruͤder; gieb der ganzen Christenschaar Frieden und ein seligs Jahr. Freude, Freude uͤber Freude: Christus wehret allem Leide. Won⸗ ne, Wonne uͤber Wonne: er ist die Genaden⸗Sonne. Christian Keymann. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen? 32 Troͤhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Wasle alle Ie, . Hein Wüntz Wu hl Uh Mal . Im I. WHH Hht g MI Wafhag Ischt g Wiking Hol fl I h! In e Ahah, 110 sch 74 Wh chn Hahche R x n Hig ⁴ sche, R Ae „ brenst h fit, We e h . — Nulhy Fl⸗ Wus len E„ Womne sN . Wasllihdr 2. eklate, daß Segket i ch voh Mich; ninn V hin, so und Sinn eibe Ftu⸗ Ahprehtetalen E/ Bunht is N. 8 erner ine In sheske, u lanh/ N 0 Bridet 90 heiseshe . en seh We/ H Wer hche ade. W 20 ühtt Loh e stin Randtt in solte rin hlchstlsch Voehe 0 bot F N don der Geburt Christi. 2⁷ alle Engel singen. Hoͤrt, hoͤrt, wie mit vollen Cho⸗ ren alle Luft laute ruft: Christus ist geboren! 2. Heute geht aus seiner Kammer GOttes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. GoOtt wird Mensch, dir Mensch zu gute; Gottes Kind,; das verbindt sich mit un⸗ serm Blute. 3. Sollt uns GOtt nun koͤnnen hassen, der uns giebt, was er liebt uͤber alle Maaßen? GOtt giebt, unserm Leid zu wehren, sei⸗ nen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns GOt⸗ tes Sehn nicht lieben, der jetzt koͤmmt, von uns nim̃t, was uns will betruͤben? 5. Haͤtte vor der Men⸗ schen Orden unser Heil einen Graͤul, waͤr er nicht Mensch worden; haͤtt er Lust zu unserm Schaden, ei so wuͤrd unsre Buͤrd er nicht auf sich laden. 6. Er nimmt auf sich, was auf Erden wir gethan/ giebt sich an, unser Lamm zu werden; unser Lamm, das fuͤr uns stirbet, und bei GOtt fuͤr den Tod Gnad und Fried erwirbet. 7. Nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit suͤßen Lipven: Lasset fahrn, o lieben Bruͤder, was euch guaͤlt, was euch fehlt, ich bring alles wieder. 8. Ei so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, Groß und Klein, kommt mit großen Haufen; liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal goͤñet. 9. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet hier ist die Thuͤr zu den wah⸗ ren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch fuͤh⸗ ren an den Ort, da bin⸗ fort euch kein Kreuz wird ruͤhren. 10. Wer sich findt be⸗ schwert im Herzen, wer empfindt seine Suͤnd und Gewissens⸗Schmerzen, sei getrost: hier wird gefun⸗ den, der in Eil machet heil die vergiften Wunden. 11. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, fuͤllet frei eures Glaubens Haͤn⸗ de: hier sind alle gute Ga⸗ ben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 12. Suͤßes Heil, laß dich umfangen; laß mich dir, meine Zier, unverruͤckt anhangen; du bist meines Lebens Leben, nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 13. Meine Schuld kann mich nicht druͤcken, denn du hast meine Last all auf deinem Ruͤcken. Kein Fleck ist an mir zu finden, ich bin gar rein und klar al⸗ ler meiner Suͤnden. 14. Ich bin rein um dei⸗ netwillen, du giebst gnug Ehr und Schmuck, mich drein einzuhuͤllen. Ich will dich ins Herze schlehen, o 2* mein —*———ß7—kk——————————————————————.— — 28 don der Geburt Christi. mein Ruhm, edle Blum, seinen lieben Engeln gleich. loß dich recht genießen. Kyrieleis. 15. Ich will dich mit 7. Das hat er alles uns Fleiß bewahren, ich will gethan, sein groß Lieb zu dir leben hier, dir will ich zeigen an; deß freu sich abfahren; mit dir will ich alle Christenheit, und dank endlich schweben voller ihm deß in Ewigkeit. Ky⸗ Freud ohne Zeit dort im rieleis. Dr. Martin Lutber. andern Leben. P. Gerharb Mel Nun komm;, der In eigener Melodie. geiden Heiland. 0 elobet seist du, Ott sei Dank 33. G IEsu Chrit, 3&. G durch alle daß du Mensch geboren Welt, der sein Wort be⸗ bist von einer Jungfrau, staͤndig haͤlt, und der Suͤn⸗ das ist wahr, deß freuet der Trost und Rath zu uns sich der Engel Schaar. Kyrieleis. 2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt; in un⸗ ser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis. 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schooß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhaͤlt allein. Kyrieleis. 4. Das ewig Licht geht da herein, giebt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht, und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis. 5. Der Sohn des Va⸗ ters, GOtt von Art, ein hergesendet hat. 2. Was der alten Vaͤter Schaar hoͤchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfuͤllt nach Herrlichkeit. 3. Zions Huͤlf und A⸗ brams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfraun Sohn, der wohlzweigestammte Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil, dir Hosanna, o mein Theil; richte du auch eine Bahn dir in mei⸗ nem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkoͤ⸗ nig/ ein, es gehöret dir al⸗ lein; mach es, wie du ger⸗ ne thust, rein von aller Suͤnden Wust. 6. Und gleichwie dein Gast in der Welten ward; Zukunft war voller Sanft⸗ und fuͤhrt uns aus dem muth, ohn Gefahr, also Jammerthal, er macht uns sei auch jederzeit deine Erben in seinm Saal. Kyrieleis. 6. Er ist auf Erden kom⸗ men arm, daß er unser sich erbarm, und in dem Himmel machet reich, und Sanftmuth mir bereit. 7. Troͤste, troͤste meinen Sinn, weil ich schwach und bloͤde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch vor mir vermißt. 8 Tritt . 1 1 Insas RUH WI. NI WEI. . N. WA. W N Iudhut X WIf Rau W HI. Wi „N I, in g R. AInte Ist Wug de iei u Mmfir au Wheg Sm h ühh lly pe 9 AAA— 5 Ee e Sn l eß frah s 14 Heit, u U Ewoket Mursin dih ẽ bonn, l Or siu. hurch sein Uuh —— Rath un hht. „er str Vunit I W, Wbhehet, i N hulrchkei Iud A⸗ 20 f skoh 3Hel, y Sohn, det hnmte Hebd *Hangestet. e N ONun sil uchte v an 4 0 in chtretdr , Wieduh Dein vn Ris. ichi N. K suit Gfht/ del un Trgn bah Von der Geburt Christi. 29 8. Tritt den Schlangen⸗ kopf entzwei, daß ich al⸗ ler Aengsten frei dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan. 9. Daß/ wenn du, du Le⸗ bensfuͤrst, vraͤchtig wieder⸗ kommen wirst, ich dir moͤg entgegen gehn, und vor dir gerecht bestehn. b. deld. In eigener Melodie. Err Christ/ 35. B der einig GOtts Sohn, Vaters in Ewigkeit, aus seinem Herzn entsprossen, gleich wie ge⸗ schrieben steht: Er ist der Morgensterne, sein Glanz sireckt er so ferne vor an⸗ dern Sternen klar. 2. Fuͤr uns ein Mensch geboren im letzten Theil dein Gnad, den alten Menschen kraͤnke, daß der neu leben mag, wohl hier auf dieser Erden den Sinn und all Begehrden und Gdanken han zu dir. Elisabeth Creutziger. Alel. Machs mit mir EoOtt nach deiner Güt 36. ier liegt, den H meine Seele liebt, nun darf ich nicht mehr klagen, wenn mich die schnoͤde Welt betruͤbt, mir anthut Schmach und Plagen. Im Herzen lie⸗ get mir dies Kind, bei dem man Trost und Rettung findt. 2. Es scheint ja zwar ein schwaches Kind, liegt da in einer Krippen im der Zeit, der Mutter un⸗Stall und wo man Un⸗ verloren ihr jungfraͤulich ainn findt; doch seine suͤße Keuschheit, den Tod fuͤr Lippen, die blasen aus in uns zerbrochen, den Him⸗ mir den Geist, der mir mel aufgeschlossen, das Le⸗ 9023 Weg zum Leben weist. ben wiederbracht. 3. Laß uns in deiner Lie⸗ be und Erkenntniß nehmn zu, daß wir im Glauben bleiben, und dien'n dir im Geist so, daß wir hier moͤ⸗ 80 schmecken dein Suͤ⸗ igkeit im Herzen, und duͤrsten stets nach dir. 4. Du Schoͤpfer aller Dinge, du vaͤterliche Kraft, regierst von End zu Ende kraͤftig aus eigner Macht. Das Herz uns zu dir wen⸗ de, und kehr ab unsre Sinne, daß sie nicht irrn von dir. 5. Ertoͤdt uns durch dein Guͤte, erweck uns durch v Raͤum auf, mein Her, nimm willig an dein Kreuz, das dir gebieret dies Kind, das dich er⸗ freuen kann und deine Seele zieret. O druͤck es fest an deine Brast und laß es stets sein deine Lust. 4. O wachse doch, du werthes Kind, in mir nach deiner Guͤte; o Kind, in dem man einig findt das troͤstliche Gemuͤthe; laß mich auch wachsen auf in dir, und mich mit deiner Tugend zier. 5. Du hast dich ja in Ewigkeit allhier mit mir ermaͤhlet, und mir 9— 51. C PPttttttttttTRT AISI III ʃI‚—IIʃ“)“ 30 von der Geburt Christi. Gerechtigkeit und Unschuld o HErr Christ, der du dem Geri drum scheu ich ein Gerichte nicht, weil du im Tod auch bist mein Licht 6. So nimmst du nun dagegen an das alles, was 0 habe; du zahlst, was ich nicht zahlen kann, und holst mich aus dem Grabe. Fuͤr Duͤrftigkeit giebst du mir dich, und mit dir al⸗ les ewiglich. +. Du wirst schwach/ daß ich sei ein Mann, hier ritterlich zu kaͤmpfen; du nimmst mein ganzes Elend an, um meine Noth zu daͤmpfen. Ich kann es alles sagen nicht, was Aht. worden bist, mein icht. 8. Du bist mein All, was will ich mehr in die⸗ sem kurzen Leben? Dort werd ich schauen deine Ehr, wenn du mir das wirst geben, was ich allhier in Furcht und Noth muß suchen bis in meinen Tod. 9. Dies Eine will ich bitten noch: du wollest in mir wenden dies schwer gespannte Suͤndenjoch, und dies mein Elend enden. Ach laß mich weiter nicht dran ziehn, und ja der Lustseuch bald entfliehn. 10. So werd ich voller Trost und Freud in mei⸗ nem Elend werden, ver⸗ dazu geboren und unser einger Heiland bist, daß niemand sei verloren, der sich bekehrt und dir ver⸗ traut, und in sich deine Liebe baut. Mel. Uun danket alle GOtt. 37 Ich freue mi — in dir, un heiße dich willkommen, mein liebstes IEsulein, du hast dir vorgenommen, mein Bruͤderlein zu sein: ach wie ein suͤßer Ton, wie freundlich sieht er aus, der große GOttes⸗Sohn! 2. GoOtt senkt die Ma⸗ jestaͤ,, sein unbegreiflich Wesen, in eines Menschen Leib, nun muß die Welt genesen; der allerhoͤchste GoOtt spricht freundlich bei mir ein, wird gar ein kleines Kind, und heißt mein IEsulein. ö 3. Wie lieblich klingt er mir, wie schallt er in die Ohren; er kann durch Stahl und Erz und harte Felsen bohren das liebste IEsulein. Wer IEsum recht erkennt, der stirbt nicht, wenn er stirbt, so bald er IEsum nennt. 4. Wohlan, so will ich mich an dich, o JEsu, halten, und sollte gleich gessen all mein ganzes Leid und zeitliche Beschwerden. Wenn du auch kommest ham Gericht, wirst du mich ann verdammen nicht. 11. Das hilf uns allen, die Welt in tausend Stuͤk⸗ ken spalten; o IEsu, dir, nur dir, dir leb ich ga allein; auf dich, allein au dich, mein IEsu schlaf ich ein. Caspar Ziegler. el 196 l amml N hehn W, Rad Ih SlRe sheiht, 9 e . siht Mlih WI schha mnstt 1 W flle dr, u Ailomneh IEile, N VHihenommet, siset uß * sieht erdt) sSohn Vult de M. Wunhegesich Meschen Wu de Welt Hllerhchse üfndich d r ein u heift . ln shhllt eti * d hit ö er Ni / s et sirhh/ Von der Geburt Christi. 31 ein Abgrund waͤr, und Mel. Uun freut euch, meine Seel ein weiteg lieben Christen gmein. Meer, daß ich dich moͤchte 38 Ich steh an deiner fassen! „Krippen hier, 6. Vergoͤnne mir, o JE⸗ 0 Rehe, ur mein Leben; ich stehe, bring und schenke dir, was du mir hast ge⸗ geben. Rimm hin, es ist mein Geist und Sinn/ Herz, Seel und Muth, nimm alles hin, und laß dirs wohlgefallen. 2. Du hast mit deiner Lieb erfuͤllt mein Adern und Gebluͤte; dein schöͤner Glanz, dein suͤßes Bild liegt mir stets im Ge⸗ muͤthe. Und wie mag es auch anders sein? Wie koͤnnt ich dich mein Herze⸗ lein aus meinem Herzen lassen? ö 3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren, und hast mi dir zu eigen gar, eh i dich kannt, erkoren; eh i durch deine Hand gemacht/ da hat dein Herze schon hedacht, wie du mein woll⸗ test werden. 4. Ich lag in tiefer To⸗ desnacht, du warest meine Sonne; die Sonne, die mir zugebracht, Licht, Le⸗ ben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werthe Licht des Glaubens in mir denne E wie schön sind eine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit sch Freuden an, und kann mich nicht satt sehen; und weil ich nun nicht weiter kann, so thu ich, was ge⸗ schehen. O daß mein Sinn Em za daß ich dein Muͤnd⸗ ein kuͤsse, das Muͤndlein das den suͤßen Wein, au Milch⸗ und Honigfluͤsse weit uͤbertrifft in seiner Kraft; es ist voll Labsal, Staͤrk und Saft, der Mark und Bein erauicket. 7. Wenn oft mein Herz im Leibe weint, und kei⸗ nen Trost kann finden, da ruft mirs zu: Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Suͤnden. Was trau⸗ erst du, mein Fleisch und Bein? du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden. ö 8. Wer ist der Meister, der allhier nach Wuͤrdig⸗ keit ausstreichet die Haͤnd⸗ lein, so dies Kindlein mir anlachende zureichet? Der Schnee ist hell, die Mil ist weiß, verlieren do beid ihren Preis, wenn diese Haͤndlein blicken. 9. Wo nehm ich Weis⸗ heit und Verstand, mit Lobe zu erhͤhen die Aeu lein, die so unverwandt nach inir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schön und klar, schoͤn ist der uͤldnen Sterne Schaar: ies' Aeuglein Lnd Lel — ner. 10. O daß doch so ein lieber Stern soll in der Krippen liegen! Fuͤr dle Kinder großer Herrn ge⸗ höͤren guͤldne Wiegen. 965 ed 32 Von der Ge burt Christi. Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Sammt, Seid und Purpur waͤren recht, dies Kindlein drauf zu legen. 11. Nehmt weg das Stroh/ Wil mie das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Hei⸗ lands +;H. sei auf Rosen und Violen; mit Tulpen, Nelken, Rosmarin aus schönen Gaͤrten will ich ihn von oben her bestreuen. 12. Zur Seiten will ich hier und dar viel weiße Liljen stecken, die sollen seiner Aeuglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt vielleicht das duͤrre Gras dies Kindlein mehr, als alles das, was ich hier nenn und denke. 13. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden; suchst meiner Seelen Trost und Freud durch allerhand Beschwerlichkeit, das will ich dir nicht wehren. 14. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Hei⸗ land, nicht versagen: daß ich dich moͤge fuͤr und fuͤr in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm, und lege bei mir ein dich und all deine Freuden. 15. Zwar sollt ich den⸗ ken, wie gering ich dich bewirthen werde: du bist der Schoͤpfer aller Ding, Erde; doch bist du so ein lieber Gast, daß du noch nie verschmaͤhet hast den, der dich gerne siehet. P. Gerharbd. In eigener Melodie. 20 Esu, rufe mich 39. J von der Welt, daß ich zu dir eile, nicht verweile; IEsu, rufe mich. 2. Nicht Jerusalem, son⸗ dern Bethlehem hat be⸗ scheret, was uns naͤhret, nicht Jerusalem. 3. Werthes Bethlehem, du bist angenehm, aus dir kommet, was uns from— met, werthes Bethlehem. 4. Du bist, wie man spricht, nun die Kleinste nicht; allen Leuten, auch den Heiden, bringst du Heil und Licht. 5. Zeige mir den Stern, der mich aus der Fern von den Heiden lehr abschei⸗ den, zeige mir den Stern. 6. So werd, JEsu, ich bald, bald finden dich; An⸗ dachtskerzen, Reu im Her⸗ zen glaͤubig bringe ich. 7. Ach verschmaͤh mich nicht! Gieb doch, daß dein schmaͤh mich nicht! 8. Schoͤnstes Wunder⸗ kind, hilf, daß ich ent⸗ zuͤndt in dir brenne, dich stets nenne, schoͤnstes Wunderkind! 9. Suͤßer Liebesblick goͤnne mir das Gluͤck hier und droben dich zu ich bin nur Staub und loben, suͤßer Liebesblic Drese. Me Licht nun und immer in mir schimmer; ach ver⸗ MV Iua m 1 J. Onhen. h ss st 0 aah — i eil, I , Lfe nsh le Di WM Aulss Rahre Is. RBechlchen, hmn, gus de hs flost⸗ * Bahlehen, , W w D Klänfe I ihgt u Ot. det Stet, ün bos Icht abschel DStert. 2 V hendich; x Rhuin ha⸗ lhge ich, I— Voch, doun ma von der Geburt Christi. 33 Mel. In dich hab ich gehoffet, BErr. 40.... Wunder groß! 2 Detes Kind liegt nackt und bloß, . 5— Fuͤrst des Lebens. melepr lichs Wort, o Him⸗ spfort, das thust du vergebens. Weil du so duͤrftig Löonnin herein, raͤumst du das Himmelreich uns ein, da wir die Fulle haben. Dein Armuth macht, daß uns wird bracht der Reich⸗ thum edler Gaben. 3. O Menschen⸗Kinder, freuet euch, dies nackte Kindlein macht euch reich; es bringt euch von der Erden zur Himmelsfreud, die euch bereit, und ewig⸗ lich soll werden. 4. Drum laßt die Her⸗ 90n wacker sein, und mit en lieben Engelein die Stimm also erschallen: GOtt, dir sei Ehr, bei uns sich mehr dein Fried und Wohlgefallen! 5. Du aber, zartes JE⸗ sulein, kehr auch bei uns zur Herberg ein, erleucht uns das Gemuͤthe, daß Glaub und Lieb si 0 taͤg⸗ lich uͤb/ HErr, giebs durch deine Guͤte. B. v. Derschau. mel. Meine Seele, willst du ruhn. 41. Kleiner Knabe, großer GOtt, schöͤnste Blume weiß und roth, von Maria neu ge⸗ boren, unter tausend aus⸗ erkoren, allerliebstes JE⸗ sulein, laß mich deinen Diener sein. 2. Nimm mich an, ver⸗ o liebtes Kind, und befiehle mir geschwind, rege deine suͤße Lippen, rufe mich zu deiner Krippen, thu mir durch den holden Mund deinen liebsten Willen kund. 3. Ich verlasse nun die Welt, und was mir an ihr gefaͤllt. Dir alleine will ich leben, dir mich gruͤndlich unterceben. Du alleine, IEsulein, sollst mein HErr und Obrer sein. 4. Dir soll meine Seei allzeit sammt den Kraͤften sein bereit, und mein Leib mit allen Sinnen soll nichts ohne dich begin nen; mein Gemuͤthe soll auf dich . jetzt und ewiglich. an, d mich an, o IEsulemm, denn ich wuͤn⸗ che dein zu sein; dein ver⸗ bleib ich, weil ich lebe, dein, wenn ich den Geist aufgebe. Wer dir dient, du starker Held, der be⸗ herrscht die ganze Welt. Johann Angelus. Mel. Lobe den HErren, den mächtigen König der Ehren. 42. Komaas du nun IEsu, vom Himmel herunter auf Er⸗ den? Soll nun der Him⸗ mel und Erde vereiniget werden? Ewiger GOtt, kann dich mein Jammer und Noth bringen zu Men⸗ schen⸗Geberden? 2. Was ich in Adam und 2* Eva 34 von der Geburt Christi. Eva durch Sterben ver⸗ loren, hast du mir, IEsu, durch Leben und Leiden er⸗ koren. Guͤtiger GOtt, alle mein Jammer und Noth endet sich, da du geboren. 3. Teufel, Tod, Hoͤlle, e zuͤrnen und halten zu⸗ mmen, wollen mich Suͤn⸗ er verschlingen und gaͤnz⸗ 6 Machti⸗ ger GOtt, wende den Fammer und Noth, tilge die hoͤllischen Flammen. 4. Gieb mir, o JIEsu, lich verdammen. hat gegeben: seinen Sohn zum ewgen Leben. Die⸗ ser kann und will uns he⸗ ben aus dem Leid ins Him⸗ mels Freud. 4». Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu be⸗ suchen aus der Hoͤh. 5. Jakobs Stern ist auf⸗ angen, stillt das sehn⸗ iche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen, und zerstoͤrt der Hoͤllen nur heilige, gute Gedanken, Reich halte die Glieder des Lei⸗ bes in heiligen Schranken; eich. 6. Unser Kerker, da wir saßen, und mit Sorgen heiliger GOtt, laß mich ohne Maßen uns das nach deinem Gebot herzlich Herze selbst abfraßen, ist im Glauben dir danken. entzwei und wir sind frei. 5. Fuͤhre mich endlich, 7. O du hochgesegnte IJIEsu, ins ewige Leben, Stunde/ da wir das von welches du allen, die glau⸗Herzengrunde glauben, ben, versprochen zu geben, und mit unserm Munde da ich bei GOtt ohne danken dir, o JEsulein. Roth, Jammer und Tod 8. Schoͤnstes Kindlein ewig in Freuden kann in dem Stalle, sei uns schweben. C. Fr. e h) bring uns alle ö dahin a mit suͤßem In eigener Mel. oder: Schalle dich der Engel auem pastores lauda. Heer erhöht. P. Gerhard. vere. 43. Kommt und laßt In eigener Melodie. WM uns Christum alle ehren, Herz und Sinnen 44. Lelrzblich sein, zu ihm kehren; singet froͤh⸗vreisen GOtt den HeErren, lich, laßt euch hoͤren, thes Volk der Christen⸗ heit. 2. Suͤnd und Hlle mag Jammerthal, Tod und Knecht auf Erden, daß sich graͤmen, wer⸗ der sein liebstes Soͤhnelein uns selbst thut verehren. 2. Er kommt in das wird ein Teufel mag sich schaͤmen; wir in des Himmels Saal wir, die unser Heil an⸗ nehmen, werfen Kummer hin. 3. Sehet, was GOtt große Herren werden. allen werden reich: ist das nicht sein Wunder? Drum lobt 3. Er wird arm, wir GOtt Müsche c. 9„ K•4 huchlhh It i t uig K . 0 Well un DGu gen, 6 — 25 Dia V O 0 Schl am W I In Ait Sotgen und d W Ien, i r sind fri Haagiht I vit das Hn glaubqh Munde Jsulein. Ii Kindlein E, sei unz i all mit sußeh er Ehhl Vbah Helohn ti i en henn Sh Wut hachtn Iumt wil Ehh,N inmee etden „,öN itt I 22 Drng Vvon der Geburt Christi. 3³ GᷣDtt im Himmelreich all⸗ zeit wie ietzunder. 4. O HErr Christ, nimm unser wahr, durch dein heilgen Namen; gieb uns ein gut neues Ja r, wers begehrt, sprech: Amen. Urban Langhans. In bekannter Melodie. 45. 205 GOtt, ihr hristen, alle . in deuen höchsten hron, der heut auf⸗ schleußt sein Himmelreich, und 1775 uns seinen Sohn.: 2. Er kommt aus seines Vaters Schooß und wird ein Kindlein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein. 3 3. Er aͤußert sich all sei⸗ ner Gwalt, wird niedein und gering, und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, der Schivfe raller Ding.:/ 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, ihr Milch die sein Speis, an dem die Engel sehn ihr Lust, denn er ist Davids Reis,: 5. Das aus seinm Stamm entsprießen sollt m dieser letzten Zeit, hucch welchen GOtt aufrichten wollt sein Reich, die Chri⸗ stenheit. 6. Er 97 mit uns wunderlich: Fleisch und Blut nimait er an, und — uns in seins Vaters eich die klare Gottheit dran. 2½ 7. Er wird ein Knecht und ich ein Herr⸗ das mag ein Wechsel sein! wie koͤnnt 0 doch sein N das Herze⸗JEsulein! 23 8. Heut chleußt er wie⸗ der auf die Thir zum schoͤ⸗ nen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafuͤr, GOtt sei Lob, Ehr und Preis!:: Nicol. Hermann. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 46 ein Herze, 0 schwinge dich empor, sei froh und guter Dinge; auf mit dem schoͤ⸗ nen Engelchor, ermuntre dich und singe, weil GOt⸗ tes eingeborner Sohn von seinem hohen Himmels⸗ thron zu dir und allen Frommen heut ist auf Er⸗ den kommen. 2. O frommer Heiland IEsu Christ, wie groß ist doch zu schaͤtzen, daß du gering und niedrig bist wie herrlich kann ergd 6en die Demuth, so du bei dir hast! Willkommen, sanft⸗ muͤthiger Gast, du Trost betruͤbter Suͤnder, des To⸗ des Ueberwinder! 3. Daß du, o theurer Seelenfuͤrst, hast Fleisch an dich genommen, gerin⸗ ger als ein Engel wirst, das ist von Liebe kommen. Du wirst dort in dem Eh⸗ renreich uns machen deinen Engeln gleich. Du kommst zu uns auf Erden, auf daß wir himmlisch werden. I4. Du wirst ein Gast auf dieser Welt, und fuͤhrst ein duͤrftigs Leben; hier⸗ durch ist uns das reiche Zelt des Himmels einge⸗ ge⸗ 36 von der Geburt Christi. geben. Du wirst geboren in der Racht, auf daß uns werde Licht gebracht; durch dich sind wir gerissen aus dicken In aten ů 5Jin harten Winter kommest du, bringst uns den Himmels⸗Lenzen; du suchst im dunkeln Stalle Ruh, damit wir moͤchten glaͤnzen und ewig in der Ruhe sein; in Windeln wickelt man dich ein, daß du uns moͤchtest retten von schweren Todesketten. 6. Du weinst in deinen Windelein, auf daß wir ewig lachen. Du bist der Großt, und wirst doch klein, uns alle groß zu machen. O Heiland, o Genaden⸗Thron, du bist ja Gottes liebster Sohn, du kommst zu uns auf Erden, wüllhunser Bruderwerden. 7. Du bist ein HErr, und wirst ein Knecht, uns ewig zu befreien; reich bist du, wirst doch arm und schlecht, uns Reichthum zu verleihen. Du traͤgst eduldig alles Leid: o gieb, ß ich auch jederzeit, wenn mich die Roth wird pla⸗ gen, dein Kreuz dir mög nachtragen. ö 8. O du barmherzigs IEsulein, gieb, daß ich mich des Armen, wo ich ihm kann behuͤlflich sein, von Herzen mög erbarmen. Gieh Sanftmuth, gieb Be⸗ scheidenheit, gieb christliche Leutseligkeit; laß mich den chsten lieben, auch wahre Demuth uͤben. ewig nuͤtzen. O starker HErr, ich hang an dir, du kannst und willst mich schuͤtzen, wenn alle Men⸗ schen ferne stehn; auch wenn mir wird die Seel ausgehn, willst du den Tod bezwingen: dir will ich ewig singen. Gottfr. Wilh. Sacer. Mel. In dulci jubilo. I un singet und 47. N seid froh, jauchzt alle und sagt so: Unsers Herzens Wonne liegt in der Krippen bloß, und leucht doch als die Sonne in seiner Mutter Schooß, du bist A und O, du bist A und O. 2. Sohn GOttes in der Hoͤh, nach dir ist mir so weh; troͤst mir mein Ge⸗ muͤthe, o Kindlein zart und rein, durch alle deine Guͤte; o liebstes IEsulein, zeuch mich hin nach dir 3. Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt un⸗ sre Schuld; wir waren all verdorben durch Suͤnd und Eitelkeit, so hat er uns erworben die ewge Himmelsfreud. Eia, waͤrn wir da ½1 4. Wo ist der Freuden Ort? Rirgend mehr denn dort, da die Engel singen mit den Heiligen all, und die Psalmen klingen im hohen Himmelssaal. Eia, waͤrn wir da Mel. Wir Christenleut. 9. O reicher Heiland, schenke mir, was mir kann 3 ö 48. On ist N. IA Rh Rmin MI. g ehn WA. hachu 77 AL. I. H ehm 2 Rt; S0 3 Dr wil ů Dich, Sang. h C 17 h fth d sh h Vinne hen hloß, schch alz de Mt Maitet suud9 V8 indn ait ij nit v it main G⸗ hlin gtt nth eheGut Bislleh, geuc ah ME ohn fht Wir wonh dutch Ei 7 0 Srreh die chh *. Eih, IU det Ftean lnd nohtul Eihe sh en A lhgen ö Ihristenle EI Eli 2 aan von der Geburt Christi. 37 ist mein Paradies, da meine Seele weidet. Hier ist der Ort, hier liegt das Wort mit unserm Fleisch persoͤn⸗ lich angekleidet. 2. Dem Meer und Wind gehorsam sind, giebt sich zum Dienst und wird ein Knecht der Suͤnder. Du GOttessohn wirst Erd und Thon, gering und schwach wie wir und unsre Kinder. 3. Du hoͤchstes Gut hebst unser Blut in deinen Thron hoch uͤber alle Hoͤhen. Du ewge Kraft machst Bruͤ⸗ derschaft mit uns, die wie ein Dampf und Rauch ver⸗ gehen.. 4. Was will uns nun zuwider thun der Seelen⸗ feind mit allem Gift und Gallen? Was wirft er mir und Andern fuͤr, daß Adam ist und wir mit ihm gefallen?ꝰ ö 5. Schweig, arger Feind, da sitzt mein Freund, mein Fleisch und Blut, hoch in dem salt, d droben; was du gefaͤllt, das hat der Held aus Jakobs Stamm zu großer Ehr erhoben. 6. Sein Licht und Heil macht alles heil, der Him⸗ melsschatz bringt allen Schaden wieder; der schlägt Teuf Immanuel, chlaͤgt Teufel, Höll und all ihr Reich darnieder. 7. Drum, from̃er Christ, wer du auch bist, sei gutes Muths und laß dich nicht betruͤhen; weil GoOttes Kind dich ihm verbindt, so kanns nicht anders sein, GOtt muß dich lieben. 8. Gedenke doch, wie herrlich hoch er uͤber allen Jammer dich gefuͤhret; der Engel Heer ist selbst nicht mehr als eben du mit Se⸗ ligkeit gezieret. 9. Du siehest ja vor Augen da dein Fleisch und Blut die Luft und Wolken lenken. Was will doch sich, ich frage dich, erhe⸗ hen, dich in Angst und Furcht zu senken? 10. Dein bloͤder Sinn geht oft dahin, ruft A und Weh, laͤßt allen Tro verschwinden. Komm her und richt dein Angesicht ban Krivplein Christi, da, a wirst dus finden. 11. Wirst du geylagt? Ei unverzagt! dein Bruder wird dein Ungluͤck nicht verschmaͤhen. Sein Herz ist weich und gnadenreich, kann unser Leid nicht ohne Thraͤnen sehen. 12. Tritt zu ihm zu, such Huͤlf und Ruh, er wirds so machen, daß du ihm wirst danken; er weiß und kennt, was beißt und brennt, versteht wohl, wie zu Muthe sei dem Kranken. 13. Denn eben druͤm hat er den Grimm des Kreuzes auch am Leibe wollen tragen, daß seine Pein ihm moͤchte sein ein unverruͤckt Erinnrung un⸗ srer Plagen. 14. Mit einem Wort: Er ist die Pfort zu dieses und des andern Lebens Freuden; er macht behend ein seligs End an alle dem, was fromme Herzen leiden. 15. Laß STTTITTTTTTTTT!!!T!T!TTTPTDTDTDTDTDWDWDC„ 4 + 0 7 4 —1 1 38 Von der Geburt Christi. 15. Laß aller Welt ihr Gut und Geld, und siehe nur, daß dieser Schatz dir bleibe; wer den hier fest haͤlt und nicht laͤßt, den ehrt und kroͤnt er dort an Seel und Leibe. P. Gerhard. Mel Ach was soll ich Sünder machen. Deid zufrieden, 49. lieben Bruͤ⸗ der, denn des Vaters Wort und Licht, das er aus sich selber spricht, bringet das Verlorne wieder, und in unser Fleisch und Bein kleidet ihn die Liebe ein. 2. Hoͤret, wie der En⸗ el Orden in den Luͤften sich erfreun, und wie halb erstaunet sein, daß das Wort ist Fleisch geworden, daß man GOttes liebstes Kind unter Adams Kin⸗ dern findt. 3. Der die Himmel auf⸗ gefuͤhret und der Erden Grund gelegt, der die Kreaturen traͤgt, wurde auch wie wir formiret; und der alle Ding erfuͤllt, wird in Windeln eingehuͤllt. 4. Werde auch in uns geboren, und erleuchte du uns ganz, o du durchge⸗ brochner Glanz, und dein Bild, das wir verloren, kehre wieder bei uns ein, daß wir Menschen GOt⸗ tes sein. 5. Uns verlangt auf dieser Erden, durch der Liebe Wunderkraft zu des Lichtes Buͤrgerschaft wie⸗lich derum gebracht zu wer⸗ den, daß uns unser Va⸗ terland kuͤnftig wieder sei bekannt. 6. Wir verehren diese Liebe, die sich nun mit uns gepaart. O wie lau⸗ ter und wie zart brann⸗ test du in diefem Triebe, da du uns an Licht und Pracht deinen Engeln gleich gemacht. ö 7. Nun, dein paradie⸗ sisch Leben dringet wieder in uns vor, und der Wille geht empor, deinen Na⸗ men zu erheben; wir ge⸗ nießen deiner Ruh, o wie selig sind wir nu! Christian Friedr. Richter. In eigener Melodie. A Nom Himmel komm ich her, ich bring euch gute neue Maͤhr; der guten Maͤhr bring ich so viel, davon ich singn und sagen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn, von einer Jungfrau auserkorn; ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der HErr Christ, unser GOtt, der will euch fuͤhrn aus aller Noth; er will eur Hei⸗ land selber sein, von allen Suͤnden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die GOtt der Vater hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewig⸗ 5. So merket nun das Zeichen recht, die Kripyen, Win⸗ ————————. H% IX H Fult I. WIE WR in IH Wtt LE. AI.. W VRNs u N. WHA . W K Rus HAL. W st h 0j W Achlh Au h IER 40 Aahin V in 0 O ee nh lget iehn 20 0ber Mlle e M hit gee Muh, o wie ah tht, Micter. 22% Milodie. n inm hbaoch N De, ih 1 Amn u ANh 1 200 sishn ut Ii ich e o ah retkegg K dtt urdjiz I Stadd * der Hün Gt, 0 tn g l l I eih, Hogilt chen kel. t each Aie 60914 Alet,„MWH Ommett 0 lund e At nut die Krhhl W06 von der Geburt Christi. 39 Windelein so schlecht, da ndet ihr das Kind unt as alle Welt erhaͤlt und traͤ„* Deß laßt uns alle Keblich sein, und mit den irten gehn hinein, zu ehn, was GOtt uns hat beschert, mit seinem lie⸗ ben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz,/ und sieh dort hin, was liegt doch in dem Krippe⸗ lein? Weß ist das schoͤne Kindelein? Es ist das liebe IEsulein. 8. Bis willekomm, du edler Gast, den Suͤnder nicht verschmaͤhet hast, und kommst ins Elend her zu mir: wie soll ich immer danken dir? 9. Ach HErr, du Scho⸗ pfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf duͤrrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 10. Und waͤr die Welt viel mal so weit, von Edel⸗ stein und Gold bereit, so waͤr sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du Koͤng so groß und reich herpraͤngst, als waͤrs dein Himmelreich. 12. Das hat also ge⸗ fallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft, noch thut. 3. Ach mein herzliebes IEsulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhen in meins Herzen Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit froͤhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Susaninne schoͤn, mit Her⸗ zenlust den suͤßen Ton. 15. Lob, Ehr sei GOtt im hoͤchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn. Deß freuen sich der Engel Schaar, und singen uns solch neues Jahr. Dr. Martin Luther. Mel. vom Himmel hoch da komm ich her. * Nom Himmel 51. V kam der En⸗ gel Schaaͤr, erschien den Hirten offenbar; sie sag⸗ ten ihn'n: Ein Kindlein zart, das liegt dort in der Kripen hart: 2. Zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das verkuͤndet hat; es ist der HErre IEsus Christ, —3 euer aller Heiland ist. 3. Deß sollt ihr Git froͤhlich sein, daß G mit euch ist worden„ er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist 24 ewig Gut. Was kann euch thun de Suͤnd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren GOtt. Laßt zuͤrnen Teu⸗ fel und die Hoͤll: GOtts Ei und kann Er will und kann 1 lassen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zuversicht; es 40⁰ von der Geburt Christi. es moͤgen euch viel fechten an, dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt muͤßt ihr doch haben Recht, ihr seid nun worden GOtts Geschlecht; deß danket GOtt in Ewig⸗ keit, geduldig/ froͤhlich al⸗ lezeit. Dr. Martin Luther. Mel. Christum wir sol⸗ len loben schön. 52 Wer fuͤrchtst du, Feind Hero⸗ des, sehr, daß uns geborn kommt Christ der HErr? Er sucht kein sterblich Koͤ⸗ nigreich, der zu uns bringt sein Himmelreich. 2. Dem Stern die Wei⸗ sen folgen nach, solch Licht zum rechten Licht sie bracht. Sie zeigen mit den Gaben drei, dies Kind GOtt, Mensch und Koͤnig sei. 3. Die Tauf im Jor⸗ dan an sich nahm das him⸗ melische GOtteslamm da⸗ durch der nie kein Suͤnde that, von Suͤnden uns gewaschen hat. 4. Ein Wunderwerk da neu geschah, sechs steinern Kruͤge man da sah voll Wassers, das verlor sein Art, rother Wein durch sein Wort draus ward. 5. Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt, Christ, ge⸗ born von der reinen Magd/ mit Vater und dem heil⸗ gen Geist, von nun un bis in Ewigkeit. Dr. M. Luther. In eigener Melodie. 53. W itzund Freud, weil uns zu Trost ist Christus Mensch geboren, hat uns erlost; wer sich des troͤst/ und laubets fest, soll nicht wer⸗ en verloren. 2. Ein Wunder⸗Freud! GoOtt selbst wird heut ein wahrer Mensch von Ma⸗ ria geboren. Ein Jung⸗ frau zart sein Mutter ward, von GOtt dem HErren selbst dazu erkoren. 3. Die Suͤnd macht Leid, Christus bringt Freud, weil er zu uns in diese Welt ist kommen. Mit uns ist GOtt nun in der Noth. Wer ist, der jetzt uns Christen kann verdam⸗ men? ů 4. Drum sag ich Dank mit dem Gesang Christo dem HErrn, der uns zu gut Mensch worden, daß wir durch ihn nun all los sind der Suͤnden Last und untraͤglichen Buͤrden. 5. Hallelujah, gelobt sei GoOtt! singen wir all aus unsers Herzens Grunde; denn GOtt hat heut ge⸗ macht solch Freud, der wir vergessen solln zu keiner Stunde. Caspar Fuger. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 5 ir singen dit 54. AImmanuel⸗ du Lebensfuͤrst und Gna⸗ denquell, du Himmelsblum und Morgenstern, du Jung⸗ fraun⸗Sohn, HErr aller Herrn. Hallelujah. 2. Wir singen dir in deinem Heer aus aller Kraft Mp K. ; AMH W AL. H. E u Rlcgd h. Iuh Wus He R WMu Hu „Ai Ruu A A4 1 N W1 —5 VAI sHN 8 10 ◻ M-H 0 I. Rac IMR . 0al d ö . d w I sus I 0 uls 2 0 * 4 5 0 ban 14 3 Ein Iuz 27 uter 1 en. Mit Ium in der V der jeht veddan⸗ uug ich Dul Ir H der unt z 2 rden, M nun all ls nLas und Füd. , Hcht WI Grude Ihit un Mad dur I be Huipar dugg. enen ist x dig 1. se + 4— O Dinmal Von der Geburt Christi. 41 Kraft Lob, Preis und Ehr, suchst selber Trost, und daß du, o langgewuͤnsch⸗ findst ihn nicht. Hallel. ter Gast, dich nunmehr eiheon hast. Hallel. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Vaͤter und Pro⸗ 99415 Schaar. Hallel. 4. Vor Andern hat dein hoch begehrt der Hirt und Koͤnig deiner Heerd, der Mann, der dir so wohl gefiel, wenn er dir sang auf Saitenspiel. Hallel. 5. Ach daß der HErr aus Zion kaͤm, und unsre Bande von uns naͤhm. Ach daß die Huͤlfe b braͤch herein/ so wuͤrde Jakob froͤhlich un 5 Hallelujah. 6. Nun du bist hier, da liegest du, haͤltst in dem Kripplein deine Ruh; bist klein, und machst doch alles groß, bekleidst die Welt, und kommst doch bloß. 927 Dn 7. Du kehrst in aind hunsung ein, und sind doch alle 15 aute dan; trinkst Milch aus einer Menschen⸗Brust, und bist doch selbst der Engel Lust. Hallelujah. 8. Du hast dem Meer sein Ziel gesteckt, und wirst mit Windeln zugedeckt; bist GOtt, und liegst auf Heu und Stroh; wirst Mensch, und bist doch A und O. Hallelujah. 9. Du bist der Ursprung aller Freud, und duldest so viel Herzeleid; bist aller Heiden Trosi und Licht/ 10. Du bist der sule Menschenfreund, doch 1— dir so viel Menschen feind Herodis Herz haͤlt dich fuͤr Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. Hallelujah. 11. Ich aber, dein ge⸗ ringster necht, ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Hallelujah. 12. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann⸗ wirst du in Gnaden nehmen an. Hall. 13. Hast du doch selbst dich schwach gemacht, er⸗ waͤhltest, was die Welt veracht; warst arm und duͤrftig/ nahmst vorlieb da, wo der Mangel dich hin⸗ trieb. Hallelujah. 14. Du schliefst ja auf der Erden Schooß, so war dein Kripplein auch nicht deob der Stall, das Heu, as dich umfing, war alles sch Halleluh und sehr ge⸗ ring Hallelujah. Darum so hab ich Hur Muth, du wirst auch alten mich fuͤr gut; o JEsulein/ dein frommer Sinn macht, daß ich voll Trostes bin. Hallel. 16. Bin ich gleich Suͤnd und Laster voll, hab ich gelebt nicht wie ich soll: ei kommst du doch des⸗ wegen hur, daß sich der Suͤnder zu dir kehr. Hall. 17. Haͤtt 42 von dem Namen und den Aemtern 17. Haͤtt ich nicht auf mir Suͤnden⸗Schuld, haͤtt ich kein Theil an deiner Huld; vergeblich waͤrst du mir geborn, wenn ich nicht waͤr in GOttes Zorn. Hall. 18. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei; du traͤgst den Zorn, du wuͤrgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und 19. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigenthum, und will, so viel dein Geist mir giebt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Hallelujah. 20. Ich will dein Halle⸗ lujah hier mit Freuden sin⸗ gen fuͤr und fuͤr, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Hallelujah. Paul Gerhard. Noth. Hallelujah. III. Von dem Namen und den Aemtern JEsu Christi. Mel. O GoOtt, du from⸗ mer GOtt. 40 ch JIEsu, dessen 35. A Treu im 535 mel und auf Erden durch keines Menschen Mund kann gnug gepriesen wer⸗ den: ich danke dir, daß du, ein wahrer Mensch geborn/ hast von mir abgewandt, daß ich nicht bin verlorn. 2. Vornehmlich wird in mir all Herzensangst ge⸗ stillet, wenn mich dein suͤßer Nam mit seinem Trost erfuͤllet. Kein Trost so lieblich ist, als den mir giebt dein Nam, der suͤße IEsus⸗Nam, di Fuͤrst aus Davids Stamm. 3. O IEsu, hoͤchster Schatz, du kannst nur Freude bringen; es kann nichts lieblicher, als JEsus Name klingen. Ich kann nicht traurig sein, weil IEsus heißt so viel als Heiland oder Held, der selig machen will. nich in Fulernth leuchte; er sei des Him⸗ mels Thau, der wii0 4. Wenn Satan sich bei mir in Anfechtung will regen, ist JEsus Name mir zum Trost, Schutz, Fried und Segen, zur Weisheit und Arznei in aller Angst und Noth, daß ich nicht fuͤrchten darf den Teufel und den Tod. 5. Daß ich ein Zornkind bin, das macht die schnöͤde Suͤnde; dein JEsus⸗Nam macht mich zu einem Gna⸗ den⸗Kinde; er nimmt von mir hinweg die Schuld und Missethat, bringt mir die Seligkeit und deines Va⸗ ters Gnad. ů 6. Ei nun, so heilge mich, der ich bin A beflecket, dein heilger IEsus⸗Ram, der alle Suͤnd zudecket; er kehre ab den Fluch, den Segen zu mir wend, aur daß dadurch bei mir sich alle Schwachheit end. 7. Er sei mein Licht, das in Finsterniß er⸗ AfKH 0 WWhf“ HN. .N. 8 Ihn et Mntiu A. Rhit u . ihRNi fü, ups Tedutu Ohle — Dund du s In ssch hel ng Wil E NIm Waf, Scoh Segen, ut . Armnei in ynd Noth/ Rñ Vhten datf de eh Tö. 0 Un Zotreit t R schnt) Wr⸗NN eihen Gi⸗ pet nimme eSchih ttitht m deihes V — s%sohihent as Kh Ii Sslh nd Rhhch Den Fac ir We, ee het eh un Hh istenh * dahh ch II her n 0 2Esu Christi. 43 Hitz anfeuchte; er sei mein Schirm und Schild, mein Schatten, Schloß und Hut, mein Reichthum/ Ehr und Ruhm, er sei mein boͤchstes Gut. 8. Er sei mein Himmels⸗ weg, die Wahrheit und das Leben; er wolle mir zuletzt aus Gnaden dieses geben/ daß ich alsdann in ihm dies Leben schließe wohl, wenn meine Sterbens⸗Zeit und Stunde kommen soll. 9. Inmittelst helf er mir/ so lang ich hier noch wandle, daß ich in meinem Thun treu und aufrichtig handle. Er stehe mir stets bei mit seines Geistes Gab, und gebe Kraft, wenn ich was zu verrichten hab. 10. In IEsu Namen bin ich heute aufgestanden, in ihm vollbring ich heut, was mir kommt unterhan⸗ den; in seinem Namen ist der Water schon gemacht, das Mittel und der Schluß wird auch durch ihn voll⸗ racht. 11. Dir leb ich, und in dir, in dir will ich auch sterben; HErr, sterben will ich dir, in dir will ich er⸗ erben das ewge Himmel⸗ reich, das du erworben mir: von dir verklaͤrt will ich dir dienen fuͤr und fuͤr. Nach Joh. Heermann. Mel. O HErre Gott, dein göttlich Wort oder: Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 5 1. 2 G— Mor⸗ genstern, und werde mir zur Sonne; geh auf und sei von mir nicht fern, du hoͤchste Seelenwonne. Er⸗ leuchte mich ganz inniglich, daß ich in deinem Lichte noch diesen Tag erblicken mag dein liebstes Angesichte. 2. Ich wuͤnsche nichts als dich zu sehn, hab auch sonst kein Verlangen. Ach wenn wird es doch nur geschehn, daß ich dich werd umfangen? Du bist das Licht, das mein Gesicht alleine will erblicken; du bist der Strahl, der alle⸗ mal kann meine Seel er⸗ quicken. 3. Du bist der Glan der Herrlichkeit, und gieb der Welt das Leben; dein Anblick macht noch in der Zeit mich in dem Himmel schweben; dein Freuden⸗ schein macht meine Pein mir uͤber Zucker suͤße; deins Mundes Kuß, deins Gei⸗ stes Gruß macht, daß ich ganz zerfließe. 4. Wo bist du, schoͤnster Braͤutigam, o auserkorner Knabe? Wo bist du, suͤßes GOtteslamm, daß ich mit dir mich labe? Komm doch geschwind, du Goᷣttes Kind, komm, komm, daß ich dich preise, und dir Lob, Ehr und Dank und Ruhm aus Herzenskraft erweise. 5. Der Leib wird matt, die Seel ist schwach, die Augen stehn voll Thraͤnen; der Mund verblaßt, ruft ach und ach! das Herz ist voller Sehnen. O IEsu⸗ lein, mein Sreudenschen 44 von dem Ramen und den Aemtern du kannst mich ja erquicken; verzeuch doch nicht, mit deinem Licht mich gnaͤdig anzublicken. Joh. Angelus. Mel. JEsu, hilf siegen, du Furste des Lebens. 57 Grober Prophe⸗ 5 te, mein Herze begehret von dir inwendig gelehret zu sein; du, aus des Vaters Schooß zu uns gekehret, hast offenbaret, wie du und ich ein; du hast als Mittler den Teufel bezwungen, dir ist das Schlangenkoͤpftreten ge— lungen. 2. Priester in Ewigkeit, meine Gedanken denken mit brennendem Eifer an dich; bringe mein Seufzen in heilige Schranken, der du ein Opfer geworden fuͤr mich; du bist als Fuͤr⸗d sprach zum Himmel gefah⸗ ren, kannst auch dein Eigenthüm ewig bewah⸗ ren. 3. Koͤnig der Ehren, dich wollen wir ehren; stimmet ihr Saiten der Liebe mit ein, lasset das Loben und Danken nun hoͤren, weil wir die theuer Erkaufeten sein. Herrsche, liebwuͤrdig⸗ ster Heiland, als Koͤnig; Menschenfreund, schuͤtze die Deinen, die wenig. 4. Nun dann so soll auch mein alles erklingen, ich als ein Christe will tre⸗ ten herbei, will nicht er⸗ muͤdet gus Liebe dir singen, sondern vermehren dies Jubelgeschrei. Ich will dich, Herzog des Lebens, verehren: alles, was Odem hat, lobe den HErren. Joachim Neander. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 22— IEsu, frommer 58. Menschen⸗ heerden guter und getreuer Hirt, laß mich auch dein Schaͤflein werden, das dein Stab und Stimme fuͤhrt. Ach du hast aus Lieb dein Leben fuͤr die Schaafe hin⸗ gegeben, und du gabst es auch fuͤr mich; laß mich wieder lieben dich. 2. Heerden ihre Hirten lieben, und ein Hirt liebt seine Heerd: laß uns auch so Liebe uͤben, du im Him⸗ mel, ich auf Erd. Schal⸗ let deine Lieh hernieder, soll dir meine schallen wie⸗ er; wenn du rufst: Ich liebe dich! ruft mein Herz: Dich liebe ich! 3. Schaafe ihren Hir⸗ ten kennen, dem sie auch sind wohlbekannt: laß mich auch nach dir zurennen, wie du kamst zu mir ge⸗ rannt; als des Hoͤllen⸗ Wolfes Rachen eine Beut aus mir wollt machen, rie⸗ fest du: Ich kenne dich!ich auch rief: Dich kenne ich! 4. Heerden ihren Hirten hoͤren, folgen seiner Stimm allein; Hirten auch zur Heerd sich kehren, wenn sie bloͤken, groß und klein: laß mich hoͤren, wenn du schreiest, laß mich laufen, wenn du draͤuest; laß mich horchen stets auf dich, JE⸗ su, hoͤre du auch mich. 5. H — Re We h Her . 0 shoy QWL. UU. ul Re EIL. A. dschm nin Wulg Rit mfile TIlenten 5 WANN V I n Hem aain Munhg Ti 130 fn NMash id ic ac , h Vytimme fiht chn Schaaf, f nich h hihre Hitten itt Het un auc uin Hin 0 fö, Schul⸗ . herniedet challen wie⸗ * fft: I mein Het; 200 e Hi en sie gac Qunt:lapn odit Iutenn s uit ge ded Hl den eine Bu nacheh r⸗ kenne dihl Jich kmne ihten hiz e seiner Stin en auch dl Phrn, wi und h He, ent N — Ha e uch nich, 5. H6 ZEsu Christi. 4⁵5 5. Hoͤre, IEsu, und er⸗ höͤre meine, deines Schaͤf⸗ leins Stimm; mich auch zu dir schreien lehre, wenn sich naht des Wolfes Grimm zlaß mein Schreien dir gefallen, deinen Trost herwieder schallen; wenn ich bete, hoͤre mich, IE⸗ su, sprich: Ich hoͤre dich. 6. Hoͤre, JEsu, und er⸗ hoͤre, wenn ich ruf, an⸗ klopf und schrei; IEsu, dich von mir nicht kehre, steh mir bald in Gnaden bei. Ja, du hoͤrst; in dei⸗ nem Namen ist ja alles Ja und Amen. Nun ich glaub und fuͤhle schon dei⸗ nen Trost, o Gᷣottes Sohn. Sigism. v. Birken. Mel. O GOtt, du from⸗ mer SoOtt. ch hab ihn den⸗ 9. noch lieb, und bleibe an ihm hangen, er einzig meine Lust, er ein⸗ zig mein Verlangen. Fall ich schon oftermals aus meiner Liebespflicht, so trennet solches doch die treue Liebe nicht. 2. Denn haͤtt ich nur die Kraft, die ich mir wuͤnschen wollte, wenn mein Wunsch nach Be⸗ gier erfuͤllet werden sollte: solte ich bliebe treu; er ollte nuoch an mir von Herzen sein vergnuͤgt, er, meine hoͤchste Zier. 3. Das Wollen und der Muth sind da, obgleich zu Zeiten Vollbringen mangeln will; drum seh ich taͤglich streiten in mir mit Fleisch und Blut den geistgesinnten Sinn, weil ich nur noch ein Kind in Christi Liebe bin. 4. Und werd ich dermal⸗ eins zu meiner Mannheit kommen, wie will ich ihm so treu verbleiben, meinem frommen und allerbesten Schatz. Ach gegen ihn allein soll in recht keuscher Brunst mein Herz ent⸗ zuͤndet sein. 5. Komm, Liebster, zuͤn⸗ de an, entzuͤnde die Ge⸗ danken; entzuͤnde mir mein Herz, so werd ich niemals wanken aus meiner Liebes pflicht; entzuͤnde gegen dich mein Herz, so bleib ich treu dir, Liebster, ewiglich. Mel. Uun komm, der Heiden Heiland. 60. JE. meiner SSeelen Ruh, und mein bester Schatz dazu, alles bist du mir allein, sollst auch ferner alles sein. 2, Liebet jemand in der Welt edle Schaͤtze, Gold und Geld: JIEsus und sein theures Blut ist mir mehr denn alles Gut. 3. Stellen meine Feinde sich oͤffentlich gleich wider mich: IEsus reißt aus aller Noth, tilget Teufel, Hoͤll und Tod. 4. Bin ich krank und ist kein Mann, der die Schwachheit heilen kann: IEsus will mein Arzt in Pein und mein treuer Helfer sein. 5. Bin ich nackend, and un 46 von dem RNamen und den Aemtern und bloß, und mein Vor⸗ rath ist nicht groß; JEsus hilft zur rechten Zeit mei⸗ ner armen Duͤrftigkeit. 6. Muß ich in das Elend bm hin an einen frem⸗ en Ort: IEsus sorget selbst fuͤr mich, schuͤßzet mich ganz wunderlich. 7. Muß ich dulden Hohn und Spott wegen Gott und sein Gebot: IEsus giebt mir Kraft And Macht, daß ich allen stoört Spott nicht acht. 8. Hat der Bienen Ho⸗ nig Saft, und der Zucker suͤße Kraft: mein herz⸗ liebster JIEsus Christ tau⸗ sendmal noch suͤßer ist. 9. Drum, o JEsu, will ich dich immer lieben festiglich; du, o JEsu, sollst allein meiner See⸗ len alles sein. 10. IEsus, was durch Ohren bricht, IEsus, was das Auge sieht, IE⸗ sus, was die Zunge schmeckt, und wonach die Hand sich streckt. ů 11. IEsus sei mein Speis und Trank, JEsus sei mein Lobgesang, JEsus sei mein ganzes All, JEsus sei mein Freudenschall. 12. Endlich laß, du hoͤch⸗ stes Gut, JEsu, laß dein theures Blut, deine Wun⸗ den, deine Pein meinen Trost im Tode sein. Lucas Backmeister. Mel. Meinen JEsum laß ich nicht. Iesus ist d 61 sbuse Mam aller, die vom Himmel ka⸗ men, huldreich, praͤchtig/ tugendsam, uͤber aller Gt⸗ ter Namen. Seiner gro⸗ ßen Lieblichkeit gleicht kein Name weit und breit. 2. IEsus ist das Heil der Welt, und ein us fuͤr die Suͤnden; JEsus ist mein starker Held, unsern Feind zu uͤberwinden; wo nur IEsus wird gehoͤrt, wird der Teufel schon ge⸗ t. 3. IEsus ist der Weisen Stein, der Gesundheit giebt und Leben; JEsus hilft von aller Pein, die den Men⸗ schen kann umgeben. 70 IEsum nur aufs Herz, so verliert sich aller Schmerz. 4. IEsus ist mein ewger Schaß und ein Abgrund alles Guten; IEsus ist ein Freudenplatz voller suͤßen Himmelsfluthen; IEsus ist ein kuͤhler Thau, der erfrischet Feld und Au. 5. JIEsus ist der suͤße Brunn, der die Seelen all erquicket. IEsus ist die ewge Sonn, deren Strahl uns ganz verzuͤcket Willst du froh und freudig sein, laß nur ihn zu dir hinein. 6. IEsus ist der liebste Ton, den mir alle Welt kann singen; ja ich bin im Himmel schon, wenn ich FEsum hoͤr erklingen; IEsus ist meins Herzens Freud, und mein ewge Seligteit. 7. IEsus ist mein Him⸗ melbrod, das mir schmeckt, wie ichs begehre; er erhaͤlt mich vor dem Tod, staͤrkt mich/ RAE IMHEM E I NAe W LI sH ih HlHN III. Wl. 10 nch Rig un dag Ocn Son Hüh Ralt 00 He 1eck, Hlal nich. al 0 0 Hf ttu n sch IAente De lch, Wit Heh un berwina wih gh eufel sihj ist xEM Hesundha Wiohisz ie deh h umgebaß WMir gut hej allet Sh Vi ist manch D eih Wont j Jesahse h hollt ss Oithen; W. slet Tuu, 2 U is M die Seh IEsus / deren Si athücket d fteuh in SiR mit* Ni i schot/ x br etlig Mint hh meil iwal 6 mir schol hle: erh 0d, t. JEsu Christi. 4⁷ mich, daß ich ewig waͤhre; Bolh ist er mir im Mund, alsam, wenn ich bin ver⸗ wundt. ö 8. IEsus ist der Lebens⸗ baum voller edler Tugend⸗ fruͤchte; wenn er findt im Unkemn Raum, wird das Unkraut ganz zu nichte; alles Gift und Unheil weicht, das sein Schatten nur erreicht. 9. IEsus ist das hoͤchste Gut in dem Himmel und auf Erden: JEsus Name macht mir Muth, daß ich nicht kann traurig werden. IEsus Name soll allein mir der liebste Name sein. Johann Angelus. Mel. Ach alles, was Himmel und Erde um⸗ schließet 62(Seele.) Ich liebe — O dich herzlich, o IEsu, vor al⸗ len; du bist es, an dem ich mein einzig Gefallen; ich such dich, ich lieb dich, ich will dich umfassen; ich will dich fest halten, ich will dich nicht lassen. 2.(JEsus.) Mein lieb⸗ stes Kind, solltest du lie⸗ ber mich haben, als An⸗ dere? Liebest du etwa die Gaben? Wie, wenn du vom Lieben nichts solltest genießen? so moͤchte wohl etwa die Liebe zerfließen. 3.(Seele.) Ich liebe den Geber nicht um das Ge⸗ schenke, so viel ich mich kenne und wie ich gedenke; ich hoffe in diesem Theil treu zu bestehen, wenn du/ o mein IEsu, die Probe wolltst sehen. 4.(JIEsus.) Wolltst du mich so herzlich und in⸗ niglich lieben, und gegen mich deine Treu dennoch ausuͤben, wenn ich dir die Guͤter der Erden entrisse, und dich in verachtete Ar⸗ muth verstieße? 5.(Seele.) Wer an dir, 0 IEsu/ findt alles Ver⸗ gnuͤgen, der kann sich in dieses mit leichter Muͤh fuͤgen; ich wuͤrde mich fuͤr den Beguͤtertsten schaͤtzen, so lange du bleibest mein einzig Ergoͤtzen. 6.(IEsus.) Wie aber, wenn ich dir die Ehre ließ nehmen, daß, die dich ge⸗ ehret, sich nachmals dein schaͤmen? Wie wuͤrdst du bei Schmach und Verach⸗ tung dich balten? Es moͤchte die Liebe wohl et⸗ was erkalten. 7.(Seele.) Laß Ehre, Gunst, Herrlichkeit immer hinfliehen; laß Mißgunst, Verachtung und Spott mich beziehen: ich will es semert und willig ver⸗ chmerzen, und nimmer ermuͤdet dich lieben von Herzen. 8.(IEsus.) Gefaͤngniß, Band', Marter, Schmerz, Elend und Leiden, das moͤchte die Liebe, so zwi⸗ schen uns, scheiden: wie wuͤrdest du wohl in der zrobe bestehen, wenn du uͤr mich solltest zum To⸗ de hingehen? 9.(Seele.) Ich wollte mich um dich, mein Le⸗ ben, 48 von den Ramen und den Aemtern ben, her schlingen, so koͤnn⸗ te kein Marter, noch Tod mich bezwingen; ich wollte anhalten mit Lieben und Glauben, so koͤnnte mich niemand des Lebens be⸗ rauben. 10.(IEsus.) Wie, wenn ich mich stellte, als wollt ich dich fliehen? so duͤrft wohl die Welt dich mit List zu sich ziehen; du wuͤr⸗ dest dich dem, der dich an⸗ lockt, vergsellen, dich ge⸗ gen den, der sich verstellet, verstellen. 11.(Seele.) Du kannst nicht von Herzen die Men⸗ schen betruͤben, drum werd ich nicht muͤde, dich den⸗ noch zu lieben; ob deine treu Huͤlfe zu wanken gleich chiene, so muß es zu meiner Verstaͤrkung nur dienen. 12.(JEsus.) Ich koͤnnte dich gleichwohl verstoßen zur Hoͤllen, dann wuͤrde man sehen, wie du dich moͤchtst stellen; du wuͤrdest aufhoͤren zu lieben, und hassen den, der dich nun⸗ mehro haͤtt gaͤnzlich ver⸗ lassen. 13.(Seele.) Ach Lie⸗ ber, wie solltst du das kon.⸗ nen und wollen, und hal⸗ ten so theure Dauden nicht sollen? Du hast den Be⸗ kehrten zu helfen verspro⸗ chen: was du mir beeidet, wird nimmer gebrochen. 14.(JEsus.) Wer wollte mich zwingen, dich Suͤn⸗ der zu lieben, ein'n solchen, der oͤfters mich vflegt zu betruͤben? Ich hasse die Boͤsen und liebe die From⸗ men; ein reines Herz laß ich vor mein Gesicht kommen. 15.(Seele.) Ich leugne nicht, daß ich gesuͤndiget habe; doch glaub ich, dein Blut mich von Suͤnden waͤscht abe; und da du mich wegen der Suͤnden wolltst hassen, so wollt ich dein eigne Gerechtigkeit fassen. 16.(JEsus.) Wer da⸗ bei mich fasset, dem ist es gelungen: dein Glaub, meine Lierste, der hat mich bezwungen. Ich lieb dich, ich halt dich, ich will dich nicht lassen, ich will dich annehmen, ich will dich umfassen. ö 17.(Seele.) Bestaͤndig bei meinem Vorsatze zu bleiben, wollst du mich durch deinen Geist stetigst antreiben; und daß ich den⸗ selben auch setze ins Werke, verleih mir, HErr, Kraͤfte und goͤttliche Staͤrke. 18.(IEsus.) Im Lie⸗ ben getreu bis ans Ende verbleibe, mich nimmer zu lassen aufs neu dich ver⸗ schreibe; von dir will ich, Liebste, wohl nimmermehr weichen, bis ich dich heim⸗ hole beim Todes⸗Ver⸗ bleichen. 19.(Seele.) Im Lie⸗ ben getreu bis ans End ich verbleibe, dich nimmer zu lassen aufs neu mich verschreibe; von dir will ich, Liebster, wohl nim⸗ mermehr weichen, bis du mich heimholest beim To⸗ des⸗Verbleichen. ö Joh. Caspar Schade. Mel. IH . W. Ic l H. IM AI IAHE In IR. HIAI Hwihoer AHMAHWe Etg * * WSd. un ur Wfuns Rx H I MH i If e XI— nih d adhung ng Hau % sty ht, 43 Ar . Dhhken 0 ) Wl set, dem i dein Gic 2, det hath Ih lebh wilt nll will Ii . Bescdz Vorsate ́ Hi du ni Glist steih daß ich de⸗ te ins Wetl HEtt/ Kriß 3 Siltke. 5 I H ans E WVlch simneen h dich v dir wibh sime ichüce Todes⸗A. — n a dich unn nun hn M / voll ichen, 00 hein! h. uhar 5000 e aby Esu Christi. 49 AMlel. Nun komm, der Heiden Heiland. 63 XCus ist mein Freuden⸗Licht, wenn er hell in mir an⸗ bricht; meiner Seelen Ru⸗ hestatt, wenn sie keine Kraft mehr hat. 2. IEsus ist mein star⸗ ker Held; wenn der Teu⸗ fel mich anfaͤllt, und die Suͤnde groß sich macht, ich ihr Trotzen ganz veracht. 3. JEsus ist mein fester Sieg wider Teufel, Ba⸗ bels Krieg; er ist meine starke Wehr wider das ver⸗ dammte Heer. 4. Ach mein IEsu, laß mich dir sein verpfaͤndet fuͤr und fuͤr, laß mich Ar⸗ meen dir allein in der Lieb ergeben sein. 5. Alle, die ihr JEsum sucht, kommt, genießet sei⸗ ner Frucht, die den Geist und Seel erquickt, euch damit zum Siegen schickt. 6. Herzens⸗IEsu, Sie⸗ gesfuͤrst, meine Seele nach dir duͤrstt; alle Feind in mir besieg, daß ich nicht im Kampf erlieg. 7. Nach dem Siegen nimm mich auf zu dem auserwaͤhlten Hauf, da du mir den Gnadenlohn ge⸗ ben wirst, o GOttes Sohn. 8. Auf, ihr Ueberwin⸗ der, seht, JIEsus euch ent⸗ gegengeht, um fuͤr wenig Schmach und Hohn euch zu gebn die Ehrenkron. 9. Hallelujah, Gloria! bereit! jetzt kommt die Er⸗ quickungszeit. Mel. uun freut euch lieben Christen gmein. WMein Herzens⸗ 64. M IEsu, meine Lust, an dem ich mich ver⸗ gnuͤge, der ich an deiner Liebesbrust mit meinem Herzen liege: mein Mund hat dir ein Lob bereit, weil ich von deiner Freundlich⸗ keit so großes Labsal kriege. 2. Mein Herze wallt und ist in dich mit heißer Lieb entzuͤndet; es singt, es springt, es freuet sich, so oft es dich empfindet, so oft es dich im Glauben kuͤßt, der du dem Herzen alles bist, das dich im Glaͤuben findet 3. Du bist mein wunder⸗ bares vicht, durch welches ich erblicke mit aufgedecktem Angesicht, daran ich mich erquicke. Nimm hin mein Herz, erfuͤll es ganz, o wahres Licht, durch deinen Glanz, und weiche nicht zuruͤcke. 4. Du bist mein sichrer ehr alles ofs durch dich eht alles offen; wer dich versteht, der hat den Steg zur Seligkeit getroffen. Ach laß mich, liebstes Heil, hinfuͤr doch ja den Himmel gußer dir auf keine Wege hoffen. 5. Du bist die Wahr⸗ heit, dich allein hab ich mir auserlesen; denn ohne dich ist Wort und Schein, in Auf, des HErren Tag ist dir ist Kraft und Wesen. nah; wachet, haltet 2ů—H 1. mach mein Herz doch voͤl⸗ 50 von dem Ramen und den Aemtern vöͤllig frei, daß es nur dir ergeben sei, durch den es kann genesen. 6. Du bist mein Leben, deine Kraft soll mich allein regieren: dein Geist, der alles in mir schafft, kann Leib und Seele ruͤhren, daßt ich voll Geist und Le⸗ en bin; mein IEsu, laß nch nun forthin das Leben icht verlieren. 7. Du bist mein suͤßes zimmelsbrod, des Vaters oͤchste Gabe, damit ich nich in Hungersnoth als einer Staͤrkung labe. O Brod, das Kraft und Le⸗ ben giebt, gieb, daß ich, was der Welt beliebt, nie⸗ mals zur Nahrung habe. 8. Du bist mein Trank, und deine Frucht ist mei⸗ ner Kehle suͤße; wer von dir trinkt, derselbe sucht, daß er dich stets genieße. O Quell, nach der mein Herze schreit, gieb, daß der Strom der Suͤßigkeit sich ganz in mir ergieße. 9. Du bist mein aller⸗ schͤͤnstes Kleid, mein Zier⸗ ath, mein Geschmeide; du schmuͤckst mich mit Ge⸗ rechtigkeit gleich als mit reiner Seide. Ach gieb, daß ich die schnoͤde Pracht, damit die Welt sich herr⸗ lich macht, als einen Un⸗ flath meide. 10. Du bist mein Schloß und sichres Haus, da ich in Freiheit sitze; da treibet mich kein Feind heraus, da icht mich keine Hitze. Ach 5 mich, liebstes JEsulein, allzeit in dir erfunden sein, daß deine Huld mich schuͤtze. 11. Du bist mein treuer Seelenhirt, und selber auch die Weide; du hast mich, da ich war verirrt, geholt mit großer Freude. Ach nimm dein Schaͤflein nun in Acht, damit es weder List noch Macht von dei⸗ ner Heerde scheide. 12. Du bist mein holder Braͤutigam, dich will ich stets umfassen; mein Hoher⸗ priester und mein Lamm, das sich hat schlachten las⸗ sen; mein Koͤnig, der mich ganz besitzt, der mich mit sei⸗ ner Allmacht schuͤtzt, wenn mich viel Feinde hassen. 13. Du bist mein aus⸗ erkorner Freund, der mir mein Herz beweget; mein Bruder, der es treulich meint, die Mutter, die mich pfleget; mein Arzt, wenn ich verwundet bin, niein Balsam, meine Waͤrterin, die mich in Schwachheit traͤget. 14. Du bist mein starker Held im Streit, mein Pan⸗ zer, Schild und Bogen. mein Troͤster in der Trau⸗ rigkeit, mein Schiff in Was⸗ serwogen, mein Anker, wenn ein Sturm entsteht, mein sichrer Kompas und Magnet, der mich noch nie betrogen. 15. Du bist mein Leit⸗ stern und mein Licht, wenn ich im Finstern gehe; mein Reichthum, wenn es mir gebricht, im Tiefen meine Hoͤhe; mein Zucker, wenn es bitter schmeckt, mein festes Dach Dchn imn H2 mNA I W U W HHN I NA Guh E. UM WI. sihM WII I I V N. NMAA. II. HA HEH ½ MH V WA IIAn IN I Wr: I R n * BIA V1 0— W0, WM HM ö 1 0 I lch, 0 ö; ag Ahr g. W h 0 R ut n—**— N Ehnhin uhin n Ghischn Lahnit es, hhacht hyr — schide i man hoh dich wil! eis Hoh e da chlchteh 2ig, det wüs Mhekwichmitse AI schüßt, wn ade hasse hist mein gu⸗ eund, dit gj beheget; ut er es tlult „Yutter, det Agt, uu Ddet bin, he Wärth n Schwache nähsth tteit, mathe u W r l Rrd InSchfh h Könn der miq v Iu. . lit eh c Mrn gebe g „ W Tifet u 30 IEsu Christi. 51 Dach, das mich bedeckt, wenn ich im Regen stehe. 16. Du bist mein Gar⸗ ten, da ich mich in stiller Lust ergoͤtze; mein liebstes Bluͤmlein, welches ich dar⸗ ein zur Zierde setze; mein Roͤschen in dem Kreuzes⸗ Thal, da ich mit Dornen ohne Zahl den schweren Gang verletze. 17. Du bist mein Trost im Herzeleid, mein Lust⸗ spiel, wenn ich lache; wein Tagewerk, das mich erfreut/ mein Denken, wenn ich wache; im Schlaf mein Traum und suͤße Ruh, miein Vorhang, den ich immerzu mir um mein Bettchen mache. 18. Was soll ich, Schoͤn⸗ ster, wohl von dir noch weiter sagen koͤnnen? Ich will dich meine Liebsbegier, mein einig Alles nennen; denn was ich will, das bist da mir; ach laß mein Herze für und fuͤr von deiner Liebe brennen. Joh. Christian Lange. In eigener Melodie. 3a Pein Vater, 63 5 M zeuge mich, dein Kind, nach deinem Bilde, und schaffe selbst in mir die neue Kreatur: laß mich doch guͤtig sein, auch heilig, weis und milde, durch deiner Gnaden Kraft/ wie du bist von Natur. 2. Mein Licht, erleuchte mich, laß deiner Gnaden Strahlen mir dringen in mein Herz, vertreib die Finsterniß; ich fall und irre sonst zu allzu vielen Malen, ja werd ich nicht er⸗ leucht, verderb ich ganz gewiß. 3. Mein Weg zum Va⸗ terland, ach oͤffne mir die Pforte, die mich ins Liebe⸗ Reich im Glauben uͤber⸗ bringt: du weißt ja, daß dein Knecht an einem wuͤ⸗ sten Orte schon lang genug gewohnt, und nur nach Freiheit ringt. 4. O Wahrheit, heilge mich in aller deiner Wahr⸗ heit, und bringe meinen Sinn zur rechten Lauter⸗ keit; vertreib den Luͤgen— geist durch deines Wortes Klarheit, und mache mich recht fest in allem Kampf und Streit. 5. Mein Leben, leb in mir, und laß mich in dir leben; ich bin ja ohne dich zum Guten gaͤnzlich todt. Du bist das Lebensbrod, das einzig Nahrung geben kann meinem matten Geist in aller Hungersnoth. 6. Mein Laͤmmlein, still und fromm, rein, heilig und unschuldig, ach wirke doch in mir den sanften Laͤmmleins⸗Sinn, so werd ich auch wie du im Leiden recht geduldig, und lasse mich zum Kreuz gar willig fuͤhren hin. 7. Mein Meister, lehre mich den Vater wohl zu kennen, weil ohne dich, o Licht, ich GOtt, das Licht, nicht seh; ach unterweise mich, ihn Abba recht zu nen⸗ nen, daß alle mein Gebet in rechter Brunst gescheh. 3* 8. Mein 52 von dem NRamen und den Aemtern 8. Mein Hoherpriester, hoͤr nicht auf fuͤr mich zu beten, ach rufe doch mit mir den Vater taͤglich an laß deinen heilgen Geist mit Seufzen mich vertre⸗ ten, wenn ich im harten Kampf selbst nicht mehr beten kann. 9. Mein Koͤnig, schuͤtze mich, wenn Satan, Welt und Suͤnde, so sich in mir noch regt, auf meine Seele stuͤrmt; hilf, daß in deinem Schooß ich allzeit Ruhe fin⸗ de: denn der ist sicher nur, den deine Macht beschirmt. 10. Mein Hirte, weide mich auf einer gruͤnen Auen, und lagre mich im Durst ans frische Wasser hin. Hol meine Seel her⸗ um; wollt ich aufs Eitle schauen, so bringe bald zurecht den ausgeschweif⸗ ten Sinn. 11. Mein Arzt, bin ich verwundt, sind ausgezehrt die Kraͤfte, so laß den Lie⸗ besfluß, dein theurvergoß⸗ nes Blut/ mich heilen; laß des Geists Erneurung⸗Le⸗ benssaͤfte mich laben und erfreun, mir staͤrken Herz und Muth. 12. Mein Freund, ver⸗ traue dich doch besser mei⸗ nem Herzen, und laß mich deiner Treu noch mehr versichert sein, auf daß zu aller Zeit ich meiner See⸗ len Schmerzen getrost ver⸗ senken darf in deines Her⸗ zens Schrein. 13. Mein Braͤutgam, liebe mich, und setze mir ten Lieb, den Geist, alif meine Brust; laß deinen Gruß und Kuß mich schmek⸗ ken; sei mein Spiegel, darin ich mich beschau nach aller Herzens-Lust. 14. Mein Ein und Alles, laß mit dir mich eins hier werden, so wird mir alles nichts, du aber alles sein. Und nimmet deine Guͤt mich endlich von der Er⸗ den, so geh ich friedens⸗ voll in deine Freuden ein. Christian Andreas Bernstein. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. D Mein JeéEsu, 66. M suͤße See⸗ lenlust, mir ist nichts außer dir bewußt, wenn du mein Herz erquickest; dieweil dein Kuß so lieblich ist, daß man auch seiner selbst ver⸗ gißt, wenn du den Gesst entzuͤckest: daß ich in dich aus dem Triebe deiner Liebe von der Erde uͤber mich gezogen werde. 2. Was hatt ich doch fuͤr Trost und Licht, als ich dein holdes Angesicht, mein IEsu, noch nicht kannte? Wie blind und thoͤricht ging ich hin, da mein verkehrter Fleisches⸗ sinn von Welt-Begierde brannte; bis mir von dir Licht und Leben ward ge⸗ lch ar dich zu kennen, herz⸗ ich gegen dich zu brennen. 3. Die arme Welt hat zwar den Schein, als waͤr ihr schlechtes Froͤhlichsein ein herrliches Vergnuͤgen; das Siegel der unverfaͤlsch⸗ allein wie eilend gehts vor⸗ bei; 1 06 I. . I . ANMN A A Nv I WMAA n Hi agt Wsch,n W h Mbnü, Wiine I H N 0 ucn — 00 ö Dscha Uch nih nsch et vth mt s ber alle N er dene Tn de ich fuchn Freoben eh Hernsf. Whin kuchtet & genstern. e G chtsauf PMol sich ist, M elter sedfn eh Ge aß ich i R Vebe dentrdih e über nt rde. ott ch M ind Eiht,K deß 1. noch sh 55 Hn N ich Sh r Rl obelt⸗Ba ni wuf ben vuth kre sch ilktnnt ne 17 Dein, Ag ergnagh —5 l JEsu Cyristi. 53 bei; da sieht man, daß ed Blendwerk sei, wodurch wir uns betruͤgen. Drum muß IEsus mit den Schaͤtzen mich 49 die bestehen, wenn die Welt⸗ lust muß vergehen. 4. Wer JEsum fest im Glauben haͤlt, der hat die Kraft der andern Welt hier allbereit zu schmecken. Pflegt JIEsus gleich zu mancher Zeit bei großer Herzens⸗DTraͤurigkeit sein Antlitz zu verdecken, ist doch sein Joch sanft und feiner, 0¹³ wenn einer auf dem Bette dieser Welt zu schlafen haͤtte. 5. So weiß ich auch aus deinem Wort, daß du dich, liebster Seelen⸗Hort, nicht ewiglich versteckest; du thust vor mir die Augen zu, auf daß du desto groͤßre Ruh hernach in mir er⸗ weckest, wenn ich treulich, als ein Rebe, an dir klebe auch im Leide, nicht nur in der suͤßen Freude. 6. Derhalben soll mich teine Noth, mein IJEsu, waͤr es auch der Tod, von deinem Dienst abschrecken. Ich weiß, daß mich dein Herze liebt, darum so geh ich unbetruͤbt mit dir durch Dorn und Hecken. Isden schlage, ich bin stille, ists dein Wille/ mich zu kraͤnken: du wirst meiner doch gedenken. 7. Und sollt ich auch, mein Hort, in mir dein suͤßes Manna nicht allhier in dieser Zeit empfinden, so will ich doch zufrieden sein, und werde deinen Gnadenschein in jenem Le⸗ hen sinden, da man stets kann, sich zu laben, JEsum haben, stets erblicken und ihn in die Arme druͤcken. 8. Allein, du holder Menschensohn, ich kenne deine Liebe schon, wenn uns die Dornen stechen: dein Herz, das mich in Trauren setzt, und sich verschleußt, muß doch zu⸗ letzt vor lauter Liebe bre⸗ chen; drum fuͤllt und quillt in mein Herze nach dem Schmerze deine Suͤße, die ich noch allhier genieße. 9. Du salbest mich mit Freudenol, so daß sich df⸗ ters Leib und Seel recht inniglich erfreuen; ich weiß wohl, daß du mich betruͤbst, ich weiß auch, was du denen giebst, die sich da⸗ vor nicht scheuen. Drum gieb den Trieb, unabwen⸗ dig und bestaͤndig treu zu bleiben, und recht fest an dich zu glaͤuben. 10. Der Glaub ist eine starke Hand, und haͤlt dich als ein festes Band; ach staͤrke meinen Glauben. Im Glauben kann mich niemand dir, im Glauben kann dich niemand mir, o starker Nhel rauben; weil ich froͤhlich Welt und Dra⸗ chen kann verlachen, und die Suͤnden durch den Glauben uͤberwinden. Joh. Christian Lange. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 67 O JEsu suͤß, 3 wer dein ge⸗ denkt, 54 von dem Ramen und den Aemtern— denti, sein Herz mit Freud ßigkeit, du Trost der Seel, wird uͤberschwaͤngt; noch die zu dir schreit, die hei⸗ l suͤßer aber alles ist, wosßen Thraͤnen suchen dich, W du, o IEsu, selber bist. Hall. das Herz zu dir schreit 0 2. IEsu, der Herzen inniglich. Hallelujah. Freud und Wonn, des Le⸗ 10. Ja, wo ich bin, um 10 dens Brunn, du wahre was Revier, so wollt ich, Sonn, dir gleichet nichts JEsus waͤr bei mir: Freud 10 auf dieser Erd, in dir ist, uͤber Freud, wenn ich ihn 101 was man je begehrt. Hall. fänd; selig, wenn ich inn 3. IEsu, dein Lieb ist halten koͤnnt. Hallelujah. mehr denn suͤß, nichts ist 11. Was ich gesucht, Hue darin, deß einm verdrieß: das seh ich nun; was ich 0 9—8 viel tausendmal ists, wie begehrt, das hab ich schon. ich sag, edler, ais mans Vor Lieb, o IEsu, bin aussprechen mag. Hallel. ich schwach, mein Herz HAs 4. IEsu, du Quell der das flammt und schreit dir 1. Guͤtigkeit, ein Hoffnung nach. Hallelujah. Iuelh bist, all unsre Freud, ein 12. Wer dich, o IEsu,% suͤßer Fluß und Gnaden⸗ also liebt, der bleibt wohl%½% bronn, des Herzens wahre sicher unbetruͤbt; nichts vn hin Freud und Wonn. Hallel. ist, das diese Lieb verzehr, Runn 5. Dein Lieb, o suͤßer sie waͤchst und brennt je Hat IEsu Christ, des Herzens laͤngr je mehr. Hallelujah. IR beste Labung ist; sie machet 13. IEsu, du Blum 0 N satt, doch ohn Verdruß; und Jungfraun⸗Sohn, du Uin der Hunger waͤchst im Lieb und unser Gnaden⸗. Ueberstuß. Hallelujah. thron, dir sei Lob, Ehr, Whh r 6. IEsu, du engelische wie sichs geziemt; dein Wada Zier, wie suͤß in Ohren Reich nimmer kein End M, N klingst du mir; du Wun⸗ mehr nimmt. Hallelujah. HI. der⸗Honig in dem Mund., 14. In dir mein Her kein bessern Trunk mein hat seine Lust, die Lieb Ihi. Aus Perz empfund. Hallelujah. vollkommen wird und just; Alehute 7. IEsu, du hoͤchste 16. dich ist all mein Ruhm Wnh Guͤtigkeit, meins Herzens gestellt, IEsu, du Hei⸗ e Lust und beste Freud, du hnd aller Welt. Hallel. I bist die unbegreiflich Guͤt, 15. Du Brunn aller hg dein Lieb umfaͤht all mein Barmherzigkeit, dein Glanz in Elg Gemuth. Hallelujah. erstreckt sich weit und breit; 4½%0 8. IEsum lieb haben der Traurigkeit Gewoͤlk s Ag is sehr gut; wohl dem, vertreib, das Licht der WOlR der sonst nichts suchen thut. Glori bei uns bleib. Hall.. Hu Mir selber will ich sterben 16. Dein Lob im Him⸗ W ab, daß ich in ihm das mel hoch erklingt, kein Md Lehen hab. Halleluiah. Chor ist, der nicht von duhn 9. IEsu, o meine Suͤ⸗dir singt; JEsus* el Jentieh * — 7 allahtt — 100 Ich Rl % p i bennshh enn ih ch gich Vum; mit s Wil, A ain Hez Wad scheüt dt — 0 24 l . Hht vh Kült, ich Uch vench, nd hannt ht. Halelgt u, Mn ⸗Sohy, x r Ge „ E hent; W Rek ka Es Bt. Hala nant ast, N ic n wen E, N g Brum feh Hündt at 00 Uhet ö 0 0 HAht! bleil A Cob iN Iel Re ie IEsu Christi. 5⁰ Hallelujah. die ganze Welt, hat GOtt das Lösegeld deines Bluts, fuͤr uns zufriedn gestellt. o Held. 5. Hoͤchste Majestaͤt, Koͤ⸗ 17. IEsus im Fried re- nig und Prophet, deinen gieren thut, der uͤbertrifft Zepter wül ich kuͤssen/ ich Al Sinn und Muth; der will sitzen dir zu Fuͤßen, Fried bewahr mein Herz wie Maria thaͤt, hoͤchste und Sinn, so lang ich Majiestaͤt. hier auf Erden bin. Hall. 6. Laß mich deinen Ruhm 18. Und wann ich ende als dein Eigenthum durch meinen Lauf, so hole mich des Geistes Licht erkennen, zu dir hinauf, IEsu, daß stets in deiner Liebe bren⸗ ich da Fried und Freud bei dir genieß in Ewigkeit. Hallelujah. 19. IEsu, erhoͤre meine Bitt, IEsu, verschmaͤh mein Seufzen nicht, JEsu/ mein Hoffnung si dir, o IEsu, JEsu, hilf du mir. Hallelujah. Martin Moller 1—17. Mel. Seelen-Bräutigam 3 er ist wohl 68. WéWe du, JE⸗ su, suͤße Ruh? unter vielen auserkoren, Leben derer, die verloren, und ihr Licht dazu, IEsu, suͤße Ruh! 2. Lehen, das den Tod, mich aus aller Noth zu erloͤsen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket, und mich aus der Noth hat gefuͤhrt zu GOtt. 3. Glanz der Herrlich⸗ keit, du bist vor der Zei zum Erloͤser uns geschen⸗ ket, und in unser Fleisch versenket in der Fuͤll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 4. Großer Siegesheld, Tod, Suͤnd, Hoͤll und Welt, alle Kraft des gro⸗ ßen Drachen hast du wolln zu Schanden machen durch sicht zu mein Elend waͤlze nen, als dein Eigenthum, allerschoͤuster Ruhm. 7. Zeuch mich ganz. in dich, daß vor Liehe id ganz zerrinne und zer schmelze, und auf 93 stets druͤcket mich: zeud mich ganz in dich. Deiner Sanftmutl Schild, deiner Demuth Bild mir anlege, in mich praͤge, daß kein Zorn noc Stolz sich rabez vor dir sonst nichts gilt, als dein eigen Bild. ů 9. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht moͤg von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gieb mir deinen Sinn. 10. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverruͤckt zu dir fortsetze, und mich nicht zin seinem Netze Satan halte auf; foͤrdre meinen Lauf. 11. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen moͤg und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefaͤrbte Lieb in die Seele gieb. 12. Wenn vom Leiden Christi. 12. Wenn der Wellen Macht in der truͤben Nacht will des Herzens Schiff⸗ lein decken, wollst du deine Haad ausstrecken; habe auf mich Acht, Huͤter in der Nacht. 13. Einen Heldenmuth, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse, und des Fleisches Luͤste hasse,/ ieb mir, hoͤchstes Gut, urch dein theures Blut. 14. Solls zum Sterben nebn⸗ wollst du mir bei⸗ stehn, mich durchs Todes⸗ Thal begleiten, und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Freylinghausen. IV. Vom Leiden Christi. In eigener Melodie. ch alles, was 69. A Himmel und Erden umschließet, sei von mir viel tausendmal schoͤne gegruͤßet; was hoͤren kann, hoöͤre, ich will sonst nichts wissen, als meinen ren⸗ zigten IEsum zu kuͤssen. 2. Ich ruͤhme mich ein⸗ zig der blutigen Wunden, ie JEsus an Haͤnden und Fuͤßen empfunden; drein will ich mich senken, recht christlich zu leben, daß ein⸗ stens ich himmelan froͤhlich kann streben. 3. Es mag die Welt stuͤrmend gleich wuͤthen und toben, den lieblichen IEsum will dennoch ich loben; es moͤgen glei Blitze und Donner rein knallen, so will ich von IEsu doch nimmermehr allen. 4. Und sollte auch alles in Truͤmmern zergehen, daß nichtes mehr bliebe auf Erden bestehen: so soll doch mein Herze bei JEsu verbleiben, von welchem mich ewig kein Teufel soll reiben. 5. Denn JEsus bestrah let die schmachtenden Her h„versuͤßet mit Freuden ie bitteren Schmerzen: das weiß ich nun alles, drum will ich nicht lassen hier meinen Herz⸗JEsum, ich muß ihn umfassen. 6. Ach sehet, mein JE⸗ sus kommt freudig gegan— gen, und will mich vor Kebe gleich bruͤnstig um⸗ — fangen. O Liebe, o Freude o suͤßestes Leben, wer wollte an IEsu nicht im merdar kleben? 7. Auf IEsum sind alle Gedanken gerichtet, dem hab ich mich gaͤnzlich mit allem verpflichtet; ich habe mir IEsum vor allen erle⸗ sen, so laͤnge mich traͤget das nichtige Wesen. 8. Wenn Augen und Herzen im Tode sich beu⸗ gen, so will ich doch end⸗ lich mit Seufzen bezeugen, daß IEsus, nur IEsus mein Jesus soll heißen, von N. M2N A WI. . hRe Isch L XI Mas Vce WW W Huut W r x —4 shr u seeht, Nihlihath + —— Hst. Wiost elchem Tenfel sul desth eden H t Ftelde Schmeng ain alle ch nicht fe betzEun unffse mein N dig gehn l nich u. Rbknstg u litbe O LEeba, x n nichei ea? Esum sl Helichtet, V 0 gahsch Pichtet ihh lc e Mich l aeh. Rugen ode sch ö Lichdoh „ H ll K aih vom Leiden Christi. 57 von welchem mich ewig ben den, der gus der kein Teufel soll reißen. Mel. O Lamm GOttes unschuldig. 70* Ass GOttes Lamm und Leue entschlafen und ver⸗ schieden, erwacht in Lieh und Treue ein paar recht frommer Juͤden, die mach⸗ ten sich zum Kreuz hin⸗ zu, dich, o du unsre ewge Ruh, zu deiner Ruh zu bringen. 2. Also weiß Gott die Seinen im Kreuz in Acht zu nehmen, und die es bdse meinen, zur rech⸗ ten Zeit zu zaͤhmen; das Wuͤthen nimmt zuletzt ein End, und wenn die Un⸗ schuld gnug geschaͤndt, so findt, sich der sie ehre. 3. Denn einer aus dem Rathe, Joseph der from⸗ me Reiche, der wagt es, 138 und bate Pilatum um ie Leiche; Pilatus war bereit und gab Befehl, daß man ihn nehm herab, und Joseph uͤbergebe. 4. Gesegnet sei dein Wille, Joseph, und dein Begehren; GOtt wolle dir die Fuͤlle der Freuden dort gewaͤhren, daß du, den meine Seele liebt/ vom Kreuze, da man ihn betruͤbt, so freudig los gebeten. 5. Hierzu hat sich auch funden des Nikodemi Treue, der bringt bei hundert Pfunden der besten Specereie, die Myrrhen sammt der Aloe, zu sal⸗ Hoͤh uns salbt mit seinen: eiste. 6. Da siehst du, wie die Schwachen zuletzt ge⸗ staͤrket werden. GOtt kann zu Helden machen, was bloͤd ist hier auf Erden: der Glaube, der im Fin⸗ stern lag, bricht endlich an den hellen Tag und leuchtet wie die Sonne. Nun diese beiden Frommen ergreifen mit viel Weinen den, der vom Kreuz genommen, und wickeln ihn in Leinen, verwahren ihn zugleich da⸗ bei mit edler theurer Specerei, wie in Judaͤa braͤuchlich. 8. So soll man Cbri⸗ stum ehren, wenn er nun liegt darnieder; wir sollen balsamiren ihn und sein arme Glieder, die unbe⸗ kleidten wickeln ein, und die, so ganz verlassen sein mit unsrer Huͤlf annehmen. 9. Es war nicht weit von hinnen, wo Christus starb, zu schauen ein Gar⸗ ten, und darinnen des Jo⸗ sephs Grab gehauen gar neu in einen Felsenstein, da legten ihren Schatz hinein die zwei geliebten Herzen. ö 10. Ach IEsu, dessen Schmerzen mir all mein Heil erworben, komm, ruh in meinem Herzen, das in der Suͤnd erstorben! Laß dirs gefallen, ich will dir dein Grab bereiten in mir hier, so leb und sterb ich selig. Paul Gerharb. 3 In 58 vom Leid en Christi. In eigener Melodie. 7 hristus, der uns . C selig macht, kein Bos hat begangen, ward fuͤr uns zur Mitter⸗ nacht als ein Dieb gefan⸗ gen, gefuͤhrt vor gottlose Leut und faͤlschlich verkla⸗ get, verlacht, verhöͤhnt und verspeit, wie denn die Schrift saget. 2. In der ersten Tages⸗ Stund ward er unbeschei⸗ den als ein Moͤrder darge⸗ flellt Pilato, dem Heiden, der ihn unschuldig befand ohn Ursach des Todes, ihn derhalhen von sich sandt zum Koͤnig Herodes. 3. Um drei ward der SOttes Sohn mit Geißeln 6. Da man hat zur Vesperzeit die Schaͤcher zerbrochen, ward IEsus in seine Seit mit einm Speer gestochen; daraus Blut und Waffer rann, die Schrift zu erfuͤllen, wie Johannes zeiget an, nur um unsertwillen. 7. Da der Tag sein Ende nahm, der Abend war kommen, ward JEsus vons Kreuzes Stamm durch Joseph genommen, herrlich nach zuͤdischer Art in ein Grab geleget, allda mit Huͤtern verwahrt, wie Matthaͤus zeiget. O hilf, Christe, GOttes Sohn, durch dein bitter Leiden, daß wir dir stets unterthan, all Untu⸗ geschmissen und sein Haupt gend meiden, deinen Tod mit einer Kron von Dor⸗ und sein Ursach fruchtbar⸗ nen zerrissen; gekleidet zu lich bedenken, dafuͤr, wie⸗ Bohn und Spott, ward er wohl arm und schwach, sehr geschlagen, und das dir Dankopfer schenken. Kreuz zu seinem Tod Michael Weiße. mußt er selber tragen. ö In eigener Melodie. 4. Um sechs ward er 7 2 Cbriste du Lamm GOttes, der gackt und bloß an das Kreuz geschlagen, an dem du traͤgst die Suͤnd der Welt, erbarm dich unser! er sein Blut vergoß, betet mit Wehklagen. Die Zu⸗ 2. Christe, du Lamm GoOttes, der du traͤgst die seher spotten sein, auch die bei ihin hingen, bis die Suͤnd der Welt, erbarm dich unser! Sonn auch ihren Schein 3. Christe, du Lamm entzog solchen Dingen. 5. JIEsus schrie Het aeunten Stund, klaget GOttes, der du traͤgst die sich verlassen; baid ward Suͤnd der Welt, gieb uns Sall in seinen Mund mit deinen Frieden. Amen. Essig gelassen: da gab er auf seinen Geist, und die Mel. In dich hab ich Erd erbebet; des Tempels gehoffet, HErr. Vorhang zerreißt, und 73 Da IEsus an dem Kreuze stund, manch Fels zerkloͤbet. — hstener RHUU H- * n. Ien I ui 1 U. Hehu H10 M hn . Wüe g nih Boiß * 10 s Hahu HK2 ih. E D 0 der i 7 Sthan A gafomma ihischet I Welcgct, al hswohtt, wie Zuhet Ses ,ducch deh 2 N wit R , al Ung 9%/ deihen 20 Pach frachthr⸗ dsfilt, i⸗ l schbac) Met schenkez Moall Driz. r Htlode 5 rit Nbim God, Pie Cünd l an dich un n r du ttatz dlt, etbmn — V. H , ede . ch he HEin EUMN JEsti — hem. I1 vom Leiden Christi. 59 stund, und ihm sein Leich⸗ nam war verwundt sogar mit bittern Schmerzen: die sieben Wort, die JEsus sprach, betracht in deinem Herzen. 2. Zum erssen sprach er suͤßiglich zu seinem Vatr im Himmelreich mit Kraͤf⸗ ten und mit Sinnen: Ver⸗ ieb ihn'n, Vatr, sie wis⸗ en nicht, was sie an mir beginnen. 3. Zum andern gdent der roßen Gnad, die GOtt em Schaͤchr bewiesen hat, sprach GOtt gar gnaͤdigliche: Fuͤrwahr, du wirst heut bei mir sein in meines Vaters Reiche. 4. Zum dritten gdenk seinr großen Noth, laß dir die Red nicht sein ein Spott: Weib, schau dein'n Sohn gar eben: Johannes, nimm deinr Mutter wahr, sollst ihr gar eben vflegen. 5. Nun merket, was Las viert Wort was: Mich duͤrs so hart ohn Unter⸗ laß, schrie GOtt mit lau⸗ ter Stimme. Das mensch⸗ lich Heil thaͤt er begehrn, der Naͤgl ward er em⸗ yfinden. 6. Zum fuͤnften gdenk der Angst dabei: Mein GOtt, mein GOtt, am Kreuz er schrie, wie hast du mich verlassen! Das Elend, das ich leiden muß, das ist ganz übr die Maaßen. 7. Das sechste war ein kraͤftig Wort, das man⸗ cher Suͤnder auch erhort aus seinm gbttlichen Munde: Es ist vollbracht mein Leiden groß, wohl hier zu dieser Stunde! 8. Zum siebenten: Ich meine Seel, o Vater, in dein Haͤnd befehl an mei⸗ nen letzten Zeiten, weil sie jetzt von mir scheiden will⸗ und mag nicht laͤnger beiten. 9. Wer GOttes Martr in Ehren hat und oft ge⸗ denkt der sieben Wort, deß will GOtt eben pfle⸗ gen wohl bier auf Erd mit seiner Gnad, und dort im ewgen Leben. Johann Böschenstein AMel. Freu dich sehr, o meine Seele. WDer am Kreun 74. D ist meine Lie⸗ be, meine Lieb ist JIEsus Christ; weg, ihr argen Seelendiebe, Satan, Welt und Fleisches⸗List. Eure Lieb ist nicht von GOtt eure Lieb ist gar der Tod. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben uͤbe.— 2. Der am Kreuz ist met⸗ ne Liebe. Frevler, was be⸗ fremdet dich, daß ich mich im Glauben übe? IJEsus ab sich selbst fuͤr mich; o wird er mein Friede⸗ Schild, aber auch mein Lebens⸗Bild. Der am ꝛc. 3. Der am Kreuz ist mei⸗ ne Liebe. Suͤnde, du ver⸗ lierst den Sturm; weh nrir, wenn ich den betruͤbe, der statt meiner ward ein Wurm. Kreuzigt ich nicht GOttes Sobnꝰ traͤt ich nicht ·.—————j——ß7—ß—— 60 FTITTTTITTTTTTTTTTTTTTC vom Leiden Christi. nicht sein Blut mit Hohn? Der am ꝛc. ö 1. Der am Kreuz ist meine Liebe: schweig, Ge⸗ wissen, niemand mahnt. GOtt preist seine Liebes⸗ triebe, wenn mir von der Handschrift ahnt. Schau, wie mein Hals⸗Buͤrge zahlt, GOttes Biut hat sie durchmalt. Der am ꝛc. 5. Der am Kreuz ist mei⸗ ne Liebe, drum, Tyranne, foltre, stoß; Hunger, Blo⸗ ße, Henkershiebe, nichts maͤcht mich von IEsu los; nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fuͤrstenthum. Der ain Kreuz ꝛc. ö ö v. Der am Kreuz ist meine Llebe, komm, Tod, komm, mein bester Freund; wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein JEsus mir ver⸗ kiint; da, da schau ich GOt⸗ tes Lamm, meiner See⸗ len Braͤutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben uͤbe. Mel. Nun laßt uns den seinem Angesicht laß mich nicht kommen ins Gericht; sein ganzes Leiden, Kreuz und Pein, das wolle meine Staͤrke sein. 4. O JEsu Christ, er⸗ hoͤre mich, nimm und ver⸗ birg mich ganz in dich; laß mich in deine Wunden ein, daß ich vorm Feind kann sicher sein. 5. Ruf mir in meiner letzten Noth, und setz mich neben dich, mein GOtt, daß ich mit deinen Heilgen alln moͤg ewiglich dein Lob erschaͤlln. Jobann Angelus. Mel. Es ist gewißlich an der Seit. 76*(Err JEsu, 76. B deine Angst und Pein und dein betruͤb⸗ tes Leiden laß mir vor Augen allzeit sein, die Suͤnde zu vermeiden. Laß mich an deine große Noth und deinen herben bittern Tod, dieweil ich lebe, denken. 2. Laß deiner Seelen Hoͤllenqual, dein blutge⸗ ronnen Schwitzen und Leid begraben. 7 Wie Seele Chri⸗ 7. Diüheilge mich, sein Geist verzuͤcke mich in sich; sein Leichnam, der fuͤr mich verwundt, der mach mir Leid und Seel gesund. 2. Das Wasser, welches auf den Stoß des Speers aus seiner Seiten floß, das liebster Heiland, iei mein Bad, und all sein uͤbrig Elend allzumal, dar⸗ in do mußtest sitzen, mir oftermalen fallen ein, und eine starke Warnung sein vor mehrern Missethaten. 3. Die Wunden alle, die du hast, hab ich dir helfen schlagen, auch mei⸗ ne große Suͤndenlast dir auferlegt zu tragen: ach d, schone mein; laß diese Schuld lut erquicke mir Herz, vergessen sein, laß Gnad vor Recht ergehen. ö 4. Du hast verlassen dei⸗ Sinn und Muth. 3. Der Schweiß von II AA 1 N. IN I IMR f„ Iun Lü NeARe ie A 4u N R H 13 74 20 I, Hl lt/ aun In M 10 Mu Hu SN N I i G * 6 wolt 1 i 2 in Mh ufp sehn en Sa ifdh am MWhelt Iilih öDeil. Ei I Rans Aust in bettl W mir ut sein, R eiden. E e große R „Hekbeh hitteh chlchedentg. uher Gah dein blch hwihen A e Ast siheh R Iallen el/ arnunh Msethug Bunden, A. ih N Dau/ uch ldenas l and, shn 00 Pechen. erasr d N vom Leiden Christi. 61 nen Thron, bist in das Elend gangen, vertrugest Schlaͤge, Spott und Hohn, mußtest am Kreuze han⸗ gen, auf daß du fuͤr uns schafftest Rath, und unsre schwere Missethat bei GOtt versoͤhnen moͤchtest. 5. Drum will ich jetzt zur Dankbarkeit von Her⸗ zen dir Lob singen; und wenn du zu der Seligkeit mich wirst hinkuͤnftig brin⸗ gen: so will ich daselbst noch vielmehr zusammt dem ganzen Himmelsheer dich ewig dafuͤr loben. 6. HErr IEsu, deine Angst und Pein und dein betruͤbtes Leiden laß meine letzte Zuflucht sein, wenn ich von hier soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod fein sanft be⸗ schließe meine Noth, und selig sterbe! Amen. Mel. HeErr, ich habe mißgehandelt. 77 Bie gegruͤßt du Koͤnigs⸗Kam⸗ mer, Gasthaus der Barm⸗ herzigkeit, Aufenthalt in allem Jammer, Freistatt in der boͤsen Zeit: allerlieb⸗ stes JEsus⸗Herze, bis ge⸗ gruͤßt in deinem Schmerze. 2. Thron der Liebe, Sitz der Guͤte, Brunngell aller den nane ewger GOtt⸗ heit eigne Huͤtte, Tempel der Dreieinigéeit, treues Herze, bis gegruͤßet und mit wahrer Lieb gekuͤsset. 3. Hast du denn auch muͤssen leiden, und so viel verwundet sein? O du Ur⸗ sprung aller Freuden, mußt du denn auch fuͤhlen Pein? Muß man denn auch dir, mein Leben, einen Stich durchs Herze geben? 4. Was fuͤr Lieb hat dich soichen O. auszustehen olchen Stoß, weil der Feind schon war bezwun⸗ gen, da du starbest nackt und bloß, da dein Geist mit bittern Leiden von dem Leibe mußte scheiden? 5. Ach du thusts, daß ich soll wissen, daß du mich ganz innig liebst und nach so viel Liebes⸗Kuͤssen auch dein Herzensblut hergiebst; daß du alles an willst⸗ wenden, mein Erloͤsung zu vollenden. 6. O du hochverliebtes Herze, meines Herzens Paradeis, meine Ruh in⸗ allem Schmerze, meiner Liebe Ruhm und Preis, meines Geistes hoͤchste Freude, meiner Seelen beste Weide! 7. Geuß die Flammen deiner Liebe, wie ein gro⸗ ßer Strom, in mich; laͤutre mich, daß ich mich uͤbe, dich zu lieben wuͤrdiglich; laß mein Herze noch auf Erden deinem Herzen aͤhn⸗ lich werden. 8. Durch das Blut, das du vergossen, liebstes Her⸗ ze, laß mich ein; laß mich deinen Hausgenossen und Bewohner ewig sein. Denn ich mag auch bei den Thro⸗ nen ohne dich, mein Schatz, nicht wohnen. ů 9. Laß mich ein, mit ei⸗ nem Worte, laß mich* u vom Leiden Christi du freier Saal, laß mich ein, du enge Pforte, la mich ein, du Lilienthal, laß mich ein, denn ich vergehe, wenn ich laͤnger draußen stehe. 10. Ach mir Armen und Betruͤbten! daß ich doch nicht damals stund, wo das Herze des Gelieb⸗ ten ward geoͤffnet und ver⸗ wundt; denn es waͤre mir gelungen, daß der Speer mir eingedrungen. 11. Ach wie wollt ich mich ergoͤtzen, ach wie wollt ich froͤhlich sein, und mit wahrer Freud ersetzen mein Betruͤbniß, Angst und Pein. Ach wie wollt ich mich ver⸗ senken und mein durstigs Herze traͤnken. 12. Laß mich ein, du guͤldne Hoͤhle, ewger Schoͤnheit Sommerhaus; laß mich ein, eh meine Seele vor Verlangen faͤh⸗ ret aus. Laß mich ein, du stiller Himmel, nimm mich gus dem Weltgetuͤmmel. 13. Laß mich ein, auf daß ich bleibe dir ganz in⸗ niglich vereint, und mein Herz dir einverleibe, daß es nicht mehr meine scheint. Denn ich wuͤnsche nichts auf Erden, als dein Her⸗ zens⸗Herz zu werden. Johann Angelus. Mel. An Wasserslüssen Babylon. 7 8 Ein Laͤmmlein geht und traͤgt die Schuld der Welt und traͤget in Geduld die Suͤn⸗ den aller Suͤnder; es geht dahin, wird matt Wüdkxgstk ergiebt sich auf die Wuͤr⸗ gebank, verzeiht sich aller Freuden; es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod, und spricht: Ich wills gern leiden. 457 2. Das Laͤmnilein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat GOtt zum Suͤnden⸗ Feind und Suͤhner wollen waͤhlen. Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausge⸗ than zur Straf und Zor⸗ nesruthen. Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß: du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja, von Herzensgrund, leg auf, ich will dirs tragen; mein Wollen haͤngt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen. O Wunder⸗ lieb, o Liebesmacht, dun kannst, was nie kein Mensch gedacht, GOtt seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den ins Grab und Sarg⸗ vor dem die Felsen springen. 4. Du marterst ihn am Kreuzesstamm mit Naͤgeln und mit Spießen; du schlachtest ihn als wie ein Lamm, machst Herz und Adern fließen: das Herze mit der Seufzer Kraft die Adern mit dem edlen ihrer Kinder; es geht und Saft des vurpurrothen Bl W N 0 H 10 0 . . NIII R N HA 15 Wx ö HUU Achic l I Wt N H H IMM NI HAU W-Wu A-AUUE WIM. Wc N M n h Wch Lah W N H WEich, Mune, M I Mi 1 Oc Ast, sh xj it ID6 WMUNW NW U Daht sal h Hohy* * H, Dussh ih Wnnsch N —— U He, E Eu Misfer osh , wh mim dich.ar N I MWadhe Vaaf und dt N S onn st geh i socft urch Stath luh. Malkt, i A 5 10 saf, h; R Ht an dahte Wri Kebmacht, ekein Meht itsens Uiche, 0 F b Ud S Resf H iM Hel Wx ste K n 10 tyurtot Vom Leiden Christi. 63 Bliites. O süßes Lamm, was soll ich dir erweisen dafür, daß du mir erzeigest so viel Gutes? 5. Mein Lebetage will ich dich gus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets gleich wie du mich mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Her⸗ zens Licht, und wenn mein Her in Stuͤcken bricht, sollst du mein Herze blei⸗ ben. Ich will mich dir, mein hoͤchster Ruhm, hier⸗ mit zu deinem Eigenthum bestaͤndiglich verschreiben. 6. Ich will von deiner Gieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen; mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen fuͤr und fuͤr in Dankbar⸗ keit ergießen; und was du mir zu gut gethan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedaͤchtniß schließen. 7. Erweitre dich, mein Herzeusschrein, du sollst ein Schathaus werden der Schaͤtze, die viel groͤßer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia, weg Calmus, Myrrhen, Cassie, ich hab ein Bessers funden: mein großer Schatz, HErr IEsu Christ, ist dieses, was ge⸗ flossen ist aus deines Lei⸗ bes Wunden. 8. Das soll und will ich mir zu Rutz zu allen Zei⸗ ten machen; im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein La⸗ chen, in Froͤhlichkeit mein Saitenspiel, und wenn nir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna spei⸗ sen; im Durst solls sein mein Wasserquell, in Ein⸗ samkeit mein Sprachgesell zu Haus und auch auf Reisen. 9. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein Leben. Wenn mich der Sonnen Hitze trifft, so kann mirs Schat⸗ ten geben; setzt mir des Wehmuths Schmerzen zu, so sind ich bei dir meine Ruh, als auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Ungestuͤm inein Schifflein treibet uͤm und uͤm, so bist du dann mein Anker. 10. Wann endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, so soll dies Blut mein Purvur sein, ich will mich darein kleiden; es soll sein mei⸗ nes Hauptes Kron, in wel⸗ cher ich will vor den Thron des hoͤchsten Vaters gehen, und dir, dem er mich an⸗ vertraut, als eine wohlge⸗ schmuͤckte Braut, an deiner Seite slehen. Paul Gerhard. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 79 IniegtvonThra⸗ Ifließt von Thraͤ⸗ nen, und beweinet eure Schuld, brich mein Herz, von Seufzen, Sehnen, weil ein Laͤmmlein in Geduld nach Jerusalem zum Tod, ach 6⁴ dom Leiden Christi. ach zum Tod fuͤr deine Noth und der ganzen Welt/ hinwandelt: denk, ach wie he²st du gehandelt? 2. Es soll nun vollendet werden, was davon ge⸗ schrieben ist, und warum auf diese Erden ist gekom⸗ men IEsus Christ. Schauet nun des Hoͤchsten Sohn in dem Leiden, Schmach und Hohn, in den Wunden, in den Schmerzen, und nehmt alles wohl zu Herzen. 3. Es wird in der Suͤn⸗ der Haͤnde uͤberliefert GOt⸗ tes Lamm, daß sich dein Verderben wende: Jud⸗ und Heiden sind ihm gram/ und verwerfen diesen Stein, der ihr Eckstein sollte sein; ach dies leidet der Gerechte fuͤr die boͤsen Suͤnden⸗ Knechte. 4. IEsus steht in Strick und Banden, dessen Hand die Welt gemacht, bei Verachtung, Spott und Schanden, und wird hoͤh⸗ nisch ausgelacht; Backen⸗ streich and Faͤustenschlag, Jud⸗ und Heiden Grimm und Rach duldet er fuͤr deine Suͤnden; wer kann diese Lieb ergruͤnden. 5. Laß es dir zu Herzen Dch. behre und bekehre ich. Wer kann diese That ansehen, daß man nicht bewege sich? IEsus steht an unsrer Statt; was der Mensch verdienet hat/ buͤßet IEsus, und erduldet, was der Suͤnder hat verschuldet. 6. Er haͤlt seinen heil⸗ gen Ruͤcken Geißel, Ruth und Peitschen dar: wer konn dies ohn Reu er⸗ blicken? Wenn die rohe Heidenschaar Hand eie an Gottes Bild, das so freundlich, fraumm und mild, und doch nackend wird gehauen: wer kann solchen Graͤul anschauen? 7. Also sollt man dir begegnen, du verruchtes Menschenherz; aber nun kommt, dich zu segnen und zu tragen deinen Schmerz, IEsus, und entblöͤßet sich, und wird dort so jaͤmmer⸗ lich abgestraft, verwundt, zerschlagen, daß kein Maaß noch Ziel der Plagen. Endlich wird der Schluß gesprochen, IE⸗ sus muß zum Tode gehn, und der Stab wird abge⸗ brochen, es hilft hie kein Bitten, Flehn; Barrahas wird um Greut IEsus wird zum Kreuz erwaͤhlt: Weg mit diesem, dem Ver⸗ fluchten! ruft der Haufe der Verruchten. 9. Folge denn zur Schaͤ⸗ delstaͤtte deinem JEsu trau⸗ rig nach; aber auf dem Wege bete, bet im Geist mit Weh und Ach, daß der Vater auf sein Kind, als den Buͤrgen fur die Suͤnd, sehen woll und sich erbarmen uͤber die Elendn und Armen. 10. Muß ich, IEsu, dich denn sehen am ver⸗ fluchten Kreuzespfahl, ach so laß ich uͤbergehen meine Thraͤnen sonder Zahl. Ach erbarm dich, GOtteslamm, das da haͤngt am Kreuzes⸗ siamm, ach erbarm dich, weil WI/ ch i 5 2 I, WIN SH l SN MU s El Wungtthe E il EI. Zuf,. II Mhhft IRHI IIghh .A Hett i Danaag 5 W 0. N suldez I en d0 Rl, e sh r ne Ihhßihn 196 Aalcfng Culggt aber schtenn en Schhe Wes Vso smnet , herwun, A Ein Maß Migen. witd de „chen, N. i ah⸗ hllt he kh Ii Bi Hahlt, W erhaü Di, den By ZIst det Hus eh. Tenn gut Sc. nJesatth ber guf v bet i H e Ic, f sif Gh Hirgen fit V ol deE — / M. hen g N — 10 aeheh miz Iuzt 0 Obln, m Kteldl hatm l vom Leiden Christi. 6⁵ weil dein Leiden mir ge⸗ deihen soll zur Freuden. 11. Ich will dir ein Opfer geben, Seel und Leib ist meine Gab: JEsu nimm dies arme Leben, weil ich ja nichts Bessers hab; toͤdt in mir, was dir mißfaͤllt, leb in mir auf dieser Welt; laß mich mit dir leben, sterben, und dein Reich im n erben. 12. Tausendmal sei dir gesungen, liebster JEsu, Preis und Ruhm, daß du Hoͤll und Tod bezwungen; nun bin ich dein Eigen⸗ thum, und du meine Freud und Wonn: moͤcht ich dich/ o schoͤnste Sonn, bald in deiner Krone sehen. Komm, dein Leiden ist geschehen. Laurentius Laurenti. Ach GoOtt und HErr. uͤnf Bruͤnnlein 80. F sind, daraus mir rinnt Fried, Heil, Trost, Freud und Leben; in Angst und Noth bis in den Tod mir solche Lab⸗ sal geben. 2. Die Quell du bist, HErr IEsu Christ; die Bruͤnnlein deine Wunden, daraus ich mich lab innig⸗ lich in heißen Kreuzes⸗ siunden. 3. Laß mir stets sein das Leiden dein ein Regel, Riegel, Spiegel, daß ich nach dir niein Fleisch regier und laß ihm nicht den Zuͤgel. 4. O GoOtteslamm, o Liebesflamm, o meiner Seelen Freude! nimm hin Mel. die Suͤnd, das Herz ent⸗ zuͤnd, daß mich von dir nichts scheide. 5. So werde ich recht seliglich den Lebenslauf vollbringen, und froͤhlich hier, o GOtt, mit dir das rechte„Vollbracht“ singen. Mel. vater unser im Himmelreich. 81 Gehricbet seist du, GOtt, mein Heil, mein einge Lieb und schoͤnstes Theil, gegruͤßet seist du, werthe Brust, du GOttessohn, du Men— schenlust, du Traͤger aller Buͤrd und Last, du aller Muͤden Ruh und Rast. 2. Mein JIEsu, neige dich zu mir mit deiner Brust, damit von dir mein Herz in deiner Lieb ent— brenn, und von der gan⸗ zen Welt sich trenn; halt Herz und Brust in An⸗ dacht reich, und mich ganz deinem Willen gleich. 3. Mach, HErr, durch deines Herzens Quell mein Herz von Unflath rein und hell, der du bist GOttes Glanz und Bild und aller Armen Trost und Schild; theil aus den Schaͤtzen dei⸗ ner Gnad auch mir mit Gnade, Rath und That. 4. O suͤße Brust, thu mir die Gunst, und fulle mich mit deiner Brunst. Du bist der Weisheit tie⸗ fer Grund, dich lobt und singt der Engel Mund: aus dir entspringt die edle Frucht, die dein Johan⸗ nes bei dir sucht. 5. In 66 vom Leid en Christi. 5. In dir wohnt alle Todesnoth, und machst Gottesfuͤll, hast alles, was mich sicher wohnen. Laß ich wuͤnsch und wili; du Hoͤll und⸗Teufel böͤse sein, bist das rechte Gotteshaus: was schadts? Sir muͤs⸗ drum wenn zur mich treulich in dich ein, und laß mich ewig bei dir sein. Paul Gerhard. Mel. An Wasserflüssen Gabyplon. 2 Aegruͤßet sei Hegruͤßet seist du/ 82. G meine Kron und Koͤnig aller Frommen, der du zum Trost von dei⸗ nem Thron uns armen Suͤndern kommen. O wahrer Mensch, o wahrer GoOtt, o Helfer voller Hohn und Spott, den du doch nicht verschuldest. Ach wie so arm, wie nackt und bloß haͤngst du am Kreuz; wie schwer und groß ist dein Schmerz, den du diildest! 2. Es fließet deines Blu⸗ tes Bach mit ganzem vol⸗ len Haufen; dein Leib ist dir mit Ungemach ganz durch und durch belaufen. O unumschraͤnkte Maie⸗ staͤt, wie kommts, daß dirs so klaͤglich geht? Das mach dein Huld und Treue. Wer dankt dir deß? Wo ist der Mann, der sich, wie du fuͤr uns gethan, fuͤr dich zu sterben freue? 3. Was soll ich dir doch immermehr, o Liebster, da⸗ fuͤr geben, daß dein Herz sich so hoch und sehr be⸗ muͤht hat um mein Leben? Du rettest mich durch dei⸗ Welt ich uß hinaus, so schleuß meiner Seclen schonen. sen dennoch mein und 4. Vor großer Lieb und heilger Lust, damit du mich erfuͤllet, druͤck ich dich an mein Herz und Brust, so wird mein Leid gestillet, das deinen Augen wohl bekannt; und das ist dir ja keine Schand, ein kran⸗ kes Herz zu laben. Ach bleib mir hold und gutes Muths, bis mich die Stroͤme deines Bluts ganz rein gewaschen haben. 5. Sei du mein Schatz und hoͤchste Freud, ich will dein Diener bleiben, und deines Kreuzes Herzeleid will ich in mein Herz schreiben. Verleihe du mir Kraft und Macht, damit, was ich bei mir bedacht, ich moͤg ins Werk auch setzen. So wirst du, Schoͤnster, mei⸗ nen Sinn und alles, was ich hab und bin, ohn Unterlaß ergoͤtzen. Paul Gerhard. Alel. Machs mit mir, SOtt, nach deiner Güt. 83 Geduldigs Lämm⸗ 5 lein, JIEsu Christ, der du all Angst und Plagen, alls Unge⸗ mach zu jeder Frist gedul⸗ dig hast getragen: verleih mir auch zur Leidenszeit Geduld und alle Tapferkeit. 2. Du hast gelitten, daß nen Tod von mehr als einer auch ich dir folgen 195 I h— Rüthe H. I II. Rl N Muns zit sch . mN Mn niht fty Al Hes mäged N6 Wf he Wall. Malch M t H Hab v A fget, U hopp . Vi s hN K R Len sücgt Tan „untun Dilih uhd Bus di e 0 No ih Dush einhz cen I W und ute hich di Bantz gn Uun haben. Ead hgi liben, Herh i h Verlihe du 7 0 Mo „ich bä gie I9. I schen. chunfer, e nd alleß bil, Bbheg. Naul Ouhen, s nit nz drinet bil en, u al „ls h⸗ Sist goh Pyen: vr Ef Wlltter,M folhen s * vom Leiden Christi. b67 und leiden, daß ich mein Kreuze williglich soll tra⸗ gen und mit Freuden: ach mocht ich doch in Kreuz und Pein geduldig wie ein Laͤmmlein sein! 3. Ich wuͤnsche mir von Herzensgrund fuͤr dich ge⸗ schlacht zu werden, und, was noch mehr, zu jeder Stund auf Erden; doch wuͤnsch ich auch dabei, daß gekreuzigt stehn aber IEsu mich abwenden. Wegen der verderblichen Begier? Nein, ich will nun IEsu leben, und euch gute Nacht jetzt geben. 3. Ich mag euch durch⸗ aus nicht hoͤren, die ihr bald ein frommes Herz mit dem Ansehn koͤnnt bethoͤ⸗ ren, hebet euch nur hinter⸗ waͤrts; ihr sollt mich nicht mehr verblenden, noch von 4. Besser ists, mit JIEsu ich ein Laͤmmlein IEsu sei. leiden Hohn, Verachlun 4. Laß kommen alles Kreuz und Pein, laß kom⸗ men alle Plagen; laß mich veracht, verspottet sein, verwundt und hart ge⸗ schlagen: laß aber auch in aller Lam mich ein ge⸗ duldigs Laͤmmlein sein. 5. Ich weiß, man kann ovhn Kreuz und Leid zur Freude nicht gelangen, weil du in deine Herrlich⸗ keit selbst bist durchs Kreuz gegangen: wer nicht mit dir leidt Kreuz und Pein, kann auch mit dir nicht selig sein. J. Angeins. Mel. GErr, ich habe mißgehandelt. 8 4 Gute Nacht, ihr 2 eitlen Freu⸗ den, gute Nacht, du fal⸗ sche Welt! Sehet doch, welch Angst und Leiden tetzt aussteht der Lebens⸗ held; wie er zittert, wie er ringet, daß sein Blut auch von ihm dringet. 2. Wie soll ich denn Wollust Walt, und, o schndde Welt, mit dir gehen auf den breiten Schmach und Spott, Uls von ihm sein abgeschei⸗ den, und bei der gottlofen Rott hier in großen Eh⸗ ren sitzen, und dort in der Hoͤllen schwitzen. 5. Weg mit Hoffart, weg mit Prangen/ weg mit allem Uebermuth; meines Hei⸗ lands Haupt und Wangen triefen uͤberall von Blut, und dem Schutz⸗Herrn aller Frommen sind die Kleider selbst genommen. 6. Ach das Haupt muß Dornen tragen, und die Glieder prangen noch; ja der HErr muß Bioße kla⸗ gen, und der Knecht stol⸗ Icoon doch. Odu falsch be⸗ choͤntes Gleißen, wer kann dich doch christlich heißen? 7. Weiche, Schwelgen, weiche, Saufen, denn dein Wesen macht, daß mich Furcht und Schrecken uͤber⸗ aufen, wenn ich nur be⸗ denk, wie sich auch zu ihrem großen Schaden Viel in Wollust uͤberladen. 8. Und dem Schoͤpfer aller Dinge hats so gut nicht koͤnnen sein, daß, als er SPPPPPTTTTTtTTtTTtttTFT T T CN 5 68 vom Leiden Christi. er am Kreuz nun hinge geschlagen und verhoͤhnet, in der schwersien Todes⸗gegeißelt und mit Dor⸗ pein, er, sein mattes lein Wassers haben. erz nen scharf gekroͤnet; mit zu laben, moͤcht ein Troͤpf⸗ Essig, als man dich ans Kreuz gehenket, wirst du 9. Drum geb ich euech Letraer schnoͤden Suͤnden hiemit 3. Was ist die Ursach nochmals gute Nacht; wei⸗ aller solcher Plagen? Ach chet fern, und bleibt dahin⸗meine Suͤnden haben dich ten, ihr habt GOtt die gekehlagen. Ich, ach HErr Angst gemacht, daß er kla⸗ IEsu, habe dies verschul⸗ get ohne Maaßen, wie sein det, was du erduldet. Gᷣott ihn hab verlassen. 10. Daß der Lebens⸗ Err verstirbet, und daß er ein Fluch jetzt ist, der 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet fuͤr die Schafe; die Schuld be⸗ den Segen uns erwirbet, zablet der HBErr, der Ge⸗ das soll mich zu jeder Frist rechte, fuͤr seine Knechte. von der Suͤndenbahn ab⸗ 5. Der Fromme stirbt, schrecken, und zu wahrer der recht und richtig wan⸗ Buß aufwecken. delt; der Boͤse lebt, der 11. Habe Dank, o Freund wider GOtt mißhandelt; der Seelen, fuͤr die Angst der Mensch verwirkt den und Traurigkeit, fuͤr die Striemen, Noth und Quaͤ⸗ len, fuͤr des Todes Bitter⸗ keit, die du hast, von Suͤnd und Schanden uns zu ret⸗ ten, ausgestanden. 12. Gieb, daß wir fort⸗ hin bereuen unfrer Suͤn⸗ den schwere Last, und die Strafen nicht erneuen, die du jetzt bezahlet hast, son⸗ dern dir uns ganz ergeben, und nach deinem Willen leben. Job. Heinrich v. Hippe. In bekannter Melodie. Serzliebster IE⸗ 85. B su, was hast du verbrochen, daß man ein solch scharf Urtheil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was fuͤr Mis⸗ sethaten bist du gerathen? 2. Du wirst verspeit, Tod, und ist entgängen: Gott wird gefangen. 6. Ich war von Fuß auf voller Schand und Suͤnden, bis zu dem Scheitel war nichts Guts zu finden; dafuͤr haͤtt ich dort in der Hoͤllen muͤs⸗ sen ewiglich buͤßen. 7. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maaße, die dich gebracht auf diese Marter⸗ Straße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freu⸗ den, und du mußt leiden. 8. Ach großer Koͤnig, groß zu allen Zeiten: wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Kein menschlich Herze mag ihm dies ausdenken, was dir zu schenken. 9. Ich kanns mit mei⸗ nen Sinnen nicht errei— chen, Rhsth, E wahhifn WMn Mv W W sts x WchRr AWünf N I. J0 4 A. Iu Rt Soun E I W HA. WII. 1 O Icht M N Sü uh Kih Rll uuchne Ann. Mun , t, Ashha u f Wch, W dul ssan M. — Le Senselx —5 60 112 2 8 0 c, Hl Ge⸗ l Khechte Wmme sithz chiig wn⸗ se labt, x nißhrdeh Wberwitkt on entghtgn hefangen. Dir von g ESchond v. d I.uichts Gu afur hitt Hallen nü⸗ bßen ee Lich, g aße/ de Re diese Menk VUebtensthe und Rh mußt lihgt Voßet Hůnh Auten: Osam sh iten: ah mig f, W D. 3 nst ee Ncht Eh h vom Leide n Christi. 69 chen, mit was doch dein Erbarmung zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebes-Thaten im Werk erstatten? 10. Doch ist noch et⸗ was, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Luͤste daͤmpf und zaͤhme, daß sie aufs Neu mein Herze nicht entzuͤnden mit alten Suͤnden. 11. Weil aber dies nicht steht in eignen Kraͤften, dem Kreuze die Begierden anzuheften, so gieb mir deinen Geist, der mich re⸗ giere, zum Guten fuͤhre. 12. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb an dich die Welt fuͤr nichtes achten; ich werde mich bemuͤhen, dei⸗ nen Willen stets zu erfuͤllen. 13. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen⸗ nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmer⸗ zen nehmen zu Herzen. 4. Dies alles, obs fuͤr schlecht zwar ist zu schaͤz⸗ zen, wirst du es doch nicht gar bei Seite setzen; in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschaͤmen. 15. Wenn dort, HErr IEsu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn ein Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. KeErr JIeEsu 86. Y Christ) dein theures Blut ist meiner Seelen hoͤchstes Gut; das staͤrkt, das labt, das macht allein mein Herz von al⸗ len Suͤnden rein. 2. Dein Blut mein Schmuck, mein Ehren⸗ kleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor GOtt be⸗ stehn, und zu der Him⸗ mels⸗Freud eingehn. 3. OIEsu Christe, GOt⸗ tes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnaden⸗ Thron, dein theures Blut, dein Lebens⸗Saft giebt mir stets neue Lebenskraft. 4. HErr IEsu, in der letzten Noth, wenn mich schreckt Teufel, Hoͤll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein: dein Blut maͤcht mich von Suͤnden rein. Johann Olearius, Mel. Herzliebster JEsu, was hast du verbrochen. * EErr, staͤrke 87. HB mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Boͤ⸗ sen uns zu erloͤsen. 2. Vereint mit GOtt, ein Mensch gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam wer— den; an unsrer Statt ge⸗ martert und zerschlagen die Suͤnde tragen: 3. Welch vom Leiden Christi. 3. Welch hochheiliges Geschaͤfte! sinn ich ihm nach, so zagen meine Kraͤfte, mein Herz er⸗ bebt; ich seh und ich empfin⸗ de den Fluch der Suͤnde. 4. Gott ist gerecht, ein Raͤcher alles Boͤsen: GOtt ist die Lieb und laͤßt die Welt erloͤsen: dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzuͤcken am Kreuz erblicken. 5. Es schlaͤgt den Stolz und mein Verdienst dar⸗ nieder. Es stuͤrzt mich tief, und es erhebt mich wieder: lehrt mich mein Gluͤck macht mich aus GOttes Fe 60 GOttes Freunde O HErr, mein Heil, an dehen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir ge⸗ buͤckt im Staube, verliere mich, mit dankendem Ge⸗ guͤthe, in deine Guͤte. 7. Sie uͤbersteigt die menschlichen Gedanken; allein, sollt ich darum im lauben wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, GOtt zu er⸗ gruͤnden? 8. Das Groͤßt in GOtt ist Gnad und Lieb erwei⸗ sen; uns kommt es zu, sie demuthsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn GOtt uns Gnad erzeiget, die Gnade steiget. 9. Laß deinen Geist mich stets, mein Heiland, leh⸗ ren, dein goͤttlich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich uͤbe. 10. Das Gute thun, das wundervoll Boͤse fliehn und meiden, HErr, diese Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Boͤse mir erlauben, und an dich glauben? 11. Da du dich selbn fuͤr mich dahin gegeben, wie koͤnnt ich noch nach meinem Willen leben, und nicht vielmehr, weil ich dir angehoͤre, zu deiner Ehre? 12. Ich sollte nicht, wenn Leidem dieser Erden, wenn Kreuz mich trifft, gelaßnes Herzens werden, da du so viel fuͤr uns, die wirs ver⸗ schuldet, liebreich erduldet? 13. Fuͤr welche du dein Leben selbst gelassen, wie könnt ich sie, sie meine Bruͤder hassen, und nicht wie du, wenn sie mich un⸗ tertreten, fuͤr sie noch beten? 14. Ich will nicht—6— mit gleichem Haß vergel ten, wenn man mich schit nicht raͤchend wiederschel⸗ ten; du Heiliger, du Herr, und Haupt der Glieder schaltst auch nicht wieder 15. Ein reines Hert⸗ gleich deinem edlen Herzen, dies ist der Dank fuͤr dei nes Kreuzes Schmerzen: und GOtt giebt uns die Kraft in deinem Namen, dir nachzuahmen. 16. Unendlich Gluͤck! du littest uns zu Gute. Ich bin versoͤhnt in deinem theuren Blute. Du hast mein Heil, da du fuͤr mich gestorben, am Kreuz er⸗ worben. 17. So bin ich denn schon selig hier im Glau⸗ en D — Ule seHιι y ER e u F 0 RAH 1 08 ö 0 she 2⁰ h* he ö A WIWI F Ihisinr pig Allh Aun sah Ehri, K HeF Veicht, Walt au deinertz Wlte nchhn Etd Oeh t trift, h Den Rh r R- Wsih Zebkeich eh —4 Whelcht u st gehfn sie„ si n isen, uh enn sienshs — Surst Rohth Will Hichtz 0 Has un mmn mich t Vend wichent Piliget, it dek 006 h nicht R keines m edlen g 7 Dank fl es Sahn gicht Denem n Eihmen. lch 00 Gult. I N. Alute. Du du 3* Hl f iit in 0 vom Leiden Christi. 71 ben, so wird mir nichts/ nichts meine Krone rau⸗ ben, so werd ich dort, von Herrlichkeit umgeben, einst ewig lehen. 18. Ja, wenn ich stets der Tugend Pfad. im Glauben kaͤmpf/ Glauben wach und bete,d so ist mein Heil schon so ewiß erstrebet, als JEsus ebet. 19. Lockt boͤse Lust mein Herz mit ihrem Reize, so b9812 mich dein Wort, as Wort vom Kreuze; und werd ich matt im Laufe uter Werke, so sei mirs Staͤrke. 20. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Aergerniß und eine Thorheit werden, so 0en doch mir/ trotz alles frechen Spottes, die Weisheit GOttes. 21. GoOtt, eile nicht, sie raͤchend zu zerschmet⸗ tern, erbarme dich, wenn einer von den Spoͤttern sich spaͤt bekehrt und dich/ den er geschmaͤhet, um Gnade flehet. 22. Wenn endlich, HErr⸗ mich meine Suͤnden kraͤn⸗ ken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe, went dein Neend⸗ dies sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried und Freude. Christian Fürchtegott Gellert. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 8 8. I danke dir fuͤrsi Vdeinen Tod, HErr IEsu, und die Schmerzen, die du in dei⸗ ner letzten Noth empfandsi in deinem Herzen: laß die Verdienste solcher Pein ein Labsal meiner Seelen sein, wenn mir die Augen 12. Ich danke dir fuͤr dane Huld, die du mir hast erzeiget, da du mit Zah⸗ lung meiner Schuld dein Haupt zu mir geneiget. Ach neig dich auch zu mir, mein GOtt, wenn ich ge⸗ rath in Todesnoth, daß ich Genade spuͤre. 3. Laß meine Seel in deiner Gunst aus ihrem Leibe scheiden, auf daß an mir nicht sei umsonst dein theuerwerthes Leiden. Nimm sie hinauf zur selben Frist, wo du ihr liebster IEsus bist, und laß mich ewig leben. Joh. Angelus. Mel. Es woll uns GOtt genädig sein. 89. Ii gruͤße dich, Hdu froͤmmster Mann, der herzlich gern vergiebet. Wie schmerzlich weh wird dir gethan, wir wird dein Leib betruͤbet! Es gruͤßet dich mein gan⸗ n Geist, du meines Hei— ands Seite, du edler Quell, aus welchem fleußt das Blut, das so viel Leute von ihren Suͤnden waͤschet. 2. Ich mach, HeErr JEsu, mich zu dir/ ach halt mirs Vinn gute, und laß mich suchen Trost bei dir in deiner Wunden Blute. Du werthe Wunde, sei ge⸗ gruͤßt, du weites Thor der Gna⸗ 72 vom Leiden Christi. Gnaden, daraus sich Blut und Wasser gießt, und da all unserm Schaden kann abgeholfen werden. 3. Du riechst mir suͤßer als der Wein, und heilst das Gift der Schlangen; du floͤßest mir das Leben ein, und stillst des Dursts Verlangen. Eroͤffne dich, du liebe Wund, und laß mein 32010 trinken; ists moͤglich, laß mich gar zu Grund in dir gehn und versinken, so werd ich mich recht laben. 4. Mein Mund streckt sich mit aller Kraft, damit er dich beruͤhre, und ich den theuern Lebenssaft in Mark und Beinen spuͤre. Ach wie so suͤße bist du doch, HErr JEsu, meinem Herzen; wer dich recht liebt/ dem wird das Joch der bit⸗ tern Todesschmerzen gleich als wie lauter Zucker. 5. Verbirge mich, und schleuß mich ein in deiner Seiten Hoͤhle; hier laß mich still und sicher sein, hier waͤrme meine Seele. Wann mich der kalte Tod befaͤllt, und wann der hoͤll⸗ sche Leue nach mir und meinem Geiste stellt, so laß in deiner Treue mich dann fein ruhig bleiben. Paul Gerhard. In eigener Mlelodie. 90 Ichᷓ lebe nun 8. nicht mehr, denn Christus ist mein Le⸗ ben, und meine Lieb ist gar mit ihm ans Kreuz gegeben. Es wisse nun die ganze Welt, daß mir nichts mehr an ihr gefaͤllt, weil meine Lieb gekreu⸗ zigt ist. 2. Es herrscht in mir kein Feur der luͤsternden Begierden, mein Herze brennt auch nicht nach Pracht und eitlen Zierden. Es kann kein Reichthum, Geld und Gut verblen⸗ den meinen Sinn und Muth, weil meine Lieb gekreuzigt ist. 3. Ich habe keine Lust an den geschaffnen Din⸗ ach mir kann, was zeit⸗ ich ist, nicht eine Freude vringen. Des Fleisches Schoͤnheit und ihr Ruhm scheint mir wie eine blasse Blum, weil meine Lieb W E in 4. Es darf sich nun nicht mehr die Welt um mich bemuͤhen, sie wird mein Herze nicht zu ihrer Liebe ziehen. Ich lieb und kuͤß auch in dem Tod den suͤßen IEsum, meinen GOtt, weil meine Lieb gekreuzigt ist. J. Angelus. Mel. Christus, der uns selig macht. 00 TEsu, deine Pas⸗ 91. J sion will ich jetzt bedenken; wollest mir vom Himmelsthron Geist und Andacht schenken. In dem Bild jetzund erschein, IEsu, meinem Herzen, wie du, unser Heil zu sein, littest alle Schmerzen. 2. Meine Seele sehen mach deine Angst und Bande/ deine Speichel, Schlaͤg 9* ht e/ Iich Hesthe . Rehe Mu ht II. 1000 E . S H st Rk. V DNeez, Ihit Wichn Rieh Lid „ d Sü Wl R Hik. Hauss Masehgz AIssan d sssegt A En Hol nich H Nt Rihendg Rüwa, N. nuth vn Hahih 00 fe Icf 6 Wsen Dant sch, Phu, Sssis Lich 92 U sd 0 D i. h . habe keineh chafnen l ann, Wsh 0 t eine ge Des Flishy„ Vund isr Ri wie eine d i mene . Dof sch nut e Belt u Woh, sie ui elicht zu ir Ich cbih n L sun, mahh I meihe H Dstus, det n Nnaocht. Gsu dinoh/ sin Au t wolef n 0 shellag ndhe em Hat Hel ch, ö 0 6 ö Mygst 5 SMa H vom Leiden Christi. 73 Schlaͤg und Schmach/ deine Kreuzesschande, dei⸗ ne Geißel, Dornenkron, Sveer⸗ und Naͤgelwun⸗ den, deinen Tod, o GOt⸗ tes Sohn, und den Leib voll Schrunden. 3. Doch so laß mich nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen. Ach die Ursach war auch ich, ich und meine Suͤnde: diese hat gemartert dich, nicht das Heidngesinde. 4. JEsu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue; hilf, daß ich mit Suͤnde dich martre nicht aufs neue. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wol⸗ len meiden, was GOtt selber buͤßen mußt mit so großem Leiden? 5. Wann mir meine Suͤnde will machen heiß die Hoͤlle: IEsu, nein Gewissen still, dich ins Mittel stelle; dich und dei⸗ ne Passion laß mich glaͤu⸗ big fassen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann GOtt mich hassen? ö 6. Gieb auch, IEsu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich De⸗ muth von dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indeß laß dies Lallen, bessern Dank ich dorten geb, IEsu, dir gefallen. Sigism. v. Virken. Mel. Liebster JEsu, 92. wir sind hier. Esus Christus, GOttes Lamm, ist fuͤr unsre Schuld ge⸗ storben, hat bezahlt am Kreuzesstamm, und die Freiheit uns erworben: wer die Suͤnde wohl be⸗ reuet, wird durch Christi Tod erfreuet. 2. GOtt, der selbst die Liebe ist, preiset seiner Liebe Wunder, daß sein Sohn, HErr IEsus Christ, starb fuͤr alle Feind und Suͤnder; sind wir Ir. dies Blut Gerechte, tri der Zorn nicht mehr die Knechte. 3. Ja, so wir versoͤhnet sind, weil der Sohn sich .. so wird das erstandne Kind noch viel⸗ mehr uns durch sein Leben selig machen, die er Bruͤ⸗ der heißet und seins Lei⸗ bes Glieder. 4. Aber nicht alleine dies, sondern weil wir sind im Sohn?e, welcher selbst den Suͤndenbiß heilet, daß er in uns wohne: ei so ruͤhmen auch wir Suͤnder, daß wir nun sind GOttes Kinder. 5. Hochgelobet, sagen wir, Vater in dem Him⸗ mel oben! siehe, wie die Suͤnd allhier noch in uns will immer toben. Laß den HErrn den Geist und Iben daß wir in dir ewig eben. Joach. Just. Breithaupt. Alel. Freu dich sehr, o meine Beele. 92 SJKesu, deine tie⸗ 93 fen Wunden deine Qual und bittrer Tod geben mir zu allen 4 Stun⸗ vom Leiden Christi. Stunden Trost in Leihs⸗ und Seelennoth. Faͤllt mir etwas Arges ein, denk ich bald an deine Pein; die erlaubet meinem Her⸗ zen mit der Suͤnde nicht zu scherzen. 2. Will sich denn in Wollust weiden mein ver⸗ derbtes Fleisch und Blut/ gedenk ich an dein Lei⸗ en, bald wird alles wie⸗ der gut. Kommt der Sa⸗ tan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm fuͤr deine Gnad und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Weit mein Herze fuͤhren auf die breite Wollustbahn, da nichts ist als Jubiliren, alsdann schau ich emsig an deiner Marter Zentnerlast, die du ausgestanden hast: so kann ich in Andacht bleiben/ alle boͤse Lust vertreiben. 4. Ja fuͤr alles, das mich kraͤnket, geben deine Wunden Kraft; wenn mein Herz hinein sich senket krieg ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Suͤßig⸗ keit wendt in mir das bittre veid, der du mir das Heil erworben, da du bist fuͤr mich gestorben. 5. Auf dich setz ich mein Vertrauen, du bist meine ben 2v i0 dein Tod hat en Tod zerhauen, daß er mich kann toͤdten nicht. 6. Hab ich dich in mei⸗ nem Herzen, du Brunn aller Guͤtigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich: Welch Feind kann verletzen mich? Wer sich legt in deine Wunden, der hat gluͤcklich uͤberwunden. Joh. Heermann. An eigener Melodie. 4374 IEsu, meines Le⸗ . Obens Leben, IEsu, meines Todes Tod, der du dich fuͤr mich ge⸗ Enno in die tiefste See⸗ Verderben, nur daß ich nicht moͤchte sierben: tau send, tausendmal sei dir, liebster JEsu, Dank dafuͤr. 2. Du, ach du hast aus⸗ gestanden Laͤster⸗Reden/ Spott und Hohn, Spei⸗ chel, Schlaͤge, Strick und Banden, du gerechter GOttes⸗Sohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Suͤnden⸗Ket⸗ ten. Tausend,‚ tausendmal sei dir, liebster JEsu, Dank dafuͤr. 3. Du hast lassen Wun⸗ den schlagen, dich erbaͤrm⸗ lich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh. Ach du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch Daß ich an dir habe Theil, belegen. Tausend, tausend⸗ bringet mir Trost, Schutz, mal sei dir, liebster IEsu/ und Heil; deine Gnaͤde Dank dafuͤr. wird mir geben Auferste⸗ bung, Licht und Leben. 4. Man hat dich sehr hart verhoͤhnet, dich mit gro ennoth, in das aͤußerste HAVI HWHH* Rhf Vu Wi G, g MIII s üh WMche W Iseheh cN Din Mihe n Hchehputh HT Iui nie Mhalter uhbhhe WaR chtt s ‚ M, deh Remmt Dusdeh, , für dor„ fll Heh asch WI Rlihe IN H Hechahen Helch Fahhl Dich d. ne Wurde. lcch ubernn Jh. himnn er Melch Esu, mehch e Vhes Todend für nich siffe E. on as Rhur öaß serben, fn me ef H . ,Dunt dufth I Lister⸗Rehe Hahn, GSe Bhe/ Stuit geh Vohn, Rur t d Sü ,ascle llser M asthsen h , h , IU e M uch ut I nll el dichc⸗ D / ehset vom Leiden Christi. 75 großem Schimpf belegt, gar mit Dornen angekroͤ⸗ net; was hat dich dazu bewegt? Daß du moͤchtest mich ergoͤtzen, mir die Eh⸗ renkron aufsetzen. Tausend, tausendmal sei dir, liebster IEsu, Dank dafuͤr. 5. Du hast wollen sein geschlagen zur Befreiung meiner Pein, faͤlschlich las⸗ sen dich anklagen, daß ich koͤnnte sicher sein; daß ich moͤchte trostreich prangen, hast du sonder Trost ge⸗ hangen. Tausend, tausend⸗ mal sei dir, liebster JEsu, Dank dafuͤr. 6. Du hast dich in Noth gestecket, hast gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu buͤßen meine Schuld; daß ich wuͤrde losgezaͤhlet, hast du wollen sein gequaͤlet. Tausend, tausendmal sei dir, liebster JEsu, Dank dafuͤr. 7. Deine Demuth hat gebuͤßet meinen Stolz und Uebermuth, dein Tod mei⸗ nen Tod versuͤßet, es kom̃t alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend, tausendmal sei dir, liebster JIEsu, Dank dafuͤr. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, IEsu, fuͤr gesammte Noth, fuͤr die Wunden, fuͤr die Schmer⸗ zen, fuͤr den herben, bit⸗ tern Tod, fuͤr dein Zittern, fuͤr dein Zagen, fuͤr dein tausendfaches Plagen; fuͤr dein Ach und tiefe san. will ich ewig daͤnkbar sein. Ernst Christoph Hombum. Mel. Christus, der uns meiner selig macht. 4*— Esu/ 93. I Dadlen Licht, Freude meiner Freuden, meines Lebens Zuversicht, nimm doch fuͤr dein Leiden diesen schlechten Dank hier an, so viel meine Scele immermehr dir bringen kañ in der Schwachheit Hoͤhle. 2. Ich erwaͤg es hin und her, was dich doch bewo— gen, daß du so viel Herz⸗ beschwer hast auf dich ge⸗ zogen; daß du Angst, Ge— walt und Noth, Schlaͤg und Hohn und Banden, Laͤsterung und Kreuz und Tod willig ausgestanden. 3. GOttes Woͤhlgewo genheit, Vaterlieb und Guͤte, deine Herzensfreund lichkeit und dein treu Ge⸗ muͤthe, IEsu, hat es aus⸗ gebracht, daß kein Mensch verzagte, wenn der Suͤn⸗ den Meng und Macht die Gewissen nagte. 4. O du wunderbarer Rath,/ den man nie ergruͤn⸗ det! O der unerhoͤrten That, die man nirgend findet! Was der Mensch, der Erden Knecht, trotzig hat verbrochen, wird an GOtt, der doch gerecht, durch und durch gerochen. 5. Meine wilde Schand⸗ begier hat dich so zerschla⸗ gen; diese Krankheit hab ich dir, JEsu, aufgetragen. Meine Schuld und Misse⸗ that hat dich so verbuͤrget/ bis sie dich auch endlich — unrecht 8. Il⸗ TTTTTTTTTTT!!T!;T!T!T᷑ꝗHꝗZ⁊öTTTT. 76 vom Leiden Christi. 6. Alle Strafe, der ich war Tag und Nacht ver⸗ bunden, liegt auf dir nun ganz und gar, und durch deine Wunden wird uns Fried und Heil gebracht; drum will mir geziemen, deine starke Liebesmacht ewiglich zu ruͤhmen. 7. Laß doch dieser Si⸗ cherheit gleichfalls mein Gewissen zwischen. Angst und Tod und Streit kraͤf⸗ tiglich genießen. Ach, ach meines Herzens Herz, wirf durch deine Schmerzen meine Schmerzen hinter⸗ waͤrts, fern aus meinem Herzen. 8. Und wie schnell mein Herz erschrickt uͤber Straf und Suͤnden, so schnell werd es gleich erquickt mit den Gnadenwinden. IEsu, sieh, ich falle dir mit zer⸗ knirschter Buße und mit Besserungsbegier“ glau⸗ benskuͤhn zu Fuße. 9. Nun, ich weiß, wor⸗ auf ich bau, und bei wem ich bleibe, welchem Fuͤr⸗ sprach ich mich trau, und an wen ich glaͤube. IEsu, du bisi es allein, der mich haͤlt und schuͤtzet, wenn gleich alle Hoͤllenvein auf mich scheußt und blitzet. 10. Ich will, weil ich mit dir frei werd im Him⸗ mel erben, HErr, in deinen Armen treu leben und auch sterben, bis man froͤhlich sagen wird nach den Todes⸗ banden: Sieh, dein Braͤut⸗ gam und dein Hirt, IEsus, ist vorhanden. Hein deld. In eigener Klelodie. 96 Ibs alle, die ihr Fesum liebt, seid traurig und betruͤbt. Er, der wahre GOttes⸗ Sohn, der da saß aufs Va⸗ ters Thron, wird ins Grab geleget. 2. Schau, Braut, hier liegt dein Braͤutigam, dein Hirt und auch dein Lamm; deines Herzens Trost und Ruhm, deiner Seelen Ei⸗ genthum, schau, er ist ge⸗ storben. 3. O großes Leid, o bittre Noth! Was ist dies fuͤr ein Tod? Alles, was die ganze Welt und der Himmel in sich haͤlt, das muß ihn beklagen. 4. Ach wie lieget er so er⸗ kalt, verblasset und verstalt. Seiner Augen Freundlich⸗ keit, seiner Stirnen Herr⸗ lichkeit ist nun ganz ver⸗ schwunden. 5. O Menschenkind, be⸗ denk es wohl, was dies bedeut und soll: deine Suͤnd und Missethat ists, die ihn getoͤdtet hat, und ins Grab versenket. 6. Wie selig ist der, weil er lebt, sich abs mit ihm begraͤbt; der hier von der Suͤnd absteht, und durch seinen Tod eingeht in ein besser Leben. 7. Drum fall ich auch nun zu dir hin, mein JEsu, wie ich bin; denn ich will, o Gott, mit dir sein be⸗ graben fuͤr und fuͤr, bis ich auferstehe. Job. Angelus. WN IN HrH W X. l Iug WH IM sh MA N AsRn Wtppßre Hür UEII A WI ff f Ih n. 10 K R * 7 ——— Air * sll, 6 2 Win und baf I 900 ö saß guft itd int „ Bnut i denn En Taosn 2 Seelgth. , Er isg s h, 0 1 H die Iles, was Ditt und de halt/ d WMhen. cgeter soet Durd ersalt, Feundlch, titnen Hett⸗ Vin ganz v 2⁰ Schelird, H„, ME N eteEi tists, de N und ins 3 ijit het, x Kenitt dug N t/ und t Dunocht& 2 M unih Mn à 100 fll, 6 V Joh. U LU Vom Leiden Christi. 67 Mel. Ich will dich lie⸗ ben, meine Stärke. 0 Sommt her und WJ.& schauet an mein Lehen, das unbefleckte Jungfrau⸗Kind; schaut, wie es ist ans Kreuz ge⸗ geben fuͤr unsre Schuld und unsre Suͤnd. Es ist so uͤbel zugericht, daß mir das Herze bricht. 2. Schaut, wie ihn die Gottlosen haben so hart zerschmissen und verwundt; wie man ihm Haͤnd und Fuͤß durchgraben, wie man belohnt den holden Mund. Wie ist die ewge Freundlich⸗ keit beworfen und bespeit. 3. Der Leib ist voller Beulln und Schrunden, voll Angst und Schmerzen ist sein Geist; das Fleisch und Mark ist fast ver⸗ schwunden, das Blut ver⸗ gossen allermeist. Wie muß das lieblich Aeugelein ein solches Scheusal sein. 4. Er hat vom Himmel auf die Erden aus lauter Liebe sich gesenkt, daß wir erledigt sollen werden von allem Uebel, das uns kraͤnkt; und sieh, er stecket selbst in Roth, der treue Liebes⸗ GOtt. 5. Wer ist nun, der ihm bei kann springen, wer will ihm seine Treu bezahln? wer Oele seinen Wunden bringen? Wer stillet seine Pein und Qual? Wer ist, der sich zu diesem Kind ans Kreuz mitleidig bind⸗ 6. Soll denn die Lieb am Kreuze sterben? Soll denn die Unschuld laͤnger stehn? Soll denn das Heil der Welt verderben, und unser Leben untergehn? Ach ja, es weicht schon Geist und Sinn. Ach ja, die Lieb ist hin. ö 7. Die Lieb ist hin, v arme Seele, die Lieb ist todt, lauf doch hinzu; er⸗ oͤffne deines Herzens Hoͤhle, und gieb sie ihm noch jetzt zur Ruh. ml auf das Kreuz, nimm ihn herab, und 1 der Liebe Grab. 8. Du bist die Schuld, daß er gestorben, du bist die Ursach seiner Pein; weil er um deine Lieb ge⸗ worben, hat er des Todes muͤssen sein. Dies Laͤmm⸗ lein ist fuͤr dich geschlacht, fuͤr dich in Tod ge⸗ bracht. ö 9. Entzieht euch mir, ihr meine Sinnen, ihr Augen, schließt euch beide zu; mein Geist begebe sich von hinnen, mein Leben das ersterb auch nu; ich kann vor Leid nicht mehr bestehn, ich muß mit ihm vergehn. Joh. Angelus. Mel Lollt ich meinem SOtt nicht singen. 338. Lasser uns mit IEsu ziehen, seinem Vorbild folgen nach in der Welt der Welt ent⸗ fliehen auf der Bahn, die er uns ume„immer fort zum Himmel reisen, irdisch noch doch himmlisch sein, lauben recht und leben jan, in der Lieb den Glau⸗ ben weisen. Treuer Jolai ei 78 vom Leiden Christi. bleib bei mir; gehe vor ich folge dir. 2. Lasset uns mit JIEsu leiden,—. Vorbild werden gleich. Nach dem Leide folgen Freuden, Ar⸗ muth hier macht dorten reich, Thraͤnen⸗Saat die Ernte lachen, Hoffnung troͤstet mit Geduld; es kann leichtlich GOttes Huld aus dem Regen Sonne machen. IEsu, hier leid ich mit dir, dort theil deine Freud mit mir. 3. Lasset uns mit JEsu sterben; lein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seel⸗Verderben, von der ewiglichen Noth. Laßt uns toͤdten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab; so wird er uns aus dem Grab in das Him⸗ mels⸗Leben hehen. IEsu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe fuͤr und fuͤr. 4. Lasset uns mit JIEsu leben; weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. JIEsu/ unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder. Wo du aeh da leben wir. Ach erkenn uns fuͤr und uͤr, trauter Freund, fuͤr deine Bruͤder. IEsu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei dir. Sig. v. Birken. Miel. Liebster JEsu, wir sind hier. 99. eine Seel, er⸗ muntre dich/ deines IEsu Lieb bedenke, wie er fuͤr dich giebet sich, darauf deine Andacht lenke. Ach erwaͤg die große Treue, und dich deines JEsu freue. 2. Sieh, der wahre GOttes⸗Sohn ist fuͤr dich ans Holz 4D10 0 sein Haupt traͤgt die Dornen⸗ kron, sein Leib ist mit Blut ver:nenget, er laͤßt sich fuͤr dich verwunden: wo ist groͤßre Lieb gefunden? 3. Du, du solltest große Pein ewig leiden in der Hoͤlle, und von GOtt verstoßen sein wegen vieler Suͤndenfaͤlle; gaber IE⸗ sus traͤgt die Suͤnden und laͤßt dich Genade finden. 4. Durch sein Leiden ist gestillt deines GOttes Zorn und Rache, er hat das Gesez erfuͤllt, gut ge⸗ macht die boͤse Sache, Suͤnde, Teufel, Tod um⸗ schraͤnket, und den Him⸗ mel dir geschenket. 5. Was zu thun, o liebes Herz? Willst du dich zu ihm gesellen? JIEsu Leiden ist kein Scherz, seine Liehe kein Verstellen. Denke drauf, was dir oblieget gegen den, der fuͤr dich ieget. 6. Ich kann nimmer nimmermehr das Geringste nur vergelten, er verbindt mich allzusehr. Meine Traͤgheit 39 ich chtee⸗ daß ich ihn so schlecht ge⸗ liehet, und wohl gar mit Sunb betruͤbet. 7. Was geschehen, soll nun nicht hinfort mehr von mir geschehen; mein Schluß sei nun fest ge⸗ richt, einen andern Weg — zu gehen, darauf ich nur IE⸗ Rcch„ 6 H. H D, Aj,X eh WIUh / x sih . sch, Vs Ih setz hh WRs . IUscR IWik itezren Rhd Heg I 0NN h 90 WI ise Wg ih sehg, d I NN, Unchh, W sht asez U ussst 2 a „ Dohyis sh Ssgchige, U N Duhe Hah I enget, 4 berwndeh; Hf — Iltef 1 bder Han Din 2* LeA e Suͤshen n SDendde fiba siiß Lale iheines GOtt 1 iil + Vll, gut ge e Gahe „ To um⸗ den Hin Alet. Ahm, oliche E ch ES Wu Oh seie dh Vlen. D dit H dd fir R Alann nimn N Ge 2 wohl grt het. 0 lechhe) nfitt ai cheh l f6 ndern M vom Leiden Christi. 79 JEsum suche, und was ihn betruͤbt, verfluche. 8. Weg ihr Suͤnden, weg von mir, euch kann ich an mir nicht leiden, euretwegen muͤßt ich hier und dort von dem sein gescheiden, ohne welchen ist kein Leben, keine Gnade, kein Vergeben. 9. Du, mein IEsu, du mein Heil, dir will ich mich ganz verschreiben, daß ich dir, als meinem Theil, einig will getreu verbleiben, dir zu leben, dir zu leiden, dir zu sterben, dir zu meiden. 10. Du, mein IEsu, sollst es sein, den ich mir zum Zweck gesetzet; wie du mein, so will ich dein bleiben stets und unver⸗ letzet; was du liebest, will ich lieben, und was dich/ soll mich betruͤben. 11. Was du willst, das sei mein Will, dein Wort meines Herzens Spiegel; wann du schlaͤgest/ hal ich still; dein Geist bleibt mein 11 und Siegel, daß ich soll den Himmel erben: darauf kann ich fröh⸗ lich sterben. 12. Nun so bleibt es fest dabei: IEsus soll es sein und bleiben, dem ich lebe, deß ich sei; nichts soll mich yon JEsu treiben. Du wirst, IEsu, Uich nicht lassen, ewig will i dich umfassen. 13. Ist bereits schon jetzt allhier solche Freud und Ruh zu finden, wenn im Glauben wir mit dir uns, mein Jesu, recht verbinden, schentkst du schon so viel auf Erden: ei was will im Himmel werden! 14. Was fuͤr Lust und Suͤßigkeit, was fuͤr Fried und Jubiliren, was fuͤr Ruhe nach dem Streit was fuͤr Ehre wird uns zieren! Ewig, ewig werd ich loben, wenn ich ganz in GOtt erhoben. 15. Ach ich freu mich alle Stund auf dies freu⸗ denvolle Leben, danke dir mit Herz und Mund, du, o IEsu, hasts gegeben; nur im Glauben laß michs halten, und dein Kraft in mir stets walten. Johann Caspar Schade. In eigener Melodie 44 eine Liebe 100. M haͤngt am Kreuf, ich will ihn daselbst umfassen, und nicht lassen, daß er durch sein theures Blut mache mich gerecht und gut. 2. Meine Liebe haͤngt am Kreuz, was hang ich denn an den Bruͤsten schnoͤ⸗ der Luͤste? Waͤre do die Welt nur mir, un ich auch gekreuzigt ihr. 3. Meine Liebe haͤngt am Kreuz; ich will seiner stets gedenken, wenn mi kraͤnken Suͤnde, Tod un Teufel, Hoͤll, er macht selig meine Seel. 4. Meine Liebe haͤngt am Kreuz; auf ihn will ich fröhlich sterben, und ererben, was mir Hsaf 8⁰ 2333.—.. vom Leiden Christi. hat zubereit in der ewgen Seligkeit. Adam Tribbechov. el. Ich hab mein Bach GOtt heimgestellt. 101 Non ist es alles wohl⸗ Enuacht, weil JEsus ruft: Es ist vollbracht! Er neigt ein Haupt, o Mensch, ind stirbt, der dir erwirbt das Leben, das niemals verdirbt. 2. Erschrecklich, daß der HErr erbleicht der Herrlich⸗ keit, dem niemand gleicht, der Lebens⸗Fuͤrst; die Erde kracht, und es wird Nacht, 7. Ach Vater, ach dein einger Sohn erbleicht am Kreuz mit Schmach und Hohn; nun, dies geschieht fuͤr meine Schuld, drum hab Geduld, und zeig in IEsu Gnad und Huld. 8. Ich will mit ihm zu Grabe gehn, und, wo die Unschuld bleibet, sehn; ja ich will ganz begraben sein im Tod allein mit ihm, und selig schlafen ein. 9. Ertoͤdt, o IEsu, selbst in mir der Schlangen Brut, das boͤse Thier, den alten Menschen, daß ich streb und mich erheb gen weil GOttes Sohn wird Him̃el, und dir, JIEsu, leb. Umgebracht. 10. Sollt ich den Suͤn⸗ 3. Die Sonn vetlieret den nfsath noch mehe he⸗ ihren Schein, des Tem⸗gen? Nein, dies schwere pels Vorhang reißet ein, Joch sei abgelegt; es hat der Heilgen Graͤber oͤffnen 460 ganz wunderlich, und iehen auf gar sichtbarlich. 4. Weil denn die Krea⸗ ur sich regt, so werd, o Mensch, hierdurch bewegt; jerreißt ein Fels, und da virst nicht durch dies Ge⸗ zicht bewogen, daß dein Herze bricht? 5. Du bist die Schuld, nimm dies in Acht, daß IEsus ist ans Kreuz ge⸗ bracht, ja gar zum Tod und in das Grab, weil er aufgab den Geist, und mit Geschrei schied ab. 6. Drum folge IEsu nach ins Grab, und stirb mir lang gemachet bang, nun weiß ich, daß ich Gnad empfang. 11. Ich will heut ab⸗ gestorben sein der Suͤnd und leben dir allein; es hat dein Tod das Leben mir gebracht herfuͤr und aufge⸗ than die Himmels⸗Thuͤr. 12. O IeEsu Christe, staͤrke mich in meinem Vor⸗ satz kraͤftiglich. Laß mich den Kampf so setzen fort, nach deinem Wort, daß ich die Kron erlange dort. 13. So will ich dich, HErr IEsu Christ, daß du fuͤr mich Zestorben bist, von Herzen Weisen in der dem Graͤul der Suͤnden Zeit, und nach dem Streit ab; gehst du nicht mit ihm in den Tod vom Suͤnden⸗ Koth, so mußt du fuͤhlen Hoͤllen⸗Noth. in Freud und Wonn in Ewigkeit. Laurentius Laurenti. In IMf ORH H e Hantx. fUH& AbR M. : sch Hyy shb 4 aKM I. W IHeA Ilc gundu fl MMN , M 0 Rohn 0 IUd 1 — —4 I¹ Iht 30 il niit in⸗ nd, f schnn Nelt mit y len sh, 2 Is,sh Salag 40 Oel 70 1 9h N, 6h den Süh⸗ 1 ch mih' he⸗ schber 0t; 5 0t 10 achet bang, aß ich Gunh Oil helt h Idet Halben; Köhu ee u u Imels⸗Tl CChu Chas maihend⸗ . Hi nt 20⁰ 7 Wbott, h Imge dokt Sil ich M. has M R Wisen in E N Wonhe n dourh. vom Leiden Christi. 81 In eigener Melodie. 102 Osgebemeir ner Liebe, du erwuͤnschte Seligkeit, die du dich aus hoͤchstem Triebe in das jammervolle Leid deines Leidens, mir zu gute, als ein Schlachtschaf ein⸗ demem und bezahlt mit einem Blute alle Misse⸗ that der Welt. 2. Lebe, die mit Schweiß und Thraͤnen an dem Oel⸗ dend sich betruͤbt; Liebe, die mit Blut und Sehnen unautshorlich fest geliebt; Liebe, die mit allem Wil⸗ len GOttes Zorn und Eifer traͤgt, den, so niemand konnte stillen, hat dein Sterben hingelegt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehoͤrt; Liebe, die mit Angst und Schmerzen auch der strengste Tod ver⸗ sehrt; Liebe, die sich lie⸗ bend zeiget, als sich Kraft und Athem endt; Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt um⸗ fangen wollt; Liebe, die aus Liebs⸗Erbarmen mich zuletzt, in hoͤchster Huld, ihrem Vater uͤberlassen, die selbũ starb und fuͤr mich bat, daß mich nicht der Zorn sollt fassen, weil mich —5 Verdienst vertrat. 5. Liebe, die niit so viel mein Tro Wunden, gegen mich, als seine Braut, unaufhörlich u sich verbunden, und auf ewig anvertraut: Liede, laß auch meine Schmerzen, meines Lebens Jammer⸗ pein, in dem blutberwund⸗ ten Herzen, sanft in dir gestillet sein. 6. Liebe, die fuͤr mich gestorben und ein immer⸗ waͤhrend Gut an dem Kreu⸗ zes⸗Holz erworhen, ach wie denk ich an dein Blut? Ach wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du! wenn ich in der letzten Stunden sanft in — 7— Seiten ruh. Liebe, die sich todt und fuͤr mein erkaltes Herz in ein kaltes Grab gesenket: ach wie dank ich deinem Schmerz? abe Dank, daß du ge⸗ orben, daß ich ewie ben kann, und der See⸗ len Heil erworben: nimm mich, liebster JIEsu, an. Adam Drese. Mel. vater unser im Himmelreich. 103 Elend/ * Jammer, Angst und Noth! seh ich doch meinen IEsum todt. Er ist verstarret ganz und gar, der einzig meine Hoff⸗ nung war. Nun nimm, nun nimm dies Leben hin: ich ruh nicht, bis ich auch fort bin. 2. Nichts ist nun auf der ganzen Welt, das mein Gemuͤth zufrieden stellt, und Freude, GOttes Sohn, mein Lieb und Leben ist davon. Ach nimm, ach nimm dies Le⸗ ben hin: ich* nicht, bis h auch fort bin. 8² vom Leiden Christi 3. O Lieb, dein blasses Angesicht macht, daß mir Herz und Muth gebricht; dein ganz verblichner Ro⸗ senmund hat mir schon Leib und Seel verwundt. Ach nimm, ach nimm dies Leben hin: ich ruh nicht, bis ich auch fort bin. 4. Ich weiß wohl, daß du mir zu gut vergossen hast dein theures Blut. Drum, daß ich es vergelte dir, so will ich wieder ster⸗ ben mir. Ei nimm, ei nimm dies Leben hin: ich ruh nicht, bis ich auch fort bin. 5. Gieb mir dein Leiden, Kreuz und Pein, die Naͤ⸗ gelmaͤale druͤck mir ein; verehre mich mit deinem Spott, mach mich ganz aͤhnlich deinem Tod. Ach nimm, ach nimm dies Le⸗ hen hin: ich ruh nicht/ bis ich auch fort bin. 6. O JEsu, laß mich doch nicht hier, nimm mi nur in das Grab mit dir; laß deines suͤßen Herzens Schrein mein Grab und eigne Ruhstatt sein. O 2 ruh 5— 18 0 in; ich ruh nicht, bis i auch fort bin. Johann Angelus. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. 104 Osroßer SOtt ins Him⸗ mels Thron, hilf, daß ich moͤg erkennen, wer do gewesen die Person, un wie sie sei zu nennen, die hier fuͤr mich so ritterlich bis in das Grabh gestritten, als sie den Tod erlitten. 2. Ach, ist es nicht dein liebstes Herz, dein Kind und Eingeborner? Wie leidet denn so großen Schmerz,/ 0 GOtt/ dein Auserkorner? Wie kann es sein, daß solche Pein dem Helden wird gegeben, der allen giebt das Leben? 3. Ja, Vater, ist er nicht der Mann, von dem du selhst gesaget: Er ist es, der mich stillen kann, mein Sohn, der mir behaget? Wie muß denn er jetzund so schwer die Buͤrde auf sich nehmen, den Tod dadurch zu zaͤhmen? 4. Ist er nicht selbst die Herrlichkeit, und wird den⸗ noch verspeiet? Ja, ist er nicht der Held im Streit, und wird so leicht zer⸗ streuet? Ist er nicht GOtt, und leidet Spott? Ist er nicht ohne Schulden, und muß den Tod erdulden? 5. O frommes, unbe⸗ flecktes Lamm, o schoͤnster Mensch auf Erden, o Man⸗ na, das vom Himmel kam, du mußt geopfert werden. Dein Haͤnd und Fuͤß, als die so suͤß am letzten End uns laben, die werden ganz durchgraben. 6. Dein wuͤrdigs Haupt, o GOttes Sohn, das wir mit Zittern ehren, bedecket eine Stachelkron, dein Elend zu vermehren; dein treuer Mund, der Wahr⸗ heit Grund, die rosen⸗ farbnen Lippen sind blei⸗ cher als die Klipyen. 7. , / V Ian WHH HAH . M W WR Is Hu HM W Dat r Ru Oudg hit. Exista , mon Al hehagrt Iyn er Khund Witde auß dan To hen ssht selbfdi ind wird den⸗ * M, istu in Stuh leicht gr 2 hicht GOh. htte M.. Achulden, un I erdueh⸗ mes, h o schhse Hirden,HMR Himmahin Ipfett pahet Eund Fß 0 in chtene I aheh. hs Hauh R N Höcl Dlot, N. hreht W W i si H ppen, y 79 vom Leiden Christi. 83 . O große Lieb, jetzt seh ich recht die Wund in dei⸗ ner Seiten, dadurch du willst mir armen Knecht ein ewges Mahl bereiten; dies Herzensblut, das ho⸗ he Gut, desgleichen nicht zu finden, befreiet mich von Suͤnden. 8. Dein Augen voller Freundlichkeit, der Men⸗ schen Lust und Wonne, die klarer waren vor der Zeit, als die so klare Sonne, die aͤndern sich nun jaͤmmerlich, die 3on hau⸗ Lichter schwellen von lau⸗ ter Thraͤnenquellen. 9. Sie rinnen als ein Wasserfluß auf die zer⸗ schlagnen Glieder; sie fal⸗ len wie ein Regenguß die zarten Wangen nieder. Ach nichts ist hie als Angst und Muͤh/ es wird mit tausend Plagen der schönste Leib zerschlagen. 10. Du traͤgst die Stra⸗ fen meiner Schuld und schweren Missethaten, ja laͤssest dich aus lauter Huld am Pfahl des Kreuzes bra⸗ ten. Das that die Lieb, HErr, die dich trieb, die Suͤnder aus dem Rachen der Hoͤllen frei zu machen. 11. O Wunderwerk! Der herrlich ist, nimmt auf sich unsre Schande; der keusch, gerecht und sonder List gepriesen wird im Lande, traͤgt mit Geduld ganz fremde Schuld, ja, hat sein eignes Leben fuͤr unsers hingegeben. 12. Wie niedrig bist du worden, HErr, um unsrer Hoffart willen! Dein Gei⸗ ßeln, Martern und Be⸗ schwer muß unsre Frech⸗ heit stillen. Nur unsre Lust, der Suͤnden Wust, gebieret deinem Herzen, o Heiland, so viel Schmerzen. 13. Ich bin, HeErr JEsu, ganz verflucht, du aber lit der Segen: noch hat der Segen mich ge⸗ sucht auf gar verfluchten Wegen. Ich hab allein die hoͤchste Pein mit Suͤn⸗ den wohl verdienet; du hast mich ausgesuͤhnet. 14. Ich war verkauft zur Hoͤllenglut um so viel boͤser Thaten, da wußt allein dein goͤttlich Blut in solcher Noth zu rathen; der theure Schatz behielt den Platz, der Satan mus⸗ te weichen, Suͤnd, Hoͤll und Tod desgleichen. 15. Nun hoͤret auf des Hoͤchsten Rach, sein Zorn der ist gestillet durch so viel Schmerzen, Pein und Schmach; nun ist die Schrift erfuͤllet: des HEr⸗ ren Tod hat nun die Noth auf Erden weggenommen, der Fried ist wieder kommen. 16. HErr IEsu, nimm mich gnaͤdig an, vertilg in mir die Suͤnde, die ich nicht ganz ertoͤdten kann, wie leider ich befinde. Eins bitt ich dich, HErr, lasse mich dein theures Blut⸗ vergießen bis in mein Grab genießen. Jyhann Rist. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 105 O Saur urd Blut und Wun⸗ 8⁴ voam Leiden Christi. Wunden, voll Schmerz und voller Hohn, o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornen⸗Kron, o Haupt, sonst schon gezieret mit hoͤchster Ehr und Zier, jetzt aber hoͤchst-schimpfieret: Gegruͤßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltge⸗ wichte, wie bist du so be⸗ speit? Wie bist du so er⸗ bleichet? Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schaͤndlich zugericht? 3. Die Farbe deiner Wangen, der rothen Lip⸗ ven Pracht ist hin und ganz vergangen; des blas⸗ sen Todes Macht hat al⸗ les hingenommen, hat al⸗ les hingerafft, und daher bist du kommen von dei⸗ nes Leibes Kraft. 4. Nun, was du, HErr, erduldet, ist alles meine Last; ich hab es selbst ver⸗ schuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn ver⸗ dienet hat: gieb mir, o mein Erbar ner, den An⸗ blick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Huͤter, mein Hirte, nimm mich an; von dir, Quell aller Guͤter, ist mir viel Guts gethan; dein Mund hat mich gelabet mit Milch gehen, wann dir dein Herze bricht. Wann dein Haup⸗ wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meiner Arm und Schooß. 7. Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möͤcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschaͤhe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, o IEsu, liebster Freund, fuͤr deines Todes Schmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wann ich nun er⸗ kalte, in dir mein Ende sei. 9. Wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wann ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfuͤr; wann mir am allerbaͤngsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Aengsten kraft deiner Angst und Pein. 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trosi in mei⸗ nem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnoth. Da will ich nach dir vlicken, da will ich glaubensvoll dich fest au mein Herz druͤcken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. und suͤßer Kost, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch Paul Gerhard. Mel. O Rensch, bewein dein Sünde groß. nicht; von dir will ich nicht 106. O u, ler WI. III. II. IEHII Ah e MANA. HMX Aami Wu:Eug M W Ne . WI . l RM Humg MI. nn n WW, Rg M H W h, Hyeiß — th ( An Rushg amg ö ——— 20 üun Wbahpech in 0 Sldamn E i ma Aichuth * Rehch kommem enn 1 Mait H + sol h h ee sie n mit gebez sühe mmr 0 a hoh A, lehser fe Todes N bs so gut th, daßiih Pund deinet Hithuner⸗ Ende sei anmal so cheͤde nicht ich du I„,sotttth Humm niten Vitd um dut niß nic Rosth k Hund Yah, sieht wl all Gehurh. h bun brof N ö h ö bvom Leiden Christi. —— 85 ler Welt, des Herrschers in dem Himmelszelt, dich gruͤßt mein Herz mit Freu⸗ den. Mein Herze, wie dir wohl bewußt, hat seine groößt und höchste Lust an dir und deinem Leiden. Ach wie bezwang und drang dich doch dein edle Lieb, ins bittre Joch der Schmerzen dich zu geben, da du dich neigtest in den Tod, zu retten aus der Todesnoth mich und mein armes Leben. 2. O Tod, du fremder Erdengast, wie warst du so ein herbe Last dem al⸗ lersuͤßsten Herzen. Dich hat ein Weib der Welt gebracht, und machst dem, der die Welt gemacht, so unerhoͤrte Schmerzen. Du meines Herzens Herz und Sinn, du brichst und faͤllst und stirbst dahin, wollst mir ein Wort ge⸗ waͤhren: Ergreif mein Her und schleuß es ein in di und deiner Liebe Schrein; mehr will ich nicht begehren. 3. Mein Herz ist kalt, hart und bethoͤrt von al⸗ lem, was zur Welt gehdrt, fragt nur nach eitlen Sa⸗ chen; drum, Her ens: Her⸗ 6 bitt ich dich, du wollest dies mein Herz und mich warm, weich und sauber machen. Laß deine Flamm und starke Glut durch all mein Herze, Geist und Muth mit allen Kraͤften dringen. Laß deine Lieb und Freundlichkeit zur Ge⸗ genlieb, Herr/ jederzeit mich armen Suͤnder bringen. 4. Erweitre dich, mach alles voll, sei meine Rose, riech mir wohl, bring Herz und Herz zusammen. Ent⸗ zuͤnde mich durch dich, und laß mein Herz ohn End und alle Maaß in deiner Liebe flammen. Wer dieses hat, wie wohl ist dem. In dir beruhn, ist angenehm. Ach, niemand kanns 9155 sagen. Wer dich recht liebt, ergiebt sich frei, in deiner Lieb und fuͤßen Treu auch wohl den Tod zu tragen. 5. Ich ruf aus aller Her⸗ zens-Macht dich, Herz, in dem mein Herze wacht, ach laß dich doch errufen. Komm, beug und neige dich zu mir an meines Herzens arme Thuͤr, und zeuch mich auf die Stufen der Andacht und der Freu⸗ digkeit; gieb, daß mein Herz in Lieb und Leid dein eigen sei und bleibe, daß dir es dien an allem Ort und dir zu Ehren immerfort all seine Zeit vertreibe. 6. O Herzens⸗Ros, o chünste Blum, ach wie so kostlich ist dein Ruhm, du bist nicht auszupreisen. Eroͤffne dich, laß deinen Saft und des Geruchs er⸗ hoͤhte Kraft mein Herz und Seele speisen. Dein Herz, HErr IEsu, ist verwundt: ach tritt zu mir in meinen Bund, und gieb mir dei⸗ nen Orden; verwund auch mich/ 0 suͤßes Heil, und triff mein Herz mit deinem Pfeil, wie du verwundet worden. 7. Nimm mein Herz/ o mein — 86 AIISIIII vom Leiden Christi. mein hoͤchstes Gut/ und leg es hin, wo dein Herz ruht/ da ists wohl aufgehoben; da gehts mit dir gleich als zum Tanz, da lobt es dei⸗ nes Hauses Glanz, und kanns doch nicht gnug lo⸗ ben. Hier setzt sichs, hier gefaͤllts ihm wohl, hier freut sichs, daß es bleiben soll. Erfuͤll, HErr, meinen Willen, und weil mein Herz dein Herze liebt, so laß auch, wie dein Recht es giebt, dein Herz mein Herze stillen. Paul Gerbard. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 46 JEsu Chri⸗ 107. O ste, GOttes Lamm, mein theurer See⸗ len⸗Braͤutigam, der du fuͤr mich gelitten, der du des Leidens schwere Last an meiner Statt getragen hast und mit dem Tod gestrit⸗ ten: gieb mir an dir doch jetzunder deine Wunder an⸗ zusehen, und im Geiste zu verstehen. 2. Es rauschet uͤber dich mit Macht die ganze Schaar der Hoͤllennacht; das Reich der Finsternissen geußt sei⸗ nen graͤusen Zorn und Grimm aus uͤber dich mit Ungestuͤm, du mußt anjetzo buͤßen. Was du, IEsu, nicht verbrochen, wird ge⸗ rochen, du mußt tragen aller Menschen Schmach und Plagen. 3. Der grimme Tod mit seiner Macht ist gaͤnzlich wider dich erwacht, mit dem mußt du jetzt ringen. O bittrer Zorn, sehr schwer und heiß, dafuͤr die Tro⸗ pfen Blut wie Schweiß aus durch die Adern drin⸗ gen. Ach wie druͤckt die Suͤndennienge dich so stren⸗ ge, daß du liegest, und dich wie ein Wuͤrmlein biegest. I. Du wirst von der Gottlosen Rott in deiner innern Seelennoth auch dußerlich gefangen; man kommt zu dir mit starker Macht als einem Moͤrder in der Nacht mit Spießen und mit Stangen. Keine eine Schuld der Suͤnden kann man finden, noch an⸗ sagen, und doch wirst du hart geschlagen. 5. Du traͤgest Schlaͤge, Hohn und Spott, Verach⸗ —7 Schmach und Spei⸗ chelkoth, du bist gleichwie ein Ballen, den man bald wirft, bald stoͤßt, bald schlaͤgt, bald hin bald wie⸗ der her bewegt, bald laͤßt zur Erden fallen. Wie ein Wurmlein auf den Stra⸗ ßen mußt du lassen auf dich stehen, uͤber dich mit Fuͤßen gehen. 6. Du wirst Zar ernst⸗ lich angeklagt, und was ein Luͤgenmaul aussagt falsch wider dich, muß gel⸗ ten; die Luͤgen, die sie selbst erdacht, hat man auf dich ohn Ursach bracht, daß sie dich koͤnnten schelten. Luͤgen, Truͤgen thut das Beste, weil man feste haͤlt zusammen, dich zum Tode zu verdammen. 7. Was dir weh thut, versaͤumt man nicht, man spei⸗ — hρ Im V i 1 0 1 WIAN. IhtR NR n Rushi W IM K e ut v N Rr Wah gg M. A.. RH x hh. I. D He, Wtd Hchuz fit V fir; Wi Id In un I WUt H Wa Ingen; m mntsinh ien Müah A mst Chiesh V Lhal Kein Wder Suͤnder U 0 un Moch wirst v + u. Uhest Schlig Wtt, Vauch, un Spe⸗ Aiif glächt Wen man höh üssbßt, 9 hin daddw⸗ WII lleg. Wich Iuf df Eth du laseh u ber . Oust t en gt, ud Inul als dich, Mug ,Hes n uf Hhaacht,A Tuch chch, m fsthl ich zun l. u licht, 0 vom Leiden Christi. 87 speiet dir ins Angesicht, man schlaͤget dich mit Grimme; die Rotte treibt mit dir ihr Spiel, sie legt auf dich der Schmach sehr viel, sie giebt dich uͤm und uͤmme. Was man nur kann hier erdenken, dich zu kraͤn⸗ ken und zu quaͤlen, an deß keinem muß es fehlen. 8. Zu mehrer Pein und groͤßerm Hohn befiehlt man, eine Dornenkron dir auf dein Haupt zu ziehen. Man giebt ein Rohr in deine Hand, zum Klerd ein pur⸗ purroth Gewand, man spricht mit Spott und Knieen: Gluͤck zu, o du Fuͤrst der Ehren, laß jetzt ödren dich ein wenig, o du feiner Juden⸗Koͤnig! 9. Du mußt die schwere Kreuzeslast, die Last, die aller Welt verhaßt, selbst auf dem Ruͤcken tragen; du wirst gleich einem Boͤ⸗ sewicht mit zween Möͤr⸗ dern hingericht, und an das Kreuz geschlagen. Christe, dein Weh ist ohnmaͤßig; Gall und Essig wird da⸗ neben dir in deinem Durst gegeben. 10. Dies alles nimmst du, HErr, auf dich, daß du davon befreiest mich, o fel ich d Erbarmen. Wie soll ich doch gnug dankbar sein fuͤr dies dein Leiden, Tod und Pein, die du traͤgst fuͤr mich Armen? Ach ich will mich und mein Leben nun ergeben dir zu eigen, und mein Herz ganz zu dir neigen. 11. Ach hilf doch, daß mein Lebelang ich dir von Herzen Lob und Dank fuͤr solche Gnad erweise; daß ich in meinem Lebensrest an dir stets hange hart und fest, und deine Wun⸗ der preise. Gieb mir, nach dir mich zu sehnen, und mit Thraͤnen meine Suͤn⸗ den in dein Leiden einzu⸗ winden. 12. Gieb mir, o HErr, auf meiner Bahn dein Lei⸗ den stets zu schauen an, den Gang danach zu rich⸗ ten. Wie du den Himmel und die Welt zu gute mir hintangestellt, 0 laß michs auch vernichten; daß mich ewig weder Freuden, we⸗ der Leiden von dir trenne, und mich nur den Deinen nenne. 13. Du traͤgest Elend, Kreuz und Schmach, wie sollt ich mir denn Wohl⸗ gemach auf dieser Erden suchen. Sollt ich hier wuͤnschen Gunst und Ehr, da du, mein Haupt, mein GOtt und HErr, ertraͤgest Schmach und Fluchen? O nein, laͤßt mein Haupt und Koͤnig sich so wenig allhier achten, was sollt ich nach Ehren trachten? 14. Der Koͤnig traͤgt die Dornenkron, sollt ich, sein Knecht, denn bessern Lohn, als wie mein Herr erwar⸗ ten? Sollt ich mir wuͤn⸗ schen frohe Zeit, da selbst der HErr der Herrlichkeit vor Angst Blut schwitzt im Garten? Ach nein, wer sein Knecht will werden, muß auf Erden sich ohi schaͤ⸗ vom Leiden Christi. schaͤmen, auch sein Kreuz auf sich zu nehmen. 15. Wer nur der Welt⸗ lust hier begehrt, der ist, o IEsu, dein nicht werth; Kreuz ist der Christen Zei⸗ chen. Am Kreuze wurden wir erloͤst, drum wer das Kreuze von sich stoͤßt, von dem muß Christus weichen. Singen, springen, dem Weltleben sich ergeben, stolz hergehen kann mit Christi Kreuz nicht stehen. 16. O Christe, gieb mir deinen Sinn, daß ich, wie du, nun auch forthin das Weltgetuͤmmel meide, daß ich, JEsu, mein GOtt und HErr, dir aͤhnlich werde mehr und mehr, ein wenia mit dir leide; daß mich, wenn ich hier mitleide, dort die Freude auch erquicke, und einst dir entgegen ruͤcke. Heinrich Georg Neuß. In eigener Melodie. LammGoOt⸗ 108.0 tes unschul⸗ dig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfun⸗ den duldig, wiewohl du warst verachtet; all Suͤnd hast du getragen, sonst muͤß⸗ ten wir verzagen. Erbarm dich unser, o IEsu. 2. O Lamm Gottes unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfunden duldig, wiewohl du warst verachtet; all Suͤnd hast du getragen, sonst muͤßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o IEsu. 3. O Lamm GᷣOttes un⸗ schuldig am Stamm des ů Kreuzes geschlachtet, all⸗ zeit erfunden duldig, wie⸗ wohl du warst verachtet; all Suͤnd hast du getragen, sonst muͤßten wir verzagen. Gieb uns deinen Frieden, o IEsu. Nicolaus Declus. In eigener Klelodie. Mensch, be⸗ 109. O wein dein Suͤnde groß, darum Chri⸗ stus seins Vaters Schooß dußert und kam auf Erden. Von einer Jungfrau rein und zart fuͤr uns er hier Der ward, er wollt er Mittler werden. Den Todten er das Leben gab, und legt dabei all Krank⸗ heit ab, bis sich die Zeit herdrange, daß er fuͤr uns geopfert wuͤrd, trug un⸗ srer Suͤnden schwere Buͤrd wohl an dem Kreuze laͤnge. 2. Denn als das Fest der Juden kam, IEsus sein Juͤnger zu sich nahm, gar bald thaͤt er ihn'n sagen: Des Menschen Sohn ver⸗ rathen wird, ans Kreuz geschlagen und erwuͤrgt wohl auf der Juden Tagen. In Simons Fraue kam, viel kostlichs Wasser zu ihr nahm, thats uͤbern HErren gießen. Et⸗ lich der Juͤnger murrten bald, JIEsus die Fraue ar nicht schalt, das thaͤt Judam verdrießen. 3. Zum Hohenpriester er sich fuͤgt, den HErren zu verrathen luͤgt, nahm dreißig Pfennig bhende. Bald IEsus mit sein Juͤn⸗ gern kam, und aß mit ihn'n das Haus ein 2 F6·.ι 1 — I MN V„ chlch. +D* WI . WA II. AN WN. HHhe N I AAN Iih Hli IX. I t Ifuh In dt/ is ran VSth 3 09 Mh N e but, N. Eint Wucze IU Rulz ge c. Woe hg e Ii MSnn mnzg raher siß mert an ll r ech VI Wnp gn augn l ‚ ö bur A lt tch Malan Den ir Alelohh Oah wein ie h Acets Sca auf Ethe Vlgftau ttn unt er hin „et syollt Wetdeg. Dun eben gh l Krank ö ich E Mer für unt lih un⸗ Iteuze lunge d 0 Fam, IEil Ausc ihrsg Soh de au uh Iund ekich 5 Hal ssh uahm/ Hal Hirn 4* à die Rl 0 leh. 2915. 10 bt 1 9 0 N del S Ich U1 0 vom Leiden Christi. 89 das Osterlamm und thaͤt dasselde enden. Er setzt uns auf ein Testanzent, sein Tod zu bdenken bis ans End, wusch den Juͤn⸗ gern die Fuͤße; er bildt ihn'n vor die Liebe chon, und wie sie ihn wuͤrden verlan, mit Trost thaͤt erd beschließen. 4. Darnach er an den Oelberg trat, in Furcht und Zittern er da bat: Ach betet und thut wachen! Ein Steinwurf bald er fuͤrder ging, zu seinem Vater auch ansing: O Va⸗ ter, thu hie machen, daß dieser Kelch jetzt geh von mir: denn alle Ding sind moͤglich dir; doch es ge⸗ scheh dein Wille! Solchs er zum dritten Male. bat, so oft auch zu den Juͤn⸗ gern trat, sie schiiefen all in Stille. 5. Er sprach: Schlaft ihr in meinem Leid? Es ist gnug, die Stund ist be⸗ reit, des Menschen Sohn wird geben in die Haͤnd der Suͤnder; steht auf! der mich verraͤth, der lau⸗ ret drauf; nun betet ihr daneben. Als er noch redt/ sieh, Judas kam, ein große Schaar er mit sich nahm/ mit Svießen und mit Stan⸗ gen. Ein Zeichen der Ver⸗ räther gab; welchen ich fuß, merkt eben ab, den 2—6 ihr weiolich fangen. 6. Als JIEsus nun wußt alle Bing⸗ gar bald er ihn'n entgegen ging, und sprach ihn'n mit Guͤte: Wen ucht ihr hie mit solcher Gwalt? IEsum, sprachn sie, und sielen bald zuruͤck in ihrem Wüthen. Judas gab ihm den Kuß behend, der grausam Hauf auf JE⸗ sum rennt, und fingen ihn mit Grimme. Petrus sein Schwert auszuckte recht, hieb ab das Ohr des Bi⸗ schofs Knecht; IEsus ant⸗ wortet ihme: 7. Ficht nicht, steck ein das Schwerte dein; soll ich den Kan nicht trinken mein? Den Rund macht er gesunde. Der Hauf IEsum zu Hannas fuͤhrt, und auch zu Caiphas da ruͤhrt, Lefangen und ge⸗ bunden. Petrus folgt in den Hof hinein, durch den bekannten Juͤnger fan, ver⸗ leugnt dreimal den HEr⸗ ren. Der Bischof fraͤget IEsum hart, sie suchten falsche Zeugn und Rath, ihn zu verdammen fuͤhren. 8. Christus antwortet ihnen nicht; der Hoheprie⸗ ster zu ihm sprichk: Was willst du dazu sagen? Ich bschwör dich bei dem GOtte mein, sag, bist du Christ, der Sohue sein? JEsus antwort ohn Zagen: Ich bins und sag: von dieser Zeit werdt ihr des Men⸗ schen Sohne weit in Wol⸗ ken sehen kommen, sitzen zur Rechten GOttes fein. Der Bischof z'riß das Kleide sein und sprach: Jhr habt vernommen, Daß er gelaͤstert GOtt so sehr; er sprach: Merkt auf, was wolln wir mehr? Sie sprachen: 0 90 vom Lreiden Christi. soll sterben! und spieen ihm in sein hufahn viel Backen⸗ streich auf ihn gericht, mit Laͤsterworten herben, ver⸗ deckten ihm das Antlitz sein, und schlugen ihn mit 6ar dic drein, sagtn: Wer hat dich geschlagen? Am Morgen hader Haufe gar fragten IEsum mit mancher Gfahr, thaͤten mit ihm bald jagen, 10. Und gaben ihn Pi⸗ lato bhend. Als Judas sah, wonaus es lendt/ thaͤt ihn die n ereuen. Das Geld er bald den Priestern gab, und sprach: Ich sehr esuͤndigt hab, erkannte sein Untreue, erhenket sich und ese entzwei. Die Ho⸗ henyriester beiderlei rath⸗ en9 um das Gelde; eins Topfers Acker kauften sie den Pilgern zum Be⸗ graͤbniß hie, als auch der Prophet meldet. 11. Als IEsus vor Pi⸗ lato stund, erhob sich aten Klag ohn Gruud, thaͤten ihn hart verklagen: Dem Kaiser hat er wider than, und nennet sich ein GOt⸗ tes Sohn, verfuͤhrt das Volk all Tage. Pilatus ihn viel fragen thaͤt; JE⸗ sus aber kein Antwort rebt/ das nahm Pilatus Wun⸗ der. Er schickt ihn zu Herodes bin, Herodes freute sich auf ihn, meint, wollt sehn was besonders. 12. Als IEsus nun kein Antwort gab, verachtet ihn Herodes drob, schickt ihn Pilato wieder. Pilatus bruft die Juden, sprach: Den Menschen auch He⸗ rodes sah, und achtet ihn fuͤr bieder. Ein Gwohn⸗ heit ihr allwegen habt/ darin ihr ein Gefangnen laßt, IEsum will ich ilt Tanter Sie schrieen all mit lauter Stimm: IEsum uns an das Kreuze nimm, Bar⸗ rabam laß uns leben. 13. Pilatus JIEsum gei⸗ ßeln ließ, und untr die Schaar ins Richthaus stieß; IEsus ein Purpur truge. Aus Dornen flochten sie ein Kron, die mußte durch sein Haupte gahn, mit einm Rohr sie ihn schlugen, und Gpott ihn ein Kbnig mit pott, speiten auch in sein Antlitz Koth, sein heilges Haupt auch schlugen. Pi⸗ latus sprach: Seht gn den Mann, an dem ich kein Args finden kann, und hab nicht Strafens Fuge. 14. Sie schrieen all mit lauter Stimm: Kreuzige, kreuzge, den hinnimm, sonst bist nicht Kaisers Freunde. Als nun Pila⸗ tus hoͤrt das Wort, setzt er sich an des Richters Ort, wusch d' Haͤnd, wollt sein ohn Suͤnde, gab ihn n den Moͤrder Barrabam, bald JIEsum er zu kreuzgen nahm nach ihrem falschen Willen. Sein Kleider sie anthaͤten ihm, und fuͤhrten ihn mit großem Grimm, das Kreuz trug er mit Stillen. ö 15. Als sie nun gingen aus mit ihm, Simon sie zwungn mit harter Stimm, daß er ihms Kreuz 1 ruͤ⸗ 10 IsN N. HII RWchr A W* TRNH NIX. WW R K HHR Ih in y R . MO sh HE se 0 Iss Hn N Mhhtt sh* Whchet z WM. W. ieh Mu, IWRstyg Rhhhn I, M HinnGin uH H m RM Ws on Iug Regenhahh Wh Fill ich Heh Jesam u e nimm, I. unz lela Itus XEin und um Richthuuhß Putpur Ren fochtt die mußte x e gahn/ min hn sch ein Kahy diten guch hs th/ sein 0 600 h: Seht n n dem ich K n kann, uz fens dige schtienAln imm: Kuun den hiliz nicht Hiih Alls nun h 333 Wokl, N 1 des Rahh d Hand,u unde, Rb her Bln e hrem fish Zein Klchet) u, und fühe toßen Guln rug c M uul V/ Sion x hatter Sl Kreuf l vom Leiden Christi. 9¹ truͤge. Viel Volks und Frauen weinten da, bald IEsus, als er sie da sah, thaͤt sich zu ihnen biegen, und sprach: Weinet nicht uͤber mich, ihr Toͤchter Zion, bewein sich ein je⸗ des und sein Kinder; ihr werdt noch sprechen: selig die Unfruchtbarn und die saͤugten nie, vor Furcht und Qual der Suͤnde. 16. Sie kamen bald zur Schaͤdelstatt, zween Uebel⸗ thaͤter man da hat, die man ans Kreuz auch schluge, zur linken und zur rechten Hand, wie es die Schrift laͤngst hat bekannt. IEsus bat, sprach mit Fuge: Verzeih ihn'n, Vater, die⸗ se That, keinr weiß, was er hie an hat. Pila⸗ tus thaͤt auch schreiben hebraͤisch, griechisch und la⸗ tein: IEsus ein Koͤng der Juͤden fein; das thaͤt die Priesir betruͤben. 17. Als nun JIEsus ge⸗ kreuzigt war, sein Kleider sie bald nahmen wahr, und spielten druͤbr behen⸗ de. Als JEsus da sein Mutter sah, dazu Johan⸗ nem/ bald er sprach: Weib, diesen ich dir sende, dies ist dein Sohn! Zum Juͤn⸗ ger spricht: Das ist dein Mutter, laß sie nicht! Bald er sie zu ihm nahme. Die Hohenpriester trieben Spott, auch ander viel laͤsterten GOtt: Bist dus, der von GOtt kame? 18. Bist du nun GOt⸗ tes lieber Sohn, steig jetzt vom Kreuz, hilf dir da⸗ von! das thaͤten guch die Schaͤcher. Doch einer sich zum andern kehrt, IEsus Unschuld er ihn da lehrt, sprach: JEsu, denk mein nachher, so du kommest ins Reiche dein. Er sprach; Heut wirst du bei mir sein, wohl in dem die Paradeise! Ein Finstrniß ward zur sechsten Stund; um neune FEsus schrie von Grund/ mit lauter Stimm und Weise: 19. Mein GOtt, mein GOtt, wie laͤßt du mich? In Spott brachten sie dald Essig, und gaben ihm zu trinken. A·ls IEsus den versuchet haͤtt, sprach er: Vollbracht ists, das ich thaͤt; sein Hauyt ließ er da sinken. O Vater, in die Haͤnde dein befehl ich dir den Geiste mein! schrie er mit lauter Stim⸗ me: gab auf sein Geist; der Vorhang bhend im Tempel riß entzwei zu End, die Felsen wichen ihme. 20. Das Erdreich auch erzittert war, die Graͤber wurden offenbar, der Hauptmann und sein Gsin⸗ de sprachen: Fuͤrwahr, der Fromme was und GOttes Sohn, deß zeiget das! schlugn an ihr Herz ge⸗ schwinde. Als sie den Schaͤchern brachn die Bein, war IEsus todt, brachen ihm kein, und stachen auf sein Seite; es rann daraus Wasser und Blut, ders hat gesehen/ ben gut, die Schrift die zeugts auch weiter. 21. Nach ———————— 92 E. a. vom Leiden Christi. 21. Nach dem, als nun der Abend kam, Joseph, der Fromme,/ JEsum nahm vom Kreuz, ihn zu begra⸗ ben. Dazu auch Nikode⸗ mus kam, viel Aloes und Myrrhen nahm, damit sie IEsum haben gewickelt in ein Leinwand rein; da war ein Grab in einem Stein in einem Felsen neue, darein sie IEsum legten schon, ein Stein auch druͤber ward ge— than, und gingen hin mit Treue. 22. Die Juden fuͤhrten noch ein Klag, bewahr⸗ tens Grab; am dritten Tag IEsus stand auf mit Gwalte, auf daß er uns ja froͤmmer maͤcht, und mit ihm in sein Reiche braͤcht aus der suͤndlichen Gstalte. Darum wir sol⸗ len froͤhlich sein, daß un⸗ ser Seligmacher fein, Chri⸗ stus, bat uͤberwunden fuͤr uns der Suͤnden große Noth, dazu die Hoͤlle und den Tod, und auch den Teufel bunden. 23. So laßt uns nun ihm dankbar sein, daß er fuͤr uns leidt solche ein, nach seinem Willen eben; auch laßt uns sein der Suͤnden feind, weil uns Gotts Wort so helle scheint, Tag und Nacht danach Urebenz die Lieb erzeigen jeder⸗ mann, wie Christus hat an uns gethan, mit seinm Leiden und Sterben. O Menschenkind, betracht das 6. ter sagen? Du bisi auch so recht, wie GOttes Zorn die Suͤnde schlaͤgt; thu dich davor bewahren. Sebald Heyd. Mel. Alles ist an GOt⸗ tes Segen. 110. O so hast du nun dein Leben fuͤr das meine hin⸗ 0 egeben, IEsu, meine reud und Ruh, bist du nun fuͤr mich gestorben, und hast mir das Hein 3 du verwundte Liebe d 2. Freilich ja, du bist ge⸗ storben, daß du mir das Heil erworben, liegest so elende todt. Nicht ein Athem ist zu spuͤren, nicht ein Glied kannst du mehr ruͤhren. Ach der unerhoͤr⸗ ten Noth! 3. Deine Lippen sind verblichen, und dein Geist von dir gewichen, alle Kraͤfte sind verzehrt; alle Rosen deiner Wangen sind verwelket und vergangen, alle Schoͤnheit ist verheert. 4. Dein erfreulich An⸗ gesichte ist nun worden ganz zunichte, deine Stirn ist un⸗ gestalt. Ja dein Augen, mei⸗ ne Sonnen, sind verloschen und zerronnen, alles ist ver⸗ stalt und kalt. 5. Ach wo werd ich euer finden, mich hin⸗ fuͤhro anzuzuͤnden in der ewgen Liebes⸗Brunst? Wenn dein Augen,‚ o mein Leben, keine Funken von sich geben, ist all unser Thun umsonst. 6. Ach was soll ich wei⸗ gar RI I And ga;* I. K12 V UN WMee V- . WU* 1 * U E 2 I I. Ml N H We W. Wr */ IGXA. AAs 11 N U ttes hen br 0d Düne 0 li 1 1 1 1 1 I lhtu I IM 1 Iu h, N sch 6 1* 0 w Wh M I% 0 Ian * .ar Abewahte, Sthuh g s istan 0 Segen. 0 0 Uunun i L meine h/ Jesu, nh Ruh/ Unich gesch mit das su hu herwosh in, du hith d mit Hen, lieges z Nicht h spuͤren, nich Hust du mehr del Uethöt⸗ Vpen siuh und dein Gas wichen, ale verzehrt; r Wangen sh Ud vergahet Keit ist vethet, erfreulich N⸗ in wotdengg he Stitnist ein Augeh n sindpelochg eh/ alleß stht lt. Wo Werd U / Mich uͤnden in M cheb⸗Munsl Auge, om Funken is all ue * sollich l Mbistaachs 0 vom Leiden Christi. 93 gar zerschlagen, daß mir Herz und Seele weint. Deine Schultern sind zer⸗ schmissen, und dein Haupt so sehr zerrissen, daß es laͤuter Wunde scheint. 7. Du bist ganz mit Blut umflossen, welches du fuͤr mich vergossen aus dem tiefsten Lebensgrund; alle Glieder sind zerrenket, und, was mehr mein Herze kraͤnket, dein ver⸗ liebtes Herz ist wund. 2 S. O der Wunde, o des Schmerzens! O du Herze meines Herzens! O du Arznei meiner Pein! O daß ich meins Herzens Leben moͤchte haben hingegeben, und fuͤr dich verwundet sein! 9. Weil dirs aber so ge⸗ fallen, daß du, Treuester vor allen, meinetwegen das gethan, will auch ich mich zu dir strecken, und dein theures Blut auflek⸗ ken, weil mein Mund sich ruͤhren kann. 10. Deine Wunden will ich kuͤssen, und das liebste Herze gruͤßen, wie ich im⸗ mner kann und weiß: dei⸗ nen Leichnam will ich pfle⸗ gen, in Gewuͤrz und Myr⸗ rhen legen, und ihn ehrn mit großem Fleiß. 11. Gieb nur, wenn ich dich so kuͤsse, daß mir Seel und Geist zerfließe, daß mein Herze werde weich; daß der Balsam dei⸗ ner Wunden heile meiner Seele Schrunden, daß mein Geist dein Herz er⸗ reich. 12. Denn ich will mich, o mein Leben, in dein off⸗ nes Herz begehen, als den besten Felsenstein; weil man vor dem Grimm der Hoͤllen, vor der Welt und ihren Wellen kann darin⸗ nen sicher sein. J. Angelus. Mel. Herr und Aeltster deiner Kreuzgemeinc. Marter GOt⸗ 1 1 M tes, wer kann dein vergessen, der in dir sein Wohlsein findt ꝛ Unser Herze wuͤnscht sich unterdessen stets noch mehr zum Dank entzuͤndt. Unsre Seele soll sich daran naͤh⸗ ren, unsre Ohren nie was Liebers hoͤren; alle Tage kommt er mir schoͤner in dem Bilde fuͤr. 2. Tausend Dank, du unser treues Herze! Leib und Geist bet druͤber an, daß du unter Martern Angst und Schmerze hast fuͤr uns gethan. Laß ich jedes um so heißer lieben, als es noch im Glauben sich muß uͤben, bis es einst als deine Braut dich von Angesichte schaut. Meine kranke und beduͤrftge Seele eilt auf deine Wunden zu; denn sie 12 in deiner Seiten⸗ hoͤhle Trost und Laosal, Fried und Ruh. Laß mich nur die Kreuzesluft anwe⸗ hen, und dein Marterbild stets vor mir stehen, so geht mir bis in mein Grab nichts an Seligkeiten ab. 4. Die wir uns allhier beisammen finden, schla⸗ gen unsre Haͤnde ein, auf au 9⁴ vom Leiden Christi. auf deine Marter zu ver⸗ binden, dir auf ewig treu b0 sein; und zum Zeichen, aß dies Lobgetoͤne deinem Herzen angenehm und schoͤne, sage Amen und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! C. R. v. Zinzendorf. Mel. Kreu dich sehr, o meine Seele. 40 Lamm GOt⸗ 1 1 2. O tes hoch er⸗ hahen, welches der Welt Suͤnde traoͤgt, du allein, du kannst uns laben, wenn uns Noth und Tod be⸗ wegt. Siehe/ du bist GOt⸗ tes⸗Lamm, siehe, wir vom Suͤndenstamm, ach wir sind ja GOttes Feinde, lehr uns werden GOttes Freunde. 2. Bist du nicht der Weg zum Leben? Bist du nicht der Wahrheit Grund? Hast dich selbst fuͤr uns gegeben, daß noch Zund waͤr ein Bund, ein Bun der Barmherzigkeit, ein Bund der Gerechtigkeit. Dein Kreuz, dein Blut ist der Segen, so uns bringt zu GOttes Wegen. 3. O Lamm GOttes, hoͤchgelobet, GOttes Weis⸗ heit, GOttes Kraft! als der Grimm und Zorn ge⸗ tobet, hast du Frieden uns geschafft; bist von Ewig⸗ keit erkorn, und dazu ein Mensch geborn, daß dein ewiges Erbarmen in der Zeit errett uns Arme. . Wort, o Schoͤpfer aller Dinge, schaffest auch uns neue Huld; siehe, sprichst du, wie ich ringe fuͤr der Menschen Suͤn⸗ denschuld! Ja, du hasi des Kreuzes Pein lassen dein Vergnuͤgen sein, daß du moͤchtest durch dein Ster⸗ ben Gnad und Heilgung uns erwerben. 5. Unsre Herzen, unsre Sinnen/ unsreKraͤfte uͤber⸗ all sind verkehrt von aus und innen durch den ersten Suͤndenfall: sind vom Gu⸗ ten ganz entleert und ins Boͤse ganz gekehrt; alles Tichten, alles Trachten kann nichts als nur GOtt verachten. 6. Alles dieses hat ge⸗ buͤßet GOttes eingeborner Sohn; 47m Heiland, sei Sauldes u traͤgst unirer chulden Lohn; auch ist deiner Wunden Saft, alles deines Leidens Kraft uns geschenkt, den Feind zu binden und das Fleisch zu uͤberwinden. 7. O Geheimniß voller Wunder! Kreuz, du bist des Lehens Holz, bist der einge Trost der Suͤnder, daß der Fall nicht mache stolz; Christi Kreuz bringt alles ein, was nur mag verloren sein, wenn der Geist aus Christi Schmer⸗ zen kreuziget die Welt im Herzen. 8. Drum, o JEsu, laß dein Leiden schaffen in mir wahre Frucht; laß mich den Betrug vermeiden, daß ich nicht der Suͤnden Sucht zu bedecken faͤlschlich mein, ob ich bleibe gleich unrein. Niemand wird Vergebung fin⸗ Eh I . W AII. MN H Wah E Hd um un N / Hh W HHHHAN11 M IllGfla Asig z Ichhrlch u nic F nh WI. I dg , n We Mo„ Mhe g RU WMken 7 Wle ich ů Taauscheh N,u Hehn lafe In sein Rß urch nn und Hal ben. te Hurzn x EusreKräfelh Ferkehrt hgn durch buh :sindn Hentleett unht gekehrtze alles Tuthe ald nur G 6 dieses ht Ites Wh n Hellah du trügst ut Lohn; auch nden Saft A ens Kraft u den Feind! das Ffll Wden. Hchämniß ul 5 Höhe st der Zilhe Fall nich mat isti Ktah kun i Rt l sei, Wa Cheisti S Het die Vil⸗ Im, schafet Un ücht; laß ebelh + Suͤnden fülchlchni gleich I. Lanch 150 I vom Leiden Christi. 9⁵ finden, der nicht abstirbt allen Suͤnden. 9. Und wer mag nun von sich sagen: Sieh, ich sterbe der Welt ab! wo man nicht in deine Plagen sich versenkt und in dein Grab? Dein Tod will ge⸗ yflanzet sein in mein ganzes Herz hinein, daß die Suͤn⸗ den aller Sinnen auszu⸗ sterben recht beginnen. 10. Komm, o Zagen, komm, o Trauren uͤber alles Boͤd in mir. Nichts mehr soll fort bei mir dau⸗ r⸗ was die Welt erwaͤhlet ihr. dem Bach auf dem Kreu⸗ zeswege, ach! ach das Lamm so tief sich neiget, unter GOttes Willen beuget. 11. Eile zu mir aus dem Garten, GOtteslamm,/ mit deinem Sinn; brich mir meinen Sinn, den harten, nimm ganz meinen Willen hin; sei du denn der En⸗ der auch, der mir staͤrke en Gebrauch deines Lei⸗ dens in dem allen, wo ich moͤge dir 1 den 12. Will der Welt es nicht gefallen, daß ich ihr Thun fliehe sehr, laß mich nicht zuruͤck hinfallen/ binde mich je mehr und mehr daß ich dir gevunden sei, und durch deine Bande frei, daß man mich durch ihre Hrin nicht beruͤcke noch verletze. 13. IEsu, deine Backen⸗ streiche, deine Wunden ohne Zahl staͤrken mich, daß ich nicht weiche, zu erdulden alle Qual. Du traͤgst fal⸗ Siehe dort, wie zu scher Zeugen Haß: gieb mir auch ohn Unterlaß, meine Feinde recht zu lieben, kei⸗ nen Menschen zu betruͤben. 14. Will der Teufel mich verklagen, daß die Sinnen laͤstern GOtt: laß mich, IEsu, nicht verzagen, hilf durch deinen Hohn und Spott; durch den Geist der Heiligung daͤmpf in mir die Zwektng, durch dein heiliges Bekennen laß mich GOtt den Vater nennen. 15. Trotz gesagt dem alten Drachen, des Pro⸗ pheten falschem Schein. GOtt reißt mich aus eu⸗ rem Rachen durch des Soh⸗ nes Schmach und Pein. Hetzet auf mich nur das Thier, das mich laͤngst ver⸗ schlungen schier; reizet auf mich los die Wilden, denen ihr was koͤnnt einbilden. 16. Was fuͤr Schmaͤ⸗ hung, was fuͤr Schlaͤge, leidest du, o Heiland mein; sollt ich denn allein so traͤge und von ihm geschieden sein? Nein, ich kann, ich will, ich muß, gleich wie dort Ignatius, in mir sein Beispiel erfuͤllen, nichts soll mein Verlangen stillen. 17. Sein Stillschweigen nur bezwinget meinen Geist in GOttes Schooß, und sein Geist in mir stets rin⸗ get, daß ich von mir werde los, ganz vom eignen Wil⸗ len frei, nichts nicht in der Welt mehr scheu, alle seine Schmach und Pla⸗ gen durch ihn willig zu ertragen. 18. O mein GOtt, mein GOtt! —————————— E— —— 96 vom Leiden Christi— GOtt! er schreiet, hast du und mehr bereitet, daß der 0 13 mich verlassen gar? Den Geist zum Siege schreitet. die boͤse Welt alpeiet straft 23. IEsu, GOtteslamm, der Vater offenbar, da er die Deinen folgen dir nicht I doch unschuldig ist, und anders nach; koͤmmt dein u ihn wuͤrget meine List. Ei Geist durch seligs Weinen u wie gern bin ich verlassen; unter ihres Herzens Dach, h sein Verdienst kann GOtt wird das Fleisch zerknir⸗* nicht hassen. schet recht, so wird bald%½ 19. Alter Mensch, dein der Suͤndenknecht ein Kind* aͤrges Leben muß so auf⸗GOttes, dein Miterbe; MB gedpfert sein; du mußt dei⸗dies versuͤßet alles Herbe.* nen Geist aufgeben, soll ichh 24. Drum wer sich von W. anders werden rein. Laß Christo nennet, und er⸗ h H die Welt nur schreien baß: waͤhlt des Kreuzes Joch, 1 Sehet, welch ein Menschsolchen nichts vom HEr⸗ V. ist das! gnug, es fordertren trennet, ist er nur¶ ͤ Christi Lehre, daß der Suͤn⸗besprenget noch; Christi RunEer denleib aufhoͤre. Blut, sein Eigenthum, rei⸗ Wühar 20. Angenagelt mußt dufnigt ihn zum Heiligthum,. sterben, aͤngenagelt immer⸗ihn durchs Leiden stets ver⸗—⁷ fort. Solch dein Sterben sklaͤret, ihm das Erbe stets 10 1 voͤm Verderben mich be⸗vermehret. 53— freiet hier und dort. Gall 25. O wie sehnet sich HH1H und Essig sei dein Trank: mein Alles, deinem Tode. IEsu, dir sei Lob und gleich zu thun; keiner Plage, Ralhg Dank; lehre mich, wie von kenes Falles fuͤrcht ich Wh der Erde mir nichts, denn mich, o IEsu, nun. Alles. die Rothdurft, werde. sist ein Vortheil mir, was hih in 21. Selig, selig, die das mich nur gleich machet dir. Straͤuben dieser Welt ganz Herrlichkeit und ewges Le⸗ Im E stellen ein, und bald ihren ben wirst du deinem Die⸗ HU Leib betaͤuben, unterthaͤnig ner geben. laßt u GOtt zu sein. Selig ist 26. HErr der Herrlich⸗ h Wun ihr Ausgang hier, durch keit, ich denke stets an dei⸗ Il u Christum sie fuͤr und fuͤrsnen theuren Mund; lenke d Welt und Teufel uͤberwin⸗meine Sinnen, lenke, senke Ah den, Fried und Freud im mich in deinen Bund. +N Geiste finden. Nichts mag so gering hier a Hun 22. O Geheimniß voller sein, auch ein klenes ht Wunder! Kreuz bringt lau⸗Troͤpfelein, was verleug⸗ WM. ter Seligkeit; ereuz erhebtnet, was gelitten, wird Rig die armen Suͤnder in Reich⸗dein Segen uͤberschuͤtten. A Eih thum und Herrlichkeit. 27. Nur bestaͤndig sein Aumgaht g. Schenkt den Kreuzkelch im⸗im Ringen, Flehn und HtamE mer voll! Alles, was ich Wachen lehre mich, daß Hncht; leiden soll, mich nur mehr sich alles mag** un ———————————— ü vom eiden e 9⁷ und im Grab auch ehren dich 5 und im Geist auch stehen auf, bis ich ende meinen Lauf. Da will ich ů meinen Ich danke dir, Him⸗ e r, daß du fuͤr mich gelitten, daß du sterbend Tod ritterlich be⸗ dort froͤhlich singen, dir, stritten. GOttes, Lamm dringen. 7. O Seelenfreund, ders tre eulich mein t, laß solches 28. Ewig will ich dir mich bedenken, dis man Lob sagen, daß du mich endlich meinen Leib wird erloͤset hast durch dein Lei⸗ den Angst und Dlagen von sins Grab ver senken. 8. Dann leb ich wohl, der schweren Suͤndenlast; al eich wie ich soll, und daß dein Blut die gung hat gebracht zur Hei⸗ ligung, W· U ich mit ver⸗ klaͤrten Weisen stets in deinem Bilde preisen. Joachim Justus Breithaupt. Mel. O Trourignkeit, 5 Herzteleid. +— 1 1—2— Bl ut, rothe Flut, wie quillst du ous den Wunden, die mit unerhoͤrter Angst JEs us hat em. pfund en. 2. Ach · heurer Fluß,d ach Fluß, die Seele laben; sonsten kann ich in der Welt kei⸗ nen Labsal haben. 3. Fleuß auf sie 5U/ und e ihr Ruh, wenn sie die Uunde naget, wenn uͤhlet ni u 8 st, und mein Gnadent hron stirbst, auf daß 10 ede und an dir, o Weinstocz sei eine gruͤne Rebe. 5 Ich Suͤn denknecht vin nun gexecht, mein Fluch wird mir zum Segen; de enn ich bin des Hoͤchsten Kind meines IEsus wegen. Reini⸗ sterb Iu — Uiranen wird ins Gr ab ge⸗ ich muß mit dir L in deinem Namen. Komm, du theures A und O, mich zu holen. Amen. Simon Dach. In eigener Melodie. 1 1 x Traurigkeit, st o Herzeleid, ist das nichi zu beklagen GOtt des I61 einigs Lie ün enschenkind, nur de ine Suͤnd hat dieses an⸗ gerichtet, da du durch die Misserhat warest ganz ver⸗ nichtet. 4. Dein Braͤut igam, das GOttes⸗ amm, liegt dier n 7 m mit Bl ut beflossen, welches er ganz—.5 diglich hat fuͤr ich vergo ssen. 5. 0 süer Mund, 9 Glaubensgrund, wie di du so zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. ild, schon, 6. O lieblich B du Sdon⸗ zart und mild ö lein d der Jungfrauen! nie⸗ 5 mand 98 vom Leiden Christi. mand kann dein heißes Blut ohne Reu anschauen. 7. O selig ist zu jeder Frist, der dieses recht be⸗ denket, wie der HErr der Herrlichkeit wird ins Grab IEsu du, mein Huͤlf und Ruh, ich bitte dich mit Thraͤnen, hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir moͤge sehnen. Job. Rist. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Welt, sieh 115 J. O hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fuͤrst der Ehren laͤßt willig sich beschweren mit Sch laͤ⸗ gen, Hohn und großemsd Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, sein Leib. ganz mit Sehweiße d es Blutes uͤberfuͤllt. Aus sei⸗ nem edlen Herzen vor un⸗ erschoͤpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so ge⸗(6 schlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so uͤbel zugericht? Du bis. ja nicht ein Suͤnder, wie wir und unsre Kinder; von Misse⸗ 51 weißt du nicht. 4. Ich ich und meine Suͤnden, die sich wie Koͤrn⸗ lein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schlaͤget, und das betrbte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte buͤßen/ an Haͤnden und an Fuͤßen gebunden in der Hoͤll; die Geißeln und die Banden und was du aus⸗ gestanden, das hat verdie⸗ 25 meine Seel. 6. Du nimmst auf dei⸗ nen Ruͤcken die Lasten, die mich druͤcken, viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Lab⸗ sal sein. 7. Du setzest dich zum Buͤrgen, ja laͤssest dich gar wuͤrgen fuͤr mich und meine Schuld. Mir laͤssest du dich kroͤnen mit Dornen, die dich hoͤhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Du springst ins To⸗ des Rachen, mich frei und los zu machen von solchem Ungeheur; mein Sterben nimmst du abe, vergraͤbst es in dem Grabe: o un⸗ erhoͤrtes Liebesfeur! 9. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir uͤberhoch und fehr. Was Leib und Seel vermögen/ das soll ich billig legen ellzeit an deinen Dienst und Ehr. 10. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leih und Seele scheiden, mir stets in mei— nem Herzen ruhn. 11. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran er⸗ 1et. ich sei auch, wo ich ei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld an ein — Sih 0 Rai . M 600 GO IWEsett V heg he I Rhe 0„ M Rlgh, W. A klch I Mul W Hal 64. Ahe scht, s h ach Ihgn ht S MI Ie 0 ö 130 1 Mlt W Dasc g Ahahsez ihg u iit mumer 0 OM x W Ohe ö W A Hseg u/A 0 31 Hucde K hn Mah, A ien 110.4 intt Mseh ahnen 1 l Wscr 6 mar ahen dh. Ri. Huͤnden ar Hupden Heißelh 0 End woß h es hat ueh Sell nimmmst aaf I die Lastey! h Hidlschhe Lötein; du g. aggegen hurh N Segeh, muß meij d seheß dih y asses dhz mich undmte Nit lassestoh Dornen, „ und lh Heduld, Hungst ins L Rich ftei uh eh Von solche mein Sterhe lbe, vahtih Grobe: O⸗ jebesfelt! bin, man H all Nugast den dir ubethnt Das La I Idgen/ N l lgen ellet: eust und Ei. „ ich kann b in diesem gtz 3 aber wl ll dein Todh Leib und E ür stets ruhn. Wills vor A sets r sei guch, mit sein Unschuh ‚ vom Leiden Christi. 99 ein Siegel der Lieb und unverfaͤlschten Treu. 12. Wie heftig unsre Suͤnden den frommen GOtt entzünden, wie Rach und Eifer gehn, wie grau⸗ sam seine Ruthen, wie zor⸗ nig seine Fluten, will ich aus deinem Leiden sehn. 13. Ich will daraus stu⸗ dieren, wie ich mein Herz soll zieren mit stillem, sanf⸗ tem Muth, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betruͤben mit Werken, so die Bosheit thut. 14. Wenn boͤse Zungen stechen, mir Glimpf uͤnd Namen brechen, so will ich zaͤhmen mich; das Unrecht Will ich dulden, dem Naͤch⸗ sten seine Schulden verzei⸗ hen gern und williglich. 15. Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz und dem absagen, was meinem Fleisch geluͤst; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer moͤglich ist. 16. Dein Seufzen und dein Stoͤhnen und die viel tausend Thraͤnen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schooß und Haͤnde begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerharb. In eigener Melodie. 116 O wir armen Suͤͤnder, unsre Missethat, darin wir empfangen und geboren sind, hat gebracht uns alle in solche große Noth, daß wir unterworfen sind dem ewigen Tod. Kyrie elei— son, Christe eleison, Kyrie eleison! 2. Aus dem Tod wir konnten durch unsr eigen Werk nimmer werdn ge⸗ rettet; die Suͤnde war zu stark. Daß wir wuͤrdn erloset, so konnts nicht anders sein, denn GOtts Sohn mußt leiden des To⸗ des bittre e ehe Kyrie eleison, Christe eleison, Ky⸗ rie eleison! 3. So nicht waͤr 9e kommen Christus in die Welt, und an sich genom⸗ men unsre arm Gestalt/ und fuͤr unsre Suͤnden gestorben williglich, so haͤttn wir muͤssen bleiben verdammet ewiglich. Ky⸗ rie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 4. Solche große Gnade und vaͤterlich Gunst hat uns GᷣOtt erzeiget lauter ar umsonst, in Christo semen Sohne, der si be5. hat in den Tod es Kreuzes zu unsrer Seligkeit. Kyrie eleison, Chrie eleison, Kyrie eleison! 5. Deß solln wir uns troͤsten wider Suͤnd und Tod, und ja nicht verza⸗ gen vor der Hoͤllenglut. Denn wir sind gerettet aus aller Faͤhrlichkeit durch Christum unsern HErren, ben deit in Ewigkeit. Ky⸗ rie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 6. Darum wolln wir loben und danken allzeit dem Vatr und dem Sohne und dem heilgen Geist, 5*⁵ und 100 vom Leiden Christi. und bitten, daß er wolle behuͤten uns vor Noth, und daß wir stets bleiben bei seinem heilgen Wort. Kyrie eleison, Christe elei⸗ son, Kyrie eleison! Hermann Bonnus. Mel. JEsus, meine Zu⸗ versicht. 1 17.Seie, eh auf Golgatha/ setz dich unter JEsu Kreuze, und bedenke, was dich da fuͤr ein Trieb zur Buße reize. Willst du unem⸗ vfindlich sein: o so bist du mehr als Stein. 2. Schaue doch das Jam⸗ merbild zwischen Erd und Himmel hangen! wie das Blut mii Stroͤmen quillt, daß ihm alle Kraft entgan⸗ Ron Ach der uͤbergroßen Noth, es ist gar mein IEsus todt. 3. O Lamm GᷣOttes ohne Schuld, alles das hatt ich verschuldet, und du hast aus großer Huld Pein und Tod fuͤr mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, giebst du dich ans Kreuze hin. 4. 1, ich vere GOttes⸗ lamm, ich verehre deine Liebe. Schaue von dem Kreuzesstamm, wie ich mich um dich betruͤbe. Dein im Blute wallend Herz setzet mich in tausend Schmerz. 5. Ich kann nimmer nimmermehr diese Plagen dir vergelten. Du ver⸗ binoest mich zu sehr: schenk ich dir gleich tausend Wel⸗ ten, ach das waͤre nicht net ihn, und kein Mond genung nur fuͤr deinen Gallen-Trunk. 6. Nun ich weiß no was fuͤr dich: ich wi dir mein Herze geben; die⸗ ses soll bestaͤndiglich unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein le⸗ bend/ leidend, sterbend sein. 7. Laß dein Herz mir offen stehn, oͤffne deiner Wunden Thuͤre; da hin⸗ ein will ich stets gehn, wenn ich Kreuz und Noth verspuͤre, wie ein Hirsch nach Wasser duͤrst, bis du mich erquicken wirst. 8. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt verschmaͤhen. Laß mich dich, du hoͤchstes Gut/ immer vor den Augen se⸗ hen, Fuͤhr in allem Kreuze mich wunderlich, nur se⸗ iglich. 9. Endlich laß mich meine Noth auch geduldig uͤber⸗ winden. Nirgend sonst wird mich der Tod, als in deinen Wunden finden. Wer 70 hier sein Bette macht, spricht zuletzt: Es ist vollbracht. Beni. Schmolk. Mel. JIEsus, meine Zu⸗ versicht. 2— elig/ wer 118. nn sichet Raum auf den gruͤnen Friedensmatten, bei des heilgen Kreuzes Baum, sitzend unter seinem Schat⸗ ten. Denn er bleibet wohl⸗ beschuͤtzt, wenns gleich don⸗ nert, kracht und blitzt. 2. Keine Sonne bren⸗ ——— kann lsK Wn E Whn WRRN I M HN 0 Whm W. M 1 10 n Itau Ml t Ru Ahhny H Hid WN amn U Aje lebeg. N, sterhendih dein Hu offne eht hhuͤre; NH Uch stetz gh Areuz und se wie ein ht Er durst, Wh cken wüs. ige mein I lehre nn chmähen. A Mu höͤchstes Hu den Auga Iin allem U erlich, nut y Wlaß michne U edulbig uie Nurgend san er Tod, Wunden finde. sier sein Bett. lzuleßt: Es . Benj. Schmoll 5j Meint di⸗ sicht. Tdg, M hmsict den n t ten/ hei teutes Bull e er leibet W denn9 hleichg und blh Sonne ih + kein 30 vom Leiden Christi. 101 kann ihm was schaden; sein Gemuͤthe, Herz und Sinn wird mit keinem Weh be⸗ laden. Er ist sicher, daß nicht Gift, noch ein Un⸗ heil ihn betrifft. 3. Er erquicket seine Brust mit der Frucht, die auf ihm siehet; wird da⸗ durch nach Wunsch und Lust inniglich zu GOtt er⸗ hoͤhet. O wie suͤß ist diese Frucht! selig/ wer sie recht versucht. 4. Seine Seele wird ge⸗ troͤst, wie ein Schaf auf frischer Weiden, wenn sie Kebe der sie erlost, so ver⸗ liebet siehet leiden; wenn der Balsam auf sie fleußt, der sich reichlich da ergeußt. 5. Kommet her, ihr alle⸗ samnit, die ihr ht euch und abgemattet, setzt eu unter diesen Stamm, daß er eure Seel beschattet: eilt dem heilgen Kreuze zu, denn ihr findt da wahre 965 IEsu/ laß mich fuͤr nd uͤr unter deinem Kreuze bleiben; laß mich keinen Feind von dir und aus deinem Schatten trei⸗ ben; denn dein Kreuz und deine Pein ist mein Trost und Ruh allein. Johann Angelus. Mel. Zion hlagt mit Angst und Schmerzen. 1 1 Sei mir tau⸗ O sendmal ge⸗ gruͤßet/ der mich ie und je geliebt, IEsu, der du 10 d ebuͤßet das, womit ch dich betruͤbt. Ach wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und liegen soll an dem Kreuze, da du stirbest, und um meine S wirbest. Ich umfange/ herz und kuͤsse der gekraͤnkten Wunden Zahl, und die purpurrothen Fluͤsse deiner Fuͤß und Ragelmaal. O wer kann doch, schoͤnster Fuͤrst, den so hoch na uns geduͤrst, deinen Durst und Liebsverlangen voͤllig faln und umfangen? Heile mich, o Heil er Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quaͤlen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 4. Schreibe deine blut⸗ gen Wunden, mir, HErr, in das Herz hinein, daß sie moͤgen alle Stunden bei mir unvergessen ön Du bist doch mein schoͤ stes Gut, da mein gankes Herze ruht; laß mich hier zu deinen Fuͤßen deiner Lieb und Gunst genießen. 5. Diese Fuͤße will ich halten, auf das best ich immer kann. Schaue mei⸗ ner Haͤnde Falten und mich selbsten freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum, und gieb meiner Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauren schwinden, ich, ich tilg all deine Suͤnden. Paul Gerharb. Mel. 102 IXIIIII vom Leiden Christi. Mel. Was mein GOtt wiil, das gscheh allzeit. 0 ei wohl ge⸗ 1 20. V/ ruͤßet, gu⸗ ter Hirt, und ihr, o heil⸗ den Haͤnde voll Rosen, End ie man preisen wird bis an des Himmels Ende. Die Rosen, die ich mein' allhie, sind deine Maal und Plagen, die dir am End in deine Haͤnd am Kreuze sind geschlagen. 2. Du zahlst mit beiden Haͤnden dar die edlen ro⸗ then Gulden, und bringst die ganze Menschenschaar dadurch aus allen Schul⸗ den. Ach laß von mir, o Liebster, dir dies' Haͤnde herzlich druͤcken, und mit dem Blut, das mir zu gut vergossen, mich erquicken. 3. Wie freundlich thust du dich doch zu, und greifst mit beiden Armen nach aller Welt, in Lieb und Ruh uns ewig zu erwar⸗ men. Ach HErr, sieh hier/ mit was Begier ich Armer zu dir trete: sei mir bereit, und gieb mir Freud und Trost, darum ich bete. 4. Zieh allen meinen Geist und Sinn nach dir und deiner Hoͤhe; gieb, daß mein Herz nur immerhin nach deinem Kreuze stehe; ja daß ich mich selbst wil⸗ liglich mit dir ans Kreuze binde, und mehr und mehr toͤdt und zerstoͤr in mir des Fleisches Suͤnde. 5. Ich herz und kuͤsse wie⸗ derum aus rechtem treuen Herzen, HErr, deine Haͤnd i“TTTETETTTATCTCTATATUTCTC und sage Ruhm und Dank fuͤr ihre Schmerzen; da⸗ neben geb ich, weil ich leb, in diese deine Haͤnde Herz/ Seel und Leib, und also bleib ich dein bis an mein nde. Paul Gerbard. Mel. Christus, der uns selig macht. iehe, mein 1471. Knecht, der wird weislich handeln, ohne Tadel, schlecht und recht auf der Erde wandeln; sein ge⸗ treuer frommer Sinn wird in Einfalt gehen, und noch dennoch wird man ihn an das nch erhoͤhen. 2. Hoch am Kreuze wird mein Sohn große Marter leiden, und Viel werden ihn mit Hohn als ein Scheusal meiden; aber al⸗ so wird sein Blut auf viel Heiden springen, und das ewge wahre Gut in ihr Herze bringen. 3. Koͤnge werden ihren Mund gegen ihn zuhalten, und aus innerm Herzens⸗ grund ihre Haͤnde falten. Das verblendte, taube Heer wird ihn sehn und hoͤren, und mit Lust zu seiner Ehr ihren Glauben mehren. 4. Aber da, wo GOttes Licht reichlich wird gespuͤ⸗ ret, haͤlt man sich mit nich⸗ ten nicht, wie es sich ge⸗ buͤhret; denn wer glaubt im Juͤden⸗Land unsrer Predigt Worten? Wem wird GOttes Arm bekannt in Israels Orten? 5. Niemand will fast sei⸗ I na HW E W Dun Rush H 0•* chhe Zal N WEI . ODd KN l 20 7 RW IIU IMis, f Ih MMN MA HHH1 Ain I . 0 N— 2 — uun H N 0 HHE MSale V N 910 W hllachn z Wh, Ac hnh urhez 10 v sug Tuhm chmetc ch, waliht e Hunde h Paul Herheh histue, der v nacht Se, 00 „elkg wird waͤlt Vohne MW recht auf y Heln; sen g mer Sinn ui ehen/ und ni r man ihn z hbhen, n Kreuse wit Rroße Merter Vel werden hn als eih den; abet gl Blut auf vit Hen, und Gut in iht N. werden ihteh Tihn zuhalh erm Herzen⸗ Haͤnde filte dte/ ube hat n und hinh u seher E. en mehten. % Wo GOi witd gesh⸗ sich mit nh hie es sich Y R wet giah. Jand unsth. Iten? Vul Nmbekant ANten? Id wil ff 0 vom Leiden Christi. 103 seinen Preis ihm hier las⸗ sen werden; denn er schießt auf wie ein Reis aus der duͤrren Erden, krank, ver⸗ dorret, ungestalt, voller Blut und Schmerzen; da⸗ her scheut ihn Jung und Alt mit verwandtem Herzen. 6. Ei was hat er denn gethan? Was sind seine Schulden, daß er da vor jedermann solche Schmach muß dulden? Hat er etwa GOtt betruͤbt bei gesun⸗ den Tagen, daß er ihm anjetzo giebt seinen Lohn mit Plagen? 7. Nein fuͤrwahr, wahr⸗ haftig nein, er ist ohne Suͤnden, sondern was die Welt fuͤr Pein billig sollt empfinden, was fuͤr Krank⸗ heit, Angst und Weh uns von Recht gebuͤhret, das ists, was ihn in die Hoͤh an das Kreuz gefuͤhret. Daß ihn GOtt so heftig schlaͤgt, thut er un⸗ sertwillen; daß er solche Buͤrben traͤgt, damit will er stillen GOttes Zorn und großen Brimm, daß wir Friede haben durch sein Leiden, und in ihm Leib und Seele laben. 9. Wir sinds, die wir in der Irr als die Schafe gingen, und noch stets zur Hdllenthuͤr als die Tollen dringen. Aber GOtt, der fromm und treu, nimmt, was wir verdienen, und legts seinem Sohne bei, der muß uns versuͤhnen. 10. Nun, er thut es herz⸗ lich gern; ach des treuen Herzen! Er nimmt an den Zorn des HErrn mit viel tausend Schmerzen, und ist allzeit voll Geduld, laͤßt kein Woͤrtlein hoͤren wider die, so ohne Schuld ihn so hoch beschweren. 11. Wie ein Laͤmmlein sich dahin laͤßt zur Schlacht⸗ bank leiten, und hat in dem frommen Sinn gar kein Widerstreiten, laͤßt sich handeln, wie man will, fangen, binden, zaͤhmen, auch dazu in großer Still ihm sein Leben nehmen: 12. Also laͤßt auch GOt⸗ tes Lamm, ohne Wider⸗ sprechen, ihm sein Herz am Kreuzesstannn unsert⸗ wegen brechen. Er sinkt in den Tod hinab, den er selbst doch bindet, weil er sterbend Tod und Grab maͤchtig uͤberwindet. 13. Er wied aus der Angst und Qual endlich ausgerissen, tritt den Fein⸗ den allzumal ihren Kopf mit Fuͤßen. Wer will sei⸗ nes Lebens Laͤng immer⸗ mehr umschraͤnken? Sei⸗ ner Tag und Jahre Meng ist nicht auszudenken. 14. Doch ist er wahr⸗ haftig hier fuͤr sein Volk gestorben, und hat voͤlli mir und dir Heil und Gna erworben; kommt auch in das Grab hinein, herrlich eingehuͤllet, wie die, so mit Reichthum sein in der Welt erfuͤllet. 15. Er wird als ein bo⸗ ser Mann vor der Welt geplaget, da er doch noch nie gethan, auch noch nie gesaget, was da bös und un⸗ — 104 vom Leiden Christi. unrecht waͤr; er hat nie betrogen, nie verletzet GOt⸗ weit kaͤnnst du es bringen! Dein Lohn, der Fluch mich tes Ehr, sein Mund nie sjetzt betrifft, in Tod thut gelogen. 16. Ach er ist fuͤr fremde Suͤnd in den Tod gege— ben, auf daß du, o Men⸗ schenkind, durch ihn moͤch⸗ test leben; daß er pflaͤnzte sein Geschlecht, den gerech⸗ ten Samen der GOtt dient, und Opfer braͤcht seinem heilgen Ramen. 17. Denn das ist sein boͤchste Freud und des Va⸗ ters Wille, daß den Erd⸗ kreis weit und breit sein Erkenntniß fuͤlle, damit der gerechte Knecht, der voll⸗ kommne Suͤhner, glaͤubig mach und recht gerecht alle Suͤndendiener. 18. Große Menge wird ihm GOtt zur Verehrung schenken, darum daß er sich mit Spott fuͤr uns lassen kraͤnken, da er denen gleich geschaͤtzt, die sehr ubertreten, auch die, so ihn hoch verletzt, selbst bei GOtt verbeten. P. Gerbard. Mel. Was mein GSoOtt er mich zwingen. Jetzt kommt die Nacht, der Suͤn⸗ den Macht, freind Schuld muß ich abtragen; be⸗ tracht es recht, du Suͤn⸗ denknecht, nun darfst nicht mehr verzagen. 3. Ich, ich, HErr JEsu, sollte zwar der Suͤnden Strafe leiden an Leib und Seel, an Haut und Haar, auch ewig aller Freuden be⸗ raubet sem, und leiden Pein: so nimmst du hin die Schulde; dein Blut und Tod bringt mich vor GOtt, ich hleib in deiner Hulde. 4„. Was kann fuͤr solche Liebe dir, HErr IEsu, ich wohl geben? Ich weiß ich finde nichts an mir, doch will, weil ich werd leben, mich eigen dir hier nach Gebuͤhr zu dienen ganz verschreiben, auch nach der Zeit in Ewigkeit dein Diener sein und bleiben. Casp. Fr. Nachtenhöfer. In eigener Melodie. will, das gscheh allzeit. Ss gehest du, 1 22.S mein IEsu/ hin, den Tod fuͤr mich zu leiden, fuͤr mich, der ich ein Suͤnder bin, der dich betruͤWbt mit Freuden. Wohlan, fahr fort, du edler Hort, mein Augen 10 0 fließen ein Thraͤnen⸗ ee, mit Ach und Weh dein Leiden zu begießen. 2. Ach Suͤnd, du schaͤd⸗ lich Schlangengift, wie spricht nicht Haupt sinkt 0 der Erden: die Thraͤnen will, es reden die Geber⸗ Merwundter 123. V Heiland, sieh nicht an, daß ich so mißgehandelt, und mit den Suͤndern auf der Bahn der Bosheit hab gewandelt; ich komme nun zu deinen Fuͤßen, und kuͤsse sie mit tausend Kuͤssen. 2. Die Zunge bebt und viel, das agen, was ich. den. 03 Hae Rht Iu 0 I, NA I. I I W ne MA TSbche t Re 9. Dah It, Wüs ih N Hehch/ Hai n Ahiteg lh Ht Alb O 124 Iuhehee leme Nufh be h it Hicsn 1 ruue Hash der Fachn %in 20 Vringen. 0 Lacht,dereh ed Sch Stiggen; 5 lcht, du Sh Tuun Herffnt eh 2 HErr W det Sühe n an daib nut und hun. Iler Freudelh⸗ /und la umst du huh ein Blut un sichborGl deiner Hulbe für solche Err JEsu, §Ich weiß, ah nir, doch werd lehet, ir hier nac dienen gah guch nach he wigkeit deh und bleban Nachtenbest 1 Melodie Nerpunth Hela „ daß ich l und mitt hy If der M abgewandeh un zl dnah füsse sie m en. ö nhe bebt U biel, d zder Echh sgell, wari Ddie Geha⸗ W vom Leiden Christi. 10⁵ den. Erhoͤr mein Herz, o roße Guͤte, und das zer⸗ nirschete Gemuͤthe. 3. Laß mich nur solche Gnad und Huld wie Mag⸗ dalen erlangen, und die Vergebung meiner Schuld aus deinem Mund empfan⸗ gen. Heiß mich so voller Trosts aufstehen, und gleich wie sie befriedigt gehen. 4. Ich will dich lieben ohne Maaß, und nimmer⸗ mehr verlassen, mit Her⸗ zens⸗Thraͤnen machen naß/ und als ein Kind umfas⸗ sen. Ich will dich lieben, meine Seele; gieb mir nur deiner Wunden Oele. 5. Ihr armen Fuͤße, seid gekuͤßt, die ihr fuͤr mich zerschlagen, die ihr fuͤr meine Thaten buͤßt, und traget meine Plagen. Haͤtt ich doch nie gelebt in Suͤnden, daß ihr nicht duͤrftet dies enpfinden! 6. Verstoßt mich doch nicht, weil mirs leid, weil ich die Schuld bekenne; vergebt, weil ich mich all⸗ bereit von Herzen euer nenne; gebt, daß ich des Verdiensts genieße, das ihr erwerbt, ihr heilgen Fuͤße! Johann Angelus. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 1 2 4 Ueränderli⸗ *Uches Wesen, unbegreiflich hoͤchstes Gut, von dem Vater auserlesen, daß du seines Zornes Glut und erweckten Grim̃ solltst stillen durch dein Gottes⸗ blut so roth, und erfuͤllen seinen Willen im Gehor⸗ sam bis zum Tod. 2. Ich verehre deine Liebe, unbeflecktes Gottes⸗ lamm, die durch ihre Feuer⸗ triebe dich gebracht ans Kreuzes⸗Stamm. Ach daß ich doch konnt durchschauen dein von Lieb durchgluͤhtes Herz, und im glaͤubigen Vertrauen dadurch lindern meinen Schmerz. 3. Zwar kann ich mich werth nicht schaͤtzen, daß in meiner Sꝛelenyein ich an dir mich soll ergͤͤtzen, ein so armes Wuͤrmelein; doch du bist ein Arzt der Schwachen, der betruͤbten Suͤnder Freund, pflegst den freundlich anzulachen, der mitPetro klaͤglich weint. 4. Drum sieh nicht auf meine Wuͤrde, Lamm, das aller Wuͤrde werth. Schau hingegen auf die Buͤrde, die den matten Geist be⸗ schwert. Weißt du doch, wie dem zu Muthe, welchen druͤckt der Suͤnden Last, weil du selbst im Schwiß und Blute dieses Joch ge⸗ tragen hast. 5. O wie hat es dich kent, Puon Herzenslaͤmm⸗ ein, frommes Schaf. Du bist drunter tief gebuͤcket gangen; aller Jammer traf deiner Menschheit zarte Glieder; unsre Schmach hat dich gehoͤhnt; aber so hast du uns wieder niut dem Vater ausgesoͤhnt. 6. Laß mich diese Freund⸗ schaft schmecken, so auf ewig fest gestellt; laß dein Bluͤt die Schuld bedecken, 5* das 89——*——*9.—k——ß7;7——b———— 106 ———————————————— vom Leiden Christi. das du hast zum Loͤsegeld deinem Vater dargegeben durch der Liebe Wunder⸗ macht, und dadurch du uns das Leben deiner GOttheit wiederbracht. 7. Laß dein Herz mir offen stehen, oͤffne deiner Seiten Thuͤr; da hinein soll mein Herz gehen, wenn ich keine Kraft mehr spuͤr. Wie ein Hirsch in heraußer spreitet, daß er sich laͤßt so erhöͤhn? 2. Thut ers nicht, uns zu erlangen, zu umhalsen, zu umfangen, unsre Seel zu sich zu ziehn? Frellich ja, er will vom Boͤsen seine Braut hiemit erloͤsen, drum geht naͤher zu ihm hin. 3. Gehet, daß ihr seht die Plagen seiner Haͤnde, die durchschlagen und ans vollem Springen laß den Kreuz geheftet sein; daß ausgezehrten Geist hin zu deiner Wunden dringen, daraus Blut und Wasser fleußt. 8. Dieser Balsam muͤsse staͤrken Geist und Seele, Mark und Bein; laß mich neue Kraͤfte merken, dir, o Laͤmmlein, treu zu sein. ihr seht, mit was fuͤr Wun⸗ den euer Braͤutgam sich verbunden, euch zu retten aus der Pein. 4. Schaut das Leiden seiner Arme, daß es einen Stein erbarmen und ein Stock bewegen sollt. Ist nicht alles so zerrenket, aüs⸗ Zeichne meines Herzens sen Her und gekraͤnket, wie Pfosten, daß der Wuͤrger mich nicht ruͤhr; laß mich wahre Freiheit kosten, die mich 9. Lamm, du hast dich mie ergeben, dir ergeb ich wieder mich, und verschrei⸗ be mich daneben, dein zu bleiben ewiglich. Du bist nun erhoͤhet worden, Lieb⸗ ster, zeuch mich dir balo nach, daß ich in der En⸗ gel Orden deine Treu be⸗ ingen mag. Freylinghausen. Mel. Alles ist an GOt⸗ tes Segen. Mas bedeut 125. W dies, ihr Jungfrauen, daß wir un⸗ ern Braͤutgam mit gestreckten Armen stehn? Daß er beide Haͤnd ausbreitet, und sein Blut ein Feind es selbst gewollt? 5. O der großen Liebes⸗ flamme, die ihn an des u der Ruhe fuͤhr. Kreuzes Stamme ausge⸗ syannet stehen macht! Hat man vormals auch gesehen solches Wunderwerk ge⸗ schehen, GOtt erdacht? der liebste 6. Dank sei dir fuͤr diese als Schmerzen, IEsu Christ, von ganzem Herzen fuͤr die große Mildigkeit. dadurch hast du erworben meine Haͤnde, die verdorben durch die Unbarmherzigkeit. Denn 7. Gieb, daß ich nicht muͤde werde, Guts zu thun auf dieser Erde mit den Haͤnden, was ich kann; daß schauen ich deine Leiden preise, und dir wieder Dienst erweise, weil du mir so viel gethan. 8. Daß du mir an mei⸗ nem sst I ů1 120. r Chst, W. 902 N A MhteK Wcg L R MWI Ih schd RM Oit i Scuo MIt 0 sl fihen xr IM Gll. 4. Dah Hasch t Walang, I Scy Lab No un it hip , flt Iul, hr n fl, sst 1 echöhn?“ nsch, „ 0 110 % e ichne Funt m Mfeen seh 4 erlhsen, tl Euu ihm hh, u iht sh Tseiner Häsh Hagen und af i 00s für Wih räutgam st uch zu ren . Vdgs Keidg daß es eing Hen und ein soll. Lenket, gus⸗ kranket, wie lsigewollt oßen Liebe⸗ ihn an des ume aushe⸗ macht! Hat guch gescheg derwerk e det Hehfe dit für des Isu Cheis erzen für R keit. Ounp Ru etlbokhch die betdotbe nbetzigket. ah ich nicht guts zu thun de Mit deh ann; d HMise, And sst erwese, hiel gethon. nir an mel Hesh vom Veiden Christi. 107 nem Ende reichest deine treuen Haͤnde und dein guͤl⸗ tiges Verdienst; daß ich in den keuschen Armen hoch erfreulich moͤg erwarmen mit bestaͤndigem Gewinnst. Johann Angelus. In eigener Melodie. 126 Wann meine ünd mich kraͤnken, v mein HErr JEsu Christ, so laß mich wohl bedenken, wie du gestorben bist, und alle meine Schul⸗ denlast am Stamm des heilgen Kreuzes auf dich genommen hast. 2. O Wunder ohne Maa⸗ ßen, wenn mans betrachtet recht! Es hat sich martern lassen der HErr fuͤr seinen Knecht; es hat sich selbst der wahre GOtt fuͤr mich verlornen Menschen gege⸗ ben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Suͤnden große Zahl? Ich bin bei GOtt in Gnaden; die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi theures Blut, daß ich nicht mehr darf fuͤrchten der Hoͤllen Qual und Glut. A. Drum sag ich dir von Herzen, jetzt und mein Le⸗ benlang, fuͤr deine Pein und Schmerzen, o JEsu, Lob und Dank, fuͤr deine Noth und chultig Ster⸗ fuͤr dein unschuldig Ster⸗ ben, fuͤr deine Lieb und Treu. 5. HErr, laß dein bitter Leiden mich reizen fuͤr und fuͤr, mit allem Ernst zu meiden die suͤndliche Be⸗ gier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich eridset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, solls auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Gieb, o mein HErr und GOtt, daß ich verleugne diese Welt, und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern uͤben, was du an mir ge⸗ than, und meinen Naͤchsten lieben, gern dienen jeder⸗ mann ohn Eigennutz und Heuchelschein, und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wun⸗ den mich troͤsten kraͤftiglich in meiner letzten Stunden und deß versichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. enn Ver⸗ 127. 2hamftvon Christi Leiden und von dessen Nutzen spricht, will sie sich von außen weiden mit dem Trost, den sie er⸗ dicht; oder, kommt es hoch, so kann sie viel Klagens fongen an uͤber Christi Pein und Schmerzen: gleich⸗ wohl gehts ihr nie von Herzen. 2. Aber meines Geistes Sehnen zielt auf die Ge⸗ meinschaft hin, stets zum — Ster⸗ x IITTTTTPTTLFẽEvłn. 10 vom Leiden Christi. Sterben zu gewoͤhnen den so' tief verderbten Sinn. Hier haͤng ich den Mrr⸗ heustrauch nicht nur auf die Brust zunn Brauch: in mein Herz will ich ihn schließen, und ihn nimmer draus vermissen. 3. Dies Geheimniß wird verborgen und als Thor⸗ heit angesehn; aber meine groͤßten Sorgen sollen auf dies Wunder gehn, das nur Christi Tod in mir durch Ersterben fuͤr und fuͤr in dem Leben ausge⸗ bieret, im Gericht den Sieg ausfuͤhret. 4. Drum such ich den Freund im Grunde mei⸗ nes Herzens, wo er sich aus dem sonst verschloß⸗ nen Munde mir einfloͤßt so suͤßiglich, seine ganze Sterbenskraft, die ein neu⸗ zwischen Lieb und Leid in der rechten Maͤßigkeit; ja, ich find die tiefste Stille, wenn am Kreuze haͤngt mein Wille. 7. O geheimnißreiche Liebe, die sich im Verborg⸗ nen schenkt, oͤffne die ge⸗ heimen Triebe, wenn mein Sinn ans Kreuz hindenkt. Keine Leidenskraft von dir muͤsse jemals mangeln mir. Außer mir mag alls ver⸗ gehen, bleibe du in mir nur stehen. Gotifr. Arnold. Alel. HErr JEsu Christ, wahr Klensch und GOtt. WMir danken 1 28. Wĩ dir, HErr IEsu Christ, daß du fuͤr uns gestorben bist, und hast uns durch dein theu⸗ res Blut gemacht vor GOtt gerecht und gut; es Wesen schafft, als die 2. Und bitten dich, wahr Rosen in dem Lenzen nach Mensch und GOtt, durch dem Tod glaͤnzen. des Winters dein heilig fuͤnf Wunden rolh, erlöͤs uns vom ewigen 5. Wenn ich denn vom Tod, und troͤst uns in der Osterlamme mit recht bit⸗ letzten Noth. tern Salsen speis, dab die 3. Behuͤt uns auch vor heiße Liebesflamme selbst Suͤnd und Schand, reich in mir zu braten weiß, uns dein allmaͤchtige Hand, frag ich nicht erst, wer daß wir im Kreuz gedul⸗ es sei, weil ich ihn selbst dig sein, uns troͤsten deiner an Kraͤften fehlet, ist er mir zu alls erwaͤhlet. 6. Dies drückt mich in Hoffart nieder, in Be⸗ truͤbniß haͤlts empor, giebt in Schwachheit Staͤrke wieder, aus Verzweiflun ziehts hervor, haͤlt mi esse frei, und wenns 3 schweren Pein; 4. Und schoͤpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlassen nicht, son⸗ dern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Vischer. V. Von IN IM H: n h E MI. I WWN uhnn W H XII. MII. Bun HAd Q II In 0 nEhn V hehq 7 ünlt V Hefste Sch In m Verhog, Hfne di wenn nih elj hindenh Uleaft hon mangelnns nag allz gr 2 du i Gottfr. Anah, Hesu Chrh und Goh Nir dante 0 Ri/ HEn haf, du für Hist, usso deih theu⸗ macht vor und gutz ndich, woht Ott, durh inf Wundan vom evihnn uns in kt Is sllch vor chand/ reich chtige Hand, reuz gedul⸗ khsten deiner bhfen dras „daß du uns nicht, so luch bei u durchs Krah h. ssoph Vse ů V. Vo von der Auferstehung Esu Christi. 109 V. Bon der Auferstehung JEsu Christi. Mel. Christ lag in To⸗ des Banden. 129 A GOtt, 4Amich druͤckt ein schwerer Stein, wer will ihn von mir nehmen? Dir ist bekannt mein Schmerz und Pein und mein geheimes Graͤmen. IEsus lebt, und ich bin todt: ach Vater, das ist meine Noth, und ich kann mich vor Suͤnden nicht finden. 2. Wer waͤlzet diesen Stein von mir, der mich so hart beschweret? Wann oͤffnet sich die Grabes⸗ thuͤr? wann wird mir Trost gewaͤhret? Soll ich aus dem Tode nicht durch⸗ brechen zu dem Himmels⸗ licht? Wer will mich von den Ketten erretten? 3. Betruͤbtes Herz, ver⸗ zage nicht, dein Esus ist erstanden, der Tod und Hoͤllen⸗Macht zerbricht, und loͤst die Suͤndenban⸗ den; er wird auch durch seinen Tod dich reißen aus dem Suͤndenkoth und zu des Geistes Leben er⸗ heben. 4. Er ist darum erstan⸗ den heut, daß du moͤgst auferstehen durch seine Kraft zur u bm und froͤblich mit ihm gehen durch viel Truͤbsal, Angst und Qual und durch das finstre Todesthal, zur Freud und Wonn erho⸗ ben, dort oben. 5. Dein IEsus laͤßt dich nicht zuruͤck, weil er ist vorgegangen; er wird zerreißen Band und Strick, in welchen du gefangen, und dich aus dem Grabe ziehn ohn alle Sorgen und Bemuͤhn, und nehmen dei⸗ ne Schmerzen vom Herzen. 6. Des HErren Engel sind bei dir, die dich zu IEsu leiten, und auf dem Weg zur Lebensthuͤr mit Flammen fuͤr dich streiten. Suchst du den Gekreuzig⸗ ten? so geh hin mit den Heiligen, wo JIéEsus ist von Banden erstanden. 7. Er ist nicht in dem Suͤndengrab; nein, wer mit ihm erstanden und folget seinem Hirtenstab, bei dem ist er vorhanden. Darum pruͤf, o Mensch, dein Herz, thu Buß in wahrer Reu und Schmerz, so ist der Stein gehoben von oben. 8. Flieh aus dem Grab ins Himmelszelt, da ist dein Heil finden; geh aus im Glauben aus der Welt, verlasse was dahin⸗ ten: so wird IEsus sich in Eil dir zeigen als das beste Theil, und wirst ihn nach Verlangen umfangen. 9. O IEsu/ 5 mich auferstehn im Geist, und mit dir leben, bis du mich selig wirst erhoͤhn mur mir 110 von der Auserstehung mir die Krone geben, die mir ist nach dieser Zeit be⸗ reit im Reich der Herr⸗ lichkeit. HErr, hoͤr, und laß mein Flehen geschehen! Laurentius Laurenti. In eigener Melodie. Hllso heilig ist 130. A der Tag, daß ihn niemand mit Lob erfuͤllen mag, denn der einig GOttes Sohn, der die Holle uͤberwand, und den leidigen Teufel dar⸗ innen band; damit erloͤst der HErr die Christenheit, das war Christus selber. Kyrieleis. 15. Jahrh. In eigener Melodie. uf, auf, mein 1 3 1 7 A Herz, mit Freuden, nimm wahr, was heut geschicht; wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht! Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hintraͤgt, wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers ver⸗ meint und denket, ist Chri⸗ stus wieder frei, und ruft: Viktoria! schwingt froͤhlich hier und da sein Faͤhnlein, als ein Held, der Feld und Muth behaͤlt. 3. Der Held steht auf dem Grabe, und sieht sich munter uͤm; der Feind liegt und legt abe Gift, Gall und Ungestuͤm; er wirft zu Christi Fuß sein — V x Hoͤllenreich, und muß selbst H in des Siegers Band er⸗ 44 0. geben Fuß und Hand.* 4. Das ist mir anzu⸗ Rüan schauen ein rechtes Freu⸗ denspiel; nun soll mir nicht Wln mehr grauen yor allem, h was mir will entnehmen RElN meinen Muth, zusammt UH dem edlen Gut, so mir I durch IEsum Christ aus II Lieb erworben ist. 5. Die Hoͤll und ihre 4 Rotten die kruͤmmen mir I kein Haar; der Suͤnden)5 kann ich spotten, bleib all. I zeit ohn Gefahr. Der Tod II mit seiner Macht wird ag schlecht bei mir geacht; er mhez bleibt ein todtes Bild,/ und waͤr er noch so wild. 140˙8 6. Die Welt ist mir ein WHU Lachen mit ihrem großen a Zorn; sie zlirnt und kann W 1 nichts machen, all Arbeit Rt— ist, verlorn; die Trübsal g truͤbt mir nicht mein Herz 600 5 und Angesicht, das Ungluͤck 0 üh ist mein Gluͤck, die Nacht W mein Sonnenblick. 10 7. Ich hang und bleib auch hangen an Christo UW. als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt es mich auch mit. Er reisset durch den Tod, durch Welt, durch Suͤnd und Noth; er reis⸗ set durch die Holl, ich bin stets sein Gesell. 8. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach, und darf mich gar nicht kehren an einzig Ungemach. Es tobe, was da kann, mein Haupt nim̃t sich mein an; mein land an 10966 I 1 I : d fsh fh N 10 1 D MU 09 Mün Hämas shchurp g igerß Bash 00 ist mr 2 Wa n sol mieit leh hor h Twil entnchy Auth, usan Gut, 0 I um Chrisz beh is. un kruͤmmey u det Sushe Otten, Hleihgh faht. Det I Macht u mit gecht;⸗ htes Bih, in I Ihn ihtem großer nt und kany u, all Athet die Th cht mein Hyun ue uc, di Mht Rblick. an Chiit dz Wo meh V mich 0 set durch E Wat, duh hothz ertti Yll, ich h sel 0 un Ei ch feh i ind datf, ren ah elhig ; tobe, Wi Haupt nitt meh hu⸗ U JEsu Christi. 111 land ist mein Schild, der alles Toben stillt. ů 9. Er vringt mich an die Pforten, die in den Him⸗ mel fuͤhrt, daran mit guͤld⸗ nen Worten der Reim ge⸗ lesen wird: Wer dort wird mit verhoͤhnt, wird hier auch mit gekröͤnt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhoͤht. Paul Gerhard. In eigener Klelodie. 97 hrist ist er⸗ 132. Enunden von der Marter alle, deß sol⸗ len wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Ky⸗ rieleis. 2. Waͤr er nicht erstan⸗ den, so waͤr die Welt ver⸗ gangen; seit daß er erstan⸗ den ist, lobn wir den Vater IEsu Christ. Kyrieleis. 3. Hallelujah, Hallelu⸗ jah, Hallelujah. Deß sol⸗ len wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Ky⸗ rieleis. 15. Jahrb. In eigener AMlelodie. 133 Chris lag in » Todes Ban⸗ den, fuͤr unser Suͤnd ge⸗ eben: der ist wieder er⸗ standen, und hat uns bracht das Leben; deß wir sollen froͤhlich sein, GOtt loben und dankbar sein, und sin⸗ gen; Hallelujah. Hallel. 2. Den Tod niemand zwingen konnt bei allen Menschenkinden das macht alles unser Suͤnd, kein Un⸗ schuld war zu finden. Da⸗ von kam der Tod so bald, und nahm über uns Ge⸗ walt, hielt uns in seinm Reich gefangen. Hallelujah. 3. IEsus Christus, GOt⸗ tes Sohn, an unsrer Statt ist kommen, und hat die Suͤnd abgethan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt, da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachel hat er verloren. Hallelujah. 4. Es war ein wunder⸗ lich Krieg, da Tod und Le⸗ ben rungen; das Leben be⸗ hielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkuͤndigt das, wie ein Tod den andern fraß: ein Spott aus dem Tod ist worden. Hallelujah. 5. Hier ist das recht Osterlamm, davon GOtt hat geboten; das ist an des Kreuzes Stamm in heißer Lieb gebraten. Deß. Blut zeichnet unser Thuͤr, das haͤlt der Glaub dem Tod fuͤr, der Wuͤrger kann uns nicht ruͤhren. Hallelujah. 6. So feiern wir das hoh Fest mit Herzenfreud und Wonne, das uns der HErr scheinen laͤßt; er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz er⸗ leucht unsre Racht ganz; der Suͤnden Nacht ist ver⸗ gangen. Hallelujah. 7. Wir—*7 und leben wohl in rechten Osterfla⸗ den; der alte Saurteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Chri⸗ stus will die Koste sein, und speisen die Seel. er 112 von der Ausferstehung 4 der Glaub will Teins an⸗hochster Trost, ist wahr⸗ W dern leben. Hallelujiah. haftig vom Dod erlbst. sn Dr. Martin Lurber. Leib it hin ist„We sein 1009 ö eib ist hin, am Wege er 4 Mel. Erschienen ist der mir selbst erschien. Hallel.* herrlich Tag. 8. Er sprach: Maria, hbhn 13 4 Chribo⸗ dem geh schnell hin zu meinen 7* pr· Osterlaͤn⸗Bruͤdern und sag ihn'n, 0 melein, welchs hat erloͤst sie solln in Galilaͤam gehn, ahn — Schaͤfelein, sing heut, da solln sie mich leibhaftig 700 u liebe Christenheit: Lob, sehn. Hallelujah. in Ehr sei GOtt in Ewig⸗ 9. Mariâ Zeugniß das%½ keit. Hallelujah. ist wahr, GSOtt geb, was Hlchn. 2. Das Lamm GOttes luͤg der Juden Schaar; mit seinr Unschuld hat uns wir wissen gwiß, daß ICE⸗ finhn erworben GOttes Huld, sus Christ wahrlich vom und den Suͤnder zu Gna⸗Tod erstanden ist. Hallel. MA den bracht, und zu einm 10. IEsu, du wahres 0 Himmels⸗Erben gmacht. Osterlamm, hilf uns siegen Wh Hallelujah. im Todeskanpf, steh uns 11 3. Tod und Leben tra⸗bei in der letzten Noth, V11 ten in Kamwpf, ein starker schuͤtz uns vor dem ewi⸗ Loͤb und ein schwachs gen Tod. Hallelujah. AN. Lamm;—— Tod n Nicolaus Hermann I er haͤtt schon gesiegt, wei MA. Christ, der HErr, im Grabe In eigener Klelodie. Hh H liegt. Halleluiah. 135 Esschienen ist hi 4. Aber es waͤhrt nicht 9. Eder herrlich 11 gar drei Tag, Christus Tag, dran sich niemand Min siegt, der Tod unten lag, gnug freuen mag; Christ, M und verlor all sein Kraft unser HErr, heut trium⸗ IHEn und Macht, Christus er⸗phirt, all sein Feind er R stund aus eigner Kraft. gefangen fuͤhrt. Hallel. Hulsth Hallelujah, 2. Die alte Schlang, LehR. 5. Maria, sag uns ohne die Suͤnd und Tod, die In shhen l Scheu, wer dir am Weg Hoͤll, all Jammer, Angst sch W begegnet sei? Es war mein und Noth hat uͤberwunden I Ig. Heiland IEsus Christ, IEsus Christ, der heut shhh wahrhaftig er erstanden ist. vom Tod erstanden ist. Lacuicet Halleluiah. Hallelujah. l Het! 6. Zween Engel saßen 3. Am Sabbath fruͤh Emtellar in seinm Grab, desgleichn mit Specerei kamen zum M Deus ich auch gesehen haͤb sein Grab Marien drei, daß WIII Schweißtuͤchlein und die sie salbten Mariaͤ Sohn, Rah ne Leinwand, drein Joseph der vom Tod war erstan⸗ I U ihn gehuͤllet hat. Hallel. den schon. Halleluiah. II 7. Aber Christus, mein 4. Wen sucht ihr Her Iij, e Halilagm 0 hich leibheh Pelhh. Jag Ott gch u Zuden Schaz Hoiß, dß N uchtlich hn Ien If. Hill / du wchth hilf un see Wbf, steh um lehten Roth Vor dem evi⸗ Hallelujch. Haus Hermann r Melodit Frschienen Idet herlic sich nienu mag; Cri „ heut Run⸗ sein Feild e kihrt. Halle Zalte Schug Lund Tad, K Aammnet/ A hat uͤberbunth Lit, det ha ersanden K Eabbith ft 2 Eamen h ien el,. Mai E h Hallelnch icht x. JEsu Christi 113 der Engel sprach; Thrist ist erstanden, der hie lag. Hie seht ihr die Schweiß⸗ tuͤchelein; geht hin, sagts bald den Juͤngern sein. Hallelujah. 5. Der Juͤnger Furcht und Herzeleid heut wird verkehrt in eitel Freud; sobald sie nur den HErren sahn, verschwand ihr Trau⸗ ren, Furcht und Zagn. Hallelviah. ů 6. Der HErr hielt ein freundlich Gespraͤch mit zweien Juͤngern auf dem im Lei vor Freud das Herz im Leib ihn'n brannt, am Brodbrechen er ward er⸗ kannt. Hallelujah. 7. Unser Simson, der treue Held, Christus, den starken Lewen faͤllt; der Hoͤllen Pforten er hintraͤgt/ dem Teufel all sein Gwalt erlegt. Hollelujah. 8. Jonas in Wallsisch war drei Tag, so lan Christus im Grab auch lag; denn laͤnger ihn der Tod kein Stund in seinem Rachn behalten kunnt. Halleluiah. 9. Sein Raub der Tod mußt fahren lan, das Le⸗ ben siegt und gwann ihm an; zerstͤret ist nun all sein Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Hallel. 10. Heut gehn win aus Egyptenland, aus Phara⸗ onis Dienst und Band, und das recht Osterlaͤm⸗ melein wir essen heut im Brod und Wein. Hallel. 11. Auch essen wir die suͤßen Brod, die Moses Gᷣottes Volk gebot. Kein Sauerteig soll bei uns sein, daß wir leben von Suͤn⸗ den rein. Hallelujah. 12. Der schlagend Engl voruͤber geht, kein Ersi⸗ geburt er bei uns schlaͤgt; unsre Thuͤrschwelln hat Christi Blut bestrichen, das haͤlt uns in Hut. Hallel. 13. Die Sonn, die Erd/ all Kreatur, alls, was be⸗ truͤbet war zuvor/ das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fuͤrst darnie⸗ derlag. Hallelujah. 14. Drum wir auch bil⸗ lig froͤhlich sein, singen das Hallelujah fein, und loben dich, HErr IEsu Christ, zu Trost du uns erstanden bist. Hallel. Nicol. Hermann. Mel. Zeut triumphirrt SOttes Sohn. * Truͤhmorgens, 36. F da die Sonn aufgeht, mein Heiland Chrisius aufersteht: Halle⸗ lujah, Hallelujah. Ver⸗ trieben ist der Suͤnden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halle⸗ lujah, Hallelujah. 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Noth verschlos⸗ sen gleich, als waͤr ich todt: Hallelujah, Hallelujah:laͤßt du mir fruͤh die Gnaden⸗ sonn aufgehn, nach Trau⸗ ren Hurag, und Wonn. Halleluiah, Hallelujah. 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang bleibt mein Heiland ins Todes Zwang. Hallel. Hallelujah. Den dritten Tag durchs Grab er 114 von der Auferstehung er dringt, mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Hall. Hallelujay. 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz ge⸗ fangen haͤlt. Hallel, Halle⸗ luiah. Drauf folgt der Sabbath in dem Grab, darin ich Ruh und Frie⸗ den hab. Hallel. Hallel. 5. In kurzem wach ich froͤhlich auf, mein Oster⸗ tag ist schon im Lauf. Hallel. Hallelujah, Ich wach auf durch des HErren Stimm, veracht den Tod mit sei⸗ nem Grimm. Hall. Hallel. 6. Am Kreuz laͤßt Chri⸗ stus oͤffentlich vor allem Volke toͤdten sich. Hallel. Hallelujah. Da er durchs Todes Kerker bricht laͤßt ers die Menschen sehen nicht. Hallel. Hallelujah. 7. Sein Reich ist nicht den Tod erdruͤckt. Hallel. Hallelujah. ö 10, Da werd ich Christi Herrlichkeit anschauen ewi voller Freud. Hallel. Hal⸗ lelujah. Ich werde sehn, wie alle Feind zur Hoͤllen⸗ pein gestuͤrzet seind. Hallel. Hallelujah. 11. Der HErr den Tod . Boden schlaͤgt, da er elbst todt und sich nichts regt. Hallel. Hallelujah. Geht gus dem Grab in Mur Kraft, Tod, Teufel, Höll nichts an ihm schafft. Hallel. Hallelujah. 12. O Wunder ent o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht faͤllt Hallel. Hallelujah. Kein Angststein liegt so n von auf mir, er waͤlzt ihn von des Herzens Thuͤr. Hallel. Halleluigh. 13. Kein Kreuz und von dieser Welt, kein groß Gepraͤng ihm hier gefaͤllt. Truͤbsal ist so tief, mein Heiland thut darein ein Hallel. Hallelniah. Was Griff. Hall. Hallelujah. schlecht und niedrig geht Fuͤhrt mich heraus mit herein, soll ihm das Aller⸗ liebste sein. Hallel. Hal⸗ lelujah. 8. Hier ist noch nicht ganz kund gemacht, was er aus seinem Grab ge⸗ seiner Hand, wer mich will halten, wird zu Schand. Hallel. Hallelujah. 14. Und daß der HErr erstanden sei, daß ist von allem Zweifel frei. Hallel. bracht: Hallel. Hallelujah: Hallelujah. Der Engel der große Schatz/ die Leiche Lere bezeugt es klar, das Beut, drauf sich ein Christ so herzlich freut. Hallel. Hallelujah. 9. Der juͤngste Tag wirds baten an, was er fuͤr Thaten hat gethan; Hallel. Hallelujah: wie er der Schlangen Kopf zer⸗ knickt, die Hoͤll zerstoͤrt, bin ich betruͤbt? J daß er mich berllch Hallel, Hallelujah. Wenn mir gleich alle Welt stuͤrb ab/ gni eere Grab machts offen⸗ bar. Hallel. Hallelujah. 15, Lebt Christus, was weiß/ lielt. daß ich Christum 10 bei mir 18 Hallel. Hallel. 16. Er W t W lehht 19 RstUH l hul Watt. Ift. A W Rlheh,! Att WI Del Rher H II. V—1469 h Wadet Adagh. MS W ft, Hu 2. De A M. Halt mit WAI Tte Wsha PI rHAN Nt — wverd ich gh shunh . Halel, wcde h in l ö t seind. Hl Ert den d schläg, 0 0 und sich sih Te Hi Idem Gub h Wunder gus 5 W0 nacht uh Hash Keih so schwer dat ihn von hük. Hallel Kreu un otlef, mah 1 drrein ei 1. Hallelong. hexaus mi Wer mich x n Schunh Aljah. Aaß der Her „ daß ist vn frei. Haldl Der Ensd s klor/ V machts ofer Hallelujch, Ihristus/ v ² 90 W herzich lel. lusth. Mih I Welt siich sich Chrsh Allel. Hul 10. IEsu Christi. 115 16, Er naͤhrt, er schüͤtzt/ er troͤstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Hallel. Hallelujah. Wo er jetzt leht, da muß ich hin, weil ich ein Glied seins Leibes bin. Hall. Hallel. 17. Durch seiner Aufer⸗ stehung Kraft komm ich zur Engel Bruͤderschaft. Hall. Hall. Durch ihn bin ich mit GOtt versoͤhnt, die Feindschaft ist ganz ab⸗ gelehnt. Hallel. Hallelujah. 18. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, GOtt und die Engel lieben mich. Hallel. Hallelujah. Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Trau⸗ rigkeit. Hallel. Hallelujah. 19. Fuͤr diejen Trost/ o großer Held, HErr IEsu, dankt dir alle Welt. Hall. Hallel. Dort wollen wir mit groͤßerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Hallel. Hallelujah. Johann Heermann. In bekannter Melodie. 27(eut trium⸗ 2 7* ByphiretGOt⸗ tes Sohn, der vom Tod ist erstanden schon: Hallel. Hallelujah: mit großer Macht und Herrlichkeit, deß dankn wir ihm in Ewia⸗ keit. Hallel. Hallelujah. 2. Dem Teufel hat er seine Macht zerstoͤrt, ver⸗ heert mit großer Kraft: Hallel. Hallel.: wie pflegt zu thun ein Rarker Held, der seinen Feind gewaltig faͤllt. Hallel. Hallelujah. 3. O suͤßer HErre JEsu Christ, der du der Suͤnder Heiland bist: Hall. Hallel.: fuͤhr uns durch dein Barm⸗ herzigkeit mit Freuden in dein Herrlichkeit. Hallel. Hallelujah. ö 4. Hier ist doch nichts denn Angst und Noth, wer glaͤubet und haͤlt dein Ge⸗ bot: Hallel. Hallel.: der Welt ist er ein Hohn und Spott, muß leiden oft ein schnoͤden Tod. Hallelujah, Halleluiah. ö 5. Nun kann mir kein Feind schaden mehr, ob er fabr. murrt, ist ohn Ge⸗ ähr. Hallel. Hallel. Er liegt im Koth, der arge Feind, dagegn wir GOt⸗ tes Kinder seind. Hallel. Hallelujah. 6. Dafuͤr wir dankn dir allzugleich, und sehnen uns ins Himmelreich. Hall. Hallel. Es ist am End, GOtt helf uns alln, so singen wir mit großem Schalln. Hall. Hallelujah. 7. GOtt dem Vater im hoͤchsten Thron, sammt sei⸗ nem eingebornen Sohn: Hallel. Hallel.: dem heil⸗ gen Geist in gleicher Weis in Ewigkeit sei Lob und Preis. Hallel. Hallelujah. Basilius Förtsch. In bekannter Melodie. 2 Esus meine 1 38.— Zuversicht und mein Heiland isi im Leben: dieses weiß ich soll ich nicht darum mich zufrieden geben, was die lange Todesnacht mir auch fuͤr Gedanken macht? 2. JE⸗ * 116 von der Auferstehung 2. IEsus, er, mein Hei⸗ land iebt, ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erloͤser schwebt, warum sollte mir denn grauen? Laͤsset auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihm gelegt befunden, daß mich auch kein Todes⸗ bann ewig von ihm tren⸗ nen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden: das ge⸗ steh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein moͤg allezeit. 5. Dann wird eben diese Haut mich umgeben, wie ich glaͤube; GOtt wird werden angeschaut dann von mir in diesem Leibe, und in diesem Fleisch werd ich JEsum sehen ewiglich. 6. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen: ich, ich selbst, ein Fremder nicht, werd in seiner Liebe bren⸗ nen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgethan. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen: irdisch werd ich ausgesaͤt, himmlisch werd ich aufer⸗ stehen; hier geh ich natuͤr⸗ lich ein, dort da werd ich geistlich sein. 8. Seid getrost und hoch⸗ erfreut, IEsus traͤgt euch, meine Glieder. Gebt nicht Statt der Draurigkeit, sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wann die letzt Trompenerkingt, die auch durch die Graͤber dringt. 9. Lacht der finstern Er⸗ den⸗Kluft, lacht des Todes und der Hoͤllen, denn ihr sollt euch durch die Luft eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Luͤf⸗ ten dieser Erden, und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefͤuͤgt wollt werden. Schickt das Herze da hin⸗ ein, wo ihr ewig wuͤnscht zu sein. Luise Henrirtte, Churfürstin v. Brandenburg. In eigener Melodie. 139. Jai W stus, unser Heiland, der den Tod uͤber⸗ wand, ist auferstanden, die Suͤnd hat er gefangen. Kyrie eleison. 2. Der ohn Suͤnden war geborn trug fuͤr uns GoDttes Zorn, hat uns ver⸗ soͤhnet, daß uns GOtt sein Huld goͤnnet. Kyrie eleison. 3. Tod, Suͤnd, Leben und Genad, alls in Haͤn⸗ den er hat. Er kann er⸗ retten alle, die zu ihm tre⸗ ten. Kyrie eleison. Dr. Martin Luther. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 140. VI Christen, seht, daß ihr 14 Il HH AtetbeEE . Icct M Hchd l R P. AA. mase Ihen R Ruß⸗ Rf Chnsiuz Iamh,flt MAtalheg uhs a 9. Duune N Suhe W Schltheh; Ius hat s Helneht.. Mfethet W W chsti hett Im, Hel Mphan, Tsud u Satah er Gärsc Trahch Cheistuz 0 „, wann dpeh ungt, M Teäber unh. Vber finsterntz Hacht IhM Alen, denn Murch R Ind zugesla Schwohhh ö legen umn Hdaß iht h. bon den at Deh, und eut It ergebt, dun vollt perder Hetze da hin⸗ wig wünscht benriette, „ Drandendurg. Melodie. huz Chl stus/ unser den Tod ube⸗ fersander, er gefange Ihn Suͤndg trug für um Vhat unde⸗ ns GOit sih Kyrie eleiig, Suͤnd, Leha alls in Hh Er lanie⸗ ie zu ihm tk⸗ leijon. Marfin Luthtr freul ruh, slen gmein. hr Chrishß scht/ N . SEsu Christi. 117 ihr ausfegt, was sich in euch von Suͤnden und al⸗ tem Sauerteig noch regt, nichts muß sich deß mehr finden; daß ihr ein neuer Teig moͤgt sein, der un⸗ gesaͤuert sei und rein, ein Teig, der GOtt gefalle. 2. Habt doch darauf genaue Acht, daß ihr euch wohl probieret, wie ihrs vor GOtt in allem macht, und euren Wandel fuͤh⸗ ret; ein wenig Sauerteig gar leicht den ganzen Teig fortan durchschleicht, daß er wird ganz durchsaͤuert. 3. Also es mit den Suͤn⸗ den ist: wo eine herrschend bleibet, da bleibt auch was zu jeder Frist zunn Bbsen ferner treibet. Das Oster⸗ lamm im neuen Bund er⸗ fordert, daß des Herzens Grund ganz rein in al⸗ lem werde. 4. Wer Ostern halten will, der muß dabei nicht unterlassen die bittern Salsen wahrer Buß er muß das Bose hassen, daß Christus, unser Oster⸗ lamm, fuͤr uns geschlacht ans Kreuzes Stamm, ihn durch sein Blut rein wache. 5. Drum laßt uns nicht im Sauerteig der Bosheit Ostern essen; auch nicht in Schalkheit, ob sie gleich uns hat sehr hart besessen; vielmehr laßt uns die Osterzeit im suͤßen Teig der Lauterkeit und Wahr⸗ heit christlich halten. 6. HErr IEsu, Oster⸗ lamm, verleih uns deine Ostergaben, daß wir den Frieden und dabei ein reines Herze haben. Gieb, daß in uns dein heiligs Wort der Suͤnden Sauer⸗ teig hinfort je mehr und mehr ausfege. Lucas Baemeister. Mel. Sollt ich meinem ESOtt nicht fingen. 1 4 L uns den Erren prei⸗ sen, o ihr Christen über⸗ all, kommet, daß wir Dank erweisen unserm GOtt mit suͤßem Schall. Es ist frei von Todesbanden Simson, der vom Himmel kam, und der Lbw aus Juda Stamm, Christus IEsus erstanden. Run ist hin der lange Streit. Freue dich, o ieloi hut 2. Christus selbst hat uͤberwunden des ergrimm⸗ ten Todes Macht; der in Tuͤchern lag gebunden, hat die Schlange umge⸗ bracht. Satans Reich ist ganz verheeret, Christus hat es nach der Ruh aus⸗ getilget, und dazu Belial sein Schloß zerstret, daß wir haben frei Gejleit. Freue dich, o Christenheit! 3. Warest du, o Held, gestorben? Warest du ins Grab gelegt? Ei, du blei⸗ best unverdorben; da sich nur die Erd erregt, bist du aus der Erden kommen/ hast das Leben und die Macht aus der Gruft herwiederbracht, und des Todes Raub genommen, schenkest uns die Seligkeit. Freue dich, o Christenheit! 4. Tod, wo sind nun dei⸗ 118 von der Auferstehung deine Waffen? Chri Streit. Freue dich, o Christenheit! ö 5. GOtt, der heilet un⸗ sre Plagen, wenn wir nir⸗ gends Huͤlfe sehn; laͤsset uns nach dreien Tagen lebend wieder auferstehn. Darum muß ich dankbar werden, und mein Ehr ist freudenvoll, weil der Herr nicht sehen soll die Verwesung in der Erden, noch der Hoͤllen Einsam⸗ stenheit! 6. Er ist aus der Angst gerissen und mit Ehren angethan. Wer ist, der sein Leben wissen, und die Lang ausreden kann? Christus ist der Eckstein worden. GOtt, das ist von dir geschehn, wie wir jetzt vor Augen sehn; wir keit. Freue dich, o Chri⸗B en? Hölle, wo den ewig loben dich/ HErr ist dein Triumph? Satan JEsu, konnte gar nichts schaffen, Crisus in sent Eft ar⸗ us ist sein Gift ge⸗ wesen, ja der Hoͤllen Seuch und Pest; Welt und Suͤn⸗ de liegen fest, und wir Menschen sind genesen nur durch seinen tapfern nach dem Streit. Freue dich, o Christenheit 8. HErr, dies sind die edlen Fruͤchte, die dein Altferstehung giebt, daß wir treten vor Gerichte, ganz in deine Gunst ver⸗ iebt. HErr, dies sind die schonen Gaben: Gnad und Leben, Freud und Sieg, Trost und Friede nach dem Krieg; o die sollen kraͤftig laben Leib und Seel in allem Leid. Freue dich, o Christenheit! 9. Weil nach diesem Fried ich duͤrste, wie nach Wasser Tag und Nacht, den du großer Siegesfuͤrste, aus dem Kampf hast wiederbracht: ei, so theil jetzt aus die eute, wie der starke Simson that, als er uͤber⸗ wunden hat. Laß dich ruͤh⸗ men alle Leute, daß geen⸗ digt sei der Streit. Freue dich, o Christenheit! 10. Gieb, Err JEsu, deine Gnade, daß wir stets mit Reuen sehn, wie so groß sei unser Schade, da wir dir gleich auferstehn. sind aus der Suͤnder Or⸗ Brich hervor in unserm den hingerissen durch den Streit. Freue dich, o Christenheit! 7. Hast du schon vom Bach am Wege men einen Trank, und erlitten tausend Schlaͤge, warest kraͤnker noch als krank: ei, so hast du doch erhoben dein verklaͤrtes Angesicht, stirhest nun und nimmer nicht. Ja wir wer⸗ angenom⸗Schmerzen, Herzen, uͤberwinde Suͤn⸗ de, Tod, Teufel, Welt und Hoͤllennoth, daͤmpf in uns die Angst und sammt der Seelen Traurigkeit. Freue dich, o Christenheit! 11. Meinen Leib wird man vergraben, aber gleich⸗ wohl ewig nicht; bald werd ich das Leben haben; wenn das letzte Weltgericht alle Graͤ⸗ fh +1 2 V RN. I NN N Hshtht. e ILI. Loht u Hic Kalt h,„ H t ach . um& Ihih, M ů W Ach Diahh Munt S Dig danN 4 h R Ci „ Hes 318 R 20 ieht/ — 90r 060 Ear Mn k/ ies 0 4 U Gchen. 60 EI / Freud as un „Krieg; 93 beß allem 0 Hhe 4 nach R düss, 7775 1 b tosht , ben Shleerbkocht: scht gud die ze det sichk ö slz er 00 Laß bich ti kch 1 daß gh kelt. Frel sst Rheit! Hert WI 5 Wit sih hh, We! 6 Sth 7 RH 0 auferst 0 r ins unsen winde Suh⸗ Teufel, Wih joth, daͤnh Angst unt sammt der hkeit, 1. Hl stehheit! V Leib Wb V/ cherglatz t; balo wet b0l eh 10 Ithekich 060f 6 se „ + JEsu. 119 Graͤber wird entdecken, und der Engel Feldgeschrei zei⸗ dan⸗ was vorhanden sei, ann wird mich mein GOtt aufwecken und beschließen all mein Leid. Freue dich, o Christenheit! 12. Dann so werden meine Glieder, die jetzt Staub und Asche sein, unverweslich leben wie⸗ der, und erlangen solchen Schein, dessen gleichen hier auf Erden nimmermehr zu finden ist. Ja, mein Leib, HErr JIEsu Christ, soll dem deinen aͤhnlich werden, voller Pracht und Herr⸗ lichkeit. Feeue dich, o Christenheit! Joh. Rist. Mel. Heul triumphiret Sottes Sohn. ebt umn 0 142. Swas bin ich betruͤbt? Ich weiß, daß er n herzlich liebt. Halle⸗ lujah/ Hallelniah. Wenn mir gleich alle Welt stuͤrb ab, gnug, daß ich Chri⸗ stum bei mir hab. Hallel. Hallelujah. 2. Mein JéEsus lebt und schuͤtzet much, darum, mein Herz, freu allzeit dich. Hallel. Hallelujah. Ob sich erhebt der Boͤsen Rott, sei gutes Muths, nur ihrer 1— Hallelu⸗ lal Hallelujah. 3. Lebt doch mein IEsus in der Hoͤh, trotz dem, der mir entgegen steh, Hallel. Hallelujah. Er kann dem Feind begegnen so, daß er der List wird nimmer froh. Hallel. Hallelujah. seh auch nicht/ Werüm—— sollt betruͤben mich, wenn ich auch wollt. Hallel. Hallelujah. Weil JEsus lebt, an den ich glaub, wer ist, der mir das Leben ranb? Hallel. Hallelujah. 5. Er macht ja durch sein Auferstehn, daß ich zum Himmel kann ein⸗ gehn. Hallel. Hallelujah. Kein Suͤnd, kein Tod im Weg mehr sein, die Straße haͤlt er frei und rein. Hall. Hallelujah. 6. Mein Glaub an IE⸗ sum tilgt die Suͤnd, GOtt liebet mich recht als sein Kind. Hallel. Hallelujah. Ist GOtt versoͤhnt und nun mein Freund, laß toben Welt und alle Feind! Hallel. Hallelujah. 7. O Tod, vor dir fuͤrcht ich mich nicht, dein Macht die Boͤsen nur anficht. Hall. Hallelujah. Mein Leben, IEsus, dich be ezwingt, und mich durch dich zum Him⸗ 2—8 bringt.—53 el. Hallel. 8. Wenn ich Trost, Huͤlf und Gnad begehr⸗ mein IEsu, mir dasselb gewaͤhr. Hall. Hallel. Ich glaub an dich, staͤrk meinen Geist, daß du vom Tod er⸗ standen seist. Hall. Hallel. 9. So werd ich nimmer sein verlorn, so wahr als du ein Mensch geborn. Hallel. Hallelujah. Wer an dich glaubt und zwei⸗ felt nicht, der kommet 1a nicht ins Gericht. Hallel. Hallelujah. 10. Ich glaub an dich, mein 120 von der Auferstetzung mein IEsu Christ, daß du fuͤr mich getoͤdtet bist: Hallel. Hallelujah: und auferstanden mir zu gut, daß du mich haltest stets in Hut. Hallel. Hallelujah. 11. Wie koͤnnt ich denn verloren sein? Es ist un⸗ moͤglich, nein, ach nein! Hallel. Hallelujah. GOtt Lob, der starke JIEsus lebt, mit ihm lebt, wer im Glau⸗ ben schwebt. Hall. Hallel. 12. Ich leb und werd in Ewigkeit mit IEsu le⸗ ben, o der Freud! Hallel. Hallel. Deß habe Dank, du Lebenshort, hab Dank, o IEsu, bier und dort. Hall. Halleluiah. J. Casp. Schade. Mel. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden. * 8 ein JE U/ 143. Meuer Leben, du rechtes Oster⸗ lamm, der du dich hast gegeben fuͤr mich ans Kreuzes Stamm, aus hei⸗ ßer Herzenslieb, aus freiem Geistestrieb, zum Opfer und zur Gab, mein mat⸗ tes Herze lab. 2. O Laͤmmlein ohne Schulden, das laͤßt er⸗ wuͤrgen sich, und gerne will erdulden die Straf und Pein fuͤr mich; du haͤngest an dem Holz, zu buͤßen meinen Stolz, du stirbest fuͤr die Welt, die doch von dir nichts haͤlt. 3. Hier haͤngt das 968 der Erden, mein Scha und Braͤutigam; hier wi zur Suͤnde werden ein reines GOtteslamm. Das Leben selber stirbt, Gnad Segen, Fried erwirbt uns Menschen inoͤgemein: ach laßt uns dankbar sein! 4. Das Laͤmmlein laͤßt sich braten am hohen Kreu⸗ zesstamm, zu helfen und zu rathen uns von der Hoͤllenflamm; sein schoͤnes rothes Blut loͤscht aus die heiße Glut, und daͤmpfet GOttes Grimm durch sei⸗ ner Fuͤrbitt Stimm. 5. Doch bleibt nicht immer liegen das Laͤmm⸗ lein in dem Grab: es steht auf und will siegen, nach⸗ dems geleget ab die Schwachheit, nimmt es an ein Loͤbenmuth, da kann es zwingen als ein Held Suͤnd, Teufel, Tod und Welt. 6. Wie soll ich doch genießen dies Laͤmmlein wuͤrdiglich, das sein Blut laͤßt vergießen, ja gar er⸗ wuͤrgen sich? Mein Herz erst kosten muß die Sal⸗ sen bittrer Buß, daß Geist und Auge thraͤnt, und sich nach Trost recht sehnt. 7. Ich will dich, JIEsu essen und glaͤubig nehmen ein, dabei nicht sein ver⸗ essen der ausgestandnen Pein. Mein Herze, Hand und Mund zu jeder Zeit und Stund soll danken deiner Treu, die alle Mor⸗ gen neu. 8. Der Sauerteig der Sünden muß werden aus⸗ efegt, die Luͤste, so sich unden bei mir, sein ab⸗ gelegt; in suͤßer Lauterkeit will ich nun sein bereit, ——————— zu schang I 2 Ra He Ine (10 AI. ½%½ Iunle hschcw 7 Ei 4*— Vesttz W. d ewichg Aeneh Iukbar sehhl ünme I hohenän in helfen e 1. 11 10 sein% lhcht , 1 un kimm dur! It Stimm. —bleibt bas dam ub slegen, ssch⸗ et ad A Hummt enmuh, Eangen als c + Teufel, I. soll ich V6 Dies Lümuld I. das sein d dien, gy 9² +* muß die 50 Buß, u d üuhtoͤnt, I Erostahthin oill dich M Eut sche hicht sin 12.7 N Hente, icher 20 0 soll dall 2/ die alle M Sauertah K h wethen u wste/ s 06 sh mir, se üer Laute eiß hach . Esu Christi. 121 99 wandeln hier auf Erd, 9.6 ich leben werd. u eguͤrtet will ich —— zum Guten und 65 schucht, den Weg des HErrn zu gehen, da 9enn was droͤben, sucht; dein Kreuz soll sein mein Stab, der Erden sag ich ab, zu dir hinweg ich eil, im Himmel ist mein Theil. 10. Wie suͤß, o suͤße schmecket dies Osterlaͤm⸗ melein! sein Kleid die Bloͤße decket, sein Blut keirt heil und rein. Sein Fleisch, so schͤu und zart, hat rechte Zuckerart; im Mund giebts suͤßen Saft, dem Herzen Staͤrk und Kraft. 11. Wein, Honig, Manna laben, und sind die beste Kost; die aber IEsum haben, betheuern ar ge⸗ trost: Nichts suͤßers ist als du, o JEsu, sanfte Ruh! Nichts gehet milder ein, als dies Brod, Fleisch sih und Wein. 12. Wer steht in Harg ren Leiden, wen äaͤngst der Seelenschmerz, kann in dir, JEsu, weiden sein jammervolles Herz. Wer in sich schwach und matt, wird 2er dich stark und satt. Wer geht 20 gedruͤckt, wird in dir wohi erquickt. 13. Drum, Laͤmmlein IEsu, speise mit deinen leisch und Blut uns auf der Himmelsreise, und bring uns zu der Hut, wo keinen nicht mehr duͤrst, da du selbst leiten wirst dein Schaͤflein zu 5 Quell, die selig, klar he 42 Da GOtt, die Le⸗ e⸗benssonne, in, durch und an uns scheint, wo JIEsus Freud und Wonne dem einschenkt, der geweint; wo jauch:zt, wer hier ge⸗ aͤchzt, wo huͤpft, wer hier gelechzt; der Schaden wird ersetzt, was war verletzt, ergoͤtzt. 15. Da wollen wir dem Lamme, mitten in Vaters Thron, dem Held aus Juda Stamme, dem rechten Da⸗ vids⸗Sohn, Preis, Ehre, Lob und Ruhm, Macht, Weisheit und Reichthum, zusammt Victoria bringen. Haun ujah. J. C. Schade. Mlel. vater unser im Himmelreich. V danket 1 4.4 N6 GOtt, ihr Christen u⸗ und jauchzet ihm mit großem Schall, dieweil er seiner Gottheit Macht durch seinen Sohn an Tag gebracht. Triumph, Triumph, schrei alle Welt, denn IEsus hat den Feind Wne Er ist erstanden von bem Tod, der vebensfuͤrst, der wahre GOtt. Er hat des Teufels Burg zerstoͤrt und GOttes Himmeleeich ge 306— Triumph, ꝛe. Er ist erschienen wie ein Blih, uvnd hat bethoört der Feinde Witz; er hat erwiesen mit der. was er zuvor verkuͤndigt hat. Triumph, ꝛe. 4. Er hat nun uͤber⸗ 6 wun⸗ ————— 12²2 rrrrrrrTPTPTPTPTTC bon der Auferstehung wunden gar sein Leiden, Truͤbsal und Gefahr. Sein Haupt traͤgt schon mit gqro⸗ ßem Glanz den ewig gruͤ⸗ nen Lorbeerkranz. Tri⸗ umph, ꝛe. ö 5. Die Wunden, die er hier empfing, da er ans Kreuz genagelt ving, die leuchten wie die Morgen⸗ stern, und strahlen von ihm weit und fern. Triumph, ꝛc. 6. Er ist nun voller Seligkeit, und herrschet uͤber Ort und Zeit; er lebt voll Freud im Pora⸗ deis, und hoͤrt mit Lusi sein Lob und Preis. Tei⸗ umph, ꝛe. 7. Drum danket GOtt/ ihr Christen all, und jauch⸗ zet ihm mit großem Schall: ihr sollt in ihm auch auf⸗ erstehn, und in die ewge reud eingehn. Drum chrei Triumph die ganze Welt, denn IEsus hat den Feind gefaͤllt! Johann Angelus. Mel. Triumph, Triumph! es kommt mit Pracht. 145 un hat das heilge GOt— teslamm, dem man am Kreuz das Leben nahm, den schoͤnen Sieg an Hoͤll und Tod behauvtet, als ein wahrer GOtt. Tri⸗ univh, Triumph, Triumph, Triumph, Victoria und ewiges Hallelujah! 2. Sein Fersenstich giebt nicht mehr Blut, ver⸗ schwunden ist der Schlan⸗ gen Muth; ihr Haupt ist nun zerknirschet gar, das bei dem 2005 so freche war. Triamph, ꝛc. 3. Der Drache hat si eingebuͤlt, sein Trotz un Frevel ist gestillt; sein Gift macht ihin seibst Angst und Pein, und dringet auf sein Herz hinein. Triumph,/ ꝛc. 4. Wo isi, o Tod, dein Stachel itzt? Wo habt ihr Teufel euren Witz? Wo ist der Hoͤllen Macht und Sieg? Wer fuͤhret wider uns denKrieg? Triumph, ꝛc. 5. Das Lanim, das der Welt Suͤnde traͤgt, hat eure Macht in Koth ge⸗ legt; es herrschet kraͤftig dort und hier, und euer Leid waͤhrt fuͤr und fuͤr. Triumph, ꝛc. 6. Ja, liebster Heiland, deine Kraft hat uns nun Fried und Ruh geschafft; ganz matt sind, die uns drangen sehr, und gelten fort und fort nichts mehr. Triumph, ꝛe. 7. Was murret ihr, ihr Teufel, noch? was sper⸗ ret sich der Hoͤllen Loch? und duͤrfen GOttes seiner Schaar noch Marter draͤuen und Gefahr? Triumph, ꝛc. 8. Das Laͤmmlein, das erwuͤrget war, bricht euren Muth und Rachgier gar. Der Loͤw aus Juda steht uns bei, und macht von eurem Garn uns frei. Triumph, ꝛc. 9. Der Simson bricht der Hoͤllen Thuͤr, der Kö⸗ nig David tritt herfuͤr, der Goliath liegt schon gestreckt, und die Philister sind erschreckt. Triumph, ꝛc. 10. Du III. N. In Il HAA h EI. I. M2un .. fiht m A. mubrg Mo ar .— * ꝙ P == — —— Aug hh,. ZOnche I se Tuh i eslillt; senst e 2 Muunhsh Es, Td 0 17 Wo hihh en Wiß/ 74 len Mahu fühtetul Leg⸗Tnumn Lamm, W e tagt, K t in Koth Verrschet kß Wir, Ind 10 für und fih le. Vhster Heiland hat uns nur uh geschaf, hsind, die un r/ und gehe irt nichtt nch. R. murret iht. Ich? Wd shet r Hlllen doch GOlkei sine WMerterdttue Tumoh. Lammleit x ab/ hricht elte Rechgier Juda sct and macht K n im ftl 4 .— U Thür/ erRl Tit heftl legt 0 2 Ms 4. Tnunh I. U Eun JEsu Cl n .—.5 10. Du Heiland, du beherzter Held, hast aller Feinde Muth den llt, in⸗ dem du aus dem Grab aufstehst, und wiederum zum Leben gehst. Tri⸗ umph, ꝛe. 11. Was wollen wir denn fuͤrchten sehr des Todes Macht, das hoͤllsche Heer? Laß toben, was da will und kann, tritt nur den Kampf frisch—— ihn'n an. Triumph/ 12. Ist deune Macht, o Mensch, gleich schwach, 10 haͤlt dein Heiland hin⸗ ten nach; durch dessen Kraft wirst du bestehn, uno dein Feind muß zu Boden gehn. Triumph, ꝛc. 13. O Heiland, hilf zu jeder Frist, der du vom Tod erstanden bist; tritt her zu uns in aller Noth/ fuͤhr uns ins Leben durch den Tod. Triumph, Tri⸗ umph/ Triumph, Triumph, Victoria und ewiges Hal⸗ dar. A. H. Buchholz. und nicht mochtest fassen leluiah! Mel. JEsu, Freude. gMVaun ist auf⸗ 146. N erstanden aus des Todes Banden GOtt⸗ und Menschen Sohn; IEsus hat iaen get, daß nun alles lieget unter seinem Thron. Alle 013. so viel ihr seind, meine at er auf das Haupt ge⸗ chlagen, ja gar Schau getragen. 2. Daß er wollen ster⸗ ben/ war, uns zu erwerben Heil und Seligkeit. Nach⸗ hin ge cheu. 3. Niemand wird nun finden, daß von unsern Suͤnden noch was uͤbrig sei: weil der wieder kom⸗ men, der sie uͤbernommen ja, indem er frei, so 10 nun, genug zu thun, weil die Zohiuns just befunden, —— mehr verbunden. Was will uns nun schaden, weil wir zu Ge⸗ naden sind einmal ge— bracht? Will der Teufel draͤuen, duͤrfen wir nicht scheuen sein verlorne Macht. Hier ist der, vor welchem er augenblicklich nuß erbeben, und hinweg sich heben. 5. Hoͤlle, willst du po⸗ chen? Der dich hat zer⸗ brochen, stellt sich lebend Weil du nun gelassen den, der Buͤrge war: so hast du fuͤr immerzu dei⸗ nes Rechtes dich begeben wider unser Leben. 6. Laß die Zaͤhne blecken und die Haͤnd ausstrecken wider uns den Tod; denn sein Pfeil und Bogen fin⸗ den sich betrogen, es hat keine Noth. Ob er trifft, ists drum kein Gift, son⸗ dern muß mit seinen Pfei⸗ len er vielmehr uns heilen. 7. Darum mir nicht grauet, wenn mein Geist anschauet, daß noch in das Grab meine muͤden Glie⸗ 6* der ————————————————————— 12⁴ 2 2 IIIIIIIITTTTTTTTCTCTCTCTCT.¶ *— von der Auferstehung der werde legen nieder, weil ich dieses hab, daß mein Hort mir diesen Ort selbst mit seinem Leibe weihe, daß ich ihn nicht scheue. 8. So sind all wir Chri⸗ sten dir und deinen Luͤsten todt, o Eitelkeit. Wie wir uns nun haben lassen mit begraben hier in dieser Zeit, so wird er, der große HErr, uns hervor auch mit sich fuͤhren, und mit Kronen zieren. 9. Denn dies sicher stehet: weil das Hauyt nun gehet aus dem Grab heraus, muͤssen auch die Glieder sonder Zweifel wieder aus dem Todtenhaus, wenn jetzund die liebe Stund ihnen wieder giebt das Leben, zu ihm sich begeben. 10. O der großen Freu⸗ de! Wer wollt nun das Kleide dieser Sterblichkeit nicht getrost ablegen? weil ja doch hingegen nach so kurzer Zeit JIEsus Christ bereitet ist, ihn zu kleiden mit der Sonne in der Himmelswoͤnne. Phil. Jacob Spener. Mel. Allein GOtt in der Höh sei Ehr. 147. O ist dein Stachel nun, wo ist dein Sieg, o Hoͤlle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg durch IEsum Christ gegeben. 2. Wie straͤubte sich die alte Schlang, da Christus mit ihr kaͤmpfte; mit List und Machi sie auf ihn drang, jedennoch er sie daͤmpfte; ob sie ihn in die r d⸗ sticht, so sieget ie doch darum nicht, der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig Christus kommt herfuͤr, die Feind nimmt er gefangen; zer⸗ bricht der Hoͤllen Schloß und Thuͤr, traͤgt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf: alls liegt da uͤberwunden. 4. Des Todes Gift, der Hoͤllen Pest ist unser Heiland worden; wenn Satan auch noch ungern laͤßt von Wuͤthen und von Morden, und da er sonst nichts schaffen kann, nur Tag und Nacht uns klaget an: so ist er doch verworfen. 5. Des HeErren Rechte die behaͤlt den Sieg und ist erhoͤhet; des HErren Rechte maͤchtig faͤllt, was ihr entgegen stehet. Tod, Teufel, Hoͤll und alle Feind durch Christi Sieg gedaͤmpfet seind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 6. Es war getoͤdtet IE⸗ sus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Chri⸗ sti Worten glaͤubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt, er lebt, ob er gleich stirbet. ö 7. Wer taͤglich hier durch wah⸗ UAN. N. IW0U Ocor HS OschisI I MM duh ge . . I. It Ihteh I Ru GOsstl S/ HITtt sin Gs Al H x ieben L 10 U Hlei Huk hello hen Iabdtt Sin sis Zuh ig Du, Mö sie auf f. ennoch e e ihn , so st Lum richt, Rettreten Ei in, die Fi fengen, Toblen Eth „kraͤgt u mit Pumma das i d fih Hulten guf: H wunden. Todes Gf eft ist unme den; wenh Voch ungern hen und von MWa et sohst kaonn, nur uns klget belwotfen, nn Rechte II Ei u des HEtteh i fült, W stehet. To, A hrist Sin , iht Zun den. Jgeidotet N und ssch,s e ersaden sch auf,N Fepondett läub, x abe der nch „ob ek ich herdt 6 I Wa Esu Christi. 12⁵ wahre Reu mit Christo auferstehet, st dort vom andern Tode frei, derselb ihn nicht angehet; genom⸗ men ist dem Tod die Macht, Unschuld und Le⸗ ben wiederbracht und un⸗ vergaͤnglich Wesen. §. Das ist die reiche Osterbeut, der wir theil⸗ haftig werden: Fried, eit in„Heil, Gerechtig⸗ eit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird aͤhnlich dort Christi verklaͤrtem Leibe. 9. Der alte Drach mit seiner Rott hingegen wird zu Schanden, erlegt ist er mit Schimpf und Spott, da Christus ist erstanden. Des Hauptes Sieg der Glieder ist; drum kann mit aller Macht und List uns Satan nicht mehr schaden. 10. O Tod, wo ist dein Stachel nun, wo ist dein Sieg, o Hoͤlle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, wie grausam er sich stelle? GOtt sei gedankt, der uns den Sieg, so herrlich hat un diesem Krieg durch JE⸗ sum Christ gegeben. Justus Gefenius. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 148 Sei froͤhlich 5 alles weit und breit, was vormals war verloren, weil heut der HErr der Herrlichkeit, den GOtt selbst guserkoren sen Suͤndenbuͤßer, der ein Blut am Kreuz ver⸗ gossen uns zu gut, vom Tod ist auferstanden. 2. Wie schoͤn hast du durch deine Macht, du wilder Feind des Lebens, den Lebensfuͤrsten umge⸗ bracht; dein Stachel ist vergebens durch ihn ge⸗ schossen, schnͤder Feind, du haͤttest wahrlich wohl gemeint, er wuͤrd im Staube bleiben. 3. Nein, nein, er traͤgt sein Haupt empor, ist maͤchtig durchgedrungen durch deine Bande, durch dein Thor, ja hat im Sieg verschlungen dich selbst, daß, wer an ihn nur glaͤubt, von dir jetzt ein Ge⸗ spotte treibt, und spricht: Wo ist dein Stachel? 4. Denn deine Macht die ist dahin, und keinen Schaden bringet dem, der sich stets mit Herz und Sinn zu diesem Fuͤrsten schwin⸗ et/der frohlich spricht: Ich eb, und ihr sollt mit mir leben fuͤr und fuͤr, weil ich es euch erworben. 5. Der Tod hat keine Kraft nicht mehr, wir duͤr⸗ fen. ihn nicht scheuen. Ich bin sein Siegsfuͤrst und sein Herr, deß sollt ihr euch erfreuen; dazu so bin ich euer Haupt, drum wer⸗ det ihr, wenn ihr mir glaubt, als Glieder mit mir leben. ů 6. Der Hoͤllen Sieg der ist auch mein, ich habe sie fürchten es darf nicht uͤrchten ihre Pein, wer mich und mein Wort ho⸗ ret. Und weil des Teufels Macht 99*——.———.————9J—9—f————— 126 EENT 8 von der Auserstehung Macht und List gedampft, sein Royf zertreten ist, mag er ihm auch nicht schoden. Nun, Gott sei Dank, der uns den Sieg durch IEsum hat gegeben, und uns den Frieden fuͤr den Krieg, und fuͤr den Tod das Leben erworben, der die Suͤnd und Tod, Welt, Teufel, Hoͤll und l was in Noth uns stuͤrzet, uͤberwunden! p. Gerhard. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. So bald des 149.Scoden Sab⸗ baths Nacht den Tag ver⸗ treibt und dunkel macht, da kaufen der Marien drei, den HErrn zu salben Spe⸗ cerei. Hallelujah. 2. Sie richten alles flei⸗ fig zu, und warten, bis aus ihrer Ruh aufs Him⸗ melsfeld die Morgenroͤth in ihrem guͤldnen Schmucke geht. Hallelujah. 3. Als sie nun auf dem Wege sind, bald sich ein neuer Kummer findt; ach, sprechen sie, ein großer Schmerz durchdringet un⸗ ser traurig Herz. Hallel. 4. Wer oͤffnet uns des Grabes Thuͤr? Kein Juͤn⸗ ger macht sich jetzt herfuͤr; uns Armen wirds unmoͤg⸗ lich sein, zu waͤlzen ab den schweren Stein. Hallel. 5. Indem sie schauen auf das Grab, da ist der Stein gewaͤlzet ab; GOtt 1 fuͤr Angst und großes eid gewuͤnschten Trost und 6. Sie gehn hinein. Da sehn sie bald, wie daß ein Juͤngling wohlgestalt zur Roechten sitzt, und traͤgt ein Kleid weiß wie der Schnee in Winterszeit. Hallelujah. 7. Sie sind bestuͤrzt, daß keine kann vor Furcht die andre reden an; der Engel tröstet sie und spyricht: Ihr ieben Frauen, fuͤrcht euch nicht. Hallelujah. 8. Ihr sucht den HErrn von Nazareth, der JEsus heißt; hier ist die Staͤtt, hier ist das Raͤumlein, da man ihn aus Liebe hat ge⸗ leget hin. Hallelujah. 9. Am Kreuze litt er 115 den Tod, jetzt aber ebt er, frei von Noth: er ist erstanden als ein Mann, der auch den Tod selbst töͤdten kann. Hallelujah. 10. Hier bei den Todten werdet ihr ihn finden nicht, das glaubet mir. Geht hin und machts den Juͤngern kund und Petro, dem sein Herz ist wund. Hallelujah. 11. Heißt sie in Gali⸗ laͤmm gehn, daselbst wird er vor ihnen stehn; sie wer⸗ den sehn sein Angesicht: was er zusagt, das fehlet nicht. Hallelujah. 12. Sie gehn heraus und eilen fort; ihr Mund vor Zittern redt kein Wort; die blöden Herzen sind er⸗ schreckt, mit Furcht und Anast ganz uͤberdeckt. Hal⸗ lelujah. ů 13. Wir aber halten diese ost fuͤr unsers Herzens reud und Lust, und dan⸗ Froͤhlichkeit. Hallelujah. ven dir, HErr IEsu Christ, daß MWEH n 1 I. 0. RN Imt I Suhdhh Habur HA . MI. A. Hri Wadf Whhe + IN hu A „ Wie daß 333 unld tragt Die 183 . Haldath hefurt, Zr urdrh Duu. derEn shricht: fürcht at Lunh. ht den Hrn V, der Fit Ast die Sth MRaumlain, Liebe hatg⸗ allelunh. Prauze it e d„ seht ghe Von Moth: 4 Dein Mann, Tod sabs Hallelujch, den Todten Ninden nicht, H. Gehl hin Jungern 10, den sen 2. Hallehujch. sso in Gal⸗ Vaselbst witd hnz sie was Angesicht: „, dos fehlt ah. ehn heraut iht Mush kein Wort dezen sind ct Zurcht uu rethekt. hie ö haltendet ers Hareht f, Wbhn JEsu Cbhish . AEsu C hristi. 127 daß du heut auferstanden bist. Hallelujah. 14. Der Teufel wuͤthe, wie er will: wer fragt nach ihm? er hat sein Ziel; dar⸗ uͤber darf er schreiten nicht, wuͤrd er auch toll, er i gericht. Hallelujah. 15. Des Todes Stachel ist entzwei, er thut nichts, das mir schaͤdlich sei; sterb ich, so sterb ich dir allein, die Seele muß bald bei dir sein. Hallelujah. 16. Der Leib, der in dem Grabe liegt, schlaͤft sanft, als waͤr er eingewiegt; ich weiß, daß du ihn, als ein Fuͤrst des Lebens, aufer⸗ wecken wirst. Hallelujah. Johann Heermann. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. IX Triumph, Tri⸗ 150. T umph! es kommt mit Pracht der Siegesfuͤrst heut aus der Schlacht; wer seines Rei⸗ ches Unterthan, schuu heute sein Triumphfest an. Hall. 2. Vor Freuden Thal und Wald erklinat, die Erde schoͤnes Blumwerk bringt; der Zierath, die Tayezerei zeigt, daß ihr Schoͤpfer Sieger sei. Hall. 3. Die Sonne sich aufs schoͤnste schmuͤckt, und wie⸗ der durch das Blaue blickt, die vor pechschwarz im Trauerkleid beschaut den Blut⸗ und Todesstreit. Hallelujah. 4. Das stille Lamm jetz! nicht mehr schweigt, sich muthig als ein Loͤw er⸗ zeigt; kein harter Fels ihn haͤlt und zwingt, Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. Halleluiah. 5. Der andre Adam heut erwacht nach seiner har⸗ ssten Todesnacht, aus sei⸗ nen Seiten er erbaut uns sein erlöste theure Braut. Hallelujah. 6. Wie Aarons Ruthe schon ausschlug, am Mor⸗ gen bluͤht und Mandeln Sch⸗ so traͤget Frucht der Seligkeit des Hohenyrié⸗ sters Leichnam heut. Hal⸗ lelujah. 7. Nun ist die Heilig⸗ keit erkaͤmpft, der Suͤnden Pest und Gift gedaͤmpft; der schweren Handschrift Fluch und Bann vertritt hier mein Erlbsersmann. Hallelujah. ö 8. Du liebe Seel bist ausgebuͤrgt, der hollische Tyrann erwuͤrgt; sein Raubschloß und geschwor⸗ ne Rott ist ganz verheert, der Tod ein Spott. Hall. 9. Hier liegt der stolze Belial, die Hollenbuͤrger allzumal sind sammt der Schwefelburg zerfloͤrt, kein Feind sich wider uns em⸗ hrüpört. Hallelujah. 10. HErr JEsu, wah⸗ rer Siegesfuͤrst, wir glau⸗ ben, daß du schenken wirst uns deinen Frieden, den du bracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. Hallelujah. 11. Triumph, Triumph! dich ehren wir, und wollen mit dir kaͤmpfen hier, daß wir als Reitnat 128 von der Auserstehung JEsu Christi. PP''ttTTTTTFTFTDTPTDTDTDTPTPTFHDDDCD dort dir folgen durch die Siegespfort. Hallelujah. Benjamin Prätorius. Mel. nun freut euch, lieben Christen gmein. 22 ach auf, 1 3 1 Wĩ mein Herz/ die Nacht ist hin, die Sonn ist aufgegangen; ermuntre deinen Geist und Sinn, den Heiland zu umsangen, der heute durch des Todes Thuͤr gebrochen aus dem Grab herfuͤr, der ganzen Welt zur Wonne. 2. Steh aus dem Grab der Suͤnden auf, und such ein neues Leben; vollfuͤhhre deinen Glaubenslauf, und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein IE⸗ sus ist, und such was dro⸗ ben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Vergesse, was dahin⸗ ten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu IEsu sei erhoben. Tritt unter dich die boͤse Welt, und strebe nach des Him⸗ mels Zelt, wo IEsus ist zu finden. 4. Quaͤlt dich ein schwe⸗ rer Sorgenstein, dein JE⸗ sus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzesvein in Freud und Wonne le⸗ hen: wirf dein Anliegen auf den HErrn, und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. Geh mit Maria Magdalen und Salome Salbungsgabe: so wirst du sehn, daß IEsus Christ vom Tod heut auferstan⸗ den ist, und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Loͤw aus Ilda Stamm heut sieg⸗ reich uͤberwunden, und das erwuͤrgte GOtteslamm hat, uns zum Heil, erfun⸗ den das Leben und Gerech⸗ tigkeit, weil er, nach uͤber⸗ wundnem Streit, die Fein⸗ de Schau getragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil IEsus uͤberwunden; er wird auch uͤberwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst, und in ein neues Leben gehst, und GOtt im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt, noch Tod, noch gar der Hoͤllen Rachen; denn IEsus lebt, es hat kein oth, er ist noch bei den Schwachen und den Ge⸗ ringen in der Welt, als ein gekroͤnter Sieges⸗Held, drum wirst du uͤberwinden. 9. Ach mein HErr IE⸗ su, der du bist von Tod⸗ ten auferstanden, errett aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusam⸗ men insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen GOt⸗ teskindern, und ewig in der Herrlichkeit von allen um Grabe, die fruͤh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Ueberwindern, die uͤber⸗— durch dein Blut. HeErr W Sch wig Msthug h1 Gn ih An Mu„ Whiu WW AH Hi Reg um heut sz Tch, u GOta im Hei, r den und Geut tkeit,deßtt Vettagen. uf, mein hy in Streit, erwunden berwinden un Uer gebulhe INacht, daß in ein neut und GOl dienest veder Teuft. 90d/ noch gu Nachen; denn Ves hat kein uuch bei den Tund den Ge r Welt, all Sieges⸗Hel) Muͤberwindel. n HErr. ist von Tod⸗ Inden, erket Macht u ded Todet wit zusan⸗ in zum neue ein, das R orben, Shochgelobt n allen GH⸗ Ind eibig l it bon lh „ die uhek dein Mll. HEtt von der Himmelfahrt Christi. 129 Want IEsu, gieb uns raft und Muth, daß wir auch uͤberwinden. Laurentius Laurenti. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. ir danken 15. Wé dir, HGErr IEsu Christ, daß du vom Tod erstanden bist, und hast dem Tod zerstoͤrt sein Macht, und uns das Le⸗ ben wiederbracht. Hallel. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad, nimm von uns unsre Missethat, und hilf uns durch die Guͤte dein, daß wir dein treue Diener sein. Hallelujah. 3. GOtt dem Vater im höchsten Thron, sammtt sei⸗ nem eingebornen Sohn, dem heilgen Geist in glei⸗ cher Weis in Ewigkeit sei Lob und Preis! Hallel. Caspar Fuger. VI. Von der Himmelfahrt Christi. Klel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. . ch wunder⸗ 1 33 A großer Sie⸗ gesheld, du Suͤndentraͤger aller Welt, heut hast du dich gesetzet zur Rechten deines Vaters Kraft, der Feinde Schaar gebracht zur Haft, bis auf den Tod verletzet; maͤchtig, praͤchti triumphirest, jubilirest, To und Leben, dir ist alles un⸗ tergeben. 2. Dir dienen alle Cheru⸗ bim, viel tausend hohe Se⸗ raphim dich großen Siegs⸗ mann loben; weil du den Segen wiederbracht, mit Majestaͤt und großer Macht zur Glori bist erhoben; singet, klinget, ruͤhmt und ehret den, so faͤhret auf gen Himmel mit Posaunen und Getuͤmmel. 3. Du bist das Haupt, bingegen wir sind Glieder, ja es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben, Heil, Fried und Freude, Staͤrk und Kraft, Erquik⸗ kung, Labsal, Herzenssaft wird uns von dir gegeben. Bringe, zwinge mein Ge⸗ muͤthe, mein Gebluͤte, daß es preise, dir als Siegs⸗ herrn Ehr erweise. 4. Zeuch, JEsu, uns, zeuch uns nach dir, hilf, daß wir forthin fuͤr und fuͤr nach deinem Reiche trachten. Laß unser Thun und Wandel sein, wo Zucht und Demuth geht herein, all Ueppigkeit verachten. Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergruͤnden, wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, IEsu, unser Schutz und seh sei un⸗ ser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was dro⸗ ben ist; auf Erden woh⸗ 6** net 130 von der Himmelfahrt Christi. net Trug und List, es ist auf allen Straßen Luͤgen, Truͤgen, Angst und Pla⸗ gen, die da nagen, die da gudͤlen stuͤndlich arme Chri⸗ stenseelen. 6. HErr IEsu, komm, du Gnadenthron, du Sie⸗ gesfuͤrst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen! Du, du bist allen uns zu gut, o IEsu, durch dein theures Blut ins Heiligthum gegangen. Komm schier, hilf mir; dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende froͤh⸗ lich klopfen in die Haͤnde. Ernst Cbristopb Hemburg. Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein. . uf Christi 1 54. A Himmel⸗ fahrt allein ich meine Nach⸗ fahrt gruͤnde, und allen Zweifel, Angst und Pein hiermit stets uͤberwinde; denn weil das Haupt im Himmel ist, wird seine Glieder JIEsus Christ zur rechten Zeit nachholen. 2. Weil er gezogen him⸗ melan und große Gab em⸗ pfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends, Ruh erlangen; denn wo mein Schatz ge⸗ kommen hin, da ist auch stets mein Herz und Sinn: nach ihm mich sehr ver⸗ langet. ren, und dann einmal, wenn dirs gefaͤllt, mit Freuden scheiden aus der Welt. HErr, hoͤre dies mein Flehen. Josua Wegelin. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. d 155. A Tag de. denken wir, daß Christ gen Himmel gfahren, und danken GOtt aus hoͤchster Bgier, mit Bitt, er woll bewahren uns arme Suͤn⸗ der hier auf Erd, die wir von wegen mancher Gfaͤhrd ohn Hoffnung ban kein Troste. ö 2. Drum sei GOtt Lob, der Weg ist gmacht, uns steht der Himmel offen. Christus schleußt auf mit großer Pracht, vorhin wars alls verschlossen. Wers glaubt, deß Herz ist Freu⸗ den voll; dabei er sich doch ruͤsten soll, dem HErren nachzufolgen. 3. Wer nicht folgt und sein Willen thut, dem ists nicht Ernst zum HEr⸗ ren; denn er wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts, soll der sein recht, so wird auch gwiß das veben schlecht zu GoOtt in Himmel grichtet. 4. Solch Himmelfahrt faͤht in uns an, wenn wir 3. Ach HErr, laß die se Gnade mich von deiner Auffahrt spuͤren, daß mit den Vater finden, und fliehen stets der Welt ihr Bahn, thun uns zu GOt⸗ dem wahren Glauben ich tes Kündern: die sehn hin⸗ mag meine Rachfahrt zie⸗auf, und GOtt herab, ů an u M W 11 Zun Whut Fmhr! U I Auhn 06 II. M Rhh R2 i Ha I l I u All. libtn 5. Vu U an aihh sihr in freut V in Iunn Ai „ 3 0 / daß Ch ö Rabrn lt gus hch Bitt, er n arme f Eth, Re nancherGh Kung han i Cti Gote gmacht, un Ammel oftn laußt guf m. It, vorhin wat ssen. Wali dens ist Fral lei e sch doch don HErken . licht folgt und thut, den ns zum HEt⸗ E wird auc und Blut seh Verspenn legts, sl ht, 0 U Veben schlch in Hinmi himmelsthe an/ wenn ul firden, der Welt i uns jn Got de sehn hib 3Ott hetth 0 von der Himmelfahrt Christi. 131 an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie zusammen kommen. 5. Dann wird der Tag erst Freuden reich, wenn uns GOtt zu ihm nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, als wir denn jetzt bekennen; da wird sich finden Freud und Muth zu ewger Zeit beim hoͤchsten Gut. GOtt woll, daß wirs erleben. 6. Ehr sei dem HEr⸗ ren IEsu Christ, der fuͤr uns ist gestorben, und wie⸗ der auferstanden ist, des Vaters Huld erworben, daß wir nun nicht in Adams sert umkommen, und nicht erben all, sondern das Leben erben. V. 1—5. Johann Zwick. ZIn eigener Klelodie. 356 hrist fuhr 15 6. C gen Him⸗ mel. Was sandt er uns Den beilge Den Troster en heilgen Geist, zu Trost der armen Christenheit. Kyrieleis. 2. Halleluiah, Hallelu⸗ jah, Hallelujah! Deß solln wir alle froh sein, Chri⸗ stus will unser Trost sein. Kyrieleis. 15. Jahrh. Mel Uun freut euch, lieden Christen gmein. 2 u faͤhrst gen 1 57 5 D Himmel/ JEsu Christ, die Staͤtt mir bereiten, auf daß ich bleibe, wo du bist, zu ewiglichen Zeiten. Du faͤhrst, mein Heiland, in die Hoͤh, auf daß ich in die Hoͤh auch geh; dies kann mich recht ergoͤtzen. 2. Du faͤyrst, niein JEsu, wolkenan/ und dringst durch alle Himmel, damit ich dir nachfahren kann aus diesem Weltgetümmel. Du bist, mein IEsu, aus dem Leid gegangen in die höchsu⸗ Freud, daß stete Freud mich labe. 3. Wo IEsus ist, da komm ich hin; bei JEsu will ich bleiben. Drun steht zu IEsu stets mein Sinn, nichts soll mich ven ihm treiben. Ob ich schon duld hier manche Noth⸗ so werd ich doch nach mei nem Tod bei IEsu rech: erquicket. 4. So zage nicht, du meine Seel, laß nur den Kummer fahren, und dich nicht allzu schmerzlich qual, ich werd nach kurzen Jah⸗ ren gelangen aus dem Jammerthal hin in den schoͤnen Himmelssaal, da IEsus mich wird troͤsten. Gottfried Händel. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Heist. u Lebens⸗ IEsu Christ, der du bist aufgenommen ge Himmer, da dein Vater ist und die Gemein der Frummen⸗ wie soll ich deinen uvroßen Sieg, den du uns durch den schweren Krieg er⸗ worben hast, recht preisen/ und dir gnug Ehr erweisen? 2. Du hast die Holl und Sůn⸗ 1 132 von der Himmelsahrt Christi. NN Suͤndennoth ganz ritter⸗so viel Gaben von dir em⸗ sama lich bezwungen; du hast pfangen haben. ln u den Teufel, Welt und 7. Du hast durch deine 0 Tod durch deinen Tod Himmelfahrt die Straßen nche verdrungen; du hasi ge⸗uns bereitet; du hast den hin H sieget weit und breit: wie Weg uns offenbart, der Hcah soll ich solche Herrlichkeit, uns zum Vater leitet Dund antdwärnakiesem Leoen wel denn du, HErr Jeun gnug wuͤrdiglich erheben? Christ/ nun stets in deiner 7 3. Du hast dich zu der Wonne bist, so werden ja aI rechten Hand des Vaters die Frommen dahin auch 139. hingesetzet, der alles dir zu dir kommen. ö ö hat zugewandt, nachdem 8. Ist unser Haupt im Munuu du unverletzet die starken Himmelreich, als die Apo⸗ hh Feind hast rach./ el schreiben, so werden n Triumph und Sieg dar⸗wir, den Engeln gleich, ja H1M aus gemacht, und ste auf nicht heraußen bleiben; du + deinem Wagen ganz herr⸗wirst uns deine Glieder⸗ I lich Schau getragen. lein, mein GOtt, nicht las⸗ Uah 4. NRun lieget alles un⸗ sen von dir sein, die ihnen I ter dir, dich selbst nur fest vertrauen, dein Herr⸗ I u ausgenommen; die Engel lichkeit zu schauen., N musfen für und für dir d. Hüf, daß wir suchen un aufzuwarten kommen; die unsern Schatz nicht hier in u Fuͤrsten stehn auch auf diesem Leben, besondern u u der Bahn, und sind dir dort, wo du den Platz wirst aclt willig unterthan; Luft, GOttes Kindern geben. Wasser, Feur und Erden Ach laß uns streben fest muß dir zu Dienste werden. und wohl rde dem, was Aen S 5. Du starker Herrscher kuͤnftig werden soll; so sihtt, x faͤhrest auf mit Jauchzen koͤnnen wir ergruͤnden, wo III und Lobsagen, und gleich dein Gezelt zu finden. Asig mit dir in vollem Lauf auch 10. Zieh uns dir nach, WUEA mehr denn tausend orge⸗ so laufen wir, gieb uns sht, L0 du faͤhrest auf mit Lobge⸗des Glaubens Fluͤgel. N Rnge sang, es schallet der Po⸗Hilf, daß wir fliehen weit Idn sunen Klang; mein GOtt von hier auf Jiraelis Huͤ⸗ WuN vor allen Dingen will ich gel. Mein GOtt, wann Isaht dir auch lobsiͤgen. ahr ich doch dahin, da ich haadnd 6., Du bist gefahren in ohn Ende froͤhlich bin; WI die Hoͤh, hinfuͤhrend die wann werd ich vor dir ste⸗ Rhaz e Gefangnen, so uns mit hen, dein Angesicht u sehen⸗ AUA Thraͤnen, Ach und Weh 11. Wann soll ich hin ins 5 Deß ö ber oft die Wangen; Paradies, zu dir, HErr sh gl rum preisen wir mit suͤxIEsu, kommen? Wann Iun Ml: ßem Schall, o starker GOtt, kost ich doch das Engel⸗ dich uͤberall, wir, die wir fuͤß? Wann werd ich auf⸗ ODt ge⸗ Iristi San Hen. s durch 0 11 die Stt d has 2 ofenbatt, 0 neer leitt 2u, HErr W. settz in dan „o werden! en dahin gu nen ier Hlult y 1/ als die hhz Iu, so pesn Higeln gleihy Len bleibenth Weine Glie Ott/ nichth. sein,, die ihpu hauen. u wir suche nicht hier i hesonden Mah win hetn gebeh. streben fes Den Wat 3n sol; so Mruͤnden, wo finden. ns dir nach, K, gieh unz n3 Flagl fliehen het Naelis hi⸗ VOtt, Walh dahin, dath stblich hin ch bot dib st⸗ sicht huscheh ollich hin il dit/ Han nen? Wunn D08 Ehth werd ich a 90 von der Himmelsahrt Christi. 133 enommen? Mein Hei⸗ and, komm und nimm mich an, auf daß ich froͤh⸗ lich jauchzen kann und klopfen in die Haͤnde Hal⸗ lelujah ohn Ende! J. Rist. Mel. Ach alles, was Himmel und Erden umschließet. * Trohlocket mit 1 59. F Haͤnden, ihr Völker, nun alle, und jauch⸗ 110 dem Hoͤchsten mit fröͤh⸗ ichem Schalle; denn GOtt der Allerhöchst ist schrecklich dort oben, ein Koͤnig sehr hoch auf der Erden erhoben. 2. Der nunmehr die Voͤlker wird unter uns zwingen, die Leut unter unsere Fuͤße nun bringen; denn er uns ein Erbtheil erwaͤhlet und giebet, die Herrlichkeit Jakobs, den er hat geliebet. 3. Frohlocket, mit jauch⸗ zendem Schall GOtt auf⸗ faͤhret, der HErre mit hellen Posaunen beehret. Lobsinget GOtt, singet, lobsinget, lobsinget, lob⸗ singet, Lob unserem Koͤ⸗ nige bringet. 4. Denn GOtt ist ein Kö⸗ nig auf diesem Erdboden, lobsinget ihm alles, was holet den Odem. Ein Koͤnig ist GOtt der HErr uͤber die Heiden; er sitzet auf seinen Stuhl, selbe zu weiden. 5. Die Fuͤrsten der Vobl⸗ ker sind alle gezaͤhlet zu ei⸗ nem Volk Abrahams, das GOtt erwaͤhlet; denn GOtt ist sehr hoch bei den Schilden auf Erden, und wird noch viel hoͤher und herrlicher werden. In eigener Melodie. 1 60 Gen Himmel ö aufgefah⸗ ren ist, Hallelujah! der Koͤng der Ehren JEsus Christ. Hallelujah! 2. Er sitzt zur rechten GOttes Hand, Hallelu⸗ jaht herrscht uͤber Himml und alle Land. Hallelujah! 3. Nun ist erfuͤllt, was gschrieben ist, Hallelujah! in Psalmen von dem HE⸗ ren Christ. Hallelujah! 4. Nun sitzt beim HEr⸗ ren Davids Herr, Halle⸗ lujah! wie zu ihm hat ge⸗ sagt der HErr. Hallelujah! 5. Drum jauchzen wir mit großem Schalln, Hal⸗ lelujah! dem HErren Christ zum Wohlgefalln. Hallel. 6. Wir lobn die heil'g Dreifaltigkeit, Hallelujah! GOtt Vater, Sohn und heilgen Geist. Hallelujah! Melchior Franck. Mel. von Sott will ich nicht lassen. 161 Gott faͤhret auf gen Himmel mit frohem Ju⸗ belschall, mit praͤchtigem Getuͤmmel und mit Po⸗ saunenhall. Lobsingt, lob⸗ singet GOtt, lobsingt, lob⸗ singt mit Freuden dem Koͤnige der Heiden, dem HErren Zebaoth. 2. Der HErr wird auf⸗ genommen, der ganze Him⸗ mel lacht; um ihn 9l: al⸗ 134 von der Himmelsfahrt Christi. alle Frommen, die er hat frei gemacht. Es holen IEsum ein die lauten Che⸗ rubinen; den hellen Sera⸗ phinen muß er willkom⸗ men sein. 3. Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhoͤht; wir wissen zur Ge⸗ nuͤge, wie man zum Him⸗ mel geht. Der Heiland geht voran, will uns nicht nach sich lassen, er zeiget uns die Straßen, er bricht uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch werden, der HErre macht uns Platz; wir gehen von der Erden dorthin, wo unser Schatz. Ihr Herzen, macht euch auf; wo Ie⸗ sus hingegangen, dahin sei das Verlangen, dahin sei euer Lauf. 5. Laßt uns zum Him⸗ mel springen mit herzlicher Begier; laßt uns zugleich auch singen: Dich, JEsu, suchen wir, dich, o du GOttes Sohn, dich, Weg, dich, wahres Leben, dem alle Macht gegeben, dich, unsers Hauptes Kron. 6. Ade mit deinen Schaͤz⸗ 1 du trugesvolle Welt; ein Koth kann nicht er⸗ goͤten. Weißt du, was uns gefaͤllt? Der HErr ist unser Preis, der HErr ist unsre Freude und koͤst⸗ liches Geschmeide, zu ihm gilt unsre Reis. 7. Wann soll es doch wann wirst du sein, daß wir den Heiland gruͤßen, daß wir den Heiland kuͤssen? Komm, stelle dich doch ein. Gottfr. Wilh. Sacer. Alel. Sollt es gleich bis⸗ weilen scheinen. 2* Nelfer meiner 1 62. B armen See⸗ le, Troͤster in der Trauer⸗ hoͤhle, ach wie ists so gro⸗ ße Pein, lang und ferne von dir sein. 2. Schau, ich zaͤhle Tag und Stunden, bis ich selig werd entbunden; ach wann endt sich meine Pein, daß ich ohne dich muß sein. 3. Schneid den Lebens⸗ faden abe, bring mich heute noch zu Grabe; denn es macht mir doch nur Pein, wenn ich nicht bei dir soll sein. 4. Laß mich alle Lust Kaute u laß mich alle Kuͤnste wissen: wenn ich nicht bei dir soll sein, so gebiert es mir nur Pein. 5. Laß mich alle Welt verehren, musieirn mit tau⸗ send Choͤren: alles, alles wird mir Pein ohne dich, mein IEsu, sein. 6. Laß hergegen mich zer⸗ reißen, und von Schlangen mich erbeißen: wenn ich nur bei dir soll sein, so duͤnkt michs doch keine Pein. 7. Ach wer hilft mir doch erwerben, daß ich schleunig möge sterben, daß bie Hebe Wann kommt ie liebe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? Du Tag, sich ende meine Pein, die ich hab, hei GOtt zu seinꝰ Helfer meiner armen Seele, Troͤster in der Trau I„ A mi m. H0. Inij ł AH. HaNN u R I. ich m u N W Mhm , Mu lla Au 07 6 6 II. Vcich I5 WIMIR RL Iihn m Sunhe Sal Ing Hen hr Lult v M Sg 0 0 Hah, lfunchn Echrist Hellagh 0 amb Mle lchbogg hfr. Uih e 3 gleig schtiner. Hefe ch Almen 4 In ist s ang un * I jich ahle an, 6 ihs Tden achhn eine Hein, si muß sn id den gebeh Rang mich hen nbe; denn a Iych nut Ha dicht bel t Ich alle Luf nlich alle Wenn iich sen, e Hir nur Pah 0 alle Dal lirn mit tru alles, alte ohne dich Fein. Hen mich ze⸗ Iu Schlange wennichnu. Iin, so duh Tne MPei, t hilst m , daf sterbeh/ Min, N ju sah iler atmeh It ist de Taal von der Himmelfahrt Christi. 13⁵ Trauerhoͤhle, JIEsu, IE⸗ su, du allein wußt nur meine Hulfe sein. Jobann Angelus. Mel. Uun danket alle GOit. 2RFJFetzund be⸗ 1 63 5 trachten wir, daß Christus aufgefahren, mit Bitt, o hoͤchster GOtt/ du wollest uns bewahren, weil wir noch unten stehn in dieser argen Welt, da uns im Tiefen nichts als Sund und Noth berfaͤllt. 2. Doch ist der Weg ge⸗ bahnt, der Himmel steht uns offen; nun koͤnnen wir von Gott den rechten Einfluß hoffen. Wer die⸗ sen Zugang kennt, deß Herz ist Freuden voll; denn er schaut Christo nach, wie er ihm folgen soll. 3. Wer diesen Weg nicht sucht, dem ists nicht Ernst zum HErren, der doch vor Fleisch und Blut den Himmel wird versper⸗ ren. Am Glauben liegts allein: ist der im Herzen recht, so kommt die Hulf herab, und wird das Fleisch geschwaͤcht. 4. Dies ist die Fahrt fuͤr uns, den Vater bald zu fin⸗ den, die Bahn der Welt zu fliehn und zu entgehn den Suͤnden. 1 nun die Seel hinauf, so faͤhrt der HErr herab, und wo der Vater wohnt, gehts nie ohn Segen ab. 5. O SErr, bleib stets geneigt, uns freundlich aufzunehmen, wenn wir durch Christum uns zur Himmelfahrt bequemen. Zeuch uns zu dir hinauf, bis wir mit reinem Muth mit dir vereinigt sein, als unserm hoͤchsten Gut. Christian Knorr v. Rosenroth. In eigener Melodie. H Fun freut 1 64. Neuch,GSt⸗ tes Kinder all, der HErr faͤhrt auf mit großem Schall; lobsinget ihm, lob⸗ singet ihm, lobsinget ihm mit lauter Stimm. 2, Die Engel und all Him̃elsheer erzeigen Christo goͤttlich Ehr, und jauchzen ihm mit frohem Schall, das thun die lieben Engel all. 3. Daß unser Heiland IEsus Christ, wahr GOttes Sohn, Mensch worden ist; deß freuen sich die Engel sehr, und goͤn⸗ nen uns gern solche Ehr. 4. Den HErr hat uns die Staͤtt bereit, da wir solin bleibn in Ewigkeit; lobsinget. ihm, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit lauter Stimm. 5. Wir sind Erben im Himmelreich, wir sind den lieben Engeln gleich. Das sehn die lieben Engel gern, und danken mit uns GOtt dem HErrn. 6. Es hat mit uns nun nimmer Noth; der Satan, Suͤnd und ewger Tod all⸗ sammt zu Schanden wor⸗ den sind durch GOttes und Marien Kind. 7. Den beilgen Geist sendt er herab, auf daß er un⸗ * 9 V V V 5—— PDPDie‚tttTTTTTFTETETFTFTFTttttt U 136 von der Himmelsahrt Christi. unser Herz erlab, und troͤst uns durch das goͤttlich Wort, und uns behuͤt vors Teufels Mord. ö 8. Also baut er die Chri⸗ stenheit zur ewgen Freud und Seligkeit; allein der Glaub an IEsum Christ die recht Erkenntniß GOt⸗ tes ist. 9. Der heilge Geist den Glauben staͤrkt, Geduld und Hoffnung in uns wirkt, erleucht und macht die Her⸗ zen fest, und uns in Truͤb⸗ sal nicht verlaͤßt. 10. Was uns die gott⸗ lich Majestaͤt am heilgen Kreuz erworben hat, das theilet aus der heilge Geist, darum er unser Lehrer heißt. 11. Der Vater hat den Sohn gesandt; der Sohn wird anders nicht erkannt, ohn durch den heilgen Geist allein; der muß die Her⸗ zen machen rein. 12. So manche schone Gottesgab bringt uns der heilig Geist herab, und uns vorm Satan wohl ver⸗ wahrt: solchs schafft des HErren Himmelfahrt. 13. So danket nun dem lieben HErrn, und lobet ihn von Herzen gern; lob⸗ singet mit der Engel Chöͤr/ daß man es in dem Him⸗ mel hoͤr: 14. GOtt Vater in der Ewigkeit, es sagt dir deine Christenheit groß Ehr und Dank mit hoͤchstem Fleiß, zu allen Zeiten Lob und Preis. 15. HErr IEsu Christe, GOttes Sohn, gewaltig, er alles uͤberwunden herrlich, praͤchtig schön/ es dankt dir deine Chri⸗ stenheit von nun an bis in Ewigkeit. 16. Du heilger Geist, du wahrer GOtt, der du uns troͤst in aller Noth, wir ruͤhmen dich, wir loben dich, und sagen dir Dank ewiglich. Erasmus Alberus. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 165 ir danken 23 dir, HErr IJEsu Christ, daß du gen Emteren gfahren bist; o arker GOtt Emanuel, staͤrk uns an Leib, staͤrk uns an Seel. Hallelujah. 2. Nun freut sich alle Christenheit, und singt und springt ohn alles Leid. GOtt Lob und Dank im hoͤchsten Thron, unser Bruder ist GOttes Sohn. Hallelujah. 3. Gen Himmel ist ge⸗ fahren hoch, und ist doch allzeit bei uns noch; sein Macht und Gwalt unend⸗ lich ist, wahr GOtt und Mensch zu aller Frist. Hall. 4. Ueber all Himmel hoch erhebt, uͤber all Engel maͤchtig schwebt, uͤber all Menschen er regiert, und alle Kreaturen fuͤhrt. Hall. 5. Zur Rechten GOtts des Vaters groß hat er all Macht ohn alle Maaß; all Ding sind ihm ganz unterthan, GOttes und der Maria Sohn. Hallelujah. 6. All Teufel, Welt/ Suͤnd, Hoͤll und Tod hat. Trotz fllich R. ue L M. in Hau NU= IIreh. A Iu I. hch. I. MII. . H MdA. acht, Wel I e D. Ammcbiz Sicht fihr ugen Retthelg Mals Su 13. He Loch ann Iuo ing V vche Echristi — dafe Gl n 51 un ah hellget 6 460, 0 ö in aller ich, Wir l Tahen dir de Trabmus Ahan Phienen isty Hich dag 23„ WIh Ii, daß 1 Lahten hifte tt Emanul In Leib, fil 2l. Halleluch Vreut sch und singt un alles La. Ind Dank in ron, unseh Ittes Soh. umd iñ ge⸗ und Roch 35 nochz sen Bpwalt unerd⸗ 4GYtt u j 44 0 E all Himm bet allEng ebt/ uͤerl kegiert, A n fühtt. Hl Ichten GOtt oroß hate Ralle Maßß d ihm g Ottet udxt . Hallelach ufel, Wl und vunden lut I von der Himmelfahrt Christi. 137 Trotz/ wer da will, es liegt da wir mit deinen Enge⸗ nichts dran, den Sieg muß lein das Amen wollen sin⸗ er doch allzeit han. Hallel. gen fein. Hallelujah. 7. Wohl but, ri hat Nicolaus Selnecter. vertrauen thut, und hat an ihm nur frischen Muth. lel. Ach JElu, mei⸗ Welt, wie du willst, wer ner Zeelen Freude. fragt nach dir? nach Christo 4 Wo ist der steht unsre Begier. Hallel. Liebste hin⸗ 8. Er ist der HErr rchhaltgefan der meine Seele unser Trost, der uns durch haͤlt gefangen, der mir mein sein Blut hat erloͤst; das Hert genommen hat? Wo Gfaͤngniß er gefangen hat, ist die Sonne der Betruͤb⸗ daß uns nicht schad der ten? wo ist der Leitstern bittre Tod. Hallelujah. der Verliebten, der mich 9. Wir freuen uns aus getroͤstet fruͤh und spat? Herzen Grund, und singen 2. Ich geh vom Abend froͤhlich mit dem Mund; bis zum Morgen in großem unser Bruder/Fleisch, Bein Kummer, großen Sorgen, und Blut ist unser aller⸗ daß ich nicht seh sein An hoͤchstes Gut. Hallelujah. gesicht; ich aͤngste mich in 10. Durch ihn der Him⸗ meinem Herzen, ich leide mel unser ist. Hilf uns, Pein und große Schmer⸗ o Bruder, IEsu Christ, daß zen, daß mir mein liebster wir nur fest trauen auf dich, und durch dich leben ewiglich. Halleluiah. 11. Amen, Amen, HErr IEsu Christ, der du gen Himmel gfahren bist, er⸗ halt uns, HErr, bei reiner Lehr, des Teufels Trug und Listen wehr. Hallel. 12. Komm, liebe HErr, komm, es ist Zeit, zum letz⸗ ten Gricht in Herrlichteit; fuͤhr uns aus diesem Jam⸗ merthal in dein ewigen Him⸗ mels Saal. Hallelujah. 13. Amen singen wir noch einmal, wir sehnen uns ins Himmels Saal, Schatz gebricht. 3. Wer giebt mir, daß ich ihn geschwinde, wie ich begehr, erblick und finde, und unzertrennlich bei ihm sei? Wer will mir, um mich zu erheben, der Mor⸗ genrdthe Fluͤgel geben, daß ich ihn suche frisch und frei⸗ 4. Ist er im Haus der Ewigkeiten, mir eine Woh⸗ nung zu bereiten, so mach e bald und saͤum sich nicht; ich werde sonst vor Leid verderben, und gleich wie ein Verliebter sterben, wo es in Kurzem nicht ge⸗ schicht. Johann Angelus. Vom heiligen Geiste, welcher uns zum Genusse des Heils — bringt. Mel V = raadt isu Mel. HErr JEsu Christ, dich zu uns wend. ls IEsus 167. A Christus, Gottes Sohn, mit seiner leiblichen Person von die⸗ ser Welt abscheiden wolln, vom heiligen Seiste. von Galilaͤ, wie reden sie denn unsre Sprach, so gro⸗ ße Ding vorbringen auch? 9. Etliche sprachen: Sie sind voll, sie reden wie die Trunkenbold. Petrus aber, nen freudig Rechenschaft. sagt er sein Juͤngern un⸗ verholn: 2. Ich geh zu GOttes Majestaͤt, ihr aber geht nicht aus der Staͤtt, bis euch zuvor himmlische Kraft bestaͤtiget zur Ritterschaft. 3. Die Juͤnger glaͤubten diese Wort, blieben ver⸗ sammelt an einm Ort, eintraͤchtig nach christlicher Weis, mit allem Fleiß. 4. Nach Ostern am funfzigsten Tag, den man den Pfingsttag nennen mag, zehn Tag nach Christi Him⸗ melfahrt, ward ein sehr groß Ding offenbart. 5. Des Morgens um die i dritte Stund, weil sie mit großem Braus. 6. Saß auf jeglichem l sagt ihn'n Wunderthat mit neuen Sprachen ohne Spott. 7. Auf diesen Sturm lief viel Volks zu) und sieh, die Juͤnger redten nu mit neuen Ding, das Herzen ging. etliche: Die Maͤnner sind betend zu GOtt davon bet'⸗von ten aus Herzen Grund, glaͤubten kam der heilige Geist ins die Tauf, Haus, wie ein Sturmwind feligen Lauf. unter ihn n, gab ihn'n al⸗ halten len rechtschaffnen Sinn, ner ersten Zungen große Herrscher der vielen sehr zu lebendiger Wind, Stiller aller 8. Derhalben sprachen Glanz Gemuͤth entzuͤndt: 10. Nahm Wort vor sich aus Joels Buch und aus dem Psalter manchen Spruch; redet, daß durch viel Herzen drang, und sie also zu reden zwang: 11. O lieben Bruͤder, rathet zu, wie kommen wir zur rechten Ruh? Wir fin⸗ den bei uns nichts denn Suͤnd, sagt, wer uns denn entbind? 12. Petrus sprach: Bes⸗ sert euer Thun, und glaͤubt an Sohn; den betet an mit Herz und Mund, laßt tau⸗ fen euch auf seinen Bund. Christum, GoOttes 13. Sie thaͤten, wie hn'n Petrus rieth, kamen ihrem boͤsen Tritt, und empfingen liefen ein gott— 14. Ei nun verleih, hei⸗ iger Geist, daß wir uns allermeist nach dei⸗ Kirchen Weis, von GOttes dir GOtt zu Lob, Dank, Ehr und Preis. M. Weiße. In eigener Melodie. 1 68 Beunnawen al⸗ ler Guͤter, Gemuͤther. Schmerzen, dessen und Kerzen mein lehre met⸗ voll GOtteskraft, gab ih⸗ U WE . Is% HHU HAT , ah MuR IUmen Ma/ W W e 9„% H Ihlt, schlk l, Rmd Wl. , Ht' Mi/ vapn i R g Di hen Stug . Hhe, u Mhe, itz Auer IWhih MWan in nit mling E Hsaltet mtz Eidch Wn drong up hen wanh lieben Prhn 4 sommahg Ruhꝰ Uhs⸗ ans nichtz yn wer unt hn ind? Usprach:. zun, und gauz Im, GOl betet an mi sund, laßt tu⸗ seinen Bund. thaten, wi keth, kamen WMa TDiitt, ind empfngqh iefen ein gotz in verleih, H/ daß wik alt Meist nach x⸗ Kikchen A 3u Lob, Dul Nreid. N. O er Melodi. W er Oh er Gemdste Und, Eilt ethn, N Ketzen n tuͤndt sa sh vom heiligen Seiste. 139 s meine schwachen Saiten deine Kraft unb Lob aus⸗ breiten. 2. Starker GOttesfinger, fremder Sprachen Brin⸗ Jer, Trbster Flamme der Verliebten, alles Athems Kraft, gieb suͤßer Herzenssaft, der Betruͤbten, mir deine Gunst und Ga⸗ ben, dich von Herzen lieb zu haben. 3. Braͤutigam der See⸗ len, laß mich in der Hoͤh⸗ len deiner Lieblichkeit Ruh und Zuflucht finden; laß mich von den Winden truͤ⸗ ber Noth befreit; komm hervor, o Gnadensonne, kuͤsse mich mit Trost und Wonne. 4. Theure GOttesgabe, komm, o komm, mich labe! sieh, ich bin verschmacht; komm, o mein Verlangen, komm, mein Lieb, gegan⸗ gen; denn mein Herze lacht, wird von neuem ganz er⸗ guicket, wenn es, Labsal, dich erblicket. 5. Wie ein Hirschlein gehnet, sich nach Wasser sehnet, wenn es wird ge⸗ agt: so ypflegt mein Ge⸗ muͤthe, HErr, nach deiner Zuͤte, wenn es wird ge⸗ vlagt, tief zu seufzen, und um Duͤrren nach dir rei⸗ chem Strom zu girren. 6. Wahrer Menschen⸗ schoͤpfer, unsers Thoͤnes Topfer, GOtt von Ewig⸗ keit: Zunder keuscher Liebe, gieb, daß ich mich uͤbe auch im Kreuz und Leid, alles dir anheim zu stellen und mich tröst in allen Faͤllen. thu weg aus mir, was sich 7. Fuͤhre meine Sachen, meinen Schlaf und Wa⸗ chen, meinen Tritt und Gang, Glieder und Ge⸗ sichte, daß mein arm Ge⸗ dichte, daß mein schlecht Gesang, Wandel, Werk und Stand vor allen dir, o Vater, mag gefallen. 8. Laß den Fuͤrst der Hoͤl⸗ len nicht mit Listen faͤllen meiner Tage Lauf; nimm nach diesem Leiden mich zur Himmelsfreuden, deinen Diener, auf; da soll sich mein Mund erheben, dir ein Hallelujah geben. Ishann Franck. In eigener Alelodie. Du Geist des 1 69. Dn,der du von GOtt ausgehst, und selbst als GOtt in gleichem Wesen stehst, Kraft aus der Hoͤh, komm, mich zu uͤberschatten, komm dei⸗ nem Lob und meiner Bitt zu statten. 2. Bethrone mich, dein guͤldnes Tempelhaus, und fuͤll es ganz mit Herrlich⸗ keiten aus; ach heilge cheh, wie du der Heilge heißest, und unsern Sinn der Suͤnd und Welt entreißest. 3. Dein Ruf, Beruf, Erleucht- und Sammelung hat mich gebracht zur Chri⸗ stenhuldigung; auf meine Tauf wurdst du schon aus⸗ gegossen, seitdem von dir viel Gnad auf mich ge⸗ flossen. 4. Dein Arm bestraft die Welt um ihre Suͤnd, noch 140 vom heiligen Geiste. noch Schlimmes findt; durchkraͤnk, durchreu, ent⸗ HE suͤndge meine Sinnen, und schaff in mir neu Leben und eginnen. 5. Mach, daß mein Geist vor dir zerknirscht erschein, in seinen Grund floͤß Weh⸗ und Demuth ein; durch⸗ laͤutre ihn von allen eitelg Seiten, daß deinem Trieb nichts koͤnne widerstreiten. 6. Magnetentrieb, ent⸗— bam mich von der Erd, amit ich folg, wenn ich beweget werd; vereine mich in dem verstaͤrkten Glau⸗ hen, die Ritterschaft laß keine Feinde rauben. 7. Du goͤttlichs Feur, entzuͤnde mein Gebet, wenn deine Brunst in meiner Brust entsteht; die Andacht laß mein Herz durchdring⸗ lich fuͤhlen, darinnen dir erwecklich singn und spielen. 8. Du Weisheit selbst, du Abgrund ohne End, Vernunft und Kunst ist ohne dich verblendt; gieb mir Verstand und dein ge⸗ lehrtes Wissen, wie Sa⸗ lomon zu bitten sich be⸗ flissen. 9. Im Wort, da sich GOtt hat geoffenbart weißt du allein die recht Auslegungsart; aus dir allein, durch deine Kraft getrieben, hat der Prophet und Juͤnger es geschrieben. 10. Drum, Hlarheit, komm, komm und um⸗ verleih durch dich allein ihn einen rrn zu nennen. 11. O Licht vom Licht, gieb mir vollkommen Tag, daß IEsus sich in mir ver⸗ klaͤren mag; du Stimm des HErrn, eroͤffne, was verborgen, du Finger, deut unserm Himmelsbau, und vollbereit, was ich noch niedrig schau; gebrauch mich selbst zum Werkzeug deiner Gnaden, laß, was du wirkst, vollkommenlich gerathen. 13. Der Seele gieb den wahren Schmuck und Zier, hab Lust an ihr und ihrer Sehnbegier, den Balsam kann sie nirgend sonst er⸗ warten; du sanfter West, komm, weh durch meinen Garten. 14. Du Salbungsol, vermehrte Kraft, du Hauch von GOtt, blas ein Geruch und Saft; du suͤßer Hort, laß deine La⸗ bung spuͤren, und all mein Thun zugleich nachdruͤck⸗ lich ruͤhren. 15. Gieb vom Geschmack der Kraͤfte jener Welt, die suͤßer sind als Honig, Wein und Geld; laß die Natur der Gottheit mich genießen, und sich in mir lebendgen Trost ergießen. ö 16. Du Kleinod, sprich der Seelen freundlich zu, leuchte mich, sonst tappet man und stoͤßt sich finster⸗ lich; komm, Meister, lehr, GOtt besser zu erkennen, dein Reich heißt ja nur Friede, Freud und Ruh; zeug, daß ich sei ein Kind und Erb im Himmel, das und zeig den hellen Mor⸗ en. 12. Werkmeister, hilf an MA. 10 fsin E fl H Iu En V h NN. 10 H U . N. u W sch ii H Achn fir x XII. Shs Asshe t. IWMWU Aeundy Di 0 Iul 5 Dir uch Eon 0 sch. Aclhh Dush Hi I Mung flaun Ete. NN vom heiligen Sriste. 141 A Abba schreit auch unterm 7. Das Licht, die Weis⸗ Licht vngl. Weltgetuͤmmel. heit und die Kraft des Le⸗ Toolltonns„ 17. Drum, der du auch bens schenkst du dem, der sichinns. Geist der Verheißung heißt, an IEsum einzig glaͤubet. 97 d. Et. ein theures fand, das 8. Durch Bluͤt, Geist, In, Abfte,z vert auf Hoffnung speist, Wasser, als der dritte Fin versiegle mich bis zu uch dwen vom Himmel, wirkst den helehhn bessern Zeiten, mach mich du in den Kindern GOttes. gewiß der ewgen Selig⸗ 9. Du koͤdtst das Fleisch Timestey. keiten. und staͤrkst die Seel im Wimmathuh! 18. Und heilger Geist, Leben; die Todten wirst wh ic: bethronst du ni also, ach du einstens all erwecken. chnuz gahn wer ist wohl, der mehr 10. HErr, unser Herr⸗ Wzun Whs begluͤckt und froh? Wirst scher/ herrlich ist dein ahen, hg dur mich so mit Gnad und Name in allen Landn, —— und dir dankt man im Trost erneuern, so kann⸗ ich recht ein stetes Pfingst⸗ fest feiern. Samurl König. mel. Danket dem Er- ren, denn er ist sehr freundlich. (Keist aller Gei⸗ 1 70.G ster, uner⸗ schaffen Wesen, dein Rame sei jetzt gleichfalls hochge⸗ lobet. 2. unerschoͤpflich Quell des ewgen Vaters vollkommat Seele gahh hmuck undzn ihr und ihn „ den Bisn Irgend sonste sanfter A durch menng 4 Salbungol Rhrte Kraft, ᷓ Die n Sist V sich als der Strom des „ Wünbe Lebens klar ergießet. %, n 3. Du Gelh aus vom ch mnchtül Sohn, ein Geist des Mun⸗ . des, und n ohne Maaß Ann den Gfalbten GOttes. ene Uch! 4. Von dir wird, das Ts Honihda lebt und webt, begeistert. l de Der ganze Kreis der Er⸗ tnichgn! den ist voll deiner. mir lehe 5. Der Suͤnder wird hen. durchs Wort von dir. E Kleinod,I ehlidnl dein Hauchen toͤd⸗ stkundih! tet ploͤtzlich den Gottlosen. heißt Ru 6. Du schreckst und töd⸗ Lelb, ud N test Herzen und Eedolaer sch sel in wer deinem Finger folget, Himmel! ö 11. Lob, Ehr und Preis sei dir, o GOtt, gesungen/ dem Vater, Sohn und heilgen Geiste, Amen. Johann Caspar Schade. — Mel. Kommt her zu mir, spricht SOttes Sohn. 1 74(SOtt Vater, sende dei⸗ nen Geist, den uns dein Sohn erbitten heißt, aus deines Himmels Hoͤhen. Wir bitten, wie er uns gelehrt: laß⸗ uns doch ja nicht unerhoͤrt von deinem Throne gehen. 2. Kein Menschenkind hier auf der Erd ist dieser edlen Gabe werth, bei uns ist kein Verdienen. Hier gilt gar nichts als Lieb und Gnad, die Chri⸗ stus uns verdienet hat mit Buͤßen und Versuͤhnen. 3. Es jammert deinen Vatersinn der große Jam⸗ mer, da wir hin durch Adams Fall gefallen. Durch dieses Fallen ist 1 binnt. ist genesen. die 14⁴² vom heiligen Geiste. die Macht des boͤsen Gei⸗ stes leider bracht auf ihn und auf uns alle. 4. Wir halten/ HErr/ an unserm Heil, und sind gewiß, daß wir dein Theil in Christo werden bleiben: die wir durch seinen Tod und Blut des Himmels Erb und hoͤchstes Gut zu haben treulich glaͤuben. 5. Und das ist auch ein Gnadenwerk und deines heilgen Geistes Staͤrk; in uns ist kein Vermoͤgen. Wie bald wuͤrd unser Glaub und Treu, HErr, wo du uns nicht stuͤndest bei, sich in die Asche legen. 6. Dein Geist haͤlt un⸗ sers Glaubens Licht, wenn alle Welt dawider ficht mit Sturm und vielen Waffen; und wenn auch aöst der Fuͤrst der Welt selbst wider uns sich legt ins Feld, so kann er doch nichts schaffen. ö 7. Wo Gottes Geist ist, da ist Sieg, wo die⸗ ser hilft, da wird der Krieg gewißlich wohl ablaufen. Was ist doch Satans Reich und Stand? Wenn GOt⸗ tes Geist erhebt die Hand/ faͤllt alles uͤbern Haufen. 8. Er reißt der Hoͤllen Band entzwei, er troͤst und macht das Herze frei von allem, was uns kraͤn⸗ ket. Wenn uns das Un⸗ luͤckswetter schreckt, so st ers, der uns schuͤtzt und deckt, viel besser als man denket. 9. Er macht das bittre Kreuze suͤß, ist unser Licht in Finsterniß, fuͤhrt uns als seine Schafe; haͤlt uͤber uns sein Schild und Wacht, daß seine Heerd in tiefer Nacht mit Ruh und Frieden schlafe. 10. Der Geist, den GOtt vom Himmel giebt, der leitet alles, was ihn liebt, auf wohlgebahnten umnern Fuß, daß er nicht anders treten muß, als wo man findt den Segen. ö 11. Er uochn geschickt und ruͤstet aus die Diener, die des HErren Haus in diesem Leben bauen; er ziert ihr Herz, Muth und Verstand/ lüßt ihnen, was uns unbekannt, zu unserm Besten schauen. 12. Er oͤffnet unsers Herzens Thor, wenn sie sein Wort in unser Ohr als edlen Samen streuen. bringt ers fort, und laͤßt es wohl gedeihen. ö 13. Er lehret uns die Furcht des HErrn, liebt Reinigkeit, und wohnet gern in frommen, keuschen Seelen; was niedrig ist, was Tugend ehet, was Buße thut und sich be⸗ kehrt, das pflegt er zu er⸗ waͤhlen. ö 14. Er ist und bleibet stets getreu, und sieht uns auch im Tode bei, wenn alle Ding ahstehen. Er lindert unsre letzte Qual, laͤßt uns hindurch ins Him⸗ mels Saal getrost und froͤhlich gehen. Er setzt und richtet unsern Er giebet Kraft demselben Wort, und wenn es faͤllet, . 10.8 II. II Hi I Hht, M 1 N In Led Heh It Iu Huh WIA I MI OOrtz hett H K Got d shrun; Hssh m I schen 1 6 sle. ö Schft ein Soihg seine hy Haß 247 m N schlaf Geiss denc imel gieht, / Wad ihng ehahnten M nd richtetin er nicht m 5. als pyy Segen. macht geche aus die Dur Vrren Hu ben baley⸗ ez/ Muth laßt ihney x annt, zu unn salleh. oͤfnet unse hor, wem ft in unset Y zamen stteun daft demselhen won es fulez hel, IM f edeihen. lehret un Hertn, I und wohn mmen,/ eush vas niedtij! I htt/ t und sich! pflegt er I. ist und H „ und sichn Lode bei/ N Ibslehet. ste lehte A Föurchint h getrof hen. 15.1 vom heiligen Seiste. 14⁴³3 15. O selig, wer in die⸗ ser Welt laͤßt diesem Gaste Haus und Zelt in seiner Seel aufschlagen! Wer ihn aufnimmt in dieser Zeit/ den wird er dort zur ewgen Freud in GOttes Huͤtte tragen. 16. Nun, HErr und Vater aller Guͤt, hoͤr un⸗ sern Wunsch, Len ins Gemiuth uns allen diese Gabe. Gieb deinen Geist, der uns allhier regiere, und dort fuͤr und fuͤr im ewgen Leben labe. Paul Gerhard. In eigener Melodie. 172. Err IEsu Christ, dich zu uns wend, dein heil⸗ gen Geist du zu uns send; mit Huͤlf und Gnad er uns regier, und uns den Weg zur Wahrheit fuͤhr. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein; den Glauben mehr⸗ staͤr den Verstand, daßf uns dein Nam werd wohl be⸗ kannt. 3. Bis wir singen mit GOttes Heer: Heilig, hei⸗ lig ist GOtt der HErr! und schauen dich von An⸗ gesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heil⸗ gen Geist in einem Thron; der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! Herzog Wilbelm II. zu Sachsen-Weimar. Mel. Durch Adams Fall ist ganz verderbt. 7Ceeuut ist das 7. H rechte Ju⸗ belfest der Kirchen ange⸗ angen, daran ein Glanz sich sehen laͤßt des Geistes, den empfangen der Juͤn⸗ ger Schaar, die offenbar von diesem Himmelsregen Chrnn⸗ ist; dies, o mein Christ, kann Herz und Muth bewegen. 2. Auf, meine Seel, auf und vernimm, wie doch in allen Gassen gehoret wird die Freudenstimm: Euch ist die Suͤnd er⸗ lassen; nun seid ihr frei, es sind entzwei der Hoͤllen starke Ketten; ein Suͤn⸗ der kann vor jedermann jetzt auf den Schauplatz treten. 3. Nun wird das Evan⸗ gelium auf einem Wun⸗ derwagen des werthen Gei⸗ stes weit herum gefuͤhret und getragen; o welch ein Schatz, der seinen Platz bei frommen Seelen su⸗ chet! wer den nicht nimmt und ihm zustimmt, bleibt ewiglich verfluchet. A. Hier schauet man des Glaubens Gold, hier wird man frei von Suͤnden; hier laͤßt ein reicher Gnadenhold sich üͤberfluͤssig finden. Hier ist das Brod, das in der Noth kann unsre Seelen laben; hier finden sich fuͤr dich und mich viel tausend schoͤne Gaben. 5. Heut hat der große Himmelsherr Herolde aus⸗ ge⸗ 144 gesendet; schaut, seine ta⸗ pfern Prediger, die haben sich gewendet an manchen Ort, da klingt ihr Wort: Thut Buß, ihr Leut auf Er⸗ den! dies ist die Zeit, welch euch befreit, und laͤsset selig werden. 6. Es laͤßt die wunder⸗ schͤöne Braut sich höͤren auf den Wegen; sie tritt her⸗ vor und schreiet laut: Da kommt nun euer Segen! macht auf die Thuͤr, jetzt geht herfuͤr der Geist mit Pracht und Ehren, der will in euch sein herrlich Reich erbauen und vermehren. 7. Seht, hier ist lauter Trost und Licht, seht, hier sind Gnadenzeichen; hier darf ein Christ sich fuͤrchten nicht, hier muß der Sa⸗ tan weichen; des Hoͤchsten Mund macht einen Bund vom heiligen Geiste. der, himmlisch ganz, ist auf dies Volk gerathen! 10. Es lassen sich Luft, Feur und Wind voll Wun⸗ ders sehn und hoͤren, welch, ob sie wohl nicht einig sind, hier niemand doch verseh⸗ ren; des Windes Kraft hat nur geschafft, daß sich die Du uur has staͤrken. Wer ihn nur hat, kann Trost und Rath in allem Truͤbsal merken. 11. O süßer Tag! nun wird der Geist vom Him⸗ mel ausgegossen, der Geist, der uns der Welt entreißt, und uns, als Reichs⸗Ge⸗ nossen, der Sterblichkeit so⸗ gar befreit, zu IEsu laͤs⸗ set kommen. Ach wuͤrd ich bald auch dergestalt an die⸗ sen Ort genommen! 12. Oguter Geist/ regiere doch mein Herz/ daß ich dich mit Juden und mit Heiden; trotz jedermann, nun nichts uns kann von GOttes Liebe scheiden. 8. O großer Tag, o liehe, daß meine Seel im Suͤndenjoch hinfort nimmer uͤbe. HErr, la mich bald des Feurs Ge⸗ walt, das himmlisch heißt, guͤldner Tag, desgleichen nie gesehen! o Tag, davon man sagen mag, daß Wun⸗ der sind geschehen im Him⸗ melreich, als auch zugleich hier unten auf der Erden. GOtt faͤhret auf, des Gei⸗ stes Lauf muß uns hienie⸗ den werden. 9. Der Juͤnger Zungen gleichen sich den schallenden Posaunen; ihr Haupthaar brennet wunderlich, das Volk will schier erstaunen; es bricht heraus in ihrem 2200 ein Wort von roßen aten. O welch einG lanz⸗ —.——— emyfinden, und alle Noth, ia selbst ben Tod, durch solches uͤberwinden. Job. Rist. In eigener Melodie. 17 0 omm, GOtt 174. Schoͤpfer heiliger Geist, besuch das Herz der Menschen dein: mit Gnaden sie fuͤll, wie du weißt, daß dein Geschoͤpf vorhin sein. 2. Denn ou bist der Troöͤ⸗ ster genannt, des Wahmer en Wf M üN11 Iunu Iu tes . , d i UU .ODR hon HATchet, AA Eugtt ul I2. I I56 Afül N Iutgn A Rltlld Wbtch WIugen I Heis. gll R de. un N ö Heratheh! assen sich Lind vul d pren, d Richt enhft .d doch kes andes Kuf U daß sh! ftätken. „lann Tus allem Teh ußer Tal x Heist womhz ossen, det G k Welt enußz Raihhehe Sterhlichtath In WI 46 Ach wüchtz ergesnalt an he Hommen! Geiß tegte W eine Seel in hinfott 0 Hetr, l0 Feued Ge immlisch heiß ind alle Noh Tod, duth winden. Jcb. M. + Melodit omm/ O Schh ist besuch Nenschen M sefül dein. u bisthed ů deslahh 6 vom heiligen Seiste⸗ 14⁵ sten Gabe theur, ein geistlich Salb an uns gewandt, ein lebend Brunn, Lieb und eur. 3. Du bist mit Gahen siebenfalt der Finger an GOtts rechter Hand; des Vaters Wort giebst du gar bald mit Zungen in alle Land. 4. Zuͤnd uns ein Licht an im Verstand, gieb uns ins Herz der Liebe Brunst; das schwach Fleisch in uns, dir bekannt, erhalt fest dein Kraft und Gunst. 5. Des Feindes List treib von uns fern, den Fried schaff bei uns deine Gnad, daß wir deinm Leiten fol⸗ gen gern, und meiden der Seelen Schad. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, dazu IEsum Christ seinen Sohn, daß wir des Glaubens werden voll, dich, beider Geist, zu verstehn. 7. GOtt Vater sei Lob und dem Sohn, der von den Todten auferstund/ dem Troͤster sei dasselb gethan in Ewigkeit alle Stund. Dr. Martin Luther. In eigener mm, Heil +7 domm, heili⸗ 1 1. K ger Geis, erfuͤll die Herzen deiner Glaͤubigen, und entzuͤnd in ihn'n das Feur dei⸗ ner goͤttlichen Liebe; der du durch Mannigfaͤltigkeit der Zungen die Voͤlker der anzen Welt versammlet hast in Einigkeit des Glau⸗ bens. Hallel. Halleluiah. Mel. bater unser im Himmelreich. 4 76. Domm, heil⸗ ger Geist, du hoͤchstes Gut, entzuͤnd mein Herz mit deiner Glut, daß deine suͤßen Flammen sich zusammen schlagen uͤber mich; erweck in mir durch deine Gunst, o HErr, der wahren Liebe Brunst. 2. Erleuchte mich, du wahres Licht, daß ich im Finstern sterbe nicht; be⸗ chatte mich mit deiner Kuͤhl, daß ich nicht fremde Hitze fuͤhl. Erquicke mei⸗ nes Herzens Au mit deiner heilsen Gottheit Thau. 3. Komm, komm, du allerliebster Trost, der un⸗ srer Seelen Liebe-Kost! Komm, komm, du Ge⸗ ber aller Gab, ohn wel⸗ chen ich nichts kann noch hab; erfuͤlle meines Her⸗ zens Schrein mit deiner starken Gottheit Wein. 4. Gieb, daß ich wie ein liebes Kind GOtt fuͤrcht und ihm folge geschwind; duß ich die Froͤmmigkeit erlang, und deiner Weis⸗ heit Licht empfang, daß ich den Weg der Seligkeit betrete mit Bescheidenheit. 5. Gieb mir die Staͤrke, daß ich kann dir dienen wie ein Kriegesmann; dein Rath regiere meinen Sinn, daß ich recht unterscheiden koͤnn. Verleih mir gott⸗ lichen Verstand, daß mir dein Wille sei bekannt. 6. Geuß deiner Weis⸗ Jofann Spangenberg.. guͤldnen Fluß in h 0 urd ————42——— 146 vom heiligen Geiste. durch deiner Liebe Kuß, daß ich in meinem Herzen wiß/ wie gut du bist, und wie so suͤß; daß ich an⸗ schau zu jeder Frist die bm die du selber i 7. O JEsu/ der du diesen Gast mir gar gewiß ver⸗ sprochen hast, o send ihn doch in meine Seel, zu be⸗ nedeien diese Hoͤhl; send ihn tief in mein Herz hin⸗ ein, und laß ihn ewig bei mir sein. Jobann Angelus. In eigener Melodie. 1 77 omm, heili⸗ ger Geist, HErre GOtt, erfuͤll mit deiner Gnaden Gut deiner Glaͤubgen Herz, Muth und Sinn, dein bruͤnstig Lieb entzuͤnd in ihn'n. O HErr, durch deines Lich⸗ tes Glanz zu dem Glauben versammelt hast das Volk aus aller Welt Zungen: das sei dir, HErr, zu Lob gesungen. Hall, Hallel. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort, und lehr uns GOtt recht erkennen, von erzen Vater ihn nennen. HErr, behuͤt vor frem⸗ der Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr, denn sum mit rechtem Glau⸗ en, und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallel. Hallelujah. 3. Du heilige Brunst, 30 Trost, nun hilf uns blich und getrost in nicht abtreiben. O HErr, durch dein Kraft uns be⸗ reit, und staͤrk des Flei⸗ sches Blödigkeit, daß wir hie ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallel. Hallel. Dr. Martin Luther. In eigener Melodie. 17 8 Komm 0 MN ekomm, du Geist des Lebens, wahrer GOtt von Ewigkeit, deine KHraft sei nicht vergebens, sie erfuͤll uns jederzeit; so wird Geist und Licht und Schein in dem dunklen Herzen sein. 2. Gieb in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rath, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts begin⸗ nen, denn was nur dein Wille sucht; dein Erkennt⸗ niß werde groß, und mach uns vom Irrthum los. 3. Zeige, HErr, die Wohlfahrtsstege, das, was hinter uns gethan, raͤume ferner aus dem Wege, schlecht und recht sei um und an; wirke Reu an Suͤnden statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat, 4. Laß uns stets dein Zeugniß fuͤhlen, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich Noth und Drangsal findt; denn des Vaters liebe Ruth ist uns allewege gut. „5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten, frei mit aller Freudigkeit; seuf; auch in einm Diensi bestaͤndig bleiben, die Truͤbsal— uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit: so wird un⸗ — „ 9 E RtG! WN IX . Illt W, l UEU NR Has. Na I HAI WOt Rhne e M slg es M Re Halche Insche I Ihs Wsche Ins I ihu 119 WI Althoy fuusdin m M Malt Steudent Mlther 4* de. S. K färk de Wlat, ge, Lchen gu Hallel, h 2. Manin dush ler Melogh Zomm, R beng, Wh Ewiglet, A. icht hetgehh ns jedettet; und Licht demt duslh uhsekHerth dlheit, Rch O Hucht, V nichts Hagt vas nut deh dein Exkenst / und moch thum loß. HeEtr, die 9e Dod/ We chan, wäunt dem Bih recht sei kle Rell e daß u der sind, n, v 10 I Vketzͤlt llewege „ daß 1 frei mit all bfaaf K h N t:so 1 vom heiligen Geiste. 14⁷ unsre Bitt erhoͤrt, und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach mein GOtt, mein GOtt, wie lange? ei so mach uns den Beschluß; sprich der Seele troͤstlich zu, und gieb Muth, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Staͤrke, du gewisser neuer Geist, foͤrdre in uns deine Werke, wenn der Satan auf uns scheußt: schenk uns Waffen in den Krieg, und erhalt uns in dem Sieg. 8. HErr, bewahr auch unsern Glaͤuben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben moͤge rau⸗ ben, du bist unser Schu und GOtt; sagt das Fleise gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr, als des Him⸗ melreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser GoOtt erkiest, und nicht auszusprechen ist. Berliner Gesangb. v. 1704. Mel. von Sott will ich nicht lassen. 17 9 domm, Tro⸗ 2 ster, komm hernieder vom hohen Him⸗ melsthron auf Christi Freund und Bruͤder, komm eilig, komm und wohn im Herzen allermeist, mit dei⸗ nem Licht und Gaben und Freudendl zu laben, komm, werther heilger Geist. 2. Du bist der Trost der Frommen, gieß aus dein heiligs Oel, und laß es zu mir kommen, daß sich mein Herz und Seel erfreuen inniglich; komm, Troͤster, 0 erquicken die Serlen, ie sich buͤcken im Geist demuͤthiglich. 3. Laß allen Trost ver⸗ schwinden, den mir die Welt verspricht bei ihrem Dienst der Sunden, der mich doch troͤstet nicht. Was IEsus mir anpreist, dem will ich feste ner blel du sollst mein Troͤster bleiben, du, o GOtt heilger Geist. 4. Du kannst mein Herz erfreuen und kraͤftig ruͤsten aus, ja ganz und gar er⸗ neuen mein armes Her⸗ zenshaus: drum komm, mein schoͤnster Gast, und bleib im Tod und Leben als Troͤster mir ergeben, bis mein Gesicht erblaßt. 5. Der du als GOtt ausgehest vom Vater und dem Sohn, und mich im Geist erhoͤhest zu GOttes Stuhl und Thron, kehr ewig bei mir ein, und lehr mich IEsum kennen und meinen HErren nennen mit Wahrheit, nicht zum Schein. 6. Du kommst ja von dem Vater, der meine Seele liebt, drum sei auch mein Berather; wenn mich die Welt betruͤbt, so komm und troͤste mich, und staͤrk im Kreuz und Leiden mein Herz mit vielen Freuden, daß es erquicke sich. 7. Ja jeug in meinem 4 Her⸗ 148 vom heili gen Geiste. Herzen von IEsu gunz allein, von feinem Tod und Schmerzen und seiner Wahrheit Schein; daß ich/ ganz uͤberzeugt, kein Bild in meiner Seelen als JIE⸗ sum moͤg erwaͤhlen, sich mein Herz ihm gleicht. 8. Leit mich mit deinem Finger, o Geist von GOt⸗ tes Thron, und sei mein Herzbezwinger, daß mich kein Schmach noch Hohn, kein Truͤbsal, keine Roth von meinem JEsu scheide, im Kreuz sei meine Freude und Trost, bis in den Tod. Laurentius Laurenii. In eigener Melodie. 180 N bitten wir den heiligen Geist um den rech⸗ ten Glauben allermeist, daß er uns behuͤte an unserm Ende, wenn wir heim— fahrn aus diesem Elende. Kyrieleis. 2. Du werthes Licht, 123 uns deinen Schein, ehr uns IEsum Christ kennen allemn, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis. 3. Du suͤße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Harden einander lieben, und in ried auf einem Sinne 48 Kyrieleis. Du hoͤchster Troͤster in Aller Noih, hilf, daß wir nicht fuͤrchten Schand noch Tod, daß in uns die bis Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis. Dr. Martin Luther. Mel. Freu dich sehr, o meine Zeele. 181. O O2 aller⸗ suͤßte Freu⸗ de, o du alerschbndes icht, der du uns in Lieb und Leide unbesuchet laͤssest nicht, Geist des Hoͤchsten, hoͤchster Fuͤrst, der du haͤltst und halten wirst ohn Auf⸗ hoͤren alle Dinge, höͤre, 22 was ich singe. 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensche nennen kann; wenn ich dich erwuͤnsch und habe, geh ich alles Wuͤnschen an. Ach ergieb dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tem⸗ pel auserkoren. 3. Du wirst aus des Himmels Throne wie ein Regen ausgeschuͤtt, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit; laß—— o du wer⸗ ther Gast, GOttes Segen den du hast und Verwalet nach deinem Willen, mich an Leib und Seele fuͤllen. 4. Du bist weis und voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund; zaͤhlst den Staub des kleinen San⸗ des, gruͤndst des tiefen Meeres Grund, Nun, du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und blind ich sei; drum gieb Weisheit und vor allen, wie ich moͤge GᷣOtt gefallen. — WII WAHHA˙ IN I. AH W W. W MI aun Rl M 115 ü Ne I. MN NI 1 Hs R r 0 Mom MSun n Wlihhl UH M Aae n Ik 00 0 I Winn hs + Rehlin . Fi Detggaeg Htd Rgz Kykilleh . Merin Iulh t dich seht 230 0 V 138 süßte 0 schnstebdth in Lieb g suchet Ian des Hhaft „ derdu Digsohn h Ounge/ si sing d un Messth shenn h 0000 unschen m konm i Hekfe, d M die Welt um Tem⸗ aus hes Wie ein II, Hrings om Sohie fet Sehu odu Wk 8 Seheh herwalh llen, mah le fula u undil 0 gchal Aͤhln nen G e Hestt Nun Iöfteñ/xl schsa Heit u ich m EI vom heiligen Geiste. 149 5. Du bist heilig, laͤßt dich finden, wo man rein und sauber ist; fleuchst hin⸗ Den, Schand und Suͤn⸗ en, wie die Tauben Stank und Mist. Mache mich, o Gnadenquell, durch dein Waschen rein und hell; laß mich fliehen, was du flie⸗ hest, gieb mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schaͤflein pfleget, from⸗ mes 9— sanftes Muths; bleibst im Lieben unbeweget, thust uns Bo⸗ sen alles Guts. Ach ver⸗ leih und gieb mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betruͤbe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstoͤßt, bleib ich von dir ungeschie⸗ den, ei so bin ich gnug ge⸗ troͤst. Laß mich sein dein Eigenthum ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermoͤgen dir zu Ehren anzulegen. 8. Ich entsage alle deme, was dir deinen Ruhm be⸗ nimmt; ich will, daß mein Herz annehme nur allein, was von dir koͤmmt; was der Satan will und sucht, will ich halten als verflucht; ich will seinen schnoͤden Wegen mich mit Ernst zu⸗ wider legen. 9. Nur allein, daß du mich staͤrkest, und mir treu⸗ lich stehest bei; hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Huͤlfe nͤthig sei; brich des boͤsen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinges neue, daß mein GOtt sich mei⸗ ner freue. 10. Sei mein Retter⸗ halt mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab; wenn ich wieder aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ewgen Freuden wirst dein Auserwaͤhlten weiden. Yaul Gerhard. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 132 Obeilger Geis, kehr bei uns ein, und laß uns deine Wohnung sein, o komm, du nelolicht, laß Du Himmelslicht, laß deinen Schein bei uns und in uns kraͤftig sein zu steter Freud und Wenne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst du geben, wenn wir beten, zu dir kommen wir getreten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß deinen Trost uns hoͤren, daß wir in Glaubenseinigkeit auch koͤnnen aller Christenheit dein wahres Zeugniß leh⸗ ren. Hoͤre, lehre, daß wir koͤmnen Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rath/ und fuͤhr uns selbst auf rechtem vfr ie 150⁰ vom heili gen Seiste. die wir den Weg nicht wissen. Gieb uns Be⸗ bwchtelen daß wir getreu dir bleiben fuͤr und fuͤr, wenn wir uns leiden muͤs⸗ sen. Schaue, baue, was zerrissen und geflissen dich zu schauen, und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden, und zur Ritterschaft da⸗ durch gestaͤrket werden; auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Truß mit freudi⸗ gen Geberden. Laß dich reichlich auf uns nieder/ daß wir wieder Trost em⸗ pfinden, alles Ungluͤck uͤberwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsuͤßes Wort in un⸗ sern Herzen brennen, daß wir uns moͤgen nimmer⸗ mehr von deiner Weisheit reichen Lehr und treuen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Guͤte ins Gemuͤthe, daß wir konnen Christum unsern Heiland nennen. 6. Du suͤßer Himmels⸗ thau, laß dich in unsre Herzen kraͤftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbun⸗ den sei dem Raͤchsten stets mit Liebestreu, und sich darinnen uͤbe. Kein Reid, kein Streit dich betruͤbe; — und Liebe muͤssen h Geistes Staͤrke, daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine todten Werke. Ruͤhre, fuͤhre unsre Sin⸗ nen und Beginnen von der Erden, daß wir Him⸗ melserben werden. M. Michael Schirmer. Mel. O JEsulein süß, o JEsulein mild. heiliger GOtt, du Troͤster werth in aller Noth, du bist gesandt vons Himmels Thron, von GOtt, dem Vater und dem Sohn. O heiliger Geist, o heili⸗ ger GOtt! 2. O heiliger Geist, o heiliger GOtt, gieb uns die Lieb zu deinem Wort; zund an in uns der Liebe Flamm/ darnach zu lieben allesammt. O heiliger Geist, o heiliger GOtt! 3. O heiliger Geist, o heiliger GOtt, mehr un⸗ sern Glauben immerfort. An Christum niemand glau⸗ ben kann/ es sei denn durch dein Huͤlf geihan. O heili⸗ ger Geist, o heiliger GOtt! 4. O heiliger Geist, o heiliger GOtt, erleucht uns durch dein goͤttlich Wort; lehr uns den Va⸗ ter kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn. O eiliger Geist, o heiliger tt: chweben, Fried und Freude GO wirst du geben. 7. Gieb, daß in reiner Heiligkeit wir fuͤhren un⸗ sre Lebenszeit, sei unsres 5. O heiliger Geist, o heiliger GOtt, du zeigst die Thuͤr zur Himmels⸗ pfort; laß uns hier kaͤm⸗ pfen 183 Hae H. MI. I. udlt E SAN A . 11H½ Wluhig Ndar Aschtt, Ach ft ud Hi, i Iuet W. Glhe sust öil De. „— Ake, das d unbew Aachten Ue Le unste Ei, Wm wir Werden. 0 Scim Mestlen I lein mih 0 Toons Himntb GOtt, dem Echt ai, 0 heh⸗ Her Geis, / Reh unt mem Vhtt; 0 der Liebe Ich zu lieben Neiliger Geif, Ml Ie Ges 0 / meht u⸗ inmerfot. RHiemand glu ri denn durh un. O bel⸗ Aliher GStl ger Geis, t, elleh dein götlih ins den V. ön, Lazu uh Sohll. , 0 heigt er Gei/ f Himeß hier fin U vom heiligen Geiste. 151 fen ritterlich/ und zu dirslen: wie kann ich denn i dich, Gast, erwaͤhlen ꝛ ringen Woheilt O hei⸗ liger Geist/o heiliger GOtt! 6. O heiliger Geist, o heiliger GOtt, verlaß uns nicht in Noth und Tod. Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank allzeit und un⸗ ser Leben lang. O heili⸗ ger Geist, o heiliger GOtt! Mel. Komm, heiliger Geist, HErre GOtt. 1 8 4 Stheurer Troͤ⸗ ster, heilger Geist, der du dich in die Herzen geußt, die sich zu dir in Demuth kehren/ ich fleh dich, mich 5 erhören/ und mein erkaltetes Ge⸗ muͤth durchs suͤße Feuer deiner Guͤt erwaͤrmen und es zu erneuern, so kann ich recht die Pfingsten fei⸗ ern. Hallel. Hallelujah. 2. Durchdringe du mit deiner Kraft des Herzens harte Eigenschaft; zer⸗ malme diesen Fels der Suͤnden, daß du dein Haus koͤnnest finden; ach es ist leider angefuͤllt mit dem was Welt und Wollu stillt; es liegt noch fest am Koth der Erdͤen: wie kanns denn deine Wohnung wer⸗ den? Hallel. Hallelujah. 3. Der Wille liebt die Zeitlichkeit und haͤlt die Nacht fuͤr suͤße Freud, verlaͤßt die Ruh/ das wahre Wesen, und will durchs Tods Gift genesen; dein theures Wort erkennt er nicht, ja schmecket nicht des Glaubens Licht, die sanfte Syeise unsrer See⸗ Hallel. Hallelujah. 4. So elend ist des Her⸗ zens Haus. Ach kehre ein, und fege aus den Schlamm und Koth der Finsternisse; ergaͤnz, was daselbst zer⸗ rissen; zerstoͤr das faule Suͤndennest, das sich guf Belial verlaͤßt, und laß mich aus der Knechtschaft gehen, und in der suͤßen Freiheit stehen. Hallel. Halleluiah. 5. Du edler Pfingstgast, Sech hur und gieb der Seelen ihre Ruh; arbeite selbst an meinem Herzen/ und zuͤnd an die Glaubens⸗ kerzen. Schlag deine Werk⸗ statt bei mir auf, und fuͤhre meinen Lebenslauf: so kann ich durch dein werthes La⸗ ben den innern Sabbath in mir haben. Hallelujah, Hallelujah. 6. Du Geist der Kind⸗ schaft, zeige mir, wie ich in Andacht komm zu dir; ach lehre mich von Herzen beten, in wahrer Kraft vor dich treten! Ich bin 9305 laulich: staͤrke mich, aß Herz und Seel/ ent⸗ —— sich, und bloß in ir das Wesen setze, so hat es den Schatz aller Schaͤtze. Hallel. Hallel. 7. Leg du mir dieses Zeugniß bei, daß ich ein Kind des Hoͤchsten sei; treib selbsten dah dei⸗ nen Wegen, daß sich in mir die Luͤst legen; und ich im wahren Glauben kann das Abba⸗ Aigmm mm⸗ 152 vom heiligen Geiste. stimmen an; gieß aus durch deine slurken Triebe die Ströme GoOttes reicher Liebe. Hall. Hallelujah. 8. Umguͤrte mich in al⸗ lem Streit mit wahrer Glaubensfreudigkeit, daß ich in deiner Kraft bestehe, und nicht auf fremde Weg ehe. Du Geist der Weid⸗ eit, lehre mich, daß Herze/ Geist und Seele sich nach deiner sehne, und von dir alle Macht entlehne. Hallel. Halleluiah. ö ö 9. O Geist, regiere mei⸗ nen Geist, daß er dir folge allermeist, daß er die Maur der Suͤnden breche, und Abba,/ Vater! stets spreche: laß Ruh und Fried im Herzen sein, und floͤße deinen Trost hinein, daß keine Suͤnd dich von mir treibe, und ich in deinem hohen Weisheit G g. Theurer Lehrer, GOt⸗ tes Finger/ lehr und schreibe deinen Sinn auch ins Herz mir/ deinem Juͤnger, setze dich auf mich auch hin, daß ich stets von deiner Fuͤlle reichlich lern, was sei dein Wille. 4. Laß das Feuer dei⸗ ner Liebe ruͤhren meine Zung und Mund, daß ich auch mit heißem Triebe Ottes Thaten mache kund; laß es selbst mein Herz entzuͤnden, auszu⸗ brennen alle Suͤnden. 9 1 hingegen meiner Seele deine heilge Sal⸗ bung bei, daß mein Leib auch von dem Oele dein geweihter Tempel sei; bleib auch bei mir, wenn ich sterbe, daß ich Christi Reich ererbe. 6. Strahl der GOtt⸗ heit, Kraft der Hoͤhe, Geist Bunde bleibe. Hall. Hall. Mel. 992505 ich habe mißgehondelt. der Gnaden, wahrer GOtt, hoͤre, wie ich Armer flehe, das zu geben, was mir Noth; laß den Ausfluß 1 8 5(Strahl der deiner Gaben auch mein 2 GOttheit, duͤrres Herze laben. Kraft der Hoͤhe, Geist der Gnaden, wahrer GOtt, Mel. von GOtt will ich höͤre, wie ich Armer flehe, das zu 138. was mir Noth; laß den Ausfluß nicht lassen. 186. Deuch ein ju meinen deiner Gaben auch mein Thoren, sei meines Her⸗ duͤrres Herze laben. zens Gast, der du, da ich 2. Glaube, Weisheit, geboren, mich neu gebo⸗ Rath und Staͤrke, Furcht/ ren hast, o hochgeliebter Erkenntniß und Verstand, Geist des Vaters und des dies sind deiner GOttheit Sohn⸗s, mit beiden glei⸗ Werke, dadur wirst dusches Thrones, mit beiden uns bekannt; dadurch weißt gleich gepreist! du recht zu lehren, wie wir sollen IEsum ehren. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken dei⸗ IAI Wcat 6 H huht n I Hi XI. Ma 5 De + R Ri R UU W. NX 2 Eie Feuct lhren gih und, eihen Th Thaten mh Ves selhst nch uden/ auz⸗ Suͤnden. gegen mür heilge E Daß mein al em Oele dah mpel sei, del V, Wenn ic Christ Reich bel Gott⸗ Hbhe, Geis Wahrer GOtt, Aumer flehe, n/ Was Mr Iden Ausfsß auch men lben. Ott willic assen. Neuch ah meihe meihes Hb⸗ da, de h H vel gcht hochhelebtt Iters und N heiden He⸗ / mit heben 5 %½ Hn D.schmofth hl⸗ vom heiligen Geiste. 153 deine Kraft, die Kraft, die uns von Suͤnden Huͤlf und Errettung schafft. Ent⸗ suͤndge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste/ die ich dir schuidig bin. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durch⸗ drang mein Leben, du hast ihn umgebracht und in der Tauf erstickt, als wie in einer Flute, mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilge Oele, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem HErren IEsu Christ zum wahren Eigenthum, zum Priester und Prophe⸗ ten, zum Koͤnig, den in Nithen GOtt schuͤtzt vom Heiligthum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhoͤret, dein Sin⸗ gen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, es steigt und laͤßt nicht abe, bis der be olfen habe, der al⸗ len helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, von Trau⸗ ern haͤltst du nicht, erleuch⸗ test uns im Leiden mit deines Trostes Licht. n. ja, wie manchesmal haf du mit suͤßen Worten mir aufgethan die Pforten zum guͤldnen Himmelssaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der reundlichkeit, willst nicht aß uns betruͤbe Zorn, Zank/ Haß/ Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zusammen, die voller Zwietracht seind. S. Du, HErr, hast selbst in Haͤnden die ganze weite Welt, kannst Menschen⸗ herzen wenden, wie dir es wohlgefaͤllt: so gieb doch deine Gnad zum Fried und Liebesbanden, verknuͤpf in allen Landen, was sich ge⸗ trennet hat. 9. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd. bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Heerd. Laß bluͤhen wie zuvorn die Laͤnder, so verheeret, die Kirchen, so zerstoͤret durch Krieg und Feuerszorn. 10. Beschirm die Poli⸗ zeien, bau unsers Fuͤrsten Thron, daß er und wir gedeihen; schmuͤck als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Froͤmmig⸗ keit die Jugend, mit GOt⸗ tesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 11. Erfuͤlle die Gemuͤther mit reiner Glaubenszier, die Haͤuser und die Guͤter mit Segen fuͤr und fuͤr. Vertreib den boͤsen Geist, der dir sich widersetzet, und was dein Herz eißt. aus unsern Herzen reißt. ö 12. Gieb Freudigkeit und Sturke 36 stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns taͤglich an⸗ erbeut; hilf kaͤmpfen rit⸗ terlich, damit wir uͤber⸗ winden, und ja zum Dienst 29 der 15⁴ vom Worte Gottes. der Sünden kein Christ er⸗hin, wenns mit uns hier gebe sich wird aus: so hilf uns fröh⸗ 13. Richt unser ganzes lich sterben, und nach dem Leben allzeit nach deinem Tod ererben des ewgen Le⸗ Sinn, und wenn wirs sol⸗ bens Haus. Paul Gerhocd. len geben ins Todes Haͤnde Von den göttlichen Gnaden⸗ mitteln, wodurch wir zum Ge⸗ nusse des Heils gelangen. I. Vom Worte Gottes. Ael. Erhalt uns, HErr, Sekten und groß Schwaͤr⸗ bei deinem Wort. merei auf einen Haufen 187 A bleib bei kommt herbei. ö uns, HErr 6. Den stolzen Geistern Esu Christ, weil es nun wehre doch, die sich mit Abend worden ist; dein Gwalt erheben hoch, und Zottlich Wort, das helle bringen stets was Reues Licht, laß ja bei uns aus⸗ her, zu faͤlschen deine rechte loͤschen nicht. Sr 2Z. In dieser letztn be⸗ 7. Die Sach und Ehr, trübten Zeit verleih uns, HErr JEsu Christ, nicht Err, Bestaͤndigkeit, daß unser, sondern ja dein ist; wir dein Wort und Sa⸗ darum so steh du denen crament rein bhalten bis bei, die sich guf dich ver⸗ an unser End. lassen frei. 3. HErr JEsu, hilf, 8. Dein Wort ist unsers dein Kirch erhalt, wir sind Herzens Trutz und deiner Zar sicher, faul und kalt; Kirchen wahrer Schutz; Meb Gluͤck und Heil zu dei⸗dabei erhalt uns, lieber nen Wort, damit es schall HErr, daß wir nichts an⸗ an allem Ort. ders suchen mehr. 4. Erhalt uns nur bei 9. Gieb, daß wir leben deinem Wort, und wehr in deinm Wort, und dar⸗ des Teufels Trug und auf ferner fahren fort von Mord. Gieb deiner Kirche hinnen aus dem Jammer⸗ Gnad und Huld, Fried, thal zu dir in deinen Him⸗ Duld. Muth und Ge⸗mels gal. Nicolaus Selnecter. ld. 5. 198 GOtt, Sbr In eigener(0W gar uͤbel zu, guf dieser Ott vom Erd ist keine Ruh; 40 188. APEA ar⸗ 14 W chiiss Hu iht 10 WHα MI.. MW Ruih L Nt Dur unR h sag Fuftha h,HV R HWU. Rsfs& N K 0DN I St inxl hI 1 N Hhifunfih und mich in des egeh gz e —— Hnadey um G geh, Ittls Roß Schoth anen Huuft Hen Gafen di ssch ms R hoch, uud was Melth deine rechtt und Eht, Ibrist, nicht dein is; den u W ver⸗ rt ist unset und deinth er Schuh uns, heher r nichts ay⸗ sht. iß wir leba t/ und dw ren fott hf am Jammn Reinen r Iaut Seliktten Melodit. GOlhn sch M-E vom Worte Gottes. 15⁵ darein, und laß dich deß erbarnien, wie wenig sind der Heilgen dein, verlassen sind wir Armen. Dein Wort man laͤßt nicht ha⸗ ben wahr, der Glaub ist auch verloschen gar bei al⸗ len ie Tchren eile 2. Sie lehren eitel fal⸗ sche List, was eigen Witz ersindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist in GOt⸗ tes Wort gegruͤndet; der waͤhlet dies, der ander das, sie trennen uns ohn alle Maaß, und gleißen schön von außen. 3. GOtt woll ausrot⸗ ten alle Lahr'r, die falschen Schein uns lehren; dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns sollt meistern? 4. Darum spricht GOtt: Ich muß auf sein, die Ar⸗ men sind verstoͤret; ihr Seufzen dringt zu mir her⸗ ein, ich hab ihr Klag er⸗ hoͤret. Mein heilsam Wort soll auf denn Plan, getrost und frisch sie greifen an, und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feür siebenmal bewaͤhrt, wird lauter funden: an GOttes Wort man war⸗ ten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewaͤhret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein, und leucht stark in die Lande. 6. Das wollst du, GOtt, bewahren rein vor diesem argen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich um⸗ her ndt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Dr. Martin Lutbe⸗ Mel. Wach auf, mein Herz, und singe. 0 er HErr, 18² 8 D der oller Enden regiert mit seinen Haͤnden, der Brunn der ewgen Guͤter, der ist mein Hirt und Huͤter. 2. So lang ich diesen habe, fehlt mirs an keiner Gabe; der Reichthum ser⸗ ner Fuͤlle giebt mir die Frͤlt und Huͤlle. 3. Er laͤsset mich mit Freuden auf gruͤner Auen weiden, fuͤhrt mich zu fri⸗ schen Quellen, schafft Rath in schweren Faͤllen. 4. Wenn meine Seele zaget, und sich mit Sor⸗ gen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Noth zu ruͤcken. 5. Er lehrt mich thun und lassen, fuͤhrt mich auf rechter Straßen, laͤßt Rlen und Angst sich illen um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor Andern im finstern Thal muß wandern, fuͤrcht ich doch keine Tuͤcke, bin frei vorm UngeluͤckeNQ. 7. Denn du stehn mur zur Seiten, schuͤtzst mich vor boͤsen Leuten; dein Stab, HErr, und 125 Sdek ————————.——.——— 156 vom Wor - V„EEEEN te GOttes. Stecken benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Oele, und fuͤllest meine Seele, die leer und dur⸗ Rig saße, mit vollgeschenk⸗ tem Maaße. 10. Barmherzigkeit und Gutes wird mein Herz gu⸗ tes Muthes, voll Lust, voll Freud und Lachen, so lang ich lebe, machen. 11. Ich will d in Die⸗ ner bleiben, und dein Lob herrlich treiben im Hause, da du wohnest, und Fromm⸗ sein wohl belohnest. 12. Ich will dich hier auf Erden, und dort, da wir dich werden selbst schaun im Himmel droben, hoch vreisen, singn und loben. Paul Gerharbd. In eigener Melodie. 036SDies sind die 4 90. VD heilgen zehn Gebot, die uns gab unser Erre GOtt durch Mo⸗ sen, seinen Diener treu, boch auf dem Berg Si⸗ nai. Kyrieleis. 2. Ich bin allein dein SOtt und HeErr, kein Gdtter sollst diehaben mehr; du sollst mir ganz ver⸗ trauen dich, von Herzen Grund lieben mich. Kyriel. 3. Du sollst nicht fuͤh⸗ ren zu Unehrn den Namen GOttes, deines HErrn; A sollst nicht yreisen recht noch gut, ohn was GOtt seibst redt und thut. Kyriel 4. Du sollst heilgen den siebent Tag, daß du und dein Haus ruhen mag; du sollst von deinm Thun las⸗ sen ab, daß GOtt sein Werk in dir hab. Kyrieleis. 5. Du sollst ehrn und gehorsam sein dem Vater und der Mutter dein, und wo dein Hand ihn'n die⸗ nen kann, fo wirst du langs Leben han. Kyrieleis. 6. Du sollst nicht töd⸗ ten noch selhl nicht has⸗ sen, noch selbst raͤchen dich, Geduld haben und sanf⸗ ten Muth, und auch dem Feind thun das Gut. Ky⸗ rieleis. 7. Dein Eh sollst du be⸗ wohren rein, daß auch dein Herz kein andre mein, und halten keusch das Leben dein mit Zucht und Maͤ⸗ ßigkeit fein. Kyrieleis. 8. Du sollst nicht stehlen Geld noch Gut, nicht wu⸗ chern jemands Schweiß und Blut; du sollst auf⸗ thun dein milde Hand den Armen in deinem Land. Kyrielets. 9. Du sollst kein falscher Zeuge sein, nicht luͤgen auf den Naͤchsten dein; sein Unschuld sollst auch ret⸗ ten du, und seine Schand decken zu. Kyrieleis. 10. Du sollst deins Naͤchsten Weib und Haus begehren nicht, noch etwas draus. Du sollst ihm wuͤnschen alles Gut, wie dir dein Herz selber thut. Kyrieleis. 11. Die REAE E Mh 19 Waach sur c MT N I0 60 AUV Wilo l M AH 0 f Ahc u Uhj Helt Nsh n Helgeng . d U Dahen ung v ium Tuums se Kyriñheiz chtg Din dem Va tt dahyg 1 ihnn N⸗ wirst duln Khrielei, Lolt nicht t „ nicht hu⸗ Osttächen gh, Rund sist Id guch d h Gut. K solss hu be as auch dein e ein, und +das Leben und Mé⸗ yricleis. Tchtstehler ) icht Wu⸗ 1s Schhaß Iu solls auß Vnihe, Hilt in den bb. fein falht nicht lügg en dein pel T auch tk⸗ ine Schith Hliele, sonst He ind Hu soch eth in Gut/ Hi halber thut 11. Oe vom Worte Gottes. 157 11. Die Gebot all uns geben sind, daß du dein Sünd, o Menschenkind, erkennen sollst, und lernen wohl, wie man vor GOtt leben soll. Kyrieleis. 12. Das helf uns der HErr IEsus Christ, der unser Mittler worden ist! Es ist mit unserm Thun verlorn, verdienen doch eitel Zorn. Kyrieleis Dr. Martin Luther. In eigener Archendan WHurch Adams 194. DIG ganz verderbt menschlich atur und Wesen; dasselb Gift ist auf uns geerbt, daß wir nicht konnten der r ohn GOttes Trost, er uns erloͤst hat von dem großen Schaden, darein die Schlang Evam be⸗ zwang, GOtts Zorn auf sich zu laden. 2. Weil denn die Schlang Evam hat bracht, daß sie ist abgefallen von GOttes Wort, das sie veracht, dadurch sie in uns allen bracht hat den Tod: so war je Noth, daß uns auch GOtt sollt geben sein lieben Sohn, der Gneden Thron, in dem wir moͤchten leben. 3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld in Adam all verhoͤhnet: also hat uns ein fremde Huld in Christo all versoͤhnet: und wie wir all durch Adanis Fall sind ewigs Tods öuoch E also hat GOtt urch Christi Tod ver⸗ neut, das war verdorben. 4. So er uns denn sein Sohn hat gschenkt, da wir seinꝰ Feind noch waren, der fuͤr uns ist ans Kreuz ge⸗ henkt, getͤödt, gen Himmel gfahren, dadurch wir sein vom Tod und Pein er⸗ loͤst, so wir vertrauen in diesem Hort des Vaters Wort: wem wollt vor Sterben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahr⸗ heit und das Leben, des Vaters Rath und ewges Wort, den er uns hat ge⸗ geben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben, dar⸗ um uns bald kein Macht noch Gwalt aus seiner Hand wird rauben. 6. Der Mensch ist gott⸗ los und verflucht, sein Heil ist auch noch ferne, der Trost bei einem Menschen sucht, und nicht bei GOtt dem HErren. Denn wer ihm will ein ander Ken⸗ ohn diesen Troster stecken, den mag gar bald des Teu⸗ fels Gwalt mit seiner List erschrecken. 7. Wer hofft in GOtt und dem vertraut, der wird nimmer zu Schanden; denn wer auf diesen Fel⸗ sen baut, ob ihm gleich geht zuhanden viel Un⸗ falls hie, hab ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich verlaͤßt auf GOt⸗ tes Trost; er hilft sein Glaͤubgen allen. 8. Ich bitt, o HErr, aus Herzen Grund, du wollst nicht von mir nehmen dein heil⸗ 158 vom Wor te GOttes. heilges Wort aus meinem Mund, so wird mich nicht beschaoͤmen mein Suͤnd und Schuld; denn in dein Huld setz ich all mein Vertrauen; wer sich nun fest darauf verlaͤßt, der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein'n Fuͤßen ist dein heilges Wort ein bren⸗ nende Lucerne, ein Licht, das mir den Weg weist fort; so dieserMorgensterne in uns aufgeht, so bald ver⸗ steht der Mensch die hohen Gaben, die GOttes Geist den n gwiß verheißt, die Hoffnung darein haben. Lazarus Spengler. In eigener Mel. oder: HeErr IEsus Christ, wahr Mensch und GoOtt. 192 Erhat uns, ö HErr, bei deinem Wort, und steur des Papsts und Türken Mord, die IEsum Chri⸗ stum, deinen Sohn, stuͤrzen wollen von seinem Thron 2. Beweis dein Macht, HErr IEsu Christ, der du HeErr aller Herren bist; beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. GOtt heilger Geist, du Troͤster werth/ gieb deinm Volk einrlei Sinn 5. So werden sie er⸗ kennen doch, daß du Hur GOtt lehest noch, und hi ewaltig deiner Schaar, die ich auf dich verlassen gar. Dr. Martin Lutber⸗ VB. Ju. 5 Justus Jonas⸗ In eigener Melodie. Vs spricht der 193. Es Unweisen Mund wohl: Den rechten GOtt wir meinen; doch ist ihr Herz Unglaubens voll, mit That sie ihn verneinen. Ihr Wesen ist verderbet zwar, vor GOtt ist es ein Greuel gar, es thut ihr'r keiner kein gut. 2. GOtt felbñ vom Hini⸗ mel sah herab auf aller Menschen Kinder/ zu schau⸗ en sie er sich begab, ob er jemand wuͤrd finden, der sein Verstand gerichtet haͤtt/ mit Ernst nach GOttes Worten thaͤt, und fragt nach seinem Willen. 3. Da war niemand auf rechter Bahn, sie warn all ausgeschritten; ein jeder ging nach seinem Wahn/ und hict verlorne Sitten. Es thaͤt ihr'r keiner doch kein gut, wiewohl gar viel be⸗ 1ol der Muth, ihr Thun sollt GOtt gefallen. 4. Wie lang wollen un⸗ nuf wissend sein, die solche Muͤh Erd; steh bei uns in der ausladen, und fressen dafür letzten Roth, g'leit uns das Volk mein, und naͤhrn ins Leben aus dem Tod. 4. Ihr Anschlaͤg, HErr sich mit seinm Schaden? Es steht ihr Trauen nicht zen die mach, laß sie tref⸗(auf GOtt, sie rufen ihn en die bbse Sach/ und stuͤr⸗nicht in der Roth/ sie wolln Memm die Grub hinein/ die sich selbst versorgen. e machen denChristen dein. 5. Darum ist ihr Herz nim⸗ ꝑ uu TTc WIM, I W W0 . W. Aa Wat I Eau. Wuls W , HX. lhht IW N. Iall,. f sig H Rum N ftg WK Mhh. 94 N , R6 W zlch uehh Uiet Schtti betlofen Martin fuh 5Nin 2 er Melodi s uat Den cht Lleinen; hog Aiglaubent u ihrvench hetdeth Ott is 6 thut ihrt Zul, stbomhin Ab guf alat Vbet/ Auschgl⸗ begah/ ob et fisder, der Herichtethät, Rich GOttes und sfragt + Wulh. e sie warn ein jehet Im Vahtiud Sitteh. E. dier doch sah gar Riel de th/ iht Toh efallen. %0 Wollgh TislceM ressen dy ar m Schodgh Tahlen f E huhst woll sothen.“ IM vom Worte GOttes. 159 nimmer still, und steht all⸗ eit in Furchten; GOtt bei en Um nut bleiben will, die ihm mit Glauben ghor⸗ chen. Ihr aber schmaͤht des Armen Rath, und hoͤhnet alles, was er 1 worde GOtt sein Trost ist worden. 6. Wer soll Israel dem armen zu Zion Heil erlan⸗ gen? GOtt wird sich seins Volls erbarmen und loͤsen die Gefangnen. Das wird er thun durch seinen Sohn/ davon wird Jakob Wonne han, und Israel sich freuen. Dr. Martin Luther. In eigener Melodie. 194 Es woll uns 19 GOtt ge⸗ naͤdig sein, und seinen Se⸗ gen geben; sein Antlitz uns mit hellem Schein erleucht zum ewgen Leben/ daß wir erkennen seine Werk, und was ihm liebt auf Erden, und JEsus Christus Heil und Staͤrk bekannt den Heiden wer⸗ den, und sie zu GOtt be⸗ kehren. 2. So danken Gyott, und loben dich die Heiden uͤberalle, und alle Welt/ die freue sich, und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist, und laͤßt die Suͤnd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in 00 Bahn zu wallen. J. Es dante, GOtt, und lobe dich das Volk in guten Thaten; das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl gerathen. Uns segne Va⸗ ter und der Sohn, uns segne GOtt, der heilge Geist, dem alle Welt die Ehre thut vor ihm sich fuͤrchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen! Dr. Martin Lutber. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. SEeeut ist des 195 B HErren Ruhetag, vergesset aller Sorg und Plag; treibt eure Wochenarbeit nicht, kommt vor des Hoͤchsten Angesicht. Hallelujah. 2. Tret her und fallt auf eure Knie vor GOttes Maiestaͤt allhie; es ist sein Heiliathum und Haus, wer Suͤnde liebt, gehoͤrt hin⸗ aus. Hallelujah. 3. Ganz unertraͤglich ist sein Grimm, doch hoͤrt er gern der Armen Stimm; deswegen lobt ihn alle⸗ sammt, das ist der Christen rechtes Amt. Hallelujah. 4. Ruͤhmt unsers GOt⸗ tes Meisterthat, da er aus nichts Peund hat den Himmel und die ganze Welt, und was dieselbe in sich haͤlt. Halleluiah. 5. Und als er sie genug eziert, hat er den Men⸗ chen drauf formirt, und ihn nach seinem Ebenbild mit Weisheit und Ver⸗ stand erfuͤllt. Hallelujah. 6. Erkennt mit daukbg⸗ rem Gemuͤth, wie er allein durch seine Guͤt uns taͤg⸗ lich schuͤtzet und anane un 16⁰ vom Worte Gottes. und manches Ungluͤck von uns kehrt. Hallelujah. 7. Denkt auch, daß heut eschehen ist die Auferste⸗ ung IEsu Christ, dadurch die wahre Freudigkeit in aller Noth uns ist bereit. Hallelujah. 8. Der von den Juden ward veracht, mit Mordern schaͤndlich umgebracht, daß seine Lehr haͤtt kurzen Lauf, und mit ihm muͤßte hoͤren auf: Hallelujah: 9. Der ist erstanden hell und klar, und hat erfreut sein kleine Schaar, die bis ans Ende ihn geliebt, und Haluttal war betruͤbt. Halleluiah. 10. Leibhafti er sich ih⸗ nen wies, sich sehen, hoͤrn und fuͤhlen ließ, damit ver⸗ sichert waͤr ihr Sinn, des Todes Macht sei nun da⸗ hin. Hallelujah. 11. Drum wollen wir begehn mit Fleiß den Tag nach recht christlicher Weis; wir wollen aufthun un⸗ sern Mund, und sagen das von Herzensgrund: Hall.: 12. O GOtt, der du den Erdenkreis erschaffen hast zu deinem Preis, uns auch bewahrt so manches Jahr in vieler Truͤbsal und Ge⸗ fahr: Hallelujah: 13. Hilf, daß wir alle deine Werk, voll Weisheit/ Guͤte, Kraft und Staͤrk, erkennen, und je mehr und mehr ausbreiten deines Na⸗ a—— Hallelujah. O liebster Heiland IEsn Christ, der du vom Tod erstanden bist, richt unsre Herzen auf zu dir, daß sich der Hamah. verlier. Hallelujah. 15. Gieb deiner Aufer⸗ stehung Kraft, daß dieser Trost ja bei uns haft, und wir uns drauf verlassen fest, wenn uns nun alle Welt verlaͤßt. Hallelujah. 16. O heilger Geist, laß uns dein Wort so hoͤren heut und immerfort, daß sich in uns durch deine Lehr Glaub, Lieb und Hoff⸗ nung reichlich mehr. Hall. 17. Erleuchte uns, du wahres Licht, entzeuch uns deine Gnade nicht; all un⸗ ser Thun auch so regier, daß wir GOtt preisen fuͤr und fuͤr. Hallelujah. Mel. Uun danket alle GOtt 1 96. H Christ, wir danken deiner Guͤte, daß du so willig bist, in unsrer ersten Bluͤthe zu schenken solchen Sinn, der sich nach deinem beugt; ach nimm doch alles hin, was uns von dir abzeucht. 2. Hab Dank fuͤr deine Lehr und allzugroße Treue; erleucht uns mehr und mehr, und unser Herz er⸗ freue durch deinen Gna⸗ denschein. Hilf, daß wir nehmen zu im Guten, fuͤhr uns ein zuletzt in deine Rub. 3. Wir wollen nun hin⸗ fort zu deinem Dienste leben, gehorchen deinem Wort, das du uns hast ge⸗ eben. Verleih Bestaͤndi 10 eit, behuͤt uns vor* . H 6 Ee V E MN 0 V. 10 8 U IWR A RWulk M Aaa chnt H Hntfh shssstt 10 X. A 0 W Sh Rllg WIay N Guͤndch lelajgh, deiner U aft/ UU 0 Winnehef n HDrausey 1 und nun d Zʒöt. Haldat Eiger Gaff Vort so 4 mmefott, àdurch Heh ——— n Ech neht H ichte unz, , eltzeuch ul nccht; allg⸗ Auch so rcht Mt prrisen st Alleluiah. danthet all Nt. echliebütet H* Wsu ahken deinet 0 williz biß, n Blͤche iu Men Sinm, der Seinem bugt och alles ¹ ür hzeuch ank für dele SugroßeTtel, 3 meht n alser Her W deinen Es Röif, daf i Gutetj fl siN tndenh ole runbi Iu Oahe cchel ehg + g Hale 0 Beslan 6 vot 90 flli . — vom Worte Gottes. 161 fall; regier uns jederzeit/ bekehr uns allzumal. Johann Caspar Schade. HErr, ich habe mißgehandelt. 197. JEsu/ komm Smit deinem Vater, komm zu mir, ich Mel. liebe dich. Komm, o treuer Seelenrather, heilger Geist, besitze mich. Laß mich, o dreieinges Wesen, dir zur Wohnung sein erlesen. 2. Laß mich, JEsu, dei⸗ nem Worte vollen Glau⸗ ben stellen zu; denn es ist die rechte Pforte zu der suͤßen Seelenruh. Nie⸗ mand kann den Trost er⸗ gruͤnden, der in deinem Wort zu finden. 3. Sende nun, o Vater, sende deinen Geist von dei⸗ nem Thron, der mein Herz zu dem nur wende, was dein allerliebster Sohn, des⸗ sen Wort wir angehoret, uns von deinem Willen lehret. 4. Von mir selbst kann ichs nicht fassen, mein Herz ist verfinstert ganz; ich ge auf den Jerthumsstraßen, wo nicht deines Geistes Glanz den verblendten Sinn regieret, und zurt hellen Wahrheit fuͤhret. 5. Zuͤnd doch an die Lie⸗ beskerzen, und durchhitze Geist und Muth; werther Geist, laß unsre Herzen brennen in der reinen Glut; schaff, daß deine heilgen Flammen schlagen uͤber uns zusammen. 6. Fuͤhre mir stets zu Gemuͤthe, was mir ICEsus zugesagt, daß ich traue sei⸗ ner Guͤte, wenn vielleicht der Zweifel fragt: ob auf meine Bitt und Flehen Huͤlf und Rettung werd ergehen. 7. Es kann keine Noth nicht haben, weil mein IEsus wohnt in mie; ich Pemtn seiner Gaben, die ein Geist in mir stellt fuͤr wenn ich ihn bestaͤndig liebe, und in seinem Wort mich uͤbe. 8. Wer nach seinem Wort nicht lebet, und ihn nicht von Herzen liebt, nur nach schndder Wo llust stre⸗ het, der muß ewig sein be⸗ truͤbt: GOtt wird nicht in ihm mehr wohnen, son⸗ dern ihn mit Zorn belohnen. 9. Mein Herz, du darfst nicht erschrecken, JEsus ist dein Aufenthalt; denn sein Friede wird dich decken wider alle Feinds Gewalt, der vergeblich auf dich füuͤr⸗ met, weil sein Friede dich beschirmet. 10. Fahre hin mit dei⸗ sem Frieͤde, mehr als feind⸗ gesinnte Welt, deiner werd ich zeitlich muͤde, weil dein Friede bald zerfaͤllt. GOt⸗ tes Fried erfreut die Her⸗ zen: Welt, dein Friede bringet Schmerzen. 11. Nun loll. weder Angst noch Leiden, JIEsu, keine Macht noch Rit mich von deiner Liebe scheiden, weil dein Friede bei mir ist; ja es sollen meine Sinnen nichts als IEsum liebge⸗ winnen. 12. JE⸗ vom Wor te GOttes. 12. IEsu, der de vor⸗ gegangen durch den Tod der ch rre hin, hol mich, er ich mit Verlangen dir u, ich w willig bin; willst u, ich will gern aufstehen, und mit dir von hinnen gehen. Juliant Patientia v. Schultt. Mel. Valet will ich dir geben. 198. Laß mich dein ö sein bleiben, du treuer GOtt Wohreg laß, HErr IEsu, wohl gelingen. Tobias Clausnitzer. Mel. Dies sind die heil⸗ gen zehn Gebot. ( ensch, willst 200. M du leben seliglich, und bei GOtt bleiben ewiglich, sollst du halten die zehn Gebot, die uns gebeut unser GOtt. Kyrieleis. 2. Dein GOtt allein und HErr bin ich, kein ander und und HErr, von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei deiner Lehr. HErr, laß mich nur nicht wanken, sür mir Bestaͤndigkeit; da⸗ ur will ich dir danken in alle Ewigkeit. Ric. Selnecter. In eigener Melodie. 1 99 ö Liebster IEsu, wir sind hier, GOtt soll irren dich; trauen soll mir das Herze dein, mein eigen Reich sollst du sein. Kyrieleis. 3. Du sollst mein Na⸗ men ehren schoͤn, und in der Noth mich rufen an. Du sollst heilgen den Sab⸗ bathtag, daß ich in dir wirken mag. Kyrieleis. Dem Vater und der Mutter dein sollst du nach dich und dein Wert anzu⸗ mir gehorsam sein; nie⸗ höͤren: lenke Sinnen und Begier auf die suͤßen von der Erden ganz zu dir und mand toͤdten noch zornig sen Him⸗ sein, melslehren, daß die Herzen rein. und deine Eh halten Kyrieleis. 5. Du sollst einm andern gezogen werden. stehlen nicht, auf niemand 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß Falsches zeugen icht; dei⸗ nes verhuͤllet, wo nicht deines begehrn Naͤchsten Weib nicht und all seins Geistes Hand uns mit es Guts gern entbehrn. Ky⸗ lem Licht erfuͤllet. Gutes denken, thun und tichten mußt richten. 3. O du Glanz der Herr⸗ lichkeit, Licht GOtt geboren, mach uns v allesammt bereit, oͤffne Her⸗L zen, Mund und Ohren; unser Bitten, Flehn und rieleis. du selbst in uns ver⸗ Rel. Liebster JEsu, wir hat alles wohl drum laßt uns sein Lob Dr. Martin Luther. sind hier. un Gᷣott von Licht aus 201. N Lob, es ist ollbracht Singen, Beten, ehreu, Hoͤren; Gᷣott emacht, ver⸗ Imnt I1 vin E u sil M. m Atlci chuntel Iut t xsch, Van Rce usel m lhe W Walcath= I RThüt I. Odl Rin Mr Iht Reu Mschtausch un se hy Dl DE uuh y g senut we IMh —. Herr hen. bigs Ha 6 unser Go/ 3 00 tt allinn Wich, kan ae Arren gih mir dan hn en Rt . Fhyrillhz lls mein N choͤn, und iy Ich rufen an Hoan den Sb⸗ sch is dt Khrieleiz. hgter und der solstdu nach Eu sein; nie⸗ Srch vörni) ne Eh halach Leis. dieinm anden auf nimand en icht; N⸗ Weib ict d all shh thehrn. K Martin dulhn er Mst, un hier. üun G0 Hiß geh Wbel : OOt l 490 sein Lb al⸗ * bom Worte GOttes. 163 vermehren: unser GOtt sei hoch geyreiset, daß er uns so herrlich speiset. 2. Weil der Gottesdienst ist aus, und uns mitge⸗ theilt der Segen, so gehn wir mit Freud nach Haus, wandeln fein auf GOttes Wegen; GoOttes Geist uns ferner leite, und uns alle wohl bereite. 3. Unsern Ausgang seg⸗ ne GOtt, unsern Eingang gleichermaaßen; segne un⸗ ser taͤglich Brod, segne unser Thun und Lassen, segne uns mit selgem Ster⸗ hen, und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schenck. In eigener Mel. oder: Was mein GSOtt will, das gscheh allzeit. HErre 202. O G dein goͤttlich Wort ist lang verdunkelt blieben, bis durch dein Gnad uns ist gesagt, was Paulus hat geschrieben und andere Apostel mehr aus deinm abttlichen Munde. Das danken dir mit Fleiß, daß wir erlebet han die Stunde. 2. Daß es mit Macht an 2— ist bracht, wie klaͤr⸗ lich ist vor Augen. Ach GOtt, mein Herr, erbarm dich der'r, die dich noch jetzt verleugnen, und ach⸗ ten sehr auf Menschenlehr, darin sie doch verderben. Deins Worts Verstand mach ihn'n bekannt, daß sie nicht ewig sterben. 3. Willst du nun fein gut Christe sein, so mußt du erstlich glauben; setz dein Vertraun, darauf fest bau Hoffnung und Lieb im Glauben allein durch Christ zu aller Frist; dein Naͤch⸗ sten lieb darneben; das Gwissen frei, rein Herz dabei, das kein Kreatur kann geben. 4. Allein, HErr, du mußt solches thun doch gar aus lautern Gnaden; wer sich deß troͤst, der ist erlöͤst, und kann ihm niemand scha⸗ den; ob wollten gleich Papst, Kaiser, Reich sie und dein Wort vertreiben, ist doch ihr Macht gen dir nichtsg'acht, sie werd'ns wohl lassen bleiben. 5. Hilf, HErre Gott, in dieser Noth, daß sich die auch bekehren, die nichts be⸗ trachtn, dein Wort ver⸗ achtn, und wollens auch nicht lehren. Sie sprechen schlecht: es sei nicht recht, und habens nie gelesen, auch nie gehoͤrt das edle Wort. Ists nicht ein teuf⸗ lisch Wesen? 6. Ich glaub gwiß gar, daß es sei wahr, was Pau⸗ lus uns thut schreiben: Eh muß geschehn daß alls ver⸗ eh, dein goͤttlichs Wort oll bleiben in Ewigkeit, waͤr es auch leid vieln hart verstockten Herzen; kehrn sich nicht um, wer⸗ den sie drum leiden gar große Schmerzen. 7. GOtt ist mein HErr, so bin ich der, dem Ster⸗ ben kommt zu gute, da⸗ durch uns hast aus 720 a 164 vom wo ———————— rte GOttes. Last erlöst mit deiner Blute. Das dank ich dir, Zweifel st drum wirst du mir nach ngehn, mach feste, die im ehn 6. So werden sie mit uns deinr Verheißung geben; zugleich auf Erden und im was ich dich bitt, versag Himmelreich, hier zeitlich mirs nicht im Tod un auch am Leben. 8. HErr, ich hoff je, du werdest die in keine Noth verlassen, die deit Wort recht, Knecht, im Glauben fassen; als treue Herzn und Mensch, wie giebst 24⁵⁴4 O dsund dort ewiglich, für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann. Alet. Aus tieser noth schrei ich zu dir. ist dein Herz ihn'n bereit die Seligkeit, bestelltꝛ Hab Achtung auf und laͤßt sie nicht verder⸗ dein ben. Leben. Was traͤgt O HErr, durch dich, fuͤr Frucht dein Herzens⸗ bitt ich, laß mich froͤhlich feld? sinds Dornen oder und willig sterben. A. H. 3. W. Reben? Denn aus der Frucht kennt man die Saat, C V b* AMel. O Jesu hrist, auch wer das Land besaet meins Lebens Licht. IEsu Chri⸗ 203. O ste, wah⸗ res Licht, erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Heerd, daß ihre Seel auch selig werd. 2. Erfuͤll mit deinem Gna⸗ denschein, die in Irethum verfuͤhret sein; auch die, so heimlich fichtet an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst ver⸗ laufen hat von dir, das su⸗ che du mit Gnad, und sein verwundt Gewissen heil, laß sie am Himmel haben Theil. 4. Den Tauben oͤffne das Gehbr, die Stummen rich⸗ tig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube sei. hat, GOtt oder der Ver⸗ derber. 2. Ist nun dein Herz dem Wege gleich und ei⸗ ner Nebenstraßen, da auf dem breiten Lastersteig die Voͤgel alles fraßen: ach prüne dich, es ist kein Scherz; ist so bewandt dein armes Herz, so bist du zu beweinen. 3. Denn ist der Saame weggerafft, vertreten und gefressen, so hast du keine Glaubenskraft noch See⸗ lenspeis zu essen; faͤllt dir ins Ohr der Saame nur, und nicht ins Herz, so ist die Spur zun Le⸗ ben ganz vertreten. 4. Ist auch dein Herze Felsenart, verhaͤrtet durch die Suͤnden, so ist der 5., Exleuchte, die da sind verblendt, bring her, die Saame schlecht verwahrt auf solchen Felsengruͤnden. sich von uns getrennt: Ein Felsenstein hat keinen versammle/ die zerstreuet Saft, drum hat der Saa⸗ me 9. O W hf Nn 1 H* ffitt HHAE Rhhte if RxEse 1D. h Rll V Rhün IWhut E Roct WA WI. W. Niee Uh sstt, sitch, N Wc Hlez I a fl WL. AUhg EH ti: htt Wg Wn Ve Hoch, Hlche hahet V Wieshi K RE 0 W 6. WN 3 sse MI 3 U de 110 ohann hee mar. tfer i. Vich zu dit na ishen hz V Achtunhe II . D X dein Hetheß Dornen Dann aus man die Suh, Land hesht Zoder der Ver dein Hen Vleich und ei⸗ Maßen, da auf Vaflerzeig die ů fraßen: ach e iist Kein so bewandt Hetj/ so hit Vnen. ast der Saum Voertreten h hast du kahe aft noch Et⸗ essen; silt der GSa Icht ins Heh Ppur zum d leteh. dein Het 0 2 1 d / s ist d Ichht herahtt sengtündel 0 hat keineh t det Sul ne vom Worte Gottes. 165⁵ me keine Kraft zu sprießen und zu schießen. 5. So lang noch nich: zerknirscht dein Herz, und vom Gesetz zerschlagen durch wahre Buße, Reu und Schmerz, so kanns nicht Fruͤchte. unb Be⸗ denk es wohl und thue Buß, glaub fest und falle GOtt zu n so ist dein Herz genesen 6. Oft ist das Herz auch Dornen voll, mit Sorgen angefuͤllet; oft lebet es in Reichthum wohl, da wird der Saam verhuͤllet; ja er ersticket ganz und gar, und wird nicht einmal offenbar, das ist wohl zu beklagen. 7. So geht es, wenn man nur um Geld und Reichthum ist bemuͤhet, und nur nach Wollust dieser Welt mit Aug und Herze siehet; da kann kein Gutes haben statt, wo man der Wolͤust nicht wird satt: der Saame muß ersticken. 8. Doch ist, GOtt Lob, noch gutes Land auf dieser Welt zu finden, das GOtt dem HErrn allein bekannt, da in den Herzensgruͤnden der Saame, den GOtt ein⸗ gelegt/ noch hundertfaͤlti Fruͤchte traͤgt: das sin die rechten Herze 9. Wer Ohren at, der hoͤre doch, und pruͤfe sich ohn Heucheln, dieweil es heute heißet noch: hier muß sich keiner schmeicheln. Die Zeit vergeht/das Ende naht; faͤllt auf kein gutes Land die Saat, so mußt du ewig sterben. 10. HErr IEsu, laß mein Herze sein Jertnirschet und zerschlagen, damit der Saame deing hinein und laß ihn Fruͤchte tragen, die mir im Himmel folgen nach, da ich sie finde tau⸗ sendfach: das wuͤnsch ich mit Verlangen. Laurentius Laurenti. Mel. Erhalt uns HErr bei—6— Wort. 885 Err, oͤffne 20³ 221 H mir die Herzensthuͤr, zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir; laß mich dein Wort bewahren rein, laß mich dein Kind und Erbe sein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund; dein Wort ist, das mein Herz erfreut, dein Wort giebt Trost und Se⸗ ligkeit. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heil⸗ gen Geist in einem Thron! Der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewig⸗ keit. Johann Olegrius. In eigener Melodie. 206. O Anse du unser Va⸗ ter bist durch JEsumChrist; gieb deinen Geist uns a n gemein, der uns zur Wahr⸗ heit leite. Erhoͤr uns doch zu dieser Stund, oͤffne den Mund deins Dieners, daß er dein Wort rein und 55 muͤthig ausbreite; dazu/ v HErr, gnaͤdiglich oͤffne uns Herzn und Ohren, daß* 8.—————————f—f———f——————————— 166 vom Worte Gottes. das höͤren fleißiglich, und treuelich bewahren, auf daß wir moͤgen fruchtbarlich dein Lob allzeit verklaͤren. Johann Wegelin. Mel. Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder. 207 Sout ich aus Furcht vor Menschenkindern des Gei⸗ stes Trieb in mir verhin⸗ dern, und nicht, bei so viel Heuchelschein, ein treuer Zeuge GOttes sein? 2. Sollt ich des Hoͤchsten Wort verschweigen, und nicht dem Hause Jakob zei⸗ gen, wie schaͤndlich sichs vor GOtt verstellt, darum falt⸗ Menschen nicht ge⸗ t² 3. Sollt ich den falschen Christen heucheln, und der gottlosen Rotte schmeicheln um eine Hand voll zeitlich Korn, und zu entgehn der Menschen Zorn? 4. Sollt ich die Boͤsen selig preisen, die weder Licht noch Glauben weisen, um derer Gunst und Liebes⸗ wind, die doch nur Feinde GOttes sind? 5. Sollt ich die GOttes Kinder nennen, die weder Gott noch Christum ken⸗ nen die bei der Wahrheit hellem Schein so arg als blinde Heiden sein? 6. Wer sind die denn, die mich verlassen und mich als ein Fegopfer hassen? Wer sind sie, die so zor⸗ niglich ihr Herz verbittern wider mich? 7. Es sind nur Menschen, die mit Suͤnden und losen Stricken sich verbinden, ein Nichts/ ein Gras/ein schnd⸗ des Heu, ein Dampf, ein leicht geschaͤtzte Spreu. 8. So hoch sie sind in ihren Sinnen, so werden sie doch endlich innen, daß all ihr Thun zur Hoͤllen faͤhrt, und nur auf kurze Zeit hier waͤhrt. 9. Wer bin ich denn, den sie verschmaͤhen? Ists denn auf mich nur der meh Ists GOtt nicht, der mich reden heißt, und treibt mich nicht sein werther Geist? 10. Weß ist das Amt, das ich hier trage? Wer for⸗ derts, daß ichs ihnen sage? Ists nicht des großen GOt⸗ tes Mund, der thut durch mich sich ihnen kund? 11. Ei sollt mein GOtt mich auch nicht schuͤtzen, wenn sie mit Wuͤthen auf mich blitzen? Sollt dessen Huld in aller Pein mir nicht ein suͤßes Labsal sein? 12. Du kennst mich ja, du Menschenhuͤter, daß mirs nicht um die schnoͤden Guͤter zu thun, noch um die Gunst der Welt, die manchen so gefangen haͤlt. 13. Die Liebe Christi, die mich dringet, die ists, die mich im Geiste zwinget, mit Rufen, Locken, Bitten, Flehn der Menschen See⸗ en nachzugehn. 14. Daruͤber will ich gerne leiden, kein Kreuz noch Spott der Boͤsen mei⸗ den; sei du mir nur bei Hohn und Spott nicht schrecklich, du getreuer GOtt. 15. Hier „* c U* WNT. R MI. Iusht N UT AMI Es WAAA. 9˙0 M, 4 Auun e 0. j W Lech) Wy. W A : Dim Huuhch g h Ruche Wchanb ar Rh Wugz Zu nmd az 10 W2 l sg Deu Wpelchg . 2 U de Sun Dun dein Danp Zitzte en Sach st sh. Slen, so weh Hlcch imneh unn zur pl 3 nur auf iij hahtt. Tin ich denp x +41. zut angeschh 2 nicht, 1 I Sund treibt ni Soerther Gf Zist das Amt ge? Vet shz chs ihnen shh großen G5, Wer thut duch Eren kundr Vit mein GOn Micht schühen Wuͤthen a Sohdt desse hein mit nicht l Fein? Em wäch, nhüͤter, da n die schnode un, noch m ir Welt, A Refangen hil Iliebe Che Iget, die ssh eiste gwing ocken⸗Bit enschen E . 355 ber wil Een Keal 21 Wisen e mit nut di nl ¹ getkelet 15. Hie bvom Worte Gottes. 167 15. Hier ist mein Blut, dasselb annehmen jederzeit miein armes Leben, soll ichs bei deinem Wort hingeben; ja, HErr/ dein Will gescheh an mir, bring nur dadurch viel Guts herfuͤr. 16. Ich weiß, dein Wort wird endlich siegen, das finstre Reich muß unten liegen; den Sieg wird man in kurzem sehn, sollts auch durch Maͤrtrerblut ge— schehn. 14. 17. Ach staͤrke mich doch auch, mein Retter, damit durch alle Donnerwetter mein Zeugniß fest und freu⸗ dig sei; es ist gewagt, GOtt steh mir beil Johann Jeseph Winckler. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 203 Miir Men⸗ 5 schen sind zu dem, o GOtt, was geist⸗ lich ist, untuͤchtig; dein Wesen, Wille und Gebot mit Sanftmuth/ Ehre/ Lieb und Freud als GOttes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der losen Spoͤtter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespoͤtt sammt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gieb du selbst deinem Doͤnner Kraft, da deine vehre in uns haft, auch reichlich hei uns wohne. 5. Oeffn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht faͤssen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hoͤrer nur allein des Wortes, sondern Thaͤter sein, Frucht hundertfaͤltig bringen. 6. Am Weg der Saame wird sofort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurtzei nicht bekom⸗ ist viel zu hoch und wich⸗ men; der Sgam, so in die tig. Wir wissen und ver⸗Dornen faͤllt, von Sorg slehens nicht, wo uns dein und Wolllst dieser Welt oͤttlich Wort und Licht verdirbet und ersticket. en Weg zu dir nicht weiset. 7. Ach hilf, HErr, daß 2. Drum sind vor Zei⸗ wir werden gleich dem gu⸗ ten ausgesandt Propheten, deine Knechte/ daß durch dieselben wuͤrd bekannt dein heilger Will und Rechte. Zum letzten ist dein ein⸗ 65 Sohn, o Vater, von es Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. 3. Fuͤr solches Heil sei, HErr, geyreist, laß uns da⸗ bei verbleihen, und gieb uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte glaͤuben, ten fruchtbarn Lande, und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande; viel Fruͤchte bringen in Ge⸗ duld, bewahren deine Lehr und Huld in feinem, gu⸗ tem Herzen. 8. Laß uns so lang wir leben hier, den Weg der Suͤnder meiden; gieb, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden; rott aus die Dornen all⸗ zu⸗ 89— 5—*967——k———ß7t—ßꝛ— ———.——9—————‚9——————..————.. 168 von der Tause. zumal, hilf uns die Welt⸗was uns GOtt vom Him⸗ a sorg uͤberall und böse Luͤste mel lehret. Rbad daͤmpfen. 2. Wohl dem, der mit uhle 9. Dein Wort, o HErr, Lust und Freude das Ge⸗ 0 laß allweg sein die Leuchte setz des Hoͤchsten treibt, und ch unsern Fuͤßen; erhalt es hier, als auf suͤßer Weide, 1½ bei uns klar und rein; hilf, Tag und Nacht bestaͤndie nttidt I daß wir draus genießen bleibt: dessen Segen waͤchst. Kraft, Rath und Trost in und bluͤht wie ein Palm⸗ 9 aller Noth, daß wir im baum, den man sieht bei Whset Leben und im Tod bestaͤn⸗den Fluͤssen an der Seiten ö dig darauf trauen. seine frischen Zweig aus⸗— H0 10. GOtt Vater, laß zu breiten. Riabt +*0 deiner Ehr dein Wort sich 3. Also, sag ich, wird Wu ö weit verbreiten. Hilf, IEsu, auch gruͤnen, wer in GOt⸗. daß uns deine Lehr erleuch⸗tes Wort sich uͤbt; Luft WWchl ten moͤg und leiten. O heil⸗und Sonne wird ihm die⸗ ger Geist, dein gottlichWort nen, vis er reife Fruͤchte n aß in uns wirken fort und giebt; seine Blaͤtter werden 110 fort Glaub, Lieb, Geduld alt und doch niemals un⸗ und Hoffnung. gestalt; GOtt giebt Gluͤckk D. Denicke zu seinen Thaten, was er IN tel. Werde munter, macht, muß wohl gerathen.. 1 mein—8 4. Aber wen die Suͤnd ait 0* 209 ö ohl dem erfreuet, mit dem gehts WMal. 4— 9 5 Wĩ enschen, viel anders zu; er wird wie N. der nicht wandelt in gottlo⸗ die Spreu zerstreuet von sufttyeh gy ser Leute Rath; wohl dem, dem Wind im schnellen Nu. g n der nicht unrecht handelt, Wo der HErr sein Haͤuflein Haug . noch tritt auf der Suͤnder richt, da bleibt kein GOtt⸗ hrsche Pfad; der der Spotter loser nicht. Summa: GOtt 50 3 ö Freundschaft fleucht, und liebt alle Frommen, und n von ihren Sesseln weicht; wer bos ist, muß umkom⸗ 10½4 In der hingegen herzlich ehret, men. Paul Gerbard. N sch sl th, 16 Huia AH, II. Von der Taufe.* 11 sten uns ein Bad, zu wa⸗ D In eigener Melodie schen uns von Sünden, hn 210 Cbrist unser ersaͤusen auch den bittern 06 l I HeErr zum Tod durch sein selbst Blut get Jordan kam nach seines und Wunden: es galt 5 Vaters Willen, von Sanct neues Leben. W * Johanns die Taufe nah. a. 2. So hoͤrt und merket Waein sein Werk und Amt za alle wohl, was GOtt heißt n rfuͤlen. Da wollt er stif⸗selbst die Taufe, und was H AR ein * * dem, dar reude doh en waht I süͤßer Eh acht bst nSegennt wie ein Run mmn sieht. an der Eih Den Zweij a sc ih, wer in 6g sich uͤt; A wicd ihn h r reife Fräth Plaͤtter wadg ch niemalz u⸗ Itt giebt Glit SThaten, wih u wohlgerathe wen gie Suh Init dem gehth Vu er ird M rsttelet don uschnelergu. sein Häufen iht kein GOt⸗ ume: GO Arommen, u àmuß umkonj Paul Merbatd. Ie. Bad zu on Süfda ch den bilteh sein selbs es galt ů . Ert und mitt 705 GO ufe, n 10 l von der Tause. 169 ein Christe glauben soll, zu meiden Ketzerhaufen. GOtt spricht und will, daß Was⸗ ser sei, doch nicht allein 148 2 Wasser; sein hei⸗ igs Wort ist auch dabei mit reichem Geist ohn Mga⸗ ßen: der ist allhie der Taͤufer. 3. Solchs hat er uns beweiset klar mit Bilden und mit Worten: des Va⸗ ters Stimm man offenbar daselbst am Jordan hoͤrte; er sprach: Das ist mein lieber Sohn, an dem ich hab Gefallen; den will ich euch befohlen han, daß ihr ihn hͤtet alle und folget seiner Lehre. 4. Auch GOttes Sohn hie selber steht in seiner zarten Menschheit; der hei⸗ lig Geist hernieder faͤhrt, in Tauben Bild verkleidet: daß wir nicht sollen zwei⸗ feln dran, wenn wir ge⸗ taufet werden, all drei Per⸗ son getaufet han, damit bei uns auf Erden zu woh⸗ nen sich ergeben. 5. Sein Juͤnger heißt der HErre Christ: Geht hin, all Welt zu lehren, daß sie verlorn in Suͤnden ist, sich soll zur Buße keh⸗ ren. Wer glaubet und sich taufen laͤßt, soll dadurch selig werden; ein neuge⸗ borner Mensch er heißt, der nicht mehr köͤnne ster⸗ ben, das Himmelreich soll erben. ö ö 6. Wer nicht glaubt die⸗ ser fenen Gnad, der bleibt in seinen Suͤnden, und ist verdammt zum ewgen Tod, tief in der Hoͤllen Gruͤn⸗ den. Nichts hilft sein eigen Heiligkeit, all sein Thun ist verloren: die Erbsuͤnd machts zur Richtigkeit, darin er ist geboren; ver⸗ mag ihm selbst nicht ́ helfen. ö 7. Das Aug allein das Wasser sieht, wie Men⸗ schen Wasser gießen: der Glaub im Geist die Kra versteht des Blutes JIEsu Christi; und ist vor ihm ein rothe Flut, von Chri⸗ sti Blut gefaͤrbet, die al⸗ len Schaden heilen thut, von Adam her geerbet, auch von uns selbst be⸗ gangen. Dr. Martin Luther. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. Ott Vater, 21 1 2 G Sohn und heilger Geist, du GOtt von großer Guͤte, sei jetzt und immerdar gepreist mit dank⸗ barem Gemuͤthe, daß du aus unverdienter Gnad mich durch das heilge Was⸗ serbad von Suͤnden abge⸗ waschen. 2. HErr, ich bekenne, daß ich bin gezeugt aus Sundensaamen, ein Kind des Zorns, das immerhin entheiligt deinen Namen; ich weiß, daß von RNatur ich leb ohn deine Furcht, und widerstreb, GOtt, dei⸗ nem Wort und Willen. 3. Du aber hast, o Va⸗ ter, mich, da ich war ganz verloren, zu dir gezogen gnaͤdiglich und wieder neu der hei durchs Wasserbad er heilgen Tauf, daß ich 8 in ———..—— ———————— 170 H Don der Tause. in meinem Lebenslauf mich deiner Lieb kann troͤsten. 4. HErr IEsu Christ, dein theures Blut waͤscht mich von meinen Suͤnden; kraft dessen macht die Was⸗ serflut denselben Fluch ver⸗ schwinden, den ich hab von Ratur verschuldt, und sez⸗ et mich ins Vaters Huld, die Adam hat verscherzet. 5. O heilger Geist, ich danke dir fuͤr diese edle Gabe, daß ich nun inner⸗ lich in mir dein kraͤftig Zeugniß habe, dadurch ich meinen Schoͤpfer kann ge⸗ troͤst und freudig rufen an im: Abba, lieber Vater! 6. Weil in der Tauf auch JEsus Christ von mir ist angezogen, so hilf, daß durch des Satans List ich nimmer werd betrogen; denn die nun GOttes Tem⸗ pel seind, die bleiben vor dem boͤsen Feind in deiner Gnade sicher. 7. O HErr, an diese Wuͤrdigkeit, die du mir wollen schenken, laß mich jetzund und alle Zeit in meiner Voth gedenken, daß In amt ein Herze faß, un versprochen. 8. Ich hab auch bei dem Wasserbad mich dir zu Dienst verbunden; drum ieb, daß keine Suͤnden⸗ hat in mir werd herrschend unden. Gieb, daß fuͤr eine Guͤt und Treu ich en Gehorsam stets erneu, en ich da angelobet. 9. Und so ich was aus immer mich darauf verlaß, daß du mir Huͤlf Schwachheit thu, das wollst du mir verzeihen, und mir es ja nicht rech⸗ nen zu; die Gnade auch verleihen, daß ich in dir bestaͤndig bleio, bis du die Seele von dem Leib zu dir hinauf wirst nehmen. Justus Gesenius. Mel. Christ unser HErr zum Jordan kam. Gbtt, da 2 2 O ich gar kei⸗ nen Rath fuͤr meine Seel konnt finden, hast du mich durch das Wasserbad ge⸗ waschen rein von Suͤnden; dabei du klaͤrlich hast er⸗ weist uns durch ein sicht⸗ bar Zeichen, o Vater, Sohn und heilger Geist, es sei nichts zu vergleichen mit deiner Gnad und Liebe. 2. Denn willig und von Herzensgrund, sobald ich zu dir kommen, hast du mich auf in deinen Bund zum Kind auch angenom⸗ men. Du hattest Ursach/ mich vielmehr zu strafen und zu hassen, und hast, o großer GOtt, so sehr her⸗ unter dich gelassen, den Bund mit mir gestiftet. 3. Dadurch bin ich nun, als dein Kind, versichert deiner Gnaden; was sich fuͤr Schwachheit an mir findt, das laͤßt du mir nicht schaden; den Geist der Kindschaft giebst du mir, und wenn ich vor dich trete, mein Herz ausschuͤtte, GOtt, vor dir, nach dei⸗ nem Willen bete, werd ich allzeit erhöret. 4. Hin⸗ HH. V. HL Ishii W R. N M-UUA I I. Ruch Oual he hdeherg M W iheng Iuh R Ol. W. Hiushz Raszusg stdpgt Waen kehi N — 1 Eümhf Wham Alclant. n Ehn, W * I ö—¹½ο mit Mh c e Gagde dyß ich i lelo, His dem Shg st nehme, Nuslus Geseh dist unser gey urdan han. Schgtth Fut meise Es n, hast dunst Wasserbed g I von Süh Vlelich hf a Wurch ein seh 9Vitet/ Sh Geist, 6 Wergleichen m. Vund biche willig und y d/ sobald i0 Ren/ hass dy deinen Bund uch agedom⸗ e—. Weht zu Phe Hen, und hiß tt/ so seht 00 ů gelaseh/ wmir gesifet Ich bi ich u Zind/ vesshe den; wu Scchheit dhr aft du mne Iun 64d ghf ur — 0 vordichttt 1 ausschh dir/ rach be w ket. 8 1.0 von der Taufe. 171 4. Hingegen hab ich mich verpflicht, ich woll ein gut Gewissen fort bei des Glau⸗ bens Zuversicht zu halten sein geflissen; dich Vater/ Sohn und Geist allzeit fuͤr meinen GOtt erkennen, und samnit der werthen Christenheit mit Ehrerbie⸗ tung nennen den eingen HErrn und Vater. 5. Ich hab dem boͤsen Finen Werten auch allen einen Werken; und dieser Bund, der ihn verjagt, kann gegen ihn mich staͤrken. Ich bin, o GOtt, dein Tempel nu, und wieder neu geboren, auf daß ich rechte Werke thu, dazu ich bin erkoren, und die du selbst befohlen. 6. Der alte Mensch muß ster ben ab, der neue aber le⸗ ben; den boͤsen Luͤsten, die ich hab, muß ich stets wi⸗ derstreben; ich muß dem Guten hangen an, verrich⸗ ten deinen Willen, mit Fleiß und Sorgfalt denken dran, daß ich ihn moͤg erfuͤllen durch deine Kraft und Staͤrke. 7. GOtt Vater, Sohn und Geist, verleih, daß ich fest an dich glaͤube, mich meines Taufbunds troͤst und freu, darin bestaͤndig bleibe; als dein Kind Teufels Wer⸗ ke haß/ die boͤsen Luͤste daͤm⸗ pfe, das Gut zu thun nie werde laß, bis an das End hier kaͤmpfe, und dort dein Reich ererbe. J. Bomschürer. Mel. Uun sreut euch, lie⸗ ben Christen gmein JEsucChrist, 2 1 3. O³ ich Wrei dich mit froͤhlichem Ge⸗ muͤthe, daß du mich so ge⸗ naͤdiglich nach deiner gro⸗ ßen Guͤte durch deine Tauf errettet hast von aller mei⸗ ner Suͤndenlast, und mir dein—„ eschenket. 2. Sobald mein Haupt dein Wasserguß du der⸗ zu begießen, da ließt du dei⸗ nen Liebesfluß auch in mein Herze fließen; ein goͤttlich Leben gabst du mir, dein Geist verband mein Herz mit dir, ich ward aus GOtt geboren. 3. Du wuschest meine Seele ab von allen Suͤn⸗ denflecken, und ließest also in ein Grab des Fleisches Macht verstecken; es ward in deinen Tod getaucht, was Satanas vorher ge⸗ braucht, ins Elend mich zu bringen. 4. So stelletest du hei⸗ lig dar vor deines Vaters Throne und vor der Aus⸗ erwaͤhlten Schaar mich in der schöͤnen Krone der goͤtt⸗ lichen Gerechtigkeit; du wurdest selbst mein Eh⸗ renkleid, darin ich konnte prangen. 5 Kein Engel war so schoͤn als ich, da ich dich angezogen; ich vrangte mehr als koͤniglich: du wurdest selbst bewogen, mich nun zu nennen deine Braut, im Glauben ward ich dir vertraut: so hoch ward ich erhoben. 6. Da ward mir auch zugleich das Recht zu dei⸗ nem Reich gegeben; ich war von gottlichem Ge⸗ 8* schlech: ——97—P—jßꝛ7.———— von der Taufe. i schlecht, du wurdest selbst mein Leben, weil ich an deinem Leibe ward ein Glied, und nun nach dei⸗ ner Art mein Lehen konnte fuͤhren. 7. Doch mußte dies ver⸗ borgen sein, die Schoͤnheit ward verdecket, da man mich also tauchte ein, und unters Kreuz verstecket. Es mußte nun ans Leiden gehn/ bis ich auch kuͤnftig koͤnnte stehn in offenbarer Klarheit. 8. So war es zu dersel⸗ ben Stund, als ich ward aufgenommen in diesen heil⸗ en Gnadenbund und in die Zaht der Frommen. Wie ist es aber nun mit mir? mein Heiland, soll ich jetzo dir nicht gleichfalls angehdren⸗ 9. Ach ja! es ist noch dieser Bund mein Siegel im Gewissen, das mich ver⸗ sichert alle Stund, wie du noch seist dah ich t mich zu erhalten, daß ich kann noch stets die Frage stellen an: Bin ich nicht, GOtt, dein eigen? Aie 10. Hast du 1 nicht zu deinem Kind in deinem Sohn erwaͤhlet? Hast du mich nicht von aller Suͤnd in Gnaden losgezaͤhlet? Ist nicht dein Bund ein ewger Bund? Hat solchen nicht dein theurer Mund mit ei⸗ nem Eid versiegelt? 11. Geht mich nicht auch das alles an, was Christts hat erworben? Hat ers nicht mir zu gut gethan? Ist er mir nicht gestorben? J sein Verdienst mir nicht ge⸗ schenkt, da ich im Glauben und Guͤtes? 12. Drum bleib ich ja dein Eigenthum, das du dir nicht laͤpt nehmen; der Suͤnden Macht wird wie⸗ derum mich nimmermehr beschaͤmen; du willst und kannst den lassen nicht, der guf dich seine Zuversicht von ganzem Herzen setzet. 13. Zwar hab ich guch durch viele Schuld den Gnadenbund zerrissen, bin unwerth worden deiner Huld; doch bin ich nun beflissen, daß durch die Buße dieser Bund befestigt werde, weil der Grund bei dir noch feste stehet. 14. Ich steh im Kampfe wider mich, mein Fleisch und Blut zu zwingen; der Geist kaͤmpft in mür ritter⸗ lich, wenn Luͤste auf mich dringen. Laͤßt mir der Sa⸗ tan keine Ruh, stuͤrmt auch die Welt mit auf mich zu/ so geb ich nicht gewonnen. 15. Denn weil ich nun beofener bin mit deinem Lie⸗ esfeuer, das ganz durch⸗ gluͤhet meinen Sinn: ist mir sehr werth und theuer dein gottlichs Wort, das weiset mir/ wie ich soli fliehen fuͤr und fuͤr, was dir nicht wohl⸗ gefaͤllet. 3 16. Gieb nun, daß deine Lieb in mir stets treihe mein Gemuͤthe, daß ich mich sehne stets nach dir/ und mich vor Sünden huͤte. Du Liebe thust mir viel zu gut; gieb, ward versenkt in seine Gnad st. daß ein jeder Tropfen Blut von deiner Liebe walle. Chr. Jac. Koitsch. III. Vom . ll 9 I 1W VN IN Wu O Wade* M-H-a VI Hstee I GNAN WN AAI. WMaud. I HH ihh, . IMN Mai 1 H I r R H . W, Wacl Goh H hiht u R. 4 U W I I Iu n e R. sss n Hheh X seinechht b hh Sum, dap dugh nehmen; lht wit j immernch öu wilst un lassen hicht. ne Zyhetsch Herzen sh +hab ich h Sch errisser, K. orden dehe i ich nh durchde. Eefesigtweß yd bei dient K eh im Kanhf mein Flesch Hwingen; het in Mit titket⸗ Nise auff nnich mit der Sh⸗ stürmnt guch Vauf mich zj ocht gewhonhet. Well ich nih nit deinen Ki aan durch Sinmistt nd thelet d t, Mö, Me soll fiehen fj dr nichtwh put, dchden stethtteibentt Meichmichsth mdmichh Ite. Oi 0 delzuytz I Hebe 77% Jat. Halsth r. II l vom heiligen Abendmahl. 173 III. Vom heilig Mel. Freu dich sehr, o meine SBerle. 5„ ch Gnad uͤber 2 14 0 Aahe Gnaden/ heihet das nicht Guͤtigkeit? IEsus hat uns selbst ge⸗ faden zu dem Tisch, den er bereit. JEsus bitt uns selbst zu Gast, daß wir, aller Sorgen⸗Last, aller Suͤnd und Noth entnom⸗ men, zu dem Himmel moͤch⸗ ten kommen. 2. IEsus Christus will uns sheisen, und auch selbst die Koͤste sein: heißet das nicht Gnad erweisen? O mein liebstes IEsulein! Solches ist an keinem Ort, o. mein liebster Seelenhort, sonst gehoret noch gesehen, solches ist sonst nie ge⸗ schehen. 3. Hast du dich doch schon gegeben unsertwegen in den Tod, daß wir moͤch⸗ ten wieder leben frei von aller Qual und Noth; aber deiner Liehe Macht hat dich auch dahin ge⸗ bracht, daß du deinen Leib uns schenkest, und mit dei⸗ nem Blute traͤnkest. 4. Hier sieht man dein treu Gemuͤthe: du bist sonst der Arzt allein, doch willst du aus lauter Guͤte auch die Arznei selbsten sein; du giebst dich selbst jen Abendmahl. 5, Ach zu dir komnt ich eschritten, o mein liebster IEsu Christ, und will dich im Glauben bitten, weil fuͤr mich bereitet ist jetzo dein Genadentisch, daß ich meine Seel erfrisch, und vor Hunger nicht vergehe, wenn mir meine Kraft entstehe. 6. Ach so wollest du mich laben mit dem rech⸗ ten Himmelsbrod, und mit reichem Trost begaben wi⸗ der Hoͤlle, wider Tod. Ach laß deine Lebens⸗Quell auch mich machen weiß und hell; traͤnke mich, eh ich ersterbe, und vor gro⸗ bem Durst verderbe. 7. Dir will ich anjetzo schicken mein ganz muͤd⸗ und mattes Herz, ach das wollest du erquicken, weil es fast vergeht vor Schmerz. O mein Arzt, du kannst allein mich von Suͤnden machen rein; du alleine kannst mich heilen von der Suͤnden Eiterbeulen. Anna Sophie, Landgr. zu Hessen. Mlel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 2 1 5 A5 komm/ du suͤßer Her⸗ zensgast, du Labsal meiner Seele, bei der du deine Wohnung hast in dieser Jammerhoͤhle. 2. Reut aus, du theu⸗ uns zu Theil, daß wir moͤchten werden heil von res Glaubenspfand, was nicht dein eigen heißet; ach den tiefen Seelenwunden, beut dem Willen doch die die sonst waren unver⸗ bunden. Hand, der sich der Welt entreißet. I 3. Es 17⁴ vom heiligen Abendmahl. 3. Es schaut dein hol⸗ der Gnadenblick die Suͤn⸗ den⸗Gruft im Herzen, und zeucht sich dennoch nicht zuruͤck; er sieht auf Christi Schmerzen. 4. Ich oͤffne dir Herz, Seel und Sinn nit bruͤn⸗ stigem Verlangem, dich, meine Ruh und mein Ge⸗ winn, recht freudig zu empfangen. 5. Koͤmm, komm und halt dein Abendmahl mit deinem schwachen Kinde, auf daß dein wundersuͤßer Strahl mich inniglich ent⸗ zuͤnde. 6. Dein Manna schmeckt nach Himmelslust, dein Brunnaquell fleußt ins Le⸗ ben; davon das, was uns nicht bewußt, zu schmecken wird gegeben. 7. Es ist wohl ein ver⸗ borgner Scheatz, doch bringt er Ceist und Leben,(und laͤßt den Sünden keinen Platz), die Andacht zu er⸗ heben. 8. So kehrt GOtt zu der Seelen ein mit allen seinen Guͤtern, und machet seine Kraft gemein den himmlischen Gemuͤthern. 9. Da liegt des Teufels Macht zerstreut, die Welt ist üherwunden; und fuͤhrt des Geißes Freudigkeit die Sündenlust gebunden. 10. GOtt zeigt, was zu erwarten sei auf wenig Krei. zesslunden, wenn wir, von diesen Fessein frei, die Freiheit so gefunden. 11. Da, da verbindt sich Seel und GOtt in recht vertrauter Liebe; was nicht ist goͤttlich, wird zu Spott vor diesem Himmelstriebe. 12. Wie leicht ist da des Heilands Joch, wie sanft ist seine Buͤrde. Ach, spricht die Seel, daß ich jetzt doch ein Himmels-Buͤrger wuͤrde! 13. Mein GOtt, wann zeuchst du mich zu dir, wann werd ich dahin kommen, daß ich dein Antlitz fuͤr und, fuͤr anschaue mit den From̃en? 14. Ich glaube doch, ich werde sehn das Gut im Freudenhimmel, und dort vor deinem Throne stehn nach diesem Weltgetuͤmmel. 15. Du Geist der Gna⸗ den, steh mir bei, und laß mich ja nicht fallen; mach meinen Gang gewiß und frei, ach leite mich in allen. 16. Ach streite wider mei⸗ nen Feind, so kann und werd ich siegen, und wenn ers gleich aufs aͤrgste meint, kaͤnnst du nicht unterliegen. 17. Drum nimm mein Herz dir gaͤnzlich ein, und staͤrk es aus der Hoͤhe; dann werd ich voͤllig selig sein, wenn ich dich ewig sehe. L. Mencke. Mel. O Gott, du frommer GOtt. Nich wenn ich 216. A nich doch kͤͤnnt in IEsu Liebe sen⸗ ken, und alle Augenblick an IEsu Liebe denken! Mir deucht, ich höre stets, als wenn mir was zuspricht: Vergiß bei Leibe du der Liebe IEsu nicht. AI H IbAHA WME E IAnhs Ränd R D WII IN M H E Iuchng: N 9 W f I, Wyle 0 1 I I N . duc Vae A/. Mht scutheh, Iu H. MR II Hushn sstsa Dahl. 5 — iebe; wit W Wed IuER Himmetzerh leicht IMus ch w s . Ach ssih daß ich 6 nmels.S dt un ch zudik, kommef n iß für undß t den Frofty Vlaubedoch h i Gut nch und un Throne sihy baltgetümme. Dist der Gnt bei, und W6 fallen; mach Hewiß und uich in allen. Hitewdermei⸗ Hio kann und Veh, und wenn Vͤrgste meit, htunterlieheh. Rimm meeh Mulich ein, u Her Hͤhe uh Hlig selig sh h ewig sehe b. Mantt. GOtt, A GOtt. Rch wenn nich 0 5su Liehe s⸗ le Auhertht * denkeß: M. HMe feth, 00s juspriht Heibe du x ih I vom heiligen Abendmahl 2. Ach wie konn⸗ ich doch auch, mein JEsu, dein ver⸗ gessen? Das, was ich oft⸗ mals hab getrunken und gegessen, dein eigen Leib und Blut, das hat mein Herz und Sinn veraͤndert, daß ich nun in meinem IEsu bin. 3. Ich bin ganz durch und durch mit IEsu an⸗ gefuͤllet; kein Ader ist in mir, die nicht von IEsu quillet; das Herz, das trie⸗ fet noch vons liebsten JEsu Blut, und brennet lichter⸗ loh in IEsu Niebesglut. 4. Zu viel, ach gar zu viel thust du mir, JEsu, Gnaͤde; ich arnies Stuͤck⸗ lein Erd bekenne zu gerade: Ich bin der keines werth/ so du an mir gethan, und weiß auch nimmermehr/ wie ich gnug danken kann. 5. Dies Denken und den Dank laß stetig dazu kom⸗ men in allem, was auch wird von mir nur vorge⸗ nommen: so leb in IEsu ich mit einem frischen Muth, und sterbe, wenn GOtt will, aaf JEsum und sein Blut. Aemilie Juliane, Gräf. v. Schwarzb.⸗Rudolst. Mel. Ich dank dir sthon durch deinen Sohn. 217 Als IEsus Christus in der Nacht, darin er ward verrathen, auf unser Heil ganz war bedacht, dasselb uns zu erstatten: 2. Da nahm er in die Hand das Brod/ und brachs mit seinen Fingern, sah auf 17⁵ gen Himmel, dankte GOtt, und sprach zu seinen Juͤngern: 3. Nehmt hin und eft, das ist mein Leib, der fuͤr euch wird gegehen, und denket⸗ nd ich euer bleib im Tod und auch im Leben. 4. Desgleichen nahm er auch den Wein im Kelch, und sprach zu allen: Nehmt hin und trinket insgemein/ wollt ihr GOtt recht ge⸗ fallen. N 5. Hier geb ich euch mein theures Blut im Kelche zu genießen, das ich fuͤr euch und euch zu gut jetzt werd am Kreuz vergießen. 6. Hier wird ein neuer Bund gemacht in meinem eignen Blute; im alten ward nur Vieh geschlacht, geholet von der Hute. 7. Hier ist der Hoͤryer, der bin ich, dort war Figur und Schatten; dort ward ein Lamm, hier laß ich mich in heißer Liebe braten. 8. Das macht euch aller Suͤnden frei, daß sie en nicht mehr kraͤnken; so oft ihrs thüt, sollt ihr dabei an meinen Tod gedenken. 9. O. JEsu, dit sei eund Dank fuͤr deine Treu un Gaben; ach laß fauch diese Speis und Trant auch mich dus Leben haben. Johann Hrermann. In eigener Melodie 8 luf, auf, mein — 1 8. A Geist, erhebe dich zum Himmel, weich von dem unbestaͤndigen Ge⸗ tuͤmmel, dadurch die +* ö ihr 176 pom heiligen Abendmahl. ihr blindes Volk betruͤgt; ich habe nun dom Him⸗ melsmanna gessen, bin an des guten Hirten Tisch ge⸗ sessen: der alte Feind zu meinen Fuͤßen liegt. 2. Was frag ich nun nacy Ehre, Lust und Schaͤtzen! Ein Lebensstrom der kann mich gnug ergoͤtzen; der Durst ist hin, wie bin ich so erquickt! Nun wird die Seel in Wollust fetter wer⸗ den, den Vorschmack hab ich schon auf dieser Erden/ doch mache mich, o JIEsu/ mehr geschickt. 3. Gebeut als Herr dem theur erkauften Kinde; gieb, daß ich Kraft in dir als Koͤnig finde; sei mein Pro⸗ phet, so werd ich GOtt Hale rt; bist du mein Haupt/ ann hab ich dich zum Fuͤh⸗ rer; bist du mein Mann/ so bist du mein Regierer: als Hoherpriester ist dein Opfer werth. 4. Was will ich mehr als diesen Himmelsfuͤrsten? Ich werd hinfort in Ewig⸗ keit nicht duͤrsten, weil der mich traͤnkt, der selbst das Leben ist. Kein Hunger wird die Seele jemals pres⸗ sen, weil mir ein Theil vom Manna zugemessen/ das du allein, o suͤßer IEsu, bist. 5. Ich lebe nun, und will mich GOtt ergeben; doch nicht ich sondern Chri⸗ us ist mein Leben: so lebe enn in mir, o GOttes Sohn! Ich bin gewiß, daß droben und auf Erden Barmherzigkeit und Guͤte folgen werden, als ein durch Blut des Lammis erworbner Lohn. Jvachim Neanber. Arl. Mein JEsu, der du mich. Auf, Seele⸗ 2 19. 20 sei geruͤst; dein Heiland JEsus Chri brennt von Verlangen: sein Herze sehnet sich, noch vor dem Leiden dich recht zu 1 2. O Liebe ohne Zahl, das Bild muß diesesmal dem Wesen weichen, er selbst, der Braͤutigam, schenkt sich zum Osterlamm uns ganz zu eigen. 3. Er hat ein Denkmal jetzt der Wunder eingesetzt, uns zu verbinden zu sei⸗ nem Tod, den wir, bis er köͤmmt, fuͤr und fuͤr sollen verkuͤnden. 4. Drum, liebes Ar auf! staͤrke deine Seel, er⸗ reif dies Siegel. GOtt 1105 durchs Lammes Blut ie Seinen durch die Flut zum Freudenhuͤgel. 5. OJEsu, dirł sei Dank; lehr uns den Lobgesang nun also singen, daß wir dann koͤnnen drauf den Oelberg gehn hinauf, und tapfer ringen. „Die Zeit eilt ja heran/ da wir die Leidensbahn sol⸗ len betreten. Ach hilf/ daß uns die Nacht nicht traͤg und schlaͤfrig macht/ eifrig zu beten. 7. Nimm unsern Willen hin, schaff einen neiten Sinn nach deinem Willen, daß wir/ was dir gefaͤllt/ in 2 ser — M filn Rin A NN RSült W UHi IIi H. Wam: Icht MA Wh Ich R Riitzunß ht I an Wügude Est, R I He Ml hH„ mn 0j Hif! tng Mhiu VI 1 Winen fth ih Sihl. FTxN der Vohh. vachm Mahg JEsd Weklangentst 10 Rchh ich nch be ohle Al nuß desch weichen/ ruuthe fum Ostethim eigeh. ein Desinn Ider eingesit inden i In wit, is K und für soln lebes Istgel ine Seel, er⸗ ehdl. GOn Eahmes Buut Hurch die Fil Rhuͤgel. dit si Ont Lobgefangtun daß wit dun fden Oelhah „ und f t eilt uhehh ideksbohths Ach hiff ht cht ki l ½ Af unsern Wilth MHeltenSih Wilen/ efaͤlt 5 Vom heiligen Abeudmahl. 177 ser Kreuzeswelt moͤgen er⸗blende Babylon, daß es fuͤllen. ö 8. Laß deines Todes Kraft den edlen Lebenssaft in uns ausfließen; staͤrk uns aus deiner Hoͤh, wenn du die letzten Weh nun wirst ausgießen. 9. Sieh, Babel merkets schier, daß dein Volk, HErr, K bei dir findt Huͤlf und Se⸗ gen; drum machet es sich auf, uns unsern Waffen⸗ Lauf nieder zu legen. 10. Du aber, JEsu, hilf, daß wir nicht wie das Schilf hin und her wanken. Gieb uns Bestaͤndigkeit, in Truͤb⸗ sal, Angst und Leid dir stets zu danken. 11. Auf daß wir unsern Muth in keiner Hitz und Glut nicht lassen sinken; sondern den Myrrhen⸗ Wein, den du uns schen⸗ kest ein, ganz willig trinken. 2. Die Zeit ja bald hin⸗ schleicht, da uns drauf wird gereicht der Kelch der Freu⸗ den; o Trostes Ueberfluß, der dann ersetzen muß das kleine Leiden! 13. Da wird die Trau⸗ rigkeit von Freud und Herr⸗ lichkeit werden verschlun⸗ gen, wenn GOtt das weiße Kleid giebt denen nach dem Streit, die hier gerungen. 14. Hiernach das Herze wallt; HErr JEsu/ komm/ komm bald, uns zu vollen⸗ den; hilf, weil jetzt Babel schnaubt/ damit es dich nicht raubt uns gus den Haͤnden. 15. Laß unsre Waffen doch im Hend ferner noch stets siegend gehen; ver⸗ mit Spytt und Hohn nur muß bestehen. 16. Und geuß, Imma⸗ nuel, in unser Herz und Seel Einfalt und Wahr⸗ heit; gieb uns Weisheit in dir, und schenk uns fuͤr und fuͤr Klugheit und larheit. 17. Err, dir ist ja der Ruhm. Ach hoͤr im Heilig⸗ thum dies unser Lallen; hier klingt: Hailelujah! Laß/ IEsu, ja, ja, ja! doch wiederschallen. 18. Mach uns in dir be⸗ reit, durch Leiden in die Freud so einzudringen, daß wir Victoria/ Wald irdg der Err ist da! bald froͤhlich ingen. Georg Heine. Mel Uun freut euch, lieben Christen gmein. 0 ö ein Blut 220. D HErr/ ist mein Element, darin ich nur kann leben, daß mich kein Schmack sonst zu sich wendt, als dieser Saft der Reben; so leb ich in des Vaters Schooß, und bleib von allen Dingen bloß/ und bin in GOtt verschlungen. 2. So thu an mir, o Hirtentreu, dein Anit in allen Dingen, und mache mich von Fremden frei/ dir einzig Frucht zu bringen, die reife, suͤß und heilsam sind; so bleib ich ein ge⸗ horsam Kind, und wohn in deinem Namen. 3. Komm selbst, o volle Lebensquell, dring ein in Leib und Seele, daß nichtt 8** aus —— 178 Vom heiligen Abendmahl. zus Adams Fall mich faͤll und durch die Sunde quaͤ⸗ le. Du mußt in allem Ales sein, soll anders dei⸗ ne Schoͤpfung rein und berrlich wieder werden. 4. Du bist der Wieder⸗ bringer nur, ohn dich ist lauter Hoͤlle; gieb, daß sich mir die rechte Spur zu dir ganz offen stelle, zu dringen tief in dich hinein, und unverruͤckt bei dir zu sein, mein Leben und miein Alles. 5. Da ist nur Ruh und Sicherheit, da da 6af kein Vergnuͤgen; da hast du mir die Staͤtt bereit, wo ich soll sanfte liegen, und saugen deiner Weis⸗ heit Brust, die ist so voller reiner Lust, daß alles ihr muß weichen. 6. Drum eile bruͤnstig, muntres Reh/ komm, spring guf deinen Triften; nimm guf dir, der du je und je ein Denkmal wollen stif⸗ ten. Mit dir soll alle Kreuzespein der schoͤnste Rosengarten sein; denn du bist selbst der Himmel. 7. Bist du, mein Schatz, nicht immerdar der Ur⸗ sprung reiner Freude, ein lautrer Strom, krystallen⸗ klar, darin ich mich gern weide, und trink in Lust⸗ und Liebsbegier, bleib ewig unbewegt in dir, im Band der ewgen Ehe? Gottfr. Arnold. Mel. Nun freut euch, lie: den Christen gmein. 221. une Suͤnder haben, der nach dem Himmel hungrig ist, und sich mit dir will laben: so bitt ich dich demuͤthig⸗ lich, du wollest so bereiten mich, daß ich recht wuͤr⸗ dig werde. 2. Auf gruͤner Auen wol⸗ lest du mich diesen Tag, HeErr, leiten, den frischen Wassern fuͤhren zu, den Tisch fuͤr mich bereiten; ich bin zwar suͤndlich, matt und krank, doch laß mich deinen Gnadentrank aus deinem Becher schmecken. 3. Du zuckersußes Him⸗ melsbrod, du wollest mir verzeihen, daß ich in mei⸗ ner Seelennoth zu dir muß klaͤglich schreien. ⸗Dein Glaubensrock bedecke mich, auf daß ich moͤge wuͤrdig⸗ lich an deiner Tafel sitzen. 4. Tilg allen Haß und Bitterkeit, o HErr, aus meinem Herzen; laß mich die Suͤnd in dieser Zeit bereuen ja mit Schmerzen. Du heiß gebratnes Oster⸗ lamm, du meiner Seelen Braͤutigam, laß mich dich recht genießen. 5. Zwar bin ich deiner Gunst nicht werth, als der ich jetzt erscheine mit Suͤn⸗ den allzuviel beschwert, die schmerzlich ich beweine; in solcher Truͤbsal troͤstet mich, HErr IEsu, daß du gnaͤdiglich der Suͤnder dich erbarmest. 6. Ich bin ein Mensch ganz voller Suͤnd, laß deine Hand mich heilen. Erleuchte mich, denn ich bin IEsu Christ, mag dich ein Nat, Nt. g E . WiX. RHHα I s Iidc umm I AA. QWULRr Hl * 3 IIII mag g In, Rer 0 öhuhg f Dir Willlh Hht demüthz est so erth kecht nitz — iungs N I sih 0, Hbekeitertih Mdlich, mat Loch 6 Rich krak Eer schmeenz, eksüßes Hih⸗ volles mi ich is met 0d 22 eh.„Dan decke mnich e wuͤrdig⸗ Tafel sitzen. Iu Haß und 10 s Ih mich dictt dit Schmekseh, atnes Osle⸗ Heiner Setlh Vaß mich di . An ich deilt derth, a Fnen nit Sin veschwert,N. ch beweile; tthe Jsh, 46 Sunde * Messch Eund, 0 unch hltt 9/ denn 0 vom heiligen Abendmahl: 179 bin blind; du kannst mir Gnad ertheilen. Ich bin verdammt, erbarme dich; ich bin verloren, suche mich, und hilf aus lauter Gnaden. 7. Mein Braͤutigam, komm her zu mir, und wohn in meinem Herzen; laß mich dich ucbich fuͤr und fuͤr, und lieblich mit dir scherzen. Ach laß doch deine Suͤßigkeit fuͤr meine Seele ein bereit, und stille ihren Jammer. 8. Du Lebensbrod, HErr IEsu Christ, komm selbst, dich mir zu schenken; o Blut, das du vergossen bist, komm 40 mich zu traͤnken. Ich bleib in dir/ du bleibst 1. mir, drim wirst du, guͤldne Himmels⸗ thuͤr, auch mich dort auf⸗ erwecken. Johann Rist. Mel. Ereu dich sehr, o meine Seele. AOtt sei Lob 222. G der Tag is kommen, da ich JEsu werd vertraut, da ich aller Schuld entnommen, werd in GOt⸗ tes Huld geschaut. GOtt de Lob, GOtt Lob, daß be⸗ reit mir des Lammes Hoch⸗ zeit heut, da mir GOtt zum ewgen Leben will den gan⸗ zen IEsum geben. 2. GoOtt, ich leg bei fruͤhem Morgen als dein Evhraim und Kind, mich in deine Vaters orgen 2— mit Leib und See schwind. Abba, Vater, 10 fuͤr mich/ 1*0 ich ja heut wuͤrdiglich als dein bei dir erscheine, und mu IEsu mich vereine. Christe, du Lamm⸗ GSttes, hoͤre: weil du traͤgest meine Suͤnd, als mein Schatz und Wirth herkehre, deine Braut und Schaf mich find. Deiner Guͤte ich vertrau; fuͤhre mich auf gruͤner Au, und speis mich, mir stets gute, heut mit deinem 915 und Blute. 4. Heilger Geist, den ich umfasse, bleib anheut und stets bei mir; mich mit Bei⸗ stand nicht verlasse, sondern hilf, daß selig hier mir zum Nutze, GOtt zum Preis, ich genieß die Himmels⸗ speis, daß ich darnach christlich lebe, sanfte mei⸗ nen Geist licg di 5. Nun ich lieg dir, GOtt zu Fuͤßen: GOttes Liebe schmuͤcke mich. Meines IEsu Blutvergießen ma⸗ che wuͤrdig mi ‚ rch sich. Hilf mir drauf, du Vater⸗ herz, hilf mir IEsu Tod und Schmerz, hilf mir⸗ Troͤster heut auf Erden, Christi liebe Braut zu wer⸗ n. Aemillie Juliane, Rudolßt. Mel. NUun freut euch, lieben Christen gmein 8 rscheine, sü⸗ 223. E ßer Seelen⸗ ast, daß ich mich hoch er⸗ reue; komm an, du meine Ruh und Rast; wie groß il deine Treue, daß du zur Seelen, die so schwach, hiet unter eines Suͤnders Darn so bruͤderlich 2. Groß Gräf. v. Schwarzb.⸗ eeeeeeeeee:::······ 18⁰ vom heiligen Abendmahl. 2. Groß Herzenslast hab ich daran, wenn ich ein Wunder merke; doch schau ich, was du hast gethan in dem Erloͤsungswerke: wie mich dein Leib und Blut erquickt, so baid mein Geist viel Lust erblickt mit Vorschmack jenes Lebens. 3. Wie gnaͤdig bist du, Wunder⸗GOtt, der hoch⸗ betruͤbten Seelen; du laͤs⸗ sest sie ja nicht mit Spott von stolzen Feinden quaͤ⸗ len; dein theurer Tisch sieht ihr bereit, zu Trotz des Feindes Grausamkeit:trotz! wer es nicht kann lassen. I. Wohl weidest du mich, treuer Hirt, zeigst mir ge⸗ sundes Wasser; du traͤnkst mich als ein reicher Wirth, treibst ab den boͤsen Hasser, und giebst dich selbst zu eigen mir: was opfre denn ich dir dafuͤr, fuͤr diese Lie⸗ besthaten? 5. Nun habe, suͤßer JIE⸗ su, Dank, du hast mich wohl verbunden; du staͤr⸗ kest mich, der ich lag krank an alten Adams⸗Wunden. Ich danke dir, daß du, Err Christ, mein treuer Samariter bist, willst Leib und Seele helfen. 6. Du haͤltest die Ver⸗ heißung fest, und meinst es gut von Herzen, die treulich du geschehen laͤßt, Oel geußt du in die Schmer⸗ zen. Denn wie du, HErr, verheißen hast, so hast du deinen armen Gast jetzt kö⸗ niglich verpfleget. 7. Trifft mich nun See⸗ len Hungersnoth, muß sich mein Herz abmatten, so komme du, mein Himmel⸗ brod, erfreulich mir zn statten; dein theures Blut im Abendmahl erfrische mich im Todesthal, damit ich nicht verschmachte. 8. Wie heilig, herrlich⸗ groß und hehr ist, großer GOtt, dein Rame; wie heilig ist dein Ruhm und Ehr! Ich bin ein boͤser Saame; jedoch, weil du mit mir, HErr Christ, im Abendmahl vereinigt bist, kannst du dein Fleisch nicht hassen. Benjamin Prätorius. In eigener Mrilodie. 22 4 GDlt sei ge⸗ — lobet und geb enedeiet, der uns selber hat gespeiset mit seinem Fleische und mit seinem Blute, das gieb uns, HErr GOtt, zu gute. Kyrie elei⸗ son. HErr, durch deinen heiligen Leichnam, der von deiner Mutter Maria kam, und das heilige Blut, hilf uns, HErr/ aus aller Noth. Kyrie eleison. 2. Der heilig Leichnam ist fuͤr uns gegeben zum Tod/ daß wir dadurch leben. Nicht groͤßer Guͤte konnt er uns geschenken, dabei wir sein solln gedenken. Kyrie eleison. HErr, dein Lieb so groß dich zwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder that, und be⸗ zahlt unser Schuld, daß uns Gott ist worden hold. Kyrie eleison. 3. GOtt geb uns allen seiner Gnaden Segen, daß wir MAAI HAd WIf 5 Ato V HUI Din 8 M M h. n Tm. lich nir therres Bu h fih eöthal, Humt schmacht. lig/ Herih Ihr is, grußt Namei Ruhn uuh Win ein Hi Ich, wel v I Christ y Voekeingt Ei Aßleic nic min Prätorstz Mlilodie 390 soj ge obet unh uns selbe ymit seinem mit seinem uns„HEre . Hyrie d⸗ Pdurch deinen Oum, det von Ar Marin kan i04 Buut, H usgller Roth N ilig Leichtan gegeben un daducchleben Güte konh henken, d Aun gedcheh HEtt, dan dich zwatse Vlut ¹ rthat, unnd N Schul/ M it wothe leison. +. uns 10 Segen, L 1 60 210 vom heiligen Abendmahl. 181 wir gehn auf seinen We⸗ en in rechter Lieb und ruͤderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Ky⸗ rie eleison. HErr, dein hei⸗ lig Geist uns nimmer laß, der uns geb 0 halten rechte Maaß,/ daß dein arme Chri⸗ stenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrie eleison. Dr. Martin Luther. Mel. GOtt sei gelobet 255 cre IE AErr JIeEsu 225. Bebrise men getreuer Hirte, komm, mit Gnaden mich bewirthe, bei dir alleine find ich Heil und Leben: was ich darf, kannst du mir geben. Kyrie elei⸗ son. Dein arm Schaͤflein wollest du weiden auf Is⸗ raels Bergen in Freuden, und zum frischen Wasser fuͤhrn, da das Leben her thut ruͤhrn. Kyrie eleison. 2. All andre Speis und Trank ist ganz vergebens, du bist selhst das Brod des Lebens; kein Hunger pla⸗ get den, der von dir isset, alles Jammers er vergisset. Kyrie eleison. Du bist die lebendige Quelle, zu dir ich mein Herzkruͤglein stelle; laß mit Trost es fließen voll, so wird meiner See⸗ len wohl. Kyrie eleison. 3. Laß mich recht trau⸗ ren über meine Suͤnde, doch den Glauben auch anzuͤnde, den wahren Glau⸗ ben, mit dem ich dich fasse, mich auf dein Verdienst verlasse. Kyrie eleison. Gieb mir ein recht bußfertig Herze, daß ich mit der Suͤnde nicht scherze, noch durch meine Sicherheit mich bring um die Selig⸗ keit. Kyrie eleison. 4. Mir ist befleckt sehr greulich mein Gewissen. Ach laß ein Blutstroͤpflein fließen aus deinen Wunden, welche du empfangen, da du bist ans Kreuz gehan⸗ gen. Kyrie eleison. Wird damit mein Herze geruͤh⸗ ret, wirds von Stund an rein und gezieret, durch dein Blut mit Glauben schͤn, kann in dir vor GOtt bestehn. Kyrie eleison. 5. Der darf des Arztes, den die Krankheit plaͤget, mit Begier er nach ihm fraget. O Uehe IEsu, schau, wie tiefe Wunden werden auch in mir ge⸗ funden. Kyrie eleison. Du bist ja der Arzt, den ich rufe, auf den mit Verlan⸗ gen ich hoffe. Hilf, o wah⸗ rer Mensch und GOtt; hilfst du nicht, so bin ich todt. Kyrie eleison. 6. Du rufest alle zu dir in Genaden, die muͤhselig und betladen; all ihre Misse⸗ that willst du verzeihen, ihrer Buͤrde sie befreien. Kyrie eleison. Ach komm selbst, leg an deine Haͤnde, und die schwere Last von mir wende. Mache mich von Suͤnden frei; dir zu dienen, Kroft verleih. Ky⸗ rie eleison. ö 7. Du wollest Geist und Herze zu dir neigen; nimm mich mir, gieb mich dir eigen. Du bist der Wein⸗ stock, ich bin deine Rebe, nimm 182 nom heiligen Abendmahr. nimm mich in dich, daß ich lebe. Kyrie eleison. Ach in mir find ich eitel Suͤn⸗ den, in dir muͤssen sie bald verschwinden. In mir find ich Höllenpein, in dir muß ich selig sein. Kyrie eleison. 8. Komm, meine Freud, o komm, du schoͤnste Krone! IEsu, komm, und in mir wohne. In mir will ich dich mit Gebet oft gruͤßen, ja mit Lieb und Glauben kuͤs⸗ sen. Kyrie eleison. Komm,/ und schenke mir deine Liebe, so wird nichts sein, das mich betruͤbe: deine Sanft⸗ muth und Geduld, die Frucht deiner Gnad und Huld. Kyrie eleison. 9. Dies sind die Bluͤm⸗ lein, die mich kͤnnen heilen, und mir Lebenssaft erthei⸗ len, daß ich aus mir nun all Untugend reiße, dir zu dienen mich befleiße. Kyrie eleison. In dir hab ich, was ich soll haben, deiner Gnaden Bruͤnnlein mich laben. Laß mich ewig sein in dir, und bleib ewig auch in mir. Kyrie eleison. Johann Heermann. Mlel. Wie schön leuchtet der 19. Cre S 46— rr E u, 226. B 5 sei Preis und Dank euͤr diese Seelenspeis und Trank, damit du uns begabet; in Brod und Wein dein Leih und Blut kommt uns wahrhaftig wohl zu gut, und unsre Herzen labet: daß wir in dir und nach allem Wohlgefallen heilig leben: solches wollest du ans geben. 2. Du kehrest, o Imma⸗ nuel, ja selber ein in unsre Seel, dir Wohnung da zu machen; drum uns an solches Herz verleih, das von der Weltlieb ledig sei und allen eitlen Sa⸗ chen. Bleibe, treibe unsre Sinnen und Beginnen, daß wir trachten, alles Irdsche zu verachten. 3. Ach HErr, laß uns doch nehmen nicht dein werthes Nachtmahl zum Gericht: ein jeder recht bedenke, daß wir mit die⸗ sem Lebensbrod im Glau⸗ ben stillen unsre Noth, der Fels des Heils uns traͤnke; zuͤchtig, tuͤchtig dich dort oben stets zu loben, bis wir werden zu dir kom⸗ men von der Erden. 4. O daß wir solcher Se⸗ igkeit erwarten moͤchten allezeit in Hoffnung und Vertrauen; und 54 Lin⸗ aus dem Jammerthal ein⸗ ehen in den Himmels⸗ 905 da wir GOtt werden schauen, troͤstlich, koͤstlich uns als Gaͤste auf das beste bei ihm laben, und ganz volle Gnuͤge habent. 5. Das gieb du uns von deinem Thron, o IEsu Christe, GOttes Sohn, iebs durch dein bitter eiden; dasselbe, weil wir leben hier, laß uns be⸗ trachten fuͤr und fur, all Boͤses darum meiden. Amen, Amen, hilf uns kaͤmpfen, hilf uns daͤm⸗ pfen alle Suͤnden, hils uns froͤhlich uͤberwinden! V. 1. 3. u. 4. v. Bernh. v. Derschan. Mel. . lasmn V. 4 fN WN * MW VENRN WR 0 RN yfte Wh RN. E. EII In M. Wa. M INuht V. s sshecht A I sshehn n 0. MII. In Wsee Iin l RWba l „g 1. D60 Rch 1 RNNM W 0⁰* Pah ——— Des,Rin e ohhug drum uss verleh, Weltlieb en Lille E be/ trebeh nd Behs rachteh, bekachteh. rt, Ven, nicht ga Kachtmahl in jedet Wir mit h Torod im Gl ste Roth, ilt un tranl. hlig dich dot ober, H. din Eom, Erden. solcher Se⸗ teh wöchteh 0fnung ufh vund 0. mmetthal eiz Jen Himmͤal⸗ GOtt wethe lch, Sulc aste auf,A lbeh a Bnuͤge hihet ieb du uns H DN WI Ottes Gull % dein ih olbe/ wal Ml laß Ans und fi/ um. Me uns Ain del ifut wuldehe nh. v. Dei vom heiligen Abendmahl. 183 Mel. Meine Seel erhebt den HErren. 57 Ich dank dem 227. I HErrn von gaunzem Herzen im Rath der Frommen und in der Gemein. 2. Groß sind die Werk desHErrn, wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran. 3. Was er ordnet, das ist löͤblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. 4. Er hat ein Gedaͤcht⸗ niß gestiftet seiner Wun⸗ der, der gnaͤdige und barm⸗ herzige HErr. 5. Er giebt Speise denen, so ihn fuͤrchten; er gedenkt ewiglich an seinen Bund. 6. Er laͤßt verkuͤndigen seinem Volk seine gewal⸗ tigen Thaten, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden. 7. Die Werk seiner Haͤn⸗ de sind Wahrheit und Recht, alle seine Gebot sind rechtschaffen. 8. Sie werden erhalten immer und ewiglich, und nah. treulich und red⸗ i 9. Er sendet Erloͤsung seinem Volk; er verheißt/ daß sein Bund ewiglich bleiben soll. 10. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furcht des HErrn ist der Weis⸗ heit Anfang. 11. Das ist eine feine Klugheit, wer darnach thut, deß Lob bleibet ewiglich. 12. Lob und Preis sei GOtt dem Vater, und dem Sohn und dem hei⸗ ligen Geist; 13. Wie es war im An⸗ fang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit. Amen. V. 1—11 Pf. 111. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 228 Ich komm jetzt O als ein ar⸗ mer Gast, o HErr, zu dei⸗ nem Tische, den du fuͤr mich bereitet hast, daß er mein Herz erfrische, wenn mich der Seelenhunger nagt, wenn mich der Durst des Geistes plagt, bis ich den Schweiß abwische. 2. Nun sprichst du, See⸗ lenbischof, dort: Ich bin das Brod zum Leben. Dies Brod treibt auch den Hunger fort, den sonst nichts mag aufheben. Ich bin der Trank, wer glaubt an mich, dem wird der Durst nicht ewiglich im Herzen Stiche geben. 3. Drum fuͤhre mich, o treuer Hirt, auf deine Himmelsauen, bis meine Seel erquicket wird, wenn du sie laͤssest schauen die Stroͤme deiner Guͤtigkeit, die du fuͤr alle hast bereit, so deiner Hut sich trauen. 4. Ich armes Schaͤflein suche dich auf deiner gruͤ⸗ nen Weide; dein Lebens⸗ manna speise mich zum Trost in allem Leide; es traͤnke mich dein theures Blut, auf daß mich ja kein fasches Gut von dei⸗ ner Liebe scheide. 5. Gleichwie des Hir⸗ sches 184 vom heiligen Abendmahl. sches mattes Herz nach frischem Wasser schreiet, so schreiet auch mein See⸗ lenschmerz: Ach laß mich sein befreiet von meiner schweren Suͤndenyein, und schenke mir die Trostflut ein, dann bin ich benedeiet. 6. Vor allem aber wirk in mir ein ungefaͤrbte Reue, daß wie vor einem wilden Thier ich mich vor Suͤn⸗ den scheue; wirf mir den Rock des Glaubens an, der dein Verdienst ergrei⸗ fen kann, damit mein Herz sich freue. 7. Entzuͤnd in mir der Andacht Brunst, daß ich die Welt verlasse, und deine Treu und Brudergunst in dieser Speise fasse; daß durch dein Lieben Lieb in mir zu meinem Naͤchsten wachs herfuͤr, und ich fort niemand haße. 8. Ach führe mich nur selbst von mir; bei mir ist nichts denn Sterben: nimm aber mich, o HErr, zu dir, bei dir ist kein Verderben. In mir ist lauter Hoͤllen⸗ pein, in dir ist nichts als Seligsein mit allen Him⸗ melserben. 9. Erneure mich, o Le⸗ bensstab, mit deines Gei⸗ stes Gaben; laß mich der Suͤnde danken ab, die mich sonst pflegt zu laben; regiere meinen lassen Sinn/ daß er die Luͤste werfe hin, die er sonst pflegt zu haben. 10. So komm nun, o mein Seelenschatz und laß dich freundlich kuͤssen; mein Herze giebt dir Raum und Platz, und will von keinem wissen, als nur von dir, mein Braͤutigam, dieweil du mich am Kreuzesstamm aus Noth und Tod gerissen. 11. O liebster Heiland, großen Dank fuͤr deine Suͤßigkeiten! Ich hin vor laͤuter Liebe krank; drum wart ich auf die Zeiten, in welchen du, o Lebens⸗ fuͤrst, mich sammt den Aus⸗ erwaͤhlten wirst zur Him⸗ melstafel, leiten. ZJus. Steber. In eigener Klelodie. 5509 Iesus Chri⸗ 2 29. J stus, unser Heiland, der von uns den GOtteszorn wandt: durch das bitter Leiden sein half er uns aus der Hoͤllen Pein. 2. Daß wir nimmer deß vergessen, gab er uns sein Leib zu essen, verborgen im Brod so klein, und zu trinken sein Blut im Wein. 3. Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl Acht auf sein Sachen: wer unwuͤrdig hinzu geht, fuͤr das Leben den Tod empfaͤht. 4. Du sollst GOtt den Vater preisen, daß er dich so wohl wollt speisen, und fuͤr deine Missethat in den Tod sein Sohn geben hat. 5. Du sollst glauben und nicht wanken, daß ein Speise sei der Kranken, den ihr Herz von Suͤn⸗ den schwer, und vor Angst ist betruͤbet sehr. 6. Solch groß Gnad und Barmherzigkeit sucht ein Herz in f0 Arbeit. Ist dir wohl, so bleib davon, da MWn 0 ihlt G M HAAE. R, N N , Hu S Si HARN aasintt Hifmech +7 1 ¶, Wilrnt r ban N Sgun, Meo ruessan Todgerisa sster Helch für W AIch hincl tank; dun Hf die Zah Du, o Lehaht mmmt den du Mitst zur His⸗ en. Zußz Slchn Ir Klelobit N Chil ss, Anst von uns d vandt; duch Hen sein halh Hbllen Hein nimmer deß r Uns sein „ Meborget kein, und.zu lut im Wen 3 Will Iu daf / der hah wofl Sachen:w Nazu geht/ i Todempfff. Eist Golt R 1„ aß H tsheiseh u issethat i x hn gehen hi E n„ dab der Halh on Süt nd DotU vom heiligen Abendmahl. 18⁵ daß du nicht kriegest boͤsen Lohn ohn. 7. Er spricht selber: Komnit ihr Armen, laßt mich uͤber euch erharmen; kein Arzt ist dem Starken noth, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott. Haͤttst du dir was konnt erwerben, was duͤrft ich denn fuͤr dich sterben? Dieser Tisch guch dir nicht gilt, so du selber dir hel⸗ fen willt. 9. Glaubst du das von Herzen Grunde, und beken⸗ nest mit dem Munde, so bist du recht wohl geschickt, und die Speise dein Seel erquickt. 10. Die Frucht soll auch nicht ausbleiben: deinen Naͤchsten sollst du lieben, daß er dein genießen kann/ wie dein GOtt an dir hat gethan. Dpr. Martin Luther. Mel. Aus tiefer Noth 244 ich zu 6W 5 Err IEsu 230.5 Christ, du hoͤchstes Gut, du Brunn⸗ guell aller Gnaden: wir kommen, deinen Leib und Blut, wie du uns ha geladen, zu deiner Liebe Herrlichkeit und unsrer Seelen Seligkeit zu essen und zu trinken. 2. OJEsu, mach uns selbst bereit zu diesem ho⸗ en Werke; schenk uns ein schöͤnes Ehrentleid durch deines Geistes Staͤr⸗ ke. Hilf, daß wir wuͤrdge Gaͤste sein, und werden dir gepflanzet ein zum ewgen Himmelswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir 14 bis ans Ende bleiben; laß Suͤnd und Noth uns fuͤr und fuͤr nicht wieder von dir treiben, bis wir durch dei⸗ nes Nachtmahls Kraft zu n Auserwaͤhlten fortgeschafft und ewig selig werden. Mel. An wasserflüssen Babylon. 23 4 Ich komme, — HErr, und suche dich, muͤhselig und beladen. GOtt, mein Er⸗ barmer, wuͤrdge mich des Wunders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Tyton, Sohn GOttes und des Menschen Sohn, mich deiner zu getroͤsten. Ich fuͤhle meiner Suͤnden Muͤh, ich suche Ruh, und sinde sie im Glauben der Erloͤsten. 2. Dich bet ich zuver⸗ sichtlich an, du bist das Heil der Suͤnder; du hast die Handschrift abgethan und wir sind GOttes Kin⸗ der. Ich denk an deines Leidens Macht, und an stdein Wort: Es ist voll⸗ bracht! Du hast mein Heil verdienet. Du hast fuͤr mich dich dargestellt. GOit war in dir, und hat die Welt in dir mit sich ver⸗ suͤhnet. ö 3. So freue dich, mein Herz, in mir/ er tilget deine Suͤnden/ und laͤßt an seiner Tafel hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst und er erhoͤrt dich schon/ spricht liebreich: Etihn ro 186 vom heiligen Abendmahl. trost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben. Du bist in meinen Tod 51— und du wirst dem, der dich erkauft, von gan⸗ zem Herzen leben. . Dein ist das Gluͤck der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben, und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock, bleib an mir; so wirst du Fruͤchte bringen. Ich helfe dir, ich staͤrke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja/ HErr/ mein Gluͤck ist dein Gebot; ich will es treu erfuͤllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an wuͤrdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr/ zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert. In eigener Melodie. 23² ö Men JEsu, hier sind deine Bruͤder, die Liebe an einander haͤlt, die haben num als deine Glieder das Brod zu brechen angestellt, und wollen dein Gedacht⸗ niß preisen, wie du im Nachtmahl hast geheißen. nung/ Furcht und Lieb und in Gewißheit vor dir stehen, und dieses hohe Werk be⸗ gehen. 3. Wir sprechen dies, das du gesprochen, wir brechen ungesaͤuert Brod, gleichwie du deinen Leib gebrochen, und denken bei an deinen Tod: so laß uns denn fuͤr unsre Suͤnden desselben Kraft in uns em⸗ pfinden. 4. Denn unser Geist will diese Stunde mit Leib und Blut gespeiset sein; drum nehmen wir mit unserm Munde so wohl gesegnet Brod als Wein, damit wir es zum Pfande haben, und unsern schwachen Glau⸗ ben laben. 5. Und weil wir deinen Leib genießen, weil uns dein Blut Genesung giebt so koͤnnen wir gewißlich schließen, daß jeder, der von uns dich liebt, an dir und deinem werthen Leibe in Ewigkeit vereinigt bleibe. 6. Wie wir von einem Brode essen und eins mit einem Leibe sind, so laß uns nimmermehr vergessen, was uns jetzt unter uns verbindt, daß wir uns in⸗ niglich vereinen, daß wir ein Leib in Lieb erscheinen. 7. Ja, liebster IEsu, weil wir leben, so sind und leben wir in dir, weil wir uns einmal dir ergeben, 2. Und darum rufen wir und mit so herzlicher Be⸗ zusammen: Erweck in uns gier die Gaben, welche von gerechten Trieb, daß wir dir fließen, mit deinem durch deines Geistes Flam⸗Leid und Blut genießen. men im Glauben, Hoff⸗ ö 8 Wir koͤnnen dich auch recht mun I. I HU Geh A. usl U A Rahuch d unch EN MIA. Sann sch 3 HRt Gch Rui I Hl Ni Histhe WII Druun⸗ M, Eüpachel Ri fften huch Qanch 5 Hach. AN bordirsch S ohe Wat rechen 6 Rochen, g esduert Beh deinen 0 Did defn d so c nsre Eulh Vuft in unz e ssek Geisthl mt Labuh ü et sein; aun muit unsan wohl gesehtt ein, damit v. dehaben, u achen Glu⸗ ö Wik deinen „Weil uns 95 hebt, Wvit gewißlich 5 jehet/ de 30 leht/ an H wetther Leh ekeinigt blibe Loit von eie Rund eins ũ 9 sind/ 0 mehr Ruhn heht untet A 6 wir ufz 6 nen daß M Wieb ascheht lebster U en/ s%o sishn n dir/ Wei ötr ecgeh anlchnt ben/ Wühel „mit daht Aun gereh ainen uheh vom heiligen Abendmahl. 187 recht bekennen durch dieses theure Liebesmahl vor de⸗ nen, die sich nach dir nen⸗ nen, daß wir in deiner Bruͤder Sahl und deine rechten Juͤnger blieben, wenn wir uns mit einan⸗ 899 lieben. Wir koͤnnen uns deß edich freuen, daß du, o großer Lebensfuͤrst, mit uns das Abendmahl von neuem in deinem Reiche halten wirst; denn du kannst uns in diesen Werken mit Glauben, Lieb und Hoff⸗ nung staͤrken. Joh Jac. Rambach. Mel. HErr JEsu Christ, wahr Mensch und GOtt. 0 IEsu, du 233. O mein Braͤu⸗ tigam, der du aus Lieb am Kreuzesstamm fuͤr mich den Tod gelitten hast, ge⸗ nommen weg der Suͤnden 925 2. Ich komm zu deinem Abendmahl, verderbt durch manchen Suͤndenfall; ich bin krank, unrein, nackt und bloß, blind und arm: 9—25 mich nicht verstoß! 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, du bist der HErr, dem nichts gebricht; du bist der Brunn der Heiligkeit, du bist das rechte Hochzeitkleid. 4. Darum, HErr JEsu, bitt ich dich, in meiner Schwachheit heile mich: was unrein ist, das mache rein durch deinen hellen Gnadenschein. 5. Erleuchte mein ver⸗ finstert Herz, zuͤnd an die schoͤne Glaubenskerz; mein Armuth in Rei thum verkehr, and meinem Fleische steur und wehr. 6. Auf daß ich dich, du wahres Brod der En⸗ gel, wahrer Mensch und GOtt, mit solcher Ehr⸗ oserbietung nehm, wie dir 214 ruͤhmlich, mir bequem. 7. Losch alle Laster aus in mir/ mein Herz mit Lieb und Glauben zier, und was sonst ist von Tugend mehr, das vflanz in mir zu deiner Ehr. 8. Gieb, was nuͤtz ist ichn Seel und Leib, was chaͤdlich ist, fern von mir treib; komm in mein Herz, laß mich mit dir xereinigr bleiben fuͤr und fuͤr. 9. Hilf, daß durch deiner Mahlzeit Kraft das Bos in mir werd abgeschafft, erlassen alle Suͤndenschuld, erlangt des Vaters Lieb und Huld; öů 10. Vertrieben alle meine Feind, die end und unsi chtbar seind. Den fahr, Vorsatz, den i uͤhr, durch deinen Geii fest mach in mir. 11. Mein Leben, Sitten Sinn und Pflicht nach deinem heilgen Willen richt. Ach laß mich mei⸗ ne Tag in Ruh und Friede christlich bringen zu. 12. Bis daß du mich, Lebensfuͤrst, zu dir in Hmmel nehꝛnen wirst, daß ich bei dir dort ewiglich an deiner Tafel freue mich. Jobann rr el 1. 18⁸ vom heiligen Abendmahl⸗ Aulel. Wach auf, mein Herz; und singe. 2 3 4. O JEsu, mei⸗ 5 2 ne Wonne/ du meiner Seelen Sonne, du Freundlichster auf Er⸗ den, laß mich dir dankbar 43.— Wie kann ich gnug⸗ 10 Graßtz dies himmel⸗ suͤß Ergoͤtzen und diese theuren Gaben, welch uns gestaͤrket haben? 3. Wie soll ich dirs verdanken, o HErr, daß du mich Kranken gespeiset und getraͤnket, ia selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen fuͤr alle deine Schmterzen, fuͤr deine Schlaͤg und Wunden, dern du so viel empfunden. 5. Dir dank ich fuͤr dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich fuͤr dein. und heißvergoßne Thraͤnen. 6. Dir dank ich fuͤr dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich fuͤr dein Sterben, das 43 dein Reich laͤßt erben. Jetzt schmecket mein Gemäthe dein uͤbergroße Guͤte; dies theure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaͤden. 8. HErr, laß michs nicht vergessen, daͤö du mir zu⸗ gemessen die kraͤftge Him⸗ melsspeise/ wofuͤr mein 50⁵ dich preise. 9. Du wollest ja die Suͤnde, welch ich annoch emyfinde, aus meinem Fleische treiben, und stäf⸗ tig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losge⸗ zaͤhlet von Suͤnden, und vermaͤhlet mit dir, mein liebstes Leben, was kannst du Werthers geben? 11. Laß, Schoͤnster, mei⸗ ne Seele doch stets in die⸗ ser Hoͤhle des Leibes mit Verlangen an deiner Lie⸗ be hangen. 12. Laß mich die Suͤnde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit An⸗ dacht beten, und von der Welt abtreten. 13. Im Handeln, Wan⸗ deln, Essen laß nimmer mich vergessen, wie treff⸗ lich ich begluͤcket, und himm⸗ lisch bin erquicket. 14. Nun kann ich nicht verderben: drauf will ich selig sterben, und freudig auferstehen, o IEsu, dich uù sehen. Johann Rist. In eigener Melodie (S chmucke dich, 235. SolicheSetle, laß die dunkle Suͤnden⸗ höͤhle; komm ans helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen; denn der HErr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu Gaste laden; der den Himmel kann ver⸗ walten, will jetzt Herberg in dir halten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Braͤutigam entgegen, der da mit dem Gnadenhammer klopft an deine Herzens⸗Kammer; oͤffn ihm bald die Geistes⸗ Pforten, red ihn an mit Iurh sh n V. AHHHA ün WEI. Ith RTe If Wans E IH OAH E nt XII. u Raf; Rtsh Hanmi d + NMN 0 W 10 G 10 I. Auchuft u 11 1— AI Iphez 0. Ie iteexl WMuhche WMuie 0 Wlosti Zahl. Wen, uN Doen/ —. 0010 c A Suͤnde — Mit dit, zu eh, Was Drs gebeh: Schhusenn och stetz Des Leeh z an deiner g hich die Sah mich gahuch mich mit N und bop fen. oundeln, Au laß nimie , wie ttaf uhims icket. Vant ich nicht Peauf will ich ftendig Jesu, dich NPhann Rih. et Melodit chmuͤcedi LoalbeSl ikle Sünaz Manshellehih uge hetrichgh denn det Hen d Gnaden l Gaste Hog Imel kann gi⸗ eht Herbih h. wie Voloih an Butihmn 1 SN. mi d mrer klobft ⸗Kollslch die ault ihn al N shh⸗ vom heiligen àbendmahl. 189 schhnen Worten; Komm, mein Liebster, laß dich küs⸗ sen, laß mich deiner nicht mehr missen. ö 3. Zwar in Kaufung theurer Wagren pflegt man sonst kein Geld zu sparen; aber du willst fuͤr die Ga⸗ ben deiner Huld kein Geld nicht haben, weil in allen Bergwerksgruͤnden kein solch Kleinod ist zu finden, das die blutgefuͤllten Scha⸗ len und dies Manna kann bezahlen. 4. Ach wie hungert mein Gemuͤthe, Menschen⸗ freund, nach deiner Guͤte! Ach wie yfleg ich oft mit Thraͤnen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach wie pfleget mich 0 duͤrsten nach dem Trank des Lebensfuͤr⸗ sten! wuͤnsche stets, da mein Gebeine sich durch GOtt mit GOtt vereine. 5. Beides, Lachen und auch Zittern laͤsset sich in mir jetzt wittern. Das Ge⸗ heimniß dieser Speise und die unerforschte Weise ma⸗ chen, daß ich fruͤh vermerke, HErr, die Größe deiner Staͤrke. Ist auch wohl ein Mensch zů finden, der dein Allmacht sollt ergruͤnden? 6. Nein, Vernunft die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht errei⸗ chen, daß dies Brod nie wird verzehret, ob es gleich viel Tausend naͤhret, und daß mit dem Saft der Re⸗ ben uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, die nur GOttes Geist kann deuten . IEsu, meine Lebens⸗ sonne, IEsu, meine Freud und Wonne, IEsu, du mein ganz Beginnen, Le⸗ bensquell und Licht der Sinnen: hier fall ich zu deinen Fuͤßen, laß mich wuͤrdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 8. HErr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel abgetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod fuͤr uns gege⸗ ben, und dazu ganz unver⸗ drossen, HErr, dein Blut fuͤr uns vergossen, das uns jetzt kann kraͤftig traͤnken, deiner Liebe zu gedenken. 9. IEsu, wahres Brod des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens, oder mir vielleicht zum Scha⸗ den, sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mac dein Gast im Himme werden. Johann Franck. In eigener WMelodie. 236 Süßes See⸗ len⸗Abend⸗ mahl, Himmelskost im Jammerthal, Manna aller Luͤste; o wie wuͤrde nicht die Welt alls verachten, was sie haͤlt, wenn sies weislich wuͤßte. 2. Aller Speisen Lust verschwindt, wenn man dich im Herzen findt: du allein bist suße; dir gleicht nicht, was Wald und Gruft, was Feld/ Meer giebt, 982 ie —*———— —————9—‚‚——— 190 vom heiligen Abendmahl. die Luft und die Wasser⸗ fluͤsse., 3. Du ernaͤhrest wie ein Brod, traͤnkest wie ein Quell in Noth, heilst, was will rerderben; bist der Armen Trost und Schatz, der Ver⸗ folgten Zufluchtsplatz, laͤs⸗ sest niemand sterben. 4. Du bists Opfer fuͤr die Schuld, bist der From⸗ men Gnad und Huld, bist mein Leibgedinge; bist der Engel Sveis und Trank, bist mein Lust⸗ und Lobge⸗ sang, GOtt und alle Dinge. 5. Weg mit aller Speis und Tracht, die den Koͤ⸗ nigen wird bracht, wer mit Specereien! IEsus ist mein Trost allein, meine Speis und bester Wein, er soll mich erfreuen. Joh. Angelus. Mlel. Uun lob mein Seel den Erren. mildiglich das werthe Brod des Lebens, das sehr ergoͤtzet mich; du hast mir zugelas⸗ sen, daß ich den Seelen⸗ wein im Glaͤuben moͤchte fassen, und dir vermaͤhlet sein. ö 3. Bei dir hab ich ge⸗ gessen die Speise der Un⸗ sterblichkeit; du hast mir voll gemessen den edlen Kelch, der mich erfreut. Ach GOtt, du hast erzei⸗ get mir Armen solche Gunst, daß billig jetzt sich neiget mein Herz vor Liebesbrunst. Du hast mich lassen schmek⸗ ken das koͤstlich Engelbrod; hinfort kann mich nicht schrecken Welt, Teufel, Suͤnd und Tod. 4. So lang ich leb auf Erden, preis ich dich, lieb⸗ ster IEsu, wohl, daß du mich laͤssest werden von dir und durch dich satt und voll. Du hast mich selbst ge⸗ 237 Wiewohlhast traͤnket mit deinem theuren ö du gelabet, Blut, und dich zu mir ge⸗ o liebster IEsu, deinen lenket, o unvergleichlichs Gast; ja mich so reich be⸗ Gut! Nun werd ich ja nicht abet, daß ich jetzt fuͤhle sterben, weil mich gespeiset Freud und Rast. O wun⸗hat, der nimmer kann ver⸗ dersame Speise, o suͤßer Le⸗derben, mein Trost, Schutz, benstrank, o Liebsmahl, das Huͤlf und Rath. ich preise mit einem Lobge⸗ sang, indem es hat erquicket fassen, HErr IEsu, daß 5. Wie kann ichs aber mein Leben, 91•5 und du mit Begier dich hast so 'er Muth; mein Geist, hat tief gelassen vom Himmels⸗ Gun das allerhoͤchste saal herab zu mir? Du Schoͤpfer aller Dinge be⸗ ut. 2. Du hast mich jetzt süchest deinen Knecht, ach gefuͤhret, o HErr, in deinen hilf, daß ich dir bringe Gnadensaal; daselbst hab ein Herz, das fromm und ich beruͤhret dein edle Guͤ⸗schlech:, das glaͤubig dir ter allzumal; du hast mir vertraue, damit nach die⸗ nicht vergebens geschenket ser Zeit ich ja dein Antlitz schaue III. Rsth HMA. auhun/ S u t x. 0,W Huln A fil. u V Ruhlc /KM II,M . hnd Haen, du miü II. Rah hfRug T. va Hif IhAREi wahe* Wudest Auchttheg LahurdG Iun Eun uun Aite f Mihut 0 Ruaht 1 Wfen . erthed cagh m den Sulh Aauben nigz dir vernis r hebihg peis der u hast u en dar noh erteh o hust Ssochsen Weht sich gch or Lieberbengt lassen sot ich Engelg, mich nih Mhelt, Tas Tod. 26½0 ich leb ich dich/ liek * vohl, daß 0 vetden von dir Ich sett undvol nich selbst g, deidem thenth dich zu mir⸗ unberglechl werdichynt il mich gader Immer anm Iin Trost, Sai Rath. hann ichs Ett IE/ chier dich h n vom Hunl. 0%*mi allet Dut finen Knechh, ich dir E das flomn D gläbgd damit nch Y dein N n NU Vom heiligen Abendmahl. 191 schaue dort keit. 5%½ ne ö 6. Du bist/ der ewig blei⸗ bet: ich aber bin dem Schat⸗ ten* den bald ein Wind vertreibet. HErr, ich bin arm und du bist reich; du bist sehr groß von Guͤte, kein Unrecht gilt bei dir, ich boshaft von Gemuͤthe, kann fehlen fuͤr und fuͤr: noch kommest du hernieder zu mir, dem Suͤndenmann; was 945 ich dir doch wieder, das dir gefallen kann? 7. Ein Herz, durch Reu zerschlagen, ein Herz, das ganz zerknirschet ist, das weiß ich, wird behagen, mein Heiland, dir zu jeder Frist. Du wirst es nicht verachten, demnach ich ein⸗ sig bin, nach deiner Gunst zu trachten; nimm doch in Gnaden hin das Opfer mei⸗ ner Zungen, denn billig wird jetzund dein theurer Ruhm besungen, HErr GPtt, durch meinen Mund. 8. Hilf ja, daß dies Ge⸗ nießen des edlen Schatzes schaff in mir ein unauf⸗ hoͤrlichs Buͤßen, daß ich mich wende stets zu dir. Laß mich hinfuͤro spuͤren kein andre Lieblichkeit, als welche pflegt zu ruͤhren von dir in dieser Zeit. Laß mich ja nichts begehren, als deine Lieb und Gunst; denn nie⸗ mand kann entbehren hier deiner Liebe Brunst. 9. Wohl mir, ich bin versehen mit Himmelsspeis und Engeltrank; nun will ich ruͤstig stehen, zu singen in der Ewig⸗ dir Lob, Ehr und Dank. Fahr hin, du Weltgetuͤm⸗ mel, du bist ein eitler Tand; ich seufze nach dem Him⸗ mel, dem rechten Vater⸗ land, in dem ich werde leben ohn Ungluͤck und Verdruß: denn du, GOtt, wirst mir geben der Wol⸗ lust Ueberftuß. Zoh. Rist. In eigener Melodie. 4 erfließ, mein 238.3 Geist, in IEsu Blut und Wunden, und trink nach langem Durst dich satt; ich habe jetzt die Quelle wieder fun⸗ den, die Seelen labt, die muͤd und matt. Eil wie ein Hirsch 0 dieser Qucll, die kraͤftig, lieblich, suß und hell aus JIEsu Herz und Seite fließet, und unser Herz und Seel durchsuͤßet. 2. Die Welt hat nichts, das dir ein Labsal waͤre, sie traͤnkt mit Gift vom Hoͤllenpfuhl; darum dich bald ucht Strom des Le⸗ bens kehre, der lauter fleußt vor GOttes Stuhl. Hier wird das Innerste ver⸗ gnuͤgt, das sonsten als verschmachtet liegt; hier wirkt ein Balsam aller Saͤfte mit Kraft in alle Seelenkraͤfte. 3. Spei aus, wo du noch etwas hast im Munde, das nach den eitlen Wassern schmeckt, daß der Krystall fließ in dem reinen Grun⸗ de, den GOttes Bruͤnn⸗ lein dir entdeckt. Vermi⸗ sche nicht GOtt und die Welt, weil dieses nie zu⸗ sam⸗ 192 vom heiligen Abendmahl. sammen haͤlt; es haben reine Sinn und Augen die Kinder, die die Gnade saugen. 4. Und o wie schbn, wie unaussprechlich quillet die Himmelslust in unser Herz/ wenn GOtt den Durst in seiner Liebe stillet, und in uns stroͤmet niederwaͤrts! Dies kann kein fleischlich Auge sehn, viel weniger die Werk verstehn, die GOtt in stiller Seele thuet, wenn sie von ihren Werken ruhet. 5. Der Mensch sieht GOtt mit heilger Furcht und Zittern in Kraͤften uͤber alle Kraft, da er in uns das Irdsche will zer⸗ sprittern, das uns haͤlt in geheimer Haft. Doch kom⸗ met er so lieblich suͤß, daß diese Pein ist kein Verdrieß; er haͤlt uns mit verborgnen Haͤnden, daß wir uns gerne zu ihm wenden. 6. HErr, deine Lieb kann sonst unmoͤglich tragen die Kreatur, die so voll Suͤnd; denn ob sie wohl hie hat ein Wohlbehagen, wenn du sie blickest an geschwind, so muß doch, wenn ein Strahl entsteht von deiner hohen Majestaͤt, was sterb⸗ lich ist vor dir erschrecken, und mit Elias sich ver⸗ decken. 7. Doch offenbarst du dich in großer Wonne, die deinem Kind ertraͤglich faͤllt; du spielst in uns, o freudenreiche Sonne, als Sonne in der neuen Welt. Wir suchen nur die Mor⸗ genröth, da doch dein Licht stets hoͤher geht, bis uns nach Herzenslust erschienen dein volles Licht der Blut⸗ ruhinen. 8. Ein Strom von die⸗ sen Wassern kann vertrei⸗ ben Egyptens dicke Fin⸗ sterniß; die Kraft kann man nicht reden oder schrei⸗ hen, die in dir macht das Herz gewiß; wir fuͤhlen deinen starken Geist, der deine große Liebe vreist in reiner Klarheit ohne Ma⸗ kel, als eine reine Wahr⸗ heitsfackel. 9. Mein Heiland, hier kann ich mich recht erken⸗ nen, daß ich bin eine schlechte Mad, ein faules Holz, nichts werth, als zu verbrennen, und doch erhaͤlt mich deine Gnad. Dein Licht zeigt mir den kleinsten Staub der Suͤn⸗ den, die ich sonst nicht glaub; dies legt den Stolz fem bei mir nieder, und fuͤhrt mich zu der Demuth wieder. 10. Nur hier kann ich, mein Heiland, dich erkennen, wie gnadenreich dein An⸗ gesicht; du fegst den Staub von deiner lieben Tennen, und giebest mir, was mir gebricht; mein Elend nimmst du von mir 0 und giebst dich mir zum sichern Stab, und wenn ich nicht weiß fortzugehen, so muß ein neues Licht aufgehen. 11. Je treuer ich dich in dem Glauben halte, je klaͤ⸗ rer wird dein Licht verklaͤrt, und wenn ich dann die fro⸗ hen Haͤnde falte, die r er UW. — MOMtis ME. Ih Sshe, shich, Reig Rin Reh , 0 sht, M g IIs. h fh . Tus Htud Wast Mu, mer hn Wurtpe Ha s 1TW, H Zahl. gcht, 9 Wlusterche Licht der trom vo! Iun kann uh Lens dicke Die Ktaft Deden oberst *dit machl Lß: wir fl ken Geis, Le Liebe peit rheit ohhe Ene reine g Heiland, 444 mich rechteh ich Wug Nad, ein sil hts Werth, Imen, und h dänne Ghl t zeigt mit 5taub der Ed lich sonst legt den E nit nieder,! In det Demn lier kannichm dich erkenm nreich deit V figst den Eit lleben Zunn Emit/ wat mein El on mür ghx mir pun stt wenn ichh Hugehet, fo Bicht außheh tteuet ich hn hen halte, El üchtherh ich dann de siste, di 3 von wahrer Busie 193 der Liehe Kraft erfaͤhrt: dann huͤpfet sie in Liebes⸗ trieb, Und hat dich, HErr, inbruͤnstig lieb, und gaͤbe nir wohl tausend Welten, die treue Liebe zu vergelten. 12. O Rcht laß mich dein Angesicht oft sehen, ich weiß sonst nichts, das mich vergnuͤgt; ach laß döch bald die schwarze Wolk hergehen, wenn sie mir vor den Sinnen liegt. On Freundlichster du bist uns nah, wenn man dich sucht, so bist du da; du haͤltst dich immer zu den Deinen, darum mußt du mir oft erscheinen. ö Johann Langemack. Von der Ordnung und den Mitteln, wodurch der Mensch zum Genusse des Heils gelangt. I. Von wahrer Buße. Mel. Aus tiefer Uoth schrei ich zu dir. 2 ch. Gᷣott, 239. A ist noch dein Geist bei mir/ der mir koͤnn Zeugniß geben, ich sei dein Kind? Ich zweifle schier, wenn ich beschau mein Leben; nichts ist an mir, das mich entzuͤndt, in wahrer Buß zu sein gesinnt, wie du von mir begehrest. ö 2. Den guten Geist, den du mir hast versprochen, mich zu fuͤhren, treib ich von mir, und halt fuͤr Last sein himmlisches Regieren; die Freud in GOtt, die wahre Ruh, kann ich mir nimmer eignen zu, weil nur mein Fleisch mich leitet. 3. Daß du ein großer Herrscher seist, der alles hier regieret, bedenk ich zwar; doch, daß du draͤust der Suͤnd, wie ihr gebuͤh⸗ ret, mit schwerer Straf, betracht ich nicht. Den Richter weiß ich, das Ge⸗ richt will ich doch nicht erwaͤgen. 4. Die vielen Gaben dieser Welt lieb ich mehr als den Geber. Gesund⸗ heit, Wollust, Ehr und Geld sind solche suͤße Traͤ⸗ ber, wonach ich meine Wuͤnsche stell, daß meine Seel die wahre Quell verlieret, ihren Schoͤpfer. 5. Ich meine zwar, 10 liebe Rich, wuͤnsch au dein Gegenlieben: was aher scheidet dich und mich, scheu ich mich dich— uͤben; ich halte dich fuͤr meinen GOtt: will doch nicht halten dein Gebot, entzieh mich deinem Joche. 6. Du gabst aus Lieb mir deinen Sohn, mich —9— zu erlͤösen: was ach 194 von wahrer Busze. ich dir fuͤr einen Lohn? Ich laufe nach dem Boͤsen; die Suͤnden, die du hast ver⸗ bannt, in die bin ich so sehr entbrannt, daß ich dein gar vergesse. 7. Ja, großer GOtt, es saget mir der Zeuge, mein Gewissen: ich geb dir nichts, ich raube dir die Seel, die du gerissen mit solcher Muͤh aus ih⸗ rer Noth; ich stuͤrz sie willig in den Tod, ver⸗ rath sie deinen Feinden. 8. Die Gaben, die von deiner Hand sie dankbar⸗ lich sollt nehmen, die sinds, die sie von dir gewandt, und ihren Glauben laͤh⸗ men, sie an die Erd so heften an, daß sie sich nicht mehr schwingen kann zum Ursprung ihres Wesens. 9. Weil denn mein Geist so irdisch ist, so hab ich leicht enpfunden, daß mich mein Fleisch und Satans List an diese Welt gebun⸗ den. Loͤs du mich, GOtt, der du mich hast vormals erloͤst von Suͤndenlaͤst, und meiner dich erbarme. 10. Den guten Geist, den ich nunmehr so lang nicht hab gefuͤhlet, den laß mir kommen wieder her, und steur dem, der da zie⸗ let auf mich mit tödtlichem Geschoß, damit kein Zwei— elmuth nicht stoß die Seel in das Verderben. 11. Es soll der schwere Suͤndenwust mich nicht kleinmuͤthig machen. Des Suͤnders Reu ist deine Lust, der Engel Freud und Lachen. Dein guter Geist geb fuͤr und fuͤr ein Zeug⸗ niß meinem Geist in mir, daß ich sei GOttes Erbe. Anton Ulrich v. Braunschweig. In Sch nn hich GOtt und 240. A HErr, wie groß und schwer sind mein begangne Suͤnden; da ist niemand, der helfen kann, in dieser Welt zu finden. 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit, bis an der Welt ihr Ende, und wollt los sein des Kreuzes mein, wuͤrd ich doch solchs nich: wenden. 3. Zu dir fieh ich, ver⸗ stoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet; ach GOtt, zuͤrn nicht, geh nicht ins Gricht, dein Sohn hat mich versuͤhnet. 4. Solls ia so sein, daß Straf und Pein auf Suͤnde folgen muͤssen: so fahr hier fort, und schone dort, und laß mich hier wohl buͤßen. 5. Gieb, HErr, Geduld, vergieb die Schuld, ver⸗ leih ein ghorsam Herze; laß mich nur nicht, wies wohl geschicht, mein Heil murrend verscherzen. 6. Handle mit mir⸗ wies duͤnket dir, durch dein Gnad wills ichs leiden; laß mich nur nicht dort ewiglich von dir sein ab⸗ gescheiden. 7. Gleich wie sich fein ein VBoͤgelein im hohlen Baum verstecket, wenns truͤb hergeht, die Luft un⸗ stet Menschen und Vieh erschrecket: 8. Al; I. —— V. W RaffL ¹UU1. 0½ 0 1416 93 I H I 160 7 Atn WAAN H Wh e ift Heg wlhni Cu p MIII fihy Hr D Wt dn II hnd Iaoch; 10 ch hr agln gsf Rht Hle al guh tlc fll 7 2—2——— gut fürenu Gein er Meloh HichcHttt e ichwer sinon Sündah d Per helfec hu Oalt zu fh ich gläch n Weit, dis an Hende, und ull Kreues mh och solchs gz * Er fich ich, d. nicht, wie it erdienet; a hicht/ geh nich dein Sohn he Wet. in so sän, d Hin auf Sü en so fahthi chone dott, Ver wohl Hißn HErr, Gail Schulld, x borsam Ha ur nicht/ icht, waln Verschetzen. VMe mit mut, M . durch IIs ich nur gicht on dir ht 30 ie schi Alen im Hoht Irecket, wal j de duft chen und N von wahrer Buße. 195 8. Also, HErr Christ, deiner nicht; wer will doch mein Zuflucht ist die Hoͤhle in der Holle dir danken deiner Wunden; wenn ewiglich? Sund und Tod mich bracht 4. Ich bin von Seufzen in Roth, hab ich mich muͤde) hab weder Kraft drein gefunden. noch Macht, in großem 9. Darin ich bleib; ob Schweiß ich liege durchaus bie der Leib und Seel von die ganze Nacht; mein La⸗ nande? scheiden: so werd ger naß von Thraͤnen, mein ich dort bei dir, o GOtt, Gstalt von Trauren alt, sein in ewigen Freuden. zu Tod ich mich fast graͤme, 10. Ehre sei nun GOtt die Angst ist mannigfalt. Vater, Sohn und heilgem 5. Weicht all, ihr Uebel⸗ Geist jusammen; zweifle thaͤter, mir ist geholfen auch nicht, weil Christus schon; der HErr ist mein spricht: Wer glaͤubt, wird Erretter, er nimmt mein selig. Amen. Flehen an, er hoͤrt mein V. 1—6. Martin Rutilius; weinend Stimme; es mus⸗ . 7—10. Jotzann Groß. sen fallen hin 1— sein 110— meine Feinde, und schaͤnd⸗ tuel. Herzlich thul mich lich Lommen um. verlangen. 5. Ehr sei ins Himmels 241 A5HErr,mich Throne mit hohem Ruhm armen Suͤn⸗und Preis dem Vater und der straf nicht in deinem dem Sohne und auch zu Zorn; dein ernsten Grimm gleicher Weis dem heilgen doch linder, sonst ists mit Geist mit Ehren in alle mir verlorn. Ach HErr, Ewigkeit. Der woll uns wollst mir vergeben mein alln bescheren die ewge Suͤnd und gnaͤdig sein, daß Seligkeit. stehn d. leuei ent⸗V. 1—-5. Joh Hermann Schein iehn der enpein. ů 2. Heil du mich, lieber Mel. Alles ist an GOt⸗ HErre, denn ich bin krank tes Segen und schwach; mein Herz, 2 42AcweinJesu, betruͤbet sehre, leidet groß welch Ver⸗ Ungemach; mein Gbeine derben wohnet nicht in mei⸗ sind erschrochen, mir ist ner Brust! denn mit an⸗ sehr angst und bang; mein dern Adamserben steck ich Seel ist auch erschrocken; voller Suͤndenlust. Ach ach du HErr, wie so lang?sich muß dir nur bekennen: 3. HErr, troͤst mir mein ich bin Fleisch von Fleisch Gemuͤthe, mein Seel rett, zu nennen. lieber GOtt, von wegen 2. Wie verkehrt sind deiner Guͤte hilf mir aus meine Wege, wie verderbt aller Noth. Im Tod ist mein alter Sinn, der ich alles stille, da denkt man zu dem Guten traͤge, und N9 zum 196 von wahrer Busze⸗ hum Boͤsen hurtig hin. KAch wer wird mich von den Ketten dieses Suͤndento⸗ des retten“ 3. Hilf mir durch den Geist der Gnaͤden aus der angeerbten Noth; heile mei⸗ nen Seelenschaden durch dein Blut und Kreuzes⸗ Tod; schlage du die Suͤn⸗ den⸗Glieder meines alten Adams nieder. 4. Ich bin unten von der Erden, stecke in dem Suͤndengrab: soll ich wie⸗ der lebend werden, so mußt du von oben ab mich durch deinen Geist gebaͤren, und mir neue Kraft gewaͤhren. 5. Schaf in mir ein reines Herze, einen neuen Geist Reb mir, daß ich ja nicht laͤnger scherze mit der Suͤnden Lust⸗Begier; laß mich ihren Tuͤck hald mer⸗ ken, mich im Geist dagegen staͤrken. 6. Lehr mich wachen/ beten, ringen, und mein boͤses Fleisch und Blut un⸗ ters Gden Joch zu zwin⸗ gen, weil es doch thut nimmer gut; was nicht kann dein Reich ererben, laß in 9—73 Tod ersterben. 7. Reize mich durch jene Krone, die mir droben bei⸗ gelegt, daß ich meiner nie⸗ mals schone, wenn und wo ein Feind sich regt/ sondern hilf mir tavpfer kaͤmpfen, Teufel, Welt und Fleisch 34 daͤmpfen. 8. Sollt ich etwa unter⸗ liegen, o so hilf mir wieder auf, und in deiner Kraft obsiegen, daß ich meinen Lebens⸗Lauf unter deinen Siegeshaͤnden moͤge ritter⸗ lich vollenden. ö Ludiw. Audt. Gotter. Mel. Der Tag ist hin, mein JEsu, bei mir bleibe. 6 schone 243. Anoch ch/ o gro⸗ ßer Menschenhuͤter, 962 strafe nicht, barmherzi Gebieter! Ach rechne nicht; wer kann vor dir bestehn⸗ Ach zuͤrne nicht, ich will doch zu dir gehn. 2. Ach I ich nicht; in IEsu will ich kommen: hat der nicht, HErr, die Strafe weggenommen? Er ist am Kreuz ein Fluch fuͤr mich gemacht, an meiner Statt hat er es vollenbracht. 3. Ach rechne nicht; auf oend muß ich schweigen, ich will mich nur zum Gna⸗ denzepter beugen; auf mei⸗ nen Mund die Hand ich le⸗ gen will, und wie ein Kind geduldig schweigen still. 4. Ach strafe nicht, du sonst verzehrend Wbrer 00 muß vergehn, du brenne ungeheuer; da ist dein Sohn, der stehet in dem Riß, da ist der Buͤrg, der be bezahlet dies. Ach schone doch; ich bin nur Asch und Erden, ein leichtes Blatt, das bald zu Staub wird werden; was nuͤtzet doch, zu treten auf die Blum? was bin ich, HErr? Gedenk an dei⸗ nen Ruhm. Antwort GOttes. 6. Ich kann dich nicht mein Kind, hinfort ver⸗ las⸗ 531 When Rit Hek V l n uiht I 50 II. 4 Ncl H 1 M s Il Wh, schft I 5 Elch Uamithet hg 8 Rchengt II 1 brh Hitke 0 Hch uhchu g —— ö ner an Een. dw. Uphr. Nh Rag is h Vbtimirhh A0 40 Dc/och henhütet, 2/ Harnthertz Ssch rechnenlch Wor dit beßch nicht, ich Kl gehn, Muͤrne nichtte ich Kohmth t, HEtt N genommen 7 ein Fluch t/ ast meith esbollenbtocht hne nicht; an ich schtheigetj r um Gua⸗ igen; guf meͤ M Hand ich e I wie ein Eih Vweigen il rafe nicht /N rend Feuet; n, du brenpg D0 ist d stehet i der Burh K t died. ö schone docht sch und E 1 Bant, dWth wird watd doch, u 7 lum? was Gedenkng . 4 +. GOtles unn dich. hufon 1 von wahrer Husze, 19⁷ lassen; ich will mit Lieh dich ewiglich umfassen. Sei nur getrost, hab einen fri⸗ Harch Muth, es ist bezahlt urch deines IEsu Blut. Joachim Neander⸗ In eigener Melodie. jch was soll 244. A ich GSun⸗ der machen? Ach was soll ich fangen an? Mein Ge⸗ wissen klagt mich an, es beginnet aufzuwachen; dies ist meine Zuversicht: mei⸗ nen IEsum laß ich nicht. 2. Zwar es haben meine Suͤnden meinen JEsum oft betruͤbt; doch weiß ich, daß er mich liebt, denn er laͤßt sich gnaͤdig finden; drum ob mich die Suͤnd anficht: meinen IEsum laß ich nicht. 3. Ob zwar schweres Ghri und Leiden, so bei Christen oft entsteht, mit mir hart darnieder geht, solls mich doch von ihm nicht scheiden. Er ist mir ins Herz gericht: meinen IEsum laß ich nicht. 4. Ich weiß wohl, daß unser Leben nichts als nur ein Nebel ist, denn wir hier zu jeder Frist mit dem Tode sind umgeben; und wer weiß, was heut 5r aß schicht: meinen JEsum 5. Sterb ich bald, so ich nicht. komm ich abe von der Welt Beschwerlichkeit, ruhe bis zur vollen Freud, und weiß, daß im finstern Grabe Je⸗ sus ist mein helles Licht: meinen IEsum laß ich nicht. 6. Durch ihn wi wieder leben, denn er wir zur rechten Zeit wecken mich zur Seligkeit/ und thut mirs aus Gnaden ge⸗ hen, muß ich schon er vors Gericht: meinen JE⸗ sum laß ich nicht. 7. Drum, o IEsu/ sollst mein bleiben, bis ich komme an den Ort/ welcher ist des Himmels Pfort; darum thue einverleibven meine Seele deinem Licht: mei⸗ nen IEsum laß ich nicht. Joh, Flittner. Mel. Was mein SOtt will, das gscheh allzeit. 2* ch weh, ach 245. A weh/ wo soll ich hin vor mieinen großen Suͤnden? Wo wird mein Geist und todter Sinn das Lehen wieder finden? Wer giebt mir eine Thraͤ⸗ nenflut, daß ich mein Leid beweine? Wer gluͤht mein Herz mit Kraft und Glut, und macht mich wieder reine? ö 2. Ich hab des Schoͤpfers schoͤnles Bild, mein arme Seel, beflecket, und seiner Gleichniß besten Schild in Koth und Schlamm ge⸗ stecket. Ich hab mich von der Herrlichkeit in Schmach und Spott gefaͤllet. Ach weh, ach weh, o Herzeleid, daß ich mich so verstellet! 3. Ach weh, ich habe mich von GOtt, dem hoͤch⸗ sten Gut, gewendet, und zu der Suͤnd, dem hoͤchsten Tod, ganz thoͤricht ange⸗ laͤndet. Ich hab ihn nicht, wie ————p—jßꝛ————— 198 von wahrer Busze. wie ich gesollt, von Her⸗ zensgrund geliebet/ und ihm zum Lob, wie er gewollt, mich nicht sehr streng 294.80 4. Ich hab dem HErrn der Herrlichkeit sehr lau und kalt gedienet, und ihm durch meine ganze Zeit mit schlechter Treu gegruͤnet; ich hab nicht Acht auf ihn gehabt, nicht wie ein Knecht geehret, noch auch, mit dem er mich begabt, sein 6 Pfund vermehret. Ich hab, wie ein ver⸗ 555 Kind, den Vater, ach! verlassen, und bin ge⸗ rennet, wild und blind, auf meiner Bosheit Gassen; ich habe meine Pflicht und Schuld ihm leider nicht erzeiget, noch vor der vaͤ⸗e terlichen Huld mich nach geneiget. Ich habe minem be⸗ Len Freund die Freund⸗ schaft aufgesaget, und ihn, wie treu ers auch gemeint, von mir hinweg gejaget; ich habe mich zum Feind gewendt, und bin sein Sklave worden, zum Feind, der mich doch hat behend auf ewig wolln ermorden. 7, Ich habe mieinen Braͤutigam, der mich ihm n. meins Herzens Schatz, das GOtteslamm, elendiglich verloren; ich hab des Schoͤnsten Ange⸗ sicht, des Liebsten Kuß ver⸗ scherzet; ich habe meines Lebens Licht mit tausend Weh geschmerzet. 8. O tausend Weh, of todte Lust, wie hast du mich vernichtet! O Eitelkeit, v Suͤndenwust t, wie bin 20 Suntete, Du, du, Suͤnd, o Seelentod, baft mich mir selbst genommen; durch dich bin ich um Va⸗ ter, GOtt, HErrn, Freund 420 Lch al⸗ kommen. 9. Ach ist auch glech eine Pein die meiner gleich zu schaͤtzen? Kann anch ein einzigs Uebel sein, das ne⸗ ben meins zu setzen? GOtt ist fuͤr mich aus bloßer Huld am Kreuzesstamm gestorben: und ich hab doch aus eigner Schuld do wiederum verdorben. 10. Wem soll ich nun mein Herzeleid und großen Jammer klagen? Wem soll ich meine Traurigkeit und ewgenSchaden sagen? Ich, ich bin selbst. mein See⸗ lengift, mein Tod und Feind gewesen; ich hab mir selbst/ was mich jetzt trifft, das Uebel auserlesen? 11. O ewge Guͤt, o großer GOtt, zu dir wend ich mich wieder; dir klag ich meines Herzens Noth/ vor dir werf ich mich nie⸗ der; dir ruf ich zu, dich schrei ich an um Ablaß meiner Suͤnden; du bist allein, der helfen kann, und mich vom Tod ent⸗ binden. 12. Es ist mir leid, was ich gethan, und was ich Enah, dasch es reut mich, daß ich auf der Bahn der Suͤnder hab gewan⸗ delt. Ach daß ich doch o mein Angesicht von dir je gbgewendet, und auf die V 0 W Ach, H. Möhe* 4 W. IId u ssH I H R C u In De HCohech h N Mach e e M sch i Hechen?& sud Hr Iud ähieh H sole Suhy/ s. Ritt um , Sc un nn he Scwe e MR elle 0 Rha sn Rlhes 8 iahechl Wtkeler Iatach sch . Jun ²e Ed Sculhn Ruhen Iun ich un d. Herrz, Sran Vaam komna fauch ii ie meinet 5 Ke sein, dus sehen?69 ch aus daht Kreuzessum Ind ich habnt Schuld d Derdorben. soll ich u Deid und großn Agen? Wem sl taurigkeit un Hen sagen?J mein G Todund geih hab mir selbi Pit tlifft, das gesen? wge Guͤt, t, zu dit war Veder; dir fl xhetzens Rah ich mich ni f ich zu, N n um Alh Inden; du h helfen kalh om Tod alh mir leid, wu und was i t: e5 u 4 allf der Bahh hab gaual 1 daß ich 0 Ticht von t, und von wahrer Busze. 199 die Kreatur mein Licht so suͤndig angelaͤndet. 13. Es ist mir leid, ich bin nicht werth, dein Ant⸗ litz zu erblicken; ich bin nicht werth, daß mich die Erd und ihre Fruͤcht er⸗ guicken; jedoch vergieb, schrei ich zu dir, vergieb, o große Guͤte, vergieb,/ ver⸗ gieb, vergieb es mir, o gnaͤdiges Gemuͤthe! 14. Du bist ia huldreich, gut und mild, barmherzig und gelinde; du wirst ja deiner Gottheit Bild nicht lassen in der Suͤnde. Wer wird dich loben in dem Pfuhl? wer in dem Ab⸗ grund preisen? wer Opfer bringen deinem Stuhl, und eingen Dienst erweisen? 15. So du willst ins Ge⸗ richte gehn, und nach den Thaten sprechen, wer ist, der vor dir wird bestehn, und sich dem Zorn ent⸗ brechen? Die Himmel sind vor dir nicht rein und deine Heilgen alle, wie sollts der Mensch, der Suͤnder, sein, der so ge⸗ neigt zum Falle. 16. Schau an, schau deinen eingen Sohn, der meine Schwachheit traͤget/ der meine Pein und Suͤn⸗ denlenn ihm selbst hat auf⸗ erleget; schau, wie er an des Kreuzes Stamm fuͤr mich ist angeschlagen, und als ein treuer Braͤutigam so liebreich sich laͤßt plagen. 17. Was willst du mehr? die Suͤnd ist hin, die Schulden sind bezahlet: veraͤndert ist mein Herz und Sinn, sein Blut hat mich bemalet. Ich bin nun Freund, ich bin nun Kind, ich bin nun nen Relne ae es sauset nun eins Geistes Wind in meines Herzens Ohren. 18. Hinfuͤro werd ich nimmermehr aus deinen Wegen schreiten; ich werde deines Namens Ehr durch alle Welt ausbreiten; ich will dich lieben uͤber mich, ich will mein Leib und Leben zu deinem Lobe williglich, so oft du willst, aufgeben. Johann Angelns. Mel. Zion hlagt mil Angst und Schmerzen. 0 Hich wie will 246. A es endlich werden? ach wie will es laufen ab, daß ich stets hang an der Erden, und so wenig Andacht hab? Ja, daß ich im harien Sinn ohne Buß geh im⸗ merhin? JEsu, mir mein Herze ruͤhre, mich zu wahrer Buße fuͤhre. 2. Ach ich fuͤhle keine Reue, und mein Suͤnden⸗ herz ist kalt. Ich erkenne ohne Scheue meine Fehler mannigfalt, und doch son⸗ der Traurigkeit lebe ich in Sicherheit. JIEsu, mich doch so regiere, daß ich wuͤhre Buße spuͤre. 3. Ach ich kann an GOtt nicht denken, wie ich sollt und gerne wollt, denn mein Geist, der laͤßt sich lenken dahin, wo ich flie⸗ hen sollt, und klebt dem zu feste an, was ven 210 vrin ———. *——————.—.— IICIIII‚IIIIJIJII von wahrer Bußze. Hür u ziehen kann JEfu, in deinem Blut die Ad⸗ ilf mein Herz aus Gnn⸗ waschung meiner Suͤn⸗ den dieser schweren Last den. Dieses staͤrket meinen entladen. 4. Ach weil denn mein Geist erstorben, und mein Fleisch haͤlt uͤberhand, seh ich kaum, was ich erwor⸗ ben, da ich mich von GOtt gewandt. Mein Verderben merk ich kaum, weil ich geb dem Fleische Raum. IEsu, mir die Gnade goͤnne, daß ich die Gefahr erkenne. 5. Ach so wache doch von Suͤnden auf, o duh mein fichrer Geist; suche GoOtt, weil er zu finden, weil er noch dein Vater heißt; komme, weil die Gnadenthuͤr nun noch ste⸗ het offen dir. IEsu, so zu gutem Werke mich mit Herzensandacht staͤrke. 6. Ach mein Herz, be⸗ denk die Schulde, schau, wie weit du bist von GOtt, wie du seine Gnad und Hulde hast verworfen und verspott, und wie du aus seiner Ruh selbst der Hoͤlle eilest u. JEsu, mir mein Herze lenke, daß es diese Noth bedenke. 7. Ach weil denn noch Zeit zu kehren, so verlaß ich diesen Stand. Du, mein Muth, dies erfrischet mei⸗ nen Sinn, ob ich gieich ein Suͤnder bin. IEsu, mich forthin regiere daß ich ein fromm Leben fuͤhre. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 247 A wo ist mein J⸗ sus blieben? Wo ist mein getreuer Hirt? Wo bin ich denn hingetrieben? O ich abe mich verirrt, bin ge⸗ bracht von meinen Luͤsten in die schwarzen Suͤnden⸗ wuͤsten. 2. Hab ich mich so weit vergangen? Ei das haͤt ich nie gedacht. Wie soll ich hieraus gelangen? Es befaͤllt mich schon die Nacht: o wie wird es mir hier ge⸗ hen? Nun ists wohl uͤm mich geschehen. 3. Meine Seufzer gehn geschwinde, und mein Aeng. sten haͤufet sich; wo ich nicht bald IEsum finde, so verderb ich jaͤmmerlich denn des grimmen Wolfes Rachen wird mich bald zum Raube machen. 4. Drum so komm, ach komm, mein Leben Esu, IEsu, wollst auch hoͤren, und mir bieten deine Hand; hilf mir Schwachen, hilf komm, mein Hirt und reund, der du dich fuͤr mich gegeben, auch da ich mir auf, steure meinem noch war dein Feind. Suche Suͤndenlauf. HErr, um selbst deiner Marter willen wirst mich von du meinen Wunsch erfuͤllen. Armen. 8. Ach ich kann schon mit viel Erbarmen dir verlaufnen 5. IEsu, hoͤr, wie durch troͤstlich finden, JEsn, Waͤlder dein verirrtes Schaͤf⸗ — WAMI . WdH. E W Wth REtg IuhzNd Im ie wun h XI. HU2t W Rssheg n WH Un Echh chdihe; W h 7 Eil ssch ff 161 „Gleh In Frimhn ih Rihen Mmh Blut M Meinet Ei slet 5 Err, ich u 11— At 00 A meig N W0 ff tꝰ Wo hinit Hieben? Oit Hertert, diß) meinen Lüste en Suͤhdeh mnich so woj E dgs hät . Wie sol Waangeh? Es ndieRacht: 635 mit hiet ge Tiss wohl gp Ien. Seusser geht amdmendes sich; wo i Esum fti h jämmerh umen Vosf; mich bald zun en. so komm Leber. i R Hat, du dich ft „ auch 0 0 IFend, St Piel Etbachch ir verloufe höl/ wie In helittte Tdein helleth Shif von wahrer Busze. 201 Schaͤflein ruft. Hier be⸗ wohnt die duͤrren Felder laufer ungesunde Luft. Fuͤhre mich zu deinen Auen, die von Lebensbal⸗ sam thauen. 6. Nimmiermehr will ich dann wieder weg von dir, mein JEsu, gehn, und voll Lob⸗ und Freudenlieder soll mein Mund hinkuͤnf⸗ tig stehn. Rur daß mich dein Geist regiere, und auf rechter Straßen fuͤhre. Sophie Regine Gräf. In eigener Melodie. . llein zu dir 248. A HErt C⸗ su Christ, mein Hoffnung steht auf Erden; ich weiß, daß du mein Troster bist, kein Trost mag mir sonst werden. Von Anbeginn ist nichts erkorn, auf Er⸗ den ist kein Mensch geborn, der mir aus Nothen helfen kann; dich ruf ich an, zu dem ich all mein Ver⸗ traun hab. 2. Mein Suͤndn sind schwer und uͤbergroß, und reuen mich von Herzen; derselben mach mich quitt und los durch deinen Tod und Schmerzen, und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug fuͤr mich ge⸗ than: so werd ich quitt der Suͤndenlast. Erhalt mich fest in dem, das du versprochen hast. 3. Gieb mir nach deinr Cpelienafauber den rechten Christenglauben, und daß ich deine Guͤtigkeit mög inniglich beschauen; vor allen Dingen lieben dich und meinen Naͤchsten gleich als mich, Am letzten End dein Huͤlf mir send, da⸗ durch behend des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr 1 GOtt in dem hoͤchsten Thron, dem Vater aller Guͤte, und JEsu Christ, seinm 7 Sohn, der woll uns all behuͤten, auch GOtt dem heiligen Geiste, der uns sein Huͤlf elültg sen damit wir ihm gefaͤllig sein hier in diesr Zeit, und folgen ihm in Ewigkeit. Johann Schneesing. Mel. Err, ich habr mißgehandelt. 2 49 us der Tiefe Ameiner Sin⸗ nen ruf ich, großer HErr, zu dir, der du von der Sternen Zinnen blickest auf dies Rund allhier: laß die Seufzer meiner Stim⸗ men uͤber sich gen Him⸗ mel klimmen. 2. Laß dein Ohren auf mich merken, laß mein Schreien vor dich gehn; denn wo du nach unsern Werken strafest, HErr, wer wird hestehn? Du wirst keines Menschen scho⸗ nen, wo du nach Verdienst willst lohnen. 3. Aber deine große Guͤte⸗ die erlaͤsset derer Schuld, die aus kindlichem Gemuͤ⸗ the sich vertrauen deiner Huld, die ihr Uebelthat bereuen, und zu dir um Gnade schreien. ö 4. HErr, ich will aut D bauen, meine See⸗ von wah rer Busze. Seele harret dein; auf dein an den Morgen? doch fol Wort will ich vertrauen, mein Herz wenn der helle Tag bricht ein, und wenn er des A⸗ bends schwindet, und sich Morgens wieder findet. 5. Israel, dein Hoffnung lade auf des HErren starke Macht; denn bei ihm ist lauter Gnade, ja er hat Erloͤsung bracht; er wird Israel erretten aus den schweren Suͤndenketten. Johann Franck. In eigener Melodie. Nus tiefer 250. A Noth schrei ich zu dir, HErr GOtt, erhoͤr mein Rufen; dein gnaͤdig Ohren kehr zu mir, und meiner Bitt sie offen. Denn so du willst das se⸗ hen an, was Suͤnd und Unrecht ist gethan, wer kann, HErr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Suͤnde zu vergeben; es ist doch unser Thun umsonst auch in dem be⸗ sten Leben. Vor dir nie⸗ mand sich ruͤhmen kann; deß muß dich fuͤrchten je⸗ dermann, und deiner Gna⸗ den leben. 3. Darum auf GOtt will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen an Goᷣttes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So thu Is⸗ rael rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines GOtts erharre. 5. Ob bei uns ist der Suͤnden viel, bei GOtt ist viel mehr Gnaden; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schaͤden. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erld⸗ sen wird aus seinen Suͤn⸗ den allen. Pr. Martin Luther. Mlel. Alles ist an SOt⸗ tes Segen. DA 8 ist du/ E⸗ 2314. W, be⸗ truͤbet, daß du Bosheit hast veruͤbet, druͤckt dich deine Missethat: laß darum nicht die Gedanken von des Hoͤch⸗ sten Gnade wanken, son⸗ dern folge diesem Rath. 2. Leg zur Seiten, was dich plaget, hoͤr, was dir der Hoͤchste saget, und was sein Mund selber spricht: Ich bin gnaͤdig und sanft⸗ muͤthig, vaterherzig und sehr guͤtig, ewig waͤhrt mein Zorn auch nicht. 3. Ephraim, du Hochbe⸗ truͤbter, bist du nicht mein herzgeliebter und mein al⸗ lerrrautster Sohn? Wie sich, und seiner Guͤte trauen, die mir 10 sein werthes Wort: das ist mein Trost und treuer Hort, deß will ich allzeit harren. sollt ich mich denn verbo⸗ ßen, und im Zorne dich verstoßen? O mein Sinn ist weit davon. 4. Hör ich dich so klaͤg⸗ lich sprechen, moͤchte mir ./ Und ob es waͤhrt bis das Herze brechen; seh i in die Nacht, und wieder deinen Thraͤnenfluß un die EM lafmn N Rfr Ifficen/ K Iul uder W h R, he uh Wst eihtn sth R saneh Lufmc lhy vächen lapg, 0 aahers ge H.eh h glan 116. 0 th chs HI 1401 Sthen:) Rch an 00 weffelg. Tathet 0 Otts erhn ei ung is Tel, ba 91 Gaaden elfen hat 0 ß ach seih r ist 10 ban Der 3 Israla seinen Sih L. I. Mart IN Oh h ist an 60. egen. Rist uu, — clcam, Bosheit hañ t dch demn V datuum nicht yoon de Hoͤc⸗ Whahken, son⸗ gesem Rath. Seiten, wo de„ Ans N. saget, und wo Iselber ynht dig und sanft erhersg un ewig wähn Huch nicht. u/ du Hochte du nicht mah und iein i Sohn? M denn vetts RN Zorne Mein Si . dih p lz „ moͤchte nl wachen; s hi anfaß A von wahrer Busze. 203 die rechten Buße⸗Schmer⸗ zen/ machst du/ daß i ich mich von Herzen uͤber di erbarmen muß. 5. Aber du mußt in dich ehen, und dein Suͤnden⸗ erz besehen, wie bisher es seinen Spott hat mit mei⸗ ner Gunst getrieben; wie dein uͤppigs Lasterlieben mich betruͤbet, deinen GOtt. 6. Deine mir verhaßten Suͤnden, die sich haͤufig bei dir finden, haben dich und mich getrennt; deiner Bos⸗ heit schwer Gewichte macht, daß ich mein Angesichte habe von dir abgewendt. 7. Denk nicht etwa⸗ daß mein Ohren ihre renskraft verloren, o er daß mein Hand verkuͤrzt/ daß sie dir nicht helfen koͤnne; schau, mit deinem Lastersinne hast du seiber dich gestuͤrzt. 8. Aber gieb dich nur zufrieden, du bist nicht von mir geschieden; kehr nur wieder um zu mir, so will ich zu dir mich wen⸗ den, alle dein Betruͤbniß enden, und dich lieben fuͤr und fuͤr. 9. Such mich nur, weil ich zu finden, klag mir deine schweren Suͤnden, ruf mich, weil ich nah bin/ an; weiche von dem Suͤn⸗ denwege, tritt vom brei⸗ ten Lasterstege, und erkenn, was du gethan. 10. So will ich mich dein erbarmen, und dich wiederum umarmen, als waͤr es noch nie geschehn. Ich will allen deinen Schaden aus Barmherzig⸗ keit und Gnaden als ein 1 uͤbersehn. Wenn auch deine Loßen Fehler waͤren wie die Purpurmaͤler und wie rosinfarbnes Blut, sollen sie doch weißer werden als der frische Schnee auf Er⸗ den, oder wie das Wol⸗ lengut. 12. Huͤgel, Berge, star⸗ ke Wallen sollen weichen und zerfallen; aber die Barmherzigkeit, die ich dir, mein Kind, will rei⸗ chen, soll in Ewigkeit nicht weichen, sondern waͤhren allezeit. 13. Schau, wie dich der Hoͤchste liebet, und was er fuͤr Trost dir giebet: Ephraim, denk ja daran; nimm es dankbarlich zu Herzen, wirf von dir den Herzensschmerzen, und bereu, was du gethan. Georg Neumark. Mel. Aus tieser Noth schrei ich zu dir. 0 Das Elend 2 3 22 Dweiht du, GOtt, ann. das mir ist angeerbet, und wie mir alle Kraͤfte sein durch Adams Fall verderbet; denn mein Verstand ver⸗ finstert ist, ich kann dich gar nicht wie du bist, noch deinen Rath erkennen. 2. Mein Wille ist so sehr verkehrt in meinem Thun und Lassen, daß er am mei⸗ sten das begehrt, was du befiehlst zu hassen; hinge⸗ gen, Vater, was du 2•* 204 von wahrer Busze. bei mir sehr wenig: oft⸗ nials gilt/ ich setz es au den Augen. r ie non 3½% Es geht des alten Adams Trich nur immer⸗ dar zur Suͤnden; das recht Vertrauen/ rechte Lieb sich in mir nicht befinden, daß ich den! Naͤchsten diene nicht/ wenns nicht zu mei⸗ nem Nutz geschicht/ und suche nur das Meine. 4. Ja, wenn ich alles recht betracht, so wuͤrd gar leicht auf Erden ein Abgott aus mir selbst ge⸗ macht, dem fort gedient muͤßt werden; denn eigne Lieb und eigne Ehr/ auchEi⸗ gennutz und was deß mehr, mir leider noch anhanget 5. Dies ist die Wurzel und der Grund, draus al⸗ les Unheil ruͤhret, daß ich zmaller Zeit und Stund von dir werd abgefuͤhret; es steht mir stets mein Herz und Muth nach Wollust, Ehre, Geld und Gut und olchen eitlen Dingen. 6. Da ich mich nun der Suͤnden Lust nicht sollt gefnugen geben, und, wie mirs macht dein Wort bewußt, ihr allzeit wider⸗ streben: so denk ich nicht 0 fleißig dran, ruf dich nicht fort um Huͤlfe an, ich bin oft traͤg und sicher. . Wenn mir was Boses ommt in Sinn, dawider ich sollt kaͤmpfen, so tracht ch nicht alsbald dahin, das Feur mit Macht zu Schand daruͤber groͤblich fallen. I Heian 8. Oft will mich auch die arge Welt, die ich doch stets sollt fliehen, wenn meinem Fleisch ihr Werk gefaͤllt, mit zur Gesell⸗ schaft ziehen; sie will, daß ich auch Uebels thu/ und andre reizen soll dazu, daß sie mit Suͤnd begehen. 9. Ach GOtt, ich hab nach solcher Art gar lan mit großem Schaden, e ich zu dir bekehret ward gelebet außer Gnaden. J bin auch noch nicht ohn Gefahr, dieweil mir jetzt und immerdar die Suͤn⸗ denlust anklebet. 10. O HErr, in dieser meiner Noth sieh mich an mit Erbarmen; komm mir zu Huͤlf, du treuer GOtt, und steh mir bei, mir Ar⸗ men; erleucht durch deine Gnad und Guͤt mein un⸗ ich dich recht erkenne. 11. Den Willen len nach deinem Wort, daß ich dich herzlich liebe, dir fest vertrau und fort und fort in Gottesfurcht mich uͤbe; daß ich dir meine Tauf⸗ zusag mit starkem Vorsatz alle Tag aufs neue wieder⸗ hole.*38 12. Und weil dir nie⸗ mand ohn Gebet bestaͤn⸗ dig kann anhangen, so gieb, daß ich oft vor dich tret, die Gnade zu erlangen; damit mein ganzes Chri⸗ daͤmpfen; das nimmt denn mir überhand, daß ich moͤcht leicht in Suͤnd u nd Heuchelei befoͤrdre. stenthum des Naͤchsten Nutz und deinen Ruhm ohn 13. Gieb verstaͤndiges Gemuͤth, daß — WL Ex W I nX W. huan xV Mhm u W h aTujtds N W MN Dia 1. Den Iug m Rich mat W. ihe hun Wahen g Hiu ag aud nign Ruc R Ei 0 bs u Flasche 0 Wer , R. fullg, Wen Aamen Rihnh! AUUt W chh **** —— vill mich l/ Reih fithen, be Raisch ihr Ae 1 r G N sie wil, Lebels thu x soll du nnd begehe Ir Att gur Schada, bekehrit un der Gnahm Lioch nicht l6 eweil fsit h Idar die Eb⸗ lebet. Oerr/ in li h sieh mice en; kommm treuer GO ir bei, mit k iht durch dh Guͤt mein i Gemüth. A teerkenne. Wilen i Wott, daß ebe/ dir f fort und sin aicht mich ihj meine Tuu Varkem Votsh 8 neue wichg wal d 0 . Gebet hesih angel sogl vor dich tts zu etlaggh gees Chh 3 Nachsten N p Ruhm slrbre. 13. G von wahrer Busze. 205 13. Gieb mir des Geistes Freudigkeit, daß ich da⸗ durch verachte Geld, Ehr, und Wollust dieser Zeit, das Ewige betrachte. A nimm mich mir, und gie mich dir/ daß ich dir leb und sterbe mir und mei⸗ nen boͤsen Luͤsten. 14. Des Fleisches und des Geistes Krieg ist dies bei Jung und Alten; laß mich da immerfort den Sieg durch deine Kraft er⸗ halten. HErr, staͤrke mich und mich erneu, daß ich stets unverdrossen sei, an diesen Streit zu treten. 15. Vor Stolz und Ehr⸗ sucht mich behuͤt, daß die nicht funden werden in meinem Herzen und Ge⸗ muͤth/ in Worten und Ge⸗ berden; Hoffart war ja des Teufels Fall; ach hilf, HErr, daß ich uͤberall fest an der Demuth halte. 16. Die Sorg der Nah⸗ rung nimm von mir, laß mich nicht mehr begehren, denn was ich hab von⸗ noͤthen hier, mich ehrlich zu ernaͤhren; daß ich auch keinen Zweifel hab, du werdest mich bis an mein Grab mit Unterhalt ver⸗ sorgen. 17. HErr, gieb mir Gnade, daß ich daͤmpf des Fleisches boͤͤsen Willen, und wider mich ja selber kaͤmpf, die Lust nicht zu erfuͤllen, wenns gleich nur in Gedanken waͤr; hilf auch, daß ich mich nicht beschwer mit Essen oder Trinken. 18. Gieb, daß ich oft der Hbllen Qual hinwieder mög bedenken, wie haͤufig man die wird einmal fur boöse Lust einschenken: Pech, Schwefel, Jammer ohne Maaß wird folgen dort ohn Unterlaß auf kurze Lust und Freude. 19. Laß mich allzeit vor⸗ sichtig sein, mit wem und wie ich wandle, daß ich halt mein Gewissen rein in al⸗ lem, was ich handle, und achte keines Menschen Gunst/ wenn mich die Welt durch ihre Kunst von dir zu sich will ziehen. 20. Dem boͤsen Geist gieb nimmer zu, mich ir⸗ gend zu verletzen, und meine Seel aus ihrer Ruh in Noth aufs Neu zu setzen; wenn sich Versuchung zu mir wendt, laß sie gewin⸗ nen so ein End, damit ichs koͤnn ertragen. 21. Verleih, o Vater, gnaͤdiglich, daß es ja mög geschehen, was ich, dein Kind, nun bitte dich mit Seufzen und mit Flehen; hilf, wenn mir alle Hulf zerrinnt, daß ich geduldi uͤberwind in JEsu Christi Namen. Mel. Allein zu dir, HeErr JEsu Christ. u weinest 253. D vor Jeru⸗ salem, HErr JEsu, heiße Zaͤhren, zum Zeugniß, dir sei angenehm, wenn Suͤn⸗ der sich bekehren. Wenn ich vor dir mit Buß er⸗ schein, und uͤber meine Suͤnde wein, so waͤschst du 206 von wahrer Busze. ab aus lauter Gnad all Uebelthat, so mich bisher gequaͤlet hat. 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt von we⸗ gen meiner Suͤnde, zu dei⸗ nen Thraͤnen ich mich wend, da ich Erguickung finde. Vor GOtt sind sie so hoch eschaͤtzt: wer seine Suͤnd iermit benetzt, den blickt GOtt an mit Guͤtigkeit zu jeder Zeit, und sein be⸗ truͤbtes Herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im Thraͤnenhaus vor großer Angst oft weinen, der Welt aushalten manchen Strauß; sie martert stets die Dei⸗ nen. Auf allen Seiten, wo sie kann, faͤngt sie mit mir zu haͤdern an. Dies troͤ⸗ stet mich zu aller Frist, HErr IEsu Christ, in Noth du auch gewesen bist. 4. Du zaͤhlest alle Thraͤ⸗ nen mein; ich weiß, sie sind gezaͤhlet; und ob sie nicht zu zaͤhlen sein, dennoch dir keine fehlet; so oft vor dir sie regen sich, so oft sie auch bewegen dich, daß du dich mein erbarmen mußt; wie dir bewußt mein Kreuz; drum hilfst 35 mir mit Lust. 5. Wer jetzund saͤet Thraͤ⸗ nen aus, haͤlt in Geduld GOtt stille, wird froͤhlich sein in deinem Haus, da wuche ist die Fuͤlle; ja olche Freude, die kein Mann mit seiner Zung aussyrechen kann, und die da bleibt in Ewigkeit. Mein Kreuz und Leid wird werden lauter Froͤhlichkeit. 6. Fuͤr diese Thraͤnen dank ich dir, daß du die Freudenkrone, HErr Christ, dadurch erworben mir bei dir ins Himmels Throne; wenn du mich holen wirst einmal hinauf in deinen Freudensaal, dann will ich recht lobsingen dir, o hoch⸗ ste Zier, fuͤr deine Thraͤnen fuͤr und fuͤr. J. Heermann. In eigener Klelodie. 0 rbarm 120 89 34. E mein,/ HErre GOtt, nach dener großn Barmherzigkeit. Wasch ab, mach rein mein Missethat; ich kenn mein Suͤnd, und ist mir leid. Allein ich dir gesuͤndigt hab, das ist wider mich stetiglich; das Boös vor dir maͤg nicht bestahn, du bleibst grecht, ob du urtheilst mich. 2. Sieh, HErr, in Suͤnd bin ich geborn, in Suͤnd empfing mich mein Mut⸗ ter. Die Wahrheit liebst, thust offenbarn deiner Weis⸗ heit heimlich Guͤter. Be⸗ spreng mich, HErr, mit Ysopo, rein werd ich, so du waͤschest mich, weißer denn Schnee, mein G'hor wird froh, all mein Ge⸗ bein wird freuen sich. 3. HErr, sieh nicht an die Suͤnde mein, thu ab all Ungerechtigkeit, und mach in mir das Herze rein; ein neuen Geist in mir bereit. Verwirf mich nicht von deinm Angsicht/ dein heilgen Geist wend nicht von mir; die Freud deins Heils, HErr, zu mir richt Ad EX. Wurhthets hn nhe M me E. HUe. Rseeh N. Lo 20 s A M 10 oG 10 h. Hen IH WA 506570 Iin N WI. 157 Wu h hfn 6 u 1 — / daß ug Bebttoh Vorbeu mit mds Ti Wich holeht Tuf in dchg , nn ult Dyen dir, Bilt deine Thechy K. J Heermafz Per Melodie. Ebatm e mein, l, nach dehn Zarmherzkt Inach rein meh Wich kenn moh ist mir lad gesuͤndigt h, Imnich stetiglh it mag nich leibst grecht, s mich. Vrr, in Sbnd n, in Süͤst h men Muk VWahrhet ehh Imdeinet Wei⸗ Gutet. Be „ Herk, n werd ich/ mich/ Wa 3e/ Mein G all män e eelen sich 9 sich nichte mein, thu! achtigkeit/ nlt das 06 Heuen Gest! Verwiff fu denm Ahsth 1 Gasf 0 r; die Feh hErt, 1 I don wahrer Busze. 207 richt, der willge Geist ent⸗ halt mich dirt. 4. Die Gottlosn will ich deine Weg, die Suͤnder auch dazu lehren, daß sie von boͤsem, falschen Steg zu dir durch dich sich be⸗ kehren. Beschirm mich, HErr, meins Heils ein GOtt, vor dem Urtheil durchs Blut bedeut. Mein Zung verkuͤnd dein rechts Gebot; schaff, daß mein Mund dein Lob ausbreit. 5. Kein leiblich Opfer von mir heischst, ich haͤtt dir das auch gegeben; so nimm nun den zerknirsch⸗ ten Geist, btruͤbts und traurigs Herz daneben; ver⸗ schmaͤh nicht, GOtt, das Opfer mein, thu wohl in deiner Guͤtigkeit dem Berg Zion, da Christen sein, die opfern dir Gerechtigkeit. Erhard Hegenwalt. AHel. Herzlich lieb hab ich dich, o HErr. 4E Nor Gricht 20. Boere A su, steh ich hie, beug in Demuth meins Herzens Knie, und seufze mit Weh⸗ klagen: Mein große Suͤnd und Missethat mich ver⸗ klagt und verdammet hat, doch will ich nicht verzr⸗ gen. HErr IEsu Christ, dein Blut allein macht mich von allen Suͤnden rein, weil ich fest glaube, und dabei im Herzen habe wahre Reu. HErr IEsu Christ, deß dank ich dir z ich will mich bessern, hilf du mir. Rach Martin Schalling. Mel. Der Tag ist hin, mein JEsu, bei mir bleibe. 4 roß ist die 2356. G Qual, 0 HErr, in meiner Seelen, die Suͤnd und Schuld mir mein Gewissen quaͤlen, weil deinen Grimm ich hab auf mich gebracht, und dein Gebot und Draͤuen nie betracht. 2. So muß ich nun in meinem Leiden leiden, und deine Gnad und suͤße Gunst entmeiden; ich sink hinab tief in die Hoͤllengruft, aus der dir jetzt die matte Seele ruft. 3. Du siehst mein Herz, wie daß ich untersinke; und daß ich jetzt, wo du nicht hilfst, ertrinke; ja, weil ich dich verlassen hab allhier, so werd ich jetzt verlassen auch von dir. 4. Ist denn nun nichts, das meinen Geist ergoͤtze, das mich aus Angst und rauher Truͤbsal setze? Mein Geist erbleicht, mein Herz verliert das Herz, und schwellet auf von Reuen und vom Schmerz. 5. Die Thraͤnensuth be⸗ muͤht sich wegzuschwem⸗ men die Suͤndenlast, und oeinen Grimm zu hemmien; was aber hilft der bloße Thraͤnenbach? Er mehret nur mein schweres Un⸗ gemach. 6. Was thu ich nun? Wie? soll ich, HErr, ver⸗ zagen in solcher Angst, in solchen meinen Plagen? Soll ich verzagt, wie Cain, 16 2⁰0 von wahrer Buszer sagen hier: daß große Schuld du nicht erlaͤs⸗ sest mir 7. Ach nein, ich will zu dir mich schwin⸗ Fie und mit Gebet und lehen auf dich dringen/ weil von der Schuld mein Heiland selber spricht: da er sie tilg und denke sol⸗ cher nicht. ö 8. So will ich nun die Sündenlast hinlegen an solchen Ort, wo abzufließen pflegen die Gnadenstrom, aus Christus theurem Blut entsprungen und vergossen mir zu gut. ö 9. Hiezu will ich dir Bußethraͤnen bringen, die demd auf die Last der Suͤn⸗ en dringen, und fuͤhren sie zu deiner Liebe hin, die einig kann erquicken Geist und Sinn. 10. Wenn sie nun, HErr/ an deine Lieb hinkommen, so hilf, daß sie bald werd hinweggenommen; versen⸗ ke da der Suͤnden schwar⸗ es Heer/ versenk es, HErr, dein Erbarmungs⸗Meer. 11. So werd ich dann dich wieder kͤͤnnen loben/ und achten nicht der Nei⸗ der grimmes Toben, des Teufels List und meiner Roth Schaar: du tilgest oth und Tod dann ganz und gar. 12. Dann wird mein Geist sich wiederum er⸗ freuen, weil weggelegt wird sein dein grimmes Draͤuen; drauf vyfre ich mich dir nun Her und gar, und fliehe von er Suͤnder losen Schaar. nein; 13. Mein HErr, mein GOtt, dich will ich einig preisen; doch wollest du, mein Heil, mich unterwei⸗ sen den Weg/ den ich soll lhee: fort von nun, und ehre mich nach deinem Willen thun. Mel JeEsu, meine ö Freude. * ast du Angst 257. H im Herzen und empfindest Schmerzen wegen deiner Suͤnd? O sei wohl zufrieden, denn du bist hienieden worden GOttes Kind. GOtt be⸗ truͤbt das, was er liebt; was GOtt will zur Rech⸗ ten stellen, fuͤhrt er vor zur Hoͤllen. 01 2. Wer sich selbst wird richten, den wird GOtt mit nichten bringen ins Gericht; GOtt hat drum das Leben seines Sohns gegeben in den Tod, daß nicht ich und du von ew⸗ ger Ruh sollen abgesondert bleiben, wenn wir ihm nur glaͤuben. ů 3. GOttes heilge Pfle⸗ ge sind die Wunderwege, darauf er uns fuͤhrt; drauf wir muͤssen kaͤmpfen, un⸗ sern Willen daͤmpfen, bis da wir verspuͤrt, daß die Buß haͤlt bei uns Fuß/ und wir Glaubensmaͤnner werden hier auf dieser Erden. 4. Willst du Gnade fin⸗ den, suche deine Suͤnden forthin nicht in dir. Schaue IEsum tragen das, um was du klagen fort willst— un AUN. R. h f. K W Wh a HAN. OR dn Ndt x cltz G Rcht wg H fllah; Auj Arsteh uz Wicf D Waad Dard m sh E mfen z WHlagch, fist; liche Ruh, N als lh Hehen! 00 Al. Alz 94 60 N5 il eh ch neleh nich uncn ben ch fl on m, 4 nach Riz Esu, moih reude. N 9 Ruh Nun Hh Pdest Schmach el Sund/ Dufticden, hu nieden wothh Eld. GOl was et Ah Will zur Mit⸗ ö fühtt er in ch selbst wit wird GOl d beingen ins Ott hot drum seines Sohhh den Tod/ d d dul, Vons eh⸗ Hlen abgesoder wit ihm ny heilge P Wunderwey füͤhtt; du dampfen,N puͤtt, a bei uns Haubensmüsh 1 auf du Gnade ff deine Sülbl ndir. Schh d,A rt wist sh 10 von wahrernufzes 209. und fuͤr. GOtt der schlaͤgt den/ welcher traͤgt unsrer Suͤnden schwere Buͤrden/ daß wir Kinder wuͤrden. 5. Macht der Suͤnden Bit Menge dir die Welt zu enge: GOttes Gnad ist groß; hier in diesem Leben GOtt uns will vergeben, daß wir frei und los mogen sein von ewger Pein. Wer die Suͤnd hier sucht zu has⸗ — den wird GOtt nicht assen. 6. Der, den GOtt nicht liebet, wird hier nicht be⸗ truͤbet wegen seiner Suͤnd, alldieweil er bleibet dessen/ der ihn treibet, Satanas sein Kind. Schaue nun, wie ist dein Thun? Wirst du wahre Buß anfangen, sollst du Gnad erlangen. 7. Gottes Lieb und Treue bleibt uns hier stets neue; GOtt wirft uns nicht weg, ob wir gleich vor allen viel und sehr ge⸗ fallen; auf dem Lebenssteg hat stets Acht des Hoͤchsten Wacht auf uns, seiner Liebe Brennen laͤßt uns nicht abtrennen. 8. Dieser Liebe Brennen lehr uns wohl erkennen, o HErr IEsu Christ, wenn in unserm Zagen oftmals wir beklagen, was uns nagt und frißt; JIEsu, du, o einge Ruh, 5 uns nicht von dir abscheiden, noch von deinen Freuden. Christoph Runge Mel. Als der gütige SOtt. 45* Err, hoͤre 258. H was mein erkennt und wie Mund aus innerm Herzens⸗ richt ohn alle; Falschheir pricht: Wend, HErr/dein Angesicht, vernimm meine ute. m e öen 2. Ich bitte nicht un: Gut/ das auf der Welt be ruht, auch endlich mit der Welt bricht und zu Boden faͤllt, und mag gar nicht retten. in 5 3. Der Schatz, den ich begehr, ist deine Gnad/ o HErr/ die Gnade/ die dein Sohn/ mein Heil und Gna⸗ denthron, mir sterbend er⸗ worben. 1459N91 4. Du bist rein und ge⸗ recht, ich bin ein böser Knecht; ich bin in Suͤn den todt, du bist der from me GOtt, der Suͤnde ver giebet. I45 5. Laß deine Froͤmmig keit sein meinen Trost un Freud; laß uͤber mein Schuld dein edle Lieh und Huld sich reichlich ergießen 6. Betrachte wer ich bin im Hui fahr ich dahin zerbrechlich wie ein Glas, vergaͤnglich wie ein Gras⸗ ein Wind kann mich faͤllen. 7. Willst du nichts sehen an, als was ein Mensch ethan, so wird kein Men⸗ schenkind vor Menge seiner Suͤnd im Himmel bestehen. 8. Sieh an, wie IEsus Christ fuͤr mich gegeben ist: der hat, was ich nicht kann, erfuͤllt, und gnug gethan im Leben und Leiden. 9. Du liehest Reu und Schmerz, schau her, hier ist mein Herz, das seine ein 210 von wah rer Busze. ein Feuer brennt vor Angst, Leid und Sorgen. 10. Ich lechze wie ein Land/ dem deine milde Hand den Regen lang entzeucht, bis Saft und Kraft ent⸗ weicht, und alles verdorret. 11. Gleichwie auch auf der Haid ein Hirsch begier⸗ lich schreit nach frischem Wasserquell, so ruf ich laut und hell nach dir, o mein Leben. 12. Erquicke mein Ge⸗ bein, geuß Trost und Lab⸗ sal ein, und sprich mir freundlich zu, daß meine Seele ruh im Schooß deiner Liebe. 13. Gieb mir getrosten Muth, wenn meine Suͤn⸗ denflut aufsteiget in die Hoͤh; eysaͤuf all Angst und Wih im Meer deiner Gnaden. 14. Treih weg den boͤsen Feind, der mich zu stuͤrzen meint; du bist mein Hirt, und ich will bletben ewig⸗ lich ein Schaf deiner Weide. 15. So lang auf dieser Erd ich Athem holen werd, HErr, so will ich dein mit Leib und Seele sein, auch getreu verbleiben. 16. Ich will dir dank⸗ bar sein, doch ist mein 18. Ich richte mich nach dir, du sollst mir gehen fuͤr; du sollst mir schließen auf die Bahn im Tugend⸗ lauf, ich will treulich folgen. 19. Und wenn des Him⸗ mels Pfort ich werd er⸗ greifen dort, so will im En⸗ gelheer ich ewig deiner Ehr in Freuden lobsingen. Paul Gerhard. In eigener Melodie. 43 Err, ich ha⸗ 239. 3 be mißge⸗ handelt, ja, mich druͤckt der Suͤnden Last, ich bin nicht den Weg gewandelt, den du mir gezeiget hast, und jetzt wollt ich gern aus Schrecken mich vor dei⸗ nem Zorn verstecken. 2. Doch wie koͤnnt ich dir entfliehen? du wirst allent⸗ halben sein. Wollt ich uͤber See gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein, haͤtt ich Fluͤgel gleich den Win⸗ den, gleichwohl wuͤrdest du mich finden. 3. Drum ich muß es nur bekennen: HErr, ich habe mißgethan, darf mich nicht dein Kind mehr nen⸗ nen, ach nimm mich zu Gnaden an; laß die Menge meiner Suͤnden deinen Koͤnnen klein; allein in Zorn nicht gar entzuͤnden. deiner Kraft, die Thun und Wollen schafft, steht all mein Vermoͤgen. 17. Drum sende deinen Geist, der deinen Kindern weist den Weg, der dir gefaͤllt; wer den bewahrt und haͤlt, wird nimmer⸗ mehr fehlen. 4. Koͤnnt ein Mensch den Sand gleich zaͤhlen an dem weiten Mittel⸗ meer: dennoch wuͤrd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Suͤnden Heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszusprechen. 5. Wein/ ach wein jetzt — Iht M. Il han HW Sc Zumlehht Rttt Et G N ehheh chbenmte 10 lasen/ f R Iit Me teh HMx I. W. Maln, Han iR A Hch x I Uu chn E uch sy x H labe,, EI 78 Rch l I Rlthg Wdichet Ruuih ez s hst dy doch b Ihn Me Nhh sii Sclih nr Mng, IhEhrng — — e Engn A n WMünt in Tih ellchz Iwenn W ich wer 0 so pili int Depih xe Hen lubshn Maul Galht Ser Melodt nic Wüdk Iich bin uh — muhl Jdet hast, u ich gem u Wich vor ds Vsecken. bhnnt ich d wirst allent⸗ olltich über ben, iigich E hihein, Hätt ich den Wih⸗ ohl. wücgh eh. ich muß E HEn, an, darf nih d mehr iz um mich ah die R den dalh Uer Rttindg en Masst lich ht sten Mit — 0 wuͤtd 0 ieh, RWt * en heet/ A n. Gebreche — ausendg — ach Wel KH von wahrer Busze. 211 jetzt um die Wette, mei⸗ ner beiden Augen Bach! O daß ich gnug Zaͤhren hatte, zu betrauern meine Schmach! O daß aus dem Thraͤnenbronnen kaͤm ein starker Strom geronnen! 6. Ach daß doch die strengen Fluten uͤber⸗ schwemmten mein Gesicht, und die Augen moͤchten bluten, weil mir Wasser sonst gebricht; ach daß sie wie Meereswellen moͤch⸗ ten in die Hoͤhe schwellen. 7. Aber, Christe, deine Beulen, ja ein einzigs Troͤpflein Blut, das kann meine Wunden heilen, loschen meiner Suͤnden Glut; drum will ich, mein Angst zu stillen, mich in deine Wunden huͤllen. 8. Dir will ich die Last aufbinden: wirf sie in die tiefe See, wasche mich von meinen Suͤnden, mache mich so weiß als Schnee; laß dein guten Geist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben. Joh. Franck. In eigener Melodie. * Err, nicht 260. 5 schicke dei⸗ ne Rache uͤber meine boͤse Sache, ob sie wohl durch Uebelthat großen Zorn verdienet hat. Freilich muß ich es bekennen, Ur⸗ sach hast du sehr zu bren⸗ nen; doch du wollest jetzt allein Vater und nicht Richter sein. 2. Schicke lieber, o mir Armen, fuͤr den Eifer dein Erbarmen; heile mich, denn ich vorhin schwach und lagerhaftig bin. Sie⸗ he, wie ich ab sei kom⸗ men, wie mir alle Kraft genommen; mache HErr, es ja nicht lang, Mark und Bein ist sterbe⸗krank. 3. Vor der Sorgen Pein und Schmerzen ist kein Herz in meinem Herzen. Mein Gemuͤthe/ das dich liebt, ist bis auf den Grund be⸗ truüͤbt. Mein Trost, kannst du noch ver weilen? hat es keine Noth zu eilen⸗ Macht denn deine Hulfe sich schwaͤ⸗ cher, als der Kummer mich? 4. Kehre wieder, wieder kehre, eh ich mich in Angst verzehre; reiche deine Hand, o GOtt, meiner Seelen in der Noth. Zwar du moͤch⸗ test sie wohl hassen, weil sie selber dich verlassen; doch betrachte dies dabei, was dein Heil und Guͤte sei. 5. Menschen⸗ die nicht mehr im Leben, die den Geist schon aufgegeden, wissen nichts von Schuld und Pflicht, und gedenken deiner nicht; denn wer kann dir Ehr erweisen, wer vermag dich wohl zu preisen, wenn er schon liegt ausgestreckt, und im tiefen Grabe steckt? 6. Meine muͤden Seuf⸗ zer sagen, was der Mund nicht weiß zu klagen; durch mein Weinen alle Nacht wird mein Bette naß gemacht. Meiner Augen heiße Zaͤhren, die mir Ruh und Schlaf beschweren, quellen als ein Efaar de 212 von wahrer Busze daß mein Lager schwim⸗ in deinem Zorn, das bitt men muß. sich dich vo: Herzen; ich 7. Von der Pein, die ich empfunden, is miein Antlitzabgeschwunden; Un⸗ geduld macht die Gestalt mir vor meinen Jahren alt; denn ich muß von al⸗ len Seiten mit dem losen Haufen streiten, der mir an⸗ thut Schmach und Spott, und mich aͤdert auf den Tod. 8. Nun, ihr Uebelthaͤ⸗ ter, ziehet; ihr Tyrannen, auf und fliehet; geht, ihr Volk der Eitelkeit, hin, woher ihr kommien seid; denn der HErr sieht, wenn ich weine, daß ich dies mit Treuen meine; meine Thraͤnen fließen hin in sein Herz und beugen ihn. 9. Er, der HErr, hat schon mein Fehen mit Ge⸗ naden angesehen; mein Ge⸗ muͤthe/ das Hich regt, hat ihm seines auch bewegt alsobald ich ihn gebeten ihm vor Augen bin getre⸗ ten, hat auch seine Guͤte sich ausgebreitet uͤber mich. 10, Vor der ganzen Welt auf Erden sollen die nun schamroth werden, zittern noch vor GOtt und mir, die mich hassen fuͤr und fuͤr; weichen muͤssen sie zuruͤcke ploͤtzlich und im Augenblicke, und doch se⸗ hen auch dabei, daß der HErr mein Heiland sei. Martin Opiß. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich zu dir. bin sonst ganz und gar ver⸗ lorn, mit dir ist nicht zu scherzen; auch zuͤchtge mich nicht in deinm Grimm, weil ich so voll Betruͤb⸗ niß bin, und leide große Schmerzen. 2. Sei gnaͤdig mir, denn ich bin schwach, von Her⸗ zen sehr erschrocken; kein Ruh hab ich bei Tag und Nacht, das Mark im Bein vertrocknet; mein Seel auch sehr betruͤbet ist, daß du, o HErr, so lang aus bist, auf den ich stets thu hoffen. 3. Ach wende dich, du lieber HErr, errette meine Seele. Hilf mir durch dei⸗ ne Guͤt und Ehr, ich thu mich dir befehlen. Im Tod gedenkt man deiner nicht, in der Hoͤlln dir kein Dani geschicht, darin ist nichts denn Quaͤlen. 4. Vom Seufzen ich so muͤde bin, mein Bette thu ich schwemmen; betruͤbt ist mir Herz, Muth und Sinn, nach dir thu ich mich seh⸗ nen; die ganze Nacht das Lager mein mit Thraͤnen muß genetzet sein, das wollst du, HBErr, erkennen. 5. Vom Trauern abge⸗ nommen hat mein Gstalt und ist veraltet; ich werd geaͤngstet fruͤh und spat, das Herz im Leib erkaltet. Ach HErr, erhoͤr das Wei⸗ nen mein, mein Flehn laß nicht vergeblich sein, im Glauben mich erhalte. mich nicht 26 1 Err, straf 6. Ihr Uebelthaͤter, weicht von I, Rchlche IMi ch hy Iunt R NO h/ W. Haschghe Ape N UAat . W bfeche Hscteh Wem Wae Eontg. Wehe d Ehpne, . Me Keblch Kz hl gicht. I/ Wi Hschre 6 W Hlct Eth Hune l, Etume Aif 3 N 2 0 —„ diij nir hy o uach, IIII ischrockety⸗ h bei Tug WMe mein E I½H tt ˙ ich steth ide dich, K Darkeite wöh A duuch d 1 Eht, sch 100 . Im Tod chet cht, en Dant ih nicht Pfzet ich ein Beite hu Den; betküch Auchundein ich michsth Nacht N. hit Tythte t seil, N r, ekelntt rern d Meit Ost tz ich u h und s hhr dui W. Dein Fn K ich sein/ N Ih erhalle, Eirnnn von wahrer Gußzt. 213 von mir, der HErr erhoͤrt mein Flehen. Mein Feind zu Schanden werden schier, mein Ghet, zu GOtt ge⸗ schehen, wird nicht vergeb⸗ sich sein fuͤrwahr: dad ist gewiß und offenbar, deß thu ich mich versehen. Ludwig Oeler⸗ Mel. Wer nur den lieben GOtt läßt walten. 0 Ich armer 262. Mensch/ich armer Suͤnder, steh hier vor GOttes Angesicht. Ach GOtt, ach GOtt, verfahr gelinder, und geh nicht mit mir ins Gericht. Erbarme dich, erbarme dich GOtt mein Erbarmer, uͤber mich! 2. Wie ist mir doch so herzlich bange von wegen meiner großen Suͤnd. Ach daß ich Gnad vor dir er⸗ lange, ich armes und ver⸗ lornes Kind! Erbarme dich/ erbarme dich, GOtt mein Erbarmer, uͤber mich. 3. Ach hoͤre doch mein seufzend Schreien, du al⸗ lerliebstes Vaterherz; wollst alle Suͤnden mir verzeihen, und lindern meines Herzens Schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein Erbarmer, uͤber mich. 4. Wie lang soll ich ver⸗ geblich klagen? Hoͤrst du denn nicht? hoͤrst du denn nicht? Wie kannst du das Geschrei vertragen? Hoͤr, was der arme Suͤnder spricht: Erbarme dich, er⸗ barme dich, GOtt mein Erbarmer, uͤber mich. 5. Wahr ist es, uͤbel steht der Schade/ den niemand heilet, außer du. Ach, aber ach, ach Gnade Gnade! ich lasse dir nicht anmedich Erharme dich/ erbarme dich/ GOtt mein Erbarmer, uͤber imich:. 30 6. Nicht, wie ich hab verschuldet, lohhe, und haͤndle nicht nach meiner Suͤnd. O treutr Vater, schone, schone, und ninim mich wieder an zum Kind. Erbarme dich/ erbarme dich⸗ GOtt mein Erbarmer/ uber mich. 4. 7. Sprich nur ein Wort/ so werd ich leben, sprich, daß der arme Suͤnder hoͤr: Geh hin, die Suͤnd ist dir vergeben; nur suͤndige hin⸗ fort nicht mehr. Erbarme dich, erbarme dich GOtt miein Erbarmer, uͤber mich. 8. Ich zweifle nicht, i bin erhdret, erhoͤret bin i Zweifels⸗frei, weil sich der Trost im Herzen mehret. Drum will ich enden mein Geschrei. Ich lobe dich, ich lobe dich, GOtt mein Erbarmer, uͤber mich. Christovh Titius. Mel. Durch Adams Hall ist ganz verderbt. 4 Ich armer 263. Suͤnder komm zu dir mit demuͤthi⸗ gem Herzen, o GOtt, der gnaͤdig fuͤr und fuͤr, be⸗ kenne dir mit Schmerzen die Suͤnden all und jeden Fall, wie ich ihn hab be⸗ gangen von Jugend auf mit großem Hauf, darin ich bin gefangen. 2. Die 214 von wahrer Busze. 2. Die Suͤnden sind, die ich gethan, unmoͤglich zu erzaͤhlen; doch ich sie auch nicht bergen kann, weil sie mich immer quaͤlen. Dein liebster Sohn hat mich davon durch seinen Tod entbunden; dennoch hab ich jetzt lassen mich den Satan neu verwunden. 3. So ist auch mein Un⸗ dankbarkeit sehr groß bis auf die Stunde; ich habe dir zu keiner Zeit gedankt von Herzensgrunde fuͤr deine Treu, die taͤglich neu, 9 deine Lieb und Guͤte, ie ich an mir gar reichlich spuͤr, und stets trag im Gemuͤthe. 4. Vornehmlich hast du mit Geduld viel Jahr bis⸗ her verschoͤnet, und mir nicht, wie ich oft verschuldt, bald zornig abgelohnet; hast fort und fort, o hoͤchster Hort, dich meiner ange⸗ nommen; hast nichts ge⸗ spart nach deiner Art, bis ich zu dir bin kommen. 5. Mit deinem Wort hast du gar oft an mein Herz angeschlagen, durch deinen Geist mir zugeruft, den Himmel angetragen; hast fruͤh und spat durch viel Wohlthat zur Buße mich bewogen; auch mit F Truͤbsal, Angst, Noth und Qual zu dir hinauf gezogen. 6. Dennoch, das ich nicht leugnen kann, wenn du leich angeklopfet, hab ich ir niemals aufgethan, die Ohren zugestopfet, mit Un⸗ bedacht dich dir veracht, den Ruͤcken dir gekehret; doch hast du mich gnaͤ⸗ diglich geduldt und nicht verzehret. 7. Du koͤnntest oft mit gutem Recht das Leben mir verkuͤrzen, und mich, als einen boͤsen Knecht, hinab zur Hoͤlle stuͤrzen, der ich ohn Scheu, ohn Leid und Reu, in Suͤnden mich verweilet; dennoch giebst du mir Raum und Ruh, hast mich nicht uͤbereilet. 8. Wenn mein Herz dies bei sich bedenkt, in Stuͤcke moͤchts zerspringen: die große Sicherheit mich kraͤnkt, thut Mark und Bein durchdringen. Kein Hoͤl⸗ lenpein so 19. mag sein, ich habe sie verschuldet; ich bin nicht werth, daß mich die Erd traͤgt, naͤhrt und auf sich duldet. 9. Unwerth bin ich, daß man mich nennt ein Werk von dir geschaffen; werth bin ich, daß all Element zur Strafe mich hinraͤffen. So weit hats bracht der Suͤnden Macht; ich muß es frei bekennen; wo du siehst an, was ich gethan, so muß ich ewig brennen. 10. O Vater der Barm⸗ herzigkeit, ich falle dir zu Fuße; verwirf nicht den, der zu dir schreit und thut rechtschaffne Buße; dein Angesicht aus Gnaden richt auf mich betruͤbten Suͤn⸗ der; gieb mir ein Blick, der mich erquick, so wird die Angst bald minder. 11. Eroͤffne mir dein freundlich Herz, die Resi⸗ denz — 3 1 l & Sohah sß 11 Wilt u DM M 1 scht 1 30 nich da V All 4 schtei!“ N. M..* schnt In WuhnA MEH II. Rgte WR. n/ W Rheh. M Rach We! Hd Rch ndmn Hlod, wüts Lulden: x. Winnd u Rofen J Rich guh, Ahhlhet IR f Hnee MEgu M vo un n W M Het and lbet mane RIHHe 1Reh isch Hewad Humhixer Shukich Wniht Ia Gaurd 107 x IU n Scheh, Weu, moi Dellt; ehh nir Run 0 mich 0 — nein Heh ukt/ in Eth springet: cherheit st harkundan „ Kein hl oh inag seh berschuldet werth, N tiagt, Raht audet. Vih hin ich H Vennt en Wah Schaffen; warh all Euneh mich huenfe Vats hracht v acht; ich we ennen; W osss ich gahn 19 rash iter der Bn ch fulle R ltf nicht i. n 2 Buße: V 15Gmadehth Drbten El nt en V aut, O ald mundet ne mit elz/ die 10 von wahrer Bufze. 21⁵ denz der Liebe; vergieb die Suͤnd, heil meinen Schmerz, hilf, daß ich mich stets uͤbe in dem, was dir gefällt an mir, und alles Boͤse meide, bis ich hin⸗ fahr zur Engelschaar, da nichts denn lauter Freude. Johann Heermann. Mel. Aus tiefer Noth 564 zu dir. 264. I will von Imeiner Mis⸗ sethat zum Erren mi bekehren: du wollest selbs mir Huͤlf und Rath hiezu, o GoOtt, bescheren, und deines guten Geistes Kraft, der neue Herzen in uns schafft, aus Gnaden mir gewaͤhren. 2. Natuͤrlich kann ein Mensch doch nicht sein Elend selbst emyfinden; er ist ohn deines Geistes Licht blind, taub und todt in Suͤnden: verkehrt ist Will, Verstand aund Thun; des min Jammers komm mich nun, o Vater, zu entbinden. 3. Kloyf durch Erkennt⸗ niß bei mir an, und fuͤhr mir wohl zu Sinnen, was Boͤses ich vor dir gethan; du kannst mein Herz ge⸗ winnen, daß ich aus Kum⸗ mer und Beschwer laß uͤber meine Wangen her viel heiße Thraͤnen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich gewandt den Reich— thum deiner Gnaden. Mein Leben dank ich deiner Hand, die hat mich uͤberladen mit Ruh, Gesundheit/ Ehr und Brod; du machst, daß mir noch keine Noth bis hier⸗ her koͤnnen schaden. 5. Hast auch in Christo mich erwaͤhlt tief aus der Hoͤllen Fluten, so daß es niemals mir gefehlt an ir⸗ gend einem Guten; und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus blo⸗ ßer Treu gestaͤupt mit Va⸗ een Wer giebt den Kin⸗ derh, was du mir gegeben zu genießen? Schenk aber ich Gehorsam dir? Das zeuget mein Gewissen, mein Herz, in welchem nichts gesund, das tausend Suͤn⸗ denwuͤrme wund bis auf den Tod gebissen. 7. Die Thorheit meiner jungen Jahr und alle schnd⸗ den Sachen verklagen mich zu offenbar, was soll ich Armer machen? Sie stel⸗ len, HErr, mir vors Ge⸗ sicht dein unertraͤglichs Zorngericht, und deiner Hoͤllen Rachen. 8. Ich habe meiner Greuel Qual, und schaͤm sie zu bekennen; es ist ihr weder Maaß noch Zahl, ich weiß sie nicht zu nen⸗ nen, und ist ihr keiner doch so klein, um welches willen nicht allein ich ewig muͤßte brennen. 9. Bisher hab ich in Sicherheit fein unbesorgt geschlafen, gesagt: Es hat noch lange Zeit, GOtt pflegt nicht bald zu stra⸗ fen; er faͤhret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat Geduld der Herr mit seinen Schafen. 10. Dies 216 von wahret Busze. 10. Dies alles seht zu⸗ gleich erwacht, mein Her will mir zerspringen; i sehe deines Donners Macht, dein Feuer auf mich drin⸗ gen; du regest wider mich zugleich des Todes und der Hoͤllen Reich, die wollen mich verschlingen. 11. Die mich verfolgt, die große Noth, faͤhrt schnell ohn Zaum und Zuͤgel. Wo flieh ich hin? Du Mor⸗ genroth, ertheil mir deine Fluͤgel; verbirg mich wo/ o fernes Meer, stuͤrzt hoch herab, fallt auf mich her, ihr Klippen, Thuͤrm und Huͤgel.— 12. Ach nur umsonst, und koͤnnt ich auch bis in den Himmel steigen, und wieder in der Hoͤllen Bauch mich zu verkriechen neigen: dein Auge dringt durch alles sich, du wirst da meine Schand und mich der lich⸗ ten Sonnen zeigen. 13. HErr IEsu, nimm mich zu dir ein, ich flieh in deine Wunden, die du, o Heiland, wegen mein am Kreuze hast empfunden, als unser aller Suͤnden Muͤh dir, o du GOtteslamm, ward hie zu tragen auf⸗ gebunden. 14. Wasch mich durch deinen Todesschweiß und purpurrothes Leiden, und laß mich sauber sein und weiß durch deiner Unschurd Seiden. Von wegen dei⸗ nes Kreuzes Last erguick, was du zermalmet hast, mit deines Trostes Freuden. 15. So angethan will ich mich hin vor deinen Vater machen; ich weiß/ er lenket seinen Sinn, und schaffet Rath mir Schwa⸗ chen; er weiß, was Flei⸗ scheslust und Welt und Satan uns fuͤr Retze stellt/ die uns zu stuͤrzen wachen. 16. Wie werd ich mich mein Leben lang vor sol⸗ cher Plage scheuͤen, durch deines guten Geistes Zwang, den du mir wollst verleihen, daß er von aller Suͤndenlist und dem, was dir zuwider ist, helf ewig mich befeeien. Luise Henriette, Churfürstin v. Brandenburg. In eigener Melodie. AIJeEsu, der du 265 meine Seele hast durch deinen bittern Tod aus des Teufels fin⸗ stern Hoͤhle sammt der schweren Suͤndennoth kraͤf⸗ tiglich herausgerissen, und mich solches lassen wissen durch dein angenehmes Wort, sei doch jetzt, o GOtt mein Hort. 2. Treulich hast du ia gesuchet die verlornen Schaͤfelein, als sie liefen ganz verfluchet in der Höl⸗ len Pfuhl hinein; ja, du Satans⸗Ueberwinder, hast die hochbetruͤbten Suͤnder so gerufen zu der Buß, daß ich billig kommen muß. 3. Ach ich bin ein Kind der Suͤnden; ach ich irre weit und breit; es ist nichts bei mir zu finden, als nur Ungerechtigkeit; all mein Tichten, all mein Trachten heißet unsern GOtt ver⸗ ach⸗ slget t NA. t M M A Rt. Wa IM! scht N R ht Ne ch Hett.e . Vu Iunname Rucch dih W Hhsct, kos Sulhlet u Wal d h HRREM Ilhch, Ilh. HA WI Wan Shh Iunz Gm sigg. Imft Aschscher hso U 0 949 vsch, 6 I scht. Dh Huh, Run u . IW or ch Zuchen; Feineh Ssf, Raach mt O Weiß, I und Watel Rue fit Mh Ail stützen muth ie üh ich en ahg or f6 scheleh, du guten Gh Deh du M daß CE Widtt Is uld—10 Ver ist, hef N a Hesssch 5. Handenhn er Melodi. 77 der h. eine Sell einen hitten Teufels fih⸗ aamnt der 1. 7 2 un 0 3 ser wisch Wahhenem doch sht/ Hott. c hast W die etlocht ols se f bet in W inein; N/ erihin 60 6 ibten W — det Buh men mt hin ein L. ach ich l 2 I von wahrer Busze. 217 achten; boͤslich leb ich ganz und gar, und sehr gottlos immerdar. 4. HErr, ich muß es S ja bekennen, daß nichts Gutes wohnt in mir; das zwar, was wir Wollen nennen, halt ich meiner Seelen fuͤr; aber Fleisch und Blut zu zwingen, und dos Gute zu vollbringen, folget gar nicht, wie es soll; was ich nicht will, thu ich wohl. ö 5. Aber, HErr, ich kann nicht wissen meiner Fehler Meng allein; mein Ge⸗ muͤth ist ganz zerrissen durch der Suͤnden Schmerz 163 Pein, und mein Herz ist matt von Sorgen; ach vergieb mir was verborgen; rechne nicht die Missethat, die dich, HErr, erzuͤrnet hat. 6. IEsu, du hast weg⸗ genommen meine Schulden durch dein Blut: laß es, o Erloͤser, kommen uneilteh Seligkeit zu gut; und die⸗ weil du sehr zerschlagen hast die Sund am Kreuz ge⸗ tragen, ei so sprich mich endlich frei, daß ich ganz dein eigen sei. 7. Weil mich auch der Hoͤllen Schrecken und des Sotans Grimmigkeit viel⸗ mals pflegen aufzuwecken und zu fuͤhren in den Streit/ daß ich schier muß unterlie⸗ „ ach so bilf, HErr JE⸗ segen; o du meine Zu⸗ versicht, laß mich ja verza⸗ gen nicht. 8. Deine rothgefaͤrbten Wunden, deine Naͤgel, RKron und Grab, deine Schenkel fest gebunden wenden alle Plagen ab. Deine Pein und blutges Schwitzen, deine Strie⸗ men, Schlaͤg und Ritzen, deine Marter, Angst und Stich, o HErr IeEsu, troͤsten mich. 9. Wenn ich vor Gericht soll treten, da man nicht entfliehen kann, ach so wollest du mich retten, und dich meiner nehmen an. Du, HErr, kannst allein es soren⸗ f ich nicht den Fluch darf hoͤren: Ihr zu meine rlinken Hand seid von mir noch nie er⸗ kannt. 10. Du, HErr, gruͤndest meine Schmerzen, du, du kennest meine Pein: es ist nichts in meinem Herzen, als dein herher Tod allein. Dies mein Herz, mit Leid 220 W durch dein theu⸗ es Blut besprenget, das am Krerz vergossen ist, geb ich dir, HErr JEsu Christ. 11. Nun i weiß, du wirst mir stillen mein Ge⸗ wissen, das mich plagt; es wird deine Treu er Ullen, was du selber hast gesagt: daß auf dieser weiten Er⸗ den keiner auch verloren werden, sondern ewig le⸗ ben soll, wenn er nur Glaubens voll. 12. HErr, ich glaube. hilf mir Schwachen laß mich ja verderben nicht; du, du kannst mich staͤrker machen, wenn mich S uͤnd und Tod anficht. Deiner Guͤte will ich trauen, bis 3 werde 10900 dich 218 Von wahrer Huszeg dich, HErr FEsw, nach dem Streit in der suͤßen Ewigkeit. Johl Rist. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 266. Jess, liebster — Schatz der Frommen/ schonster Braͤut⸗ gam, GOttes Sohn, schaue deine Braut jetzt kommen, wie sie sich vor deinem Thron zu der Erden nie⸗ derleget und auf ihre Brust anschlaͤget, weil ihr hoch⸗ betruͤbtes Herz fuͤhlt der schweren Suͤnden Schmerz. 2. Ach es ist nicht zu be⸗ schreiben die sehr große Suͤndenschuld. Ich kann kaum vor Wehmuͤth blei⸗ ben, weil, o IEsu, deine Huld gegen mich ist nun verscherzet, welches mich so heftig schmerzet; lieber stuͤrb ich tausendmal, als ich litte solche Qual. 3. Selbst das Herz faͤngt an zu bluten, das dein scharf Gesetz zerbricht; die sehr herben Thraͤnenflu⸗ ten uͤberschwemmen mein Gesicht; aile meine Gebein erzittert, weil dein Grimm in mir so wittert; ach ich bin lebendig todt in so großer Seelennoth. 4. Willst du mich denn ewig hassen? Deine Lieb und Freundlichkeit wird ja den nicht sterben las⸗ getragen hast. 1³⁰ 5. Deine Wunden sind die Quelle, wo ich soll mein Lasterkleid waschen alsein Schnee so helle von dem Koth der Eitel⸗ keit, Ach wie will ich mich denn laben, kann ich nur ein Troͤpftlein ha⸗ ben, von dem Balsam deines Bluts, des hoch⸗ theuren Seelenguts. 6. Wirf dein liebreich Angesichte her auf dein betruͤbtes Kind, weil ich mich jetzt zu dir richte und bereue meine Suͤnd; laß doch mein geaͤngst Gewissen einen Gnaden⸗ blick genießen, einen Blick, 9. Bruderherz, so ver⸗ schwindet Angst und Schmerz. In eigener Melodie. 4 Tsrael, bekehre 267.3 dich, ach be⸗ kehre dich noch heute, und im Glauben dich bereite, daß du koͤnnest wuͤrdiglich bei dem Abendmahl erschei⸗ nen, wozu IEsus ruft die Seinen. 2. Willst du kommen, saͤubre dich von dem Schmutz der Lasterflecken, die in deinem Fleische stecken; Christi Blut kann dich und mich reinigen von allen Suͤnden, wenn wir Buße bei uns finden. sen, der nach deiner Huͤlfe dem ach ich weiß/ ein Herz wird brechen, und mir Armen versprechen, weil du n 3. Glaube, Hoffnung und Geduld, Liebe, De⸗ muth und dergleichen sind Trost der Christen wahre Zeichen, welche stehn in Christi Huld Suͤndenlast, JEsu/ selbst I 00 I W. sulla Hscht Rl; + 110 c HR 5 J Wl ll; + R Hah f Hühh! Rethpcte I U Ha 05. A, kopy 1H WI KI Iuth od, uch hͤleh A s Rantch Murtͤ' neh she We 0 MN 0 Ish u I Me R h fihey. y 1 N i W 24000 ih fl Ahi wpez Tchn, * deh epilloeh Hnlaben, 0 Tthpffer h dem Hah Its„, des hoc⸗ Deelengutz. E dein Hehtch 5 her auf Winid, wel ih dir iht Meine Gunh b mein ga nen Gyghah s/ emen Blit Helz, so U st Ir Mllodit. Wö belchn 0 dichrachhe och heute, Ad dich Hetett nast wurdinh Romahlershe JEsus M . du kommg h boh r Lasterfle inem Flah ist Blat V nich, reins Zuͤnden wat Vei uns fha be, Hostad 55/ KLebe,d Wergleiche 0 ochrezaat R in Ch 00 V. von wahrer Busze. 219 Huld, die er kennet und heißt kommen/ daß sie werden aufgenommen. 4. Solcher Schmuck und Himnielstracht Chri⸗ sto einig wohlgefaͤllet; wer der Welt hier gleich sich stellet, der wird von ihm nicht geacht, und von sei⸗ nen Tischgenossen schimpf⸗ lich wieder nusgestoßen. 5. Israel, bekehre dich, weil es jetzt noch heißet heute, und im Glauben dich bereite, daß du koͤn⸗ nest wuͤrdiglich bei dem Abendmahl erscheinen, wo⸗ zu JEsus ruft die Seinen. Mel. Christus, der uns selig macht. 268. Lach, Wpen 7 Kind, komm zu dir geei⸗ let, weil ich sonsten nie⸗ mand find, der mich Ar⸗ men heilet. Meine Wun⸗ den sind sehr groß, groß sind meine Suͤnden; mach mich von denselben los, laß mich Gnade finden. 2. Fuͤhrst du vaͤterlich Geschlecht, und hast Va⸗ tersitten, ei so hab ich Kindesrecht, und darf kuͤhn⸗ lich bitten; denn den Kin⸗ dern steht es frei, Vaͤter anzuflehen: Vater, deine Vatertreu laß mich Ar⸗ men sehen. 3. Liebster Vater, willst du dich Vater lassen nen⸗ nen, ei so mußt du lassen mich Vatersinn erkennen; denn das waͤre viel zu schlecht, bloßen Ramen fuͤhren, und nicht thun nach Vaterrecht, was sich will gebuͤhren. 4. Run so nimm dich meiner an, wie die Vaͤ⸗ ter pflegen; meine Buß und Thraͤnenbahn laß dich doch bewegen. Meine Suͤnden bringen Schmer die ich hab begangen, a du liebes Vaterherz, laß mich Gnad erlangen. 5. Hast du doch in dei⸗ nem Wort Gnade mir ver⸗ syrochen; laß mich an dee Gnadenpfort nicht ver⸗ geblich pochen. Laß der matten Seufzer Staͤrk durch die Wolken dringen, und von deinem Himmels⸗ berg mir Genade bringen. 6. Ich laß doch nicht eher ab, bis du mir ge⸗ waͤhret Gnade, die ich von dir hab inniglich begehret; segne mich, ich lasse dich eher nicht; ich hange, wie die Klett am Kleid, bis ich Gnad von dir erlange. 7. Du bist GOtt und heißest gut, weil du Gut⸗ that uͤbest, und, gleichwie ein Vater thut, deine Kin⸗ der liebest. Dieser Gut⸗ that laß mich auch, Va⸗ terherz, genießen; laß auf mich nach deinem Brauch deine Gnade fließen. 8. Ach verzeih mir; ach vergieb, was ich mißgehan⸗ delt, weil ich nach der Suͤnden Trieb oftermals gewandelt. Meine Suͤn⸗ den ich versenk, HErr, in deine Wunden: ach der⸗ selben nicht gedenk, laß sie sein verschwunden. 9. Klagt mich mein Ge⸗ 10* wis⸗ ——9————I‚ 220⁵ von wahrer Busze. wissen an und will mich ver⸗ dammen, will der schwarze Hollen-⸗ Mann dich zur Rach anflammen: ei so denke mit Geduld, daß ich Staub und Aschen, und daß mich von meiner Schuld hab dein Blut gewaschen. Cbriftoph Titius. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. Angst und Traurigkeit, die ich jetzt muß empfinden, die jetzt mein Gewissen nagt wegen meiner Suͤnden! 2. O Furcht und Graus, das Hoͤllenhaus, darnach ich pflegt zu ringen, hat den Rachen aufgesperrt, und will mich verschlingen. 3. O Ach und Weh, o Schreckens⸗See, wo soll ich mich verstecken? Ach daß doch die tiefste Gruft moͤchte mich bedecken! 4. Der Erden Saum hat keinen Raum, drin ich kann sicher bleiben; meine Bosheit will mich ganz in den Abgrund treiben. 5. Wie werd ich dort so Krenge Wort an GOttes Richtstuhl hoͤren; weil ich mich die Fleischeslust laß hier so bethoͤren. 6. O GOttes Sohn, du Gnadenthron, ich flieh in deine Wunden, drin hab ich noch jederzeit Ruh und Rettung funden. 7. Dein heilig Blut, das mir zu gut am Kreuze ward vergossen, ist ein Brunn, daraus das Heil 8. Darum, mein Heil, nem Gnugthun haben; meine Suͤnde werd hinfort in dein Grab begraben. 9. O treuer Hirt, wenn Satan wird mein Ueppig⸗ durch dein Verdienst, sonst muͤßt ich verzagen. Johann Franck. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. frommer 270. D und ge⸗ treuer GOtt, ich hab ge⸗ brochen dein Gebot, und sehr gesuͤndigt wider dich: das ist mir leid und reuet mich. 2. Weil aber du, o gnaͤdger GOtt, nicht hast Gefalln an meinem Tod, und ist dein herzliches Be⸗ gehrn, daß ich mich soll zu dir bekehrn: 3. Auf dies Wort, lie⸗ ber Vater fromm, ich ar⸗ mer Suͤnder zu dir komm, und bitt dich durch den bittern Tod und heilige fuͤnf Wunden roth 4. Deins lieben Soh⸗ nes IEsus Christ, der mir 1 gut Mensch worden ist: aß deine Gnad und Guͤ⸗ tigkeit mehr gelten denn Gerechtigkeit. 5. Verschon, o HErr, laß deine Huld zudecken alle meine Schuld: so werd ich arm verlornes Kind le⸗ dig und los all meiner Suͤnd. 6. Ich will, o HErr, kommt auf mich gefloffen. nach deinem Wort mich h bes⸗ laß mich jetzt Theil an dei⸗ keit verklagen, so still ihn 0 — Rhen 1 V. shh 2 Wz ie M Rbscht . RjöW. Mach m Mah . uisa HN II Hcl Hl He Kt A RU Taan Wf thn I x Wlehr chbeg hutr R ihnm Ruh T silt t Ofih, A Mfihgh, Rellio shsth HR V I R Iuhg WEdwet I sf N Nehe udaft he Huschen Wii, Eon WI Wh Sif Hglage Ri. n nen I 0 Del ah hun R Reweth Epg a begrahch lier Hit, Hehh dmein 00 en, so U Vetdiens, i Vekzagen. Pharn dmmnl laßt uns dy begraben. O Eamm und y t, ich hah g 160 igt widet dih Rleid und reut Taber du, „ nicht has Reisem Toh, ö U liches Be⸗ Ich nüch sol n: Vort, li⸗ omm, ich ak. zu dir kommp 0 durch de Tund halhe Mroth licben Sa⸗ hrist, der mi h worden ij⸗ ind und El⸗ Helten da 2 Hen W Huld:so wch Res Kind l all maut „ Hen I 11• 10 von wahrer Busze. 2²1 bessern, leben fromm hin⸗ fort, damit ich moͤg nach dieser Zeit gelangen zu der Ewigkeit. In eigener Aelodie. 271. Critt — Christ, du hoͤchstes Gut, du Brun⸗ quell aller Gnaden, sieh doch, wie ich in meinem Muth mit Schmerzen bin beladen, und in mir hab der Pfeile viel, die im Ge⸗ wissen ohne SZiel mich ar⸗ men Suͤnder druͤcken. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebuͤßet hast am Holz mit Todes⸗Schmerzen; auf daß ich nicht vor gro⸗ ßem Weh in meinen Suͤn⸗ den untergeh, noch ewig⸗ lich verzage. 3. Fuͤrwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so faͤlt mir auf das Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen; ja ich weiß we⸗ der aus noch ein, und muͤßte stracks verloren sein, wenn ich dein Wort nicht haͤtte. 4. Aber dein heilsam Wort das macht mit sei⸗ nem suͤßen Singen, daß mir das Herze wieder lacht, gerne moͤcht im Blute dein von Sünden losgespro⸗ chen sein, wie David und Manasse: 6. Also komm ich nun auch allhie in meiner Angst geschritten, und thu dich mit gebeugtem Knie von ganzem erzen bitten: Verzeih mir doch genaͤdig⸗ lich, was ich mein Tage wider dich auf Erden hab begangen. 7. OHErr, mein GOtt, vergieb mirs doch um dei⸗ nes Namens willen, und thu in mir das schwere Joch der Uebertretung stil⸗ len, daß sich mein Herz zu⸗ frieden geb, und bir hin⸗ fort zu Ehren leb mit kind⸗ lichem Gehorsam. 8. Staͤrk mich mit dei⸗ nem Freudengeist, heil mich mit deinen Wunden; wasch mich mit deinem Todes⸗ schweiß in meiner letzten Stunden, und nimm mich einst, wann dirs gefaͤllt, im rechten Glauben von der Welt zu deinen Aus⸗ erwaͤhlten. 9. Auf daß ich in der ewgen Freud mit Singn und Jubiliren preis ewig deine Herrlichkeit, mit Springn und Triumphi— und fast beginnt zu sprin⸗ren. Erhoͤr mein Bitt nach gen; dieweil es alle Gnad deinem Wort, nimm auf verheißt denen, die mit zer⸗ dein Kind, o treuer Hort, knirschtem Geist zu dir, o durch IEsum Christum. IEsu, kommen. Amen. 5. Und weil ich denn in V1—8. v. Barthol. Ringwaldt. meinem Sinn, wie ich zu⸗Mel. Uun laßt uns den vor geklaget, auch ein be⸗ Leib begraben. truͤbter Suͤnder bin, den 3272. O starker ein Gewissen naget, and— 23— 0 ee⸗ von wah rer Busze. Seelentraft/ 0. liebster Tönen und mein angsllich HErr, o Lebenssaft, was soll ich thun, was ist dein Will? Gebeut, ich will dir halten still. ů 2. Ich kann ja nichts, das weißt du wohl, auch weiß ich nicht, was ich thun soll: du kannst allein ver⸗ richten dies, du weißt es st auch allein gewiß. 3. Rath/ Kraͤft, Held ist niemand als du, Rath giebest du in stiller Ruh; Kraft bist du auch in hoͤchster Noth, Held ist dein Nam, o Wundergott! 4. Du Fels des Heils, erhalte mich, du Lebens⸗ strom, fleuß mildiglich; fleuß doch in meine Seel hinein, ei kehre bei dem Suͤnder ein. 5. Die Zeit ist boͤs und Falschheit voll, ich weiß nicht, wie ich leben soll: du bist ein HErr, der groß von Rath, du bist ein GOtt, der stark von That. 6. Was willst du, HErr? das sage mir. Ich klopf, ach thu doch auf die Thuͤr; Sehnen. 0 2. Ich bin kalt, entzuͤnde mich, o erweich mich Har⸗ ten. Speis mich, ich bin hungerig, feucht mich duͤr⸗ ren Garten. Satan schlaͤgt und erregt sehr viel harte Wunden in Versuchungs⸗ stunden. 3. Meines Fleisches Lust⸗ begier macht mir manche Schmerzen; auch die Welt, die schießet mir Pfeile nach dem Herzen. Mancherlei Menschenscheu sucht mich zu erschrecken und in Roth zu stecken. 4. Ach koͤnnt ich doch, JEsu, dich, wie ich wollte, lieben, o moͤcht ich doch kraͤftiglich solche Lieb aus⸗ uͤren. Brunstiglich wuͤn⸗ sche ich, dich im Geist zu kuͤssen, in dir zu zerfließen. 5. Mein Geist weiß die Wollust wohl, was es sei, dich lieben; doch das Fleisch ist Traͤgheit voll, will die Herrschaft uͤben; Fleisch und Geist zieht und reißt mich auf beiden ich ruf und schrei, du hörst es wohl: Was willst du, Seiten, o da gilt es streiten! 6. Ach was mach ich HErr, daß ich thun soll? Armer doch? Wer wird Joachim Neander. mich in deinem Zorn. 2 7 3 98N gefallner Knecht, voller Blut und Schlage, ich, dein Diener, bin wohl erretten? Wohin aalel. Straf mich nicht Wer wird mid deach⸗ wird mich vertre⸗ ten? HErr, mein Heil, komm in Eil, brich des Fleisches Tuͤcke, die ver⸗ strickten Stricke. 7.(IEsus.) Sieh, ich komme und erfuͤll, Seele, recht Ach meß faul und dein Verlangen, ja ich kuͤs⸗ traͤge. Ach mein GOtt Ze⸗ se dich und will dich mit baoth, hoͤr mein Schreien, Lieb umfangen; 5— 9 0 ö no HDead III fl vh Hand de N IIRdt Hhe A waß ssl W OM HsHater WIII h. I D Oc Wlenwirde IuSe funh N Alh chch n Al. . . ö Iikoltzen Wiich 6 mich, W feucht michh . Sutmn h scht il 6 Versuchug Kogleischesdu mit munt 2 uchhe mir Pfilanth . Manchest 0 chen suchtuh Pone I Lihnnt ich duh Wie ich wolh rbcht ich duh che Lieb aut⸗ nsiglich vün⸗ N— u yrfichen (Geist weiß Re Ihlswns es seh doch 0 niann dn errschaft ubaj d. Geist sh nch ufkhn Rgilt esstretet. as much Wet mi ten? Wohh endlich Loh mich halh / mein h dil/ hlich N ucke/ N M ide. 15.) Stch⸗ + erfüll, Sl Ren, Nich l W Rch Ml eil;* Von wahrer Guszt. 223 erHensel und Tod/ ja/ der Hoͤllen Banden mache ich zu Schanden 8. Meinen Geist den schenk ich dir, der das eisch bezwinge; auch die Lieb, die dich zu mir zieh unnd kraͤftig dringe. Ich heil dich/ dich will ich reilt⸗ gen und enthinden, siarken kraͤftgen, gruͤnden. 9. Deiner Wunden tie⸗ fen Schmerz heilen meine Wunden; deine Schlaͤge hat mein Herz dir Zum O Heil empfunden. Drag Geduld⸗ alle Schuld soll mein Blut bezwingen, soll mein Blut verschlingen. 10, Dieser reine Puxpur⸗ schweiß machet alles rei⸗ nez was nicht reine, das wird weiß durch dies Blut alleine: die Natur, Krea⸗ tur und dies ganze Wesen soll dadurch genesen. 11.(Seele.) O wie rein ist doch dein Blut, IEsu, meine Wonne! Schnee⸗ weiß ist die Wundenflut, heller denn die Sonne. Ganz und gar hell und klar werden dort die Dei⸗ nen durch dein Blut er⸗ scheinen.——— 12. Dank sei dir, dus GOtteslamm, daß du uͤberwunden, daß du mir am Kreuzesstamm die Erlo⸗ sung funden. Ich bin dein, dir allein will ich mich er⸗ geben, in dir siegen, leben. Ludw. Andr. Goͤtter Mel. vater unser im immeirrich. So wahr ich Otebe, spricht dein GOtt, mir ist nicht lieb des Suünders Tod; vielmehr Ast dies mein Wuusch und Will, daß er von Suͤnden halte still von seiner Bosheit kehre sich, und lebe mit mir ewiglich. 2. Dies Wort bedenk, 0² Menschenkind⸗ verzweifle nicht in deiner Suͤnd. Hier findest duTrost, Heil und Gnad, die GOtt dir hat, und zwar einen theuren Eid. selig, dem die Suͤnd ist leid. 3. Boch huͤte dich vor Sicherheit, denk nicht: Es ist noch 770 Zeit; ich will erst froͤhlich sein auf Erd, und wenn ich Lebens muͤde werd/ alsdann will ich bekehren mich, GOtt wird wohl mein erbar⸗ 4. Wahr ists, GOtt ist zwar stets bereit dem Suͤnder mit nhEe keit; doch wer auf Gnade suͤndigt hin, faͤhrt fort in seinem boͤsen Sinn, und seiner Seelen selbst nicht schont, dem wird mit Un gnad ab gelohnt. 5. Gnad hat dir zuge⸗ get GOtt von wegen Christ Blut und Tod; 0ch sagen hat er nicht ge⸗ wollt/ ob du bis morgen le⸗ ben sollt; daß du mutpt ster⸗ ben ist dir kund, verbor⸗ gen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, kanns aͤndern uund Wer heut ist frisch, gesund und roth, ist morgen krank, ja men sich. 22⁴ ͤ—— von wahrer Busze. ja wohl gar todt. So du Lager fließen von den Thraͤ⸗ nun stirbest ohne Buß, nenguͤssen. dein Leib und Seel dort brennen muß. 5. Ach ich bin so muͤd und mutt von den schwe⸗ 7. Hilf, o HErr JEsu, ren Plagen; mein Herz ist hilf du mir, daß ich jetzt komme bald zu dir, und Buße thu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinruͤck; auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann. In eigener Melodie. 0(Straf mich 260.— nicht in deinem Zorn; großer GOtt, verschone. Ach laß mich nicht sein verlorn, nach Verdienst nicht lohne. Hat die Suͤnd dich entzuͤndt, losch ab in dem Lamme deines Grimmes Flamme. 2. HErr, wer denkt im Tode dein? wer dankt in der Hoͤllen? Rette mich aus jener Pein der ver—⸗ dammten Seelen, daß ich dir fuͤr und fuͤr dort an jenem Tage, hoͤchster GOtt, der Seufzer satt, die nach Huͤlfe fragen. Wie so lang machst du bang meiner ar⸗ men Seele in der Schwer⸗ muthshoͤhle. 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir: GOtt der hoͤrt mein Beten. Run⸗ mehr darf ich mit Begier vor sein Antlitz treten. Teufel weich, Hoͤlle fleuch Was mich vor gekranket, hat mir GOtt geschenket. 7. Vater, dir sei ewig Preis, hier und auch dort oben, wie auch Christo gleicher Weis, der allzeit zu loben; heilger Geist, sei gepreist, hoch geruͤhnit, geehret, daß du mich er⸗ hoͤret. Joh. Georg Albinus AMlel. Sion klagt mit Angst und Schmerzen. 276. Velat Trof Lob sage. 3. Zeig mir deine Va⸗ ters⸗Huld, staͤrk mit Trost mich Schwachen; ach, HErr, hab mit mir Ge— duld, mein Gebeine kra⸗ chen; heil die Seel mit dem Oel deiner großen Gnaden, wend ab allen Schaden. 4. Ach sieh mein Ge⸗ beine an, wie sie all er⸗ starren; meine Seele gar nicht kann deiner Huͤlfe harren. Ich verschmacht; Tag und Nacht muß mein IEsu Kreuz ö kron bring ich her vor dei— erscheinen; siehest du dein Kind denn nicht bitterlich mit Petro weinen? wie es mit Manasse spricht? wie es schlaͤgt an seine Brust? wie die eitle Suͤndenlust wird aus Reue so ver⸗ fluchet? wie es weinend Gnade suchet? 2. Hast du, Vater, nicht geliebet mich vor aller Ewigkeit? So mich nun die Schuld betruͤbet, troͤst ich mich der Gnadenzeit: und Dornen⸗ nen 00%/R Nacht fü scheh, Ua est 4. 00 Caihe, Wn Wache I1 M Mabee Pih schlche WIIl W 5Hn Unhet, Mamm, gfn N 7 ich bin s6 6 von der sch mein Hahn Ner satt, Mig Ven. Wirolh bang mamterz I. der San It, iht ga mir: 60, in Beten.x ich mt Beh Wntt tren ch, Hülle flech or geltnnt Ott gescherk Ir, dir seh eh AUnd auch dit auch Chrt 25/ det gllh heilger Geis hoch geruͤhnt du mich er⸗ „Gtorg Mbinus uklagt mit WSchmerpen. Nic, — li Te siehest du dah hicht bittellt Heinen? wit e se spricht' u In seine Blis le Suͤndenn Reue 0 ie ed Welhch et? ½/ Vitet ch bor all o mich su bettübet/ r Gnadethel und Oonmth her vot V von wahrer Busze. 2²⁵ nen Thron. Hat dein Sohn nicht das erlitten, und kann kraͤftig fuͤr mich bitten? 3. Zwar du bist gerecht, ich schaͤme mich der Un⸗ gerechtigkeit. So ich Fei⸗ genblaͤtter nehme, meiner Werke nichtig Kleid, deckt es doch die Bloͤße nicht; so du, Vater, vor Gericht Recht fuͤr Gnade laͤssest gehen, wer ist rein, wer kann bestehen? 4. Gleichwohl sagst du zu das Leben, und willst nicht der Suͤnder Tod; du willst schenken und ver⸗ geben, wo verlassen dein Gebot, wo aus boͤs⸗ver⸗ derbter Art auf der breiten Hoͤllenfahrt ich mich habe lassen finden in ganz un⸗ gebuͤßten Suͤnden. 5. Suche mich, dein Schaͤflein, wieder, du mein GOtt und treuer Hirt, welches irrig auf und nie⸗ der Woͤlfen sonst zum Raube wird; schließ in IEsu Wunden ein das ver⸗ scheuchte Taͤubelein, daß es Satan nicht erwische in dem wuͤsten Weltgebuͤsche. 6. HErr, ich habe zwar verzogen, bin, nach Noaͤ Rabenart, sicher hin und her geflogen, habe Buße lang gespart; jetzt thu ich u dir den Tritt, bringe eu und Glauben mit. HErr, ich komme hochbe⸗ laden, nimm dein armes Kind zu Gnaden. Benjamin Prätorius. Mel. Aus tieser noth schrei ich zu dir. * Hei 277. n hilfet mir, wer fuͤhret mich zum Leben? Zu niemand, HErr, als nur zu dir will ich mich frei begeben. Du bift, der das Verlorne sucht, du segnest das, so war verflucht; hilf, JIEsu, dem Elenden. 2. HErr, meine Suͤnden aͤngsten mich, der Todes⸗ leib mich plaget: o Lebens⸗ GOtt, erbarme dich, ver⸗ gieb mir, was mich naget. Du weißt es wohl, was mir gebricht, ich weiß es auch und sag es nicht; hilf⸗ IEsu, dem Betruͤbten. 3. Du sprichst, ich soll mich fuͤrchten nicht; du ufst: Ich bin das Leben! Drum ist mein Trost auf dich gericht, du kannst mir alles geben; im Tode kannst du bei mir stehn, in Noth als Herzog vor mir gehn; hilf;, IEsu, dem Zer⸗ knirschten. 4. Bist du der Arzt, der Kranke traͤgt? auf dich will ich mich legen; bist du der Hirt, der Schwache yflegt? erquicke mich mit Segen. Ich bin gefaͤhrlich krank und schwach; heil und ver⸗ bind, hoͤr an die Klag: hilf, IEsu, dem Zerschlagnen. 5. Ich thue nicht, HErr, was ich soll; wie kann es doch bestehen? Es druͤcket mich, das weißt du wohl; wie wird es endlich gehen? Elender ich, wer wird mich doch erloͤsen von dem To⸗ desjoch! Ich danke GOtt durch Christum. Joachim Neander. Mel. 10 226 von wahrer Zußze. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich zu dir. und viel, als waͤr ich gar verblendet, gesuͤndigt ohne Zahl und Ziel, von GOtt mich abgewendet, der mir doch nichts denn lauter Gnad und Wohlthat stets 3 erwiesen hat in meinem ganzen Leben. 2. Weh mir, daß ich vor meinem GOtt mein Herz so fest verschlossen, in Noth zu sein war un⸗ verdrossen. Viel Greuel hab ich drein gebracht, es ist jetzt wie ein garstig Schacht, darin der Sa⸗ tan wohnet. 3. Mich uͤberzeuget Herz I und Sinn, ich muß es frei bekennen, daß ich der groͤßte Suͤnder bin, darf mich nicht anders nennen; doch wenn ich dich, o GOtt, 166 schau an, mit nichten ich verzweifeln kann, du kannst und willst mir helfen. 4. Groß ist zwar meine Missethat, die mich bisher Tech mir, datz 2 78. Wé ich so oft d da er mir doch ein Schutz st ich wart und hoff: ach laß mich Gnade finden. 6. Ich bin das unge⸗ rathne Kind, das sich von ir gewendet, und mit dem frechen Weltgesind sein Erbtheil hat verschwendet; dich, als das Lebensbrod, ohn Scheu hintangesetzt, und wie die Saͤu mit Traͤ⸗ bern sich gefuͤllet. 7. Ich habe dir oft wi⸗ derstrebt, gefolget meinen Luͤsten, und den Begierden nachgelebt/ die, was recht ist, verwuͤsten. Das hoöch⸗ e Gut hab ich veracht, auf das, was zeitlich ist, gedacht, und in der Welt hoch pranget. 8. Doch aber bitt ich dich, aus Gnad wollst deß nicht mehr gedenken, was ich geuͤbt fuͤr Frevelthat, ins Meer wollst du sie sen⸗ ken. Die Suͤnd erlaß, die Straf abfuͤhr, ein neues Leben schaff in mir um deines Sohnes willen. Joh. Heermann. In eigener Melodie. +7 irf ab von 279. W' mir das schwere Joch der Suͤnden, besessen; doch ist weit gro⸗ her deine Gnad, niemand kann sie ermessen. So groß, errette mich, mein JEsu, durch dein Blut; wenn fer⸗ o großer GOtt, du bist, so ner mich die Luͤste wollen groß ist auch zu aller Frist, binden, befreie mich r n bei dir die Gnad und Guͤte. deine Liebesglut. Hier i 5. Die hast du keinem je mein Herze, zermalmt von versagt, weil diese Welt ge⸗ Leid und Schmerze: du standen. Wer dir vertraut wirst mich ja nicht lassen und nicht verzagt, wird in den Banden; ich hab auf munmmermehr zu Schanden. dich gebaut, und, IEsu, 0 bitt, ich fleh, ich schrei,¶deiner Huld vertraut/ drum ruf, auf deine Gnad werd ich nicht zu 2 J slscheh 60 hft V Hacbotg H-HN gafrtit. chl me Be Hj aet u 70 . Ki0 hüne 0 Hiht. H in doß mash „das sch unh mithe Kltgesird sh betscwat 0s dcenhg Si Befüllet Vabe dir oft hz efolget weitg Den Begiech S„ Was h Den. Das h ich herach nl zeillch f in der Wh * Laber bitt ih nd wol Vedenken, waß Frehelthat, Us du sie seh⸗ vind erlaß, de e, ein Rehes in mir un Sies willen Ioh. Heerman. r Alelodit ilf ab H W mir du der Sindh 2„ mein Nih lut: wenn fl Lüste wolh ie mich dut glut. Het ermalmnt iy Nöchmertt: IN nicht lss Anich habn und/ VI 166 0 IU Schah 41 von wahrer Husze. 2²⁷ 2. Ich will dir nur mein falsches Herz bekennen, ich zeuge hier von dem, das mir bewußt; ich ließ in mir ein fremdes Feuer bren⸗ nen, und heuchelte mit der verbotnen Lust: ich bin ge⸗ glitten, weil ich nicht treu gestritten. Du wollst mich nicht mehr lassen in den Banden; dieweil ich dir ver⸗ trau, und stets alif deine Wahrheit bau, so werd ich nicht zu Schanden. 3. Dich hatt ich nicht, o Hoͤchster, stets vor Augen, noch deine Furcht mir recht in Sinn gedruͤckt; ich luͤ⸗ sterte nach Dingen, die nicht taugen, die haͤtten mir fast meinen Geist erstickt. HErr, deine Treue wird jetzo wie⸗ der neue, indem du mich befreiest von den Banden; ich hab auf dich gebaut, und deiner Liebe nur ge⸗ traut, drum werd ich nicht zu Schanden. 4. Ich strebte auch gar oft nach hohem Wesen, und ging nicht recht in wahre Demuth ein; wenn meine Lust was Schnödes sich er⸗ lesen, mußt oft dein Dienst der Falschheit Schminke sein. O daß ichs sage, und nicht genug beklage! Ach biene mich mit Macht aus iesen Banden; dieweil ich dir vertrau, und nur auf deine Guͤte bau, so werd ich nicht zu Schanden. 5. O siehe doch, wie meine Seele aͤchzet, und sich nach dir und deinem Stromlein sehnt! Wie duͤr⸗ res Land nach frischem Re⸗ gen lechzet, also mein Geist nach Lebenswasser stoͤhnt. Komm ja, und leite mich bald zu deiner Seite, und Hehe mich mit Macht aus iesen Banden. Ach hil mir dir vertraun, und Trot in deine Seite baun, so werd ich nicht zu Schanden. 6. Gieb mir dein Fleisch doch wuͤrdig zu genießen, und druͤcke mich an deine sanfte Brust; laß auch dein Blut in meine Seele flie⸗ ßen, und schwaͤche so die Wurzel boͤser Lust, daß keine Sůnden in mir den Wohn⸗ platz finden, und laß mich nicht mehr fesseln mit den Banden. Ich will dir stets vertraun, auf dich den Le⸗ bensfelsen baun, so werd ich nicht zu Schanden. 7. Gieb mir das Pfand der Seligkeit zu schmecken, und druͤcke mir dein wer⸗ thes Siegel ein, zur Macht im Streit, zur Labung in dem Schrecken, wenn du mich siehst nach frischer Kuͤhlung schrein; zur Kraft im Kaͤmpfen, die Fleisches⸗ lust zu daͤmpfen. Ach HErr, ach laß mich ja in keinen Banden; gieb, daß ich dir vertrau, und nur auf dei⸗ nen Willen bau, so werd ich nicht zu Schanden. 8. Laß deine Glut der Liebe in mir brennen, laß deinen Tod mir in Gedan⸗ ken stehn; laß keine Lust mich jemals von dir tren⸗ nen, noch mich aus Furcht von dir zuruͤcke gehn. Sonst wie dein Wille, ich halte gerne stille. Wenn du mich vrũ⸗ 2— eettttttfxtttT“!T!.!.·.TT᷑T᷑EHT. ———— 228 von wahrer Busze. ö pruͤfen willst in Kreuzes⸗ banden, so will ich dir ver⸗ ö traun, und fest auf deine Treue baun, so werd ich nicht zu Schanden. Mel. Auf meinen lieben 5Ott 280. Wo sauben 2. O JEsu voller Gnad, auf dein Gebot und Rath kommt mein betruͤbt Ge⸗ ö muͤthe zu deiner großen Guͤte; laß du auf mein Gewissen ein Gnaden⸗ troͤpflein fließen. 3. Ich, werf alle meine A tig schrecken, in deine tie⸗ Blut, die schoͤne rothe Herz verbinde, und ihr Meer sie tief versenke. tröͤst, weil du mich selbst erloͤst; was ich gefuͤndigt im Grabe: da hast du es verschlossen, da wirds auch bleiben muͤssen. 6. Ist meine Bosheit roß, so werd ich ihr doch los, wenn ich dein Suͤnde. 8. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen waͤr, darf ich doch nicht verzagen, mit dir kann ich sie schlagen; dein Blut darf ich nur zeigen, so muß ihr Trutz bald schweigen. 9. Dein Blut, der edle Saft, hat solche Staͤrk ö und Kraft, daß auch ein dein betruͤbtes Troͤpflein kleine die ganze „alle meine Welt kann reine, ja gar Sünd, so viel ihr in mir aus Teufels Rachen frei/ stecken, und mich so hef⸗los und ledig machen. 10. Darum allein auf „ sen Wunden, da ich stets dich, HErr Christ, verlaß Heil gefunden. i A. Durch dein unschul⸗nicht verderben, dein Reich 90 the muß ich ererben; denn du M Tlut, wasch ab all meine hast mirs erworhen, da du 10 Suͤnde, mit Trost mein fur mich gestorben. ch mich; jetzt kann ich 11. Fuͤhr auch mein Herz nicht mehr gedenke, ins und Sinn durch deinen ö Geist dahin, daß ich und 5. Du hist der, der mich alles meiden, was mich un dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Glied⸗ hahe, hast du verscharrt maaß ewig bleibe. Johann Heermann. V e VI. Susih Nosen Haaftam uunm del hiht: Fesche Lehte t htn ganuch s 0 Hahe uji K IW h n t Mahn Izat Wsh u W M Wade R Henen nen DN wenn ih u0 l 2 0 Asse. Wer Handet, al 10 Leshnmda mangelt zug loch wigih lst ales nez Iyt mit deng Iitichüberni fel, Hu Iunn des Suumn Eoanz ertgrgn Lich doch nih Huit dir kann i lein Blut du so muß ir Ischweigen. Wlut, der ell solche Sut Hhaß auch ein Wihe die ganze Vreine, in gar Rachen sftez 9 Machen. Ium allein auf Christ, verh Wett kann ih Ven, dein Reih beh; denn borben, dud Horden. Tuch meit hn dutch dahh aaß ich 1 was nichn geiden, bih Pribe ein Gies Hleibe. unn Hiernam II. V vom Glauben. 229 II. Vom In eigener Melodie. ein IEsu, 281. M dem die Seraphinen im Glanz der hoͤchsten Maiestaͤt selbst mit bedecktem Antlitz dienen, wenn dein Befehl an sie ergeht: wie sollten bloͤde Fleischesaugen, die nur verhaßte Suͤnden-Nacht mit ihrem Schatten truͤb gemacht, dein helles Licht zu schauen taugen? 2. Doch goͤnne meinen Glaubensblicken den Ein⸗ gang in dein Heiligthum, und laß mich deine Gnad erblicken zu meinem Heil und deinem Ruhm. Reich deinen Zeyter meiner Seele, die sich wie Esther vor dir neigt, und dir als deine Braut sich zeigt; sprich: Ja, du bists, die ich er⸗ waͤhle. 3. Sei gnaͤdig, IEsu voller Guͤte, dem Herzen, das nach Gnade lechzt; hoͤr, wie die Zung in dem Gemuͤthe: GOtt, sei mir Armen gnaͤdig! aͤchzt. Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen; wie koͤnntest du ungnaͤdig sein dem, den dein Blut von Schuld und Pein erloͤst, da es so reich geflossen. ö ö 4. Ich fall in deine Gnadenhaͤnde, und bitte mit dem Glaubenskuß: Gerechter Koͤnig, wende, wende die Gnade— der Herzensbuß! Ich bin ge⸗ Glauben. recht durch deine Wun⸗ den, es ist nichts Straͤf⸗ lichs mehr an mir; bin aber 40 versoͤhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden. 5. Ach laß mich deine Weisheit leiten, und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg bestaͤndig bis ans Ende wandle, damit ich auch zu jeder Zeit in Lieb und Herzens⸗Freudigkeit nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waf⸗ fen aus der Hoͤhe, und staͤrke mich durch deine Miacht, daß ich im Glau⸗ ben sieg und stehe, wenn Staͤrk und List der Fein⸗ de wacht; so wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre fuͤhrt, und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden. 7. Ja, ja, mein Herz will dich umfassen erwahl es HErr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron: so wuͤrdig auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau faͤllt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf 3u dir im Glauben, steig 0 n 230 vom Slauben! in Lieb herab zu mir. Laß mir nichts diese Freude rauben; erfulle mich nur anz mit dir. Ich will dich ficeden ehren, so ang in mir der Puls sich regt/ und wenn derselh auch nicht mehr schlaͤgt, so soll doch noch die Liebe waͤhren. 3%½%% Woͤlfge Ehristoph Deßler. Mel. nun freut euch, lieben Christen gmein. 9 GOttes 282. O Sohn, HErr IEsu Christ, daß man recht koͤnne glaͤuben, nicht iedermannes Ding so ist/ noch standhaft zu ver⸗ bleiben: drum hilf du mir von oben her, des wahren Glaubens mich gewaͤhr, und daß ich drin beharre. 2. Lehr du und unter⸗ weise mich, daß ich den Vater kenne; daß ich, o Christe IEsu, dich den Sohn des Hoͤchsten nen⸗ ne; daß ich auch ehr den heilgen Geist, zugleich ge⸗ lobet und gepreist in dem dreieingen Wesen. 3. Laß mich vom großen Gnadenheil das wahr Er⸗ kenntniß finden, wie der nur an dir habe Theil, dem du vergiebst die Suͤnden. Hilf, daß ichs such wie mir keit mir werd, wenn ich von Suͤnden bin beschwert, dein Kreuztod zugerechnet. 5. Den Glauben, HErr, laß troͤsten sich des Bluts⸗ sondu vergossen: auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit eingeschlossen; und durch den Glauben auch die Welt, und was die⸗ selb am hoͤchsten haͤlt, fuͤr Koth und Staub nur achte. Waͤr auch mein Glaub wie Senfkorn klein und daß man ihn kaum mer⸗ ke, wollst du doch in mir maͤchtig sein, daß deine Gnad mich staͤrke, die das zerbrochne Rohr nicht bricht, das glimmend Tocht auch vollends nicht ausloͤ⸗ schet in den Schwachen. 7. Hilf/ daß ich stets sorg⸗ ebal sei, den Glauben zu behalten; ein gut Gewissen auch dabei, und daß ich so moͤg walten, daß ich sei lauter jederzeit, ohn An⸗ stoß, mit Gerechtigkeit er⸗ fuͤllt und ihren Fruͤchten. 8. Err, durch den Glau⸗ ben wohn in mir, laß ihn sich immer staͤrken, daß er sei fruchtbar fuͤr und fuͤr, und reich in guten Wer⸗ ken; daß er sei thaͤtig durch die Lieb, mit Freuden und Geduld sich uͤb, dem Naͤch⸗ gebuͤhrt, du bist der Weg, sien fort zu dienen. der mich recht fuͤhrt, die 9. Insonderheit gieb mir Wahrheit und das Leben. die Kraft, daß vollends bei 4. Gieb, daß ich traue dem Ende ich uͤb die gute deinem Wort, ins Herze Ritterschaft, zu dir allein es wohl fasse; daß sich mich wende in meiner letz⸗ mein Glaube immerfort ten Stund und Noth, des Glaubens End durch deinen Tod, die Seligkeit,„rt 10. HErr auf dein Verdienst ver⸗ lasse; daß zur Gerechtig⸗ x d Auuh ih. annh/ I NO D h in hu Iu t R MWhch Wst, ac Aasant her Mah 0 Kitd Hrsch H S M R N WAett AMG et Wun II Ot Dun Isct, ch AUhheh Ih Asht u EWh r . ih Hhun elt, und wagh, Ehfeg hüt, 1 Smub Hur U d Seuftetyth ihnKum S doch un Nein, dah Ren faͤrtke, diehy . Ma mmendih nscht guit Schwachg hich stets sag In Glaubaht u Higt Gewisse und doß ich si „ dad ich f Vet, ohn, As Herechtigket de hten Früchet Durch dez Gal⸗ n. Mit/ A faͤrken, Ain Et für unhflh In gusen W sei thätgh Freudeh u0 Ub/ den Mih * dietten, derheit gehth Haß vollrdi ich ub di 0 R d lmeigek und uth⸗N Anddurch 0 eit,erlghh vom Glauben. 231 10. HErr JEsu, der du angezuͤndt das Fuͤnklein in mir Schwachen/ was sich vom Glauben in mir findt, du wollst es staͤrker machen; was du gefangen an, voll⸗ fuͤhr bis an das End, daß dort bei dir auf Glauben folg das Schauen. David Denicke. Mel. O GSOtt, du from⸗ mer GOtt. Mersuchet euch 8. D doch selbst, ob ihr im Glauben stehet/ ob Christus in euch ist, ob ihr ihm auch nachgehet in Demuth und Geduld, in Sanftmuth, Freundlich⸗ keit, in Lieb dem Raͤchsten stets zu dienen seid bereit? 2. Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief ver⸗ borgen, bricht als ein Glanz hervor, scheint als der helle Morgen; erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, verneuert Herz und Muth, macht uns zu GOt⸗ tes Kind. ö 3. Er schoͤpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Le⸗ ben, und pflegt in Einfalt es dem Naͤchsten wieder⸗ geben; dieweil er uͤberreich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, beken⸗ net IEsum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was GOtt im Wort zu⸗ rel fo drum muß der Zwei⸗ fel fort, die Schwermuth wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt die Hoff⸗ nung an den Tag, haͤlt Sturm und Wetter aus, besteht im Ungemach. 5. Aus Hoffnung waͤchst die Lieb; weil man aus GOttes Haͤnden nimmt alle Dinge an, nicht zuͤr⸗ net, thut nicht schaͤnden; denn alles uns zu Nutz und Besten ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren GOttes Feind: er giebt uns seinen Sohne, sein eingebornes Kind, zu einem Gnaͤden⸗ throne, setzt Liebe gegen Haß: wer glaͤubig dies er⸗ kennt, wird bald in Lieb entzuͤndt, die allen Haß verbrennt. 7. Wie uns nun GOtt gethan, thun wir dem Naͤchsten eben: droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Lebenz flucht er, so segnen wir. In Schande, Spyott und Hohn ist unser bester Trost des Himmels Ehrenkron. 8. Setzt uns GOtt auf die Prob, ein schweres Kreuz zu tragen: der Glaube bringt Geduld, macht leichte alle Plagen; statt Murren, Ungeberd wird das Gebet erweckt; weil aller Angst und Noth von GOtt ein Ziel gesteckt. 9. Man lernet nur da⸗ durch sein Elend recht ver⸗ stehen, wie auch des Hoͤch⸗ sten Guͤt; haͤlt an mit Bitten, Flehen, verzaget an sich selbst, und trauet Christi Kraft, vernichtet sich zu Grund, saugt nur aus IEsu Saft. 10. Haͤlt sich an sein Verdienst, erlanget 440 un 232 vom 77——RTRRRRRRRRrs&Tæ&łæT&yͤ öc0c00000—0——— Gebet. und Staͤrke, in solcher auch wohl bewahren; al⸗ Zuversicht zu uͤben gute lem Unfall will er wehren, Werke; steht ab vom Ei⸗ gensinn, flieht die Ver⸗ messenheit, haͤlt sich in GOttesfurcht im Gluͤck und schwerer Zeit. 11. So pruͤfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet; denn Christi Leben ists, wonach der Glaube strebet; erst machet er ge⸗ recht, dann heilig, wirket Lust zu allem guten Werk: sieh, ob du auch so thust. 12. O Err, so mehre doch in mir den wahren Glauben, so kann mich keine Macht der guten Werk berauben. Wo Licht ist, geht der Schein frei⸗ willig davon aus; du bist mein GOtt und HErr, be⸗ wahr mich als dein Haus. In eigener Melodie. 24 WMiir glauben 284. Wé all an ei⸗ nen GOtt, Schoͤpfer Him⸗ mels und der Erden, der sich zum Vater geben hat, daß wir seine Kinder wer⸗ den. Er will uns allzein kein Leid soll uns wider⸗ fahren; er sorget fuͤr uns, huͤt und wacht, es steht alles in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an IEsum Christ, seinen Sohn und unsern HEr⸗ ren, der ewig bei dem Va⸗ ter ist, aleicher GOtt von Macht und Ehren; von Maria der Jungfrauen ist ein wahrer Mensch gebo⸗ ren, durch den heilgen Geist im Glauben, fuͤr uns, die wir warn verlo⸗ ren, am Kreuz gestorben, und vom Tod wieder auferstanden durch GOtt. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, GOtt mit Vater und dem Sohne, der aller Bloͤden Troͤster heißt, und mit Gaben zieret schoͤne; die ganz Christen⸗ heit auf Erden haͤlt in ei⸗ nem Sinn gar eben; hie all Suͤndn vergeben wer⸗ den; das Fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Elend ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. ernaͤhren, Leib und Seel Dr. Martin Luther. Ul. Bom Gebet. Mel. Thristus, der ist mein Leben. 2 ch bleib mit 285. Ademer hug⸗ de bei uns, HErr IEsu Chris, daß uns hinfort nicht schade des bͤsen Fein⸗ des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erloser werth, daß uns beid hier und dorte sei Guͤt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem nem Glanze bei uns, du werthes Licht, dein Wahr⸗ heit uns umschaͤnze, damit wir irren nicht. 4. Ach 0 N R WA Rerncht 5 Scht hib/ N ht rl h1 Wt 6. Mc. Tue bei Il 60 illahe M Mn ö Vh. h sthch WI Ort Wheig s Gis Wit PIC RNch de sh I Ub nch Mft Iu Iuh fh Hrjn sr 3. M seh sg ANpiß m Aehinj ten hchin f Wah Hez hen N 1 wil uch sol Uhs g sorget fii wacht, nst Maht chauben ag 21 Chtis, shz dunsern Swig bei en Y Licher Gott hy 1 Ehren Jungfranen i Meksch gehe s 40 den Hl Glaubeh, fr Voir warn hetl⸗ Wreuzee Hn h Tod ½ wihh Tdurch GO Lauben an du , GOtt n dem Sohne Wibden Troöset Gaben sieret In Chasder eh haͤlt in&⸗ Iur dben; he bergeben we⸗ eisch soll auß nach* reit:; unt al vigleit Mertin Lulhe. — R.. guns 91 uns hed K * Gu 2 nit Runt vom Gebet. 233 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Err, dein Gnad und alls Vermoͤgen in uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei une, du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze und faͤll die boͤse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein HErr und GOtt, Bestaͤndigkeit verleihe, hilf uns aus al⸗ ler Noth. Josua Stegmann. In eigener Melodie 47— ir, dir, Je⸗ 286. D hovah, will ich singen; denn wo ist doch ein solcher GOtt, wie du? Dir will ich meine Lieder bringen: ach gieb mir deines Geistes Kraft dazu, daß ich es thu im Namen IEsu Christ, so wie es dir durch ihn gefaͤllig ist. 2. Zeuch mich, o Va⸗ ter, zu dem Sohne, da⸗ mit dein Sohn mich wie⸗ der zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne, und meine Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden GOttes schmeck und fuͤhl, und dir darob im e sing und spiel. 3. Verleih mir, Hoͤch⸗ ster/ solche Guͤte, so wird gewiß mein Singen recht gethan; so klingt es schoͤn in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahr⸗ heit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im hoͤhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seuf⸗ sch die ganz unaussprech⸗ ich sind; der lehret mich recht glaͤubig beten/ giebt eu meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe IEsu Christi sei, daher ich Abba, lieber Va⸗ 985 schrei. Wenn dies aus mei⸗ 255 Herzen schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz/ und wallet ganz bruͤnstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Wil⸗ len hab gethan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen einge⸗ richt, und wird ger wiß von dir erhoͤret, weir es im Namen deines Sohns ge⸗ schicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugniß habe, drum bin ich voller Trost und Freudigkeit, und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlange Lezrrzeit⸗ die iebst du und thust uͤber⸗ chwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in IEsu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst ver⸗ tritt; in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, 990 u oͤffne mein Gehoͤr, daß ich 23⁴ vom FIFFIFIFIFITTtttttrrffrff!TPT᷑!᷑!᷑!᷑!·.·.·.TRFHFH TTEFEÿꝗH:WE&:?:?:?:?:. T T.TC Sebet. schenkest solche Se⸗ich dich: HErr/ sieh auf lig eit! Barthol. Crasellüg. In cigenet Melodie. 287. Her de dicht fere mich und merke auf mein Wort/ o du mein treuer Hort, denn ich will vor dir beten, und jetzt vör deinen Thron im Geist durch deinen Sohn mit Flehen glaͤubig treten; du giebst mir hiezu das Wollen. Weil wir aber doch nicht wissen, was und wie wir bitten sollen, wird dein Geist mich lehren muͤs⸗ sen schreien, seufzen innig⸗ lich: HErr, hoͤre mich, HErr, hoͤre mich! 2. HErr/ lehre mich/ und 0 deiner Lehr mich gaͤnz⸗ lich moͤge kehren, und in des Herzens Grund die Stimm aus deinem Mund recht deutlich koͤnne hoͤren. Mache den Verstand ver⸗ staͤndig, und den Willen dir recht willig; mache meine Sinnen baͤndig/ daß sie sein gesinnt, wie billig, dir zu dienen heiliglich. HErr,/ leh⸗ re mich, HErr lehre much, 3. HErr, sieh auf mich, und laß dein wahres Licht und gnaͤdig Angesicht mir leuchten und mich leiten. Bewahre meinen Gang, damit mein Leben lang mein Fuß nicht moͤge glei⸗ ten, noch von deiner Bahn abweichen. Laß mich nicht die Tuͤcke faͤllen, so die Feinde mir erzeigen, die mir Retz und Stricke stel⸗ len, darum fleh und bitt mich/ HErr/ sieh auf mich! 4. Err/ zieh auch mich mit deinem Gnadenblick, uruͤck guf das, was ist dahinten; gieb daß ich mein Gesicht nur einzig dahin richt, wo ich das Kleinod finden und das Ziel erlangen elie das du mir hast vorgestecket; auch nicht werde laß und traͤge, bis ich hab den Läuf vollstrecket, und geendet se⸗ liglich. HErr, ziehe mich, HErr, ziehe mich! HErr, staͤrke mich mit deines Geistes Kraft in meiner Ritterschaft, daß ich moͤg tapfer ringen. Zeuch du zu aller Zeit selbst vor mir her im Streit, damit ich kann bezwingen Teufel, Suͤnde, Welt und alles, was mir nach des Seelen stehet, und sich freuet meines Falles: deine Rechte sei erhöhet uͤber mir, so siege ich. HErr, staͤrke mich, HErr staͤrke mich! 6. HErr, merk auf mich, wenn ich bin in Gefahr, und doch nicht immerdar dich sehe oder hoͤre. Wenn du dich stellest hart, wie deine Gegenwart mir gar entzogen waͤre, da giebHoff⸗ nung und Vertrauen, daß ich treu sei bis ans Ende, und kann ich dich gleich nicht schauen, nimm mich doch in deine Haͤnde, daß ich merk und fuͤhle dich; HErr, merk auf mich, HErr, merk auf mich! 7. HErr, weide mich auf einer gruͤnen Au, wo mir Rah 5f6 Mftt Iche HE v 9900— N Hn x W Hre Ahfshe Wd F irt x WI I Iulai a h nt Rh Whh shlchr g H 9. b8 W Sohoch Iphpih Mmt MH HAnh x H Rcaf AAlt Hlth Re Ruet W eftr MWheh ch HEr I.het R h Rchsst RnrO — — HE ht seh affs Gndehth nicht ch schhab darß d a Ert, jsche si be mich! k/ starke uh Geistes un Miterschgf, npfet rish ler it sh Vel uim Stthh hn beßwingn Ande/ Welt Im Rhit nach'de zhet, und sh es Falles: Rän chhhet uberhtz . HeErt, u säcke mich V merkauf nt bin in Gefh Elicht imthek Wer höre. Vn est hätt, R. uwatt nit Vre, dagiehhet Berttguen, b/s as E Tich dich W T, ninm t e Haͤnde/ M fühle R EE af nch au mich weide M ünen W fit Vom Gebet 2³⁵ mir dein Gnadenthau das. Manna giebt zurschmecken, und mach mich satt und frisch an deinem Himmels⸗ tisch, den du hast lassen dek⸗ ken fuͤr die, so nach dir ver⸗ langen, als die Schafe dei⸗ ner Weide; laß mich da vollauf empfangen, wo die Gaͤste deiner Freude suͤß und freundlich schmecken dich; HErr, weide mich, HErr, weide mich. 5. Hurr, leite mich zum frischen Wasser hin, indem ich durstig bin nach deiner Lebensquelle, und meine Seele aͤchzt, als wie ein Hirsche lechzt nach der Erquickungs⸗Stelle, da du ihr wirst voll einschenken von den Stroͤmen deiner Freuden, und sie wirst mit Wollust traͤnken, daß sie nicht mehr Durst darf lei⸗ den; dahin 115 ich dur⸗ stiglich: HErr, leite mich, HErr, leite mich! 9. HErr, labe mich, wenn ich vor Angst und Schmach im Kreuz und Ungemach muß gar in Ohnmniacht liegen. Sei mir da Labsals gnug, und laß mich den Geruch vom Lebensbalsam riechen, der durch Geist und Seele drin⸗ get und die Kraͤfte ganz ver⸗ neuet, der da neues Leben bringet und gar von dem Tod befreiet, daß ich leb und lobe dich; HErr, labe mich, HErr, labe mich! 10. HErr, habe mich zu deinem Ehren⸗Faß, fuͤll mich mit vollem Maaß von deiner GOttesfuͤlle, damit in meiner Seel dein Salb⸗ und Freudenoͤl dir stets zu Ehren quille, und daß hier all mein Begin⸗ nen, als ein Opfer/ dir wohl rieche. Endlich, wenn ich scheid von hinnen, gieb mir dort die volle Gnuͤge. HErr, behalt mich ewig⸗ lich; da hast du mich, da hast du mich ö mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. 3WMache dich, 288. M woneit⸗ bexeit, wache, fleh und bete, daß dich nicht die böse Zeit unverhofft betrete; denn es ist Satans List uͤber viele Frommen zur Versuchung kommen. 2. Aber, wache erst recht auf von dem Suͤnden⸗ schlafe, denn es folget sonst darauf eine lange Strafe; und die Roth sammt dem Tod moͤchte dich in Suͤn⸗ den unvermuthet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser HErr erleuchten; wache, sonsten wird dein Licht dir noch fer⸗ ne deuchten; denn GOtt will fuͤr die Fuͤll seiner Gnadengaben offne Au⸗ gen haben. 4. Wache, daß dich Sa⸗ tans List nicht im Schlaf antreffe, weil er sonst be⸗ hende ist, daß er dich be⸗ aͤfe; und GOtt giebt, die er liebt, oft in seine Stra⸗ fen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn sie sich dom Gebet ich verstellt, wieder an in rr.. Dah und nel An wasserslüssen sich bringe. sieh, damit nie viel von falschen Bruͤdern unter deinen Gliedern. 6. Wache dazu auch fuͤr dich, fuͤr dein Fleisch und Herze, damit es nicht lieder⸗ lich GOttes Gnad ver⸗ scherze; denn es ist voller List, und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der HErre muß dich frei von dem allen machen, was dich druͤckt und be⸗ strickt/ bleibest, nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wol— len leben, und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Suͤnden kraͤf⸗ tig uͤberwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon alles gluͤcklich gehen, wenn wir ihn durch Gabylon. GᷣOtt, der 267. O du in Lie⸗ besbrunst ganz gegen uns entbrennest, und dich aus unerforschter Gunst selbst unsern Vater nennest, der du im hohen Himmel bist, und alles siehst, was nie⸗ drig ist, auch uns selbst hast gelehret, wie man recht kraͤftig beten soll: gieb, 10⸗ der Mund dich Eifers vo von ganzem Herzen ehret. 2. Laß deines hohen Na⸗ mens Ruhm, dem sich die daß du schlaͤfrig Thronen beugen, und dem und sein Werk der Engel Fuͤrstenthum pflegt Ehre zu erzeigen, vor dem sich Luft und Erdreich buͤckt und die erschrecklich Hoͤll erschrickt, bei uns drei⸗ heilig heißen; gieb reine Lehr, und hilf dazu, daß wir uns, großer GOtt, wie du, der Heiligkeit be⸗ fleißen. 3. Vergoͤnn uns, HErr, dein Gnadenreich auch noch in diesem Leben, bis daß seinen Sohn wir dermaleinft zugleich mit im Gebet anflehen; denn dir in Freuden schweben; er will uns seiner Gunst mit Fuͤll dein werther Geist der wohn beschuͤtten, uns bei, daß unser Herz wenn wir glaubend bitten. nicht irdisch sei; er schenk 10. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Noth uns seine Gaben, daß wir in dieser Wanderzeit den Vorschmack suͤßer Ewig⸗ und Gefahr immer naͤher keit und Himmels⸗-Seh⸗ treten; denn die Zeit ist nung haben. nicht weit, da uns GOtt 4. HErr, was du willst wird richten und die Welt und dir gefaͤllt, muͤß auch vernichten. vollendet werden, gleichwie Joh. Burkhard Freystein. in deinem Himmels⸗Zelt, also bei uns auf Erden. Hilf h RN sch . H schehihr. hbeke K O W, ME etl U0 j OI 01 A N Mlthein. chph 5. Dij U Imdtt U 0Wicheche N. Nl MA W, ieh, gech Runeg A duech Ty Mi Led t Herd gicn Oal, A Mi sehy gi Rmuh Hlafinpf Aeu lch, RG Ripin. S Muethma Wuusfrtt Wchte wu Re e uht, mtt, 0 sehg. u Wasserii abplon. . 9 .. — Hh gter gennes, Pben Himmah scchs, wizz ich uns schsth ie 7 10 Een soll: gich dich Efteg In Hetzen t Seines hohen Sn, dem sichh Taugen, undh Fürsenthn I etzeigen, y und Erdlah e erschrecklt Vit/ bei unz dret i gich kei hilf dhu, M großet Got Heligket he Ann uns, HEn Pireich guchnot eben, h N Pinst zuglichis den schwehh Geistden uß unsct fn sei; er sch vaben, daßl anderzet suͤßer Eh immels⸗E 1 5 Wet DuW I, üßh den, Rachl immelb⸗Il, auf Enls 056 vom Gebet. 237 Hilf, daß wir dir gehorsam sein in Lieb und Leid, in Lust und Pein; laß uns, wenn du betruͤbest, beden⸗ ken, daß du, HErr, uns schlaͤgst, und es also zu machen pflegst mit denen, die du liebest 5. Gieb uns heut unser taͤglich Brod und was den Leib ernaͤhret; wend ab die schwere Kriegesnoth, die Leut und Land verheeret, daß wir gesund mit guter Ruh das kurze Leben brin⸗ gen zu, gesegn all unsre Sachen; treib Theurung ab und Pestgefahr; hilf, daß wir dir uns trauen gar, und dich nur lassen machen. 6. Daß unsre suͤndia Adamsart durch schreckli⸗ ches Verbrechen gar oft⸗ mals ist dein Widerpart, wollst du, o HErr, nicht raͤchen; gleichwie auch wir aus Herzengrund denselben, die durch That und Mund uns Leid anthun, vergeben. HeErr, gieb uns einen sanf⸗ ten Geist, der auch den⸗ selben Guts erweist, die uns stehn nach dem Leben. 7. Verleih auch einen Heldenmuth, wenn wir jetzt sollen kaͤmpfen mit Teufel, Welt und unserm Blut, hilf, daß sie uns nicht daͤmpfen. Sei du der rechte Mittelsmann, und nimm dich unser treulich an, lehr unsre Arme kriegen, daß wir behalten Oberhand, und wenn der Feind ist uͤber⸗ mannt, mit großen Freu⸗ den siegen. 8. Und weil in diesem Jammerthal nichts Gutes ist zu hoffen, weil nichts als Elend, Muͤh und Qual allhier wird angetroffen: so steh uns in dem Unfall bei, und mach uns von demselben frei, bis daß die Zeit wird kommen, daß wir zu deiner Herrlichkeit aus sterblicher Beschwerlichkeit ganz werden aufgenommen. 9. Denn dein, HErr, ist das Reich und Thron, wir sind dein Untersassen; es muß vor deiner All⸗ macht Kron all andre Macht verblassen; ob alle Welt gleich wird vergehn, bleibt deine Kraft doch ewig stehn. Lob, Preis sei deinem Na⸗ men! Weil JeEsus selbst so bitten heißt, und uns die rechte Betkunst weist, sind wir erhoͤret. Amen. Job. Franck. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. IE Vater, un⸗ 290. O ser GOtt, es ist unmoͤglich auszusin⸗ nen, wie du recht anzuru⸗ fen bist, Vernunft kanns nicht beginnen: deßhalben geuß/ wie du verheißt, selbst uͤber uns aus deinen Geist der Gnad und des Gebetes. 2. Daß er bei dir uns kraͤftiglich mit Seufzen moͤg vertreten, so oft wir kommen, HErr, vor dich, 5 danken und zu beten; aß nicht nur plappern un⸗ sern Mund, hilf, daß zu dir aus Herzensgrund, o großer GOtt, wir rufen. 3. Zeuch unser Herz zu dir ——————2—2——.————.— 238 vom Gebet. dir hinauf im Beten und im Singen, und thu uns auch die Lippen atif ein Opfer dir zu bringen, das dir gefalle, wenn allda das Herz ist mit den Lipyen nah, und nicht von dir entfernet. 4. Im Geist und Wahr⸗ heit laß zu dir das Herz uns immer richten; mit Andacht beten fuͤr und fuͤr/ ohn fremdes Denk⸗ und Dichten. Gieb uns des Glaubens Zuversicht, daß wir die Bitte zweifeln nicht durch Christum zu erhalten. 5. Hilf, daß wir keine Zeit und Maaß im Beten ir vorschreiben, anhalten ohne Unterlaß; bei dem ollein auch bleibenm, was in dein Will, was deine Ehr und unsre Wohlfahrt mehr und mehr befoͤrdert hier und ewig. 6. Laß uns im Herzen und Gemuͤth auf unsre Werk nicht hauen; auf deine unaassprechlich Guͤt laß einzig uns vertrauen; ob wir es gleich nicht wuͤrdig sein, wollst du aus lauter Gnad allein uns doch der Bitt gewaͤhren. 7. Du, Vater, weißt was uns gebricht, weil wir noch sind im Leben; es ist dir auch verborgen nicht, in was Gefahr wir schwe⸗ ben. Um Beistand flehen wir dich an, dein Vater⸗ I uns nicht kann ver⸗ assen, deine Kinder. 8. Wir haben ja die Freudigkeit in JIEsu Christ empfangen; der Gnaden⸗ stlihl ist da bereit, die Huͤlfe zu erlangen: drum laß hier und an allem End uns stets alifheben heilge Haͤnd/ zu dir gen Himmel schręien. 9. Dein Nam, o GOtr/ 156 werd/ dein Reich aß zu uns kommen, dein Will geschehe auch auf Erd, gieb Brod/ Fried, Nutz und Frommen/ all un⸗ sre Suͤnden uns verzeih, steh uns in der Versuchung bei, erloͤs uns von dem Uebel. 10. Dies alles, Vater, werde wahr, du wollest es erfuͤllen, erhoͤr und hilf uns immerdar, um IEsu Christi willen; denn dein, o HErr, ist allezeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit, das Reich, die Macht und Ehre. In eigener Melodie. Sieh, hier bin koͤnig, lege mich vor dei⸗ nen Thron; schwache Thraͤ⸗ nen, kindlich Sehnen bring ich dir, du Menschensohn! Laß dich finden:/ von mir, der ich Asch und Thon. 2. Sieh doch auf mich, HErr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine ich nur meine, dein erkaufter Erb ich hin. Laß dich sinden qieb dich mir, und ninim mich hin. 3. Ich begehre nichts, 9 HErre, als nur deine freie Gnad, die du giebest/ den du liebest, und der dich liebt in der That. Laß dich finden der hat alles, wer dich hat. 4. Himmelssonne, Aen en⸗ l Rh 6816 Heit E 00f sich v, Dh 56 Salesshl IWghni 30 E ch flef H M 0% Dese , W. Aahnt M. Raa, Hißet gac I Hch el Wl R I b n r 1 Rh II NMm Aij hit Rhhh. Refch Refheet 9 6610 Uh WIII Wasnz He D Dn W Nun HbN End Rsssh ei Ha Dih särht Nani,56 Hetd/ den Rat Ekommeh hu hehe guch 2 Brod IR Hirommen al, Dunspetzeih h Versuchng on denz Uch alles, Vahh , du wolletz Pethr und Idat, um Jül all denn diz alleit/ r Ebwigkett, L Vacht und Ehn Melodie, D ich.Chret⸗ Inich vor det Ahwache Thtt Schnen ut WMaschensahn Hen bon n und Toon Woch aufmh Vit dich, I deinem Ch ich Hut mng er Erb ichh. en ½ Hlebo nm mich Il Degehre nhe als nut H die du gehl tht. Kf det hat alch . Lösote/ Gi⸗ + Is 239 lenwonne, Braͤutigami. Laß di finden 2½ starker Held aus Davids Stamm. 5. Hor/ wie klaͤglich, wie beweglich Seele singt; wie demuͤthig und wehmuͤthig deines Kin⸗ des Stimme klingt. Laß dich finden n denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitel⸗ keiten, Reichthum, Wol⸗ lust/ Ehr und Freud sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden ½ großer GOtt, ich bin bereit! Soachim Neander. In eigener Melodie. Nater unser 28 V im Him⸗ melreich, der du uns alle heißest gleich Bruͤder sein und dich rufen an, und willst das Beten von uns han: gieb, daß nicht bet allein der Mund, hilf, daß es geh von Herzen Grund. 2. Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen wuͤr⸗ diglich. HErr, behuͤt uns vor falscher Lehr, das arm verfuͤhret Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit, und dort her⸗ nach in Ewigkeit. Der hei⸗ lig Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. unbeflecktes GOtteslamm, in der Hoͤhle HErr meine Seele suchet dich dir die treue B Sit, ingleichauf Erden wie im Himmelreich. Gieb uns Geduld in Lei⸗ denszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und lut, das wider deinen Willen thut. 5. Gieb uns heut unser taͤglich Brod, und was man darf zur Leibes⸗Noth; bhuͤt guns, HErr, vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor theurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn/ der Sorg und Geizes muͤ⸗ ßig gehn. 6. AA unsre Schuldn ver⸗ gieb uns, HErr, daß sie uns nicht betruͤben mehr, wie wir auch unsern Schuldi⸗ gern ihr Schuldn und Fehl vergeben gern; zu dienen mach uns all bereit in rech⸗ ter Lieb und Einigkeit. 7. Fuͤhr uns, HErr, in Versuchung nicht, wenn uns der boͤse Geist anficht zur linken und zur rechten Hand; hilf uns thun star⸗ ken Widerstand, im Glau⸗ ben fest und wohl geruͤst, und durch des heilgen Gei⸗ stes Trost. 8. Von allem Uebel uns erloͤs, es sind die Zeitn und Tage boͤs; erlos uns vom ewigen Tod, und troͤst uns in der letzten Noth; be⸗ scher uns auch ein seligs End, nimm unser See in deine Haͤnd. 9. Amen, das ist: Es werde wahr! Staͤrk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran ..........—TNT—T. ————.——————————————————5—* 2⁴0 In gemeinen Rothen. dran, was wir hiermit ge⸗sprechen wir das Amen beten han auf dein Wort fein. Dr. Martin Luther. in dem Namen dein; so Vom Kreuz und Leiden, als einem Hülfsmittel. * + J. In gemeinen Nöthen. „geuß aus deines Himmels Mel. O JEsu Thrist, Haus, HErr, dawe Guͤt du O00. und Segen 1. auf uns 9Serr, der du und unsre Haͤuser. 293. 5 vormals 5. Ach daß ich hören hast dein Land mit Gna⸗sollt das Wort erschallen den angeblicket, und des bald auf Erden, daß Friede gefangnen Jakobs Band sollt an allem Ort, wo geloͤst und ihn erquicket, Christen wohnen, werden. der du die Suͤnd und Mis⸗Ach daß uns doch GOtt sethat, die dein Volk vor sagte zu des Krieges begangen hat, hast vaͤter⸗Schluß, der Waffen Ruh lich verziehen: unnd alles Ungluͤcks Ende. 2. HErr, der du deines 6. Ach daß doch diese Eifers Glut zuvor oft boͤse Zeit sich stillt in guten abgewendet, und nach dem Tagen, damit wir in dem Zorn das suͤße Gut der großen Leid nicht moͤgen Lieb und Huld gesendet, ganz verzagen. Doch ist ja ach frommes Herz, ach unser Heil, nimm weg und heb auf in der Eil, was uns betruͤbt und kraͤnket. 3. Loͤsch aus, HErr, dei⸗ nen großen Grimm im Brunnen deiner Gnaden; erfreu und troͤst uns wie⸗ deruͤm nach ausgestandnem Schaden. Willst du denn en de ewiglich, und sol⸗ en deine Fluten sich ohn alles End ergießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht nun einmal wieder laben, und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben? Ach GOttes Huͤlfe nah, und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fuͤrchten. 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich GOtt schon wieder zu uns wenden; den Krieg und alle andere Noth nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unserm Land und uͤber⸗ alle werd erkannt, ja ste⸗ tig bei uns wohne. 8. Die Guͤt und Treue werden schön einander gruͤ⸗ ßen muͤssen: Gerechtigkeit wird einhergehn, und Frie⸗ de wird sie kuͤssen. Die Treue wird mit Lust und Freud rn Ol Rem Hahe 9 Da Rilte itd di e H. fuhh N. fler.& hehroch f Holem Se Ehe sele D M. Chchte aus Ie, 901 U Eln 9065 Etohen E Mach HEe A u V O V Raadt W N d N f, Mihs WM N lel Zit, l Whe, N Un llah, du di Nuh Ven. ——7 wir dus M Dr. Marin Ruhn ö — iiden, ttel. Lͤthen. deines Hinnt Err, dene dl Eu aus guf in Haͤuser. i daß ich hth Wort erschale Erden, daß Fih Hulem Ort,. ohnen, werda 5 doch 6½ des Kriege Waffen Rul Uungläcks Ende Waß doch dii ch siilt in 1—— nit wit in den Duht nihn en. Doch! 5 Hihe nah, i 2 stehet 0 ihn füͤrchte wir nur from ich GOtt san uns werdah Tund alle orhg Wunsch / dah 1 Land und itz erlanrt,. wohne. Ht und L In einandet 06 4 Weahst 0 In 90 sse — t 96 In gemeinen Rothen. 2⁴¹ Freud auf Erden bluͤhn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 9. Der HErr wird uns viel Gutes thun, das Land wird Fruͤchte geben, und die in seinem Schooße ruhn, die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn, und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre seines Namens. Paul Gerhard. Die Litanei. 2 94. Kh eleison! Christe, eleison! Kyrie, eleison! Christe, erhoͤre uns! HErr GOtt, Vater im Himmel, Erbarm dich uͤber uns! 2 HErr GOtt Sohn, der Welt Heiland, Erbarm dich uͤber uns! HEr GOtt,/ heiliger Geist, Erbarm dich uͤber uns! Sei uns gnaͤdig! Verschon uns, HErre GOtt! Sei uns gnaͤdig! Hilf uns, lieber HErre GOtt! Vor allen Suͤnden, Vor allem Irrsal, Vor allem Uebel, Vor des Teufels Trug und List, Vor boͤsem schnellen Tod, Vor Pestilenz und theu⸗ rer Zeit, Vor Krieg und Blutver— gießen, Vor Aufruhr und Zwie⸗ tracht, Vor Feur und Wassers⸗ Noth/ lieber Vor Hagel und Unwetter, Vor dem ewigen Tod 1 92 uns, lieber HEr⸗ GOtt! Durck deine heilige Geburt/ Durch deinen Todeskampf und Hurigen Schweiß, Durch dein Kreuz und Tod,/ Burch dein heiliges Auf⸗ erstehn und Himmelfahrt, In unserer letzten Noth, Am juͤngsten Gericht Hilf uns, lieber HErre GOtt! Wir arme Suͤnder bitten, Du wollst uns erhoͤren, lieber HErre GOtt! Und deine heilige christ⸗ liche Kirche regieren und fuͤh ren, Alle Bischoͤfe, Pfarrher⸗ ren und Kirchendiener im heilsamen Wort und hei⸗ ligen Leben behalten, Allen Rotten und Aerger⸗ nissen wehren, Alle Irrige und Verfuͤhr⸗ te wiederbringen, Den Satan unter unsre Fuͤße treten, Treue Arbeiter in deine Ernte senden, Deinen Geist und Kraft zum Worte geben, Allen Betruͤbten und Blo⸗ den helfen und troͤsten, Erhoͤr uns, lieber HEr⸗ re GOtt! Allen chrisilichen Kbnigen und Fuͤrsten Fried und Eintracht geben, Unserm Koͤnig steten Sieg wider seine Feinde goͤnnen, Unsern Landesherrn mit allen seinen Gewaltigen leiten und schuͤtzen, 11 un⸗ 2⁴² In gemeinen Röthen. Unsern Rath und Gemeine segnen und behuͤten, Erhoͤr uns, lieber HErre GOtt! Allen, so in Noth und Gefahr sind, mit Huͤlf er⸗ scheinen, Allen Schwangern und Saͤugern froͤhliche Frucht und Gedeihen geben, Aller Kinder und Kranken pflegen und warten, Alle unschuldig Gefange⸗ nen los und ledig lassen, Alle Wittwen und Waisen vertheidigen und versorgen, Aller Menschen dich er⸗ barmen, Unsern Feinden, Verfol⸗ gern und Laͤsterern ver⸗ Dies und sie bekehren, ie Fruͤchte auf dem Lande eben und bewahren, nd uns gnaͤdiglich erhoͤren. Erhoͤr uns, lieber HErre GOtt! O IeEsu Christe, GOttes Sohn, Erhoͤr uns, lieber HErre GOtt! O du GoOtteslamm, das der Weit Suͤnde traͤgt, Erbarm dich uͤber uns! O du GOtteslamm, das der Welt Suͤnde traͤgt, Erbarm dich uͤber uns! O du GoOtteslamm, das der Welt Suͤnde traͤgt, Verleih uns steten Fried! Christe, erhoͤre uns! Kyrie, eleison! Chrisie, eleison! (Beide Chöre:) RKyrie, eleison! Amen. Mel. vater unser im Himmelreich. WMPimm von 295. Luns, HErr, du treuer GOtt, die schwere Straf und große Ruth, die wir mit Suͤnden ohne Zahl verdienet haben allzumal Behuͤt vor Krieg und theu⸗ rer Zeit, vor Seuchen. Feur und großem Leid. 2. Erbarm dich deiner boͤsen Knecht, wir bitten Gnad, und nicht das Recht. Denn so du, HErr, den rechten Lohn uns gehen wolltst nach unserm Thun, so muͤßt die ganze Wel. vergehn, und koͤnnt kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach HErr Gᷣott, durch die Treue dein mit Trost und Rettung uns erschein; beweis an uns dein große Gnad, und straf uns nicht auf frischer That; wohn uns mit deiner Guͤte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Warum willst du doch zornig sein uͤber uns arme Wuͤrmelein? Weißt du doch wohl, du großer GOtt, daß wir nichts sind als Erd und Koth. Es ist ja vor deinm Angesicht unsre Schwachheit verbor⸗ gen nicht. 5. Die Suͤnd hat uns verderbet sehr, der Teufel plagt uns noch vielmehr; die Welt, auch unser Fleisch und Blut, uns allezeit ver⸗ fuͤhren thut: solch Elend kennst du, HErr, allein, ach laß uns dir befohlen sein. 6. Ge⸗ Rihe Ilste Si Iu al Wat, ba Wg t El W I uhn W. U dl nihalr 9h/ schit e Ast! Runh sch, Ih V Hen. *——— Paler unser h umelreich Minm 6 . N Wb ö Doße Muth. dnden ahrd buben allun egiseudth / vor Seach v.roßem Lah harm dich düz secht, wir H Vd nicht dosRt 4 du/ Hett, Bohn uns g ch unsem Tin odbe ganze V. Vund khnnt Ror dir bestehs HErr Gl Treue dein m Retiung uu eeis an u Gnad/ unt st, uf frischer Tyn mit demet G. orn und Gmn uns sel. um wihstuds n uͤbet uzen n? Weßt hl„, du R Aß wir nichte urd Koch.K deinm Mohgt wachheihalh Süͤnd hl Pscht, de u noch diͤh auchunsetR Eunz alhe II solc E hEtt, 1 0 cfohlen befoh 6 0 In gemeinen Röthen. 2⁴3 6. Gedenk an deins Sohns bittern Tod, sieh an sein heilig Wunden roth; die sind ja fuͤr die ganze Welt die Zahlung und das Loͤsegeld; deß troͤsten wir uns allezeit, und hoffen auf Barmherzigkeit. Leit uns mit deiner rechten Hand; und segne unsre Stadt und Land; les uns allzeit dein heilges Wort, behuͤt vors Teufels List und Mord: verleih ein selges Stuͤndelein, auf daß wir ewig bei dir sein. Martin Moller. In eigener Melodie. * ö großer 296. OGSIvon Macht und reich von Guͤ⸗ tigkeit, willst du das ganze Land strafen mit Grim⸗ migkeit? Vielleicht moͤch⸗ ten noch Fromme sein, die thaͤten nach dem Willen dein: drum wollest du ver⸗ schonen, nicht nach den Werken lohnen. 2. O großer GOtt von Ehr, dies ferne sei von dir, daß Bos und Fromm zu⸗ gleich die strenge Straf beruͤhr; der moͤchten etwa funfzig sein, die thaͤten nach dem Willen dein: drum wollest du verscho⸗ nen, nicht nach den Wer⸗ ken lohnen. 3. O großer GOtt von Rath, laß die Barmher⸗ zigkeit ergehen, und halt ein mit der Gerechtigkeit; der möchten fuͤnf und vier⸗ 90 sein, die thaͤten nach em Willen dein: drum wollest du verschonen, nicht nach den Werken loͤhnen. 4. O großer GOtt von Staͤrk, schau an das arme Land, und wende von der Straf dein ausgestreckte Hand; der moͤchten etwa vierzig sein, die thaͤten nach dem Willen dein: drum wollest du verschonen, nicht nach den Werken lohnen. 5. O großer GOtt von Kraft, laß doch erweichen dich, weil das elend Gebet so oft erholet sich; der moͤchten etwa dreißig sein, die thaͤten nach dem Wil⸗ len dein: drum wollest du verschonen, nicht nach den Werken lohnen. 6. O rdr GoOtt von Gnad, erhoͤr auch diese Stimm, und in deinm hohen Thron das Seufzen tief vernimm; der moͤchten etwa zwanzig sein, die thaͤ⸗ ten nach dem Willen dein: drum wollest du verschonen, nicht nach den Werken lohnen. 7. O großer GOtt von That, schau, wie die arme Erd von deiner Mildig⸗ keit noch einen Wunsch be⸗ gehrt; der moͤchten etwa zehen sein, die thaͤten nach dem Willen dein: drum wollest du verschonen, nicht nach den Werken lohnen. 8. O großer GOtt von Lob, wenn ja das Maaß erfuͤllt der Suͤnden, und aus Zorn uns ganz ver⸗ derben willt: so moͤchten doch die Kinderlein thun nach dem rechten Willen dein: drum wollest du ver⸗ 11* scho⸗ 244 HBei groszer Dürre oder um Regen. schonen, uns nicht nach Suͤnden lohnen. 9. O großer GOtt von Treu, weil vor dir nie⸗ mand gilt, als dein Sohn IEsus Christ, der deinen Zorn gestillt; so sieh doch an die Wunden sein, sein Marter, Angst und schwere Pein; um seinetwillen schone, uns nicht nach Suͤnden lohne. V 1—8 Balthasar Schnurr. V. 9. Jeremias Weber. In eigener Melodie. denn wir 290. 2— in hoͤch⸗ sten Noͤthen sein, und wis⸗ sen nicht, wo aus noch ein, und finden weder Huͤlf noch Rath, ob wir gleich sorgen fruͤh und spat: 2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zu⸗ sammen insgemein dich an⸗ rufen, o treuer GOtt, um Rettung aus der Angst und Noth. 3. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz, und suchen der Suͤnd Verge⸗ bung und aller Strafen Linderung; 4. Die du verheißest gnaͤ⸗ diglich allen, die darum bit⸗ ten dich im Namen deins Sohns JIEsu Christ, der unser Heil und Fuͤr⸗ sprechr ist. ö 5. Drum kommen wir, o HErre GOtt, und kla⸗ gen dir all unser Noth, weil wir jetzt stehn ver⸗ lassen 99 in großer Truͤb⸗ sal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unser Suͤnde groß, sprich uns derselbn aus Gnaden los; steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei. 7. Auf daß von Herzen koͤnnen wir nachmals mit Freuden danken dir, ge⸗ horsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber. II. Bei großer Reg Mel. wo Gott der HErr nicht ch uns hält. 6 HErre, 298. A du gerech⸗ ter GOtt, wir habens wohl verdienet mit unsrer Suͤnd und Missethat, daß unser Feld nicht gruͤnet, daß Menschen und Vieh trau⸗ 10 sein. Wenn du zu⸗ schleußt den Himmel dein/ so muͤssen wir verschmachten. V Dürre oder um en. 2. HErr, unsre Suͤnd bekennen wir, die wollst du uns verzeihen: all unsre Hoffnung steht zu dir, Trost, Huͤlf thu uns verleihen; gieb uns Regen und Segen dein, um deines Namen willn allein, HErr, unser GOtt und Troster. 3. Gedenke, HErr, an deinen Bund, um deines Namens willen bitten uh Atl.N eben W, Raate II Hactt W nt Rey Ahct Ih, Ay Al, LWO WWEeh tt Zit u Ilset d fii efl Kon du. n Gu Hat Hurhen E RR Sah, x I in kegen. — dir in wih 2 Schmetz, RN Suͤnd Vach⸗ aͤller Stish . verheäßes gů A, die darum h u Ramen u AEsu Christ,x i1I und g In kommen ih 0tt, und f⸗ Jull unser M Pjetzt stehn din großer Trtz efahr. S nicht an unt Doß, sprich un 1 Gnaden I unserm Ela uns bon alle Paß von 0 Rnachmals m anken dit, g In nach deih allzeit tesh Hort. Paul E⸗ —— oder u unste G Hix, die wolhy hen: al Wulcht zu di, l uns wetlche egen und S 1115 Wnl / HErr/ l Tehit, Elle, HEll d, um dl ilen bitten 9 Danksagung für erlangten Regen. 245 dich aus Herzensgrund, und Regen geben: den Himmel thu unser Roth stillen vom hast du zugericht, darinnen Himmel mit dem Regen sthust du schweben: allmaͤch⸗ dein. Denn dein ist ja der tig ist der Name dein, solchs Himml allein, ohn dich salles kannst du thun allein, kann es nicht regnen. 4. Kein nichtger Goͤtz ver⸗Troͤster. mag es nicht, daß er sollt HErr, unser GOtt und Samuel Zehner. III. Danksagung für erlangten Regen. Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein. 299 A HErre Gh9tt⸗ wir löͤben dich, und preisen dei⸗ nen Namen, daß du uns hast so gnaͤdiglich unser Ge⸗ waͤchs und Samen befeuch—⸗ tet mit dem Regen warm: o hoͤchster GOtt, dich doch erbarm, und ferner uns be⸗ denke. 2. Gieb fruchtbarn Regn und Sonnenschein zu rech⸗ ter Zeit und Stunden, daß unser Land mit Fruͤchten fein erfuͤllet werd gefunden. Kroͤn du das Jahr mit dei⸗ nem Gut, halt unser Feld in guter Hut, und unsre Furchen traͤnke. 3. Du weißt ja, daß wir deine Kind und hochgeliebte Erben, dazu deins Sohnes Bruͤder sind, drum laß uns nicht verderben. Behuͤt uns, HErr, vor Hungers— noth, und gieb uns unser taͤglich Brod aus reichen, milden Gnaden. 4. Wenn du aufthust dein milde Hand, so steher alls im Segen; wenn du gnaͤdig anschaust das Land, so neiget sich der Regen; wenn du aufthust, so fant⸗ meln wir; wenn Schutz und Schirm herkommt von dir, mag uns kein Ungluͤck schaden. 5. Behuͤt uns auch, o treuer GOtt, mit allem unsern Samen vor aller Feind Gewalt und Spott zu Ehren deinem Namen. Beschuͤtz vors Tuͤrken Ty⸗ rannei, vors Papstes Mord und Truͤgerei durch JIE⸗ sum Christum, Amen. Mel. Der Tag ist hin, mein JEsu, bei mir bleibe. NMeereite dich, 300. B mein Herz,/ aus allen Kraͤften; entzeuch den Sinn von irdischen Ge⸗ schaͤften, nimm alsobald dein Saitenspiel zur Hand, und sing ein Lied in Gei⸗ stesglut entbrannt. 2. Schwing jetzt empor die Fluͤgel deiner Sinnen, und preise GOtt, der von des Himmels Zinnen hat dein Gebet und Seufzen angehoͤrt. Sprich: HEr⸗ ren⸗HErr, dein Nam ist hochgeehrt. 3. Du 246 Danksagung für erlangten Regen. 3 Du bbrest stets des armen Volkes Flehen, und pflegest sein Geschrei nicht zu verschmaͤhen. Wir ha⸗ ben kaum dir, großer Gna⸗ denthron, die Noth geklagt, da hilfest du uns schon. 4. Du siehest an das lechzende Gefilde, und waͤs⸗ serst es ganz gnaͤdiglich und milde; du giebst Befehl, daß sich die Wolkenflut ergie⸗ ßen muß, als wie sie jetzt auch thut. 5. Ein Tropfenstrom, getrieben von dem Winde aus Westen her, netzt unsre duͤrren Gruͤnde; und unser Feld, das vor so schmaͤch⸗ tig schien, das stehet jetzt ganz fruchtbar, frisch und gruͤn. 6. Wo ist doch wohl ein GOtt dir zu verglei⸗ chen? Wer hat wohl je veruͤbet solche Zeichen, wie du, o GOtt? Dir muß der Sonnenschein, Wind, Regen, Blitz stets zu Ge⸗ bote sein. ö 7. Nun, großer HErr, wir danken deinem Na⸗ men; wir danken ihm, daß er Gras, Frucht und Sa⸗ men zu rechter Zeit durch Wader deun erquickt, und wieder drauf ein warmes Wetter schickt. 8. Auch bitten wir, laß deinen Gnadensegen sich ferner noch um unsre Fel⸗ der legen, daß wir mit Dank in Ruh und unge⸗ kraͤnkt genießen das, was deine Hand uns schenkt. Johann Franck. Mel. HErr, ich habe mißgehandelt. 8 Dit, de 301. G Guͤte si nicht endet, haͤst du denn die Vaterhand gaͤnzlich von uns abgewendet? Willst du uns und unser Land mit den vielgedraͤuten Pla⸗ gen ganz und gar zu Bo⸗ den schlagen? 2. Warum willst du, GOtt der Goͤtter, uͤber uns so zornig sein? Ach was sind wir? Stoy⸗ peln, Blaͤtter, Wuͤrmer, Schaum, ein leerer Schein; laß doch unsre heißen Zaͤhren deinen Zorn in Gnade kehren. 3. Sieh, 0 HErr,/ das Land muß trauern, weil es nicht getraͤnket wird; unsre Aecker sind wie Mauern, so ist alles aus⸗ und ga unsre Gruͤnde ind ganz trocken, und die Saat die bleibet stocken. 4. Ist der Himmel denn verschlossen? Soll fort⸗ hin das Wolkenfaß nicht mehr werden ausgegossen? Soll forthin des Himmels Naß nicht mehr unser Feld ergoͤtzen, nicht mehr unsre Saat benetzen? 5. Soll das Land nun eisern werden? Soll das Feld nun oͤde stehn? Sol⸗ len wir sammt unsern Heer⸗ den gar verschmachten, gar vergehn? Ach HErr, 15 dich doch bewegen, laß do deinen Zorn sich legen. 6. Denke doch an dei⸗ nen Bogen, den du in die Luft s U Rc W I de l R D He W II u r Soh t 9 1 U0 R Ise Im Frd n legen. ——— Err, ic gehandelt. G3 Gutt ah! ind an bendet? WI nd mier 90 lacdrauter Il 1 9ar zu H un Willst y Gltet 0 nig sein? V wit? Stl⸗ tter, Wuͤrnez nleerer Schih unsre heißeh nen Zorn in . o HErr, rauern, weil hiänket witd; er sind wil isalles gu⸗ Inste Gruͤnde rocken, und Re leibet siocken Himmel denn Soll sitt olkenf f h ausgegose des Hinmah nahr unserdeh ht meht us en? 0s Land gut en? Sol stehn? Sh I unsetn hch ilch HEt, A 6 egen/ laßd u sich legen. 00 n 0 il lut Danksa gung für erlangten Regen. 247 Luft gestellt, als du dei⸗ nen Bund vollzogen nach der Sintflut erster Welt; du, HéErr, hast noch nie hast ver was du damals ast versprochen. 7. Ja, du hast mit dei⸗ nen. Segen uns zu jeder Zeit beschenkt, hast mit fruͤh und spatem Regen un⸗ ser duͤrres Land getraͤnkt; denn dein Wort bleibt ewig stehen, muß gleich Erd und Luft vergehen. 8 Drum, o HErr, wir wollen trauen, du wirst unsre Bitt erhoͤrn; du wirst unsre Felder bau⸗ en, und derselben Fruͤchte mehrn; du wirst uns mit Fuͤlle speisen, daß wir dich drum werden preisen. Johann Franck. Mel. Wenn wir in höch⸗ sten Nöthen sein. 4 0 O 511.der du deine Sonn laßt scheinen uͤber Boͤs und Fromm, und der ganzen Welt da⸗ mit leuchst, mit Regn und Thau die Erd befeüchtst! 2. Die Berg machst du rnn oben naß, und laͤßt deauf wachsen Laub und Gras; in Gaͤng und Fels e gut Erz du legst; Fried, Schutz und Recht du sel⸗ ber hegst. 3. Du giebst auch reich⸗ lich Brod und Wein, daß Menschen Herz koͤnn froͤh⸗ lich sein. Du deckst auch unsre Suͤnde zu; dein Wort bringt uns Trost, Fried und Ruh. 4. So bittn wir nun, dein Gnad und Guͤt im Woct und Fried uns stets behuͤt: die Fruͤcht der Er⸗ den uns bewahr, und gieb uns heur ein reiches Jahr. 5. Ein fruchtbar Wet⸗ ter uns bescher, dem Hagl und Ungewitter wehr, Schnee, Regen, Wind und Sonnen Schein all⸗ zeit deinm Wort gehorsam sein. 6. Heuschreckn und Rau⸗ pen sind dein Ruth, alls, was Schaden an Fruͤchten thut; solch Ungeziefer, HErr, vertreib, daß dein Gab unbeschaͤdigt bleib. 7. Denk, daß 41 arme Wuͤrmelein dein Gschoͤpf, Erbgut und Kinder sein, und warten auf dein milde Hand, uns aus deinm Wort und Werk bekannt. Um Sonnenschein. 8. Die liebe Sonn uns scheinen laß, heiß wachsen Erz, Brod, Kraut und Gras, daß Leut und Vieh ihr Nahrung hab, und dich kennen aus deiner Gab. Um Regen. 9. Durch Chrit, dein Sohn, hoͤr unsre Bitt, theil uns ein gnaͤdgen Re⸗ gen mit, und krͤn das Jahr aus deiner Hlend, mit dein 0. 06 duͤng das Land. 10. Den HErrn von Zion dich man nennt, in aller Welt dein Guͤt man kennt, hoͤrst unsre Bitt und hilfst allein. Gieb Gnad, daß wir dir dankbar sein. Nicolaus Hermann. IV. Dank⸗ 248 Danksagung für Sonnenschein ete. IV. sehein, Danksagung für Sonnen⸗ nach langem Regen und Ungewitter. Mel. Aus meinen lieben Gott. zun ist der 303. N Regen hin, wohlauf, mein Herz und Sinn, sing nach betruͤb⸗ tem Leiden GOtt, deinem HErrn, mit Freuden. GOtt hat sein Herz gekeh— ret, und unsre Bitt erhoͤret. 2. Sein Zorn war sehr entbrannt auf uns und unser Land; er sprach: Ihr und hteihen er geht, seid und bleibet Suͤnder, wollt von der Bosheit Straßen euch gar nicht wenden lassen. Feld, aus deinem Trauer⸗ ze lt; steh auf und laß nun wieder die süßen Sommer⸗ lieder zu deines Schoͤpfers Ehren mit Lust und Freu⸗ den hoͤren. 7. Sieh hier, der Son⸗ nen Zier geht wieder schon herfuͤr; bringt nach dem Schlagg und Regen den lieben warmen Segen, und wirkt auf Berg und Thalen mit wunderlichen Strahlen. 8. Die Erde wird er⸗ quickt, und was durch Naͤß erstickt, das wird nun wie⸗ der leben, und reife Fruͤchte geben; die Aecker gut Ge⸗ 3. Drum soll mein Him⸗treide, die Wiesen Gras melslicht sein klares An⸗ und Weide. gesicht in schwarze, truͤbe Decken und dunkle. Wol⸗ ken stecken, und fuͤr das helle Scheinen nur immer zu euch weinen. 4. Bald aber fiel sein Grimm durch unsers Seuf⸗ zens Stimm; das ewige Gemuͤthe dacht an sein ewge Guͤte, und ließ auf unser Schreien ihn seinen Zorn gereuen. 5. Die Wolken flohen weg, der feuchten Winde Steg, daher die Wasser flossen, nahm ab und ward verschlossen; des hohen Himmels Tiefen, die hoͤr— ten auf zu triefen. 6. Steh auf, du mattes f 9. Die Baͤume werden schoͤn in ihrer FZuͤlle stehn; die Berge werden fließen, und Wein und Oele gie— ßen; das Bienlein wird wohl tragen bei guten war⸗ men Tagen. 10. Davon wird unser Theil das ewge Gut und Heil uns allesammt zumes⸗ sen; wir werdens sehn und essen, und mit dem Gut der Erden zur Gnuͤg er⸗ saͤttigt werden. 11. Nun, GOtt ist fromm und treu, sein Huld ist immer neu, und laͤßt sich leicht versuͤhnen, giebt, was wir nicht verdienen, laͤßt gnaͤdiglich sich 5 un . ih Ein 2. DU 10 R I — . 6 Ael. Hert W. hlekt! bheh Emst t he Ath 0 Hd ih, Watinde ch E Mies SH h, 10 Eeh 4 Mh httö Ium h 1 . x Scu Rl chein dte 8 Somney Kegen ung deinem Tunm⸗ Huf und aß süͤßen Somma eines Schhyfy Lust und grn hiet, der Siy eht wieder shh ringt nach hy ind Regen du Emen Sahh auf Beth un t wundetligh Ere wird g⸗ vas durch N wird nun wi⸗ Dreife Fruͤcht Aecket gut Ge⸗ Wiesen Grht Baume werdeh ter Fülle sihh werden fiche und Oile gi Bienlein wit bei guternu⸗ oh Witd uh ewge Gut lesammt zunez erdens sch 0 mit dem Gv ur Gnig d den. 50tt istftogt Fin Hub Ind laht sh hnen/ h icht bekdiegch sch ssch frbe ö Il Sebet um Sonnenschein ete. 249 und nicht nach unsern und Liebe, daß dein Herz Suͤnden. nnicht betruͤbe mit mehrerm 12. Darum, so richte Zorn und Schmerze das nun, o Mensch, auch du allerfroͤmmste Herze. dein Thun zu GOttes Lob Paul Gerhard. V. Gebet um Sonnenschein bei vielem Regen. Mel. Wo Sott der Freundlichkeit? Du bist ja HErr nicht bei uns hält. 0 ⁴ d 304. Oln das Su⸗ unser Vater. 5. Gieb uns von deinem Himmelsaal dein klares mament mit Wolken thust Licht und Sonne, und laß bedecken, der du ingleichen uns wieder uͤberall empfin⸗ kannst behend das Sonnen⸗den Freud und Wonne, daß licht erwecken, halt doch alle Welt erkenne frei, daß mit vielem Regen ein, und außer dir kein Segen sei ieb uns wieder Sonnen⸗im Himmel und auf Erden. chein, daß unser Land sich freue. 2. Die Felder trauren weit und breit, die Fruͤchte leiden Schaden, weil sie von vieler Feuchtigkeit und Naͤsse sind beladen; dein Segen, Err, den du ge⸗ zeigt uns Armen, sich zur Erden neigt, und will jast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Missethat und ganz ver⸗ kehrtes Leben, so deinen Zorn entzuͤndet hat, daß wir in Noͤthen schweben; wir muͤssen zeigen unsre Schuld: weil wir die Buße nicht gewollt, so muß der Himmel weinen. 4. Doch denke wieder an die Treu, die du uns hast versyrochen, und wohn uns in Genaden bei, wie wir dich kindlich suchen. Wie haͤlt sich so hart dieser Zeit dein Herz und sanfte M. Michael Schirmer. (Crügers Gesangb. v. 1640). Mel. Wo Gott der HErr nicht bei uns hält. HErr GOtt, 305.0 der du dei⸗ ner Schaar hast zugesagt auf Erden, daß sie von dir soll immerdar im Kreuz ge⸗ troöͤstet werden, dazu auch das taͤgliche Brod sammt Ret⸗ tungausder Angst und Noth reichlichen uͤberkommen: 2. Gieb reine Luft, warm Sonnenschein, gut Thau und fruchtbarn Regen, da⸗ mit die Fruͤchte wachsen fein durch deinen milden Segen, die hier zu Lande fruͤh und spat der Ackers⸗ mann geworfen hat auf dein Wort in die Erde. 3. Ohn dich so ist all seine Kunst, Fleiß, Arbeit und Vermoͤgen vergebens, wo du deine Gunst nicht 44 ge⸗ 250 Bei groszem Angewitter. geben wirst zum Pfluͤgen, und allen Samen wecken auf, daß er wohl reif, und seinen Lauf mit gutem Gwinn erlange. 4. HErr, straf uns nicht in deinem Zorn, gedenk an deine Guͤte; den Weinstock und das liebe Korn uns gnaͤdiglich behuͤte vor Ha⸗ gel, Frost, Sturmwind und Schlagg, vor Mehl⸗ thau und was schaden mag den Fruͤchten insgemeine. 5. Vor großer Duͤrre uns bewahr; vergieb uns unsre Suͤnde, damit nicht etwa mit Gefahr das Wet⸗ ter was anzuͤnde. Halt auch das Erdreich nicht zu naß, auf daß wir moͤgen Scheun und Faß durch deinen Segen fuͤllen. 6. Gieb gnaͤdig, was uns deine Hand jetzt thut gar reichlich weisen, und thu damit im wenen Land all Kreaturen speisen. So wird dich loben Groß und Klein, die Alten und die Kinderlein, und was auf Erden lebet. 7. Wir trauen dir, o HErre GOtt, dein Gnade laß uns walten; du weißt thut, hast lange hausge⸗ halten, und wirst noch fer⸗ ner so regiern, daß man wird deinen Segen spuͤrn, und deinen Namen preisen. VI. Mel. Erbarm dich mein, o BErre SOtt. ch GOtt, wie 306. A schrecklich ist dein Grimm, wenn du stark auf den Wolken gehst, und deine schwere Donner⸗ Bei großem Ungewitter. und wirfst die Strahlen hin und her: mit Zittern treten wir zu Hauf. 3. Wir haͤtten wohl ver⸗ dient, o GOtt, mit unsern Suͤnden schwer und viel, daß du uns schlaͤgst mit Grimm zu Tod, weil fast wohl, was uns mangeln stimm in siarkem Krachen niemand gehorchen will; von dir stoͤt. Wir arme, doch weil wir deine Kinder blode Menschenkind erken⸗ seind, dein Volk und Schafe nen deine große Macht; deiner Weid, ein Volk, drum wir in Furcht und das seine Schuld beweint, Schrecken sind, dieweil der so hoffen wir Barmher⸗ Himmel bliczt und kracht. zigkeit. 2. Der Erddall, der sich 4. Wir wissen nichts und sonst nicht regt, in großer nirgends hin, wenn wir Furcht erschuͤttert sich; durchlaufen alle Welt, zu wenn du nur schnaubest, wem wir sicher moͤchten wird bewegt der Berge fliehn; all Kreatur zur Grund, und fuͤrchtet dich. Rach sich stellt. Wir wissen Dein Arm ist stark, dein nichts als deine Gnad, die Hanꝛ ist schwer, wenn du alle Morgen neu aufgeht, im Zorn sie hebest auf die groß ist und kein unt a muast Rnatg somme — ch En ga tr I sich hülen M — wit nöhg 0 aut fllen dih /waz mj t thut gu n, und sh zen Land sen. Sonis 5 undlah eKinderleh Erden lelt uen dit, dein Gnh ; bu wost 5 mangeh ige haulg⸗ st noch fek „daß nah egen spürz nen preisg ikter. Strahlen lit Zittern Nuf. uwohlvet⸗ mit unseh und vich chlaͤst ni djWel ff cchen wl; eine Kindk und Schif en Ild bekbaht, Bhaenhe nichteu wenn W e Mit/l et möchel Leatut sit Wit wiseh „O aufhel kein Elt t Danksagung nach schwerem Ungewitter. 251 hat, die jedermann stets sonst mehr ist deiner Gab, offen steht. vor Schlossen, Hagel, Was⸗ 5. Wir schreien aus dem serflut, vor Feur und an⸗ Jammerthal durch Chri⸗ derm Wetterschad; halt uns, um, deinen lieben Sohn, o GOtt, in deiner Hut, wir zu dir hinauf ins Himmels wollen ruͤhmen deine Gnad. Saal: um seinetwillen us⸗ 8. Du bist allein der er schon! O Vater der HErr und GOtt, dem armherzigkeit, straf uns Donner, Blitz, Feur, Luft ja nicht, wie wirs ver⸗ und Wind, ja alles stehet schuldt; uns ist die Suͤnde herzlich leid, kehr dich 8. uns mit Gnad und Huld. 6. Laß nicht anzuͤnden deinen Blitz, was du an Nahrung hast verehrt; vor Donnerschlaͤgen uns be⸗ schuͤtz, laß unsern Leib sein indiezer 1 sei du bei uns in dieser Noth, zu dem all Hoffnung ist gericht: behuͤt vor boͤsem schnellen Tod, mit deiner Huͤlf verlaß uns nicht. 7. Bedecke du mit dei⸗ ner Hand Leib, Leben, Haus, Vieh/ Gut und Hab; die Fruͤcht erhalt durch Feld und Land, und was 10 Gebot, und seinen Wil⸗ en thut geschwind. Ach HErr, wo ist dir jemand gleich im Himmel und in aller Welt? Wer hat ein solch gewaltig Reich, dem alles stracks zu Ghemn faͤllt⸗ 9. Drum sprich ein Worr/ so weichet bald des schwe⸗ ren Wetters Grausamkeit; dein Wort durchdringet mit Gewalt, drum uns zu ret⸗ ten sei bereit. Ach komm, ach komm und thu Beweis/ daß du der rechte Helfer seist; so wollen wir dir sin⸗ gen Preis sammt Christo und dem heilgen Geist. Johann Heermann. VII. Danksagung nach schwerem Ungewitter. Mel. von GSOtt will ich nicht lassen. 307 Wie haben jetzt ver⸗ nommen, wie du, HErr Zebaoth, zu uns bist schreck⸗ lich kommen durch Blitz und Feuersnoth. Wir waͤ⸗ ren gar verzehrt, wenn du es nicht gewendet, und Huͤlfe zugesendet, wie wir von dir begehrt. 2. HErr, deine Macht wir preisen, Zorn i uns bekannt; doch thust du uns auch weisen, wie deine Gnadenhand, die dich anfliehen, schuͤtzt. Wer sich zu dir bekehret, der bleibet unverzehret, wie sehr es kracht und blitzt. 3. Ist Truͤbsal da mit Haufen, so denkst du jeder⸗ 10 an die, so dich an⸗ aufen, hilfst in Barmher⸗ g⸗ 25²2 In Griegeszeiten. zigkeit. Du hast an uns die wir uns dir vertrauen gedacht, wie du deß nicht mit starker Zuversicht. vergessen, der in der Arch 6. Dankopfer wir dir gesessen: hast ihn zu Lande bringen fuͤr dies, was du bracht. gethan z von deiner Huͤls 4. Das Wetter ist ver⸗ wir singen: ach nimms trieben durch deine Gnad in Gnaden an durch Chri⸗ und Kraft; du bist stets bei stum deinen Sohn, um sei⸗ uns blieben, hast Sicher⸗ nes Verdiensts willen, der heit verschafft, wie du, deinen Zorn kann stillen, HErr IEsu Christ, im der wahre Gnadenthron. Schiff das Meer bedraͤuet, 7. Wenn du am juͤng⸗ die Juͤnger drob erfreuet, sten Tage, der schon ist gewehrt des Teufels List. angestellt, mit deinem 5. Du hast Haus, Hof, Donnerschlage anzuͤnden Leib, Leben, und was ein wirst die Welt; so streck jeder hat, mit deinem aus deine Hand, und Schutz umgeben bei Wam went uns, die wir glaͤu⸗ und unsrer Stadt. Dein ben an dich und treu freundlich Angesicht laͤßt verbleiben, hinauf ins du uns wieder schauen, Vaterland. Job. Heermann. VIII. In Kriegeszeiten. ö jetzund zu dieser Frist; In eigener Melodie. laß uns hinfort dein goͤtté 308 u Frieden⸗lich Wort im Fried noch efuͤrst, HErr laͤnger schallen. IEsu Christ, wahr Mensch 4. Verdient haben wir und wahrer GOtt, ein alles wohl, und leidens starker Nothhelfer du bist mit Geduld; doch deine im Leben und im Tod; Gnad groͤßer sein soll, drum wir allein im Na⸗denn unsre Suͤnd und men dein zu deinem Va-Schuld. Darum vergieb ter schreien. nach deiner Lieb, die du 2. Rech große Noth fest zu uns traͤgest. uns stoͤßek an von Krieg 5. Es ist groß Elend und Ungemach, daraus und Gefahr, wo Pestilenz uns niemand helfen kann, regiert; aber viel groͤßer denn du; drum fuͤhr die ists fuͤrwahr⸗ wo Krieg ge⸗ Sach, dein Vater bitt, fuͤhret wird; da wird ver⸗ daß er ja nit im Zornsgcht und nicht betracht, mit uns woll fahren. was recht und loͤblich waͤre. 3. Gedenk, HErr, je⸗ 6. Da fragt man nicht tzund an dein Amt, daß nach Ehrbarkeit, nach du ein Friedfuͤrst bist, und Zucht und nach Gericht; hilf uns gnaͤdig allesammt dein Wort liegt* ol⸗ 73 U UU. ehu RIf Me 90 chag t R SI u H. RF M. Ru Isstt E. I E. RNa IWacheh flel 0 Hilh N V7 x‚ 30. hautt W Hatte Rshse D ed I m e Sahu,d etlanhef 2.0 lehet h ehtt R 0 60 lh IEmf shech Ret sch Wou) uuc . U Aser Huf niht K adid/ ssht, — dit erttang Zubersiht ypfet wir g dies, gs denet g ach nimm durch otz Sohn, unst 18 willen, x Eann sillg Gnadenthen du am jz der schon i mit deihen 6e ahpürde elt; so stea Hand, u ie wir glil Rund tuu hinauf iih b. Heermamn. ll. leset Frust; u den gbtt⸗ FItied noch f. haben vit und ledent doch daüt sein sal, Sund u rum bethih raͤges. groß Eh wWo Pesig vitl gth⸗ o Kriehgb d wirdtd cht beruch blichwit man nh Hlit, un ahl gt guch,) 0 In Kriegeszeiten. 253 solcher Zeit, und geht im Schwange nicht. Drum hilf uns, HErr, treib von uns fern Krieg und all schaͤdlich Wesen. 7. Erleucht doch unser Sinn und Herz durch den Geist deiner Gnad, daß wir nicht treiben draus ein Scherz, der unsrer Seelen schad. O IEsu Christ, allein du bist, der solchs wohl kann ausrichten. Jac. Ebert. Mel. Was mein GSoOtt will, das gscheh allzeit. 309 Gieb Fried, * o frommer, treuer GOtt, du Vater aller Gnaden, wend ab die roß vorstehend Noth, ver⸗ hüt all unsern Schaden. Der Feind mit Macht da⸗ hin nur tracht, die Voͤlker zu verheeren, die deinen Sohn, den Heiland fron, erkennen, lobn und ehren. 2. Gieb Fried, o IEsu, lieber HErr, du Shunger deiner Heerde, es langet an dein Amt und Ehr, den GOttesdienst so wer⸗ the; solchs alls der Feind mit Ernst jetzt meint, wills hindern und ausrotten; hier steh uns bei, HErr IEsu, frei, die Feinde mach zu Spotte. 3. Gieb Fried, o HErr GOtt heilger Geist, du Troͤster aller Bloͤden, dein Huͤlf uns jetzt und all⸗ zeit leist, laß dein Kirch nicht veroden; das Gbet erweck, den Glauben staͤrk, gieb wahre Buß und Reue; die Feinde stuͤrz, dein Volk beschuͤtz, auf daß sichs ewig freue. Cyriakus Schneegaß. Mel. Uun lob mein Seel den HErren. 310 Goit Lob, ö nun ist er⸗ schollen das edle Fried⸗ und Freudenwort, daß nunmehr ruhen sollen die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf, und nimm nun wieder dein Saitenspiel her⸗ vor, o Deutschland, singe Lieder, im hohen vollen Chor. Erhebe dein Ge⸗ muͤthe zu deinem GOtt, und sprich: HErr, deine Gnad und Suͤte bleibt dennoch ewiglich. 2. Wir haben nichts ver⸗ dienet, als schwere Straf und großen Zorn, weil stets noch bei uns gruͤnet der freche, schnoͤde Suͤn⸗ dendoen. Wir sind fuͤr⸗ wahr geschlagen mit har⸗ ter scharfer Ruth, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße thut? Wir sind und bleiben boͤse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löͤse der Krieg und sein Geschrei. 3. Sei tausendmal will⸗ kommen, du theure, werthe Friedensgab, jetzt sehn wir, was fuͤr Frommen dein Bei⸗ uns⸗wohnen in sich hab. In dir hat GOtt versenket all unser Gluͤck und Heil; wer dich betruͤbt und kraͤnket, der druͤckt ihm selbst den Pfeil des Herz⸗ leids in das Herze, und loͤscht aus Unverstand die guͤld⸗ —————ꝛß7.———————f—————————— 2⁵5⁴ In Kriegeszeiten. uͤldne Freudenkerze mit nicht Schanden werden einer eignen Hand. 4. Das druͤckt uns nie⸗ mand besser in unsre Seel und Herz hinein, als ihr zerstoͤrten Schloͤsser und Staͤdte voller Schutt und Stein; ihr vormals schoͤ⸗ nen Felder, mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Waͤlder und duͤrre, wuͤste Haid; ihr Graͤber voller Leichen und blutgem Helden⸗Schweiß, der Hel⸗ den, deren gleichen auf Er⸗ den man nicht weiß. 5. Hier truͤbe deine Sin⸗ nen, o Mensch, und laß den Thraͤnenbach aus bei⸗ den Augen rinnen, geh in dein Herz und denke nach: was Gott bisher gesen⸗ det, das han du ausgelacht; nun hat er sich gewendet und vaͤterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Drin—⸗ gen zu deinem Heil zu ruhn: ob er dich moͤchte zwingen mit Lieb und Gutes⸗thun. 6. Ach laß dich doch er⸗ wecken, wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das starke Schrecken dich schnell und ploͤtzlich uͤberfaͤlt. Wer aber Ehri⸗ stum liebet, sei unerschrock⸗ nes Muths; der Friede, den er giebet, bedeutet al⸗ les Guts. Er will die Lehre geben; das Ende naht herzu; da sollt ihr bei GOtt leben in ewgem Fried und Ruh. p. Gerbard. Mel. Herzliebster JEsu, was hast du verbrochen. 3 1 1 Err, unser GOtt, laß die, so in ihren Nöthen und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Guͤte hoffen, und zu dir rufen. 2. Mache zu Schanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaͤden zu uns Ar⸗ men; laß dichs erbarmen! 3. Und schaff uns Bei⸗ stand wider unsre Feinde; wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde; sie muͤssen Wehr und Waf⸗ fen niederlegen, kein Glied mehr regen. ö 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen, vergebens ists, auf Men⸗ schenhuͤlfe bauen: mit dir wir wollen Thaten thun und kaͤmpfen, die Feinde daͤmpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten und das bedraͤngte kleine Haͤuf⸗ lein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in JEsu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Joh. Heermann. Mel. Singen wir aus Herzensgrund. reuer Waͤch⸗ 3 1 2 2 ter Israel, deß sich freuet Leib und Seel, der du weißest alles Leid deiner armen Chri⸗ stenheit, o du Waͤchter, der du nicht schlaͤfst noch schlummerst, zu uns richt dein huͤlfreiches Angesicht. 2. Schau, wie große Noth und Qual trifft dein Volk jetzt uͤberall; taͤgli wir — ö HUUU 0 10 ul ö vethl 1 10 icht da 3 H S i i. Gt d u siten Ihnt ut Ish Hl, fße g 1. G60 M-AA W fir M xů = p Smz.“ S I. A A 1 lbehe6 WMI . H Iunr Ahlt/ chsen W Eih Matz3 Mehe MWshr Ild 0 I Uh, Kal ud Mch! m ufe Rf N hishlt Klahtt I se ahht M Imnnne ibren M derden. b ruf denne zu dir tung iu Schmn RI hre Mach ich ichte R zu uns J/ erbarnm haff un H unste 150 Vort pͤcht ld Freunh cht und Wg⸗ / kein Gch en niemanh berttauen, auf Meh⸗ ni mit dit haten thun die Feinde t Hed, det etreten und lleine Hauf— dir traun auf ein il.Jit „ Hase oh. Heemmann. u wit aus grund. reuer M⸗ tet Hu et Leid u weißesell Rmen Cbth Wichsh schlafs ue u uns u Mhisch. wie groh Httift k l; In Ariegeszeiten. 25⁵ wird der Truͤbsal mehr: hilf, ach hilf! schuͤtz deine Lehr; wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester IEsu Christ, der du eingegangen bist in den heilgen Ort zu GOtt durch dein Kreuz und bittern Tod, uns ver⸗ soͤhnt mit deinem Blut, ausgeloöͤscht der Hoͤllen Glut, wiederbracht das hoͤchste Gut! 4. Sitzst auch heut ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser Mittler und Patron, seine hoͤchste Freud und Kron, den er in dem Her⸗ zen traͤgt, wie sich selbst 0 lieben pflegt, dem er eine Bitt abschlaͤgt. 5. Klaͤglich schreien wir dir, klopfen an die Gna⸗ enthuͤr, wir, die du mit hoͤchstem Ruhm dir erkauft zum Eigenthum: Deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feur jetzt brennt, und schier alle Welt durch⸗ rennt. 6. Zeig ihm deine Wun⸗ den roth, red von deinem Kreuz und Tod, und was du mehr hast gethan, zeig ihm unsertwegen an; sage, daß du unsre Schuld hast Alan in Geduld, uns erlanget Gnad und Huld. 7. IEsu, der du IE⸗ sus heißt, als ein IEsus Hulfe leist! Hilf mit dei⸗ ner starken Hand, Men⸗ schenhuͤlf hat sich gewandt; eine Mauer um uns bau, E daß dem Feinde davor grau, und mit Zittern sie anschau. 8. Liebster Schatz, Im⸗ manuel, du Beschuͤtzer mei⸗ ner Seel, GOtt mit uns in aller Noth, neben uns und in uns GOtt, GOtt fuͤr uns zu aller Zeit: trotz dem, der uns thut ein Leid! GOttes Straf ist ihm bereit. 9. Deines Vaters star⸗ ker Arm, komm, und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Koppel trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren HErren nenn. 10. Andre trauen ihrer Kraft, ihrem Gluͤck und Ritterschaft: deine Chri⸗ sten sehn auf dich, trauen dir sich festiglich; laß sie werden nicht zu Schand; bleib ihr Helfer und Bei⸗ stand; sind sie dir doch ganz bekannt. 11. Guͤrte dein Schwert an die Seit als ein Held, und fuͤr sie streit, und zer⸗ schmettre deine Feind, so viel ihr auf Erden seind. Auf die Haͤlse tritt du ihn, leg sie dir zum Schemel hin, und brich ihren stolzen Sinn. 12. Du bist ia der Held und Mann, der den Krie⸗ gern steuern kann, der da Spieß und Schwert zer⸗ bricht, der die Bogen macht zu nicht, der die Wagen gar verbrennt, und der Menschen Herzen wendt, Em der Krieg gewinnt ein nd. 13. JE⸗ 256 PPPPPPPPTTRTPTPTRTRTCTêRTGTCTCłQꝛłꝛłꝛQꝛłPTDTDTFTDTDTDTDTDTPTDTPTDT In Ariegeszeiten. 13. IEsu, wahrer Frie⸗ defuͤrst, der der Schlan⸗ 95 hat zerknirscht ihren opf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bei GoOtt: gieb uns Frieden anadunlcch, so wird dein Volk freuen sich, dafuͤr ewig preisen dich. Johann Heermann. In eigener Melodie. 3 1 3 Verleih uns 9.— Frieden gnaͤdiglich, HErr GOtt, 90 unsern Zeiten; es ist och ja kein andrer nicht, der fuͤr uns koͤnnte streiten, denn du unser GOtt al⸗ leine.[Gieb unserm Ko⸗ nig und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment, daß wir unter ihnen ein eruhig und stilles Leben fuͤren moͤgen in aller GOttseligkeit und Ehr⸗ barkeit. Amen.] Dr. Martin Luther. Mel. Kommt her zu mir, spricht SOttes Sohn. Nerzage nicht/ 31 4. V o Haͤuflein klein, obschon die Feinde willens sein, dich gaͤnzlich be verstoͤren, und suchen einen Untergang, davon dir wird recht chr1 und bang: es wird nicht lange waͤhren. 2. Dich troͤste nur, daß deine Sach ist GOttes, dem befiehl die Rach, laß ihn alleine walten. Er wird durch seinen Gideon, den er wohl kennt, dir hel⸗ fen schon, dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr GOtt GOtt ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Hoͤllen⸗ pfort und was dem thut anhangen, endlich werden zu Hohn und Spott: GOtt ist mit uns, und wir mit GOtt, den Sieg wolln wir erlangen. 4. Drum sei getrost, du kleines Heer, streit ritter⸗ lich fuͤr GOttes Ehr, und laß dir gar nicht grauen. Er wird den Feinden nehmn den Muthꝛ daß sie sterben in ihrem Blut, wirst du mit Augen schauen. 5. Amen! das hilf, HErr JEsu Christ, dieweil du unser Schutzherr bist, hilf uns durch deinen Namen: so wollen wir, deine Ge⸗ mein, dich loben und dir dankbar sein, und froͤhlich singen, Amen. Mel. Warum betrübst du dich, mein Berz. 255 ie ist so 3 1 J. Wẽ groß und schwer die Last, die du uns aufgeleget hast, o aller Goͤt⸗ ter GOtt, GOtt, der du streng und eifrig bist dem,der nicht fromm und heilig ist. 2. Die Last, die ist die Kriegesflut, so jetzt die Welt mit rothem Blut und heißen Thraͤnen fuͤllt. Es ist das Feur, das hitzt und brennt, so weit fast Sonn und Mond sich wendt. 3. Groß ist die Last, doch ist dabei dein stͤrker Schutz und Vatertreu uns gar nicht unbekannt. Du strafst, und mitten in dem Leid er⸗ — A Ichtet. 6 ö 0 siud R WüA h ul U hsh 0 M Mh 5„ Wee sch het! ei Wete I U Hurd maleth, Wallt V Zuul Wgh sch H „ N sc Rl I skhche ud h 65100 Vort, 18 und h llch dem thil lich wenh pott: 10 Wir nt Sieg Wulh ige Hu stteit kittt E ul 0 cht Raunt Aden gehnt sie stahg „Witst A uuen. hilf, Her Neweil d hist, hif Ramen: eine Ge⸗ und dir ftöͤhlich etrübst Nhetz. ist Nxtoßf die du uhs valler O⸗ it, det 0 histdemde 5 10 10 2 wendt. A 0 fel 606 Ins gl O baf Dem Lad (. In Ariegeszeiten. 257 erzeigst du Lieb und Freund⸗ lichkeit. 4. Wir unsers Theils sind dir verpflicht dafuͤr, daß du dein Heil und Licht uns niemals ganz versagt; viel Andre hast du abge— lohnt, uns hast du ja noch oft verschont. 5. Wie manchmal hat sich hier und dar ein gro⸗ ßes Wetter der Gefahr um uns gezogen auf. Dein Hand, die Erd und Him⸗ niel traͤgt, hat Sturm und Wetter beigelegt. 6. Wie oftmals hat bei Tag und Nacht der Feinde List und große Macht uns, deine Heerd, umringt; du aber, o du treuer Hirt, hast unsern Wol fhurückgeführt. 7. Viel unsrer Bruͤder sind geplagt, von Haus und Hof dazu verjagt; wir aber haben noch beim Wein— stock und beim Feigenbaum ein jeder seinen Sitz und Raum. 8. Sieh an, mein Herz, wie Stadt und Land an vielen Orten ist gewandt der tiefen Untergang; der Menschen Huͤtten sind verstoͤrt, die GOtteshaͤu⸗ 929 umgekehrt. 9. Bei uns ist ja noch Polizei, auch leisten wir noch ohne Scheu dem HEr⸗ ren seinen Dienst; man lehrt und hoͤrt ja fort und fort alltaͤglich bei uns GOttes Wort. 10. Wer dieses nun nicht will verstehn, laͤßts in die Luft und Winde gehn, und bei so hellem Licht GOttes Gnad und Guͤt erkennt, der ist fuͤrwahr durchaus verblendt. 11. O frommer GOtt, nimm von uns hin solch Unvernunft; richt unsern Sinn, daß wir zur Dank⸗ barkeit mit Lobgesang und suͤßem Ton uns finden stets vor deinem Thron. 12. Nicht unserm Werk,/ nicht unserm Thun, allein dir, dir, o Gnadenbrunn, gebuͤhrt all Ehr und Ruhm. Wir haben Zorn und Tod verschuldt, du zahlest uns mit Lieb und Huld. 13. Laß diese Lieb als eine Glut in uns ent⸗ zuͤnden Herz und Muth; gieb engel siche Brunst, daß alle unsre Aederlein zu singen dir bereitet sein. 14. Laß auch einmal nach so viel Leid uns wie⸗ der scheinen unsre Freud, des Friedens Angesicht, das mancher Mensch noch nie einmal geschaut in diesem Jammerthal. 15. Sind wirs nicht werth, so sieh doch an, die/ so kein Unrecht je gethan, die kleinen Kinderlein. Solln sie denn in der Wiege noch mittragen solches schwere Joch? 16. Erbarm dich, o barmherzigs Herz, so vieler Seufzer/ die der Schmerz uns aus dem Herzen zwingt. Du bist ja GOtt und nicht ein Stein, wie kannst du denn so harte sein? 17. Wir sind an boͤ⸗ sen Wunden krank, Er l⸗ tTrT TTCT 258 In Sterbens⸗-Läuften. Eiter, Striemen, Keth thun, das glauben wir, slügen und Stank: du, HErr, obgleich noch wenig schei⸗ en bist unser Arzt. Geuß nen fuͤr die Mittel in der wir ein, geuß ein dein Gna⸗Welt; wenn alle Mittel hn dendl, so wird geheilet Hant stehn, dann pflegt Duh Leib und Seel. dein Helfen anzugehn. 050 18. Nun, du wirsts Paul Gerbard. I1 UUU ———.— IX. In Sterbens⸗Läuften. geben wir, o GOtt, du 111 ieber Vater; denn unser Wandel ist bei dir, hier 318. 316.2 GOtt, wird uns nicht gerathen. A 2 Gnaden Weil wir in dieser Huͤt⸗( ö0 von uns wend dies große sen sein, ist nur Elend, i hir Kreuz und groß Elend, da⸗Truͤbsal und Pein: bei el scbe Mel. Wenn wir in höch⸗ ö sten— sein. mit wir sind umgeben gar, dir der Freuden warten. wuu und stehn all Augenblick 3. Kein Frucht das II N in Gfahr. Weizenkornlein bringt, es On 2. Behuͤt uns, deine fall denn in die Erden: Mh Kinderlein, um Christi so muß auch unser ird⸗ 1Häin unsers HErren Pein, vor scher Leib zu Staub und 1 Pesilenz und schnellem Aschen werden, eh er kommt III Tod, und laß uns nicht zu der Herrlichkeit, die d in dieser Noth. uns, HErr HEhra, hast Hien Sin 3. In dieser Noth ach bereit durch deinen Gang laß uns nicht; wend von—4 Vater. n uns dein Zorn und Ge⸗ 4. Was wollen wir denn II richt, daß dir lobsinge un⸗ fuͤrchten sehr den Tod, Mn ser Mund fuͤr deinen auf dieser Erden? Es muß Wse. Schutz aus Herzen Grund. einmal estorben sein; o 90 Bartholomäus Ringwaldt. welch ist hier gewesen, suf uß welcher wie Simeon ent⸗ Rhn nicht bei uns hält. Keunr, Christum ergreift; um 31 7 A rhten so muß man selig sterben. sin E Christen, 5. Dein Seel bedenk, u seid getrost; wie thut ihr bewahr dein Leib, laß num un so verzagen, weil uns der GOtt den Vater sorgen: wila, HErr heimsuchen thut? sein Engel deine Waͤchter 4 Eht Laßt uns von Herzen sa⸗ sein, behuͤten dich vorm Hunl ö gen: Die Straf wir 06. Argen; ja, wie ein Henn 6 nit f verdienet han, solches be⸗ ihr Kuͤchelein bedeckt mit sin kenn ein jedermann, nie⸗ ihren Fluͤgelein, so thut shn mand darfsich ausschließen. der HErr uns Armen. 2— 7 2. In deine Haͤnd uns 6. Wir wachen schla Rah chla⸗ . an 0 Wenig h Milel in alle Mis dann zs anzugchn, Paul Gerbah —— lusten, denn ust hei dir g cht gergtheh dieser Hi⸗ nur Elesh Pein: 0 en warten. Frucht N bringt/& die Erden: unser ird⸗ taub und her kommt sat/ die dif Mah, U anen Gath le wit desh den T nꝰ Eims hen sein + gelech Zimeon ehl Suͤnd dh im etht 10 selig stahg el 11 Leib, I 06 Iter sotheh ine Wachnl Rich Hoa 1 v h bedetkt M V„ so thl Armeh, chen H shl⸗ In Sterbens⸗Läuften. 259 schlafen ein, so sind wir ja des HErren; auf Christum wir getaufet sein, der kann dem Satan wehren. Durch Adam auf uns kom̃t der Tod, Christus hilft uns aus aller Noth: drum loben wir den HErren. Jobann Gigas. Mel. HErr, straf mich nicht in deinem Sorn. 31 8. O frommer und getreu⸗ er GoOtt aller, de auf dich hoffen, es hat uns eine schwere Noth durch deine hers getroffen; dein Zorn der druͤckt uns mit Gewalt, und wirft die Menschen jung und alt mit Pestilenz darnieder. 2. Du bist gerecht, und dein Gericht kann unser keiner strafen; von wegen unsrer Suͤnd geschicht, daß wir so schuell entschlafen. Ja, unsre große Missethat vich so gar hoch bewogen hat, dein Pfeil in uns zu schießen. 3. O HErr, vergieb und straf uns nicht im Zorn so gar geschwinde; kehr doch es Vaters Angesicht zu deinem lieben Kinde; laß sinken dein gerechten Grim, uns wieder zu Genad an⸗ nimm um deines Sohnes willen. 4. Sieh, HErr, wie wir betruͤbet gehn, kraft— los, mit Furcht umgeben, in Angst und großen Sor⸗ gen stehn, und in viel Kummer schweben. Die Nachbarschaft sich vor uns scheucht, ein jeder vor uns laͤuft und fleucht, als waͤ⸗ ren wir verbannet. 5. Lehramt und andre Ordnung mehr gehn nicht in vollem Schwange; all unsre Nahrung welket sehr, uns ist von Herzen bange, und wissen weder aus noch ein; o Vater, sieh genaͤdig drein/ und thu uns wie⸗ der troͤsten. 6. Laß ab von uns mit deiner Ruth, nimm sie von unserm Ruͤcken: was hast du Nutz an unserm Blut, wenns der Tod thut hin⸗ zuͤcken? Ein todter Koͤr⸗ per dich nicht preist, noch jemand zur Erkenntniß weist deines heiligen Na⸗ mens. 7. Erzeig uns 4 frommer HErr, thu deinen Grimm aufheben, und sei mit deiner Huͤlf nicht fern! du hast ja Lust zum Leben, und bist ein GOtt von Wahrheit fest, der seinen Zorn bald fahren laͤßt, weñ man dich herzlich bittet. 8. O IEsu Christe, un⸗ ser Heil, thu alles Uebel wenden; nimm doch den Bogen und die Pfeil aus deines Vaters Haͤnden; Haß den Verderber hoͤren „ daß er nicht so ge⸗ schwindt lauf, zu wuͤrgen deine Bruͤder. 9. Dein Will gescheh, wir bitten all, uns nicht in Noth verlasse; hilf uns nach deinem Wohlgefalln, du weißt die rechte Maa⸗ ße, und wirst wohl deine Zeit ersehn, wenn uns hier⸗ in 260 In Sterbens⸗Läuften in soll Huͤlf geschehn; das wolln wir dir vertrauen. 10.„ heilger Geist, mit deiner Kraft die sterben sol⸗ len staͤrke, daß man des Glaubens Ritterschaft an ihrem End vermerke; und sie also mit Fried und Freud nehmen ein sanften Abescheid in Christo, un— serm HErren. Bartholomäus Ringwalbt. M. Wo GSoOtt der BErr nicht bei uns hält. er in dem des Hoͤchsten ist, und sich GOtt thut ergeben, der spricht: Du, HErr, mein Zuflucht bist, mein GOtt, Hoffnung und Leben, der du ja wirst erretten mich vons Teufels Stricken Eilente. und von der Pe⸗ ilenze. 2. Mit seinen Fluͤgeln deckt er dich, auf ihn sollst du vertrauen; sein Wahr⸗ heit schuͤtzt dich gwaltig⸗ lich, daß dich bei Nacht kein Grauen noch Betruͤg⸗ niß erschrecken mag, auch kein Pfeil, der da fleugt bei Tag, weil dir sein Wort thut leuchten. 3. Kein Pestilenz dir schaden kann, die in dem Finstern schleichet; kein Seuch noch Krankheit ruͤhrt dich an, die im Mit⸗ tag umstreichet. Ob tau⸗ send stuͤrben dir zur Seit, und zehen tausend ander⸗ weit, soll es doch dich nicht treffen. 4. Ja du wirst auch noch Lust und Freud mit deinen Augen sehen an der Gott⸗ losen Herzeleid, wenn Ver⸗ geltung wird gschehen: weil der HErr ist dein Zuversicht, und dir der Hoͤchst sein Schutz ver⸗ spricht, drum, daß du ihm vertrauest. 5. Kein Uebels wird be⸗ gegnen dir, kein Plag dein Haus wird ruͤhren: denn er sein Engeln fuͤr und fuͤr befiehlet, dich zu fuͤh⸗ ren und zu behuͤten vor Unfall, auf Haͤnden tragen uͤberall, daß kein Stein dein Fuß letze. 6. Auf Loͤon und Ot⸗ tern wirst du gehn, und treten auf die Drachen; auf jungen Loͤwen wirst du stehn, ihr Zaͤhn und Gift verlachen: denn dir der keines schaden kann; kein Seuch kommt dem vom andern an, der auf GOtt thut vertrauen. 7. Er begehrt mein aus Herzen Grund und hofft auf meine Guͤte; drum helf ich ihm zu aller Stund, ich will ihn wohl behuͤten; ich will allzeit sein Helfer sein, drum, daß er kennt den Namen mein, deß soll er sich ja troͤsten. 8. Er ruft mich an als seinen GOtt, drum will ich ihn erhoͤren. Ich steh bei ihm in aller Noth, ich will ihm Huͤlf gewaͤhren; zu Ehren ich ihn bringen will, langs Leben ihm auch geben will, mein Heil will ich ihm et 9. Ehr ei dem Vater und U Im eh e huihn, ö hir uud —ꝛ— Voll. I M Albs Mal 0 x 3M. Oit M ht m gh aunsj N ite, WW Raan l 10 tt O * Wimfe O laheneh uch nit deltse riht u Msoshe ID RHChit auhn f wöstn Wse Hleg Zuh, ku en an der chn eled, Wenn dy wird gschtz HErt ist ‚ und RW Schuß 0 um, daß huh Uebelz igh „kein Muph ruͤhteh: e ngeln für a ct, dich uß u behüter y Hoͤndex tuy aß keim Eh lete. Vwn und v du gehy/ x die DMh 1 Löthen n ihr Zahn chen: dn schadin in h konmt N an/ N bexttrauch, gehrt mun und! und Ri Guͤte x zu allerEht wohl Hlh eit sent l ' dah meil/ M rösien. st nich dhe t/ drunh keh. R ller Mosh von der Erkenntnisz SOttes u. JEsu. 261 und dem Sohn und dem Pfad, daß uns der arge heiligen Geiste, als er im Feind nicht schad. Wer Anfang war und nun, der das begehrt, sprech: Amen. uns sein Gnade leiste, daß wir wandeln in seinem Sebald Heyden. Von den Gütern des Heils. I. Von der Erkenntniß GOttes und JEsu. Mel. O GOtt, du from⸗ mer GOtt. 5 320. De Christ. Wohlan, wenn Werk und Leben dir dessen/ was du sagst, Beweis und Zeugniß geben, so steht es wohl um dich. Ich wuͤn⸗ sche, was du sprichst, zu werden alle Tag, naͤmlich ein guter Christ. 2. Du sagst: Ich bin ein Christ. Der ists, der IEsum kennet, und seinen GOtt und HErrn ihn nicht alleine nennet, sondern thut auch mit Fleiß, was for⸗ dert sein Gebot. Thust du nicht auch also, ist, was du sagst, ein Spott. 3. Du sagst: Ich bin ein Christ. Wer sichs will nennen lassen, muß lieben, was ist gut, mit Ernst das Boͤse hassen. Der liebet Christum nicht, der noch die Suͤnden liebt, ist auch den Namen giebt. ů 4. Du sagst: Ich bin Christ; denn ich bin ja be⸗ syrenget mit Wasser in der Tauf, mit Christi— vermenget. Ja wohl, hast aber du gehalten auch den Bund, den du mit GOtt gemacht in jener Gnaden⸗ und? ö 5. Hast du ihn nicht vor⸗ laͤngst gar oft und viel ge⸗ brochen? Hast du als GOt⸗ tes Kind dich, wie du hast versprochen, in allem Thun erzeigt, dem Guten nach⸗ gestrebt? Hat nicht der alte Mensch bisher in dir gelebt? 6. Du sagst: Ich bin ein Christ, weil GOttes Wort und Lehre ohn allen Menschentand ich fleißig les und hoͤre. Ja, Lieber, thust adich uel was dieses Wort dich lehrt? Nicht ders hoͤrt, sondern thut, der ist bei GOtt geehrt. 7. Du sagst: Ich bin ein Christ, ich beichte meine Suͤnden, und laß beim Beichtstuhl mich auch of⸗ termalen finden. Findt aber sich, mein Freund, ich bitte, kein Christ, ob er sich gleich sag es mir/ nach abgelegter Beicht die Beßrung auch bei dir? 8. Ach du bleibst nach wie vor; dein Worte, Werk und Sinnen wird oftmals ar⸗ *—————„ *———9———9——————— 262 von der Erkenntnisz GOttes Ind noch: dein Vorsatz und Beginnen geht nach dem alten Trieb, und was noch gut soll sein, ist, wenn mans recht besieht, nur lauter Heuchelschein. 9. Du sagst: Ich bin ein Christ, ich laß mich bem und traͤnken mit em, was Christus uns im Abendmahl will schen⸗ ken. Wohl, aber zeige mir, ob Christi Leib und Blut n dir zur Heiligung auch eine Wirkung thut? 10. Du sagst: Ich bin ein Christ; ich bete, les und singe, ich geh ins Got⸗ teshaus, sind das nicht gute Dinge? Sie sind es; aber wenn sie werden so verricht, daß GOtt auch stets dabei ein reines Herze kriegt. 11. Du sagst: Ich bin ein Christ. Ich kann dirs nicht gestehen, es sei denn, daß ichs werd aus deinem Wandel sehen. Wer sagt und ruͤhmet, daß er Christo angehdr, und auch sein Juͤnger sei, muß wandeln gleich wie er. 12. Bist du ein solcher Christ, so mußt du sein uu w wie IEsus Chri⸗ us war. Wenn reine Liebe rinnet aus deines Herzens Quell, wenn du demuͤthig bist von Herzen, wie der HErr, so sag: du seist ein Christ. 13. So lang ich aber noch an dir erseh und spuͤre, daß Stoͤlz und Uebermuth dein Sinn und Herz re⸗ giere; wenn an der Sanft⸗ muth Stell sich I1 Haß und Neid, so bist du ganz sahr vom Christenthum ehr weit. ö 14. Sagst du: Ich bin ein Christ, und ruͤhmst dich deß mit Freuden; thust aber du auch mehr, als andre kluge Heiden? Ach, oͤfters nicht so viel, als Gutes sie gethan; sie werden dor⸗ ten dich gewißlich klagen an. 15. Sag nicht: Ich bin ein Christ, bis daß dir Werk und Leben auch dessen, was du sagst, Beweis und Zeug⸗ niß geben. Die Wort sind nicht genug; ein Christ muß ohne Schein das, was er wird genannt, im Wesen selbsten sein. 16. Ach mein Gᷣott, gieb Genad, mich ernstlich zu befleißen, zu sein ein wahrer Christ, und nicht nur so zu heißen; denn welcher Nam und That nicht hat und fuͤhrt zugleich, der kommet nimmermehr zu dir ins Himmelreich. Johann Adam Haßlocher. In eigener Melodie. rleucht mich/ 3 2 1 E HErr, mein Licht, ich bin mir selbst verborgen, und kenne mich noch nicht; ich merke dieses zwar, ich sei nicht wie ich war; indessen fuͤhl ich wohl, ich sei nicht wie ich soll. 2. Ich lebt in stolzer Ruh, und wußte nichts von Sorgen vor diesem; aber nun bin ich ganz vol⸗ ler Brast, und mir selbsi eine Last; was vormals mei⸗ an Hech R M. Ium dil, l, Wd f I, W Os 6 in WucR 0 Heh/ W le Ht Astetf W 0. U91 tu/ R sch sel schhhgn rade i Aastegf Hsder N E 1 H Rye cheh W. nn h Hen u Ottes — sch Khe 0 II Chesserthn u. ind ruͤhms 06 den thusch hr/ alg a 17 Ach⸗ 11 4, s G le werdenth flichklagen licht: hth Idaß dir ich desen u veis und3eg Ne Wors ein Oi Schein u genannt, i sein, nein GO lich ernsth zu sein e und nich eißen; denn und T ühtt zuglt Rimmetych immelteich dam haßlohn Melodi rleucht HErt/ n mit sh Nd kennen merked nicht w fühlih wie ich st H s Dufte n vor diesch Im mt sth 15 vonnit sk und JEsu. 263 neine Freud, macht mir etzt Herzeleid. 3. Kein zeit licher Verlust verursacht diesen Schmer⸗ zen, so viel mir ja bewußt; mich liebt manch treuer Freund, mich uͤberwindt kein Feind, der Leib hat was er will, Gesundheit, Huͤll und Fuͤll. 4. Rein, es ist Seelen⸗ pein, es kommt mir aus dein Herzen, und dringt durch Mark und Bein. Nur dies, dies liegt mir an, daß ich nicht wissen kann, ob ich ein wahrer Christ, und du mein IE⸗ sus bist. 5. Es ist nicht so gemein, ein Christe sein als heißen; ich weiß, daß der allein des Namens faͤhig ist, der seine liebste Lust durch Christi Kraft zerbricht, und lebt ihm selber nicht. 6. Es ist ein Selbstbe⸗ trug, mit diesem Wahn sich speisen, als ob dies schon genug zur Glaubens⸗ probe sei, daß man von Lastern frei, die auch ein blinder Heid aus Furcht der Schande meidt. 7. Der zeucht nur Chri⸗ stum an, der aus ihm selbst gegangen, und seines Flei⸗ ches Wahn, Vermoͤgen, Lust und Rath, Gut, Ehr und was er hat, von Her⸗ jen haßt, und spricht: Nur IEsus ist mein Licht! 8. Das ist des Glaubens Wort und duͤrstiges Ver⸗ angen: HErr JEsu, sei mein Hort, Versoͤhner, HErr und Schild, und fuͤhr mich, wie du willt; dein bin ich, wie ich bin, nimm mich zu eigen hin. 9. Wer dies nicht gruͤnd⸗ lich meint, deß Glaub ist noch untuͤchtig, der bleibt noch GOttes Feind; sein Hoffnungsgrund ist Sand, und haͤlt zuletzt nicht Stand. Der einge Glaubensgrund ist dieser Gnadenbund. 10. Hier, sorg ich, fehlt es mir; die Lieb ist noch nicht richtig, die ich, HErr Christ, zu dir jetzt habe; weil ich doch, beinah ein Christe noch, die Welt und Lust noch mehr ge⸗ liebt, als deine Ehr. 11. Mein Herz, begreif dich nu, ich muß es redlich wagen; ich komm eh nicht zur Ruh. Sagst du hiermit der Welt, und was dem Fleisch gefaͤllt, rein ab und Christo an, so ist die Sach gethan. 12. Du Erdwurm, soll⸗ test du dem Koͤnge dich versagen, dem alles stehet zu, der allein weis und reich, der alles ist zugleich, der selbst die ganze Welt erschaffen und erhaͤlt? 13. Wenn alles wird ver⸗ gehn, was Erd und Him⸗ mel heget, so bleibt er fest bestehn, sein Wesen nimmt nicht ab; die Gottheit weiß kein Grab, und wen er ein⸗ mal kennt, deß Wohlstand nimmt kein End. 14. Wer aber in der Zeit mit ihm sich nicht vertraͤ⸗ get, der bleibt in Ewigkeit von GOttes Freudenhaus ganz, ganz geschlossen aus, ver⸗ 264 von der Erkenntnisz GOttes vergoͤß er in dem Weh auch einen Thraͤnensee. 15. Wuͤnscht nun GOtt den Vertrag, laß ihn dein Ja⸗Wort schlichten, o lie⸗ be Seel, und sag: Dir opfr ich gaͤnzlich auf, o mein GOtt, meinen Lauf und Geist und Leib und Blut, Lust, Ehre, Hab und Gut. 16. Thu, was du willst, mit mir; werd ich nur zu— gerichtet zu deinem Preis und Zier, ein Faß der Herr⸗ lichkeit, mit deinem Heil bekleidt, geheiligt nun und dann: wohl mir, so ists gethan. Buchfelder. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Dommt, laßt — 327 K euch den HErren lehren, kommt und lernet allzumal, wel⸗ che die sind, die gehören in der rechten Christen Zahl; die bekennen mit demMund, glauben fest von Herzens⸗ grund, und bemuͤhen sich daneben, Guts zu thun, so lang sie leben. 2. Selig sind, die De⸗ muth haben, und sind all⸗ zeit arm im Geist, ruͤhmen sich gar keiner Gaben, daß GOtt werd allein gepreist, danken dem auch fuͤr und fuͤr; denn das Himmelreich ist ihr. GOtt wird dort zu Ehren setzen, die sich selbst gering hier schaͤtzen. 3. Selig sind, die Leide tragen, da sich goͤttlich Trauern findt, die beseuf⸗ zen und beklagen ihr und andrer Leute Suͤnd; die deßhalben traurig gehn, oft vor GOtt mit Thraͤnen stehn: diese sollen noch auf Erden, und dann dort ge— troͤstet werden. 4. Selig sind die from⸗ men Herzen, da man Sanft⸗ muth spuͤren kann, welche Hohn und Trotz verschmer— zen, weichen gerne jeder⸗ mann; die nicht suchen eigne Rach, und befehlen GOtt die Sach: diese will der HErr so schuͤtzen, daß sie noch das Land besitzen. 5. Selig sind, die sehn⸗ lich streben nach Gerech⸗ tigkeit und Treu, daß an ihrem Thun und Leben kein Gewalt noch Unrecht sei; die da lieben Gleich und Recht, sind aufrichtig from̃ und schlecht, Geiz, Betrug und Unrecht hassen, die wird GoOtt satt werden lassen. 6. Selig sind, die aus Erbarmen sich annehmen fremder Noth, sind mitlei— dig mit den Armen, bitten treulich fuͤr sie GOtt; die behuͤlflich sind mit Rath, auch wo moͤglich mit der That, werden wieder Huͤlf empfangen, und Barm⸗ herzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die fun⸗ den werden reines Herzens jederzeit, die im Werk, Wort und Geberden lie⸗ ben Zucht und Heiligkeit. Diese, welchen nicht ge⸗ fällt die unreine Lust der Welt, sondern sie mit Ernst vermeiden, werden schauen GOtt mit Freuden. 8. Selig sind, die Frie⸗ den machen, und drauf 1 ohn R Ihht 10 H Hal Haßt M I Ruh, l/ sch l hf Os K Scl silbeh 1 W.se shulben, ideh se Rlc Il' 10 Hbe E Hr N f H Haldet Ha , l dich hil Huch ch Gechth 11.D i n ehhe fh, He R Ich en I Ru 110• M Gleu bit Vet Oab, Oenit U Ates Mtg gehn,g Mult Thahh sollen Foch dahn dot siod Wing damah Saff knn, ag roß berschyg 1 gerhe s htsuchencht befehlen G diese wil y uͤßen, xj besihe, sind/ die sch⸗ nach Gelth Treu, daß ind Lebenü Untecht sh Gliich uß frichtig/ftañ Heiz/ Betri sen, die with erden lassen ind die guh ch annehmh sind mitt Armen, hilte sie GOtt; R 1 nit M hglich mi n wiedet hh und Ba angen. sind/ M reines Heih ie in I Geberden und Helhgte Hen nicht l rahe dus K n siemttrh verden schall Frelden.“ h die ind drufsh 0 ohn Unterlaß„daß man und NEsu. 26⁵5 kennen bei meinem Un⸗ verstand, was Weisheit moͤg in allen Sachen flie⸗ hen Hader, Streit und Haß; die da stiften Fried und Ruh, rathen allerseits dazu, sich auch Friedens selbst befleißen, werden Gᷣottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die muͤs⸗ sen dulden Schmach, Ver⸗ folgung, Angst und Pein, da sie es doch nicht ver— schulden, und gerecht be— funden sein; ob des Kreu⸗ zes gleich ist viel, setzet GOtt doch Maaß und Ziel, und hernach wird ers belohnen ewig mit der Ehren⸗Kronen. 10. HErr, regier zu al⸗ len Zeiten meinen Wan⸗ del hier auf Erd, daß ich solcher Seligkeiten aus Genaden faͤhig werd. Gieb, daß ich mich acht ge⸗ ring, meine Klag oft vor dich bring; Sanftmuth auch an Feinden uͤbe, die Gerechtigkeit stets liebe. 11. Daß ich Armen helf und diene, immer hab ein reines Herz, die im Unfried stehn, versuͤhne, dir an— hang in Freud und Schmerz. Vater, hilf von deinem Thron, daß ich glaub an deinen Sohn, und durch deines Geistes Staͤrke mich befleiße rech⸗ ter Werke. Dav. Denicke nach J. Heermann. Mel. O GOtt, du from⸗ mer GOtt. Weisheit 323. O aus der Hoͤh, gieb du mir zu er⸗ sei zu nennen; vor allem aber gieb, daß ich dich recht verehr aus deines Geistes Kraft nach deines Sohnes Lehr. 2. Ich leb im Christen⸗ thum: laß mich durch christ⸗ lich Leben auf deines Sohnes Pfad nach reiner Tugend streben; weil ich dir zugesagt: ich wollte deinen Willn, nach mei⸗ ner Taufe Bund, genau durch dich erfuͤlln. 3. Die Lehr entspringt von dir: sei du mein rech⸗ ter Lehrer. Bist du der Weisheit Quell, so sei auch ihr Vermehrer. Was hilft mir mein Bemuͤhn, mein Lesen, mein Stu⸗ dirn, willst du mich nicht dadurch zu wahrer Tu⸗ gend fuͤhrn. 4. Mein Denken und mein Wort, mein Thun und auch mein Lassen re⸗ giere ganz nach dir. Soll ich was Weiters fassen, so gieb, daß dirs allein zu Lob und Ruhm gelang, wie ichs in deinem Sohn und dir allein anfang. 5. Sink ich unachtsam⸗ lich in Schwachheitssuͤn⸗ den nieder/ richte du mi bald durch deine Huͤlfe wieder, daß ich mich stets auf dich mit offnem Angesicht, und nimmer weg von dir auf diese Weltbahn richt. 6. Dein theures Pfand, mein Geist, mein Ehre, 2 und Leben sei dir, 0 2 266 von der Erkenntnisz GOttes o HeErr, allein in deinen Schutz gegeben. Mein Hoͤchster, was ich bin, werf ich in deine Haͤnd; wie du mein Anfang bist, so bleib auch stets mein End. Christian Knorr v. Rosenroth. Mel. Alles ist an GOt⸗ tes Segen. 32 4 Vater, deine Liebe, so aus einem. Trie⸗ be mich in Christo auser⸗ waͤhlt, und, eh ich zur Welt geboren, schon zur Kindschaft auserkoren, und den Deinen zugezaͤhlt, 2. Hat mich zwar bis⸗ her gesehen als ein Faß des Zornes gehen, doch getra⸗ ——5 mit Geduld, so/ daß u nicht wollen strafen, noch mich aus dem We⸗ ge raffen mitten in der Suͤndenschuld. 3. Da ich dacht, ich waͤr ein Christe, und daͤvon zu reden wuͤßte, brauchte Kirch, Altar dabei, sang und Guts den Armen 490 keine grobe Laster hatte, mich willst haben recht und schlecht. ö 6. Hilf, daß ich dem Fleisch absage, nicht nach eitlen Ehren frage, reing⸗ selbsten Herz und Sinn. Laß mich diese Welt ver⸗ achten, Christi Schmach viel hoͤher achten, als Egyp⸗ tens Lustgewinn. 7. Toͤdt des alten Adams Glieder, mach uns dir zum Opfer wieder, lehr mich nur zu Christo gehn. Aus des alten Adams Modern muß der neue Mensch auf⸗ lodern, und in Christo auf⸗ erstehn. 8. Wenn am Eitlen andre kleben, zwischen Lust und Furcht noch schweben, oder blind zur Hoͤllen gehn, will ich meine Glaubens⸗ fluͤgel schwingen zu dem Sternenhuͤgel, und auf meinen Heiland sehn. 9. Wird man gute Werk hoch achten, andrer Wan⸗ del sehr betrachten, und man sondre Gaben ehrt; werd ich mich daran er⸗ goͤtzen, wenn mir GOtt war es doch nur Heuchelei. 4. Todtes Werk, histo⸗ risch Wesen ist, was sich vie Welt erlesen, und fuͤr ihren Christum haͤlt. Schat⸗ ten, Bildniß Schein und Meinen, Judas⸗Kuß und Heuchelweinen ist der Glaube dieser Welt. 5. Hierin hab ich auch gestecket, bis du mich hast aufgewecket: ach daß ich nun wachte recht, und den mit Christi Schaͤtzen nur den Glauben recht beschert. 10. Will der Satan seine Disteln wieder in die Ro⸗ sen nisteln, und mich gerne an sich ziehn, zeigt er sei⸗ nes Reiches Schaͤtze, stellt subtil und grobe Netze: laß ihn sich umsonst be⸗ muͤhn. 11. Sollte mich Egyp⸗ ten reuen, und nach ihren Toͤpfen schreien, Herz und Gnadenzug bedaͤchte, wie Geist nach Sodom sehn: du, HErre, der Gerechte, laß mich beten, Wraw: am⸗ Wache Ouhen chst 55. Ich 0 Tuhl schhh Vl heh Hald ah gute j W0 d H Atez ———— uben techt m duß ich un ge/ nicht ni ftage, Eahh und Eint ese Velt kisi Schnt ten/alsE vinn. e alten Wum ich uns di r/ leht nt sto gehn. Y. dams Monn le Mescha in Chrish qj am Eilh Pswischen di loch schwehe Hͤͤllen gaht e Glaubenz Hen zu den I„ Ind alh W schn. unn gute Wel andtet W⸗ krachten, u Gaben eht. uch daran Le 0 mir 6 Schäͤhen u Frechtbeshn der Salhs der in N und mich yn H. Kiht ad Schdheeln Heobe N Heumsons N e Mich und Hach (len Hel 0 Sodomt s V W elenl/ 0 V und JEsu. 26⁷ kaͤmpfen, Suͤnde, Tod und Hoͤlle daͤmpfen, und dem Anlauf widerstehn. 12. Wird mir Kraft und Muth genommen, und,; wenns sol zum Treffen kommen, ich nur hab den Willen noch: so verleih auch das Vollbringen, Weisheit, Kraft in allen Dingen, und zu tragen Christi Joch. 13. Will die Eigenheit mich faͤllen, oder schlagen Truͤbsalswellen auf mein schwaches Schifflein zu: weiß ich, daß es IEsum fuͤhret, und er selbst das Steur regieret, bringt es auch in Port der Ruͤh. 14. Wer kein Herline will verbleiben, muß si Christo einverleiben, und ein guter Rebe sein; Sor⸗ en, Geiz und Wollust hassen, sich allein dem Hei⸗ land lassen, meiden allen Heuchelschein. 15. Wer auf seinen Hei⸗ land trauet, der hat auf den Fels gebauet, und be⸗ sitzt den Himmel schon; ob er gleich muß zeitlich leiden, folgt doch Herrlich⸗ keit und Freuden dort vor seines JEsu Thron. 16. Err, du wollst mich selbst bereiten, wie in Zeit und Ewigkeiten du dein armes Kind begehrst; du kannst kraͤftgen, staͤrken, gruͤnden, Mittel, Zeit und Wege finden, da du mir dein Heil gewaͤhrst. 17. Ich will gerne hal⸗ ten stille, meine Heilgung sei dein Wille; laß mein 43 allda, 12* Herze bruͤnstig sein, dich mein Heiland zu umfangen, und dir ewig anzuhangen: sei du mein, ich bleibe dein. 18. Wird mich Babel gleich vernichten, will mich auch selbst Zion richten, trag ich solches mit Ge⸗ duld, und will mich dabei vergnuͤgen, wenn ich nur kann siches liegen unter meines IEsu Huld. 19. IEsu, was du an⸗ gefangen, das erwart ich mit Verlangen: ach ver⸗ siegl es doch einmal. Laß mich durch dein Geist auf Erden stark am innern Menschen werden; salb mich mit dem Freudenoͤl. 20. Ich will nach der Stille streben, und an dei⸗ ner Liebe kleben; gieb ein festes Herze nur, daß ich stets aufrichtig handle, lau— terlich in Liebe wandle, als durch goͤttliche Natur. 21. HErr, bekehr doch auch die Meinen, schreib sie zu der Zahl der Deinen, zeige ihn'n dein Angesicht; ziehe sie von oben kraͤftig/ sei durch deinen Geist ge⸗ schaͤftig, bringe sie zum rechten Licht. 22. Ja laß auch die an⸗ dern Heerden bald herzu gefuͤhret werden, und viel tausend Seelen sein, die dich ihren Hirten nennen, und in rechter Wahrheit kennen, einst mit dir gehn Himmel ein. ö 23. Daß wir kuͤnftig al⸗ lesammet, wenn die Hoch⸗ zeit anbenamet, und der helle Glau⸗ 268 von der Gnade und Liebe Glaubenslampen bringen, meine Hoͤhle, rede doch zu und dem Lamm ein Loblied meiner Seele; lehr sie hal⸗ singen: Hallelujah, Glorial ten bis in Tod deiner Liehe Ludwig Andreas Gotter. dicb⸗Heoc 0 mir— Idem Lieben uͤben, un Mel. HErr, nicht schieke(Ott uͤber alles lieben, deine Rache. meinen Naͤchsten gleich wie 32 5 Tialer Ra⸗ mich laß mich lieben in⸗ ster, deine niglich. Worte sind die rechte Him⸗ 3. Lehr mich englische melspforte; deine Lehren Geberden, laß mir deine sind der Pfad, der uns fuͤhrt Demuth werden; geuß mir zu GOttes Stadt. O wie deine Sanftmuth ein, mach selig, wer dich hoͤret, wer mich klug in Einfalt sein. von dir will sein gelehret; Also werd ich mich entbin⸗ wer zu jeder Zeit und den, und der Seelen Ruhe Stund schaut auf deinen finden; also werd ich in treuen Mund. 2. Sprich doch ein in der Zeit sein gelehrt in Ewigkeit. Joyann Angelus. II. Von der Gnade und Liebe GOttes und JEsu. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GOtt laszt walten. 209 ch sagt mir 3 26. A nichts von Gold und Schaͤtzen, von Pracht und Schoͤnheit die⸗ ser Welt; es kann mich ja gar nichts ergoͤtzen, was mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe JEsum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schoͤnstes Bild, an dem ich meine Augen weide, und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe IEsum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit Schoͤnheit dauert nicht; die Zeit kann alles das ver⸗ wuͤsten, was Menschen⸗ haͤnde zugericht. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe IEsum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit; sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren, von nun an bis in Ewig⸗ keit. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe JIEsum, der mein Ziel. 5. Sein Reichthum ist nicht zu ergruͤnden, sein allerschoͤnstes Angesicht, und was von Schmuck um ihn zu finden, verblei⸗ chet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will: ich ihren Luͤsten, des Fleisches liebe JEsum, der mein Ziel. 6. Er I II M W Kathit Im M. , hts ** shl, . W mußatt; Uhte yHtdet y wühen Henll HMUN Hebe WI M Al En Rath sh 70 3 „ W. Ale, MA det W Ahheogega ihen S Hoon, M Raben n Khih, I ahh f IR fih bt ede Hac Ichr sehte daner git Hilf mi üben, Iv lles lihch en 1100 9 liehen r ch etglich mir dahh u; geuß mñ th eih, mic infalt sih nich enthh⸗ eelen Ruhe berd ich i gelehtt i un Angelus. ———.. Niebe lücht; die dod vek⸗ Meahschex⸗ . Ein ket U=Sichsich Rein Zil. loß ken shͤter, seh nicht m hron klät en Ehlei, 5 in E⸗ liebe, w be Wsulh ichthum f inden/ eh Angesich Schli ch, betbek + Will,! mein Zil äüt SOttes und JEsu. 269 6. Er kann mich uͤber alls erheben, und seiner Klarheit machen Pi er kann mir so viel Schaͤtze eben, daß ich werd uner⸗ choͤpflich reich. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe IEsum, der mein Ziel. 7. Und ob— noch muß entbehren, so lang ich wandre in der Zeit: so wird er mirs doch wohl ge⸗ waͤhren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum thu ich billig, was ich will, und liebe IEsum, der mein Ziel. Johann Angelus. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. Hutlso hat GOtt 92.. de delt ge liebt, das merke, wer es hoͤret, die Welt, die GOtt so hoch betruͤbt, hat GOtt so hoch geehret, daß er sein eingebornen Sohn, den eingen Schatz, die einge Kron, das einge Herz und Leben mit Willen hinge⸗ geben. 2. Ach wie muß doch ein einges Kind bei uns hier auf der Erden, da man doch nichts als Bosheit findt, so hoch geschonet werden; wie hitzt, wie brennt der Vatersinn, wie giebt und schenkt er alles hin, eh als er an das Schenken des Eingen nur will denken. 3. GOtt aber schenkt aus freiem Muth und treuem, mildem Herzen sein einges Kind, sein schoͤnstes Gut in mehr als tausend Schmerzen. Er giebt ihn in den Tod hinein, ja in die Holl und ewge Pein; zu unerhoͤrtem Leide stoͤßt GOtt sein einge Freude. 4. Warum doch das? Daß du, o Welt, frei wie⸗ der moͤchtest stehen, und durch ein theures Loͤsegeld aus deinem Kerker gehen. Denn du weißt wohl, du schnoͤde Braut, wie, da dich GOtt ihm anvertraut, du, wider deinen Orden, ihm allzu untreu worden. 5. Daruͤber hat dich Suͤnd und Tod und Sa⸗ tanas Gesellen zu bittrer Angst und harter Noth beschlossen in der Hoͤllen. Und ist hier gar kein an⸗ drer Rath,/ als der, den GOtt gegeben hat: wer den hat, wird dem Hau⸗ fen der hoͤllschen Feind entlaufen. 6. GOtt hat uns seinen Sohn verehrt, daß aller Menschen Wesen, so mit dem ewgenFluch beschwert, durch diesen soll genesen; wen die Verdammniß hat umschraͤnkt, der soll durch den, den GOtt geschenkt, Erloͤsung, Trost und Gaben des ewgen Lebens haben. 7. Ach mein GOtt, mei⸗ nes Lebens Grund, wo soll ich Worte finden? Mit was fuͤr Lobe soll mein Mund dein treues Herz ergruͤnden? Wie ist dir immermehr geschehn? Was hast du an der Welt Dehbi daß, die so hoch ich hoͤhnet, du so gar hoch gekrönet? 8. War⸗ 270 von der Gnade und Liebe 8. Warum behieltst du nicht dein Recht, und lie⸗ ßest ewig pressen diejenge/ die dein Recht geschwaͤcht und freventlich vergessen? Was hattest du an der fuͤr Lust, von welcher dir doch war bewußt, daß sie fuͤr dein Verschonen dir schaͤnd⸗ 119 wuͤrde lohnen. 9. Das Herz im Leibe weinet mir vor großem Leid und Graͤmen, wenn ich bedenke, wie wir dir so gar schlecht uns beque⸗ men. Die meisten wol⸗ len deiner nicht, und was du ihnen zugericht durch deines Sohnes Buͤßen, das treten sie mit Fuͤßen. 10. Du frommer Vater meinst es gut mit allen Menschenkindern; du ord— nest deines Sohnes Blut, und reichst es allen Suͤn⸗ dern; willst, daß sie mit der Glaubenshand das, was du ihnen zugewandt, sich voͤllig zu erquicken, fest in — ⁰06 druͤcken. Sieh aber, ist nicht bentrtort dir alle Welt zuwider? Du bauest hier, du bauest dort, die Welt schlaͤgt alles nieder. Daͤr⸗ um erlaͤngt sie auch kein Heil, sie bleibt im Tod, und hat kein Theil am Reiche, da die Frommen, die GOtt gefolgt, hin⸗ kommen. 12. An dir, o Gott, ist keine Schuld, du, du hast nichts verschlafen; der Feind und Hasser deiner Huld ist Ursach deiner weil er den Strafen; Sohn, der ihm so klar und nah ans Herz gestel⸗ let war, auch einzig helfen sollte, durchaus nicht ha⸗ ben wollte. 13. So fahre hin, du tolle Schaar, ich bleibe bei dem Sohne; dem geb ich mich, deß bin ich gar, und er ist meine Krone. Hab ich den Sohn, so hab ich gnug, sein Kreuz und Leiden ist mein Schmuck; sein Angst ist meine Freude, sein Ster⸗ 4 4. Weide. Ich freue mich, so st 2115 viel ich dieses Sohns gedenke; dies ist mein Lied und Saiten⸗ spiel, wenn ich mich heim⸗ lich kraͤnke. Wenn meine Sünd und Missethat will Gnad sein, als GOttes nad, und wenn mir mei⸗ nen Glauben mein eigen Herz will rauben. 15. Ei, sprech ich, war mir GOtt geneigt, da wir noch Feinde waren, so wird er ja, der kein Recht beugt, nicht feindlich mit mir fahren anjetzo, da ich ihm versuͤhnt, da, was ich Boͤses je verdient, sein Sohn, der nichts verschul⸗ det, so wohl fuͤr mich erduldet. 16. Fehlts hie und da? Ei unverzagt! Laß Sorg und Kummer schwinden; der mir das Groͤßte nicht versagt, wird Rath zum Kleinen finden. Hat GOtt niir seinen Sohn geschenkt, und fuͤr mich in den Tod gesenkt: wie sollt er, Ine un 4 W Wn allet sha 11—3 0 siethe l Gh x Hh I ö Hf rd! sllen Odt und dn Such un W firre Oeh schbchch Mtl. Hl MWl 93069 I MI W I 30 1 ssther u Ohet Ge VWü Zug sig 8 mrn sschts& G Hehsh Rchie . steadurhe Hash, g. IhtAche Ih fN W ION 4 10 chl Ha sch 0 hhe selh, Au 3 Ach ch itn Lchetfür Uahset Rct Wxh. —.ä— m so kln Hetz gesth inzig helfg nicht hz ke hin/ ich hleüle dem gh in ich g ine Kroge de. le mich, se ich diesez ; dies if 5 Saiteh⸗ nich heim⸗ enn meine ethat will GOttes mit mei⸗ e egen . ich, War nigt, N Wareh/ so kein Rech indlich mit ho/ 0 10 0, Woöih ient/ h 6 verhl. fur nit ie und M Laß Ell schwirdeh ößte nil GOttes und JEsu. 271 uns denken, mit ihm nicht alles schenken. 17. Ich bins gewiß und sterbe drauf, nach meines GOttes Willen; mein Kreuz und ganzer Lebens⸗ lauf wird sich noch froͤh⸗ lich stillen. Hier hab ich GOtt und GOttes Söohn, und dort bei GᷣOttes Stuhl und Thron, da wird fuͤrwahr mein Le⸗ ben in ewgen Freuden schweben. Paul Gerhard. Mel. Uun laßt uns den Leib begraben. 328. Aan ol und viel bringt Freud und Wonn 1 Maaß und Ziel; recht aber ho⸗ nigsuͤßer Art ist seiner Gnaden Gegenwart. 2. Nichts Liebers meine Zunge singt, nichts Rei⸗ ners meinen Ohren klingt, nichts Suͤßers meinem leber ist, als mein herz⸗ liebster IEsus Christ. 3. O IEsu,/ benn. freud und Wonn, o Lebens⸗ brunn, o wahre Sonn, ohn dich ist alle Freud unwerth, und was man auf der Welt begehrt. 4. O JeEsu, deine Lieb ist suͤß: wenn ich sie tief ins Herze schließ, erquicket sie mich ohne Zahl viel tau⸗ send, tausend, tausendmal. 5. Ach liebt und lobet doch mit mir den, der uns liebet fuͤr und fuͤr, mit Lieb belohnet Lieb allzeit, und hoͤrt nicht auf in Ewigkeit. 6. Mein IEsulein liegt mir im Sinn, ich geh und steh, und wo ich bin; wie froh und selig werd ich sein, wenn es wird sein und bleiben mein. 7. An dir mein Herz hat seine Lust, vollkommen ist die Lieb und just; mein Ruhm ist all auf dich ge⸗ stellt, o IEsu, Heiland aller Welt. Martin Rinckart. Mel. Lobe den HErren, den mächtigen König der Ehren. 329 Chasie mein L Leben, mein Hoffen, mein Glauben, mein Wallen und das, was Christen kann schmecken und einzig gefallen: richte den Sinn, treuer Welthei⸗ land, dahin, Ruhm dir zu bringen vor allen. 2. Einzig Geliebter, du Wonne, dich will ich erhe⸗ ben; ich will mich gaͤnzlich dir schenken und voͤllig hin⸗ geben; nimmst du mich hin, ist es mein großer Gewinn, keinen wird kraͤn⸗ ken mein Leben. 3. Eines, das noͤthig, laß maͤchtig vor allen bestehen, Ruhe der Seelen; laß al⸗ les, was eitel, vergehen; einzige Lust ist mir nun ferner bewußt, Christus, mir ewig ersehen. 4. Herzog des Lebens, du wollest mich selber re⸗ gieren so, daß mein Leben ich selig und heilig mag fuͤhren. Gieb du den Geist, reiche, was 9i O nur heißt, anders die Seele zu zieren. ö 5. Frie⸗ 272 von der Gnade und Liebe Friedensfuͤrst,lah mich nung deß, der sich bekehret, im 2Dlauben dir treulich wie bist du so milde, wenn anhangen; eile zu stillen man dich begehre t! Wie dies Wuͤnschen, mein hoͤch⸗ bist du so guͤtig im Su⸗ stes Verlangen; von dir chen der Blinden, wie wirst nichts mehr, Heiland, ich du denn heißen, wenn man jetzo begehr, nimm mich dir selber gefa dich wird finden! 4. O JEsu, du Suͤße 6. Ceninerschwer sind der inneren Guͤter, du mir die Buͤrden, wo du Brunnquell des Lebens- nicht willst tragen; alles, du Licht der Gemuͤther, was irdisch ist, trachtet die wo du bist, muß alle die Christen zu plagen. Laß Freude verbleichen; man es denn sein: lebt man nur kann es mit keinem Ver⸗ Christo gemein, der wirds wohl koͤnnen verjagen. 7. Nun, nun, so will ich auch immer und ewig⸗ lich hassen Buͤrden, die Christum, das Kleinod, nicht in sich einfassen. Er soll mir sein Reichthum und alles allein: GOtt, Gott, wer wollte dich ssen! Joh. Wilh. Kellner v. Zinnendorf̃ Alel. Ach alles, was I und Erden um schließet. 3 30 Durch bloßes Gedaͤcht⸗ niß dein, JEsu, genießen/ kann Sinnen un Herzen wie Honig durchsuͤßen; willst aber du selber dich bei uns befinden, muß alles, schwuden. der Honig, ver⸗ chwind H 2. Man singet nichts Schoͤners in himmlischen Choͤren, man kann auch auf Erden nichts Lieblichers horen, so ist auch im Den⸗ ken nichts Suͤßers zu loben, langen erreichen. 5. Die Zunge verstum⸗ met und kann es nicht sagen, so kann es auch niemand in Schriften vor⸗ tragen; Erfahrung die leh⸗ ret, vom Glaͤuben getrie⸗ ben, was dieses bedeute, ne⸗ IEsum, zu lieben. 6. Dich such ich im Bette des Rachts bis am Morgen, wenn ich mich im Zimmer des Herzens verborgen. So heimlich, als oͤffentlich unter dem Haufen sieht man mich vor Liebe dir, nachlaufen. Ich geh mit Maria in 200hen Trabe, und suche dich, JEsu, des Mor⸗ gens im Grabe; da muß ich im Denken mich kraͤn⸗ ken und winden und win⸗ seln, dieweil dich kein Auge kann finden. 8. So will ich das Grab denn mit Thraͤnen begie⸗ ßen, so Joll denn mein Aechzen die Hoͤhle durch— schießen. Drauf kommst als IEsus, die Gabe des du, da willl ich zu Fuͤßen Vaters von oben. 3. O IEsu, du Hoff⸗ bin nicht 5 ziehen. hinknieen, die faß ich und Rab⸗ 9. Mil TI We 0 Iel. ahe, M Ien kan W Mai I intter .85U Usar, schte el Mn it 60 2 Ductel u m A 0j Vlt lihtt fllc . W g Hc E, Mirtet W d tragheh U Hüe 2. Doh W t bet? Welt s,umn Ui ufe hi M lh Ahe f f N 6 I. il Iůl N sch, xh h Rich 0 ch unt Hust 11. Kon immt sll, A i mh H Est ebe schc milde, wen Hehrett A ltig im S. den, wienih wenn h den! muß alle kichen; nh keinem Vn⸗ en. ige hersun in es sich im ei gu chtiften hu⸗ ung die ke⸗ Iben gettie 8 bedeuts zu lieben. h im Bettt Morgen, m Zimmer verbotgen. Kentlich ufen seht Uebe dit feh, nit Mari be/ I hes Mor⸗ d muß lich kran⸗ und Win⸗ kun Auge D Oc nen begle Rehn mal le ulh⸗ loun Iu Füßh 6 ich 1—0 f chtl 9. M⸗ GOttes und Nesu. 273 9. Rabbuni, du Koͤnig der himmlischen Wunder, so kommst du, so siegst du noch immer jetzunder. O Suͤße, die mehr als mit Worten kann laben, wie brennt mein Verlangen, dich immer zu haben. 10. So bleib denn, mein Liebster, vor meinem Ge⸗ sichte; erleuchte mich Ar⸗ men mit himmlischem Lichte. Treib ferne das Dunkel vom Geist und vom Willen, mich kleine Welt lieblich mit Lichte zu fuͤllen. 11. Und gehst du, so komm doch auch wieder zur Seelen, laß leuchten die Wahrheit ohn alles Verhehlen: so wird sich das Eitle der Welt von mir trennen, ich werde vor Liebe beginnen zu brennen. 12. Denn hast du mich, IEsu, nicht erstlich gelie⸗ bet? Wie lieblich, wie suͤß ists, wenn man sich so uͤbet; viel tausend Ergoͤtzung ist bei dir zu spuͤren, es kann es ja niemand mit Wor⸗ ten ausfuͤhren. 13. Ist denn nicht im Leiden dein Herze zerflos⸗ sen? Hast du nicht dein Blut wie die Stroͤme ver⸗ ossen, daß ich nun, erlo⸗ et, mich GOtt kann ver⸗ trauen, und ewig verhoffe sein Antlitz zu schauen? 14. Kommt, Seelen, kommt alle, lernt IEsum erkennen, beginnet vor Liebe mit mir zu entbrennen; kommt, laßt uns ihn suchen mit Eifer auf Erden, da⸗ mit wir im Suchen noch bruͤnstiger werden. 15. Weil er uns gelie⸗ bet, so laßt uns ihn lie⸗ ben; sonst wird ja die Liebe durch Liebe getrieben. Kommt, laßt uns doch sei⸗ nem Geruche nachlaufen, und was er gewuͤnschet, das wuͤnschet mit Haufen. Christian Knorr v. Rosenroth. In eigener 10 Chris⸗ Fins Christen 331. E Herz sehnt sich nach hohen Dingen, ein irdisch Herz nach dem⸗ was irdisch heißt. Haͤlt GOtt die Seel, kann sie kein Weltgeist zwingen, weil GOttes Kraft sie staͤrkt und zu sich reißt. GOtt ist getreu; wenn man sich zu ihm wendet, faͤngt er wohl an, er mit⸗ telt, er vollendet. 2. Ja, er koͤmmt selbst zuvor mit seiner Gnade, er suchet uns und will uns sich ziehn; es schaͤtzt er HErr so groß die arme Made: ob sie gleich sollt mit Jong vor ihm fliehn, liebt er sie doch, und will ganz ungern lassen das Suͤndenkind, er sucht es zu umfassen. ö 3. Ach oͤffne mir die Tiefe meiner Suͤnden, laß mich auch sehn die Tiefe deiner Gnad; laß keine Ruh mich suchen oder fin⸗ den, als nur bei dem, der solche fuͤr mich hat; der da gerufen: Ich will euch erquicken, wenn euch die Suͤnd und ihre Last recht drucken. 14 4. O —5—*———— ———————————— 27⁴ ——————— von der Gnade und Liebe 4. O theures Lamm, das dort Johannes sahe, wie es vom Anfang her er⸗ wuͤrget ist, nimm weg von mir die Suͤnd, und sei mir nahe, daß ich dich seh und schmecke, wer du bist. Laß mich durch dich, o Lamm, recht uͤberwinden mein groͤßtes Kreuz, die Greuel meiner Suͤnden. 5. Gieb mir ein reines Herz, damit ich sehe, was kein natuͤrlich Aug gesehen hat; gieb deine Lieb ins Herz daß ich verstehe, was nie ein Mensch erfahren in der That; laß mich doch vom verborgnen Manna essen, und dein, o JEsu,/ ewig nicht vergessen. 6. So soll dein Lob dann von mir stets erklingen, so lang ich noch in dieser Schwachheit bin; dort aber werd ich dir ein neu Lied singen; inzwischen nimm dies Lallen von mir hin, bis ich dort werde mit den Seraphinen in deinem Tempel Tag und Nacht dir dienen. Marie Magd. Böhmer. In eigener Alelodie. 55. Hoa lich lieb hab ich dich, HErr; ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit deiner Huͤlf und Gna⸗ den: die ganze Welt nicht erfreut mich, nach Himml und Erden nicht frag ich, wenn ich dich nur kann haben; und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist du doch mein Zuversicht, mein Theil und meines durchess Trost, der mich durch sein Blut hat erloͤt. HErr IJEsu Christ, mein GOtt und HErr, mein GOtt und HErr/in Schan⸗ den laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja, HErr, dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch zum Lobe dein, 15 Nutz und Dienst des Naͤchsten mein, wollst mir dein Gna⸗ de geben. Behuͤt mich, HErr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Luͤgen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. HErr IEsu Christ, mein HErr und GOtt, mein HErr und GOtt, troͤst mir mein Seel in Todesnoth. 3. Ach HErr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schooß tragen; den Leib in seinm Schlaf⸗ kaͤmmerlein gar sanft, ohn einge Qual und Pein, ruhn bis am juͤngsten Tage; als⸗ dann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen se⸗ hen dich, in aller Freud, o GOttes Sohn, mein 5555 land und mein Gnaden⸗ thron. HErr IEsu Christ, erhdre mich/ erhbre mich, ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling. In eigener Melodie. 333. Ih will dich VIlieben, meine Staͤrke, ich Will dich lieben, meine Zier, ich will 10 ie⸗ 0 Wun Wge N Heschünt. h/ ⁰ whch B 3. 0 sate I hte Eol! Ac I W Rhe Rh l 0 00 0 füt IW I Hl h W fn He M Wndet d schgfre Er s durchd ich Nch 5. 0 WhteSof Oagi Hi ich Hleh Vuud W sumn N„gh uuch u 9. CW Rh Steh liht nch Rah gu 25 be 1— I„ det Rich It hat erh Christmeh Nerr, U Er/inSchg ummermeh HErt, dn Gab moh el und u iesem arng ichs btauh „ zu M es Mͤchsu ir dein Gn zchüt. mih lscher dahz Mord unh Wallem Kteh Juf daß ich ich. Hon mein HEnr Nein, HEn i mit mein loth. „laß dein am kehten e Min in Hoß ttageh; im Sch sanft, ohy Memn, ruhn Zage; alt⸗ Nerpect Augen se⸗ Freud/ o mein Hel⸗ udder⸗ Ciu Chess hrrmich ih uBevihlch un Sdallz Melodi. wil R Hbenameht dich lich Wil GoOttes und JEsu. 27⁵ lieben mit dem Werke und immerwaͤhrender Begier; ich will dich lieben, schoͤn⸗ stes Licht, bis mir das Her⸗ ze bricht. ö 2. Ich will dich lieben, o mein Leben als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint. Ich will dich lie⸗ ben, GOtteslamm, als meinen Braͤutigam 3. Ach daß ich dich so spaͤt erkennet, du hochbe⸗ lobte Schoͤnheit du, und dich nicht eher mein genen⸗ net, du hoͤchstes Gut und wahre Ruh; es ist mir leid, ich bin betruͤbt, daß ich so spaͤt geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht; ich hatte mich von dir ge⸗ wendet, und liebte das ge⸗ schaffne Licht; nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Himmels⸗ wonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du guͤldner Mund, daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf dei⸗ nen Stegen, und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen We⸗ gen nicht straucheln oder stille stehn; erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz. 7. Gieb meinen Augen suͤße Thraͤnen, gieb meinem Herzen keusche Brunst. Laß meine Seele sich ge⸗ woͤhnen, zu uͤben in der Liebeskunst. Laß meinen Sinn, Geist und Verstand stets sein zu dir gewandt. 8. Ich will dich lieben meine Krone, dich will ich lieben, meinen GOtt; ich will dich lieben ohne Lohne, auch in der allergroͤßten Noth. Ich will dich lieben, schoͤnstes Licht, bis mir das Herze bricht. Joh. Angelus. Mel. VErr, nicht schicke deine Rache. 33 4 Esu, deine Liebesflam⸗ me macht, daͤß ich die Welt verdamme, wenn sie mir das eitle Spiel ihrer Liebe zeigen will; deine Treu ist meine Freude, deine Wol⸗ lust meine Weide, und dein Segen mein Gewinn, bis ich todt und selig bin. 2. Dich will ich zur Per⸗ len haben, deine Freund⸗ schaft soll mich laben, und ich will der Widerschein deiner Gegenliebe sein. Deine Wollust will ich wis⸗ sen, dich will ich im Geiste kuͤssen: dir will ich entgegen⸗ gehn, und dem Fleische wi⸗ derstehn. 3. Ach was ist der Men⸗ schen Lieben? Wenig Lust und viel Betruͤben. Wiegt die Freundschaft kaum ein Loth, ach so ist da Centner⸗ noth; will man eine Rose brechen, muß man sich viel⸗ faͤltig stechen, und ein Troͤpf⸗ lein Herrlichkeit fuͤhrt ein Meer voll 2 — — ————— ——9—j‚Ü—ßvß——————— von der Gnade und Ciebe 4. Aber deine Lieb ist uͤße, und je mehr ich sie genieße, desto mehr vertie⸗ fet sich meine Seele ganz in dich; und wenn ich in deiner Liebe mich nur we⸗ nig Stunden uͤbe, ist die kurze Zeit fürwahr besser als sonst tausend Jahr. 5. Nun, mein Freund, soll ich im Leben dir das Herz noch weiter geben, oder ladt mich deine Wahl zu des Himmels Hochzeit— mahl: ach so laß an allem Orte hoͤren die verliebten Worte: Ich bin dein, und du bist mein, ewig soll die Liebe sein! Mel. Du, o schönes Weltgebäude. — Esu, IEsu, 335. meine Son⸗ ne, meiner Seelen Eigen⸗ thum, mein Vergnuͤgen, Lust und Wonne, meine Hoffnung, Ehr und Ruhm, dir hab ich mich ganz er⸗ heben in dem Tod und auch im Leben; du allein, mein IEsu, du, ou bist meiner Seelen Ruh. 2. Nichtes soll mich von dir trennen, nicht Verfol⸗ gung, Angst und Noth; ewig will ich dich erkennen meinen Heiland, meinen GOtt, meinen Fuͤrsten und Erretter, meines Leidens Untertreter; so, mein lieb⸗ ster IEsu, so, so bin ich vergnuͤgt und froh. 3. Ach wann komm ich in den Himmel zu dir in den Freudensaal; hier in diesem Weltgetuͤmmel ist nur Trauren, Kreuz und Qual, Jammer, Truͤbsal, Leiden, Plagen, Schrecken, Furcht und stetes Zagen; ach, mein liebster IEsu, ach! reiß mich aus dem Ungemach. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. 2 Esus, IE⸗ 336. Nus, nichts alsJIEsus soll mein Wunsch sein und mein Ziel. Jez⸗ zund mach ich ein Ver⸗ buͤndniß, daß ich will, was IEsus will. Denn mein Herz, mit ihm erfuͤllt, rufet nur: HErr, wie du willt. 2. Einer ist es, dem ich lebe, den ich liebe fruh und spat; IEsus ist es, dem ich gebe, was er mir ge⸗ geben hat. Ich bin in dein Blut verhuͤllt: fuͤhre mich, HErr, wie du willt. 3. Scheinet was, es sei mein Gluͤcke, und ist doch zuwider dir: ach so nimm es bald zuruͤcke, JIEsu, gieb, was nuͤtzet mir. Gieb dich mir, mein IEsu mild; nimm mich dir, HErr, wie du willt. 4. Und vollbringe dei⸗ nen Willen in, durch und an mir, mein GOtt. Dei⸗ nen Willen laß erfullen mich im Leben, Freud und Noth; sterben als dein Ebenbild, HErr, wann, wie und wo du willt. 5. Sei auch, JeEsu, stets geyriesen, der du dich und viel dazu hast geschen⸗ ket und erwiesen, daß ich froͤhlich schreie nu: Mir ge⸗ —* ischche/ 630 Heu,N Minl Scwant Ih, W Hlikton, Oudehthts shmch il, Fh, W H. M MAUU W0S Wahpoh,L Ruß unlthe Aufhfe naih: ahhcht Hh,A W u he Schne Rchet He Ws i Gt. 1. M Wsn Wium ol Laht Ia ud u, Wun Iu Hlg N O5. MW. N (hs ber 0 fge Wacer si Hadch n Gchutn niy h ebt —— , Kteut uj her/ Dah eh, Schteah setes W jebser Wj uch gus n n, 0 Lony. es Lebens Eus, N ss, Hicht mein Wunth Ziel Y ich ein M⸗ ich will e Denn mi erfült, tush wie du wil es/ delh ic che füh M ist es, din et mit ge⸗ hin isl deit fůͤhre mich/ wilt. wos, es se und ist doch h so nimmt Vsf, gieh Gieb ich Esu mild „ HEtt, ringe de⸗ durch und M. Di⸗ ekfülle Stund u ls de ö E/ Whh Wwilt. / W der—. ast geschh⸗ 1 6 nu: Me b GoOttes und JEsu. 27⁷ geschehe, GOtt, mein Schild, wie du willt, HErr, wie du willt. Ludämilia, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt. el. Ach was soll ich Sünder machen. 337 NEen Fereudenle⸗ ben, IEsus ist mein Le⸗ benskron, IEsus ist mein Gnadenthron, ihme thu ich mich ergeben; mich er⸗ haͤlt sein theures Blut: IEsus ist mein hoͤchstes Gut. 2. Ohne IEsum muß ich sterben, ohne seiner Gna— den Schein hab ich lauter Hoͤllenpein, Leib und Seele muß verderben; drum sein Arm mir helfen thut: JE⸗ sus ist mein hoͤchstes Gut. 3. Hab ich dieses Gut im Herzen, ei so hab ich alles wohl, was ich ewig haben soll, das mir keinmal brin⸗ get Schmerzen, das mir machet Herz und Muth: IEsus ist mein hoͤchstes Gut. 4. Also will ich mich verlassen auf den HErren IEsum Christ wider alle Teufelslist; wenn mich Welt und Menschen has⸗ sen, wenn mich schreckt der Hoͤllen Glut: IEsus ist mein hoͤchstes Gut. 5. Niemand kann mir Rettung senden, ohne Christ, der Gideon, GOt⸗ tes eingeborner Sohn, welcher sich wird zu mir wenden mit der Engel Schaar und Hut: IEsus ist mein hoͤchstes Gut. 6. Nun, laß deine Macht mich merken, hilf dem Soh⸗ ne deiner Magd; wenn mich Furcht und Schrecken nagt, wollst du deinen Knecht, mich, staͤrken; gieb mir deines Geistes Muth: IE⸗ sus ist mein hoͤchstes Gut. V. Ein Geluͤbd will ich dir geben, dein getreuer Knecht zu sein, dir am Wort zu dienen rein, gieb mir nur gesundes Leben, gieb mir deines Geistes Muth: IE⸗ sus ist mein hoͤchstes Gut. 8. So will ich mit Freu⸗ den bleiben in dem Hause deiner Ehr, gerne huͤten deiner Thuͤr, und es las⸗ sen mir verschreiben; dir soll dienen Geist und Blut: IE⸗ sus ist mein hoͤchstes Gut. Achasverus Fritsch. Mel. IJEsu, meine Freude. 2.5 Esu, Sonn 3 38. im Herzen, IEsu, Freud in Schmer⸗ zen, JIEsu, Seelenlust! ach wo bist du blieben in mei⸗ nem Betruͤben, IEsu, un⸗ bewußt? Ach komm bald, mein Herz ist kalt; waͤrme mich mit deiner Liebe, JE⸗ su, meine Liebe. 2. Wenn ich dich nicht finde, quaͤlet mich die Suͤnde, IEsu, Seelen⸗ trost? Mein Herz will verzagen von dem schwe⸗ ren Nagen; du hast mich erloͤst; drum so komm, v IEsu fromm, troͤste mich mit deiner Liebe, IEsu, meine Liebe. 3. Wo ich sitz und gehe, wo ———ßvß7———4— 278 ———————————————— von der Gnade und Liebe wo ich lieg und stehe, sehn ich mich nach dir; deine Gnad und Treue, IEsu/ mir verneue immer fuͤr und fuͤr; IEsu, Freud in Lieb und Leid, labe mich mit deiner Liebe, IEsu, meine Liebe. 4. Nicht der blaue Him⸗ mel, nicht das Weltgetuͤm⸗ mel, nicht was zeitlich ist, meine Seel vergnuͤget; al⸗ les mich betruͤget, was nur irdisch ist. GOtt allein, mein h nit eter waͤrme mich mit deiner Liebe, IEsu, meine Liebe. 5. Treuer Hirt der See⸗ len, laß mich hier nicht quaͤlen in der Wuͤstenei; ich bin matt und muͤde, bringe mich zum Friede, mach mich los und frei; mir ist bang, ach bleib nicht lang, weide mich mit deiner Liebe, IEsu, meine Liebe. 6. Dort in jenem Le⸗ ben, so du mir wirst ge⸗ ben, IEsu, meine Zier, will ich dich mit Freuden, frei oon allem Leiden, loben mit Begier; IEsu, Herz/ mein Liebesschmerz, segne mich mit deiner Liebe, IEsu, meine Liebe. Mel. O du Liebe mei⸗ ner Liebe. 339 W en SD ich dich nur habe, ob mir sonst gleich alls gebricht, du bleibst meine beste Gabe, meiner Augen Sonn und Licht; wuͤrd auch Himmel und wi —50. dich hast geblut zu od. die Erden mir gegeben ohne dich, wuͤrd ich doch nicht reicher werden, son⸗ dern nur beschweren mich. 2. Aber, wer dich kann genießen, dessen Herze lebt in Freud; du kaͤnnst allen Schmerz verfuͤßen, du kannst wenden alles Leid; sollt auch Leib und Seel verschmachten, bleibst du doch mein Trost und Theil, daß ich freudig kann verachten, was die Welt acht fuͤr ihr Heil. 3. IEsu, du bleibst mei⸗ ne Liebe, dich hab ich mir auserwaͤhlt; scheint der Himmel gleich mir truͤbe, und dein Angesicht ver⸗ stellt, bist du doch mein Gnadensonne, die mich wieder blicket an, und meins Herzens Freud und Wonne, die mich nicht betruͤben kann. 4. Nun hab ich es wohr etroffen, leb befreiet aller ein: der Genuß, anstatt des Hoffen, ist mir nun ge⸗ raͤumet ein; IEsus Liebe mich umfanget, und wo⸗ nach ich ꝛich gesehnt, hab ich voͤllig jetzt erlanget, bleib bei IEsu ungetrennt. Mel. valet will ich dir geben. 3 40 nmeines Heerzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Er⸗ schein mir in dem Bilde zum Trost in meiner Noth, wie du, HErr Christ, so 2. In EMI. I. V. u Geunde dut Ghul, U ö a ud e umchft Reg un mi ud 3. M u Hunde dal che, 30 6 Iumih f WI i Mahes Hn i 1 HN 4 Hushehh Art, Aan fh ctt Sib Niu⸗I u W feuche d sehblat 5„ V Grulde Chlit, Zet uud sh ft RuhsthW Wttzez WHhf Imise 5. V Sune Als, und Iun ih f. Suhe ll xn S Wch ich WM be ͤrd ich verder, sh hweten nih Dich h sen Heh . du khsh Ii vetsußn venden glg uch Leib mn acteh,Aeh . Trost W ffiudig n U3 die Wi. Heil bleibstnte⸗ hab ich n schent mir trühz Hesicht het doch meh die mich an, und 1 Freld die mich Honn. ich e wohi befreiet alle uß/ ansatt nit nun ge⸗ Csus Lieh „und wo⸗ esehtt, hb fellange ingetrennt. ill ich dir . nmeitei V haheh Num, Hen sunket x unde/ R hsen K dem Bh Rinet M Chtis N geblatl V GOttes und IEsu. 279 2. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Wenn alles um mich truͤbe, ganz schwarz und finster ist, laß schimmern deine Liebe in mir, o IEsu Christ. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Den will ich auch behalten in meines Herzens Schrein, bis ich einst werd erkalten und in dir schlafen ein. 4. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. In meiner Seele leuchte dein IEsus⸗-Nam und Glut, mich durch und durch be— feuchte dein theures Ro⸗ senblut. 5. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. So magst du, Welt, gleich toben und trotzen, wie du willt: ich weiß, daß einer oben, deß Nam ist Sonn und Schild. 6. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Die Sonne laß mirn scheinen, mit dem Schild decken zu, so bleib ich auch im Wei⸗ nen und Stuͤrmen in der Ruh. 7. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Aus deinem Namen strahlen Heil, Leben, Kraft und Glanz, die meine Seel be⸗ malen mit IEsu Farben ganz. 8. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Wenn in mir will entstehen Angst, Schrecken, Furcht und Scheu, laß eiligst mir auf⸗ gehen dein JIEsus⸗-Nam als neu. 9. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Trotz Teufel, Suͤnd, Tod,‚ Hoͤlle, daß ihr mich tastet an! hier ist an meiner Stelle, der es euch wehren kann. 10. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Ach Vater, meiner schone, mein Herz zu Fuße faͤllt, sich bloß zu deinem Sohne und seinem Namen haͤlt. 11. In meines Herzens Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Nun, IEsu, es soll glaͤnzen dein Nam an meiner Brust, bis du dies wirst ergaͤnzen, und ich erwach mit Lust. 12. In 28⁰ 2 von der Gnade und Liebe 2. In meines Herzens giebet, und mich kraͤftiglich Grunde dein Nam, HErr Christ, allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich froͤhlich sein. Er⸗ schein mir in dem Bilde zum Trost in meiner Noth, wie du, HErr Christ, so milde dich hast geblut zu Tod. Johann Caspar Schade. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. 8 iebe, die du 341.— mich zum Bilde deiner GOttheit hast gemacht, Liebe, die du mich 0 milde nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiven ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaf⸗ fen war, Liebe, die du Mensch geboren, und mir Aiebe warst ganz und gar: iebe, dir ꝛec. 3. Liebe, die fuͤr mich gelitten und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ꝛc. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort/ Liebe, die sich bloß ergeben mir zunt Heil und Seelen⸗ hort: Liebe, dir ꝛe. 5. Liebe, die mich hat ebunden an ihr Joch mit eib und Sinn, Liebe, die mich uͤberwunden, und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir iec. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die fuͤr meine Seele litt, Liebe, die das Lösgeld vertritt: Liebe, dir ꝛe. 7. Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Herr⸗ lichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Angelus. In eigener Melodie. 342. Mm ruhn, und dir immer guͤt⸗ lich thun; wuͤnschest du dir von Beschwerden und Begierden frei zu werden: liebe IEsum und sonst nichts, meine Seele, so geschichts. ö 2. Riemand hat sich je betruͤbt, daß er JEsum hat geliebt; niemand hat je Weh empfunden, daß er IEsum sich verbunden; IEsum lieben und allein ist so viel als selig sein. 3. Wer ihn liebt, liebts hoͤchste Gut, das allein vergnuͤgen thut. Seine Liebe pflegt zu geben ewge Freud und ewges Leben. Seine Liebe macht die Zeit gleich der suͤßen Ewigkeit. 4. Drum, so du von aller Pein, meine Seel, wuͤnschst frei zu sein so du suchst dich zu mteben und in ewge Ruh zu ond liebe IEsum und sonst nichts, meine Seele, so geschichts. 5. Liebe Seele, ach daß du diese wahre Seelenruh doch nicht eher hast erken⸗ net, und dein hͤchstes Gut ge⸗ Ri Ruh. „ Nun/ (Ahlke mt, f uh fitz Ruhen Heh IN her ch ad Wuch d Gah f Haldedieh, Isthen Tte M Gen Iccschygeh I NGe I wt W . M leh st, x h, Re schts hel sch, dmn Rahe x MWseiich 1. M Ghchh, Is, h ha, 0 sch Hibe, ehh heh lih, fi sse 105 Waaf erhle set 0 in 10. M U Da 1 2.— MI dit u. hich rit dem Eih ket, Hich Humsath der Har Ddir etgc blahg ann Mogtlul Mlelode. V Sal wilg u immek gt. luchest v verden und u werdin. und sons Seele, s6 s ssch j Esum hat Nhlt je W et erhunde Und allein cg sei ibhy lehte dud alaah . Seihe chen ewge eben. die Zeit Swigkei Ru boh Seij fen⸗ —— Me eh aud sas Seele/ N6 c Setlur V 10 Hfle SOttes und JEsu. 281 enennet! Laß dirs leid ein, sei betruͤbt, daß du GOtt so spaͤt geliebt. 6. Schaͤtze weltlich Freud und Lust kaum fuͤr Koth und Suͤndenwust, weil doch nichts von solchen Dingen dir kann wahre Ruhe bringen. IEsum ieben und allein wird die wahre Ruhe sein. 7. Nun, mein JIEsu, schenke mir, daß ich einzig fuͤr und fuͤr liebe dich von ganzem Herzen; alles an⸗ dre zu verscherzen, und zu lieben dich allein soll mein Wunsch und Wille sein. 8. Geuß selbst deinen Geist der Lieb, seine Brunst und suͤßen Trieb mildiglich in mein Gemuͤthe; laß mich schmecken deine Guͤte, dich zu lieben unverruͤckt und aus mir in dich ver⸗ zuͤckt. 9. Wie mag einer See⸗ len sein, deren Liebe zu dir rein, die nichts wuͤnschet, nichts verlanget, als nur dich, dem si anhanget! Mehr als alles bist du ihr, was sie sucht, findt sie in dir. 10. Ruhe, Fried und Sicherheit, Leben, Lust, Trost, Heil und Freud giebet, JIEsu, deine Liebe; o daß sich mein Geist er⸗ huͤbe, rein und fest zu lie⸗ ben dich, hilf, mein Hel⸗ fer, seufze ich. 11. GOtt, die Lieb, in wem er bleibt, lieb zu hal⸗ ten stets antreibt; daß er in uns, kann man merken an der Lieb und ihren Werken. GOtt und IE⸗ sum lieben heißt in uns unsers GOttes Geist. 12. Ach du reine Liebes⸗ glut, brenn in meinem Sinn und Muth; nach der Liebe laß mich ringen, schrei mir zu in allen Dingen: IEsum liebe und allein, sonst kannst du nicht selig sein. B. 1—4. Joh. Angelus. V. 5— 12. J. E. Schade. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GEOtt läßt walten. 274* ein GOtt, 343. M du weißt am allerbesten das, was mir gut und nuͤtzlich sei. Hinweg mit allen Men⸗ schenvesten, weg mit dem eigenen Gebaͤu. Gieb HErr, daß ich auf dich nur bau, und dir alleine ganz vertrau. 2. Reiß alles aus aus meiner Seelen, was dich nicht sucht und deine Ehr; ja wollte es sich auch ver⸗ hehlen, so pruͤfe selbst je mehr und mehr mein innere Beschaffenheit, und gieb mir Herzens-Redlichkeit. 3. Daß ich koͤnn in der Wahrheit sprechen: Du bist mein Abba, Licht und Heil; du heilest alle mein Gebre⸗ chen, und schenkest mir an Christo Theil; du bist mein allerbester Freund, ders all⸗ zeit herzlich mit mir meint. 4. Denn kann ich dich nur Vater nennen, o Abgrund der Barmherzigkeit, so muß mir alles nuͤtzen koͤnnen, was man sonst heißet Kreuz und Leid⸗ denn auch das Bittre suͤße ist, wenn du, o GOtt, im Herzen bist. 5. Drum —. 28² von der Gnade und Liebe 5. Drum gieb/ daß ich recht kindlich glaͤube, und nur fein frisch und unver⸗ zagt, jedoch in Demuth, mir zuschreibe, was dein so heilig Wort mir sagt. Dein Geist erklaͤre meinem Geist, was deine Vater⸗ treue heißt. 6. Du unerschaffnes hoͤchstes Wesen hast vor der Welt an mich gedacht, und, da ich gar noch nicht ge— wesen, den liebesvollen Schluß gemacht, daß ich in Christo dein soll sein, und frei von aller Hoͤllenpein. 7. Dein Kind, mein IEsus hat vollendet, was du beschlossen vor del Zeit, hat Schuld und Strafen abgewendet, und mir ge— schenkt die Seligkeit. Dein Geist, der mir dies macht bekannt, ist alles dessen Unterpfand. 8. Ich weiß nicht, was ich sonst soll sagen von der Treu, die ich stets verspuͤrt, da du mich hast in meinen Tagen bis hieher wunder— bar gefuͤhrt. Ja dort bei dir in Ewigkeit ist mir das Beste noch bereit. 9. Nun, HErr, ich falle dir zu Fuͤßen, und bitt, o allerhoͤchstes Gut, laß mich wie Wachs doch ganz zer⸗ fließen in dieser deiner Lie⸗ besglut. Ach gieb, daß eine Gegentreu doch stets in meiner Seelen sei. 10. Und weil ich auf so viele Weise, mein Vater, bin dein Eigenthum, so ieb, daß ich auch dir zum reise und deines großen Namens Ruhm stets diene in Gerechtigkeit und dir beliebter Heiligkeit. 11. Du mußt das Gute selbst vollbringen in Wor— ten, Werken und Verstand; drum reiche mir in allen Dingen aus Gnaden deine Vaterhand; denn hier gilt nicht, wer rennen kann, bloß kommts auf dein Er⸗ barmen an. 12. Legst du was auf, so hilfs guch tragen; gieb mir Geduld in Leidenszeit, und sei in gut⸗ und boͤsen Tagen mein Trost, mein Rath und meine Freud. Gieb De—⸗ muth, Einfalt, Lieb und Zucht; was falsch und hoch ist, sei verflucht. 13. Nun Amen! es sei fest geschlossen; nur daß des heilgen Geistes Kraft bleib uͤber mir stets ausgegos⸗ sen, als welche alles Gute schafft: so bleibts in Ewig— keit dabei, daß du mein und ich deine sei. Israel Clauder. In eigener Melodie. I freut 344. Mee euch, lie⸗ ben Christen gmein, und laßt uns froͤhlich springen, daß wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe sin⸗ gen, was GOtt an uns gewendet hat und seine suͤße Wunderthat, gar theur hat ers erworben. 2. Dem Teufel ich ge⸗ fangen lag, im Tod war ich verloren, mein Suͤnd mich quaͤlte Nacht und Tag, darin ich war gebo⸗ ren. Ich fiel auch—16. ie⸗ IIrFiu Heit W Gth mh Gund A R 3. Mil e en Rt iW K Fiil 9r erK Istd eh E 1 hhEiet Ahlen n 4. DU il Ewiht Shn Bun 100 Rt Wt rhtt/& irocht Er M 0. 6 Ih. eh e h Hah I Wd 6N 0 hz ir ⸗ I‚, und l scheh, b. Ou WIII V Alr iilt unf 19 17 slt 0 Wohsh. 0 sihe —1 V Hsch. I 0 M.ch ah IE Want 0 Mlichüthe h i ah, the I hm stetz dg hieit mnd h ußt ds iget in Nh und Dash mir in Eu hl demn hergh bunnn U auf 1 bsf Hen; Hich fs Dentiel,u 0 dbdsen Zn ein Rath iy Gieh De lt, Lieh u fulsch u Keflucht men! es si nut daß de Kraft hlab Husgegos⸗ alles Gute h inEwih⸗ u mein und Mrael Elauder, Melodie. V flet euch/ le⸗ Hein, und pringeh, und all in Habe sil⸗ it un I und sehhe that, M eworbel. ufel ich h⸗ 7˙0 man 10 Nacht W 15 gh uch im 6 GoOttes und JNEsu. 283 tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Suͤnd hatt mich besessen. 3. Mein guten Werk die galten nicht, es war mit ihn'n verdorben; der Freiwill hasset' GOtts Gericht, er war zum Gutn erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, 9—4 llen mußt ich sinken. 4. Da jammert GOtt in Ewigkeit mein Elend uͤbermaaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Va⸗ terherz, es war bei ihm fuͤrwahr kein Scherz, es ließ sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lie⸗ ben Sohn: Die Zeit ist hie zu'rbarmen; fahr hin, meins Herzens werthe Kron, und sei das Heil dem Armen, und hilf ihm aus der Suͤndennoth, er⸗ wuͤrg fuͤr ihn den bittern Tod, und laß ihn mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward: er kam zu mir auf Erden von einer Jungfrau rein und zart, er sollt mein Bru⸗ der werden. Gar heim⸗ lich fuͤhrtꝰ er sein Gewalt/ er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingenz ich geb mich selber ganz fuͤr dich, da will ich fuͤr dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zu han das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld traͤgt die Suͤnde dein, da bist du selig worden. ö 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Truͤbniß troͤ⸗ sten soll, und lehren mich erkennen wohl, und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollst du thun und lehren, damit das Reich GOtts werd gemehrt zu Lob und sei⸗ nen Ehren; und huͤt dich vor der Menschen Gsatz/ davon verdirbt der edle Schatz, das laß ich dir zu letze. Dr. Martin Luther. Mel. Ich ruf zu dir, HErr JEsu christ. 5 4 5.O IeEsu Christ, mmeiin schoͤn⸗ stes Licht, der du in deiner Seelen so hoch mich liebst, daß ich es nicht aussprechen kann, noch zaͤhlen, gieb, daß mein Herz dich wie— derum mit Lieben und Ver⸗ langen mög umfangen, und als dein Eigenthum nur einzig an dir hangen. 2. Gieb, daß sonst nichts in meiner Seel als— le⸗ 28⁴ von der Gnade und Liebe Liebe wohne; gieb, daß ich deine Lieb erwaͤhl als meinen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen, und nicht goͤnnen, daß all mein Muth und Sinn in dei⸗ ner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schoͤn ist, IEsu, deine Liebe; wo diese steht, kann nichts entstehn, das meinen Geist betruͤbe. Drum laß nichts anders denken mich, nichts sehen, fuͤhlen, hoöͤren, lieben, eh⸗ ren, als deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. O daß ich dieses hohe Gut moͤcht ewiglich be— sitzen! O daß in mir dies edle Glut ohn Ende moͤch⸗ te hitzen! Ach hilf mir wa⸗ chen Tag und Nacht, und diesen Schatz bewahren vor den Schaaren, die wi⸗ der uns mit Macht aus Satans Reiche fahren! 5. Mein Heiland, du bist mir zu Lieb in Noth und Tod gegangen, und hast am Kreuz als wie ein Dieb und Moͤrder da ge⸗ hangen, verhoͤhnt, verspeit und sehr verwundt, ach laß mich deine Wunden alle Stunden mit Lieb im Herzensgrund auch ritzen und verwunden. 6. Dein Blut, das dir vergossen ward, ist koͤstlich, ut und reine; mein Herz ingegen boͤͤser Art und hart gleich einem Steine. Ach laß doch deines Blu⸗ tes Kraft mein hartes Herze zwingen, wohl durchdrin⸗ gen, und diesen Lebenssaft mir deine Liebe bringen. 7. O. daß mein Herze offen stuͤnd, und fleißig moͤcht auffangen die Tro⸗ pfen Bluts, die meine Suͤnd im Garten dir ab⸗ drangen! Ach daß sich mei⸗ ner Augen Brunn aufthaͤt, und mit viel Stoͤhnen heiße Thraͤnen vergoͤsse, wie die thun, die sich in Liebe sehnen! 8. O daß ich wie ein kleines Kind mit Weinen dir nachginge, so lange his dein Herz, entzuͤndt, mit Armen mich umsinge, und deine Seel in mein Ge⸗ muͤth in voller suͤßer Liebe sich erhuͤbe, und also dei⸗ ner Guͤt ich stets vereinigt bliebe! 9. Ach zeuch, mein Lieb⸗ ster, mich nach dir, so lauf ich mit den Fuͤßen; ich lauf und will dich mit Begier in meinem Herzen kuͤssen; ich will aus deines Mun⸗ des Zier den suͤßen Trost empfinden, der die Suͤn⸗ den und alles Ungluͤck hier kann leichtlich uͤberwinden. 10., Mein Trost, mein Schatz, mein Licht, mein Heil, mein hoͤchstes Gut und Leben, ach nimm mich auf zu deinem Theil, wie ich mich dir ergeben. Denn außer dir ist lauter Pein; ich find hier uͤberalle nichts als Galle, nichts kann mit troͤstlich sein, nichts ist, das mir gefalle. 11. Du aber bist die beste Ruh, in dir ist Fried und Ul sieb/ R W Och WWI. nalnt Foi. II fikt N halest leh Iden O shet nich helen, 2. Vat f Mů ich h se hibeꝛ Gtetn Mol Rnhen Qul, Ich/ Hh mlin Hinme Kleid votO ine Hoßh II allr Moh: Rah ich Hll 10. 0 W IssK nit sin Rane t Rt „Ie, S IW, mang sich ush beße fs, Aud/ 6 sssch I Du lch, WR t Hub Mnrshng chocent i dühe bclitey Hafct de Sasthh. AII Aurshseh; Hals, He sch, bhe hug Aletgtg itbe dsen ibenh iebe hugg mem 0 /und fi ngen die d „ die Iull Hatten M dbscht tunt uf Sihnaßth ½˙ ich in H ich p Rmit Wahh so lnhe x entzuͤrdt, umsey I in meh G. er sußer dih und also N lets heteiny 9. Mein Liet , sola enich l Rmit Bct etzen kasen emnes Mul⸗ sußen Tul die Sil⸗ Inglück het lberwinden tost, mal icht, meit chsles Gu nümm nich Thel, 6 Rben. Dh Huter h. Htallenhs 16 fanh l ichti is x 6r U N Nr i 110 GOttes und JEsu. 28⁵ und Freude; gieb, JEsu, gieb/—2— immerzu mein Herz in dir sich weide; sei meine Flamm und brenn in mir; mein Balsam, wollest eilen, lindern, hei⸗ len den Schmerzen, der allhier mich seufzen macht und heulen. 12. Was ist, ach Schon⸗ ster, das ich nicht an deiner Liebe habe? Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht/ mein Quell, da ich mich labe, mein suͤßer Wein, mein Himmelbrod, mein Kleid vor GOttes Throne, meine Krone, mein Schutz in aller Noth, mein Haus, darin ich wohne. 13. Ach liebste Lieb, wenn du entweichst, was hilft mir sein geboren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchst ist all mein Gut verloren. So gieb, daß ich dich, meinen Gast, wohl such und bestermaßen möͤge fassen, und, wenn ich dich efaßt, in Ewigkeit nicht assen. 14. Du hast mich je und je geliebt, und auch nach dir gezogen; eh ich art etwas Guts geuͤbt, war du mir schon gewogen. Ach laß doch ferner, edler Hort/ mich deine Liebe leiten und begleiten, daß sie mir im⸗ merfort beisteh auf allen Seiten! 15. Laß meinen Stand, darin ich steh, HErr, deine Liebe zieren, und, wo ich etwa irre geh, alsbald zu⸗ rechte fuͤhren; laß sie mir allzeit guten Rath und gute Werke lehren, steuern, weh⸗ ren der Suͤnd, und nach der That bald wieder mich bekehren. 16. Laß sie sein meine Freud im Leid, in Schwach⸗ heit mein Vermdgen, und wenn ich nach vollbrachter Zeit mich soll zur Ruhe legen, alsdann laß deine Liebestreu, HErr IEsu, bei mir stehen, Luft zuwe⸗ hen, daß ich getrost und frei moͤg in dein Reich ein⸗ gehen. Paul Gerhard. Mel. wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. * er beste 346. D Freund ist in dem Himmel, auf Erden sind die Freunde rar, denn bei dem falschen Welt⸗ getuͤmmel ist Redlichkeit oft in Gefahr. Drum hab ichs immer so gemeint: Mein JeEsus ist der beste Freund. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege, mein JE⸗ sus stehet felsenfest, daß, wenn ich gleich darnieder liege, mich seine Freund⸗ schaft doch nicht laͤßt; er ists, der mit mir lacht und weint: Mein JIeEsus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nutzen kann, und scheinet dann das Gluͤcke truͤbe, so steht die Freund⸗ schaft hinten an; doch hier ist es nicht so gemeint: Mein JeEsus ist der beste reund. 4. Er laͤßt sich selber fuͤr 286 von der GSnade und Liebe uͤr mich toͤdten, vergeußt uͤr mich sein eigen Blut, er steht mir bei in allen Noͤthen, er spricht fuͤr meine Schulden gut, er hat mir niemals was ver⸗ neint: Mein IEsus ist der deste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet; mein Freund, der mein, und ich bin sein; mein Freund, der mich bestaͤndig liebet; mein Freund bis in das Grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht gemeint: Mein JIEsus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde, sie sind doch gar zu wandelbar; und haͤtt ich hundert tausend Feinde, so kruͤmmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer den Fluͤssen und in großen Wasserguͤssen, und du spuͤrst nicht seinen Fuß: so auch in dem Meer der Sorgen verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4. In den ungegruͤndten Gruͤnden, wo nur tiefer Schlamm zu finden, im Angst⸗,Kreuz⸗ und Todes⸗ meer sieht man oft die Christen schwimmen und sich im Verducken kruͤm⸗ men, als obs schon ver⸗ loren waͤr. 5. Kein Besinnen kann ersinnen, wo man koͤnne Huͤlf gewinnen; die Ver⸗ nunft ist hier zu blind! ihre halb gebrochnen Augen Freund, und nimmer Feind: sind Mein JeEsus ist der beste Freund. Benjamin Schmolk. Mel. O wie selig sind die Seelen. 3 47. underan⸗ 82 fang! herrlichs Ende! wo die wunderweisen Haͤnde GOt— tes fuͤhren ein und aus. Wunderweislich ist sein Rathen, wunderherrlich seine Thaten; und du sprichst: Wo wills hinaus? 2. Denke doch: es muß so gehen, was GOtt weis⸗ lich heißt geschehen, ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der Anann seltsam schei⸗ net, ist das End doch gut gemeinet: Friede folget nach dem Streit. 3. GOttes Weg ist in ind. 6. Weil der HErr im Reich im Trauen thronet, da man glaubt, ob man nicht sieht: bleibt die Sorge wohl bei Sorgen; wer nicht trauen will auf mor⸗ gen, dem auch keine Huͤlfe bluͤht. 7. GOtt muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End Er wird, was er angefan⸗ gen, lassen so ein End er⸗ angen, daß es wunder⸗ herrlich sei. 8. Rollet er mit dir im Schrecken durch die Dor— nen, durch die Hecken, uͤber Stock und uͤber Stein/ Berg und Thal und Fel⸗ senkluͤften, Feuer, Wasset und haͤlt GOtt seinen Pfad nicht in das Verborgne taugen, dem sie allzublode Dunkeln wohnet und sein und Anfang geben frei. — Aund il meht kun 9. 80 Ruft gral tt he „ Out fiwahr , N Ee so hhut lau 00. Ycgern Hor del N eht. Kkeh W Waseh G. 06 W H 95 H Ol Oh, Lae, ich the Kll l 5 N Heh ich W mn cht de ID jebe — und in .unddusth Fuß: u t m OM seinen daß man muß. ungegrühcg wo nut s zu fudet, And A Man oft wimmen uh ducken kihz 06 schoh u Besinnen ly 0— en; die V er zu dlch ochsen uhe auen ste lgubli t Hert in Hhet und sih guen threhe, ubt/ H5 h ainn othen; Wi 120 iehit nuß man is l er 90 ehen 0 Augesth ein Ed ei Wuh er mit Mi uch e eHelhh lber 10 Flt 20 GOttes und JEsu. 287⁷ und in Luͤften und was mehr kann schrecklich sein: 9. So laß dir doch nim⸗ mer grauen, lerne deinem GOtt vertrauen, sei getrost und gutes Muths. Er/ fuͤrwahr! er wird es fuͤh⸗ ren, daß dus wirst am Ende spuͤren, wie er dir thut lauter Guts. 10. Du wirst an den Fingern zaͤhlen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versuͤßen, daß du wirst bekennen muͤssen: Wunderanfang! herrlichs End! Heinr. Arnold Stockfleth. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 3 48. O IEsu, IE⸗ su, GOttes Sohn, mein Bruder und mein Gnadenthron, mein Schatz, mein Freud und Wonne, du weißest, daß ich rede wahr, vor dir ist alles sonnenklar und klarer als die Sonne. Herzlich lieb ich mit Gefallen dich vor allen, nichts auf Er⸗ den kann und mag mir lieber werden. 2. Dies ist mein Schmerz dies kraͤnket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte; ich werd von Tag zu Tag entzuͤndt, je mehr ich lieb/ ie mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Guͤte ins Ge⸗ muͤthe lieblich fließen; so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich so viel ich kann und will, dich allzeit lieben koͤnne. Nichts auf der ganzen wei⸗ ten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Gerd, wenn ich es recht besinne, kann mich, ohn dich gnug⸗ sam laben, ich muß haben reine Liebe; die troͤst, wenn ich mich betruͤbe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst sei⸗ nem Herzen Fried und Ruh, erfreuest sein Gewis⸗ sen. Es geh ihm, wie es woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz ver⸗ zehrt, foll er doch dein ge⸗ nießen. In Glüc ewig nach dem Leide große Freude wird er finden, alles Trau⸗ 25 muß verschwinden. Kein Ohr hat dies Runs gehoͤrt, kein Mensch laßt u noch gelehrt, es aͤßt sich nicht beschreiben/ was denen dort fuͤr Herr⸗ lichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben. Gruͤndlich laͤßt sich nicht erreichen, noch vergleichen den Welt— schaͤtzen 1950 was uns dort wird ergoͤtzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o IEsu, meine hertlich sein, daß ich dich erzlich liebe; daß ich in dem, was dir gefaͤllt, und mir dein klares Wort ver⸗ meldt, aus Liebe mich stets uͤbe, bis ich endlich werd abscheiden und mit Freu⸗ den zu dir kommen, aller Truͤbsal ganz entnommen. 7. Da werd ich Ea⸗ u⸗ 28 von der Gnade und Liebe Suͤßigkeit, die jetzt be⸗ ruͤhmt ist weit und breit, in reiner Liebe schmecken, und sehn dein liebreich An⸗ gesicht mit unverwandtem Augenlicht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erquicket und eschmuͤcket vor deinm Throne mit der schoͤnen Him̃elskrone. Joh. Heermann. Mel. Was mein SoOtt will, das gscheh allzeit. 8 Vater⸗Herz/ 349.8 o Liebes⸗ brunst, o Brunngquell aller Gnaden, o himmel⸗ breite GOttesgunst, komm, heile meinen Schaden; komm, komm, nimm Herz und Sinnen ein, durch⸗ schwemme meine Seele; wasch ab, mach heilig, licht und rein die dunkle Her⸗ zenshoͤhle. 2. Erlang mir wieder Gottes Huld, still seines Grimmes Wellen; loͤsch aus den Brand, der ewig wollt mich brennen in der Hollen; treib aus das Boͤse, das in mir den Geist macht kalt und truͤbe; dein ew⸗ ges Licht sei meine Zier, o hoͤchste GOttesliebe. 3. Zwing Herz, Gewis⸗ sen, Sinn und Muth, zu folgen deinen Lehren, und laß mich stets in stiller Hut deins Worts Ver⸗ mahnung hoͤren; daͤmpf aus in mir das fremde Ewu das aus der Hoͤllen ammet; die ewge Glut komm mir zu Steur, die bloß aus Lieb entflammet. 4. Damit entzuͤnde mich, o GOtt, in Liebe laß mich brennen: von dir laß mich bis in den Tod nicht Höh/ nicht Tiefe trennen. Ach steh mir, dich zu lieben, bei mit deines Geistes Staͤrke; gieb mir, daß ich ohn Heuchelei auf deine Lieb nur merke. 5. Laß dich zu lieben mich aufstehn, nach deinem Lie⸗ bes⸗Willen; in Liebe laß mich schlafen gehn, ach thu mein Seufzen stillen. Hilf mir dich lieben, was ich kann, mit innigsten Be⸗ gierden, und wandeln bloß die Liebesbahn zur ewgen Liebeszierden. 6. Nach deiner Lieb laß all mein Tag des Her⸗ zens Pfeile schießen, nach ihr muͤß meiner Thraͤ⸗ nen Bach mit Stroͤmen sich ergießen; dein Liebe bleib mein Siegsyanier, zu welchem ich geschwo⸗ ren, sie sei mein Burg, mein Schild, mein Zier, ohn sie bin ich verloren. 7. Nun, Gott der Lieb, dir bloß allein will ich mich ganz ergeben; dir soll mein Herz zu eigen sein im Sterben und im Leben. Nichts soll aus meinem Mund hinfuͤr als deine Liebe schallen; es soll kein Wort, das nicht zu ihr gericht sei, mir entfallen. 48.44 8. Der GOtteslieb richt ich zu Ehrn mein Reden und mein Schweigen, und diese Flamm in mir zu mehrn, wollst du mir Gnad erzeigen; daß ich nehm 9 Eh uche Gf Liehesfom er bil schlh A h, H Wan. Rir Wale Hathent keiner dat Iu uhm N 330 fll Irnn Rh Euduf, Whchsh Srecth u unmch, Nl telgt o; Motd kn Rit Liches Veh sch eus gchlt Dan siß, Hen Hbseh⸗ hle W Huume Masn 0 st ez lettkhu. We G h Iseht i S be —.— nthuͤndenih iebe Hfnt ö dirlaßnt oo nichthh nen.Nst ebet, dass Starkezg Iyn Heuchth nut nast zuliebennh. deinem gy in Hiehe ner Lieh l des Hů⸗ jeßen, nac Het Dyti Stroͤmeh dan Liebe Wsͤotiet, geschwo⸗ rin Buh Rein Zit, belboten GOlt da alein wil Hehen; di In eihen Nund in soll auz Hufüt gls HWen; „ N h seh, telihtic mein Nun weihen, u in mit 6 10 Whith.⸗ 15 SOttes und JEsu. 289 nehm in dieser Brunst, dich mehr und mehr zu lieben. Ach lehr mich voͤllig diese Kunst und meisterlich zu uͤben. 9. Entzuͤnd in mir die keusche Glut der IEsus⸗ Liebesflammen, daß nicht der Hoͤllen strenge Flut schlag uͤber mir zusam— men. Laß deine m Lie⸗ bespein ohn Aufhoͤrn in mir walten, und meines Herzens Flaͤmmelein zu keiner Zeit erkalten. In eigener Melodie. 350. S Lieb⸗ ster! Immanuel, Herzog der Frommen, du meiner Seelen Trost, komm, komm nur bald; du hast mir, hoͤch⸗ ster Schatz, mein Herz ge⸗ nommen, so ganz vor Liebe brennt und nach dir wallt. Nichts kann auf Erden mir Liebers werden, als wenn ich meinen IEsum stets behalt. 2. Dein Nam ist zucker⸗ suͤß, Honig im Munde, holdselig, lieblich, frisch wie kuͤhler Thau, der Feld und Blumen netzt zur Morgenstunde; mein IE⸗ sus ist es nur, dem ich vertrau. Dann weicht vom Herzen, was mir macht Schmerzen, wenn ich im Glauben dich an⸗ bet und schau. 3. Ob mich das Kreuze gleich hier zeitlich plaget, wie es bei Christen oft pflegt zu geschehn: wenn meine Seele nur nach JE⸗ su fraget, so kann das Her⸗ ze doch auf Rosen gehn. Kein Ungewitter ist mir zu bitter, mit IEsu kann ichs froͤhlich uͤberstehn. 4. Wenn Satans List und Macht mich will ver⸗ schlingen, wenn das Ge⸗ wissensbuch die Suͤnden sagt, wenn auch mit ihrem Heer mich will umringen die Hoͤlle, wenn der Tod am Herzen nagt: steh ich doch feste; IEsus der Be⸗ ste ist, der sie alle durch sein Blut verjagt. 5. Ob mich auch will die Welt verfolgen, hassen, und bin dazu veracht bei jedermann, von meinen Freunden auch gaͤnzlich verlassen, nimmt IEsus meiner doch sich herzlich an, und staͤrkt mich Muͤ⸗ den, spricht: Sei zufrieden/ ich bin dein bester Freund, der helfen kann. 6. Drum faͤhret immer hin, ihr Eitelkeiten; o IEsu, du bist mein und ich bin dein: ich will mich von der Welt zu dir be⸗ reiten, du sollst in meinem Herz und Munde sein. Mein ganzes Leben sei dir ergeben, bis man mich einsten legt ins Grab hinein. In eigener Melodie. 235 Seelen-⸗Braͤu⸗ su, GOttes Lamm, habe Dank fuͤr deine Liebe, die mich zieht aus reinem Trie⸗ be von der Suͤnden Schlamm, IEsu, GOt⸗ tes⸗Lamm! 13 2. Dei⸗ 290 2. Deine staͤrket Muth und Blut; wenn du freundlich mich von der Gnade und Liebe anblickest, und an deine pfindlich schauen, daß nie⸗ Brust mich druͤckest, macht mand verdirbt, mich wohlgemuth deine Welt abstirbt. Liebesglut. 10. Nun ergreif ich dich/ 3. Wahrer Mensch und du mein ganzes Ich; ich GoOtt, Trost in Noth und will nimmermehr dich las⸗ Tod, du bist darum Menschssen, sondern glaͤubig dich geboren, zu ersetzen, was umfassen, weil im Glau⸗ verloren durch dein Blut ben ich nun ergreife dich. so roth, wahrer Mensch 11. Wenn ich und GOtt! ich weinen muß, wird dein Thraͤnen⸗ 4. Meines Glaubens fluß nun die meinen auch Licht laß verloͤschen nicht; begleiten, und zu deinen falbe mich mit Freudendle, Wunden leiten, daß mein daß hinfort in meiner Thraͤnenfluß sich bald stil⸗ Seele ja verloͤsche nicht len muß. meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir neu wiederum 12. Wenn ich mich aufs erfreu, bleiben fuͤr und fuͤr; deine freuest du dich auch zu⸗ Liebe will ich ehren, und gleiche, bis ich dort in dei⸗ in dir dein Lob vermehren „nem Reiche ewiglich erfreu weil ich fuͤr und fuͤr blei⸗ mich mit dir aufs neu. ben werd in dir. 13. Hier durch Spott 6. Held aus Davids und Hohn, dort die Eh⸗ Stamm, deine Liebes⸗renkron; hier im Hoffen flamm mich ernaͤhre, und und im Glauben, dort im verwebre, daß die Welt Haben und im Schauen; mich nicht versehre, ob sie denn die Ehrenkron folgt mir gleich gram, Held aus auf Spott und Hohn. Davids Stamm! 14. IEsu, hiif, daß ich 7. Großer Friedefuͤrst, allhier ritterlich alles durch wie hast du geduͤrstt nach dich uͤberwinde, und in der Menschen Heil und deinem Sieg empfinde, wie Leben) und dich in den so ritterlich du gekaͤmpft Tod gegeben, wie du riefst Mich duͤrstt! großer Frie⸗ Hefuͤrst! fuͤr mich. 15. Du mein Preis und Ruhm, werthe Sarons⸗ 8. Deinen Frieden gieb Blum, in mir soll nun zus so großer Lieb uns den nichts erschallen, als was Deinen, die dich kennen, dir nur kann gefallen, wer⸗ und nach dir sich Christen the Sarons⸗Blum, du nennen; denen du bist lieb, mein Preis und Ruhm! deinen Frieden gieb. 9. Wer der Welt ab Adam Drese. —2 2 shpanlt I R In u G h HMI Hlt, M Iush d 4 M so IuWn d ssode t heth Llade N ah i Shu IIihiz, I 0 he 1Dalt Vut l agft Rurh. hor hun V sich bewih en Güu R bald h Ieh, dah s, t, der du Hlefichgt 1 J nehr dich h⸗ Raabig d im E agraft A sch waseh! n Thy Reinen aut R de % m ssch hidff. ich mich ut Im erfthͤ c ohof in dei hlich erftel hajs neu. uuch Cyott Utt die E⸗ in Hofen heh, dott il M Schleh; 901 00 10 Hohn. Hif, daß ic ales duch 2 in Wibm led he Satot rit sol dlle, 1 eftllh 3⸗Blull, Ind Rihn Whan M GOttes und ZEsu. 291 Mel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm, Dank, Kraft und Macht. . Dei hochge⸗ 352. Sboct, barm⸗ herzger GOtt, der du dich unser angenommen, und uns in unsrer Seelennoth mit Huͤlfe bist zu statten kommen: du schenkest uns von deinem Himmelsthron dein liebes Kind und ein⸗ gebornen Sohn. g 2. Du segnest uns in ihm, dem HErrn, mit uͤber⸗ schwenglich reichem Segen, und gehest unsrer Armuth gern mit deiner theuren Gnad entgegen; was sind wir doch, du allerschoͤnstes Gut, daß deine Lieb so Großes an uns thut? 3. Was dringet dich? Wir sind ja nur des er⸗ sten Adams Suͤndenkinder, und sind auch alle von Na⸗ tur verderbte Menschen, schnöͤde Suͤnder und frem⸗L de vom Verheißungs-Te⸗ Suͤnden. O tiefe Lieb, o Wunder⸗Guͤtigkeit, die unsre Seel von solcher Schmach befreit! 6. Du hast uns Men⸗ schen deinen Rath durch IEsum Christum wissen lassen, damit du, was da Odem hat, in ihm zusam⸗ men moͤchtest fassen; er ist der Grund, auf welchem alles steht, was lebt und 921. was lieget, sitzt und eht 7. Er stiftet Frieden 41 GOtt und uns, a wir noch Feinde waren, und wird der Welt und Hoͤll zum Spott, den Frie⸗ den auch in uns bewahren. O Herrlichkeit, daß wir in Frieden stehn! nun duͤr⸗ fen wir getrost zum Va⸗ ter gehn. 8. Lebt Christus doch in uns, und wir sind auch durch ihn mit GOtt ver⸗ bunden; wir Le seiner ieb Panier als eine starke stament, arm, lahm und bloß, blind, taub, stumm und elend. 4. Allein, du Vater voller Gnad hast unsers Elends dich erbarmet, und uns nach deinem Gnaden⸗ rath in Christo, deinem ind m funden. In ihn ind wir voll Ruh und Sicherheit, und schmecken schon die Kraft der Se⸗ ligkeit. 9. Du giebest uns auch das Erbtheil durch Chri⸗ stum, der es uns erworben, Sohn, umarmet, daß wir in ihm, wie du zuvor be⸗ dacht, nun Kinder sind und angenehm gemacht. 5. Du laͤssest uns in JEsu Blut Heil, Leben und Er⸗f lösung finden, und waͤschest durch die edle Flut uns von dem Unflath aller als er, der HErr, zu un⸗ serm Heil am bittern Kreu⸗ zesstamm gestorben; und sein Verdienst und Leiden macht allein, daß dir zum Preis wir nunmehr etwas ein. 10. Durch dich und JE⸗ sum, unsern Hort, erken⸗ nen wir das Wort der 137 Wahr⸗ 292 von göttlicher Vorsorge Wahrheit, und wachsen immer fort und fort im Lichte zur vollkommnen Klarheit; du selbsten bist das wesentliche Licht, das durch den Sohn die Fin⸗ sterniß vernicht. aus reiner Lieb in deinem Wege gehn, und deinen Ruhm mit Mund und Herz erhoͤhn. 14. So, Vater, so bist du bereit, in, durch und um des Sohnes willen, 11. Du, Vater, wirkest auch durch ihn in uns den lebendigen Glauben, den uns die Welt nicht kann entziehn, noch Satan aus dem Herzen rauben. Er wirket selbst, und seines den du gezeugt von Ewig⸗ keit, uns mit dir selber zu erfuͤllen, auf daß wir nichts, er aber allerlei, ja alles gar in allen Dingen sei. 15. Drum wollen wir, HErr, deine Macht/ du Geistes Trieb macht unsre Vater aller Herrlichkeiten, Seel unstraͤflich in der Lieb. die unsre Seel so wohl be⸗ 12. Du hast mit deines dacht, von Herzen ruͤhmen Geistes Pfand durch Chri-und ausbreiten. Es ruͤhme stum unsre Seel geschmuͤk- dich und deine große That ket, und ihn auf unsre Brust und Hand zum festen Siegel aufgedruͤcket, zur Versichrung, daß wir zu deinem Ruhm dein Erbe sein und auch dein Eigen⸗ thum. 13. Nun was wir sind,; das kommt von dir: in Christo hast du uns ge⸗ schaffen zum Lobe deiner Macht, daß wir in Gottes was ruͤhmen kann, was lebt und Odem hat. 16. Ja, treuer GOtt, wir loben dich und ehren deinen großen Namen; Herz, Seel und Geist er⸗ hebet sich und singet Hal⸗ lelujah, Amen! Der HErr ist GOtt, der dreimal hei⸗ lig heißt, GOtt Vater, Sohn und auch GoOtt heilger Geist. Ludw. Andreas Gotter. Kraft und Geistes Waffen III. Von göttlicher Vorsorge und Re In eigener Melodie. 2eefiehl du 353. B deine We⸗ e, und was dein Herze raͤnkt, der allertreusten Pflege deß, der den Him⸗ mel lenkt; der Wolken, Luft und Winden giebt gierung. der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. 2. Dem HErren mußt du trauen, wenn dirs soll wohl ergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Graͤ⸗ men und mit selbst⸗eigner Wege, Lauf und Bahn, Pein laͤßt GOtt ihm gar nichts scche hlitz ellheh, t Heh Euntd hem 1. U Vaheh/ Ri fid Hutet E i Hute ahhen Achthh W Archh 9. W Zas hh,K Wil Ichs M Wr Wil Rlch! Zuckl 6„6 Sele, Hehhg l hseh luk v SI I Hem S W QA II tth Rdoch fl sst n fihtt —— in dengg und deifch nund heh ter, so 0 durch uh nes willg bon Eih dir selleeh fwir nicht in glles gy en sei. Wollen w, Mact, rlichkeitg 0 wohl he en ruͤhma Es ruͤhm hroße That ann, woh ht. El GOtt, ind ehren Namen; Geist er⸗ inget Hal⸗ Der HErt rehngl he⸗ tt Mieb, jch GOtt 2as Gotler. — rge cge findet hn tann. ren mußh Rits ul fsenn Wel In, well bestehß mit Gtl lbstihhet tt ihnm gl schlt und Regierung. 293 nichts nehmen, es muß er⸗ beten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Ge⸗ bluͤt; und was du dann erlesen, das treibst du, star⸗ ker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rath gefaͤllt. 4. Weg hast du aller⸗ wegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten wider⸗ stehn, so wird doch ohne Zweifel GOtt nicht zuruͤcke gehn: was er ihm vorge⸗ nommen, und was er ha⸗ ben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff, und sei un⸗ verzagt: GOtt wird dich aus der Hoͤhle, da dich der Kumnmer plagt, mit großen“ Gnaden ruͤcken: erwarte nur der Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schoͤnsten Freud. 7. Auf, auf, gieb dei⸗ nem Schmerze und Sor⸗ gen gute Nacht; laß fah⸗ ren, was das Herze betruͤbt und traurig macht. Bist du doch nicht Regente, der alles fuͤhren soll: GOtt sitt im Regimente, und fuͤhret alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten, er ist ein wei⸗ ser Fuͤrst, und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst; wenn er, wie ihm gebuͤhret, mit wunderbarem Rath die Sach hinausgefuͤhret, die dich bekuͤmmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn, und thun an sei⸗ nem Theile, als haͤtt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du fuͤr und fuͤr in Angst und No— then schweben, als feag er nichts nach dir: 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mind⸗ sten glaͤubst; er wird dein Herze loͤsen von der so schweren Last, die du zu keinem Boͤsen bisher ge⸗ tragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und traͤgst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron; GOtt giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freu⸗ den⸗Psalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o HErr, mach Ende an al⸗ ler unsrer Noth; staͤrk un⸗ sre Fuͤß und Haͤnde, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein: so ge⸗ hen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhard. Mel. —7.:'T⸗⸗ 3 ————..—*—————— I 2 18.——— 294 von göttlicher Vorsorge Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 2. Du bist ein 354. D Mensch/ das weißt du wohl: was strebst du denn nach Din⸗ gen, die GOtt der Hoͤchst alleine soll und kann zu⸗ wege bringen? Du faͤhrst mit deinem Witz und Sinn durch so viel tausend Sor⸗ gen hin, und denkst: Wie wills auf Erden doch end⸗ lich mit mir werden? 2. Es ist umsonst, du wirst fuͤrwahr mit allem deinem Dichten auch nicht ein einges kleines Haar in aller Welt ausrichten; und dient dein Evam sonst nir⸗ gends zu, als daß du dich aus deiner Ruh in Angst und Müdastch stuͤrzest, und selbst das Leben kuͤrzest. 3. Willst du was thun, was GOtt gefaͤllt, und dir zum Heil gedeihet, so Wir dein Sorgen auf den Held, den Erd und Him⸗ mel scheuet, und gieb dein Leben, Thun und Stand nur froͤhlich hin in GOt⸗ tes Hand, so wird er dei⸗ nen Sachen ein froͤhlich Ende machen. 4. Wer hat gesorgt, da deine Seel im Anfang deiner Tage noch in der Mutter Leibeshoͤhl und finsterm Kerker lage? Wer hat allda dein Heil bedacht? Was that da aller Men⸗ schen Macht, da Geist und Sinn und Leben dir ward ins Herz gegeben? 5. Durch wessen Kunst steht dein Gebein in or⸗ dentlicher Fuͤlle? Wer gab den Augen Licht und Schein, dem Leibe Haut und Huͤlle? Wer zog die Adern hier und dort ein jed an ihre Stell und Ort? Wer setzte hin und wieder so viel und schöͤne Glieder? 6. Wo war dein Herz, Will und Verstand, da sich des Himmels Decken erstreckten uͤber See und Land und aller Erden Ek⸗ ken? Wer brachte Sonn und Mond herfuͤr? Wer machte Kraͤuter, Baͤum und Thier, und hieß sie deinen Willen und Her⸗ zenslust erfuͤllen? 7. Heb auf dein Haupt, schau uͤberall hier unten und dort oben, wie GOt⸗ tes Sorg auf allen Fall fuͤr dich sich hab erhoben. Dein Brod, dein Wasser und dein Kleid war eher noch, als du, bereit; die Milch, die du erst nah⸗ mesi, war auch schon, da du kamest. 8. Die Windeln, die dich allgemach umfingen in der Wiegen, dein Bett⸗ lein, Kammer, Stub und Dach und wo du solltest liegen, das war ja alles zugericht, eh als dein Aug und Angesicht eroͤff⸗ net ward und sahe, was in der Welt geschahe. 9. Noch dennoch soll dein Angesicht dein gan⸗ zes Leben fuͤhren; du traust und glaubest weiter nicht/ als was dein Augen spuͤ⸗ ren; was du 0 heh, vn h S He Y Hld ssh sch. 010 ihhihlt , W Iutoc Hh i suct K ssst g W AUA sch vi V ih 10.6 Rechhe s ö — Hein in gr Ider We 1 Licht h Lübe gut Der g R d dokt eh ellund Hez und wiche 30 1— deih Hel ersarh, net däg S Ebenkk ichte Sosh für? W / Biun H Heß si und Het⸗ 7 in Haupt, jer unten die GOt⸗ llen Fall ekhoben. iu Wiset waͤr chet gelett de aut nh⸗ schyn, d heln, di umfilgen 0 Bett⸗ ub und solltef Ales als den icht ebf⸗ ahe, Ws chihe. moch sil dein gal⸗ du mul ter siah Ugen Wol⸗ iunse/ N 0 und Regierung. 295 soll allein dein Kopf dein Licht und Meister sein; was der nicht auserkoren, das haͤltst du als verloren. 10. Nun siehe doch, wie viel und oft ist schaͤndlich umgeschlagen, was du ge⸗ wiß und fest gehofft mit Haͤnden zu erjagen. Hin⸗ gegen, wie so manchesmal ist doch geschehn, was uͤberall kein Mensch, kein Rath, kein Sinnen ihm hat ersinnen koͤnnen. 11. Wie oft bist du in große Noth durch eignen Willen kommen, da dein verblendter Sinn den Tod fuͤrs Leben angenommen? Und haͤtte GOtt dein Werk und That ergehen lassen nach dem Rath/ in dem dus angefangen, du waͤrst zu Grunde gangen. 12. Der aber, der uns ewig liebt, macht gut, was wir verwirren, erfreut, wo wir uns selbst betruͤbt, und fuͤhrt uns, wo wir ir⸗ ren; und dazu treibt ihn sein Gemuͤth und die so reine Vaterguͤt, in der uns arme Suͤnder er troͤstt als liehe Kinder. 13. Ach wie so oftmals schweigt er still, und thut doch, was uns nuͤtzet: da unterdessen unser Will und Herz in Aengsten sitzet, sucht hier und da, und findet nichts, will sehn, und mangelt doch des Lichts, will aus der Angst sich winden, und kann den Weg nicht finden. 14. GOtt aber geht gerade fort auf seinen wei⸗ sen Wegen; er geht und bringt uns an den Port, da Sturm und Wind sich legen. Hernachmals, wenn das Werk geschehn, so kann alsdann der Men⸗ sche sehn, was der, so ihn regieret, in seinem Rath. gefuͤhret. 15. Drum, liebes Herz, sei wohlgemuth, und laß von Sorg und Graͤmen: GOtt hat ein Herz, das nimmer ruht, dein Bestes vorzunehmen; er kanns nicht lassen, glaube mir, sein Eingeweid ist gegen dir und uns hier allzu⸗ sammen voll allzu suͤßer Flammen. 16. Er hitzt und brennt vor Gnad und Treu, und also kannst du denken, wie seinem Muth zu Muthe sei, wenn wir uns oft⸗ mals kraͤnken mit so ver⸗ gebner Sorgenbuͤrd, als ob er uns nun gaͤnzlich wuͤrd, aus lauterm Zorn und Hassen, ganz huͤlf⸗ und trostlos lassen. 17. Das schlag hinweg, und laß dich nicht so lie⸗ derlich bethͤren; obgleich nicht allzeit das geschicht, was Freude kann vermeh⸗ ren: so wird doch wahrlich das geschehn, was GOtt, dein Vater, ausersehn; was er dir zu will kehren, das wird kein Mensche wehren. 18. Thu als ein Kind und lege dich in deines Va⸗ ters Arme; bitt ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme: so wird er dich durch seinen* au 296 von gottlicher Vorsorge auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, nach wohl⸗ gehaltnem Ringen, aus allen Sorgen bringen. Paul Gerhard. Mel. Kommt her zu mir, spricht GOttes Sohn. Neh aus, mein 355.6 Ge3 Herz, und suche Freud in dieser lie⸗ ben Sommerzeit an deines GOttes Gaben; schan an der schoͤnen Gaͤrten Zier, und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmuͤcket haben. 2. Die Baͤume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit ei⸗ nem gruͤnen Kleide; Nar⸗ cissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schoͤner an, als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das—90 lein fleucht aus seiner Kluft, und macht sich in die Waͤl⸗ der; die hochbegabte Nach⸗ tigall ergötzt und fuͤllt mit ihrem Schall Berg, Huͤgel, Thal und Felder. 4. Die Glucke fuͤhrt ihr Voͤlklein aus, der Storch haut und bewohnt sein Haus, das Schwaͤlblein speist die h, das Der schuelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Hoͤh ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Baͤchlein rauschen in dem Sand und maien sich in ihrem Rand mit schattenreichen Myrthen; die Wiesen liegen hart da⸗ hei, und klingen ganz vom Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienenschaar fleugt hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honigspeise. Des suͤßen Weinstocks starker Saft bringt taͤglich neue Staͤrk und Kraft in seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen waͤchset mit Gewalt, daruͤber jauch⸗ zet Jung und Alt und ruͤhmt die d große Guͤte deß, der so uͤberfluͤssig labt, und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemuͤthe. 8. Ich selbsten kann und mag nicht ruhn, des großen GOttes großes Thun er⸗ weckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Hoͤchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön, und laͤßt dus uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden: was will doch wohl nach dieser Welt, dort in dem festen Himmelszelt und guͤldnen Schlosse werden? 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein, wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit unverdroß⸗ nem Mund und Stimm ihr Hallel ujah f singen. 11. O waͤr ich da, o stuͤnd ich schon, ach suͤßer GOtt, vor deinem Thron, und truͤge meine Palmen: so wollt ich nach der Engel Weis erhoͤhen deines Na⸗ mens —1 d 10 6— 0 900 RN-ees sicht R nal H 10 fU IIII M 10. 6 Rläen R u 10 ich 0 0 0 06 fl Galhn 1IN Wt A H IM 2 I. M ImRih Run 15, W IU Ich Rr lah, Rahhh Nunc ⁰ ——— er Schif nn unberdroiz feugt 6 hiet undiy gspeise. du botz s täglich n ast in siner ie. Ren wähe rüber ut⸗ ltundtühn deß, das und msts begabt Y amuthe en Eynn ush des großeh Thun ek inheh ich alles singt, N höchsten em Hetzen sch, kit du D Haßt dus gehn auf eh: Wos ach diese dem festez guͤlbhen 7 ohe Lus, Hein witd Gatten wohl Husend unberdtef⸗ I Stimmt singen, ‚,sthh sßer GOl/ der Eihl eiles M, Rehs und Regierung. 29⁷ mens Preis mit tausend schoͤnen Psalmen. ö 12. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen; mein Herze soll sich fort und fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 13. Hilf mir, und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig bluͤhe; gieb, daß der Sommer dei⸗ ner Gnad in meiner See⸗ len fruͤh und spat viel Glaubensfruͤcht erziehe. 14. Mach in mir dei⸗ nem Geiste Raum, daß ich dir werd ein guter Baum/ und laß mich wohl beklei⸗ ben. Verleihe, daß zu dei⸗ nem Ruhm ich deines Gar⸗ tens schoͤne Blum und Pflanze moͤge bleiben. 15. Erwaͤhle mich zum Paradeis, und laß mie bis zur letzten Reis an Leib und Seele gruͤnen: so will ich dir und deiner Ehr al⸗ lein, und sonsten keinem mehr, hier und dort ewig dienen. Paul Gerhard. Mel. JEsu, meine Freude. 2— tt, de 356. Ge, s wohl machen, dem ich alle Sachen allzeit heimgestellt. Er hat mich erkoren, eh ich noch geboren bin auf diese Welt; hat mir auch, nach seinem Brauch, was von noͤthen, stets gegeben hier in diesem Leben. 2. GOtt, der wirds wohl machen, der mir manches Lachen, Freud und Lust geschenkt, der mich nie vergessen, der mit Kleid und Essen taͤglich mich be⸗ denkt; auch wenn fast die Kreuzeslast oft die Seinen ziemlich druͤcket, hat er mich erquicket. 3. GOtt, der wirds wohl machen, laß das Wetter krachen und die Stuͤrme gehn. Wenn mit großem Grausen alle Wellen brau⸗ sen, will er bei dir stehn. Jonas lag in dritten Tag. Schlaͤgt dich Ungluͤck auch darnieder, GOtt erhebt dich wieder. 4. GOtt, der wirds wohl machen, er wird selber wa⸗ chen uͤber deiner Noth. Wenn du willst verzagen unter deinen Plagen, ist der fromme GOtt auf dem Plan und nimmt dich an; ch dann verstaͤubt die Angst geschwinde, wie der Rauch im Winde. ö 5. GOtt, der wirds wohl machen, maͤchtig in den Schwachen ist er allezeit. Wem hats ie gefehlet, der sich GOtt erwaͤhlet in dem Herzeleid?ꝰ Drum, mein Herz, vergiß den Schmerz; alles steht in seinen Haͤn⸗ den: GoOtt kann alles wenden. 6. GOtt, der wirds wohl machen, wenn des Todes Rachen gleich ist aufgethan; wenn die Lebensjahre lie⸗ gen ouf der Bahre, fuͤhrt er himmelan. Dieser Bund hat seinen Grund: die ge⸗ 13* lebt —————.—.— 298 von göttlicher vorsorge lebt und leben werden, kommen in die Erden. 7. GOtt, der wirds wohl machen, der den alten Dra⸗ chen daͤmpfet ritterlich; fuͤhrt er gleich die Seinen uber Stock und Steinen vielmals wunderlich: sei vereit zu Freud und Leid. GOtt befiehl nur deine Sachen; GOtt, der wirds wohi machen. E. Stockmann. Mel. HErr, straf mich nicht in deinem Sorn. 5 Ott herr⸗ 357. G schet und haͤlt bei uns Haus, was sagst du, Mensch, dawi⸗ der? Was schlaͤgst du sei⸗ nen Willen aus? Leg in den Staub dich nieder; schweig still, laß ihn nur Meister sein, er ist das Haupt, wir insgemein des⸗ selben schwache Glieder. 2. Belegt er dich mit Kreuz und Noth, und greift dir nach dem Her⸗ zen, er schickt das Leben und den Tod, laß dir es etwas schmerzen; doch huͤte dich vor Ungeduld, du moͤchtest sonst durch große Schuld dein bestes Heil verscherzen. 3. Es bleibt schon so von Alters her: jetzt haͤlt er sich verborgen, als wiß er nichts um dein Beschwer, laͤßt immerhin dich sorgen, hat gegen dich sich hart ge⸗ macht, dies waͤhrt vom Abend in die Nacht und wieder an den Morgen. schaft deinem Leiden; er leget deinen Sack von dir, und guͤrtet dich mit Freu⸗ den; er zuͤchtigt als ein Vater dich; jedoch muß seine Gnade sich darum nicht von dir scheiden. 5. Wie wohl ist do der Mensch daran, der si in GOttes Wege in tiefster Demuth schicken kann, ihm aushaͤlt alle Schlaͤge; dies nimmt der hoͤchsten Kunst den Preis. HErr, gieb uns, daß sich aller Fleiß auf dies zu lernen lege. Mel. Nicht so traurig, nicht so sehr. 2 Ich erhebe, 338.. Herr, zu dir meiner beiden Augen Licht; mein Gesicht ist fuͤr und fuͤr zu den Bergen aufgericht, zu den Bergen, da herab ich mein Heil und Huͤlfe hab. 2. Meine Huͤlfe koͤmmt allein von des Hoͤchsten Haͤnden her, der so kuͤnst⸗ lich, huͤbsch und fein Him⸗ mel, Erde, Luft und Meer, und was in dem allen ist, uns zum Besten aus⸗ geruͤst. ö 3. Er nimmt deiner Fuͤße Tritt, o mein Herze, wohl in Acht; wenn du gehest, geht er mit, und bewahrt dich Tag und Nacht. Sei di sch das Hoöllenheer wird ir schaden nimmermehr. 4. Siehe, wie sein Auge wacht, wenn du liegest in der Ruh; wenn du schlaͤ⸗ 4. Jetzt ist er wieder fest, kommt mit Macht auf gnaͤdig hier, giebt End⸗ dein Bett geflogen zu sei⸗ ö ner — El 0f. 5„ W mH I. hune Racht GW Ga Rc El schlt 6. U HN 9 Rl! dch Et Hlerht n xsch,N HIII R N U I„, d Echh ut hah Han R I Hei shen 8 Da scht Want d dus dm . Uthitf U W + 393⁰ lßichd her ale 4. nuß sllg ard selhe Ni. II ftütem Hen S hl is U Ran/ der e in flffe en fann/n hltge chen Ans Hert, 1 gller Fleß rnen lege 0 frautiz stht. 9 ethebe Hert, 3u n Han icht is fur N Betgen Bethen, Wan Heil llfe Lmmt Hschsen erso luns⸗ fein Hin⸗ I Meet, dem allen esten gus⸗ inet Füße etx/ wahl N gchif bevhtt sucht. G inherwich metmebt. sein Auhe lge dlschl, Macht af gen sl V und Regierung. 299 ner ftedei guͤldne Schaar, daß sie deiner nehme wahr. 5. Alles, was du bist und hast, ist umringt mit scwe Hut; deiner Sorgen chwere Last nimmt er weg, macht alles gut; Leib und Seel haͤlt er verdeckt, wenn dich Sturm und Wetter schreckt. 6. Wenn der Sonnen Hitze brennt, und des Lei⸗ bes Kraͤfte bricht; wenn dich Stern und Monde blendt mit dem klaren An⸗ gesicht, hat er seine starke Hand dir zum Schatten vorgewandt. 7. Nun, er fahre immer fort, der getreue fromme Hirt, bleibe stets dein Schild und Hort, wenn dein Herz geaͤngstet wird; wenn die Noth wird viel und groß, schließ er dich in seinen Schooß. 8. Wenn du sitzest, wenn du stehst, wenn du redest, wenn du hoͤrst, wenn du aus dem Hause gehst, und Duttur wieder kehrst, wenn u trittst aus oder ein, woll er dein Gefaͤhrte sein. Paul Gerhard. Mel. Uun ruhen alle 0. In allen mei⸗ 359. Anen Thaten laß ich den Hoͤchsten rathen, der alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, solls anders wohl gelingen, uns selber geben Rath und That 2. Nichts ist es spaͤt und fruͤhe um alle meine Muͤhe/ mein Sorgen ist umsonst; er mags mit seinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stell es bloß in seine Gunst 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat versehen, und was mir selig ist: ich nehm es, wie ers giebet, was ihm von mir geliebet, das hab auch willig ich erkiest. 4. Ich traue seiner Gna⸗ den, die mich vor allem Schaden, vor allem Uebel schuͤtzt; leb ich nach seinen Saͤtzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nuͤtzt. 5. Er wolle meiner Suͤn⸗ den in Gnaden mich ent⸗ binden, durchstreichen mei⸗ ne Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urtheil sprechen, und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg ich mich spaͤte nieder, erwach ich fruͤhe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stoͤßt zu handen; so troͤstet mich sein suͤßes Wort. 7. Hat er es denn be⸗ schlossen, so will ich unver⸗ drossen an mein Verhaͤng⸗ niß gehn, kein Unfall un⸗ ter allen wird mir zu harte fallen, ich will ihn freudig uͤberstehn. 8. Ihm hab ich mich 0 zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafuͤr laß ich ihn sorgen, er weiß gar wohl die rechte Zeit. 9. So 300 von göttlicher Vorsorge 9. So sei nun, Seele, deine, und traue dem al⸗ leine, der dich geschaffen hat; es gehe, wie es gehe, mein Vater in der Hoͤhe der weiß zu allen Sachen Rath. Paul Flemming. In eigener Mlelodie. 360.9 Meine Hoff⸗ M uung ste⸗ het feste auf den lebendi⸗ gen GOtt; er ist mir der allerbeste, der mir bei⸗ steht in der Noth; er al⸗ lein soll es sein, den ich nur von Herzen mein. 2. Sagt mir, wer kann doch vertrauen auf ein schwaches Menschenkind? Wer kann feste Schloͤsser bauen in der Luft und in dem Wind? Es vergeht, nichts besteht, was ihr auf der Erden seht. 3. Aber GOttes Guͤte waͤhret immer und in Ewigkeit; Vieh und Men⸗ schen er ernaͤhret durch er⸗ wuͤnschte Jahreszeit: al⸗ les hat seine Gnad dar⸗ gereichet fruͤh und spat. 4. Giebet er nicht al⸗ les reichlich und mit gro— ßem Ueberfluß? Seine Lieb ist unbegreiflich, wie ein starker Wasserguß; Luft und Erd uns ernaͤhrt, wenn es GOttes Gunst begehrt. 5. Danket nun, dem hn Schoͤpfer durch en wahren Menschen⸗ Sohn, der uns wie ein freier Toͤpfer hat gemacht aus Erd und Thon. Groß von Rath, stark von That ist, der uns erhalten hat. Joachim Neander. In eigener Melodie. 2 icht so trau⸗ 361. N rig, nicht so sehr, meine Seele, sei betruͤbt, daß dir GOtt Gluͤck, Gut und Ehr nicht so viel wie Andern giebt; nimm vorlieb mit deinem GOtt, hast du GOtt, so hats nicht Noth. 2. Du, noch einzig Menschenkind habt ein Recht in dieser Welt; alle, die geschaffen sind, sind nur Gaͤst im frem⸗ den Zelt; GOtt ist HErr in seinem Haus, wie er will, so beut er aus. 3. Bist du doch darum nicht hier, daß du Erden haben sollt: schau den Himmel uͤber dir, da, da ist dein edles Gold; da ist Ehre, da ist 7 Freud Freud ohn End, Ehr ohne Neid. 4. Der ist albern, der sich kraͤnkt um ein Hand voll Eitelkeit, wenn ihm GOtt dagegen schenkt Schaͤtze der Bestaͤndigkeit: bleibt der Centner dein Gewinn, fahr der Heller immer hin. 5. Schaue alle Guͤter an, die dein Herz fuͤr Guͤ⸗ ter haͤlt; keines mit dir gehen kann, wenn du gehest aus der Welt. Alles blei⸗ bet hinter dir, wenn du trittst ins Grabes Thuͤr. 6. Aber was die Seele naͤhrt, GOttes Huld und Christi Blut, wird eh ei⸗ Edulhlt hliht, shuidet V. ch 0 6 Hld Ubdacht' VMe Wast MW l Ranet ue 101 1 W. 8. 8. Jh R e Zl M U 100 0 0 G, i 9. MN Hus det Ach ch Hlles IR W D l an Mee Hoch in 10.H fl l0 6 1 Hhech Hahez Wde ch nh 11.6 vol uj ftl hes, n W. ü Rb g d fei. UI Gl H ö ———— un din chalten ha him Nrunbr. Melodie. V sottu Aig/ icht! eme Sell ah di Gd d Ehtnich ndern giehz mit deinen GOt 6 th noch enh habt eh sex. Wat; affem sih, im flem⸗ t ist HErt 5„ Wie er allg. sch dakum du Erden schu den W, N/ N da ist deld, Freud Ihne Mdͤ, albern, der ein Hand wenn ihm V. schehkt lündigket: Ither dein RNe Hellt le Güte j füt Gi⸗ mit N am dugthe Alle He „peln N hes Til Die Gile Huld uh hitd Hun und Regierung. 301 keiner Zeit verzehrt, ist und bleibet allezeit gut. Erdengut zerfaͤllt und bricht, Seelengut das schwindet nicht. 7. Ach wie bist du doch so blind und im Denken unbedacht! Augen hast du Menschenkind, und hast doch noch nie betracht deiner Augen helles Glas: siehe, welch ein Schatz ist das! 8. Zaͤhle deine 800le⸗ her und der andern Glie⸗ der Zahl; keins ist, das dir unwerth waͤr, ehr und liebst sie allzuma; keines gaͤbst du weg um Gold, wenn man dirs abnehmen wollt. 9. Nun, so gehe in den Grund deines Herzens, das dich lehrt, wie vie Gutes alle Stund dir von oben wird beschert. Du hast mehr als Sand am Meer, und willst doch noch immer mehr. 10. Wuͤßte, der im Him⸗ mel lebt, daß dirs waͤre nuͤtz und gut, wonach so begierlich strebt dein ver⸗ blendtes Fleisch und Blut, wuͤrde seine Froͤmmigkeit dich nicht lassen unerfreut. 11. GOtt ist deiner Liebe voll und yon ganzem Her⸗ sch. treu; wenn du wuͤn⸗ chest, pruͤft er wohl, wie dein Wunsch beschaffen sei; ist dirs gut, so geht ers ein, ists dein Schade, spricht er nein. 12. Unterdessen traͤgt sein Geist dir in deines Herzens gel speist, ziert und schmuͤckt es herrlich aus; ja erwaͤh⸗ let, dir zum Heil, dich zu seinem Gut und Theil. 13. Ei, so richte dich empor, du berruͤbtes An⸗ gesicht, laß das Seufzen, nimm hervor deines Glau⸗ bens Freudenlicht; das be⸗ halt, wenn dich die Nacht deines Kummers traurig macht. 14. Setze, als ein Him⸗ mels⸗Sohn, deinem Wil⸗ len Maaß und Ziel; ruͤhre stets vor GOttesThron dei⸗ stunes Dankens Saitenspiel; weil dir schon gegeben ist mehrers, als du wuͤrdig bist. 15. Fuͤhre deines Lebens Lauf allzeit GOttes einge⸗ denk; wie es kommt, nimm alles auf als ein wohlbe— (dacht Geschenk; geht dirs widrig, laß es gehn: GOtt und Himmel bleibt dir stehn. Paul Gerhard. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 0 GOttes 362². OSobn von Ewigkeit, wie selig war dieselbe Zeit, da man dich hat gesehen; ihr Augen voller Herrlichkeit, ihr Oh⸗ ren voller Lieblichkeit, wie wohl ist euch geschehen. Viele, viele Maiestaͤten und Propheten wollten schauen, was die Juͤnger konnt erbauen. 2. Doch wars nur eine kleine Frist, daß solches Licht erschienen ist im Fleisch und Wunderblicken. Haus Manna, das die En⸗ Bald, sprach der HErr, bald 30²2 von gottlicher Vorsorge bald wird es sein, so wird euch nicht mehr dieser Schein durchs Angesicht s erquicken. Ein klein Stuͤnd⸗ lein mußich scheiden und viel leiden und einschlafen, ich trag eurer SuͤndenStrafen. Zwar ist er drauf erstanden bald in schoͤner Klarheit und Gestalt, war vierzig Tag auf Erden, als er, der eingeborne Sohn, zu seines Vaters hoͤchstem Thron nun sollt erhaben werden. Eia, wer da möchte sagen, was fuͤr Wagen ihn begleitet, und was uns dort sei bereitet. 4. Indessen war nun abermal der freudenvolle Sonnenstrahl den Juͤngern weggenommen; sie blieben aber in der Lehr und sei⸗ nem Wort je mehr und mehr, er werde wiederkom⸗ men. Selig, ewig, die nicht sehen, doch bestehen fest im Glauben! diesen Trost kann niemand rauben. 5. Drum, liebe Seel, ermuntre dich, dein JEsus bleibt unsichtberlich⸗ er ruft in deinem Herzen: Ei, huͤte dich vors Teu⸗ fels Strick; es ist ein klei⸗ ner Augenblick, so kannst du mich verscherzen. Wa⸗ che, lache mit Erzittern und in bittern Freuden⸗ thraͤnen, solcher Guß mag GOtt versoͤhnen. 6. Ein weises Wort spricht Salomo zur Welt⸗ Lust: was, wie, wenn und wo bist du so toll mit Springen? Wer weiß denn nicht, daß unser Feind bei schneller Zeit es ernstlich meint, und sucht uns zu ver⸗ chlingen? Immer schlim⸗ mer, und je laͤnger desto strenger kaͤmpft der Boͤse, bis der Vater uns erlose. 7. Lob sei dir, IEsu, GOtteslamm, daß du br erst am Kreuzesstamm der Schlangen Kopf zertreten. Ich saug aus deinen Wun⸗ den Saft, dein Auferste⸗ +7 ist die Kraft, dadurch ich lerne beten. Mit dir in mir will ich kaͤmpfen; ich will daͤmpfen alle Suͤn⸗ den, Welt und Satan uͤberwinden. 8. Allein wie kommts, HErr IEsu Christ, daß du mir oft so ferne bist, mit deinem Licht im Glau⸗ ben? Wie mancher Seuf⸗ zer fleugt mir aus, und bringet kein Oelblatt zu Haus, wie Noah seine Tauben. Stille, Wille, laß dein Girren und Ver⸗ wirren: mein Vertrauen muß auf GOtt ohn Fuͤh⸗ len bauen. 9. Ein Weib, wenn sie gebaͤren soll, befindt sich vieler Schmerzen voll, und weiß von keiner Freude: bald, wenn der Mensch zur Welt gebracht, ge⸗ denkt sie nur an GOttes Macht, und weiß von kei⸗ nem Leide. Warum? Dar⸗ um, daß die Plage, Angst und Klage unterm Zagen hat die edle Frucht getragen. 10. So ist der Glaube manchesmal in großen Noͤ⸗ then, Furcht und Qual, und klagt, man sei ver⸗ las⸗ S fl sch Boh 1. x Krse Hal gen WU ——— 6 nssh tunsmpg⸗ she nget dei det Mf, unz elhs⸗ dt, W V oj N Rumm Mketeg Rl Wus⸗ „Uuftese⸗ st, wuch Mit M Humpfeh; slle Sih⸗ H) Salh lommte, List, daß erlle bis, im Ghau⸗ er Seuf⸗ u, und dclatt R dch sae , Mlle und Dek⸗ Vetkaleh ohn Füh⸗ wenn st sndt sich voss. und Feude: Meusch jcht/ ge⸗ Gdlei 6 won umꝰ Dt ahe, Anns Em Zagh tgettageh Glauhe roßen M⸗ 10 Oal sei hil und Regierung. 303 lassen. Halt im Gedaͤchtniß IEsu Tod und dessen wun⸗ dergroße Noth, der schreiet gleichermaßen: Blinder Suͤnder, so da meinet, wenn man weinet, GOtt sei ferne: in der Nacht gehn auf die Sterne. 11. Durch solchen Weg geht Christus hin, und len⸗ ket seines Vaters Sinn/ wie er vorhin gegangen. Ein Kleines laͤßt er sich nicht sehn, wird aber in dir auferstehn, er haͤlt sich nur gefangen. Auf, auf! sein Lauf ist die Sonne, meine Wonne; nichts denn Segen folget mir auf die⸗ sen Wezen. 12. Und soll ich mit der Kreuzeslast, die du, mein Heil, getragen hast, bis in den Tod dich ehren: so ists doch ein bad⸗ Nu, dar⸗ auf denn bald, bald fol⸗ get Ruh in Freuden ohn Aufhoren. ndlich werd ich Jubilate und Cantate fröͤhlich singen, drum will ich nun tapfer ringen. 13. O GoOttes Sohn in Ewigkeit, wir warten schon der letzten Zeit, da wir dich sollen sehen. Ihr Augen voller Herrlichkeit, ihr Ohren voller Lieblich⸗ keit, wie wohl wird euch geschehen. Lauter, lauter Majestaͤten und Propheten werden schauen GOttes schaff Lamm auf gruͤnen Auen. Joachim Justus Breithaupt. Mel. Jehovah ist mein Licht und Enadensonne. 363. n fdoch recht selig, HErr, die Dei⸗ nen, ja selig und doch mei⸗ stens wunderlich. Wie konn⸗ test du es bse mit uns mei⸗ nen, da deine Treu nicht kann verleugnen sich? Die Wege sind oft krumm, und doch gerad, darauf du laͤßt die Kinder zu dir gehn, da pflegt es wunderseltsam auszusehn; doch triumphirt zuletzt dein hoher Rath. 2. Dein Geist haͤngt nie an menschlichen Gesetzen, so die Vernunft und gute Meinung stellt. Den Zwei⸗ felsknoten kann dein Schwert verletzen und löͤsen auf, nachdem es dir de mer Du reißest wohl ie staͤrksten Band entzwei; was sich entgegensetzt, muß sinken hin. Ein Wort bricht oft den allerhöͤchsten Sinn; dann geht dein Fuß auch durch Unwege frei. 3. Was unsre Klugheit will zusammenfuͤgen, theilt dein Verstand in Ost und Westen aus; was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Hand frei an der Sternen Haus. Die Welt zerreißt, und du verknuͤpfst in Kraft; sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein. Ihr Glanz muß dir ein dunkler Schat⸗ ten sein. Dein Geist bei Todten Kraft und Leben afft. 4. Will die Vernunft was fromm und selig prei⸗ sen, so hast dus schon aus deinem Buch gethan; wem aber niemand will dies Zeugniß weisen, den Eabdn u 30⁴ von göttlicher vorsorge du in der Still selbst Him⸗ mel⸗an. Den Tisch der Pharisaͤer laͤßt du stehn/ und speisest mit den Suͤn⸗ dern, sprichst sie frei. Wer weiß/ was oͤfters deine Ab- sicht sei? Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund ehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; was nichts ist, hast du, großer HErr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm mag dir nichts tau⸗ gen, du giebst die Kraft und Nachdruck durch den Trieb. Die besten Werke bringen dir kein Lob, sie sind versteckt, der Blinde bn, vorbei; wer Augen frei; die Sachen sind zu klar, der Sinn zu grob. 6. O Herrscher, sei von uns gebenedeiet, der du uns toͤdtest und lebendig machst. Wenn uns dein Geist der Weisheit Schatz verleihet, so sehn wir erst, wie wohl du fuͤr uns wachst. Die Weisheit spielt bei uns, wir spielen mit; bei uns zu wohnen ist dir lauter Lust, die reget sich in dei⸗ ner Vaterbrust, und gaͤn⸗ Hel uns mit zartem Kin⸗ erschritt. 7. Bald scheinst du uns was harte anzugreifen, bald faͤhrest du mit uns ganz saͤuberlich. Geschiehts, daß unser Sinn sucht auszu⸗ schweifen, so weist die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit bloden Augen hin, du kuͤs⸗ sest uns, wir sagen Beß⸗ rung zu; drauf schenkt dein Geist dem Herzen wieder Ruh, und haͤlt im Zaum den ausgeschweiften Sinn. 8. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohnmacht und der Sinnen Unverstand. Man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen, wie es um schwache Kinder sei be⸗ wandt; drum greifst du zu, und haͤltst und Ragese brauchst Vaterrecht und ftzeigest Muttertreu; wo nie⸗ mand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schaͤfchen je und je. 9. Also gehst du nicht n die gemeinen Wege, dein at, sieht sie doch nicht so Fuß wird selten dffentlich gesehn, damit du sehst, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Wider⸗ spiel legst du vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne hast. Wer meint, er hab den Vorsatz st. recht gefaßt, der wird am End ein Andres oft gewahr. 10. O Auge, das nicht Trug noch Heucheln leidet, ieb mir der Klugheit schar⸗ n Unterscheid, dadurch Ratur von Gnade wird entscheidet, das eigne Licht von deiner Heiterkeit. Laß doch mein Herz dich nie⸗ mals meistern nicht, brich anz entzwei den Willen, der sich liebt; erweck die Lust, die sich nur dir er⸗ iebt, und tadelt nie dein eimliches Gericht. ie/ 11. Will etwa die Ver⸗ nunft — a I Ih RX Rch nut N fnde Muld! HITh IM R sllh deh ftt 12.8 Hecht dg I Wai t Zuftfl Mhpcht! Il, Su e da u G ifthch Ra och We t t Kge 10.O tt h E Gaheh sch⸗ lihch, et uu W Gl l A lit. ich et Konm, Wacheh 0 ich, u —— sher Bi. schantheh Rhen hlichg lt in I eiften Sh st, Vnh ache Wih t und Hn stand, MW a usst Wie te det sa he 140 u tlce 6 erkecht y ttuzwost daß ethc dt seahh je und. du nicht Lehe, deil fentlich sehs, was lehe/ Wenn at mit unt Du Woͤct vor Nuheh Ws du an Da den WMsah A Wird an oftgewoht. „dasd nicht cheln leidet Hheit schat⸗ Nödurh wird agne A. Wieh. rz 20 0 licht /K den Dervet R m N delt nie x elicht wa 6N 1 und Regierung. 30⁵5 nunft dir widersprechen, und schuͤttelt ihren Kopf u deinem Weg, so wollst u die Befestuͤng nieder⸗ brechen, daß ihre Hoͤh sich nur bei Zeiten leg. Kein fremdes Feuer sich in mir anzuͤnd, das ich vor dich in Thorheit bringen moͤcht, und dir wohl gar so zu Der den daͤcht! Ach selig/ er dein Licht ergreift und findt! 12. So ziehe mich denn recht nach deinem Willen/ und trag und heg und fuͤhr dein armes Kind. Dein innres Zeugniß soll den Zweifel stillen, dein Geist T die Furcht und Luͤste uͤber⸗ windt. Du bist mein Alles, denn dein Sohn ist mein; dein Geist regt sich ganz kraͤftiglich in mir; ich brenne nur nach dir in Liebsbegier. Wie oft erquickt mich dei⸗ ner Klarheit Schein. 13. Drum muß die Kre⸗ atur mir immer dienen, kein Engel schaͤmt nun der Gemeinschaft sich; die Gei⸗ ster, die vor dir vollendet gruͤnen, sind meine Bruͤ⸗ der und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, das dich und mich und alle Christen liebt. Ists moͤglich, daß mich etwas noch betruͤbt? Komm/ Freuden⸗ Quell/ weich ewig/ aller Schmerz! Hottfried Arnold. In eigener Melodie. Warum be⸗ 36 4. Wẽ truͤbst du dich, mein Herz, bekuͤm⸗ merst dich, und traͤgest Schmerz nur um das zeit⸗ lich Gut? Vertrau du dei⸗ nem HErrn und GOtt, der alle Ding erschaffen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht; er weiß gar wohl, was dir gebricht; Himmel und Erd ist sein. Mein Vater und mein HErre GOtt, der mir beisteht in aller Noth. 3. Weil du mein GOtt und Vater bist, dein Kind wirst du verlassen nicht, du vaͤterliches Herz. Ich bin ein armer Erdenkloß, —2—— weiß ich keinen rost. 4. Der Reich verlaͤßt sich auf sein Gut, ich aber will vertraun meinm GOtt; ob ich gleich werd veracht, so weiß und glaub ich fe⸗ sliglich: wer GOtt ver— traut, dem mangelt nicht. 5. Elia, wer ernaͤhret dich, da es so lange regnet nicht in so schwer theurer Zeit? Ein Wittwe aus Sidonier Land, zu welchr du von GOtt warst gesandt. Da er lag untrm Wachholderbaum, ein En⸗ gel GOtts vom Himmel kam, und bracht ihm Speis und Trank; er ging gar einen weiten Gang, bis zu 327 Berg Horeb genannt. Des Daniels GOtt nicht vergaß, da er unter den Loͤwen saß; sein En⸗ gel sandt er hin, und ließ ihm Speise bringen gut durch seinen Diener Ha⸗ bakuk. 8. Joseph in Egyytn ver⸗ kau⸗ 306 von göttlicher Vorsorge kaufet ward, von Phargo hart um sein verstoßen werden ewiglich. GOttsfuͤrchtigkeit: GOtt macht ihn zu einm gro⸗ ßen Herrn, daß er konnt und Bruͤdr er⸗ * + arum willst 9. Es ließ auch niht 36.35. Woudochfür morgen, armes Herz, im⸗ merwaͤrts als ein Heide gefangen Vatr naͤhrn. der treue GOtt die drei Maͤnnr im Feur⸗Ofen roth; sein Engel sandt er hin, bewahrt sie vor des Feuers Glut, und half ih⸗ nen aus aller Noth. 10. Ach GOtt, du bist noch heut so reich, als du bist gwesen ewiglich, mein Vertraun steht zuů dir; mach mich an meiner Seelen reich, so hab ich gnug hier und ewiglich. 11. Der zeitlichn Ehr will ich gern entbehrn, du wollst mir nur des Ew⸗ gen g'waͤhrn, das du er⸗ worben hast durch deinen herben bittern Tod: das bitt ich dich, mein HErr und GOtt. 12. Alles, was ist auf dieser Welt, es sei Silber/ Gold oder Geld, Reich⸗ thum und zeitlich Gut, das waͤhrt nur eine kleine Zeit, und hilft doch nicht zur Seligkeit. 13. Ich dank dir, Christ, o GOttes Sohn, daß du mich solchs erkennen lan durch dein goͤttliches Wort; verleih mir auch Bestaͤn⸗ digkeit zu meiner Seelen Seligkeit. 14. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt fuͤr alle dein erzeigt Wohlthat, und bitt demuͤthiglich: Laß mich nicht von deinm Angesicht Hans Sachs. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. anhe Wozu dient dein taͤglich Graͤmen, weil GOtt will in der Still sich der Noth annehmen? 2. GOtt hat dir ge⸗ schenkt das Leben, Seel und Leib: darum bleib ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schenken: traue fest, er verlaͤßt nicht die an ihn denken. 3. Sage nicht: Was soll ich essen? GOtt hat dir schon allhier so viel zuge⸗ messen, daß der Leib sich kann ernaͤhren; Uebriges wird indeß GOttes Hand bescheren. 4. Es ist mehr als Trank und Speisen dieser Leib; darum glaͤub, daß GOtt wird erweisen, daß er Speis und Trank kann geben dem, der sich festiglich ihm er⸗ giebt im Leben. 5. Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? IEsus spricht: Sorge nicht, solches thun die Heiden. Schau die Blumen auf den Fel⸗ dern, wie so schoͤn diese stehn, und die Baͤum in Waͤldern. 6. Sorgt ein Vogel auf den Zweigen, wenn er singt, huͤpft und springt, wer ihm soll anzeigen, was er 4 0 Rachtecht (0Alt! tet, K h Dir Tenk ll Scf al sih Hult ch Mh Püs seheh M. f Aal dethe 0. H uS R Rc W sin un der the I si Id Au 1 Wihhe 100 —— im Mtgseh den ehch Haße Stth. solll grämen. Wrumthl 5 hehy ij eih Hahe U diht Hin uwalsot til sche en⸗ hat dit chen, Sal! hleib in Er wich Hen: traue t hicht de Was sol tt hat di Vel zuge⸗ Lub sich Wadtiges ttes H Tral jeset bei; daß 0 her Syes geben dem, hhm ek⸗ % Wie du u7 Wius ücht oches . Schal f0 Fil chhn M Baum i6 U emnetsihz t/ werihl Was er ds und Regierung. 307 soll und trinken? Nein, ach nein, er allein folgt des Himmels Winken. 7. Ach der Glaube fehlt auf Erden: waͤr er da, muͤßt uns ja, was uns noth ist, werden. Wer GOtt kann im Glauben fassen, der wird nicht, wenns gebricht, von ihm sein verlassen. 8. Wer Gerechtigkeit nachtrachtet, und zugleich GOttes Reich uͤber alles achtet, der wird wahrlich nach Verlangen Syeis und Trank lebenslang wie im Schlaf erlangen. 9. Laß die Welt denn sich bemuͤhen immerhin: ach mein Sinn soll zu IEsu fliehen. Er wird geben, was mir fehlet, ob ers oft unverhofft eine Weil verhehlet. 10. Will er pruͤfen mei⸗ nen Glauben, und die Gab, die ich hab, mir gar lassen rauben: so muß mir zum Besten kommen, wenn GoDtt mir alles schier hat hinweg genommen. 11. Er kann alles wie⸗ der geben: wenn er nimmt/ so bestimmt er sein Wort 1105 Leben; ach wie viele romme Seelen leben so, und sind froh ohne Sorg und Qualen! 12. Sie befehlen GOtt die Sorgen, wie er will, und sind still immer im Verborgen. Was GOtt will ist ihr Vergnuͤgen, und wies er ohngefaͤhr will mit ihnen fuͤgen. 13. Doch kann ihnen nicht versagen GOtt ihr Brod in der Noth, wenn er hoͤrt ihr Klagen. Er kommt wahrlich sie zu trͤöͤsten, eh mans meint, und erscheint, wenn die Noth am groͤßten. 14. Ihre Sorg ist fuͤr die Seelen, und ihr Lauf geht hinauf zu den Felsen⸗ hoͤhlen, zu des HErren IEsu Wunden; hier sind ie aller Muͤh und der Noth entbunden. 15. Nun, HErr IEsu, meine Freude, meine Sonn, meine Wonn, meiner See⸗ len Weide: sorge nur fuͤr meine Seelen, so wird mir auch allhier nichts am Leibe fehlen. 16. Alles sei dir unver⸗ hohlen, was mir fehlt, was mich quaͤlt, großer GOtt, befohlen; sorge du, so will ich schweigen, und vor dir nach Gebuͤhr meine Kniee beugen. 17. Ich will dir mit bort,. danken fort und ort, hier und dort, und will nimmer wanken. Lob und Preis sei deinem Na⸗ men! Sei mein Theil, Huͤlf und Heil, liebster IEsu! Amen. Laurentius Laurenti. In eigener Melodie. 366 er nur den lie⸗ ben GOtt laͤßt walten, und hoffet auf ihn allezeit, der wird ihn wunderlich erhalten in allem Kreuz und Traurigkeit. Wer GoOtt, dem Allerhoͤchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was 30⁸ von göttlicher vorsorge 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur groͤßer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille, und sei doch in sich selbst vergnuͤgt, wie unsers GOttes Gnaden⸗ Wille, wie sein Allwissen⸗ heit es fuͤgt: GOtt, der uns ihm hat auserwaͤhlt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden er weiß wohl, wann es nuͤtzlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden, und merket keine Heuchelei: so kommt i GOtt, eh wir uns ver⸗ sehn, und laͤsset uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von GOtt verlassen seist, und daß GOtt der im Schooße sitze, der sich mit stetem Gluͤcke speist. Die Folgezeit veraͤndert viel/ 421 jchet jeglichem sein Ziel 6. Es sind ja GOtt sehr schlechte chsen und ist dem Hoͤchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; GOtt ist der rechte Wun⸗ dermann, der bald erhoͤhn, bald stuͤrzen kann. 7. Sing, bet und geh auf GOttes Wegen,—7 richt das Deine nur ge⸗ treu, und trau des Him⸗ mels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht auf GOtt setzt, den verlaͤßt er nicht. Georg Neumark. In eigener Melodie. o Gott 367. Wẽ zum Haus nicht giebt sein Gunst, so arbeit jedermann umsonst; wo Gott die Stadt nicht selbst bewacht, so ist um⸗ sonst der Waͤchter Wacht. 2. Vergebens, daß ihr fruͤh aufsteht, dazu mit Hunger schlafen geht, und eßt eur Brod mit Ungemach: denn wems GOtt goͤnnt, giebt ers im Schlaf. 3. Nun sind sein Erben unsre Kind, die uns von ihm gegeben sind: gleich wie die Pfeil ins Starken Hand, so ist die Jugend GOtt bekannt. 4. Es soll und muß dem schehen wohl, der dieser hat sein Koͤcher voll; sie werden nicht zu Schand noch Spott, vor ihrem Feind bewahrt sie GOtt. 5. Ehr sei GOtt Vater und dem Sohn, sammt heilgem Geist in Einem Thron, welchs ihm auch also sei bereit von nun an bis in Ewigkeit. Johann Kolroß. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 368. Wein g 0 ihe drn / Til chebe Duh. I 10 ch Hait A in +—— Rste 11 Win he llh, I0 G 06 0 900 W n chtt Hsehy snh, 1 1 Hufer r aannt Nune nut ge au des Hz Segeh, dir wichg welchet sh uf Gntsh et nicht Heortz Mmnanl 1 Melodir 60H Saut ein Guns um umsant eStht iht so ist un ihter Wach, 0, doß iht Ddöchu mt fen geht, Brod nit enn wemo gebt eks sein Erben uns von sindr glech is Starken die Juhend nd muß den „der Mest + boll; se Schald vot ihrem sie GOtt. Ott Vatet hn, samnt! in Eiheh ihm auh t Don nh ndan Mlensht lerben. mit fl Nic vo und Regierung. 309 wohl loben, maͤchtiger HErr Zebaoth? Sende mir dazu von oben dei⸗ nes Geistes Kraft, mein GOtt. Denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Liebeszeichen. Tausend, tausendmal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafur. 2. HErr, entzuͤnde mein Gemuͤthe, daß ich deine Wundermacht, deine Gna⸗ de, Treu und Guͤte stets erhebe Tag und Nacht. Denn von deinen Gna⸗ denguͤssen Leib und Seele zeugen muͤssen. Tausend, tausendmal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. 3. Denk ich nur der Suͤndengassen, drauf ich haͤufte Schuld mit Schuld, so moͤcht ich vor Schaam erblassen vor der Lang⸗ muth und Geduld, womit du, o GOtt, mich Armen hast getragen mit Erbar⸗ men. Tausend, tausend⸗ mal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. 4. Ach ja, wenn ich uͤberlege, mit was Lieb und Guͤtigkeit du durch so viel Wunderwege mich efuͤhrt die Lebenszeit, o weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hier zu ergruͤnden. Tausend, tausendmal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. 5. Du, HErr, bist mir nachgelaufen, mich 9. reißen aus der Glut; denn da mit der Suͤnder Haufen ich nur suchte ir— disch Gut, hießest du auf dies mich achten, wor⸗ nach man zuerst soll trach⸗ ten. Tausend,.0 mal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. 6. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Suͤndenhoͤhle moͤchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöͤhnet haben/ und mit Kraft zum Leben laben. Tausend, tausend⸗ mal sei dir, großer Kbnig, Dank dafuͤr. 7. Ja, HErr, lauter Gnad und Wahrheit sind vor deinem Angesicht; du, du trittst hervor in Klar⸗ heit, in Gerechtigkeit, Ge⸗ richt, daß man soll aus deinen Werken deine Guͤt und Allmacht merken. Tau⸗ send, tausendmal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. 8. Wie du setzest jedem Dinge Zeit, Zahl, Maaß, Gewicht und Ziel, damit keinem zu geringe moͤcht eschehen, noch zu viel, so hab ich auf tausend Wei⸗ sen deine Wasen auch zu preisen. Tausend, tau⸗ sendmal sei dir, großer Koͤ⸗ nig, Dank dafuͤr. 9. Bald mit Lieben bald mit Leiden kamst du, HErr, mein GOtt, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gaͤnzliches Verlangen moͤcht an deinem Willen hangen. Tausend, tausend⸗ mal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. 10. Wie ein Vater nimmt und giebet, nachdems Kin⸗ dern 310 von göttlicher vorsorge und Negierung. dern nuͤtzlich ist, so hast du gehn in die Ewigkeiten. Da mich auch geliebet, HErr, will ich, HErr, fuͤr und mein GOtt, zu jeder Frist, fuͤr ewig, ewig danken dir. und dich meiner angenom⸗ men, wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tau⸗ send, tausendmal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. 11. Mich hast du auf Adlersfluͤgeln oft getragen vaͤterlich; in den Thaͤlern, auf den Huͤgeln wunder⸗ bar errettet mich. Wenn schien alles zu zerrinnen/ ward doch deiner Huͤlf ich innen. Tausend, Eung mal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. ö 12. Fielen tausend mir zur Seiten, und zur Rech⸗ ten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Noͤthen, die mich drangen, ich jedennoch bin entgangen. Tausend, tausendmal sei dir, großer Koͤnig, Dank dafuͤr. 13. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Guͤtigkeit, und du hast zu mir geneiget, JEsu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch einge— laden. Tausend, tausend⸗ mal sei dir, großer Koͤnig/ Dank dafuͤr. 14. Tausendmal sei dir gesungen, HErr, mein GOtt, Preis, Lob und Dank, daß es mir so wohl Lcbens Ach laß meines ebens Gang ferner doch durch IEsu Leiten nur Ludwig Andreas Gotter. Mel. Nun laszt uns den Leib begraben. 369 wei Ding, o ö. SErr, bitt ich von dir, die wollest du nicht weigern wir, weil ich in diesem Elend bin, bis mich mein Stuͤndlein nimmt dahin: 2. Verfaͤlschte Lehr, Ab⸗ goͤtterei und Luͤgen ferne von mir sei, Armuth und Reichthum gieb mir nicht; doch dieses ich noch fer⸗ ner bitt: 3. Ein ziemlich Noth⸗ durft schaff dem Leib, daß ich kann naͤhren Kind und Weib, daß kein groß Noth noch Mangel sei, und auch kein Ueberfluß dabei. 4. Sonst, wenn ich wuͤrd . satte sein, verleugnet ich en HErren mein, und saget: Was frag ich nach GOtt, ich bin versorgt in aller Noth. 5. Oder wenn Armuth druͤckte mich, zum Stehlen moͤcht gerathen ich, oder mit Suͤnd trachten nach Gut, ohn GOttes Scheu, wie mancher thut. 6. Des HErren Segen machet reich ohn alle Sorg, wenn du zugleich in deinm Stand treu und fleißig bist, und thust, was dir befoh⸗ len ist. Paul Eber Legierug .— ralen bt, für 0 bnah lubreas Gohh, lasst uns hy egrabth. Wi Dnyg en die vlas wit, vas 6 lend, d Stideh leht, N. Luͤgen feeh Armuth und eh mit nicht 9fyoch fit⸗ lich Roth⸗ m beib, daß n Kind und groß Roth a Ud auch 6 WW. denn ichwich wllagnt mail, und frag ich nac hersorgt i enn Mmuth am Shlen Mich) oder cachten nach Oi Schel, thut. Ettet Schl ohnalle Soh leich in Heln nd feßio f n dir 15 Pal Ihn N. V von der Rechtfertigung. 311 IV. Von der Rechtfertigung. Mel. Alle Renschen müssen sterben. Aich ein Wort 370. A von großer Treue, das theur und an⸗ nehmenswerth, ehre ich in tiefster Reue lebenslang auf dieser Erd: Hier in dieser Welt, ihr Kinder, ein Erloͤser aller Suͤnder IE⸗ sus Christus kommen ist. Trotz nun Welt und Sa⸗ tans List! 2. Schoͤpfer, ach ich muß bekennen 195 hanr Preise deiner Gn. d: Boͤses war wohl nichts zu Iu. nennen, ich war dessen faͤhig satt; lei⸗ der, ach vor andern allen/ ließ die Suͤnd ich mir ge⸗ fallen; aber die Barmher⸗ zigkeit sich weit groͤßer an⸗ erbeut. 3. Christe, drum muß ich auch billig hier als ein Exempel sein wie du freundlich„gnaͤdig, willig alle Suͤnder ladest ein; rufst: Ach kommt, ihr blo⸗ den Tauben tretet doch herzu im Glauben; ziehet an das Hochzeitkleid in der 2 n. Hallelujah! kommt, ibr Armen„lobt mit mir des Hoͤchsten Guͤt; laßt uns preisen sein Erbarmen, eitel Gnade uns jetzt bluͤht. Leben er den Todten schen⸗ ket, und mit seiner Lieb uns traͤnket. IEsu, laß uns fuͤr und fuͤr Hallelujah singen dir. Joh. Heinr. Schröder. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 371. Ab wus dirs klagen, daß ich so elend bin; mein Herz will mir verzagen, mein Suͤnd liegt mir im Sinn: ich kann ihr dog⸗ vergessen, sie ist so groß und schwer; sie hat mich gar besessen, bracht in Noth und Gefaͤhr. 2. In Suͤnd bin ich empfangen, in Süund bin ich geborn, viel Suͤnd hab ich begangen, darum bin ich verlorn. Ich kann nicht freudig werden, den Himmel anzusehn, und schaͤme mich, auf Erden vor dir, o GOtt, zu stehn. 3. Nun sollt ich ja ver⸗ trauen deinem Sohn JIEsu Christ, auf sein Verdienst fest bauen, weil er mein Fuͤrsprech ist: so schreckt mich mein Gewissen, das zweifelt immerdar, und spricht: dich werd verdrie⸗ ßen, daß ich die Suͤnd nicht spar. 4. Ich wollt auch herz⸗ lich gerne bessern das Le⸗ ben mein, mit Werk, Wort und Geberden fromm und Luicht vonoren w 0 nicht vollbringen, wie ichs oft hab bedacht; ich laß mich davon dringen des Satans List und Macht. 5. Was soll ich denn nun machen? Wie kann ich doch bestehn? Ich der er 312 von der Rechtsertigung. der Hoͤll in Rachen, wenn mein Seufzn und Schrei⸗ ich dir will entgehn. HErr,en, zu dir komm ich wieder, und such Barmherzigkeit; und mein furchtsa⸗ me Wort, daß ich mich dein kann freuen, verachtn ich falle vor dir nieder, des Teufels Mord. mein Suͤnde ist mir leid. 6. Du hast dein Sohn gegeben fuͤr aller Menschen Suͤnd, daß jedermann sollt leben, der an ihn glauben koͤnnt; will gleich mein Herz nicht trauen, so glaͤub ich dennoch fest; hilf du meinem Unglauben, dein Huͤlfe ist die best. 7. Ich bin nicht werth der Guͤte, die du an mir ethan, daß fuͤr mich mit seinm Blute bezahlt dein lieber Sohn; bedarf es doch nothwendig, und glaͤub dem Worte dein, das mir zusagt bestaͤndig: Wer glaͤubt, wird selig sein. 8. So wahr, als ich selbst lebe, sprichst du, ewiger GOtt, ungern ich uͤbergebe den Suͤnder in den Tod; ich will, daß er umkehre und leb ewig bei mir. Darum komm ich, mein HErre, ich komm 11. Zuletzt laß mich ab⸗ scheiden mit einem selgen End, und nimm aus die⸗ sem Leiden mein Seel in deine Haͤnd. Dafuͤr will ich dich yreisen mit schuldger Dankbarkeit. GOtt wird mir Gnad beweisen, und helfn in Ewigkeit. Barth. Rollenhagen. Mel. HErr, ich habe mißgehandelt. 372 A5 was sind ? wir ohne IEsum? Durftig, jaͤm⸗ merlich und arm. Ach was sind wir? Voller Elend. Ach HErr JEsu, dich erbarm. Laß dich unsre Noth bewegen, die wir dir vor Augen legen. 2. Wir sind nichts ohn dich, HErr JEsu; hier ist lauter Finsterniß; dazu quaͤlet uns gar heftig der vergifte Schlangenbiß. wieder zu dir. 9. Mit deinem heilgen Geiste mein schwachen Glauben mehr, mir Huͤlf und Beistand leiste, sei mein gnaͤdiger HErr. Leit mich auf deine Stege; vor aller Suͤnd und Schand, vor Teufels Strick und Wege bewahr durch deine Hand. 10. Segne mein Leib und Leben, auch mein Be⸗ ruf und Werk, was du mir hast gegeben, behuͤt Dieses Gift steigt zu dem Herzen, und verursacht stete Schmerzen. 3. Ach ohn dich, ge⸗ treuer IEsu, schreckt der Teufel und die Hoͤll; die Verdammniß macht mich zittern, da ich steh auf die⸗ ser Stell; mein Gewissen ist erwachet, und der Ab⸗ grund flammt und krachet. 4. Ohne dich, herzlieb⸗ ster IEsu, kommt man nicht durch diese Welt; sie durch deine Staͤrk; erhoͤr hat fast auf allen Wegen un⸗ 9. und Scht lein fuchts daß ich mt Aeh,, veracht Mord. t laß michn einem sehhg umm aus d mein Sealh Dafür u Rmit schuche G˙tt u eweisen, In igkeit h. Rollenhagn, r, ich hilt handelk. ů ch wiß ssh wit ohn Nuͤfftig/ iz arm. I bir? Vult HErt W „ Nah dh bewegeh N Augen leger d ichtz ohs Nsu Rhik is erniß; dohh Ir heftih det chlangenbiß gt Iu dem Vekrsacht u. W. Nch d keckt det de HUI; N macht mid ch uf N. Lein Gewish und der L. It und kech. lich, herst kommt nu . ese Welt; 6 allen 5 von der Rechtfertigung. 313 unsern Fuͤßen Netz gestellt; sie kann trotzen und kann heucheln, und haͤlt uns mit ihrem Schmeicheln. 5. Ach wie kraftlos, Herzens⸗JEsu, richten sich die Kranken auf. Unsre Macht ist lauter Ohnmacht in dem muͤden Lebenslauf. Denn man sieht uns, da wir wallen, oͤfters strau⸗ cheln, oftmals fallen. 6. Darum staͤrk uns, liebster IEsu, sei in Fin⸗ sterniß das Licht; oͤffne unsre eundlih, Anen zeig dein freundlich Angesicht; spiel, o Sonn, mit Le⸗ bensblicken, so wird sich das Herz erquicken. 7. Tritt den Satan, starker IEsu, unter un⸗ sern schwachen Fuß. Komm zu deiner Braut gegan⸗ gen/ 9100 ihr einen Liebes⸗ kuß, daß sie Himmelsfreud verspuͤre, und kein Leid sie mehr beruͤhre. 8. Faß uns an, o suͤ⸗ ßer IEsu, fuͤhr uns durch die Pilgerstraß, daß wir auf den rechten Wegen — fort ohn Unterlaß; aß uns meiden alle Strik⸗ ke, und nicht wieder sehn zuruͤcke. 9. Laß den Geist der Kraft, HErr IEsu, ge⸗ ben unserm Geiste Kraft, daß wir bruͤnstig dir nach⸗ wandeln nach der Liebe Eigenschaft. Ach HErr, mach uns selber tuͤchtig, so ist unser Leben richtig. 10. Dann wird Lob und Dank, HErr IEsu, schallen aus des Herzens Grund; dann wird alles jubiliren, und dir singen Herz und Mund. Dann wird auf der ganzen Er⸗ den IEsus hochgelobet werden. Peter Lackmann. Mel Liebster IJEsu, wir sind hier. 2 Das ist ie 373. Dogewibich wahr, das sind theure werthe Worte: IEsus Christus stellt sich dar, und ist hier an diesem Orte zu den Boͤsen, nicht zun Frommen, in die Welt herniederkommen. 2. Daß er dort die Suͤndenknecht, die schon in des Todes Rachen, moͤchte ledig und gerecht und aus Gnaden selig ma⸗ chen, unter welchen ich von diesen mich als der vornehmst erwiesen. 3. Aber darum ist an mir die Barmherzigkeit deoauch auf daß An⸗ re auch allhier moͤchten durch die Gnade sehen/ wie er auch am bosen Zwei⸗ ge alle die Geduld erzeige. 4. Daß ich waͤr an mei⸗ nem Theil ein Exempel denen Leuten, welche an ihn, als ihr Heil, soll⸗ ten in den letzten Zeiten feste glauben und ver⸗ trauen, und ein ewig Le⸗ ben schauen. A. Teller. Mel. O Gott, du frommer SOtt. Der Gnaden⸗ 3 74. D bruñ fleußt noch, den jedermann kann 14 trin⸗ 314 von der uechtsertigung. trinken; mein Geist, laß Gieb diesen Trunk mir deinen GOtt dir doch um⸗ stets, du Brunn der Gu⸗ sonst nicht winken. Es lehrt dich ja das Wort, das Licht fuͤr deinen Fuß, daß Christus dir allein von Suͤnden helfen muß. 2. Dein Thun ist nicht Peden; zu einem bessern tigkeit, so ist mir immer wöhl in der Gelassenheit. Christian Knorr v. Rosenroth. In eigener Alelodie. 375. Cunsfonme eben; auf Christum richte her von Gnad und lauter dich, der kann dir 1 geben: der hat den Zorn Guͤte; die Werk die hel⸗ fen nimmermehr, sie moͤ⸗ versoͤhnt mit seinem theu⸗gen nicht behuͤten. Der ren Blut, und uns 500 Weg gebahnt zu GOtt, dent hoͤchsten Gut. 3. Die Suͤnden abzu⸗ thun, kannst du dir ja nicht trauen: dein Glaube muß allein auf GOttes Huͤlfe bauen. Vernunft geh wie sie will, der Sa⸗ tan kann sie drehn; hilft GOttes Geist dir nicht, so ists um dich geschehn. 4. Nun, HErr, ich fuͤhle Durst nach deiner Gna⸗ denquelle, wie ein eiagter Hirsch, auf so vie Suͤn⸗ denfaͤlle. Wie komm ich aus der Noth als durch den Gnadensaft? Hilf mir durch deinen Geist, in mir ist keine Kraft. 5. Du hast ja zugesagt: du wollst, die Durst em⸗ pfinden nach der Gerech⸗ tigkeit, befrein von ihren Suͤnden; nun weiset mir den Weg dein Sohn, der wahre Christ; nur du mußt Helfer sein, weil du voll Huͤlfe bist. 6. O selig, willst du mir von diesem Wasser geben, das traͤnket meinen Geist zu der Gerechten Leben. Glaub sieht IEsum Chri⸗ stum an; der hat gnug fuͤr uns all gethan, er ist der Mittler worden. 2. Was GOtt im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Noth vor GOtt so mannigfalte; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz erfordert allermeist, es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei, GOtt haͤtt sein Gsetz drum geben, als ob wir moͤchten selber frei nach seinem Willen leben: so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die suͤndig Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht moͤglich war dieselbig Art aus eignen Kraͤften lassen; wiewohl es oft versuchet ward, doch mehrt sich Suͤnd ohn Maa⸗ ßen. Denn Gleißners Werk GOtt hoch verdammt, und jedem Fleisch der Suͤnde Schand allzeit war ange⸗ boren. 5. Noch mußt das Gsetz erfuͤllet sein, sonst waͤrn wir — W W Hetahyl i 0 sat d er W0 00 filbt hunmt u fth Gbube Mot! Hee Wirh Wl 5• 4 Ift Handt sost/ Hahhy! Re R h st; Halgeh 9⁰6 OOtt Gah gebt Scheh Hicht. ing Ii en Truns Srum H ist mie ihg er Gesaht norr y. Nositt ner Melod Em V i0 r. Ilomm. wud ü 0⁰ Werk dir l rmehr/ sio behuͤten. 3 t JEsum ch r hat gmigft than/ ek isty rden. GOtt inSi t, darumme t halten, ind große u ⁰0 mannifth ch wollt nh 2 Geist, un dert allah uns hetotn. ar ein fishe ei, GO 6 rum gebety hten r f Willen lez ei Spi % igt au N. in unsern lgen. ahach V Pcs eignef en; Mievk t Ward do Andohn Ma Haßhatse herdamm 1 N0 der Süch it war dlh nußt da „sohsd wis von der Kechtfertigung. 315 wir all verdorben; darum schickt GOtt sein Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Ge⸗ setz hat er erfuͤllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der uͤber uns ging alle. 6. Und wenn es nun er⸗ fuͤllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte. Nicht mehr denn: Lieber HErre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast fuͤr mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kaͤnn nicht betruͤgen; nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nim⸗ mer luͤgen: Wer glaubt an mich und wird getauft, dem⸗ selben ist der Himml er⸗ kauft, daß er nicht wird verloren. 8. Er ist gerecht vor GᷣOtt allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub giebt aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht laͤsset. Mit GOtt der Glaub ist wohl daran, dem Naͤchsten wird die Lieb Guts thun, bist du aus GOtt geboren. 9. Es wird die Suͤnd durchs Gsetz erkannt, und b980 t das Gwissen nieder; vangelium kommit zu Hand, und staͤrkt den Suͤn⸗ der wieder; es spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu; im Gsetz ist weder Ra noch Ruh mit allen sei⸗ nen Werken. 10. Die Werk die kom⸗ men gwißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaube waͤr, wolltst ihn der Werk berauben. Doch nacht allein der Glaub 825 576 die Werke sind es Naͤchsten Knecht, da⸗ bei wirn Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart der rechten Zeit, was GOt⸗ tes Wort zusagen: wann das geschehen soll zur F reud, setzt GOtt kein gwisse Ta⸗ ge. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List, das solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken; denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewis⸗ ser sein, und ob dein Her spraͤch dantez Nein, so Ka6 doch dir nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gutheit willen GOtt Vater, Sohn und heilgem Geist, der woll mit Gnad erfuͤllen, was er in uns angfangen hat, zu Ehren seiner Majestaͤt, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd gscheh wie in Himmels Throne; das taͤglich Brod noch heut uns werd; wollst unser Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuld⸗ gern thun; laß uns nicht in Versuchung stahn; lös uns vom Uebel. Amen. Paul Speratus. 14* In 316 von der ne chtsertigung. In eigener Melodie. 376 Iaahn ich 0 erkuͤhn ich mich? Ich Staub und Asche, darf ich dich anre⸗ den oder hoͤren, du Fuͤrst und HErr der Ehren? 2. GOtt, ich erstarr und steh ja kaum, an meiner Zunge klebt mein Gaum; auch die Gedanken fliehen, die ich will vor dich ziehen. 3. GOtt, es erschrickt mein bloͤder Geist, den meine Noth zu dir hinreißt; mein mattes Herz erzittert, der ganze Leib erschuͤttert. 4. Mein Haupt wird schwach und neigt sich gar/ zu Berge stehen alle Haar; auch alle meine Sinnen gehn allgemach von hinnen. 5. Ganz feurig wird mir mein Gesicht, und das, was mein Zunge spricht, kann kaum mein Ohr ver⸗ nehmen, ich bin voll Angst und Schaͤmen. 6. Unwuͤrdig bin ich, du gerecht; du schlaͤgest mich, HEer, deinen Knecht, nicht nur die Augenlieder zu deinen Fuͤßen nieder. 7. Du weißst, HErr, was ich bitten will, ach dessen ist bei dir gar viel; ich will, mich gnug zu laben, nur ein paar Tropfen haben. Laß deinen reichen Gnaden⸗Quell, zu dem ich mich in Demuth stell, den duͤrren Mund bewaͤssern, so wird sichs mit mir bessern. 9. Die trocknen Lippen lechzen sehr, die Adern aͤchzen mehr und mehr nach dir, du Strom des Lebens; o halt sie nicht vergebens. 10. Ach bin ich dessen ja nicht werth, was meine Seel von dir begehrt, so hab ichs doch vonnbthen: laß mich die Noth nicht tͤdten. 11. Ach HErr, versag⸗ test du mir das, so muͤßte bald mein Lebensglas zum allerletzten laufen, und ich zum Todten⸗Haufen. 12. Ich bin doch dein Geschoͤpf und Kind, ob⸗ leich an mir viel Suͤnden sind. Bin 10 von dir ge⸗ wichen, so sieh mich zu dir kriechen. 13. War ich nicht, wie ich sollte, dein, so will ichs jetzt und kuͤnftig sein. HErr, staͤrke nur den Willen, daß ich ihn kann erfuͤllen. 14. Ach JEsu, wohl er⸗ seh ich dich; dein suͤßer An⸗ blick troͤstet mich, dein Schweiß, die rothen Tro⸗ pfen, dein schweres Her⸗ zensklopfen, 15. Dein in⸗ und aͤußer⸗ liches Weh, die Angst, die gleichsam ich noch seh, die Geißeln und die Ruthen und dein so mildes Bluten, 16. Die Ritzen von der Dornenkron, der uͤber⸗ machte Spott und Hohn, die Schmerzen von den Stricken, das Kreuz auf deinem Ruͤcken, 17. Der spitzgen Naͤgel harter Stahl, der Gallen⸗ Trank, die Seelenqual, die fuͤnf blutrothen Wunden, die bittern Todesstunden, 18. Der letzte Kampf, das ug. licht wegten bin ich Nit th⸗ Wond moh dit beheht, ch vonnbiher ie Noth nit das, so müh ebensglad u laufen/ undi R⸗Haufeh bin doch dh ind Künd, z 1 viel Sithn ich von di sieh mich uh ich nicht, wit so will ih sein. 5H en Willeh, ekfülle, Esu, Wohl dein süͤßet k mich, I ie rothen d schweres hyn in⸗und aush die Augs. h noch sch d die Muh nildes Bu Ritzen vo N „ der 10 tt und Hal zen von as Kreuß MI pitzgen „der Galch eelengunl, hen Wug odesslutdet,. lchte. von der Rechtfertigung. 317 das Grab, der Stein, das alles ist zum Theile mein, als auch fuͤr mich erlitten und fuͤr mich uͤberstritten. 19. Misch dich, o vur⸗ purfarbnes Blut, in mei⸗ nes Herzens Thraͤnenflut; ach laß mich von dir schmek⸗ ken, und tilge meine Flecken. 20. Du Unschuld, o du seidnes Kleid, bedeckest meine Haͤßlichkeit, umle⸗ gest meine Glieder, und zierest alle wieder. 21. Ihr werthen Wun⸗ den, nehmt mich ein, ihr sollet meine Festung sein, daraus ich kann zertrennen, was mich hart an will rennen. ö. 22. Nun ich, nicht ich, mein Heiland, du, du gehst mit mir dem Vater zu; ich hang an deinen Armen, er muß sich mein erbarmen. 23. O Vater, schau auf deinen Sohn: soll ich, so muß er auch davon, und dein Gesichte meiden, er laͤßt mich nicht abscheiden. 24. O Vater, ich ver⸗ nuͤge mich, dein huldreich Antlitz zeiget sich durch dei⸗ nes Sohnes Wunden, der mich ihm hat verbunden. 25. Der Gnadenblick vermehret sich, und laͤsset mich ganz seliglich auf sein holdselig Winken in Ruh und Friede sinken. 26. Nun staͤrk ich mich/ und laß mir nicht weg⸗ nehmen diese Zuversicht/ du werdest Vater bleiben, dein Sohn mich dir ein⸗ leiben. Georg Sigm. Vorberg. Mel. O(HGeErr) JEsu Christ, du höchstes Gut. 377 Jc hab, o EErr, mein Gott, durch mich dich zwar erzuͤrnen köͤnnen; wie aber ich versoͤhne dich, weiß ich nicht auszusinnen. Dies weiß ich, daß dein liebstes Kind, an dem man nichts Suͤndhaftigs findt, ist mein Erloͤser worden. 2. Vom Himmel ist er williglich zu uns hernie⸗ der kommen, und hat aus großer Lieb an sich mein Fleisch und Blut genom⸗ men, daß er mich Schwa⸗ chen heilen möcht, und wie⸗ derum zurechte braͤcht, was leider! ich verdorben. 3. Dich hat ein Mensch zu Zorn bewegt, dich mußt ein Mensch versoͤhnen; drum ward auf deinen Sohn gelegt, was billig uns verboͤhnen und quaͤlen sollt in Ewigkeit. Nun, diese große Guͤtigkeit giebt mir Trost, Heil und Leben. 4. Ja, das ist meine Zu⸗ versicht, dies ist mein ganz Vertrauen. Willst du der Suͤnden halber nicht mich, roßer GOtt, anschauen: o siehe mich in Gnaden an, weil gnug fuͤr mich dein Sohn gethan, und meine Schuld bezahlet. 5. Nimm wahr, o Vater/ deinen Sohn, sei gnaͤdig deinem Knechte; kraft sei⸗ nes Leidens meiner schon, und strafe nicht nach Rechte. Wenn du siehst seine Naͤ⸗ gelmaal, so laß doch mei⸗ ner 318. Don der RKechtfertigung. ner Suͤnden Zahl daselbst 11. Darum, o gnaden⸗ verborgen bleiben. 6. Schau an sein rosin⸗ farbnes Blut, fuͤr mich am Hrenß vergossen; schau an die schoͤne rothe Fluth, die mildiglich geflossen. Weil dich das Fleisch erzuͤrnet hat, so laß dich auch das Fleisch zur Gnad hinwie⸗ derum bewegen. 2. Froß 11 es, was ich oft und viel durch Misse⸗ that verschuldet; jedoch ich nicht verzagen will, weil Christus hat erduldet ge⸗ horsamlich den bittern Tod, und mir dadurch, o treuer GOtt, die Seligkeit er⸗ worben. 8. Groß ist mein Un⸗ gerechtigkeit, die deinen Zorn erwecket; sein Un⸗ schuld aber ist das Kleid, damit sie wird bedecket. Kein Mensch so große Suͤnde findt, die nicht in Christi Tod verschwindt, der unser Bruder worden. 9. Wer ist so sehr in D aller Welt mit Suͤnden⸗ schuld beladen, dem Chri— stus, unser Loͤsegeld, nicht hilft von allem Schaden? Zwar groß ist meine Mis⸗ sethat, noch groͤßer aber GOttes Gnad, in Christo mir erworben. 10. Ja, wenn man legte Christi Pein und aller Men⸗ schen Suͤnden in gleiche Waageschaͤlen ein: so wuͤrde sich befinden ein solcher gro⸗ ßer Unterscheid, als zwi⸗ schen Nacht und T ageszeit, als zwischen Hoͤll und Himmel. reicher GOtt, der du nicht auszugruͤnden, durch dei⸗ nes Sohnes Blut und Tod vergieb mir meine Suͤnden. Laß durch sein Unschuld meine Schuld, durch sein Geduld mein Ungeduld ganz ausgetilget werden. 12. Laß seine Demuth allezeit vor Hoffart mich beschuͤtzen; laß wider mei⸗ nen Haß und Neid mir seine Sanftmuth nuͤtzen. Er sei mir alles, was ich darf, so wird kein Urtheil sein so scharf, das mich verdammen moͤchte. Joh. Heermann.(O HErr mein Gᷣott, ich habe dich) Mel. HeErr, ich habe mißgehandelt. 378. ICtu Kraft der bloͤden Herzen/ Trost in aller an⸗ gigk keit, Labsal in den Suͤn⸗ densche nerzen/Arzt fur Phe Herzeleid Pflaster fuͤr d Todeswunden, das man stets voll Kraft befunden! 2. Meines Herzens Bruͤnnlein quillet lauter angebornen Wust; Mark und Adern sind erfuͤllet durch das Gift der boͤsen Lust; kein Blutstropfen ist zu finden, der nicht starrt von andern Suͤnden. 3. Ja, ich stecke voller Pfeile durch den Teufel, Fleisch und Welt; eh ich zu dem Helfer eile/ werd ich wiederum gefaͤllt; meine Seele muß erliegen, eh sie recht kann Athem kriegen. 4. Will ich mich zu dir er⸗ 0. +—— I, 0 nadch „ Serdurnh h/ dulch R Ilckudd eine Sürhn sein Unht Id„ durch sh I Ungchh get wachn. sene Demh Hofart nit laß wöer ue nd Ned muth nihn alles, w d ein Heh f, ‚05 l möchte. mann.(d her , ich habe dih +, ich II handelt, Neh A dek Tin allerdy in den Shr „Arztfürcl flaster fikgh „, das sht aft hefurdg ses Hahsch uillet Ht Wust; M— sind efl⸗ ift der Hn Blutstrodft er nicht sur Zuͤnden, ssecke Hlt den Tafh Leltz hi l w füͤlltz meh liehe/ Helt Flice, nich H U Von der Rechtsertigung. 319 erheben, wird vor Traͤg⸗Tund kann dich retten und heit nichts daraus; wenn dein Geist in mir soll leben/ jagt das wilde Fleisch ihn aus/ daß ich auch die Qugl der Schulden fort nicht laͤnger kann erdulden. 5. Drum du Heil der kranken Suͤnder, Brunn/ von dem das Leben springt/ selbst das Pflaster und Ver⸗ binder, dessen Kur stets wohl gelingt: du kannst Pein und Schmerzen lindern, ja des Todes Stoß ver⸗ hindern. 6. Komm, o HErr, und druͤck in Gnaden mir dein Bild ins Herz hinein, so wird meinem alten Scha⸗ den durch dein Blut ge⸗ holfen sein; salbt dein Oele meine Wunden, so bin ich genug verbunden. 7. Srese du denn mei⸗ ner Seele dich, o Helfer/ selber ein, so wird meiner Adern Hoͤhle voller neues Leben sein; ja mein Mund wird voller Weisen deinen Finger ewig preisen. Christian Knorr v. Rosenroth. Mel. Kommt her zu mir, spricht GOttes Sohn. 270 hr armen, 379.— Suͤnder, kommt zu Hauf, kommt eilig, kommt, und macht euch auf, muͤhselig und be⸗geh laden; hier oͤffnet sich das IEsus⸗Herz fuͤr alle, die in Reu und Schmerz er⸗ kennen ihren Schaden. 2. Es heißt: er nimmt die Suͤnder an; drum komm, dein IEsus will umarmen. Komm wei⸗ nend, komm in wahrer Buß, und fall im Glau⸗ ben ihm zu Fuß, er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verlaͤßt sein Schaͤflein nicht, dems in der Irr all Huͤlf gebricht, er sucht es mit Verlangen; er laͤsset neun und neunzig stehn, und sie gar in der Wuͤsten gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste IEsus Christ das Schaͤf⸗ lein, das verloren ist, bis daß ers hat gefunden; so laß dich finden, liebste Seel, und flieh in IEsu Wun⸗ denhoͤhl; noch sind die Gnadenstunden. ö 5. O JEsu, deine Lieb ist groß, ich komm muͤh⸗ selig, nackt und bloß, ach laß mich Gnade finden. Ich bin ein Schaf, das sich verirrt, ach nimm mich auf, weil ich ver⸗ wirrt im Strick und Netz der Suͤnden. ö 6. Ach wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund schier; ach laß mich wiederkehren zu deinem Schafstall, nimm mich an, und mach mich frei von Fluch und Bann, dies ist mein Herz⸗Be⸗ ehren. 7. Laß mich dein Schaͤf⸗ lein ewig sein, und du mein treuer Hirt allein im Leben und im Ster⸗ ben; laß mich vom eitlen Weltgesind ausgehn, und mich als GDttes Kind um Von der uechtfertigung. um dich, mein Schatz, bewerben. 8. Ich will von nun an sagen ab der Suͤndenlust bis in mein Grab, und in dem neuen Leben, in Heilig⸗ und Gerechtigkeit, dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil gegeben. 9. Ach nimm dein ar⸗ mes Taͤublein ein, und laß es sicher bei dir sein in deinen Wundenhoͤhlen; be⸗ wahre mich vor Suͤn⸗ den⸗Werk, und gieb mir deines Geistes Staͤrk an Leib und an der Seelen. Laurentius Laurenti. In eigener Melodie. 380 Im gannel de O Guͤte nicht zu zaͤhlen, der Kranken Arzt, der Bloͤden Heil, verborgner GOtt, du Trost betruͤbter Seelen, der geist⸗ lich Armen Herzens⸗Theil! da du, IEsu, selber woh⸗ nest, neigst auf ihr Geschrei ich aͤngste mich, ich bete, und bin erbaͤrmlich zuge⸗ richt; und wenn ich gleich mit Weinen vor dich trete, so trau ich doch mir sel⸗ ber nicht, ob denn dies, warum ich klage, mir auch wohl Herzen geht, weil des boͤsen Zweifels Plage aus mir leider selbst entsteht. 4. Mein Beten ist voll zweifelnder Gedanken; wenn gleich dein Wort und Trost erschallt, so ist und bleibt mein Glaube doch voll Wanken, mein Herze scheinet todt und kalt; es ist so voll Angst und Zagen und ganz in sich selbst verwirrt, ich kann kaum mich selbst ver⸗ tragen, so gar ist mein Sinn verirrt. 5. Die Wunder, die ich vormals selbst gepriesen, die du von Anfang hast gethan, und die du mir insonderheit erwiesen, seh ich wie jener Blinde an, der die Menschen sah als dein Ohr, und mit viel Baͤume: ja, ich halt sie Geduld verschonest das kaum fuͤr dein, und ist mir, zerbrochne Glaubensrohr. als ob mirs traͤume, daß 2. Ach siehe doch die sie je geschehen sein. Höllenangst, den Schmer⸗ Wenn ich mein Herz zen, der so viel Seufzer mit deinem Wort will stil⸗ aus mir steure doch, en Ach len, und halte mit viel HErr, mei⸗Thraͤnen mir die suͤße nem eignen Herzen, aus Schrift von deines Va⸗ dem der boͤse Q uell ent⸗ ters Willen und meines springt, das mir will dein IEsu Leiden fuͤr, ists, als Wort vernichten: ach ob ich Maͤhrlein hoͤrte, fin⸗ Err, laß es ihm nicht de keinen Glaubenssaft, zu; laß mich nicht den und was vor mein Herze Satan sichten, meinen naͤhrte, giebt mir jetzund Glauben staͤrke du. keine Kraft. 3. Ich kaͤmpf/ ich schrei, 7. Wie kann ich doch dem ung. ruh gch Zwefflt h er selbentsh eteh ist h Goafte dein W erschalt, fy mein Glah Wanken, Rlch net todt mn o vol M und gam betwirtt, it nich selhee⸗ sst mh under de h bst gepliesh Aufang f die du m etwiesen/ sh Bunde ch schen sah gb ich halt se md ist mis, Hlume, YN sei. Mein Hetz tt will sil⸗ mit vicl de süͤße Nünes Vi⸗ ind meinez , istj 1 hlrte, f⸗ gubensa, nein Hast nir ehud) ich do hey von der Rechtsertigung. 321 dem boͤsen Herzen trauen, das auch dein Wort mir niederreißt, den Grund, darauf ich soll mein Hof⸗ fen bauen, und mich an allem zweifeln heißt; das ich muß zum Beten zwin⸗ gen, und kanns mitten im Geschrei leider doch nicht dahin bringen, daß es son⸗ der Zweifel sei. 8. Erforsche doch, erfah⸗ re, wie ichs meine, durch⸗ suche doch mein böses Herz⸗ und pruͤfe mich, mein GOtt, warum ich weine, ob dies wahrhaftig sei mein Schmerz, daß mein Glau⸗ bensdocht so wanket, daß mein aun so laulich ist, und dir nicht mit Andacht danket/ ob du mir mein Alles bist. 9. Findst du dennoch bei mir den rechten Willen, daß mein Herz um den Glauben schreit, so laß sich doch das Ungewitter stillen, das in mir regt den Zweifel⸗Streit. Ist mein Glaube klein und schmaͤch⸗ tig, bin ich elend, blind und bloß,/ so sei deine Gnade maͤchtig und in meiner Schwachheit groß. 10. Sollt aber, ach! mein Glaube sein verblichen, hat sich vielleicht mein Herz der Welt, die mir mit ih⸗ rem Fuͤrsten nachgeschli⸗ chen, und denen Thoren zugesellt, die ganz keinen GOtt nicht glauben: ach so aͤndre meinen Sinn; laß mich, JEsu, dir nicht rauben, mich, der ich dein eigen bin. 11. Du kannst ja, GOtt, die Todten auferwecken, wie sollt dir denn unmoͤg⸗ lich sein, des Glaubens Licht auch wieder anzu⸗ stecken, und ein neu Herz zu geben ein, das sich wieder zu dir kehre, treulich und ohn Heuchelei, ohne Zwei⸗ felmuth dich ehre, und sich lasse deiner Treu? 12. Du kannst, mein Heil, und mußt mein Za⸗ gen enden, dein eigne Ehre wills von dir, ich bin ja dein und steh in deinen Haͤnden; was huͤlf dein schmerzlich Leiden mir, wenn du mich wolltst fal⸗ len lassen, weil ich Glau⸗ benskranker nicht dich ge⸗ trost und fest kann fas⸗ sen, weil mein Herze mit mir sicht? 13. Zwar hab ichs wohl mit Traͤgheit und mit Suͤnden schon laͤngst, o GOtt, verdient, daß ich jetzt weder Trost noch Glau⸗ ben kann empfinden: ach⸗ aber ach erbarme dich! IE⸗ su, hilf dem Unvermoͤgen, ich will; wenn ich aber ach! dir mein Herz recht vor soll legen, auch mein Wollen ist sehr schwach. 14. Ach staͤrke, HErr, das Wollen und das Koͤn⸗ nen, und gieb mir den ge⸗ wissen Geist, daß ich mich wieder freudig dein kann nennen, und glauben, wie dein Wort michs heißt; kann ich dich nicht feste halten, desto fester halt du mich; laß mein Herz nicht ganz erkalten, bis mein Glaub erholet sich. 14* 15. Trotz 322 von der ne chtfertigung. 15. Trotz meines Her⸗ zens zweifelnden Gedan⸗ ken, trotz meinem boͤsen Fleisch und Blut, das mich so quaͤlt und macht mich immer wanken, daß mein Gemuͤthe nimmer ruht, sollst du doch mein JE⸗ sus bleiben: ich will beten und an dich, HErr, wie schwach es ist, doch glaͤu⸗ ben, ist mein Herz gleich wider mich. 16. Kann ich gleich nicht so, wie ich wuͤnsche, siegen, und fall aus Schwachheit bald zuruͤck, so will ich doch mit GOtt nicht unterlie⸗ gen: ach IEsu, gieb mir einen Blick⸗ wie du dort dem Petro gabest, der schon ganz gefallen war, daß du meine Seele labest, und entreißest der Gefahr. 17. Nur zuͤrne nicht mit deinem schwachen Kinde, und habe, HErr, mit mir Geduld; auch rechne mir, was ich in mir befinde, nicht zur Verdammniß und zur Schuld. Laß die Schwachheit mir nicht schaden, weil du kein Ver⸗ dienst begehrst, sondern doch nur bloß aus Gnaden uns die Seligkeit gewaͤhrst. 18. Ach, aber ach! ists moͤglich, ists dein Wille, so laß den Kelch doch von mir gehn, und mache mich von der Versuchung stille, und laß mich wieder feste Mel. O Gott, du frommer GOtt. as ka fuͤr Dank, o HErr, dir dafuͤr sagen, daß du mich mit Geduld so lange Zeit getragen, da ich in man⸗ cher Suͤnd und Uebertre⸗ tung lag, und dich, du from⸗ mer GOtt, erzuͤrnte alle Tag? 2. Sehr große Lieb und Gnad erwiesest du mir Ar⸗ men; ich fuhr in Bosheit fort, du aber in Erbar⸗ men; ich widerstrebte dir, und schoh die Buße auf; du schobest auf die Straf, daß sie nicht folgte drauf. 3. Daß ich nun bin be⸗ kehrt, hast bu allein ver⸗ richtet; du hast des Sa⸗ tans Reich und Werk in mir vernichtet. HErr, dei⸗ ne Guͤt und Treu, die an die Wolken reicht, hat auch mein steinern Herz gebro⸗ chen und erweicht. 4. Selbst konnt ich all⸗ zuviel beleidgen dich mit Suͤnden, ich konnte aber nicht selbst Gnade wieder finden; selbst fallen konnte ich, und ins Verderben gehn, ich konnte selber nicht von meinem Fall aufstehn. 5. Du hast mich aufge⸗ richt, und mir den Weg gewiesen, den ich nun wan⸗ stehn, und mit aͤngstlichen Gedanken in dem Glauben, den mein Mund frei beken⸗ net/ nicht so wanken: mach, deln soll: dafuͤr sei, HErr, gepriesen. GOtt sei ge⸗ obt, daß ich die alte Suͤnd nun haß, und willig ohne o Arzt, mein Herz gesund. Furcht die todten Werke laß. Henriette Kath. v. Gersdorf. 6. Da⸗ uut u h fte m 6 R. in I l aht 1 nih 0 hl Rch dur wetdeh. hht N ufite flhech. mt gel 19 606 ¹U O nich she Higet G Wct/ N t Mlel, leben 900 30. siet El 0 M hih RWthh, Retun Aun NL Uohder sheihet . I 30 Hclich ug. —— Gott, du er EOtt., Wasz d W ich d „Deidu nh so Hne ich it miz und Uebette ddich, dufton erzüente dl große ieh m sest du mir l⸗ hr in Boohet her in Erhn⸗ idersttehte dy ie Buße duf auf die Stuf folgte dal, h nun hin be ou allein de⸗ hast des E⸗ und Wett . HErk R Treu, die icht, hat guch Hetf getl⸗ heicht, konht ich al⸗ dich mit lohnte gber Ide wieder gllen konnte Vekderben ahte selbet einem Fal mich aufe den Wih H Hun wah⸗ E sel Heth At sei alte Suld willig ohhe Werkelch 6. O vom Frieden Gottes. 323 6. Damit ich aber 2 10 aufs neue wieder falle, so gieb mir deinen Geist, die⸗ weil ich hier noch walle der meine Schwachheit staͤrk und darin maͤchtig sei/ und mein Gemuͤthe stets zu deinem Dienst erneu. 7. Ach leit und fuͤhre mich, so lang ich leb auf Erden, laß mich nicht ohne 2. Jetzt aber hab ich Ruh und Rast, darf nim⸗ mermehr verzagen, weil er die schwere Suͤndenlast fuͤr mich hat selbst getragen; er hat mit dir versoͤhnet mich, da er am Kreuz ließ töͤdten sich, auf daß ich selig wuͤrde. g. Drum ist getrost mein Herz und Muth mit kind⸗ dich durch mich gefuͤhret lichem Vertrauen; auf dies werden. verfuͤhrt. Wenn du mich fuͤhrest selbst, thu ich, was mir gebuͤhrt. 8. O GᷣOtt, du großer GOtt, o Vater, hoͤr mein Flehen. O IEsu, GOttes Sobn, laß deine Kraft mich sehen. O werther, heilger Geist, regiere mich allzeit, daß ich dir diene hier und dort in Ewigkeit. Dav. Denicke. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 3 8 2* Woeberzneh⸗ Fuͤhr ich mich ssein rosinfarbnes Blut will ohne dich, so werd ich bald ich mein Hoffnung bauen, das er fuͤr mich vergossen hat, gewaschen ab die Mis⸗ sethat, und mir das Heil erworben. 4. In seinem Blut er⸗ quick ich mich, und komm zu dir mit Freuden; ich suche Gnad demuͤthiglich, von dir soll mich nichts scheiden. Was mir erwor⸗ ben hat dein Sohn durch seinen Tod und Marter⸗ kron soll mir kein Teufel auben. 5. Nichts hilft mir die Gerechtigkeit, die vom Ge⸗ setz herruͤhret. Wer sich in sier Sohn, o GOtt, nicht eignem Werk erfreut wird waͤr auf Erden kommen, jaͤmmerlich verfuͤhret; des und haͤtt, als ich in Suͤn⸗HErren JEsu Werk allein, den todt, mein Fleisch nicht das machts, daß ich kann angenommen: so muͤßt ich armes Wuͤrmelein zur Hoͤlle wandern in die Pein um meiner Suͤnde willen. selig sein, der ichs mit Glauben fasse. Johann Heermann. V In ergener Melodie. 383. Vom Frieden G'ottes. ter durch Christum im heiligen Geist, welcher der Triede, ach Frommen Herz, Sinn und F Friede, ach Gemuͤthe in Christo zum göͤttlicher Friede, vom Va⸗ ewigen Leben Ahe en 32⁴4 vom Frieden G0Ottes. den sollen die glaͤubigen Seelen erlangen, die alles verleugnen und IEsu an⸗ hangen. 2. Richte deswegen, friedliebende Seele, dein Herze im Glauben zu IE⸗ su hinan; was da ist dro⸗ ben bei Christo, erwaͤhle, verleugne dich selbst und den irdischen Plan. Nimm auf dich das sanfte Joch Christi hienieden, so fin⸗ dest du Ruhe und goͤtt⸗ lichen Frieden. 3. Nahm doch der Mitt⸗ ler des Friedens viel Schmerzen von wegen des Vaters Versoͤhnuͤng auf sich; nimm dies, o Seele, recht fleißig zu Her⸗ zen, und siehe, was thut wohl dein JEsus fuͤr dich: Er bringet mit seinem Blut Friede zuwege, und machet, daß alle Unruhe sich lege. ö 4. Nun dafuͤr bist du ihm ewig verbunden, du sollst dafuͤr gaͤnzlich sein Eigenthum sein; weil er dir ewge Erloͤsung erfun⸗ den, und schleußt dich im Gnaden⸗ und Friedens⸗ bund ein: drum siehe, daß du dich ihm gaͤnzlich ergie⸗ best, und immer bestaͤndig von Herzen ihn liebest. 5. Siehe, von seinen Fried⸗Bundes⸗Genossen erfordert er herzliche Lie⸗ be und Treu, darum sollst du von dir alles ausstoßen, was seiner feindseligen Ge⸗ el und Suͤnde, die mußt zuwider ist, fliehen und meiden. ö 6. Weislich und fleißig mußt du dich entschlagen der boͤsen Gesellschaft und suͤndlichen Rott, welche den weltlichen Luͤsten nach⸗ jagen, nicht fuͤrchten und lieben den heiligen GOtt; denn die sich zu solchen Gottlosen gesellen, die fah⸗ ren mit ihnen hinunter zur Hoͤllen. 7. Kuͤchlein die bleiben bei ihrer Gluckhenne, sie schreien und laufen den Rahen nicht nach; also auch, Seele, nur IEsu nachrenne, dich suͤndlicher Brut und Weltvoͤgel entschlag; so wird auch dein Heiland sein Kuͤch⸗ lein beschirmen, wenn auf dich Welt, Teufel und Hoͤlle losstuͤrmen. 8. Liebe und uͤbe, was IEsus dich lehret, und was er dir saget, dasselbige thu. Hasse und lasse, was sein Wort verwehret, so findest du Frieden und ewi⸗ ge Ruh. Denn selig, die also sich JEsu ergeben, und glaͤubig und heilig nach seinem Wort leben. 9. IEsu, du Herzog der Friedens⸗Heerschaaren, o Koͤnig von Salem, ach hench uns nach dir, daß wir en Friedens⸗Bund treu⸗ lich bewahren, im Wege des Friedens dir folgen allbier. Ach laß uns doch deinen Geist kraͤftig regie⸗ ren, und dir nach im Frie⸗ 51105.5 Welt, Teu⸗ u nicht leiden, was JEsu I den zum Vater hinfuͤhren. Barth. Crasselius. Mel. HIU W I. RR E I 91 Sll ch Iru I sseh Wuht se Kelch K ich sch! cherh Ade AM! 5 H R/ + dudssch Ih Ot Ciaheh ARh Feh Het D. ss Re Sal Mun, eldeh al l iu I I U¹ AA 6 IN ich s ich unti Hescllchaf 0 Olt, Wach en Hüfennut fürchten uh Heilgen Gotz ich zu soch esellen, eftz Nen hinumne in die hlele luckhemne, st d laufen t nach; as „ nur JI ich Ht Walgt 9 Wird auh sein Kͤch en, wenn gaf Teufel uz nen. 1d uͤbe, u hret, undwoh „daselbige d lase ut kwehtet, en und evi⸗ n selih M Vetgeben, Ind heiltg rt leben. Herzog der hhagten 9 slem, ach i, daß wir zund treu⸗ im Wehe filch hd doch ftih thi⸗ Him gi⸗ ifühtet Crafeslut, Mel vom Frieden GoOttes. 32⁵5 Mel. Wachet auf, ruft 36 die Aemünsch Hewuͤnschter 384. G Sabbath/ heilge Stille, o Paradies der ni 0 Seelen⸗Lust/ o suße Ruh; mein Braͤutigam voll Preis und Ehren laͤßt sich in seinem Tempel hoören, spricht seiner Braut recht lieblich zu. Mein Herz,/ ach sei doch weit, freu dich der Herrlichkeit, Zions Lade der GOttes Macht, des Himmels Pracht wird dir, mein Herz, jetzt zu⸗ gebracht. 2. Was huͤpft ihr doch, ihr stolzen Huͤgel? Hier glaͤnzet ja des Geistes Sie⸗ el, hier ist die guͤldne avidsstadt. Was fragt mein Licht nach Kalk und Steinen: im Herzen will er herrlich scheinen, wo er Z sein Heerd und Feuer hat. Das ist das Heiligthum, der Seelen Schmuck und Ruhm. Hallelujah! das Freudenmahl, der Ehren⸗ aal thut sich schon auf im Jammerthal. 3. Nun ist der Vorhang aufgezogen, hier ist der Thron und Ehrenbogen, hier glaͤnzt und strahlt mein Freudenlicht. Ihr Sera⸗ vhim, deckt Augn und Fuͤße; ich aber schau, was ich genieße, mit aufgedeck⸗ tem Angesicht. Das Lamm, mein Braͤutigam, der Held aus Davids Stamm sprin⸗ get, huͤpfet, kommt mir so nah und ist schon da, und wohnt in mir, Hallelujah! Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. 3 8 5 ch will ein⸗ 4.560 sam und gemeinsam mit dem eingen GOtt umgehn, und die Sinnen halten innen, was nicht GOtt ist, lassen stehn; das Getuͤmmel und Ge⸗ wimmel will sich nicht zu mir verstehn. 2. O du suͤße stille Wuͤste, da all das Geschoͤpfe schweigt, da das Herze ohne Schmerze sich zum großen Schopfer neigt, und der Haͤnde Unterpfaͤnde sei⸗ nem schoͤnsten JIEsu reicht! 3. Mir hier stinket, was da blinket nach der eitlen Herrlichkeit, weil ich ein⸗ sam und gemeinsam handle mit der Einigkeit; mit GOtt leb ich, an GOtt kleb ich in und außer aller eit. 4. Nach der Stille, ohn Gewuͤhle, hat mein Hei⸗ land iselbst getracht, und im Hause, und nicht drau⸗ ßen, dreißig Jahre zuge⸗ bracht, da er seißig, ja das weiß ich, vor GOtts Pfor⸗ ten hat gewacht. 5. Himmlisch Wesen, laß genesen mich in deiner Gegenwart; und hergegen ganz ablegen Esaus welt⸗ esinnte Art, die das Brau⸗ sen liebet draußen, und sich nicht vorm Feind bewahrt. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 386 Laß mich dich, meinHeiland, loben in der sanften Her⸗ zens⸗ — e—— — —— 3——— ö ö V . 8 ů ——7————— 326 vom Srieden GOttes. zens⸗Still, trotz der stolzen auf dem schoͤnen fiillen Sinnen Toben, trotz dem Meer. strengen Eigenwill. Du, 6. Ei so laß mich denn du selbsten leg die Wellen, hinfahren nach dem frohen halt der Stuͤrme Rachen Zions⸗Feld; du wirst mich zu; laß Vernunft⸗Wind ja wohl bewahren vor dem nicht mehr bellen, noch verstoͤren meine Ruh. 2. So wird deines Gei⸗ stes Leben, deiner From⸗ men Herzenssaft, auf den stillen Wassern schweben mit der holden Himmels⸗ kraft; so wird meine Seele singen von des frommen Vaters Treu, und dir ein Dankopfer bringen, das dir wohlgefaͤllig sei. 3. Du wirst selbst die Wort mich lehren in der sanften Einsamkeit, wie ich dich recht soll verehren hier noch in der Lernenszeit. Ach daß ich mich sollte traͤnken aus dem suͤßen Liebessee, daß ich mich ganz drein sollt senken, zu Sturm der Sundenwelt; laß in mir dein Lob er⸗ schallen, GOtt, daß du dich freuest sehr, wenn wir so in Liebe wallen auf dem schoͤnen stillen Meer Mel. O du Liebe mei ner Liebe. 2 deine Seel, 387. M—— in die Wunden Christi ein zur suͤßen Ruh, allwo Friede wird gefunden; hin/ o Taͤublein, fleuch hinzu; gieb dich wie ein Lamm zufrieden, ruhe aller Sor⸗ gen los, da, wohin er dich beschieden, in dem theuren werthen Schooß. 2. Auf, o Seele, von vergessen Welt und Weh. der Erden schwinge dich 4. So wollt ich ganz in IEsu Herz; lasse dir ohn Aufhoͤren, in verstaͤrk⸗ tem Liebesmuth, JEsu, stets dein Lob vermehren, du mein liebstes, hoͤchstes Gut. Doch du wirsts wohl freundlich machen, wie dirs wohlgefaͤllig ist: dir befehl ich meine Sachen ohne arge Heuchel-List. nichts Liebers werden, denn du hast sonst eitel Schmerz. Einem sei dein Herz erge⸗ ben, IEsum liebe nur al⸗ lein; nur nach JEsu mußt du streben, also kannst du ruhig sein. 3. Als ein liebes Schaͤf⸗ lein suche nur auf IEsu 5. Du wirst mich wohl Ruͤcken Platz; Sachen die⸗ zu dir ziehen auf dem stillen ser Welt verfluche, GOtt Friedensmeer; da will ich vor Freuden fliehen zu dir, im Himmel sei dein Schatz. O was willst du lange mein GOtt und HErr. achten auf der Guͤter fal⸗ So ists ja dein Wohlge⸗schen Schein? Pein ists; fallen, GOtt, so freust du darum mußt du trachten/ dich ganz sehr, willst mit deinen Frommen wallen bei dem liebsten Schatz zu sein. 4. Hast Ich R Wh M H-UUU Ach ht NWst Et Ah O. 385 Cüh lan hihj Iille,“ Mlle e Ws VI Whhet sch fshz j s . K UNMWN Nupd Hamt Schenn Ian gt Hebezbl h Fuhle . laß nichin nach demft du withn vahken vot n Mine Sel Tomm Chrisi ah Ruh, althh funden; hip fleuch hinzu e ein Lamm e aller Sor⸗ wohin er dich dem theuren boh. Secle, vn chwinge dich ; lase di werden, demn tel Schmetz Helz ethe⸗ lebe nut al Jsu muft kannst du bes Schaf⸗ auf JIEu Sachen de⸗ iche, G dein Schah. a he Güter si Meit ish u trachteh, Scgch 4. 000% vom Frieden Gottes. 327 4. Hast du Lust, dich zu ergoͤtzen? richte dich nach GOttes Wort; IEsus liebet ohn Verletzen, JE⸗ sus labet hier und dort. Alles ist in ihm zu lieben, er hat allen Ueberfluß, Ruhe, Reichthum ohn Be⸗ truͤben, Lebens⸗Gnuͤge ohn Verdruß. 5. IEsus haͤlt vor an⸗ dern allen Freundschaft; sei ihm nur getreu. Ei was kann dir doch gefal⸗ len? Reichthum? Davon mach dich frei. Dieser Braͤutgam will ja schen⸗ ken in der Welt, was dir ist Noth. Ei so mußt du dich nicht senken ein in dieser Erden Koth. Mel. O JEsu, du bist mein. 388 Mein gnug 8 beschwer⸗ ter Sinn, wirf die Gedan⸗ ken hin/ und wende dich zur Stille, daß dein zerstreuter Wille entflieh der Feinde List, weil ich in keinem Winde solch sanftes Sau⸗ sen finde, in welchem IE⸗ sus ist. 2. Kehr aus der Erden Rund in deiner Seelen Grund; die schweifenden Gedanken behalt in ihren Schranken, und suche dei⸗ nen Freund mit sanften Liebesblicken, bis er, dich zu erquicken, mit Fried und Ruh erscheint. 3. Weg mit dem Eigen⸗ sinn, durch den ich finster bin; weg mit den wilden Funken, und was mich sonsten trunken in meiner Seele macht. Wirst du es nicht verlassen, so wird dich solches fassen, so blei⸗ bet deine Nacht. 4. Drum den ganz gewiß, dies ist dein Hin⸗ derniß; dies macht, daß deine Kraͤfte in aͤußerem Geschaͤfte in lauter Un⸗ ruh stehn. Mag Satan nicht den Willen, den sei⸗ ne Kraͤfte fuͤllen, mit Un⸗ ruh leicht durchwehn? 5. Kehr hierher dein Ge⸗ sicht, du kannst die Ursach nicht der Unruh sonst er⸗ gruͤnden: in dir wirst du es finden, was deinen Frieden stoͤrt; sonst wird selbst in den Waͤldern, und auch in stillen Feldern, die Un⸗ ruh wohl vermehrt. 6. So wage nur den Streit mit deiner Eigen⸗ heit; haͤlt sie dich hart ge⸗ fangen, so stuͤrme mit Ver⸗ langen in GOttes Liebe ein, und laß nicht ab im Ringen, bis alle Bande springen, du wirst bald anders sein. 7. So wirst du Wunder sehn, so wird es dann ge⸗ schehn, daß du in sanftem Frieden, von allem abge⸗ schieden, mit Himmelskraft erfuͤllt, wirst Linderung empfinden; da muß dein Schmerz verschwinden, da wird dein Durst gestillt. 8. Da seufzet man gicht mehr, da giebt man kein Gehoͤr den raͤuschenden Ge⸗ danken; da kann man ohne Wanken in GOttes Liebe ruhn; da kann es dann der See⸗ 328 vom Frieden GoOttes. Seelen an Licht und Recht nicht fehlen; wer will ihr da was thun? 14. Drum folg ich die⸗ ser Spur, und suche dieses nur im Geiste zu erlangen: 9. Man treibt solch Lie⸗so haͤlt mich nicht gefangen besspiel, so ofte man nur der Sinnen Gaukelspiel, will; man mag mit GOt⸗ tes Herzen in sanfter Liebe scherzen. Da findt sich kein Verdruß, kein Zornblick kann uns ruͤhren; hier ist sage nichts zu spuͤren, als uͤßer Ueberfluß. 10. Wie zart ist das Ge⸗ fuͤhl bei diesem Liebesspiel! Wie lieblich ist die Speise, wie angenehm die Weise in diesem Himmels⸗Scherz/ wenn solche suͤße Fluten, mehr als man kann ver⸗ muthen, durchstroͤmen un⸗ ser Herz! ö 11. Wenn du den Streit der Lust in dir empfinden mußt, wenn Hoͤllen-Furcht dich jaget, wenn das Ge⸗ wissen naget, so ist hier Linderung. Verbirgt sich nur der Wille in die er⸗ wuͤnschte Stille, so kaͤm⸗ pfest du genung. 12. Wie sicher wandelst du in dieser stillen Ruh! Hier bleibst du abgeschie⸗ den; denn GOttes reiner Frieden nimmt keine Suͤn⸗ der ein. Es koͤnnen keine Suͤnden den Friedens⸗ grund ergruͤnden, laß dich nur ganz hinein. 13. Wenn man sich traͤge findt, so wird man hier entzuͤndt. Da machet uns das Feuer von Zeit zu Zei⸗ ten freier, wenn den ge⸗ schwaͤchten Geist und die erschöͤpften Sinnen so kraͤf⸗ tiglich von innen des Him⸗ so bleib ich in den Schran⸗ ken, so lauft man ohne Wanken, so dringt man recht zum Ziel. Mel. So ist denn nun die Hütte aufgebauet. 5 ein Salo⸗ 389. M mo, dein freundliches Regieren stillt alles Weh, das meinen Geist beschwert. Wenn sich zu dir mein bloͤdes Herze kehrt, so laͤßt sich bald dein Friedensgeist ver⸗ spuͤren. Dein Gnadenblick zerschmelzet meinen Sinn, und nimmt die Furcht und Unruh von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund giebt solche edle Gaben, die alle Welt mir nicht ver⸗ schaffen kann. Schau an die Welt, schau ihren Reich⸗ thum an, er kann ja nicht die muͤden Seelen laben; mein IEsus kanns, er thuts im Ueberfluß/ wenn alle Welt zuruͤcke stehen muß. ö 3. O suͤßer Freund, wie wohl ist dem Gemuͤthe, das im Gesetz sich so er⸗ muͤdet hat, und nun zu dir/ dem Seelenleben, naht und schmeckt in dir die wunder⸗ suͤße Guͤte, die alle Angst, die alle Noth verschlingt und unsern Geist zu sanf⸗ ter Ruhe bringt. 4. Gewiß/ mein Freund, wenn deine Liebeszeichen mels Manna speist. mein — Wi H I N H, Va. W0 MA MMhll 6en tiht. 1 3 , niht ei: t gelt 1 fs 10 Hch A H¹4ι Huch 00 N E IchR Achh, H . H6 MWschy RrN t 0 G . HErn R Hah H f sc 6 I5. D in fah ihg Ind sichei ti licht Heft en Gaufehh in den Schth zuft man dhn 0 dringt Zil. ist kenn nu ausgebautt Mein Sah Mas Regieren ss. „ das mahg wert. Wah mein a „ so liht st riedensgesth in Gnadendit meinen Sst die Furcht x mit hii. mein Frah eble Goh mit nicht het n. Schalt Wihten Rech⸗ kann i nicht Zeelen abah anss, flaß, wenn Lucke ssehel Freund, wi Gentͤche, Rsich so er d nun zu di⸗ heh, Raht u die wunde⸗ ule Mg belsching heist I sh⸗ t. net ruth Licbethächl H vom Frieden GoOttes. 329 mein armes Herz so anmn da lich durchgehn, so kann da nur ein reines Licht ent⸗ stehn, durch das ich kann das Vaterherz erreichen, in dem man nichts als nur Vergebung spuͤrt, da eine Gnadenflut die andre ruͤhrt. 5. Je mehr das Herz sich zu dem Vater kehret, je mehr es Kraft und Selig⸗ keit genießt, daß es dabei der Eitelkeit vergißt, die sonst den Geist gedaͤmpfet und beschweret; je mehr das Herz den suͤßen Vater schmeckt, je mehr wird es zur Heiligkeit erweckt. 6. Der Gnadenauell, der in die Seele fließet, der wird in ihr ein Brunn des Lebens sein, so in das Meer des Lebens springt hinein und Lebensstroͤme wieder von sich gießet. Behaͤlt in dir dies Wasser seinen Lauf, so geht in dir die Frucht des Geistes auf. 7. Wenn sich in dir des HErren Klarheit spiegelt, die Freundlichkeit aus sei⸗ nem Angesicht, so wird dadurch das Leben ange⸗ richt, die Heimlichkeit der Weisheit aufgesiegelt, ja selbst dein Herz in solches Bild verklaͤrt und alle Kraft der Suͤnden abgekehrt. 8. Was dem Gesetz un⸗ moͤglich war zu geben, das bringt alsdann die Gnade selbst herfuͤr; sie wirket Lust zur Heiligkeit in dir, und aͤndert nach und nach dein ganzes Leben, indem sie dich aus Kraft in Kraͤfte fuͤhrt, und mit Geduld und Langmuth dich regiert. 9. Es muͤsse doch mein Herz nur Christum schauen besuche mich, mein Auf⸗ 9999 aus der Hoͤh, daß ich as Licht in deinem Lichte seh, und koͤnne schlechter⸗ dings der Gnade trauen. Kein Fehler sei so groß und schwer in mir, der mich von solchem Blick der Liebe fuͤhr. 10. Wenn mein Gebrech mich vor dir niederschlaͤget, und deinen Geist der Kind⸗ schaft in mir daͤmpft; wenn das Gesetz mit meinem Glauben kaͤmpft, und lau⸗ ter Angst und Furcht in mir erreget, so laß mich doch dein Mutterherze sehn, und neue Kraft und Zu⸗ versicht entstehn. 11. So ruh ich nun, mein Heil, in deinen Ar⸗ men, mein Salomo soll mir mein Friede sein; ich wickle mich in deine Gnade ein, mein Element ist einig dein Erbarmen; und weil du mir mein Ein und Al⸗ les bist, so ists genug, wenn dich mein Geist genießt. Cbristian Friedrich Richter. In eigener Melodie. 3090 Ruße ist das beste Gut, das man haben kann; Stil⸗ le und ein guter Muth, steiget himmelan: die suche du. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 2. Ruhe sucht ein jedes Ding, allermeist ein Christ; mein Herz, nach derselben ring 330 vom Frieden Gottes. ring, wo du immer bist, such Ruh, such Ruh. Hier und dort ist keine Ruß, als gedruͤckt bei GOtt: zu ihme zu! GOit ist die Ruh. 3. Ruhe giebet nicht die Welt, ihre Freud und Pracht; nicht giebt Ruhe Gut und Geld, Lust, Ehr⸗ Gunst und Macht; reicht keines zu. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh.— 4. Ruhe giebt die Erde nicht, die ist kugelrund; den sie in die Hoͤh gericht, stuͤrzet sie zur Stund: o schlechte Ruh! Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 5. Ruhe geben kann allein IEsus, GOttes Sohn, ladet alle Menschen ein von des Himmels Thron zur wahren Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 6. Ruhe wer da finden will, komme nur zu mir; hast du gleich des Leidens viel, ich kanns lindern dir, und geben Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 7. Ruhe schenkt er allen gleich, die beladen sind. Klein und Große, Arm und Reich, Mann, Weib öder Kind findt bei ihm Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 8. Ruhe schmecket de⸗ nen woͤhl, die schwer sind und müͤhfelig, schmerzenvoll, daß sie, fast erstickt, gern finden Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 9. Ruh aus lauter Gnad verspricht IEsu treuer Mund; sein so freundlich Angesicht aus des Her⸗ zens Grund lockt all her⸗ zu. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 10. Ruhe so gar willig⸗ lich JEsus bietet an: Ich will euch erquicken, ich, ders am besten kann, als selbst die Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 11. Ruhe labet und erquickt suͤßiglich ein Herz, das da druͤckt und fast erstickt Kummer, Kreuz und Schmerz, und schreit: Ach Ruh! Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 12. Ruhe kommt aus Glauben her, der nur JIE⸗ sum haͤlt; IEsus machet leicht, was schwer, richtet auf, was faͤllt: sein Geist bringt Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 13. Ruhe find ich al⸗ lermeist, wo Gehorsam bluͤht; ein in GOtt gesetz⸗ te Geist macht ein still Gemuͤth und Seelenruh. Hier 65. R llch hl scht ud sch Iud N WMN 10109⁰ 9. N I sch. He les. he schnalth die chepf und müh oll, Ssthn ern findeft Wbdott as 0 bei GOttt 5Ottithech auls lauter Gy Jsu ih In s freundt Aus des be 1 lockt A und dottiitke bei GOiltl Oit istdieu e so gar pilh bietet art erguicken, esten kann/ uuh. Hitr ime Ruh/ zu ihmge ie Ruß. he labet a hlich enngg uͤckt und fi umer, Kreg und schrit Hier und da Ih, als ie ne ν G Fommt gus her nur N⸗ Isus wachet swet, chtet 1 sehn Gast Hier uu e Ruh/ sl ju ihme l Ruh. fild ich tl Gehokfig G0tt heh cht ei fll Seelernh Het voam Erieden GoOttes. 331 Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 14. Ruhe waͤchset aus Geduld und Zufrieden⸗ heit, der in GOttes Zorn und Huld und in Lieb und Leid sich giebt zur Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 15. Ruhe hat, wer wil⸗ liglich Christi sanftes Joch hingebuͤcket nimmt auf sich: ist es lieblich doch, und schaffet Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 16. Ruhe den erst recht ergdtzt, der ein Schuͤler ist, und sich zu den Fuͤßen setzt seines HErren Christ, und lernt die Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GoOtt ist die Ruh. 17. Ruhe nirgends lie⸗ ber bleibt, als wo Demuth ziert; was zur Niedrig-— keit fein treibt, und herun⸗ ter fuͤhrt, giebt wahre Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. 18. Ruhe springet aus ein: er ist die Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei GOtt: zu ihme zu! GOtt ist die Ruh. Johann Caspar Schade. In eigener Melodie. 2 ie wohl 391 Wẽ ist mir/ o Freund der Seelen, wenn ich in deiner Liebe ruh. Ich steige aus den Schwer⸗ muths⸗Hoͤhlen, und eile deinen Armen zu: da muß die Nacht des Traurens scheiden, wenn mit so an⸗ genehmen Freuden die Lie⸗ be strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden: wer woll⸗ te nicht vergnuͤget werden, der in dir suchet Ruh und Lust. 2. Die Welt mag meine Feindin heißen: es sei also; ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen bei ei⸗ nem freundlichen Gesicht. In dir vergnuͤgt sich mei⸗ ne Seele, du bist mein Freund, den ich erwaͤhle; du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt⸗Haß kann mich doch nicht faͤllen, der Quell, wo die Liebe weil in den staͤrksten Un⸗ fleußt; ist das 8l klar gluͤckswellen mir deine und hell, sanft und still der Treu den Anker reicht. Geist, da stroͤmt die Ruh. Hier und dort ist keine 3. Will mich des Moses Eifer druͤcken, blitzt auf Ruh, als bei GOtt: zu mich des Gesetzes Weh, ihme zu! GOtt ist die Ruh. 19. Ruhe, noch mit ei⸗ nem Wort, soll sie ewig sein, willst du ruhen hier und dort, dring zu JEsu droht Straf und Holle meinem Ruͤcken, so steig ich glaͤubig in die Hoͤh, und flieh in deine Seiten⸗ Wunden: da hab ich schon den 332 von der Freude im heiligen Seiste. den Ort luchural wo mich kein F uchstrahl tref⸗ en kann. Tritt alles wi⸗ er mich zusammen, du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. . Füuͤhrst du mich in die Kreuzes⸗Wuͤsten, ich Lech; und lehne mich auf ich; du naͤhrest aus den Wolken⸗Bruͤsten, und la⸗ best qus den Felsen mich. Ich traue deinen 1 en wegen, sie enden sich in Lieb und Segen. Genug, wenn ich dich bei mir hab. Ruh ch weiß, wen du willst errlich zieren, und uͤber Sonn und Sterne fuͤhren, den fuͤhrest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern duͤster scheinen: mir nicht, weil Seele, Herz und Muth in dir, der du verlaͤssest ist keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen kann des We⸗ ges End erschrecken, wenn er aus moͤrdervollen Hecken gelanget in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus die⸗ ser finstern Wildniß schei⸗ den zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich; mich kann Welt, Noth und Tod nicht quaͤ⸗ len, weil du, mein GOtt, vergnuͤgest mich. Laß solche uh in dem Gemuͤthe nach deiner unumschraͤnkten Guͤte des Himmels suͤßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmei⸗ cheleien, nichts kann als IEsus mich erfreuen. O reicher Trost: Mein Freund ist mein! Wolfg. Christoph Deßler. VI. Von der Freude im heiligen Geiste. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. *(Es ist etwas 392. E des Hei⸗ lands sein,„ich dein, o IEsu und du mein,“ in Wahrheit sagen koͤnnen; ihn seinen Hirten, Herrn und Ruhm, und sich sein Schaf und Eigenthum ohn allen Zweifel nennen. Se⸗ lig, froͤhlich sind die See⸗ len, die erwaͤhlen ohn Be⸗ denken, ihrem IEsu sich zu schenken. 2. Schau an die Welt mit ihrer Lust und alle, die au ihrer Brust in hei⸗ ßer Liebe liegen: sie essen, und sind doch nicht satt, sie trinken, und das Her bleibt matt, denn es i lauter Truͤgen. Traͤume, Schaͤume, Schlaͤg im Her⸗ zen, Hoͤllenschmerzen, ew⸗ ges Quaͤlen ist der Lohn betrogner Seelen. 3. Ganz anders ists bei IEsu sein, und als ein Schaͤflein aus und ein auf seinen Wegen gehen. Auf die⸗ Im N —— Wel N. 100 Hbußt,) schet:M Ie I l 1800 W MI Ige! Wat 0 Mse H ch H si eh ahe E 9. Dl. h Rl P Rihten D heh Iht eh H Ms Wet Ehte li Ht Wol berk m E 0D lihn M H Lhez I flte Rlich n lah, 0 Kide; sahst un flih ls II H Ranett Fsahast igen Geith en fann dert kschrerke, rhevolenhg e S „/o wil reuden g u Wildniß sh einer Mh ist mit dum er Seelen, in ich mich s nich kann i Tod nicht x , mein G mich. Laß st dem Genih mumschtity Himmelh siß; sein. Mh sllen Schntt chts kanm h erfteue, Mein Fruuh hristoph Dalh, —— heilg n die Mlt usth alle Rf in Ri⸗ sie aseej licht iit, 08 90 Nenn es Tiaumj ag im he⸗ merzen, el⸗ det dht Ias ers i H N‚ alg dh nd engf chen M E von der Kreude im heiligen Geiste. 333 diesen Auen ist die Lust die GOttes⸗Menschen nur bewußt, im Ueberfluß zu sehen: Weide/ Freude/ reine Triebe suͤßer Liebe, Fried und Leben, Staͤrke, Licht und viel Vergeben. 4. Schau, armer Mensch, zu diesem Gluͤck ruft stets dein Heiland dich zuruͤck von jenem Grundverder⸗ ben; er kam deswegen in die Welt, er gab fuͤr dich das Loͤsegeld durch Leiden und durch Sterben. Laß dich willig doch umarmen; sein Erbarmen, Blut und Leiden sind ein Meer der Seligkeiten. 5. Du hast es lang ge⸗ nug versucht, ob das, was IEsu Kreuz verflucht, dir wahres Wohl gewaͤhre. Dein Herz sagt: Ja, fuͤr⸗ wahr es ist so, wie man in der Bibel liest: der Welt Lust, Pracht und Ehre luͤget, truͤget. Wer nur wollte, wie er sollte, ja wer koͤnnte, machte heut dem Spiel ein Ende. 6. Das Wollen und Voll⸗ bringen schafft des Wor⸗ tes IEsu GOttes⸗Kraft: „Mir nach, ihr armen Suͤnder; ihr seid fuͤr mich, ich fuͤr euch da; könnt ihr gleich nichts, doch bin ich nah, nur folget mir als Kinder; ist doch mein Joch sanft und heilig, nur da freilich euer Wille mir si lasse in der Stille!“ 7. O kannst du den Im⸗ manuel so vor der Thuͤre deiner Seel vergeblich ru⸗ fen lassen? Sollt seine un⸗ ermeßne Pein Dashie dir verloren sein? das hieß das Leben hassen. O nein, Schaͤflein, komm und wen⸗ de dich hehende zu den Wunden, die dein Hirt fuͤr dich empfunden. 8. Man hat auch wohl ein wenig Schmach und ein und andres Ungemach bei diesem Herrn zu leiden; doch ists nicht werth der Ehr und Freud, die er uns schon von Ewigkeit ge⸗ dachte zu bereiten. Kro⸗ nen, Thronen, Hosianna, himmlisch Manna, Sie⸗ Wreirend folgen auf die reuzes⸗Psalmen. 9. Ja, liebe Seele, denk daran; es steht so lang nicht einmal an; schon hier auf dieser Erden soll dir bei jedem Tritt und Schritt Geist, Kraft und Licht auf IEsu Bitt zum frohen Pfande werden; Kraͤfte, Saͤfte uns beleben, Wonne Kmeot Taborsblicke strah⸗ en oft auf uns zuruͤcke. 10. Von Stund an kann ich nicht mehr mein, des Teufels und der Suͤnde sein, die mich bisher ge⸗ bunden; mein Herr, den ich so sehr betruͤbt, der aber mich viel mehr geliebt/ der hat mich uͤberwunden. Nimm mich gaͤnzlich, meine Freude, dir ben Beute und zum Lohne deiner blutgen Dornenkrone.—* 11. Wallt noch in mei⸗ ner Adern Bach ein Troͤpf⸗ lein Bluts, das JEsu Schmach und seinen Sinn wollt hassen: das soll ans Kreuz 334 von der Freude im heiligen Sriste. zux Kreuz zum Opfer hin, ich will ehr, was ich hab und bin, als meine Liebe lassen. Ewig bleib ich dir ver⸗ schrieben, o dein Lieben soll mich treiben, auch im Leiden dein zu bleiben. 2. Doch weil ich mir in eigner Kraft das, was allein die Gnade schafft, schon oͤfters vorgenommen: so faͤllt mir eben jetzo ein, daß ich mit aller Muͤh und Pein doch nicht zum Zweck gekommen. So eil, mein Heil, mich zu retten von den Ketten meiner Suͤn⸗ den, die mich wider Wil⸗ len binden. 13. Ach, mach mich von mir selber frei und stehe mir in Gnaden bei, staͤrk meinen schwachen Willen, durch deines werthen Gei⸗ stes Kraft zu uͤben gute Ritterschaft, den Vorsatz zu erfuͤllen, bis ich endlich schoͤn geschmuͤcket und ent⸗ ruͤcket allem Leiden darf bei dir, dem Laͤnimlein, weiden. Joh. Christian Storr. In eigener Melodie. 20 Die lieblichen 393. D Blicke, die IEsus mir giebt, die ma⸗ chen mir Schmerzen und dringen zu Herzen, daß ich mich nun gaͤnzlich in IEsum verliebt; drum ist guch mein Geist ganz aus mir gereist, und suchet nur dich, o JEsu, mein Ich 2. Die strahlenden Au⸗ gen die zuͤnden mich an; mein Herze bekennet, das lichterloh brennet, daß sol⸗ ches das Feuer der Liebe gethan. Es flammet mein Muth mit himmlischer Glut; drum stirbet dahin mein irdischer Sinn 232 3. O irdische Sonne, du brennest zwar sehr, wenn du uns bestrahlest und praͤchtig herprahlest; doch brennen die Augen des Braͤutgams viel mehr, wenn er uns anblickt, und Feuer abschickt, das hefti⸗ ger sticht, als, Sonne, dein Licht ½ 4. Ich sterbe vor Liebe, doch leb ich auch noch; ertoͤdtete Glieder, erholet euch wieder, und ziehet mit Freuden das selige Joch. Dein himmlischer Glanz ernenert mich ganz; o IEsu, nur dir, dir leb ich hinfuͤr 5. Ein goͤttliches Feuer empfindet die Brust; ich weine vor Freuden, und wuͤnsche solch Leiden doch stetig im Herzen zu fuͤhlen mit Lust. O suͤßeste Pein, wie nimmst du mich ein. Ach, ach ich weiß nicht, ach wie mir geschicht 7 6. Wie wird mir doch werden, wenn du mich nun wirst mit himmlischen Blicken dort ewig erqauik⸗ ken, darnach mit Verlan⸗ gen mein Herze so duͤrstt. O gdttliche Zier, ach waͤr ich bei dir; o himmlischer Schein, komm, hole mich ein!:½: Ehristian Fried. Richter. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 354G HErr R Ran& Wilihm M 0 0 dilft R WMü Ros A Flich K lann HWigt Hegetz Rech ah Muicht Rihti J suah M hilt! Ritb. GO Rm höm H Rheig Ren der Hül 4. H Hehehs Oucsse neh/ x m W ha Ne Hahhakt! Hll M ele .m 6.N Mfchern gen Gtist, — 8———— Feutt der gih àfammet d it himmläc m sürbet 0 chet Sinn dische Sumn war sehr/ un bestrahlest erprahlest; die Augeh g d biel hh n anblickt/ hickt, dez geß als, Eom 7. sterbe rdih ich auch sut Hlieder, E er, und sih den das shh ein himmsch enert mich gth ur dit, NA Ittlicher n die Brusß ih Fteudar/ u lch Leden d erze zu fb süpose Mn hu mich eh. weß niaß Heschicht• mir doch in du mich himmͤscheg Thig ergwiͤ⸗ mi Dellal⸗ RR h Ri. Ae, ach wi hinmliche m, hohe mi han Frled, Rihlt steu tuch isten gmtil. Holtilnt ane Vvon der Freude im heiligen Geiste. 335 HErr mein Heil, das ich erwaͤhlet habe; er ist die Kraft, dahin ich eil, und meine Seele labe. Was will ich mich denn fuͤrchten nun, und wer kann mir doch Schaͤden thun auf dieser ganzen Erden? 2. Wenn mich die boͤse Rott anfaͤllt, und mein nn will verschlingen, o kann sie dieser starke Held gar leicht zu Boden bringen; wenn sich auch gleich ein ganzes Heer legt um mich her, was ists denn mehr? Mein GOtt kann sie bald schlagen. 3. Eins bitt ich nur, das haͤtt ich gern, wenn mirs GOtt wollte geben, daß ich bei ihm, als mei⸗ nem HEerrn, stets wohnen sollt und leben, und alle meine Tag und Jahr in sei⸗ nem Hause bei der Schaar der Heiligen vollbringen. 4. Da wollt ich meines Herzens Freud an seinen Diensten sehen, und ruͤh⸗ men, wie zur boͤsen Zeit mir so viel Guts gesche⸗ hen, da er mich fleißig hat verdeckt in seiner Huͤtten, und versteckt in einem star⸗ ken Felsen. 5. Und also wird er fer⸗ ner noch mich wissen zu regieren, er wird mich schuͤtzen, und sehr hoch in sichre Oerter fuͤhren, mein Haupt wird uͤber meine Feind, ob sie gleich hoch erhaben seind, allzeit erhoͤ⸗ het bleiben. 6. Dafuͤr will ich denn wiederum GOtt auf das best erhoͤhen; sein Ruhm soll in dem Heiligthum aus meinem Munde gehen, ich will ihm opfern Dank und Preis, ich will sein Lob, o gut ich weiß, vor allem Volke singen. 7. HErr mein GOtt, höͤre, wie ich schrei und seufßz in meinem Sinne; gieb daß mein Bitten kraͤf⸗ tig sei, und dein Herz ein⸗ gewinne. Mein Herz haͤlt ir,/ o treuer Hort, bestaͤndig vor dein eigen Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. 8. Nun such ich jetzt, ach laß mich nicht entgel⸗ ten meine Suͤnden. Ich suche, HErr, dein Ange⸗ sicht, das laß mich gnaͤdig finden. Verstoße ja nicht dei⸗ nen Knecht, denn du bists, der mir hilft zurecht, und bringt aus allen Noͤthen. 9. Mein Vater, Mut⸗ ter und was hier sonst ist von guten Leuten, die sind zu schwach, und koͤnnen mir nicht treten an die Seiten: ich bin entsetzt von aller Welt: GOtt aber nimmt mich in sein Zelt, da find ich alle Gnuͤge. 10. HErr, mache mir ge⸗ rade Bahn, halt mich in deiner Gnade, und nimm dich meiner herzlich an, daß mir kein Feind nicht schade; denn viel die reden wider mich, und zeugen, das sie ewiglich nicht koön⸗ nen uͤberweisen. 11. Noch dennoch hab ich guten Muth, und glaͤu⸗ be, daß ich werde im Le⸗ benslande GOttes 991 ort 336 von der Freude im heiligen Geiste. dort sehn und auf der Erde. Frisch auf, getrost und un⸗ verzagt! wers nur mit GOtt im Glauben wagt, der wird den Sieg erhalten. Paul Gerhard. Mel. Was GoOtt thut, das ist wohlgethan. * Ott lebt, 395. G wie kann ich traurig sein, als waͤr kein GOtt finden? Er weiß ja wohl von meiner Pein, die ich hier muß em⸗ pfinden. Er kennt mein Herz und meinen Schmerz,/ so darf ich nicht verzagen, und ihm nur alles klagen. 2. GOtt hoͤrt, wenn nie⸗ mand horen will: was will der Feind denn sprechen, als wuͤrde meiner Seufzer Ziel nicht durch die Wol— ken brechen? Schrei ich empor, so höͤrt sein Ohr, so steigt die Huͤlfe nieder, und schallt das Amen wieder. 3. GOtt sieht, wie kla⸗ sch denn mein Herz, als eh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz ganz offen⸗ bar erscheinen. KeinThraͤn⸗ lein fehlt, so er nicht zaͤhlt, und ins Register setzet, bis er uns draͤuf ergoͤtzet. . GoOtt fuͤhrt, so geh ich immer fort auf allen meinen Wegen; und wenn die Welt durch List und Mord will ihre Stricke legen, so pflegt er mich zwar wunderlich, doch seli auch zu fuͤhren, daß mi kein Fall kann ruͤhren. 5. GOtt giebt, und waͤr ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben. Was hilft mir denn mein steter Harm, als muͤßt ich Hun⸗ gers sterben? Er hat je Brod, und wenn die Noth uns nach der Wuͤsten wei⸗ set, doch werden wir ge⸗ speiset. 6. GOtt liebt, ob ich die Vaterlieb in Schlaͤgen nicht gleich finde; wie er ein lieber Vater blieb am Kreuz bei seinem Kinde, so bleibt er mir mein Va⸗ ter hier, der je und je mich liebet, obgleich sein Kreuz betruͤbet. 7. GOtt lebt, wohlan/ ich merke das. GOtt hört/ ich wills ihm sagen. GOtt sieht, er hat ein Thraͤnen⸗ Maaß. Gott fuͤhrt, ich darf nicht klagen. GOtt giebt und liebt: nur un⸗ betruͤbt! Er wird mir end⸗ lich geben, auch dort mit ihm zu leben. Benj. Schmoll. Mel. GoOtt Lob, es geht nunmehr zum Ende. 3965 Ich bin gewiß Oin meinem Glauben, der mich in Chri⸗ stum einverleibt. Wer kann mir dieses Kleinod rauben, das mir sein Blut und Tod verschreibt? Sein theures Wort bekraͤftigt dies, drum sagt mein Glaub: Ich bin gewiß. 2. Ich bin gewiß in meiner Liebe, die nur an meinem IEsu klebt, daß, wenn ich mich im Lieben uͤbe, mein IEsus.—— er⸗ Iun N —7 Heh 0 e uih/ 3. nelal! Onded nit An Rwuam f seled s ki H saht fü Rih V Rahen MII fl shch Hal, nr Rahl⸗ Salche h 0 35. 0 hn 5 Wuhithz Ieh N R, N Gastet nacht! Wl. si Reileh; ind cht Iun Eth Hene . Jcht hen Geist, arm, do erderhen. eun mah seh muͤtih hn ne Er hel pehn de M det Wuͤßen h wetden wir y t liebt, H eb in Schln Finde; mye Vatet hlich seinem Kihh t mir men dr er je indsenth leich sein Kre lebt, woble V. Goullh 1 fagen. GD. t ein Bung⸗ Ott fihtt F klagen. Eot liebt: Aut witd mral⸗ auch dott m U Benj. Stmol. Lob, ts gehl um Endt. 0 bin geiß I manem rich in Chni⸗ t. Wer kann andd tauder, 4 Buut uld täbt? Sah t bekraftht sigt mel in geuß. in gewiß d „die nut h lebt, A. ch im un us in e Esu 0 von der Freude im heiligen Geiste. 337⁷ Herzen lebt. Sein Lieben ist mein Paradies, er lie⸗ bet mich, ich bin gewiß. 3. Ich bin gewiß in meinem Leben, daß IEsu Gnade bei mir ist: die hilft mir allen Kummer heben; wenn sich mein Herz an seines schließt, so acht ich keine Hinderniß. GoOtt sorgt fuͤr mich, ich bin gewiß. 4. Ich bin gewiß in meinem Leiden, kein En⸗ gel und kein Fuͤrstenthum mag mich von meinem IE⸗ su scheiden, er ist mein Heil, mein Theil, mein Ruhm: so schadet mir kein Schlangenbiß, Geduld sagt doch: Ich bin gewiß. 5. Ich bin gewiß in meinem Hoffen, was ge⸗ genwaͤrtig ist, vergeht; was kuͤnftig ist, steht mir noch offen, dahin sich auch mein Geist erhoͤht. Die Hoffnung macht die Wermuth suͤß⸗ weil sie stets singt: Ich bin gewiß. 6. Ich bin gewiß in meinem Sterben, daß mich kein Tod nicht tödten kann; er macht mich nur zu ei⸗ nem Erben von dem be⸗ gluͤckten Cangan. Ein an⸗ der Leben folgt auf dies: Mein JIeEsu lebt, ich bin gewiß. 7. Ich bin gewiß, so soll es heißen, bis aus dem Glauben Schauen wird; es soll mich nichts von JEsu reißen, ich bin sein Schaf er ist mein Hirt. In Wie meg folgt hier kein Riß, die Losung bleibt: Ich bin gewiß. Benj. Schmoll. Mlel. O daß ich tausend Zungen hätte. 397 Ich habe nun 4— den Grund gefunden, der meinen An⸗ ker ewig haͤlt: wo anders, als in JEsu Wunden? da lag er vor der Zeit der Welt; den Grund, der un⸗ beweglich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Er⸗ barmen, das alles Denken uͤbersteigt; es sind die offnen Liebesarme deß, der sich zu dem Suͤnder neigt, dem al⸗ lemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verlo⸗ ren werden; GOtt will, uns soll geholfen sein: des⸗ wegen kam der Sohn auf Erden, und nahm hernach den Himmel ein; deswe⸗ en klopft er fuͤr und fuͤr 10 stark an unsers Herzens Thuͤr. 4. O Abgrund, welcher alle Suͤnden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden, da findet kein Berdammen statt, weil Christi Blut bestaͤndig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich glaͤubig senken, dem will ich mich getrost vertraun, und, wenn mich meine Suͤnden kraͤnken, nur bald nach GOttes Herze schaun: da findet sich zu aller Zeit un⸗ endliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles Andre weg⸗ 15 ge⸗ 338 von der Kreude im heiligen Geiste. gerissen, was Seel und Leib kest wahre Freude, daß ich erquicken kann; darf ich von falsche Freude meide: o du keinem Troste wissen/ und scheine voͤllig ausgethan; ist die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barm⸗ 37 Beginnt das Irdische zu druͤcken, ja, haͤuft sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vie⸗ len Stuͤcken mit eitlen Dingen muͤhen muß; ich werde ziemlich sehr zer— streut: so hoff ich auf Ba h 8. Muß ich an meinen be sten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Un⸗ vollkommenheit bemerken, so faͤllt wohl alles Ruͤh⸗ men hin; doch ist auch die⸗ ser Trost bereit: so hoff ich auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem 1 riel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, da⸗klaͤret. nicht ver⸗weil mich GOtt erfreut. so stehet es in Lieb mit es das nur gißt; 1 Leid in, durch u uf Barmherzigkeit. 4410. Bei diesem Grunde will ich bleiben so lange mich die Erde traͤgt. Dud will ich denken, thun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens hoͤchst erfreut: O Abgrund der Barm— herzigkeit! Jof Joh. Andr. Rothe. Mlel. Seelen-Bräutigam. 0 du suͤße 398.— Lust aus der Liebesbrust, du erwek⸗ suͤße Lust aus der Liebes⸗ brust! 2. Deine reine Quell iebet klar und hell geist⸗ liche Erquickungssaͤfte, de⸗ bensvolle Himmelskraͤfte. Deine reine Quell giebt es klar und hell. 3. O gewaltger Trieb/ o du JIEsus⸗Lieb! O un⸗ endlich tiefe Guͤte, o wie froh ist mein Gemuͤthel IEsus⸗Lieb! fragt nicht, was ich thu; ich bin durch den Vorhang gangen, IEsum einig zu umfangen. Laßt mich in der Ruh, fragt nicht, was 1055 thu. Ich bin benedeit, weil mic GoOtt erfreut; diese so Fr eud niemand erfaͤhret, als in dem sich GOtt ver⸗ Ich bin benedeit, 6. Denn das sinnlich heil fuͤhlet nicht dies Heil; bloß der Geist der & Seelenkrafte trinket diese Himmelssaͤfte. Denn das ünnlich Theil fuͤhlet nicht dies Heil. 7. In der Sabbathsruh tritt er selbst herzu. O wie große suͤße Wonne strahlet dann von dieser Sonne. In der Sabbaths⸗ ruh tritt er selbst herzu. 8. Alles wird versenkt, was uns je gekraͤnkt; diese n Freud weiß nicht von Lei⸗ den, weil in Freuden uͤber Freuden alles wird ver⸗ senkt O gewaltger Trieb, o du 4. Laßt mich in der Ruh, In IH11 N 9. 0 Rulhel m f N 0 W Heldid Alth u 6 ö 30 filt, E 0 In d a Busde sch mt Wale IR 2.D0 H H Ins 0 0 7 0 U ht,v Ret 0. H Mch Elenh Q Wucer Mhb RWct 9•6 lnh I Ittdreh It hu: Wdt Hach d igen Geist 5. vn. Fteude, Mrf leude mederg aus det Eih eine reine A r und hel f huickungssjt) Himmalhth eine Auel ind hell. gewaltger Iu süz⸗Liebl dy jefe Gue/ Lu mein Garti tget Trieb/ o Lieb! mich in deru ht, wos ich th Urch den Vothe Jesum einh! 1. Laßt nig fragt nich, x bin benchet n t etsteutt x iemand eksht n sich GOl ch H te 65— o salt hlet nicht R x der Gaf thinket dit 10 Denn d eil fühlet rich 2 Sblatha A hekhü. ö 0 l lße Wah hann Hoh d R Shh r se sh ell vird R dlh 164 getankt; 0 nicht 0 in Freudeh i Ill Wird N 0 von der Lreude im heiligen Seiste. 339 senkt, was uns Ie gekraͤnkt. 9. du suͤßer Hort, du lebendig Wort, du mußt niemals mich verlassen hier auf dieser ort, t. le⸗ o du suͤßer Hort, du le⸗ bendigs Wort! G. Arnold. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebene. 0* eicht/ ihr 39. W Darge fallt, ihr Huͤgel, Gottes Gnade weicht mir nicht, und der Friede hat dies Siegel, daß GOtt seinen Bund nicht bricht. Die⸗ ses macht mich unverzagt, weil es mein Erbarmer sagt. 2. 19—— sind Worte fuͤr die Ble oͤden, die sind aller Annahm werth; das heißt an die Herzen reden, das ist Trost, wie man begehrt. GOttes Gnade weicht dir nicht/ ch es dein Erbar⸗ mer spricht. 5. Hier ist Kraft fuͤr alle Muͤden⸗ die so manches Elend beugt. Man findt Gnade, man hat Frieden, welcher alles uͤbersieigt. Mein Erbarmer, sprich nir du dies in allen Noͤthen zu. 4. Wenn mich meine Suͤnden schmerzen und der Strafen lange Pein, ach so rede meinem Herzen dei⸗ ne Huld und Frieden ein, daß du mir in IEsu Christ ewig ein Erbarmer bist. 5. Gieb mir einen star— ken Glauben, der dein Wort mit Freuden faßt, so kann mir der Tod nicht rauben, was du mir e Rinrr hast; auch die Hö nicht, was mir mein Er⸗ barmer spricht. Philipp Friedrich Hiller. Mlel. Mein Freund zer⸗ schmilzt aus Lieb in sei⸗ nem BII. *. ie herrlich 400.2 Wé ists, ein Schaͤflein Christi werden, und in der Huld des treu⸗ sten Hirten stehn; kein höh⸗ rer Stand ist auf der gan⸗ zen Erden, als unverruͤckt dem Lamme nachzugehn. Wos alle Welt nicht ge— ben kann, das trifft ein solches Schaf bei seinem Hirten an. 2. Hier findet es die 110 genehmsten Auen, hien wird ihm stets ein frischer Quell entdeckt. Kein Auge kann die Gaben uͤberschauen, die es allhier in reicher Menge schmeckt Hier wird ein Leben mitgetheilt, das un⸗ aufhoͤrlich ist, und nie vor⸗ uͤber eilt. 3. Wie laͤßt sichs da so froh und ruhig sterben, wenn hier das Schaf im Schooß des Hirten liegt. Es darf sich nicht vor Holl und Tod entfaͤrben, sein treuer Hirt hat Hoͤll und Tod besiegt. Buͤßt gleich der Leib die Regung ein, so wird die Seele doch kein Raub des Moders sein. 4. Das Schaͤflein bleibt in seines Hirten Haͤnden, wenn gleich' vor Zorn Welt, Holl und Abgrund schnaubt. Es wird es ihm kein wil⸗ der Wolf entwenden, weil der anbt. Er ist, an den um Esus- Lieder. um in Ewigkeit, und wird im Todes⸗Thal von Furcht 2. Fall befreit. Wer leben will und 1 Tage sehen, der wende sich zu dieses Hirten Stab; hier wird sein Fuß auf suͤ⸗ ßer Weide gehen, da ihm die Welt vorhin nur Traͤ⸗ ber gab; hier wird nichts Gutes je vermißt, dieweil der Hirt ein Herr der Schaͤtze GOttes ist. Vorschmack groͤßrer Freu⸗ den; es folget noch die lange Ewigkeit: da wird das Lam̃ die Seinen herrlich weiden, wo der krystallne Strom das Wasser beut. Da sie⸗ het man erst klar und frei, wie schoͤn und auserwaͤhlt ein Schaͤflein Christi sei. Joh. Jac. Rambach. VI. JEfu Mel. O GOtt, du from⸗ mer GOtt. Geist, V 401. Den mein JEsu Christ, das rechte wahre Leben, kann mir zu aller Frist Trost und Erquickung geben; wenn ich in Angst und Noth nur schrei, o GOtt, zu dir, so kann dein bittrer Tod erwecken Freud in mir. 2. Wie soll dein suͤßer Saft nicht innerlich er— uicken? Es wird von aller ast befreit in allen Stuͤcken mein Herz,/ das so beschwert, kriegt aus den Wunden Kraft, so suͤßiglich es naͤhrt und Racht es tugendhaft. 3. Wie traurig steht das Herz, wenn du willst hin⸗ weg gehen, und fuͤhlet nichts denn Schmerz, weils so allein muß stehen. Ach geh doch nicht von mir, mein 1ch sch geh nicht weg; ich schreie fuͤr und fuͤr: HErr, lehr mich dei⸗ nen Steg! 8»Lieder. 4. Du hast vorhin sagt: Ich 2118 dich fest umfassen. Als einstmals hat geklagt die Seel, sie sei verlassen, sprachst du ihr troͤstlich u: Sei still und harre doch, ich bring dich bald zur Ruh/ und nehm dir ab das Joch. 5. Wie freundlich sind die Wort! So ich daran gedenke, mein allerliebster Hort, ich mich tief in dich senke, und wuͤnsche nichtes mehr, denn daß in dir allein zu deinem Preis und Ehr ich moͤcht vergraben sein. 6. Wie selig ist es doch, wenn man dich hat. gefun⸗ den! und der, so traͤgt dein Joch, wird davon leicht hast bis in den Kreuzestod da sich geendt die Last. 7. Allein es thut auch weh, wenn du willst wie⸗ der gehen; da heißts: Nur stille steh im 9910 und sin Flehen. O Seel, sei un⸗ 6. Doch ist dies nur der entbunden, so er betracht die Noth, die du erduldet reh N N h, N f 0 gub 110 Hͤer fmdßet Rch 9. ch pm ür machdalt 111 Hahehg 4 muß 4 10 Hiht de Reih h a 10 Ml N Wahhet, 0 Halhltt, A schee wah Assn nct Räpiunn 1. 0 nich Rr Rh, I/ M Au, Ai 90 0 — h Wil, 0 f hulbentt schr gi. *— Vist des Rubhy gbbhek U Het nochdielch dawidds 10 herlich waß kystalne Etch heut. RsAt und gusexs dein Chrft oh. Jot. Manhht eden hast horhth will dich f. Ae ö die Sel, u, syngf; 0 Saftl doch/ ich hih zut Ruh/A ab das Ph freundlh st So ich Wx Hein alalchtz mich tief NS winch itz II daß in N sem Meis u Icht betgehbeh 0 stes doch ch hyt geuy⸗ Wttä Rei Non Lach soet bettach die du b W 01 sl 1 6 thut g d wils W. da heißtoͤꝛ M M 2 Wachen 0 — Seil I JIEsus- Lieder. 34⁴41 unverzagt, halt nur fest am Gebet; den Feind, der dich verklagt, ich bald zu Bo⸗ den tret. ö 8. So du nun wirst ge⸗ treu in meinen Wegen ge⸗ hen, in wahrer Herzens⸗ Reu auf meine Huͤlfe 15c0 so glaub nur fest, daß ich den Boͤswicht daͤmpfen kann, daß er dir schade nicht/ ob 9* dich gleich sicht an. Ach daß mein Auge 75 waͤr stetiglich gerichtet nach deiner Liebesspur; ich weiß, daß du verrichtet des Hohenpriesters Amt; ich muß ja selig sein, ich werde Fri nicht verdammt, weil du mein einges Ein. 10. Mein allerliebste Braͤut, du darfst ja nicht verzagen, ich hab mich dir vertraut, du kannsts nur sicher wagen; ich kann dich lassen nicht vor großer Lie⸗ besflamm; mein Herz mir selber bricht, der ich bin GOttes Lamm. 11. So will ich ferner mich dir Wl und gar er⸗ eben, und glauben festig⸗ ich, du einzig seist mein Leben, der mich nicht las⸗ sen kann, ob du gleich gehst von mir; du weichst, ich hang dir an, und weiche nicht von dir. 12. O du mein trautes Herz, ich wiil bald wieder kommen, alsdann du him⸗ melswaͤrts sollst werden aufgenommen von dieser argen Welt, da nichts denn Elend ist, und gehn ins ucher bin elt, da du ganz icher bist. 13. Nun, ich will war⸗ ten dein mit sehnlichem Verlangen: ach brich doch bald herein mit freuden⸗ vollem Prangen; laß doch von aller Noth und Angst entfernet sein die, so auf deinen Tod vertrauen ganz allein. 14. Hierauf will ich mein Hand dir, liebste Seele, geben; zugleich ein Unter⸗ pfand, den Geist, der giebt das Leben dem, so fast gar verzagt, ia todt in Suͤn⸗ den ist, den sein Gewissen 005— und plagt zu aller 15. Wenn auch des Va⸗ ters Will hierin erfuͤllt soll werden, so will ich halten still, bis du mich von der Erden zu dir wirst nehmen hin in jene Herrlichkeit, da sich mein Herz und Sinn soll freun in Ewigkeit. 6. Ich komm, o edler Schatz, ich hab dich mir erwaͤhlet. Nimm ein, nimm ein den Platz, du bist nun⸗ mehr gezaͤhlet zu denen, so das Land in meines Va⸗ ters Reich ererben, ihm bekannt, und sind den En⸗ geln gleich. 17. Hab Dank, mein Braͤutigam, fuͤr deine große Liebe; du Loͤd von Juda Stamm, gied, daß ich nicht betruͤbe den werthen heil⸗ gen Geist, der da will fuͤh⸗ ren hin den, so gen Him⸗ mel reist; der Tod ist mein Gewinn. 18. Komm, komm, du selges Kind, geneuß der Himmels-Freuden; hin⸗ weg 3⁴² Esus⸗ Lieder. weg ist alle Suͤnd, ein Ende hat dein Leiden; trink ja mit Freuden ein, was eingeschenket ist; ich mein den suͤßen Wein, bis daß du trunken bist. Mel. Uun bitten wir den heiligen Seist. 9sch mein 402. Agerr3 su, dein Nahesein bringt großen Frieden ins Herz hinein; und dein Gnaden⸗ anblick macht uns so selig, daß auchs Gebeine daruͤber froͤhlich und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freund⸗ liches Angesicht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht; aber unsre Seele kanns schon gewahren: du kannst dich fuͤhlbar gnug offenbaren, auch ungesehn 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht waͤr be⸗ dacht. Der haͤtt ohn Ende von Gluͤck zu sagen, und Leib und Seele muͤßt im⸗ mer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnaͤdig, geduldig sein, uns taͤglich reichlich die Schuld ver⸗ zeihn, heilen, stilln und troͤ⸗ sten, erfreun und segnen, und unsrer Seele als Freund begegnen, ist deine Lust. 5. Ach gieb an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Theil, und laß unsre Seele sich immer schicken, aus Noth und Liebe nach dir zu blik⸗ ken ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir wei⸗ nen, so troͤst uns bald mit deiner blutigen Todsge⸗ stalt; ja, die laß uns immer vor Augen schweben und dein wahrhaftiges Inuns⸗ leben zu sehen sein. 7. Ein herzlichs Wesen und Kindlichkeit sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Ir nde ure aus deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stunden bei Freud und Leid. 8. So werden wir bis in Himmel'nein mit dir vergnuͤgt wie die Kindlein sein; muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen, wenn sich das Herz nur an dir stets setzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschaͤmt dastehen! und un⸗ ser Auge muß uͤbergehen vor Lob und Dank. 10. Der Kuß von dei⸗ nem erblaßten Mund macht und erhaͤlt unser Herz verwundt, und die Ueberstroͤmung mit deinem Blute macht uns nach Seele, Leib, Sinn und Muthe dir aͤhnlich sein. Christian Gregor. Mel. Uun kömm der Heiden Heiland. 403 Ewoe Weis⸗ heit, JEsu Christ, da mein rechter Brautschatz ist: hast du schon vorlaͤngst mir nicht ein Verloͤbniß zugericht? 2. Ist die starke Liebes⸗ hand nicht mein sichres Un⸗ Lamurl h Re Oh Rehh O 3. 0 hN M Hohnach Rahehad; han, 1. B Raiheh E Hehe MN belbehtt. Ruadeg, i 5. W I mit Ktant D adersit •00 W Ae fulh. Sumhsth Eantt . Mi OUstleh Rah 00l Moschhet st M à Des fihtet, s it sheb, Heh getgeh m Hole 9. N/ Ahnhth Wet I Whch Run euij . Ma hel, i m Eii Fsheet, 4 ahgkit E W. DN Ul 16 we i93 J Mupz sein. . chs Wich iit sei Ansh er Zeit, u dengung ah nchalt un en Stunda Lod. den wir t sein mit H. die Kidle im gleich R . Manchn sch das Hah 1 sehen II 1 UWIS 06 and/ R 6 Whah Orgldenken chlund un⸗ übetgeheh Oahk. ö 5 voh dä⸗ Mulh hoͤt ust 1, Und R Rit deinen Ind nuch Sinn und lich sen Ron Gregor, gmm det eiland. ge W 4 WI Rein Raält st. Hith mi nch 1 licht fik fe Licbe mi sihlt IEsus-Lieder. 34⁴3 Unterpfand? Hatt ich nicht 12. Wie du mich nun, den Siegelring, als ich edler Gast, durch den Geist deinen a empfing? versiegelt hast, daß ich weiß⸗ 3. Hast du mich nicht ich bleibe nun ewig in der schon geliebt, ob ich dich Liebe ruhn: gleich noch betruͤbt? Hast du 13. Also ziehe meinen derne Werbung nicht/Braͤu⸗ 4— 0 gaͤnzlich in dein We⸗ tigam, auf mich gericht? sen hin, daß ich wie ein Bracht der Vater Siegel steh, und dich ein⸗ meinen Sinn nicht aus gedruckt mir seh. Liebe zu dir hin/ als sein 14. Ich begehr nur in unverwehrter Zug den Un⸗ un nicht auf⸗ 42—— Uberwog⸗ noch niederwaͤrts; ohne 5. Als ich mich nun zu dich will ich nicht sein ir⸗ dir wandt, machtest du dich gendwo gedrucket ein. mir bekannt, mehr als man 15. O daß dieses Sie⸗ Verlobte schaut mit ein⸗gel blieb auf den Armen ander sein vertraut. meiner Lieb unverruͤcket So viel Jahre, Tag eingepraͤgt, wenn sich nur und Stund ist mir deine mein Leben regt. Liebe kund, und der Treu 16. So daß auch kein Standhaftigkeit dauert fest Augenbl lick mich von der Ge⸗ auf deiner Seit. meinschaft ruͤck, nichts zu 7. Mir ist auch das wollen, nichts zu thun, als Hochzeitkleid in mir durch in dir, mein Lieb, zu ruhn. dein Heil bereit: deine 17. Laß dies Bild stets Menschheit, IEsu Christ, fester sein in mein Herz ge⸗ die mir ange n ist. drucket ein: Tod und Leben 8. Dies ist die Gerech⸗ mach mich gleich deinem tigkeit, so die Suͤnde von Bild und Himmelreich. mir scheidt, da du, in mir 18. Wer will also schei⸗ neu geborn, bist nunmehr den mich von der Lieb, die zum Heil erkorn. ewiglich als ein Siegel in Ja, es mangelt mir mir steht, und aus GOtt in auch nicht Heiligung, Kraft, GOtt eingeht. Gottf. Arnold. Lieb und Licht; du bringst mir wahrhaftig ein, was In eigener Melodie. mein ewig Theil soll sein. 404. 4— laß dich 10. Aber Eines fehlt mir nicht, du hler, das ich nicht ganz mußt mein JEsus bleiben. find in mir: der verbund⸗ Will raͤuhe Noth, Welt, nen Einigkeit unbewegte Hoͤlle, Tod mich aus dem Festigkeit. Feld erhitzter Treue trei⸗ 11. Denn mein Wille 1155 nur her! ich halte lenkt sich wohl manchmal mich, mein starker Held, aus dir, da er soll in dich an dich. Hoͤr, was die eingekehret sein, dringen Seele spricht: Du mußt in das Eine ein. mein JEsus- Lieder. mein JEsus bleiben, ich 110. dich nicht. 30 laß dich nicht, du all chste Liebe; wenn Zweifel sich setzt wider mich; ich weiß, wie dich die keusche Flamme triebe. Du trugest Schuld und Pein, sollt ich verurtheilt sein an jenem Weltgericht? Du allerhoͤchste Liebe, ich laß dich nicht. 3. Ich laß dich nicht/ du suͤße Seelenstaͤrke, die mich erlabt und Kraͤft be— gabt, wenn ich in mir des Geistes Ohnmacht merke. Macht mich der Krankheit Ach durch Schmerzens⸗ naͤchte schwach, die srische Liebe spricht: Du suͤße Seelenstaͤrke, ich laß dich nicht. 4. Ich laß dich nicht, du Huͤlf in allen Noͤthen. Leg Joch auf Joch, ich hoffe doch, auch wenn es scheint, als wolltest du mich toͤdten. Machs, wie du willst, mit mir, ich weiche nicht von dir; verstelle dein Gesicht, du Huͤlf in allen Noöthen, ich laß dich nicht. 5. Ich laß dich nicht. Sollt ich den Segen las⸗ sen? Ibet IEsu, nein, du bleibest mein. Dich halt ich noch, wenn ich Naa mehr kann fassen. Nach kurzer Naͤchte Lauf geht mir der Segen auf von, dir, dem Segensslicht: Soilt ich den Segen lassen? Ich laß dich nicht. 6. Ich laß dich nicht, fuͤhr mich nach deinem Willen, ich folge nach durch Wohl und Ach; dein wei⸗ ser Schluß kann allen Kum⸗ mer stillen. Dir, Lilie, hang ich an, und achte keine Bahn, wo mich die Distel sticht, fuͤhr mich 110 deinem Willen, ich laß die nicht. 7. Ich laß dich nicht, auch in dem Schooß der Freude; denn wenn ich mich seh ohne dich, so ist die Lust mir eine Wer⸗ muthweide. Mir graut vor ihrer Kost, wenn nicht von deinem Trost mein Herz durchsuͤpet spricht, auch in dem Schooß der Freude 37 laß dich nicht. Ich laß dich nicht. Was will die Hoͤlle haben? HErr, ich bin dein, wie kann ich sein, als deine Taub/ auch bei verdamm⸗ ten Raben? Mich hephet dein Ainten Was drohet denn mit Glut ihr rauchen⸗ des Gesicht? Was will die Hoͤlle haben? Ich laß dich nicht.—— Ich laß dich nicht, mein GOtt, mein HErr, mein Leben; mich reißt das Grab von dir nicht ab, der du dich hast fuͤr mich in Tod gegeben. Du starbst aus Liebe mir; ich sag in Liebe dir, auch wenn das Herz zerbricht, mein GOtt, mein HErr, mein Leben: Ich laß dich nicht. Wolfg. Christoph Deßler. Mel. Schmückhe dich, o liebe Seele. E* Einig, d 405. K'rAN Kön glei⸗ h III 0 Ed 0 Hlach he dch Stch sh, 3 0 N 06 MA HRah . 10 Ial h eh Burdes 5 W 0 H. .— ch; den x hallergu Du, M „ ud i o mich uhr nichn u ich Hßh dich nic Schobß v Wenn ⸗ dich s eine W Mir ghsh „ wenn nt Ttos na Upet sptihh Schboß v ih dich nich dich Rich. Hlee haben deist, wi alh deike berdamm⸗ ich teiniget VS Ucht hr Ruche⸗ Eas wil de JW laß dich dich nich hlein HEi nich keist N nicht ah, st für wich „Duusatht ich sah i Wenn d mein GOt/ srein Lebeh. nicht. istoph Dißtn JEsus-Lieder. 3⁴⁵ gleichet, dessen Ruhm kein Mund erreichet, dem als Gᷣtt das Reich gebuͤhret, der als Mensch das Zepter fuͤhret, dem das Recht ge⸗ hoͤrt zum Throne, als des Vaters ewgem Sohne, den so viel Vollkommenheiten kröͤnen/ zieren und begleiten. 2. Himmel, Wasser, Luft und Erde, nebst der unge⸗ zaͤhlten Heerde der Ge⸗ schoͤyfe in den Feldern, in den Seen, in den Waͤldern sind, HErr, uͤber Tod und Leben, dir zum Eigenthum Rhen, Thiere, Men⸗ chen, Geister scheuen, Menschen⸗Sohn, dein maͤchtig Draͤuen. 3. In des Gnaden⸗Rei⸗ ches Graͤnzen sieht man dich am schönsten glaͤnzen, wo viel tausend treue See⸗ len, dich zu ihrem Haupt erwaͤhlen, die durchs Zep⸗ ter deines Mundes nach dem Recht des Gnaden⸗ Bundes sich von dir re⸗ gieren lassen, und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche dei⸗ ner Ehren kann man stets dich lohen höͤren von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklaͤrtes Antlitz schauen, die dich unermuͤdet preisen, und dir Ehr und Dienst erweisen. 4—8 5. O Monarch in dreien Reichen! dir ist niemand . vergleichen an dem eberfluß der Schaͤtze, an der Ordnung der Gesetze, an Vortrefflichkeit der Ga⸗ ben, welche deine Buͤrger haben: du beschuͤtzest deine Freunde, du bezwingest dei⸗ ne Feinde. 9 6. Herrsche auch in mei⸗ nem Herzen uͤber Zorn, Furcht, Lust und Schmer⸗ zen; laß mich deinen Schutz genießen, laß mich dich im Glauben kuͤssen, ehren, fuͤrchten, loben, lieben, und mich im Gehorsam uͤben, hier mit leiden, kaͤmpfen, schwitzen, dort mit auf dem Throne sitzen. J. J. Rambach. Mel. Höchster Priester, der du dich. 4 iebster Braͤut⸗ 406. L gam, denkst du nicht an die theure Lie⸗ bespflicht, da du dich mit tausend Wunden meiner Seelen hast verbunden? 2. Denkst du nicht gn deinen Spott, an das Kreuz und an die Noth, und an deiner Seelen Leiden, da sie sollte von dir scheiden? 3. Weißt du wohl, daß deine Pein mein Erloͤsung sollte sein? Und wie muß ich denn auf Erden noch so lang gequaͤlet werden? 4. Bin ich dir als deine Braut schon verlobet und vertraut, warum laͤßt du meine Seele in des Leibes Trauerhoͤhle 5. Bin ich dein, und du bist mein, warum laͤßt du mich allein? Warum willst du mich, mein Leben, nicht alsbald zu dir erheben? 6. Ich verschmachte vor Begier, die mein Herze 19 hat ———————————— 3⁴46 JEsus-Lieder. hat nach dir; ich vergehe vor Verlangen, dich zu sehn und— umfangen. 7. Denke doch, o GOt⸗ tes Lamm, daß du bist mein Braͤutigam. Denke, daß dirs will gebuͤhren, deine Braut zur Ruh zu fuͤhren. 8. Nimm mich, Liebster, in dein Reich, mach mich den Erwaͤhlten gleich. Nimm mich aus der Trau⸗ erhoͤhle, JIEsu, Braͤutgam meiner Seele! Joh. Angelus. In eigener Melodie. Meeiin JEsu, 407. M der du mich zum Lustspiel ewig⸗ lich dir hast erwaͤhlet, sieh, wie dein Eigenthum des großen Braͤutgams Ruhm so gern erzaͤhlet. 2. Vernimm, wie deine Braut, darauf dein Auge schaut, zu deinen Ehren ein Lied von Zion singt, wie ihr das Herze springt, dein Lob zu mehren. 3. Zwar hoͤr ich deinen Hohn, du schnoͤdes Baby⸗ lon, und deiner Rotten, weil du gewohnet bist das, was von Zion ist, nur zu verspotten. 4. Allein mein Braͤuti⸗ gam, der Held von Davids Stamm, macht sie zu schan⸗ den; drum sing ich doch dies Lied, das sie nicht ger⸗ ne sieht in ihren Landen. 5. Es koͤmmt auch wohl ein Jahr, wenn GOtt die werthe Schaar gen Zion bringet, daß Zion hoch er⸗ freut von seiner Herrlich⸗ keit in Zion singet. 6. Denn wahrlich unser GOtt wird uns zu ihrem Spott aus Babel fuͤhren; und die erkaufte Zahl zu Zion noch einmal die Sai⸗ ten ruͤhren. 7. Wie soll das neue Lied, daß Zion ewig bluͤht, alsdann erschallen; wann es von Baͤbel heißt, die sich jetzt selig preist: sie ist gefallen! 8. Der Braͤutgam ruft schon laut zu der geliebten Braut: Ja, ja, ich komme; nunmehr verzieh ich nicht, sei kraͤftig aufgericht, du meine Fromme! 9. Ja, komm doch, lieb⸗ ster Hort, und laß dein wahres Wort nun bald er⸗ gehen, so wird die blinde Welt, die es fuͤr Thorheit haͤlt, mit Spott bestehen. 10. Und mich, die sie verlacht, wird deine große Macht mit Lieb bedek⸗ ken, wenn du auf Cherub sitzst, und aus den Wol⸗ ken blitzst, die Welt zu schrecken. 11. Ich halte fest an dir, und will dich nun in mir zu bleiben zwingen; ich lasse dich nicht aus; in meiner Mutter Haus muß ich dich bringen. 12. Laß es nur bald geschehn, der, die du hast ersehn, dich zu verbinden. Ist die Verlobung da, so muß die Hochzeit ja sich auch bald finden. 13. Jedoch ich weiß ja wohl, was bald geschehen soll, wer mag es wehren? Was dir zu thun is da l W5 schoh I l Ih n kat/ 0 it h el. 5 ngt se 106 Ind 6 Wudde Ga Hahhl Halheh Rn shelt fl N Wh N 0 hahklich mmst ud iu en Walh Uufte Zahly ammal de E Id heh fewig olähz ollen; wen l heißt, 06 preist. iet Lutgam tuß der gelkcth vich ommtz ich ich iih, shericht,& el Mdoch, lich laß dei Hun balheet ae blinhe 11 Thorhett tt hestehen. ch, die sie Remhe große Lieh hedek⸗ auf Chetab den Wol e Velt fest an d, i mit u ich lise in meinet wuß sch rur bod die du ha berbindeh ung do, eit iu sch u.. ich weßß o geschchc 3 Wehteh hun gefill 1 ISEsus-Lieder. 3⁴⁷ das soll bald alle Welt zum Zeugniß hoͤren. 14. Die Braut sitzt jetzo schon im Geist auf deinem Thron, dir zu der Seiten, und macht sich schon be⸗ reit, dein Lob in Ewig⸗ keit hoch auszubreiten. Joh. Wilh. Petersen. Mel. 8o führst du doch recht selig, HErr, die Deinen. * Liebesglut, 408. O die Erd und Himmel paaret, o Wundersee, drein sich mein Geist versenkt, daß GOtt noch Huld fuͤr seinen Feind bewahret, und seine Gunst dem schnoͤdsten Suͤnder schenkt! Wie tief er mich im Fluch und Blute fund, sein ganzes All dringt in mein Nichts hinein, er will in einem Wurm ver⸗ klaͤret sein, und noͤthigt mich zu seinem Gnaden⸗ bund. ö 2. Hier staunt der Gei⸗ ster Schagr, die Seraphi⸗ nen bedecken hier mit Fluͤ⸗ geln ihr Gesicht; der Ewig⸗ keit Geheimniß ist erschie⸗ nen, hier kommt der ganzen Gottheit Rath ans Licht. Die Herrlichkeit, die mit dem Werkbund war ge— schaͤndet, bricht mit neuem Glanz herfuͤr, entriegelt steht die guͤldne Lebensthuͤr, GoOtt selbst stellt sich zum Gut des Suͤnders dar. 3. Dies ist der Mittel⸗ punkt von GOttes Wegen, der Tiefen Schluͤssel und des Wortes Kern. traͤuft ein angenehmer Gnadenregen, bier gehet auf ein heller Morgenstern. Hier muß mein traͤger Sinn entzuͤcket stehn, hier finvet nichts als Thorheit mein Verstand, und hab ich Kraft und Fleiß schon angewandt, kann ich doch kaum ein wenig schimmernd sehn.. 4. O ewig Licht, laß deines Lichtes Strahlen mich bringen auf die Spur der Weisheit dein, um mir dein Bundgeheimniß ab⸗ zumalen, wovon keinFleisch noch Blut kann Lehrer sein. Des Geistes Augen⸗ salb mir lege bei, damit was nie kein Mensch noch Engel denkt, und was dein Wort von deinem Bunde schenkt, mir nicht wie ein versiegelt Buch mehr sei. 5. Doch nimm zugleich Verstand und Herz gefan⸗ gen, da ich mich jetzt zu deinen Fuͤßen setz, um dir als Bundesgott stets an⸗ zuhangen. Ach spanne mich in deiner Liehe Netz, zwing mich, zeuch mich, damit ich dir nachlauf; und da du dich willst geben gaͤnzlich mir, so gieb auch Kraft, daß ich mich gebe dir, HErr IEsu, zeuch mein ganzes Herz hinauf. Fr. A. Lampe. Mel. Wie wohl ist mir; o Freund der Seelen. 409.½ Linte onab⸗ res Leben, so sterbe nur, Hier was du nicht bist; ein Blick von IPIPIPeeee‚ —— DIPRDPIPRPRPRPRP‚PIPIPIPRPIPRPRPRPRPPPPeeeeeeee- E * * * 3⁴ JEsus⸗Lieder. von dir kann mehr mir ge⸗ hen, als was der Welt ver⸗ gnuͤglich ist. O JEsu, du sollst mein verbleiben; nichts wird mich von der Liebe treiben, die du mir zugesaget hast. O suͤße Wonne, die mich traͤnket, wenn sich die Seel in dich versenket, und dich, o Braͤu⸗ tigam, umfaßt. 2. Herz, das in Liebes⸗ glut gestorben, ach laß mein Herz in Flammen stehn; entzuͤnd ein 109 1 das du erworben, und laß darin⸗ nen untergehn, was du nicht bist, o mein Vergnuͤ⸗ gen, laß mich in deiner Liebe bt u ja siege du nur selbst in mir; so werd ich froͤhlich triumphiren, so wird dein Todessieg mich zieren, so leb und leid und sterb ich dir. 3. Zuͤnd auch in mir die Liebesflammen zum Dienste deiner Glieder an; bind mich und ihre Noth zu⸗ sammen, damit ich mich versichern kann, ich sei also wie du gesinnet: wenn mein Geist die Gestalt gewinnet, die deinem Sinn recht aͤhn⸗ lich ist, so werd ich Freund und Feinde lieben, so wird ihr Kummer mich betruͤben/ wie du mir vorgegangen bist. 4. Gieb mir des Glau⸗ bens Licht und Kraͤfte, da⸗ mit er wahre Fruͤchte zeigt; mach mich zur Rebe voller Saͤfte, die sich nach dir/ dem Weinstock, neigt. Du bist der Fels, auf den ich baue, du bist mein Hei⸗ land, dem ich traue, du bist des Glaubens fester Grund. Wenn sich die Zweifelsstunden finden, so laß die Huͤlfe nicht ver⸗ schwinden, und mach den kranken Geist gesund. 5. Hilf, daß die Hoff⸗ nung nieht erlieget, und daß dein Kreuz ihr Anker ist; gieb, daß sie alle Angst besieget durch dich, der du mein Alles bist. Die Welt mag auf das Eitle bauen, ich aber will auf dich nur schauen, o JEsu, meiner Hoffnung Licht; ich will dich stets in Lieb umfassen, dich, der du mich nicht wirst verlassen; denn deine Liebe wanket nicht. 6. Willst du mich noch im Leben wissen, so leb ich, weil es dir beliebt; werd ich vom Tode hingerissen, so bin ich gleichfalls nicht betruͤbt. Dein Leben laß stets in mir leben, dein Sterben laß mir Staͤrke geben, wenn meines Le⸗ bens Ziel erscheint. Ich will dir meinen Willen schenken, ich will in Tod und Leben denken, daß du es gut mit mir gemeint. Phil. Balth. Sinold. Mel. 3. SoOtt und Err. *Mein Freund 410. M ist mein/ und ich bin sein, ihm hab ich mich ergeben: in Freud und Leid bin ich bereit, dir, IEsu, stets zu leben. 2. Ich glaub an dich, an dir kleb ich, und will dich auch nicht lassen/ 10 Ih W 00 Hc nich H alf f 9) Klrl R MA chcbeh. Wanath 1 l 0 M Hhh E scheri 5 H 0. sit s nih sig Wl 1h. 1—.— laubeys fish denn sich en fidef ffe nict hz und mic d gesau, daß die h etlieget, n euz ihr Mih sie SlN dich, derg ist. Die W Eitle Huug af dch Esu, mog t; ich. Heb umfisez nich nich j denn heiz licht. V mich noc so lebith cliebt; weth hilherissen, ichfalls nicht hi Kben la lebch, dei mit Stitk Reines Le cheit. V Hen Wille will in 0 fet, daß di gemeist, alth. Sinold. SOtt und XX. Nen Fteuch st mih i ihm H el: in rad ch bereit/ R iu lehen, b l. ch/ i t laset Esus-Lieder. 3⁴9 du mich wirst, du Lebens⸗ Fuͤrst, mit deiner Gnad umfassen. ů 3. Dein ganz Verdienst ist mein Gewinnst, dein Hollen⸗Angst und Sterben hat mich versoͤhnt, ja gar gekroͤnt zu einem Himmels⸗ erben. 4. Die Kreuzes⸗Last, die du hier hast fuͤr mich auf dich genommen/ macht mich befreit von allem Leid, das sonst auf mich gekommen. 5. Fuͤr mich hast du dich aus der Ruh in diese Welt gegeben; ja gar in Tod und Hoͤllennoth, damit ich möͤch⸗ te leben. ö ö 6. Nun werd ich gleich in deinem Reich den fro⸗ hen Engeln werden, und sicher sein von aller Pein, von allen el den Top⸗ 7. Trotz sei dem Tod,; und aller Noth! von dir kann mich nichts wenden, weil ich forthin verwahret bin in deiner Seit und Haͤnden. ö 8. Trotz sei nunmehr des Teufels Heer! denn du/ du hast gebunden die alte Schlang, die auf mich drang, mich toͤdtlich zu verwunden. 9, Trotz sei der Holl! weil mein Gesell die gaͤnz⸗ lich hat tundi Der Hoͤl⸗ len Macht und dunkle Nacht ist nim ganz umgekehret. 10. Troftz aller Welt! hier ist der Held, der fuͤr mich ist gestorben, dadurch er hat die guͤldne Stadt des Himmels mir erworben 11. HErr IEsu Christ, allein du bist mein hoöchster Schatz auf Erden; ach laß mich nicht, mein Lebens⸗ Licht, von dir geschieden werden. 12. Denn du bist mein, und ich bin dein: dir hab ich mich ergeben, in Gluͤck und Freud, in Kreuz und Leid, im Sterben und im Leben. Joh. Neunherz. Mel. Auf meinen lieben GOtt. * ein JIEsus 41 1 M ist getreu/ er steht in Noth mir bei, auf ihn ist gut vertrauen, drum will ich auf ihn bauen/ ihm bleibt mein Herz er⸗ geben im Tod und auch im Leben. 2. Der Welt ihr bester Lohn ist Schaden, Schimpf und Hohn: wer den nicht will erwerben, der muß der Welt absterben, der muß vor ihr sich wehren, sich hin zu IEsu kehren. 3. Wenn mich der Feinde Schaar will stuͤrzen in Ge⸗ fahr, und mich mit Hohn belegen, mein IEsus ist zugegen: sein Schutz 1 mir sich wendet, und alle Feinde blendet. 4. Ob mich angehet Noth und waͤr es auch der Tod, fuͤr mich mein IEsus rin⸗ et, und Noth und Tod ezwinget, ja aus der Hol⸗ len Rachen kann er mich ledig machen. 5. Wenn Suͤndenschuld mich plagt, und mein Ge⸗ wissen nagt, mein treuer IEsus wachet, mich Lawz un .— ——3— St=......—. — PꝓSPSPSISISISISISISISISISIIIIII...— ..— —.—..—.— —————22——————————————————9—9—9—9ʃ22 350 JEsus -Lieder. und anlachet, sein Leiden umd sein Sterben laͤßt kei⸗ nen nicht verderben. 6. Sei fort mein Wi⸗ derstand, mein Nuge, Fuß Wesen, das sie sich zur Lust erlesen, gar zu einem Geist vertraut. 6. Sie ist edler als Karfunkel; Diamaͤͤnten und Hand, hilf mir aufsind zu dunkel vor dem allen Seiten, o IEsu, mu⸗ thig streiten. Dann will ich deinen Namen von nun an preisen. Amen. Ernst Christoph Homburg. In eigener Aie ö wie selig 412. O sind die Seelen, die mit IEsu sich vermaͤhlen, die sein sanf⸗ ter Liebeswind so gewal⸗ tiglich getrieben, daß sie anz daselbst gehlieben, wo ich ihr Magnet befindt! 2. Denn wer fasset ihre Wuͤrde, die bei dieser Lei⸗ besbuͤrde sich in ihnen schon befindt? Alle Him⸗ mel sind zu wenig fuͤr die Seelen, die der Koͤnig so vortrefflich angezuͤndt. 3. Wenn die Seraphim sich decken, und vor seiner Macht erschrecken, wird er doch von seiner Braut in der wundervollen Krone auf dem glorioͤsen Throne ohne Decke angeschaut. 4. Sonst erent man sich mit Zittern, und be⸗ dienet mit Erschuͤttern dieses Koͤnigs Heiligkeit. Aber wer mit ihm ver⸗ trauet, wird, wenn er sein Antlitz schauet, doch gar saͤnftiglich erfreut. 5. Wenn Jehovah man genennet, wird nichts Hoͤ⸗ hers mehr erkennet, als die Herrlichkeit der Braut. Glanz der Herrlichkeit, der sie durch und durch erfuͤllet, der wie Stroͤme aus ihr quillet, der die Koͤnigin erfreut. 7. Drum, wer wollte sonst was lieben, und sich nicht bestqaͤndig üben, des Mo⸗ narchen Braut zu sein? Muß man gleich dabei viel leiden, sich von allen Dingen scheiden, bringts ein Tag doch wieder ein. 8. Schenke, HErr, auf meine Bitte mir ein goͤtt⸗ liches Gemuͤthe, einen kd⸗ niglichen Geist, mich als dir verlobt zu tragen, allem freudig abzusagen, was nur Welt und irdisch heißt. 9. So will ich mich selbst nicht achten; sollte gleich der Leib verschmachten, bleib ich IEsu doch ge— treu. Sollt ich keinen Trost erblicken, will ich mich damit erquicken, daß ich meines IEsu sei. 10. Ohne Fuͤhlen will ich trauen, bis die Zeit kommt, ihn zu schauen, bis er sich zu mir gesellt; bis ich werd in seinen erwarmen, und er mit mir Hochzeit haͤlt. Christian Fried. Richter. In eigener Melodie. Sie wird mit dem höchsten 413, Woln eh, was Armen in gar suͤßer Lieb . H aeh v rhn wolt K Nin M Gätehh 2. Her Hetz G nd ehb wer tlä 1I0 Oc Rrdes UM 9. W Hst7f stes Sf Heloht! uscht. Ah Uahgt. Wfiig Lesft 05 Wss 10 10 I 51 ler A Dummath micl ugt d mri tlchlth ch Und dut ů wie Sthn lllet, del kellt, Werwolltesch und sich nh hen, deh M Aut Il 1 gleich R sich voh alla Hoen, Hul h Wieder al Hött, mit ein 0 0 eifhen st, mich rageh, alleh en, Was fut ssch heßt ich mich sel salte geih Eschmachten 0 doch g ich 0 , Wil ih hicken, diß sei. rühln wil 66 die Zett I schauen t Rel Rei seihg süßet und et hlt. Fritd. Möin clelodi. * ush JEsus- Lieder. 351 was mein Preis? wollt ihr lernen, was ich weiß? wollt ihr sehn mein Eigenthum? wollt ihr hoͤren, was mein Ruhm? JIEsus der bi „ gte. 2. Wer ist meines Glau⸗ bens Grund? wer staͤrkt und erweckt den Mund? wer traͤgt meine Straf und Schuld? wer schafft mir des Vaters Huld? JE⸗ . der Gekreuzigte. 3. Wer ist meines Lebens Kraft? wer ist meines Gei⸗ stes Saft? wer macht mich gerecht und schlecht? wer macht mich zu GOttes Knecht? IEsus der Ge⸗ kreuzigte. 4. Wer ist meines Lei⸗ dens Trost? wer schuͤtzt, wenn der Feind erbost? wer erquickt mein mattes Herz? wer verbindet mei⸗ nen Schmerz? JEsus der Gekreuzigte. 5. Wer ist meines To⸗ des Tod? wer hilft in der letzten Noth? wer versetzt mich in sein Reich? wer macht mich den Engeln gleich? IEsus der Ge⸗ kreuzigte. 6. Und so wißt ihr, was ich weiß: ihr wißt meinen Zweck und Preis, glaubt, lebt, duldt, sterbt: aber wen, daß wir sind recht angenehm? JEsu dem Ge⸗ kreuzigten. Jeh. Christoph Schwedler. In eigener Mel.(eigentl.: Liebster Leben liebstes Leben 1 2• 77² 414. d⸗ die zu dem Abendmahl der Hochzeit des Lammes be⸗ 1— 7 sind!m½ Liebster JE⸗ su, liebstes Leben, der du ist das GOtteslamm, das die Suͤnde auf sich nahm, dir hab ich mich ganz ergeben,) dich will ich den Braͤutgam nen⸗ nen, denn ich bin ja deine Braut, die du ewig dir vertraut, nichts, 1½ nichts soll unsre Liebe trennen. 2. Selig 77½777 sind, die zu dem Abendmahl der Hochzeit des Lammes be⸗ rufen sind;:, ½ Laß mich diese Kuͤhnheit uͤben, hier in meinem Christenthum, daß nur dieses sei mein Ruhm, daß kein Unfall, kein Betruͤben:: mich durch Schrecken kann abziehen von der Lieb, damit ich dir bin verpflichtet fuͤr und fuͤr, all,: ½ alle Lust 1 Welt zu fliehen. 3. Selig:½:/½ sind, die zu dem Abendmahl der Hochzeit des Lammes be⸗ rufen sind! Laß durch deine Gnad geschehen/ daß mir niemals Oel gebricht; ieb, daß meines Glaubens icht nimmer moͤg in mir ausgehen; laß die Lam⸗ pen sein geschmuͤcket durch Gebet und Wachsamkeit, und daß in der Dunkelheit sie, 1 7 sie stets scheint und helle blicket. 4. Selig 1::/½ sind, die zu dem Abendmahl der Hochzeit des Lammes be⸗ rufen sind! ½ Laß den Schlaf nicht uͤberwinden mei⸗ ..... 352 JEsus- Lieder. meine Augen, sondern gieb, daß durch deines Geistes Trieb du mich wachend moͤgest finden, und mit herzlichem Verlangen war⸗ tend, wenn der Engel ruft Auf von der gestirnten Luft. Auf, 2:½ auf, der Braͤut⸗ kommt gegangen. 5. I 0 2): ½ sind, die zu dem Abendmahl der Hochzeit des Lammes be⸗ rufen sind! Laß mich dir entgegen gehen, wenn du mir entgegen koͤmmst, daß du mich zu dir ein⸗ nimmst, da ich dich soll ewig sehen.:: IEsu, du wollst mich verneuen, daß bei deinem Abendmahl in der h mih er Zahl ich, 2½1:) ich mich ewig kann/ errrenen. Joh. Wilh. Petersen. In eigener Mel.od. GOt- tes Sohn ist kommen. 415 5. e aller Tugend, Fuͤhrer mer Jugend, Meister meiner Sinnen, IEsu, der vor allen, mir vorlaͤngst gefallen, laß dich lieb gewinnen. 2. Laß mich in den Ar⸗ men deiner Huld erwar⸗ men; laß mich dich genie⸗ ßen, und in deinem Lichte, Licven b Angesichte, deine Lippen kuͤssen. 3. Trage deine Flam⸗ men in mein Herz zusam⸗ men, daß es sich entzuͤn⸗ de, und in heißer Liebe durch deins Geistes Triebe sich mit dir verbinde. 4. Zaͤhle meine Thraͤnen und mein klaͤglich Sehnen; waͤge meine Schmerzen, die ich um dich leide, IE⸗ su, meine Freude, inner⸗ 105 im Herzen. 5. Komm, erzeig dich milde deinem Ebenbilde; denn ich kann nicht leben in des Leibes Hoͤhle, wo du meiner Seele dich nicht willst ergeben. ö 6. Drum so laß mich werden deine Braut auf Erden, daß ich kann mit Freuden meine Zeit voll⸗ enden, und in deinen Haoͤn⸗ den aus der Welt verschei⸗ den. Johann Angelus. Mel. Alles ist an GOt⸗ tes Segen, oder: O wie selig sind die Seelen. eil ich mei⸗ 41 6. Wẽĩ nen IJE⸗ sum habe, und an aner Brust mich labe, fuͤrcht ich keine Noth und Pein; wer ihn liebet, wer ihn kennet, wer weiß, wie sein Herze brennet, der kann — traurig sein. Wo ich sitze, wo ich she wo ich liege, wo ich gehe, weicht mein IEsus nicht von mir; er ist mir stets an der Seiten, thut mich uͤberall begleiten; ich bin seine Lust und Zier. 3. Er hat mich zur Braut erkoren; eh ich sollte sein verloren, muͤßt zergehn die ganze Welt. Ach was sollt mich denn betruͤben, da mich der so hoch thut lieben, der ja alles traͤgt und haͤlt. 4. Er hat sich mit mir verbunden, nichtes, nich⸗ tes wird gefunden, das ihn von . xi ut Rl R 10l washr K hler W 5 D00 R Will Herthen, il sh Hel Iu tiht 417. RehMoMe I WW 1 Is. D 5 sh an In, Hs. Heseh W hhn uud ie ch, Hch H ethtb 2. batheg 1 Hach h 6 0 slsch It M Ah , N W an icht 9.6 h H — Funne: ¹ W 5 Schme Klh l J teude, issh eh. „etheih u Chesh nicht I à Höhle, u dich nh „ laß. e Beaut al ich kann 1 ne Zät hul einen Hah Velt bah Phann Mggell, ist an GOl⸗ det: O nn hie Seelet. 5 lich na⸗ fen M. 0 Ul 1 Ibe, fuͤcht 9 W Peih; 4, Wet ih lit san , det l sen. „ v i0 1000 0 Hein sl el ist mit aiten, thut Hletenz h und aet. Hut Bralt sche 1e sh 4 10 05 fl ——4 thllt Hiche 0 udhil sch mit Al ichtes, N⸗ den, dui 0 IEsus⸗Lieder. 353 von mir trennen thut. Er/ mein Braͤutgam und mein Koͤnig, achtet sonsten alles wenig: ich bin ihm sein liebstes Gut. 5. Darum froͤhlich, im⸗ mer froͤhlich, weil ich bin in JEsu selig, ich bin sein und er isi mein; singen, springen, jubilixen und in IEsu triumphiren soll nur mein Geschaͤfte sein. In eigener Melodie. 417 2 ie schoͤn ö 5 leuchtet der Morgenstern voll Gnad und Wahrheit von dem HErrn, die suͤße Wurzel Jesse. Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein Koͤnig und mein Braͤuti⸗ gam, hast mir mein Herz besessen, lieblich, freundlich, schoͤn und herrlich, groß und ehrlich, reich von Ga— ben, hoch und sehr praͤch⸗ tig erhaben. 2. Ei meine Perl, du werthe Kron, wahr GOt⸗ tes und Marien Sohn, ein hochgeborner Koͤnig, mein Herz heißt dich ein Lilium; dein suͤßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Ei mein Bluͤmlein, Ho⸗ sianna, himmlisch Manna/ das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du heller Jaspis und Rubin, die Flamme deiner Liebe; und erfreu mich, daß ich doch bleib an deinem auser⸗ waͤhlten Leib ein lebendige Ribbe. Nach dir ist mir, gratiosa Coeli Rosa, vank und glimmet mein Herz, durch Liebe verwundet. 4. Von GOtt kommt mir einFreudenschein, wenn du mit deinen Aeugelein mich freundlich thust an⸗ blicken. O HErr JEsu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich inner⸗ lich erguicken. Nimm mich freundlich in dein Arme, daß ich warme werd von Gnaden: auf dein Wort komm ich geladen. 5. HErr GoOtt Vater⸗ mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Schatz, ich bin sein Braut, sehr hoch in ihm erfreuet. Eia, eia, himmlisch Leben wird er geben mir dort Em ewig soll mein Herz 596 loben. Zwingt die Saiten in Citharg, und laßt die suͤße Musika ganz freuden⸗ reich erschalon, daß ich moͤge mit IEsulein, dem wunderschoͤnen Braͤutgam mein, in steter Liebe wal⸗ len. Singet, springet, ju⸗ biliret, triumphiret, dankt dem HErren: groß ist der Koͤnig der Ehren. 7. Wie bin ich doch so Sauhz froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis/ deß klopf ich in die Haͤnde. Amen, Amen. Komm 35⁵5⁴ JEsus-Lieder. Konim, du schoͤne Freu⸗ wir, so da hienieden, dein denkrone, bleib nicht lange: deiner wart ich mit Ver⸗ langen. Philipp Nicolai. Mel. Es ist das Reil uns kommen her. 448 O Licht vom Licht, o Va⸗ ters Glanz, o Wahrheit und das Leben, der du als GOtt und Mensch dich ganz zum Opfer hingege⸗ den fuͤr uns, und darauf deine Macht, aus deines großen Vaters Kraft, wie ein Held angenommen. 2. Als Hoherpriester stir⸗ est du, als Koͤnig hast du wieder verlassen deine To⸗ desruh, und mit dir deine Glieder der Hoͤll entfuͤhrt; hast deinen Lauf nach aus⸗ gestandner Kreuzestauf zum Vater fortgesetzet. 3. Derselbe hat dich, sei⸗ nen Sohn, gesetzt zu sei⸗ ner Rechten, daß du auf deinem Ehrenthron fuͤr dei⸗ ne Braut sollst fechten, und ihrer Feinde List und Werk durch deine große Loͤwenstaͤrk zu Spott und Schanden machen. 4. So hat durch Todes⸗ leiden dich mit Preis und Schmuck gekroͤnet, o GOtt, dein GOtt, und wunder⸗ lich den Stein, so da ver⸗ hoͤhnet, zum Eckstein seiner Kirch erwaͤhlt, zum Ehren⸗ haupt, das da beseelt die Glieder seines Leibes. 5. Er hat dir alles un⸗ terthan, und dir das Reich beschieden; doch dieses nie⸗ mand leugnen kann, daß Reich und deine Herrlich⸗ keit nicht recht erkennen bis zur Zeit der siebenten Posaune. 6. Da wird das Leben, das noch itzt in GOtt sehr tief verborgen, ausbrechen wie ein heller Blitz, wenn jener liebe Morgen nach vorgegangnem Abendlicht wird sein, und jener Boͤ⸗ sewicht zum Abgrund stark versiegelt. 7. So gehts auch uns, die wir erbaut aus deinem Fleisch und Beinen, die du dir als dein Weib ver⸗ traut, und die du als die Deinen alleine kennest, und in dir, o unbefleckte GOt⸗ teszier, gezeichnet und ge⸗ schrieben. 8. Wir sind in deinen Tod getauft, und sammt dir auch begraben; da hast du uns, die du erkauft, mit Licht, mit Heil und Ga⸗ ben, mit Ehr und Herr⸗ lichkeit erfuͤllt; doch ist dies alles noch umhuͤllt mit Suͤnd und Schwachheits⸗ windeln. 9. Wir sind wohl selig, und von dir inwendig schon geschmuͤcket; doch sind wir uns verborgen schier, weil uns noch taͤglich druͤcket Versuchung, Schwachheit, ser de und Noth, und die⸗ er Leib zu Staub und Koth noch dermaleinst muß werden. 10. Ich selbst sag oft mit jener Braut, die du doch dir ernennet: Ich bin sehr schwarz, auf mich nicht — schaut nich h E I cht chy M Wobhlt. Ranl ich un Kld sod/ 0 Chbhs, 12. M WI Ul U HALl Hollcds 6 Rn I W h Hh H . Du GO Wgeg Ot Iu Nt hz t v. Mete hlt H 11 66 S W se Mae Rin Gchän; Loch M. Iteh 15, W Rah le dc ihdrah Rt Im Hse 0 Henicdcg,N wine Herh echt Rlam det sieberh 10 vu deh in GOltst I„ gusbteche Blth vr Morgen i Abendlch 10 jenet Rl Abgtund sit ts guch ung ut gus deihen Binen, N Weih te⸗ ie dAls H kenhest, m sleckte O Het und. Nin deiten und sawmnt aben; du has ekkauft, t eil unnd G⸗ 1 und Helk It doch f umhuͤltyt öchwachheit D wohl sh wendifst doch sihhns N schiet, M iglich Rüt Schachl hoth, Atdde Staub lu maleistmß bstsugofti ‚ die ö Ich bih 6 mich fi schll IEsus⸗ Lieder. 355 schaut, die Sonn hat mich verbrennet. Mein Jakob und Immanuel, ich bin Lea, und nicht Rahel, wie soll ich dirs verhehlen? 11. Viel weniger will mich die Welt erkennen und groß achten, weil ich mich schaͤm, nach Ehr und Geld und ihrer Lust zu trachten; nenn ich in Demuth mi dein Kind, so wird sie ra⸗ send, toll und blind, wie Caiphas, der Heuchler. 12. Also bin ich, HErr IEsu Christ, mit dir in GOtt verborgen, so lange, bis du kommen wirst, und vollends von den Sorgen dein Zion, die geliebte Braut, darauf dein emnd⸗ lich Auge schaut, erloͤsen und befreien. 13. Dann will ich dir, o GOtteslamm, mit Pracht entgegengehen, wie eine Vraut dem Braͤutigam, und dir zur Rechten ste⸗ hen; da soll dein Esther frei vor dir am glaͤsern Meere fuͤr und fuͤr auf ihrer Harfe spielen. 14. Hier ist des Koͤnigs Tochter zwar inwendig schoͤn gezieret; dort aber wird sie ganz und gar aus⸗ wendig sein poliret mit schoͤn gestickter Kleider Schein; es wird kein Fleck noch Makel sein an ihrem klaren Leibe. 15. Ach drum brich auf, mein liebstes Heil, damit ich dich bald sehe, wenn ich dereinst in meinem Theil mit Daniel aufstehe. Hier bleib ich doch verborgen ———— mir und Andern, bis du mich 0 dir ins Paradies wirst uͤhren. Freylinghausen. Mel. Ach wie nichtig, ach wie slüchtig. 419 Wobl recht 6 wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Leben. Ob gleich ch Zeit und Welt vergehet, alles Oberst unten stehet, lebt doch unser Leben, sehet! 2. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig sind der Christen Tage. Laß des Le⸗ bens Lauf zerrinnen, wenn die Sinnen nicht mehr sin⸗ nen, fahren wir mit Freud von hinnen. 3. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Freude. Wenn sich wechseln Freud in Lei⸗ den, Licht in Bunkel, Fried in Streiten, bleiben unsre Froͤhlichkeiten. 4. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Schoͤne. Nur der Seelen Glanz bestehet, da/ sobald ein Luͤftchen wehet, alle Pracht der Welt ver⸗ gehet.—— 5. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Staͤrke. Wun⸗ der! Schlachtschaf, die als Riesen siegen, wenn wir sterbend muͤssen Op⸗ fer⸗Blut und Geist aus⸗ gießen. 6. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Gluͤcke. Unser GOtt und Heil bestehet, da der Welt Gluͤck schnell ver⸗ ———— — SSISSISISSSSSSSISS —.————— —.—. 356 vom Areuz der Christen. vergehet, wie sich eine Ku⸗ gel drehet. 7. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Ehre. Den die Welt jetzt tritt mit Fuͤßen, wird, wenn sie vergehen muͤssen, dort die Himmels⸗ Glori kuͤssen. 0 8. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Wissen. Wenn die Weisen Witz verlie⸗ ren, pflegt uns, ohne Dis⸗ curiren, Christi Wort zu GoOtt zu fuͤhren. 9. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Tichten. Der die Liebe lieb gewonnen, hat in IEsu, seiner Sonnen, mehr als alle Welt er⸗ ronnen. 10. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig sind der Christen Schaͤtze. Wenn hier Glut und Flut ent⸗ stehen, Erd und Himmel untergehen, wird man un⸗ sern Reichthum sehen. 11. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Herrschen. Hier als schnoͤdes Fegsal lie— gen, dorten uͤber alles sie⸗ gen, kann das matte Herz vergnuͤgen. 12. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Prangen. Die wir hier in Schmach ge⸗ sessen, werden alles Leid vergessen, dorten prangen unermessen. 13. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig sind der Christen Sachen. Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen, wer Gott fuͤrcht, bleibt ewig stehen. CThristian Eberhard Weißmann. VIII. Bom Kreuz der Christen. IAn eigener Melodie. 420 Ach GOtt! erhör mein Seufzen und Wehklagen, laß mich in meiner Noth nicht gar verzagen; du weißt mein Schmerz, er⸗ kennst mein Herz: hast du mirs aufgelegt, so hilf mirs tragen. 2. Ohn deinen Willen kann mir nichts begegnen, du kannst verfluchen und auch wieder segnen. Bin 3. Pflanz nur Geduld durch deinen Geist ins Herze und hilf, daß ich es acht fuͤr keinen Scherze; zu deiner Zeit wend ab mein Leid: durch Mark und Bein dringt mir der große Schmerze. 4. Ich weiß, du hast noch meiner nicht verges⸗ sen, daß ich vor Leid mir sollt mein Herz abfressen; mitten in Noth denk ich an GoOtt, ob er mich ich dein Kind, und habs schon mit Kreuz und Angst verdient, Sonnenschein nach truͤ⸗ Regen. bem gieb warmen thut pressen. 5. Es hat kein Ungluͤck nie so lang gewaͤhret, es hat x felttet iF mt chet Al b . Di en G dah/ 0 dhheh un N Rt lh I Hetihhh 5D0 Hh K 0 U Iihle Vesgch d I iern H HHU fl Wun 0½ M sichle eh V Velhen! Ii„, DN R H 6 ff I en. nd Hi witd man ay hum schin Tlecht dich luchtig t krschen 00 Degsal ͤber alles, 1 matte Hg kecht wih uchtig ist angen. D. Schmach g⸗ en glles rten pranga tacht vichth chtig sind de hen. Alleh sehen, M h bergehen, lcht/ hleibt 1nd Veipmann. Hristen, Iut Gell Geist int „ dh ich on Schetze; wend ah urch Matk igt mit det u his nicht herge⸗ vor Leid M abftesez th denk 6 oh er nh ½ und M hin unglt ewaͤhtet, vom Kreuz der Christen. 357 hat doch endlich wieder aufgehöret; beut mir dein Haͤnd, und machs ein End; auf dieser Erd mein Herz sonst nichts begehret. 6. Soll ich noch mehr um deinetwillen leiden, so steh mir, HErr, mit deiner Kraft zur Seiten; fein ritterlich, bestaͤndiglich hilf mir mein Widersa⸗ cher all bestreiten. 7. Daß ich durch dei⸗ nen Geist uuch uͤberwin⸗ den, und mich allzeit in deinem Haus laß finden, zum Preis und Dank, mit Lobgesang, mit dir thu ich aus Liebe mich verbinden. ö 8. Daß wir in Ewigkeit bleiben beisammen, und ich allzeit dein auser⸗ waͤhlten Namen preis herziglich, das bitt ich dich, durch IEsum Christum, unsern HErren. Amen. Jacob Peter Schechs. Mel. Vater unser im Himmelreich. 421 A GOtt/ wie man⸗ ches Herzeleid begegnet mir zu dieser Zeit; der schmale Weg ist Truͤbsal⸗voll, den ich zum Himmel wandern soll; wie schwerlich laͤßt sich Fleisch und Blut zwin⸗ gen zu dem ewigen Gut. 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, HErr IEsu, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz Trost, Huͤlf und Rath allzeit ge⸗ wiß gefunden hat. Nie⸗ mand jemals verlassen ist, der getraut hat auf IE⸗ sum Christ. 3. Du bist der große Wundermann, das zeigt dein Amt und dein Per⸗ son; welch Wunderding hat man erfahrn, daß du, mein GOtt, bist Mensch geborn, und fuͤhrest uns durch deinen Tod ganz wunderlich aus aller Noth. 4. IEsu, mein HErr und GOtt allein, wie suͤß ist mir der Name dein; es kann kein Trauren sein so schwer, dein suͤßer Nam erfreut viel mehr. Kein Elend mag so bitter sein, dein suͤßer Nam der lin⸗ derts fein. ö ö 5. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, so weißt du, HErr, uch ichs nicht acht; wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was mich ewig erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir thun Suͤnd, Tod und Hoͤll? 6. Kein besser Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, HErr IEsu Christ. Ich weiß, daß du mich nicht verlaͤßt; dein Wahr⸗ heit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter treuer Hirt, der mich ewig be— huͤten wird. 7. IEsu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, meins Herzens Schatz und mein Reichthum, ich kanns doch ja nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann. Wer Glaub und Lieb im Herzen hat, der wirds erfahren mit der That. 8. Drum 35⁵58 vom Kreuz der Christen. 8. Drum hab ichs oft und viel geredt: Wenn ich an dir nicht Freude haͤtt⸗ 0 wollt ich den Tod wuͤn⸗ schen her, ja/ daß ich nie dich uur waͤr. Denn wer ich nicht im Herzen hat, 99 ist gewiß lebendig todt. IEsu, du edler Braͤut⸗ n Werth, mein hoͤchste ierd auf dieser Erd, an ir allein ich mich ergdtz weit uͤber alle guͤldne Schaͤtz; so oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemuͤth erfreuet sich. 10. Wenn ich mein Hoff⸗ nung stell zu dir, so fuͤhl ich Fried und Trost in mir; wenn ich in Noͤthen bet und sing, so wirdn mein Herz recht guter Ding. Dein Geist bezeugt, daß jolches frei des ewgen Le⸗ bens Vorschmack sei. 11. Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir froͤhlich tragen nach; mein GOtt, mach mich dazu bereit, es dient zum sw Besten allezeit; hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich mein Lauf voll⸗ enden kann. 12. Hilf mir auch zwin⸗ gen Fleisch und Blut, vor Suͤnd und Schanden mich behuͤt; erhalt mein 215 im Glauben rein, so le und sterb ich dir allein. IEsu, mein Trost, hoör mein Begier, o mein Hei⸗ land, waͤr ich bei dir. Conrad Höojer. Mel. O(HeErr) JEsu Christ, du höchstes Gut. 4 sch HErr, wie 422. A˖ lange willst du mein so ganz und vergessen? Wie lange l der Sorgenstein mich und mein pressen? Wie lange soll dein Angesicht sich von mir wenden? Willst du nicht dich mei⸗ ner mehr erbarmen? 2. Wie lange soll ich armes Kind der Seelenruh 324 Eitn Wie lange soll der Sturm und Wind der Herzensangst noch waͤh⸗ ren? Wie lange soll mein stolzer Feind, ders niemals ut, stets boͤse meint, sich uͤber mich erheben? 3. Ach schaue doch, mein GOtt und Hort, von dei⸗ ner heiligen Huͤtte, und hoͤre meiner Klage Wort und hochbetruͤbte Bitte: gieb meinen Augen Kraft und Macht, und laß des Todes finstre Nacht mich nicht so bald befallen. 4. Sonst wuͤrde meiner Feinde Mund des Ruhms kein Ende machen; sie wuͤrden mein, als der zu Grund und Boden gan⸗ gen/ lachen: Da liegt der/ wuͤrden sie mit Freud her⸗ prahlen, der uns jederzeit so viel zu schaffen machte. 5. Ich kenne sie und weiß gar wohl, was sie im Schilde fuͤhren; ihr Herz ist aller Bosheit voll, laͤßt sich nichts Guts re⸗ ieren; du aber bist der Iemme Mann, Err, mein GOtt, der nicht lassen kann die, so sich zu dir halten. o. Deß troͤst ich mich und hoffe drauf, du wirst mir — Ist Ru R n M h vh l ah l 7. H 1 1. ailge Rch/ h dfih Lede.d Aabehng schneh Den 406 nicht u 430 II sch mh I nit Cchheth Wa' Rit aut S a G „ 1 WE Mauch, Ihen t il fii ve g ostz in 9 kaht k Ren b lhn f 10 L0 5 aht, sten. nicht duh m erbarmenꝰ lange sil; dder Selen Wie lanheh und Wid! st noch n lange soll ut 8„ ders sseh böse meint st erhebenꝰ haue doch Hokt, vnw. n Hüͤtte/ x + Klage M. etruͤbte YM n Augen an t/ und 6 0 ire Nacht u Ud befaleg. wuͤrde mih nd dez Mo machen; in, als duf d Boden guh Oh lagt x mit Freud hi Auns jedethl haffen macht enne sie u Ihl, Was fühten; Bosheit l cht) Guli aber bi. Nunn, H. t, der Iu die, so 0 teht ich rauf, N / x‚ vom Kreuz der Christen. 359 mir auch fromm blei⸗ ben, und aller boͤsen Tuͤcke Lauf gewaltig hintertrei⸗ ben. Mein Herze freut sich, wenns bedenkt, wie gern du stets dein Heil geschenkt dem, der sich dir vertrauet. 7. Das thu ich/ HErr, ich traue dir, du bist mein einge Freude, bewehrest mich, thust wohl an mir, und fuͤhrst mich aus dem Leide. Dafuͤr will ich mein Lebelang dir maͤnchen schoͤnen Lobgesang zum Dank und Opfer bringen. Paul Gerhard. Mel. HeErr, straf mich nicht in deinem Zorn. sch treuer 423. A GOtt, barmherzigs Herz, deß Guͤte sich nicht endet, ich weiß, daß mir dies Kreuz und Schmerz dein Hand hat zugesendet; ja, HErr, ich weiß, daß diese Last du mir aus Lieb ertheilet hast, und gar aus keinem Hasse. 2. Denn das ist allzeit dein Gebrauch: wer Kind ist, muß was leiden, und wen du liebst, den staͤupst du auch, schickst Trauern vor den Freuden: fuͤhrst uns zur Hoͤllen, thust uns weh, und fuͤhrst uns wieder in die Hoͤh, und so geht eins ums ander. 3. Du fuͤhrst ja wohl recht wunderlich die, so dein Herz ergoͤtzen; was leben soll muß erstlich sich ins Todes Hoͤhle setzen; was steigen soll zur Ehr empor, liegt auf der Erd und muß sich vor im Koth und Staube waͤlzen. 4. Das hat, HEre, dein geliebter Sohn selbst wohl erfahrn auf Erden; denn, eh er kam zum Eh⸗ renthron, mußt er gekreu⸗ br werden. Er ging Urch Truͤbsal, Angst und Noth; ja durch den her⸗ ben bittern Tod drang er zur Himmels⸗Freude. 5. Hat nun dein Sohn, der fromm und recht, so willig sich ergeben, was will ich armer Suͤnden⸗ knecht dir viel zuwider⸗ streben? Er ist der Spie⸗ gel der Geduld, und wer sich sehnt nach deiner Huld, der muß ihm aͤhn⸗ lich werden. 6. Ach liebster Va⸗ ter, wie so schwer ists der Vernunft, zu glaͤu— ben/ +. du demselben, den du sehr schlaͤgst, soll⸗ test guͤnstig bleiben? Wie macht doch Kreuz so lange Zeit, wie schwerlich will sich Lieb und Leid zusam⸗ men lassen reimen. 7. Was ich nicht kann, das gieb du mir, o hoͤch⸗ stes Gut der Frommen, gieb, daß mir nicht des Glaubens Zier durch Truͤbsal werd entnommen; erhalte mich, o starker Hort/ befestge mich in deinem Wort, behuͤte mich vor Murren. 8.-Bin ich ja schwaͤch, laß deine Treu mir an die Seite treten; hilf, daß ich unverdrossen sei zum Ru⸗ fen, Seufzen, Beten. ane ang r—in 360 vom Areuz der Christen. lang ein Herze hofft und glaͤubt, und im Gebet bestaͤndig bleibt, so lang ists unbezwungen. 9. Greif mich auch nicht zu heftig an, damit ich nicht vergehe; du weißt wohl, was ich traͤgen kann, wies um mein Leben stehe; ich bin ja weder Stahl noch Stein; wie balde geht ein Wind herein, so fall ich hin und sterbe. 10. Ach IEsu, der du worden hist mein Heil mit deinem Blute, du weißt gar wohl, was Kreuze ist, und wie dem sei zu Muthe, den Kreuz und großes Un⸗ gluͤck plagt; drum wirst du, was mein Herze klagt, gar gern zu Herzen fassen. 11. Ich weiß, du wirst in deinem Sinn mit mir Mitleiden haben, und mich/ wie ichs jetzt duͤrftig bin, mit Gnad und Huͤlfe laben. Ach staͤrke meine schwache Hand, ach heil und bring in bessern Stand das Straucheln meiner Fuͤße! 12. Sprich meiner Seel ein Herze zu, und troͤste mich aufs beste; denn du bist ja der Muͤden Ruh, der Schwachen Thurm und Feste, ein Schatten vor der Sonnenhitz, ein Huͤtte, da ich sicher sitz im Sturm und Ungewitter. 13. Und weil ich ja nach deinem Rath hier soll ein wenig leiden, so laß mich auch in deiner Gnad als wie ein Schaͤflein weiden, daß ich im Glauben die Geduld, und durch Ge⸗ duld dein edle Huld nach scharfer Prob erhalte. 14. O Dei, Geist, du Freuden⸗Oel, freue mich, gieb meiner Seel, was Mark und Bein erquicket; du bist der Geist der Herrlichkeit, weißt was fuͤr Gnade, Trost und Freud mein in dem Him⸗ mel warte. 15. Ach laß mich schauen, wie so schoͤn und lieblich sei das Leben, das denen, die durch Truͤbsal gehn, du dermaleinst wirst geben; ein Leben, gegen welches hier die ganze Welt mit ihrer Zier durchaus nicht zu vergleichen. 16. Daselbst wirst du in ewger Lust aufs suͤßte mit mir handeln; mein Kreuz, das mir und dir bewußt, in Freud und Ehr verwaͤndeln. Da wird mein Weinen lauter Wein, mein Aechzen lauter Jauchzen sein, das glaub ich, hilf mir. Amen. Paul Gerhard. In eigener Melodie. ö Krmseligs 424. Achatlen meiner Seelen, du wuͤstes Nest, was suchst du doch in dem dir aufgelegten Joch dich selber mit Verdruß zu quaͤlen? Dein Haupt und Heiland leidet Rier und du, du willst befreiet sein? Sieh deines Herrschers tiefe Wunden, die dich zu glei⸗ chem Bund verbunden. 2. Zwar du wirst recht mit Kreuz gekroͤnet: er 90. e 5 ö das GOtt vom Himmel schicket, er⸗ I, We Iir dn Iu Tac Rnah. G Duhssol Heschle W 0 Olf schulhet f ühe 3 Me unuß n die der * t Ulht, eh dg Satah huch N ult ntg Hah H Suntn Ihot 1 D Dͤtuh it N iand huth⸗ Ichbch P, A Ildair Melhal Hicht ke 4 schen N sthe I WI hal I l Sch Hakiist Hs„ N Mihenf Win In Eint WSN Rilth. 0. 0 hkeit, wetz / Tros U n in dem gy aß mich schn u und Ha sen, das gesz Truͤbsal gth nst wirs ghn Hegen Weshh ze Welt u drchaus eh. IAs wibst v Ist auft süßn deln; eh mür und di ud und Eh Dabitdnrch Her Wein, Meiz Iter Vuche anbd ich, H. Maul Gerha Melodit Nas Ahuttlein 4% du wuͤdet chst du doc selegten Jut t Vadtußh in Haußt i het Pan/ ‚ Wuit seh Hekrschertönh dich ⁰u berbundet h⁰ Wir th Lͤnetnet vom Kreuz der Christen. 361 det sonder Recht und Fug fuͤr deine Bosheit, Trotz und Trug, der dich mit deinem GᷣOtt versoͤhnet. Du hasts verbrochen, hasts versehn: er will fuͤr dich zur Marter gehn. Du hast ie Straf und Tod ver⸗ schuldet: er hat dies alls fuͤr dich erduldet. 3. Wie manchmal hat dein Fuß gegleitet, wie oft hat die verwegne Hand sich zu verbotnem Zweck ge⸗ wandt, wie oft hat dich dein Aug verleitet! Was Satans Erbgift ange— haucht, das hast du viel⸗ mals mit gebraucht. Mein Herz hat aus des Geistes Schranken durch deinen Trieb oft muͤssen wanken. 4. Drum leide, was GoOtt aufgeleget, er meint es mit dir herzlich gut; du kennst ja seinen Vater⸗ muth, damit er deine Schwachheit traͤget; dies Joch, die Last, die Buͤrd und Pein laß dir ein sichres Merkmal sein, daß, wer G nicht hier auf Rosen gehet, bei seinem GOtt in Gna⸗ den stehet. 5. Laß denn das Heer des Abgrunds brummen; die theure Schuld, die hohe Post, die mehr als alle Schaͤtze kost, die un⸗ begreiflich schweren Sum⸗ men, die Satan auf uns buͤrden kann, die hat mein IEsus abgethan; hat mich von Suͤnden frei gezaͤhlet, und ewig sich mit mir ver⸗ maͤhlet. 6. O suͤßes Joch, o sanfte Buͤrde, o vortheil⸗ hafte Kreuzeslast, die du mir das erworben hast, daß ich mit GOtt verei⸗ nigt wuͤrde! Wie leicht ist, was GOtt aufgelegt, weil Christus selber hegt und traͤgt; weil GOttes Kind selbst seinen Ruͤcken will unter meine Buͤrde buͤcken. 7. Tilg, ach HErr IE⸗ su, mein Gebrechen, loͤsch unsers GOttes Eiferglut, wo mir mein Laster Scha⸗ den thut, laß fuͤr mich, HErr, dein Leiden spre— chen; daͤmpf alle Bosheit, alle Schuld; gieb Trost in Leiden, gieb Geduld; lehr mich, daß deine Va— terruthe komm meinem ar⸗ men Geist zu Gute. 8. Laß mich dein Leiden, dein Verdrießen, was, HEser, dein Lieb fuͤr mich ertrug, als GOttes Zorn⸗ ruth auf dich schlug, zu meinem Heil und Trost ge⸗ nießen; laß, HErr, das ut, das du erwarbst, als du fuͤr mich am Holze starbst, mich, deinen Knecht, dein Kind, ererben: so werd ich in dir selig sterben. Mlel. Unn komm der Heiden Heiland. Rlus der Tie⸗ 42. Afen rufe ich zu dir, HErr, erhöre mich; deine Ohren anaͤdig leih, merk die flehend Stimm dabei. 2. Aus der Tiefen rufe ich, Suͤnden gehen uͤber mich: willst du rechten, 16 HErr 36² vom Areuz der Christen. HErr, mit mir, so besteh ich nicht vor dir. 3. Aus der Tiefen rufe ich: will denn niemand hoͤ⸗ ren mich? Ach so hoͤr⸗ o IEsu mein, du wirst ja der Helfer sein. 4. Aus der Tiefen rufe ich ach schon lang erbaͤr⸗ alten Kreuz und Leiden halten an, IEsus mich er⸗ retten kann. 5. Aus der Tiefen rufe ich: warum, JEsu, laͤßt du mich? Ich harr, war⸗ te, seufze ach! bis zur an⸗ dern Morgen-Wach. 6. Aus der Tiefen rufe ich: IEsus Gnade troͤstet mich; ob es mir gleich gehet hart, ich doch der Erloͤsung wart. 7. Aus der Tiefen rufe ich: IEsus wird erldsen mich. IEsus machet, daß ich rein werd von allen Suͤnden sein. 8. Nunmehr hab ich ausgeruft: IEsus kom⸗ met, machet Luft. Seele, schwing dich in die Hoͤh, sage zu der Welt: Ade! Georg Christoph Schwämlein. Mel. Durch Adams Fall ist ganz verderbt. 4* 5 . armherzger 426. B Vater, hoͤchster GOtt, gedenk an deine Worte. Du sprichst: Ruf mich an in der Noth, und klopf an meine Pforte/ so will ich dir Errettung hier nach deinem Wunsch erweisen, daß du mit Mund und Herzenogrund in Freu⸗ den mich soll 2. Befiehl dem HErren fruͤh und spat all deine Weg und Sachen; er weiß zu geben Rath und That, kann alles richtig machen. Wirf auf ihn hin, was dir im Sinn liegt, und dein Herz betruͤbet; er ist dein Hirt, der wissen wird zu schuͤtzen, was er liebet. 3. Der fromme Vater wird sein Kind in seine Arme fassen, und die ge⸗ recht und glaͤubig sind, nicht stets in Unruh lassen. Drum, lieben Leut, hofft allezeit auf den, der voͤllig labet; dem schuͤttet aus, was ihr im Haus und auf dem Herzen habet. 4. Ach suͤßer Hort, wie troͤstlich klingt, was du versprichst dem Frommen: Ich will, wenn Truͤbsal einher dringt, ihm selbst zu Huͤlfe kommen. Er liebet mich, drum will auch ich ihn lieben und beschuͤtzen; er soll bei mir im Schooße hier, frei aller Sorgen, sitzen. 5. Der GErr ist allen denen nah, die sich zu ihme finden; wenn sie ihn rufen, steht er da, hilft froͤhlich uͤberwinden all Anast und Weh, hebt in die Hoͤh, die schon darnieder liegen; er macht und schafft, daß sie viel Kraft und große Staͤrke kriegen. 6. Fuͤrwahr, wer mei⸗ nen Namen ehrt, spricht Christus, und fest glaͤu⸗ bet, deß Bitte wird von GOtt erhoͤrt, sein Her⸗ st preisen. zens-Wunsch belkleibet. So U — G wu W such, de ht 17 0 M de M ual st. Rlcgthl sist k Schatt; h M schtäen Haltret ll M. Mhht n feh N K sab, lchel si muß Immit⸗ M H0 Hlst iy 9. R Uahed Helse nit gt Tuste ih W h l sih WR V. ah M a o lzt —5 U Ho kaahn acht len. T+TCrTD———— N Hüh spgt 1 A pn ioth ud A chtih mocg ihn Hu, u iin Hegt/ N urhad der is uad er iz ftonmme M. Kind in s , und iel 6 laubih s in Unruh He ben Leht, H deh⸗ dek 0 schuͤttet a Hould udih habet. Ißer Hort, N I9t/ was& em Frommes Wun Truͤhs ihm selhsty Ren. Er liehz Will guch ih d beschütch. t in Schoch sllet Sorhet is I1 sich uh I sseihn rufeh hilft fihac Gr de HHh N Rer schaft, Ns dgroße Eiil ahr/ Wel chtt, i il fes itte Witd. 1„ sein 90 Heltt sch hlg vom Kreuz der Christen. So tret heran ein jeder⸗ mann: wer bittet, wird empfangen, und wer da sucht, der wird die Frucht 197 großem Rutz erlangen. 7. Hoͤrt, was dort je⸗ ner Richter sagt: Ich muß die Wittwe hoͤren, die⸗ weil sie mich so treibt und plagt; sollt denn sich GOtt nicht kehren zu seiner Schaar, die hier und dar bei Nacht und Tage schreien? Ich sag und halt: er wird sie bald aus 9—9 Angst befreien. 8. Wenn der Gerecht in Noͤthen weint, will GOtt ihn froͤhlich machen; und die zerbrochnen Herzensd seind, die sollen wieder lachen. Wer fromm will Hein, muß in der Pein und d lig, doch Straßen wal⸗ len; doch steht ihm bei des Hoͤchsten Treu, und büst ihm aus dem allen. Ich hab dich einen Raseclte o liebes Kind, verlassen. Sieh aber, sieh, mit großem Gluͤck und Trost ohn alle Maaßen, will ich dir schon die Freu⸗ denkron aufsetzen und ver⸗ ehren; dein kurzes Leid soll sich in Freud und ewges Heil verkehren. 10. Ach lieber GOtt, ach 210 piel mein Trost von so viel Jahren, wie laͤpßt du mich so man⸗ chen Schmerz und große Angst erfahren! Mein Herze schmacht, mein Au⸗ e wacht, und weint sich krank und truͤbe, mein An⸗ gesicht verleurt sein Licht 363 vom Seufzen, das ich üͤbe. 11. Ach HErr, wie lange willst du mein so ie und gar vergessen? Wie lange soll ich traurig sein, und mein Leid in mich fressen? Wie lang ergrimmt dein Natst und nimmt dein Antlitz meiner Seelen? Wie lange soll ich sor⸗ genvoll mein Herz im Lei⸗ be quaͤlen? 12. Willst du verstoßen ewiglich, und kein Guts mehr erzeigen? Soll dein Wort und Verheißung sich nun ganz zu Grunde neigen? Zuͤrnst du so sehr, daß du nicht mehr dein Weil magst zu mir sen⸗ den? Doch, HErr, ich will dir halten still, dein Hand kann alles wenden. 13. Nach dir, o HErr, verlanget mich im Jam— mer dieser Erden. Mein GoOtt, ich harr und hoff auf dich; laß nicht zu Schanden werden, HErr, deinen Freund, daß nicht mein Feind sich freu und jubilire. Gieb mir vielmehr, daß ich mit Ehr erhoben triumphire. 14. Ach HErr, du bist und bleibst auch wohl getreu in deinem Sinne; darum, wenn ich ja kaͤm⸗ pfen soll, so gieh, daß ich gewinne. Leg auf die 1. die du mir hast be⸗ schlöͤssen aufzulegen; leg auf doch daß guch nicht das Maaß sei uͤber mein Vermoͤgen. 15. Du bist ja unge⸗ 165* bund⸗ 36⁴ vom Areuz der Christen. bundner Kraft, ein Held, der alles stuͤrzet; du hast ein Hand, die alles schafft, die ist noch unverkuͤrzet. HErr Zebaoth wirst du, mein GOtt, genennt zu deinen Ehren; bist groß von Rath, und deiner That kann keine Staͤrke wehren. 16. Du bist der Troͤ⸗ ster Israel und Retter aus Truͤbsalen: wie koͤmmts denn, daß du meine Seel jetzt sinken laͤßt und fal⸗ len? Du stellst und hast dich als ein Gast, der fremd ist in dem Lande, und wie ein Held, dems Herz entfaͤllt mit Schimpf und großer Schande. 17. Nein, HErr, ein sol⸗ cher bist du nicht, deß ist mein Herz gegruͤndet; du stehest fest, der du dein Licht hier bei uns ange⸗ zuͤndet; ja hier haͤltst du, HErr, deine Ruh bei uns, die nach dir heißen, und bist bereit, zu rechter Zeit uns aus der Noth zu reißen. 18. Nun, HErr, nach aller dieser Zahl der jetzt erzaͤhlten Worte hilf mir, der ich so manchesmal ge⸗ klopft an deine Pforte; hilf, Helfer, mir, so will ich hier dir Freudenopfer bringen, auch nachmals dort dir fort und fort im Him⸗ mel herrlich singen. Paul Gerhard. Mel. Nur frisch hinein. Fr fuͤhrt hin⸗ 427. E ein/ er muß auch Helfer sein, der treue GOtt, der sich nicht kann verleugnen; kein Unfall darf sich ohne ihn ereignen. Er, er verfuͤgts, er thut hinein. 2. Fuͤhrt er hinein, so kannst du freudig sein, er hat ja nicht Gefallen am Verderben, kein Suͤnder soll in seinen Suͤnden ster⸗ ben. Damit das Herz von Unflath werde rein, fuͤhrt er hinein. 3. Er meint es wohl, nicht daß man fallen soll, wenn dem Gefuͤhl er seine Hand entziehet; nur die Vernunft ist blind, der Glaube siehet, und kehret sich zu GOtt, als seinem Pol, der meint es wohl. 4. Die Hoͤllenpfort ist oft der duͤstre Ort, in wel⸗ chem man gedenket zu ver⸗ sinken; bald stillt der HErr den Sturm mit einem Win⸗ ken, und es verschwindet auf ein einges Wort die Hollenpfort. 5. Die Denelen sieht man ein andermal in einem Blick schon vor und um sich schweben, und eh mans hofft, giebt GOtt ein neues Leben, daß man sich sieht entfernt vom finstern Thal der Todten⸗Zahl. 6. Der HErr erhaͤlt den weiten Kreis der Welt, den Erdenball hat er hinein⸗ gesetzet; durch seinen Schutz bleibt alles unverletzet. Drum ists gewiß, daß kei⸗ ner gaͤnzlich faͤllt, den er erhaͤst. 7. Die Bitterkeit, die man es ganz allein, er fuͤhrt Mih. Ro fe Rie Rt 9 El Iun Icht amtt W IMe d del Wsiss 0. K Iöun W fh Hash Nalt uigen fs U1 W Msbätt Ich N Dit Eumih thuds Rg. 12.2 Uhtt h W A Rah Mot ten. sich nicht ein hhl Heihmerehm ugto, er t ein, er fihy er hinein, eudig sein, Gefallen x ken Günt Suͤndet 1 ds Her d de uin, füh eint es Woll an falen efuͤhl et seh Hetz gut K hlnd/ x 1/ Und ehhlt als seinen nt es wohl Hlenpfort ist Ort/ in wel⸗ erket zuvet⸗ lllt det HEtt it enen Win⸗ berschwinde ei Wolt e Rehahl sicht sliteinem r And um und eh matts ein eues sich sekt fiustern Tya ghl. rrecholt du der Wilt, du et hilet FeinenSchth umpetlhet wiß) daß kl fült/ den e terkeit/ N. Rch vom Kreuz der Christen. 36⁵ man enwfindet heut, kann morgen schon dem Geist wie Honig schmecken. Und sollt er guch noch laͤnger sich verstecken, so bleibt doch wahr: Es weichet mit der Zeit die Bitter⸗ keit. 8. Dies merke auch, was dir der Schlangen Hauch in Adam schon als Gift hat eingeblasen, versucht in dir nunmehr sein letztes Rasen. Wo Feur entsteht/ da findet sich auch Rauch, dies merke auch. 9. So lang dies Gift kein Gegengift antrifft, pflegt es gar still und un⸗ vermerkt zu toͤdten; wenn aber nun es selber kommt in Noͤthen, nachdem das Wort den Bußkampf an⸗ gestift, da braust dies Gift. 10. Es folget nicht, daß uns da nichts gebricht, wenn wir fein sanft auf unsern Hefen liegen, daß wir uns selbst an unserm Thun ver— gnuͤgen; daß unsrer Seel alsdann so wohl geschicht, -das folget nicht. 11. Es ist Betrug, wenn man den ersten Flug, wo⸗ mit die Seel sich lieblich aufwaͤrts schwinget, eh noch das Herz des Kreu⸗ zes Dorn durchdringet, er⸗ kennen will fuͤr Christen⸗ thums genug: das ist Be⸗ trug. ö 12. Vor Sicherheit ver⸗ wahrt der saure Streit, den man in sich mit Fleisch Streit verwahrt, o große Seligkeit, vor Sicherheit. 13. Man lernt dabei, was fuͤr ein Held man sei, ob man nicht vor dem Kampf Triumph gesungen, und mit der Zungen nur voraus gesprungen; auch wie man muß im Leiden sein getreu, lernt man dabei. 14. Ist uns denn gut der Streit mit Fleisch und Blut, so muͤssen auch die Kraͤfte in den Luͤften uns nuͤtzlich sein, anstatt uns zu vergiften. Wer nur in GOtt durch Glauben staͤrkt den Muth, dem ist es gut. 15. Und wenn die Welt uns grimmig uͤberfaͤllt, und mit Verfolgung uns will unterdruͤcken, ja wenn sie uns gar lockt mit Huren⸗ Blicken, besieget doch, wer sich zu IEsu haͤlt, leicht auch die Welt. 16. Mit einem Wort: Es soll die Höllenpfort, sammt aller Macht und Listigkeit der Feinde, nichts schaden dem, der JIEsum hat zum Freunde. Denn JEsus ist der Seelen Fels und Hort, mit einem Wort. 17. Mitleiden muß, wer dort den Friedenskuß auf seinem Thron von ihme will erlangen. Wer Kronen sucht, muß vor mit Dor⸗ nen prangen; dieweil ein Christ, nach ewig festem Schluß, mitleiden muß. 18. Drum frisch hinein, lern nur geduldig sein, o und Blut muß fuͤhren, lieber Christ, laß nichts wenn sich nunmehr die das Ziel verruͤcken: sei stets boͤsen Luͤste ruͤhren. Der getrost, es muß dir endlich gluͤt⸗ . .N. * 366 vom GAreuz der Christen. gluͤcken; das rothe Meer so muß man auch von dir wird lauter Zuckerwein; nur frisch hinein. 19. Den Lobgesang mit suͤßem Freudenklang eilt Moses schon am Ufer vor⸗ zusingen. Sieh Mirjam dort am Reihen froͤhlich springen. So folget dir guf deinem Kreuzesgang der Lobgesang. 20. Der Jubelschall giebt einen Gegenhall von oben her von den verklaͤr⸗ ten Choͤren; man kann im Geist die Engelstimmen hoͤ⸗ ren. Sie rufen laut, es toͤ⸗ net uͤberall der Jubelschall. 21. Preis, Lob und Ehr bringt unserm IEsu her, der durch das Kreuz in diese Freude fuͤhret, das Haupt mit Gold, die Hand mit Palmen zieret. Er bleibt erhoͤht; bringt ihm je mehr und mehr Preis, Lob und Ehr. Johann Daniel Herrnschmidt. Mel. Es kostet viel ein Christ zu sein. 428 er wird es thun, der fromme, treue GOtt, er kann ja nicht ohn alle Maaß versuchen; er bleibet noch ein Vater in der Noth, sein Segen-Mund wird seinem Kind nicht fluchen. Ei hoͤre nur, wie er so freundlich spricht: Ver⸗ zage nicht! 2. Bedenke fein, daß du berufen bist in GOttes Reich durch Truͤbsal ein⸗ bn senn Du glaubest ja/ u seist ein wahrer Christ, die Proben sehen. So lan es geht nach deinem Fleist und Blut, stehts noch nicht gut. ö 3. Du hast genug von Christenkreuz gehoͤrt, so hast du auch genug davon gesprochen; doch haftet mehr, was die nnin. lehrt, drum komm getrof zum Kreuz herangekrochen. Wer dieses faßt, dem wird zuletzt zu Theil Kraft, Trost und Heil. 4. Eh Joseph steigt auf der Egypter Thron, muß er zuvor den schwarzen Kerker sehen. Eh David kommt zu der verheißnen Kron, muß er mit Schmach im Elend umher gehen. His⸗ kia wird erst nach der Ster⸗ bensnoth befreit vom Tod. 5. Dein JEsus selbst geht dir zum Beispiel vor: er mußte ja auf Erden vieles leiden, eh er sich hub zur Herrlichkeit em⸗ por, da er nun hat und giebt die ewgen Freuden. Wer treulich kaͤmpft, bringtꝰ auch den guten Lohn zu⸗ letzt davon. 6. Drum hoffe nur auf den, der Vater heißt, er ist dir gut auch mitten in dem Jammer; dein Braͤut⸗ gam sieht, wenn dich der Kummer beißt, und schaut hinein in deine Herzens⸗ Kammer; da sieht ers wohl, wenn du bist Tro⸗ stes bloß und Huͤlfe los. 7. Und also bricht das Herz ihm gegen dir. Er spricht: Ich muß mich uͤber dich Hutethäh Rueh Ne Deit ucht und t vel fiegg ⸗S Gud, 9• W6 Re Ngeh l Hoffg Rshtt Hhlht, rade Sn WDu ler M Iah cith h Ich H Eu. —.— auch wnch In.. sehhtz ast genuz hy gahhlt/ f .genug Run doch hast die Erfahun Eomm genh erangektochg ißt, dem uith Thell Kuß Hel sehh steiht a. Viton/ ni eh schtogtgh „ Eh Oald er bekheifne mit Schmoc eLgehen, Hs ach her Stet⸗ dit Vum Tod. Wso s Baspiel vot: Wahf Etdef „ch er sih llichket eh⸗ nun hot ufh Hen Freudet Ampft, bruge en Lohn l⸗ hufe nut auf lit häßt/ uch Miten ben Wuͤl venn dch da ht, Md schul eihe Herhel 0 sieht du bist Tt⸗ 0 Hlfe 0 10 hlicht K I dn michubs A vom Areuz der Christen. 367 dich erbarmen; du liebes Kind hast niemand außer mir, drum halt ich dich in meiner Guͤte Armen. Sei gutes Muths, die Huͤlfestund ist nah, dein Trost ist da. 8. Dir sei gedankt, du auserwaͤhlter Freund, daß du dein Aug so richtest auf die Deinen; denn wenn uns 2 der arge Friedens⸗ feind so hat gefaßt, daß wir verloren scheinen, so stuͤrzest du ihn in den Hoͤl⸗ len⸗Schlund zur rechten Stund. 9. Gieb, daß auch wir, die du so innig liebst, dich moͤgen stets in Lieb und Hoffnung ehren, weil du ja nicht von Herzen uns betruͤbst, und unser Leid in Freude willst verkehren. So sei dir denn Lob, Ruhm und Dank gebracht aus al⸗ ler Macht. Joh. Dan. Herrnschmidt. Mel. O du Liebe mei⸗- ner Liebe. 429 Imt fort „mit Liebes⸗ Schlaͤgen, suͤßer IEsu, liebster Hort, laß sich Truͤb⸗ salswinde regen, und bring mich hindurch an Port. Ach ich biete dir den Ruͤk⸗ ken, schlag nur zu, ich habs verschuldt; Kreuz und Roth sind Liebesstricke, Zeichen deiner großen Huld. 2. Ich bin lang von dir gewichen, lang war mir das Eitle lieb; doch bist du mir, nachgeschlichen, weil dich Veine Liebe trieb: Liebe, die dir Haͤnd und Fuͤße an des Kreuzes Holz gespießt, Liehe, die so ho⸗ nigsuße auf die armen Sünder fließt. 3. Ach so denke nicht, wie lange ich dich, Braͤut⸗ gam, nicht erkannt, wie ich mich zur alten Schlange oft mit Herz und Sinn ge⸗ wandt; sondern denk an deine Wunden, die dein heilig Fleisch durchritzt; denk an deine Trauerstun⸗ den, da du Blut fuͤr mich geschwitzt. 4. Fege durch die Kreu⸗ zesruthe alles gus dem Her⸗ zen aus; wasch es dann mit deinem Blute, und mach es zu deinem Haus. Ach eroͤffne selbst die Thuͤ⸗ re, waͤlz den Suͤndenstein davon; gieb, daß ich dich drinnen spuͤre, du geliebter GOttessohn. 5. Wenn du es nun ein⸗ genommen, so laß gar nichts mehr hinein; denn ich hab mir vorgenommen, dein hinfort allein zu sein. Ich will selbst mich nicht mehr kennen, nicht die Welt, nicht Fleischeslust; Augen⸗ lust, Stolz, suͤndlich Bren⸗ nen sei mir niemals mehr bewußt. 1. 0. 6. Denn ich will in dei⸗ nen Armen unterm Kreuz gar sanfte ruhn; doch ver⸗ trag auch mit Erbarmen, wenn mein Lassen oder Thun noch mit Schwach⸗ heit sehr beflecket, die dir nicht verborgen ist; diese aber wird verdecket, weil du mein Erloͤser bist. 7. Nun 368 7. Nun, du sollst mein in dem Leben, und im Tod auch meine sein; dir mit Leib und Seel ergeben, geh ich in mich selbst hin⸗ ein; dich such ich in mei⸗ nem Herzen, bis du dich mir offenbarst; schenke mir des Glaubens Kerzen, wie du vormals gnaͤdig warst. 8. Hoͤr, ach hoͤr mein sehnlich Flehen, ach wie lang verbirgst du dich? Eche mir kaͤmpfen, wider⸗ ehen, meine Kraft ver⸗ lieret sich. Aber du bist in den Schwachen maͤch⸗ tig, wenn ihr Herz be— truͤbt; drum magst du es mit niir machen, IEsu, wie es dir beliebt. Phil. Balth. Sinold v. Schütz. Mel. Ver lieben Sonne Oicht und Pracht. ECTrisch, frisch 430. hinnach, mein Geist und Herz, auf IEsus Dornenwegen; be— krieget mich hier Leid und Schmerz: auf Siegen fol—⸗ get Segen. Nur froͤhlich aufgefaßt die leichte Lie⸗ beslast; das Leiden dieser kurzen Zeit ist doch nicht werth der Herrlichkeit. 2. Du kennest, liebster IEsu, wohl der Schul⸗ tern Staͤrk⸗Vermoͤgen; du weißt schon, was ich tragen soll, und was du sollst auflegen. Leg auf, ich halte dir; dein Will gescheh in mir; dein Will, an dem mein Wollen hangt/ das nichts, als was du willst, verlangt. Dornenkraͤnz; dem, der den Rock des Kreuzes traͤgt, wird dort der Purpur an⸗ gelegt. 4. Wo blieb des Her⸗ zens Gartenpracht, wenn Sud und Nord stets schlie⸗ fen? Nur das bewoͤlkte Wehen macht, daß seine Wuͤrze triefen Indessen bleibest du doch meine Sonn und Ruh, die mich mit ihrem Licht ergoͤtzt, wenn mich des Kreuzes Sturm benetzt. 5. Denn du, mein GOtt, bist Sonn und Schild der Glaͤubigen auf Erden, die deinem Kreuz- und Mar⸗ terbild hier sollen aͤhnlich werden, eh sie die Herr⸗ lichkeit mit ihrer Kron er⸗ freut, und der Geduld die Palmen bringt, die sie nach Sieg des Leidens schwingt. 6. Mein Herz kann diese Leidensehr, o IEsu, fast nicht fassen. So komm, du liebe Last, denn her: wer will sein Wohl selbst hassen? Mit IEsu hier verhoͤhnt, mit IEsu dort gekroͤnt; mit IEsu hier ans Kreuz gedruͤckt, mit IEsus Freude dort er⸗ quickt. 7. Wohlan, so will ich in Geduld nach deinem Willen leiden; der Becher fließt von deiner Huld,* u actt 90%0 EMe I N Utist, Rrsil. ah M vIm Waa chue/ .M A 0 M M ih muh dan 9r de chen man. 00 H Cohe I . Rt Hih Hol Ichte WA Sll steh. lcß hurch Schng 0 Midegt s +0 Ws, hiet i M her Himmeal waͤchst auz x 0; dem, Kreuzestth der Purbnrt blieb des hy Rptacht/ rord stetz schl dns beböhl cht, daß sah fen Imah doch mah Ruh/ di t Licht etgh des Khluht t. mein GOtt Schild det uf Etden, die und Mil sollen aͤndih sie die Hel⸗ ihtet Ktoß er t Geduld it, Re sinnt hehs schwing un dieh Wi/ ss So koma, 1 duh het Vohl saj t Wil dut it hi gedrüͤckt /M Ade dott ch / so wil nach deh dek Bach uet Hulh. vom Kreuz der Christen. 369 du mir hast bescheiden. Im Kreuz erblick ich schon die mir verheißne Kron. Du lenchtest in Geduld mir vor, ich folg, es geht zum Sternenthor. Wolfg. Christoph Deßler. Mel. O(HErr) JEsu Christ, du höchstes Sut. 4 leichwie ein 431. Gehesch eilt mit Begier zum Wasser/ sich zu frischen, so schreit mein Seele, GOtt, zu dir, nach GOtt mein Seele duͤrstet. Des Lebens GOtt liegt mir im Sinn: ach wann werd ich kommen dahin, daß ich sein Antlitz schaue? ö 2. Mein taͤglich Speise Thraͤnen seind, mein Leid ich in mich fresse, wenn ich muß hoͤren von dem Feind: GOtt hab mein gar vergessen. Von sol⸗ chem Spott bricht mir mein Herz; drum ichs vor GOtt ausschuͤtt mit Schmerz, ihm meine Noth zu klagen. 3. Wie gerne wollt ich mit hingehn, zum Hause GOttes wallen, daß ich mocht bei dem Haufen stehn/ der dich, HErr, preist mit Schallen. Zu danken in der großen Gmein mit Frohlocken dem Namen dein, waͤr meines Herzens Freude. 4. Was btruͤbst du dich doch meine Seel, hast Un⸗ ruh fruͤh und spate? Harr nur auf GOtt, allm Un⸗ gefaͤll weiß er gar wohl zu rathen. Ich bins ge⸗ wiß, OGtt laßt mich nicht/ hilft mir mit seinem An⸗ gesicht; deß werd ich ihm noch danken. 5. Ach GOtt, mein Seel ist sehr betruͤbt, fuͤhrt man⸗ che sehnlich Klage. Da⸗ gegen dies den Trost mir giebt, du haͤltst gwiß dein Zusage. Den Berg Zion und Hermonim, da man hoͤrt deines Wortes Stimm, hast du deinm Volk ge⸗ geben. 6. Der Truͤbsal Fluth rauschet daher, ein Leid das andre reget, gleich wie auf ungestuͤmen Meer ein Well die andre schlaͤget. Taͤglich verspricht GOtt seine Gnad; dafuͤr lob ich ihn fruͤh und spat, ruf an den GOtt meins Lebens. 7. Ich sag: du bist mein Fels, mein Hort, warum hast mein vergessen? Ich muß mich graͤmen fort und fort, wenn meine Feind mich pressen. Es gehet mir durch Mark und Bein, daß ich der Feinde Spott muß sein, die mir GOtts Gnad absagen. 8. Was btruͤbst du dich doch, meine Seel, hast Unruh fruͤh und spate? Harr nur auf GOtt, allm Ungefaͤll weiß er gar wohl zu rathen. Ich bins ge⸗ wiß, Gott laͤßt mich nicht, thut Huͤlfe meinem Angesicht; deß werd ich ihm noch danken. Corn. Becker. 16* Mel. Mel. Seelenweide, mei⸗ ne Freude. 4 luͤck zu/ 432. Gerenz won ganzem Herzen; komm/ du angenehmer Gast, dein Schmerz macht mir keine Schmerzen, deine Last auch keine Last. ö 2. Kreuzesschmach ist keine Schande, es ist auch kein Schimpf dabei; denn die harten Kreuzesbande folgen nicht auf Buͤberei; 3. Sondern sind der Wahrheit Zeichen, fuͤr die auch Sankt Stephanus zu Jerusalem erbleichen und erbaͤrmlich leiden muß. 4. Hing doch IEsus, unser Leben, unser schoͤn⸗ ster Braͤutigam, welcher sich fuͤr uns gegeben, selb⸗ sten an dem Kreuzesstamm. 5. Und wie ist er doch den Seinen in der Liebe beigethan, wenn sie bittre Thraͤnen weinen unter dieser Kreuzesfahn! 6. Alle Zeugen und Be⸗ kenner ruͤhmen jene Fes⸗ sel noch, und die Bande frommer Maͤnner sammt der Maͤrtrer Kreuzesjoch. 7. Gluͤck zu, Kreuz, du lieber Bote der der Ge⸗ gen Herrlichkeit, der Ge⸗ rechten in dem Tode lieb⸗ liche Zufriedenheit! 8. Komm, du Freundin aller Frommen, dein Ge⸗ daͤchtniß ruht in mir; komm, ich heiß dich a willkommen, und umfaß hefte Wahrheit sitzt in Maiestaͤt jetzund, und die Liebe herrscht in Klarheit, die zuvor im Leiden stund. 10. Ja, im Himmel steht geschrieben der Bekenner werthe Zahl, und der Braͤutgam ruft: Ihr Lie⸗ hen, kommt und halt das Hochzeitmahh!l 11. O wer will nun nicht mit Freuden Kreuz, Verfolgung, Hohn und Spott sammt der groͤß⸗ ten Marter leiden, ja den alleraͤrgsten Tod? 12. Jagt die Stimme doch des Lieben und ein einzig Liebeswort alles, was uns kann betruͤben, nebest aller Schande fort. 13. Drum so kommt, ihr Kreuzesbruͤder, fol⸗ get unserm Bruder nach. Kommt und singt ihm neue Lieder mitten in der Todesschmach. 14. Band und Strie⸗ men sind uns Kronen, unser Schmuck und Ei⸗ genthum, und die Ker⸗ ker sind uns Thronen, Schmach und Schande unser Ruhm. ö 15. Kommet, denn die Engel bringen, wenn uns gleich die Welt veracht, und wir mit dem Tode ringen, Kraft und Staͤr⸗ ke, Sieg und Macht. 16. Sehn wir doch den Himmel offen, wenn man uns zur Marter zieht. O erwaͤgt, was da zu hoffen, wo das Auge IEsum sieht! dich mit Begier. 9. Die ans Kreuz ge⸗Thore gehen, geht 17. Laßt uns vor die aus die⸗ II uhlit Wche ch V e 4 fstoß schst 5, lig I ess m ley. Hurd,rd g t g Kadet sg mSI der Balemn l und 1*5 0 llt 4 ver will gy Freuden Heh, „Hohn n int her gß leez, N Todl die Stimn seben und ah eswort alle ahn hetrühah Schande fit so komnt htüher// fob Btuder nach. Vsugt ihm Riͤtten in det a und Stti⸗ ins Krosig nuck und E⸗ ind die Hez ne Throhch ind Schind 1. net, dem N. en/ Wenn unn Welt wecch it. dem J st und Sh H. Macht, wir doch o , Wenh t nier geht. 3A M hofch Wiumseh und eht x % vom Areuz der Christen. 371 dieser Huͤtten aus; der Stern, den uns GOtt laͤßt sehen, fuͤhrt uns in des Vaters Haus. Joh. Wilh. Petersen. Mel. Seelenweide, mei⸗ ne Freude. Ott/ so 433. Gmachstdus mit den Deinen, daß ich klaͤglich fragen muß: Will die Sonne noch nicht scheinen nach dem truͤben Thraͤnenguß? 2. Ist der Himmel denn verschlossen, laͤßt er kein Gebet mehr ein? Sollt ich denn von GOtt verstoßen, und er unerbittlich sein? 3. Hat die Guͤte denn ein Ende, hat Erbarmen aufgehoͤrt? Sind die gna⸗ denreichen Haͤnde nun fuͤr mich ganz ausgeleert? 4. Ach wie lange, HErr, wie lange muß ich stehen vor der Thuͤr! Mir wird fast um Trost sehr bange/der sich sparsam findt bei mir. 5. HErr, du siehest mein Anliegen und den Kum⸗ mer/ der mich druͤckt, wie sichs nicht mit mir will fuͤgen, und zu keiner Aen⸗ drung schickt. 6. Ist kein Raͤumchen mehr vorhanden, da ich endlich los und frei von der fremden Wohlthat Banden, dir nur dienst⸗ und dankbar sei? 7. Doch ich ehre dein Gerichte uͤber meine Suͤn⸗ denschuld, so, daß ich mich dir verpflichte, still zu hal⸗ ten mit Geduld. 8. Was du willst, soll mir gefallen, mich behuͤte schlecht und recht, wo ich hier soll laͤnger wallen: HErr,/ erloͤse deinen Knecht. Mel. Lobe den HErren, den mächtigen König der Ehren. 43 4.(Braut.) Hel denn, IEsu, dein Ange⸗ sicht gaͤnzlich verborgen daß ich die Stunden der Naͤchte muß warten bis morgen? Wie hast du doch, Suͤßester, moͤgen annoch bringen die trau⸗ rigen Sorgen? 2.(Braͤutigam.) Mußt du denn, Liebste, dich also von Herzen betruͤben, daß ich ein wenig zu lange bin außen geblieben? Weißt du denn nicht, wie ich mich habe verpflicht, Liebste, dich ewig zu lieben? 3.(Braut.) Meine be⸗ truͤbeten Geister die weinen von Herzen, weil nun die Flammen und Funken der brennenden Kerzen in Lie⸗ besglut leider dein Zuͤrnen austhut; soll ich nun die⸗ ses verschmerzen? 4.(Braͤutigem.) Ach du bekuͤmmerte Seele, sei froͤhlich von Herzen, stille die traurigen Sorgen und gud⸗ lenden Schmerzen: keine Sintflut tilget die feurige Glut meiner liebbrennen⸗ den Kerzen. 5,(Braut.) Willst du mich lassen in Noͤthen, o JEsu/ verderben? ei nun/ so lasse mich, Suͤßer, aue . 372²2 bom Kreuz der Christen. seliglich sterben; guf daß ich kann dorten die himm⸗ lische Bahn endlich aus Gnaden ererben. 6.(Braͤutigam.) Richte dich, Liebste, nach meinem Gefallen, und glaͤube, daß ich dein Seelenfreund im⸗ mer und ewig verbleibe, der dich ergoͤtzt, und in den Himmel versetzt aus dem gemarterten Leibe. 7.(Braut.) Muß ich in diesem betruͤbeten zeitlichen Leben gleich in des Todes Lens chel Schranken stets schweben, so wird mir dort IEsus am seli⸗ gen Ort himmlische Frei⸗ heit doch geben. 8.(Braͤutigam.) Traue nur sicher, und bleibe be⸗ staͤndig im Glauben: ob⸗ gleich Tod, Teufel und Hoͤlle sich bruͤsten und schnauben, sollen sie doch nicht in ihr hoͤllisches Joch dich aus den Haͤnden mir rauben. 9.(Braut.) Hiermit so will ich gesegnen die irdi⸗Pl schen Freuden, hiermit so will ich vom zeitlichen Lei⸗ den abscheiden; ewige Lust wird mir bald werden be⸗ wußt, wenn mich der Him⸗ mel wird weiden. 10.(Braͤutigam.) Herz⸗ lich verlangende Seele nach himmlischen Freuden, ei nun so schicke dich selig von hinnen zu scheiden; troͤste dich mein, daß ich dein Hirte will sein, und dich erquicken und weiden. 11.(Braut.) Ade, o Erde, du schoͤnes, doch schnoͤdes Gebaͤude. Ade, o Wollust, du suͤße/doch zeitliche Freu⸗ de. Ade, o Welt, mir es nicht laͤnger gefaͤllt, darum zu JEsu ich scheide. 12.(Braͤutigam.) Ach nun willkommen, meinErb⸗ theil, vom Vater gegeben, erbe die Schaͤtze des Him⸗ mels und ewiges Leben, da du mit mir fuͤr dies Weltleiden allhier ewig in Freuden sollst schweben. Mel. Herzliebster JEsu, was hast du verbrochen. 4.⁷ Err, deinen 435. V Zorn wend ab von uns in Gnaden, und laß nicht wuͤthen dei⸗ ne blutge Ruthe; richt uns nicht streng nach un⸗ sern Missethaten, sondern nach Guͤte. 2. Denn wo du wolltest nach Verdienste strafen, wer koͤnnte deinen Grimm und Hand ertragen? Alls muͤßt vergehen, was du hast geschaffen, vor deinen Plagen. 3. Vergieb, HErr, gnaͤ⸗ dig unsre große Schulde, laß uͤber uns das Recht der Gnade walten, der du zu schonen pflegst nach lten. Hulde, uns zu erhalten. 4. Sind wir doch arme Wuͤrmlein, Staub und Erden, mit Erbsuͤnd, Schwachheit, Noth und Tod beladen; warum solln wir denn gar zu nichte wer⸗ den im Zorn ohn Gnaden? 5. Sieh an deins Soh⸗ nes Kreuz und bitter Lei⸗ den, der uns erloͤset hat mit ul W her h M 10 U M W 0 Rucch h gebchz Hi nst i All. O Ihrss! 09 400. schtt trühtet e muht l nh M 0 Ehs I ld HMhit .M- Iun N he M Met Henm. Hevel 1—0 si X HW en. — 02) Da Mitlcheceh Val/ mrg Hefält, rg Hschede utiham.) 0 nen/meinet⸗ Iter gegcht he dei Hiz ebiges Lebh mir für Uhier ewit stschrehe. ebstet Nesz berbtochg H deh VZornwah in Gnadah t Wuͤthen da⸗ uthe; uiht f0 nch un⸗ Heh, sondetn ou woltes Rite sttafet, einen Grimn tragen? A en/ wi x u bor deineh „HEtt, Rz oße Schulh das Recht x der du st nach grhßt u echalteh r doch ars Staub un t Ehsuh „Noth an warum salh nichte de⸗ hn Gmdch deins Sh d bittet L erlöset 1 vom Kreuz der Christen. mit seinem Blute, eroͤffnen lassen auch sein Herz und Seiten der Welt zu gute. 6. Darum, ach Vater, laß uns nicht verderben, dein Gnad und Geist durch Christum wollst uns geben; mach uns zugleich des Himmelreiches Erben, mit dir zu leben. Barth. Gestus. Mel. O(HErr) JEsu Christ, du höchstes Gut. Iar SeErr IEsu O. HB Christ ich schrei zu dir aus hochbe— truͤbter Seele; dein All⸗ macht laß erscheinen mir, und mich nicht also quaͤle. Viel groͤßer ist die Angst und Schmerz, so anficht und turbirt mein Herz/ als daß ichs kann erzaͤhlen. 2. HErr IEsu Christ, er⸗ barm dich mein durch dei⸗ ne große Guͤte; mit Trost und Rettung jetzt erschein meinm traurigen Gemuͤ⸗ the, welchs elendiglich wird geplagt, und, so du nicht hilfst, gar verzagt, weils keinen Trost kann finden. 3. HErr IEsu Christ, groß ist die Noth, darin ich jetzt thu stecken. Ach hilf, mein allerliebster GOtt, schlaf nicht, laß dich erwecken. Niemand ist, der mir helfen kann, kein Kreatur sich mein nimmt an; ich darfs auch niemand klagen. 4. HErr JIEsu Chrid, du bist allein mein Hoff⸗ nung und mein Leben: drum will ich in die 373 Haͤnde dein mich ganz und gar ergeben. O HErr, laß meine Zuver⸗ sicht auf dich zu Schanden werden nicht, sonst bin ich ganz verlassen. 5. HErr JEsu Christe, Gottes Sohn, zu dir steht mein Vertrauen; du bist der rechte Gnadenthron: wer nur auf dich thut bauen, dem stehst du bei in aller Noth, hilfst ihm im Leben und im Tod; darauf ich mich verlasse. 6. HErr JIEsu Christ, das Elend mein thu gnaͤ⸗ diglich ansehen; durch die heilig fuͤnf Wunden dein hoͤr mein Gebet und Fle⸗ hen: welchs Tag und Nacht mit Angst und Schmerz zu dir ausgeußt mein traurigs Herz. Ach laß dichs doch erbarmen! 7. HErr IEsu Christ, wenn es ist Zeit, nach dei⸗ nem Wohlgefallen, hilf mir durch dein Barmher⸗ zigkeit aus meinen Aeng⸗ sten allen; zerstoͤr den Anschlag meiner Feind, die mir zu stark und maͤch⸗ tig seind; laß mich nicht unterdruͤcken. ö 8. HErr IEsu Christ, ich weiß kein Rath, des Elends los zu werden, so du nicht hilfst durch deine Gnad, so lang ich leb auf Erden. Wenn es denn dir nun je gefaͤllt, daß ich also soll sein ge⸗ quaͤlt, so gieb mir Kraft und Staͤrke. 9. HErr JIEsu Christ verleih Geduld, hilf mir mein 37⁴ ———————————————— vom Areuz der Christen. mein Kreuz ertragen; wend Ind von mir ab deine Huld, und so du mich willst plagen, es zeitlich hier am Leibe thu, ieb nur der armen Seelen uh, daß sie doͤrt mit dir lebe. ö 10. HErr IEsu Christ, das glaub ich doch aus meines Herzens Grunde: du wirst mich wohl erhoͤ⸗ ren noch zur rechten Zeit und Stunde; denn du hast mich noch nie verlan, wenn ich dich hab gerufen an: deß ich mich herzlich tröste. 11. 6Err IEsu Christ, einiger Trost, zu dir will mich wenden; mein Herz⸗ leid ist dir wohl bewußt, du kannst und wirst es enden. In deinen Willen seis gestellt; machs, lieber GOtt, wie dirs gefaͤllt, dein bin und will ich bleiben. 12. HErr IEsu Christ, die Seufzer mein, die ich vor dich thu bringen, be⸗ sprenge mit dem Blute dein, damit sie hindurch dringen, und erweichen das „nn daß er abwend all Angst und Schmerz/ die mich von dir will trennen. ö 13. HErr JEsu Christ, mit Huͤlf erschein allen, allen Elenden, die jetzt in roßen Aengsten sein, thu ich zu ihnen wenden; mit starker Hand heraus sie reiß dafuͤr sie dir dort Lob und Mel. Du, o schönes Weltgebäude. * ammer hat 437. I mich ganz umgeben, Elend hat mi angethan, Trauren heißt mein kurzes Leben, Truͤb⸗ sal fuͤhrt mich guf den Plan; GOtt der hat mich gar verlassen; keinen Trost weiß ich zu fassen hier auf dieser Ungluͤcksbahn ½ 2. Grausamlich bin ich getrieben von des HErren Angesicht, als ich/ ihn allein zu lieben, nicht gedacht an meine Pflicht; drum doch ich so klaͤglich stehen; do es ist mir recht geschehen: mein GOtt rief, ich hoͤrt ihn nicht: 0 3. Ach, mein Schifflein will versinken recht auf die⸗ sem Suͤndenmeer; GOttes Grimm laͤßt mich ertrin⸗ ken, denn sein Hand ist viel zu schwer; ja mein Schiff⸗ lein laͤßt sich jagen durch Verzweiflung, Angst und Plagen, ganz entankert hin und her* 4. GOtt hat mich jetzt gar vergessen, weil ich nicht an ihn gedacht; meine Suͤnd hat er gemessen, und Hi. meinen Feind gemacht, daß ich ringen muß die Haͤnde, sein Erbarmen hat ein Ende, schier bin ich zur Hoͤllen bracht 5. Wo ist Rath und Trost zu finden, wo ist Huͤlf in dieser Roth? HErr, wer rettet mich von Suͤn⸗ Preis ewiglich singen werden. Johann Schindler. den? wer erloͤset mich vom Tod? Ich gedenke 986 er V — fru Rlt ut 5. NH Rohe Tt e Ham N. IT R ch un schtbihde x . HI Hrhfen, Aalt nih MA aiid Hrsch, S. LOM Ill, Zt H Isum ch Muat HA NStße Ruh mn M wih schlitl; . M Tas as u fh W h Dasch, u HI Walchgen Hag sch Hih tdt, hustt„ 1— angeso⸗ l L fsht Wn IMe ah, Henn ten. F 11% 0 schönt gebäude, Vynfe ich e Hlend H Tupureh Hebet, Tii mich guf h tt det ht t V inen Sl fser hiet Ackshchs sunlich bist des Heh Hbichihalt icht gdacht Deum ms stehen; dot cht geschchch fief, ich hy il Schiffeit Lecht guj de⸗ Haet; SOtted t uch etttit⸗ NHandis ui meit Sch h Pgch dut 97 Augst u Fektankett h hat mich „Wel ichnsh meineih sen/ And s gemacht.W Uß die Ha nen hat bin ich 1 7 st Rath H nden/ 0 Notheheh ich von Eih hset Nich ii gedalk 4 vom Areuz der Christen. 37⁵ der Zeiten, da du pflagst fuͤr uns zu streiten, wenn wir lagen gar im Koth:/ 6. Aher nun hat sig geendet deine Lieb un große Treu; ach dein Herz ist abgewendet, und dein Grimm wird taͤglich neu. Du bist gar von mir ge⸗ gangen, nur dein Zorn haͤlt mich Defmns ich ver⸗ schwinde wie die Spreu 7. Hoͤllenangst hat mich betroffen, mein Gewissen guaͤlet mich, kein Erlosung ist 50 hoffen; ich empfinde Todesstich und ein unauf⸗ hoͤrlich Sterben. HErr, ich eile zum Verderben, ich Varaene jaͤmmerlich 8. Grauen hat mich uͤber⸗ fallen, Zittern hat mich angesteckt; schwerlich kann ich nun mehr lallen, Angst und Furcht hat mich be⸗ deckt. Ach ich wandle jetzt die Straßen, da ich mich muß martern lassen: o wie wird mein Geist er⸗ schreckt! 9. Will mir denn kein Trost erscheinen, spuͤr ich gar kein Gnadenlicht? Nein, vergeblich ist mein Weinen, mein Gebet das hilft mir nicht; uͤber mich verlaßnen Armen will kein Helfer sich erbarmen, ich bin todt, mein Herz zer⸗ bricht 7 Christlicher Trost der angesochtenen Seele. 10. Liebste Seel, hoͤr auf zu schreien, deines Kla⸗ gens ist zu viel; nach dem Trauren kommt das Freu⸗ en, Herzensangst hat auch ihr Ziel; Wechsel ist in al⸗ len Sachen, nach dem Heu⸗ len kann man lachen: GOtt der treibt mit dir sein Spiel 1 11. Ist dein Heiland von dir gangen, er wird wie⸗ derkommen schon, und mit Freuden dich umfangen, recht wie den verlornen Sohn. Hat dein Liehster dich verlassen: ei, er kann dich nimmer hassen, seine Guͤt ist doch dein Lohn 12. Hat dich GOtt da⸗ hin gegeben, daß dich Sa⸗ tan sichten soll, und das Kreuz dich mache beben: ei/ er meint doch alles wohl; dies sind ocht Liebe Zei⸗ chen, die doch keiner kann erreichen, wenn er nicht ist Glaubens voll 1 13. Ob dich dein Gewis⸗ sen naget, ob dein Geist hekuͤmmert ist, ob der Hoͤl⸗ len Furcht dich plaget, ob dich schreckt des Teusels List; traure nicht! GOtt wird es wenden, und dir große Lindrung senden, wenn du nur geduldig bist:⸗ 14. Moses hat dies auch erfahren, und sein Bru⸗ der Aaron; Noah und die mit ihm waren, sahen nicht die Gnadensonn; David, Joseph und Elias, Petrus, Paulus und To⸗ bias trugen auch ihr Theil davon ½ 15. Sei zufrieden, liebe Seele, billig traͤgst du sol⸗ che Last; hier in dieser Un⸗ gluͤckshoͤhle weiß man doch von keiner Rast; drum so stille nur dein Zagen, und ge⸗ 376 vom Areuz der Christen. gedenk, es sind die Pla⸗ gen, die du laͤngst verdie⸗ net hast 21 16. Brausen jetzt die Wasserwogen, morgen aͤn⸗ dert sich das Meer. Ist dir heut ein Freud entzo⸗ gen, morgen kommt sie wieder her. Ist dir aller Trost entgangen, sei zu⸗ frieden, dein Verlangen wird erfuͤllet nach Begehr:/ 17. Was betruͤbst du dich mit Schmerzen, stille doch, und harr auf GOtt; dan⸗ ken will ich ihm von Her⸗ zen, daß ich werde nicht zu Spott. Ob er mich gleich wuͤrde toͤdten, hilft er mir dennoch aus Noͤthen, er, der starke Zebaoth: 18. HErr, errette mich mit Freuden aus der Hoͤl⸗ len Grausfamkeit; hilf mir, daß ich auch im Leiden dir zu dienen sei bereit. Giebst du nur des Geistes Ga⸗ ben, daß sie mir die Seele laben, tret ich froͤhlich an den Streit ½: Joh. Rist. Mel Ach, was soll ich Sünder machen. 2 Ich bin muͤde 438. mehr zu le⸗ ben, nimm mich, liebster GOtt, zu dir; muß ich doch im Leben hier taͤglich in Betruͤbniß schweben; meine groͤßte Lebenszeit laͤuft dahin in Traurigkeit. 2. Moͤcht es dir, mein GOtt, gefallen, wollt ich herzlich gern ins Grab, da mein Leid geschnitten ab, da mein schmerzenvolles Wallen dieses Lebens ganz verschwindt, und sein end⸗ lichs Ende findt. ö 3. Ich verschmachte fast vor Sorgen, meine milde Thraͤnenflut und des Kreu⸗ zes heiße Glut sind mein Fruͤhstuͤck alle Morgen. Furcht, Betruͤbniß, Angst und Noth sind mein taͤg⸗ lich Speise-Brod. 4. Seh ich jene boͤsen Rotten, die sich in die Welt verliebt, werd ich innerlich betruͤbt; denn sie hoͤhnisch meiner spotten, wenn sie schreien: Seht den Mann, dem sein GOtt nicht helfen kann! 5. Dann geh ich in meine Kammer, fall auf meine matte Knie, heul und win⸗ sel je und je, und beweine meinen Jammer; meiner Thraͤnen milder Lauf stei⸗ get zu dir wolkenauf. 6. GOtt, wann wirst du dich erharmen uͤber meine schwere Pein? Wann wirst du mir gnaͤdig sein? ach wann wirnsst du mich umar⸗ men? Ach mein GOtt, wie lang, wie lang soll mir doch noch sein so bang? 7. Setze mich doch ein⸗ mal nieder, laß mich kom⸗ men doch zur Ruh, aller⸗ liebster Vater du, troͤste mich doch einmal wieder; gieb mir endlich doch ein— mal at. nach die⸗ ser Qual. 8. Doch wer weiß/ wozu es nuͤtzet, daß du mich so zuͤchtigest, daß ich werde so gepreßt, und vor welcher Noth es schuͤtzet? Denn wer iit h Walhest un 0H8 Wen E. uef I Rht N sch ale Le. Konh Vehf Rg nich uf All Kan Hast 6 , + ꝑu 0 Hehet E lke E Fäh Ge Rir/ ud Ulschtt . Mô W Rul V Mshen 0 W Nn W . N Achünet Fehd wo E und Wehn er tlilet,x sten, 2. und say g fihdt. Herschmochte % meie g It und hent Glut ssch m alle Nop ruhniß, Iu sind mest l e⸗Bod. ich pfe, H die sich in lebt, Werd ettuͤtt unf Reiner spche schreien: St denm sein G ann! geh ich in eh full guf mah heul und wh % und heyeh mer: meinh idet Huf stez Wolkenauf. „vann wirs sel uber men 1? Wann wih dig sein? hu mich umt⸗ Dmein Gd wie latg f noch sein mich doch eiz lah mich ko ut Ruh, All bit u/ fl. emal widd Idlich doch eh Walust uch x wer wäß ah du Rich ich weih Pot wagl huhet? 20 vom Areuz der Christen. 37⁷ wer in der Welt sich freut, kommt oft um die Seligkeit. 9. Darum laß die Straf ergehen, schlage zu und staͤupe fort, liebster GOtt, und schone dort; doch da⸗ mit ichs kann ausstehen, so verleihe mir Geduld bei ver⸗ borgner Gnad und Huld. 10. Und nimm mich nach deinem Willen, nach der ausgestandnen Qual, in den großen Freudensaal, da sich alle Noth wird suil⸗ len. Komm, mein GOtt, wenn dirs gefaͤllt, und reiß mich von dieser Welt. Georg Neumark. Klel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. 20 ccch bin voller 439.— Angst und Leiden, und vergeh vor Traurigkeit; bitter sind mir alle Freuden, lang das Elend dieser Zeit; mein Gebluͤt erstarrt in mir, und mein Herz ver⸗ schmachtet schier. 2. Was bedeut dein La⸗ mentiren, du betruͤbtes Is⸗ rael? Wessentwegen laͤßt du spuͤren solches Leid in deiner Seel? Mußt du dich verlassen sehn, oder was ist sonst geschehn? 3. Ach wie sollt ich nicht erschuͤttern, weil der mein Feind worden ist, vor dem Erd und Himmel zittern, wenn er sich mit Eifer ruͤst; dem ich viel zu Leid gethan, sieht mit Grimm und Zorn mich an. 4. Billig bist du hoch be⸗ truͤbet, weil du traͤgst des HErren Zorn; denn fuͤr das, was du veruͤbet, solltst du billig sein verlorn. O du armer Erdenwurm, wer hilft dir in diesem Sturmꝰ 5. Ach ich hab nicht angenommen den, der mir zu helfen kam; drum auf mich der Fluch ist kom⸗ men, den sonst IEsus auf sich nahm. O der großen Missethat, die GOtt sehr erzuͤrnet hat. 6. Recht man dich un⸗ selig nennet, ja auch aller Gnad unwerth, weil du solches nicht erkennet, und dich ganz von GOtt ge⸗ kehrt; alle Angst faͤllt auf dich hin, und zernagt dein Herz und Sinn. 7. Aengstlich klag ich, ja dies schmerzet, und macht mich erst Jammers voll, weil ich habe den verscher⸗ zet, der mein A und O sein soll. Durch die Suͤnde hab ich mir selbst gesperrt die Gnadenthuͤr. 8. Du hast deine Gna⸗ densonne, die dir Licht und Leben giebt, deine Freude, deine Wonne, armes Kind, zwar sehr betruͤbt; aher glaube/ daß dich doch GOtt zur Beßrung zuͤchtigt noch. 9. Ja, ach wenn nur einst mein Hoffen lief in diesen Hafen ein, da mir IEsus Wunden offen ste⸗ hen; aber ach der Pein, es sieht ja mein Glaub jetzt nicht seine Naͤgelmal; das sticht. 10. Geh nur auch zum Ort der Leiden, geh nur, trink den Mliol. wel⸗ 378 vom Greuz der Christen. welchen JIEsus dir beschei⸗ den, bis du aͤngstlich voll wirst sein; denn ein so zerknirschter Geist endlich GOttes Huld geneußt. 11. Nun, so icht ich mein Betruͤben, schleußt auch GOtt gleich zu die Hand; ich bin ja daͤrein geschrieben, sein Aug ist auf mich Emn seine Treue wirkt in mir dies mein Seufzen und Begier. 12. Kommt, wir wollen erne trinken diesen Lei⸗ enskelch, bis wir ganz in unser Nichts versinken; quellt, ihr Augen, Thraͤ⸗ nen hier. Finsterniß ist bei GOtt Licht, wenn gleich alles Licht gebricht. Mel. Allenthalben, wo ich gehe. 440 IEfu⸗ hilf ö SmeinKreuz mir tragen; wenn in boͤsen Jammertagen mich der arge Feind anficht, IEsu, dann vergiß mein nicht. 2. Wenn die falschen Rottgesellen denken gaͤnz⸗ lich mich zu faͤllen, und mir Rath und That ge⸗ bricht, JIEsu Christ, ver⸗ giß mein nicht. 3. Will mich boͤse Lust verfuͤhren, so laß mir das Herze ruͤhren das zukuͤnf⸗ tige Gericht, und vergisse meiner nicht. 4. Kommt die Welt mit ihren Tuͤcken, und will mir das Ziel verruͤcken durch ihr falsches Wollustlicht, IEsu, so vergiß mein nicht. ——— 5. Wollen auch wohl meine Freunde mir nicht anders, als die Feinde, hindern meine Lebens⸗ bahn, IEsu, nimm dich meiner an. 6. Fehlet mirs an Kraft nen Geist vertreten, staͤrke meine Zuversicht, und ver⸗ giß nur meiner nicht. 7. Will auch gleich der Glaub schwach werden, und nicht tragen die Be⸗ schwerden, wenn die Drangsalshitze sticht, IE⸗ su, so vergiß mein nicht. 8. Bin ich irgend abge⸗ wichen, und hab mich von dir verschlichen, sei mein Wiederkehr und Licht, JE⸗ su, und vergiß mein nicht. 9. Wenn ich gaͤnzlich bin verlassen, und mich alle Menschen hassen, so sei du mein Zuversicht, IEsu, und vergiß mein nicht. 10. Wenn ich huͤlßos da muß liegen in den letzten Todeszuͤgen, wenn mein Herz im Leib zer⸗ bricht, JIEsu, so vergiß mein nicht. 11. Fahr ich aus dem Weltgetuͤmmel, nimm mich, JEsu, in den Him⸗ mel, daß ich seh dein An⸗ gesicht; IEsu Christ, ver⸗ giß mein nicht. In eigener Melodie. 4 Dein Christ 441. K soll ihm die Rechnung machen, daß lauter Sonnenschein hier um ihn werde sein, und er nur scherzen muͤß 165 A⸗ zu beten, laß mich dei⸗ 4 lid/ 0 W Mr 3. M su sahs Rußte H. Immech st Halc IR u Naht N ite D Gllet e isssttr W 1 I Hch MWhleh u 5. Gl Mapders Rlcc Waadt Ee Wile i 1 He 0 Verh et Rahche in Scee Husner schel/ K IIWkittt Klaheh⸗ 1 Mhesshe Rsth Heteshhz sten. h guch unde mie Re Heihe Lh u, mim t mitz ap g laß mich h hertketth s Isicht Adiy einer icht guch glaich HWogchwate ungen: Hie N/ „Weh sihe ficht; A Hiß mein neh ch Iigendgty hab michth cheh/ t W ud Licht, A ih mein nic ich ganzat md mich al Isa, esc ssiht/ W meih nicht n ich hüfft lehen iu ich gus de sel, mmt in doh Hüh⸗ sch dem W. su Chkis, Le icht. r Melodi, Gel Ui X soll i machen, Hehschen Rl kde seih, 0 Run muß in 6 vom Kreuz der Christen. 379 lachen; wir haben keinen Rosengarten hier zu ge⸗ warten. ö ö 2. Wer dort mit Christo hofft zu erben, gedenk auch fuͤr und fuͤr in dieser Welt allhier mit ihm zu leiden und zu sterben. Hier wird, was GOtt uns dort erkoren, durch Kreuz geboren. 3. Was mußte Chri⸗ stus selbst ausstehen! Er mußte ja durch Noth und jaͤmmerlichen Tod zu sei⸗ ner Herrlichkeit eingehen; und du vermeinst mit Recht zu klagen in boͤsen Tagen? é 4. Der Wein 860 erst ekeltert werden, eh als sem suͤßer Saft das Trau⸗ ren von uns rafft. Der Weizen, so uns staͤrkt auf Erden, kommt durch das Mahlen und durch Hitze uns erst zu nuͤtze. 5. Gold, Silber und viel ander Wesen muß auch durchs Feuer gehn, eh als es kann bestehn. Ein Kran⸗ ker, will er recht genesen, wird uͤber den Arzneige⸗ traͤnken sich nicht viel kraͤnken. 6. Wer hat den Sieges⸗ kranz getragen, der nicht vom Uebermuth der Feind im Schweiß und Blut und Kummer hat gewußt zu sagen? Wer wird das Ziel im Wetterennen ohn Staub erkennen? 7. Ist noch so viel uns widerfahren, so ist doch bieses Leid nicht werth der Herrlichkeit, die GOtt an uns will offenbaren; weil sie nach diesen kurzen Zaͤh⸗ ren soll ewig waͤhren. Simon Dach. Mel. Ach GOtt und HErr. 4 42 omm, Kreu⸗ zeslast, du werther Gast, ich will dich Chrit tragen; weil jeder Christ, so fromm er ist, muß haben seine Plagen. 2. Ich will gar gern den Zorn des HErrn und seinen Eifer dulden, weil seine Glut mein Frevel⸗ muth und Suͤnde wohl verschulden. 3. Ich sag es recht: ich Lasterknecht hab oͤfters miß⸗ gehandelt; den Suͤnden⸗ pfad durch Missethat von Jugend auf gewandelt. 4. Dadurch hab ich ge⸗ stuͤrzet mich in ewiges Ver⸗ derben, ja muͤßte fort zur Hoͤllenpfort, und boͤses To⸗ des sterben: 5. Wo deine Gunst und Liebesbrunst nicht vor den Riß getreten, dein liebster Sohn, der Gnadenthron, bei dir mich losgebeten. 6. Weil du denn bist zu jeder Frist, mein GOtt, sehr reich von Guͤte, und liebst dabei, wenn voller Reu und Buße das Ge⸗ muͤthe: 7. So glaub auch ich ganz sicherlich, du wirst mich lassen spuͤren dein Herrlichkeit, und mit der Zeit mir meine Sach aus⸗ fuͤhren. 8. Du wirst, mein En au 38⁰ vom Kreuz der Christen. aus Hohn und Spott mich endlich ans Licht bringen; 5. All Kreatur bezenget der Feinde Schaar nicht Laub und Gras, sein Lei⸗ immerdar es lassen so ge⸗ lingen. 9. Drum, Kreuzeslast, komm, werther Gast, ich will dich willig tragen; weil jeder Christ, so fromm er ist, muß haben seine Plagen. Ernst Christoph Homburg In eigener Melodie. 8740 Dommt her zu 443 5& mir/ spricht Gottes Sohn, all, die ihr seid beschweret nun, mit Suͤnden hart beladen. Ihr Jungen, Alten, Frau und Mann, ich will euch geben, was ich kann, will heilen euren Schaden. 2. Mein Joch ist suͤß, mein Buͤrd ist gring, wer mirs nachtraͤgt in dem Ge⸗ ding, der Hoͤll wird er ent⸗ weichen; ich will ihm treu⸗ lich helfen tragn, mit mei⸗ ner Huͤlf wird er erjagn das ewig Himmelreiche. 3. Was ich gthan hab und glitten hie in meinem Leben, spaͤt und fruͤh, das sollt ihr auch erfuͤllen; was ihr gedenkt, ja redt und thut/ das wird euch alles recht und gut, wenns Uen nach GOttes Willen. 4. Gern wollt die Welt auch selig sein, wenn nur nicht waͤr die schwere Pein, die alle Christen leiden; so mag es denn nicht an⸗ ders sein, darum ergieb dich nur darein, wer ewge den kanns nicht meiden. Wer denn in GOttes Nam nicht will, zuletzt muß er des Teufels Ziel mit schwe⸗ rem Gwissen leiden. 6. Heut ist der Mensch schͤn, jung und lang, sieh⸗ morgen ist er schwach und krank, bald muß er auch gar sterben. Gleichwie die Blumen auf dem Feld, also wird auch die schoͤne Welt in einem Hui ver⸗ derben. ö 7. Die Welt erzittert liegt in letzter Noth, dann will er gleich fromm wer⸗ den. Einer schafft dies, der andre das, seinr armen Seel er ganz vergaß, die⸗ weil er lebt auf Erden. 8. Und wenn er nim⸗ mer leben mag, so hebt er an ein große Klag, will sich erst GOtt ergeben. Ich fuͤrcht fuͤrwahr, die goͤttlich Gnad, die er all⸗ zeit verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schweben. 9. Einm Reichen hilft doch nicht sein Gut, dem Jungen nicht sein stolzer Muth, er muß aus diesem Maien; wenn einer haͤtt die ganze Welt, Silber und Gold und alles Geld, so muß er an den Reihen. 10. Dem Glehrten hilft doch nicht sein Kunst, die weltlich Pracht ist gar um⸗ sonst: wir muͤssen alle ster⸗ ben. Wer sich in Christo Pein will meiden. nicht bereit, weil er lebt in das, was lebt in Wasser, ob dem Tod; wenn einer 06 Er. 1 u 4H 0 hihl Se 01 fith 1W M Hahft Rich ch . Mht Ichl gebt j V Wl Ach Nt E. Helt Gt Il E ARinn e 10. Men Gunf, Ois i O, W h ehn Wi Hah W Rl ü nus Hbn tilg He masch ih W Rsttget WU H lalh Mant, Imm de 6 Rhch kahn Harr Uid A xb Rug Gd Waccs schunn tisten. — 1 lebt ih Gc h 10U Mcht mn in GOlleh I lcht u Ettrh isen leben It ist der M f0 und Enh erschhoch 1 muß er K. Gleich huf dem guch dieh elhem Hal Velt erh Od; Wenn h ler Roth/ e ich fromm y schaft d 5% seihr abnt vetgaß/ d auf Erden. wam er nin mag/ so Hl roße Hg, M. GOtt theg furpaht/ nd, die et l tet hat/ M ihmschwelg Reichen hit ein Gut, dun t sein siohe uuß aus diesh In enet hi Vůt, Sill nd ales Gh im den Rohn Glchtten Hf a Kunf/N t istthh Isen alle sh sch in Chas weil et vom Greuz der Christen. 381 in der Gnadenzeit, ewig muß er verderben. 11. Hoͤret und merkt, ihr lieben Kind, die jetzund GOtt ergeben sind, laßt euch die Muͤh nicht reuen: halt stets am heilgen GOt⸗ tes Wort; das ist eur Trost und hoͤchster Hort, GOtt wird euch schon erfreuen. 12. Nicht Uebel ihr um Uebel gebt, schaut, daß ihr hier unschuldig lebt, laßt euch die Welt nur affen. Gebt GOtt die Rach und alle Ehr, den engen Steg geht immer her, GOtt wird die Welt schon strafen. 13. Wenn es ging nach des Eeneln Muth, in Gunst, Gesundheit, gro⸗ ßem Gut, wuͤrdt ihr gar bald erkalten. Darum schickt GOtt die Truͤbsal her, damit das Fleisch ge⸗ zuͤchtigt waͤr, zu ewger Freud erhalten. 14. Ist euch das Kreuz bitter und schwer, gedenkt, wie heiß die Hoͤlle waͤr, darein die Welt thut ren⸗ nen; mit Leib und Seel muß leiden sein ohn Un⸗ terlaß die ewge Pein, und mag doch nicht verbrennen. 15. Ihr aber werdt nach dieser Zeit mit Christo ha⸗ ben ewig Freud, dahin sollt ihr gedenken. Es lebt kein Mann, der aussprechn kann die Glorie und den ewgen Lohn, den euch der HErr wird schenken. 16. Und was der ewig guͤtge GOtt in seinem Wort versprochen hat, ge⸗ schworn bei seinem Na⸗ men, das haͤlt und giebt er gwiß fuͤrwahr. Der helf uns zu der Engel⸗ schaar durch JEsum Chri⸗ stum, Amen. Johann Witzstat. In eigener Mel. oder: HErr JEsu, ewges Licht. IVebt jemand so 444. Lee ich, lebt er jaͤmmerlich; wor⸗ uͤber ich muß weinen, will mir doch nicht erscheinen; was ich such mit Begier, verbirget sich vor mir. 2. Im Himmel ist das Gut, darin mein Herze ruht; hinauf steht mein Verlangen, dich, IEsu, zu umfangen; ich such und finde nicht, was mir so hoch gebricht. 3. Was mir sonst wer⸗ den kann, steht meiner Lieb nicht an; die Welt mit ih⸗ ren Schaͤtzen kann mich doch nicht ergoͤtzen; die Wollust dieser Erd ist kei⸗ ner Liebe werth. 4. Ich lieb, was ewig bleibt, was keine Zeit weg⸗ treibt, was meine Seele naͤhret, was keine Flut ver⸗ zehret, und keine Glut ver⸗ brennt, kein Ungluͤck von mir trennt. 5. Ich lieb und werd gequaͤlt; denn was ich hab erwaͤhlt, giebt sich nicht zu genießen. Wie sollte nicht verdrießen, stets lieben ohne Frucht, nicht finden, was man sucht? 6. Wie lang hab ich ge⸗ weint, weil mir kein Trost erscheint; wie lang hab ich — ge⸗ — 382 bom Areuz der Christen. geklaget, daß mich die Liebe plaget! Stund nicht mein Herz und Sinn nach JEsu immer hin? 7. Ach Himmel, thu dich auf, ich komin in vollem Lauf; laß mich nur eins erblicken den, der mich kann erguicken. Ach IEsu, laß mich ein! war oft mein Seufzerlein. 8. Umsonst ist alles doch/ ich muß am schweren Joch des Lebens laͤnger ziehen; umsonst ist mein Bemuͤhen. Was mir sollt suͤße sein, das bringet bittre Pein. 9. Ich will doch nicht aufhoͤrn, zu lieben und zu ehrn, den meine Seele lie⸗ bet, obgleich die Lieb be⸗ truͤbet; ob ich sein nicht genieß, ist doch das Lie⸗ ben suͤß. 10. Der Wille bringt die Kron, ist sonst kein andrer Lohn; das unge⸗ stillte Sehnen, vermischet mit den Thraͤnen, muß mitten in der Pein ein suͤ⸗ ßes Labsal sein. Heinr. Müller. In eigener Alelodie. AAE MIAg ich Un⸗ 445. Muc ucht widerstahn, muß Ungnad han der Welt fuͤr mein recht Glauben: so weiß ich doch, es ist mein Kunst GOtts Huld und Gunst; die muß man mir erlau⸗ ben. GOtt ist nicht weit, ein kleine Zeit er sich ver⸗ birgt, bis er erwuͤrgt, die mich seins Worts berauben. 2. Rlcht, wie ich woll, jetzund mein Sach, weil ich bin schwach, und GOtt mich Furcht laͤßt finden: so weiß ich/ daß kein Gwalt bleibt fest, ists allerbest, das Zeitlich muß verschwin⸗ den. Das ewig Gut macht rechten Muth; dabei ich bleib, wag Gut und Leib; GOtt helß mir uͤberwinden. 3. All Ding ein Weil, ein Sprichwort ist; HErr IEsu Christ, du wirst mir stehn zur Seiten, und se⸗ hen auf das Ungluͤck mein, als waͤr es dein, wenns wider mich wird streiten. Muß ich denn dran auf dieser Bahn: Welt, wie du willt. GOtt ist mein Schild; der wird mich wohi beleiten. Maria, Königin v. Ungarn. In eigener Melodie. 446. Me aus Lieb in seinem Blute, sein Leiden ist der Hoͤllen strenge Pein; er loͤscht den Grimm, zerbricht des Trei⸗ bers Ruthe, das Leber wirft sich in den Tod hin⸗ ein; davon zerspringt des Todes Schlund; nun macht mein Braͤutigam mich wie⸗ derum gesund. 2. Er sahe mich in mei⸗ nem Blute liegen, sein Herz entbrannt in heißer Liebesmacht. Dies war genug, den Schoͤpfer zu besiegen, das hat ihn bald in solchen Trieb gebracht, daß er mit GOttes Zorn sunrter Nun hat sein anftes Licht des Grim⸗ mes Quell gedaͤmpft. 3. Du D ö WSw N cch M. MW I Rul slt v. l, W D Mh el, 4.9.H Rhnt %0 lth hunch,L 0 uchl Itkeben, 80( Iacht. M g Albs un c 5 80 WI W H La ss Hgch t WI Gcheich hheh, 0 MEabid L Musch nit IU M uty xr. Hebeh, ry she Düohze 0 VII Rt Ni IMdcen: Ih sl. D( kisten. — a——— Hwach, mod icht laßt fs, 6/Mkench s„ ish g icmuß verch Sewih Gutm Muth Rh 0 Gut und Fir Ubertih Ding ein V chwort ittegl list, du mie Seiteh, uh Unglück m es dein/ un ich wird teh Rdenn dean ahn: Wult, er wicd michth Marig, Vönigin v. Angn net Melodit Heih Frau R Ferschph in seien S m ist der Hile in lscht eblicht des he, d Lal in den Lod ht fsoungt lunbimunmah iigam mich wi⸗ . che mich in nh 1 Uagen, f. Lonhtt ii E ht. Ds h 1a 00 hit ihn d Trieh gebthh Dᷣes. Nun hit 6 cht des H gcdaͤnhft, 3.9 vom Kreuz der Christen. 383 3. Du mußt mit Angst Schlacke ist, was sich in die Feuersmacht zerschellen, die dergestalt in deinen Geist geblitzt, daß du geschmeckt die Bitterkeit der Hoͤllen, und in dem Kampf das milde Blut geschwitzt. Du sinkst so tief in Tod hin⸗ ein, daß du von deinem GOtt mußt wie geschie⸗ den sein. 4. O Braͤutgam, dein geheimnißvolles Lieben hat dich selbst zum Anathema Licb an Wie? wird die ieb auch bis zum Fluch Ptricben; Ach ja, der Trieb hat sie so weit ge⸗ bracht. Das Leben nimmt uns wieder an, und wird selbst aus dem Buch des Lebens ausgethan. 5. So hast du denn, o Tod, den Mann verschlun⸗ gen, und wußtest nicht, daß er das Leben traͤgt. Dem Leben ist der weise Rath gelungen; des Todes Trutz wird von ihm hingelegt. Geh ich nur in den Tod hinein, so muß der Tod mir selbst des Lebens Wur⸗ zel sein: n ö 6. In Christi Tod wird nun mein Tod vertrieben, er ist mir nur ein Weg ins Paradies: darinnen wird der strenge Sinn zer⸗ riehen, wenn ich sein Blut und seinen Tod genieß. Davon zerschmilzt die Haͤr⸗ tigkeit, und wandelt meine Pein in reine Him̃elsfreud. 7. Nun wird mein Gold im Leiden rein gefeget, der Ofen ist das Kreuz, der Test(Tiegel) das Herz, die Gliedern reget, der Schmel⸗ zer ist mein Freund, die Glut der Schmerz. Muß gleich das Gold durchs Feuer gehn, so bleibt es doch verklaͤrt in seinem Tiegel stehn. 8. Dann bringt mein Geist mit Freuden seine Garben, des Himmels Blitz durchstrahlet seinen Sinn; die Weisheit spielt in ihren Wunderfarben, da blinkt das Herz wie Jaspis und Rubin. Wenn sich der Blick durchaus erstreckt, so kriegt mein Geist sein Kleid, und wird mit Licht bedeckt. 9. Da kuͤssen ihn der Weisheit suͤße Blicke, da ruht die Seel in ihrem Liebesschooß; da wird sie denn vom Tod, vom Suͤn⸗ denstricke und von dem Dienst der Eitelkeiten los. Wenn sie des Himmels Klarheit ziert, wird sie als Koͤnigin zum Koͤnige gefuͤhrt. ö 10. Drum scheu ich nicht des Leidens bittre Myrr⸗ hen, in Myrrhen liegt die schonste Balsamkraft; da⸗ bei kann mich des Flei⸗ sches Schmerz nicht irren, weil mir das Joch in Christo Ruhe schafft. Die Liebe ging den schmalen Steg, aus Liebe waͤhl ich mir der Liebe Kreuzesweg. 11. Mein GOtt, ent⸗ zuͤnd in mir des 1 ut Flamme, laß dessen Glut des Geistes Gold durch⸗ gehn, und staͤrke 115 in em 38⁴ vam Kreuz der Christen. dem erwürgten Lamme, daß ich verklaͤrt im Tiegel bleibe stehn. Wenn gleich das Fleisch sich klaͤglich stellt: gnug, daß der neue Mensch im Kreuz den Sieg erhaͤlt. Christian Fried. Richter. Mel. In dich hab ich gehoffet, HErr. Mensch, druͤckt 447. M dein Kreuz dich ohne Ziel, ist auch des Leidens noch so viel, werd ja nicht zum Rebellen; staͤrk deinen Muth, GOtt meint es gut, dies wird zuletzt erhellen. 2. Kommst du in Un⸗ fall, Angst und Plag, Ver⸗ lust, Verfolgung, Spott und Schmach den Kreuz⸗ weg hergegangen: lach oder wein, es muß so sein, sollst du zum Heil gelangen. Wenn GOtt dich schlaͤgt an Geld und Gut, an Ehr, Geruͤcht, an Fleisch und Blut, an Seel, an Muth und Sinnen: du bists nicht werth, denn er begehrt hiedurch dich zu gewinnen. 4. Unmoͤglich ists mit solchem Zeug zu gehen ein in GOttes Reich; drum will er von dir nehmen, was haßt und liebt, freut und betruͤbt, zur Reis dich zu bequemen. 5. Traͤgst du dein Kreuz mit Liebe fort, so traͤgt es dich zur Himmelspfort, da Lust fuͤr Last zu fin⸗ den. Legst du eins bei, so sindst du zwei, und bleibst wohl gar dahinten. 6. Daß du dein selbst nur erst kommst los, so stehe aller Dinge bloß, sei, wie es geht, zufrieden. Nimm dich nichts an, so ists gethan, und bleibt die Suͤnd vermieden. 7. Drum faß dich mit Bestaͤndigkeit, stets gleich zu slehn in Leid und Freud, in Rettung und Verder⸗ ben, in Suͤß und Saur wie eine Maur, im Leben und im Sterben. 8. Kreuz war die Wehr in Christi Hand, als er den Teufel uͤberwand: wer kann das Kreuz gnug lo⸗ ben? In allem Krieg er⸗ haͤlts den Sieg, wenn noch die Feind so toben. 9. Kreuz ist der Weg und enge Pfad, der uns zum Himmel fuͤhrt gerad, drum wollt ihn Christus gehen. Wer dieses glaubt, und folgt dem Haupt, kann fuͤr ein Glied bestehen. 10. Kreuz ist das Zei⸗ chen im Gericht, wenn Christ, der HErr, das Urtheil spricht; wer dann nicht will anhoͤren das harte Wort: Weicht von mir fort! muß sich zum Kreuz hinkehren. 11. Kein Ungluck nie die Seel betruͤbt, die in Ge⸗ duld zum Kreuz sich giebt, ihr schadt kein Tod noch Hoͤlle. Unleidsamkeit bringt steten Streit und ist der Suͤnden Quelle. 12. Des Eigenwillens höse Art haͤlt GOtt in uns stets Wideryart; wie wohl wuͤrds mit uns stehen, waͤr UU 4 n i ö Wreh Il udet se 1. Duum r Eils! af Ret rchs Krath ud, Rum uitt Miirh d Ium schie 16. NN h Eehtt Re 10 Kens, K 5 l WW am f Ahl„ Mch Il us V. Dutd uhet Hrt Rec Herl RH Wig leh. DeV Gehst W henget arne Hsist, u 8. Ange mit Ot/ ih ich kof u Rusut, A Hochanen LOM- eh R N b0 Han vadt x isten. S W Lommst l05, Dingeh l ö Aht, Afh ch nichts ah / Und hlat! rmieden. im fiß dihn keit, setz gh nib und 10. 1 D Suͤß und E Mut, un gi terhen. War die WI Hand, slz eth ibetwand: Kreutz grag allan Krie⸗ Sieg, un h o tobůt R der W d, der u fühtt gerd K ihn Cheisu Mses gaaut em Hauhht, Er lh hasche, M ist dus J. Gnt, U¹ et HEre, N licht; Derbe Janbbren K t: WMeicht i. sich chren. Unglc Hih bt, R. 46 Frehz sich R kein WI dfamkett k ö Kit und Mal. Gigenwilg ilt GOtt il u e t Und f vom Kreuz der Christen. 38⁵ waͤr dieser todt: dann leb⸗ dir ergiebt, und dich recht te GOtt, und koͤnnt hr bleibt unbetruͤbt. Sam aufgehen. 13. Der Eigenwill, des Satans Bild, ins, der die Seele so verwildt, und sfuͤrzt aus GOttes We⸗ sen in Untergang; durch Kreuz und Drang muß wieder sie genesen. 14. Drum lehrte Chri⸗ keinen Helfer nicht; HErr, nimm dich 2——5 Seelen an, und fuͤhre sie die rechte Bahn; laß deine Wahrheit leuch⸗ ten mir im Wre⸗ der uns bringt zu dir. 4. Denn du bist ja mein einges Licht, sonst weiß. ic stus: Eins ist noth! andeae dein bei Tag und setzt uns auf ein neu Ge⸗ bot durchs Wort vom Kreuz und Leiden. Wer hierum wirbt, der Sund abstirbt, und von sich selbst kann scheiden: 15. In dem steht auf ein neuer Mann nach Geist und Kraft, der alles kann zu GOttes Wohlbehagen. Was dem gefaͤllt, fuͤr gut er haͤlt, macht Preis und Dank aus Klagen. 16. Durchs Kreuz ging unser HErr allein zu sei⸗ ner Herrlichkeit auch ein, den Weg mußt er erwaͤh⸗ len. Die Wahrheit spricht: Gehst du ihn nicht, weh deiner armen Seelen! Mlel. O(HeErr) JEsu Christ, meins Lebens icht. dir, o Mach 448. N HE rr, ver⸗ langet mich, du bist mein GOtt, ich hoff auf dich; ich hoff und bin der Zu⸗ versicht, du werdest mich beichaͤmen nicht. Na: was ist, das dich so s iend macht? 5. Ach wende, HErr— dein Augen ab von dem, wo ich geirret hab. Was denkst du an den Suͤnden⸗ lauf, den ich gefuͤhrt von Ta auf? 6. Gedenk an deine Guͤ⸗ tigkeit und an die groͤße Suͤßiakeit, damit dein Herz zu troͤsten pflegt das, was e⸗ dir zu Fuͤßen legt. 7. Der HErr ist fromm und berzlich gut dem, der sich yruͤft und Buße thut. Wer seinen Bund und Zeugniß haͤlt, der wird er⸗ halten, wenn er faͤllt. 8. Ein Herz, das GOtt von Herzen scheut, das wird in seinem Leid er⸗ freut, und wenn die Noth am tiefsten steht, so wird 55 Kreuꝛ zur Wonn er⸗ „t. 9. Nun, HErr, ich bin dir wohl bekannt, mein D Geist der schwebt in dei⸗ ner Hand; du sieh, wie meine Seele thraͤnt, und 2. Der wird zu Schan⸗ sich nach deiner Huͤlfe sehnt. den, der dich schaͤndt, und sein Gemuͤthe von dir wendt; der aber, der sich 10. Die Angst, die mir wein Herze dringt, und daraus so viel Seufzer 17 zwingt 386 vom Ereuz der Christen. zwingt, ist groß; du aber bist der Mann, dem nichts zu groß entstehen kann. 11. Drum steht mein Auge stets nach dir, und traͤgt dir mein Begehren fuͤr. Ach laß doch, wie du pflegst zu thun, dein Aug auf meinen Augen ruhn! 12. Wenn ich dein darf, so wende nicht von mir dein Aug und Angesicht; laß deiner Antwort Ge⸗ genschein mit meinem Be⸗ ten stimmen ein. 13. Die Welt ist falsch, du bist mein Freund, ders treulich und von Herzen meint. Der Menschen Gunst steht nur im Mund/ du aber liebst von Her⸗ zensgrund. 14. Zerreiß die Netz, heb auf die Strick, und brich des Feindes List und Tuͤck; und wenn mein Ungluͤck ist vorbei, so gieb, daß ich auch dankbar sei. 15. Laß mich in deiner Furcht bestehn, fein schlecht und recht stets einhergehn; dich mir die Einfalt, die ich ehrt, und lieber dul⸗ det als beschwert. 16. Regier und fuͤhre mich zu dir, auch andre Christen neben mir; nimm/ was dir mißfaͤllt, von uns hin: gieb neue Herzen, neuen Sinn. 17. Wasch ab all unsern Suͤndenkoth, erlos aus al⸗ ler Angst und Noth, und fuͤhr uns bald mit Gna⸗ den ein zum ewgen Fried⸗ und Freudenschein. Paul Gerhard. Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. 49. Richts Be 449. Nautteroi auf Erden, nichts kann so zu Herzen gehn, als wenn arme Wittwen werden, wenn verlaßne Waisen stehn ohne Vater, ohne Muth, ohne Freund und ohne Gut. Wittwen sind verlaßne Frauen; wer thut auf die Waisen schauen? 2. Wo die Zaͤune sind die Fruͤchte pfluͤcket, da die Aeste sind gebeugt. Wo die Mauern sind zerspalt da findt sich der Feind gar bald; wem der Schirm und Schatten weichet, den die Hitze bald erreichet. 3. Also muͤssen stets die Armen leiden lauter Un⸗ gemach. Wenig ihrer sich er⸗ varmen. Wittwen schreien Weh und Ach uͤber den, der sie oft preßt, und in Nöthen stecken laͤßt. Wai⸗ sen muͤssen sich nur schmie⸗ gen, und der Welt zu Fuͤßen liegen. 4. Also muß es hier er⸗ gehen in der Welt auch mir und dir; Waisen muͤs⸗ sen traurig stehen, Wittwen muͤssen leiden hier. Denn wie koͤnnte GOtt denn mein und der Deinen Vater sein? Sonsten waͤre GOtt nicht Richter und der Waisen Sachen Schlichter. 5. Zwar der armen Wittwen Zaͤhren fließen auf die Backen los;* th⸗ zerluͤcket, jedermann hin⸗ uͤbersteigt; auch ein Kind Nuhe sl, ö Wosen rü Mieen h 7. Mun en Eant 0 U Wop ihn n Hal er il, slle RIlchh Iun cht We Wehhoth! Kel. O 17 400 ¹ tlhihe, hahist ahfͤden. 11 Rchteft, h ht du dich Et e tuh Rah Hen He I Eif leh G isten. ——.— Zion slagl und Schnemh 22 Rühig , nichtz kn . gchn, Jittwen wal eerlafne M ne Vlter, hne Fteudr t. Winwenj N W Waisen schu die Zunle s jedermamn auch ein nüge Rgeheugt. un sind zers ich det Feind; m der Sch in Weichet, 0 Oeriche, Rmsen eis! aden Hutet Den hecksih. Wittwen schth NAch dar ft preßt/ A stecken läßt. L 1 sich ui sr 0 der VBel egen. der 90 — Wseh fehen,E lden hiet.L eGOlt dent DehenIun wire GOlt und de V. 50 lichtet var der A Zihren s Nateh 0½½ vom Kreuz der Christen. ihre Seufzer kehren sich zu GOttes Sꝛernenschloß; schreien uͤber diesen Mann, der die Wittwen aͤngsten kann, bis der hoͤchste GOtt das ende, und den Witt⸗ wen Huͤlfe sende. 6. Wittwen sind in GOt⸗ tes Armen, Waisen sind in GOttes Schooß; ihrer will er sich erbarmen, waͤr die Noth noch eins so groß. Ein solch u n ter Mann tastet GOttes Auge an, der die armen Waisen druͤcket, und der Wittwen Herz bestricket. 7. Wenn sie bleiben in den Schranken, darein sie GOtt hat gestellt/ und von ihm nicht abe wan⸗ ken, weil er sich zu ihnen haͤlt, sollen sie im Him⸗ melsschloß werden alles Kummers los; da soll nicht mehr, wie auf Erden, Witt⸗ wennoth gehoͤret werden. Michael Hunolb. Alel. O Traurigkeit, o Herzeleid. 4 350. O Kreuzes⸗ Stand, o edles Pfand, das alle Strei⸗ ter bindet, deinen suͤßen Honigsaft mein Herz wohl empfi Wer⸗ O selig ist, wer dein Leniehe, und mit dir ist zeichnet! lauter Segen aͤft du nach dem, der dich 3. O edler Schatz, hab ewig Platz bei mir in mei⸗ nem Herzen; ich kuͤß dei⸗ ne Suͤßigkeit mit liebvol⸗ len Schmerzen. 387 4. O liebster Gast, o suͤße Last, Bewaͤhrung aller Frommen, nimm hin⸗ weg die Ungeduld, Mur⸗ ren laß nicht kommen. 5. Ertoͤdt den Leib, die Lust vertreib, laß deine Macht drein sehen, daß Natur und Eigenheit wei⸗ chen und vergehen. 6. Im Kreuz ist Lieb, des Glaubens Trieb und hoffnungsvolles Leben; es giebt Trost, versichert auch der Kindschaft daneben. 7. O sanftes Joch, du bleibest doch sehr leicht, wie Christus lehret; wer in dessen Kraft dies fuͤhlt, liebet dich und ehret. 8. Geheime Ruh, wie bald wirst du bringen die schoͤne Krone, die den Sie⸗ gern IEsus wird geben dort zum Lohne. 9. O Zionskind, ach eil geschwind, streck aus die beiden Arme; nimm darein das Kreuz mit Lust, GOtt sist dein Erbarmen. 10. Er ist sehr mild, dein Burg und Schild, dein o Schutzherr und Erretter, dein Immanuel und auch im Kreuz dein Vertreter. 11. Der hat bereits und wird dein Kreuz noch fer⸗ ner helfen tragen; drum will ich mit Zions Schaar auch mit Amen sagen. Mel. In dich hab gehoffet, HErr. 451 Ob schon das *— Kreuz, die groͤßte Qual des Leidens mich druͤckt allzumal, ach 17 ich 1 * 388 vom Kreuz der Christen. ich doch kein Rebellen; dein Joch, mein GOtt, ist suͤß, im Spott dein Nam wiro mehr erhellen. 2. Wirst du betrubt, geneidt, veracht, gedruͤckt/ eschmaͤht, gehaßt, verlacht: alt still, wie dirs auch gehet. Bitt nur Geduld von GOttes Huld, der Himmel offen stehet. 3. Schlaͤgt dir schon GOtt in Geld und Gut, in dein Geruͤcht, in Fleisch und Blut, ins Herz und dein fuͤnf Sinnen: fall GOtt zu Fuß; Lieb leiden muß: GoOtt thuts, dich zu gewinnen. 4. Dein Muth faß mit Bestaͤndigkeit in Suͤß, in Saur, in Lieb und Leid, in Reichthum und Ver— derben. Halt dies Gebot in Freud und Noth, im Leben und im Sterben. 5. Kreuz tragen ist der enge Pfad, zum Himmel fuͤhrt er dich gerad, drum wollt ihn Christus gehen. Wer dieses glaubt, und folgt dem Haupt, kann fuͤr ein Glied bestehen. 6. Dies sind die Waffn in Christi Hand, da er den Teufel uͤberwand; kein Mensch kann sie beschrei⸗ ben. Die sind bereit in allem Streit, im Kreuz sie standhaft bleiben. 7. Nichts unsrer Seelen Schaden bringt, so lang die Truͤbsal aufuns dringt, troth Tod und Hbllen⸗ geister. Wo Kreuz nicht ist, da wird durch List die Welt bald unser Meister. 8. Wo eigner Will hat uͤberhand, so sind wir von GOtt abgewandt; dann hast du uͤberwunden, wenn dein Will todt: so schmeckst du GOtt, und hast die Tugend funden. 9. Dies ist das rechte neu Gebot, das Christus lehrte, Mensch und GOtt/ durchs Wort vom Kreu und Leiden. Dein Lu muß hier und boͤs Begier von dir sein abgescheiden. 10. Dann hast du dich zum Geist bekehrt vom Fleisch, und rannst dich un⸗ verwehrt in GOttes Wil⸗ len uͤben, und danken GOtt in Kreuz und Tod: kein Leid wird dich betruͤben. 11. So ginge durch das Kreuz und Leid auch Chri⸗ stus ein zur Herrlichkeit. Ach diesen Weg erwaͤhle, wie GOttes Sohn; trittst du davon, weh deiner ar⸗ men Seele! Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. ) ei getreu m 452.— deinem Lei⸗ den, lasse dich kein Unge⸗ scheiden, murre nicht mit Weh und Ach. Denke, wie er manche Zeit dir zu helfen war bereit, da du ihm dein Herz verschl ossen, ob ihn das nicht hab ver⸗ drossen. ö 2. Sei baned in deinem Glauben, baue deiner See⸗ len Grund nicht auf zwei⸗ felhafte Schrauben; sage den gewissen Bund, so ge⸗ schlos⸗ mach von der Liebe JEsu Iun e AMi, slngt S Dusch sich xl WalRt Iu W Al. Hf I shyn Wt yhn I, 0 Ru V Co 5. Ca Landehen htenzu eHett üihet Nlcht t shhh, Aschet, lse Kie 0. Ca Don Eid UU glech d el du Dumfe. st zt R hett W d Rnie 8 Men. Finn Lagner WIl so sindwih gewandt; rwunden,un zodt: so schrh „Und haf Inden. ist düs 1/ das Chnt nsch und H9 ort vom gn n. Dinn h und bbs N ein gbgeschih In hast du t bekehtt Dmnnstbihe in GOle V nd danken S und Tod: 6 dich hettüͤba Hige durchhs Leid auch Cht herklichkel Woh ewöhl Q Sohn; mth weh deinet Y delent dich kein U der e N murre niht= Ach. Duf anche Zet x bekett, N. Hett verscle nicht hug getren i 0 haue dintr x nicht Afh Ichtaubeht N Vuld/ W n Bund/ 0 vom Areuz der Christen. schlossen in der Tauf, dei⸗ nem Gott nicht wieder auf; fange an ein besser Leben, deinem GOtt zum Dienst ergeben. ö 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen GOtt, der dich geliebt; an dem Naͤchsten Gutes uͤbe, ob er dich gleich hart betruͤbt. Denke, wie dein Heiland that, als er fuͤr die Feinde bat; so mußt du verzeihen eben, soll GOtt anders dir ver⸗ geben. 4. Sei getreu in deinem Hoffen; hilft GOtt gleich nicht, wie du willt, er hat bald ein Mittel troffen, daß dein Wuͤnschen wird er⸗ füllt. Hoffe fest, GOtt ist schon hier, sein Herz bricht ihm gegen dir; hoffe nur, GOtt ist vorhanden, Hoffnung macht dich nicht zu Schanden. 5. Sei getreu in To⸗ desnöthen, fechte frisch den letzten Zug; sollt dich gleich der HErr auch toͤdten, das ist ju der letzte Druck. Wer da recht mit IEsu ringt, und wie Jakob ihn be⸗ zwingt, der gewißlich auch obsieget, und die Lebens⸗ krone krieget. 6. Sei getreu bis an das Ende, daure redlich aus den Kampf, leidest du gleich harte Staͤnde, dul⸗ dest du gleich manchen Dampf: ist das Leiden die⸗ ser Zeit doch nicht werth der Herrlichkeit, so dir wird dein IEsus geben dort in jenem Freudenleben. 7. So wohlan! so will 389 ich leiden, glauben, lieben, hoffen fest, und getreu sein bis zum Scheiden, weil mein IEsus nicht verlaͤßt den, der ihn bestaͤn⸗ dig liebt, und im Kreuze sich ergiebt. Ihm befehl ich meine Sachen, IEsus wirds zuletzt wohl machen. Benlamin Prätorius. Mel. Was mein GOtt will, das gscheh alljeit. S ei GOtt ge⸗ 453. V treu, halt seinen Bund, o Mensch, in deinem Leben; leg diesen Stein—.3 ersten Grund, bleib ihm allein ergeben; denk an den Kauf in dei⸗ ner Tauf, da er sich dir verschrieben bei seinem Eid, ffe in Ewigkeit als Vater dich zu lieben. 2. Sei Gᷣott getreu, laß keinen Wind des Kreu⸗ dich abkehren. Ist er ein Vater, du sein Kind, was willst du mehr be⸗ gehren? Dies hoͤchste Gut macht rechten Muth; kann seine Huld dir werden: nichts Bessers ist, mein lieber Christ, im Himmel und auf Erden. 3. Sei GOtt getreu von Jugend auf, laß dich kein Lust noch Leiden in deinem ganzen Lebenslauf von seiner Liebe scheiden; sein alte Treu wird 2. lich neu, sein Wort ste nicht auf Schrauben; was er verspricht, das bricht er nicht, das sollst du kuͤhn⸗ lich glauben. 4. Sei GOtt getreu in dei⸗ 390 —..———9.—— Ir vom Kreuz der Christen. deinem Stand, darein er dich gesetzet; wenn er dich haͤlt mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet? Wer seine Gnad zur Brustwehr hat, kein Teufel kann ihm schaden; wo dies Stacket um einen steht, dem blei⸗ bet wohl gerathen. 5. Sei GOtt getreu, sein liebes Wort standhaftig zu bekennen; steh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt in Armen haͤlt, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt ewig fort ohn alles Wan⸗ ken stehen. 6. Sei GOtt getreu, als welcher sich laͤßt treu und gnaͤdig finden; streit unter ihm nur ritterlich, laß uͤber dich den Suͤnden ja wider Pflicht den Zuͤ⸗ gel nicht; waͤr ia der Fall geschehen, so sei bereit, durch Buß bei Zeit nur wieder aufzustehen. 7. Sei GOtt getreu bis in den Tod, und laß dich nichts abwenden: er wird und kann in aller Noth dir treuen Beistand senden; und kaͤm auch gleich das hoͤllsche Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwun⸗ gen. 8. Wirst du GOtt also bleiben treu, wird er sich dir erweisen) daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnadenlohn im Himmel dir gufsetzen; da wirst du dich fort ewiglich in seiner Treu ergoͤtzen. Michael Franck. Mel. O du Liebe mei⸗ ner Liebe. 4 35 4 ei mir tau⸗ sendmal willkommen, suͤßes Leiden, liebes Kreuz! o du Manna aller Frommen, labst du mich auch allbereits? Ja, mein IEsus will mich kuͤssen jetzt in seiner Dor⸗ nenkron, und mein Abba laͤßt mich wissen, daß ich sei sein lieber Sohn. 2. O wie kuͤß ich deine Ruthe, Abba; o ich kuͤsse sie; denn sie thut mir viel zu gute, toͤdtet meine Schlange hie. Drum so schlag, o Vater, schlage nur noch besser meinen Feind, ders ja wahrlich all mein Tage niemals gut mit mir gemeint. 3. IEsu, stuͤrm in mir die Hölle der verfluchten Eigenheit; brich, zermalme und zerschelle alle meine Eitelkeit: so will ich dir froͤhlich Guur Lob und Preis und Gloria; Herz und Mund soll noch erklingen von Triumph, Viktoria. Mel. Lobe den HErren, den mächtigen König der Ehren. (SDoll ich denn, 45 J. IEsu, mein Leben in Trauren beschlie⸗ ßen? Soll ich denn stuͤnd⸗ lich mit Thraͤnen die Wan⸗ gen begießen? Willst du mich nicht, JEsu, mein Iic 20 füble m Wel h de sasel. 3 MO0 Lchth 0 mmermtK Ih u0 Keben; hit Vs, Mf h nic m 11 4. Sc We Heht ant Iusunmer W il I Ht M. wuce he Kcl r 0u 48 450. cht uuf UHh Kr VI st I/ lur lalole og ttgge 4. Ht Etlhtt, Mosh i galkt ve W Nalt; de el sch in 9 Dfl len. **— ih tteosn e ethlhn Micharl Imt du Liebe l Liebe. S⁴ iit u selhn süͤßes dan 0huMn men, labse allberets s wil n in seiner du⸗ nd mein Mi bissen, daß i r Soh. kuß ich din 45 ORich is thut mit ti lhotet maih Orum st Iter, schlag eser meisen I Wahklch Ue Wemals Henent. stürm in m r verflachtg rich, Rrmahn le alle mehd o will ich K Lob N loriaz Henich noch etklht ph/ Vloth den HEnn gen König hren. Zollichdeh JEsye Buren dich ich denn si anen dieWl 17 Wils vom Kreuz der Christen. 391 Leben und Licht, lassen auch Freude genießen? 2. Ich will, was zeit⸗ lich m, willig und gerne verlassen, wandeln mit JE⸗ su, dem Heiland, die himm⸗ lische Straßen; ewige Ruh fuͤhlet mein Herze ja nu, weil ich dich, JEsu, thu fassen.— 3. Ist doch dies zeitliche sluͤchtig und nichtige Leben immer mit Krieg und Streit haͤufig und stuͤndlich um⸗ geben; hier ist kein Ruh: IEsu, dir flieh ich nur zu, laß mich im Himmel bald schweben. 4. Schaue, wie Thraͤ⸗ nen und Seufzen mein Herze abnagen, wie ich muß jaͤmmerlich leiden und dulden viel Plagen, daß ich vor Noth oͤfters mir wuͤusche den Tod, dazu das ewige Leben. aMel. Vater unser im Himmelreich. 4 Do soll ich 456. S denn noch mehr ausstehn? O IEsu, soll ich dir nachgehn durch deinen schon gebahnten Weg, durch Kreyz und elendvolle Steg? Ach hilf denn tragen dieses Joch, damit ich sterbend lebe noch. 2. Hier ist ia nichts als Eitelkeit, bier lebt der Mensch in Sicherheit; er denket wenig an das End, das augenblicklich her sich wendt; der arme Suͤnder ist zu blind, drum waͤlzet er sich in der Suͤnd. 3. O falsche Freude, fahr nur hin, du bist verflucht in meinem Sinn; o fal⸗ sches Lob, verkehrte Lust, mir ist ein ander Lob be⸗ wußt, das hier besteht in Spott und Schand, in Haß und Neid durchs ganze and. 4. So ist das Leben alle⸗ zeit gewesen/ die der Ewig⸗ keit mit Eifer haben nach⸗ gedacht, und allen Fleiß da⸗ hin gebracht, zu druͤcken aus das Ebenbild des JE⸗ su, welcher unser Schild. Ei, Seele, muntre dich denn auf, dies ist der rechte Tugendlauf; du mußt allhier gehasset sein von allen, und dies nicht allein von Feinden; ach dein naͤchstes Blut, das fuͤhrt dich oft vom höoͤch⸗ sten Gut. 6. Nun, Seele, geh mit Freuden fort durch Dor⸗ nen und durch Stachel⸗ wort; dein Heiland, der die Sanftmuth war, geht vor dir her, er stirbet gar. Fahr fort, so lang es dir sen mich recht zu has⸗ en, falsche Welt! Mel. JEsu, meine Freude. 4 57 Uen rer Freuden, komm in meinem Leiden, und erfreue mich; strafe meine Suͤnden, so daß ich mag finden, daß du kraͤf⸗ tiglich dich in mir, o wer⸗ the Zier, hast ergossen, daß dein Lieben ich hier mög ausuͤben. 2. Laß nicht Lieb erkal⸗ ten 392 vom Greuz der Christen. ten in mir, sondern hal⸗ ten meines HErren Wort. Lehre mich ergruͤnden dies Wort; laß mich sinden hier an meinem Or“, werthes Licht, war mir gebricht; doch laß mich in meinem Klaͤgen gleichwohl nicht verzagen. 3. Auch wollst du in Zeiten mich behutsam lei⸗ ten alle Wahrheit ein, daß ich moͤge kaͤmpfen ritter⸗ lich, und daͤmpfen, was mir bringet Pein. Wenn die Suͤnd auf mich geichwind ihren Stachel schießt, mich e staͤrke, daß ich Trost ver⸗ merke. 4. Wenn ich nun soll sterben, und mein Fleisch verderben, da verlaß mich nicht. Tritt mir an die Seite; hilf, daß ich so streite, daß ich ins Gericht ja nicht komm; o mache fromm mich, daß ich in diesem Leben bloß moͤg hier⸗ nach streben! Chrisopb Runge. Mel. Breuet euch, ihr Christen aille. Machet auf, 458. Wẽ ihr lie⸗ ben Henten, wachet auf, und tret heran, seht, was IEsus hat gethan. Er mußt durch viel Todes-⸗ schmerzen, durch so man⸗ chen harten Streit gehen ein zur Herrlichkeit. Ach so schickt euch auch zum Lei⸗ den, wer genießen will der Freuden; gebt euch in des Vaters Willen, er wird euren Hunger stillen. 2. Kaͤmpfet, denn es wird geboren in dem Kreuz die Friedenskraft, und die wahre Ruh ge⸗ schafft. Wer nun will sein auserkoren, dringe durch die blutge Nacht, so wird er dazu gebracht. Laßt uns sein darauf be⸗ flissen? Durch viel Kreuz und Leiden muͤssen, die gottsfuͤrchtig wollen le⸗ ben, nach dem Reiche GOttes streben. 3. Wer dem Lamme will nachgehen, wo es hin⸗ geht allezeit, muß sich wa⸗ gen in den Streit. Der wird noch auf Zion stehen, der sich innig ihm ergiebt/ und nicht seine Seele liebt. Denn der muß die Seei verlieren, der durchs Kreuz sich nicht laßt fuͤhren; wer sie aber wagt im Streite, wird sie tragen noch zur Beute. 4. Unsers Hauvtes Va⸗ ter traͤget Vatersliebe ge⸗ den die, so ein wenig ha⸗ ben Muͤh unterm Kreuz, wenn er sie schlaͤget, und der Kinder ihr Gemuͤth mit der Liebesruthe zieht. Er zerschlaͤgt und reißet nieder, doch heilt er und bauet wieder; toͤdtet, und schenkt auch das Leben denen, die sich ihm ergeben. 5. Da der Heiland war auf Erden, ging es seinen Juͤngern qut; aber da der Feinde Wuth wollte gar enne Moͤrder werden an es elben; fuͤrcht'ten sich ie Verlaßnen aͤngstig⸗ lich. Endlich hahen sie ihr —— selbst mit Freuden von UAUU W ithe IIH N Uh Ul Hetdetde 0 M Jahn R Nl6 5 400 Oies Rh Et ReWu lommq I 0 M-n isten. ie Friebench wohte Rh Wer nun'i erkoren, y bluige W 1 den geng sein darmn urch e gn in müsen, uig wollen 9 den R lreben. dem Lam chen, wocht , muß sichz u Ethi. d. auf Ziun sity nig ihm ernih ine Seele Ith muß du E durchs Kra tfühten: m. t in Streit, Ren noch py àHauptes V Valerliebe ein wenig unterm Kuh e schlaͤget,x ihr Genh ebesruthe Is agt und tit heilt&E er; thieh ch das dal ich ihm ethehe er Helland x ging es sl ²ñ aber U Ulh wollle er werbeh füͤrcht r Inen aͤhsg fhoben st mi Fuadt vom Kreuz der Christen. 393 von sich geben, die gefol⸗ get GOttes Sohne, und erlangt die Marterkrone. 6. Ach so laßt uns ihm nachgẽhen, da der Adend gehet weg, daß wir blei⸗ ben auf dem Steg; durch die letzte Wach wir sehen schon den Blick der Mor⸗ genroͤch, da die Sonn von fern aufgeht. Es faͤngt nun bald an zu tagen, wie die Waͤchter alle sagen: Es wird keine Nacht mehr kommen, wenn vollendet sind die Frommen. 7. IEsu, du hast durch dein Leiden uns gehei⸗ ligt vor der Stadt. Nun, es ist des Vaters Rath, daß wir uns bi Kreuz bereiten auf der kurzen Pilgrimschaft. Ach so gieb uns ollen Kraft, daß wir deine Schmach mit tragen, und wenn uns die Feinde jagen, laß uns, HErr, nur nicht verderben, daß wir GOt⸗ tes Reich ererben. Johann Christian Nehring. Mel. Was GSott thut, das ist wohlgethan. oO* Nir warten 459. Wé dein, o GoOttes Sohn, und lieben dein Erscheinen. Bald ist die Wartezeit entflohn, bald kommst du zu den Deinen. zer an dich glaubt, er⸗ hebt sein Haupt, und siebt dir froh entgegen. Du bringst ja Himmelssegen. 2. Wir warten dein, doch mit Geduld, in unsern Pruͤfungstagen. Du hast dein Kreuz fuͤr unsre Schuld so demuthsvoll ge⸗ tragen: wie sollten wir uns nicht mit dir zum Kreu⸗ ze gern bequemen, bis dus hinweg wirst nehmen. 3. Wir warten dein: du hast uns ja das Herz schon hingenommen. Stets bist du uns im Geiste nah: doch willst du sichtbar kom⸗ men; und dann wirst du bei dir uns Ruh, bei dir uns Freude geben, bei dir ein Himmelsleben. 4. Wir warten dein: du kommst gewiß; dir klopfen schon die Herzen/ vergessen aller Kuͤmmerniß, vergessen aller Schmerzen. Dereinst, dereinst, wann du erscheinst, wie soll das Lied dir klingen und ewig dir lobsingen. K. B. Garve. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Wie nach ei⸗ 460. ner Was⸗ serquelle ein Hirsch schreiet mit Begier, also auch mein arme Seele ruft und schreit, HEer GOtt, zu dir; nach dir leoendi⸗ gen GoOtt sie duͤrst und erlangen hat. Ach wann soll es doch e magse daß ich dein Antlitz mag sehen? 2. Tag und Nacht mir meine Zaͤhren sind wie ein Speis oder Brod, wenn ich das hoͤr mit Beschwe⸗ ren, daß man fragt: Wo ist dein GOtt? Ich schutt dann mein Herz gar aus, denk, wie ich in GOttes Haus geh mit Leuten, die 17 lob⸗ 394 vom Areuz der Christen. lobsingen, huͤpfen und mit Freuden springen. 3. Mein Seel, was thust du dich kraͤnken? was machst du dir selber Qual? Hoff zu GOtt, und thu gedenken: Ich werd ihm danken einmal; der mir hilft, wenn er nun richt auf mich sein klar Ange⸗ sicht. Mein GOtt, weh ist meiner Seelen, die sich graͤmen thut und quaͤlen. 4. Denn ich denk an dich, mein HErren, jen⸗ seit dem Jordaner Land und dem Berg Hermon so fernen, auch den Berg Misar genannt. Ein Ab⸗ grund dem andern ruft, wenn uͤber mir in der Luft deine Ungestuͤme brau⸗ sen, und uͤber dem Haupt hersausen. 5. Alle deine Wasser⸗ Wagen, deine Wellen all⸗ zumal uͤber mich zusam⸗ menschlagen; doch troͤst ich mich in Truͤbsal, daß du helfen wirst bei Tag/ daß ich des Nachts sin⸗ gen mag, dich als meinen Heiland preise, anruf und anbet mit Fleiße. 6. GOtt, mein Fels, will ich denn sagen, wie vergißt du mein so gar, wenn mich meine Feind so plagen, daß ich traure immerdar? Ihr Schmaͤh⸗ wort und falscher Mund mich bis aufs Gebein verwundt; denn sie taͤglich die Red treiben: Schau, wo nun dein GOtt mag bleiben? 7. Mein Seel, was thust du dich kraͤnken? was machst du dir selber Qual? Hoff zu GOtt, und thu danken Ich werd ihm anken einmal, der mir sein Heil sichtbarlich stellt vor Augen, und der sich ferner wird hernach er⸗ klaͤren als den meinen GOtt und HErren. Ambrosius Lobwasser. Mel. Hreu dich sehr, o meine Seele. 461 Wunderlich 7 ist GOt⸗ tes Schicken, wunderbar⸗ lich ist sein Rath; herrlich ist doch sein Erquicken, dies erweist zuletzt die That. Wohl dem, der es recht bedenkt, seinen Sinn zu GOtt nur lenkt, der wird sich in seinem Leben GOt⸗ tes Obhut stets ergeben. 2. Also pflegt es GOtt zu machen, dieses ist sein al⸗ ter Brauch: uͤber die sein Augen wachen, die betruͤbt und kraͤnkt er auch; stoͤßt in Jammer, Angst und Noth, die er doch bald aus dem Koth will erhoͤhen, hoch versetzen, und an Seel und Leib ergotzen. 3. Dies bedenk, du meine Seele, wenn bei dir die Noth bricht ein, und dich ja nicht selbsten quaͤle, als solltst du verlassen sein. GOtt spielt mit dir wun⸗ derlich, herrlich zu erret⸗ ten dich; laß dein Herze nur nicht wanken, du wirst ihm noch einmal danken. 4. Denke selbsten nur zuruͤcke, deine Jugend 6h e rr Wh W amR NI W H h ch de 99 0 N* Ee abelich Rge nichtsh sän l bcht i Scneh Mlilek 6. M. III Inheh'! um Hae, 6 Oahf Ime Hise sahn en. — unken: selher 0 Olt, un g Ich wai nal, de hthatlih b und ders hexhach g⸗ den mahe HEmen ossus Lohhast dich scht Heele. Wusag it G „ Wunderbe⸗ Nath; herth in Erguich leht die Tht der es tech en Simm x t/ der with Lehen GOl⸗ 8 Klgeben. leht GOl ejez ist sem uͤber de sn m, diedatlt er auch; sth „Angst un doch baheg will ehhe en, md eib erghhnn denk, dumeh m bei M ein, nd N sten auͤle,xN verlasser s mit dir n klich u i deih Ha ken, du Amal dante selbieh l 1 Je ö vom Kreuz der Christen. 39⁵5 es lehrt: o wie manches Ungeluͤcke hat GOtt schon von dir gekehrt. Oefters, da man haͤtt gedacht, du wuͤrdst in der Kreuzesnacht bleiben liegen und erster⸗ ben, ließ dich GOtt doch nicht verderben. 5. Nun, der große GOtt der Erden, der ist unver⸗ aͤnderlich: wolltst du jetzt verzaget werden, als sollt er nicht schuͤtzen dich? Nein, sein werthes Vaterherz bricht ihm noch in deinem Schmerz; ja wies eine Mutter kraͤnket, so dein GOtt an dich gedenket. 6. Also fehlts auch nicht am Koͤnnen, GOtt kann machen was aus nichts; drum laͤßt er sich maͤchtig nennen, wenn er redet/ so geschichts. Nimmt die Noth schon uͤberhand, doch GOtt Mittel sind bekannt, wie er koͤnne dich erloͤsen wider all Vernunft vom Böͤsen. 7. Hoͤr auch, was dir GOtt versprochen hie und da in seinem Wort, das haͤlt er dir unverbrochen, so gewiß, als er dein Hort. Himmel und die Erd ver⸗ gehn, GOttes Wort muß doch bestehn. Drum nur GOttes Zusag traue, auf sein Macht und Gnade baue. 8. Doch, mein Herz, er die Zeit, wenn er wenden will das Leid, wenn ers herr⸗ lich will ausfuͤhren, unser Haupt mit Gnaden zieren. 9. Haͤlts GOtt nun vor dir verborgen, wann/ wie, wo er helfen will, mach dir darum keine Sor⸗ gen, sei nur in dem HEr⸗ ren still. Er will sehen, ob auch fest sich dein Herz auf ihn verlaͤßt; er will, daß du ihn wohl kennest, desto mehr auch Vater nennest. 10. Er will deine An⸗ dacht mehren, welche sonst fast kalt und todt; er will gern das Lob anhoͤren, so du nach erlittner Noth ihm, als der dein Lebens⸗ fuͤrst, noch erfreuter geben wirst, wenn du greiflich wirst erblicken GOttes herrliches Erquicken. 11. Drum 0 lasse GOtt nur walten, ob du manch⸗ mal harren mußt; er wird dennoch bei dir halten, deine Noth ist ihm bewußt, die er so genau abmißt, daß auch aller Feinde List dir kein Haͤrlein mag be⸗ ruͤhren ohne GOtt; sie muß verlieren. 12. Nun, mein IEsu, sei gelobet, freilich bist du mir getreu; ob das Kreu⸗ esmeer schon tobet, ist doch eine Hand dabei. Staͤrk nur meine Zrwersicht, daß noch dieses wisse, GOtt ist sie fest auf dich gericht. auch ein weiser Mann; denk nicht, daß er helfen muͤsse ploͤtzlich, da er hel⸗ fen kann. Wunderlich fuͤgt Wunderlich wirst dus noch schicken, herrlich dein Kind zu erquicken. Joh. Weißenborn. IX. Vom 396 bom geistlichen AKampf. IX. Vom geistlichen Kampf. Mel. O(HeErr) JEsu Christ, du höchstes Gul. 30 ch Gott, 46 2. A der Satan giebt mir ein, du wollst der Suͤnden wegen mir forthin nicht mehr gnaͤdig sein, ja seist mir ganz entgegen; rufst alle Kreatur herbei, daß sie zur Rache fertig sei/ mich ewig zu verderben. 2. Du wirst mich ja nicht, liebster GOtt, von deiner Gnade scheiden; dein Sohn hat ja durch seinen Tod und ausgestandnes Leiden ver⸗ tilget meine Suͤndenschuld, und mir hinwieder Gnad und Huld durch sein Ver⸗ dienst erworben. 3. Drum gieb mir einen Gnadenblick, ich weiß sonst nicht zu bleiben; vertreib des Teufels boͤse Tuͤck, und lehre mich fest glaͤu⸗ hen, daß du mein Freund und Vater seist, der alle Gnade wir erweist um IEsu Christi willen. 4. Ach stell dich nicht auf zum Streit, auf, auf zum Ueberwinden! in die⸗ ser Welt, in dieser Zeit ist keine Ruh zu finden. Wer nicht will streiten, traͤgt die Kron des ewgen Lebens nicht davon. 2. Der Teufel kommt mit seiner List, die Welt mit Pracht und Prangen; das Fleisch mit Wollust, wo du bist, zu faͤlln dich und zu fangen. Streitst du nicht wie ein tapfrer Held, so bist du hin und schon gefaͤllt. 3. Gedenke, daß du zu der Fahn deins Feldherrn hast geschworen; denk fer⸗ ner, daß du als ein Mann zum Streit bist auserko⸗ ren: ja denke, daß ohn Streit und Sieg nie keiner zum Triumph aufstieg. 4. Wie schmaͤhlich ists, wenn ein Soldat dem Feind den Ruͤcken kehret; wie schaͤndlich, wenn er seinen Stand verlaͤßt und sich nicht wehret; wie spoͤttlich, wenn er noch mit Fleiß o lenge Zeit, als wollist aus Zagheit wird dem du mich nicht sehen; ich moͤcht in meiner Bangig⸗ keit sonst ohne Trost ver⸗ gehen. Ach eil und sieh mich gnaͤdig an, daß ich mich wieder freuen kann: so will ich, HErr, dir dan⸗ ken. Christoph Brunchorst. Mel. Mlachs mit mir, 0tt, nach deiner Güt. .„Christen⸗ Feind zum Preis. 5. Bind an, der Teufel ist bald hin, die Welt wird leicht verjaget; das Fleisch muß endlich aus dem Sinn, wie sehr dichs immer pla⸗ get; o owge Schande, wenn ein Held vor diesen dreien Buben faͤllt! 6. Wer uͤberwindt, und kriegt den Raum derFeinde, die vermessen, der wird im Paradies vom Baum des ew⸗ I Ce hih, h gui. . Ki Holend, Hett d Horahs Ih geel Hak/ Iumen 8. Web mntt G Iu Me Mr S He hen Ion hen sler dn Mi. I nih galbel g I det M t Het oh ihmh 10, W Afvn II f Weeill N IAI I ing R MW r 110 Gi i nl I Wl Ahh, H n 0 Kampj reit, guf, winden i dieser 36 fnden H steeiten, h ewgen Hn Teufel km Uist/ die I und Pranpe mit Walht I filn u Hhen. Cts ble ein n ist du sin u . le/ daß du ans Felöhen ren; denk ft⸗ alz ein Mam hist gußerkl le daß Ohn heg lie keiner Ph Aufsteg, chmöhlich is, Wat dem Feh kchtet; M wenn et sant läͤßt und st Wie sobttih och mit it witd v Preis. n, det Za die Wekuf et; dat Flit gus dem S 3 immet il Schande,wah diesen dug + berwindi um derßeng „ der wug m Brum N vom geistlichen Kampf. 397 ewgen Lebens essen; wer uͤberwindt, den soll kein Leid noch Tod beruͤhrn in Ewigkeit. 7 Wer uͤberwindt und seinen Lauf mit Ehren kann vollenden, dem wird der HEerr alsbald darauf ver— böoranes Manna senden, iüm geben einen weißen Stein, und einen neuen Namen drein. 8. Wer uͤberwindt, be⸗ kommt Gewalt, wie Chri⸗ stus zu regieren, mit Macht die Voͤlker mannigfalt in einer Schnur zu fuͤhren. Wer uͤberwindt, bekommt vom HErrn zum Feldpa⸗ nier den Morgenstern. 9. Wer uͤberwindt soll ewig nicht aus GOttes Tempel gehen, vielmehr drin wie ein englisch Licht und guͤldne Saͤule stehen. Der Name GoOttes, un⸗ sers HErrn, soll leuchten von ihm weit und fern. 10. Wer uͤberwindt, soll auf dem Thron mit Christo IEsu sitzen, soll glaͤnzen wie ein GOttessohn, und wie die Sonne blitzen; ja ewig herrschen und regiern, und immerdar den Him⸗ mel ziern. 11. So streit denn wohl, streit keck und kuͤhn, daß du mgst uͤberwinden; streng an die Kraͤfte, Muth und Sinn, daß du dies Gut mbaͤst finden. Wer nicht will streiten um die Kron, bleibt ewiglich in Spott und Hohn. Jobann Angelus. (Auf, auf, o Seel). Mel. Meine Hoffnung stehet seste. E suf, ihr Chri⸗ 464. A sen, Chri⸗ sti Glieder, die ihr noch haͤngt an dem Hauyt, auf, wacht auf, ermannt euch wieder, eh ihr werdet hingeraubt. Satan beut an den Streit Christo und der Christenheit. 2. Auf, folgt Christo, eu⸗ rem Helden, trauet seinem starken Arm; liegt der Satan gleich zu Felde mit dem Rnd Hoͤllen⸗ schwarm, sind doch der noch viel mehr, die da stets sind um uns her. 3. Nur auf Christi Blut gewaget mit Gebet und Wachsamkeit; dieses ma⸗ chet unverzaget und recht tapfre Kriegesleut. Christi Blut giebt uns Muth wider alle Teufelsbrut. 4. Christi Heeres Kreu⸗ zesfahne, so da weiß und roth gesprengt, ist schon auf dem Siegesplane uns zum Troste ausgehaͤngt. Wer hier kriegt, nie er⸗ liegt, sondern unterm Kreu⸗ ze siegt. 5. Diesen Sieg hat auch empfunden vieler Heilgen starrer Muth, da sie ha⸗ ben uͤberwunden froͤhlich durch des Lammes Blut. Sollten wir denn allhier nicht auch streiten mit Begier? 6. Wer die Sklaverei nur liebet in der Zeit und Ewigkeit, und den Suͤn⸗ n ich ergiebet, der hat we⸗ 398 Vom geistlichen Aampf. wenig Lust zum Streit. Denn die Nacht, Sa⸗ tans Macht, hat ihn in den Schlaf gebracht. 7. Aber wen die Weis⸗ heit lehret, was die Frei⸗ heit fuͤr ein Theil, dessen Herz zu GOtt sich kehret/ seinem allerhoͤchsten Heil, sucht allein ohne Schein Christi freier Knecht zu sein. 8. Denn vergnuͤgt auch wohl das Leben, so der Fvei⸗ heit mangeln muß? Wer sich GOtt nicht ganz erge⸗ ben, hat nur Muͤh, Angst und Verdruß. Der, der kriegt recht vergnuͤgt, der sein Leben selbst besiegt. 9. Drum auf, laßt uns uͤberwinden in dem Blute IEsu Christ, und an unsre Stirne binden sein Wort, so ein Zeugniß ist, das uns deckt und erweckt, und nach GOttes Liebe schmeckt. 10. Unser Leben sei ver⸗ borgen mit Christo in GOtt allein, auf daß wir an jenem Morgen mit ihm offenbar auch sein, da das Leid dieser Zeit werden wird zu lauter Freud. 11. Da GOtt seinen treuen Knechten geben wird den Gnadenlohn, und die Huͤtten der Ge⸗ rechten stimmen an den Siegeston; da fuͤrwahr GOrtes Schaar ihn wird loben immerdar. Justus Falkner. Mel. Rommt, seid ge⸗ faßt zum Lammesmahl. 465. De nigs siegt, und hat sich durch den Tod geschwun⸗ gen; wie hoͤchst erfreulich ists, daß es so wohl ge⸗ lungen, und daß der Dra⸗ chenkopf vor seinen Fuͤ⸗ ßen liegt. ö 2. Nun kann ich nicht mehr traurig sein, weil der Beherrscher aller Schmerzen, das Wort, mi 1—5 ist in meinem Mund und Herzen, und dringt als Sieger auch in meine Kraͤfte ein. 3. Was graͤmt und kuͤm⸗ mert man sich doch, daß Satans Kraft sich bei uns findet? Ist der nicht auch in uns, der seine Regung bindet, dein Josua, dein Fuͤrst und uͤberwindet noch? 4. Sein Sieg ist noch nicht ganz geendt, er kaͤmpft und siegt in un⸗ serm Geiste; die Helden⸗ kraft, die er in dieser Welt beweiste, die ruhet nicht, bis er die Seini⸗ gen vollendt. 5. Wenn ihm nun alles unterliegt, da sollst du dein Triumphlied singen, und solist mit Freuden dich durch alle Himmel schwingen, weil auch der letzte Feind, der Tod, wird sein besiegt. 6. Nur frisch im Glau⸗ ben fortgekaͤmpft, wenn sich die Schlange bei dir reget, und nur getrost den Fuß auf ihren Kopf be⸗ weget; so wird ihr schnoͤ⸗ des Gift durch solchen Muth gedaͤmpft. 7. Inzwischen nimmt das i Hc ö Hch M 9. Gel H R4 l M/ ln sutt N 5 lbh, U ufttt W. Ius 466 sihlete hh e Gad 9h. L l At sts Ast it sht. HIA ul. Sutle heh, it s 2 W npf. dund Htf Zod⸗ geshnz ff es so wohl U WwN bot Inaf Famm ih s urig sen, hettschered u, ds U ist in nen d Hethen/ àSiehet Kufte h. ramt undl sich doch, uuft sich hein der nicht ul seine Ran in Josua, berwindetnot Sieg ist nat Hendt, e Wiegt in un h; M Hahe er in W eite, Ne ruy er die Gih dt. ihm aunad da sullt Rphlid se nit Ftalt Ralle Hann „ wal aua Rd, der I besit. fuisch in G kampft/ w ichlathe lal Hur getofk hren Kohf wird ihrsen urc sh upft. hischen vom geistlichen Kampf. 399 das Leben zu, und gruͤnt gar lieblich durch die Kraͤf⸗ te; der herbe Sturm und Streit bewegt die Lebens⸗ saͤfte, und wirket mit zur rucht der suͤßen Sab⸗ athsruh. 8. Du, GOtt, durch⸗ dringst die Erde ganz, daß sie die Rauhigkeit verlie⸗ ret, und man gar suͤße Kraft in ihren Fruͤchten spuͤret, weil unser Erd⸗ reich fuͤhlt des Himmels reinen Glanz. 9. Gelobt sei GOtt schon in der Zeit, der uns die Freude hat gegeben, daß, wenn man in si spürt die Kraft des To⸗ des leben, man auch im Glauben fuͤhlt des Lebens Tapferkeit! C. Fr. Richter. GMel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Muͤstet euch, 466. R ihr Chri⸗ stenleute, die Feinde su⸗ chen euch zur Beute; ja Satan selbst hat eur be⸗ gehrt. Wappnet euch mit GOttes Worte und kaͤm⸗ pfet frisch an jedem Orte, damit ihr bleibet unver⸗ sehrt. Ist euch der Feind zu schnell? hier ist Imma⸗ nuel. Hosianna!. Der Starke faͤllt durch diesen Held, und wir behalten mit das Feld. 2. Reinigt euch von eu⸗ ren Luͤsten; besieget sie, die ihr seid Christen, und ste⸗ het in des HErren Kraft. Staͤrket euch in JEsu Na⸗ men, daß ihr nicht strau⸗ elt, wie die Lahmen. Wo ist des Glaubens Eigen⸗ schaft? Wer hier ermuͤden will, der schaue auf das Ziel; da ist Freude. Wohl⸗ an, so seid zum Kampf be⸗ reit: so kroͤnet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die we⸗ nig Jahre, eh ihr kommt auf die Todtenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn GOtt wird die Tod⸗ ten wecken, und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. GOtt Lob, wir sind versoͤhnt! Daß uns die ch Welt noch hoͤhnt, waͤhrt nicht langez und GOttes Sohn hat laͤngstens schon uns beigelegt die Ehren⸗ kron. 4. IEsu, staͤrke deine Kinder, und mache die zum Ueberwinder, die du er⸗ kauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Le⸗ ben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns ent⸗ fallen will der Muth. Geuß aus auf uns den Geist, da⸗ durch die Liebe fleußt in die Herzen: so halten wir getreu an dir im Tod und Leben, fuͤr und fuͤr. Wilhelm Erasmus Arends. In eigener Melodie. 467 Die Tugend wird durchs Kreuz geuͤbet, denn ohne das kann sie nicht sein. Wenn sie nicht oftmals wird betruͤbet, so merkt man gar nicht ihren Schein. Sie muß im Kreuz die Staͤr⸗ 40⁰ vom geistlichen Kampf. Staͤrke zeigen, die sie ver⸗ borgen in sich hat, daß sie den koͤnne unterbeugen, der ihr nachstellet fruͤh und pat. 2. Wer sollte ohne Kampf wohl siegen? Die Tapfer⸗ keit kann nicht bestehn, wenn man nicht will zu Felde liegen, und einen ernsten Streit angehn. Der Feind ist, wenn GOtt Kraft ver⸗ liehen, flugs da, der sich ihr wideesetzt; da soll man ja den Schlaf recht fliehen, wenn Satans Heer die Schwerter wetzt. 3. Zwar druͤckt den Palmdaum wohl zur Er⸗ den gar oft ein centner⸗ schwer Gewicht, der doch nicht unterdruͤckt kann wer⸗ den, er stehet wieder auf⸗ gericht. So wird die Tu⸗ gend auch gedruͤcket, daß sie fast als in Zuͤgen liegt: bald aber wird die Staͤrk erblicket, wenn sie mit Macht den Feind besiegt. 4. Sie kann zu hohen Stufen kommen, wenn sie im Streit geuͤbet ist; Kreus ist der Weg, den alle From⸗ men erwaͤhlen; wer sich selbst vergißt, und eilet zu den Ewigkeiten, wird durch des Vaters Hand gefuͤhrt, der ihn durchs Kreuz sucht u bereiten, eh er ihn mit er Krone ziect. 5. Denn GOtt hat uns nicht fuͤhren wollen durch einen Weg voll Zaͤrtlich⸗ keit, worauf wir emsig lau⸗ fen sollen in der so kurzen Pilgrimszeit zum Leben, das da ewig waͤhret, wo Streit und Kampf entfer⸗ net ist, und wo man recht die Ruh erfaͤhret in GOtt, der alles Leid versuͤßt. 6. Darum, wen Gott zum Kind erklaͤret, der hat am Satan einen Feind, mit dem sein Kampf stets wird vermehret, weil ers gewiß mit Ernste meint; er blaͤst ihm durch sein giftges Hauchen oft Luͤste mancher Laster ein, und weiß sich großer List zu brauchen, daß er moͤg Ueber⸗ winder sein. 7. Denn wie GOtt auf⸗ waͤrts fuͤhrt zum Leben, so fuͤhrt der Feind zum Untergang. Er sucht mit Grimm zu widerstreben, und macht dem armen Men⸗ schen bang; er will den Muth darnieder schlagen, drum wagt er alles, was er kann, und laͤsset nicht bald ab zu plagen, zu faͤllen ihn auf rechter Bahn. 8. Doch wie er viel ge⸗ schlagen nieder, so wird er auch gar oft besiegt, wenn man ermannt die matten Glieder in GOtt, und tapfer ihn bekriegt. Der Glaͤube muß ihm wi⸗ derstehen, und hat in sich die GOttes⸗Macht; der Satan muß vor ihm bald gehen, wenn man sich wa⸗ chend nimmt in Acht. 9. O JEsu, der du mir erworben Heil, Kraft und Leben durch den Tod, da du am Kreuzesstamm ge⸗ storben, nach ausgestand⸗ ner vieler Noth: komm mir zu Huͤlf und oe. E· 1nfl Reih Fli Rnust. heb/ lt I, uld uf dch! nich voh Taubel, ich NR M. I at 100 e f eh Iun N I d h It? A V W Hahhi I I m, hchrch 2 WD. W H H Tut u MWyder t N- Muh. yor Hr Hl, 0 shhh Men ie 4. D mih il . — Hami m dwo mani fihret i Leid bekshf. Mm, wen G0 Rllütet, ei einen ih ein amst sehtet, wal⸗ Ernste mah ihm duüch uchen ost gh aster ein, n oroßer Ast aßermöghh wie GOtt t zum Laht det Feind i Er sucht ny iderstrebe Marmestye er hill dez üHet schlagen et Ales„ W Ind lasset n Plagen, Ptfüle chtet Vhl. RWit er Ml sader, so u ur ost besh ermanmt lioder in GN T ihn Heat be muß vng und hat i es⸗ Machtz 16 vot ihn K. un man sichs/ nnt in Ach. Es, de Ru Hel, Kastu 0 den Lo, Feestamm) ach dusgelh Mothr Han hif un 90 vom geistlichen Aampf. 401 Leben in mir, und stuͤrze meinen Feind, der uͤber mich sich will erheben, wenn mir dein Licht nicht helle scheint. 10. Floͤß immer in mich neue Kraͤfte, damit ich hang an deiner Brust, und toͤdt in mir all mein Geschaͤfte; dein Friede bleib mir nur bewußt. Staͤrk du, mein Held, mir selbst den Glau⸗ ben, und zieh mein Aug auf dich nur hin: so wird mich wohl der Feind nicht rauben, weil du in mir, ich in dir bin. Joh. Christian Nehring⸗ In eigener Melodie. (HVDu bist ia, 468. DIesu, mei⸗ ne Freude, warum ist denn mein Herz betruͤbt? Kann denn die Freud auch bei dem Leide sein in dem Herzen, das dich liebt? Ach ja, mein IE⸗ su, wenn ich uͤbe mein Herz in deiner suͤßen Liebe, so zeigt sich solche Freud oft an, die keine Zung aussprechen kann. 2. Weil aber noch nicht ganz gedaͤmpfet in mir mein boͤses Fleisch und Blut, und noch der Geist den scheue, als welches dawider kaͤmpfet, wird oft dadurch gekraͤnkt der Muth. Drum leg ich mich vor dir mit Flehen, mein Heil, laß Huͤlfe mir ge⸗ schehen, und staͤrke mich in diesem Streit, daß ich moͤg uͤberwinden weit. 3. Du hast, o Held, mich uͤberwunden, gieb mir auch Ueberwindungs⸗ kraft, und laß mich in den Kampfesstunden erfahren, was dein Leiden schafft, dadurch du alles hast be⸗ sieget, daß unter deinen Fuͤßen lieget Welt, Suͤn⸗ de, Teufel, Hoͤll und Tod: nun mach sie auch an mir zu Spott. 4. Ich trau allein auf deine Gnade, die mir dein theures Wort verspricht; es sagt, daß nichts den Deinen schade, weils nie an deiner Kraft gebricht. Nun hast du mich ja an⸗ genommen, als ich bin fle⸗ hend zu dir kommen; es hats mein Her; ja wohl gespuͤrt, als es dein Gna⸗ denblick geruͤhrt. 5. Weil ich denn nun an deinem Leibe ein Glied, wiewohl unwuͤrdig, bin, so gieb, daß ich stets in dir bleibe, und in mir habe deinen Sinn. Laß mich nicht andre Helfer suchen/ laß falsche Luͤste mich ver⸗ fluchen; besitze du mein Herz allein, dein Leben laß mein Leben sein. 6. Gieb, daß ich mich in dir stets freue, weil dein Herz mich bestaͤndig liebt; doch auch dabei kein Lei⸗ meinen Glauben uͤbt, und macht, daß ich viel staͤr⸗ ker ringe, und immer naͤ⸗ her in dich dringe; bis endlich nach besiegter Pein in mir wird lauter Freu⸗ de sein. Christian Jacob Koitsch. Mel. 40²2 vom geistlichen Kampf. Mel. was Sott thut, das ist wohlgethan. in Christ, 469. E ein tapfrer Kriegesheld, voll Geist, voll Kraft und Staͤrke, verleugnet sich, bezwingt die Welt, zerstoͤrt des Satans Werke, kaͤmpft innerlich und außer sich mit Teufel, Welt und Suͤnden, und kann doch uͤberwinden. 2. Ich habe mich vor⸗ laͤngst gequaͤlt, und gab auch schier verloren, bis GOtt mich zu der Zahl ge⸗ zaͤhlt, die er aus sich ge⸗ boren. Wer will die Kraft, die alles schafft, und Christi Macht er⸗ gruͤnden, dadurch wir uͤber⸗ winden! 3. Ich sprach: Ich bin ein schwaches Kind, wie alle Menschenkinder, das in sich kein Vermoͤgen findt, ich bin ein armer Suͤnder. Ach GOtt, gieb Rath, gieb Willn und That, und laß mich Gna⸗ de finden, so kann ich uͤberwinden. 4. Ich war ein Mensch voll Eigensinn, voll Eigen⸗ lieb und Ehre; ich lebte nach den Luͤsten hin, und nicht nach Christi Lehre. Doch, GOtt sei Ehr, ich bins nicht mehr; ich streite mit den Suͤnden, und will sie uͤberwinden. 5. Kommt mir die alte Bosheit ein, und will noch lieblich schmecken, und Pein mich heilsam⸗ lich erschrecken; die suͤße Lust in meiner Brust, die liebsten Busensuͤnden, die will ich uͤberwinden. 6. Will Menschenfurcht und Menschengunst Leid oder Freude machen, so herz ich die verschmaͤhte Kunst, verachte Drohen, Lachen; ihr Haß und Gunst ist lauter Dunst und Blaͤt⸗ ter auf den Linden; drum will ich uͤberwinden. 7. Leb ich in steter Trau⸗ rigkeit, sind wenig gute Stunden in meiner kurzen Lebenszeit: ich habe GOtt gefunden; der troͤstet mich gar suͤßiglich, der kann den Schmerz verbinden, und ich will uͤberwinden. 8. Die Welt mit aller Schmach und Hohn be⸗ foͤrdert mich zu Ehren; sie muß an meiner Ehren⸗ kron die Edelsteine meh⸗ ren; wenn wider mich blut⸗ duͤrstiglich viel hundert tau⸗ send stuͤnden, so wollt ich uͤberwinden. 9. Der Teufel in der Lhwenhaut will meine See⸗ le schrecken; GOtt wird das Kuͤchlein, seine Braut, mit Allmachtsfluͤgeln dek⸗ ken. Ist er erboßt; ich bin getrost: Ott kann den Satan binden, und ich kann uͤberwinden. 10. Will er in falscher Heiligkeit sich als ein En— gel stellen, und sucht durch zugelaßne Freud den schwa⸗ chen Tritt zu faͤllen; er⸗ blick ich nur die Schlan⸗ soll IEsu Leiden, Kreuz genspur, und geh nicht wie die ae A X 193 ů Vu il elugeh. Viter sch Schehin eh g Vt Auft in! (htünbet chahiihe 10. M ust te AisAtecht. P hut Nih. bst e Mlsust Wt It nehe WL W öoch W hi Ler 6. Hathese⸗ Iklum Mache I60 lchfer. m fist Rn Mih: jpf 8—.— nich heihe aen; Ne meiner Yi 1 Busensiehn 0 uͤbebwͤhher Mershat schengunst de machih, Hie berschmth Lachte Duhe Haß und En Junst und i⸗ n Linden; du berwinden. h in steter Iz nd wekig g n meinet kurn ich habe G. der ttöfet ni 5 der kann e serbinden, n etinden. Lelt mit alle o Holn be c9 Ehten; Manet Ehrn Vdelsteine mo⸗ wider michhle viel hundetttw eh/ so woltti l. Teufel in x will meineEd m; GOlM in, seine Buu chtöftügch K Lerboßt: Wi 30tt Eu x nden, und z fültz Vom geistlichen Aampf. 105 die Blinden: so kann ich uͤberwinden. 11. Ja, muß ich mit dem hoͤchsten Pfand, mit GOtt, wie Jacob, ringen, so will ich durch die Glaubenshand den Allerstaͤrksten zwingen; kann ich zur Stund aus seinem Mund nicht bald den Trost empfinden, noch will ich uͤberwinden. 12. Haͤlt mir mein GOtt die Augen zu, kann ich nicht weiter sehen, als was ich gegenwaͤrtig thu: so laß ichs gern geschehen. Kommt die Vernunft mit ihrer Zunft in ausgeschmuͤckten Gruͤnden, dann muß ich uͤberwinden. 13. Mir geht der Tod nicht bitter ein, ich bin schon laͤngst gestorben; er soll recht zuckersuͤße sein, das Haus wird nur ver⸗ dorben. GOtt muß den Gast der Erdenlast auf sol⸗ che Art entbinden, das hilft mir uͤberwinden. 14. Bisher hab ich mich selbst bekriegt, und hatte viel zu schaffen; GOtt Lob, die Wert ist bald besiegt mit meinen Glaubenswaf⸗ fen; ich lieg im Sarg, und bin doch stark, vergesse, was dahinten, will alles uͤberwinden. 15. Das Kleinod ist mir vorgesteckt, ich soll nur ta⸗ pfer kaͤmpfen. Drum bleibt mein Arm stets ausgestreckt, mit GoOtt den Feind zu daͤmpfen. Nur unverzagt und frisch gewagt! ich seh die Krone binden, drum Bill ich uͤberwinden. In eigener Melodie. 7 ntbinde mich/ 4 70.E mein GOtt, von allen meinen Banden womit mein armer Geist noch so gebunden ist: mach des Philisters Strick und Tuͤcke ganz zu Schanden weil du mein Goel nur und auch mein Simson bist. Zerbrich, zerschlag, zerreiß, und mach mich durch den Sohn zum recht Gefreie⸗ ten vor deinem Gnaden⸗ thron. 2. Ach GOtt, erst war ich recht ein Sklave aller Suͤnden, doch dein Erbar⸗ men hat mich davon frei gemacht. Nun wollen sich aufs neu subtile Stricke finden; ach so wird doch mein Fuß zuletzt ins Garn gebracht! O Vater, mach mich frei, stell mich auf weiten Raum, daß sich mein Geist ausbreit als wie ein Cedernbaum. 3. Was zieht mich nieder⸗ waͤrts, daß ich nicht kann auffliegen? Was macht mich denn so matt in mei⸗ nem Christen⸗Lauf? Ach welch ein Bleigewicht seh ich noch in mir liegen! das druͤckt mich unterwaͤrts, und laͤßt mich nicht hin⸗ auf. O woher krieg ich Kraft von allem los zu sein, so frei und los ge⸗ macht als wie ein Todeleid 4. Ach dieser Todesleib beschwert die arme Seele, die Huͤtte druͤckt den Geist, der drin gebunden liegt. O wer macht mich doch frei 40⁴ vom geistlichen Aamps. frei aus dieser Suͤnden⸗ hoͤhle, daß mein Verlan⸗ gen Luft und freien Zu⸗ ang kriegt? Durchbrecher, rich doch durch, und mach mich voͤllig frei, daß mein Geist nicht, wie ich, mehr so gefangen sei. 5. Ich weiß, ich liebe dich; doch, soll ichs recht bekennen, noch lange nicht so viel, als meine Seel begehrt. Es ist noch was in mir, ich kann es selbst nicht nennen, das oͤfters meinen Geist in deiner Liebe stoͤrt. Ach faͤnd ich, denk ich oft, doch nur ein Raͤume⸗ lein, da ich ganz ungestoͤrt dich moͤchte liebend sein. 6. Such ich die Einsam⸗ keit, und mein es da zu finden, so waͤr es freilich gut, wenn ich do koͤnnt allein mich gaͤnzlich von mir selbst und meiner Last entbinden, daß ich auch ohne mich koͤnnt recht al⸗ leine sein; doch nun trag ich mit mir mein arges Fleisch und Blut, das in der Einsamkeit auch nim⸗ mer in mir ruht. 7. Gedanken plagen mich und tolle Phantaseien, Zer⸗ streuung mancherlei, die Schwermuth der Natur, die kommt wohl noch dazu. Ach wer wird mich befreien? Wer zeigt zur Freiheit mir die rechte sichre Spur? Ich Armer, ach wie lang soll ich gebunden sein? Wann schau ich durchs Gesetz der vollen Freiheit ein? 8. Die Eigenliebe schleicht sich oft in meine Glieder, und stoͤrt durch ihren Trieh mir oͤfters alle Ruh. Dies schlaͤgt die Freudigkeit der Seelen maͤchtig nieder; kaum thut das Herz sich auf, so schleußt sichs wie⸗ der zu. Soll Licht und Fin⸗ sterniß denn stets im Wech⸗ sel sein? Wann kommt mein volles Licht und ste⸗ ter Sonnenschein? 9. Ach GOtt, entbinde mich von allen meinen Banden, und was mich noch subtil im Fleisch gefangen haͤlt. Ist das nicht schon genug, wenn eines nur vor⸗ handen, das mich noch bin⸗ den kann in dieser Suͤnden⸗ welt? Soll ich gebunden sein, so binde deine Treu mein armes Herz, auf daß ich dein Gefangner sei. 10. Wen deine Liebe bindt, ist nicht ein Knecht der Suͤnden, er bleibt in Banden auch ein rechter freier Mann. Mein Abba, so will ich mich gerne las⸗ sen binden, wenn ich dein freies Kind auf ewig blei⸗ ben kann. Nur mach mich von mir 10% und von der argen Welt, daß meine edle Seel ihr Freiheitsrecht be⸗ haͤlt. Jobann Joseph Winkler. In eigener RMelodie. 471 Es kostet viel, ein Christ zu sein, und nach dem Sinn des reinen Geistes leben; denn der Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; und ist hier gleich Ein Kampf gu⸗ aus⸗ ö — Ihhlch h R 2. MI 80 tanff h M laht RNSI Iumt hen Rhnt Mübev Iit Ein Aäht, AcherR sch fit sschegl Mahet W 4. M Wh G Wand 0 07 Wcsoh schin Me. Vschi 5. D L I Gcle Ul ae E Mnt ht H w, vicd ge in 4. D. Frendgft) machih nih 1. das Hehf hleußt sihen Licht uß in stets in Ui Wann kup 8 Licht und enscheinꝰ GOtt, eht allen gich nnd was micht Fleisch gfng dasd. Hicht sty un eines nurn 3 mich nochd dieser Suͤh Mich gebuh de deine Ti Herß/ auf d efangner sei u däne Heh sicht en Kuit en, er Heibt zuch ein tech nn. Miin M 9 mich gerho %5 wenn ich d auf eübh! Nut mahe frei und m It/ daß meh Freiheitheh ann Joseßh 3 ner Mi Er last E M vom geistlichen Kampf. 40⁵5 ausgericht, das machts noch nicht 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, die ihren Gift in unsre Fersen bringen; da kostets Muͤh, aus seiner Hut zu stehn, daß nicht der Gift kann in die Seele driigen. Wenn mans versucht, so spuͤrt man mit der Zeit die Wich⸗ tigkeit 3. Doch ist es wohl der Muͤhe werth, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwaͤget, die ewiglich ein solcher Mensch erfaͤhrt, der sich stets hier aufs Himm⸗ lische geleget. Es hat wohl Muͤh, die Gnade aber macht, daß mans nicht acht 7 4. Man soll ein Kind des Hoͤchsten sein, ein rei⸗ ner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so stark, so hell und rein, so herrlich sein, so lieb⸗ lich im Gesichte, dieweil ihn da die wesentliche Pracht so schoͤne macht! ½ 5. Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn, und es mit GOtt zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn? 12 6. Da giebt sich ihm die Weisheit ganz, die es hier stets als Mutter hat gespuͤret; sie kroͤnet es mit ihrem Perlenkranz, und wird als Braut der Seele zugefuͤhret. Die Heimlichkeit wird da ganz offenbar, die in ihr war:/ 7. Was GᷣOtt genießt, genießt es auch, was GOtt besitzt, wird ihm in GOtt gegeben, der Himmel steht ereit ihm zum Gebrauch; wie lieblich wird es doch mit IEsu leben! Nichts hoͤher wird an Kraft und Wuͤrde sein, als GOtt allein 2½ 8. Auf, auf, mein Geist, ermuͤde nicht, dich durch die Macht der Fin⸗ sterniß zu reißen: was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Beden⸗ ke, was fuͤr Kraft uns GoOtt verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn, wie wohl wirds thun! 1½ ö Christian Fried. Richter. In eigener Melodie. 47 Tahre fort: 472. Hon, sah. re fort im Licht, mache deinen Leuchter helle, laß die erste Liebe nicht, suche stets die Lebensaquelle, Zion, dringe durch die enge Pfort, fahre fort: 2. Leide dich ½ Zion, leide ohne Scheu Truͤb⸗ sal, Angst mit Spott und Hohne; sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone; Zion, fuͤh⸗ lest du der Schlangen Stich, leide dich 17 3. Folge nicht Zion, folge picht der Welt, die dich suchet groß zu ma⸗ chen; achte nichts ihr—10 un 406 vom geistlichen Aampf. und Geld, nimm nicht an den Stuhl des Dra⸗ en; Zion, wenn sie dir viel Last verspricht, folge nicht: 4. Pruͤfe recht ½ Zion, pruͤfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; thue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten. Zion, beides das, was krumm und schlecht, pruͤfe recht 5. Dringe ein ½ Zion, dringe ein in GOtt; staͤrke dich mit Geist und Leben; sei nicht wie die andern, todt, sei du gleich den gruͤnen Reben. Zion, in die Kraft, fuͤr Heuchel⸗ schein, dringe ein 6. Brich herfuͤr; Zion, brich herfuͤr in Kraft, weil die Bruderliebe brennet, b was der in dir schafft, er als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Thuͤr brich herfuͤr 7. Halte aus ½ Zion,/ halte deine Treu, laß dich ja nicht laulich finden. Auf, das Kleinod ruͤckt Auhinte auf, verlasse, was dahinten. Zion, in dem letzten Kampf und Strauß, halte aus 7 Joh. Eusebius Schmidt. In eigener Klelodie. 4 73.(Seele.) Huf IEsu, hilf siegen, und laß mich nicht liegen im Ker⸗ ker der Suͤnd en laß Gnade mich finden, o Esu, mein Licht, ich lasse dich nicht. Scheitte⸗ und wenn i. ö 1.(JEsus.) Ich helfe dit siegen, und lasse nicht lie⸗ gen dich Armen im Kaͤm⸗ yfen; ich helfe dir daͤm⸗ pfen der Suͤnden Begier, 0 glande nur mir! 2.(Seele.) Errette die Seele⸗ und gieh mir doch Oele; laß mich nur im Wesen der Gottheit ge⸗ nesen, o IEsu, hilf mir, ich schreie zu dir. 2.(IEsus.) Ich hoͤre dein Flehen, und habe gesehen dein Elend im Herzen, die bitteren Schmerzen; nun bin ich bereit zu helfen im Streit. 3.(Seele.) Laß mich 2— eindringen, HErr, laß es gelingen; ach laß mich nicht fallen, erhöre mein Lallen; verstoße mich 25 in deinem Gericht. 3.(IEsus.) Mein Herze steht offen, durch Glauben und Hoffen wird dir es gelingen, so mußt du ein⸗ dringen. Wer glaͤubet, wird nicht vom Vater gericht. 4.(Seele.“ Wenn du mich willst hassen, wo wollt ich mich lassen? HErr, lasse die Suͤnden doch einsten verschwinden. Gieb Gnade fuͤr Recht, so bin ich dein 4 0 (IEsus.) Wie wollt 0 dich hassen? wie koͤnnt ch dich lassen? Ich habe empfunden viel Schmerzen und Wunden im Leiden an mir, aus Liebe zu dir. 5.(Seele.) HErr, hoͤre mein Girren, und laß mich nicht irren; gieb richtige —.ññ 6 66 IIt Klch Itn Heh 1 ven 5.(9 watts M Igh 1 e 11 unger 7.686 o M Gog Sele, Ile. 9 El, W. + he Whand fi Wi ilbe. W Ie W scha Kahhe d 90 i Rn 0 cht I I Vt H R ——. NN WI I Hall Armen in 0 Hele Rr N Suͤnden Bih nur mix ele) Ekhatte 1 dieh mie 5uich gur el Gotthet Wsu, Hih zu dük. 13. Ichslt U Ind habe s dim 0 Schmerzen bekeit zu 6 . Rle.) Laß nn. 90 lihhe sch fillen, eth. . I1 anen Gelicht. 18.) Mon Heh „durch Gal In wich Ne; so mußt duch Wergläubet Iu Rah ele.) hassen, woßh nen den doch ann Ddeh. Gihbhin so bilihl WMi fl hassen? M asen? Jhl nbiel Scn Rden n aus Has dle.) HEtt ren, und Hi R; Reh n In ban vom geistlichen Aampf. 407 dich bitte, verbirge dich nicht, o IEsu, mein Licht! 5.(I sus.) Wer mir wird nachgehen, und auf mich stets sehen, thut rich⸗ le Schritte, und ob er eich glitte, so irret er nicht. Ich bin ja sein Licht. 6.(Seele.) Gieb Ein⸗ falt und Wahrheit, die goͤtt⸗ liche Klarheit durchleuchte mein Herze, so weichet der Schmerze. Ich suche allein 90 Höetl ichen Schein. 6.(IEsus.) Kehr ein⸗ waͤrts die Sinnen, daß moͤgen zerrinnen die Bilde der Dinge, stets bete und ringe: so findest du hier die Einfalt in mir. 7.(Seele.) Ich warte vom Morgen zum Abend,; und Sorgen stets aͤngsten die Seele, die Naͤchte ich zaͤhle. HErr, komme in Eil, und zeig mir dein Heil. 7.(JEsus.) Durch War⸗ ten vom Morgen zum Abend mit Sorgen kann man mich nicht finden, ich laß mich nicht binden. Sei stille in dir, so kommst du zu mir. 8.(Seele.) HErr, gieb mir den den In fin⸗ steren Wegen laͤßt du 2—— jetzt gehen; ich bleibe fes stehen, und ringe mit dir, I dich nur mir. (IEsus.) Die also im„Rungen sich um mich fest schwingen, empfangen den Segen und Licht auf Lut Wegen/ wie Jacob das Licht bei Pniel anbricht. 9.(Seele.) HErr, laß dich gewinnen, wenn gleich auch zerrinnen die Kraͤft und Vermoͤgen, doch hoff ich zu siegen. Ich halte, HErr, dich: ach segne du mich! 9.(IEsus.) Dir ist es gelungen, du hast mich be⸗ zwungen, in Liebe zu geben dir Kraͤfte zum Leben; das glaube du mir, ich schenke mich dir. Joh. Chr. Nehring. Mel. Seuch meinen Geist, o Err, von hinnen. 474 Qier legt mein VD Sinn sich vor dir nieder, mein Geist sucht seinen Ursprung wie⸗ der; laß dein erfreuend Angesicht zu meiner Ar⸗ 220 sein gericht. 2. Schau her, ich fuͤhle mein Verderben, laß mich in deinem Tode sterben; o koͤnnte doch in deiner Pein die Eigenheit ertoͤd⸗ tet sein! 3. Du wollest, IEsu, meinen Willen mit der Ge⸗ lassenheit erfuͤllen; brich der Natur Gewalt ent⸗ zwei, und mache meinen 350. frei. Ich fuͤhle wohl, daß ich dich liebe, und mich in deinen Wegen uͤbe; nur ist von der Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz 22—— Ich muß noch mehr 2. dieser Erden durch dei⸗ nen Geist geheiligt werden; der Sinn muß tiefer in dich Dealee der Fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu rathen, 3—— gel⸗ ———————— ———————————— 40⁸ —' bom geistlichen Aampf. gelten nichts der Menschen Thaten; wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich ge⸗ wirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, du bist noch inmer treu geblie⸗ ben; ich weiß gewiß, du stehst mir bei, und machst mich von mir selber frei. 8. Indessen will ich treu⸗ lich kaͤmyfen, und stets die falsche Regung daͤmpfen/ bis du dir deine Zeit er⸗ siehst, und mich aus sol⸗ chen Netzen ziehst. 9. In Hoffnung kann ich froͤhlich sagen: GOtt hat der Hoͤllen Macht geschla⸗ gen: GOtt fuͤhrt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge meiner Seelen dir, mei⸗ nem Vater, ganz befeh⸗ len: ach druͤcke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 11. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke, und mich in deinen Abgrund senke, so werd ich von dir an⸗ geblickt, und mein Herz wird von dir erquickt. 12. So waͤchst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich theils die suͤße Beute, und fuͤhle, daß es Wahr⸗ heit ist, daß du, mein GOtt, die Liebe bist. Cb. Ir. Richter. Mel. O JEsu, du bist mein. kind, ach daß mir meine Suͤnd, die schwere Todes⸗ Buͤrde, doch abgenommen wuͤrde. Ach daß ich von der Last des Fleisches, die mich druͤcket, und meinen Geist ersticket, bekaͤme Ruh und Rast. 2. Mein GOtt, wann hilfst du mir? wann zeuchst du mich 4 dir? Wie lange soll das Leben des Fleisches widerstreben dem edlen Geistes⸗Trieb? Wie lange soll ich leiden, was mich und dich kann scheiden, des Flei⸗ sches Werk und Lieb? 3. IEsu, mein HErr und GoOtt, du meines Todes Tod, du meines Lebens Leben, wann willst du dich erheben? Steh auf, erhebe dich; ertbdt in deiner Staͤrke des todten Fleisches Werke, in dir ertoͤdte mich. 4. Ich bin des Lebens satt, das mir eh suͤße that, weil es ein Tod und Ster⸗ ben, und stetiges Verder⸗ ben mehr als ein Leben war. So will ich denn nun streben nach einem bessern Leben mit Auser⸗ waͤhlter Schaar. 5. Wer hier dem Fleische nach will leben, der, o, ach! ist an der Seel erstorben‚ er hat durchs Fleisch ver⸗ dorben den edlen Geist aus GOtt. Wer alles das will haben, was un⸗ ser Fleisch kann laben, deß Seele leidet Noth. 6. Des Geists und Flei⸗ sches Reich bestehen nicht zugleich; das Fleisch muß untergehen, sonst mag der Geist nicht stehen. Denn wo — 600 W N schih ns Heh edet iul hilkt. 7. Olt u Wdz Iheh, H Ralch/ W sich Ren de i dd ehnden 8. G Waltni sllt: g ssse hssse K AUU HAU AA Re 4 60 Rst Raul h in Ien I s w mishu 10. I Ich. lffst shr! Hehfi mpf. —.——— ieschwet I Och abgenonm daß ich y des Fleichth Ket, und min scet, belamehn Gott, U nt? wann zu U dir? Wie eben des Flat Kn den rieb? We lin en/ was Richtd scheiden, degt k und Lic⸗ u mein HEttu ᷑ meines TW meines Lehe unn wills duht Steh auf, etht Andeiner Siat emn Vetl. die mich. Rn des Lehch mi ch sißethe nTod und Ey stetiges Dih als en H wil ich V ben nach h tben mit NA Schaar. Dier dem dih leben, der, y Seel 2—— Irchs Fleith 0 30 1. Be haben, wäl kann labch det Nolh. 3Geish uihs ich balchnn u Flih M/ sons V 1 feh A Vom geistlichen Kampf. 409 wo das Fleisch regiert, da schlaͤgt es alles nieder, was Herz und Geist hin⸗ wieder zum Leben neu ge⸗ biert. 7. Drum, IEsu, hilf du mir, daß mein Geist leb in dir; laß alles an mir sterben, verwesen und ver⸗ derben, was fleisch⸗ und suͤndlich ist, daß sich zum neuen Leben mein Geist muͤg auferheben, wie du erstanden bist. 8. Gieb, daß ich sei der Welt mit dir ans Kreuz ge⸗ stellt; gieb mir das recht zu fassen, was alle Menschen hassen, dein Kreuz und dei⸗ nen Tod, und daß mir sei hingegen der Welt Lust, Freud und Segen mein Kreuz und meine Noth. 9. So werd ich auch mit dir zur rechten Lebensthuͤr durch deinen Tod eingehen, und in dir auferstehen zur Unverweslichkeit. Ich werd im neuen Wesen des Gei⸗ stes wohl genesen in Him⸗ melslust und Freud. 10. So werd ich, JE⸗ su, dich anschauen innig⸗ lich; du wirst mich dann umfassen, und mich dich kuͤssen lassen, o suͤße See⸗ len⸗Lust. Wie werd ich mich erquicken, wenn IEsus mich wird druͤcken vor Lieb an seine Brust. 11. Wie werd ich dich alsdann, mein IEsu, re⸗ den an. Mein Trost nach meinen Plagen! werd ich dann zu dir sagen, mein edle Perlenkron, mein theu⸗ rer Schatz, mein Leben, o Weinstock deiner Reben, o IEsu, GOttes Sohn! 12. Mein Schatz, um⸗ fasse mich, ich, Schatz, umfasse dich, mein Heil, mein Licht und Sonne, o suße Seelenwonne! Du bist mein Braͤutigam. Mein Herz hat stets gethraͤnet, und sich nach dir gesehnet, eh ich, Schatz, zu dir kam. 13. Nun aber, ach nun⸗ mehr bin ich erfreuet sehr; die Augen sind erfrischet, die Thraͤnen abgewischet; all mein Feinde sind, Tri⸗ umph, Triumph! ver⸗ schwunden. Ich habe JIE⸗ sum funden. Ich bin ein seligs Kind! Heinrich Georg Neuß. In eigener Melodie. 476* ruf zu dir, SErr JEsu Christ, ich bitt, erhor mein u e;verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht verzagen; den rechten Weg, o HErr, ich mein, den wollest du mir geben, dir zu leben, meinm Naͤchsten nuͤtz sein, dein Wort zu halten eben. 2. Ich bitt noch mehr, o HErre GOtt, du kannst es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gieb daneben; voraus wenn ich muß hie davon, daß ich dir moͤg vertrauen, und nicht bauen auf alles mein Thun, sonst wirds mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund mein Fein⸗ 18 den 410 vom geistlichen Aampf. den moͤg vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; dein Wort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu naͤhren, mich u wehren, wenn Ungluͤck auhr her, das mich bald moͤcht verkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden; be⸗ staͤndig sein ans End gieb mir, du hasts allein in Haͤnden; und wem dus giebst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch Werk deine Gnad, die uns er⸗ rett vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, 3 HErr Christ, dem Schwachen, an deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich slaͤr⸗ ker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße. Du kannst maßen, daß mirs nicht bringt Gfaͤhr; ich weiß, du wirsts nicht lassen. Alel. Einer ist Rönig, Imman nel sieget. 77 C&Esu, hilf sie⸗ 417. 3. gen, du Fuͤr⸗ ste des Lebens, sieh, wie die Finsterniß dringet her⸗ ein; wie sie ihr hoͤllisches Heer nicht vergebens maͤch⸗ tig auffuͤhret, mir schaͤdlich ju sein. Satan der sinnet auf allerhand Raͤnke, wie er mich sichte, verstöͤre und kraͤnke. 2. IEsu, hilf siegen, der du mich erkaufet; rette, wenn Fleisch und Blut, Satan und Welt mich zu beruͤcken ganz grimmig an⸗ laufet, oder auch schmei⸗ chelnd sich listig verstellt. Wenn Babel wuͤthet von außen und innen, laß mir, HEre, niemals die Huͤlfe zerrinnen. 3. IEsu, hilf siegen, ach wer muß nicht klagen; HErr, mein Gebrechen ist immer vor mir. Hilf, wenn die Suͤnden der Jugend mich nagen, die mein Ge⸗ wissen mir taͤglich haͤlt fuͤr. Ach laß mich schmecken dein kraͤftigs Versuͤhnen, und dies zu meiner Demuͤthi⸗ gung dienen. 4. IEsu, hilf siegen wenn in mir die Suͤnde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt; wenn ich die Last der Begierden empfinde, und sich mein tiefes Verderben darleyt: so hilf, daß ich vor mir selbst mag erroͤthen, und durch dein Leiden mein suͤndlich Fleisch toͤdten. 5. IEsu, hilf siegen, und lege gefangen in mir die Luͤste des Fleisches, und gieb, daß bei mir lebe des Geistes Verlan⸗ gen, aufwaͤrts sich schwin⸗ gend durch heiligen Trieb: laß mich eindringen ins goͤttliche Wesen: so wird damit auch mein Wille dir, HErr, sei gaͤnzlich zu eigen geschenkt, und ich mich stets in dein Wol⸗ wein Geist, Leib und Seele genesen.— C. JEsu, hilf siegen, —7 Wuuch R El a U s Iumn 7.00 Aetht Re Hfe I Ver M adtr teh f Rchh 5063 pth ul Rich l scht 0— MR Ian, IUU Ist Mich mpf. eisch und a Welt mihs 0 Rm Der guch sh h lisig hrt Nabel wüthe oinnen, Kßtn iemals di gh su, Hilfsege iß nicht Rig Hein Gebtecheh Amir. Hiffyn Den det uh Nu, die ming . tüglich hitf lich schmeckeh y Versüͤhneh,x uiner Oenth en. u, hilf sh mir die Sust Hhoffart u sich rgt; wen IU N. Bhed und sich ul herderben drt daß ich vork ag etkbthh ein Leiden m. Fliich kh Ssu, hiff st gefangeh Vi se ded dah b, daß 0 Geistes Lah fwaͤrts shten ich heiland ch eindeing Wesent h Heis, u enesen. Euu, Hf auch mel Etr/ sei 0 Haschenl sleih l vom geistlichen Aampf. 411 Wollen verhuͤlle, wo sich die Seele zur Ruhe hin⸗ lenkt; laß mich mir ster⸗ ben und alle dem Mei⸗ nen, daß ich mich zaͤhlen kann unter die Deinen. 7. IEsu, hilf siegen in allerlei Faͤllen, gieb mir die Waffen und Wehre zur Hand; wenn mir die Lindrh Feinde nachstel⸗ en, dich mir zu rauben, o edelstes Pfand, so hilf mir Schwachen mit All⸗ macht und Staͤrke, oaß ich, o Liebster, dein Da⸗ sein vermerke. 8. IEsu, hilf siegen, wer mag sonst bestehen wider den listig verschmiz⸗ zeten Feind? Wer mag doch dessen Versuchung entgehen, der wie ein En⸗ gel des Lichtes erscheint? Ach HErr, wo du weichst, so muß ich ja irren, wenn mich der Schlangen List sucht zu verwirren. 9. IEsu, hilf siegen, und laß mich nicht sin⸗ ken, wenn sich die Kraͤf⸗ te der Luͤgen aufblaͤhn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn; steh mir zur Rechten, o Koͤnig und Meister, lehre mich kaͤm⸗ pfen und yruͤfen die Geister. 10. JEsu, hilf siegen im Wachen und Beten; Huͤ⸗d ter, du schlaͤfst ja und schlummerst nicht ein. Laß dein Gebet mich un⸗ endlich vertreten, der du versprochen, mein Fuͤr⸗ sprach zu sein; wenn mich die Nacht mit Ermuͤden will decken, wollst du mich, IEsu, ermuntern und wecken. 11. IEsu, hilf siegen. Wenn alles verschwindet, und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermoͤgen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschuͤchtertes Reh: ach HErr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seuften vermaͤhlen. 12. IEsu, hilf siegen, und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlang: so will ich ewig dir Lob und Dank singen, JIEsu, mein Heiland, mit frohem Ge⸗ sang. Wie wird dein Na⸗ me da werden geypriesen, wo du, o Held, dich so maͤchtig erwiesen. 13. IEsu, hilf siegen, laß bald vi erschallen daß Zion rufet: Es is nun vollbracht! Babel, die Stolze, ist endlich gefallen, die da bishero so lang hat gekracht. Ach HErr, komm, mache ein Ende des Krie⸗ ges, schmuͤcke dein Zion mit Palmen des Sieges. 14. IEsu, hilf siegen, damit wir uns schicken, wuͤrdig zur Hochzeit des Lammes zu gehn; kleide ein Zion mit guͤldenen Stuͤcken, laß uns den Un⸗ tergang Babels einst sehn. Doch wohlan! kracht es, so wirds auch bald lie⸗ gen. Auf, Zion, ruͤste dich, IEsus hilft siegen. 18* 15. 2 412 vom geistlichen Kampf. 15. IEsu, hilf siegen; wenns nun kommt zum Sterben, mach du mich wuͤrdig und stetig bereit, daß ich mich koͤnne recht nennen dein Erben dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. JEsu, mein IE⸗ su, dir bleib ich ergeben, hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben. 16. IEsu, hilf siegen, wenn ich nun soll scheiden von dieser jammer⸗ und leidvollen Welt, wenn du mich rufest, gieb, daß ich mit Freuden zu dir moͤg fahren ins himmlische Zelt. Laß mich, ach IEsu, recht ritterlich ringen, und durch das Leben und Tod zu dir dringen. V. 1 bis 14. Joh Heinr. Schröber. In eigener Melodie. 478. In dich hab ich gehoffet, HErr, hilf, daß ich nicht zu Schanden werd noch ewiglich zu Spotte. Deß bitt ich dich, erhalte mich in deiner Treu, HErr GOtte! 2. Dein gnaͤdig Ohr neig her zu mir, erhoͤr mein Bitt, thu dich herfuͤr, eil bald mich zu erretten; in Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in mei⸗ nen Noͤthen. 3. Mein GOtt und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein Etelt darin ich frei und rittterlich mog streiten wider mein Feind, der gar viel seind an mir auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Staͤrk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Huͤlf, mein Heil, mein Le⸗ ben, mein starker GOtt in aller Noth: wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt truͤglich gericht mit Luͤgen und mit falschem Gdicht viel Netz und heimlich Stricke. HErr, nimm mein wahr in dieser Gfahr, bhuͤt mich vor falschen Tuͤcken. 6. HErr, meinen Geist befehl ich dir, mein GOtt, mein GOtt, weich nicht von mir, nimm mich in deine Haͤnde. O wahrer GOtt, aus aller Noth hilf mir am letzten Ende. 7. Glori, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei GOtt Va⸗ ter und Sohn bereit, dem heilgen Geist mit Namen. Die goͤttlich Kraft mach uns sieghaft durch JEsum Christum, Amen. Adam Reußner. Mel. Kommt her zu mir, spricht GOttes Sohn. 7 I st GOtt mein 479.J Schild und Helfersmann, was wird sein, das mir schaden kann? weicht, alle meine Feinde! Die ihr mir listiglich nach⸗ steht, nur eurer Schmach entgegen geht: ich habe GOtt zum Freunde. 2. Ist GOtt mein Trost und Zuversicht, kein Leid kann sein, so mich anficht: weicht, alle meine Feinde! Die ihr nur sinnet 658 e⸗ N y treltt Rl nic wac MN auden Schbah G 9. No Et I h HW Hhl N Rdel fil U Itri Fuhde 6. N Rian r. Hse V chaft. Fishel Hchale g e 5 1. I 0 Iun n 8 Haseh Zahfel, nlset. fr il Fude ꝑpf. ——— bist men Sn 5, miin n ild/ men Aeh uun Wott, m Heil, mengz srker G8. Tothr Wer streben? hat die M kicht mit Eihg falschem Gah und heilt Ert, nimm eser Gfaht H falschen Tüd , meiten G it, mein Goi tt, Weich nih imm mich! de. O wahn aller Roth hj ten Ende. Lob, Ehr sei GOtt Va⸗ Wy beraͤt, de ist Nt Mümhth Ich Kraft mu st durch WIh Amen. Adam Meufth umt her zu nl Ottes Soht IstGH * Schih ch m/ W rir schaden don Meite Fe lstiglchnt Letrer Schlt Aht: ic 6 htrude, Ott man Licht, Eel N so mich alft miune Fh ur sinhet 6 vom geistlichen Aampf. 413 Gefahr, ich achte solches gar kein Haar: ich habe GOtt zum Freunde. 3. Ist GOtt mein Schirm und mein Panier, kein Ungemach kann scha⸗ den mir: weicht, alle meine Feinde! Die ihr mich aͤngstet Und betruͤbt, es ist umsonst, was ihr veruͤbt: ich habe GOtt zum Freunde. 4. Ist GOtt mein Schutz und treuer Hirt, kein Un⸗ gluͤck mich beruͤhren wird: weicht, alle meine Feinde! Die ihr mir stiftet Angst und Pein, es wird zu eurem Schaden sein: ich habe GOtt zum Freunde. 5. Ist GOtt mein Ret⸗ ter und Patron, was acht ich der Welt Schimpf und Hohn: weicht, alle meine Feinde! Die ihr mich laͤ⸗ stert fruͤh und spat, es wird euch richten eure That: ich habe GOtt zum Freunde. 6. Ist GOtt mein Heil, mein Huͤlf und Kraft, die boͤse Welt an mir nichts schafft: weicht, alle meine Feinde! Die ihr auf mich vergallet seid, ihr thut euch selbst gebranntes Leid: ich habe GOtt zum Freunde. 7. Is GOtt mein Bei⸗ stand in der Noth, was kann mir schaden Suͤnd und Tod? weicht, alle meine Feinde! Tod, Suͤnde Teufel, Hoͤll und Welt, ihr muͤsset raͤumen doch das Feld: ich habe GOtt zum Freunde. Ernst Christoph Homburg. Mel. O(Err) Esu Christ, du höchstes Gut. WiMein Herz, 480. M o GOtt,/ spricht selbst zu mir: Wo willst du Gnade finden? Der große GOtt, der zuͤrnt mit dir von wegen deiner Suͤnden. Wer GOtt mit seiner Missethat so oft wie du beleidigt hat, dem ist er gar nicht gnaͤdig. 2. Drum gieb du mir nach deiner Gnad ein in⸗ niglichs Verlangen, Haß gegen Suͤnd und Misse⸗ that, und Lust dir anzu⸗ hangen; daß ich an sol⸗ chen Zeichen seh, wie ich noch fest im Glauben steh, und an dir, IEsu, bleibe. 3. Ach lehr mich einig und allein von ganzem Herzen glaͤuben, daß du mir wollest gnaͤdig sein, und wohlgewogen bleiben; wend alle meine Traurig⸗ keit, und mache mein Herz voller Freud, Trost, Huͤlfe/ Heil und Leben. 4. Soll aber ich mich fer⸗ nerweit mit solchen Sor⸗ gen quaͤlen: so hilf nach deiner Guͤtigkeit, HErr, meiner armen Seelen, daß ich im Glauben feste steh/ bis diese Prob zu Ende geh/ und ganz errettet werde. Jvachim Bartholomäus Meyer. Mel. O(SeErr) JEsu Christ, du höchstes Gut. ꝗ Schau, lieber 481 V¾ GOtt, wie meine Feind, damit ich stets muß kaͤmpfen, so listi un 41⁴ vom geistlichen AKamps. und so maͤchtig seind, daß sie mich leichtlich daͤmpfen. HErr, wo mich deine Gnad nicht haͤlt, so kann der Teu⸗ fel, Fleisch und Welt mich leicht in Suͤnden stuͤrzen. 2. Der Satanas mit seiner List im Anfang gar suͤß locket; drauf, wenn die Suͤnd begangen ist, das Herze er verstocket; er treibt mit Trug und mit Gewalt von einer Suͤnd uch andern bald, und end⸗ ich in die Hoͤlle. 3. Der Welt Art ist auch wohl bewußt, wie die kann Anlaß geben zu Au⸗ genlust, Fleischeslust, zu hoffaͤrtigem Leben. Wenn aber GOttes Zorn auigeht, ein jeder da zu⸗ ruͤcke steht, die Freund⸗ schaft hat ein Ende. 4. Und dennoch will mein Fleisch und Blut von dem ungerne lassen, was ihm so großen Schaden thut, es will die Welt nicht hassen; die kurze Freud gefaͤllt ihm wohl, drum wills nicht, daß ich meiden soll des Teufels Netz und Stricke. 5. Nun muß ich Armer immerfort mit diesen Fein⸗ den streiten; sie aͤngsten mich an allem Ort, und sind mir stets zur Seiten. Der Satan setzt mir heftig zu, die Welt laͤßt mir gar keine Rub, mein Fleisch zur Suͤnd mich reizet. 6. Zu dir flieh ich, o treuer GOtt, ich weiß sie nicht stillen; hilf, Va⸗ ter, hilf in dieser Noth um IEsu Christi willen. Verleih mir deines Gei⸗ stes Staͤrk, daß meiner Feinde List und Werk da⸗ durch zerstoͤret werde. 7. Laß diesen deinen 90 ten Geist mich innerlich regieren, daß ich allzeit thu, was du heißt, und mich nichts laß verfuͤhren; daß ich dem Argen wi⸗ dersteh, und nicht von deinem Weg abgeh zur Rechten oder Linken. 8. Ob boͤse Lust noch mannigfalt mich anficht, weil ich lebe, so hilf, daß ich ihr alsobald im An⸗ fang widerstrebe, und daß ich da vergesse nicht die Todesstunde, das Gericht, den Himmel und die Hoͤlle. 9. Gieb, daß ich denke jederzeit an diese letzten Dinge, und dadurch alle Suͤndenfreud aus meinem Herzen bringe; damit ich mög mein Lebenlang dir die⸗ nen ohne Furcht und Zwang in willigem Gehorsam. 10. GOtt Vater, deine Kraft und Treu laß reich⸗ lich mich empfinden. O IEsu Christe, steh mir bei, daß ich kann uͤberwinden. Hilf, heilger Geist, in die⸗ sem Krieg/ daß ich da immer einen Sieg erhalte nach dem andern. David Denicke. Mlel. HFreu dich sehr, o meine Seele. 0 chuͤtte dei⸗ 482. S nes Lich⸗ tes Strahlen, o mein Hei⸗ land, uͤber mich; laß sie mein Gemuͤth bemalen mit der Klaryeit maͤchtiglich, und e 1 N Den migtg Iseh. 10 Mhe Tlite R. WN I A um Eit u hin dr V. he Ih, W. l S0 I Mahn 4. Hel Ren W Ritt und huß sch! Wsewüt Iase dh Oh db IR sitt Isschrkdes Iht uled n sschen d Chiigket 10 Gif Himebet in mine sohsaͤne fchst, Dühn duche h 5. 0 1˙ NRNN 0 * 31. 5 Wekde. 1 mich 13 * 0 ich u heit, lamiin m Aegeg d nicht ih abgch y Hilken ise Lust uh öich affth Ve/ so Hifj N obald im Y 7 liche Ind nicht „ dab U Hl und die Hl Daß ich denl diese: Aehte Wurch ae emen 9ez Dmt i benlangditde wurcht und3wnn 2— tt alon Treu 1 15 i Le/ steh mi 0 un uͤberdichg + Geist, in N daßich imnt ethalt n „Dabid Duml. u dich seht i Stelt. 6—300 223 ichhn vom geistlichen Aampf. 41⁵ und vertreib durch Heiter⸗ keit in mir alle Dunkel⸗ heit, daß ich moͤge vor dir stehen, und dein Gnaden⸗ licht ansehen. 2. Hemme in mir das Zerstreuen meiner Sin⸗ nen, deine Kraft kann mich leicht davon be⸗ freien; ach wann wird die Huͤlf geschafft? Stehe mir im Kampfe bei, daß ich Ueberwinder sei, weil sich die Versuchungsstun⸗ den maͤchtig haben ein⸗ gefunden. 3. Toͤdte in mir alle Thiere der Begierden, die allzeit mich bestreiten, und vollfuͤhre selbst in mir zum Sieg den Streit, daß dein Friede je und e in dem Herzen kraͤftig bluͤh, und mein Mund zu allen Zeiten moͤge dei⸗ nen Ruhm ausbreiten. 4. HErr, gebeut den starken Winden, dem Ge⸗ witter und dem Meer, so muß sich die Stille finden, ob sie wuͤthen noch so sehr. Lasse deiner Wahrheit Schein als ein helles Licht mir sein; denn sonst bleib ich schnoͤde Erde, wenn ich nicht erleuchtet werde. 5. Laß von oben auf mich fließen deiner Gnaden — keit, und den mat⸗ ten Geist genießen deinen Himmelsthau allzeit. Geuß in meine duͤrre Erd Le⸗ bensstroͤme, daß ich werd fruchtbar, und vor allen Dingen dir moͤg gute 24 bringen. Ach so her durch deine Guͤte mein gepreß⸗ tes Herz emvor; ziehe nach dir mein Gemuͤthe dffne ihm des Himmels Thor, daß es goͤttlich werd er⸗ freut, und flieh alle Eitel⸗ keit, an gar nichtes mehr zu denken, was nicht kann gen Himmel lenken. 7. Reiße weg ans mei⸗ nem Heczen allen Leost der Kreatur; denn der lin⸗ dert nicht die Schmerzen, zeigt mir auch nicht deine Svur. Die Begierde brennt in mir, o mein Heiland, nur nach dir; laß mich, wenn ich dich gefunden, ewig mit dir sein verbunden. Johann Christian Nehring. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 4985 reuer GOtt, 483 ich muß dir klagen meines Her⸗ zens Jammerstand, ob dir wohl sind meine Pla⸗ gen besser als mir selbst bekannt: große Schwach⸗ heit ich bei mir in An⸗ fechtung oftmals spuͤr, wenn der Satan allen Glauben will aus mei⸗ nem Herzen rauben. 2. Du, GOtt, dem nichts ist verborgen, weißt, daß ich nichts von mir hab, nichts von allen meinen Sorgen, alles ist, HErr, deine Gab; was ich Gu⸗ tes find an mir, das hab ich allein von dir; auch den Glauben mir und al⸗ len giebst du, wie dirs mag gefallen. 3. O 416 dom geistlichen Kampf. 3. O mein GOtt, vor den ich trete jetzt in mei⸗ ner großen Noth: hore, wie ich sehnlich bete, laß mich werden nicht zu Spott; mach zunicht des Teufels Werk, me einen schwachen Glauben staͤrk, daß ich nimmermehr ver⸗ zage Christum stets im Herzen trage. IekEsu, Brunngquell aller Gnaden, der du niemand von dir stoͤßt, der mit Schwachheit ist beladen/ sondern deine Juͤnger tröst: sollt ihr Glaube auch so klein wie ein kleines Senfkorn sein/ wollst du sie doch wuͤrdig schaͤtzen, große Berge zuů versetzen. 5. Laß mich Gnade vor dir finden, der ich bin voll Traurigkeit: hilf du mir selbst uͤberwinden, so oft ich muß— den Streit; meinen Glaͤuben taͤglich mehr„ deines Geistes Schwert verehr, damit ich den Hale kann schlagen, alle Pfeil e von mir jagen. Heilger Geist ins Himmels Throne, gleicher GOtt von Ewigkeit mit dem Vater und dem Soh⸗ ne, der Betruͤbten Trost und Frend, der 371 in mir angezuͤndt, so viel ich an G auben find, uͤber mir mit Gnaden walte, fer⸗ 297 deine Gab erhalte. Deine Huͤlfe zu mir sende o du edler Herzens⸗ gast, und das gute Werk vollende, das du angefan⸗ gen hast. Blas das kleine Fuͤnklein auf, bis daß nach vollbrachtem Laͤuf ich den Auserwaͤhlten gleiche, und des Glaubens Ziel erreiche. 8. GOtt, groß uͤber alle Gotter heilige Dreieinig⸗ keit, außer dir ist kein Er⸗ retter, tritt mir selbst zur iret Seit, wenn der Feind die Pfeil abdruͤckt, meine Schwachheit mir aufruͤckt, will mir allen Trost verschlingen, und mich in Verzweiflung bringen. 9. Zeuch du mich aus seinen Eutichen, die er mir geleget hat; laß ihm fehlen seine T Tuͤcken, drauf er sin⸗ net fruͤh und spat. Gieb Kraft, daß ich allen Strauß ritterlich moög siehen aus, und so oͤfters ich muß kaͤmpfen, hilf mir meine Feinde daͤmpfen. 10. Reiche deinem schwa⸗ chen Kinde⸗ das auf mat⸗ ten Fuͤßen steht, deine Gna⸗ denhand geschwinde/ bis die Angst voruͤbergeht; wie die Ju igend gaͤngle mich/ daß der Feind nicht ruͤhme sich, er hab ein solch Herz gefaͤllet„das auf dich sein Hoffnung siellet. ö 11. Du bist meine Huͤlf im Leben, mein Fels, meine Zuversicht, dem ich Leib und Seel ergeben: GOtt, mein GOtt, verzieh doch nicht; eile, mir zu stehen bei/ brich 308 Feindes Pfeil entzwei; laß ihn selbst zu⸗ ruͤcke prallen, und mit Schimpf zur Hoͤllen fallen. 2. Ich will alle meine Tage ruͤhmen deine starke Hand 6l I —* Wöhh Warnn 10 S Ruhn I dort S Meseh. au Kelmm, As: r6 B Hehl. 6 Nend u I möh Iu Muen Wie Frne voh Kuthrone, Herlicht n halt! Mi VM — 5 uvile h Iuth NWA Hhn. pf. N Saf ch len geih, es Zieleh lt, hibng Vellge Drich dh ist iz aut wur sihsg deil, wa Pfeil akhrt Ichwachhet z will nix dh Ischlingen, Vathwestn 7 H du mich m ucken, die kt laßf ihm feh / drauf et nd spat. G ch llen Strnl 0 sehen l Als ich m slf mit meine Wfen. HNedenemschoe „ dod Alf mt licht, deine G eschwinde, g Hllberght;x Sgaͤlgle mit d nicht Rlhn eit solch Ha guf dich sei dlet. ii mäne Hüh an us,wa dem ich Li Rebek: GO , Nenich d „im zu fihh 28 Geindes I ihn silhi h Een, und I Höllenfll will alle nej h delhe fih 000 vom geistlichen Aampf. 417 Hand, daß du meine Plag tan macht mich auch fast und Klage hast so herzlich muͤrbe, daß mir auch der abgewandt. Nicht nur in der Sterblichkeit soll dein Ruhm sein ausgebreit: ich wills auch hernach erwei⸗ sen, und dort ewiglich dich preisen. Jobann Heermann. Mel. Du, o schönes Welt⸗ gebäude. 484 Wer das Klei⸗ nod will erlangen, der muß laufen, was er kann; wer die Krone will empfangen, der muß kaͤmpfen als ein Mann; dazu muß er sich in Zei⸗ ten auf das beste zube⸗ reiten, alles andern muͤßig gehn, was ihm kann im Wege stehn. 2. Herzens⸗JEsu, deine Guͤte steckt mir auch ein Kleinod fuͤr, das entzuͤckt mir mein Gemuͤthe durch den Ausbund seiner Zier; o wie glaͤnzt die schoͤne Krone von dem hohen Eh⸗ renthrone, die du in der Herrlichkeit deinen Strei⸗ tern hast bereit! 3. Mich verlangt von ganzem Herzen auch nicht weit davon zu sein; ja ich ziele recht mit Schmerzen auf den freudenvollen Schein: doch das Laufen thut mir bange, und der Kampf wird mir zu lange; der geschmuͤckte Erdenwust niummt mir oͤfters alle Lust. 4. Mein verderbter Ei⸗ bas hat bald dies, bald as zu thun; haͤlt im Lau⸗ m vielmal fi e, und will n dem Streite ruhn. Sa⸗ Sieg verduͤrbe, wo mir deine treue Kraft nicht ge⸗ wuͤnschte Huͤlfe schafft. 5. Drum, mein IEsu, steh mir Armen in so gro⸗ ßer Schwachheit bei; laß dich meiner Noth erbar⸗ men, mache mich von allem frei, was mir will mein Ziel verruͤcken; komm, mich selbst recht zuzuschicken; gieb mir Kraft und Freu⸗ digkeit, foͤrdre meinen Lauf und Streit. 6. Es verlohnt sich wohl der Muͤhe, ob mirs gleich was sauer wird, wenn ich mich der Welt entziehe, die mich stets zuruͤcke kirrt: deine treue Gnadenkrone ist mir üͤbergnug zum Lohne; wirst du nur mein Bei⸗ stand sein, so ist sie in Kurzem mein. Joh. Mentzer. In eigener Melodie. Chri⸗ 485. 39150 Wer uͤberwindet, soll vom Holz radiese das in dem Pa⸗ radiese GOttes ruͤnt; er soll von keinem Tod noch Elend wissen, wenn er mir/ als dem HErrn des Lebens, dient. Ich will ihn laben mit Himmelsgaben, und er soll haben, was ewig tröstt. 2.(eele.) O JIEsu, hilf du mir selbst uͤberwin⸗ den; ich kaͤmpfe zwar, je doch mit wenig Macht; oft pflegt die Suͤnde mir den Arm zu binden, daß in dem Streite fast das 18* Herz e H „K„ 418 vom geistlichen Aampf. Herz verschnacht. Du mußt mich leiten, selhst elfen streiten, und mich ereiten, wie dirs gefaͤllt. 3.(Christus.) Wer uͤber⸗ windet, dem soll nichts ge⸗ schehen vom andern Tode, der die Seele quaͤlt; er soll mein Angesicht vorm Thro⸗ ne sehen, wo das erwaͤhlte Heer mein Lob erzaͤhlt. Nach tapferm Ringen soll er mir singen, und Opfer bringen in Heiligkeit. 4.(Seele.) hilf do mir selbst uͤberwin⸗ den; nein Glaub ist oft⸗ mals sei wach und wirket nicht. Schick einen Gna⸗ denstrahl, ihn zu entzuͤn⸗ den, vertreib die Finster⸗ niß durch helles Licht. Laß mich recht brennen, in Schranken rennen, und dich erkennen, o Siegesfuͤrst! 5.(Christus.) Wer uͤber⸗ windet, dem will ich zu ꝛssen vom Manna geben, das verborgen liegt. Sein Zeugniß bleibet auch gar nicht vergessen, ein neuer Name wird ihm beigefuͤgt, den der verstehet, wer ihn empfaͤhet, und wen erhd⸗ het des Lammes Blut. 6.(Seele.) OIEsu, hilf du mir selbs uͤberwinden. Die Welt legt mir ihr fal⸗ sches Manna vor, darein verbirget sie das Gift der Sünden. Ach ziehe mich von ihr zu dir empor! Du wollst veriagen und nie⸗ derschlagen, die zu mir sa⸗ gen: Wo ist dein COtt? 7.(Christus.) Wer uͤber⸗ windet, und haͤlt meine O Jesu, Werke bis an das Ende mit Bestaͤndigkeit, dem gebi uͤber Heiden Macht un Sꝛaͤrke, daß er sie mit der eisern Ruthe weid, bis sie zerschmissen erkennen muͤs⸗ sen, daß all ihr Wissen vor mir nichts Lilt. 8.(Seele.) OJEsu, hilf du mir selbst uͤberwinden. Gieb, daß mein Christen⸗ thum recht lauter sei. Laß sich nichts Heidnischs mehr an mir befinden. Ach ma⸗ che mich vom finstern We⸗ sen frei. Du mußt mich lehren mein Herz bekeh⸗ ren, und das zerstͤren, was dich betruͤbt. 9.(Christus.) Wer uͤber⸗ windet, soll ganz weiß ge⸗ kleidet im Buch des Le⸗ bens eingeschrieben sein, wo seinen Namen nichts vertilgt noch scheidet, den ich bekennen will, daß er ist mein. Vors Vaters Throne, bei dem ich woh⸗ ne, wird ihm die Krone des Heils geschentt. 10.(Seele.) O IEsu, hilf du mir selbst uͤber⸗ winden. Mein Kleid der Seelen ist noch schwarz befleckt; der Werke Un⸗ werth muß wie Rauch verschwinden, vor deinen Augen bleibt ja nichts ver⸗ deckt. Ach mach mich reine, daß ich als deine im Buch erscheine, das ewig bleibt. 11.(Christus.) Wer uͤber⸗ windet, soll ein Pfeiler bleiben im Tempel meines GOttes fruͤh und spat; ich will auf ihn den Na⸗ men GOites schreiben, Je⸗ ru- 00 Ni Al, wille hu. meltheche G I W MI K. dach men O Kmst! ich fitn Wffnt mid Rucch dün RShn 1n uscher, Iuchen A3.(Ktr mudet, fl spen gache I mult Peham ft sth 0 Iten Hah O Ubeh Vh, II Het icht 1(86 If du Wsden. sgh, schund, Fosch l cfen Ei — fal. 9 I Ktd. Ulch wü Reh, Wepn E Wel. Hon hricht E 06 R Hunm i0 uf % Nat er sien he wed, H Dn erkemnen Mn gilt. 4% Hs Wbst Uherwn mein Chrisz luter st. hednischön Hinden. Achm. Hom finsterg Y VDu nuft n in Herz hl 5 sershre, Nt. .) Wer uhh Vaan weiß g Huch des,l schtlehen sech Numeh nichth ch schedet, des In Wil, doß Vors Muah dem ich wob ahm die Krog Heschentt. I.) O selbst uher Wei Kleid A noch schwt HWekke uh⸗ Wie Rauch ½ Wor dehel Annichts v⸗ nach nuch tit, hahe in But 05RUuig Holt 115) all Iein Mie Tempel miin Ih in den M scheeibehj 1 vom geistlichen Aampf. 419 rusalems, das GOtt er⸗ waͤhlet hat. Mein Na⸗ menszeichen soll er errei⸗ chen, und nimmer weichen, noch von mir gehn. 12.(Seele.) O JEsu, hilf du mir selbst uͤberwin⸗ den. Wie leichtlich sinket doch mein Herz und Muth. Du kannst mich vollberei⸗ ten, staͤrken, gruͤnden, ach waffne mich zum Siege durch dein Blut. Du kanst den Schwachen gnug Kraͤf⸗ te machen, daß sie stets wachen und siegreich sind. 13.(Christus.) Wer uͤber⸗ windet, soll im Himmer sizen auf meinem Stuhl, gleichwie ich uͤberwand. Ich mußt auch in der Welt am Kreuze schwitzen, nun sitz ich zu des Vaters rechten Hand. Hier soll sich laben an Himmels⸗ gaben, und Ruhe haben, wer recht gekaͤmpft. 14.(Seele.) O JIEsu, hilf du mir selbst uͤber⸗ winden. Der Feinde Zahl ist groß, ach komm ge⸗ schwind; Welt, Teufel, Fleisch und Blut, sammt meinen Suͤnden sind mir zu stark. O HErr, erhoͤr dein Kind. So soll dort oben mein Geist dich lo⸗ ben, wenn ich erhoden den Sieg erlangt. Amadeus Creuzberg. Mel. Kommt eher zu mir, spricht SOttes Bohn. denki 486. Wo denrnen Mensch doch hin, wie komm ich doch auf diesen Sinn, daß ich zwar wider Willen, HErr, wider dich ohn alle Maaß vom bd⸗ sen Geist mein Herze laß mit Laͤsterung anfuͤllen? 2. Du hast mir ja von Kindheit an an Leib und Seel viel Guts gethan, und alle Gnad erwiesen; ist denn nun dies der Dank dafuͤr? Wirst du, mein GoOtt, also von mir fuͤr deine Guͤt ge⸗ priesen? 3. Ach HErr, ich haͤt⸗ te wohl verdient, daß du mich als ein bbses Kind alsbald zur Hoͤllen stießest, und mich da⸗ selbst bei hoͤchster Qual die GOtteslaͤstrung allzumal im Feuer buͤßen ließest. 4. Du aber lehre mich verstehn, daß solches laͤ⸗ sterliche Schmahn vom boͤsen Geist herruͤhre, daß er durch solche Laͤsterung mich Armen in Verzwei felung und andre Laster fuͤhre. 5. Rett dein und meines Heilands Ehr/ und laß den Teufel nun nicht mehr in meinem 94100 schmaͤhen. Ach gieb, daß ich dem Laͤstergeist, der mich dict⸗ nur verlaͤstern heißt, mog kraͤftig widerstehen! 6. Verleih, daß ich gleich zu der Zeit, wenn ich der boͤse Geist nicht scheut, durch Laͤfterung zu toben, dich moͤg in meines Herzens Grund und aͤußerlich mit mei⸗ nem Mund mit hohem Ruhme loben. 7. Ach 420 vom geistlichen Kampf. 7. Ach HErr, ich demen noch zu dir: laß deinen uten Geist in mir mit einer Gnade bleiben. Ich raum ihm 14 mein Herze ein, das soll sein heilger Tempel sein, sein Werk darin zu treiben. 8. Ach 1 an Geist/ komm, heile mich, daß Satan, der so laͤsterlich dich stets geschaͤndet, wei⸗ che. Ach bleib und ae, in mir, daß alles, was ich nehme fuͤr, zu GOttes Lob gereiche. Joachim Bartholomäus Meyer. Klel. Wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. 487. V ohl dem/ der sich mit Fleiß bemühet, daß er ein Streiter Thristi sei; der nicht am Lasterseile ziehet, von Hochmuth, Neid und Wollust frei; der stets die arge Welt bekaͤmpft, und seinen eig⸗ nen Willen daͤmpft. „Der heißt allein nur Christi Streiter, wer ihm in allem folget nach; wem er soll sein Weg, Licht und Leiter, dere traͤgt auch billig seine Schmach; wer nicht den Oelberg mit ihm steigt, wird Thabors Glanz auch nicht geie 3. Was hilfts, daß Christus hier empfangen, und unser Fleisch theil⸗ haftig ward/ wenn wir nicht auch dazu gelangen, daß GOtt sich in uns offen⸗ bart? Und soll er in dich kehren ein, so mußt du erst Maria sein. 4. Was hilfts, daß Christus uns geboren, und uns die Kindschaft wie⸗ der bringt, wenn, da dies Recht schon laͤngst verloren, man hierzu nicht durch Buße dringt, als Kind im Geist sich neu gebiert, und stets ein goͤtt⸗ 135 Leben fuͤhrt? 5. Was hilft dem Men⸗ schen Christi Lehre, wer der Vernunft ein Sklave bleibt, nach eigner Weis⸗ heit, Wahn und Ehre sein Leben, Thun und Wan⸗ del treibt? Ein Christ, der die Verleugnung ehrt, folgt dem nur, was sein J sus lehrt. Was hilft uns Chri⸗ sti Thun und Leben, was Demuth, Lieb und Freund⸗ lichkeit, wenn wir dem in und Haß ergeben, und schaͤnden seine Heilig⸗ keit? Was hilfts, nur im Verdienst allein, und nicht im Giauben Christi sein? 7. Was hilft uns Christi Angst und Leiden, wenn man nicht will ins Leiden and sü Nur nach der Pein ind suͤß die Freuden, und nach der Schmach steht Purpur schoͤn. Wer hier nicht seinen Adam kraͤnkt, wird Christi Kron auch nicht geschenkt.— 8. Was hilft uns Christi Tod und Sterben, wenn wir uns selbst nicht sterben ab? Du liebst dein Leben zum Verderben, fuͤhrst du die Lust nicht in sein Grab. Es . ö 190 AuuN 6 10 30 9360 19 0 0 Wel V Ws f i Mis Rcht 8 1t O scht 17 Wede hefühtt, 90 11 0 0 Mrichch! Hbn Gl XM Iu thnit 65.9 66 Sult l Rachhum Ihen Pinet Sit Ihl, eh Hil pyge 34 humn. Uu, daß u h uc U 16 sh Hett 0 UGe dend udh IN But detz ni 0 uhusnne Mhher dos ie nicht uu D. bef ssig U uf — 7%½ 0 nuht sei, 6 gehorh n andschnt u t, benn, 1 schan iih nan hiitzunth be dringt, Geis 5 etz an gh fühtt hilft den do si Lchee, uft en S eigner Vat und Ehre si un und Wu Ein Chris, x uqnung cht Iur, wos s . slft uns Cht Eeben, wah und Fraurd aun wit den Haß ergeben fete Haütz hlftz, nut in lith,And nih Christ in Ist uns Chris Haden, weh IIins Haden och det Pein 2, u chlach siht R. Wet V Man kutß P a l. E Ins Chast tetben, wan Tnchtsteh Reh H ch/ fühss i sein Geh 6 vom süszen Troste GoOttes. 421 Es bleibt dir Christi Tod ein Bild, wenn du der Welt nicht sterben willt. 9. Was hilft sein Loͤsen und Befreien, wer mit der Welt im Bunde steht? Was hilft, HErr, HErr und Meister schreien, wer nicht aus Satans Banden geht? Wie denkt doch der, er sei versuͤhnt, wer noch der Welt und Suͤnden dient? 10. Was hilft dir Christi Auferstehen, bleibst du noch in dem Suͤndentod? Was hilft dir sein gen Himmel gehen, klebst du noch an der Erden Koth? Was hilft dir sein Triumph und Sieg, fuͤhrst du mit dir nicht selber Krieg? 11. Wohlan, so lebe, thu und leide, wie JEsus dir ein Vorbild war. Such, daß dich seine Unschuld kleide, so bleibst du in der Streiter Schaar. Wer IE⸗ sum liebt, tracht nur allein, ein Weltbestreiter stets zu sein. Jacob Gabriel Woff. X. Vom süßen In eigener Melodie. ch IEsu, 488. A meiner Seelen Freude, mein Reichthum/ wenn ich Man⸗ gel leide, mein Heil in meiner Suͤndenlast, mein Anker, wenn mein Schiff will wanken, mein Licht, wie kann ich dir verdan⸗ ken, daß du mich so gelie⸗ bet hast? 2. Ich armer Knecht, ich war verloren, und du, mein HErr, du wirst ge⸗ boren, und giebst fuͤr mich dich in Gefahr; ich war dein Feind, du kommst dent Bi mein Leben durch ein Blut zu kaufen, das anders nicht zu retten war. 3. O Treu, die nicht ist auszusinnen, was soll ich Armer doch beginnen, der dies nicht wohl begreifen kann? Doch wohl, ich habe festen Glauben, den soll mir auch der Feind Troste GOttes. nicht rauben, und lief er noch so heftig an. 4. Ich weiß, daß GOtt mich hat erkoren, daß mich sein Geist hat neu gebo⸗ ren, daß mir sein Sohn ge⸗ storben ist; ich weiß, HErr, daß du bist mein Leben, daß du auch bist fuͤr mich gegeben, ja, daß du noch mein Helfer bist. 5. Schlaͤgt Moses seine Donnerflammen um mein verdammtes Haupt zu⸗ sammen: in die, o JEsu, find ich Ruh; muß ich mit Suͤnd und Hoͤlle streiten, so lauf ich, HErr, auf deine Seiten, als meine staͤrkste Festung zu. 6. Und kommt auch gleich der Tod gesprungen, hat JIEsus doch fuͤr mich ge⸗ rungen, und durch den Tod den Tod verjagt. Was darf mir voc dem Tode grauen, wenn ich durch ihn soll wirklich schauen, was mir mein IEsus iugesz g, un, 42² vom süszen Troste SOttes. 7. Run, IEsu, laß michsviel getraut) haͤttst du, eh an dir kleben, so bleibet ich zugeschaut, mir zumt dir mein ganzes Leben mit stets verbundner Treu ber⸗ pflicht; denn wer sich hier mit dir verbindet, der lebt, obgleich sein Leben schwin⸗ det, und stirbet auch im Tode nicht. Ehristian Knorr v. Rosenroth. Mel. Singen wir aus Herzensgrund. 20 guf den Ne⸗ 489. A bel folgt die Sonn, auf das Trau⸗ ren Freud und Wonn, auf die schwere bittre Peim stellt sich Trost und Labsal ein. Meine Seele, die zuvor sank bis zu dem Hollen⸗ thor, steigt nun bis zum Himmelschor. 2. Der, vor dem die Welt erschrickt, hat mir meinen Geist erquickt; seine hohe starke Hand reißt mich aus der Hoͤllen Band. Alle seine Lieb und Guͤt uͤber⸗ schwemmt mir mein Ge⸗ muͤth, und erfrischt mir mein Gebeuͤt. 3. Hab ich vormals Angst gefuͤhlt, hat der Gram mein Kun zerwuͤhlt, hat oer ummer mich beschwert, hat der Satan mich be⸗ thoͤrt: ei, so bin ich nun⸗ mehr frei; Heil und Ret⸗ tung, Schutz und Treu steht mir wieder treulich bei. 4. Nun erfahr ich, schno⸗ der Feind, wie dus habst mit mir gemeint; du hast wahrlich mich mit Macht in dein Metz zu ziehn ge⸗ dacht. Haͤtt ich dir zu Fall ein Sieb gebaut. 5. Ich erkenne deine List, da du mit erfuͤllet bisez du beluͤgst mir meinen GOtt, und machst seinen Ruhm zu Spott; wenn er setzt, so wirfst du uͤm, wenn er spricht, verkehrt dein Grimm seine fuͤße Vaterstimm. 6. Hoff und wart ich alles Guts, bin ich froh und gutes Muths: ruͤckst du mir aus meinem Sinn alles gute Sinnen hin. GOtt ist, sprichst du, fern von dir/ alles Ungluͤck bricht herfuͤr, steht und liegt vor deiner Thuͤr. 7. Heb dich weg, ver⸗ logner Mund. Hier ist GOtt und GOttes Grund; hier ist GOttes Angesicht und das schoͤne helle Licht seines Segens, seiner Gnad; all sein Wort und weiser Rath steht vor mir in vol⸗ ler That. 8. Gott laͤßt keinen traurig stehn, noch mit Schimof zur ucke gehn, der sich ihm zu eigen schenkt, und ihn in sein Herze senkt. Wer auf GOtt sein Hoff⸗ nung setzt, findet endlich und zuletzt was ihm Leib und Seel ergoͤtzt. 9. Komints nicht heute wie man will, sei man nur ein wenig st'll; ist doch morgent auch ein Tag, da die mag. ihren Schritt, wann die kommt, kommt unsre Bitt Wohlfahrt kommen GOttes Zeit haͤlt und I1. Mer uundt el d6 Heht uich! I Rumenh Im. Di! ch Matug th ault l . Hethoh; Heih Hehe; Iunche ld Wacheh Init dl Ru N, stns Iufd M . M h Weh Huun und sistt A RMiih 0 wil nan Wchehrng d 1. W IEen Witet Ia 77 shem. N rutg 1 ttes ——— ut, mi ib gebcht kenne dareg s „Machstse Spott; ng Whirff du dricht, vih RN Jeie s watt it ich fh Muthor h neinem S Sihnen gh hrichst du,n Ungläc hrh und iiegt h ich wveh, hid I). Hieb Ottes Grund ites Angesich he helle Lich seinerchnah t And Hesth vor mib in dhe Haßt king „ hoch nh Icte gchn, de hhen schenkl Hethesenk. it sen Hof⸗ inet eodlich ĩ ihm Leb ht. cht hue sch mahe Ir A N al Tuh /N Rt konhsl EN „ Wahh N mste MI 0 vom süszen Troste GOttes. 423 unt die Freude reichlich mit. 10. Ach wie ofte dacht ich doch, da mir noch des Truͤbsals Joch auf dem Haupt und Halse saß, und das Leid mein Herze fraß: Nun ist keine Hoffnung mehr, auch kein Ruhen, bis ich kehr in das schwarze Todtenmeer. 11. Aber mein GOtt wandt es bald, heilt und hielt mich dergestalt, daß ich, was sein Arm gethan, nimmermehr gnug preisen kann. Da ich weder hier noch da eingen Weg zur Rettung sah, hatt ich seine Huͤlfe nah. 12. Als ich furchtsam und verzagt mich selbst und mein Herze vlagt, als ich manche liebe Nacht mich mit Wachen krank gemacht, als mir aller Muth entfiel/ tratst du, mein GOtt, selbst ins Spiel, gabst dem Unfall Maaß und Ziel. 13. Nun, so lang ich in der Welt haben werde Haus und Zelt, soll wir dieser Wunderschein sters vor meinen Augen sein. Ich will all mein Leben⸗ lang meinem GOtt mit Lobgesang hiefuͤr bringen Lob und Dank. 14. Allen Jammer, al⸗ len Schmerz, den des ew⸗ gen Vaters Herz mir schon jetzo— ͤ oder kuͤnftig auserwaͤhlt, will ich hier in diesem Lauf meines Le⸗ bens alizuhauf frisch und freudig nehmen anf. 15. Ich will gehn n Angst und Noth, ich will gehn bis in den Tod, ich will gehn ins Grab hin⸗ ein, und doch allzeit froͤh⸗ lich sein. Wem der Siaͤrk⸗ ste bei will stehn, wen der Hoͤchste will erhͤhn, kann nicht ganz zu Grunde gehn. Paul Gerhard. Mel. Uun freut euch, litben Chrislen gmein. IIO Der HErr ist 4 90. V mein ge⸗ treuer Hirt, haͤlt mich in seiner Hute; darum mir gar nicht mangeln wird irgends an einem Gute. Er giebt mir Weid ohn Unterlaß; darauf waͤchst das wohlschmeckend Gras seines heilsamen Wortes. 2. Zum reinen Wasser er mich weist, das mich er⸗ quicken thue, das ist sein fron heiliger Geist, der mich macht wohlgemuthe. Er fuͤhret mich auf rechter Straß in sein Gevoten ohn Ablaß von wegen sei⸗ nes Namens. 3. Ob ich wandert im finstern Thal, fuͤrcht ich kein Ungeluͤcke in Verfol⸗ gung, Leiden, Truͤbsal, und dieser Welten Tuͤcke; denn du bist bei mir stetiglich, dein Stab und Siecken troͤsten mich, auf dein Wort ich mich lasse. 4. Du b'reitest vor mir einen Tisch vor Feinden allenthalben, machst mein Herz uuverzagt und frisch; m. in Haupt ihust du mir salben mit demem Geist, der Freuden Del, und schen⸗ vom süszen Troste GOttes. 424 schenkest voll ein meiner Seel deiner geistlichen Freuden. 5. Viel Gutes und Barm⸗ herzigkeit laufen mir nach im Leben, und ich werd bleiben allezeit im Haus des HErren eben, auf Erd in der christlichn Gemein, und nach dem Tode werd ich sein bei Christo, mei⸗ nem HeErren. Wolfgang Meußlin⸗ Mel. Es woll uns SOtt genädig sein. Der Err ist mein Hirt. + Der wahre Gbott und Gottes Sohn, der in der Suͤnder Orden getreten, und vorlaͤngsten schon mein Bruder ist geworden, und durch den hoͤchsten Liebes⸗ zug sich voͤllig dargegeben zum Lamm, das meine Suͤnde trug und sterbend ward mein Leben, der ist mein einger Hirte. Mir wird nichts man⸗ geln. 2. Drum wird kein Man⸗ el in der Noth sich jemals ei mir finden; bin ich ver⸗ wundet, schwach, ja todt, beschwert von Fluch und Suͤnden: ist er doch die Gerechtigkeit, durch die ich wieder stilie mein Herz in iedem Kampf und Streit, und nehm aus seiner Fuͤlle Genade um Genade. Er weidet mich auf einer grunen Aue. 3. Er weidet mich auf ruͤner Au der himmels⸗ uͤßen Lehre, da schmeck ich GOttes Gnadenthau, mit dem ich mich ernaͤhre, als meines Hirten Eigen⸗ thum, der taͤglich mir dar⸗ reichet sein suͤßes Evange⸗ lium, dem Milch und Ho⸗ nig weichet, wenn GOtt die Seele speiset. Und fuͤhret mich zum frischen Wasser. 4. Wird mein Geist dur⸗ stig, fuͤhrt er mich zu frisch⸗ und stillen Fluͤssen, wo GOttes Lebensstroͤme sich in Fuͤlle recht ergießen; da schmeck ich weiner Taufe Kraft, die tausend Freude bringet, wenn meines Hir⸗ ten Blutessaft mir recht ins Herze dringet im Abend⸗ mahl und Worte. Er erquicket meine Seele. 5. Denn hier wird meine Seel erquickt, die sonsten muß vergehen, wenn sie, in GOttes Trost entzuͤckt, kann glaͤubig GOtt anse⸗ hen, wie sie in ihm und er in ihr vereinigt sei und bleibe, daß auch von sei⸗— ner Liebsbegier sie kein Geschoͤpf abtreibe, ja we⸗ der Tod noch Leben. Er fuͤhret mich auf rech⸗ ter Straßen. 6. Er fuͤhret mich auf rech⸗ ter Bahn, entfernt vom Pfad der Suͤnde, da nimmt mich GOtt in Buße an zu seinem Gnadenkinde, wenn meines Hirten Rei⸗ nigkeit mein unrein Herze decket, sein Geist auch taͤg⸗ lich mich fortleit, und von der Suͤnd abschrecket, er⸗ neurt zu seinem Bilde. Um semes Names willen. 7. Um ¹ —75 V n sh wiben thut Ghhe d Fedit po Rult Mun ez M N HSchd M, sehllost/ u sicheh gate Herten. Id o — fht t Iupl. Llb i ssen Ich shet Wuncet Iul ihhl Mtch:flt Rih Ee K sht, M shdigz R It nen Ihto/ N lden mn IIR Sog Dam en E Mia Oen 0 i der chh, W H Hehih Dan Sy sen y Uahhen; f Uchct Wcht du veher n & Wüsen Hu b ahen d UW Ottes. 6 Cuchanh Waen Hitten gf taglih fußes Ei Misch un t/ wemn d Pesset. hret nich Wassr. mein Gesy mich zufft Flüsse, ebensstrhmef cht agichen treinet L musend g nn meinez hsaft mit tt Mget im A Worte. t meineSal sier wird meñ t/ die sant , Wenn sie rost eutfid 3 60 se in ihn 0 ereinigt siih alͤch hon chier sie kl Rrabe/ i M. 0 lbet, mich auf tah⸗ hel. mnichauftech⸗ auferht von Ide,dotum Buht Gundertid 3 Hirten NW uren Hi Gestauchh tleit, undi Hhtecttel Hem Bo. Namesil 7.x vom süszen Troste SOttes. 425 2. Um seines Namens willen thut er alle diese Gnade; vei mir ist kein Verdienst noch Gut, viel⸗ mehr Verlust und Scha⸗ de; der Nam ists, der aus Noth erloͤst, der Ja⸗ cob Schutz verleihet, der Nam, der auch den Mo⸗ ses troͤstt, und Israel er⸗ freuet, gepredigt von dem HErren. Und ob ich schon wand⸗ le im finstern Thal, fuͤrcht ich doch kein Ungluͤck. 8. Und ob ich wandr im finstern Thal der toͤdt⸗ lich schweren Schatten, da manche herbe Seelen⸗ qual mich Armen ganz ab⸗ matten: fuͤrcht ich gleich⸗ wohl kein Ungluͤck nicht, nichts, das mir koͤnnte schaden; nichts ist, das mir mein Herze bricht/ nichts, das mich koͤnnt beladen mit ewger Angst und Sorgen. Denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab troͤsten mich. ö 9. Denn du, HErr, bist doch stets bei mir, verei⸗ nigt in der Liebe; was ist denn, das mich irgend hier bestaͤndiglich betruͤbe? Dein Stab und Stecken troͤsten ja weit uͤber alles Leiden; kommt mir das Ungluͤck denn recht nah/ weißt du mich wohl zu weiden mit Manna in der Wuͤsten. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen mei⸗ ne Feinde. 10. Du hast bereitet ei⸗ nen Tisch voll himmels⸗ suͤßer Lehre: da werd ich recht gesund und frisch, und spott der Feinde Heere, die auf mich oͤf⸗ ters setzen zu, wenn Teu⸗ fel, Hoͤll und Suͤnde mir stoͤren wollen meine Ruh, als die ich uberwinde bloß durch das Schwert des Geistes. Du salbest mein Haupt mit Oele. ů 11. Du salbest mir mein Haupt mit Oel des Gei⸗ stes deiner Liebe; das drin⸗ get ein in meine Seel, daß ich mich nicht betruͤbe, wenn Herzensaͤngst und Kreuzespein zusammen auf mich schlagen, weil meines GOttes Trost und Schein mir lindern alle Plagen im Leben und im Sterben. Und schenkest mir voll ein. 12. Du schenkst den Kelch des Heils mir ein voll von Genad und Le⸗ ben, voll Lieblichkeit und Freudenwein, die deine Wunden geben. Wenn ich im Glauben trink hievon, macht mich voll Trost dein Quaͤlen; dein Blut⸗ schweiß, Angst, Schmach, Spott und Hohn giebt Herrlichkeit der Seelen, ja selbst dein Tod das Leben. Gutes und Barmher⸗ zigkeit werden mir fol⸗ gen mein Lebenlang. 13. Barmherzigkeit und Vaterhuld begleiten mich im Leben; sie rufet mi befreit von Schuld/ pflanzt mich 4²6 vom süszen Troste SOttes. mich in dich zum Reben, der an dem Weinstock ruͤchte 44 be 14 mich as Abba beten; sie ist es, die mich sanfte schlaͤgt, von Suͤnden lehrt abtre⸗ ten, und troͤstet bis ansEnde. Und werde bleiben im Hause des HErrn im⸗ merdar. 14. In GOttes Hause werd ich nun stets blei⸗ ben ohne Ende, da werd ich frei von allem Thun und Muͤhe meiner Haͤnde, wenn Gott wird lassen schauen sich, und ich in Lieb entzuͤcket, an seinen Wegen steuen mich, dem Elend ganz entruͤcket in IEsu Schooß und Armen. Abraham Hinckelmann. In eigener Melodie. Err wolli 492. DCsuedrih, woll im! mein Hort, habe ich ge⸗0 treu gefunden; ich halt mich zu deinem Wort und zu deinen theuren Wun⸗ den. Ich halt dich, halt du mich; halt du mich, mein Trost und Licht, ich will dich ja lassen nicht. 2. Ob mich gleich schon alls verlaͤßt, was mich kann und will verlassen, so haͤltst/ du doch bei mir fest. Trotz dem, der mich will anfas⸗ ser.! Ich halt dich, halt du mich; Phalt du mich, mein Troft und Licht, ich will dich ja lassen nicht. Du sinkst nimmer, meine Saͤul, wenn das Gluͤck zu Boden sinket; du wer dich liebei, nicht er⸗ trinket. Ich halt dich, halt du mich; halt du mich, mein Trost und Licht, ich 204 dich ja lassen nicht. Wenn i dan ent⸗ krafter bin, so kannst du mich Schwachen halten, und bestaͤrken meinen Sinnz deine Lieb kann nicht erkal⸗ ten. Ich halt dich, halt du mich; halt du mich, mein Trost und Licht, ich will dich ja lassen nicht. 5. Wenn mein Herz mir endlich bricht in der letz⸗ ten Todesstunden, bist du meine Zuversicht, ich er⸗ reife deine Wunden. Ich halt dich, halt du mich; halt du mich, mein Trost und Licht, ich will dich ja lassen nicht. 6. Es A gehen wie es Tod, Leben, Kre U3 und Leiden, nimmermehr IEsu, soll mich und dich hier etwas scheiden. Ich halt dich, halt du mich; halt du mich, mein Trosi und Licht, ich will dich ja lassen nicht. Johann Ludwig Winter. Auf, hinauf zu deiner Freude. 493„(Seele.) Da mein, du mein schoͤnstes Leben, JIEsu voller Suͤßig⸗ keit, sieh, ach sieh, ich bm umgeben hier mit Leiden, Angst und Streit, hol mich zu dir; Herz und Sinn nach dir verlanget, weil mein Herz an deinem han⸗ Mel. dist meiner Seelen Heil, get; ach komme schier. 2.(Ebri⸗ Ishsch! n VWüthit 05 K u Selt) 0 Iunn da — Gest mee 0 t Bin malfht H Ruf Rb Helbeh, sllet Tichn wsi LChr iu — Wũ IR e 7½ W se R dcch eh ssich du, 5. Sec l x h unde R tuncht/ s Wlt Nah, Wa/ m Wsm Lehe raht 5(chr fich, 0 0 , h Rich, An V uch Ru Eij en BOtiez „Aiebe Rel ebe, Ma Ich hat dhg tt! rost und gihh sen h aun ich 0 iin/ so Runs hwachen ken meingne. b kann nichten alt du nich 0˙ Licht, assen nicht. nn mein hygt richt in du esstunden, E lwersicht, ih; ine Wunden „halt du n nich, mein L „ich will nicht. wag gehen wi d, Leben K en/ umerm „soll mich; erwas schl t dich, hal! it du mich/ 0 Licht U assen nich. ann Ludoiß Ea. luf, himl ner Hreul (Sedle)& Vmein shn Esu vollegi ach sich hier mit Hl Stteit H Herz und vexlanget, an 9˙ me sMid, fom I vom süszen Troste GOttes. 4²⁷ 2.(Christus.) Harre noch ein wenig, harre, bald, gar bald stell ich mich ein; dich in die Geduld verscharre; jeht, jetzt will ich bei dir sein. Ich bin schon da. Mit dem Glaubensaug mich schaue, und dem Wort der Wahrheit traue: Der HErr ist nah. 3.(Seele.) Ja/ ja/ ia/ ich kann bald spuͤren in mir deine Gegenwart; dein Geist meinen pflegt zu ruͤh⸗ ren mit Begier zur Him⸗ melfahrt. Hinauf, hinein! Auf der Erd mag ich nicht bleiben, ich empfind ein stetes Treiben, bei GOtt zu sein. 4.(Christus.) Da, sieh da, nun kannst du sehen mich, den deine Seele liebt. Ei, komm, komm, und laß uns gehen an den Ort, der Wonne giebt; stell dich zur Ruh; hast du doch, was du willst haben, Gaben, die dich ewig laben, und mich dazu. 5.(Seele.) Wohl, sehr wohl bin ich vergnuͤget, Leid und Streit das hat ein End; so wie ichs ge⸗ wuͤnscht, sichs fuͤget, du bietst mir, ich dir die Haͤnd: du mein, ich dein; liebster IEsu, meine Freude, in dir kann ich nach dem Leide recht froͤhlich sein. 6.(Christus.) O wie oh, o liebe Seele, bist u, nachdem du erblickt mich, den HErren, dessen Liebe dich so inniglich er⸗ quickt und tief entzuͤndt! Ewig, ewig will ich geben Friede/ Freude/ Licht und Leben dir, liebes Kind. Jobann Caspar Schade. Mel. Mein JEsu, der wahres du mich. u D GOttes⸗ 494. D lamm, du Freund und Braͤutigam betruͤbter See⸗ len, wie lange soll denn sich so sehn⸗ und aͤngstig⸗ lich mein Herze quaͤlen? 2. Ach kuͤß, ach kuͤße mich, ach laß, ach laße dich doch gnaͤdigst finden! Wann wirst du doch mir noch das schwere Suͤndenjoch einst ganz entbinden? 3. Nach dir, nach dir zeuch mich, IEsu, so laufe ich in deinen Wegen, und halte mich nur still, wenn mich die Welt gleich will mit Spott belegen. 4. Du bist, du bist ja mein, mein Freund, und ich bin dein, laß dich doch sehen; mein Herze sehnet sich, weil du so jaͤmmer⸗ lich mich laͤssest gehen. 5. Mein Freund, komm doch zu mir, ich sehne mich nach dir, du stehst verbor⸗ gen. Ach komm, befrei das Herz von Suͤnden⸗ Furcht und Schmerz und allen Sorgen. 6. Mem JIeEsu, starker Held, der du mich von der Welt zu dir gezogen, sieh, wie mich Fleisch und Blut, das, was ihm moͤglich, thut, so oft betrogen. 7. Nimm du dich mei⸗ ner an, weil ich sonst nir⸗ gend kann vor GOtt 36. te⸗ 428 vom suszen Troste GOttes. stehen. Gieb mir dein Un⸗ schuldskleid, so kann in Ewigkeit ich dann GOtt sehen. 8. Du sprichst: Kommt her zu mir, ich bin die rechte Thuͤr zum ewgen Leben; nehmt nur mein Joch auf euch, so werdet ihr im Reich des Vaters schweben. 9. Du kamst in diese Welt, daß du, wie dirs ge⸗ faͤllt, das Leben gebest, und in der Glaͤubgen Herz ver⸗ treibest allen Schmerz und drinnen lebest. 10. Ich bin nicht mehr betruͤbt, weil du mich so geliebt, und deine Seele fuͤr mich zum Loͤsegeld giebst; drum fahr hin, o Welt, zur Abgrundshoͤhle. 11. O JeEsu, du bist mein; ach komm, und brich herein mit deinem Tage, der, wie er mir die Freud, der Welt bringt Traurig⸗ keit und stete Plage. 12. Ach machs, ach machs nicht lang! sieh, wie den Christen bang, so lang zu stehen. Der Geist und Braut spricht: Komm, ja komm/ HErr JEsu, komm, daß wir dich sehen. Mel. Auf meinen lieben SOtt. *Trisch auf, mein 495„FCeul/uRoch vertrau allein auf GOtt, und laß denselben walten; er wird dich wohl erhal⸗ ten, und dich aus allen Nothen wohl wissen zu erretten. 2. Steckst du in Armuth sehr, oder in Kraͤnkheit schwer, und mußt auf allen Seiten bedraͤngt Verfol⸗ gung leiden, so thu nur fleißig beten, GOtt wird dich wohl erretten. 3. Hast du viel Herze⸗ leid in dieser boͤsen Zeit, und mußt dich lassen pla⸗ gen, sollst du drum nicht verzagen; wenn du wirst fleißig beten, wird dich GOtt wohl erretten. 4. Bist du der Welt ein Spott, und steckst in gro⸗ ßer Noth, von jedermann verlassen: thu ein frisch Herze fassen; wenn du wirst fleißig beten, wird dich GoOtt wohl erretten. 5. Drum wer ein Christ will sein, der schick sich nur darein, und sei im Kreuz geduldig, geb sich vor GOtt nur schuldig, der ihn aus allen Noͤthen gar wohl weiß zu erretten. 6. Denn es zu jeder Frist also beschaffen ist: wenn ein Kreuz nur auf⸗ hoͤret, bald ein anders ein⸗ kehret; drum mußt du flei⸗ ßig beten zu GOtt in allen Noͤthen. 7. Weil außerhalb der Noth unser Gebet ist todt, so muß GOtt Truͤbsal sen⸗ den, daß wir uns zu ihm wenden, und allzeit fleißig beten, daß er uns troͤst in Noͤthen. ö 8. Ein Christ machs wie er will, so muß er leiden viel, wird faͤlschlich ange⸗ geben, man thut ihm wi⸗ derstreben; drum Wn er ei⸗ hun Isigdetel 10 I Müe 0 Dehl Wel Hfht: uuchh, de gel; Wih Hüge 0 heh W fäßg 1 W M P Br Iln Süld sch chut mußumft Ol then. 11, Dirl Chest, M lif⸗ fN nitht uen Eu din Wh ysseh st er . Wad 10 Wg ncht tiih; aul Rich un Ralch n Iie dich: gshiht, x gH ch. W Ru hssey Hat wid A unse 4. D Lah sch Hub, u Iumen: I Numg lch üthe Masch trt Oltes, Kh n mustaf HNedtuͤngt N„ ten, Gotty . erketter. hu M h ieser Hsen It dich lasenh st du drum gh enn du ten, Witd L6 hl ekretten V det Wale steckstn hon jedern ihu ein fl ; Wenn dust en, witd Y Mekketten. wer ein Oh her schick f „und ser ng, geh st mt schulh 15 allen Mit Weiß zu erremn in eo zu i heschafen Krag nur ain andetz E m mußt duft GHrtt i ale Ruhehalh de Ga is the ATüͤbstlse wir mis KliR Nd allzet feh ind ttih hrit nachn Dmuß er füschlch f thut ihm v rum vom süszen Troste GOttes. 429 fleißig beten, daß uns GOtt troͤst in Noͤthen. 9. Denn wer hier in Ge⸗ duld befiehlt GOtt sein Unschuld, der sie an Tag kann bringen, dem wirds endlich gelingen, wenn er in seinen Noͤthen nur stets thut fleißig beten. 10. Und weil Truͤbsal und Noth der Christen taͤglich Brod, Herzleid in allen Staͤnden, wo man sich thut hinwenden, so muß man fleißig beten, daß uns GoOtt troͤst in Noͤ⸗ then. 11. Darum, o frommer Christ, der GOtt ergeben bist, laß dir vorm Kreuz nicht grauen; thu auf den HErren bauen, der dich aus allen Noͤthen wird wissen zu erretten. 12. Wandle auf GOt⸗ tes Weg, zum Guten sei nicht traͤg; fahr fort, leid dich geduldig, ob du bist gleich unschuldig; und bet herzlich in Noͤthen, GOtt wird dich wohl erretten. 13. Und obs hier nicht geschicht, sollst du verza⸗ gen nicht: es wird nach den Beschwerden im Him⸗ mel besser werden, da uns GOtt wird erretten aus allen unsern Noͤthen. 14. Da denn all unser Leid sich kehren soll in Freud, und wir werden zusammen yreisen des HEr⸗ ren Namen, befreit von allen Noͤthen vor GOttes Antlitz treten. Josua Stegmann. Mel. Was mein Sott will, das gscheh allzeit Tris auf, 496. F mein Seel, verzage nicht, GOtt will sich dein erbarmen. Rath, Huͤlf wird er dir theilen mit, er ist der Schutz der Armen. Obs oft geht hart, im Rosengart kann man nicht allzeit sizen. Wer GOtt vertraut, hat wohl en den will er ewig chuͤtzen. 2. Dies hat Joseph, der fromme Mann, sehr oft und viel erfahren. Von David, Job man lesen kann, wie sie in Unfall waren; noch hat sie GOtt in ihrer Noth genaͤdiglich behuͤtet; denn wer GOtt traut, hat wohl gebaut, wenn noch der Feind so wuͤthet. 3. Trotz sei dem Teufel und der Welt, von GOtt mich abzufuͤhren! Auf ihn mein Hoffnung ist gestellt, sein Gutthat thu ich spuͤ⸗ ren. Denn er mir hat Gnad, Huͤlf und Rath in seinem Sohn verheißen. Wer ihm vertraut, hat wohl gebaut, wer will mich anders weisen? 4. Wenn böͤse Leut schon spotten mein, mich ganz und gar verachten, als sollt GOtt nicht mein Helfer sein, dennoch will ichs nicht achten. Der Schutzherr mein ist GOtt allein; dem hab ich mich ergeben; dem ich vertrau, fest auf ihn bau, der kann mich noch erheben. 5. Ob 43⁰ vom süszen Troste GoOttes. 5. Ob sichs bisweilen schon anließ, als wollt mich GOtt nicht schuͤtzen, und haͤtt die Welt mein Ueber⸗ druß, wollt mir dazu auch trutzen, so weiß ich doch, er wird mich noch zu sei⸗ ner Zeit nicht lassen. Wer GoOtt vertraut, hat wohl ebaut; wie koͤnnt er mich enn hassen? 6. Drum freu dich, mei⸗ ne liebe Seel, es soll kein Noth nicht haben; Welt, Suͤnd, Tod, Teufel und die Hoͤll soll dir ewig nicht schaden. Denn GoOttes Sohn, der Gnadenthron, hat sie all uͤberwunden. Auf GᷣOtt vertrau, fest auf ihn bau, der hilft zu allen Stunden. 7. Der keinen er ver⸗ lassen hat, die nach seinm Willen leben, um Gnad Huͤlf suchen fruͤh und spat, sich ihm gaͤnzlich ergeben. Glaub, Lieb, Geduld bringt GOttes Huld, dazu ein gut Gewissen. Wer GOtt vertraut, fest darauf baut, der soͤlls ewig genießen. 8. Wer aber Huͤlf bei Menschen sucht, und nicht bei GOtt dem Herren, derselb ist gottles und verflucht, kommt nimmer⸗ mehr zu Ehren. Denn GOtt allein will Helfer sein, in IEsu Christi Na⸗ men. Wer solches glaubt, und GOtt vertraut, soll selig werden. Amen. Caspar Schmucker. Mel. Was mein GOit will, das gscheh altzeit. isch 497. F Weis Seel und traure nicht, dein JE⸗ sus lebt, er lebet; sein Aug hat er zu dir gericht, sein Fittig ob dir schwebet. Er ist dein Heil, dein Trosi und Theil, wie kannst du doch nun trauren? Der treue Hort in seinem Wort verspricht sich selbst zur Mauren. 2. Ohn ist es nicht, es kraͤnket zwar, wo so mnel Suͤnd begangen, und ist es leider allzuwahr, daß wir in Suͤnd empfangen; doch sieh darauf, daß in der Tauf dir solche sind geschenket, und dir zu gut durch Christi Blut gar tief ins Meer gesenket. 3. Ja, sprichst du, wenn ich nicht aufs neu den Taufbund uͤbertreten. Was du versehen hast, bereu, und dann GOtt abgebe⸗ ten. Fall nur zu Fuß, und thue Buß: er wird dich gern aufnehmen, wenn es kein Scherz, und sich dein Herz des Boͤsen recht will schaͤmen. 4. Wenn es dich schmerzt, was du gethan, es nim⸗ mer zu begehen, aufs neue GOtt gelobest an, vergiebt er, was geschehen: weil IEsus Christ der Mittler ist fuͤr die, so an ihn glau⸗ ben: doch siehe zu, es nicht mehr thu, kannst dich der Gnad berauben. 5. Glaub fest an IEsum, GOttes Sohn, daß durch sein Tod und Leiden, durch seine Wunden, Spott und Hohn nunmehr auf GOttes Seiten Gerech⸗ lig⸗ hum 0 silteh, u Snde W inmmerot I Mhh . M Ahe shht mung vil, Ind Rñi I I Ehh 001 fl, Map P shiej, M N.Luh Rlase ch ine I, wi. Mabbab! I-sc, er Runht stpch h Wasen a n E Dugen W fig chh 0 m sihg N, N in Gu u Werstch c Hil, M0 0 —„ wie kaht tautenp 3 ih senten d. ö sch fihij 4 IIII Har, po syn Rangen, h; Halhuwcht) 10 empfing datnaf, f! oir solche f 2˙0 dir uy IHi Blut eer gesenke, Rlichst hu, vy ufs neu. hektkete. W hast, Herel GDi abgeh⸗ Hur i Fuß, u er wird R hmen, wenh „ und sich x ösech techt ch bich schmeh/ han, es nis⸗ , Mufs He Wah, Rehh scheheh: Wůl 0 der Min Pmünd ichen,E n dich Uben. festan Ii hn, R 0 und an Bunden,E nunmeht l eiten Gal vom süszen Troste Sottes. 431 tigkeit, Gnad, Heil bereit, die Suͤnde dir erlassen. Du bist gerecht, wo du ibn schlecht im Glauben 561 zu fassen. 6. Fuͤhlst du den Glau⸗ ben nicht so groß, wie du wohl moͤchtst begehren: ergieb dich GOttes Wil⸗ len bloß, ob er dir woll gewaͤhren die Bitt, und trau, daß er genau dein Seufzen hoͤr und kenne; halt dich ans Mort, bet immerfort, der Huͤlf nicht Zeit benenne. 7. Imgleichen, wenn die Liebe schwach, die Hoff⸗ nung will verschwinden/ und heißt: Daß doch der Freuden ach kein Fuͤhlen und Empfinden! sei in GoOtt still, sag: HErr, dein Will gescheh zu allen Zeiten; das Best wird sein, ich geb mich drein, wie dus las will ichs leiden. 8. Auch wenn das Fleisch selbit dich anficht, die Suͤn⸗ denluͤste reizen, der Satan dich im Siebe sicht, arg⸗ listig, wie den Weizen, die Welt bald lacht, bald haßt, veracht, es scheint, GOtt woll nicht hoͤren, ja hast wohl schwach zur boͤsen Sach gar lassen dich bethoͤren: 9. Lauf unverzuͤglich und mit Eil in allen diesen Dingen zu IEsu Christo, daß er heil, was scheinet u mißlingen, daß er was schwach an dir stark mach, und seinen Geist dir ge⸗ be, der in dir bleib, Nen Guten treib, dem Boͤsen widerstrebe. 10. Gewiß, es ist kein Noth so schwer, so bitter ist kein Leiden, es druͤck das Kreuz auch noch so sehr, Schmerz sei auf al⸗ len Seiten, der Muth ent⸗ steh, der Leib vergeh: dar⸗ um doch nicht verzaget. GOtt lebet noch, sitzt nicht zu hoch; nur frisch auf ihn gewaget. 11. Wohl, wohl und ewig, ewig wohl, wer steif auf GOtt vertrauet! es gehe, wie es moͤg und soll, er hat sehr fest gebauet; wenn bricht die Welt, der Himmel faͤllt, sein Glaub wird doch nicht fallen; das Waheheitwort steht fort und fort: GOtt hilft den Seinen allen. 12. Und sollt es auch der Tod gleich sein, so gieb dich doch zufrieden; stell, liebe Seel, das Trauern ein, du bleibest ungeschieden bei dem, der ist dein IE⸗ sus Christ; im Tod ist Er dein Leben. Was willst du mehr? O freu dich sehr; bedenk, was dir gegeben! Joh. Casp. Schade. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. X Jzeht, ihr trau⸗ 498.G rigen Ge⸗ danken, die ihr mir mein Herz beschwert, flieht aus meiner Sinnen Schran⸗ ken, daß ihr nimmer wie⸗ derkehrt. Weg mit der Melancholei, ich will leben froh und frei. JEsus wird nach seinem Willen mein betruͤbtes Herze stillen. 2. Was 432 vom süszen Troste GOttes. 2. Mas soll ich mich selber kraͤnken, da mich doch mein IEsus liebt? Ich will stets daran ge⸗ denken; Satan, du magst sein betruͤbt; du bist nicht wie ich getauft, du bist nicht wie ich erkauft; dir ist Christus nicht gestorben, dir ist nichts wie mir er⸗ worben. 3. Wenn ich sonst gleich alle Schaͤtze, alles Gold und Geld der Welt gegen diese Ehre setze, gegen die⸗ ses Loͤsegeld, waͤr mir alle Ehr und Lust in der gan⸗ zen Welt bewußt: ei, sie wuͤrde mich nicht laben, wenn ich IEsum nicht sollt haben. 4. Nun wohlan, er ist mir geben, daß ich mich sein freuen kann; Leiden, Tod, Verdienst und Leben, alles, was er hat gethan, er und wos er hat, ist mein, und ich bin auch wieder sein; Teufel, Hoͤlle, Tod und Suͤnden kann ich durch ihn uͤberwinden. 5. Es ist wahr, ich bin ein Suͤnder; aber meines IEsu Blut treibt der Suͤnden Zahl dahinter, und macht mich gerecht und gut. Das gerechte GOtteslamm mußte mich am Kreuzesstamm durch sein heiliges Verdienen bei dem hoͤchsten GOtt ver⸗ suͤhnen. 6. Es ist wahr, ich muß auch sterben, und durch Todesthaͤler gehn; aber ich soll nicht verderben, ich soll wieder auferstehn;. sus hat des Todes Macht durch sein Sterben um⸗ gebracht, daß er mir ein Durchgang worden zu der Himmelsbuͤrger Orden. 7. Es ist wahr, der Sa⸗ tan schrecket und ist uͤber mich bemuͤht, daß er Angst und Furcht erwecket, 0 in mir zusammen zieht; aber ich gedenk daran, JE⸗ sus ist der starke Mann, der den Teufel hat geschla⸗ gen, und die Hoͤlle Schau getragen. 8. IEsus hat durchaus gestuͤrmet die verdammte Finsterniß; er beschuͤtzt noch und beschirmet seine Glaͤubigen gewiß. Fuͤrchte dich nur nicht, mein Sinn, schlage die Gedanken hin; IEsus wird dich wohl er⸗ halten, laß ihn nur gedul⸗ dig walten. 9. IEsu, meiner See⸗ len Freude, gieb mir dei⸗ nen Freudengeist, der mein muͤdes Herze weide, wie dein heilsam Wort verheißt. Ach mein Hort, benimm mir doch dieses schwere Trauerjoch; laß mich sein in dir zufrieden, und zu keiner Zeit geschieden. 10. Gieb, daß ich, in dir erfreuet, ein geruhigs Herze hab, welches, durch dich ganz verneuet, sich an dir ergͤtz und lab; sei du mei⸗ ner Seele Hort, und laß durch dein heilig Wort dei⸗ nen Geist mich wohl er⸗ quicken, und darinnen dich erblicken. 11. Laß mich Ungeduld vermeiden, die uwesec si von ST sch Keh W Rhat uft wigel Fih Waltthenn lich end be, IN Abttede . Wu/, sict flen her Haud: 0 Wch u Wabin unde h e ale duch/ D üuͤherbinde) bchs Ede! Jobeus G Mel. Mun Heben E 0 400. Aui/ M. I V N Ren O Mohet ott/ d et te. ud niht I. D hphan, Rbchne wass llscht! ShHde Hasch Ma od m Rüch Din I1 R„ shh ur I Löin c Fc Wßerh Aach Disammer 0 WentNum sarke Mn Ruftl hatgetl Wie HolleCh 5 E hat duhe die hetdanmm i bich Veschrme. lhewij Hu Vht, mein Sn Gedanken h dich wohlez wihn nur gedll ö „ manet 00 „gich mit x ö‚ mruf, der ui rje Weide, nl NWolt bit hott, hui schbg lch nig sin 117 Hechiedet. „Nßich,u dit dunhnin 0 Rulch d Het, sch en x 15 füdung Htt/ ln it Wr mich wohl K 10 Ranet R nich Ure N du 0 vom süszen Troste GOttes. 433 sich erregt; laß mich dir zu Ehren leiden, was du mir hast auferlegt; laß mich zwingen Fleisch und Blut, und erheben meinen Muth; laß mich dein doch sein und bleiben, und von dir mich 9—— abtreiben. IEsu, laß mich ja uucht fallen, halte mich in deiner Hand; laß bestaͤn⸗ dig mich in allen an dir bleiben unverwandt. Laß mich alle Angst und Noth, alle Furcht, ja selbst den Tod durch dich troͤstlich uͤberwinden, und des Glau⸗ hens Ende finden. Johann Gottfried Olearius. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 409. e deine Treue ist so groß/ daß wir uns wun⸗ dern muͤssen; wir liegen vor dir arm und bloß zu deinen Gnadenfuͤßen. Die Bosheit waͤhret immer⸗ fort, und du bleibst doch der treue Hort, und willst uns nicht verderben. 2. Die Suͤnde nimmet uͤberhand, du siehest selbst die Schmerzen; die Wun⸗ den sind dir wohl bekannt der sehr verstockten Her— zen; die Schulden nehmen kaͤglich zu, es haben weder Rast noch Ruh, die dir den Ruͤcken kehren. 3. Dein Auge stehet wi⸗ der die, so deiner Wege fehlen, und in dem gan⸗ zen Leben hie den krum⸗ men Weg erwaͤhlen, und suchen in dem Suͤnden⸗ wust zu buͤßen ihres Flei⸗ sches Lust nach dem ver⸗ derbten Willen. 4. Die Kreatur. entsez⸗ zet sich⸗ und seufzet, frei zu werden; sie wartet und thut aͤnstiglich; der Him⸗ niel und die Erden, die deiner Finger Werke sind, und was sich in densel⸗ ben findt, beweinen solch Verderben. 5. Wir hoffen dennoch fest zu dir, du werdest uns erhdren; wir fle hen/ 0o GOtt, fuͤr und fuͤr, du wol⸗ lest doch bekehren die suͤn⸗ denvolle blinde Welt, die sich fuͤr so glüͤckselig haͤlt/ da sie zur Hoͤllen eilet. 6. Erbarme dich, o treuer GOtt, der du die Welt geliebet, die Welt, die ganz in Sünden t.dt, in Irrthum dich betruͤbet; gieb deinem werthen Worte Kraft, daß— in solcher Herzen haft, die hart sind wie die Felsen. 7. Laß doch die Welt erkennen noch mit ihren blinden Kindern, wie sanft und angenehm dein Joch sei denen armen Suͤndern, so fuͤhlen ihre Suͤndenschuld, und wenden sich zu deiner Huld und deines Sohnes Wunden. 8. Die Heerde, die du hast erwaͤhlt, die setze du zum Segen; und schenke, was ihr annoch fehlt, zu gehn auf rechten Wegen. Laß deine Treue, Aug und Hand sein deinen Gliedern wohl bekannt, die deiner Guͤte trauen. 19 9. Ein 434 pvom süszen Troste GOttes. 9. Ein Vater und ein Hirte meint es treulich mit den Seinen; du bist noch mehr als beide seind, du kannsts nicht boͤse mei⸗ nen; drum trauen wir allein auf dich; ach leite du uns vaͤterlich nach dei⸗ nem Rath und Willen. 10. Hier sind wir deine Reben schon, und freuen uns daneben, daß du uns die Genadenkron nun⸗ mehro bald wirst geben; wir hoffen bald dein An⸗ gesicht zu sehen dort in jenem Licht, da uns das Lamm wird weiden. Johann Weydenheim. Mel. IEsu, meine Freude. 25 Esu, meine 500.— Liebe, die ich oft betruͤbe hier in die⸗ ser Welt, dir dankt mein Gemuͤthe wegen deiner Guͤte, die mich noch er⸗ haͤlt, die mir oft gar un⸗ verhofft hat geholfen in dem Klagen, Noth, Leid, Angst und Zagen. 2. Nun ich will dran denken, wenn ich werd in Kraͤnken und in Aengsten sein; wo ich werde ste⸗ hen, wo ich werde gehen/ will ich denken dein; ich will dir, Heil, fuͤr und fuͤr dankbar sein in mei⸗ nem Herzen, denken dieser Schmerzen. 3. Ich bat dich mit Thraͤ⸗ nen, mit Leid, Angst und Sehnen; mein Aug und Gesicht hub ich auf und schriee, neigte meine Kniee, stand auch aufgericht; ich ging hin und her; mein Sinn war bekuͤmmert und voll Sorgen durch die Nacht an Morgen. 4. Ich, als ich nicht sahe, daß du mir so nahe, sprach zu dir im Sinn: Ich kann nicht mehr beten, komm, mein Heil, bandau sonst sink ich dahin; in, ich sink. Ei, sprach dein Wink, halt, meinst du, daß ich nicht lebe, noch fort um dich schwebe? ö 5. Ich war noch im Glauben, den mir doch zu rauben Satan war bemuͤht, der die armen Seelen in der Leibes⸗Hoͤhlen vielmals nach sich zieht. Ich sprach doch: Ich glaube noch; glaubt ich nicht, nicht wollt ich beten, noch vor dich hintreten. 6. HErr, wer zu dir schreiet, seine Suͤnd an⸗ speiet, ruft dich herzlich an aus getreuem Herzen, dessen große Schmerzen wirst du, HErr, alsdann, wenn er fest glaͤubt, dich nicht laͤßt, als die deinen selbst empfinden, tilgen seine Suͤnden. 7. Drum, o meine Lie⸗ be, die ich oft betruͤbe hier in dieser Welt, dir dankt mein Gemuͤthe wegen dei⸗ ner Guͤte, die mich noch erhaͤlt, die mir oft gar unverhofft hat geholfen in dem Klagen, Noth, Leid, Angst und Zagen. Mel. yn —2 . Aun ö leden Ht 501 Fro ud Bonst,mi Hlin thete Gun ud, Ic Woch Mam, mel Sthun Hen Si 2. M-/ Si btes (60 ͤu hil Oohru Wh Rich geh Iucht: W W i R MAU l I u MPeptche W., WIA shhe G heh Iu l Rt dan M . Oles. Am 33. helz bun oen duh NMhahan / als ich u du mir sn dit im E Hficht nehrk Ain Heil,et ich 2 Ei, spnach! / menst oy lebe, noch ichwebe? Wak hoch! den mir doch tan warbent Nomen Seln. PHöhlen ihe Hcht. Ich sun gaabe flt dscht, nict vat bch vor ha I„, Wet zu K Mahe Suͤnd iz It dich hehlt etreuan Heth oße 0 He lsh st glaubt,N 1. 246 ie dale rrl U 1 Le 10 hardbehl M t the Mges x „DNnich n mir oft hit alf 4 eh/ Not 10,N Ingen. II vom suszen Troste GOttes. 43⁵ Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. Ist Ephraim * 501.—nicht meine Kron und meines Herzens Wonne, mein trautes Kind/ mein theurer Sohn, mein Stern und meine Sonne, mein Augenlust, mein edle Blum, mein auerwähltes Eigenthum und meiner Seelen Freude? 2. Ich hoͤre seines Seuf⸗ zens Stimm und hochbe⸗ truͤbtes Klagen: Mein GOtt hat mich, spricht Ephraim, gestraft und wohl geschlagen; er sucht mich heim mit harter Zucht: das ist mein Lohn, das ist die Frucht und Nutzen meiner Suͤnden. 3. Hoͤr alle Welt, ich bin getreu, und halte mein Versprechen; was ich ge⸗ redt, da bleibt es bei, n.ein Wort werd ich nicht bre⸗ chen. Das soll mein E⸗ phraim gar bald erfahren, und mich dergestalt recht 429 dem Grund erkennen. „Ich denk noch wohl an Denen Eid, den ich ge⸗ schworen habe, da ich aus lauter Guͤtigkeit mich ihm zu eigen gabe. Ich sprach: Du hast mein Herz erfuͤllt mit deiner Lieb, ich bin dein Schild, und wills 335. ewig bleiben. Ich will niit meiner darten Hand dich als ein Vater fuͤhren; dich selbst will ich und auch dein Land aufs schoͤnst und beste zieren; und wirst du mir gehorsam sein, so soll dich meines Segens Schein ohn alles End erfreuen. 6. Wo du dich aber boͤ⸗ sen Rath wirst von mir wenden lassen, so will ich deine Missethat heimsuchen, doch mit Maaßen; und wenn du wiederkehrst zu mir, so will ich wieder auch zu dir mich mit Er⸗ barmen kehren. 7. Nun kehrt zu mir mein Ephraim, sucht Gnad in meinen Armen; drum bricht mein Herze gegen ihn, und muß mich sein erbarmen. Der Unmuth faͤllt mir mit Gewalt, mein Eingeweide hitzt und wallt in treuer Lieb und Gnade. 8. Kommt, alle Suͤnder, kommt zu mir, bereuet eure Suͤnden, und suchet Gnad an meiner Thuͤr, ihr sollt sie reichlich finden. Wer sich mit Ephraim be⸗ kehrt, wird auch mit E⸗ phraim erhoͤrt, und hier und dort getroͤstet. Paul Gerhard. Mel. GOtt des Him⸗ mels und der Erden. ehre wieder, 302. K meine See⸗ le, was betruͤbst und Painst du dich? Fleuch die Qual⸗ und Kummerhoͤhle, und schau redlich uͤber dich; ei gedenk, gedenke doch: GOtt, dein Vater, lebet noch. 2. Liegt das Kreuz auf deinem Ruͤcken, will die Angst⸗ vermengte Pein deine Hoffnung nieder⸗ 19* druͤk⸗ 436 vom süszen Troste GSOttes. druͤcken, laß Geduld dein Labsal sein; traͤgst du gleich ein schweres Joch: GOtt, dein Helfer, lebet noch. 3. Denkt der Satan dich zu faͤllen, und will sein verdammtes Heer dei⸗ ner Seligkeit nachstellen, ei so fuͤrchte dich nicht sehr; er gehoͤrt ins Hoͤllen⸗ loch: GOtt, dein Troͤster, lebet noch. 4. Bist du arm und ganz verlassen, ist doch GOtt dein hoͤchstes Gut; ob dich en, die Menschen has⸗ en, haͤlt dich GOtt in sei⸗ ner Hut; wohl mir, wenn ich sag und voch: GOtt, mein Kuͤter, lebet noch. 5. Laß es hageln, laß es wittern, laß die Welt voll Teufel sein, laß die Erde sich erschuͤttern, du bist GOttes, er ist dein; schwebt das Kreuze noch so hoch: GOtt, dein Schir⸗ mer, lebet noch. 6. Kehre wieder, meine Seele, was betruͤbst und quaͤlst du dich? Wenn ich GOtt die Noth befehle, kann ich trotzen festiglich; duld ich viel, so sag ich doch: GOtt, mein Leben, lebet noch. Chrisian Junker. In eigener Melodie oder: Herzlich thut mich verlangen. 503 Ke hat . MGott ver⸗ lassen, der ihm vertrau: allzeit, und ob ihn gleich viel hassen, geschieht ihm doch kein Leid. GOtt will allzeit beschuͤtzen, die thun nach seinem Wort/ und ge⸗ ben was ihn'n nuͤtzet, hier zeitlich und auch dort. 2. Allein ichs GOtt heimstelle, er machs, wies ihm gefaͤllt, zu Nutz meinr armen Seele. In dieser argen Welt ist doch nur Kreuz und Leiden, und muß auch also sein; denn die zeitliche Freude bringt uns die ewge Pein. 3. Treulich will ich GOtt bitten, und nehmen zum Beistand in allen meinen Noͤthen, ihin bessr als mir bekannt. Um Gduld will ich stets bitten in allm Anliegen mein; er wird mich wohl behuͤten, und mein Nothhelfer sein. 4. Alls Gluͤck und Un⸗ geluͤcke das koͤmmt allein von GOtt; ich weiche nicht zuruͤcke, und steh in mei⸗ ner Noth. Wie kann er mich denn hassen, der treu Nothhelfer mein? Ja, wenn die Noth am groͤß⸗ ten, so will er bei mir sein. 5. Reichthum und alle Schaͤtze, was sonst der Welt gefaͤllt, drauf ich mein Sinn nicht setze, das bleiber in der Welt. Ein Schatz hab ich im Himmel, der IEsus Chri⸗ stus heißt, ist uͤber alle Schaͤtze, schenkt uns den heilgen Geist. 6. Ihn hab ich einge⸗ schlossen in meines Her⸗ zens Schrein; sein Blut hat er vergossen fuͤr mich arms Wuͤrmelein, mich damit zu erloͤsen von ew⸗ ger Angst und Pein. Wie koͤnnt von Im ul h 7. N ah uul Audrich Wahch ab. Mt Rachdh Hefelt Hlein Sad Hles ihm! 8. Amen tleßen N Alen. H. HBluthethe Lem Ethe ich alb Rich erte Hiume R elhy I E 0 W. vhte chsüchte h nne alf ge H A h 9. De Hich qp, Rah, I Helt Och uil e 5 syrt gy, Ottes. 35— Par, an Ehnn üher 0 auch doz I ichs G er nachz, / zu Nuh ni Leele, In N. lt ist hoch d Leden, Walso sen u Ve Frelde hh Ioge Neig. Iich willichGd d nehmen ay Sihm best . Um Gh etz hitten Hent meist wohl behatt Motbhelfer seh Hluͤck und ly Fbommt alleh Ich weichensch 0 sch in wez We konn Hasseh, der tul meinꝰ Loth amm g Ver dei mirsch Lhum ud ag sonst K 4, Rauf h Rhlicht sche Nin der Wet 5 bh ich in NEhs Ehl⸗ „ Wühe dl helkt uns M ss. 0 ih eht meines H Ein sein Su Zosen füt Iaelen, M bsen vo Min. H Inn Per vom süszen Troste SOttes. 437 koͤnnt auf dieser Erden nem Sinn; denn deine doch groͤßre Liebe sein. Lieblichkeiten verbluͤhen 7. Nun sollt ich mich er⸗ zeigen dankbar fuͤr solche Gnad: ich geb mich GOtt zu eigen mit allen, was ich hab. Wie ers mit mir will machen, sei ihm alls heim⸗ gestellt: ich bfehl ihm all mein Sachen, er machs/ wies ihm gefaͤllt. 8. Amen! nun will ich schließen dies schlechte Lie⸗ delein. HErr, durch dein Blutvergießen laß mich dein Erben sein. So hab mit den Zeiten; bei dir ist kein Gewinn: fahr, Welt, fahr immer hin! 5. Kaum war dies Wort gedacht, da mirs schon Freude bracht; er gab sich zu genießen mit tau⸗ send Liebeskuͤssen, den meine Seele liebt, der mich vorhin betruͤbt. 6. Halt ein, du Thraͤ⸗ nenbach, du herzerzwung⸗ nes Ach: jetzt kommt nach bitterm Leiden mit ich alls auf Erden, was vielen suͤßen Freuden JE⸗ mich erfreuet schon; im f Himimel soll mir werden die ewge Gnadenkron. Andreas Keßler. Mel. Err JEsu, ew⸗ ves Licht. 4H3g Oebt iemand 304. L so wie ich, so lebt er seliglich; was ich sucht alle Stunden, hab ich nun eins gefunden; ich bin der Sorgen los, und sitz in IEsu Schooß. 2. Ich aß das Thraͤnen⸗ brod, und graͤmte mich schier todt; ich ließ das Weltgetuͤmmel, und hatt hinauf gen Himmel mein Herz und Sinn gericht; allein ich fand ihn nicht. 3. Die Welt drang auf mich zu, versyrach mir suͤ⸗ ße Ruh, die Wollust guͤld⸗ ne Zeiten, die Hoffahrt Herrlichkeiten, die Augen⸗ lust viel Gut, zu lenken meinen Muth. 4. Fahr, Welt, fahr im⸗ mer hin, sprach ich in mei⸗ ö us, der liedste Freund, den meine Seele meint. 7. Mein Senfzen ist erhört, mein Weinen ist Rebrt in Lachen, mein etruͤben in suͤß er⸗ wuͤnschtes Lieben; der Himmel troͤpfelt ab die werthe Seelengab. 8. Was mir bracht bit⸗ tre Pein, muß jetzo suͤße sein: je bittrer im Betruͤ⸗ ben, je suͤßer in dem Lie⸗ ben: verwandelt mir die Zeit in völlig Ewigkeit. 9. Dies quaͤlet mich annoch, daß ich vom Le⸗ bensjoch nicht kaͤnn erloͤ⸗ set werden: ach reiß 4 von der Erden, daß i in Ewigkeit genieße dieser Freud! 10. Ich bin des Lebens satt, von vielem Kreuze matt; die Erde macht mir bange. Mein IEsu, wie so lange? Ach nimm mich aus der Welt ins guͤldne Himmelszelt! Heinrich Müller. Mel. 438 pom süszen Troste G0ttes. Mel. Freu dich sehr, o meine Zeele. 8 eine Sor⸗ 505. gen, Angst und Plagen laufen mit der Zeit zu End; alles Seufzen, alles Klagen, das der Herr alleine kennt, wird, GOtt Lob, nicht ewig sein; nach dem Regen wird ein Schein vieler tausend Sonnen⸗ blicke meinen matten Geist erquicken. 2. Meine Saat, die ich gesaͤet, wird zur Freude wachsen aus; wenn die Dornen abgemaͤhet, so traͤgt man die Frucht zu Haus; wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Him⸗ mel wieder frei, nach dem Kaͤmpfen, nach dem Strei⸗ ten kommen die Eraquik⸗ kungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen ste⸗ chen; es geht alles, wie GOtt will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf erreicht; will man hier das Klei⸗ nod finden, so muß man erst uͤberwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist besetzt; hier muß man sich nicht ent⸗ fernen, ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin sonder Streit; die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. 5. Es sind wahrlich alle Frommen, die des Him⸗ mels Klarheit sehn, aus viel Truͤbsal hergekommen; darum siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron, und mit Reahe ausgezieret, weil ie gluͤcklich triumphieret. 6. GOttes Ordnung ste⸗ het feste, und bleibt ewig unverruͤckt; seine Freund und Hochzeitsgaͤste wer⸗ den nach dem Streit be⸗ gluͤckt. Israel erhaͤlt den Sieg nach gefuͤhrtem Kampf und Krieg; Ka⸗ naan wird nicht gefunden, wo man nicht hat uͤber⸗ wunden. 7. Darum trage deine Ketten, meine Seel, und dulde dich; GOtt wird dich gewiß erretten, das Gewitter leget sich; nach dem Blitz und Donner⸗ schlag folgt ein angeneh⸗ mer Tag, auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sorgen. In eigener Melodie. 2— Mur frisch hin⸗ 506. N ein, es wird so tief nicht sein: das ro⸗ the Meer wird dir schon Platz vergoͤnnen. Was wimmerst du? Sollt der nicht helfen koͤnnen, der nach dem Blitz giebt hei⸗ tern Sonnenschein? Nur frisch hinein! 2. Betruͤbter Christ, der du in Schwermuth bist, ermuntre dich und deine bloͤden Sinnen; das schwe⸗ re —— 1. DeT HRehzit Heet IU Sh e en duth. I i Ault u f suß trft! seh Aiht! Ruigctwole in Ichtersche Ach/ M. Il, h 5. Eöhht Ohlh ch zust. U Ffaßheh, M. Or ohheh/ ö WWekttl hlet a . Da - R Asth Boeu RN Gru Acheneie Me st K I Vih du. Rurc gh Outes, MN, die des Aheit h. Zsel hagehng Tchet man ei Lammes Cu n/ prangep Inkton,— Rusgezieret/ ich ttiumphte Ittes Ordnum und blett e Itz; seine gir Heitsgäse y idem Stkol IIstael ethöt! jach geshy end Krieg; 6 nicht geurz nicht hit ⸗ um troge V Meine Sell h3 Gott ß ertetter/ Heget sicht x und Donh at ein athag L. auf den Me Rorgen, uhl ch den Coht ner Melodit WMerfrich Nam es wi it sein: das vo⸗ aird di schö ünnen. W u? Soltt n konnen, N Blth gicht d enschen? N. u. Kutter Ehes Iwermuth ich und,di Ren; dal 0 vom süszen Troste GOttes. 439 re Kreuz wird doch einmal zerrinnen, gleich einem Fluß, der dir zum Beispiel ist, betruͤbter Christ. 3. Der Himmelsheld hat einen Weg bestellt, den niemand weiß. Eh sein Volk sollte sinken, muß selbst das Meer auf dieses Helden Winken zur Mauer sein; er herrscht im Flu⸗ tenfeld, der Himmelsheld. 4. Die Tapferkeit ist je⸗ derzeit bereit, durch Kreuz und Schmach und durch die krausen Wellen zu drin⸗ gen durch: kein Sturm⸗ wind kann sie faͤllen; sie haͤlt uns fest in steter Si⸗ cherheit, die Tapferkeit. 5. Ein Kriegesmann muß tapfer halten an: es steht nicht wohl, wenn Krieger wollen flehen, weil sie das End des Krieges nicht ersehen. Ein Christ ist auch, der tapfer kaͤmpfen kann, ein Kriegesmann. 6. Es hoͤret auf ein Ding/ sobald sein Lauf zum Ende laͤuft. Was einmal an⸗ gefangen, das nimmt ein End. Der HErr ist vor⸗ gegangen, du folge nach/ und tritt nur tapfer drauf, es hoͤret auf. 7. Des Kreuzes Pein wird ja nicht ewig sein: es ist ein Kelch, der seinen Boden zeiget; man sieht den Grund, wenn alles ausgeneiget. Drum bilde dir wie suͤßen Nektar ein des Kreuzes Pein. 8. Die Centnernoth zer⸗ bricht der kalte Tod. Hin⸗ durch, hindurch! und folge deinem Fuͤhrer; dein JE⸗ sus ist der Erd⸗ und Meer⸗ regierer; der watet durch, und tritt fuͤr dich in Koth die Centnernoth. 9. Er ist der Hirt, der dich nicht lassen wird: er wird sein Schaf auf sei⸗ nen Achseln tragen; es wartet schoͤn auf dich der Engelwagen zum sichern Schutz; und ob du dich verirrt, er ist der Hirt. 10. Auf, schwacher Siñ, wirf allen Kummer hin⸗ und schicke dich, die Tiefe durchzuwaten. Kommt schon ein Sturm, dein IEsus wird dir rathen, und helfen aus; der Tod ist dein Gewinn. Auf, schwacher Sinn! 11. Der Christenstand ist hier also bewandt: es muß ein Kreuz das andre Kreuz verjagen; so ging es dem, der unser Kreuz ge⸗ tragen am Kreuzesstamm. Es ist kein Kindertand, der Christenstand. 12. Wer wandern soll, muß oftmals traurensvoll durch Berg und Thal und tiefe Pfuͤtzen dringen: so muß ein Christ auch nach dem Himmel ringen, und leiden viel; der muß oft ge⸗ ben Zoll, der wandern soll. 13. Ach suͤßer Christ, wenn du nur bei mir bist, so will ich auch mit dir mein Leiden enden; zu dir/ mein GOtt, will ich mich gaͤnzlich wenden, und tra⸗ gen, was mir auferleget ist, ach suͤßer Christ! Michael Kongehl. In 440 vom süszen Troste Gottes. In eigener Melodie. 30½. auf d deinem GOtt, du betruͤb⸗ te Seele. Warum liegst du GOtt zum Spott in der Schwermuthshoͤhle? Merkst du nicht des Sa⸗ tans List? Er will durch sein Kaͤmpfen deinen Trost, den IEsus Christ dir er⸗ worben, daͤmpfen. 2. Schuͤttle deinen Kopf und sprich: Fleuch, di alte Schlange. Was erneurst du deinen Stich, machss mir angst und bange? Ist dir doch dee Kopf zer⸗ das kein Feind kann faͤl⸗ len, braͤcht er gleich da⸗ vor Geschoß und Gefahr der Hoͤllen. 6. Stuͤrme, Teufel, und du, Tod, was koͤnnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Noth GOtt mit seiner Gnaden: der GOtt, der mir seinen Sohn seibst verehrt aus Liehe, daß der ewge Svott und Hohn —— nicht dort betruͤbe. „Schreie, tolle Welt, es 918 imir GOtt nicht gewogen: es ist lauter Taͤuscherei, und im Grund erlogen. Waͤre mir GOtt gram und feind, Tuͤrd er knickt, und ich bin durchs seine Gaben, die mein ei⸗ Leiden meines Heilands dir entzuͤckt in den Saal der Freuden. 3. Wirfst du mir mein Suͤndgen fuͤr: wo hat GOtt befohlen, daß mein Urtheil ich bei dir uͤber mich soll holen? Wer hat dir die Macht geschenkt, andre zu verdammen, der du selbst doch liegst versenkt in der Hoͤllen Flammen? 4. Hab ich was nicht recht gethan, ist mirs leid von Herzen: da hingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; denn das ist die Ranzion meiner Missethaten; 4 ich dies vor GOttes Thron, ist mir wohl gerathen. 5. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Ver⸗ dienst mein Eigenthum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, gen worden seind, wohl behalten haben. 8. Denn was ist im Him⸗ melszelt, was im tiefen Meere, was ist Gutes in der Welt, das nicht mir aut waͤre? Weme brennt das Sternenlicht? Wozu ist gegeben Luft und Was⸗ ser? Dient es nicht mir und meinem Leben? 9. Weme wird das Erd⸗ reich naß von dem Thau und Regen? Weme grünet Laub und Gras? Weme füllt der Segen Berg und Thale, Feld und Wald? Wahrlich mir zur Freude, daß ich meinen Aufenthalt hab und Leibesweide. 10. Meine Seele lebt in mir durch die suͤßen Lehren, so die Christen mit Gebuͤhr alle Tage boͤren. GOtt eroͤffnet fruͤh und spat meinen Geift und Sinnen, daß sie sei⸗ nes I 106 schen n e 0 Schee, am M Re We fl 006 Galbahů wyiseh fl Mdee 5 12. Nuh V Heahe H Heuthe Habh wuhe III seh Kufhech lch Ih l 4 0 0 U 6 R Ru leheg u dl Rrpheh, Woh uch W 101 0 fichg S w 05 Gl 15, Es elaht Iun Wl Eag Waatttt Whisi Rugch U Ottes. Feind Eumn cht er gaac b. iume, Teifhz was konnt yn Deckt michz Roth Goft den: det h einen Sohy s us Liebe, R rott und 5 t dort berh hreie, tolk A nir GOsten es ist ei/ und im Ghy Waͤre mit l d feind, dih ben, die mih den seind/ y haben. uwas sslinß was inet vas ist Guh „das c ? Weme il nenlicht? H n Luft und ent es ma em Lebeh/ ne wird duz on dem Thug Weme a 5Ges? Y Segen Ba jeld und Iu mir zur u einen Auftl Leibeswe eine Salh Urch de si so die Ohhn ihr alle H Oit erbfn meinen H ell/ dah s vom süszen Froste GOttes. 4⁴¹ nes Geistes Gnad in sich ziehen koͤnnen. 11. Was sind der Pro⸗ pheten Wort und Apostel Schreiben, als ein Licht am dunklen Ort, Fackein, die vertreiben meines Her⸗ zens Finsterniß, und in Glaubenssachen das Ge⸗ wissen fein gewiß und recht grundfest machen? 12. Nun, auf diesen heil⸗ gen Grund bau ich mein Gemuͤthe; sehe, wie der Hoͤllenhund zwar dawider wuͤthe; gleichwohl muß er lassen stehn, was GOtt aufgerichtet; aber schaͤnd⸗ lich muß vergehn, was er selber dichtet. 13. Ich bin GOttes, GOtt ist mein: wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide: laß es dringen, kommt es doch von geliebten Haͤnden; bricht und kriegt geschwind ein Loch, wenn es GOtt will wenden. 14. Kinder, die der Va⸗ ter soll ziehn zu allem Gu⸗ ten, die gerathen selten wohl ehne Zucht und Ru⸗ then: bin ich denn nun GOttes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Suͤnd auf was Guts will ziehen? 15. Es ist herzlich gut emeint mit der Christen lagen. Wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen; sondern hat vollkommne Lust dort in Christi Garten, dem er einig recht bewußt, endlich zu gewarten. 16. GOttes Kinder saͤen zwar traurig und mit Thraͤnen; aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machenr; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 17. Ei so faß/ o Christen⸗ herz, alle deine Schmerzen; wirf sie froͤhlich hinter⸗ waͤrts, laß des Trostes Kerzen dich entzuͤnden mehr und mehr; gieb dem großen Namen deines GOttes Preis und Ehr. Er wird helfen. Amen. Paul Gerhard. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 2 Tas kann 508. Iunseom⸗ men an fuͤr Noth, so uns der HErre weidet, und speiset uns mit Himmel⸗ brod, und auf die Weide leitet; dazu erquicket un⸗ sre Seel, und kuhlet mit dem Wasserguell seins werthen heilgen Geistes. 2. Uns wegen seines Na⸗ mens groß er fuͤhrt auf rechter Straßen, und thut zy keiner Zeit trosilos in Angst und Noth uns lassen; darum wir stetig muthig sein, auch in des Todes Schattn und Pein; denn uns der HErr beistehet. 3. Dein Stab, mit dem du leiten thust, uns troͤstet und auch strafet; das Kreuz daͤmpfet des Flei⸗ sches Lust, daß es nicht 19** Scha⸗ 442 vom süszen Troste G0Ottes. Schaden schaffet dem Geiste durch der Sünde Gift, die alles Böͤse lei⸗ der stift, und thut sich stetes regen. 4. Du einen Tisch be⸗ reitet hast, den stetes wir anschauen: deins heilgen Wortes werthe Kost, die wir im Herzen kauen; wenn uns des Feindes List anfaͤllt, die selb dann unsre Seel erhaͤlt, sammt deines Geistes Fuͤlle. 5. Dein Guͤte und Barmherzigkeit uns, HEr⸗ re, folgen werden von nun an bis in Ewigkeit, daß wir allhier auf Erden durch seligmachend Glau⸗ ben sein, dort offenbar im Saale dein Buͤrger und Hausgenossen. 6. Das helf uns der HErr JEsus Christ, der unsre Herzen bauet durch Glauben, der recht thaͤtig ist, daß wir den Vater schauen durch ihn sammt dem heiligen Geist; auf daß werd dieser Wunsch geleist, so sprecht einmuͤ⸗ thig: Amen. Andreas Knöpken. Mel. Auf meinen lieben Ott 32— arum be⸗ 309. Wé truͤbst du dich, und thust so aͤngstig⸗ lich, mein Herz, als ob dein Zagen und klaͤglichs Jammerklagen das Leiden Enne stillen, und aͤndern GOttes Willen? 2. O nein, es ist gefehlt: dir ist schon zugezaͤhlt des Kreuzes Maaß und Men⸗ ge; GOtt hat bestimmt die Laͤnge, wie lange seine lagen du sollst und annst ertragen. 3. Doch darob dich er⸗ freu, daß dein GOtt ist getreu, und nicht von Herzen schlaͤget, noch all⸗ 5eut aufleget, die Wun⸗ en will verbinden, und helfen uͤberwinden. 4. Sein aͤllerliebster Sohn, der ewge Gnaden⸗ thron, hat sich um deinet⸗ wegen mit mehr denn tau⸗ send Schlaͤgen am Kreuze lassen wuͤrgen: o einen theuren Buͤrgen! 5. Er ist versucht wie du, sein Arbeit bringt dir Ruh, sein Sterben ist dein Leben; wirst du dich ihm ergeben, so wird sein heil⸗ ges Buͤßen dir all dein eid versuͤßen. 6. Von seiner Kreuzes⸗ last du kaum ein Spaͤn⸗ lein hast, mein Herz, auf dich zu nehmen; drum wollst du dich nicht schaͤ⸗ men, noch so daruͤber kla⸗ gen, es IEsu nachzutragen. 7. Die suͤndliche Begier, die annoch wohnt in dir, will in dergleichen Noͤ⸗ then der fromme Vater toͤdten, wie sonst der El⸗ tern Ruthe den Kindern kommt zu gute. 8. Nicht denk, er hasse dich: GOtt, der in Chri⸗ sto sich mit dir versoͤhnt erkennet, den dein Geist Vater nennet, der hat nie ungewogen die Liebe ausgezogen. 9. Nun Fudetuf ht, M shhithert s it wfosh Ondathe ufc Het ritt f MI Sal hen b Sl Rch Ml Reuuc Hehgees Woůt füt 4 ihn. Rungtt 5. H Lcbeh, A Wlict Nehel, A Hah d I. M hiten Iel cht a hlcht; ich sih Ahhescht. W Vh ft Aug It nsht: Otttg. m u t hit Hfnn wie lange sh 0 0 13 Jctob dich g ein Gott ind ncht n läge, noche eget, de Ey berbinden, u wwinden. in alletlehjz edge Ghhg sich um dah/ neht demtz agen am gruz Tgen: o hh lltgen! st bersucht u Tbeit hringtk Sterben itht st du dich hy witd senhy dir al d en. seiner Ktease um ein Eb nein Hetz/ ehmen; Ren lich nicht sch 0 dtrühet ll nachhutrihn lche Begiey Wohnt in d leichen Mö⸗ me Vhiter Oul El den Kundarn ue, Henk, et hs in Gt dit hesthh den 0 t/ del ö * de Hl V g N Vom süszen Troste GoOttes. 443 9. Nun, IEsu„ liebster Hort, ich wandre willig fort durch dieses Thal der Thraͤ⸗ nen; nur ist mein Wunsch und Sehnen: Laß mich nach Kreuz und Leiden bald kommen zu den Freuden. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 2 as lacht ihr 510. W Vabele⸗ Kinder, daß nun mein Herze springt, und jetzo viel ge⸗ schwinder als vormalsPsal⸗ men singt? Das Wasser ist verflossen, mir ist die Gnadenthuͤr nun wieder aufgeschlossen: GOtt zuͤr⸗ net nicht mit mir. 2. Ihr sichern, stolzen Seelen habt mich durch euren Spott noch mehr gedacht zu quaͤlen; allein der treue GOtt, der mir das Herz zerrissen, haͤlt mir nun wieder fuͤr den Trost; wollt ihr ihn wissen? GOtt zuͤrnet nicht mit mir. 3. Wie sicher war mein Leben, als ich in Babel war; ich war der Lust er⸗ geben, und stund doch in Gefahr des Todes und der Hoͤlle. Viel besser sprech ich hier an der Versoͤh⸗ nungsstelle: GOtt zuͤrnet nicht mit mir. 4. Zwar haben meine Suͤnden mich schrecklich zugericht; allein GOtt laͤßt mich finden sein gnaͤdig Angesicht. In meines IEsu Blute, darin ich mich verlier, kommt mir das Wort zu gute: GOtt zuͤr⸗ net nicht mit mir. 5. Vorhin ging ich ge⸗ buͤcket, mein Herz war sehr betruͤbt; nun hat mich GoOtt erquicket, der mich in Christo liebt; nun tritt die Freudensonne nach kur⸗ zer Pein herfuͤr; ich schrei mit Herzenswonne: GOtt zuͤrnet nicht mit mir. 6. Ach wuͤßtet ihrs, ihr Spoͤtter, was das fuͤr reude bringt, wenn JIE⸗ us, mein Erretter, mir recht ins Herze dringt, ihr wuͤrdet mir nicht goͤnnen der Christen hoͤchste Zier, in Wahrheit sagen kͤnnen: GOtt zuͤrnet nicht mit mir. 7. So lacht, ihr Ba⸗ bels⸗Kinder, bis euch der Fluch hinreißt. Laß du mich armen Suͤnder, HErr Christ, durch deinen Geist nur in dem Stande blei⸗ ben, bis an die Grabes⸗ thuͤr zu reden und zu schrei⸗ ben: GOtt zuͤrnet nicht mit mir. Mel. HFreu dich sehr, o meine Seele. den Gedanken, als ob du verstoßen waͤrst; bleib in GOttes Wort und Schran⸗ ken, da du anders reden hoͤrst. Bist du boͤs und ungerecht, ei so ist GOte fromm und schlecht; hast du Zorn und Tod verdie⸗ net: sinke nicht, GOtt ist versuhnet. 2. Du bist wie die au⸗ dern alle angesteckt mit Suͤndengift, welches Adam mit dem Falle sammt der Hlan⸗ ö — 444 bom süszen Troste GoOttes. Schlangen hat gestift; aber so du kehrst zu GOtt, und dich besserst, haͤts nicht Noth; sei getrost, GOtt wird dein Flehen und Ab⸗ bitten nicht verschmaͤhen. 3. Er ist ja kein Baͤr noch Leue, der sich nur nach Blute sehnt; sein Herz ist zu lauter Treue und zur Sanftmuth angewoͤhnt. GoOtt hat einen Vatersinn, unser Jammer jammert ihn; unser Ungluͤck ist sein Schmerze, unser Sterben kraͤnkt sein Herze. 4. So wahrhaftig als ich lebe, will ich keines Menschen Tod, sondern daß er sich ergebe an mich aus dem Suͤndenkoth. GOttes Freud ists, wenn auf Erd ein Verirrter wie⸗ derkehrt; will nicht, daß aus seiner Heerde das Ge⸗ 2— entzogen werde. Kein Hirt kann so Fethig gehen nach dem Schaf, das sich verlaͤuft. Solltst du GOttes Herze schen, wie sich da der Kum⸗ mer haͤuft, wie es duͤrstet, ächzt und brennt nach dem/ der sich abgetrennt von ihm auch von den Seinen/ würdef du vor Liebe weinen. 6. GOtt der liebt nicht nur die Frommen, die in seinem Hause seind, son⸗ dern auch die ihm genom⸗ men durch den grimmen Seelenfeind, der dort in der Hoͤlle sitzt und der Menschen Herz erhitzt wi⸗ der den, der, wenn sich reget sein Fuß, alle Weit beweget. 7. Dennoch bleibt in Liebesflammen sein Ver⸗ langen allzeit groß, ruft und locket uns zusammen in den weiten Himmels⸗ schooß. Wer sich nun da stellet ein, suchet frei und los zu sein aus des Sa⸗ tans Reich und Rachen, der macht GOtt und En⸗ ges lachen. 8. GOtt und alles Heer hoch droben, dem der Him⸗ mel schweigen muß, wenn sie ihren Schoͤpfer loben, jauchzen uͤber unsre Buß; aber was gesuͤndigt ist, das verdeckt er, und vergißt, wie wir ihn beleidigt haben; alles, alles ist vergraben. 9. Kein See kann sich so ergießen, kein Grund kann so grundlos sein, kein Strom so gewallig fließen, gegen GOlt ist alles klein: gegen GOtt und seine Huld, die er uͤber unsre Schuld alle Tage laͤsset schweben durch das ganze Suͤndenleben. 10. Nun so ruh und sei zufrieden Scele/ die du traurig bist. Was will st du dich viel ermuͤden, da es nicht vonnoͤthen ist? Deiner Suͤnden großes Heer, wie dirs scheinet, ist nicht mehr, gegen GOttes Herz zu Zunger als was wir mit Fingern tragen. 11. Waͤren tausend Welt zu finden, von dem Hoͤch⸗ sten zugericht, und du baͤt⸗ test alle Suͤnden, die dar⸗ innen sind, verricht, waͤr es viel, doch lange nicht so viel, daß das volle Eler ei⸗ 14.— N 5 M 1 W 5055 Wahlgch Rch lt schnekel seit; Hebe mih m , i ke un 0 I ul ndt! 51 All H 1 409— 91. I X he Wl, Hiht Wil! N shut iu Iu 2.Me faßt 0 se I duf3 dlckeh, Wi l Rah errn 3 M Et I iggth 0 t x mü 1. M chtu/ in shtt, Vupden cundex, Vut du M und „) Ven xu Ottes. ..— moch hlahte men sehg Yn Reit groß, u Und gusap, elten Himmch ber sich umz suchet ftan alls des E 9 und Mih GOst und t und alle hy s, dem det hy gen muß, uen Schöpfer lan ber unste Buj Ründigt ij/ x „Rund vetgft beleidigt hake stt vergaghe ee kahn ssch in Grund kan à sein, fh EWnllig iehet Vistalles Kein st und seh er über unst e Tage läse AItch das guh . E Weele, HN Las wil ermilden/ Audthen i den großes Waschehe, Wegen GOle a, O1½i W Wen ttageh Etrsd n det H %/ I vom süszen Troste GOttes. 4⁴⁵ seiner Gnaden hier auf Erden dadurch koͤnnt er⸗ loschet werden. 12. Mein GOtt, dffne mir die Pforten 25 Wohlgewogenheit; aß mich allzeit aller Orten schmecken deine Suͤßig⸗ keit liebe mich, und treib mich an, daß ich dich, so gut ich kann, wiederum umfang und liebe, und ja nun nicht mehr betruͤbe. Paul Gerhard. Mel. HErr JEsu, ew⸗ ges Licht. 45 Ter seinen 51 2. W IEsum haͤlt, so lang ihn quaͤlt die Welt, und IEsum nicht will hassen auf sei⸗ nes Lebens Straßen, der schaut in IEsu hier die offne Himmelsthuͤr. 2. Wer seinen JEsum faßt in aller Kreuzeslast, und sie von seinem Ruͤk⸗ ken auf IEsum nur kann druͤcken, dem macht sie IEsus leicht, und hat die Ruh erreicht. 3. Wer schwinget sei⸗ nen Sinn zu seinem JEsu hin, und Laßt die Glaubens⸗ fluͤgel gehn uͤber alle Huͤ⸗ dah der tritt die Himmels⸗ ahn mit seinem IEsu an. 4. Wer IEsu Lippen ehrt, und seine Stiftung lehrt, wer IEsu reine Wunden auf seine Seel I Duutd dem gehet IE⸗ u Blut durch Seel, Geist, Blut und Muth. 5. Wem Jesus alles ist, der recht den Himmel kuͤßt; sein Herz kann schon auf Erden der Himmel IEsu werden; sein Leben ist vergnuͤgt, sein Tod den Tod besiegt. 6. Ich halte IEsum fest, mein IEsus mich nicht laͤßt; die zugeschick⸗ ten Plagen hilft IEsus mir mit tragen; ich flieh gen Himmel auf, mein IEsus ist mein Lauf. 7. Die Fluͤgel sind zwar schwer, ach IEsu, hilf und wehr, vom heißen Kreuz geschwaͤrzet, von IEsu Hand geherzet; ich flich, ich flieh allzeit in meines IEsu Seit. 8. Ich hoͤre deine Wort, o IEsu, Lebenshort; dein Leib und Blut mich staͤr⸗ ken in allen meinen Wer⸗ ken; du bist, HErr IEsu/ mein: ich bin, HErr JIE⸗ su, dein. 9. Ich bin im Himmel schon, o IEsu, meine Kron. In JEsu ich stets schwebe, im Tod mit IEsu lebe; mein IEsus bleibet mir all alles fuͤr und fuͤr. Mel. Uun danket alle SOtt. 51 3 Mdohl dem, der Ja⸗ kobs Gott zum Helfer sich erwaͤhlet, der, was sein Herze kraͤnkt, voll Hoffnung ihm erzaͤhlet, der seine Zuversicht fest auf den„Erren stellt, der alle Huͤlfe thut und ewig Glauben haͤlt. 2. Unmoͤglich ists, daß den sein Hoffen 4* e⸗ 4⁴6 vom süszen Troste GOttes. betruͤgen, der GOttes Wahrheit traut, die nim⸗ mermehr kann luͤgen. Der HErr ist gut und fromm, und was sein Wort ver⸗ spricht, das folget in der That gewiß und fehlet nicht. 3. Wie gut ists, auf den HErrn und nicht auf Menschen bauen; wie ei⸗ tel, schwach und falsch, wie schnoͤd ist ihr Vertrauen, so sich auf Fleisch verlaͤßt und einig Menschenkind; denn auch die Goͤtter felbst auf Erden sterblich sind. 4. Die sich mit ihrer Noth zu ihren Fuͤßen le⸗ len, die muͤssen Zeugen ein, wie nichtig ihr Ver⸗ moͤgen, wie wandelbar ihr Sinn und ihrer Ho⸗ heit Pracht, wie mancher Ungluͤcksfall ihr Koͤnnen schamroth macht. ö 5. Viel sichrer ist mein Trost; ich weiß, an wen ich glaube, trotz, daß die groß⸗ te Noth mir solch Ver⸗ trauen raube zu dem, der ewig bleibt, dem rechten Wundermann, dem keine Noth zu groß, der helfen will und kann. 6. In 3h ist meine Seel in hoͤchster Unruh stille; sein Hand ist un⸗ verkuͤrzt, sein gnadenvol⸗ ler Wille ist unveraͤndert 9160 unendlich seine Kraft, ie stets von Alters her hat Huͤlf und Rath ge⸗ schafft. 7. Drum halt ich mich zu GOtt; und das ist meine Freude, wenn mein erauicktes Herz nach uͤber⸗ standnem Leide sich seiner Wohlthat ruͤhmt, und ihm mit ganzem Fleiß ein Danklied singen kann zu seines Namens Preis. S. Laß du mich nur, mein GoOtt, dein Lob hier zu erhoͤhen, nicht faul noch traͤge sein, wie du nie auf mein Flehen zu merken muͤde wirst, und stets, von Kindheit an, so uͤber⸗ schwenglich viel an mir hast Guts gethan. 9. Gieb, daß ich ferner auch an dir fest hangen bleibe, daß weder Gluͤck noch Noth mich von der Bahn abtreibe, die dein Gebot mir zeigt; gieb meinem Geiste Kraft, zu uͤben immerdar hier gute Ritterschaft. 10. Daß nichts, was ei⸗ tel ist, ich fuͤr mein Wohlsein achte, noch Fleisch fuͤr meinen Arm, daß ich nach sonst nichts trachte, als was du selber bist. Ach nimm, mein GOtt, mich mir, entreiße mich der Welt, und zeuch mich ganz nach dir. 11. Laß mich in allem Kreuz und auch im Tode schmecken, wie freundlich du mir bist; laß mich die Schuld nicht schrecken, die IEsus schmerzlich gnug schon laͤngst an meiner Statt gebuͤßt, und dir mein GoOtt, durch sich bezahlet hat. 12. Laß seine Wunden mir alsdann an meinem Ende ein sichres Freischloß sein, dahin mein Geist sich von ¹ sch wlde/ Rh Hehhet SW U ö Hel Ml Rr 3. D0 Hiet mihh! e W Ind t ihm Lche 115.Hat ul he Boll, 2—.—.— 014•9 Prubiket Hen Hh f Wr Wu Lundeh! 2. M Gasind Ftabe s Hau u Ihrit, A M Ue wuhl hh l Altze sun W grn sscht. II It nich) Halgen Wafth. ut Ittes. kuͤhnt, Moßz an Flaß suhen imm hess Huiß mich tuz at in Lah he licht ful nt wie du et en mrh wundstetz M, so lh Vbiel an h gethah. daß ich fir hir fest hann Wedet Gt nich hon be, die di eigt: g Aaste Kun mMerdat he haft. Icto 00s h für meh lnchte, Meineg A sohst nit D O sbe Mimm, ma Mit, enttehe 5½ dir. uch in Alln im Tode urdlch wich Le tacet, M asich R h ehe It, N c s 4 Ia meheh es drisch ven 0 0 von der Kreudigkeit des Glaubens. 447 sich wende, wenn mich mein Herz verdammt, wenn Satan noch zuletzt sein Heil an mir versucht, und 415. 5 an mich setzt. 13. Daß wie ich JEsu hier mich ganz zu eigen gebe, dort, wo er herrscht und lebt, ich ewig mit ihm lebe, als sein erkauf⸗ tes Gut und theure, wer⸗ the Braut, die in der Schwachheit hier er sich schon hat vertraut. 14. Daß an dem Freu⸗ denort, wo reine Geistet wohnen, auch ich dich, einen GOtt, in allen drei Personen in deinem klaren Licht vollkommen kennen kann, und in der Engel Chor mein Dank⸗ lied stimmen an. Henriette Cath. v. Gersdorf. XI. Von der Freudigkeit des Glaubens. Mel. O(HeErr) Nsu Christ, meins Lebens Licht 1 8 ch GOtt,/ in 314. A was fuͤr Freudigkeit schwingt sich mein Herz zu dieser Zeit, so oft ich nur an JEsum denk, und mich in seine Wunden senk. 2. Wie freuet sich mein Geist in dir, was Ruͤh und Freude schenket mir der Glaub an dich, o IEsu Christ, der du mein Ein und Alles bist! 3. Wenn ich dich recht und wohl betracht, mein Herz all Lust und Welt veracht; wenn mein Sinn ist zu dir gericht, die Erd mir graut, ich acht ihr nicht. 4. In was fuͤr Liebe sez⸗ zet mich die Liebe, so be⸗ Lodes ft dich, daß du des odes fuͤr mich stirbst, mir Gnade, Leben, Fried er⸗ wirbst. 5. Das Herz wird ganz in mir entzuͤndt aus Lieb zu dir und Haß zur Suͤnd, so bald es deiner wird ge⸗ wahr, wie du dich mir giebst ganz und gar. 6. Es wuͤnschet nur dich, und allein in dich ganz tief zu senken ein; nur dich, nur dich es haben will, eh ruht es nicht, noch steht es still. 7. Nun, was fuͤr Trost und Zuversicht erweckt an dir der Glaube nicht? Ich trau und trotze ungescheut auf dich, mein JEsu, al⸗ lezeit.—— 8. Wenn ich im Glau⸗ ben bei dir steh, und in die rothen Wunden seh, die du fuͤr mich traͤgst, faͤllt mir ein: sollt mir GOtt nicht genaͤdig sein? 9. Gnaͤdig er ist, er kann traun nicht mehr zuͤrnen. Sein Sohn hat verricht, was zur Versoͤhnung noͤ⸗ thig war; mit mir hat es nun kein Gefahr. 10. Wie⸗ 448 von der Freudigkeit des Glaubens. 10. Wiewohl ich noch ein Suͤnder bin, so nimmt die Suͤnd doch IEsus hin, und schenkt mir sein Ge⸗ rechtigkeit, hebt zwischen GOtt und mir den Streit. 11. Bin ich durch ihn gerecht vor GOtt, ist mir all Anklag nur ein Spott; wenn JEsus mich vertritt, komm an, der mich sodann verklagen kann. 12. Wenn ich mit GOtt den Frieden hab, des wah⸗ ren Glaubens Frucht und Gab: so ruh und schlaf ich sanft und still ins Va⸗ ters Schooß, will, was er will. 13. Und bin gewiß, daß kein Gefahr, kein Noth, Tod, ja der Teufel gar von meinem GoᷣOtt mich scheiden werd, so lang ich leb auf dieser Erd. 14. Denn, HErr, dein Geist selbst troͤstet mich, und schreiet: Glaub nur festiglich, du bist ein Kind und Erb des Heils, nicht Satans, sondern JEsu Theils. 15. Der Feind findt an dir keine Macht, du wirst bei Tag und Nacht be⸗ wacht durch meinen und der Engel Schutz; was dir begegnet, ist dein Nutz. 16. GOtt ist dein Vater: bitt und schrei, er laͤßt dich nicht, er steht dir bei; ver⸗ zag in deiner Schwachheit nicht, was du nicht kannst, er selbst verricht. 17. Dein Seufzen allzeit GOit gefaͤllt, das glaͤubig zu ihm ist gestellt; schweigt gleich der Mund, er höͤrt die Bitt seins Geistes, der dich wohl vertritt. 18. Ob diesem Trost ganz innerlich mein Seel und Geist erfreuet sich, wenn IEsus Name, Kraft und Geist so maͤchtig sich in mir erweist. 19. Welch herrlich, maͤch⸗ tig Kunststuͤck ist der Glaub an dich, HErr JEsu Christ; er machet hellg, freudig Muths, er schafft und wir⸗ ket alles Guts. 20. Wer ihn nicht hat, der wird verdammt, mit ihm die Heuchler alle⸗ sammt; und wer ihn hat, schon selig ist, er lebt und stirbt ein wahrer Christ. 21. Drum, IEsu, staͤrke fuͤr und fuͤr den wahren Glauben, daß ich dir ver⸗ trau, dich lieb, di? leb und sterb, so bleibt die Selig⸗ keit mein Erb. 22. So lang ich denn als Pilger werd nachwallen hier auf dieser Erd, so lange will ich deinen Ruhm ausbreiten ferner um und um. 23. Wenn aber sich das Leben schleußt, und meine Seel sich ganz ergeußt in dich, HErr JIEsu, mit was Freud werd ich dich lobn in Ewigkeit! Johann Caspar Schade. In eigener Klelodie. 15 lles ist an 515. A mr. Segen und an seiner Gnad gelegen uͤber alles Geld und Gut. Wer auf GOtt sein hou N e fih. Huftl Rhit u ahn frae 2. D (btt Rit W Rebetehi Wundert soch lelt uc soth hll. 3. M mSiche In Uute Rhuth Hageht mn i De Hrigeh, schah fil 4 bof He l Wigstx hets e S. lun ho hach, Wanga seen K Wnger lcs se Ihm nich V G scht W sase mi vch n sht, 0 ahe, in Cchh A Mihe i Glaubgg n Gasej V raen Mesem u lich men E elftluct st 0 Namp g 0 nichths Heist herklich ntz lic ist der Gin JEuChn h, ftal schaft uth Ats. ihn nicht H Herdammt, Hellchlet a Ver ihn he „ er lebt u ihret Chlis. Es, I des wabtu Lich d ber dt db u lt die Sesh b. lang ich dah td uchvalg eser Etd, heinenhun fernet un oer sec d % und moste etheuft in SMu, ut was cch dih lhn Inpot Söche T Mlelodit led it A 0 n seiner El dlt U auf 900 0 von der Freudigkeit des Glaubens. 449 sein Hoffnung setzer, der Freude, meine Seele, Herz behaͤlt ganz unverletzet einen freien Heldenmuth. 2. Der mich hat bisher ernaͤhret, und so manches Gluͤck bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderlich gefuͤhret, und noch leitet und regieret, wird forthin mein Helfer sein. 3. Viel bemuͤhen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbestaͤndig sind. Ich begehr nach dem zu ringen, was Vergnuͤgung pflegt zu bringen, und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken, was ich wuͤnsche, wind sich schicken, so es anders GOtt gefaͤllt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben, und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Ver⸗ langen zu erfuͤllen; es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben: wie GOtt will, so muß es bleiben, wenn GOtt will, bin ich bereit. 6. Soll ich laͤnger all⸗ hier leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich ver⸗ lasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang be— stehet, alles Irdische ver⸗ gehet, und faͤhrt wie ein Strom dahin. In eigener Melodie. 516. W und Sinn, weg, hinweg mit deinem Leide, hin zu deinem IEsu hin. Er ist dein Schatz. IEsus ist dein einzig Leben; will die Welt kein Ort dir geben, bei ihm ist Platz. 2. Fort, nur fort, steig immer weiter in die Hoͤh zu IEsu auf; an, hinan die Glaubensleiter klettre mit geschwindem Lauf. GOtt ist dein Schutz; IctEsus bleibet dein Be⸗ schirmer wider alle Seel⸗ bestuͤrmer, und bieter Trutz. 3. Fest, fein fest dich angebalten an die starke IEsustreu; laß du GOtt den Vater walten, seine Guͤt ist taͤglich neu: er meints recht gut. Wenn die Feinde dich anfallen, muͤssen sie zuruͤcke vrallen, hab guten Muth. 4. Ein, hinein in GOt⸗ tes Kanimer, die dir IE⸗ sus aufgethan; klag und sag ihm deinen Jammer, schreie ihn um Huͤlfe an. Er steht dir bei. Wenn dich alle Menschen hassen, kann und will er dich nicht lassen, das glaube frei. Hoch, so hoch du kannst erheben deine Sinne von der Erd, schwinge dich, dem zu ergeben, was du hast, der deiner werth. Dein IEsus ist, der um dich so treulich wirbet, und fuͤr dich aus Liebe stirbet; drum du sein bist. 6. Auf, hinauf/ was dro⸗ ben suche, trachte doch al⸗ lein dahin, wo dein Aus u 450 von der reudigkeit des Glaubens. sus; sonst verfluche allen schnoͤden Suͤnden⸗Sinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwin⸗ den, nur bei IEsu ist zu finden die wahre Rub. Johann Caspar Schade. In eigener Melodie. 517 Auf meinen lieben GOtt tran ich in Angst und Noth; der kann mich allzeit ret⸗ ten aus Truͤbsal, Angst und Nothen; mein Ungluͤck kann er wenden/ steht alls in seinen Haͤnden. 2. Ob mich mein Suͤnd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen, und ihm allein vertrauen; ihm thu ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Sterben ist mein Gewinn und Chri⸗ stus ist mein Leben: dem thu ich mich ergeben; ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. 4. O mein HErr JEsu Christ der du so gduldig bist fuͤr mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, auch uns allen zugleiche das ewig Himmelreiche! 5. Erhoͤre gnaͤdig mich, mein Trost, das bitt ich dich; hilf mir am letzten Ende, nimm mich in deine Haͤnde, daß ich selig ab⸗ scheide zur himmelischen Freude. 6. Amen zu aller Stund sprech ich aus Her hen Grund; du wollest uns thun leiten, HeErr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewig⸗ lich vreisen. Amen. Sigmund Weingärtner 1— 4. 6. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 518. Brich durch, Imein ange⸗ fochtnes Herz brich durch den innern Seelenschmerz; komm, schaue deinen Braͤu⸗ tigam, den Gnadenbrunn, das GOtteslamm, am Kreuzesstamm. ö 2. Dein JEsus reicht die Arme dir, und legt dir Ruh und Leben fuͤr, die Krone der Gerechtigkeit den Zugang, der uns ist bereit zur Seligkeit. 3. Sei nur getrost und ringe recht, durch Ringen wirst du GOttes Knecht; denn aller Anfall lehret dich, wie man in ihm ganz vitterlich bewaͤffne si 1 4. Die Wunden haͤlt dir IEsus zu, die Sicherheit und suͤße Ruh, darin der Zuflucht finden kann, der ihn im Glauben siehet an, den Wundermann. 5. Hier ist die Burg fuͤr alle Noth, die Gegenkur fuͤr Hoͤll und Tod, die Quell, daraus das Leben quillt, das Meer, so Durst und Kummer stillt, mit Gnad erfullt. ö 6. Stuͤrmt auf uns die Versuchung los, wohlan, 2 wir treten zu ihm bloß: da staͤrkt uns unser JE⸗ sus Christ, wenn nur das Herz Im M ö . 0 0 l. i de 00 5 Wh W u Gaudent ach eh dellcht 9. Moh an 0 Eidih. 1 u W in w sih. sche 9. Iche ic/ 0 hnt i Rehen ducch dh Iömmt 10 Ouhh ham, 3 Zunt un ehet Kuöchuibb W l 11. D goßet Gind, f hut Ny Secl erl uhih 12.H0 Ile Hel Schlde Mfe I WM Salahg 0 10.6 urig Mi Olaubegz +.‚ du wull %, HEtt xt hiten, f Mmnnn eh I. Amn. tingärer shienen is y lich dag, Rich vuh Bur Meinihz cj/ heich dut Seelenschn uedeinen Stiz Gnhadenbean. teblamm, um. ö JSsus La und let 0 Leben füt, Gerechtigtt der ung Aelikket, I gettost uit durch Nugg Oites Khech Aual Lehn uam in ihm auase sh Lunden hütth ie Sicherhe ub/ dart x Hen kann/ A sben stehet e mann. ie Burg fit d Gederkat IW, M Wus dad Deh Mekk, so Dust er fillt, M . m auf u lss, wohbh z ihm b0 Il ma eun uu wum un von der Freudigkeit des Glaubens. 451 Herz aufrichtig ist, zu al⸗ ler Frist. 7. Nun, suͤßer IEsu, meine Ruh, ich eile deinen Wunden zu; mein Herz und Glauben laͤßt dich nicht, bis auch dein theures Gna⸗ denlicht in mir anbricht. 8. Mein Herz empfindet Sturm und Wuth, auf allen Seiten stroͤmt die Flut: ich fuͤhle stets der Suͤnden Pfeil, drum ich zu dir im Glauben eil, und suche Heil. 9. Zu deinen Wunden fliehe ich, in deiner Seite staͤrk ich mich; ich labe mich in deinem Blut, das auch durch deine Liebesglut mir koͤmmt zu gut. 10. O unerschoͤpftes Gna⸗ denmeer, Israels Ruhm und Zions Ehr, wie staͤrkt uns deine treue Hand, das auserwaͤhlte Gnadenyfand und Liebesband. 11. Da haͤngest du aus großer Huld fa fremde Suͤnd, fuͤr unsre Schuld; nur daß die angefochtne Seel erlang in deiner Sei⸗ tenhoͤhl das Gnadendl. 12. Du Heilger wirst vor aller Welt zum Trauer⸗ Schauspiel vorgestellt, und »kaufest uns durch deinen Tod die Freiheit aus der Seelennoth, bringst uns zu GOtt. 13. Ei wie sollt ich denn traurig sein, ich kehr bei dir, mein IEsu, ein. Hier find ich wahre Ruh und Rast, weil du auf dich die Suͤndenlast genom⸗ men hast. 14. Dies ewge Wort traͤgt volle Kraft, hier ist die beste Ritterschaft. Wohlan denn, IeEsu, mein Gewinn, dir liefre ich Herz, Seel und Sinn: ach nimm es hin. Justus Henning Böhmer. In eigener Melodie 519 Ein ieste nre ist unser GOtt, ein gute Wehr und Waffen; er hilft uns frei aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen. Der alt bͤse Feind mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Ruͤstung ist, auf Erd ist nicht seins Gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren: es streit fuͤr uns der rechte Mann/ den GOtt hat selbst erko⸗ ren. Fragst du/ wer der ist? Er heißt IEsus Christ, der HErr Zebaoth, und ist kein andrer GOtt, das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel waͤr, und wollt uns gar verschlingen, so fuͤrchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch elingen. Der Fuͤrst die⸗ fer Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nicht, das macht, er ist gericht: ein Wort⸗ lein kann ihn faͤllen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn, und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Aand un 452 von der Sreudigkeit des Glaubens. und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren da⸗ hin, sie habens kein Ge⸗ winn, das Reich muß uns doch bleiben! Dr. Martin Luther. In eigener Melodie. s traure, wer 520. CEbda will, ich will mich freuen, es soll kein Trauergeist bei mir gedeihen; denn IEsus steht mir bei in allen Gnaden, mir kann kein Kreuz, kein Leid, kein Teufel schaden. 2. Ficht mich gleich Un⸗ luͤck an auf allen Ecken, o soll doch solches Leid mich nicht erschrecken: denn IEsus steht mir bei in allen Gnaden, mir kann kein Ungemach, kein Jam⸗ mer schaden. 3. Hab ich nicht Geld noch Gut, nicht Ruhm und Ehre, kraͤnkt dieser Man⸗ gel mich doch nicht gar sehre. Denn JEsus sleht mir bei in allen Gnaden, mir kann kein Armuth nicht, kein Elend schaden. 4. Bin ich hier gan; ver⸗ acht, muß unten liegen, soll doch die stolze Welt mich nicht besiegen; denn IEsus steht mir bei in al⸗ len Gnaden, mir kann kein Hohn und Sypott, kein Schimpf nicht schaden. 5. Wenn gleich auch Noth und Tod mich ganz umgiebet, ist nichts so schwer und arg, das mich betruͤbet; denn IEsus in allen steht mir bei Gnaden, und kann au die Gefahr mie selbs nicht schaden. 6. Verstoͤßt mich jeder⸗ mann mit Gram und Has⸗ sen, kann ich mich doch den Neid nicht kraͤnken lassen; denn IEsus steht mir bei in allen Gnaden, und kann die Feindschaft mir kein Haͤrlein schaden. 7. Schwebt auf der ganzen Welt nur Kreuz und Leiden, so lebt mein Geist und Herz in lau⸗ ter Freuden; denn ICE⸗ sus steht mir bei in al⸗ len Gnaden, drum kann kein Herzeleid der Freude schaden. 8. Und wenn die Feinde noch so grausam toben, so bin ich wohl verwahrt und aufgehoben; denn IEsus steht mir bei in allen Gnaden, er schuͤtzt und decket mich vor ih⸗ rem Schaden. 9. Auch macht die tiefe Noth und hoͤchstes Leiden in meinem lieben GOtt mich voller Freuden; denn IEsus steht mir bei in allen Gnaden, so daß zur Seligkeit mir nichts kann schaden. 10. Was frag ich nach der Welt und ihren Schaͤz⸗ zen, mich kann mein reicher GOtt vielmehr er⸗ goͤtzen; denn IEsus steht mir bei in allen Gnaden, er macht mich groß und reich, heilt allen Schaden. 11. Muß endlich Seel und Leib von hinnen schei⸗ den, so fahr ich sort Eir ier 98 Re ht dche mit W, Mo MU h. j ö All. Al 13 64 52. fihich l Wusth D g ihee h hthe H14 „frth hu * un W hbe Duus mi V enhie, Wht seht W uutiy 0. W0 sch/MW. Ict h Wl l Hihe 1 chhe 4 ét Itb Unde f Met n Ba Aun 0 bhl Ghlaben —— nd kun Iht me ch. üzt mich sh Gramusdh chcht Rach keänkenhf, scht mii uden, uldin chaft mir iu haden. weht auf 1 t hut Run „ so laht pu 1 Fenz denn A A mir hei in E, drhm h Clid der Frh Lbenn die Feh Wuusam tobe 15 n Wae dalh 42 bä 6 n, t schih uich vor V e. macht die tl Pcstes Leit lieben GO rauden; duß mir dei R V„ 0 daß U • Hchts fang Ainh ich 10 Whlen Se Hy 1 kann u W inche Jsls sch Il Grldch hen Sch ehdlich 6 en he 0 tug. Von der Freudigkeit des Glaubens. 453 hier zu denn JIEsus steht mir bei in allen Gnaden⸗ drum bringet mir der Tod gar keinen Schaden. 12. Nun traure, wer da will, ich will mich freuen, es soll kein Trauergeist bei mir gedeihen; denn JEsus steht mir bei in allen Gna⸗ den, mir kann kein Kreuz, kein Leid, kein Teufel scha⸗ den. Salomo Liscov. Mel. Alles ist an SOt- les Vud, fröh⸗ 22 1. Hlüch, immer arn aun ich bin in IEsu selig, habe schon den Himmel hier. Andre fres⸗ sen ihre Herzen durch die schweren Sorgenschmer— zen, mir koͤmmt gar nichts W fuͤr. Weil ich meinen JE⸗ 1035 habe, und an seiner Brust mich labe, so ver⸗ schwindet alle Pein. Wer ihn liebet, wer ihn kennet, wer weiß, wie sein mals brennet, der kann niemals traurig sein. IEsu Freuden; 5. Er hat mich zur Braut erkoren, eh ich ihm sollt sein verloren, muͤßt ver⸗ gehn die ganze Welt; ach was sollt mich denn be⸗ truͤben, weil mich der so hoch thut lieben, der ja alles traͤgt und haͤlt. 6. Darum froͤhlich, im⸗ mer froͤhlich! ich bin schon in IEsu selig, ich bin sein und er ist mein. Singen, soringen⸗ jubiliren und in IEsu triumphiren soll nur mein Geschaͤfte sein. Johann Christian Lange. Mel. HErr JEsu Chrisl, Mensch und GOtt. . inweg mit 3 2 23 H Furcht und Traurigkeit, hinweg mit Zweifel, Angst und Leid! ich will nun haben guten Muth, und hoffen auf das hoͤchste Gut. 2. Mein Trost ist JIE⸗ sus, GOttes Sohn, der in mir setzet seinen Thron, der mich so liebt als eine e Braut, die ihm ganz innig ist vertraut. 3. Er hat sein kostbar⸗ 3. Wo ich sitze, wo ich liches Blut vergießen wol⸗ stehe, wo ich liege, wo ich gehe, weicht mein IEsus nicht von mir; er ist mir stets an der Seiten, thut mich uͤberall begleiten, ich bin seine Lust und Zier. 4. Er hat sich mit mir verbunden, nichtes, nichtes wird gefunden, das ihn von mir trennen thut. Er, mein Braͤutgam und mein Koͤnig, achter sonsten alles wenig, ich bin ihm sein liebstes Gut. len mir zu gut; sein Le⸗ ben gab er in den Tod, daß er mich nur versoͤhnte GOtt. 4. Er hat mir seine Herr⸗ lichkeit versorochen und all ewge Freud; er wird mich auch schon bringen hin, wo ich ihm nar ge⸗ treue bin. 5. Ob ich zwar jetzo muß allein gleichwie ein Turteltaͤublein sein 0 wird 454 von der Freudigkeit des Glaubens. wird er doch zu seiner Zeit ersetzen dieses kurze Leid. 6. Laß kommen Truͤb⸗ sal, Angst und Noth/ 10 wuͤthen Teufel, Hoͤll un Tod: wer nur nach GOt⸗ tes Willen thut, der blei⸗ bet ewig wohlgemuth. 7. Ich weiß, er wird in Todespein mein treuer Freund und Beistand sein. Er wird erfuͤllen mit der That, was er mir zugesa⸗ get hat. 8. Drum will ich haben guten Muth, und hoffen auf das hoͤchste Gut; und wenn mir gleich das Herze bricht, so will ich doch verzagen nicht. Johann Angelus. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GSOtt läßt walten. 5 ch bin ver⸗ 32 3. gnuͤgt und halte stille, wenn mich gleich manche Truͤbsal druͤckt, und denke, daß es GOt⸗ tes Wille, der mir das Kreuze zugeschickt; und hat er mir es zugefuͤgt, so bin ich doch mit ihm vergnuͤgt. 2. Ich bin vergnuͤgt in allem Leiden, dieweil es doch nicht ewig waͤhrt; es soll mich nichts von JEsu scheiden, weil Leid in Freu⸗ de wird verkehrt; mein Hei⸗ land hat all Angst besiegt der ganzen Welt: ich bin vergnuͤgt. 3. Ich bin vergnuͤgt in meinem Hoffen; denn hilft GOtt gleich nicht, wie ich will, so hat er schon den Schluß getroffen, er weiß die beste pih und Ziel. Ich harr auf ihn, denn so be⸗ truͤgt die Hoffnung nicht: ich bin vergnuͤgt. 4. Ich bin vergnuͤgt in meinem Leben; hab ich nicht viel und mancherlei, so glaub ich, daß mir alles geben kann, der mein GOtt und Vater sei. Obgleich der Arme unten liegt, so heißt es doch: ich bin vergnuͤgt. 5. Ich bin vergnuͤgt, wenn meiner spotten der Satan und die falsche Weltz was schaden mir die argen Rotten? Ein frommer Christ behaͤlt das Feld, wenn er sich nur geduldi schmiegt, und Bemuth liebt: ich bin vergnuͤgt. 6. Ich bin vergnuͤgt auch in dem Sterben, wenn nun der Geist vom Koͤrper eilt; ich weiß, daß wir die Kron ererben, die uns vorlaͤngstens zugetheilt, weil GOtt in seinem Wort nicht luͤgt; drum sag ich noch: ich bin vergnuͤgt. 7. Ich bin vergnuͤgt in IEsu Armen, und sauge seine Liebesbrust: da kann mein kaltes Herz erwar⸗ men, ich achte keine Men⸗ schenlust; ich habe nun die Welt besiegt, und bin voll⸗ kommener vergnuͤgt. Clemens Thieme. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. Itch trau auf 4. JGott in allen Sachen, denn wer wollt sonst mein Helfer sein? Ach niemand hilft den Don M — eh heh eh ul Guch, ruchn Wu Wt I Hahet R baß rocht, n i utchet: V. Hahgetd M Duumm se set M— n lehn 5. Ml 1 Vach N GO Wld 0 el h ine hlhes Ol. Ael. 0³⁰ Glaubehz t MIC7 ihn, dehh 0 Hufun uc rümn. bin ethrig Lebe; i ö und W ich Rßmte u/ der meingi sei, Higlh teh lig, 0 ich ainpaht „ bin vahth dinet potth ddie fulsched Hen mit eay En son Phält du sich nut gl „ und Dih bin veh 5 bin behh dem Eihe der Gah Ilt; ich weh! vron ererbe ügstensgige Etin seihen I drum s bin bethrth hin vechch nen, und su Vöbrust: Wi6 s Hetz El Dchte kile Wich hahenh t/ und di berguügt Chemens Ae nur den 0 lst vall Ich tl 2 569v1 V Een/ dun me 0 niemnd U s von der Kreudigkeit des Glaubens. 455 dem armen Schwachen, denn nur mein GOtt, der thuts allein; drum seh ich auch in meiner Noth zu⸗ vöͤrderst auf den lieben GOtt. 2. Und muß ich gleich zu truͤben Zeiten was dulden, ei, was ists denn nun? Ich will es herzlich gerne leiden, GOtt wird mir keinen Schaͤden thun. Drum seh ich auch in mei⸗ ner Noth zuvoͤrderst auf den lieben GOtt. 3. Er hat mirs ja so oft versprochen, daß er mein Helfer wollte sein; ich weiß, er haͤlt mirs unge⸗ brochen, sein Wort trifft sonsten richtig ein. Drum seh ich auch in meiner Noth zuvoͤrderst auf den lieben GOtt. 4. Laͤßt GOtt die Voͤg⸗ lein nicht verderben, ei nun, so glaub ich steif und fest, daß er mich auch nicht Hungers sterben, noch sonst in Noth verderben laͤßt. Drum seh ich auch in mei⸗ ner Noth zuvoͤrderst auf den lieben GOtt. 5. Wohlan, ich will be⸗ staͤndig bleiben bei GOtt in Noth und Todesqual; von GOtt soll mich kein Ungluͤck treiben, drum sag ich ein fuͤr allemal: Ich seh in aller meiner Noth zuvoͤrderst auf den lieben GOtt. Mel. Meinen Esum laß ich nicht. E ill 525. Ilicch—5— GOtt, froͤhlich, froͤhlich, immer froͤhlich: denn ich weiß in aller Noth, daß ich schon in GOtt bin se⸗ lig; weil der Freuden GOtt ist mein, so will ich stets froͤhlich sein. 2. Aber ach, ich Men⸗ schenkind, kann ich auch von Freude sagen, da doch die unzaͤhlig sind, die bald da, bald dort mich plagen? Ja, weil GOtt der Hel⸗ fer mein, so hilft er mir froͤhlich sein. 3. Will die Suͤnde qua⸗ len mich, IEsus hat sie schon gebuͤßet. Findet Kreuz und Truͤbsal sich, dieser hat es auch versuͤ⸗ ßet; ist der Suͤnden Til⸗ ger mein, wohl mir, ich kann froͤhlich sein. 4. Stürmet Satan auf mich los, will die Hoͤlle mich verschlingen, so bin ich in Christi Schooß, dar⸗ aus wird mich niemand bringen. Ist der Schlan⸗ gentreter mein, sollte ich nicht froͤhlich sein? 5. Haͤtt ich gleich gar keinen Freund, ei was sollte mir das schaden? Ist die ganze Welt mein Feind, IEsus wird mich wohl berathen; dieser Men⸗ schenfreund ist mein, mit ihm will ich froͤhlich sein. 6. Bin ich elend und nicht reich, mangeln mir die hohen Gaben, bin ich dem Geringsten gleich, und kann nicht was Andre haben, so ist GOtt, der Reichste, mein, und kann ich auch froͤhlich sein. 7. Daß 456 don der Sreudigkeit des Glaubens. 7. Daß mein Feind mich sonst beschwert, und will mich zum Spotte machen, ist des Traurens gar nicht werth, ich muß seiner Thor⸗ heit lachen; denn weil GOtt, die Ehre, mein, kann ich dennoch froͤhlich sein. 8. Will der Tod mich raffen hin, GOtt der stil⸗ let bald sein Wuͤthen; ist denn Sterben mein Ge winn, ei so bin ich wohl wi n GOtt, des To⸗ es Gift, ist mein, in ihm kann ich froͤhlich seir. 9. Herz und Muth sind froͤhlich nun, froͤhlich, IE⸗ su, ist die Seele: gieb, daß froͤhlich alles Thun dich zum Zweck und Ziel er⸗ waͤhle; laß mich, o mein Sonnenschein, ohne dich nicht froͤhlich sein. 10. Laß mich uͤben Traurigkeit, wo zu trau⸗ ren sichs gehdret, sonsten aber Froͤhlichkeit, die ganz nichts als dich begehret; du bist meine Freud allein, durch dich kalm ich froͤh⸗ lich sein. 11. Laß mich froͤhlich leben hier, froͤhlich sein in allem Leide; hilf mir froͤhlich sterben dir, gieb mir bald die Himmels⸗ freude, so bleibst du die Freude mein, da, da will ich froͤhlich sein. Ludamilia Gr. v. Schwarzburg Mel. Alles ist an GOt⸗ tes Segen. 526 Immer froͤh⸗ 2 lich, immer froͤhlich, ich bin auf der Welt schon selig, habe meinen Himmel hier: An⸗ dre fressen ihre Herzen durch die schweren Sor⸗ genschmerzen, mir komint gar nichts traurig fuͤr. 2. Bin ich krank, nur ungekraͤnket; der staͤupt mich, der an mich denket, GoOtt mein Vater, mich sein Kind. Lazarum, den IEsus liebte, manche Truͤbsal auch betruͤhte; dies nur Liebesstreiche sind. 3. So viel Jahr hab ich genesen, bin gesund und frisch gewesen: sollt ich einen kranken Tag nicht von meinem GOtt anneh⸗ men? Kann ich mich zur Lust bequemen, warum nicht zur Liebesplag? 4. Wird von schar⸗ fen Laͤsterzungen manches Leidlied mir gesungen, bin ich darum traurig nicht. Mein Gewissen heißt sie schweigen, kann mir gu⸗ tes Zengniß zeigen, und die Laͤsterhaͤlse bricht. 5. Alle Welt mag mich verlassen, GOtt der weiß mich so zu fassen, daß ich maͤchtig und getrost al⸗ lem, allem kann absagen, und nichts achten Svott und Plagen, noch was sonsten auf mich stoͤßt. 6. Drum getrost, nur frisch gewaget, der mich jetzo hoͤhnt und plaget, wirds die Laͤnge treiben nicht. IEsus ist es, der mich staͤrket, der es siehet, der es merket, und schon kommet zum Gericht. 7. Alsdann kommt, ihr Im M: schn 1u W I0 sch 0 Nlalche lt Sh Vie Daphf . Vh 0 0 il/ Mc et i Ischtte I Ht v 9. W llen St Kuih un, roch fihl Henn MA Alabet fr fl D Aune Huudtr) Hab thys Ruth. M töttohfeh schen fh Ae Schu 11.86 Walde Rihen) MHhet ahnfeh , N Rchimn Mmme Glauheiz 35F9.— Hon selg, A Laamdl herr in ihte he e schweren d tzen, mir kon E ttauri fhl ich ftant, Vet; der s am mich de ein Vatet, 2„ Wrh liebte, mnt Wauch betht Miebedstreiches viel Jahr hyt bin gesurh z vesen: saltt nien Tag ul vem Gotm inn ich nich uemen, ynd Hebesdich rd push zungen ant Pit gesuna i ttaunt m wissen hiit kinn mi x Dif geiger/ M Wolse lächt Wo mag lt det ug ssen, Wfi 0 d inn absagh Nichten Sbost boch, was suich Wft. get/ det M und hla Hrge Heb 10 i„— der es sehhh 2/ Ud sh Gdicht. mt I bun — O getrost, u Oon der Freudigkeit des Glaubens. 457 Laͤsterzungen, ist es euch allhier gelungen, so ver⸗ dammet mich dann auch. Ich steh als ein Held im Blauben; euer Wuͤthen, euer Schnauben achte ich wie Dampf und Rauch. 8. Wenn ihr laͤstert, will ich flehen, wenn ihr scheltet, will ich stehen vor des Allerhoͤchsten Thron, und vor ihm mein Herz ausschuͤtten, ob vielleicht ich koͤnnt verbitten euren sonst verdienten Lohn. 9. Ja, wenn gleich auf allen Seiten sich erreget Krieg und Streiten, doch noch froͤhlich, unverzagt! wenn das Schiff beginnt zu krachen, weiß schon IE⸗ sus aufzuwachen: nur im Glaͤuben frisch gewagt! 10. Wuͤthet auch der Hoͤllenrachen, mich, den Suͤnder, bloͤd zu machen, bleib ich dennoch wohlge⸗ muth. Meines IEsu Blu⸗ testropfen diesen Teufels⸗ rachen stopfen, löͤschen aus die Schwefelglut. 11. Sterben mir die An⸗ verwandten/ Eltern, Weib/ Kind und Bekannten, bleibt die Freud doch unversehrt; der sie gab, hat sie genom⸗ men: darum sei bei allen Frommen GOttes Name hochgeehrt. 12. Ich habs ja nicht aͤndern koͤnnen, will sie meinem IEsu goͤnnen, der viel hoͤher sie geliebt. Er nahm sie vom Weltgetuͤm⸗ mel, und nun ihnen in dem Himmel das verborgne Manna giebt. 13. Muß ich um das Meine kommen, wird mir all mein Gut genommen, doch kein Sorgen mich ver⸗ zehrt. Und was sag ich/ um das Meine? GOtt, dem hoͤchsten Gut, alleine was ich habe Dodach un 14. Dessen hab ich mich verziehen: er hat, was er nur geliehen, von mir wie⸗ der weggethan, und die Last mir abgenommen, daß ich eher zu ihm kommen, und gen Himmel steigen kann. 15. Immer froͤhlich, im⸗ mer froͤhlich! ich bin auf der Erd schon selig: hier faͤngt sich mein Himmel an. Ich will sagen, was ich meine: Es betruͤbt mich nur alleine das, was GOtt erzürnen kann. Magnus Daniel Omeis. Mel. balet will ich dir geben. 527. mich, 1⁰ trete gleich alles wider mich: so oft ich ruf und bete, weicht alles hinter sich. Hab ich das Haupt neht Freunde, und bin geliebt bei GOtt, was kann mir thun der Feinde und Wi⸗ dersacher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich ruͤhms auch ohne Scheu, daß GOtt der Hoͤchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Faͤllen er mir bar Rechten steh, und aͤmpfe Sturm und Wel⸗ len, und was mir bringet Weh. 20 3. Der 7 458 Von der Freudig keit des Glaubens. 3. Der Grund, da ich 174 858 45 1 mich gruͤnde, ist Christus und sein Blut, das machet, daß ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Chri⸗ stus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Mein JEsus ist mein Ehre, mein Glanz und hel⸗ les Licht; wenn der nicht in mir waͤre, so duͤrft und koͤnnt ich nicht vor GOt⸗ tes Augen stehen und vor dem strengen Sitz; ich muͤßte stracks vergehen wie Wachs in Feyershitz. 5. Mein IEsus hat ge⸗ loͤschet, was mit sich fuͤhrt den Tod; der ists, der mich rein waͤschet, macht schnee⸗ weiß, was ist roth. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmuth, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Suͤnder thut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, niches nimmet mir mein Herz; die Hoͤll und ihre Flam⸗ men, die sind mir nur ein Scherz; kein Urtheil mich erschrecket, kein Unheil mich betuͤbt; weil mich mit Fluͤgeln decket mein Hei⸗ land, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibt mir Sorg und Schmer⸗ en, nimmt allen Kummer hin giebt Segen und Ge⸗ deihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an mei⸗ nem Orte sich Furcht und Schwachher findt, so seufjt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, GOtt aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch suͤ⸗ ßes Trostwort zu, wie GOtt dem Huͤlfe leiste, der bei ihm suchet Ruh; und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Theil, mein Erbe mir praͤchtig zu⸗ gericht; wenn ich gleich fall und sterbe, faͤllt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuch⸗ ten mit Thraͤnen meine Zeit, mein IEsus und sein Leuchten durchsuͤßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem ver⸗ bindet, den Satan fleucht und haßt; der wird ver⸗ folgt, und findet ein harte, schwere Last zu leiden und zu tragen, geraͤth in Hohn und Spott, das Kreuz und alle Plagen, die sind sein taͤglich Brod. 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt. Dich will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben, und alles, was ich hab: an dir will ich fest kleben, und nim⸗ mer lassen ab. 13. Die Welt die mag zer⸗ runh 110 Kh Fabeh k Hnachkel IWtene ah H suk kist ID E Potehsch ft H W sch „ W8 0 20 9VO ssht Ohg Mict,f Isliche. Aals ie sh Hü +.N k cht E Halzuwe moith, Iif ih Ji süt/ Glaubez *—— en h h =scht Hur Woi fiudt,sie yer Matt chlich sdeg meinem Mn Der wohl on herpenz G Wine dus. in Geis h Rir manc stwont„ rem Hüle H Uhm ich N er hab athe eue Endt, Hethe schth W het ha ain I Mir yrachtoy Vyenn ich gh Werbe, fült d el nicht. M Wlich hiek feug, TRihen Meh . Wüus u hren dutchsli Asich nitdentz n Suan fat der witd u Ifrdet in kn ast 101 lden 3 getäth uht ott/ R05 V N st ch Brod. b ist nit t „ doch Hl Dich u 9. den 0 6s 110 n/ un 0 hab: al WI 5 1* U I e! 0 N von der Freudigkeit des Glaubens. 459 zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll tren⸗ nen mich und dich; kein Hunger und kein Duͤr⸗ sten, kein Armuth, keine Pein, kein Zorn des gro⸗ ßen Fuͤrsten soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus dei⸗ nem Arm und Schooß. 15. Mein Herze geht in Springen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein HErr IEsus Christ; das, was mich singend machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhard. In eigener RMelodie. 09 2 IE⸗ 328 sum laß ich nicht; wei 1 er 0 fuͤr mich gegeben, so erfordert meine Pflicht klettenweis an ihm zu kleben. Er ist meines Lebens L icht: meinen IE⸗ sum laß ich nicht. 2. IJEsum laß ich nim⸗ me X nicht, weil ich soll auf Erden leben. Ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben: alles ist auf ihn gericht. Mei⸗ nen IEsum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Ge⸗ sicht, Hoören/ Schmecken, Fuͤhlen weichen; laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen: wenn der Lebensfaden bricht, mei⸗ nen IEsum laß ich nicht. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor sei⸗ nem Angesicht meiner El⸗ tern Glaube pranget; mich erfreut sein Angesicht. Mei⸗ nen IEsum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt,/ nach Himmel nicht meine Seele wuͤnscht und stoͤhnet, JE⸗ sum wuͤnscht sie und sein Licht, der mich hat mit GOtt versoͤhnet, der mich freiet vom Gericht. Mei⸗ nen IEsum laß ich nicht. 6. JEsum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus laͤßt mich fuͤr und fuͤr zu dem Lebens-Baͤchlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen IE⸗ sum laß ich nicht! Christian Keymann. Mel. von GOtt will ich nicht lassen. 3529. Mn nicht verlassen, mein GOtt verlaͤßt 4.— nicht; wenn ich kein Trost kann fas⸗ sen, ist er mein Zuver⸗ sicht. Daß GoOtt mich nicht verlaͤßt, das hab ich oft erfahren in meinen Kinderjahren, drum halt ich an ihm fest. 2. Er ist voll Gnad und Staͤrke: wer sich auf ihn verlaͤßt, betrachtend seine Werke, der ist genug ge⸗ 20* tröst 460 Von der Freudigkeit des Glaubens. trost; denn seiner Gna⸗ den Licht erquicket unsre Herzen in Aengsten, Kaͤm⸗ pfen, Schmerzen mit fester Zuversicht. 3. Mich kann auch nicht verlassen JEsus, der theu⸗ re Mann. Wer ihn nur lernet fassen, deß nimmet er sich an, erquicket seine Seel mit seinen Liebes⸗ gaben, in Ohnmacht ihn zu laben aus seiner Wun⸗ den Hoͤhl. 4. Willst du dich ihm ergeben, du findest in ihm Ruh; er macht dir suͤß das Leben; drum geh ge⸗ rade zu, ergreif sein theu⸗ res Blut; will dich der Satan schrecken, so wird er dich bedecken vor aller Feinde Wuth. 5. Mich kann auch nicht verlassen des HErren wer⸗ ther Geist; ich will die Suͤnde hassen und thun/ was er mich heißt: so wird mich dessen Guͤt mit Mut⸗ terhaͤnden leiten, und hier mit Himmels⸗Freuden er⸗ quicken mein Gemuͤth. 6. Er selbst wird durch sein Leben ertoͤdten mei⸗ nen Tod, und volle Kraft mir geben, zu dulden Schmach und Spott. In allem, was ich thu, soll er mich stets regieren, und endlich mit sich fuͤhren zur Freud und mit zur Ruh. In eigener Melodie. 530 Soutenein 1 bisweilen scheinen, als wenn Gott berließ die Seinen: o so glaub und weiß ich deis, GOtt hilft endlich noch gewiß.— Huͤlfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wanns noͤthig ist. 2. Gleich wie Vaͤter nicht bald geben, wonach ihre Kinder streben, so haͤlt GOtt auch Maaß und Ziel: er giebt wem und wann er will.— Seiner kann ich mich vertroͤsten, wann die Noth am allergroͤßten; er ist gegen seinem Kind mehr als vaͤterlich gesinnt. 3. Trotz dem Teufel, trotz dem Drachen! ich kann ihre Macht verlachen; trotz dem schweren Kreu⸗ zesjoch! GOtt, mein Va⸗ ter, lebet noch.— Trotz des bittern Todes Zaͤhnen, trotz der Welt und allen denen, die mir sind ohn Ursach feind! GOtt im Himmel ist mein Freund. 4. Laß die Welt nur im⸗ mer neiden: will sie mich nicht laͤnger leiden, ei so frag ich nichts darnach. GOtt ist Richter meiner Sach.— Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel blei⸗ ben; wenn ich nur den Himmel krieg, hab ich al⸗ les zur Genuͤg. 5. Ich will ihr gar ger⸗ ne lassen, was ich sonsten pfleg zu hassen; sie hab ihren Erdenkoth, und laß mir nur meinen GOtt.— Ach HErr, wenn ich dich nur habe, sag ich allem Andern abe: legt man mich gleich 0on Nl — Hnd W V IV he 2. Tuuh Zeluh RSü Ott . 0 hch d O W henn n Eun Vcht ft 9. T Wlcgihe wi N. W hinde II 9 4 Ihhet nacse Aufech I S Wben, hitery Fgehoben; Hf geben, un et steben Ich Maßuh wem und u · Seiner kn krösten/ wam V.allergchte Reinem Kindn llich geint. oh dem Tul Drachh Mocht verac schweten K ott, mein uoch.— Tes Zihn. Val U e mit sird Eind! Got Rist mein Fen die Withun n: will seg get ledeh/ nichts N Richtet n . Wil stech sich tragn der Hinll m ich M rieg, Hi Zenig, willihtght W hassen ss Kenkoth, W eiten Gol * mna / 0 2 10 masss von der Freudigkeit des Glaubens. 461 gleich in das Grab, gnug, HErr, wenn ich dich nur hab. Christoph Titius. In eigener Melodie. 531 Tein auf GOtt in allen Sa⸗ chen, die dich jetzo traurig machen; trau auf GOtt in allen Dingen, die dir zu dem Herzen dringen. 2. Trau auf GOtt in Seelenplagen, wenn dich deine Suͤnden nagen; denn GoOtt ist in solchen Schmerzen ein recht Pfla⸗ ster fuͤr die Herzen. 3. Trau auf GOtt, wenn Tod und Hoͤlle, wenn der Teufel ist zur Stelle, und dir vom Verdammen sa⸗ get: GOtt ist, der ihn alsbald jaget. 4. Trau auf GOtt im boͤsen Gluͤcke; denn GOtt ist dir eine Bruͤcke, drauf du sichern Stand kannst haben, wenn viel Ungluͤck um dich traben. 5. Trau auf GᷣOtt, wenn boͤse Seuchen in dem Land herummer schlei⸗ chen; denn er kann dich so bedecken, daß dich keine darf anstecken. 6. Trau auf GOtt in Kriegsgefahren, denn er weiß dich zu bewahren; er kann machen, daß die Ien werden deine be⸗ sten Freunde. 7. Trau auf GOtt in Hungersnothen, dann wird dich kein Hunger toͤdten; waͤchset gleich kein Korn auf Erden, dann wird Brod uus Steinen werden. 8. Trau auf GOtt bei duͤrren Zeiten; denn er wird vom Himmel leiten seines Segens Strm und Quellen, die dein Herz zufrieden stellen. 9. Trau auf GOtt, wenn Feuersflammen schlagen uͤber dich Ilonnbt die GOt⸗ tes Engel schuͤtzt die From⸗ men, die in Feuersnoth gekommen. 10. Trau auf GOtt/ wenns stuͤrmt und schneiet, wenn die Donnerwolke schreiet, wenn dich trifft das boͤse Wetter; denn Gtt ist allein dein Retter. 11. Trau auf GOtt in allen Sachen, denn er kann den Ausschlag machen; trau auf GOtt in allen Dingen. dann wirst du ein Danklied singen. Justus Sieber. In eigener Kelodie. 5 Ton tt nicht lassen, denn er laͤßt nicht von mir, fuͤhrt mich auf rechter Straßen, da ich sonst irret sehr. Er reicht mir seine Hand; den Abend als den Morgen thut er mich wohl versor⸗ gen, sei wo ich woll im Land. 2. Wenn sich der Men⸗ schen Hulde und Wohlthat all verkehrt, so findt sich GOtt gar balde, sein Macht und Gnad bewaͤhrt; hilfet aus aller Noth, er⸗ rett von Suͤnd und Schan⸗ den, von Ketten und von Banden, und wenns auch waͤr der Tod. 3. Auf 462 von der§reudigkeit des Glaubens. 3. Auf ihn will ich ver⸗ trauen in meiner schweren Zeit; es kann mich nicht ereuen, er wendet alles Led. Ihm sei es heim⸗ gestellt; mein Leib/ mein dem HeErrn ergeben; er machs, wies ihm gefaͤllt. 4. Es ihut ihm nichts gefallen, denn was mir nuͤtzlich ist; er meints gut mit uns allen, schenkt uns den HErren Christ, ja, seinen lieben Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernaͤhret: lobt ihn ins Himmels Thron. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, welchs er uns beides schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man dulde hier Widerwaͤrtigkeit, wie ichs auch wohl ver⸗ sschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freu⸗ den voll; dieselb ohn einigs mei b, Ende, dieweil ich Christum Seel, mein Leben sei GOtt kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen haͤt; sein Sohn hat Guts die Fuͤlle erworben und Genad; und GoOtt, der heilge Geist, im Glauben uns regieret, zum Reich des Himmels fuͤhret. Ihm sei Lob, Ehr und Preis. Ludwig Helmbold. In eigener Melodie. AEN arum sollt 93³9. Wé ich mich denn graͤmen? Hab ich doch Christum noch, wer sein gedenkt; sonst verdirbt will mir den nehmen? Wer alle Zeit, die wir zubringn auf Erden; wir sollen se⸗ lig werden und bleibn in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrem Stolz und Pracht, wedr Ehr noch Gut bestehet, so vor war groß geacht; wir wer⸗ den nach dem Tod tief in die Erd begraben, wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken GOtt. 7. Die Seel bleibt un⸗ verloren, gefuͤhrt inubrams Schooß; der Leib wird neu geboren, von allen Suͤn⸗ den los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des HErren. Daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art. will mir den Himmel rau⸗ ben, den mir schon GOt⸗ tes Sohn beigelegt im Glauben. 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kain, da ich nahm meinen ersten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein: Gott allein ist es, ders gegeben; will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn den⸗ noch Ochic ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein: sollt ich drum verzagen? 8. Darum, ob ich 4n es schickt, der 0916 e on Rel lit audeh 5. 601 T 0 i W ltog OOt M Maeh Ium nich 40 EW I1e Mi ichtz e Raheth en, KMs R eht un Whseßd Tl eh, un W Hlhste 9 M Sche Sch Ihn; Oatt u H 10.2 s G WaS Omich Re Ran hj Ic olauhet ö ruch Wohhehß ommt hoch! aer u Heselbchnehh eilichChesh oiderfthren —ist des Vuh gesch ohn hat G erworben i 5 Gott, E in Ghue et, zun Mit Hls fuhret. I ehr und Yh Udwig Helnheh — 1 et Glelodi. EWon sil ich M Ä Ha i Vn noch, wel Whmeg? Wer e ⸗ schen GOt⸗ bahelegt 45 I0 Kg ich a „% dDch fg nemen ersn end wth i , Wenn ih 0 Etd als ei When. Bhut, Leib, e I nicht en N, . iche, hn osll ihn di ehhen. t er mit Dhen. U und Im vethch Ru u von der Kreudigkeit des Glaubens. 463 es wenden; er weiß wohl/ wie er soll all nein Un⸗ gluͤck enden. 5. GOtt hat mich bei doure ich neß oft ergdtzt, ollt ich jetzt auch nicht etwas tragen? Fromm ist GOtt, und schaͤrft mit Maaßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten koͤnnen mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spot⸗ ten, laß sie lachen: GOtt mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen: wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Muth dennoch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht toͤdten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Noͤthen; schleußt das Thor der bittern Lei⸗ den, und macht Bahn, da man kann gehn zur Him⸗ melsfreuden. den. nuͤgen an 9. Allda will in suͤßen Schaͤtzen ich mein Herz auf 11. HErr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, nie⸗ mand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegehen. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse, und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß enich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich leib⸗ lich werd umfangen. Paul Gechard. In eigener Klelodie. —.— 7 7 23 33 GOt 3 3 4. iüm, das ist wohlgethan, es bleibt gerecht sein Wille; wie er faͤngt meine Sachen an, will ich ihm halten stille. Er ist mein GOtt, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten: drum laß ich ihn nur walten. 2. Was GOtt thut, das ist wohlgethan, er wird mich nicht betruͤgen; er fuͤhret mich auf rechter Bahn, so laß ich mir ge⸗ seiner Huld, und hab Geduld; er wird mein Ungluͤck wenden, es den Schmerz ewiglich er⸗ steht in seinen Haͤnden. goͤtzen; im Hui verschwinden. 10. Was sind dieses Le⸗ hier ist kein recht Gut zu finden, was die ist wohlgethan, Welt in sich haͤlt, muß mich wohl bedenken; er, als 3. Was GOtt thui, das er wird ein Arzt und Wundermann, wird mir nicht Gift ein⸗ bens Guͤter? Eine Hand schenken fuͤr Arzenen GOrt voller Sand, Kummer der ist getreu, drum will ich Gemuͤther. Dort, dort auf ihn bauen, und seiner sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. Guͤte trauen. 4. Was GOtt thut, das ist wohlgethan, er ist mein Licht 464 von der Kreudigkeit des Glaubens. Licht und Leben, der mir nichts Boͤses goͤnnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid; es kommt die Zeit da oͤffent⸗ lich erscheinet, wie treu⸗ lich er es meinet. 5. Was GOtt thut, das ist wohlgethan; muß ich den Kelch gleich schmek⸗ ken, der bitter ist nach mei⸗ nem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken; weil doch zuletzt ich werd er⸗ goͤtzt mit suͤßem Trost im Herzen, da weichen alle Schmerzen. 6. Was GOtt thut, das ist wohlgethan, dabei will ich verbleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend trei⸗ ben, so wird GOtt mich ganz vaͤterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast. Mlel. Wer nur den lie⸗ n läßt walten. Arnr enn ich 333. oetracht mein suͤndlichs Wesen, und daß ich doch in Gnaͤden bin, und wiederum in GOtt genesen, so freuet sich Herz, Muth und Sinn, und spricht: Mein JEsus hats verricht: ich lasse mei⸗ nen IEsum nicht. 2. Von IEsu will ich nimmer wanken, der mich geliebet hat vorhin, und dem ichs einzig hab zu danken, daß ich ietzund in Gnaden bin; daher ihm Mund und 3. Ich laß ihn nicht, ich will ihn haͤlten, es geh mir druͤber, wie es geh; ich lasse meinen JIEsum walten, bei dem ich in Genaden steh; waͤs mir auch ewig drum geschicht, ich lasse meinen IEsum nicht. 4. Er laͤßt mich nicht, sollt ich ihn lassen? O nein, mein IEsus bleibet mein; ich will ihn immer staͤrker fassen, und schließen in mein Herz hinein; im Glauben wird es zuge⸗ richt, im Glauben laß ich IEsum nicht. 5. Der Satan meint mich zu erreichen, die Welt kommt auf mich zugerennt, und dieses ist ein rechtes Zeichen, dabei man einen Christen kennt; ich aber bin ihm hoch veryflicht, ich lasse meinen IEsum nicht. 6. Man mag mich hier und da vertreiben, ich weiß schon einen sichern Ort, da man mich wohl muß lassen bleiben, das ist mein IEsus und sein Wort. Mein Alles ist auf ihn gericht: ich lasse meinen IEsum nicht. 7. Kommts gleich mit mir gar bis ans Leben, weil ja die Welt nur Bos⸗ heit uͤbt: mein JEsus wird mirs wieder geben, den meine ganze Seele liebt. Ich leb und sterb auf den Bericht: ich lasse meinen IEsum nicht. 8. Der Tod soll uͤber mich im Sterben auch Herz verspricht: Ich lasse meinen IEsum nicht. nicht behalten Oberhand; mein IEsus laͤßt mich nicht ol Rl ht hedetl Iut sall Han 1808 c Hal Wanhtn thtz vn W aleh o mal 0. 8 Sud sh et/ Mf fit v Doch W er,L uhn bhn m h ih sum fscht . D In m W Nbeh e Wln ci Oͤuuhhn loß ihn nihh Datet, es hn eesochzit sum wuth n Genden f Hauch en w dich lase nih Dicht. Nlaßt mich z ihn laset;! 1E will ihn inn. Det, und schlth Boakz hinene wird es sh Glauben f Hicht. Sutun mü Meichen, de. Emich getenn Us eis recht Whet nam ein At ich aber by Hhedficht, ich Wum uich. nng mich hir ebet, ich wef n sichetn O rich wohl mi. daü istneh D sein Wih. sst auf. lsse meise M.. ö ts glich mi 13*dahs Leben, Hat rut Vos enWs wih er geben/ 0 Gete Hi. 3 feth Afk ch lase mahg Reht. A. 05 fl Sterben n Ohithhh 15 It u h von der Freudigkeit des Glaubens. 465 nicht verderben, deß hab ich ein gewisses Pfand, so mir sein heilsam Wort verspricht; ich lasse meinen IEsum nicht. 9. Die Welt muß endlich auch vergehen mit aller ih⸗ rer Herrlichkeit; nichts ist, das ewig kann bestehen, als was uns JEsus hat be⸗ reit; wenn Himmel, Erd und alles bricht, laß ich doch meinen IEsum nicht. 10. Schlaͤgt mich die Suͤnd schon oftmals nie⸗ der, daß mein Gewissen fast verzagt, hilft JEsus doch und siaͤrkt mich wie⸗ der, er haͤlt, was er mir zugesagt; drum wenn mich schon mein Suͤnd anficht/ laß ich doch meinen JE⸗ sum nicht. 11. Der uͤngste Tag kann mich nicht schrecken, ich dring vom Tod zum Leben ein; mein IEsus will mich auferwecken, daß ich bei ihm soll ewig sein; an jenem großen Weltge⸗ richt, da laß ich meinen IEsum nicht. 12. Ich laß ihn nicht in jenem Leben, dort will ich ihm zur Seiten siehn, will ewig, ewig an ihm kleben, und nimmermehr von IE⸗ su gehn; da will ich sehn sein Angesicht, und meinen IEsum lassen nicht. 13. Da will ich Halle⸗ lujah singen und Amen in dem hoͤchsten Ton, will Ruhm, Dank, Preis und Ehre bringen und ewges Lob vor GOttes Thron, will wandeln dort in sei⸗ nem Licht, und meinen IEsum lassen nicht. Erasmus Finx. Mel. Was mein GOtt will, das gscheh allzeit. 4* er GOtt 3536. Wẽé vertraut, hat wohl gebaut im Him⸗ mel und auf Erden; wer sich verlaͤßt auf JEsum Christ, dem muß der Him⸗ mel werden; darum auf dich all Vif 10 ich ganz fest und steif thu setzen; HErr JEsu Christ, mein Trost du bist in Todes Noth und Schmerzen. 2. Und wenns gleich waͤr dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, JEsu Christ, der sie all schlaͤgt darnieder. Und wenn ich dich nur had um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fuͤr⸗ wahr mir ganz und gar wedr Tod noch Teufel schaden. ö 3. Dein troͤst ich mich ganz sicherlich, denn du kann mir wohl geben, was mir ist Noth/ du treuer Gᷣott, in diesm und je⸗ nem Leben. Gieb wahre Reu, mein Herz erneu, er⸗ rette Leib und Seele. Ach höre, HErr, dies mein Be⸗ gehr, und laß mein Bitt nicht fehlen. Johann Mühlmann. Mel. Machs mit mir, ESOtt, nach Teht bem 0 em, 537. Wé der sich auf seinen GOtt recht kind⸗ lich kann verlassen; den 20 mag 466 von der Begierde zu Gott. mag gleich Suͤnde, Hoͤll und Tod und alle Teufel hassen, so bleibt er dennoch wohl vergnuͤgt, wenn er nur GOtt zum Freunde kriegt. 2. Die boͤse Weit mag immerhin mich hie und da befeinden; kann sich nur mein Gemuͤth und Sinn mit meinem GOtt befreun⸗ den, frag ich doch nichts nach ihrem Haß; ist GOtt mein Freund, wer thut mir was? 3. Und ob ich gleich dar⸗ uͤber oft viel Ungluͤck lei⸗ den muͤssen, so hat GOtt hier verdammen: so fuͤrcht ich doch dieselbe nie, denn Gott, mein Freund, ver⸗ tilget sie. 5. Dahero trotz der Hoͤl⸗ len Heer, trotz auch des Todes Rachen, trotz aller Welt! mich kann nicht mehr ihr Pochen traurig machen. GOtt ist mein Waalp; mein Schutz und ath; wohl dem, der GOtt zum Freunde hat! Mel. wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. 537 Ich bins ge⸗ —— wiß, mich gleichwohl unverhofft mich kann nichts scheiden von wieder draus gerissen. Da meinem Heil, von meinem lernt ich erst, daß GOtt GOtt. Was frag i h nach allein der Menschen bester Welt, Kreuz und Leiden? Freund muß sein. was acht ich Noth, Tod, 4. Ja, wenn gleich mei⸗Hohn und Spott? Mir ner Suͤnden Schuld sich bleibts gewiß, was GOtt haͤuft in mir zusammen, verspricht; ich weiß, mein mich treibt in Angst und IEsus laͤßt mich nicht. Ungeduld, und will gleich Job. Olearius. Von den Früchten des Heils. I. Von der Liebe und Begierde zu GoOtt. Mel. O NeEsu, mein Bräulgam, wie ist mir so wohl. .2 ch laß dich 3538. A jetzt finden, komm, IEsu, komm fort, mein Herze will oinden dein Herze, mein Hort. Nach IEsu ich schreie, den hab ich erwaͤhlt; mein IEsus ist treue, ihm bin ich ver⸗ maͤhlt. 2. Trotz deme, der den⸗ ket, daß seine ich sei! ich bin nun verschenket, es bleihet dabei; nichts brin⸗ get mir Schmerzen, weil IEsus allhier, der traͤgt mich im Herzen, ihn trag ich in mir. 3. O weichet, ihr Feinde, denn IEsus ist mein; ihn hab ich zum Freunde, sein bin ich allein; ich aen ein M 00 0 R a Iehn =.= H. H. W. it bade. ichtnht 2 um ih gufE Ul, H Hehden 0, J HabbetA Ithlht schr st Rt J 1. WA 0 lche —4 . ö Rein OV 936 Ihlch Ug Nh Eeld R MW sslg! Gott. e: o fiy Wieselbe m. 0 ein Frurd o ttoß urg ttotz auch ochen, Roß h ich kunn Pochen fun . Golt is Inein Schuße ohl dem, Im Freunde l nur den i Rit läßt valh i iß/ t h scheher u Leil, von mihh Was frag ht eus und Achen dich Mu 0 Sbol? M ich waiß mih Eit nich niht Job. Olnit Heil Bagerde Lume derdetr ich seid 0 Vescherket, 6 Az; nichtz hrh Ichmetze, Hr, det min e ihn u ci Rid mei ů Freunde, inz ich bch ch von der HBegierde zu Gott. 46⁷ sein eigen, er hat mich er⸗ kauft; sein Blut wird er zeigen, damit ich getauft. 4. Auch kann ichermes⸗ sen, daß JEsus mich liebt, weil er mir zu essen sich selbsten dargiebt; so hab ich auch wieder, was IEsu gehoͤrt, Leib, Seele und Glieder ihm gleichfalls ver⸗ rt 5. Ja, ja, ich bin seine, wir beide sind eins, ich bin nicht mehr meine, uns schei⸗ det nun keins; bleib gleich ich auf Erden, so lange er will, so hab ich den Wer⸗ then, dem halt ich auch still. 6. Ihn kann mir nichts rauben, der Staͤrkste, der siegt; an den will ich glau⸗ ben, im Herz er mir liegt; im Schlafen und Wachen ist IEsus mir nah: ei sollt ich nicht lachen, daß JIE⸗ sus steht da? 7. Lehr, IEsu, mich froͤhlich hier leben in Noth⸗ lehr sterben mich selig, mein IEsu, mein GOtt! An IeEsu ich klebe, in IEsu ich ruh; in IEsu ich lebe, und sterbe dazu. Lubämilie Elisabeth Gräfin v. Schwarzburg. Mel. Schwinge dich, mein schwacher Seist. 20gich mein 539. AGou,we lieblich ist deine Woh⸗ nung, daͤ du bist; Zions Burg, da man nichts hoͤ⸗ ret als des werthen Braͤut⸗ gams Ruhm, womit seine Braut ihn ehret in dem stillen Heiligthum. 2. Ach wie sehn ich mich dahin, daß ich vor Verlan⸗ gen bin fast vergangen. Moͤcht ich koͤnnen vor sein heilges Angesicht treten. und in Liebe brennen bei dem suͤßen Gnadenlicht. 3. Welches Boͤglein ist doch wohl, wenn es Junge hecken soll, das nicht bald ein Nest sich mache, oder baue irgend an unter ei⸗ nem sichern Dache, da es sich erquicken kann. 4. Warum sollt ich, Lieb⸗ ster, nicht dein holdselig Angesicht zu erblicken auch verlangen, wo vor dei⸗ nem Altar ich wahre Ruhe kann empfangen und mich laben ewiglich? 5. Wohl den Menschen, die bei dir sich befinden fuͤr und fuͤr; die sind nur allein bemuͤhet, dich zu loben immerdar, weil ihe Herz von Liebe gluͤhet bei der Auserwaͤhlten Schaac. 6. Doch auch wohl dem, der von dir Kraft em⸗ pfaͤnget fuͤr und fuͤr; rich⸗ tet sein Herz auf die We⸗ ge, die zu deinem Tempel gehn, und ist nicht im Laufe traͤge, ob er muß viel Kreuz ausstehn. 7. Denn die durch dies Thraͤnenthal gehen nach dem Freudensaal, machen solches selbst zur Quelle, die zur Freude dienen muß/ und der Regen, der so helle sich ergießt, bringt Ueberfluß. 8. Denn das Kreuz, das hier ein Christ, der nach GoOtt begierig ist, auf sich nim⸗ 468 von der Gegierde zu GoOtt. nimmet, ist so suͤße, daß es Freud und Leben giebt; dazu kommen Gnaden⸗ fluͤsse von dem Geiste, der sie liebt. 9. Da gehn sie aus Kraft in Kraft, bis daß ihre Wanderschaft sie be⸗ schließ6en, und gelangen vor des Hoͤchsten Ange⸗ sicht, da sie vor ihm koͤst⸗ lich prangen, angethan mit lauter Licht. 10. Nun, mein GOtt, er⸗ hͤre mich; GOtt Zebaoth, neige dich auch zu meinem armen Flehen; ach mein Schild, verschmaͤh mich nicht; gieb, daß ich auch moͤge sehen bald dein freundlich Angesicht. 11. Denn auch einen Tag allein in dem Hause GOttes sein will ich noch viel hoͤher achten, als viel tausend andre Tag; ich will lieber dahin trachten, daß ich drinnen huͤten mag. 12. Denn du, HErr, bist Sonn und Schild, der du deinen Kindern willt niemals etwas man⸗ geln lassen. Wohl dem, HErr Gott Zebaoth, der dich kann im Glauben fas⸗ sen, und dir trauen in der Noth. Christian Jakob Koitsch. Mel. Christus, der ist mein Leben. 44QYÄgsch waͤr ich 40. A schon dort droben, mein Heiland, waͤr ich da, wo dich die Schaa⸗ ren loben umd saͤng Hal⸗ lelujah! 2. Wo wir dein Antli schauen, da sehn ich mi hinein, da will ich Huͤtten bauen; denn dort ist gut zu sein. 3. Da werd ich alles se⸗ hen: den großen Schoͤ⸗ vfungorath, was durch dein Blut geschehen und deines Geistes That. 4. Da seiern die Gerech⸗ ien, die ungezaͤhlte Schaar, mit allen deinen Knechten, das große Jubeljahr. 5. Mit goͤttlich⸗ suͤßen Weisen wird mein verklaͤr⸗ ter Mund dich ohne Suͤn⸗ de preisen, du, meines Le⸗ bens Grund. 6. Da werden meine Thraͤnen ein Meer voll Freude sein. Ach stille bald mein Sehnen und ho⸗ le mich hinein. Ernst Gottlieb Woltersdorf. Mel. Wo ist der Schönste, den ich liebe. 23— ch möcht ich 541 2 Mauelnen⸗⸗ sum sehen, der meine Seel so herzlich liebt, ob ich ihn gleich so oft betruͤbt! Ach moͤcht ich aus mir sel⸗ ber gehen zu dem, der mich so kraͤftig hiehet von dieser Welt zu sich hinauf, bei ber ich mich so sehr be⸗ muͤhet in meinem ganzen Lebenslauf! 2. Ach moͤcht ich doch die Fuͤße kuͤssen, und prei⸗ sen seine Naͤgelmaal, die Muͤh und Schmerzen ohne Zahl, die er fuͤr mich er⸗ dulden muͤssen! Ach moͤcht ich mich doch niedersetzen zu W yxm 6 seel h/ 0 Irinch INe Hel 41 6 mbicbe zon. schr ihn villih h . Loetd ichallg oroßen El ö„ bon Rurch h Vehen undeh u Dih ern die Gait Maahlte Sche Heten Krehhn Jubchahe gätflch⸗fth i mein verlh Mich ohne Eih meieh Hbetden neh un Meer hal 3. Ach flt Vehnen und hl⸗ Iin. Vitd Wehlerndorj. Ider Schönst, ch lebe. Ach mbchtih Wana Het mie Se libt, ah. ih oft bettüttt auls mit st⸗ dem, der mich ihet von hiese waf, da I Wscht L Henem gutheh Wucht ih sch, ind seh helmadl,N Achhlehe n füt mich c 0 micherhe von der Begierde zu GoOtt. 469 6 seinen Fuͤßen in Ge⸗ uld, und sie mit Liebes⸗ thraͤnen netzen, dieweil er tilgte meine Schuld! 3. Ach laß mich mit Johanne liegen an deiner suͤßen Liebesbrust, und treib aus mir den Suͤndenwust; laß nicht die Welt mich mehr betruͤgen, der ich so lang bin nachgegangen; ihr Tand sei mir ganz unbe⸗ wußt hinfort, damit nur mein Verlangen, zu dir geh/ JEsu, meine Lust! 4. Ja, ich muß no was Groͤßers bitten: Zieh mich, mein IEsu, Haaß in dich, und komm du selber auch in mich; laß mich nur bloß nach deinen Sit⸗ ten und heilgem Willen einhergehen; ja ruf und treib mich stets zu dir, und laß mich nicht zuruͤcke se⸗ hen, mein Heiland, so ge⸗ nuͤget mir. 5. Ich will 9 08e nun alles lassen, und folgen dir nur blindlings nach, au achten ganz kein Ungemach. Ich will nun recht mein Teben hassen, damit ich moͤge zu dir kommen. Mach mich nur fest durch deine Gnad, und fuͤhre mich zu deinen Frommen; gieb selbst zu allem Rath und That. Maria Magd. Böhmer. Mel. Uun komm der Heiden Heiland. 40 ch wann 542. A kommt die Zeit heran, daß ich möge schauen an meinen liebsten IEsum Christ, der mein ieb und Leben ist? 2. Ach wo bleibst du doch, mein Licht? Komm doch fort, und saͤum dich nicht. Komm doch, weil mit gro⸗ ßem Schmerz auf dich wart mein kruͤnkes Herz. 3. Kommst du nicht jetzt alsobald, meines Lebens Aufenthalt, so vergeht vor Liebsbegier mein betruͤbter Geist in mir. 4. Allzeit weißt du, daß ich mich nicht erhalten kann ohn dich, weil du, liebster IEsu Christ, meines Le⸗ ch bens Leben bist. 5. Drum, so komm doch bald zu mir, und erfreue mich mit dir; schleuß mich in die Arme ein, die fuͤr mich verwundet sein. 6. Reich mir deinen suͤ⸗ ßen Mund, thu mir deine Liebe kund, druͤck mich an die zarte Brust, die mir ewig schaffet Lust. 7. Also werd ich dort und hier froͤhlich singen fuͤr und fuͤr, daß du, lieb⸗ chster IEsu Christ, meines Lebens Leben bist. Johann Angelus. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. glch wenn ich 543. A dich, mein Gott, nur habe, nach Erd und Himmel frag ich nichts. Nichts ist, das meine Seele labe, als du, mein GOtt, mein Trost und Licht. Ruͤhmt sich die Welt mit ihrer Lust, ohn dich ist mir kein Trost bewußt. 2. Soll Leib und Seele mir verschmachten, ich— 0 470 von der Begi erde zu GSOtt. doch getrost auf dich. Nichts will ich alle Plagen achten, an dir allein erquick ich mich; regt sich auch alles wider mich, es bleibt dabei, ich liebe dich. 3. Hab ich nur dich, so hab ich alles, was meine Seele wuͤnschen kann; auch fuͤrcht ich mich gar keines Falles, liebst du mich nur, was ficht mich an? Drum spricht mein Herz: du bist mein Theil, in dir ist meiner Seelen Heil. Benj Schmolk. Mel. Wie schön istunsers Aönigs Graut. 5 4 44. Duunser aus⸗ ö 2 erwaͤhltes Pnndi, an welches unsre Seele glaubt, laß uns in deiner Naͤgel Maal erblik⸗ ken unsre Gnadenwahl/und durch der aufgespaltnen Seite Schrein fuͤhr unsre Seelen aus und durch und ein. 2. Dies ist das wunder⸗ volle Ding: erst duͤnkts fuͤr Kinder zu gering, und dann zerglaubt ein Mann sich dran, und stirbt wohl, eh ers glauben kann; dar⸗ an erkennt man hier das kleine Heer, und davon singt man noch am glaͤsern 23 8 3. So lange eine Mensch⸗ heit ist, so lange JIEsus bleibt der Christ, so bleibet dies das A und O vom anzen Evangelio; und aß das Gotteskraft und Weisheit ist, das wißt ihr alle, die ihr Wahrheit wißt. 4. Wenn einer von der Mutter her vielleicht no unbescholten waͤr, un wuͤßte kaum was Fleisch und Blut, was Geiz sei oder hoher Muth, und in dem allen sich selbst helfen kann, der ist ein blinder und ein armer Mann. 5. Und wer auch in dem Glanz des Lichts sich sicht, und sieht, er 9 0 nichts, und geht und greift die Sache an, will eher Guts thun als er kann, und muͤht h selber viel und mancherlei, der lernet nie, 20 ein Erloͤser sei. Wenn aber ein ver⸗ lomes Kind vom Tod er⸗ wacht, sich kruͤmmt und windt, und sieht das Bos als Boͤse an, und glau⸗ bet, daß es sonst nichts kann, verzagt an sich, es 27 ihm aber nah: kaum ieht sichs um, so steht der Heiland da. 7. Wie geht dirs? O, es geht nicht gut, ich liege hier in meinem Blut. Da spricht der Menschen⸗ freund: Mein Sohn, nimm hin die Absolution, und sieh mich an, und glaub und stehe auf, und freue dich, und zieh dich an und lauf. 8. Die Seele kriegt den neuen Geist, sie s h. und thut, was IEsus heißt; sie sieht das Lamm mit Augen an, die GoOtt al⸗ leine geben kann, steht auf, bekommt ein unsichtbar Ge⸗ wand, und ist auf einmal mit dem Lamm bekannt. 9. Die Suͤnderschaam und Ren st 10 U 10 Itoto dchhttet Re h M hn M 10 94 Ga ne IIlt Macltz Hahhe H t. *.— Llegtn n wit, 8 mn waß Fh Ener Mam. Werhsh Lichts schsh Ruge nt Rund geiß wil chrG Ser kert, i. Nelber gel det lernet gj bser si abek Eitt er hm Tod gh Irummt uu sseht dos Y und glas sonst Rcht eh sich, e *t mh: uan ,/so sccht de 4 Eht dits7 O, Tht, ich h am Blut. Y Nenschit⸗ Sohn,imn Mihn, Ad %/ und glah / und fraue Iich dich al le Eriegt eghuubteh Wsis hah Mt de GOtt 6 Im, sehtaf Uhsichtbarhe IT af efg Ium bekahlt Vunderschgt E von der Begierde zu GOtt. 471 und GoOttes⸗Kraft die 2. O vertreib die Fin⸗ machen gleich Genossen⸗sternisse, weichen muͤsse schaft, und bleiben immer ungetrennt im Herzen, das den Heiland kennt; da geht kein guter Wille mehr zu⸗ ruͤck, denn ihre Arbeit ist ein ewges Gluͤck. 10. Erst heißt der Freund die Seele ruhn, dann essen und hernach was thun; so uͤbt er ihre Glaubens⸗ kraft in einer treuen Rit⸗ terschaft. Sie thut, und wenn sie dann ihr Werk gethan, denkt sie gemei⸗ niglich nicht weiter dran. 11. Und wuͤrde man ja irgendwo der eignen Gna⸗ denarbeit froh, so kommt die heilge Schaam herbei, die zeiget uns so mancher⸗ lei, daß man GOtt dankt, wenn man sich selbst ver⸗ gißt, und denkt an nichts, als daß ein Heiland ist. 12. Und allenthalben geht der Sinn der Glaͤubigen zur Gnade hin, und sinnet, wie er Nacht und Tag dem Braͤutigam gefallen mag, der uns vom ewgen Tode ios gemacht und un⸗ verdient zur Seligkeit ge⸗ bracht. Nic. Ludwig Gr. v. Zinzendorf. Mel. Thu, HErr, mein Seschrei erhören. 545 Ott, nur du . bist meine Sonne, Heil und Wonne, du bist meiner Seelen Licht Nichts als Dunkelheit und Schmerzen bleibt im Her⸗ zen, wenn dein Gnaden⸗ Aanz gebricht. deinem Lichte meine Nacht. Nacht und Dunkel moͤgen schwinden, laß mich finden, was meine Auge helle macht. 3. O du Licht der Ewig⸗ keiten und der Zeiten, blicke mich durchdringend an. Deiner Liebe Glanz erschei⸗ ne, du alleine bists, der wahrhaft lieben kann. 4. Stelle selbst in mei⸗ nem Herzen helle Kerzen himmlischer Gedanken auf. Wenn zu dir das Herz sie den be muß es gluͤhen fuͤr en heilgen Glaubenslauf. 5. Floͤße du mir Him⸗ melssaͤfte, reine Kraͤste dei⸗ nes Gnadenlebens ein. So werd ich nur, dich zu lie⸗ ben, recht mich uͤben, treu in deinem Dienste sein. 6. Denke nicht mehr meiner Suͤnde, ach ent⸗ winde ganz vielmehr mich ihrer Schuld. Halte mich in deinen Armen, voll Er⸗ barmen leuchte deine Va⸗ terhuld. 7. Laß mich, HErr, aus deinen Schranken nimmer wanken; leb und wirke selbst in mir. Laß mich nirgends je auf Erden froh⸗ lich werden als, mein ein⸗ zig Gut, in dir. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o BErr. .* Err IEsu 346. H Christ, mein hoͤchstes Gut, mein Seelenschatz, mein Her⸗ zensmuth und aller Sin⸗ nen *„ DEDEEn 472 von der Begierde zu Gott. nen Freude; ich bleibe den⸗ noch stets an dir, so ist auch nichts, das dich von mir und unsrer Liebe schei⸗ de; du machst mir deinen Weg bekannt, haͤltst mich bei meiner rechten Hand, regierst und fuͤhrst den Le⸗ benslauf, und hilfest mei⸗ ner Schwachheit auf. HErr JEsu Christ, du bist mein Licht ich folge dir/ so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet: Lerti gleich zu Zeiten wun⸗ erlich, so weiß ich den⸗ noch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn, nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Ge⸗ rechtigkeit. HErr IEsu Christ, ach voll Begier: wuͤnsch ich mich heute noch bei dir. 3. Mein Alles ist auf dich gericht, hab ich nur dich/ so frag ich nicht nach Him⸗ mel und nach Erden: denn waͤr der Himmel ohne dich, so koͤnnte keine Lust fuͤr mich in tausend Himmeln werden. Waͤrst du nicht schon auf Erden mein, moͤcht ich auch nicht auf Erden sein; denn keine tau⸗ sendfache Welt hat nichts, das mir, wie du gefaͤllt. HErr IEsu Christ, wo du nicht bist: ist nichts/ was mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Noth, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten: dies alles wird, wenns auch noch mehr, ja gar wie eine Hoͤlle waͤr, mein Glaube nichts nicht achten. Du bist und bleibest doch mein Heil, und meines Herzens Trost und Theil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seeie Heng sein. HErr IEsu Christ, ich hoffe fest daß deine Kraft mich nicht verlaͤßt. 5. Wer von dir weicht, und auf der Welt dir nicht bestaͤndig Glauben haͤlt/ muß freilich noch verder⸗ ben, und kann, weil er die Lust und Pracht des Fleisches hier zum Himmel macht, den Himmel dort nicht erben. Wer mit dem Teufel aͤrgerlich in Suͤn⸗ den huret wider dich, und denkt an keine Buße nicht den bringst du um dur dein Gericht; HErr IE⸗ su Christ, du bist dabei: dem, der dir treu ist, ewig treu. 6. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber haͤltst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in Freud und auch im Leide: dein Thun soll alles und allein in meinem Herz und Mun⸗ de sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach moͤchte solches bald geschehn. HErr IEsuChrist/ ich warte drauf 0 somni Ghah/ U Mf. I Leib 1. W G Rnchs 0 Res; sh de h I.IH W Hhi W Sulnh Oh Humm e aal Rure S V0 schlet! tt N Nrch Gahtkt Sall iten: deß ul 7—. 0 Wie eihe Hi Ghube mth l. Du bsich ich mah Hahesz Ei so witdeg Thich alcht deele sih 1 Cet, Ruß deige his bekläft. Lon dit wäth . Welt nch Wubet hah nch hetbet lann, weil a ) Mecht ds F Him Himmel dott Wet nit den lich in Sut⸗ ader dich, ud N Buße nich du um duch Hert M. At tel is, eug Halt ich mch „ du sbet lich zu mit/ ae hrelde. e Zudetsht In Hs, d 0, N Rd bedet N uld l 2 ud Mal ich dich knt . Achmioe schehn. Hen von der Begierde zu GoOtt. 473 ½1 komm, komm, mein Schutz, und nimm mich auf. Erdmann Neumeister. Mel. Uun laßt uns den 2 Lrib begraben. 4 2—— greifich hoͤchstes Gut, an welchem klebt mein Herz und Muth! ich duͤrst, o Lebensquell, nach dir: ach hilf, ach lauf, ach komm zu mir! 2. Ich bin ein Hirsch, der durstig ist von großer Hitz; du, IEsu, bist fuͤr diesen Hirsch ein Seelen⸗ trank: erquicke mich, denn ich bin krank. 3. Ich schreie zu dir ohne Stimm, ich seufze nur: O HErr, vernimm; ver⸗ nimm es doch, du Gna⸗ denquell, und labe meine duͤrre Seel. 4. Ein frisches Wasser fehlet mir, HErr IEsu, zeuch, zeuch mich nach dir nach dir ein großer Durst mich treibt: ach waͤr ich dir nur einverleibt! 5. Wo bist du denn, o Braͤutigam? Wo weidest du, o GOtteslamm? An welchem Bruͤnnlein ruhest du? Ich duͤrste, laß mich auch dazu. 6. Ich kann nicht mehr ich bin zu schwach, ich schreie, duͤrst und ruf dir nach; der Hirsch muß bald ekuͤhlet sein: du bist ja ein, und er ist dein. Joachim Neander. Alel. Uun preiset alle rch 5 5485 fteme, HErt, deinen Thron erblickt, und haͤtte schich mein Herz vor⸗ ausgeschickt, und haͤtte gern mein muͤdes Leben, Schoͤ⸗ pfer der Geister, dir hinge⸗ geben. 2. Das war so praͤch⸗ tig, was ich im Geist ge⸗ sehn. Du bist allmaͤchtig; drum ist dein Licht so schoͤn. Koͤnnt ich an diesen hellen Thronen doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur ich bin suͤndig, der Erde noch geneigt; das hat mir buͤndig dein heil⸗ ger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt/ noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. ö 4. Doch bin ich froͤhlich/ daß mich kein Bann er⸗ schreckt; ich bin schon selig⸗/ seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Lei⸗ den uͤben, und dich zeit⸗ lebens inbruͤnstig lieben. 5. Ich bin zufrieden/ I ich die Stadt gesehn; un ohn Ermuͤden will ich ihr naͤher gehn, und ihre hel⸗ len goldnen Gassen lebens⸗ lang nicht aus den Augen lassen. Joh. Timoth. Hermes. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. / Ott Lob, ein 2 49. G Schritt zur Ewigkeit ist abermals vol⸗ lendet; zu dir im Fortgang dieser Zeit mein Herz sich sehnlich werdet, o Quell, daraus mein Leben fleußt, und alle Gnade sich er⸗ geußt in meine Seel zum Leben. 2. Ich 2. Ich ͤhle Stunden/ Tag und J Von der Begierde zu GOtt. ßahr, und wird sich weiß, mir nge, bis es er⸗daß ich mit Zeit und Stunde, wiewohl vaß dirs gefaͤllt, Herz und scheine, daß ich gar, o Le-Munde dich willkommen ben, dich umfange, damit/ heiß, und darauf von nun was sterblich ist in mir, an richte meinen Lauf, daß verschlungen werde ganz in die, und ich unsterblich werde. z3. Aute Feuer deiner Liebe gluͤht mein Herz, daß sich entzuͤndet, was in mir ist und mein Gemuͤth sich so mit dir verbindet, daß du in mir, und ich in dir, und ich doch immer noch allhier will naͤher in dich dringen. 4. O daß bu selber kaͤ⸗ mest bald! ich zaͤhl die Augenbliche; ach komm⸗ eh mir das Herz erkalt und sich zum Sterben schicke! komm doch in deiner Herr⸗ lichkeit; schau, deine Braut hat sich bereit, die Lenden sind umguͤrtet. 2. Und weil das Oel des Geistes ja in mir ist; ich dir komm enigegen. 8. Ich bin vergnuͤgt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann dich darf den Braͤutgam nennen, und du, o theu⸗ rer Lebensfuͤrst, dich dort mit mir vermaͤhlen wirst, und 1—— dein Erbe schenken. 9. Drum preis ich dich aus Dan üzkbarkeit, daß sich der Tag geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt nochmals vollen⸗ det; und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 10. Wenn auch die Haͤnde laͤssig sind, und meine Kniee wanken, so biet mir deine Hand geschwind in meines ausgegossen, du mir auch Gla: übens Schranken, da⸗ selbst von innen nah, und mit durch deine Kraft mein ich in dir zerflossen: so leuchtet mir des Lebens Licht, und meine Lamp ist zugericht, dich froͤhlich zu empfangen. 6. Komm!ist die Stimme deiner Braut, komm, ru⸗ fet deine Fromme; sie ruft und schreiet uͤberlaut: Komm bald, ach IEsu, komme. So komme denn, mein Braͤutigam, du ken⸗ nest mich, o GOtteslamm, daß ich dir bin vertrauet. 7. Doch sei dir ganz Herz sich staͤrke, und ich himmelwaͤrts ohn Unter⸗ laß aufsteige. 11. Geh, Seele, frisch im Glauben dran, und sei nur unerschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahnt die Lust der Welt ablocken; so dir der Lauf zu lang⸗ sam deucht, so eile, wie ein Adler fieucht, mit Fluͤ⸗ gein suͤßer Liebe. 12.. 0 IEsu, meine Seele ist zu dir schon auf⸗ geflogen; du hast, weil du anheim gestellt die rechte voll Liebe bist, mich gaͤnz⸗ lch 0 sh Rugl 0 Euhi h . 20 Mer m0 0lt 430. uste 00 Wl gu 0 e Nl Il. V I Cl het R Hnn. 2. Has Ventech U. MII Gaah Dn Tacht dch Ion 6 Rr Ei dekfeh, chel U thumy WII I Humn ch, E 4. K Bund schch! Weun ldek: chpad t n Huh Rhch! Hen * Ott. Taend 05RMs g Mil Hg willeh W Warguf gn Walhen aahk m an * bin Hels 2 ichtz 1 I — tremnen, Hn eder Uudt 2— Hurst, sch v rmahlen; Wi Ee schigth Meis 4 Ralt, d i Hiet, 10 1 Veser Zeitet Mals laln Wrette hurt ch gelang 25 EuchdieHätde eige Kne Diet mir diin⸗ ind in meine chtaken, e Kraft mah Wre, und i 0 + Untet⸗ Weele/f flsch und sei Wzß dich . Laae 04 Rel Ke h auf II 0 alle/ U cht N Mll 5 e. — Esu/ U 7 schoh! s, Wl V 3„ uich 50 von der Begierde zu GOtt. 47⁵ lich ausgesogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit! ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in JEsu lebe. Aug Herm. Franke. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. Err, wenn 550. B ich dich nur werde haben, mein bestes Theil zu jeder Zeit, so wird sich Leib und Seele laben hier zeitlich und in Ewig⸗ keit. Was geht die Welt uns Christen an? Genug, wer dich, GOtt, haben kann. 2. Wie schoͤn und hoch hast du gebauet die ster⸗ nenreiche Himmelsstadt, daß sie der Mensch mit Lust anschapet, die so viel Glanz und Klarheit hat? Was geht mich Sternen⸗ klarheit an? Genug, wer dich, GOtt, haben kann. 3. Wie reich ist doch von Gold und Schaͤtzen der Erden großes Wun⸗ derfeld, wie weiß sich man⸗ cher zu ergoͤtzen an Reich⸗ thum, Ehre, Gut und Geld. Was geht mich aller Reich⸗ thum an? Genug, wer dich, GOtt, haben kann. 4. Kann auch ein festrer Bund im Leben, als zwi⸗ schen Leib und Seele sein? Wenn die sich von ein ander geben, alsbald Ver⸗ Herzens Glanz und beste Freud; des Himmels Glanz weicht deinem Scheine, die Weltlust aller Herr⸗ lichkeit. Was geht die Welt uns Christen an? Genug, wer dich, GOtt, haben kann. 6. Drum hilf, daß ich an dich gedenke in meinem Leben allezeit, und mein Gemuͤth zum immel schwenke, entzuͤe Ekt der eitlen Eitelkeit. Was geht die Welt uns Cheisten an? Genug, wer dich,G Ott/ ha⸗ ben kann. Abasverus Zritsch. In eigener Melodie. AA Terusalem, du 3 51. hochgebaute Stadt, wollt GOtt, ich waͤr in dir. Mein sehnlich Herz so groß Verlangen hat und ist nicht mehr bei mir. Weit uͤber Berg und Thale, weit uͤber blachem Feld schwingt es sich uͤber alle, und eilt aus dieser Welt. 2. O schoͤner Tag und noch viel schoͤnste Stund, wann wirst din kommen schier? da ich mit Lust, mit freudenfreiem Mund die Seele gab von mir in GOttes treue Haͤnde zum auserwaͤhlten Pfand, daß sie mit Heil anlaͤnde bei jenem Vaterland? 3. Im Augenblick wird schmachtung faͤllet ein. Was sie erheben sich bis an das eht mich dieses Leben an? F Firmament, wenn sie ver⸗ Genug, wer dich, GOtt, haben kann. 5. Du, GOtt, ja du bist mein alleine, meins laßt so sanft, so wunder⸗ lich die Staͤtt der Ele⸗ ment; faͤhrt auf EliaͤWa⸗ gen mit engelischer Sdte ie 476 von der Oegierde zu Gott. die sie in Haͤnden tragen, umgeben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, nun sei gegruͤßet mir: thu auf die Gnaden-Pfort. Wie änat Zeit hat mich ver⸗ angt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem boͤsen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir GOtt hat gegeben das Erb der Ewigkeit! 5. Ein edles Volk und ein sehr werthe Schaar kommt danngeßogen schon; was in der Welt von Aus⸗ erwaͤhlten war, seh ich die beste Kron, die JEsus mir, der ᷣErre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Thraͤ⸗ nenland. 6. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Ty⸗ rannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Frei⸗ heit uͤberall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnen⸗ lichtem Strahl. 7. Wenn dann zuletzt ich eingelanget bin ins schoͤne Paradeis, von hoͤch⸗ 0 Freud erfuͤllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Hal⸗ lelujah reine man spricht in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit. 8. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schoͤn auf Choͤren ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem suͤßen Ton sich regt der Freudensaal, mit bundert tausend Zungen, mit Stim⸗ men noch vielmehr, wie von Anfang gesungen das himmelische Heer. Joh. Matth. Meyfart. Mel. Ach bleib mit dei⸗ ner Snade. 0O m Leben und 3552.— im Sterben troͤst ich mich jederzeit, daß ich bald werd ererben die ewge Herrlichkeit. 2. Drum schließ ich mei⸗ nen Willen in GOttes Willen ein, der mag in mir erfuͤllen, was mir wird selig sein 3. Und weil ich ja soll scheiden von dieser boͤsen Welt, so eil ich drauf mit Freuden zum schoͤnen Him⸗ melszelt. 4. Spann aus, spann aus geschwinde, o treuer GOtt, spann aus, und hilf mir, deinem Kinde, ins ewge Himmelshaus. 5. Hier hatt ich nichts als Plagen, als Jammer, Angst und Noth/ und aß in Muͤh und Klagen mein bittres Thraͤnenbrod. 6. Hier lebt ich stets im Leide, in Angst, Noth und Gefahr, dort leb ich stets in Freude zusammt der Engelschaar. 7. Die, die wird mich annehmen mit freudenrei⸗ chem Schein, all Angst, Noth, Furcht und Graͤ⸗ men wird weit, weit von mir sein. 8. Da, da wird es wohl klingen, wenn ich im Him⸗ melssaal werd heilig, bam in⸗ W -KiRf I M banl . Deah, h1 Malleh, 0 lle Moöl. et u u 10. Moi modeh; 00 Rchch chhet V Fre Rldeh seht I. Het Ethommel l/ Rt Iymmeh i 12. Da Iu üs Ius, W Rüsch, Mhau 0 D MI U¹ VW Ictz I seh Ihlis. I. Me ih l. H H Fbag. Idb V hn 16 0 0 0. Ale, m h U h 0 f E 10 W Wch gn ben Wüun Hhheh We 1 R. N Gtt. Mu ainget, nte He Heer. . Matth. Mp bleib mithh Gnade. 6 Nukkan Oim Stath hich jedergtt, kperd ereter lchict. Inschlichihm en in G 7/ der mog 6 Vlet, pas m salh. Ipeil ich i dieser He Lich hrahftst schoͤfen Hi a, spann de O.tkenet h gusd, w Iheinam Kitde Oimmelchaut, hitt ic niht Nim Nuch/ mnd Klgen man Henbrod. Gebt ich fet Augs, Noth Doalt leb ich ae Iuaumt t.. Oe wd mü It federtt 1/ d It und Et ei, Wet d ird nich 0 llia/ hel Whel von der Begierde zu GOtt. 477 singen viel tausend, tau⸗ sendmal. 9. Drum, gute Nacht, ihr Meinen, ihr Meinen, büt Nacht! Hoͤrt auf, oͤrt auf zu weinen, GOtt hat es gut gemacht. 10. Muͤßt ihr mich gleich hier meiden; doch wird es bald geschehn, daß wir in großen Freuden einander werden sehn. 11. Hier bin ich euch entnommen auf eine kurze Zeit, dort sollt ihr zu mir kommen in ewge Ewigkeit. 12. Dann wollen wir uns kuͤssen mit unerhörter Lust, was wir hier dulden muͤssen, bleibt uns dort unbewußt. 13. Drum weg, weg, weg mit Schaͤtzen, weg, weg, was irdisch ist; nichts/ nichts kann mich ergoͤtzen, als mein HErr IEsus Christ. 14. Ade, ihr meine Lie⸗ ben, ich eil ins Himmels⸗ zelt. Hoͤrt auf, euch zu be⸗ truͤben. Ade, du falsche Welt. Johann Franck. In eigener Melodie. Ich suche dich 353.— in dieser Ferne, mein Aufenthalt, mein Licht und Sterne, dein Pilgrim bin ich noch auf Erd. Ach wie so bald/ ach wie so gerne waͤr ich in dich gar eingekehrt. 2. Komm, guͤrte mir die traͤgen Lenden, laß sich mein Herz dir ganz zuwen⸗ den, und halte meinen Sinn in dir. Wann wird sich doch die Unruh enden, daß ich dich kraͤftig fuͤhl in mir? 3. Ach fasse die zerstreuten Sinnen, und nahe dich mir selbst von innen, daß mich nicht jede Regung stoͤr. Zeuch mich im Grunde stets von hinnen, daß mich das Fleisch nicht mehr bethoͤr. 4. Du, meine Lust, bist so behende, und mein Ver⸗ langen hat kein Ende, so kommst du einmal schnell vorbei; bis ich die Sinnen dir nachwende, ist mein Ge⸗ muͤth schon mancherlei. 5. Ach heitre doch von so viel Duͤnsten die Seele, die dich, den Gewuͤnsch⸗ ten, im Herzen stets zu finden sucht, daß ich mög wachen, und zum mind⸗ sten dich noch erreich in dieser Flucht. 6. Weil 975 so unstaͤt die Gedanken, so bind das 30 5 in solchem Wanken an dich, du Hoffnung sel⸗ ger Fahrt; enthalte mich in Glaubensschranken, bis sich dein Licht einst offenbart. 7. Ich fuͤhle wohl, du bists alleine: ach nimm doch von mir all das Meine, daß ich der Gnade maͤchtig werd. O JEsu, komm, und mir erscheine, bis alle Hoffnung in dich kehrt. 8. Du bist mein GOtt und einigs Wesen, in dir allein bin ich genesen, wie mag ich ohne Wesen sein? Wenn gleich das Fleisch die Wort kann lesen, behaͤlt es dennoch nur den Schein. 9. Ach 478 von der Begierde zu Gott. 9. Ach so befreie durch dein Wesen der Wahrheit den, der kann genesen, den Geist, und einge dir ihn gar, daß er in einem Wahrheit ⸗Wesen dir und du ihm seist offenbar! 10. Erwecke doch den edlen Samen, der aus Je⸗ hovah hoͤchstem Namen in dir ihm neu geboren hat, daß er die Kraft, dir nachzuahmen, allzeit erweise in der That. Laß die entbrannten Liebesflammen der reinen Geister in mir stammen, und nur nichts Fleischlichs ruͤhren mehr. Ach halte fest in dir zusammen, die von dir mit mir kom⸗ men 25 12. Dein GOttes⸗ Leuch⸗ te, reine Lirbe, laß 191 hren mich in heilgem Triebe dir nach, und halte⸗ diese Spur, wenn ich dich nur aufrichtig liebe, mich nicht aufhalt die Kreatur. Mel HErr, ich hube mißgehandelt. 35 +„XCsu, du mei n 9**— liebstes Le⸗ ben, meiner Seelen Braͤu⸗ tigam, der du dich fuͤr mich gegeben an des bit⸗ tern Kreuzes Stamm, jetzt will ich mi suͤßen Wei⸗ sen dich von ganzer See⸗ le preisen. 2. Du bist GOtt, der uns gegeben Seel und Leib, auch Ehr und Gut, der du unser Leib und Leben schuͤtzest durch der Engel Hut; drum auch dir al⸗ lein zu Ehren sich mein Mund soll lassen hoͤren. 3. IEsu, Paradies der Freuden, das mein Geist mit Schmerzen sucht, o du starker Trost im Lei⸗ den, o du frische Lebens⸗ Frucht! alles Trauren, alles Leiden wendest du in lauter Freuden. 4. Komm, ach komm, du Trost der Heiden, komm, mein IEsu, staͤrke mich; komm erquicke mich mit Freuden, komm und hilf mir gnaͤdiglich; komm mein Wunsch, mein gan⸗ zes Hoffen, komm, mein 27.—7 steht dir offen. 5. IEsu, richte mein Beqinnen; IEsu, bleibe siets bei mir; IEsu, zaͤhme mir die Sinnen; IEsu, sei nur mein Begier; IEsu, sei mir in Ge⸗ danken: IEsu, lasse mich 926. wanken. 6. IEsu, laß mich se⸗ lig enden meine kurze Le⸗ bensiahr; trage mich stets auf den Haͤnden, halte bei mir in Gefahr; freu⸗ dig will ich dich umfaͤssen, wenn ich soll die Welt verlassen. In eigener Melodie. JeEsus ist das 535. Ischoͤnste eLicht, IEsus ist des Vaters Freude, so er aus sich selber spricht; er aist meine 2— und Weide. IEsus ist die suͤße Kraft, die mit Liebe mich entzuͤndet, da mein Herz alleine findet, was mir Ruh und Freude schafft. 2. JE⸗ W . Wi! 6 W Dal ue ales 0 Hen L + Wgeh an l Wl wal sudet/. IuR Was . Wht, M dh hwechut M + Rlir nihte W, Reh bek Hl 11 V 4.J f ö ch ff Wnch Shache Ich ich Il nich 5. Mun Pru, Rihe Tl alr nuch. Rß ihe V W,W Rsiu, n 107 RWandn: Rthte Wm W ent Hahz W0tt un hsen H El, N.di hiez 0 Mei Sathen uht,. Trost 5 frische Leh ales Iun wun Uden. IWachkongh Heiden, hme u, siäcke uh Jlicke mich n lomm 0 N Mhlich; kom V mein gr Fomm/ ni Rr offe. „ lichte sh Vsh, Hch Wsi, zahn Aten; FEhh uen Begeet; He Aase w 0 uch s ae! x H. Itruge nch s MHaͤnden, 0 1 Gefeht faht; dich ill 0 Hll die A Melodie VHus ist x Johmebit deb Mi 09 et It er hh Wede. t l det/ d 0 fsildet, Woh Freude schaft d von der Begierde zu GOtt. 479 2. IEsus ist die Lieblich⸗ keit und der Seelen Lust⸗ spiel worden; er verzehret alles Leid, er erleuchtet seinen Orden. IEsus ist mein Freudenspiel, ich bin Dan in ihn entzuͤndet, weil man alles in ihm findet, was man wuͤnscht und was man will. 3. IEsus wird von mir gesucht, IEsus wird von mir be gehrer. Alles, alles sei verflucht, was mich in dem Suchen stoͤret; sagt mir nichts von Lust und Welt, sagt mir nichts von guten Tagen: wollt ihr aber ja was sagen, sagt, wie IEsus Wie gefaͤllt. 4.„ IE u, 125 u, meine Ruh/ JEsu IEs u, laß dich finden; FEsu, magst du mich doch nu mit den Liebesseilen binden. IEsum d such ich nur allein, IEsus soll mich nur besitzen; laß die Hoͤllenkraͤfte bein. kann ich nur in JIEsu sein 5. Nenne mirh nur deine Braut, nenne mich nur deine Taube; mache mich dir recht vertraut, mache, daß ich 22 dich glaube; IEsu, JEsu, nimm mich auf, ich will dein alleine heißen, mich von allen Dingen reißen, so verhin⸗ dern meinen Lauf. 6. Sage nicht, o Krea⸗ tur, daß ich dir noch sei verbunden: nun hab ich die reine Spur meines Braͤutigams gefunden: was von dir noch an mir klebt, soll nicht immer in mir bleiben; IEsus wird es schon vertreiben, wenn er 170 in sich erhebt. Ihr Gespielen, saget mir⸗ wo ich finde, den ich meine? Ach wer bringet mich zu dir? Saget ihm: ich sei nun seine. Sagt, ich sei in ihn entbrannt und mit Liebesmacht durch⸗ drungen; saget ihm, wie ich gerungen, da ich seinen Zug erkannt. 8. Doch, ich will ihn selber sehn, ich muß IE⸗ sum selben sprechen, und ich weiß es wird geschehn, es wird ihm sein Herze brechen; denn ich will nicht eher ruhn, bis ich JEsum kann umfassen, bis er sich wird sehen lassen und mir meinen Willen thun. 9. Oft hast du mich au⸗ geblickt und gelabt mit einen Gaben, doch bin ich nicht gnug erquickt, ach ich muß dich selber haben: IEsu, brich in mir herfuͤr; IEsu, werde mir zur Sonne; IEsu, JEsu, meine Wonne, JEsu, ach ergieb dich mir⸗ Christian Friedrich Richter. Mel. UNun komm der Heiden Zeiland. EEsu, komm 30.— doch seltst zu mir/ und verbleibe fuͤr und fuͤr; komm doch, wer⸗ ther Seelenfreund, Lieb⸗ ster, den mein Herze meint. 2. Tausendmak begehr ich dich/ weil sonst nichts vergnuͤget mich. Tausend⸗ mal schrei ich zu dir: JIEsu, IEsu, komm zu mir. Kei⸗ 48⁰ von der Begierde zu GOtt. 3. Keine Lust ist auf der Welt, die mein Herz zu⸗ frieden stellt. Dein, o IEsu, Beimirsein nenn ich meine Lust allein. 4. Aller Engel Glanz und Pracht, und was ihnen 8er O macht, ist mir, suͤ⸗ er Seelenkuß, ohne dich nichts als Verdruß. 5. Nimm nur alles von mir hin, ich veraͤndre nicht den Sinn. Du, o IEsu, mußt allein ewig meine Freude sein. 6. Keinem andern sag ich zu, daß ich ihm mein Herz aufthu; dich alleine laß ich ein, dich alleine nenn ich mein. 7. Dich alleine, GOt⸗ tes Sohn, heiß ich meine Kron und Lohn; du, fuͤr mich verwundtes Lamm, bist allein mein Braͤutigam. 8. O so komm denn, suͤßes Herz, und vermin⸗ dre meinen Schmerz; denn ich schrei doch fuͤr und fuͤr: IEsu, JIEsu, komm zu mir. 9. Run ich warte mit Geduld, bitte nur um diese Huld, daß du mir in To⸗ despein wollst ein suͤßer IEsu sein. Joh. Angelus. Mel. JEsus, meine Zu⸗ versicht. 7* eele, was 357. S ermuͤdst du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich und zu lau⸗ ter nichtes werden? Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreu⸗ ten Sinn, laß ihn sich zu GOtt aufschwingen; richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad ein⸗ dringen. Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft suͤße Ruh, dein betruͤbtes Herz zu laben; eil zur Lebens⸗ quell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, so das finstre Reich gebieret; laß nur den dein Labsal sein, der zur Glau⸗ bensfreude fuͤhret. Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 5. Ach es ist ja schlecht genug, daß du sonst viel Zeit verdorben mit nichts⸗ wuͤrdigem Gesuch, dabei du fast bist erstorben. Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 6. Geh einfaͤltig stets einher, laß vir nichts das Ziel verruͤcken; GOtt wird aus dem Liebesmeer dich⸗ den Kranken, wohl er⸗ quicken. Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 7. Weißt du nicht, daß diese Welt ein ganz ander Wesen heget, als dem Höchsten wohlgefaͤllt und dein Ursprung dir vorle⸗ sen Suche IEsum und ein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 8. Du bist ja ein Hauch aus GOtt, und aus seinem Geist geboren, darum liege nicht 0 — nicht il Iu Moch 0 Gum licht. * O. M ethStt Un 0if die/ slomm/ M 0 IIm I l 1. 0 Asct yn 1 G m Wun leß d .8 l, 0 Diclgel indit V 2 O0½⁰ Wes h ih on. NN chhuihget; Eim dnmis Leat Suche Py 3 109 alhh 25 sst hetkübtez Veil zur Hhl 51 beh. Sih seih dl Ist Mt e die ussh 4 finstre M nut deh d der zur Gln * 905 G0 1d sein dh hilft Rr ut Visin schth du sonst Rl vah miit nichtz Ru such, 1n Fsochg. S Cuch seh 900 10 Hlst Maiht ⁰⁰ ut nicht Olt U — Er chmn 510 wohl uche Hen 0 lles Mihn „ h Rnd 6 Wn u H f Ihe und us sinl 0 wum Von der Begierde zu Gott. 48¹ nicht im Koth; bist du nicht zum Reich erkoren? Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 9. Schwinge dich fein oft im Geist uͤber alle Himmelshoͤhen; laß, was dich zur Erden reißt, weit von dir Sme stehen. Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 10. Nahe dich dem lau⸗ tern Strom, der vomThron des Lammes fließet, und guf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ih nein Suche IE⸗ sum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 11. Laß dir seine Ma⸗ jestaͤt immerdar vor Augen schweben; laß mit bruͤnsti⸗ gem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche IEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 12. Sei im uͤbrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such JEsum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. Jak. Gabr. Wolf. In eigener Melodie. 53 I meines 38. Herzens Leen, suͤßer IEsu; mei⸗ ner Seelen Seligkeit, suͤ⸗ ßer IEsu; des Gemuͤthes i suͤßer IEsu: Esu, suͤßer JEsu! 2. Tausendeal gedenk ich dein/ mein Erldser; und begehre dich allein, mein Erloͤser; sehne mich, bei dir zu sein, mein Erloͤser; V mein Erloͤser! 3. Nichts ist lieblichers als du/ liebste Liebe; nichts ist freundlichers als du, milde Liebe; auch nichts suͤßers ist als du, suͤße Lie⸗ . IEsu, suͤße Liebe! 4. Weide mich und mach mich satt, Himmel oͤspeise; traͤnke mich, mein Herz ist matt, Seelenweide; sei du meine Ruhestatt, Ruh der Seelen; IEsu, Ruh der Seelen! 5. Ich bin krank, komm, staͤrke mich, meine Staͤrke: ich bin matt, ergnicke mich/ suͤßer JEsu; wenn ich sterb, so troͤste mich, du mein Troͤster; IEsu, du mein Troͤster! Johann Flittner. Mel. Allein GoOtt in der Höh sei Ehr. Duch wer da 559. S will ein ander W die Seligkeit 16 finden; mein Herz al⸗ ein hedacht soll sein, auf Christum sich zu gruͤnden: sein Wort sind waͤhr, sein Werk sind klar, sein heil⸗ ger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zu uͤber⸗ 92.— ö Such wer da will Neoibhelfer viel, die uns doch nichts erworben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu Theil, uns macht gerecht der treue Knecht, der fuͤr uns ist gestorben. 21 3. Ach 482 von der Begierde zu GOrt. 3. Ach sucht doch den, ss stehn, die ihr Wonne; alle Blumen thun laßt alles teht der Garten voller das Heil begehret; er istsich auf, wenn sie spuͤren der HErr und kei der euch das Heil gewaͤh⸗ ret. Sucht ihn all Stund war und erfroren, von Herzen Grund, sucht dann und ist neu geboren; wird was verdorret der ihn herzlich Fluch, das giebt himmli⸗ schen Geruch. ihn allein, denn wohl sein dem/ ehret. 4. Meins Herzens Kron, mein Freudensonn sollst du/ HErr IEsu, bleiben; laß mich doch nicht von dei⸗ nem Licht durch Eitelkeit vertreiben; bleib du mein reis, dein Wort mich peis: bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets sest zu glaͤuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich im Kreuz nicht zugen. Weich nicht von mir, mein hoͤchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen; hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dort ewig dir Lob sagen. Valentin Thilo. In eigener Melodie. Domm, Lieb⸗ 3560. K ster, komm in deinen Garten, auf daß die Fruͤchte besser arten; komm in meines Herzens Schrein, komm, o IEsu, komm herein. 2. Komm, bring zurech⸗ te, was zerstreuet, und setz es ein, damits gedeihet; komm, du edler Gaͤrtner du, richts nach deinem Willen zu. 3. Wenn du herein⸗ kommst, wahre Sonne, so und keiner mehr, deinen Lauf. 4. Was vor verstockt das lebt war im 5. Komm, laß deins Herzens Wasser springen, und durch des meinen Erde dringen. Deiner offnen Wunden Saft gebe mir zu gruͤnen Kraft. 6. Dein Haupt von Dor⸗ nen ganz zerrissen laß alles Blut herunter fließen; det— nes Angesichtes Schweiß mache mich zum Paradeis. 7. So werd ich schoͤn und herrlich gruͤnen, und dir zur Lust und Freude dienen, und mein Herze wird so fein dein gewuͤnsch⸗ ter Garten sein. Joh. Angelus. In eigener Melodie. 2 Qiebster IEsu, 561. 8 du wirst kommen, zu erfreuen dei⸗ ne Frommen, die bedraͤn⸗ get sind allhier. IEsu, mich, JEsu, mich verlangt nach dir. 2. Ach so laß mich deine bleiben, laß mich deinen Geist stets treiben, daß du allzeit wohnst in mir. IEsu, mich, IEsu, mich verlangt nach dir. 3. Richte, JEsu, meine Wege, bahne du selbst mei⸗ ne Stege; fuͤr und fuͤr: JIEsu, 25. IE⸗ laß mich seufzen W f a wan Be H f 1 Herthüt; nich 5• M Gl/ ftt n chichs 0 ich se Rich/ noch R 7.6 Won, A Ibecheh WII N. 9. hjt Rr e Mäles U lht! ff Hstzg Mlit; ch H 0 I 10 0 . s aht Hel. l 30 Uu. GNN W eBunath. Henn su siy f bor hehg Uftotet, Ah iñ nen ghhn Orket shgk i gleht hint lch, IM, laf 0 Waser syrhn deß manenche „Deiner aft Coft gehkeh Kraft. Haupt vor d Hereisen afn slek flieheh h⸗ chtes Schhi zum Meh Held ich c rünen, i und Ftaud. Mün Hey dangewünsh, ßtl Nh. Mge ner Melodi. Gahsit i ‚ohh 1 0 ersteuen „ die bedth Ulht UU Wihrah slh Kch wichh much dün 10 tkehen, wohust ich, I Ruch N. Hle/ Whh 0 ue du sel R laß mihsef ir: I 4 von der Begierde zu GoOtt. 483 11 mich verlangt nach 4. Komm doch, JEsu, mein Vergnuͤgen, in mein Herz; laß mich nicht lie⸗ en vor des Fleisches Suͤn⸗ enthuͤr; JIEsu, mich, JE⸗ su, mich verlangt nach dir. An dir hanget meine Gaale ohne dich ich mich sehr quaͤle; ohne dich ver⸗ Leh ich schier: IEsu, mich, 90 mich verlangt nach ir. 6. Bilde du dein schoͤ⸗ nes Wesen in mein Herz,/ das du erlesen; spiegle du dich selbst in mir; IEsu, Radz mich verlangt ——ẽ8 Eia, JEsu, schoͤnste Wonve, schein in mir, du Lebenssonne, es ist nichts im Leben hier; JEsu, mich, d mich verlaͤngt nach ir 8. Traͤufle deine Liebes⸗ tropfen, die dein Bild in mir einpfropfen: geh durch meines Herzens Thuͤr; JE⸗ su, mich, JEsu, mich ver⸗ 1gn nach dir. Halte meine Seele fese du bist ja der Aller⸗ beste; ach daß ich dich nicht verlier; JEsu, mich, IEsu, mich verlangt nach dir. 10. Allerliebster Her⸗ zensfreund, der es einzig bis gemeint, halt mich, is du brichst herfuͤr. IE⸗ su, mich, JEsu, mich ver⸗ langt nach dir. Pfeiffer. mMel. Was mein Sott will, das gscheh allzeit 562. Meuschade hast du mich zu deinem Freudenleben; das weiß und glaub ich festiglich, kann doch nicht recht er⸗ heben mein Herz zu dir, stets fuͤr und fuͤr nach sol⸗ chem Leben trachten; es ist mir leid, daß in der Zeit ich solches nicht kann achten. 2. Wenn Kreuz und Truͤbsal koͤmmt heran, so laß mich nicht verzagen. Dein Wort ist, das mir helfen kann, mein Elend leicht zu tragen. Ich wei ja wohl, wie daß ich so mit dir, HErr JIEsu, leben; soll ich denn nicht, o du mein Licht, nach sol⸗ cher Wohlfahrt 10— 3. Laß Fleisches⸗„ Welt⸗ und Augen⸗Lust in mir nicht laͤnger walten; ein Bessers ist mir ja bewußt, daran ich mich soll hal⸗ ten. Laß meinen Sinn sich schwingen hin zu dir mit Freud und Wonne. Du bist mein Licht und Zuversicht, ja meiner See⸗ len Sonne. 4. Ach, ach! wann wird mein Braͤutigam mich einmal kommen heißen? Wann wird er mich aus diesem Schlamm und eit⸗ lem Leben reißen? Wann werd ich doch das schwere Joch von meinen Schul⸗ tern legen? Wann wird sich mir doch thun herfuͤr des Himmels Freudensegen? 5. O moͤcht ich Armer doch, befreit von aller Angst und Schrecken, dein unaussprechlich Herrlich⸗ .1 1* jenem Leben se Wn en 484 von der Begierde zu G0tt. ken! O suͤße Kraft, o Le⸗liebst du dich in mir selbst bens⸗Saft, wann werd ich dich empfinden? Komm, Ewigkeit, mach mich be⸗ reit; das Eitle laß ver⸗ schwinden. Mel. Du SGeist des NErrn, der du von SOtt Ban He . Jein Heiland, 563. M lehre mich recht lieben dich; ich leb ohn dich, mein Schatz, sonst jaͤmmerlich. Du aber hast ja Lust zum Leben nur, drum gieb dich mir 9295 Seb, zur rechten Kur. Ich kann ja von mir Felb Nich lieben nicht; drum gieb mir davon rechten Unterricht, daß ich dich lieb, zur Liebe fasse recht, und bleib in deiner Liebe recht und schlecht. 3. Laß mich dich lieben mit Bestaͤndigkeit, und mach mein Herz und Sinn zur Lieb bereit, daß ich, mein Lieb, auf ewig liebe dich, wie du mich hast geliebet ewiglich. 4. Dies ist dein groͤßtes Werk, das schaff in mir/ daß ich, o Lieb, dich liebe fuͤr und fuͤr. Ach lasse mich ohn dich nicht leben mehr, gieb mir dich ganz mit deiner Liebe her. 5. Nun kann ich nichts ohn dich, du Liebe, thun, ich kann nur bald in an⸗ dern Dingen ruhn, Ach leid es nicht, mein schonstes Lieb, in mir, daß etwas in mir liebe außer dir. 6. Giebst du dich mir, o große Liebes⸗-Macht, 0 Tag und Nacht; aus mir, mein Lieb, kommt falsche Liebe her, in dir ich wahre Liebe nur begehr. 7. Die 9 mir, weil du selbst die Liebe bist, eroͤffne mir den Mund, der dich nur ißt; laß keine andre Kraft mich nehmen ein, als dich, o treue Lieb, zu lieben rein. 8. Schenkst du mir recht/ wie ich dich lieben soll, so werd ich deiner treuen Liebe voll, so werd ich recht zur Liebe, wie du bist, und koste stets, wie suͤß dein Lieben ist. 9. Sonst bin ich todt, mein Lieb, das weißest du; drum bringe mich durch deine Lieb zur Ruh, daß ich dich lieb in alle Ewig⸗ keit, und trink mich voll deiner Barmherzigkeit. 10. Nun schaff in mir, daß ich dich lieben kann HErr Zebaoth, du bi der rechte Mann, der du mich ja so hoch geliebet hast; lieb mich, so lieb ich dich, du liebster Gast. Mlel. 68 GOtt und Err. + IEsuChrist 56 O der du mir bist der Liebst auf dieser Erden, gieb, daß ich ganz in deinen Glanz moͤg auf⸗ geine, werden. 2. Zeuch mich nach dir, so laufen wir mit herz⸗ lichem Belieben in den Geruch, der uns den Fluch verjagt hat und vertrieben. 3. Zeuch —0 — . S Whfer Vuddch et n 0 N 11 W Hethil W 5. 3⁰ Hale! Kun 9. 1 10 sune 0 enol shung 1 Ott. ————— San acht: aus j, onmt fitz Nchh ogeht. xů i se Lihe i den Mosß ißt; aflit nch che % 0 tehe g Hin. fdumetth Ich liehen sl deiner az sh wetd Miebe, wie Voste stete, x Veher is, S hin ich Nas weißest dj mich duch Vur Ruh, dah in alle Ewig⸗ Walt nuch vol ihetüget. schof in n h leheh kart th, du H THamn, det Rboch galeht ich, so lebith ster Gast. GOtt und krr. Whheh, — R du fl es auf M „ ih hm nög u dben. ů mich nuch u Wwir mit hah seben il. A n beng Aund denshltl/ 2. 00 von der Begierde zu GOtt. 48⁵ 3. Zeuch mich nach dir, so laufen wir in deine suͤßen Wunden, wo in geheim der Honigseim der Liebe wird gefunden. 4. Zeuch mich nach dir, so laufen wir, dein liebstes Herz zu kuͤssen, und seinen Saft mit aller Kraft aufs beste zu genießen. 5. Zeuch mich in dich/ und speise mich, du ausgegoß⸗ nes Oele; geuß dich in Schrein meins Herzens ein, und labe meine Seele. 6. O IEsu Christ, der du mir bist der Liebst auf dieser Erden, gieb, daß ich ganz in deinen Glanz mög aufgezogen werden. J. Angelus(Zeuch mich nach dir) In eigener Klel. oder: Meine Armuth macht mich schreien. *nter Lilöjen 3 0. U jener Freu⸗ den sollst du weiden: Seele, schwinge dich empor. Als ein Adler fleug behende, IEsu Haͤnde oͤffnen schon das Perlenthor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem Hau⸗ fen derer, die des Lammes Thron nebst dem Chor der Seraͤphinen schon be⸗ dienen mit dem reinsten Jubelton. 3. Loͤse, erstgeborner Bruder, doch die Ruder meines Schiffleins; laß mich ein in den sichern 165, r der zu den Scha⸗ en, die der Furcht ent⸗ ruͤcket sein. 4. Nichts soll mir am Her⸗ zen kleben, suͤßes Leben, was die Erde in sich haͤlt. Sollt ich noch in dieser Wuͤsten laͤnger nisten? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. Herzensheiland, schenke Glauͤben deiner Tauben, Glauben, der durch alles dringt. Nach dir girret meine Seele in der Hoͤhle, bis sie sich von hinnen schwingt. 6. O wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen unser Mund er⸗ fuͤllet sei. Du kannst durch die Todes⸗Thuͤren traͤu⸗ mend fuͤhren, und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Suͤnd und Straf getragen: Furcht und Zagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel ist zerbrochen: meine Knochen werden froͤhlich auferstehn. 8. Herzenslamm, dich will ich loben hier und droben in der zartsten Liebs⸗ begier. Du hast dich ben: ewgen Leben mir gegeben: hole mich, mein Lamm⸗/ zu dir. Joh. Ludwig Conrad Allenborf. In eigener Kelodie. 566 O starker Ze⸗ baoth, du Leben meiner Seel und mei⸗ nes Geistes Kraft, o mein Immanuel, du Schoͤpfer deines Kinds, schaff doch ein reines Herz, o JEsu, mehre doch in mir den Suͤndenschmerz.— Zu⸗ frieden, o Seele, zufrie⸗ den und still, anschaue von 486 von der Begierde zu GSOtt. von weitem dein seliges Ziel, und denke, daß die⸗ ses mein gnaͤdiger Will. 2. Ach ja, mein Seelen⸗ freund, ich bin noch weit von dir; zeuch mich, zeuch mich hinauf, und gieb dich gaͤnzlich mir; o GOtt, ein reines Herz ist, das die Seele sucht, Unreinigkeit ist hier; ach, ach, ich bin verflucht!— Du bist nicht verfluchet, ich mache dich neu, ich, ich, dein Erlöser; sei du nur getreu; ich will dich verneuen, ich spreche dich frei. 3. Was Freiheit? bin ich doch gefangen von der Suͤnd; was Treue? der ich stets die Untreu mehr befind. Wo ist das neue Herz, das du verheißen hast? wo der gewisse Geist hei meiner Suͤndenlast?— Ich will es dir geben, dem Teufel zu Spott, ich will dich erretten aus ewiger Noth; ich will es thun als ein wahrhaftiger, GOtt. 4. Wohlan, so will ich mich nun halten an dies Wort; das soll mein An⸗ ker sein, bis ich komm an den Port. Der Heiland aller Welt will mir auch gnaͤdig sein; drum, meine Seele, geh in deinen Frie⸗ den ein.— O Seele, sei ruhig und fasse dies Wort: ich bringe dich sicher zum seligen Port; ich laß dich nicht, glaub es, ich bleibe dein Hort. Joachim Neander. In eigener Melodie. o ewiges Licht, da niemand vergebens sucht, was ihm R lebendige Quel⸗ e, so lauter und helle sich aus seinem heiligen Tempel ergießt, und in die begierigen Seelen einfließt! 2. Du sprichst: Wer begehret zu trinken von mir, was ewiglich naͤhret, der komme: allhier sind himmlische Gaben, die suͤ⸗ ßiglich laben; er trete im Glauben zur Quelle her⸗ an, hier ist, was ihn ewig beseligen kann. 3. Hier komm ich, mein Hirte, mich duͤrstet nach dir; o Liebster, bewirthe dein Schaͤflein allhier. Du kannst dein Versprechen mir Armen nicht brechen, du siehst, wie elend und duͤrftig ich bin; auch giebst du die Gaben aus Gna⸗ den nur hin. 4. Du suͤße Flut la⸗ best Geist, Seele und Muth, und wen du be⸗ gabest, findt ewiges Gut. Wenn man dich genießet, wird alles versuͤßet; es jauchzet, es singet, es sprin⸗ get das Herz, es weichet zu⸗ ruͤcke der traurige Schmerz. 5. Drum gieb mir zu trinken, wies dein Wort verheißt; laß gaͤnzlich ver⸗ sinken den sehnenden Geist im Meer deiner Liebe. Laß heilige Triebe mich immerfort treiben zum Himmlischen hin; es werde mein Herze ganz trunken darin. 6. Wenn du auch vom Leiden was schenkest mir ein/ Hldes + Muth ieh luct/ Ml. 5i Ho Wllls do Hl. b auig chh Hsht Ael Hall 65• I. Ri W IIme en Sabuser, u t dech Rit Mage hah, II Frelben, N Hlbtob, Hun webg Celanab sl fie Chsigfen 0.(h. Alcen ‚l gsch, me Iuke,koy Rabexlich Mlchep! Michen suhe ot. R— % NHiend cht, weß in ondige Zu er und gh ihem helhg bt/ undinh Dellen inftch Myrichst. R klinken u. iglich noͤhte dallher ssh Oet, Rest, Ier tteteh Hr Qulle h wad ihnaehz yn. mmich, neh Raͤrfet nih er, ewith in allhiet. d Baspreh Micht beecher Ve elend u V uch gecht Ga⸗ Rlihe Fut l Selle wen du be⸗ eviges Gut dich ghicht, Uhersüßet; e gel, ed spril⸗ Dweichetst ieSchmeth ich mir zu àn Watt d gahhsich vel hlerden 11 heiltt Mit Tuhe ih tkiber st hnze U h lusl du guch U schenet m von der Begierde zu GOtt. 487⁷ ein, so gieb, dir mit Freu⸗ den gehorsam zu sein. Denn alle die, mit trinken vom Kelche, den du hast getrunken im Leiden allhier, die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Dann laß mich auch werden, mein IEsu, er⸗ auickt, da wo deine Heer⸗ den kein Leiden mehr druͤckt, wo Freude die Fuͤlle, wo liebliche Stille, wo Wollust, wo Jauch⸗ zen, wo Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Leben wird ewig belohnt. Christian Jakob Koitsch. Mel. Valet will ich dir 0 25— 1 10 (Schatz üuber 568. alle Schaͤz⸗ ze, o IEsu, liebster Schatz, an dem ich mich ergdtze, hier hab ich einen Platz in meinem treuen Herzen dir, Schonster, zugetheilt, weil du mit deinen Schmerzen mir meinen Schmerz ge⸗ heilt. 2. Ach Freude meiner Freuden, du wahres Him⸗ melbrod, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennoth ganz kraͤftig⸗ lich kann stillen, und mich in Leidenszeit erfreulich uͤberfuͤllen mit Trost und Suͤßigkeit! 3. Laß/ Liebster, mich er⸗ blicken dein freundlich An⸗ gesicht, mein Herze zu er⸗ guicken komm, komm/ mein Freudenlicht; deñ ohne dich zu leben, im lauterHerzeleid, vor deinen Augen schweben ist wahre Seligkeit. 4. O reiche Lebensguelle, o IJEsu, suͤße Ruh, du woelche Irrer Kreuzgeselle, schlag nach Belieben zu; ich wills geduldig leiden, und soll mich keine Pein von deiner Liebe scheiden, noch mir beschwerlich sein. 5. Mein Herze bieibt er⸗ geben dir immer fuͤr und fuͤr, zu sterben und zu le⸗ ben, und will vielmehr mit dir in, liefsten Feuer schwiz⸗ zen, als, Schoͤnster, ohne dich im Paradiese sitzen veracht und iammerlich. 6. O Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht; mein Geist will himmlsch werden und ist dahin gericht, wo JEsus wird geschauet; da sehn ich mich hinein, wo JE⸗ sus Huͤtten bauet, denn dort ist gut zu sein. 7. Nun, FEsu, mein Vergnuͤgen, komm, hole mich zu dir, in deinem Schooß zu liegen; komm, memer Seelen Zier, und setze mich aus Gnaden in deine Freudenstadt: so kann mir niemand schaden, so bin ich reich und satt. Sal. Liscov. Mel. Eins ist Noth, ach HErr, dies Eine. iTrautster IE⸗ 569. zu, Ehren⸗ koͤnig, du mein Schab, mein Braͤutigam; edler Hort, ach nur ein wenig richt dein Aug auf mich, mein Lamm. Voll bruͤn⸗ stiger Liede und heißem Verlangen erwartet mein Herz 488 von der Begierde zu GOtt. Herz dich, mein Heil, zu umfangen; bereite mich, tilge die suͤndliche Art, o IEsu, sei inniglich mit mir gepaart. 2. Nichts als dich, HErr, ich erwaͤhle, reinige nach deinem Sinn Geist und Leben, Leib und Seele, nimm mich dir ganz eigen hin. Erwecke durch dei⸗ ne heilbringende Gnade mein Herze, zu laufen im s ullen Pfade; nur die⸗ es alleine, was koͤstlich vor dir, schaff, o mein HErr IEsu, und wirke in mir. 3. Quelle, die das Leben quillet, deiner Stroͤme Suͤßigkeit sei mein Lab⸗ sal, so da stillet Herzens⸗ angst, der Sunden Leid. Unendlicher Ausfluß der goͤttlichen Fuͤlle, verbinde mich mit dir in heiliger Stille. Ruͤck alle Gedan⸗ ken nur himmelwaͤrts hin, tritt unter die Fuͤße den irdischen Sinn. 4. In dir werd ich ja erquicket mit der reinen Engellust, so mich deine Liebe druͤcket an dein Herz und deine Brust. Fried, ewige Liebe, Freud, herz⸗ lichs Erbarmen, das traͤn⸗ ket, ergoͤtzet und saͤttigt mich Armen; ein volles Meer deiner unendlichen Guͤt, mein IEsu, ergeußt sich jetzt in mein Gemuͤth. 5. Liebster, hilf, daß ich auch treulich unverruͤckt im Glaubenslauf dieses Kleinod, das sehr heilig, die Kraͤfte der Hoͤllen mit ihrem Anhange sich wider mich stellen. Geist, Macht, Kraft und Staͤrke legt IEsus mir bei, er selber hilft siegen und machet mich frei. 6. Lauter Wollust mich nun traͤnket, das, was mich ergötzt allein, ist in JEsu mir geschenket:; koͤnnt auch was erwuͤnschter sein? Stimmt alle die Herzen zusammen im Loben, Licht, Leben, Heil, Gnade er⸗ scheinet von oben. Vor allem hebt himmelauf hei⸗ lige Haͤnd: GOtt staͤrk uns; o JEsu, hilf siegen ohn End! Sophia Schröder. In eigener Melodie oder: Ach SOtt und GErr, wie groß. * Deuch uns 0 O. nach dir, so kommen wir mit herz⸗ lichem Verlangen hin, da du bist, o IEsu Christ, aus dieser Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir in Liebsbegier, ach reiß uns doch von hinnen, so duͤrfen wir nicht laͤnger hier den Kummerfaden spinnen. 3. Zeuch uns nach dir, HErr Christ, ach fuͤhr uns deine Himmelsstege; wir irrn sonst leicht, sind abͤ⸗ geneigt vom rechten Le⸗ benswege. 4. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Himmel, daß uns still und kluͤglich hebe auf. Es moͤgen alsdann W nicht mehr allhier beschwer das boͤse Weltgetuͤmmei. 5. Zeuch — pon Iu fürm Ul 0 Wuh Scant Aoi den! Hel, M, Hseh neh sucher Hil Vhs het intge elsch.! Hiht e AUI Rgct is Whechig uN Hi uu st Msseg xe Halint fy Ram S s sse I. Duf Iu Riche am nid 0ul. imge ssc miz Gess, Ctlke 06 bei, Efh i roh Vulufph „ds, P 1/ istin PũI ket; ängket ssscttr sin lle die Heud 2—0 R I, Gusde l . Heh. Y. HimmelaufK („Gott fit „ hilf sige Vophia Sährihn Aclodie ohet Aund Herr, Rof. Daich ust ih R. wit nit het Augen hil N elt geanger ung noch , ach hinhen/ so nicht langet Wummerfaden ach di ach fuht ut ehsche M icht/ 10 E tachten He nz nuch kÿ + dir nach K l, daß ul hhiet hoschbe getilchnle 5. 3 bon der Begierde zu GoOtt. 489 5. Zeuch uns nach dir nur fuͤr und fuͤr, und gieh/ daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwaͤhlten Schaaren. Mel. Wo ist der Schönste, den ich liebe. 2 o ist mein 371 Wochafemn, das ich liebe, das sich so weit von mir verirrt, und selbst aus eigner Schuld verwirrt, darum ich mich so sehr betruͤhe? Wißt ihrs/ ihr Waͤlder und ihr Hecken, so sagt mirs, eurem Schoͤ⸗ pfer, an: ich will sehn, ob ichs kann erwecken, und retten von der Irre⸗ bahn. 2. Ach Schaͤflein, finde dich doch wieder zu dem/ der dich so herzlich liebt, und nie was Böͤses hat veruͤbt an dir, der sich ge⸗ lassen nieder, um dich zu suchen und zu fassen auf seine Achseln saͤnftiglich, der nimmermehr dich kann verlassen: denn meine Lieb waͤhrt ewiglich. ö 3. Ich kann dich ja nicht laͤnger wissen in solcher Abgeschiedenheit; du laͤufst nun hin und her zerstreut, und mußt die große Freude missen, die andre Schaͤflein bei mir finden, die nur in meinem Schooße ruhn: da sind sie sicher vor den Winden, die ihnen koͤnnen Schaden thun. 4. Du findest eher kei⸗ nen Frieden, bis du dich ganz in mich versenkt, und dein Herz hast zu mir ge⸗ lenkt. Ich bins alleine, der den Muͤden kann Le⸗ ben, Kraft, Erquickung geben: so komme doch nun bald herzu. Ach schaue doch dein armes Leben, und schaffe deiner Seelen Ruh. 5. Willst du, o armes Lamm, nicht hoͤren, laͤufst immer weiter weg von mir/ ruf ich doch sehnlich fuͤr und fuͤr, ob du noch woll⸗ test wiederkehren zu deinem Ursprung, deiner Quelle, gus welcher du geflossen bist, die ja so lieblich und so helle von Ewigkeit ge⸗ wesen ist. 6. Kann dich mein Ru⸗ fen nicht erweichen, das in der Wuͤsten laut er⸗ schallt, und in den Kluͤf⸗ ten wiederhallt, so bist du doch recht zu vergleichen den harten Felsen und den Steinen, die doch mein Wort zerschmeißen kann. Ach ich muß vor Erbar⸗ men weinen, daß du mich nicht willst hoͤren an. 7.(Schaͤflein.) Weß ist die Stimme, die ich hoͤre in dieser wilden Wuͤsteneiꝛ Es scheint, als obs ein Hirte sei. Er rufet immer: Wiederkehre! Sollt er mich denn auch irgend meinen? Ich sehe wohl, daß ich verirrt. Nun bin ich lahm auf meinen Beinen/ ach haͤtt ich mich nicht so ver⸗ wirrt 8.(Hirte.) Ich will dir keine Ruhe lassen, ich will dich locken, daß du hoͤrst, 211 und 49⁰ von der Gegierde zu Gott. und dich von Herzen 3u mir kehrst. Ach wie will ich dich dann umfassen, und an mein Herz ganz sanfte druͤcken! In Liebes⸗ seilen sollst du 9516 dann wirt kein Feind dich mehr beruͤcken, in meinen Huͤt⸗ ten sollst du stehn. 9.(Schaͤflein.) Ach hol⸗ der Hirt, ich komm ge⸗ laufen, so gut ich kann, auf dein Geschrei; du mußt mich aber machen frei, und selbsten bringen zu dem Haufen der andern Schaͤf⸗ lein, die dich kennen, die dich nur ihre Augenlust und alterliebsten Hirten nennen. Nun druͤck mich fest an deine Brust! Juliane Patientia v. Schultt. Mel. Du, o schönes Welt⸗ gebäude. 7 o mein 357. Wĩ Schatz liegt, ist mein Herze; was ich lieb, da lebe ich; wo es licht ist, brennt die Kerze der Begierden bruͤnstiglich. Kann das Schwere von der Erden schoͤn nicht leicht sem Li werden, ziehet doch ein Liebs⸗Magnet alles, was aus sich ausgeht. 2. Ach daß meine Seel zerfließen, und wie Wachs Iie Sonte koͤnnt, wenns ie Sonne kann durch⸗ schießen, daß sie seine Haͤrte wendt! O koͤnnt mich die Lieb eeweichen, seine Saͤnfte u erreichen: wuͤrde nicht er harte Sinn als zer⸗ schmolzen fallen hin? 3. Komm, o HErr, und sprich die Worte deines Geistes in mir aus; oͤffne mir die Liebes⸗Pforte, schein ins dunkle Seelen⸗ Haus, bis dein Strahr mich ganz durchblitze und in voller Brunst erhitze, daß ich wie zerflossen sieh, und nach deinem Wort ausgeh. ö 4. IEsu, aller Leben Le⸗ ben, isi doch nichts so starr und hart, dem du nicht kannst Waͤrme geben, daß es werde lind und zart, wenn es nur sich dir ver⸗ trauet, auf dich im Ge⸗ horsam schauet; sollist du mich nicht weg von mir ziehen koönnen hin zu dir? 5. O ch will so lange stehen, bis uch deinen star⸗ ken Zug in mir werde sie⸗ gend sehen, zu befoͤrdern meinen Flug nach den obern Seraphinen, die im Liebefeur zerriunen, wenn dein lichtes Angesicht ist auf ihren Dienst gericht. 6. Wie der Vater mich zum Sohne hat gezogen in der Buß, daß er in mir ewig wohne, und ich in ihm bleiben muß: also zeuch, o IJEsu, wieder mich und alle deine Glie⸗ der zu des Vaters Staͤrk und Lieb durch erneuten Liebestrieb. 7. Denn das neugeborne Leben, das du wesentlich selbst bist, will sich wieder einergeben in den Brunn, der GOtt nur ist. So kann denn der Sohn ver⸗ klaͤren seinen Vater ihm zu Ehren, wenn er ihm nun wie⸗ W — g 0 W d 5. Mil, l Sah UW lüe e W d6er ssch W le K Yhekeket, t un! en g 9. 80f Pung cht Ml ncht l Hente; U 6 I Inftn il sch s. W Hlhoi 510, N er sch I scht auen hah nt: ch, Pogt Re Wl R Rl W ses Hushet f Rr ich 2. Dil hensrebet i Mri Kehehnen e ff 1 ihhe den Sihh Daechhlhe 1 Hunst efch Werfosen sh enem An TlrHbc Lchts sosin, ren du n Le geheh, A I. und g, sich e set; solüst x b9 von nst sin zu I I lache dalen st. helde s⸗ bsordetn Rhuach det ien, die in hen, wehh (Angescht R Fenst gerchh. Wer mich M Hbhen erin st un ich Muß: alyo u, hledet dane Gle⸗ etz Sack ch Eheteg Inahgchoge ehenhl l ssch wicdet Ten Brul Ar ist.& Cohh Hl⸗ Onlek ihm u et ihm 0 W von der Begierde zu GOtt. 491 wieder giebt ganz vollen⸗ det, was er liebt. 8. Vater, kennst du dei⸗ nen Samen, der die lautre GOttheit preist, so ver⸗ klaͤre deinen Namen, wel⸗ cher IJEsus in mir heißt, der sich wesentlich aus⸗ breitet in dem Geist, den du bereitet, dir zur Freude, mir zum Heil. Goͤttlich leben sei mein Theil! 9. So find ich den Ur⸗ sprung wieder, leb in goͤtt⸗ licher Natur; nichts zeucht mehr zur Erden nieder die verneute Kreatur. Leib und Seel mag mir verge⸗ hen, GOttes Sohn bleibt in mir stehen. Selig, wer in sich so fuͤhlt, wie in ihm die GOttheit spielt! Gottfried Arnold. Mel. Wo ist der Schönste, den ich liebe. euch meinen 573. 3 Geist, o HeErr, von hinnen ganz uͤber sich zu dir hinauf. Ich sehn mich sehr, den ganzen Lauf nach dir zu thun mit Herz und Sin⸗ nen. Regier mich nur nach deinem Willen, dem Fuͤh⸗ rer nachzufolgen schlecht. Was kann sonst meinen Hunger stillen? Wer ist, der mich vergnuͤge recht? 2. Weil aber so viel wi⸗ derstrebet dem abgewand⸗ ten Pilgrimsgeist, der zum verheißnen Erbe reist, und gern als ein Gefreiter le⸗ et: so nimm mir ab die chweren Lasten der sinn⸗ sich groben Irdischkeit; den Geist laß in dir stille rasten, in dir und deiner Ledigkeit. 3. Ist das Geschövf gleich noch so schoͤne, von mir muß alls verlassen sein. Mein Auge dringt in den hinein, nach dem ich mich im Grunde sehne: von an⸗ dern kann ich nichts behal⸗ ten, dich zieh ich selbst in mich, und du 5cb mich in dich; ich laß dich wal⸗ ten, du schleußt mir Sinn und Herze zu. 4. Zwar findt mein Geist noch manche Syeisen, die eistlich und vergnuͤglich ind, darin man auch wohl Nahrung findt, doch kann ich nichts fuͤrs Beste prei⸗ sen, als dich Selbst-⸗selbst, du Brod der Seelen! O selig und vollkommen sein, die dich zum besten Theil erwaͤhlen, bis sie in dich gesunken ein! Gottfr Arnold. Mel. HErr, ich habe mißgehandelt. * euch mich, 5374. 3 bene mich mit den Armen deiner gro⸗ ßen Freundlichkeit, JIEsu Christe, dein Erbarmen helfe meiner Bloͤdigkeit; wirst du mich nicht zu dir ziehen, ach so muß ich von dir fliehen. 2. O du Hirte meiner Seelen, suche dein verirr⸗ tes Schaf; wem soll ich mich sonst befehlen?ꝰ Weck mich aus dem Suͤnden⸗ schlaf; guter Meister, laß mich laufen nach dir und nach deinem Haufen. 3. Wie 492 vom Lobe Gottes insgemein. 3. Wie ein Wolf den Wald erfuͤllet mit Geheul bei finstrer Racht, also auch der Satan bruͤllet um mich, wie ein Loͤwe wacht. HErr, er will dein Kind verschlingen, hilf im Glau⸗ ben ihn bezwingen. 4. Seelenmoͤrder, alte Schlange, Tausendkuͤnst⸗ ler, schaͤme dich; schaͤme dich, mir ist nicht bange; denn mein IEsus troͤstet mich; weil er ziehet, uuch ich laufen, er will mi ihm selbst erkaufen. 5. Zeuch mich mit den Liebesseilen, zeuch mich kraͤftig, o mein GOtt! Ach wie lange, lange Weilen machst du mir/ 41 Ze⸗ baoth? Doch ich hoff in allen Noͤthen, wenn du mich gleich woͤlltest toͤdten. 6. Mutterherze will zer⸗ brechen uͤber ihres Kindes Schmerz; du wirst dich an mir nicht raͤchen, o du mehr als dem dt Zeuch mich von dem boͤsen Haufen: nach dir, IEsu, will ich laufen. Jovachim Neander. II. a) Vom Lobe Gottes ins⸗ gemein. Mel. Gott des Him⸗ mels und 51 99280 . e We t/ 31 3— was lebt und webet, was in Feld und Haͤusern ist, was nur Stimm und Zunge hebet, jauchze GOtt zu jeder Frist; dienet ihm, wer die⸗ nen kann, tret mit Lust zu ihm heran. 2. Sprecht: Der HErr ist unser Meister, er hat uns aus nichts gemacht, er hat unsre Leib⸗ und Geister an das Licht her⸗ vorgebracht. Wir sind sei⸗ ner Allmacht Ruhm, seine Schaf und Eigenthum. 3. Gehet ein zu seinen Pforten, geht durch seines Vorhofs Gang; lobet ihn mit schoͤnen Worten, saget ihm Lob, Preis und Dank; denn der HéErr ist jederzeit voller Gnad und Freund⸗ lichkeit 4. GOtt des Himmels und der Erde, Vater, Sohn und heilger Geist, daß dein Ruhm bei uns groß wer⸗ de, Beistand selbst und Huͤlf uns leist. Gieb uns Kraͤfte und Begier, dich zu preisen fuͤr und fuͤr. V. 1—3. Johann Franck. Mel. Zerfließ, mein Geist, in IJEsu Slut und Wunden. 2* luf, auf, mein 376.A Geist, und du, o mein Gemuͤthe, auf, meine Seel, auf, auf, mein Sinn. Auf, auf, mein Leib, mein Herz und mein Ge⸗ bluͤte, auf, alle Kraͤft und was ich bin! vereinigt euch und lobt mit mir der En⸗ gel Trost, der Menschen Zier; stimmt all in heißen Liebesflammen zu Lobe meines HErrn zusammen. 2. Er⸗ * E bit M Gebcchth IN Fhte fihlch, W un llit/ Hude n Khh l Faden f sänct! 3. EIR Ee dahet Wicheld R. a W Immeh Fen Fihl Mh d Chh, Rel Reh Wot! Reht ne shsheäen/ nah Get 40 ieh Dei Gatt,. obe doh sti male mah Ga sih net fi u f sla fh I. si Eun suserd G 5. Mo heier Se Zall in Hgchy, sith mit h„ ind Woffest Rahch dir IHSuffe Emise Sllin. — Iind Sseuch nih WI Eahe Wh „/ Hett ih Hff s„ Wenh Wultesttht Uherzewil is Sh witstdchg deh, odunch, Iu Zahnt Msen Haffz , Wil achim Meunhn, tes inb Himmels Watet, Sohn Wisi. ß don 5 0 0 schs ufh . Gich ut Bagit, N t und fit. Pyhann Fratt. ließ, neu Jesu all. Punden. Auf,auf, meh Gs, ö Zemuthe 0 uf, uf if uf, men nd wah 0 lle Ktijt m bereinigt a mit detei Fer Meusch vom Lobe SOttes insgemein. 493 2. Erhebt euch wie die Adler von der Erden, schwingt euch hinauf vor seinen Thron; erscheint vor ihm mit dankbaren Geberden, und singet ihm im hoͤchsten Ton. Seid froͤhlich, munter, jauchzt und klingt, frohlockt mit Haͤnden, tanzt und springt; erzeigt euch voller heilger Freuden zu Lob und Eh⸗ ren seiner Leiden. 3. Es muͤssen dir zu Eh⸗ ren deiner Wunden stets wachend meine Sinnen sein; zu deinen Ehrn werd immerdar en dein in mei⸗ nem Fuͤhlen deine Pein. Mein Auge sehe dir zu Ehrn, mein Ohr merk auf dein Wort und Lehrn, es muͤsse mein Geschmack dir schmecken, nach dir nur mein Geruch sich strecken. 4. Es lobe dich, HErr, mein Verstand und Wille, GOtt, mein Gedaͤchtniß lobe dich. Zu deinem Lob sei meine Bildung stille, mein Geist erheb sich uͤber sich; mein Athem lob dich fuͤr und fuͤr, mein Puls W stets das Sanctus ir; es singen alle meine Glieder zu deinen Ehren tausend Lieder. 5. Mein Herze muͤß in deiner Lieb zerfließen, die Seel in deinem Ruhm vergehn, mein Mund dich wie nach⸗ stus ist noch heut, gestern stets mit neuem Lobe kuͤs⸗ geben mein Warten und mein sehnlichs Leben. 6. Weil aber alls nicht 10 w ist, dich zu preisen o wollst du selbst dein Lo vollfuͤhrn, und dir fuͤr mich Dank, Ehr und Preis er⸗ weisen, wie deiner Hoheit will gebuͤhrn. Du wollst ersetzen, o mein Licht, was mir an deinem Lob gebricht bis du mich wirst in di erheben, zu einem Glanz und einem Leben. Johann Angelus. Mel. SOtt des Himmels und der Erden. 1 Dankt dem 377. Doœrmihr Gottesknechte, kommt, er⸗ hebet seinen Ruhm; er haͤlt Israels Geschlechte doch noch fuͤr sein Eigen⸗ thum. JEsus Christus ist noch heut, gestern und in Ewigkeit. 2. Sprich nicht: Es ist dieser Zeiten nicht noch, wie es vormals war; GOtt macht seine Heim⸗ lichkeiten jetzund niemand offenbar; was er vormals hat gethan, das geht uns anjetzt nicht an. 3. Sprich so nicht. Des Hoͤchsten Haͤnde sind mit nichten jetzt zu schwach; seine Guͤt hat auch kein Ende, er ist gnaͤdig vor IEsus Chri⸗ sen, und Tag und Nacht und in Ewigkeit. dir offen stehn. Es muͤssen dienen dir zur Lust die tie⸗ fen Seufzer meiner Brust. Es muͤsse dich mit Lob um⸗ 4. Halte dich in allen Dingen nur an deines GOttes Treu. Laß dich nicht zur Freude bringen, e⸗ 5 494 bom Lobe Gottes insgemein. ehe dich dein GOtt er⸗ freu; such in aller deiner Noth nichts zum Trost als deinen GOtt. 5. All ihr Knechte GOt⸗ tes, hoͤret, sucht den HErrn in eurer Noth: wer sich zu wem anders kehret, als zu ihm, dem wahren GOtt, der geht irr in allem Stuͤck, und bereitet Ungeluͤck. 6. Die nur, die dem HErrn vertrauen, gehen auf der rechten Bahn; die in Angst, in Furcht und Grauen ihn nur einig laufen an, denen wird al⸗ lein bekannt GOttes Herr⸗ lichkeit und Hand. 7. Drum dankt GOtt, ihr GOttesknechte, kommt erhebet seinen Ruhm; er haͤlt Israels Geschlechte doch noch fuͤr sein Eigen⸗ thum. IEsus Christus ist noch heut, gestern und in Ewigkeit. Heinr. Georg Neuß⸗ Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 357 8 Der HErr hat alles wohl gemacht, er wird nichts boͤse machen: dies, fromme Seele, wohl be⸗ tracht in allen deinen Sa⸗ chen, in Freud und Leid, in Gnuͤg und Noth, in Krankheit, Jammer, Kreuz und Tod, in Kummer, Angst und Schmerzen; das glaͤub, o Herz, von Herzen. 2. Der HeErr hat alles wohl gemacht, noch eh er uns erschaffen; er hat uns mit dem Heil bedacht, das einig unser Waffen, ja unser Schild und Ret⸗ tung ist; er hat uns vor der Zeit erkiest, eh man die Sternen zaͤhlet, da hat er uns erwaͤhlet. 3. Der HErr hat alles wohl gemacht, dies ruͤh⸗ me, wer es hoͤret, als er uns hat hervorgebracht, und nach der Hand ge⸗ mehret; da er das mensch⸗ liche Geschlecht gesegnet, daß auch Fruͤchte braͤcht das Erdreich, und was drinnen begriffen wird mit Sinnen. 4. Der HErr hat alles wohl gemacht, da schon der Mensch gefalien: da hatt er dennoch fleißig Acht auf ihn und auf uns alle. Er rief und ruft noch mich und dich aus lauter Lieb, und sehnet sich in seinen suͤßen Flammen nach uns hier allzusammen. 5. Der HErr hat alles wohl gemacht, der uns sein Wort gegeben, da⸗ von oft unser Herze lacht. Wenn wir in Aengsten schweben, da ist er unsre Zuversicht; er troͤstet uns, und laͤßt uns nicht in al⸗ len unsern Noͤthen, und sollt er uns gleich tödten. 6. Der Err hat alles wohl gemacht, da er fuͤr uns gestorben, uns Heil und Leben wieder bracht, und durch sein Blut er⸗ worben. Was willst du mehr, betruͤbter Geist? Komm her, schau hier, was lieben heißt: sollt der nicht alls dir geben, der fuͤr dich giebt sein Leben? 7. Der 3. Der „ Hafhehen e Tahst It N Sil Ait, N. Ml IA V h t im n 10 D Ichth Hah Ih flcheg . D M uer AffsteF 1 0 Ia N inded ssliet im Iemad in 1. Die. WuU und Rh an un h u Wn g N 0 R Hert hur icht, Relz hlket, dz herborgchch det Hund⸗ er dß mat lcht esasth Früchte hit ich, un Hliffen withn ö Ert hat glg ht, da schh gefnllen: noch seiß guftust 2f und nut nd dich guß Wschnet sch eh Blaweh VUhsanmh Err hit glle Dt/ der hchebeh, d her Herze lagt II Nngse isek Uhste bliet Int ö nicht i I then, und llech theten. d l „ N0 W 1„ u Hül ueder dach. eh But(⸗ Will btet Gaff Renh sollt der ge derfird eh? 4 7. vom Lobe Gottes insgemein. 495 7. Der HErr hat alles wohl gemacht, da er vom Tod erstanden, und aus ganz eigner Kraft und Macht uns von der Hoͤl⸗ len Banden und ihren Ket⸗ ten hat befreit, daß unser Mund getrost ausschreit: Wo ist der Sieg der Hoͤl⸗ len und ihrer Mitgesellen? 8. Der HErr hat alles wohl gemacht, da er ist aufgefahren gen Himmel, da ein Herz hintracht, das Truͤbsal hat erfahren. Er hat die Staͤtt uns da be⸗ reit, da wir nach dieser kurzen Zeit in Freuden sol⸗ len schweben, und ewig mit ihm leben. 9. Der HErr hat alles wohl gemacht, wenn seinen Geist er sendet zu uns herab/ der uns bewacht, und un⸗ sre Herzen wendet von die⸗ ser Welt zu GOtt hinauf; und daß wir endlich unsern Lauf ganz seliglich voll⸗ ziehen, wenn wir von hin⸗ nen fliehen. 10. Der HErr hat alles wohl gemacht, auch wenn er uns betruͤbet, wenn uns die finstre Kreuzesnacht be⸗ faͤllt, und allzeit uͤbet in Kreuz und Widerwaͤrtig⸗ keit, in Angst, in Truͤbsal und in Leid, wenn er uns staͤrkt im Glauben, den niemand uns muß rauben. 11. Der HErr hat alles wohl gemacht, wenn er in Lieb und Treue noch im⸗ merzu an uns gedacht, und macht uns wieder neue: wenn er den alten Men⸗ schen bricht, und die ver⸗ kehrten Wege richt nach seinem frommen Willen, daß wir den eins erfuͤllen. 12. Der HErr hat alles wohl gemacht, wenn er wird wieder kommen; und ob gleich alles bricht und kracht, wird er doch seine Frommen zu sich aufziehen in die Hoͤh, und retten sie von allem Weh, da wir und sie erhoben ihn ewig werden loben. 13. Der HErr hat alles wohl gemacht; es wird kein Sinn erreichen hier seines Ruhmes große Pracht, er muß zuruͤcke weichen, und schreien aus mit voller Macht: Der HErr hat alles wohl ge⸗ macht, dafuͤr wir hier und oben ihn billig ewig loben. 14. Nun er hat alles wohl gemacht, er wird nichts boͤse machen. Er traͤget dich gar sanft und sacht; drum in all deinen Sachen, in Freud und Leid/ in Gnuͤg und Noth, in Krankheit, Jammer, Kreuz und Tod, in Kummer, Angst und Schmerzen gie ihm Lob, Dank von Herzen. Heinrich Müller. Mel. Uun danket alle Daeh Geod 23 Wu hochgelob⸗ 579. Dier GOtr, HErr Himmels und der Erden, es muͤsse Seel und Mund voll deines Ruh⸗ mes werden, wie deine Hofstatt dir das ewge Hei⸗ lig singt, vom Halleluieh schallt und ganz durchdring⸗ lich klingt. 2. Dir 496 vom Lobe GoOttes insgemein. 2. Dir, Koͤnig in der und was den Worten fehlt, Hoͤh/ dir tenses deine Schaaren; sie feiern dir ein Fest zu tausend, tau⸗ send Paaren. Von deinen Engeln wird kein Lob⸗ triumph gespart, auch selbst von Sonn und Mond und Stern nach ihrer Art. 3. Und alles, was auf Erd bis in die Tiefen gruͤn⸗ det, wiewohl dein Himmel sich auch aller Orten fin⸗ det, das beugt sich/ HErr, vor dir, das faͤllt auf sein Gesicht, das betet vor dir an, und ist zu dir gericht. 4. Wie herrlich ist dein Nam, o HErr, in allen Landen! Mensch, Vieh und Element, was ist und was gestanden und was noch kommen soll, erhebt dich ganz und gar: HErr, Demuth, Furcht und Lieb siellt einen Dankaltar. 5. Dein Jubel ist uns mehr als Julep und Ju⸗ welen, und Pfalmen sind noch weit vor Balsam zu erwaͤhlen; so lieb und koͤst⸗ lich ists, in deinem Lob zu stehn, und wenn zum Opferpreis der Lippen Far⸗ ren gehn. 6. Ach koͤnnten wir nur auch dir so vollkoͤmmiich danken, als wie man sollt und wollt in dieser Schwachheit Schranken. Ach HErr, daß unser Dienst koͤnnt mehr als englisch sein! drum fuͤhr uns ja nur bald zu dei⸗ nen Freuden ein. 7. Indessen laß dir doch das Lallen wohlgefallen, soll in den Herzen wallen; ja aus den Worten selbst sei dir dein Lob bereit, ohn Undank, Heuchelei, Bos⸗ heit, Unreinigkeit. 8. Weh dem, der noch so gut zu loben dich ver⸗ meinet, und doch in Furcht und Lieb und Glauben leer erscheinet. Verflucht ist, wer dein Werk falsch und nachlaͤssig thut, wer dich nicht liebt und lobt bei gut⸗ und uͤblem Muth. 9. Uns aber laß vor dir im heilgen Schmuck an⸗ beten, vor deine Majestaͤt mit frischer Andacht treten. Ein freudenreicher Schall steig immer auf zu dir, er⸗ fuͤlle uns, dein Haus, mit Herrlichkeit und Zier. 10. Bringt, ihr Gewal⸗ tigen, bringt her nun Ehr und Staͤrke: wer ist wie unser GOtt? Schaut seine großen Werke! Ein Drei⸗ ling ist die Erd, der Him⸗ mel wird umspannt, GOtt reget Berg und Thal, die See und trocknes Land. 11. Die Heiden sind ein Tropf, der in dem Eimer bleibet; die Inseln ebenso, wie man ein Staͤublein reibet. Das ist der HErr allein, deß Herrschaft nie⸗ mals faͤllt; das ist der HErr allein, der offne Tafeln haͤlt. 12. Von ihm und durch ihn sind die Wesen aller Dinge; all eure Pracht und Macht ist gegen ihn geringe. Er setzet Koͤnge ab, und setzet wieder ein; beugt Hul — 5 ö H—4 3. D Ilah,det Iud Scch,, Iun 0 l. IW Hh, Rallt Mechj, u läfth R., ö 11 Et seh Wil Auheh Wd chte Kahszh; er slltht N W gahfibe 91 Deh t schektt; Richet ct, EI Ah ab, He Re⸗H Relthtb. J. W Iud fcht Halloteh; Hiagl DM gahl sihh Hfft het 1 h V. M IN Mer Löthaten, Woillß Vhernthe IWott Ashert ASdle! d, RUhn Du tMeip — 1Wrcff Hatäit wlg Wokich s Lobheet, Luchelt, H nigkei. den, dr h lobez dih h hoch indurt 0Gauberhe Vaflacht Jeck fülch sz thüt, Verdd und latt iblem Mitj Iher daß we Echnuct dane Maich ldacht tkeiz klicher Schl uf zu dir,E⸗ in Hhu/ M Zt. siht Gebal⸗ het nuß Eht et ii, W Schht sh el Ein D Nf det ht soantt, Gt dund Tyih, R. Rkles Hall, Ven shdl dem Einet sel cbeho „ Ctlhlen N Hett Ketrft e. i mddut Hesen Ak Alte un ist gehch Rat Reh widdet el t oom Lobe Gottes insgemein. 497 beugt und demuͤthigt euch, ihr, du tilgest ihre Suͤn⸗ ihr alle, Groß und Klein. den; die Baͤche Belials, 13. Das ist der HErr allein, der maͤchtig, Fluch und Segen, Tod, Leben, Zorn und Gnad auf jeg⸗ liches zu legen; der nie und nirgends nicht der All⸗ natur vergißt, ja noch viel tausend Welt zu schaffen kraͤftig ist. 14. Er stillt was brau⸗ sen will und aller Voͤlker Toben; er leget Ehre ein, und kehrt das Unterst oben. Kein Feind besteht vor ihm/ er stuͤrzt in einem Nun; er kann auch uͤber Bitt ganz uͤberschwenglich thun. 15. Der HErr wird nim⸗ mer arm, so viel er immer schenket: die Wohlthat mehret er, je mehr man deß gedenket; denn aller Himmel Kreis die traͤufeln oben ab, von Kind zu Kin⸗ des⸗Kind fleußt alle Se⸗ gensgab. 16. Wer ihn nur liebt und fuͤrcht, der gehet nicht verloren; der Bund faͤllt niemals hin, woraus der Trost geboren. Er straft und zuͤchtigt wohl, ver⸗ wirfet aber nicht, weil die Barmherzigkeit noch viel zu bruͤnstig bricht. 17. Mehr als der Sand am Meer sind deine Lie⸗ besthaten, damit du gnaͤ⸗ dig willst, daß uns, HErr, sei gerathen. Kein Sinn, kein Wort, ja nichts spricht es so herrlich aus, was du der Seele thust, dem Tem⸗ vel, deinem Haus. 18. Du wirkest Reu in die muͤssen uns verschwin— den; du uͤberschattest uns mit deiner Klarheit Strahl; du uͤberschuͤttest uns ohn alle Maaß und Zahl. 19. Die Seele schmeckt, empfindt, wie freundlich, HErr, du seiest, ein from⸗ mes Leben giebst, auch Hraft und Geist erneuest; wie Braut und Braͤuti⸗ gam sich inniglich erfreut, so schmelzet fast die Seel vor suͤßer Lieblichkeit. 20. Drum hoͤre in der Seel, was wir nicht spre⸗ chen koͤnnen: HErr, sie erhebet dich in lauter Lie⸗ besbrennen, und jauchzet, daß sie wird auf ewig bei dir sein; kommt, ihr Ge⸗ segneten, sagst du, geht bei mir ein! 21. GOtt, laß doch diese reud bald ob dem Haupte chweben: wollst lieblichs Wesen uns zu deiner Rechten geben; indessen wohn in uns, und laß uns in dir ruhn. Laß uns nach deinem Wort und deinem Willen thun. 22. Du hoch gelobter Gott von großer Treu und Guͤte, von deinem großen Lob wird Sinn und Geist nicht muͤde; denn deine Wahrheit, Macht, Lieb, Trost und Grund besteht, so weit das Wolkendach und all das Aeußerst geht. 23. Vor deinen heilgen Thron wirft sich der Him⸗ mel nieder, und alles, was nur 498 vom Lobe GoOttes insgemein. nur lebt, singt dir die schoͤnsten Lieder. HErr, was nur Odem hat, was je von Adam stammt, das lieb und lobe dich allein und allesammt. 24. Unendlich großer GOtt, der du niemals verjahrest, der du im heil— gen Drei dich einig offen⸗ barest, es denkt auf dei— nen Dank der Lieb- und Lobesstreit; es ehrt dich um die Welt die Zeit und Ewig⸗ keit. Joh. Dan. Herrnschmid. el. Valet will ich dir geben. meine 580. Di Seele, singe, wohlauf, und singe schon dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Wil⸗ len stehn. Ich will den HErren droben hier prei— sen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, so lang — leben werd. ö Ihr Menschen⸗/ laßt lehren/ es wird euch nuͤtzlich sein; laßt euch doch nicht beihöten die Welt mit ihrem Schein. Ver lasse sich ja keiner auf Fuͤr⸗ sten Macht und Gunst, weil sie wie unser einer nichts sind, als nur ein Dunst. 3. Was Mensch ist, muß erblassen und sinken in den Tod; er muß den Geist auslassen, selbst werden Erd und Koth. Allda ists dann geschehen mit seinem klugen Rath, und ist frei klar zu sehen, wie schwach sei Menschenthat. ö 4. Wohl dem, der einzig schauet nach Jacobs GOtt und Heil. Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Theil, das hoͤchste Gut erlesen, den schoͤnsten Schatz geliebt: sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetruͤbt. 5. Hier sind die starken Kraͤfte, die unerschoͤpfte Macht; das weisen die Geschaͤfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem gan⸗ zen Heer, der Fisch un⸗ zaͤhlig Heerde im großen wilden Meer. 6. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand un⸗ recht thun, all denen Gu⸗ tes goͤnnen die in der Treu beruhn. GOtt haͤlt fein Wort mit Freuden/ und was er spricht, geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schuͤtzt er im Gericht. 7. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod. Er naͤhrt und giebet Speisen zur Zeit der Hun⸗ gersnoth: macht schone rothe Wangen oft bei ge⸗ ringem Mahl; und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 8. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht. Er liebet alle Frommen, und die ihm guͤnstig seind, die fin⸗ den, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. 9. Er ist der Feemden Huͤtte, die Waisen nimmt er an, erfuͤllt der Wittwen Bit⸗ 4 I 0 W n hise l Gunn o ft ii Un N 10. Ich velh, M Iun D. 6 Flng, Hlum I dN 00 Hlh/ Mel. 10 himmn Is 501. Vran W WAI h ü Ehah ase unn whte V W Iehnitch ytshthe deh⸗ 0 Wit H W I lumithy HRf Aahh' I 0 gh RhlOitr h d ye ů Re Wit s inRiht il — 2 tin. A 2 x / ö R d bt: s 00 Wish ubt. Nand de st i pasch V ie seine hyg 7 Hiumd un Uat shren gaz dNr Fich u de in gule . nd die tteug miemund uy al denen G Ddle in l „6l hll Fe, „Heschscht,und mußh ledet, Rin Gerht 5 Wiel tuusah fetten aus den hrt und giede Zit det hu Racht schln oft bei ge und die x u, die rest ull. u licht et Keuchtect iht., I W sih dan/ N si t. Er Hichh Ien, 0 N Feitb/ R s e Hommet, A In Fra, der Fundh HLaseh 1—. det Wihlch det 66 vom Lobe SOttes insgemein. 499 Bitte, wird selbst ihr Trost und Mann. Die aber, die ihn hassen, bezahlet er mit Grimm; ihr Haus, und wo sie saßen, das wirft er uͤm und uͤm. 10. Ach, ich bin viel zu wenig, zu ruͤhmen seinen Ruhm. Der HErr allein ist Kͤnig, ich eine welke Blum; jedoch weil ich ge⸗ hoͤre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich ehre sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhard. Mel. Ach alles, was Himmel und Erden umschließet. 581 Ebr, Ehre sei 2 jetzo mit Freuden gesungen, denn Wuͤnschen und Beten ist kraͤftig gelungen. Den roßmajestaͤtischen Koͤnig er Ehren, den wollen wir preisen: wer kann es uns wehren? 2. Sagt mir doch, wem ha⸗ ben wir alles zu danken, daß wir jetzt Wanten in Tugen⸗ den⸗Schranken? und daß wir das Lebensbrod haͤu⸗ sig noch haben? Sagt, sind das nicht GOttes langmuͤthige Gaben? 3. Ja freilich es ist so; Jehovah der lebe! GOtt nimmer⸗vergessende Herzen uns gebe. Er lebe Jeho⸗ vah! Dir wollen wir singen, und dir auch das Opfer der Lippen herbringen. 4. Recht elend ist wer auf die Fuͤrsten vertrauet. Recht selig ist sehr betrogen/ ist, wer auf den Maͤchtigen bauet. Der wer Menschen anklebet, und der ist gesegnet, wer JIE⸗ su nur lebet. 5. Es ist ja nur eine lebendige Quelle, die kraͤf⸗ tig, zu staͤrken die dur⸗ stige Seele. Nur loͤchrichte Brunnen sind Menschen⸗ Gedanken, und Wolken ohn Regen, die hin und her wanken. 1. 6. GOtt aber, der Heili⸗ ge, bleibet der meine, und ich auch in Ewigkeit bleibe der seine. Ehr⸗ Ehre sei diesem GOtt hoch in der Hoͤhe, sein allein ge⸗ heiligter Wille geschehe! Joachim Neonder. Mel. Uun freut euch, e.erüne die Froͤffne dich, 3582. E o schwacher Mund, dem Hoͤchsten Lob zu singen, der dich so manchen Tag und Stund in Ruhe zu laͤßt bringen; mein GOtt, der du von Jugend auf geleitet mei⸗ nes Lebens Lauf, laß mir dies Lied gelingen. 2. Hinweg mit aller Ei⸗ telkeit, weil mein Herz GOtt verlanget; hinweg was giebt und nimmt die Zeit, damit der Weltlin praͤnget. Was sichrbar ist, gar schnell vergeht; un⸗ ichtbar ist, was ewig steht, da meine Seel an hanget. 3. Die Voͤgel fliegen in der Luft, die Fisch im Wasser schweben, das Un⸗ geziefer in der Kluft, die Thier auf Erden leben: so soll der Mensch zu GOt⸗ tes Ruhm erschaffen, als sein 500 vom Lobe GBoOttes insgemein. sein Eigenthum, stets nach dem Himmel streben. 4. Gleichwie ein neuge⸗ bornes Kind haͤngt an der Mutter Bruͤsten, in selben seine Nahrung 55 ohn andrer Speis Geluͤsten: also mein Herz nach GOtt verlangt, und stets an sei⸗ nem Willen hangt in die⸗ 05 Welte Wuͤsten. Mein Gott, der du de Herzen kennst kannst ihre Wort verstehen; der du mit heilgen Flammen brennst, die Deinen zu erhoͤhen: halt fuͤr ge⸗ nehm die stumme Sprach, indem mein Fuß nun nach und nach mit dir sich will begehen. 6. V. dir, o Schoͤpfer aller Ding, in dir lebt unser Leben; du hast uns einen Denkmal-Ring in unsern Leib gegeben: so vielmal n Herz sich regt, und unser Puls im Leibe schlaͤgt, soll dein 2 sich erheben. Mein Herz klopft an des Himmels Thuͤr, indem es stetig schlaͤget/ und singet schwingend fuͤr und Un1 so oft es sich beweget: O hei⸗ lig, heilig bist du, SOtt, o heilig bist du, Zebaoth/ alls deine Guͤte traͤget! 8. Mach mich gleich einer justen Uhr, in wel⸗ cher eine Saiten haͤngt an dem Schoͤpfer der Natur, das Zeigerherz zu leiten. So vielmal sich mein Herz bewegt, so oft es heilig, heilig! schlaͤgt, jetzt und zu allen Zeiten. 9. So wird auf diese feine Weis geheicgn GOt⸗ tes Namen, daß das Ge⸗ bet zu seinem Preis ver⸗ mehrt des Glaubens Sa⸗ men. GOtt ist ein Geist, der wohl versteht der Puls⸗ und Herzens⸗Andacht Red, und spricht 2—— das Amen. 10. Von diesem hohen GOttesruhm soll uns nichts moͤgen scheiden, nicht Welt, Gewalt, noch Fuͤr⸗ stenthum, noch Hunger, —— noch Leiden, der hei⸗ lig/ heilia, heilig ist, er⸗ laͤngert unsre Lebensfrist, wenn wir die Suͤnde meiden. 11. Gleichwie die guͤldne Sonnenblum sich nach dem Himmel kehret, und dieses ochen Lchte Ruhm von olchem Lichte naͤhret: so 5 von meinem ganzen Sinn und allem, was ich kann und bin, GOtt stetig⸗ 14 2. s Was dorten vor des Hochsten Thron die En⸗ gelschaaren klingen, das kann mein Herz mit schwa⸗ chem Ton auch ihm zu Ehren singen; das Heilig, Heilig fort und fort ist meiner Seelen Heil und Hort, das mir kann Freude bringen. 13. Hingegen bebt all Augenblick und weist viel Trauerzeichen der Welt⸗ geist, so des Teufels Strick nicht denket zu entweichen. Er wanket Tag und Nacht ohn Ruh, ihn zieht der Satan Hoͤllen zu, da viel sind seines Gleichen. 14. Das I D D Waches uh WUI Hlh uh V 00 Meth H as 0. l ö I5n 0 0 I Waama sit istel SetA 10 0 01 0 0, 0 U Iunn nich dete ott s M I Adn S Whne Panßh t Rpfene 2* bt 1 6 I Hel hl He ihn Iahet,l . U 0 4 904. Der e Ar V. lin an istah achtdel M DIlacht. 190 Wälm — Iesem hun ll (cheder,at it Wo h Hahh den, N e 10 f 1½% WMie die gubh Haz N Hetz hubot naͤhr let: 0 Wei Hanzet. * n t stehß 0 Lorten hor d Tron Hie El⸗ R 0 I1 Mit schht ihm Heith 0 shlt Hel u hnn Frebde en bebt al d Welt d 1 O Bal LuftlsE V Atehe Ihn seht. Aa Richel. ö 1 0 san/ Wys sch v vom Lobe GoOttes insgemein. 501 14. Das Heilig, Heilig/ welches macht die bloͤden Schln lallen, muß in dem chlaf auch bei der Nacht 0 dn Geaͤder wallen. Mein wunl, singt tausend, tausendmal, das Heilig, Heilig, ohne alen die En⸗ gel widerschallen. 15. Ihr meines Leibes Aederlein, hoͤrt niemals auf zu schlagen; GOtt soll von euch gelobet sein zu gut und boͤsen Tagen. So vielmals in der Sterblich⸗ keit ihr meines Lebens Zei⸗ ger seid, sollt ihr stets hei⸗ lig! sagen. 516. Wierdurch ich GOtt vor Augen hah/ und huͤte inich vor Suͤnden; das Wort ist meines Herzens Gab, und macht mich frei von Suͤnden; an meinem heilgen Lebensend wird sich mein Geist in GOttesHaͤnd mit diesem Wort entbinden. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. allelujah/Lob 3583. Hep Preis und Ehr sei unferm GoOtt je nehr und mehr fuͤr alle seine Werke; von Ewig⸗ 36 it zu Ewigkeit sei in uns allen ihm bereit Danuk, Weisheit, Kraft und Staͤr⸗ 1e Klinget, singet: Hei⸗ Der erste Chor. Err GOtt, dich loben * wir Bich, Vater in Ewigkeit, All Engel und Himmels⸗ heer, lig/ heilig: freilich/ freilich: heilig ist GOtt, unser GOtt, der HErr Zebaoth! 2. Hallelujah, Preis, dem und Macht sei auch dem GOtteslamm gebracht/ in dem wir sind erwaͤhlet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft, und sich mit uns vermaͤhlet. Heilig, selig ist die Teumpichg und Gemeinschaft, die wir haben, und darinnen uns erlaben. 3. Hallelujah, GOtt heilger Geist! sei ewigli von uns gepreist; dur den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausge⸗ ziert, dem Braͤutigam uns zugefuͤhrt, den Hochzeitta erkoren. Eia, Eia! da i Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Hosianna. 4. Hallelujah, Lob, Preis und Ehr sei unserm GOtt je mehr und mehr und seinem großen Namen. Stimmt an mit aller Him⸗ mels⸗Schaar, und singet nun und immerdar mit reuden: Amen, Amen! linget, singet: Heilig, heilig: freilich, freilich: heilig ist GOtt, unser GOtt, der HErr Zebaoth! Bartholomäus Crasselius. 2 . Der Lobgesang Te Deum laudamus. Der andre Chor. 22——— GOtt, wir danken Cbrtdte Weltwettundbreit Und was dienet deiner Ehr/ Der 502 vom Lobe Gottes insgemein. Der erste Chor. Der andre Chor. Ruch Cherubim und Se⸗Singen immer mit hoher raphim Heilig ist unser GOtt! Stimm: Heilig ist unser GOtt! Beide Chör⸗ Heilig ist unser GOtt, der HErre Zebaoth! Dein goͤttlich Macht und Herrlichkeit Der 491 zwoͤlf Boten Die theuren Maͤrtrer all⸗ zumal Die ganze werthe Chri⸗ stenheit ö Dich, GOtt Vater im hoͤchsten Thron, Den heilgen Geist und Troͤster werth Du Koͤnig der Ehren, JE⸗ su Christ, Der Jungfraun Leib nicht hast verschmaͤht, Du hast dem Tod zerstoͤrt sein Macht, Du sitzst zur Rechten GoOttes gleich Ein Richter du zukuͤnftig bist Nun hilf uns, HErr, den Dienern dein, Laß uns im Himmel haben Theil Hilf deinem Volk, HErr IEsu Christ/ Wart und pfleg ihr zu aller Zeit, Taͤglich, HErr GOtt, wir loben dich, Behuͤt uns heut, o treuer GOtt Sei uns gnaͤdig, o HErre GOtt/ — uns deine Barmher⸗ igkeit Ldf 0 hoffen wir, lie⸗ ber HErr/ Amen. Geht uͤber Himml und Erden weit. Und die lieben Prophe⸗ ten all/ Loben dich, HErr, mit großem Schall. Ruͤbmt dich auf Erden allezeit. Deinen rechten und ein⸗ gen Sohn, Mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. GOtt Vaters ewger Sohn du bist; Zu rloͤsen das menschlich Geschlecht. Und all Christen zum Him⸗ mel bracht. 2„ aller Ehr ins Vaters ich Alles,das todt und lebend ist Die mit deinm theurn Blut erloͤset sein. Mit den Heilgen in ew⸗ gem Heil. Und 77 was dein Erb⸗ theil ist; Weit sie hoch in Ewig⸗ eit. Und ehrn dein Namen stetiglich. Vor aller Suͤnd und Missethat. Sei uns gnaͤdig in aller Noth. Wie üht. Hoffnung zu dir steh In Schanden laß uns nimmermehr. Dr. Martin Lutber. Mel. Ien —— ltl 1 IUIE Mnor I2. 5853 ö Wechten nich. uch fi umich U Ha 1 Mat. u nich ahb Hedach 2.— 00 hen ih t I s 0 schtK D erlhge sch h sicht e Lonme alh / 6 l Suhe . Mih unae ih belich Kheuchi , en in Iunse Htt Ohen d hckt uh I I Scht N Gassheth Rul s, Iapft sle, ö sieh, h Vemein. — udre Ehnr 2 mi y uhset Goh re Züanh hinmlen (heit, chen V HEr, Schil uf Ei echten und ty , en Dienst ehtt. egerSh menschsh in um hint ht ins Vten Rundleberdi deinm theun Iset sen. Halgen in el vn dein Et hoch in Ejj en Mme Cud u 1. udi M ö Hofnunh K W hcht. Memn duth LI vom Lobe GoOttes insgemein. 503 Mel. Schönster(Cieb⸗ ster) Immanuel, Berzog der Frommen. 33(aoͤchster For⸗ 583. H mirer der löblichsten Dinge, der du mich Armen so ferne ge⸗ bracht, ruͤhr mir die Zunge, damit ich dir singe, und eins beginne nach aͤußer⸗ ster Macht, dich zu erhe⸗ ben und dir zu leben, weil du mich mit so viel Gna⸗ den bedacht. 2. Danket, ihr Augen, dem ewigen Lichte, daß ihr so sehend und offen da stebt: danket ihm fuͤr das erlaͤngte Gesichte, das auch noch dauert und noch nicht vergeht; schauet mit Wonne auf ihn, die Son⸗ ne, bis er euch unter die Sterne erhoͤht. 3. Danket, ihr Ohren, dem Worte des Lebens, daß ihr vernehmen koͤnnt, was es euch heißt. Oeffnet euch, daß es nicht rufe verge⸗ bens, laßt euch regieren den ewigen Geist, bis ihr kdnnt hoͤren, wie man mit Choͤren dorten ihn ewig erhebet und preist. 4. Danke, du Riechen, dem Schoͤpfer der Nasen, daß dich so mancherlei Geistwerk ergoͤtzt, daß er den Lebensgeist in dich ge— blasen, daß er dir Christi Fußtapfen vorsetzt, sleißig zu spuͤren, wie die dich fuͤhren, alles zu meiden/ was ewiag verletzt. 5. Danke, du Zunge, fuͤr Reden und Schmecken, werde nicht stumm, zu er⸗ heben die Macht, daß du dein Regen kannst weiter erstrecken, als wie die Thiere das Mundwerk ge⸗ bracht. Lerne die Speisen einzig hoch preisen, welche, was Christum nur kennet, hoch acht. 6. Danket, ihr Glieder, GoOtt alle fuͤrs Fuͤhlen, Haͤnde fuͤrs Greifen, und Fuͤße fuͤrs Gehn; lasset den Wandel doch einzig drauf zielen, daß ihr dort ewig wohl koͤnnet bestehn; wollt ihr in Suͤnden dort nicht empfinden, wie sich die Strafen der Hoͤllen erhoͤhn. 7. Danket, Gedanken, Verstand und du Wille, danke, Gedaͤchtniß und Urtheil——0— schwinget die Fluͤgel zur ewigen Fuͤlle, laßt euch nicht hal⸗ ten das zeitliche Ru. Eur Lobgefieder sinke nicht nie⸗ der, bis ihr gelanget zur himmlischen Ruh. 8. Wenn nun das Innere GOtt so gepriesen, stimmet das Aeußere gleichfalls mit an. Freilich, o Vater, du hast mir erwiesen tau⸗ sendmal mehr, als ich aussinnen kann; Nahrung und Huͤlle, Guͤter die Fuͤlle melden, dies habe GOtt alles gethan. 9. Nun denn, du Geber so herrlicher Gaben, weil du mir giebest mehr als ich begehrt, laß mich die Augen stets inner mir haben, daß ich nichts mein acht, als was 10 6 504 vom Lobe GoOttes insgemein. beschert. Mach mich ge⸗ ringe, Schoͤpfer der Dinge, bis sich mein Etwas in Nichtes verkehrt. 10. Und weil denn noch ein Geschenke vorhanden, welches viel hoͤher als Himmel und Welt, naͤm⸗ lich dein Sohn, der uns rettet aus Schanden, und dich nun wieder zufrieden gestellt, welches mit Wei⸗ sen nie gnug zu preisen, bis du die Seele zun En⸗ geln gesellt: 11. So nimm denn an, was im Himmel erklin⸗ get, Macht, Reichthum, Weisheit, Kraft, Ehre und Preis, Danksagung und was das Engelvolk singet GOtt und dem Lamme mit ewigem Fleiß. Alles sprech: Amen! wo nur ein Namen je wird genennet von Kreise zu Kreis. Christian Knorr v. Rosenroth. In eigener Melodie. 5 86. 0 Ot⸗ teslamm, sei hoch gebene⸗ deiet,/daß du die Lieb erneuet, als unser Braͤutigam. Die Lieb wird triumphiren, und uns mit Kronen zieren, weil sie vom Himmel kam: holdseligs GStteslamm. 3. Nach wohl vollbrach⸗ tem Streit rechtfertigt si ich das Leben, das uns die Lieb gegeben, zu großer Jubelfreud. Steh auf, du Fuͤrst der Deinen, sieg⸗ praͤchtig zu erscheinen in deiner Lieblichkeit nach 224 Wi Streit. 4. Du bist nur liebens⸗ werth: man wird dich im⸗ mer muͤssen, du Allerschoͤn⸗ ster, kuͤssen, so lang die Lie⸗ be waͤhrt. Die Liebe wird bestehen, wenn alles muß vergehen, wie uns dein Mund selbst lehrt. Du bist nur liebenswerth. 5. Du festes Liebes⸗ band, wir sind von dir gebunden, sobald uns hat gefunden des HErren treue Hand. Komm, laß uns in den Armen der suͤßen Gunst erwarmen; wir sind dir nah verwandt, du festes Liebesband. 6. Mit einem Herz und Mund soll in uns unsern Meister, dich, Vater aller Geister, hoch preisen alle Stund. Frohlockn und jubiliren, in Liebe trium⸗ phiren seiunser nener Bund zu einem Herz und Mund. 7. Der heilgen Engel Chor verkuͤndigt deine Thaten, o Held von Kraft 2. Vereinte Liebe siegt, und Rathen, und hebt schwebt uͤber alle Hoͤhen, dein Lob empor. kann uͤber rounden den Gone Die S gen, dem Koͤnig Dank z bringen, weil alls 3u Vereinte Schaar, die ö Thi vone wohnen, die wer⸗ fen Boden liegt. Liebe siegt. Zeuch sehen her in deiner Staͤrke, laß der sie be kriegt. beine Liebeswerke erst kom⸗ Siegespsalmen klin⸗ men recht hervor, so singt der Engel Chor. 8. Der Aeltsten ganze vor dem vom — —7 n iht 1 Ild Fuch m Ren 0 Auei IVN Hfae 9. D limme i naese Ke 50 da Reh Haben/ H VIItuben sie eurche 10. G0 hen Rehe! Holen Eh Hcbewal Nuhn u ed uih amsel V 0 uah E l.. Elar und Hecthchiet Memöd ud gt H Eamm, d hoch g eiboh, M. Dul a Huuch I un ltten Chri M. sez ld un Rußf gehen Holt mit I Hrhn 5 U I mch, Wbh M h 2Wy Imein. .— Woohlullog Dahch, f P üalschehen hlichkeit t en Eret. Cis uur g . Witd h⸗ dulesch⸗ Ulghehe Die dich di Henn dlls n ie uns Rh khtt. A Thköweth Ifises Vite sisd von K Sobal uns hi. Hten trae M„ lß u det süßel Irmeh; Wir ih Nedbudt beshard. Ninem He u in und unseh 2/ Weet ale h Rtisse dl tobloct Klebe tügh ether Bult nd Mund Telhn Eg gt dehh N0 von Kuf T, 3 weckeer herdot, wpsch die Hol II Ren, die 6 vom Lobe GOttes insgemein. 505 fen ihre Kronen vors Lam⸗IMorgenroͤth ein taͤglich mes Fuͤßen dar. Wir falln mit ihnen nieder, und sin⸗ en Liebeslieder; denn kurz: r ist es gar! so ruft der Aeltstien Schaar. 9. Die Liebesharmonie soll imimer suͤßer spielen, je mehr sie Kraft wird fuͤhlen ohn Ende dort und hie. Dein Reich muß in uns bleiben, vermischte Kraft vertreiben der eitlen Phan⸗ tasie durch Liebesharmonie. 10. So waͤchst dein Le⸗ ben mehr zur Mannheits⸗ vollen Staͤrke, wenn alle Liebeswerke dir bringen Ruhm und Ehr. Wenn Lieb wird Engel machen, so kann sie wohl verlachen der Feinde ganzes Heer/ so waͤchst dein Leben mehr. 11. Dank, Weisheit, Staͤrk und Pracht, Lob, Herrlichkeit und Leben sei unserm GOtt gegeben, der uns zur Lieb gebracht! Das Lamm, das uns befreiet, sei hoch gebenedeier; ihm sei Lob, Preis und Macht, Dank, Weisheit, Staͤrk und Pracht! Got fr. Arnold. Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein. 50 ch, der ich 587. IJ oft in tie⸗ fes Leid und große Noth muß gehen, will dennoch GOtt mit großer Freud und Herzenslust erhoͤhen. Mein GOtt, du Koͤnig, hoͤre mich, ich will ohn alles Ende dich und deinen Namen loben. 2. Ich will dir mit der Opfer bringen. So oft die liebe Sonn aufgeht, so ofte will ich singen dem großen Namen deiner Macht, das soll auch in der spaͤten Nacht mein Werk sein und Geschaͤfte. 3. Die Welt die deucht uns schoͤn und groß, und was fuͤr Gut und Gaben sie traͤgt in ihrem Ar'n und Schooß, das will ein jeder haben: und ist doch alles lauter nichts; eh als mans recht geneußt, zer— brichts und geht im Hui zu Grunde. 4. GOtt ist alleine groß und schoͤn, unmoͤglich aus⸗ doch al auch denen, die och allzeit stehn vor sei⸗ nem Throne droben. Laß sprechen, wer nur sprechen kann; doch wird kein En⸗ gel noch kein Mann des Hoͤchsten Groͤß aussprechen. 5. Die Alten, die nun nicht mehr sind, die haben ihn gepreiset; so hat ein jeden auch sein Kind zu solchem Dienst geweiset; die Kinder werden auch nicht ruhn, und werden doch, o GOtt, dein Thun und Werk nicht ganz aus⸗ preisen. 6. Wie mancher hat vor mir dein Heil und Lob mit Fleiß getrieben, und siehe, mir ist doch mein Theil zu loben uͤbrig blieben. Ich will von deiner Wunder⸗ Macht und der so herrlich schoͤnen Pracht bis an mein Ende reden. 7. Und was ich rede, wird 22 von 506 vom Lobe GOttes ins gemein. von mir manch frommes Herze lernen; man wird dich heben fuͤr und fuͤr hoch uͤber alle Sterne. Dein Herrlichkeit und starke Hand wird in der ganzen Welt vekannt und 9560 berufen werden. 8. Wer ist so gnaͤdig als wie du? Wer kann so viel erdulden? Wer sieht mit solcher Langmuth zu so vie⸗ len schweren Schulden, die aus der ganzen weiten Welt ohn Unterlaß bis an das Zelt des hohen Himmels steigen? 9. Es muß ein treues Herze sein, das uns so hoch kann lieben, da wir doch in den Tag hinein/ was gar nicht gut ist, uͤben; GOtt muß nicht anders sein als gut, daher fleußt seiner Guͤte Flut auf alle seine Werke. 10. Drum, HErr, so sollen dir auch nun all deine Werke danken; vor⸗ aus die Heilgen, deren Thun sich haͤlt in deinen Schranken, die sollen dei⸗ nes Reichs Gewalt und schoͤne Regimentsgestalt mit vollem Munde ruͤhmen. 11. Sie sollen ruͤhmen/ daß der Ruhm durch alle Welt erklinge, daß jeder⸗ mann zum Heiligthum dir Dienst und Opfer bringe. Dein Reich das ist ein ewges Reich, dein Herr⸗ schaft ist dir selber gleich, der du kein End erreichest. 12. Der HErr ist bis in unsern Tod bestaͤndig bei uns allen; erleichtert unsers Kreuzes Noth und haͤlt uns, wenn wir fallen; er steuert manches Ungluͤcks Lauf, und hilft uns wieder freundlich auf, wenn wir ganz hingeschlagen. 13. HErr, aller Augen sind nach dir und deinem Stuhl gekehret; denn du bists auch, der alles hier so vaͤterlich ernaͤhret. Du thust auf deine milde Hand, machst froh und satt, was auf dem Land, im Meer und Luͤften lebet. 14. Du meinst es gut und thust uns Guts, auch da wirs oft nicht denken; wie mancher ist betruͤbtes Muths, und frißt sein Herz mit Kraͤnken, besorgt und fuͤrcht sich Tag und Nacht, GoDtt hab ihn gaͤnzlich aus der Acht gelassen und vergessen. ö 15. Nein, GOtt vergißt der Seinen nicht, er ist uns viel zu treue; sein Herz ist stets dahin gericht, daß er uns letzt erfreue. Gehts gleich bisweilen et⸗ was schlecht, ist er doch heilig und gerecht in allen seinen Wegen. 16. Der HErr ist nah und stets bereit einm jeden, der ihn ehret; und wer nur ernstlich zu ihm schreit, der wird gewiß erhoͤret. GOtt weiß wohl/ wer ihm guͤnstig sei, und deme steht er denn auch bei, wenn ihn die Angst umtreibet. 17. Den Frommen wird Bas lie Penehrenz erut was sie begehren; er mißt das Ungluͤck, das sie plagt/ und 0l —— 10 fl I kat R U II ll 60 sten irdbe Hh 4o Et sig ich in 0 lbt 5 W sle Al Hh 65⁰ Hehe h Rihal! Domd Lul alch f EH 0. M g Hh ghsen Meey i HAUAA ‚ 1. Me Hinmeh Hacht: A ad uhhe nd Ri 0. M Aude Htt Wacht h WAt . H M sihe — Zeuun N Wed Ry enn r fll Eme hst mtih suf, Wesh g achlagen I, ch D at ind Rh Vechtttz ung „ det K icherniht. D WRene mihe 0 und satt y Lund, m0 i lee, manst e Gutt, Hoft niht dn Aher ist betith Vöfust iit senhy V besorgt m Ti und ů1. ihn gans Eht gegsen un 2 Hh i Neh hicht/ e u lele; 6 chdihn t s lett eeftl n 00 cht, l Hch 0 egen. ler HEht V hekeit ams ehret; M zih 1 gahih b wohhn 0 hei/ und emi Iauch dij 14 ng untl Froma An. U ehe ren; e 10 08f vom Lobe Gottes insgemein. 507 und zaͤhlt all ihre Zaͤhren, und reißt sie endlich aus der Last; den aber, der sie kraͤnkt und haßt, den stuͤrzt er ganz zu Boden. 18. Dies alles und was sonsten mehr man kann fuͤr Lob erzwingen, das soll mein Mund zum Ruhm und Ehr des Hoͤchsten taͤg⸗ lich singen. Und also thu auch immerfort, was webt und lebt an jedem Ort: das wird GOtt wohlge⸗ fallen. Paul Gerhard. Mel. Lobt GOtt, ihr 8* allzugleich. Ich singe dir 388. mit Herz und Mund, 9, Heind Herzens Lust; ich sing und mach auf Erden kund, was 325 von dir bewußt. Ich weiß, daß du der Wann der Gnad und ewge Quelle seist, daraus uns allen fruͤh und spat viel 2 und Gutes fleußt. Was sind wir doch? 8 haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein 2948 werd? Wer hat das schoͤne Hinmsten hoch uͤber uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau 325 Regen netzt? Wer waͤrmet uns in Kal t und Frost⸗ Wer schuͤtzt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Oel und n seinen Zeiten findt? Wer giebt uns Leben —5 Gebluͤt? Wer haͤlt mit seiner Hand den guͤld⸗ nen, werthen, edlen Fried in unserm Vaterland? 7. Ach HErr, mein GOtt, das kommt von dir, du, du mußt alles thun; du haͤltst die Wach an unsrer Thuͤr/ und laͤßt uns sicher ruhn. 8. Du naͤhrest uns von Jahr zu Jahr, bleibst ini⸗ mer fromm und treu, und stehst uns, wenn wir in Ge⸗ ag gerathen, treulich bei. Du strafst uns Suͤn⸗ der mit Geduld und schlaͤgst nicht allzusehr, ja endlich nimmst du unsre Schuld 191 9.25 sis in das Meer. Wenn unser Herze feußt und schreit⸗ wirst du gar leicht erweicht, und giebst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht. 11. Du zaͤhlst, wie oft ein Christe wein, und was sein Kummer sei; kein Zaͤhr⸗ und Thrän⸗ lein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du fullst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und fuͤhrst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und Wut und habe guten Mut dein GOtt, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schaß, dein Erb und Theil, dein Glanz und Aund. Sentd⸗ dein Schirm und Schild dein Huͤlf und Hei schafft i, und laͤßt dich nich 22* 15. Was 508 vom Lobe GOttes insgemein. 15. Was kraͤnkst du dich in deinem Sinn, und graͤmt dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Andhrt auf versorget und ernaͤhrt? Wie manchen schweren Ungluͤckslauf hat er zuruck gekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Re⸗ giment: nein, was er thut und laͤßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun, und red ihm nicht darein: so wirst du hier im Frieden ruhn, und ewig froͤhlich sein. Paul Gerhard. Mel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm, Dank, Araft und Macht. 589 Komm⸗ beu OYK dich tief, mein Herz und Sinn, vors Lammes Thron im Staub darnieder; leg dich zu seinen Fuͤßen hin, und wiederhole deine Lieder. Erkenne, wie du selbst gus dir nichts bist, wie GOtt in dir und allen alles ist. 2. Wo haͤttst du einen sie nich Kraft, wenn du ie nicht erlangt von oben? Wer hat dir so viel Ruh geschafft von deiner Fein⸗ de List und Toben? Wer stillte wohl das Brausen dieses Meers, und wer bezwang die Macht des Hoͤllenheers? 3. Was hat dich von dem Strick befreit? dein Leben vom Verderb geris⸗ sen? Wer kroͤnt dich mit Barmherzigkeit, und laͤßt dich seine Rechte wissen? Bist du es nicht, du uner⸗ schoͤpfter Quell, der taͤg⸗ lich noch auf uns fleußt stark und hell? 4. Hat uns nicht deine Hand gefaßt, und wider aller Menschen Hoffen ge⸗ bracht aus aller Suͤnden⸗ last, daß wir das Ziel der Ruh getroffen, und reichen Fried vor Feinden um uns her genießen stets, von Furcht und Zweifel leer 5. Was zwischen uns sich setzen wollt, hat deine Kraft bald ausgetrieben; du bleibest deinem Tem⸗ pel hold, daß bis hieher sein Bau ist blieben; daß feste steht des Sohnes Herrlichkeit, die dir in uns der Vater hat bereit. 6. Du uͤberschuͤttest uns mit Lieb, und reinigest Herz, Mund und Sinnen/ daß wir aus deines Gei⸗ stes Trieh dich stets in uns mehr lieb gewinnen. Du druͤckst dem Geist der Reinheit Siegel auf, daß uns kein Koth befleckt den frohen Lauf. 7. So nimm dafuͤr zum Opfer hin uns selbst mit allem, was wir haben. Nimm Geist, Seel, Leib, Herz, Muth und Sinn zum Eigenthum statt an⸗ drer Gaben. Bereite dir ein Lob selbst aus dem Mund der Saͤuglinge, mach deinen Namen kund. 8. Sind IE Im! — Wch! 0 Geb: Heh I2 Ghet usstt! U chik Re! II. M 16„ W0 Rh Fuut⸗El I ht 10— ld un Nah WU 0 feg Wi Immi e WA 100„ 7, W Hunm. gemein, Vedeth gef at 10 Wihket, u Rahtt ufsh iich,Wis 7 Rehh 1 Uhs fe helz 0 uns nicht d Haßt, ud z scher hoseh z aller Sinh wir dus l Fen, undrihe Feinden mmw bel setz, tu ucfln iischen m ollt, hit kie . außhettichg Hbeinem Ta⸗ aß bid hieht hlibetz daß del Cohut / Re dirinun Ihlt betet, berschttein und uinch 0 und Sinlh Hus deies G h fets i sewinnen. D. Geist xN iehel auf, ch hifekt de . uumdittun mm sobsia 30 Mit heba , Eth,ah u e thum salt u . Bentt N bihs u 2 Suullh EIII 9.600 vom Lobe GOttes insgemein. 509 8. Sind wir doch nichts in uns ohn dich, was ha⸗ ben wir ohn deine Werke? Dir, dir gebuͤhret ewiglich Macht/ Weisheit, Ehre, Kraft und Staͤrke; GOtt und dem Lamm, das uns erkaufet hat, wird Lob ge⸗ sagt in unsrer Mutterstadt. 9. Gieb uns hierzu ein Herz und Mund, halt dei⸗ ne Einheit so zusammen, daß unser Geist, von Lieb verwundt, dir stets zu⸗ schick die keuschen Flam⸗ men. Mach uns vor dir als Wagen⸗Cherubim, entzünd uns stets als Feuer⸗Seraphim. Gottfr. Arnold. In eigener Melodie. 590 Qasset uns den „Erren prei⸗ sen, und vermehren/ sei⸗ nen Ruhm, stimmet an die suͤßen Weisen, die ihr seid sein: Eigenthum! Ewig waͤhret sein Erbar⸗ men; ewig will er uns umarmen mit der suͤßen Liebeshuld, nicht gedenken unsrer Schuld. Preiset ewig ½ seinen Namen, die ihr seid von Abrams Samen. Ruͤhmet ewig seine Werke, gebet ihm Lob Ehr und Staͤrke. 2. Ehe noch ein Mensch geboren, hat er uns zu⸗ 2): vor erkannt, und in Christo auserkoren, seine Huld:1 uns zugewandt. Selbst der Himmel und die Erden muͤssen uns zu Dienste werden, weil wir durch sein liebstes Kind seine Kinder worden sind. Ewig solche:: Gnade waͤh⸗ ret, die er uns in ihm be⸗ scheret; 1730 wollen wir uns uͤben, uͤber alles: ihn zu lieben. 3. Ja, wir wollen nur mit Freuden zu dem lieben : Vater gehn; uns in seiner Liebe weiden, wie die thun, so ½ vor ihm stehn: heilig, heilig, heilig singen; Hallelujah soll er⸗ klingen unserm GOtte und dem Lamm, unserm hol⸗ den Braͤutigam. Lasset sei⸗ nen ½ Ruhm erschallen, und erzaͤhlt sein Werk vor allen, daß er ewig uns er⸗ waͤhlet, und zu seuem 77 Volk gezaͤhlet. 4. Lernet euren JEsum kennen, der euch theur er⸗ ½ kaufet hat; lernet ihn fein lieblich nennen euren Bruder, Freund und Rath, euren starken 1 im Streiten, eure Lust in Froͤhlichketten, euren Trost und euer Heil, euer aller⸗ bestes Theil. Ewig solche )½ Guͤte waͤhret, die euch durch ihn widerfaͤhret. Ewig soll das Lob erklingen, das wir ihm zu: Ehren singen. 5. Tretet nur gerrost zum Throne, da der Gna⸗ den⸗7: stuhl zu sehn. Es kann euch von GOttes Sohne nichts als Lieb und 31 Huld geschehn. Er er⸗ wartet mit Verlangen, bis er koͤnne uns umfangen, und das allerhoͤchste Gut uns mittheilen durch sein Blut. Große Gnad ist da zu finden; er will s0 m 510 vom Lobe GOttes insgemein. mit uns verbinden, und soll niemals etwas koͤnnen uns von seiner 1 Liebe trennen. b. Er hat nunmehr selbst die Fuͤlle seiner GOttheit ): aufgethan, und es ist sein ernster Wille, daß nun komme;: jedermann. Kei⸗ ner soll sich hierbei schaͤ⸗ men, sondern Gnad um Gnade nehmen; wer ein hungrig Herze hat, wird aus seiner Fuͤlle satt. Ewig solche:: Fuͤlle waͤhret, die uns so viel Guts besche⸗ ret; Wollust, die uns ewig traͤnket, wird uns daraus ) eingeschenket. Nun, du Liebster, unser Lallen, damit wir dir: dankbar sein, laß dir gnaͤdig wohlgefallen, bis wir alle 3 insgemein ewig deine Guͤtigkeiten mit gesammtem Lob ausbreiten, da wir werden Gloria sin⸗ gen und Hallelujah; Preis, Ehr, Ruhm, Macht und Staͤrke und was ruͤhmet seine Werke, werde unserm GOtt ge⸗ geben. Laßt uns ihm zu 2/: Ehren leben. Christian Jakob Koitsch. In bekannter Melodie. * ꝛobe den HEr⸗ 391 4 ren/den maͤch⸗ tigen Koͤnig der Ehren, meine geliebete Seele, das ist mein Begehren. Kom⸗ met zu Hauf, Psalter und Harfe wacht auf, lasset die Musieam hoͤren. 2. Lobe den HErren, der alles so herrlich regie⸗ Dank 1 ret, der dich auf Adelers Fittigen sicher gefuͤhret, der dich erhaͤlt, wie es dir immer gefaͤllt; hast du nicht dieses verspuͤret? 3. Lobe den HErren, der kuͤnstlich und fein dich be⸗ reitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wie viel Noth hat nicht der gnaͤdige GOtt uͤber dir Fluͤgel gebreitet? 4. Lobe den HeErren, der deinen Stand sicht⸗ bar gesegnet, der aus dem Himmel mit Stroͤmen der Liebe geregnet; denke dar⸗ an, was der Allmaͤchtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den HeErren, was in mir ist, lobe den Namen. Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen. Er ist dein Licht, Seele, n es ja nicht, lobende schließe mit Amen. Joachim Neander. In eigener Melodie. 800. obet den HEr⸗ 592. ren, denn er ist sehr freundlich. Es ist sehr koͤstlich, unsern GOtt zu loben;:/ sein Lob ist schoͤn und lieblich anzu⸗ hbren. Lobet den HErren: 2. Singt gegn einander, ½: dem HErrn mit Dan⸗ ken, lobt ihn mit Harfen, unsern GOtt, den werthen. Denn er ist maͤchtig und von großen Kraͤften. Lo⸗ bet den HErren:7 3. Er kann den Himmel 2: mit Wolken bedecken. Er giebt den Regen, wenn er süh 2 h/ Re 6 hht d 5.Etht WSiitl Aa Haheh/ dlet, N Haba u 0. D . Schhf Ha 0 she UII „ 9 Pcht h 0 W *0 se dn ulseh.! Henel: fll he 5 00 i sin Ie Hhecse I iN sie geh N nm XII Mde a u, Me Hufz O ce Hemein. scher gftt. het Rüihg Ichal, Wl Wältz hnthrnh würct den HEtuag dund fan hh Casungh cch frumt In wie ict M nüthe Bagel gheh e dei Hem en Stund sch Net, der aus dn Imit Sttömen Het; denke dů Phet Mnachth dit mit ke den HeEtten ist, Iobe ‚0 Pleß, Was Odem Weahans i dan Lich, 0 Nlch Wlicße mit Anc Voachim Mondr. uer Melodi. „Cobetdenhe &ren, 1 Tfreundlich slich, e ben; h Ind lieblichel den Hein t gegn äe PEtn nit i Tehn mit hash Itt, denet ist möchthn Krüften.“ Irren. Inn den hilh olken bal Regeh, 1 vom Lobe GOttes insgemein. 511 er will auf Erden.:) Laͤßt Gras wachsen gar hoch auf duͤrren Bergen. Lo⸗ bet den HErren . Der allem Fleische:⸗ iebet seine Speise, dem ieh sein Futter vaͤterlicher Weise) den jungen Ra⸗ ben/ die ihn thun anrufen. Lobet den HErren 5. Er hat nicht Lust ½ an der Staͤrk des Rosses, noch Wohlgefallen an jemandes Beinen, ½ ihm gefalln allein, die auf ihn trauen. Lobet den HErren 6. Danket dem Erren, ) Schoͤpfer aller Dinge, der Brunn des Lebens thut aus ihm entspringen 21 gar hoch vom Himmel her aus seinem Herzen. Lobet den HErren 7 7. O IEsu Christe Sohn des Allerhöchsten, 119 du die Gnade allen rommen Christen, 3 daß sie dein Namen ewig preisen, Amen. Lobet den HErren Mel. valet will ich dir geben. 2 gobet Gott 593. Lumern Ere ren in seinem Heiligthum; u Lobe seiner Ehren macht herrlich seinen Ruhm; lobt ihn im Firmamente, da seine groß Gewalt und sein stark Regimente zu sehn is mannigsalt. 2. Lobet mit Herz und Munde all seine Wunder⸗ that, die er zu aller Stun⸗Eid betheuren, Amen, tem Herrlichkeit thut ein Lob weit ausbreiten in alle Ewigkeit. 3. Lobet 0 fröͤhlich alle mit der Posaunen Klang, dem HErren zu Gefallen macht ein lieblich Gesang mit Psalter, Harf und Gei⸗ gen sammt andern Instru⸗ ment; mit Pauken, Pfeifn und Reigen preiset sein Lob behend. 4. Des HErren Namen alle lobet mit Saitenspiel; mit hellem Cymbelschalle macht seines Lobes viel; mit Cymbeln, die wohl klin⸗ gen, ruͤhmt seine Guͤtigkeit; von seinem Lob thut singen immer und allezeit. 5. Es soll den HErren loben und preisen immer⸗ dar im Himmel hoch dort oben die engelische Schaar; desgleichen auch auf Erden alles, was Odenm hat, soll seines Ruhms voll werden, preisn seine Wunderthat. 6. Amen mit Mund und Herzen sprecht, o ihr glaͤu⸗ big Schaar, all Traurig⸗ keit und Schmerzen treibt von euch ganz und gar. Seid froͤhlich in dem HEr⸗ ren, und lobt ihn allezeit. Er wird in Freud verkeh⸗ ren all euer Herzeleid. 7. Er wird euch reichlich geben alls, was euch nd⸗ thig ist, allhier in diesem Lehen und dort zu aller Frist: wird euch in Him⸗ mel fuͤhren, und selig ma⸗ chen gar; thuts mit einm das de haͤufig verrichtet hat; werde wahr! ob seiner Majestaͤten und Mel. W —. l auf tel. Nun lob, mein Alel. Auf meinen lieben. Seel, den YErren. SOtt. se, 4. Mean lobt dich σ Mein Vater, 594. M in derenedeuctnr siw Stille, du hocherhabner die du mir fruͤh und spat W Zionsgott; des Ruͤhmens so reichlich hast erwiesen, 1 ist die Fuͤlle vor dir, du die sei von mir gepriesen; u starker Zebaoth. Du bist ietzt und zu allen Zeiten Hn doch HErr auf Erden, will ich dein Lob ausbreiten. bine der Frommen Zuverscht; 2. Auf, auf, mein Herz, 111 in Truͤbsal und Beschwer⸗ empor, hinauf zum Engel⸗ 1 0 den laͤßt du die Deinenschor sollst du dich eiligst Ous 512 vom Lobe GOttes insgemein. nicht. Drum soll dich sschwingen, und mit dem⸗ 9 stuͤndlich ehren mein Mund selben singen: Lob, Preis, vor jedermann, und deinen Kraft, Macht und Staͤr⸗ hn Rubm vermehren, so lang ke dem HErrn so großer er lallen kann. Werke. sa 2. Es müssen, HErr, sich 3. Wenn der durch seine l freuen von ganzer Seer, Kraft in uns selbst wirkt In und iauchzen schnell, welch und schafft, daß wir den hul unaufhoͤrlich schreien: Ge⸗ Vater kennen und Her⸗ A lobt sei der GOtt Is⸗zens⸗Abba nennen: so 50 rael! Sein Name sei muß uns diese Erden ein 46 gepriesen, der große Wun⸗schoͤner Himmel werden. l der thut, und der auch mir 4. O suͤßer JEin Christ, erwiesen das, was mir der du mein Reichthum 0n nuͤz und gut. Nun, dies ist bist, dich hab ich treu er⸗ si meine Freude, daß ich an funden in schweren Kreu⸗. ihm stets kleb, und nie⸗ zesstunden; mich hafsl du mals von ihm scheide, so oft erquicket, wenn mich lang ich leb urd schweb. die Last gedeuͤcket.. 3. HErr, du hast deinen 5. Du gabest mir den In Namen sehr berrlich in der Sieg und Waffen in dem I Welt gemacht: denn als Krieg, auch Kraͤfte, recht Inn 0 die Schwachen kamen bast zu kampfen, halfft mir die uut ö du gar bald an sie gedacht. Feinde daͤmpfen, und durch Du hast mir Gnad erzei⸗ Kraft deines Blutes bin ö 1 et, nun, wie vergelt ichs ich noch gures Muthes. ö ir? Ach bleihe mir genei⸗ 6. Wer Chrisn Blut er⸗ llt. et, so will ich fuͤr und fuͤr greift, dem wird auch dar⸗ 5 den Kelch des Heils erhe⸗gereicht Vergebung seiner ben, und preisen weit und Sünden: die sind nicht. breit dich hier, mein EOit, mehr zu finden; ihm aber im Leben und dort inswird gegeben Troll, Frie⸗ Isth Ewigkeit. Jobann Rist de, Freud und Leben. nch. (HSausmusik 1554 S. 350.) 7. Allein das Herz muß* sein gemein — meinen Ma Wahchh frih und 0 basemeh 1mir gepnh dlcg u Ibsrg auf, man hy, Vaufzum Eh du ich el und nit h: Lod, Irg Acht und Sth WErn so guß Ederdurchhsh selhi wih b/ daß Wrr d. en und Her Afennen:. Hase Erden ein mel werden. uu hri, an Machthon . ich treu d⸗ heren Rrel Unich haft u „ wenn nich uket, best mit den afen iin dent ithfte, rech hljst m di en, And durc Wuses H ed Mulbez. Wlut er ild auchlab Ibung ee sind nt ihm a Trost, Ru⸗ Eedel. * H 0 nur in ihm bleiben, dich vom Lobe Gottes ins gemein. 513 sein aufrichtig, redlich, rein; es muß die Suͤnde hassen, und alle Luͤste las⸗ sen, und IEsum einig fassen, sich selbst und Welt verlassen. 8. Drum, Seele, wenn du nun in allem deinem Thun im Licht vor GOtt wirst wandeln, und christ⸗ hr noch handeln, so wird ir noch auf Erden viel Guts geschenket werden. 9. Viel Gnade, Kraft und Staͤrk in allem dei⸗ nem Werk; er wird sich dir verbinden, und gnaͤdig lassen finden: wirst du ihm zum Dienst ver⸗ schreiben. 10. Es wird dich sei⸗ ne Huld taͤglich von al⸗ ler Schuld und innerm Greul der Suͤnden be⸗ reien und entbinden; denn wo die Suͤnd vergeben, da ist Geist, Kraft und Leben. 11. Und dafuͤr preiset dich, mein JEsu, inniglich, . aller Zeit und Stunde ie schwache Zung im Munde. Gelobet sei dein Namen bei mir und allen/ Amen. In behannter Melodie. 23* dun danket 596. N alle GOtt mit Herzen, Mund und Haͤnden, der große Dinge thut an uns und allen En⸗ den; der uns von Mutter⸗ leib und Kindesbeinen an unzaͤhlig viel zu gut, und noch ietzund gethan. 2. Der ewig⸗ reiche GOtt woll uns bei unserm Le⸗ ben ein immer frohlich Herz und steten Frieden geben und uns in seiner Gnab erhalten fort und fort und uns aus aller Roth erlosen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei GOtt dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich im hoͤchsten Himmelsthrone, dem drei⸗ einigen GOtt, als er im Anfang war, und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Rinckart. In eigener Melodie. un lob, mein 597. N.Seel, den HErren, was in mir ist den Namen sein. Sein Wohlthat thut er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein; hat dir dein Suͤnd vergeben, und heilt dein Schwachheit groß, errett dein armes Leben, nimmt dich in seinen Schooß, mit reichem Trost beschuͤttet, verjuͤngt dem Adler gleich; der Koͤng schafft Recht/ behuͤtet die leidn in sei⸗ nem Reich. 2. Er hat uns wissen lassen sein beilig Recht und sein Gericht, dazu sein Guͤt ohn Maaßen, es mangli an seinr Erbar⸗ mung nicht; sein Zorn laͤßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad thut er nicht sparen den Bloͤden ist er hold; sein Guͤt ist hoch erhaben ob den, die fuͤrch⸗ ten ihn; so fern der Os 2²2 v 514 vom Lobe GoOttes insgemein. vom Abend ist unsre Suͤnd dahin. 3. Wie sich ein Vatr erbarmet uͤbr seine jungen Kindlein klein, so thut der HErr uns Armen, so wir ihn kindlich fuͤrchten rein. Er kennt das arm Ge⸗ maͤchte, GOtt weiß, wir sind nur Staub, gleichwie das Gras vom Rechen, ein Blum und fallend Laub: der Wind nur druͤber wehet, so ist es nimmer da; also der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah. 4. Die GOttesgnad al⸗ leine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner liebn Gemeine, die steht in sei⸗ ner Furcht bereit, die sei⸗ nen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet seins Lobs und dient zu⸗ gleich dem großen HErrn zu Ehren, und treibt sein heilges Wort. Mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 5. Sei Lob und Preis mit Ehren GoOtt Vater/ Sohn, heiligem Geist; der woll in uns vermehren, was er aus Gnaden uns verheißt, daß wir ihm fest vertrauen, gaͤnzlich ver⸗ lassn auf ihn, von Herzen auf ihn bauen, stets unsr Herz, Muth und Sinn ihm kindlich thun anhangen. Drauf singen wir zur Stund: Amen, wir werdus erlangen, glaubens von Herzensgrund. Joh. Graumann 1— 4. V In eigener RMelodie. 2* daß ich tau⸗ 598.O send Zun⸗ en haͤtte, und einen tau⸗ endfachen Mund, so stimmt ich damit um die Wette vom allertiefsten Herzens⸗ grund ein Loblied nach dem andern an von dem, was GOtt an mir gethan. 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht, o daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach waͤre jeder Puls ein Dank, und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kraͤfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschaͤfte zu GOttes, meines HErren, Preis; mein Leib und Seele schicke dich, und lobe GOtt herz⸗ inniglich. 4. Ihr gruͤnen Blaͤtter in den Waͤldern, bewegt und regt euch doch mit mir; ihr schwanken Graͤs⸗ chen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu GOttes Ruhm be⸗ lebet sein, und stimmet lieb⸗ lich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehuͤlfen geben, denn mein Vermoͤgen ist zu matt, die großen Wunder zu er⸗ hoͤhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerlieb⸗ ster Vater, unendlich für ur — Wethac Ran I e mihe Heth Ht. Ga M N fkt sch iht, IIt Scht Ichtote schißtt Dcheh: Zeh Hattt e hlh g 10. M M Mytach I sen N N uh 0 shen I Tosth Zentin — ö ner lelchz 1 M nd Ju und ener u Mund sffn um die Ad Hiefsen Here oblied mcliz oon dah mur gethan. ime sch, gl 2 Mit h Uch wärey nk und sy Gesangl Rhweigtihrdh Klaͤte? xu aht allen eun siehet nuth Ite zu GOllh aneh/ I and Gecle chil be GOtt hef Trünen Blite lbert, bebch Duch doch nt pamker GOt Hlbert, in doch eute Hej Ruhnn be⸗ siiwmettled⸗ ch. 4 flles, W cthen en Fl sichml n gheh,Reh l it hmmt under Ile thalbet u 0 Hlalle vendlich k fl vom Lobe SOttes insgemein. 515 fuͤr Seel und Leib; Lob sei dir, mildester Berather/ fuͤr allen edlen Zeitvertreib, den du mir in der ganzen Welt zu meinem Nutzen hast bestellt. 7. Mein treuster IEsu/ sei gepriesen, daß dein er⸗ barmungsvolles Herz sich mir so huͤlfreich hat erwie⸗ sen, und mich durch Blut und in von aller Teufel Grausamkeit zu dei⸗ nem Eigenthum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heilig⸗ werther GOttes⸗Geist, fuͤr deines Trostes suͤße Lehre, die mich ein Kind des Le⸗ bens heißt. Ach wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein goͤtt⸗ lich Licht. ö 9. Wer uͤberströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher GOtt? Wer schuͤtzet mich auf meinen Wegen? Du, du, o star⸗ ker Zebaoth. Du 0. mit meiner Suͤndenschuld un⸗ saͤglich gnaͤdige Geduld. 10. Vor andern kuͤß ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast. Wie viel thut sie mir doch zu gute, und ist mir eine sanite ast; sie macht mich fromm und 0 dabei, daß ich von einen Liebsten sei. 11. Ich hab es ja mein gebetage schon so manch lie⸗ bes Mal gespuͤrt, daß du mich unter vieler Plage recht wunderbarlich hast ge⸗ fuͤhrt. Denn in der groͤße⸗ sten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 12. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in dei⸗ nem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphirend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 13. Drum reiß 00 mich jetzt aus der Hoͤhle der schnͤden Eitelkeiten los, und rufe mit erhoͤhter Seele: Mein GoOtt, du bist sehr hoch und groß; Kraft, Ruhm/ Preis, Dank und Herrlichkeit gehört dir jetzt und allezeit. 14. Ich will von deiner Guͤte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 15. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein GOtt, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser wer⸗ den, wenn ich ein schöner Engel bin; da sing ich dir im hoͤhern Chor viel tau⸗ send Hallelujah vor. Joh. Mentzer. In eigener 4073 0b 2 reis, Ob,/ 599. Ehr, Ruhm/ Dank, Kraft und Macht sei dem erwuͤrgten Lamm gesungen, das uns zu sei⸗ nem Reich gebracht und theur erkauft aus allen Zungen; in ihm sind wir zur Seligkeit bedacht, eh noch der Grund der gan⸗ zen Welt gemacht. 2. Wie 516 vom Lobe GSottes ins gemein. 2. Wie heilig, heilig, hei⸗ lig ist der HErr der Her⸗ ren und Heerschaaren, der uns geliebt in JEsu Christ, da wir noch seine Feinde waren, und seinen Sohn u eigen uns geschenkt, sein Herz der Lieb in un⸗ ser Herz versenkt. 3. Im Weinstock JE⸗ su stehen wir gepfropft und ganz mit GOtt ver⸗ einet; dies ist die hoͤchste Wonn und Zier, ob schon der Unglaub solchs ver⸗ neinet, dadurch der Geist die Lebensquell stets trinkt, die Seel in GOttes Le⸗ bensmeer versinkt. 4. Ihr sieben Fackeln vor dem Thron des Lamms, ibr. Himmels⸗Freuden⸗ Geister, erhebt mit Jauch⸗ zen GOttes Sohn, der unser Koͤnig, Hirt und Meister; lobt ihn mit uns gesammt in Ewigkeit, seins Naniens Ruhm erschalle weit und breit. 5. Ihm, der da lebt in Ewigkeit, sei Lob, Ehr, Preis und Dank gesungen von seiner Braut, der Chri⸗ stenheit: ihn loben 4s sauch⸗ und Engelzungen; es jaue ze ibm der Himmel⸗Him̃el Heer, und was das Wort je ausgesprochen mehr. 6G. Die hoͤchügelobte Ma⸗ jestaͤt der heilgen Einheit sei erhoben, die in sich selber wohnt und steht, sie muͤssen alle Dinge lo⸗ ben. In ihr besteht das Freuden⸗Lebens⸗Licht, von dessen Blick die Welt zerbricht. dustre 7. Deß Stadt, die schoͤn⸗ ste Zion, ist mit Edelstein und Perlenthoren erbaut zum Lobe JEsu Christ, fuͤr uns, die er sich auserko⸗ ren; wir jauchzen dir mit Dank, Lob, Preis und Ruhm, o Freud, o Lust, o Licht, o Lebensblum! Mel. Es ist das BHeil uns kommen her. —4 ei Lob und 600.—. Chr dem hoͤchsten Gut, dem Vater aller Guͤte, dem GOtt, der allein Wunder thut, dem GOtt, der mein Gemuͤthe mit seinem reichen n erfuͤllt, dem GOtt, der a len Jammer stillt. Gebt unserm GOtt die Ehre! Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten woh⸗ nen, die preisen deine Schoͤ⸗ pfersmacht, die alles also wohl bedacht. Gebt un⸗ serm GOtt die Ehre! 3. Was unser GOt geschaffen hat, das will er auch erhalten; daruͤber will er fruͤh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Koͤnig⸗ reich ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm GOtt die Ehre! 4. Ich rief dem HErrn in meiner Noth: Ach GOtt, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod, und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach GOtt, drum dank — 0. Weh heh Deh Iu hl Re gemein, er stch un ö Hisuchin d Vb/ Miön ist das 0 ommen ger, Eht x Vut, dem WW dem G lh oer thut, x mein Gemh Fkeichen Zus V GOtt, att Her siilt. G lt die Et Zanken dit N. E o hersth Zien, und Vuft und M. Schatten Wah sen deine Sat die alls ash t. Geht ll⸗ die Ehte! Zunser GOR dN vil es/ hanber und sygt Runde walten Amzeh Künig⸗ 13 licht ud Gedt unsehf Vahte! x HEin — Heuchl, Iin Schtah Helfet M d ließ ms (H. Dlhh Ott/ den W vom Lobe GOttes insgemein. 517 dank ich dir, ach danket, danket GOtt mit mir. Gebt unserm GOtt die Ehre! 5. Der HErr ist noch und nimmer nicht von sei⸗ nem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden Mit Mutterhaͤnden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm GOtt die Ehre! 6. Wenn Trost und Huͤlf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt und hilft der Ueberfluß, der Schoͤpfer selbst, und neiget die Vateraugen deme zu, der sonsten nir⸗ gends findet Ruh. Gebt unserm GOtt die Ehre! 7. Ich will dich all mein Lebenlang, o GOtt, von nun an ehren; man soll, o GOtt, dein Lobgesang an allen Orten bbren. Mein ganzes Herz ermun⸗ tre sich, mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm GOtt die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt un⸗ serm GOtt die Ehre. Ihr, die ihr GOttes Macht be⸗ kennt, gebt unserm GOtt die Ehre; die falschen Goz⸗ zen machr zu Spott, der HeErr ist GOit, der HErr ist GOtt. Gebt unserm GOtt die Ehre! ö 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvol⸗ lem Springen; bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns froͤhlich singen: GOtt hat es alles wohl bedacht, und alles, alles recht gemacht. Gebt un⸗ serm GOtt die Ehre! Johann Jacob Schütz. Der 96. Psalm. In eigener Melodie. 601 Singe dem HErrn nah und fern, ruͤhmet ihn mit frohem Schall! Das Alte ist vergangen, das Neue angefangen. Laßt die erneurten Sinnen ein neues Lied beginnen. Es vermehre seine Ehre, was da lebet, was da schwebet auf der Erden uͤberall. 2. Was nur kann, stim⸗ me an, daß Jehovah werd erhoͤht. Laßt euren Lob⸗ spruch wandern von einem Tag zum andern, die Men⸗ schen ohn Aufhoͤren von seinem Heil zu lehren. Sagt mit Freuden auch den Heiden alle Werke seiner Staͤrke, die ihr seine Wunder seht. 3. Groß ist GOtt Ze⸗ baoth, hochgelobt in seiner Pracht. Er ist Regent und Retter, dem alle Erden⸗ goͤtter mit Zittern zu den Fuͤßen andetend fallen muͤssen. Goͤtzenknechte, eur Gemaͤchte macht zunichte im Gerichte, der den Him⸗ mel hat gemacht. 4. Herrlichkeit, Wonn und Freud ist vor seinem Angesicht. Auch seiner Wohnung Wuͤrde besteht in Kraft und Zierde. Drum eilt, ihr Voͤlker⸗ haufen, begierig hin zu laufen, ihm zu singen, ihm zu klingen, ihm zu sprin⸗ 518 Vom Lobe GOttes insgemein. syringen, ihm zu bringen Ehr und Macht in De⸗ muthspflicht. 5. Gebt mit Fleiß allen Preis seinem großen Na⸗ men hin. Doch sollt ihr als die Reinen im heilgen Schmuck erscheinen, wenn ihr wollt anzubeten in die Vorhofe treten. Er will haben Liebesgaben; die 10 schenken, laßt euch lenken. Aller Weltkreis fuͤrchte ihn. 6. Saget an auf dem Plan, der von Heiden wird bewohnt: daß er allein regieret, daß er das Sceepter fuͤhret, daß er sich laͤßt auf Erden ein Reich befestigt werden. Er will richten, er will schlichten, alle Sachen gleich zu machen. Er ists, der nach Werken lohnt. 7. Freue dich inniglich, Himmelsburg und Him⸗ melsheer. Du Erde, lasse spuͤren ein starkes Jubili⸗ ren; du Meer und auch ihr Seen, laßt ein Geton ergehen, lasset sausen, las⸗ set brausen was ihr heget und beweget: alles zu Jehovah Ehr. 8. Was das Feld in sich haͤlt, soll mit Huͤpfen froͤhlich sein. Ja, über alle Felder jauchzt ihr, ihr gruͤnen Waͤlder. Euch Baͤumen und euch Zwei⸗ gebuͤhrt es nicht zu chweigen vor dem Höch⸗ naͤchsten Sehet, sten, der am vor euch stehet. sehet, wie er zum Gericht zieht ein. 9. Dieser ist IEsus Christ, der von GOtt bestimmte Mann, durch den der Kreis der Erden nun soll gerichtet werden in Licht und Recht und Klarheit nach Billigkeit und Wahrheit. Die Er⸗ guickung und Begluͤckung ist, ihr Frommen, nun gekommen. Stimmt das Hosianna an! Herrnschmid— In eigener Melodie. 602 Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht singen? sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Din⸗ gen, wie so gut ers mit mir mein. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und traͤgt, die in seinem Dienst sich uͤben. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder uͤber seine Jun⸗ en streckt, also hat auch hin und wieder mich des Hoͤchsten Arm bedeckt, al⸗ sobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab, und das Leben, das ich hab und noch diese Stun⸗ de treibe. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOt⸗ tes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein, er 939“ ihn fuͤr mich hin, aß er mich vom ewgen euer durch sein theures lut gewinn. O du un⸗ ergruͤndter Brunnen, wie will Euhlt, 5. Mhe Rhch chcht; Whfe Hachtl W Behdge Rhtz Rahs n et. 0 d . 66 Hhet 20 N W AI. 5 H0G6 6h/ i Mschi Iin emein. I r it I doh 0 Mann, du Aeis detr eih elichtet perh Walg nuch Buich nd Bahltn Lrommeh, n Stinnt. W hummsthr der Melodi. ichnt Auene e sollt Pdankbar h Rhinallen i 0 0 ez N ITochniht Veben, das se igt, du Ebt und ttäg, n Dienststh Ditg waht /ttes Lih Eil Wler seh der sine Iu Walo Hat duch Ver mich de behlat, al ttetleibe/ Waset gah, 44, Wü ich W Siut⸗ le Diah , GO Iuhlet. 0H is Un / Ha/ E nich diz om ech eh thatt O al runten, i l vom Lobe GOttes insgemein. 519 will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergruͤnden koönnen? Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Fuͤhrer, giebt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz er⸗ fuͤlle mit dem hellen Glau⸗ benslicht, das des Todes Reich und die Hblle selbst macht stille. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohl⸗ ergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Noth zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Koͤnnen, mein Vermoͤgen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein GOtt, und hebt mir an, sein Vermoͤgen beizu⸗ legen. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich naͤhrt und haͤlt. Thier und Kraͤuter und Getreide in den Gruͤn⸗ den, in der Hoͤh, in den der niich daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Guͤt. Waͤre mein GOtt nicht gewesen, haͤtte mich sein Angesicht nicht geleitet, waͤr ich nicht aus so man⸗ cher Angst genesen. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan rum gefuͤhrt, die mich doch mein Lebetage niemals noch bisher geruͤhrt. GOttes Engel, den er sendet, hat das Boͤse, was der Feind anzurichten war gemeint, in die Ferne wege ewendet. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater sei⸗ nem Kinde sein Herz nie⸗ mals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Suͤnde thut und aus der Bahne weicht: also haͤlt auch mein Verbrechen mir mein from⸗ mer GOtt zu gut, will mein Fehlen mit der Ruth, und nicht mit dem Schwerte raͤchen. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. 10. Seine Strafen, seine Schlaͤge, ob sie mir gleich bitter deind, dennoch, wenn ichs recht erwaͤge, sind es Zeichen, daß mein Freund, liebet, mein ge⸗ Buͤschen, in der See, uͤber⸗ denke, und mich von der all ist meine Weide. Alles schnöden Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. ermuntert mein Gemuͤth, Ewigkeit. Welt, die uns hart gefangen haͤlt, durch das Kreuze zu ihm lenke. 7. Wenn ich schlafe, Alles Ding waͤhrt seine wacht sein Sorgen, und Zeit, GOttes Lieb in 11. Das 52⁰ vom Love—194 insgemein 11. Das weiß ich fuͤr⸗ wahr, und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Chri⸗ stenkreuz hat seine Maaße, und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausge⸗ schneiet, tritt der schoͤne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in GOttes Liebe findt, ei so heb ich meine Haͤnde 96 dir, Vater, als dein Kin bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller mei⸗ ner Macht zu umfangen Tag und Nacht, hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhard. In— Me 3— 4 Triumph Tri⸗ 6⁰. Lumob ded HErrn Gesalbter sieget, all ihr Gesalbten, sreuet euch. Triumph, Triumph! der alte Drach erlieget, es ist zerstoͤrt des Teufels Reich. 2. Die starken Sera⸗ phinen fliegen, eilig zu richten aus des HéErrn Gebot, einer der ruft zum andern: Heilig, heilig, hei⸗ lig ist der HErr Zebaoth! 3. Das ganze Land, wie GStt zuvar verheißen, ist nun mit GOttes Ehr er⸗ Luon; kein Feind kann ion hinfort mehr zerrei⸗ en, GOrt selbst ist in ihr onn und Schild. Wohl euch, woh! ah die ihr den HErren kennet, in IEsu Christi wahrem Licht; ihr seids, die Christus seine Bruͤder nennet, in ihm seid ihr frei vom Gericht. 5. Nun singet, singet: Wohl dem Volke, wobl, wohl dem Volke, dem GOtt ihr GOtt ist GOtt machet sie der Zions⸗Freu⸗ de voll, voll, ihr Lebens⸗ 926 ist IEsus Christ. Lob/ Ehre, Weis⸗ ben, Dank, Preis, Kraft und Staͤrke sei unserm GOtt in Ewigkeit! der Werk seinen Knechten seine Werke, daß sie leben in jener Zeit. Mel. Machs mit mir, SOtt, nach deiner Güt. 46 ritt hin, o 604.! Seel, und dank dem HErrn füuͤr seine tausend Gaben, mit denen er dich frei und gern geziert hat und er⸗ haben. Dank ihm, jetzt und zu aller Zeit dafuͤr * tausend Innigkeit. Er hat aus nichts dich hergebracht, zu sei⸗ nem Bild formiret; zu seinem Gleichniß dich ge⸗ macht, und stattlich aus⸗ staffiret. Dank ihm ꝛe. 3. Er hat gar seines Herzens Blut fuͤr deine Schuld vergossen, und dich von Banden und der Glut der Hoͤllen losgeschlossen. Dank ihm ic. 4. Drauf er hat dich zum Kind und Sohn. W Emm. Nel M W An ung Iud lah, Won Docl Wise N sil Ionl ud Fc Du 9. tit un voh In u Ihen aan 10 O Du Gcih sj U 0 0 2 h i 4 fH M Dul! . entin, MN HEnh t ir sch 4 Rh „hn sa n. silgtt, sat Vlle/ il „Iile, In Woi6 er Zinniern ihr Lehge Dut C — Ehte, Vb 2/ Miis, Huf e sei umm Twükeit! Mnechten sen sie keher U * % mit mit, Ddeinler Güt⸗ rutt Hn, 1 Sekl, ul benm sh 0 Gaben, mů 3 ftti u at und d 4 Ihmn fl + Zit Hflt Viungkei. v nicht it, Iu sel Urpiket; Iu Di d ge⸗ ch wue⸗ m ihn r. * g seit Ifit dän sen, Ard MO ocgechofe, 10 Sohlr vom Lobe G0O ttes insgemein. 521 Vater angenommen, und will, daß du auf seinen Thron sollst ewger Erbe kommen. Dank ihm ꝛe. 5. Fuͤr dich hat er die ganze Welt erschaffen und erbauet; fuͤr dich ist sie so wohl bestellt, und was man drinnen schauet. Dank ihm ꝛc. 6. Dir dienet alle Krea⸗ tur, vor dir muß alls sich neigen; botmaͤßig muß sich die Narur im Glau⸗ ben dir erzeigen. Dank ihm ꝛc. 7. Dir traͤgt die Erde Brod und Wein und Arzenei fuͤr Schmerzen; dir hegt sie Thiere groß und klein, dir Gold in ih⸗ rem Herzen. Dank ihm ꝛe. 8. Dort laͤuft und stroͤmt das Wasser dir, da stehet es dir stille, bringt Perln, Koralln und andre Zier, und Fische dir die Fuͤlle. Dank ihm ꝛe. 9. Die Luft erauickt dich spaͤt und fruͤh von außen und von innen; die Voͤg⸗ lein und das Federvieh ergotzen deine Sinnen. Dank ihm ꝛe. 10. Dir faͤhrt die Sonn des Zuldt herein auf ih⸗ rem guͤldnen Wagen; dir laͤßt der Mond mit seinem Schein des Nachts herum sich tragen. Dank ihm ꝛe. 11. Zu deinen Dien⸗ fuͤr dich gemacht mit al⸗ len seinen Schaͤtzen; er wart mit seiner Lust und Pracht vor alln dich zu ergoͤtzen. Dank ihm ꝛc. 13. Ach, ach ist das nicht große Gunst, nicht große Huld und Guͤte, ie dir schon jetzt erzeigt umsonst das goͤttliche Ge⸗ muͤihe? Dank ihm ꝛe. 14. Und was noch mehr, er sieht nicht an, willst du nur Gnade sinden, die Schmach, die du ihm ange⸗ than mit tausendfachen Suͤnden. Dank ihm ꝛe. 15. Er giebt sogar sich selbst fuͤr dich, er liebt dich wie sein Leben, und will sich endlich ewiglich dir schenken und ergeben. Drum dank ihm stets zu aller Zeit, o Seel, mit tau⸗ send Innigkeit. Job. Angelus. oder: Err, ich habe mißgehandell. — nser Herr⸗ 605. U scher, un⸗ ser König, unser allerhoch⸗ stes Gut, herrlich ist dein großer Name, weil er Wunderthaten thut, loͤb⸗ lich nah und auch von fernen, von der Erd bis an die Sternen. ö 2. Wenig sind zu diesen Zeiten, welche dich von Chen und en lieben, su⸗ In 05 Melodie sten sind bereit die enge⸗(chen und begehren: aus der lischen Schaaren; sie wa⸗ chen ietzt und allezeit, daß sie nur dich bewahren. Dank ihm ꝛe. 12. Der Himmel ist Saugelinge Mund hast du dir ein Lob bereitet, wel⸗ ches deine Macht aus⸗ breitet. 3. Es ist leider zu be⸗ kla⸗ 522 vom Lobe GoOttes insgemein. klagen, ja wem bricht das Herze nicht, wenn man sie⸗ het so viel tausend fallen an dem hellen Licht? Ach wie sicher schlaͤft der Suͤn⸗ der! ist es nicht ein großes Wunder? 4. Unterdessen, HErr/ mein Herrscher, will ich treulich lieben dich; denn ich weiß, du treuer Vater, in der Wuͤstne mit Brod versorget. 4. Dabei wir sollen ler⸗ nen heut und morgen, daß du willst unsern Leib und Seel versorgen. 5. Zu bweisen deine hohe Wunderwerke, hast du zerknirschet der Hethi⸗ ter Staͤrke. 6. Dazu ein ewgen Bund daß du heimlich liebest mich. mit uns gemachet: wohl Zeuch mich kraͤftig von der dem, der mit dem Herzen Erden, daß mein Herz mag darauf achtet! himmlisch werden. 7. O Vater, deine Re⸗ 5. HErr, dein Nam ist den sind bestaͤndig, Ge⸗ 191 geruͤhmet und in al⸗ richte/ Wahrheit/ Werke er Welt bekannt; wo die warmen Sonnenstrahlen nur erleuchten einig Land, da ruft Himmel, da ruft Erde: Hochgelobt Jehovah werde! 6. HErr, mein Herr⸗ scher, o wie herrlich ist dein Name meiner Seel; drum ich auch vor deinen Augen singende mich dir hefehl; gieb, daß deines Kindes Glieder sich dir ganz ergeben wieder. Joachim Neander. Mel. Vanket dem HBEr⸗ ren, denn er ist sehr freundlich. 606 Was Lobes ů solln wir dir/ o Vater, singen? Dein That kann keines Menschen Zung ausbringen. 2. Du bast uns wahre Siegel aufgedruͤcket, da⸗ bei wir deine Gunst und Guͤte schmecken. 3. Den boͤsen Pharao im Meer erwuͤrget, Israel deiner Haͤnde. 8. Du sendest die Er⸗ löͤsung den Gefangnen, und traͤgest weg den Raub mit hohem Prangen. 9. Theur, schrecklich, un⸗ vergaͤnglich ist dein Rame; wer den fuͤrchtet, der wird zur Weisheit kommen. 10. Lob und Ehr muͤsse dir, o Vater, werden in Ewigkeit, auch hier auf dieser Erden. Mel. Christus, der uns selig macht. er wohlau 607 Wẽĩ ist n 3 sund, hebe sein Gemuͤthe, und erhoͤhe seinen Mund zu des Hoͤchsten Guͤte. Laßt uns danken Tag und Nacht mit gesunden Liedern un⸗ serm GOtt, der uns bedacht mit gesunden Gliedern. 2. Ein gesundes frisches Blut hat ein froͤhlichs Le⸗ ben; giebt uns GOtt dies einge Gut, ist uns gnug gegeben hier in dieser ar⸗ men 0 I — WI Uc el, fusfh 3. WI Kc l schst h Rueh n Eth Wohl. seh Wa With nch Imneh;. 4 E Rhe I hley El R M H Wohl FHUfl Hasch Shch H heh lu Hhen 1F• ö U MI, Re 2*— in egendih Henachet: lt den He et ö Luet, ene d. Mestürdg, G hrheit, WAl 3 Ve. Mepdest die kt Vefangnex, un heh Rauh nj E Heh. ichrecklich,un. den Mame; htet, der wih t kommeh, lnd Eht mist Er, Weldeh Wuch hiet ᷓ. Dius, der u macht. Meruuh Disugy Dein Gau seinen M en Güte H ag undt Hchet Oerlnbt Gichec Pundes frcs 2 füͤbicht GOtt d is unt grt un s N vom Lobe GOttes insgemein. 523 men Welt, da die schoͤn⸗ sten Gaben und des guͤld⸗ nen Himmels Zelt wir noch kuͤnftig haben. 3. Waͤr ich gleich wie Kroͤsus reich, haͤtte Baar⸗ schaft liegen; waͤr ich Ale⸗ randern gleich an Triumph und Siegen: muͤßte gleich⸗ wohl siech und schwach Pfuͤhl und Betten druͤcken: wuͤrd auch mich im Un⸗ gemach all mein Gut er⸗ quicken? 4. Stuͤnde gleich mein ganzer Tisch voller Lust und Freude; haͤtt ich Wild⸗ pret, Wein und Fisch und die ganze Weide, die den Hals und Schmack ergoͤtzt: wozu wuͤrd es nuͤtzen, wenn ich dennoch aufgesetzt muͤßt in Schmerzen sitzen? 5. Haͤtt ich aller Ehren Pracht, saͤß im hoͤchsten Stande; waͤr ich maͤchtig aller Macht und ein Herr im Lande; mein Leib aber haͤtte doch auf- und an⸗ betruͤkten lein suͤße Stimm ihren genommen der lieber will ich froͤhlich gehn in geringem Kleide, als mit Leid und Aengsten stehn in der schoͤnsten Seide. 8. Sollt ich stumm und sprachlos sein, oder lahm an Fuͤßen; sollt ich nicht des Tages Schein sehen und genießen; sollt ich ge⸗ hen spat und fruͤh mit verschloßnen Ohren: wuͤrd ich wuͤnschen, daß ich nie waͤr ein Mensch geboren 9. Lebt ich ohne Rath und Witz, waͤr im Haupt verwirret: haͤtte meiner Seelen Sitz, mein Herz, sich verirret; waͤre mir mein Muth und Sinn nie⸗ mals guter Dinge: waͤr es besser, daß ich hin, wo ich her bin, ginge. 10. Aber nun gebricht mir nichts an erzaͤhlten Stuͤcken; ich erfreue mich des Lichts und der Son⸗ nen⸗Blicken; mein Ge⸗ sichte sieht sich uͤm, mein Gehdre hoͤret, wie der Vog⸗ Krankheit Joch: was haͤtt Schoͤpfer ehret. ich fuͤr Frommen? 11. Haͤnd und Fuͤße, 6. Ich erwaͤhl ein Stuͤck⸗ Herz und Geist sind bei lein Brod, das mir wohl guten Kraͤften; alle mein 9 gedeihet, fuͤr des rothen Vermbgen fleußt und geht Goldes Koth, da man Ach in Geschäͤften, die mein bet schreiet. Schmeckt mir Herrscher hat gestellt hier Speis und Mahlzeit wohl, und darf mein nicht scho⸗ nen, halt ich ein Gericht⸗ lein Kehl hoͤher als Me⸗ lonen. 7. Sammt und Purpur hilft mir nicht mein Elende tragen, wenn mich Haupt⸗ weh, Stein und Gicht und die Schwindsucht plagen in meinem Bleiben, also lang es ihm gefaͤllt, in der Welt zu treiben. 12. Ist es Tag, so mach und thu ich, was mir ge⸗— buͤhret; kommt die Nacht und suͤße Ruh, die zum Schlafen fuͤhret, schlaf und rah ich unbewegt, bis die Sonne wieder mit el Cl⸗ 524 vom Lobe GOttes am Marien⸗, hellen Strahlen regt meine Augenlieder. ö 13. Habe Dank, du milde Hand, die du aus dem Throne deines Himmels mir gesandt diese schoͤne Krone deiner Gnad und großen Huld, die ich all mein Tage niemals hab um dich verschuldt, und doch an mir trage. 14. Gieb, so lang ich bei mir hab ein lebendigs Hauchen, daß ich solche theure Gab auch wohl möge brauchen. Hilf, daß mein esunder Mund und er⸗ Beuke Sinnen dir zu aller Zeit und Stund alles Liebs beginnen. 15. Halte mich bei Staͤrk und Kraft, wenn ich nun alt werde, bis mein Stuͤnd⸗ lein hin mich rafft in das Grab und Erde; gieb mir meine Lebenszeit ohne son⸗ derm Leide, und dort in der Ewigkeit die vollkomm⸗ ne Freude. Paul Gerhard. Hallelujah Christum nennet, sich von underba⸗ In eigener Melodie. 608. rer Koͤ⸗ nile Herrscher von uns allen, laß dir unser Lob gefallen. Deine Vaters⸗ Guͤte hast du lassen trie⸗ fen, ob wir schon von dir wegliefen. Hilf uns noch, staͤrk uns doch; laß die Zunge singen, laß die Stim⸗ me klingen. 2. Himmel, lobe praͤch⸗ tig deines Schoͤpfers Tha⸗ ten, mehr als aller Men⸗ schen Staaten. Großes Licht der Sonnen, schieße deine Strahlen, die das roße Rund bemalen; lo⸗ e gern, Mond und Stern! sei bereit zu ehren einen solchen HErren. 3. O du meine Seele, singe froͤhlich, singe, singe deine Glaubenslieder; was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Gott Zebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig droben. 4. Hallelujah bringe, wer den HErren kennet, wer den HErren IEsum liebet; singe, welcher Herzen ihm ergiebet. O wohl dir, glaube mir; end⸗ lich wirst du droben ohne Suͤnd ihn loben. Joachim Neander. b) Vom Lobe GOttes am Ma⸗ rien⸗, Johannis⸗ und Michaelis⸗ Fe In eigener Melodie. ste. 2. Denn er hat die Nie⸗ 609 Meine Seele drigkeit seiner Magd an⸗ 5 erhebet gesehen; siehe, von nun den HErrn, und mein an werden mich selig prei⸗ Geist freuet sich GOttes,sen alle Kindes⸗Kind. meines Heilandes. 3. Denn er hat große Din⸗ ihen vo 10 W 7. De. bet l Het M 5. K Hekht, ifen O M un Hin bin Ei . KW DA N Au E Io G. Alaritn. Din N. am on poy g n . doch K 3• Reein mel lohe Schiyfetzd. als Allt z aaten. Guh Sonnen, s ahlen, Ne d bemalen Miond undEin u ehren a EErren mäne Ei Dich/ sirgv sh benslichet z holet, zutz e; witf R darniedtt.Hi oth/ erstz Rund ewiy wn Cujah hrng y Dn kennet, JEsum singe, Ht uennet, sch y X etgiebg. Flaube mitz u droben R loben. Joachim Moh am M Michutl er herdehh ler Mohd K he ol Umich seihnte W on 6 er 7 Johannis- und Michaelis-Leste. 525 Dinge an mir gethan, der da maͤchtig ist und deß Name heilig ist. 4. Und seine Barmher⸗ zigkeit waͤhret immer fuͤr und fuͤr bei denen, die ihn fuͤrchten. 5. Er uͤbet Gewalt mit seinem Arm und zerstreuet, die hoffaͤrtig sind in ihres Herzens Sinn. 6. Er stoßet die Gewal⸗ tigen vom Stuhl, und er⸗ hebt die Niedrigen. 7. Die Hungrigen fuͤl⸗ let er mit Guͤtern, und laͤßet die Reichen leer. 8. Er denket der Barm⸗ herzigkeit, und hilft auf seinem Diener Israel. 9. Wie er geredet hat un⸗ sern Vaͤtern, Abraham und seinem Samen ewiglich. 10. Lob und Preis sei GOtt dem Vater und dem Sohn und dem hei⸗ ligen Geiste. 11. Wie es war im An⸗ fang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit, Amen. Luc. I, 46— 55. Mel. Meine Seele er⸗ hebet den HErren. I elobet sei 610. Goer HErr, der GOtt Israel, denn er hat besucht und erloͤset sein Volk. 2. Und hat uns aufge⸗ richtet ein Horn des Heils in dem Hause seines Die⸗ ners David. 3. Als er vor Zeiten ge⸗ redet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten: 4. Daß er uns erret⸗ tete von unsern Feinden und von der Hand aller, die uns hassen. 5. Und die Barmher⸗ zigkeit erzeigete unsern Vaͤtern, und gedaͤchte an seinen heiligen Bund. 6. Und an den Eid, den er geschworen hat unserm Va⸗ ter Abraham, uns 1 geben; 7. Daß wir, erloͤset aus der Hand unserer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Lebelang, 8. In Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm ge⸗ faͤllig ist.**** 9. Und du Kindlein wirst ein Prophet des Hoͤchsten heißen; du wirst vor dem HErren hergehen, daß du seinen Weg bereitest, 10. Und Erkenntniß des Heils gebest seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Suͤnden; 11. Durch die herzli⸗ che Barmherzigkeit unsers GOttes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Hoͤhe. ö 12. Auf daß er erschei⸗ ne denen, die da sitzen im Finsterniß und Schatten des Todes, und richte unsre Fuͤße auf den Weg des Friedens. ö 13. Lob und Preis sei GoOtt dem Vater und dem Sohn und dem hei⸗ ligen Geiste. 14. Wie es war im An⸗ fang, ietzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit, Amen. Luc. 1, 68— 79. In 526 vom Lobe GOttes am Marien⸗ In eigener Melodie. 61 4 Gewonnen⸗he. wonnen, der Satanas lieget, die hoͤlli⸗ schen Geister sind alle be⸗ sieget: erfreue dich, Him⸗ mel, erfreue dich, Welt, der Satanas lieget, wir haben das Feld. 2. Der unsere glaͤubigen Bruͤder verklaget, ist jetzo vom Hause des Himmels derr die hoͤllische Grube es Kerkers steht bloß, die armen gefangenen Sklaven gehn los. 3. Die Pforten der Hoͤl⸗ len sind niedergerissen, die Stricke des Jaͤgers sind alle zerrissen. Der andere mannigfalt listig beruͤckt, ist selber anietzo mit Ket⸗ ten bestrickt. 4. Der Starke hat heute den Staͤrkern gefuͤhlet, und seine vermeinete Beute ver⸗ spielet. Heil, Kraͤfte, Reich, Ehre und herrliche Macht ist alles in unserem Hei⸗ land gebracht. 5. Sei, Michael, daß du den Drachen bezwungen, mit ewigem Ruͤhmen und Danken besungen; sei, daß du dem Teufel die Hoͤlle erstoͤrt, mit stetigem Prei⸗ sen und Loben geehrt. 6. Gewonnen, gewon⸗ nen, der Satanas lieget, die hoͤllischen Geister sind alle besieget: erfreue dich, Himmel, erfreue dich, Welt, der Satanas lieget, wir ha⸗ ben das Feld. In eigener Melodie. K47 Err GoOtt, 94 2„ dich loben alle wir, und sollen billig danken dir fuͤr dein Ge⸗ schoͤpf der Engel schoͤn, die um dich schwebn in deinem Thron. 2. Sie glaͤnzen hell und leuchten klar, und sehen dich ganz offenbar; dein Stimm sie hoͤren allezeit, und sind voll gottlicher Weisheit. 3. Sie feiern auch und schlafen nicht, ihr Fleiß ist gar dahin gericht, daß sie, HErr C hriste, um dich sein, und um dein armes Haͤu⸗ felein. ö 4. Der alte Drach und boͤse Feind vor Neid, Haß und vor Zoͤrne brennt; sein Datum steht alles darauf, wie er zertrenne deinen Hauf. 5. Und wie er vor hat bracht in Noth die Welt, fuͤhrt er sie noch in Tod; Kirch, Wort, Gesetz, all Ehrbarkeit zu tilgen ist er stets bereit. b. Darum kein Rast noch Ruh er hat, bruͤllt wie ein Ldw, tracht fruͤh und spat/ legt Garn und Strick, braucht falsche List, daß er verderb, was christlich ist. 7. Indessen wacht der Engel Schaar, die Chri⸗ sto folgen immerdar, und schuͤtzen deine Christenheit, wehren des Teufels Li⸗ stigkeit. Joh. Barthol. Meyer. 8. An Daniel wir lernen das, da er unter den Loͤ⸗ wen Ilaat e Hllat/ Iad H. hulch U n hh 4 hbeth Heschn Aher Hahche W W scht — Aatith, — Hener Melchz Hen do . dch K slg für xg E Enlsn schwebnindth i. glahzeh siln klat, uud ss . offenbatz sie hören gl 4. voll ghttez feiern guh y Mlicht, e henicht, Rj Vste/ um bicht ein armes hle 1 lte Oench l r Reid, H Rulne beenat; se icht abes daech erttenne delh Wie er d Noth die M ie noch A lt, Gisch/Y tilget K. . ö Iim kein Mihh I. 2/ brͤllt wee t früh undh und Ent Ilsche dis, M. chuslh; essen waht Thar, N inmeddůt, ile Chash e Tafh In W utet del Johannis⸗ und Michaelis⸗Leste. 527 wen saß; desgleichen auch dem frommen Lot der En⸗ gel half aus aller Noth. 9. Dermaßen auch des Feuers Glut verschont und keinen Schaden thut den Knaben in der heißen Flam̃ der Engel ihn zu Huͤlfe kam. 10. Also schuͤtzt GOtt noch heut zu Tag vorm Uebel und vor mancher Plag uns durch die lieben Engelein, die uns zu Waͤch⸗ tern geben sein. 11. Darum wir billig loben dich, und danken dir/ GOtt, ewiglich, wie auch der lieben Engel Schaar 3. Was ist der Mensch allhier auf Erd, den du so wohl bedenkest, und achtest ihn so hoch und werth, daß du ihm dazu schenkest mit andren auch noch diese Gnad, daß er die Himmelsgeister hat zu seinem Schutze stehen. 4. HErr, diese große Freundlichkeit und sonder⸗ bare Guͤte erheischet von uns allezeit ein dankbares Gemuͤthe; darum, o GOtt, so ruͤhmen wir die große Lieb, und danken dir fuͤr solche hohe Wohlthat. 5. Es ist der starken Hel⸗ dich preiset heut und im⸗den Kraft gestanden uns merdar. zur Seiten, sonst waͤren 12. Und bitten dich, wollst wir schon hingerafft zu die⸗ allezeit dieselben heißen sein sen boͤsen Zeiten; die Kir⸗ bereit, zu schuͤtzen deinesche und die Polizei, ein kleine Heerd, so haͤlt dein jeden auch fuͤr sich dabei, goͤttlich Wort im Werth. Paul Eber. Mel. Es ist das Beil uns kommen her. 613. zensgrund die Menschen⸗ kinder liebest, und uns zu aller Zeit und Stund viel Gutes reichlichst giebest; wir danken dir, daß deine Treu bei uns ist alle Mor⸗ en neu in unserm ganzen eben. ist gnaͤdiglich erhalten. 6. Ach HErr, laß uns durch deine Gnad in deiner Furcht verbleiben, und ja nicht selbst durch Uebelthat tt, der die Engel von uns treiben; du ensehen- ar daß wir rein und hei⸗ ig sein, demuͤthig und ohn Heuchelschein dem Naͤchsten gerne dienen. 7. Gieb auch, daß wir der Engel Amt ausrichten dir zu Ehren, und deine Wunder allesammt aus⸗ breiten und vermehren, die 2. Wir preisen dich in⸗du uns in der ganzen sonderheit, daß du die En⸗ gelschaaren zu deinem Lobe hast bereit, auch uns mit zu bewahren, daß unser Fuß an keinem Stein, wenn wir auf unsern Wegen sein, sich stoße und verletze. Welt und deinem Wort hast vorgestellt voll Weis⸗ heit, Macht und Guͤte. 8. Und wie du durch die Engel hast aus Noth uns oft gefuͤhret, so daß uns manche schwere Last d 528 vom Lobe GOttes am Marien⸗, ete. Plage nicht beruͤhret, so thu es ferner noch hin⸗ fort, befiehl, daß sie an allem Ort um uns sich stets Laedeine 9. Laß deine Kirch und unser Land der Engel Schutz empfinden, daß Fried und Heil in allem Stand ein jeder moͤge fin⸗ den. Laß sie des Daufels Mord und List, und was sein Reich und Anhan ist, durch deine Kraft zerstoͤren. 10. Zuletzt laß sie an unserm End hinweg den Satan jagen, und unsre Seel in deine Haͤnd, in Abrahams Schooß tra⸗ en, da alles Heer dein 'ob erklingt, und Heilig, heilig, heilig singt ohn einiges Aufhoͤren. Mel. O SoOtt, du srommer EOtt. 61 4. Wi wird doch 225 so gering die Reinigung im Herzen bamit i als ein Ding, amit sich lasse scherzen; es meint die eitle Welt, sie sei gereinigt schon, wenn sie einst niederfaͤllt zum Schein vor GOttesThron. 2. Wennn zur gewohnten Zeit man will zum Nacht⸗ mahl gehen, so macht man sich bereit mit Beten und mit Flehen, bis daß das Werk vorbei; drauf faͤngt man wieder an zu suͤndi⸗ gen aufs neu, wenn, wie und wo man kann. 3. Indessen meint die Welt, sie sei gereinigt worden, weil sie sich einge⸗ stellt nach GOttes Willn und Orden; sie bleibt bei ihrem Wahn, und wer ihr anders sagt, ist auf der Irrthums-Bahn: ach das sei GOtt„eklagt. 4. Wie ist die Reini⸗ gung doch viel ein ander Wesen und die Erneue⸗ rung. Es muß, wer sie erlesen, stets kaͤmpfen. Ach wie viel findt da ein GOtteskind zu bes⸗ sern, weil ohn Ziel der Suͤnden Maͤngel sind. 5. Das Herz ist eine Quell, aus welcher nichtes fließet als Bosheit, die sich schnell in Wort und Werk ergießet. Wer nicht die Quelle leert, und stopft den Brunnen zu, wird nimmer recht bekehrt, und kommt niemals zur Ruh. 6. Es fehlt an Mitteln nicht, GOtt hat sie gnug gegeben, wenn man nur will nach Pflicht des HEr⸗ ren Wort nachleben; al— lein, es will die Welt nicht an die Kreuzigung, und weil das Kreuz mißfaͤllt, folgt keine Besterüng. 7. Es kann des HErren uig der Schlangen Gift nicht leiden; es siehet, was nicht taug, drum muß man alles meiden, auch den ge⸗ ringsten Schein. Es muß durch IEsu Blut das mde werden rein, dann ist der Wandel gut. 8. HErr IEsu, der du mich dies hast erkennen las⸗ sen, gieb, daß ich fuͤr und fuͤr ym H IE n anch — bf e 913• h af cchht; la h N shütt,H Lache, V0 Rintifl 2. D„ RWtr Rt, x, Uhche lt ü Ah AIet ald ch d 0, O0 Rllltt Ghahr, Wahlh, Rfl Hul Daunmne We fl 1 Ofrg Datitn., —3—— sci gad descheh M sse hach 1 ud we t, is aush Babnrcht —— Dllag. — is die Mh el an d die Emn muß, —setz fümzt iel funt. Eedlind ohn Il ang st, — 100 is Vwelchet nh Bocheit, dest Vort und Aat ek nicht R. 3/ und stoyft d „ Witd nimmet / Eo Nuh. hlt an Milth t hut sie g venn man ficht d hez aacchlebeh:& die Welttth eigung, u Kteuh mißh Bseeruh aum des HH Schlangen H es siehen d drum muft. n/ auch du chein. ESN Ssu BulN den kein, N Aundel gut.“ t Ws, ern ic ft ö vom Lobe GSOttes des Morgens. 529 fuͤr möͤg alle Suͤnden has⸗ sen, und in der Reinigung zunehmen bis ans End, bis ich die Heiligung durch deine Kraft vollend. Laurentius Laurenti. c) Vom Lob e GoOttes des Morgens. ael. Gesiehl du deine Vege. 345 uf, auf, mein 61. A Geist, zum Loben, auf, auf, und werd erhitzt; bedenke, wie von oben der Hoͤchste dich be⸗ schutzt. Haͤtt er dir nicht die Wache der Engel zuge⸗ schickt, so haͤtte dich der Ora⸗ che im tiefen Schlaf erstickt. 2. Dir, dir und deiner Guͤte, dir, dir, mein GOtt/ allein, dir, dir soll mein Gemuͤthe von Herzen dankbar sein; dir, dir, der du mein Leben hast bis daher erlaͤngt, und taͤglich auch daneben viel Wohl⸗ that eingeschenkt. 3. Du HErr der Him⸗ melszelten, wie soll ich nach Gebuͤhr, wie soll ich dir vergelten, was du gethan an mir? Ich bin zwar zu geringe, doch nimm dies 5. Verzeihe mir die Sünde, die ich bisher ver⸗ ͤͤht, und die ich jetzt empfin⸗ de, wie sie mein Herz be⸗ truͤbt. Verzeihe mir, und daͤmpfe all uͤppige Begier, mir der ich taͤglich kaͤmpfe. O HErr, verzeihe mir. 6. Send auch auf mei⸗ nen Wegen mir deinen Engel zu, und sprich du selbst den Segen zu allem, was ich thu. HErr, sende du mir Kraͤfte von deiner Himmelshoͤh, auf daß all mein Geschaͤfte gewuͤnscht von Statten geh. 7. Gieb mir vor allen Dingen getrosten Muth und Geist, dies freubig zu vollbringen, was mein Be⸗ ruf mich heißt. Laß mich in guten Tagen nicht uͤber⸗ muͤthig sein, und laß mich auch nicht zagen, dringt gleich ein Kreuz herein. 8. Hilf, daß in meinem Opfer hin, nimm hin, was Stande ich thu, was dir ich dir bringe, ein dir gefaͤllt; auch laß mich nicht ergebnen Sinn. in Schande gerathen vor 4. Nur weg mit Horn der Welt. Richt, HErr, und Klauen, ich opfre Herz mein ganzes Leben nach und Brust; ein kindliches deinem Willen ein; laß Vertrauen, das, das ist auch mein Haus daͤneben deine Lust; das, das laß von dir gesegnet sein. dir gefallen; wie schlecht 9. Gieb, daß im Kreuz es immer scheint, so ist und Gluͤcke ich stets so le⸗ dennoch vor allen dies ben mag daß ich all Au⸗ Opfer gut gemeint. 25— denk an den letz⸗ ten 5³⁰ vom Lobe GOttes ten Tag; und wenn der meiner Seelen Heil und so gieb, Schutz, und meines Naͤch⸗ wird einbrechen, daß ich erfreut 5n Herzen koͤnne sprechen: Komm, HErr, ich bin bereit. Johann Franck. Mel. Der lieben Sonne Licht und Pracht. nluf, Seel, 61¹ 9. A und danke deinem HErrn aus reinem Herzensgrunde. Das helle Licht vertreibt die Stern in dieser Morgenstunde. Die Sonn entdecket dir der Guͤte GOttes Zier, die sich zu GOttes Kin⸗ der Schau bespiegelt in dem Morgenthau. 2. Sprich: GOtt, ich bin nicht gnug„ de die Gnade zu erzaͤhlen, die du durch sichre Leibesruh erzeigt hast meiner Seelen. Ich kann nicht zeigen an, was du mir Guts gethan nebst andern, die auch trauen dir, und eines Glaubens sind mit mir. 3. Nun, meiner Seelen Huͤlf und Schutz, ich ruͤh⸗ me deine Treue, die dei⸗ nen Kindern kommt zu Nutz, die alle Morgen neue. Ich dank herzinnig⸗ lich, daß du so gnaͤdig mich und auch die Mei⸗ nen diese Nacht durch dei⸗ nen Engel hast bewacht. 4. Gieb, liebster GOtt, daß ferner auch ich heute christlich wandle, und mei⸗ ner Pflicht also gebrauch, daß/ was ich thu und handle, gereiche mehr und mehr zu deines Namens Ehr, zu 390 Dienst und Rutz. Behuͤte mich vor alle dem, was Leib und Seele kraͤnket; hingegen gieb, was angenehm, was deinen Se⸗ gen schenket. Wend ab Gefahr und Noth, Krieg, Hunger, Feuer, Tod; schickst du mir aber Krent mit zu, so gieb Geduld, 26— Huͤlf und Ruh. nehneh an zu Lieb und auch zu Leide, weil deine wenden Leid in Freude richt, kann mich verlassen nicht; denn wer im Glaͤu⸗ ben kommt zu dir, der ist ge 7. N. fuͤr und fuͤr. Gut und Leben. Mach alles so, wie dirs gefaͤllt, dir hab ich es ergeben. Bewahre Stadt und Land, Lehr⸗, Wehr- und auch Naͤhrstand; erhalte Wort und uita seinn gieb ein vernuͤnftig selig End. 8. Mein HErr und GOtt, dich laß ich nicht, dir lie g sich hier zu Fuͤßen, bis mir dein Mund den Segen spricht, der alles kann Dunchläpen⸗ wenn mich dein Himmel traͤnkt, und mir viel Guts einschenkt, wenn mich dein suͤßer Gna⸗ dengeist aus meines JEsu Wunden speist. 9. Hierauf nehm ich mit Freuden an, was mir ist anbefohlen; dein Wh uͤhr Ich will gern alles Hand es aͤndern kann, und Dein, Herz auf mich ge⸗ ö 7. Nur dir sei alles heim⸗ gestellt, Seel, Leib, Stand, — Iwi W 0 d e 0 Haht x urn 4al. G0 I 61⁴. K f 0 ꝛt 0 Ru Hähe Reneh El fin E 2. I Dhch Atiish I Arien Riti R. Ic h 9. Du Wichgh htt Rtt S Ub Heh ff scht alh OD x 1.80 Woh Ieh I Yh 6 Uhhst ls. sch uht astich Lah f, — 5 Seel—0 n mana — und Mah hüte Mich vhte a unde * Hegehe Rh 2 l„ Was denenz 1—..— — duen Yu mir aber o 0 wül und will geth ⸗ an zu Lieb; Leide, wel! Andern kaun „Leid in Fn Hetz auf nnch Un mich hetht Imm wer im G. z die/ da ur und füt. r sei alles heil Ailh Leib, Stah Kben. N wie Nis gei ich es ehhe Stadt undes Weht- und! ; erhalte K * kament, gla — 10 s El HErr une ich nicht, Fuͤße 106 und den: E der alle e, lat nmel ttanlt ö —. Guts ash ö chde in süßerh — Ruls Mesle. ast cauf uahm an/ Was 0 bunhis — des—.—— 531 fuͤhr auf ebner Bahn, du mich wirst einholen ins schoͤne Paradeis, zu deinem Lob und Preis: so wird der Tag in GOtt voll⸗ bracht, Anfang und Ende gut gemacht. Christ. Seriver. Mel. SOtt des Himmels und 590 Erden. 6 1 702 luf und singe/ Tameine See⸗ le, auf und lobe deinen GOtt; laß die Sorgen in der Hoͤhle ganz vergraben sein und todt; auf, erhebe deinen Sinn zu den hoͤch⸗ sten Wolken 2. Sprich: Mein GOtt, sei hoch gepriesen, hoch Has deit ewiglich/ daß du hast den Hoͤllenriesen ab⸗ getrieben vaͤterlich„ daß er nicht in dieser Nacht seine Macht an mir vollbracht. 3. Durch dich, HErr, 80 ich genesen, du, du bist der Huͤter mein und mein starker Schutz gewesen, daß der Leib ohn Angst und bht frisch und munter steht allhier, GOtt, mein GOtt, das kommt von dir. 4. Sollte dich zum Zorn bewegen meine Schuld der Suͤnden groß, ach so scho⸗ ne, laß sich legen deinen Grimm, und sprich mich os; hier ist IEsus, dem du hast aufgeburdet meine Last. 5. Weil ich auch ohn dich nicht leben, noch recht christlich wandeln kann, du allein, du mußt mirs geben/ drum so ruf ich sehnlich an dich, den liebsten Va⸗ bei ter mein: ach laß dein Herz offen sein. 6. Laß mich deinen Geist regieren, daß ich moͤge mit Verstand mein aleite und Nahrung fuͤhren;leite mich deiner Hand: fuͤhre meine Tritt und Schritt, 127.0 mir den Segen mit. Was ich rede, thu und denke, hoͤchster GOtt, zur Ehre dein und zu mei⸗ ner Wohlfahrt lenke; laß dir auch be fohlen sein meine Freunde uͤberall, und die Feind in großer Zahl. 8. Endlich, wenn ich soll abscheiden durch den Tod aus dieser Welt, so gieb, daß ichs thu mit F reuden; komm ich doch ins Him⸗ melszelt, da mir schon mein IEsus hat zuberei⸗ tet Raͤum und Statt. In eigener Klelodie. 46 lus meines 618. A Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank in dieser Mor-⸗ genstunde, dazu mein Le⸗ benlang, o GOtt, in dei⸗ nem Thron, dir zu Lob, Preis und Ehren, durch Christum, unsern HErren, dein eingebornen Sohn. 2. Daß du mich aus Genaden in. der vergang⸗ nen Nacht vor Gfahr und allem Schaden be⸗ huͤtet und bewacht. Ich bitt demuͤthiglich: wollst mir mein Suͤnd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzuͤrnet dich. 3. Du wollest auch be⸗ 9223 mich gnaͤdig diesen Tag 532 vom Lobe GOttes Tag vors Teufels List und Wuͤthen, vor Suͤnden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnoth, vor Armuth und vor Schaͤn⸗ den, vor Ketten und vor Banden, vor boͤsem schnel⸗ len Tod. 4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben, mein Ehr und Gut bewahr; in deine Haͤnd ichs gebe jezund und immerdar als dein Geschenk und Alel. Christus der uns selig macht. lenlicht, deiner Christen Sonne, o du klares An⸗ gesicht, der Betruͤbten Wonne, deiner Guͤte Lieblichkeit ist neu alle Morgen; in dir bin ich recht erfreut, darf nicht uͤbrig sorgen. 2. Wecke mich vom Gab; mein Obern und Suͤndenschlaf, der du bist Verwandten, mein Freun⸗das Leben; neues Leben in de und Bekannten, und mir schaff; denn hast du alles, was ich hab. 5. Dein Engel laͤß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der boͤs Feind hier in diesem Jammerthal sein Tuͤck an mir nicht uͤbe, Leib und Seel nicht betruͤbe, und bring mich nicht zu Fall. 6. GOtt will ich lassen rathen, der alle Ding ver⸗ mag; er segne meine Tha⸗ ten, mein Vornehmen und Sach; denn ichs ihm heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei GOtt dem HeErrn ergeben: er machs, wies ihm Deun 7. Darauf so sprech ich Amen, und zweifile nicht daran, GOtt wird es alls taben 1 ihm wohlge— allen lan; drauf streck ich aus mein Hand, greif an das Werk mit Freu⸗ den, dazu mich GOtt be⸗ scheiden in meinm Beruf und Stand. Joh. Mathestus. gegeben dieser Welt das Sonnenlicht, welches all erfreuet, wirst du mich ja lassen nicht taͤglich uner⸗ neuet. 3. Ohne Licht sieht man kein Licht, ohne GOttes Leuchten sieht kein Men⸗ sche Christum nicht, der uns muß befeuchten mit dem hellen Himmelsthau seiner suͤßen Lehre; drum, HErr Christe, auf mich schau, und dich zu mir kehre. 4. Kehre zu mir deine Guͤt, freundlich mich an⸗ blicke, daß mein innerstes Gemuͤth sich in dir er⸗ quicke, und die suͤße Him⸗ melslust mit Begierde schmecke; sonsten sei mir nichts bewußt, so da Freud erwecke. 5. Laß ja ferne von mir sein Hoffart, Augen⸗ weide; Fleischeslust und Augenschein, JEsu, mir verleide, damit sich die Welt ergoͤtzt zu ihr Selbst⸗ Verderben; denn was sie fuͤrs ö 619. Care e dht uh Facht el sh All. 0 22 0 aa. 020. t Rurch R 10 t ii he sU E O W hse I I Gel A Ihen, Oanei Niehlf 6 U A siht fi , M Suhe Gastsy ENN g lristus Nerin ig macht. Cs i E dent h dn katet h det Berahh daner Gh Dit ist nu in dit hin g reut, rf iih hen. ace nich in chlaf, der E. neues Lchgt fj denn ha dieser Walk Icht, welchen d witst du mich ht tiglich mn AUacht sseht mi Ihne Gotte sccht Ein Ma ssum nicht/ x befkuchten g en Hinm hen Lehte uu hliste/ auf dichtumeh te zu nt Zundlich n; as mein mch fsich in Ms Ind diesßeg ilit Bo sonsen f6 bewußt,. des Morgens. 533 fuͤrs Beste schaͤtzt, machet ewig sterben. 6. Nun so bleihe stets mein Licht, JEsu, meine Freude, bis der frohe Tag anbricht, da nach allem Leide ich in weißer Klei⸗ derpracht werde freudig springen, und, daß GOtt es wohlgemacht, ohn Auf⸗ höͤren singen. Christoph Prätorius. Mel. Besiehl du deine Wege. 620 Deant sei Gott in der Hoͤhe 0 dieser Morgenstund, urch den ich wiedr auf⸗ stehe vom Schlaf frisch und gesund. Mich hatte zwar gebunden mit Fin⸗ sterniß die Nacht: ich hab sie uͤberwunden durch GOtt, der mich bewacht. 2. Wiedrum chu ich dich bitten, o Schutzherr Israel, du wollst treulich behuͤten den Tag mein Leib und Seel. All christlich Obrig⸗ keiten, unser Schul und Gemein in diesen bösen Zeiten laß dir befohlen sein. 3. Erhalt uns durch dein Guͤte bei gsunder reiner barkeit lieben und Fleiß drauf wenden als rechte Christenleut. 5. Gieb mildiglich dein Segen, daß wir nach deinm Geheiß wandeln auf guten Wegen, und thun das Amt mit Fleiß; daß ein jeder sein Netze auswerf, und auf dein Wort sein Trost mit Petro setze, so geht die Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu Ehren und der Gemein zu Nutz, das will der Sa⸗ tan wehren mit List und großem Trutz; doch kann er nichts vollbringen, weil du, HeErr JEsu Christ, herrschest in allen Dingen, und unser Beistand bist. 7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du, daran wir wachsn und leben, und bringen Frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben, und wachsen immermehr, dein guter Geist uns treibe zu Werken deiner Ehr. Johann Mühlmann. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Lehr, vor Ketzerei behuͤte, Das walt streit fuͤr dein Wort und 62 1. D GOtt! die Ehr, daß wir mit unserm Morgenrothe treibet un Saamen immer in einem die schwarze Nacht, un Geist sprechen: Des HEr⸗ der Tag ruckt an die Staͤtte, ren Namen sei groß und der da alles munter macht. hoch gepreist! ö Drum so muntre ich mich 4. Dem Leibe gieb dar⸗ auf, und mein Herz ge⸗ neben Nahrung und guten denket drauf, wie ich dir/ Fried, ein gsund und maͤßig mein GOtt, Lob bringe, eben, dazu ein froͤhlich und den Morgensegen Gmuͤth, daß wir in allen singe. Staͤnden Tugend und Ehr⸗ 2. Loben doch bald dem em 534 vom Lobe 60 Dutes dem Büacken dich die klei⸗ nen Voͤgelein; eh sie fuͤr das Futter sorgen, muß es erst gesungen sein. Sollt ein dummes Thierlein nun mir hierin zuvor es thun? Nein, das Singen, Loben, Beten hab ich mehr als sie vonnoͤthen. 3. Wenn ich koͤnnte uͤber⸗ sehen, was all fuͤr Gefaͤhr⸗ lichkeit ich gehabt hab aus⸗ zustehen meine ganze Le⸗ benszeit; ja, was noch fuͤr Ungeluͤck, alle Stund und Augenblick, und so lang ich werde leben, uͤber mei⸗ nem Haupte schweben: 4. Ach so wuͤrde ich er⸗ kennen, was fuͤr große Guͤtigkeit du den Men⸗ schen pflegst zu goͤnnen, was auch ain Barmher⸗ zigkeit du an mir thust fuͤr und fuͤr, weil du so vielfaͤltig mir Huͤlfe sen— dest in Genaden, wenn ich in Gefahr gerathen. 5. Drum so sei all mein Vermuͤgen dich zu loben dran gestreckt. Mein Ge⸗ bet laß vor dir tuͤgen, wie ein Opfer angesteckt; und verleih, daß dieser Tag mir auch gluͤcklich werden mag. Ach daß ich ihn doch mit Liebe und in deiner Furcht vertriebe! 6. Gieb, daß ich mag recht erwaͤgen/ was erfor⸗ dert meine Pflicht; was derselben laͤuft entgegen, laß mich ja beginnen nicht. Meine Sinnen und Ver⸗ stand richte, HErr, nach deiner Hand, daß ich recht mein Amt verwalte, rein Gewissen stets behalte. 7. Wuͤrd etwaͤ ich heute sehen allerhand Gelegen⸗ heit, Suͤnd und Laster zu begehen, so gieb, daß ich solche meid. Reizet mich mein Fleisch und Blut, zeigt die Welt mir Ehr und Gut, so laß mich zu nichts verfuͤhren, das mir wuͤrde nicht gebuͤhren. 8. Wenn ich aber was Norzehmo, draus zuvoͤr⸗ derst deine Ehr und des Naͤchsten. kaͤme, oder sonsten ruͤhmlich waͤr, so befoͤrdre solches Werk, gieb dazu Rath, That und Staͤrk. All mein Arbeit muß gedeihen, wenn du, HErr, 293 Huͤlf verleihen. Von mir selbst bin ich 10.—.—70 0 besbrdern meine Sach; die Begier⸗ den sind nicht 155 der Verstand ist viel zu schwach; schwach ist meiner Seelen Kraft, und der Leib oft mangelhaft; meine Wege auch gefaͤhrlich, die Ver⸗ richtung oft beschwerlich. 10. Drum, HErr, all mein Thun und Lassen sei dir alles heimge stellt; fuͤhre mich auf rechter Straßen, mach es, wie es dir ge⸗ faͤllt; segne den geringen Fleiß, lehre mich, was ich nicht weiß; zeige mir, was ich nicht 15 leite mich, wo ich hin gehe. 11. Wird ein Faͤll mich uͤbereilen, ach so hilf mir wieder auf. Schuͤtze mich vors Satans Pfeilen, und all meiner Feinde. Hauf. Kommt ein Ungluͤck vor die Thuͤr, steht mir was Ge⸗ e 10 0 170 . fhl IM Höf I i M Rl + H Ir e Apehde Wt Rc HWalh Rae hh 0 Nunte f R 0 v 0 x I1 sh 5 Ien 0 1 W eI W. WI Hager I. hheh n 422— SE S r des Morgens. 53⁵ Gefaͤhrlichs fuͤr, laß mich* deine Huͤlf ennnen, rit⸗Mel. Err JEsu Christ, terlich zu uüberwinden. dich zu uns wend. 12. Willst du mir in 322 Das walt Kreuz zuschicken, mach, α. Gdtt daß ichs kann ausstehn; Vater und GOtt Sohn, will es mir nicht allzeit GOtt heilger Geist ins gluͤcken und nach meinem Himmels Thron. Man Willen gehn, so ists mei⸗ dankt dir, eh die Sonn ner Suͤnden Schuld, doch aufgeht, wenns Licht an⸗ gieb Hoffnung und Ge⸗ bricht, man vor dir steht. duld: alles Ungluͤck kannst 2. Drum beug ich diesen du wenden, und mir wieder Morgen fruͤh in rechter Gluͤck zusenden. Andacht meine Knie; und 13. Wird mir etwas auf⸗ ruf zu dir mit heller edichtet, oder sonst gere-Stimm; dein Ohren neig, zet nach, dir, HErr, der mein Red vernimm. da alles richtet, ich befehle 3. Ich ruͤhm von Her⸗ meine Sach. Laß mich zen deine Guͤt, weil du meiden nur die That, so mich gnaͤdig hast behuͤt, wird wohl der Luͤgen Rath, daß ich nun hab die finstre und ein gut Gewissen ma⸗Nacht in Ruh und Friede chet, daß man der Ver- zugebracht. laͤumdung lachet. I. Ich schlief, und wußt 14. Willst du mich denn nicht wie mir waͤr, so schlich etwa heute legen auf das der Teufel um mich her; Krankenbett, so gieb, daß den hast, HErr, deine ich mich beizeite schicke zu Macht vertriebn, daß ich der Ruhestaͤtt. Hebe, trag vor ihm in Ruh gebliebn. und warte mich; soll ich 5. Mein GOtt, ich bitt fort, so wollst du mich durch Christi Blut, nimm ja vor schnellem Tod be-mich auch diesen Tag in wahren, und in Frieden Hut; laß heut dein lieb⸗ lassen fahren. sten Engelein mein Waͤch⸗ 15. Hierauf will ich nach ter und Gefaͤhrten sein. Vermuͤgen meine Arbeit 6. Dein Geist mein Leih ter, wirst es fuͤgen, daß mit schöͤnen Gaben zier; dazu. HErr, in deinem 7. Gieb, daß ich meine großen Namen sei mein Werk und Pflicht mit Freu⸗ End und Anfang. Amen. den diesen Tag verricht zu Martin Grünwald. deinem Lob und meinem Nutz, und meinem Naͤch⸗ sten thue Guts. * 8. Hilf 536 vom Lobe GOttes 8. Hilf, daß ich zu re⸗ gieren wiß mein Augen, Ohren, Haͤnd und Fuͤß, mein Lippen, Mund und ganzen Leib; all boͤs Be⸗ gierden von mir treib. 9. Bewahr nein Herz vor Suͤnd und Schand, daß ich, von Uebel aͤbge⸗ wandt, mein Seel mit Suͤnden nicht beschwer, und mein Gewissen nicht versehr. 10. Behuͤt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Herzeleid. Tritt zwischen mich und meine Feind, so sichtbar und unsichtbar seind. 11. Mein Aus⸗ und Ein⸗ gang heut bewahr, daß mir kein Uebel widerfahr; be⸗ huͤt mich vor einm schnel— len Tod, und hilf mir, wo mir Huͤlf ist Noth. Martin Böhm. In eigener Melodie. 623 Dizonlt meit 2— GOtt, Va⸗ ter und Sohn und heilger Geist, der mich erschaffen hat, mir Leib und Seel Leben im Mutterleib das eben gesund ohn allen Schad. 2. O treuer GOtt, der du dein Sohn aus Him⸗ mels⸗Thron fuͤr uns ge⸗ gebn in Tod, der fuͤr uns ist gestorben, das Himmel⸗ reich erworben mit seinem theuren Blut. Schalle fuͤr dein Wohl⸗ thaten alle fruͤh und spat fuͤr und fuͤr. 4. Auch sonderlich sag ich dir Dank mit diesem Gsang, daß du mich gnaͤ⸗ diglich aus lauter Gnad und Guͤte hast diese Nacht behuͤtet durch dein Engl sicherlich. 5. Und bitte dich, du wollst hinfort, ach GOtt mein Hort, ferner genaͤ⸗ diglich mich diesen Tag be⸗ huͤten vors Teufels Macht und Wuͤthen und List tau⸗ sendfaͤltig. 6. Durch deine Gnad bewahr mir, HErr, Leib, Seel und Ehr, vergieb die Missethat. Vor Gefahr, Suͤnd und Schande, zu Wasser und zu Lande, be⸗ huͤt mich fruͤh und spat. 7. All Tritt und Schritt, in GOttes Nam; was ich fang an, theil mir dein Huͤlfe mit, und komm mir fruͤh entgegen mit Gluͤcke, Heil und Segen; kein Bitt versag mir nicht. 8. All mein Arbeit, in GOttes Nam; was ich fang an, gereich zur Nutz⸗ barkeit. Mein Leib, mein Seel, mein Leben, welchs du mir hast gegeben, lob dich in Ewigkeit. Basilius Förtsch. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 624 Ner Tag bricht 3. Dafuͤr ich dir aus Herzengrund mit Zung und Mund lobsinge mit Begier, und danke dir 2—— :an und zei⸗ get sich: drum, meine See⸗ le, geh in dich, wie du ge⸗ schlafen diese Nacht, 31 u — Wcht 2. Den Miacht in. Sl Om E nigt ui hs h dem Die 3. Du Miet R Ghriiun hüt.L hlingeh u W. Ich ufft 4 n Hlles v Wisne ell / 1W. hh e Wth, l M s 2 füt dein N früh u für. sonderlih Dank nit. Saß du micht s bauter G hast diese N. 3 dein g öditte dch, fott, ach G / fetner gy ch rr—4 Tehffchz M Een und gisn 1 Ech deite G r/ HErr, Eh, betgich Vor Gefth Schande, Lande, e Pah und syat. ttundSchrit Mn; was it theil mir dä und komm x yen nit Glä Höegen; kin W nicht. Mein Athät,! am; Waß ereich zur M ein Lah, md Leben, Wih „st gegeben, igkeit, Bastius hienen l. ich Lag I520 Van ushs im/ meiness ich, wie dug yse Nach, ö des Morgens. 537 du auch oft an GOtt was ich im Sinn fuͤhr, gedacht, wenn du er⸗ gefalle dir. wacht? 9. Ich opfre dir die 2. Denn GOtt sieht ins Verborgne hin, pruͤft auch im Schlafen Herz und Sinn. Er eifert, wenn du nicht zuerst ihm, wenn du aus dem Schlaf auffaͤhrst, den Dienst gewaͤhrst. 3. Drum walts GOtt Vater, der im Geist durch Christum mich stets beten heißt. Dir will ich Opfer bringen, eh ich zum Be⸗ ruf und Arbeit geh, wenn ich aufsteh. 4. Was soll ich aber opfern dir? Ist doch vor alles dein an mir; ja, eben das ist mein Gewinn, wenn, weil ich mich ganz schul⸗ dig bin, dir gebe hin 5. Ich gebe dir die Seele hin, ach richte dein Reich auf darin, daß sie mit Tu⸗ gend angesteckt, der Glaub und GOttesfurcht erweckt, bleib unbefleckt. 6. Ich geb und opfre dir mein Herz, ach nimms und zeuchs in Lieb auf⸗ waͤrts, daß ich mich stets im Geist erheb, an dem/ was irdisch ist, nicht kleb, nach GOtt nur streb. 7. Ich opfre dir ganz mei⸗ nen Willn, laß mich auch deinen Willn erfuͤlln, uch in geduldigem Gelaß i Gutes thu, das Boͤse laß, und Sünde haß. 8. Sinn und Verstand, und was ich denk, ich dir zum Morgenopfer schenk; — daß kein boͤser An⸗ chlag mir einkomm, und Zung und Mund, und mache mit dir diesen Bund, daß heute diesen Tag und fort von mir kein Fluch noch falsches Wort nicht werd erhöͤrt. 10. Die Werke, was ich laß und thu, ergeb ich dir, regier sie du zu dei⸗ ner Ehr, des Naͤchsten Nutz, des Vaterlandes Trost und Schutz, der Boͤsen Trutz. 11. Daß ich, dir ganz ge⸗ opfert auf, heut und den ganzen Lebenslauf, des Fleisches suͤndliche Begier verleugne, ganz absterbe mir, und lebe dir. ö 12. Sei du stets bei mir und in mir, mit dei⸗ nem heilgen Geist mich fuͤhr; durch deiner lieben Engel Schaar vor allem Schaden und Gefahr mich heut bewahr. 13. Verleih der Nah⸗ rung und Gewerb Gedei⸗ hen, Segen, ohn Verderb, daß alles dir zu Lob und Dank, was ich in dem Beruf anfang, gut End erlang. ö 14. Auf daß ich ehrbar und in Ruh mein Leben moͤge bringen zu, die Le⸗ bensnothdurft mir be⸗ scher; daß Armuth nicht mein Herz beschwer, mich ehrlich nͤhr. 15. Ein froͤhlich Herz, gesunden Leib, gieb mir, den Freunden, Kind und Weib; gieb, daß ich den 288 Feind 538 vom Lobe Gottes Feind uͤberwind mit Sanft⸗ muth, und And find bei dem Gesind. 16. Erhalt auch unser Vaterland in guter Ruh und Friedensstand; wend ab Aufruhr, Brand, Krieg und Streit, Pest, Hunger, Kummer, theure Zeit und ander Leibz. 17. Der Obrigkeit gieb Staͤrk und Witz/ daß sie dein arme Kirche schuͤtz; die dich und uns verfol⸗ gen, HErr, durch deinen starken Arm bekehr, und ihnen wehr. ö 18. Erlöse wer unschuldig itzt um deinetwilln ge⸗ fangen sitzt; beschuͤtze, die H falsch sind verklagt, troͤst alle, die geaͤngst, geplagt sind und verjagt. 19. Den Armen gieb ihr Kleid und Brod, die Kranken und wer leidet Noth mit deinem Trost veselige, die Waisen, Witt⸗ wen, Fremdlinge ver⸗ theidige. 20. In Summa, was dir lieb, uns gut ist, gieb uns an Leib, Seel und Muth; wie du willst, sei dirs heimgestellt. Nur nimm uns selig von der Welt, wann dirs gefaͤllt. David v. Schweinitz. In eigener Melodie. 3Teer Tag ver⸗ 523. Dabreibt die finstre Nacht, o Bruͤder, in großer Schaar, der alles regieret. 3. Die Haͤhn und Vo⸗ gel mancherlei loben GOtt mit ihrem Geschrei, der sie speist und kleidet. 4. Der Himmel, die Erd und das Meer geben dem HErren Lob und Ehr, thun sein Wohlgefallen. 5. Alles, was je geschaf⸗ fen ward, ein jeglich Ding nach seiner Art, preiset seinen Schoͤpfer. ö 6. Ei nun, Mensch, so edler Natur, o vernuͤnf⸗ tige Kreatur, sei nicht so verdrossen. 7. Gedenk, daß dich dein Erre GOtt zu seinem Bild geschaffen hat, daß du ihn erkennest. 8. Und lieb haͤttest aus Herzen Grund, auch be⸗ kenntest mit deinem Mund, sein also genoͤssest. 9. Weil du nun seinen Geist gekost, und seiner Gnad genossen hast, so dank ihm von Herzen. 10. Sei munter, bet mit Fleiß und wach, sieh, daß du stets in seiner Sach treu werdest befunden. 11. Du weißt nicht, wann der HErre koͤmmt, denn er dir keine Zeit bestimmt, son⸗ dern stets heißt wachen. 12. So uͤb dich nun in sei⸗ nem Bund, lob ihn mit Her⸗ zen, That und Mund, dank ihm seiner Wohlthat. 13. Sprich: O Vater seid munter und wacht, von Ewigkeit, ich dank dir dienet GOtt den HErren. aller Guͤtigkeit, mir bis⸗ 2. Die Engel singen im⸗ merdar, und loben GOtt her bezeiget. 14. Durch JEsum Chri⸗ stum rsfsh Schen. It Häbn ud d erlei loben 9 Geschte Pund klede, Himmel, Edas Mer gs en Lob undt Vohlgeftle „wad st goch ein jeglch dr er Att, yu höyfer. Hun, Mash, ur, 9 hemih Zur, sa niht 7 ul daß dich kr Ott zu sein — fen hat, ynnes Wch hattest au And, auch be⸗ unem Mund, alseä. Euu sana , und seng ossen haft, Won Herzen Rnuntet, bur wach, sih' V Iu seiner Ei est befundes eißt nicht,l Alommt, de bestimmt — heißt Wachel dichnunt bihn nd Mund Wohlthat, Pich: 99 lt/ ich ‚a keit, mit! RI IEsum V I des Morgens. 539 stum, deinen Sohn, wel⸗ chem sammt dir im hoͤchsten Thron all Engel lobsingen. 15. Hilf, HErr, daß ich dich gleicher Weis von nun an allzeit lob und preis in Ewigkeit. Amen. Michagel Weiße. Mel. HErr JEsu Christ, dich zu uns wend. 626 Die helle Sonn »keucht jetzt herfuͤr/froͤhlich vom Schlaf aufstehen wir; GOtt Lob, der uns heint diese Nacht behuͤt hat vor des Teu⸗ fels Macht. 2. HErr Christ, den Tag uns auch behuͤt vor Suͤnd und Schand durch deine Guͤt; laß deine liebe Engelein unser Huͤter und Waͤchter sein. 3. Daß unser Herz in Ghorsam leb, deinm Wort und Willn nicht wider⸗ streb, daß wir dich stets vor Augen han in allem/ das wir heben an. 4. Laß unser Werk ge⸗ rathen wohl, was ein jeder ausrichten soll, daß unser Arbeit, Muͤh und Fleiß gereich zu deinm Lob, Ehr Und Preis. Nicolaus Hermann. Mel. Uun freut euch, lieben Christen gmein. 627 Erbobe dich/ Eo meine Seel, die Finsterniß ver⸗ I der HErr erscheint n Ifrael, sein Licht am Himmel stehet. Erhebe dich aus deinem Schlaf, daß er was Gutes in dir schaff, indem er dich erleuchtet. 2. Im Licht muß alles rege sein, und sich zur Ar⸗ beit wenden; im Licht singt fruͤh das Vogelein, im Licht will es vollenden. So soll der Mensch in GOttes Licht aufheben heilig sein Gesicht zu dem/ der ihn erleuchtet. 3. Laßt uns an unsre Arbeit gehn, den HErren zu erheben; laßt uns, in⸗ dem wir auferstehn, be⸗ weisen, daß wir leben; laßt uns in diesem Gna⸗ denschein nicht eine Stun⸗ de muͤßig sein: GOtt ists, der uns erleuchtet. 4. Ein Tag geht nach dem andern fort, und un⸗ ser Werk bleibt liegen. Ach hilf uns, HErr, du treuster Hort, daß wir uns nicht betruͤgen; gieb, daß wir 9 0 an das Werk; gieb Gnade, Se⸗ gen, Kraft und Staͤrk im icht, das uns erleuchtet. 5. Du zeigst, was zu verrichten sei auf unsern Glaubenswegen; so hilf uns nun und steh uns bei, verleihe deinen Se gen, daß das Geschaͤft von deiner Hand vollfuͤh⸗ ret werd in alle Land, wozu du uns erleuchtet. 6. Ich flehe, HErr/ mach mich bereit zu dem, das dir gefaͤllig, daß ich recht brauch der Gnadenzeit; so flehen auch einhellig die Kinder, die im Geist ge⸗ born, und die sich fuͤrchten vor dem Zorn, nachdem du sie erleuchtet. 7. Das Licht des Glau⸗ bens Bild in meine Seel ein⸗ 5⁴⁰ vom Lobe GoOttes bens sei in mir ein Licht der Kraft und Staͤrke; es sei die Demuth meine Rer er die Lieb das Werk Werke. Die Weisheit fließt in diesen Grund, und oͤffnet beides Herz und Mund, dieweil die Seel erleuchtet. 8. HErr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig; erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Guten tuͤch⸗ tig/ bis ich erreich die guͤldne Stadr, die deine Hand ge⸗ gruͤndet hat und ewiglich erleuchtet. Peter Lackmann. Mel. O GSOtt, du from⸗ mer GOtt. 628 Erschein, du Morgen⸗ stern, leucht hell in mir, o Sonne, mein Heiland, wahres Licht, beslaͤndig in mir wohne; erwaͤrme du mich ganz mit deiner Liebe Schein, und bringe lauter Licht ins neue Herz hinein. 2. Schaff du mirs neu und rein mit dem gewissen Geiste, daß ich dir reinen Dienst in deiner Liebe leiste. Mach deines Lichts mich voll, verklaͤr den Vater ganz, daß seine Liebesbrust mich nahr in reinem Glanz. 3. So laß mich allezeit in dir bestaͤndig wandeln/ und nicht in Finsterniß noch Heuchelei was handeln. Faß mich mit deiner Hand, dein Auge leite mich, daß ich dir folge schlecht, und seh allein auf dich. 4. Laß mich kein ander lassen, als dich, mein Licht und Theil, zum Licht und Leben fassen. Sei du mein einig Wort, eroͤffne mein Gehöͤr, und ziehe mich dir nach, so lauf ich immer mehr. Mel. HErr IEsu Christ, dich zu uns wend. * ili 5 Sheilige Drei⸗ 629.0 faltigkeit, 0 hochgelobte Einigkeit, GOtt Vater, Sohn, hei⸗ liger Geist, heut diesen Tag mir Beistand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Boses widerfahr, und mich der Satan nicht ver⸗ letz noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Macht mich heut anblick, des Soh⸗ nes Weisheit mich erquick, des heilgen Geistes Glanz und Schein erleucht meins finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schoͤpfer, steh mir kraͤftig bei; o mein Erloͤser, hilf mir frei; o Troͤster werth, weich nicht von mir, mein Herz mit werthen Gaben zier. 5. HErr, segne und be⸗ huͤte mich, erleucht mich, HErr, genaͤdiglich, HErr heb auf mich dein Ange⸗ sicht, und deinen Frieden auf mich richt. Mel. HErr JEsu Christ, meins Lebens Licht. — or deinen 630. V Thron tret ich hiermit, o GOtt, und dich demuͤthig bitt: wend dein m Relhho 9 6 Mich x H hfll, W1 A 0 Schh Rit sch, e R E II d R uhhl II 6 Hsste . Galt Wahch At f 5 6 dch, and lum Liht . Run / erhfre h Rend schema luuf ich En rr JEsuCirh u uns wend. Hblilhede — fllligkah; Ate Einss Datet, Solr, l ist, heut M. Beistand sef . Secl, Leih el bewahr, Mn wibderfahr, u innn nicht u. Tnich in Scheh en sch. Vitets Mach lc des Soh⸗ Esch erguäck, Gae Glag Ed ekleucht mah Vetzens Schtig Cchhfef6 g bc 9 lf mit srüt, erth, wech t⸗ mein Hetj m Haben jik. I, sehne unt erleucht n diglich Ht ich deit Iy deinen grl icht. Srs Pebens Lih. Nai V OTbtoh R h hitt. E V 541 und Sakrament des Morgens. dein genaͤdig Angesicht von Wort mir, dem armen Suͤnder, behalt und lieb bis an nicht. mein End. 2. Du hast mich, o GOtt 10. Daß ich fest in An⸗ Vater mild, gemacht nach fechtung steh, und nicht deinem Ebenbild. In dir in Truͤbsal untergeh, daß web, schweb und lebe ich, ich im Herzen Trost em⸗ vergehen muͤßt ich ohne dich. pfind, zuletzt mit Freuden 3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderlich und unverhofft, da nur ein Schritt, ja nur ein Ie⸗ mir zwischen Tod und Le⸗ ben war. 4. Verstand und Ehr hab ich von dir, des Le⸗ bens Nothdurft giebst du mir, dazu auch einen treuen Freund, der mich in Gluͤck und Ungluͤck meint. 5. GOtt Sohn, du hast mich durch dein Blut er-bef loͤset von der Hoͤllenglut, das schwer Gesetz fuͤr mich uͤberwind. 11. Drum dank ich dir mit Herz und Mund, o GOtt, in dieser Morgen⸗ stund fuͤr alle Guͤte, Treu und Gnad, die mei⸗ ne Seel empfangen hat. 12. Und bitt, daß deine Gnadenhand bleib uͤber mir heut ausgespannt; mein Amt, Guͤt, Ehr, Freund, Leib und Seel in deinen Schutz ich dir eschl.——— 13. Hilf, daß ich sei von Herzen fromm, damit erfuͤllt, damit des Va⸗ ters Zorn gestillt. Wenn Suͤnd und mein ganzes Christenthum aufrichtig und rechtschaf⸗ fen sei, nicht Augenschein Satan mich anklagt, und und Heuchelei. mir das Herz im Leib ver⸗ eht alsdann brauchst du ein Mittleramt, daß mich der Vater nicht verdammt. 7. Du bist mein Fuͤr⸗ sprach allezeit, mein Heil, mein Trost und meine Freud; ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und dort selig sein. 8. GOtt heilger Geist, du hoͤchste Kraft, deß Gnade in mir alles schafft! ist et⸗ was Guts am Leben mein, so ist es wahrlich lauter dein. 9. Dein ists, daß ich GOtt recht erkenn, ihn meinen HErrn und Va⸗ ter nenn, sein wahres I4. Erlaß mich meiner Sünden Schuld, und hab mit deinem Knecht Ge⸗ duld; zuͤnd in mir Glau⸗ ben an und Lieb, zu jenem Leben Hoffnung gieb. 15. Ein selges Ende mir bescher, am juͤngsten Tag erweck mich, HErr, daß ich dich schaue ewig⸗ lich; Amen, Amen, er⸗ hoͤre mich! Bodo von Hodenberg. In eigener Melodie. 6 31 Glt des Him⸗ »mels und der Erden, Vater, Sohn und heilger Geist, der es Tag 542 vom Lobe Gottes Tag und Nacht laͤßt wer⸗ sende, der des boͤsen Fein⸗ den, Sonn und Mond des Macht, List und An⸗ uns scheinen heißt, dessen schlag von mir wende, und starke Hand die Welt und auch halt in guter Acht, was drinnen ist, erhaͤlt: der auch endlich mich zur 2. GOtt, ich danke dir Ruh trage nach dem Him⸗ von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Ge⸗ fahr, Angst, Noth und Schmerzen hast behuͤtet und bewacht, daß des boͤ⸗ sen Feindes List mein nicht maͤchtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Suͤnden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o HErr JEsu, laß mich fin⸗ den deine Wunden offen stehn, da alleine Huͤlf und Rath ist fuͤr meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit die⸗ sem Morgen geistlich auf— erstehen mag, und fuͤr meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Fuͤhre mich, o HErr, mel zu. In eigener Melodie. 632 Auͤter, wird die Nacht der Suͤnden nicht ver⸗ schwinden? Huͤter, ist die Nacht schier hin? Wird die Finsterniß der Sinnen bald zerrinnen, darein ich verwickelt bin? 2. Moͤcht ich wie das Rund der Erden lichte wer⸗ den, Seelen⸗Sonne, gehe auf; ich bin sinster, kalt und truͤbe, JIEsu, Liebe, komm, beschleunige den Lauf. 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist, und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht Heinrich Albert. und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschuͤtzer und mein Hort. Nirgends als von dir allein kann ich recht bewahret sein. Meinen Leib und meine Seele sammt den Sinnen und Verstand, roßer GOtt, ich dir be⸗ sehle unter deine starke Hand. HErr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Ei⸗ genthum. 7. Deinen Engel zu mir entnommen, da du kom⸗ men; aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem deinen, auch er⸗ scheinen, der nach Licht, und Rechte tracht. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Staͤrke in der Finsterniß vollziehn? Wie kann ich die Liebe uͤben, Demuth lieben, und der Nacht Geschaͤfte fliehn? 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen sich so quaͤlen, zuͤnd dein Feuer in mir an; laß mich fin⸗ stern Wurm der Erden hel⸗ h/ Aucht uhz ucht du shennh, Tae eh 9. N Hugah, ruhte Denn N Iahe, Iun R It. Nh 503 UWah Rich h Ruht! Gb O, S Het M . i Ihhh Lah u Mahh; Rich i Ish M QAA hennch nth Heinric Un ener Melohz 1 . M- — den„liht 0 Huüter, it Dier hinz M Vrniß der Sinnn Vinen, darein bih⸗ 2 ich Wie — iden lichtemn l⸗Sonne, gl sinster, Haltun — 1 — „Llebe, komn. den gauf sim euen WStunde der sommeh i mich sietz in Vy ermatten, wi 7 fetne his. Ennd in der Mach , da du khss ich bin Hult xum wolst v einen/ auch e er nach dt, üirocht, Unn ich 6 Fke ohne Sahl erniß vochehl ich die H uh licben,M echifte fihl Voch nicht x 2 eelen sch dein Fal Rich fs eL Etdih lah — des Morgens. 543 helle werden daß ich Gu⸗ tes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht heber IEsus und sein eller Schein, JEsus muß das Herz anblicken und erquicken, IEsus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht tau⸗ gen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll er⸗ scheinen, muß das Auge reine sein. 9. IEsu, gieb gesunde Augen, die was taugen, ruͤhre meine Augen an. Denn das ist die groͤßte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedr. Richter. In eigener Melodie. 633 Ich dank dir, 5. tt, fuͤr all Wohlthat, daß du auch mich hast gnaͤdiglich die Nacht behuͤt durch deine Guͤt, und bitt nun fort, o GOtt, mein Hort, vor Suͤnd und Gfahr mich heut bewahr, daß mir kein Boͤses widerfahr. 2. Ich bfehl dir, HErr, mein Seel und Ehr, Herz/ Sinn und Muth, mein Leib und Gut und all das Mein; der Engel dein hab mich in Acht, daß nicht find Macht der Feind an mir nach seiner Bgier, noch mich in Suͤnd mit Listen fuͤhr. 3. Auch wollest, HErr, vergeben mir durch deine und Ios Huld mein Suͤnd und Schuld; ich hab an dich vergriffen mich, unrecht gethan; HErr, gnad und schon zu aller Frist durch IEsum Christ, der unser einger Mittler ist. Johann Freder. In eigener Alelodie. EIch dank dir 634. laber HEr⸗ re, daß du mich hast be⸗ wahrt in dieser Nacht Ge⸗ faͤhrde, darin ich lag so hart mit Finsterniß um⸗ fangen, dazu in großer Noth; daraus ich bin ent⸗ gangen, halfst du mir, HErre GOtt. ö 2. Mit Dank will ich dich loben, o du mein GOtt und HErr, im Himmel hoch dort oben. Den Tag mir auch gewaͤhr, warum ich dich thu bitten und auch dein Will mag sein; leit mich in deinen Sitten, und brich den Willen mein. 3. Daß ich, HErr, nicht abweiche von deiner rech⸗ ten Bahn, der Feind mich nicht erschleiche, damit ich irr moͤcht gahn. Erhalt mich durch dein Guͤte, das bitt ich fleißig dich, vors Teufels List und Wuͤthen, damit er setzt an mich. 4. Den Glauben mir verleihe an dein Sohn IEsum Christ; mein Süͤnd mir auch verzeihe allhier zu dieser Frist. Du wirst mirs nicht versagen, wie du verheißen hast, daß er mein Suͤnd thu tragen/ mich von der Last. 5. Die 544 vom Lob e GSOttes 5. Die Hoffnung mir ů auch giebe, die nicht ver“ In eigener Relodie. derben laͤßt; dazu christ⸗ liche Liebe zu dem, der mich verletzt; daß ich ihm Guts erzeige, such nicht darin das Mein, und lieb ihn als mich eigen nach all dem Willen dein. 6. Dein Wort laß mich bekennen vor dieser argen Welt, auch mich dein Die— ner nennen, nicht fuͤrchten Gwalt noch Geld, das mich bald moͤcht ableiten von deiner Wahrheit klar, wollst mich auch nicht ab⸗ schneiden von der christ⸗ lichen Schaar. 7. Laß mich den Tag vollenden zu Lob dem Namen dein, und mich nicht von dir wenden, ö Ich danke dir, 635. o Guott, in deinem Throne durch IEsum Christum deinen lieben Sohne, daß du mich wollen diese Racht bewahren vor Schaden und vor mancherlei Ge⸗ fahren, und bitte dich, wollst mich an diesem Tage be⸗ huͤten auch vor Suͤnden, Schand und Plage. 2. Denn ich dir, HErr, in deine Haͤnd befehle mein Leih und Gut und meine arme Seele. Dein heiliger Engel zu allen Zeiten, der sei und bleib bei mir auf allen Seiten, auf daß der bös Feind, so arg und geschwinde, ganz ans End bestaͤndig sein; behuͤt mir Leib und Leben, dazu die Fruͤcht im Land: was du mir hast gegeben, steht alls in deiner Hand. keine Macht an mir zu uͤben finde. 3. Den lieben Frieden ferner uns verleihe, und unsre Nahrung reichlich 8. HErr Christ, dir Lob ich sage um deine Wohl⸗ that all, die du mir all mein Tage erzeigt hast uͤberall. Dein Ramen will ich preisen, der du al⸗ lein bist gut; mit deinem Leib mich speise, traͤnk mich mit deinem Blut. 9. Dein Ruhm; die Rach dir nie— benedeie: die Pest von unsrer Staͤdt und Land laß wallen, dein Wort in Ruh und Fried noch laͤn⸗ ger schallen; Theurung vertreib, mit Segen uns erfuͤlle, nach deinem Wort und vaͤterlichen Wille. 4. Ich bitt fuͤr die, GOtt, n ist allein die so dich Vater nennen, in⸗ Ehre, dein ist allein Wr dein reines Wort bekennen, fuͤr alle mand wehre, dein Segen meine Blutsfreund und zu uns komm; daß wir Verwandten, sie seien im Fried entschlafen, mit hier oder in fremden Lan⸗ Gnaden zu uns eil; uns des Glaubens Waf⸗ fen vors Teufels listgel Pfeil! Johann Kolroß. gieb den; vor allem Unfall wollst du sie bewahren, aß ihnen alles Gutes wi⸗ 5. All, derfahren. su. M 115 0 smnt ki N ugtt 630. Rühen E . N 10 00 Fanif in Rr Eldd W Iht f ln I. uch e D Shl H xr R nagh: fhfthen 5. M Ren Wi ih Eh Rh dir UU Mile. 0. Dal 0 ehe i Ahne, daß Dun disse Mu vor Schh ancherla bitte dich nt Vesem Tap vor Saha Hage. E ich die, HE/ und hi und Gut n Seele. Du dehel zu ale sei und hl dallen Seich Feind, ichwinde, gun Nm mir 27 chen Fucg doeklahe, u — kung tochlh Dlie Pes In at uud du den Won ed noch ü⸗ ; Theutg Iit Segen deinem A ten Wll für di + er nennen, Enen/ fit il ösfreund 2, sie sil stenden dn allem sie Hewheh G 5 des Aorgens. 54⁵5 5. All, welche sind be⸗ truͤbt, krank und gefan⸗ gen, in ihren Noͤthen nach dir, HErr, verlangen, die wollest du von allem ih— rem Boͤsen aus lauter Gnaden endlich gar erloͤ⸗ sen. All arme Suͤnder zu dir, HErr, bekehre, ein seligs End uns insge— sammt beschere. In eigener Melodie. 2 Ich dank dir 636. 18. schon durch deinen Sohn, o GOtt, fuͤr deine Guͤte, daß du mich heint in dieser Nacht so gnaͤdig hast behuͤtet. 2. In welcher Nacht ich lag so hart mit Fin⸗ sterniß Daepinget von aller Suͤnd geplaget ward, die ich mein Tag be⸗ gangen. 3. Drum bitt ich dich aus Herzensgrund, du wollest mir vergeben all meine Suͤnd, die ich be⸗ +1 mit meinem boͤsen eben. 4. Und wollest mich auch diesen Tag in dei⸗ nem Schutz erhalten, daß mir der Feind nicht scha⸗ den mag mit Listen man⸗ nigfalten. 5. Regier mich nach dem Willen dein, laß mich in Suͤnd nicht fallen, auf daß dir möͤg das Leben mein und all mein Thun gefallen. 6. Denn ich befehl dir Leib und Seel und alls in deine Haͤnde; in mei⸗ ner Angst und Ungefaͤll, HErr, mir dein Huͤlfe sende. 7. Auf daß der Fuͤrste dieser Welt kein Macht an mir nicht finde; denn wo mich nicht dein Gnad erhaͤlt, ist er mir viel zu gschwinde. 8. Ich hab es all mein Tag gehoͤrt, Menschen⸗ huͤlf ist verloren; so steh mir bei, du treuer GOtt, zur Huͤlf bist du erkoren. 9. Allein GOtt in der Hoͤh sei Preis sammt sei⸗ nem eingen Sohne inEinig⸗ keit des heilgen Geists, der herrscht ins Himmels Throne. Mel. JEsu, meine Freude. ——F Esu, meine 337. ILactte dei ne Wunderwerke, deine Guͤtigkeit lobt mein armes Leben, dich will ich erhe— ben heut und jederzeit, daß dein Schutz mich vor dem Trutz der verdammten Hoͤl⸗ lenschaaren gnaͤdigst wolln verwahren. 2. Schleuß mich aus Erbarmen, IEsu, in dein Arme, nun der Tag an⸗ bricht. Eile, von den Suͤn⸗ den mein Herz zu entbin⸗ den, meiner Seelen Licht! Sieh auf mich, ich bitte dich; rett aus Angst und Finsternissen mein erschreckt Gewissen. 3. Wende, was betruͤ⸗ bet, wo es dir beliebet, heut in Freud und Lust, daß von Furcht und Za⸗ gen, Ungluͤck, Kreuz Pla⸗ A⸗ 546 vom Lobe GOttes Plagen mir nichts sei be⸗ des Nae zu deiner Ehr wußt. Was ich hab, ist des Naͤchsten Lehr auch deine Gab; die laß vor des Feindes Wuͤthen deine Macht behuͤten. 4. HErr, der Fuͤrst der Hoͤllen suchet nnn zu faͤl⸗ len so durch Lust als Weh. Ach treib seine Tuͤcke, List klagen. und Grimm zuruͤke, wo 6. Nach deinem Rath ich geh und steh; ich bin gieb auch die That, daß dein/ du bleibest mein; mich meine Seele liebe dich gar wird nicht Freud, Angst allein, im Glauben rein, und Leiden, JEsu, von dir den Naͤchsten lne betruͤbe. meine Zung erklingen. 5. Nimm alles hin aus meinem Sinn, was dir nicht mag behagen; laß mich geschwind all meine Suͤnd bekennen und be⸗ 45 5. Gieb, daß es gelinge daß ich was vollbringe, Err, zu deiner Ehr. Staͤrke mein zeginnen, leite meine Sinnen, tröste/ b fuͤhr und lehr, bis ich werd von dieser Erd, wenn mein Ruhtag wird ankommen, zu dir eingenommen. Andreas Gryphius. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 638.— schon vom Himmelsthron die Sonn mit klarem Scheine, und will kurzum) mein Chri⸗ stenthum soll leuchten schöͤn und reine. 2. O hoͤchster GOtt, ich bin ganz todt, zu uͤben gute Werke. Ach weck mich auf, und mich im Lauf des Glaͤubens kraͤftig staͤrke. 3. Halt mich allzeit in deinm Geleit, daß ich mein Fleisch bezwinge; durch alle Faͤll in dir gar schnell zum Christenleben dringe. 4. Anfang und End re⸗ gier behend, laß alles wohl Jehe leuchtet Es ist auch Noth, mein HErre GOtt, daß ich bestaͤndig bleibe in sol⸗ cher Lieb, auch mich drin ub und wie ein Baum bekleibe. 8. So gieb nun Kraft und suͤßen Saft, daß ich viel Fruͤchte trage; und jedermann, so viel ich kaͤnn, mit meinem Dienst behage. 9. Richt meine Tritt und alle eSchritt auf deine rechte Stege, damit ich nicht, wie oft geschicht, ge⸗ rath in Irrewege. 10. Ach ja, mein HErr, von mir abkehr das falsche Christenleben, da nur der Mund ohn Herzensgrund, 341.. That will geben. Die Heuchelei und Taihe sind lauter Teu⸗ felsstricke, dadurch er kann an Dermann beweisen seine Tuͤcke 12. Er weiß fast wohl, daß kuͤrzlich soll die Welt das Ende haben, der An⸗ tichrist und was sein ist zur Hoͤllen muͤssen traben 13. Drum will er schr durch falsche Lehr und aͤr⸗ ger⸗ I b nid! gle a 11 Run Hede 0 10. H ö lt Lott. ch o E ehl. lü Keahte 10. DU Wehd Nale) Ch ffun fn uu eut N 0 MV M Rl h. Gnde M Wisch, msch IXI Du Mflcht uch We Re M 0 Hsch Echht Ohd 9. D Helgen Imschle UA che f lch Moaset IDuh cchen Wht m Ih x Ren Lahr u ö erklingan Sinn, waz behagen Dwind allmz Kkennen unde 0 deinem die That, le Hiebe dihg Glauben th Vah nicht bete Wist guch Ru e Gott, ig lleibe ml auch mich W Rvie ein Baun Sieb nun Kus Saft, ih tuuge; und hielich karz, Dens ochage. nine Tüt Tchrtt guf dehe ge, damnit 9 Hst geschcht/h rrewege. / Mein n Peeht da ficch Aen, da Hut N Herzensgrah That willgte Heuchelei nd lauter x Vadurch eind ann hab Ebeiß sit wh l D A — gben/ del 10 Was selt A muͤseh W wilt. Leht d ehe des M orgens. 547 gerliches Leben der ganzen Welt, wies ihm gefaͤllt/ die letzten Stoͤße geben. 14. Ach liebes Herz, es ist kein Scherz, seufz uͤber alle Graͤuel, die Satan stellt und manchen faͤllt, vermeide solche Scheuel. 15. Lieb immerfort das reine Wort, und richt dar— nach dein Leben; die Sa⸗ krament bis an dein End dir Kraͤfte werden geben. 16. Du großer GOtt, wend alle Noth, daß ich an Christum glaͤube; mich ferner uͤb in steter Lieb, und ewig dein verbleibe. Johann Reichenwald. Mel. Herzliebster JEsu, was hast du verbrochen. 2290 Jn dieser Mor⸗ 639.3 genstund will ich dich loben, o GOtt, mein Vater, in dem Him⸗ mel oben. Was du fuͤr Gnade mir stets thust be⸗ weisen, will ich nun preisen. 2. Du hast mich an das Tagslicht lassen kommen, auch durch die Tauf in dein Reich angenommen, und laͤssest mich in deinem Sohn entbinden von Schuld und Suͤnden. 3. Du giebest mir den heilgen Geist darneben, daß er mich lehr und fuͤhr in mei⸗ nem Leben, damit ich lern ů ich alleine bauen, diesem Tag mich staͤrken auf dich und dir vertrauen. 4. Du hast mich allzeit vaͤ⸗ terlich ernaͤhret, was ich be⸗ durft mir immerzu besche⸗ ret, und wenn mich Noth und Ungluͤck hat beruͤhret, bald draus gefuͤhret. 5. Jetzt hast du auch. deine Engelschaaren mi lassen heint in dieser Nacht bewahren, daß mich darin kein Unfall hat erschrecket, noch aufgewecket. 6. O HErr, mit mei⸗ nem Munde und Gemuͤ⸗ the erzaͤhl und ruͤhm ich solche große Guͤte, die ich empfangen hab an allen Enden aus deinen Haͤnden. 7. Ich bitt, du wollest uͤber mir fort walten und mich auch heute diesen Tag erhalten, daß Satan nicht durch seine List und Pfeile mich uͤbereile. 8. Hilf, daß ich bleib, wie alle frommen Chri⸗ sten, rein von der Welt und ihren Suͤnden⸗Luͤsten, daß ich auch meinen eig⸗ nen boͤsen Willen nicht moͤg erfuͤllen. 9. HErr, laß in deinen Schutz sein eingeschlossen Leib, Seele, Freunde, Kin⸗ der, Hausgenossen, und was ich sonst durch deine milde Gabe auf Erden habe. 10. Die Obrigkeit er⸗ halt bei gutem Stande, gieb Friede, Gluͤck und Heil im ganzen Lande; be⸗ huͤt uns allerseits o HErr, aus Gnaden vor Schand und Schaden. 11. Du wollest auch an durch deine Kraft in meins Berufes Werken, auf daß ich moge in denselben allen dir wohlgefallen. 12. Zuletzt verleih, wenn ich 548 vom Lobe Gottes ich aus diesem Leiden, es sei heut oder morgen, werd abscheiden 0 ich auf Christi Tod moͤg froͤhlich sterben, den Himmel erben. 13. So bin ich denn an Leib und Seel genesen, und wohl auf dieser Welt allhier gewesen; dort habe ich das rechte Kleinod fun⸗ den, hier uͤberwunden. 14. Das hilf mir, Vater, der du mit dem Sohne und heilgem Geist regierst in einem Throne. Gieb, daß ich dessen, was ich jetzt begehret, ja werd gewaͤhret. Justus Gesenius. In eigener Mel. oder: Lobet den HErren, denn er ist sehr freundlich. OVMobet den HEr⸗ 640. ren alle, die ihn ehren, laßt uns mit Freuden seinem Namen sin⸗ gen, und Preis und Dank zu seinem Altar bringen. Lobet den HErren. 2. Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser 5. Daß Dieb und Raͤu⸗ ber unser Gut und Leiber nicht angetaßt und grau⸗ samlich verletzet, darwider hat sein Engel sich gesetzet. Lobet den HErren. 6. O treuer Huͤter, Brunnen aller Guͤter, ach laß doch ferner uͤber unser Leben bei Tag und Nacht dein Hut und Guͤte schwe⸗ ben! Lobet den HéEr⸗ ren. 7. Gieb, daß wir heute, HErr, durch dein Geleite auf unsern Wegen unver— hindert gehen, uͤnd uͤberall in deiner Gnade stehen. Lobet den HErren. 8. Treib unsern Willen, dein Wort zu erfuͤllen; lehr uns verrichten heilige Ge— schaͤfte, und wo wir schwach sind, da gieb du uns Kraͤfte. Lobet den HErren. 9. Richt unsre Herzen, daß wir ja nicht scherzen mit deinen Strafen, son⸗ dern fromm zu werden vor deiner Zukunft uns bemuͤhn auf Erden. Lobet den Nacht so vaͤterlich bedek⸗ ket, und aus dem Schlaf uns froͤhlich auferwecket. Lobet den HErren. 3. Daß unsre Sinnen wir noch brauchen koͤnnen, und Haͤnd und Fuͤße, Zung und Lippen regen, das ha⸗ ben wir zu danken seinem Segen. Lobet den HErren. 4. Daß Feuersflammen uns nicht allzusammen mit unsern Haͤusern unversehns HErren. 10. HErr, du wirst kom⸗ men, und all deine From⸗ men, die sich bekehren, gnaͤ⸗ dig dahin bringen, da alle Engel ewig, ewig singen: Lobet den HErren. Paul Gerhard. In eigener Melodie. 641 Murgenglanz 5 der Ewig⸗ keit, Licht vom unerschoͤpf⸗ gefressen, das machts, daß wir in seinem Schooß ge⸗ sessen. Lobet den HErren. ten Lichte, schick uns diese Morgenzeit deine Strah⸗ len zu Gesichte, und ver⸗ treib — 90⁰ M bt M h 0 fis sust Rfie Mfft Va/ Hn S fel 4 D0 uuthahf Gebise Han! lihh hahe& 1.H Glte W M Moheh Hrglt fthu. Hachh WAAl schfß um U t Gunde Rnch. M Uch RR fHe Wll, 0 I!— Oeeb un But und gahn Haßt und l schet, RNrdig Mschhgecht Herten. treuer Hüg let Gter h Ner uͤbet unst Sg und Mih .d Guͤͤte schye it den H. daß wir hut. dein Gah Wagen unng⸗ und uͤboel 5nade ssehe UExten. Vunsern Willh, erfüllen, hr I heiltge G wibschwach uuns Ktafte. eten. umtte Herhef, icht schehe Stkafen, ol⸗ werden du Eist uns benih Lbobet du „ duwirf kon⸗ deine From⸗ eehten l⸗ h, D all ig Nuge eteh. Pau 3t Melodi. Hergegah + det E m Mersahß cick In dane 910 „ Uh l cte, fch aul Gerbat des Morgens. 549 treib durch deine Macht unsre Nacht. 2. Die bewölkte Finster⸗ niß muͤsse deinem Glanz entfliegen, die durch Adams Apfelbiß uns, die kleine Welt, bestiegen, daß wir/ HErr, durch deinen Schein selig sein. 3. Deiner Guͤte Mor⸗ genthau fall auf unser matt Gewissen, laß die duͤrre Le⸗ bensau lauter suͤßen Trost genießen, und erquick uns, deine Schaar, immerdar. 4. Gieb, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töͤdte, und erweck uns Herz und Muth bei entstandner Morgenroͤthe, daß wir, eh uch gar vergehn, recht auf⸗ stehn. 5. Laß uns ja das Suͤn⸗ denkleid durch des Bundes Blut vermeiden, daß uns die Gerechtigkeit moͤg als wie ein Rock bekleiden, und wir so vor aller Pein sicher ein. 6. Ach du Aufgang aus der Hoͤh, gieb, daß auch am juͤngsten Tage unser Leichnam aufersteh, und entfernt von aller Plage sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 7. Leucht uns selbst in jener Welt, du verklaͤrte Gnadensonne, fuͤhr uns durch das Thraͤnenfeld in das Land der suͤßen Wonne, da die Lust, die uns erhoht, nie vergeht. Christian Knorr v. Rosenroth. Mel. Uun ruhen alle wälder. 642 un DEE wachen alle Waͤlder, Vieh, Menschen, Staͤdt und Felder und was die Welt erhaͤlt. Ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, ihr sollt beginnen, was eu⸗ rem Schoͤpfer wohlgefaͤllt. 2. Wo seid ihr Sterne blieben? Der Tag hat euch vertrieben, der Tag, der Naͤchte Feind. Fahrt immerhin, die Sonne, und IEsus, meine Wonne, mich jetzt an eurer Stell anscheint. 3. Der Tag kommt an⸗ ebrochen, die Nacht hat ich verkrochen am hellen Himmelslauf: so muͤssen dort ingleichen die Jam⸗ mernaͤchte weichen dem Tag, der ruft: Ihr Tod⸗ ten auf! 4. Der Leib geht aus der Ruhe, legt an das Kleid und Schuhe, damit er sei bekleidt: so geht uns auch entgegen dort JEsus, an⸗ zulegen das Kleid der Ehr und Herrlichkeit. 5. Dem Haupt und Haͤnd und Fuͤßen muß nun die Lust versuͤßen die saure Arbeitslast. Frisch auf! durch unser Muͤhen der Faulheit wir entfliehen, die nur des Teufels Rott nicht haßt. 6. Nun geht, ihr mun⸗ tern Glieder, greift an die Arbeit wieder, es ist ge⸗ nug geruht. Es kommen Stund und Zeiten, da man nicht darf arbeiten, vor Freuden nicht weiß, was man thut. 7. Mein Augen, Ohren, Munde lobt GOtt aus An⸗ 550 bvom Lobe Gottes Andachts⸗Grunde: befehlt ihm Leib und Seel, daß er in allen Gnaden sie schuͤtzen woll vor Scha⸗ den, das Aug und Huͤter 22—.5 IEsu, meine Freu⸗ de. behüt mich heut vor Leide, zeig mir den Gna⸗a denschein. Will Satan mich verschlingen, laß En⸗ gel mich umringen, ein Schutz und Wagenburg 905 sein. 9. Auch meine Freund und Lieben laß den Tag nicht betruͤben 90 Unfall noch Gefahr; der Noth und Klage wehre, o JEsu, mich erhdre, und mach mein sehnlichs Bitten wahr. Job. Ulrich Riedner In eigener Melodie. 64 3 O allerhoͤch⸗ ster Men⸗ schenhuͤter, du unbegreif⸗ lich großes Gut, ich will dir opfern Herz und Muth. Stimmt an mit mir, ge⸗ denkt der Guͤter, all ihr Gemuͤther! 2. HErr, deiner Kraft ich nur zuschreibe, daß ich noch Odem schoͤpfen kann, du nimimst meiner an; du Vaterherz, mich nicht vertreibe, heut bei mir bleibe. 3. Israels GOtt, da ist mein Wille, der sich dir willig untergiebt, dich uͤber alles gerne liebt, das ist mein Wunsch in fruͤher Stille, o Gnadenfuͤlle. 4. Dein Angesicht mich heilig leite, dein Auge kraͤftig auf mich seh, ich reise, geh, sitz oder steh, mich 2 6 Ewigkeit be⸗ gleite; G mich bereite. 5.46 Seel und Leib, so —nn gegeben, stets sein in deiner Furcht bereit, als Waffen der Gerechtigkeit, auch in dem Tod dir an⸗ zukleben, o Seelenleben. 6. Gesegne mich auf meinen Wegen, mein Thun und Lassen lenke du, in Unruh bleibe meine Ruh, bis ich zuletzt mich werde legen in Fried und Segen. Jvachim Neander. In eigener Melodie. Christe, 644 O Morgen— sterne, leucht uns mit hel⸗ lem Schein, schein uns vons Himmels Throne an diesem dunklen Ort 902 deinem reinen Wort. 2. O JEsu, Trost der Armen, mein Herz heb ich zu dir, du wirst dich mein erbarmen, dein Gna⸗ de schenken mir; das trau ich. dir. 3. Ich kann und mag nicht schlafen, ich kann nicht froͤhlich sein, mir dich gnädig ist verwundt mein Seele, und fuͤrcht der Hoͤllen⸗ pein: o Christ, erbarm dich mein 4. O IEsu, lieber HEr du einger GOites⸗ re, * 2 sohn, von Herzen ich be⸗ gehre, du wollst mir Huͤlfe thun; du bist der Gna⸗ denthron 5. Du hasft fuͤr mich ver⸗ gossen dein rosinfarbnes Blut· 43 * 20 / 6 chr I ch! Hhch I en Gl humt 0 5. 0 pasck nt Iu Hll l Scch l Ol II ndEt Hlpt; m nah Qbllstt zat F Me.. 10 N 4——5 10. l M ch b Un Ih, ftan I„ in Waleett 0 sih De Hatt M N M Mihen ah sch Res TIXIII I u, its n hhad Ver Gekechtig em D 7 0 Sellenleh 4 Fn nich Bege R„ I D Lasen lafkh 0 hleibe Wh Wich hulcht l Zen in Fried Joachim Meanhh ner Melodiz Chasl Morga⸗ It uns müst u, schein unt mels Thkote Dunklen Olt eheh Umn 26, Tiost& 2 man Hetz ha u wirst d Iun ein Ghr Riitr das eal . — ann und mo / ich kant 40 seil, mi t man GSedle N Oül Wrst; ekbith j su/ lebet v HH 1* Ohl 4 1 7 1 Mer Hekte i Wl nit Hilh Hist det +0 s füt michdeh 7. osinfertch Hlch des Morgens. 551 Blut, das laß mich, Suͤnden und vor Schand, HErr, genießen, trost vor Wunden und vor mich durch deine Guͤt, hilf Schl aͤgen/ vor ungerech⸗ mir/ Das ist mein Bitt. tem Segen, vor Wasser 6.(IEsus.) Ist dir ver⸗ und vor Brand. wundt so sehre die arme 3. An meinem Geist mich Seele deh⸗ thu du dich staͤrke, sowohl auch an dem zu mir kehren, ich will Leib, daß ich meins Amtes dein Helfer sein, vergeben Schuld und Pein. 7. Laß du von Suͤnden abe, und sei ein frommer Christ, ich will dich selber laben, und schenken mei⸗ nen Geist, der dich zum n weist. Werke mit allen Freuden treib und thu nach meiner Pficht, so viel als mir be⸗ fohlen, bis daß du mich wirst Licht zu deinem hellen Lich 1.Mein Gsichte mir ver⸗ lehe bis an mein letztes Ich will dich selber End, und gnaͤdig benedeie peieh mit meinem Leib und Blut, mein Lieb an dir beweisen, und will dir theilen mit Schatz und Gut 9.(Seele.) O hoͤchstes IEsu, die Arbeit meiner Haͤnd, damit ich auch was hab fuͤr mich in schweren Zeiten, mein und davon armen Leuten kann geben eine Gab. 5. Vor allem mich regie re mit deinem Gnad en Lob und Ehre sing ich dir Geist, daß ich mein n allezeit; den Glauben in mir mehre, daß ich nach dieser Zeit mit dir eingeh zur Freud. mMel. Von SOtt will ich Rt lassen. 6 45 GOtt, ich 424 5 —.— Ihu dir dan⸗ ken fuͤhre im Himmel al⸗ lermeist, und ja nicht ganz und gar sei mit dem Geiz besessen, und Elhen moͤg vergessen des lieben Himmels klar. 6. Erhalt mir Leib und Leben, so lang es dir ge⸗ faͤllt, und thu mir, HErr, ken, daß du durch deine nur geben den Schatz in Guͤt mich hast vors Teu-jener Welt: be Wanken in dieser Nacht behuͤt, also daß er mich fein hat muͤssen lassen schla⸗ fen, und mir mit sei nen Waffen nicht koͤnnen schaͤd⸗ 2 sein. so gilt mirs alles gleich, und bin es wohl zufrieden, ob ich sch jon nicht hienieden bin vor den Menschen reich. 7. O SGErr, hilf mir vollenden mein saure Le⸗ 2. Beschuͤtze mich auch henszeit, thu mir dein heute vor großer Angst und Noth, vor GOtts⸗ vergeßnen Leuten, und vor einm schnellen Tod, vor Huͤlfe senden, und sei nicht all Baweit⸗ wenn ich heim schlafen geh, auf daß ich friedlich fahre, und mit 552 vom Lob e GOttes mit der Christen⸗Schaare zum Leben aufersteh. Bartholomäus Ringwaldt. Mel. O GoOtt, du from⸗ mer GOtt. 646. Oun Licht, nun ist die Nacht Ladenatent nun hat dein Gnadenglanz aufs neue mich umfangen; nun ist, was an mir ist, vom Schlafe aufgeweckt, und hat nun in Begier zu dir sich ausgestreckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein GOtt, fuͤr Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in dei⸗ ne Gnadeinsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag: das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein GOtt, da hast du meine Seele, sie sei dein Eigen⸗ thum, mit ihr dich heut ver⸗ maͤhle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklaͤren allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus, ach aller⸗ liebstes Leben: ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget: laß meiner Seele Kein zu tigkeit, 2 allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein JEsu, schmuͤk⸗ ke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit bnen der mit Geduld, durch dei⸗ nes Geistes Trebe, auch mit der Demuth mich vor allem kleide an, so bin ich wohl geschmuͤckt und koͤst⸗ lich angethan. 7. Bleib du mir die⸗ sen Tag stets vor den Augen schweben; laß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes Thun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe innig⸗ lich, mein GOtt, zu al⸗ ler Stund. 8. Ach segne, was ich thu, ja rede und geden⸗ ke; durch deines Geistes Kraft es also fuͤhr und lenke, daß alles nur ge⸗ scheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich un⸗ verruͤckt verbleib dein Ei⸗ genthum. Joachim Lange. In eigener Melodie. 16 Sobald, o 647.— frommer Christ, als du erwachet bist zur fruͤhen Morgen⸗ b so steh und halte u des Herzens Pforte vor aller Eitelkeit. Denn es ist dein Gebuͤhr, dieselbe Seelenthuͤr erst GOtt nur aufzumachen. Ihn laß erst ziehn allein, und sonst nichts bei dir dein Bildniß eingepraͤget in guͤldnem Glaubens⸗ schmuck, in der Gerech⸗ ein von andern schnoͤden Sachen. 2. Bedenk daß GoOtt erst/ O50 u Wen W hte M 0 deh 190 0 0 10 ch: Uste& a VBaketheh 90 W fit Ne Seh 3. D Oa 05 gfl N—* ö Ahen Shl Wtd nahl A ush V F A ö a R v 40 Hsht * Iht Ne 4Wülr RWi Oh Ilt, Rhen hahn sen schih Waet Har umschtte ö Hupnag en ache Ii Wätt 5„ Hi fü„ ller II seh stl guh Toun Rche ha u wey Ist shet E8 7* allen S Seel ll Wäshet 4 Mit Keschg duch N an Tebe/ a Hemnuth mehn de h, so Hini hmuͤckt undht han. 0 du mit slets vor v Weben; laß hart nuch w geben, guf V es Thun dun irch Sim n ich lobe inns GOtt, Iu she, W 6 de und gehel⸗ —.— Gaisse füht * Hut ge deies Mme I daß ich W. rlleib den V Nacjim Latz 1er Allodi, Swae stomma 1 etlgchet shen Nuhg 0 0* 0 0 0 Dein Gebihh rlotht 0 Huft U ichch zchtal nichts 10 dern schbs des Morgens. — GOtt mag an jenem keichte Tag auch also eichte dich erwecken aus dem Grab, als er jetzund dich hab ermuntert faͤnf⸗ tiglich: wenn Christus unsre Sonn auf seinem Wolkenthron in Klarheit wird erscheinen, und uns all insgesammt, wie Rieen nen angeflammt, erklaͤre fuͤr die Seinen. 3. Da einer Sonnen Glanz den weiten Welt⸗ kreis ganz und hell erleuch⸗ ten kann: mit was fuͤr einem Schein und Glanze wird wohl sein der Tag dann angethan, da manche tausend Zahl an Sonnen auf einmal der großen Sonn entgegen gezuͤcket werden wird, und zu ihr aufgefuͤhrt/ das Weltge⸗ richt zu hegen. 4. Wollust, Ehr und Gewinn nicht also dei⸗ nen Sinn verblende, daß du nicht, zu Schaden deinem Heil, einst sol⸗ lest haben Theil an die⸗ sem schoͤnen Licht, an dieser Herrlichkeit der un⸗ umschraͤnkten Freud und Aufbruch der Gerechten, an diesem Sonnentag, an welchem keine Plag uns weiter wird anfechten. 5. Halt deinem Sin⸗ ne fuͤr, daß dein GOtt uͤber dir und deinem Kis⸗ sen sei. Er weiß au eben nun dein Lassen un dein Thun und was dir wohne bei. Ja, haͤtt auch diese Nacht sich nicht mit seiner Wacht dein GOtt zu dir gesellet: haͤtte dich gewiß der Fart der Finsterniß mit Leib und Seel gefaͤllet. 6. Erhebe zu dem End Herz, Andacht, Augen, Haͤnd und deiner Stim⸗ me Klang; dein Opfer trage fuͤr dem Herren mit Gebuͤhr in solchem nLobgesang: O Dreilicht eines Lichts im Lichte, dahin nichts, was suͤnd⸗ lich ist, kann kommen, es werde mein Gebet, auf Christum ausgeredt, in Gnaden aufgenommen. 7. Dir dank ich herzig⸗ lich, daß du zur Kind⸗ schaft mich erwaͤhlt von Ewigkeit Sonst koͤnnte dir jetzund dein Lob durch meinen Mund nicht wer⸗ den ausgebreit. Mein Mund Dank singet dir fuͤr alles Gut, das mir/ GOtt, deine Guͤt erzei⸗ get, daß sie mein Herz und mich zum Glauben und auf dich so kraͤftig —8 geneiget. 8. Wo ich nur schaue hin/„da seh ich, wie ich bin von dir so wohl be⸗ dacht. Du hast mir Sinn und Muth, Seel, Ehre, Far⸗ und Gut beschattet diese Nacht; du bist ja meiner mehr, als selber ich, o HErr, gewesen ein⸗ gedenke; denn was ich bin und hab ist deine Mor⸗ gengab und heutges neu Geschenke. 9. Erwecke meinen Schlaf von Suͤnden/ und verschaff in mir ein reines Herz. 2⁴ Auch 554 vom Lobe Gottes Auch wirf mich, HErre, nicht von deinem Ange⸗ sicht zuruͤck und hinter⸗ waͤrts. Dieweil denn deine Treu und Guͤte mir aufs neu erschienen alle Mor⸗ gen: so raͤum ich dir allein und deiner Fuͤrsorg ein mein Thun und all mein Sorgen. 10. Vergieb mir meine Schuld, damit ich deine Huld oft, oft verscherzet haͤtt, da Gnad und Guͤte nicht vor deinem Halsge⸗ richt ausfuͤhrlich mich ver⸗ traͤt, und mir ruft allezeit, daß ich in Buß und Leid sie solle wohl bereuen; auch immer mehr und mehr⸗ ja mich vor nicht⸗ so sehr, als vor der Suͤnde scheuen. 11. Dein Volk, dein Eigenthum, das du zu dei nem Ruhm hast dir fest auserwaͤhlt, erhalt, o gro⸗ ßer GOtt, in ain ch ehs ren Noth, damit sichs ietzo quaͤlt; bring es mit starker Hand aus diesem Krieges— stand in Ruh und Her⸗ Len dir daß es allein nach dir sei wacker von Begier und dieses Lebens 212 Nun steh ich wohl enült mit Hosnung an⸗ gefuͤllt, von meinem La⸗ ger auf; sei du mit deiner Wehr um mich und vor mir her, und segne mei⸗ nen Luuf, dazu mein gan⸗ zes Haus, also daß allzeit aus und ein wir mit dir gehen, auch an des HEr⸗ ren Tag ohne alle Qual und Plag im Frieden auf⸗ erstehen. In eigener Li 648. Wungal meinHerz/ und singe dem Schoͤpfer aller Dinge, dem Geber aller Guͤter, dem from⸗ men Menschenhuͤter. 2. Heint, als die dunk⸗ len Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Sa⸗ tan mein begehret, GOtt aber hats gewehret. . Ja, Vater, als er suchte, daß er mich fressen mochte, war ich in deinem Schooße, dein Fluͤgel mich beschlosse. 4. Du sprachst: Mein Kind, nun liege trotz dem. der dich betruͤge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du solls die Sonne schauen. 5. Dein Wort das ist eschehen, ich kann das icht noch sehen; vor Noth bin ich befreiet, dein Schutz hat mich verneuet. 6. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben; mein Weihrauch und mein Widder sind mein Gebet und 2—. 5 7. Die wirst du nicht verschmaͤhen, du kannst ins ů—1ũ—1V sehen, und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Bessers habe. 8. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Haͤnden trage. 9. Sprich ia zu meinen Thaten; hilf selbst dasBeste rathen; den Anfang, Mittl und Ende, ach HErr, zum Besten wende. 10. Mit 12 Wstüt W rat 0 I i I G0l Rels und 919. Hf ssht dünt 05 adt L ui Re I 551 0 n I 10 R M.G se 0 Hch 0 0 22 I 5 G ner Alelor Wich ehhh dem Schlhi ge, dem Gh er, dem fihz schenhutet t/ als d uu kten mich gu hatten, it begehtet, G geshehret Vier, alz⸗ bel nich ftas Mr ich in dehg dein Flagelsit syrochst: M lege ttot dn Oetbüͤge; sche Rir nicht raun Somse schaugh Vort das ich kann daß schen or Moil Halct, den Schch bernelet. ö Willd en Ohl bitig ich mch mein Wehtut Wodder shon d Lledek. wikst du x ch/ N uusst hen/ Ud W %Dzr Hie Beseetz hih⸗ „Wohst u Fain Meff dein Well senden, deln Tae auf N I1U—f lich I Ha Hfselb W Aufilhz M ch Heth hu 10. I 10 + Henbe. Morgens. 55⁵5 10. Mit Segen mich beschuͤtte, mein Herz sei deine Huͤtte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhard. Mel. GoOtt des Him⸗ mels und der Erden. — Mas willst 6⁴ 9 du, mein Herz, anfangen? O vergiß im Lieben, und nicht sor⸗ gen allzusehr, noch im Mangel mich betruͤben; o gieb Segen mehr und mehr/ daß mein Arbeit wohl ge⸗ deih, und du mich erfin⸗ dest treu. 7. Weil du großes Wohl⸗ gefallen hast, wenn dir man herzlich traut, dienet und dazu in allen Sachen auf dich einig schaut: so ver⸗ nicht deiner Pflicht; laß leih das eitele Verlangen, und vergiß des Lobes nicht, das du GOtte schuldig bist, der dein Leben dir gefristt. 2. Deiner Ruh hast du epflogen durch die finstre ange Nacht, als der Feind herumgezogen und gesuͤchet/ dich mit Macht zu vertil⸗ gen; aber sieh, GOtt hat dich beschuͤtzet hie. 3. Ei so muß ich billig preisen dich, o JEsu der du mir wollen solche Guͤt erweisen; o erzeige fuͤr und fuͤr mir dein ewge Lieb und Tren, laß sie stets uns werden neu. . Ich will heut mich dir ergeben, tritt du mir an meine Seit; laß mich dir alleine leben, auch ab⸗ wende großes Leid; giebst du Kreuz, so gieb Geduld, F und vergiß all meine Schuld. 5. Rette mich aus allen Noͤthen, o HErr JEsu, laß mich nicht; wenn der Feind mich will ertoͤdten, uUnd so etwas mir gebricht, stehe deine Gnadentreu mir auf allen Seiten bei. 6. Laß mich alles thun eih, o IEsu, mir, dir zu trauen fuͤr und fuͤr. 8. HErr, nach deinem Rath und Willen leite du mich diesen Tag, daß mein Amt ich recht erfuͤllen und mich dir bequemen mag; auch erhalte meinenFreund, und bekehre meinen Feind. 9. Mich und all mein Anverwandten schuͤtz, auch was mir angehoͤrt, Haus⸗ genossen und Bekannten; den, der deinen Namen ehrt, den erhalte deine Treu; uns in aller Noth erfreu. 10. Segne, was ich heut anfange, seand, wenn mir flucht mein Feind, troͤste, wenn er mir macht bange; weñ gefaͤhrlich alles scheint/ und man Krieg besorgen muß, halte Friede bei uns uß. 11. Wasser, Feuer, Pest und Seuchen und was son⸗ sten mehr fuͤr Noth sich bei uns hier kann ein schlei⸗ chen, boͤser und geschwin⸗ der Tod: dies heiß, weil du hilfest gern, alles von uns weichen fern. 12. Will der Satan uns verklagen und bei dir drauf 24* hal⸗ 556 dom Lobe Gottes halten an, daß er moͤge Leid und Plagen uns so anthun, wie er kann, o so Liebe, meiner Liebe gieb die That; troste, wenn ich mich betruͤbe; gieb auch die⸗ zeig ihm deine 1 raͤume ser Bitte Statt: Wenn da keine Macht ihm ein. kommt mein letztes Nu, 13. Mich, erhalte deine nim du mich in ewge Ruh! d) Vom Lobe Gottes des Abends. Mel. Ach, was soll ich Sünder machen. 6 5 0 6 A u, sieh, ich ö trete, da der Tag nunmehr sich neigt, und die Finster⸗ niß sich zeigt, hin zu dei⸗ nem Thron und bete. Neige du zu deinem Sinn auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn ge⸗ schwinde wie ein Pfeil zur Ewigkeit, und die aller⸗ laͤngste Zeit saust vorbei, als wie die Winde, fleußt dahin als wie ein Fluß mit dem schnellsten Was⸗ serguß. 3. Und, mein JEsu,/ sieh, ich Armier nehme mich doch nicht in Acht, daß ich dich bei Tag und Nacht herz⸗ lich suchte, mein Erbarmer. Mancher Tag geht so da⸗ hin, da ich nicht recht wak⸗ ker bin. 4. Ach ich muß mich herzlich schaͤmen; du er⸗ haͤltst, du schuͤtzest mich Nan und Nacht so gnaͤ⸗ diglich, und ich will mich nicht bequemen/ 25 ich ohne Heuchelei dir dafuͤr recht dankbar sei. 5. Nun, ich komme mit Verlangen, o mein Her⸗ zens⸗Freund, zu dir; neige du dein Licht zu mir, da der Tag nunmehr vergan⸗ gen; sei du selbst mein Sonnenlicht, das durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zaͤhlen, die du mir noch goͤnnen willt; mein Herz sei mit dir erfuͤllt, so wird mich nichts koͤnnen quaͤ⸗ len; denn, wenn du bist Tag und Licht, schaden uns die Naͤchte nicht. 7. Nun, mein theurer Heiland, wache, wache du in dieser Nacht; schuͤtze mich mit deiner Macht, deine Liebe mich anlache. Caß mich selbst auch wach⸗ sam sein, ob ich gleich jetzt schlafe ein. Levin Johann Schlicht. In eigener Melodie. + hrist, der du 651. Cr der helle Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag; du leuchtest uns vom Va⸗ ter her, und bist des Lich⸗ tes Prediger. 2. Ach lieber HErr, behuͤt uns heint in dieser Nacht vorm boͤsen Bennß un U lf fllen Gun sti Ns feh E e Uhtt mön W H. EInd 4. H. Ohn W I N thich —56 fh U W V 1 M Sh H 7.80 Meh E d Halhe i N l. Iub H bür, bt Oattz l M Kh Ri ehshr 8 ————— shet Liche g tröst, Wenh Hezebguchch 2 309 ö In lehtes M. chin Ohe Nah —— ttes del „o memn h , zu dit; 0 icht zu mit, unmehr heth u selbs m ht das dh re hricht. ch Reine L hl hu mir 00 V mein Hah füllt/ so wih Iönnen ai Wenn dul bi Ucht, schoder chte nicht. „men thentz wiche, wadl Nacht; deiher Moh nich anlage Ilbstauch wult 00 ich glat ell. Jeharn Solih er Alelodi. Cans deti „obt bleiben mh 0 In und * I 10 l M bsen in di des Abends. 557 und laß uns in dir ru⸗ hen fein, und vor dem Satan sicher sein. 3. Ob schon die 19 905 schlafen ein, so laß das Herz doch wacker sein; halt uͤber uns dein rechte Hand, daß wir nicht falln in Suͤnd und Schand. 4. Wir bitten dich, HErr JEsu Christ, behuͤt uns vor des Teufels List, der stets nach unsrer See⸗ len tracht, daß er an uns hab keine Macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut, erworben durch dein heilges Blut; das war des ewgen Va⸗ ters Rath, als er uns dir geschenket hat. 6. Befiehl dem Engel, daß er komm und uns bewach, dein Eigenthum; gieb uns die lieben Waͤch⸗ ter zu, daß wir vorm Satan haben Ruh. 7. So schlafen wir im Namen dein, dieweil die Engel bei uns sein. Du heilige Dreifaltigkeit, wir loben dich in Ewigkeit. Erasmus Alberus. In eigener Mel. oder: HErr àEsu Christ, wahr Mensch und Ott. 65 52 Cbeisie der du bist Tae und aht, vor dir 15 HErr, marlen nichts; du vaͤterliches Lichtes Glanz, lehr uns den Weg der Wahrheit ganz. 2. Wir bitten dein goͤttliche Kraft, behuͤt uns, HErr, in dieser Nacht; bewahr uns, HErr, vor allem Leid, GOtt, Va⸗ ter der Barmherzigkeit. 3. Vertreib den schwe⸗ ren Schlaf, HErr Christ, daß uns nicht schad des Bunhie List; das Fleisch in uͤchten reine sei: so sind wir mancher Sorge frei. 4. So unser Augen schla⸗ fen ein, laß bescht Herzen wacker sein; beschirm uns, GOttes rechte Hand, und loͤs uns von der Suͤnden Band. 5. Beschirmer, HErr, der Christenheit, dein Huͤlf allzeit sei uns be⸗ reit. Hilf uns, HeErr GOtt, aus aller Noth durch dein heilig fuͤnf Wunden roth. 6. Gedenke/ HErr, der schweren Zeit, damit der Leib gefangen leit; der Seele, die du hast erloͤst, der gieb, HErr IEsu, deinen Trost. 7. GOtt Vater sei Lob, Ehr and Preis, dazu auch seinem Sohne weis, des heilgen Geistes Guͤ⸗ tigkeit von nun an bis in Ewigkeit! Wolfgang Meußlin In eigener Melodie 35 Der lieben 653. Degzamen Licht und Pracht hat nun den Tag vollfuͤhret; die Welt hat sich zur Ruh gemacht, thu, Seel, was dir gebuͤhret; tritt an die Himmelsthuͤr und bring ein Lied herfuͤr, laß dei⸗ ne Augen, Herz und Sinn auf JEsum sen gerich⸗ tet hin. 2. Ihr 5⁵8 vom Lobe GOttes 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl, und glaͤnzt mit Licht und Strahlen, ihr macht die Nacht des Prachtes voll; doch noch zu tausend Malen scheint heller in mein Herz die ewge Himmelskerz, mein IEsus, meiner Seelen Ruhm/ mein Schutz, mein Schatz, mein Eigenthum. 3. Der Schlaf wird fal⸗ len diese Nacht auf Men⸗ schen und auf Thiere; doch einer ist, der droben wacht, bei dem kein Schlaf zu spuͤren; es schlummert IEsus nicht, sein Aug auf mich gericht; drum soll mein Herz auch wa⸗ chend sein, daß IEsus wache nicht allein. 4. Verschmaͤhe nicht das schlechte Lied, das ich dir, IEsu, singe; in meinem Herzen ist kein Fried, eh ich es zu dir bringe; ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnaͤdig an! es ist doch herzlich gut ge⸗ meint, o IJEsu, meiner Seelen Freund. 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen; du wirst, mein Huͤter, auf mich sehn, und rathen meiner Seelen. Ich fuͤrchte keine Noth, kein Holle, Welt noch Tod; denn wer mit IEsu schlaͤ⸗ fen geht, mit Freuden wie⸗ der aufersteht. Ihr Hoͤllengeister, packet euch, hier habt ihr nichts zu schaffen; dies Aufsicht schlafen; der Engel starke Wacht haͤlt es in guter Acht; ihr Heer und Lager ist sein Schutz, drum sei auch allen Teufeln Trutz. 7. So will ich denn nun schlafen ein, IEsu, in deinen Armen; dein A. soll die Decke sein, mein Bette dein Er⸗ barmen; mein Kissen deine Brust, mein Traum die suͤße Lust, die aus dem Wort des Lebens fleußt, und dein Geist in mein Herz eingeußt. So oft die Nacht mein Ader schlaͤgt, soll dich mein Geist umfan⸗ gen; so vielmal sich mein Herz bewegt, soll dies sein mein Verlangen, daß ich mit lautem Schall moͤg rufen uͤberall: O IEsu, IEsu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 9. Nun, matter Leib, schick dich zur Ruh, und schlaf fein sanft und stille; ihr muͤden Augen, schließt euch zu, denn das ist GOt⸗ tes Wille; schließt aber dies mit ein: HErr JEsu, ich bin dein! so ist der Schluß recht wohl gemacht. Nun, liebster JEsu, gute Nacht. Christian Seriver. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 2„WDer Tag hat 654.„Duchrocner get, die Sonn mit ihrem Schein von hinnen jetzt sich beuget, der Abend Haus gehoͤrt in IEsus Reich, laßt es ganz 539 dringt herein: HErr Christ, du Himmels⸗-Sterne, 5 ei⸗ Ium uin aunn bend R 9,DN Hesütnt lunttd shf 5. O h IWn Mahg WI Sah X n Uder Ensste * Chgel a M e ud e Schuh, un felg I Will ich u en ein, Ii Mmenz O Bette denth mein Kisse din nein Traun soll „, die aus à Lebens f E 0 . Geist.m seuft. ft die N. 0 U0 er schgt/. Geist unfn Helmal sich m hegt, soll x Verlangen, d % M jur Nub/ u anft und fil Wugen, schth aun dod is E. schlleßt abet h HEn W 0s her Schl gemacht, N su, gute Pit Xürigian Serti Chusttan Oe rulich thut n rlange u. — — —. des Abends. 599 deinem klaren Licht weiche von uns nicht ferne, sonst moͤgn wir bleiben nicht. 2. HErr Christ, wir thun dirs klagen, denn du weißt unsre Noth, der Feind will uns erjiagen mit Finsterniß und Tod; im Finstern er regieret, und suchet uͤberall, wo er jemand verfuͤhret in die⸗ sem Jammerthal. Sein List er immer uͤbet, und schaͤrfet seine Pfeil, damit er sehr betruͤ⸗ bet, und toͤdtet ganz in Eil; er will uns all ver⸗ schlingen, und sichten im⸗ merhin, wo ers so weit kann bringen mit seinem Zorn und Grimm. 4. Kein Huͤlfe moͤgn wir finden, denn bei dir, HErr, allein; mach du uns rein von Suͤnden und bleib in dieser Gmein. Geh auf, du Himmels⸗ Sonne, leucht uns von deinem Thron; mit deiner Gnad hier wohne, und send dein Engel schon. 5. Der kann uns wohl behuͤten, mit Leib, Seel, Weib und Kind, wenn Satan gleich thut wuͤthen mit List und Mord ge⸗ schwind. HErr Christ, du Fuͤrst des Lebens hast ihm gestuͤrmt sein Haus; er zuͤrnet doch vergebens, und ist gestoßen aus. 6. Ob schon der Tag vergangen, die Sonn ent⸗ wichen ist, doch haben wir Verlangen zu dir, HErr IEsu Christ. Gleichwie die Stern erhalten bei Nacht⸗ 91 ihren Schein, so wirst u ob uns walten und un⸗ sre Leuchte sein. 7. Am Firmament die Sterne stehn fest an ihrem Ort: also stehn wir auch gerne, HErr Christ, bei deinem Wort. HErr, laß uns nicht befallen die dunkle finstre Nacht; wir schreien zu dir alle, du haͤltst fuͤr uns die Wacht. 8. Dein Schirm steht uns zur Rechten, dein Fluͤ⸗ gel deckt uns zu; laß Sa⸗ tan immer fechten, in dir ist Fried und Ruh. Der Loͤo und Drach muß wer⸗ chen, wenn er sieht deinen Schild; er kann uns nicht erschleichen, das machet deine Huld. 9. Dein Engel muͤssn uns tragen auf ihren Haͤn⸗ den rein, und diesen Feind verjagen, daß wir nicht an einm Stein uns stoßen und hinfallen und hrechen Seel und Leib; HErr, steh du bei uns allen, den Wuͤr⸗ ger von uns treib. 10. Nun wollen wir ein⸗ schlafen, HErr Christ, auf deine Hand; du wirst uns Beistand schaffen, wir sind dir wohl bekannt. Laß wie⸗ der uns erleben die liebe Morgenroͤth; wir wollen dir Dank geben, und yreisen deine Guͤt. Paulus Oderborn. Mel. O Traurignkeit, o Herzeleid. 655. Wwinen Geist und Sinn sehnt sich nach jenem Tage, der ll vbl⸗ 560 vom Lobe GOttes völlig machen wird frei von aller Plage. 2. Die Nacht ist da, sei du mir nah, IEsu, mit hellen Kerzen; treib der Suͤnden Dunkelheit weg aus meinem Herzen. 3. Der Sonnen Licht uns jetzt gebricht; o uner⸗ schaffne Sonne, brich mit deinem Licht hervor, mir zur Freud und Wonne. 4. Des Mondes Schein faͤllt nun herein, die Fin⸗ sterniß zu mindern: ach daß nichts Veraͤnderlichs meinen Lauf moͤcht hindern. 5. Das Sternenheer zu GOttes Ehr am blauen Himmel wimmert: wohl dem, der in jener Welt, gleich den Sternen schim⸗ mert! 6. Was sich geregt und vor bewegt ruht jetzt von seinen Werken: laß mich, HeErr, in stiller Ruh dein Werk in mir merken. 7. Ein jeder will bei sol⸗ cher Still der suͤßen Ruhe pflegen: laß die Unruh die⸗ ser Zeit, JEsu, bald sich legen. 8. Ich selbst will auch nach meinem Brauch nun in mein Bettlein steigen: laß mein Herz zu deinem sich als zum Bettlein nei⸗ gen. 9. Halt du die Wach, da⸗ mit kein Ach und Schmerz den Geist beruͤhre: sende deiner Engel Schaar, die mein Bettlein ziere. 10. Wann aber soll der Wechsel wohl der Tag und Naͤchte weichen? Wenn der Tag anbrechen wird, dem kein Tag zu gleichen. 11. In jener Welt, da diese faͤllt, die Zion noch macht weinen, soll noch heller siebenmal Mond und Sterne scheinen. 12. Alsdann wird nicht der Sonnen Licht Jeru⸗ salem verlieren; denn das Lamm ist selbst das Licht, das die Staͤdt wird zieren. 13. Hallelujah, ei waͤr ich da, da alles lieblich klin⸗ get, da man ohn Abwech⸗ selung Heilig, heilig singet. 14. O IEsu du, mein Huͤlf und Ruh, laß mich dahin gelangen, daß ich moͤg in deinem Glanz vor dir ewig prangen. Freylinghausen. In eigener Kleiodie. ODeer Tag ist 90. hin, mein IEsu, bei mir bleibe, o Seelenlicht, der Suͤnden Nacht vertreibe; geh auf in mir, Glanz der Gerech⸗ tigkeit, erleuchte mich, ach HErr, denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein GOtt, ge⸗ sungen, dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rath, ob ichs schon nicht versteh, du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, was mich empfindlich quaͤlet, Bestaͤndigkeit im Guten mir noch fehlet, das weißt du wohl, o Herzen⸗Kuͤn⸗ diger, ich strauchle noch wie ein Unmuͤndiger. 4. Vergieb es, HErr, was Iu n Wsez/ 300 0 Rusehi, uich Hel 0 H¹1UU nd ich 5. I Hust u Halheh hft& Rwahe boe A 10 I klacht. 6. W0 Wanm feh 0 Cchlf fen; U. hute! Kh ic V 2 E5 —— Aabrechen mr Lag zu glach enet Wah. % die Zen gn emmen, soll n enmal Mophn cheinen. ddann wird at nen Licht Iu Lieten; Rem selbst dae di ladt wich gun lllelunah, eN olles eblchtl Aan ohn Aopt Rlia,heiih siß Vesu du, Ruh, laß n langen, daß 6 einem Glanfe prangen. Freylinghausn ner Alelodie. Net Tag 1 hin/ m ei Rit hlebe, .* nd hr/ der Sa l Allelbe; ch Mlant der Hett Leuchte mich, aun es H A „Peis ud O Rein GOlt/ dir sel de El wohl gelhh m Rath/ t bebstch, M gehe, witei eines ist, M vfindlich M Eet im 0f schlet, d 0 Hekheh ů strauchl 0 umuͤndige, ö geb/ 41 des Abends. 561 was mir sagt mein Ge⸗ wissen, Welt, Teufel, Suͤnd hat mich von dir gerissen; es ist mir leid, mich stell ich wieder ein, da ist die Hand: Du mein, und ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein Huͤter und mein Hirte, zu meinem Trost dein sieg⸗ haft Schwert umguͤrte; bewahre mich durch deine roße Macht, wenn Be⸗ ial nach meiner Seelen tracht. 6. Du schlummerst nicht/ wenn matte Glieder schla⸗ fen, ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaf⸗ fen; o Lebens⸗Sonn, er⸗ guicke meinen Sinn; dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin. Joachim Neander. In eigener Melodie. 25 Die Nacht ist 657. D vor der Thuͤr, und liegt schon auf der Erden, mein JEsu, tritt herfuͤr, und laß es helle werden. Bei dir, o IEsulein, ist lauter Son⸗ nenschein. 2. Gieb deinen Gnaden⸗ denschein in mein verfin⸗ stert Herze; laß in mir brennend sein die schoͤne Glaubenskerze; vertreib die Suͤndennacht, die mir viel Kummer macht. 3. Ich habe manchen Tag in Eitelkeit vertrieben; du hast den Ueberschlag gemacht und angeschrieben; ich selber stelle mir die schwere Rechnung fuͤr. 4. Sollt etwa meine Schuld noch angeschrieben stehen, so laß durch deine Huld dieselbe doch 2.—— hen: dein rosinfarben Blut macht alle Rechnung gut. 5. Ich will mit dir, mein Hort, aufs neue mich verbinden, zu folgen dei⸗ nem Wort, zu fliehn den Wust der Suͤnden. Dein Geist mich stets regier, und mich zum Guten fuͤhr. 6. Wohlan, ich lege mich in deinem Namen nieder, des Morgens rufe mich zu meiner Arbeit wie— der; denn du bist Tag und Nacht auf meinem Nutz bedacht. 7. Ich schlafe, wache du; ich schlaf in JEsu Namen, sprich du zu mei⸗ ner Ruh ein kraͤftig Ja und Amen; und also steil ich dich zum Waͤchter uͤber mich. Nach Paul Weber. Mel. Oer Tag ist hin, mein Esu, bei mir bleibe. Jie Sonn hat 658. D sich mit ihrem Glanz gewendet/ und was sie soll, auf diesen Tag vollendet; die dunkle Nacht dringt allenthalben zu, bringt Menschen, Vieh und alle Welt zur Ruh. 2. Ich preise dich, du HErr der Raͤcht und Tage, daß du mich heut vor aller Noth und Plage durch deine Hand und hochberuͤhmte Macht hast unverletzt und frei hindurch gebracht. 3. Vergieb, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich 24** nach 56² vom Lobe Gottes nach dem, was finster ist, gestrebet; laß alle Schuld durch deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei dir er⸗ loschen sein. ö 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der truͤben Nacht vertraue, und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. 5. Vergoͤnne, daß der lieben Engel Schaaren mich vor der Nacht der Fin⸗ sterniß bewahren, auf daß ich vor der List und Ty⸗ rannei der argen Feind im Schlafen sicher sei. 6. HErr, wenn mi wird die lange Nacht be⸗ decken, und in die Ruh des tiefen Grabes stecken, so blicke mich mit deinen Au⸗ gen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. 7. Und laß hernach, zu⸗ gleich mit allen Frommen, mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, da du uns hast den gro⸗ hen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt. Josua Stegmann. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 659 GDit⸗ du laͤs⸗ sest mich er⸗ reichen abermal die Abend⸗ zeit; das ist mir ein neues Zeichen deiner Lieb und Guͤtigkeit. Laß jetzund mein schlechtes Singen durch die truͤben Wolken drin⸗ gen, und sei gegen diese Nacht ferner auf mein Heil bedacht. 2. Neige dich zu meinen Bitten, stoß nicht dies mein Opfer weg. Hab ich gleich oft uͤberschritten dei⸗ ner Wahrheit heilgen Steg: so verfluch ich meine Suͤnden, und will mich mit dir verbinden: reiß du nur aus meiner Brust alle Wurzel bbser Lust. 3. HErr, es sei mein Leib und Leben, und was du mir hast geschenkt, dei⸗ ner Allmacht uͤbergeben, die den Himmel selbst be⸗ schraͤnkt. Laß um mich und um die Meinen einen ch Strahl der GOttheit schei⸗ nen, der, was deinen Na⸗ men traͤgt, als ein Gut zu schuͤtzen pflegt. 4. Laß mich mildiglich bethauen deines Segens Ueberfluß; schirme mich vor Angst und Grauen, wende Schaden und Ver⸗ druß, Brand und sonst be⸗ truͤbte Faͤlle; zeichne mei⸗ nes Hauses Schwelle, daß hier keinen nicht der Schlag des Verderbers treffen mag. ö 5. Wirke du in meinen Sinnen, wohne mir im Schatten bei, daß mein schlafendes Beginnen dir auch nicht zuwider sei; schaffe, daß ich schon auf Erden mag ein solcher Tempel werden, der nur dir und nicht der Welt ewig Licht und Feuer haͤlt. 6. Geht, ihr meine muͤ⸗ den Glieder, geht und senkt Wan K ut ö Rule I Wen Ht! sillen, M Zodes I Mahe Rued. Nb. Hl Arn Meir 000 Voch t khe. 9 2 sumt x haln R 2. Gu heydu 0 uil 15 II Gott Reht/ ReGel E 00 U 6 Cche date chr Rethah, Kueht sel Hegen. erler uf cht. 6 dich un oß nicht 21 weg. Sthg Uderschrittenhj ihrheit helg herfluch ichme und will ů kbinden: tiß neinet Brußel hser Lus. I„ es sei mh Leben, und fl geschentt 0 acht uͤkech immel selbst Laß um n ie Meinen eit GOttheit sch vas deinen M als ein G yfegt. huch midig danes Segej schitme mih und Grahch haden und V nd und sonst le; Kichte m. ses Schhil men nicht es Vetdetht J. ö du in Miah wohne moe bei, daß M Beginnen x zuwidet il ich schoh H9 ei flc Wen, derl icht de A ind Huet g ihr* eht k/ gch 0 des Abends. 563 senkt euch in die Ruh; wenn ihr euch regt mor⸗ gen wieder, schreibt es eu⸗ rem Schoͤpfer zu, der so treue Wacht gehalten; wenn ihr aber muͤßt er⸗ kalten, wird des bittern Todes Pein doch der See⸗ len Vortheil sein. um nicht gefangen, eine Beut der Woͤlfe sein. JE⸗ sus, unser Seelenhirt, mich fa Heerde holen wird; eg in deinen Schooß mich nieder, wenn er dir mich bringet wieder. 5. Ich trat in den Suͤn⸗ der-Orden, ich bin diese Fried. Rud. Ludw. v. Canitz. Woche dir tausend Schul⸗ Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 660 GOlt, heut endet sich die Wochen, und es ist ihr letzter Tag diesen Mor⸗ gen angebrochen, vor dir ich mich selbst verklag. In mir mein Gewissen mich/ hoͤchster Richter, stellt vor dich; neue Schulden sammt den alten mit mir wollen Rechnung halten. 2. Sonne, die ich seh ab⸗ gehen, du hast meiner Suͤn⸗ den viel diese Woche ange⸗ sehen, die ich schwerlich zaͤh⸗ len will. Und was saget GOtt dazu, der gesehen mehr, als du, dessen Aug in die Gedanken schauet durch des Leibes Schranken? 3. In dem Anfang die⸗ ser Woche hab ich dir als Lehen⸗Mann tausend Dienste, GOtt, verspro⸗ chen: ach, nicht einer ist gethan. Mit mir boͤsem den schuldig worden. Wenn du rechnen willst mit mir, soll ich dein Register sehn, laß nur IEsum bei mir stehn; seine theude Blut⸗ Goldgulden Fan meine rothen Schulden. 6. Du Allgeber, deine Gabe, die du hast gelegt in mich, die mir anver⸗ traute Habe braucht ich leider wider dich. Ach ich hielte uͤbel 98 u stoỹ mich darum nicht hinaus; wollst in Gnaden, nicht nach Rechte, rechnen ab mit deinem Knechte. 7. Richter, laß dich Vater nennen, wollst mir heißen, der du bist; du wirst ja dein Kind noch kennen. Ob es ungehorsam ift: ein Sohn macht uns alle gut, der nach deinem Willen thut. GOtt, sei gnaͤdig IEsu Bruͤdern trenn das Haupt nicht von den Gliedern. 8. Deine Pflanze du Knecht geh nicht, HErr mich nennest: aber wo ist des Himmels, ins Ge⸗ meine Frucht? Mein ver⸗ richt. Ob ich bin von dir dorrtes Thun du kennest, ewichen, hat uns doch laß mich drum nicht sein ein Sohn verglichen. verflucht. 4. Hab ich mich von dir vergangen, wie ein bloͤdes Schaͤfelein, laß mich dar⸗ IEsus, mach mich wieder gruͤn, dessen Zweig ich worden bin; hilf r, Gdtt, ich wil ie er 56⁴4 vom Lobe Gottes Reben stets an Weinstock leben. 9. IEsu, Arzt geaͤngst⸗ ter Geister/ hier ist eine kranke Seel; hilf mir, IEsu, guter Meister, dir ich meine Noth befehl. Und wenn du mich recht besiehst, mein Herz todt in Suͤnden ist. so weck mich auf, o Leben, wollest mir mich wieder⸗ geben. 10. Meine Seel zum Buhler-Haͤufen, deine ungetreue Braut, hat, o JIEsu, sich verlaufen, und nach Fremden umgeschaut. Wollst ihr darum, o mein Licht, einen Scheid⸗ brief senden nicht; du hast sie mit Blut erwor⸗ ben, ach laß sie nicht sein verdorben. 11. Schreibe mich zu deinen Lieben diesen Tag mit deinem Blut; diesen letzten von den sieben laß die sechse machen gut. MRein Gewissen heut be⸗ ried; ich mag alte Schul⸗ den nicht in die neue Woche bringen, IEsu, ach er⸗ hoͤr mein Singen! 12. Ich will meiner Seele Schmerzen dir a traͤgen in dein Haus. mich mit getroͤsttem 15 diesem en, IEsu, wieder gehn heraus. Wenn dein Die⸗ ner ledig zaͤhlt Seelen, die die Suͤnde. laß guch mich sein losgespro⸗ chen von den Schulden dieser Wochen. 13. Nach sechs deinen Schoͤpfungs⸗Tagen hast du diesen Tag geruht; ich muß auch nach Ruhe fragen, weil die Suͤnd mir bange thut. Und ich zog mich muͤd genug diese Katon am Lebens-Pflug; laß mich heut in meinen Sachen froͤhlich Feier⸗ abend machen. 14. Dortmals riefest du auf Erden: Ihr Belad⸗ nen, kommt zu mir, kommt ihr sollt entbuͤrdet werden! IEsu, ach ich komm zu dir. Moses Tafeln druͤcken mich; nimm du sie von mir auf dich, wirf dies harte Joch zu Stuͤcken, meine Seel aß Ruh erquicken. 15. In dem Heilbad deiner Wunden laß mich heut gewaschen sein, daß ich La werd erfun⸗ den, dir zu dienen, schön und rein; laß den Besen wahrer Buß kehren aus den Mist und Ruß, daß du mich moͤgst morgen ehren, in mein Herze ein⸗ zukehren. Sigism. v. Bircken. Mel. O du Liebe mei⸗ ner Liebe. Err und 661. H GOtt der Tag und Raͤchte, der du schlaͤfst noch schlum⸗ merst nicht, schaue, wie dein arm Gemaͤchte jetzt nach seiner Kindespflicht, da der Abend ist geworden, und der Tag sich hat ge⸗ neigt, sammt der Deinen Darden Orden sich vor deinem Throne beugt. 2. Vater, ich bin zu ge⸗ ringe aller Treu und Guͤ⸗ tig⸗ at M t Dih/ Hcbele s aubset rahld Wad l M U Wit lh 3 Sche Wuhtce sicht d RL I N SW„ M 0e Han 0; Gohnes Rach ih Ei 05 G I8 Wdde 10 Is E Wfisfe 0 Ht Hadise Ir hl Iche e 9. U slteh! sicht K Hasr e, i A, kchlit: Wcd, N i h ist e Gt 6. shlafen REenh inne n Lei sh gu dccht U ö V. D0 Ralth uch Hach H eil die Sih thut. Ud müd genug Lebens⸗Ifn heut in mn feͤhich Fa hen. tmals rieffth Vr Vlt it zu mitt nn tbuͤdet wech 9ich komm WTafelt drhn im du sie in „cwirf Resht Stücken, mah Ruh erguickg dem Helh nden laß nih chen sein, N Rpetd etfut⸗ odienen, schon i Ri Besen h kchren gu . Ruß ‚. ͤgt motgu Rein Herhe dl⸗ igiem. v. Di u Liebe ni⸗ Liebt. WII. 0 MOdh I Naͤctte/ Iroch sche 4 schale/ M Oemächte deip disgenc i scch hut Iut der Halt den sch K one belht. ih kinznn des Abends. 56⁵5 tigkeit, die du, Wesen al⸗ ler Dinge, mir in meiner Lebenszeit und auch heute hast erwiesen. O daß ich recht dankbar waͤr. HErr, dein Nam sei hoch ge⸗ priesen, dein Herz ferner zu mir kehr. 3. Siehe nicht an mein Verbrechen, ach gedenke nicht der Schuld, die dein strenges Recht koͤnnt raͤ⸗ chen, habe doch mit mir Geduld; schaue an des Sohnes Wunden, dadurch ich versoͤhnet bin, dadurch ich Erloͤsung funden, und das Leben zum Gewinn. 4. Ich verlange frei zu werden durch das reine Lammesblut von der Suͤn⸗ denlust Beschwerden, von der finstern Schlangenbrut. Ach HErr, reinge mein Gewiffen, Leib und Seel dir heilig sei; dein Geist mache mich geflissen, dir zu dienen ohne Scheu. 5. Laß mich nicht da⸗ hinten bleiben, laß mich nicht zuruͤcke sehn; dein Geist muͤsse mich stets trei⸗ ben, unverzuͤglich fort zu gehn, ja mit schnellem Schritt zu laufen zu dem Kleinod, das das Lamm uns mit Blute zu erkau⸗ fen ist gebracht ans Kreu⸗ zes Stamm. 6. Drauf will ich mich schlafen bhen laß mich dir empfohlen sein; Vater/ goͤnne mir den Segen, der/ am Leib und Geiste rein, mich auch in der Nacht bewahre; deine Gnade sei mein Schild, bis ich mei⸗ nem Schatz nachfahre, und erwach nach seinem Bild. Freylinghausen. Mel. Err JEsu Christ, wahr Mensch und SOtt. —⁊—5 Qinunter ist 662. V der Son⸗ nenschein, die finstre Nacht bricht stark herein: leucht uns, HErr Christ, du wah⸗ res Licht, laß uns im Fin⸗ stern tappen nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Scha⸗ den, Fahr und mancher Plag durch deine Engel hast behuͤt aus Gnad und vaͤterlicher Guͤt. 3. Womit wir habn er⸗ zuͤrnet dich, dasselb verzeih uns gnaͤdiglich, und rechn es unsrer Seel nicht zu: laß uns schlafen mit Fried und Ruh. 4. Durch dein Engel die Wach bestell, daß uns der boͤse Feind nicht faͤll vor Schrecken, Gspenst und Feuersnoth behuͤt uns heint, o lieber GOtt. Nicolaus Hermann. Mel. vater unser im Himmelreich. IIch danke dir, 663.— liebreicher GOtt, daß du mich heut vor Schand und Spott und schweren Faͤllen hast behuͤt; es kommt von dei⸗ ner Gnad und Guͤt. Mein ganz Verderben ist aus mir; mein Heil das köͤmmt allein von dir. 2. Wenn du nicht haͤt⸗ test mir gereicht deh ei⸗ 566 vom Lob e GOttes deine Hand, waͤr ich gar in großem Hauf. Du leicht gefallen auch so kief hast mir so viel Guts in Suͤnd, als sonsten andre Menschen-Kind. Ohn dei⸗ ne Huͤlf und Gnaden⸗Hand faͤllt auch der Froͤmmst in Suͤnd und Schand. 3. Doch bin ich gar nicht engelrein, ich find, HErr IEsu, stets das Mein; den alten Adam ich noch spuͤr, der mich anreizet fuͤr und fuͤr, daß ich mein Herz, Begier und Sinn zur Eitelkeit soll nei⸗ gen hin. 4. Ich klag an mein Unachtsamkeit vor dir, o GOtt, mit Reu und Leid; wie du auch selber hast gesehn, was oft aus Schwaͤchheit ist geschehn. Den innern Menschen hab ich nicht mit Fleiß ver⸗ wahrt nach meiner Pflicht. 5. Den Sinnen hab ich oft zu weit den Zaum ge⸗ oͤnnt zur Eitelkeit; ich abe viel geredt, gedacht/ gehoͤrt, gesehen und voll⸗ bracht, was mir nicht wohl gestanden an, und ich nicht alles wissen kann. 6. Aus Gnaden alles mir vergieb, verbrenns im Feuer deiner Lieb; du bist voll Heiligkeit und Gnad, was mir noch fehlt, fuͤr mich erstatt. Dein Blut mich wasche, daß ich werd so rein, wie mich dein Herz begehrt. 7. Ich dank auch, lieb⸗ gethan, daß ichs nicht gar erzaͤhlen kann. 8. Ich bitte, halt auch gnaͤdiglich dein Augen of⸗ fen uͤber mich, daß mich der Feind mit List und Macht nicht uͤberfall in dieser Nacht. Behuͤt vor Ungluͤck Seel und Leib; Gefahr und Noth weit von mir treib. 9. Gieb, daß ich nach gepflogner Ruh erwach, aufsteh und freudig thu, was du hast anbefohlen mir, und einen guten Wandel fuͤhr; mit deinem Geiste steh mir bei, daß nichts Verdammlichs an mir sei. 10. Vor einem boͤsen schnellen Tod, o du lieb⸗ reicher frommer GOtt, mich heint und jederzeit bewahr; laß bei mir sein der Engel Schaar, auf daß der Satan diese Nacht an mir ja finde keine Macht. Johann Heermann. In eigener Kelodie. G Fein Augen 664. M schließ ich jetzt in GOttes Namen zu, dieweil der muͤde Leib begehret seine Ruh; weiß aber nicht, ob ich den Mor⸗ gen moͤcht erleben, es koͤnn⸗ ste mich der Tod vielleicht noch heint umgeben. 2. Drum sag ich dir, o ster IEsu, dir fuͤr alle GOtt, von Herzen Lob Gaben, die du mir er⸗ zeiget hast von Kindheit auf bis zu der Stund und Dank; ich will auch solches thun hinfort mein Lebenlang, weil du 960 ie⸗ i Uge befchte, . 0 Im un E. Haht/ R n . Bes⸗ aatnit Imn Wofte Todtell uN L 1 Mp Rüth/ 0 1, W h MI üht; uch! Rir an neth Raf nic d uch sie d T c N 0 Ien Pugen, w. Vt, Hen Gladern i sit det S 6, Und Rein E f, WI M. Salch hnenschel G Hyme⸗ Muchänt Altl. ho nit 665, ih sche hd ö Ohfe fthhichm 8 DI M. Hauf. ˙h b f Ichs hicht ann. hitte, hult ag dein Augen d mich, daß mn mit List un icht uͤbernl Ht. Behit u Seel und Li ud Ruth uu reib. „daß ich nu Ruh erwih 1 freudig tn hast anbefohle einen gun he; mit deine mir bei, N dammlichs einem bhser , o dul lieh⸗ mmet GOtt, scherzoh us ba mi seh Schage S tan diese Nuc de keihe Moch ohann Hetrmaut ver Alelodi. Mit Wn „Ischlh der Mibdedt ne Ruhi Pbichdel ebeth ei Ehs Tod ilac Ulngehen, sag ich d! Hetseh ich 1 Wr 10 I1 bu! el 0 des Abends. 567 diesen Tag hast wollen so bewahren, daß mir kein Ungeluͤck hat koͤnnen widerfahren. 3. Du hast des Teufels Zorn von mir ganz abge— wehrt, der als ein grimmer Loͤo zu fressen uns be⸗ Nach Beschuͤtz auch diese acht mich, HErr, durch deine Waffen, wenn als ein Todten⸗Bild der Leib wird liegen schlafen. 4. Regiere mein Ge⸗ muͤth, und richt es gan zu dir, daß keine bose Lu durch Traͤume mich be⸗ ruͤhr; auch deinen Engel mir an meine Seite setze, daß mich der Satan nicht durch seine List verletze. 5. Also, wenn morgen — wuh Taar b dann ich mich gar billig dann zu deinem Lobe schick. Ihr Sorgen, weichet hin, du aber, HErr, verleihe den Gliedern ihre Ruh, daß mir der Schlaf gedeihe. 6. Und da ja diese Nacht mein Ende kaͤm herbei, so hilf, daß ich in dir, o IEsu, wacker sei, auf daß ich seliglich und sanft von hinnen scheide; dann fuͤhre meine Seel hinauf zur Himmels⸗Freude. Matthäus Apelles v. Löwenstern. Mel. von GOtt will ich nicht lassen. * Pein GOtt ich singen von deiner großen Guͤt? was fuͤr ein Opfer bringen aus froͤhlichem Gemuͤth, daß du so bist bedacht, fuͤr all mein Heil zu sorgen, und mir zum frohen Morgen hast Hoffnung hier gemacht? 2. Was ist doch dieses Leben, als eine Abend⸗ zeit, mit Dunkelheit um⸗ geben, mit eitel Muͤh und Streit? ja, lauter Fin⸗ sterniß, darin wir sind gefangen in stetigem Ver⸗ langen, zu enden den Verdrieß? 3. Du aber laͤßt mich wissen, daß noch ein Morgen sei, der mir einst werd ersprießen, zu ruͤh⸗ men deine Treu, da JE⸗ sus Sonne ist, der mir zu gute lebet, und sich mit Wonn erhebet, zu schaffen neue Frist. 4. Der wird den Glanz erstrecken in mein ver⸗ schloßnes Grab, und maͤch⸗ tig mich erwecken, wenn ich geschlafen hab, da⸗ mit ich geh herfuͤr, ihm freudig zu begegnen, und dann von seinem Segnen die milden Strahlen spuͤr. 5. Da werd ich sein um⸗ geben mit dieser meiner Haut, die ich in diesem Le⸗ ben so elend hab geschaut; doch wird ein Ehrenkleid er, seinem gleich, draus machen, das nimmer darf verlachen kein Feind, noch schnoͤder Neid. 6. Mein Leib wird sei⸗ nem Leibe verklaͤret aͤhn⸗ lich sein, so daß er ewig bleibe bei sonnengleichem Schein; und meinem bloͤ⸗ den Aug wird solche Gnad geschehen, daß es GOtt selbst 568 vom Lobe GOttes selbst zu sehen in neuen Kraͤften taug. 7. Drauf will ich denn nun gruͤßen den schoͤnen Morgenschein, der soll mir das versuͤßen, was mir wird herbe sein im Abend dieser Zeit; denn ich weiß meine Sonne, die mir die wahre Wonne auf morgen hat bereit. 8. Soll ich denn irgend sitzen hier in der Dunkel⸗ heit, und schauen nichts als Blitzen, so ists nur in der Zeit, die nicht lang waͤhren mag. Bald wird das Licht aufgehen, so mich wird lassen sehen die Frei⸗ heit von der Plag. 9. Ach moͤcht es bald nur kommen, ach waͤr es doch schon da, daß ich mit allen Frommen kaͤm der Erloͤsung nah! Doch still, edulde nur, er wird nicht ang verweilen; der Glaub sieht ihn schon eilen, und merket seine Spur. 10. Indessen geh ich schlafen so lang auf sein Geheiß; er wirds schon mit mir schaffen, wie er mein Bestes weiß, daß ich mag ruhig sein nach allen Abend⸗Sorgen, bis mit dem frohen Morgen er end⸗ lich tritt herein. In eigener Melodie. H zun ruhen 666. N alle Waͤl⸗ der, Vieh, Menschen,/ Staͤdt und Felder, es schlaͤft die ganze Welt; ihr aber, mei⸗ ne Sinnen, auf, auf, ihr sollt beginnen, was eurem Schoͤpfer wohlgefaͤllt. 2. Wo bist du Sonne blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, mein JIEsus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun ver⸗ gangen, die guͤldnen Stern⸗ lein prangen am blauen Himmelssaal: also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein GOtt aus diesem Jam⸗ merthal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus: dagegen wird Chri⸗ stus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Fuͤß und Haͤnde sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Suͤnden⸗Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch mieder, der Betten ihr begehrt: es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, im Hui sind sie geschlossen, wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gna⸗ den, sei gut fuͤr allen Scha⸗ den, du Aug und Waͤch⸗ ter Isracl. 8. Breit aus die Fluͤ⸗ gel beide, o JEsu, meine Freu⸗ a W Frade, M Haclch Iich wi De Eihlch aund sol! 9. Hcheh, sl rlben eit her 0 shfel,k Run Wafe st En Hat. chschlh 1 Waldud 4 ⁰ Huch ah schbathe schelkr Schirn Rngt mr 5.I0 Susden he Re! Relled( fl 6. De Mehen rußbot Wische sch N Lieben, die M 58 H 45 Feind. dre Sonpe Reine Wonno meinem h Tah istunn eguͤldhen En igen am gn Raal: aso h Lehen, wenn y zen gehen 18 diesen d Leib eilt guß t ab das ahe, das Bihl lkeit; die sch! Rgen wild Ch Hlegen den M nd Herrlichtt Hauht, die l e sind ftoh, v Ende die Rü ssei, Hahh, f sollst werden d sec Etden unhs Hen⸗Arbät ft Agcht/ iht nhz geht hil ud! der Berent 5 kommen Ek H„ da M iten zur Mxl in der Ehh, in Alhen I „ im H osen, l ib und E en t für alneg aut N Ws 1 des Abends. 569 Freude, und nimm dein Kuͤchlein ein; will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heinte nicht be⸗ truͤben ein Unfall noch Ge⸗ fahr; GOtt laß euch selig schlafen, stell euch die guͤld⸗ nen Waffen ums Bett und seiner Engel Schaar. Paul Gerhard. In eigener RMelodie. ö 7 Aun sich der 667. N Tag geen⸗ det hat und keine Sonn mehr scheint, schlaͤft alles, was sich abgematt, und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein GOtt, hast keine Rast, du schlaͤfst noch schlummerst nicht; die Finsterniß ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, HErr, doch auch an mich in dieser schwarzen Nacht, und schenke mir genaͤdiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Wend ab des Satans Wuͤtherei durch deiner Engel Schaar, so bin ich aller Sorgen frei, und bringt mir nichts Gefahr. 5. Zwar fuͤhl ich wohl der Suͤnden Schuld, die mich bei dir klagt an; doch aber deines Sohnes Huld hat gnug fuͤr mich gethan. 6. Den setz ich dir zum Buͤrgen ein, wenn ich muß vor Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. 7. Darauf thu ich mein Augen zu, und schlafe froͤhlich ein; mein GOtt wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollte traurig sein? 8. Weicht, nichtige Ge⸗ danken, hin, wo ihr habt euren Lauf; ich baue jetzt in meinem Sinn GOtt einen Tempel auf. 9. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jam⸗ merthal, so fuͤhr mich, HErr, in Himmel ein zur auserwaͤhlten Schaar. 10. Und also leb und sterb ich dir, du starker Zebaoth; im Tod und Le⸗ ben hilf du mir aus al⸗ ler Angst und Noth. Johann Friedrich Herzog. Rel. Freu dich sehr, o meine Zeele. nsre muͤden 668. Masdenticber schließen sich jetzt schlaͤfrit zu, und des Leibes matte Glieder gruͤßen schon die Abendruh; denn die truͤb und finstre Nacht hat des hellen Tages Pracht in der tiefen See verdecket, und die Sternen aufgestecket. 2. Ach bedenk, eh du gehst schlafen, du, o mei⸗ nes Leibes Gast, ob du den, der dich erschaffen, heute nicht erzuͤrnet hast? Thu, ach thu bei Zeiten Buß, ach geh und fall ihm zu Fuß, und bitt ihn, daß er aus Gnaden dich der Strafe woll entladen. 3. Sprich: HErr, dir ist unverhohlen, daß ich diesen Tag verbracht an⸗ ders, als du mir 10110 en 570 vom Lobe GoOttes len; ja, ich habe nicht be⸗ tracht meines Amtes Ziel und Zweck, habe gleich⸗ falls deinen Weg schaͤnd⸗ lich, o mein GOtt, ver⸗ lassen, bin gefolgt der Wollust Straßen. ö 4. Ach HErr, laß mich Gnad erlangen, gieb mir nicht verdienten Lohn; laß mich deine Hut umfan⸗ h gen, sieh an deinen lieben Sohn, der fuͤr mich genug Batgen Vuͤter, nimm den zuͤrgen an: dieser hat fuͤr mich erduldet, was mein Unart hat verschuldet. 5. Oeffne deiner Guͤte Fenster, sende deine Wach herab, daß die schwarzen Nachtgespenster, daß des Todes finstres Grab, daß das Uehel, so bei Nacht, unsern Leib zu faͤllen tracht, mich nicht mit dem Netz umdecke, und kein boͤser Traͤum mich schrecke. 6. Laß mich, HErr, von dir nicht wanken, in dir schlaf ich gut und wohl; gieb mir heilige Gedanken, und bin ich gleich Schlafes voll, so laß doch den Geist in mir zu dir wachen fuͤr und fuͤr, bis die Morgen⸗ rͤͤth angehet, und man von dem Bett aufstehet. 7. Vater, droben in der Hoͤhe, dein Nam ist uns theur und werth; dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brod sei uns be⸗ schert, und vergieb wie wir die Schuld, schenk uns deine Gnad und Huld, laß uns nicht Versuchung toͤd⸗ ten/ hilf uns, HErr, aus allen Noͤthen. Joh. Franck. Mel. Ach was soll ich Sünder Rnertch f 0 nerschaffne 669 U Lebens⸗ sonne, Licht vom uner⸗ schaffnen Licht, das die Finsterniß durchbricht, gehe auf zu meiner Wonne, und bestrahle meinen Sinn, da man spricht: Der Tag ist in. 2. Finster ist mein gan⸗ bu Wesen, und Egyptens dunkle Nacht, die die Hoͤll hervorgebracht, macht, daß ich nicht kann genesen, wo nicht deiner Klarheit Schein meine Kraͤfte nim⸗ met ein. 3. Ach drum dringet meine Seele aus der Suͤn⸗ den Dunkelheit hin zu dei⸗ ner Heiterkeit, die ich mir zum Trost erwaͤhle, wenn der Finsterniß Verdruß ich mit Schmerzen leiden muß. 4. Denn die Suͤnde bringt uns Leiden, als die aus dem Abgrund ist, von dem, der durch seine List uns gefuͤhret in ein Schei⸗ den von der Liebe, die so zart sich ehmals mit uns gepaart. 5. Aber dein Licht ist das Leben, das die Todten wecket auf, und befoͤrdert ihren Lauf; o was Freude kann es geben! Nichts als lauter Wollust ist, wo du Licht und Leben bist. 6. Laß mich diese Wol⸗ lust schmecken, die so keusch und sauber macht, daß ich Fremdes gar nicht acht. Reiße. die Suͤnden⸗ decken, welche machen ein rEI nGi anz ffüllet gul i ,S, seil, in de HISchel whr eaul ht/ M Ien nöcht hl. Nunm Ischenen, achn hu Ien Gt Goun ud Dhs Lun fal Alf, T is x Mel. Her Ui 670. 7*4 ich lse/ d end me Vhdt ihr Wichet in Mgen au 110 Cohh, Heht het I T A ech Mi hehen Rlest h Muh, M Heläͤcket, Hebeh Kt van Fumne I W acht un Licht, R ißdurchhrch. einer Wonsh meinen Iin icht: Der er ist mo In, und Egn Hacht, die RI Wracht, mach t kann gat lt deiner A meine Kraͤte ch drüm d elle gus dere kelheit hin g Reit, die ih t erwaͤhle, eeniß Derdrh Retzen leiden ⸗ aun die Cb Leiden, Abgrund f, durch sih hret in ein El der Liehe/N ehmalz mi er dein li 1/ da died f/ und kt If; O W zeben! R ollust is, x. Leden H. mich R cken, die sg des Abends. 57¹ dein Glanz mein Herz nicht erfuͤllet an 7. O daß doch der Abend kaͤme, da es soll so lichte sein, und des Geistes hel⸗ ler Schein uns dir machte recht bequeme! ja was mehr, daß ich im Sinn hoͤren moͤcht: Die Nacht ist hin. 8. Nunmehr ist der Tag erschienen, der nicht seines gleichen hat, da der guͤld⸗ nen GoOttesstadt soll zur Sonn und Leuchte dienen das Lamm GOttes. Glo⸗ ria! Auf, Triumph, der Tag ist da! Freylinghausen. Mel. Herzlich thut mich verlangen. alts GOtt, 670.W mein Werk ich lasse, die Sonn Feir⸗ abend meldt; sie hat vol⸗ lendt ihr Straße, geht wieder in ihr Zelt. So moͤgen auch mein Sachen ruhn bis zu seiner Zeit, ich will Feirabend machen mit schuldger Dankbarkeit. 2. Mein Augen, Herz und Haͤnde, o IEsu, GOt⸗ tes Sohn, zu dir ich nun— mehr wende zum schuld— gen Tagelohn. Denn du bist selbst getreten an mei⸗ ne Werkstatt gut, hast helfen mir arbeiten, re⸗ gierst mein Sinn und Muth. 3. Mein Haupt hast du gestaͤrket, mein Fingern geben Kraft; hab dein Se⸗ gen vermerket, der allein Frommen schafft. Daher ist wohl gerathen mein Handwerk und mein Kunst; ohn dich geht nichts von Statten, ohn dich ist alls umsonst. ö 4. Drum ich von Her⸗ zengrunde dich, HErr GOtt, lob und preis in dieser Abendstunde, und bitt mit ganzem Fleiß, du wollest gnaͤdig hoͤren mein arm Vespergebet, das Gut in mir vermehren durch dein Barmherzigkeit. 5. Gleichwie vor alten Zeiten du hast viel Guts erzeigt des Abends denen Leuten, der Herz sich zu dir neigt und fest auf dich gebauet: so wollst du auch geruhn, wie unser Herz dir trauet, uns Liebs und Guts zu thun. 6. Als Noah hatt ge⸗ lassen ein Taͤublein aus seinm Schiff, kehrts wie⸗ der seine Straßen, und bracht ein Friedensbrief; zur Vesperzeit im Munde fuͤhrt es ein Oelblatt gruͤn, daraus Noah verstunde, des HErrn Zorn waͤr dahin. 7. Zween heilger Engel kamen des Abends zu dem Lot, in ihren Schutz ihn nahmen wider die gott⸗ los Rott, erloͤsten den Propheten, bald fiel ein Schwefl und Feur, macht den ruchlosen Staͤdten ihr Freud und Frevel theur. 8. Gleicher Weise wir lesen, da Eli der Prophet, im Hungerland gewesen: hoͤrt, was der HErre thaͤt: Voͤgel gedienet haben zu Tisch dem Gottesmann: Abends und Morgens Hen u qDDT— DSDi ñ ‚‚‚ii..e 77 V 572 vom Lobe GOttes ben Brod und Fleisch brachten an. 9. So wollst du, HErr, uns geben Abend und Morgenbrod, und was zu diesem Leben uns al⸗ lenthalb ist noth. Dein Engel wollst uns schicken, auf daß er uns bewahr vors Teufels List und Stricken, so sind wir ohn Gefahr. 10. Erhoͤr auch unsre Bit⸗ te, ach HErr, du treuer GOtt, die Stadt wollst du behuͤten vor Feur und aller Noth. Und weil die Feinde toben, erregen Krieg und Streit, so sende uns von oben den Fried zu unsrer Zeit. 11. Ja weils will fin⸗ ster werden ums Wort, der Gnaͤden Licht, denn Satan auf der Erden viel Ketzerei anricht: so bleib bei uns, HeErr Christe, mit deiner Gnad und Schein; dein wer⸗ thes Wort uns friste, als⸗ dann wir sicher sein. 12. Hiermit ich nun vollende mein Tags⸗Ge⸗ schaͤft und Sach, und bitt herzlich zu Ende, HErr, den Feirabend mach; drauf der Sabbath angehet, der waͤhrt viel tausend Jahr/ der ewiglich bestehet. Amen das werde wahr! Michael Ziegenspeck. In eigener Melodie. 3 Terde mun⸗ 671 0 Wẽ ter, mein Gemuͤthe, und, ihr Sin⸗ ne, geht herfuͤr, daß ihr preiset GOttes Guͤte, welch er hat gethan an mir; da er mich den ganzen Tag vor so mancher Sorg und Plag hat erhalten und beschuͤtzet, daß mich Sa⸗ tan nicht beschmitzet. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Suͤnden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch die Feind hinweg getrieben, daß ich unbeschaͤdigt blieben. 3. Keine Klugheit kann ausrechen deine Guͤt und Wunderthat, ja, kein Redner kann aussprechen, was dein Hand erwiesen hat. Deiner Wohlthat ist zu viel, sie hat weder Maaß noch Ziel; ja du hast mich so gefuͤhret, daß kein Unfall mich beruͤhret. 4. Dieser Tag ist nun vergangen, die betruͤbte Nacht bricht an; es ist hin der Sonnen Prangen, so uns all erfreuen kann. Stehe mir, o Vater, bei, daß dein Glanz stets vor mir sei, und mein kaltes Herz erhitze, ob ich gleich im Finstern sitze. 5. HErr, verzeihe mir aus Gnaden alle Suͤnd und Missethat, die mein armes Herz beladen, und so gar vergiftet hat, daß auch Satan durch sein Spiel mich zur Hoͤllen stuͤrzen will; da kannst du allein erretten, strafe nicht mein Uebertreten. 6. Bin —.—— — nf W Hlen 00 Wicdes x och V A H ch R Tadtibenl. ucht It dehe t beftt . OH Im Sellh. Eiet nich gh Mt ö l Doch, MänG RN 4 schit, Mi Hetrube/ hi halhet Hib. 8. Scihe Taffel Nche Wacht det Fi t urnche Il Ud Lisee rß. Laße! Whtes diht, Letlicten nit dich nut he fühl ih nich Schmetseh. 9/ Eenn schoß shst nlct shhn Rah Hetz d u uf FPn. Maht Begiet tha OOl, hon I.ar heke Hffetd de 10. Laßm cfroen e sitehuhre Ralchwder nit Sthen nich den gn so manchn d. hat ethakggg „ daß mihe beschmihe. und Du ligen, Vunt Iigkeit, ß z Werk gaany mich vor l Ei Akt so gatal hahrt, guch! weg gettiebet dchaͤdigt bletn Ie Klughett fu deine Güt v hat, i, aun gussptech Handb erwil Het Wohlthatt sie hat wol Ic Zal; i sogeführet, il nich herth ser Tag ist 1„‚ die helt icht an; eö nen Prangef etfeug ie ir/ Vilel Ganz sith. und mei he, 90 an sihe. u„ Hegcheh Iden albe E sethat/ N er beladeh,N echiftt h/N nan ducc V ich zur hl Hr NR etteh/ rafesj eteen H„&+V des Abends. 573 6. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn vergli⸗ chen durch sein Angst und Todespein. Ich verleug⸗ ne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Huld ist viel groͤßer als die Suͤnde, die ich stets in mir befinde. 7. O du Licht der from⸗ men Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein GOtt, bei mir, da es nunmehr dunke schier, da ich mich so sehr betruͤbe, troͤste mich mit deiner Liebe. 8. Schuͤtze mich vors Teufels Netzen, vor der Macht der Finsterniß, die mir manche Nacht zusez⸗ zen und erzeigen viel Ver⸗ drieß. Laß mich dich, o wahres Licht, nimmermehr verlieren nicht; wenn ich dich nur hab im Herzen, fuͤhl ich nicht der Seelen Schmerzen. 9. Wenn mein Augen schon sich schließen, und ermuͤdet schlafen ein, muß mein Herz dennoch beflis⸗ sen, und auf dich gerichtet sein. Meiner Seelen mit Begier traͤume stets, o GOtt, von dir, daß ich fest an dir bekleibe, und auch schlafend dein verbleibe. 10. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und suͤße Ruh; alles Uebel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und — Seele, Muth und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen sind in dei⸗ nen Schutz geschlossen. 11. Ach, bewahre mich vor Schrecken, schuͤtze mich vor Ueberfall; laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall; wende Feur und Wassers-Noth, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Suͤnden ster⸗ ben, noch an Leib und Seel verderben. 12. O du großer GOtt, erhoͤre, was dein Kind ge⸗ beten hat; JEsu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rath, und mein Hort du werther Geist, der du Freund und Troͤster heißt, hoͤre doch mein sehn⸗ lichs Flehen. Amen, ja, das soll geschehen. Jobann Rist. Mel. HKüter, wird die Uacht der Sünden. 7 No ist meine 67 16. Wé Sonne blieben, deren Lieben mir so wohl und sanfte that, da sie in den Sinnen spielte, und ich fuͤhlte, was fuͤr Kraft man durch sie hat? 2. Aber nun empfind ich Schmerzen, in dem Herzen, die Versuchung waͤchst in mir; und ich bin ganz matt zu kaͤmpfen, und zu daͤmpfen, weil ich keine Sonne spuͤr. ö 3. Ich kann nicht die Welt ertragen, ich wills wa⸗ gen, vielleicht find ich mei⸗ nen Freund, daß die schwere Nacht 57⁴4 vom Lobe Sottes Nacht der Leiden sich muß scheiden, wenn sein maͤch⸗ tig Licht erscheint. 4. Seele, schlafe nur im Friede, du bist muͤde/ du findst jetzt die Sonne nicht; du mußt in der Still ertragen deine Plagen, bis der Morgenstern anbricht. 5. Meide nur der Nacht Geschaͤfte, laß die Kraͤfte u dem Licht gekehret sein; 0 wird dir der guͤldne Morgen ohne Sorgen end⸗ lich wieder treten ein. 6. Weil die kleine Welt wird stehen, wird man se⸗ hen Tag und Nacht im Wechsel stehn; denn soll durch den Thau die Erden fruchtbar werden, muß die kuͤhle Nacht ergehn. 7. Kaͤlt und Hitze muß den Frommen nuͤtzlich kommen, Wind und Regen helfen nur; denn es kommen keine Fruͤchte nur bei Lichte zur vollkommenen Natur. 8. Schaue, wie die weise Fuͤgung nur Vergnuͤgung statt des bittern Klagens macht. Danke diesem wei— sen Vater und Berather, daß er es so wohl bedacht. 9. Laß dir nur den theu⸗ ren Glauben niemand rau⸗ ben und verharre im Gebet. Schlafe, und dein Herze wache, deine Sache in des Vaters Haͤnden steht. 10. So nimmt dich die klare Sonne in der Wonne eigenthuͤmlich in sich ein; da wird dich sein Blitz durch⸗ gehen, du wirst sehen, daß ein Theil wird finster sein. 11. IEsu, gieb in dun⸗ keln Wegen deinen Se⸗ gen, weil die Nacht des Glaubens waͤhrt; hilf mir statt vergebner Klagen, al⸗ les tragen, weil es nur die Kraft verzehrt. 12. Und dein Fried er⸗ halt die Sinne bei mir inne, er bewahre meinen Sinn, daß die Nacht durch deine Gnade mir nicht schade, bis ich ganz im Lichte bin. Christian Fried. Richter. In eigener Melodie. o willst du 673. Wonn, wels Abend ist, mein lieber Pil⸗ grim, IEsu Christ? Ei, bleib doch hier und rast in mir, ich laß dich nicht, du ewges Licht, ich schrei dir nach mit tausend Ach. Ach bleib doch hier, mein Leben, ich will dir Herberg geben. 2. Die Sonne hat sich schon gesenkt, die Nacht ist da, die mich bedraͤngt; komm doch herein, mein Freudenschein, zuͤnd an mein Herz, wie eine Kerz; erleucht es ganz mit dei⸗ nem Glanz, daß ich di moͤg erkennen, und durch und durch entbrennen. 3. Wenn du bei mir bleibst, werther Gast, so werd ich ledig meiner Last; du bringst mir Brod in Hungersnoth; du treibest weit die Eitelkeit; du zeigst mir an die rechte Bahn; du machst, daß meine Sin⸗ nen die Wahrheit finden kͤnnen.*— 4. Ich lasse dich Al⸗ ieb⸗ uR schier dl : Iuld“ Iur G aubdesend 4.— W. Atl. Wenn“ sen Nöts Q 0. V Iagich Brode ung und ogkle behlt urz Ul Ien Sohy, E dem gichte 2. O hen Hen mitde Heh ⁷ Uan G u Uahht ekhahr Hideklan de l Wflan. 3. Echdeß Molan Sͤthm sie Mi/ He Rhnm. Deu du Schyft Vich fis F I. Gebesk Mssethnt und lichegrneth Ieh dün B. 5 w MH I . 5. H Mftuchthar en Homnbau Ir Theunn Geuch und 6, HErr, 6 Uhser , el strest E Un 2 deiten d die R waͤhrt hifn aner A , Weil ez y Hetieht. dein Itid Sinne bar bewahte n b die Nachte jade mit 5 ich gy 20 Rrieh. N ener Melch Wi Wlt hin „mein lihe! Ein Chtst;! h hier undi laß dich ict cht, ich schuj tausend Rh. hier, meine hir Herbegg Sonne hit; senkt, die N e Mich 1 0 och Hhereit, chein/ bund „ wie eine K 25 ganz mit ;/ daß ich men, und! enthrenng enn du de werther 60 ledig meine st muir H noth; dul Vitelkeit; die rechtt! daß met Wahtheh. lasse vor und nach Tische. 57⁵ liebster Freund, bis daß die Sonne wieder scheint; hab nur Geduld, und sei wir aus diesem Ort; mein Herze wacht, hat deiner Acht; ich will dich fest umfassen und nicht entweichen las⸗ huld; du kaͤnnst nicht fort sen. Joh. Angelus. c) Vom Lobe GOttes vor und nach Tische. sten Nöthen sein. 7% Sescher uns, 67 4. B HErr, das taͤglich Brod; vor Theu⸗ rung und vor Hungersnoth behuͤt uns durch dein lie⸗ ben Sohn, GOtt Vater in 2——— hoͤchsten Thron. 2. O SErr, thu auf dein mlde Hand, mach uns dein Gnad und Guͤt be⸗ kannt; ernaͤhr uns, deine Kinderlein, der du speist alle Voͤgelein. 3. Erhoͤrst du doch der Raben Stimm, drum un⸗ sre Bitt, HErr, auch ver⸗ nimm. Denn aller Ding du Schoͤpfer bist, und aleht Vieh sein Futter giebst. WKel. Wenn wir in böch⸗n allein auf dich, und wolln dich preisen ewiglich. Nicolaus Hermann. In eigener Melodie. 675 Denter dem HErren, denn er ist sehr freundlich, denn seine Guͤt und Wahr⸗ heit bleibt ewiglich. 2. Der als ein barm⸗ herziger, guͤtiger GOtt uns duͤrftige Kreaturen gespei⸗ set hat. 3. Singet ihm aus Her⸗ zengrund mit Innigkeit: Lob und Dank sei dir, Va⸗ ter, in Ewigkeit. 4. Der du uns als ein reicher, milder Vater spei⸗ sest und kleidest, dein elende 4. Gedenk nicht unsrer Kinder. Missethat und Suͤnd, die dich erzuͤrnet hat; laß schei⸗ nen dein Barmherzigkei 1, ket wir dich lobn in Ewig⸗ eit 5.* O HErr, gieb uns ein fruchtbar Jahr, den lie⸗ ben Kornbau uns bewahr; vor Theurung, Hunger, Seuch und Streit behuͤt uns, HeErr, zu dieser Zeit. 6.“ Unser lieber Vater du bist, weil Christus un⸗ ser Bruder ist; drum trauen 5. Verleih, daß wir dich recht lernen erkennen und nach dir, ewigem Schoͤpfer, uns sehnen. 6. Durch IEsum Chri⸗ stum/ dein allerliebsten Sohn, welcher unser Mitt— ler ist vor deinem Thron. 7. Der helf uns alle⸗ sammt allhier zugleiche, und mach uns Erben in seins Vaters Reiche. 8. Zu Lob und Ehren seinem heilgen Namen; wer 576 vom Lobe GOttes wer das begehrt, der sprech von Herzen: Amen. Böhmische Brüder. V. 1—6. In eigener Melodie. + Den Vater 6 76. V dort oben wollen wir nun loben, der uns, als ein milder GOtt, gnaͤdiglich gespeist hat, und Christum, seinen Sohn, durch welchen der Segen kommt vom allerhoͤchsten Thron. 2. Sprechen in der Wahr⸗ heit: Dir sei Preis und Klarheit, Danksagung und Herrlichkeit, o GOtt, von Ewigkeit, der du dich er⸗ weiset, und uns heut mit deiner Gab leiblich hast gespeiset. 3. Nimm an dies Dank⸗ opfer, o Vater und Schoͤ⸗ pfer, welchs wir deinem Namen thun in Christo deinem Sohn; o laß dirs gefallen, und ihn mit sei⸗ nem Verdienst zahlen fuͤr uns alle. 4. Denn nichts ist zu melden, das dir mocht ver⸗ gelten aller Gnad und Guͤtigkeit, erzeigt unsrer Schwachheit. Ei/ wie mag auf Erden, weil alles dein eigen ist, dir vergolten werden 5. O, nimm an un⸗ sern Dank sammt diesem Lobgesang, und vergieb, was noch gebricht zu thun bei unsrer Pflicht; o mach uns dir eben, daß wir hier in deiner Gnad und dort ewig leben. Michael Weiße. AKlel. YHErr Christ, der einig GOttssohn. g77 Err GOtt, 677. 5 nun sei ge⸗ preiset, wir sagn dir gro⸗ ßen Dank; du hast uns wohl gespeiset, und gebn ein guten Trank, dein Mil⸗ digkeit zu merken und un⸗ sern Glaubn zu staͤrken, daß du seist unser GOtt. 2. Ob wir solchs habn genommen mit Lust und Uebermaaß, dadurch wir moͤchten kommen vielleicht in deinen Haß, so wollst du uns aus Gnaͤden, o HErr, nicht lassen schaden durch Christum, deinen Sohn. 3. Also wollst allzeit naͤhren, HErr, unsre Seel und Geist; in Christo ganz bekehren, und saͤttgen aller⸗ meist, daß wir den Hun⸗ ger meiden, stark sein in allem Leiden, und leben ewiglich. Mel. Herzliebster JEsu, was hast du verbrochen. + gobet den 678. L HErrn und dankt ihm seiner Gaben, die wir aus Gnad von ihm empfangen haben, jetzt an dem Tisch und sonst an allen Enden, wo wir uns wenden. 2. Er hat uns an das Licht der Welt lan kom⸗ men, und durch die Tauf in sein Reich aufgenom⸗ men; er laͤßt uns auch in seinem Sohn entbinden von Schuld und Suͤnden. 3. Durch 65 urch sahe In Hüs⸗Geiht Imit det R in se 0 Külen 15 ZWen IN Inag Hif hescht, I Uthe Reid Echndeh 6. Dahh 61t guuf en: den ie I O Rl/ MW MWüem armer Chiso shw: 7. D. v0 uninle itnet hn eß Gufde/ A W Hef flg fr 80 f a bih unde W Dal Ri uc Len gefunder, mn Harrhohon Rlel Wac Herz, u ²9. rm Da IIR —5 ——— zrr C rist. Y Sehnt Wt O * Hnfüt Wit sagn Rra i Nu hysg iset, uud g Tronk, dang merken undnn ubn zu süih Last unser GOt Wir solchs hu In mit Lust u 1s, ddtchez Mommen pitlch Haß, so gl Gnade, ht lassen schd Hstum, dht v wollst alh Fer, unste Si il Chtiso ga M sittgen alle 5W den Hun / siatk säh! diden, und l Nliebster NI du verbroth Oobet HEmn n seinet Ge aus Guod angen habeh Tisch und A Enden, u0 den. un Welt iun dutch den Reich aufhal laht unt aul⸗ Zohn elthtt Il Ind Such In vor und nach Tische. 577 3. Durch seinen Geist er uns so wohl regieret, straft, unterweist, erhaͤlt und herrlich zieret, auf daß wir fest im Kreuz ohn al⸗ les Grauen ihm koͤnnen trauen. 4. Er thut auch wohl durch seine Engelschaaren uns Tag und Nacht vor Leibs⸗Gefahr bewahren, damit der Feind an uns sein büͤsen Willen nicht moͤg erfuͤllen. 5. Zudem er auch all seine Kind ernaͤhret, und ihnen Huͤlf in aller Noth bescheret, und laͤßt gewiß all ihre Feind auf Erden zu Schanden werden. 6. Derhalben seid in GOtt getrost, ihr From⸗ nien; denn ihr sollt Schutz und Brod genug bekom⸗ men, und uͤber das nach diesem armen Leben bei Christo schweben. 7. Deß danket ihm von ganzem Herzensgrunde,/ und bittet ihn desgleich zu aller Stiunde, daß er uns nur, als seinen lieben Erben, helf selig sterben. 8. So sind wir recht an Leib und Seel genesen, und reich genug in dieser Welt gewesen, und haben auch den besten Schatz gefunden, und uͤberwunden. Bartholomäus Ringwaldt. Mel. Wach auf, mein Herz, und singe. 679.N.n den HErren Dank sagen, und ihn ehren von wegen ser ner Gaben, die wir em⸗ pfangen haben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben: dieselben zu bewahren, thut er gar nich⸗ tes syaren. 3. Nahrung giebt er dem Leibe, die Seele muß auch hleiben, wiewohl toͤdiliche Wunden sind kommen von der Suͤnden. 4. Ein Arzt ist uns ge⸗ geben, der selber ist das Leben; Christus, fuͤr uns gestorben, der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wi⸗ der allen Unfall: Ler heilge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns ver⸗ geben die Sund, geschenkt das Leben. Im Himmel solln wir haben, o GOtt, wie große Gaben. 7. Wir bitten deine Guͤte, wollst uns hinfort behuͤten, uns Große mit den Kleinen, du kannsts nicht boͤse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, gieb ewialiche Freiheit, zu preisen deinen Namen durch JEsum Chri⸗ stum, Amen. Ludw. Helmbold. Mel. HErr Christ, der einig SOltssohn. 680. O Frommen, geheiligt werd dein Nam; laß dein Reich zu uns kom⸗ men; dein Wlle mach uns zahm; gieh Brod: vergieb die Suͤnde; kein Args das 25⁵ Herz 578 vom Lobe GoOttes derz entzuͤnde; lös uns aus doch an nirgends findt, bis iller Noth. Jobann Agricola. 08 1 bardtr Erdine Gbtt hat die Erd zuge⸗ In eigener Alelodie. richt) laͤßts an Nabrung 681 Singen wir mangeln nicht, Berg und aus Her⸗Thal die macht er naß, daß zensgrund, loben GOtt dem Vieh auch waͤchst sein mit unserm Mund; wie er Gras; aus der Erden Wein sein Guͤt uns beweist, so und Brod schaffet GOtt hat er uns auch gespeist; und giebts uns satt, daß wie er Thier und Voͤgl der Mensch sein Leben hat. ernaͤhrt, so hat er uns 5. Das Wassr, das muß auch beschert, welchs wir geben Fisch, die laͤßt GOtt jetzund habn verzehrt. tragen zu Tisch; Eir von 2. Lobn wir ihn als seine Voͤgeln eingelegt, werden Knecht, das sind wir ihm Junge draus geheckt, muͤssn schuldig von Recht, er⸗ der Menschen Speise sein; kenn'n wie er uns hat ge⸗Hirsche, Schafe, Rindr liebt, dem Menschen aus und Schwein schaffet Gnaden giebt, daß er von GOtt und giebts allein. Bein, Fleisch ind Haut artig! 6. Dankn wir sehr und ist zusanmehzgebaut, daß er bitten ihn, daß er uns geb des Tags Licht anschaut. des Geistes Sinn, daß wir 3. Alsbald der Mensch solches recht verstehn, siets sein Leben hat, seine Kuͤche nach sein Geboten gehn, sei⸗ vor ihm steht; in dem Leib nen Namen machen Re der Mutter sein ist er zu⸗in Christo ohn Unterlaß; gerichtet fein; ob es ist ein kleines Kind, Mangel tias. ) Vom Lobe Gottes am neuen Jahre. 2. Ich erschrecke, maͤch⸗ 5 4 2. Ich erschrecke, mach Mel. Hreu dich sehr, o sig Wesen, Angst und 11 i Fuyurcht bedecket mich denn Albermal ein mein Beten, Singen, Le⸗ 382. A Jahr ver⸗sen/ ach das ist so schlaͤ⸗ ossen naͤher zu der Ewig⸗ferig. Heilig/ heilig, hei⸗ it; wie ein Pfeil wird liger, großer Sergphinen geschossen, so vergehet HErr, wehe mir, ich muß eine Zeit. O getreuer vergehen, denn wer kann ebaoth, unveraͤnderlicher vor dir bestehen? ö GOit, ach was soll,—0 3. Schrecklich ist es ja soll ich bringen, deiner Lang⸗zu fallen in die Hand von muth Dank zu singen? 4 GoOtt, der recht⸗ fer⸗ —i—— so singn wir recht das Gra⸗ — n Ketdg t ul 10 ty t 1010 0 0 sicht; Scheat Fele nd Argch 1. Hher stuth; Duhh l, Hs Ru. 0 06 T0 sch ich R Hund a a Ph, Wilht He alten Orih 5. Mf, Rich dch dam guiche Stethen, Hehgeethe 6. Col dieser hü Zeilah Wüst H Ha mt He Ich Hoch, u wf Ihlise, du I eig. Hah cchreibeg. e Hehe Wahn f Rich ud In I Mereh, 2 Wehhe lim hitteen V bts gan Wühn nicht, Heh macht teEfaß auch Wihi 160 IE schafet gl 7 ns ga Tchsahd Va Wasr, dig Isch, die liht h Tisch; Et! Velngelegt, pe mshehthn lschen Spesef Schafe, R 09— sch aebtz ll 1—5 bit seht daß er umz Siuh,! Mfl Ht ver sehn, 0 6 aün N u wachen 0 ohn I Wit lecht ds 0 Dal Velschtekte sen, Ahs Oekt mih, b0h Sihh das sst. 1150 el 0 roher 0 oehe mit/ V „dennt 0 estehe 17 ö reckl ö iN Die HM tt, l am neuen Jahre. 579 fertig zuruft allen: Nie⸗ mand treibe mit mir Spott; irret nicht, wo das geschicht, ich Jehovah leid es nicht; ich bin ein ver⸗ zehrend Feuer, ewig bren⸗ nend ungeheuer! 4. Aber du bist auch sanftmuͤthig, o getreues gen bin o. in dem Buͤr⸗ gen bist du guͤtig, der ge⸗ fuͤhlt des Todes Schmerz; steh ich nicht in deiner Hand angezeichnet als ein Pfand, so du ewig willst bewahren vor des alten Drachen Schaaren? 5. Auf, mein Herz, gieb dich nun wieder ganz dem Friedenfürsten dar; opfre dem der Seelen Lieder, welcher kroͤnet Tag und Jahr; fang ein neues Leben an, das dich endlich fuͤhren kann mit Verlangen nach dem Sterben, da du wirst die Kron erwerben. 6. Soll ich denn in dieser Huͤtten mich ein Zeitlang plagen noch, so wirst du mich uͤberschuͤt⸗ ten mit Geduld, das weiß ich doch. Setze denn dein Herz auf mich; IEsu Christe, du und ich, wol⸗ len ewig treu verbleiben und von neuem uns ver⸗ schreiben. 7. An dem Abend und dem Morgen, o mein Rath, besuche mich; laß der Heiden Nahrungs⸗ sorgen nimmer scheiden mich und dich. Pruͤf in jedem Augenblick meine Nieren, und mich schick, schick mich, daß ich wa⸗ chend stehe, ehe denn ich schnell vergehe. Joachim Neander. Mel. vom Himmel hoch, da komm ich her. 683. Davalte Jahr vergangen ist: wir danken dir, HErr IEsu Christ, daß du uns in so großr Gefahr behuͤtet hast lang Zeit und Jahr. 2. Wir bitten dich, ewigen Sohn des Va⸗ ters in dem hoͤchsten Thron, du wollst dein arme Chri⸗ stenheit bewahren ferner allezeit. 2. Alsam uns nicht dein heilsam Wort, welchs ist der Seelen hoͤchster Hort: vor falscher Lehr, Abgoͤtterei behüt. uns, —4555 und steh uns bei. Hilf, daß wir von 403 Suͤnd aͤblan, und fromm zu werden fang gen an; keinr Suͤnd im al⸗ ten Jahr gedenk/ ein gnaden⸗ reich neu 91 uns schenk. 5. Christlich zu leben, seliglich 35 sterben, und hernach fröͤhlich am juͤngsten Tag wiedr aufzustehn, mit dir in Himmel einzugehen. 6. Zu danken und zu lo⸗ ben dich mit allen Engeln ewiglich. O IEsu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. Jarob Tapp. Mel. vom Himmel hoch da komm ich her. 6³⁸ 4.— D Doo eue Ki⸗ de⸗ 580 vom Lobe GoOttes delein, das Herzen liebe IEiulein, kringt abermal ein neues Jahr der aus⸗ erwaͤhlten Christenschaar. 2. Des freuen sich die Engelein, die gerne um und bei uns sein. Sie singen in den Luͤften frei, daß GOtt mit uns ver⸗ soͤhnet sei. 3. Ist GoOtt versoͤhnt und unser Freund, was mag uns thun der arge Feind? Trotz Türken, Papst und Hoͤllenpfort! das IEsulein ist unser Hort. 4. Es bringt das rechte Jubeljahr; was trauren wir denn immerdar? Frisch auf! es ist jetzt Singens Zeit, das IEsulein wendt alles Leid. Epriacus Schnergaß. In eigener„ %. Relft mir 685. GOtts Guͤte preisen, ihr lieben Kinderlein, mit Gsang und andern Weisen ihm allzeit dankbar sein; vor⸗ nehmlich zu der Zeit, da sich das Jahr thut enden, die Sonn sich zu uns wenden, das neu Jahr ist nicht weit. 2. Erstlich laßt vns be⸗ trachten des HErren rei⸗ che Gnad, und so gering nich: achten sein unzaͤh⸗ lig Wohlthat; stets füh⸗ ren zu Gemiuh, wie er dies Jahr hat geben all Nolhdurft diesem Leben zund uns vor Leid behuͤt. 3. Lehramt, Schul, Kirch erhalten in gutem Fried und Ruh, Nahrung fur Jüng und Alten bescheret auch daneben all das Mein.] auch dazu, und gar mit milder Hand sein Guͤter ausgespendet, Verwuͤstung abgewendet von dieser Sladt und Land. 4. Er hat unser ver⸗ schonet aus vaͤterlicher Gnad; wenn er sonst haͤtt belohnet all unsre Misse⸗ that mit gleicher—— und Pein, wir waͤren laͤngs gestorben, in mancher Noth verdorben, dieweil wir Suͤnder sein. 5. Nach Vaters Art und Treuen er uns so Eand ist. Wenn wir die Suͤn bereuen, glauben an IE⸗ sum Christ herzlich ohn Heuchelei, ihut er all Suͤnd vergeben, lindert die Straf daneben, steht uns in Noͤ⸗ then bei. 6. All solch dein Guͤt wir preisen, Vater ins Himmels Throͤn, die du uns thust beweisen durch Christum, deinen Sohn; und bitten ferner dich, gieb uns ein froͤhlich FJahre, vor allem Leid bewahre, und naͤhr uns mildiglich. Paul Eder. Mel. Unser Herrscher, unser König, oder mit den eingeklammerten Zu⸗ satzen: Zion klagt mit Angst und Schmerzen. 26 Cilf, HeErr 686. V IEsu, laß elingen, hilf, das neue Jahr geht uan: laß es neue Kraͤfte bringen, daß aufoͤ neu ich wandeln kann. Laß mich dir befohlen sein, Neu⸗ d Ichn 10 W geheh., W 0 Rer Oldeh Nal h si uu Ren, det ethe Qud h berhich 1 in 6 Reh Gund aleh 3. Tüsie Rek sbe, Rah Fche nich vh enn ih Naet uc aus mohe uch iM ne Auß mih G. Iht toten I. Hett Gude Mht Ilt ich Hrsht soldet Ti Lbsich sten leh, nihthrl albier aaf Ind sclg 5. WEsl Iccend Mr W den Hind in Gasch all nich nicht 0 willi⸗ Wenn ich Hlasse. Mtigt 00⁴• — 23 1—— , und g und sein G Wodet, Vepis Vet von 0˙0 Land. hat ussch aui vüteh Henn er sonsh Vall ansre M gleicher E wir wakenln in mancheth „/ dietheil. sein. Valers Aetu uns so gach N wir die Sie Hlauben an st herzlich hut er alS ladett die Sun eht unsz in M Ich dein Gal W, Whiet in Thron, Me N Hbeweisen duch deinen Soh fernet dich, A fröͤhlich Ah Letd boahbh. uns mildig Nil set Herrst nig/ dde Thunnerteh lon Hlagt: nd Schmenst I,/ 4 NE hilf/ daß N 8 naen, ‚n wandeln i dir Wi nelsM N am neut n Jahre. 581 Neues Gluͤck und neues Leben wollest du aus Gna⸗ den geben. 2. Laß dies sein ein Jahr der Gnaden, laß mich buͤ⸗ ßen meine Suͤnd. Hilf, daß sie mir nimmer scha⸗ den, sondern bald Verzei⸗ hung find, auch durch deine Gnad verleih, daß ich herzlich sie beren, HErr, in dir; denn du, mein Leben, kannst die Suͤnd allein vergeben. 3. Troͤste mich mit dei⸗ ner Liebe, nimm, o GOtt, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betruͤbe, und voll Angst und Zagen bin; Iwenn ich gleich schlaf oder wach, sieh du, HErr, auf meine Sach;! staͤrke mich in meinen Noͤthen, daß mich Suͤnd und Tod nicht toͤdten. 4. HErr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich koͤnne leben sonder Trug und Heuche⸗ lei, ich auch meinen Naͤch⸗ sten lieb, und denselben nicht betruͤb,] daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig moͤge werden. 5. IEsu, laß mich froͤh⸗ lich enden dieses angefangne Jahr: trage stets mich auf den Haͤnden, halte bei mir in Gefahr; 16 mir bei in aller Noth, ach verlaß mich nicht im Tod:] freu⸗ dig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Joh. Mist. In eigener Meiodie. 687.e diesem neuen Jahr fuͤr deine Guͤt, uns bweiset in aller Noth und Gfahr: daß wir haben erlebet die neu froͤhliche Zeit, die vol⸗ ler Gnaden schwebet und ewger Seligkeit, daß wir in guter Stille das alte Jahr erfuͤllet. Wir wolln uns dir ergeben ietzund und immerdar; behut uns Leib und Leben hinfort das ganze Jahr. 2. Laß uns das Jahr vollbringen zu Lob dem Namen dein; daß wir dem⸗ selben singen in der Chri⸗ sten Gemein; wollst uns das Leben fristen durch dein allmaͤchrig Hand. Er⸗ halt dein lieben Christen und unser Valerland. Dein Segen zu uns wende, gieb Fried an allen Enden. Gieb unverfaͤlscht im Lande dein seligmachend Wort; die Teufel mach zu Schan⸗ den hier und an allem Ort. 3. Dein ist allein die Ehre, dein ist allein deꝛ Ruhm. Geduld im Kreuz uns lehre. Regier all un⸗ ser Thun, bis wir getrost abscheiden ins ewgen Va⸗ ters Reich zum wahren Fried und Freuden, den Heilgen GoOttes gleich. Indeß machs mit uns al⸗ len nach deinem Wohlge⸗ fallen. Solchs singet ohne Scherzen die christglaͤubige Schaar, und wuͤnscht mit Mund und Herzen ein selig neues Jahr. Joh Hermann, der Eltere. Mel. 58² vom Lobe Gottes Mel. Erquicke mich, du Heil der achdenn Wachdem das 688. N alte Jahr verflossen, und wir, die GOtt nunmehr verneut, desselben Gnad aufs neu enossen, so sind wir bil⸗ ig hoͤchst erfreut, daß uns derselbe Gluͤck und Leben so reichlich bis hieher 3 Kauter 2. Der geb uns lauter neue Kraͤfte, damit so Will als auch Verstand sich fest an ihn allein anhefte, und nimmermehr werd abge⸗ wandt. Er geb uns auch den neuen Willen, sein neu Gebot nun zu erfuͤllen. 3. Er laß aufs neu sein Licht aufgehen, gleichwie die Sonn jetzt hoͤher steigt. Sein Gnadenglanz bleib ob uns stehen, bis sich die Welt zum Ende neigt; da⸗ mit wir wie die Frommen handeln, und immerfort im Tage wandeln. 4. Der Name, den er selbst bekommen, als er fuͤr uns beschnitten ward, durch den wir unser Heil ver⸗ nommen, sei unser Weg zur Lebensfahrt, der sei der Schmuck fuͤr unsre Krone, und zier uns vor des Hoͤch⸗ sien Throne. 5. Er lehr uns unser Herz beschneiden von allem/ was uns von ihm trennt; er fuͤll uns mit erneuten reuden, die nie kein welt— ich Herz erkennt; damit, was alt, in uns ersterbe, und unser Geist sein Reich ererbe. Christlan Knorr y. Rosenroth. Mel. Wach auf, mein Peri⸗ und late 6 un laßt uns 689. N gehn und treten mit Singen und mit Beten zum HeErrn, der unserm Leben bis hieher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern; wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen. 3. Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Muͤttern in schweren Un⸗ gewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß be⸗ wahret werden: 5. Also auch, und nichts minder, laͤßt GOtt ihm seine Kinder, wenn Noth und Truͤbsal blitzen, in seinem Schooße sitzen. 6. Ach Huͤter unsers Le⸗ bens, fuͤrwahr, es ist ver⸗ gebens mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue. Lob sei den starken Haͤnden, die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbit⸗ ten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gieb mir und allen denen, die sich von Her⸗ zen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. Schleuß — TGM ggeyfonch Rhnd 166l e Si 0 Luch Klcheh e Whe 1. G MWah Rer chek de Gbender l Ibe. 13 Hif KHdllkch, Gaͤnnken d ten Etlh, Schbet 1. Miss, fil gum Gat, unch Huun fh 15, D chh/ O, Lebgh mie steh Schl en N Ael. He Hl V 000. schhehet an Rt Chis tung ihi R Halande heschnitte Htt intg seinan 2. Met hebet, d Lahe, we Hyet„ und — 90 auf, 0 wund sigg Nu laftu . C Singen ung Ium HErtg, Heben hiz ich Zehen. ö gehn ahn n Tbon einam wir lchenh Vomalten hiz 0 ch so Hel I mn, durh Zun h Zagch, Ut HMoße Schrocht Velt bedecken Wie von run In schweren hy De Kindtein hu mit Fleiß Hen. uch, Ald nicht It GOtt ihm 4% Wnn Nu il When, schboße sihen. Huter unsers voht/ e is w t Unserm Tin heh, WO I In wachet. Itseldeinedi hegen nek. H Een Haͤndeh N leid wendet, fernet dichett ater, und uhsern Ri Kden. Rflir nd ul sich don uch M. N lde/ iil 0 dulbe. 10. 00 am neuen Jahre 583 10. Schleuß zu die Jam⸗ merpforten, und laß an al⸗ len Orten auf so viel Blut⸗ vergießen dieFreudenstroͤme fließen. 11. Sprich deinen mil⸗ den Segen zu allen unsern Wegen. Laß Großen und auch Kleinen die Gnaden⸗ sonne scheinen. 12. Sei der Veclaßnen Vater, der Irrenden Be⸗ rather, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnaͤdig allen Kranken, gieb froͤhliche Gedanken den hochbetruͤb⸗ ten Seelen, die sich mit Schwermuth quaͤlen. 14. Und endlich, was das Meiste, fuͤll uns mit dei⸗ nem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel fuͤhre. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Chri⸗ sten Schaare zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhard. Mel. Zelst mir SOlts HGüte preisen. 94 Ter sich im 690. Wẽĩ Gem be⸗ schneidet und als ein waͤh⸗ rer Christ des Fleisches Toͤdtung leidet, die so hoch noͤthig ist, der wird dem Heiland gleich, der auch beschnitten worden, und tritt ins Kreuzes Orden in seinem Gnadenreich. 2. Wer so dies Jahr anhebet, der folget Christi Lehr, weil er im Geiste lebet, und nicht im Flei⸗ sche mehr; er ist ein GOt⸗ teskind, von oben her ge⸗ boren, das alles, was ver⸗ loren, in seinem IEsu findt. 3. Doch wie muß dies Beschneiden im Geist, o Mensch, geschehn? Du mußt die Sünde meiden, wenn du willst JEsum sehn; das Mittel ist die Buß, wodurch das stei⸗ nern Herze in wahrer Reu und Schmerze zer⸗ knirschet werden muß. 4. Ach gieb zu solchem Werke in diesem neuen Jahr, HErr IEsu, Kraft und Staͤrke, daß sich bald offenbar dein himmlische Gestalt in vielen teusend Seelen, die sich mit dir vermaͤhlen; ja, thu es, JIEsu, bald. 5. Ich seufze mit Ver⸗ langen, und Tausende mit mir, daß ich dich mog umfangen, mein aller⸗ schoͤnste Zier. Wenn ich dich hab allein, was will ich mehr auf Erden? Es muß mir alles werden, und alles nuͤtzlich sein. 6. Ach ihr verstockten Suͤnder, bedenket Jahr und Zeit, ihr abgewichnen Kinder, die ihr in Eitel⸗ keit und Wollust zuge⸗ bracht, ach fuͤhrt euch GOttes Guͤte doch einmal zu Gemuͤthe, und nehmt die Zeit in Acht. 7. Beschneidet eure Her⸗ zen, und fallet GOtt zu Fuß in wahrer Reu und Schmerzen; es wird die Herzensbuß, in Glaubens⸗ kraft geschehn, das Va⸗ ter⸗ 58⁴ vom Lobe GOttes terherz bewegen, daß man wird vielen Segen in die⸗ sem Jahre sehn. 8. Ja, mein HErr JIE⸗ su, gebe, daß deine Chri⸗ stenschaar mit dir im Geist so lebe in diesem neuen Jahr, daß sie in keiner Roth sich moͤge von bir scheiden; staͤrk sie im Kreuz und Leiden durch deinen bittern Tod. 9. So wollen wir dich preisen die ganze Lebens⸗ zeit, und unsre Pflicht er⸗ weisen in alle Ewigkeit, da du wirst offenbar, und wir mit allen Frommen nach diesem Leben kom⸗ men ins ewge neue Jahr. Laurentine Laurentt. g) Vom Lobe Gottes auf Reisen. Mel. Uun ruhen alle Wälder 6 Varmherzger 691 B GOtt und Vater, du treuer Men⸗ schen-Rather, auf dein Wort zieh ich aus Rirs unbekannte Straßen; wirs 5. Die Weisheit laß mich kuͤssen, gieb mir ein rein Gewissen und keusch⸗ gesinntes Herz, daß sich mein Thun und Tichten nach dir, HErr, A* richten; die Suͤnde sei mir ja kein Scherz. 6. Wenns nicht nach du mich nicht verlassen, Wunsch ergehet, und etwa so bin ich uͤberall zu Haus. Noth entstehet, gieb einen 2. Ach HEer, der du frischen Muth; werd ich kannst neigen und nach auf dich nur bauen, so Gefallen beugen des Men⸗ kann vor nichts mir grauen, schen Herz und Sinn: es wird doch endlich alles erwecke fromme Leute, und gut. bring auf meine Seite 7. Du wollst den lieben Befoͤrdrer, wenn ich ein-Meinen auch gnaͤdiglich sam bin. erscheinen, du liebster Va⸗ 3. Behuͤte mich vor ter du; halt ab was kann Feinden und heuchlerischen betruͤben, und wann dirs Freunden; gieb mir dein ngel zu, gesegne meine Werke; sei Morgens mei⸗ ne Staͤrke, und dann zu Abend meine Ruh. 4. Laß mich nach Tu⸗ gend trachten, und dein Gebot hoch achten; laß allen falschen Schein der schnoͤden Eitelkeiten, der lastervollen Zeuten von mir weit ausgebannet sein. wird belieben, so fuͤhr mich wieder heim zur Ruh. 8. Soll aber dies ge⸗ schehen, daß ich nicht mehr soll jehen der Vaͤter Graͤn⸗ b.n 1. soll ich bei Frem⸗ en leben, ich will nicht widerstreben, ist doch bei Fremden auch gut sein. 9. GOtt, du wust mei⸗ nen Reisen gewuͤnschten Fortgang weisen; du wirst nach — 1 0 gurd 0 f ohe ich st.K Mtl 20 692. N sbsef Hagczogel n* R Re 2. Du R staft Huf kehheh ralc gb shu,W kitthn 3. Cah⸗ Hehocht/ K Flecht Iu ant de Wschte! 4. Gic! R ich v Hallatbey Watt dut Wet, 5. Kf Herk, 0 Ghrer fumt/ g sh, Kich Hch, 0• Da siher A Hau in Hchmal 3 en ob. un u wollen mtg gane h eih Walle Euh Arl offerbo,. aen gumn em Lehen awge nan Aaurentiee Hunm ——— duf Rait Wiühet * geh mi issen und keut VHeth, daß f n Hert, u Hie Sünde ¹Schen, icht d Vchet, undetth hetj gied eihe Paulb; werd i nuk bauen, Wichtamit graag ch endlich ad Tvolf den Het; Ruch andth du lichser A Ilt ab Waß und wanh Hen, so fibent u zur Rib. aber dieh xf ich nicht R Ver iarh lich be 30 ich wil u Iu, I R Wuch gut she d Wrk 1 gebünsa Heseh; M aus Keisen. 58⁵ nach deinem Wort mich schuͤtzen und ernaͤhren/ auch Gluͤck und Heil bescheren: in GOttes Namen reis ich fort. Gotifr. Wilh. Sacer Mel. Ach SoOtt und HErr. 0 Err IEsu 692. B Christ, der du selbst bist sehr weit um⸗ hergezogen, ja welches Hand gemacht das Land, dazu die Wasserwogen. 2. Du bist der Mann, der schaffen kann, daß wir auf rechten Wegen fein friedlich gehn, und nimmer sehn, was uns kann Angst erregen. 3. Sieh HErr, ich bin bedacht, dahin in deiner Furcht zu reisen; du wol⸗ sest mir doch fuͤr und fuͤr die sichre Straße weisen. 4. Gieb Gluck und Heil, daß ich in. Eil die Reise vollenbringe, und mir mein Werk durch deine Staͤrk, o Vater, wohl gelinge. 2 Laß mich doch heut, HErr, solche Leut auch zu Gefaͤhrten haben, die 8. Laß uns doch nun, wie Pilger thun, des Flei⸗ sches Luͤste meiden, und siets durch dich geduld ig⸗ lich Noth, Angst und Truͤb⸗ sal leiden. 9. Es kommt hernach der Todestag, da wir fort muͤssen reisen, wenns GOtt gefaͤllt, aus dieser Welt, und hier die Wuͤrmer peisen. 10. Doch faͤhrt die Seel aus dieser Hoͤhl hinauf ins Reich der Freuden, da keine Roth, Gewalt noch Tod uns kann von IEsu scheiden. 11. Da darf ich nicht ohn einges Licht wie hier bei Nacht oft wallen. O suͤßer Ort, wo fort und fort mein Danklied soll erschallen! Johann Rist. In eigener Melodie. 80 Err, so du 693. H wirst mit mir sein, und mich fuͤhren aus und ein, und mich wohl bewahren vor Suͤnd und der Hoͤllen Schaaren, so soll mein Herz dein Tempel werden, daeinnen — fromm/ gelind und redlich sind, auch sonst von guten Gaben. 6 Dein Engelein laß mit uns sein, auf daß wir sither gehen, und unser Land in gutem Stand her⸗ nachmals wiedersehen. 7. HErr, lehr uns auch, daß den Gebrauch des Rei⸗ sens wir im Leben ver⸗ stehen recht als fromme Knecht, die nach dem Him⸗ mel streben. ich dich lob auf Erden; ja, du allein sollst sein mein GOtt, dem ich ver⸗ trauen will in aller Noth. Sei mein Schutz/ und gieb mir Staͤrke, damit ich mer⸗ ke, wie deine Guͤte so wohl behuͤte. 2. Alles steht in deiner Hand, was wir thun, ist dir bekannt; und was wir anfangen, kann durch dich zum Zweck gelangen. Drum 289* geb 586 vom Lobe Gottes geb ich mich in deinen Willen, du wollst an mir dein Wort erfuͤllen, daß denen soll viel Guts ge⸗ schehn, die nur allein auf deinen Wegen gehn; sei mein GOtt, daß dein Rath lenke, was ich gedenke, und deine Treue mich stets erfreue. 3. Lehre mich die Pil⸗ grüms⸗Art auf der Christen Kreuzesfahrt recht zu Her⸗ zen nehmen, meines Flei⸗ sches Lust zu zaͤhmen; hech daß ich dich allein hoch achte, nach dem, was droben ist, nur trachte, auf daß mein Wandel sei allzeit im Himmel, wo die Stadt uns ist bereit. Sei mein Schatz, nach dem ich laufe, den ich erkaufe, nach dem ich strebe, dem ich ganz lebe. EChristian Jakob Koitsch. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. ½ In Gottes 51 94.* Namen fah⸗ ren wir, sein Huͤlf und Gnad begehren wir; des Vaters Guͤt behuͤt uns heut, bewahr auch unser Seel und Leib. Kyrieleis. 2. Christus sei unser Ge⸗ leitsmann, bleib stetig bei uns auf der Bahn, und wend von uns des Feindes List, auch was seinm Wort zuwider ist. Kyrieleis. 3. Der heilge Geist auch ob uns halt mit seinen Ga⸗ ben mannigfalt. Er troͤst und slaͤrk uns in der Noth, und fuͤhr uns wieder heim Kyrieleis. mit GoOtt. Ael. Lobt GoOtt, ihr Christen alle gleich. 695 ö Mdrant, geht nach Haus; ihr Roͤß⸗ lein, regt die Bein. Ich will dem, der uns ein und aus begleitet, dankbar sein. 2. Es ist fuͤrwahr nicht Menschenkunst auf sichern Wegen gehn. Fuͤhrt uns nicht GOtt und GOttes Gunst, wuͤrds oftmals eltsam stehn. 3. Es ist der alte große Drach doch allzeit ohne Ruh. Wohin wir gehn, da geht er nach, und setzt uns heftig zu. 4. Er sucht zu Haus, er sucht zu Feld, er sucht zur See und Land, er sucht uns in der ganzen Welt mit unverdroßner Hand. 5. Noch dennoch trifft er uns nicht an, sein Anschlag geht zuruͤck, denn GOttes Schutz hegt unsre Bahn vor unsers Feindes Tuͤck. 6. Es zeucht der heilgen ngel Schaar, mit Waf⸗ fen ausgeruͤst, und weh⸗ ret hier und wehret da des Tausendkuͤnstlers List. 7. Es muͤssen ja noch immerfort die Mahanaim gehn, und GOttes Volk auf GoOttes Wort zu Dienst und Willen stehn. 8. Was GOtt geredt, das ist vollbraͤcht, mein — Herz, sei wohlgemuth, und laß ja nimmer aus der Acht, was dein GOtt an dir thut. 9. Du siehst und greifst wie Hagch, R h tttet, tu fit 6 Kind. 1 4 silt Hun Mutet H Scoor N det Hushen 2. K set Wihet Olüc ch schift, W Ind Cteh f clen feäx., 10. Etf WR U Wels üg fühtt K. Fl t Riltend, 1 Ka lehfe MI Hänfahtt dan saune in slsere Mel. 60⁰ heth, d N Son sicht vie. uun Flor Hehangen. 2. Dar Lehggt di luc/ n alle geig „Nuugchst Ddauf Haus; ihr Rl Be. Jol ins en urd y hunkber sen 4 fürwahrnih uns auf shn . Fühtt u Itt und Gos vuͤs gem hn. der alegnh ch allict on Mhin wir gahn hach, und sh u. cht zu Haut/ er sucht in Ialld, er suiht gahzen Welt roßner Hund. Daoch triftt ,sen Auschlg „ denn GOltt At unste Bah Feindes l lucht det halz gaak, müt Mi. lst, und vh d wehret Na asllers E. müsen f.l die Mohthohl, G M ts Won WIle i dn g llbracht, Reh hIgen Rmer aus M hen GOtt U chlund aus Keisen. 58⁷7 wie gut er sei dem, der ihn ehrt und liebt. Er ziert mit Lieb, er fuͤhrt mit Treu ein Herz, das ihm sich giebt. 10. Er traͤgt uns, wie, wenn einher schlaͤgt Blitz/ Hagel 7 Regen 7 Wind, ein treuer, frommer Va⸗ ter traͤgt sein kleines zar⸗ tes Kind. 11. Er deckt uns zu mit seiner Hand, wie eine Mutter thut, in deren Schooß das suͤßte Pfand der keuschen Liebe ruht. 12. Er raͤumt aus un⸗ sern Wegen weg des Un⸗ gluͤcks scharfen Stein, und schafft, daß unsre Bahn und Steg fein schlecht und eben sein. 13. Er fuͤhrt uns uͤber Berg und Thal, und wenns nun rechte Zeit, so fuͤhrt er uns in seinen Saal zur ewgen Him⸗ melsfreud. 14. Alsdann werd ich die letzte Reis und schoͤnste Heimfahrt thun, und nach dem sauren Erdenschweiß in suͤßer Stille ruhn. Paul Gerhard. Mel. Ach GOtt und HErr. 696. Wi 2 mein Herz, denk hinterwaͤrts, die Sonn ist aufgegangen; nicht wie zuvor mit schwar⸗ zem Flor der Himmel ist behangen. 2. Das Licht erwacht/ verjagt die Nacht, erwach auch, mein Gemuͤthe; zu Gluͤck der Reis gieb Ehr und Preis des guten GOttes Guͤte. 3. Ich schlief die Nacht, GOtt hat gewacht, deß Augen allzeit offen. Er war mein Schirm, daß kein Gestuͤrm der Feinde mich betroffen. 4. Wie oft wuͤnsch ich, o Vater, dich zu preisen recht auf Erden; nun was man kann, das nimmst du an; dort wir beredter werden. 5. Nimm mich selibst dir zum Dank dafuͤr, ich kann dir mehr nicht ge⸗ ben; ich bin schon dein, hilf mir es sein, und gieb dir selbst mein Leben. 6. Vergieb die Schruld, du hast doch Huld, ob ich schon Haß verdienet. Dein Kind bin ich, er⸗ kenne mich, den auch dein Sohn versuͤhnet. 7. Dein Himmelszelt die Menschenwelt um⸗ haͤngt an allen Enden. Du thust noch mehr, traͤgst Erd und Meer in deinen Allmacht⸗Haͤnden. 8. Ich werd allein uhn dich nicht sein, weil du bist allerwegen. Bist du bei mir, so ist mit dir auch Gluͤck aͤuf meinen Stegen. 9. Ich brauche Gluͤck. Viel Netz und Strick auf einen Wandrer lauren. Dein Engelheer leg um mich her; dies sind die besten Mauren. 10. Laß diese Schaar mich der Gefahr auf treu⸗ er Hand enttragen, so wird kein 58⁸ von der Gelassenheit. hein Stein ein Anstoß sein dem Fuß Roß oder Wagen. 11 Dein Gnadenstrahl durch finere Thal ohn Furcht mich machet reisen. Mein Stao, dein Wort, mich fordert foet, an ihm kann ich mich speisen. 12. Weg, Feindes⸗Rott! mit mir ist GOtt, an ihm kleb ich im Glauben. Trotz der Gefahr! sie soll kein Haar mir kruͤmmen oder rauben. 13. Zeuch mit mir aus, bleio auch zu Haus, o Vater, bei den Meinen; Wunsch zu meinen Lie⸗ ben; dies sei ein Tag, da keine Plag, kein Leid sie moͤg betruͤben. 16. So reis ich heut in GOtts Geleit, laß keine Furcht mich ruͤhren. GOtt wird mich aus und auch zu Haus mit Freu⸗ den wieder fuͤhren. Sigismund v. Bircken. Klel. In dich hab ich gehosset, HErr. 4 Qu dir,o GOtt, 697.3 erhebet sich mem Herz, und sucht de⸗ mein Weib und Kind, mein Hausgesind wollst du mit Schutz umzaͤunen. 14. Von Halis und Hab, als deiner Gab, abwend auch allen Scha⸗ muͤthiauch dein vaͤterlich Besa en en; hilf, daß ich sei von Eetaen frei und von des Satans Stürmen. 2. Dein Inoel msei mein Reisgesell, er deinge mich den. Sei dort und hier, hei ihr und mir; hoͤr, und erhoͤr in Gnaden. 15. Die Liebe ruft: Trag hin, o Luft, den gesund zur Sell, und wenn ich henn gedenke, sei dein Geleit zu meiner Seit, daß mich kem Au⸗ fall kraͤnke. III. Von der Alel. JEsus, meine Zu⸗ versicht. NII eine See⸗ 698. M le senẽet sich hin in GOttes Herz und Haͤnde, und erwartet ruhiglich seiner Wege Ziel und Ende, li. fein stille, nackt und bloß in des liebũen Vaters Schooß. 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zu⸗ frieden: was der eigne Wille speicht, in zum Tode schon beschieden: was die Unge⸗ Gelassenheit. duld erregt, ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht, und den Frieden nur kann kraͤn⸗ ken; Sorgen hoͤrt dem Schoͤpfer zu, meine See⸗ le sucht nut Ruh. 4. Meine Seele graͤmt sich nicht, liebt hingegen GOtt im Leiden; Kum⸗ mer, der das Herze bricht, trifft und aͤngstet nur die eiden; wer GOVtt in dem Schoo⸗ Go N Ahkamm/ I. tin: W ut Hek 0. Mane at Rhun ich aben E l N Imbduf IUUA Mlel. Met ben EOl 600. Ree We Ich von Et tbe sält Werihmis Hoch groß Rei MM helich gl 2. W0 Athen 0 aucs Wohl v in sssen, N. lbor Hel an Muh umd n 5 gehn. 3. MWi- bensenge hyerz sein Wird alle lir werde Wehn du Ide We M und Nit. menne N * ein du — kein dah x Den. Reis ich 3 44, mich rihn . Mich Hls slz mit Stz fuhran amund y, Birdz dich hab 10 el, Hett, Dudird erheber sl „ und sucht dein oatent hilf, dß athen ftei dh uns Stlrnn uoelSl mh hrIE mi Siell, u bem gedenk. Klet zv nem Wuich Kun ——— uheit „ist in Ch . e Seele Viehnehet Ken, wsoth nen ssich. W. Rur kannse, en hint „ man E Ruh. Secle liebt Hirhc Helden; Hethe hlah Histet su⸗ 6⁰½— 00 G — bon der Gelassenheit. 589 Schooße liegt, bleibt in aller Noth vergnuͤgt. 5. Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen Noͤthen, hangt an GOttes Angesicht auch alsdann, wenn er will toͤdten; wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freudenlicht veriagt. 6. Meine Seel ist still zu GOtt, und die Zunge bleibt gebunden: also hab ich allen Spott, alle Mar⸗ ter uͤberwunden, bin gleich wie ein stilles Meer voll von GOttes Preis undEhr. Johann Jos. Winckler. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GSOtt läßt wallen. 69 9 ‚ Besichl Erren HErren deine Wege, und mache dich von Sorgen ios; ver⸗ traue seiner Vaterpflege, vor ihm ist nichts zu schwer noch groß, das er, zu sei⸗ nes Namens Preis, nicht herrlich auszufuͤhren weiß. 2. Wo du ihn nur hast »athen lassen, da hat er ades wohlgemacht. Denn was dein Denken nicht kann fassen, das hat er laͤngst uvor bedacht; wie dies Rath hat ausersehn, o und nicht anders muß es gehn. 3. Wie werden deine Le⸗ benstage so manches Kum⸗ mers sein befreit, wie leicht wird alle Noth und Plage dir werden in der Eitelkeit, wenn du nichts wünschest in der Wel.,als was GOtt will und ihm gefaͤllt. 4. Dir wirds an keinem Gute fehlen, wenn du dein Herz gewoͤhnst und lehrst, nur GOttes Willen zu er⸗ waͤhlen, und deinem eignen Willen wehrst, den stets sein eigne Wahl betreugt, so gut ihm oft sein Wol⸗ len deucht. 5. Gieb meinem Herzen solche Stille, mein IEsu, daß ich sei vergnuͤgt mit allem, was dein Gnaden⸗ wille mit mir und meinem Leben fuͤgt; nur nimm dich meiner Seelen an, so hab ich, was ich wuͤnschen kann. 6. Ich weiß, du thusis, sie ist die deine, und ko⸗ siet dir dein theures Blut; behalt sie dir nur schöͤn und reine, laß dies dein mir vertrautes Gut nur einzig meine Sorge sein; so trifft mein ganzes Wuͤnschen ein. 7. Indeß sei siets, mein Heil, gepriesen fuͤr alle Sorgfalt, die du mir, noch eh ich war, schon hast er⸗ wiesen, da du, mein suͤßer IEsu, dir zum Eigenthum mich hast erwaͤhlt, und dei⸗ nen Schafen zugezaͤhlt. 8. Dir sei auch ewig Lob gegeben, daß du so unermuͤdet hust fuͤr mich gesorgt in meinem Leben; 0 lang ich bin der Erden Gast, ist alles liebreich, nuͤtz und gut, was deine Schik⸗ kung mit mir thut. 9. Dort werd ich deiner Liebe Thaten erst preisen in Vollkommenheit, wenn nun mein Hoffen ist ge⸗ rathen, daß ich kann in der Seligkeit erkennen, wie dein Wil⸗ 590 von der Gelassenheit. Wille mir so gut gewest ist fuͤr und fuͤr. Henr. Catharina v. Gersdorf. Mel. Was mein GOtt will, das gscheh ailzeit. ö Vas ist ja gut, 700. D was mein GOtt will, sein Will der ist der beste; dem folge ich und bin ganz still, an ihn halt ich mich feste. Der liebe GOtt hilft in der Noth, und will den nicht verlassen, der auf ihn schaut und ihm vertraut, er wird ihn fest umfassen. 2. So sei denn immer still zu GOtt, o Seele, und vergnuͤget: weich nicht von ihm in Noth und Tod, es ist gut, wie ers fuͤget; in Lieb und Leid sei du bereit, dich ihm zu uͤbergeben. Er huͤt und wacht/ stets fuͤr uns tracht in deinem gan⸗ zen Leben. 3. Wo du nur bist also gethan, so kann dir gar nichts fehlen. Wer ist, der dir doch schaden kann, wer mag dir etwas stehlen? Weil GOtt, dein Gut, steht auf der Hut, bereit fuͤr dich streiten? Drupi freue ich ganz inniglich jetzt und zu allen Zeiten. 4. So fuͤhre mich denn immerhin, mein GOtt, nach deinem Willen, und gieb mir einen solchen Sinn, dasselbe zu erfuͤllen, was uͤber mich du gnaͤ⸗ diglich in deinem Rath be⸗ schlossen; laß deine Kraft und Liebessaft in mir sein ausgegossen: 5. Auf daß ich thu, was mir gebuͤhrt, und alles moͤge meiden, was eigen ist und mich verfuͤhrt, auch von dir kann abscheiden. Ach nimm mich mir, und gieb mich dir; laß mich dir stets ankleben, und folgen still, wohin dein Will mich fuͤhrt in Tod und Leben. Mel. Klein Angen schließ ich jetzk 701 Du liebe Un⸗ »schuld du/ wie schlecht wirst du geacht; wie oftmals wird dein Thun von aller Welt ver⸗ lacht. Du dienest deinem GOtt, haͤltst dich nach seinen Worten, daruͤber hoͤhnt man dich, und druͤckt dich aller Orten. 2. Du gehst geraden Weg, fleuchst vor der krummen Bahn; ein an⸗ drer thut sich zu, und wird ein reicher Mann, ver⸗ mehrt sein kleines Gut, fuͤllt Kasten, Boden, Scheunen; du bleibst ein armer Tropf und darbest mit den Deinen. 3. Du strafst der Bo⸗ sen Werk, und sagst, was unrecht sei; ein andrer braucht die Kunst der suͤ⸗ ßen Heuchelei: die bringt ihm Lieb und Huld, und hebt ihn auf die Hoͤhen; du aber bleibst zuruͤck, und mußt da unten stehen. 4. Du sprichst: die Tugend sei der Christen schoͤnste Kron; hingegen haͤlt die Welt von Reputa⸗ tion. Wer diese haben will, sagt — I N e blech Hete glett9 sht M. deine E Hn I Wohl ich Hinn . Gefl sicht/ N Schidzal V hast N Osd, E doch nich fthlah,K sst etec Uamn nich 9Ot bit mei, fil mt N Iud fteh lled in Wen und sseh se habe 9. G In Prg dunge ni u helih Wuf ReE Venh des au ch — ihthu, we Waleinth Hen ist ach H Heden, 0 , 17 hit seh fhen fl Unschfüht Lchet in Augen F Nuliteh scchud IIthUgh Witd. Rl 2 Welt hes Hest deiteh Lich nh , Müba rlt tch H Stgen W de Ih h h 3„ u w Mahn,, H lahes G u VM du Hahsth fund Hen. aff. N W Rd Rahf, „f Kunst Ne ei: die Huh a0.Huld, Ne Hh u Hen shll spriht K det Chast h; itg heh Iese habe wn ieseh 0 von der Selassenheit 591 sagt sie, der muß gar eben sich schicken in die Zeit und gleich den andern leben. ö 5. Du ruͤhmest viel von GOtt, und streichst gewal⸗ tig aus den Segen, den er schickt in seiner Kinder Haus; ist denn nun dem also, so laß doch, sagt man, sehen, was dir denn ist fuͤr Guts, fuͤr Gluͤck und Heil geschehen. 6. Halt fest, o from⸗ mes Herz, halt fest und bleib getreu in Widerwar⸗ tigkeit: dein GOtt der steht dir bei; laß diesen deine Sach handhaben, schuͤtzen, fuͤhren, so wirst du wohl bestehn und end⸗ lich triumphiren. 7. Gefaͤllst du Menschen nicht, das ist ein schlechter Schad; all gnug ists, wenn so stuͤrzt er unter sich, und muß zu Boden liegen. 10. Das ungerechte Gut, wers recht und wohl be⸗ sieht, ist lauter Centner⸗ last, die Herz, Sinn und Gemuͤth ohn Unterlaß be⸗ schwert, Seel und Ge⸗ wissen dringet, und aus der sanften Ruh in schwe⸗ res Leiden bringet. 11. Was hat doch man⸗ cher mehr, als armer Leute Schweiß? Was ißt und trinket er? Worin besteht sein Preis, als in ge⸗ raubtem Gut und armer Wittwen Thraͤnen, die wie ein duͤrres Land, sich nach Erquickung sehnen? 12. Heißt das nun selig sein? ist das die Herrlich⸗ keit? O welch ein hartes Wort wird uͤber solche Leut am Tage des Gerichts aus du hast des ewgen Vaters GOttes Thron erschallen; Gnad. Ein Mensch kann wie schaͤndlich wird ihr doch nicht mehr, als irren, fehlen, luͤgen; GOtt aber ist gerecht, sein Urtheil kann nicht truͤgen. 8. Spricht er nun: Du bist mein, dein Thun ge⸗ faͤllt mir wohl, wohlan, so sei dein Herz getrost und freudenvoll; schlag alles in den Wind, was boͤse Leute dichten, sei still und siehe zu, GOtt wird sie balde richten. 9. Stolz, Uebermuth und Pracht waͤhrt in die Laͤnge nicht; wenns Glas am hellsten scheint, faͤllts auf die Erd und bricht; und wenn des Menschen Gluͤck am hoͤchsten ist gestiegen, Ruhm und großes Prah⸗ len fallen! 13. Du aber, der du GOtt von ganzem Herzen ehrst, und deine Fuͤße nicht von seinen Wegen kehrst, wirst in der schoͤnen Schaar, die GOtt mit Manna wei⸗ det, hergehn, mit Lob und Ehr als einem Rock ge⸗ kleidet. 14. Drum fasse deine Seel ein wenig mit Ge⸗ duld; fahr immer fort, thu recht, leb außer Suͤnden⸗ schuld; halt, daß den hoͤch⸗ sten Schatz dort in dem andern Leben des Hoͤchsten milde Hand dir werd aus Gnaden geben. 15. Was 592 von der Gelassenheit. 15. Was hier ist in der gen die große Buͤrd und Welt, da sei nur unbe⸗L muͤbt: wird dirs ersprieß⸗ lich sein, wies GOtt am besten sieht, so glaube du gewiß, er wird dir deinen Willen schon geben, und mit Freud all dein Begeh⸗ ren stillen. Paul Gerhard. Mel. von SOtt will ich nicht laisen. 702 Geduld ist euch 7 vonnoͤthen, wenn Sorge, Gram und Leid, und was euch mehr will toͤdten, euch in das Herze schneidt. O auser⸗ waͤhlte Zahl, soll euch kein Tod nicht toͤdten, in euch Geduld vonnoͤthen, das sag ich noch einmal. 2. Geduld ist Fleisch und Blute ein herb und bittres Kraut. Wenn unsers Kreu⸗ zes Ruthe uns nur ein we⸗ nig draut, erschrickt der zarte Sinn; im Gluͤck ist er verwegen: kommt aber Sturm und Regen, faͤllt Herz und Muth dahin. 3. Geduld ist schwer zu leiden, dieweil wir irdisch seind, und nur in laͤuter Freuden bei GOtt zu sein vermeint, der doch sich klar erklaͤrt: Ich strafe, die ich liebe, und die ich hoch be⸗ truͤbe, die halt ich hoch und werth. 4. Geduld ist GOttes ust. 5. Geduld kommt aus dem Glauben, und haͤngt an GOttes Wort; das laßt sie sich nicht rauben, das ist ihr Heil und Hort; das ist ihr hoher Wall, da haͤlt sie sich verborgen, laßt GoOtt den Vater sor⸗ Fal und fuͤrchtet keinen all. 6. Geduld setzt ihr Ver⸗ trauen auf Christi Tod und Schmerz. Macht Satan ihr ein Grauen, so faßt sie sich ein Herz und spricht: Zuͤrn immerhin; du wirst mich doch nicht fressen, ich bin zu hoch gesessen, weil ich in Christo bin. 7. Geduld ist wohl zu⸗ frieden mit GOres wei⸗ sem Rath, laͤßt sich nicht leicht ermuͤden durch Auf⸗ schub seiner Gnad, haͤlt frisch und froͤhlich aus, laͤßt sich getroͤst beschweren, und denkt, wer wills ihm weh⸗ ren, ist er doch HErr im Haus. 8. Geduld kann lange warten, vertreibt die lange Weil in GOttes schoͤnem Garten, durchsucht zu ih⸗ rem Heil das Paradies der Schrift, und schuͤtzt sich fruͤh und spaͤte mit eifri⸗ gem Gebete vor Satans List und Gift. 9. Geduld thut GOt⸗ Gabe und seines Geistes sie abe, sobald er in uns Gut; der 15 und 15 tes Willen, erfuͤllet sein Gebot, und weiß sich wohl zu stillen in aller Feinde rubt; der edie, werthe Gast Spott. Es lache, wems erlöoͤt uns von dem Zagen, beliebt, wird sie doch nicht und hilft uns Schanden; es ist 72 — V Ahreh, Imen Lche kc 61 noch 0 0h bed Ind zu er in Hlles! 11. Ge Khh, ve . l, Wünft! Rugst U I we dabob, V uit GOU ih fih .G Fd, Hamm 606 Hl Hudt ligsche Berüdie fllh. v Mi tch . 6 Velacg H Heht Wohlbel Osd un Me unt Wichh. Isdrtz . N hhe Burd a d kommt eu, und hih Wort; duh rauben/ x und Hort; T Wall kags Tbogen, „ Valtt ft uͤrchtet enn seht ihr W Hbrisi Tobin Macht Enh Hucn, so ssh etz undspyrith Hin; du ff cht freser, H gesesen, un bi. ist wohl il Oles Met⸗ st sch nicht duuch Auf⸗ Gnad, höh Hlchgus A schweren, ur vils ihmwe⸗ och HErt dkum hat reibt Rehnh Ates schh chsucht l Pole Heschi Ate mit ef yor Ei Nthut H etfullet ß sit allet F lache/N sie doch l II von der Selassenheit. 593 ihr vorhanden ein Herz, das nichts drauf giebt. 10. Geduld dient GOtt zu Ehren, und laͤßt sich nimmermehr von seiner Liebe kehren; und schluͤg er noch so sehr, so ist sie doch bedacht, sein heilge Hand zu loben, spricht: Der im Himmel droben hat alles wohlgemacht. 11. Geduld erhaͤlt das Leben, vermehrt der Jah⸗ re Zahl, vertreibt und daͤmpft daneben, manch Angst und Herzensqual; ist wie ein schoͤnes Licht, davon, wer an ihr hanget, mit GOttes Huͤlf erlanget ein froͤhlichs Angesicht. 12. Geduld macht große Freude, bringt aus dem Himmelsthron ein schoͤ⸗ nes Halsgeschmeide, dem Haupt ein edle Kron und koͤniglichen Hut; stillt der Betruͤbten Thraͤnen, und fuͤllt das heiße Sehnen mit rechtem guten Gut. 13. Geduld ist mein Verlangen und meines Herzens Lust, nach der ich oft gegangen; das ist dir wohl bewußt, HErr, voller Gnad und Huld. Ach gieb mir und gewaͤhre mein Bitten, ich begehre nichts anders als Geduld. 14. Geduld ist meine Bitte, die ich sehr oft und viel aus dieser Leibeshuͤtte zu dir, HeErr, schicken will. Kommt dann der letzte Zug, so gieb durch deine Haͤnde auch ein ge⸗ duldigs Ende, so bab ich alles gnug. Paul Gerbard. Mel. Wer nur den lie⸗ ben SOtt läßt walten. eliebter JE⸗ 703. G su, dein Verlangen geht bloß nach meiner Ruhe hin: wie bist du mir nicht nachgegangen, eh ich dein Schaͤflein wor⸗ den bin. O mach mich, liebstes IEsulein, dir fer⸗ ner ganz gelassen sein. 2. Du weißt ja, was mich mißvergnuͤget, du weißt, mein IEsu, was mir fehlt, und was mir auf dem Herzen lieget und meine arme Seele auaͤlt; doch laß mich nur bei aller Pein, dir, Liebster, ganz gelassen sein. 3. Wird schon die Seele sehr gesichtet, muß gleich der Leib in Aengsten gehn, wenn sie die Lust und Furcht anfichtet, und stets in Unruh muͤssen siehn: so laß, o JEsu, nur al⸗ lein mein Geist in dir gelassen sein. 4. Ich lauf, ich renn, ich bet, ich singe, um los 0 sein der Eitelkeit, und och in keinem dieser Din⸗ ge erlang ich die Gelassen⸗ heit. Waͤr aber nur mein Wille rein, so koͤnnt ich auch gelassen sein. 5. Es ist ja kein ver⸗ gnuͤgter Leben, als bloß im Willen IEsu ruhn, und unsern eignen Willen geben in IEsu Wirken, Willn und Thun; drum zieh mich, Liebiter, in dich ein, und mach mich ganz gelassen sein. ö 6. So 594 von der Gelassenheit. 6. So will ich mir denn nun absterben: komm, Schepfer, komm, ver⸗ schling mich nur; stuͤrz all mein Eignes ins Ver⸗ derben, toͤdt alle Lust zur Kreatur. Nur laß mich, liebstes JEsulein, dir ganz und gar gelassen sein. In eigener Melodie. 70Sieb dich zu⸗ 4 04. Geagiedenand sei stille in dem GOtte deines Lebens; in ihm ruht aller Freuden Fuͤlle, ohn ihn muͤhst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, scheint taͤglich hell zu dei⸗ ner Wonne. Gieb dich zufrieden. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, un⸗ gefaͤrbten treuen Herzens; wo er steht, thut dir kei⸗ nen Schaden auch die Pein des groͤßten Schmer⸗ zens; Kreuz, Augst und Noth kann er bald wen⸗ den, ja auch den Tod hat er in Haͤnden. Gieb dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen. n und kennet aus der H he der betruͤbten Herzen Sorgen. Er zaͤhlt den Lauf der heißen Thraͤnen, und faßt zu Hauf all un⸗ ser Sehnen. Gieb dich zufrieden. 4. Wenn gar kein ein⸗ er mehr auf Erden, dessen reue du darfst trauen, alsdann will er dein Treu⸗ ster werden, und zu dei⸗ nem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heim⸗ lichs Graͤmen, auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gieb dich uun dfe 5. Er hoͤrt die Seufzer deiner Seelen und des Her⸗ zens stilles Klaͤgen, und was du keinem darfst er⸗ zaͤhlen, magst du GoOtt gar kuͤhnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hoͤrt bald und G der Armen Bitten. ieb dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an GOtt, so wirst du siegen; ob alle Fluten einher gin⸗ gen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat GOtt/ dein Fuͤrst, dich schon erhoͤret. Gieb dich zufrieden. 7. Was sorgst du fuͤr dein armes Leben, wie dus halten wollst und naͤhren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Un⸗ terhalt bescheren. Er hot ein Hand voll aller Ga⸗ ben, da See und Land sich muß von laben. Gieb dich zufrieden. 8. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist GOttes Eh⸗ ren⸗Titel, helfen wenn die Noth am groͤßten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spuͤren, da schickt er zu/ uns wohl zu fuͤhren. Gieb dich Lahtde 9. Bleibt g eich die Huͤlf E c, Ind! eto s Asticen. 0. M usl het Fen R Hh Wadlch Pidz kichtel. Praud Ch,W dekt Mah Sid W 11. HN Hchobl tth shehk W. ist K ud Kilhe uü sehle i Häls Hehr N. Dokah lich zuft 2. E Hicht ane Mascheh Wn Woht I Ethen fich Vrehzes R Ln Hab, e. G 13. E Uorhande G·tt w. Ish keiße Ie dse ..— Rund zu NM schmuef. H 49 i und heh , behch Ufticden. t die Suss 1 und des hy⸗ Klagen, n Rem akfst e Du. df schen; er steht kt bald kmen Biltt Ifrledet, ch den Elh Heh, halt st u siegch Neilher gz, mufßt du obef Henn du wits Hocket/, Hal Furst, dich Gieb dich .N. Lu fir cheh, Wie dut und nahen Kaben h 2d auch Al ren. Er oll=aller G e Und Mlaben. O u. VnichteW Rutteh u ts zum dah GotlE. helfen wh an altit I pren/M ul wohs N glach, 00 von der Selassenheit. 59⁵ Huͤlf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen. Macht dir das Harren angst und bange: laube mir, es ist dein N Was langsam schleicht, faßt man gewis⸗ ser, und was verzeucht, ist desto suͤßer. Gieb dich zufrieden. 10. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dich⸗ ten; laß sie nur immer weidlich spotten, GOtt wirds hoͤren und recht richten. Ist GOtt dein Freund und deiner Sa⸗ chen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gieb dich zufrieden. 11. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn ers sehen koͤnnt und wollte. Wo ist ein Gluͤck so klar und reine, dem nicht et⸗ was fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das koͤnnte sa⸗ gen: Ich weiß durchaus von keinen Plagen. Gieb dich zufrieden. 12. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen muͤssen leiden; waͤs webt und lebet auf der Erden, kann das Un⸗ gluͤck nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlaͤgt un⸗ sre Lenden bis in das Grab, da wird sichs en⸗ den. Gieb dich zufrieden. 13. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser GᷣOtt wird loͤsen. Er wird uns reißen aus den Ban⸗ den dieses Leibs und al⸗ lem Boͤsen. Es wird ein⸗ mal der Tod herspringen, und aus der Qual uns saͤmmtlich bringen. Gieb dich zufrieden. 14. Er wird uns bringen zu den Schaaren der Er⸗ waͤhlten und Getreuen, die hier mit Frieden abge⸗ fahren, sich auch nun im Friede freuen; da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hoͤren sprechen: Gieb dich zufrieden. Paul Gerhard. In eigener Melodie. (Ott ist ge⸗ 705. treu, der uͤber meine Kraͤfte mich armes Kind noch niemals hat versucht: vielleicht ge⸗ schiehts, daß er die Angst⸗ geschaͤfte des Trauergeists noch diesen Tag verflucht. Mein Herz, du sollst es sehen, was dir fuͤr Huͤlfe sei in kurzer Zeit geschehen. GoOtt ist getreu. 2. GOtt ist getreu in al⸗ len seinen Werken; macht er mir gleich die Buͤrde noch so schwer, so kann er mich dabei noch wieder siaͤrken, von ihm allein kommt Trost und Labsal herz und wenn die Zeit vor⸗ handen, so machet er mich frei von allen Jammer⸗ Banden. GOtt ist getreu. 3. GOtt ist getreu, dem haͤlt jetzt meine Seele sein theures Wort mit festem Glauben fuͤr: Kommt, su⸗ chet mich in eurer Kum⸗ merhoͤhle. Drum kommt dein Kind, und sucht un mit Begier; du kann mi 596 van der Gelassenheit. mich nun nicht lassen, ich sag es ohne Scheu, du wirst dich selbst nicht has⸗ sen. GOrr ist getreu. 4. GoOtt ist getreu, er stoͤßet seine Kinder im Zor⸗ ne nicht von seinen Augen hin; er zeucht von uns, sind wir gleich große Suͤnder, die Hand nicht ah, so red⸗ lich ist sein Sinn. Drauf kann und will ich wetten, die Noth sei, wie sie sei, er wird mich doch erretten. GoDtt ist getreu. 5. Gᷣott ist getreu, der wird mir Trost verschaf⸗ fen, wenn gleich der Trost bei allen Menschen fehlt; er wird den Geist, der mich mit Trauer⸗Waffen so jaͤmmerlich bis auf die Seele quaͤlt, gar ferne von mir treiben; ich aber werde frei bei meinem IEsu blei⸗ ben. GOtt ist getreu. 5. GOrt ist getreu, er mags auch mit mir machen, so wunderlich und scharf er immer will; laͤßt er auf mich gleich alle Wetter kra⸗ chen, er hat es Macht, ich halte willig still; ja, will er mich gleich loͤdten, so sag ich doch dabei: GOtt hilft aus allen Roͤthen. GOtt ist getreu. 7. GOtt ist getreu, und Trotz sei euch, ihr Teufel, daß ihr dies Wort aus mei⸗ nem Herzen kratzt; ihr brin⸗ et mir den Trost in keinen weifel, und wenn ihr gleich von Grimm und Zorne platzt. Das Bischen Trau⸗ rigmachen geht endlich doch vorbei, o wie will ich noch lachen. getreu. Mel. wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. (btt weiß es 706. G alles wohl zu machen, als der nichts Boͤses ie gethan: wer nur sein Weinen und sein La⸗ chen nach GOttes Fuͤgung fuͤgen kann, der haͤlt im Gluͤck und Ungluͤck still, und will, was GOttes Wille will. 2. Kann doch kein Unfall mir begegnen, es sei denn (SOttes Will dabei; auch kann mich niemand anders segnen, als meines Schoͤ⸗ pfers Varertreu; so gehe mirs wohl oder trub, ge⸗ liebts nur GOit, ist mirs auch lieb. 3. Zwar zaͤhle ich wohl tausend Proben von meines Schoͤpfers Guͤtigkeit, die ich nicht alle weiß zu loben in meiner Unvollkommen⸗ heit; daraus ich sicher schlie⸗ ßen kann: Was GOtt thut, das sei wohlgethan. Ergötzen mich die Freudenzeiten, beherrsche ich des Gluͤckes Schooß, dann schadet nicht zu Zei⸗ ten leiden, es wuͤrde sonst der Muth zu groß; auch pruͤft so GOties Pruͤfe⸗ stein, was recht bewaͤhrte Christen sein. 5. Drum wuͤnsch ich mir in Kreuz und Gluͤcke Geduld und Demuth je⸗ derzeit, womit ich mich gehorsam schicke zu wah⸗ rer GOttgelassenheit, und Ott ist ach⸗ N Ichhe Wct Wo, Waht hadch uie 10. en Haansich ut 10 Aeiet, IMSchl V Iur. der Wanl n Eleh Whletdett Uch Hitte Echhhetz Edaetz , G D H schlosse We n el . Hf Asse, x * gbt. n 5 Fracht 7. Mi Hdane Hasenhet such shit,Kei 9.6⁵ . End I Lin E 1. - U. Goi nur den I läßt nalh 6⁰ Aottwi alles N 8 ls der nich thin; Wer h und sent Oites Fuhn „ der hale Unglüc l Wne Gl hoch kein Hrst % KS sei dy il habeiz gl Henand Inh I Reines S Krell; ⁰0 00 der b, 9 O, is min hbe ch Wohl eh Von weinez Hungkeit, Weiß zu lobe Hwollkomm ichsichekschtz asGOttihch hethal,. hen mich K V chels ckes Eha icht Pugl z 9 0 U gto 31 m Recht euchg . ũ wuͤnh 0 Ind O Denh amt ich n e hstnßeh/ 6 von der Selassenheit. 597 achte weder Wohl noch Weh, wenn ich in GOttes Gnaden steh. In eigener Melodie. 707. GODlt wills machen, daß die Sachen gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen sich verstellen, wenn 992 nur bei IEsu bist. 2. Wer sich kraͤnket, weil er denket, IEsus liege in dem Schlaf, wird mit Kla⸗ gen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Veraͤchter, GOit, dein Waͤchter, schlaͤfet 10 noch schlummert nicht. Zu den Hoͤhen aufzusehen Ware deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Wei⸗ nen bitter scheinen, dein Schmerz iñ ihm auch ein Schmerz 5. Glaub nur feste, daß das Beste uͤber dich be⸗ schlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei . Laß dir suͤße sein die Kuͤsse, die dir IEsu Ru⸗ the giebt. Der sie fuͤhret und regieret, hat nie ohne Srach betruͤbt. Willsi du wanken in Gadauken, fall in die Ge⸗ lassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen HErr ist uͤber Leid und Freud. 8. GOttes Haͤnde sind ohn Ende, sein Ve rmͤgen 10 kein Ziel. Isis be⸗ chwerlich/ scheints gefaͤhr⸗ lich, deinem GOtt ist nichts zu viel. g9. Seine Wunder sind der Zund er, da der Glaube Funken faͤngt. Alle Tha⸗ ten sind gerathen, jedes⸗ mal wie ers verhaͤngt. 10. Wenn die Stunden sich gefunden, bricht die Huͤlf mit Macht herein; und dein Graͤmen zu be⸗ schaͤmen, wird es unver⸗ sehens sein. 11. Eignen Willen zu erfuͤllen, leidet sichs noch hemlich wohl: da ist Pla⸗ ge, Noth und Klage, wo man leiden muß und soll. 12. Drum, wohl denen, die sich sehnen nach der stlillen Willens⸗Ruh; auf das Wollen faͤllt dem Sol⸗ len die Vollbringungskraft 2410 zu. 13. Mehr zu vreisen sind die Weisen, die schon in der nebung siehn, die das Leiden und die Freuden nur mit Hiobs Aug ansehn. 14. Nun, so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld. Wer das Leiden will vermeiden, haͤufet seine Suͤndenschuld. 15. Die da weichen und das Zeichen ihres Braͤuti⸗ gams veushmnähn, muͤssen laufen zu den Haufen, die zur linken Seiten stehn. 16. Aber denen, die mit Thraͤnen kuͤssen ihres JIEsu Joch. wird die Krone auf dem Throne ihres Heilands 0 0 noch. Amen, Amen! in dem Ramen meines IEsu halt ich still; es geschehe und 598 von der Gelgssenheit. und ergehe, wie und wann und was er will. Joh. Dan. Herrnschmid. Mel. Ereu dich sehr, o meine Seele. 708 Hern besaͤnf⸗ tige mein Herze, mach es von Ge⸗ danken los, daß es in Ge⸗ duld verschmerze, wenn es steht von Freuden bloß. Meinen Willen lenke so, daß ich stille sei und froh, ob du gleich dein Licht ver⸗ birgest, meinen Eigensinn erwuͤrgest. 2. Laß mich sein fest an⸗ geheftet mit dir an dem Kreuzes⸗Baum, damit taͤg⸗ lich mehr enrkraͤftet werd die Suͤnd, und fasse Raum in mir deines Geistes Staͤrk/ vollfuͤhren solche Werk, ie aus Liebe zu dir flie⸗ ßen, sich als Glaubens⸗ stroͤm ergießen. 3. Mein verkehrter Flei⸗ scheswille muͤsse angenagelt sein, daß er sterb und werde stille, was an mir noch hei⸗ ßet mein. Dein Will, der allein ist recht, muß der meine werden schlecht, daß ich, was du willst, beliebe, leide, vreise, woll und uͤbe. 4. So oft mich Gedan⸗ ken schrecken, die nicht sind zu dir gericht, und nur Un⸗ gemach erwecken, so zer⸗ theil, o ewig Licht, dies Ge⸗ woͤlk und Herzens⸗Nacht, treib es aus durch deine Macht; laß indeß mich ru⸗ hig stehen, bis dein Geist sie wird verwehen. 5. Kann ich nicht so merklich spuͤren in mir deine Gegenwart, und willst du mich also fuͤhren, daß, ob du dich gleich stellst hart, ich bei deinem Wort dich faß, auch des Abends nicht ablaß, deine Wahrheit mich zu preisen, und getrost mi zu erweisen. 6. Gieb mir, daß ich dennoch hange an dem Eidschwur deiner Treu, daß dein Will gescheh, verlange, und mich auch hierinnen freu, daß mirs geht/ wie dirs gefaͤllt, weil mich doch dein Wort erhaͤlt. Rimmermehr wird der verlassen, der recht lernet JIEsum fassen. 7. Meiner Seel zwar trefflich schmecket deine Guͤt und Freundichkeit; kruͤmmt sich aber, wenn sie lecket aus dem Kelch der Traurigkeit. Drum, o IEsu, lehre sie durch dein Beispiel je und je, daß sie beides gleich ge⸗ wohne, sich nicht uͤbrig lieb noch schone. 8. Besser ist doch nichts zu finden, das da lieb und nuͤtzlich sei, als ein Herz, das sich kann binden an den Willen GOttes frei, das in ihm ist ganz gestillt, und aus dem dies einzge quillt: Vater, dein, dein Wohlgefallen ist das mein und bleibts in allen. 9. Zwar Vernunft und Fleisches⸗Fuͤhlen streiten wider diesen Sinn, laufen fort und fort wie Muͤhlen, wollen uͤber GOtt noch hin; aber wenn der Glaubens⸗ geist — Winded Außt N Wileh Ift MN 100 L Gdt e Husst ssch i Vetk! Iu, det el Rufif. M Wuht Dck/ E Rußet G uchteh Vanunft 11 MI Rmh im Dut Ind Sl saheh, Wse K. die W Git Wollt du 2. Ei och au au Helsl Wenn Muttehn ugericht 3. Se Raclgch Imn dl Was ih Sunde, sicht un Hohhet g Hchelg Woz 6 hun die I mft U d t. **—— Nren innithh und wilt fühteh, Mf leich seg hn inem Wort. des Abendöst 2 Mahthckl und getrof U mir, hange an deinet Tu Will gech und mich g frel, daß mn e diks gesh doch dein W. nmetmehr ni eh, der h sum fosseh, Her Sel Ih schmecket da Frasthichlit sich he, Wen gus dan Kat rihket. Duun lehre se M iel ie un eides gleich ich niht A schone. et iH 3s da dchh %Pals el h Inn bindeh v OH f istgant R dem dies a gter/ deit/xN Len ist daß R in aller, Vernunft Füblen stag M Sim, ottwe Mist 2Otnochhl Rer Gi von der Gelassenheit. 599 geist in der Kraft sie schwei⸗ gen heißt, muͤssen legen sich die Wellen, Fleisch, Ver⸗ nunft zur Ruh sich stellen. 10. Waͤr doch dies kein GOtt zu nennen, der Ver⸗ nunft sich fassen ließ, und sein Werk von ihr erken⸗ nen, der einstellt, was sie verstieß. Nein, dein Nam und Wunderthat, deine Werke, Weg und Rath, großer GOtt, weißt du zu richten uͤber Sinn, Vernunft und Tichten. 11. Nur im Glauben kann man sehen dich, der du im Dunkeln bist. Fleisch und Blut kann nicht ver⸗ stehen, was an dir das Kleinste ist. Aber wer, o GOtt, dich kann bloß im Glauben schauen on, siehet deine Guͤte walten, dabei wollst du mich erhalten. 12. Eins will ich mir noch ausbitten, ich weiß, du versagst mirs nicht: Wenn mich stellen in die Mitten meine Feind, die zugericht, mich von dir zu trennen ab, und zu rauben, was ich hab: eile du mir beizuspringen, laß ihr Tuͤcke nicht gelingen. 13. Schwach nund doch betruͤglich finde ich mein eigen Fleisch und Blut; was ihm luͤstet ist nur Suͤnde, fliehet das, was recht und gut; in ihm wohnet allezeit Hochmuth, Heucheln, Furcht und eid; aber dein Geist kann dies daͤmpfen, und in mir dagegen kaͤmpfen. 14. Drum so laß einst recht durchdringen meine Seel deins Kreuzes Kraft, siegreich alles umzubrin⸗ gen, was das Fleisch will, wirkt und schaft; tödte durch dein Tod und Blut alles Boͤs, erweck den Muth, muͤßig aller Suͤnd zu gehen, dir zu Ehren aufzustehen. 15. O daß doch mein Geist sich schwaͤnge tief in deine Lebensquell, unter sich das Irdisch zwaͤnge, dir allein vergoͤnnt die Stell, daß er fest mit dir vereint, wie du wolltest, daͤcht und meint, dir im Glauben heilig lebte, oben in dem Himmel schwebte. 16. Sollte das nicht ei⸗ nem Herzen schoͤn, sanft, wohl und lieblich thun, wenn es, stuͤnd es gleich in Schmerzen, koͤnnte so in JEsu ruhn? Waͤr es doch schon in der Zeit als im Himmel und in Freud. In nichts wuͤrd es sich verlieben, und um nichts sich mehr betruͤben. 17. Drum fleh ich und bitte heftig dich, mein lieb⸗ stes Bruͤderlein, ei, laß mein Gebet so kraͤftig, und mich hier so selig sein, daß ich nur allein dich lieb; deinen Geist dazu mir gieb, der mich solches gruͤndlich lehre, von der Welt zu dir mich kehre. 18. Dann muß sichs wohl lassen sterben, wenn die Seel in JIEsu steckt; wo viel Guͤter sind zu erben, ist man bald dazu erweckt. Aus der Erd in Himmel ein 600 von der Gelassenheit. ein, laß mir einen Wechsel sein. Sollte wohl sich der sehr kraͤnken, dem man wollte Kronen schenken? 19. Meinen Kelch, den ich soll trinken noch zuletzt an meinem End, wirst du nebst einm Gnadenwinken segnen durch der Engel Haͤnd; zu dem Trunk auch staͤrke n mich, daß ich den⸗ Ihr; sanftiglich fahre heim, ohn alles Zagen, als auf meines Vaters Wagen. 20. Dann wirds heißen: Komm, willkommen! dann wirds an ein Kuͤssen gehn. Was ich dir gesagt, du Fromme, siehe, ist es nicht geschehn? Bist du nun nicht engelrein? Koͤnnt der Himmel schoͤner sein? Bin ich/ GOtt, nicht lauter Liebe? Ist auch was, das dich betruͤbe? 21. O was Freud, was 50 Ergotzen muß sein in er Seligkeit uͤber das, was davon schwaͤtzen wir in Schwach⸗ und Dun⸗ kelheit; tausend, tausend, tausendmal schoͤner wirds sein uͤberall. Koͤnnt man doch nur Fluͤgel kriegen, und gleich jetzo bald hin⸗ fliegen. 22. Doch ich muß und will erwarten diesfalls die Enteindungs⸗Stund, bis ins Paradieses Garten mich ruft meines IEsu Mund; so lang will gedulden mi ich hier auf Erden, bis daß ich nach des Vaters Wil⸗ len scheide. JEsu, mich dazu bereite. Johann Caspar Schade. Mel. Aus tiefer Noth schrei—. dir. E schicks mit mir im Leben und im Sterben; allein zu dir steht mein Begier, laß mich, HErr, nicht ver⸗ derben. Erhalt mich nur in deiner Huld, sonst, wie du willst; gieb nur Ge⸗ bene denn dein Will ist der 17 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, HErr, und Lieb zu deinem Worte; be⸗ huͤt mich, HErr, vor fal⸗ scher Lehr, und gieb mir hier und dorte, was mir dienet zur Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in 213705 ganzen Leben 3. Soll ich einmal nach deinem Rath von dieser Welt abscheiden, verleih mir, HErr, nur deine Gnad⸗ daß es gescheh mit Freu⸗ den. Mein Leib und Seel befehl ich dir, o HErr, ein seligs End gieb mir durch IEsum Christum. Amen. Caspar Melissander. Mel wWer nur den lie⸗ ben EOtt läßt wallen. 710. 1 bin in al⸗ lem wohl ufrieden, beind mich ru⸗ big und vergnuͤgt, weil ich hab GOtrtes Lieb hienie⸗ den, mein IEsus mir im Herzen liegr, der heilge Geist mich lehrt und leit, und GOttes Wort mein Herz erfreut. 2. Es trotzt mein Heun E — Ie Mandt ml h h Tuth dal, un attce Samn dl i ne I ö 10 ebe H sl 90 I 6561 Rit sen Hes 5 Lcheh h H hins guht Wudet M! 6 V Hil 0 Wi ete ich sl. I mm i j Ett 0 l 21 oc, WH h enll 60ͤt, Hl Iu Moh 5.605 Om t I H Ihee! hahhheh, n 6 V Mnü ld I Onifn v.K Mal. W. den OU Ott, Olte dei Was dein shheh, ch mii Ml, de it. —— litfer h u dit, HEn Wich — wila, mit im L Sterhen; I t mein Bash Err/—1 rhalt mich yy vuld/ sonst u gieh nur dein Willil Eht und In r„ HErr, am Worte; HErt/ Hot fh und gieh okte, Was Zeligkeit; woh serechigkeit i Hen i Henmal nach 0 von Noes aDen) vetlch nurdeine Gun schch nit 010 beib und S it, Hen gicb mit u hrisum. Anl epn Mosann. T nur den s läßt valh. Ich hnn 3 an 0 m an nes Ub ul JEss N iehl det hn u Lan 111 nuin H von der Gelassenheit. 601 in meinem Leibe auf GOit/ weil ich sein eigen Kind. Trotz dem, der mich von ihm abtreibe! es sei Welt, Satan oder Suͤnd: GOtt ist mein alles ohne Trug, ich habe GOtt und hab genug. 3. Soll Leid fuͤr Freud 993 sein gesendet, und fuͤr das Leben gar der Tod, ich bins zufrieden, weil es wendet zu meinem Besten alles GOtt; wie GOtt will, so ist auch mein Will, wie er es macht, so schweig ich still. 4. Um mich hab ich mich 1 Kr e ert, die Sorge ist auf GOtt gelegt; ob Erd und Himmel gleich p dacner so weiß ich doch, daß er mich traͤgt: und wenn ich habe meinen GOtt, so frag ich nichts nach Noth und Tod. 5. GOtt, einen solchen Sinn laß haben mich jetzt und bis ins Grab hinein: mit deinen Leid⸗ und Freu⸗ dengaben, wie du sie giebst, 91 2 eden sein, und spuͤren ie Vergnuͤglichkeit zur Le⸗ bens⸗ und zur Sterbenszeit. Aemilie Juliane, Gräfin v. Schwarzb.⸗Rudolst. Mel. Wer nur den lie⸗ ben SOtt läßt wallen. 7 11. ch bin mit due⸗ mein GOtt, zufrieden und halte deinem Willen still. Was deine Guͤte mir be⸗ schieden, damit vergnuͤget sich mein Will; mein Will, der zwar nicht fer⸗ ner mein, dieweil er dein beine zu sein. 2. Willst du mich auf das Siechbett legen?& Ich will. Soll ich in Mangel sein? Ich will. Soll sich ein umall regen? I will. Und wills du, daß ich wein? Ich will. Und giebst du mich dem Tod? Ich will. Dein Will gescheh, 0 54— 3. Willst du mich in den Himmel bringen? HErr, dies ist meiner Wuͤnsche Fuͤll! Soll mich die Hoͤlle noch verschlingen? Ich weiß, HErr, das ist nicht dein Will; daß dein Will so nicht wollen sollt, hat deines Sohnes Tod ge⸗ wollt. 4. Sein Tod erklaͤrt mir deinen Willen, dein Will in, daß ich heilig sei. So will ich zwar, doch das Erfuͤllen verhin⸗ dert leider mancherlei: bald will sich Unwill men⸗ gen ein, bald Muthwill mein Beherrscher sein. 5. Nicht so, mein Herz, was GOtt dir giebet, Boͤs oder Guts nimm willig an. Weg Eigen⸗ will“ was Gᷣott belie⸗ bet, das sei mit Lust von mir gethan. Ja, ja, mein Herz ruht sanft und still, es waͤhlt, es will, was mein GOtt will. Andreas Ingolstätter. In eigener Relodie. 7 1 2.* hae gnug. Mein HErr ist—0 Christ, ich weiß von 60² von der Gelassenheit. von keinem mehr; wer nur sein Knecht und treu⸗ er Diener ist, der sorget nicht so sehr. Ich will ganz meinem GOtt an⸗ hangen, und nicht mehr pach der Welt verlangen: so hab ich gnug. 2. Ich habe gnug. bin der Sorgen los, und kraͤnke nicht das Herz. Ich bin Autrd e und itz in GoOttes Schooß, will Leib und Seele dek⸗ ken. Ich habe gnug. 6. Ich habe gnug. Mein treuer Vater sieht, er siehet immer scharf auf mich, sein Kind, auß dies, was mein Gemuͤth, was Seel und Leib bedarf. Drum Ich laß ich Wald und Vdgel sorgen, bekuͤmmre mich gar nichts um morgen: heut 273 ich gnug. Ich habe gnug, und 7.— der lindert allen Schmerz. sorge fuͤr den Geist, das Ich sorge nicht mehr ai. faͤllt mir zu; nur mein Leben, der Hochste G kaunn mir alles geben: ich habe gnua. 3. Ich habe anug. Gott der die Voͤgel speist, und alle Welt er⸗ naͤhrt, GOtt, der das Gras und Blumen wach⸗ sen heißt, und ihnen Schmuck beschert, der wird auch meinen Leib ernaͤhren, Nahrung und Kleider mir bescheren: ich 992 anng. Ich habe gnug. Be⸗ sih 905 schoͤn nicht Geld, es giit mir alles gleich: ich habe GOtt, und bin schon auf der Welt in allen Stuͤcken reich: denn IEsus ist mein Schatz 7 und Krone, der mir den Himmel giebt zum Lohne. Ich habe gnug. 5. Ich habe gnug. Be⸗ schert mir GOtt ein Kieid, und laͤßt mirs wohl er⸗ gehn, so ist es gut; kommt aber auch die Zeit, 14v die ob er aleich schlaͤht, und ich soll dde Bloͤße muß stehn: mich nicht erschrecken, mein GSusien Herz gewogen. GOttes Reich, das IE⸗ sus suchen heiftt, dies giebt mir wahre Ruh; ich trach⸗ te nur des Vaters Wil⸗ len in Kraft des Geistes zu erfuͤllen; drum hab ich gnug. 8. Ich habe anua. Ich lieg an JIEsu Brust und GOttes Vaterherz; was will ich mehr? Das gie⸗ bet mir nur Lust, durch⸗ süßet meinen Schmerz. Den Hinmel hab ich schon auf Erden, was will in jener Welt noch wer⸗ den? Ich habe gnug. Mel. Was mein GOtt 71 20 ascheh allzeil. hab in GOttes —.—2 Sinn mein Herz und Sinn ergeben; was boͤse scheint, ist mir Ge⸗ winn, dere Tod selbst ist mein Leben. Ich bin ein Sohn deß, der den Thron Himmels aufgezogen; Kreuz auflegt, bleibt doch wann Roch fornt Isi, det u Leb det Etelh uud Vh Fleich M 90 Rl: Ind Mu Ohse Re J. Wl. Rufenthl tlnger⸗ Fas 10l uuch wid gamt wan lich mr hill, uhd ek! 5. 0 U V ‚ dle M M l Ct Hunt, se rnd 0 Hiehe; alles aurig 6.Du nicht uN Bli Mi eht —— ind Seilt de. habe gnug. nug. M sieht/arfihh ars auf mn auf diez, u6 ulh, was bedarf. Den und V ummye mich morgen: ug. habe gnug, den Geist, It mir zu Reich das heift, dies gů Ruh: ich tri Vhiters V Haft des Gah eh drum hube guht N Esu Wuf uih Vatekheh W mehr? D nur Lush, ut leinen Cang inmel hah Erden, Wo l Welt noch ul ch habe gch 3as mein El 6 gscheh dh Ic M ů. U Sinn mentz in ergebcht int/ ist m der Tod sh In. Ic u f der duu mels aufhen uich solh, x flegt/ Olelbt Rwohn, don der Gelassenheit. 603 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben; wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, so will er mich nur uͤben, und mein Ge⸗ muͤth in seiner Guͤt ge⸗ woͤhnen fest zu stehen. Halt ich dann Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhoͤhen. 3. Ich bin ia von mir selber nicht entsyrungen, noch formiret. Mein GOtt ists, der mich 4 gezi on Leib und Seel gezieret, der Seelen Sitz mit Sinn und Witz, den Leib mit leisch und Beinen. Wer o viel thut, deß Herz und Muth kanns nimmer doͤse meinen. 4. Woher wollt ich mein Aufentholt auf dieser Erd erlangen? Ich waͤre laͤng⸗ stens todt und kalt, wo mich nicht GOtt umfan⸗ gen mit seinem Arm, der al⸗ les warm, gesund und froͤh⸗ lich machet. Was er nicht haͤlt, das bricht und faͤllt; was er erfreut, das lachet. 5. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maaßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm be⸗ kannt, zu thun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er thut, ist alles gut, ods noch so traurig schiene. 6. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Gluͤck und Heil beschwe⸗ ret; hast spaͤt und fruh viel Sorg und Muͤh, an dei⸗ nen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu dei⸗ nem Frommen. 7. Fuͤrwahr, der dich geschaffen hat, und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon laͤngst in seinem Rath ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dien⸗ lich sei dir und den Dei⸗ nen allen; laß ihm doch u, daß er nur thu nach Rinemn Wohlgefallen. 8. Wenns GOtt gefaͤllt, so kanns nicht sein, er wird dich letzt erfreuen; was du iezt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf verschwinden. 9. Das Feld kann ohne Ungestuͤm gar keine Fruͤch⸗ te tragen: so faͤllt auch Menschen⸗Wohlfahrt uͤm bei lauter guten Tagen. Die Aloe bringt bittres Weh, macht gleichwohl rothe Wangen: so muß ein Herz durch Angst und Schmerz zu seinem Heil gelangen. 10. Ei nun, mein GOtt, so fall ich dir getrost in deine Haͤnde; nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß mei⸗ nem Geist dadurch sein Nutz entstehe, und deine 26*⁷ Ehr 604 von der Gelassenheit. Ehr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöͤhe. 11. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Un⸗ gluͤck sein, will ichs ge⸗ duldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Thuͤr noch ferner offen stehen: wie du mich fuͤhrst und fuͤhren wirst, so will ich gern mitgehen. 12. Soll ich dann auch des Todes Weg und sinstre Straßen reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen wei⸗ sen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich ein⸗ mal in deinem Saal dich ewig moͤge ehren. Paul Gerhard. Mel. In dich hab ich gehoffet, HErr. 71 4 Ich weiß,/ mein Gott, daß all mein Thun und Werk auf deinem Willen ruhn, von dir kommt Gluͤck und Segen; was du regierst, das geht und steht auf rechten guten Wegen. 2. Es sieht in keines Menschen Macht, daß sein Rath werd ins Werk ge⸗ bracht, und seines Gangs sich freue; des Hoͤchsten Rath, der machts allein, daß Menschenrath gedeihe. 3. Oft denkt der Mensch in seinem Muth, dies oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch fuͤr schaͤdlich an, was doch GOtt selbst erwaͤhlet. 4. So faͤngt auch oft ein weiser Mann ein gu⸗ tes Werk zwar froͤhlich an, und bringts doch nicht zu Standezʒ er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande. 5. Wie mancher ist in seinem Sinn fast uͤber Berg und Spitzen hin, und eh er sichs versiehet, so liegt er da, und hat sein Fuß vergeblich sich bemuͤhet. 6. Drum, lieber Vater, der du Kron und Zepter traͤgst im Himmelsthron, und aus den Wolken bliz⸗ zest, vernimm mein Wort und hoͤre mich vom Stuh⸗ ke, da du sitzest. 7. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in from⸗ me Seelen strecket, und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 8. Gieb mir Verstand aus deiner Hoͤh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Wil⸗ len; sei du mein Freund und treuer Rath, was gut ist, zu erfuͤllen. 9. Pruͤf alles wohl, und was mir gut, das gieb mir ein; was Fleisch und Blut erwaͤhlet, das ver⸗ wehre. Der hoͤchste Zweck, das beste Theil sei deine Lieb und Ehre. 10. Was dir gefaͤllt, das laß auch mir, o mei⸗ ner Seelen Sonn und Zier. M. 0 R us ui R 1.% Ul 0 4 ssh Mahh flabs ill Reine Sle Erlünhel. 2. E und unset Wns del Meht, tachg/N daß fäle uhd Ml mit son Relcht, unEd Rgejange Wichcct 1. J ilng e Muß ic Mek d keten OhR 16, A Ind He 0j Ril R Mbj I l ldeté syringe 10 Guten Dotn! flllt: gh Ht, 0 fr fehe, . — 9G tt sehf ingt auche Mann et 0 r froͤhlicheh doch nicht h gut ein Schl Haus, do Uterm Sashe nanchet ist in fasi ihn Spißen he sichs hersihh da, und betgeblh st lieher Vott 2 und Zehth Himmelsthroy uWolken bli N meif Wosh ch hom Stuh⸗ hes he Mit das Nns sich von (cht in fron⸗ srecket, u hten Weäht dee Haff mit Vetshh Hah/ auf N rub undis eihmen W. mein Fra Rath/ M erfüllen. falles u0 irgut, d vas Flesch ahlet/ d0; N T hichte3 Thel se N. . 9 dit ich mir, L in Soln von der elassenheit. 60⁵ Zier, gefallen und belie⸗ ben; was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und That veruͤben. 11. Ists Werk von dir, so hilf zu Gluͤck, ists Menschen⸗Thun, so treibs zuruͤck, und aͤndre meine Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in kurzem zu zerrinnen. 12. Sollt aber dein und unser Feind an dem, was dein Herz gut ge⸗ meint, beginnen sich zu raͤchen, ist das mein Trost/ daß seinen Zorn du leicht⸗ lich koͤnnest brechen. 13. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmoͤglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen hast durch Weisheit deiner Haͤnde. 14. Ist gleich der An⸗ fang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur ohn Unterlaß zu seuf⸗ zen und zu beten. 15. Wer fleißig betet und dir traut, wird al⸗ les, da ihm sonst vor graut/ mit tapferm Muth bezwin⸗ gen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stuͤcke springen. 16. Der Wwil zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken ausge⸗ fuͤllt; doch wer ihn freu⸗ 17. Du bist mein Va⸗ ter, ich dein Kind, was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnuͤge. So hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 18. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzaͤhlen. Paul Gerhard. Mel. Du, o schönes Weltgebäude. Esu, mei⸗ 7 1. ner Seelen Wonne, JEsu, meine beste Lust, IEsu, meine Freu⸗ densonne, IEsu, dir ist ja bewußt, wie ich dich so herzlich liebe, und mich oh⸗ ne dich betruͤbe; drum, o IEsu, komm zu mir, und dleib bei mir fuͤr und fuͤr. 2. IEsu, mein Hort und Erretter, JEsu, meine Zuversicht, JIEsu, starker f melhes Lebeus Lict IEsu, ich meines Lebens t, wie verlanget meinem Herzen/ IEsulein, nach dir mit Schmerzen; komm, ach komm, ich warte dein, komm, o liebstes IEsulein. 3. Koͤmmst du? Ja, du koͤmmst gegangen, IEsu, du bist schon allhier, klo⸗ pfest stark und mit Ver⸗ langen an an meines Her⸗ zens Thuͤr; bleib doch nicht dig gehet, kommt endlich,so draußen stehen; willst HErr, durch deinen Geist, du wieder von mir gehen? wo Freud und Wonne Ach ich lasse dich Wraucht ni stehet. 60 von der Gelassenheit. nicht weggehn von meinem Haus. 4. Ei warum sollt ich dich lassen, JEsu, wieder von mir gehn? Meine Wohlfahrt muͤßt ich has⸗ sen, wenn ich ließe dies geschehn. Wohne doch in meinem Herzen, so muß alle Noth und Schmierzen i weichen alsobald von mir, wenn du, IEsu, bist allhier. 5. Ach nun hab ich end⸗ lich funden den, den meine Seele lieht, der sich mit mir hat verbunden, und sich selbst fuͤr mich bingiebt. Den will ich nun fest um⸗ fassen, und durchaus nicht von mir lassen, bis er mir den Segen spricht; meinen IEsum laß ich nicht. 6. Wohl mir, daß ich IEsum habe! O wie feste halt ich ihn, daß er mir mein Herze labe, wenn ich krank und traurig bin; Esum hab ich, der mich iebet, und sein Leben fuͤr mich giebet; ach drum laß ich JEfum nicht, wenn mir gleich das Herze dricht. 7. Muß ich alles gleich verlassen, was ich hab in dieser Welt, will ich doch im Herzen fassen meinen IEsum; der gefaͤllt mir vor allen andern Schaͤtzen, an dem ich mich kann er⸗ ben; er ist meine Zuver⸗ cht, meinen IEsum laß ich nicht. 8. Ach wer wollte IE⸗ sum lassen? IEsum laß ich mimmermehr; andre möͤ⸗ lum 1 IEsum hassen, Je⸗ m allein begehr in den gut⸗ und boͤsen Tagen daß er mir mein Kreuz he tragen. Weil er ist mein Weg und Licht, laß ich * IEsum nicht. Ich sollt in der Hoöl⸗ Iz kegen unmerfort und ohne Zahl, und mich wie ein Schlachtschaf biegen 92 dem Schwefelpfuhl und Qual; ja, der Tod sollt ewig nagen niein Gewissen und mich vlagen: IEsus aber reißt mich raüs aus 621 1—3.—— Folterhaus. IEsus hat durch seine Wunden mich gesund gemacht und heil; daran denk ich alle Stunden, drum ist er mein bestes Theil; denn durch seinen Tod und Stierben macht er mich zum Himmelser⸗ ben, und das glaud ich ficherlich: JEsus machet selig mich. 11. O wie sollt ich JE⸗ sum lassen, weil er mir so wohl gethan, und mich von der breiten Straßen hat gefuͤhret hiinmelan! IE⸗ sum will ich immer lieben in den Freuden und Be⸗ truͤben; IEsum laß i nicht von mir, weil i 22 4. Erden hier. Wenn die Welt mit ihren Netzen mich zu Bo⸗ den faͤllen will, und die andern sich ergoͤtzen an der⸗ selben Affenspiel, will ich meinen IEsum fassen in den Arm, und ihn nicht lassen, bis daß ich mit ihm zugleich herrschen werd im Himmelreich. 13. Demnach wͤan, . Ven Ium hl Idern ftn ana Mellt und il m i D 10 Wenn ich! Hichuh Nah ic Run W 15,00 sum%0 det. chh fsent it sehen sahe O ibet, M hrübet Iuch anft it lj 6. 3 0 0 übernff a he M So al Hicht h del Wehn e ehlicht; sielettea Mainez Hrug maner . Hin Kiehhy Al et istnh lcht, laß um nicht. llt in det s mmerfott a und mich m Hischaf kich vefelpfhl a der Tod sh Mein Gash agen: WEll nich rauz g Foltethug hat dach Nmich gesch heil; M le Stusch mein hah durch sasch lerben mich m Hihmmheh das Rauh i9 JEsut m solt ih weil er m N „und mich Sttaße R. Emelnm immer lebl Uden und W. Vum i mir, wil H en hiet. die Wehsl. mich Y will, u rabhen h spiel, wil um faseh! ind ihn ih mih schen veb N von der Gelassenheit. 60⁷7 andre weiden sich in dieser Wonne. O, drum laß ich Euelteit, mich soll nichts IEsum nicht aus dem von JEsu scheiden und der Herzen und Gesicht. ewgen Seligken, die mir 18. IEsus isi der Feinde IElus hat erworben, da Schrecken, JEsus in der er fuͤr mich ist gestorben; Hdllen Zwang; drum wird drum, o Welt, fahr im⸗er mich auferwecken durch mer hin, wenn ich nur bei Posaunen⸗Hall und Klang, IEsu vin. da ich dann erneuert wer⸗ 14. Wenn ich nur kann de auferstehen aus der IEsum habven, nach dem Erde, JEsum schauen von andern frag ich nicht. Er Gesicht: meinen IEsum kann meine Seele laben laß ich nicht. und ist meine Zuversicht; 19. Ach wie wird mich in den letzten Todeszugen, IEsus herzen, meiner Nu⸗ wenn ich huͤlos da muß gen Trost und Licht, alle liegen, und mir bricht der Thraͤnen, alle Schmerzen Augen Licht, laß ich mei⸗wischen von dem Aunge⸗ nen IEsum nicht. sicht, und mit großem Ju⸗ 15. Solli ich meinen JE⸗dbiliren mich zur Himmels⸗ det lassen? Er wird in freud einführen; drum so er letzten Nolh auf dershoret alle her: JEsum laß finstern Todesstraßen beisich nunmermehr. sen 1 wenn der Tod Martin Zanus, eine Grausamkeit aus⸗ übet, und die Meinigen Mel. Allenthalben wo betruͤbet, und der Teufel ich gehe. mich ansicht. Meinen JE- Elsu, meiner sum laß ich nicht. 16. Seelen Le⸗ 16. IEsum nur will ben, dem ich mich zum ich lieb haben, denn er Diens ergeben, welchem übertrifft das Gold und auch der tiefüe Grund al⸗ al andre theure Gaben; ler Herzen klar und kund: so kann mir der Suͤnden 2. Du, HErr, pruͤfest Sold an der Seele gar meine Sinnen, Reden, nicht schaden, weil sie Schweigen und Begin⸗ von der Suͤnd eniladen; nen; ales uͤbertraͤgest du, wenn er gleich den Leib was ich vor⸗ und nach⸗ ersticht, laß ich dennoch mals thu. IEsum nicht. 3. Ach ich wuͤnsche dei⸗ 17. JEius bleibet meine nen Willen mir vor allen Freude, meines Herzens zu erfuͤllen; o steh diesem Trof und Saft; IEsus Vorsatz bei, mach mich steuert. allem Leide, er istseignen Willens frei. meines Ledens Kraft, mei⸗ 4. Gieb mir Kraͤfte, daß ner Augen Luñ und Sonne, in allen mir dein Wollen meiner Seelen Schatz gefallen, so in 6deg en 60⁸ von der Gelassenheit. den als in Leid, so in 305 als Ewigkeit. Stets nach deinem Willen streben heißt den Engeln aͤhnlich leben, und kann auch in Hoͤllenpein laͤubger Seelen Lubsal sein 6. Da hinge gen sein Begehren nicht in deinen Willen kehren, braͤcht auch wohl im Himmelssaal un⸗ ergruͤndte Hoͤllenqual. 7. Deinen Willen in sich ziehen und den eig⸗ nen Willen fliehen macht, daß ein betruͤbtes Herz ruhig lebt im groͤßten Schmerz. 8. Stuͤndlich mit sich selber kaͤmpfen, und den eignen Willen daͤmpfen, bringt uns oͤfters in der Zeit einen Schmack der Seligkeit. Drum mich 5 bezaͤhmen, 13. Muß ich betend in den Wehen gleichwohl huͤlflos von dir gehen, bleibet endlich dies mein Ziel: ich will nichts, was GOtt nicht will. Schickest du mir Schn.ach und Bande, Ket⸗ ten, Fessein, Hohn und Schande, ja was aͤrgers auszustehn, dein Will soll an mir geschehn. 15. Ob mich tausend Tod schon toͤdten, bleibt dein Will in allen No⸗ then, ja in schwerster Seelenlast bloß mein Laͤb⸗ sal, Ru uh und Rast. — Summa, so es dein Bel 2——5 mich im hoͤch⸗ sten Kreuz zu uͤben, wo, wie lang und was du willt, dies ists, was mir stets gleich gilt. so will ich sschwer niemals Willen recht zu kennen ei indem es zu een deinen 17. Doch, etwas vorzunehinen, ohne so seufzt mein Herz und was zu jeder Frist deinen Willen aͤhnlich ist. 10. Willst du mich im Himmel haben, ei wie soll mich dies nicht laben; stoͤßt du mich zur Hoͤllen⸗ glut, was du willst, ist mir sehr gut. 11. Doch versichert mich dein Leiden, blutig Schwiz⸗ en, toͤdtlich Scheiden, daß . solches nie gewollt: o Trost/ Gold! 12. Ist es aber dein Be⸗ hagen, mich mit neuer Noth zu plagen, daß ich keinen Trost kann sehn, Amen, ja es mag geschehn. werther als das [Mund: Mach mir seiben klaͤrlich Hi. 18. Dein Ge eist, JEsu, woll nnch staͤrken, daß im Lassen, Thun und Werken, ich von aller Eigenheit sol⸗ chen weislich unterscheid. 19. Und ja, was ohn ihn Wiu oder Fleisch und Blut ersinnet, ich, obs noch so wohl gestalt, nicht fuͤr deinen Willen halt. 20. Nun, der du wirkst guten Willen, send auch Kraft, ihn zu erfuͤllen, und zu thun hier in der Zeit 121 dir lieb in Ewigkeit. IEsu, IEsu, hilf vobbringen, hilf mir Fleisch 711. 60.N af Hetgnüget G fü We n Nish Rch 2.M h d/ GHt, dlet dr Ket 1 h U 0 lach o dher, ehiek!! liebs.J iI denn Iut gl Hah, U ich weh Iumeh 1. 65 10 6 f3 i. f ich hees en Rlichtt N 0 lich Resnh oll wiht uf t will siket du m 0 Bunde gj , Hohn 30 2 Was chh den Wilfl chehn. mich tausch tboten, H iu allen M in schwerst Rloß man diz ud Rist ma/ so es heh nich im hich uͤben, uj Ind was oh fu, woj mt it. ilden es Wuhen, dineh Eenhen, 6 ein Heiz un Ich Mr sehhn , Gast, WI arken, aß und Weth Eihenhettsl unlterschh Wa OH er Flesch W. het /ich/ R Hgestalh,R Wulen hil. Derdu H N„ seld aut Ketfül W i Rer il Eohet Iso/ 906 FE M 0½%6 1 von der Gelassenheit⸗ 609 Fleisch und Blut bezwin⸗ gen; es wird doch nichts gusgericht, was nicht bloß durch dich geschicht. ael. JEsu, meine Freude. 714 7 Peine Seel ist stille zu GOtt, dessen Wille mir zu helfen steht; mein Herz ist vergnuͤget mit dem, wies GOtt fuͤget, nimmt an, wie es geht; geht es nur zum Hunmel zu, und bleibt IEsus ungeschieden, so bin ich zufrieden. 2. Meine Seele hanget an dir, und verlanget, GOtt, bei die zu sein aller Ort und Zeiten, und mag keinen leiden, der ihr rede ein; von der Welt, Ehr, Lust und Geld, wo⸗ nach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir ge⸗ liebt, IEsus, der Getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergiebt. Er al⸗ lein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe, und ihm einzig lebe. 4. GOttes Guͤt erwaͤge, und dich glaͤubig lege sanft in seinen Schooß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. weiß in GOtt zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele harret, und sich ganz verschaeret tief in JEsu Brustʒ sie wird Wer sich Wẽ stark durch Hoffen; was sie je betroffen, traͤget sie mit Lust; fasser sich ganz maͤn⸗ niglich durch Gedield und Glauben feste, am End komm“ das Beste. 6. Amen, es geschiehet; wer zu IEsu fliehet, wird es recht erfahrn, wie GOtt seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern, und das Gluͤck zu sparn, bis zu End alsdann sich wendt das zuerst gekostte Leiden, und gehn an die Freuden. Johann Caspar Schabe. Mel. HErr, ich habe mißgehandelt. 35— Meine Seele, 4 18. M laß es ge⸗ hen, wie es in der Welt jetzt geht; meine Seele, laß es stehen, wie es jetzo geht und steht. Liebste Seele, halte stille; denke, daß es GOttes Wille. 2. Ist die Welt dir gleich zuwider, und bist deiner Freunde Spott, druͤcken dich die Feinde nieder, so vertraue deinem GOtt. Liebste Seele, halte stille; denke, daß es GOttes Wille. 3. Ist in deines Herzens Kammer nichts, als lau⸗ ter Herzeleid, vlaget dich sehr großer Jammer hier in dieser Sterblichkeit: liebste Seele, halte stille; denke, daß es GOttes ille. 4. GOtt pflegt die ge⸗ treuen Herzen, wenn sie durch das Kreuz bewaͤhrt, wohl zu troͤsten nach dem Schmerzen, und thut, was 26** sie 610 don der Gelassenheit. Re nur begehrt. Liebste die du hast; sie sind doch Seele, halte stille; denke, nicht dein Gewinn, son⸗ daß es GOttes Wille. dern nur des Herzens Lastz 5. Aaf den Regen scheint hab ich nur den lieben Ott, die Sonne, also kommer so hats mit mir keine Noth. Lust auf Leid; auf di? Angst Hoͤre, meine Seel, folgt lauter Wonne, Freude hoͤr auf, traure nicht, wie kommt auf Traurigkeit. Liebsie Seele, halte stille; denke, daß es Gᷣ“ttes Wilie. 6. Sollst du von der Welt abscheiden, scheide nur getrost zu GOtt. Gott giebt auf das Schei⸗ den Freuden, Freude giebt er auf die Noth. Liebste Seele, halte stille: denke, daͤß es GOttes Wille. Mel. nicht so traurig, nicht so sehr. 6 ein Ge⸗ 719. Maanb.wie so betruͤbt? Was ist, das dich traurig macht? Traurst vor, so sehr; fuͤhr nur einen Tugendlauf, gieb dem Hochsten Lob und Ehr; geht dirs widrig, laß es gebn, GOtt im Himmel bleibt dir stehn. Georg Michael Pfefferkorn. Mel. Aus tieser Noth schrei ich zu dir. 720 Noch dennoch mußt du drum nicht ganz in Trau⸗ rigkeit rersinken, GOtt wird des suͤßen Trostes Glanz schon wieder lassen blinken. Steh in Geduld, wart in der Still, und laf GOtt machen, wie du, daß dir GOtt nicht er will, er kanns nicht gieht, was die schnoͤde Welt hoch acht? Sei zafrieden, GOttes Guͤt theilet dir wos bessers mit. 2. Gut und Geld bleibt in der Welt, drum begehre solches nicht; richte nach des Himmels Zelt dein be⸗ trubtes Angesicht; da, da ist dein Gut und Gold, das du lieber wuͤnschen soll“ 3. Mancher liebt die Eitelkeit, und vergisset sei⸗ ner Seel; ee denkt nur auf diese Zeit, daß es ihm dar an nicht feblz aber, Herze, laß den Tand, und denk an dein Vaͤteriand. . Prange, Welt, nur mumerhin mit den Guͤtern, böͤse machen. 2. Ist denn dies unser erstes Mal, daß wir be⸗ truͤbet werden? Was ha⸗ ben wir als Angst und Qual bisher gehabt auf Erden? Wir sind wohl mehr so hoch gekraͤnkt, und har doch GOtt un drauf geichenkt ein Stuͤndlein voller Freuden. 3. So ist auch GOttes Meinung nicht, wenn er uns Ungluͤck sendet, als sollte drum sein Angesicht der von uns sein gewen⸗ et. Nein, sondern dieses ist sein Rath, daß der, so ihn verlassen hat, durchs Uungluͤck wiederkehre. 4. Denn +5n hu N Rida dahn msel amn hhn ö ur sudꝛl Hnn Hit it Ws int 5 Ou UE Iud lis scheben. Rhi Uhs mit.. . Mi het ncht Kitoct x 6. M is et l auzunchn dauh Hel l Hach Rn: un schlche Imfüngt Huus, Rehal Hle/ Culdet Oaade; duhns Weh, 0 8. doch Ruß Wenn Ins Erharn die Hu ⁰ W d fi in Hu . ö N Hewin, 0 Hergnz gaf eiibengd it lunehu meine Su ure niht, x V fahr uy Mlauf, ehty oh und vidrig, I t im himm ehn. Harl Hfeftrin sitser g ich zu din Nod dunt musßly Han in Lw inken, suͤßen Zus n wieder Hin teh in Gh er Stil, x Machez/ W. lamz mn . n ditt m „ daß it v en? V I3 A er gehiht ur sind u Vgelcchhhg Out in Stll en. auch Oon icht/ wil serda/ sein Inihh 15 sein Ralh 2 „ daß de, , d hte. il 90 von der elassenheit. 611 4. Denn das ist unsers leisches Muth, wenn wir Freuden leben, daß wir dann unserm hochsten Gut ani ersten Urlaub geben; wir sind von Erd, und halten werth vielmehr, was hier ist auf der Erd, als was im Himmel wohnet. 5. Drum faͤhrt uns GOtt durch unsern Sinn, und laßt uns Weh ge⸗ schehen. Er nimmt oft, was uns lieb, dahin, da⸗ mit wir aufwaͤrts sehen, 9. Auf GOttes Liebe mußt du stehn, und dich nicht lassen faͤllen, wenn auch der Himmel ein wollt gebn, und alle Welt zerschellen. GOtt bat uns Gnade zugesagt sein Wort ist klar, wer sich drauf wagt, dem kann es nimmer fehlen. 10. So darfst du aud an seiner Kraft gar keinen Zweifel haben. Wer ists, der alle Dinge schafft ⸗ Wer theilt aus alle Ga⸗ ben? GoᷣOtt thuts, uit und uns zu seiner(Zuͤt und Macht, die wir bis⸗ her nicht groß geacht/ als Kinder wieder finden. 6. Thun wir nun das, das ist auch der Mann der Rath und That er finden kann, wenn jeder⸗ mann verzaget. ist er bereit, uns wieder anzunehmen, macht aus dem Leide lauter Freud, und Lachen aus dem Graͤ⸗ men: und ist ihm das gar schlechte Kunst, wen er umfaͤngt mit Lieb und Gunst, dem ist geschwind geholfen. 7. Drum falle, du be⸗ truͤbtes Heer, in Demuth vor ihm nieder; sprich: HErr, wir geben dir die Ehr, ach nimm uns Suͤnder wieder in deine Gnade; reiß die Last, die du uns aufgeleget hast, hin⸗ weg, heil unsern Schaden. 8. Denn Gnade gehet doch vor Recht, Zorn muß der Liebe weichen; wenn wir erliegen, muß uns schlecht GOtt sein Erbarmen reichen; dies ist die Hand, die uns erhaͤlt, wo wir die lassen, bricht und faͤllt all unser Thun in Haufen. 11. Deucht dir die hout unmöglich sein, so solln du gleichwohlwissen, GOtt raumt uns dieses nimmer ein, daß er sich laß ein⸗ schließen in unsers Sinnes engen Stall; sein Arm ist frei, thut uͤberall viel mehr als wir verstehen. 12. Was ist sein ganzes werthes Reich als lauter Wundersachen? Er hitne und baut, wenn wir uns gleich den gar kein Hof⸗ nung machen; un.d das ist seines Namens Ruhm, den du, wenn du sein Heiligthum wiilst sehen, ihm mußt geben. Paul Gerhard. Mel. Es traure, wer da will, ich will mich sreuen. 72 1„Seele.) O IEsu, lehre mich, wie ich dich finde, und mich durch 61²2 von der Gelassenheit. durch dich, mein Heil, stets uͤberwinde; wie ich die Ei⸗ d0s si und alles Leben, as sich noch selber sucht, noͤg uͤbergeben. 2.(IEsus.) Steh in Ge⸗ lassenheit, nimm wahr mein Willen, und strebe selber nach, ihn zu erfuͤllen; ergieb dich gaͤnzlich mir in Freud und Leiden, daß ewig dich von mir nichts moͤge scheiden. 3.(Seele.) Wie kann ich arme doch hier also leben? Wie kann ich mich so gar dir uͤbergeben? Ich finde ja so viel von aus und innen, das hindert meinen Lauf und mein Beginnen. 4.(IEsus.) Du mußt alleine mir gelassen leben, und meiner Wirkung dich ganz uͤbergeben, im Grun⸗ de deiner Seel in mich ver⸗ senken: so werd ich dir in mir vier Kraͤfte schenken. 5.(Seele.) Wenn ich nun also dir mich uͤbergebe, und in Gelassenheit des Willens lebe, wie muß ich mich gleichwohl hiebei verhal⸗ ten, daß du ein Bild in mir moͤgest gestalten? 6.(JEsus.) Wenn du Seel laͤßt deinen Grund von Gᷣott bereiten, und gehest von dir aus auf alle Sei⸗ ten, behaͤltest nichts fuͤr dich in keinem Dinge, das ich nicht selbst in dir al⸗ lein voilbringe. 7.(Seele.) Wie wird es mir, o HErr, alsdann er⸗ gehen, wenn ich nun werd in dir gelassen stehen? Ich lich finden, und du wirsi dich mit mir freundlich verbinden. 8.(IEsus.) O Seele, merke auf, sieh auf die We⸗ 5 wie ich die Meinen onst zu fuͤhren pflege. Dann nehm ich erst hin⸗ weg, was ich gegeben und lasse dich von Trost ent⸗ bloͤßet schweben: 9. Dich hierdurch auf dich selbst fein recht zu fuͤhren, auf daß du an dir selbst nun moͤgest spuͤren, wie doch ein armer Mensch gar nichts vermdge, wenn ich ihm meine Kraft und Huͤlf entzoͤge. 10. Da wirst du denn im Grund erst recht gelas⸗ sen, wenn du noch GOtt, noch Trost, noch Gnad kannst fassen. Wenn ich dir alles, was du hast, ent⸗ ziehe, und von dir als ein Gast entfremdet fliehe. 11. Ja, wenn du ganz von dir bist abgekommen, und, deiner selbst beraubt, bist dir eninommen, in mei⸗ nem Willen ruhst, ob Suͤnd und Hoͤlle sammt allem ih⸗ rem Heer schrecken die eele: 12. Siehe, o liebe Seel, so kannst du sinden mich, und auch dich durch mich selbst uͤberwinden, so faͤllt die Eigenheit und alles Wesen, das du dir jemals hier hast auserlesen. 13.(Seele.) O IEsu, lehre mich, dich stets 1. fassen, und mich und alle Ding durch dich zu lassen, werde ja in mir dich end⸗ und wenn der Himmel 9—6 70 LO e Mo/ 1 ent Rce 15,(S mich den Stllle/ x sehn w ich siethe allem che⸗ dich lh I tih 722 tulde, d anhat Galh, ni. lle his mpfd ellhe ni ssh V Iahn Ibfhen; buf Rin I Oe 1 6. A Rurh Rm m shitd se it. *.— „und du mit freung 1—3.0 S sich aufed ch. die Min fuͤhren niz m ich erst ch gegehehn von Trosta deben: hierdurch; fein nalt; fdaß du n mögest snin Rarmer Maht vermge/ un eine Ktust un ge. wirst du r erst recht a du noch O ü, hoch H n. Wens t as du hahch hon dir g, mdet fieh wenn duh abgekonmt selbst bert ommetz/iunt ruhst, bE ammt alans schreken K , lichet. sinden ii) ich duch uh hinder P l cit And dl du dmit Hzetlest., K) O.N dich sent x. mich uld dich AHhaseh hunmisch von der Gelassenheit. 613 sollt offen stehen, dennoch nicht ohne dich hinein zu gehen. 14. K, so O Seele, folge mir, so solls gesche⸗ hen, und wirst alsdann in mir noch Wunder sehen; leg dich in Demuth hin zu meinen Fuͤßen, ich will auf dich die Kraft des Le⸗ bens gießen. 15.(Seele.) Ich lege mich denn hin in aller Stille, zu warten und zu sehn was sei dein Wille; ich sterbe gaͤnzlich mir und allem abe, gnug, wenn ich dich allein, o IEsu, habe. In eigener Melodie. 722(Sezn e de, meine et an IEsu, laß mich est an dir mit Verlangen dir anhangen, bleib mein Schutz, Schild und Pa⸗ nier. 2. Lebensquelle, klar und helle bist du, wenn ich dich empfind; deine suͤße Lie⸗ beskuͤsse suͤßer mir als Ho⸗ nig sind. 3. Laß, mein IEsu, keine unruh mich von deiner Lieb abfuͤhrn; ob die Welt schon auf dein Zion ihren Haß und Grimm laͤßt spuͤrn. 4. Ob gieich Dornen mich von vornen und von hinten ganz umringt, schuͤz⸗ est du mich, daß lein Dorn⸗ ich seine Kraft an mir vollbringt. 5. Weizenkorner, Un⸗ krautsdoͤrner hier beisam⸗ men mussen stehn; dort wird scheiden GOtt die beiden, wenn die Ernte wird angehn. 6. Saulus Schnauben kraͤnkt den Glauben, und verfolgt die kleine Heerd; mein GOtt, hbre, Viel bekehre, daß dein Kirchlein fruchtbar werd: 7. Und viel Glieder hin und wieder sich zu dir noch finden ein, so wird Freude nach dem Leide uͤber die Bekehrung sein. 8. Armes Zion, GOtt ist dein Lohn, dleibe du nur ihm getreu; sei gedul⸗ dig, leb unschuldig vor der Welt, und rede frei. 9. Schmale Wege, enge Stege zeigen wie vorsich⸗ tig wir wandeln sollen, wenn wir wollen ohne An⸗ stoß leben hier. 10. Furcht und Zittern muß erschuͤttern Leiv und Seel in wahrer Buß; Reu im Herzen, Glaubensker⸗ zen GOtt in uns anzuͤn⸗ den muß. 11. Brennt der Glaube, ei so schaue, was fuͤr Kraͤfte er uns giebt: du sollst mei⸗ den, willig leiden, gerne thun, was GOtt beliebt. 12. Eifrig hassen, un⸗ terlassen, was nur GOtt zuwider ist; seinen Willen zu erfuͤllen, darnach strebt ein wahrer Christ. Adam Drese. In eigener Melodie. 72 3 Se bleibets denn also, daß ich nach deinem Wil⸗ len, mein treuer GOtt und HErr, die nicht geringe Lal 61⁴ von der Selafsenheit Last, die du nun lange hest, was unserm armen Zeit mir aufgebuͤrdet hast, Fleisch fuͤr eine Arzenei, soll tragen, bis ich werd schwach oder aber stark, mein letzte Ruhstaͤrt fuͤllen. allhier von noͤthen sei, nach 2. Ich habe dich zwar welcher du denn auch im oft mit inniglichem Fle⸗Kreuzauflegen gehest. hen, mein GOtt, drum angesucht, ob wolltest du es ihun, daß ich vor mei⸗ nem End auch einsten Kreuz, au und also allein, wo niͤchte ruhn, 8. Dein Herz ist viel zu zart, uns Schwachen ii— zulegen nur das geringste eine Stund u nicht saͤhest deinen Ruhm mit Freu⸗ vor uns solches nöthig sein; den noch erhoͤhen; 3. Ob ich nur einen Tag erfreulich noch erleben und sein genießen moͤcht, daß ich von Schmerzen frei, und eiwa eine Stund ohn solche ging vorbei: so sollte meine Seel sich dann zur Ruhe geben. 4. Gleichwohl hast du bisher nicht wollen noch er⸗ hoͤren mein sehnliches Ge⸗ bet; ja vielmehr stellst du dich, ob waͤrest du erzuͤrnt, und koͤnnte wider mich dem⸗ selben, deinem Grimm kein Lebendiger wehren. 5. Doch kenn ich dich, mein GOtt, daß du es herzlich meinest, und su⸗ chest nur allein der Seelen Seligkeit; dieselbe willst du uns erhalten nach der Zeit, wenn du auf das Gebet so unbeweglich scheinest. 6. So kommt es denn da⸗ her, daß du mir nicht will⸗ fahrest auf meinen Wunsch und Bitt, weil du alliwis⸗ send bist, und auf das Kuͤnf⸗ tige am allermeisten siehst, daher mich vor Gefahr ge⸗ naͤdiglich bewahrest. Du bist der rechte die Absicht muß allzeit zu solchem dich bewegen. 9. Du thust uns ja vielmehr unzaͤhlige Gena⸗ den; das sei uns denn genug, und zwar um so viel mehr, weil selbsten auch das Kreuz uns dient zu einer Ehr, ja aber nimmer kann das wenig⸗ ste nur schaden. 10. Drum, HErr, wie dirs gefaͤllt, ich will dir nicht vorschreiben, wie du es machen sollst, ich lasse das geschehn, was du das Beste findst, und werd noch endlich sehn, es muͤsse doch dein Rath zuletzt der beste bleiben. 11. Und trag ich dann mein Kreuz, bis man mich selbsten traͤget in meine Ruhestaͤtt, so troͤstt mich diefes doch: Du bist der treue GOtt, der solches schwere Joch zugleich auch tragen hilft, wie er es aufgeleget. 12. So soll demnach forthin, o Vater, mich ver⸗ gnuͤgen nur deine Gnad allein, die unter aller Last du immer bis daher mir noch erwiesen hast, wohl Arzt, der du allein verste⸗ wis⸗ N M Wade M Ketl Dö 1. Nu sige Rell Meitem 5 wohl Ren weil Rit da Miit esch %½ Hab alen me 15. 9 gau/ echbren, hob, ⁰ U Cohl I NU Wahren! Hütitgen dich heb 160.J maih K sichel, Willt r Zal ise He ne I NI Mlel. 0 70. +Hα 0j96 wable Gah sei und hah Iwar um weil sechit aaj uns din he, ahh has wenij ch „Hext, wie ich wil M uben, wie u: Mfl, ich das Dl „und wh scht/ W Ruh gch iben. trag ich d bis man nit het in u 0 flhst nt Du HN „ der suog uuglah 0 „ W soll Rn dter, deine O. Rter lt. 3 baher 0 0N„ N UU von der Gelassenheit. 61⁵ wissend, daß ich nie gar werde unterligen. 13. Dies ist der beste Trost, recht kraͤftiglich zu stillen des Herzens Unge⸗ duld, wenn etwa solches auch, nach anererbtem des ar boͤsen Fleisches Brauch, sich widersetzen will dem guten GOttes Willen. 14. Nun, HErr, ver⸗ siegle denn ihn auch in meinem Herzen, wie ich es wohl bedarf, durch dei⸗ nen werthen Geist, den mir dein treues Wort mit einem Eid verheißt: so bleib ich recht getrost in allen meinen Schmerzen. 15. Hie bin ich deß gewiß, hie mußt du mich erhoͤren, wie ich gebeten hab, wo du nicht willst in Spott darsetzen dei⸗ nen Ruhm, wo einen wahren GOtt, der nicht betruͤgen kann, du laͤssest dich verehren. 16. Ja,/ ich will in Geduld mein Kreuz nunmehr aus⸗ stehen, so lang dus haben willũ; ich weiß, die meiste Zeit ist allbereit vorbei, daß in die Ewigkeit, vielleicht in kurzer Feist, ich werd mit Jauchzen gehen. Pbilipp Jalob Spener. Mel. von SOtt will ith nicht lassen ö„Doll ich nach 7* deinem Wil⸗ len, o GOtt, gebuͤcket sein, und hier mein Maaß er⸗ füllen, das mir geschenket ein, soll ich des Kreuzes dulden: so ist es mein Ver⸗ schulden; o HErr, dein Will gescheh. 2. Dir sind bekannt die Sorgen, die raͤglich druͤcken mich, und nicht die Noth verborgen, die in⸗ und aͤußerlich die matte Seele qualt. Sie ist dir unver⸗ hoͤhlen, drum sei sie dir be⸗ fohlen: du weißt, HErr, was mir fehlt. 3. Willst du sie mir ab⸗ nehmen, so will ich dan⸗ ken dir; soll aber sie noch zaͤhmen mein Fleisch und Lusthegier, so fahre fort, mein GOtt, und schlage kraͤftig nieder, was dir an mir zuwider, die ganze Suͤndenrott. 4. Kann ich es nicht verstehen, warum bald dies, bald das hat muͤssen so geschehen, und daß ohn Urterlaß das Kreuz mich hat gedruͤckt: so wirst dus offenbaren, und werd ichs wohl erfahren, warum dus zugeschickt. 5. Drum will ich sein gelassen in Einfalt als ein Kind, und gehen meine Straßen, bis ich den Aus⸗ gang sind; ich will in Hoff⸗ nung still auf dich, mein IEsu, schauen, und dir die Noth vertrauen, bis ich mein Theil erfuͤll. 6. Ich weiß doch, daß mein Leiden mir nuͤtz und se⸗ lig ist, dieweil ich lerne mei⸗ den der Suͤnden Schlan⸗ genlist. Mein Suͤndenleih verdirbt, und ich seh sich anheben des neuen Geistes Weh, so lang ich 12e⸗Sedenrnehr dasele 616 von der Gelassenheit. 7. Es lebt im Kreuz ver⸗ borgen mein liebster JIE⸗ sus noch; und wo die groͤß⸗ ten Sorgen, als seines Kreuzes Joch, da ist er R gewiß mit großem Heil und Segen im Her⸗ zensgrund zugegen, und ste⸗ het vor dem Riß. 8. Drum, Seele, sei zu⸗ frieden, und dulde deine Pein; es wechselt sich hie⸗ nieden bald Sturm bald Sonnenschein. Schau an die große Meng, die mit dir auf dem Wege, und werde ja nicht traͤge, ob gleich der Weg ist eng. 9. Meinst du, daß deine Plagen sein uͤberhaͤuft und groß, so denk, was andre tragen, die elend, nackt und bloß, ja gar gefangen sind, die Freund und Feind ver⸗ lassen, und als ein Scheu⸗ sal hassen, was deren Herz empfindt. 10. Ach ja, es denks ein jeder, und trbste sich dabei, daß uͤber alie Bruͤder er⸗ geh so mancherlei, so man⸗ che Leidensart, so manche Noth und Schmerzen, die sich in frommen Herzen zugleich mit offenbart. 11. Drum sprich: Mein GOtt, ich leide, was meine Schuld verdient, weil ich in Lust und Freude mich vormals hab erkuͤhnt, zu leben auf der Welt. Du bist gerecht, drum richte, und mache ganz zu nichte, was mich noch von dir haͤlt. 12. Ich kuͤsse deine Ru⸗ the, und beuge willig mich, bis in dem Fleisch und Blute die Lust geleget sich/ die noch zur Sunde treibt; bis aller Zorn gedaͤmpfet, und, nachdem er bekaͤm⸗ pfet, der Liebe Herrschaft bleibt. ö 13. So will ich dich er⸗ heben in allem Kreuzes⸗ streit, und dir gehorsam leben in Zeit und Ewig⸗ keit. Wenn dies das Kreußz gebiert, so hab ich gnug erhalten, und lasse ferner walten dein Hand, wie sie mich fuͤhrt. Mel. HErr, nicht schicke deine Rache. Soll ich mich 4 25.— denn taͤg⸗ lich kraͤnken, und aufs Kuͤnftige gedenken? Soll ich denn niemals mit Ruh Nachts die Augen schlie⸗ ßen zu? Muß nur immer vor mir stehen, wie mirs einstens wird ergehen? da doch durch mein Sorgen nicht das Geringst wird ausgericht. 25 2. GOtt, der mich bis⸗ her erhalten, hoͤret noch nicht auf zu walten; oder sollt er jetzt allein dessen muͤde worden sein? Ach so laß ich Sorgen bleiben, GOtt allein es heim zu schreiben, daß es, wie es ihm gefaͤllt, mir zumalen eines gelt. ö 3. Er ists, der allein verstehet, wenn mirs so und so ergehet, ob dassel⸗ be nuͤtz und gut, oder obs mir Schaden thut; da sonst wir in unsern Luͤ⸗ sten uns nicht zu ent⸗ schlie⸗ sceh u ed h f 1. 00 lrh ll ah det wenn i lh/ Reh wisen u ches soldern „Rlle/ L fre sche sch. 5. Del hicht fie selhieh, vor dus Weil t glaub: sünck! Rann g en h lehh in mit G sei e stelt. solches Hlleh, aaß uld Hhin Hige dan luch wal s, sicht. Ich il Ingen W Sut —— Klcgt sh Indetnch Redimph er hlh, elsch lichühhe in Kllhst 1 Kcharsn und Enh N Hrih lascfrnt And/ west nicht shiez lache, ollichnic „denn ttz Und auft nlen/ Sul ½ nt Rh ihel schle⸗ hutinmet ½ M ulth, kthchene M en Soche Ringl Wg der nüchsh „het u0 Walteh e allen s seih 0 orger Helh 1.6, Ha mm unt von der Gelassenheit. 61⁷ schließen wuͤßten/ Uwas waͤhlend ohngefaͤhr, was uns nus hochschaͤdlich waͤr. 4. Soll ich denn stets niedrig leben, und nur an der Erde kleben, daß, wenn ich zur Ruh mich leg, niemand von mir wissen moͤg? soll mich sol⸗ ches gar nicht raͤnken, sondern ich dasselb be⸗ denken, daß ich vieler Sor⸗ en frei und des Falles 8. Wird Gesund heit mir gegeben, soll dieselb in meinem Leben dazu dienen, daß ich mehr foͤr⸗ dern koͤnne seine Ehr, daß ich muͤßig nicht ver⸗ grabe, was ich drum em⸗ pfangen habe, damit ich es brauch dahin, wozu ich berufen bin. 9. Soll ich aber Krank⸗ heit leiden, will ich den⸗ noch auch mit Freuden, icher sei? 5. Dennoch will ich auch nicht fliehen, wo er wollte selbsten ziehen mich her⸗ vor aus niederm Staub, weil ich solches sicher glaub: es lieg nur an seinen Gaben, die wir dann gewiß auch haben, wenn wir seinem Wink al⸗ lein im Beruf gehorsam sein. 6. Will die Armuth meiner Huͤtten er mit Segen uͤberschuͤtten und mit Guͤtern dieser Welt/ sei es ihm auch heimge⸗ stellt. Ich will ihm fuͤr solches danken, und nur beten, nicht zu wanken, daß nicht, wie sonst Viel gethan, ich das Herz auch haͤnge dran. Ist mir Armuth beschieden, bin ich damit zufrieden/ mir dieses himmel⸗ daß er mich drum verlaͤt. Ich will doch ihm freudig singen, und mein taͤglich Opfer bringen, bis nach dieser armen Zeit folgt die reiche weil mir seine Treu be⸗ kannt, aus des Hoͤchsten Liebeshand solche Zuͤch⸗ tigung annehmen, und mich nicht unmaͤßig graͤ⸗ men, daß solch herbe Ar⸗ zenei meinem Fleisch von noͤthen sei. 10. Soll ich viele Jahre zaͤhlen, und also mich lange quaͤlen, so gescheh des HErren Will, dem ich 6 gern auch halte still. Er wird doch Genade geben, daß in diesem Trauer⸗Le⸗ ben je zuweilen komm ein Tag, der mich noch er⸗ freuen mag. 11. Bin ich aber bald voruͤber, ist mir solches de⸗ sto lieber, daß ich dann von Suͤnden frei, und in sol⸗ chem Stande sei, wo ich meinem GOtt in allen Stuͤcken möge wohlgefal⸗ len, so hier nicht gesche⸗ hen kann, weil die Suͤnd mir 2100 an. 12. Also bleibts GOtt heim gewiesen, und sein theurer Ram geypriesen, was er auch in seinem Rath uͤber mich beschlos⸗ Ewigkeit. sen hat. Ich will anders nicht 618 von der Gelassenheit. nicht mehr achten, son⸗ dern dieses nur betrach⸗ ten, daß den Seinen zum Beschluß endlich alles frommen muß. Phillpp Jakob Spener. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 798 WMWas Gott 7 26. Wĩ gefaͤllt, mein frommes Kind, nimm froͤhlich an; stuͤrmt gleich der Wind und braust, daß alles kracht und bricht, so sei getrost: denn dir ge⸗ sducht, was GOtt gefaͤllt. 2. Der beste Will ist GOttes Will, auf diesem ruht man sanft und still; da gieb dich allzeit frisch wunsch und billig soll, so wollt ich offnen meinen Mund, und singen jetzo diese Stund was GOtt gefaͤllt. 7. Ich wollt erzaͤhlen seinen Rath und uͤber⸗ große Wunderthat, das suͤße Heil, die ewge Kraft, die allenthalben wirkt und schafft was GOtt gefaͤllt. 8. Er ist der Herrscher in der Hoͤh, auz ihm steht unser Wohl und Weh; er traͤgt die Welt in sei⸗ ner Hand, hinwieder traͤgt uns See und Land was GOtt gefaͤllt. 9. Er haͤlt der Elemente Lauf, und damit haͤlt er hinein, begehre nichts als uns auch auf; giebt Som⸗ nur allein, was GOtt mer, Winter, Tag und gefaͤllt. 3. Der kluͤgste Sinn ist GOttes Sinn, was Men⸗ schen sinnen, faͤllet hin, Nacht, daß alles davon lebt und lacht, was GOt: gefaͤllt. 10. Sein Heer, die wird ploͤtztich kraftlos, muͤd und laß, thut oft was boͤs, und selten das, was GOtt gefaͤllt. 4. Der frbenmiste Muth ist GOttes Muth, der nie⸗ mand Arges goͤnnt noch thut. Er segnet, wenn uns schilt und fiucht die boͤse Welt, die nimmer sucht was GoOtt gefaͤllt. 5. Das treuste Herz ist GOites Herz, treibt alles Ungluͤck hinterwaͤrts, be⸗ schiemt und schuͤtzet Tag und Nacht den, der stets hoch und herrlich acht was GOtt gefaͤllt. 6. Ach koͤnnt ich singen, wie ich wohl im Herzen Sterne, Sonn und Mond gehn ab und zu, wie sie gewohnt. Die Erd ist fruchtbar, bringt herfuͤr Korn, Oel und Most, Brod, Wein uud Bier, was GOtt gefaͤllt. 11. Sein ist die Weis⸗ heit und Verstand, ihm ist bewußt und wohl bekannt, sowohl wer Boses thut und ubt; als auch wer Gutes ihut und liebt, was GOtt gefaͤllt. 12. Sein Haͤuflein ist ihm lieb und werth; so⸗ bald es sich zur Suͤnden kehrt, so winkt er mit der Vaterruth, und locket, dis man wieder thut was GOit gefaͤllt. 13. Was V n. o vul ů Heh, M.I W ehem Was en Nuchde ud Rimn R 05f1 fe 15. L solen bet groß unm. Und sels Nu hajt u 15. E u d Hutet G j, N Iu ch Wbenoe Her und V dee Pelt n 01 ur sz 6. I bhn ir If e HA Wust Weil in Hefall. 10.6 Swftn halten Iu hu Nuns V senn u ————— . Kig hffnen mih . singen d was wollt H h und 6 ndertht/ „ die allenheh schaft . der Henh „Hau ihm H in eWl iny mpicders ind Land u . der Elemh dumnt hue leht Sohz „% Din in les davon leh GOl Her, un und Mo D M, Die Etde bringt helt md M in ud M. Hefaͤlt. ist& Istand/ P wohlefit Miti d als d M und lcb /N6 , H N Wetlhy l Eind Hi „ „ A von der Belassenheit. 619 13. Was unserm Herzen 20. Dein Erb ist in dem dienlich sei, das weiß sein Himmelsthron, hier ist Herz, ist fromm dabetl, der keinem jemals Guts versagt, der Guts gesucht, dem nachgejagt was GOtt gefaͤllt. 14. Ist dem also, so mag die Welt behalten was ihr wohlgefaͤllt; du aber/ mein Herz, halt genehm, und nimm fuͤrlieb mit GoOtt und dem, was GOtt gefaͤllt. 15. Laß andre sich mit stolzem Muth erfreuen uber großes Gut; du aber nimm des Kreuzes Last, und sei geduldig, wenn du hast was GOtt gefaͤllt. 16. Lebst du in Sorg und großem Leid, hast lauter Gram und Herze⸗ leid, ei sei zufrieden, traͤgst du doch in diesem sauren Hnn was GOtt ge⸗ t. 17. Mußt du viel leiden hier und dort, so bleibe fest an deinem Hort; denn alle Welt und Kreatur ist un⸗ ter GSOtt, kann nichts als nur was GOtt gefaͤllt. 18. Wirst du veracht von jedermann, hohnt dich dein Feind und speit dich an: sei wohlgemuth, dein IEsus Christ erhoͤhet dich, weil in dir it was GOit gefaͤllt. 19. Glaub, Hoffnung, Sanftmuih und Geduld erhalten GOttes Gnad und Huld, die schleuß in deines Herzens Schrein, se wird dein ewges Erbe ein was GoOtt gefaͤllt. dein Zepter, Reich und Kron: hier wirst du schmek⸗ ken, hoͤren, sehn, hier wird ohn Ende dir geschehn was GOtt gefaͤllt. Paul Gerhard. In eigener Klelodit 727. as mein GOit will, das gscheh allzeit, sein Will der ist der beste; zu helfen den er ist be⸗ reit, die an ihn glauben feste; er hilft aus Noth, der fromme GOtt, und zuͤchtiget mit Maaßen wer GOtt vertraut, fes auf ihn baut, den will er nicht verlassen. 2. GOtt ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Hoffnung und mein Le⸗ ben; was mein GOrt will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben; sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selver hat gezaͤhlet; er huͤt und wacht, stets fuͤr uns tracht, auf daß uns gar nichts fehlet. 5 3. Drum will ich gern von dieser Welt hinfahen in GoOites Willen zu meinem GOtt; wenns ihm gefaͤllt, will ich ihm halten stille; mein arme Seel ich GOtt befehl in mei⸗ ner letzten Stunden. Du frommer GOitt, Suͤnd, Hoͤll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins/ HErr, will ich bitten dich, du wollst 6²⁰ von der Eelassenheit. wollst mirs nicht versagen, wenn mich der bose Feind anficht, laß mich, HErr, nicht verzagen; hilf, steur und wehr, ach GOtt, mein HErr, zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewaͤhrt; drauf sprech ich froͤhlich Amen. Markgr. Albrecht v. Brandenbueg. Mel. Don SOtt will ich nicht lassen. Maas willst 728. Wé du dich betruͤben, o meine liebe Seel? Thu den nur herz⸗ lich lieben, der heißt Im⸗ manuel; vertrau dich ihm allein, er wird gut alles machen, und foͤrdern deine Sachen, wie dirs wird selig sein. 2. Denn GOtt verlaͤsset keinen, der sich auf ihn verlaͤßt; er bleibt getreu den Seinen, die ihm ver⸗ trauen fest. Laͤßt sichs an wunderlich, laͤß du dir gar nicht grauen, mit Freuden wirst du schauen, wie GOtt wird retten dich. 3. Auf ihn magst du es wagen getrost mit frischem Muth; mit ihm wirst du erjagen, was dir ist nuͤtz und gut; denn was GOtt haben will, das kann nie⸗ mand verhindern aus al⸗ len Menschenkindern, so viel ihr sind im Spiel. 4. Wenn auch gleich aus der Höͤllen der Satan troz⸗ ziglich mit seinen Rott⸗ ½7 sich setzte wider ich: so muß er doch mit Spott von seinen Raͤnken lassen, damit er dich will fassen; denn dein Werk foͤrdert GOtt. 5. Er richts zu seinen Ehren und deiner Selig⸗ keit; solls sein, kein Mensch kanns wehren, wenns ihm waͤr noch so leid. Wills denn GOtt haben nicht, so kanns nie⸗ mand fort treiben, es muß zuruͤcke bleiben: was GOtt will, das geschicht. 6. Drum ich mich ihm etgebe, ihm sei es heimge⸗ stellt; nach nꝛchts mehr ich sonst strebe, denn nur was ihm gefaͤllt; sein Will ist mein Begier, der ist und bleibt der beste, das glaub ich steif und feste, wohl dem, der glaubt mit mir. Johann Heermann. Mlel. Was mein GOtt will, das gscheh allzeit. 0 Ties GOtt 4½0. Woefallr so gfaͤllt mirs auch, und laß mich gar nicht irren; ob mich zu Zeiten beißt der Rauch, und wenn sich schon verwirren all Sa⸗ chen gar, weiß ich fuͤrwahr, GOtt wirds zuletzt wohl richten; wie ers will han, so muß bestahn; solls sein, so seis ohn Tichten. 2. Wies GOtt gefaͤllt, zufried ich bin, das Uebrig laß ich fahren; was nicht soll sein, stell ich ihm heim, GOtt will mich recht er⸗ fahren, ob ich auch will ihm halten still, wird auch wohl Gnad bescheren; dran zweifle nicht. Solls sein, man l lenmenn M, K nachen? V H st Huch usel, ss sit, An en W 4. Wis 6 höe Voreinh Einm W müftit Denn g Tag ud sind wu uch drel Han; Rihle. 5. Wee al Id guch Ren S W eide ge Im ii Win chur stij UHAI 5 Mel. ö 730⁰ Hahade dehem! in Dem sch Hine htit. oantt dde 10 Gdtt. 01 ichts zu s und 7⁷ lls sen, „kannz phh ihm wat uu Huls dent cht, so Humgt ttteiben, ez Heiben: wigi geschicht um ich nich! m sei eß hin ach nhtz u stkebe, den gefalt: Mein Begje). bleibt det l 0 ich stif Idem, det glat Jehann Heermalt mein SO. ascheh allye (Mies G9 ö W Heftlh 3auch, und licht iltet; utem hißt N aund wenn h wirren all Er ahith fithag 0% lcht woh wil h In, sobs ei Achieh. 0S ffh „, Rr Hehh Pen vut nh Talichhnhe ncch rahte⸗ ic auch sl sil,wic 10 scag U . 6⁰ 10 von der Armuth des Oeistes. 621 man spricht, so seis, dem kann nichts wehren. 3. Wies GOtit gefaͤllt, so gfaͤllt mirs wohl in allen meinen Sachen. Was GOtt versehen hat ein⸗ mal, wer kann das anders machen? Drum alls um⸗ sonst, Geld, Witz und Kunst, hilft auch nicht Haaraus⸗ raufen. Murr oder beiß, solls sein, so seis; wird doch sein Weg nauslaufen. 4. Wies GOtt gefaͤllt, laß ichs geschehn, will mich darein ergeben; wollt ich seinm Willen widerstehn, so muͤßt ich bleiben kleben. Denn gwiß und wahr, all Tag und Jahr bei GOtt sind ausgezaͤhlet; ich schick mich drein, geschiehts, solls sein; so seis bei mir er⸗ waͤhlet. 5. Wies GOtt gefaͤllt, so wolls ergahn in Lieb und auch in Leide; dahin mein Sach will gstellet han, daß sie mir sollen beide gefallen wohl; dar⸗ um mich soll Ja oder Nein nicht schrecken; schwarz oder weiß, solls sein/ 10 seis: dann wird GOtt Gnad erwecken. IV. Von Mel. HgeErr JEsu, ew⸗ ges Licht. 730 A- immel, 1 oͤffne dich, begnade den, der sich vor deinem Throne schmieget, in Demuth vor dir lieget, und flehet aͤngstiglich: Ach R Himmel, oͤfsne dich! 6. Wies GOtt gefaͤllt, so laufts hinaus, ich laß die Voͤglein sorgen; koͤmmt mir das Gluͤck nicht heut zu Haus, wart ich dessel⸗ ben morgen. Was mir beschert, bleibt unverwehrt, ob sichs schoͤn thut ver⸗ ziehen; mich nicht drum reiß; solls sein, so seis; gfaͤllts GOtt, mein Theil werd kriegen. 7. Wies GOtt gefaͤllt, dasselb ich will und weiter nichts begehren; meinr Sach hat er gestellt ein Ziel, die bleiben muß und waͤhren das Leben mein. Drum geb mich drein, auf guten Grund will bauen, und nicht auf Eis; solls sein, so seis; wills GOtt allein vertrauen. 8. Wies GOtt gefaͤllt, so nehm ichs an, will um Geduld nur bitten. GOtt ists altein, der helfen kann, und wenn ich schon waͤr mitten in Anast und Noth, laͤg gar im Tod, kann er mich wohl erretten gewalt⸗ 10 Weis; solls sein, so eis; ich gwinns, wer wollte wetten? Ambrostus Blaurer. der Armuth des Geistes. 2. Zwar spricht dein strenges Recht: weil als des Teufels Knecht ich mich anher bezeiget, so sollt ich sein gebeuget zum höllschen Qualgeschlecht; so spricht dein strenges echt. 3. Ja, GOtt/ ich leugne nicht 622 von der Armuth des Geistes. nicht, daß dein gerecht Gericht mich ewig kann verdammen, dahin, wo Schwefelflammen fuͤr mich sind zugericht; mein GOtt, das leugn ich nicht. 4. Wenn du willst Rich⸗ ter sein, so ist fast keine Pein so grausam zu er⸗ denken, die mich nicht sollte kraͤnken; die Hoͤlle schleußt mich ein, wenn du willst Richter sein. 5. Doch bricht dein Va⸗ terherz, und laͤßt auf mei⸗ nen Schmerz die Gnaden⸗ sirbme fließen, weil du siehst IEsum buͤßen fuͤr mich mit Todesschmerz; drum bricht dein Vater⸗ herz. 6. Dein Zuͤrnen wei⸗ chet weit, weil dir die offne Seit mein Glaubensbru⸗ der zeiget, und deine Weh⸗ muth neiget auf mein be⸗ truͤbtes Leid; dein Zuͤr⸗ nen weichet weit. 7. Nur laß das Rich⸗ terschwert sein von dem Hals gekehet, um Christi Purpurblute; straf mit der Vaterruthe, wenn ich bin Strafens werth, nicht mit dem Richterschwert. 8. Der Himmel oͤffnet sich, und GOtt umfasset mich mit gnaͤdigem Erbar⸗ men: ich ruh in IEsu Ar⸗ men. O Seele, freue dich, der Himmel dffnet sich. In eigener Klelodie. 731 O der alles haͤtt ver⸗ loren, auch sich selbst, der allezeit nur das Ein haͤtt auserkoren, so Herz, Geist und Seel erfreut! 2. O der alles haͤtt ver⸗ gessen, der nichts wuͤßt, als GOtt allein, dessen Guͤte unermessen, macht das Her still, ruhig, rein! 3. O wer doch gar waͤr ertrunken in der GOitheit Ungrundsee, damit waͤr er ganz entsunken allem Kum⸗ mer, Angst und Weh! 4. O der alles koͤnnte lassen, daß er, frei vom Ei⸗ teln all, wandern moͤcht die Friedensstraßen durch dies Thraͤnen⸗Jam̃erthal! 5. O waͤr unser Herz enenommen dem, was lockt durch eiteln Glanz, und haͤlt ab, zu GOtt zu kom⸗ men, in dem alle Guͤt ist ganz! 6. O daß wir GOtt moͤchten finden in uns durch der Liebe Licht, und uns ewig ihm verbinden; außer ihm ist eiten Nicht! 7. O waͤr unser Aug der Seelen stetig nur auf GOtt gewendt, so haͤtt auch das sorglich Quaͤlen im Gewissen ganz ein End! 8. O du Abgrund aller Guͤte, zeuch durchs Kreuz in dich hinein Geist, Seel, Herz, Sinn und Gemuͤthe, ewig mit dir eins zu sein! Gottfried Arnold. In eigener Melodie. iebster IEsu, 7³ 2— Trost der Herzen, denen ihre See⸗ len schmerzen, einges Heil der ganzen Welt, wenn ich bei mir uͤberschlage, was fuͤr hon —85 MCdd x l Rihah 2. M Sünde han Thul big M. diek/ l un vl Taftls Riches R. mie/ N N Clundeh mane W 3. Het mich hnt Drͤlkt Iu mt Iu Mi Hehie Rich W shch ö Il i fis N cn K . 4 Sucher slet M. lomm l Benh 0 slach lr h sich, H E Eln Alich rhzeh st si ⸗ fl id Waorn siched islis, IN fteut! ales Hünur. ich wißtaz „ dessen O machthtzg keinl chgunh det Gouh „dmi pak Henalangum. chl er A hrte er/ftavm vandern nch Mraßen duh ⸗Namerthl r unser hy dem, Waß ll Glanz/ Golt An am alle Geif daß mt G. Denimntdurh Lcht /WWnt Herbindnz wis I Micht woͤr unset M sietth nut u vendt, s0 l socglich ult nRn E Wrund gd h durchs Kr an Geis, S RudGemh Ne ei Golisted Ani tner Melodi, Gichse Teos enen ire E Ren, eine NWelt, walt Welschlgg⸗ x net haͤlt, ach so kann ich nicht ersehen, wie ich kuͤnf⸗ tig soll bestehen. 2. Von Geburt bin ich ein Suͤnder, und von mei⸗ nein Thun nicht minder; weg is meiner Seeien Zier, dein Bild hab ich ganz verloren, und des Teufels Bild erkoren; nichtes ist mehr Guts an mir, ia noch alle Tag und Stunden mach ich groͤßer meine Wunden. 3. HErr, wo soll ich mich hinweden? Dein Zorn druͤckt mich aller Enden, in mir hab ich keine Ruh⸗ um mich ist das Welt⸗ getümmel, oben schrecket mich der Himmel, Satan spricht den Fluch dazu, und mich duͤnkt, daß 1997 die Erde uͤber mich chon Klaͤger werde. 4. Ach du frommer Sundenvuͤßer, du getreu⸗ ster Blutvergießer, JEsu, komm mir hier zu Statt, sei mein Huͤlf und mein Berather; syrich mich los vor deinem Vater, und streich aus mein Uebel⸗ that: hast du wollen fuͤr mich buͤßen, so laß mich deß auch genießen. 5. Zwar ich muß es gern gestehen, daß ich geoͤblich mich versehen, und verdient der Hoͤllen Lohn: aber sieh, ich komme wie⸗ der, fall, o IEsu, vor dir nieder, ich, dein lang verlorner Sohn, und er suche dich mit Thraͤnen, un von der Armuth des Geistes. 623 fur Schuld ich an mir tra⸗(dich wiederum versbh⸗ ge, die dein Buch verzeich⸗nen. 6. Ist im Himmel groͤßre Freude, wenn ein Suͤn⸗ der kehrt mit Leide wieder zu der rechten Bahn, als um neun und neunzig Fromme: ach so nim.n mich, wenn ich komme, wieder zu Genaden ar.; was ich bisher hab be⸗ gangen, will ich an zu bessern fangen. 7. Weicht hinfort, ihr Suͤndengeister, denn mein heilger Seelenmeister, JE⸗ sus, wohnt allein bei mi?; ohn ihn war ich ganz verloren, durch ihn bin ich neu geboren, in ibm leb ich fuͤr und fuͤr, mit ihm geh ich ein zur Er⸗ den, und werd ewig selig werden. In eigener Alel. oder: Hüter, wird die Uacht der Sünden. 2 Teine Ar⸗ 733. M muth macht mich schreien zu dem Treuen, der mich segnet und macht reich. JIEsu, du bists, den ich meine, da ich weine, damit ich dein Herz erweich. 2. Ach wo nehm ich her die Kraͤfte zum Ge⸗ schaͤfte, dazu ich verbun⸗ den bin? HErr, mein armes Herz anfeure, und erneure den zerstreuten Geist und Sinn. 3. Sieh, es eilt zu dei⸗ ner Quelle meine Seele, von dem Durst geylagt und matt; du kannst die Be⸗ Begierde stillen, und mich fuͤllen, daß ich werd er⸗ freut und satt. 4 Treibe ferne, die mich hindern; du kannst min⸗ dern der Versuchung starke Hraft. Laß nichts mei⸗ nen Glauben schwaͤchen, dich zu sprechen, so em⸗ peind ich Kraft und Saft. 5. Eil mit ausgespann⸗ ten Armen zu mir Ar⸗ men, druͤcke mich an dei⸗ ne Brust; du erkennst mein tiefes Sehnen und die Thraͤnen, IEsu, mei⸗ nes Herzens Lust. 6. Du bleibst ewig mei⸗ ne Freude, auch im Leide, wenn mich Angst und Kummer plagt; denn du bist der Auserkorne, das Verlorne hast du nimmer weggejagt. 7. O vergnuͤgter Kuß des Mundes und des Bundes zuckersuͤße Suͤ⸗ ßigkeit! Ach mein GOtt, was soll ich sagen? Mein Behagen bleibest du in Ewigkeit. Christian Friedrich Richter. Mel. Was GoOtt thut, das ist wohlgethan. 7 3 4 OichersOit von Guͤtig⸗ keit, von Gnade und Er⸗ barmen, sehr groß ist dei⸗ ne Gůtigkeit bei allen geist⸗ lich Armen. Mein Herz ist still und spricht: Dein Will, o Vater in der Hoͤhe, dein Will allein geschehe. 2. Laß leuchten nur dein Angesicht in meinem 624 von der Armuth des Geistes. dunklen Herzen, da dei⸗ nes theuern Wortes Licht zerstreuet alle Schmerzen, und oͤffne mir die schoͤne Thuͤr der. Gnaden und der Wahrheit in lauter froher Klarheit. 3. Ach selig und gar heilig ist, wer hierzu kann gelangen, daß du, o Mitt⸗ ler IEsu Christ, den Wil⸗ len nimmst gefangen, und bringst den Sinn zum Vater hin, versoͤhnt mit deinem Blute; da schmeckt man alles Gute. 4. Denn GOtt ist nicht ein Menschenkind, was Boͤses zu erwaͤhlen; der beste Mensch ist oftmals blind, und kann gar leicht⸗ lich fehlen. Wer aber sich ganz lediglich vergnuͤgt in GOttes Wegen, der fin⸗ det lauter Segen. ö 5. Drum schaff in mir, o heilger Geist, den wah⸗ ren Sinn des Sohnes, und gieb mir, der du Troͤ⸗ ster heißt, die Einfalt dei⸗ nes Thrones; da ich ja frei vom Wollen sei, und mich dir uͤbergebe, daß dein Will in mir lebe. 6. Zerbrich, o GOtt, des Teufels List, der im⸗ mer will verhindern, daß nicht, was auch dein Rathschluß ist, erscheine deinen Kindern. Stoß ab den Feind, ders boͤse meint; laß an das Licht nie kom⸗ men, was er zufuͤgt den Frommen. 7. Wenn aber deines Friedens Schein nun zei⸗ get deinen Willen, 0 Wol⸗ W —— Walch M. u Ml Mescgl 40 Seelch, Mehn Wi Johm In tigt 535. Runes He Uen neue 2. Da von dene Rimm deh hicht vol 3. HU mit dehe dek ftead Rich. y Mel. Hioen e 05 eh reile iM Rug let 9 Schmet helkbet hurohge aß 65 elste 2. G sunn G Ksiu hoh I1 Iij er Mi/ u ——— istes. ken, da N Vortes gh le Schnagh sür die shth Graden u et in ug hett. scig urd g hietzu syn aß du/ OMh hris/ du V. gefangeß, u Sinn un bershnte te dd schnh Gute. GOtt Isnl henlind, erwaͤhlen; K ch ist ofrmt kamn gat lich Wet aber s bahnugt u gen, der fi egeh. schaf inn, wst, den wik de Sohlh ., de du Li die Einfalt, 5; De olin seh M lhergebe, K mie lebe. / 0 G Hs, der in chnrdert dah 3 cuch dil „ Eshcht danm, Sußo ers Wie munt ch uiehal jigt v m aber du Schein Nu Wu 10 von verleugnung der Welt. 625 wollest du ohn alle Pein ben in Demuth, Zucht, auch allen Zweifel stillen. Sanftmuth, Hoffnung, Versiegle du in tiefster Liebe. Ruh all Innigkeit der 3. Verwirf von deinem Seelen. Dein Wille sel Angesicht, ob ich es gleich mein Waͤhlen. lenin„mich, allerlieb⸗ Joachim Justus Breithaupt. ster Valer, nicht, weil Jesus dich versuͤhnet; laß In eigener Metodie. ummer, nimmer, nimmer⸗ 73 5³ chaffe in mir, mehr mich, dein Kind, also 9.— Got:, ein fallen sehr, daß du es von reines Herze, und gieb mir dir wuͤrfest. einen neuen gewissen Geist. 4. Den heilgen Geist 2. Verwirf mich nicht nimm nicht von mir, den von deinem Angesicht, und boͤsen Geist vertreibe, da⸗ nimm deinen heiligen Geist mit er mich nicht nehme nicht von mir. dir, und ich stets deine 3. Troͤste mich wieder bleibe; beherrschet mein mit deiner Huͤlfe, und er, Herz, Sinn und Muth der freudige Geist, enthaltesder heilge Geist, so ist es mich. Pfalm 51, B. 12— 14. gut im Leben und im Sterben. Mel. nun freul euch, 5. Mit deiner Huͤlfe lieben Christen gmein. troͤste mich, hilf und ver⸗ 73 Ab chaff in gieb die Suͤnden:; wenn .— mir, GOtt, meine Seele suchet dich, ein reines Herz, mein Herz so laß dich von ihr finden, ist ganz verderbet; es fuͤh⸗ und dein Verdienst, HErr let von der Suͤnden IEsu Christ, darinnen Schmerz, die ihm ist an⸗Trost und Huͤlfe ist, wider geerbet, und die es noch Suͤnd, Tod und Teufel. thut ohne Scheuꝛ ach mache, 6. Dein freudger Geist daß es wieder sei, wie du erhalt mich doch mit sei⸗ es erst erschaffen. nem Freudendle, dannt nacht 2. Gieb mir auch einen das Verzweiflungsioch ver⸗ neuen Geist, der wie du derbe meine Seele: sei sei gesinnet, der siets dir meine Freude du allein, narmn. allermeist, und was ach laß mich deine Freude du willst, beginnet; gieb, sein, und fuͤhre mich zur daß er hasse Fleisch und Freude. Ludämilia Elisabeth, Blut, und uͤb den Glau⸗ Graf v. Schwarzburg. V. Von Verleugnung der Welt. Mel. Allein zu dir,[wer doch bald hinüber waͤr, HErr Jebsu. schrei ich aus Angst der 4 Seo Seele r D 3* A e 626 ovon verleugnung der Welt. Kreuzesmeer wie lang muß ich mich quaͤlen? Wo ist die Fahrt, wo ist die Bahn, da ich die Fluten waten kann? Ach ist denn nir⸗ ends Huͤlfe mehr? Mein Ott und HErr! ach wer doch da hinuͤber waͤr! 2.(IEsus.) Ich bin bei dir, ich helfe dir, drum halte ein mit Flehen; aus diesem kannst du glauben mir, daß ich dir muß bei⸗ stehen, weil ich dich schon herausgebracht aus Egyp⸗ ten durch meine Macht; hast du denn das vergessen schier? Sieh, fuͤr und fuͤr, bin ich bei dir und helfe dir. 3.(Seele.) Ach wer doch bald hinuͤber waͤr! Egyy⸗ ten ist zuruͤcke; ich dacht, nun haͤtt ich mein Begehr, und saͤß im vollen Gluͤcke. Ach so geht erst recht an die Noth, auf allen Sei⸗ ten steht der Tod; ach wie ist mir das Herz so schwer; mein GOtt und HErr! ach wer doch da hinuͤber waͤr! .(JEsus.) Ich bin bei dir, ich fuͤhre dich durch alle Kreuzeswellen; drum zage nicht, halt dich an mich, denn wir sind Reis⸗ gesellen; so kannst du in der tiefsten Flut noch den⸗ noch haben guten Muth, und sie durchgehen selig⸗ lich. Nur trau auf mich; ich hin bei dir, und führe dich. 5.(Seele.) Ach wer doch bald hinuͤber waͤr! Ach was ist noch obhanden! Hinter dem rothen Kreuzesmeer in jenen wuͤsten Landen, da fehlet Wasser, Fleisch und Brod, da ist gll Mor⸗ gen neue Nothe wer ist, der mich daselbst ernaͤhrꝛ Mein GOtt und HErr lach wer doch da hinuͤber waͤr! 6.(IEsus.) Dir in der Wuͤsten ich beisleh⸗ dir soll kein Mangel schaden; dich alle Morgen ich anseh in neuer Lieb und Gnaden. Dir giebt der Felsen Was⸗ ser/ Wind bringt Fleisch, das auf dich fleugt und rinnt; dein Brod kommt von des Himmels Hoͤh. Ich mit dir geh, dir in der Wuͤsten ich beisteh. 7.(Seele.) Ach wer doch bald hinüͤber waͤr! Den Hunger wollt ich leiden, wenn nur Amaleks grau⸗ sams Heer ich koͤnnte fliehn und meiden; das loͤkend Weltvolk ficht und streit, der Satan stehet ihm zur Seit, das Fleisch thut dem Geist Gegenwehr; mein GOtt und HErr! ach wer doch da hinuͤber waͤr! 8.(IEsus.) Ich bin dein rechter Josua, der Amalel bekrieget; ich slehe dir zur Seiten da, ich bins der allzeit sieget; wenn Fleisch, Welt, Teufel dich anficht, so helf ich dir, und 90 dich nicht: sei nur getrost! ich bin dir nah, ich Jehovah, ich bin dein rechter Josua. 9.(Scele.) Ach wer doch bald hinuͤber waͤr! Jetzt Sinai mich schrecket, da ihn bei des Gesetzes Lehr Blitz Feuer, Rauchdamyf decket; da diese Donner⸗ stimm abfaͤllt: Verflucht sei jeder, der nicht haͤlt, was chhn in Wh el e hin deh 11.6 doch K Ac i Hohch“ mich x Bah fl neht l slrht, Ol scht x Gal R N 12.6 de V Ipt, S0 eh dich h 5 D Be Iih v HdH schey ¹U lUcht, 13. Rch l hiet h Alcgeh, f Wd ith sgeh Hell. N Hahi woc schhs ah undHEnst Whihlbergh 0. Dit uig Hac W schentt ich sche und, Spthn t Fhehh beingt. Feh ch. eugt W Buod inn dunmels H geh, N ich besse, IAchwergt 4 Worl. Di lt ich ladez agleiz 10 hlͤnnte fleht H t und stket Rhet ih r disch thut op swehvz mih NErrachte Uhet Wär“, Jc Hü Her Uma Hsche dirg ich bins N Welnn Fleisc x bich anfchh uld— ch ttostich (c Pädoihl e Kechet Acwerge Wüt M 4 schticketh i Galc d ziese Houll, It: Vashl t nict Hi W von berleugnung der Weli. 6²⁷ was ich in den Geboten lehr! Mein GOtt und HErr! ach wer doch da hinuͤber waͤr! 10.(IEsus.) Ich selbst bin des Gesetzes End; wer an mich herzlich glaͤubet, von dem ist alles abgewendt/ was Moses drohend schrei⸗ bet. Wer sich in mein Ver⸗ dienst einhuͤllt, hat alles schoͤn in mir erfuͤllt; auch daß er alles halten koͤnnt, helf ich behend; denn ich bin des Gesetzes End. 11.(Seele.) Ach wer doch bald hinuͤber waͤr! Ach was fuͤr Berg und Hoͤhen erblick ich, wo ich mich hinkehr, hier ist kein Weg zu sehen. Ich gehe mehr zuruͤck als fort, ich fuͤrcht, daß nicht an die⸗ sem Ort irgend ein Irr⸗ licht mich bethoͤr. Mein GOtt und HErr! ach wer doch da hinuͤber waͤr! 12.(IEsus.) Ich bin der Weg, das Licht, die Pfort, durch mich kannst du eingehen. Ich trage dich hin an den Ort, da du niein Heil sollst sehen. Die un muͤssen weichen hin; weil ich, der Hoͤchste, hei dir bin, so hast du einen sichern Port; ich helf dir fort: ich bin der Weg, das Licht, die Pfort. 13.(Seele.) Ach wer doch bald hinuͤber waͤr! Hier hoͤr ich nichts denn Klagen, dahin zu kommen sei zu schwer, es duͤrf es niemand wagen; die mei⸗ sten kehren wieder um und sagen: es gescheh darum, weil das Land seine Leut verzehr. Ach GOtt und HErr! ach wer doch da hinuͤber waͤr! 14.(IEsus.) Durch mich, durch meine JIEsus⸗ kraft, durch meines Gei⸗ stes Segen, den ich dir schenk zur Ritterschaft, kaͤnnst alles du vermͤgen. Es muß dir bleiben nichts zu schwer, dich nicht an lose Maͤuler kehr, daß du nicht auch werdst hinge⸗ rafft: alls wird chaneine durch mich, durch meine IEsuskraft. 15.(Seele.). Ach wer doch bald hinuͤber waͤr! Hier sind noch Fleisches⸗ luͤste, derselben ich auch gern entbehr in dieser rau⸗ hen Wuͤste; ich seh, daß Hoͤlle, Schlangen, Feur, Murrn, Ekel, Peors Un⸗ geheur und anders Viele ganz verstoͤr. Mein GOtt und HErr! ach wer doch da hinuͤber waͤr! ů 16.(JIEsus.) Leg dich an meine IEsusbrust, eil her in meine Wunden; mein Blut daͤmpft alle Fleischeslust; wer sich zu mir gefunden, ist frei von allem Ungeheur: ich schuͤtze ihn, ich wehr und steur; das bleibe dir ja wohl be⸗ wußt, wenn sterben mußt, leg dich an meine JIEsus⸗ brust. 17.(Seele.) Ach wer doch da hinuͤber waͤr! Den Jordan hab ich funden; nichts denn der Tod ist uͤbrig mehr, alsdann ist uͤberwunden. Hab ich hier 27* gu⸗ 628 von verleugnung der Welt. guten Uebergang, so werde ich mit Lob und Dank dem Hoͤchsten geben annd Ehr; mein GoOtt un HErri ach wer doch da hinuͤber war! 18.(IEsus.) Mein Tod ist deines Todes Tod, mein Leben ist dein Leben; wie kann der Tod sein eine Noth/ ders Leben dir muß geben? Laß dir davor nicht werden baͤng, es ist ein schneller Uebergang; sieh nur an meine Wunden roth, Jo hats nicht Noth, mein Tod ist deines To⸗ des Tod. 19.(Seele.), Ach wer doch schon hinuͤber waͤr! Ach IEsu, hilf mir Schwa⸗ chen, daß ich komm zu der Engel Chör, das kannst du balde machen. Dein Rame ist heilig und hehr, du hast geholfen bis hieher, ein seligs Ende mir bescheer. Mein GOtt und HErr! ach wenn ich schon hin⸗ 2920(J ch heh 20. sus.) Ich helfe dir hinder schon, die letzte Bitt ich hoͤre; ich setz dir auf die Lebenskron, in eng⸗ lische Lusichöre fuͤhr ich dich jetho selig ein, da sollst du bei GOtt ewig sein. Ich bin dein Schild und Soln Lohn, ich GOttes Sohn, ich helfe dir hin⸗ uͤber schon. Ich seh das dand, I mich drein mit starker Hand; dir bin und bleib ich ewig nah. Dir Je⸗ hovah, sei Preis und Ehr, Hallelujah! Mel. Auf meinen lieben Ott. ö 727 de/ du suͤße 7³ 7. A Welt, ich schwing ins Himmeꝛszelt die Fluͤgel meiner Sinnen, und suche zu gewinnen, was ewiglich bessehet, wenn dieses Rund vergehet. 2. Fahr hin mit deinem Gut, das eine kleine Flut so balde kann verheeren, und eine Glut verzehren; fahr hin mit deinen Schaͤtzen, die nimmer recht ergoͤtzen. 3. f hin mit deiner Lust, sie ist nur Koth und Wust; und deine Froͤhlich⸗ keiten verbluͤhen mit den Zeiten. Was frag ich nach den Freuden, auf die nur folget Leiden? 4. Fahr hin mit deiner Pracht; von Wuͤrmern ist gemacht der Sammet und die Seiden, die deinen Leib bekleiden. Was mag ge⸗ nennet werden, ist lauter Koth und Erden. 5. Fahr hin mit deiner Ehr; was ist die Hoheit mehr, als Kummer im Gewinnen, und Herzleid 21.(Seele.) Preis, Ehre im Zerrinnen? Was frag und Hallelujah sei dir, o GOtt, gesungen; was ich gewuͤnscht, ich schon em⸗ pfah, GOti Lob/ mir ists ge⸗ lungen. Der Sieg ist da. ich nach den Ehren, die nur das Herz beschweren? 6. Fahr hin mit deiner Gunsi; falsch lieben ist die Kunst, dadurch der wird ldrücket 8. De lihlet il ritz Mil aschthbe Dlite Laluft Tayfei eu Rit go Hle Et 11.01 RM A wi and, Mh uit 0 W 0. Diri Heid und Ehz meinen lehe Oat. de/ du f Welt. h Himmetheh. eiher Sinmg. Iu gewinnt hesichet, win hergehet. in nntt deizeh ie leine Fu n Nekhhecdel it Mrzchter mit deinth nimmet tach mt deiler ur Koth und une Feͤhlch⸗ en mt Rr fiahih nit Huf de nut i mit Rett Wunnerm is ummet uh Rihen beih 00 ge⸗ „ ist sullet NI. Rmlt Wlet W hohlt Kummet M Ind Hesed Wor sun hlen/ M Heschbiteh; I xm eltt Wlbenü ch der n 06 von verleugnung der Welt; b29 betrogen, dem du dich I80 gewogen. Was frag ch nach dem Liehen, das endlich muß betruͤben?⸗ „7½ Im Himmel ist der Freund, der mich recht 111⁰ meint, der mir ein Herze giebet, und mich so bruͤnstig liebet, daß er mich suͤß erquicket/ wenn Angst und Truͤb⸗ sal druͤcket. 8. Des Himmels Herrr lichkrit ist mir schon zube⸗ reit; mein RName steht Cöoteliede bei denen/ die HOtt lieben. Mein Ruhm kann nicht vergehen, so lang GOtt wird bestehen. 9. O Zions guͤldne Pracht, wie hoch bist du eacht! Von Perlen sind ie Pforten, das Gold hat aller Orten die Gassen ausgeschmuͤcket. Wann werd ich hingeruͤcket? 10. O suͤße Himmels⸗ lust, wohl dem dem du bewußt! Wenn wir ein Troͤpflein haben, so kann es uns erlaben; wie wird mit großen Freuden der volle Strom uns weiden! 11. Otheures Himmels⸗ ut, du machest rechten uth. Was werden wir fuͤr Gaben bei dir, HErr IEsu, haben; mit was für reichen Schaͤtzen wirst du uns dort—.— 12. Fahr, Welt, fahr immer hin; gen Himmel der das winden. steht mein Sinn; Irdisch ich verfluche, das Himmlisch ich nur suche. Ade, du Weltgetuͤnemel, Miel. OErr, ich habe mistgehandelt. Cbristi Tod 7138. Can Adams Leben, Christi Leben Adams Tod; denn aus Lieb hat sich gegeben Christus in des Adams Moth, auf daß Adam in ihm stuͤrbe, nicht im andern Tod verduͤrbe. 2. Adams Tod ist Chri⸗ sti Leben, Adams Leben Christi Tod; Adam muß nach Christo streben, ster⸗ ben auch mit Hohn und Spott, auf daß er in Ehristo bleibe, und ersleh im klaren Leibe. ö 3. So wir nun mit Christo sterben, seinem Tode werden gleich, wer⸗ den wir auch mit ihm er⸗ ben, herrschen auch in sei⸗ nem Reich. Denn, so viel wir Christi haben, nießen wir auch seiner Gaben. 4. So wir aber Adams Le⸗ ben lieben im befleckten Rock, und nicht bleiben gruͤne Reben an dem reinen Weinestock: was hilft Lau⸗ ten/ faule Fl Singen, wenn wir faule Fruͤchte bringen? 5. O, es laͤßt si so nicht machen, wie der al⸗ te Adam denkt; Christi Kreuz vertreibt das La⸗ chen, wenn das Leben wird gekraͤnkt, nicht allein von Menschenkinden, son⸗ dern auch Versuchungs⸗ 6. Solches muß im Geist erfahren ein recht glaͤu⸗ big Christenmann; wenn er kommt zu seinen Jah⸗ ich waͤhle mir den Himmel. Heinrich Muͤller. ren, 630 von veritugnung der Welt. ren, ja von seiner Jugend an muß er Chriffi Lucht tragen, auch im Tode nicht verzagen. 7. Wer will solche Fluten zaͤhlen, solche Noth und Thraͤnensagt? Ein Ge⸗ scheuter thuts verhehlen, haͤlt sich fest an GOttes Rath. Seinen Trost auf GOtt er setzet, ob ihn schon die Welt verletzet. 8. Wie gewohnt zu thun die Frommen, die durch Glauben und Geduld end⸗ lich zu der Ruhe kommen, und erlangen GOttes Huld: also inag ein Christ genesen, lebt in Christi Geist und Wesen. 9. Den er herzlich liebt und ehret, seinem Leben folget nach, mit der Welt sich nicht bethoret, weil sie nur bringt Weh und Ach, welches ihrer Viel nicht lauben, sich des letzten rosts berauben. 10. Nun wir warten allermaaßen, bis uns GOtt hier fordert ab: o daß wir ihm ganz gelas⸗ sen froͤhlich suchten unser Grab, erstlich zwar in Christi Herzen, nachmals in der Erd ohn Schmerzen! 11. Denn auch Christi Grab ohn Sorgen und sanft ruhig Bettelein ist mit Geist und Wort ver⸗ borgen in des Glaͤubgen Herzensschrein. Wer ihn nur von Herzen liebet, in dem lebt er unbetruͤbet. 12. Wer ihn aber nicht will haben, und sein Kreuz bleibt in der Hoͤll be⸗ graben voller Schrecken, Angst und Plag. Denn wer Christum hier nicht traͤget, den dort GOttes Rache schlaͤget. 13. O hilf, Christe/ durch dein Leiden, daß wir dir nachfolgen schlecht durch viel Truͤbsal zu den Freu⸗ den; du allein machs uns gerecht durch dein Blut und Marterkronen; laß uns ewig in dir wohnen Abraham v. Franlenberg. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. 4 ie Liebe lei⸗ 73 9. D det nicht Gesellen, im Fall sie treu und redlich brennt; zwo Sonnen moͤgen nicht er⸗ hellen beisammen an dem Firmament. Wer Herren, die einander feind, bedie⸗ nen will, ist keines Freund. 2. Was hinkst du denn auf beiden Seiten, o Seel? Ist GOtt der HErr dein Schat, was haben denn die Eitelkeiten fuͤr einen Anspruch/ Theil und Platz? Soll er dich nennen seine Braut, kannst du nicht andern sein vertraut. 3. Im Fall du Christum willst behalten, so balt ihn einig und allein; die ganze Welt soll dir erkal⸗ ten, und nichts als lau⸗ ter Graͤuel sein. Dein Fleisch muß sterben, eh die Noth der Sterblichkeit dir bringt den Tod. 4. Warum sollt ich doch nicht leiden mag, der das umfangen, was ich so hald 1%Mthe, 1 Wet Veklelntd Hes Hled ihle Sal Haßer Gl H. Dei IWieh Hellhet Sah Wichet gn Lehihele duN MO Iche g VM WMWi, dahet le Fl Heihen *Hlh all wün 6 10 h stanz Doh. O in hier 0 hott⸗ Gost Chtiste hurh „Ddaß mir R schlecht duch I den Feu⸗ in min W 9 dein Hl Hronen; l dit wohhe . Nanlabnz nur den li⸗ säßt wallen NM diebe lh det nicht Fall sie tru hrennt; zwo n icht er. ren am dem Oer Herre, ind, bebi? ihes Fund, Hist du denn teh, Sall HErt den Haben delt Rfir eien slund hlah: smnien sae hl nicht Utaut, VChrstun .0 He f Hllenz'de Ud el⸗ 15 scl, Dah sebeh/ c Zierhlichlet To. 2 U 0 von Verleugnung der Weli. 63¹ bald verlnssen muß, was herbei, der mich aus Go⸗ mir onuch abgekuͤrztem Prangen braͤcht ewig Etel und Verdruß Sollt ich um einen Dunst gen Geistes sein/ 5. Die Augen dieser Er⸗ den lachen zwar weidiich in der Sterblichkeit, beweinen aber in dem Rachen der Hoͤllen ihr unendlich Leid; die Engeltraub hergegen tranit den, der mit Thraͤ⸗ nen hier sich kraͤntt. 6. Ach GOtt, wo sind sen fuͤhrt; nunmehro bin ich frei von aller schwe⸗ ren Last; die Arbeit ist eine und vollbracht. Egypten, Egyp⸗ Schein ein Scheusal helister gute Nacht Gomorra ½ gute Nacht! und was in So⸗ dom lebt; thut sich auf, und draͤut mit richte meinen Lauf zu mei⸗ nem Zoar hin, da meine Ruhe wacht. Gomorra u gute Nacht! der Himmel Schwefelglut; ich 3. Mein Babel ½ gute sie die bor Jahren ergeben Nacht! Israel zeucht zur aller Eitelleit, und in die Ruh, wandt; freien Fuß und in mein Welt so bruͤnstig waren verliebt?ꝰ Des schnoͤden Lei⸗ bes Kleid sind Würmer; Vaterland. ihre Seele sitzt in ewig fallen die Trübsal ist ge⸗ ich komm auf Die Bande weg und werden heißer Glut und schwitzt. ausgelacht. Mein Babel 3 7. Die Welt seikt ihre Todten nieder, und weckt sie nimmer wieder auf mein Nacht! Schatz ruft seine Todten wieder zum unbeschraͤnkten Lebenslauf, verklaͤrt sie wie mi wenn Zions Huͤgeln zu, da wah⸗ das Morgenroth, gute Nacht! 4. Du Eitles 2½ gute Es ist genug ge⸗ kaͤmpft. Mein Geist eilt nun zur Ruh, er fleucht mit frohem Muth nach jene nagt der andre Tod. re Ruhe wohnt und recht 8. Was hab ich denn, o Welt, zu schaffen mit deiner leichten lode Fleuch hin/ und gieb i Rosen⸗ e deinen Affen, laß mir Vergnuͤgen macht. Du Eitles 2,½ gute Nacht! 5. Laß deinen 3 Die⸗ ner fort nun, HErr wie du gesagt; mit Frieden des Kreuzes Dorn und aus der Welt laß meinen Hohn. Besitz ich JEsum Abschied sein. nur allein, ist alles, was zu wuͤnschen, mein. NAE I Erasmus Finx. In eigener Klelodie. 7 40. Vgypten, E⸗ gyypten/ gute Nacht! Die Dienstbarkeit ist aus; mein Mo seß ruͤckt Wenns dir, mein GOtt, gefaͤllt, so spanne selig aus. HErr, ich trau auf dein Wort, laß deinen ½ Diener fort. 6. Nun Alles 3 gute Nacht! Egypten, gute Racht, mit deiner Sela⸗ verei“ Gomorra, gute Racht! von Babel bin ich frei; 63² von verleugnung der Welt. frei; mein JIEsus, der mich liebt, hat mich niin frei gemacht von allem 5: gute Nacht! Geerg Ceurad Büttner. In eigener Melodie. 7 Pins ist Noth, 741 E ach HErr, dies Eine lehre mich er⸗ kennen doch; alles andre, wies auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, darun⸗ ter das Herze sich naget und plaget, und dennoch kein wahres Vergnuͤgen er⸗ jaget. Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt, so werd ich mit Einem in allem ergoͤtzt. 2. Seele, willst du die⸗ ses finden, suchs bei kei⸗ ner Kreatur. Laß, was ir⸗ disch ist, dahinten, schwing dich uͤber die Natur. Wo GOtt und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fuͤlle er⸗ scheinet, da, da ist das beste, nothwendigste Theil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war be⸗ flissen auf des Einigen Ge⸗ nieß, als sie sich zu JEsu Fuͤßen voller Andacht nie⸗ derließ: ihr Herze entbrann⸗ te, dies einzig zu hoͤren, was IEsus, wr Heiland, sie wollte belehren; ihr Alles war gaͤnzlich in IEsum versenkt, und wurde ihr Alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster JEsu, nur nach dir; laß mich treu⸗ lich dir anhangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum groͤ⸗ ßesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nach⸗ laufen; denn dein Wort, JEsu, is Leben und Geist; was ist wohl, das man nicht in IEsu geneußt? 5. Aller Weisheit hoͤchste Fuͤlle in dir ja verborgen iegt. Gieb nur, daß sich auch mein Wille fein in sol⸗ che Schranken suͤgt, wor⸗ innen die Demuth und Ein⸗ falt regieret, und mich zu der Weisheit, die himm⸗ lisch ist, fuͤhret. Ach wenn ich nur IEsum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor GoOtt ja bringen, als nur dich, mein hoͤchstes Gut. IEsu, es muß mir gelin⸗ gen durch dein rosinfarb⸗ nes Blut. Die hoͤchste Ge⸗ rechtigkeit ist mir erwor⸗ ben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Run, so gieb, duß meine Seele auch nach dei⸗ nem Bild erwacht: du bist ja, den ich erwaͤhle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum goͤttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir al⸗ les gegeben; entreiße mich aller vergaͤnglichen Lust, dein Leben sei, JIEsu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich H2i ie ilgt. Ha nFend uddhtw Wedt me nich gef Hes H1UA Wten, Wh 0 del; Rh as mch 33RWehth in Gaal 10 V Walene Mle shre, w len He U sichen e such/ hb Maer alei pul I0JE Ie ist NI. N 11 Klaste, such ith sin de e Rein ge AGst. IN Masdet Helt. —.— ten um W 4½% wilt in Lichessh 1 R W Sundch duß mannh Rußtz Kieheit khz I Vetbothyn nur, duj st ille feh Rih n siigt, ur nuthunun und miq n „die hhn⸗ kt. Ach wun m kecht kg hab ich xy ollkommeht kalt ich gy ihen, als uu üchstes Gl IA miit gelt in kosinfth⸗ hochsh Mit wot⸗ am Shamne estothen; R. Hals ih K „wwolineh iN Ewglet gleh, V Hͤhach dei⸗ chti W bist vVille/ mr Inm Wdllcheh Neben/ s u d/ wi tiiße Mih lichel Lus, JGsi, M ö ll— eschweh 8 N0 von verleugnung der Welt. 633 die Gnadenflut. Du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut. Da hast du die ewge Er⸗ loͤsung gefunden, daß ich nun der hoͤllischen Herr⸗ schaft entbunden; dein Ein⸗ gang die voͤllige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. ö 9. Volles Gnuͤgen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt/ weil auf eine frische Weide mein Hirt, IEsus, mich gesetzt. Vichts Suͤ⸗ ßes kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, IEsu, dich immer soll ha⸗ den; nichts, nichts ist, das also mich innig erauickt, als wenn ich dich, JIEsu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, IEsu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; pruͤf, er⸗ fahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf boͤsem, betruͤg⸗ lichem Stege, und leite mich, Hoͤchster, auf ewigem Wege; gieb, daß ich hier alles nur achte fuͤr Koth, und IEsum gewinne, dies Eine ist noth. Joh. Heinrich Schröder. In eigener Melodie. +X ntfernet euch, 742.E ihr matten Kraͤfte, von allem, was noch irdisch heißt; wirf hin die zeitlichen Geschaͤfte, mein gnug geplagter, muͤ⸗ der Geist. Run, gute Nacht, es ist vollbracht. Ich fang ein ander Wesen an, das sich mit nichts vermengen kann. 2. Ihr Berg und Thaͤ⸗ ler, helft mir singen, be⸗ singen meines JEsu Preis, der unter 10 geringen Dingen mich doch so lang zu schuͤtzen weiß. Habt gute Nacht, ich habs be⸗ dacht; es ist mit mir recht hohe Zeit, zu fliehen die Vergaͤnglichkeit. 3. Ihr seid ia wohl, ihr gruͤnen Auen, im Sommer lieblich anzu⸗ sehn; doch wird man auch an euch bald schauen, wie alle Schoͤnheit muß vergehn. Drum, gute Nacht, nimm dies in Acht, mein Herz; du liebest von Natur nur allzugern die Kreatur. 4. Hast du bisher noch was geliebet, das dir hat Zeit und Kraft verzehrt, so sei denn auch nicht mehr betruͤbet, wenn dir wird der Genuß gewehrt. Gieb gute Nacht, der Braͤutgam wacht und will, daß seine Braut ihm bleib ein wohlgeschmuͤckt jungfraͤulich Weib. 5. Nun weg, du schnͤde Eigenliebe, du mußt mein Herze lassen leer, zu fol⸗ gen dessen Liebestriebe, dem nur gebuͤhrt allein die Ehr. Nun gute Nacht, was sich selbst acht; ich geh nun von mir felber aus, zu ziehn in meines Liebsten Haus. 6. Ach reiß mich los von allen Banden, von dem subhtilsten Netze frei; 0 63³⁴ on Verl. von verleugnung der Welt mach aller Feinde Rath Schanden, daß ich ein freies Schaͤfchen sei. Hab gute Nacht, du ist und Macht, die mich so oft betrogen hat; euch fehlt an mir nun Rath und That. 7. Wie suͤß ist doch ein freier Wandel in vol⸗ ler Abgezogenheit, wenn diese? Welt ihr toller Handel uns keine Sorg noch Furcht bereit. Ja, gute Nacht, du Lust und Pracht, ich bin bereits in meinem Sinn verlobte Braut und Koͤnigin. 8. Verbirg in deinem Frieden, und druͤck mich tief in dei⸗ nen Schooß; mach mich von allem abgeschieden, und von den Kreaturen bloß. Nun, gute Nacht, die Liebe macht, daß ich mich selbst vergessen kann, und sehne mich nur Him⸗ mel an. Gottfried Arnold In eigener Melodie. 74* gitelkeit, Ei⸗ 43. Enelkeit was wir hier sehen; Eitel⸗ keit, Eitelkeit, was wir begehen. Kindliche Tha⸗ ten und kindliches Spiel ist auch der Alten ihr taͤg⸗ liches Ziel.— 2. Eitelkeit, Eitelkeit, kbstlich sich zieren; Eitel⸗ keit, Eitelkeit, trotzig bra⸗ viren. Praͤchtig sich klei⸗ den ist Liebe der Welt, maͤßig sich schmuͤcken den Christen gefaͤllt. 3. Eitelkeit, Eitelkeit, mich nur GO große Pallaͤste; Eitelkeit, Eitelkeit, lachende Gaͤste. Christen, die suchen ein ewiges Haus, ihre Gedan⸗ ken sind nimmer daraus. 4. Eitelkeit, Eitelkeit, Kriege zu fuͤhren; Eitel⸗ keit, Eitelkeit, fleischlich studiren. Christen die strei⸗ ten den geistlichen Streit, und sie studiren, was IE⸗ sus gebeut. 5. Eitelkeit, Eitelkeit, niedliches Essen; Eitelkeit, Eitelkeit, GOtt zu ver⸗ gessen. Christen genießen verborgenes Brod, wel⸗ — ist ihr hochgelobeter t. 6. Eitelkeit, Eitelkeit Tanzen und Springen; Eitelkeit, Eitelkeit, Spie⸗ len und Singen. Ewig im Himmel Hallelujah klingt, wenn man auf Erden von Eitelkeit singt. Ivachim Reander. Mel. HErr, ich habe mißgehandelt. Ei was frag 744. E ich nach der Erden, wenn Jehovah bei mir ist? Es muß mir der Himmel werden trotz der Welt und Teufels List; o HEerr Icsu, meine Krone, komm, in meinem Herzen wohne. 2. Ei was frag ich nach Dukaten? Reich genug, wer GOtt nur hat. Ich verachte Ehren⸗Stagten, droben ist die Ehrenstadt. O mein Schoͤpfer, hilf doch glauben deiner bloͤ⸗ den Turteltauben. Milg 5„H ven dl Whfn Iur dah s nehtꝛ Hattocht Ind Ge Hel. C e II „ Velt, Sinnen deihem Agewint fum ha Vihlt zu re, Ull Unn hett 2 Well. —6—— ste; Eihsh ichende Gist ie suchen ch ihte Goh nmer datanz it, Eitllh uhten; Ee eit, fische risten Ne fe lichen Sch lell, wat ⸗ eit, Eitlch“ sch; Eitkleh Ott zu th⸗ ssten getließh Brod, väk Hochgelobetn t„ Eielt Shyringen telleit, Syle Ihen. Epig Hallelasch e a itelkeit sing. achim Rrander, ) ich habe andelt. i v fl ich nach d Jehobab 2 uß mir der n. tlob der Uels Lis; Mu, Meile Wöhhen Ii chnnc Nach Rh I hit. V (⸗ Stackeh Ehlals chfet, Hdener He⸗ Ihen. 0 von verleugnung der Welt. 6³⁵ 3. Ei was frag ich nach dem Himmel? Himmels nug, wer IEsum liebt. Pfut⸗ du schnöͤdes Welt⸗ getuͤmmel, ach wie hast du mich betruͤbt! Nun will ich mich erst ergtzen in den unsichtbaren Schaͤtzen. 4. Ei was frag ich nach dem Schmaͤhen, wenn ich meide bbse That? Wie GOtt will, so muß es ge⸗ hen; o der Luͤgen wird wohl Rath! Endlich wird der Wahrheit Leben hellen Mittagsglanz doch geben. 5. Ei was frag ich nach dem Loben? Darum bin ich froͤmmer nicht; wahres Lob kommt nur von oben/ von dem, der ins Herze sieht. So viel wird der Mensch nur taugen/ als er gilt in GOttes Augen. 6. Ei was frag ich nach euch allen, Himmel, Erde, Geld und Ehr? Wenn ich nur kann GOtt gefallen, ei was will, was will ich mehr? GoOtt allein will ich betrachten, wenn mir Leib und Seel verschmachten. Jvachim Neander. Mel. Christus, der uns selig macht. Jahr nur hin, 74. F du schnoͤde Welt, fahr aus meinen Sinnen; du sollst doch mit deinem Geld mir nichts angewinnen. JIEsum Chri⸗ stum hab ich mir auser⸗ waͤhlt zu lieben; alles An⸗ dre, was man hier liebet, kann betruͤben. 2. Was ist aller Reich⸗ thum hier? Nur ein Stuͤcklein Erde, eine Last, die fuͤr und fuͤr vruͤcket mit Beschwerde; eine Flamme, die das Herz giftiglich entzuͤndet; eine Dorne, da der Schmerz unsre Seel verwundet. 3. Was ist Ehr und Herrlichkeit? RNur ein Schein und Schemen; kommt und schwindet mit der Zeit, stuͤrzet uns in Graͤmen; wenn wir wollen himmelan unsre Fiuͤgel schwingen, muͤssen wir mit Haaman in die Schan⸗ de dringen. ö 4. Deine Wollust ist ein Gift, kuͤnstlich uͤber⸗ zogen mit dem Zucker; wen sie trifft, wird durch sie betrogen; wer sie isset/ muß mit Pein in die Hoͤlle fahren, trinken von dem Schwefelwein der ver⸗ dammten Schaaren. 5. O du blinde Men⸗ Euhehe magst du das noch liehen, was dich in der Hollenhoͤhl ewig kann be⸗ truͤben, und doch nichts ist als ein Rauch, als ein Dampf und Schemen? Auf verfluchten Liebe⸗Brauch folgt verfluchtes Graͤmen. 6, Bist du nicht vom Him⸗ mel her himmlisch an Ge⸗ muͤthe; kannst genießen im⸗ mer mehr deines GOttes Guͤte: wie soll denn was irdisch noch dein Begierde stillen? Kann das Erden⸗ puͤnktlein doch nicht den Himmel fuͤllen. 7. Fahr hin, Welt, mit deinem Dreck, du kannst mich 636 von verleugnung der Welt. mich ticht laben; JIEsus ist mein Liebeszweck! wenn ich den mag haben, frag ich nichts nach aller Lust, die der Himmel heget; alles ist mir Koth und Wust, was das traͤget. Ist im Himimel suͤße euß, giebt das Erdreich Schäte, so ist mir doch mehr bewußt, wenn ich mich ergoͤtze in dem IE⸗ su, der allein kann ver⸗ amaglich laben; ohne den ists lauter Pein Erd und Himmel haben. 9. Er ist mir, was ich degehr, ohne List und Truͤ⸗ gen, mein erwuͤnschtes Wollustmeer, mein hoͤch⸗ sies Vergnuͤgen, mein Erd und mein Paradeis, mein Schatz und mein Leben, meines Mundes hoͤchster Preis; er kann mich er⸗ heben. 10. Fahr nur, Welt, fahr immer hin mit den guͤldnen Schaͤtzen; JIEsus kann mir meinen Sinn mehr als Gold ergoͤtzen; mangelt Goͤld, so hab ich GOtt; es wird mir ge⸗ lingen, soliten auch Raben Brod mir vom Himmel bringen. 11. Bin ich vor der Welt veracht/ und werd hier be⸗ truͤbet, so bin ich doch werth geacht bei GOtt und geliebet. Menschen⸗ ehr muß wie ein Dunst, wie ein Schaum vergehen; dleibet mir des Himmels Gunst, will ich doch be⸗ Heinrich Müller. sehen. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 746. Gg schnoͤde Welt, mit deinen Spezereien, Lust, Ehre, Reichthum, Gut und Geld, so pflegst auszustreuen. 2. Reiz, wen du willst, mit dem Geruch der Eitel⸗ keit zu Suͤnden; wer sol⸗ chem folgt, der wird den Fluch anstatt des Segens finden 3. Dein Balsam ist mit Gift vermischt, reizt man⸗ chen hin zu laufen, da ihn des Satans Strick er⸗ wischt. Ich mag nicht Reue kaufen. 4. Mein Balsam, das ist JEsus Christ, der edle Gruch des Lebens, so mei⸗ ner Seelen Labsal ist, dem lauf ich nicht vergebens. 5. Vergebens lauf ich dem nicht nach, er ibdtet Tod und Laster; macht frei mich von verdienter Rach und weiß wie Ala⸗ baster. 6. Er giebt mir wun⸗ dergroße Kraft und An⸗ muth ohne Maaßen; es ist der allerstaͤrkste Saft, drauf man sich kann ver⸗ lassen. 7. Klopft Noth und Tod an meine Brust, will mich der Feind erschrecken, so kann der Balsam, Muth und Lust zum letzten Kampf erwecken. 8. GOtt hat ihn uns in seinem Wort zum Besten ausgege ssen, guf daß 1ol. 0 M 0 Bal Chft N Blh d techel 10. A uf her Reh V flh fb nt a K . Du I15. M., Gase 000 Salch 1 2 Uun uf RN M Epet Alch. 4* Wr si Edan, Wuldt Iomme hett. —— auß dit nen an Nihah But 1900 szusrug den du pilß ruch derdih den; wer ss der wih n t de Sihh sam im ht/ Reit m Hufeh, H Shict g Hmh sich Balsan, W rist„ der che bens, Ine⸗ abfl i, Hen t bethebgtt Nh Hauf ch, et thht sster;: mot hetdiente liß vie Al⸗ Ii Wul⸗ M= anßel tise Gaft, aun Ke⸗ Noch m Buuss wl elscheeket, Nlsam, W ö n bat iht Ium Beich f N0 x + von verleugnung der Welt. 637 sollen fort und fort ihm folgen unverdrossen. 9. Darum so laßt uns Herz und Muth mit die⸗ sem Balsam streichen, mit Christi Ramen/ Lehr und Blut, das wird uns Kraͤfte reichen. 10. Auf daß wir laufen auf der Bahn, die zu dem geben führet, die Christus selbst mit seiner Fahn des lieben Kreuzes zieret. 11. Du aber, HErr, zeuch uns zu dir mit deines Geistes Faden; man muß nur immer laufen hier in Seilen deiner Gnaden. 12. Zeuch mich, so folg und laͤuf ich hin, wohin du rufst, und werde zu dir mit Danken meinen Sinn erheben von der Erde. Michael Dillherr. Mel. JEsus, meine Zuversicht. 7* im̃elan geht 7147. Hansre Bahn, wir sind Gaͤste nur auf Erden, bis wir dort in Canaan durch die Wuͤste kommen werden. Hier ist unser Pilgrims⸗Stand, droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist; denn du bist ein himmlisch Wesen, und kannst das, was irdisch heißt/ nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von GOtt er⸗ leuchter Sinn kehrt in sei⸗ nen Ursprung bin. 3. Himmelan! die Welt kann dir nur geborgte Guͤ⸗ ter geben. Deine hinun⸗ lische Begier muß nach solchen Schaͤtzen streben, die uns bleiben, wenn die Welt in ihr erstes Nichts zerfaͤllt. 4. Himmelan! ich muß mein Herz auch bei mei⸗ nem Schatze haben, denn es kann mich anderwaͤrts kein so großer Reichthum laben, weil ich schon im Himmel bin, wenn ich nur gedenk an ihn. 5. Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte hoͤre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hin gehbre. Wenn mich dieses Wort verwahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 6. Himmelan denk ich allzeit, wenn er mir die Tafel decket, und mein Geist hier allbereit eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Kost im Jammerthal folgt des Lammes Hoch⸗ zeitmahl. 7. Himmelan! mein Glaube zeigt mir das schö⸗ ne Loos von ferne, daß mein Herz schon aufwaͤrts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen je⸗ nen Gianz und Schein. 8. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Hei⸗ math fuͤhren, da ich uͤber alle Noth ewig werde triumphixen. IEsus geht mir selbst vorun, daß ich freudig folgen kann. 9. Himmelan, ach him⸗ melan! das soll meine Lo⸗ sung bleiben. Ich will al⸗ len eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben. Him⸗ 638 bon berleugnung der welt. Himmelan steht nur mein des Urtheil aus; brich ent⸗ Sinn, bis ich in dem Him⸗ mel bin. Benlamin Schmoll. Mel. Eins ist noth, ach Err, dies Eine. 7 48 BOtiter en Seligkei⸗ ten, zeuch uns in dein Heiligthum, da du uns die Staͤtt bereiten, und hier im Triumph herum als deine Erkaufte sieg⸗ praͤchtig willst fuͤhren; laß wrere Bitte dein Her⸗ . jetzt ruͤhren; wir wol⸗ en dem Vater zum Opfer darstehn, und in der Ge⸗ meinschaft der Leiden hin⸗ gehn. 2. Er hat uns zu dir gezogen, und du wieder zu ihm hin. Liebe hat uns uͤberwogen, daß an dir hangt Muth und Sinn. Nun wollen wir gerne mit dir auch ab— erben dem ganzen na⸗ tuͤrlichen Seelenverderben. Ach pflanze und setz uns zum Tode hinzu, sonst finden wir ewig kein Le⸗ ben und Ruh. 3. Aber hier erdenkt die Schlange so viel Ausflucht uͤberall: bald macht sie dem Willen bange, bald bringt sie die Lust zu Fall. Es bleibet das Leben am Kleinsten oft kleben, und will sich nict voͤllig zum Sterben hingeben; es schuͤtzet die besten Absichten noch vor, und bauet so Hoͤ⸗ hen und Festung empor. 4. Drum, o Schlangen⸗ zwei des Moͤrders Pfeile, wirf den Drachen gan hinaus. Ach laß si dein neues erstandenes Leben in unser verbliche⸗ nes Bildniß eingeben. Er⸗ zeig dich verklaͤret und herrlich noch hier, und bringe dein neues Ge⸗ schͤyfe herfuͤr. 5. Kehre die zerstreuten Sinnen aus der Vielheit in das Ein, daß sie neuen Raum gewinnen, nur von dir erfuͤllt zu sein. Ach lege die Machten der Fin⸗ sterniß nieder, und bringe des Geistes verneuten Mund wieder, der von der verklaͤreten Menschheit sich mehr, und gegen der GoOttheit Veraͤchter sich wehr. 6. Staͤrke deinen zarten Samen, der dein maͤnn⸗ lich Alter schafft, daß wir hier in IEsus Namen stehn vor GOtt in Juͤng⸗ lingskraft, den Bosewicht voͤllig in dir zu besiegen, daß endlich die Feinde zun Fuͤßen da liegen: so soll aus dem Tode das Leben entstehn, und hier noch in voͤlliger Mannheit auf⸗ gehn. 7. Lebe dann und lieb und labe in der neuen Kre⸗ atur, Lebensfuͤrst, durch deine Gabe die erstattete Natur; erwecke dein Pa⸗ radies wieder im Grunde der Seelen, und bringe noch naͤher die Stunde, da du dich in allen den treter, eile, fuͤhr des To⸗Gliedern verklaͤrst, sie ch no II e he Frif 166 Hs HU Hiten Ih üet Nl- Wel. W Wl, Re 7⁴0 Ram es Mich eth nt fott ut hiite Dah Th nicht Be wocdeh schbüing Mier yoh hin 2.0 hases E hein Ich H Ru m welt. dus; duchg Duh Lacheh ann ch 0 ihser herblhe engehcg E berkltge ny 0 hict, I1 ö Heles U r. de efu der Mihet daß sse Rg mneh nut un sein. V hten der 1 und haihg bekheutes er, der h. NMenschhel H gegen de eraͤchter sih deilen zarth dein munn⸗ afft, dag wi sus Mamh t in Muh⸗ Wfewiht I bosigeth Feinden . 0 sl *hn Lebe it noch in hüt auf⸗ à Aruen Ke. tt/ du ie Etcke e dan M⸗ im Guulde und hlihe ie Stuld alle d s, sie hit Hoch von verleugnung der Welt. 639 noch des ewigen Lebens gewaͤhrst. 8. Goͤnn uns doch noch Frist auf Erden, Zeugen dei⸗ ner Kraft zu sein, deinem Bilde gleich zu werden, in dem Tod zu nehmen ein des Lebens vollkom⸗ mene Freiheit und Rech⸗ te, als eines vollendeten Heilands Geschlechte. Der Unglaub Eiel denken wir bitten zu viel, so thust du doch uͤber der Bitten ihr Ziel. Gottfr. Arnold. Mel. Was mein GOlt will, das gscheh allzeit. 5 Qier ist mein 749. Boerz HErr, nimm es hin, dir hab i mich ergeben; Welt, im⸗ mer fort aus meinem Sinn mit deinem schnoͤden Leben. Dein Thun und Tand hat nicht Bestand, deß bin ich worden innen; drum schwingt aus dir sich mit Begier mein freier Geist von hinnen. ̃ 2. GOtt ist mein aller⸗ bestes Gut, nach ihm steht mein Verlangen. Ach koͤnnt ich doch mit frohem Muth nur meinem GOtt anhan⸗ gen! Ach daß mir doch das Sündenjoch vom Hals waͤr abgenommen, daß ich einmal in seinen Saal des Himmels moͤchte kom⸗ men! 3. Ich sehe doch, daß in der Welt und allen ihren Sachen, was sie von Guͤ⸗ tern in sich haͤlt, ja gar nichts ist zu machen; ihr Gut verschwindt wie Staub und Wind, ihr Lust die muß zerstieben; nur GOtt, mein Schatz, be⸗ haͤlt den Platz, und bleib unvertrieben. 4. Was hab ich denn zuvor gethan, daß ich den Erdenlüsten bin allzusehr gehangen an, die doch nur einer Wuͤsten ich gleiche nun, weil all ihr Thun, wie gut es uns mag duͤn⸗ ken, macht Seelennoth, und nach dem Tod in ewge Pein versinken? ö 5. Was mag doch wohl die Ursach sein, daß ich mich so bethoͤret? Die Suͤnd, die mich genommen ein, hat meinen Sinn ver⸗ ch kehret, daß ich allhier mich/ GOtt, von dir, hah df⸗ ters lassen trennen. Dies lasse mich, ich bitte dich, mit steter Reu erkennen. 6. Gieb, daß ich meinen Sinn zu dir hinauf gen Himmel schwinge mit Lieb und herzlicher Begier, und mich in keinem Dinge er⸗ freue hier, als nur in dir, Gott, meiner Seele Le⸗ ben. Du allermeist kannst meinem Geist die beste Saͤttgung geben. 7. Drum immer hin, was fluͤchtig ist, ich will es lassen fahren; GOtt einig hat mein Herz durch⸗ suͤßt, der wird mich wohl bewahren, daß ich die Pracht der Welt nicht acht, vielmehr nur ihn verlange mit dankbarm Muth, das hoͤchste Gut, und ewig ihm anhange. Sebaßlan Franc. Mel. 640 bon berleugnung der Welt. Atel. An wasserhüffenssie scheten wohl für Geber Gabplon. 2 Qilf GOtt, 750. B wie gehts doch jetzo zu? Was sind doch das fuͤr sen chre Die Menschen hassen ihre Ruh, und wollens gar nicht lei⸗ den, daß man sie lehr den rechten Weg/ ral man sie fuͤhr den schmalen Fab⸗ der nach dem Himmel fuͤh⸗ ret; sie sagen ungescheuet: Nein, wir wollen bleiben, wie wir sein. Sieh, wie das Volk sich zieret. 2. Genug ists nicht, daß sie dein Wort verwerfen und verachten, und nach der alten Weise fort den Bauch zu naͤhren trachten; sie wollen noch dazu Recht han; das groͤßt Unrecht hat der gethan, der ihnen das verweiset; den halten sie fuͤr ungelehrt und seine Lehre fuͤr verkehrt, der ihr Thun nicht hochpreiset. 3. Wer will von schwa⸗ chen Menschen mehr, als wir sind, wohl begehren? Man treibt die Sach auch allzusehr, und sagt nur von Bekehren. Ei Lieber, laßt es, wies vor war; Welt bleibet Welt, das seht ihr ar, ist Christus doch ge⸗ orben. Wenn wir zu⸗ weiln zur Kirchen gehn, zur Beicht, und beten beim Aufstehn, ists denn so gar verdorben? 4. Dergleichen Reden fuͤhren die, so sich nach Christo nennen; verleug⸗ nen in dem Leben je, was rei, daß man sie wollt be⸗ reden frei: ein Christ muß heilig leben; daß JEsus und sein Geist die Suͤnd durch Glauben in uns nicht eben. 5. Drum, lieber GOtt, rett deine Ehr und IEsu, deines Sohnes: laß leuch⸗ ten immer mehr und mehr durch den Geist dei⸗ nes Thrones, daß JEsus Christus Heil und Staͤrk, Genad und Wahrheit, Glaub und Werk be⸗ kaͤnnt uns allen werden, und wie er fuͤr, in, mit uns sei, lehr, was wir an ihm haben frei im Himmel und auf Erden. Johann Caspar Schade. In eigener Melodie. X Abdchster Prie⸗ 731.5 ster/ der du dich selbst geopfert hast uͤr mich, laß doch, bitt ich, noch auf Erden, auch mein Herz dein Opfer werden. 2. Denn die Liebe nimmt nichts an, was du, Liebe, nicht gethan; wis durch deine Hand nicht gehet, wird zu GOtt auch nicht erhoͤhet. 3. Darum toͤdt und schlachte hin meinen Wil⸗ len, meinen Sinn; reiß mein Herz aus meinem Herzen, sollts auch sein mit tau send Schmerzen. 4. Trage Holz au den Altar, und verbrenn mich gam uͤberwind, ist ihnen gar IN 0 sch Raal WA zeschht/ 1 ich noch: en Hichel I lig 2 752. Woß i Mel fi Ren Hin I W that, M lich Lae Gette ach thz 01 0 I. Culel Rt Sil R Koppxen WM des a Me II s Melht hab ich Hiß hett Rh thah; 0e ¹ nit G WI I bi j— 1 Ooch l Tus, Iu auf lieber Oohh 1 ind JEi, 1 Uhlah mehr deh Geis HN Eund Stith Wuhrhehj Wetk he Hen wethch für/ iI 2„ W hen stei i auf Etheh. ipat Scth. Melodiz 1 ser/ E geohftkthl hoch/ it Ehen, auc dem Opfet dibe uimmt / Uebe/ — 00 icht gchet⸗ uc N t u Rchen Wl⸗ Eimtz u I Wollen ö nn S V 0 R Renn ic H FFFFFFF van verleugnung der Welt. 6⁴1 anz und gar, o du al⸗ mich gestorben; du hast erliebste Liebe. Wenn doch mir nichts mehr von mir bliebel 55. Also wird es wohl geschehn, daß der HErr es wird ansehn. Also werd ich noch auf Erden GOtt ein liebes Opfer werden. Johann Angelus. In eigener Melodie. 6 02 75 2. ch bin be weiß fast nicht, ob ich mein suͤndlich Angesicht gen Himmel darf aufheben. Ach meine große Misse⸗ that, ach, ach mein fuͤnd⸗ lich Leben, das meinen GoOtt erzuͤrnet bat! Ach, ach was hab ich doch ver⸗ uͤbt! Ich bin betruͤbt. 2. Ich bin betruͤbt, der Suͤnden Last hat mich mit Stricken so umfaßt, daß ich nicht kann ent⸗ kommen; sie hat, gleich wie des Meeres Sand, an Menge zugenommen, und trachtet nach der Oberhand. Ach, ach was hab ich doch veruͤbt! Ich bin betruͤbt. 3. Ich bin betruͤbt. Ach gehe nicht mit mir, HErr Christ, in dein Gericht; du hast ja für die Suͤnden der ganzen Welt genug ge⸗ than; ach laͤß mich Gna⸗ de finden, und schaue mich mit Gnaden an. Ach, ach was hab ich doch veruͤbt! Ich bin betruͤbt. 4. Ich bin betruͤbt. Doch troͤst ich mich, mein Trost, HErr Christ, geht nur auf dich, weil du fuͤr durch dein theures Blut das Himnielreich er⸗ worben, und machest meine Suͤnden gut; drum bin ich/ weil du dies veruͤbt, nicht mehr betruͤbt. Mel. Herzlich ihut mich verlangen. 7 3 3 JW auf truͤbt, und Erden, und hab hier kei⸗ nen Stand; der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reis ich aus und abe; dort in der ewgen Ruh ist GOttes Gnadengabe, die schleußt all Arbeit zu. 2. Was ist mein gan⸗ zes Wesen von meiner Jugend an, als Muͤh und Noth gewesen? Sof lang ich denken kann, hav ich so manchen Mor⸗ gen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sor⸗ gen des Herzens zuge⸗ bracht. 3. Mich hat auf mei⸗ nen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst er⸗ weckt; Verfolgung/ 1ch und Reiden, ob ichs gleic nicht verschuldt, hah ich doch muͤssen leiden und tragen mit Geduld. 4. So gings den lieben Alten, an deren 91 und Pfad wir uns noch taͤglich halten, wenns fehlt an ch Rath. Wie mußte ich doch schmiegen der Vater Abraham, eh als ihm 64² bon verleugnung der Welt. ihm sein Vergnuͤgen und rechte Wohnstatt kam. 25. Wie manche schwere Buͤrde trug Isaak, sein Sohn. Und Jakob, dessen Wuͤrde stieg bis zum Himmelsthron: wie mußte der sich plagen; in was fuͤr Weh und Schmerz, in was fuͤr Furcht und Zagen sank oft sein ar⸗ mes Herz! 5. Die frommen heilgen Seelen, die gingen fort und fort und aͤnderten mit Quaͤlen den erstbewohnten Ort; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war im⸗ mer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Gra⸗ bes Schooß. 7. Ich habe mich erge⸗ ben in gleiches Gluůͤck und Leid; was will ich besser leben, als Leut? Es muß ja durch⸗ getwungen, es muß gelit⸗ ten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 8. So will ich zwar solche große 10. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß icht fast muͤde bin. Je laͤnger ich hier walle, je wenger find ich Lust, die meinem Geist gefalle, das meist ist eitel Wust. 11. Die Herberg ist zu bͤse, der Truͤbsal ist zu viel, ach komm, mein GOtt, und loͤse mein Herz, wenn dein Herz will. Komm, mach ein selges Ende an meiner Wander⸗ schaft, und was mich kraͤnkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 12. Wo ich bisher ge⸗ sessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus; und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. 13. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht/ du zeuchst mich, wenn nun treiben mein Leben durch die Welt; doch denk ich nicht zu bleiben in diesem freinden Zelt. Ich wandee meine Straßen, die zu der Heimath fuͤhrt, da mich ohn alle Maaßen mein Vater troͤsten wird. 9½%Mein Heimath ist dort droben, da aller Engel Schaar den Zroßen Herr⸗ scher loben, der alles ganz si und gar in seinen Haͤnden traͤget und fuͤr und fuͤr erhültznenuch alles hebt und leget/ nachdems ihm wohlgefaͤllt. ich scheide, hin vor dein Angesicht; ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne andern leuchten soll. 14. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast/ bei denen, die mit Kronen du ausgeschmuͤcket hast; da will ich herrlich nebst ingen von deinem großen Thun und frei von schnöͤ⸗ den Dingen in meinem Erb⸗ theil ruhn. Paul Gerhord. Mel ch Lichte M. R0s E + M Wuns di 0 R U eh MolWe IW il 75 V ni Hah nahe z Hale H6 Btluti af liebers V Raltbi In l 9098• ei sht N Ktglie yflet Herherg i z rubsal komm, nch Dase mi dein Hetzul ich ein sahg mer Wand⸗ h ws mi wende durt und Kraft ich höhit g⸗ t min rechte an mein Zil so tret ic und wad ich het/ an Rg d wenm ich, „so schnket Gelb. shek/ Meihe Meines Lebeh sstmich, weh his bot dah 1NQ Hls der 46e, N ich Hl glich atz Khe gebst IN MW. Ich ine uchtwech Dehen, Ment ERshuud I h Kinem oßtn i UoM schl matemt⸗ Neil Gnnen L bon verteugnung der Welt. 6⁴³ Mel. n n IEsu, geh vor⸗ 7³. I. an auf der Lebensbahn; und wir wol⸗ len nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen: fuͤhr uns an der Hand bis ins Vaterland. ö 2. Solls uns hart er⸗ gehn: laß uns feste stehn, und auch in den schwersten Tagen niemals uͤber Lasten klagen; denn durch Truͤb⸗ sal hier geht der Weg zu dir. 3. Ruͤhret eigner Schmerz irgend unser Herz, kuͤmmert uns ein fremdes Leiden: o so gieb Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang. Fuͤhrst du uns durch rauhe Wege: gieb uns auch die noͤthge Pflege; thu uns nach dem Lauf deine Thuͤre auf. Nicol Ludw. Graf v. Zinzendorf. In seigener Melodie. Esu, meine 735. FFreude mei⸗ nes Herzens Weide, JEsu, meine Zier; ach wie lang/ ach lange ist dem Herzen bange, und verlangt nach dir! GOttes Lammm, mein Braͤutigam, außer dir soll mir auf Erden nichts sonst liebers werden. 2. Unter deinem Schir⸗ men bin ich vor den Stuͤr⸗ men aller Feinde frei. Laß den Satan wittern, laß den Feind erbittern, mir steht JEsus bei. Ob es itzt gleich kracht und blitzt/ schrecken, JEsus will mich decken. ö 3. Trotz dem alten Dra⸗ chen, trotz dem Todesra⸗ chen/ trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. GOt⸗ tes Macht haͤlt mich in Acht; Erd und Abarund muß verstummen, ob sie noch so brummen. 4. Weg mit allen Schaͤz⸗ zen! Du bist mein Ergotzen/ IEsu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hoͤren, bleibt mir unbewußt. Elend/ Noth, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von JEsu scheiden. 5. Gute Nacht, o We⸗ sen, das die Welt erlesen, mir gefaͤllst du nicht. Gute Nacht, ihr Suͤnden, blei⸗ bet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und racht, dir sei N du asterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauer⸗ geister, denn mein Freuden⸗ meister, JEsus, tritt herein. Denen, die GoOtt lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Zucker sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, IEsu, meine Freude. Johann Frandk. Mel. Uun lod mein Brel den HErren. ob gleich Suͤnd und Hblle 756. Larlard 6⁴⁴ von berleugnung der Welt. ren, o liebste Seel, in die⸗ ser Zeit das, was doch kann beschweren, ja hindern an der Seligkeit. Was will man Ehre suchen, die doch vergaͤnglich ist, auch gar wohl zu verfluchen, als welch in Feist uns Nausamlich l fallen in Trübsal Angst und Pein? Drum suchen wir vor al⸗ len bei GOtt geehrt zu sein. Was kann uns Wol⸗ 115 nuͤtzen, o werthe Seel, in dieser Welt? Was kann uns Reichthum schuͤtzen, wenn uns der Wuͤrger uͤberfaͤllt? Die rechte Lust ist oben, wo mein HErr IEsus wohnt, den alle ungen loben, der uns so reich belohnt, daß wir ge⸗ kroͤnet werden im hohen Himmelssaal. Ach eilt doch von der Erden zu seinen Hochzeitsmahl. 3. Was Pracht, was froͤhlichs Leben, was Reich⸗ thum Ehr und Herrlich⸗ keit? der Himmel kann uns geben/ was uns an Leib und Seel erfreut. In JIEsu sich ergötzen, bleibt ewig suͤß und gut; sein Reich fuͤr alles schaͤtzen, erquicket Geist und Muth. In IEsu Reichthum haben, in JEsu sein geehrt, kann uns ohn Ende laben, als er uns selbst gelehrt. 4. In JEsu hab ich Guͤter, in IEsu hab ich Lieb und gust, wie dir, du Menschenhuͤter, ist mehr denn allzuwohl bewußt. Laß mich die Welt ver⸗ achten, das kraͤnkt mich nicht ein Haar; ich will nach Ehren trachten, die frei sind von Gefahr; laß mich die Welt nur hassen, ich will mit Lieb und Treu nur meinen JE⸗ sum fassen so bleih ich 1990. 5, Die Welt mag mich verfluchen ist doch mein Segen IEsus Christ; in IEsu kann ich suchen und sinden, was mir nuhlich ist; laß mich die Welt nur rigkeit, mein JEsus kann Sen mein Herz zu al⸗ ler Zeit; und sollt ich schon hier sterben noch mehr als tausendmal, kann ich doch nicht verderben, dort ruͤhrt uns keine Qual. Das aber kann ich zeugen, das kann ich ruͤh⸗ men Tag und Nacht, daß mir mein GOtt fuͤr eigen sein Koͤnigreich hat zuge⸗ dacht. Ihr Sterblichen auf Erden, lebt wohl in dieser Welt. Ich soll ge⸗ kroͤnet werden, mir ist ein Reich bestellt; ich soll mit Gott regieren, den Erd und Himmel preist; ich soll ein Leben fuͤhren, das unpergaͤnglich heißt 7. O JEsu, meine Freu⸗ de, wann koͤmmt die lie⸗ be Zeit heran, daß ich von hinnen scheide, daß ich dich herzlich loben kann? Wann werd ich doch ge⸗ zieret mit Kleidern we h und hell? Wann werdi IRmuchr zu dir? Ach laß mich schnell, HErr, guͤldne Kronen tragen, welch setzen in Angst und Trau⸗ 0 I0 0 Mal 30 Wb . 6 I. WW N 6 e 757. IM hllt E IU st, shse * 0 0 IW % W schafehtt u s mit ooit fit N R R Hahih NN Men albtehe lich het chet def laet schei her ful fit umm fte 4.W Ic il ß mi r H Hue d sid kug Uslde Welh. Motrachten, I Gefchri t nurhiß mit Lich in eie so Belt m I ist doch ms Cde wich suchenn 3 mie nühst h die Welth dost und Au i JEsus kan He z sollt ich sche hoch mih nal/ Lamm i ekderber don aise Qunl. bet Rann ich Ianin ich tal⸗ D Mocht, V Alt füt eihm ich Hat uue Sterblicht lebt wohl I sl g 0 Mit t treich sollis / den Eh i fuhlet/ dad het Mee dteu⸗ Iumt Ml⸗ Iu/ chede/ Wic Hobeh kun⸗ wich dach Re⸗ leidetn i dunn werdi M RMell, Hen, Ruen ithgeh w von verleugnung der Welt. 645 welch unvergaͤnglich sindz dann werd ich dir beha⸗ gen als dein herzliebes Kind. Zoseph Beck. Mel. Die lieblichen Blik⸗ ke, die Esus mir giebt. 7 dein Herze, 757. M wie wan⸗ kest und flatterst du noch? Was hilft dir das Ringen nach irdischen Dingen, und immer zu ziehen das suͤndliche Joch? Das no⸗ thigste Theil ist IEsus, dein Heil. Drum richte den Sinn zum Himmli⸗ schen hin. 2. Mein holdester JE⸗ su, du suͤßeste Lust recht⸗ schaffener Seelen, die dich nur erwaͤhlen, wie wenig ist mir noch dein Wesen bewußt! Laß sterben in mit des Fleisches Begier; nach dir nur allein laß hungrig mich sein. 3½ In dir ist die Fuͤlle des allen, was gut. Das andre betruͤget, was fleisch⸗ lich vergnuͤget; es schwaͤ⸗ chet den Glauben, ent⸗ kraͤftet den Muth. Wer alles verlaͤßt, und hanget nur fest an JEsu allein, kann freudiger sein. 4. Ach lehre mich keb⸗ ren in inneren Grund; laß mich recht im Wesen der Gottheit genesen, und thue die richtigen Wege mir kund; verleihe du mir zu finden in dir, was ewig ergdtzt und nimmer verletzt. 5. Ums Irdische will ich mich nicht mehr be⸗ muͤhnz ich will nur er⸗ waͤhlen den Braͤuigam der Seelen, und alles das andre ohn Unterlaß fliehn. Er fuͤllet die Brust mit himmlischer Lust, und was man begehrt, wird in ihm gewaͤhrt. 11 6. Er ist auch der beste und treueste Freund. Es wallet von Liebe und in⸗ nigstem Triebe sein Herze⸗ das allzeit es bruͤderlich meint. Er schenket zu⸗ gleich sein ewiges Reich/ in welchem es nicht an Freude gebricht. 7. So ziehe, mein JE⸗ su, mich gaͤnzlich in dich; laß in mir zerrinnen die Herrschaft der Sinnen, und leite die Stroͤme der Liebe in mich; dein himm⸗ lischer Glanz durchleuchte mich ganz, hinfuͤhro al⸗ lein dein eigen zu sein. 8. Mein Wille sei gaͤnz⸗ lich in deinen versenkt; im Leben und Freuden, im Wirken und Leiden werd alles nach deinem Gefallen elenkt. Dir geb ich mich in im kindlichen Sinn; ach lebe in mir, so lebe ich dir. Ehristian Jak. Koitsch. Klel. Machs mit mir, SoOtt, nach deiner Güt. Fir nack 7358. M spricht Christus, unser Held, mir nach, ihr Christen alle, ver⸗ leugnet euch, verlaßt die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle; nehmt euer Kreuz und Ungemach auf euch, folgt meinem Wan⸗ del nach. 44.f1 2. Ic 646 bon verleugnung der Welt. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch fuͤr mit heilgem Tugendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaf.7 tig wandeln soll. Mein Herz ist voll Demüthigkeit, voll Liebe meine Seele; mein Mund der fleußt zu jeder Zeit von 22 Sanftmuthöle; mein Geist, Gemuͤthe, Kraft und Sinn ist GOtt 4„schaut auf ihn. 4. zeig euch das/ was schudlich ist, zu fliehen und zu meiden, und euer Herz von arger List zu rein⸗ gen und zu scheiden; ich bin der Seelen Fels und se Hort, und fuͤhr euch zu 2— Himmelspfort. aͤllts euch zu schwer, ich ge voran, i ich steh euch an der Seite; ich kaͤmpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein boͤser Knecht, der still darf stehn, wenn er den Feldherrn sieht angehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie um mich verlieren scheint, wird sie in GoOtt einfuͤhren. Wer nicht sein Kreuz nim̃t und folgt mir/ ist mein nicht werth und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben HErrn mit un⸗ serm Kreuz nachgehen, und wohlgemuth, Hetrost und ern in allem Leiden ste⸗ d en; wer nicht gekaͤmpft, traͤgt auch die Kron des Done Lebans nicht 4—.— Iuel. Ver Tag ist Hn mein Aotlthe. bei mir aun W mein Herze sehnt sich fort nur nach dem Himmel; denn deine und r nichts alz Liebe sind 55 Ruh und Rgsi. 2. Mein Heiland vuft, mich ihm zur Braut zu werben, zu seiner Ehr und seines Reiches Erben. Was ist dem gleich? Ach nichts auf dieser Welt/ nicht Krea⸗ tur, nicht Gold, das sonst 3. Solit ich denn wohl mein Gluͤcke selbst ver⸗ scherzen? Das moͤcht ich ja wohl nimmermehr ver⸗ dir ergeb ich mich allein, du sollst nun mein, ich dein . Mirdt sein. 4. Mit dir, mein Schatz, will ich mich recht verbin⸗ den, mein Herz kann doch sonst keine Ruhe finden. Nur deine Lieb mein suͤ⸗ ßes. ist; drum fleuch, 0—•— t, ich liebe JEsum 5. Er ist mein Lamm, das zartste Kind auf Er⸗ den, das schoͤnste Bild, so gefunden werden. Sein Augenlicht hemmt daß mein Herz und Sinn, aß ich vor Freud nicht bei mir selber bin. 6. O großer HErr, hoch uͤber * 4 hr U , n Nasch, el ie S Ien nd hn + leh Wet/ ‚ dust/ GD N 706 Idih Helh, d hhbe W keh U N Dell *— auls nicht W Jhann Imht 0 ö Ta 0 is. su, bes 0 leibe. 3 0 Maus g (N Ntümmeh nit t sich fut m Hümmelz Sagt mchthh., st/ in E Ruhundgh Helland ht Iur Magh seiner Ehruß Q Erben. Wa 97 Ach nicht elt/ icht Kxy Hold, das fons ich denn wobl selhst ver moͤcht ic amermehr her Min, WI H mih allz ein/ ichdel sein. „man Sch Hecht heth, Hunt doc Ruhe fuden. h man sü⸗ Rrum fleuch Ube Wun We Kind uf E den Wedh licht 100 und S, ö 5 ni bil. HEt/ huh t he 10 von verleugnung der Welt. 6⁴² üͤber alle HErren/ 3 ue ie ab das Bleigewichte, das Zebaoth, den auch Engel ehren, was ist der Mensch, daß du sein so gedenkst, und deine Lieb in seine Seele senkst? ö 7. Hallelujah! es ist mir schon gelungen, mein Hei⸗ land hat mich suͤßiglich be⸗ nonngen; drum, schnoöͤde Welt, fahr hin mit deiner Lust, mir ist forthin nur GOtt allein bewußt. In eigener Aelodie. JEsu, du 760. O bist mein, und ich will auch dein sein Herz, Seele, Leib und Le⸗ den sei dir, mein Hort, ergeben. Nimm hin den ganzen Mich; wie du in deinen Haͤnden mich keh⸗ ren willst und wenden, so muͤsse werden ich. ö 2. Ich muͤsse nun nicht mehr, obs vor geschehen waͤr, nach meinem Willen leben; dir muͤsse sein er⸗ geben mein ganzer Will und Thun; ich muͤsse mich verlassen, und mich selbst an mir hassen, in dir al⸗ lein zu ruhn. ö 3. Mein Herz, was zie⸗ het dich, und warum zeuchst du mich stets zu der Er⸗ den nieder, und senkest dich stets wieder hin in die Eitel⸗ keit? Ist denn des Him⸗ mels Freude dir nicht ge⸗ nug zur Weide? suchst du noch diese Zeit? 12— 4. Ach IEsu, ziehe mich; mein Herze sehnet sich. Ach sei du mein Gewichte, daß sich zu dir aufrichte mein Centner⸗ schwerer Sinn; schneid aus des Himmels Lichte mich zeucht zur Erden hin. 5. Hier ist kein Ruhe⸗ platz, hier find ich keinen Schatz fuͤr meine arme Seele; denn was ich hier erwaͤhle, ist von der Eitel⸗ keit, und kann die Seel nicht laben; denn sie wird es nicht haben nach gar geringer Zeit. IN 6. Du, JEsu, bist mein Gut, da meine Seel auf ruht; dich kann ich nun nicht finden in diesen lee⸗ ren Rinden der schnoͤden Eitelkeit. Wer an der Welt noch haͤnget/ und ihre Schaͤtz umfaͤnget, der ist von dir noch weit. 7. Im Himmel ist dein Thron, o meiner Seelen Lohn; drum wer nach dir will streben, der muß sich auch erheben weit uber selbsten sich, weit uͤber seine Sinnen und auch des Himmels Zinnen. Wer dies thut, findet dich. 8. Ei, nun zerschneide doch dies zaͤhe Jammer⸗ joch, das mich zur Erden senket, und mich von dir ab⸗ lenket; schneid ab, schneid ab die Last, so schwing ich mich zum Himmel aus diesem Erdgetuͤmmel zur Stelle meiner Rast. 9. Schneid ab die Last der Welt, die mich hienie⸗ den haͤlt, daß ich dich dort mag finden, mich fest mit dir verbinden; daß mein Herz sei bei dir, und ste⸗ tig 648 pbon verleugnung der Welt. 11 bei dir bleibe, auch 15. So frag uich nir⸗ alles Leid vertreibe mitgends nach, und sollte dir, o meine Zier. 10. Ich will ja williglich um deinetwillen mich ver⸗ leugnen und nicht kennen, wenn du mich nur willst nennen den allerkleinsten Knecht. Ich will mich selbst derlassen, und mich selbst m mir hasien, und bleiben schiecht und recht. 11. Die Welt mag im⸗ merhin in ihrem stolzen Sinn mich fuͤr unsinnig schaͤtzen, und mich zu unten setzen, sie mach es, wie sie will; sie leg auf mir zu tragen Kreuz, Truͤbsal, Angst und Plagen, doch will ich halten still. 12. Sie lege heimlich mir die Netze vor die Thuͤr; sie fluche, laͤstre, schaͤnde, sie wasche ihre Haͤnde, ists noth, in meinem Blut; sie muͤhe sich, mein Leben ins Todes Hand zu geben; sie thue, was sie thut: 13. Ich bleibe doch an dir, mein JEsu, fuͤr und fuͤr; mich soll von dir nichts trennen, ob mir es schon mißgoͤnnen der Teufel und die Welt. Was koͤnnen sie mir schaden, wenn du mit deiner Gnaden dich hast zu mir gesellt? 14. Befeste nur den Sinn, daß ich bestaͤndig bin; behuͤte mich vor Wanken, und zeuch Sinn und Gedanken, mein gleich ein Krach des Him⸗ mels und der Erden all⸗ hier gehdret werden; und sollte gleich dazu mein Leib und Seel verschmach⸗ ten, so will ichs doch nicht achten, und bleiben stets m Ruh. 16. Denn du, du bist mein Heil und meines Herzens Theil, mein Trost in meinem Zagen, mein Arzt in meinen Plagen, mein Labsal in der Pein, mein Leben, Licht und Sonne und freudenreiche Wonne. O ItEsu, du bist mein. Heinr. Georg Neuß. In eigener Melodie. 761. SNun Blick mich aufwaͤrts fuͤhret, und mei⸗ nen Geist ein Strahl be⸗ ruͤhret, der von Zions Glanz ausgeht, will mein Herz zu enge werden, weils auf Erden schon in Him⸗ melskraͤften steht. Da bin ich in die Hoͤh geflogen, und jener Welt schon nachgezogen, alles wird mir viel zu klein, daß mein Herze Platz da haͤtte; denn die Staͤtte muß ein weiter Himmel seitn. 3. Was sollen mir denn nun die Sachen, die ein Gemuͤth voll Unruh ma⸗ IE⸗chen? Ich kann ihr ent⸗ su, siets zu dir. Laß Herz, uͤbrigt sein. Denn mein Seel und Verlangen an dir alleine hangen, und bleiben fuͤr und fuͤr. Auge kennt den Fuͤhrer und Regierer, der mich fuͤhrt zum Einen ein. 4. Der 0 Idee H W 1Wh . ich K6 i M-* sch K 1906 Hun uch hich I H t Noh, bN l ket/ Hu Reh. 0. Dil Ih Aht dr fuse/ fl lle il nickt ell Wiseh en O 78⁰ Rcht o HAII icheh, K bichtoz die Och Wagkeh Gaund 9. E0 HAU Hußer G scheh, Rich kag. Noh hie Gab ig Hetz 9. O6 sch Fre l in cfeh, W Et Nuh Si c Welt. — sugg, ich nj „ nd sh Lach deß gis der Erden as werden n deel Weschmoh vil ichs d N, usd blahh ih n du, da H und. mihh ril mein Zul Zaben, sch feinen Punn Ein der In ,„ Accht freudenret O Jisu, inr. Gtorg Mei er Melodie. ost ah Blat mich Hret/ und wei I Suabl be 2 von Zos jht, Will nih Werden,Wal schon in H sieht. in-ich in en, und iin nachgehthl mir MI mein ga aite; dum N uß ein Wh l. jollen nirhe achen/ Re oll Untuh kann iht Daln. 10 t den Fis r/ de nl. inen en, Einen 19 von verleuguung der Welt. 6⁴9 . Der Schatten in mir 10. Ach wilst du dieses Heringe, daß er mich das Wesen bringe, so ie Weisheit mir gezeigt. O ich schaͤtze mich fuͤr elig, und bin froͤhlich, daß mein GOtt mich in sich zeucht. 5. Ich hab es nun so lang erfahren, ich konnte mich nicht selbst verwah⸗ ren vor den Feinden mei⸗ ner Ruh, bis ich, in mich selbst gekehret und bewaͤh⸗ ret/ laufe nach dem Ei⸗ nen zu. 6. Drum, scheint gleich etwas als das Beste, und etzt die Lieb darinnen feste, faͤllts doch endlich alles hin, wenn es GoOtt nicht selbst gewesen; dessen Wesen fuͤllt allein den leeren Sinn. 7. So lang ich noch nicht konnte fliehen, was hin und her das Herz kann ziehen, war mein Jammer uͤbergroß, und zerstreute die Gebanken, wenn sie wanken und von ihrem Grund sind los. 8. Sollt ich nun nicht den Goͤtzen fluchen, und außer GOtt noch etwas suchen, welcher alles in mich legt, was ich nur zur Noth soll haben, wenn die Gaben mir sein Geist ins Herze praͤgt? 9. Da darf ich nicht nach Fremden gaffen, er kann im innern Temvel schaffen, was zu seinem sich selbst verehrt. noch verschieben, und dei⸗ nen Himmel selbst nicht lieben, Seele, siehst du nicht den Truge Ach die Vielheit ist dein Schade, GOttes Gnade macht dich durch das Eine klug. 11. Die Zeit ist kurz, und dein Verlangen ist nur nach langem Heil gegangen; drum soll dies die Meinung sein, daß ich Welt und Himmel brauche, wie es teuge, und dem HeErrn belieb allein. 12. Mein Vater, du bist nicht zufrieden, wenn ich nicht voͤllig bin geschieden auch vom Quell der klein⸗ sten Pein. Du willst mich vollkommen haben, deine Gaben solln in mir voll⸗ kommen sein. 13. Drum thu ich nichts mehr zu gefallen der Kre⸗ atur, und will vor allen meinem Schöͤyfer bleiben treu. Der wird mich al⸗ leine richten, alles Tich⸗ ten ist sonst Tand, wie klug es sei. 14. Das Auge soll in Einfalt schauen auf ihn, mein Herz ihm volli trauen, sich in keinem hal⸗ ten auf, was nur falsches Urtheil heget; denn er le⸗ get mir ia vor den leicht⸗ sten Lauf. 15. So laß, mein GOtt, mir noch auf Erden dich elbst in allen alles werden, daß dein arme Kreatur dir Dienst gehoͤrt. Ja, wenn allein den Preis hingebe, keine Stimmen schallen, und nicht lebe nach Ver⸗ muß gefallen, was ihn—2 nunst und nach Ratur. 28 16. Ach 6⁵50 von verlengur auug der Welt. 16. Ach bring mich un⸗ ter deinen Willen, und laß ihn ganz in nur erfuͤl⸗ len, daß ich brauche dei⸗ ne Kraft, die mich aus der Vielheit reißet, Heil beweiset, und in Einem alles schafft. Gottft. Arnold. In eigener Melodie oder: Ich bin ja, Herr, in dei⸗ ner Macht 762* Pein Leben 5 Uist ein Pil⸗ grimstand: ich reise nach dem Vaterland, nach dem Jerusalem, das droben Ott selbst als eine feste Stadt auf Bundesblut ge⸗ gruͤndet hat; da werd ich Facobs Hirten loben. Mein Leben ist ein Pilgrimstand, ich reise nach dem Vater⸗ land. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß/ so schnell laͤuft meines Lebens Glas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder; ich eile zu der Ewigkeit. HCEer JIEsu, mach mich nur bereit: er⸗ ofne meine Augenlieder, daß ich, was zeitlich ist, veracht, und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach; der Lebensweg hat auch sein Ach. Man wandelt nicht auf weichen Rosen. Der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich abreißen von dem Ziel. Ich muß mich oft in Dor⸗ nen stoßen; ich muß durch duͤrre Wuͤsten gehn, und kann selbit keinen Ausweg sehn. eile 4. Der Sonnen Glanz mir vft entbricht, der Son⸗ nen, die mit Gnadenlicht in unverfaͤlschte Herzen strahlet; Wind, Regen stuͤrmen auf mich zu; mein matter Geist sindt nirgend Ruh. Doch alle Muͤh ist schon bezahlet, wenn ich die guͤldne Himmelsthuͤr mir stell im Glaubn und Hoffnung fuͤr. 5. Israels Huͤter, JEsu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen: zeig mir im Worte deine Tritt; laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets naͤher kommen. Mein Leben fleucht: ach du, und fleuch gleich wie ein Hirsch herzu. 6. Durch deinen Geist mich heilig leit; gieb in Geduld Bestaͤndigkeit; vor Straucheln meinen Fuß beschuͤtze. Ich falle stuͤnd⸗ lich: hilf mir auf; zeuch mich, damit ich dir nach⸗ lauf; sei mir ein Schirm in Truͤbsalshitze; laß dei⸗ nen suͤßen Gnadenschein in Finsterniß nie ferne sein. 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfuͤll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden; und wenn ich schließ die Augen zu, so bring mich zu der stol⸗ zen Ruh, da Streit und alle Muͤh verschwinden: laß mich da sein in Abrams Schooß dein Liebling und dein Amichindi 8. Bin ich in diesem Me⸗ sechs⸗ — chd l 0 Feh N R 0 vuchel U Raehhe * “ 0 0 Mit 70. 1 Ril k Rih ich he Wil schy sunde WII h f RM vol 2. H Hapm Hedoch sehhet Retüm Rch Dehf, 0.80 100 5 chh t N. H Me meht! Hur öit W ei lfets Wil Im Eit lef Ut/. Rell. — p— Hunen Gun icht, dir Sis⸗ Heihen Hind/ Nn mich urmih finbt nitgh aleMhi I Himmelzth Ghuan n t. Hͤͤtet, Iil H „ d0 H angenomgeh Borte doh mich da a itt NM ähe Hähet konmt fleuchtr W fleuch Rah dsch hethl, Ddeiten Gij lt; b' sandigket; i leen ich falbe sug mir auf; ft it ich d ut mit ein Sat Ehihe; b u Guddesch siß Mieferhesh nmit Maga ffüll, ar ö Letschm ah mich onn uden; u fl 5 bie La mich 0 „ d E 0 betshho da sein i Lul ein Llz bglt, 1 ch i Resec A. ich in d 12 von verleugnung der Welt. 651 sechsland der blinden Welt In unbekannt: dort sind ie Freunde, die mich ken⸗ nen; dort werd ich mit der Himmelsschaar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Mein Brauti⸗ am, komm, bleib nicht — in Kedars Huͤtten wird mir bang. Friebr. Ab. Lampe. In eigener Melodie nser Wandel 763. u 0 im Him⸗ mel, richte doch dein Her, dahin; Seele, denke, dab ich hier in dem schnoͤden Weltgetuͤmmel unter Me⸗ sech, unter Kedar nur ein den Eun Pilgrim bin. 1 en Kindern nur das Spiel: aber schaue du allein auf das vorgesteckte Ziel. 2. Unser Wandel ist im Himmel; rufe, schreie, wei⸗ ne doch, seufze, liebes Chri⸗ stenherz, uͤber alles Welt⸗ getuͤmmel, und beklage doch mit Thraͤnen Babels Dienst, Egyptens Joch; leg dich an des Himmels Thuͤr; alles, was die Erde liebt, tritt mit Fuͤßen un⸗ ter dir. 3. Unser Wandel ist im Himmel; reinge dich je mehr und mehr, schuͤtte nur die Suͤnden raus, leg das eitle Weltgetuͤmmel unters Kreuz des lieben IEsu. Mach dich ganz vom Eitlen leer, lebe JEsu nur allein; ach dein treuer Seelenfreund muß dein Licht, dein Leben sein. 4. Unser Wandel ist im Himmel; raste weder Tag noch Racht, schlafe nicht, o Himmelokind, bis das blinde Weltgetuͤmmel un⸗ ter Christi Kreuze lieget. Fasse GOtt mit aller Macht, laß ihn nicht/ bis sich dein Geist aus dem Kerker, von der Last, von dem Dienst der Suͤnden reißt. 5. Unser Wandel ist im Himmel; reiß nur alle Mauern ein, schwing dich uͤber Wiel und Thal, uͤber alles Weltgetuͤmmel; um den Himmel muß das Le⸗ ben, Leib und Kraft ge⸗ waget sein. Lobe GOtt, daß IEsus Christ an dem Kreuze deine Lust und dein Reichthum worden ist. 6. Unser Wandel ist im Himmel; richte nur dein Angesicht, schau die Aus⸗ erwaͤhlten an/ wie sie die⸗ ses Weltgetuͤmmel unter Schmach und Spott be⸗ sieget. Hier ist Christi Him⸗ mel nicht. Lust und Schaͤtze liebt die Welt; aber wer GOtt angehdret, sucht und liebt des Himmels Zelt, 7. Unser Wandel ist im Himmel; reiß nicht aus, wenn Spott und Hohn, Schmach und Marter auf dich faͤllt; du mußt in dem Weltgetuͤmmel unter lau⸗ ter Dornen bluͤhen, dort kommt erst der Ehrenthron. Leide nur, und weine mit; aber denke, wie dein GOtt dir getrost zur Seite tritt. 8. Unser Wandel ist im Himmel; rede das zu aller 28* Zeit, 652 von verleugnung der Wett. 5595 sprich und denke nur avon. Ach wie wird das Meltgetuͤmmel um dein Herze nochmals buhlen; aber dieser Kampf und Streit legt dir lauter Kro⸗ nen bei: ach so ringe, weil du kannst, bis das Klei⸗ nod deine sei. 9. Unser Wondel ist im Himmel, Richter, HErr der ganzen Welt, suͤßer JEsu bring uns hin, hast du doch vom Weltgetummel unsre Seelen losgerissen. O HErr IEsu, starker Held, laß es bald ein Ende sein: ach dein armes Zion schreit: Mach ein Ende meiner Pein. Mel. O Gott, du frommer Ott. WWas frag ich 764. Wé nach der Welt und allen ihren Schaͤz⸗ en, wenn ich mich nur an ir, HErr JEsu, kann er⸗ gotzen? Dich hab ich ein⸗ zig mir zur Wollust vor⸗ Ruhr du, du bist meine uh; was frog ich nach der Welt? 2. Die Welt ist wie ein Rauch, der in der Luft vergehet, und einem Schat⸗ ten ket. 9 der kurze Zeit bestehet. Mein IEsus aber bleibt, wenn alles bricht und faͤllt; er ist mein star⸗ ker Fels; was frag ich nach der Weltꝰ 3. Die Welt sucht Ehr und Rahm bei hoch er⸗ habnen Leuten, und denkt nicht einmal drauf, wie hald doch diese gleiten. Das aber, was! allein mein Herz fuͤr ruhmlich haͤlt, ist IEsus nur al⸗ lein. Was frag ich nach der Welt? n 4. Die Welt sucht Geld und Gut, und kann nicht eher rasten, sie habe denn zuvor den Mammon in dem Kasten. Ich weiß ein besser Gut, wonach mein Herze stellt; ist IEsus nur mein Schatz, was frag ich nach der Welt ꝰ?/ 5. Die Welt bekummert sich, im Fall sie wird ver⸗ achtet, als wenn man ihr mit List nach ihren Ehren trachtet. Ich trage Christi Schmach, so lang es ihm gefaͤllt. Wenn mich mein Heiland ehre, was frag ich nach der Welt? 6. Die Welt kann ihre Lust nicht hoch genug er⸗ heben, sie duͤrfte noch da⸗ fuͤr wohl gar den Himmel geben, Ein andrer halts mit ihr, der von sich selbst nichts haͤlt. Ich liebe mei⸗ nen GOit, was frag ich nach der Welt? 7. Was frag ich nach der Welt, im Hui muß sie vergehen, ihr Ansehn kann durchaus dem Tod nicht widerstehen, die Guͤ⸗ ter muͤssen fort und alle Lust verfaͤllt; bleibt IEsus nur bei mir, was frag ich nach der Welꝛ? Weorg Mithael Pfefferlorn. In eigener Melodie oder: Mein Augen schließ ich ieyht. frag! 765. WIIn elt⸗ IE ffl R Ieh t D Gle Rlchet. 290ꝗ9 Hbist ith ub X Wuf Sohh ete Vat, NAul 99 mich; Hcht, nuil hliht 1 sat lih IM U 0 hehsch en 716000 kahm icht habe demn amton ch Weiß anah UAd IJEsus un W su Vellꝛn bekimmen swird get Ran r ihren Ehreh Doge Chhi nh ed ih miich mein Wpas fehg 00 ö famn ihre gxug et⸗ noch da⸗ W himm D Halt on sichseah h libe miͤ sng ih ch I Hnh hr Mhh 15 deh R, Reh 92 HlehtPi „ s Wel/ aI Hfisas lelodit kt 19 00 ffalch l 1ü3 Welt, sie glebt mir schlech⸗f ten Trost. Du bists, der mir gefaͤllt, du/ der den Liebeomost mir Liebekran⸗ ken reichst aus deinem Wunden⸗Keller/ der meine Seel erfrischt, die Augen machet. beller, ö 2. Mein IEsu, deine Lieb ist meiner Seelen Lust; wird hier mein Himmel truͤb, ich ruh an deiner Brust. So kann ich meine Sonn in schoͤnster Klar⸗ heit sehen, wenn mich die Welt anbliht, und Truͤb⸗ thnenn wehen. Nur du vergnuͤgest wohe o meiner Seelen Licht, in dir erfreuet sich mein Herz, auch wenn es bricht. Laß mich doch mehr und mehr der Liebe Bal⸗ sam spuͤren, so wird sich Lieb und Lust der Welt in 4310 verlieren. Durchstrahle mich doch ganz mit deinem Gna⸗ denschein, so wird der Er⸗ 6. aen mir Nacht und sein. Zeig deine Schünben mir, o Schoͤn⸗ ster aller Schönen⸗ wenn die geschminkte Welt will meine Lieb entkroͤnen. 5. Erleuchte mich, mein Licht, wenn mir die Eitel⸗ keit umnebelt das Gesicht mit Sachen dieser Zeit; und laß mich so vergnuͤgt in deiner Liebe stehen, daß ich nichts anders moͤg als dich, mein GOtt, ansehen. 6. Mich hungert nicht nach Gluͤck, mich duͤrstet nicht nach Ehr; ein einig lieber Blick von dir er⸗ Bou Verleugnung der welt. 6⁵³3 sreut mich mehr, als ob ich alles Gluck des fal⸗ schen Reichthums ob und unter Rosen laͤg auf 2.. Ehrenbette. 7. Du bist mein, hoͤch⸗ sles Gut, mein Schatz, dem keiner gleicht. Du trͤstest Herz und Muth, wenn andrer Reichthum weicht. Ich bin in Armuth veich. Wie kann mir auch was fehlen? Wer dich zum Segen hat, den darf kein 9 quaͤlen. Ich mag die Ehre ucht⸗ den Schatten, der vergeht, wenn unsrer Tage Licht beim letzten Abend steht. Genug, mein IE⸗ su, ists, daß du mich Erde liebest, und mir mit deiner Lieb Herz, Kron ung Himmel giebest. Ach laß mich mehr rnn mehr emyfinden Ge⸗ genlieb, und toͤdte und erstor, was hindert ihren rieb; verbittre mir die Welt, daß deine Suͤßig⸗ keiten bei desto weiterm Raum sich in der Seel ausbreiten. 10. Weg Welt, die schnelle Zeit veraͤndert dich und sich; der Kram der Eitelkeit hat keine Waar fuͤr mich. Willst du mir in der Welt, mein IEsu, et⸗ was geben, so gieb dich selher mir, mein Theil, mein Heil, mein Leben! Woligang Christoph Deßler. Mel. Wer nur den lie⸗ ben GOtt läßt walten. 766. Woen brun, 6⁵⁴ von verleugnung der Welt. meine Seele, GOtt, der dir taͤglich alles giebt? Was ist in deines eibes Höhle, das ihn vergnuͤgt und ihm beliebt? Es muß das Best und Liebste sein: gieb ihm, gieb ihm das Herz allein. 2. Du mußt, was GOt⸗ tes ist, GOtt geben. Sag, Seele, wem gebuͤhrt das Herz? Dem Teufel nicht, er haßt das Leben; wo dieser wohnt, ist Hollen⸗ schmerz. Dir, dir, oGOtt, dir soll allein mein Herz aufwaͤrts gewidmet sein. 3. So nimm nun hin, was du verlangest, die Erst⸗ geburt ohn alle List, das Herz, damit du, Schöͤpfer, praͤngest, das dir so sauer worden ist. Dir geb ichs willig, du allein, hast es — 40 es ist ja dein. Wem sollt ich mein Oan lieber Annen, als dem, der mir das seine giebt? Dich kann ich mei⸗ ne Herzlieb nennen, du hast mich in den Tod geliebt. Mein Herz, dein Herz, ein Herz, allein soll dein und keines andern sein. Joh. dednhard Stöberlein. Klel. Freu dich sehr, o meine Stele. 767. S affer, schaffet, Haheunder schaffet eure Seligkeit: bauet nicht, wie freche Suͤnder, nur auf gegenwaͤrt e Zeit; son⸗ dern schauet uͤber euch, rin⸗ get nach dem Himmeireich, und bemuͤhet euch auf Er⸗ den, wie ihr möget selig werden. 2. Daß nun dieses midy geschehen/ muͤft ihr nicht nach Fleisch und Blut und desselben Veigung gehen; sondern was GOtt will und thut, das muß einig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag Fleisch und Blut in allen 2 oder wohl Rrsachrun Ihr habt Irsach zu Wütnen daß in euch noch Suͤnde steckt, daß ihr Fleisch von Fleisch zu nen⸗ nen, daß euch lauter Elend deckt, und daß GOttes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glau⸗ ben kaͤmpfet; selig/ wer im Kampf besteht, und die Suͤnden in sich daͤmpfet; selig, wer die Welt ver⸗ schmaͤht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach. Wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich Mang sondern traͤg und laͤssig sein, eure Reigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rech⸗ ter Sieg; wahren Siegern wird die Krone nur zum 90 Miit Lohne. Mit der Welt sich h machen, hat bei Chri⸗ sten keine Statt; behachen reden, thun und lachen schwaͤcht dam n Klalhe ihn Met l HI . N W —. Winn Ren B Gnsde Hls — Inen in mit, W pf che K htte HU I jelt. Un dieses m0 ißt Ueng n Blat u Huhg geheh t W 3 müß einh dakes Lebest ei, ec msh Blut H a I Hin. t Hescche in euch noc k/ daß ist llisch et later Elefh daß GOtteh sur allein d iN daß ane in elch nichts chide. WriHElal⸗ sc/ Webimt „ Und die ich Nwfet; Welt Lel⸗ Mterx Christ ch Wet mat nach. Wil Will ekethch mit Chtit et ihr ich 6n, sonden sig seih/et wingeh, Hoffnufh d. R Gtleit niemalztt⸗ chten Sht One Hut von verleugnung der Weli. 6⁵⁵ schwaͤcht den Geist und macht ihn matt. Ach bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wollte thun und scherzen. 7. Furcht muß man vyr GOtt stets tragen; denn er kann mit Leib und Seel uns zur Hoͤllen nie⸗ derschlagen: er ists, der des Glaubens Oel und, nach⸗ dem es ihm beliebt, Wol⸗ len und Vollbringen giebt. O so laßt uns zu ihm ge⸗ hen, ihn um Gnade an⸗ zuflehen. 8. Und dann schlagt die Suͤndenglieder welche A⸗ dam in euch regt, in den Kreuzestod darnieder, bis ihm seine Macht gelegt. Hauet Haͤnd und Fuͤße ab, was euch aͤrgert, senkt ins Grab, und denkt mehrmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9. Zittern will ich vor der Suͤnde und dabei auf IEsum sehn, bis ich sei⸗ nen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht! gieb mir deines Geistes Waffen, meine Se⸗ ligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen! GOtt versiegle dies in mir, auf daß ich in JEsu Namen so den Glaubens⸗ kampf ausfuͤhr. Er, er gebe Kraft und Staͤrk, und regiere selbst das Werk, daß ich wache, hete, ringe, und also zum Himmel dringe. Ludw. Andr. Gotter An eigener Alel. oder et⸗ wa: Nun sich der Tag geendet hat. 68 Woer muich 0 mauf die⸗ ser Welt, betruͤbt, das waͤhret kurze Zeit; was aber meine Seele liebt/ das bleibt in Epigkeit. Drum fahr,. Welt, mit Ehr und Geld und dei⸗ ner Wollust hin; im Kreuz und Spott kann mir miein GOtt. erquicken Muth und Sinn. 2. Die Thorenfreude dieser Welt, wie suß sie immer lacht, hat schleunig ihr Gesicht verstellt, und den in Leid gebracht, der auf sie bautz wer aber traut allein guf GOttes Treu, der siehet schon die Himmelskron, und freut sich ohne Reu. 3. Mein IEsus blei⸗ bet meine Freud, was frag ich nach der Welt? Welt ist nur Furchi und Traurigkeit, die letztlich selbst zerfaͤllt. Ich bin ja schon mit GOttes Sohn im Glauben hier vertraut, der droben sitzt, und hier veschuͤtzt sein auserwaͤhlte Braut. 4. Ach IEsu, toͤdt in mir die Welt und meinen alten Sinn, der deinem Willen widerbellt; HErr, nimm mich selbst nur hin/ und binde mich ganz fe⸗ suglich an dich, d HErr, mein Hort; so irr ich nicht in deinem Licht bis in die Lebenghfort. Michgel Franck. Mel. PPP...II.... — 2 65⁵6 van verleugnung der wWelt. Mel. Wachet auf, ihr saulen Christen. * as hinket 7695 Woih be⸗ trogne Seelen, nacht il Anner⸗ hin auf beider Seit 7 Faͤllts euch zu schwer, das zu er⸗ waͤhlen, was euch des Him⸗ mels Ruf anbeut? O sehts mit offnen Augen an, und brechet auf der schmalen Bahn hindurch. 2. Bedenkt, es sind nicht Kaiserkronen, nicht Reich⸗ thum, Ehr und Lust der Welt, womit euch GOtt will ewig lohnen, wenn euer Kamf den Sieg er⸗ haͤlt: GOtt selbst ists und die Ewigkeit voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. Hin⸗ durch! ö 3. Drum gilt hier kein halbirtes Leben; GOtt kroͤnet kein getheiltes Herz. Wer IEsu sich nicht recht ergeb n, der macht sich sel⸗ ber Muͤh und Schmerz, und traͤget zum verdienten Lohn hier Qual und dort die Hoͤll davon. Hindurch! 4. Wer aber mit Gebet und Ringen auf ewig al⸗ lem Abschied giebt, und den Monarchen aller Din⸗ ge von Herzen und alleine iebt: der wird der Krone werth geschaͤtzt und auf des Konigs Stuhl gesetzt. Hin⸗ durch! 5. Zerreißet denn die mor⸗ schen Schlingen, die euch in diesem schönen Lauf ver⸗ hindern und zum Saͤumen bringen, und rafft euch beut von neuem auf. Auf, auf! verlaßt—— falsche Ruh; auf, auf! es geht berch Himmel zu. oi I.r 6. Auf, auf!8 Isl Lieser Weg schon enge und Wvoller Dorn und rauher Stein; bringt euch die Welt oft ins Gedraͤnge, stellt Sa⸗ tan sich geharnischt ein; erhebet sich sein ganzes Reich; Immanuel ist auch bei euch. Hindurch! 7. GOtt fordert nichts, geliebte Seelen, als daß ihr euch nur zu ihm halt, und ohne heuchlerisch Ver⸗ hehlen vor ihin die schwa⸗ chen Haͤnde falt't. Er streit fuͤr euch; er macht euch Bahn: Troͤtz dem, der euch besiegen kann. Hindurch! 8. Die Allmacht stehet euch zur Seiten, die Weis⸗ heit haͤlt bei euch die Wach, die Gottheit selbsten will euch leiten: folgt nur nlit treuen Schritten nach Wie Manche hat nicht die⸗ se Hand schon durchgefuͤhrt ins Vaterland! Hindurch! 9. Nur spart es nicht auf andre Zeiten, ihr habt schon jetzo viel versaͤumt: ihr mehrt euch selbst die Schwieri: keiten, wo ihr das suͤße Heut vertraͤumt. Eilt, eilet, denn die Gna⸗ denzeit rennt zügellos zur Ewigkeit. Hindurch! 10. Laßt euch das Fleisch nicht traͤge machen/ ver⸗ fluchet seine Zaͤrtlichkeit; ihr gebt euch ja um eitle Sachen in tausend Muͤh und Faͤhrlichkeit: wie, daß ihr um das hoͤchste 3* 0 00 m. ö uns⸗ 000 M ehdeh! ser Al U h und Ul vo0 Ropol Hel R sche hiest sicht R6 d fil, W sch 2. W sscht Hcthe Welt. —— t die Assh aufHWed Rel gu, 91 Kuft I enge undo rauher Eun Di Wilbg ige/ stellt g chakmischt eh sein manuel istast hindurch⸗ sordert ncht eelen, Alg M. 1 ihm H uchlekisch V ihm die sche e faltt. U. Vermachteut 5 dem, der auc m. Hundurch. Ilmacht sehtt en, de Wiiz⸗ tuch bie Wach, Whsen wil folgt hur nt chtitten nach he hat hicht on durchgefit mnde Huth spart e3 Zeitet, iht Hl viel versͤlg euch selht N keiten„ wy reut Hette denh diꝛ O mt zügelez Hindurchl, kuch düs eRmachen/ M me Zätlichh uch N miseh l schkeit: wi, 9 hochse N ö von verleugnung der welt. 657. 10 faul, verzagt und sorg⸗ os thut? Hindurch! 11. O sehet nicht das arme Leben und den gerin⸗ gen Hausrath an; will Josevh euch doch Gosen geben und mehr, als Erd und Himmel kann. Wer ist um Thon und Sand be⸗ truͤbt, wenn man ihm Gold und Silber giebt? Hin⸗ durch! 12. Eilt, faßt einander bei den Haͤnden! Seht, wie ist unser Ziel so nah, wie bald wird unser Kampf sich enden! da steht dann un⸗ ser Koͤnig da: er fuͤhrt uns ein zur stillen Ruh, und urtheilt uns das Klei⸗ nod zu. Hindurch! Leopold Franz Friedrich Lehr. Mel HErr, ich habe mißgehandelt. 7 70 Woe mit al⸗ lem, was da scheinet irdisch klug in dieser Welt, was mich nicht mit dem vereinet, dem der Kinder Herz ge⸗ faͤllt, welcher ist ein GOtt von Machten, unbegreif⸗ lich zu betrachten. 2. Was mich, sag ich, nicht hinfuͤhret zu dem allerhoͤchsten GOott, das ist nichts; ja mir gebuͤh⸗ ret dies zu nennen lauter Koth. Es sind andre Wissenschaften, die mit IEsu mich verhaften. 3. Fragst du, worin dies bestehet, das mein Herz so sehr begehrt? Wenn ein Mensch in Furchten gehet, und den großen Schoͤpfer ehrt: das ist Weisheit, das sind Gaben, die nur Himmelsbuͤrger haben. 4. Boͤses meiden, Gu⸗ tes suchen, jagen na der Wei, or alle Lut der Welt verfluchen, so verschwindet mit der Zeit: das heißt recht Verstand zu haben, welcher Leib und Seel kann laben. 5. Willst du dieses jetzt nicht glauben, o du falsch beruͤhmte Kunst, wahrlich, du wirst doch verstauben, und wo bleibt dann Men⸗ scheugunst? Ach wie bald wie bald verschwindet, was sich nicht auf Chri⸗ stum gruͤndet. Joachim Neander. In eigener Relodie. 774 Weelllich Ehe und zeit⸗ lich Gut, Wollust und aller Uebermuth ist eben wie ein Gras. Aller Pracht und stolzer Ruhm verfaͤllt wie ein Wiesenblum. O Mensch, bedenk eben das, und versorge dich doch baß baß. 2. Dein End bild dir taͤglich fuͤr; gedentk der Tod ist vor der Thuͤr, und will mit dir davon. Er klopft an, du mußt heraus, da wird nun nichts anders draus; haͤttest du nun recht gethan, so faͤndest du gu⸗ ten Lohn. 3. Wenn die Seel von hinnen faͤhrt, und der Leib, von Wuͤrmern verzehrt, wieder wird auferstehn, 28* al 6⁵8 von verleugnung der Welt. alodann vor goͤttlicher Kraft geben sollen Rechenschaft: o wie wird er da bestehn, weil er jetzt will muͤßig gehn. 4. Denn dort wird ein reines Herz vielmehr gel⸗ ten, denn alle Schaͤtz und aller Menschen Gut. Wer sich hier verfuͤgt mit GOtt, der wird dort nicht leiden Noth. Wer jetzt GOt⸗ tes Willen thut, der wird dort sein wohlgemuth. 5. Ein gut Gewissen allein ist viel besser denn edle Stein und koͤstlicher denn Gold. Wer es in Christo erlangt, und ihm ordentlich anhangt, dem vergiebt GOtt seine Schuld, fieht ihm bei und ist ihm hold. 6. Kein Reichthum, auch keine Gwalt, keine Zier⸗ heit, noch schͤn Gestalt hilft was zur Seligkeit; es sei denn das Herz zu⸗ gleich in goͤttlichen Gaben rrich und geziert mit Geist⸗ lichkeit, in Christi Theil⸗ haftigkeit. 7. Chrisius redet offen⸗ bar, und spricht zu aller Menschen Schaar: Wer mit mir herrschen will, der nehm auch sein Kreuz uf sich, unterwerf sich williglich, halt sich nach meinem Beispiel, thu nicht, wie sein Adam will. 8. O Mensch, sieh an IEsum Christ, so fern er dir zum Beispiel ist, und untergieb dich gar. Nimm and dich sein suͤßes Joch, und folg ihm hier treulich nach, so kommst du zu Engel⸗Schaar, die beß wartet immerdar. ö 9. Glaub dem HErrn aus Herzens Grund, und bekenn ihn mit deinem Mund, und preis ihn mit der That; thu ihm fleißig deine Pflicht, wie dich sein Wort unterricht, so wird er mit seiner Gnad dir bei⸗ stehn in aller Roth. 10. Regier dich nach seiner Lehr und gieb ihm allzeit Lob und Ehr mit Unterthaͤnigkeit; sprich herz⸗ lich mit Innigkeit: O GOtt in Dreifaltigkeit, dir sei Dank und Herrlichkeit hier und dort in Ewigkeit! Michael Weiße. In eigener Melodie. 7⁴ Welt, packe 7 744. Wẽĩ ich; ich sehne mich nur nach dem Himmel; denn droben ist Lachen und Lieben und Leben, hier unten ist alles dem Eitlen ergeben. 2. Du Luͤgnerin, nach deinem Sinn willst du mich richten. Ich folge der Wahrheit zum ewigen Leben, das IEsus, die Wahrheit, den Frommen wird geben. 3. O Welt, du bist voll Trug und List, du legst mir Stricke. Ich bin dir entgangen, and will dir entgehen; denn IEsus bleibt ewig zur Rechten mir stehen. 4. Du blinde Welt, wers mit dir haͤlt, stuͤrzt in die Grube. Ich folge dem Lam⸗ stoy I Ruige 7.0 helt. — Immst dh Nt, die 10 dem Heih Orond, u mit datth Pkeis iht gl hu ihm sech Rwie dich s licht, m Gnad dir ez Roth. er dich Hit und gieb in und Eht is Hitzsprichheh Het OG keit, dir se ertlichkeit hil Ewigket! Michatl Wesst. r Melodie. 5 yntze dch ich I4 uoch den n droben. Geben und Uhten ist ales Kegeben. ighern, nich m Wilht. v0 Ich folhe Rum elbigen Psus, de en Frowuneh % U bl Mo/ du l I dih E Ind Wil N dem Pñt aur Maln Ibe Welt,Weß +7 10 olge N ch solh. von verleugnung der Welt. 6⁵9 Lamme, dem Lichte und Leben, das uns das Lamm GoOttes dort oben wird geben. 5. Du muͤhest dich, zu stͤren mich und meinen rieden. Ich liege und chlafe voll goͤttlichen Frie⸗ en, und lasse dich toben und wuͤthen hienieden. 6. Du spottest mein; ich lache dein und deiner Waffen. Verfolge, ver⸗ spotte, verhöͤhne mich eben, es bleibet mir dennoch das ewige Leben. 7. GOtt ist bei mir; Satan mit dir, wer wird ewinnen? Ich siege durch Chritun, ich kaͤmpfe und streite, und trage die Seele von dannen zur Beute. 8. Mein Schild ist Gott; in aller Noth i auf ihn traue. Du wir noch verstieben, ich werde bestehen, wenn alles zu Boden und Truͤmmern wird gehen. 9. Auf, ruͤste dich, streit wider mich, spanne den Bogen; dein Bogen wird hbrechen, die Sehne zer⸗ sahg aeß damit du mich istig gedachtest zu faͤllen. 10. Du rufst: Da, da! Hallelujah ist meine Stim⸗ me; du suchest mein Elend, das siehest du gerne; ich suche und sehe den Him⸗ mel von ferne. 11. Jerusalem, Jerusa⸗ lem wird dennoch bleiben, auch unter dem Kreuze fein lustig, fein stille, denn GoOttes sein Brünnlein hat Wassers die Fuͤlle. 12. Zuletzt, zuletzt werd ich ergbtzt; hier will ich dulden; mir ist schon der Himmel von dem, der mich leitet, dir aber die hoͤllische Grube bereitet. 13. Hallelujab, Hallelu⸗ jah, wo seid ihr Klugen? Der Braͤutigam koͤnimet voll Gnade und lachet, ach schmuͤcket die Lampen, seid munter und wachet. 14. Welt, packe dich, du haͤltst nicht Stich, du Truͤgerinne! Ich lobe den Himmel, und liebe das geben, das IEsus im Himmel den Frommen wird geben. 15. Nur fort, du Welt; komm, Sternenzelt, mich zu ergoͤtzen. Ich suche den Himmel, das freudige Le⸗ hen, das wolle mir IEsus, der Lebensfuͤrst, geben. Justus Sieber. Mel. Erquicke mich, du Heil der Jünder. 773 Welt. tobe, wie du willst, und wuͤthe, mein Ziel bleibt dennoch unver⸗ ruͤckt; mein Sinn und Herz und mein Gemuͤthe sind nie vor deiner Lust entzuͤckt denn ob mich Welt und Lust schon triebe, bleibt doch gekreuzigt meine Liebe. 2. Die Liebe, die ver⸗ gaͤnglich bleibet, ist schon aus meinem Sinne hin; ich bin derselben einver⸗ leibet, die, IEsu, dich fuͤhrt zum Gewinn; denn ob mich Welt und Lust schon triebe, bleibt doch gekceuzigt meine Liebe. 3. Mein 660 oon verteugnung der Welt. 3. Mein Herz ist huum⸗ lisch nur gesinnet, was we elilich; ist blribt unde⸗ rährt. Die Liebe, die den Preis gewinnet, ist diese, die zum Himmel fuͤhrt; denn ob mich Welt und Sast schon triebe/ bleibt doch gekreuzigt meine Liede. . Ob ich der Welt gleich zin verhasset, weil mir ver⸗ haßt ist, was sie liebt, so leh ich doch mit Lieb um⸗ sasset von dem, dem sich mein Herz ergiebt; denn obemich Welt und Lust schontriebe, bleibt doch gekreuzigt meine Liebe. Hel. Burch Adams Hall ist ganz verderbt. 5 sich 7 7.4 Wa auf seine Schwachheit steurt, der leibt in Suͤnden liegen: ver nicht Herz, Sinn und Nuth uerneurt/ wird sich ewiß betruͤgen. Den Him⸗ nelsweg und schmalen Steg hat er nie angetre⸗ en; er weiß auch nicht inm Gottes Licht, was sei und beten. 2. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, ist ihrer Bosheit Staͤrke: da⸗ durch mehrt dann der Hoͤl⸗ lengeist sehr maͤchtig seine Werke. Auf, Seele, auf, richt deinen Lauf zur All⸗ miͤcht, die dich rertet; des Heilands Blick zerreißt die Strick, womit du angekettet. 3. Der erste Schritt im Christemhum maͤcht von der Suͤnd uns scheiden; bei einem wahren Glau⸗ bensruhm muß maͤn die Wollust meiden. Wenn Christi Geist die e Seel ent⸗ reißt von ihren Todesban⸗ den, su spuͤrt sie Kraft, die JIEsus schafft, mit dem sie auferstanden. 4. Mein Heiland, foͤrdre selbst dein Werk, laß mich bekraͤftigt werden: es ist Gerechtigkeit und Staͤrk mein Hes Theil auf Er⸗ den. Du machst gerecht uns, dein Geschlecht, und willst zugleich uns staͤrken, daß wir in dir des Glau⸗ bens Zier, die Macht der Gnade, merken. 5. Brich durch, o star⸗ ker Gottessohn, damit auch wir durchbrechen. Laß uns in dir, o Gnadenthron, nicht mehr von Schwach⸗ heit sprechen, wenn deine Hand das theure Pfand des Geistes uns gegeben, these⸗ wir, frei von Heu⸗ chelei, im Streit stets sieg⸗ reich leben. 6. Gieb Kraft, wo keine Kraft mehr ist, gieb Kraft, das Fleisch zu daͤmpfen. Gieb Kraft, wenn Satans Macht und List uns schwaͤ⸗ chen will im Kaͤmpfen. Wenn uns die Welt viel Anstoß stellt, gieb Kraft, sie 3a ver nichten, so wird in Noth, ja selbũ im Tod uns deine Kraft aufrichten. Bernh. Walth. Marperger. Mel. von SOtt will ich nicht lassen. , Ter Chri⸗ 0 7 5. Woi stum recht will lieben, muß selbst ver⸗ leugnen sich, und gaͤnzlich von 0 Eaun we ban Gh vexloty U elscheih Ichich OH WI 4•.06 Lunde; Wachy Ricn ReM S damle WME N 0 W fiml H Wl s 1 f Uelt. — nuß mon g uden. die Setle n Todebhch t sie grch hafft, mrden en. Nilandy sogh gerk/ gaß nit erdeneor und Sat Mil auf Er dachst geh eschlechtuh uns starfoh it des Gll e Macht de ch. Urch, orste 3 damit auch Hen. Caß un Ynadenthros, NSchwach⸗ Welnl deste euke Yand gegeher, 0 von Heu⸗ hiit ketz sieg ft, wokahe gieb Kraf zu dauhfh wenn Sa sunsschut im Kanufh. die Wel N x gich Ens, hteh, s 0 elb mA ast auftith Ith. Morperte⸗ SOtt yl lassen. Ia d — 53. nuß sahsthe⸗ gimsch 900 von verleugnung der Welt. 661 von sich schieben der alten hoͤchste Gut ist GOtt; zu Schlange Stich: ich meine solche Lust, in der wir uns dern aut wie Adams Kin⸗ ern allen dieselb ist wohl bewußt. 2. Wer sich nicht selbst will hassen sammt seiner Werke Schein, kann Chri⸗ stum nimmer fassen, noch auch sein Diener sein; denn wer in GOttes Haus mit anzer Macht will dringen, er muß vor allen Dingen die Hoffahrt treiben aus. 3. Wie nicht zur Frucht kann werden das edle Wei⸗ zenkorn, es sei denn in der Erden durch Faulen schier verlorn: so will der hoͤchste GOtt auch keinem nicht . bis er durch klaͤglichs Weinen wird al⸗ ler Welt zum Spott. dem sollt du dich kehren, ihn herzlich zu verehren, und nicht des Satans Rott. 7. Es heißt: Was du recht meinest, ist dir an GOttes Statt; wenn du das gleich verneinest, so zeigt es doch die That. Der, so sich liebt 16 sehr, darf uͤber GOtt sich he⸗ ben, dem Schoͤpfer wider⸗ streben, und rauben ihm die Ehr. 8. Ist GOtt, wie wir bekennen, der Anfang und das Ziel, das A und O zu nennen, was harren wir denn viel, Leib, Leben, Herz und Muth allein ihm zuzuwenden? Denn er will uns ja senden sich selbst, das hoͤchste Gut. 9. Laß dich die Lieb 4. Geh aus von deinem entzuͤnden, nicht die ver⸗ Lande, sprach GOtt zu Abraham; o Mensch, in diesem Stande kriech aus dem Suͤndenschlamm. Ach denke, wer du bist, und wie du Gott betruͤbest, wo du dich selber liebest: fuͤrwahr kein rechter Christ. 5. Gleichwie es nie ge⸗ schehen, daß einer hat zu⸗ leich gen Himmel aufge⸗ bäre und nach dem Er⸗ enreich: so kanns auch gar nicht sein, sich neben GOtt 11 setzen, und dem sich gleich zu schaͤtzen; GOtt will die Ehr allein. 6. Das hoͤchste Gut im Leben dem Menschen zugewandt, das GOtt uns hat gegeben, ist Lie⸗ be nur genannt. Dies aͤnglich ist, als welche eicht zu sinden im faulen Suͤndenmist; ach nein, dies Ungeheur soll alle Welt verfluchen, wir Chri⸗ sten wollen suchen ein bes⸗ ser Liebesfeur. 10. Das Feur bleibt nicht guf Erden, es schwin⸗ get sich hinauf, und will erhoͤher werden durch sei⸗ nen schnellen Lauf. Der Liebe Feur in dir soll auch vor allen Dingen sich in den Himmel schwingen mit himmlischer Begier. 11. Noch will ich fer⸗ ner lehren, wie der, so Christum liebt, sich gar nicht soll verehren, als der ihm selber giedt, was 662 von verleugnung der Welt. was GOtt allein gebuͤhrt; wer dessen Lob nicht su⸗ chet, derselb ist ganz ver⸗ fluchet, wird hin zur Pein gefuͤhrt.. 12. Die schoͤnen Leibes⸗ gaben, auch Gluͤck, Witz/ Ehr und Geld/sammt allem/ was wir haben, hat GOit uns zugestellt; weil diese Bruͤnnelein nun sich aus ihm ergießen, so muͤssen sie auch fließen zum selben Meer hinein. 13. Gleichwie der Son. nen Strahlen, wenn sie müt vollem Lauf ein gan⸗ zes Land bemalen, viel Blümlein schließen auf, die suchen wiedrum sehr die Sonn an allen En⸗ den: so muß man alles wenden zu GOttes Preis und Ehr. 14. Als jener Koͤnig lobte die Babel seiner Macht, und gleich vor Freuden tobte, voll Hoffahrt, Stolz und Pracht, da ward er toll und wild. Das heißt sich selber lieben; dies ist, o Mensch, geschrieben der Welt zum klaren Bild. 15. Ach stelle deinen Willen nach GoOttes Millen an, der deine Bitt erfuͤllen und dich erhoͤhen kann. Doch zeig es mit der That; kannst du dich selber zwingen, so wirst du vollenbringen, was GoOtt befohlen hat. Johann Rist. Alel. Wer nur den lie⸗ ben GSOtt leßt walten. 776. Mön recht will lieben, der ach⸗ tet nicht der Eitelleit; ihn kann kein labt aug betruͤben, er bleiht gne treu bei rauher Zeit; wer IEsum hat un der liebt, der liebt den/ der den Himmel giebt. Wer IEsum liebt, muß alles lassen, was falschen Schein der Liebe macht, nur seinen JEsum muß er fassen, auf ihn alleine sein bedacht; wer IEsum hat, und JEsum liebt, der liebt den, der den Himniel giebt. 3. Wer IEsum nebt, verlangt den Himmel, und ruht an seines JEsu Brust; er laßt das ohse Weltge⸗ tuͤmmel, und seufzet nach der Himmelslust; wer IE⸗ sum hat und IEsum fiebt der liebt den, der den Himmel giebt. 4. Wer JEsum liebt, der kann nicht sterben, er lebt auch in dem Tode noch; sein JIEsus laͤßt ihn nicht verderben, ob ihn hier druͤckt der Suͤnden Joch; wer IEsum hat und IEsum liebt, der liebt den, der den Himmel giebt. 5. Wer IEsum liebt, kann sich ergoͤtzen, wenn ihn sein liebster IEsus kuͤßt; wenn er ins Leben ihn wird setzen und alles Herzeleid versuͤßt. Wer IEsum hat und JEsum liebt, der liebt den, der den Himmel giebt. Mel. 0 un We Wale R Keon at ie Ul heint: ict, H Si geladih De d Whi I ihl/ M. in R da Ve Hiheh, ö Koschbe 9. S sch schel Gcod. V. In ug I N Melic Glegs Ieh W Reh W. hehk Mx Rt, 0 Vochen Meset! ReNo 2. Di Reschg R Gal lirdt d. J v ,, WIUAI Abt, Wsuh Hinmal Ihse Welh, VFeuffet Hc ast Wer IE. IWhant eb, „, Her hen Esn Gadt, 1 Hecben, et dem Tobe Gsus laht in dn OH ih det Sünda Pfomn liebt, V deh Hif IEsum sch het, Rat ahr VI ilt H Heh ersüßt, H nd MI jebt d/ x sieht.. Al vom Christlichen Leben. 66³ Mrl. Dalet will ich dir geben. 777 Wol ihr den I HErren finden, so sucht ihn, weil es Zeit; wollt ihr den Braͤutgam hinden/ so thuts, weil ers verleiht; wollt ihr die Kron empfangen, so rennet nach dem Ziel: wer viel meint zu erlangen, der sucht und muͤht sich viel. 2. Sucht ihn mit Kinds⸗ dem He im Kripplein auf em Heu; denn wer kein Kind will werden, der geht und schweigen, der sindet seine Huld. Sucht ihn in Wuͤsteneien und Abgeschie⸗ denheit; die mit der Welt sich freuen, die fehlen sei⸗ ner weit. 4. Sucht ihn in rͤbsnt und Leiden, in Truͤbsa und Elend; denn durch der Wollust Freuden wird man von ihm getrennt. Sucht ihn, wo er im Grabe der Welt gestorben ist; denn wer nicht allm stirbt abe, wird nicht von ihm erkiest, 5. Sucht ihn im Him⸗ mel droben, im Chor der Seraphim; denn die ihn ihm straks vorbei. Sucht ihn, den reichen Knaben, liebend loben, sind nicht in der Jungfrauen Schooß; sehr weit von ihm. Sucht denn wer dies Gold will ihn in eurem Herzen mit haben, muß sein von tiefer Innigkeit, so werdt Keuschbeit groß. ihr frei von Schmerzen 3. Sucht ihn, soll er jetzt und in Ewigkeit. sich zeigen, im Wege der Joh. Angelus. Geduld. Wer meiden kann * XX I 5 VI. Vom Christlichen Leben. ů Ibensgeist, sein Werk ist aͤu⸗ In eigener Kelodie. srlch vollendet. Wir 778 A Abba, glauben seinem Thun und schenk in Leiden, wodurch er uns IEsu Namen uns deinen erworben hat, uns als Er⸗ allerliebsten Sohn, des kaufte zu bereiten zur ew⸗ Glaubens Schild und gro⸗gen Freud⸗ und Friedens⸗ ßen Lohn, den auserkor⸗stadt. nen Weibessamen. Ge⸗ 3. Doch eben darunz denk an deine theuren Re- sucht der Glaube im Geiste den, da du ihn uns ver⸗ die Erfuͤllungskraft, so uns sprochen hast zum Koͤnig, die volle Ruh erst schafft, Priester und Propheten fuͤr daß nichts die Frucht des alle Roth und Suͤndenlast. Lebens raube. Er muß 2. Du hast ihn zwar ins auch selbst in uns einge⸗ Fleisch gesendet, und ihn hen, Tod, Teufel, Holl im Geist gerecht beweist, und Suͤnd zerstörn, so ist verkuͤndigt durch den Glau⸗die Rettung ganz Füen, N⸗ 664 dom Christlichen Leben hen, daß wir ihn als den Heiland ehrn. ö 4. Drum, Vater, bitten wir dies Leben, das in dem Sohn der Liehe ist, worin du selbst verklaͤret bist, daß du ihn wollst als Weis⸗ beit geben, Gerechtigkeit und heilge Huͤlle, als ewige Erloͤsungskraft; denn dies ist dein vollkommner Wille, der unsre Wiederbringung schafft. 5. Gieb ihn aus deiner Liebe Munde, das ewge Leben, Licht und Wort, den Weg, die Wahrheit, und die Pfort zum Heil im tiefsten Seelengrunde. Blas uns mit seinem Geist und Odem lebendig und erquickend an, baß unsers Herzens duͤrrer Boden in ihm nun lieblich gruͤnen kann. 6. Ist er nicht gestern, heut und eben derselbe auch in Ewigkeit? So muß ers uns auch werden heut, wie er zuvor war Abrams Le⸗ ben. Jetzt ist die selge Stunde kommen, darin dein Sohn verklaͤret werd, wozu er hat von dir ge⸗ nommen die Glori, die er hat auf Erd. 7. Sind wir verordnet, + zu werden dem Bil⸗ e seiner Heiligkeit, so sei sein Blut zur Kraft bereit, daß wir uns hier noch auf der Erden zu ihm uns lassen neu gebaͤren. Drum druͤck uns ein sein goͤttlich Bild; die Sanft⸗ und Demuth wollst uns lehren, bis uns des Lamms Gestalt erfuͤllt. 8. Wir wenden uns in seine Wunden, in seined Herzens offne Seit, bis in des Leidens Bitterkeit das Fleisch den Tod recht hat gefunden. Wir opfern uns in ihm zum Sterben, und wollen mit gekreuzigt sein, daß wir sein hinrn⸗ lisch Leben erben, und hier noch gehen recht darein. 9. Dein Will, o Vater, sei die Speise, das rechte Brod vom Himmel schenk/ daß keine Schuld uns wei⸗ ter kraͤnky naͤhr uns nach deiner Kinder Weise. Er⸗ oͤffn uns auch den Brunn der Gnaden, das liehes⸗ volle IEsusherz, und heil der Seelen tiefen Scha⸗ den, nimm weg den ban⸗ gen Suͤndenschmerz. 10. Komm selbst, o Sohn, im Geist erscheine, vollende dein befohlnes Werk, und uns dazu im Glauben staͤrk, dir anzu⸗ hangen ganz alleine. Laß uns in deinem Herzen woh⸗ nen und bleib du auch in un⸗ serm stehn; du wollst nur keines Argen schonen, bis wir uns ganz erloͤset sehn. 11. Fuͤhr durch das Blut des ewgen Bundes die Seelen der Erkauften hin; belebe Herzen, Muth und Sinn mit dem Geist dei⸗ nes eignen Mundes; daß wir dem Lamm mit Freud nachgehen, und bleiben von der Erd erkauft; den Wandel laß im Himmel stehen, mit Geist und Feuer recht getauft. 12. Komm, heilger—06 a ch Wie! hs dir n OM, vöth he hah M %M Ach. A Alel K. srichl 779 Rahe EOr Sinh Felglch lauben 130 Malle f 2. 00 lich. Heen de m Röl Het a0 Himmel um ht Alel. U ul, de 1⁰⁰ eu I—0 ben, ij u0 fle Sa, 1* Mich den T 0 . Wit Rn uzum Stthg Innt wit sein hurn ethen/ nbhe 17 Yhreh W W eise, das,Reah Himmel shen Schulh und e ahe Mi c der Weise. E uch den Brut 1„ das Hiehet; Helz/ und hel Vtiefen Sch⸗ peg deh a Rschmer, lj o Hl ue ah besohlgs Uhs dohu. in l, dr 100 6 Wn Mherhͤch⸗ Hhuguch iuth, I wolls t 4.0 6 Ih etlbst scht Uchte Vit Buldes dit echufteh hit; 0, Much w Reh GR de 0 Munebi N amm mit heab hch Hellust un fin Sin an 10 getguft 1 046 vom Christlichen Leben. 6⁰⁷⁵ laß dich hernieder in un⸗ sern armen Herzensgrund; erfuͤll mit Kraft vom neu⸗ en Bund, bring uns zu GOttes Einfalt wieder; erweck der ersten Liebe Le⸗ ben, weh uns mit deinem Odem an, daß dein Ge⸗ schoyf die Ehre geben und in dir Ottlich leben kann. 13. Du heilge Dreiheit, die s⁰˙ eben zu uͤnserm Heil bemuͤhet ist, ach offenbar dich, wie du bist! du mußt uns dir und dich uns geben. O Vaoter, zeuch uns recht von neuein; o Wort, sprich uns Erlbsung ein; 9. Geist, laß uns dein Licht gedeihen; o Lieb/ laß uns dir aͤhnlich sein. Samuel Zehner. AMlel. Kommt her zu mir, spricht Dich 691 8 tt/ 779. A gieb du uns deine Gnad, daß wir all Suͤnd und Missethat buß⸗ fertiglich erkennen und lauben fest an JEsum hrist, der zu belf en ein Meister ist, wie er sich selbst thut nennen. 2. Hilf, daß wir auch nach deinem Wort gott⸗ seliglich leben hinfort zu Ehren deinem Namen, daß uns dein guter Geist re⸗ gier, auf ehner Bahn. Himmel fuͤhr durch sum Christum, Amen⸗ Gotifried Arnold. Mel. Was mein GOtt will, das gscheh allzeit. 780. A obt r⸗ leihe mir,/ daß ich nur dich hegehre/ und daß ich/chvist⸗ lich fuͤr und fuͤr durch dich mich neu gebaͤre; daß gich⸗ dein Kind, dich such; und find in allem Kreuz und Leiden, damit der Dod⸗ noch Hoͤllennoth mich nim⸗ mer von dir scheiden 2. Gieb meinem Herzen wahre Reu, und Thruaͤnen meinen Augen, daß ich Boͤse schen/ hinfort das und meine Werke; taugen; hilf/ daß ich sei ohn Heu⸗ chelei, ein Schutz und Trost der Armen, auch jederzeit voll Freundlichkeit mich ihrer 1 erbormen. 3. Loͤsch aus in mir des Fleisches Wust, daß ich in deiner Liebe, nicht in der Welt, empfinde Lust, und stets also mich uͤbe, nach deinem Wort, an allem Ort in tugendlichen Din⸗ gen: so wird mein Geist sich allermeist zu dir⸗ HErr JEsu⸗ schwingen. 4. Treib aus von mir den stolzen Sinn, laß mich in Demuth leben; Rach, Neid und Zorn nimm von mir hin, so kann ich bald vergeben, wenn schon durch Lisi mein Nebenchrist ins Elend mich getrieben; weiß i doch wohl, 2 man au soll die aͤrgsten Feinde lieben. 5. HErr, gieb mir diese dreierlei: erst einen festen Glauben, bei welchem rechte Treue sei, die nim⸗ mer steh auf Schrauben; 1— ich mich ub in Wr ie 666 vam Christlichen Leben. Lieb, und hoff auf deine Guͤte/ die mich, o GOtt/ vor Schand und Spott bülte bis ins Grab be⸗ 9060 Rach vielem 2 thurn Gut und Geld, HErr/ laß mich ia nicht trachten. Gieb, daß ich alle Pracht der Welt mb inniglich verachten; auch nimmermehr nach hoher Ehr und großem Namer strebe) besonders nur nach rechter Schnur der wahren Christen lebe. 7. Vor Schmeicheln, List und Heuchelei bewah⸗ re mir die Sinnen, und laß mich ja durch Gleißnerei den Nächsten nicht gewin⸗ nen; laß Ja und Nein mein Antwort sein, dar⸗ nach man si ch zu richten; denn dieses kann bei je⸗ dermann die Sachen leichtlich schlichten. 8. HErr, saͤubre doch von Eitelkeit mein sůͤnd⸗ liches Gemuͤthe, daß ich in dieser kurzen Zeit vor Iehntder Lust mich huͤte; der Herzensgrund sei wie der Mund, dem Naͤch⸗ sten nicht zu Schaͤden: so werd ich nicht, wie sonst geschicht, mit Schmaͤhen Aberladen. 9. Gieh, daß ich ja den Muͤßiggang sammt aller Traͤgheit haser dagegen, HErr, mein Lebenlang mein Arbeit so verfasse, daß ich zur Noth mein taͤglich Brod mit Ehren mg erwerben, und, wenn ich soll, fein sanft und wohl in dir, HErr d Nesu, sterben. 10. Ach, gieb mir bei nen guten Geist, daß ich die Laster fliehe/ und nur unt das/ was christlie heißt von Herzen mi bemuͤhez so kann kein Veid in dieser Zeit aus deiner Hand mich treiben, be⸗ sonders ich werd ewiglich bei dir, HErr JEsu, blei⸗ ben. Jobann Rist. Mel. Ach alles, was Himmel und Erde umschließet. 7 841.5 Ahnger Schoͤnster/ erquicke mich Armen; ach zeuch mich, ach zeuch mich zu dir mit Erbarmen; 2— daß ich ganz bruͤn⸗ stig voll Liebe mbg wer⸗ den, so lang ich noch le⸗ hen soll hier auf der Erden. 2. Die Strome des Le⸗ bens laß immer stark flie⸗ ßen, und in mir von Tag sich zu Tage ergießen; be⸗ schwemm mich mit Flu⸗ ten der hohen Genaden, und laß mir im Segen doch alles gerathen. 3. Du Vater der Lich⸗ ter, schieß deine Licht⸗ strahlen tief in mich, dein heiliges Bildniß zu ma⸗ len; ach gieb mir die Sanftmuth und Demuth vor allen, daß ich mog dem HErren, dem Schoͤn⸗ sten, gefallen. 4. Gerechtigkeit wollst du, o JEsu, mir geben, auf daß ich im Friede und Freude kann leben: die Fruͤch⸗ AWache sile. —4 1 * 10 5.W Walü 10 u M N Hun 0 Indan. D 10 am 0 aaschalt 0 Rettrautn. . H1 nih Ind he eh/ hel Wetdeh 0 Itaa Hund Hen lmi: H 10 t Ug 0 hften di. ihthun ö Salah disch I Vesn nuch tse Kel. A- Hinnel 1 759. Rchg l, uüt bl N.ö 10 culg ů Iche in 03 hel, oh allen 2. Unh Wher M. Re Tea thuf usi nt z Ien Vhieh mit h 051,A6t slihe, ud c R.Hetzenp m 0 kann kungg Heit aus H 5 reiben, . Werd wt ErrZEst Jobant Rn. rale, vis und Erdt schließet.,, AW Sc lich Atmenn V ach zuchnt nit Erhnch ich gung it⸗ Liebe müh e uug iich nhle rauf deréthh. Stebme duc Immet irt fl in mix von d 9 egieheh K nich mi. dle Wohen Gende Mir in Sehh gelathel. Int der lich⸗ dan Licht⸗ in mich, dei ihriß N mü⸗ Reh me u Danh „ d i e/ dem She lel. hhhit wh sh, mt Rüc 9 in gridde chenr, N. 10 Frich vdom Chriftlichen Leben. 66⁷ Fruͤchte des Geistes laß allzeit sich fsinden; bewahr mich vor Werken des Fleisches, vor Suͤnden. 5. HErr IEsu, du wollst dich in Liebe verbin⸗ den, mit deiner herzflam⸗ menden Lieb mich ent⸗ dech ein Du wollst mich och einmal recht freund⸗ lich anschauen, so geb ich das Herz dir mit vollem Vertrauen. 6. HErr IEsu, du Koͤ⸗ nig und Herrscher der Hei⸗ den, ach laß mich doch werden ein Mitglied der Freuden! ach laß mich den Himmiel auf Erden genie⸗ gen! das bitterste Leiden kannst du mir versuͤßen. 7. Im Kreuz und An⸗ fechtung laß du mich em⸗ pfinden die Kraͤfte des Hei⸗ ligthums, zu uͤberwinden den Satan, die Welt und die fleischlichen Luͤste, die alle versammelt sich wider mich ruͤsten. Mel. Ach SOtt vom Himmel, sieh darein. ch treuer 782. AGot, wie nöthig ist, daß wir jetzund recht beten und wachen, da des Feindes List uns sucht zu untertreten. Ver⸗ suüchung ist gar mancherlei, ach treuer GOtt, ach steh uns bei, errett uns von dem allen! 2. Umzingle uns mit deiner Macht, o Abgrund aller Treue, der Satan ist darauf bedacht, wie er uns nur zerstreue; er kunn und will ja nimmer ruhn⸗ er suchet nichts als Scha⸗ den thun/ will unsre See⸗ len faͤllen. 6 3. Wie mancherlei ist seine List, wie heimlich seine Tuͤcke, da er nur stets bemuͤhet ist, zu brin⸗ gen uns in Stricke/ zu rauben, was du wesentlich uns schon geschenkt/ und wie er dich und uns moͤg wieder trennen. Er suchet uns in Sicherheit und in den Schlaf zu bringen, daß er des Nachts bei dunkler Zeit uns moͤge gar ver⸗ schlingen. Ach HErr, HErr, gieb uns deinen Geist, der uns den Weg zur Wahr⸗ heit weist, und uns darin⸗ nen fuͤhret. 5. Beschuͤtz uns durch die Wachsamkeit der hei⸗ ligen Heerschaaren; laß sie um uns stets stehn bereit; ach laß uns widerfahren auch diese Gnad, daß fruͤh und spaͤt viel Raͤuchwerk uns zu dem Gebet von dir gegeben werde. 6. Ach deine Liebe flamm uns an mit neuen Liebes⸗ flammen; fuͤhr du uns auf der Pilgerbahn, daß wir im Geist zusammen ver⸗ einigt brennen von dem Trieb der wundersuͤßen GOtteslieb, und ganz ver⸗ zehret werden. 7. Ersaͤufe durch die Lie⸗ besglut in uns das suͤnd⸗ lich Weser; denn wenn du uns gemachet gut, daß wir davon genesen, so brin⸗ gen wir die Opfer 910 ie 668 vom Christlichen Ceben. die dir gefallen ganz und gar, weil du sie selbst ge⸗ wirket. 8. Alodann sind wir da⸗ u bereit, daß wir theil⸗ aftig koͤnnen recht wer⸗ den noch in dieser Zeit der Gnaden, die du goͤnnen Hafl wollen deiner kranken Heerd, die sich durch Liebe selbst verzehrt, und dir zu eigen worden. 9. Ach staͤrk uns aus der heilgen Hoͤh, daß wir die Kron erlangen, und nach dir laufen wie ein Reh, und bruͤustig dich umfangen; steh uns mit deiner Gnade bei, und lasse deine Vatertreu in unserm Kampfe spuͤren. 10. In Wuͤsten wan⸗ deln wir ietzt noch, ach HErr, du wollst uns spei⸗ sen, und traͤnken stets, da wir das Joch des Kreuzes, dich zu preisen in der Nach⸗ folg/ dir tragen nach; aus Todten uns lebendig mach daß wir dir gaͤnzlich leben. 11. Wir sind nicht un⸗ ser eigen mehr, dir muͤssen wir nun leben. Wir wol⸗ len auch, weil du so sehr ern dich fuͤr uns gegeben/ urch deine Gnad die Dei⸗ nen sein, und dienen dir, dem HErrn, allein mit ganzem Geist und Seelen. 12. Gemeinschaft haben wir also mit dir in Leid und Freuden; zuletzt wir werden mit dir froh, wenn sich geendt die Leiden; denn wie koͤunnt da was Traurigs sein, wo du in uns nun lebst allein, du Quelle aller Freuden? 13. O treuer GOtt, er⸗ hoͤre heut, was deine Kin⸗ der bitten; mach uns durch deine Kraft bereit, uns nun zu uͤberschuͤtten mit reichem Maaß der Heiligkeit, daß wir dir in der letzten Zeit mit vieler Treue dienen. 14. Den Ursprung hat die Seel aus dir, sie sehnt sich von der Erden, und brennet von der Liebsbe⸗ gier verschlungen ganz zu werden. O HeErr, ach nimm uns wieder ein, und lasse deinen Freudenschein uns ewiglich genießen. Johann Ehristian Nehring. el. Ich wie nichtig,‚ ach wie slüchtig. Hsch wie wich⸗ 785. A tig, ach wie richtig ist der Christen Le⸗ ben. Denn sie GOtt von Herzen lieben, ihre Buße nicht aufschieben, und sich stets im Guten uͤben. 2. Ach wie Herche ach wie richtig sind der Christen Tage. GOtt hat alle abge⸗ zaͤhlet und zum Besten aus⸗ erwaͤhlet, giebt auch Trost, wenn Kummer quaͤlet. 3. Ach wie wichtig, ach wie richtig ist der Christen Freude. Denn sie sich an Gott ergoͤtzen, alle Hoff⸗ nung auf ihn setzen, darum kann sie nichts verletzen. 4. Ach wie wichtig, ach wie richtig ist der Christen Schoͤne. Sie sind innerlich gezieret, mit dem Glau⸗ bensschmuck staffiret, leben auch. IX Geh* 130 Wis Lehttg“ Glack O slt Hht! Ahlig hül! hulcht Erste V. Ach M pie Fhh Chte,Dahh Küldet Ht en Himnl st, und se d. M Wie Rchtig. Misen Mil Imkenneh Hel Bradek; ich u l 9. A W We dcgh Euhlen. St Hetz nurtt rodey it,K vas itdisch 0. W Ich i ki Uhlsen Sc Aut u E I N G Oe, Rch ci 11. ch: M tichtih Hrschen, 20, Tef sede d Feinde hen. Ial ach ller Ftͤuden lleuer Ge GN „ Waz* mach ungiy fthret, män Aülenmüh + Heiligkel, 1d hen Treue dig n Aespug Aus dit, sie sh der Erdeh /R bon det Uich chlungen gat; O. Hern wieder eit u au Frendenschn, lich geniefen. Christian Nehrh Wie Ligt hie Hichtg., h He ch — ach pi der Chessen de, sie GOit v. beh, ihre Bif chie bel, ud 0 Guten uͤben wie! 11— sndderheit Ott hat alleghy unBefchl h Hcbt duch + umet hlet. wie Wichlig, 1 De Gir On saig 000 R W Aihn se nichtz ut Wie wifh W 10 f. KChh G sd I mit dem Olt ulsafft 6 vom Christlichen Leben 669 ruch wie sichs gebuͤh⸗ 235. Ach wie wichtig/ ach wie richtig ist der Christen Slaͤrke. Denn GOlt selbst in ihnen streiret, sie zum Kaͤmpfen recht bereitet, und den Sieg zu ihnen leitet. 6. Ach wie wichtig, ach wie richtig ist der Christen Gluͤcke. Obs gleich oft sehr hatt hergehet, bald doch ihnen Huͤlf entstehet, und zuletzt erfreulich gehet. 7. Ach wie wichtig, ach wie richtig ist der Christen Ehre. Denn GOtt sie als Kinder liebet, ihnen auch den Himmel giebet; nichtig ist, was sie betruͤbet. 8. Ach wie wichtig, gch wie richtig ist der Christen Wissen. Weil sie ihren JE⸗ sum kennen, ihn im Glau⸗ ben Bruder nennen, und auch bis in Tod bekennen. 9. Ach wie wichtig, ach wie richtig ist der Christen Tichten. Stets hinauf ihr Herz nur trachtet, und was droben ist, hochachtet, und was irdisch ist, verachtet. 10. Ach wie wichtig, ach wie richtig sind der Christen Schaͤtze. Es mag Flut und Glut entstehen, und die ganze Welt ver⸗ gehen, bleibt ihr Schatz doch ewig stehen. 11. Ach wie wichtig, ach wie richtig ist der Christen Herrschen. Ueber Suͤnd, Tod, Teufel, Hoͤlle haben sie die Oberstelle; trotz dem Feinde, der sie faͤlle. 12. Ach wie wichtig, ach wie richtig iß der Christen Prangen. Alle Pracht der Welt sie 1 den, sich in Christi schuld kleiden, und 6e her in reiner Seiden· 13. Ach wie wichtig ach wie richtig sind der Christen Sachen. Weil sie alles GOtt befehler⸗ und das beste Gut ev⸗ waͤhlen, kann es ihnen nirgends fehlen 14. Ach mein Hriland, ach mein Beistand, IEsu⸗ voller Guͤte! mich durch deinen Geist regiere, daß ich so mein Leben dir sei ewig Preis und Ehre. Siegmund d. Dirken. Mel. Wenn wir in höch⸗ sten Nöthen sein. 7 8 4. 2 aüf GOtt setz dein Vertraun, auf Men⸗ schenhuͤlf sollst du richt baun. GOtt ist allein, der Glauben haͤlt, sonst ist kein Glaub mehr in der Welt. 2. Bewahr dein Ehr, huͤt dich vor Schand, Ehr ist fuͤrwahr dein hoͤchstes Pfend; wirsi du die Schanz einmal versehn, so ists um deine Ehr geschehn. 3. Claff nicht zu viel, sondern höͤr mehr, das wird dir bringen Preis und Ehr; mit Schweigen sich verredt niemand/ Claffen bringt manchn in Suͤnd und Schand. 4. Dem Groͤßten weich, acht dich gering, daß er dich nicht in Ungluͤck bringz dem Kleinsien auch kein Un⸗ re 67⁰ bom Christlichen Leben. recht thu, so lebst du stets in Rast und Ruh. 5. Erheb dich nicht in mr Muth, wenn du ckommen hast groß Gut; es ist dir nicht darum ge⸗ ebn, daß du dich dadurch soust erhern... 6. Froͤmmigkeit laß ge⸗ fallen dir viel mehr denn Gold, das glaube mir; wenn Geld und Gut sich von dir scheidt, so weicht doch nicht die Froͤmmigkeit. 7. Gedenk der Armn zu aller Frist, wenn du von GOtt gesegnet bist; sonst dir das widerfahren kann/ was Christus sagt vom rei⸗ chen Mann. 8. Hat dir jemand was Guts gethan, da sollst du allzeit denken dran; es soll dir sein von Herzen leid, wenns deinem Naͤchsten uͤbel geht. 9. In deiner Jugend sollst du dich zur Arbeit halten fleißiglich; hernach gar bmeu die Arbeit ist, wenn u zum Alter kommen bist. 10. Kehr dich auch nicht an jedermann, der dir vor Augen dienen kann; nicht alles geht von Herzengrund, was schoͤn und lieblich redt der Mund. 11. Laß kein Unfall ver⸗ drießen dir, wenn das Gluͤck wohnet nicht bei dir; An⸗ fang und Ende sind nicht leich, wie solches ofte fin⸗ et sich. 12. Maͤßig im Zorn sei allezeit, um klein Ursach erheb kein Streit; durch Zorn das Herze wird ver⸗ — blendt, daß niemand recht damit erkennt. 13. Nicht schaͤm dich/ rat ich 4½• daß man di lehr, was du nicht weifßst. Wer etwas kann, den haͤlt man werth, den Unge⸗ schicktn niemand begehrt. 14. O merk, so einer fuͤhrt ein Klag vor dir, sollst du sobald der Sach nicht glaͤuben, auch nicht richten fort, sondern hörn erst des Andern Wort. 15. Pracht und Hoffart meid uͤberall, daß du nicht kommest zu Unfall; man⸗ cher waͤr ein behaltner Mann, haͤtt er Hoffahrt und Pracht gelan. 16. Quad von niemand gedenk noch sprich, denn kein Mensch lebet vhn Ge⸗ brech; redest du alls nach deinem Willn, wird man dich gar bald wieder stilln. 17. Ruf GOtt in allen Noͤthen an, er wird ge⸗ wißlich dir beistahn; er hilft einm jeden aus der Noth, der nur nach seinem Willen thut. 18. Sieh dich wohl vor, die Zeit ist bͤs, die Welt ist falsch und sehr gottlos; willst du der Welt viel han⸗ gen an, ohn Schad odr Schand kom̃st nicht davon. 19. Tracht stets darnach, was recht gethan, ob dich schon nicht lobt jedermann; es kanns doch keiner ma⸗ chen so, daß jedermann gefallen thu. 20. Verlaß dich nicht auf irdisch Ding, all zeitlich Gut verschwindt germn⸗ Abs — E N. muchh hen in gr Rahil Mtihe + 185 lt gel hamn aun 000 u un ic e sch techt Wihet: Fhsnen 2. De Hlet Ran mu Ohuben Run man ahic btnu. *—— iemanden 10 0 amdiche i, dfmung du nicht uih un, den gl b. deh Ih emand Higch merk/ sah Klag hor Obalh der Et ben, auch n 1 sondert e udetn Won cht und Host al, daß dush Unfall; nu ein beholhe att er Hofh t gelan. n niemh ch sprich, den Hbet vhn Ev H Ale nnh l, witd wan o witdet ilgg GOn in alle %/ er Widd:g heistaht schen au d nut hoch she t. Hhich ohl 966, die Wel no scht gottios Wet wel hah Iu Schrd o We cht ietzderte Hgethau, ab lobtidetgag hoch keinet mi daß Wann vam Christlichen Leben. b7l darum der Mensch gar weislich thut)nder allein sucht das ewig Gut. 21. Wenn jemand mit dir hadern will, so rath ich) daß du schweigest still, und ihm nicht helfest auf die Bahn/ da er gern wollt ein Ursach han.— 22.½Terxes verließ sich auf sein Heer/ daruͤbr ward er geschlagen sehr; so du mußt kriegen, GOott ver⸗ trau/ sonst allezeit den Frie⸗ den bau. ö 523. Mlaͤngr/ je mehr kehr dich zu GOtt, daß du nicht kriegst des Teu⸗ fels Spott. Der Mensch ein solchen Lohn wird han, wie er im Leben hat gethan. 24. Zier all dein Thun mit Redlichkeit, bedenk zum End den letzten Bscheid; denn vor gethan und nach bedacht hat man⸗ chen in groß Leid gebracht. Bartholomäus Ringwalbdt. In eigener Klelodie. 2 er schmale 785. D Weg ist breit genug zum Leben; wenn man nur sacht und grad und stille geht, so wird man nicht so leicht⸗ lich umgeweht: man muß sich recht hinein begeben, so ist er breit genug zum frommen Leben. 2. Des HErren Weg ist voller Suͤßigkeiten, wenn man es nur im Glauben recht bedenkt, wenn man das Herz nur froͤhlich dazu lenkt; man muß sich recht dazu be⸗ reiten, so ist der schmal Weg voll Suͤßigkeiten. 3. Wie kann ein Baͤr des Schafes Sanftmuth uͤben? Kein wilder Wolf giebt sich in Schraͤnken ein. Wie kann das Fleisch nach GOtt gesinnet sein, und diesen Weg des Gei⸗ stes lieben? Es kann kein Baͤr des Schafes Sanft⸗ muth uͤben. 0 107 4. Du mußt erst Geist aus Geist geboren wer⸗ den, dann wandelst du des Geistes schmale Bahn; sonst ist es schwer, und ge⸗ het doch nicht an. Weg, schnoͤder Sinn, du Schaum der Erden! ich muß erst Geist aus Geist geboren werden. ö 5. Wer die Geburt aus Christo hat erlan⸗ get, der Halgt allein dem HErren treulich nach: er leidet erst, er traͤgt erst seine Schmach, eh er mit ihm im Lichte pranget, der die Geburt aus Chri⸗ sto haͤt erlanget. 6. Er wird mit ihm in seinen Tod begraben, er wird im Grab auf eine Zeit verwahrt, er stehet auf, und haͤlt die Himmelfahrt,/ er kriegt dar⸗ auf des Geistes Gaben, wenn er vorher mit ihm im Tod begraben. 7. Derselbe Geist, der Christum hier geuͤbet, der⸗ selbe uͤbt die Juͤnger Chri⸗ si auch; der eine Geist haͤlt immer einen Brauch/ kein andrer Weg wird sonst 67² N vom Christlichen Leben. sonst heliebet; der Juͤn⸗ ger wird, wie Christus, hier geuͤbet. 8. Und ob es gleich durch Tod und Dornen ehet, so triffts doch nur ie Fers und nicht das Herz; die Traurigkeit laͤßt keinen tiefen Schmerz,/ wer nur getroͤst und feste stehet, ob schon es durch den Tod und Hoͤlle gehet. 9. Das sanfte Joch kann ja nicht harte druͤk⸗ ken, es wird dadurch das Bbse nur gedruͤckt; der Mensch wird frei, damit er nicht erstickt; wer sich nur weiß darein zu schik⸗ ken: das sanfte Joch kann ja nicht harte druͤcken. 10. Die leichte Last macht nur ein leicht Ge⸗ muͤthe, das Herz hebt sich darunter hoch emvor; der Geist kriegt Luft, sein Wandel kommt in Flor, und schmeckt dabei des HErren Guͤte; die leichte Last macht nur ein leicht Gemuͤthe. 11. Zeuch, JEsu, mich, euch mich, dir nachzulau⸗ sen zeuch mich dir nach. zeuch mich, ich bin noch weit. Dein schmaler Weg ist voller Suͤßigkeit, das Gute folgt uns da mit Haufen. Zeuch, IEsu, mich/ zeuch mich, dir nach zulaufen. Christian Fried. Richter. Mel. O(HeErr) JEsu Christ, meins Lebens icht. 4 * h, 786. 3—5 mich —n Licht, und laß von dei⸗ nem Angesicht mein Herz und Seel mit deinem Schein durchleuchtet und erfuͤllet sein. 2. Eridͤdt in mir des Fleisches Lust, und nimm hinweg den Suͤndenwust. Bewaffne mich mit Kraft und Muth, zu streiten wider Fleiich und Blut. 3. Schaff in mir, HErr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist, ein willig Opfer willst ja du, und altes Fleisch taugt nicht dazu. 4. Mach in mir das Gedaͤchtniß neu, daß es auf dich gerichtet sei; und was dahinten ist 8 200 und stuͤndlich Christi Tod ermeß. 5. Des Fleisches Wil⸗ len toͤdt in mir, und mach ihn unterthaͤnig dir; durch deine Liebe treib ihn an, zu gehn auf deiner Lebens⸗ bahn. 6. Und wie ich ohn dein Gnadenlicht erkenne dei⸗ nen Willen nicht, so leuchte du, o GoOtt, allein in dem Verstand mit veinem Schein. 7. Mach in mir daßs Gewissen rein, und laß es abgewaschen sein: so kann ich dann durch dei⸗ nen Sohn mit Freuden stehn vor deinem Thron. 8. Auf dich laß meine Sinnen gehn, und siets hinauf gerichtet stehn, daß ich dein Wort mit Freu⸗ den hoͤr, mein Herz nach ihm in allein kehr. 9, Gieb⸗ — WHl h Ho, 100 Hil ch dal Relcht u. 11 10. Weh Wott dih mir sin ai Hahel/ Kn slit mete fett. 11. Und Gute ki IId eeftel daß ich und galhe von. 12. 0 mit selhst! eih durc Ruich ah, das Mihet Gal/ Her Mad tch . M Hhuben R Wekden Gaaub aue escht, wo Wekke gh 14. G0 Hurch dah Hlabeh,! Lest, u T Achefrüch 10. M Hlast sen fihten Mi und Heine 5 5 C 0 Tuftl Fle Wladi en. icht an He Rmit dehg nelache dt. in nit 6 ust, und ain u Güͤndapn mich mit Kuh h/ fhn ich und W ffin nir, hiy Geist, de Gehorsan H Dyfet wiltj 1as Fliisch un in mr eu, ß lichtet sei; m ten ist 190 ich Chrssi L Flischeb Lil⸗ nit, und mach id dr durg lRad ihn u Renet edeht wje ich obnd erkenne v nicht, oleac On, clan nd mit ienn in mir N Len/ I aschen seh N hunn ducch nit—2 deem Tyul o gchn, Ad A nchta seh, 0 Wort mmt deh. mein Ha Im kehr. I. ein 100 6⁰0 vom Christlichen Leben. 673 9. Gieb, daß ich sinde deine Kraft, und schmecke deiner Guͤte Saft; laß mich dein freundlich An⸗ gesicht mit Freuden sehn in deinem Licht. 10. Wenn ich in deinem Wort dich such, so laß es mir sein ein Geruch, der Leben, Kraft und Suͤßig⸗ keit in meiner Seelen Kraͤf⸗ te streut. 11. Und weil du voller Güte bist, die schmeckend und erfreulich ist, so gieb, daß ich dich fuͤhl in mir, und ganz umschlossen sei von dir. 12. Und wie ich von mir selbst nichts kann, so treib durch deinen Geist mich an, daß er in mir das Ruder fuͤhr, Geist, Seel, Herz, Sinn und Mund regier. 13. Wie dieses ohne Glauben nicht in mir kann werden ausgericht, der Glaͤub auch ohn dies nicht besteht, wo er nicht in die Werke geht: 14. So wirke, HeErr, durch deinen Geist den Glauben, der sich kraͤftig weist, und in ein neues Wesen dringt, und seine Lebensfruͤchte bringt. 15. In allem, o HErr IEsu Christ, laß mich mit Kraft sein ausgeruͤst, zu fechten wider Fleisch und Blut, und nimm mich un⸗ ter deine Hut. 16. So acht ich nicht des Teufels List, der jez⸗ zund voller Grimmes ist. Ich bleib im Sieg, in di 1 will ich, mein IEsu, le⸗ ben ewiglich. Joh. Friedrich Ruopp. In eigener Melodir. zs glaͤnzet der 78 7. E Christen in⸗ wendiges Leben, obgleich sie von außen die Sonne verbrannt; was ihnen der Koͤnig des Himmels gege⸗ ben, ist keinem, als ihnen nur selber bekannt. Was niemand verspuͤret, was niemand beruͤhret, hat ihre erleuchtete Sinne Arschen und sie zu der goͤttlichen Wuͤrde gefuͤhret. 2. Sie scheinen von au⸗ ßen die schlechtesten Leute ein Schauspiel der Engel, ein Ekel der Welt, und innerlich sind die lieblich⸗ sten Braͤute, der Zierath, die Krone, die IEsu ge⸗ faͤllt; das Wunder der Zei⸗ ten, die hier sich bereiten, den Koͤnig, der unter den Lilien weidet, zu kuͤssen, in guͤldenen Stuͤcken ge⸗ kleidet. 3. Sonst sind sie des Adams natuͤrliche Kinder, und tragen das Bilde des Irdischen auch; sie leiden am Fleische wie andere Suͤnder, sie essen und trin⸗ ken nach noͤthigem Brauch. In leiblichen Sachen, im Schlafen und Wachen sieht man sie vor andern nichts sonderlichs machen, nur daß sie die Thorheit der Weltlust verlachen. 4. Doch innerlich sind sie aus goͤttlichem Stamme, die GOtt durch sein maͤch⸗ 29 tig 6² vom Chr istlichen Leben. lig Wort selber gezeugt, ein Funke und Flaͤmmlein aus goͤttlicher Flamme, die oben Jerusalem freundlich gesaͤugt. Die Engel sind Bruͤder, die ihre Loblieder mit ihnen gar freundlich und lieblich absingen; das muß denn ganz herrlich, ganz praͤchtig erklingen. 5. Sie wandeln auf Er⸗ den, und leben im Him⸗ mel, sie bleiben ohnmaͤch⸗ tig/ und schuͤtzen die Welt: sie schmecken den Frieden bei allem Getuͤmmel, sie kriegen, die Aermsten, was ihnen gefaͤllt. Sie stehen in Leiden, sie bleiben in Freuden, sie scheinen er⸗ koͤdtet den aͤuße eret Sinnen, und fuhren das Leben des Glaubens von innen. 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar wer⸗ den, wenn er sich einst, wie er ist, oͤffentlich stellt,; so werden sie mit ihm, als Gotter der Erden, auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt. Sie werden regieren und ewig floriren, den Himmel als praͤchtige Lichter auszieren; da wird man die Freude gar offenbar spuͤren. Frohlocke, du Erde, u nd jauchzet/ ihr Huͤgel, dieweil du den göcllichen Samen geneußt; denn das ist Jehovah sein goͤttliches Siegel, zum Zeugniß, daß er dir noch Segen ver⸗ beißt. Du sollst noch mit ihnen aufs vraͤchti gste grüͤ⸗ nen, wenn erst ihr verbor⸗ genes Leben erscheinet; wo⸗ nach sich dein Seufzet mit 90 vereinet. 8. O IEsu, verborge⸗ 1 Leben der Seelen, du heimliche Zierde der in⸗ neren Welt, gieb, daß wir die heimlichen Wege er⸗ waͤhlen, wenngleich uns die Larve des Kreuzes ver⸗ stellt. Hier uͤbel genennet und wenig erkennet, hier heimlich mit Christo im Vater gelebet, dort öf⸗ fentlich mit ihm im Him⸗ mel geschwebet. Christian Friedrich Richter. Mel. HErr, nicht schicke deine Rache. 188.7 olget mir, ruft uns das Leben, was r bittet, will ich geben, gehet nur den rechten Steg; folget, ich bin selbst der Weg. Fol⸗ get mir von ganzem Her⸗ en, ich benehm euch alle Schmerzen: lernet von mir insgemein sauft und reich von Demuth sein. 2. Ja, HErr IeEsu, dein Begehren sollt ich billig dir gewaͤhren, weil ich weiß, daß der kein Christ unter uns zu nen⸗ nen ist, der sich gleichsam pflegt zu schaͤmen, deine Last auf sich zu nehmen; ach ich weiß es gar zu wohl, daß man dir nach⸗ wandeln soll. 3. Aber, HErr, wo find ich Staͤrke, zu vollbrin⸗ gen gute Werke, dir mit Lust zu folgen nach? Ach mein GOtt, ich bin zu schwach. Geh ich schon auf z U0 ch Heh Wehe stherfit fild H00 Hucht sh I dol Hekteh M. Inpetht 10 5 0 0hunt 6 teth/ M bet doch R del' ˖06 Hh Ich/ Rͤ has Steth. Hel, soghe el Thsth Reseoche 0. Met; Richt dosen bh zu ul WA. und et Vulet W l, It Uich Rte sih Berg It, det i 5W . Du Rigegang toßem& „, Mid Kund; IWtm W W fo sei Wnde ANlachy, us Rithg N. en, Saf Ses ceihet. u, vekboch er Seelet, ierde det Hieb, Sh j hen W enngleich un à Kkeuge l. uͤbel gaym erkennet,K it Chrish bet,, dott l ihm in hn ehet. Friedrich Mhn , nicht shit Kacht. Tolhet. u ruft ustz iht unn 0 geht 205˙ flhe et, 0 er WIN f U a nehm ech lel l Rein su U Demuth sel, HErr WI- 01% 10l 6 uhh he ‚0 ber klil I1IE 0 Heh sich g ich sal Hamen eilt Rchihen, 0 6 110 man d 111 H. HEt)l fd Walbaß 9 ke ‚ R folgeh Hah Glt, 0 Ge wihs vom Christlichen Leben. 67⁵ auf guten Wegen, muß ich bald mich niederlegen; dich zu lieben, o mein Licht, steht in meinen Kraͤften nicht 4. Zwar mein Geist wird öoft bewogen, aber bald dürchs Fleisch betro⸗ gen, wenn die Wollust trit herfuͤ⸗ freund Aich ru⸗ fend: Folge mir! Ehr und Pracht sammt andern Sa⸗ chen wollen dich zum Herren machen; Geiz und Ungerech ligkeit kommen auch zu diesem Streit. 5. Ach wie seh ich doch ein Rennen nach den Guͤ⸗ tern, die wir kennen. Lie⸗ bet doch die schnoͤde Welt nur den Reichthum und 8. HErr, wie List du doch gelaufen unter je⸗ nem schnoͤden Haufen, da⸗ mals als der Suͤnden Macht dich hat an das Kreutz gebracht, und ein ubergroße Liebe dich fuͤr uns zu sterben triebe, da dein theur vergoßnes Blut uns erwarb das hoͤchste Gut. 9. Laß uns auch in sol⸗ chen Schranken christlich laufen sonder Wanken, daß uns Lieb und Freund⸗ lichkeit fest verknuͤpf in dieser Zeit. Niemand seh in diesem Huer. wohl zu leben, hier zuruͤcke. Christus gehet 937 uns her; folget, das ist sein das 90 und dem HEr⸗Begehr. ren, der das Leben nach dem 1 erben uns will ge⸗ ben, folget niemand mit der That, ob mans gleich 10. hat. 6. Aber, HErr, ich will nicht lass sen, dich mit Freu⸗ den zu umfassen; hilf nur gnaͤdig, stärke mich, steif und fest zu haͤlten dich. a Jener Wege laß ich fah⸗ ren, nur mit dir will ich mich paaren; jener Wege d sind Betrug, wer dir fol⸗ get, der ist 7 7. Du bist vor uns hergegangen, nicht mit großem Stolz und Pran⸗ gen, nicht mit Hader, Zank und Streit, sondern mit Barmherzigkeit. Gieb, daß wir als n e 10. IEsus, du mein Licht und Leben, deine Schritte sind ganz eben, und die Stapfen deiner Fuͤß halt ich uͤber Ho⸗ nig suͤh. Hilf, daß ich im Koth der Suͤnden mei⸗ nen Gang nie lasse sin den; zeig, HErr, dein armen Knecht alle Steg und Wege recht. 11. Laß mich deine Gna⸗ de spuͤren, meinen Tritt also zu fuͤhren, daß ich in der Unschuld geh, und nicht bei den Spottern steh. Hilf, daß ich nicht nur in Freuden, sondern auch in Kreuz und Leiden durch so manchen Kampf und Streit dir zu folgen sei bereit. dir zu folgen unverdros⸗ sen wandeln in der Tu⸗ gendbahn, wie du hast vor uns gethan. 12. Laß mich, HErr, doch nicht verdrießen, Angst und Truͤbsal zu ge⸗ 297 nie⸗ 676 vom Christlichen Leben nießen, weil man weiß ö 2. O stiller IEsu, wie daß diese Bahn ist ein dein Wille dem Willen rechter Ungluͤcksplan, da deines Vaters stille und man muß in Dornen ba⸗ den und mit Elend sich beladen, da dann laufend jedermann gar zu schleunig fallen kann. 13. Laß mir doch mein Ziel auf Erden nicht zu schnell verruͤcket werden, daß ich ja das Gnaden⸗ licht in der Zeit verliere nicht. Gieb, daß ich von meiner Jugend bis ins Alter mir die Tugend recht von Herzen, nicht zum Schein, hoch laß an⸗ gelegen sein. 14. Hilf mir, HErr, vor allen Dingen, meinen Lauf also vollbringen, daß ich mich in deiner Lieb und der wahren Demuth uͤb; hilf, daß ich dir hier vertraue, und dich dort mit Freuden schaue. Je⸗ nes gieb mir in der Zeit dieses in der Ewigkeit. Johann Riß. Mel. Wachet auf, rust uns die euger Seiligster IE⸗ 789. 5 su, Heili⸗ gungsquelle, mehr als Krystall rein, klar und helle, du lautrer Strom der Heiligkeit, aller Glanz der Cherubinen und Hei⸗ ligkeit der Seraphinen ist egen dich nur Dunkel⸗ hett Ein Vorbild bist du mir: ach bilde mich nach dir, du mein Alles! IEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich mag heilig sein, wie du. bis zum Tod gehorsam war: also mach auch glei⸗ chermaßen mein Herz und Willen dir gelassen, ach stille meinen Willen gar. Mach mich dir gleich ge⸗ sinnt, wie ein gehorsam Kind, stille, stille. IEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich fein stille sei, wie du. 3. Wachsamer JIEsu, ohne Schlummer, in gro⸗ ßer Arbeit, Muͤh und Kummer bist du gewesen Tag und Nacht; du muß⸗ test taͤglich viel ausstehen, des Nachts lagst du vor GOtt mit Flehen, und hast gebetet und gewacht. Gieb mir auch Wachsam⸗ keit, daß ich zu dir allzeit wach und bete. IEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich stets wach sam sei, wie du. 4. Guͤtiger IEsu, ach wie gnaͤdig, wie liebreich/ freundlich und gutthaͤtig bist du doch gegen Freund und Feind! Dein Son⸗ nenglanz der scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich un⸗ dankbar seind. Mein GOtt/ ach lehre mich, damit hier⸗ innen ich dir nacharte. JE⸗ su, ei nu, hilf mir ute daß ich auch guͤtig sei, wie du. 5. Du sanfter IEsu, warst unschuldig und lit⸗ test alle Schmach gedul⸗ dig/ vergabst und ließt nicht Rachgier aus; niemand kann deine Sanftmuth mes⸗ sen, U K. W l Mol H/ 6 auf teh Efkt. Himeh Rüclhf 6. Ettt ANhthni Ihre el dtih Landehf Ecden i Khichtih ich schs 00 michgch steth do hlf mit muütthid: 7.00 dan W asch u tahroo GOattte da/ O Kledune Wt dol thet. hud/ n u Ce fst Shl M Pchein uß de tech Hunsf flle, V Aackpol . 6 Msetz , —— Wuu/ uie In Wülh fille S char uch guch glek hunt Hetz und Raase +.Mlen gir ir gich ge i horfen sil W, mit xuß E NU. mmet irgt⸗ Mo 0 ist M lachtz Anul⸗ Hicl möseht 4* Dicheh h und gh auch Uchh h R bete. H i5 D0 Mit am si M ger WI Wih i H Hegto Deh E er schenthlg Nmuß ni sie ieghn d. Milds/ nich dumtl rnnchme NI hif mtRM uh gih suufttt hudih W chmach, Hun aub; Mast Sufmuh vom Christlichen Leben. 677⁷ sen/ bei der kein Eifer dich gefressen, als den du hattst ums Vaters Haus. Mein Sonimn ach verleih mir anftmuth, und dabei gu⸗ ten Eifer. IEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich sauft⸗ muͤthig sei, wie du. 6. Ertiefter JEsu, Eh⸗ renkoͤnig, du suchtest deine Ehre wenig, und wurdest niedrig und gering; du wandeltst ganz ertieft auf Erden in Demuth und in Knechtsgeberden, erhubst dich selbst in keinem Ding. HErr, solche Demuth lehr mich auch je mehr und mehr stetig uͤben. IEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich de⸗ muͤthig sei, wie du. 7. O keuscher IEsu, all dein Wesen war zuͤchtig/ keusch und auserlesen, von tugendvoller Sittsamkeit; Gedanken, Reden, Glie⸗ der, Sinnen, Geberden, Kleidung und Beginnen war voller lautrer Zuͤch⸗ tigkeit. O mein Imma⸗ nuel, mach mir Geist, Leib und Seel keusch und zuͤch⸗ tig. IEsu, ei nu, hilf mir dazu, so keusch und rein zu sein, wie du. 8. Maͤßiger JEsu, deine Weise im Trinken und Ge⸗ nuß der Speise lehrt uns die rechte Maͤßigkeit. Den Durst und Hunger dir zu stillen, war, statt der Kost, des Vaters Willen und Werk vollenden, dir bereit. Err, hilf mir meinen Leib ets zaͤhmen, daß ich bleib dir stets nuͤchtern. IEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich stets nuͤchtern sei, wie du. 9. Nun, liebster JEsu, liebstes Leben, mach mich in allem dir recht eben, und deinem heilgen Vor⸗ bild gleich; dein Geist und Kraft mich ganz durch⸗ dringe, daß ich viel Glau⸗ ensfruͤchte bringe, und tuͤchtig werd zu deinem Reich. Ach zeuch mich ganz zu dir, behalt mich fuͤr und fuͤr, treuer Hei⸗ land! IEsu, ei nu, laß mich, wie du und wo du bist, einst finden Ruh. Barthol. Crasselius nach Jodotus v. Lobenstein. Alel. HErr JEsu Christ, wahr Mensch und GOtt. — Err, aller 790. H Weisheit Quell und Grund, dir ist all mein Vermoͤgen kund; wo du nicht hilfst und deine Gunst, da ist mein Thun und Werk umsonst. 2. Ich, leider, als ein Suͤndenkind, bin von Na⸗ tur zum Guten blind. Mein Herze, wenn dirs dienen soll, ist ungeschickt und Thorheit voll. 3. Ja, HErr, ich bin gering und schlecht zu han⸗ deln dein Gesetz und Recht; was meinem Naͤchsten nuͤtz im Land, ist mir verdeckt und unbekannt. 4. Mein Leben ist sehr kurz und schwach, ein Luͤft⸗ lein, das bald laͤsset nach. Was in der Welt zu pran⸗ gen pflegt, das ist mir we⸗ nig beigelegt. 5. Wenn 6²78 vom Christlichen Leben! Wenn ich auch gleich vokiounie n waͤr, haͤtt al⸗ ler Gaben Ruhm und E Ehr/ und sollt entrathen deines Lichts, so waͤr ich doch ei lauter Nichts. einer gleich viel weiß, und bat zuvoͤrderst nicht mit v Fleiß gelernet deine Furcht und 2 Dienst: der hat mehr Ed als Gewinnst. 7. Das Wissen, das ein Menf che fuhr t/ wird leicht⸗ lich in ihm selbst verirrt; wenn unsre Kunst am meisten kann, so stoͤßt sie aller Enden an. 8. Wie mancher stuͤrzet sene Seel durch Klugheit, wie Ahitophel, und nimmt, weil er dich nicht recht kennt, mit seinem Witz ein schrecklich End. 9. O GOtt, mein Va⸗ ter, kehre dich zu meiner Bitt, und hoͤre mich. Nimm solche Thorheit von mir hin, und gieb mir einen bessern Sinn. 10. Gieb mir die Weis⸗ heit, die du liebst, und de⸗ nen, die dich lieben, giebst, ie Weisheit, die vor dei⸗ nem Thron allstets er⸗ be in Wiied Kron. 11. Ich lieb ihr liebes Aungesichr sie ist meins Herzens Freud und Licht; sie ist die Schoͤnste, die nich haͤlt, und meinen igen wohlgefaͤllt. 12. Sie ist hoch edel auserkorn, von dir/ o Hoͤch⸗ ster, selbst geborn; ste ist der hellen Sonnen gleich/ an Tugend und an Ga⸗ ben reich. pfers naͤchster Rath, 13. Ihr Mund ist f fuͤß und trostet schoͤn, wenn uns die Augen uͤbergehn; wenn uns der Kummer niederdruͤckt, so ist sies, die das Herz ergulckt. wenn 14. Sie ist voll Ehr und Herrlichkeit, bewaͤhrt vorm Tod und großem Leid; wer fleißig um sie kaͤmpft und wirbt, der bleibet le⸗ bend, wenn er stirbt. 15. Sie ist des Scho⸗ von Worten maͤchtig und von That; durch sie erfaͤhrt die blinde Welt, was GOtt gedenkt in seinem Zelt. 16. Denn welcher Mensch weiß GOttes Rath? Wer ists, der je erfunden hat den Schluß, den er im Himmel schleußt, den Weg, den er uns laufen heißt? 17. Die Seele wohnet in der Erd, und wird durch ihre Last beschwert. Die Sinne, hin und her zer streut, sind ja vom Irr⸗ thum nicht befreit. 18. Wer will erforf schen, was GOtt setzt, und sa⸗ gen, was sein Herz ergdtzt? Es sei denn, der du ewig lebst, daß du uns deine Weisheit gebst. 19. Drum sende sie von deinem Thron, und gieb sie deiner Magde Sohn; ach schuͤtt und gieß sie reichlich aus in meines Herzens armes Haus. 20. Besiehl ihe/ daß sie mit mir sei, und wo ich gehe, stehe bei; wenn ich arbeite, helfe sie mir tra⸗ gen meine schwere Muͤh. 21. Gie 1 MO Wh hun wunu Wdt! munihn 22. Gi Gh Hett ch l ich stuet Uichte Fil 3. Gi deiden Ich Hläb Ind mid Schagte Mith el A. 6 Hn Und That au iit Dun i9 sti 35. d up icht ich uchme sch nh gaht/ N uch uh l. 0 WII I VI˖ Ahht ud Melen Ud See ih mich Mainer e Hemahl. Halhek e mir Ahehoöhg 2 r noch ahe . 0 IWus schoͤn Oshh; aN betyht Wanmg X sich at 10 Ral keit/ Heaht Woßane im sie Kiumi deblbliäbcthle el siikkt st deh Gl ‚ Math h 1i0 V. 0 0 sie Afchtth hs 6096 ihen Zat lcher Mehsth Rath? WR ekfünden hy den 91 ht,R W Hal f 11 Kele Wohnet wnddurch., RWett. Di Undꝛhet e⸗ Um J⸗ eftüt, Il efhrscheh ihr und si⸗ Hehhe er du bi mns deine . rdt sievon „ W N ude Ca Id gich 1 5 0 h Hes Hald. Hih,Wf „Pi 6 A; Wethe 0 sie u mit th⸗ wen Mo sch. W vom Christlichen Leben. 679 21. Gieb mir durch ihre Geist, daß ich in deinem weise Hand die recht kenntniß und Verstand, daß ich an dir alleine kleb, und nur nach deinem Willen leb. 22. Gieb mir durch sie Geschicklichkeit, zur Wahr⸗ heit laß mich sein bereit, daß ich nicht mach aus sauer suͤß, noch aus dem Lichte Finsterniß. 23. Gieb Lieb und Lust zu deinem Wort, hilf, daß ich bleib an meinem Ort und mich zur frommen Schaar gesell, in ihren Rath mein Wesen stell. 24. Gieb auch, daß ich gern jedermann mit Rath und That, so viel ich kann, aus rechter ungefaͤlschter Treu zu helfen allzeit wil⸗ lig sei. 25. Auf daß in allem, was ich thu, in deiner Lieb ich nehme zu. Denn wer sich nicht der Weisheit giebt, der bleibt von dir auch ungeliebt. Paul Gerharb. Mel. Vir, dir, Jehovah, will ich fingen. Err JEsu 408 1* Christ/ mein Licht und Leben, erneure meinen Geist sammt Leib und Seel. Dir, dir hab ich mich„Har iz ergeben, mit meiner Seel dich inniglich 14— nimm y dich meiner herzlich an, und zeige mir, fuͤhr mich die Lebensbahn 2. Und weil ich auch all⸗ hier noch lebe, so gieb mir deinen heilgen, guten Er⸗Willen schwebe, und thue nur, was du, mein GOtt, mich heißt. Ach nimm 2 dich meiner allzeit an, und fuͤhre mich, fuͤhr mich auf ebner Bahn. 3. Mein JEsu, laß mich mit dir sterben und mit dir leben in der Ewigkeit, was suͤndlich ist, laß ganz verderben/ ach mache mich, mein GOtt, fein bald be⸗ reit. Ach nimm 7 dich mei⸗ ner Seelen an, und fuͤhre mich, fuͤhr mich die Le⸗ 4. Wenn ich von aus und innen leide Anfech⸗ tung, Schmach, Verfol⸗ gung, Angst und Pein, so gieb, daß ich stets bleib in Freude, und allzeit koͤnne gutes Muthes sein. Ach nimm ½ dich mei⸗ ner treulich an, so fehl ich nicht, ich nicht der rechten Bahn. 5. O JEsu Christe, Heil der Menschen, o wahrer GOtt von aller Ewigkeit, die Suͤnde wollst du ganz versenken, die sich in nur noch regt zu dieser Zeit. Ach nimm/ dich meiner Herth ch an, und fuͤhre mich, fuͤhr mich die Lebensvahn. Johann Friedr. Mel. HErr Christ, der einge en 70 Err IEsu 7 92. H VcChrisß mein Leben und einge Zuver⸗ sicht, dir hab ich mich er⸗ geben, verlaß, verlaß mich nicht. Sannom. 680 nicht. Ach laß mich dei⸗ nen Willen beständiglich erfuͤllen, du meiner See⸗ len Zier. 2. Ach schenk mir dei⸗ ne Liebe⸗ mein Hort und Wrautigam gieb, daß ich nicht betruͤbe dich, wer⸗ thes GOtteslamm. Ach laß mich an dir hangen, im Herzen dich umfangen, denn du bist lie benswerth. 3. In Liebe laß mich brennen, und an dir hal⸗ ten fest; von dir laß mich nichts trennen, du bist der Allerbest. Ach laß mich mit dir sterben, und nach⸗ mals auch ererben das 47 der Herrlichkeit. 4. Ach laß mich allzeit bleiben ein gruͤner Reb an dir; dir will ich 1—9 ver⸗ schreiben/ ach weiche nicht von mir; ich bleib dir ganz ergeben im Tod und auch im Leben, ach hilf 25 Armen bald. 5. Nun JEsu, sei mein Leben mein Alles ganz allein; nach dir laß mich stets sir eben, so werd ich selig sein. Ach laß mich dich stets suchen, und al⸗ les das verfluchen, waͤs mich von dir haͤlt ab. 6. Gieb, daß ich mein Vertrauen nur setz auf dich allein. HErr, laß mich auf dich schauen, und warten allzeit dein; e In laß mich dich stets lo⸗ ven, hier und hernach dort oben in alle Ewigkeit. 7. Mein Heiland, dusl wollst kommen, ja komm, ach komme doch; erloͤse vom Christlichen Leben. dein e Frommen von allem Band und Joch. Ach IEsu, komm und daͤmpfe das Fleisch, gieb, daß ich kaͤmpfe allein durch deine Kraft. 8. Nun, Vater, hoͤr mein Lallen; mein IEsu, meine Bitt laß dir doch nicht mißfallen, und selber mich vertritt. GOtt heil⸗ ger Geist, erfuͤlle mein Herz, daß ich sei stille, und allzeit lobe dich. Johann Friedr. Sannom. Mel. Err Christ, der einig rnr 793. He rr IEsu, Geaden⸗ sonne, wahrhaftes Le⸗ benslicht, laß Leben, Licht, und Wonne mein bloͤdes Angesicht nach deiner Gnad erfreuen, und mei⸗ nen Geist erneuen; mein versag mirs nicht. Vergieb mir meine S unten, und wirf sie hin⸗ ter dich; laß alles Zuͤrnen schwinden, und hilf ge⸗ naͤdiglich, daß deine Frie⸗ densgaben mein armes Herze laben; ach HErr, erhoͤre mich. 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adams⸗ sinn, und laß mich dich er⸗ waͤhlen, daß ich mich kuͤnf⸗ tighin zu deinem Dienst er⸗ gebe, 15 dir zu Ehren le⸗ de, weil ich erloͤset bin. 4. Befoͤrdre dein Er⸗ kenntniß in mir, mein See⸗ lenhort, und oͤffne mein Verstaͤndniß durch dein ge⸗ heiligt Wort, damit ich an dich e Wieh R0 He 5 Till 0 Dl Mlt 0 hen Ei füt I¹ . heh F gche 5. 0 heih I 0 15 abih Ium 0 6 10 teb H . N Hsel Wl 6 U1 10 Iuei 79 V ych d g f ebh sch U Aanhen Iun W t u . —— al Joch. und dam gehn daßih dutch den Vler/ I mein gesz laß dir a und seltr ö hab etfüle mh ich s sile, he dich iehr. Sunpoch Christ, du Itssehn. Er W Gnadet⸗ chaftes Le⸗ Lebeh, Licht mals blbder nch deihet „ md mei en; mei miti nich. a Wikf siehih⸗ alles Zuͤtnen und hilf ge dee hre⸗ Hein ates sch HErr, ad Meinet iltch Wons⸗ nich Wae⸗ ihmich s hem Dienstel Eetent ellbset Hi. de den H. nit /mein O d öfthe M dulch diht „danitt ich „damit 0 vom Christlichen Leben. 681 dich glaͤube, und in der Wahrheit bleibe zu Trotz der Hoͤllenpfort. 5. Traͤnk mich an dei⸗ nen Bruͤsten, und kreuzge mein Begier sammt allen boͤsen Luͤsten, auf daß ich fuͤr und fuͤr der Suͤnden⸗ welt absterbe, und nach dem Fleisch verderbe, hin⸗ gegen lebe dir. 6. Ach zuͤnde deine Lie⸗ be in meiner Seelen an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, und dir —4 Wohlgefallen bestaͤn⸗ ig moͤge wallen auf rech⸗ ter Liebesbahn. 7. Nun, HErr, verleih mir Staͤrke, verleih mir Kraft und Muth; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und thut; hin⸗ gegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist boͤse und nicht gut. 8. Darum, du GOtt der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden, und mach mich taͤglich neu; gieb, daß ich deinen Willen edenke zu erfuͤllen, und eh mir kraͤftig bei. Laurentius v. Schnüffis. In eigener Melodie. 04 Err, lehr 794. mich thun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist fuͤhr mich auf ebner Bahn, daß ich dich mehr und mehr er⸗ kennen kann, und mit dem Sinn schon in dem Him⸗ mel wallen. Hilf, daß ich fort und fort am Glauben voͤllger werd, verleugne gar mich selbst, verleugne Welt und Erd 2. Kein Heuchelschein, kein kalt noch laulich We⸗ sen, ein rechter Ernst und Vorschmack jener Zeit sei im Bestand all meine Froͤmmigkeit. Nach deinem Licht, so wir im Worte lesen, erleuchte meinen Gang, daß ich durch dein Geleit geh ohne Finsterniß in Lieb und Thaͤtlichkeit. 3. Gieb, daß ich stets in allem Thun bedenke, ob deine Ehr desselben Endzweck sei? ob ich was thu, das mich am End gereu? ob ich mich stets nach meinem Tauf⸗ hund lenke? ob ich auch durch und durch von dir mich heilgen laß; ja, ob vielleicht noch heut der Tod mich mache blaß? 4. Mein Seligsein laß mich mit Zittern schaf⸗ fen, die Eitelkeit so fliehen als Verbot, und gegen dir ansehn als garstgen Koth, in Ehr und Freud, in Geld mich nicht ver⸗ gaffen, damit ich nicht dabei der armen Seel vergeß, nicht jenseits zag⸗ haft sei, noch diesseits mich vermeß. 5. Daß du, mein GOtt, erfuͤllest das in allen, daß du, mein GOtt, allgegen⸗ waͤrtig bist, und deinem Aug gar nichts verbor⸗ gen ist, das halt mich ab, in Suͤnde nicht zu fallen. Dein Rame werd mir groß, dein Zorn mir nicht 29** zu 68² vom Christlichen Leben. zu Theil, und deine Gna⸗ de set anein Schatz, mein 1655 und Heil. Auch was du willst, In soll mir nicht grauen; ich scheue nichts, kein Lei⸗ den, keine Noth; es tritt mein Kampf mit dir die Feind in Koth. Gieb, daß ich nur allein dir mog ver⸗ Trauen; ich weiß⸗ du weißt vielmehr die Sorge, die uns plagt, verlaͤßt, ver⸗ faumst uns nicht, gleich wie du zugesagt. 7. Laß mich schon hier von deiner Gottheit schmecken, ach laß schon hier em⸗ yfinden deine Kraft, bis mich dein Will gar in er den Himmel schafft, da sich dein Lob auf ewig wird erstrecken, da die Vollkommenheit ist ewig Freud und Licht, da ich in Klarheit schau dein herrlichs Angesicht. Aurl. Was mein SOtt will, das gscheh allzeit. E ilf mir, mein 793.H GOtt, hilf, daß nach dir von Herzen mich verlange, und ich dich suche mit ir wenn mir wird angst und bange. Verleih, daß ich mit Freuden dich in mei⸗ nev Angst bald finde; gieb mir den Sinn, daß ich forthin meid alle Schand und Lontnd ö 2. Hilf, daß ich stets mit Reu und Schmerz mich deiner Gnad trache, hab immer ein zerknirsch⸗ tes Herz, in wahrer 9—— lebe; vor dir erschein/ berj⸗ lich bewein all meine Missethaten; die Haͤnd allzeit laß sein bereit, dem Duͤrftigen zu rathen. 3. Die Lust des Flei⸗ sches daͤmpf in mir, daß sie nicht uͤberwinde. Recht⸗ schaffne Lieb und Lust zu dir in meinem Herzn an⸗ zuͤnde, daß ich in Noth, bis in den Tod, dich und dein Wort bekenne, und mich kein Trutz, noch ei⸗ gen Nutz von deiner Wahr⸗ heit trenne 4. Behuͤte mich vor Zorn und Grimm, mein Herz mit Sanftmuth zie⸗ re; auch alle Hoffart von mir nimm, zur Demuth mich anfuͤhre. Was ich noch find von alter Suͤnd, laß mich hinfort ablegen Trost, Fried und Freud laß iederzeit sich in mir Armen regen. 5. Den Glauben staͤrk, die Lieb erhalt, die Hoff⸗ nung mache feste, daß ich von dir nicht wanke bald, Bestaͤndigkeit ists beste; den Mund bewahr, daß nicht Gefahr durch ihn mir werd erwecket. Speis ab den Leib, doch daß er bleib von Geilheit unbe⸗ flecket. 6. Gieb, daß ich treu und fleißig sei in dem, was miv gebuͤhret, laß durch Ehrgeiz und Heuchelei mich nicht werden ver⸗ fuͤhret; 5 Leichtfertigkeit, Haß/ Zank und Neid laß in mir ů4— verbleiben. Verstockten Sinn und Diebs⸗ — — DW 0 Wte W I 0 a Sth Ren l Ccbendh W dek mig W Mͤcken sicht d sl, a Aeh ub 1. 5 Se t V. ö V V De eehw man Häh in hekeit, de U.bathe 6 ist Res dz in M winde. 70 Relh⸗ und Lust mn Herg az ich in Mh 0, dich ash bekenne, Ah lub, noch t⸗ deiner Wih⸗ e Mich: Hr Hrmm, I anftmuth sie Hoffar boh Iur Denuth K. M ih altt Sund, shkt gblegeh; Hnd Fteud sich in V de fist 0 t Wanke t ist hewaht/ dulch Huubem siätk, Hff Hich 0/ heft daß ihn etkt. Spei doch daß eb alhät wbe⸗ W ich ial in dem, W et/ lch Rulh Ud Hehcheh Werden. Hchtfettigeh und R ht wͤtlche Sith 2 vom Christlichen Leben. 68³ Diebsgewinn wollst ferne von mir treiben. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rath, von falscher Meinung trete; dem Ar⸗ men helfe mit der That, fuͤr Freund und Feind stets bete; dien jedermann, 0 viel ich kann; das Boͤse haß und meide nach dei⸗ nem Wort, o hoͤchster Hort, bis ich von hinnen scheide. Johann Heermann. Mel. bater unser im Himmelreich. IIch hab oft 4989.5 bei mir selbst bedacht, wenn ich den Lauf der Welt betracht, ob auch das Leben dieser Erd uns gut sei und des Wuͤnschens werth? und ob nicht der viel besser thu, der sich fein zeitig legt zur Ruh? 2. Denn/ Lieber, denk, und sage mir, was fuͤr ein Stand ist wohl allhier/ dem nicht sein Angst, sein Schmerz und Weh all⸗ taͤglich uͤbern Haupte steh? Istauch ein Ort, der Kum⸗ mers frei und ohne Klag und Sorgen sei? 3. Sieh unsern ganzen Lebenslauf: ist auch ein Tag von Jugend auf, der nicht sein eigne Qual und Plag auf seinem Ruͤcken mit sich trag? Ist nicht die Freude/ die uns stillt, auch selbst mit Jam⸗ mer uͤberfuͤllt? 4. Hat einer Gluͤck und gute Zeit, hilf GOtt, wie tobt und zuͤrnt der Neid! Hat einer Ehr und große Wuͤrd, ach mit was gro⸗ ßer Last und Buͤrd ist, der vor andern ist geehrt, vor andern auch daber beschwert! 5. Ist einer heute gutes Muths, ergoͤtzt und freut sich seines Guts: eh ers vermeint, faͤhrt sein Be⸗ winn zusammt dem guten Muthe hin; wie bloͤtzlich kommt ein Ungestuͤm, und wirft die großen Guͤter uͤm. 6. Bist du denn fromm und fleuchst die Welt, und liebst GOtt mehr als Gold und Geld, so wird dein Ruhm, dein Schmuck und Kron in aller Welt zu Spott und Hohn. Denn wer der Welt nicht heu⸗ cheln kann, den sieht die Welt fuͤr albern an. 7. Nun ist es wahr, es steht uns hier die Truͤb⸗ sal taͤglich vor der Thuͤr⸗ und findt ein jeder uͤber⸗ all des Kreuzes Noth und bittre Gall. Sollt aber drum der Christen Licht gar nichts mehr sein? Das glaub ich nicht. 8. Ein Christe, der an Christo klebt und stets im Geist und Glauben tr, dem kann kein Ungluck keine Pein im ganzen Le⸗ ben schaͤdlich sein; gehts ihm nicht allzeit, wie es soll, so ist ihm dennoch allzeit wohl. 9. Hat er nicht Gold, so hat er GOrt, fragt nichts nach boͤser Leute Spott, verwirft mit Freu⸗ den und verlacht der Welt ofen ohne Schad. vom Christlichen Leben. 684 Welt verkehrten Stolz und Pracht. Sein Ehr ist Hoffnung und Ge⸗ duld, sein 187 ist des Höchst en Huld. 10. Es weiß ein Christ und bleibt dabei, daß GOtt sein Freund und Vater sei; er hau/ er brenn, er stech en schneid, hier ist nichts/ das uns von ihm scheid; je mehr er schlaͤgt, je mehr er liebt, bleibt sromm/ ob eb 41. leich betrübt. aß alles fallen, ů—. 3 es faͤllt, wer Christi Lieh im Herzen haͤlt, der ist ein Held und bleibt bestiehn, wenn Erd und Himmel untergehn; und wenn ihn alle Welt ver laͤßt, haͤlt GOttes Wort ihn steif und fest. 12. Des Hoͤchsten Wort daͤmpft alles Leid, und kehrts in lauter Lust und Freud; s nimmt dem Ungluͤck alles Gift, daß, obs uns gleich Densaun und trifft, es dennoch unser Herze nie in allzu großes Trauren zieh. 13. Ei nun, so maͤßge deine Klag; ist dieses Le⸗ ben voller Pla ag/ ists dennoch an der Christen Theil auch voller GOttes Schuh und Heil. Wer 8 tt vertraut und Chri⸗ stum ehrt, der bleibt im Kreuz auch unversehrt. 14. Gleichwie das Gold durchs Feuer geht, und in dem Ofen wohl besteht, so bleibt ein Christ durch GOttes Gnad im El 3• in Kind bleibt seines Vaters Kind. obs gleich des Va⸗ 161 Zucht empfindt. 15, Drum, liebes Herz, sei ohne Scheu, und sieh auf deines Vaters Treu. Empfindst du hier guch seine Ruth, er meints nicht boͤs, es ist dir gut. Gieb dich getrost in seine Haͤnd, es nimmt zuletzt ein gutes End. 4»86. Leb immerhin, so lang er will, ists Leben schwer, so sei du still; es geht zu⸗ letzt in Freuden aus; im 4 ist ein schoͤnes Haus, da, wer nach Christo hier gestrebt, mit Christi Engeln ewig lebt. Paul Grrhard. Mel. Komm, o komm, du Seist des Lebens. 797. In dem Leben hier auf Er⸗ den ist doch NRichts als Ei⸗ telieit, boͤd Exempel,—8 Beschwerden Plage, la⸗ ge/ Muͤh und Streit, Kummer, Sorgen, Angst und Noth, Krankheit und zuletzt der Tod. 2. O so denke dral uf im Herzen, frommer Christ, mit allem Fleiß wie du solche Noth und Schmer⸗ zen brechen ar als Grundes⸗Eis. Laß aus deinem Herzen nicht die⸗ sen treuen Unterricht. 3. Habe deine Lust am Heren laß ihn sein dein hoͤchstes Gut; er ist nah und nicht von ferren, einzusprechen Trost und Muth; seine Gnad und star⸗ RN 0 Kde, MV 0 Nad MA 20 Rer Ehel nn 5 MI dern uOe Gadetz EH. Bochte Scd, GOtht 6. N im hl deh, H0 5 v0 Relh, h Mahhe Gastes 0 Hekacd l InN M Himme U 0 Ladze Hicht! khl 98 En Ilolh Lund I0 k Voch, hen G Hel. bin E 9 Tn. +— seiles Vnng Heich de An opfnid. .lches Heh ,Jnd sc Diets Tia du hier uuh „ a ist dit g⸗ etrost in sen immmnt zusc u0. Herhin,olh Leben schut r es gehthz Iden aud; Din schihs Auach Chnst mit Chri lht. Jaull Gyrhard, u„ 0 komnh 10 Lebens. n dem beben hickgufE.⸗ uichti als Ei⸗ Henh, Mü „Mage, Klk. Ind Stlet, othen, Angt Eltheit ud W chle Diuf in me Chtis, lah„We du id Schwet⸗ E ds 6. M i n mict N. Intericht thon fereh Gald 0 vom Christlichen Leben. 68⁵ starke Hand gehet durch das ganze Land. 4. Augenlust und schnd⸗ de Freude, Ueppigkeit, als Wust und Koth, vor den Augen Gᷣottes meide, willst du sein befreit vorm Tod; deinen Leib, das Faß der Ehrn, sollst du nim⸗ miermehr versehrn. 5. Nimm dir vor, vor andern allen, daß du su⸗ chest GOtt allein mit dem Glaͤuben zu gefallen, vol⸗ ler Lieb ohn argen Schein. Beichte deine Suͤnd und Schuld, so bekoͤmmst du GOttes Huld. 6. Nimmer gehe falsch im Handeln, noch im Re⸗ den, noch im Thun; willst du vor dem HErren wan⸗ deln, dermaleinst auch se⸗ lig ruhn: liebe Wahrheit, Recht und Zucht als des Geistes rechte Frucht. 7. Eitle Ehr und Pracht verachte, Demuth lieb und Niedrigkeit; nach dem Himmel ernstlich trachte, trag geduldig Kreuz und Leid; GOtt thut keinem ticht mehr an, als was er ertragen kann. 8. Stets ans Ende hier gedenke, und an Christi Kreuz und Tod; in sein Wunden dich einsenke, also kommst du aus der Noth, von der Pein und boͤsen Zeit zur gewuͤnsch⸗ ten Seligkeit. David Böhm. Mel. Wer nur den lie⸗ ben Gott läßt walten. 798.11 stille, er liebet mich in Freud und Schmerz; wie gut ist GOttes Vaterwil⸗ le, wie freundlich sein mich liebend Herz! Er ist mein Hort und meine Zier; was GOtt gefaͤllt, gefaällt auch mir. 2. Mein GOtt weiß alles wohl zu machen, er ist der ewig treue Freund; er laͤßt mich nach dem Weinen lachen, was er thut, das ist wohlge⸗ meint. Sein Lieben waͤh⸗ ret fuͤr und fuͤr; was GoOtt gefaͤllt, gefaͤllt auch mir. 3. Sein Wille bleibet mein Vergnuͤgen, so lang ich leb auf dieser Welt. Was kann mein eigner Wille tuͤgen, der das nicht will, was GOtt gefaͤllt? Ich denk an meine Christ⸗ gebuͤhr: was GOtt ge⸗ faͤllt, gefaͤllt auch mir. 4. Er will und wird mich ewig lieben, er weiß wohl, was mir nuͤtzlich sei; er hat mich in die Hand geschrieben mit lau⸗ term Golde seiner Treu. Weg, eigner Wille, weg mit dir; was GOtt ge⸗ sti faͤllt, gefaͤllt auch mir. 5. GOtt will, daß mir geholfen werde, er will der Seelen Selligkeit; drum reiß ich mich von dieser Erde durch wahre Gottgelassenheit; seinm Willn ergeb mich dort und hier; was GOtt ge⸗ faͤllt, gefaͤllt auch mir. Lorenz Wilbelm Crantz. Mel. 686 vom Christlichen Leben. 9. Stark mein sonf Mel. Uun sich der Lag schwache Endonan geendet hat. zu fassen auf dein Blut Q JNein GOtt/ 615 der Vergebung Unter⸗ 7 99. M das Herz vfand/ das ales machergut⸗ ich bringe dir zur Gabe 10. Schenk mir nach und Geschenk du forderst deiner Je sushuld Gerech⸗ dieses ja von mir deß bin tigkeit und Heil, und nimm ich eingedenk. auf dich mein Suͤndenschuld 2. Gieb mir, mein und meiner Strafe Theil. Sohn, dein Herz, sprichst 11. In dich wollst du du, das ist mir lieb und mich kle 1 88 ein, dein Un⸗ werth, du findest anders schuld ziehen an, daß ich auch nicht Ruh im Him⸗ mel und auf Erd. 3. Nun du mein Va⸗ ter, nimm es an, mein Herz, veracht es nicht; ich gebs, so gur ichs ge⸗ ben kann, kehr zu mir dein Gesicht. 4. Zwar ist es voller Suͤndenwust und voller Eitelkeit, des Guten aber unbewußt, der wahren Froͤmmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in Reu, erkennt sein Uebelstand, und traͤget jetzo vor dem Scheu, davons zuvor Lust fand. 6. Hier faͤllt und liegt es dir zu Fuß, und schreit: Nur schlage zu; zerknirsch, 5 o Vater, daß ich Buß( rechtschaffen vor dir thu. 7. Zermalm mir meine Haͤrtigkeit, mach muͤrbe meinen Sinn, daß ich in Seufzen, Reu und Leid und Thraͤnen ganz zerrinn. 8. Sodann nimm mich, mein JEsu Christ, tauch mich tief in dein Plut; H ich glaub, daß du gekreu⸗ zigt bist der Welt und mir zu gut. von allen Suͤnden rein vor GOtt bestehen kann. 12. GOtt heilger Geist, nimm du auch mich in die Gemeinschaft ein; ergieß um JeEsu willen dich tief in mein Herz hinein. 13. Dein gottlich Licht schuͤtt in mich aus und Brunst der reinen Lieb; loͤsch Finsterniß, Haß, Falschheit aus, schenk mir ste 10 deinen Trieb. Hilf/ daß ich sei von Hunen treu im Glauben meinem GOtt, daß mich im Guten nicht mach scheu der Welt List, Macht und Spott. 15. Hilf, daß ich si von Herzen fest im Hoffen und Beduld, daß, wenn du nur mich nicht verlaͤßt, mich troͤste deine Huld. 15. Hilf, daß ich sei von Herzen rein im Lieben, und erweis, daß mein Thun nicht seidlugens schein, durchs Werk zu deinem Preis. 17. Hilf, daß ich sei von ardesz schle cht, aufrichtig, don Betrug, daß meine Wort und Werke re cht und niemand schelt ohn 19 H Hilf/ * Haan Ifthu von 19. Hfs Heeh, Huche hiit Hef ilg 0 M r Zh Uche! Rl Raß ich dee/K 2.5 ud nim ih mie scht da Wuttt 2. 8 Sühd, W a Vaste hehh IN a Id u Mel, f 0 Vesu 90 ich ni Wn W ben. c man Glauberehgt auf dein Vi etgebung n Illes machetgn henk mi sat Ushuld Geun⸗ Hal und in Suͤndenscht Strafe M. dich wolls n eit/ deis l c an, daßs Zuͤndetr reintn hen fann. kt heilger Gf Uich mich in de t ein; erhit willen dich f A hitkein. abttlich Licht nich aus Muinn Kich; hiß, Haß 3/ schekk innt Trich. ßf ich seivon iun Glauben t, Hiß sch cht mach schen „Mohht und f ich sei hon hofen und venn du gut Illäit, nich W. hich sä oh Rihe, md meih Tult schein durht Rem Piß af ich su Atj Alfftichth daß malt rkerecht un t ohn Hah. 8 Hif vom Christlichen Leben. 68²⁷ 18. Hilf, daß ich sei von Herzen klein, Demuth und Sanftmuth halt, daß ich von aller Weltlieb rein, vom Fall aufstehe bald. 19. Hilf, daß ich sei von Herzen fromm ohn alle Heuchelei, damit mein gan⸗ zes Christenthum die wohl⸗ gefaͤllig sei. 20. Nimm gar, o GOtt/ zum Tempel ein mein Her; hier in der Zeit; ja, laß es auch dein Wohnhaus sein in jener Ewigkeit. 21. Dir geb ichs ganz zu eigen hin, brauchs, wo⸗ zu dirs gefaͤllt; ich weiß/ daß ich der deine bin, der deine, nicht der Welt. 22. Drum soll sie nun und nimmermehr dies rich⸗ ten aus bei mir, sie lock und droh auch noch so sehr, daß ich soll dienen ihr. 23. In Ewigkeit ge⸗ schicht das nicht du fal⸗ sche Teufelsbraut; gar we⸗ nig mich, GOtt Lob, an⸗ ficht dein glaͤnzend Schlan⸗ genhaut. 24. Weg, Welt, weg, Suͤnd, dir geb ich nicht mein Herz; nur, IEsu, dir ist dies Geschenke zu⸗ gericht, behalt es fuͤr und fuͤr. Johann Caspar Schade. ttlel. Meinen IEsum laß ich nicht, weil oder: IEsus, meint Zuversicht. MWeinen JIE⸗ 800. M. Rn ich nicht, denn er ist allein mein Leben; wer ihn hat, dem nichts gebricht, und kann sich zufrieden geben; er gerath in was fuͤr Noth⸗ waͤrs auch Satan, Suͤnd und Tod. ö 2. Meinen IEsum laß ich nicht, weil kein beßrer Freund auf Erden; denn er, IEsus, unser Licht, springt in allerlei Beschwer⸗ den mir getreulich an die Seit, liebt mich bis in Ewigkeit. 3. Meinen IEsum laß ich nicht; wenn mich alle Menschen hassen, und der Feinde Macht einbricht, auch gedenket so zu fassen, daß ich gleich soll unter⸗ gehn, bleibt mir seine Ret⸗ tung stehn. 4. Meinen IEsum laß ich nicht; wenn mich meine Suͤnden quaͤlen, wenn mein Herz und Satan spricht: sie sind groß und nicht zu zaͤhlen; spricht er: Sei getrost, mein Kind, ich/ ich tilg all deine Suͤnd. 5. Meinen IEsum laß ich nicht, wenn mir bricht in letzten Zuͤgen meiner schwachen Augen Licht; da erst, da hilft er mir siegen; ja ins letzte Welt⸗ gericht laͤsset er mich kom⸗ men nicht. 5. Meinen IEsum laß ich nicht, denn er wird auch mich nicht lassen. Dieses glaub ich, anders nicht, und er wird mich nimmer hassen. Darum sprech ich: Ihn, mein Licht, meinen JIEsum laß ich nicht. Georg Linzner. Mel. — 688 vo m Christlichen Leben⸗ Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. 804. O du aller⸗ tiefste Liebe/ die in Christo IEsu ist, in der ich mich stetig uͤbe, der mein Herze nicht vergißt/ schenke mir doch deine Kron und dein Perllein, o mein Lohn, druͤck es doch in meine Seele, die ich dir —— ganz befehle. 2. O du allersuͤßte Lie⸗ be/ ich bin zwar unrein vor dir, daß ich mich drum stets betruͤbe, und fast schaͤme selbst vor mir; aber du/ Dien HErr und GOtt, ach zerbrich durch deinen Tod, was die arme Seel beflecket, und sie ins Verderben stecket. 3. Fuͤhre meiner See⸗ len Duͤrsten doch durch deinen Tod und Graus/ o du Fuͤrst der Siegesfuͤr⸗ sien zu dem Triumphiren aus. O mein GOtt, HErr Zebaoth, schlage doch in deinem Tod ganz den al⸗ ten Menschen nieder, daß der neue lebe wieder. 4. Bist du doch in mir erschienen, ei so bleib doch auch in mir, ich will dir ja willig dienen, und dein bleiben fuͤr und fuͤr. Fasse mich doch ganz in dich, halt mich in dir festiglich, daß ich nicht von dir kann weichen, laß mich dieses Heil erreichen. 5. Du bist mir ganz aus⸗ erlesen, o du meiner See⸗ len Gut; IEsu, ach dein himmlisch Wesen sei mein Brod/ zein Trank dein Blut. Traͤnk aus deinem Bruͤnnelein meine Seel, und fuͤhre ein deine Lieh in mein Verlangen; laß mich sein in dir gefangen. 6. Adam ist von dir ge⸗ wichen, und ich auch in ihm zugleich. Drum ist auch mein Bild verbli⸗ chen, und ich todt am Himmelreich; nun, so weck es durch dein Wort wie⸗ der in mir auf, mein Hort/ gieb du wieder Geist und Leben, ich will mich dir wiedergeben. 7. Es hat ja all deinen Frommen zugesagt dein treuer Mund, daß du willst zu ihnen kommen, wohnen in des Herzens Grund; ja, dein suͤßer Mund verheißt denen deinen guten Geist, die in deinen heilgen Huͤt⸗ ten suchen dich, und dar⸗ um bitten. 8. Nun, ich fuͤhr in die Zusage meiner Seelen Hunger ein; dies Wort soll mein Lebetage mein Brod in dem Hunger sein. Ach vermehre du in mir meinen Hunger stets nach dir; stärke mich o suͤße Liebe, in des Geistes Kraft 20 Triebe. 9. Weck in dir mich auf zum Leben, da ich deine Suͤßigkeit moͤge schmecken, und erheben meinen Geist aus dieser Zeit. Bleibe doch durch deine Kraft selbst in mir. A h gieb doch Saft, edler Weinstock, dei⸗ nen Reben; ohne dich kann ich nicht leben. — — — . Hl W chs ZN 13 Re aen Zun Ke Htlbe sch u 11. fl eh Wil Rehe Hech W Rm Mei sel. in nt ün af eh sch 9—15 hikt W Mash G WI Vundu Husguo Glatei Rmme er H 19. Odkeh Wse. sede ch Lahen 0 he RN f en. . Ein ink gus dah 1 meine G ein deine d. Verlangen: in dir gefnshn Sist von atz nd ich gucht sch. Drum 1Bild hat ich stodtet ch5 nuh/ so dein Wort i auf, mein hy ieder Gasß will müch l . at in gll ig zugesagt d d/ daß du uss mmen/ wohhr ens Grund Mund verhoßt ein guten H en heilgen hit dich/ Id H ich füͤht ingt leiner Salh dies Mutt Lebene mel Hulshet sei dNi sttz Hoch ssch/ Ysüße Hastes Kroft Wemch Mf Nich dhe H0 schnekeh Rilet G Zet. Blle Deite Halt Ny gibdah Weinsioc, de hhe dichkah en. bom Christlichen Leben. 689 10. O du allersuͤßte Liebe, durch die Liebe bitt ich dich, die des Vaters Zorn vertriebe, und ver⸗ schlang zur Lieb' in sich: ach verschling doch auch den Zorn, der in meiner Seel erborn, duͤͤrch die⸗ selbe große Liebe, daß sie sich im Lieben uͤbe. 11. Fuͤhre dich in mei⸗ nen Willen, und mich auch in deinen ein; laß dein Herz mein Herze stillen, laß mein Herz in deinem sein. Dein Gehorsam sei in mir, mein Gehorsam sei in dir, daß ich dir noch auf der Erden moͤge ganz gehorsam werden. 12. Was soll ich mich hier noch quaͤlen, und der Welt anhaͤngig sein? Nimm du den Durst mei⸗ ner Seelen doch in dei⸗ ne Wunden ein; in die Wunden, da dein But ausquoll, und des Zornes Glut in der suͤßen Liebe daͤmmet, und den Grimm der Hoͤllen hemmet. 13. Fuͤhr in deine hohle Seiten, daraus Blut und Wasser rann, meinen Hun⸗ ger jeder Zeiten; nimm, o Fels, dein Taͤublein an; wirf mich ganz und gar darein, ich bin dein, sei du doch mein; labe mich in deinem Leben, laß mich fest an dir bekleben. 14. Edler Weinstock, dem ich diene, gieh doch deinem Reben Saft, daß ich in dir wachs und gruͤne, aus dir ziehe mei⸗ ne Kraft; bring durch dei⸗ ne Kraft in mir eine rech⸗ te Kraft herfuͤr. Ach laß mich mit Fruͤchtebringen nach des Vaters Segen ringen. 5 15. Dich will ich mir auserwaͤhlen, denn du bist mein fuͤßes Licht; leuchte meiner armen Seelen, du weißt, daß es ihr ich: n weil dies Fleisch zu dieser Frist ihr ein fin⸗ strer Kerker ist; fuͤhre sie auf rechter Straße, daß sie falsche Wege hasse. 16. Triff mein Herz mit deinem Hammer; fuͤh⸗ re mich, d IEsu, du durch des grimmen To⸗ des Kammer ein in dei⸗ nen Tod und Ruh, daß mein Leib am juͤngsten Tag in dir anferstehen mag auf dein Wort aus deinem Sterben, und dein ewigs Leben erben. 17. Lehre du mich al⸗ les halten, was du von mir forderst nun; laß mich dich nur lassen walten, sei mein Wissen, Will und Thun. Ach mein Leiter, laß doch mich nir⸗ Dean gehen ohne dich; enn mich hab ich dei⸗ nem Namen ganz und gar ergeben. Amen. Mel. O du Liebe mei⸗ ner Liebe. Durchbre⸗ 802. O cher aller Bande, der du immer bei uns bist, bei dem Scha⸗ den, Spott und Schan⸗ de lauter Lust und Him⸗ mel ist: uͤbe ferner dein Ge⸗ 690 vam C Chri s1 lichen Leben. Gerichte wider unsern Adamosinn, bis uns dein so trenu Gesichte fuͤhret aus dem Kerker hin. 2. Ists doch deines Va⸗ ters Wille, daß dur endest dieses Werk; hiezu wohnt in dir Fuͤlle aller Weis⸗ du nie ieb und Staͤrk, daß du nichts von dem veblie⸗ rest, was er dir geschenket hat, und es von dem Trei⸗ ben fuͤhrest zu der suͤßen Ruhestatt. 3. Ach, so mi t dur uns vollende ꝛn/ willst und kannst 1 anders nicht; denn wir sind in deinen Haͤnden, dein Herz ist auf uns gericht: ob wir wohl vor allen Leu⸗ ten als gefangen sind ge⸗ acht, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht und sch nbd gemacht. 4. Schau doch aber un⸗ sre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen ringen/ schreien, betken um Erid⸗ boßte Macht entzwei; den⸗ ke/ daß ein armer Waise dir im Dod nichts nuͤhe sei. Heb ihn aus dem Staub der Suͤnden, wirf die Schlangenbrut hin⸗ alus; laß uns wahre Frei⸗ heit finden in des Voters Hochzeithaus. 7. Wir verkangen keine Ruhe fuͤr das Fleisch in Ewigkeit, wie dus nothig findst, so thue noch vor unster Abschiedszeit; gber unser Geist der bindet dich im Glauben, laͤßt dich nicht, bis er die Er⸗ loͤsung findet, da ihm Zeit und Maaß gebricht. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, Koönig, brauch dein Regiment; fuͤhre deines Reiches Krie⸗ ge⸗ mach der Sklaverei 1 End: laß doch aus der Grub die Seelen durch des neuen Bundes Blut; laß uns laͤnger nicht so sung von Natur, von dem quaͤlen, denn du meinsts Dienst der Eitelkeite n/ der uns noch so harte druͤckt, ungeacht der Geist in Zeitrl sich auf etwas bes⸗ sers schickt. 5. Ach erheb die mat⸗ ten Kraͤfte, sich einmal zu Wahen los, und durch alle W Itgesch Afte durchge bro⸗a chen stehen bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich, Vernunftoͤ⸗ Bedenklichkeit, fort mit Hcheit vor Schm jach und mit uns ja gut. Haben wir uns selbst n en in Lust und Ge⸗ faͤlligkeit, ach so laß uns nicht stets hangen in dein Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zu ru⸗ 11 alle schreien wir dich n; zeig doch nur die er⸗ sten Stufen der gebroch⸗ nen Fretheitsbahn. 10. Ach wie theur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht h sein. Plagen, weg des Fleisches Zaͤrtlichkeit! 6. HErr, zermal me, brich und reiße die ver⸗ Drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein; rein und 1 und ganz vollkommen, nach —.— — — — 1900 10 6 el) chl 00 Hicht 1 . s ch n M N Hrah. he M G0it 00 Gibehj Whs ss, hoheh I aub I eh 2 W Fla,v Hhnt, sthl il shtit., I M chef Reten ¹ Vottef AKuc, Ihte Iige Ihnt 0 ben. enthweit AEmet' W. 4 Uhn ihn gutr àSuͤnden, w angenbtut uns Wahte 0 in des Vn Ius. verlabgat f 08 Flisch. he noch schicdsrit; K ist der gh Glauben, bis e et, Ra 0 gehlicht scher/ Harrsch siehe,“ K ei Ram Reiches I det Sishh h doch glh Seelen ut Bundes Bhl Aner Hat an du Mase 0 MMs sahs ss und Ge⸗ shen in den selkeit; denn 4 hs ju rul⸗ en wit Nh du Ne ⸗ et geböc⸗ tobahl. Wie thabesh ch/ Haht Ahecht Rl waht N Al Rußt du W teih en I lulkonne W bildt; der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Huͤll sich fuͤllt. 11. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß uns mit gekreuzigt sein, was dein Peich nicht kann ererben; fuͤhr ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wir nicht saumen, wo wir nur nicht laͤssig sein; werden wir doch als wie traͤumen/ wenn die Freiheit bricht hevein. Gottfried Arnold. 1 In eigener Melodie. GOtt, du 803. O frommer GOtt, du Brunnquell aller Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben: gesunden Leib gieb mir, und daß in solchem Leib ein unverletzte Seel und rein Gewissen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß was mir zu thun ge⸗ buͤhret, wozu mich dein Be⸗ sehl in meinem Stande fuͤhret. Gieb, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gieb/ daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann be⸗ stehen; laß kein unnuͤtzlich Wort aus meinem Mun⸗ de gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nach⸗ druck, ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefaͤhr⸗ lichkeit, so laß mich nicht verzagen; gieb einen Hel⸗ denmuth, das Kreuz hilf 5. Laß mich mit jeder⸗ mann in Fried und Freund⸗ schaft leben, so weit es christlich ist. Willst du mir stetwas geben an Reich⸗ thum, Gut und Geld, so gieb auch dies dabei, da von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben hoͤher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gieb Geduld, vor Suͤnd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graͤues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod ab⸗ scheiden: die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Raͤumlein goͤnn bei sei⸗ ner Eltern Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seiten hab. 8. Wenn du die Tod⸗ ten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch dei⸗ ne Hand zu meinem Grab ausstrecken; laß hoͤren dei⸗ ne Stimm, und meinen Leib weck auf, und fuͤhr ihn schoͤn verklaͤrt zum auserwaͤhlten Hauf. Jobann Heermann. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. 7 e i⸗ 804. Oi Cele Le⸗ 692 vom Christ lichen Leben. Leben, mein hoͤchster Schatz und meines Herzens Lust, dir will ich mich, mein GOtt, ergeben, ach daͤmpfe du in mir den Suͤnden⸗ wust. Ach ninm dich, JE⸗ su, meiner Seelen an, und Lige mir, zeig mir die Lebensbahn. 2. Wenn mir die Welt die Stricke leget, wenn Satan mich von dir will ziehen ab, wenn in mir sich was Boͤses reget, so sei, o GOtt, mein Licht und fester Stab. Ach nimm dich, JIEsu, meiner See⸗ len an, und zeige mir, zeig mir die Lebensbahn. 3. O Gott, du Licht der frommen Herzen, vor dir ist alles, alles sonnen⸗ klar: du zaͤhlest ab der Frommen Schmerzen, du hilfest deiner auserwaͤhlten Schaar. Ach nimm dich, IEsu, meiner Seelen an, und zeige mir, zeig mir die Lebensbahn. 4. Ach sende, HErr, aus deinem Throne Licht, Leben, Kraft und Gnade deinem Kind. Hilf Isra⸗ eli, deinem Sohne, vergieb aus Gnaden alle unsre Suͤnd. Ach nimim dich, JEsu, meiner Seelen an, und zeige mir, zeig mir die Lebensbahn. Heinrich Georg Neuß. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 805. Oeu Stand, o selig Lehen, das aus der wahrenEinfalt quillt, wenn sich ein Herz GOtt so er⸗ geben, daß Christi Sinn es ganz erfuͤllt, wenn sich der Geist, nach Christi Bil⸗ de, in Licht und Recht hat aufgericht, und unter solchem klaren Schilde durch alle falschen Hoͤhen bricht. 2. Was andern schoͤn und lieblich scheinet, ist sol⸗ chem Herzen Kinderspiel; was mancher fuͤr unschul⸗ dig meinet, ist soichem Her⸗ zen schon zu viel. Warum? Es gilt der Welt absagen, hier heißts, ruͤhrt kein Un⸗ reines an; das Kleinod laͤßt sich nicht erjagen, es sei denn alles abgethan. 3. Die Himmelskost schmeckt viel zu suͤße dem Herzen, das in IEsu lebt; die Braut bewahrt Haupt/ hr o und Fuͤße, und wo ihr etwas noch anklebt, das zu dem Glanz der Welt gehbret, das ist ihr lauter Hoͤllenpein, und wo sie recht in GOtt einkehret, da macht sie sich von al⸗ lem rein. 4. Die Einfalt Christi schließt die Seele vor al⸗ lem Weltgetuͤmmel zu; da sucht sie in der dunklen Hoͤhle, in Horeb, GOrt und ihre Ruh; wenn sich das Heuchelvolk in Luͤsten der Welt und ihrer Eitel⸗ keit, auch wohl bei gutem Schein will bruͤsten, fuͤhlt jene Kampf und harten Streit. 5. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als die im Blute Christi liegt; die ret⸗ sch K G 116 Mnll WN h A W Voch te 6. Vo IIR ale N Wel sht bof Me Si I Se Helheh Widmt l ld, , f Helheh 7. Hal Rit chht hiche Halt l Mht b Un Schah Ohusie be e Il X 0 0 AUnd uns I Sch schen 000 Heth schs dinet// Kindersil fürunhl. lchem hy⸗ . Wnu llt absgg ulu leingt Rell, eh se ethgh, inmcdef süße don Wulehh 1117 „ l Fsht, H Re Bil Hutt XII sihlehe, oh al⸗ „Ohrist 00* xl⸗ u; da hunklen GOtt m sich 0 Eil H sihlt Ukten 6 von die in 1 N l vom Christlichen Leben. 693 reine himmlische Begierde hat solche Thorheit schon besiegt; an einem reinen GOtteskinde glaͤnzt GOt⸗ tes Rame schön und rein; wie koͤnnt es denn vom eitlen Winde der Welt noch eingenommen sein? 6. Von Sorgen, Noth, und allen Plagen, damit die Welt sich selbst an⸗ ficht, vom Neid, damit sich andre tragen, weiß Christi S Sinn und Einfalt nicht; den Schatz, den sie im Herzen heget, behaͤlt sie wider allen Reid; ist ie⸗ mand, der Lust dazu traͤ⸗ get/ das macht ihr lauter Herzensfrend. 7. O schoͤnes Bild, ein Herz zu schauen, das sich mit Christi Einfalt schmuͤckt! Geht hin/ ihr thoͤrichten Jungfrauen/ harrt nur, bis euch die Nacht beruͤckt. Was sind die Lampen sonder Oele? Schein ohn Einfalt und Christi Sinn. Sucht doch was bessers fuͤr die Seele, und gebt der Welt das Ie hin. Ach IEsu, druͤcke Hemen Herzen den Sinn der lautern Einfalt ein; reiß aus, ob schon mit tau⸗ send Schmerzen, der Welt ihr Wesen, Tand und Schein; des alten Dra⸗ chen Bild und Zeichen trag ꝗ Richt mehr, dram laß ———— nur der Einfalt Zied i Schmuck erreichen, 258 2 ie Rrne Kreatur Sb. Sof. Bamrr Mel. O COlt, du srom⸗ mer GOtt. 866.— Vater/ sieh wie mi die Leidenschaft verwirret; mich— en Feind und Welt/ mein Fleisch ist blind und irret; drum steh mir durch den Geist des neuen Bun⸗ des bei, und gieb, daß Christi Bild in meiner Seelen sei. ů 2. Laß meine Liebe nicht guf schnoͤden Koͤrpern ste⸗ hen, und sie allein auf dich und meinen Naͤchsten ge⸗ hen; ja wenn er auch mein Feind. Reiß auch das Geld aus mir, damit ich, was mir lieb, nicht lieb als nur in dir. ö 3. Laß mich kein eitel Ding auf dieser Welt be⸗ gehren; gieb mir auch Maaß im Trank, in dem, was mich soll naͤhren, was mich bekleiden soll, was mich bei Ehren haͤlt; da⸗ mit ich nichts begehr als dich auf dieser Welt. 4. Laß meine Hoffnung nicht aus deinen Schran⸗ ken gehen; nicht hoffen, daß ich köͤnn ohn dich durch mich bestehen; nicht auf des Gluͤckes Gunst, noch meiner Feinde Tod, und was ich hoffen soll, sei deine Gnad, o GOtt. 5. Laß mich nicht freu⸗ dig sein, bloß aus Natur Serieben, nicht in dem Gleck allein, niche, wenn nch andre neben rache 2 Mache Srm Wi R And SDome vinn 694 vom Christlichen Leben. nur deine Gnad allein sei meiner Freude Ziel. 6. Laß keinen Haß in mich/ wenn mich die Feinde kraͤnken; wenn mich die Strafe soll hin auf das Gute lenken; viel minder bloß durch Neid, bei an⸗ drer Gluͤck und Hoͤh, und gieb, daß all mein Haß nur auf die Suͤnde geh. 7. Laß mich, in dir ge⸗ staͤckt, des Kreuzes Last nicht fliehen: wenn man mich lehren will, mich nicht der Zucht entziehen. Gieb, daß ich flieh die Welt, Geschwaͤtz und muͤ⸗ ßig sein; und das, was fleucht von dir, das laß mich fliehn allein. 8. Bezaͤhm in mir die Furcht, wenn was will boͤse scheinen, wenn mir der Tod, der Schmerz, Gefahr, Verlust des Mei⸗ nen und sonst dergleichen droht; und laß mich sor⸗ genfrei, daß nichts als dei⸗ ne Furcht in meinem Her⸗ zen sei. 9. Laß mich durch Trau⸗ rigkeit den Kopf nicht nie⸗ derhaͤnken, wie andre von Natur und sonst in Noth sich kraͤnken: mein Trau⸗ ren sei um dies, daß ich dich je betruͤbt, und daß nicht bei mir ist mein JE⸗ sus, der mich liebt. 10. Auf die, so mehr als ich, laß mich nicht zornig werden; auch auf die Glei⸗ chen nicht verstellen die Ge⸗ berden; auch nicht, wenn Unfall kommt; und dem, Zorn allein mit Glimpf zur Bessrung fuͤr. ö 11. Laß, was zu achren ist, mich deinethalben ach⸗ ten; was ich verachten soll, nicht voller Stolz betrach⸗ ten. Laß auch in Demuth mich nicht achten, was ich sei, und mach mich endlich gar von allen Lastern frei. 12. Wirst du mir nun, o HErr, so helfen uͤber⸗ winden, so wird in mit sich nichts von groben Suͤn⸗ den finden. Fuͤll mich durch deinen Sohn so voller Gei⸗ stes an, daß ich im Glau⸗ ben dir gleichfoͤrmig die⸗ nen kann. Christian Knorr v. Rosenroth. Riel. Alle Menschen müssen sterben. 6C(= schaffet, daß ihr selig werdet, ihr, die ihr wollt selig sein, euch zwaͤr christ⸗ lich hier geberdet, doch da⸗ von tragt bloßen Schein. Denket, wenn der HErr wird kommen, hier zu rich⸗ ten Boöͤs und Frommen, daß ihr schafft mit Furcht allein, wie ihr moͤget selig sein. 2. Schafft mit großer Furcht und Zittern, o ihr Suͤnder allzumal, wenn der juͤngste Tag wird wit⸗ tern, daß ihr dann der Hoͤllenqual mit erfreuter Seel entgehet, nicht zur Linken JEsu stehet; schafft mit Furcht hier insgemein, daß ihr dann moͤgt selig sein. 3. Schaffet, daß ihr se⸗ der unter mir, dem geh mein lig werdet, traut nicht eu⸗ N 3 schs Hede, l Ruet 1050 Il WIl 0n foh gumnel/ IH e, 4. 90 n Hei Abt litt Doch, Iu Hhe 4.1 Suhhn Sh hel W 69 G II 5 W Hen H2 e Vachet , it Glch für 0 V h halhet achten toh Heltog I M Da fihl e eh, heh mich erhe Laslekhet u M s elfey lle A roöbehStt⸗ Anichdyth oller n Gsh sheinih N⸗ b. Mschreh, Menschen erben Hfet, H E 11 Hlt ö Schn der HElt t lch⸗ snsen, daß Hucben 19 sein. Wuun Weh 110 ut din efkelet licht M. chet; schft ihehgh mögt 0 — daß iht s kralt m vom Christlichen Leben. 695 eurem Fleisch und Blut 1.5 tbente Seelen/ werdet das sich heilig hier ge⸗klt ug, und folget doch des berdet, und thut auch doch Ge Res Zug. Wachet! nimmer gut; flieht das. Wachet! denn die alte falsche Christenleben, bleibt Sch 1000 sucht Tag und an IEsu Leben kleben; dien hi mit Macht und List dem Jolgt, schafft hier ins⸗ die Menschen in ihr Netz emein, daß ihr möͤget se⸗ zu fangen, weil wenig Zeit ig sein. vorhanden ist. Ergreifet 4. O HErr, der du dut ch doch des Glaubens Schild/ dein Leiden uns von Suͤnd und wisset/ daß nicht schla⸗ erloͤset hast, laß uns nicht fen gilt. Wachet! sein abgescherden von dir, 5. Wachet! eh die To⸗ Anker, Steur und Mast. desstunde das unvermerk⸗ Wir zwar kleben steto an te Ziel erreicht; ihr seht Suͤnden: aber laß uns ja, wie der Tod Gesun⸗ Gnade finden: deine treue de sowohl als Kranke hin⸗ Lieb allein schaffe, daß terschleicht. Der letzte Stoß wir selig sein. ist ungewiß. Ach werthe Christen nerke ies. 991 eigener Melodie. Wtener ee 4 achet auuf, 6„Wachet daß ihr euch W ihr fau⸗ erelet auf jenen groß 3en 10 Cheisen, bedenket, daß Tag des HErrn: denn euch GOttes Gnad wn e Utls GOttes Wort tiefsten Schlaf der Suͤn⸗Oedeutet, so ist derselbe denluͤste zum Leben Palfe it icht mehr; fern. Ach schik⸗ erwecket hat. Verlasset ket euch, vielleicht kenmt sft, heut der erste Tag der doch die finstre Gruft, und hoͤret, wenn euch IE⸗Ewigkeit. Wachet! sus ruft: Wachet! I. Wachet! IEsus hats 2. Wachet! denn die gebofens, ach folget sei⸗ Suͤndennachte ehtwei⸗ her Waͤchterstimm. Was chen vor dem hellen Licht, schlafet ihr doch wie die das GOtt dem menschli⸗Dodten? Ermuntert eu h/ chen Geschlechte im Wort sund kehret uͤm; bedenket und Herz en aufgericht. doch/ was euch behagt, Ach wandelt doch in I und daß GOtt mir und chem Schein, sonst koͤnnt allen sagt: Wachet! ihr keine Christen sein. Ludwig Andreae Gotter. Wachet!.. ö ö‚ 3. Wachet! Ist der Geist 42 del. Aus tieser Nolh schon 9W illig, so ist nelct rei ich zu dir. Fleisch doch gar zu s Hrogch SGR as willst 80 9. Wos du ar⸗ drum folgen wahre Chei⸗ sten billig dem Geist an Erdenkloß o sehr nicht dem Fleische nach. mit Hoffahrt vrangen? 696 bvom Christlichen Leben. Dein Elend ist zu viel und groß, du bist in Suͤnd empfangen, mit Weh ge— boren auf die Welt, Weh dein ganz Leben uͤberfaͤllt, mit Weh mußt du von dannen. 2. Was zierest du den Leib, das Haus, drin al⸗ les Siechthum stecket, und fuͤllest ihn so zaͤrtlich aus mit dem, was ihm wohl schmecket? Weißt du denn nicht, nach wenig Tag daß er muß sterben mit Weh⸗ klag, und ihn die Wuͤr⸗ mer fressen? 3. Vielmehr die edle Seele zier mit Buß und guten Werken; das Him⸗ melbrod ihr setze fuͤr, da⸗ durch sie sich kann staͤrken. Denn sie ists, die ohn allen Tod im Himmel schweben soll vor GOtt und allen heilgen Engeln. 4. Warum pflegst du des Fleisches wohl, und laͤßt die Seel verschmachten? Ists recht, daß man die Magd 5 soll mehr als die Frau selbst achten? Der Geist fuͤhrt sonst das Regiment, bei dir ist solches umge⸗ wendt, das Fleisch den Geist regieret. 5. GOtt selbst, der gro⸗ ße HErr und Held, des Menschen Seel hoch schaͤz⸗ zet, und sie weit uͤber alle Welt und alle Himmel sez⸗ fen Denn fuͤr wen hat er einen Sohn, sein hoͤchste Zierde, Freud und Kron, ins Kreuzes Pein gegeben? 6. Traun, nicht dem Him⸗ zu gut ergangen; des Men. schen Seel, so theur und werth, hat diese Gnad em⸗ pfangen: die ist ein solch theur Pfand und Gut, das ohne seines Sohnes Blut nicht konnt erloͤset werden. 7. Ist deine Seel so hoch vor GOtt, wie kannst du sie denn hassen, und wagen hin, als waͤr es Koth, den man findt auf der Gassen? Gedenk, daß GOttes lieb⸗ ster Sohn gestiegen von des Himmels Thron, sie hat vom Tod errettet. 8. Denn als er sie aus schwerer Schuld vom Teu⸗ fel fand gebunden, und sie verdammet werden sollt zur Hoͤllen alle Stunden, vor Kummer ihm zerbrach sein Herz, er weinte uͤber ihren Schmerz, davon sie selbst nichts wußte. 9. Ja, was noch mehr, so ließ er sich um ihrent⸗ willen toͤdten, errettet sie ganz kraͤftiglich aus allen ihren Noͤthen. Sein Blut⸗ schweiß war das Loͤsegeld, das er, der Heiland aller Welt, fuͤr sie baar aus⸗ gezahlet.* 10. An dieses Opfer denke recht, das fuͤr dich ist gegeben; die Seele schaͤtze nicht so schlecht, thu Gott nicht wider⸗ streben; schau doch, wie sehr war sie verwundt, da sie sonst nichtes heilen kunnt, als Christi Blut und Striemen. 11. Wenn sie der Satan nicht zu Grund, der alles mel, nicht der Erd ist dies Ungluͤck stiftet, durch List mit Re mig 19.0 0 M Himl am H. 0 Mel. C 1. W Wucsan — en; des M 0 heur g iase Gnnde e isi ein si ud Gut, N Sohnes R erlhhet wegh ie Seclsohch wie Eannst x „ und w es Kath. x if der Ginh GHh gestiegg 15 Throh, s darette. Isg et sse a 11d bom Tel⸗ den, und st werden sol le Stunden ihm gebah weinte ute r daboß fl wußte. Hoch nhy ch um hah⸗ 1„ erettetse. ich aus A 1. Sein Bll %05 Hhfegh Helland alle hant aus⸗ zeses Opft Ils für dih de Gil schlhhls nicht win au doch, R. sie berwußh nichtes ha Christ B ch. 1sieder Suh und/ der dle tet/ Lurch M. Is vom Christlichen Leben. 697 mit seinem Luͤgenmund bis auf den Tod vergiftet, so haͤtte GOttes Sohn den Tod und so viel Marter, Hohn und Spott am reuz nicht duͤrfen lei⸗ den. 12. Darum, o Mensch, verachte nicht das groß und schwere Leiden, das er fuͤr dich hat selbst verricht, thu alle Bosheit meiden. Schau doch, wie sich so treulich hat des Sohnes GOttes Majestaͤt in Noth dein angenommen. 13. Hilf GOtt, daß ich mein Lebenlang dies alles recht bedenke; fuͤr deine Treu dir Lob und Dank in tiefster Demuth schenke; daß ich von Suͤnden trete ab, mein Herz bei dir im Himmel hab, nach mei⸗ nem Heil stets trachte. Johann Heermann. Mel. C GSOtt, du from⸗ mer GOtt. 810. éWSagund d Furcht soll nicht bei Chri⸗ en wachen, und sie be⸗ hutsamlich und wohl be⸗ daͤchtig machen. Mit Furcht und Zittern, heißts, chafft euren Seelen Heil. Wenn kaum der Fromme bleibt, wie denn der suͤnd⸗ ge Theil? 2. Der Satan geht um⸗ her und suchet zu verschlin⸗ gen/ legt tausend Netz und Strick in unvermerkten Dingen; die Welt ist toll, verfuͤhrt, und bindt ihr selbst die Ruth, ja gar der aͤrgste Feind in unser Fleisch und Blut. 3. Man kann so manche Suͤnd unwissentlich be⸗ gehen, vor GOtt kommt der Gedank gleich einem Werk zu stehen. Ein ein⸗ 90 raͤudig Schaf verdirbt en ganzen Stall. Wer steht, der sehe zu, daß er nicht ploͤtzlich fall. 4. Ihr sollet, saget GOtt, wie ich bin, heilig leben, mir eure Seele ganz, nicht halb getheilet geben; vom Adel und Gewalt hab ich nicht viel erwaͤhlt; viel Hhlen Lugerehlt sind der Hoͤllen zugezaͤhlt. 5. Und wird ein From⸗ mer schlimm, so soll ihm das nichts dienen, daß er vor solcher Zeit rechtschaf⸗ fen gut geschienen. Der Knecht, der es nicht thut, den Willen aber weiß, macht sich vervielte Schlaͤg durch seiner Bosheit Fleiß. 6. Ein einzger Apfelbiß konnt uns so heftig scha⸗ en, und Christus mußt sich selbst in GOttes Zor⸗ ne baden; ein Bruch an deiner Tauf spricht dir den Meineid zu; vielleicht kommt Tod und Erd in diesem Blick und Nu. 7. Man hat genug zu thun, die einzge Seel zu retten; wer noch viel an⸗ ders hat, wie kann er das vertreten? Je groͤßer Amt und Gut und Pfund und Hnh 22— groͤßre sich enschaft bild man sich kecklich ein. 8. Die ganze erste Welt 30 mußt 698 vom Christlichen Leben mußt jaͤmmerlich vergehen; acht Seelen sind allein vor GOtt gerecht ersehen. Richt zehn Gerechte sind in Sodoms Nachbarschaft. Des Samens vierter Theil eht nur in Frucht und Traft. 9. Es sind nur etliche in Canaan gegangen. Auch aus den Zwoͤlfen selbst ist Judas aufgehangen; der Zehnte dankte nur, daß er vom Aussatz rein. Ach möch⸗ ten fuͤnf doch klug, und fuͤnf nur thoͤricht sein. 10. Des Richters Zu⸗ kunft wird gleich einem Blitz geschehen; was un⸗ reim und gemein, darf nicht in Himmel gehen; es fuͤhlt die letzte Plag Egyptens erstes Kind; es wird fast kein Haus sein, da nicht Verdammte sind. 11. HErr GOtt, so oft ich dies nach aller Laͤng bedenke, so schneidet Angst und Furcht durch Adern und Gelenke, so schauert mir die Haut, so gellt und klingt das Ohr/ so behet Mund und Herz/ und hebet sich empor. 12. Ich lebe zwar ge⸗ trost dürch Glauben, Lieb und Hoffen, und weiß, daß deine Gnad noch al⸗ len Menschen offen, und deine Lieb und Treu mich troͤstet und erhaͤlt; doch sleh ich desto mehr fuͤr mich und alle Welt. 13. Senk deine wahre Furcht in aller Menschen Herzen; laß niemand mit wahrem der Bußs und Glauben scherzen; thu al⸗ len Kitzel wea, Traͤgheit, Vermessenheit, Verstok⸗ kung, Heuchelei, Bosheit, Unheiligkeit. ö 14. Hilf siegen uͤber das, was du schon uͤber⸗ wunden; zerstoͤr des Teu⸗ fels Reich, laß ihn bald sein gebunden, daß wir mit Fleiß und Sorg ver⸗ leugnen, widerstehn, an⸗ halten mit Gebet, entflie⸗ hen und Seleh 15. Verleih Geduld und Trost im Kaͤmpfen und im Ringen; sorgfaͤlt⸗ ge Wachsamkeit laß mit Bestand durchdringen; laß uns in heilger Furcht und in Bereitschaft stehn, daß wir mit Freudigkeit vor deinen Augen gehn. hard Hedinger. Johann Reirn Mel. Err JEsu Christ, dich zu uns wend. 47 hldem, 811. Wen GOttes Furcht steht, und auch auf seinem Wege geht. Dein eigen Hand dich naͤh⸗ ren soll; so lebsi du recht und geht dir wohl. 2. Dein Weib wird in deinm Hause sein wie ein Reben voll Trauben fein, und dein Kinder um deinen Tisch wie Oel⸗ pflanzen gesund und frisch. 3. Sieh, so reich Segen hangt dem an, wo in GOt⸗ tes Furcht lebt ein Mann: von ihm laͤßt der alt Fluch und Zorn, den Menschen⸗ kindern angeborn. 4. Aus Zion wird Heeg⸗ eg⸗ — * U Gn Rer Sil vll. HO Wyuthl. 0,rft endeh 1M ils Kl I 5. Eh Iud den Helen cht/ hu he schwoch fet R . Iet hu Wle Wh It f 9.6 H 0%/ Tiähhh, t V. Veksh lei, Boh siegen en/ d 1 10 Sh H iderstch,⸗ Gebet, As ehn. Hih Galh im Hänpfg, hen; sotgfüt, keit laß m xingen; M Furcht un it sichn, daß endigkeit vot gehn, hard Hekingti Lesn Christ, uꝗ vend. chl Reh V der i cht sicht, u an Wegegch dch l Lebst du ted bohl. deib wicd i e seil wie Wel Ttauben i Hinder uns, H W V und udfh o tach Sahd n/ 0 H laht en Moh el bt del If den Rasag geborn. n vi 0. vom Christlichen Leben. 699 segnen dich, daß du wirst schauen stetiglich das Gluck der Stadt Jerusalem, vor GOtt in Gnaden angenehm. 5. Fristen wird er das Le⸗ ben dein, und mit Guͤte stets bei dir sein, daß du sehen wirst Kindeskind, und daß Israel Friede sind. 6. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, sammt heilgem Geist in einem Thron, welchs ihm auch also sei bereit von nun an bis in Ewigkeit! Dr. Martin Lutber 1— 5. Mel O GSott, du from⸗ mer SOtt. (Toran fehlts 812. W immer mehr, mein Herze, daß du bleibest nur immer schwach und krank, und fort dein Klagen treibest? Wer ist denn Schuld dar⸗ an? Geh in den innern Grund. Durch rechtes Forschen wird die Ursach endlich kund. 2. An GOtt fehlts kein⸗ mal nicht, denn er ist sebst die Liebe; sein Herz ist allzeit voll der sußen Liebestriebe, dem Men⸗ schen Guts zu thun. Sein Wille bleibet fest, sich mitzutheilen dem, der ihn nur wirken laͤßt. 3. GOtt ist der Ursprung selbst der theuren Men⸗ schenseelen: wie sollt er sich denn wohl vor ihnen so verhehlen, und seine Kraft entziehn? Was er hervorgebracht, wird alle⸗ zeit sehr hoch und werth von ihm geacht. 4. Hat er doch seinen Sohn fuͤr dich dahin ge⸗ geben, weil du in Ewigkeit in ihm sollst selig leben. Was haͤtt er dies be⸗ durft? Er kam aus freier Wahl. Was lockte ihn zu dir? Gar nichts nicht uͤberall. 5. Nichts Gutes war in dir; hingegen war zu finden ein Strudel voller Wuth und eine Welt voll Suͤnden, ein graͤuelvolles Meer, ein Pfuhl voll Hoͤl⸗ lenkoth; in solcher Haͤßlich⸗ keit lag deine Seele todt. 6. Als ein verworfen Kind lagst du in deinem Blute; nicht eine Kreatur that etwas dir zu Gute; die arme Seele trug des Teufels Larv an sich, dein Zustand durch und durch war gar zu jaͤmmerlich. 7. Da kam der Seelen⸗ freund, und nahm sich in Genaden des armen Men⸗ schen an. Er heilte dei⸗ nen Schaden mit seinem theuren Blut, und daß er voͤllig dich mit GOtt ver⸗ einigte, nahm er dein Fleisch an sich. 8. Und was hat wohl das Herz des Vaters so bewogen, daß er so viel⸗ mal dich durch seinen Geist gezogen? Drum liegt es nicht an GOtt, der es gar treulich meint: du bist dir heimlich selbst der alleraͤrgste Fein d. 9. Ach ja, mein treuer Gott/ 30* du bleibest der Ge⸗ 70⁰ von der Geuschheit. Gerechte, auch wenn dich richten will das suͤndliche Geschlechte. Du hast mich jederzeit gesucht in dich zu ziehn; ich aber nur gesucht, dein Gnadenwerk zu fliehn. 10. Nun, Err, er⸗ forsche mich, und sieh auf meine Wege, und wende meinen 6e vom falschen Heuchelstege; du, HErr, erkennest mich, erleuchte meinen Sinn, weil ich noch gar zu blind in dei⸗ nen Wegen bin. 11. Der Seelen Auge laß in mir einfaͤltig wer⸗ den, daß es nicht mehr zugleich sich richte nach der Erden und nach dem Himmel zu; nimm alle Schalkheit weg; dein Wille sei allein und alle⸗ zeit mein Zweck. 12. Volloringe, HErr, dein Werk, das du hast angefangen. Laß mich durch deinen Geist einmal dahin gelangen, wohin dein Wort mich weist, daß ich zur Reinigkeit, die deinem Volk gebuͤhrt, gelang in dieser Zeit. 13. So wird mein Leib und Seel und Geist in dir sich freuen, und taͤg⸗ lich deinen Ruhm und suͤßes Lob erneuen. Wohl mir! wird sein mein Wort; GOtt hat viel Gnad erzeigt, sein Ruhm erstrecke sich, so weit der Himmel reicht. Christian Jacob Koitsch. Alel. Wenn wir in höch⸗ sten Uöthen sein. 81—3. in rei⸗ nes Herz, HErr, schaff in mir, schleuß zu der Suͤnde Thor und Thuͤr; vertreibe sie, und schaffe du, daß sie vor meiner Thuͤr nicht ruh. 2. Dir oͤffn ich/ IEsu/ meine Thuͤr, ach komm und wohne du bei mir; treib all Unreinigkeit hin⸗ aus aus deinem Tempel und Wohnhaus. 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hell⸗ glaͤnzend Angesicht erleuch⸗ ten mein Herz und Ge⸗ muͤth, o Brunnen uner⸗ schöͤpfter Guͤt! VII. Von der Keuschheit. 4. Und mache dann mein Herz zugleich an Himmels⸗ gut und Segen reich; gieb Weisheit, Staͤrke, Rath, Verstand aus deiner mil⸗ den Gnadenhand. 5. So will ich deines Namens Ruhm gusbreiten als dein Eigenthum, und nur dies achten fuͤr Ge⸗ winn, wenn ich dir nur ergeben bin. Heinrich Georg Neuß. Mel. Du, o schönes weltgebäude. 814 Kaschar JE⸗ MN su, hoch von Adel, unbeflecktes GOt⸗ teslamm, zuͤchtig, heilig, ohne Tadel, du mein rei⸗ ner Helghhlt, Hetz al bo Dascte Iuchdo 3. A hokch! ehih ekkotch Ked, Junf Uhtet Wenh Oeh he hageh 4. 1 Haor Kesch Mahs wWal cha Kerdef st f 0th IH N 0.8 lcte Rllein weck. 0 ö laihge, 0 „ daß d 96 ‚ 00 1 Geis an geh, wohinh 0 weist, ‚l 0 eit, die t, Rlayg vird mein d/ und Geist len, und t Ruhm KTheuen, Mh sein nah M Hat , sein Rohn „so weit da ht. Nrob Koitsch. helt. he dann mein an Himmelz⸗ eh kiich; gie atke, Rulh deiner mil ahd. Uich deint gusbreiteh nthum, und ten fuͤr Ge⸗ ich dir nut 0 Georg Miß 0 schönte ebäudt. Lelsche W * 1 cht Le 6656 ichtg/ he 10 ˖H Rein 10 von der Keuschheit. 701 ner Braͤutigam⸗ o du Krone keuscher Juͤgend, du Lieb⸗ haber reiner Tugend, ach entziehe mir doch nicht dein holdseligs Angesicht. 2. Darf ich dir in Weh⸗ muth klagen meinen tie⸗ fen Jammerstand? Ach ich schaͤm michs fast zu sagen; doch dir ist es schon bekannt, wie mein ganzes Herz beflecket, und ganz voll von Unfath stecket. Dieser Greuel, dieses Gift mich vom Mutterleidetriff.z 3. Ach es ist mir ange⸗ boren nichts als nur Un⸗ reinigkeit aber du bist aus⸗ erkoren, unbesudelt ist dein Kleid. An Maria, der Jungfrauen laͤßt sich nichts Unreines schauen; denn wenn sie gleich schwan⸗ ger heißt, ist es doch vom heilgen Geist. 4. Was Natur in mir verdorben, hat der reinen Keuschheit Ruhm deiner Menuschheit mir erworben, weil du bist mein Eigen⸗ thum. O du unbeflecktes Wesen, laß mich doch durch dich genesen; mehr als engelreines Lamm, tilge meinen Suͤndenschlamm. 5. Hat was Boͤses an⸗ gestiftet dieser Abgrund schndder Lust, und mir Leib und Seel vergiftet, wie dir alles wohl bewußt, weil Begierden und Ge⸗ berden leichtlich angeflam⸗ met werden, wo der reine GOttesgeist nicht im Her⸗ zen Meister heißt: 6. O so wollst du mich vertreten, mein geneigter Gnadenthron; laß doch sein zuruͤck gebeten den hierdurch verdienten Lohn. Soll es nach dem Rechte gehen, o so ists um mich geschehen; dein fuͤr mich vergoßnes Blut sei fuͤr 63 Wunden gut. 7. Sollen nur dein Ant⸗ litz schauen, die von Her⸗ zen keusch und rein: o so werden ja mit Grauen sinken hin in Hollenpein, ie aus unverschaͤmten Her⸗ en ihre Reinigkeit ver⸗ cherzen. Drum, HErr IEsu, steh mir bei, mach mich dieser Bande frei. 8. Ich kann auch nicht zuͤchtig leben, wenn dein Gnaden⸗Ueberfluß mirs nicht wird von oben ge⸗ ben, o drum fall ich dir zu Fuß; du wollst ein rein Herze schaffen, mich an⸗ thun mit Keuschheits⸗ Waffen. Ach mein Heil, verstoß mich nicht weg von deinem Angesicht. 9. Gieb, daß unverfaͤlsch⸗ ter Glaube mich vom Un⸗ flath mache rein, und dein Geist, die reine Taude, nehm mein Herz zur Woh⸗ nung ein. Laß mich stets in Buße kämpfen, und die bo⸗ sen Luͤste daͤmpfen; auch die neue Kreatur zeige mir die Keuschheitsspur. 10. Hilf, daß Satan nicht besitze mich, als sein unreines Haus, noch mit seiner Gluͤt erhitze; stoß ihn voͤllig von mir aus, daß er nicht den Leib an⸗ stecke, Geist und Seele nicht beflecke; halt 2— ei⸗ 702 von der Aeuschheit. seiner Teufelei mir auch die Gedanken frei. 11. Alle schnoͤde Un⸗ zuchtsflammen hilf durch deine Gotteskraft in mir tilgen und verdammen: gieb, was Zucht und Ehre schafft. Meine Lenden, meine Nieren laß den Gurt der Keuschheit zie⸗ ren; reiner Zweig aus Davids Stamm, sei al⸗ lein mein Braͤutigam. 12. Fasse mich mit dei⸗ ner Liebe, und vermaͤhle dich mit mir; laß mein Herz mit keuschem Triebe sein erfuͤllet fuͤr und fuͤr; meine Sinnen danken halte stets in Zucht und Schranken; deine keu⸗ sche Liebesglut ist stets vor Verfuͤhrung gut. 13. Hilf, daß ich an dei⸗ nem Leibe, o mein auser⸗ waͤhltes Licht, stets ein reines Glied verbleibe; ach verhuͤte, daß ich nicht durch verfuͤhrische Ge⸗ berden moͤg ein Glied des Satans werden. Laß mich sein ein rein Gefaͤß, dei⸗ ner Herrlichkeit gemaͤß. 14. Mache mich zur saubern Huͤtte, da du stets gehst aus und ein, und hilf, daß ich nicht ver⸗ schuͤtte deiner Gaben Glanz und Schein. Laß mich das ja nicht verlie⸗ ren, womit du mich wollen zieren; laß mich, dir zum Preis allein, dein ver⸗ schloßner Garten sein. 15. Laß mich Zucht und Keuschheit scheiden unsaubrer von Geister und Ge⸗gel Schaar, wie auch von un⸗ reinen Heiden; setze du mich anz und gar dir zum fe⸗ sten Pfand und Siegel, sei mir ein verwahrter Riegel; laß mich, als dein Liebesschrein, keinem als dir offen sein. 16. Mach in keuscher Glaubenstreue mich dir gaͤnzlich angenehn; daß mich nicht als Koth aus⸗ speie dort dein neu Je⸗ rusalem. Diese Thore, diese Gassen koͤnnen nichts Unreines fassen. Wer den Palast will besehn, der muß weiß gekleidet ehn. 17. Hilf, daß ich dir mog anhangen als ein Geist, ein Herz, ein Leib; auch ganz innig dich umfangen, und dir stets vereinigt bleib; ja recht bruͤnstig dir nach⸗ laufe, weil schon in der heilgen Taufe du zu wah⸗ rer Heiligkeit mich gewa⸗ schen und geweiht. 18. Weil du meinen Leib willst ehren, daß er dir ein Tempel sei, und den gaͤnzlich willst verhee⸗ ren, der denselben bricht entzwei: o so sei, was du geehret, nie durch Un⸗ keuschheit zerstoͤret. Alles, alles bleibe rein, was dir soll ein Tempel sein. 19. Nun, mein Liebster, der du weidest unter Rosen reiner Zucht, keine Wol⸗ lust⸗Nesseln leidest, dein Kuß reine Lippen sucht: du sollst stets vor andern al⸗ len meinen Augen wohl⸗ gefallen. Laß denn auch bei 0 M ult Hl M! Lahit Klohh W gud/ Ausen I Ael ů = E — 3—— — huch hon Tehedunh R zumtf und Siegt Lerwahteh dich, Adch keifem kehshe e mich Ar. NAR. ese Nale nnnen mas sel. Mit baseht gekleihet ich dit miz ein Geist Lib; guch Humfangef, aniht laad; 0 N nch⸗ os in det wah⸗ Insch gov⸗ het. hu- Meieh el/ daß er se/ IU s hethee⸗ sen hicht! sei, was durch Un⸗ lel. Ales, ö M M Isch. Rein HWbste, Inlet Msch fiihe Ml⸗ leidest de en scht: x asdern gb Hugeh wohl denn auch + von der Keuschheit. bei mir nicht ein, was dir koͤnnte widrig sein. 20. Du hast dich mit mir vermaͤhlet, dein Geist ist mein Unterpfand; auch ich habe dich erwaͤhlet, und mit Herzen, Mund un Hand mieine Treue dir eschworen; dich allein hab ich erkoren; es wiß alle Kreatur: IEsum, IEsum lieb ich nür. 21. Keuscher JIEsu, hoch von Adel, unbeflecktes GOtteslamm, zuͤchtig, hei⸗ lig, ohne Tadel, du mein reiner Braͤutigam, o du Krone keuscher Jugend, du Liebhaber reiner Tu⸗ gend, laß mein End und Anfaͤng sein: IEsum lieh ich ganz allein. Jacob Baumgarten. Mel. Es wall uns GOtt genädig sein. 22 GOtt, mein 815.0 Schoͤpfer, edler Fuͤrst und Vater meines Lebens, wo du mein Leben nicht regierst, so leb ich hier vergebens, ja, ich bin auch lebendig todt, der Suͤnden ganz ergeben. Wer sich waͤlzt in dem Suͤndenkoth, der hat das rechte Leben noch niemals recht gesehen. 2. Darum so wende dei⸗ ne Gnad zu deinem armen Kinde, und gieb mir allzeit guten Rath, zu meiden Schand und Suͤnde. frommen Schaare ver⸗ drießlich sei und schade. 3. Bewahr, o Vater, mein Gehoͤr auf dieser schnoͤden Erde vor allem, dadurch deine Ehr und d Reich beschimpfet werde. Laß mich der Laͤstrer Gall und Gift ja nimmermehr beruͤhren; denn wen ein solcher Unflath trisft, den pfiegt er zu verfuͤhren, auch wohl gar umzukehren. 4. Regiere meiner Au⸗ gen Licht, daß sie nicht Arges treiben. Ein unver⸗ schaͤmtes Angesicht laß fer⸗ ne von mir bleiben; was ehrbar ist, was Zucht er⸗ haͤlt, wonach die Englein trachten, was dir beliebt und wohlgefaͤllt, das laß auch mich hoch achten, all Ueppigkeit verlachen. 5. Gieb, daß ich mich nicht lasse ein zum Schlem⸗ men und m Prassen; laß deine Lust mein b sein, die andre fliehn und hassen. Die Lust, die unser Fleisch ergdtzt, die zeucht uns nach der Hollen, und was die Welt fuͤr Freude schaͤtzt, pflegt Seel und Geist zu faͤl⸗ len und ewiglich zu quaͤlen. 6. O selig ist, der stets sich naͤhrt mit Himmels⸗ speis und Traͤnken, der nichts mehr schmeckt, nichts sieht und hoͤrt, auch nichts begehrt zu denken, als nur, was zu dem Leben bringt, da man bei GOtte lebet, Behuͤte meines Mundes und bei der Schaar, die Thuͤr, daß mir ia nicht fröhlich singt, und in der entfahre ein solches Wort, Wollust schwebet, die keine dadurch ich dir und deiner Zeit aufhebet. Paul Gerbard. VIII., Von 704 Von der brüderlichen Liebe. 7 7 5 VIII. Von der hrüderlichen Liebe. ö. derfahren, was du, HErr, Mel. Nu, o schönes zur Straf und Last, denen, Wellgebäude. die mit falschen Waaren 818 IEsu, aller⸗ handeln, angedraͤuet hast, . Bliebster Bru- da du sprichst: du wollest der, ders am besten mit scheuen, und als Unflath mir meint, du mein An⸗ von dir speien aller Heuch⸗ ker, Mast und Ruder, ler falschen Muth, der Guts und mein treuster Herzens⸗Pvorgieht, und nicht thut. freund, der du, ehe was 6. Gieb mir ein bestaͤn⸗ Ioenbeit dir das Men⸗ digs Herze gegen alle meine chenvolk erkoren, auch Freund auch dann, wenn mich armen Erdengast dir mit Kreuz und Schmerze zur Lieb ersehen hast. sie von dir beleget seind, 2. Du bist ohne Falsch daß ich mich nicht ihrer und Tucke, dein Herz weiß schaͤme, sondern mich nach von keiner List; aber wenn dir bequeme, der du, da ich nur erblicke was hier wir arm und bloß, uns auf der Erden ist, find ich gesetzt in deinen Schooß. alles voller Luͤgen: wer am 7. Gieb mir auch nach dei⸗ besten kann betruͤgen, wer nem Willen einen Freund, am schöͤnsten heucheln kann, in dessen Treu ich mein ist der allerbeste Mann. Herze moͤge stillen, da mein 3. Ach wie untreu und Mund sich ohne Scheu verlogen ist die Liebe die⸗oͤffnen und erklaͤren moͤge, ser Welt! Ist sie jemand da ich alles abelege, nach wohl gewogen, waͤhrts dem Maaße, das mir gnuͤgt, nicht laͤnger als sein Geld. was mir auf dem Herzen Wenn das Gluͤck uns fuͤgt liegt. und gruͤnet, sind wir schoͤn 8. Laß mich Davids und huͤbsch bedienet;kommt Gluͤck erleben, gieb mir Hel ein wenig Ungestuͤm, kehrt. sich alle Freundschaft uͤm. 4. Treib, HErr, von mir, und verhuͤte solchen unbestaͤndgen Sinn. Haͤtt ich aber mein Gemuͤthe, weil ich auch ein Mensche bin, schon mit diesem Koth besprenget und der einen Jonathan, der mir sein Herz moͤge geben, der auch, wenn nun jedermann mir nichts Gutes mehr will goͤnnen, sich nicht lasse von mir trennen, sondern fest in Wohl und Weh als ein Felsen bei mir steh. 9. HErr, ich bitte dich, Falschheit nachgehaͤnget: erwaͤhle mir aus aller Men⸗ so erkenn ich meine Schuld, schen Meng eine fromme, bitt um Gnad und um heilge Seele, die an dir Geduld. fein kleb und haͤng; auch 5. Laß mir ia nicht wi⸗ nach deinem Sinn Goel⸗ ei⸗ 6 V H N R HV MDM Liche Iiit h ot K schhik hh MMh g URel 11. Heitl Richt ud H Fand. lch Hachl Mibge Ilhe 12. Habe Man U V Ilch iebe. HIN hen Lith was du, 90⁰ 1 L, 2 schen Wun 1— du h D als U en aller hunt Ruth dery 1d nicht t nir ein bol ehen alle mz dann, um ind Schnnn belegct seh, h nicht ihm ern mich urh V Nr E 5 N R blbn en Sthohf guch nuch de inen Freunh eich meii Ioth, da mein hne Schen läten möge, lelege/ nach mit gnüg, dem Hethen ich Oabihs gieb mir „ der mir geben, der sedermann Imaht will ase ondern feü Veh als ein stch.“ hittt NHy. Balle M4⸗ ne ffomme, Ne A haͤngr auch Einn und Gü von der bruderlichen Liebe. ———————————————4—7——— 70⁵ Geiste mir stets Trost und Huͤlfe leiste, Trost, der in der Noth besteht Huͤlfe, die von Herzen geht. 10. Wenn die Zung und Mund nur liebet, ist die Liebe schlecht bestellt; wer mir gute Worte giebet, und den Haß im Herzen haͤlt, wer nur seine Kuchen schmieret, und wenns Bien⸗ lein nicht mehr fuͤhret, als⸗ dann gehet nach der Thuͤr/ ei der bleibe fern von mir. 11. Hab ich Schwach⸗ hoit und Gebrechen, HErr, so lenke meinen Freund, mich in Guͤte zu besprechen und nicht als ein Loͤw und Feind. Wer mich freund⸗ lich weiß zu schlagen, ist als der in Freudentagen reichlich auf mein Haupt mir geußt Balsam, der am Jordan fleußt. 12. O wie groß ist meine Habe, o wie koͤstlich ist mein Gut, IJEsu, wenn mit dieser Gabe dein Hand meinen Willen thut, daß mich meines Freundes Treue und bestaͤndigs Herz erfreue. Wer dich fuͤrch⸗ tet, liebt und ehrt, dem ist solch ein Schatz beschert. 13. Gute Freunde sind wie Staͤbe, da der Men⸗ schen Gang sich haͤlt, daß der schwache Fuß sich he⸗ be, wenn der Leib zu Bo⸗ den faͤllt. Wehe dem, der nicht zum Frommen sol⸗ ches Stabes weiß zu kom⸗ men; der hat einen schwe⸗ ren Lauf: wenn er faͤllt, wer hilft ihm auf? 14. Nun, HeErr, laß dirs wohlgefallen, bleib mein Freund bis in mein Grab; bleib mein Freund, und unter allen mein ge⸗ treuster, staͤrkster Stab. Wenn du dich mir wirst verbinden, wird sich schon ein Herze finden, das, durch deinen Geist geruͤhrt, mir was Gutes goͤnnen wird. Paulus Gerharb. In eigener Melodie. The Kinder 817. I des Hoͤch⸗ sten, wie stehts um die Liebe? Wie folgt man dem wahren Vereinigungstrie⸗ be? Bleibt ihr auch im Bande der Einigkeit stehn? Ist keine Zertrennung der Geister geschehn? Der Vater im Himmel kann Herzen erkennen, wir duͤr⸗ fen uns Bruͤder ohn Liebẽ nicht nennen, die Flamme des Hoͤchsten muß lichter⸗ loh brennen. 2. So bald wir von oben aufs neue geboren, so sind wir von Christo zu Bruͤ⸗ dern erkoren. Ein Vater, ein Glaube, ein Geist, eine Tauf, ein voller baut Him⸗ mel gerichteter Lauf kann unsere Herzen vollkoͤmmlich verbinden; wir koͤnnen nichts anders als Suͤßig⸗ keit finden; Verdacht, Neid und Aergerniß muͤssen ver⸗ schwinden./ 3. Die Mutter, die dro⸗ ben ist, haͤlt uns zusam⸗ men, und schickt uns herunter die himmlischen Flammen. Kein Unter⸗ schied findet hier einige 30 Statt 706 PDon der brüderlichen Liebe. Statt, weil Demuth die Herzen vereiniget hat. Wo Eigenheit, Zank und Haß kbnnen regieren, da kann man den Funken der Liebe nicht spuͤren, noch in den Chor englischer Thronen ihn führen in 4. Die Zionsgesellschaft verlaͤßt die Verwandten, setzt Bruͤder am hoͤchsten vor allen Bekannten. Wer noch ist bezaubert vom Lieben der Welt, und sich in der Falschheit zum Bruder verstellt, den kann sie unmoͤglich zum Bru⸗ der annehmen, er muͤßt sich denn voͤllig zur Buße bequemen. Sie darf sich des redlichen Sinnes nicht schaͤmen. 5. Seht aber, wie selig wir haben erwaͤhlet, die wir sind zum Segen der Bruͤ⸗ der gezaͤhlet, wir sind die erkaufete seligste Schaar. Ach lobet den Vater; denn ben. Ein Glied fuͤhlt und leidet des andern Verderben. ½ 7. Ach laßt uns einander erinnern und fuͤhren, daß wir nicht die Krone des Lebens verlieren. Wenn Babel nun trunken wird von Zions Blut, so stehn wir vereinigt auf unserer rn Das Schreien der inder wird wahrlich er⸗ hoͤret, durch voͤllige Ein⸗ tracht wird Babel zerstoͤret. Wer ist, der verbundenen Geistern was wehret? 8. Drum lasset uns lie⸗ ben und freuen von Herzen, versuͤßen einander die lei⸗ denden Schmerzen; dringt kraͤftig, ihr Geister, in Ei⸗ nes hinein, vermehret die Strahlen vom goͤttlichen Schein. Das laͤsset der Vater ihm herzlich gefallen; im Loben kann auch sein Ruhm herrlich erschallen, wenn Kinder vor Liebe ent⸗ kurz: er ists gar. Singt ihm mit vereinigtem Her⸗ zen und Munde, ohn Lo⸗ ben und Lieben vergeh kei⸗ ne Stunde. Wir stehn vor dem HErren als einer im Bunde. 6. Was ich bin, mein zuͤndet nur lallen. 9. In jener Welt wird es noch besser hergehen, da wird vor dem Vater die Bruͤderschaft stehen im heiligsten Feuer, in se⸗ ligster Brunst, die ziehet Bruder, das bist du auch worden, wir sind an dem himmlischen Erbe Con⸗ sorten. Ein jeder fuͤr alle zum Vaterland dringt, die Kirche nach Einem stets kaͤmpfet und ringt. Wir muͤssen bereit sein, fuͤr Bruͤder zu sterben, wie IEsus uns auch Pein Koͤni so gemacht hat zu Er 818. M schreih zusammen des Koͤniges Gunst. Ach schließt in ein⸗ ander die Herzen und Haͤnde, und bittet, daß Sion er Huͤlfe bald sende; so kennet die Liebe nicht Anfang noch Ende. Christian Andreas Bernstein. In eigener Melodie. mir vom H schu gfese hft M 10 Lht l iht.W. 9.— Cilh. schneh u,führen, e Krone lieren. Dah Trunkeh i Buut st ft gt quf unseh chteien 0 Rhahtlch ⸗ .bölie Babel gerstt berbunderh 5 wehret// laset unt le en bon Hetzaz ander die E Hejen; ungt Hester, in E hermehret die im gtlihen Haset de lichgefallen; Valuch sein Resschallen, ANr Hebe ent⸗ Hen. ½ „Velt wird Rhetgehen, dem Vhtet ft sehen Uel/ in se⸗ die ziehet Abniges dht in enn⸗ Whn und Huttet, daß hah setde; Liche uicht Ee. ˙ 3 Oermnsain. tllelodit. in K Psh R von der brüderlichen Liebe. 707 mir dein Gesetz ins Herz, Eigenheit erbaͤrmlich lei⸗ daß meinen Geist ergoͤtz den muß. der koͤnigliche Trieb: zuͤnd 7. Es spielt der Un⸗ mir das sanfte Feuer an, schuld Lauterkeit, wenn und fuͤhr mich auf der im bekroͤnten Liebesstreit Freude Bahn durch engel⸗ die muntern Geister stehn/ gleiche Lieb. und außer der Partei⸗ 2. Du sch'ckst die Lieb lichkeit, von Meinungen vom Hin mel her, ste macht und Zank befreit, zugleich sich aus dem Engel⸗Heer ins Eine gehn. auf dieses Erdenrund. Doch 8. Denn in der Ein⸗ faßt man dieses Kleinod tracht gleichem Hert haͤlt nicht, bis uns das volle uns kein falscher Geist nicht Licht anbricht, und macht auf, die Lust wird nicht ge⸗ ihr Wesen kund. 3. Dann wird der harte Sinn erst weich,. schmeidig und dem Wachse gleich, und schmilzt in hei⸗ ßer Brunst. Die Hoch⸗ muthsfluͤgel fallen hin, es zeigt der recht gesinnte Sinn dem Bruder freie Gunst. ö 4. Wie schoͤne sieht das Wesen aus, wenn des betaͤubten Leibes Haus ein holder Wirth be⸗ wohnt; da Liebe stets den Zepter fuͤhrt, und dem, den sie nach Wunsch re⸗ giert, mit Himmels⸗Nek⸗ tar lohnt. 5. Du lacht das frohe Angesicht, der Augen un⸗ verfaͤlschtes Licht das funkelt von Begier, dem Freund vollkommen Guts 6 thun; die kann nicht in em Dienen ruhn, so bricht die Flamme fuͤr. 6. So steht in GOttes Herrlichkeit ein selger Geist zur Lieb bereit, besiegend en Verdruß, den Wollust, Neid,/ Verdacht und Streit, Geiz, Hoffart und die stoͤrt, und was von oben ist entzuͤndt auch seinen »Ursprung wiederfindt, da, wo es hingehoͤrt. 9. So schmeckt des Him⸗ mels suͤßen Kuß der Bru⸗ der, den der Liebe Guß von andern uͤberschwemmt, wenn ihn ein tiefer Fried er⸗ quickt, und in das Paradies entzuͤckt, wo nichts die Freude hemmt. 10. Du Vater aller Lich⸗ ter du, laß diese ungemei⸗ ne Ruh nur allen sein gemein. Wir sehen nicht die Seligkeit, die Liebe wird dann recht bereit, und ungetrennet sein. 11. Was stoͤret Zion diesen Trost? Was hin⸗ dert fuͤr ein harter Frost der Knospen offne Bluͤth? Wann bricht der liebe Fruͤhling an, der uns auf selger Liebe⸗Bahn zu reifen Fruͤchten ziehtꝛ 12. Das Vorspiel muß gespielet sein der Liehe, die vollkommen rein in jener Welt regiert; o se⸗ lig, den ein slarker Zug, befreit vom Schein und Heu⸗ 708 vVon der brüderlichen Liebe. Heucheltrug, zu diesem Schmack hinfuͤhrt! 13. Der weiß zu sagen von der Lust, die GOttes Liebsten ist bewußt, kein Bisam fehlt ihm nicht; und seinem angenehmen Mund ist zur Erquickung alle Stund ein Balsam zugericht. 14. Der dringt immer durch Mark und Bein. Der muß ein rechter Aaron sein, wer so bei Bruͤdern lebt, und aus dem Wer⸗ muth Zucker macht, ja nie aus falschen Augen lacht, und so in Frieden schwebt. 15. O Lieh, ich kenne deine Gunst, o Gottheit, gieb nur deine Brunst in den erfrornen Geist, und laß ihn brennen fuͤr und fuͤr; dies Opfer sei geheiligt dir, so deinen Willen preist. 16. Mein Natur soll nur Liebe sein, die Sinnen muͤssen stimmen ein, der Mund bekennt nur Lieb: die Haͤnde wirken diese nur, die Fuͤße folgen die⸗ ser Spur: so herrscht des Koͤnigs Trieb. Gottfried Arnold. Mel. Ach SOtt vom Himmel sieh darein. 819. O Vater der Barmher⸗ zigkeit, der du dir deine Heerden gesammelt Apostel Zeit, und herrlich lassen werden, du hast durch deines Geistes Kraft GO die große Schaar der Hei⸗ denschaft zu deinem Reich 2. Aus ihrer Mannig⸗ faltigkeit des Streits und vieler Sprachen, dadurch sie, in der Welt zerstreut, sich von einander brachen, hat sie dein guter Geist efuͤhrt, und sie mit Herr⸗ ichkeit geziert in Einig⸗ keit des Glaubens. 3. Ach sei doch auch zu dieser Zeit uns, Vater, wieder gnaͤdig/ und mach uns von dem falschen Streit hinwieder frei und ledig. Gieb/ daß dein Haͤuflein fuͤr und fuͤr in einem Geiste diene dir, in. Liebe lebe. 4. Ach schaue, wie des Satans List sie jaͤmmer⸗ lich zertrennet, wie sichs im Zanken beißt und frißt, im Unverstande brennet; wie alles in Berwirrun ig geht, da eins das andre nicht versteht, und sich un⸗ 19972 zweiet. Ach HErr, hilf die⸗ senn Uebel ab, dunnunter deine Heerde, daß unter deines Wortes Stab sie wieder einig werde; daß das Band der Vollkom⸗ menheit, die Liebe, uns aus allem Streit in dei⸗ 125 Geiste bringe. „Wie schön und lieb⸗ lich sieht es aus, wenn Bruͤder sind zusammen, eintraͤchtiglich in einem Haus, und stehn in Lie⸗ besflammen; wenn sie im Geist zusammen stehn, zu tt in einem Sinne flehn, und halten an mit 30 herufen. „Gleichwie der 90 am — N. ů u 10 900 I¹ N H Wie ml Gchh 900 0 9. W U l sete& Ol Fuuche ScR Il Hi liche, er Mn En lchen, dan Wat zers nander oegg in galte Ossie mit hn dect in E aubenz. sei doch an 1 uns/ WM᷑. i%/ und nnn dein fulche Rieder fra a brdaß r und fit h Ie diene Y ebe lebe. Ne/ pie d ste saͤmnmer et/ wie ssch bt und fußt, Ibe bilunet Verivirrunh das andre uld sich un⸗ l/ hij die⸗ „Hersammle „dah Untet 3. Stab sie Werde; daß Volllon⸗ Hebe, uns Lit in Hei⸗ lhe. Fund lieb⸗ ud, Wehn Iusanmneh in chen ehn ij de⸗ wenn sie un n steht/ K Hem Sue Iten an mit der M. + don der brüderlichen Liebe. sam edler Art, auf Kleid von seinem Bart keinen kam niederwaͤrts geflossen/ und wie der Thau von Hermonim faͤllt auf Zions Gebirg heruͤm, und alles Land erquicket: 8. Also fleußt GOttes Geistes Gnad von Christo zu uns nieder, auf die so er erwaͤhlet hat, auf alle seine Glieder; das ist die Frucht der Einigkeit, Heil, Segen, Leben allezeit und alle Himmels⸗Guͤter. Heinrich Georg Neuß. Mel. Uun komm der Heiden Heiland. 23 Zieh, wie lieh⸗ 820.S lich und wie fein ists, wenn Bruͤder friedlich sein, wenn ihr Thun eintraͤchtig ist, ohne Falschheit, Trug und List. 2. Wie der edle Balsam fleußt, und sich von dem Haupt ergeußt, weil er von sehr guter Art, in des Aarons ganzen Bart. 3. Der herabfleußt in sein Kleid und erreget Lust und Freud; wie befall der Thau Hermon, auch die Berge zu Zion. 4. Denn daselbst ver⸗ heißt der HErr reichen Segen nach Begehr, und das Leben in der Zeit, und auch dort in Ewigkeit. 5. Aber ach wie ist die Lieb so erloschen, daß kein Trieb mehr auf Erden wird gespuͤrt, der des an⸗ fNarons l Haupt gegossen, ins ganze seinem 709 sich hin in der Welt nach Sinn, denkt an andern nicht; wo bleibt da die Liebespflicht? 7. O HErr JEsu, GOt⸗ tes Sohn, schau doch einst von deinem Thron, schaue die Zerstreuung an, die kein Mensche bessern kann 8. Sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verwirrt; laß in deinem Gnadenschein alles ganz vereinigt sein. 9. Geuß den Balsam deiner Kraft, der dem Her⸗ zen Leben schafft, tief in unser Herz hinein, strahl in uns den Freudenschein. 10. Bind zusammen Herz und Herz, laß uns trennen keinen Schmerz. Knuͤpfe selbst durch deine Hand das geheiligt Bruͤ⸗ derband. 11. So wie Vater, Sohn und Geist, drei und doch nur eines heißt, werd ver⸗ einigt ganz und gar deine ganze Liebesschaar. 12. Was fuͤr Freude, was fur Lust wird uns da nicht sein bewußt, was sie wuͤnschet und begehrt, wird von GOtt ihr selbst gewaͤhrt.— 13. Alles, was bisher verwundt, wird mit Lob aus einem Mund preisen GOttes Liebesmacht, wenn er Alls in Eins gebracht. 14. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dem Hoͤch⸗ en allezeit, welcher, wie er ist in Ein, uns in ihm dern Herze ruͤhrt. 6. Jedermann lebt fuͤr laͤßt Eines sein! Michgel Müller. Mel. 710 Don der brüderlichen Liebe. ulel O GOtt, du from⸗ mer EOtt. 824 Wenn Einer H alle Kunst und alle Weisheit haͤtte, wenn er mit Menschen⸗ unnd mit Engelzungen redte, haͤtt aber sonst dabei der wahren Liebe nicht, so waͤre doch vor GOtt damit nichts ausgericht. 2. Er waͤre wie ein Erz, das zwar sehr belle klin⸗ get, sonst aber keine Frucht und keinen Nutzen brin⸗ get. Es waͤr ein solcher Mensch ein solcher guter R Christ, wie eine Schell, an der kein Geist noch Le⸗ ben ist. 3. Wenn er weissagen koͤnnt, und haͤtte allen Glauben, daß er auch Wunderwerk an Bergen, Blinden, Tauben erwies, und haͤtte doch der wah⸗ ren Liebe nicht, so waͤre abermals damit nichts aus⸗ gericht. 4. Wenn Einer auch sein Hab und alles Gut den Armen hingaͤbe, uber es nicht thaͤte aus Erbarmen; wenn er sich brennen ließ, und haͤtte nicht dabei der kei Liebe; sag ich doch, daß er nichts nuͤtze sei. 5. Die Lieb ist sanft⸗ muthsvoll/langmuͤthig und elinde, sehr freundlich je⸗ ermann, stets fertig und geschwinde in Noͤthen bei⸗ zustehn; die Liebe eifert nicht, die Liebe siehet ich daß keinem Leid ge⸗ chicht. 6. Die Liebe ist nicht stolh, die Liebe hasset kei⸗ nen, sucht ihren Nutzen nicht, sie rathet den Ge⸗ meinen; die Liebe zuͤrnet nicht, die Lieb hilft jeder⸗ mann, und wendet Schaden ab, wo sie nur immer kann. 1 7. Die Liebe ist betruͤbt, wenn unrecht wird gerich⸗ tet, und freuet sich, wenn man der Wahrheit fest bei⸗ pflichtet; die Liebe decket auch des Naͤchsten Maͤngel zu, vertraͤget alles gern, Rud liebet Fried und Ruh. 8. Ohn Argwohn glau⸗ bet sie das Beste nur von allen; sie hoffet Bes⸗ serung, wenn jemand ist gefallen in Suͤnd und Missethat; hat sie gleich keine Schuld, so leidet sie dennoch, was moͤglich, mit Geduld. 9. Wenn dort die Wis⸗ senschaft einmal wird ganz aufhoͤren, so wird die Liebe doch sich fort und fort ver⸗ mehren; wenn Glaub und Hoffnung auch vergehet mit der Zeit, so bleibet doch die Lieb in alle Ewig⸗ eit. 10. HErr IEsu, der du bist ein Vorbild wahrer Liebe, verleihe, daß auch ich am Naͤchsten Liebe uͤbe; gieb, daß ich allezeit von Herzen jedermann zu die⸗ nen sei bereit, wo ich nur soll und kann. Lucas Barmelster. IX. Von Hltlchr 5 82 daühet int hu escheh Filden nache! 9.U Reu I ethnd pfet v sütk! X Schl R fl Wahte 6 f Red 1 Alt ig ebt. iebe I cbe haset ihten Mut thet den. G Kebe zütn AdetSchah nur imm de ist hettht wird gerih sich wen chrit festh Kehe Lehh sten Maigd lles gan, Flied: un wohn glu⸗ Besie nur hofet He⸗ Jamand i Sund ul 1se gleich 0 leiet si Uglich mit die Wis⸗ wird gunz die liebe ud fort bet⸗ Glaub und (chchet nnt eibet doch e Ewig⸗ der du N. Wohtet „Rh guch Lbe be; lleket ho M: oo ich nut Bacmieldtt. IX. Von von der Hoffnung. 711 IX., Von der Hoffnung tMlel. Herzlirbsler AEsu, was hast du verbrochen. Whriste, du 822. C Beistand deiner Kreuzgemeine, eile, mit Huͤlf und Rettung uns erscheine! Steure den Feinden: ihre Blutgedichte mache zu nichte. 2. Streite doch selber fuͤr uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; alles/ was kaͤm⸗ pfet wider deine Glieder/ stuͤrze darnieder. 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Frie⸗ de zugleich der Polizei ge⸗ waͤhre, Friede dem Her⸗ zen, Friede dem Gewissen gieb zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Guͤt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Waͤchter dei⸗ ner armen Heerde, Him⸗ mel und Erde. Matth. Apell. v. Löwenstern. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. * Vs ist noch 82.• E ein Ruh vorhanden; auf, muͤdes Herz, und werde licht. Du seufzest hier in deinen Ban⸗ den, und deine Sonne schei⸗ net nicht: sieh auf das Lamm, das dich mit Freu⸗ den dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Last, und eil herzu. Bald ist der schoͤne Kampf Lauf vollendet: so Kl du ein zu deiner Ruh. 2. Die Ruhe hat GOtt auserkoren, die Ruhe, die kein Ende ninimt. Es hat, da noch kein Mensch ge⸗ boren, die Liebe sie uns so bestimmt. Das Laͤmm⸗ lein wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu erwer⸗ ben; es ruft, es locket weit und breit: Ihr muͤden Seelen und ihr Frommen, versaͤumet nicht, heut ein⸗ zukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Buͤrde druͤckt: eilt, eilt aus euren Kummerhoͤhlen, geht nicht mehr krumm und sehr ge⸗ buͤckt. Ihr habt des Tages Last getragen; dafuͤr laͤßt euch das Laͤmmlein sagen: Ich selbst will eure Ruh⸗ statt sein. Ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; ob Suͤnde, Welt und Teu⸗ fel toben: seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben und einen muͤden Wandersmann? Wo jener nur ein Bett⸗ lein haben und sanfte dar⸗ auf ruhen kann; wenn die⸗ ser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergbtzen: wie sind sie beide so vergnuͤgt. Doch dies sind kurze Ruhestunden: es ist noch eine Ruh er⸗ funden, da man auf ewig geendet, bald, bald der saure stille liegt. 5. Da von der Hoffnung. 5. Da wird man Freu⸗ dengarben bringen; denn unsre Thraͤnensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen und suͤßer Ton ins Vaters Haus. Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen wird muͤssen fliehn und von uns wei⸗ chen. Wir werden auch das Laͤmmlein sehn; es wird beim Bruͤnnlein uns erfrischen, die Thraͤnen von den Augen wischen: wer weiß, was sonst noch soll geschehn? 6. Kein Durst noch Hun⸗ ger wird uns schwaͤchen; denn die Erquickungszeit ist da. Die Sonne wird uns nicht mehr stechen; das Lamm ist seinem Volke nah. Es will selbst uͤber ihnen woͤhnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine gruͤnen. Der große Sabbath ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 7. Da ruhen wir, und sind im Frieden, und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort, ihr Muͤden, legt euch dem Lamm in seinen Schooß. Ach! Fluͤ⸗ gel her, wir muͤssen eilen, und uns nicht laͤnger hier verweilen: dort wartet schon die frohe Schaar. ort, fort, mein Geist, zum Jubiliren. Beguͤrte dich Auf, zum Triumphiren. auf, es kommt das Ruhe⸗ jahr. Jobann Sigismund Kunth. Mlel. Aommt her zu mir, spricht SOttes Zohn. gluf Leiden — 0 folgt die Herrlichkeit: Triumph, Triumph nach kurzem Streit! so singt die kleine Heerde, die bald der aller⸗ treuste Hirt mit großer Kraft erloͤsen wird von ihrer Lastbeschwerde. 2. Ihr zarten Schaͤflein, gehet fort, es rufet euch das ewge Wort mit der bekannten Stimme: Folgt mir auf meinem engen Pfad, und sucht in De⸗ muth meine Gnad; ich schuͤz; euch vor dem Grimme.** 3. Die Welt die rast bis an ihr Ziel, und samm⸗ let ihrer Suͤnden viel; ei lasset sie nur sammeln. Man wird bald sehn die hohe Pracht erniedrigt und zunicht gemacht durch Kinder, die noch stam⸗ meln. 4. Sie schimpft, sie schlaͤgt, sie hoͤhnt, sie wuͤrgt, weil euer Vater sich verbirgt; allein er wird erscheinen, und reu⸗ ten aus die Spitze⸗Dorn, auch schlagen im gerechten Zorn, was Babel zeugt, an Steinen. 5. Ihr Kinder, seid nur wohlgemuth; denn GOtt, der große Wunder thut, hat sich schon aufgema⸗ chet. Ich bin der HErr, Immanuel, ich gehe her vor Israel, und bin vom Schlaf erwachet. 6. Be⸗ muste mt her zunnn Dttes John. Af, Lebe jfolgt A — Ixzen 0 die 110 bald der ale mi gah en wild. chwerde. ten Schaͤfeh es rufet eal Bort nit umme: Fosh Heinem erhe sucht in O⸗ Gnaͤd 10 vor den Belt die af und sanm Mden hiel; e mmeln, Mon tl die hohe jebtiht und lucht dutch noch sih⸗ chibft/ se Uhnt, sie elet Vntet sllein er Andd eu⸗ hihe⸗Oorn, i gtechten abel pugz, Het/ seid nut hehn GOtt undet thut, Uufhema⸗ der HEkt, h gehe bet Rd bin Wöig Het. 0. B⸗ von der Boffnung. 713 6. Bewahret euch mit meinem Sinn, nehmit mei⸗ nen Lebens⸗Odem hin/ um⸗ guͤrtet euch mit Staͤrke. Ihr Glieder in der Liebes⸗ Zett, steht wie die Starken um mein Bett, und thut die großen Werke. 7. Der Glaube bricht durch Stahl und Stein, und faßt die Allmacht in sich ein, wer will euch uͤbermei⸗ stern? Was ist dem Feuer leichtes Stroh? Der Sa⸗ tan flammt in lichter Loh mit allen Gegengeistern. 8. Schaut in der Ein⸗ falt nur auf mich, ich fuͤhr die Meinen wunderlic durch meine Allmachts⸗ haͤnde. Doch endet sich ihr Leid und Streit in dem Triumph der Herrlichkeit, und nimmt ein herrlich Ende. Peter Lackmann. In eigener AMelodie. 295 In Wasser⸗ 825. A fluͤssen Ba⸗ bylon, da saßen wir mit Schmerzen; als wir ge⸗ dachten an Zion da wein⸗ ten wir von Herzen; wir hingen auf mit schwerem Muth die Harfen und die Orgeln gut an ihre Baͤum der Weiden, die drinnen sind in ihrem Land; da mußten wir viel Schmach und Schand taͤglich von ihnen leiden. 2. Die uns gefangen hiel⸗ ten lang so hart an selben Orten, begehrten von uns ein Gesang mit gar spoͤtt⸗ lichen Worten, und such⸗ ten in der Traurigkeit ein froͤhlich Gsang in unserm Leid: Ach Lieber, thut uns singen ein Lobgesang, ein Liedlein schoͤn von den Ge⸗ dichten aus Zion, das fröh⸗ lich thut erklingen. 3. Wie sollen wir in solchem Zwang und Elend⸗ jetzt vorhanden, dem HEr⸗ ren singen sein Gesang so gar in fremden Landen? Jerusalem, vergeß ich dein, so wolle GOtt der Rechten mein vergessen in meinm Leben. Wenn ich nicht dein bleib ein⸗ gedenk, mein Zung sich ohen annehaͤng, und bleid ch am Gaumen kleben. 4. Ja, wenn ich nicht mit ganzem Fleiß Jeru⸗ salem, dich ehre, im An⸗ fang meiner Freuden Preis, von jetzt und immermehre. Gedenk der Kinder Edom sehr am Tag Jerusalem, 9. HErr, die in ihr Bosheit sprechen: Reiß ab⸗ reiß ab zu aller Stund, vertilg sie gar bis auf den Grund; den Boden wolln wir brechen. 5. Du schnoͤde Tochter Babylon, zerbrochen und zerstoret; wohl dem der dir wird gebn den Lohn und dir das wiederkehret, dein Uebermuth und Schalkheit groß, und mißt dir auch mit solchem Maaß, wie du uns hast gemessen; wohl dem, der deine Kinder klein erfaßt, und schlaͤgt sie an den Stein, damit dein werd vergessen. Wolfgang Dachstein. Mel. 714 von der Hoffnung. schreien: Kemm, spricht llel. Preis, Lob, Ehr, der Geist, komm, spricht Ruhm, Dank, Äraft und Machk. Ver Geist, der 826. 5 von des Hoͤchsten Thron mit Blitz und Licht und Kraft aus⸗ gehet, der mit dem Vater und dem Sohn in ewig gleichem Wesen stehet, der sich herab zu uns Elenden neigt, uns durch den Sohn den Weg zum Vater zeigt: 2. Der Geist, der uns, als GOttes Pfand und Siegel, die Versichrung giebet, daß GOtt mit treuer Liebeshand uns haͤlt, und wie ein Vater liebet, der Geist, der uns in alle Wahrheit fuͤhrt, der uns mit Licht, mit Kraft und Gnade ziert: 3. Und sie, die auser⸗ waͤhlte Braut, durch Chri⸗ sti Blut und Tod erwor⸗ ben, aus seiner offnen Seit erbaut, da er fuͤr sie am Kreuz gestorben, die keusche Braͤut, des Himmels Koͤnigin, voll GOtteskraft, voll Christi Geist und Sinn: 4. Die schoͤne Braut, in Christi Blut gewaschen und schneeweiß gebadet, die GOtt mit seiner Se⸗ gensfluth an Seel und Geist so hoch begnadet; die Braut, die er, der Braͤutgam, frei gemacht, und sie vom Wust der Erden weggebracht: 5. Die zwei, ob man sie gleich nicht schaut, so hoͤrt man sie doch beide die Braut; Ein JEsus soll die zwei erfreuen. Der Geist spricht: Komm, und stellts der Braut schon fuͤr. Die Braut spricht: Komm, in schmerzlicher Begier. 6. Der Geist verlangt die große Schaar und Zahl der Heilgen voll zu haben; drum ruft und lockt er immerdar, und bricht hervor mit seinen Gaben. Je staͤrker sich die Zahl der Frommen mehrt, je naͤher wird sein Ruf: Ach komm, gehoͤrt. . Die Braut, wie werth sie JEsus haͤlt/ so liegt sie doch in Spott und Pla⸗ gen, ist allezeit ein Fluch der Welt, und muß die Schmach des Lammes tra⸗ gen; drum sehnt sie sich nach ihrem Braͤutigam und spricht: Ach komm, komm, Held aus Davids Stamm! 8. Der Geist, der hier auf Erden zeugt, zeugt auch in seiner Boten Munde, daß sich die Welt zum Ende neigt. Er ruft: Es ist die letzte Stunde. Er ruft der Welt: Komm, es ist hohe Zeit; er ruft dem HErrn: Komm,/ komm zur Herrlichkeit! 9. Die Braut traͤgt hier den Suͤndenleib, und hat so viel mit sich zu kaͤmpfen; sie weiß von keinem Zeit⸗ vertreib, als nur die schnoͤden Luͤste daͤmpfen. Drum wirkt der Geist M ů Iuh W 16 Konh Ret Ko ls 1 Sche . — Kem, kosum, h G 0 ere N sscht. an Der Braltich Braut sprih u. schmerssh Geist pry Schaar Heilgen bol um rust n mmerdar, an H4 mit saan sͤkter sich Hmmen mnehz 11 sein Mf gehort. sut/ wie verh. l/ so Hiegt se Hott und ⸗ Heit ein Flac und muß di Lanmes tnn⸗ sahnt sie sich Beaͤutigan ch Lomm, u Dwr hast, det hiet lugt, egt ser Boleh ssch bie Welt . Er rust: te Slunde. Iltr Howmm, Nat;& vt Kohnm,Lomm U Aut triht het lah, u t IRRin; iihem Zut⸗ ühlr ste Rchft der G 6 der Welt verlacht, von der Hoffnung. 110 in ihr dies Ach⸗Geschrei:seinen Geist mich kraͤftig IEsu, komm, Komm,/ zog, und fand das Leben. und mach mich einmal frei! Denn alles, was nur Gna⸗ 10. Der Geist wird von de heißt, hat er, mein Hirte, sie, die Braut, ist hier auf Erden verdeckt in ihrer Zier und Pracht; dort hofft sie offenbar zu wer⸗ den. Der Geist spricht: Komm/ zeuch Macht und Eifer an! Die Braut soricht: Komm, bring mich nach Cangan! 11. So spricht der Geist, so spricht die Braut: Komm, IéEsu, komm! Und wer es hoͤret, der ruf und schrei auch uͤber⸗ laut: Komm! Alles, was GOtt angehoͤret, das spreche: Komm! Es wir auch bald geschehen. Es hats die Braut im Geist vorher gesehen. 12. Kommt doch nun her, die ihr das Heil der Seelen ernstlich sucht und meinet; kommt doch und nehmt das beste Theil, kommt, eh noch unser Held erscheinet. Er selber spricht: Ja, ja, ich komme bald. Ach kommt denn her, ch noch sein Zorn erschallt. 13. Kommt, trinket, wenn ihr durstig seid, hier offnet sich die Lebens⸗ guelle; Licht, Kraft und Trost ist hier bereit und Arzenei Schatz, an mir gethan. 14. Ich kam, als er durch und mir gegeben. auf alle Faͤlle. Kommt, nehmt das Heil aus Christi Haͤnden an, und seht, was er, mein Er kam zu mir, eh ich noch zu ihm kam; ich kam zu ihm, da er in 25 mich nahm. 15. Wie lieblich hat er mich erquickt, wie oft hab ich von ihm getrunken! Wie hat er mich ans Herz gedruͤckt; wenn ich in seine ieb gesunken! Wie man⸗ chen Trost hat seine Liebes⸗ kraft aus seinem Wort in meiner Seel geschafft! 16. Wie oft hab ich in dieser Lust, in Kraft des Geistes: Komml geschricen, wenn er in meiner matten d Brust den Glauben mir dazu verliehen. Ich war durch ihn ein Gied von seiner Braut; drum hat mein Geist oft nach ihm ausgeschaut. 17. Und siehe da, es ist vollbracht; ich rufte: Kom! in Glaubensblicken; mein Braͤutgam, komm zur Mit⸗ ternacht, mich hin vor dei⸗ nen Thron zu ruͤcken. Ich ging mit ihm zu seiner Hochzeit ein, wo Geist und Braut vor ihm bei⸗ sammen sein. In eigener Melodie. 827 Di- o schoͤ⸗ nes Welt⸗ gebaͤude, magst gefallen, wem du willt: deine schein⸗ barliche Tund ist mit lau⸗ ter Angst umhullt; denen, die den Himmel hassen, will ich ihre Weltlust lassen; mich 716 von der Hoffnung. mich verlangt nach dir al⸗der/ bringe mich in sichern lein, allerschoͤnstes IEsu⸗Port; es mag, wer da will, lein. dich scheuen/ du kannst mich 2. Muͤde, die der Ar⸗vielmehr erfreuen; denn beit Menge und der heiße durch dich komm ich hinein Strahl beschwert, wuͤn⸗ schen, daß des Tages Laͤnge werde durch die Nacht ver⸗ zehrt, daß sie, nach so vie⸗ len Lasten, koͤnnten sanft und suͤße rasten; mein Wunsch ist bei dir zu sein, allerschoͤnstes IEsulein. 3. Ach moͤcht ich in dei⸗ nen Armen, so wie ich mir wuͤnschen wollt, allerlieb⸗ ster Schatz, erwarmen, so wollt ich das feinste Gold, das in Ophir wird gegra⸗ ben, nicht fuͤr dies Er⸗ goͤtzung haben, wenn ich koͤnnte bei dir sein, aller⸗ schoͤnstes IEsulein. 4. Andre moͤgen durch die Wellen und durch Wind und Klippen gehn, ihren Handel zu bestellen, und da Sturm und Noth aus⸗ stehn: ich will meine Glau⸗ bensfluͤgel schwingen an die Sternenhuͤgel, ewig da bei dir zu sein, allerschoͤnstes IEsulein. 5. Tausendmal pfleg ich zu sagen, und noch tausend⸗ mal dazu: Ach wuͤrd ich ins Grab getragen, ei so kaͤm ich ja zur Ruh! und mein bestes Theil das wuͤrde, frei von dieser Lei⸗ besbuͤrde, je und ewig um dich sein, allerschoͤnstes IEsulein. 6. Komm, o Tod, du Schlafesbruder, komm, und fuͤhre mich nur fort; zu dem schoͤnsten JEsulein. 7. Ach daß ich den Lei⸗ beskerker heute noch ver⸗ lassen muͤßt, und kaͤm an den Sternen⸗Erker, wo das Haus der Freuden ist! Da wollt ich mit Wort⸗ gepraͤnge bei der Engel großen Menge ruͤhmen dei⸗ nen GOttheit⸗Schein, al⸗ lerschoͤnstes IEsulein. Doch, weil ich die Seelenauen und den gold⸗ nen Himmelssaal jetzt nicht kann nach Wuͤnschen schau⸗ en, und muß hier im Thraͤ⸗ nenthal noch am Kummer⸗ faden spinnen, ei, so sol⸗ len meine Sinnen unter⸗ deß doch bei dir sein, al⸗ lerschoͤnstes IEsulein. Joh. Frantt. In eigener Alelodie. Ott lebet 828. Gnoch! Ser⸗ le/ was verzagst du doch? GOtt ist gut, der aus Er⸗ barmen alle Huͤlf auf Er⸗ den thut, der mit Macht und starken Armen machet alles wohl und gut. GOtt kann besser, als wir denken, alle Noth zum Besten len⸗ ken. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser HErr GOtt noch. 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt der schlum⸗ mern oder schlafen, der das loͤse meines Schiffleins Ru⸗ Aug hat zugericht? Der die Oer H ülle h Hat Hicht seh G01 shden d lln adente nsck'h 4. 6 Sele⸗ doc?“ Huuh U G011. „ Scn GOle ümhet Rpme dchte! r 5 6 Ol, Hacs Gihd (Daht lomm hase . A N di Zal, tdo ch, . . mich iussch nag, wer dag du kannf sftaeg omm ichhin önsten RW daß ich deng heute noch y t/ und kan ien⸗Erker/ der Freuden ich mit Vh bei der h noe ruͤhnenh, elt⸗Schei l Jesuleih. „Weil ich Y und den ggh lesaal sthtsih zuͤnschensch⸗ hier in Iit ham Kummnet h/ ei/so s Sinnen unte 1. dir sei/ l JSscle Joh Rut +Alelodit GU lht Hoch! Seẽ s N bch? Het als Er⸗ Uf nulf Er⸗ mit Macht Men machtt gut. Gott Wir denkey Besten le so bchest Hunser Hen lebet Rochl vethagst W der schlal lafen, der d ericht? Oi 0- von der Hossnung. 17 die Ohren hat erschaffen, sollte dieser hoͤren nicht? GOtt ist GOtt, der hoͤrt und siehet, wie den From⸗ men Weh geschiehet. See⸗ le, sos bedenke doch: lebt doch unser HErr GOtt noch. 3. GOtt lebet noch! See⸗ le, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis ver⸗ huͤllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfuͤllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer GOtt liebt, dem will er senden Huͤlf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser HErr GOtt noch. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu GOtt nur deinen Lauf. GOtt ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnaͤdig auf; GOttes Gnade waͤhret immer, seine Treu vergehet nimmer. Seele, so be⸗ denke doch: lebt doch un⸗ ser HErr GOtt noch. 5. GOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Suͤnden kraͤnken, dein Verbrechen quaͤlt dich sehr: komm zu GOtt, er wird versenken deine Suͤnden in das Meer. Mitten in der Angst der Hoͤllen kann er dich zufrieden stellen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser HErr GOtt noch. 6. GoOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, und weißt we⸗ der aus noch ein: GOtt wird dennoch dich umfaf⸗ sen, und im Leiden bei dir sein. GoOtt ist, der es herzlich meinet, wo die Noth am groͤßten scheinet. lebt doch unser HErr GOtt noch. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel sammt der Erden immerhin 0 Truͤmmern gehn; laß ie Hoͤll entzuͤndet wer⸗ den; laß den Feind erbit⸗ tert stehn, laß den Dod und Teufel blitzen: wer GoOtt traut, den will er schuͤtzen. Seele, so be⸗ denke doch: lebt doch un⸗ ser HErr GOtt noch. 8. GOtt lebet noch! Seele, was Rales du doch? Mußt du schon ge⸗ aͤngstet wallen auf der har⸗ ten Dornenbahn: es ist GOttes Wohlgefallen, dich zu fuͤhren himmelan. GOtt wird nach dem Jammer⸗ leben Friede, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: lebt doch un⸗ ser HErr GOtt noch. Johann Friedrich Zihn. Mel. JEsu, hilf siegen, du Fürste des Lebens. 829 Großer Im⸗ manuel, schaue von oben auf dein erloͤstes, erkauftes Ge⸗ sschlecht. Siehe doch, wie die Tyrannen noch to⸗ Seele, so bedenke doch:— 718 von der Boffnung. ben, wie sie verkehren die Wahrheit und Recht. Luͤ⸗Will gen und Irrthum muß gelten auf Erden, Un⸗ schuld und Wahrheit muß Ketzerei werden. 2. Seelen, die sonsten sehr eifrig gerungen, wer⸗ den jetzt muͤde und schla⸗ fen fast ein. Scheints doch, als wenn sie der Arge be Imnanm weil sie so eifrig m Kampf nicht mehr sein. Menschenfurcht vflegt man als Weisheit zu preisen, Laulichkeit soll nun Ver⸗ leugnung gar heißen. 3. Kinder, die bis zur Geburt sind gekommen, sterben, weil Kraft zu gebaͤ⸗ ren gebricht. Juͤnglingen werden die Kraͤfte genom⸗ men, voͤllig zu brechen durchs Finstre ans Licht. Alles wird irre, weil Arg⸗ wohn regieret, und auch ein⸗ faͤltige Herzen verfuͤhret. 4. Schmerzlich erfaͤhret man, wie sich jetzt treth⸗ nen Kinder der Mutter, die droben gebiert, wie auch die Bruͤder einander nicht kennen, herzliche Freundschaft sich taͤglich verliert; viele sich scheiden und viele sich spalten, weil man die Liebe so laͤsset erkalten. 5. Lange, ach lange schon seufzen die Deinen, daß man uns Freiheit und Freudigkeit kraͤnkt, mit dir, o Heiland, es treulich zu meinen, recht zu gebrau⸗ chen, was du uns geschenkt. Wolln wir dir dienen in heiliger Stille, sagt man, es sei das nur eigener ille. 6. Daß wir nur sollen fein balde vergessen, was du so theuer verheißen oft hast, laͤßt man uns azus den Fleischtoͤpfen noch es⸗ sen, doppelt daneben die taͤgliche Last. Man will die Hoffnung der Huͤlfe so rauben, daͤmpfet die Seufzer, und schwaͤchet den Glauben. 7. Weil denn die Armen so seufzen und stoͤhnen, wol⸗ lest du, JEsu, dich machen bald auf, retten von allen, die trotzig uns hoͤhnen, und uns aufhalten in un⸗ serem Lauf; kraͤftig und freudig die Wahrheit zu lehren, wollest du schenken dem Vater zu Ehren. 8. Willige Opfer wird dir alsdann bringen nach dem Triumphe die heilige Schaar; liebliche Lieder da werden erklingen, weil nun angehet das selige Jahr, welches zu Zions Errettung bestimmet, und uns zur voͤl⸗ ligen Freude einnimmet. Cbristian Andreas Bernstein Mel. Meinen JEsum laß ich nicht, oder: AE⸗ sus, meine Zuversichl. 830 Guoter Hirte, 5 willst di nicht deines Schaͤfleins dich erbarmen, und nach deiner Schuld und Pflicht, tragen heim auf deinen Armen? Willst du mich nicht aus der Qual holen in den Freudensaal? 2. Schau, wie ich ver⸗ ir⸗ I W Lie N. O Reh. Scsfl Rüt 3. M. nit di , R Me I N Ullel, N. Wuh Scift Ildehe Mtt. Ull, 55 ader che Tal — i ö wit nut 0 er verhejßen man uhs bdöpfen goc It daneheh s. M ing det gi „daͤnpi) und schh en. denn die da nd stöhgehj Psu, dichyte retten Wlh uns hn Rufhalten d If; Rasth z ie Wahihtt Olest dusche 2 zu Ehll. ige Ouft un in bringe myhe N iebliche dhe Zionsét „und uin ude eihtinp Andreas dumt Reinen Nün icht, r eint Zupnst chuld unde eim auf f Wilst v9 der l reudensul hau/ wie H Schafstall ein/ von der Boffnung. irret bin auf der Wuͤsten dieser Erden. Komm und bringe mich doch hin zu den Schafen deiner Heer⸗ den. Fuͤhr mich in den wo die heilgen Laͤmmer sein. 3. Mich verlaͤngt, dich mit der Schaar, die dich loben, anzuschauen, die da weiden ohn Gefahr auf den fetten Himmels⸗ auen, die nicht mehr in Furchten stehn, und nicht koͤnnen irre gehen. 4. Denn ich bin hier sehr bedraͤngt, muß in ste⸗ ten Sorgen leben, weil die Feinde mich umschraͤnkt, und mit List und Macht umgeben, daß ich armes Schaͤfelein keinen Blick kann sicher sein. 5. O Hérr JEsu, laß mich nicht in der Woͤlfe Rachen kommen; hilf mir nach der Hirtenpflicht, daß ich ihnen werd entnommen; hole mich, dein Schaͤfelein/ in den ewgen Schafstall ein. Johann Angelus. Mel. Was mein GSOtt will, das gscheh allzeit. 4* Stt ist mein 83 1. G D und Zuversicht, sobald ich ward geboren, ihm hab ich alle Treu und Pflicht vom Taufstein an geschworen, auch hat er bis auf diese Zeit mich gnaͤdiglich be⸗ schirmet, in Truͤbsal mich gar oft erfreut, hat gleich die Noth gestuͤrmet. 2. GOtt ist mein Trost und Zuversicht von Ju⸗ 719 gend an gewesen; auf ihn hab ich mein Thun gericht/ und ihn zum Schutz er⸗ lesen. Er gab sich mir an Vaters statt als mich noch in der Wiegen mein Vater schon gesegnet hat und mich ließ trostlos liegen. 3. GOtt ist mein Trost und Zuversicht auch in der Fremde blieben. Wie oft hat doch sein Gnadenlicht gestillet mein Betruͤben, wie hat er doch so treulich mich behuͤt auf meinen Wegen! Er ließ mein Thun ihm vaͤterlich stets bleiben angelegen. 4. GOtt ist mein Trost und Zuversicht in allen meinen Noͤthen; ob mich oft Suͤnd und Angst an⸗ ficht, und Elend mich will toͤdten, dennoch vertrau ich ihm allein; er kann aus Unfallsketten, von Suͤnden, Krankheit, Noth und Pein, ja auch vom Tod erretten. 5. GOtt ist mein Trosi und Zuversicht, wenn Freunde mich verlassen, wenn mir es sonst an Trost gebricht und mich die Men⸗ schen hassen; wenn alle Welt gleich tobt und bruͤllt und mich vermeint zu daͤm⸗ pfen, so ist er doch mein sichrer Schild, der mich lehrt muthig kaͤmpfen. 6. GOtt ist mein Trost und Zuversicht, wird es guch ewig bleiben; er will auch, wie sein Wort ver⸗ spricht, des Todes Qual vertreiben. Drum glaub ich fest und bin Di ü 72 von der Hoffnung. ich soll den Himmel erben, weil GOtt mein Trost und Helfer ist im Leben und im Sterben. Joh Franck. Mel. JsEsu, hilf siegen, du Fürste des⸗Lebens. errlichste 8 H Maje⸗ staͤt, himmlisches Wesen, deine Verheißung wird im⸗ mer mehr klar; was wir bishero in Schriften ge⸗ lesen, wird nun von in⸗ nen und außen recht wahr. Lange gnug hat uns der Schatten bedecket; nun wird das Wesen vom Lich⸗ te entdecket. 2. Sieht gleich der Blinde nicht einmal am Tage, stoͤßt sich und schlie⸗ ßet die Augen mehr zu, wird ihm das suͤße Licht selber zur Plage: gnug, daß bei Kindern des Lichtes ist Ruh; diese erblicken die seltsamen Weisen, wenn sie die Weisheit in Ein⸗ falt nur preisen. 3. Vater der Lichter, schleuß unsere Herzen mit dem Davidischen Schluͤs⸗ sel weit auf. Laß uns mit goͤttlichen Wundern nicht scherzen, sondern dir lassen den voͤlligen Lauf. Was du von Ebwigkeit feste beschlossen, kommt nun von Zeiten zu Zeiten geflossen. 4. Mache zu Schanden hochmuͤthige Geister, alle Unwissende ruͤhre mit Kraft, daß sie nur hoͤren den einigen Meister, der in den niedrigen Herzen was schafft; heilige, laͤu⸗ tre und zu dir doͤch ziehe alles, daß dein Zion ewig⸗ lich bluͤhe. 5. Suͤßester Abba, laß alle bestehen in der Ge⸗ nade, die du gethan hast. Laß uns in kindlichem Geiste hingehen zu dir, ohn alle gesetzliche Last. Hilf uns im suͤßen Ge⸗ horsem dir dienen, so kann die Lieb in uns immerdar gruͤnen. 6. Dir sei fuͤr alle Verschmaͤhung gedanket, welche der Drache dem Kindlein anthut. Dank sei dir, weil dein Rath nimmermehr wanket! Al⸗ les ist, was du nur ma⸗ chest, recht gut. Du hast dir nur das Verachte er⸗ waͤhlet, Babel hat deines Raths immer verfehlet. 7. Koͤnig der Ehren, dich wird man erst ehren, wenn dir muß alle Welt unterthan sein; wenn dei⸗ ne Rechte wird Babel zer⸗ stoͤren, gehet dein Zion zur Herrlichkeit ein. Preis und Dank sei dir, o Koͤnig, egeben, ewige Herrlich⸗ eit, ewiges Leben! 8. Gebet, ihr Menschen, dem Schoͤpfer alleine alle vollkommenste Staͤrke und Macht; spart es nicht, bis er im Grimm euch erschei⸗ ne, kuͤsset den Sohn, weil sein Angesicht lacht; wahr⸗ lich, ihr muͤsset in Abgrund verfalien, wenn nun sein Donner im Zorne wird knallen. 9. Aber, ihr Kinder, aus Zion ssh; We Oobe El 10. V. af 10 Kl den Iit Et Moheß, W Hekoshet h H Helhet R Mlekh Nt He Vhde I Einng ck; Wh dch lhen Iun Rade 8 Et Iae. Ie Oin +T— Heilge, N Hach it ein Zion U let Alhi, A uin det G gethan 0 in c chh Iu N jeschliche gl m sicßen G. iehen, sofin. uns immneehr sei, für A HH4 Hedanke, Orache den Ahut, Ount Il. ein Rath Wanket! Al. D0 Hlr ma⸗ gut. Ou haßt! Verachte et⸗ bek hat deis herfehlet der Ehren, n eksi ehren, uh alle Vl N; Wenn dei⸗ d Babel zet⸗ dein Zion sit ein. Meis und % 9 Kblih, e Helllich⸗ Leben! r Muschel et ette dle Stätie ud teh nicht, d Much usche Shn, el KThchtich set n RRgd ent uuf fn EII Kindetznl 6 3 stimmet die Lieder im 9ö⸗ heren Chor. Habt ihr doch lange erniedrigt ge⸗ *— 2 sessen; wer wird bald euere Hoͤhe ermessen! 10. Vater, dich wollen wir einstens recht loben, etzo geschiehts nur mit lallendem Mund; doch wir erstatten die kleinesten Proben, bis uns dein voͤlliges Wesen wird kund. Herrscher, regiere, behalt uns ganz inne; lobe dich selber in unserem Sinne. Gottfried Arnold. Mel. Freuet euch, ihr Christen alle. 2See, wann 833. B wirst du Zion bauen, Zien, die ge⸗ liebte Stadt, die sich dir ergeben hat? Ach soll sie nicht einmal schauen ihre Mauern aufgericht? Ja, der HErre laͤßt sie nicht. Freude, Freude uͤber Freu⸗ de! Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne uher Wonne! er ist die Genadensonne. 2. O wann soll die Stimm erschallen, da man rufet überall in der aus⸗ erwaͤhlten Zahl: Sie, die Stolze, ist gefallen, mit der stolzen Hurenpracht, die vormals war hochgeacht! Freude, Freude uͤber Freu⸗ de! Christus wehret allem die Frommen singen heißt: Freude, Freude uͤber Freu⸗ de! Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne uͤber Wonne! er ist die Genadensonne. 4. Gieb nur, JEsu, daß wir wachen und im Glau⸗ ben munter sein, wenn du kommst und brichst herein mit Posaunen und mit Krachen, zu erloͤsen deine Braut, die du ewig dir vertraut. Freude, Freude uͤber Freude! Christus weh⸗ ret allem Leide. Wonne, Wonne uͤber Wonne! er ist die Genadensonne. 5. Druͤcke uns dein hei⸗ lig Siegel an die Stirne, an die Hand, dir zu Eh⸗ ren, uns zum Pfand, daß wir uns durch Glaubens⸗ fluͤgel koͤnnen schwingen himmelan, da uns niemand schaden kann. Freude, Freu⸗ de uͤber Freude! Christus wehret allem Leide. Won⸗ ne, Wonne über Wonne! ey ist die Genadensonne. 6. Zeichne mit dem heil⸗ gen Zeichen uns dein Volk/ dein Eigenthum, schoͤnster IEsu, hoͤchster Ruhm, so muß Satan von uns wei⸗ chen, weichen muß das Suͤndenkind/ weil wir dein Erkaufte sind. Freude, Freude üͤber Freude! Chri⸗ Leide. Wonne, Wonne über Wonne! er ist die Genadensonne. sius wehret allem Leide. Wonne, Wonne ber 31 Won⸗ 722 von der Hoffnung. Wonne! er ist, die Gena⸗ densonne, 7. Ach wie wird dein Volk dich ehren, wenn es nun entnommen ist Babels Stolz⸗, des Thieres List. Deinen Ruhm wird es ver⸗ mehren, und in alle Ewig⸗ keit dich zu loben sein be⸗ reit. Freude, Freude uͤber Freude! Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne uͤber Wonne! er ist die Genadensonne. 8. Darum, Zivn, unbe⸗ truͤbet, die Erquickungs⸗ zeit ist da/ und des HEr⸗ ren Huͤlf ist nah; selig, der sich ihm ergiebet, und vor seinem Heiland kann stimmen dieses Liedlein an: Freude, Freude uͤber Freu⸗ de! Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne uͤber Wonne! er ist die Genadenfonne. Joach. Lange. Mel. JEsu, meine Ruh Freude. 834. Ider Seelen, IClu, laß mich nicht so zuälen hier in dieser Welt; ich bin matt und muͤde, suche Ruh und Friede in dem Himmelszelt; komm, ach komm/ HErr IEsu, komm, fuͤhre mich aus diesem Lei⸗ den hin zur Him̃elsfreuden. 2. Dein Knecht hat ge⸗ beritten, Kreuz und Roth erlitten; JEsu, Seelen⸗ freund, laß mich nun gus⸗ rasten von den Arbeitslasten morgen oder heut: komm/ ach komm, HErr IEsu, komm, bringe mich zur Ruh und Friede, ich bin matt und muͤde. 3. Was ich denk und thue, ist nach Himmiels⸗ ruhe nur allein gericht; alles ist doch Muͤhe, was nur spaͤt und fruͤhe von der Welt geschicht. GOt⸗ tes Schein, der giebt al⸗ lein Fried und Ruhe mei⸗ nem Herzen, lindert See⸗ lenschmerzen. 4. Weichet nun, ihr Suͤnder/ weichet, ihr Welt⸗ kinder alle, fern von mir, die ihr streitet, krieget, die ihr fters sieget in dem Bo⸗ sen hier. Himmelsfreud ist mir bereit; sanfte Ruh und suͤßes Leben wird mir IEsus geben. Ahasverus Fyitsch. In eigener Melodie. 235 omm, Iæ⸗ 835.K su, liebster Schatz der Seelen, komm, komm, vermaͤhle dich mit mir, reiß hlen aus dieser Truͤbsalshoͤhlen, komm, fuͤhre mich hinauf zu dir auf Zions Zinnen, weil mir die Welt und ihr Be⸗ ginnen gar nicht gefaͤllt; nur fort, o Welt. 2. Ich bin dein eitles Wesen muͤde, das ganz nach Sodoms Luͤsten schmeckt, weil unter dei⸗ nem suͤßen Frieden nichts, denn ein bittrer Wermuth steckt; drum auf, Seele, komm, gehe aus aus So⸗ doms Hoͤhle, dem Suͤn⸗ geh eilend aus. 3. Zeuch deinem Braͤu⸗ tigam entgegen, verlaß—— ahj V Sach U 0 fl Frel O, 90%/K Wab, 2 / l mE N + I W Rat R. etl A Ii Todedh 2.8 Uuge Sukdel st Et W Gast „ hh 9. D Iih E slhcket 1 W0 f HieR Ios sh ssch te 40 Ihma Sate II. Atkeh 6 1 0 thske f h. Aet Friebo n müͤde n ich dah nach Hiun gllein. 4 ch W und früͤh eschich.,. „der Hich! und Ruhe n u/ linden e/ n. het um, eichet ihtüh. fern van tet/ Elitge/ eget udendh Himmahftt it z sanfteu deben wicf eh. Hpasbeshe F er Mtlodi. Gonn V Nsu,sh Seelen, En nähle dich m lich aus N. len,, konn, Hanauf I N Imen, weil d iht Be⸗ icht gefaͤlt Helt. den atle⸗ „ d d Lüsch unter Nl edf nche het Wnt auf, WI „desl Sile Heend, e Bl Nacht/ die manches Lei⸗ von der Boffnung. 723 Traͤber dieser Welt; zeuch ein, zeuch ein mit reichem Segen in das erwuͤnschte Himmelszelt. Sage mit Freuden: Welt, gute den auf mich gebracht; Welt, gute Nacht! In eigener Kelodie. 836(Soe Braͤut⸗ gam, soll ich nicht bald dein heiligs Angesicht in der Seligkeit erblicken? Ach willst du denn nun nicht bald, meiner See⸗ len Aufenthalt, mir den Todeswagen schicken? 2. Soll ich denn auch lange noch das betruͤbte Suͤndenjoch hier auf die⸗ ser Erde ziehen? Ach wie lange wird mein Geist noch mit Thraͤnen⸗ brod gespeist, eh er kann von hinnen fliehen? 3. Denke doch an dei⸗ nen Eid, den du mir hast allbereit durch dein theu⸗ res Wort verheißen: daß ich soll der Deine sein, keine Macht, Gefahr noch Pein soll aus deiner Hand mich reißen. 4. Ei so nimm mich doch einmal auf in deinen Him⸗ melssaal/ setze mich an deine Seiten. Laß doch deine Braut nicht hie mit des bittren Kreuzes Muͤh durch so lange Naͤchte streiten. 5. Komm und spanne mich doch aus, daß das kranke Seelenhaus ich kann froͤhlich von mir le⸗ gen. Ach laß endlich meinen Schmerz dein so uͤtig Bruderherz zur Er⸗ oͤsung doch bewegen. 6. Ach wie herrlich wird es sein, wenn mit vollem Glanz und Schein/ auf dem schbnen Him⸗ melswagen mich der Che⸗ rubinen Chor von der Er⸗ den hoch empor nach der Sternenburg wird tragen. 7. IEsu, spanne doch nur an, weil ich mich schon auf die Bahn ha⸗ be laͤngstens zugeschicket. Komm doch, komm, daß meine Seel aus der sie⸗ chen Leibeshoͤhl eilig wer⸗ de weggeruͤcket. 8. Guͤte Nacht, o schnoͤ⸗ de Welt, dort am schoͤ⸗ nen Himmelszelt seh ich meinen Braͤutgam stehen. Schau, wie winkt er auf mich zu, daß ich soll zu meiner Ruh in sein Freu⸗ denreich eingehen. 9. Nun, so fahr ich froͤhlich fort; denn mein Heiland wartet dort, mich im Himmel zu umfangen. Was fuͤr suͤße Lust und Freud,/ was fuͤr Glanz und Herrlichkeit wird mich dort bei ihm umfangen! Mel. sus, meine Zuversicht. 27* Stark ist mei⸗ 837. Stnes Jesn Hand, und er wird mich ewig fassen; hat zu viel an mich gewandt, um mich wieder loszulassen. Mein Erbarmer laͤßt mich nicht; das ist meine Zuversicht. 2. Sieht mein Klein⸗ 31* muth 72⁴ von der goffnung. muth auch Gefahr fuͤrcht ich auch zu unterliegen: Christus deut die Hand mir dar/ Christus hilft dem Schwachen siegen. Daß mich GOttes Held verficht, das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Klaͤger mich verflagt/ Christus hat mich schon vertreten. Wenn er mich zu sichten waͤgt, Chri⸗ dus hat fur mich hebeten. Daß mein Mittler für nich pricht, das ist meine 355 dch. „Wuͤrd es Nacht vor Wennent Schritt, daß ich keinen Ausgang wuͤßte, und mit ungewissem Tritt ohne Licht verzagen muͤßte: Christus ist mein Stab und Licht; das ist meine Zuversicht. 5. Mag die Welt im Mißgeschick beben oder aͤngstlich klagen! Ohne Halt ist all ihr Gluͤck; wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mein An⸗ ker nie zerbricht, das ist meine Zuversicht. 6. Will der HErr durch strenge Zucht mich nach seinem Bild gestalten, den⸗ noch will ich ohne Uont⸗ seiner Hand nur stille hal⸗ ten. Er uͤbt Gnad auch im Gericht, das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts. Wer will die⸗ sen Trost mir rauben? Mein Erbarmer selbst ver⸗ sprichts. Sollt ich seinem Wort nicht glauben? JéE. laßt mich ewig nicht; das ist meine Zuversicht. Larl Bernbard Garve. In eigener Klelodit . wuͤnt 838.— ich nun ein gute Nacht der Welt/ und laß sie fahren ob sie mir gleich viel Jammers macht, GOtt wird mich wohl hewahren. Ich meint, die Welt waͤr eitel Geld, befind es nun viel anders. 2. Ein Hirsch, von Schlangen angesteckt, nach frischem Wasser schreiet; also hat mich 11w Durst erweckt die Welt vermale⸗ deiet; auch thaͤt mir bang die alte Schlang, daß ich zu 3.286 muß weinen. 3. Wann komm ich in dein Paradeis, da schon viel Christen wohnen, und singen dir Lob, Ehr und Preis, bekleidet mit der Sonnen? Wann holst du mich ins Himmelreich, daß 55 dein Antlitz schaue? A. Mein Seel hat Noth und leidet Qual, daß ich so lang muß harren ge⸗ spannet auf dem Jam⸗ merthal, als zoͤg ich schwere Karren; da treibt ihrn Spott die falsche Rott mit mir in meinen Noͤlhen. 5. Sie fragen: Ja, wo bleibt dein GOtt? Ja, daß er dir erscheine! Der Hohn kraͤnkt mir mein Herz und Blut, daß ich vor Truͤbsal weine. Ei komm doch bald, mein Aufenthalt, und reiß mich von der Erden. 5. Ei nimm mich in den Freudensaal, von dir be⸗ Keadtl. 0 testid IM GO schff Nß il telz Ueltüh 0 30 7—— 1 Melodit S ichn iht der dl fahren ol viel Imm en. mihl ir dG n iel are Hitsch,, ngestect no asser schtoh 0 Dul Velt vermle hat mir dz aung/ daf iß weineh Iomm ich i 16, da chhh wohneh, a ob/ Eht u Idet it d Wann hostos mckrach,. lih schuel eelt M ual, M i herken,. den Nune 0 23 R Hibt die filche in meinen M/ N0 50117 scheel Du r nah lut/ M i0 Ppeilk. H. hald ‚ h nd iß nit um mich sal/ von her schweben. von der Hoffnung. 72⁵ bereitet hroben, da dich die Patriarchen all mit den Propheten loben, und da die Schaar der Engel uns Thron klar um deinen 7. Was kraͤnkst du dich, mein arme Seel? Sei still, und thu nicht wan⸗ ken; GOtt ist mein Burg, mein Trost und Heil, deß werd ich ihm noch dan- ken. Druͤck dich, und leid ein kleine Zeit, nach Angst kommt Freud und Wonne. 8. Das Kraͤutlein Pa⸗ tientia waͤchst nicht in al⸗ len Garten. Ach GOtt, schaff du mirs immerdar, daß ich koͤnn deiner war⸗ ten; sonst bin ich sehr betruͤbt und schwer von Angst auf dieser Erden. 9. Ich seh, daß dein Zorn wie ein Fluth dem ganzen Land begegnet, und daß es schrecklich brausen thut, wo sich dein Grimm erhebet. ich auch erfahr sammt dei⸗ nen Wasserwogen. 10. Darum bin ich der Tag und Nacht ich weine, und laß nicht ab, bis deine Guͤt, verheißen mir, erscheine. Nun eil doch fort, mein treuer Hort, und nimm Welt so muͤd, all nich hin im Frieden. 11. Wie lang soll ich 0 hier traurig sein, da mi die Feinde plagen? ein IEsus Christ? Ja daß er dich erloͤse! Die Wellen gar Es ist ein Mord in meinem Gbein,/ daß sie ganz hoͤhnisch ban J Sag an, wo ist sten Reln sein, 16 12. Geduld, Geduld, du traurig Seel, Geduld ist hie vonnothen; bis der lieb Immanuel von diesen argen Rotten wohl zu sich reiß ins Paradeis; da werden wir ihm danken. Phil. Nicolai. Mel. Werde munter, mein Eemüthe. 839 ion/ gieb dich nur zufrie⸗ den, GOtt ist noch bei dir darin, du bist nicht von ihm geschieden; er hat ei⸗ nen Vatersinn. Wenn er straft/ so liebt er auch; dies ist sein beliebter Brauch: Zion, lerne dies bedenken; warum willst du dich so kraͤnken? 2. Treiben dich die Mee⸗ reswellen in der wilden tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen mußt du ru⸗ sen Ach und Weh, schweigt dein Heiland still dazu gleich als in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewe⸗ gen, diese Flut wird sich bald legen. 3. Berg und Felsen mö⸗ f weichen, ob sie noch o feste stehn; ja die ganze Welt desgleichen moͤchte gar auch uͤntergehn: den⸗ noch hat es keine Noth in dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus des Bundes GOttes Schranken. +. Müssen schon allhier die Thraͤnen deine das a „Seufzen und das Stohnen fein das beste Liedelein, muß und ewgen Freuden? 726 von der Hofsfnung! muß dein Purpur sein das Blut, und der Maͤngel In eigener Melodit. Hab und Gut: Zion, laß dir aͤr GOtt doch nicht grauen, dutkannst 840. Wẽĩ nicht mit deinem GOtt vertrauen. uns diese Zeit, so soll Is⸗ 5. Draͤut man dir mit rael sagen, waͤr GOtt nicht Schmach und Banden, mit mit uns diese Zeit, wir dem Tod und Herzeleid, haͤtten mußt verzagen, die so ei du wirst doch nicht zu Schanden, denk nur an die Ewigkeit. Sei nur froͤh⸗ lich, wohlgemuth; denn der HErr ists, der es thut. Zion, GOtt wird dich schon staͤrken; dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, nun ist das Ende und der Abend schon herbei; gieb dich nur in GOttes Haͤnde, der dich nun will machen frei. Fuͤr die Truͤbsal, Spott und Hohn giebt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen; drum so laß die Welt nur machen. 7. Hallelujah! deine Wonne, liebes Zion, wird nun groß; denn die schoͤne Gnadensonne nimmt dich recht in ihren Schooß, giebt dir einen Freuden⸗ und den rechten Lie⸗ eskuß. Zion, wo ist nun dein Klagen? Jetzt kaͤnnst du von Freuden sagen. 8. O ihr Engel, Him⸗ melserben, freuet euch mit Zion hier; denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben fuͤr und fuͤr, und sich freuen ohne Zahl in dem schoͤnen Himmels⸗ saal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm Ivachim Pauli. ein armes Haͤuflein sind, ver⸗ acht von so viel Menschen⸗ kind, die an uns setzen alle. 2. Auf uns ist so zornig ihr Sinn: wo GOtt haͤtt das zugeben, verschlungen haͤtten sie uns hin mit gan⸗ zem Leib und Leben; wir waͤrn als die ein Flut er⸗ saͤuft, und uͤber die groß Wasser laͤuft, und mit Ge⸗ walt verschwemmet. 3. GOtt Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns moͤcht fan⸗ gen; wie ein Vogel des Stricks kommt ab, ist unsre Seel entgangen. Sirick ist entzwei, und wir sind frei; des HErren Name steht uns bei, des GOtts Himmels und Erden. Dr. Martin Luther. In eigener Melodie. 8 44 o Gott O der HErr nicht bei uns haͤlt, wenn unsre Feinde toben, und er unfrer Sach nicht zu⸗ faͤllt im Himmel hoch dort droben; wo er Israels Schutz nicht ist und sel⸗ ber bricht der Feinde List, so ists mit uns verloren. 2. Was Menschen Kraft und Witz anfaͤht, soll uns billig nicht. er sitzet an der hoͤchsten Staͤtt, der Ich ih Mol — —— Alclodit WI. 0⁰ nicht 1/ so solq; arGOttn se Zut/ iggef, tein sindgeh il Minsche Ih schen sch ist sozomgj II vekschlunn hin mnit gy Leben: Ein Flut ⸗ her die geiß und mit GW⸗ umet. Hund Dant ab, W iht můcht fan⸗ Vohel dz sh/It Unste H. Olict N.wib sihd n Name ded GOlts Erden. arhn Luthtt. Helodie. 60/t der HErt. I, Wenn Hen, und Richt R⸗ shoch dott Isheli undec Ferde Ei Veblokel, ischengeß 1% ol teckeh;& hsten Stil, 7 l 0 von der Hoffnung. ————— der wird ihrn Rath auf⸗ decken. Wenn sies aufs kluͤgste greifen an, so geht doch GOtt ein andre Bahn⸗ 28 steht in seinen Haͤnden. 3. Sie wuͤthen fast und fahren her, als wollten sie uns fressen; zu wuͤrgen steht all ihr Begehr, GOtts ist bei ihn vergessen. Wie Meereswellen einher schlan/ nach Leib und Leben sie uns stahn: deß wird sich GOtt erbarmen. J. Sie stellen uns wie Ketzern nach, nach unserm Blut sie trachten; noch ruͤhmen sie sich Christen auch, die GOtt allein groß achten. Ach GOtt, der theure Rame dein muß ihrer Schalkheit Deckel sein: du wirst einmal aufwachen. 5. Aufsperren sie den Rachen weit, und wollen uns verschlingen. Lob und Dank sei GOtt allezeit, es wird ihn nicht gelingen. Es wird ihr Strick zer⸗2. reißen gar, und stuͤrzen ihre falsche Lahr, sie werden GOtt nicht wehren. 6. Ach HErr GOtt, wie reich tröstest du, die gaͤnzlich sind verlassen; der Gnaden Thuͤr steht nimmer zu; Vernunft kann das nicht fassen; sie spricht Es ist nun alls verlorn, da doch das Kreuz hat neu geborn, die deiner Huͤlf rwarten. 7. Die Feind sind all in deiner Hand, dazu all ihr Gedanken; ihr Anschlag ist dir wohl bekannt hilf nur„ daß wir nicht wanken: Vernunft wi⸗ der den Glauben ficht aufs Klünftig will sie trauen nicht„ da; dur wirst selber troͤsten. 8. Den Himmel und auch die Erden hast du/ HErr GOtt, gegruͤndet; dein Licht laß uns helle werden/ das Herz vns werd entzundet, in rechter Lieob des Glaubens dein bis an das End bestaͤndig sein; die Welt laß immermurren. Justus Jonas. In eigener Melodie. 8 42 Qion klagt mit Angst und Schmerzen, Zion, GOt⸗ tes werthe Stadt, die er traͤgt in seinem Herzen die er ihm erwaͤhlet hat. Ach spricht sie, wie hat mein GOtt mich verlassen in der Roth, und laͤßt mich so harte pressen; mei⸗ ner hat er ganz vergessen! Der GOtt, der mir hat versprochen seinen Bei⸗ stand jederzeit, der laͤßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach will er denn fuͤr und Rn grausam zuͤrnen uͤber nir? Kann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3. Zion, o du Vielge⸗ liebte) sprach zu ihr des HErren Mund, zwar du bist jetzt die Betruͤbte, Seel und Geist ist dir ver⸗ wundt; doch stell alles Trauren ein: wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind 728 Dam Tode und Au serstehen. Kind kann hassen/ und denn anders sein? Ich aus ihrer Sorge lassen? muß ja gedenken dein: 4. Ja, wenn du gleich deine Mauern muß ich moͤchtest finden einen sol⸗ bauen, und dich fort und chen Muttersinn, da die anschauen. Liebe kann verschwinden, 6. Du bist mir siets vor so bleib ich doch, der ich den Augen, du liegst mir bin. Meine Treu bleibt in meinem Schooß, wie die gegen dir, Zion, o du Kindlein, die noch saugen: meine Zier mein Herz meine Treu zu dir ist hast du mir besessen, deiner tene Dich und mich kann kann ich nicht verge ssen. teine Zeit, keine Noth, 5. Laß dich nicht den Gefahr, noch Streit, ja Satan blenden, der sonst der Satan selbst nicht nichts als schrecken kann. scheiden. Bleid getreu in Siehe, hier in meinen allem Leiden. Haͤt nden hab ich dich ge⸗ Johann Heermann. schrieben an. Wie mag es Von der Einfuhrung zu den völligen Genuß des Heils. I. Vom Tode und Auferstehen. Mel. O(HeErr) JEsu 3. Bei wem soll ich auf Chrift, du höchstes Gut. dieser Welt rechtschaffne 843. A GOtt, Liebe finden? Der meiste Hich muß in Theil nicht Glauben haͤlt, Traurigkeit mein Leben die Treu will Ran ver⸗ nun beschließen, dieweil der schwinden. Ich glaͤub und Tod von meiner Seit so red es ohne Schen, die best eilend hat geriseg. mein ist doch getraute Treu, der treues Herz, der Tugend muß ich jetzt entrathen. Schein: beß muß ich jetzt 4. Fuͤrwahr, mir geht beraubet sein. Wer kann ein scharfes Schwert lez⸗ mein Elend wenden? hund durch meine Seele, 2. Wenn ich an ihre die abzuscheiden oft begehrt Freundlichkeit—4 in aus ihres Leibes Hoͤhle. Wo meinem Herzen, die sie mir da nicht, o HErr JEsu hat zu jeder Zeit in Frend Christ, in solchem Kreuz und ouch in Schnierzen mein Troͤster bist, muß ich erwiesen ganz bestaͤndi glich: in Leid verzagen. mein Kreuz und Weinen 5. O treugeliebtes sel⸗ mehret sich, vor Angst ges Herz, zu dir will ich möcht ich vergehen. 93 wenden in diesem mei⸗ nen . I Il sich N N deli M. danch W l V l 0. K W dic l A fil 601 1 hel, 00 Haltr. An 7. O ih siht wicht Kasll gloß⸗ schneg. Egel G0l, lehen. seil?“ ederen N. E muß Iich sort g ich. st mir sete u lehst n Hocß lel och sun b⸗ und michy felle Muh 7 „ Stkelt, flbst nit l getrent u den Hlils stehen. sollich auf echtschaffne Der meist zuben Ht, gat hek⸗ Hlaub und die hest Teu, der rathen. mt geht Wett set⸗ Rne Seilke, Ist Hegchtt Hihle.Eo Ett WII Hem Krach ss mußich 1 Hebtes sek N4 will ich diesem mek Heh dir alles Leid gewandt voöom Tode und Auserstehen. 729 nen großen Schmerz, ob in hoͤchster en⸗ u taͤglich kostt, drauf ich mich herzlich freue. sich mein Angst woll den; ich will betrachten deinen Stand, wie Sdtt in Freude, Wonn nd Lust, die deine Seele 11. O wie mit großer hochste Freud und Wonne. Freudigkeit wolln wir ein⸗ 6. Kein Angst und Truͤb⸗ ander kennen! Da wird sal, Weh und Voth damn uns dann zu keiner Zeit dich jetzund verletzen; im Himmel thut der fromme nen. wird dann sein, wenn ich die, die ich jetzt bewein mit Freuden werd umfangen (GOtt mit Liebe dich er⸗ gtzen. Die Seele schaut mit Lust und Freud die heilige Dreieinigkeit mit allen Auserwaͤhlten. 7. Der Hoͤchst hat dich in seinem Schooß, und wischt dir ab die Thraͤnen; der bittre Tod mehr tren⸗ Ach welche Freude 12. Dies will ich stets in Traurigkeit mir zu Ge⸗ muͤthe fuͤhren; erwarten in Geduld der Zeit, wie Christen will gebuͤhren. erfuͤllet dich mit Freuden GOtt alles Trostes steh sehnen. Du stehest bei der Eugel Schaar, lobsingest Btt, frei von Gefahr, mit suüͤßem Ton und Schalle. 8. Der Leib, der ruht gar sanft und fein; ohn alle Qual und Sorgen vor allem Ungluͤck, groß und klein, liegt er darin ver⸗ borgen; kein Beinlein, ja sein Staͤubelein wird dir davon verloren sein, die Engel dich bewahren. 9. In kurzer Zeit wird groß, danach wir uns och IEsus Christ dich wieder auferwecken, und auch sein Schäflein bist wird er die Hand aussirek⸗ ken, dich fuͤhren in sein Himmelreich, daß du mit Leib und Seel zugleich bei ihm sollst ewig bleiben. 10. Du koͤmmst. nicht wieder her zu mir in dies betruͤbte Leben; ich aber komm hinauf zu dir, da werd ich mit dir schweben weil du sanft mög bei mir, und mich durch seinen Geist regier zu sei⸗ nes Namens Ehren. Joh. Heermann Mel. O TNEsu Chrisit, meins Lebens Licht. 2%* gich mein herz⸗ 844. A liebstes JE⸗ sulein, wie gern wollt ich bald bei dir sein. Ist doch in diesem Jammerthal Angst, Noth und Truͤbsal uͤberall. ů 2. Bscher mir ein seligs Stuͤndelein, daß ich fein schlafen ein, und mit den lieben Engelein anschaun das lieblich An⸗ gsicht dein. ö 3. Dein Will gescheh HErr IEsu Christ, der allezeit der beste ist; wer an dich glaubt auf dieser Erdn, der soll gewiß'ich selig wern. 4. Wenn mir gleich Leib und Seel verschmacht, I nichts — 730 vom Tode und Auserstehen. nichts mehr versteh oder betracht, so bist du doch meins Herzens Trost/HErr IEsu, der du mich erloͤst. 5. Ich werd nicht sterben, sondemn lebn, dem HEr⸗ ren Christ Lob und Preis gebn. HErr JEsu Christ, in deine Haͤnd bfehl ich mein Seel am letzten End. 6. Du bist meins Lebens Krart und Sinn; Sterben in GOtt ist mein Gewinn. Ich werd wohl fein sanft schlafen ein, beim HEr⸗ ren Christo ewig sein. 7. Er hat die Staͤtt mir selbst bereit in der ewigen Seligkeit, da unsre lieben Eltern sind und alle heil⸗ gen Gotteskind. 8. Er hat gebet: O Va⸗ ter mein, laß meine Glaͤub⸗ gen bei mir sein, auf daß sie meine Herrlichkeit an⸗ schauen in der Ewigkeit. 9. Ade, du arge boͤse Welt, das Him:nelreich ist mir bestellt. Fahr hin, du elends J sammerthal, dein acht ich nichts mehr uͤberall. 10. GOtt Vater in dem hochsten Thron, auch Christ seinm allerliebsten Sohn, dem Troster, dem heiligen Geist sei gesagt immer Lob und Preis. J. Herm. Schein. Mel. Wenn mein Stünd⸗ lein orhanden ist. 845. Ai wie Inste unsre Zeit allhier auf hieser Er⸗ den. Gar bald der Mensch darnieder leit, wir muͤssen alle sterben. Allhier in die⸗ sem Jammerthal ist Muͤh und Arbeit uͤberall, auch wenn dirs wohl gelinget. 2. Ach Adams Fall und Missethat solchs alles auf uns erben. O GOtt, gieb du uns guten Rath, daß wirs erkennen lernen; daß wir so blind und sicher sein mitten in Truͤbsal⸗ und in Pein, das ist ja zu erbarmen. 3. HErr GOtt, du un⸗ sre Zuflucht bist, dein Huͤlfe thu uns senden; denn du der Deinen nicht vergißt, die sich zu dir nur wenden: mit deinem Geiste steh uns bei, ein seligs Stuͤndlein auch verleih durch JEsum Christum, Amen. Johann Gigas. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 846. Barne das Ende, bedenke deinen Tod; der Tod koͤmmt oft behende: der heute frisch und roth, kann morgen und geschwinder hinweg gestorben sein; drum bilde dir, Suͤnder, ein taͤglich Sterben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht; es muͤssen alle Staͤnde vor IEsus Angesicht; kein Mensch ist ausgenommen, hier muß ein jeder dran, und wird den Lohn bekom⸗ men, nachdem er hat gethan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, der Hoͤllen Angst und Leid, daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kur⸗ zes 1eH hen. 72—— berall, I wohl Rug an Fal Ichs Msn 6 th f. Ruh/ lerhen; d sches rübsal, in ist Ott, Lu. st/ dein hus! eh; denn x icht hetsß nur wende ete steh m Stuͤndlen irch JEsum h, Hann Gißte. thul mich hen. Nenle/ Mensch He deihch ehmmt as Rute fich i notgen hihbeg Rum bie ail tihlch nsch/das Getcht; wande vot iy E 7 ommen/ der deah, Rbekot⸗ sgehal. casch⸗ d‚s Ugst ich nicht it seler enn kur⸗ 10 vom Tode und Auferstehen. 731 lit Freuen, dort aber ewig⸗ ich ein klaͤglich Schmer⸗ zensschreien. Ach Suͤnder, huͤte dich. 4. Bedenke, Mensch/ das Ende, bedenke stets die Zeit, 4. Ach wie de wie. h5 ist der Men⸗ daß dich ja nichts abwende von jener Herrlichkeit, da⸗ mit vor GOttes Throne die Seele wird verpflegt; dort ist die Lebenskrone den Frommen beigelegt. 5. HErr, lehre mich be⸗ denken der Zeiten letzte Zeit, daß sich nach dir zu lenken miein Herze sei bereit; laß mich den Tod betrachten und deinen Richterstuhl, laß mich auch nicht verach⸗ ten der Hoͤllen Feuerpfuhl. 6. Hilf, GOtt, daß ich in Zeiten auf meinen letz⸗ ten Tag mit Buße mich bereiten und taͤglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte steh mir, o IEsu/ dei, daß ich ins Himmels Lichte zu wohnen wuͤrdig sei. Benjamin Schmolk. In eigener Melodie. schen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zei⸗ ten, Licht und Dunkel. Fried und Streiten, so sind unsre Froͤhlichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach schen Schͤne! Wie ein Bluͤmlein bald alen wenn ein rauhes Luͤftlein wehet, so ist unsre Schö⸗ ne, sehet! 5. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Men⸗ schen Staͤrke! Der sich wie ein Ldw erwiesen, uͤberworfen mit den Rie⸗ sen, den wirft eine kleine Druͤsen. 6. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Men⸗ schen Gluͤcke! Wie sich eine Kugel drehet, die bald da, bald dorten ste⸗ het, so ist unser Gluͤcke, ehet! 7. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Men⸗ schen Ehre! Ueber den, dem man hat muͤssen heut die Haͤnde hoͤflich kuͤssen, — 4 8 47 R* wie nich⸗ geht man morgen gar mit tig/ ach wie 18 fluͤchtig ist des Menschen Leben! Wie ein dald entstehet und auch Menschen Wissen! Ach wie nichtig, Rebel ach wie fluchtig ist der Der wieder bald vergehet, so ist das Wort konnt praͤchtig unser Leben, sehet! 2. Ach wie Menschen Tage! Wie ein 9. Ach wie Strom beginnt zu rin⸗ wie fluͤchtig ist der nen, und im Laufen nicht schen Dichten! fuͤhren, und vernuͤnftig wie nichtig, ach discuriren, muß nun allen fluͤchtig sind der Witz verlieren. 9. Ach wie nichtig, ach Men⸗ Der, so haͤlt innen, so faͤhrt unsre Kunst hat lieb gewonnen. Zeit von hinnen. und manch schoͤnes Werk 3. Ach wie nichtig, ach ersonnen, wird zuletzt von wie fluͤchtig ist der Men⸗Tod erronnen. 10. Ach T ——— ———— 73² vom Tode und Auferstehen. 10. Ach wie nichtig/ ach wie fluͤchtig sind der Menschen Schaͤtze! kann Glut und Flut ent⸗ stehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Truͤmmer gehen. 11. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Men⸗ schen Herrschen! Der durch Macht ist hoch gestiegen, muß zuletzt aus Unver⸗ moͤgen in dem Grab dar⸗ niederliegen. 12. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Menschen Prangen! Der im Purpur hoch vermes⸗ sen, ist als wie ein GOtt Plessen, dessen wird im Tod vergessen. 13. Ach wie nichtig, ach wie sluͤchtig sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen. Wer GOtt fuͤrcht, wird ewig stehen. 14.“ Ach mein Heiland, ach mein Beistand, IEsu voller Guͤte, wollst mein Herz also bereiten, daß mich solche Richtigkeiten nimmer von dir abeleiten. Michael Franck. In eigener Klelodie. Hillenthalben 848. A wo ich gehe, sitze, liege, oder sie⸗ he, sehn ich mich nach IEsu Christ, der fuͤr mich gestorben ist. 2. Von der boͤsen Welt zu scheiden nach so vielem Kreuz und Leiden, wenn es ihm gefaͤllig ist, bin ich fertig und geruͤstt. c 3. Wenn ich werde mit ihm leben, herrschen und in Freuden schweben, o wie selig werd ich sein bei den lieben Engelein! 4. Herzlich werd ich mich erfreuen, wenn mich Christus wird verneuen, und in Himmel fuͤhren ein praͤchtig, stets bei ihm zu sein. ö 5. Zung und Herze wird da klingen, und dem HEr⸗ fren IEsu singen; ewig werd ich stimmen ein mit den lieben Engelein. 6. Besser Leben werd ich finden ohne Tod und ohne Suͤnden. O wie se⸗ lig werd ich sein bei den lieben Engelein! Ahasverus Fritsch. In eigener WMelodie. H bristus, der 849. C ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn; dem thu ich mich ergeben, mit Freud fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme, und ewig bei ihm sei. 3. Nun hab ich uͤberwun⸗ den Kreuz, Leiden, Angst und Noth; durch sein hei⸗ lig fuͤnf Wunden bin ich versoͤhnt mit GOtt. 4. Wenn meine Kraͤfte brechen, mein Athem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen, HErr, nimm mein Seufzen auf! 5. Wenn mein Herz und Gedanken zergehen wie ein Licht ohntt Hch. 8. V Rll IR M ei R Sohs, Mt V 856 10 66 sint. an Mt l Rem 295 Rüb U0 sile IIll Oh thhl chen. —.. ich pechen henschen u schwehth, etd ich sans ngelein! ich we 4 n/ wenn ni ird hernuug Rmmel fühe stetz Heh d Hetze us nd den HEr ingen; euh men eiß m feleih. Leben wal ne Tod u O wee s⸗ sein bei den n! Sverte Zrilsc. Melodie. Haslus/ e stt. mein mein thuich much Frid siht Refcht ih . Chns, ein, l fomme/ sei lberthun⸗ WU Angst h Hä⸗ Rbin sch W e Hufte ihen geht hn feitt HErt, fien auf! Herhun nWie ein Lcht vom Tode und Auserstehen. 7³³ thut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Ach laß mich an dir kleben wie eine Klett am Kleid, und ewig bei dir leben in der himmlischen Freud. 7. Alsdann fein sanft und stille laß mich, HErr, schlafen ein nach deinem Rath und Willen, wenn kommt mein Stuünde⸗ lein. 8. Wohl in des Him⸗ mels Throne sing ich Lob, Ehr und Preis, und ewig bei dir wohne, Vater, Sohn, heilger Geist! In eigener Melodie. Licht, das hin und uu 850. S ich wende mich mit aller Kraft zu dir, ach thu mir auf die suͤße Lebensthuͤr. 5. Ich gebe dir von gan⸗ zem Herzen hin, was du erloͤll, und was ich durch dich bin; nimm meine Seel, wenn sie vom Leib ist los, in deine Hand und vaͤterlichen Schooß. 6. Du bist mein Ziel, mein Ende, Ruhm und Preis, mein Mittelpunkt, mein suͤßes Paradeis; in dir allein findt meine See⸗ le Ruh, drum seufz ich auch dir unaufhrlich zu. 7. Ach, ach wie sehr verlangt mich doch nach dir, komm doch, mein Trost, mein Leben, komm zu mir; verzeuch doch nicht, aus dieser sinstern sus hat bestimmt, da alles Hoͤhl in deinen Hof zu Leid bei mir ein Ende holen meine Seel. nimmt. Gehab dich wohl, 8. Ich warte schon mit mein Kerker, boͤse Welt, sehnlichem Verdruß auf mit allem dem, was dei⸗dich, mein Lieb, und dei⸗ nem Geist gefaͤllt. nen ewgen Kuß. Ich bin 2. Komm, meine Seel, fast krank, und mein ver⸗ wir wollen nunmehr gehn, liebter Geist ist gleichsam wo GOttes Sohn und weg von mir nach dir seine Diener stehn; wir gereist. wollen uns gesellen zu der 9. Jedoch, damit ich dir Schaar, die unverruͤckt nicht schreibe fuͤr, so will froblocket immerdar. 3. Gebenedeit sei ewig dieser Tag, an welchem ich durch GOtt verlassen ning, was sterblich ist und blendt mein Augenlicht, daß ich nicht seh des Lieb⸗ nen Angesicht. 4. Ach IEsu Christ, mein Leben in dem Ted, mein Trost in Pein, mein Freund in Angst und Noth: ich gern und willig bleiben hier, bis kommt die Zeit, in welcher ich, als Braut, dir meinem GOtt und Braͤut⸗ gam werd vertraut. Joh. Angelus. Mel. Christus, der uns selig macht. 851 guten Kampf bab ich auf der Welt gekaͤm⸗ vfet; 734 Dom Tode und Auserstehen vfet; deyn GOtt hat ge⸗[Ach GOtt, erhhr mein naͤdiglich neine Noth ge⸗Klagenn daͤmpfet, daß ich meines 2. Laß mich, HEruC hrist, Lebens Lauf seliglich vol⸗an deinem Leib ein gruͤnes lendet, und die Seele Zweiglein bleihen; mit⸗dei⸗ himmelauf Christo zuge⸗ nem Geist, BErr, beiümir sendet. 2. Forthin ist mir bei⸗ soll scheiden; bleib, wenn sich mein Seel enn nun gelegt der Gerechten Kro⸗verge emen Pll ens Frist, ne, die mir wahre Freud und meines Bleibens nicht erregt in des Himmels mehr ist allhier auf dieser Throne; forthin meines Lebens Licht, dem ich hier vertrauet, naͤmlich GOttes Angesicht, meine Seele schauet. 3. Diese gar verboßte Welt ist, was meinem Leben nunmehr gaͤnzlich nicht ge⸗ faͤllt; drum ich mich er⸗ geben meinem IEsu, da ich bin jetzt in lauter Freuden; denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, ihr, o meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht betruͤben diesen Abtritt, den ich thu in die Erde nieder; schaut, die Sonne geht zur Ruh, koͤmmt doch morgen wieder. Heinrich Albert. Mlel. O(HgeErr) JEsu Christ, du höchstes Sut. * in Wuͤrm⸗ 852. lein bin ich arm und klein, mit Todes⸗ noth umgeben; kein Trost weiß ich in Mark und Bein, im Sterben und im Leben, denn daß du selbst, HErr IEsu Christ, ein armes Wuͤrmlein worden bist. Erden. 33175%. 3. So laͤß⸗ mich nicht in dieser Noth umkommen und verzagen; spring mir zu Hülf, o treuer GOtt, mein Angst hilf diu mir tragen; denk, daß ich hin am Leibe dein ein Glied und Niag Zweigelein; im Fried laß mich hinfahren. 4. Gedenk, HErr, an den theuren Eid, den du selbst hast geschwoxen, so wahr du bist von Ewigkeit, ich soll nicht sein vecloren; ich soll nicht kommen ins Gericht, den ewgen Tod auch schmecken nicht/ dein Heil willst du mir zeigen. 5, Ach GoOtt, laß mir ein Leuchte sein dein Wort ewig zum Leben; ein seligs Ende mir verleih, ich will nich dir ergeben; ich traue dir, mein HErr und GOtt, denn du verlaͤßt in keiner Noth/ die deiner Huͤlf thun warten. 0 6. Drauf will ich nun befehlen dir mein Seel in deine Haͤnde; ach treuer GOit, steh fest bei mir, deinn Geist nicht von mir wende; und wenn ich nicht mehr reden kann, so nimm den letzten Seufzer an durch +——. 8* NEI 2 Mlehenrh ler auj Lchenth. Humkonma shring nt Lelet Got⸗ Hüf, Hm Rahlich in W.ei G Inn il hhfabten Hett. „ den H soteh, Ehigkei, helgren; Immhen us: W, Tod lcht, ö it Keigeg. %A Hel Wott Aa selhß V wl ich traue I. kiger Wfhun Sl il 0 kelet w W0l mnt ichicht H sser an dutch Mel Ich hab mein Sach vdom Tode und Auserstehen. 73⁵5 durch IEsum Christum, Amen. Barthol. Fröhlich. SOtt heimgestelit. 853 i Wpode un; Hert/ hole mich/ mein Herz, das wart und sehnet sich nach einer sanften Himmelfahrt, dar⸗ auf es spart sein Trost und groͤßte Freudenart. 2. Der kranke Leib fuͤhlt seine Noth/ koͤmmt immer naͤher nun dem Tod. Die Seele hat auch jederzeit viel Kampf und Streit, und so embfindt sie man⸗ ches Leid 1 1 3. Viel Seufzen dieses mir treibt aus, und sehn mich nach des Vaters Haus; aͤn Leibeskraften ausgezehrt/ sich stets ver⸗ mehrt, was meinen Muth und Trosi verheert. 4. Die Seele gaͤnzlich abgemaͤtk, wird dieses Le⸗ bess ziemlich satt; denn deine Zucht, PVater, macht, daß sie verschmacht, und keiner Weltlust nicht mehr n 8 5. Dennoch⸗ HErr IE⸗ su, Himmelskost, bleibest des Herzens Theil und Trost; wenn alles hin, und du nür bleibst, das Leid vertreibst, und alle Thraͤ⸗ nen abereibst. 6. Nichts trostet mich auf diefer Welt, nur Je⸗ sus mir allein gefaͤlt. Du bleibst meins Herzens Trost und Theil, HErr GOtt, mein Heil, mich heimzu⸗ bolen nicht verweil. Joh. Caspar Schade In eigener Klelodie. Treu dich sehr, 834. F o meine See⸗ le, und vergiß all Noth und Qual, weil dich nun Christus, dein HErre, ruft aus diesem Jammerthal. Aus Truͤbsal und großem Leid sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr je hat gehoͤret, und in Ewigkeit auch waͤhret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem HEr⸗ ren, meinem GOtt, weil mich stets viel Kreuz be⸗ troffen, daß er mir huͤlf aus der Noth; wie sich sehnt ein Wandersmann/ daß sein Weg ein End moͤg han, so hab ich gewuͤnschet eben, daß sich enden moͤg mein Leben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter Dor⸗ nen spitzig gar, also auch die Christen gehen in lau⸗ ter Angst und Gefahr. Wie die Meereswellen sind/ und der ungestuͤme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4. Die Welt, Teufel, Suͤnd und Hoͤlle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei kei⸗ nem Muth; wir sind vol⸗ ler Angst und Plag, lau⸗ ter Kreuz sind unsre Tag, wenn wir nur geboren werden, findt sich Jammer gnug auf Erden. ö 5. Wenn die Morgenroͤth herleuchtet, und der Schlaf sich von uns wendt, Eund un —————.— ‚———— 7 * . 5 736 und Kummer daher strei⸗ chet, Muͤh findt sich an allem End. Unsre Thraͤnen sind das Brod, so wir essen fruͤh und spat; wenn die Sonn nicht mehr thut scheinen, ist nur lauter Klag und Weinen. 6. Drum, HErr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erloͤst; hilf, daß ich mit Fried und Freud mog von hinnen fahren heut; ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Bei⸗ stand nicht verlasse. 7. In dein Seite will ich fliehen an meinm bit⸗ tern Todesgang; durch dein Wunden will ich ziehen ins himmlische Va⸗ terland; in das schoͤne Pa⸗ radeis, drein der Schaͤ⸗ cher thaͤt sein Reis, wirst du mich, HErr Christ, einfuͤhren, und mit ewger Klarheit zieren. 8. Ob mir schon die Au⸗ gen brechen, das Gehoͤre ganz verschwindt, meine Zung nicht mehr kann spre⸗ chen, der Verstand sich nichts besinnt, bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; du wirst mich in Gnad regieren, auf der rechten Bahn heimfuͤhren. 9. Laß dein Engel mit mir fahren auf Elias Wagen roth, meine Seele wohl bewahren wie La⸗ rum nach seinem Tod. aß sie ruhn in deinem vom Tode und Auferstehen. Schooß, und erfuͤlle sie mit Trost, bis der Leib kommt aus der Erden, wird mit Ehr vereinigt werden. 10. Freu dich sehr, o meine Seel, und vergiß all Noth und Qual, weil dich nun Christus, dein HErre, ruft aus diesem Jammer⸗ thal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den En geln jubiliren, in Ewigkeit triumphiren. Simon Graff. Mel. Herzliebster JEsu, was hast du verbrochen. . 0 Aeliebten 835. Freund, was thut ihr so verzagen, mit vielem Seufzen, Heu⸗ len und Wehklagen, dar⸗ um, daß dieser Leib soll in die Erden geleget werden? 2. Wißt ihr nicht, daß sein Stuͤndlein ist gekom⸗ men? Der HErr hat ihn ge⸗ naͤdig weggenommen, und aus der Angst, die ihn oft⸗ mals gebissen, gaͤnzlich gerissen. 3. Hier hat er muͤssn in Tahr zu allen Zeiten mit Teufel, Fleisch und boͤsen Menschen streiten, viel Herzeleid erfahren und er⸗ tragen mit großem Klagen. 4. Nun ist er aller sei⸗ ner Feinde Toben und alles Jammers frei und uͤberhoben; nun mag ihm keine Kreatur zusetzen, noch ihn verletzen. Nun hat er alles Ungluͤck uͤberwunden, den rechten Fried und besten Schatz gefunden, darnach er 0 N hth 4. ö 6. Hel Rust. In 8.ν Ichj de Hechi Achnt 9.— Wehh Hv Wdlu j Wlem Hahm 10. I1 Reh 0 WI dh, W R Meh lebe und 601 che/ 12. l lch, We sehen. S.—— ind aflle hbigs det der Erden uhdd erntt Tual, walh deit He sem Jang e Ftlud sollt Hu h Rmit din d u, in Eusst „Olwon Vict iebster IeI verbroche Weliebte —5 Frauns 0 verzogch eufzen, Hel hklagen, du⸗ r Heib oll i eget ethen⸗ lcht, df Nis gekom⸗ krhatihn ge⸗ unmeh, und Nieihn ot , Rllch er müsm n Deiten mt nd bosen ien, viel und er⸗ n Hlagen. e Met ei Toben und 6 fti id in sun ihn + ushel hhhh e ales huldet, den ud hesen , jetzund in großer Freude, vom Tode und Auferslehen. er hat gleich als ein Christ gestrebel, dieweil er le⸗ bet. 4 6. Sein Geist der lebt ist angethan mit einem weißen Kleide und preiset hoch mit englischem Ge⸗ dichte GOttes Gerichte. 7. Aber sein Leib, der jetzt wird hingeleget, ist wie ein Korn ins gute Land gesaͤet, wird auferstehn in Kraft mit großem Preise himmlischer Weise. ö 8. Das wird geschehn, wenn ihm und auch uns allen die Stimm des gro⸗ ßen GOites wird erschal⸗ len, der wiederum all un⸗ geschickte Sachen wird sie die Hoffnung haben. hegraben, kein 13. GOtt helf, daß wir zur Zeit auch still einschla⸗ fen, und von dem HErrn sammt allen seinen Scha⸗ sen am juͤngsten Tag zum Leben aus der Erden erwecket werden. Bartholomäus Ringwaldt. Mlel. Uun ruhen alle Wälder. (tt Lob, die 839.6 Stund ist kommen, da ich werd auf⸗ genommen ins schoͤne Pa radeis. Ihr Eltern duͤrft nicht klagen, mit Freuden sollt ihr sagen: Dem Hoͤch⸗ sten sei Lob, Ehr und Preis. richtig machen. 9. Dann wird er uns, wenn seine Glocken klin⸗ gen, mit großer Freud wiedrum zusammen brin⸗ gen, und praͤchtiglich mit vielem Triumphiren zum Himmel fuͤhren. 10. Da wir dann fein in himmlischen Geber⸗ den ohn Suͤnd und Klag beinander bleiben wer⸗ den, von Teufel, Tod und allen Aergernissen gar nichts mehr wissen. 11. Sondern vollkom⸗ 2. Wie kanns GOtt besser machen? Er reißt mich aus dem Rachen des Teufels und der Welt, die jezt wie Lͤwen bruͤl⸗ len, ihr Geimm ist nicht zu stillen, bis alles üͤbern Haufen faͤllt. 3. Dies sind die letzten Tage, da nichts als Angsi und Plage mit Haufen bricht herein; mich ninmt nun GOtt von hinnen und laͤsset mich entrinnen der uͤberhaͤuften Noth und Pein. 4. Kurz ist mein irdisch Leben, ein bessers wird mir geben GOtt in der umedt keit; da werd ich nicht mehr sterben, in keiner Noth verderben, mein Leben wird sein lauter Freud. 5. GoOtt eilet mit den Seinen, laͤßt sie nicht lange weinen in diesem atgal t * men und gar engelreine uns lieben in verklaͤrtem Fleisch und Beine, und ewiglich GOtt lobn in seinem Rei⸗ che, den Engeln gleiche. 12. Das wollt ihr, mein geliebten Freund, beden⸗ ken, und euer Herz nicht wie die Heiden kraͤnken, die von den Todten, wenn — 738 vom Tode und Auferstehen. thal. Ein schnell und selig zu erfüllen/ und sich ihm Sterben ist Himmels Ehrensaal. 6. Wie dfters wird ver⸗ fuͤhret manch Kind, an dem man spuͤret rechtschaffne Frömmigkeit; die Welt voll ist und Tlicke legt heim⸗ lich ihre Stricke bei Tag und Nacht zu jeder Zeit. 7. Ihr Netze mag sie stellen, mich wird sie nun nicht faͤllen, sie wird mir Denn wer kann den verletzen, den Christus jetzt wird thun kein Leid. setzen ins Schloß voll⸗ kommner Sicherheit. 8. Zuvor bracht ich euch Freude, jetzt, nun ich von euch scheide, betruͤbt sich euer Herz; doch, wenn ihrs recht betrachtet/ und was GOtt thut, hoch achtet, wird sich bald lin⸗ dern aller Schmerz. 9. Gott zaͤhlet alle Stunden, er higgt und heilet Wunden, er kennet jedermann; nichts ist je⸗ mals geschehen, das er nicht vor gesehen, und, was er thut, ist wohlgethan. 10. Wenn ihr mich werdet finden vor GOtt, frei aller Suͤnden, in weißer Seiden stehn, und tragen Siegespalmen in Haͤnden, und mit Psalmen des HErren Lob und Ruhm erhbhn: 11. Da werdet ihr euch freuen, es wird euch herz⸗ lich reuen/ daß ihr euch so betruͤbt. Wohl dem/ der Gottes Willen gedenket schnell und in Geduld ergiebt. gluͤcklich erben des schoͤnen 12. Ade/ nun seid geseg⸗ net/ was euch jetzund be⸗ schebnt ist andern auch ge⸗ chehn. Viel muͤssens noch erfahren. Nun, GOtt woll euch bewahren; dort wol⸗ len wir uns wiedersehn. Vohann Heermann. In eigener Melodie oder: Wenn mein Stünd⸗ lein vorhanden ist. 7 Err IEsu 85 4. H Chrisf ich weiß bar wohl, daß ich einmal muß sterben: wann aber das geschehen soll, und wie ich werd verderben dem Leibe nach, das weiß ich nicht, es steht allein in deinm Gericht: du siehst mein letztes Ende. 2. Und weil ich denn, als dir bewußt, durch dei⸗ nes Geistes Gabe an dir allein die best Lust in mei⸗ nem Herzen habe, und len mi glaͤub, daß du al⸗ ein mich hast von Suͤnd gewaschen rein, und mir dein Reich erworben:“ 3. So bitt ich dich, HErr IEsu Christ, halt mich bei den Gedanken, und laß mich ja zu keiner Frist von diesem Glauben wanken, sondern dabei verharren fest, bis daß die Seel gus ihrem Nest wird in den Himmei fahren. 4. Kanns sein, so gieb durch deine Hand mir ein vernuͤnftig Ende, daß ich mein Seel fein mit Ver⸗ stand befehl in deine Hne E efn dicg müsseneh 1% GOlt sl; dot poh sbiedetseh. ann Heemnat. Altloxw nein Hli. inden ist (Err Wi Wchuß x daß ben: Won hen soll un derben de Weiß ich tallein in Vbhl sichs 0 sch denn, hdurch Ki⸗ Hern dir lst in mai Nbe/ und aß du dl on Sund IN mit heln. ch Hert nich bei und laß Fisi vor Watken, erhakten Seel auls N den mit. ehl h ich hit Ver⸗ ine Hän⸗ e vom Tode und Auferstehen. 739 de/ und so, im Glauben sanft und froh, auf mei⸗ nem Bettlein oder Stroh aus diesem Elend fahre. 5. Wo aber du mich in dein Feld, durch Raub guf fremder Graͤnze, in Was⸗ sersnoth, Hitz oder Kaͤlt, oder durch Pestilenze nach deinem Rath wolltst neh⸗ men hin, so richt mich, Err/ nach meinem Sinn, den ich im Leben fuͤhre. 6. Wo aber ich aus Schwachheit groß mich nicht rechtschaffen haͤtte/ gwiß, am juͤngsten Tag jum Leben auferwecken. Baatholo mäus Ringwoldi. In eigener Melodie. Err JEsu 858. B Christ, wahr Mensch und GOtt, der du littst Marter, Angst und Spott, fuͤr mich am Kreuz auch endlich starbst und mir deins Vaters Huld erwarbst: ů 2. Ich bitt durchs bitter Leiden dein, du wollst mir Suͤnder gnaͤdig sein, wenn loß,ich nun komm in Ster⸗ ging etwa oder laͤge bloß/ und unbescheiden redte, so laß michs/ HErr, entgelten nicht, weils wider mein Bewußt geschicht/ und mich nicht kann besinnen. 7. O HErr, gieb mir in Todes Pein ein saͤuberlich Geberde, und hilf, daß mir das Herze mein fein sanft gebrochen werde, und wie ein Licht, ohn uͤbrig Weh, auf dein unschuldig Blut vergeh, das du fuͤr mich vergossen. 8. Jedoch ich dich nicht lehren will, noch dir mein End vorschreiben, sondern dir allweg halten still, bei deinem Wort verbleiben/ und glaͤuben, daß du als ein Ren des Lebens mich erhalten wirst, ich sterb gleich, wie ich wolle. 9. Derhalben ich in mei⸗ nem Sinn mich dir thu ganz ergeben; denn sieh, der Tod ist mein Gewinn, du aber bist mein Leben, und wirst mein Leib ohn alle Klag, das weiß ich bensnoth, und ringen werde mit dem Tod. 3. Wenn mir vergeht all mein Gesicht, und meine Ohren hoͤren nicht, und meine Zunge nicht mehr spricht und mir vor Angsi mein Herz zerbricht; 4. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt, und mir all menschlich Huͤlf zer⸗ rinnt: so komm, o HErr Christ, mir behend zu Huͤlf an meinem letzten End; 5. Und fuͤhr wich aus dem Jammerthal, verkuͤrz mir auch des Todes Qual; die boͤsen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib; 6. Bis sich die Seel vom Leib abwendt; dann nimm sie, HErr, in deine Haͤnd: der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis sich der juͤngst Tag naht he ht herzn⸗ ö 7. Ein froͤhlich Urstaͤnd mir verleih, am juͤngsten Gricht mein Fürsprech sei, und meiner Suͤnd nicht mehr —140 dom Tode und Aufersiehen. mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk. 8. Wie du hast zugesa⸗ get mir in deinem Wort, das trau ich dirx: Fuͤrwahr, fuͤrwahr, euch sage ich/ wer mein Wort haͤlt und glaͤubt an mich, 9. Der wird nicht kommien ins Gericht, und den Tod ewig sehmecken nicht; und ob er gleich hier zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar ver⸗ dirbt; ö 10. Sondern ich will mit starker Hand ihn rei⸗ ßen aus des Todes Band, und zu mir nehmen in mein Reich, da soll er dann mit mir zugleich 11. In Freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnaͤdiglich. Ach HErr, vergieb all unsre Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, 12. Bis unser Stuͤnd⸗ lein kommt herbei; auch unser Glaub stets wacker sei, deinm Wort zu trau⸗ en festiglich, bis wir ent⸗ schlafen seliglich. Paul Eber. In eigener Melodie. 0 Aerzlich thut 859. B mich ver⸗ langen nach einem selgen End, weil ich hie bin umfangen mit Truͤbsal und Elend; ich hab Lust abzuscheiden von dieser ar⸗ gen Welt, sehn mich nach ewger Freuden: o JEsu, komm nur bald. 2. Du hast mich ja erlöset von Suͤnd, Tod 7. Teufel, Hoͤll; es hat dein Blut gekostet, draus ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen ch, vorm Tod und hoͤllschen Gsind? Weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein selges Kind. 3. Wenn gleich suͤß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel faͤhrt hin, deß freu ich mich gar eben, Ster⸗ ben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden von Wuͤrmern wird verzehrt, aber erwecket werden, durch Christum schoͤn verklaͤrt, wird leuch⸗ ten als die Sonne, und lebn ohn alle Noth in himmlscher Freud und Wonne. Was schadt mir denn der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, laͤnger zu le⸗ ben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier; doch ich das gar nicht achte, es waͤhrt ein kleine Zeit; das Himmlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide von meinen Freunden gut, das mir und ihn bringt Leide: doch troͤstt mir meinen Muth, daß wir in groͤßern Freuden zusammen wer⸗ den kommn, und bleiben ungescheiden im himmeli⸗ schen Thron. 7. Ob ‚0 Hetkll M, L t W Wch N Hl Wlhest I Ml 5 10 RWh 0 Hilt e WSe Wülthe N H e Rlaaht 946 W k lahte en. / Tahl de N ich n n Wrh W 0 0 lichafe bin ich leich sß . Tod sch il ich ns sh ch Weiß f dA h I deß ft ben/ Sh Helbinn. vak i de kmers witt Rellhecket Chiim wird luͤch⸗ Mse, u Roth in ud und chadt mit die Welt het l mit guch / Geb, , docf Ichte, es lit; das kachte, Hlet. ch glech Mehen dN ME . Hde eihsch 1gtbheth Ren Wek⸗ W bläibe himmel⸗ bom Tode un d Auserstehen 741 7. Ob ich auch hinter⸗ lasse betruͤbte Waiselein, derr Voth mich uͤber⸗ maaße jammert im Herzen mein/ will ich doch gerne sterben, und trauen mei⸗ nem GOtt: er wird sie wohl versorgen, retten aus aller Noth. 8. Was thut ihr so sehr 2— ihr armen Waise⸗ ein? Sollt euch GOtt Huͤlf versagen, der speist die Raben klein? Frommer Wittwen und Waisen ist Mel. HErr 3Esu Khrist, dich zu uns wend. 74 Ailf, Helfer. 860. Hn Angst und Noth, erbarm dich mein, du treuer GOtt; ich bin ja doch dein liebes Kind, trotz Teufel, Welt und aller Suͤnd. 2. Ich trau auf dich, Gott, mein HErr; wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, HErr JEsu Christ; er der Vater treu, trotz dem, der sie beleidet; das glaͤubt ohn alle Scheu. 9. Gesegn euch GOtt der HErre, ihr Vielge⸗ liebten mein, trauret nicht allzusehre über den Ab⸗ schied mein; bestaͤndig bleibt im Giauben, wir werdn in kurzer Zeit ein⸗ ander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 10. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, HErr Christ, allein; gieb mir ein seligs Ende, send mir dein Engelein; fuͤhr mich ins ewge Leben, das du er⸗ worben hast durch dein Leiden und Sterben und vlutiges Verdienst. 11. Hilf/ daß ich gar nicht wanke von dir, HErr JE⸗ u Christ, den schwachen Glauben staͤrke in mir zu aller Frist. Hilf mir ritter⸗ lich ringen, dein Hand mich halt in Acht, baß ich mag froͤhlich singen: GOit Loh, es ist vollbracht! Ibrißoph Znoll. du mein GOtt und Er⸗ loͤser bist. 3. Deß freu ich mich von Herzen fein, din gu⸗ tes Muths und harre dein, verlafß mich gaͤnzlich auf dein Namn; hilf, Helfer, hilf. Drauf sprech ich: Am'n.„Nieolaus Selnereer. Mel. Vater unser im Himmelreich. SLier lieg ich 861 V avmes? ür⸗ melein, kann regen weder Hand noch Bein; von Angst mein Herz im Leib zer⸗ springt, mein Lehen nut dem Tode ringt. Ver⸗ nunft und alle Sinn sind matt, meins Lebens hin ich muͤd und satt. 2. Darum, HErr JE⸗ su, zu mir eil, vertreid des Teufels feurig Pfeil, der um mich jetzt thut bruͤllen her gleich wie ein Loͤo und grimmger Baͤr, daß mich von deiner Lieb nicht scheid Anfechtung,⸗ Angst und Herzeleid. 3. HErr, laß mich in dem —— — dccdccdükæ⸗ 742 vom Tode und Auserstehen. dem Reiche dein nur den eringsten Diener sein; den seen Glauben mir ver⸗ leib, dab ich gerecht und selig sei, erloͤset durch dein theuͤres Blut von Sün⸗ den, Tod und Höllenglut. 4. HErr, wenn mein Stuͤndlein kommt heran,/ ch so laß dein Engel um mich stahn, daß sie mein Seel in Himmels Saal heim⸗ fuͤhren aus dem Jammer⸗ thal, und sie da bleib in deiner Hand, als dein durchs Blut erworbnes Pfand. Martin Moller. In eigener Klelodie. Die Answort siehe Nr. 899. 862. ch bin ja,/ HErr, in deiner Macht, du hast mich an dies Licht gebracht, du unterhaͤltst mir auch das Leben; du kennest meiner Monden Zahl, weißt, wann ich diesem Jammerthal auch wieder gute Nacht muß geben; wo, wie und wann ich sterben soll, das weißt du, Vater, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rath weiß zu⸗ zuspringen? Wer nimmt sich meiner Seelen an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode rin⸗ gen, wenn aller Sinnen Kraft gebricht; thust du es, GOtt/ mein Heiland/nicht? 3. Mich duͤnkt, da lieg ich schon vor mir in gro⸗ Her Hitz ohn Kraft, ohn Zier, mit hoͤchster Herzens⸗ angst befallen, Gehoͤr und Rede nehmen ab/ die All⸗ en werden mir ein Grab; och kraͤnkt die Sünde mich vor allen; des Sa⸗ tans Anklag hat nicht Ruh, setzt mir auch mit Versu⸗ ung zu. 4. Ich hoͤre der Posau⸗ nen Ton, und seh auch den Gerichtstag schon, der mir auch wird ein Urtheil faͤllen. Hier weiset mein Gewissensbuch, da aber des Gesetzes Fluch mich Suͤndenkind hinab zur Hoͤl⸗ len da, wo man ewig, ewig: Leid! Mord! Jam⸗ mer! Angst und Zeter! schreit. 5. Kein Geld und Gut errettet mich, umsonst er⸗ beut ein Bruder sich, den andern hier erst los zu machen; er muß es ewig lassen stehn; wir werden ewig nicht entgehn, kriegt einmal uns der Hoͤllenra⸗ chen; wer hilft mir sonst in dieser Noth, wo du nicht, GOtt, du Todes Tod? 6. Der Teufel hat nicht Macht an mir, ich habe blos gesundigt dir, dir, der du Missethat vergiebest. Was maßt sich Satan dessen an, der kein Gesetz niir geben kann, nichts hat an dem, was du, Herr, liebest? Er nehme das, was sein ist, hin. Ich weiß/ daß ich des HErren bin. 7. HErr IEsu, ich dein theures Gut, bezeug es mit selbst deinem Blut, daß Nuüß Del — sic 0 Gaie ab QAII die C W1 N 8 cht Mu mit u det Mpsh R sch A schot, en Urh. elset ch „ ö fluch m abzür Hl nan ethij D1ᷓ 10 Zeetl und Gut mont r⸗ ssch, den og 8 elbig cyerden 4% iegt Halentg⸗ mit sons I Toded M nicht ch habe 1, dit giebeft. Oln Geth nich hit HEt Wh sch vüß ren dit Hich Heheltg B — schreckt mich durch das vom Tode un d Auserstehen. 743 9090 ich der Suͤnden nicht gehoͤre. Was schont denn Satan meiner nicht, und Zorngericht? Komm, ret⸗ e. deines Leidens Ehre. Was giebest du mich frem⸗ der Hand/ und hast so vie an mich gewandt? 8. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du laͤs⸗ sest mich, dein wahres Theil, zu tief in deinen Wunden sitzen. Hier lach ich aller Macht und Noth/ es mag Gesetz, Hoͤll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein/ jetzt kann ich keines Fremden sein. Simon Dach! mel. Wie schön leuchtel der Klorgenstern. 262 JIchjreue mich 863. J von Her⸗ zensgrund auf diesen Tag, auf diese Stund/ da ich soll schlafen gehen; wie lieblich wird es doch wohl thun, wenn mein Leib, sanfte auszuruhn, in sei⸗ nem Sarg wird stehen? Erden werden kann nicht schaden, aus Genaden wird erwecken JIEsus, was sich hier muß strecken. 2. Denk nach, mein Herz, wie wird dir sein fassen. du preisen mit den From⸗ men, die zu ihrem IEsu kommen.) d 3. Bei Gott zu sein verlangt mich sehr; die Lust vermehrt sich mehr. und mehr/ dich, JEsu, zu um⸗ Solls nicht bald werden, Herzensfuͤrst, daß der, so innig nach dir duͤrst, werd einmal losge⸗ lassen? Heraus spann aus aus dem Loche/ von dem Joche den, so schreiet, und den IEsus nur erfreuet. Johann Caspar Schadet In eigener Melodie. Ich hab mein 864. SSach GOtt heimgestellt/ er machs mit mir, wies ihm gefaͤllt. Soll ich allhier noch laͤnger lebn/ nicht widerstrebn, seinm Willen thu ich mich er⸗ gebn. 36 2. Mein Zeit und Stund ist, wann. GOtt will, ich schreib ihm nicht vor Maaß noch Ziel es sind 940 all Haͤrlein mein, deid groß und klein; faͤllt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jam⸗ merthal, Angst, Noth und Truͤbsal uͤberall; des Blei⸗ bens ist ein kleine Zeit, voll Muͤhselgkeit, und wers be⸗ denkt, ist immr im Streit. Ein Erdenkloß. Von so wohl, so lieblich n. 4. Was ist der Mensch? und fein, wenn du ha ausgezogen das Suͤnden⸗ Sterblichkeit, und nun der Geist hier aus der Zeit zur Ewigkeit droben loben GOtt, den Weisen wirst kleid der geflogen; Muttrleib kommt er nackt und bloß, bringt nichts mit sich auf diese Welt, kein Gut noch Geld, nimmt nichts mit sich, wenn er hinfaͤllt 5. Es 744 vom Tode und Auferstehen. 5. Es hilft kein Reich⸗ thum, Geld, noch Gut/ kein Kunst noch Gunst, noch stolzer Muth; vorm Tod kein Kraut gewach⸗ sen ist, mein frommer erdlin alles, was lebet sterblich ist. 6. Heut sind wir frisch, gesund und stark, morgen todt und liegen im Sarg; heut bluͤhn wir, wie die Rosen roth, bald krank und todt; ist allenthalben 21 und Noth. Man traͤgt eins nach 8m andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, sei jung odr alt auch unsrer Ehren mannigfalt. 8. Ach HErr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal, auch wir allhier kein U da⸗ bens han, muͤssn all da⸗ von, gelehrt, reich, iung, alt oder schoͤn. 9. Das macht die Suͤnd, du treuer GOtt; dadurch ist kommn der bitter Tod, der nimmt und frißt all Menschenkind, wie er sie findt, frugt nicht, weß odr Ehrn sie sind. 0. Ich hab hie wenig Sier Tag/ mein taͤglich Brod ist Muͤh und Plag. Wenn mein GOtt will, so wil ich mit hinfahrn im Fried. Sterhn ist mein —— und schadt mir 41. Und ob mich shon mein Suͤnd anficht, den⸗ noch will ich verzagen nicht; ich weiß, daß mein getreuer GOtt fuͤr mich in Tod sein liebsten Sohn gegeben hat. 12. Derselbe, mein HErr IEsus Christ, fuͤr all mein Suͤnd gestorben ist, und auferstanven mir zu scht der Hoͤllen Glut geloͤscht mit seinem theu⸗ ren Blut. 13. Dem leb und sterb ich allezeit, von ihm der bittr od mich nicht scheidt. Ich leb odr sterb, so bin 10 sein; er ist allein der einig Trost und Hel⸗ fer mein. 14. Das ist mein Trost zu aller Zeit, in allem Kreuz und Traurigkeit; ich weiß, daß ich am juͤngsten Tag ohn alle Klag werd auferdehn aus meinem Grab. 15. Mein lieber frommer getreuer GOtt all mein Gebein bewahren thut; da wird nicht eins vom Leibe mein, sei groß odr klein, umkommen noch verloren sein. 16. Mein lieben GOtt von Angesicht werd ich anschaun, dran zweisl— nicht, in ewger Freud un Seligkeit, die mir brrein Ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit. 17. O JEsu Christe, GoOttes Sohn, der du föͤr uns hast gnug gethan, ach schleuß mich in die Wunden dein; du dist al⸗ lein der einig Trost und Helfer mein. 18. Amen, mein lieber frommer GOtt, bescher uns hom n fl f Mf W. 90⁰ et 1 y. Alcl. Herfih 190— 900.0 h/ dem hein; Imetleden/ seh. 0 Wsht hil 61 Mu2 hloͤbet ich dol NHist mit ah tkachte 10 sut h 0 f0 üu . A Voshe hekeit Sohhe, let. D um schad Wasto H 00 ich . 06 iht Mi AIsumal iht licht on keint Ih hort ütun f 15 Fti shtt m hen. t für iebsen St elbe, mů Chlis, ind Rfach ersane Holleg eilem h leb und vog ihn mich gah leh odt sath eristhh os und Hůe mein Iu „in alley Tautiltz af ich on ohnal sferhehn aut chet fent. tall mein Hren chut; Heins vöom Rroß ot Rmen hoch her GOlt weth ich gveff ich Freud und ir bereit. Mreis in V Hehh Veuft huh gethih nich i. N N ai 90 uus u „mein lih Om, hehu If el. Herzlich thut mich voruͤber, o vom Tode und Auferstehen 74⁵ uns alln ein selgen Tod; hilf, daß wir moͤgen allzu⸗ gleich bald in dein Reich kommen, und bleiben ewig⸗ lich. Johann Pappus. verlangen. 86 hab mich Gbott er⸗ geben, dem liebsten Va⸗ ter mein; hier ist kein Immerleven, es muß ge⸗ schieden sein. Der Tod kann mir nicht schaden, er ist nur mein Gewinn; in GOttes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt Welt, was acht ich dein? Der Him⸗ zuel ist mir heber, da muß ich trachten ein; mich nicht mit Suͤnd beladen, weil ich wegfertig bin; in GOttes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach selge Freud und Wonne hat mir der HErr bereit, da Christus ist die Sonne, Leben und Selig⸗ keit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In GOttes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch GOtt, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal, um mich soilt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual; den rech⸗ ten Port noch heute nehmt fleißig ja in Acht; in GOt⸗ tes Fried und Freuden fahrt mir bald all hernach. Johann Leo. In eigener Melodie. erch will ganz 866. und gar nicht zweifeln in der gu⸗ ten Zuversicht zu dir, JE⸗ su, trotz den Teufeln. Was mein GOtt will, das geschicht. Wenn die Himmel schon vergehn, dieses Wort bleibt ewig feste, sollt die Erd guch nicht bestehn: mein Erld⸗ ser bleibt der Beste. 2. Laß die Elemente schmelzen von des letzten Feuers Hitz, laß sich durch einander waͤlzen Wasser und der Berge Spitz; wenn mit Krachen alles faͤllt, wenn aus Furcht das Volk verschmachtet/ IEsus bei der Hand mich haͤlt: wohl dem, der es nun betrachtet! 3. Du hast mir ins Herz geschrieben, allerhoͤchster GOttessohn, daß du mich willst ewig lieben, mich, mich Asche, Staub und Thon. O du große Maje⸗ staͤt, wer kann deine Treu aussprechen? Nichts vor deine Liebe geht, die dein weiches Herz kann brechen. 4. Deine Gnad hat an⸗ gefangen dieses gute Wert in mir, daß ich freudig kann gelangen zu der schmalen dimmelsthur. Du wirst mich auch lassen ein, du der Weg, die Thuͤr, das Leben; alles wirst du mir dann sein, wenn du dich mir selbst wirst geben. 5. Laß die Lampe mei ner Seele, schoͤnster Him⸗ 32 mels⸗ 746 vom Tode un d Auferstehen. mels⸗Braͤutigam, brennen von dem Glaubens⸗Oele, wenn du kommst, o GOt⸗ tes⸗Lamm, in der letzten Mitternacht, da man wird Posaunen hoͤren; selig/wel⸗ er munter wacht, wenn sich alles wird verkeh⸗ ren. 6. Nun ich weiß, GOtt wird vollfuͤhren, was er angefangen hat; IEsus wird mich auch regieren durch des Geistes Wunder⸗ that, bis auf den Tag, wenn allein das hoch dreimal heilig Wesen nur wird mein Jehovah sein; dann wird meine Seel genesen. Joachim Neander. In eigener Melodie. Zein Stuͤnd⸗ 867. K lein geht dahin, es liegt mir in dem Sinn, ich bin auch immer/ wo ich bin, daß mich der Tod wird setzen in die letzte Noth. Ach GOtt, wenn alles mich verlaͤßt, so thue du bei mir das Best. 2. Hier ist kein Aufent⸗ halt, der Tod hat die Ge⸗ walt; er frißt und wuͤrget Jung und Alt, er reißt uns fort aus unserm Or⸗ den, Stand und Ort. Ach GOtt, wenn alles mich verlaͤpt, so thue du bei mir das Best. 3. Kein Rath, kein Ar⸗ zenei, kein Heulen noch kein Biruder kann mich machen frei, Geschrei, in aller Welt ist nichts das endlich mich erhaͤlt Ach GOtt, wenn alles mich verlaͤßt, so thue du bei mir das Best. 4. Kein Reichthum, Geld noch Gut, kein kuͤh⸗ ner Heldenmuth hilft vor des Todes Grimm und Wuth. All Ehr und Gunst und Macht vor ihm ist ganz umsonst. A GOtt, wenn alles mi verlaͤßt, so thue du bei mir das Best. 5. Was Schmerz, was Wnnd. und Pein, o GOtt, wird um mich sein, wenn nun der Tod wird brechen ein. Wer wird alsdann mit Trost sich meiner neh⸗ men an? Ach GOtt, wenn alles mich verlaͤßt, so thue du bei mir das Best. 6. Menn mein Gewis⸗ sensbuch und des Gesetzes Fluch, wenn Sund und Satan zum Versuch tritt wider mich, wer ist, der mein erbarmet sich? Ach GOtt, wenn alles mich verlaͤßt, so thue du bei mir das Best. 7. Wenn Sprach, Ver⸗ and und Sinn auf ein⸗ mal faͤllt dahin, und ich nicht mehr bin, der ich bin; wer schreit mir 461 wenn mir der Schmerzlaͤßt keine Ruh? Ach Gdit/ wenn alles mich verlaͤßt, so thue du bei mir das Eest. 8. Wenn meiner Augen Licht mir ferner leuchtet nicht, und mir das Her im Leibe bricht vor Ang „und Qual; wer füͤhrt mich durch das finstre Thal? Ach GOtt, 2—5— a — 6 — Auche H Ml Ru 0n Ka f vel. Ne Has ich de W. N 10 Mh: hu bel M 10. H6 lich aul hinmel. Holendet ih f Mesh GO läßt/ N. das VN Mlel, m 960 det, s leh/ J „jhidet; ihm Reb Woh M Olles un Mine z lß ich: 2. 00 Hacheh, ier eh M h He G rum se und gl lt Baste.! Hcich sunmer d. M schbinde Halickt ih rch Heu. —— thueh Bel. Michthun ut, kem si uth hilst n Grimm u Ehr u Macht 0 Umsonst. 0 N alles nih 105 5u ichmetz/ unl ein, 9 Ods, sein, vm wpild brecht hird alsdu meiner n GOtt/ wem laßt, so thu 9 Bes. nein Gewi⸗ des Gesehtz Suͤnd und Versuch ttitt wer ist, der, t sich? Ach alles mih thue du de . Spruch, Det Inn auf eil sin, Ind ich u, der ich eit mir— bt meiter Augh rner Luche mir das Hůh cht vor A wel dan fist GOtt/ 110 vom Tode und Auferstehen. 747⁷ alles mich verlaͤßt, so thue du bei mir das Best. 9. HErr JEsu, du al⸗ lein sollst mir in Todes⸗ pein die beste Huͤlf und Labsal sein; auf dich will ich die Welt gesegnen wil⸗ liglich. Ach GOtt, wenn al⸗ les mich verlaͤßt, so thue du bei mir das Best. 10. HErr IEsu, nimm mich guf, zu dir in Himmel nauf, wenn ich vollendet meinen Lauf; ich ruf zu dir, so lang ein Odem ist in mir: Ach GOtt, wenn alles mich ver⸗ laͤßt, so thue du bei mir das Besi. Michael Frank. Alel. Alle Klenschen müssen slerben. 868 Lat ahnehmen diese Glie⸗ der, laß verwesen diesen Leib, IEsus giebet alles wieder; wenn ich nur in ihm verbleib, so mag alles von mir fallen. IEsus alles und in allen bleibet meine Zuversicht: JEsum laß ich nimmer nicht. 2. Leibeshuͤtte, du magst brechen, irdisch Haus, fall immer ein. Tod, willst du mein Herz durchstechen? wie GOtt will, es mag drum sein. Eins weiß ich, und glaub es feste: Was GOtt thut, das ist das Beste. Alles gut, was mir geschicht; JEsum laß ich nimmer nicht. 3. Meine aͤußern Kraͤfte schwinden, und die Staͤrk verlieret sich; dabei kann ich recht empfinden, wie du, IEsu, staͤrkest mich. Wenn die Leibesglieder be⸗ ben, sucht das Herz sich zu erheben zu GOtt, der mein Heil und Licht: IEsum laß ich nimmer nicht. 4. Daß ich taͤglich schwaͤ⸗ cher werde, spuͤr ich wohl, doch bin ich froh; denn ich hoffe, schnoͤde Erde, deiner los zu werden so. Mat⸗ tigkeit laͤßt sich zwar spuͤ⸗ ren, Beine wollen nicht mehr fuͤhren, doch ist mein Lauf drauf gericht: JE⸗ sum laß ich nimmer nicht. 5. Wunderlich sind GOt⸗ tes Wege, dessen sich mein Herz erfreut; meinen schwa⸗ chen Leib ich 110. hinge⸗ streckt, doch wird verneut meiner Seelen geistlich Le⸗ ben. Eins nimmt GOtt, daß er köͤnn geben Bessers; drum mir nichts gebricht; IEsum laß ich nimmer nicht. 6. Arbeit, Leiden, Muͤh und Wachen meine Kraͤfte matten ab; GOtt mags, wie er will, auch machen, gnug, HErr, wenn ich dich nur hab. Willst du, daß ich laͤnger lebe, darein ich mich auch ergebe. Wie GOtt will! mein Herze spricht: IEsum laß ich nimmer nicht. 7. Wollst ja deinen Knecht abholen, der so mud und matt, nur bald. Dir sei Leib und Seel befohlen, liebster Vater, mit mir walt nach Genade und Be⸗ lieben; in dem will ich mich noch uͤben, daß mein Sinn 32* bleib ä.. T —.— ——— —..— — .————— —pqp—— SSS.— 255 S— —HeHeHiHiHiHsHsesisi— 748 vom Tode und Auserstehen. bleid se gericht; IEsum laß ich nimmer nicht. Joh. Casvar Schode⸗ Mel. Sion klagt mit Augst und Schmerzen. 869 Qasset ab, ihr . meine Lie⸗ ben, lasset ab von Trau⸗ rigkeit. Was wollt ihr euch mehr betruͤben, weil ihr deß versichert seid, daß ich alle Qnal und Noth uͤberwun⸗ den, und bei GOtt mit den Auserwaͤhlten schwebe vol⸗ ler Freud und ewig lebe? 2. Derer Tod soll man heklagen, die dort in der Hoͤllenpein muͤssen leiden alle Plagen, so nur zu er⸗ denken sein; die GOtt aber nimmt zu sich in den Him⸗ mel, gleich wie mich/ und mit lauter Wollust traͤn⸗ ket wer ist, der darob sich kraͤnket? 3. In des Erren JE⸗ su Wunden hatt ich mich geschlossen ein, da ich alles reichlich funden, wodurch seiner Kammer ohne Sor⸗ gen, sanft und wohl, und verschlaͤft den großen Jam⸗ mer, dessen jetzt die Welt voll. Meine Seele schauet an den, der nichts als lieben kann, der auf seinen Schooß mich setzet, und mit hoͤchster Freud er⸗ goͤtzet. 6. In der Welt ist nichts zu finden, nichts als Theu⸗ rung, Pest und Streit, und was mehr die großen Suͤnden bringen fuͤr Be⸗ schwerlichkeit. Sonderlich kommt noch ein Schwert, das der Christen Herz durch⸗ faͤhrt. O viel besser, selig sterben, denn durch diesen Zwang verderben! 7. Solcher Noth bin ich entgangen, nichts ist, das mich aͤngsten kann: Fried und Freud hat mich Umfangen, kein Feind darf mich sprengen an; ich bin sicher ewiglich in des HErren Hand, der mich ihm zum Eigenthum —.— x ich kann selig sein. Er ist erworben da er ist am die Gerechtigkeit, die vor Kreut gestorben. GOtt gilt jederzeit, Wer dieselb ergreift im Glau⸗ 8. Euch wird, meine lieb sten Freunde, die ihr wei⸗ ben, dem kann nichts den net in der Welt, schuͤtzen Himmei rauben. wider alle Feinde GOttes I. Niemand sag, ich sei Sohn, der starke Held. umkommen, ob ich gleich Seid und bleibt ihm nur estorben bin; mein GOtt getreu, seine Gnad ist at mich hingenommen, taͤglich neu; wer Betruͤbte Sterben ist jetzt mein Ge. will betrüben, der muß winn. Vor dem Ungluͤck wie die Spreu zerstieben. hat er mich hingerafft so 9. Nun, ich will euch vaͤterlich. Setzt kann mich dem befehlen, der sich eu⸗ kein Trübsal pressen, aller ren Vater nennt, der die Angst ist nun vergessen. Thraͤnen pflegt zu zaͤhlen, 5. Der Leib schlaͤft in dem sein Herz vor Liebe brennt: in sehit. ihWel lbits Iet agisch L Alel⸗ Ert M ich stek Hauft imn Aes W dehe Aabal al/ D Val n Huf Eide ek Etde 2· V ach ni schliceh ich hoch! Saheg lchiet; Rurdd Aerhf r He I wi hesegker um die W then. . ner ohted i wol ö roset; Ieht d R lihe. G en, der ss ann, Ar⸗ 96 mih hster Flelhe Welt istytt chts gl I und Sh chr die gre gen füt g. Soht ein Schhe encelihst el bessct sh dutch H khehl Noch Ur „ Rcth f nin dh eu Rn 100 Feih f ah I, R NEhanthun Non mui 11 06 bet 1 chn Goi sarke Hül Ot ihm nl GO N et Beh 0 „ N dh zersich. h Wi der schel int, N N l uih hrehft — — vom Tode und Auserstehen. 749 brennt; der wird euch in eurem Leid troͤsten, und zu seiner Zeit in den Ort, da ich bin, fuͤhren, und mit höchster Klarheit zieren. 10. Da wird uns der Tod nicht scheiden, der uns jetzt geschieden hat; GOtt Telöst wird uns als⸗ dann weiden und erfreun in seiner Stadt. Ewig⸗ ewig werden wir in dem Paradies allhier mit ein⸗ ander jubiliren, und ein englisch Leben fuͤhren. Johann Heermann Mel. Freu dich sehr; o meine Zeele. — 870 Qieber GOtt, wann werd ich sterben? Meine Zeit laͤuft immerhin, und des alten Adams Erben, un⸗ ter denen ich auch bin, haben das zum Vater⸗ theil, daß sie eine kleine Weil arm und elend sind auf Erden, und dann sel⸗ ber Erde werden. 2. Ich zwar will mich auch nicht widern, zu be⸗ schließen meine Zeit; trag ich doch in allen Gliedern Saamen von der Sterb⸗ lichkeit; geht doch immer da und dort, einer nach dem andern fort, und schon maͤn⸗ cher liegt im Grabe, den ich 260 gekennet habe. 3. Aber, GOtt, was werd ich denken wenn es wird ans Sterben gehn? Wo wird man den Leib versenken? Wie wirds um die Seele stehn? Ach was Kummer faͤllt mir ein! Wessen wird mein Vorrath sein? Und wo werden meine Lieben nach hin verstieben? Doch was darf es dieser Sorgen? Soll ich nicht zu IEsu gehn? Lie⸗ ber heute noch als mor⸗ gen; denn mein Fleisch wird auferstehrt. Ich ver⸗ zeih es gern der Welt, daß sie alles hier behaͤlt, und bescheide meinen Er⸗ ben einen GOtt, der nicht kann sterben. 5. Herrscher uͤber Tod und Leben, mach einmal mein Ende gut; lehre mich den Geist gufgeben mit recht wohl gefaßtem Muth; hilf, daß ich ein ehrlich Grab neben from⸗ men Christen hab/ und auch endlich in der Erde nimmer⸗ mehr zu Schanden werde. Caspar Reumann. In eigener Melodie. Mrachs mit 8 7 4 M mir/ GOtt, nach deiner Guͤt, hilf mir in meinem Leiden; was ich dich bitt, versag mir nit; wenn sich mein Seel soll scheiden, so nimm sie, HErr, in deine Haͤnd; ist alles gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen lieber HErr, du wir mirs nicht verderben; denn du bist ja von mir nicht fern, ob ich gleich hier muß sterben, verlas⸗ sen meine lieben Freund, dies mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht 7⁵0 bom Tode und Auserstehen. 3. Ruht doch der Leibsladen durch dein theuer sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget; in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben drin⸗ get. Hier ist doch nur ein Thraͤnenthal, Angst, Noth und Truͤbsal uͤberall. 4. Tod, Teufel/ Hoͤll/ die Welt und Suͤnd mir koͤnnen nichts mehr scha⸗ den; bei dir, o HErr, ich Rettung find, ich troͤst mich deiner Gnaden; dein einger Sohn aus Lieb und Huld fuͤr mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Warum sollt ich denn traurig sein, weil ich so wohl bestehe? bekleidt mit Christi Unschuld rein, wie eine Braut hergehe? Ge⸗ hab dich wohl, du schnoͤde Welt, bei GOtt zu leben mir gefaͤllt. Johann Hermann Schein. In eigener Melodie. 357 it Fried und 872. M Freud ich fahr dahin in GOttes Wille; getrost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille; wie GOtt mir ver⸗ heißen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht fuͤr die Hei⸗ den, zu'rleuchten, die dich kennen nicht, und zu wei⸗ den. Er isti deins Volks Israel der Preis, Ehr, Freud und Wonne. Dr. Martin Luther. In eigener Klelodie. itten wir 873. Uim Leben sind mit dem Tod umfan⸗ gen. Wen suchn wir, der Huͤlfe thu, daß wir Gnad erlangen? Das bist du, HErr, alleine. Uns reuet unsre Missethat, die dich, HErr, erzuͤrnet hat. Hei⸗ liger HErre GOtt, Heili⸗ ger/ starker GOtt, Heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger GOtt! laß uns nicht versinken in des bit⸗ tern Todes Noth. Kyrie eleison. 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Hoͤllen Rachen. Wer will uns aus solcher Noth frei und ledig machen? Das thust du, HErr, alleine. Es jammert dein Barmher⸗ 2. Das macht Christus, zigkeit unsre Sünd und wahr GOttes Sohn, der großes Leid. treue Heiland, den du mich, HErre GOtt, Heiliger Heiliger, HErr, hast sehen lan, und starker GOtt, Heiliger, macht bekannt, daß er sei barmherziger Heiland, du das Leben und Heil in rewiger Noth und Sterben. Ott! laß uns nicht verzagen vor der tiefen 3. Den hast du allen Hoͤllen Glut. Kyrie eleison. vorgestellt mit großen 3. Mitten in der Höl⸗ Gnaden; zu seinem Reich len Angst unsre Sund uns die ganze Welt heißen treiben; wo solln wir denn Halht, et/ K luh/ u h Mi yon des Zus. K N tih 70 87⁷⁴ H IWeftl ungs Inbethw uh W 9. E RO atet Ind M h Wlgct. ssthe 9.— egehe I E N- hl Mortin ush r Melod, Rn Im Hihh Todumsie ichn wit aß wir G W E. Uns Hl hat/ He dh, Het hot, He⸗ GOlt, Helt Ql Hilhũ, Hald, du 11 W Ht⸗ Mus. dri de L her Hölle u 10 ftei und Oas thus leine. Es Balmher⸗ Sünd und — Hagel „helhez , hellge, Hal/ u vordetttfe tietkish in M hil Sidu NMu Wll vom Tode und Auferstehen. 75¹ denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, HErr Christ, alleine. Ver⸗ gossen ist dein theures Blut das gnug fuͤr die Sunde thut. Heiliger HErre GOtt, Heiliger/ starker GOtt/ Hei⸗ liger, barmherziger Dei⸗ land, du ewiger GOtt! laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrie eleison. Dr. Martin Luther. In eigener unlaht w 7 un laßt uns 8 4. N den Leib begraben, daran wir kein Zweifel haben, er werd am juͤngsten Tag aufstehn, und unverweslich hervor gehn. 2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zu Erd wieder werden, und von der Erd wieder auf⸗ stehn, wenn GOttes Po⸗ saun wird angehn. 3. Sein Seel lebet ewig in GOtt, der sie allhier aus lauter Gnad von aller Suͤnd und Missethat durch seinen Sohn erloͤset hat. 4. Sein Jammer, Truͤb⸗ sal und Elend ist kommen zu einm selgen End. Er hat getragen Christi Joch, ist gstorben und lebet doch noch. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schlaͤft bis an juͤngsten Tag, an welchem GOtt ihn ver⸗ klaͤren, und ewiger Freud wird gewaͤhren. 6. Hier ist er in Angst gewesen, dort aber wird er genesen, in ewiger Freud und Wonne leuchten, wie die helle Sonne. 7. Nun lassen wir ihn hier schlafen, und gehn all heim unsre Straßen; schik⸗ ken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kommt uns gleicher Weis. 8. Das helf uns Chri⸗ stus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlost vons Teufels Gwalt und ewger Pein; ihm sei Lob, Preis und Ehr allein. Nach Michael Weiße. Mel. Uun laßt uns den Leib begraben. „WSun lieg ich ar⸗ 8 7 3.N mes Wuͤr⸗ melein, und ruh in meinem Kaͤmmerlein; ich bin durch einen sanften Tod entgan⸗ gen aller Angst und Noth. 2. Was schadet mir, daß mein Gebein muß in das Grab verscharret sein? Mein Seelchen schwebet ohne Leid im Himmelsglanz und Herrlichkeit. 3. In solchem Schmuck in solcher Zier prang ich vor GOttes Thron allhier; mein IEsulein ist meine Lust, mein Labsal, meine beste Kost. 4. Was 40 ich nun nach jener Welt? Mein IEsulein mich kuͤßt und haͤlt; in ihm erfreu ich mich allein, ohn ihn kann ich nicht froͤhlich sein. 5. Mit Weinen war ich erst geborn, zum Jauch⸗ zen bin ich nun erkorn; ich singe mit der Engelschaar das ewig neue Jübeljahr. 6. Nichts liebers meine Zunge singt, nichts reiners mei⸗ 052 vom Code und Auserstehen. meinen Ohren klingt, nichts suͤßers meinem Herzen ist, als mein herzliebster IE⸗ sus Christ. 7. Drum, liebe Eltern⸗ hbret auf zu klagen mei⸗ nen kurzen Lauf; ich bin vollkommen worden bald. Wer selig stirbt, ist gnug⸗ sam alt, 8. Bedenket meinen Freudenstand, und wie es in der Welt bewandt; bei euch rumoret Krieg und Streit, hier herrschet Fried und Froͤhlichkeit. 9. Wer auf der Erden lange lebt, derselb guch lang an Suͤnden klebt, muß steeiten oft mit Fleisch und Blut, das manchem weh und bange thut. 10. Ja, leiden muß er Kreuz und Noth/ und noch wohl einen langen Tod; hier hab ichischon nach kur⸗ zem Streit erlangt die Kron der Herrlichkeit. 11. Wie manches Kind faͤllt sich zu Tod ⸗ wie man⸗ ches stirbt in Wassersnoth, wie leidet mauches laͤnge Qual, eh es koͤmmt aits dem Jammerthal! 12. Solit es ench denn nicht troͤstlich sein, daß ich so sanft geschlafen ein, daß mir das ljebe JEsulein ver⸗ kuͤrzet meine Todesvein? 13. Drum legt die Hand auf euren Mund, und seht auf GOtt, der euch ver⸗ wundt, der euch zu heilen istbereit, wenns dienet eurer Seligkeit. 14. An jenem Tag wir werden gehn, da vor GOtt Groß und Kleine stehn/ zur himmelischen Christtags⸗ freud mit hoͤchster Ehr und Herrlichkeit. n Un M. Michael Schirmrt⸗ In eigener Melodie. 2376Jsu Christ, — 76.Osnsebene Licht, mein Hort, mein Troöͤst, mein Zuversicht/ auf Erden bin ich nür ein Gast, und druͤckt mich sehr der Suͤnden Last. 2. Ich hab vor niir ein schwere Reis zu dir ins himmlisch Paradeis; da ist mein rechtes Vaterland, daran du dein Blut hast gewandt, 3. Zur Reis ist mir mein Herz sehr matt) der Leib ar wenig Kraͤfte hat; al⸗ lein mein Seele schreit in mir: HErr, hol mich heim, nimm mich zu dir. 4. Drum staͤrk mich durch das Leiden dein in meiner ketzten Todespein. Dein Blutschweiß mich irost und erquick, mach wich frei durch dein Band und Saic 5. Dein Backenstreich und Ruthen frisch der Suͤnden Striemen mir abwisch; dein Hohn und Spott, dein Dornenkron laß sein mein Ehr, mein Freud und Woß. 6. Dein Burst und Gal⸗ lentrank mich lab, wenn ich sonst keine Stärkung hab; dein Angstgeschrei komm mir zu gut, bewaͤhr mich or der Hollen Gllr. 7. Wenn mein Mund nicht kann keden frei, dein Geist — — Oalpt 0. Oe ge W Nuh iun 6l etüchet Ctacdl 10. dalle N Gel dethe. wie d s. Resihhtn Cshg schEßtih ael Strch „HMtlodt, Wsthhh isocheh Hof/ M uherscht/ HiGaf, Hchscht Re yoffit e N eis NN N Miekland, 1Biut hos Whir weiz 10 Ret Lt fte hat; s Kschriit in asch Hlitt, . Alch Rütch mher A. Dah Rchirtn Mshiche Ktei V Myd⸗ Hstreich urtd ESuͤhden Wisch dein Wahteil V Wufd Mof. RWdGl heyn tkuh H. (cht ion chghr RWh Moch — —— el fre, W Gal vom Tode und Auferstehen. 753 Geist in meinem Herzen schrei. Hilf, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen wer⸗ den blind. 8. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, wenn mir der Tod das Herz zer⸗ bricht. Behuͤte mich vor Ungeberd, wenn ich mein Haupt nun neigen werd. 9. Dein Kreuz laß sein mein Wanderstab, mein Ruh und Rast dein heil⸗ ges Grab; die reinen Gra⸗ betuͤcher dein laß meine Sterbekleider sein. 10. Laß mich durch deine Naͤgelmal erblicken die Genadenwahl; durch deine aufgespaltne Seit mein arme Seele heim geleit. 11. Auf deinen Ab⸗ schied, HErr, ich trau/ darauf mein letzte Heim⸗ fahrt bau. Thu mir die Himmelsthuͤr weit auf, wenn ich beschließ meins Lebens Lauf. 12. Am juͤngsten Tg erweck mein Leib, hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein Gericht, welchs das erschrecklich Urtheil spricht. 13. Alsdann mein Leib erneure ganz, daß er leucht wie der Sonnen Glanz/ und aͤhnlich sei deinm klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 14. Wie werd ich dann so froͤhlich sein, werd sin⸗ gen mit den Engelein, und mit der auserwaͤhlten Schaar ewig schauen dein Antlitz klar. Martin Böhm. Mlel. HErr JEsu Christ, meins Lebens Licht. 87 7 Esu,GOt⸗ 2— tes Laͤmme⸗ lein, ich leb odr sterb, so bin ich dein; ich bitt, laß mich mit dir zugleich ein Erbe sein in deinem Reich. 2. Deun was waͤr sonst dein Sterbensnoth, so viel Striemen und Wun⸗ den roth, wenn ich auch nicht der Seligkeit genie⸗ ßen sollt in Ewigkeit? 3. Warum haͤttst du dein Leib und Lebn im Grab verschlossen und aufgebn, wenn nicht mein Tod durch deinen Tod verjagt sollt werdn, du treuer GOtt? I. Darum, o JEsu, steh mir bei, gewissen Trost und Huͤlf verleih; verlaß den nicht, HErr IEsu Christ, der mit deinm Blut besprenget ist. 5. Im Friede laß mich schlafen ein, und in dir haben Ruhe fein; ein selges Ende mir bescher, dein Antlitz laß mich se⸗ hen, HErr. 6. Ich bitt durchs bitter Leiden dein, laß dies mein letztes Wuͤnschen sein; so will ich loben allezeit dich, o Heérr GOtt, in Ewigkeit. Georg Weissel. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. 878.0 32** 754 vom Tode und Auferstehen. bist mein Hirte, Trost und Leben, mein bester Freund zu jeder Frist, dem sch ganz mich ergeben: ich bitte dich ganz inniglich, laß mich doch nicht ver⸗ derben, wenn kommt die Zeit zu sterben. 2. Steh mir am letzten Ende bei, und hilf mir uͤberwinden; mach mich von meinen Schulden frei, und sprich mich los von Suͤnden; in aller Noth, sei mir dein Tod und unverschuldtes Leiden ein Anblick großer Freuden. 3. Erscheine mir zur selben Zeit mit deinen offnen Wunden, die du, daß ich soll sein befreit, aus lauter Lieb empfun⸗ den; dein theures Blut komm mir zu gut, und labe meine Seele in ihrer matten Hoͤhle. 4. Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, noch meinen Mund bewegen, so nimm die schwachen Seufzer an, die sich im Herzen regen. Laß. und fuͤr gar suͤß in mir den Na⸗ men IEsus schallen, wenn mirs Gehoͤr entfallen. 5. Daneben bitt ich, treuer GOtt, du wollst mich ganz umfassen, uno ig nicht in derselben Noth gaus deinen Armen lassen. Ach moͤcht ich doch auch heute roch die theure Gunst erwerben, in dei⸗ nem Schooß zu sterben! 6. Ei nun, so komm ꝛu deinem Lamm, mein Hirte, Trost und Leben, mein be⸗ ster Freund und Braͤuti⸗ gam, dem ich mich ganz er⸗ geben; komm bald zu mir/ nimm nich mit dir aus die⸗ sem See der Leiden ins der ewgen Freuden. Jobann Angellls. Mel. nun ruhen alle Wälder. 5 lt/ 879. O wuß dich lassen, ich fahr dahmn mein Straßen ins ewge Vater⸗ land. Mein Geist will ich aufgeben, dazu mein Leib und Leben setzen in GOttes gnaͤdig Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Le⸗ ben endet; Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden, das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. . 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von GOtt geßogen durch Schand und Buͤberei; will ich doch nicht verza⸗ gen, sondern mit Glau⸗ ben sagen, daß mir mein Suͤnd vergeben sei. 4. Auf GOtt steht mein Vertrauen, sein Angsicht will ich schauen wahrlich durch IEsum Christ, der fuͤr mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben; mein Mittler er auch wor⸗ den ist. 5. Die Suͤnd mir nicht schaden, erloͤst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu From⸗ men; so will ich zu ihm kom⸗ 0 an Il 0. 1 au W 30 ich N a einli 90 10 Mel Mhͤl. 7. D etbe eh„ theh v. t. 06 Richt dle Rich hert sichsd Iu 8. I hinnez. ö Hsimnen gch*N 60 boH ihn Iu, Gl Waundi 0. D Iu Ehd Ach Wer In. D u M and Hchie st sht Alel K +I+——— Ind Vra smnich Hahheh bald h thütguge Leden i hen Freloth Hahn Augefl — ruhen alle het. Wet, ic Huh bich, hin meih ae Duie Giist pil Raj mi Rseten ij Hond. it ist nun dLod das de ebenistmeh Bleiben ist Ehe muß Hricd und Min. gllich hat Helt, hon duch Boͤdete icht betie⸗ it Gaau⸗ mit mei sel. sieht mein Angsicht Wabrlich Hell, det Hrben, des tworbet hch pok⸗ 10 mir alchl din monst t. Kein Itan⸗ ich iu n folh⸗ bom Tode und Ausferstehen. 755 kommen allein durch wah⸗ ren Glauben gut. 6. Ich bin ein un 16 Knechte, mein Thun i viel zü schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben, und nicht nach meinm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich froͤhlich sterben, das Himmelreich er⸗ erben, wie er mirs hat be⸗ vreit. Hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod thut mich vertreiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. 8. Damit fahr ich von hinnen. O Wele, thu dich besinnen, denn du mußt auch hernach. Thu dich zu GOtt bekehren, und von ihm Gnad begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach. ö 9. Die Zeit ist schon vor⸗ handen; hoͤr auf vvn Suͤnd und Schanden, und richt dich guf die Bahn mit Be⸗ ten und mit Wachen; sonst all irdische Sachen sollst du gutwillig fahren lan. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade, zu GOtt dich wende; zu ihm steht mein Begehr. Huͤt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Ahbschied zu Herzen, meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Johann Hesse. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 880. Ebun del endet den schweren Le⸗ benslauf, mich ganz zu GOtt gewendet, und geh jetzt himmelauf. Sehr niatt bin ich von Thraͤnen, mein Herz ist schwach von Noth, von Seufzen und von Stoͤhnen; drum komm, o lieber Tod! ö 2. In allen meinen Jahren, von zarter Ju⸗ gend an, hab ich es wohl erfahren, wie schwer die Himmelsbahn; ich bin auf keinen Rosen gegangen jederzeit, wie eiwa die Gottlosen in stolzer Si⸗ cherheit. 3. Was ist der Men⸗ schen Leben? Wenn sie aufs allerbest sich koͤnnen hier erheben, so ist es Muͤh gewest; ja nichts, denn ei⸗ tel Sorgen, nur lauter Gram und Noth, den Abend als den Morgen; drum ist man lieber todt. 4. Wie oft hab ich geklaget, gleich wie ein Wandersmann: Ach haͤtt ich Rast! gefraget: Wann komm ich himmelan? werd ich noch lange gehen auf eitler Erden Tand? ach werd ich nicht bald sehen das rechte Vaterland? 5. GOtt Lob, nun soll Stund herbei, daß ich von dieser Erden soll wer⸗ den los und frei. Nun hab ich ausgeklaget, ich hab in meinem Streit mich ritterlich gewaget; die Kron ist mir bereit. 6. O Liebsten, laßt das Weinen, es in ia ohne Noth; GOtt eilet mit den Sei⸗ nen es werden, nun ist die ——ꝛ ———— PPꝗPP‚‚ —3;Z;Z.:.:.:..—.— SISꝑSꝑ Sꝑ SSSS.. —— 7⁵56 vom Tode und Auferstehen. nen durch einen selgen Tod⸗ ah noch viel Truͤbsal kom⸗ men; GOtt weiß/sie draͤuen schon. Wohl dem, der nur genommen zum schuͤnen . Wenn ihr euch kdunt be nten/ wenn ihr mich lie⸗ ben wollt/ so duͤrft ihr euch nicht kränken ob diesem Do⸗ dessold. In diesem Welt⸗ gebaͤude hab ich euch ja deltabt drum goͤnnt mir doch die Freude, die mir mein Heiland giebt. 8. Wir werden sein verbunden ohn alle Noth und Leid nach wenig Zeit und Stunden dort in der Ewigheit. Da wird uns GOtt verneuen, da wer⸗ den wir uns auch recht mit einnnder freuen nach himmelischem Brauch. 9. Ade! nun muß ich scheiden zu tausend gute Racht, zur Himmelslust und Freuden; ihr Liebsten, seid⸗ bedacht, wie ihr mich wollet finden im schoͤnen Pgradeis, da eitel Ueber⸗ winden. Ei gute Nacht/ ich reis. FJoachim Pauli Mel. SOt les Sohn ist Rommen. Err, nun laß 881. H im Friede, ebenssatt und muͤde, dei⸗ nen Diener fahren zu der. Himmelsschaaren; selig und im Stillen, doch nach deinem Willen. 2. Gerne will ich, sler⸗ bden und den Himmel er⸗ benz Christus mich gelei⸗ ret/ wechen GOti berei⸗ schen Feind tet zu dem Licht der Heiden/ das uns setzt in Freuden. 3. Hier hab ich gestrit⸗ ten, Ungemach ritterlich gekaͤmpfet, man⸗ gedaͤmpfet, Glauiben quch gehalten richtig mit den Alten. 4. Thraͤnen mußt ich lassen, weinen ohne Maͤg⸗ ßen, schwere Guaͤnge lau⸗ fen mit der Christen Hau⸗ fen/ uber Suͤnde klagen/ Kreuß und Trübsal tragen. 5. Nunmehr soll sichs wenden, Kamyf und Lauf sich enden; GOtt will mich erloͤsen bald von al⸗ lem Boͤsen Es soll besser werden, gls es war auf Erden. 6. Frieden werd ich sin⸗ den/ ledig sein von alten den und auf allen Seiter nicht mehr duͤrfen Rten: mich soll ganz umgeben himmlisch Freudenleben. 7. Mitr ist beigeleget, wo man Zeyter traͤget, eine schone Krone zum Genadenlohne; da werd ich orgoͤtzet und zur Ruh gesetzet. 8. Mein Erloͤser lebet, der mich selber hebet aus des Todes Kammer; da liegtaller Jammer. Froh⸗ lich, ohne Schrecken, will er 9—— aufwecken. 9. Diese er Leib oll⸗ ehen und in Klarheit' siehen, wenn die Todten werden erstehn von der Erden. Christum werd ich schauen⸗ darquf kann ich trauen. 10. Ihme will ich fn⸗ gen, Lob und Ehre brin⸗ gen, exlitten dasuuld ů I3 R uch Nch Rl N Imal Mit DU Kladogg GDhn 2. M dek chun lsech. Iale sl 0 W ell/ II 3 It ö0h h., B. Rawal Wieder vo Mbem Valschhit Restr Td IWabfürse sshhe, R Ll N 0 W fte lhe Itt Noth St E vol 0 Nul rdee in hrhng Hich gish id aasn Hehjmpft ich Hihehh Mien.W. üiti hne Mit⸗ Gürgeu, Hser u⸗ Ine Hchu, Ubslittahn r H sch GOtt il vow gl Voll Hesse Wf guf veth ich s⸗ vun Sin⸗ Iu Saiten isch, lgeben Lehleben, Higlleget, W tge, tote Iun Nvetd N Ruh sk lebet, hebet gus nherz da b, Schh. Wen, M Ich Hogchen h 10 n derhen Eden. h schanen. hueh, U ch ste⸗ Ehle Hrih⸗ h — vom Tode und Ausferstehen. 757 gen/ ruͤhmen seine Gute mit Seel und Gemuͤthe, preisen seinen Ramen ohn Aufhoͤren. Amer⸗ in emtdavid Vöbm. Mel. Was mein GOtt will, das gicheh alljeit. 882 Sokomm, ge⸗ liebte To⸗ desstund, komm, Ahnseulz meiner Leiden; ich seufz aus diesem Suͤndengrund nach jenen Himmelsfreu⸗ den. Ach liebster Tod, komm bald heran/ ich warte mit Verlangen, in weißen Kleidern angethan, vor GOttes Thron zu prangen. 2. Ihr schwachen Glie⸗ der scheuet zwar, so fruͤh entseelt 1 werden, die Seele selbsten kann nicht ar ohn alle Pein der Er⸗ en, daͤrinnen sie bisher ngene den letzten Abschied agen. Bald ist sie freu⸗ denvoll/ bald schwebt sie wieder voller—. 0 3. Doch/ IE u, deine Liebe macht miv alle Furcht verschwinden; ich werd in diesei Todesnacht dich Le⸗ bensfuͤrsten finden. Ich finde, in ich halte dich/ mein Leben, mein Verlan⸗ en; mein Leben, du wirst elber mich mit deinem Licht umfangen. I. Drumi sterb ich nicht in diesem Tod, der Tod ist nur mein Leben; nach kurzem Kampf, nach kur⸗ zer Noth ist dort ein ewig Schweben voll Herrlich⸗ keit, voll Ruh und Freud, voll Fried voll Troff voll Wonne, voll Seligkeit, wo allezeit GOtt selbsten ist die Sonne. 5. Der Herzog meines Lebens ist durch Dod zum Leben gangen/ und ich werd auch zu meinem Christ auf diesem Weg gelangen; der letzte Schritt zur Selig⸗ keit geschieht durch selig Sterbem Ist er, mein Haupt, in Herrlichkeit, wie soll sein Glied verderben? 6. Drum zage nicht, mein schwacher Sinn, verlaß den Leib der Erden; wirf alles Eitle willig hin, die Erd muß Erde werden. Die Seele bleibt in GOttes Hand bei solchem Wohl⸗ vergnuͤgen, das nur der Geist und kein Verstand, anjetzt begreifen mioͤgen. 7. Auch wird die schoͤne Freudenzeit am End der eit entdecken, daß GOtt er Seele vorig Kleid auch aus dem Staub erwecken und ewig herrlich machen kann; da wird sein volle Wonne, wenn wir mit Klarheit aͤngethan dort leuchten wie die Sonne. 8. An uns stirbt nichts als Sterblichkeit, wir selbst sind unverloren; der Leib wird nur der Last befreit, und himmlisch neu gebo⸗ ren. Denn was man hier verweslich saͤt, was hier verdirbt im Dunkeln, das wird, sobald es aufersteht, voll Glanz und Schoͤnheit funkeln. 9. Drum gebr/ ihr schwa⸗ chen Glieder, ihr euch wil⸗ 1 lig hin der Erden; es wird von — —.—.— 758 von eurer Zaͤhl und Zier gar nichts verloren wer⸗ den. Die Haut, die vor⸗ mals euch bedeckt, wird dört mich wieder Wleich wenn ich, in meinem Fleisch erweckt, eschaue(GOttes Freuden. 10. Deni ich im Glau⸗ ben hier gedient, der wird mich dorthin bringen, wo tausend, tausend vor ihm sind, und ewig Heilig sin⸗ gen. Da werd ich seine Herrlichkeit mit meinen Augen sehen, und was in Zeit und Ewigkeit von ihm mir Guts geschehen. 11. GOtt selbst mit sei⸗ nem Angesicht wird ewi mich erquicken; so wer ich auch in seinem Licht mir selbsten ihn erblicken. O Herrlichkeit, wie sind ich mich, wenn engelreine Seelen mit sonnenklaren Leibern sich vor GOttes Stuhl vermaͤhlen! In eigener Klelodie. ALEt will 8 83. V ich dir ge⸗ ben, du arge, falsche Welt, dein suͤndlich böses Leben durchaus mir nicht gefaͤllt. Im Hinimel ist gut woh⸗ nen/ daibt steht mein Be⸗ ier; da wird GOtt ewig ohnen dem, der ihm dient allhier. 2. Rath mir nach deinem So den Schmerzen, hilf mir, Herzen, o JEsu, GOttes ün! Soll ich ja au verderb. vom Tode und Auserstehen mich selig abscheiden, sch niich in dein Erbaut. 3. In meineß; Hethenz Grlinde dein Nant und Kreuz allein funkelt All Zeit und ch sn 4 7 ann ich floͤhlich sein. 106 mir in dem Bilde, u. in meiner Noth, wie 45 HErr Christ, so 006 dich 004 geblut zu kodt, 4. Verbirg n deit Raf aus Gnaden in deine off⸗ ne Seit; ruck sie qus allem Schaden zu deiner 15 lichkeit. Der ist wohl hier gewesen, wer koͤmmit ins Himmels Schloß; der ist ewig genesen, der bleibt in deinem Schooß. 5. Schreib meinen Namn aufs beste ins Buch des Lehens ein, und bind mein. Seel fein feste ins schöne Bündelein der, die im Himmel gruͤnen und vor dit leben frei, so will ich ewig ruͤhmen, daß dein Herz kreue sei. Vaterius Herberger Mel. Wer nut den lie⸗ ben SOlt läßt walken. 884. Woeil nichts gemeiners ist als Sterben, And bald vielleicht die Reih an mir, so, will ich mich bei Zeit bewerben um ein recht se⸗ ligs Sterben hier, Ich will erst sterben, eh ich sterb, daß ich im Tode 2. Weil aber dies Meine HErr Christ, davon. Ver⸗ Sache, die nicht in Men⸗ kürz mir alles Leiden, stärk schenkräͤften steht; so weiß meinen bloͤden Muth; laß ich, wie ichs kluͤglich Nun mmt f 3. H6 Miten fie Bi R „ Hethe wuß/ N. Auhendhe Stit D D Hitt — t. Rcl. Sel. f. alen Rck 11 phl het hhet i 53 del⸗A Ret, Hebt Herberher Reh lit⸗ Walleh Hlchts Meittets W ah mt, bel Zet aht e⸗ el IO I i . Thde Gishe Ma⸗ wah chlache I — vom Tode und Auferstehen. 759 ben, sein Blut zu meiner Seelen Kauf, uid mir durch seine Todesnoth er⸗ worben einen selgen Tod. 4. Ach liebster Schatz, edenk doch meiner, und halte bei mir redlich aus; laß allzeit mich genießen deiner, und reiß aus aller Noth mich raus; denn ich will habn in diesem Nun mit niemand als mit dir zu thun. 5. Laß mich absterben meinen Suͤnden durch stete Reu und wahre Buß; im Glauben mich mit dir verbinden, und lernen, daß ich sterben muß, damit ich mich all Augenblick zu einem sel⸗ gen Sterben schick. 6. Ich gebe dir zu treuen Handen, HErr, meine Seel, dein Eigenthum. Das Deine mag ich nicht entwenden, es bleibet dein deinem Ruhm. Gieb u nur selber Achtung drauf; HErr IEsu, mei⸗ nen Geist nimm auf. 7. Bereite mich von aus und innen, wie du mich selber haben willt, den Glauben mehr, staͤrk meine Sinnen, und sei für mich stets Sonn und Schild; die Suͤnde tilg, den Satan wehr, und zeig dich Heer. ů 8. Ich bitt mir aus dein heilge Wunden zur Ruh, dein Wort zur Arzenei, deins Leidens Kraft zur letzten Stunden, das Vater⸗ herz, des Troͤsters Treu, dein Blut zur Kron und Sterbekleid, zuletzt zum Grabe deine Seit. 9. Auf diese Weise mag ich sterben in kurzem oder uͤber lang, mir ist als ei⸗ nem Himmelserben und GOtteskinde gar nicht bang. Die Gotteslieb, das IEsusblut machts schon mit meinem Ende gut. Christian Weise. Mel. Wenn mein Stünd⸗ lein vorhanden ist. 565 ürri 885. Wingen noͤthen bin, und weiß kein Rath zu finden, so nehm ich meine Zuflucht hin zu Christi Tod und Wunden; darinnen find ich Huͤlf und Rath widr GOttes Zorn und Missethat, auch wider Tod und Hoͤlle. 2. Es ist kein Schmerz, kein Leid, kein Noth, kein Angst so groß auf Erden, so nicht durch Chriki Wun⸗ den roth geheilet koͤnnte werden. Sein Tod mein Leben und Gewinnst, mein Hoffnung, Zuflucht und Verdienst, mein Schatz, mein Ehr, mein Krone. 3. Er streckt am Kreu aus Haͤnd und Fuͤß, mie freundlich zu umfangen; sein Haupt neigt er mir mir mit deinem zu vom Tode und Auferstehen. 760 zu einm Kuß aus herz⸗ lichem Verlangen; sein Seite er eroͤffnen ließ, daß ich darin moͤg schauen suß sein Herz, sein Lieb und Treue. 4. Das ist die Thuͤr der Gnaden fest, die uns stets offen stehet. Gleichwie GOtt Roah bauen laͤßt ein Kasten, drein er ge⸗ het zur Sintfluth groß mit all den Seinn: also sind Christi Wunden rein die Thuͤr zum Gnaden⸗ throne. 5. Darein will ich mich finden fein, und mich dar⸗ in verdecken, gleich wie ein klein Waldvoͤgelein im den; nun ist alls Leid und Traurigkeit aus mei⸗ nem Herzn verschwunden. ahr hin, mein Seel, Ott wartet dein mit seinen lieben Engelein, fuͤhrt dich ins Himmels Saale. Johann Kämpf. In eigener Melodie. enn mein 886. 127 Stuͤnd⸗ lein vorhanden ist, und ich soll fahrn mein Straße, so geleit du mich, HErr IEsu Christ, mit Huͤlf mich nicht verlasse. Mein See! an meinem letzten End befehl ich dir in deine Haͤnd: du wollst sie hohlen Baum versiecken, mir bewahren. bis Ungewittr voruͤber geht; also will ich mich finden stet zu Christ, dem Baum des Lebens. 6. Moses schlug einen Felsen hart, daß Wasser draus thaͤt fließen; also ward Christi Seite zart Te s⸗dein Wunden roth, die mit einem Speer geris⸗ sen, daraus viel Blut und Wasser floß; der Gnaden⸗ brunn sich da ergoß, der mich im Tod erquicket. 7. O ewger Valr ins Himmels Thron, laß mich ö Oszen; wenn ich gleich sterb, GOttes so du, wollst mich allch geleiten. O heilger Geist, thu auf die Thur, und mich zum Baum des Lebens fuͤhr, und zum von hinnen scheiden. IEsu Christe/ Sohn 7 du Brunn der Genaden. 2. Mein Suͤnd mich werden kraͤnken sehr, mein Gwissen wird mich nagen, denn ihr sind viel wie Saͤnd am Meer: doch will ich nicht verzagen; gedenken will ich an dein Tod, HErr JEsu, und werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, deß troͤst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnoth und Schmer⸗ sterb ich dir; ein ewigs Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein hoͤchster Trost dein 8. Nun fuͤhl ich Schutz, Auffayrt ist, Todsfurcht Trost, Ruh und ů Freud in deinen heilgen Wun⸗ kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin/ .3 100 h iYH W ⁰ W lftße Fe Mol wunt Rethan,, Hbes I ingg R L Mib NATod. Wchdety chere . 0 0 a schthg Hlit O Rölt. u Ehhilch Himeh Hunp Hämpf Alelodit Nahn Rah Stlh⸗ I, Adih . Stie, ich, Htk Mit Hi sse. Mon em lhte h dit v Wolls si And nich schr, ein lich nrgetj Hel Wee Kebe doch Hekiagen; . 0 Hu, ud toth/ de Hlllen. Gledgg tchs h boll dit hleib in Schmer⸗ achser, ehes 0 st Wkbef. 0h 0 uh 10 100 eih jfurcht deh; H oum U — — —* vom Todt und Auferstehen. 761 b daß ich. aan bei! Rr seh und bin;“ drüm faͤhr ich— Mit; Fre eiden. 5. So daͤhr ich hintA IEiu⸗ Christ; mein Armi thu ich wusteerten schlaf ich ein iind rühe fein⸗ kein Mensch kann mich aufwecken, denn IEsus Chrisius, GOttes Sohn, der wird die Himnielthirt attfthun, üns fuͤhrn zum ewgen Leben. „Nicol laus Herm ang 1 4 Mel. Freu dich sehr; 0 meine Beele. Nrerde mün⸗ 88 7. 2. O ser, liebe Seele/ balde wird es sein Pihan⸗ daß du gits des Leibes Hoͤhle dich recht schwingest himintelan. All dein Leiden, Kreuz und Noth endet sich Win durch den Tod. Runmehr cbirst du uͤherwindett, zind Lini besser Letzen fitiden. 2. Siehe, wie viel En⸗ gel schweben um dein Bette welchs dir das Gelelte woslen gehen, hin D bis an die Himntel lsthuͤr!“ Ott sen Siehe doch/ det schon Her vont seinem höhen Thron den Tri⸗ Iti 5131 und Ehrenwagen, der 2——5 2265 3. GOlt begehrkt, du ollst kömitten zu ihm nauf/ er wartet dein/ und will dir bei andern From⸗ men kaͤumen beine Stelle ein. Er hat auch das weiße Kleid und die Kronen schön bereit die du sollst zu ch soll gen Hinintl“ ewgen Tagen mit! der größten Freude tragen. A. Drum/ 05 Secle, 4 doch fertig/ eile/ daß in kommest dar/ weil⸗ da dri⸗ ner auch Rien Sth ist der Auserwaͤhlten Schaar, die, viel tausend an der Gahl jetzt schön kommen allynt mal ant die Himimeborhirr Renrn en dich mit Freu⸗ en zu empfangen. 5. Es sind dabei viel der Deinen) deren Wunsch von Herzen ist/ daß duemd⸗ 910 bald erscheinen, weil u sehr willkommer bist. Denke, wie dir wird ge⸗ schehn, wenn du die wirst wiedersehn, welche dit vor vielen Jahren durch den Tod genommen Hnn. 6. Diese auserwaͤhlten Frommen, auch diel En⸗ gel, werden dich Aen kausendmal willkommen und dich fuͤhren praͤch 0. lich hin zu deines GOt⸗ tes Thron, allwo⸗ sie mit schoͤnem Ton werden ihren Dank erweisen, und GOtt dafuͤr preisen. Lob und Preis mit viele Ehren“ sei Dir, VErr, daß unsre Zahl sich noͤch taͤglich muß vermeh⸗ ren, bevor ab daß dieses⸗ maͤl-gegenwärtig frommes Eind auch nunmehr sich bei uns⸗ findt. Daß(doch bald die andern Frommen aus der Welt alt 97 zu uns 498.—6 V. Dein GOtt selbst wil dich einipfangen mit viel Lieb'und Freundlich⸗ keit; dir abwischen von den Wan⸗ 76² vom Tode und Auferstehen. mr. r. alle Thraͤnen, so das Leid dir hier ausge⸗ presset hat. Er wird an derselben Statt dir sein himmlisch Freudenleben in Besitz auf ewig geben. 9. Da wirst du alsdann von Suͤnden, 0 und Elend wissen nicht; lauter Wonne wirst du finden, und vor GOttes Ange⸗ sicht bis in alle Ewigkeit leben in der Herrlichkeit, die dein JEsus dir erwor⸗ ben, als er fuͤr dich ist gestorben. 10. Nun denn, liebe Seele, reise hin zu deinem lieben GOtt. Wohl dir, bel auf solche Weise sich beschließet deine Noth. Lebe wohl in Ewigkeit, freue dich der Seligkeit, da dirs mehr, als wir verstehen, ohne Ende wohl wird gehen. 11. Aber weh uns, die wir muͤssen in der Welt noch bleiben hier, und an⸗ noch nicht köͤnnen wissen, wann wir durfen folgen dir. GOtt, sieh uns auch gnaͤdig an, hilf, wie du ald hast gethan, daß uns bald von allem Boͤsen mog ein sanfter Tod erlosen. Christoph Gensch von Breitenau. Mel. Wer nur den lie⸗ den GOtt läßt Wweth — Neer weiß, 888. Wĩ wie nahe mir mein Ende: hin geht die Zeit, her kömmt der Tod. Ach wie geschwinde und behende kann kommen meine Todesnoth. Mein GOtt, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nachts leicht anders werden, als es am fruͤhen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein GOtt, ich bitt durch Chri⸗ sti Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 3. rr, lehr mich stets mein End bedenken, und, wenn ist einstens sterben muß, die Seel in IEsu Wunden senken, und ja nicht sparen meine Buß. Mein GOtt, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei fuͤr und fuͤr/ und sage frisch in allen Faͤllen: HErr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein GOtt, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 5. Mach mir stets zuk⸗ kersuͤß den Hinimel, und gallenbitter diese Welt; gieb, daß mir in dem Weltgetuͤmmel die Ewig⸗ keit sei vorgestellt. Mein GOtt, ich bitt durch Chri⸗ sti Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 6. Ach Vater, deck all meine Suͤnde mit dem Verdienste JEsu zu, dar⸗ ein ich mich fest glaͤubig winde, das giebt mir recht erwuͤnschte Ruh. Mein GOtt, ich bitt durch Chri⸗ sti Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 7. — * Wndich gs 655½ Rieht 3 M un Wl 10 fbe Deht sage: Ri GO ich Rtts chlt e N. 9. N Reog Hel helg Mib gulch Hast müd ommen ih hit Hcht Ue Gl . I Heglseh eufke I%A Miit ich Het Ii, M Ruch E ut 11.8 Hehte aß w ich bi Sorhe schbne 6l f B suhen 2⁰ Wicnü Rg rmnichstt eiken, und/ n sihn Hi JE 1„ und i seie Buß bitt duch machs mmt nde gut. bel Zaht selen, N und ft, in allen „hie du mit mik. hitt durch Rachs nut de hut, stts glk Mͤel, und Vett; idem Ewig⸗ . Meil ich hli⸗ u mit ut. „ de al It dem dr⸗ tig Il recht „ Mein ch Chti⸗ sur mit vom Tode und Auferstehen. 763 7. Ich weiß, in IEsu Blut und Wunden hab ich mir recht und wobl ge⸗ bett; da find ich Trost in Todesstunden, und alles, was ich gerne haͤtt. Mein GOtt, ich bitt durch Chri⸗ sti Blut, machs nur mit meinem Ende gnt. 8. Nichts ist, das mich von IEsu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite, und sage: Mein HErr und mein GOtt! Mein GOtt, ich bitt durch Christi Blut/ machs nur mit meinem En⸗ de guͤt. 9. Ich habe JEsum an⸗ gezogen schon laͤngst in mei⸗ ner heilgen Tauf; du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind ge⸗ nommen auf. Mein GOtt/ ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 10. Ich habe JEsu Fleisch gegeffen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm, und er in mir. Mein GOtt, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 11. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mivs mit FEsu gluͤckt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit IEsu Blut schöͤn ausgeschmuckt. Mein GOtt, ich bitt durch Chri⸗ sti Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 12. Ich leb dih mit dir vergnuͤget, und sterb ohn alle Kuͤmmerniß; mir gnuͤ⸗ get, wie es mein GOtt fuͤget, ich glaub, und bin es ganz gewiß: durch deine Gnad und Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Aemilie Jullane, Gräfin v. Schwarzb.⸗Rudolst. Mel. Ich hab mein Sach GoOtt heimgestellt. 889. Wie fleugt 95 dahin der Menschen Zeit, wie eilet man zur Ewigkeit; wie wenig denken an die Stund von Herzensgrund, wie schweigt hiervon der traͤge Mund! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, ein nichtes⸗ werther Wasserschaum; im Augenblick es bald vergeht, und nicht besteht, gleichwie ihr dieses taͤglich seht. 3. Rur du, Jehovah, bleibest mir das, was du bist, ich traue dir. Laß Berg und Huͤgel fallen hin/ mir ist Gewinn, wenn ich allein bei JEsu bin. 4. So lang ich in der Huͤtten wohn/ ei/ lehre mich, o GOttes Sohn; gieb, daß ich zaͤhle meine Tag, und munter wach, daß eh ich sterbe, sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Noth? Lust, Ehr und Reichthum in dem Todꝛ O Mensch, du laͤufst dem Schatten zu, bedenk es nu, du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg Eitelkeit, der Narren Lust, mir ist das hoͤchste Gut bewußt; das such 76⁴ dom Züngsten Gericht. such ich nur, das bleibet mir, o mein Begier, HErr IEsu, zeuch mein Herz nach dir. 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh, und bald vor deinem Throne steh? Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. ö ö Ivachim Reander. II. Vom Jüngsten Gericht. Mel. Kommteher zu mir, spricht GOttes Sohn. 2 Du siehest, wie fort und fort der eine hier, der andre dort uns gute Nacht muß geben; der Tod haͤlt keinen an⸗ dern Lauf, er sagt zuletzt die Wohnung auf uns al⸗ len, die wir leben. 2. Bedenk es weislich in der Zeit, und fleuch den Schlaf der Sicherheit, sei augenblicklich wacker denn mir die Haar empor, mein Herz rn. Angst und Schrecken. Ihr hohen Huͤ⸗ gel, heb ich an, ihr Berg und was sich stuͤrzen kann, fallt her, mich zu bedecken. 6. HErr IEsu, meine Zuversicht, ach laß dein strenges Zorngericht, ach laß es mir nicht schaden. Beut an dem Vater den Vertrag, damit ich freu⸗ dig hͤren mag den suͤßen Spruch der Gnaden. 7. Gieb, daß ich mich bei gutem Sinn, und weil ich wiß, es bleibet dabei nicht, noch bei Kraͤften bin, zum daß man dich hin aus die⸗Sterben fertig halte, und sem Licht trägt auf den GOttesacker. 3. Wir werden aus den Graͤbern gehn, und alle Christus selbst wird hegen/ wenn auf der Engel Feld⸗ geschrei die Glut das große Weltgebaͤu wird in die Asche legen. 4. Alsdann wird erstlich aller Welt Belohnung wer⸗ den zugestellt, die Suͤnder sollen buͤßen, und ihnen ohn Betrug und Schein ö erkalte. vor Gerichte siehn, das wird kommen chten Bos und From⸗ nicht, o IEsu/ meine Lust, begriffen in der Suͤnden Wust, zum ewgen Tod Simon Dach. Mel. Uun freut euch, lie⸗ ben Christen gmein. 1 Es ist gewiß⸗ 891. E lich an der Zeit, daß GOttes Sohn in seiner großen Herrlichkeit, zu men. Dann wird das Lachen werden theur, wenn selbst KlaͤgerRichter, Hen⸗ alles wird vergehn im ker sein, verdammt durch Feur, wie Petrus davon ihr Gewissen. 5. Ach GOtt, kommt mir dies Urtheil vor, so steigen sscchreibet. 2. Posaunen wird man hͤren gehn an aller Welt ihr H Ei Wiae Ieh R Hoch 0 Wi dell den M He vathelck. 3. Dihh ablesch 0 duin gosah Mehschdl uf Gthin RWrdenn Hap Wit welchet N Wott Reig Ruf Ech Isch Rhbe H Da Fult Helch Soatt mi Ohlstg in 904 W Sät RI Wund Buch det hezeichn ch, Le licht: de Fiine seihe Sch Dah Hchet R Witrcch Wch u Rhkinhen Af, daß Mubdert (ch t 0½½ Richft e Iun fing Mochen — HIchkinh“ nit Hagh ich Rin Meathet kicht Rhot) meh Auht ö lhih H Beg Utgen knn, Uhehecken Ml, meie laß deh licht t schoheh. Vateb Ren ich freh⸗ deh süßen aden. chmich He W. Wellich Hihz Ru alte/ Ad Heite Luss, Suͤnden N Imön Dach. tuch/ lir⸗ amtin. sthewiß⸗ chal det 5 Sch I seher Ilt/ Foll⸗ th H Hun chs In dabon dich Mh llck Wilt iht * — vam Jungsien Gericht. 76⁵ ihr Ende; darauf, bald werden auferstehn all Tod⸗ ten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der HErr von Stun⸗ den an verwandeln und verneuen. 3. Danach wird man ablesen bald ein Buch,/ darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt/ guf Erden han getrieben; da denn gewiß ein jeder⸗ mann wird hoͤren, was er hat gethan in seinem ganzen Leben. 4. O weh demselben, welcher hat des HErren Wort verachtet, und nur auf Erden fruͤh und spat nach großem Gut getrach⸗ den bang von wegen vie⸗ ler/ Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns in Genaden los von allem Uebel, Amen. Bartholomäus Ringwaldt. In eigener Melodie. s wird schier 892. der letzte Tag herkommen, denn ie Bosheit hat sehr zu⸗ genommen; was Christus hat vor gesagt, daß wird jetzt beklagt. 2. Der Abfall vom HBlauben wird erfahren, daß er sei geschehn vor langen Jahren, wie Pau⸗ lus, der fromme Mann, tet!. Der wird fuͤrwahr gar klaͤrlich zeiget an. kalt bestehn und mit dem Satan muͤssen gehn von Christo in die Hoͤlle. 5. O JEsu, hilf zur sel⸗ den Zeit von wegen dei⸗ ner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden; dar⸗ an ich denn auch zweifle nicht: denn du hast ja den Feind gericht, und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fuͤr⸗ sprecher sei, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen; auf daß ich sammt den Bruͤdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den duzuns hast erworben. 7. O IEsu Christ, du machst es lang mit dei⸗ nem juͤngsten Tage; den Menschen wird auf Er⸗ 3. Der verdammte Sohn hat lang gesessen in dem Tempel GOttes hoch ver⸗ messen, sich geruͤhmt und sein Gebot, gleich, als waͤr er GOtt. 4. Viel falsche Propheten sind erstanden, ia noch Rotten und Sekten vorhan den/ die mit ihrer That und Lehr der Welt schaden sehr. 5, Weil uns nun der antichristisch Orden durch GOttes Wort offenbar ist worden, so laßt uns flie⸗ hen mit Fleiß seine Lehr und Weis. 10 6. Laßt uns in den Bund es HErren streten, und dar anen siets wachen und beten; denn der lehte Tag geht her, komimt uns immer naͤhr. 7. Die Welt mehrei sig in Suͤnd und Thorheit, und 766 vom Züngsten Gericht. und trachtet 2 daͤmpfen Gottes Wahrheit; der HErr wirds lassen geschehn, ihr also zusehN. 8. Aber wenn sie meint, sie hab gewonnen, und sei allem Ungeluͤck entronnen, wirds ihr erst mit aller Macht kommen hundert⸗ fach. 9. Große Plag wird sie ploͤtzlich umgeben, und ihr alle Tamdiedteh widerstre⸗ ben; da wird Christus kom⸗ men frei, daß er Richter sei. 10. Und er wird seinen Erzengel schicken, und alle Gestorbnen lassen wecken, daß sie allsammt auferstehn, und vor ihm gestehn. 11. Dann wird er zu seinen Engeln sprechen: Nun will ich mich an mein Feinden raͤchen; wer wider mich hat gethan, wird neh⸗ men sein Lohn. 12. Versammlet mir her mein Auserkornen, alle Glaͤubigen und Neugebor⸗ nen, die meinen Bund wohl bedacht treulich han vollbracht. 13. Und die werden sie zur Rechten stellen, wo der HErr ein lieblich Urtheil faͤllen, sie wird setzen gwal⸗ tiglich in die Luft bei sich. 14. Aber zun Gottlosen wird er sprechen: Nun wohlan, ich werde mit euch rechnen; warum habt ihr meinen Bund genommen in Mund? 15. So ihr doch Gott⸗— seligkeit verachtet, und nur nach Untugend habt ge⸗ trachtet: ich schwieg, und da meintet ihr, es waͤr nichts vor mir. 16. Weicht von mir, all ihr Vermaledeiten, in das Zeten welchs vor langen eiten allen Teufeln ist bereit für ihre Bosheit. 17. Damit werden sie bur Hoͤllen muͤssen, und aselbst ihre Untugend buͤ⸗ hen in unaussprechlicher Run. der kein End wird ein. 18. Aber sein Volk, von diesen gescheiden, wird er fuͤhren zur himmlischen Freuden, wo es wie der Sonnenschein ewiglich wird sein. 19. Ei nun, HErre, steh uns bei auf Erden, und bereit uns, daß wir wuͤrdig werden, zu schau⸗ en in Ewigkeit deine Herr⸗ lichkeit. Michael Weiße. Mel. Uun komm der Heiden Heiland. 893 Fiste der Fuͤr⸗ sten, JEsu Christ, der der Erden Rich⸗ ter bist, nimm dich mei⸗ ner Seel jetzt an, daß ich dort bestehen kann. 2. Schreib mich in das Lebensbuch zu einm suͤßen Gottsgeruch, daß dein Grimm mich schrecke nicht/ wenn du halten wirst Ge⸗ richt. 3. Siehe mich genaͤdig an, wie du Petro hast ge⸗ than; laß mich, wie die Magdalen, wohl getroͤstt von hinnen gehn. 4. Wie Matthaͤo in dem Zoll und Zachäo hoffnund g vo — 0 N. ii Hl mi el. E. 5. U Lämmneth ö Guichte v nich Wundl Kchter e 10 Amn 5u Munds G Shll Kommt, Ne M Rei Hül 1. Dü deh si, M 0 f. Het Guih in Guhet i eigtr 904 Hiott l uch Me Afilg so Elhlet,, — ih eß Thket g hwerde schthkhes mit die z3 ny flelt 2. Hh sllt Del It det 3 Iu h bahy M Hx kein fott und liht gimt ie me slicht: Ebung 9. 0 mi V Wh is von ml elten/ in x Teufelh e Bocheh. Wwerden f muͤsen, intugend Ul wosptechiche in End t 2 in Volt, y den/ with K himmlische ed wie del ibiglh in, HEtee auf Erdet 15, daß wit Il schou⸗ deine Hett⸗ lichael Deißt homm der 5 Riland. urs det Fur⸗ slen, N Erden Rh⸗ kann. nich iun einm sißh „ daß ul schtekenhls Iten wirt mich— etto hal gehl. Natthio in haͤh huftu ů vom Zungsten Gericht. 767 voll, wie dem Schaͤcher sei mir huld, und vergieb mir alle Schuld. 5. Laß mich bei den Laͤmmern stehn, wenns Gerichte wird angehn; laß mich deiner rechten Hand, liebster JEsu, sein bekannt. 6. Laß mich hͤren, wenn dein Mund den freudrei⸗ chen Spruch thut kund: Kommt, die ihr gebenedeit, in das Reich der Herrlich⸗ keit! 7. Daß ich voller Freu⸗ den sei, und mich dir nah/ froh und frei, daß ich dei⸗ ner Guͤtigkeit danke bis in Ewigkeit. Joh. Angelus. In eigener Melodie. Ewigkeit, nerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Trau⸗ rigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz er⸗ schrocknes Herz erbebt, daß mir die Zung am Gau⸗ men klebt. 2. Kein Ungluͤck ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht faͤllt/ und ganz wird aufgeho⸗ ben; die Ewigkeit hat nur kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, laͤßt nimmer ab zu toben; ja/ wie mein Heiland selber spricht: aus ihr ist kein Erloͤsung nicht. 3. O Ebwigkeit, du machst mir bang; o ewig/ ewig! ist zu lang, hier gilt fuͤrwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht daraaht der roßen Pein be schrec ich recht von Her⸗ zen. Nichts ist zu finden weit und breit so schreck⸗ lich, als die Ewigkeit. 4. Wenn der Verdamm⸗ ten große Qual so man⸗ ches Jahr, als an der Zahl hier Menschen sich ernaͤh⸗ ren, als manchen Stern der Himmel hegt, als manches Laub die Erde traͤgt, noch endlich sollte waͤhren, so waͤre doch der i zuletzt ihr recht be⸗ stimmtes Ziel gesetzt. 5. Nun aber, wenn du die Gefahr viel hundert tausend, tausend Jahr hast klaͤglich ausgestanden, und von den Teufeln solcher Frist ganz grausamlich ge⸗ martert bist, ist doch kein Schluß vorhanden. Die Zeit, so niemand zaͤhlen kann, die faͤnget stets von neuem an. ö 6. Ach GOtt, wie bist du so gerecht, wie strafest du die boͤsen Knecht so hart im Pfuhl der Schmerzen. Auf kurze Suͤnden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. Ach nimm dies wohl zu Herzen, be⸗ tracht es oft, o Men⸗ schenkind; kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 7. Ach fliehe doch des Teufels Strick; die Wol⸗ lust kann ein Augenblick und laͤnger nicht ergoͤtzen; dafuͤr willst du dein arme Seel hernachmals in des Teu⸗ tracht, er⸗ —— EE—— ...— DPDSDSISSeeei/ieiee i ieieieieieie‚e‚e‚eieieieeeeeeeeeiiiiiiieieieieieieieeeeeeeeeeeeeeeee== bom Jüngslen Gericht. Teufels Hoͤhl, o Pfande setzen; ja schoͤner Tausch„ ja wohl 9e wagt das bei den Deu⸗ feln wird beklagt. 8. So lang ein GOtt im Himmel lebt alle Wolken schwebt, wid solche Marter waͤhren; es wird sie plagen Kaͤlt und Hitz, Angst, Hunger/ Schrecken, Feur und Blitz, sie doch nicht verzehren. Dann wird sich enden diese Pe in, wann GOtt nicht m whr wird ewig sein. Wach auf, o Mensch, vom Suͤn ndenschlaf, ermun⸗ tre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben. Wach auf, es ist doch hohe Zeit; es konnnt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß noch, wie man ster⸗ ben mag? 10. Ach laß die Wol⸗ lust dieser Welt, Pracht, Hoffahrt, Reichthum, Ehr und Geld dir langer nicht gebieten; schau an die gro⸗ ße Sicherheit, die falsche Welt und boͤse Zeit, zu⸗ sammt des Teufels Wuͤ⸗ then. Vor allen Dingen hab in Acht die vorer⸗ waͤhnte lange Nacht. 1. O du verfluchtes Menschenkind, von Sin⸗ nen toll, von Herzen blind/ laß ab die Welt zu lie⸗ ben. Ach, ach soll denn zum die Hoͤllenpein, da mehr denn tausend Henker sein/ ohn Ende dich betruͤben? beredter Wo ist ein so nd uͤber O Mann, der dieses Werk 4 an 2. O Ebwigkeit, du Donnerwörr o Schwert, das durch die Seele bohet, o Anfang sonder Ende! Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende; nimm du mich, wenn es dir gefaͤllt, HErr IEsu, in dein Freu⸗ de: zelt. Johann Rist. Mel. Uun laßt uns den Leib begraben. 84 95 HSuͤnden⸗ mensch, be⸗ denk den Tod, der letzten Stunde Angst und Noth, mach dich mit wahrer Buß bereit, zu leben in 902 Ewigkeit. Besitzest du die ganze Welt mit hoͤchster Ehr und allem Geld, erfreut es dich ein kleine Zeit und dienet nicht zur Ewigkeit. 3. Erschallt in deinen Ohren nicht: Ihr Todteu, kommet vor Gericht? Ist doch der juͤngste Tag nicht weit, dem folgen wird die Ewigkeit. 4. Wenn du begehrest GIttes Huld, so meid der Suͤnden schwere Schuld, die wider deine Seele streit, so bist du frei in Ewigkeit. 5. Unzaͤhlig ist der Ster⸗ ne Heer, die Tropfen und der Sand am Meer; doch haben sie Maaß, Ziel und Zeit, und gleichen nicht der Ewigkeit. 6. Besinn und denke fort und fort, lE * 1 D nü Vith bn Iu tigen 896. die Sümt sehr hoche wich duj rshen N Nse Suun it D sd i uen? A Braugan uf/ NE Hallahhh. ret uͤsset hn 2. 30 ter sinhen, ht MW Ftl selchet af M. l. Mlel. Fte meir 597. ite, Keh Hei d Rat Sall lah nich u (% nui bis, vom Psug is dn Walt Inh Immeme M lauter disse A. kann⸗ Sluigket, 5Schhh e Seclehg onder Ehh „ Zat h i vot ge licht, dez Aum es dir gflh in deinn Johom si 5 Haßt undn graben, Suͤhy Wüi „ der lche und Noz mit wohder u leben in du die gante schser Ehr „, elfteut Zat und“ Ewigfeit. ih Rühen MTodto, Hlicht? N x sEeTgtict han wird die Ubegehtef o meid det! ue Schuld, Sechestet, zih Ewifkel ihe Stet Topfen u Met; doch uß Zil u glechen mih . und N „ WUU E fl* 769 vom ewigen Leben. fur ein Donnerwort. Ach vom Himmel praͤchtig, von keiner Zeiten Zeit befreit Gnaden stark, von Wahr⸗ die Ewig⸗Ewig⸗Ewigkeit! heit maͤchtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du wer⸗ In eigener Melodie. ö 896 Wchet auf, the Kron, HErr IEsu, ruft uns GOttes Sohn! Hosianna. die Stimme der Waͤchter Wir folgen all zum Freu⸗ sehr hoch auf der Zinne; densaal, und halten mit wach auf, du Stadt Je⸗ das Abendmahl. rusalem! Mitternacht heißt 3. Gloria sei dir gesun⸗ diese Stunde; sie rufen gen mit Menschen⸗ und uns mit hellem Munde: englischen Zungen, mit Wo seid ihr klugen Fung. Harfen und mit Cym⸗ frauen? Wohl auf, der beln schoͤn. Von zwoͤlf Braͤutgam koͤmmt! Steht Perlen sind die Pforten auf, die Lampen nehmt! an deiner Stadt, wie sind Hallelujah. Macht euch Consorten der Engel, hoch bereit zu der Hochzeit; ihr muͤsset ihm entgegen gehn. 2. Zion hoͤrt die Waͤch⸗ ter singen, das Herz thut sbe vor Freuden chteilend ie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt um deinen Thron. Kein Aug hat je gespuͤrt, kein Ohr hat mehr gehbrt sol⸗ che Freude; deß sind wir froh, io, io! ewig in dul⸗ ei jubilo. Pbilipp Nicolal. III. Vom e Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. ch wer schon 897. A im Himmel waͤre, liebster GOtt, bei dir, bei dir! Hore doch, mein Schoͤpfer, hoͤre, und laß mich nicht laͤnger hier. Ich muß ja sein, wo du bist, wo mein Schatz, mein IEsus ist; ich muß aus dem Weltgetuͤmmel, weil mein Troͤster ist im Himmel. 2. Hier kann ich kein Gnuͤgen finden in der bösen Jammerwelt; denn sie ist voll lauter Suͤnden, ihr wigen Leben. Neid, Verfolgung, Spott und Hohn giebet sie zum besten Lohn. Ach du schnoͤ⸗ des Weltgetuͤmmel, waͤre ich aus dir im Himmel! 3. Wie wohl wird mir doch geschehen, wenn ich immer die GOttheit kann in drei Personen sehen und der Dreien Einigkeit; wenn ich sehe GOtt, das Licht, GOttes heilig An⸗ gesicht; o wer aus dem Weltgetuͤmmel bei GOtt waͤre vort im Himmel! 4. Keine Ruhe kann ich huben hier in dieser Zeit⸗ ganz Wesen mir misfaltsee Gut mich laben: weg, lichkeit. Will Wollust, 770 vom ewig en Leben. weg, weg mit der Eitel⸗ keit! es ist doch nur Unbe⸗ stand; ach heim, heim ins Vaterland, heim aus die⸗ sem Weltgetuͤmmel zu der Ruhe, in den Himmel! 5. Dort kann mir kein Feind nicht schaden, keine Angst, Gefahr und Noth; denn ich bin in GOttes Gnaden/ GOtt in mir, und ich in GOtt. Da erreiche ich mein Ziel, alsdann will ich, was GOtt will; darum weg, du Weltgetuͤmmel, ich erwaͤhle mir den Himmel. 6. Krankheit, Hunger/ Durst, Frost, behr Sorge, Furcht und sieter Streit machen, daß ich oft hier schwitze, daß sich haͤufet Leid mit Leid; alles aber hoͤret auf, wenn ich ende meinen Lauf. O wos bist du, Weltgetuͤmmel? Waͤre ich aus dir zum Himmel! 7. Wie so lieblich wird dieser Zeit, so hilf mir stets christlich handeln, mein GoOtt, mache mich bereit; weis mir, wie ich leben soll, wie ich sterbe sanft und wohl, und laß dieses Weltgetuͤmmel mich nicht wenden von dem Himmel. 10. Weil du nur hier bist im ef au so bin ich im Himmel zwar; aber mein Herz macht mir Schmer⸗ zen, denn es ist so boser Art. Darum will ich Suͤnden los lieber bald ins Himmels Schloß; ach nimm aus dem Weltgetuͤmmel mich zu dir/ du bist mein Himmel. 11. Strecke deine Arm und Haͤnde zu mir aus, ich will hinein; komm, mein Braͤutgam, komm behende, ich will deine sein allein; schenk du alle Suͤnden mir, oͤffne doch die Himmelsthuͤr; ich bin aus dem Weltge⸗ tuͤmmel in der Hoffming es schallen, wenn ich das schon im Himmel. Hallelujah singe mit den Engeln allen. O wer doch schon waͤre da! Laß indeß meins Herzens Schrein/ mein GOtt, deinen Him⸗ mel sein; fuͤhre aus dem Weltgetuͤmmel, dich zu ruͤhmen, mich in Himmel. 8. Bin ich etwa hier in Ludämilie Elisabeth, Freuden, so ist Trauern wohl nicht weit, Freude aber ohne Leiden ist dort in der Ewigkeit. Weiche, Un⸗ vollkommenheit; droben ist die n Gute Nacht/ du Weltgetuͤmmel, eins und alles ist im Himmel. 9. Soll und muß ich aber wandeln laͤnger noch in Gräfin v. Schwarzburg. In eigener Klelodie. Men⸗ Hille 898. A schen muͤs⸗ sen sterben, alles Fleisch vergeht wie Heu; was da lebet muß verderben, soll es anders werden neu; die⸗ ser Leib, der muß verwesen/ wenn er anders soll genesen der so großen Herrlichkeit, die den Frommen ist bereit. 2. Drun so will ich die⸗ ses Leben, wenn es meinem GOtt beliebt, auch gant willig von mir geben, bin daruͤber nicht betruͤbt; denn in — i mahes bich fu / Taanbt I l. 0 Win ip/ Rein Gu 0 Hal siht ich l Het aus fümmel G⸗J. wede dle Draftagl 1 D Fraldalld Senden Hingl Renen G Meon: v ytungeh/ N alfangeh: Helth haft H, Shn 5. Dul wuhneh, de unal; wo Tenthehneh ublfte Sl nusend neg huge ulsem 6 hih Hall 1. DR. I dul Rheadne sulfter R. sen dreud und gehe hund ge het kein E . uchi Räet le Kalz schn Racch so hilf irsh handelt/ m che mich dal wie ich 0 ich steihe sh und laß x mel mich st udem Hinn du nur hiah so bin ich var; aber m t mir Schn ist so bbsekk il ich Sihr ald ins Himnj h nimm aushu imel mich zul in Himmel. ecke deine R zu mit guß komm, meh „komm baha, eine sein dh lle Suͤnden ut, ie himmeluhiz 4s dem Mdlhhe n der Hosmut Himmel. dämilie Elisabelh, in v. Schwanbufz ner Aclodit, MIAe Mih Aschen müsz „ ales Fläse 2 Heu; Was) verderben verden neu: R t wuß verweß dets solle oßen Herricht kommen ist hith I so wilih penn es mah Alebt, auch gl n mir gebe, ichtbettuͤtt; vom ewigen Leben. 771 in meines IEsu Wunden hab ich nun Erloͤsung fun⸗ den, und mein Trost in Todesnoth ist des HErren IEsu Tod. ö 3. IEsus ist fuͤr mich ge⸗ storben, und sein Tod ist mein Gewinn. Er hat mir das Heil erworben; drum fahr ich mit Freuden hin hier aus diesem Weltge⸗ tuͤmmel in den schoͤnen GOttes-Himmel, da ich werde allezeit schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das dndSrelen da viel tau⸗ end Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen GOtt vor seinem Thron; da die Seraphinen prangen, und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt GOtt der Va⸗ ter, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten all⸗ zumal; wo auf ihren Eh⸗ renthronen sitzet die ge⸗ zwoͤlfte Zahl; wo in so viel tausend Jahren alle From⸗ men hingefahren; da wir unserm GOtt zu Ehrn ewig Hallelujah hoͤrn. 6. O Jerusalem, du Schoöne, ach wie helle glaͤn⸗ jest du! ach wie lieblich Lobgetoͤne hoͤrt man da in sanfter Ruh! Ach der gro⸗ ßen Freud und Wonne, jez—⸗ zund gehet auf die Sonne; jetzund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon er— blicket alle diese Herrlich— keit; jetzund werd ich schöͤn geschmuͤcket mit dem wei⸗ ßen Himmelskleid; mit der guͤldnenEhrenkrone steh ich da vor GOttes Throͤne; schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. 8. Hier will ich nun ewig wohnen; liebster Schatz, zu guter Nacht; eure Treu wird GOtt belohnen, die ihr habt an mir vollbracht. Liebsten Kinder und Ver⸗ wandten, Bruͤder, Freunde und Bekannten, lebet wohl zu guter Nacht, GOtt sei Lob, es ist vollbracht! Joh. Georg Albinus 1—7. Mel. Ich bin ja, Err, in deiner Klacht. Antwort zu Nr. 862. 20 60 ja/ er ꝛc. (Dorecht, mein 899.—Kind, ergied dich mir, das Leben gab ich Anfangs dir, bis hie⸗ her hab ichs auch erhalten. Ich bins, der dir den Odem giebt, und wenn es mir einmal beliebt, wird auch dein siecher Leib erkalten; doch wann du sollst sein ausgespannt, das steht al⸗ lein in meiner Hand. Wen hab ich nun ꝛe. 2. Ja, ich bins, der bich retten kann, und nehm die letzten Seufzer an, die die gepreßte Brust laͤßt flie⸗ gen; wenn aller Sinne Kraft gebricht, so fehlt doch meine Huͤlfe nicht. Ich, Jehovah, ich kann nicht luͤgen; ich komme meinen Worten nach, in⸗ sonderheit beim letzten Ach. Mich duͤnkt, da lieg ꝛc. 3. Getrost, mein Kind, 33* und 772 vom ewigen Leben und leide dich, setz deine Hoffnung ganz auf mich, das alles wird uns do nicht trennen. Nimmt schon die Kraft von außen ab, und siehst du nichts als Tod und Grab, dein Gei wird doch nicht sterben köͤn⸗ nen. Was ficht dich Suͤnd und Satan an? Ich bins, der dich erretten kann. Ich hoͤre der Posaunen ꝛe. 4. Hoͤrst du gleich der Posaunen Ton, und siehst du den Gerichtstag schon, getrost, laß dichs doch nicht erschrecken; hier wird mein Leiden und Ge⸗ duld, dort meines Va⸗ ters Gnad und Huld dich mit dem Schild der Gnaden decken. Ich hab der Hoͤllen Macht ge⸗ schwaͤcht, im Himmel ist dein Buͤrgerrecht. Kein Geld noch Gut ꝛc. 5. Ja/ ja/ ich/ GOtt, des Todes Tod, ich helfe dir aus dieser Roth, wo alle Huͤlfe sonst ver⸗ schwunden denn freilich hilft kein Geld noch Gut, ja durch vergoßnes Bru⸗ derblut wird keine Ret⸗ tung nicht gefunden. Doch Suͤnden will verfluchen. Ich loͤse des Gesetzes ch Bann, und nehme mich der Meinen an. HErr IEsu, ich dein ꝛc. 7. Getrost, mein Kind, stümein theures Blut kommt freilich dir auch mit zu gut, wenn du nur meiner recht begehrest; ach fuͤrcht dich vor dem Sautan nicht, ihn druͤcket selbst das Zorn⸗ gericht, darunter du nicht mehr gehoͤrest; er bleibt von mir verflucht, ver⸗ bannt, dich schuͤtzet meine Gnadenhand. Rein, nein, ich weiß ꝛe. 8. Wohlan, suchst du in mir dein Heil, so sollst du als mein wahres Theil, in meinem Schooß geruhi sitzen; hier lache aller Ang und Noth, es mag Gesetz, Hoͤll oder Tod auf dich herdonnern oder blitzen; verbleibst du nur im Le⸗ ben mein: im Tod wirst du keins Freniden sein. Ernst Goitfried Spener. Mel. valet will ich dir geben. aͤut⸗ 900. Dom wi wer mich ruft im Glau⸗ bald rufen: Kommt all, ihr ben an, da hat die Holl Hochzeitgaͤst! Hilf, GOtt, kein Macht daran. daß wir nicht schlafen, in Der Teufel hat nicht ꝛ6. Suͤnden schlummern fest, 6. Recht so! an dem, bald han in unsern Haͤn⸗ was mir vertraut, und den die Lampen, Oel und nur auf mich im Glau⸗Licht, und duͤrfen uns ben schaut, kann Satan nicht wenden von deinem auch kein Antheil suchen. Angesicht. Ich bins, der Missethat dergiebt dem, der da mich Freuden den von Herzen liebt, und alle 2. Da werden wir mit Heiland der durch sein chauen an, Butt Iumel hen at Phact dt le 1 in gtoße 00 nnrn halal/ nit shů 9 Mtkel n WEsl en G und kche schngf Rel Ehlh fteuchh a sellL Hieh gaz Ind Sel nit Gdhe 5. ON . fih Esteh Wid hrl det Ftel Ench y Helgeh Iit hum bih in 5.Erf iad Rhoche sühen L d Witd Vonne Teu au Ind Btu herde f +W Hen uns Nuh 00 Meen,yo IW Syh —— vethuchen Gesches nehne nich ich den i. mein Kind, Hlut kommt mithugut, meiterreht fürcht lih nicht, ihn O05 Zom⸗ tet du nicht er hliiht lucht, Nt⸗ lhet mane ch weiß u. suchst du in o solle de Nes Thel, oß aller Ang er blihen; ur im Le⸗ Lod wirs n sein. jtied Syeger. will ich dir ummem ffß nsem hür⸗ en, ONIl ürsth unt pon dunen — Vvom ewigen Leben. 773 sein Blut und Leiden den Himmel aufgethan, die lieben Patriarchen Pro⸗ pheten alliumal, die Maͤr⸗ trer und Avostel bei ihm ein große Zahl. Die werden uns annehmen als ihre Bruͤ⸗ derlein, sich unsrer gar nicht schaͤmen, uns men⸗ gen mitten ein; wir wer⸗ den alle treten zur Rech⸗ ten IEsu Christ als un⸗ sern GOtt anbeten, der unsers Fleisches ist. 4. GOtt wird sich zu uns kehren, einm jeden setzen auf ein guͤldne Kron der Ehren, uns herzen freundlich drauf; wird uns an sein Brust druͤcken aus Lieb ganz vaͤterlich, an Leib und Seel uns schmuͤcken mit Gaben mildiglich. 5. Da wird man hoͤ⸗ ren klingen die rechten Saitenspiel; die Musika wird bringen in GOtt der Freuden viel; die Engel werden singen, all Heilgen GOttes gleich, mit himmelischen Zungen ewig in GOttes Reich. 6. Er wird uns froͤhlich leiten ins ewge Paradeis, die Hochzeit zu bereiten zu seinem Lob und Preis; da wird sein Freud und Wonne in rechter Lieb und Treu aus GOttes Käglich und Brunne, und taͤgli werden neu. 7. Also wird GOtt er⸗ loͤsen uns gar aus aller Notb, vom Teufel, allem Boͤsen, von Truͤbsal, Angst und Spott, von Trauern Weh und Klagen, von Krankheit, Schmerz und Leid, von Schwermuth, Zorn und Zagen, von aller boͤsen Zeit. Johann Walther. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 901 Der Tod fuͤh⸗ ret uns zum Leben; seid froͤhlich, die ihr GOtt ergeben, der Tod ist todt und ferne hin. Sein Stachel gehet ins Verwesen, der Leib steht auf, und wird genesen, der Christen Tod ist ihr Ge⸗ winn. Was ist es, das hier stirbt? Die Suͤnde nur verdirbt. Hochgelobet sei unser GOtt in Todes⸗ noth, weil in dem Tod der Tod ist todt. 2. Der Feind ist nun uͤberwunden, der Strick zerreißt, der uns gebun⸗ den, wir sind von allem Jammer los. Run schaut die Seele ins Unendlich, und GoOtt ist ihr als Gott recht kenntlich, der in der Maiestaͤt ist Peoß. Seht, wie die Seel ge⸗ ziert, wie hoch sie trium⸗ phirt. Victoria! ruft sie durch GOtt. Was ist der Tod? Der Tod ist nichtes, als ein Spott. 3. Sollte uns der Tod anfechten, da IEsus sitzt zu GOttes Rechten, der von dem Tod erstanden ist? Der Herr kann jetzund nicht mehr sterben, kein Glied kann an dem Leib verderben, ich bin sein Glied, ein wahrer Christ. 774 vom ewigen Leben. Christ. Darum ist mir der Tod ein rechter Freu⸗ denbot. Erloͤste Seel, du wirst jetzund in GOttes Bund vom Elend los und recht gesund. 4. Wohlauf, da du sollst hintreten vor GOt⸗ tes Stuhl, und den an⸗ beten, der heilig, heilig/ heilig heißt! Dein IE⸗ sus traͤgt dich mit Erbar⸗ men, und nimmt dich froͤhlich auf die Arme, daß er erauicke deinen Geist; der Tod ist mir und dir die rechte Lebens⸗ thuͤr: GOtt oͤffnet sie. Ei, was ist das? Ich werd nicht blaß, ich singe GOtt das Gratias. Peter Lackmann. mMel. Auf meinen lieben S Die Zeit ist 95 902. V nunmehr nah, HErr IEsu, du bist da; die Wunder, die den Leuten dein Ankunft sollen deuten, die sind, wie wir gesehen, Zahl geschehen. 2. Was soll ich denn nun thun? Ich soll auf dem be⸗ ruhn, was du mir hast verheißen, daß du mich wollest reißen aus meines Grabes Kammer und al— lem andern Jammer. 3. Ach JEsu, wie so schoͤn wird mirs alsdann ergehn! Du wirst mit tau⸗ send Blicken mich durch und durch erquicken, wenn ich hier von der Erde mich zu dir schwingen werde. in großer 4. Ach was wird doch dein Wort, o suͤßer See⸗ lenhort, was wird doch sein dein Sprechen, wenn dein Herz aus wird bre⸗ chen zu mir und meinen Bruͤdern, als deinen Lei⸗ bes⸗Gliedern! 5. Werd ich denn auch vor Freud in solcher Gna⸗ denzeit den Augen ihre Zaͤhren und Thraͤnen köͤn⸗ nen wehren, daß sie mir nicht mit Haufen auf mei⸗ ne Wangen laufen? 6. Was fuͤr ein schoͤnes Licht wird mir dein Ange⸗ sicht, das ich in jenem Le⸗ ben werd erstmals sehen, geben! Wie wird mir deine Guͤte entzuͤcken mein Gemuͤthe! 7. Dein Augen, deinen Mund, den Leib, der noch verwundt, da wir so fest auf trauen, das werd ich alles schauen; auch innig herzlich gruͤßen die Maal an Haͤnd und Fuͤßen. 8. Dir ist allein be⸗ wußt die ungefaͤlschte Lust und edle Seelenspeise in deinem Paradeise; die kannst du wohl beschrei⸗ den, ich kann nichts mehr als glaͤuben. . Doch was ich hier ge⸗ glaͤubt, das steht gewiß/ und bleibt mein Theil, dem gar nicht gleichen die Guͤter aller Reichen. All anders Gut vergehet, mein Erbtheil das bestehet. 10. Ach HErr, mein schoͤnstes Gut, wie wird sich all mein Blut in al⸗ len Adern freuen, und 955 as a In n u Mr Wi W. Han h. 2 90 l onft wihte K schnece dl ich ud M kom h/ n het Fe . 36 Vat/ Wi ud Geh 6 Kronch Rülh Chrich h Vull/ W 13. Het Ind, e SIundj H E— Hichts dle feit Kte In Ld, Scheh. Il Hate chit Sih, enfsxu Ws guh Whs ueh Her muh Rihet, In chhget. 15„, Di Ne, Nh M, den alkeh, Mest sche it mei MWuschen th.Acht H. ich di Htt, sch Mohz ach N From hitd doc suͤßer Ser Wid doch chen, Wehst witd bre⸗ und menh deinen Ha⸗ denn guc olcher G⸗ Augen ii hraͤnen K daß sie nt fen auf ni⸗ ufen? ein schöns dein Ange⸗ jenem de⸗ mals sefet, wird mir zuͤcken men gen, deinen ih, der roch wir so fest 3werd ich guch innig Ne Mahl Fuͤßen. ollein be⸗ fischte Luf lerspeise it heise; die l beschte⸗ sichts weht sich hier ge sieht Reoßß mein in. f gleichth de ruhe I echehet/ Wah hestehtt. HErr, Mül „ Wie Wl Blut il dl lleh/ I 00 waͤhltes vom ewigen Leben. 77⁵ das neu verneuen, wenn du mir wirst mit Lachen die Himmelsthuͤr auf⸗ machen. 11. Komm her, komm und empfind, o auser⸗ Kind, komm, schmecke was fuͤr Gaben ich und mein Vater ha⸗ ben; komm, wirst gen, weide dein Herz in ewger Freude. 12. Ach du so arme Welt, was ist dein Gold und Geld hier gegen diese Kronen und mehr als uͤldnen Thronen, die Lpristus hingestellet dem Volk, das ihm gefaͤllet. 13. Hier ist der Engel Land, der selgen Seeten Stand; hier hör ich nichts als Singen, hier seh ich nichts als Springen; hier ist kein Kreuz, kein Leiden, kein Tod, kein bittres Scheiden. 14. Halt ein, mein schwa⸗ cher Sinn, halt ein, wo denkst du hin? Willst du, was grundlos, gruͤnden, was unbegreiflich, finden? Hier muß der Witz sich neigen, und alle Redner schweigen. 15. Di Zier, dich laß ich nicht von mir; dein will ich stets ge⸗ denken, HErr, der du mir wirst schenken mehr, als mit meiner Seelen ich wuͤnschen kann und zaͤhlen. 16. Uch wieinmirfoweh⸗ eh ich dich aus der Hoͤh, HErr, sehe zu uns kom⸗ men; ach daß zum Heil der Frommen du meinen du sa⸗ aber, meine Wunsch und Willen noch moͤchtest beut erfuͤllen! 17. Doch du weißt deine Zeit; mir ziemt nur, stets bereit und fertig da zu stehen, und so zum HErrn zu gehen, daß alle Stund und Tage mein Herz ich zu dir trage. 18. Dies gieb, HErr, und verleih, auf daß dein Huld und Treu ohn Unterlaß mich wecke, daß mich dein Tag nicht schrecke, da un⸗ ser Schreck auf Erden soll Fried und Freude werden. Paul Gerhard. Mel. valet will ich dir geben. —0 in Troͤpflein 3903.E von den Re⸗ ben der suͤßen Ewigkeit kann mehr Erquickung geben als dieser eitlen Zeit gesammte Wollustfluͤssez und wer nach jenem strebt, tritt unter seine Fuͤße, was hier die Welt erhebt. 2. Wer von dir moͤchte sehen nur einen Blick, o GOtt, wie wohl wuͤrd ihm geschehen! Die Welt waͤr ihm ein Svott mit allem ihren Wesen; so herr⸗ lich und so rein, so lieb⸗ lich, so erlesen ist deiner Augen Schein. 3. Den wahren GOtt 1 schauen, das ist die Se⸗ igkeit und aller Himmels⸗ auen ihr schoͤnstes Blu⸗ menkleid; wie war nach seinem Blicken der Abra⸗ ham so froh, wie wuͤnscht er zu erquicken sich an dir, A und O! 4. Sprach 776 vom ewigen Leben. 4. Sprach mit Triumph und Prangen der liebe Ja⸗ kob nicht: Ich habe GOt⸗ tes Wangen und klares An⸗ gesicht gesehn, und bin ge⸗ nesen? Wie glaͤnzte Mo⸗ ses Haut, als er bei GOtt gewesen, und seinen Mund geschaut! 5. Du reichlichste Be⸗ lohnung der auserwaͤhlten Zahl, wie lieblich ist die Wohnung, da deiner ZOtt⸗ heit Strahl sich offenbar⸗ lich zeiget! O herrlich edler Tag/ dem diese Sonne stei⸗ get, und ihn erleuchten mag. 6. O Licht, das ewig brennet, dem keine Nacht bewußt, das keinen Nebel kennet! Gesellschaft, reich an Lust, da GOtt und Engel kommen mit Men⸗ schen uͤberein, und ewig⸗ lich die Frommen gesegnet werden sein. 7. Vollkommne Liebe bringet dort immer neue Freud; aus ewger Lieb entspringet ein ewge Froͤh⸗ lichkeit. GoOtt selbst ist solche Wonne, ist solcher Liebe Preis, ist seiner Blu⸗ men Sonne im bunten Pa⸗ radeis. 8. Sein Licht wird in uns leuchten, sein Oel und Ho⸗ nigsaft soll unsre Lippen feuchten; von seiner Staͤr⸗ ke Kraft mit Weis⸗ und Schoöͤnheit werden wir ganz erfuͤllet sein, und spiegeln die Geberden in seinem hellen Schein. 9. Was wuͤnschest du fuͤr Gaben? Du wirst sie finden dort, und in dir selbsten haben den Reichthum fort und fort; denn GOtt, vor welchem Kronen und Per⸗ len Staub und Spott, wird selber in uns wohnen, und wir in unserm GOtt. 10. Wann werd ich ein⸗ mal kommen zu solcher Freudenquell? Waͤr ich doch aufgenommen, und schon bei dir zur Stell! HErr Christe, nimm mein lehen so lang indessen an, is ich dich selbst ansehen und recht beschauen kann. Erasmus Finr. In eigener Melodie oder: Valet will ich dir geben. 0 Ermuntert Frommen, zeigt eurer Lam⸗ pen Schein; der Abend ist Duncht ein Es har iih ant richt ein. Es hat sich auf⸗ gemachet der Braͤutigam mit Pracht. Auf, betet, kaͤmpft und wachet, bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig, und fuͤllet sie mit Oel, und seid des Heils gewaͤrtig, bereitet Leib und Seel. Die Waͤchter Zi⸗ ons schreien: Der Braͤu⸗ tigam ist nah; begegnet ihm im Reihen, und singt Hallelujah! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Thuͤr ist aufgeschlossen, die Hoch⸗ zeit ist bereit, auf, ahr ihr 27 — Iu M ubetth cheh; Nun kll. 6, Ba Etdeh, 0 ebt/ nit Herber, u Hettüht. E chstunden Re Braut ubervund Hun hettt 7. De aheh in seh, solt Il Klg erdi Aer v M Ttt Hunhr gebltog. 5. H. AWlmen, Ke, lare m Stke WO Geha 2N 4 —— m selhste chthum fon Un eli Syott uit Ohneh, und Got. herd ich eh I slcht Wr ich imen, us zur Etel nimm nah indessen, lbst asschg hauen kamn, asmus Zim. Melodie ill ich di u. Frmuntett auchh iht elter dam⸗ Abend ist nste Racht t sich auf⸗ Btaͤtigam Luf, betet, achet bah acht. Ire Lampen llct sie mit des Heils t Lelb und Hächtet Zi⸗ Det 0l begegtet u/ und sih WInfn D85 Hat uchten ud aum fulhn Die Thüt dDie Hoch auf⸗ iht vom ewigen Leben. ihr Reichsgenossen, der Braͤutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Baͤume bluͤhen/ der schͤne Fruͤhlingsschein ver⸗ heißt Erquickungszeiten; die Abendroͤthe zeigt den schoͤnen Tag von weiten, davor das Dunkle weicht. 5. Wer wollte denn nun schlafen? Wer klug ist, der ist wach. GOtt kommt die Welt zu strafen, zu uͤben Grimm und Rach an allen, die nicht wachen, und die des Thieres Bild anbeten sammt dem Dra⸗ chen; drum auf, der Loͤwe bruͤllt. 6. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Ge⸗ berden, und seid nicht mehr betruͤbt. Es sind die Freu⸗ denstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie uͤberwunden, die Krone nun vertraut. 7. Die ihr Geduld ge⸗ tragen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mit leben und regieren, und vor des Lam⸗ mes Thron mit Jauchzen triumphiren in eurer Sie⸗ geskron. ö 8. Hier sind die Sieges⸗ palmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Wei⸗ enhalmen in Frieden nach em Streit, und nach den Wintertagen; hier gruͤnen die Gebein, die dort der Tod zerschlagen; hier 77⁷ schenkt man Freuden⸗ wein,. 9. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erldsten weiden, hier ist der sichre Port; hier sind die guͤld⸗ nen Gassen, hier ist das Hochzeitmahl, hier soll sich niederlassen die Braut im Rosenthal. ö 10. O IEsu, meine Wonne, komm bald, und mach dich auf; geh auf, verlangte Sonne, und eile deinen Lauf. O JEsu, mach ein Ende, und fuͤhr uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Haͤnde nach der Erloͤsungszeit. Laurentius Laurenti. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 905. sts, oder ist 5 mein Geist entzuͤckt? Mein Auge hat jetzt was erdlickt, ich seh den Himmel offen; ich sehe GOttes Koͤnigsthron, zur Rechten IEsum, GOt⸗ tes Sohn, auf den wir alle hoffen. Singet, klin⸗ get, spielt auf scharfen Davidsharfen, jauchzt von Herzen; IEsus stillet alle Schmerzen. 2. Ich seh, er machet alles neu, die Braut faͤhrt zu ihm ohne Scheu in reiner schoͤner Seide; die Kleider sind mit Gold durchstickt, der Braͤutgam hat sie selbst geschmuͤckt mit theurem Halsgeschmei⸗ de. Meister, Geister, Che⸗ rubinen, Seraphinen wuͤn⸗ 38* schen 778 vom ewigen Leben. chen Gluͤcke; JEsus giebt r Liebesblicke. 3. Der Braut ist nichts als Lost bewußt, GOtt sieht an ihrer Schoͤnheit Lust, sie glaͤnzet wie die Sonne; man sie in den Brautpalast, ins Freu⸗ denhaus, zur stolzen Rast, zu ihres Koͤnigs Wonne. Kligen, Zagen, Sonnen⸗ hitze, Donner⸗Blitze sind verschwunden; Gottes Lamm hat uͤberwunden. 4. GOtt hat sie aus dem Strom erfrischt, der Augen Thraͤnen abgewischt, GOtt koͤmmt bei ihr zu wohnen. Er will ihr GOtt, sie sein Volk sein, selbst bei ihr gehen aus und ein: wie reichtich kann GOtt lohnen! Trauet, schauet GOttes Guͤte, GOttes Huͤtte bei den Kindern; GOtt wohnt bei bekehr⸗ ten Suͤndern. 5. Wie heilig ist die neue Stadt, die GOtt unds Lamm zum Tempel hat, zum Grunde die zwoͤlf Boten, Gar nichts Gemei⸗ nes geht hinein, wer greu⸗ elt, muß verbanner sein/ sein Theil ist bei den Tod⸗ ten. Reine, feine Edei⸗ steine sind gemeine; ihr Licht flimmert, wie ein hel⸗ ler Jaspis schimmert. 6. Die Stadt darf kei⸗ ner Sonne nicht, nicht unsers Mondes blasses Licht, das Lamm ist ihre Sonnez ihr Leuchter GOt⸗ tes Herrlichkeit; die Hei⸗ den wandeln weit und breit bei dieses Lichtes Wonne. Ihre Thuͤre, ihre Pforte dieser Orte stehet offen; da ist keine Nacht zu hoffen. 7. Von GOttes Stuhle quillt ein Fluß, der mitten auf der Gassen muß das Holz der Lebens waͤssern. Die Frucht, die der Baum zwoͤlffach traͤgt, und jedes Blaͤttchen, das er hegt, soll die Gesundbeit bessern. Schlechte Knechte, Her⸗ ren, Fuͤrsten, Kaiser duͤr⸗ sten nach der Quelle; sie fleußt recht krystallenhelle. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die GOtt den Frommeit vorbehaͤlt! kein Mensch kann sie erwerben. O IEsu, HErr der Herr⸗ lchzeit du hast die Stäͤtt auch mir bereit, hilf mir sie auch ererben Weise, preise ihre Kraͤfte, ihr Geschaͤfte mir Elenden. Laß mich auf den Anblick enden. Ahasverus Fritsch. Mlel. Komm, o komm, du Seist des Lebens. Myeines Le⸗ 906. M bens beste Freude ist der Himmel, GOttes Thron; meiner Seelen beste Weide ist mein IEsus, GOttes Sohn; was mein Herze recht er⸗ freut/ist in jener Herrlichkeit. 2. Andre moͤgen sich er⸗ guicken an den Guͤtern die⸗ ser Welt; ich will nach dem Himmel blicken und zu IEsu sein gesellt; denn der Erden Gut vergeht, Jee⸗ sus und sein Reich besteht. 3. Reicher kann ich nir⸗ gend 0 weddl H N WtE Ru Wah W6 R2 S 4. G0 Weltgehtt ch auhuf ch I i shchlz ai U se Gang un 5. Whit Rels Hd sl Uhe I Sil ebiz t Nergeht;! Hes Lehe 6. Eil sthen i Rie Welt Rahe Fi Reh httt Wusetähl . I , Eyt Setle am Hin 1½ M sher Se Raht guch seit, kir n Thuͤre, ihn Orte sicht leine Racht dtes Stuhle der mitten muß dos n wasern. der Bnum Und jedes r hegt, sol It. bessrg. chte, Her⸗ Haset duͤr⸗ Aulle; sie hstallenhele. llich ist die GOtt den behäͤlt! kein leetwerhen. kr de Hett⸗ st di Stitt „Hhilf nit se Weise,peise Geschaͤfte aß mich auf detl, etus Hritsch. 0 homm, Lebens. Wilte Le⸗ hetz hae et Hummel. on; meinet deide I wein Rtes Sohll Kze kecht et⸗ erherrlchlet ödgen sich ez nGütern wil nach dn Een und seltz dennde hergeht, V Reich beseht Hkann ich nie g Vvom ewigen Leben. 779 gend werden, als ich schon in IEsu bin; alle Schaͤtze dieser Erden sind ein schnoͤ⸗ der Angstgewinn; IEsus ist das rechte Gut, das der Seelen sanfte thut. 4. Glaͤnzet gleich das Weltgevraͤnge, ist es lieb⸗ lich anzusehn, waͤhrt es doch nicht in die Laͤnge, und ist bald damit ge⸗ schehn; ploͤtzlich pfleget aus zu sein dieses Lebens Glanz und Schein. 5. Aber dort des Him⸗ mels Gaben, die mein JE⸗ sus inne hat, koͤnnen Herz und Seele laben, machen ewig reich und satt; und vergeht zu keiner Zeit je⸗ nes Lebens Herrlichkeit. 6. Einen Tag bei IEsu sitzen ist viel besser, als die Welt tausend Jahr in Rem aen nuͤtzen. Aber ewig ein gestellt zu des HErren rechter Hand, bleibt ein auserwaͤhlter Stand. 7. Trinken, Essen, Tan⸗ zen, Springen labet mei⸗ ne Seele nicht; aber nach dem Himmel ringen, und auf IEsum sein gericht, ist der Seelen schoͤnste Zier/ geht auch aller Freude fuͤr. 8. Ach so goͤnne mir die Freude, IEsu, die dein Himmel hegt; sei du sel⸗ ber meine Weide, die mich hier und dort verpflegt; und an dir recht froh zu sein, nimm mich in den Himmel ein. Sal. Liscow. Mel. O Ewignheit, du Donnerwort. 907 O Ewigkeit, du Freu⸗ denwort, o Freud, die ewig gehet fort, d Anfang son⸗ der Ende, o Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Froͤhlichkeit nicht, wo ich mich hinwende; mein ganz entzuͤcktes Herz ist voll der Freude, die da kommen soll. 2. Kein Freud ist noch in aller Welt, die endlich mit der Zeit nicht faͤllt, und ganz wird aufgehoden; die Ewigkeit hat nur keit Ziel, der Freuden unver⸗ aͤndert Spiel wird nimmer aufgeschoben; ja Paulus der bekennet frei, daß sie ganz unaussprechlich sei. 3. O ewig freudenvol⸗ ler Gang, o Ewigkeit, verzeuch nicht lang, wir warten dein mit Schmer⸗ zen. Drum, wenn ich jene Himmelspracht zusammt der großen Freud betracht, erfreu ich mich von Her— zen. Nichts ist zu finden weit und breit so lieblich als die Ewigkeit. 4. Was acht ich irdsche Lust auf Erd, dies alles ist kaum nennenswerth, es kann nicht lange waͤhren; was waͤr es, wenn gleich einer lebt, und funfzig Jahr in Freuden schwebt? So wuͤrd ichs nicht begeh⸗ ren; denn diese Freud faͤllt selten ein, und kann dazu nicht ewig sein. 5. Es ist die Freud ohn alle Qual, waͤhrt man⸗ ches Jahr als ohne Zahl die Menschen sich ernaͤh⸗ ren, als manchen Stern der Himmel hegt, als man⸗ ches 78⁰0 vom ewigen Leben ches Laub das Erdreich traͤgt, und Voͤgel sich ver⸗ mehren. Sie bleibet ewig unverletzt, kein End und Ziel wird ihr gesetzt. 6. Nun aber, wenn du immerdar viel hundert tausend tausend Jahr in solcher Lust gestanden, und sammt den Engeln sol⸗ cher Frist mit Freud und Wonn ergoͤtzet bist, ist doch kein Schluß vorhan⸗ den; die Zeit, die niemand zaͤhlen kann, die faͤnget stets von neuem an. 7. Sucht einer gleich hier in der Welt Ergoͤzung in seinm Gut und Geld/ es ist vergaͤnglich Wesen. Kein Freud ist es, nur lauter Muͤh, und stete Sor⸗ gen macht es fruͤh, ia das, was er erlesen, bringt ihm auf jeden Glockenschlag Angst, Kummer, herbes Ungemach. ö S. Ach was ist das? Es wird der Schein der ewgen Lust nicht irdisch sein, und mit der Zeit sich enden; es wird sich der Erwaͤhl⸗ ten Schaar in Lieb und Friede immerdar mit gro⸗ ßem Jauchzen wenden; und diese unzerstͤrte Freud soll waͤhren bis in Ewigkeit. 9. Ach GOtt, barm⸗ herzig und gerecht, wie lohnest du dem frommen Knecht mit triumphirnder Wonne! Auf kurzes Lei⸗ den dieser Welt hast du so lange Freud bestellt; komm nur, o Gnaden⸗ des, Nun merk auf ies, o Menschenkind, sei fromm,/ es kommt der Tod geschwind. 10. Die irdsche Lust ist voller Tuͤck, und kann doch kaum ein Augenblick, und laͤnger nicht ergoͤtzen; flieh solche Lust nur allezeit, hier kann man ja in Ewig⸗ keit die Seel in Freuden setzen. Ein schoͤner Tausch recht wohl gewagt, der uns in Ewigkeit behagt. 11. So lang ein GOt: im Himmel lebt, und uͤber alle Wolken schwebt, wird solches Jauchzen waͤhren. Kein scharfe Kaͤlt, noch blasse Hitz, kein Angst, kein Feuer oder Blitz wird diese Ruh verheeren; sie bleibet unverruͤckt allein, so lange GOtt ein GOtt wird sein. 12. Die Freude bleibet immerdar, als anfangs sie beschaffen war, sie kann sich nicht vermindern; da ist kein Arbeit, sondern Ruh, und nimmt an Froͤhlichkeit stets zu bei jenen frommen Kindern: so folget auf die Thraͤnensaat die Freuden⸗ ernte in der That. 13. Wach auf, betruͤb⸗ ter Mensch, vom Schlaf, ermuntre dich, verlaßnes Schaf, denk aaf das Freu⸗ denleben; wach auf, es kommt die schoͤne Zeit, es kommt die frohe Ewigkeit, die JIEsus dir wird geben; wer weiß, ob er nicht kom⸗ men mag? Komm heut, erwuͤnschter Freudentag. 14. Die Lust ist Last in dieser Welt, die nur den Ueppigen gefaͤllt, der From⸗ me hilet, Rusehd E. Rantt Se sehtah, Waß bot: lat ch! Halbej R vumn ch dů M H el. 80 Golt 905 lhote, N Hinn Ium Lcht , Mfang h fity hein Seele, Iu dir Uf nic uuuen Imacht! siset ma 230 . mmt derd sche Auff ind kann y Henblich un oben; nur allah jn in Eisz in Frah höner Zuß gewagt, keit hehn ng ein h bt, unhiy chweht, u zen wän Kͤͤlt, ih kein A er Blh erheeten; se ruͤckt glih it ein Got reude let anfunhse „siehmmsch ern; N ondern Rah Ithhlicket neh frommeh Het auf de Heuden⸗ I. F, bettüb⸗ m Schlaf, Vexlaßnes das f auf/ one Zeit, 6 he Ewiglh wird gebehz rnicht kon⸗ Komm 10 Leudentah. 0 0 die uur in It, derehn⸗ sse vom ewigen Leben. 781 me wird sich icherd laß ja nen Armen durch den 2 doch keine Sicherheit die deine henhunt varhien; durch Erdenlust verbieten; vor allen Dingen hab in Acht dein Heil, das Chri⸗ stus dir gebracht. 15. Du hoch erlostes Menschenkind, des Geistes voll, geh ab geschtwind von diesem Erdenhuͤgel, und schwing dein Herze da hinein, wo hundert⸗ tausend Engel sein, mach deiner Seelen Fluͤgel; wo lebt ein so beredter Mann, der jene Freud ausspre⸗ chen kann! 16. O Ewigkeit, du Freudenwort, o Freude, die da gehet fort, o An⸗ fang sonder Ende, o Ewig⸗ keit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Froͤhlich⸗ keit nicht, wo ich mich hin⸗ wende; nimm du mich, wenn es dir gefaͤllt, o JE⸗ su, in dein Freudenzell. Caspar Heunisch. Mel. Sollt ich meinem GOtt nicht singen. effne mir 908. O die Per⸗ lenthore, o du Schmuck der Himmelsstadt, Licht vom Licht 91— Licht er⸗ koren, eh die Welt den Anfang hatt. Eile, Lieb⸗ ster, heim zu fuͤhren meine Seele, deine Braut, die du dir hast anvertrant. Laß mich diese Klarheit Denme wo mich keine Suͤn⸗ enniacht mehr betruͤbt und finster macht. ö 2. Ich lieg schon in dei⸗ Glauben fest geschraͤnkt, und durch deiner Lieb Er⸗ barmen wird mir Freude eingeschenkt, die nach dei⸗ nem Rektar schmecket, den du in der Ewigkeit mei⸗ ner Seele hast bereit. Aber diese Lust erwecket Durst, den nichts, mein GOtt, als du, saͤttiget in voller Ruh. 3. Es verlanget mich zu sehen ohne Decke dein Gesicht, und von Suͤnden frei zu stehen, reines Lamm, in deinem Licht; doch ich will dir nichts vorschrei⸗ ben, und mein Himmel ist schon hier, wirst du, meine Seelen⸗Zier, nur mit mir vereinigt bleiben; denn wie sollt auch ohne dich Himmelslust vergnuͤ⸗ gen mich? 4. Du bist meine See⸗ len⸗Wonne, wenn mich Angst betruͤben will; mein Herz nennt dich seine Sonne, und das Sorgen⸗ meer wird still, wann mir deine Blicke lachen, deren net anle Rach Strahl tren⸗ net alle Nacht und Qual; du kannst mich vergnuͤget machen, in dir hab ich Himmelsfreud, außer dir Verdruß und Leid. 5. Laß mich, Baum des Lebens, bleiben an dir ei⸗ nen treuen Zweig, der, wann ihn hier Stuͤrme treiben, staͤrker werd und hoͤher steig, auch im Glau⸗ ben Fruͤchte bringe; und versetz mich nach der Zeit in das Feld der Ewigkeit, da ich mich in dir ver⸗ juͤn⸗ bald von dannen; bei dir, 0 Sonne, ist der frommen 782 vom ewigen Leben. juͤnge, wann des Leibes ganz gnadenvoll erlaben. welkes Laub wieder gruͤnt Bleibe mein, ich bleibe dein, aus seinem Staub. dein will ich auch ewig 6. Gieß indessen in die sein. Dich, mein IEsu, Seele deinen suͤßen Le⸗will ich haben; Erd und benssaft, Leben, dem ich Himmel acht ich nicht, mich vermaͤhle, und laß ohne dich, mein Trost und deiner Liebe Kraft mich Licht. Welfg Cͤristorb Deßler 0 In eigener Melodie. 909. Gläubige. ö r O wie selio seid ibr doch, Ja, hoͤchst selig sind wir, ihr Frommen, die tb Y lieben Bruͤder, unser durch den Tod zu GOtt Mund ist voller Freuden⸗ gekommen; ihr seid ent⸗ lieder; doch was wir gangen aller Noth, die schauen, wird GOtt euch uns noch haͤlt gefangen. gar bald auch anvertrauen. 2. Muß man doch hier 2. O ihr Lieben, seid wie im Kerker leben, da nur doch ja zufrieden; wuͤnscht Sorge, Furcht und Schrek- nicht Freude, weil ihr ken schweben; was wir seid hienieden; laßt eu⸗ hier kennen, ist nur Muͤhuren Willen sich nur sauft und Herzeleid zu nennen in GOttes Gnade stillen. 3. Ihr hergegen ruht 3. Aber gleichwohl muß⸗ in eurer Kammer, sicher ten wir auch kaͤmpfen, und befreit von allem Jam-da in uns war Suͤnd und mer; kein Kreuz und Lei⸗Tod zu daͤmpfen. Was den ist euch hinderlich in seuch ietzt quaͤlet, dacan hat euren Freuden. es uns auch nicht gefehlet. 4. Christus waͤschet ab! 4. Duldet euch nur euch alle Thraͤnen, habt fort bei euren Thraͤnen, das schon, wonach wir sbleibt getreu, euch him— uns erst sehnen; euch wird melan zu sehnen: eur gesungen, was durch keines jetzigs Leiden ist der Sa⸗ Ohr allhier gedrungen. smen zu kuͤnftigen Freuden. 5. Ach wer wollte denn 5. Freilich ists hier nicht gerne steeben, und gut bei Christo leben, den Himimel fuͤr die Welt doch koͤnnt ihr euch in ererben? Wer wollt hier Geduld ergeben; all euer bleiben, sich den Jammer Streiten lohnet Christus laͤnger lassen treiben? hier mit Herrlichkeiten. 6. Kemm, o Christe, 6. Ach ihr theuren komm uns auszuspannen, Seelen, eure Kronen, eu— loͤs uns auf, und fuͤhr uns re Palmen, eure guͤldnen Theonen sind schon berei⸗ ö tet; schafft nur, daß ihr Seelen Freud und zum Siege I vun mlde Im himn sen N ind e st Dab, ind Str lutet Et Himmeh. Nuh uld 2. Wah i komm Hanhet Htheni Uhe fihf Siluß. W ud M. Rant ist Faud unt 3. Woöi Freude/ A Hegtle. schteh Aaset auz R Oilat, Eitelket Aeeit f Seligkei 4. Uh * singet DöhlteS 0, Hel Hiwnel! hα M Wi Ichllchehh hRauch ehh mein Je en; Err un st ich gihh Lelh Tros II Ehridord Ießt 5 elig sinntz ruͤder, use ler Frener as sh HGOtt elh anhertraug Aeben, sch en; wuͤnscht „weil iht laßt eiz ch Hut saust inade silleg, hwohl muß⸗ kumpfen, GOund und fen. Was % datan hat icht gefehle. euch gut Thräneh, euch him⸗ HHen: ellt s dek Sa⸗ fteuden. is hiet sio lebeh 1 euch N; all der get Chuslls lichkeittt he dhellh Kronet, el⸗ e guldgel schon bekez / R ge stlattt ge vom ewigen Leben. 783 Seide 7. Nun wir wollen beider⸗ seits dann loben GOttes Lamm, das uns in GOtt erhoben; ein ewiges Leben ist uns beiderseits gewiß gegeben. 8. Lobt, ihr Menschen, Chöre. lobt, ihr Himmelschoͤre, gebt dem hoͤchsten GOtt allein die Ehre; die Ewig⸗ keiten werden unsers GOt⸗ tes Lob ausbreiten. Simon Dah und Jacob Baumgarten. In eigener Melodie. Hohn und ein steter Jam⸗ 910. W dein muͤde, ich will nach dem Himmel zu; da wird ö ö lauter Weinen, keine Freude sein der rechte Friede zeit Friede, Freud und Seligkeit. 5. Nichts ist hier denn⸗ und die stolze Seelenruh. bleibet nicht; will uns gleich Welt, bei dir ist Krieg die Sonne scheinen, so ver⸗ und Streit, nichts denn hemmt die Nacht das vicht. lauter Eitelkeit; in dem Himmel Gel Friede/ Ruh und Seligkeit. 2. Wenn ich werde da⸗ hin kommen, bin ich aller Krankheit los, und der Herzensangst entnommen, ruhe Schooß. In der Welt ist Angst und Noth, endlich fanft in GOttes Welt, bei dir ist Angst und Noth, Sorgen und der bittre Tod; in dem Him⸗ mel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 6. Nun es wird dennoch geschehen, daß ich auch in kurzer Zeit meinen Hei⸗ land werde sehen in der großen Herrlichkeit; denn gar der bittre Tod; aber bei uns ist lauter Noth, dort ist allezeit Friede, Muͤh und Furcht, zuletzt Freud und Seligkeit. der Tod; aber dort ist 3. Was ist doch Danur end Sanil Friede, Freud und Freude? Nebel, Dunst und Seligkeit. Herzeleid. Hier auf dieser 7. O wer nur dahin schwarzen Heide sind die gelanget, wo jetzund der Laster ausgestreut. Welt, schoͤne Chor in verguͤldten bei dir ist Krieg und Kronen pranget, und die Streit, nichts denn lauter Stimme schwingt empor; Eitelkeit; in dem Himmel denn die Welt hat Krieg. allezeit Friede, Ruh und und Streit, all ihr Thun Seligkeit. ist Eitelkeit; in dem Him⸗ 4. Unaussprechlich schoͤmel allezeit Friede, Ruh ne singet GOttes auser-und Seligkeit. waͤhlte Schaar: heilig, hei 8. Zeit, wann wirsi du lig/ heilig klinget in dem doch anbrechen? Stunden, Himmel immerdar. Welt, o wann schlaget ihr, daß bei dir ist Spott und ich mich doch. Vye⸗ 78⁴ Vermischte geistliche Lieder. sprechen mit dem Schön⸗ sten fuͤr und fuͤr? Welt du hast nur Sturm und Streit, lauter Qual und Traurigkeit; aber dort ist Saas Friede, Freud und Seligkeit.. ö 9. Jetzt will ich mich fertig machen, daß mein Thun vor GOtt besteht, daß, wenn alles wird zer⸗ krachen: es heißt: kommet! und nicht: dhese Welt, bei dir ist Angstgeschrei, Sor⸗ ge, Hem und Heuchelei; in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Johann Georg Albinus. Vermischte geistliche Lieder. Mel. Singen wir aus Herzensgrund. Mbermal ist 911. A eins dahin von der Zeiten Anbeginn; abermal ist dieses Jahr⸗ wie wir selber, wandelbar; es ist nunmehr alt und kalt; hoͤret, wie die Zei⸗ tung bald von dem neuen Jahr erschallt. 2. GOtt sei Lob, daß abermal eins dahin ist von der Zahl unsrer Jahre, die wir sehn schneller als den Rauch vergehn; da von unsrer Pilgrimschaft aber eins ist hingerafft durch so schneller Zeiten Kraft. 3. HErr, wie groß ist deine Guͤt; ach wie fromm ist dein Gemuͤth! hast du doch zu Tag als Nacht die⸗ ses Jahr an uns gedacht/ da doch wir, nur Staub und Koth, nichts verdie⸗ nen als den Tod, ja sogar der Hoͤllen Noth. 4. HErr, dein Racht⸗ mahl, Tauf und Wort hast du noch an unserm Ort rein erhalten, und dazu den gewuͤnschten Fried und Ruh uns so mildiglich be⸗ schert; a was unser Herz begehrt, hast du reichlich uns gewaͤhrt. 5. Billig sagen wir dir Dank fuͤr die Kleidung, Speis und Trank, fuͤr Ge⸗ sundheit, Ehr und Gut; Lob sei dir, daß auch die Glut, noch das Wasser/ noch der Wind uns, die wir so straͤflich sind, nicht verderbt so gar geschwind. 6. Zwar du hast uns las⸗ sen sehn, was den Suͤndern muß geschehn; aber deine Guͤt und Treu war doch alle Morgen neu. Ach re⸗ 9ag uns Herz und Sinn, aß wir ietzt zum Anbeginn alle Bosheit legen hin. 7. Gute Nacht, ver⸗ Truvsat Jahr, sammt der Truͤbsal und Gefahr, gute Nacht, du Sündenkleid, decke mich, o Froͤmmigkeit! Suͤßer JEsu, fuͤhre mich zu dem Reuen gnaͤdiglich/ daß ich lieb und lobe dich. Joh. Rist. In eigener Melodie. t/t 912. A men hm kellk 2.60 Ae d HhachtzeU l uicht schicht U Sttf hl den dud, sind nit W Wenden/ Il selde gen Han 3.C9 chliche uHrz Allb: sllen er sedwib endi M us j Helich, 0 kchtteh, hehchtten hel shert hhongl der Wö Chl Kan He Eden h Ii Mich de ihm Unhet schech kli 5„ Be Resse M M kt. Ott heseht ed wid set ht: Eommeij 1. Welh de chrei, St⸗ Heuchelei rel glleeit dSeligket. rg Abinus, —— edet. higlich de⸗ unser Her u keichlich Rn wir dir Klaͤdung, il, füt Ge⸗ und Gut; aß auch de u Wasst, HAns di sind, nicht heschwind, ostuss las⸗ uSürdenn abet dette n eu, Ahte⸗ und Sinn, NAubeginn gen hin. sacht; vel⸗ saumt det Heabe, 0 Alelodit HH 00 l Rich vermischte geistliche Lieder. 785 men durch Christum, dei⸗ nen Sohn, uͤber Reich und uͤbr Armen, hilf, daß wir Buße thun, und sich ein jedr erkennen thut. Ich fuͤrcht, GOtt hat gebundn eine Ruth, er will uns damit strafen, den Hirten mit den Schafen, es wird ihm keinr entlaufen. 2. GOtt hat uns lang gerufen durch seine treuen Knecht; unsre Ohrn sind abr nicht offen, darum ge⸗ schieht uns recht; sein Straf habn wir jetzt in dem Land, ich fuͤrcht, ihr sind mehr vor der Hand; GOtt woll sie von uns wenden, und seine Gnad uns senden, es steht in sei⸗ nen Haͤnden. 3. Es gschehn groß Wun⸗ derzeichen, noch schlagn wirs alls in Wind, die uns sollten erweichen, so gar sind wir verblendt, daß wir erkenn'n die Wahrheit nicht, wie uns jetzt GOttes Wort bericht, daß wir uns daran kehrten, und seiner Gnad begehrten, nicht so dawi— der sperrten. 4. Aerger ists nie gewe⸗ sen von Anbeginn der Welt; ein jeder mags wohl lesen, was Christus hat gemeldt: Kein Lieb noch Glaub auf Erden ist, ein jeder braucht sein Tuͤck und List; der Reich den Armen zwinget, und ihm sein Schweiß ab⸗ dringet, daß nur sein Gro⸗ schen klinget. 5. Wer kanns alles er⸗ messen, was treibt die Welt mit Macht, mit ihrem Saufn und Fressen, Hoch⸗ muth und großen Prachte Gott wirds die Laͤnge lei⸗ den nicht, schau, daß dich nicht erhasch sein Gricht, sonst bist ewig verloren, dem Teufel auserkoren, waͤr besser nie geboren. 6. GoOtt eilt gewiß zum Ende, das zeigt all Krea⸗ tur; er wird kommen be⸗ hende, des han wir schoͤn Figur. Das glaubet der Gottlose nicht, der wohl in seinem Herzen spricht: Es kann noch lang Zeit waͤhren, wir wollen schlem⸗ men und zehren. Der Teu⸗ fel thut sies lehren. 7. Die Welt laͤßt nun nicht abe, das wild viel⸗ koͤpfig Thier, man werf sie denn ins Grabe; es wird geschehen schier. Der Teu⸗ fel hats dahin gebracht, daß man GOtt und sein Wort veracht, fragt nicht nach seinm Gebote, treibet daraus nur Spotte, sagt wohl: es sei kein GOtte. 8. Die Axt ist schon ge⸗ leget dem Baum an seine Wurz, als uns Johannes zeiget, ins Feuer muß er kurz. Wohl dem, der es zu Herzen nimmt, und wacht, wann sein Erloͤser koͤmmt, liebt allezeit das Gute; der wird sein wohl behute, ja vor der Hoͤllen Glute. 9. Christus sein Prophe⸗ zeie ist nun erfuͤllet gar; ein jeder merk dabeie, und nehm sein eben wahr, daß er sein Leben anders schick und Christum in sein Herz ver⸗ 786 bermischte geistliche Lieder. verstrick. Niemand weiß, Engelschaaren; darum man weiche Stunde, spricht froͤhlich singen mag: Heut GOtt aus seinem Munde, die Welt wird gehn zu Grunde. 10. Solchs alles ist ver⸗ borgen in der Gottlosen Sinn. Das sieht man alle Morgen, wie laͤuft die Welt dahin, daß ste nur krieg das zeitlich Gut, das ewge sie vergessen thut; daran will niemand denken, thut Leib und Seel versenken; manch Christen thut es kraͤnken. 11. GOtt hat in seiner Hute all, die er hat er⸗ weckt, erkauft durch Christi Blute, am Kreuz hoch ausgestreckt, da er uns all erloͤset hat vom Teufel, Suͤnd und ewgen Tod, ist selbst fuͤr uns gestor⸗ ben, des Vaters Huld er⸗ worben, sonst waͤrn wir all verdorben. 12. Dies Lied sei jetzt gesungen zu Trost der Christenheit, den Alten und den Jungen; und dem sein Suͤnd ist leid, der bitte GOtt allzeit um Gnad, daß er nimmer in Suͤn⸗ den bad. Das helf uns GOtt allsammen, zu Lobe seinem Namen, durch IE⸗ sum Christum, Amen. N. Müntzer. Mel. Nun freut euch, liedben Christen gmein. 943. M68 Christenheit viel Gutes widerfahren; aus Lieb hat er ihr zubereit viel tausend ist der lieben Engel Tag, die uns gar wohl bewahren. 2. Sie lagern sich, wenn kommt die Noth, in Eil gefaßt sich machen, und reißen die, so fuͤrchten GOtt, aus ihrer Feinde Rachen; darum man froͤh⸗ lich singen mag: Heut ist der lieben Engel Tag, die immer fuͤr uns wachen. 3. Sie fuͤhren auf den Straßen wohl die Großen sammt den Kleinen, daß keiner Schaden leiden soll an Fuͤßen oder Beinen; darum man froͤhlich sin⸗ gen mag: Heut ist der lie⸗ ben Engel Tag, die uns mit Treuen meinen. 4. Solch Wohlthat de⸗ nen wird erzeigt, die nach dem HErcen fragen, die Engel ihnen sind geneigt, den Satan sie verjagen. Darum man froͤhlich sin⸗ gen mag: Heut ist der lie⸗ ben Engel Tag, die uns gen Himmel tragen. Georg Reimann. Mel. Da JEsus an dem Kreuze stund. WDa JeEsus an 91 2*. D des Kreuzes Stamm der ganzen Welt Suͤnd auf sich nahm/ sprach er in seinen Schmerzen noch sieben Wort, die las⸗ set uns erwaͤgen wohl im Herzen. 2. Zum ersten: Vater, strafe nicht an ihnen, was mir jetzt geschicht, weil sie es nicht verstehen. Ver⸗ gieb ch. wit dsch mund st U 5. A I Mo s/ o u hist 1 ahgeh l lhhet; L guch d 0. Zul He GO He last Nothl Ett, N 601 Rchm. O ohl fs . Zun sst isz les py Mcht! Ruch H os dh, elegt, Hunget. 8. Zu Heine S Mer, Ren tren Uokt Wusch Leleg e tder. — l darunm en mag: u Engel vohlhephn hern sich un Noth/ in machen i ˙ fichtn ihrer Feh um manfth⸗ nag: H ngel dy N ins wache. hren aufu HU die Gaaßh Kleien, leiden sil der Beinn fehhlich ss ut ist det le ag/ die u6 meinen. Wohlhat h⸗ eigt, N h frogeh/ Re sind gaaz, sie HWasgt. fröhlich si⸗ ist det le 0/ die ul fragen. arg Maimann. sus an dem lund. WSsus af des Kxese anzen Bat nahm/sench Schlscheh hurt, M l⸗ gen uhl in sen: Will Ichhen, vaß st, Wl si hen, Vet⸗ Hch vermischte geistliche Lieder 78⁷ gieb uns, GOtt, wenn wir auch noch aus Irr⸗ thum was begehen. 3. Zum andern er des Schaͤchers dacht: Fuͤr⸗ wahr, du wirst noch vor der Nacht in meinem Reich heut leben. O Herr, nimm uns auch bald zu dir, die wir im Elend schweben. 4. Zum dritten: Deinen Sohn sieh, Weib! Jo⸗ hannes ihr zu Dienste bleib, und sie als Mutter liebe. Versorg, HErr, die wir lassen hie, daß nie⸗ mand sie betruͤbe. 5. Zum vierten saget er: Mich duͤrstt! O IE⸗ su, großer Lebensfuͤrst, du hast Durst und Ver⸗ langen nach unsrer Se⸗ ligkeit; drum hilf, daß wir sie auch empfangen. 6. Zum fuͤnften: O mein GOtt, mein GOtt, wie laͤßt du mich so in der Noth! Hier wirst du, HeErr, verlassen, daß uns GOtt wieder dort auf— nehm. Den Trost laß uns wohl fassen. 7. Zum sechsten: Hier⸗ mit ists vollbracht, und alles nunmehr gut ge— macht! Gieb, daß wir auch durchdringen; und, was du, HErr, uns auf⸗ erlegst, hilf seliglich voll⸗ bringen. 8. Zum siebenten: Ich meine Seel, o GOtt, mein Vater, dir besehl zu dei⸗ nen treuen Haͤnden! Dies Wort sei unser letzter Wunsch, wenn wir das Leben enden. 9. Wer oft an diese Wort gedenkt, wenn sei⸗ ne Missethat ihn kraͤnkt, der wird es wohl genie⸗ sien; denn er durch GOt⸗ tes Gnad erlangt ein ru⸗ higes Gewissen. 10. Verleih uns dies, HErr IEsu Christ, der du fuͤr uns gestorben bist. gieb, daß wir deine Wun⸗ den, dein Leiden, Marter, Kreuz und Tod betrachten alle Stunden. Mel. GErr JEsu Christ, dich zu uns wend. 2* Jer du bist 91⁵. D Drei in Einigkeit, ein wahrer GOtt von Ewigkeit: da nun die Sonne von uns weicht, gieb, daß uns deine Gnad erleucht. 2. Des Morgens, GOtt, dich loben wir, des Abends beten auch vor dir; HErr, unsre Psalmen ruͤhmen dich jetzund, und hernach ewiglich. 3. GOtt Vater in dem hoͤchsten Thron, und IE⸗ sus Christ, sein einger Sohn, mit sammt dem werthen heilgen Geist sei nun und immerdaor gepreist. Nach Dr. Martin Luther. Der 110. Psalm. Mel. Uun freut euch, lie⸗ ben Christen gmein. 916. Desrach n seinm hoͤchsten Thron zu Christo, meinem HErren: Du bist mein eingebor⸗ ner Sohn, dir* ie 788 vermischte geistliche Lieder. die göttlich Ehre; drum setz dich zu meinr rechten Hand, bis daß ich leg dein Feind allsammt zum Sche⸗ mel deiner Fuͤße. ö 2. Der HErr wird dir auch aus Zion deins Reichs das Zepter senden; dein Wort soll sich da heben an, und gehn bis zur Welt Enden, daß du sollst herrschen ganz und gar uͤbr alle deiner Fein⸗ de Schaar, daß sie ihr Suͤnde buͤßen. 3. Wenn du wirst durch das Leiden dein den Tod und Suͤnd bekriegen, wird dir dein Volk ganz willig sein, durch dich im Glau⸗ ben siegen. Dir werden deine Kind geborn, wie der Thau kuͤhl und aus⸗ erkorn, fruͤh vor der Mor⸗ genroͤthe. 4. Der HErr geschworn hat uͤber dich, und wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester ewiglich, den Gottsdienst zu verneuen, ganz nach der Weis Mel⸗ chisedech, das alt Opfer muß gar hinweg, wenn du dich selbst laͤßt tödten. 5. Noch wird der HErr stets bei dir sein, und stehn zu deiner Rechten, und strafen mit ewiger Pein all, die dir wider⸗ fechten, zur Zeit, wenn einst sein Zorn ergrimmt, die gwaltigen Koͤnig hin⸗ nimmt, wird sie mit Macht zerschmeißen. 6. Er wird herrlich mit großer Pracht unter den Heiden richten. Er wird thun gar viel Schlacht widr die, so ihn vernichten. Er wird dem Fuͤrsten dieser Welt, der sich ihm stets zuwider stellt, sein hoͤllisch Reich zerreißen.. 7. In Schwachheit, Lei⸗ den, Kreuz und Tod wird er hier zeitlich sterben, und uͤberwinden alle Noth/ all GOttes Guͤter erben, und auferstehn am dritten Tag, daß er ewig regie⸗ ren mag, ein Koͤng uͤbr Himml und Erden. Burcard Waldis. Mel. HeErr Christ, der einig SOttssohn. 917 Es stehn vor GOttes Throne, die unsre Diener sind, der in seinm lieben Sohne liebt aller Men⸗ schen Kind, daß er auch nicht der eines veracht will han so kleines, als jemals ist geborn. 2. Sie sehn sein Ange⸗ sichte, und haben fleißig Acht, was er ihn aus⸗ zurichten befiehlet Tag und Nacht; da sind die lieben Engel. u sab⸗ regen die Fluͤgel, zu fah⸗ ren hin und her. Wo Christen leute wohnen in Haͤusern groß und klein, da sie selber nicht koͤnnen vor Feinden sicher sein, wo nicht ein englisch Lager umher werd aufgeschlaͤgen mit steter Hut und Wacht. 4. Solches hat Lot er⸗ fahren, auch Abram mit großer seinm ud m Kact! unnh. M NPohätan.. 1 Mf Vul W ud d 5„ E Eigl! Eaich! Eel wal schleheh ge M Rheß hlil g 0. Bi Wehen de feud Hh Wih 25 ihm sh firhe Ad u sileh m ein i . Vuh Ieme, Stethen! Ne sch si n Ege geh Hi den laßt Wige Lob Iu eigt 910. scchen, Imm. 2 sschen Se R nech nichts d n Zeche Iim Tag. 2. Man N guten IIO Wu nhrhut i Hh gat; ö ser Es eder. —1 widt, ten. Et n dieset Wi N. ftcts Aun Holich R chwachheth und Tod h eitlich sh nden alle n Guͤtet enn, ehn am dun et etvig uit ein Köng l Erden. Byrtard Waht r Christ. du Ottssohn. Ei stehn N Gl e Unste Dieng seinm liehes Haller Meh⸗ aß et guch N Rracht wil ) Als semal ehn sein Aup⸗ haben flaßz et ihn au hefiehlet T da sind l 770 luͤgel, u sh dhet. Christenlch Haͤusern 0 „da sie siht en vor Fahe „o nicht d ge unhet g en mit Wacht. Hes bhat 1 ich Abtam * saht vermischte geistliche Lieder. 789 seinm Knecht; Isaak bei vierzig Jahren nahm so Rebekkam recht; Jakob sah auf der Leitern die Boten Gottes klettern auf und ab alle voll. 5. Elias war entschlafen, ein Engel weckt ihn auf; Elisa kriegt zu schaffen, viel Engel warten drauf; er⸗ schienen auch den Hirten, und brüt Freude lehrten, da Christ geboren war. 6. Bei dieses Kindes Wiegen der Joseph schla⸗ fend lag; ein Feind wollt ihn bekriegen, ein Engel es ihm sagt; zog mit in ferne Lande. Das soll in seinem Stande glaͤu⸗ ben ein jeder Christ. 7. Auch Lazarus, der Arme, wenns gleich zum Sterben koͤmmt, GᷣOtt, der sich sein erbarme, hat schon Engel bestimmt, die ihn gen Himmel bringen. Dem laßt uns alle singen ewiges Lob und Preis. Ludwig Helmbold. In eigener Alelodie. 60;Ott hat das 91 8. G Evangelium onmn. daß wir werden romm. Die Welt acht solchen Schatz nicht hoch, der mehrer Theil fragt nichts darnach. Das ist ein Zeichen vor dem juͤng⸗ sten Tag. ö 2. Man fragt nichts nach der guten Lehr; der Geiz und Wucher nun viel⸗ mehr hat uͤberhand genom⸗ men gar; noch sprechen sie: Es hat kein Fahr. Das ist ein Zeichen vor dem juͤngsten Tag. 3. Taglich erdenkt man neue Netz, das sind der Gottlosen Gesetz, damit sie alles Gut zu sich gern wollten reißen gwaltig⸗ lich. Das ist ein Zeichen vor dem juͤngsten Tag. 4. Man ruͤhmt das Evangelium, und will doch niemand werden fromm. leben G man spott den ieben GOtt. Noch spre⸗ chen sie: Es hat kein Noth. Das ist ein Zeichen voxh . dem juͤngsten Tag. 5. Es ist doch eitel Buͤbe⸗ Schinderei, als ob kein GOtt im Himmel waͤr; die Armuth muß sich lei⸗ den sehr. Das ist ein Zei⸗ chen vor dem zuͤngsten Tag. 6. Die Schaͤtz der Kir⸗ chen nimmt man hin; das wird uns bringen klein Gewinn; die Armen laͤßt man leiden Noth, und nimmt ihn aus dem Mund das Brod. Das ist ein Zei⸗ chen vor dem juͤngsten Tag. 7. Die Schaͤtz der Kir⸗ chen sind ihr Gift; sie Rt von ihnen nicht gestift. Noch nehmen sie das Kir⸗ chengut; sieh, was der leidge Geiz nicht thut. Das ist ein Zeichen vor dem juͤngsten Tag. 8. Man fragt nach GOtt dem HErrn nicht mehr, die Welt stinkt ganz nach eitel Ehr, die Hoffahrt nimmt gar uͤberhand, Be⸗ truͤgen, Luͤgen ist kein Schand. Das ist ein Zei⸗ chen * rei; die Welt treibt große A —INI 790 vermischte geistliche Lieder. chen vor dem juͤngsten Tag. ů 9. Wo bleibt die bruͤ⸗ derliche Lieb? Die ganze Welt ist voller Dieb; kein Treu noch Glaub ist in der Welt; ein jeder spricht: Haͤtt ich nur Geld! Das ist ein Zeichen vor dem iuͤngsten Tag. 10. Die Welt will ihr nicht lassen wehrn, an GOtts Wort will sich niemand kehrn; sie haben nichts gelernet mehr, denn mer fressen, saufen sehr. Das ist ein Zeichen Hor dem juͤngsten Tag. 11. Ihr groͤßte Kunst ist banketirn und in der Buͤberei studirn; das kann sie aus der Maßen wohl; die Welt ist aller Schalk⸗ heit voll. Das ist ein Zei⸗ chen vor dem juͤngsten Tag. 12. Die liebe Sonne kann nicht mehr zusehn und sich entsetzet ehr; dar⸗ um verliert sie ihren Schein; das mag ein große Truͤbsal sein. Das ist ein Zeichen vor dem juͤngsten 13. Der Mond und Sterne aͤngsten sich, und ihr Gestalt sieht jaͤmmer⸗ lich; wie gern sie wollten werden frei von solcher großen Buͤberei. Das ist ein Zeichen vor dem suͤng—⸗ sten Tag. 14. Darum komm, lie⸗ ber HErre Christ. Das Erdreich uͤberdruͤßig ist zu tragen solche Hoͤllenbraͤnd; drum machs einmal mit ihr ein End, und laß uns dein bitter Leiden, weil du 7 sehn den lieben juͤngsten Tag. Erasmus Alberus. In eigener Alelodie. 919 o weiß ein Blumlein huͤbsch und fein, das thut mir wohlgefallen; es liebt mir in dem Herzen mein das Bluͤmelein vor andern Bluͤmlein allen. 2. Das Bluͤmlein iß das goͤttlich Wort, das GOtt uns hat gegeben: es leucht uns durch die enge Pfort, ja hier und dort, wohl in das ewge Leben. 3. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahr⸗ heit und das Leben; wer Reu fuͤr seine Suͤnde hat, und bitt um Gnad, sind sie im Glaubn ver⸗ geben. 4. Er spricht selber: Kommt her zu mir all, die ihr seid beladen; ich will nach eures Herzn Begier, das glaubet mir, heilen all euren Schaden. 5. Nehmt hin und eßt, das ist mein Leib, den ich euch jetzt thu schenken; ich vrschreib euch all mein Gut dabei, das glaubet frei, daß ihr mein sollt gedenken. 6. Nehmt hin, trinkt all, das ist mein Blut, das ich fuͤr euch vergossen, welchs gnug fuͤr eure Suͤn— de thut, so oft ihrs thut, wie ichs euch hab gelassen. 7. Wir bitten dich, HErr IEsu Christ, wohl durch für wob E Iit u hün Win WIU Ucht! 1hh½ Wn Kudet d/ Ile hh Hcenn d rehtt Bil um Chal ftl. Aun Leib! M. fteut ac, shen. der uit is„ t 2. Der Iun nich Jst öhe Fein Lug v Ien dun/! 9ad Hei N 3. Dit Wetchei Walundet U, 5. G auch au Zukunst ward au uhrt,x Her deg 6. Et ih sethe m 0 sol 0 der. chen singse Aut Mderhh. r Aalot waß y Hunh seit, allen; Hah n din vor u eh. Bluͤmsey f Woll. hat gen ins dulc N E M I das ehh der Weg/ N ot, die Mähe 3Lben; waf seine Suͤnd t um Gnd, Glaubn he⸗ licht selbet: I nüt al Haden; ith eutes Hahht ghaubet mit ren Schadeh hin und eßz leib/ den 10 schenken; ich all mei das glaue wein sl t hin, tuit mein Vuh auch betgohe für eureEil oft ihre hu, P hab gas ten dit/ ht „ wohl du Wden, wel h vermischte geistliche Lieder. 791 fuͤr uns gestorben bist, HErr IEsu Christ, du wollst nicht von uns schei⸗ den. 8. Nimm uns fuͤr deine Kinder an, daß wir dich alle loben. Dein Wort bekenn ein jedermann, auf rechter Bahn, durch JE-⸗ sum Christum, Amen. Mel. Uun laßt uns den Leib begraben. AIhr lieben 920. Christen, freut euch nun, bald wird erscheinen GOttes Sohn, der unser Bruder worden ist, das ist der lieb HErr IEsus Christ. ö 2. Der juͤngste Tag ist nun nicht fern; komm, IEsu Christe, lieber HErr; kein Tag vergeht, wir war⸗ ten dein, und wollten gern bald bei dir sein. 3. Verrathen ist der Widerchrist, sein Heuche⸗ lei und arge List sind offen⸗ bar und gar am Tag, deß fuͤhrt er taͤglich geoße Klag. 4. Du treuer Heiland, IEsu Christ, dieweil die Zeit erfüllet ist, die uns verkuͤndet Daniel, so komm, lieber Immanuel. 5. Sanct Simeon wart auch auf dich, und deiner Zukunft freut er sich; er ward auch seiner Bitt ge⸗ waͤhrt, da er sah, was sein Herz begehrt. 6. Er sprach: Nun will ich sterben gern, weil ich gesehn hab meinen HErrn: och soll es nicht gestorben sein, sondern im Frieden fahr ich fein. 7. So warten wir nun auch der Stund, und bit⸗ ten dich von Herzengrund, du wollest nicht ausblei⸗ ben lang, und straf ein⸗ mal die alte Schlang. 8. Der alle Welt ermor⸗ det hat, und kann nicht Luͤgens werden satt, den nimm sammt seiner Laͤ⸗ sterschul, und wirf sie in den feurgen Pfuhl. 9. Dein lieben Kinder warten all, wenn doch ein⸗⸗ mal die Welt zerfall, und wenn des Teufels Reich vergeh, und er in ewgen Schanden steh. 10. Er ists, der deinen Namen schaͤndt, und der die armen Leut verblendt; der boͤse Geist sucht sei⸗ nen Ruhm, und hindert, daß dein Reich nicht komm. 11. Was du befiehlst, das laͤstert er, und tobt dawi⸗ der greulich sehr; was uns beschert dein milde Hand, das naͤhm uns gern der Hbllenbrand. 12. Der Satan laͤßt nicht ab zu wehrn, daß sich so wenig Leut bekehrn: er wendt die Leut von dei⸗ nem Wort und richtet an Haß, Neid und Mord. 13. Der Teufel braͤcht uns gern zu Fall, und wollt uns gern verschlin⸗ gen all; er tracht nach Leib, Seel, Gut und Ehr; HErr Christ, dem rothen Drachen wehr. 14. Die Welt kann nun nicht laͤnger stehn, ist schwach uns erlost; wie hoffen all 792 vermischte geistliche Lieder. schwach und alt, sie muß vergehn; sie kracht an allen Orten sehr, und kann die Last nicht tragen mehr. 15. Die Kreatur nicht laͤnger kann der Eitelkeit sein unterthan, und wollt gern wieder werden frei vons Tuͤrken Mord und Heuchelei. 16. Der Paypst hat sie so hart beschwert und all gut Ordenung verkehrt; drum waͤr sie gern sammt uf deinen Trost. 17. Die alten Vaͤter wart'ten all, wenn du er⸗ scheinst mit großem Schall, mit aller lieben Engel Schaar, drauf wart'ten sie manch hundert Jahr. 18. Ei lieber HErr, eil zum Gericht, laß sehn dein herrlich Angesicht; das Wesen der Dreifaltig⸗ keit. Deß helf uns GOtt in Ewigkeit. Erasmus Alherus. Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. 921 Qiebster JEsu/ hoͤr mein Klagen, meiner Seelen Angstgeschrei; siehe mei⸗ nes Herzens Zagen, stehe mir in Noͤthen bei; mich der Suͤnden Last sehr druͤckt, und mir allen Trost entruͤckt; Tod und Hoͤlle mich erschrecken, und des Himmels Zorn entdecken. 2. IEsu, komm, und hilf mir Armen, 195 mir deine suͤße Huld; du wirst dich ja mein erbarmen, 5 tilgen meine Suͤndenschuld. Treib den Satan fern von mir, oͤffne mir die Gnadenthuͤr. In den tie⸗ fen Jesuswunden hab ich allzeit Trost gefunden. 3. Ich bin ganz und gar verlassen, IEsu, liebster Seelenfreund, laß mich deine Lieb umfassen, die es herzlich mit mir meint; deine Liebe mich erfreut und erquickt in allem Leid: wenn mein Glaub und Hoffnung sinket, deine Lieb mir bald zuwinket. 4. Deinen suͤßen IE⸗ susnamen will ich in mein den(eunden als den edlen Gnadensamen schließen und bewahren rein, dessen himmelsuͤße Kraft, lieblich Manna, Le⸗ benssaft meine Seele soll stets naͤhren, allen Suͤn⸗ denschmerz verzehren. 5. Weichet all, ihr See⸗ lenfeinde, mein HErr IE⸗ sus ist bei mir; weicht, ibr Welt⸗ und Judas⸗ Freunde, JEsum lieb ich fuͤr und fuͤr; seine Treu und Freundlichkeit mir zu helfen ist bereit, wenn mich Todesfurcht umge⸗ ben, und sich enden will mein Leben. b. IEsum will ich stets umfangen, JIEsum lieben allezeit; JEsu will ich stets anhangen hier in dieser Sterblichkeit. Wenn der letzte Tag anbricht, werd ich sehn sein Angesicht, preisen seine Treu und Guͤte ewig mit frohem Gemuͤthe. Alel. V- — Am Lid 9N. E cl Gest di puldt/ M schch ficht 2. ¹H Rß. Nul lschte S i salke Geand, M e Hlsc 3. 0N Meshh Hem, M Er suht“ en N sichts R Bult. J. Dah Heltgküt Glechthhe D chh se h 5. Möt Wum erle Ahht hos Oacht et Asb, Mnl Whthat 0. Sul Murhetz N Web Sohhy Heilohd nach un 7. Er Ram Ahr Duid vo Wͤbieß i Sohth M H . Et .. ——.— indachul Salan fan sn. nit de I danth⸗ Wen hid i⸗ gefunden. su 1 b mfaset, it nir ninʒ mich afth in allen di Glald un t, daneh inket. Iüben A. ill ich i öschrein nadensang h bewahen himmalsit Mannys⸗ 16 Seile fl allen Eh Ole all, ihr Et⸗ in HEtt N mir; ach, Ind Juhtz sum leeh ih seihe Trel schleit mit ekeit, wenn tcht unge⸗ enden will wil h ets Esum liche wilichset jet in Mset Wenn det nhucht, Red in Megestt, Tteu ul nmit stohn Ml bermischte geistliche Lieder. 793 Mel. Uun laßt uns den Leib begraben. 0 Non Adam 922. D her so lan⸗ ge Zeit war unser Fleisch vermaledeit, Seel und Geist bis in Tod ver⸗ wundt, am ganzen Men⸗ schen nichts gesund. 2. Uns hatt umfangen große Noth, uͤber uns berrschte Suͤnd und Tod; wir sunken in der Hoͤllen Grund, und war niemand, der helfen kunnt. 3. GOtt sab auf aller Menschen Staͤdt nach ei⸗ nem, der sein Willen thaͤt. Er sucht ein Mann nach seinem Muth fand aber nichts denn Fleisch und Blut. 4. Denn die rechtschaffne Heiligkeit, Wuͤrdigkeit und Gerechtigkeit hatten sie in Adam verlorn, aus wel⸗ chem sie waren geborn. 5. Als er so groß Siech⸗ thum erkannt, und keinen Arzt noch Helfer fand, dacht er an seine große Lieb, und wie sein Wort wahrhaftig blieb. 6. Sprach: Ich will Barmherzigkeit thun, fuͤr die Welt geben meinen Sohn, daß er ihr Arzt und Heiland sei, sie gesund mach und benedei. 7. Er schwur ein Eid dem Abraham, auch dem David von seinem Stamm, verhieß ihn zu geben den Sohn, und durch ihn der Welt Huͤlfe thun. 8. Er thais auch den Propheten kund, und brei⸗ tets aus durch ihren Mund, davon Koͤnig und fromme Leut sein warteten vor lan⸗ ger Zeit. 9. Ob sie wohl, wie ihr Herz begehrt, des leiblich nicht wurden gewaͤhrt, doch hatten sie im GlaubenTrost, daß sie sollten werden erloͤst. 10. Da aber kam die rechte Zeit, von welcher Jakob prophezeiht, las er ihm eine Jungfrau aus, einm Mann vertraut von Davids Haus. 11. In der wirkt GOtt mit seiner Kraft, schuf vom Blut ihrer Jung⸗ fraͤuschaft das rein und be⸗ nedeite Kind, bei dem man Gnaͤd und Wahrbeit findt. 12. O Christe, benedeite Frucht, empfangen in Keuschheit und Zucht, gebe⸗ nedei und mach uns frei, sei unserHeil, Trost und Arznei. Michgel Weihe Mel. valet will ich dir geben. 0 ů acht auf, 2 5 92 2 ihr Men⸗ schenkinder, ach wachet, wacht recht auf! Wacht auf, ihr frechen Suͤnder, wach auf, du frecher Hauf! Willst du noch lange schla⸗ fen? Die Zeit fleucht wie ein Pfeil, wer seiner Seel will schaͤffen ihr ewig Heil, der eil. 2. Eil, wer da kann ent⸗ rinnen der schweren Hoͤl⸗ lenpein; hast du noch deine Sinnen, o Mensch, denk, was werd sein, die Feu⸗ 34 ero⸗ 79⁴ vermischte geistliche Lieder. ersglut der Hoͤllen dort lei⸗ den ohne Ziel; man kann sichs kaum vorstellen, der Marter ist zu viel. 3. Zu viel sind alle Schmerzen, zu groß ist ihre Qual; doch faßts niemand zu Herzen, das sieht man überall. Wie wills zuletzt ablaufen; man lebt in Tag hinein, in Schlemmen, ressen, Saufen; das End ann nicht gut sein. 4. Gut kanns nicht sein bei denen, die in die Welt verliebt, und bloß danach sich sehnen, was sie fuͤr Lust ausgiebt, Hoffahrt, Fleisch, Augenluͤste zu ih⸗ rem Zweck gesetzt; ach daß doch mancher buͤßte dafuͤr/ das ihn ergoͤtzt! 5. Ergoͤtzst du dich an Dingen, o Mensch, ein Augeublick, die ewig Lei⸗ den bringen, und liebest deinen Strick, der dir das Leben raubet, dich toͤdtet und verkehrt? Kaum einer dieses glaubet, bis er es selbst erfaͤhrt. 6. Zu spaͤt ists, zu er⸗ fahren, was Hoͤll an Ewigkeit; ach willst dus darauf sparen? Thus nicht, heut ists noch Zeit; be⸗ kehre dich von Herzen, daß du der Qual ent⸗ gehst; denk, dann gilt es nicht Scherzen, wann du vorm Richter stehst, 7. Der dir das Urtheil faͤllet, das Leben rund ab⸗ spricht, zum Teufel dich esellet, des ewgen Tods ericht. O Zeter, ach, weh, Jammer, welch Heulen wird da sein, wenn in die Marterkammer der Henker schleyyt hinein! 8. Dahin, wo keine Reue, kein Klagen helfen kann; die Marter geht aufs neue nach tausend Jahren an. Da ist kein Glied so kleine, das nicht sein Leiden hat, der Leib, der fuͤhlt das seine, die Seel auch fruͤh und spat. 9. In großer Furcht und Schrecken, in finstrer lt Dunkelheit wird die Ver⸗ dammten decken Angst, Grauen, Traurigkeit; die Zaͤhne werden klappen vor Frost und großer Hitz, und werden blindlings tap⸗ pen nach einem frischen Sitz. 10. Sie werden ewig fal⸗ len ins Loch, das keinen Grund, und auf einander prallen zusammen in dem Schlund, sich beißen, fres⸗ sen, plagen, sich fluchen, laͤstern stets, der Tod wird sie recht nagen ohn Ende. Seht, so geyts. 11. So geht es den Ver⸗ d fluchten in ihrem Hollen⸗ loch, den Schlemmern und Verruchten, ach glaubets, glaubets doch: wollt ihr dar⸗ an noch zweifeln? so wahr ists, so wahr GOtt; ihr fahret zu den Teufeln, wo ihr dies halt fuͤr Spott. 12. Wacht auf, und laßt euch rathen, thut Buß in diesem Nu; man warnet euch vor Schaden, kehrt euch zu JIEsu zu, daß, wie er euch erkaufet, auch mach von Suͤnden frei, und 9 er Oltttt, 6 fleundich, lh, det und Ralt Rrei Mih 2.dtt Ind hih an hoch kennt,s and yres Sale, E U h/ Heh zth, I II Wun 3. Dit Eihket Bld, g t il I Flasd Oit Ges Hfut vor Hahne/ Hee E uih, K ulgethel .8 MN dar Herglles! Halgete Hal t tt. — Wenn in di er der Hanhe in oo keleuuj helfeh nh; eht gufß ne „Jhaga Hlid so eh U Leden h0 jer fühlt x el auch frth roßch guch en, i ftste wird die Du ecken Mi nucigkeit; flappen y su 00 Hundlingein inem fticht erdenewihft⸗ h/ dad Kang Vauf ahe mmen in ch heßch fe⸗ „sich siten „der Tadnt gen an E etz. cltes dinY. ihtem Holet. Hlammern und sch glulbets, wolttihtdar⸗ fan i waht r tt ih UTufth, w t füt Syht, Rtauf und thut Bu en Cchidel, Lah l, dah ⸗ 6 uuft,dch ö fbei, And. 1 vermischte geistliche Lieder. 795⁵ der Holl entlaufet, er euch sein Geist verleih. Mel. Es woll uns GOtt genädig sein. alle 9 24 5 Woe Weiz⸗ heit in der Welt bei uns hier kaum kann lallen, das laͤßt GOtt aus dem Him⸗ melszelt in aller Welt er⸗ schallen, daß er alleine Koͤnig sei, hoch uͤber alle Goͤtter, groß, maͤchtig, freundlich, fromm und treu, der Frommen Schutz und Retter, ein Wesen, drei Personen. 2. GOtt, Vater, Sohn und heilger Geist heißt sein hochheilger Name; so kennt, so nennt, so ruͤhmt und preist ihn der gerechte Same, Gᷣott Abraham, GOtt Isaak, GoOtt Ja⸗ kob, den er liebet, HErr Zebaoth, der Nacht und Tag uns alle Gaben giebet, und Wunder thut alleine. 3. Der Vater hat von Ewigkeit den Sohn, sein Bild, gezeuget; der Sohn hat in der Fuͤll der Zeit im Fleische sich erzeiget. Der Geist geht ohne Zeit herfuͤr vom Vater und vom Sohne, mit beiden glei⸗ cher Ehr und Zier, gleich ewig, gleicher Krone und ungetheilter Staͤrke. 4. Sieh hier, mein Herz/ das ist dein Gut, dein Schatz, dem keiner glei⸗ chet; das ist dein Freund, der alles thut, was dir zum Heil gereichet; der dich ge⸗ baut nach seinem Bild, fuͤr deine Schuld gebuͤßet, der dich mit wahrem Glauben fuͤllt/ und all dein Kreuz durchsuͤßet mit sei⸗ nem heilgen Worte. 5. Erhebe dich, steig— ihm zu, und lern ihn recht erkennen; denn solch Erkenntniß bringt dir Ruh, und macht die Seele brennen in reiner Liebe, die uns naͤhrt zum ewgen Freudenleben, da, was all⸗ hier kein Ohr gehoͤrt, GOtt wird zu schauen geben den Augen seiner Kinder. 6. Weh aber dem ver⸗ stockten Heer, das sich hier selbst verblendet, GOtt von sich stoͤßt, und seine Ehr auf Kreaturen wen⸗ det! dem wird gewiß des Himimels Thuͤr einmal verschlossen bleiben; denn wer GOtt von sich treibt allhier, den wird er dort auch treiben von seinem heilgen Throne. 7. Ei nun, so gieb, du großer Held, GOtt Him⸗ mels und der Erden, daß alle Menschen in der Welt zu dir bekehret werden; erleuchte, was verblendet geht, bring wieder, was verirret; reiß aus, was uns im Wege steht, und frevent⸗ lich verwirret die Schwa⸗ chen in dem Glauben. 8. Auf daß wir also allzugleich zur Himmels⸗ pfoͤrten dringen, und der⸗ maleinst in deinem Reich ohn alles Ende singen, daß du alleine Koͤnig seist, hoch uͤber alle Goͤtter, GOtt, Vater, Sohn und heil⸗ 34* ger 796 vermischte gerstliche Lieder. ger Geist, der Frommen Schutz und Retter, ein Wesen, drei Personen. Paul Gerhard. Mel. Wer nur den lieben GSOtt läßt walten. Hilllein und 925. Adoch nicht ganz alleine bin ich in meiner Einsamkeit; denn wenn ich ganz verlassen scheine, vertreibt mir IE⸗ bm selbst die Zeit; ich in bei ihm und er bei mir, so kommt mir nich⸗ tes einsam fuͤr. 2. Komm ich zur Welt, man redt von Sachen, die nur auf Eitelkeit der ver⸗ da muß sich lassen der ver⸗ lachen, der etwas von dem Himmel spricht; drum wuͤnsch ich lieber ganz al⸗ lein, als bei der Welt ohn GoOtt zu sein. 3. Verkehrte koͤnnen leicht verkehren, wer greift Pech ohne Kleben an? Wie sollt ich denn dahin bad vere wo man GOtt bald vergessen kann? Ge⸗ sellschaft, die verdaͤchtig scheint, wird oftmals nach dem Fall beweint. 4. Zu dem kann sich ein Mensch verstellen, wer kann in aller Herzen sehn? Man sieht oft heimliche Gesellen, die sich nur nach dem Winde drehn, daß der, so voller Zucker war, bald eine Schlange I4h sein. gebar. 5. Drum kann mir nie⸗ mand hier verdenken, wenn ich in meiner Einsamkeit mich also suche zu be⸗ schraͤnken, daß GOtt al⸗ lein mein Herz erfreut. Die Welt ist voller Trug und List, wohl dem, der GOtt verbunden ist! 6. Ein Weltkind mag Gesellschaft suchen, ich lie⸗ be GOtt in stiller Ruh: und sollten mir die Neider fluchen, so schließ ich meine Kammer zu, und nehme GOtt mit mir hinein, so wird der Reid betrogen sein. 7. Mit GOtt red ich in seinem Worte, und durch sein Wort redt er mit mir; bet ich an einem stillen Orte, so findet er sich bald zu mir; brauch ich in mei⸗ nem Kreuze Rath, er ist, der mich getroͤstet hat. 8. Mach ich im Stillen meine Sachen, so hat er seine Hand bei mir; ich mag nun schlafen oder wachen, so stellt er mir sein Bildniß fuͤr; auch in den Traͤumen spielet er, als wenn ich wachend bei ihm waͤr. 9. Wer wollte denn nun nicht bekennen, daß ich stets in Gesellschaft bin? Und will die Welt mich einsam nennen, so thue sie es immerhin; gnug, daß bei mir, wenn ich allein, GOtt und viel tausend Benfamin Schmolk. An⸗ WK. M Wia 9³5. Sohn fol Rh Re Theon d Ehteh Nienn à i 2.Hoh fonun, M- WI 0 Rerust, Hüßen Inserg Holls uz J. H fürf/ 6 I Stkeit schifen K ste Cieg Nehhe an Me 9 Wit shd Hosen, let hs Mberdeh Kt shd Iu i 0.Hl f uns lssen; Khechts Fslt v umnetz U ald . v0 W0, uhle der. Eamn uyry derkeh,x 0 er Eunh suche 1. aß Gol Herz ast t volley ohl den nden i Weltkinh n suchen, W siillet N. mir die M hließ ich na und U nit hinet, betrogehse Ott reyi te/ und dud edt er mim einem silh ddet er sichdd uch ich inn Ruth, et sehset hat, ich in Etile en, so hot“ bel wair; U schlgfen ge sielt er mieh 1; auch in spielet etK wachend Hain wollte denhhu men, d Heselschis E. de Bet ui nen, so H Ain: guug, W wenn W 5 dil Hult . „ Cämtlt enfawin Sdet . Zum Advent. 797 Anhang geistlicher Lieder. I. Zum Mel. Meinen JEsum laß ich nicht. 4* Sosianna! 92 6. HB Davids Sohn kommt in Zion ein⸗ gezogen. Ach bereitet ihm den Thron, setzt ihm tau⸗ send Ehrenbogen. Streuet Palmen, machet Bahn, daß er Einzug halten kann. 2. Hosianna! sei gegruͤßt, komm, wir gehen dir ent⸗ gegen; unser Herz ist schon geruͤst, will sich dir zu Fuͤßen legen. unsern Thoren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna! Friedens⸗ fuͤrst, Ehrenkoͤnig, Held im Streite, alles, was du schaffen wirst, das ist un⸗ sre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhoͤht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! lieber Gast, wir sind deine uwah⸗ nossen, die du dir erwaͤh⸗ let hast; ach so laß uns unverdrossen deinem Zep⸗ ter zinsbar sein, herrsche du in uns allein. 5. Hosianna! komme bald, laß uns deine Sanftmuth kuͤssen; wollte gleich die Knechtsgestalt deine Ma⸗ jestaͤt verschließen, ei so kennet Zion schon GOttes und auch Davids Sohn. 6. Hosianna! steh uns saft vei, o HErr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir Zeuch zu⸗ Advent. ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Juͤn⸗ er an, der dir nicht ge⸗ bortben kann. 7. Hosianna! laß uns hier an den Oelberg dich begleiten, bis wir einstens fuͤr und fuͤr dir ein Psal⸗ menlied bereiten; dort ist unser Bethphage: Hosi⸗ anna in der Hoͤh! 8. Hostanna! nah und fern, eile bei uns einzuge⸗ hen. Du Gesegneter des HErrn, warum willst du draußen stehen? Hosian⸗ na! bist du da? Ja, du komnist, Halleluiah! Benjamin Schmoli. Mel. Unerschaffne Le⸗ benssonne. Sommst du, 9² 7. K kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und saͤumest nicht, weil du weißt, was uns gebricht, o du starker Trost im Leiden! IEsu, meines Herzens Thuͤr steht dir offen, komm 0 mir. 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Juͤngfraunsohn! meine Sinne spuren schon dei⸗ nen gnadenvollen Segen, deine Wunder⸗Seelenkraft, deine Frucht und Herzens⸗ ö ö 3. Adle mich durch dei⸗ ne Liebe IEsu, nimm mein Fle⸗ 798 Zum Advent. Flehen hin, schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben uͤhe; sonst zu lieben dich, mein Licht, steht in meinen Kraͤften nicht. 4. JIEsu, rege mein Ge⸗ muͤthe, IEsu, oͤffne mir den Mund, daß dich mei⸗ nes Herzens Grund innig preise fuͤr die Guͤte, die du mir, o Seelengast, Le⸗ bens Zeit erwiesen hast. 5. Laß durch deines Gei⸗ stes Gaben, Liebe, Glau⸗ ben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld, mich zu dir sein hocher⸗ haben; dann so will ich fuͤr und fuͤr Hosianna! singen dir. Ernst Christoph Homburg. In eigener Melodie. * WMacht hoch 928. M die Thuͤr/ die Thor macht weit, es kommt der HErr der Herr⸗ lichkeit, ein Koͤnig aller Koͤnigreich, ein Heiland al⸗ ler Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freu⸗ den singt: Gelobet sei mein GOtt, mein Schoͤpfer reich von Rath. 2. Er ist gerecht, ein Helfer werth, Sanstmuͤ⸗ thigkeit ist sein Gefaͤhrt, sein Koͤnigskron ist Heilig⸗ keit, sein Zeyter ist Barm⸗ herzigkeit; all unser Noth zum End er bringt, der⸗ halben jauchzt, mit Freu⸗ den singt: Gelobet sei mein GOtt, mein Heiland groß von That. 3. O wohl dem Land, 9 wohl der Stadt, so die⸗ sen Koͤnig bei sich hat. Wohl allen Herzen insge⸗ mein, da dieser Koͤnig zie⸗ het ein. Er ist die rechte reudensonn, bringt mit ich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein GOtt, mein Troͤster fruͤh und spat. I. Macht hoch die Thuͤr, die Thor macht weit, eur Herz zum Tempel zubereit; die en nckt der Gott⸗ seligkeit steckt auf mit An⸗ dacht, Lust und Freud; so kommt der Koͤnig auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein GOtt, voll Rath, voll That, voll Gnad. 5. Komm, o mein Hei⸗ land IEsu Christ, meins Herzens Thuͤr dir offen ist; ach zeuch mit deiner Gnaden ein, dein Freund⸗ lichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns fuͤhr und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Err, sei ewig Preis und Ehr. Grorg Weissel. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 0a Nun kommt 929. N das neue Kirchenjahr, deß freut sich alle Christenschaar; dein Koͤnig koͤmmt, drum freue dich, du werthes Zion, ewig⸗ lich. Hallelujah. 2. Wir hoͤren noch das Gnadenwort vom Anfang immer wieder fort, das uns 00 Uhthet —. Ael. A ll N 930 sähe. Heochg; dichhicht Ihg und gah Mnd Heöschhel 2. H0 I dek Helatd ö Hirs N. 60 fl schehlisd esohst e Hanen 3. M him ich: R II. Ne d Sut Fyd bei sih gi Herzen mie ec. Hlng se r isi die uche „ heingt n Freud uh lohet neh mTodsier fih hoch die Ah acht wet, u mpel zubentʒ in der Go, t auf mit Ay Ind Freud; bnig auch x il und Lehen Gelobet se „voll Rith, voll Gnod, „o mein Hei⸗ Christ, mens ar dir ofen 9. mit deiner Ren Freund⸗ imz erschen. er Geist uns eit den Weh lgkeit. Dun Hert, sei m Ehr. Georg Biisel, enen ist der 9 Tag. un lommt Zu weihnachten. 799 uns den Weg zum Leben Glauben stets vermehrt, weist: GStt sei fuͤr seine das laß bekleiben, daß wir Gnad gepreist. Hallelujah. dir Lob und Preis sagen 3. GDtt, was uns deine fuͤr und fuͤr. Hallelujah. Wahrheit lehrt, die unsern Johann Olearius. II. Zu Weihnachten. ö ö GOtt ein armer Knecht, mel. Keine Zeel, er-haß er mir den Segen brin⸗ muntre dich. 5. O HéErr JEsu, dein 930* 9 dam hat im Beginnen uͤbersteiget alle Paradies Sinnen. seinen Bund mit GOtt ge⸗ 6. Nimmst du nicht die brochen; GOtt, der ihn Engel an, die sich auch doch nicht verstieß, hat Er⸗ von dir verloren? Was lofung uns versprochen, hat denn der Mensch ge⸗ und nun kommt in seinem than, daß du nur fuͤr ihn Namen der verlangte Wei⸗ geboren? Was kann Fleisch bessamen. und Blut dir geben, daß 2. Komm, mein Helfer wir sollen ewig leben? in der Noth, komm, o 7. Auf, mein Herz, hier Heiland aller Suͤnder; du ist dein GOtt, heiß ihn wirst Mensch, Und bist auch tausendmal willkommen; GOtt, fuͤr uns arme Men⸗deine Suͤnde, deinen Tod schenkinder; denn wer koͤn⸗ hat er schon auf sich ge⸗ te sonst erretten, wenn wir nommen; kuͤnftig wird er keinen JEsum haͤtten? fuͤr dich sterben, und du 3. Ader, GOtt, was wirst den Himmel erben. bin ich doch, daß du dei⸗ 8. Drum so danke wer nen Sohn mir giebest? da kann GOtt dem Vater reicht die Gnade schon so aller Gnaden, betet seinen hoch, wenn du deine Feinde Heiland an, der uns hilft liebest,, was wird sie denn aus allem Schaden. Ehre kuͤnftig geben denen, die sei GOtt in der Höhe, und in Christo leben? des Satans Reich vergehe! — am3 du har dich 18 Caspar Neumann. hast gemacht, hat dich ja vor dem gereuet: wer hae AMlel. Singen wir aus 931: D. ich nun dein Herze freuet, a Christu wenn man deinen Sobn 93 1. D geboren auf Erden sieht zu einem war, freuten sich der En⸗ Menschen werden? gel Schaar, und sungen 5. Ist die Krippe nicht mit Haufen schön: Ehr sei zu schlecht? ist der Stall GOtt im hoͤchsten Thron. nicht zu geringe? wird mein GOttes Sohn ist Mensch ge⸗ 800⁰ Zu Weihnachten. geborn, hat versoͤhnt des Vaters Zorn: freu 10• dem sein Suͤnd ist eid. 2. Die Hirten erschra⸗ ken ganz von des Engels hellem G Mat hoͤrten froͤh⸗ lich neue Maͤhr, daß Chri⸗ stus geboren waͤr. GOt⸗ tes Sohn ist Mensch ge⸗ born, hat versoͤhnt des Va⸗ ters Zon: freu dich, dem sein Suͤnd ist leid. 3. Sie suchten das Kin⸗ delein eingehullt in Win⸗ delein, wie der Engel hat vermeldt, welches traͤgt die ganze Welt. GOttes Sohn ist Mensch geborn, hat ver⸗ soͤhnt des Vaters Zorn: freu sich, dem sein Suͤnd ist leid. 4. Sie funden das Kind⸗ lein zart liegend in der Krippen hart, bei dem Vieh im finstern Stall, welchs die Stern erschaffen all. GoOttes Sohn ist Mensch geborn, hat versoͤhnt des Vaters Zorn: freu sich, dem sein Suͤnd ist leid. 5. Aus der Mutter Brust so rein naͤhret sich das Kin⸗ delein, welches durch sein goͤttlich Kraft allem Vieh sein Futter schafft. GOt⸗ tes Sohn ist Mensch ge⸗ born, hat versoͤhnt des Va⸗ ters Zorn: freu sich, dem sein Suͤnd ist leid. 6. Solch große Barm⸗ herzigkeit laßt uns preisen ezeit, in GoOttsfurcht und Glauben rein, mit Geduld gehorsam sein. GOttes Sohn ist Mensch geborn, hat versoͤhnt des Vaters Zorn: freu sich, dem sein Suͤnd ist leid. Vitus Wolfrum. Hel. HeErr GSott, dich loben alle wir. 0**.„Wies ist der 932. D Tag, den GOtt gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn vreise, was duͤrch IEsum Christ im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Voͤlker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfuͤllet ward; da sandte GOtt von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wun⸗ der fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still, er betet an, und er ermißt, daß GOttes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Suͤnder Gnad erhaͤlt, erniedrigst du dich, HErr der Welt, nimmst selbst an unsrer MenschheitTheil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Dein Koͤnig, Zion, kommt zu dir:„Ich komm, im Buche steht von mir; GOtt, deinen Willen thu ich kommt Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefuͤrst, auf den die Vaͤter hoffend sahn, dich, GOtt Messias, bet ich an. 7. Du, unser Heil und hoͤchstes Gut, vereinest di mit Fleisch und Blut, wir un⸗ — Met Stal R Hek, 0 Weh 5. Gah isli x Heth 11 Heh der d scht sth eih Hele 11. 1 den 6 wetd in ihn rei sum h ud auf Ehrisia Alel. L den müt elun DD n: freh f Züͤnd is 0 Mlus Mahun Golh alle wir Dies is Tx, duͤrch Nu Himmd ist. blker haban ödaß iit rd; d suh seinem Uun er Welt, n. ich diz Uu⸗ will, s sch vor Ehsuich et an, ush e GOtte O t der Eunht „erniedrcshu bek. V st an imtt Theilerschent und wirs unt Rlniz/ on Ich komm, ht von me; Willen th lobt sä, de Hertn! d Mo u„ ut/ gl hofend shn Messat, Hi nsetHel d enief 0Buu, wir 10 ererrr 9 I Zu Weihnachten. 80 unser Freund und Bru⸗ der hier, und GOttes Kin⸗ der werden wir. 8. Gedanke voller Ma⸗ jestaͤt, du bist es, der das Herz erhoͤht. Gedanke vol⸗ ler Seligkeit, du bist es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Suͤnde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhaͤlt. Was agt der Mensch, wenn er ihn schuͤtzt, der in des Vaters Schooße sitzt? 10. Jauchzt Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt, und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem HErrn, ein neues Lied. 11. Dies ist der Tag/ den GOtt gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch JE⸗ sum Christ im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert. AMel. Lobe den HErren, den mächtigen König der Ehren. * Cauchzet, ihr 933 I Himmel,/ frohlocket, ihr englischen Choöre, singet dem HErren, dem Heiland der Menschen zur Ehre; sehet doch da, GOtt will so freundlich und nah zu den Verlor⸗ nen sich kehren. 2. Jauchzet, ihr Him⸗ mel, rohlocket ihr Enden der Erden, GOtt und der Suͤnder die sollen zu Ladeun naun werden. riede und Freud wird uns verkuͤndiget heut: freuet euch, Hirten und Heer⸗ en. 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Hoͤchste hier edich sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget. GOtt wird ein Kind, traͤget und hebet die Suͤnd: alles anbetet und schweiget. ö 4. GOtt ist im Fleische; wer kann dies Geheimniß verstehen! hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen; gehet hinein,—— euch dem Kinde gemein, die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Hoͤch⸗ ster, auch meiner noch wollen gedenken? du willst dich selber, dein Herze der Liebe mir schenken; sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demuth ersenken? 6. Koͤnig der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein am in Liebe verbinde; du sollst es sein, den ich erwaͤhle allein: ewig ent⸗ sag ich der Suͤnde. 7. Suͤßer Immanuel, werd auch geboren inwen⸗ dig; komm doch, mein Hei⸗ land, und laß mich nicht laͤnger elendig: wohne in mir, mach mich ganz Eines mit dir und mich belebe bestaͤndig. 8. Menschenfreund JC. su, dich lieb ich, dich will ich erheben; laß mich doch einzig nach deinem Ge⸗ fallen nur leben; gieb mir auch bald, JIEsu, die Kin⸗ 34* der⸗ 80² Zu weihnachten. dergestalt, an dir alleine zu kleben. Gerhard Tersteegen. Mel. Wacht auf, ihr Christen alle. 93 4* Ihr Christen auserkoren, freut euch von Herzen sehr: der Heiland ist geboren. Recht gute neue Maͤhr! Deß freuen sich dort oben der heilgen Engel Schaar, und GOtt den Vater lo⸗ ben jetzt und fort immerdar. So singen sie mit Schalle: Ihr Christen in gemein, freut euch von Amdel alle ob diesem Kindelein. Euch, euch ist es gegeben, und hat das Heil bereit, daß ihr bei GOtt sollt leben in steter Seligkeit. 3. Kein Mensch sich ja betruͤbe, denn dieses Kinde⸗ lein euch bringet suͤße Liebe: was wollt ihr traurig sein? Den Himmel will er schen⸗ ken, die an ihn glaͤuben fest. Daran sollt ihr ge⸗ denken, euch freuen auf das best. 1 4. Nun seid ihr wohl gerochen an eurer Feinde Schaar; hat zerbrochen, was euch fel St war. Tod, Teu⸗ el, Suͤnd und Hoͤlle sind ganz und gar geschwaͤcht: bei GOtt hat seine Stelle das menschliche Geschlecht. Georg Werner. Mel. von Adam her so lange Zeit. 93 5 Komm, Hei⸗ denheiland, Löͤsegeld, komm, schoͤnste denn Christus Lilje dieser Welt, laß ab⸗ waͤrts flammen deinen Schein, denn so will GOtt geboren sein. 2. Nicht von des Man⸗ nes Kraft noch Lieb, ach nein, bloß durch des Gei⸗ stes Trieb empfaͤngt die keu⸗ sche Jungfrau hierzes wohnt ein göͤttlich Heil in ihr. 3. O Wunder, das kein Mensch versteht, daß eine Jungfrau schwanger geht! der Leib wird schwer durch GOttes Kraft, doch un⸗ verletzt der Jungfrauschaft. 4. Komm an, dir steht der Keuschheitthron schon offen, JEsuGOttes Sohn; komm an/ du zweigestamm⸗ ter Held, geh muthig durch dies Thal der Welt. 5. Du nahmest erdwaͤrts deinen Lauf, und stiegst auch wieder himmelauf; dein Abfahrt war zum Hoͤllenthal, die Ruͤckfahrt in den Sternensaal. 6. O hoöchster Fuͤrst, dem Vater gleich, besieg hier dieses Fleisches Reich; denn unsers siechen Leibes Haft sehnt sich nach deiner Him⸗ melskraft. 7. Es glaͤnzet deiner Krippen Strahl, ein Licht leucht durch dies finstre Thal, es giebt die Nacht so hellen Schein, der da wird unverloͤschlich sein. Johann Franck. In eigener iCsul * IEsulein 936*0. sulein mild, Feins Vaters Willn hast du erfuͤllt; bist kommen aus dem Him⸗ mel⸗ I nilich i Paihe War uu JGsllan; 0 Ru kohmh Himmab mo i oWil n ma. 4. 97 Ghust in m5 Af Wfali slle nid 5„90 sllen Leh an Rinuns lir summ: 0 . — et Welt, 0 nn so wil an 0 ht von hugh t noch geys dutch dd empfangeh uhiereng Hel z zundet, ih ersieht, N schwanger irdschwerst draft„ doch v Junafraushh. m an, N sh heitthton sch uGOutsShy du wahesunn eh muthiz dut der Wel. ahmesterbnit If, und fist er himmalaß hrt war in die Rülshtt mnensaal siet Fürs, xn h/ besieh hit hes Reisch: dent in Heibes Haft damnet Him⸗ nzet deiner hl, ein dicht Red füste bt M Nocht hhi, d N schlich sei Nhann Frand. t Waehh Willech shhHN. ins Det hu effült; dem Hin⸗ ssel Zu Weihnachten. 803 melreich, uns armen Men⸗ schen worden gleich: o IE⸗ sulein suß, o JEsulein mildl 2. O IEsulein suͤß, o IeEsulein mild, deins Va⸗ ters Zorn hast du gestillt; du zahlst fuͤr uns all un⸗ ser Schuld, und bringst uns in deins Vaters Huld: o JEsulein suͤß, o JEsu⸗ lein mild! 3. O JEsulein suͤß, o IEsulein mild, mit Freud hast du die Welt erfuͤllt; du kommst herab vons Himmels Saal und trost uns in dem Jammerthal: o IEsulein suͤß, o IEsu⸗ lein mild 4. O JEsulein suͤß, o IEsulein mild, sei unser Schirm und unser Schild: wir bitten durch dein Gburt im Stall, beschuͤtz uns all fuͤr Suͤndenfall: o JIEsulein suß, o IE⸗ sulein mild!! 5. O JIEsulein suͤß, o IEsulein mild, du bist der Lieb ein Ebenb'ld; zuͤnd an in uns der Liebe Flamm, daß wir dich loben alle⸗ samm: o JeEsulein suͤß, o IEsulein mild! 6. O IEsulein suͤß, o IEsulein mild, hilf, daß wir thun alls, was du willt: was unser ist, ist alles dein, ach laß uns dir befohlen sein: IE⸗ sulein suͤß, o IEsulein mild! Valentin Thilo. Mel. Mein Freund zer⸗ schmelit aus Lieb in sei⸗ nem Slute. 937*0 Liebe, die den Him⸗ mel hat zerrissen, die sich . mir ins Elend nieder⸗ ieß: was fuͤr ein Trieb hat dich bewegen muͤssen, der dich zu mir ins Jam⸗ merthal verwies? Die Liebe hat es selbst gethan/ sie schaut als Mutter mich in meinem Jammer an. 2. Die Liebe ist so groß in deinem Herzen, daß du fuͤr mich das groͤßte Wun⸗ der thust; die Liebe macht dir meinetwegen Schmer⸗ zen, daß du bei mir nur unter Dornen ruhst. O unerhoͤrter Liebesgrad, der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat! 3. Die Liebe ist mein An⸗ verwandter worden: mein Bruder ist selbst die Barm⸗ herzigkeit. Der Gottheit Quell lebt nun in mei⸗ nem Orden: die Ewigkeit vermaͤhlt sich mit der Zeit. Das Leben selbst ist Mensch Zeborn, der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verlorn. 4. In ihm wird nun die Menschheit ausgesoͤhnet, die Reinigkeit der Seelen wiedervracht; sie wird als Braut der GOttheit nun gekroͤnet, da sie der Him⸗ mel seibst so angelacht. Die Menschheit wird nun ganz erneut, und als ein reiner Thron der GOtt⸗ heit eingeweiht. 5. Die Weisheit spielt nun wieder auf der Erden, dadurch das Paradies im Menschen gruͤnt. Nun koͤnnen wir aus GOtt ge⸗ boren werden, weil die Ge⸗ 80⁴ Zu weihnachten. Geburt des HErren dazu dient. Die wohl geborne Seele spuͤrt, daß sie ein ander Geist aus ihrem Ursprung ruͤhrt. 6. Kein Elend kann nun unser Herz besiegen: Im⸗ manuel ist bei uns in der Noth. Ich darf ja nur die Gnaͤdenquelle ruͤgen, so dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer haͤngt mir nur noch an, der mir in Chri⸗ do doch nicht schaͤdlich verden kann. 7. Die Suͤnde kann mich auch nicht mehr verdam⸗ men, dieweil sie seldst durch ihn verdammet ist. Was schaden nun der See⸗ len ihre Flammen, weil Christi Blut und Wasser in sie fließt? Immanuel loͤscht ihren Trieb: er laͤßt die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. 8. Ich habe nun ein ewig Leben funden, viel Reich⸗ hum, Ehr und Wohllust schenkt er mir: ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, den ich in mir nit Liebeswirkung spuͤr. Ich bin vergnuͤgt und ganz gestillt, weil mich der lau⸗ 5 Strom der Hernichkeit E u t. 9. Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, rfreue dich in dieser Lie⸗ esmacht. Des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt dich wieder, und der Ver⸗ lust ist voͤllig wiederbracht. O, ewig, ewig wohl ist mir, daß ich in Christo nun ein Wohlgefallen spuͤr! Christian Friedrich Richter. Mel. Singen wir aus Herzensgrund. * underba⸗ 938. WrerGa⸗ denthron, GOttes und Marien Sohn; GOtt und Mensch, ein kleines Kind, das man in der Krippen findt; großer Held von Ewigkeit, dessen Macht und Herrlichkeit ruͤhmt die ganze Christenheit. 2. Du bist arm, und machst zugleich uns an Leib und Seele reich; du wirst klein, du großer GOtt, und machst Hoͤll und Tod zu Spott. Aller Welt wird offenbar, ja auch deiner Feinde Schaar, daß du, GOtt, bist wun⸗ derbar. 3. Laß mir deine Guͤt und Treu taͤglich werden immer neu; GOtt, mein GOtt, verlaß mich nicht, wenn mich Noth und Tod ansicht. Laß mich deine Herrlichkeit, deine Wun⸗ derguͤtigkeit schauen in der Ewigkeit“ Joh. Olearius. Mel. Esus, meine Zuversicht. 2(Eine Heerde 939. E und ein Hirt! wie wird dann dir sein, o Erde, wenn sein Tag erscheinen wird? Freue dich, du kleine Heerde, mach dich auf und werde Licht: IEsus haͤlt, was er verspricht. 2. Huͤ⸗ lehtt hin Ium Tehe mmnches on dir 0 Alee He Nias Act. 1. Rehelft entothe Sohnde send an In m lht; N. 4 getl 3. G Ahas Hebanez Whelgel W Wfsas uh I A dersprt 63 et halt, w. Dr. Friebr Hlel. al 9—0 sien, N Wan redrid Ra zen wir gun 18grund. Murdhe Dtercn GOttes u bn; GOtuh kleines gh u der Krxg der Held dessen M. heit ruͤhnth ienhet, bist arm, mn leich unz u Zeele teicht k 1, du gh dd machsi gl u Spott. Me H offenbar/ A einde Schth Oit/ bist U nir deine Gil taglich vehg fl/ mil laß nich nih, Noth und L0 aß mich den „deine Wul⸗ schauen in bet . Olearius. us, meint rcsicht. We Heekke üund a uid dumn Ve/ Wenn soh NSt lane Hand If cl hůlt/ W 20 Zu Weihnachten. SIIIIIIIT 80⁵ 2. Huͤter, ist der Tag erschienen: noch fern? Schon ergruͤnt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet daͤmmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht; IEsus haͤlt, was er verspricht. 3. Komm, o konim, ge⸗ meine Seele will so gern dir an deinem Feste dienen. Nimm doch, nimm doch Ae an, was ich Armer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin; so treuer Hirt, daß die Nacht ist dirs die liebste Gabe. zum Tage werde; ach wie Laß es auch bewaͤhrt und manches Schaͤflein irrt fern rein in dem Kreuzesofen von dir und deiner Heerde! Kleine Heerde, zage nicht; IEsus haͤlt, was er ver⸗ spricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Mor⸗ genrothes Helle, und der Sohn der Wuͤste kniet dur⸗ stend an der Lebensquelle; ihn umleuchtet Morgen⸗ licht; IEsus haͤlt, was er verspricht. 5. Graͤber harren auf⸗ gethan; rauscht, verdorrete Gebeine; macht dem Bun⸗ desengel Bahn; großer Tag des HErrn, erscheine! IEsus ruft: Es werde Licht! IEsus halt, was er verspricht. 6. O des Tags der Herr⸗ lichkeit! IEsus Christus, du, die Sonne, und au Erden weit und reit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht! IEsus haͤlt, was er verspricht. Dr. Friedrich Adolph Krummacher. Mel. Meinen IJEsum laß ich nicht. 940. IEsiu, großer Wunder⸗ stern, der aus Jacob ist 941·.0 sein. 3. Nimm den Weih⸗ rauch des Gebets, laß den⸗ selben vor dir tugen; Herz und Lippen sollen stets, ihn zu opfern vor dir lie⸗ gen. Wenn ich bete, nimm es auf, und syrich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; ach mich schmerzet meine Suͤnde! Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde, und nun froͤh⸗ lich sprechen kann, JIEsus nimmt mein Opfer an. Erdm. Neumeister. Mel. Errett mich, o mein lieber Erre. daß doch bald dein Feuer brennte, du unaus⸗ sprechlich Liebender, und bald die ganze Welt er⸗ kennte, daß du bist Koͤnig, Gᷣott und Herr. 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme jetzt hier jetzt dort in Ost und West, dir, dem fuͤr uns erwuͤrg⸗ tem Lamme, ein herniich Pfingst⸗ und Freudenfest. . Und noch enrzuͤnden dim⸗ 806 machen Durstge freudetrun⸗ ken, und heilen Suͤnd⸗ und Höͤllenschmerz; 4. Verzehren Stolz und Eigenliebe, und sondern ab, was unrein ist, und mehren jener Flamme Trie⸗ be, die nur den großen Ei⸗ nen kuͤßt. 5. Erwecke, laͤutre und vereine des ganzen Chri⸗ stenvolkes Schaar, und mach in deinem Gnaden⸗ scheine dein Heil noch je⸗ dem offenbar. 6. Du unerschoͤpfter Quell des Lebens, all⸗ maͤchtig starker Gottes⸗ hauch, dein Feuermeer stroͤm nicht vergebens; ach zuͤnd in unsern Herzen auch. 7. Schmelz alles, was Zu Weihnachten. ——— Himmelsfunken so man⸗ ches kalte, todte Herz, und IEsuchrist, Davids Sohn, dein Reich soll ewig waͤh⸗ ren, im Himmel ist dein Thron: bilf, daß allhier auf Erden den Menschen weit und breit dein Reich bekannt mog werden zur Seelen Seligkeit. ö 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, weil du ihnn bist bekannt. Der neu Stern auf dich weifet, dazu das goͤttlich Wort, drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. „Du bist ein großer Koͤnig, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtesi du gar wenig vergaͤnglich Gut und Geld, prangst nicht auf theurem Rosse, traͤgst keine guͤldne Kron, sitzst sich trennt, zusammen,/ und baue deinen Tempel aus; h laß leuchten ö Flammen durch deines Ba⸗ deine heilgen Hoh nicht in steinernm Schloffe ier hast du Spott und ohn. 4. Doch bist du schön ge⸗ ters ganzes Haus. zieret, dein Glanz erstreckt 8. Beleb, erleucht, er⸗ waͤrm, entflamme bald die ganze, weite Welt, und zeig dich jedem Voͤl⸗ kerstamme als Heiland, Friedefuͤrst und Held. 9. Dann toͤnen dir von Millionen der Liebe Ju⸗ bel⸗Harmonien, und alle, die auf Erden wohnen, tigkeit. Frommen schuͤtzen durch sich weit, dein Guͤt allzeit doch ffl oriret um dein Gerech⸗ Du wollst die dein Macht und Gewalt, daß sie im die Bosen stuͤrzen bald. Frieden sitzen, 5. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf; dein Guͤte knien vor den Thron des schenk mir Armen und segne Lammes hin. Johann Ludwig Fricker. Mel. Herzlich thut mich d meinen Lauf. Mein Fein⸗ den wollst du wehren, dem Teufel, Suͤnd und Tod, verlangen. 9⁴42²⁷ O ler Ehren, aß sie mich nicht verseh⸗ ten: rett mich aus aller Koͤnig al⸗Noth. 6. Du wollst in mir ent⸗ zuͤn⸗ I tig • Hed He, W welch en dchübet hichl. nicht di Finssen 2. D Weichen i Ne A B deinen N die Leu die Rn gen, wash nnt. Dan h wesehnn Won, In ig preise, j Hott i ein gusn 15 die Sal ch achtff anglch Rangst nst Rose, nij Kron, sst um Schloß Spott in du schbgg ahz ersret Gut all in Gekech⸗ Wolss de en durch ö Gewall, es sshen, bab⸗ dich men an Moch deh Güt nundsege Mrin Felh chren, dem und W ct bersch guß alle mirent⸗ un⸗ Zu weihnachten. 80⁷ zuͤnden dein Wort, den schb⸗ nen Stern, daß falsche Lehr und Suͤnden sein von meinm Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen Koͤnig nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Böhm. In eigener Melodie. 2* erde licht/ 9⁴ 3· Won Stadt der Heiden, und du Sa⸗ lem, werde licht; schaue, welch ein Glanz mit Freu⸗ den uͤber deinem Haupt an⸗ bricht! GOtt hat derer nicht vergessen, welch im Finstern sind gesessen. 2. Dunkelheit die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein an⸗ ders ist zu gleichen, wel⸗ ches alle Ding erhaͤlt. Die nach diesem Lichte sehen, duͤrfen nicht im Finstern gehen. 3. Ach wie waren wir verblendet, ehe noch dies Licht brach an! Ja, da hatte sich gewendet schier vom Himmel jedermann; unsre Augen und Geber⸗ den klebten boͤslich an der Erden. 4. Irdisch waren die Ge⸗ danken, Thorheit hielt uns gar verstrickt, Satan macht uns schaͤndlich wanken, wahre Tugend lag verruͤckt, leisch und Welt hatt uns etrogen und vom Himmel abgezogen. 5. Finsterniß fand sich auf Erden, finster war es in der Lehr, alles wollte finster werden, so daß auch des Hoͤchsten Ehr und der Wahrheit unterdessen in dem Finstern ward ver⸗ gessen. 6. GOttes Rath war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, je⸗ dem fehlt es an dem Licht/ das zum rechten Himmels⸗ leben seinen Glanz uns sollte geben. 7. Aber wie hervorge⸗ gangen ist der Aufgang aus der Hoͤh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinwegge⸗ trieben, daß nichts Dunkles uͤbrig blieben. 8. IEsu, reines Licht der Seelen, du vertreibst die Finsterniß, welch in die⸗ ser Suͤndenhoͤhlen unsern Tritt macht ungewiß; JE⸗ su, deine Lieb und Segen leuchten uns auf unsern Wegen. ö 9. Nun, du wollest hie verbleiben, liebster JEsu, Tag und Nacht, alles Fin⸗ stre zu vertreiben, das uns so viel Schreckens macht; laß uns nicht im Dunkeln waten, noch ins Hoͤllen Meer gerathen. 10. Liebster JIEsu, laß uns leuchten dein erfreu⸗ lichs Angesicht, laß uns deine Gunst befeuchten, wenn das Kreuzfeur auf uns sticht, laß uns ja wie Christen handeln und in dei⸗ nem Lichte wandeln. 11. Schenk uns, HErr, das Licht der Gnaden, das ein 8⁰⁸ Zur Passion. ein Licht des Lebens ist, ohne welches leicht in Schaden fallen kann ein Pietes ar Christ; laß uns ieses Licht erfreuen, wenn wir aus der Tiefe schreien. 12. Dieses Licht laͤßt uns nicht wanken in der rechten Glaubensbahn. Ewig, HeErr, will ich dir danken, daß du hast so wohl gethan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 13. Gieb, HErr IEsu, Kraft und Staͤrke, daß wir dir zu jeder Zeit durch be⸗ liebte Glaubenswerke fol⸗ gen in Gerechtigkeit und hernach im Freudenleben 1. als die Sterne schwe⸗ en. 14. Dein Erscheinung muͤß erfuͤllen mein Ge⸗ muͤth in aller Noth; dein meine Serl muͤsse stillen meine Seel auch gar im Tod. HErr, in Freuden und in Weinen musse mir dein Licht erscheinen. 15. IEsu, laß mich end⸗ lich gehen freudig aus der boͤsen Welt, dein so helles Licht zu sehen, was mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schoͤnsten Klarheit wohnen. Joh. Rist. III. Zur Mel. HeErr JEsu Christ, meins Lebens Licht. * Ver du, HErr 944. DaeftRuh und Rast in deinem Gral gehalten hast: gieb, daß wir in dir ruhen all, und un⸗ ser Leben dir gefall. ö 2. Verleih, o HErr, uns Staͤrk und Muth, die du erkauft mit deinem Blut; und fuͤhr uns in des Him⸗ mels Licht zu deines Va⸗ ters Angesicht. 3. Wir danken dir, o GOtteslamm, getoͤdtet an des Kreuzes Stamm; laß ia uns Suͤndern deine Pein ein Eingang in das Leben sein. Georg Werner. Mel. O Trauricheit, o Herzeleid. 945½ Passion. Ruh, in deines Grabes Hoͤhle, und erweckest durch den Tod meine todte Seele. 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du mei⸗ nes Lebens Leben, dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Ach bist du kalt, mein Aufenthalt! Das macht die heiße Liebe, die dich in das kalte Grab durch ihr Feuer triebe. 4. O Lebensfuͤrst, ich weiß, du wirst mich wie⸗ der auferwecken: sollte denn mein glaͤubig Herz vor der Gruft erschrͤcken? 5. Sie wird mir sein ein Kaͤmmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt: doch wird Ii 1 N 7. MM. 0 N0 , N Afl, W serlah n Td henken. Iu eiht 900 Hthah womst he unt An ich M fenlond hast zu: arhigtt Hibe i0 dem D Ind dul schlageh Hellhe Hesthe Rhn Adt du Wö heß hitte Mtl. —5 9² Herren derure sus hek Todenl cht biß Phus .Mil Soh Lut ery deh auc Itenascg ö Stameshn — —3— = — r, in nen musin scheintt, „,laß nichch reudig au dein so E hen, wahn ist bestelty unter Keu nsten Klaht N. M. . eines Geh erweckesthot he todte Sil senkt dich ⸗ Pein, du mi leben, dich sengrab, di ungeben. hufalt, meh Daß mach „ die dich ij 10 durch iht nöfürst, i0 Amich W⸗ eken: sl lubig Hen schtoͤeen ö vird mit ih klei, liege/ Wl 00 UU1 hesiege. 1 hetlich äsitht de I Zu Ostern. 809 wird er aufersseben/ und in ganz verklaͤrter Zier aus dem Grabe gehen. 7. Indeß will ich, mein IEsu, dich in meine Seele senken, und an deinen bit⸗ tern Tod bis in Tod ge⸗ denken. Salomon Franck. In eigener Melodie. 946 W gethan, mein Volk, und 2. Habe ich doch Pha⸗ rao und seine Reuter ge⸗ stuͤrzt ins Meer: und du hast mich uͤberantwortet den Hohenpriestern und den Heiden. Habe ich dich doch gespeiset mit Manna und getraͤnket von dem Wasser des Felsen in der Wuͤste: und du hast mich ge⸗ traͤnket mit Galle und Essig. Heiliger HErre GOtt! Heiliger starker Gott! womit habe ich dich belei⸗Heiliger barmherziger Hei— digt? Antworte mir! Habe land! du ewiger GOrt ich dich doch aus Aegyp⸗ laß uns nicht versinken in tenland gefuͤhrt: und du hast zur Geißelung über⸗ antwortet deinen Heiland. Habe ich dich doch aus dem Diensthause erloͤset: und du hast ans Kreuz ge⸗ schlagen deinen Erloͤser. Heiliger HErre GOtt! Heiliger sarker GOtt! Heiliger barmherziger Hei— land! du ewiger GOtt! laß uns nicht versinken in des bittern Todes Noth! 3. Was habe ich dir gethan, mein Volk, und womit habe ich dich be— leidigt? Antworte mir! Heiliger HErre GOtt! Heiliger starker GOtt: Heiliger barmherziger Hei— land! du ewiger Gott! laß uns nicht versinken in des bittern Todes Noth! Christian Carl Josias Bunsen, nach dem Lateinischen. des bittern Todes Noth! . Zu Sfem er dafuͤr hoch gepriesen. Mel. JEsus, meine Denn es kommet in der Zuversicht. That, was sein Mund ge⸗ 947 A*. mein redet hat. A Herz, des 3. Unsre Schulden sind HErren Tag hat die Nacht wohl groß: aber doch ist der Furcht vertrieben, Chri⸗Gott vergnuͤget, denn stus, der begraben lag, ist im mein Buͤrge kommet los, Tode nicht geblieben. Nun⸗der fuͤr mich im Grabe mehr bin ich recht getrdsit, lieget. Aller Zorn ist ab⸗ IEsus hat die Welt erlbst. gelehnt, und der Mensch 2. Nunmehr ist er GOt⸗mit GOtt versoͤhnt. tes Sohn, und hat dieses 4. Sterben war der klar erwiesen. Allen Fein⸗ Sunden Sold; nun ist den auch zum Hohn, rastuase unser Leben, ür uͤr 81¹⁰ Zu Ostern. fuͤr mich nicht Geld noch Gold, sondern sich selbst hat gegeben; und sein Auf⸗ erstehen macht, daß ich jetzt kein Sterben acht. 5. Sterbe, wer da ster⸗ ben kann, IEsum werd ich doch behalten; darum liegt mir wenig dran, ob die Meinen auch erkalten: wenn man alle Welt be⸗ graͤbt, weiß ich noch, daß IEsus lebt. 6. Ja, wenn GOtt mich selber ruft, daß ich werde sollen sterben, fuͤrcht ich mich vor keiner Gruft, ich will doch den Himmel erben; denn mein Simson hat bei Nacht Grab und Himmel aufgemacht. 7. Dieser Erstgeborne lebt, den wir alle Bruder nennen, dessen Herz an meinem klebt, der sich nicht von mir will trennen. Dar⸗ um hat es keine Noth, weil nun JEsus nicht mehr todt. 8. Tod, wo ist nun deine Kraft? Hoͤlle, wo sind deine Ketten? Hier ist GOtt, der Huͤlfe schafft, hier ist einer/der kann retten, wenn gleich unser Fleisch und Bein lange wird verwe⸗ set sein. 9. HeErr, dies glaub ich dir zu Ruhm, und mein Trost ist nicht ver⸗ gebens; denn ich bin dein Eigenthum, gleich wie du mein Fuͤrst des Lebens. Dir sei auch viel Dank bereit jetzund und in Ewig⸗ keit. Caspar Neumann. In eigener Melodie von des Todes Banden. Deß freuet sich der Engel Schaar, singend im Him⸗ mel immerdar Hallelujah. 2. Der fuͤr uns sein Leben in Tod hat gegeben, der ist nun unser Oster⸗ lamm, deß wir uns freuen allesammt. Hallelujah. 3. Der, ans Kreuz ge⸗ hangen, kein Trost konnt erlaltgen, der lebet nun in Herrlichkeit, uns zu ver⸗ treten stets bereit. Halle⸗ lujah. 4. Der so ganz verschwie⸗ gen zur Hoͤllen gestiegen, den wohlgeruͤstten Starken band, der wird nun in der Hoͤh erkannt. Hallelujah. 5. Der da lag begraben, der ist nun erhaben, und sein Thun wird kraͤftig erweist und in der Chri⸗ stenheit gepreist. Hallelujah. 6. Er laͤßt nun verkuͤnden Vergebung der Suͤnden, und wie man die durch rechte Buß nach seiner Ordnung suchen muß. Hal⸗ leluiab. 7. O Christe, Osterlamm, speis uns heut allesammt, nimm weg all unsre Mis⸗ sethat, daß wir dir singen fruͤh und spat Hallelyjah. Michael Weiße. Mel. Herr Sott, dich loben alie wir. 9 49* Erinnre dich/ mein Geist, erfreut des hohen Tags der Herrlichkeit; halt im Gedaͤchtniß IEsum Christ, der von dem Tod erstan⸗ den ist. 2. Fuͤh ft K huuedteh ., fthle Mlt. 3. Sc. ihne Sterhel seht undh Hekeint, d 4. Moe Hahdt i 90 sst 6 ein Nn seihem sch, Helt d evig HEtt, x I mein! 7. M sroh unt W ie, ud fülcht l hj Müesch 8. Di himmel a wohn Iud dll Detttau Heische 9 ethekt wir unin Hallehnt ans Kun in Teos er lebet yz uns 6 ganz bershy oͤlen geüght ruͤsten Snt wird nun iy It. Halaagth da lag behnth exhabet witd kit d in det Hi Feist. Haleg nun vetkun der Sushe nan die duh 5nach sens schen muß. Hi⸗ 1, Offenlamm Pallammt Uunste Mi⸗ dit di singeh st Hallehesh Mahatl Dafß * GOtt, 0 alle wit (Pinnte mah Gif à e Af chhetz ht k Iumlrt m Tod erlun 2. 00 Zu Ostern. 81¹ 2. Fuͤhl alle Dankbar⸗ keit fuͤr ihn, als ob er heute dir erschien, als spraͤch er: Friede sei mit dir! so freue dich/ mein Geist, in mir. 3. Schau uͤber dich und bet ihn an, er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrscht mit GOtt vereint, und ist dein Köͤ⸗ nig und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist und der da war; sein Name sei gebenedeit von nun an bis in Ewig⸗ keit. 5. O Glaube, der das Herz erhoͤht! was ist der Erde Majestaͤt, wenn sie mein Geist mit der ver⸗ gleicht, die ich durch GOt⸗ tes Sohn erreicht? 6. Vor seinem Thron, in seinem Reich, unsterb⸗ lich, heilig, Engeln gleich und ewig, ewig Kecl sein: HErr, welche Herrlichkeit ist mein! 7. Mein Herz erliegt froh unter ihr; Lieb und Verwundrung kaͤmpft in mir, und voll von Ehr⸗ furcht, Dank und Pflicht fall ich, GOtt, auf mein Angesicht. S. Du, der du in den Himmeln thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst/ und du erfuͤllst einst mein Vertraun, in meinem Fleische dich zu schaun. 9. Ich soll, wenn du, des Lebens Fuͤrst, in Wol⸗ ken goͤttlich kommen wirst, erweckt aus meinem Gra⸗ be gehn und rein zu dei⸗ ner Rechten stehn. 10. Mit Engeln und mit Seraphim/ mit Thro⸗ nen und mit Cherubim, mit allen Frommen aller Zeit soll ich mich freun in Ewigkeit. 11. Zu welchem Gluͤck, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Christenthum! Mit dir gekreuzigt, GOt⸗ tessohn, sind wir auch auferstanden schon. 12. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir schul⸗ dig bin, damit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde stets erneu. 13. Er ists, der alles in uns schafft; sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt im Gedaͤchtniß IE⸗ sum Christ, der von dem Tod erstanden ist. Christlan Fürchtegott Gellert. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. AErstanden ist 950. der heilge Christ, der aller Welt ein Heiland ist, das zeugen uns die Engel fein, die den Frauen erschienen sein. Hallelujah. 2. Als sie fruͤh kamen zu dem Grab, und brach⸗ st,ten koͤstlich Salben dar, bekuͤmmert waren um den Stein, den niemand waͤl⸗ zen konnt allein: Hallelujah: 3. Da thaͤt sich auf des Grabes Thuͤr, und stund ein schͤner Engl dafur. Er sprach: Was kommt— al⸗ 81² Zu Ostern. also fruͤh? Den jetzt ihr sucht, der ist nicht hie. Halleluiah. 4. Er ist erstanden sicher⸗ lich mit Sieg des Tods gewaltiglich. Besucht das Grab, ihr findt nicht mehr, denn die Grab⸗Tuͤcher lie⸗ gen leer. Hallelujah. 5. So geht nun hin und glaͤubet mir, ihr werdt den HErren sehen schier, solchs sagt sein Juͤngern und Petro, damit sie wie⸗ der werden froh. Halle⸗ lujah. 6. Deß freu sich nun ein jeder Christ, daß IE⸗ sus auferstanden ist, wel⸗ cher fuͤr uns am Kreuze starb, und uns seins Va⸗ ters Huld erwarb. Halle⸗ lujah. 7. Der lebt und herr⸗ schet uns zu gut, der Tod ihm nicht mehr Schaden thut. Er giebt Weisheit, Gerechtigkeit, Erlöͤsung und die Seligkeit: Hallelujah: 8. Allen, die zu ihm Zuflucht han, und ihn mit Glauben rufen an. Ach IEsu Christ, des Todes Tod, komm uns zu Huͤlf in Sterbens Noth. Hal⸗ lelujah. Melch. Vulpius. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 951.WJüne deinem Gra⸗ be, du großer Osterfuͤrst, weil ich die Hoffnung ha⸗ be, daß du mir zeigen wirst, wie man kann froͤh⸗ lich sterben, und froͤhlich aufersiehn, auch mit des Himmels Erben ins Land des Lebens gehn. 2. Du liegest in der Erde, und hast sie einge⸗ weiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehöͤrt. 3. Du schlaͤfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du druͤckst die Augen zu: so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei: wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon ruͤcken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. 5. Du faͤhrest in die Hoͤhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich ehe, da ich dich finden ann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da wacten Him⸗ melskronen in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! ich will mich dir ergeben in meiner letzten Noth. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft; da werd ich schon erwa⸗ chen, wenn deine Stim⸗ me ruft. 7. Du wirst den Oel⸗ berg Iuh uch ih, nun dehee r llul, voh dch weckel. E in sehgHh Ne Zubekst 2. WI u Risch Hegebeh; auch ich Hellscheh, 0ft etfl syrchtʒ M hesicht. 3. Wül dergagt /l GdtteßE ghesigt er 0 0 Waslft in h st w N imen, ganhes Le . il n Lüs Er herlaß sscht; die escht, .Ns Rehiß, n Ion IEu n Arben IU Oh chn. iehest in v hest si eig sich kyrthg sch mah ge t/ auch i lager, U taub verneht och guegggg gehbt. lafes u n ich autht sem Orn hit; e Augen zu f nicht gnun hesichtbetgch wohl schauch Seite steht Brab wat woh ch brichstdue in mich derda bin ichdemnog itst den Sten „der auchmn t; da wehih det mich bon fihtet i N igest mir R Mich erdch 9 dich fnde is es scher aunet Gaanz wacten Hun⸗ dendt Hand anes Lebefh Nänes Tolt will mich dt. meinet lhte will mein Beh int lebeGust schon erut⸗ Hbeine Sti⸗ Wsi den Oll beh Zu Ostern. 813 berg zeigen, wo man gen Himmel faͤhrt; da will ich froͤhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems Friedenshaͤuser; da heißts Victoria! da traͤgt man Siegesreiser; ach waͤr ich nur schon da! Benjam. Schmolk. Mel. Esus, meine Zuversicht. r JEsus lebt, 95². mit ihm auch ich, Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Todten aufer wecken. Er verklaͤrt mich in sein Licht; dies ist mei⸗ ne Zuversicht. 2. IEsus lebt, ihm ist das Reich uͤber alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. GOtt erfuͤllt. was er ver⸗ spricht; dies ist meine Zu⸗ versicht. 3. IEsus lebt, wer nun verzagt, laͤstert ihn und GOttes Ehre; Gnade hat er zugesagt, daß der Suͤn⸗ der sich bekehre. GOtt verstoͤßt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. „. IEsus lebt, sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben; reines Her⸗ dan will ich sein und en Luͤsten widerstreben. Er verlaͤßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zu⸗ versicht. 5. IEsus lebt, ich bin gewiß, nichts soll mich von IEsu scheiden, keine JEsus Macht der Finsterniß, keine Herrlichkeit, kein Leiden; er giebt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zu⸗ versicht. 6. IEsus lebt, nun ist der Tod mir ein Eingang in das Leben; welchen Trost in Todesnoth wird es meiner Seele geben, wenn sie glaͤubig zu ihm spricht: HErr, HErr, mei⸗ ne Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert. Mel. HErr Christ, der einig SOtts-Sohn. a* WMein Fels 953. M hat uber⸗ wunden der Hoͤlle ganzes Heer, der Drache liegt ge⸗ bunden; die Suͤnde kann nicht mehr mich durchs Gesetz verdammen; denn alle Zornes⸗Flammen hat IEsus ausgeloͤscht. 2. Auf denn, mein Herz, und bringe dem Heiland Dank davor, vertreib die Furcht und schwinge im Glauben dich empor. Wirf des Gewissens Nagen, dein Sorgen und dein Zagen in Christi leeres Grab. 3. I IEsus auferstan⸗ den, mit Herrlichkeit ge⸗ schmuͤckt, so bist du ra en Banden des Todes mit entruͤckt. Kein Fluch ist uͤbrig blieben, die Quit⸗ tung ist geschrieben, daß alles sei bezahlt. 4. Ach willst du noch nicht glauben, du unge⸗ wisser Geist? Welch Teu⸗ fel kann dirs rauben, was dir verheißt, der Licht, 81⁴ Zur Himmelfahrt Licht, Kraft, Fried und Leben geneiget ist zu ge⸗ ben, als seines Sieges Frucht. 5. Wohlan denn, Fuͤrst des Lebens, ich bring dir, was ich hab, ich matte mich vergebens bei meinen Wunden ab. Ich kann sie nicht verbinden; soll ich Genesung finden, du mußt sie ruͤhren an. 6. Gieb meinem Glau⸗ ben Klarheit, zu sehn, HErr die Fesseln sind entzwei; des Werk⸗Bunds Donner⸗ keile, des Satans Feuer⸗ pfeile zermalmt mein Glau⸗ bensschild. 10. Hast du den Tod verschlungen, verschlin ihn auch in mir. Wo du bi durchgedrungen, da laß mich folgen dir. Erfuͤlle mein Verlangen und laß den Kopf der Schlangen in mir zertreten sein. 11. Den Goötzen Eigen⸗ IEsu Christ, daß du Weg, liebe, das ist das Seelen⸗ deben, Wahrheit, daß du Gift, zerstoͤr in mir und mir alles bist. Die finstern giebe, daß alle Fleisches⸗ Wolken theile der Zwei⸗Trift, die dich ans Kreuz felung und heile des Glau⸗ geheftet, ganz moͤge sein bens duͤrre Hand. entkraͤftet durch deines 7. Laß mich 0. Auem 12. Kraft. ger wanken gleich einem 12. Lebst du, laß mich Rohr im Wind, besaͤnftge auch leben als Glied an die Gedanken, die voller deinem Leib, daß ich gleich Unruh sind. Du bist der Stuhl der Gnaden; wer muͤhsam und beladen, den rufst du ja zu dir. 8. Ich will nicht mehr vergeblich bei mir mich halten auf; ich finde nichts erheblich, zu hemmen mei⸗ nen Lauf zu deinen offnen Armen, die ganz dein frei Erbarmen mir angelweit aufthut. 9. Ich darf dem Ab⸗ grund pochen auf deine Macht und Treu. Die Riegel sind zerbrochen, einem Reben an dir, dem Weinstock, bleib. Gieb Geistes⸗Saft zur Nah⸗ rung; gieb Staͤrke zur Be⸗ wahrung der Pflanzung deiner Hand. 13. Leb in mir als Pro⸗ phete und leit mich in dein Licht, als Priester mich vertrete. Mein Thun und Lassen richt, um deinen ganzen Widlen als Koͤnig e erfuͤllen. Leb, Christe eb in mir. Friebrich Adolph Lampe. V. Zur Himmelfahrt. In eigener Melodie. uns hernieder? Den Tro⸗ IA* hrist fuhr ster, den heiligen Geist, dem 954. C auf gen solln wir glauben aller⸗ Himmel was sandt er smeist. aunnih Chri⸗ Tess ostht', Had, Il dah Wil Relchh, H. 3. Wit sicht unme ingandel V 1 ö Chtst, Ha 4. Hi Hallg Chii WadtenHäl lunth, Hal⸗ lahsh, Liz Iu nhtnt 935• manuel seh Funheunde Zonhgge uihrt, Ah Rit Hmmi auhes deben u te t B 2.Siikte muttett di uit Fruude Gost: W Herfüßet R Rißet aus Iummet un Ruß uscte den hal Ichim We 3. Halt Lledden fi Ne Ruthe! husz hitte Uuliher; sign in Stuß l A EEA + PPITTTT T Zur Himmelsahrt. Bunde domg Sttunt Fn Imtmend e 1„ vecshl mik. Wo vihl en, d dik. Eri ingen und der Schlht keten sein Gbten daß Selz 2 in mit in alle Fleihh ich antz Kti n möge si urch deine tt. du, laß mich als Glich g doß ich gliih an dit, dem llib, Gick t hur Nah tatle zur B er MI n j mit als MM it mich in da Priester nt ein Thun „um auh en als gch Leb, Chise Adolph Lnz. ———— hrt. 4 OL enGef, den lachen alek luit 81⁵ 2. Christus unser Hei⸗ land sitzt zur rechten GOt⸗ tes Hand, vertritt das arm menschlisch Geschlecht, daß wir durch ihn werden gerecht. Hallelujah. 3. Waͤr er nicht hin⸗ gangen, der Troͤster waͤr nicht kommen; seit daß er hingangen ist, so habn wir den Geist durch IEsum Christ. Hallelujah. 4. In Himmel fuhr der heilig Christ, der aller Welten Heiland ist. Halle⸗ lujah, Hallelujah, Halle⸗ lujah. Cbristephorus Solius. In eigener Melodie. * Winer ist Koͤ⸗ 955. E nig, Im⸗ manuel sieget, bebet ihr Feinde, und gebet die Flucht. Zion hingegen sei innig ver⸗ gnuͤget, labe dein Herze mit himmlischer Frucht; ewiges Leben, unendlichen but r Freude die Fuͤlle at er uns beschieden. 2. Staͤrket die Haͤnde, er⸗ muntert die Herzen, trauet mit Freuden dem ewigen GOtt: IEsus, die Liebe versuͤßet die Schmerzen, reißet aus Aengsten, aaus Jammer und Noth; ewig muß unsere Seele genesen in dem holdseligsten, lieb⸗ lichen Wesen. 3. Halte, 9 Seele, im Leiden fein stille, schlage die Ruthe des Vaters nicht aus; bitte und schbyfe aus adttlicher Fuͤlle Kraͤfte zu siegen im Kampfe und Strauß; Fluten der Truͤb⸗ sal verrauschen, vergehen: IEsus, der Treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet? Auf, und erhebe dein sinkendes Haupt! Siehe die Sonne der Freuden erscheinet tau⸗ sendmal heller, als du es geglaubt. IEsus der lebet, die Liebe regieret, die zu den Quellen des Lebens dich fuͤhret. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; JE⸗ sus, der bittet: Kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle fließen die Stroͤme des Lebens allhier. Trin⸗ ket, ihr Lieben, und wer⸗ det erquicket: hier ist Erloͤ⸗ sung fuͤr alles, was druͤcket. 6. Streitet nur unver⸗ zagt, seht auf die Krone, die euch der Koͤnig des Himmels anbeut; selbsten Jehovah wird Siegern zum Lohne: wahrlich dies Klei⸗ nod verlohnt sich den Streit; streitet nur unver⸗ zagt, seht auf die Krone, selbsten Jehovah wird Sie⸗ gern zum Lohne. 7. Herrliches Laͤmmlein, da, da wird man sehen eine gewaltige siegende Schaar deine unendliche Hoheit er⸗ hoͤhen, alles, was Odem hat, ruft: Er ists gar. Sehet, wie Kronen und Thronen hinfallen; hoͤret, wie donnernde Stimmen erschallen: 8. Reichthum, Kraft, Weisheit, Preis, Staͤrke, Lob, Ehre GOtt und dem Lamm, und dem heiligen Geist. .‚.SSS‚IEEE‚‚‚‚‚‚—— Z —————— 816 Zur Himmelsahrt. Geist! Wenn ich da stuͤnde, o wenn ich da waͤre! sprin⸗ get ihr Bande, ihr Fesseln zerreißt. Amen, die Liebe wird wahrlich erhdren. Alles, was in mir ist, lobe den HErren! Anendorf. Mel. Heut triumphiret SOtles Sohn. EEH* s faͤhret heu⸗ 336. Eil GOttes Sohn hinauf zu seines Va⸗ ters Thron: Hallelujah, Hallelujah! er gehet ein zur Herrlichkeit, die uͤber⸗ all ist ausgebreit. Hallelu⸗ jah, Hallelujah! 2. Er hat zerstoͤrt des Teufels Macht, sein Heer erlegt und umgebracht: Hallelujah, Hallelujah! wie mit Gewaͤlt ein starker Held im Treffen seine Fein⸗ de faͤllt. Hallelujah, Hal⸗ lelujah! 3. Zwing unser Fleisch, HErr IEsu Christ, der du der Süunder Heiland bist: Hallelujah, Hallelu⸗ jah! daß wir, indem du uns machst rein, theilhaf⸗ tig deines Sieges sein. Hallelujah, Hallelujah! 4. Laß sein den Feind in uns gedaͤmpft, weil du uns hast das Heil erkaͤmpft: Hallelujah, Hallelujah! uilg aus sein Werk, daß er nicht mehr sich wider unsre Seel empoͤr. Halleluiah, Hal⸗ lelujah! 5. Zeuch und fuͤhr uns mit dir zugleich als GOttes Kinder in dein Reich: Hal⸗ lelujah, Hallelujah! da wir ein ewigs Freudenlied dir aufzuopfern sind be⸗ muͤht. Hallelujah, Hal⸗ lelujah! 6. GOtt Vater sei von uns gepreist, sammt dei⸗ nem Sohn und heilgen Geist: Hallelujah, Halle⸗ lujah! der heilge unsrer Seelen Grund, damit dir danke Herz und Mund. Hallelujah, Hallelujah! Mel. JEsu, der du meine Seele. (Troßer Mitt⸗ 937. G ler, der zur Rechten seines großen Va⸗ ters sitzt, und die Schaar von seinen Knechten in dem Reich der Gnaden schuͤtzt, den auf dem er⸗ habnen Throne in der koͤ⸗ niglichen Krone alles Heer der Ewigkeit mit verhull⸗ tem Antlitz scheut! 2. Dein Geschaͤft auf die⸗ ser Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollen⸗ det sollen werden, das ist gaͤnzlich ausgemacht; da du bist fuͤr uns gestorben, ist uns Gnad und Heil er⸗ worben, und dein siegreich Auferstehn laͤßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Geschaͤfte in dem obern Heiligthum, die erworbnen Segenskraͤfte durch dein Evangelium allen denen mitzutheilen, die zumThron der Gnade eilen; nun wird uns durch deine Haͤnd Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werthe Namen traͤgest du auf dei⸗ ner Brust, und an de ge⸗ — Wch r 1 M W ö Nehltt d W. Raud, 0 ant hlae ir N Dleh; e Whl 3„ Dohte er Anech Nchorchel, Oen v t bran NWö5 un Vnt ö Ww er nicht ohne, M Sum, Ih Binma int, 6, W sches⸗Mj den allt Ve nen Schule hu dich hor! Had mit Sl Ween für Iu cheinel Hl Marg stlben& I. Mer nů Mie von det Hlel. Sren meine D 3 938• led Kinder, Rerschen hratmenS Glt mit ⸗ duer Trbsier u euch in rach will g mit hungen Ich segeh, X lonfen s) Halllunh, tt Battt fhg Eist, samm! hn und i llelunh, h r heilge un rund/ damt. I3 und M „ Halleloh JEsu, det) ne Seele. (Vroßer 6 let, d eines 1 und die Sche u Khlechten l h der Guchg en auf dem e. hrone in derk drone gller hy lit mit berhul scheut! eschaft auf di ind dem Opfe tʒ Wod volle⸗ verden, das f Hemacht; dah à gestorben, und Hel6 Hein ssegret laht uns in 1. ist dieses x in dem olen die erworhnn te dulch M. b,dieumeheh elenz em denne Hond hn agewardt 4oles wech Hes Huaf du i Zu Pfingsten. 81⁷ gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; du vertrittst die an dich glauben, daß sie dir ver— einigt bleiben, und bittst in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt gehoͤrchen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen uͤber ihrem Elend bricht: daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er aͤndre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten hin. 6. Zwar in deinen Flei⸗ sches⸗-Dagen, da die Suͤn⸗ den aller Welt dir auf dei⸗ nen Schultern lagen, hast du dich vor GOrt gestellt, bald mit Seufzen, bald mit Weinen fuͤr die Suͤnder zu erscheinen; o mit wel⸗ cher Niedrigkeit batest du zur selben Zeit. 7. Aber nun wird deine Bitte von der Allmacht un⸗ terstuͤtzt, da in der voll⸗ kommnen Huͤtte die ver⸗ klaͤrte Menschheit sitzt; nun kannst du des Satans Klagen majestaͤtisch nieder⸗ schlagen, und nun macht dein redend Blut unsre boͤse Sache gut. 8. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Va⸗ ter dar, und machst lieb⸗ reich und bescheiden dein Verlangen offenbar, daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben, und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fiehn. 9. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligthum so viel Treu an uns bewiesen, dir sei Ehre, Dank und Ruhm. Laß uns dein Verdienst ver⸗ treten, wenn wir zu dem Vater beten sprich fuͤr uns in letzter Noth, wenn den Mund verschließt der Tod. J. J. Rambach. VI. Zu Pfingsten. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 958³⁷5 Menschen all, freuet euch, ihr armen Suͤnder, jauchzet GOtt mit großem Schall: euer Troͤster koͤmmt zu euch, der euch in sein Freuden⸗ reich will aus diesem Jam⸗ mer bringen, helfen froͤh⸗ lich siegen, ringen. 2. Unsers Herzens Trost reuet euch, ihr GOt sicht. tes Kinder, freuet euch, ihr ist kommen, GOttes Geist, das Freudenlicht, der Be— schirmer aller Frommen, unser Schutz und Zuver⸗ Preiset seine Guͤt und Treu, die noch alle Morgen neu, so wird er euch allen geben, hier und dort mit ihm zu leben. Job. Olearius. Mel. JEsu, meines Le⸗ bens Leben. 959. Girumeen 35⁵ Soh⸗ 81⁸ Zu Pfingsten. Sohne/ gleicher Majestaͤt und Kraft in dem hoͤchsten Him̃elsthrone, gieße neuen Lebenssaft in mein Herz, Seel und Gemuͤthe, daß der Reichthum deiner Guͤte und die Staͤrke deiner Hand, aun mir Schwachen werd erkannt. 2. Komm, erleuchte mei⸗ ne Sinne, komm, durch⸗ strahle den Verstand, daß TD die Finsterniß zerrinne und nicht nehme Lalen Ain Oeffne meiner Seelen Au⸗ gen, daß sie zu erkennen taugen der Geheimniß tie⸗ fen Grund, die uns lehret Christi Mund. 3. Niemand ohne dich verspuͤret reiner GOttes⸗ liebe Brunst; wen nicht deine Gnade ruͤhret, den bethöret eitler Dunst; kom̃, ach komm! mein Herz ent⸗ zuͤnde, daß ich nichts in mir empfinde, als der Liebe heiße Glut, die allein in IEsu ruht. 4. Laß mich alles Eitle hassen, da die Welt sich drin verliebt, und mit Lie⸗ besarmen fassen, dem sich Seel und Geist ergiebt, IEsum, den die keuschen Seelen sich fuͤr ihren Schatz erwaͤhlen, daß ich dessen 05— allein und zu eigen mnoge sein. 5. Ach/ der Unflath mei⸗ ner Suͤnden ist dir mehr als mir bewußt! Du al⸗ lein, HErr, kannst ergruͤn⸗ den, wie die angeborne Lust, die von Adam ist er⸗ erbet, Leib und Seele hat verderbet; drum so steure Fleisch uud Blut, das sonf nichts als Boͤses thut. 6. Gieb mir Kraft zu widerstehen, wenn die boͤse Lust sich regt. Laß es nimmermehr geschehen, daß ich werde gar erlegt; steh mir in dem Kampf lch Seiten, hilf mir ritterlich bestreiten diesen Feind, der in mir wohnt, und mit od und Hoͤlle lohnt. 7. Du bist heilig, laß mich werden rein und hei⸗ lig immer mehr; tbͤdt die Glieder, die auf Erden wi⸗ derstreben deiner Ehr. Laß mich in dem neuen Leben wachsen und dahin bestre⸗ ben, daß die Seel mit GOttes Bild auf ein neues werd erfuͤllt. 8. Touen wenn ich soll durchs Leiden meinem Hei— land folgen nach, und zu meines HErren Freuden re un durch viel Ungemach: eite mich durch deine Guͤte, daß mein Geist, Seel und Gemuͤthe loͤbe dich in sü⸗ ßem Ton, sammt dem Va⸗ ter und dem Sohn. Gottfried Hoffmann.(E 1728 Mel. Liebster JEsu, w sind hier. (tt, du haft 960. G in deinem Sohn mich von Ewigkeit erwaͤhlet. Sende nun von deinem Thron, was noch meinem Heile fehlet; und beh⸗ mir des Geistes Ga⸗ en, sodann werd ich alles haben. ö 2. Ach ich bin lebendig todt und zum Guten Hur⸗ ver⸗ Wshre Ren e n W5 D² Rathe deh n . Ttabbe Maht flal Imel. Da OOtt h 8 Iauft! R6 0 i el m Das Fheit er 4. Wön 13 uuf M h aß danN. I allen gieh mt W Rügch 5. Sf Hs heh/ 1H eheht f mit Nl Ianine Hoch hoch d Stunden f Is Wun . Monze i ihn als sinan Libe seh 1 x ih ich ez al x ich gm „Heezu n Glaut ind die ⸗ st mir. in Lafl Gich mir D 10 0 Feude Salf m Wl, 10 Blut, x 6 5 Bises fl ieb mir Kust, sel, wemm Ri kegt. Laß seht geshh werde gir uh in dem Hany hilf mit tteh diesen Fen wohnt, und Hlle lohn hist hellg, den tein unhl meht; that die auf Erdenz deiner Ehr. H em neuen da nd dohin Hün die Seel m ild auf einnag llt. sch wenn ichsl en meinem ⸗ unch/ Ind Erten Fleuber Riel Ungemach Irchdene Güt Gest). Seel lobe dich il s sammt dem Y. m Sehh. offmann.(HE ster Msthyr d hier. Wott, A 6 in dn von Enst Sende nu Hron, W N eile fehler A 3 Geistes ward ih 0 Ui la im Gun 96 Zu Pfingsten. 819 verloren. Heilger Geist, mein HErr und GoDtt, mache du mich neugeboren; denn das Fleisch ist mein Verderben, und kann nicht den Himmel erben. 3. Treibe weg die finstre Nacht meiner irrigen Ge⸗ danken. Daͤmpfe das, was GoOtt veracht, halte die Vernunft in Schranken, daß ich anders nicht, als gerne, selbst von dir die Weisheit lerne. 4. Was mein Herze dicht und tracht, ist von Jugend auf nur boͤse; aber hilf, daß deine Macht mich auch von mir selbst erloͤse; und zu allen guten Dingen gieb mir Wollen und Voll⸗ bringen. 5. Schaffe mir ein vei⸗ nes Herz, daß ich stets an GOtt gedenke, und mich oft mit Reu und Schmerz uͤber meine Suͤnden kraͤnke; doch nach den betruͤbten Stunden fuͤhre mich in IEsu Wunden. 6. Pflanze mich daselbst in ihn als ein Glied an seinem Leibe, und wenn ich sein eigen bin, hilf mir/ daß ich es auch bleibe; er sei Stock, und ich die Rebe, daß ich ganz in IEsu lebe. 7. Hierzu bitt ich diese drei, Glauben, Hoffnun und die Liebe; steh au sonst mir also bei, daß kein Teufel mich betruͤbe. Gieb mir Demuth, Fried und Freude, und auch Sanftmuth, wenn ich leide. 8. Hilf mir reden recht und wohl, auch zuweilen gar nichts sagen, hilf mir beten, wie ich soll, hilf mir auch mein Kreuze tra⸗ gen. Wenn es Zeit ist, hilf mir sterben, und da⸗ bei den Himmel erben. Kasp. Neumann. Mel. werde munter, mein Semüthe. —0 Ott/ gieb 961. G einen mil⸗ den Regen, denn mern Herz ist duͤrr wie Sand; Vater, gieb vom Himmel Segen, traͤnke du dein durstig Land. Laß des heilgen Geistes Gab uͤber mich von oben ab wie die starken Stroͤme fließen und mein ganzes Herz durch⸗ gießen. 2. Kann ein Vater hier auf Erden, der doch bos ist von Natur, seinen lie⸗ ben Kindern geben nichts als gute Gaben nur: soll⸗ test du denn, der du heißt guter Vater, deinen Geist mir nicht geben, und mich laben mit den guten Him⸗ melsgaben? 3. IEsu, der du hin⸗ gegangen zu dem Vater/ sende mir deinen Geist den mit Verlangen ich er⸗ warte, HErr, von dir. Laß den Troͤster ewiglich bei mir sein, und lehren mich/ in der Wahrheit fest zu stehen und auf dich im Glauben 1361 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein, und sei tausendmal willkom⸗ men; laß mich deinen Tem⸗ 39* vel 8²⁰ Zu Pfi ngsten. pel sein. Saͤubre du nur selbst das Haus meines Herzens; wirf hinaus alles, was mich hier kann schei⸗ den von den suͤßen Him⸗ melsfreuden. 5. Schmuͤcke mich mit deinen Gaben, mache mich neu, rein und schöͤͤn; laß mich wahre Liebe haben, und in deiner Gnade stehn. Gieb mir einen starken Muth, heilige mein Fleisch und Blut; lehre mich vor GOtt hintreten, und im Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben: dir zu Ehren soll mein Sinn dem/ was himm⸗ lisch ist, nachstreben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn dich im hoͤchsten Himmels⸗ thron ich erheben kann und preisen mit den suͤßen Engelweisen. Maurit. Kramer. Mel. HErr, ich habe mißgehandelt. * Gomm, du 962.& sanfter Gnadenregen, komm, du Geist der Herrlichkeit, komm, du Segen aller Segen. Mache du mich selbst bereit, dich mit war⸗ tendem Verlangen hier be⸗ gierig zu empfangen. 2. Fuͤlle mich mit dei⸗ nen Gaben. Ach, komm selbst zu mir herein; denn ich muß dich selber haben. Laß mich deine Wohnung sein, laß in deinem Licht mich sehen und aus Kraft in Kraͤfte gehen. 3. So kann ich den HErrn erkennen, der mein Gottversoͤhner ist, und ihn freudig Heiland nennen, meinen HErrn und mei⸗ nen Christ. Ja, so darf ich Abba beten und als Kind zum Vater treten. Friedrich August Weihe. Mel. HErr Nsu Christ, dich zu uns wend. 1* heilger 963. O Geist/ du Taost GOtt, du hoͤchster Troͤster in der Noth, von Herzensgrund ich ruf dich an, wollst meine Bitt nicht fehlen lan. 2. Ach sei mein Trost und Zuversicht, laß mich in Suͤnd verzagen nicht; wend ab von mir des Fein⸗ des List, erhalt mich fest an IEsum Christ. 3. Daß ich demselben allezeit treulich zu dienen sei bereit, und ihn in wah⸗ rem Glauben rein erkenne fuͤr den Heiland mein. 4. Leit mich auf rechter, ebner Bahn christlich mein Lebn zu stellen an, daß ich nach dieser Sterblich⸗ keit erlangen moͤg die ewge Freud. Mel. Ein feste Burg ist unser SOtt. * IEsu, ei⸗ 964. O nig wahres Haupt der heiligen Ge⸗ meine, die an dich, ihren Heiland, glaubt und nur auf dir alleine als ihrem Felsen steht, der nie unter⸗ geht, wenn gleich die ganze Welt à sll elhl Asl. 2 Huftln; ekelner N. pohleh seh Ingettern Iud Abendn net Ih v igket k der Zat il hleibe. 3. Hff'l ler Zut m zen Rehen, Licht Rr e mz Hößetg Buße ithfl hellen Se Glauben me den Mocht fromme Eh 4. H l Hee Gl, Heh Wiger. Huch getto üz schbete geh: gied u keit, Rß! Led on dun mg Helgg Hei! hlkez 9. Aufeu Watekz Haus Guddenhtt Rens Dl srahle se heinet he z Siche Feinde Tir Munschten en armen 5. Ewat Ghhei e herthe; S Iunn ich nnen, der neh ner if, eiland gang un W N/ i u beten um Vater ttan h Augus U r Miu ehpl uns wen, hich Gess tt, du hah. der Noth/ wv ud ich ruf d eine Bitt nih sei men Tu sicht, laß nit herzagen nich mir des ger chalt mich fi Cris. ich demsele alch zu dien und ihn in wi en riin etke eiland mei mich auf rchh R. christichn stellen an, jeser Sellt en mög dih feste Hul! er GOll NI n T hellgen A en dich, K glaubt Hee ds H . der Rut geichdegh W * .......——————————4— Zu Pfingsten. 821 Welt zertruͤmmert und zer⸗ faͤllt: erhoͤr, erhoͤr uns, IEsu. 2. Laß uns, dein kleines Haͤufelein, das sich zu dir bekennet, dir ferner anbe⸗ fohlen sein; erhalt uns ungetrennet. Wort, Tauf und Abendmahl laß in sei⸗ ner Zahl und ersten Rei⸗ nigkeit bis an den Schluß der Zeit zu unserm Troste bleiben. 3. Hilf, daß wir dir zu aller Zeit mit reinem Her⸗ zen dienen; laß uns das Licht der Seligkeit, das uns bisher geschienen, zur Buße eraͤftig sein und zum hellen Schein, der unsern Glauben mehrt, der Suͤn⸗ den Macht zerstoͤrt, und fromme Christen machet. 4. Laß uns beim Evan⸗ gelio Gut, Blut und Le⸗ ben wagen. Mach uns da⸗ durch getrost und froh, das schwere Kreuz zu tra⸗ gen; gieb uns Bestaͤndig⸗ keit, daß uns Lust und Leid von dir nicht schei⸗ den mag, bis wir den Ju⸗ beltag bei dir im Himmel halten. 5. Auf unsers Landes⸗ vaters Haus geuß von dem Gnadenthrone den Segen deines Blutes aus; um⸗ strahle seine Krone mit deiner Herrlichkeit, ihm zur Sicherheit, zu seiner Feinde Trutz, und zum ge⸗ wuͤnschten Schutz uns sei⸗ nen armen Kindern. 6. Ervarm dich deiner Christenheit; vermehre dei⸗ ne Heerde; fuͤr uns, dein armes Haͤuflein, streit, daß es erhalten werde; den Aergernissen wehr; was dich haßt, bekehr; was sich nicht beugt, zerbrich: mach endlich seliglich an aller Voth ein Ende. ö 7. Ach IEsu, ach wir bitten dich in deinem JE⸗ susnamen: erhoͤr, erhör uns gnaͤdiglich; sprich, JE⸗ su, Ja und Amen. Willt du üns IEsus sein, sind wir, IEsu, dein: so halt dein IEsuswort, und laß uns hier und dort daruͤber jubiliren. Jobann Mentzer. Mel. Erhalt uns, Err, bei deinem Wort. * Mett, o HErr 965 R IEsu, rett dein Ehr, das Seufzen deiner Kirchen hoͤr; der Feind Anschlaͤg und Macht dane die jetzt verfolgen eine Lehr. 2. Groß ist ihr List, ihr Trutz und Macht, sie fah⸗ ren hoch daher mit Pracht. All unsre Hoffnung wird verlacht: wir sind bei ihn wie nichts geacht. 3. Vergieb uns unsre Missethat: vertilg uns nicht, erzeige Gnad. Beweis den Feinden in der That, es gelte wider dich kein Rath. 4. Steh deinem kleinen Haͤuflein bei: aus Gnaden Fried und Ruh verleih; laß jedermann erkennen frei, daß hier die rechte Kirche sei. 5. Laß sehn, daß du seist unser GOtt, der unsre Feinde setzt zu Spott, wirft 8²² Zu Pfingsten. wirft ihre Hoffahrt in den Koth und hilft den Sei⸗ nen aus der Noth. Johann Heermann. Mel. JEsu, meine Yreude. chmuͤckt das 966. S Fest mit Maien, lasset Blumen streuen, zuͤndet Ovfer an; denn der Geist der Gna⸗ den hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn; nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil erfuͤllen und den Kummer stillen. 2. Troͤster der Betruͤb⸗ ten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rath und That, starker GOttesfinger, Frie⸗ densuͤberbringer, unser Ad⸗ vokat: gieb uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine theuren Gaben nach Ver⸗ gnuͤgen laben 3. Laß die Zungen bren⸗ nen, wenn wir IEsum nennen; fuͤhr den Geist empor; gieb uns Kraft zu beten, und vor GOtt zu treten, sprich uns selber vor; gieb uns Muth, du hoͤchstes Gut, troͤst uns kraͤfsiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Helles Licht, erleuchte, klarer Brunn, befeuchte unser Herz und Sinn; Gnadenoͤl, erquicke; dein Magnet entzuͤcke bis zum Himmel hin; baue dir den Tempel hier, daß dein Heerd und Feuer brennet, wo man GOtt bekennet. 5. Guͤldner Himmelsre⸗ gen, schuͤtte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Stroͤme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfaͤllt; und ver⸗ leih, daß es gedeih, hun⸗ dertfaͤltig Fruͤchte bringe, und ihm stets gelinge. 6. Schlage deine Flam⸗ men uͤber uns zusammen, wahre Liebesglut! laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, daͤmpfe Fleisch und Blut; laß uns doch das Suͤndenjoch nicht mehr wie vor diesem zie⸗ hen, und das Boͤse flie⸗ hen. 7. Gieb zu allen Din⸗ gen Wollen und Vollbrin⸗ gen, fuͤhr uns ein und aus: wohn in unsrer Seele, und des Herzens Hoͤhle sei dein eigen Haus. Wer⸗ thes Pfand, mach uns be⸗ kannt, wie wir IEsum recht erkennen und GOtt Voter nennen. 8. Mach das Kreuze suͤße, und im Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Huͤgeln uns mit Glaubensfluͤgeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Noth, mit uns will zu Felde liegen, daß wir froͤhlich siegen. 9. Laß uns hier indes⸗ sen nimmermehr vergessen, daß wir GOtt verwandt. Dem laß uns stets dienen, und im Guten gruͤnen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werther Hort, bei den gruͤnen Himmels⸗ maien ewig uns erfreuen. Benjam. Schmolk. In 961.8 nalhe Mol r uicht di Eir ud umsch/s hescsch. R I enn K ugluchnt, ah wi chen nit Te n Rie wil al wen 20 2. eht ten f Kled st w shbn,d ferne: Hd iht Fßt sn Wut, n stht; iht nuß abaken Ad, Hen eol llct Bal W 3. D th Duchen 30 Küld eh Toben Heklorn, e5! Algen⸗ e Hiel Reh hil Wuj Etdeg De Miltet Sllen, doch dIchütel, un sck sein. Altl, Ein ist uns 905• Chufs f · 1 +Oieh chenfehr ö iehen, de 0 Ldeh, du Fruͤchte hihh ets geling, ge deine Flz Ind zusampy Sglut! laßhh ehen guch chen, dan Blut; laß uͤndenioch or diesem das Bose sj zu allen Du und Vollhyy⸗ u ein und alz unstet Calt ns Hl NHalls. Wet nach uns be⸗ wir Wsum en und GO . Di Kreh im Finsternf er Ucht Huͤgeln m ensflugeln n nicht, wunz hte Noth. M Felde lhl hlich stge, uns hiet il meht vetgesh 30ͤt verda uns stetz Resc Iten gruͤnehh har Land, K werther Hun ünen Hunmh II azan Beniam. Schmiel Benjam. 80 * Ehr und I*——TTI I I— Zu Pfingsten. 8²3 In 4— 1 ic m Sie ist mir 967.— lieb, die werthe Magd, und kann ihr nicht vergessen; Lob, Zucht von ihr man sagt, sie hat mein Herz besessen. Ich bin ihr hold; und wenn ich sollt groß Ungluͤck han, da* nicht an: sie will mich deß er⸗ getzen mit ihrer Lieb und Treu an mir, die sie zu Kirche dauern. Nicht Men⸗ schenwitz, noch Macht und List zerstoͤren ihre Mau⸗ ern. Der starke GOttes⸗ Sohn hoch auf des Va— ters Thron, der bleibt ihr Schutz und Hort; vor seinem Geist und Wort fliehn alle Hoͤllenmaͤchte. 2. Preis dir, o Kirchen⸗ oberhaupt, noch waͤhret deine Gnade. So lang an dich die Kirche glaubt, mir will setzen und thun verderbet sie kein Schade. all mein Begier. 2. Sie traͤgt von Gold Christ, daß so rein ein Kron, da leuch⸗ihr bist, dein Dank dir, HErr JEsu daß du noch bei Licht und ten in zwoͤlf Sterne; ihr Recht ihr goͤnnst, sie noch Kleid ist wie die Sonne zu segnen brennst. Wohl schoͤn, das glaͤnzet hell und uns des Segensfuͤrsten! ferne; und auf den Mond 3. Mit deinem Wot, ihr Fuͤße stahn; sie ist die mit deinem Biut, das un⸗ Braut, dem HErrn ver⸗ aufloͤslich bindet, hast du traut; ihr ist weh und ihr Haus, trotz Sturm muß gbaͤren ein schoͤnes und Flut, auf Felsengrund Kind, den edlen Sohn und gegruͤndet. Die Kirche aller Welt ein HErren, waͤhltest du zum Sitze ö dem sie ist unterthan. deiner Ruh; du schmuͤcktest 3. Das thut dem alten sie mit Heil, gabst ihr zum Drachen Zorn, und will Erb und Theil die reichen das Kind verschlingen; Himmelsguͤter. sein Toben ist doch ganz 4. O sei und bleib ihr verlorn, es kann ihm nicht Schutz und Hort zur Welt⸗ gelingen: das Kind ist doch versuchungsstunde. Es gen Himmel hoch genom⸗schall in ihr dein Kreuzes⸗ men hin, und laͤsset ihn wort mit Kraft aus aller auf Erden fast sehe wuͤthen. Munde. Erhalte dir zum Die Mutter muß gar sein Nuhm auch unser Heilig⸗ allein, doch will sie GOtt thum! Sein Leuchter wan⸗ behuͤten, und der recht Va⸗ke nicht, rein brenne dir ter sein. Dr. Martin Luther.— Licht, bis Erd und Mel. Ein seste Burg e Karl Bernhard Garve. ist unser SOtt. Mel. Dir, dir, Jehovah, 96(So lange will ich singen. Christus 3* Nach auf, 69. Wé du Geist Christus ist, wird e ½. der 8²4 Zu Pfingsten. der ersten Zeugen, die auf der Maur als treue Waͤch⸗ ter stehn, die Tag und Naͤchte nimmer schweigen und die getrost dem Feind entgegengehn; ja deren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Voͤl⸗ ker Schaaren zu dir bringt. 2. O, daß dein Feuer doch bald brennte, o moͤcht es doch in alle Lande gehn. Ach HErr, gieb doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O HeErr der Ernt, ach siehe doch darein: die Ernt ist groß, da wenig Knechte sein. 3. Dein Sohn hat ja Reich bald aus, zu deines Namens Preis. 6. Ach daß die Huͤlf aus Zion kaͤme! o daß dein Geist so, wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefaͤngniß naͤhme! o wuͤrd es doch nur bald vor Abend Licht! Ach reiß, o Err, den Himmel bald entzwei, und komm herab zur Huͤlf und mach uns frei. 7. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen; es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein. Ach fuͤhre bald dadurch mit Haufen der Heiden Fuͤll in alle Thore ein. Ja wecke mit klaren Worten uns doch auch Israel bald auf: diese Bitt in unsern Mund und also segne deines Wor⸗ gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn be⸗ wegt, dich hierum herzin⸗ bruͤnstig anzuflehn; drum hoͤr, o HErr, und sprich: Es soll geschehn! 4. Wie kannst du uns denn dies versagen, was uns dein Sohn selbst deut lich bitten heißt? Wie denkst du die ses abzuschlagen, wo⸗ zu du uns selbst treibst durch deinen Geist? Denn, daß wir hierum bruͤn⸗ stig zu dir flehn, das ist al⸗ lein durch deinen Geist geschehn. ö 5. So gieb dein Wort mit großen Schaaren, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Huͤlf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, HErr, auf weitem Erdenkreis dein tes Lauf. 8. O bessre Zions wuͤste Stege; und was dein Wort im Laufe hindern kann, das raͤum, ach raͤum aus jedem Wege. Vertilg, o HErr, den falschen Glau— benswahn, und mach uns bald von jedem Miethling frei, daß Kirch und Schul ein Garten GOttes sei. 9. Laß jede hoh und niedre Schule die Werk⸗ statt deines guten Geistes sein; ja sitze du nur auf dem Stuhle und praͤge dich der Jugend selber ein, daß treuer Lehrer viel und Beter sein, die fuͤr die ganze Kirche flehn und schrein. 10. Du hast uns Hir⸗ ten ja versprochen, die du nach deinem Herzen geben willt. Nun wird dein Wort niemals gebrochen, ein je⸗ des Wort wird Punkt fuͤr Punkt Ol. . Ich x nicht bebih Gl, de H nd/ w sch kehet, N etreidg ub in schwa 0 flihh, Wa5 Au Liche 2. O6l Ru dh hl R d Jammat m Ius nicht l Ich stehstd IEsut het er denn id Ilet Wil; 657 Nß dek hehalt⸗ 13. Hen, W ich so di R fur Sto Iin, Du, A huell aller selbir mre Ram Sunh, Maschen E nh deum sünn c. I. Dur sen racht IN aller M lit. gaß In Streit Helt dei⸗ IM Zweifel Iuöfirner, fshn; e w noch diely Nail hei auN aus, Iu doh Preis. licht! Ann en Himmel hl nd komm ge Idmach unzl laß dein In elle laufen. rt ohn dar Schein. dadurch n Heiden il e ein. Pywoh Israel bald af. ne deines Wi⸗ ste Zions wüst Wss dein Wott hindern kann. ach raͤmm aus . Vettilg falschen Glaß⸗ und mach un edem Meihlah irch und Schl ttes sii jede hoh hule die Mi⸗ guten Gast he du nut W hle und nhy ugend selbereh Lehrer vih die für die gk n und schroͤl hast uns He prochen, RE m Hetzen geod vld dein ul Hochen, eil ic Pult ft 4 I Zu Pfingsten 8²⁵ Punkt erfuͤllt; drum halt ich dieses klare Wort dir vor: ach denke dran und neig ens Herz und Dor: 11. Ach wird dein Herze nicht beweget, da du, GOtt, die Liebe selber bist und, was von Lieb in uns sich reget, aus deinem Lie⸗ besfeur ein Fuͤnklein ist? Da wir in schwacher Liebe nun so flehn, was soll nicht von der Liebe Quell geschehn! 12. O HeErr, wo willst du dich hinwenden? siehst du denn nicht den großen Jammer an? ach willst du uns nicht Huͤlfe senden? ach siehst du nicht, was IEsus hat gethan? Ist er denn nicht der Heiland aller Welt? wie kommt es, daß der Feind so Platz behaͤlt? 13. HErr, zuͤrne nicht, daß ich so bitte, da ich vor dir nur Staub und Asche bin. Du, als der Brunn⸗ quell aller Guͤte, giebst selber mir etwas von dei⸗ nem Sinn, daß mich der Menschen Elend jammern kann; drum bitt ich, HErr, o nimm mein Bitten an. 14. Du wirst wohl wis⸗ sen recht zu richten, da du ja aller Welt ihr Richter bist. Laß nur dein Wort den Streit hier schlichten, wenn deine Lieb in uns im Zweifel ist; und treib uns ferner, dich nur anzu⸗ flehn; es wird doch endlich noch viel mehr geschehn. Karl Heinrich v. Bogatzky. Mel. Komm heiliger Geist, Erre GOtt. * er recht die 970. Wé Pfingsten feiern will, der wird in seinem Herzen still; Ruh, Friede, Lieb und Einigkeit sind Zeichen einer solchen Zeit, worin der heilge Geist regiert: der ist es, der zur Andacht fuͤhrt, er kann kein Weltgetuͤmmel leiden: wer jenes liebt, muß dieses meiden, und GOtt allein gehoͤrsam sein. 2. Sein Tempel isi da aufgericht, da dient man ihm nach rechter Pflicht, da giebt er Klugheit und Verstand, da wird der Sprachen Grund erkannt, der Zungen Feuereifer glimmit, er zeigt, was nie⸗ mand sonst vernimms, schenkt das Vermoͤgen, aus⸗ zusprechen, was der Ver⸗ nunft, dem Witz der—— chen und aller List zu maͤch⸗ tig ist. 3. Nun dieses ist der Geist aus GOtt, der From⸗ men Trost, der Böͤsen Spott; die sich der Suͤn⸗ denlust entziehn und Buße thun, empfahen ihn. Auf wem er ruhet, der wird sfrein, er geht zu keinen Stehzen ein, verleiht der Demuth reiche Gaben, der geistlich Arme soll sie ha⸗ ben; denn sein Gebet wird nicht verschmaͤht. ö 4. Es ist der Odem und der Wind, der Seelen an⸗ blaͤst und entzuͤndt, der von des HErren Munde 35 77 webt 8²6 vom Worte GoOttes. webt und, was erstorben ist, belebt; es ist ein Wort, das neu gebiert, deß Deu⸗ tung man im Werke spuͤrt, ein Zeugniß,/ das zum Glau⸗ beie treibet und das Ge⸗ setz ins Herz einschreibet, daß jedermann es wissen kann. ö 5. Es ist die Kraft, die alles regt, ein Strahl, der durch die Felsen schlaͤgt, ein heller Glanz, der uns erieucht, ein Licht, dem Nacht und Schatten weicht, ein Lehrer, der aufs Gute dringt, ein Helfer, welcher Staͤrke bringt, ein Rath, der uns zurechte weiset, ein Labsal, das mit Gnade speiset, und den erquickt, den Elend druͤckt. 6. Es ist der Ausflu ß haͤlt, wenn ein Vorrath und verheiß⸗ ner Segen, ein Himmels⸗ thau und milder Regen, der das erzieht, was gruͤnt und bluͤht. 7. Es ist ein Oel, deß Lauterkeit zu Koͤnigen und Priestern weiht, die Sal⸗ bung, die uns mitgetheilt, die Wunden und Verderb⸗ niß heilt; ein Abgrund, drin die Wahrheit steckt, die sich dem innern Ann entdeckt, wogegen Kuns und menschlich Wissen der Thorheit aͤhnlich werden muͤssen: sie machet frei von Heuchelei. 8. Du theurer Gast und hoͤchster Schatz, sei unser Beistand und Entsatz, an den sich das Vertrauen uns Versu⸗ IJesus ist erstanden aus In eigener Melodie. dem Grab; heut hat er sein 971/euf, mein Erlösungswerk geendet; . Herz, und heut hat er auch den Geist du, mein ganzer Sinn, herabgesendet. wirf alles heut, was Welt 3 Dies heilig Heut heißt ist, von dir hin. Heut hat dich auch heilig sein GOtt das Werk der Schoͤpfung diesen Tag bei dir will zie⸗ angefangen, da diesem hen ein. So ruhe du von Rund das Licht ist aufge⸗Arbeit und von Suͤnden, gangen. daß er in dir moͤg seine 2. Auf, auf, mein Herz, Ruhe finden. leg alles Irdisch ab: heut 4. GOtt giebet dir 20 H Ie füt d hehte det& e wuß Uch elnen ssch mig l oben. 5. Dil. Poche am Tog Huf: G5 te5! Ns laß cenwege 6. Cichs sehtet sh Heut l wil sin soll Rüt hitteh, M. il Cch 7. G Hibt sh linen du afüt. oetn se helt ud Hekhe . An 60ite R schon di MMachtl is h: 0 aihe, huf dich stte 9. M Rühe ul dan her er dit ge sur G und Soe n gen nachen. 10. N Hhmen Racht e Dolie h uud uigh „ ei Himnth muder Rag leht, waß grih st ein Ou, Iù Kbniyenm weiht/ de Ei⸗ uns mitgehth und Pecht⸗ ein Aograh Uahcheit sh am inners y wogegen Kel hlich Wissg hnlch wehn ie machet s elei. helker Gast chaß, sei nnet nd Entsah/ das Verttaug ns Versl⸗ fllt: hermeht hersicht, wehr „berlaß Uns wit in Noth egen, vielmehr 2N0 hesieget de Zeit dih Erst Longe Ottes, erstanden hent hat er seh erk gerlhe guch den G l. Rilig Helt haht 1l sen, GOl e dir Wl e 50 ruhe du von Sushhl dir Mög scht ehet di sal 0 vom Worte GOttes. 8²⁷ Tage fuͤr den Leibꝛ der sie⸗ bente der Seele eigen bleib; sie muß ja auch von sie⸗ ben einen haben, daß sie sich moͤg mit Himmelspeise laben. 5. Viel Suͤnden dir die Woche ladet auf: an die⸗ sem Tag mit Bitten Gnade kauf; leg ab die Last, geh, GOttes Wort zu hoͤren: dies laß dich heut die Wo⸗ chenwege lehren. 6. Sechs Tage dich GOtt segnet, schuͤtzt und naͤhrt: heut er dafuͤr mit Dank will sein geehrt. Der erste soll heut fuͤr die andern bitten, daß GOtt sie woll wit Segen uͤberschuͤtten. 7. Gott woͤchentlich giebt sieben Tage dir: gieb einen du, den ersten, ihm dafuͤr. Der erste wird die andern sechse zieren, wirst du heut GOtt im Mund und Herzen fuͤhren. 8. Am ersten du nach Gᷣttes Reiche tracht: ob⸗ schon die Welt nur deiner Andacht lacht. Der Schad ist ihr: dir aber wirds ge⸗ deihen, GOtt alles Gluͤck auf dich wird reichlich streuen. 9. An diesem Tag hab deine Lust am HErrn: was dein Herz wuͤnscht, wird er dir geben gern. Befiehl nur GOtt heut deine Weg und Sachen, und hoff auf ihn: gewiß, er wirds wohl machen. 10. Wirst aber du ihm nehmen seinen Tag, so macht er dir die Woche voller Plag. Wer ehret GOtt, den ehrt er auch auf Erden: wer ihn ver⸗ acht, soll auch verachtet werden. Siegmund v. Birken. Mel. Wo OOtt zum Haus nicht awt sein Gun 97 2. runn alles 4 Heils, dich ehren wir, und oͤffnen un⸗ sern Mund vor dir; aus deiner GOttheit Heilig⸗ thum dein hoher Segen auf uns komm. 2. Der Err, der Schö⸗ pfer/ bei uns bleib: er segne uns nach Seel und Leib, und uns behuͤte seine Macht vor allem Uebel Tag und Nacht. 3. Der HErr, der Hei⸗ land, unser Licht uns leuch⸗ ten laß sein Angesicht, daß wir ihn schaun und glau⸗ ben frei, daß er uns ewig gnaͤdig sei. 4. Der HErr, der Troͤ⸗ ster, ob uns schweb, sein Antlitz uͤber uns erheb, daß uns sein Bild werd einge⸗ druͤckt; und geb uns Frie⸗ den unverruͤckt. 5. Jehorah, Vater, Sohn und Geist, o Segensbrunn, der ewig fleußt, durchfleuß Herz, Sinn und Wandel wohl, mach uns deins Lobs und Segens voll! Gerhard Tersteegen. Mel. Was GoOtt thut, das ist wehlgethan. a Dein Wort ist milder Thau fuͤr trost⸗ beduͤrftge Seelen. 00 kei⸗ 8²⁸ vom Worte Gottes. keinem Pflaͤnzchen deiner An den Himmelsbalsam fehlen; erquickt durch ihn laß jedes bluͤhn und in der Zukunft Tagen dir Frucht. und Samen tragen. 2. Dein Wort ist, HErr, ein Flammenschwert, ein Keil, der Felsen spaltet, ein Feuer, das im Herzen zehrt und Mark und Bein durchschaltet. O laß dein Wort noch fort und fort der Suͤnde Macht zer⸗ scheitern und alle Herzen aͤutern! 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern fuͤr un⸗ sre Pilgerreise. Es fuͤhrt auch Thoren hin zum Errn, und macht die Einfalt weise. Dein Him⸗ nelslicht verloͤsch uns nicht, und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und sand ihn nicht: da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversiche, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu dir, und leuchtet mei⸗ nen Schritten bis zu den ewgen Huͤtten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn zu dir, dem sichern Horte: wo wendet ich mich anders hin? HErr, du hast Lebenswor⸗ te. Noch hoͤr ich dein „Komm, du list mein“! das rief mir nicht verge— bens, ein Wort des ewgen Lebens. weich es uns aus Geifi und Mund und nie von unserm Samen. Laß im⸗ merfort dein helles Wort in allen Lebenszeiten uns troͤsten, warnen, leiten. 7. O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen Lehren, den Hunger aus, dein Lebens⸗ wort und deinen Geist zu hoͤren; und send ein Heer von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen, und dir dein Reich zu fuͤllen. Karl Bernhard Garve. Mel wer nur den lie⸗ ben GOit läßt walten. 0*Vin neuer Tag, 974. E ein neues Leben geht mit der neuen Woche an: GoOtt will mir heut aufs neue geben, was mir sonst niemand geben kann; denn haͤtt ich seine Gnade nicht, wer Bich mir sonst Trost und icht. 2. Ich gruͤße diesen lie⸗ ben Morgen, und kuͤsse GOttes Vater-Hand, die diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von mir abgewandt. Ach HErr, wer bin ich Armer doch? Du sorgst fuͤr mich, ich lebe noch. 3. Nun das erkennet meine Seele, und giebt sich selbst zum Opfer hin; doch weil ich noch in dieser Hoͤhle mit Noth und Tod 6. Auf immier gilt dein Segensbund: dein Wort ist Ja und Amen. Nie ö umgeben bin, so weich auch heute nicht von mir, denn meine Huͤlfe steht bei dir. 4. Mein Gluͤck in die⸗ ser —. n W beden 10 lah W Giudech Flasch u Gich dant nuch tegut, Reem Wl 5„S0U mit Kuhumet 3 doch gese Wn du son W lichte N . V IWerfuf, ötho Hbe 6. 80 xl (fl/ N uf mich hun: Hhü Ind Klalt wunet hl Rf l e mit N het hen moh. Arl Erl hertk * 975. Ig kommtt che Mde Helk hak'! Lscht geme ut Mir N Hallchoch, 2. Da NEsuzl Rich etf schetkt n kit, Tie Ind Selt 3. Da Conpen⸗ sich gich mad/ 0 Desshet! —7 hs guz 00 0Rund g Aamen. Laß in W Lebenszaten un Wrnen, laten, Ende ah m Ou du Dun en Hahten, u5, dan lebezz denen Get send U Han D Mier, dar Nurt m fllg, Rachmfila Bernbard Garte. nur den lii⸗ läßt walteh. Ee ein neigez mit der geuez 2. GOit Ul ufs neue geba, sonst miemad denn haͤtt ih e nicht, wi ons Trost ung rüße diesen ie en, und küst ater⸗Hand N t so muhi Gnaden giy ndt. Ach hh. Armer dad) für mich/ das elfat und gieht sh Ppfer hin; L noch in Rst Noth und Lu 1, so weichnch on mity delh icht bi M Glüc in de üt — * vom Worte Gottes. 829 ser neuen Woche soll nur in deinem Namen bluͤhn. Ach laß mich nicht am Suͤndenjoche mit meinem Fleisch und Blute ziehn. Gieb deinen Geist, der mich regier, und nur nach deinem Willen fuͤhr. 5. Soll ich mein Brod mit Kummer essen, so laß es doch gesegnet sein; und was du sonsten zugemessen, das richte mir zum Besten ein. Ich bitte keinen Ueberfluß, nur was ich noͤthia haben muß. 6. So thue nun, mein GOtt, das Deine, und laß mich auch das Meine thun: behuͤte beides Groß und Kleine, daß sie auf deiner Huld beruhn, und daß ein jedes diesen Tag mit dir vergnuͤgt beschlie⸗ ßen mag. Benj. Schmolk. Klel. Erschienen ist der herrlich Tag. 975 8 Ott Lob, *. der Sonn⸗ tag kommit herbei, die Wo—⸗ che wird nun wieder neu. Heut hat mein GOtt das Licht gemacht, mein Heil hat mir das Leben bracht. Hallelujah. 2. Das ist der Tag, da IEsus Christ vom Tod fuͤr mich erstanden ist, und schenkt mir die Gerechtig— keit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Hallelujah. 3. Das ist der rechte Sonnen-Tag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit GOtt versoͤhnet sind, daß nun ein Christ heißt GOttes Kind. Hallelujah. 4. Mein GOtt, laß mir dein Lebenswort; fuͤhr mich zur Himmels Ehrenpfort; laß mich hier leben heilig⸗ lich und dir lobsingen ewig⸗ lich. Hallelujah. Johann Olearius. mel. GoOtt des Bim⸗ mels und der Erden. 976 Hroßer GOtt „ von alten Zeiten, dessen Hand die Welt regiert, dessen Treu auf allen Seiten mich von Jugend auf gefuͤhrt: heute weckt des Tages Lauf mich zu lauter Andacht auf. 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein GOtt mich ru⸗ hen laͤßt, und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 3. Doch das bloße Muͤ⸗ ßiggehen und der Kloider leere Pracht werden schlecht bei GOtt bestehen, der das Eitle wenig acht. HErr, ich bringe was ich kann, nimm du nur mich selber an. 4. Habe Dank fuͤr die⸗ sen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an GOtt gedenkt und von Herzen bet't und singt, daß es durch die Wolken dringt. 5. Mas ist schͤͤner, als GOtt dienen? was ist suͤ⸗ ßer, als sein Wort? da wir sammlen, wie die Bie⸗ nen, 83⁰ vom Worte Gottes. nen, und den Honig tra⸗ gen fort. Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. 6. O mein GOtt, sprich selber Amen; denn wir sind dein Eigenthum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es kuͤnftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann. Mel. Erhalt uns, HErr, bei deinem Wort. 977. HeEn GoOtt/ erhalt uns fuͤr und fuͤr die reine Ka⸗ techismus⸗Lehr, der jungen einfaͤltigen Welt durch dei⸗ nen Luther vorgestellt. 2. Daß wir lernen die zehn Gebot, beweinen un⸗ sre Suͤnd und Noth, und doch an dich und deinen Sohn glaͤuben, im Geist erleuchtet schon; 3. Dich, unsern Vater, rufen an, der allen helfen will und kann; daß wir als Kinder nach der Tauf christlich vollbringen un— sern Lauf. 4. So jemand faͤllt, nicht liegen bleib, sondern zur Beichte komm und glaͤub, zur Staͤrkung nehm das Sacrament. Amen! GOtt geb ein seligs End. Ludw. Helmbold. Mel. Meinen IEsum laß ich nicht. 9788ichtvomdicht, VDerleuchte mich bei dem neuen Tages⸗Lichte. Gnaden⸗Sonne, stelle dich vor mein muntres Ange⸗ sichte: wohne mir mit Glanze bei, daß mein Sab⸗ bath lustig sei. 2 Brunnauell aller Suͤ⸗ ßigkeit, laß mir deine Strö⸗ me fließen, mache Mund und Herz bereit, dich in Andacht recht zu kuͤssen. Streu das Wort mit Se⸗ 80 ein, laß es hundert⸗ ruͤchtig sein. 3. Zuͤnde selbst das Opfer an, das auf meinen Lip⸗ pen lieget, sei mir Weis⸗ heit, Licht und Bahn, daß kein Irrthum mich betruͤ⸗ get, und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit Heilig, Heilig, Hei⸗ lig singen, und mich in die Ewigkeit mit des Gei⸗ stes Fluͤgeln schwingen. Gieb mir einen Vorschmack ein, wie es wird im Him⸗ mel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir, bau ein Paradies ins Herze. Offenbare dich doch mir, und geuß mei⸗ ner Andachtskerze immer neues Oele zu, o du Lie⸗ bes⸗Flamme du. 6. Dieser Tag sei dir ge⸗ weiht, weg mit allen Ei⸗ telkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Temvel zubereiten: nichts sonst wollen, nichts sonst thun, als in deiner Liebe ruhn. 7. Du bist mehr als Salomon, laß mich deine Weisheit hren; ich will deinen Gnadenthron mit gebeugten Knieen 160 Wdun 10 deh sche ih mach. mel 011 ö und del 979.— Nudde/ x Honig Hid VSlt W tef i GOm 2. Wi schmghche den Himmt aamm hen, Wel N geekt/ Nanm sch Abendwose 3. Our zuf Eidel, setß in Hl nich thhich u dan schn mit! uh, ud Rebens Hei I. Gasl im Wotte th Büse Hinme Ren Geit Iht, W Gdhts Wett ihn 5. Ms Schranke Sorgen sich miit e f W die I, wen Töen hhe 5. Gi IN muntres M 1 mi doß mein Eit sei Rauellalle E. mit Wen „mache Nun hekeit, h echt l kisn Wort mit S 10 hunhen selbihatdoysr uf nehen Hh⸗ set mit Weß⸗ un Bahn/ m nich betnl fremdes Feu ches dein Llh nich heut u 10/Heilig, H.. „und mich f it mit des G⸗ An schihhe, fen Vorshnn wird im yn⸗ in mit und ih ein Mondit Ofenbare dih und geuß men thlenhe Immet u/ o du li⸗ dil. Tug sedit ge mit allen E⸗ ich wil dente en Ten Rnichts V hts sonst thuß r Uiche tuhh bist ncht 6 laß nich dat Am: ich ul Henthron m nieen* vom worte GOttes. 831 dis mir deine Sonne lacht einen Acker, der die Frucht und den schoͤnsten Sonn⸗ tag macht. Beni. Schmoll. mMel. GDit des Himmels und der Erden. Theures Wort 979. Taus.(GOttes Munde, das mir lauter Honig traͤgt, dich allein hab ich zum Grunde mei⸗ ner Seligkeit gelegt. In dir treff ich alles an, was zu GOtt mich fuͤhren kann. 2. Will ich einen Vor⸗ schmack haben/ welcher nach dem Himmel schmeckt, so kannst du mich herrlich la⸗ hen, weil bei dir ein Tisch gedeckt, der mir lauter Manna schenkt und mit Lebenswasser traͤnkt. 3. Du mein Paradies auf Erden, schleuß mich stets im Glauben ein; laß mich taͤglich kluͤger werden, daß dein heller Gnaden⸗ schein mir bis in die Seele dringt, und die Frucht des Lebens bringt. 4. Geist der Gnaden, der im Worte mich an GOt⸗ tes Bruͤste legt, oͤffne mir des Himmels Pforte, daß mein Geist hier recht er⸗ waͤgt, was fuͤr Schaͤtze GOttes Hand durch sein Wort ihm zugesundt. 5. Lasse mich in diesen Schranken sonder eitle Sorgen sein. Schließe mich mit den Gedanken in ein stilles Wesen ein, daß die Welt mich gar nicht sidrt, wenn mein Herz dich reden hoͤrt. 6. Gieb dem Samkorn nicht schuldig bleibt. Mache mir die Augen wacker; und was hier dein Finger schreibt, praͤge mir im Her⸗ zen ein, laß den Zweifel ferne sein. 7. Was ich lese, laß mich merken; was du sagest, laß mich thun. Wird dein Wort den Glauben staͤrken, laß es nicht dabei beruhn: son⸗ dern gieb, daß auch dabei ihm das Leben aͤhnlich sei. 8. Hilf, daß alle meine Wege nun nach dieser Richt⸗ schnur gehn. Was ich hier zum Grunde lege, muͤsse wie ein Felsen siehn, daß mein Geist auch Rath und That in den groͤßten Noͤ⸗ then hat. 9. Laß dein Wort mir einen Spiegel in der Folge IEsu sein. Druͤcke drauf ein Gnadensiegel, schleuß den Schatz im Herzen ein, daß ich fest im Glauben steh, bis ich dort zum Schauen geh. B. Schmolk. Mel. GSOtt des Himmels und der Erden. h T hut mir auf 980. Tidie schhne Pforte, fuͤhret mich in Zion ein: ach wie wird an die⸗ sem Orte meine Seele froͤh⸗ lich sein! Hier ist GOt⸗ tes Angesicht, hier ist lau⸗ ter Trost und Licht. 2. Ich bin, HErr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Zieh doch in mein Herz hin⸗ 83² von der heiligen Taufe. Hin. laß es deinen Tem⸗ vel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefaͤllig Opfer heißt. Heilge du, HErr, Mund und Ohr, zieh das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum gu⸗ ten Lande, wenn dein Sam⸗ korn auf mich faͤllt, gieb mir Licht in dem Verstande; und was mir wird vorge— stellt, praͤge meinem Her⸗ zen ein, laß es mir zursd Frucht gedeihn. 5. Staͤrk in mir den schwachen Glauben, laß dein theures Kleinod mir nimmer aus dem Herten rauben; halte stets dein Wert mir fuͤr, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen gruͤnt. 6. Rede, HErr, so will ich bören, und dein Wille werd erfuͤllt. Nichts laß meine Andacht stoͤren, wenn der Bruñ des Lebens quillt; speise mich mit Himmels⸗ brod, troͤste mich in aller Noth. 7. Oeffne mir die gruͤ⸗ nen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann, lasse mir dein Manna thauen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammerthal zu des Lammes Ehrensaal. Benjamin Schmolk. VIII. Von der AMel. Liebster JEsu, wir sind hier. *(8; Ott und Va⸗ 9811 G ter, nimm zietzund dieses Kind von unsern Armen; nimm es auf in deinen Bund, und erzeig ihm dein Erbarmen, daß es alle Lebenstage dei— ner Kindschaft Zeichen 22. Wasche es mit dei⸗ Benn Blur⸗ treuer IEsu, von den Suͤnden; laß in seiner Taufe Flut den ge— erbten Fluch verschwinden, und sein Leben auf der Erden deinem Vorbild aͤhn⸗ lich werden. 3. Und du, werther heil⸗ ger Geist, schenk ihm deine Gnadenkraͤfte; treibe, wie heiligen Taufe. dein Bund verheißt, selbst in ihm de 5 Heils Geschaͤfte, daß es stets an IEsu Leibe ein lebendig Gliedmaß bleibe. Mel. In dich hab ich gehoffet, HErr. 29*(SOtt Vater, 98 2. G hͤre unser Bitt, theil diesem Kind den Segen mit, erzeig ihm deine Gnade. Es sei dein Kind: nimm weg die Suͤnd/ 2— ihm dieselb nicht schaͤde. 2. HErr Christe nimm es gnaͤdig auf durch dieses Bad der heilgen Tauf zu deinem Glied und Erben; damit es dein moͤg allzeit sein, im Leben und im Sterben. 3. Und du, o allerwerth⸗ ster Rrone 4. O bell keit, N N seil Du helelt Gite. Gi W Rhen den Ins l Mel Uer! cott l 985 deinen Jun ter/ En Geist, Ic deinem Eu Das Ni geh din in Ct ich hin m heschenkt 2. Durk Ind und Hehe It Du nen St had wüt in I, 9 0 Zaer sel 9. Doch Futdt w W Gi ich hade Triede de sein gewe ich bis Sinnns e. — dem He 1 sith d u, Nf em u diegt uuß Hekzenhri, Ett, sul 0 W „Nohiz ls Ritunan Lebenzpuh nit Hinmih mich in nle nir di gi⸗ aß dein Hnn an lasse ni thauen, zah e Bahn hit mmerthal Ehrensagl. samin Schmwoll Tauft heißt, lh ils Geschäfz JCsu boh Glicdmi dich hab ich „HErr. 0 Miel hhte unset Wsem Kind 1„. Kpeig ihn Es sei dah vegdie SI Ionichtsch Christe, Rin uf durch d Ien Talfl Dund Eslh M dt Ichen und R „0 Alletwetth 0 von der heiligen Tause. 833 ster Geist, sammt Vater und dem Sohn geypreist, wollst gleichfalls zu uns kommen; damit jetzund in deinen Bund es werde aufgenommen. A. O heilige Dreie:nig⸗ keit, dir sei Lob, Ehr und Dank bereit fuͤr diese große Guͤte. Gieb, daß dafuͤr wir dienen dir; vor Suͤn⸗ den uns behuͤte. Mel Wer nur den lieben GOtt läßt walten. Wach bin ge⸗ 983. J tauft auf deinen Namen, GOtt Va⸗ ter, Sohn und heilger Geist, ich bin gezaͤhlt. deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. Ich bin in Christum eingesenkt; ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklaͤrt. Du hast die Frucht von dei⸗ nem Sterhen, mein treuer Heiland, mir gewaͤhrt. Du willst in aller Noth und Pein, o guter Geist, mein Troster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich habe mich aus reinem Triebe dein Eigenthum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des 65. 5 schnoͤden Werken ab. 4. Mein treuer GOtt, auf deiner Seite bleibt die⸗ ser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn uͤber⸗ schreite, so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich/ dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall gethan. ö 5. Ich gebe dir, mein GOtt/aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue, und nimm Besihz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, HErr, deinen Willen thut. 6. Weich/ weich, du Fuͤrst der Finsternissen, ich bleibe mit dir unvermengt. Hier ist zwar ein befleckt Ge⸗ wissen, jedoch mit JEsu Blut besprengt. Weich, eitle Welt, du Suͤnde, weich: GOtt hoͤrt es, ich entsage euch. 7. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, GOtt Vater, Sohn und heilger Geist. Halt mich in dei⸗ nes Bundes Schranken, bis mich dein Wille ster⸗ ben heißt. So leb ich dir/ so sterb ich dir; so lob ich dich dort fuͤr und fuͤr. Joh. Jac. Rambach. Mel Alle Menschen müssen sterben. 9 8 4* XEI meiner OO Seeele Le⸗ ben, meines Herzens hoͤch⸗ ste Freud, dir will ich mich ganz ergeben jetzo und in Ewigkeit. Meinen GOtt will ich dich nennen, und vor aller Welt bekennen, daß ich dein bin und du mein, allerliebstes JIEsu⸗ lein. 2. Dei⸗ 8³⁴ von der heiligen Taufe. 2. Deine Guͤt hat mich umfangen, als mich er die Welt empfing; dir bin ich schon angehangen, als ich an den Bruͤsten hing. Dein Schooß hat mich aufgenommen, wenn ich nur bin zu dir kommen. Ich bin dein und du bist mein, S aülerliebstes IEsulein. 3. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Guͤt, deines Geistes Trieb und Regen regte mir oft das Gemuͤth/ so ich etwa ausgetreten, daß ich wiederkaͤm mit Be⸗ ten. Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes IEsulein. 4. Ach wie oft hat mei⸗ ne Jugend deine Gnaͤben⸗ hand gefaßt, wenn die Froͤmmigkeit und Tugend war in meinem Sinn ver⸗ ehnt Ach ich waͤre laͤngst f orben, außer dir„ und aͤngst verdorben. Ich bin dein und du bist mein, alle rliebstes JEsulein. 5. Ja, in meinem gan⸗ hen Leben hat mich stets dein Licht gefuͤhrt; du hast, was ich hab, gegeben, du hast meinen Lauf regiert: deine Guͤt, die taͤglich waͤh⸗ ret, hat mich immerdar er⸗ naͤhret. Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes IEsulein. 420. Irr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich⸗ hilfet sie mir auf; ist es, daß ich mich betruͤbe/ troͤst sie mich in meinem Lauf; sie ist mein Huͤter. Ich bin dein und du bist mein, aller⸗ . IEsulein. Schmaͤht man mich, ist 10 mein Ehre; trotzt man mir, ist sie mein Trutz; zweifle ich, ist sie die Lehre; Hage man mich, ist sie mein Schutz. Niemals hab ich was begehret, war es gut/ ich bins gewaͤhret. Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes IEsulein. 8. Deiner Liebe Suͤßig⸗ keiten sind in mein— eingefloͤßt, durch den Bli der Herrl ichkeiten deines Himmels wird dgetroͤstt mein Gemuͤth in seinem Zagen; alles Kreuz hilfst du mir tragen. Du bist mein und ich bin dein, allerliebstes IEsulein. 9. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel beigelegt. Ich weiß, wenn ich heute ster⸗ be, wo man meine Seel hintraͤgr n dir, JEsu, in die Freude; 9—— 0 daß mich was von dir scheide. Ich bin dein und du bist mein, alerliebstes IEsu⸗ lein. 10. Dieses alles ist ge⸗ gruͤndet nich dul meiner Werke Grund: d ieses, was mein Herz empfindet, thu ich allen Menschen kund: daß es kommt aus deinem Blute; das allein kommt mir zu Gute. Ich bin dein und du bist mein, al⸗ lerliebstes IEsulein. 11. Drum, ich sterbe bin ich arm, giebt sie mir oder lebe, bleib ich doch Guͤter haßt man mich/ dein E Eigenthum; an 10 ⁰0 Emr lch nenct S WRr wa Nade. ö Neh Willeh 2. 10 el scheh, 5 nich mein Augel sehe„ 83, naht Hb s vorzutt — 0 E Wüh lein. Mel don ich Lic 4j 980• u nit, s Sohn: sef Ind Vonhe Scild und fit de Kind sicht vätn ch an K rum sse m 2. Dit hl sch füset Andekleit, Lonten s Mxl iht 0 seh theulez ih hälge Ktelgesn 11110 ch 3. Oll Helangen her, Ilgentz; Rah Hehr. tw R 0 st Rh fl Use. —.—. Hüter III hist meäz,g Esulen. naht nan it mn Ehie; n steman da IMstedebg nich, isend Niemalz Hibit let, wur cagu gewährt. I Hbeh Pulch, er MülCiih⸗ in man Reh Rulch den Vlt hkeiten daih ogetedsitma saem Scgg hilsst du u bist mein m u, allerliehig Geist h Erbe, W heigeleht. A Wich helte s zun meile E zu die, MI Ude; troß/ H von d shl ein und liebstes W.. ses alles i. Guf Me Ind: Hese emmfnde, Mense It d 0 Ullei kon hute. I du hist n 6 1430 0 humz R von der heiligen Taufe. 835⁵5 ich mich ganz ergebe, du 4. Ob sie gleich zeit⸗ bist meiner Seele Ruhm, lich sterben, ihr Seele meine Zuversicht und Freu⸗ de, meine Suͤßigkeit im Leide. Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes IEsulein. 12. Hoͤre, JEsu noch ein Flehen, schlag mir diese Bitt nicht ab. Wenn mein Augen nicht mehr sehen, wenn ich keine Kraft mehr hab, mit dem Mund was vorzutragen, laß mich doch zuletzt noch sagen: Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes JIEsu⸗ lein. Christian Seriver. Mel. von GOtt will 431 setdie * asset die Kind⸗ 980 lein kommen zu mir, spricht GOttes Sohn: sie sind mein Freud und Wonne, ich bin ihr Schild und Kron; auch fuͤr die Kinderlein, daß sie nicht waͤrn verloren, bin ich ein Kind geboren: drum sie mein eigen sein. 2. Der HErr gar freund⸗ lich fuͤsset und herzt die Kinderlein, bezeugt mit Worten 1. der Him⸗ mel ihr soll sein; dieweil sein theures Blut, das aus sein heilgen Wunden am Kreuzesstamm gerunnen, ihnen auch kommt zu gut. 3. Drum nach Christi Verlangen bringet die Kin⸗ der her, damit sie Gnad erlangen; niemand es ih⸗ nen wehr. Fuͤhret sie Chri⸗ sto zu: er will sich ihr erbar⸗ men, legt sie in seine Arme, darin sie sinden Ruh. GOtt gefaͤllt; denn sie sind GSttes Erben, las⸗ sen die schnode Welt. Sie sind frei aller Gfahr und duͤrfen hier nicht leiden; sie loben GOtt mit Freu⸗ den dort bei der Engel Schaar. Cornel. Becker. Mel. Liebster JEsu, wir sind hier. 396* iebster IEsu, 986. 5 wir sind hier, deinem Worte nachzuleben: dieses Kindlein kommt zu dir, weil du den Befehl gegeben, daß man sie zu Christo fuͤhre; denn das Himmelreich ist ihre. 2. Ja, es schallet aller⸗ meist dieses Wort in un⸗ sern Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neu gebo⸗ ren, wird von dir nicht aufgenommen und in GOt⸗ tes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir, nimm das Pfand von unsern Armen; tritt mit deinem Glanz herfuͤr, und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Er⸗ den und im Himmel moͤge werden. 4. Wasch es, JIEsu, durch dein Blut, von den angeerbten Flecken; laß es bald nach dieser Flut dei⸗ nen Purpurmantel decken; schenk ihm deiner Unschuld Seide, daß es sich in dich verkleide. ö 5. Mache Licht aus Fin⸗ sierniß, setz es gus dem Zorn 4 836 von der Busze. Zorn zur Gnade; heil den 3. Ach was koͤnnte groͤ⸗ tiefen Schlangenbiß durch ßer sein, als die Kindschaft die Kraft im Wunderbade; GOttes haben? Dieser laß hier einen Jordan rin-helle Gnadenschein uͤber— nen, so vergeht der Aus-steiget alle Gaben; dieses satz drinnen. 6. Hirte, nimm das Schaͤflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede; Him⸗ melsweg /zeig ihm die Bahn/ Friedefuͤrst, schenk ihm den Friede; Weinstock, hilf, daß dieser Rebe auch im Glauben dich umgebe. 7. Nun, wir legen an dein Herz, was von Her— zen ist gegangen; fuͤhr die Seufzer himmelwaͤrts und erfuͤlle das Verlangen; ja, den Namen, den wir ge⸗ ben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benj. S moll. Mel. Liebster JEsu, 0 N 991198 Pun Ott 987. N vollbracht, und der Bund mit GOtt geschlossen. Was uns rein und selig macht, ist auf dieses Kind geflos⸗ sen: IEsus hat es einge— segnet und mit Himmels— thau beregnet. 2. O du dreimal seligs Kind, vom Dreieinigen ge⸗ liebet, dem der Vater sich verbindt, dem der Sohn das Leben giebet, dem der Geist ist eingeflossen und ist des Himmels Spiegel, Leses ist des Lebens Siegel. 4. O wie rein und o wie schoͤn hat dich Christi Blut gebadet! also kann dein Schmuck bestehn, wenn dich GOtt zur Hoch⸗ zeit ladet; Adam in dir ist ertraͤnket, Christus in dich eingesenket. 5. Nun so denk an die⸗ sen Bund, weil du einen Athem hegest, daß du auf den festen Grund deinen Christenbau stets legest. Wer sich laͤßt auf JEsum taufen, muß in JIEsus Wegen laufen. 6. Laß aus deinem Her⸗ zen nicht, wem du jetzt hast widersprochen; folge nicht dem Boͤsewicht, son⸗ sten wird der Bund ge⸗ brochen; tritt in Christi Kraft mit Fuͤßen ihn mit seinen Hindernissen. 7. Werde fromm und wachse groß, werde deiner Eltern Freude, und dein jetzt erlangtes Loos troͤste dich in allem Leide; deine Taufe sei die Thuͤre, welche dich zum Himmel fuͤhre. der Himmel eingegossen. Benjamin Schmolk. IX. Von Mel.GErr, wie du willst, so schieks mit mir. 988O der Buße. zigkeit, ich falle dir zu Fuße; verstoß den nicht, der zu Vater der dir schreit und thut noch Barmher-sendlich Buße. Was ich be⸗ y Wrun nh 0 d uch däle N ner dchetdt rer GOly rbum dichl erschon:: fläglh Ru I. af theures Bll Hen und! Immenklif Wf ich hich, Ru, Dit! haß er mü Hohne nach ich es hoh. 5, V Wabres dicht Gannken, Sunderluft ch, Wan Ich. Delel Rimmermet Reichthum sleisem 5 5, Undwe in komm Mx treulte ich des Sat Ast Arch ni M uit Hrmnkt — wad künmte die Kdich haben; D denschen iln e Gabeg: R Immels Spih 1 desd dah wie tün ug hat dich Gf et, Chrisign ehket. so denk anz weil du a est, daß du! Grund da U stets la laͤft guf Wu nuß in W. ufen. aus deitem h⸗ wem d sprochen; fl Bbsewicht, der Buh tritt in Ci Fuͤßen ihn x ndernissen de fromm oß/ Werde dn eude, ud ates Loos f lem Lade; M ie Thur n Himmel sih Rensamin Strl —— uße. filledirgtgg N hicht, detf und thut x Ufe. Mis von der Busze. 83⁷ begangen wider dich, ver⸗ bur mir alles gnaͤdiglich urch deine große Guͤte. 2. Durch deiner All⸗ macht Meisterthat nimm von mir, was mich quaͤ⸗ let; durch deine Weisheit schaffe Rath, worinnen mirs sonst fehlet; gieb Willen, Mittel, Kraͤft und Staͤrk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. O JEsu Christe, der du hast am Kreuze fuͤr mich Armen getragen aller Suͤnden Last, wollst mei⸗ ner dich erbarmen. O wah⸗ rer GOtt, o Davids Sohn/ erbarm dich mein und mein verschon; sieh an mein klaͤglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden theures Blut, dein Todes⸗ vein und Sterben mir kommen kraͤftiglich zu Gut, daß ich nicht muͤß verder⸗ ben. Bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebuͤhr, wie ich es hab verschuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Süuündenlust anficht, laß mich von dir nicht wan⸗ ken. Verleih, daß nun noch nimmermehr Begierd nach Reichthum oder Ehr in meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stuͤnd⸗ lein kommen ist, so hilf mir treulich kaͤmpfen, daß ich des Satans Trutz und List durch Chrißi Sieg moͤg daͤmpfen; auf daß mir Krankheit, Angst und Noth, und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Thuͤr zum Leben. David Denicke. In 39 nge vech inge recht, 989. RyennGSOr⸗ tes Gnade dich nun zie⸗ het und bekehrt, daß dein Geist sich recht entlade von der Last, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebens⸗ weg ist schmal: hier bleibt alles im Gedraͤnge, was nicht zielt zum Him̃elssaal. 3. Kaͤmpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in GOttes Reich; will der Satan widerstre⸗ ben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Ei⸗ fer gluͤhe und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe haͤlt nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, waͤrs auch Tag und Nacht gethan. 6. Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Boͤse yast bezwungen, das uns Schaden pflegt zerthun. 7. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zittern wahr: hier in dieser Leibeshoͤhle schwebst du taͤglich in Gefahr. 8. Halt ja deine Krone feste; halte maͤnnlich, was du hast. Recht beharren ist das beste: Ruͤckfall ist ein boͤser Gast. 9. Laß 838⁸ Oom Glauben. 9. Laß dein Auge ja nicht affen nach der schnden itelkeit; bleibe Tag und Nacht in Waffen, fliehe Traͤg⸗ und Sicherheit. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, gieb der Lust den Zuͤgel nicht; willst du die Begierden fuͤllen, so verlischt das Gnadenlicht. 11. Fleisches⸗Freiheit macht die Seele kalt und sicher, frech und stolz, frißt hinweg des Glaubens Oele, laͤßt nichts als ein faules olz. 12. Wahre Treu fuͤhrt mit der Suͤnde bis ins Grab bestaͤndig Krieg, rich⸗ tet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 13. Wahre Treu liebt Christi Wege, sieht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpstege, haͤlt sich selber nichts zu gut. 14. Wahre Treu hat viel zu weinen, spricht zum Lachen: Du bist toll! weil es, wenn GOtt wird er⸗ scheinen, lauter Heulen werden soll. 15. Wahre Treu kommt dem Getuͤmmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Him⸗ mel: drum ist auch ihr Herz allda. 16. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, streitet recht, und fuͤrchtet euch; geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich. 17. Denkt bei jedem Augenblicke, obs vielleicht der letzte sei; bringt die Lampen ins Geschicke, holt stets neues Oel herbei. 168. Liegt nicht alle Welt im Boͤsen? steht nicht So⸗ dom in der Glut? Seele, wer soll dich erloͤsen? Ei⸗ len, eilen ist hier gut. Eile, wo du dich erretten, und nicht mit verderben willt; mach di los von allen Ketten, fleu als ein gejagtes Wild. 20. Lauf der Welt doch aus den Haͤnden; dring ins stille Zoar ein. Eile, daß du moͤgst vollenden, mache dich von allem rein. 21. Laß dir nichts am Herzen kleben; fleuch vor dem verborgnen Bann. Such in EOtt geheim zu leben, daß dich nichts beflecken kann. 22. Eile, zaͤhle Tag und Stunden, bis dein Braͤut⸗ gam huͤpft und springt, und, wenn du nun uͤberwunden, dich zum Schauen GOt⸗ tes bringt. ö 23. Eile, lauf ihm doch entgegen, sprich: Mein Licht, ich bin bereit, nun mein Huttlein abzulegen; mich duͤrstt nach der Ewig⸗ keit. Jobann Joseph Winckler. X. Vom In eigener Melodie. 990. Afu Glauben. werden! Herz, glaubst dus, oder glaubst dus nicht? Was willst du dich so blöd ge⸗ Wahen uen uut u Hiit sü: N. Hinme 2. N üt kii I Alen Bal Gtt/ Ml Fasch eft Uns deh e 0 el gobcht/ Ouden sch 3. Mi 6 ditb Vot. 0 f, blagt/ Satanshd dein Gelhf die Dernun Rnh, dus aus Ghade 4. M san Sohn a Ihanahm . M Ren Fteutd Sid/ Weh rähmen his aß er dein u al sth sol⸗ . Nis 6 Geund ngee Hht. M Vsusche il seinem Wotguf al uh is G Ammes Y 3. Mus( schtet Riht. Wol auch W uft Pn Het ach Du va ins Himmelah enkt e/ s Relac scl belg Geshich g Oel hehh. t icht aledt steht nich er Glat G ich elben⸗ H ist hietgu. Ddet Welt u Handen; duj bar ein. Ei. dhgst vollenz on allemrh dik nichtz e ben; fleuch! Hrgnen Bmn Eott gaht daß dich nih ann. „ hle To bis dein Brih und soring l IR uͤbertunte Schauen G „ Hauf ihme splich: N hin bekeit, flein ahnlth nach derbih n Joseph Dh ——— oen. Het⸗ ahi Ist dus Nl hßn vom Glauben. 839 geberden? Ists Wahrheit, Gnaͤden zur verheißnen was die Schrift verspricht, Ruh; doch den geht seine so muß auch dieses Wahr⸗ heit sein: aus Gnaden ist der Himmel dein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen: die eignen Werke fallen hin. GOtt, der aus Lieb im Fleisch erschienen, bringt uns den seligen Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht, und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden! so oft dich deine Suͤnde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt; was die Vernunft nicht fassen kann, das biet dir GOtt aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und uͤbernahm der Suͤnden Last. Was noͤthigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu ruͤhmen hast? Wars nicht, daß er dein Bestes wollt, und dir aus Gnaden hel⸗ fen sollt? 5. Aus Gnaͤden! Die⸗ ser Grund wird bleiben, so lange GOtt wahrhaftig heißt. Was alle Knechte IEsu schreiben, was GOtt in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden!. Doch, du sichrer Suͤnder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists: GOtt rufet Adams Kinder aus Gnad nicht an, der noch auf Gnade suͤndgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehoret, tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Suͤnder sich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Suͤndgen scheint die Gnad gering: dem Glauben ists ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem bloͤden Herzen das Herz des Vaters aufgethan/ wenns unter den Verzweif⸗ lungs-Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo naͤhm ich oftmals Staͤrkung her, wenn Gna⸗ de nicht mein Anker waͤr? 9. Aus Gnaden! hier⸗ auf will ich sterben; ich fuͤhle nichts, doch mir ist wohl; ich kenn mein suͤnd⸗ liches Verderben, doch auch den, der mich beilen soll: mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil nich die Gnad schon selig macht. 10. Aus Gnaden! Dies hoͤr Suͤnd und Teufel, ich schwinge meine Glau— bensfahn, und geh getrost trotz allem Zweifel durchs rothe Meer nach Kanaan; ich glaub, was JEsu Wort verspricht, ich fuͤhl es oder fuͤhl es nicht. ö Christian Ludwig Scheit. Mel. Es ist das Beil uns kommen her. 90118 Zuversicht zu Gottes Gnad und Guͤte; der 11 ei⸗ 8⁴⁰0 vom Glauben. Beifall thut es nicht: es muß Herz und Gemuͤthe durchaus zu GOtt gerich⸗ tet sein und gruͤnden sich auf ihn allein, ohn Wan⸗ ken und ohn Zweifel. 2. Wer sein Herz also staͤrkt und steift im voͤlli⸗ gen Vertrauen, und IE⸗ sum Christum recht ergreift, auf sein Verdienst kann bauen: der hat des Glau⸗ bens rechte Art und kann zur seligen Hinfahrt sich schicken ohne Grauen. 3. Das aber ist kein Men⸗ schenwerk, GOtt muß es uns gewaͤhren; drum bitt, daß er den Glauben staͤrk und in dir woll vermehren. Laß aber auch des Glau⸗ bens Schein in guten Wer⸗ ken an dir sein; sonst ist dein Glauben eitel. 4. Es ist ein schaͤndlich boͤser Wahn, des Glaubens sich nur ruͤhmen, und ge⸗ hen auf der Suͤnder Bahn, das Christen nicht kann zie⸗ men. Wer das thut, der soll wissen frei, daß sein Glaub nur sei Heuchelei und werd zur Hoͤll ihn bringen. 5. Drum lasse sich ein frommer Christ mit Ernst sein angelegen, daß er auf⸗ richtig jeder Frist sich halt in GOttes Wegen, daß sein Glaub ohne Heuche— lei vor GOtt dem HErrn rechtschaffen sei und vor dem Naͤchsten leuchte. Mel. O daß ich lau⸗ send Zungen hätte. 992 Gengubigen Gedanken, ins weite Feld der Ewigkeit; erhebt euch uͤber alle Schranken der alten und der neuen Zeit: erwaͤgt, daß GOtt die Liehe sei, die ewig alt und ewig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Him⸗ mel war noch nicht ge⸗ macht, so hat GOtt schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gna⸗ de dar. 3. Sein Rathschluß war, ich sollte leben durch sei⸗ nen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mitt⸗ ler geben, den macht er mir zum Gnadenthron: in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich waͤhlte vor allem An⸗ beginn der Welt, und mich zu ihren Kindern zaͤhlte, fuͤr welche sie das Reich be— stellt. O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb. 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemuͤthe hin⸗ auf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Guͤte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugniß giebt: GOtt hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Hoͤh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher ge— bracht! Ich bin ja nur ein duͤrres Blatt, ein Staub, M ftt VRinge d Purnthigke Ztbsercle wule Lebe ich, Or sicht win, Hert, 0 8. MM fl Lullet Flüge imhestte R Gtund hat; wer dein t ennest d Hinmmel ult Wort N bat fett. 9. Wexn schwetet de Muth unde 0 slhet K mit Frebde nich in! hür ih de Kaaft, Mint Het alles sch 0. Dull Gut det E huwillt nac doch wet vaden, als sihhwirdigt Ilfluft, w Weetkeulch! lat. . Deh I die Fe Schatten d Haute schr Sterne Nich der ht mit de Mah Erbth Ie Hnd. L. Ol F wahe f kitz erheht chunkeg 6r um 3. 56OReilt dig alt ue Grund x U heleget, drhsz noch Licht 6 hat GOltseh gehegey Re gebach Miß eschaff pue Mit schonchy Nathschlußh ben durch f ornen Sah mit zum M. den machb. nadenthron e sollt ichti ind seliz si. underliehe/x Rvor allenh⸗ Welt, udgt idern zabbe das Reich l Vgterharh, b, det mich Lebend sal wohl isN Genuthex er Quelletr sichen Shn mir duh t daß 19 6 gichtr und hin it u det Kllh t, ReAR Tiefe wuti hihtz⸗ bih in Blllt, H GIch vbom Glauben. 8⁴¹ Staub, der keine Staͤtte bat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schoͤyfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, HErr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Fluͤgel sind ich die ungestoͤrte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, HErr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn: dies Wort der Wahrheit blei⸗ bet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Muth und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freyden, so troͤstet mich dein Angesicht: da spuͤr ich Kraft, die in der Schwach⸗ heit alles schafft. 10. Du laͤssest auch vom Gut der Erden mir, was du willst nach deinen Sinn, iedoch weit mehr zu Theile werden, als ich im klein⸗ sten wuͤrdig bin: mein Geist zerfleußt, wenn er bedenkt, at mich dein Auge nkt. 11. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit: da zeigt mir deine milde Hand mein Erbtheil und gelob⸗ tes Land. 12. O sollt ich dich nicht deines Geistes ewig lieben, der du mich unaufhoͤrlich liebst? Sollt ich mit Undank dich be⸗ truͤben, da du mir Fried und Freude giebst? Ver⸗ ließ ich dich, o Menschen⸗ freund, so waͤr ich selbst mein aͤrgster Feind. 13. Ach koͤnnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied gimmt ich an; es sollten Erd und Himmel hoͤren, was du, mein GOtt, an mir ge⸗ than; nichts ist so koͤstlich, nichts so schoͤn, als, hoͤch⸗ ster Vater, dich erhoͤhn. 14. Doch nur Geduld! es kommt die Stunde, da mein durch dich erloͤster Geist im hoͤhern Chor mit frohem Munde dich, schöͤn⸗ ste Liebe, schoͤner preist; drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Joh. Gottfr. Hermann. Mel. HErr, wie du willt, so schicks mit mir. * CJalt im Ge⸗ 993. HB daͤchtniß IEsum Christ, o Mensch, der auf die Erden vom Thron des Himmels kom⸗ men ist, dein Bruder da 0 werden. Vergiß nicht, aß er dir zu gut hat an⸗ genommen Fleisch und Blut: dank ihm fuͤr diese Liebe. 2. Halt im Gedaͤchtniß IEsum Christ, der fuͤr dich hat gelitten, ja gar am Kreuz oestorben ist, und dadurch hat bestritten Welt, Suͤnde Tirel, 36 Holll 8⁴² Hoͤll und Tod, und dich erlöͤst aus aller Noth: dank ihm fuͤr diese Liebe. 3. Halt im Gedaͤchtniß IEsum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, be⸗ freit von Noth und Plage. Bedenke, daß er Fried ge⸗ macht, sein Unschuld Le⸗ ben wiederbracht: dank ihm fuͤr diese Lieve. 4. Halt im Gedaͤchtniß IEsum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Him⸗ mel aufgefahren ist, die Staͤtt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit: dank ihm fuͤr diese Liebe. 5. Halt im Gedaͤchtniß IEsum Christ, der einst wird wiederkommen, und sich, was todt und lebend ist, zu richten vorgenom⸗ men. O denke, daß du da bestehst, und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gieb, IEsu, gieb, daß ich dich kann mit wah⸗ rem Glauben fassen, und nie, was du an mir ge⸗ than, moͤg aus dem Her⸗ zen lassen: daß dessen ich in aller Noth mich troͤsten moͤg, und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriacus Günther. Mel. IEsus, meine Zuversicht. 994* IEsus nimmt I. Zdie Sünder an! Saget doch dies Trost⸗ wort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehr⸗ vom Glauben. ten Weg verfallen. Hier ist, was sie reiten kann: IEsus nimmt die Suͤn⸗ der an. 2. Keiner Gnade sind wir werth: doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklaͤrt; sehet nur, die Gnad enpforte ist hier voͤllig aufgethan: JE⸗ sus ninmt die Suͤnder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; IEsus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: IEsus nimmt die Suͤn⸗ der an. 4. Kommet alle, kom⸗ met her, kommet, ihr be⸗ truͤbten Suͤnder; JEsus rufet euch, und er macht aus Suͤndern GoOttes Kinder. Glaubets doch und denket dran: IEsus nimmt die Suͤnder an. 5. Ich Betruͤbter komme hier und bekenne meine Suͤnden; liß, mein Hei⸗ land, mich bei dir Gnade zur Vergebung finden, daß dies Wort mich troͤsten kann: IEsus nimmt die Sunder an. 6. Ich bin ganz getro⸗ slen Muths; ob die Suͤn⸗ den blutroth waͤren, muͤß⸗ ten sie, kraft deines Bluts, dennoch sich in Schnee— weiß kehren, da ich glaͤu⸗ big sprechen kann: JEsus nimmt die Suͤnder an. 7. Mein Gewissen beißt 1—. nicht; Moses darf mich nicht verklagen; der mich frei und ledig spricht, hat gen, d Rdammen Tümmt Re 5. Wiu Sündet ar à auch an Altl. Sr dein 905. mit dem he 1 Gest in Heth U den Mud Gehet un ͤbethehe hel Brand/ de nget, L an dich 0 Ahiübangen sie guch Hufhehet, v sehet. J. Dis Man Sch Und hittet den Much Muäheschtt Wius Cht Veshner Danhet, 3. Hn bet einet leu, wen GOttecg nicht fehl thuh, we Hr ihn smmene 5„ Wu dun md — —— verflla. le kelten kunz mit die Sih, et Gnade sh * Joch hite Worte eib erflaͤt; sthn Ing.epfurt. uufgethan: ⸗ die Sunder n. in en Schgt „ suget 8 te; Wut d betgißt, Ret àVerirrte, u erderben kash. imt die Sü net alle, k⸗ ammet, iht! uͤnder; NI „und et mth ndern Gln Glaubets. t dran: Ni Suͤnder u zetruͤbtet mn bekenne md. Uiß/ Meih he bei dir Gl bung findeh Y tt mich mii Ssus nimmt! n. bin ga h. hs; ob dle th wären v Aft däntzg sich in E en/ d ih en kann: N e Suͤndetth in Gewssut ht: Most vekklagehl und loig vom Gebet. 8⁴3 hat die Schulden abge⸗ tragen, daß mich nichts verdammen kann: IEsus nimmt die Suͤnder an. 8. IEsus nimmt die Suͤnder an! Mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kom⸗ men und auf den Trost sterben kann: IEsus nimmt die Suͤnder an. Erdm. Neumeister. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. 99 5* Netgemeinde, beilge dich mit dem heilgen Oele. IE⸗ su Geist ergieße sich dir in Herz und Seele. Laß den Mund alle Stund von Gebet und Flehen heilig uͤbergehen. 2 Heilige den heilgen Brand, deines Geists Ver⸗ langen, dem, ders Blut an dich gewandt, heilig anzuhangen. Heilger Rauch sei es auch, der zu GOtt aufgehet, wenn dein Herze flehet. 3. Das Gebet der from⸗ men Schaar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor GOtt ausgeschuͤttet; und da ist IEsus Christ Priester und Versuͤhner aller seiner Diener. 4. Kann ein einiges Ge⸗ bet einer glaͤubgen See⸗ len, wenns lene Herzen GOttes geht, seines Zwecks nicht fehlen: was wirds thun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zu⸗ sammen beten? 5. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit Vom Gebet. den Kleinen, Engel, Men⸗ schen mit Begier alle sich vereinen, und es geht Ein Gebet aus von ihnen al— len: wie muß das er⸗ schallen! 6. O der unerkannten Macht von der Heilgen Beten, ohne das wird nichts vollbracht so in Freud als Noͤthen: Schritt fuͤr Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freun⸗ de, so zum End der Feinde. 7. O so betet alle drauf, betet immer wieder. Heilge Haͤnde hebet auf, heilget eure Glieder. Heiliget das Gebet, das 36 GOtt sich schwinget: dringet. 8. Betet, daß die letzte Zeit vollends uͤbergehe, daß man Christi Herrlich⸗ keit offenbaret sehe; stim⸗ met ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schoͤnen. 9. Eure Bitten, die ihr thut zu GOtt von der Erden, sollen eine heilge Glut des Altares werden. Aber eur eignes Feur las⸗ set weit von dannen von der heilgen Pfannen. 10. Das Gebet hat Christi Gunst, wo mans 36* ernst · etet, daß es 8⁴4 ernstlich uͤbet; und das ist der Heilgen Kunst: beten, wie ers liebet, daß gescheh je und je, wie ers vorge⸗ nommen, auf sein endlichs Kommen. 11. Dies Verlangen muß vorher in der Seele glim— men, so macht aus dem Bitten er Donner, Blitz und Stimmen; die ergehn und geschehn, daß die Fein⸗ de beben und GOtt Ehre geven. Christ. Carl Zudw. von Pfeil. Mel. Wunderdarer Kö⸗ nig. 0 à(Ott ist ge⸗ 996. Henwäeng Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten. GOtt ist in der Mitten! Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge. Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Augen nieder; kommt, ergebt euch wieder. 2. GOtt ist gegenwaͤr⸗ tig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebuͤcket dienen. Heilig, heilig! sin⸗ gen alle Engelchoͤre, wenn sie dieses Wesen ehren. HErr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Ge⸗ ringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Er⸗ denlust und Freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, dir zum Eigenthum ergeben. Du allein sollst es sein, unser GOtt und HErre; dir ge⸗ vom Gebel. 4. Maiestaͤtisch Wesen, moͤcht ich recht dich prei⸗ sen und im Geist dir Dienst erweisen. Moͤcht ich wie die Engel immer vor dir stehen, und dich gegenwaͤr⸗ tig sehen. Laß mich dir fuͤr und fuͤr trachten zu gefallen, liebster GOtt, in allen. 5. Luft, die alles fuͤllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben; Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder: ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir: laß mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden. 6. Du durchdringest al⸗ les: laß dein schoͤnstes Lichte, HErr, beruͤhren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten: laß mich so, still und froh, deine Strah⸗ len fassen, und dich wir⸗ ken lassen. 7. Mache mich einfaͤl⸗ tig, innig abgeschieden, sanfte und im stillen Frie⸗ den; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag im Geist und Wahrheit; laß nein Herz uͤberwaͤrts wie ein Adier schweben, und in dir nur leben. 8. HErr, komm in mir wohnen, laß mein Geist auf Erden dir ein Heilig⸗ thum noch werden; komm, du nahes Wesen; dich in mir verklaͤre, daß ich dich bührt die Ehre. stets lieb und ehre. Wo ich Atl. M. mein 90⁴t 90t ette M mußt Au Hetel, der Tod teß Ang Kteht t Ianast gl etblikhh mit Ttos 2. Ket zu Schen nen Konmmmt d hdeh Wobl geb. schlilt, Weiß er d hicht; de ihm El het Mih 3. Rl Kloyfen, Chlisen 6 glaubig vo det hülfe Wet GOi V Alel. m 900 Nln Din hlnt Rinym sälsch Wosc, acht uich ut Hast dr Dien Mͤcht ich gr mmer vor K dich gegewi⸗ Laß mich R trochteh g bstet GOtt,u die alle fulez mer schwebeß Guund und er ohn Gand Wundet gln senk michiu . Ich in d laß mich gan dich nut seh rchdringest!⸗ dein schhrst rr, bekahn hte. Wie nen willig s nd der Ean laß mich „ deine Sni und dich e mich ehst ab eschih im slln 10 mich uh daß ich V. hauen mhl Wahrbehs! uͤberwaͤkk! schweben, leben. „komm V aß mein. dir ein H. werden: Ear Wesen; Y re, daß 01 und ehte FT=——————F F————————— Allgemeine Kürbitte. 8⁴⁵ ich geh, sitz und steh, laß kann, ist der allerbeste mich dich erblicken, und Mann: der wird allzeit vor dir mich buͤcken. Rettung finden, kein Feind Gerb. Tersteegen. 5 rur r. 4. Lerne GOttes Weise Mel. Werde munter, merken, die er bei den mein Gemüthe. Seinen haͤlt: er will ihren 997 Wenn dich Glauben staͤrken, wenn sie Ungluͤck Ungluͤck uͤberfaͤllt; unser hat betreten, wenn du GOtt der lebt ja noch, steckst in Angst und Noth, schweigt er gleich, so hoͤrt mußt du fleißig zu GOtt er doch; schrei getrost, du beten: beten hilft in Nothmußt nicht zagen, denn und Tod; daß du GOt⸗GOtt kann dir nichts ver⸗ tes Angesicht auch im sagen. Kreuz auf dich gericht 5. Laß dich GOttes Wort kannst aus seinem Wort regieren, merke, was die erblicken, und dein Herz Wahrheit lehrt: Satan mit Trost erquicken. wird dich nicht verfehren, 2. Keiner wird ja nie der die ganze Welt verkehrt: zu Schanden, der sich sei⸗GOttes Wahrheit ist dein nem GOtt vertraut. Licht, dein Schutz, Trost Kommt dir gleich viel Nothsund Zuversicht; trau nur zu handen, hast du auf ihn GOtt, der kann nicht luͤ⸗ wohl gebaut; obs gleich gen, bet, du wirst gewiß scheint, als hoͤrt er nicht, obsiegen. weiß er doch, was dir ge.⸗ 6. Lob sei GOtt fuͤr bricht; deine Noth mußt seine Gnade! seine große du ihm klagen, und in kei⸗Guͤt und Treu macht, daß ner Noth verzagen. neir kein Feind nicht schade, 3. Rufen, Schreien, sie ist alle Morgen neu; Klopfen, Beten ist der drum will ich mein Leben⸗ Christen beste Kunst, allzeit lang immer sagen Lob und glaͤubig vor ihn treten fin⸗ Dank meinem GOtt in det Huͤlfe, Gnad und Gunstz; allen Dingen, froͤhlich Hal⸗ wer GOtt fest vertrauen lelujah singen. Jol Olearius. A 7 77 7 XII. Allgemeine Fürbitte. gieb uns Weisheit, Kraft Mel. Freu dich sehr, asund Staͤrk. Ohue dente meine Beele. Segenshand ist verloren 998* Ailf uns, Stadt und Land. Hilf B HErr, in uns, HErr, in allen Din⸗ allen Dingen, daß wir un⸗(gen, und laß alles wohl ser Amt und Werk wohl gelingen. anfangen und vollbringen, 2. Hilf uns, HErr, 3 al⸗ 846 Allgemeine Kürbitte. allen Orten, wo wir dein beduͤrftig sein; drich der Hoͤllen Macht und Pfor⸗ ten, und gieb deinem Haͤufe⸗ lein und der ganzen Chri⸗ sienheit Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, HErr, in allen Dingen, und laß alles wohl gelingen. 3. Hilf uns, HErr, auf allen Seiten, im Geluͤck und Ungeluͤck, kaͤmpfen, streiten und arbeiten wider Satans List und Tuͤck, wider Fleisches Lust und Pracht, wider weltlich Ehr und Macht. Hilf uns, HErr, in allen Dingen, und laß alles wohl gelingen. 4. Hilf uns, HErr, aus allem Leiden in der letzten Todesnoth, laß uns fahren hin mit Freuden, und durch dich und deinen Tod bald und gluͤcklich kommen fort zum gewuͤnschten Lebens— port. Hilf uns, HErr, in allen Dingen, und laß al⸗— les wohl gelingen. 5. Hilf uns, HErr, in letzten Zuͤgen aus der letz⸗ ten Hoͤllenangst; laß uns ritterlich obsiegen, wie du obgesieget laͤngst. O HErr IEsu, deine Hand leist uns Beistand und Bestand, daß wir dir in allen Din— gen ewig Lob und Ehre singen. Martin Rinckart. Hlel. Aus meines Her⸗ 22 Grunde IH* J ehovah/ 999. 25 HErr und Koͤnig der Koͤnige und Herrn! Dir ist man unter⸗ thaͤnig, du herrschest nah und fern. Großmaͤchtigst hoher Fuͤrst von Himmel, Erd und Zeiten, du setzest Obrigkeiten, die du erhal⸗ ten wirst. 2. Es sagen deine Knech⸗ te: daß keine Obrigkeit als nur durch deine Rechte und dein Gebot gebeut; du hast sie hoch geschaͤtzt, wer ihr zuwider lebet, der⸗ selbe widerstrebet dem selbst, was G'Ott gesetzt. 3. Ach lieber Vater, lehre mich selbst durch deinen Geist, daß ich erkenn und ehre, was deine Ordnung heißt. Sie tragen ja dein Bild; gieb/ daß ich De⸗ muth uͤbe, und sie mit Ehrfurcht liebe, wie du es haben willt. 4. Verleihe deine Guͤte, und lege Recht und Licht in ihr erlaucht Gemuͤthe zum Urtheil im Gericht, damit ihr Regiment den Unterthanen nuͤtzet, die Unterthanen schuͤtzet, dem Guten Schutz vergoͤnnt; 5. Daͤmit durch ihr Re⸗ gieren wir mit Zufrieden— heit ein ehrbar Leben fuͤh⸗ ren in wahrer Froͤmmig⸗ keit. Du herrschest selbst im Land; das Herz der Obrigkeiten kannst du wie Baͤche leiten, es steht in deiner Hand. 6. Die uns allhie regie⸗ ren, HErr, die regiere du durch deines Geistes Ruͤh⸗ ren und Weisheit immer⸗ zu; damit sie fort und fort dein Wort viel lieber haben, als Rache, Lust und Gaben, denn es ist GOt⸗ tes Wort. 7. Laß sfen, de n u offen/ bn! mEhrist i, in El machtig/ her Mih. 8. ah werdeh/ Ren seln 05 Auf EtHung mi Fucht fssen, nit ün ult Samzorne 9. Hit! tummel h Frohn: gl dem Himmm deinen Th keglt man hert lich huch W. auechter e Aulch sie. 10. Hht Etbärmen, Geschtei Mhisen, Rrücten se keis Re sie in dene shhsliche! fihsächen Hl. G6 Glacke g 0 Hen schmuͤcke, — von Himme, Hieh du schef die du dchl⸗ hene ghech ine Oorhc deine Pahn Febot gebalz hoch gechh, det lebet, Re⸗ ebetdenselhß geseht. er Vnlt lhre durch Nng ich erlenn ud eine Ordnunz kagen jn den daß ich De und sie mi lebe wie ll. he deine Gl echt und lih ucht Gemuh Hin Gelch Regiment v 1 nuter, V schuten dn huß vergbnrz t durch iht⸗ mit Zuftich ebar Leben fl hrer Fumm hetrschet sh das Helz kannst n, es sih! .. ns allhie tz „die Ageh 5 Gestt N Heisheit indh sie sont Vort WIA Nocg nn es lH +— „ VN an Ehren groß und praͤch⸗ FNFEERE— Zur riedensseier. 47 7. Laß ihre Thuͤr wein lomo. Sei ihnen immer offen, die Thor erhoͤhet nah. Gieb ihnen Simsons sein, und ziehe, wie wir Staͤrke, den Glaͤuben, hoffen, du Ehrenkoͤnig, ein, Sieg und Werke des Hel⸗ du HErr HErr Zebaoth, den Josua. 12. Gieb ihnen rechte tig, im Streiten stark und Liebe zu der Gerechtigkeit, maͤchtig, ein Helfer in gieb ihnen tapfre Triebe und der Noth. Großmuth in dem Streit. 8. Laß sie zu Pflegern Mit Lastern streiten sie und werden, laß sie Saͤugam⸗ ausgebrochnen Sunden, men sein des Kirchleins, so laß sie uͤberwinden. Ja, das auf Erden muß um HErr, verlaß sie nie. Erloͤsung schrein. Laß sie 13. Das was sie ange⸗ mit Furcht den Sohn recht schlagen, das schlage aluͤck⸗ kuͤssen, nicht erbittern, sich lich aus. Laß sie auch et⸗ freuen und doch zittern. was wagen fuͤr GOttes SeinZorn entbrennet schon. Ruhm und Haus. Ihr Le⸗ 9. Hier ist ein groß Ge⸗ ben sei voll Ruh, und leß tuͤmmel, hier ist Egyptens sie lange leben. Schick Frohn: gieb Weisheit von ihnen auch daneben getreue dem Himmel, die stets um Raͤthe zu. deinen Thron; durch sie 14. Behuͤte sie vor Heuch⸗ regiert man hie, ein Raths- lern, die schlaue Fuͤchse herr spricht die Rechten sein, vor unverschaͤmten durch Weisheit denen Schmeichlern, vor falschem Knechten, ein Koͤnig herrscht Hoheitsschein, vor Wollust, durch sie. Pracht und Krieg, vor fre⸗ 10. Lehr Gnaͤdge dein chem Blutvergießen; und Erbarmen, bring ihnen das wenn sie kriegen muͤssen, Geschrei der Wittwen, so gieb dem Recht den Sieg. Waisen, Armen und Un⸗ 15. Verschone ihre Maͤn⸗ terdruͤckten bei, so beugen gel, laßs ihnen wohl er⸗ sie kein Recht; halt selbst gehn, laß deine guten En— sie in den Schranken, gieb gel als Waͤchter um sie fuͤrstliche Gedanken dem stehn. HErr GOtt, du fuͤrstlichen Geschlecht. segnest gern; wir bitten ohn 11. Gieb ihnen Davids Ermuͤden, schaff unsern Gluͤcke, gieb, daß ihr Herje Graͤnzen Frieden, durch so die loahre Weisheit IEsum unsern Errn. schmuͤcke, als wie den Sa⸗ Phil. Fr. Hiller. XIII. Zur Friedensfeier. mel Uun danket alle dich loben wir! regier, SOtt. HErr, unsre Stimmen; 1000* Dtt, n deines Geistes Hig 8⁴8 vom Hausstand. in unsern Herzen glemmen. mit Herzen, Zung und Komm, konm, o edle Mund: HErr GOtt, wir Flamm, ach komm zu uns danken dir! Ludr so singen wir mit 6. HErr GoOtt, dich HErr Ott, dich loben wir, daß du uns zwar Woen wir! Hestrafel, jedoch in deinem 2. HErr GOtt, dich lo⸗Zorn nicht gar hast weg⸗ ben wir: wir preisen dei⸗ geraffet; es hat die Va⸗ ne Guͤte, wir ruͤhmen dei⸗ kerhand uns deine Gna⸗ ne Macht mit herzlichem denthuͤr jetzt wieder auf⸗ Gemuͤthe. Es steiget un⸗gethan. HErr GOtt, wir ser Lied bis an die Him⸗ danken dir! mels ⸗Thuͤr und toͤnt mit 7. VErr GOtt, wir großem Schall: HErr danken dir, daß du Land, GOtt, dich loden wir! Kirch und Haͤuser, den 3. HErr GOtt, dich lo⸗frommen Fürstenst. mm ben wir fuͤr deine große und dessen gruͤne Reiser Gnaden, daß du das Va⸗- bisher erhalten hast; gieb terland von Kriegeslast ent⸗ferner Enad allhier, daß laden, daß du uns blicken auch die Nachwelt sing: laßt des guͤldnen Friedens HErr GOtt, wir danken Zier; drum jauchzet alles dir! Volk: HErr GOtt, dich 8. HErr Gᷣott, wir voben wir! danken di⸗, und bitten, du 4. HErr GOtt, dich wollst geben, daß wir auch loben wir, die wir in lan⸗ kuͤnftig stets in sto lzer Ruhe en Jahren der Waffen eben. Kroͤn uns mit dei⸗ schweres Joch und frechen nem Gut, erfuͤll jetzt nach Grimm erfahren. Jetzt Begier, o Vater, unsern ruͤhmet unser Mund mit Waun sch. HErr Gott, herzlicher Begier: GOtt wir danken dir Lob, wir sind in Ruh. 9. HErr GoOtt, wir Din GOtt, wir danken danken dir mit Orgein dir! und Trompeten, mit Har⸗ 5. HErr GoOtt, dich fen, Cymbelschall, Posau⸗ loben wir, daß du die nen, Geigen, Floͤten; und Pfeil und Wagen, Schild, was nur Odem hat, er⸗ Bogen, Spieß und Schwert toͤn ietzt fuͤr und fuͤr: zerbrochen und zerschlagen. HErr GOtt, dich loben Der Strick ist nun ent⸗wirHErr GOtt, wir dan⸗ zwei; darum so singen wirsken dir! Jobann Franck XIV. Vom Hausstand. Mel. Es ist das Heilsfang ich an, was mir zu uns kommen her. thun gebuͤhret. Mit GOtt 1001. wird alles wohl Namen I R W H Mau chht ll 191 5 huch e 5. 65N Inr Gutts gul sieht W Ind Kaaft Wer gel i keichet hethe un h Riheh 0 3 N Wek Wf dir Wiedg Oel Hacht Rilden det Frone daß ek h Uat, Kuch! Hehef, I. GM eh Schl thhet f der Hiet uld Huh hicht schad ket sem ek schhet Aund, und Freldeg. 9, Druh WII m ije lß dun 10 hlim e, Gie Ibt Ln len% Was dehn G Oe 5. Mej dehen 6 schhug z — 1% Zung uh 2 OHt 6 M⸗ Git/ dach i W „o is 1 ht M daine ht Wiedereg ErrGdth fü GOt, i „daß du Lud, ö Hauset, Huͤrsennsteun Hrüne Rost lten hast; gi D alhiee, Nachwelt ssg tt Wit datteh Gtt/ und hitten/ A „ Hib gllch ih slher Ruhe N uns mit dei Keflll eht nach Volet, unseh Ett G ͤbl + Gdtt, M 1 mit Ohhih peten, mit H chchal, n/ Fbten; Nen hat/ K 1 0 und h dich II 600 Wit du Nebam imt stand. ri ad It Mi GN 4.⁰ 90 ö Vermdgen vom Hausstand. 8⁴9 und gluͤcklich ausgefuͤhret. Was man in GOttes Na⸗ men thut, ist allenthalben recht und gut, und kann uns auch gedeihen. 2. GOtt ists, der das schafft, wa. Gutes zu vollbringen. Er giebt uns Segen⸗ Muth und Kraft, und laͤßt das Werk ge lingen, daß uns ein reicher Zug entsteht, und dergestalt zur Nah⸗ rung geht, daß wir Ver⸗ 9r 36 haben. 3. Wer erst nach GOt⸗ tes Reiche tracht, und bleibt auf seinen Wegen, der wird gar leichtlich reich gemacht durch GOttes milden Segen; da wird der Fromme voll und satt daß er von seiner Arbeit hat, auch Armen Brod zu geben. 4. GOtt ist der From⸗ men Schild und Lohn, er kroͤnet sie mit Gnaden; der boͤsen Welt ihr Neid und Hohn kann ihnen gar nicht schaden. GOtt dek⸗ ket sie mit seiner Hand, er segnet ihre Stadt, ihr Land, und fuͤllet sie mit Freuden. 5. Drum komm, HErr IEsu, staͤrke mich, hilf mir in meinen Werken; laß du mit deiner Gnade dich bei meiner Arbeit mer⸗ ken. Gieb dein Gedeihen selbst dazu/ daß ich in al⸗ lem, was ich thu, ererbe deinen Segen. 6. Regiere mich durch deinen Geist, den Muͤ⸗ ßiggang zu meiden, daß das, was du mich schaffen heißt, gescheh mit lauter Freuden; auf daß ich dir mit aller Teu auf dein Gebot gehorsam siel und 39. 9 Naͤchsten liebe. 7. Nun, IEsu, komm und bleib bei n.ir; die Werke meiner Haͤnde be⸗ fehl ich, liebster Heiland, dir; hilf, daß ich sie vol⸗ lende zu deines Namens Herrlichteit, und gieb, daß ich zur Abendzeit erwuͤnsch⸗ ten Lohn empfange. Sal. Liscov. Mel. Freu dich sehr, o meine ZSeele. Sgedoch 10— 2 fuͤr mei⸗ ne Kinder, Vater, Hleie dich ihrer an; ob sie gleich vor dir sind Suͤnder, sind sie dir doch zugethan, u 3111 durch deines Sohnes Blut gleichwohl dein erworbnes Gut, darum wirst du sie aus Gnaden wohl beschuͤz⸗ zen und berathen. 2. Sie sind dir von Kindes-Beinen und von ihrer ersten Stund zuge⸗ worfen als die Deinen, und durch deinen Gna⸗ den⸗Bund hast du sie in ihrer Tauf vaͤterlich ge⸗ nommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, waͤren deines Reiches Erben. 3. Du hast sie bisher ernaͤhret, und so manchem Ungluͤcks-Fall mehr als vaͤterlich gewehret, der sie hier und uͤberall 1016 leichtlich umgestuͤrzt ja —8 65— abgekürzt; aber dei⸗ 850 vom Haus stand. deine Vater⸗Treue bleibt bei ihnen taͤglich neue. 4. Sollt ich nicht fuͤr solche Guͤte immer dir verpflichtet sein, und mit dankbarem Gemuͤthe sol⸗ chen Gluͤcks⸗ und Se⸗ gens⸗Schein ruͤhmen, und vor jedermann deine Wohl⸗ that zeigen an? ach so muͤßt ich ganz vermessen GOttes, meines Heils, ver⸗ gessen. 5. Sammlen andre gro⸗ ße Schaͤtze, daß ihr Haus in solchem Heil sich an Geld und Gut ergdtze, so bist du mein einzig Theil. Bleib auch mei⸗ ner Kinder GoOtt, lasse sie in keiner Noth und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 6. Schuͤtze sie vor bo⸗ sen Leuten und vor der Verfuͤhrer Schaar, daß ihr Fuß nicht moͤge glei⸗ ten; laß sie ihre Lebens⸗ Jahr in der Tugend brin⸗ gen zu, bis du sie, wie mich, zur Ruh wirst ins kuͤhle Grab versenken, und die Seligkeit uns schenken. 7. Koͤnnen sie in diesem Leben hier, und wo es dir gefaͤllt, was zu deinen Ehren geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Thun und Lassen stets in ihre Herzen fassen. 8. Lasse sie auch meinen Feinden nicht zum Hohn, o lieber GOtt, werden, noch auch meinen Freun⸗ den eine Last, wenn eine Noth und ein Unfall sie be⸗ trifft; wehre selbsten allem Gift, daß die Feind nicht ihrer lachen, und ihr Un⸗ gluͤck groͤßer machen. 9. Endlich wenn die Jahr verflossen, daß sie diese Lebens⸗Zeit haben ehrlich hier genossen, und sie in die Ewigkeit sollen ihren Eintritt thun, so laß alle Schmerzen ruhn, und laß sie in ihrem Sterben glaubensvoll den Himmel erben. 10. Goͤnne mir die gro⸗ ßen Freuden, daß am lie⸗ ben juͤngsten Tag, nach so vielem Kreuz und Lei⸗ den, ich mit Jauchzen sa⸗ gen mag: liebster Vater, ich bin hier, und die Kin⸗ der, die du mir hast in jener Welt bescheret. E⸗ wig sei dein Nam geehret. Joh. Ludw. Schlosser. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. ** ie schön 1003. Woas doch, HErr IEsu Christ, im Stande, da dein Se⸗ gen ist, im Stande heil⸗ ger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab und alles Gut so mild herab aus beiner heilgen Hoͤhe, wenn sich an dich fleißig halten Jung und Alten, die im Orden eines Lebens einig worden. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn, und unverruͤckt beisammen siehn im Bande reiner Trell⸗ n Iuue/ N böllen. Rah/ Wle in Hinm Kan Suunt Imm neshl ugell va en Wat,L lebet. 3. Ne süe Onn Scogß Iin Hochg Ou steckt schlich au, mduhse ein ierf ein duß ui gehn ud Tommen in Sih der dr J. Der nem Baun Aesten schlt eich; M Istem Reb Aälhlantt nd sich kel Renehtt m N bhhch. det, Mun seowonne, lt dent Rem Thron 5. Dich, slbdertotrjd Heusgedo anRachd derwerk und seines Vokt mad —— All. Juf 100ʃ f ast, Weß dh einUnfal setz 0 ig De Fand fh ch, vnd ijt iy zer machg Lich wenn g fosen, 0 end⸗Zeit hi 5 1— 0 1 Ewiglt sll titt thun, Pl erzen rußy m ihrem Ethhen ll den Hu ine mit die g N, daß am h/ en Tag/ nt Krauh und it Juchjeh lhster Vate „ und die Kih h¹ mir hast bescheret. E NMan geehtel Ludte. Swloser. schon leuchtt lorgenstern. V ie schj 6 Wsu Ci 7 I. dein G. ũ Stande h WI. steigt x deine Gab x o mild hun 162 Ing 1 36 eines Hels ö m Rwohl Hehch ruckt deisams Bunde W Tel Kein Sturm, kein Wurm Beim Gewitter. 8⁵1 Treue, da geht das Gluͤck in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. kann zerschlagen, kann zer⸗ nagen, was GOtt giebet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Vor allen giebt er seine Gnad, in derer Schooß er fruͤh und spat schauet schöͤne Soͤhne und die Tocken, die den Rok⸗ ken fein abspinnen, und mit Kunst die Zeit ge⸗ winnen. 6. Sei gutes Muths. wir sind es nicht, die die⸗ sen Orden aufgericht, es ist GOtt, unser Vater: der hat uns je und je ge⸗ liebt, und bleibt, wenn unsre Sorg uns truͤbt, der sein Hochgemebten heget. beste Freund und Rather. Da streckt sein Arm sich Anfang, Ausgang aller faͤglich aus, da faßt er uns Sachen, die zu machen wir und unser Haus, gleich als gedenken, wird er wohl ein Vater pfleget. Da muß ein Fuß nach dem andern gehn und wandern, bis sie kommen in das Zelt und Sitz der Frommen. 4. Der Mann wird ei⸗ nem Baume gleich, an Aesten schoͤn, an Zweigen reich; das Weib gleicht einem Reben, der seine Traͤublein tragt und n hrt/ und sich je mehr und mehr vermehrt mit Waßl n⸗ 2 da leben. Wohl dir, Zier, Mannessonne, Han⸗ seswonne, Ehrenkrone, GOtt denkt dein bei sei⸗ nem Throne. 5. Dich, dich hat er ihm auserkorn, daß aus dir ward herausgeborn das Volk, das sein Reich bauet; sein Wun⸗ derwerk geht immerfort, und seines Mundes starkes Wort macht, daß dein Auge und weislich lenken. 7. Zwar dleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stuͤndlein, da man Leidens voll die Thraͤnen laͤset schiehen; jedennoch, wer sich in Geduld ergiebt, deß Leid wird GOttes Huld in großen Freuden schlie⸗ ßen. Sitze, schwitze nur ein wenig: unser Koͤnig wird behende machen, daß die Angst sich wende. 8. Wohl her, mein Koͤ⸗ nig, nah herzu, gieb Rath im Kreuz, in Noͤthen Ruh, in Aengsten Trost und Freude. Deß sollst du ha⸗ ben Ruhm und Preis, wir wollen singen bester Weis, und danzen alle beide, bis wir bei dir, deinen Wil⸗ len zu erfuͤllen, deinen Na⸗ men ewig loben werden. Amen. Paul Gerhard. XV. Beim Gewitter. RMel. 4.5 Winn lieben 1004²⁶ Enene get auf: mein Herz zu GOtt hinauf! be ihm geschwind zu Fuße—— wah⸗ 8⁵² von der Ernte. wahre Reu ung Buße, da⸗ mit gleich deine Suͤnden durch Christi Tod ver⸗ schwinden. 2. HErr, der du gut und fromm: zu dir ich glaͤubig komm; bitt mir aus dein Erbarmen, hab Chri⸗ stum auf den Armen: um dessenwillen schone, mir nicht nach Suͤnden lohne. ö 3. Durch Christi theures Blut mach mir ein Herz und Muth, das sich nicht änechtisch scheue, viel lie⸗ ber deiner Treue in allem kindlich traue, und auf dein Helfen baue. ö 4. Ich will mit dem, was mein, dir ganz gelas⸗ sen sein; dein Fluͤgel wird uns decken, verjagen alles Schrecken, und lassen uns aus Gnaden das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan! verlaß uns nicht; bleib unsre Zuver⸗ sicht und laß dein Va⸗ terliehen auch jetzt an uns sich uͤben, so wolln wir, weil wir leben, dir Preis und Ehre geben. Aemilie Juliane, Gräfin v. Schwarzh.⸗Rudolst. XVI Von Mel. von SOtt will ich nicht lassen. * Die Ernt zum Ende, der Segen ein⸗ gebracht, woraus GOtt alle Staͤnde satt, reich und froͤblich macht; der alte GOtt lebt noch, man kann es deuilich merken an so viel Liebes⸗Werken, drum preisen wir ihn hoch. 2. Wir ruͤhmen seine Guͤte, die uns das Feld bestellt, und oft ehn un⸗ sre Bitte gethan, was uns gefaͤllt; die immer noch geschont/ gottlos leben, die Fried und Ruh jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schoͤ⸗ nen Segen hat boͤses Thun verderbt, den wir auf gu⸗ ten Wegen sonst haͤtten gegeben, daß den, fuͤr viel und der Ernte. noch ererbt; doch hat GOtt mehr geihan aus unver⸗ dienter Guͤte, als Mund, Herz und Gemuͤthe nach Wuͤrden ruͤhmen kann. 4. Er hat sein Herz ge⸗ neiget, uns Suͤnder zu er⸗ freun, und gnugsam sich bezeiget durch Regn und Sonnenschein; wirds aber nicht geacht, so hat er sich verborgen, und durch ver⸗ borgnes Sorgen zum Be⸗ ten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berather, machst, daß uns Segen ob wir aleich gruͤnt. Wohlan! dich laben wir fuͤrabgewandten Scha⸗ große Gnaden, HErr GOtt, wir danken die. 6. Zumn Danke kommt das Bitten, du wollest, frommer GOtt, vor Feuer uns 80 0 8 bebobe, wien Nt hale Zl, Gaber, N Aabeh/ Rl leit. . Bisch en da. 900 V u u Oit Re gů endetlagg , Ind Oage tech ein. 8. Geh, lelit, al de 6 icherlard nigfilt schn, m und Leben Chre geben Heschcht. 9. Komn ande, so Gastin de u et der N ihn so erhteh; nach auge die Gathe 0 Atl. Wer Goil 10% wit alle sst ein s Ru aber: him kecht unnen a Mcht un h4 01 Hah 2 H —— . wil. mit 5 dan W ein Flugu u behhggen dlg 13 1* eh dad Watth chaden, An veklaß inz unste Zwe⸗ laf dat Y uch eh a unz ⁰½ Hh i, eben, de M Hehen, jt Jullane, Swarzh,⸗Kudolf. Rie. doch hat Gat in gus Unh⸗ le, Als Mund Gemuͤthe nuc ihmen konn. sein Herz ge⸗ Sundet zu er gm sh ich Regn ul den; witds ghe , so hateetst und durch h orgen zun x ebracht. eliebster I Dani verdiez slet Belch. a uns Sih Ohlan dich ei ewardten S viel und gs te SO N .——4 Darke lunß ch/ R wau 901, vor Si von der Ernie 8⁵3 uns behuͤten, und aller andern Noth; gieb frieden⸗ volle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben, regier die Obrig⸗ keit. 7. Besonders laß gedei⸗ hen dein reines wahres Wort, daß wir uns dessen freuen, und auch an unserm Ort dies gute Sam⸗Koͤrn⸗ lein verlangte Fruͤchte brin⸗ ge, und wir in allem len.t recht fromme Leute ein. 8. Gieb, daß zu dir uns lenket, was du zum Unter⸗ halt des Lebens hast ge⸗ schenket: daß wir dich man⸗ nigfalt in deinen Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben, o laß es doch geschehn. 9. Kommt unser Lebens⸗ ende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhaͤnde, da er der Ruh geneußt, da ihm kein Leid bewußt; so ernten wir mit Freuden nach ausgestandnem Leiden die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann. Mel. Wer nur den lieben GOtt läßt walten. * GOtt, 1006 Onde wir alles haben, die Welt ist ein sehr großes Haus, du aber theilest deine Ga⸗ ben recht wie ein Vater drinnen aus. Dein Segen macht uns alle reich: uch lie⸗ ber GOtt, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Men⸗ schen alle zaͤhlen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Nothdurft keinem fehlen, denn du weißt allen vorzustehn, und schaffest, daß ein jedes Land sein Brod bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung saͤet, und endlich auch die Frucht geneußt; der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begeußt, des Himmels Thau, der Sonnen⸗Strahl sind deine Diener allzu⸗ mal. 4. Und also waͤchst des Menschen Speise, de Acker selbst wird ihm zur⸗ Brod; es mehret sich vie faͤltger Weise, was anfang schien, als waͤr es tode, bis in der Ernte Jung und Alt erlanget seinen Un⸗ terhalt. 5. Nun, HErr, was soll man erst bedenken? der Wunder hier sind da, zu viel. So viel, als du, kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle werth. 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, was uns dein Segen traͤget ein. Ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund soll Lebenslang fuͤr unsre Rahrung sagen ank. Caspar Neumann. Mel x II 1 18 — „ 1* * 854 von der göttlichen Vorsehung. XVII. Von der göttlichen Vorsehung. Mel. Wwas Gott thut, das ist wohlgethan. * NMuf GOtt 1007. Aunduucht auf meinen Rath will ich mein Gluͤcke bauen, und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmaͤchtig haͤlt, wird mich in meinen Tagen als GOtt und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nuͤtzen wuͤrde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Gluͤck und meine Buͤrde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen waͤre? 3. GOtt kennet, was mein Herz begehrt, und haͤtte, was ich bitte, mir gnaͤdig, eh ichs bat, ge⸗ waͤhrt, wenns seine Weis⸗ heit litte. Er sorgt fuͤr mich stets vaͤterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein unge⸗ stoͤrtes Gluͤck weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die groͤßte Noth hebt doch der Tod, und Ehre, Gluͤck und Habe verlaͤßt mich doch im Grabe. Gesundheit, Ehre, Gluͤck und Pracht sind nicht das Gluͤck der Seelen. Wer GOttes Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Ge⸗ wissen die Truͤbsal auch versuͤßen. 6. Was ist des Lebens everschwin wie bald ist ie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? wie bald ists uͤberwunden! Hofft auf den HErrn, er hilft uns gern; seid froͤh⸗ lich, ihr Gerechten, der HErr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert. Mel. Meinen JEsum laß ich nicht. * ennoch ich stets an dir, wenn mir alles gleich zuwider. Kei⸗ ne Truͤbsal druͤckt in mir die gefaßte Hoffnung nie⸗ der, daß/ wenn alles bricht und faͤllt, dennoch deine Hand mich haͤlt. 2. Leite mich nach dei⸗ nem Rath, der wohl wun⸗ derlich geschiehet; aber end⸗ lich in der That auf die schoͤnste Wohlfahrt siehet. Denn du fuͤhrst es wohl hinaus, sieht es gleich ver— kehret aus. 3. Nimm mich dort mit Ehren an, wenn ich gnug gekaͤmpfet habe; fuͤhre mich 5. An dem, was wahr⸗ haft gluͤcklich macht, laͤßt GOtt es keinem re—— zeige die Lebensbahn, zu dem Himmel aus dem Grabe; mir das Loos 1000 getrell s yon lichek oftehmul Hetrübmze dad Krah, Glaube se Nie Gehub. hleibt gette 2. 60 getkeuleer tragen/ n Rlgt, del h Hlage: Nuhe oft Rabei en lebt: G9 Hettel, 3.60t getteul et erndgen, wiel d Wuftlegen I vö den fre/ nisleht: Hleibt get 4. 69 Hetteul et Wanen, f shische de Ken ath vr Uun hud ein gut he Trusal gg ist des deheh 7 wie hah if inden! U dieset duz Vuberwunden en HEtrn, n; seid frh Kerechten, N inen Knechter ichtegott Geleet inen Wsun h nicht. * Denroch bleib r, wenn mit zupider Ke⸗ drückt in mi Hoffnung nie enn alles hrat dennoch de der wohl wu jehet; abet n That auf Hffchtt se ührsi es vo htees gleich e⸗ mich dott m wenn ich gut abez fͤhe 0 hn/ 3 dem Githd 2 mit N 006 — DI-IIIIInEInIe..‚I.‚-.---..— von der göttlichen vorsehung. 855 Loos in der Auserwaͤhlten 4. Mag es doch indessen hier wunderlich mit mir ergehen, dennoch bleib ich stets an dir, dennoch will ich feste stehen; ich muß trotz sei aller Pein, den⸗ noch, dennoch selig sein. Benjamin Schmolk. Mel. Nun danket alle GOtt. kt * GOtt ist 1009. Gundbleibt getreu! sein Herze bricht von Lieben, pflegt er gleich oftermals die Seinen zu betruͤben; er pruͤfet durch das Kreuz, wie rein der Glaube sei, wie standhaft die Geduld. GOtt ist und bleibt getreu. 2. GOtt ist und bleibt getreu! er hilft ja selber tragen, was er uns auf⸗ gelegt, die Last der schwe— ren Plagen; er braucht die Ruthe oft, und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt: GOtt ist und bleibt getreu. 3. GOtt ist und bleibt getreu! er weiß, was wir vermoͤgen, er pfleget nie zu viel den Schwachen aufzulegen; er macht sein Israel von Last und Ban— den frei, wenn große Noth entsteht: GOtt ist und bleibt getreu. 4. GOtt ist und bleibt getreu! er troͤstet nach dem Weinen, er laͤßt nach truͤ⸗ ber Nacht die Freuden— sonne scheinen; der Sturm, der Kreuzessturm geht augenblicks vorbei; sei, Seele, nur getrost: GOtt ist und bleibt getreu. 5. GOtt ist und bleibt getreu! und stillet dein Be⸗ gehren, er will dein Glau⸗ bensgold in Truͤbsalsglut bewaͤhren; nimm an von GOttes Hand den Kreuz⸗ kelch ohne Scheu, der Le⸗ bensbecher folgt: GOtt ist und bleibt getreu. 6. GOtt ist und bleibt getreu! Laß alle Wetter rachen, GoOi. wird der Truͤbsal doch ein solches Ende machen, daß alles Kreuz und Noth dir ewig nuͤtzlich sei. So liebt der Hoͤchũe dich: GOtt ist und bleibt getreu. Mel. Ach! was soll ich Sünder machen. *(Dollt ich 1010. meinem GOtt nicht trauen, der mich liebt so vaͤterlich, der so herzlich sorgt fuͤr mich? Sollt ich auf den Fels nicht bauen, der mir ewig bleibet fest, der die Seinen nicht verlaͤßt? 2. Er weiß alles, was mich druͤcket, mein Anlie⸗ gen, meine Noth, er steht mir bei bis in Tod; er weiß, was mein Herz er⸗ quicket; seine Lieb und Vatertreu bleibt mir ewig immer neu. 3. Der die Voͤgel all ernaͤhret, der die Blumen, Laub und Gras kleidet schon ohn Unterlaß, der uns alles Guts bescheret, sollte der verlassen mich? Nein⸗ 856 vom geistlichen Kampf. Rein, ich trau ihm sicher⸗ ich. 4. Wenn ich seinem Reich nachtrachte, wenn ich durch Gerechtigkeit finde meine Seligkeit, wenn ich Geld und Gut ver⸗ achte, segnet mein GOtt fruͤh und spat Wort und Werke, Rath und That. 5. Ei so mag der andre! Morgen bleiben! Was noch kuͤuftig ist, irrt mich nicht, ich bin ein Christ; XVIII. 32 4650455 0 e eedwen, 101 I·— laßt euch wiederfinden, wie im ersten Christenthum, die nichts koͤnnte uͤberwinden: seht nur an ihr Marter⸗ thum, wie in Lieb sie gluͤhen, wie sie Feuer spruͤhen, daß sich vor der Sterbenslust selbst der Sa⸗ tan fuͤrchten mußt. 2. In Gefahren uner⸗ schrocken, und von Luͤsten unberuͤhrt, die aufs Eitle konnten locken, war man damals: die Begierd gin nur nach dem Himmel, fern aus dem Getuͤmmel war erhoben das Gemuͤth/ achtete, was zeitlich, nit. 3. Alle Ding nach ih⸗ rem Wesen, und nicht nach der Meinung, da wurden gruͤndlich abgemessen, das Urtheil im Licht geschah; in Ungluͤck gluͤckselig wa⸗ ren sie und froͤhlich, fern von Menschenselaverei und von ihren Banden frei. ich laß meinen GOtt versorgen alles, weil doch aller Zeit ihre Sorge schon bereit. 6. GOtt Lob, der mein Herz erfreuet, daß ich glaͤu⸗ he festiglich, GOtt, mein Vater, sorgt fuͤr mich. GOtt Lob, der den Trost er⸗ neuet, daß ich weiß: GOtt liebet mich, GOtt ver⸗ sorgt mich ewiglich. Job Olearius. Vom geistlichen Kampf. 4. Ganz großmuͤthig sie verlachten, was die Welt fuͤr Vortheil haͤlt und wo⸗ nach die meisten trachten, es mocht sein Ehr, Wol⸗ lust, Geld. Furcht war nicht in ihnen, auf die Kampfschaubuͤhnen spran⸗ gen sie mit Freudigkeit, hiel⸗ ten mit den Thieren Streit. 5. O daß ich, wie diese waren, mich befaͤnd auch in dem Stand! Laß mich doch im Grund erfahren dein huͤlfreiche, starke Hand/ mein GOtt, recht leben⸗ dig! Gieb, daß ich be⸗ staͤndig bis in Tod durch deine Kraft uͤbe gute Rit⸗ terschaft! 6. Ohne dich bin ich nicht tuͤchtig, irgend etwas Guts zu thun, und dazu was, das so wichtig; es thut blos auf dir beruhn. HErr, HErr, meine Hoff⸗ nung, halte dein Verhei⸗ hung, hilf mir, daß ich als ein Held mit der Tu⸗ gend werd vermaͤhlt! 7. Gieb⸗ 2.—7 . Geh, Gasteswaße WI cheh Remals ME M uh und ich.! daß 10 0 stlich, sa Al etheh LEi iu fommer 6e Ulle Schlachth men füht iht Vut: SIhe Hehß Werden fo Haus ud hattet Ei 9. Jchl die Hefeh; muß sein Lahtochü Ran sschte Ws seis l laden mußt ehn am A Lapm, d Kbehze kan 10. Ei. standhoftj Rpfer hrh Hoch kecht un juet Mut deh Wd ihm hatd Hede Und die Hrutt. 11. Fro Cihn Kretz eit Ylhteu llichen, in Yf —— heinen Oy les, wul dit b SIthesah — det moh Haig 60 tt, ih gt für mich ekden Trofte⸗ hweß: Gon „Gdtt he⸗ wiglih. e Ulen. Kampf. roßmuͤthigfs Was die Wes haͤlt und wi⸗ iten trachte 11 Eht, Wal⸗ Butht t Wl Ren, auf die nn srah⸗ udigkett hil⸗ hieren Sttet. ich, Wie dies Hefänd aub and Laß mih rund ekfahth he, starke Har „ kecht lehe⸗ daß ich in Tod dut ͤbe gute e dich bin! 0 gendeen hun, und K so Wichtigt auf di berth t/ meine 0 1 hal Dal fn mir/ dah! 0 Wnlu herma 7. 66 I.——.—————— vom geistlichen Aampf. 8⁵5⁷ 7. Gieb, daß ich mit Geisteswaffen kaͤmpf in IEsu Loͤwenstark, und hier niemals moͤge schlafen, daß mir dieses große Werk durch dich mög gelingen, und ich tapfer ringen, daß ich in die Luft nicht streich, sondern bald das Ziel erreich. Es duͤrft wieder da⸗ zu kommen, das des Fein⸗ des tolle Wuth zu der Schlachtbank deine From— nien fuͤhrte und vergdß ihr Blut: nach gemeiner Sage große Truͤbsalstage werden kommen uns zu Haus und noch ein sehr . Strauß. 9. n d kommen erst die Hefen; denn das Maß muß sein erfuͤllt und das Letzt noch uͤbertreffen, wenn man sieht auf Christi Bild, was sein Kirch im Anfang leiden mußt beim Eingang: denn am Abend starb das Lamm, das doch fruͤh ans Kreuze kam. 10. Ei wohlan, nur fein standhaftig, o ihr Bruͤder, tapfer drauf! Lasset uns doch recht herzhaftig fol⸗ gen jener Zeugen Hauf! Nur den Leib beruͤhret, was ihm so gebuͤhret; er hats Leiden wohl verdient, und die Seel darunter gruͤnt. 11. Fort, weg mit dem Sinn der Griechen, denen Kreuz ein Thorheit ist! O laßt uns zuruͤck nicht kriechen, wenn ans Kreuz soll JEsus Christ! Steht in IEsu Namen, wenn der Schlangen Samen sich dem Glauben wider⸗ setzt und das Schlaͤcht⸗ schwert auf uns wetzt. 12. Gebt euch in das Leiden wacker! Mit dem Blu it der Maͤrtyrer wird geduͤngt der Kirchenacker; diese Fettigkeit treibt sehr und macht staͤrk ausspros⸗ sen, wenn mit wird ve⸗ gossen; o dann traͤgt er reichlich Frucht, eine schone Gartenzucht. 13. Schwaͤngre vor, o güldner Regen/ uns, dein duͤrres Erb un id Erd! de wir dir getren sein moͤgen, und nicht achten Feur und Schwert, als in Lie⸗ be trunken und in dir ver⸗ sunken! Mach dein Kirch an Glauben reich, daß das End dem Anfang gleich! Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. 0 4 Treuer Hir⸗ . +te deiner 0120 deiner Glieder sarker Schutz, sieh doch, wie die Asch und Erde, großer GOtt, mit Grimm und Trutz tobt und wuͤ⸗ thet wider dich, und ver⸗ mißt sich freventlich, deine Kirche zu zerstoͤren, und dein Erbtheil zu verheeren. 2. Du, HeErr, bist ja unser Koͤnig, wir sind dein mit Leib und Seel: Men⸗ schen⸗Huͤlf ist hier Ju we⸗ nig, wo nicht du, Imma⸗ nuel, zu der Deinen Ret⸗ tung wachst, und dich selbft zu Felde machst, fuͤr dein wahres Wort zu Rdh 858 vam Lobe Gottes und der Feinde Rath zu 6. Hilf den Deinen, und daͤmpfen. betehre der Verfolger blin⸗ 3. Es trifft deines Na⸗des Heer; der Verfolgun mens Ehre, deiner Wahr⸗steur und wehre, daß b6 heit Heiligthum, IEsu, uns nicht werd zu schwer. deine Glaubens⸗Lehre, dei-Nimm dich der Bedraͤng⸗ nes Leidens Kraft und ten an, leit auch die auf Ruhm, und den Dienst, rechter Bahn, die noch den dir allein wir zu lei⸗ jetzt durch Satans Luͤgen sten schuldig sein: dazu sich selbst um uhr Heil kannst du ja nicht schwei⸗ betruͤgen. gen, deine Macht-Hand 7. Laß uns recht und wirst du zeigen. redlich handeln, und in 4. Du verlachst der Fein⸗Tauben⸗Einfalt, dir ganz de Tucke, treibst der boͤsen gelassen, heilig wandeln, Herzen Schluß, Rath und doch dabei uns kluͤglich Anschlag selbst zuruͤcke, daß hier schicken in die boͤse er nicht Lann muß. Zeit, und vor falscher Hei⸗ Die Verfolgung hat ihr ligkeit, auch der Feinde Ziel, du verhaͤngst ihr nicht List und Wuͤthen uns mit zu viel, und pfiegst derer Schlangen-Klugheit huͤ⸗ nur zu spotten, die, HErr, ten. wider dich sich rotten. 8. Laß mit Beten und 5. Staͤrke nur den schwa- mit Wachen stets uns stehn chen Glauben, den, bei so auf unsrer Hut, und nur betruͤbter Zeit, Fleisch uud dich, HErr, lassen machen, Satan uns zu rauben, so wird alles werden gut. und mit Furcht und Bloͤ IEsus streitet fuͤr uns digk it uns zusschrecken sind hier, und vertritt uns dort bemuͤht. Deine Weisheit bei dir, bis wir auf der kennt und sieht deiner Kin- neuen Erden mu ihm tri⸗ der schwach Vermoͤgen, und umphiren werden. wirst nicht zu viel auflegen. Henriette Catb v. Gersdorf. XIX. Vom Lobe Gottes. Mel Es ist das Heil Wolfen bis hieher mir ge uns kommen her. 2. Hab Lob, hab Ehr, 1 0 3* Ris hieher hab Preis und Dank fuͤr 9. Dhat mich die bisherge Treue, die du, GoOtt gebracht durch seine o GOtt, mir lebenslang große Guͤte, bis hieher hat bewiesen taͤglich neue; in er Tag und Nacht bewahrt mein Gedaͤchtniß schreib Herz und Gemuͤthe. Bis ich an: der HErr hat hieher hat er mich geleit, Großs an mir gethan, his bis hieher hat er mich er⸗hieher mir e 3 Hi w-HT IHitfi mafter Hn Ilm S. 0u I u Ke nit du Iumn i Tod: Dulch, Hlft mit me ft/ Me et 13 Jl „Schpaistur Mel Uun N 1014t HeErt/ Raih lcht, mah Schhhit/ R Rein ded u het, mein I chutzt vun M Nr alle Au Huts an mit 2. Gelobet Rein GOtt, Riil ben Heser Sohn, lich gegebel, sset hat mt In Blut, Glaubex sch hchste Gut, 9, Geobet mun GOtt, man Leben, Weether Gei du Sohn ge men Heth nit gebt u in alle Wost und! . Geobe Ran GOtt, Het m all I n Lül Hacht fl Mnarhlt — dem Denneh I Vafolherh der Vesogn wehre, 1t werd zu sche der Barsh et auch d ahn, de u Satans Lin um qt i uns recht i ndeln, und ⸗ infalt, dir gh hellg wandtd 1 uns klügs en in die W vor falscher hi ich der Felh uͤthen uns n „Klugheit y mit Beten un Nsiets uns ster Hul, und nut „lassen machen les Wekden gl tetet für un vermrut un di Wit auf N en mi ihm t werden. Cath v. Gersdin Ottes. hieher mi ob, hib und Oukf Treue, N mt lebent raͤglich Reur; Rum V der HEtt mmt gethah/x + goclta 0 vom Cobe GOttes. 859 3. Hilf ferner weit, mein Vater, GOtt der Sohn, treuster Hort, hilf mir zu allen Stunden, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch JEsu Wunden; damit ich sag bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein GOtt, er hilft, wie er geholfen! Aemilie Juliane, Gräfin v. Schwarzburg⸗-Rudolstadt. Mel. Uun danket alle . 100 elobet 1014. Gee der HErr, mein GOtt, mein Licht, mein Leben, mein Schoͤpfer, der mir hat mein Leib und Seel gege⸗ ben, mein Vater, der mich schuͤtzt von Mutterleibe an, der alle Augenblick viel Guts an mir gethan. 2. Gelobet sei der HErr, mein GOtt, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich fuͤr mich gegeben, der mich er⸗ loͤset hat mit seinem theu⸗ ren Blut, der mir im Glauben schenkt das aller⸗ hoͤchste Gut. 3. Gelobet sei der HErr, mein GOtt, mein Trost/ mein Leben, des Vaters werther Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir giebt neue Kraft, der mir in aller Noth Rath,/ Trost und Huͤlfe schafft. 4. Gelobet sei der HErr, mein GOtt, der ewig le— bet, den alles lobet, was in allen Luͤften schwebet. Gelobet sei der HErr, deß Namen heilig heißt, GOtt und GOtt der werthe Geist. 5. Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen, und mit der En⸗ elschaar das Heilig, Hei⸗ ig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit, gelobet sei mein GOtt in alle Ewig⸗ keit. Johann Olcarius⸗ In 4. Melodir. 4 obe den o meine Seele, ich will ihn loden bis in Tod. Weil ich noch Stunden auf Er⸗ den zaͤhle, will ich lobsin⸗ gen meinem GOtt. Der Leib und Seel gegeben hat, werde gepriesen fruͤh und spat. Hallel., Hallelmah! 2. Fuͤrsten sind Men⸗ schen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschlaͤge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, rufe man GOtt um Huͤlfe an. Hallelujah, Hallelujah! 3. Selig, ja selig isi der zu nennen, deß Huͤlfe der GOtt Jacob ist; welcher vom Glaͤuben sich nicht laͤßt trennen, und hofft ge⸗ trost auf IEsum Christ. Wer diesen HErrn zum Beistand hat, findet am besten Ralh und That. Hallelujah, Hallelujah! 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden und was darinnen ist, gemacht; alles muß puͤnkttich erfuͤl⸗ let werden, was er uns ein⸗ 860 bom Lobe Gottes. einmal zugedacht. Er ists/ der Herrscher aller Welt welcher uns ewig Glauben haͤlt. Hallel., Hallelujah! 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden; er ists, der ihnen Recht verschafft. Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ih⸗ nen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei: seine Genad ist man⸗ cherlei Hallel., Hallelujah! 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, erhebt, die tiefgebeuget gehn. Wo er kann einige Fromme fin⸗ den, die laͤßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Wittwen und Waisen haͤlt er Schutz. Hallelujah, Hallelujah! 7. Aber der Gottesver⸗ Harter Tritte kehrt er mit starker Hand zuruͤck, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der HErr ist Koͤnig ewiglich; Zion, dein GOtt sorgt stets fuͤr dich. Hallel. Hallelujah! 8. Ruͤhmet, ihr Men⸗ schen, den hohen Namen deß, der so große Wun⸗ der thut. Alles, was O⸗ dem hat, rufe Amen, und bringe Lob mit frohem Muth. Ihr Kinder GOt⸗ tes, lobt und preist Va⸗ ter und Sohn und heilgen Geist. Hallel., Hallelujah! Joh. Dan. Herrnschmidt. Mel. Lobt SOtt, ihr Christen alle gleich. 1016. N.a und bringet Ehr, ihr Men⸗ schen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall GOtt, unserm hoͤchsten Gut, der seine Wunder uͤberall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mut⸗ terleibe an frisch und ge⸗ sund erhaͤlt und, wo kein Mensch nicht helfen kann/ sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betruͤbt, doch bleibet utes Muths, die Straf er⸗ aͤßt, die Schuld vergiebt, und thut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein froͤh⸗ lich Herz/ erfrische Geist und Sinn, und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn in Israelis Land; er gebe Gluͤck zu unserm Thun und Heil zu allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Guͤt um, bei und mit uns gehn, was aber aͤng⸗ stet und bemuͤht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Le⸗ ben waͤhrt, sei er stets un⸗ ser Heil; und bleib auch, wenn wir von der Erd ab⸗ scheiden, unser Theil. 9. Er druͤcke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu, und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhard. Mel. HErr Jsu Christ, dich zu uns wend. 1 0 1 7 NIm HEr⸗ mser Het schafen ihn sicht Wx GOttes Oll Masch sl 3. Er 00 Pobl Heact enem Vol Schafez, e fuͤhten seet Wed. I. De il hei ihm seh, Iu seinen I Loben duch Wlang/ zu nit Gesanh, 5. Oankt Hsinget ihn Nn Zunm: 0 Allet Alesg Wen dos i. 6. Er il. Fteupdlcche Ind Teu sen Guade 1n. fla un hat füt und „60 Achsen Ty sui Chrn, Sobh, sim Herthen hei V Xq Ael Alle au Hit 10th 8. ar Vett, E* nel setz pam 160 ucr t Schall 0⁰ Ichsen Gih nder Ubenlz inge thut. uns von q N frisch n ilt und, nicht helfenhh jum Hal „ob wir ihnch uͤbt, doch 0 üh Ne En Schuld 3 uns alles G gehe uns einft erftische Gast d wekf all A org und Schn res Tiefe hi. se scinen Fti Israelis Land mnserm T Iu allem Stt lase äne l um, bei +7 Was abl bemͤͤht, gr stehn. lange! Rest. t, sei er seht und blett von der K unser Tlu. drüͤcke/ Wan x licht/ Im N , Und 506 in Iescht wgen Rih Am Marientage. 861 HErren alle Welt! Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt; kommt mit Froh⸗ locken, saͤumet nicht, kommt vor sein heiligs Angesicht. 2. Erkennt, daß GOtt ist unser HErr, der uns er⸗ schaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst; durch GOttes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat. 3. Er hat uns ferner wohl bedacht und uns zu seinem Volk gemacht; zu Schafen, die er ist bereit zu fuͤhren siets auf gute Weid. 4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, kommt, geht E zu seinen Thoren ein mit nun und immerdar ge⸗ preist Dav. Denicke, nach Corn. Becker. Ir eigener Klelodie. 1018⁷N Uset alle GOttes Barmherzigkeit; lobt ihn mit Schalle, wer⸗ theste Christenheit! Er laͤßt dich freundlich zu sich laden: freue dich, Israel, seiner Gnaden. 2. Der HeErr re gieret uͤber die ganze Welt; was sich nur ruͤhret, ihme zu Fuße faͤllt. Viel tausend Engel um ihn schweben; Psalter und Harfen ihm 2 geben. Wohlauf, ihr Hei⸗ Loben durch der Psalmen Wal, asetasmdurerg sein: Klang, zu seinem Vorhof zu gruͤnen Weiden stellet mit Gesang. euch willig ein. Da laͤßt 5. Dankt unserm GOtt, er uns sein Wort verkuͤn⸗ lobsinget ihm, ruͤhmt sei⸗ den, machet uns ledig von nen Nam mit lauter allen Suͤnden. Stimm: lobsingt und 4. Er giebet Sypeise danket allesammt: GOtt reichlich und uͤberall⸗ nach loben das ist unser Amt. Vaters-Weise saͤttigt er 6. Er ist voll Guͤt und allzumal; er schaffet feüh Freundlichkeit, voll Lieb und spaten Regen, Gaen und Treu zu jeder Zeit; uns alle mit seinem Segen. sein Gnade waͤhret dort 5. Drum preis und eh⸗ und hier, und seine Wahr⸗re seine Barmberzigkeit, heit fuͤr und fuͤr. sein Lob Lermehre/ wer⸗ 7. GOtt Vater in dem theste Christenheit! Uns hoͤchsten Thron, und IE⸗ soll hinfort kein Unfall sus Christ, sein einger schaden: freue dich, Is⸗ Sohn, sammt GOtt, dem rael, seiner Gnaden! werthen heilgen Geist, sei Mattbäus Apelles v. Lowenstern. XX. Am Marientage. Mel Allein SOtt in IEsus macht mich rein der Böh sei Ehr. von allen meinen Sünden; 1013.68•4 Lob, was er buͤßt, muß bezah⸗ mein let sein, nun kann mich nicht 86² Am Marientage. nicht mehr binden der Suͤnden Strick, des Teu⸗ fels Macht, drum mein Giaub Hoͤll und Tod ver⸗ lacht, weil JEsus ist mein Leben. 2. Was traur ich denn? Er lebt ja noch, der das Gesetz erfuͤllet, der durch den Tod und Kreuzesjoch des Vaters Zorn gestillet; was er hat, das ist alles mein, wie koͤnnt doch groͤßer Reichthum sein, als was mir IEsus schenket? 3. Weil IEsus mich von Suͤnden rein durch sein Verdienst will machen, daß ich, los aller Qual und Pein, nicht fuͤrcht des Todes Rachen: so troͤst mich seine Heiligkeit, sein Unschuld, Heil und Seligkeit ist mein Schatz und mein Leben. 4. So kann ich auch mit Fried und Freud, wie Simeon, mein Leben be⸗ schließen frei von allem Leid, mich meinem GOtt ergeben. So bald ich thu mein Augen zu, so wird mein Tod mein Schlaf und Ruh, seh ich des Him⸗ mels Freude. 5. Wie werd ich dann so froͤhlich sein, wenn ich die Welt verlassen, wenn mich die Himmelsgeister⸗ lein gefuͤhrt zur Lebens⸗ straßen; wenn ich erblickt die Ewigkeit, wenn ich er⸗ langt die Seligkeit, die mir mein GOtt bereitet. 6. Hilf, GOtt, daß ich sei stets bereit, laß mich nichts von dir wenden; bring mich zu deiner Herr⸗ lichkeit, hilf seliglich vol⸗ lenden; komm bald, hilf mir aus aller Noth, hilf mir, HeErr, durch dein Blut und Tod; ja komm, HErr IEsu! Amen. Job. Olearius. In eigener Melodie. 1020. Hf su, Licht der Heiden, der Frommen Schatz und Lieb, wir kom⸗ men jetzt mit Freuden durch deines Geistes Trieb in diesen deinen Tempel und suchen mit Begier, nich Simeons Exempel, di großen GOtt allhier. 2. Du wirst von uns efunden, o HErr, an je⸗ em Ort, dahin du dich verbunden durch dein Ver⸗ heißungswort; vergoͤnnst noch heut zu Tage, daß man dich gleicher Weis auf Glaubensarmen trage, wie hier der alte Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, ein helles vicht in Pein, in Schrecken un⸗ sre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein; in Zagheit Glut und Flamme, in Noth ein Freuden⸗Strahl, in Krankheit Arzt und Amme, ein Stern in To⸗ desquai. 4. HErr, laß auch uns gelingen, daß letzt, wie Simeon, ein jeder Christ kann singen den schoͤnen Schwanenton: Mir wer⸗ den nun mit Frieden mein Augen zugedruͤckt, nachdem ich schöͤn hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, — 5. NM/ U Reschaut: Iich mit 110 4 Wohst M und in d Ins schehe 1u, kell! dall. — Alel. Au x 10½1 richt g. abgethah, vergangen Licht un Sonm unt jum Hel 2. Bf Schaat/ Hewaht; dl lbstecke, Schicd ded Hebel we nicht besch 3. Lab! ls nicht 5. IId cheh,e ehehen, Hchch und ch sicher ug st uht wi az bese 5. T 0 sen Mun b gn denerh ö if seigth u mm Hah, Aler Roth Ir/ durh 0 dadr in Iu Ameh Job. Dian ner Melah, . HI — sh / det Fronm 1d lieb, wir y nit Freudenhut Histes Trich! nen Tempelu it Begier, Etempel, Ont allhiet. wirst von u HErr, arj „dahin du W. dulch deil V vort; betgim t νTage, M gleschet Wil Hensarmen trah det alte Grei unset Glatk: ein helles YW in Schrecken v He, im Kreu hein; in Zu nd Flamme Fteuden⸗St kheit Atit! ein Stern 2 r/ loß u „daß lht, „ein jder el Rgen el unton: M—. nt Ptiedene mnarict nihe u henieden K b allt Morgenlieder. 86. 5. Ja, ja, ich hab im 6. Hier blickst du zwar Glauven, mein JEsu, dich zuweilen so scheel und geschaut: kein Feind kann schwuͤl mich an, daß oft dich mir rauben, wie hef- vor Angst und Heulen ich tig er auch draut. Ich dich nicht kennen kann: woyn in deinem Herzen, dort aber wirds geschehen, und in dem meinen du: daß ich von Angesicht zu uns scheiden keine Schmer⸗Angesicht oll sehen dein zen, kein Angst, kein Tudsenmer klares Licht. dazu. Jobann Frantt. XXI. Morgenlieder. AMlel. Auf meinen lieben Geist sich wenden: nimm SoOtt. ihn zu treuen Haͤnden; 1 0²2 1* Der schoͤne und laß auf deinen Namen bricht an: die Nacht ist Tag uns froͤhlich fahren. Amen. ist Aug. Zuch er. abgethan, die Finsterniß Mel. Wo SOtt zum Haus vergangen: laß uns dein nicht giebt sein Gunst. Licht umfangen, du unser 102* Des Mor⸗ Sonn und Leben, der Welt 2. gens zum Heil gegeben! wenn ich fruͤh aufsteh, und 2. Befiehl der Engel des Abends zu Bette geh, Schaar, daß sie uns heut sehn meine Augen, HErr, bewahr; du selbst dein Hand auf dich, HErr IEsu, dir ausstrecke, daß uns dein befehl ich mich. Schild bedecke, und alles 2. In den heilgen fuͤnf Uebel weiche, der Arge Wunden dein da kann ich nicht beschleiche. ruhn und sicher sein mit 3. Laß unter deiner Hut Leib und Seele, Hab und uns nichts thun, als was Gut: mein Schatz ist nur gut, und recht wie Kinder dein heilges Blut. eben, dir Herz und Sinn 3. Denn, o HErr Christ, ergeben, in deinen Wegen am Kreuzesstamm dein heil— gehen und fest im Glau- ges Blut die Suͤnd hin⸗ ben stehen nahm: drum ich wach oder 4. Befaͤllt uns Uebel⸗ schlafe ein, wollst du, HErr, stand, so beut uns selbst allzeit bei mir sein. die Hand, daß wir in al⸗ 4. Dein Engel mir stets len Stuͤcken uns drein ge⸗halte Wacht; drum ich Tod, duldig schicken; denn dir Teufel, Hoͤll nicht acht; nicht widerstreben ist ja denn wo ich bin, bist du das beste Leben. bei mir: mein Gluͤck und 5. Traͤnk und speis un⸗Kreuz kommt alls von dir. sern Mund, halt auch den 5. Ich leb odr sterb, so Leib gesund. Muß unser bin ich dein; darum 9 ir 864 Morgenlieder. dir die Seele mein befehl jetzund und auch im Tod: nimm sie zu dir, o treuer GOtt! In eigener Saaen ½(Die guͤld⸗ ne, voll Freud und Wonne, bringt unsern Graͤnzen mit ihrem Glaͤnzen ein berzerquickendes liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder die laͤgen darnie⸗ der; aber nun sieh ich, bin munter und froͤhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht. 2. Mein Auge schauet, was GOtt gebauet zu sei⸗ nen Ehren, und uns zu lehren, wie sein Vermoͤgen sei maͤchtig und groß, und wo die Frommen dann souen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden J Eanetg Schooß. 3. Lasset uns singen, dem Schoͤpfer bringen Guͤ⸗ ter und Gaben, was wir nur haben, alles das sei GOtt zum Opfer gesetzt. Die besten Guͤter sind unsre Gemuͤther; dankbare Lie⸗ der sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergoͤtzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Ungluͤck ver⸗ wehren sind seine Werke und Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen: wenn wir auf⸗ stehen, so laͤßt er aufgehen uber uns seiner Barmher⸗ zigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen: laß mein Begin⸗ nen ohn allen Anstoß und gluͤcklich ergehn. Laster und Schande, des Lucifers Bande, Fallen und Tuͤcke treib ferne zuruͤcke; laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freu⸗ den ohn alles Reiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Naͤhesten Haus. Gei⸗ ziges Brennen, unchristli⸗ ches Rennen nach Gut mit Suͤnde das tilge ge— schwinde von meinem Her⸗ zen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ists? Gewesen! In einer Stunde gehr es zu Grunde, sobald das Luͤftlein des Todes dreinblaͤst. Alles in allen muß brechen und fallen: Himmel und Erden die muͤssen das werden, was sie vor ihrer Erschaf⸗ fung gewest. 8. Alles vergehet, GOtt aber stehet ohn alles Wan⸗ ken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewi⸗ gen Grund. Sein Heil und Gnaden die nehmen nicht Schaͤden, heilen im Her⸗ zen die toͤdtlichen Schmer⸗ zen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. GOtt, meine Krone, vergieb und schone. Laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abegewandt. Sonsten regiere mich, lenke und fuͤhre, wie dirs 92c i —— ihhe ne Belth 0. Wl onit ne tnaheen, Nen duhet Hellge El Iur Gihht Iud Bist Cuͤßte An Ius All delse Hol 1. Hl seh/ Müe ind sll auchwö 0 Mach ei liebt. Vu⸗ tig/Wů ih meeh Weißt due albkiie 12. Ke 0d Hlmmt Mels⸗ Uldes⸗& Iu Sonne Hischt. d ind sili Wath Gyrhen, Gaasken hor dem su Fins 2. Der Ach . Mett Muusch u Raaddr V elhobin A raben all mn 5 min He Ien Msot u 50 inu ded Luce t ln und Lüct ruckez ahch 600 Hach nich mit du⸗ 3 Nedens schg den du stl neines Bruch ten Haus. Ei⸗ meh, unchtish Heh ach 0⁰ 1. tie 9 n meinem he irf es hinaun 0 liches 8 Gewesen! nde geht Hal dasdüftit reinblaf. M uß hlechen u mel und Erder wekder ihter Echs f. bethehet, Gdt ohn alles Bu Gedanken, Wille hat Sein Heilx e Hed ymen lh heilen m 00 llichen Schah uns zellichig ud. It/ Miile ö d chhe. nlt i1 0 Den als bn 0 Hehewanh. Keitke Rch, Kaht „Mel hfl womit mein Leben ich kann Morgenlieder. ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, ernaͤhren, so laß mich hoͤ⸗ ren ailzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Groͤßte, das Schoͤnste und Beste; GOtt ist das Suͤßte und Allergewißte èaus allen Schaͤtzen, der edelste Hort. 11. Willst du mich kraͤn⸗ ken, mit Gallen traͤnken, und soll von Plagen ich auch was tragen: wohlan! so mach es, wie dir es be⸗ liebt. Was gut und tuͤch⸗ tig, was schaͤdlich und nich⸗ lig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast nie⸗ mals keinen zu sehre betruͤbt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres-Brausen und Windes⸗Sausen leuchtet der Sonnen gewuͤnschtes Gesicht. Freude die Fuͤlle und selige Stille hab ich zu warten im himnilischen!! Garten, dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gerhard. Mel. O Traurigkeit, o 48 1024 ie 0 hen 20 st hin mein Geist 10& i Aebnt sich nach jenem Tage, vor dem voͤllig weichen muß Finsterniß und Plage. 2. Der Tag ist da, das Licht ist nah, das Dunkle u vertreiden: vor dir, JEsu, schoͤnstes Licht, kann nichts dunkel bleiben. 3. Der Sonnen Licht aufs neu anbricht: o un⸗ erschaffne Sonne, brich mit deinem Licht hervor mir zur Freud und Wonne. 4. Des Mondes Glan verliert lich ganz, er mu dem Mroͤßein weichen: mit dir, Glanz der Herrlichkeit, ist nichts zu vergleichen. 5. Der Sierne Pracht muß mit der Nacht vom Himmel Abschied neh⸗ men; unsers Morgenster⸗ nes Pracht darf sich nie⸗ mals schaͤmen. 6. Der Menschen Schaar, die als todt war, greift jetzt zu ihren Werken: laß mich, HErr, bei meinem Werk dein Werk in mir merken. 7. Ein ieder will der suͤßen Still und 1 Urlaub geben: IEsu, deine stille Ruh sei des Geistes Leben. 8. Denn ich will auch nach meinem Brauch zu meinem Werke greifenz aber laß aus deiner Ruh mein Herz nie ausschweifen. 9. Halt du die Wach, damit kein Ach und Schmerz den Geist beruͤh⸗ re; meinen ganzen Lebens⸗ o lauf deine Hand regiere. 10. Wann aber soll der Wechsel wohl der Tag und Nachte weichen? We enn der Tag anbrechen wird, dem kein Tag zu gleichen. 11. In jener Welt, da diese faͤllt, die Zion noch macht weinen, soll noch heller siebenmal Tag und Sonne. scheinen. 12. Ja dann wird nicht der Sonnen Licht Jern⸗ 37 a⸗ 866 Morgenlieder. salem verlieren; denn das Lamm ist selbst das Licht, das die Stadt wird zieren. 13. Hallelujah! Ei waͤr ich da, wo meine Sonne wohnet, wo die Arbeit die⸗ ser Zeit voͤllig wird be— lohnet. ö 14. O IEsulein, gieb Licht und Schein in un⸗ sern dunkeln Zeiten: fuͤhr uns aus der finstern Welt in die Ewigkeiten Joh. Anast. Freylinghausen. Mel. Schwing dich auf zu deinem GOtt. s Jang dein 10 2 0. 83 Werk mit IEsu an: IEsus hats in Haͤnden; IEsum ruf zum Beistand an: IEsus wirds wohl enden. Steh mit IEsu morgens auf, geh mit IEsn schlafen; fuͤhr mit IEsu deinen Lauf, lasse IEsum schaffen. 2. Morgens soll der An⸗ fang sein, IEsum anzu⸗ beten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Noͤthen. Morgens, Abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu be⸗ reiten. 3. Wenn dein IEsus t dir ist, laß die Feinde huͤthen; er wird dich vor rer List schaͤtzen und be⸗ uͤten. Setz nur das Ver⸗ tauen dein in sein All⸗ machtshaͤnde, und glaub sicher, daß allein er dein Ungluͤck wende. 4. Wenn denn deine Sach also mit GOtt an⸗ gefangen: ei so hat es keine Noth, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Gluͤck und Heil hier in diesem Leber, end⸗ lich wird dir GOtt dein Theil auch im Himmel geben. 5. Nun, HErr JEsu, all mein Sach sei dir uͤber⸗ geben: es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, IEsu, in deinm Namen; laß es doch sein wohlgethan! Ich sprech darauf Amen. Mel. Quem pastores lau- davere, oder: Den die Hirten lobten sehre. * Truͤh am 1026. Morgen IEsus gehet und vor allen Thuͤren stehet, klopfet an, wo man geflehet: komm, HErr JEsu, unser Gast! 2. Nun so lasset ihn nicht dorten, thut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit suͤßen Worten: eile, IEsu, kehre ein! 3. Wollest taͤglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schrei⸗ ben und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf gruͤ⸗ ner Auen, daß wir deine Fuͤlle schauen und auf dei⸗ nen Reichihum bauen, mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja, es soll ge⸗ schehen! IEsus wird heut mit uns gehen und wir wer⸗ Wldch fil 4 f Aatl. E mels n 102² Ende si Heu/ dW haͤnde/ N der Ten hoch ich, Rern Chti 2. WI sothend Moh l Molgůl wie GOt die Mast hah hescht Blut. 3. WI gegehh f Her Hahh, fit W- Imit sh von i hise deie 4. Cie Hagkoben it deen sclos hern gchnt ni se s Rich her shůht. 5. U umfpsej, lihen hin nich sse un bl Samnl Vul dt „, Reh HNIöfü uschinch udinge 0 mit O ei so h. oth, wüs langen; e! Hluͤck und iesem Lebet, dir, GOh ich im he 1. HErr Sach sei diel es nach nach auch in. n. All meine jetzt an/ Namen: wohlgethanl Wrauf Anmet, lem pastaral oder: Dn! 1lobten sehn HVIth 0. F0M ehet und ha stehet, klois geflehet: i Esu, unseh h n so lassetihnt thut ihm Mx. Pforten uuhe suͤßen A su, kehte e ollest thth! ben, abe treiben, Mil Lebest fh der gutt R. iden und 41/ Daf Pb auen ud ah. Ahihum dueh h as l et, f, lg Jsui Withf M Mor genlieder. 86⁷7 werden froͤhlich sehen, daß er uns nicht laͤßt allein. Mel. GoOtt des Him⸗ mels und der Erden. 477 Esu Guͤte 1027.3 hat kein Ende, sie ist alle Morgen neu, das beweisen IEsu Haͤnde, die da schaffen, 0 der Treu! daß ich leb: doch ich nicht hier, son— dern Christus lebt in mir. 2. IEsu Haͤnde, die da sorgen, daß auf eine gute Nacht folget itzt ein guter Morgen, da man sieht, wie GOttes Macht mich, die Meinen, Hab und Gut hab beschuͤtzt durch JEsu Blut. ö 3. IEsu! dir sei Dank gegeben fuͤr die Treue dei⸗ ner Haͤnd, fuͤr die Gnade, fuͤr das Leben, und was du mir zugewendt. Ach zieh von mir bis ins Grab diese deine Haͤnd nicht ab. 4. Sie sinds ja, darein gegraben steht mein Nam mit deinem Blut, die mich selbst bereitet haben, mich gekroͤnt mit Himmels⸗Gut; ja, sie sinds, die bis anitzt mich versorget und be— schuͤtzt. 5. Laß sie weiter mich umfassen, weil ich ihrer eigen bin; laß sie mich, mich sie nicht lassen, dieses ist und bleibt mein Sinn: Satan! dir entsage ich; IEsu! dir ergeb ich mich. 6. Nehmt mich drauf, ihr JEsus⸗Haͤnde: schließt mich in GOtt Vaters Herz und in JIEsu Blut behende/ in sein Leiden, Tod und Schmerz, in des hoͤchsten Troͤsters Hand schließt mich und die mir verwandt. 7. Ach mit Segen ob mir waltet, im Gebete staͤrket mich, in dem Glau⸗ ben mich erhaltet, und daß Gott gefalle ich, macht mich GOttes Geistes voll, leben, leiden, sterben wohl. 8. Macht mich los von meinen Suͤnden, laßt mich einen gnaͤdgen GOtt und ein gut Gewissen finden; jagt weg Schrecken, Angst und Noth, steht mir bei, damit ja hier nichts Ver⸗ dammlichs sei an mir. 9. Seid ihr alles mir in allen, meine Huͤlfe, was ich thu, mein Stab, wenn ich bin gefallen: mein Schutz, wenn ich geh zur Ruh; meine Freude, wenn ich wach; mein Arzt, wenn ich krank und schwach. 10. Seid mein Leben, weil ich lebe, und verblei⸗ bet ja bei mir, wenn ich meinen Geist aufgebe, den ich euch befehle hier, macht ihn alles Leidens los, und tragt ihn in Christi Schooß. 11. Ich indeß bin voll Vergnuͤgen, halt es fuͤr die groͤßte Freud, daß in euch verschlossen liegen ich, die Meinen, Land und Leut. Ich leb oder sterbe nu, weiß ich, daß ich in euch ruh. Aemilie Juliane, Gräf. zu Rudolst. Mel. Ich dank dir schon durch 29—5 3 IEsu, 1028. O meines 30 Le⸗ 868 Morgenlieder. Lebens Licht, nun ist die Nacht vergangen; mein Geistesaug zu dir sich richt, dein Anblick zu empfangen. 2. Du hast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor Gefahr bedecket, und auch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket. 3. Mein Leben schenkst du mir aufs neu, es sei auch dir verschriehen, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 4. Dir, IEsu, ich mich ganz befehl; im Geiste dich verklaͤre, dein Werk⸗ hent nur sei meine Seel, en Leib bewahr und naͤhre. 5. Durchdring mit dei⸗ nem Lebenssaft Herz, Sin⸗ nen und Gedanken, beklei⸗ de mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken. 6. Mein treuer Hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, und wann ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. 7. Druͤck deine Gegen⸗ wart mir ein, bewahr mich eingekehret, daß ich dir innig bleib gemein, in allem ungestoͤret. 8. Sei du alleine meine Lust, mein Schatz, mein Trost und Leben, kein an⸗ ders Theil sei mir bewußt; dir bin ich ganz ergeben. 9. Mein Denken, Re⸗ den und mein Thun nach deinem Willen lenke: zum Gehen, Stehen, Wirken, Ruhn mir stets, was noth ist/ schenke. 10. Zeig mir in jedem Augenblick, wie ich dir soll gefallen; zeuch mich vom Boͤsen stets zuruͤck, regiere mich in allem. 11. Da sei mein Wille gaͤnzlich dir in deine Macht ergeben; laß mich abhaͤng⸗ lich fuͤr und fuͤr und dir gelassen lebe. 12. Laß mich mit Kraft und williglich mir selbst und allem sterben; zer⸗ stor du selber voͤlliglich mein gruͤndliches Verderben. 13. Gieb, daß ich mei⸗ nen Wandel fuͤhr im Geist, in deinem Lichte, und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 14. Nimm ein, o reine Liebesglut, mein Alles dir alleine; sei du nur, o ver⸗ gnuͤgend Gut, mein Vor⸗ wurf, den ich meine. 15. Ach halt mich fest mit deiner Hand, daß ich nicht fall noch weiche; zeuch weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche. Gerhard Terstergen. Mel. Ihr lieben Chri⸗ sten, freut euch nun, oder: vom Himmel hoch da komm ich her. *. Steht auf, 1029. ihr lie⸗ ben Kinderlein; der Mor⸗ enstern mit hellem Schein aͤßt sich frei sehn gleich wie ein Held und leuchtet in die ganze Welt. 2. Sei willkommen, du schoͤner Stern; du bringst uns Christum, unsern 2 W Shus Mliehs 1. G. hist N? Ynten d hehth; ten imm wit im! . Eel Ren 6l Wsune I0 l walt/ N in Uls 6. Ge liber L Nacht Im Ent nicht l I i laben di Rlt er Ruß; B Iun an it. N mit i en wie ich Rr c sich seitz utüch in Allen. sei mein Wilh müuhe üch In wilis⸗ für und nihn nit gtis lch me 106 ferberz se⸗ bbliglch men Veldetban. a ich mi⸗ füht im Ges, u, und alz H.lebehicroo esichte. Nh, oD keite Meit Ales die du Hle ohe⸗ l Mein Vot⸗ ch, Heige. Hlt mich fi Nd,S ich Roch wich t dulch det „bis ich wel *. bhard Tersteeget. lieben Chr⸗ ruch nun, ool⸗ nel hoch x ich her. 8 ht u enz det Mu. 4 hellen 0 0 7h1 hn get 140 ul t E Wel ullana Iz du n ulhschh sum/ hen Morgenlieder. 869 HErrn, der unser lieber Heiland ist; darum du 235 in loben bist. Ihr Kinder sollt bei diesend Stern erkennen Christum, unsern HErrn, Marien Sohn, den treuen Hort, der uns leuchtet mit seinem Wort. 4. GOtts Wort, du bist der Morgenstern, wir koͤnnen dein gar nicht ent⸗ behrn; du mußt uns leuch⸗ ten immerdar, sonst sitzen wir im Finstern gar. 5. Leucht uns mit dei⸗ nem Glaͤnzen klar und IEsum Christum offenbar; jag aus der Finsterniß Ge⸗ walt, daß nicht die Lieb in uns erkalt. 6. Sei willkommen, du lieber Tag; vor dir die Nacht nicht bleiben mag. Leucht uns in unsre Her⸗ zen fein mit deinem him⸗ melischen Schein. 7. O IEsu Christ, wir warten dein; dein heiligs Wort leucht uns so fein. Am End der Welt bleib nicht lang aus und fuͤhr uns in deins Vaters Haus. 8. Du bist die liebe Sonne klar; wer an dich glaͤubt, der ist fuͤrwahr ein Kind der ewgen Se⸗ ligkeit, die deinen Christen ist bereit. 9. Wir danken dir, wir loben dich hie zeitlich und dort ewiglich fuͤr dein groß; Barmherzigkeit von nun an bis in Ewig⸗ keit. Amen. Erasmus Alberus. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. H* ie schͤn 1030. Wẽj leucht uns der Morgenstern vom Firmament des Himmels fern; die Nacht ist nun vergangen; all Creatur macht sich herfuͤr, des ed⸗ len Lichtes Pracht und Zier mit Freuden zu em⸗ pfangen: was lebt, was schwebt, hoch in iinr tief in Kluͤften, laͤßt zu Ehren seinem GOtt ein Danklied hoͤren. Du, o mein Herz, dich auch aufricht, erheb dein Stimm und saͤume nicht, dem HErrn dein Lob zu bringen; denn, Err, du bists, dem Lob gebuͤhrt, und dem man billig musicirt, dem man —5 innig küngen mit Fleiß Dankspreis, Freu⸗ densaiteit, daß von weiten man kann hoͤren dich, o 2—0 Heiland, ehren. Ich lag in stolzer Si⸗ Herhare sah nicht, mit was Gefaͤhrlicht d ich diese Nacht umgeben; d des Teu⸗ fels List und Buͤberei, die Hoͤll, des Todes Tyran⸗ nei stund mir nach Leib und Leben, daß ich schwer⸗ lich waͤr entkommen und entnommen diesen Ban⸗ den, wenn du mir nicht er, 4. Allein, o IEsu, mei⸗ ne Freud in aller Angst und Traurigkeit, du hast mich heint befreiet; du hast der Feinde Macht gewehrt, mir 870 Abendlieder. mir Schutz und sanfte Ruh mein Sinnen und Begin⸗ beschert: deß sei gebene⸗nen stets sich wenden, sei⸗ deiet. Mein Muth, mein nen Lauf in dir zu enden. Blut soll nun singen, soll 7. Wend Unfall ab, kanns nun springen: all mein anders sein; wo nicht, so Leben soll dir Dankeslie-geb ich mich darein, ich der geben. will nicht widerstreben: 5. Ei mein HErr, suͤ⸗doch komm, o suͤßer Mor⸗ er Lebenshort, laß ferner genthau, mein Herz erfrisch, einer Gnaͤden Pfort mir daß ich dir trau, und bleib heut auch offen bleiben; im Kreuz ergeben, bis ich sei meine Burg und festes endlich nach dem Leiden zu Schloß, und laß kein feind⸗ den Freuden werd erhoben, liches Geschoß daraus mich da ich dich kann ewig lo⸗ nimmer treiben: stell dich ben. vor mich hin zu kaͤmpfen 8. Indeß, mein Herze, und zu daͤmpfen Pfeil und sing und spring, in allem Eisen, wenn der Feind will Kreuz sei guter Ding: der Macht beweisen. Himmel steht dir offen. 6. Geuß deiner Gnaden Laß Schwermuth dich nicht reichen Strahl auf mich nehmen ein; denk, daß die vom hohen Himmelssaal, liebsten Kinderlein allzeit mein Herz in mir verneue; das Ungluͤck troffen; drum dein guter Geist mich leit so sei froh, glaͤube feste, und fuͤhr, daß ich nach daß das Beste, so bringt meiner Amtsgebuͤhr zu Frommen, wir in jener thun mich einig freue. Welt bekommen. Gieb Rath und That; laß Burchard Wiesenmeyer. XXII. Abendlieder. denn allen Suͤndenschaden Mel. Uun ruhen alle deckt JEsus nun in Gna⸗ 4W4.— 4 50 255 seinem Purpur⸗ I Der Sab⸗Mantel zu. 103 1. V bath ist 3. O du dreieinigs We⸗ vergangen, ich habe mein sen, mein Geist ist schon Verlangen nach Herzens⸗ genesen, weil ich dein Tem⸗ Wunsch erfuͤllt. GOtt hat pel bin. Ich habe Licht mich unterweiset, mit Le⸗vom Lichte, dein leuchtend bensbrod gespeiset, und Angesichte treibt alle Fin⸗ meiner Seelen Durst ge⸗ sternisse hin. siillt. 4. Du wirst schon bei 2. GOtt ruht durchs mir wachen, und eine Wort im Herzen, drum Sonne machen auch mit⸗ leg ich ohne Schmerzen ten in der Nacht, bis bei auch meinen Leih zur Ruh; den Cherubinen ein Sonn⸗ tag 5.J huͤget 10 0 Hgel H IU traͤumt mel,Ach robeh H mneigent henslich hasl di 105 Ren/ dei len;GN1 meh soch falleh H in seihm. sitz hat Herh/sast hett. S 0 Sel glz send; 3, Kaß niit guten lich guft dir gicht! Wit Zuͤch IID Tich Mes tich 1. Me n dutch Ich. Hif ttöste Re lulch der Iht Vorm Md hint 9. Vot Wach bon Ren Reic M ward usct e un Baz sch d in di u esh Unfallah, 5 ½ Wo nicht,f ich Rren, wöerst ch „ süßer M. ein Herzetrsh trau, 90 ergehen, hiß t ch dem Ledenn u werd erhobhz Rkann ewig!⸗ 5/ mein Ha 7— in dn huter Dingr 0 steht dit Osh æmuth dich nic denk/ daß Illderlein alset Etrossen; dun 9„ glaube fis Neste, so buin9 Wir ist jene umen. 1d Wiesenweher, Her. x Sündence uun in Gh⸗ einem Pucuu⸗ 2 2 Dien W 1 Gast if Pilich den L 0, habe S . dein Kucheh u U 2 f s0 Ven, n 0 Diche duch 6 Mact/ 5 *1 lin n Engel Heer. Abendlieder. tag ist erschienen, der alle Nacht zu Schanden macht. 5. Ich schlafe ganz ver⸗ gnuͤget; denn wo mein Herze lieget, da ist der Mich stoͤrt kein Weltgetuͤmmel, es traͤumt mir nur vom Him⸗ mel. Ach wer doch nur bald droben waͤr! Benj Schmoll. An eigener Melodie, oder: Herzliebster JEsu, was hast du verbrochen. 10325 Die Nacht Vist kom⸗ men, drin wir ruhen sol⸗ len; GOtt walts zu From⸗ men nach seinm Wohlge⸗ fallen, daß wir uns legen/ in seinm Gleit und Segen 9—— Ruh zu pflegen. Treib/ HErr/ von uns fern die unreinen Gei⸗ ster; halt die Nachtwach gern, sei selbst unser Schutz⸗ herr. Schirm beid, Leib und Seel, unter deine Fluͤ⸗ gel; send uns dein hlaten 3. Laß(940 einschlafen mit guten Gedanken, froͤh⸗ lich aufwachen und von dir nicht wanken. Laß uns mit Zuͤchten unser Thun und Tichten zu deinm Preis richten. 4. Pfleg auch der Kran⸗ ken durch deinen Gelieb⸗ ten. Hilf den Gefangnen; troͤste e Betruͤbten. Pfleg auch der Kinder; sei selbst ihr Vormuͤnder; des Feinds Neid hinder. 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset; dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset. Frist unser Leben, wollst die 6 871 Schuld vergeben; erldo uns. Amen! Böhmische Brüder. In— Z 1033: Hen Asu, ew⸗ ges Licht, 905 uns von GOtt anbricht, pflanz doch in unsre Herzen recht helle Glaubenskerzen, ja nimm uns gaͤnzlich ein, du heil⸗ ger Gnadenschein. 2. Ein Strahl der Herr⸗ lichkeit und Glanz der Ewigkeit wirst du von dem genennet, der dich durch dich erkennet. Ach leucht auch in uns klar, mach dich uns offenbar. 3. Von dir kommt lau⸗ ter Kraft, die Gutes wirkt und schafft; denn du bist GOttes Spiegel, sein hei⸗ lig Bild und Siegel, sein Hauchen voller Gnad und sein geheimer Rath. 4. Hochheilig Lebens⸗ licht, dein Gnadenangesicht und majestaͤtisch Wesen leucht uns, daß wir ge— nesen, und werden ganz befreit aus finstrer Dun⸗ kelheit. 5. Gieb dich in unsern Sinn, nimm unsre Herzen hin, fuͤll sie mit deiner Liebe und deines Geistes Triebe, daß wir wahrhaf⸗ tig dein, der Weisheit, Kinder sein. 6. Verneure du uns ganz durch deines Lichtes Glanz, daß wir im Lichte wandeln, und allzeit thun und handeln, was Lichtes Kindern ziemt und deinen Namen ruͤhmt. „Tränt 8⁷² Abendlieder. 7. Traͤnk uns mit dei⸗ sohnt Gewissen sei mein nem Wein, dein Wasser Schulterkissen: drum ver⸗ wasch uns rein, salb uns mit deinem Oele, heil uns an Leib und Seele, bring uns ins Licht zur Ruh, du ewge Weisheit du. Barthol. Crasselius. Mel. Christe, der du bist Tag und Licht. 74 Ott Lob· 103 4. Geer 708 ist nun dahin, drum ich, mein GOtt, dir dankbar bin, daß ich den Abend hab erlebt, und deine Gnad ob 2— noch schwebt. 2. Ach HErr, sei gnaͤ⸗ dig, hab Geduld, vergieb mir alle Suͤndenschuld; dein heilger Engel mich bewahr vor aller Angst, Noth und Gefahr. 3. Laß mich auch mit der Morgenstund aufwa— chen froͤhlich und gesund, daß ich hier deine Ehr aus— breit und dich dort lob in Ewigkeit. Joh. Oleartus. Mel. JEsu, meine Freude. e dei⸗ 3*K irt 1035. B ner Schafe, der von keinem Schlafe etwas wissen mag; deine Wunderauͤte war mein Schild und Huͤtte den vergangnen Tag. Sei die Nacht auch auf der Wacht, und laß mich von deinen Schaaren um und 922 bewahren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein ver⸗ gieb die Schuld. Denn dein Sohn hat inich davon durch die tief geschlagnen Wunden gnaͤdiglich ent⸗ bunden. 3. Laß auch meine Lie⸗ ben keine Noth betruͤben; sie sind mein und dein. Schleuß uns mit Erbar⸗ men in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir, also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschleuß die Lammer, und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel; unter deinen Fluͤ⸗ gel nimm dein Kuͤchiein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, so wird uns nicht duͤrfen grauen vor 555 Satans Klauen. Wie wenn ich mein Berte heut zum Grabe haͤtte? Wie bald roth, bald todt! Doch hast du beschlossen, daß mein Ziel verflossen, kommt die To— desnoth, so will ich nicht wider dich; lieg ich nur in IEsu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich thue in vergnuͤgter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben hah ich dir ergeben, o du Huͤter du! Gute Nacht, nimm mich in Acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolk. Mel. . R 0 GOl 9 In 01 Auheh 105 Him mich Wůe Racht/ K Wohhe. 2. Ich Wuch mam H. U 0 danch S Tah Hetochten 3. VN Englit und hel! belbog Haher unʒ left 6 Eme. 191 Wtl ich! Ren G boh I ů Reine He Gott, ils nntt. 5. G0 Herlichke Mr un Rem hel MMa; mach un Iuum —— Disen N MN n: drum yyn Schulh, Deun mich dn baf geschang Ruadihlch luch mäxe gie Noth betü Rein und din, Ins mit Erdhr Ren Mümmmg Hen est. Duhei h bal Rt, o lgeschicden, ud V Fricden. 1„ erschleuß und laß alg rne von un du Schloß un tek deinen gll⸗ dein Kuchuah U mit Schth sh Wied un aH glauen bot Kluen. wenn ich meih t zum Geb Ne bald koth Doch hist k „daß mein fommt die T. 9 will ich nit V leg ich sn Wunden/ e Hunden. N wohlat, 6 Agnügter Mul⸗ ud Auges, I. ib und Lh erheben, 60 N il Icht; 11 N0N Mothes Heter sorge, Densanin Sn Ml Abendlieder. 8²³ Mel. In dich hab ich 11 HErr. . dit mei⸗ 1036 Mit men GOtt geh ich zur Rüh und thu in Fried mein Augen zu; denn GOtt ins Himmels Throne uͤber mich wacht bei Tag und Nacht, auf daß ich sicher wohne. 2. Ich ruf zu dir, HErr IEsu Christ, der du allein mein Helfer bist: laß kein Leid widerfahren, durch deinen Schutz vors Teufels Trutz dein Engel mich bewahren. ö 3. Besiehl du deinen Engelein, daß sie stets um und bei uns sein, alls Ue⸗ bel von uns wenden; GOtt heilger Geist, dein Huͤlf uns leist an unserm letz⸗ ten Ende. 4. HErr, meinen Geist befehl ich dir; mein GOtt, mein GOtt, weich nicht von mir, nimm mich in deine Haͤnde; o wahrer GOtt, aus aller Noth hilf mir am letzten Ende. 5. Glori, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dir, GOtt Vatr und Sohn bereit, dem heilgen Geist mit Namen; die goͤttlich Kraft mach uns sieghaft, durch IEsum Christum. Amen. In eigener Melodie. *Mun schlaͤ⸗ 103 7. N fet man; und wer nicht schlafen kann, der bete mit mir an Len großen Namen, dem Tag und Nacht wird von der Himmelswacht Preis, Lob und Ehr ge⸗ bracht: o JIEsu, Amen! 2. Weg,/ Phantasie! Mein HErr und GoOtt ist hie. Du schlaͤfst, mein Waͤch⸗ ter, nie: dir will ich wa⸗ chen. Ich liebe dich: ich 106 zum Oyfer mich und asse williglich dich mit mir machen. 3. Es leuchte dir der Himmelslichter Zier; ich sei dein Sternlein, hier und dort zu funkeln. Nun kehr ich ein; HErr, rede du allein beim tiefsten Stil⸗ lesein zu mir im Dunkeln. Gerhard Tersteegen. Mel. Uun laßft uns den Leib begraben. 1038· O — tteufer Heiland mein, ich geh in mein Schlafkaͤmmerlein; ich will mich legen in die Ruh, schleuß du die Thuͤr selbst nach mir zu. 2. Verzeih mein Suͤnd aus Gnad und Guͤt; schaͤd⸗ lich und schaͤndlich Traͤum verhuͤt: laß saͤuberlich mich sehlafen ein und ruhen sanft in Armen dein. 3. Und wenn ich schlaf, so wach fuͤr mich; treib alles Ungluͤck hinter sich; breit uͤber mich dein Fluͤ⸗ gel aus, laß stehn dein Engel um mein Haus. 4. Behuͤt vor Feur und Wassersnoth, vor einem boͤsen schnellen Tod; vor Diebsthl und vor Leibs⸗ gefahr mich und die Mei⸗ nigen bewahr. 37*⁷⁷ 5. Lah 87⁴4 Lischlieder. 5. Laß mich zu deinem Lob aufstehn und froͤhlich an mein Arbeit gehn; so will ich dein Barmherzig⸗ keit loben und preisn in Ewigkeit. ö 6. GOtt Vater, nimm mich in dein Hut; GOtt Sohn, wasch mich mit deinem Blut; GOtt heil⸗ ger Geist, erleuchte mich: daß in den Himmel kom⸗ me ich. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 0* 7 1039· Wfun HErr IEsu Christ, daß du uvnser Erloͤser bist, und bhuͤtest uns vor aller Gfahr han; vergiebs uns alls, GOttes Sohn. Hallelujah. 3. Laß dein Engel stets um uns sein, die allzeit uns bewachen fein, daß der Teufel hab keine Macht an uns weder zu Tag noch Nacht. Hallelujah. 4. Vor Feur, vor Seel⸗ und Leibesnoth behuͤt uns, lieber HErre GOtt; in deinm Namen laß schlafen ein uns, deine lieben Kin⸗ derlein. Hallelujah. 5. Es gscheh, was mag wir sind ja dein, erlöst durch dein fuͤnf Wunden rein; dir leben wir, dir sterben wir; dein Kinder sind wir fuͤr und fuͤr. 6. Amen, Amen, zu gu⸗ durch deingr lieben Engel ter Nacht, der Engel GOt⸗ Schaar. Hallelujah. stes uns bewacht. GOtt 2. Wir gehn nun hin Lob und Dank in Ewig⸗ zu unsrer Ruh; ach rechn keit, wir gehn zur Rüuh es unsrer Seel nicht zu, ohn alles Leid. Hallelujah. was wir leider gesuͤndigt Nicol. Selneccer. XXIII. Tischlieder. 3. Drum gieb uns bei⸗ Mel. O(HErr) Zesu es; HErre GOtt; hilf Christ, meins Lebens endlich auch aus aller Roth: cht. so preisen wir dein Guͤtig⸗ Li 10 40* Gesegn keit hier und auch dort in uns, Ewigkeit. Amen. HErr, die Gaben dein, die Speis laß unsre Nah⸗ rung sein; hilf, daß dadurch erquicket werd der duͤrftge Leib auf dieser Erd. 1041 Vater im Himmelreich, In eigener Melodie. Err GOtt 2. Denn dieses zeitlich wir, deine Kinder allzu⸗ Brod allein kann uns nicht gleich, bitten dich jetzt aus gaug zum Leben sein; dein Herzensgrund: speis uns goͤttlich Wort die Seele auch zu dieser Stund. speist, hilft auch zum Le⸗ hen allermeist. 2. Thu auf dein reiche milde Hand; behuͤt an a — . W Sl i Kd! Enetzt Ior Hlte 3. Dom lglch. M. a n Chef R.s dehch Amn. Mel. 5 liel 104. dae Hilt trüͤhen e den Schh die wit k hen, a sem Lebet —— Mel. O Christ, ů 104 Run dahi G i gle deite Hohem heket, 2. Du Wahngge Helssen. Gunden Hgb II Sdo Rahs, Lache G +A —— ehs uns llo/ Sahn,Hule 0 an Eng sein, Re acen feh, habkene 0 E Hc 10 EIn Moth bältih Lere Gossh men laß sha deine—— Hushe Halleluh scheh, uh ia deh, u. fünf Wulh leben wir, K it; deih fur und flt h/ Ameh, Iug der E Ent Hd bewacht 6⁰1 Dank in Ej gehn zur M ek. m gieb mür rre GOl Haus allet W Wir dein Gitz ind auch u Amen. ner Melolt. HHl n e Kudet ahn n ih + und; sz i seet Etund. h rich behüt 0 Zu Reujahr. 87⁵ all vor Suͤnd und Schand, und Nahrung geben: bis und gieb uns Fried und wir endlich zu rom⸗ Einigkeit; bewahr uns auch vor theurer Zeit. 3. Damit wir leben se⸗ liglich, dein Reich besitzen ewiglich in unsers HEr⸗ ren Christi Namn. Wer das begehrt, der spreche: Amn. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 1042.S681% deine Kinder; troͤste die be⸗ truͤbten Suͤnder; sprich den Segen zu den Gaben, die wir jetzo vor uns ha⸗ ben, daß sie uns zu die⸗ sem Leben Staͤrke, Kraͤft men an die Himmelstafel kommen. Amen. Johann Heermann. Mel. Aomm, VErr JEsu, H 1 50r ir dan⸗ 1043. Wẽj ken GOtt fuͤr seine Gabn: die wir von ihm empfangen habn. Wir bitten unsern lieben HErrn: er woll uns hinfort mehr beschern, und veisen uns mit seinem Wort, daß wir satt wer⸗ den hier und dort. Ach lieber GOtt, du wollst uns gebn nach diesm Elend das ewig Lebn. A⸗ men. Michael Prätorius. XXIV. Zu Neujahr. Mel. O(H9Err) Jesu Bitt und Flehn hast du Christ, Kicht. Lebens erhoͤrt und angesehn, oft K as alte 10⁴⁴4 Da Jaht is nun dahin, dir, hoͤchster GOtt, ist unser Sinn fuͤr alle deine Guͤtigkeit mit hohem Preis und Dank bereit. 2. Du hast uns dies vergangne Jahr aus Noth gerissen und Gefahr, in Gnaden unser stets ver⸗ und nie nach Wuͤr⸗ en abgelohnt. 3. Den edlen Schatz, dein werthes Wort, hast du vergoͤnnet unserm Ort, uns dadurch an der Seel gespeist, dem Leib auch 294· Gnad erweist. 4. All unsers Glaubens mehr verliehn, denn wir begehrt; dafuͤr sei stets von uns verehrt. 5. Wir bitten ferner, frommer GOtt steh uns noch bei in aller Noth, verzeih uns unsre Suͤnd und Fehl, hilf an dem Leib, hilf an der Seel. 6. Dein Wort, der See⸗ len Mediein, laß bei uns, HErr, noch ferner bluͤhn; gieb treue Lehrer, treib vorbei des Teufels List und Ketzerei. ö 7. Gieb unseer Obrig⸗ keit auch Gnad, wend ab den Krieg, gieb Friedens⸗ rath, daß wir und sie in stiller Ruh all unser Leben bringen zu. 8. Feucht 876 Zu Reujahr. 8. Feucht auch das Land, gieb Sonnenschein, laß wachsen Gras, Getreid und Wein, daß Vieh und Wild von deiner Gab auch neben uns zu leben hab. 9. Gieb, was uns dient, zu jeder Zeit, nicht Beber⸗ fluß, nicht Duͤrftigkeit, da⸗ mit nicht unser Herz be⸗ schwert, noch sonst durch Geiz verfuͤhret werd. 10. Haͤttst du es auch, o GOtt, ersehn, wir soll⸗ ten theils mit Tod abgehn, so laß uns nicht, hilf, steh uns bei, ein selges Stuͤnd⸗ lein uns verleih. 11. Nimm auf die Seel in deine Hand, den Leib scharr ein ins duͤrre Land, bis du sie beide bringst zur Freud, da sie dich lobn in Ewigkeit. Burchard Wiesenmeyer. Mel. Uun freut euch lieben Christen gmein KDas liebe Jahr geht an, das alte hat ein Ende: drum jauchzt und freut sich jedermann, erhebt sein Herz und Haͤnde zu unserm GOtt ins Him⸗ mels Thron, dankt ihm und seinem lieben Sohn, auch GOtt dem heilgen Geiste. 2. GOtt Vater hat den Sohn gesandt, GOtts Sohn ist Nensch geboren, GOtt heilger Geist macht solchs bekannt uns, die wir warn verloren. Im selgen lieben GOttes Wort geschrieben ists an man⸗ chem Ort, und wird um klar verkuͤndet. 3. Die reine Lehr und Saerament wir haͤbn in unserm Lande, fromm Obrigkeit, gut Regiment, Gluͤck, Heil in allem Stan⸗ de. GOtt krünt das Jahr mit seinem Gut, und haͤlt die Schuln in guter Hut, auch aller Christen Haͤuser. 4. Deß danken wir dem lieben HErrn, und freun uns solcher Guͤte; er woll den Feinden steurn und wehrn, und uns fort auch behuͤten. Er geb ein selig neues Jahr und helf uns zu der Engel Schaar, da wolln wir ihn schoͤn prei⸗ sen. Cyriacus Schneegaß. Mel. Herzlich thut mich verlangen. IE* Durch 1046. D Trau— ern und durch Plaͤgen, durch Noth, durch Angst, durch Pein, durch Hoff⸗ nung und durch Klaͤgen, durch manchen Sorgen⸗ stein bin ich, GOtt Lob, gedrungen; dies Jahr ist hingelegt: dir, GOtt, sei Lob gesungen, mein Herze wird erregt. 2. Der du mich hast erbanet, in die besteht mein Heil; dir ist mein Gluͤck vertrauet, du bist und bleibst mein Theil. Du hast niich wohl erhalten, du bist mein fester Trost; dich laß ich ferner walten, wenn mich die Noth anstoßt. 3. Mein GOtt, o meine Liebe, was du willst, will alich — hch: ö erübe/ M 10 D Hgch/ miht n sch —9 M schicen, Wild aul mich ni ich vilt do ich Du 0„ HEtt, ich Delhd ich gchhlt 5. Oll sthe, 0— Will g Regieh Halaud, Colich Heiden, i sein, Sol scheheg. ss guch i 0. Sul IIl dring M/ u nsch Re sch desch Ich hobe 6 Hen Hehlose Ohd se QAUN Hesse w ich die g herd ich uch en Run Wo Rt. Oohr 0 und mirh m an Lcht t wit hahy Lunde, uun Naun LinallemSth. kebnt dut J NGut, und ij ell dus h Christen Hälg danken wiry rn, und sin r Guͤle er l An steurn uns funa Er geb ein se r und hef Hel Fnl ihn schin hrniacus Schntezi ylich thut ni rlangen. Duch „ V Tah durch Haget h,durch Angj u, durch Hof durch Klagg nchen 1 R, GOt, gen, mein ha . du mich ge dit besteht me ist men G ubitundte „ Du hef 0 ten tu bitng Uc eh, Went mi anstoh. 160l,„Oeih + 11 IU I11 Zu Reujahr. 87⁷ auch ich: gieb, daß ich nichts veruͤbe„was irgend wider dich Dir ist mein Will ergeben, ja, er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen 919. zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, und, HErr, ich wills auch thun. Soll mich die Armuth druͤcken, ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen, ja, HErr, befehle mir. Soll ich Verachtung tragen/ ach ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen sitzen, HErr GOtt, dein Wille gilt. Soll ich in Aengsten schwitzen, mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krankheit leiden, ich will gehorsamsd sein. Soll ich von dannen scheiden HErr, dein Will ist auch mein. ö 6. Soll ich zum Him⸗ niel dringen, gar gern, o GOtt, mein Ousch Soll mich die Hoͤll einschlingen, ach dieses willst du nicht. Ich habe zwar verdienet die rothe Hoͤllenglut, du aber bist versuͤhnet durch deines Sohnes Blut. 7. Heut ist das Jahr beschlossen; HErr, deine Gnad sei heut auf mich neu ausgegossen, mein — werd auch neu. Laß ich die alien Suͤnden, so werd ich, GOtt, bei dir auch neuen Segen finden; dein Wort verspricht es mir. Gotifried Wilhelm Sacer. Mel. Machs mit mir, GoOtt, nach deiner Gül. *(Ein Jahr 1047. En Jaht nach dem andern hin, der Ewigkeit entgegen. Ach moͤchte doch der traͤge Sinn dies fleißiger erwaͤ⸗ gen! Ach braͤchte doch ein jedes Jahr viel neue gute Srach dar! 2. Allein, wo ist, wo ist die Frucht, die wir bis⸗ her getragen? Wie oft hat GOtt umsonst ge⸗ sucht, wie hat er muͤssen klagen! Es that ihm weh, wenn seine Hand anstatt der Frucht nur Blaͤtter fand. 3. Haut ab, spricht er, den kahlen Baum, der keine Fruͤchte traͤget! Was nimmt er andern Saft und Raum? Komm, Tod der alles schlaͤget, komm, leg die Axt der 40, 0 an,/ thu einen Streich, so ists gethan. 4. Allein der treue Hei⸗ land spricht: Laß ihn dies Jahr noch stehen; traͤgt er noch keine Fruͤchte nicht, ich hoff sie noch zu sehen. Ach halt des strengen Ur⸗ theils Lauf doch dies Jahr noch„mein Vater, auf. 5. So Kraf denn, lieber Heiland, Kraft, dies Jahr viel Frucht zu bringen. Ach laß doch deines Gei⸗ stes Saft in unsre Zweige dringen. Schuͤtt auch auf unsrer Eltern Haus viel Gnade, Kraft und Segen aus. Joh. Jac. Rambach. XXNV. Ge⸗ 87 Selassenheit. XXV. Gelassenheit. Mel. Alle Alenschen müssen sterben. 1048 Wa truͤbst du dich, mein Herze, war⸗ um graͤmst du dich in mir? Sage, was fuͤr Noth dich schmerze, warum ist kein Muth bei dir? Was fuͤr Ungluͤck hat dich trof⸗ fen, und wo bleibt dein freudig Hoffen? Wo ist deine Zuversicht, die zu GOtt sonst war gericht? 2. Denke nicht, du seist verlassen und GOtt achte veiner nicht. Sein Haͤn⸗ de, die dich fassen, und sein gnaͤdig Angesicht ha⸗ ben Acht auf deine Trit⸗ te, deine Thraͤnen, deine Schritte; alle Truͤbsal, die dich quaͤlt, wird ge⸗ nau von GoOtt gezaͤhlt. 3. Geht dirs nicht nach deinem Willen: ei so gehts nach GOttes Rath; der wird doch sein Wort er⸗ 5. Steckst du jetzund noch in Noͤthen, weißest nicht wo aus noch ein; will dich Angst und Schrek⸗ ken toͤdten, lebest du in Furcht und schet wegen dessen, was ge chehen, daß du es sehr oft versehen, nicht gelebt, wie du ge⸗ sollt, nicht gethan, was Gott gewollt: 6. Ei so komm und brin⸗ ge Reue, komm, und beich⸗ te deine Schuld; bitte, daß dirs GOtt verzeihe, suche seine Gnad und Huld; unterwirf dich sei⸗ nen Schlaͤgen: so wird sich sein Zuͤrnen legen, und nach vielem haͤrten Draͤun wird GOtt wie⸗ der gnaͤdig sein. 7. Er wird alle deine Sachen, alles/ was dich vor betruͤbt, wieder wissen ut zu machen; denn er schläget, die er liebt; er verletzt und wirft darnie⸗ fuͤllen, das er zugesaget hat: daß er die, so ihm ver⸗ der, er erheht und hetlet wieder: Thraͤnen, Anast trauen und auf seine Guͤte und bitter Leid wandelt schauen, die auf seinen er in Froͤhlichkeit. Wegen gehn, nicht will 8. Drum befiehl ihm lassen huͤlflos stehn. deine Wege: wirf den Kum⸗ 4. Ei so laß den Kum⸗mer ganz auf ihn, traue mer fahren, der die Scele seiner Vaterpflege, laß dein nur beschwert: denke, was Seufzen zu ihm fliehn; von vielen Jahren dir rufe, weine, bete, singe, schon Eutes widerfaͤhrt; bis es ihm zu Herzen drin⸗ und viel Ungluͤck ist berege: laß nicht ab, zu ihm gangen, wie viel Trost flehn, bis dir Huͤlfe du empfangen! und was dir wird geschehen. oft Leid gebracht, hat GOtt 9. Syrich: O mein alles gut gemacht. Gott, schau mich Wüahnn schau hn 10 I5 A Rrneh, Rhn uteh H9 Dun thse mih und Sitll in Klelle 10. C Rcht Hettg uhoul/ nebütde nich Ml gib/ Riene ud Iung Rin aus allen zur Herll l. D Freldel k und Wun auf den& Hald 9 Will ich Hangene Ich siugen u, rufe Fomm unt 2. De in d d Retd hl Wahte N egiete n ich nicht sydern d Iud W Holrgch gute R Mel. Msu 104 nch fll ghh, 0 IINNAl Heit. W bu sh Mihen, 0 auls noch g lucstund Scht u, lebest 10 Pein win 6 gescheher, 1 oft verth Ht, wie duz t gethan, h vollt: komm und by omm,/ Und he Schuld; g Gott versh de Gnad terwitf dich s agen: so Zurnen Ia vielem haz ird Gott n sein. wird alle dü Ules, was t, wieder u achen; denn? ie er lichtye 0 wirft lagt heht ud H hraͤnen u Leid uande ichkeit, befiehl ih Wirfdendin auf ihn, uus pflege,hh u ihm sschn / bete/ shh ju Hatzeh dt t a, I his die Hüft Heh, ö chi O meh nch Armeh schst Gelassenheit. schau zugleich mein Elend an; ach erweise dein Er⸗ barmen, wie du vormals hast gethan; staͤrke meine matten Glieder, gieb mir Muth und Freude wieder, ruͤste mich zum Kampf und Streit, mache mich im Kreuz erfreut. 10. Laß mich nimmer⸗ mehr verzagen, wehre aller Ungeduld, hilf die Kum⸗ merbuͤrde tragen, troͤste mich mit deiner Huld; gieb, daß ich dir treulich diene und in mir die Hoff⸗ nung gruͤne, daß du mir aus allem Leid helfen wirst zur Herrlichkeit. 11. Da will ich mit Freuden preisen deine Guͤt und Wunderthat, wie mich auf den Lebensreisen deine Hand gefuͤhret hat: da will ich mein Danklied bringen und ein Hallelu⸗ iah singen. O mein IE⸗ su, rufe mich, daß ich komm und preise dich. 12. Doch, so lang ich in der Hoͤhle dieses Jam⸗ mers bleiben muß, so be⸗ wahre meine Seele, und regiere meinen Fuß, daß ich nicht in Suͤnden salle sondern dir zu Ehren walle und, wenn ich den Lauf vollbracht, froͤhlich gebe gute Racht. Zachar. Hermann. Mel. WMein Herzens⸗ JIEsu, meine Lust. ů MIi 1049·91 mich fuͤhrt, so will ich gehn, ohn alles Eigen⸗ waͤhlen; geschieht, was er mir ausersehn, wird mirs an keinem fehlen. Wie er mich fuͤhrt, so geh ich mit, und folge 2⁴ Schritt vor Schritt in kindlichem Vertrauen. 2. Wie GOtt mich fuͤhrt, so bin ich still und folge seinem Leiten; obgleich im Fleisch der Eigenwill will oͤfters widerstreiten. Wie GOtt mich fuͤhrt, bin ich bereit in Zeit und auch in Ewigkeit, stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie GOtt mich fuͤhrt, bin ich vergnuͤgt, ich ruh in seinen Haͤnden; wie er es schickt und mit mir fuͤgt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt: er mache, wie es ihm gefaͤllt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie GOtt mich fuͤhrt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunder⸗ lich, sein Rath wird doch erfuͤllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie GOtt mich fuͤhrt, so bleib ich treu im Glau⸗ ben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei: was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was GᷣOtt mir widerfah⸗ ren laͤßt, muß mir zum Be⸗ sten dienen. 6. Wie GOtt mich fuͤhrt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Von 880 Christlich es Leben. Von vornen laͤßt sich GoOtt nicht sehn, doch letzt wird ers aufdecken, wie er nach seinem Vater⸗ rath mich treu und wohl gefuͤhret hat: dies sei mein Glaubensanker. Lampertus Gedicke. XXVI. Christliches Leben. Mel. Es kostet viel, ein Christ zu sein. *Vs ist nicht 1050. E schwer/ ein Christ zu sein und nach dem Sinn des reinen Gei⸗ stes leben; zwar der Na⸗ tur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; doch fuͤhrt die Gnade selbst zu aller Zeit den schweren Streit. 2. Du darfst ja nur ein Kindlein sein, du darfst ja nur die leichte Liebe uͤben. O bloͤder Geist/ schau doch, wie gut ers mein; das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fuͤrchte dich nur ferner nicht so sehr: es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fuͤlle. Der fromme GOtt macht dir gar keinen Schmerz; die Unlust schafft in dir dein eigner Wille; drum uͤbergieb ihn willig in den Tod, so hats nicht oth. 4. Wirf nur getrost den Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwaͤcht und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; sprich: Vater, schau mein Elend gnaͤdig an! so ists gethan. 5. Besitz dein Herze in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Huͤlfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so siehe nur, daß du dein Herze staͤrkest: so werds freut⸗ mit seiner Huͤlf erfreut zu seiner Zeit. 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Fin⸗ sterniß bedecken; dein Va⸗ ter wird nichts Schlimmes mit dir thun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken. Ja siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur. 7. So wird dein Licht aus Nacht entstehn, und wirst dein Heil mit groͤß⸗ rer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, drun darfst du nur dem frommen Va⸗ ter trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist. 0 8. Auf,/ auf, mein Geist, was saͤumest du, dich dei⸗ nem GOtt ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, geneuß die suͤße Ruh; im Friede sollst du vor dem Vater schwe⸗ ben. Die Sorg und Lasf wiv ͤü M R blch u Uunün L. 0 2 Dr 1051 schokerhet 1. Falch und jöde! Fein Wor falscht 2 Alwiserd du,Hellg Lß fideh Moh We Jufrichth 2. Ul rend vor dein heilt Hund zur wenn i fektlich Habne, ich bin 0 U chci n Remne Zu 3. M auch N fech m slehn, da elschtecke Ra GO Moht Boshet Rer Wal schau d tehn gn Lab he 1. G mein Ge Cohn Halnd niht nich de . — —— Iteu ud It: Mei si Ret. Lampertit Gellch ——— Lben. ker, schu nch dig all dein Hehe venn Iu ct Vute hist sschf Mh „s ehhst siche nut, A tze fuͤrkest: H mit seit u seiner 3 ur dein H ruhn, wehh dacht und i Eeh; dein V. 18 Schlimmeh bor keinen Wind darft H. N sehs ferner kei saube gut. Itd dein iht entehn, utd l mit geb⸗ schalen; woß wibst du dann run darff dommen Do⸗ Seele/ sieh wohtet Ches % men Gah, du/ 0 0 aen Erblch ah el/ W N. Met schbe⸗ g n d lh Christliches Leben. 88 wirf nur getrost und kuͤhn allein auf ihn. Christian Friedr. Richter. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 1051.G D.e Falsch bist, HErr, dem ie Falschheit Graͤuel ist und jede Luͤg Verbrechen: kein Wort spricht je ein falscher Mund, das dir, Allwissender, nicht kund; du, Heiliger, wirsts raͤchen. Laß jederzeit mein Ja und Nein, wies Christen ziemt, aufrichtig sein. 2. Und wenn ich schwoͤ⸗ rend vor dir steh, dir in dein heilig Antlitz seh, die Hand zum Himmel hebe, wenn ich zum Zeugen feierlich anrufe, Hocher— habner, dich, durch den ich bin und lebe: dann sei von Trug und Heu⸗ chelen mein Herz und meine Zunge frei. 3. Wenn Frevler dich auch da noch schmaͤhn und frech mit Luͤgen vor dir stehn, dann laß mein Herz erschrecken. Weh dem, der GOtt und Gottes Hophn zum Siegel seiner Bosheit macht, sie vor der Welt zu decken! Herz,/ schau den GOtt mit Zit⸗ tern an, der Seel und Leib verderben kann! 4. GOtt, wenn du nicht mein GOtt mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn mich beim Leiden dieser Zeit kein Trost vom Him⸗ mel mehr erfreut, kein Trost mehr, wenn ich ster⸗ be; wenn GOtt und JE⸗ sus nicht mehr mein: dann besser, nie geboren sein! 5. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Geid, kein Fuͤrstenthum und keine Welt soll mich so weit verfuͤhren! Um alle Lei⸗ den dieser Zeit will ich doch GOtt und Seligkeit muthwillig nicht verlieren. Wie klein mein Gluͤck auch immer sei: nur GOtt und reines Heiß dabei. 6. GOtt, lehre mich bei jedem Eid aus Furcht vor deiner Heiligkeit die Wahrheit treulich sprechen. Beschwoͤr ich heilig Amt und Pflicht, so laß mich auch im Kleinsten nicht die theure Zusag brechen. Auch dir, GOtt, schwur ich treu zu sein: erhalt mich ewig, ewig dein. Johann Karl Dan. Bickel. Mel. von SOtt will ich nicht lassen. * ZDommt 105. K Kin⸗ der, laßt uns gehen, der Abend kommt herbei, es ist gefaͤhrlich stehen in die⸗ ser Wuͤstenei: kommt, slaͤr⸗ ket euren Muth, zur Ewig⸗ keit zu wandern, von ei⸗ ner Kraft zur andern; es ist das Ende gut. 2. Es soll uns nicht gercuen der schmale Pil⸗ grimspfad, wir kennen ja den Treuen, der uns ge⸗ ru⸗ 882 Christliches Leben. rufen hat; kommt, folgt man verstrickt und träg und trauet dem; ein Je⸗ der sein Gesichte mit gan⸗ zer Wendung richte steif Duͤnne, nach Jerusalem. 3. Der Ausgang, der geschehen, ist uns fuͤrwahr nicht leid, es soll noch besser gehen zur Abgeschie⸗ denheit; nein, Kinder, seid nicht bang, verachtet tau⸗ send Welten, ihr Locken und ihr Schelten, und geht nur euren Gang. 4. Gehts der Natur entgegen, so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen yflegen, noch schlechte Pilger sein. Ver⸗ laßt die Kreatur und was euch sonst will binden, laßt gar euch selbst dahinten, es geht durchs Sterben nur. 5. Man muß wie Pil⸗ ger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich todt: wir reisen abgeschieden, mit Weni⸗ gem zufrieden, wir brau⸗ chens nur zur Noth. 6. Schmuͤckt euer Herz aufs Beste, sonst weder Leib und Haus; wir sind hier fremde Gaͤste und ziehen bald hinaus. Ge⸗ mach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich buͤk⸗ ken den kurzen Pilger⸗Tag. 7. Laßt uns nicht viel besehen das Kinderspiel am Weg; durch Saͤumen und durch Stehen wird Es geht uns all nicht an; nur fort, durch Dick und kehrt ein die leich⸗ ten Sinne, es ist so bald gethan. 8. Ist gleich der Weg was enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze traͤgt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! Wir gehen wei⸗ ter, wir folgen unserm Lei⸗ ier und brechen durchs Geheg. 9. Was wir hier hoͤrn und sehen, das hoͤrn und sehn wir kaum; wir las⸗ sens da und gehen, es ir⸗ ret uns kein Traum. Wir gehn ins Ewge ein, mit GOtt muß unser Handel, im Himmel unser Wan⸗ del und Herz und alles sein. 10. Wir wandeln ein⸗ gekehret, veracht und un⸗ bekannt, man siehet, kennt und hoͤret uns kaum im fremden Land; und hoͤret man uns ja, so hoͤret man uns singen von unsern großen Dingen, die auf uns warten da. 11. Kommt, Kinder, laßt uns gehen; der Va⸗ ter gehet mit, er selbst will bei uns stehen in je⸗ dem sauren Tritt; er will uns machen Muth, mit suͤßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 12. Ein Jeder munter eile, wir sind vom Ziel noch fern, schaut auf die Feuersaͤule, die SEien e — — — m l Uct v WW n Mxten Mn 3. 561 Wesn, uid srdt/ andel lee sch, We sulft/ gerd Länmet nd ohne 0j Wir iht 14. Konn und Wander Hand g fheuct sch dDiesemnidel laßt uud kn uf dem M e Enga Ils unste 15. Solt cher fallen, Stitkte gu ga hilfe l Ueb und urdet festt Sei Nt Klcl wohlgar' unster Lieh 6. Kon munter war klth inme Mel. I Heel, V 105• lebe d uuhEnde Rch den seuffft gaac det A 02, so achs und mh ö in der 0 ches Hi lelset Hur 1 W che 10 lgen Uhs elhl brechen u 8 wir hiet Ku u, das hrn kaum; nr! und Shet kein T Traum. I Ewge eih uß unset ha mel unser N hetz und alla ir wandelh; veracht und man siehet, k t uns kaun Land; und g iu, so hbtety jen hoh uhe Angen, die; da, ymmt, Kin gehen; der! mit, er ns stehen i NTkitt; er en Muth/ Rnhenblicke ekglicken; cbels Out. Jedet mash sind vom A ö 4½ guf „DNe Gegentg Rächstenliebe. 883 des HErrn. nur eingekehrt, da uns die Liebe winket und den, der folgt und sinket, den wahren Ausgang lehrt. 13. Des suͤßen Lammes Wesen wird uns da ein⸗ gedruͤckt, man kanns am Wandel lesen, wie kind⸗ lich, wie gebuͤckt, wie sanft, gerad und still die Laͤmmer vor sich sehen und ohne Forschen gehen so, wie ihr Fuͤhrer will. 14. Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand an Hand, Eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kom̃t, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten: die Engel uns begleiten als unsre Bruͤderlein. 15. Sollt wo ein Schwa⸗ cher fallen, so greif der Staͤrkre zu; man trag⸗ man helfe allen/ man yflan⸗ 0 Lieb und Ruh: kommt,/ bindet fester an, ein Jeder sei der Kleinst. doch auch wohl gar der Reinste auf unsrer Liebesbahn. 16. Kommt, laßt uns Das Aug der folgt dem andern, bald faͤllt das Fleisch ins Grab; nur noch ein wenig Muth, ach nur ein wenig treuer, vor allen Dingen freier gewandt zum ew⸗ gen Gut! 17. Es wird nicht lang mehr waͤhren, halt noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr wahren, so kommen wir nach Haus: da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen From⸗ men daheim zum Vater kommen, wie wohl, wie wohl wirds thun! 18. Drauf wollen wirs denn wagen, es ist wohl wagenswerth, und gruͤnd⸗ lich dem absagen, was aufhaͤlt und beschwert: Welt, du bist uns zu klein und Leben, wir gehn durch IEsu Lei⸗ rüten hin in die Ewigkeite 15 es soll nur IEsus sein. 19. O Freund, den wir erlesen, o allver guuͤgend o ewig ⸗-bleibend Wesen, wie reizest du den Muth! Wir freuen uns in dir, du unsre Wonn worin wir munter wandern, der Weg ewig schweben/ du unsre V kurzt immer ab; ein Tag ganze Zier. Gerh. Tersteegen. XXVII. Mel. Uun lob, mein Seel, den RErren. 4685 3. Ott ist 1 053 G die wah⸗ re Liebe, die ihn ohn Maaß und Ende treibt; ihr Blick wird dem nicht trüͤbe, der sie umfaßt und in ihr bleibt. Rächstenliebe. Sie ist dazu erschienen/ und Menschen kund ge⸗ macht, daß sie sich deß be⸗ dienen, was sie hervorge⸗ bracht. Sie leuchtet aus dem Sohne, den er zu uns gesandt, der ist ihr Glanz/ und Krone, und ihr Ver⸗ sichrungs-Pfand. Er 8⁸⁴ Nächstenliebe. 2. Er ist ein Mensch geboren, der GOttes Her und einigs Kind; son gingen die verloren, die mit ihm eines Fleisches sind. Sie sollen durch ihn leben und GOtt versoͤhnet sein, doch sich ihm wieder geben. Denn er will nicht allein vom Untergang sie retten, er schenkt auch sei⸗ nen Geist, damit sie alles haͤtten, was dieser Bund verheißt. 3. Bedenket dieß, ihr Lieben, wo trefft ihr etwas Groͤßers an? Er hat sich euch verschrieben, und blei⸗ bet ewig fest daran. Was fordert er dagegen? Auch eure Lieb und Treu, wor⸗ an euch selbst gelegen; rwohnt euch darin bei; ühr koͤnnet reicher werden, so fern ihr darnach strebt, als welcher hier auf Erden viel tausend Schaͤtze graͤbt. 4. Der liebt nach sei⸗ nem Willen, der gegen GOtt in Liebe brennt; er kann die Glut nicht stillen, bis sie sich auch zum Naͤchsten wendt; dem wird er so geneiget, wie er sich selber ist, daß er ihm Dienst erzeiget, und keine Pflicht vergißt. Es ist ein kindlich Zeichen, den man die Bruͤder liebt, d Vater thut dedaleichen, der alles Gute giebt. 5. Drum laßt uns auf ihn sehen, und folget ihm mit Eifer nach; ihr wisset, was geschehen: wir hatten Ungluͤck, Suͤnd und Schmach, nach Freiheit kein Verlaͤngen; noch hat er uns befreit; er ist uns nachgegangen, hat aus Barmherzigkeit sich unser angenommen; wir waren in der Flucht, 0 ist uns hat unser gesucht 6. Ach lasset uns ihn lieben/ denn er hat uns zuerst geliebt, ist immer treu geblieben, wie viel wir wider ihn veruͤbt. Nun hat er uns gefunden, wir ihn im Sohn erkannt, er sich mit uns verbunden, und wir sind ihm ver⸗ wandt. Wollt ihr ihn alle kennen, so thut, was ihm gefaͤllt: ach laßt die Her⸗ zen brennen in Lieb vor aller Welt! Ernst Lange. Mel. O du Liebe mei⸗ ner Liebe. * Qerz und 1054. Heerzver eint zusammen, sucht in nGoOttes Herzen Ruh, las⸗ set eure Liebesflammen lo⸗ dern auf den Heiiand zu. Er ists Haupt, wir seine Glieder; er das Licht und wir der Schein; er der Meister, und wir Bruͤder; er ist unser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder, und er⸗ neuert euren Bund, schwoͤ⸗ ret unserm Ueberwinder Lieb und Treu aus Her⸗ zensgrund; und wenn eu⸗ rer Liebeskette 17707 10 und Staͤrke fehlt, o so flehet um die Wette, bis 23 IEsus wieder staͤhlt. 3. Tragt es unter euch/ ihr e Wdeh 90./ V Blid 0 en bf Iu5 d 990 00 0 n Ribn enh Ettag thl hl t. 4. Eihe Het Ke I Kelndten cht fl Ins gut Ium. Eihck dern hrdch, Tih flt A. Ridgen dun man ihm 5„ Nihtz Bra Laut 00 10 die Reh 1 Hh Rumme uns reteh hit, Wuften S Buts den I mas x Me/ RW vilig schen b. Hll Hehen, wel 2. Gnnd, 16 Hethe + ‚ ghe Mer glle Ne Wunde D do Uh erumsso IAchd sekeine dei Scaax, Hlllich me h VIl h M de ssc Acunt f wh efret; l 0 Hanhen, hr mühlet sch Amen; wi ö Flucht, mmen, st cht. ich laset uns denn er hug Heliebt, is in Olieben, i et ihn herübt uns gefunden; Sohn erkant, 2 uns Hethoh it sind im; Wollt ihr i so thut, wz! ach last Reh nnen in Lit elt!“ Emin du Lieben ner Liebt. ammen, such Herzen Rub⸗ Liebesflammey fden Heiiand; Haupt, wuirs er das Licht! Schei; er und wir Brih ser, Wir sinds umt, ach kofn enkinder, und ren Bund/c Sm Ueberoch Trell aus x. d und wehn Lölette geshh itle* die Wette,J hiter slh gt eh utet 4 RMüchstenliebe 885 ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein Jeder fuͤr die Bruͤder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so zerfloß er dort im Blut; denkt doch, wie es ihn be— truͤbet, wenn ihr euch selbst Eintrag thut. 4. Einer reize doch den Andern, unserm blutbe— freündten Lamm vor das Lager nachzuwandern, das fuͤr uns zur Schlachtbank kam. Einer soll den An⸗ dern wecken, alle Kraͤfte Tag fuͤr Tag nach Ver⸗ nidgen dran zu strecken, daß man ihm gefallen mag. 5. Nichts, als nur des Braͤutgams Stimme, sei die Regel unsrer That, weil er nicht mit Loͤwen⸗ grimme uns in Staub ge⸗ lreten hat, sondern mit gehaͤuften Stroͤmen seines Bluts den Zorn ertraͤnkt, ei so muß sich Jedes schaͤ⸗ men, das sich ihm nicht willig schenkt. 6. Hallelujah! welche Hoͤhen, welche Tiefen rei⸗ cher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du unsichtbarer Mei⸗ ster uns so fuͤhlbar nahe bist. 7. Ach da holder Freund, vereine deine dir geweihte Schaar, daß sie sich so herzlich meine, wies dein letzter Wille war. Ja, ver⸗ binde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klaͤr⸗ heit in der That erleuch⸗ tet ist. 8. So wird dein Geber erfuͤllet, daß der Vater alle die, welche du in dich verhuͤllet, auch in seine Liebe zieh, und daß wie du Eins mit ihnen, also sie auch Eines sein, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. 9. Liebe, hast du es ge⸗ boten, daß man Liebe uͤben soll, o so mache doch die todten, traͤgen Geister le⸗ bensvoll; zuͤnde an die Liebesflamme, daß ein ie⸗ der sehen kann: wir, als die von einem Stamme, ste⸗ hen auch fuͤr einen Mann. 10. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein ge⸗ trenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Bren—⸗ nen nehme unser Licht den Schein: also wird die Welt erkennen, daß wir deine Juͤnger sein. Nieol. Ludw. Gr. v. Zinzendorf. Mel. Wunderbarer König. E Gommt ins 1053⁷½ KReich der Liebe, o ihr lieben Kinder, ihr in Blut gewaschne Suͤnder! Lernt von eu⸗ rem Lamme eure Bruͤder lieben und euch recht dar⸗ innen uͤben; folgt dem HErrn; traget gern, was nach IEsu fraget, wenns auch faͤllt und klaget! 2. Suͤnde zu vergeben und auch zu vergessen, das hat 886 Tod und Auferstehen. hat keiner so besessen, als der Freund der Suͤnder, der mit eignem Blute sei⸗ nen Feinden selbst zu gute alle Schuld, o der Huld, ewiglich begraben, voͤllig aufgehaben. ö 3. Wirft der Feind der Seelen zwischen eure Her⸗ zen Streit, Verdacht und Haderschmerzen: o so seid nicht stille, wartet nicht so lange, bis zum Sonnen⸗ untergange; töͤdtet bald die Gewalt aller Zwistigkeiten, die den Fall bereiten. 4. Bleibt nicht so be⸗ staͤndig auf dem eignen Rechte; werdet gern der andern Knechte; denn die suͤße Liebe deckt die Suͤn⸗ denmenge, duldet Maaß der Laͤnge. das Liebesfeuer alle Tage treuer. 5. Soll das Reich des Sohnes voll von großen Heerden, fest und reich ge⸗ segnet werden: o so laßt uns lieben und in Liebe brennen. JEsu, hilf, daß wir es koͤnnen! Satan wehrt; denn das Schwert festverbundner Liebe schlaͤgt ihm tiefe Hiebe. 6. Abba, lieber Vater, Sohn und Geist der Gna⸗ den! heile allen unsern Schaden. Falschheit Schein und Tuͤcke, Stolz und Eigenliebe kreuzige durch deine Triebe. Sa⸗ tans Macht wird verlacht, wenn wir dich nur kennen ohne und in Liebe brennen. ö Liebt euch sehr/ liebet mehr/ naͤhrt E. G. Woltersdorf. XXVIII. Tod und Auferstehen. Alel. Ver lieben Sonnen Licht und Pracht. 1036. Diueh die Liebesflamm der holde Braͤutigam; dich deckt bei ungestoͤrter Ruh der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Ge⸗ von Ort zu Ort durch man⸗lassenheit der großen Of⸗ nigfaltgen Jammer, und fenbarung; indessen bleibt kommen in den Friedens⸗ port, und ruhn in ihrer Kammer; GOtt nimmt sie nach dem Lauf in sei⸗ nen Armen auf; unds Wai⸗ zenkorn wird in sein Beet auf Hoffnung schoͤner Frucht gesäͤt. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist; gelobt sein euxe Schritte, du allbereits befreiter Geist, du jetzt ver⸗ laßne Huͤtte! Dir naͤhrt das Pilgerkleid in heiliger Verwahrung. Wie ist das Gluͤck so groß in IEsu Arm und Schooß! Die Liebe fuͤhr uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch hinan. Nicol. Ludw. Gr. v. Zinzendorf. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 10⁵ 7. + HOnn di⸗ ut Hedb,/ RCih sllet Dohl 2. D0. no R Hulf9u Hlcht Kom Nasheh vo shen audet sud, Höchse Mht alb wee gelett wet, N ss wgrh 3. Da sift Mesherhet Sttom pefti de Schfflel Mekk heigute schihen: gl⸗ Schlaf u Nachtt, dek, Masch vom huacht„entfaͤl Resen, I. Wir sih Röͤbadverdo Ogd sht all Wer schyel Ort ehtfuͤhket het, Shiste helthͤhet e, Wam ihn 9 Vud lͤhrt, 5. Dab Wnes Zorde W 0 bald n Eifer st Int um vor seet Sünden elef du vo uunt und den allet t ehen. ol d indner iebesh Hiebe. ha, liebet V ind Geis ded eile gllen n I. Ft und Tuͤc igenliebe feg ine Triehe icht wird helt ir dich nutky Niebe brenneg E. G. Vollenth lufersteht flamm der l. im; dich beck! er Rub der d chatten zu. freun unz in det großen? indessen ble leid in heilte Hg. Wie ist! Hroß in N Schooß! t unz ga tief hingb, f. „Gr. b. Zinendn ist das 0 ommen het. 96 0 Tod und Auferstehen. 887 du bist ja fuͤr und fuͤr die Zuflucht deiner Heerde. Du bist gewesen, eh allhier gelegt der Grund zur Erde; und da noch kein Berg war bereit, da warst du in der Ewigkeit, o Anfang aller Dinge! 2. Du laͤßt die Men⸗ schen in das Thor des To⸗ des haͤufig wandern, und sprichst: Kommt wieder, Menschen, vor, und fol⸗ get jenen andern; denn dir sind, Hoͤchster, tausend Jahr als wie ein Tag, der gestern war, und nunmehr ist vergangen. 3. Du laͤßt das schnoͤde Menschenheer wie einen Strom verfließen, und wie die Schifflein auf dem Meer bei gutem Wind hin⸗ schießen: gleichwie ein Schlaf und Traum bei Nacht, der, wenn der Mensch vom Schlaf er— wacht, entfallen und ver⸗ gessen. 4. Wir sind ein Kraut, das bald verdorrt, ein Gras, das jetzt aufgehet, wird aber schnell von seinem Ort entfuͤhret und verwe⸗ het. So ist ein Mensch: heut bluͤhet er, und morgen, wenn ihn ohngefaͤhr ein Wind ruͤhrt, liegt er nieder. 5. Das macht, HErr, deines Zornes Grimm, daß wir so bald verschwinden; dein Eifer stoͤßt, und wirft uns uͤm von wegen un⸗ srer Suͤnden: die Suͤnden stellest du vor dich, davon brennt und entruͤstet sich dein allzeit reines Herze. 6. Das ist das Feur, das uns versehrt das Mark in allen Beinen. Daher koͤmmt, daß der Tod ver⸗ zehrt die Großen und die Kleinen: drum fahren un⸗ sre Tage hin wie ein Ge⸗ schwaͤtze durch den Sinn, wenn wir dieZeit vertreiben. 7. Wie lang haͤlt doch dies Leben aus? Gar sel⸗ ten siebzig Jahre; wenns hoch kommt, werden acht⸗ 30 draus, und wenn man alle Waare, die hier ge⸗ wonnen, nimmt zu Hauf, ists lauter Muͤh von Ju⸗ gend auf und lauter Angst gewesen. 8. Wir rennen, laufen, sorgen viel, und eh wirs uns versehen, da kommt der Tod, steckt uns das Ziel, und da ists denn ge⸗ schehen: wir fliehen eilend und behend, und ist doch niemand, der sein End und GOttes Zorn bedenke. 9. Lehr uns bedenken, frommer GOtt, das Elend dieser Erden, auf daß wir, wenn wir an den Tod ge— denken, kluͤger werden. Ach kehre wieder, kehr uns zu dein Angesicht, und steh in Ruh mit deinen boͤsen Knechten. 10. Erfuͤll uns fruͤh mit deiner Gnad an Leib und an der Seelen, so wollen wir dir fruͤh und spat dein Lob und Dank erzaͤhlen. Erfreu uns, o du hoͤchste Freud, und gieb uns wie⸗ der gute Zeit nach so viel boͤsen Tagen. 11. Bisher hats lauter Kreuz 888 Tod und Auferstehen. Kreuz geschneit, laß nun die Sonne scheinen; be⸗ scher uns Freude nach dem Leid, und Lachen nach dem Weinen. Laß deiner Werke suͤßen Schein, HErr, dei⸗ nen Knechten kundbar sein, und dein Ehr ihren Kin⸗ dern. 12. Bleib unser GOtt und treuer Freund, halt uns auf festem Fuße, und wenn wir etwa irrig seind, 0 gieb, doß sich mit Buße das Herze wieder zu dir wend; auch foͤrdre das Thun uusrer Haͤnd, und segne unsre Werke. Päaul Gerhard. Mel. Kleine Seel er⸗ hebt den YErren. 4 rr, 10358. E Run laͤssest du deinen Diener in Frieden fahren: wie du gesagt hast. Denn meine Augen haben deinen Hei⸗ land gesehen: welchen du be⸗ reitet hast vor allen Volkern, Ein Licht, zu erieuchten d die Heiden: und zum Preis 5 dei⸗ nes Volkes Israel. Lob und Preis sei GOtt denn Vater und dem Sohn: und dem heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, jetzt und immer⸗ dar: und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Mel. O JEsu, du mein BGräutigam. 1059. Jue doch gar nichts bin, GOtis Sohn allein in mein Ge⸗ winn: daß der Mensch worden, ist mein Trost, und hat mich durch sein Blut erloͤst. 2. O GOtt Vater, re⸗ gier du mich mit deinem Geiste stetiglich. Laß dei⸗ nen Sohn, mein Trost und Lebn, allzeit in mei⸗ nem Herzen schwebn. 3. Und wann die Stund vorhanden ist, nimm mich zu dir, HErr IEsu Christ; denn ich bin dein und du bist mein: wie gern wollt — bald bei dir sein! 4. HErr JEésu Christe, hilf du mir, daß ich dein Zweiglein bleib in dir, und nachmals mit dir auf⸗ ersteh, zu deiner Herrlich⸗ keit eingeh. Joh. Gigas 1—3. Joh. Leon. 4. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. * 4. halih⸗ 106 0. 35 taͤg lich/ und mein Leben eilt im⸗ merfort zum Grabe hin. Wer kann mir einen Buͤr⸗ gen geben, ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt ber, ach wer nur immer fertig waͤr! 2. Ein Mensch, der sich mit Suͤnden traͤget, ist immer reif zu Sarg und Grab; der Apfel, der den Wurm schon heget, faͤllt endlich ünvetichene ab. Der alte Bund schließt keinen aus, mein Leib ist auch ein Todtenhaus. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten, et kommet oft unangemeldt, und I MW focditt 0 Todt uhi Hus u l Dah n n in ee A . hen Zod I n 6 0 Wt . m Ihekchht. 6 n eH A Srint 0. 6. hn aldets werder Mohn ut den e bh d guf Edetz, HRer Todtenbo fer Schuit i 0 ich der N l. 6. Ei eih Ihn glles er 5u und To sa; Wch sch Meethuͤdet IN Christ Te daß Wenn Boden fall, Wuu Kreus . Rilie Ein Vott walh 1n Ohr sich s het ich hel! gen: HEtt, Reinen Gei sen meine l shrie JE ssch. 9. Hann ach e e M sie Wenn huter mich rgnen hen. ö* mich durch'⸗ Is 0 Gott Vunn mich mit i etihlich. f hn, mein d / allzeit iyn jen schwehn, wann die Su ist, nimm y Err JEsi E bin dein unh wie gern u bei dir seil t J&n Cin nir, daß ih l bleib in mals mit in Sdeiner Hent h 13. Juh. Aun Wer weiß, u. ir mein Enh Leben eilt u zum Grabel fmit einen M n, ob ich l6 ebend bin? t hin, der L / ach wer! Iig waͤr! Mensch, deti den traͤget, if zu Satgl +Apfel, d hon heget/ unverschens Bund schah 3, mein Lab! Todteuhalk, schit der l mer Boter/ oft mihn Tod und Auferstehen. 889 und fordert uns ins Land der Todten; wohl dem, der Haus und Herz be⸗ stellt! Denn ewigs Gluͤck und Ungeluͤck haͤngt nur an einem Augenblick. 4. HErr aller HErren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand: wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir so erbarme dich, und las⸗ se der Verlaßnen Schrein durch deinen Trost erhoͤr⸗ lich sein. 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließe mir den Himmel auf; verkuͤrze mir des Todes Schmerzen, und hole mich zu dir hinauf: so wird mein Abschied unbekannt. Hilf, daß ich keine Pein, zwar eilig, den jeden Seigerschlag an mei⸗ nen Abschied denken mag. 5. Es kann vor Abends anders werden, als es am Morgen mit mir war; den einen Fuß hab ich auf Erden, den andern auf der Todtenbahr; ein klei⸗ ner Schritt ist nur dahin, wo ich der Wuͤrmer Spei⸗ se bin. 6. Ein einzger Schlag kann alles enden, wenn Fall und Tod beisammen sein; doch schlage nur mit Vaterhaͤnden, und schleuß in Christi Tod mich ein, daß wenn der Leib zu Boden faͤllt, die Seel an JEsu Kreuz sich haͤlt. 7. Vielleicht kann ich kein Wort nicht sagen, wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; drum bet ich bei gesunden Ta⸗ gen: HErr, ich befehl dir meinen Geist. Verschlie⸗ ßen meine Lippen sich, so schreie IEsu Blut fuͤr mich. 8. Kann ich die Mei⸗ nen nicht gesegnen, so seg⸗ ne du sie mehr als ich: wenn lauter Throͤnen um mich regnen, o Trioͤster, noch selig sein. Benjamin Schmolk. In eigener Melodie. * Ich weiß 1061. Idaß meinl Erloͤser lebt, ob ich schon hie auf Erden hab Suͤnd gethan und sterbe All meine Feinde sind erlegt, nicht einer kann mir scha⸗ den. So groß ist GOt⸗ tes Gnade, welcher mir seinen lieben Sohn, IE⸗ sum Christ, hat geschenket. Liebers war nichts in sei⸗ nem Thron; hieran mein Herz gedenket. 2. Er wird hernach mich aus der Erd leiblich wieder erwecken; mich soll kein Feind mehr schrecken; Hoͤll/ Teurel, Tod oder was mehr entgegen ist der Freu⸗ den, raͤumt er auf mit seinm Leiden. Trotz, daß ihm etwas widerbell; zer⸗ treten ist die Schlange. O Herr, mein Seel ich bir befehl, Gnad ist bei dir die Meuge. 3. Zu dir hab ich mein Zuversicht und werde nicht betrogen; sei bei den Un⸗ erzognen, auf daß sie, 38 durch 890 Tod und Auserstehen. durch dein Wort erleucht, Christen werden und blei⸗ ben, himmlische Guͤter lie⸗ ben, selig vollenden diese Zeit, sammt den, so dei⸗ nen Namen erkennen und in Ewigkeit neu dich an⸗ schauen. Amen. Ludwig Helmbold. Mel. O GOtt, du from⸗ mer GOtt. * l⸗ gute Nacht! Nun geht es an ein Scheiden: ich fahr zu IEsu hin in seine Him⸗ melsfreuden, zu IEsu, welcher mich in Ewigkeit anlacht. Ach weinet, wei⸗ net nicht; ihr Eltern, gute Nacht! 2. Ihr Eltern, gute Nacht! Hoͤrt auf um mich zu klagen, da ietzt mein zarter Leib wird hin ins Grab getragen: wißt, daß die Seele ist zur Himmels⸗ ruh gebracht. Ach weinet, weinet nicht; ihr Eltern, gute Nacht! 3. Ihr Eltern, Nacht! Sehr d zu wohnen im schoͤnen Himmelsschloß, da man erblicket Kronen, die GOtt den Frommen hat aus Gnaden zugedacht. Ach weinet, weinet nicht; ihr Eltern, gute Nacht! 4. Ihe Eltern, gute Nacht! Muß ich euch schon herlassen, so werdet iyr mich doch mit Herzenslust umfassen, wenn GOit mit gute ist euch und mit der Welt ein weinet nicht; ihr Eltern gute Nacht! 5. Ihr Eltern, gute Nacht! Die Angst⸗ und Marterstunden die sind in dieser Welt nun voͤllig uͤberwunden; mein Leib schlaͤft sanft, bis daß er wiederum erwacht. Ach weinet, weinet nicht; ihr Eltern, gute Nacht! Gotthard Schuster. Mel. vbater unser im Himmelreich. 2* In Christi 1063. I Wunden schlaf ich ein, die machen mich von Suͤnden rein; ja, Christi Blut und Grech— tigkeit das ist mein Schmuck und Ehrenkleid: damit will ich vor GOtt besiehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. 2. Mit Fried und Freud ich fahr dahin, ein Gottes⸗ kind ich allzeit bin. Dank hab, mein Tod, du foͤrder mich, ins en ge Leben wan⸗ dre ich, mit Christi Blut gereinigt fein. HErr IE⸗ su, staͤrk den Glauben mein. Paul Eber. Mel Wer nur den lie⸗ ben SOlt läßt wallen. * Meein ich weiß wohl, daß ich sterbe, ich bin ein Mensch, der bald vergeht, und finde hler kein solches Erbe, das ewig in der Welt beßeht: Drum zeige mir in Gna⸗ den an, wie ich recht selig Ende macht. Ach weinet, sterben kann. 2. Mein Gihkel 10 6 an andnt Doc, He N Rah b ni vernünfth u 4. Mn nicht, vo ich welcher San hcheckt: dol dieses gur dale Hand wukt/ so ge Stelchen Iallenhbe 5, Mupy 6 wenn ichyf Au meinen dh ich mit futbe und Gabe her, Hlach, und! Wenn, Won Ueh sol. Ael. an 0⁰ 4 + 1063 sek, weint 0% RNemich NWant ihres he dche RNr.n, A. I M rehen. R 451 Elen Die I. sunden Wi Aat nun ö ö snf lü erwach, „weinet nich. gute Nachs Gotthard Etht bater unstr Jimmelteih * 5 3. WI ch ein, d I1 on Suͤnden u Puun Is ist mein Se kenkleid: danth 50lt besebyn m Hinmel h it Fried und dahin, ein Gl allzeit bin, e in Tod, Ast 3 en ge Hebchh mit Chrisi fein. HEttA T den Glah Vaul G er nur den X läßt woh V à 0 V . Mih H Rwohl/ R x bin ein) 10 Vergeht I ff solches Ebe/ der Welt Hesth N Mi in G wie ih kechtsl M. ö 2. M wie Tod und Auferstehen. 891 2. Mein GOtt, ich weiß nicht, wann ich sterbe; kein Augenblick geht sicher hin, bald zerbricht doch eine Scherbe, die Blu⸗ me kann ja leicht verbluͤhn: drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein GOtt, ich weiß nicht, wie ich sterbe, die⸗ weil der Tod viel Wege haͤlt: dem einen wird das Scheiden herbe, wenn sonst ein andrer sanfte faͤllt. Docy, wie du willst, gieb, daß dabei mein Ende nur vernüͤnftig sei. 4. Mein GOtt, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab bedeckt: doch, wenn ich dieses nur erwerbe, daß deine Hand mich aufer⸗ weckt, so nehm ich leicht ein Stellchen ein, die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster GOtt, wenn ich ja sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir, den ich mit Christi Blute faͤrbe; und hab ich den im Grabe hier, so gilt mirs gleich, und geht mir wohl/ wenn, wo und wie ich ster⸗ ben soll. Benjamin Schmolk. Mel. Gabplon 4. JFein her⸗ 1065. M Uzer Va⸗ ter, weint ihr noch, und ihr, die mich geboren? Was raͤmt ihr euch? was macht ihr doch? ich bin ja un⸗ ver oren. Ach sollt ihr se⸗ hes wie mirs geht und An wasserslüssen wie mich der so hoch er⸗ hoͤht, der selbst so hoch erhoben: ich weiß, ihr wuͤr⸗ det anders thun, und mei⸗ ner Seelen suͤßes Ruhn mit eurem Munde loben. 2. Der saure Kampf, den ich dort hab in eurer Welt empfunden, der ist durch GOttes Gnad und Gab all gluͤcklich uͤber⸗ wunden. Es ging mir, wie es pflegt zu gehn all de⸗ nen, die bei Christo stehn und von der Welt sich scheiden: wer Christo folgt, der muß mit ihm das Kreuz und alles Ungestuͤm auf feineh Wegen leiden. 3. Nun bin ich durch, GOtt Lob und Dank! Hier kommt ein ander Le⸗ ben; hier wird mir, was mein Leben lang ich nicht gesehn, gegeben: ein gan⸗ zer Himmel voller Licht, ein Licht, davon mein An⸗ gesicht so schoͤn wird als die Sonne. Hier ist ein ewges Freudenmeer: wo— hin ich nur die Augen kehr, ist alles voller Wonne. 4. Nun lobt, ihr Men⸗ schen, wie ihr wollt, des Erdenlebens Guͤte: was ist darinnen, das mir sollt jetzt neigen mein Gemuͤ⸗ the? Was ist das Beste, das ihr liebt? Was giebt die Erde, wenn sie giebt, als Angst und bittre Schmerzen? Was ist das guͤldne Gut und Geld? Was bringt der Schein und Pracht der Welt, als . 0. euren Herzen? Was ist der großen 3 Leu⸗ 89²2 Tod und Auserstehen. Leute Gunst, als Zunder 998 Reides? Was ist as Wissen vieler Kunst, als Ursprung vieles Lei⸗ des? Denn wer viel weiß, der graͤmt sich viel; und welcher Andre lehren will, muß leiden und viel tra⸗ gen. Seht alles an, Ruhm/ Lob und Ehr, habt Freud und Lust: was habt ihr mehr, als endlich Weh und Klagen? 6. Nichts ist so schoͤn und wohlbestellt, da man hier wohl auf stehe; drum nimmt GOtt, was ihm wohlgefaͤllt, bei Zeiten in die Hoͤhe, und setzet es in seinen Schooß: da ist es alles Kummers los, darf nicht, wie ihr, sich kraͤn⸗ ken, die ihr oft denket, wie doch wohl dies oder jenes werden soll, und koͤnnets nicht erdenken. 7. Wer selig stirbt, der schleußet zu die schwarzen Jammerthore; hingegen schwingt er sich zur Ruh im guͤldnen Engelchore, legt Aschen weg, kriegt Freudenoͤl, zeucht aus das Fleisch und schmuͤckt die Seel in reiner weißer Sei⸗ den. Er laͤßt die Erd und nimmet ein die Lust, da Christi Schaͤfelein in lau⸗ ter Rosen weiden. 8. So gebt, ihr Liebsten, euch doch schlecht dahin in GOttes Willen. Sein Rath ist gut, sein Thun ist recht, und wird wohl wieder stillen den Schmer⸗ zen, den er euch gemacht; und hiermit sei euch gute Nacht von eurem Sohn gegoͤnnet. Es kommt die Zeit, da mich und euch vereingen wird in seinem Reich, der euch und mich getrennet. 9. Da will ich euer Treu und Muͤh und was ihr eurem Kranken erwiesen habt, im Himmel hie, so⸗ bald ihr kommt, verdan⸗ ken. Ich will erzaͤhlen, wie ihr habt euch selbst betruͤbt und mich gelabt, vor Christo und vor allen. Und fuͤr den heißen Thraͤ⸗ nenfluß will ich, mit mehr als einem Kuß, um euren Hals euch fallen. Paul Gerhard. Mel. O welt, ich muß dich lassen. enn 1066. Wee ne Himmelserben in ihrer Unschuld sterben, so buͤßt man sie nicht ein: sie wer⸗ den nur dort oben vom Vater aufgehoben, damit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christen⸗ laufe fuͤr IEsum einge⸗ weiht, und noch bei GOtt in Gnaden: was sollt es ihnen schaden, daß sie die Krone schon erfreut? 3. Die Unschuld einzu⸗ buͤßen, stets an das Kaͤm⸗ pfen muͤssen, gar leicht ver⸗ loren gehn, das Sterben schwerer machen, sindwahr⸗ lich keine Sachen, nach welchen 0 6 Leute stehn. 4. Wie leichtlich geht bei Kindern von uns er⸗ wachs⸗ Kind! dün fudet d Ithen Belt Wok/ dein much doch! geflt, so u Kacgeh! fllen Geste u, Ren K 2. Zuchh RerSchihfe hur in die Dezat ist fihlter dt Iusschy. e Hatessohe stt will, du R, eucht 9. Duch im Hinmm vas dit N de mich uu in witd i h der euch un it ö willichene) züh und u Kranken em Himmal gi k kommt,- sch wil eh babt euch und mich g Asto und vorel k den heißend will ich, mit m Kuß, um a ich fallen. Paul Gul o welt, ihr Dich lassen 6* M n nelserben u serben, s nicht ein seh dort olah ufgehoben x kloren seh. e sind it K 1 ihrem Ehhie, Jesun hh en: was sche raden, daß sl Hon erftaul⸗ Unschulb che ets an dg ven/ gat Hätht u, dis Gichl nachen sndnch Sccheh/ he H „chtlch In boh I 10 ——————— Ewigkeit. wachsnen Sundern das denn nur bei GOtt ist fremde Feuer an! O Glucke, wahrer Trost und Ruh, wenn wir wissen, daß nichts da wird kein Schmerz er⸗ mehr einzubuͤßen, daß sie fragt. Hier muͤssen wir kein Tod mehr toͤdten kann. in Aengsien schweben: 5. O wohl auch diesem dort kannst du ewig froͤh⸗ Kinde! Es stirbt nicht zu lich leben. Zeuch hin, geschwinde. Zeuch hin, du mein Kindd ö liebes Kind Du gehest. 4. Zeuch hin, mein ja nur schlafen, und blei⸗Kind! hinauf in GOttes best bei den Schafen, die Schul, da GOtt selost ewig unfers IEsu sind. Lehrer ist; da lauter Lust, Johann Ändreas Rothe. da du vor GoOttes Stuhl Mel. Es ist genug! so beim Chor der Engel bist. nimm, HErr, meinen Da kannst du deinem JE⸗ Geist. su singen, die Himmelslie⸗ 1 06 4——3²⁰ hin, der lassen klingen. Zeuch mein hin, mein Kind Kind! denn GOtt selbst. 5. Zeuch hin, mein Kind! fordert dich aus dieser wir folgen alle nach, so argen den T Soet Ubet eelch Hort, denn Da zwar, dein Tod betruͤbet eilest fort, eh denn das mich⸗ doch weil es GOtt Ungemach mit Haufen sich 4.81 so Lund win n Wer Lae lebt/ es Klagen und will mit steckt lang im Leide: wer stillem Geiste sagen: Zeuch fruͤhe stirbt, kommt bald Ween rer 1 1 5* ö der Schoͤpfer hat dich mir 6. Zeuch hin, mein Kind! nur in die Welt geliehn. die Engel warten schon Die Zeit ist weg, darum be⸗auf deinen frommen Geist. fiehlt er dir jetzt wieder fort⸗ Du siehest auch, wie Ic⸗ zuziehn. Zeuch hin! GOtt sus, GOttes Sohn, dir hat es so dersehen: was die⸗schon die Krone weist. ser will, das muß gesche⸗Nun wohl, dein Seelchen hen. Zeuch hin, mein Kind! ist enthunden, du hast in Huun pudest dn, hu, em Kird Zeuch im Himmel findest du, hin, mein Kind! was dir die Welt versagt Gottfried Hoffmann. XXIX. Ewigkeit. (Ewigkeit, wie lang bist Mel. vater unser im du, o Ewigkeit! Doch eilt Himmelreich. zu dir schnell unsre Zeit, 1068 Ebwig⸗gleichwie das Heerpferd — keit, o zu dem Streit, nach Hder er 894 Ewi geit der Bot, das Schiff zum Port, der schnelle Pfeil vom Bogen fort. ö 2. O Ewigkeit, o Ewig⸗ keit, wie lang bist du, o Ewigkeit! leichwie an einer Kugel rund kein An⸗ fang und kein End ist kund, also, o Ewigkeit, an dir nicht Ein⸗ noch Ausgang finden wir. 3. O Ewigkeit, o Ewig⸗ keit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Du bist ein Ring, unendlich weit, dein Mittelpunkt heißt„Alle⸗ eit //„Niemal“ der weite mkreis dein, weil deiner nie kein End wird sein. 4. O Ewigkeit, o Ewig⸗ keit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Wegnehmen koͤnnt ein Voͤglein klein all ganzer Welt Sand, Berg und Stein, wenns auch nur kaͤm all tausend Jahr: von dir waͤr noch nichts weg, fuͤrwahr! 5. O Ewigkeit, o Ewig⸗ keit, wie lang bist du, o Ewigkeit! In dir, wenn nur all tausend Jahr ein Aug vergoöͤß ein kleine Zaͤhr, wuͤrd wachsen Wasser sol⸗ che Meng, daß Erd und Himmel waͤr zu eng. 6. O Ewigkeit, Ewig⸗ keit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Hoͤr, Mensch: So lange Gott wird sein, so lang wird sein der Hoͤllen Pein, so lang wird sein des Himmels reud! O lange Freud, o anges Leid! 7. O Ewigkeit, o Ewig⸗ keit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Verstaͤndig ist, der dich betracht, des Fleisches Lust er leicht veracht; bei ihm die Welt nicht Platz mehr findt; die Lieb—0 Eitlen bald verschwindt. 8. O Ewigkeit, o Ewig⸗ keit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Wer dich be⸗ sinnt, zu GOtt so spricht: Hie brenn, hie schneid, hie straf und richt, hie handle nach Gerechtigkeit; verschon nur nach der Gnadenzeit. 9. OEwigkeit, o Ewig⸗ keit, wie lang bist du, o Ewigkeit! O Mensch, oft deine Sinnen stell, zu denken an die Qual der Hoͤll und an der Frommen Herrlichkeit; es waͤhret beides ohne Zeit! Be⸗ tracht, o Mensch, die E⸗ wigkeit! V. 1—6 v. e. Unbekannten V. 7— 9 v. Daniel Wülffer. Alel. O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen. * S wie mo⸗ 1069. O gen witr doch unser Leben so der Welt und ihrer Lust er⸗ geben, und uns selbst schei⸗ den von der Frommen Ruh und tausend Freuden? 2. Muͤssen wir nicht auch nach kurzen Jahren zu den Todten in die Grube fahren? Es wird gesche⸗ hen, daß ein Jeder seinen Lohn wird sehen. ö 3. Wenn die Welt ihr Ende nun genommen, und der Richter wird vom Him⸗ mel kommen, der wird ent⸗ dek⸗ nahet Mellm sich ohnen: h Ale V. dhse Hißn. 6. Fhnhih; Want ich hon dl 15 Del hen, kent Ne hon d mic 7. Däne siht alin o dich in dieser sih: Ne ahn muͤsen dott Sel Mderde 8. Darum nich in dene ich weinen gefunden, de 100 fihr Wahren Hin Att. Lun W boreh, bls Een, bon sch schn, nichts wiss Finsterni dem 2.Nun 5 Flahi, yo Uuh u 4— Dusig, harntt, 6 „d ö ihm NWl makr dih 1 Eitln i wigkeß,pgn ang bis 9 ch Gerechsheh 0 ach e uhleit, HEwi⸗ ang list u/ O Mehs Sunnen siel, die Qual ah der Ftonma sti ed Wahtg te Zeit! H Mensch/ Ne E b. k. Unbelanr v. Daniel Düffe. wie selig sed tihr Fronnen 4* enl⸗ 9h f Leben so x fihrer Lul e⸗ ns selbsische Frommen R Wreuden; en wir nah uitzen hant in die Gul 8 Witd geho n Jedet seng üschn. de Ditti ethnmeti, u Witbunen 1 det lt ehl⸗ d WNNE SCS-IEES‚. Ewignkeit. 895 decken alles, was wir mein⸗ ten zu verstecken. 4. O was wird er fuͤr ein Urtheil faͤllen, wenn er unser Thun wird vor sich stellen? wenn er wird finden, wie wir hier gelebt in lauter Suͤnden? 5. O HErr Christe, wol⸗ lest meiner schonen, und mir Suͤnder nach Verdienst nicht lohnen; ich will ver⸗ lassen alle Welt und ihre Luͤste hassen. 6. Forthin soll mein Le⸗ ben dir zu Ehren nimmer sich von deinem Wort ab⸗ kehren. Dein will ich blei⸗ ben, keine Welt soll mehr von dir mich treivben. 7. Deine Gnadenthuͤr steht allen offen, die auf dich in diesem Leben hof⸗ fen; die ohn dich sterben, muͤssen dort mit Leib und Seel verderben. 8. Darum schließ ich mich in deine Wunden, da ich meinen Suͤnden Rath gefunden; dein Kreuz und eiden fuͤhre mich zun wahren Himmelsfreuden. Heinrich Albert. Mel. Uun ruhen alle wälder. ieel besser 1070. VBuchte e⸗ boren, als ewiglich verlo⸗ ren, von GOtt getrennt sich sehn, von keinem Heil nichts wissen, vom Licht zu Finsternissen, vom Le⸗ ben zu dem Tode gehn. 2. Von Freuden in dem Klagen, vom Hoffen im Verzagen, von Woliust in der Pein, von Freiheit in den Banden, von Eh⸗ ren in den Schanden, von Ruhe in der Qual zu sein; 3. Im Fluch auf ewig brennen, GOtt seinen GOtt nicht nennen, o das ist ja betruͤbt! Ach GOtt, ich flieh gerade allein zu deiner Gnade, mein GOtt/ der du die Welt geliebt. 4. Du hast den Sohn gegeben, im Sohn ein ewig Leben; im Sohn will ich dich flehn, dich flehn um deine Liebe, dich flehn aus heißem Triebe; laß mich das Heil in IEsu sehn. 5. Ich war dem Tod dab Raube; nun gieb mir, aß ich glaube. Wer glaubt, wird selig sein; so geh ich nicht verloren, so bin ich neu geboren, so dring ich in das Leben ein. Philipp Friedrich Hiller. Mel. In dem Leben hier aus Erden. * er sind GOttes Throne, was isl das fuͤr eine Schaar? Traͤ⸗ get jeder eine Krone, glaͤn⸗ zet gleich den Sternen klar; Halleluiah singen all, loben Gᷣott mit hohem Schall. 2. Wer sind die, die Palmen tragen, wie ein Sieger, in der Hand, wenn er seinen Feind geschlagen, und geleget in den Sand? Welcher Streit und wel⸗ cher Krieg hat gezeuget diesen Sieg 3. Wer sind die in rei⸗ ner Seide, welche ist Ge⸗ rech⸗ — 896 Ewi gkeit. rechtigkeit, angethan mit weißem Kleide, das zer⸗ reibet keine Zeit und ver⸗ altet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, die wohl gekaͤmpfet fuͤr des großen GOttes Ehr, haben Fleisch und Blut gedaͤmpfet, nicht Degt des Satans Heer; ie erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, die viel erlitten Truͤbsal, Schmer⸗ zen, Angst und Noth, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten GOtt: nun hat dieser Kampf ein End; GOtt hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zeugen eines Namens, der uns Huld und Heil Iut 5e8 haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; sind geschmuͤckt mit Hei⸗ ligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem HErrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geoͤpfert gern: nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligthum. 8. Welche wie ein Hirsch gelechzet nach dem Strom, der frisch und hell, also ihre Seel geaͤchzet nach dem rechten Lehensquell: nun ihr Durst gestillet ist, da sind sie bei JEsu Christ. 9. Auf dem Zionsberg sie weidet GOttes Lamm⸗ die Lebenssonn, mitten in dem Stuhl sie leitet zu dem rechten Lebensbronn; Hirt und Lamm, das ewig Gut, lieblich sie erquicken thut. 10. Es sind die, die hart gedruͤcket manche har⸗ te Truͤbsalshitz. Nun sind sie hinweggeruͤcket dahin, wo des HErren Sitz, wo die Huͤtte GOttes ist, wo kein Feind, kein Argelist. 11. Es sind die, von deren Wangen Thraͤnen sind geflossen stark, deren Herz die Angst umfangen und das Leid verzehet ihr Mark. Nun Gitt ihre Seeln erfrischt, sind die Thraͤnen abgewischt. 12. Ach HErr JIEsu, meine Haͤnde ich zu dir nun strecke aus; im Gebet mich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit: jag, o HErr, die Feinde weit. 13. Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Suͤnde, Hoͤll und Welt: laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich uͤberfaͤllt. Fuͤhre mich aus aller Noth, HErr, mein Fels, mein treuer GOtt. 14. Gieb, daß ich sei neu geboren; an dir, als ein gruͤnes Reis, wachse, und sei auserkoren, durch dein Blut gewaschen weiß; meine Kleider halte rein, meide allen falschen Schein. 15. Daß mein Theil sei bei den Frommen, deinem Bild die aͤhnlich sind, und aus großer Truͤbsal kom⸗ men; hilf, daß ich auch uͤber⸗ 0 deehen, ö Prästr d. mch düft zu Rennet heihe hütt: dem heheh 1. Mile hahhet file Zondeu Igen auch Mheschte, Thoneg v. Gell dn 66. O U sein N WI Wtden e guf dem. Vliek S Gas Am Hekit, Dun Gugleit! Altl. Alt Näu,! 10•² dahet Ru ist dort oh sj schwir N aufg hal selbet Höhtdiet Zuc, N 2WM GOttesh Stteitge hefürcht N Lieb S0 fehet Mnn. Wsh et k Ing 3. M chersbront;hr Dos eg Ou lguicken tg Icet nance hn Lhißz. Nun si Whekückt de Verten Sth u Gottet i „ Kin At sinsd die, y augen Thahn sen fark, dun Luos unfmmn eid hetzehtt iy In GOtt ihn lscht, sind Ibgetbischt HEtt Wl ude ich zu L ausz im Gehe i hende, de deiem Haut PWeh sih in Htt, di suit Fleisch uth geh, Tuufe und Walt; uicht Nrniedet N ein Stutn . Füͤhte mic HErr, mein Ttteber GOtt. „ dah ich sa eh Re/ alb. Meis, wach Pekkoten, duch Vawascheh weß der Hite teh WalscherSchel miih Theil s Iimhen, eilen Ilch sind, un Ttbscl ios⸗ W ich 0 lch Ewigkeit. überwind alle Truͤbsal, du A und O, mit unver⸗ Noth und Tod, bis ich komm zu meinem GOtt. 16. Mache mich bereit zu dienen, daß ich als ein Priester dein im Gebet mich darf erkuͤhnen dich zu nennen Vater mein; deine Huͤtte decke mich vor dem heißen Sonnenstich. 17. Meinen Durst und Hunger stille auf der fet⸗ ten Zionsau; mein Ver⸗ langen auch erfuͤlle deines Angesichtes Schau; meine Thraͤnen wische ab, meine Seel dein Geist stets lab. 18. O wie groß wird sein die Wonne, wenn wir werden allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Theodor Schenck. Mel. Mein Herzens⸗ IEsu, meine Lust. 1072·:38 rael, zu deiner Ruh; dein Erbtheil ist dort oben. Dein IE⸗ sus schwöͤret es dir zu, es sei dir aufgehoben. Er ge⸗ het selber gar voran und bricht die rauhe Pilgerbahn. Zeuch, Israel, in Frieden! 2. Wir folgen dir, da GOttesheer, als wahre Streitgenossen. Der Glau⸗ be fuͤrchtet sich nicht mehr, die Lieb ist unverdrossen. So stehen wir fuͤr Einen Mann. Ein jeder ringe, was er kann, das Kleinod zu erlungen. 3. Wir sehn auf dich, wandten Blicken. Dein Dasein macht uns immer froh, dein Wort kann uns erquicken, dein Kreuz ist unser Siegspanier. Wir schwoͤren Treu und folgen dir durch diese dden Wuͤsten. 4. Die Krone bleibt uns im Gesicht, die dort die Sieger tragen; und dar⸗ um scheuen wir auch nicht Tod, Ungemach und Pla⸗ gen. Es hat uns unser Siegesheld nicht bloß fuͤr diese Welt bestellt; wir sind nur fuͤr den Himmel. 5. Man druͤckt uns, wir verzagen nicht; man schilt uns, und wir segnen. Wir muͤssen auch nach unsrer Pflicht den Feinden sanft be⸗ gegnen. Wir sind der Welt hier unbekannt, und haben doch ein Vaterland; HOtt kennt uns als die Seinen. 6. Wen noch ein Bann gefangen haͤlt, wer JEsu Kreuz noch fliehet, wer noch durch Furcht vor die⸗ ser Welt am fremden Joche ziehet, und wer die Hand an. Pflug gleich legt, und doch verbotne Lust noch hegt, der ist kein rechter Streiter. 7. Wir aber geben ganz um ganz, verleugnen alle Sachen/ die uns den schoͤ⸗ nen Siegeskranz noch koͤnn⸗ ten streitig machen, und unsre Seele glanbet fest: Was man darum hier fah⸗ ren laͤßt, ist nicht werth jenes Erbes. 8. Die Kraft dazu liegt nicht in uns; wir sind gar 38** bald 898 Schluszlied. bald verloren. bum Quelle und IEsus alles! Ihm alles unsers T Lamm, das alles uns ist uns raͤumen wir die Ehre ein, das Lamm erkoren; das ihm/ schon Falles. unserm Trost des Er segne ferner vollbracht und unsre Sache unsern Lauf und nehme gut gemacht, dem ist es unsre Seelen auf, wenn u verdanken. 9. Drum soll es unsre Losung sein: wir nichts, wir nun ausgestritten. Johann Daniel Hense. — Schlußlied. In eigener Melodie. Ehre; bringt alle Sprachn 1 07 5* 2 zusammen, in einem Glau⸗ Vatr und Sohne sei Lob ins Himmels Throͤne; sein Geist staͤrk uns im Glauben, und mach uns selig, Amen, und mach uns selig, Amen. 2. Amen, es wird ge⸗ schehen; wir werden Chri⸗ stum sehen in den Wol⸗ ken herkommen, uns niit⸗ zunehmen, Amen, uns mitzunehmen, Amen. 3. Amen, uns ewig waͤh⸗ re die Freude, GOtt die Gott allein die ben, Amen, in einem Glauben, Amen. 4. Amen, kein Tod soll chrecken, Christus will uns erwecken, der selbst zuvor begraben, nun lebet ewig, Amen, nun lebet ewig, Amen. 5. Amen, GOtt sei ge⸗ preiset! Der Geist auf Christum weiset. Der helf uns alln zusammen im ewgen Leben, Amen, im ewgen Leben, Amen. Ludwig Helmbold. Ehre! Aemtl: A W I Aho, 0 slleo/ Ic Rb Ach tah; II U V I Ord 10 601 10 631 10 60ʃ 30 65ʃ I0 GD 390 Ach G Ach G Ich G Ich 69 Ich G Ich GO Ich GOʃ Ich 60 IH H Ich HEr 10 A Ach Hin Ach sch Ich Ic ME Ach 0 foh A U Ach Ach mi Ache Ach! Ach mi Achey Ach mo A so⸗ Ach sch Uc M Aed In ö deeEhtt u Trost deh seghe feng und gehne duf, Wehh Hestriten. Daniel bnt. ——— talle Srach eihem Glal „ in eihen en. kein Tod sl kistus will un selbst gung in lebet evi lebet ewih GOtt sei ge Gast af set. Det helf Isammen im Amen/ in „Amen. wig Lelmbolh, R/ A. Abomal ein Jahr verflossen Abermal ist eins dahin Ach Abba, schenk in IEsu Namen Ach alles, was Himmel und Erden Ach bleib bei uns, HErr IEsu Ach bleib mit deiner Gnade Ach ein Wort von großer Treue Ach Gnad uͤber alle Gnaden Ach GOtt, der Satan giebt mir Ach GOtt, erhoͤr mein Seufzen und Ach GOit, gied du uns deine Gnad Ach GOit, ich muß dirs klagen Ach GOtt, ich muß in Traurigkeit Ach GOtt, in Gnaden von uns wend Ach GOtt, in was faͤr Freudigkeit Ach GOtt, ist noch dein Geist bei Ach GOit, mich druͤckt ein Ach GOit, thu dich erbarmen Ach GOtt und HErr, wie groß Ach GOtt vom Himmel sieh darein Ach GOtt, wie maͤnches Herzeleid Ach GOit, wie schrecklich ist dein Ach„Erre, du gerechter GOtt Ach HErre GOtt, wir loben dich Ach HErr, mich armen Suͤnder Ach HErr, wie lange willst du Ach Himmel, dffne dich Ach hoͤchüer GOtt, verleihe mir Ach IEsu, dessen Treu Ach JEru, meiner Seelen Freude Ach IEsu, mein Schoͤnster Ach komm, du süßer Herzensgast Ach laß dich jetzt finden Ach lieben Christen, seid ich mein GOtt, wie lieblich ach mein HErr IEsu, dein Nahesein * Ach mein herzliebstes JEsulein Ach mein IEsu, sieh, ich trete *olch mein JEsu, welch Verderben Ach moͤcht ich meinen JEsum Ach sagt mir nichts von Gold Ach schone doch, o großer uch treuer GOtt, barmherzigs NNNνννρπνννενν Register der Lieder. Seite. 578 784 663 56 154 232 311 173 396 356 665 311 728 258 447 193 109 784 194 154 351 250 244 245 19⁵5 358 621 665 42 421 666 173 466 258 467 342 729 556 196 468 268 196 359 Ach Register. Seite.— ————— Ach treuer GOtt, wie noͤthig 667 ,M „Ach waͤr ich schon dort droben 466( len Ach wann kommt die Zeit 469 4 Nü Ach was sind wir ohne IEsum 312 In naus Ach was soll ich Suͤnder machen 197 Auf,H Ach weh, ach weh, wo soll ich hin 197 Ru,SRN Ach wenn ich dich, mein GOtt, nur habe 469 Auf El Ach wenn ich mich doch koͤnnt 17⁴ Auf,Sels Ach wer doch bald hinuͤber waͤr 62⁵ Luf Wöl Ach wer schon im Himmel 769 Ius. Ach wie elend ist unsre Zeit 730 I5 N l. Ach wie erschrickt die bose 18 Eh Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig 731 Ie H Ach wie wichtig, ach wie richtig 668 Is mütte f Ach wie will es endlich werden 199 A tifft Ach wo ist mein IEsus blieben 200 Ach wundergroßer Siegesheld 129 ö Adam hat im Paradies 799 Burnhetthel Ade, du suͤße Welt 628 Bunheng Allein auf GOtt setz dein Vertraun 669 Baenle/ Allein GOtt in der Hoͤh sei Ehr Befehl denz Allein, und doch nicht ganz alleine 796 Mfihl u Allein zu dir, HErr IEsu Christ 201 Wkate dih Alle Menschen muͤssen sterben 770 Moher untz Allenthalben wo ich gehe 732 Mihemeitd Alles ist an GOttes Segen 448 W gehküßt Alle Welt was lebt und webet 492 Pil hihet Als GOttes Lamm und Leue 57 Bii u El Als IEsus Christus GOttes Sohn 138 Brch durch Als IJEsus Christus in der Nacht 7⁵ Prunn al Also hat GOtt die Welt geliebt 269 VBunpauel Also heilig ist der Tag 110 Amen, GᷣOtt Vatr und Sohne 898 An JEsum denken oft und viel 271 Chest, de An Wasserfluͤssen Babylon 713 Uhse, de Armseligs Huͤttlein meiner Seelen 36⁰ WUhse, Auf, auf, ihr Reichsgenossen 11 Chiste, A Auf, auf, mein Geist, erhebe 17⁵ Chͤste,z Auf, auf, mein Geist, und du 492 Chrsse/ v Auf, auf, mein Geist, zum Loben 529 chlittf Auf, auf, mein Herz, mit Freuden 11⁰ Christ fut Auf, auf, mein Herz, und du 826 Christ is Auf, Christenmensch, auf 396 Chrisi T. Auf Christi Himmelfahrt 150⁰ Ghri ag Auf den Nebel folgt die 422 Hhrsto, Auf die sen Tag bedenken wir 130 Chrisum Auf GOtt, ünd nicht auf meinen Rath 8⁵⁴ Chest um Auf Ith Kegister. Anf/ hinauf zu deiner Freude Auf, ihr Christen, Christi Glieder Auf Leiden folgt die Herrlichkeit Auf meinen lieben GOtt Auf, mein Herz, des HErren Tag Auf, Seele, auf, und saͤume nicht Auf, Seele, sei geruͤst Auf, Seel, und danke deinem Auf, und singe, meine Seele Aus der Tiefe meiner Sinnen Aus der Tiefen rufe ich *Aus Gnaden soll ich selig werden Aus Lieb laͤßt GOtt der Christenheit Aus meines Herzens Geunoe Aus tiefer Noth schrei ich B. Barmherzger GOtt und Vater Barmherzger Vater, hoͤchster GOtt *Bedenke, Mensch, das Ende Befiehl dem HErren deine Wege Befiehl du deine Wege Bereite dich, mein Herz, Bescher uns, HErr, das täͤglich *Betgemeinde, heilge dich Bis gegruͤßt, du Koͤnigskammer *Bis hieher hat mich GOtt gebracht Bist du Eyhraim betruͤbet Brich durch mein angefochtnes * Brunn alles Heils, dich ehren Brunngquell aller Guͤter C. Christ, der du bist der helle Tag Christe, der du bist Tag und Licht *Christe, du Beistand deiner Christe, du Lamm GOttes Christe, mein Leben, mein Christe, wahres Seelenlicht *Christ fuhr auf gen Himmel Christ fuhr gen Himmel Christ ist erstanden von Christi Tod ist Adams Leben Christ lag in Todes Banden Christo, dem Osterlaͤmmelein Christum wir sollen loben Christ unser HErr zum Jordan Register. ů ö IM N Christus der ist mein Leben 732 d S Christus, der uns selig macht 58 O 2 Christus ist erstanden von 810 D Ihn Der uh . 95 Da Christus geboren war 799 D0,Hen Da IEsus an dem Kreuze stund 58 a Da IEsus an des Kreuzes Stamm 786„D E Danket dem HErren, denn er ist 575:D ühd, Dank sei GOit in der Hoͤhe 533 desit 0 Dankt dem HErrn, ihr GOttesknechte 493 deib Das alte Jahr ist nun dahin 87⁵ W Das alte Jahr vergangen ist 579„D N Das Elend weißt du GOt: 203 De Mh Das ist ja gur, was mein GOtt 590 De N Das ist je gewißlich wahr 313 D. S Das Leben unsers Kdnigs siegt 398 DeeiM Das liebe neue Jahr geht an 876 Des Das neugeborne Kindelein 579 Die sia Das walt GOtt, die Morgenroͤthe 533 De Somn Das walt GOtt Vater und 535 De Ad Das walt mein GOtt 536 De Jal g. Dein Blut, HErr, ist mein 17:7 ½ d f Dein Geist, mein IEsu Christ 340 D M% Dein Wort, o HErr, ist milder Thau 827 dd Dennoch bleib ich stets an dir 854 Den Vater dort oben 576 N, Der am Kreuz ist meine Liebe 59 d ln Der beste Freund ist in dem 285 Dashch; Der Braͤutgann wird bald rufen 772 d Der du bist drei in Einigkeit 787 O Gest Der du, HErr IEsu, Ruh 808 Du hochg Der Geist, der von des hoͤchsien 714 Dufchh Der Glaub ist eine Zuversicht 839 D Schens Der Gnadenbrunn fleußt noch 313 Du lche! Der HErr, der aller Enden 15⁵ du man, Der HErr hat alles wobl gemacht 494 Du mene Der HErr ist mein getreuer 423 Du, 96 Der HErr sprach in seinm 787 Ducch Y. Der lieben Sonnen Licht und Pracht 5⁵⁷ Bucch d Der Sabbath ist vergangen 87⁰ Ourch Der schinale Weg ist breit 67¹ Du sagst „Der schoͤne Tag bricht an 86³ D sehe Der Tag bricht an und zeiget sich 536 Auunde Der Tag der ist so freudenreich 21 Du un Der Tag hat sich geneiget 558 Oi wahr Der Tag ist hin, mein Geist Du wah chte hau Ue gister. Seite Der Tag ist hin, mein IEsu 160⁰ Der Tag vertreibt die finstre 338 Der Tod fuͤhret uns zum Leden 773 Der wahre GOtt und GOttes Sohn 42⁴ *Des Morgens, wenn ich fruͤh aufsteh 863 Dich, HErr IEsu Christ, mein 426 *„Die Christen gehn von Ort zu Ort 886 »Die Ernt ist nun zum Ende 852 * Die guͤldne Sonne, voll Freud 864 Die helle Sonn leucht jetzt 530 Die Liebe leidet nicht Gesellen 6³3⁰ Die liebtichen Blicke 33⁴ Die Nacht ist hin, mein Geist 865⁵ *Die Nacht ist kommen, drin 871 Die Nacht ist vor der Thuͤr 561 Die Seele Christi heilge mich 6⁰ *Dies ist der Tag, den GOtt gemacht 80⁰ Dies ist die Nacht, da mir 22 Dies sind die heilgen zehn Gebot 156 Die Sonn hat sich mit ihrem 561 Die Tugend wird durchs Kreuz 399 Die Zeit geht an, die IEsus 733 Die Zeit ist nunmehr nah 77⁴4 Dir, dir, Jehovah, will ich singen 233 Dreieinigkeit, der GOttheit 1 Du bist ein Mensch, das weißt 29⁴ Du bist ja, IEsu, meine Freude 40¹1 Du dreimal großer GOtt 2 Du faͤhrst gen Himmel, JEsu 131 Du Friedefuͤrst, HErr JIEsu Christ 25² Du Geist des HErrn, der du 139 Du hochgelobter GOtt 49⁵ Du Lebensbrod, HErr IEsu Christ 178 Du Lebensfuͤrst, HErr JEsu Christ 131 Du liebe Unschuld du 590 Du mein, du mein schoͤnstes Leben 426 Du meine Seele, singe 498 Du, o schoͤnes Weltgebaͤude 71⁵ Durch Adams Fall ist ganz 157⁷ Durch bloßes Gedaͤchtniß 272 *Durch Trauern und durch Plagen 876 Du sagst ich bin ein Christ 261 Du siehest, Mensch, wie fort 76⁴ Du unbegreiflich hoͤchstes Gut 473 * Du unser auserwaͤhltes Haupt 470 Du wahres GOtteslamm 4²7⁷ Du weinest vor Jerusalem 20⁵ E. Register. E Egypten, Egypten, gute Nacht Ehr, Ehre sei jetzo mit Freuden Ein Christ, ein tapfrer Kriegesheld „Eine Heerde und ein Hirt Einen guten Kampf hab ich „Einer ist Koͤnig, Immanuel sieget Ein feste Burg ist unser GOtt Ein Jahr geht nach dem andern Ein Kind geborn zu Bethlehem Ein Kind ist uns geboren heut Ein Laͤmmlein geht und traͤgt die „Ein neuer Tag, ein neues Ein reines Herz, HErr schaff Eins Christen Herz sehnt sich Eins ist noth, ach HErr, dies Ein Troͤpflein von den Reben Ein Wetter steiget auf Ein Wuͤrmlein bin ich arm Eitelkeit, Eitelkeit, was Ei was frag ich nach der Erden Entbinde mich, mein GOtt Entfernet euch, ihr matten Erbarm dich mein, o HErre GoOtt Er fuͤhrt hinein, er muß auch Erhalt uns, HErr, bei deinem Erhebe dich, o meine Seel „Erinnre dich, mein Geist, erfreut Erleucht mich, HErr, mein Licht Ermuntert euch, ihr Frommen Ermuntre dich, mein schwacher Geist Erneure mich, o ewigs Licht Eroͤffne dich, o schwacher Mund Erschein, du Morgenstern Erscheine, suͤßer Seelengast Erschienen ist der herrlich Erstanden ist der heilge Christ Er wird es thun, der fromme „Es faͤhret heute GOttes Sohn Es glaͤnzet der Christen Es ist das Heil uns kommen „Es ist etwas, des Heilands sein Es ist genug, HErr Es ist gewißlich an der Zeit Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein Es ist noch eine Ruh vorhanden 0 cht d schn d E hat 6 Wh ch 6˙ bln Gan Nat Sus fi x iht sut u Fahte sbtt; scht uut hi Iung del, lcktj Er Folhet t, 10 dh ft Fteuet uh, Autt a Fulde,a Flisch guf, Fisch auf⸗ Hsch auf, Fusch, frit Fͤhlch, ft Fach f Pioblocktto Ftüh am Frähmotge Funf Brün Furt der Goulbihs Gdllo it Gaküßet Gchrüßet Gehab de Geh uf/ Geh aus, WGeht hi Ocht/ iht Gus alle Sis vo Glcbten Glchter Gachet s⸗ lchet Register. Es kostet viel, ein Christ Es spricht der Unweisen Mund Es stehn vor GOttes Throne Es traure wer da will Es wird schier der letzte Tag Es woll uns GOtt genaͤdig sein Ewge Weisheit, IEsu Christ Ewig sei dir Lob gesungen F. Fahre fort mit Liebesschlaͤgen Fahre fort Zion Fahr nur hin, du schnoͤde Welt *Fang dein Werk mit IEsu an Fließt, ihr Augen, fließt von Folget mir, raft uns das Leben Freu dich sehr, o meine Seele Freuet euch, ihr Christen Freuet euch, ihr GOtteskinder Friede, ach Friede, ach Frisch auf, mein Seel, in Noth Frisch auf, mein Seel, und traure Frisch auf, mein Seel, verzage Frisch, frisch, hinnach Froͤhlich, froͤhlich, immer froͤhlich Froͤhlich soll mein Herze Frohlocket mit Haͤnden *Fruͤh am Morgen JIEsus gehet Fruͤhmorgens, da die Sonn aufgeht Fuͤnf Bruͤnnlein sind ö Fuͤrst der Fuͤrsten, JIEsu Christ G Geduldigs Laͤmmlein, IEsu Christ Geduld ist euch vonnoͤthen Gegruͤßet seist du, GOtt, mein Gegruͤßet seist du, meine Kron Gehaͤb dich wohl, du schnoͤde Welt Geh auf, meins Herzens Morgenstern Geh aus, mein Herz, und suche *Geht hin, ihr glaͤubigen Gedanken Geht, ihr traurigen Gedanken Geist aller Geister * Geist vom Vater und vom Sohne Geliebten Freund, was thut ihr Geliebter IEsu, dein Verlangen Gelobet sei der HErr, der GOtt * Gelobet sei der HErr, mein GOtt Ne gister. Gelobet seist du, IEsu Christ Gen Himmel aufgefahren ist Gesegn uns, HErr, die Gaben dein Gewonnen, gewonnen, der Satanas Gewuͤnschter Sabbath, heilge Gieb dich zufrieden, und sei Gieb Fried, o frommer, treuer Gleichwie ein Hirsch eilt mit Gluͤck zu, Kreuz, von ganzem GOit, der du Herzenskenner bist GoOtt der Vater wohn uns bei GOtt der wirds wohl machen GOtt des Himmels und der Erden GOtt, deß Guͤte sich nicht endet „GoOtt, du hast in deinem Sohn GOtt, du laͤssest mich erreichen GOttes Sohn ist kommen GoOtt faͤhret auf gen Himmel „GboOit, gieb einen milden Regen GOtt hat das Evangelium GOtt herrschet und haͤlt bei GOtt, heut endet sich die Woche Gott ist die wahre Liebe „EOtt ist gegenwaͤrtit Goit ist getreu, der uͤber meine „GOtt ist mein Licht, der HErr mein „GOtt ist mein Trost und Zuversicht „GoOtt ist und bleibt getreu GOtt lebet noch, Seele, was GOtt lebt, wie kann ich traurig Gott Lob, der Sonntag kommt „GOtt Lob, der Tag ist nun dahin GOtt Lob, die Stund ist kommen Gott Lob, ein Schritt zur Ewigkeit „Gott Lob, mein JEsus macht mich GOtt Lob, nun ist erschollen „Gott, nur du bist meine Sonne GOtt sei Dank durch alle Welt GOtt sei gelobet und gebenedeiet „GOtt sei Lob, der Tag ist kommen GOtt sei uns gnaͤdig und GOtt, so machst dus mit GoOtt und Vater, nimm jetzund GOtt Vater, der du deine Sonn G0tt Vater, hoͤre unsre Bitt GOtt Vater, sende deinen Geist GOtt Vater, Sohn und heilger I Oot wiße GD vils Otoßet Gtohet ult Gose M. Großn Ru Goß ii de: Gun Moh, Hutt hitt Hallljch/ hil in G aiu d An H dchn Helgtet N Helfer meize Halt nit H HEn, le HEtt, esl HErr Chris HErr, dune Herr, deine Ett, der HEkte, nul hErt GOtt hEtt GOtt hEtt Goit Hert 69 HEtt G8 HErt Ge Her Gt hErr 69 Hetthte Mett, hhre Hete, ch! Hett V H NEs Hen in —————————————— Re gister. Seite. GoOtt weiß es alles wohl zu 596 GOtt wills machen 597 * Großer GᷣOtt von alten Zeiten 829 Großer Immanuel, schaue 717 Großer Mittler, der zur Rechten 81⁶ Großer Prophete, mein Herze 4⁴ Groß ist die Qual, o HErr 207 Gute Nacht, ihr eitlen Freuden, gute 67 Guter Hirte, willst du nicht 718 — H. Hallelujah, Lob, Preis und Ehr 501 Halt im Gedaͤchtniß IEsum Christ 8⁴¹1 Hast du Angst im Herzen 208 Hast du denn, JEsu, dein 37¹ Heiligster IEsu, Heiligungs⸗Quelle 676 Helfer meiner armen Seele 13⁴ Helft mir GOtts Guͤte preisen 580 HErr, aller Weisheit Quell und 67⁷ HErr, besaͤnftige mein Herze 598 HErr Christ, der einig GOtts Sohn 29 HErr, deinen Zorn wend ab 372 HErr, deine Treue ist so groß 433 5HErr, der du vormals hast dein 240 *HErre, nun laͤssest du deinen Diener 888 HErr GᷣOtt, der du erforschest 3 HErr GoOtt, dich loben alle wir 526 HErr GᷣOtt, dich loben wir, HErr 501 HeErr Gott, dich loben wir, regier 8⁴47 *HErr Gᷣtt, du bist ja fuͤr und fuͤr 886 *HErr GOtt, erhalt uns fuͤr und fuͤr 830⁰ HErr GOtt, nun sei gepreiset 576 Err GOtt Vater im Himmelreich 87⁴ HErr, hoͤre mich und merke 234 HErr, hoͤre, was mein Mund 209 HErr, ich habe mißgehandelt 210 HErr IEsu Christ, dein theures 69 HErr IEsu Christ, der du selbst 585 HErr JEsu Christ, dich zu uns 143 *„HErr JEsu Christ, du hoͤchstes Gut 185 HErr JEsu Christe, mein getreuer 181 HErr IEsu Christ, ich schrei zu 37³ HErr IEsu Christ, ich weiß gar 73⁸ Err JEsu Christ, mein hoͤchstes Gut 47¹ HErr IEsu Christ, mein Leben 679 HErr IEsu Christ, mein Licht 679 HErr IEsu Christ, wabr Mensch 739 HErr Uegister. Seite. Err IEsu, deine Angst und Pein 6⁰ HErr JIEsu, dir sei Preis und 182 „HErr JIEsu, ewges Licht 87¹1 HErr IEsu, Gnadensonne 68⁰ „HErr JEsu, Licht der Heiden 862 HErr, lehr mich thun nach deinem 681 Herrlichste Majestaͤt 7²⁰ HErr, nicht schicke deine Rache 21¹ HErr, nun laß im Friede 756 Err, oͤffne mir 165⁵ HErr, so du wirst mit mir 585 *HErr, staͤrke mich, dein Leiden 69 HErr, straf mich nicht in deinem 212 HErr und GOtt der Tag und 564 HErr, unser GOtt, laß nicht 25⁴ HErr, wann wirst du Zion bauen 72¹ HErr, wenn ich dich nur werde 47⁵ HErr, wie du willst, so schicks 60⁰ Herzlich lieb hab ich dich, o HErr 27⁴ Herzlich thut mich verlangen 740 Herzliebster IEsu Christ 16⁰ Herzliebster IEsu, was hast 68 Herzog unsrer Seligkeiten 638 Herz und Herz vereint zusammen 884 Heut ist das rechte Jubelfest 143 Heut ist des HErren Ruhetag 159 Heut triumphiret GOttes Sohn 115 Hier ist mein Herz, HErr 639 Hier legt mein Sinn sich vor 407 Hier lieg ich armes Wuͤrmelein 741 Hier liegt, den meine Seele 29 Hilf GOtt, wie gehts doch jetzo 6⁴⁰ Hilf, Helfer, hilf in Angst und 74¹ Hilf, HErr JEsu, laß gelingen 580 Hilf, IEsu, hilf siegen 40⁰ Hilf mir, mein GOtt, hilf, daß 682 Hilf uns, HErr, in allen Dingen 84⁵ Himmelan geht unsre Bahn 6³² Hinunter ist der Sonnen Schein 565⁵ Hinweg mit Furcht und 4⁵3 Hirte deiner Schafe 872 Hochheilige Dreieinigkeit 5 Hoͤchster Formirer der 503 Hoͤchster Priester, der du 6⁴⁰ Holdseligs GOtteslamm 50⁴4 „Hosianna! Davids Sohn ö 797 Huͤter, wird die Nacht der 5—— — P„ W suucht Ich Allset Wamtt) 0 emet L IH ums Ich dil et in al Ich bin g W n/ Ich hin Ich In mi Ich H m I M I dl de Ich hin vl I Ne Ic/ dt i I Etde/ Ic erhebe Ich frebe I freue Ic geh: IH glüfe Ich hher Ich habe egister. Ja/ hoͤchst selig sind wir, lieben Bruͤder Nammer hat mich anng umgeben *Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket *Ich armer Mensch doch gar nichts bin Ich armer Mensch, ich armer Ich armer Suͤnder komm Ich armes Menschenkind Ich bin betruͤbt, und weiß Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin gewiß in meinem I bin ja, HErr, in deiner Ich bin in allem wohl zufrieden Ich bin mit dir, mein GOtt Ich bin muͤde, mehr zu leben Ich bins gewiß, mich kann Ich bin vergnuͤgt und halte Ich bin voller Angst und Leiden Ich dank dem HErrn von ganzem Ich dank dir, GOtt, fuͤr all Ich dank dir, lieber HErre Ich dank dir schon durch Ich danke dir fuͤr deinen Tod Ich danke dir, liebreicher GOtt Ich danke dir, o GOtt Ich, der ich oft in tiefes Leid Ich Erde, was erkuͤhn ich Ich erhebe, HErr, zu dir Ich freue mich in dir Ich freue mich von Herzensgrund — 0 geh zu deinem Grabe Ich gruͤße dich, du mperr Ich habe gnug: Mein HErr 5 Ich habe nun den Grund gefunden Ich hab ihn dennoch lieb Ich hab in GOttes Herz und Ich hab mein Sach GOtt Ich hab mich GOtt ergeben Ich hab oft bei mir selon ᷓ ch hab, o HErr,/ men GᷣOtt Ich hab von ferne, OErr Ich halte GOtt in alem stilie Ich komme, HErr, und suche komm jetzt als ein armer Ich laß dich nicht, da mußt mein IEsus Re gister. Seite. Ich lebe nun nicht mehr 72 liebe dich herzlich 47 0h ruf zu dir, HErr IEsu Christ 409 Ich I dir mit Herz und Mund 50⁷ Ich steh an deiner Krippen hier 31 Ich sterbe taͤglich, und mein Leben 888 Ich suche dich in dieser Ferne 47⁷ Ich trau auf GOtt in allen Sachen 4⁵⁴ Ich weiß, daß mein Erloͤser lebt 889 Ich weiß ein Bluͤmlein huͤbsch 79⁰ Ich weiß, mein GOtt, daß all 60⁰⁴ Ih will dich lieben, meine 27⁴ Ich will einsam und gemeinsam 3²⁵ Ich will froͤblich sein in GOtt 4⁵⁵ Ich will ganz und gar nicht 74⁵ Ich will von meiner Missethat 21⁵ Jehovah, HErr und Koͤnig 846 Jehovah ist mein Licht und 5 Jerusalem, du hochgebaute Stadt 47⁵ Jesaia dem Propheten 6 IEsu, allerliebster Bruder 70⁴ IEsu, deine Liebesflamme 27⁵ IEsu, deine Pafsion 72 FEsu, deine tiefen Wunden 73 Esu, der du meine Seele 216 IEfu, du mein liebstes Leben 47 IEsu, frommer Menschenheerden 44 *IEsu, geh voran 643 IEsu, großer Wunderstern 80⁵ IEsu Guͤte hat kein Ende 867⁷ IEsu, hilf mein Kreuz mir 378 IEsu, hilf siegen, du Fuͤrste des 410 IEsu, IEsu, meine Sonne 276 IEiu, komm doch selbst zu mir 479 IEsu, kowim mit deinem Vater 161 IEsu, Kraft der bloͤden Herzen 318 IEsu, liebster Schatz der Frommen 218 IEsu, meine Freude 6⁴³ IEsu, meine Liebe 43. IEsu meiner Seelen Leben, dem ich 607⁷ IEsu, meiner Seelen Leben, meines 833 IEsu, meiner Seelen Licht 75 IEsu, meiner Seelen Ruh 45⁵ IEshu, meiner Seelen Wonne 605⁵ IElu/ meines Herzens Freud, suͤßer 48¹ IEsu, meines Lebens Leben 74 IEsu, meine Staͤrke 0 Asu/ uun u tust Au, N Wis Ohl IIe C NEu/ Ii Ji Nus I fN us V Wu me W m Wu/ Vsu, wel Iht euch Jehund del 0 sle/ Iht aaleh Iht Chll V. Cheis Iht Elen V Kuldet Ir liben Ih fustet In Hiden Imauhal Iumet ft Moallah! In Cheh dem E Mlich h M dse⸗ N Gl MEd N mene Iiack be Eohr N Gdl N 60 IY, ode Kcht wi⸗ Kah Cht Ralhaa h ———————————79— Ne gister. IJesu, nun sei gevreiset 581 ö IeEsu, rufe mich von der Welt 3² ö AIlu, Ruh der Seelen 722 ö Jelns Christus, GOories Lamm 73 IEsus Christus, unser Heiland, der den 116 IJIEsus Christus, unser Heilund, der von 184 IEsus, JEsus, nichts als IEsus 27 en IJIeEnus ist das schoͤnste Licht 478 IJIeEsus ist der schoͤnste Nam 46 Esus ist mein Freudenleben 277 IeElfus ist mein Freudenlicht 49 eEsus lebt, mit ihm auch ich 813 IeEus meine Zuversicht, und mein 11⁵ IEus nimmt die Suͤnder an 8⁴² Itsu, Sonn im Herzen 27 JIeEsu, wenn ich dich nur habe 278. Jetzt leuchtet schon 546 Jetzund betrachten wir 13⁵ Ir alle, die ihr IEsum liebt 76 Ihr armen Suͤnder, komnit zu 319 Ihr Christen auserkoren 802 Idte Chrisien, seht, daß ihr 116 Ihr Eltern, gute Nacht 89⁰ Iyr Kinder des Hoͤchsten, wie stehts 7⁰⁵ Iͤhr lieben Christen, freut euch nun 791 Im finstern Stall, o Wunder 33 Im Leben und im Sterben 476 Immannel, deß Guͤte nicht 30 320 AInmmee froͤhlich, immer froͤhlich 4⁵6 In allen meinen Thaten 299 In Chrisi Wunden schlaf ich ein 890 In dem Leben hier auf Erden 68⁴ In dich hab ich gehoffet, HErr 412 In diese“ Morgenstund will ich 5⁴7 ö In GoOttes Namen fehren 586 ö *In GOites Nanien fang ich an 8⁴⁸ In meines Herzens Grunde 278 ů Jpracl bekehre dich 218 Iili Eohraim nicht meine Kron 4³⁵ 6 Ist Gott fuͤr mech, so irete 4⁵² 5 Isst GOit mein Schild und 4¹ ne Issts, oder ist mein Geist entzuͤckt 77˙ K. 4. Kehre wieder, meine Seele 4³⁵ Kein Christ soll ihm die Rechnung 378 Keinen hat GODit verlassen 4³⁰ Register. Kein Stuͤndlein geht dahin Keuscher JEsu, hoch Kleiner Knabe, großer GOtt Koͤnig, dem kein Koͤnig Komm, beug dich tief, mein Herz „Komm, du sanfter Gnadenregen Komm, Goᷣott Schoͤpfer, heiliger Komm, Heidenheiland, Loͤsegeld Komm, heilger Geist, du Komm, heilger Geist, HErre GOtt Komm, heiliger Geist, erfuͤll Komm, JEsu, liebster Schatz Komm, Kreuzeslast, du werther Komm, Liebster, komm in deinen Komm, o komm, du Geist des „Kommst du, kommst du, Licht Kommst du nun, JEsu, vom Kommt her, und schauet an mein Kommt her zu mir, spricht GOttes Kommt ins Reich der Liebe „Kommt, Kinder, laßt uns gehen Kommt, laßt euch den HErren lehren Komm, Troͤster, komm hernieder Kommt, und laßt uns Christum Kyrie, ach Vater, allerhoͤchster Kyrie eleison Kyrie, GOtt aller Welt Kyrie, GOtt Vater L. Laß abnehmen diese Glieder Lasset ab, ihr meine Lieben Lasset die Kindlein kommen Lasset uns den HErren preisen, o ihr Fasset uns den Erren preisen, und Lasset uns mit IEsu bleit seinem Laß mich dein sein und bleiben Laß mich dich, mein Heiland, loben Laßt uns alle froͤhlich sein Laßt uns doch nicht begehren Lebst du in mir, o wahres Leben Lebt Christus, was bin ich betruͤbt Lebt jemand so wie ich, so lebt er jaͤmmer'ich 381 Lebt jemand so wie ich, so lebt er seliglich Licht vom Licht, erleuchte mich Liebe, die du mich zum Bilde Lieber GOit, wann werd ich slerben Hir n Hüstt Jön Wser E LAahier Kel Aehsie , Hestt Ji Lehser Inn Lebste Aue Iobe den He obe deh H autet xu. hhe du. Labet den H. Lobet GOdtt, ob sch den; Lobt Gt, Lahbeß, ft Mahe dich, Machs mit! Macht hoch M ich Un M dobt Rl Mer G Man Augen Mae Arqu Muhe Hofn Mune Lͤbe Menen J Manen JE Mine Seel⸗ Mane Sell Mane Sell Mine Se— Mune Sed NMahe See Maue Se— Minmes Lel Reme Sot Man Fel iMn Fre Ma Fem Man Hem Mii gen Min 6f Kegister. Liebster Braͤutgam, denkst dun. Liebster IEsu, du wirst kommen Liebster IEsu, hoͤr mein Klagen Liebster XEsu, liebstes(siehe Selig 33½ sind) Liebster IEsu, Trost der Herzen *Liebster IEsu, wir sind hier, deinem Liebster JEsu, wir sind hier, dich Liebster Immanuel, s. Schoͤnster Immanuel Liebster Vater, ich dein Kind Lobe den HErren, den maͤchtigen Lobe den Erren, o meine Seele Lobet den HErren alle, die ihn Lobet den HErren 1 denn Lobet den HErrn und Lobet GOtt, unsern HErren Lob sei dem allerhoͤchsten GOtt Lobt GOtt, ihr Christen glle gleich *Lbwen, laßt euch wiederfinden M. Mache dich, mein Geist, bereit Machs mit mir, GOtt, nach Macht hoch die Thuͤr, macht Mag ich Ungluͤck nicht widerstahn Man lobt dich in der Stille Marter GOttes, wer kann dein Mein Augen schließ ich jetzt Meine Armuth macht mich schreien Meine Hoffnung stehet feste Meine Liebe haͤngt am Kreuz Meinen IEsum laß ich nicht, denn Meinen IEsum laß ich nicht, weil Meine Seele erhebet den HErren Meine Seele, laß es gehen Meine Seel, ermuntre dich Meine Seele senket sich Meine Seele, willst du ruhn Meine Seel ist stille zu GOtt Meine Seel, komm in die Wunden Meines Lebens beste Freude Meine Sorgen, Angst und Plagen Mein Fels hat überwunden *Mein Freund ist mein, und ich Mein Gemmn zerschmilzt Mein Gemuͤth, wie so betruͤbt Mein genug beschwerter Sinn Mein GOtt,das Herz ich 39 235 749 798 382 512 93 56 623 300 79 687 459 524 609 78 588 280 609 326 778 438 813 348 382 610 327 686 Mein Uegister. Seite. Mein GOtt, du weißt am Mein GOtt, erschaffen hast * Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe Mein Gᷣott, wie soll ich singen Mein Heiland, lehre mich Mein Herzens-IEsu, meine Lust *Mein herzer Vater, weint ihr noch Mein Herze, schwinge dich Mein Herze, wie wankest und Mein IEi o GoOtt, spricht Mein IEsu, dem die Seraphinen Mein IEsu, der du mich zum Mein IEsu, hier sind deine Bruͤder Mein IEsu, schoͤnstes Leben Mein JEsu, suͤße Seelenlust Mein JIEsus ist getreu Mein Koͤnig, schreib mir dein Gesetz *Mein Leben ist ein Pilgrimsstand *Mein Salomo, dein freundliches Mein Vater, deine Gnad Mein Vater, 10 b6 mich dein Mensch, druͤckt dein Kreuz Mensch, willst du leben Mich kann GᷣOtt nicht verlassen Mir nach, spricht Christus Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Fried und Freud ich fahr »Mit meinem GOtt geh ich Mitten wir im Leben Morgenglanz der Ewigkeit N. Nachdem das alte Jahr Nach dir, o HErr, verlanget Nichts betruͤbters ist auf Erden Nicht so traurig, nicht so sehr Nimm von uns, HErr Noch dennoch mußt du Nun bitten wir den heiligen Geist Nun danket alle GOtt Nun danket all und bringet Ehr Run danket GOtt, ihr Christen Run freut euch, GOttes Kinder Nun freut euch, lieben Christen Nun geht frisch drauf Run Gott Lob, es ist vollbracht Singen *Nun GOtt Lob, es ist vollbracht, und Nun, gute Nacht, du 281 483 995 — Im di v 90 Huch Nun Nom isf Nun i d Nul f e5 Nn Eonn Num lom Mm ißt! Nun Har Nun ßt! m leg i Nun W Nuh— Nun ruhen Nuh cchl NMn 1 Nun sssget Nun woce Rur fisch Oallerhöc Onast u Oschon! 9 Ohtisi, 70 Raß do aß ich der gl Oanallet 9 1 sle 5 du Lieh Ducchb u fl Dafte Rl W EI W0 5 Cwigl O Epih O Ebit Ofronn Sihel Ue gister. Nun hat das heilge GOtteslamm Nun iauchzet all, ihr *Nun jauchzt dem HErren alle Welt Nun ist auferstanden Nun ist der Regen hin Nun ist es alles wohlgemacht Nun komm der Heiden Heiland Nun kommt das neue Kirchenjahr Nun laßt uns den Leib begraben Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns GOnt dem HErren Nun lieg ich armes Wuͤrmelein Nun lob mein Seel den HErren Nun preiset alle GOttes Barmherzigkeit Nun ruhen alle Waͤlder Nun schlaͤfet man, und wer Nun sich der Tag geendet hat Nun singet und seid froh Nun wachen alle Waͤlder Nur frisch hinein, es O. O allerhoͤchster Menschenhuͤter O Angst und Leid Ob schon das Kreuz O Christe, W hasd beid *O daß doch bald dein Feuer O daß ich tausend Zungen O der alles haͤtt verloren O du chertient Freude O du allertiefste Liebe du Liebe meiner Liebe O Durchbrecher aller Bande O du suͤße Lust Oeffne mir die Perlenthore O Elend, Jammer, Angst und O Ewigkeit, du Donnerwort O Ewigkeit, du Freudenwort *O Ewigkeit, o Ewigkeit O frommer und getreuer GOtt aller O frommer und getreuer GOtt, ich hab O Gott, da ich gar keinen Rath O GOtt, der du aus Herzensgrund O Gott, der du das Firmament O Gott, der du in Liebesbrunst O Gott, du frommer GOtt O Gott, du unser Vater 30 Q* —H —6⁰ Register. Seite O Gottes Sohn, HErr JIEsu Christ 230 8 GSttes Sohn von Ewigkeit 301 O Gott, ich thu dir danken 551 · GOtt, mein Schoͤpfer, edler Fuͤrst 703 O Gott, von dem wir alles haben 853 O großer GOtt ins Himmels Thron 2 O großer GOtt von Macht 2⁴43 O Haupt voll Blut und Wunden 83 O heilger Geist, du ewger GOtt 82⁰ O Vhei lger Geist, kehr bei uns 149 O heilige Dreifaltigkeit, o hochgelobte 540 5 heilige Dreifaltigkeit, voll 15 O heiliger Geist, o heiliger GOtt 150 O HeErre GOtt, dein goͤttlich Wort 163 *O Hrre Gõtt, Vater 7 O Herr Gott, der du deiner 2⁴49 O Herz des Königs aller 84 O JEsu Christ, dein Kripplein ist 36 O IEsu Christ, der du mir bist 484 O IEsu Christ, du hoͤchstes Gut, 221 O IEsu Christe, GOttes Lamm 86 O JEsu Christe, wahres Licht 16⁴ O JIEsu Christ, ich preise dich 17¹ O JeEsu Christ, mein schoͤnstes 283 O IEsu Christ, meins Lebens Licht 752 8 IEsu, du bist mein, und 64⁷ SE du mein Braͤutigam 187 FEsu, einig wahres Haupt 820 su, GOttes Laͤmmelein 753 O IEsu, IEsu, GOttes Sohn 287 2 JEsu/ lehre mich 611 * O IeEsulein suͤß, o IEsulein 80² OJEsu,/ meiner Secken Leben 691 * JEsu, meines Lebens Licht 86⁷ —— IEsu, meine Wonne 188 O JIEsu, luͤßes Licht 952 O IEsu suͤß, wer dein gedenkt 53 *O JEsu, treuster Heiland mein 873 *O Koͤnig, aller Ehren 806 O Kreuzesstand 387 O Lamm Gottes hoch erhaben 94 O Lamm Gbottes unschuldig 88 O Licht vom Licht, o Vaters Glanz 35⁴ * O Liebe, die den Himmel hat 803 O Liebesglut, die Erd und Himmel 347⁷ O meine Seel, erhebe dich 8 O Mensch, bewein dein Sünde 88 M 900 79 mibdet Vracet 6 0 1 0 1 I 3 98 Zild Osiset E. Otheltt 1 theltes 9 Zod/ M 9 Taurt 0 tester 9 Ursprun OWiett 40 Vht, 19 Weet 1 MWutt! 19 Wer 5 Diet OWMeth OMeer, OWMter/ OWeihe OWett ie O Bel, 10 wWie O Wie seh 0 We sh O wir gr Pras, Li Neit/ Muge Nͤset Ruhe if Schaff Schaffet chaff Schof Sosthei Scu, Scmde is Kegister. O Mensch, wie in dein ahe bestellt. * O milder GOtt, allerhoͤchster O reicher GOtt von Guͤtigkeit O so hast du nun dein Leben O starker GOtt, o Seelenkraft 2 starker Zebaoth, du Suͤndenmensch, bedenk den Tod suͤßer Stand, o e Lebenn 2 theurer Troͤster, heilger Geist theures Blut, o rothe Flut Tod, wo ist dein Stachel nun Traurigkeit 0 Herzeleid treuster— der du bist Ursprung des Lebens Dal ader Frommen O Vater, allmaͤchtiger GOtt * O Vater der Barmherzigkeit, Bronn O Vater der Barmherzigkeit, der du *O Vater der Barmherzigkeit, ich * O Vater der Barmherzigkeit, wir O Vaterherz, o Liebesbrunst O Vater, si ieh, wie mich 0 Vater, unser GOtt, es ist O Weisheit aus der Hoͤh O Welt ich muß dich lassen O Welt, sieh hier dein Leben O wie moͤgen wir doch unser Leben O wie selig seid ihr doch O wie selig sind die Seelen O wir armen Suͤnder P. Preis, Lob, Ehr, Ruhm R. *Rett, o HErr IEsu, rett *Ringe recht, wenn GOttes Gnade Ruͤstet euch, ihr Christenleute Ruhe ist das beste Gut S. —⁰ 821 837 399 329 Schaffe in mir, GOtt, ein reines Herze, und 625 Schaffet, daß ihr selig werdet 2 7— affet, schaffet, Menschenkinder 694 654 Schaff in mir, GOtt, ein reines Herz, mein 625 Schatz uͤber alle Schaͤtze Schau, lieber GOtt, wie Schmuͤcke dich, o liebe Seele 487 413 188 *Schmuͤckt E ,—— Register. Seite. N * Schmuͤckt das Fest mit Maien 822 ih 8 Schoͤnster Braͤutgam, soll ich nicht 723 00 cht ue Schoͤnster Immanuel, Herzog der 289 CE Wulsch, Schuͤtte deines Lichtes Strahlen 414 Chis M Schwing dich auf zu deinem GOtt 440 Sh Me *Seele, geh auf Golgatha 100 S Seelenbraͤutigam, IEsu 289 Stcht aul Seelenweide, meine Freude 613 Em nich! *Seele, was ermuͤdst du dich 480 Stull de Seid zufrieden, lieben Bruͤder 38 u wi Sei froͤhlich alles weit und breit 12⁵ Sußei Sell Sei getreu in deinem Leiden 388 Sei GoOtt getreu, halt seinen e„ u Sei hochgelobt, barmherzger 291 QIelles Sei Lob und Ehr dem hoͤchsten Gut 516 de Sei mir tausendmal gegruͤßet 101 WI Sei mir tausendmal willkommen 390 Zuulse Sei wohl gegruͤßet, guter Hirt 10² Taal 60 Selig) sind, die zu dem Abendmahl 351 in Seligstes Wesen, unendliche Wonne 9 aa due Selig, wer ihm suchet Raum 100 Tule 0 Siehe, ich gefallner Knecht 222 Sasit Me Siehe, mein getreuer Knecht 102 ul hit Sieh, hier bin ich, Ehrenkoͤnig 238 Tuunoh 1. Sieh, wie lieblich und wie fein 709 Aundh, T Sie ist mir lieb, die werthe Magd 823 Singen wir aus Herzensgrund 578 chf Singt dem HErrn nah und fern 517 machf So bald des großen Sabbaths 120nuan un Sobald, o frommer Christ 552 üt uen So bleibets denn also a So fuͤhrst du doch recht selig 303 Unte A So gehest du, mein IEsu, hin 10⁴ Muletindet So hab ich nun vollendet 755⁵ lspunge So komm, geliebte Todesstund 75⁷ So lange Christus Christus ist 823 Viet wil Soll ich denn, JEsu, mein Leben 390 Dher/ ae Soll ich mich denn taͤglich 616 Bht un Soll ich nach deinem Willen 615 Veleih n Sollt es gleich bisweilen scheinen 460⁰ Desuche Sollt ich aus Furcht vor Menschenkindern 166 Zuwund Solit ich meinem GOtt nicht singen 518 Bunge! Sollt ich meinem GOtt nicht trauen 855⁵ WMil be So oft ein Blick mich 648 W So recht, mein Kind, ergieb 77¹ Dum hir Sorge doch fuͤr meine Kinder 8⁴9 Dun Wo *So ruhest du, o meine Ruh 808 Iu 88 I lindern sen EEEEE————7— Register. T. „Theures Wort aus GOttes Munde *Thut mir auf die schoͤne Pforte Trau auf GOtt in allen Trautster IEsu, Ehrenkoͤnig Treuer GOtt, ich muß dir klagen *Treuer Hirte deiner Heerde Treuer Vater, deine Liebe Treuer Waͤchter Israel Treuster Meister, deine Worte Tritt hin, o Seel, und dan= Triumph ꝛ½ des HErrn Gesalbter Triumph, Triumph, es kommt U. Unerschaffne Lebenssonne Unser Herrscher, unser Koͤnig Unser Wandel ist im Himmel Unsre muͤden Augenlieder *Unter Liljen jener Dn Unveraͤnderliches Wesen Ursprung wahrer Freuden V. Valet will ich dir geben Vater, ach laß Trost Vater unser im Himmelreich Verleih uns Frieden gnaͤdiglich Versuchet euch doch selbst Verwundter Heiland Verzage nicht, o Haͤuflein klein * Viel besser nicht geboren Vom Himmel hoch da komm ich Vom Himmel kam der Engel Von Adam her so lange Zeit Von GoOtt will ich nicht lassen Register. Vor deinen Thron tret ich hiermii Vor Gricht, HErr IEsu, sieh ich W. Wach auf, du Geist der ersten Zeugen Wach auf, mein Herz, denk Wach auf, mein Herz, die Nacht Wach auf, mein Herz, und singe Wachet auf, ihr faulen Christen Wachet auf, ihr lieben Herzen Wachet auf, ruft uns die Stimme Wacht auf, ihr Menschenkinder Waͤr GOtt nicht mit uns Walts GOtt, mein Werk ich Warum betruͤbst du dich, mein Herz Warum betruͤbst du dich, und Warum sollt ich mich denn graͤmen Warum wiclsi du doch fuͤr morgen Warum willst du draußen stehen Was alle Weisheit in der Welt Was vedeut dies, ihr Jungfrauen „Was betruͤbst du dich, mein Herze Was frag ich nach der Welt, sie Was frag ich nach der Welt und Was fuͤrchtst du, Feind Herodes Was giebst du denn Was Gott gefaͤllt, mein Was GOtt thut, das ist wohl Was habe ich dir gethan Was hinket ihr, betrogne Seelen Was kann ich doch fuͤr Dank Was kann uns kommen an fuͤr Noth Was lacht ihr, Babelskinder Was Lobes solln wir dir, o Vater Was mein GOtt will, das gscheh Was mich auf dieser Welt Was willst du armer Erdenkloß Was willst du dich betruͤben Was willst du, mein Herz, anfangen Weg, mein Herz, mit den Gedanken Weg mit allem, was da scheinet Weh mir, daß ich so oft und viel „Weicht, ihr Berge, fallt Weil ich meinen IEsum habe Weil nichts gemeiners ist Welch eine Sorg und Furcht Welt Ade! ich bin dein muͤde Seite. 540 207 823 587 128 554 695 392 769 793 726 71 305 442 462 306 17 795⁵5 106 878 652 652 40 653 618 463 809 656 322 441 443 522 619 65⁵ 695 620 555 443 657 226 339 352 758 697 783 Welt⸗ A Hash El Wele/ 250 Val/ 5— Wenn dell. Wehn 0 Wn de Venm ich! Wenn ile Wem ma Wanm ml Dem Der Venn wil Wet Clil Bet W Wade ll Vetde ml Dabde mil Der GOlt LerVin de Ler ist wo Ver nut d Wet recht Dr seen Ht seihen Wer sich Dersich! Wer sibd Ver ubet Vet weß Vet woh Wie flel Wie G WMie hel Weist‚ Wie nad We sc Waesch Wies Wies 6 Register. Weltlich Ehr und zeitlich Gut Welt, vacke dich, ich Welt, tobe, wie du willst Wenn dein herzliebster Sohn * Wenn dich Ungluͤck hat betreten Wenn einer alle Kunst und Wenn ich betracht mein suͤndlichs Wenn ich in Todesnöthen bin *Wenn kleine Himmelserben Wenn mein Stuͤndlein vorhanden Wenn meine Suͤnd mich kraͤnken Wenn Vernunft von Christi Wenn wir in hoͤchsten Nothen Wer Christum recht will Wer das Kleinod will *Werde licht, du Stadt der Heiden Werde munter, liehe Seele Werde munter, mein Gemuͤthe Wer G'Ott vertraut, hat wohl Wer in dem Schutz des Hoͤchsten Wer ist wohl wie du Wer nur den lieben GOtt laͤßt *Wer recht die Pfingsten feiern will Wer seinen IEsum haͤlt, so Wer seinen IEsum recht will ö * Wer sich auf seine Schwachheit steurt Wer sich im Geist beschneidet * Wer sind die vor GOttes Throne Wer uͤberwindet, soll Wer weiß, wie nahe mir mein Wer wohlauf ist und gesund Wie fleugt dahin der Menschen * Wie GoOtt mich fuͤhrt, so will ich Wie herrlich ists, ein Schaͤflein Wie ist so groß und schwer Wie nach einer Wasserquelle * Wie schoͤn ists doch, HErr IEsu Christ Wie schoͤn leuchtet der Morgenstern voll * Wie schoͤn leucht uns der Morgenstern vom Wies GoOtt gefaͤllt Wie soll ich dich empfangen Wie wird doch so gering Wie wohl hast du gelabet Wie wohl ist mir, o Freund Wir Christenleut Wir danken dir‚, H. V C., daß du fuͤr uns Wir danken dir, H. J. C., daß du gen 39* EEE Register. Seite. ⸗Wir danken dir, H. J. C., daß du unser Wir danken dir, H. J. C., daß du vom 4 — Wir danken GOtt fi Wirf ab von mir Wir glauben all an einen GOtt Wir haben jetzt vernommen Wir Menschen sind zu dem Wir singen dir Immanuel Wir warten dein, o GOttes Sohn Wo denk ich armer Mensch doch Wo Gott der HErr nicht bei Wo GOtt zum Haus nicht Wohl dem, der Jakobs GOtt Wohl dem, der in GOttes Furcht Wohl dem, der sich auf seinen Wohl dern, der sich mit Fleiß Wohl dem Menschen, der nicht Wohl recht wichtig und recht Wo ist der Liebste hingegangen Wo ist meine Sonne blieben Wo ist mein Schaͤflein Wollt ihr den HErren finden Wollt ihr wissen, was mein Preis Wo mein Schatz liegt Womit soll ich dich wohl Woran fehlts immer mehr Wo soll ich fliehen hin Wo soll ich hin, wer hilfet mir Wo willst du hin Wunderanfang, herrlichs Ende Wunderbarer Gnadenthron Wunderbarer Koͤnig Wunderlich ist GOttes Schicken 3. Zerfließ, mein Geist, in Zeuch ein zu meinen Thoren Zeuch hin, mein Kind, denn „Zeuch, Israel, zu deiner Ruh Zeuch meinen Geist, o HErr Zeuch mich, zeuch mich ö Zeuch uns nach dir, so kommen wir „Zion, gieb dich nur zufrieden Zion klagt mit Angst und Zu dir, o GoOtt, erhebet Zwei Ding, o HErr, bitt — *. ir seine Gabn 874 129 875 226 232 251 167 40 393 419 726 308 44⁵ 698 46⁵ 4²20 168 355 137 573 489 663 350 490 308 699 228 225 574 286 804 524 394 191 152 893 897 491 491 488 72⁵5 727 588 310 Pare In Andae Gabt de Wunnherst Osbreic Eimmel: di fihlen x d it Sohn h lel/ und u Ii Edd di Hsaget; Uinmert u Iun Hetz Ind ich w Und Nben 9 Immeh Viet d Weiß aue Les/ et ched Gu Rer ird big, ol lget w Wch eset m mei Mfeff W fit Rlch aus Johann Paradies- Arnds Gartlein und andern zusammengezogen. dir, und wie du antwortest Am Andacht und die durch Trost und heilige Ge⸗ Gabe des Gebets. 2 — liebreicher Vater im ö danken, und daß keine Huͤlfe armherziger, gnaͤdiger, und wahrer Trost ohne Ge⸗ bet koͤnne erlanget werden; Himmel: du hast mir be-habe dessen so viel Exem⸗ fohlen zu beten; dein lie⸗pel der Heiligen und mei⸗ ber Sohn hat michs geleh⸗ ret, und mit einem theu⸗ ren Eid die Erhörung zu. gesaget; dein heiliger Geist erinnert mich oft in mei⸗ nem Herzen des Gebets; und ich weiß, daß alle gu⸗ te und alle vollkommene Gaben von oben herab kommen muͤssen, von dem Vater des Lichts, und weiß auch, daß kein Alr res, bestaͤndiges, gedeihli⸗ ches Gut, es sei himmlisch oder irdisch, zeitlich oder ewig, ohne Gebet kann er⸗ langet werden; weiß auch, daß es deine Ehre betrifft, und meine hoͤchste Noth⸗ durft erfordert; weiß auch/ was fuͤr ein freundlich Ge⸗Herz bruͤnstiger Andacht, und x mir. spraͤch das Gebet ist mit nes HErrn JEsu Christi. Dennoch bin ich so faul und traͤge zum Gebet, ver⸗ lasse mich mehr auf meine Arbeit und Weisheit, denn auf deine Huͤlfe und Gna⸗ de. Ach vergieb mir solche Sicherheit, Thorheit und Berachtung deiner goͤttli⸗ chen Verheißung! Wende von mir die schwere Stra⸗ fe, die du draͤuest den Ver⸗ ächtern deiner Gnade, daß du sie wollest wieder ver⸗ achten, und daß die, so ei⸗ nem andern nacheilen, roß Herzeleid haben sol⸗ en, und gieb mir den Geist der Gnade und des Gebets. Entzuͤnde mein erz mit inniger und 2 Um inbrünstige Andacht. mit dem Licht deiner Gna⸗nes Herzens still halten de. Laß mein Gebet vor befestigen und viel besser dir riechen, wie das regieren, denn ich selbst. Opfer Roah. Laß mich Stehe auf, HErr, be⸗ mein: Haͤnde zu dir auf⸗ draͤue den Sturmwind heben, wie Moses. Laß und das unruhige Meet mein Gebet vor dir klin⸗meines Herzens, daß es gen, wie die Cymbeln am stille sei) in dir ruhe, Kleide Aarons und wie die dich ohne Hinderniß an⸗ Harfe Davids. Zuͤnde tne⸗ und mit dir ver⸗ mir an den heiligen Durst einiget bleibe. Fuͤhre mich nach dir, wie ein Hirsch in die geistliche Wuͤsten, da schreiet nach frischem Was⸗ich nichts sehe noch hoͤre ser. Ruͤhre und reinige von der Welt, denn dich meine unreinen Lippen mit allein, daß du mit mir al⸗ dem himmlischen Feuer/ lein reden moͤgest, daß ich wie dem Jesaia; laß mich dich freundlich kuͤssen moͤge, deine Herrlichkeit im Geist und es niemand sehe und und Glauben sehen, wie mich hoͤhne. Erneure mein Siechiel; erhöͤre mich, wie Herz, Sinn und Gemuͤth; Daniel; oͤffne mir die zuͤnde in mir an dein Licht, Augen, wie dem Diener daß es in mir leuchte, daß Elisa; laß mich mit Pe⸗mein Herz brenne und tro und Maria e. wein Eiede urd werde in deiner weinen; erleuchte mein Liebe und Andacht. Rimm Herz, wie dem Schaͤcher das steinerne Herz hin⸗ am Kreuz; laß mich die weg, daß ich empfinde Knie meines Herzens vor deines Geistes Flamme, dir beugen, wie Manasse; Liebe, Trost und freund⸗ thue mir mein Herz auf, liche Antwort. Auch nimm wie der Lydia, daß ich al⸗weg durch deine Gnade ler zeitlichen Dinge in mei⸗ alles, was meine Andacht nem Gebet vergesse. Ach hindert, es sei die Welt HErr, aller Herzen Kün⸗ oder deines Fleisches Wil⸗ diger, der du Herzen le, als Zorn, Rachbe⸗ und Nieren pruͤfest, du gier, Ungeduld, Unglau⸗ weißt, wie unbestaͤndig en, Hoffart, Unversoͤhn⸗ menschliche Herzen und lichkeit Unbußfertigkeit. Gemuͤther sind, viel be⸗Laß deinen heiligen Geist weglicher denn Wasser, in meinem Herzen seufzen, so vom Winde beweget schreien, rufen, beten, lo⸗ wird. Ach befestige mei⸗ben, danken, zeugen und ne Andacht, daß ich nicht meinem Geist Zeugniß ge⸗ durch se mancherlei Ge⸗ben der Kindschaft GOt⸗ danken hin und her be⸗ tes. Laß ihn mein kal⸗ weget werde! Ach du tes Herz mit seinem himm⸗ Zannst das Schifflein mei⸗lischen Feuer entzuͤnden, er⸗ waͤrmen Ren d Wsptehi danen RM nich zut Halgthu cheh/ 1 Rt gbttlich Wacht,u oehlen/ Gurte, Fe R. Acn Gaft den Herhes N lschen A scht. Ind vall ah us hen Gei Ranem lie Cheso deh/ f h„ Mit! nitt unsetu Ils auch gen Gast hen Her Ieh helthe get wetde Nr garte . Kir che, al lgthum, Numen Mret we Um u jcher haß en gl sten mit Aens, gls Ken, Lock Vehäße Geh Hul und dacht. eun h uf, hen, en Sturnnj unruhie M Herzend, ö n dir a sehe noch l Welt, dem f öul mit r. mͤgest, dof dlich küssen ul lemand sehe iv le. Erneure uy nn und Genih it an dein dt mir leuchte, N Ij brenne i werde in denn Andacht. Mn erne Hen . ich eabft heistes Famn „ost und ftehh⸗ h deine Cn meine Meh 8 sei de M Fleisches V. Zorn, Molt eduld, Unslh urt, Undeshe Unbußfkrtlt. beileh Gh Hethen scßeh Ufen, Hen, l n, Ah I Keit uhnfß de indsan EOt IR mh, luh i seihem si Mhuͤnder mich Um wahre Andacht. erwaͤrmen und mich ver⸗ treten bei GOtt mit un⸗ aussprechlichem Seufzen. Laß deinen heiligen Geist in mir wohnen, und zum Tempel und Heiligthum GOttes ma⸗ chen, und mich erfuͤllen mit goͤttlicher Liebe, Licht, Andacht, himmlischen Ge⸗ danken, Leben, Trost, Staͤrke, Freude und Frie⸗ de. Laß deinen heiligen Geist den Tempel meines Herzens mit dem himm⸗ lischen Weihrauch der goͤtt⸗ lichen Andacht lieblich und wohlriechend machen. Laß uns durch deinen hei⸗ ligen Geist, o Vater, mit deinem lieben Sohn IE⸗ su Christo vereinigt wer⸗ den, daß wir in ihm, durch ihn, mit ihm beten, als mit unserm Haupte. Laß uns auch durch den hei⸗ ligen Geist mit allen glaͤu⸗ bigen Herzen und der gan⸗ vergieb du uns, lieber HErr, und staͤrke uns den Glau⸗ ben. Amen. Dr. Martin Luther. Um rechte Würdigheit zu beten. * Err, es ist deine Ehre Y und dein Gottesdienst, dadurch du geruͤhmt wirst, daß ich vor dir bettele; darum, lieber HErr, sie⸗ he nicht an, daß ich so unwuͤrdig bin, sondern daß ich deiner Huͤlfe nothduͤrf⸗ tig bin, und du der rechte einige Nothhelfer bist aller Suͤnder. Darum dir ge⸗ schiehts zu Ehren, daß ich dich anrufe; so kann ich deiner Huͤlfe nicht ent⸗ rathen, und du kannst und willst geben denen, die dich bitten. Amen. Amen. Dr. Martin Luther. Gebei auf BOttes Be⸗ sehl und verheißung. zen heiligen Kirche vereini. ieber HErr, du weißt, get werden, daß wir mit— daß ich ja nicht von der ganzen Kirche fuͤr die mir selbst und aus eige⸗ anze Kirche und in der nem Vermessen, noch auf irche, als in deinem Hei⸗Tmeine Wurdigkeit vor dich ligthum, beten und im komme; denn so ich das Namen IEsu Christi er⸗ wollte ansehen, so duͤrft: hoͤret werden. Amen. sch die Augen nicht vor dir aufheben, und wuͤßte Um wahre Andacht. nicht, wie ich anfahen soll⸗ zieber HErr GOtt! Oste zu beten; sondern dar⸗ daß wir so fleiß'g waͤauf komme ich, daß du ren zu beten, zum wenig-selbst geboten hast, und sten mit Seufzen des Her⸗ernsilich forderst, daß wir zens, als du bist mit Rei- dich sollen anrufen, und zen, Locken und Gebieten, auch Verheißung zugesagt Verheißen und Rothigen hast, dazu deinen eigenen hun Gebet! Ach wir sind Sohn gesandt, der uns aul und undankbar, das gelehret, was wir 5491 Ols 4 Täglicher Seufzer zur heil. Dreifaltigkeit. sollen, und die Worte vor⸗ gesprochen hat; darum weiß ich, daß dir solch Gebet gefaͤllt, und mein Vermessen, daß ich mich GOttes Kind vor dir ruͤhmen darf, scheine wie groß es wolle, so muß ich dir gehorsam sein, der du es so haben willst, damit ich dich nicht Luͤgen stra⸗ fe, und mich uͤber andere Suͤnde noch schwerer ge— gen dich versuͤndige, beides mit Verachtung deines Ge— bots und Unglauben an deine Verheißung. Lutber. Täglicher Seuszer zur heiligen Dreifaltigkeit. sch GOtt Vater, gieb A uns gnaͤdig, was zu Leib und Leben gehoret! Ach du Sohn GOttes, hilf uns von Suͤnden, sei uns gnaͤdig, und gieb uns deinen Geist! Ach GOtt heiliger Geist, heile, troͤste und staͤrke uns wider den Teufel, und gieb uns end⸗ lich Sieg und die Aufer⸗ weckung vom Tode. Amen. Dr. Martin Luther. Der Morgensegen. Des Morgens, so du aus dem Bette faͤhrest, sollst du dich segnen mit dem heiligen Kreuz und sagen: Des walte GOtt Va⸗ — ter, Sohn, heiliger Geist, Amen. Darauf knieend oder ste⸗ hend den Glauben und Vaterunser. Willst du, so magst du dies Gebet⸗ Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch iben Christum, deinen ieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr be— huͤtet hast, und bitte dich du wollest mich diesen Tag auch behuͤten vor Suͤnden und allem Uebel, daß dir alle mein Thun und Le⸗ ben gefalle. Denn ich be⸗ fehle mich, meinen Leib und Seele, und alles in deine Haͤnde; dein heili⸗ ger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde, Amen. Und alsdann mit Freuden aan dein Werk gegangen, und etwa ein Lied gesun⸗ gen, als die Zehn Ge⸗ bote, oder- was deine Andacht giebt. Der Abendsegen. Des Abends, wenn du zu Bette gehest, sollst du dich segnen mit dem hei⸗ ligen Kreuze und sagen: Des walte GOtt Va⸗ ter, Sohn, heiliger Geist, Amen. Darauf knieend oder ste⸗ hend den Glauben und Vaterunser. Willst du, so magst du dies Gebet⸗ lein dazu sprechen: Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch IEsum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnaͤdiglich be⸗ huͤtet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Suͤnden, wo ich Unrecht gethan habe, lein dazu sprechen: und mich diese Nacht gnaã⸗ Ahülich L We das De Kildet Ilen Häldeh! deh Ti pracheh: MRl D cssch, gebs ihne seler? 1 Hald shestalles, Voblggfale Darnach d und dies! Her e scher Vat und diest d wir von Güͤte zu hurch Jes setn HEr Das Aio guch sollen thun/ fltete Danke Veri säe Gi Uch. De Ghse Vahe se Iun sit hn ahn reisaltigth inke W, M er Dater, ut! hristum, d 0 hu, daß du f cht hor U und Güthe idt mich diesern 2 ten vor Sinu Uebel, eR Thun undsh a. Denn ih 9„5 meinen , und llez idei dein h elmit Mit, H eind keite N ude/ Mmeg. nn mit drelz Wert gehmnn 0 ein Lich gh die Zchn Oder- was w t giebt, Abendsegen ds, wenn dun gehest, olt nen mit demh reuze und s alte GOlt Y Sohn, Ha nen. nieend Her t Glaubh sser. Will st du dies Oih⸗ splechih mnke dir/ n er Vater/ hristum, Wah hu daß un 3 nhihcch Aund Hte A i M Hegehg Guden, Iht Reha hal hse M Das Benedicite. gnaͤdiglich behuͤten; denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und al⸗ les in deine Haͤnde; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der boͤse Feind keine Macht an mir finde, Amen. Und alsdann flugs und froͤhlich geschlafen. Dr. Martin Luther. Das Benedieile. Die Kinder und Gesinde sollen mit gefalteten Haͤnden und zuͤchtig vor den Tisch treten und sprechen: ller Augen warten auf dich/ HErr, und du giebst ihnen ihre Speise 0 seiner Zeit; du thust eine Hand auf, und saͤt⸗ tigest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Darnach das Vaterunser und dies folgende Gebet: Herr Goᷣtt himmli⸗ scher Vater, segne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Guͤte zu uns nehmen, durch JEsumChristum un⸗ sern HErrn, Amen. Das Gratias. Also auch nach dem Essen sollen sie gleicherweise thun, zuͤchtig und mit ge⸗ falteten Haͤnden sprechen: VDanket dem HErrn, denn Qer ist freundlich, und seine Guͤte waͤhret ewig⸗ lich. Der alem Fleische Speise giebt, der dem Viehe sein Futter giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen: er hat nicht Lust an der Staͤrke des Rosses, noch Gefallen an Jemandes Beinen. Der HErr hat Gefallen an denen, die ihn fuͤrchten, und die auf seine Guͤte warten. Darnach das Vaterunser und dies folgende Gebet: Wir danken dir, HErr GOtt Vater, durch IE⸗ sum Christum, unsern HErrn, fuͤr alle deine Wohlthat, der du lebest und regierest in Ewigkeit, Amen. Dr. Martin Luther. Ein allgemeines Mor⸗ gengebet. Es segne mich mein GOtt und Vater, und wasche, heilige und reinige mich in dem Blute IEsu durch seinen Geist. Amen. 9 bba, lieber Vater, ich lobe und preise dich auch fuͤr diese Nacht, so du mich uͤberleben, und fuͤr diesen Tag, so du mich erleben lassen. Laß das rechte goͤttliche, geistliche und himmlische Leben, das aus dir ist, durch den Geist der Gnaden in mir neu werden, damit ich nicht lebe, sondern Christus in mir, und ich im Glauben des Sohnes GOttes stets erneuert werde als eine Pflanze der Gerechtigkeit, zu gruͤnen und zu bluͤhen dir zum Preis, und aus⸗ zubrechen in lebendige und dir wohlgefaͤllige Fruͤchte des Geistes, meinem Naͤch⸗ sten zu Rutz und Dienst. Ich ergebe mich dir aufs neue, 6 Erneuerung des Taufbundes. neue, mein Vater: mache mit mir, was dir wohlge⸗ih faͤllt; deinige, laͤutere und bewahre mich, daß ich ein rechtschaffner Christ sei, und zu dem Israel Gᷣottes gehoͤre, uͤber wel⸗ chem ist Friede und Barm⸗ herzigkeit. Ich begehre keine Ehre, als deine Kind⸗ schaft, keinen Reichthum, als die Gerechtigkeit JEsu Christi, keine Wollust, als die gnadenreiche Beiwoh— nung des heiligen Geistes. Fuͤr mein Leibliches wirst du wohl sorgen, denn du hast gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch ver⸗ saͤumen. Doch bewahre mich vor Muͤßiggang, laß mich arbeiten, nicht aus Geiz, sondern in herzlicher Liebe gegen meinen Raͤch⸗ sten. Laß deine Barmher⸗ zigkeit sich ausbreiten uͤber alle Menschen, die auf dem Erdboden wohnen, und deine Guͤte uͤber alle dein Geschoͤpf. Ge⸗ denke deiner Kinder, die dich kennen und in der Einigkeit des Geistes ver⸗ bunden sind als lebendige Glieder an ihrem hochge⸗ benedeieten Oberhaupte IEsu Christo. Laß un⸗ ser aller Gebet ein Gebet sein vor dir durch Chri⸗ stum, in welchem du uns dir selbst angenehm ge⸗ macht hast Sei du selbst eine ewige Vergeltung allen denen, die mir Liebe beweisen. Meine Belei⸗ diger siehe mit erbarmen⸗ den Augen an, und ver⸗ gieb ihnen, gleich wie ich ihnen von Herzen vergebe. Alle meine Anverwandten lege ich in deine Liebes⸗ arme, Kirchen und Schu⸗ len, Obrigkeit und Unter⸗ thanen befehle ich dir, mein GOtt. Ach siehe an den elenden Zustand in allen Staͤnden, mache dich auf und hilf uns, daß deine Ehre gerettet und des gottlosen Wesens ein Ende werde. Hilf den Ar⸗ men und Elenden, die zu dir schreien. HErr, mein GOtt, verschmaͤhe mein Gebet nicht, sondern er⸗ höre mich um deines lieben Sohnes JEsu Christi wil⸗ len. Amen, das heißt, ja, ja, es soll also geschehen! Danksagung und Erneuerung des Bundes mit Christo. O mein Heiland, wie groß ist deine Liebe und unbeschreiblich deine Treue! Denn du hast mich erkauft nicht mit vergaͤng⸗ lichem Silber oder Golde, sondern mit deinem hei⸗ ligen theuren Blute. Du bist ein Fluch worden um meinetwillen. Du hast dei⸗ nem himmlischen Vater fuͤr meine Suͤnden genug gethan, und mich versoͤh⸗ net mit GOtt durch den Tod deines Leibes. Du hast mich verlornen und verdammten Menschen er⸗ loset vom Tode, vom Teufel, von der Hoͤlle und ewigen Verdammniß. Du hast mir erworben Gna⸗ über d m i d Vund gent Ee 5 agen sen, Nich untet N Meent uchliket/ Seigket. henet dich, u utem Beo im dam 4 seihen e ab N Len West Vugenlust, Uoffärnger Ihe ab. Hlesche, Villen, Ehre„ Ruhm, Nuhen, an mir/ Reinen surd ist Alan de Ium ni⸗ s. X W Rcheh, Aundes. /gleich wieh Heren vugh nd hilf unt, N e gekettet u. 30 ien 0 . Hilf den L. Elenden, N.z u. HElt, na erschmuͤhe mn ht, sondetn z um deinez leh Esu Chtist u „ das heßt/ olso geschehn nksagung neuerung N mik Christ. Heiland, ist deine dil schreiblich di. enn du hastnt t mit betgiz het Her Gol nit deinem h en Blute. O ich wotden u U. Du hast nlischen Voh Sunden gehh d mich nesh Ott durc E Leihe, D belamen uh + 705 0 1 Tude, on t HIl Deann mr erworde O06 Erneuerung des Taufbundes. 4 Gnade, Vergebung der Suͤnden, Gerechtigkeit und Friede, ehe ich noch ge⸗ boren, und mir die er⸗ worbenen Guͤter mitge⸗ theilt, da ich wiedergebo⸗ ren. Fuͤr diese und alle andere deine Wohlthaten sage ich dir von Grund des Herzens Lob und Dank, und uͤbergebe mich dir mit Seel und Leib und alle dem, was ich an Seel und Leib Gu⸗ tes von dir habe. Du hast uͤber das alles noch mit mir in der Taufe einen Bund gemacht, zu dem Ende, daß ich soll dein eigen sein, und in deinem Reich unter dir leben und dir dienen in ewiger Ge⸗ rechtigkeit, Unschuld und Seligkeit. Diesen Bund zu erneuern komme ich vor dich, und entsage mit gutem Bedacht von neu⸗ em dem Teufel und al⸗ len seinen Werken. Ich sage ab der Welt und al⸗ lem Wesen der Welt, als Augenlust/Fleischeslust und hoffaͤrtigem Wesen. Ich sage ab meinem eigenen Fleische, meinem eigenen Willen, meiner eigenen Ehre, meinem eigenen Ruhm, meinem eigenen Nutzen, und was sonsten an mir, das wider dich, meinen HErrn und Hei⸗ land ist. Denn wer nicht allem dem abgesaget, der kann nicht dein Juͤnger sein. Ich will mit mei⸗ nen Augen einen Bund machen, daß sie nicht sehen nach Eitelkeit, und meine Ohren abwenden, daß sie nicht hoͤren nach Narren⸗ theiding. Ich will meine Zunge schweigen, daß sie nicht Boͤses rede, und mei⸗ nen Fuͤßen wehren/ daß sie nicht treten auf den Weg der Suͤnder. Ich will nicht am Joche ziehen mit den Unglaͤubigen, sondern neh⸗ men das Kreuz auf mich, und folgen dir nach, in gewisser Zuversicht, daß deine Staͤrke mir zu Huͤlfe komme in meiner Schwach⸗ heit, und dein Ueberfluß wird erstatten meinen Man⸗ gel. Laß dein Leben mei⸗ ner Fuͤße Leuchte sein. Denn wer dir nachfolget, der wird nicht wandeln in Finsterniß, sondern wird das Licht des Lebens ha⸗ ben. Laß mich mit dir im Glauben und in der Liebe allezeit verbunden bleiben. Heilige, was noch in mir Unheiliges, und thue gnaͤ⸗ diglich von mir hinweg, was dir mißfaͤllig ist. Toͤdte durch deinen heili⸗ gen Geist, was ich noch Eigenes an mir habe, da⸗ mit ich dir allein lebe und mit der Wahrheit sagen kann: Ich lebe nun, doch nicht ich, sondern Christus lebet in mir; denn was ich jetzt lebe, das lebe ich im Glauben des Sohnes GOttes, der mich geliebet hat, und sich selbst fuͤr mich dargegeben. Verleihe mir dazu Gnade, mein Hei⸗ land, und hilf mir, du Liebhaber des Lebens 4* ei⸗ 8 Allgemeines Abendgebet. deiner uͤberschwenglichen dern von diesem Elende zu⸗ Liebe. Amen. ruͤckgelegt, und wir kom⸗ men immer naͤher zu un⸗ Ein e Abend-serer ewigen Herrüchkei Es segne mich der dreiei⸗ nige und ewige GOtt! Ja, segne du mich, mein Vater, mit himmlischen Guͤtern in Christo JEsu. Ich lobe und preise dei⸗ — nen heiligen Namen, daß du mich erhoͤret und mein Gebet nicht verschmaͤ⸗ het hast, das ich heute in der Morgenstunde gebracht habe vor dein heilig An⸗ gesicht. Zwar ist mir deine wunderbare Guͤte um mei⸗ ner Schwachheit willen noch am meisten verbor⸗ gen; darum kann ich dich nicht so voͤllig und kraͤftig loben, als ich schuldig bin, ja als ich durch deine Gna⸗ de wuͤnsche und verlange. Doch preise ich dich mit meinen Lippen, wie du mir deine Gnade dazu reichest, beides fuͤr die erkannten und unerkannten Wohltha⸗ ten, bis ich dahin gelange/ daß ich sie alle erkennen, ja dich selbst von Angesicht zu Angesicht anschauen werde. Weil ich hier bin, will ich dich insonderheit preisen fuͤr das liebe Kreuz/ welches du mir als einem Juͤnger Christi taͤglich auf— legest, damit meine Seele von den Luͤsten dieser Welt recht entwoͤhnet und zu dir gewoͤhnet werde. Nun ist ja auch die Last dieses Ta⸗ ges uͤberwunden, und also ein Schritt nach dem an⸗ Indessen hast du Geduld mit uns, und vergiebest uns taͤglich und reichlich alle un⸗ sere Suͤnden; darum habe ich auch einen freien Zu⸗ gang zu dir, mein Vater, in dem Blute IEsu, wel⸗ ches mich abgewaschen und gereiniget hat von allen meinen Suͤnden. Wie groß ist deine Liebe, daß du mich also aus Gnaden selig gemacht hast, mein Vater! Ich werfe deine Gnade nicht weg, ob ich wohl meine Gebrechen und Untugenden an mir erkenne. Du weißt, daß es meines Herzens Wunsch und Ver⸗ langen ist, voͤllig davon befreiet zu werden, und daß mich darum die sterb⸗ liche Huͤlle am meisten druͤcket, weil ich mich in derselben nicht recht zu dir anfschwingen kann, noch mich voͤllig mit dir verei⸗ nigen, sondern immer von der Suͤnde, die mich an⸗ reizet, zuruͤck gehalten wer⸗ de. Doch laß mir nur diese Gnade widerfahren, mein Vater, daß mein Christenthum rechtschaffen sei bis ans Ende, und daß ich deine Gnade nicht ver⸗ geblich empfahe zu meinem taͤglichen Wachsthum, so genuͤget mir. Nimm mich nun zur Ruhe, lieber Ab⸗ ba, denn ich lege mich in deine Arme, und ergebe mich unter den Schutz und Schirm Rh Nur dahe Zarm dih Hiubiget 5r I Gudde! it Menne N. NheBetle esen Ke nem Gell, un keite N inde. Ou 1 und W R hicht chlummett sicht len Ind Sedle, hu mit gege diglch H Wahter, sol 1 Masche aller delh Ihsokderhet; get Kinder/ Miiridet M sern in Chri thotmen, ur Rsem Abent ich Gcbets sen. Def Uicder an d Rhge meint Eslle meit ue mit de Ait ich die . die zu At Hbend Ahens, d Kezlich s Re/ und zur Ruhe Hiederum denn kech Fhͤldente a meine nicht unte deh icht hit ind lebth wer gebet. „, und ur mihe u gen Heuicht hast du N und vergichif ndreichlchele den; darun Anen ftein) dir, mein du Blute JSsuj Jabgewaschgn t hat von h Suͤnden. N deine Liche, also aus Gfh nacht haf, w &— Ich werft licht weg, ne Gebtechenn enan mirerte t, daß ed naht Wunich undd. st, vbllij x zu werden, v darum die lle am mait weil ich miht nicht recht k igen kann, lig mit I ndern imnethe de, die nih v uͤck geholten ch laß mx ade widershe ster, daß U zm rechthhiz 3Ende, I Gnade ote wpfahe Iu Me Wachithun, nir. Nimmm l Ruhe, Lhed 1 0 nl ne, Id ah den Schuhh Schih Morgengeber am Sonntag. ———— — 9 Schirm deiner Fluͤgel, in glaͤubiger Zuversicht auf deine Gnade. Schließe du mir meine Augen zu durch deine Vaterliebe, und bleibe indessen vereinigt mit mei— nem Geist, daß der Sa⸗ tan keine Macht an mir finde. Du bist ja der Huͤ⸗ ter und Waͤchter Israel, der nicht schlaͤfet noch schlummert. Du wollest nicht allein meinen Leib und Seele, und alles, was du mir gegeben hast, gnaͤ⸗ diglich behuͤten und be— wahren, sondern auch al⸗ ler Menschen in der Welt und aller deiner Geschoͤpfe, insonderheit aber aller dei⸗ ner Kinder, aller meiner Mitbruͤder und Mitschwe— stern in Christo JEsu dich erbarmen, und sie auch an diesem Abend meines ar⸗ men Gebets mit genießen lassen. Oeffne mir denn wieder an dem morgenden Tage meine Augen, und erfuͤlle meinen Mund aufs neue mit deinem Lobe, da⸗ mit ich dich so lange preise und dir zu Ehren lebe, bis der Abend dieses zeitlichen Lebens, danach ich mich herzlich sehne, heran kom— me, und du mich ins Grab zur Ruhe legest, und mich wiederum auferweckest an dem rechten Ruhe- und Freudentage deiner Kinder, da meine Sonne ewiglich nicht untergehen wird, son⸗ dern ich in ewiger Wahr⸗ heit und Klarheit vor dir leben werde Amen. Morgengebet am Sonn⸗ tag. Odu Vater des Lichts, — der du das natuͤrliche Licht diefer Welt uns schei⸗ nen laͤssest, sende doch auch heute und allezeit das wahr⸗ haftige Licht, JIEsum Chri⸗ stum, in mein Herz, und laß ihn darein leuchten und alle Finsterniße vertreiben, damit ich dich, o ewiger GOtt, in deinem liebsten Sohne erkenne und lieb gewinne. Siehe, ich bin durch die Suͤnde in der Inen der Eitelkeit ge⸗ angen und verdunkelt. Darum lehre du mich selber durch deinen heiligen Geist aus deinem heiligen Worte, wie ich mich zu dir bekeh⸗ ren und dir im Glauben gehorsam werden koͤnne. So werde ich mich erst recht mit Lob und Dank zu dir wenden, und dir in deinem Lichte dienen und gefallen koͤnnen. O HErr IEsu Christe, du Sonne der Gerechtigkeit, gehe du mir auf als ein Morgen⸗ stern, und schenke mir dein Heil unter deinen Fluͤgeln, damit mir alle Tage mei⸗ nes Lebens zu rechten Sonntagen werden. Lehre mich aufwachen vom Schlaf meiner natuͤrlichen Sicherheit, und aufstehen von allen todten Werken und Gesellschaften, damit du mich, IEsu, erleuch⸗— ten moͤgest. Du bist ja der Glanz der Herrlichkeit, ach so lasse mich nicht del el⸗ ——————— 10 Am wahre selber leben, sondern dir, der du fuͤr mich gestorben, und heute wieder aufer⸗ standen bist. O brich an, du helles Licht, in meinem Herzen, und herrsche uͤber alle deine Feinde in uns, die du in deiner Auferste⸗ hung bezwungen hast. Und, o heiliger Geist, schicke un sere Herzen heute zu, daß sie deine Tempel werden, darin du den ganzen Tag lehren koͤnnest. Heilige alle Gedanken und Sinne, dein Wort zu fassen und zu be⸗ halten, auch dir ohne Falsch zu gehorchen, und in taͤglicher Buße diese ganze Woche und aucien fortzugehen. Halte selbst deinen Sabbath oder Ru⸗ hetag in uns, und habe dein Werk in unsern Her⸗ zen, daß wir dir gefaͤllig seien in Zeit und Ewigkeit. Amen. Um wahre Erleuchtung. Glanz der Herrlich⸗ — keit und Ebenbild des goͤttlichen Wesens, IEsu Christe, du Licht der Welt, wie kann ich dir nachfol⸗ gen, damit ich das Licht des Lebens habe, wo du mich nicht selbst erleuch— test? Meines Herzens Fin⸗ sterniß ist groß und dick, daß ich dein helles Licht da⸗ durch nicht erblicken kann, es sei denn, daß du meine Unwissenheit und Irrthuͤ⸗ mer vertrieben, welche bei allem Ruhm der Religion st doch oft sehr groß unter den Menschen sind. Dar⸗ Erleuchtung. um fuͤhre mich aus dem dunklen Kerker meiner ei⸗ genen Einbildungen an das helle Licht deiner Gnaden, und eroͤffne mir das Ver⸗ staͤndniß, daß ich die Schrift verstehe und recht gebrau⸗ che. Vertreibe allen Nebel der Anfechtungen, Begier⸗ den und Verwirrungen, damit du in deinem Tem⸗ pel selbst ungehindert leh⸗ ren koͤnnest, was recht ist. Sei mein Meister und HErr, daß du mich in alle Wahrheit leitest, wie du durch deinen Geist zu thun versprochen hast. Aber laß mich auch hoͤren, wenn du, HErr, redest, daß ich dir folge, und deinem Worte, welches Wahrheit ist, nicht widerstrebe. Flöße mir, als einem unmuͤndi⸗ gen Kinde, deine himmlische Weisheit ein, und leuchte durch dein Wort und Geist maͤchtig in meinem Her⸗ zen, daß ich nicht strau⸗ chele noch falle. Schenke mir aus Gnaden den rech⸗ ten Unterschied zwischen Boͤsem und Gutem, jenes zu verwerfen, dieses aber zu erwaͤhlen. Hilf mir aus allem Zweifelmuth, Irr— thum und falschen Weg allzeit auf deine goͤttliche Bahn, darauf auch die Thoren nicht irren moͤgen. Lehre mich genau auf deine goͤttlichen Wirkungen in meiner Seele Acht haben, daß ich deine suͤße Herzens⸗ imme, o mein Heiland, kennen lerne, und von ei⸗ ner fremden wohl unter⸗ schei⸗ Prupheth, Wenh Hh siche Lott e Mchenstern. Iüz den el e Gebgt,d Inl/ den Zusptuch se chendig d Heoraus Mob/ Mel Zat Rescht Rit Rat mo Reihen Mh Gehnich nid Dah dgenen Hhes Herte Rahen Embil um laß wich Iud Asen Wollowmene und füt hunen Gel Hahn. Sy Peele: Es 0 witd dei mein he Feumtriß Het m d Ii eiget Durchleue „eines h sch von famß, 5 lbe,Vor lilltuͤcet dch tkeibe Hemn unbe uh, dem hehhyn abs Gygd * lung. nc ö Abendgebet am Sonntag. 11 scheide. O du ewiges Wort Licht mit in meinen Ge⸗ üinra des V nbildungen e aters, mach ir schaͤft ungen„ ache mir ö nnhn/ dein Wort süßer als aler resheonebemrner, Wapiie fne mir dn Segne mir alle Mittel, fen/ 5. „apichntes die mich zu dir/ meinem len Ding adas Heft sei und rett Propheren„fuhren und Reiße kueg den 55 rtreibe allen zj weisen. Laß dein prophe⸗ des Lerderdtent Vorhang tunger, S— Worr mir den hel⸗ und der OeaunlerSHor⸗ dd Verwittnn ag und dich, den dadur i Iin unnd Morgenstern. selber/ brin⸗ 103 Ledenet——— b r dein Geb. hennas Rath, Stelle Ine den heben büd, wiunn Kiue das ein göttlicher Spiegel deiner hi Rnen I in Nan Iupinchnale famniurhen Wanhenidehs von, unh ö dah duichej eene aad mir allzeit darin zu bese ee it leitet, n Hnmen. und ehpfindlich chn Fiean an Wr Hor⸗ anen Gafuun Rorb, wenn Zeit der kennen. Verrathe mi durch a. kennen. Verrathe mir durch hen hast. W Noth, wenn mir aller d. hen his.. Drost verschwindet deinen heiligen Geist uch hir Trost verschwindet. Laß dessen scharfe und 5 uch hotel, mir nicht meh chlenenle Kucenn Ler⸗ h bhl reinen Raih r zu, nach alle meine Unge Ver⸗ meinem Rath zu wand n 6. ingestalt, Ver⸗ 0 ö Rath andeln. isse 0 ö mit.. Gieb mich nicht zur Strafe Umnen nnn elches A. dem eigenen G tduͤnken muͤths— en des Ge⸗ wdersthe n eie utduͤnken muͤths. So werdei wodersttie] meines Herzens uͤber, ee einem unt. meinen Eindi„noch lich lernen, bestaͤndig i ab Einbildungen; son⸗dei nme. de,de ‚ ll ungen; son⸗ deine ů 77½½½ dern laß mich Ipigic 01096 Hu Eie Eern 1eih, d und lasse e e er n Wonmn w Hbim 555 V* in malen len mnen Wohlgefalt dem Varer und S i M„und fuͤhre r und Sohn im 9 ul ei deinen Geist. ian ch file Ee. Bahn. Sprich zn meiser dei gewiß werden au Gunden uu Seele: Estwerdt Wubtn wokes Fußsteigen. Dent terschied U so wird dein Paereemnud du beharrlich an und Gun Iüem Herz donemen in mir arbeiten, und nicht serfen, Re Erkenntniß deiner Klnd⸗erteucht Ismndee Hn, Hifnt beit im dem Angeichte ni Mensch nach wefelnuh')] des ewigen Lichtes In Dürdndent Achz n fläa! Durchleuchte alle Wintel und Leben, ewiges Licht uf deil 1 Uchrd Herzens, und was eut Ann dorguf ab. sich von natuͤrli F r icher Fin⸗Abend ö ö hicht iuuny sterniß, Falschheit/ Eaen 17 ir U ich Rfl liebe, Borurtheilen und Be⸗ D— allein Preis und I Wikua. lialstcken aufhalten will, lig er Heinr acbei⸗ ö El Iee das treibe du aus mit dei⸗ der du mi e e e Iehe sithel nem unbetrüglichen Zeng⸗ haß lasser heute dein Licht v niß, dem nichts wißersie⸗und 19 0 helle werden, verle, And vl hen kann. Theile miv auch Seel u 9—6 Gnate an ö ihen vohl ul aus Gnaden Verstand und Ach und Leib gegoͤnnet. 6 dund Ach verwahre du selber M i..— . 12 Um ein neues Herz und Leben. in meinem Herzen, was niemand in GOttes Reich dein Geist durch dein Wort kommen, er sei denn von in mich geyflanzet hat, da- neuem geboren: wie we⸗ mit ich viel Frucht bringe nige glauben diesem deinem in Geduld zum ewigen Le⸗ wahren Wort und Eid⸗ ben. Vergieb mir alles, ia die meisten wis⸗ worin ich deinem vollkom⸗ sen nichts davon. Ich habe menen Willen nicht nach- selber mich auch auf meine gelebet haben mag. Laß Taufe verlaͤssen und mich mich auch den neidischen fuͤr wiedergeboren gehal⸗ Feind diese Nacht oder den, ob ich gleich nicht den sonst nicht sichten, noch Bund deiner Gnaden habe das Gute, so du mir ge⸗ in mir bestaͤtigen und be⸗ zeiget hast, rauben. Auch wahren lassen, sondern viel⸗ wollest du sonst aus Gna⸗ faͤltig gebrochen. O wie den wachen uͤber alles, was hohe Ursachen haben wir du mir gegeben und in verderbte Menschen um deiner heiligen Ordnung deine wahrhaftige Kind⸗ anvertrauet hast. Sei mein schaft zu bitten, wollen Licht in meiner Seele, wir anders selig sterben. wenns dunkel wird, und Ach schenke uns aus Gna⸗ meine Kraft bei aller den deinen heiligen Geist Schwachheit, mein Schutz, als die rechte heilige Sal⸗ Heil und Leben. In dein bung, der uns neu gebaͤre, liebevolles Herz, HErr IE- und deinen heiligen Bund su, ergebe ich mich ein, du in und mit uns kraͤftiglich einiges Heil meiner See⸗ erneuere. Entdecke uns doch len. Setze deinen Hhnm. in unserm Herzen durch Willen in mir doch bestaͤn⸗dein Wort und Tach dig fort, und laß mich unsern tiefen Seclenscha⸗ auch im Schlaf mit dir den mit aller unserer Un⸗ reden. Erinnere mich des art, Thorheit, Arglist, Ei⸗ gehoͤrten Worts stetiglich, genliebe, Hoffahrt, falschen daß alle meine Sinne und Einbildung, Schalkheit und Gedanken zu dir gerichtet Heuchelei, wie wir deiner bleiben, damit es immer⸗ goͤttlichen Natur und Hei⸗ fort Sonntag und ein hel⸗ligkeit so gar entfremdet/ ler Schein deines Lichts ja meist schnurstracks zu⸗ in meinem Gemuͤth bleibe, wider sind, auch wo es oft der du meine ewige Rathe am besten scheinet, oder und Seligkeit sein mußt worin wir von andern ge⸗ ewiglich. Amen, durch dei⸗lobet und gebilliget wer⸗ nen heiligen Geist, Amen. den. Ach wie koͤnnen wir Um ein neues Herz und doch mit solchen Unreinig⸗ „Leben. keiten in dein Heiligthum IEsu, der du ge⸗eingehen! Sollten wir schworen hast, es solle denn nicht umzukehren trach⸗ Lak Achten, 20 NN W Hlisch ssce Eln Miich Ram I eklle 11el mul nuch u ste m dccht 0 0 I Im RMundin nm Ucht thelhgf Erddte uns Güte u de Hllel hmm, R0 Mle, 0 Fregtüken V vede 10 u glt n L 2 inen iu wan Aahe det Mi ktel, und Iul heiligen un wal h Rh Hewͤͤchs der 0 gieb un schen Verst Re von ihr bh, daß Rr, unsern schnen, und Rietung deit ündlichen lben. Ir Wuu, N6 Kohf in! herzen; Rrimmiget Ren Dtae Ende des! HMhaethe d Helheng n se Ins Oeh aihe imd heilg ud Lebey u DN 0 „ er si MN geboten; n uben diesen dl Wart I0 I0 die masn d dabon. I ich auch uff herlasen undn dergeboren g 0 ich gleihtichl einer Gaderh hestt igen h assen, sondenn brochen. O; sachen habeh; Menschen ahthif ftige gh bitten, ers selig sit nke uns auzg jen Helhh 0 echte h 0 1 uns Hell en Helh nit uns rift Entdetein m 3 Hetzeh rt Ind Zah iefen Sin aller Unse chet, Wt Hofahtt,fih 9,Schal bhal „ wie wir du Natur uw gar eltffang schnutstruch „ slch wytz scheinet/& von atde d gebllcgt W. hie finnen solchenl Hei M Helgthe Sollten. imulelt lal⸗ .......... Um ein neues Ber; ————⏑—.——— und Leben. 13 trachten, um als Kinder vor dir zu erscheinen? Ach Fleisch und Blut und der irdische Sinn kann ja dein Reich nimmer erben. Dar⸗ um erneure uns doch ein⸗ mal nach deinem Bilde, und setze uns dazu in den rechten Kampf, daß wir nach der goͤttlichen Natur von nun an ernstlich und bestaͤndig ringen, derselben recht theilhaftig zu werden. Ertoͤdte uns durch deine Guͤte an dem Sinn des alten Adam, und zerstoͤre das Alte, daß wir neue wegungen und Kraͤfte. Laß uns nicht laͤnger auf dem verfuͤhrerischen Wege alles Fleisches bleiben, der zur Verdammniß eilet, sondern hilf uns gnaͤdiglich, aller Kreatur und der Welt und uns selbst taͤglich absterben, alle eigene Wahl, sie sei noch so scheinbar, fliehen, und dein Wort, Licht und Geist unverruͤckt in Acht nehmen. So laß uns end⸗ lich erwachen nach deinem Bilde, und bringe uns ein in deine Ruhe, daraus wir in Adam gefallen sind, und Kreaturen und dein Werk aus dem Fleisch in deinen werden, geschaffen in Chri⸗ Geist, der allein in uns lebe. sto zu guten Werken, dar⸗ Ziehe uns an den neuen innen zu wandeln. Segne Menschen⸗ der nach dir ge⸗ dazu alle deine goͤttlichen 1—1 sei in Gerechtig⸗ Mittel, und erwecke dei⸗ keit und Heiligkeit der nen heiligen Samen in Wahrheit, dadurch wir dir uns zum wahren Leben in wiederum nach und nach Christo. Laß wachsen das aͤhnlich werden, die wir zu— Gewaͤchs der Gerechtigkeit, vor dem Satan aͤhnlich und gieb uns neuen goͤtt⸗ waren. Ach IEsu, zie⸗ lichen Verstand, als Kin⸗he dich mir selbst an in der von ihrem Vater ha- deiner Liebe und Kraft ben, daß wir allein nach gieb mir den Geist der Kind⸗ dir, unserm Vater, uns schaft und erneure deinen sehnen, und nach der Re⸗ heiligen Bund mit mir, zum gierung deines Geistes im Pfande des ewigen Erbes. kindlichen Sinn vor dir Taufe mich mit dir in dei⸗ leben. Zertritt, o HErr nen Tod, und hegrabe mich IEsu, der Schlange den darinnen kraͤftiglich, auf daß Fopf in unsern verderbten sich auch mit dir zum neuen Herzen; stoße aus den Leben wieder aufstehe, und grimmigen und eigenwilli⸗ in dir in Heiligkeit und Ge⸗ en Drachen; mache ein rechtigkeit vor dem Vater ynde des Widerchrists, und ewiglich lebe. Alsdann wer⸗ verderbe das Kind des Ver⸗ de ich dich mit neuer Zunge derbens, naͤmlich alles Boͤ⸗ und reinem Herzen loben, se in uns. Schaffe dage⸗wenn alles in mir neu sein gen ein neues Herz, neue wird. Amen. und heilige Gedanken, Be⸗ Mor⸗ SSIIIIII 14 Morgengebet am ctlontag. ei diesem Anfang der — Woche rufe ich zu dir, o heiliger Vater, im Namen IEsu Christi, du wollest mein Herz, Muth und Sinn mit deinem hei⸗ ligen Geist erfuͤllen, damit ich allein das denke, rede und thue, was du selber in mir willst und wirkest. Ach vereinige meine Ge⸗ danken und Begierden mit dir durch die Liede Christi, und reinige mein Gewissen durch sein Blut, damit ich in deinem heiligen Gehor— sam einhergehe. Siehe, ich uͤbergebe mich dir auf die ganze Woche, ja auf mein Lebenlang: staͤrke mich mit deiner Kraft, mache mich aufrichtig, dir und meinem Naͤchsten in Liebe zu die⸗ nen. Lehre mich wider alle Verfuͤhrungen meines ver⸗ derbten Herzens und boͤser Menschen streiten. Mache mir die Eitelkeit recht bitter, daß du mir desto suͤßer wer⸗ dest. Hilf mir die Last die⸗ ser Woche tragen: leite mich, wie ein lieber Vater, und mache mich kindlich gehor— sam. Syprich selbst deinen Segen uͤber meine Arbeit, und gehe mir mit deiner Weisheit vor, damit ich! froͤhlich und getrost darin—⸗ nen, aber auch gewissenhaft und treu sei. Ja, werde du selbst in mir und allen meinen Dingen Anfang, Mittel und Ende zu dei⸗ Heit Preis und meinem Heil. Amen. Morgengebet am Montag. —— Um göttlichen Geistand in seinem Geruf. du Brunnaguell alles — Heils und Segens, der du mir diese meine Ar⸗ beit anbefohlen hast, und deine gefallene Kreatur so gerne wiederum durch dei⸗ nen Sohn aus dem Fluch in deinen Segen versetzest; gieb mir doch Weisheit und Verstand, in allem recht nach deinem Willen zu handeln, deinem Na⸗ men zu Liebe und Lob und meinem Naͤchsten wie auch mir zu gute. Und weil meine verderbte Natur mir an deinem Segen am meisten hinderlich ist, so bewahre mich doch vor allem Mißbrauch deiner Gaben zum Uebermuth, Geiz oder Wollust, damit ich mir selber nichts zu⸗ schreibe, sondern auf dich, den Ursprung alles Gu⸗ ten, allein sehe. Steure meinem eigenen Willen, der deiner Regierung im⸗ mer vorlaͤuft, und daß nur dein Wille an und in mir geschehe, und ich dem 716 meines Heilandes folge, wie er auf der Welt gewandelt hat. Geuß du seine Sanft- und Demuth in mein Herze ein, damit ich in seiner Liebe gegen alle Menschen stehen koͤnne, und du in mir wirkest, was du willst, als in deinem armen Gefaͤß, das du zu Ehren machest. Ja ver⸗ einige mein Herz so kraͤf⸗ tig mit dir, daß du mich brau⸗ Rcher hif. zuch meiten ar, denn der uhe/ Id Kft de Illchs und e iMit all Mirs du mnt t Brod: Kleder antn wie N den soll U ein inmer Megh. Abendgebet I tt, Uhlcher B. tdar zu dr he Gunde uu suchen. hrte du Gest hin ich tt her oder s Ruichen f sts mit Sohn wied un mt zer I„ und K hcher Erd Iu allem damit mid nicht ung flle. Mi Meuem auf VDusage r umen Hareh, und Dus fir! wobeunge ontag. — llichen Heisa einem heri Brummul und Ehn ir diese mene fohlen hast, z alene Kremy ederum durhl n aus dem gh Segen vesth 2 doch Wah kstand, in h ch deinem Il. eln, deinem. Uebe und Luhn Nächsien wen gute. Und x herderbte M deinem Sehen⸗ hinderlich sj mich doch Rißbrauch he zum Uebernt * Wollaß, elber nihh; sondern uf prung alles in sehe. Eie eigenen A Regjeru läuft, um Wille an m che, uud e meines Helt i cr aufhud hat. Ga nft⸗ und + Herze ein/ einer Licd schen sckah mir pirksh N 1„ als in M Heföß, d U naches. Ken Hen H W., I un 10 ————— Abendgebet 15 am Montag. brauchen koͤnnest, wie du weißt, daß es mir heilsam sei. Ich ergebe dir Leib, Seel und Gemuͤthe, Hab und Gut und was du mir gegeben hast. Ich entsage auch meinem eigenen Wil⸗ len, denn der ist meine Un⸗ ruhe, und senke mich in die Kraft deines Wohlge⸗ fallens und Segens, dar⸗ in mir allein wohl ist. Wirst du mit mir sein, und mir Brod zu essen und Kleider anzuziehen geben, wie du denn teeulich thust, so sollst du mein GOtt sein immer und ewiglich. Amen. Abendgebet am Montag. H'ee und gerechter Gott, wir sollen in taͤglicher Buße uns im⸗ merdar zu dir wenden, und deine Gnade also von neu⸗ em suchen. Darum er⸗ innere du mich selber durch den Geist deiner Zucht, worin ich etwa diesen Tag uͤber oder sonst von dir ab⸗ gewichen sei. Laß mich stets mit dem verlornen Sohn wieder zu dir na⸗ hen mit zerknirschtem Her⸗ zen, und komme mir mit deiner Erbarmung zuvor in allem meinem Elend, damit mich die Finsterniß nicht ungewaffnet uͤber⸗ falle. Nimm mich von neuem auf in deine heilige Vorsorge wider alle Fein⸗ de, vornemlich die unsicht⸗ baren, und habe zugleich Dank fuͤr die heutige Be⸗ meinem Beruf. Lehre mich erkennen, wie ich ohne dich unmoͤglich kann sicher blei⸗ ben, und wie du hingegen Macht genug habest, alle deine Kinder zu erleuchten und zu schuͤtzen. Das Fleisch laß in Zuͤchten reine sein von allen suͤndlichen Luͤsten. Laß mich dir alle das Meine anvertrauen, in deinen Namen mich einergeben, in dir sanfte ruhen, und mit guten Ge⸗ danken und Begierden wie⸗ der aufwachen zu einem hellen und froͤhlichen Tag deiner Gnade in Christo IEsu, meinem HeErrn und Heiland. Amen. Um wahre Gottseligkeit. Allwissender und gerech⸗ ter, heiliger GOtt, ich muß leider an meiner ge⸗ fallenen Natur gewahr werden, wie ungottlich sie gesinnet ist, wie gerne sie ohne GOtt in der Welt lebete und also ohne deine Furcht und Zucht bliebe, wenn nicht dein Geist mei⸗ ner maͤchtig wuͤrde. Dir aber klage ich meine Noth, und leugne nicht, sondern bitte nur um deine herl⸗ same Gnade, daß sie mich treulich zuͤchtigen wolle, vor deinem Angesicht gott⸗ selig zu wandeln, und fromm oder aufrichtig zu werden. Gieb mir einen Schrecre Verdruß und Schrecken uͤber allem, wo⸗ durch dein Name im ge⸗ ringsten beleidiget und ge⸗ wahrung und Huͤlfe in 9149 wird. Lehre mich 16 Morgengebet am Dienstag. deine unwerthe Kreatur, wie ich dich recht erkennen, ehren und anbeten solle. Ach laß mich doch deiner unzaͤhligen Gutthaten nicht so schaͤndlich und leicht⸗ sinnig vergessen, sondern Ert mir eine ehrerbietige rkenntlichkeit gegen alle deine Fuͤhrungen, und eine froͤhliche Srn he dei⸗ ner Treue in allen ihren In Dies und Merkma⸗ en. Dies muͤsse mich trei⸗ den und verbinden, dir in allem gehorsam und treu zu werden, auch ferner mich dir aus ganzer Macht zu vertrauen und zu uͤber⸗ geben. Verleihe mir aus (naden, daß ich die Luͤste der Welt meiden, auch alle Versuchungen treulich serne bestreiten, daß ich thue, was du willst, und lasse, was du nicht haben willst. So lehre mich vor dir leben nach deinem und nach meinem Verdienst, sondern nach deinem guten und heiligen Willen in Christo JIEsu. Durch des⸗ selben Gnade und Geist regiere mich in Gedanken, Worten und Werken, daß dir alles in ihm an mir wohlgefalle, und ich dir durch ihn ein angenehm Opfer werde. Sammle meine Seele aus aller Zer⸗ streuung in das einige Nothwendige, darin ich das beste Theil durch deine heilige Unterweisung fin⸗ den mag. Also zeige mir kraͤftiglich, wie ich aus dem Abfall der boͤsen Natur wie⸗ der zu meiner Erloͤsung eilen moͤge, deine ewige Wahrheit allein suchen, und also eines Sinnes und Wil⸗ lens werde mit meinem Heilande und durch ihn mit dir, o Vater, und deinem ewigen Geist. In dieser Vereinigung hoffe und nicht nach meinem oder der wuͤnsche ich dich ewig an⸗ boͤsen Welt Willen. Neige nein Herz unaufhoͤrlich zur Niedrigkeit, meinen Sinn zur Lauterkeit und Wahrheit, mein Leben zur Reinigkeit, Keuschheit, An⸗ dacht und Gehorsam. Aber zubeten und zu preisen. Amen. Morgengebel am Dienstag. Getreuer Gott und Va⸗ ter, dir sei Preis fuͤr das alles kann ich nicht er⸗alle deine Guͤte, daß du langen, wo du mir nicht deinen Sohn selbst in mein Herz sehenkest, durch den ich allein alles vermag, weil ich ohne ihn nichts Gutes thun kann. Deswegen laß mich allezeit in Demuth nach ihm verlangen, und laß mich nicht ohne ihn leben. Fuͤhre mich nicht mich unter dem Schatten deiner Fluͤgel hast ruhen lassen. Desto mehr laß nun auch diese kuͤnftige Zeit uͤber mich zu deiner Liebe erwecket werden, daß ich nicht begehre zu leben, ohne nur in dir, und was ich noch lebe, bloß im Glauben Ol⸗ 0 2 M e Sohnei e Han wht. Hahen etde hung/ Den Rrch uud uch, kane heklangen be, Kihe 2 d Sciße den, Eine E Kindschgft Rr von werde. Fü laß nich Htgeh, dent sicht verla sumen. 5 Rete das hünde selh Ri guch sichen. 3 Varmhetti Nenschen inen jid Aihem Ve Kelich die Wahthet Mpfehle hentegiet heh/ wies Und Vor he dich Lendes u mae und den Ethe. Mohlche aler gi ag ů ln Wung l Higen Vilar Wu. Duh Gnade md 0 mich in Gog und Werkey 8 in ihm a falle, und it ihn ein aum werde. Em Seele aus dla g in das endige, du ie Theil durch Unterwweijum 9. Also seh ich, wie ich auh er höͤsen Rurmn meinet E nöge, dahe eit allein suchn s Sinnes un herde mit M eund durchiht Vater, und N Geist. I gung hofk“ e ich dich eh und zu gh yrgengebelen Diensag uer GOthi „dir hn ne Guͤte,M. itet dem Ete Flögel heh Desio 5 uch diese lh eh mich. + rwadket l Ohle I 0 96 ic Hoch u Oluuben 9au wider die zeitlichen Sorgen. 17 Sohnes lebe, ja daß er mein wahres Licht und Leben werde. Hierzu uͤber⸗ gebe ich mich dir ganz von neuem zu deiner Rei⸗ und Regierung. Laß du den Urth Srr Glauben und dadurch Chri⸗ stum in meinem Herzen wohnen, daß er die Fruͤch⸗ te des Glaubens in mir wirke/ als Liebe, Hoff⸗ nung, Demuth, Sanft⸗ muth und Geduld. Lehre mich, keine Wollust zu verlangen, als deine Lie⸗ be, keine Vortheile, als die Schaͤtze deiner Gna⸗ den, keine Ehre, als deine Kindschaft, wenn ich in dir von neuem geboren werde. Fuͤr das Zeitliche laß mich ja nicht aͤngstlich sorgen, denn du wirst mich nicht verlassen noch ver⸗ saͤumen. Heilige und be⸗ nedeie das Werk meiner Haͤnde selbst, und neben mir auch alle, die dich suchen. Ja breite deine Barmherzigkeit uͤber alle Menschen aus, und hole einen jeden herum aus seinem Verderben, abson⸗ derlich die Feinde deiner Wahrheit. Insbesondere empfehle ich deiner Gna⸗ denregierung die Meini⸗ gen, wie auch meine Oberen und Vorgesetzten. Erbar⸗ me dich des allgemeinen Elendes in allen Staͤnden, und mache der Bosheit und den Aergernissen ein Ende. Hilf auch allen Nothleidenden und sei uns allen gnaͤdig, daß du uns deinen Frieden gebest im Namen IEsu, Amen. Wider die zeitlichen Sorgen. O GOtt, 09 70 mir doch, daß ich mein Ver⸗ trauen nicht auf mich selbst oder andere Kreaturen setze, sondern mich auf dich allein verlasse. Denn foic laͤssest du jetzund solche große Plagen her⸗ einbrechen, uns zu pruͤfen, ob wir unsere Zuversicht auf dich allein setzen wol⸗ len oder nicht. Also laß uns doch durch deinen hei⸗ ligen Geist alles brauchen zur gesegneten Uebung im Glauben, Geduld und Gebet. Mangelt uns et— was, so ersetze du solches mit deiner Treue und Lie⸗ be, die besser ist als alle Schaͤtze in der Welt. aͤllt uns aber etwas zu/ o laß uns doch ja das Herz nicht daran haͤngen. Dies sei unsre seligste Ruhe, mit deinen heiligen Schickungen zufrieden zu sein, deine Gerechtigkeit zu ehren, und auch den Raub der Guͤter, wo du ihn verhingst, mit Freu⸗ den zu erdulden. Die Welt mit ihrem falschen Trost laß uns nicht be— truͤgen, sondern wenn wir dich haben, nichts nach ihr fragen. Geduld sei unsere Staͤrke, und unser Gewinn Gottseligkeit mit Vergnuͤgsamkeit. Unsere Nothdurft hilf uns maͤßig⸗ * areen und 4* mit 18 Abendgebet am Dienstag. mit uͤbermaͤßiger Begierde darein verstricket werden. Ach laß uns von der schaͤndlichen Bauchsorge nicht verschlungen werden, und reinige die Herzen von diese Abgoͤtterei. Deine Hand regiere uns doch in der rechten Mittelstraße, und erloͤse uns von un⸗ noͤthigem Kummer uͤber geringe Dinge, daß wir sie sowohl als alles fuͤr vergaͤnglich halten, und nach bessern Guͤtern stre⸗ ben lernen, die uns kein Dieb, Rost oder Fall rau— ben kann. Ach daran soll mein Herz ewig genug ha⸗ ben. Amen. Abendgebet am Dienstag. Wiewohl ich deine Guͤ⸗ te, o himmlischer Va⸗ ter, nicht voͤllig erkenne, die ich nur heute, geschwei⸗ ge mein Lebelang genos⸗— sen habe, so wollest du doch meinen schwachen Dank in Gnaden anneh— men, und noch dieses zu deinen vorigen unzaͤhligen Wohlthaten hinzuthun, daß du mich in Christo gnaͤ⸗ diglich mit meinem Lob⸗ opfer ansehest. Dir sei insonderheit Dank, da du mir etwa auch heute einige Zuͤchtigung und De⸗ muͤthigung zugeschickt hast, meine Seele von der Welt abzuziehen. Du hilfst ja nun immer eine Last nach der andern uͤberste⸗ hen, und traͤgst dabei viel Geduld, regierst uns auch mit vielem Verscho—⸗ nen. Laß uns ja deine Gnade nicht wegwerfen, noch auf Muthwillen zie⸗ hen, sondern mache uns rechtschaffen vor deinem Angesicht, und pruͤfe, wie wirs meinen. Ja, laß uns taͤglich in deiner Lie⸗ be und Erkenntniß wach⸗ sen/ und was versaͤumet ist, ersetze du selbst. Nimm uns nun in deinen Frie⸗ den ein, und wirke die noͤ⸗ thige Zuversicht auf deine Bewahrung. Bleibe du in und bei uns, daß kein Feind einbreche. Erbarme dich aller deiner Kinder, ja aller deiner Geschoͤpfe, und morgen oͤffne uns Herz und Mund, dich da⸗ fuͤr zu loben, und in dei⸗ ner Kraft einher zu ge⸗ hen, bis endlich der Abend unsers Leben kommt, und dein ewiger Tag einbricht, da keine Nacht und Fin⸗ sterniß ist. Amen. Um den lebendigen Glauben. duAnfaͤnger und Voll⸗ — ender unsers Glau⸗ bens, ich bin zwar in der christlichen Kirche gebo⸗ ren und erzogen, habe auch wohl etwa den Glauben mit dem Munde bekannt und vorgegeben, und mich einen Christen und Recht⸗ glaͤubigen nennen lassen. Allein ob solches alles in der That und Wahrheit an mir eingetroffen, das weißt du, allwissender HErr, am besten. Deine Au⸗ Iu — Alauba, ů Ahen seglld! Ohube kis funden wel Bum wll. Flüchtch ll uicht' der Wird ae 10 Felct gen Wgel Hlte In Geist u Wollet in Iuch gusgie ich Much vo Iuan/ I fel, Mhditl Irthüm. A m kiftalt Rem sellgma haher Wahrel Bchüte mich Iin Vohn⸗ Aahuben, det 5 todt bot schen kann Htt und e mich mit chen Wahth Rtsebben g Ret und Hach deimen Ueberwind tütlichen U Dad lehendi H4s heil befriedige Herz in d chen Vech dadurch! elbecket h Hnmliche küdtim E Heh alle; hitjHet und dche Und also ö Istag — Vielem ass 5uns su Aucht wahdeh Muthrilgg dern nachei unen., ch in denne Erkenntniß un was vetstumgt u selbs. M in deinen z und witke N ei und, W K übreche. Ehm T deiner Huhe deiner Gesch rgen hffen 5Mund/ ch oben, und in ft einher su endlich det d eben kommt v er Tag ente Nacht und t. Amen. en lebendin Glauben. nfaͤnget unhs er unsen d bin zunt M. n Kikche i. Hhogen, Hu wa den G Munde x gegeben, müen Wi nenheth soscher Am den lebend ————————‚——7—7—— igen Glauben. 19 Augen sehen ja nach dem Glauben, und pruͤfest auch einen jeglichen, ob sein Glaube rechtschaffen er— funden werde. Ein jeder Baum wird an seinen Fruͤchten erkannt, und wel— cher nichts Gutes bringet, der wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Des⸗ wegen bitte ich dich um den Geist des Glaubens; du wollest ihn reichlich uͤber mich gusgießen, auf daß ich mich von allem Miß⸗ trauen, Falschheit, Zwei⸗ fel, ungoͤttlichem Sinn, Irrthum und Aberglau— ben kraͤftiglich abkehre zu dem seligmachenden Licht deiner waͤhren Erkenntniß. Behuͤte mich vor dem blo ßen Wahn⸗- und Heuchel⸗ glauben, der ohne Frucht als todt vor dir nicht be⸗ stehen kann. O lieber GOtt und Vater, erleuch⸗ te mich mit deiner goͤttli⸗ chen Wahrheit, daß ich von derselben goͤttlich uͤberzeu— get und versichert werde nach deinem wahren Worte. Ueberwinde in mir den na⸗ tuͤrlichen Unglauben durch das lebendige Zeugniß dei⸗ nes heiligen Geistes, und befriedige mein unruhiges Herz in deinen unbetruͤgli⸗ chen Verheißungen, daß ich dadurch neu geboren und erwecket werde, dir, meinem himmlichen Vater, unver⸗ ruͤckt im Glauben anzuhan⸗ gen, alle Ehre der Wahr— heit, Gerechtigkeit, Treue und Liebe dir willigst gebe, und also aus dem Glaͤu— ben als ein Gerechter lebe. Laß mich ja nicht im blo⸗ ßen aufblaͤhenden Wissen beruhen, sondern gieb mir eine lebendige Erkenntniß Christi in mein Herz. So oft ich aber ob demselben Glauben kaͤmpfen muß/ und wegen meiner Verderbniß Furcht und Zweifel auf⸗ steiget, wollest du aus Gnaͤ⸗ den das glimmende Docht nicht gar ausloͤschen, son⸗ dern mir helfen uͤberwin⸗ den durch des Lammes Blut, daß Christus durch den Glauben in meinem Herzen bleibe, und durch die Liebe ich in ihm ein⸗ wurzele und gruͤnde. Und wenn mein arges Herz et⸗ wa sich auf Kreaturen ver⸗ lassen, und mit dem Ver⸗ trauen von dir abweichen wollte, so bestrafe und zuͤch⸗ tige du mich alsbald mit deinem wahren Wort, daß ich nicht am Glauben Schiffbruch leide. Ach HErr IEsu, sei du mein treuer lebendiger Weg im Glauben zum Vater; sei mein Licht in Finsterniß, mein Stecken und Stab in Gefahr, mein Heil und Le⸗ ben im Tod, auf daß ich durch den Glauben die Welt uͤberwinde, und mich fuͤr einen Gast und Fremd⸗ ling auf der Welt erkenne. Ja, laß mich nicht mehr aus und nach der unglaͤu⸗ bigen Vernunft leben und von dir ferne bleiben, son⸗ dern laß mich, was ich noch im Fleische leben muß, bloß im Glauben an dich/ 2⁰ Morgengebet am Alittwoch. den Sohn GOttes, leben, und werde du selbst also mein Leben. Denn der Glaube soll und mag kei⸗ nes andern leben, als dei⸗ ner allein. Denselben wol⸗ lest du auch, o mein HErr und GOtt, durch die Liebe lassen in mir thaͤtig sein, als dein goͤttlich Werk in mir, das mich verwandele und neu gebaͤre, und den alten Adam in mir toͤdte, auch aus mir einen ganz andern Menschen mache von Herz, Muth, Sinn und allen Kraͤften. So wer⸗ de ich erst ein Rechtglaͤu⸗ biger in der That werden und Abrahams Same, auch nach der Verheißung ein Erbe sein des Ziels, wel— ches der Glaube mir vor⸗ haͤlt, daß ich Gemeinschaft haben koͤnne mit allen Glaͤu⸗ 9185 hier und dort oben. Alsdann soll mich auch nichts von solchem festen Grunde GOttes abfuͤhren, noch von deiner Liebe schei⸗ den, weil du mir hoͤher bist als alle Schaͤtze Egyp⸗ tens. Also laß mich den Fußstayfen der alten Glaͤu⸗ bigen nachfolgen, und die eitliche Ergoͤtzung der Suͤn⸗ en im Glauben meiden, damit ich deine Herrlichkeit und Belohnung erkenne, und desto mehr nach dir und deiner Gerechtigkeit ver⸗ lange; bis ich endlich in deinem Bilde erwache, und nach dem Glauben im Schauen ewig in dir lebe und das Ende des Glau⸗ bens, nemlich der Seelen Seligkeit/ davon bringe. A⸗ men, um deinertheuren Ver⸗ heißungen willen, Amen. Morgengebet am Mittwoch. u dir, o himmlischer Va⸗ ter, wende ich meine ersten Gedanken anjetzo, und erhebe mein Herz da⸗ zu, damit ich in dir nun⸗ mehr allein leben, stehen und gehen moͤge. Sei du ferner meine Burg und Zuversicht, wie du es diese Nacht ja so treulich wa⸗ rest, dafuͤr dich mein Ge⸗ muͤth preisen und anbeten muͤsse. Nun wache heute ferner uͤber mich, uͤber meine Sinne und Glieder, vornemlich uͤber mein Herz. Gieb mir ja eine taͤgliche Buße uͤber alle meine Ver⸗ derbniß und uͤbrige Unrei⸗ nigkeit. Laß mich in dir reden und wirken dein Wohlgefallen, in dir essen und trinken, weben und bewegen. Und weil du dei⸗ nen Namen, o HErr, ein festes Schloß nennest, so laufe ich mit allen, die du im Glauben deines Sohnes Sehent machest, dahin. In iesem ergebe und opfere ich dir auch alles, was du mir geschenkt hast, auch alle meine Mitglieder, sie seien nahe oder ferne, auf daß wir allesammt dein ewig Eigenthum werden und bleiben, auch dich also zusammen als Einer mögen anbeten. Laß deinen Geist den ganzen Tag an uns zuͤchtigen und arbeiten, da⸗ I 9 Wit n het Gcbot IN NI 0 le Hon. 00 n t alen, fl, ch Su A Eund, We NWchenienett 0 Iin deneö! mulch mn IIR vor al teh und I. derschdent Dein guet ins gu E und hif m dem Weg. Aurch Chtt Hlihen Ge Jür seit den Fill chest und Wenn wir kehren. I in Chhisio lich an, deinen& stand ni meiner aamit ich Ihter dei IMt dure 1h herd uic nic seu ewe herlhe, ein thlt ktwog, Fi Vabonben elnertheurerh. Zengebet U klittwog. ohimmlched wende ich mt Jedanken h be mein Hhl t ich in dex ein leben, sl n moge, 00 neine Bun u 1, wie duezhs so tteulih ir dich nen eisen und ah Nun wache he iber mich inne und G ch uͤbermahth⸗ in eine th er alle mene und uͤtie yy Laß mich h. nd wirken allen, in R ken, webaht Und weildlz nen/ o Hen 0 chloß nemnf mit allen, N hen deiner E achest, dhit;) gebe und gh uch alles, wn henkt hast, A ie Mithlidg he oder fug allesamt genthum 0 1 ah n RalsErash daf deneh zeu Ti I. mdan IU Hur seinen Beruf. 21 mit wir in den Schranken deiner Gebote fort laufen, und der Feind uns nicht konne von dir trennen. Segne uns in Christo IE⸗ su mit allem, was dir ge⸗ faͤllt, und gieb uns so viel Kraft und Weisheit zu dem Stand, darein du uns zu deinen Dienern gesetzet hast. Ach zeige uns die Fußsta⸗ pfen deines Sohnes, ihm treulich zu folgen; bewahre uns vor allen böͤsen Leu⸗ ten, und laß sie uns we⸗ der schaden noch verfuͤhren. Dein guter Engel fuͤhre uns auf Weg und Steg, und hilf uns wandeln auf dem Weg zur Ewigkeit durch Christum in dem heiligen Geist. Amen. Für seinen GBerus. du Schoͤpfer aller Dinge, du hast mich zu deinem Erbe und Dienst geschaffen, und beweise nun durch deinen heiligen Beruf, wie du uns nach dem Fall wieder heimsu⸗ chest und zu dir ziehest, wenn wir uns zu dir be⸗ kehren. Durch diese Liebe in Christo IEsu rufe ich dich on, du wollest mir deinen Segen und Bei⸗ stand nicht entziehen in meiner schweren Arbeit, damit ich mich darin nicht unter dem Zorn verzehre, oder durch falsche Absich— ten verderbe. Ach laß mich nicht meinen Naͤch⸗ sten etwa beleidigen oder betruͤgen, sondern gieb mir ein redlich Herz, meinen Naͤchsten zu lieben und zu meinen wie mich selbst, da⸗ mit ich deine Gnade und gut Gewissen behalte. Schenke mir ein genuͤg⸗ sames Herz und Liebe zu den Armen, weil ich nur dein Haushalter sein soll, der nichts Eigenes auf der Welt, sondern alles von dir hat. Laß mich in dei⸗ ner Liebe essen und trin⸗ ken, arbeiten und ruhen, schlafen und wachen, daß der Fluch und Neid des Feindes mich nicht ruͤhre, auch keine Nachstellung bo⸗ ser Menschen. Am aller— meisten aber laß mir nicht zu, etwas ohne deine An⸗ rufung um Huͤlfe anzu⸗ fangen/ sonst werde ich stets zu Schanden und leide Schaden. Allen Stolz und Neid und Ueberfluß laß ferne von mir sein. Die Lust am Zeitlichen ertoͤdte stin mir durch die Unschuld IEsu Christi, daß ich mein Herz an nichts haͤnge, als an dich, und dich uͤber al⸗ les in der Welt hoch und theuer achte. So wird mich nichts Zeitliches noch Irdisches leichtlich koͤnnen betruͤben noch erfreuen, sondern ich werde in dir Ruhe finden, und mein Tagewerk in dieser Zeit vollenden, bis der ewige Sabbath anbricht, da wir ruhen sollen von unserer Arbeit. Amen. Abendgebet am Mittwoch. (Saume o GOtt, alle meine Kraͤfte und Ge⸗ dan⸗ 22 Um die Liebe zu SOtt u. d. Rächsten. danken nun in dir zusam⸗ men, als in dem Brun⸗ nen meines Lebens, damit ich dir wuͤrdiglich danken koͤnne durch JEsum Chri⸗ stum, deinen Sohn, weil du mich heute so gar son⸗ derbar begnadet und mir beigestanden hast. Nun em⸗ pfehle ich dir auch in sol⸗ chem Vertrauen mein gan⸗ zes Wesen und Leben, wie auch alles andere zu deiner Verwaltung. Ja ich fliehe wider alle meine Feinde in dein liebevolles Herz, und suche meine Befriedigung in dir allein, weil mich sonst im Himmel und auf Erden nichts stillen und Um die Liebe zu GOtt und dem mächsten. Ac du GOtt der Liebe und des Friedens, ich bitte dich um deiner un⸗ aussprechlichen Liebe wil— len, gieb mir zu erkennen, wie lieblos und hart mei⸗ ne gefallene Natur ist, dich oder meinen Naͤchsten goͤtt⸗ lich zu lieben. Ach ich bin von Natur eine zornige, unbarmherzige, widerwaͤr⸗ tige, eigen 1.— Kreatur, die nur sich selbst und das Ihre liebet und suchet, nicht aber was GOttes oder des Naͤchsten ist. Es wachet wohl gar bisweilen vergnuͤgen kann. So wirke du nun allein in meinem Gemuͤth, damit keine an⸗ dere Kraft an mir hafte, und weder boͤse Geister/ noch sonst etwas Feindse⸗ liges zu mir nahen koͤnne. Schleuß du selbst deinen Tempel, mein Herz, mit deinen feurigen Rossen und Wagen als mit einer Ring⸗ mauer ein, so kann ich wohl sicher ruhen, und mit allem zufrieden sein, wie du mit mir verfahren willst. Denn ich bin ein⸗ mal dein, und dein Sohn hat mich so theuer erkauft, auf daß ich zugleich mit ihm leden soll, ich wache oder schlafe. Darum lebe, schlafe und ruhe ich nicht mir, sondern dir. Das schaffe du selbst in mir durch Christum im heili⸗ gen Geist allezeit. Amen. eine Hoͤlle des Zorns, der Rachgier, Unbarmherzig— keit und Bosheit in mei⸗ nem Herzen auf. Ich eifere wohl etwa zuweilen unter dem Schein des Guten wider meinen unschuldigen Naͤchsten, und ist zum we⸗ nigsten keine rechte Treue und Mitleidigkeit in mir gegen die Elenden, Unwis— senden und Irrenden. Ach ja es maͤngelt mir an der wahren Liebe allenthaͤlben, HErr, das weißt du. Wie soll ich aber dazu kommen, wenn du, o unerschoͤpfli⸗ che Quelle der Liebe, mir solche nicht schenkest? Ich komme zu dir als arm, loß und verdorben. Ach gieb mir aus deinem Lie⸗ besherzen ein Troͤpflein deiner goͤttlichen Liebe, da⸗ durch mein Herz und Ge⸗ muͤth erweichet, gesaͤnfti⸗ get, durchsuͤßet und lieb⸗ reich In de ch W Hen Wi⸗ det Khe, Varctz/ l hus M seh dench helg ih dch Ee Lunt dhin 0 nit sh n hüße fießen u. Setlel S R das 0 Hetzens N. 610 Ol hehigket l VPunden, Rhe Duch Eheliebe geh hat. HEtt JEs Tadebkamp Ium nt de wunden h Reh Zorn. Verborgens un maine uch dese Ian Widd dehe Vit Reinet E ich schre nem Ele Mhrung welche i stehet. Gnaden Lebenz; himmlis Trank 5. laer. He Mnsch Iu du. b0 ellle XI lihh Liebe u ty. m Hächsa Gdh der 5 Fricbehh um denet ichen Kiken mir zu erkan à und hirty le Mtut is, Mächümg ben. Ach ur eine sn kzige, wider sinnige Kut. ich selostuß bet und st Wös 0. Naͤchsien s. ohl gar bihe e des Zorhyj „Unbarnhe Bosheit in en auf. Ihhi 0 zuweilet hein des El inen unschid und ist un ine vechte L. leidigkeit Clenden, I d Irkendeh Helt mit g gebe allenthl weift M. Hper dazu kont 0 Uhetsa 4e der Gal t schelkost. it dle verdoch.“ s da + ein Tah Rchenh O ain 77˙3 chtt/ Ressh sühet und C suhel Am die Liebe zu SOtt u. d. Rächsten. 23 reich gemachet werde. O HErr IEsu, du Sohn der Liebe, du Herz des Vaters, gieße deine Liebe aus in mein Herz durch deinen heiligen Geist, daß ich dich lieben koͤnne mit deiner eigenen Liebe, die du mir schenkest. O laß dein heißes Blut reichlich fließen in meine arme Seele! Siehe, ich bringe dir das leere Gefaͤß meines Herzens dar, gieß das lin⸗ dernde Oel deiner Barm⸗ herzigkeit hinein in meine Wunden, die mir der zor⸗ nige Drache durch meine Eigenliebe so oft geschla— gen hat. Ueberwinde, o HErr IEsu, durch deinen Todeskampf, darin du den Zorn mit deiner Liebe uͤber⸗ wunden hast, auch mei⸗ nen Zorn und alle auch verborgenste Feindseligkei⸗ ten meiner Natur. Zer⸗ brich dessen Macht, löͤsche das wilde Feuer durch deine Liebesfluten aus in meiner Seele. Ach JEsu,/ ich schreie zu dir in mei⸗ nem Elend um die rechte Rahrung meines Geistes, welche in reiner Liebe be⸗ stehet. Schenke mir aus Gnaden dies Brod des Lebens; gieb mir diesen himmlischen Saft und Trank 0 Labung meines in der Natur verschmach⸗ teten Herzens. Durch dei⸗ ne unschaͤtzbare Liebe, da⸗ mit du die Deinigen gelie⸗ bet hast bis in den Tod, erfuͤlle auch mich mit Lie⸗ be, kraft welcher ich gerne mich selbst verleugnen und aus Liebe dir williglich nachfolgen moͤge. Denn das ist die rechte Liebe, daß ich dein Gebot halte, die machet mir auch alles leicht. O du reine Liebes⸗ flamme des Vaters und des Sohnes, heiliger Geist, entzuͤnde auch mein kaltes, liebloses Herz mit deiner Mildigkeit, Guͤtigkeit und Huld, ohne welche ich ganz todt bin, dich zu lie⸗ ben. Vereinige mich in der Wahrheit mit deinem Lie⸗ besleben, daß ich in dir und deiner Liebe bleibe, wenn ich einmal mit dir verbunden bin, und nicht mehr hinaus gehe oder zur Liebe der Kreaturen mich wende. Laß mich alle Men⸗ schen, vornemlich deine Glaͤubigen, lieb haven, aber nur in deiner goͤttlichen Liebe und um deinetwillen. Zeuch mich hingegen desto mehr in deine gottliche Liebe/ chehre mir mit deiner Lieblichkeit. Dagegen laß mich dir wiederum treu⸗ lich entgegen gehen und mit Liebe antworten, da⸗ mit ein ewig Band ent⸗ siehe zwischen dir und mir durch die Kraft des ver⸗ gossenen Blutes IEsu Christi in der Einigkeit der zaͤrtesten Liebe des Va⸗ ters. Hilf mir aus Liebe alles dulden, mit allem zu⸗ frieden sein, wie du es mit mir machest. Doch wenn du mich deine Liebe und Suͤßigkeit laͤssest schmecken, so laß sie mich zu desto 40** grö⸗ 24 Aorgengebet am Donnerstag. groͤßerer Treue gegen dich bewegen und zu mehrerer Mildigkeit und Huld gegen meinen Naͤchsten. Auf daß also meine ganze Natur erweichet, gemildert und ahttuche und ich deiner oͤttlichen Natur, welche auter Liebe ist, aͤhnlich werde; ja, daß nichts an mir zu sehen sei, als dein liebreicher, friedseliger, freudenreicher, barmherzi⸗ ger und mildester Sinn/ der sich in Christo durch unzaͤhlige Gutthaten offen⸗ baret. Amen, o ewige Lie⸗ be, Amen. Morgengebet am Donnerstag. un segne mich ferner 7⁴ die ewige Liebe des Vaters in dem Blute JE⸗ su Christi durch die Kraft des heiligen Geistes. Dank und Lob sei dir, du drei⸗ einige, ri. GoOttheit, fuͤr deinen so bestaͤndigen Schutz, Rath und Trost, damit du mir noch nie entstanden bist in aller Gefahr und auch in die⸗ ser Nacht. Wie sollte ich mich nicht weiter dir allein aus ganzer Macht anver⸗ trauen, der du so unzaͤh⸗ lige Pfaͤnder deiner Treue mir gegeben! Ich befehle mich dir billig mit allem, worein du mich zum Haus⸗ halter geordnet hast. Du wollest doch meines Sin⸗ nens und Beginnens An⸗ fang und Ende sein. Laß es alles zu deinem Lobe sten zu Dienst in deiner Liebe. Wende dagegen von mir ab die giftigen Be⸗ gierden und Kraͤfte boͤser Geister und Menschen. Guͤtige auch die Feinde vor mir wie Esau vor Ja⸗ kob, und laß mich in dei⸗ nem Weinberg treulich ar⸗ beiten als ein gehorsam Werkzeug deiner Gnade. Laß mich keine Sicherheit noch Heuchelei einnehmen. Schenke mir ein freudig Gemuth in seliger Ein— stimmung mit deinem Wil⸗ len, und halte deine Liebe bestaͤndig uͤber mir, daß deine Gnadensonne nicht untergehe, sondern mich von Anfang bis zu Ende regiere in Christo JIEsu, meinem HErrn. Amen. Gebet bei Empfindung innerer und äufserlicher Noth. Gerrrenen und erbar⸗ mender Vater, unser verderbtes Wesen hat uns alle diese und andere Noth zugezogen, und noch viel mehr zum Lohn der irdi⸗ schen Luͤste verdienet. Wir schuldigen uns auch gerne selbst, und beschweren uns nicht uͤber deine gerechten Schickungen. Aber sei nur unser in Gnaden eingedenk, und werde allen Trostlosen auf der Welt die wahre Huͤlfe und Zuflucht in Kraft deiner unendlichen Allmacht, zu welcher wir uns im Glaͤuhen wenden. Zeige uns in allen Zustaͤn⸗ gereichen, und dem Naͤch⸗ den deine kraͤftige Gegen⸗ war/ Iei 2. uunt duch Eretun Ruben, Wö! den rechtel) Schang dn I. balsl, Hel, Eetden Imel Sellt Zuuuern/ M sishhich u Udhel uucht N angten schime uns Laheh dule der dlen Tt Iach der A. Ren schhyf lberdigmach A uls Rilhlhem gfh, Mi Hthisen ur lad größet Iu. Din Arch deite Im Ghaud iu Gold S0 wekden Helicht eit lls Kinder get werd gung zu donn werd und Begi heinet Tte die vetg Herne fal ster waht Erlbsung alle dein ungen; tanige sent Her Feu⸗ ud nach Reeil den. Jj laß mich berg ttalh ls ein 0 deilkereg keine Eh chelei einnh mir ein s in selur. Mit deinehl halte dent uͤber m nadensonn „ sondesh; ing bis u . Christo Errn. ei Empsth und äußen Roth. ster undea der Vatek Wesen hl und andenl „Und o n Lohn ie verdien! uns gud beschch deine gu gen. Moctt Inadenehh e allen Welt MN nd Zufuh iner Mahh „zu weichl Hlauber. in S Frafty H0 1 den heilsan. sei zur Selig⸗ Abendgebet am Donnerstag 2⁵ wart durch eine gnaͤdige Errettung aus dem Ver⸗ derben, und bringe uns auf den rechten Weg der Be⸗ kehrung, damit uns das Lei⸗ keit. Werde unsern schuͤch⸗ ternen Seelen ein Trost im Trauern, und sprich uns suͤßiglich zu, wenn uns das Uebel zusetzet und die Fein⸗ de aͤngsten wollen. Be⸗ schirme uns durch das neue Leben deines Sohnes wi⸗ der allen Tod, und laß uns nach der Angst wieder O⸗ dein schoͤyfen in deinem lebendigmachenden Geist. Laß uns nicht nach ver⸗ gaͤnglichem Trost umher⸗ gaffen, dadurch wir deiner vergessen und uns das E⸗ lend groͤßer machen moͤch⸗ ten. Vielmehr treibe uns durch deinen heiligen Geist zum Glauben und Gebet, zu Geduld und Hoffnung. So werden wir dem Zorn⸗ gericht entgehen, und nur als Kinder zu Nutz gezuͤch⸗ tiget werden, deine Heili⸗ gung zu erlangen. Als⸗ dann werden wir mehr Lust und Begierde zu dir und deiner Treue bekommen, und die vergaͤnglichen Dinge gerne fahren lassen zu un⸗ srer wahren Besserung und Erloͤsung. Ach so segne uns alle deinen heiligen Schik⸗ kungen; fege deine Tenne/ reinige die Tempel un⸗ serer Herzen durch das hei⸗ lige Feuer deines Kreuzes, und mache uns wuͤrdig um deinetwillen etwas zu lei⸗ etwa werden moͤchte, je naͤher sei uns, o GOtt mit deinem Trost, und laß uns denselben stets wahr⸗ nehmen und genießen, bis wir als Gold und Silber gelaͤutert und bewaͤhret in dein Reich einzutreten faͤ⸗ hig worden sind, durch un⸗ sern treuen Vorgaͤnger und mitleidigen Hohenpriester. Amen. Abendgebet am Donnerstag. Mo soll ich mich nun Wé hinwenden, o GOtt meines Lebens, als zu dir, da nun die Finsterniß und so manches Boͤse einbricht? Oeffne mir doch dein freundlich Herz in Christo IEsu, und lasse mich in seiner offenen Seite ruhen. Denn ich will nun meinen Schlaf nur in deiner Lie⸗ be und Vereinigung vor⸗ nehmen, damit er mir in dir gesegnet und nuͤtzlich sei. Verhuͤte du doch selb⸗ sten, daß mich keine fal⸗ sche Kraft beruͤhre, und zer⸗ brich alle Pfeile, die etwa auf mich zuschießen moͤch⸗ ten. Laß auch den Satan mich durch keine boͤse Lust reizen, sondern das Fleisch in Zuͤchten reine sein. Da⸗ gegen zuͤnde deine Liebe in mir an, so kann ich die ganze Nacht mit dir im Gemuͤthe zu thun haben, o mein Licht und Heil, wenn gleich der Leib schlaͤft. Des⸗ wegen versenke ich mich ganz und gar in deine Er⸗ den. Ja, je gßer die Roth barmung, und begehre nur in 26 Am die Nachsolge Christi. in deiner Kraft zu ruhen Juͤnger nicht sein, wenn nebst allen deinen Freun⸗ den, an denen du sowohl als an mir Armen deine Barmherzigkeit wollest groß machen in Zeit und Ewig⸗ keit. Amen. Um die Nachfolge Christi. Mer HErr und mein GOtt, der du mir durch dein Exempel den Weg gewiesen, darauf ich zum Vater kommen soll: ich muß bekennen, daß ich gar keine wahre Lust und Ernst zu deiner Nachfolge in mir finde, sondern viel⸗ mehr nach dem Fleisch mei⸗ nem Willen und Fleisches⸗ trieb gerne folgete. Das kraͤnket mich aber schmerz⸗ lich, daß du, getreuester Freund, durch alle dein Lei⸗ den und Noth und durch deinen unschuldigen Wan— del nicht so viel Treue bei mir noch erlanget hast. Gleichwohl ist kein anderer Weg zum Leben als der⸗ jenige, den du uns selbst vorgegangen bist. Und nun muß es doch endlich ein— mal gewaget und angeho— ven sein. Darum wende ich mich nun mit ganzem Herzen in deine Gnade und bitte dich durch eben dein heilig Vorbild, das du mir gelassen hast, gieb mir nun einen ernsten Haß meiner selbst und meines eigenen farlschen Lebens, welchen du in taͤglicher Buße bei mir wirken wollest. Sie⸗ he, ich kann ja sonst dein ich nicht mein Kreuz taͤg⸗ lich auf mich nehme. So tilge doch zu Grund aus in meinem Herzen die schaͤndliche Eigenliebe, das Eigengesuch und die Falsch⸗ heit der Natur, die sich selbst zum GOtt machet, wie Lucifer that. Hinge⸗ gen lehre mich williglich entsagen mir selbst, meinem eigenen Wollen, Koͤnnen, Haben, Tichten und Trach⸗ ten, welches von Jugend auf boͤse gewesen ist. Gieb mir scharfe Augen des Gei⸗ stes, mich selbst alsbald in meiner Eigenliebe zu er⸗ greifen, wo sie herrschen und das Gute vergiften will, damit ich alsdann wider mich selbst in großem Ernst kaͤmpfe, und um deinetwil⸗ len gerne mich alles andern verzeihe und begebe. Dazu wolle dein Geist des Ge⸗ bets mir helfen ringen und anhalten, mir selbst abzu⸗ sterben, dir aber mich selbst und alles zu eigen zu ge⸗ ben, dessen es auch alles ist. Ach dein Leiden, dein Tod, dein abgeschieden Le⸗ ben wirke auch in mir dei⸗ nen goͤttlichen Sinn, der du mich uͤber dich selbst ge⸗ liebet hast bis in den Tod. Diese Liebe mache mich auch dich wieder lieben uͤber mich und alles bis in den Tod. Deine Treue sei meine Treue, deine Ar⸗ muth sei meine Fuͤlle, dein vollkommen Opfer bringe mich dem Vater zum ewi⸗ gen Eigenthum dar. Drin⸗ 3² l u nich! be Ket/ N Rchzvjolgel hue nit nochi Wünn Dinlel, Nf, ul„ Auch;! Wal. Sei R Eh dh! a, Vathet) d W eben, d Lah kin ande sich betvegen Mache Mic Hest durch Iches Auhao nich il de ANhes Geiste uit dt zu g d laß deite nich erweck elet Leben sii allegit Ien Wil Men Eigen muse vor d Wokfen blei itditüber wie sichs Beaut geg gum. In ͤbet alle: den dui immetmeh eigen zu also gesc selbst, A Mor Du e 97 mahe du h u dih, x listi. 25—9.— rein Kran ich nehme zu Grund, u herzn Eigenlte Hunddeße Natur, Nei Gott muhs tht. su mich wilhg it selbsime Zollen, Ahw chtenunddn hes von Pue hewesen if. e Augen deg seibst glahh igenliebe wo sie hilet ute vergiftehz alsdann st in großend' Ind um dahth mich alleshe Ind begebe. u Geist d helfen kg mit selbt it abet michl zu eigen en ed guch l dein Heich mabgeschd auchinnt en Sil, Zber dichsehe Rbis in M obe mace l Wwiedet 4 und 1N E. Dam 1 Treue, un RehefrIle ei Ount H. Uin iun imdt. schuldiges Bild muͤsse auch Morgengebet am EFreitag. 2⁰ ge du mich durch deiner Liebe Kraft, dir unverruͤckt dchnnines B. Dein un⸗ an mir nach und nach her⸗ vorkommen und Gesialt ge⸗ winnen, daß, wie du wa⸗ rest, auch ich sei in der Welt. Sei du mein eini⸗ er 10 den ich gehe, das icht, das ich sehe, die Wahrheit, die ich lerne, das Leben, das ich ausuͤbe. Laß kein ander Leben in mir sich bewegen, als deines. Mache mich mit dir einen Geist durch unzertrenn⸗ liches Anhangen. Versenke mich in die Gemeinschaft deines Geistes, pflanze mich mit dir zu gleichem Tode, und laß deine Auferstehung mich erwecken zum ganz neuen Leben in dir. Das sei allezeit meine Speise, deinen Willen zu thun. Mein Eigenwille hingegen muͤsse vor dir todt und ver⸗ worfen bleiben, auf daß ich mit diruͤbereinstimme, gleich wie sichs gebuͤhret einer Braut gegen ihren Braͤuti⸗ gam. In dir wuͤnsche ich uͤber alle Dinge zu ruhen, dein ewig zu bleiben und nimermehr wiederum mein eigen zu werden. Amen, also geschehe es durch dich selbst, Amen. Morgengebet am Freitag. D lebendiger, wahrer SGbott und Schoͤpfer, meine Augen sollen auf dich sehen, und in deinem Licht dich, das wahre Licht, an diesem Morgen suchen, der du mir naͤher bist als ich selber. Du lebendige Quel⸗ le alles Segens, von dir hole ich nun ferner, was mir noth thut. Zuvor aber sage ich dir Dank aus allen meinen Kraͤften in JEsu Christo durch deinen Geist wegen deiner vaͤterlichen Hut und Wacht in dieser vergangenen Zeit. Nimm nun mein elendes, unwer⸗ thes Herz zu einem Mor⸗ felben 5 durch eben den⸗ elben Hohenpriester auf, und gieße deine Liebe dar⸗ ein aus durch deinen Geist, so werde ich den ganzen Tag in solcher Liebe wan⸗ deln koͤnnen. Ich kann ja, wie du weißt, nicht einen Augenblick ohne dich be⸗ stehen; darum vereinige meinen Willen mit dir, daß sich nichts in und an mir ohne dich bewege, geschwei⸗ ge ich anßer deiner Regie⸗ rung etwas wirke. Was ich aber versehe, das ver⸗ bessere du durch deine voll⸗ kommene Liebe, und hilf mir in wahrer Buße un⸗ verruͤckt fortgehen, wie du es von mir verlangst. Ich entsage williglich allem Ar⸗ gen, und uͤberlasse mich und alles Andere deinem Regi⸗ ment und heiligerOrdnung: du wirsts in allem wohl ma⸗ chen und mir endlich durch alle Truͤbsale und Muͤhse⸗ ligkeiten hindurch helfen in dein Himmelreich. Dir sei in allem Ehre und Herrlich⸗ keit gegeben. Amen. Um 28 Um die Arast des Leidens Christi. Um die Krast des Lei- dens Christi. Gerreuester Immanuel, dein verdorbenes und elendes, aber doch durch dich erkauftes Geschoͤpf, das Werk deiner Haͤnde, wirft sich im Geiste nieder an dein Kreuz, und duͤr⸗ stet nach der verborgenen Gnade und Kraft, die du in dein Leiden gelegt hast. Die aͤußerliche Geschichte desselben ist 9 30 lieblich und erbaͤulich; aber was hilft sie mir ohne die in⸗ wendige Wirkung? Ich finde nicht Ruhe, bis ich die Frucht genieße: gleich wie du nicht ruhetest, bis alles vollbraͤcht war. Also verklaͤre mir doch deine hei⸗ lige Passion in meiner Seele, und floͤße mir das Leben ein, das darinnen verborgen liegt. Ich werfe mich mit Stoͤhnen und Sehnen meines Geistes in deine ausgedehnten Arme, ja in deine tiefen Wunden hinein, und begehre mit allen Kraͤften deines To⸗ des kraͤftiglich theilhaftig zu werden. Oeffne mir doch deine hohle Seite, und zie⸗ he dahin all mein Verlan⸗ gen. Denn ich wuͤnschte gar zu gern aller Dinge uͤber dir zu vergessen und muͤßig zu gehen. Ja ich kanns nicht aussprechen, wie herzlich gerne ich mich allein ruͤhmen moͤchte in deinem Kreuz, daß mir die Welt gekreuziget bliebe, und ich ihr mit allem Loben und Schelten, boͤsen und guten Schreken Luͤsten und Schrecken, Vortheilen und Beschaͤdigungen. Alles dies mache doch ganz todt in mir, wie du, allen Din⸗ gen erslorben, am Kreuz hingst. Verwunde, triff und zeichne mein Herz mit deiner Wunden Kra so tief, so bestaͤndig und em⸗ pfindlich, daß es mir eine Qual sei, einen Augenblick ohne deine Gesellschaft zu leben, und ein Himmel, mit dir zu reden, zu wir⸗ ken und zu leiden. Setze mich durch dein Leiden in eine solche Gnade und Liebe bei deinem Vater, daß ich nicht nach meinem Ver⸗ dienst, sondern nach deinem von ihm angesehen werde. Laß dein Blut fuͤr mich und in mir schreien, ja alle deine Wunden mich vertreten wider alle meine Feinde. Dein Geist ma⸗ che sie mir zu sichern Fels⸗ loͤchern, darein ich zu flie⸗ hen mich stets uͤbe und also bewahret und erhalten wer⸗ de. O meine einzige Hoff— nung, gieb mir eine selige Na folge in allen deinen heiligen Fußstapfen, die du nach dir gelassen hast. Zeige sie mir in allen meinen Schritten, die ich zur E⸗ wigkeit thue, und laß mich nicht im geringsten davon Aubsthdeiter, noch die brei⸗ te Bahn der Welt jemals mehr beteeten. Du hast mich deinem Vater mit sammt deinem Geist zu treuen Haͤnden empfohlen; all⸗ . N sibe uhd dube 2 Selle t sufgn, 5 I se Rul wusthn lahe schedet f Hr Rltz sscht. D Sin i TH. Rune Sul mt Hend ein Wen/ und in nit den Res Glaubef Nänes eht Dan Iugl Mterhe en Il r! Iuletdessn! siheich Abe in m 110 N l e du tö f Infechtung bühn.d Juch in 9 nmmen do Bagiedde slen, de nem Joch Hichts and Gchteibe nd Nige Sünn, u ser Liehe hankbar! e, dein Ugenteß *V Kraf Wher Le u. An Wedgt . 8 Chrsst Rernd „ Listh „ Vokthaleg ungen. W h gan wus bu alen d an au Wl derwund, je mein Henz unden Ku saͤndig un daß e mrh Amen Nugc e Geselsch; d ein bim keden/ I u leiden. E. . dein Lecc ö Gnade W U Vater, RN 9 manen d dern nach en angesehe hu Wut füt n mir schreiß e Wunden n wider alletz Dein Gastz r zu sichern Hrein ich R stets ubeunh und erhalan eine einshehj mit eisesch in allen x ußstapfen, M Hlassen haf 6 In allen nch „die ich Al He/ und lh Pringsten u en/ Hoch dekg der Wit a ten, Du en Mit N Mahem Guis nden Abendgebet am Freitag. allda versiegle und zeichne, faͤrbe und durchdringe mei⸗ ne Seele mit deinem ro⸗ sinfarbnen Blut, auf daß er sie darin erkenne und aufnehme, wenn sie vom Leibe scheidet. Begleite du sie vor deines Vaters An⸗ gesicht. Vertilge in ihr die Lust zur Suͤnde, die du ge⸗ buͤßet hast. Hilf mir durch deine Geduld und Lammes⸗ natur alle mein Elend uͤber⸗ winden, und kaͤmpfe selbst in mir den guten Kampf des Glaubens in der Kraft deines letzten Streites. Dein aͤngstliches Seufzen unterhalte auch mein Stoͤh⸗ nen zu dir bis ans Ende. Unterdessen laß deine bruͤn⸗ stige Liebe zu mir auch solche Liebe in mir wirken, dir zu Liebe alles anzunehmen, wie du es fuͤgest, und alle Anfechtungen in Liebe zu besiegen. Deswegen du mir auch in allem zu Huͤlfe kommen wollest, und meine Begierde mit dir allezeit stillen, daß ich unter dei⸗ nem Joch bleibe und nach nichts anderm mich umsehe. Schreibe deine Striemen und Naͤgelmale in meinen Sinn, zum Andenken dei⸗ ner Liebe, die mich auch dankbar mache und erleuch— te, deiner Erloͤsung ewig zu genießen, und zwar dur ie Kraft aller und jeder deiner Leiden und Schmer⸗ zen. Amen. Abendgebet am Freitag. er Abend hat uns nun uͤberfallen, o mein 29 lieber frommer GOtt und Vater, und wir sind all⸗ zu schwach, uns selbst zu helfen oder 1 verwahren. Darum staͤrke du uns doch durch die Kraft des Glau⸗ bens, und widerstehe allen feindlichen Maͤchten, die uns mit List oder Gewalt schaden koͤnnten. Und weil uns das aͤußerliche Licht nun entzogen ist, so blicke uns desto mehr inwendig an mit dem ewigen Licht deiner Gnaden, damit wir in unserer Noth und Ge⸗ brechlichkeit allzeit Rath und Zuflucht bei dir suchen und finden. Kehre unser Herz und Sinn zu dir, daß wir nicht irre gehen. Hast du uns aber heute von dir abweichen gefunden, so rufe uns wieder mit dei⸗ ner heiligen zuͤchtigenden Gnade zu dir, und bringe alles Verirrte zurecht. Er⸗ halte uns wider alles Arge, daß wir dir zu Lobe und Dienst leben, so wollen wir ruͤhmen in dir, und nichts uns selber zuschrei⸗ ben, sondern dir allein alle Ehre geben. Das wollest du uns selbst lehren, und dazu alle deine Glaͤubigen regieren, ja deine ganze Gemeinde in der Welt dir befohlen sein lassen, und einem jeden Gliede das Maaß seines Leidens helfen uͤberwinden, bis es alles vollendet werde, und wir zur ewigen Ruhe kommen in Christo deinem Sohne, der unser Friede worden ist. Amen. Um 30 Am Geduld. Um Seduld. O geduldiger Heiland IEsu Christe, welch eine unaussprechliche Ge⸗ duld und Leidsamkeit hast du in deinem ganzen Le⸗ ben, sonderlich aber im Lei⸗ den und Sterben aller Welt bewiesen; was maͤchtige Fußstapfen hast du gelassen,/ daß ich ihnen nachfolgen solle! Aber ach wie unlei⸗ dig/ unstaͤndig, ungebrochen und ungelassen der natuͤr⸗ liche Sinn dazu sei, HErr, das weißt du. Ich weiß, man kann ohne Truͤbsal nicht in dein Reich einge— hen; noch dennoch wehre ich mich wider alles Lei⸗ den so sehr, und entziehe anm. wo ich nur weiß und kann. Bisweilen meine ich wohl was Gutes zu thun; aber Leiden und deine Schmach, Kreuz und Noth willig zu uͤbernehmen, ge⸗ het mir schwer ein. Wo soll ich aber endlich Ge⸗ duld herkrien en/ entweder in gegenwaͤrtiger böser Zeit/ oder auch im kuͤnftigen boͤ⸗ sen Stuͤndlein, ja in der letzten Todesnoth? Ach du leidsames Lamm, in dich winde ich mich mit allen mei⸗ nen Begierden und Kraͤften ein, und wickle mich in dein Leiden durch einfaͤltigen Glauben. Ja ich will nir⸗ gends als in deinen Wun⸗ den Kraft suchen wider mei⸗ ne Unart; deñ in dir und dei⸗ nem Herzen finde ich alles/ was mir mangelt. Deine Lammesart uͤberwinde doch meine stoͤrrige, harte Unart; dein Gehorsam breche mei⸗ nen Eigensinn; deine Ver⸗ leugnung bezwinge meine Eigenliebe; deine unuber⸗ windliche Geduld in allen deinen Schmerzen zaͤhme meine Ungeduld. Komm, du tmaͤchtiger Siegesfuͤrst, beu⸗ ge meinen Ruͤcken in Zeiten unter deine Joch/ lehre michs bei Zeiten tragen, uͤbe mich in wahrer Gelassenheit und Uebergabe meines Willens, daß mein Wille dein Wille und dein Wille meiner sei. Ach wenn ich doch deinem leidsamen Lammesbilde so aͤhnlich moͤchte werden, o HErr IEsu, daß ich dei— nen Willen gern. erduldete und mich der Truͤbsal freu⸗ en und ruͤhmen koͤnnte! Druͤcke mir doch deinen Sinn in meine Seele, du liebster Freund. Laß mich doch gesinnet werden, wie du 11 warest. Laß mich doch lieber das Kreuz er⸗ dulden und deine Schmach erwaͤhlen als eine kurze Zeit Ergoͤtzung, Lob und Beifall mit Suͤnden haben. Gieb mir, du Brunn aller Tugenden, ein gutwillig Herz, dem Vater in dir ein Opfer zu werden, und dir nicht mehr zu wider⸗ streben, wenn du mich auch zu meinem Besten hart hal⸗ ten muͤßtest um meiner Un⸗ art willen. Verleihe mir, deinen guten und treuen Willen an mir zu erkennen, daß ich nimmermehr wider dich in langwierigen oder groͤßern Leiden murre, viel we⸗ Mat! 2. I e dehet ml He müsse me füla 1 Ind Ubette hne delle! Hagchteh falt Hoch Hielmeht 11 M M fuug ö lch gehchek. Hl wilie Re Hoft Vaden Teel Yfet, DR Irthu l 60 Wüst! Wrin nuc cht sod ch ung Nuh, ashi Jung 9 hi 0 H e U Worige zu Hng. Be O ubeh 0 Uer der vo M Ind befestt Ve allen mir den 6 und des nie bekdt Werde, d manin den stͤtke legen/ ut le Mit st dig und lachen, Eugel Daad llit, sc in in Hlhr de u fib Rhen IIN Rihhitehz rsam drche ssinn; dane bewinge He deine unh Gold Schmerzen Hdulb. Hum „Siegesfit Ruͤckenn Woch lehe tragen, Ihr Gelassahch he meines Wl Wille denz Wille maft im ich dochh Lammeilh mͤchte weln Esu, daß ih en gern aht der Tröhstz ruͤhmen hy mir doch x * meine Sel Vreund. Ll innet wetde warest. Hun ber das Keh ind deine Sn 2j/ als aseh Pͤtuno/ L Init Sündu Eir, du Buun en, ein gul em Vdatet! r zu wetde üt meht uu wenn du I m Besenhu test um mat In. Mulhe uten n Im mit ueth nimmernchth Langwitthe. Letden nutt Morgengebet am Sonnabend. 31 weniger deiner Hand zu ent⸗mich dir auch in der groͤß⸗ gehen trachte. Deine Lie⸗ten Gefahr enthalte, und be muͤsse mich in allen Zu⸗ wie die drei Maͤnner im faͤllen zufrieden sprechen Ofen oder Daniel unter und uͤberzeugen, wie mir den Loͤuen bewahre. Ja, ohne deinen Willen nichts HErr JEsu, vereinige all begegnen kann, ja wie ich mein Elend mit deinem noch viel mehr noͤthig haͤtte, heiligen Leiden, und bene⸗ und dir zu groͤßern Zuͤch⸗deie es mir durch dessen tigungen so manchen An⸗Kraft zu meinem Besten laß gegeben. Dein williger und Seligkeit, auf daß du Geist wirke in mir freu⸗an mir allezeit hochgeprei⸗ dige Hoffnung, Lust zum set werdest in Lieb und Leid, Leiden, Treue und Bestaͤn⸗ im Leben und Tod, ja in digkeit, Demuth und Ver-die Ewigkeit der Ewigkei⸗ urtheilung meiner selbst. ten. Amen. So wirst du mich nicht, Rurfen nach der Schaͤrf, Morgengebet am richten, sondern nur vaͤter⸗ Sonnabend. lich zuͤchtigen, und zwar 1 Ab mein lieber Vater, Nutz, daß ich deine Heili⸗ hilf, daß ich dich die⸗ gung gewiß erlange. Osen Morgen und allezeit im so heilige und segne alles Geist und in der Wahrheit Widrige zu meiner Besse⸗anbete, aber auch nichts be⸗ rung. Bewahre meinen gehre, als was dein Wille ist. Glauben wie Gold im Erleuchte mich mit deinem Feuer der Leiden, entzuͤn⸗heiligen Geist, und reinige de desto mehr Liebe in mir, mein Gewissen von allen und befestige die Hoffnung. todten Werken, dir, dem Vor allen Dingen aber gieb lebendigen GOtt, heut und mir den Geist der Gnaden allezeit zu dienen durch das und des Gebets, daß ich Verdienst deines Sohnes nie verdrossen oder muͤde IEsu Christi. Gieb, daß werde, dich in der Noth sch nichts in mein Gemuͤth anzurufen. Dein heilig Lei⸗fasse, als was dir gefaͤllt. den staͤrke mich in allemAn⸗Siehe, ich bin dein, und liegen, und dein Geist wol⸗ du hast mich deinem Sohn le mir solches stets leben-in der Buße gegeben; setze dig und mich dadurch stark du solche taͤglich in mür machen, wie du von einem fort durch deinen heiligen Engel gestaͤrket wurdest. Geist, daß ich wider alle; Wehre dem Geist der Trau⸗Boͤse ernstlich streite, und rigkeit, daß er mich nicht mir mein Christenthum ei⸗ sichte in Leidenszeit oder nen rechten Ernst sein lasse. in Kleinmuth stuͤrze; run ron mir ab alle dern gieb mir deinen freu⸗ unnuͤtze und boͤse Worte digen willigen Geist, der und Werke, sei durch dein Wort 32 Oussgebet. Wort ein Richter der Ge⸗ danken und der Sinne des Herzens. Auch bewahre meinen Fuß, daß ich nicht auf verbotenen Wegen ge⸗ he; denn du weißst, lieber Vater, wie viel Feinde um und nach meiner Seele ste⸗ hen, und wie leicht ich be⸗ ruͤcket und befleckt werde. HErr, es soll auch dein Ruhm alleine sein, wenn du meine Huͤlfe wider das Straucheln sein wirst, und mein Glaube wird dadurch gestaͤrket werden, daß ich dir ewiglich anhange und nicht von dir weiche. Ich will auch deine Wunder andern erzaͤhlen, die du auch sowohl als mich zu dir zie⸗ hen und in Seilen deiner Liebe leiten wollest durch den Sohn deiner Liebe in Kraft des heiligen Geistes. Amen. Bußgebet Hgroßer, unermeßlicher GHeErr und GOtt, ich komme vor dein Angesicht, ob ichs wohl nicht wuͤrdig bin, und bitte dich, du wol⸗ lest mich selber bekehren und uͤberzeugen, wie treulos ich an deiner Gnade worden bin. Denn ich liege im Schlamm der Suͤnden und bin gleich dem verlornen Sohn, der sein vaͤterlich Erbe verpraͤsset hat. Ich nehme aber dennoch in mei⸗ ner Noth Zuflucht zu dir, und leugne nicht, daß ich vor dir gesuͤndigt habe, und dadurch todt und blind bin worden am Reiche GOt⸗ tes. Und was soll ich vor dir sagen, o du Richter al⸗ les Fleisches? Hier stehe ich vor dir nackend und bloß/ und weiß von nichts, als von dei⸗ ner unergruͤndlichen Barm⸗ herzigkeit, die sich in dem Tode deines Sohnes offen⸗ baret hat. In demselben Leiden und Sterben IEsu Christi wollest du dich mei⸗ ner erbarmen, und meine Seele von den schweren Suͤndenbanden erloͤsen und befreien. Nimm mich auf in deine unergruͤndliche Barmherzigkeit, darein du alle bußfertigen Suͤnder eingelassen hast, und erlose mich aus der Hoͤlle; errette mich vom Tode, absonder⸗ lich von meinem eigenen Willen, der mich von dir getrennet hat. Ich kann mich selber weder bekehren noch bessern, darum hilf du mir meine Suͤnden durch dein Verdienst uͤberwinden, und ziehe mich zu deinem Sohne, der sich selbst fuͤr mich gegeben hat, auf daß ich von den Stricken des Feindes erloͤset werde, und dein Heil in Christo erfahre. Ach erwecke mich selber aus meinem Tode zum wahren neuen Leben, und wende mein HerzMuth und Sinn ganz zu dir, daß ich diesen Augenblick die Eitelkeit ver⸗ lasse, und mich bekehre, da⸗ mit ich lebe. Erleuchte mich selbst zu einem neuen Leben, das in Christo ist, und schenke meiner armen hungrigen Seele deine ver⸗ borgene Kraft, die da* ty⸗ Ioth Hanh Im dirgt Ruengt u cet cel 7 ö M ld Ll sihet hett u thehe! I Elbsulh, Ich uch, du AM. Amen Wendg Sonn Aun sei d Himmdd Len gegeben, z hehet gf Wohlden Ta Hahenglen Hente dirz ih nicht ein Heben/ Hf lhen kͤnnen schen nicht debahtet h sch nuneine sgen HEl sicht wete Ic so set Rerstes na Rie und d und ich ol Isu, nid lhe, dis in mit w send hab nein Her e. Belch Rune Lie Mänen 2 ud gls Imt ich lan weit Mich auf hihet, Se kelnche wos sali „ 0 öu Moh hes: Hiash kendundhiah nichts alein undlchrhr nes Sohneßtz t. In denst ud Sterben ollest dudcr kmen, und y on den schye banden erhhen Nimm ii e unetgrügs Hiigkeit, dut pfertigen S n hast, uhe der Hoͤllez e u Tode, abin meinem ii der mich hy t hat. V her weder bel ern, darumh e Suͤnden! dienstͤuͤberne e mich zu d der sich seh, jeben hat, den Sttich erlöset verh, in Christoch cke mich seh. Tode zum l vben, und H Muthune dir/ daß ic ack die Eitllch mich belehtl lebe. E st Malee Pas in Elast; le maller n Selle dahgh vrst, N W Abendgeber am Sonnabend. ——.—'—h,:ñ‚.——— 33 ihrer heilsamen Gnade alle Menschen zuͤchtiget, daß ich von dir gesaͤttiget, getröͤstet, gereiniget und selig gema⸗ chet werde. Durch dein Blut und Tod hilf mir, lieber HErr GOtt! Dar⸗ ein ergebe ich mich zu mei⸗ ner Erloͤsung, ja ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Amen. Abendgebet am Sonnabend. NI sei dir, o Vater im Himmel, alle Ehre al⸗ lein gegeben, daß du mich bis hieher gefuͤhret, und so⸗ wohl den Tag, als die ganze Woche vollenden lassen. Ich bekenne dir zum Preis, daß ich nicht einmal bei Leben bleiben, geschweige ruhig leben koͤnnen, wo dein Auf— sehen nicht meinen Odem bewahret haͤtte. Wer sollte sich nun einem solchen hold⸗ seligen HErrn und Vater nicht weiter anvertrauen? Ach so ziehe alle mein In⸗ nerstes nach dir, daß ich in dir und du in mir bleibest, und ich ohne dich, HErr IEsu, nichts thue, ja nicht ruhe, bis ich dich lebendig in mir wohnend und wir⸗ kend habe. O beruhige mein Herz in dir durch wah⸗ re Bekehrung zu dir, laß deine Liebe staͤrker sein als meinen Tod der Eitelkeit und als alles in der Welt/ damit ich durch dich in al⸗ lem weit uͤberwinde, was mich anficht und verunru⸗ higet. Lege deine Linke un⸗ ter meine Rechte und befrie⸗ dige meinen Leib und Seele durch deine unverdiente Barmherzigkeit, die mir besser ist, denn das Leben. Thue mir auf deinen erbar⸗ menden Schooß der Gna⸗ den, und bedecke mich in dei⸗ ner Huͤtten zur boͤsen Zeit. Ja wenn mir mein Feind am naͤchsten sein moͤchte, so sei du mir doch noch viel naͤher, und beweise, daß du der Huͤter Israels bist, der nicht schlaͤft noch schlummert. Aber laß mich auch nicht sicher werden, sondern erwecke meinen Geist, zu dir zu seufzen und auch beim Schlaf an dir zu hangen. So soll mich nichts von dir trennen, denn ich lasse dich nicht, du seg⸗ nest denn mich und alle, die es mit mir begehren. Amen. Lob des dreieinigen Ottes. Hdumtdr Vater, ich danke dir durch deinen Sohn in dem heiligen Geist, und bete dich an in mei⸗ nem Herzen, wollte auch nicht gerne etwas anders denken oder sagen, als was dein Wille ist. Dich preise ich, Vater und HErr Him⸗ mels und der Erden, daß du mich nicht nur geschaf⸗ fen, denn das waͤre mir nach dem Fall noch keine Seligkeit, sondern auch in Christo zur Herwiederbrin⸗ gung verordnet und er⸗ waͤhlet, und durch den hei⸗ ligen Geist berufen und zu deinem Reich ast. ——EE——— 34 Gebet eines buszfertigen Sünders. hast. Ach laß mich dich fuͤr diese unzaͤhligen Wohl⸗ h thaten jetzt und allezeit wuͤrdiglich anbeten, ehren und lieben, damit ich auch eine neue Kreatur werde, geschaffen in Christo zu gu⸗ ten Werken. Ich danke dir, o ewiger Sohn GOt⸗ tes, der du von deinem Va⸗ ter mir gemacht bist zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erloͤsung. Du bist um meinetwillen Mensch worden, und hast mich von meinen Feinden dadurch wollen frei machen, auf daß ich dir dienete ohne Furcht mein vebenlang. So ergebe und widme ich mich nun kraft dieser dei⸗ ner Erloͤsung zu deinem Lobe und Dienst, damit ich alles bloß zu deinem Lob und Gefallen hinfort thue, wolle und rede. Ich bin dir allzu theuer erkauft, wie sollte ich mir selbst le⸗ ben oder meine Ehre su⸗ chen? Nein dir, o du Lamm, das fuͤr mich er⸗ wuͤrget ist, gebuͤhrt Preis und Ehre, Weisheit und Staͤrke, Heil und Sieg in Ewigkeit. Denn du hast uns erkauft mit deinem Blute, und willst uns zu Koͤnigen und Priestern ma⸗ chen vor deinem Vater. Auch sage ich dir Dank und Lob, o heiliger Geist, weil du mich durch deine Guͤte, Kraft und Weisheit bis anhero so treulich ge⸗ wonnen, regieret, geleitet ard erhalten hast, und mich zur lebendigen Honnung seiner ses verloren on⸗ neu gebierest. Dein Trost at mich immerzu aufge⸗ richtet, deine Wahrheit treulich gelehret, deine Kraft unterstuͤtzet, deine Liebe erquicket, dein Leben erwecket. So nimm dafuͤr meinen ganzen Willen mit deinem Lobe ein, und be⸗ sitze, brauche und regiere mich wie du willst. Laß mein Herz und Mund deines Ruhms voll werden, und mache mich zu einem heili— gen Werkzeug deines Lobes hier und ewiglich. Amen. Vor der Beichte. Gebet eines bußfertigen Zünders um Vergebung seiner Sünden. Barmherziger GOtt un⸗ ertraͤglich ist dein Zorn, welchen du allen muthwil— ligen Suͤndern draͤuest; aber unermeßlich ist deine Gnade, welche du allen bußfertigen Suͤndern ver⸗ heißen hast. Darum rufe ich aus der Tiefe, HErr, zu dir: erhoͤre meine Stim⸗ me, laß mein Flehen vor dich kommen, und vergieb mir alle meine Suͤnden. Denn du bist gnaͤdig, barm⸗ herzig, geduldig und von großer Guͤte. Du hast kei⸗ nen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern willst, daß er sich bekehre und lebe. Darum sei mir gnaͤdig, der ich mich durch deine Gnade zu dir bekehre, und laß mich nicht sterben, sondern leben. Du willst nicht, daß Hebtt Biße ba Iu Müne d l GHOlt /! st ule men wihnchm n er Sů ht und von S hunle nich. Hahen Sü ch den Ri et Gundein 50 wit dl het Güte Raite Sün Roßfen Vasche mich gie Misseh ich hon m In JEsul sebch Sol Hllandes w h dänen N hit in der Ewigket bebet ein 5 Vuädiger H Maͤdigen Iund seine heilfam Rhetzlic Wie es de enugsam sitte ich d nir Gnad sit beid Voblgeft Rge. Waund, Wnd ich w aareh, L ken Rlh Unterso dünderz 4H I Lest. Deh bunen deine Dh meustel ter kühet, A lickt, dang So minn anzen Wiln obe ein, un uche und y 0 du will. mMunh Holl werey h zu ei n zeug deinezg ewiglich. I der Blaiht ines uff th Am Dergt er Jündtn ekziget Gol: Hic dul allen nut uͤndern W rmeßlich is welche Me en Sundan. ast. Du der Nef 4 ihbre meinte mein Flehh mmen, undi meine 2 hist gnaͤih; auldig V u üte. D f allen am M/ sondem j beke He! l sei mir Ruh durch danehh be kehke/ M 0 bt setheh nüinh rlren 0 ————————A..———7.— Gebet eines bekehrten Sünders. 35 sondern daß sich jedermann zur Buße bekehre. Dar⸗ um erbarme dich meiner, mein GOtt, und vergieb mir alle meine Suͤnden, der ich mich in wahrer Bu— ße von der Finsterniß zum Liche und von der Gewalt des Satans zu dir bekehre. Handle nicht mit mir nach meinen Suͤnden, sondern nach dem Reichthum dei⸗ ner Gnade in Christo JEsu. Sei mir gnaͤdig nach dei⸗ ner Guͤte, und tilge alle meine Suͤnden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich wohl von mei⸗ ner Missethat, und reinige mich von meinen Suͤnden um IEsu Christi, deines lieben Sohnes, meines Heilandes willen. So will ich deinen Namen ruͤhmen hier in der Zeit und dort in Ewigkeit. Amen. Sebet eines bekehrten Sünders. Gaen GOtt, ich weiß/ daß ohne dich und deine gnaͤdigen Wirkungen nie⸗ mand seine Suͤnden weder d so heilsam erkennen, noch so herzlich bereuen kann, wie es dein heiliger Wille genugsam erfordert: darum si bitte ich demuͤthig, verleihe mir Gnade und Kraft, da⸗ mit beides nach deinem Wohlgefallen geschehen moͤge. Erleuchte meinen Verstand, daß ich erkenne/ was ich wider dich mit Ge⸗ danken, Worten und Wer⸗ ken gesuͤndiget oder durch Unterlassung des Guten und Vollbringung des Boͤ⸗ sen Suͤndliches begangen. Heilige meinen Willen, daß ich je laͤnger je mehr das Boͤse hasse und das Gute liebe. ich men mein Herz/ daß meine Suͤnden ernslich bereue, und staͤrke meinen Glauben, den du durch die bekehrende Gnade in meinem Herzen gewir⸗ ket hast. Und weil ich mir bestaͤndig vorgenommen, die reizenden Luͤste meiner verderbten Natur zu daͤm⸗ pfen/ wissentlich in keine Sunde zu willigen, son⸗ dern zuͤchtig, gerecht und göttselig zu leben, so hilf, daß ich durch deine Kraft vollbringe, was ich mir durch deine Gnade Herdtt nommen zu deines herrli⸗ chen Namens Ehre und meiner Seelen Seligkeit, um JEsu Christi meines Erloͤsers willen. Amen. Gebet eines Wiederge⸗ bornen um vergebung seiner sündlichen Schwachheiten. Nouhnnn ich/lieber himm⸗ lischer Vater, mir vor⸗ genommen, zum Tische des VErrn zu geyen, so komme ich zu dir, und bitte de⸗ muͤthigst um Vergebung aller meiner Suͤnden. Denn ob ich gleich nach geschehener Pruͤfung mich durch deine Gnade frei von der Suͤnden Herrschaft be⸗ nde: so bin ich doch von em einwohnenden Uebel und was aus demselben ohne meinen Willen und Wohl⸗ 36 Seufzerlein beim Beichten. Wohlgefallen entstehet, so gar nicht frei, daß ich viel⸗ mehr zu sagen habe: In mir, das ist, in meinem leische, wohnet nichts utes, und zu klagen: Ich elender Mensch, wer wird mich erloͤsen von dem Leibe dieses Todes! Denn wie viel suͤndliche Neigun⸗ gen und Bewegungen finde ich in meinem Herzen. Wie oft wird aus einem bloßen Gedanken eine boͤse Be⸗ gierde, und aus einer boͤ⸗ sen Begierde eine suͤndliche Ergoͤtzung. Wie oft setzet mir die böͤse Lust so zu, daß zwischen mir und dem geist⸗ lichen Tode nichts mehr uͤbrig ist, als die Einwil⸗ ligung und Vollbringung. Daß aber diese nicht er⸗ folget, solches habe ich dei⸗ ner Gnade einzig und al⸗ lein zu danken. Wie viel⸗ mals suͤndige ich, daß ichs nicht weiß, wie viel⸗ mals geschiehts aus Schwachheit mit Gedan—⸗ ken, Worten und Werken. Darum bitte ich herzlich, vergieb mir, lieber Vater im Himmel, alle meine Suͤnden, um deiner Guͤte willen. Vergieb mir, was ich ohne Vorsatz, aus Un⸗ bedacht oder Uebereilung Suͤndliches geredet oder gethan, um deiner Barm⸗ herzigkeit willen; verzeihe mir alle verborgene Fehle. Du dist ja treu und gerecht; darum vergieb mir nach deiner Verheißung, und mache mich wuͤrdig zu es⸗ sen den Leib und zu trin⸗ ken das Blut Christi, zu deines allerheiligsten Na⸗ mens Ehre und meinem ewigen Heil. Amen. Seufzerlein, indem man beichten will. Mein Gott! ch bitte von ganzem Herzen, sei mir gnaͤ⸗ dig, und vergieb mir alle meine Suͤnden um des theuren Verdienstes JEsu Christi, meines Heilandes willen. Amen. Mein Heiland! Du hast gesagt: wer zu dir kommet, den wollest du nicht hinausstoßen. Auf diese deine troͤstliche Ver⸗ Ute. komme ich und bitte, laß mich Gnade fin⸗ den vor deinen Augen, und vertritt mich bei deinem himmlischen Vater zu mei— ner Seelen Heil und Se⸗ ligkeit. Amen. Heiliger Seist! Erwecke mein Herz, daß ich nicht allein in wahrer Bußfertigkeit mit Mund und Herzen beichte, son⸗ dern auch die Stimme deines Dieners annehme als deine Stimme, zur Staͤrkung meines Glau⸗ bens und zu mehrer Ver⸗ sicherung der gnaͤdigen Vergebung meiner Suͤn⸗ den um Christi willen. Amen. (Siehe die GBußlieder, und betrachte eins nach dem andern andächtig.) Nach — h du Iubihung“ ulgen, uu Hugebung hihe 0 hergget ht umn R6 du Mah , n m Wilen alem Wgeben d schte ich i Du keieh am Tode d soldem wo sch bechte l IU hast mel dde und m Vudetben e Olfinde ich Hat, Mß du Hehj die gett h sind U Mein zersch Hben. De Artest du e Rr aus Nun kann Hraͤhrung Barmhetz Iu dich g su denen, Hechren. Ruß du i uns nach und vetg inseter fernid end, Ubertret Iud wie etbakmet h Dinod umlohed — dlut Chist etheligfen) te und nih! el. Inen ufzerlin, nan hei ull in GOl te von gun u, sei me etgieb m ünden un Zetdienses neines Haltz Amen. n Heilnd. stgesagt: w net, den wl inaussiffe 1e tröstiche komme ich 6 mich Gnnd einen Augeh mich hei M jen Viter an en Heil unde Amen. iger Geist ke mein Haßy Illam in wit glet mit Mi eh beichte/ 9 die Stih Nenets aun Stimme, 3 manes G Nau nahttr d güs u9. Reiger E r ul Die Huflih ettachtteinsn Mem anig *—*———————————Ijun———8 Danksag. n. erlangter Sündenvergebung. 37 Nach der Beichte. Danksagung eines Guß⸗ fertigen, nach erlangter vergebung der Sünden. Guadiger GOtt, barm⸗ herziger Vater, ich sage dir von Herzen Dank, daß du mein Gebet erhoͤ⸗ ret, und mir um Christi wilien alle meine Suͤnden vergeben hast. Nun er⸗ fahre ich in der That, daß du keinen Gefallen habest am Tode des Gottlosen, sondern wollest, daß er sich bekehre und lebe. Denn du hast meine Seele vom Tode und mein Leben vom Verderben errettet. Nun empfinde ich in der Wahr⸗ heit, daß du bist nahe de⸗ nen, die zerbrochenes Her⸗ zens sind, und hilfst denen, die ein zerschlagen Gemuͤth haben. Denn da ich rief, hoͤrtest du es, und halfest mir aus meiner Noth. Nun kann ich aus eigener Ercahrung sagen, daß deine Barmherzigkeit groß und du dich gnaͤdig finden laͤs⸗ sest denen, die sich zu dir bekehren. Nun merke ich, daß du nicht handelst mit uns nach unsern Suͤnden, und vergiltst uns nicht nach unserer Missethat; sondern, so fern der Morgen ist vom Abend, laͤssest du unsere Uebertretung von uns sein; und wie sich ein Vater erbarmet uͤber seine Kinder, so erbarmest di dich uͤber die, so dich fuͤrchten. Dar⸗ um lobe den HErrn, meine Seele, und was in mir ist seinen heiligen Namen. Lo⸗ be den HErrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Suͤnde ver⸗ giebt, und kroͤnet dich mit Gnade und Barmherzigkeit. Laß mich ferner Gnade fin⸗ den, und bereite mich durch deinen heiligen Geist, damit ich im heiligen Abendmahl wuͤrdig esse den Leib und trinke das Blut Christi zu mehrer Versicherung deiner Gnade und der gnaͤdigen Vergebung meiner Suͤn⸗ den, um JEsu Christi, dei⸗ nes liebsten Sohnes, meines Heilandes willen. Amen. Danksagung eines wie⸗ dergebornen Kindes EOttes. WMein Vater, wie kann M ich dir vergelten alle deine Wohlthaten, die du dund ml aalich ergehiehe und noch taͤglich erweisest? Denn du hast mir gegeben Seel und Leib, und was ich an Seel und Leib Gu⸗ tes habe, das habe ich von dir. Du hast durch das Blut deines lieben Sohnes mir erworben Gnade, Ge⸗ rechtigkeit, Friede, Leben und Seligkeit. Du hast durch die Heiligung des Geistes mich aller der er⸗ worbenen Guͤter theilhaftig gemacht. Denn du hast mich vom geistlichen Tode befreiet, und zum geistlichen Leben wiedergeboren. Du hast mich von der Gewalt des Satans errettet, und 38 Gebet um die Gnade der Heiligung. in das Gnadenreich JEsu Christi versetzet. Du hast mir gegeben den Glauben, und durch denselben alle meine Suͤnden vergeben. angenommen, und zu meh⸗ rer Versicherung des ewi⸗ gen Erbes den Geist der Kindschaft geschenket. Du hast dich mit mir im Glau⸗ ben vereiniget, und ver— moͤge der Vereinigung mit⸗ getheilet allen Reichthum deiner Guͤte in Christo JIE⸗ su. Du hast durch den heili⸗ G gen Geist meinen Verstand erleuchtet, meinen Willen geheiliget, meine Begier⸗ den gezaͤhmet und meine Glieder zu Waffen der Ge— rechtigkeit gemacht. Du hast mich durch die Gnade der Heiligung befreiet von der Herrschaft der Suͤnde/ und Kraͤfte gegeben, zu leben in Gerechtigkeit und Heiligkeit. Du hast mich im wahren Glauben erhal⸗ ten, und durch denselben in deiner Gnade behalten. Du hast mich mit vielem Verschonen regieret, und meine Schwachheit mit setzt mir aus Gnaden alle Suͤnden vergeben hast. Darum lobe den HErrn, meine Seele, und was in ö ben. mir ist seinen heiligen Na⸗ Du hast mich zum Kinde men. Lobe den HErrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Suͤnden vergiebt, und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Ver⸗ derben erloͤset, der dich kroͤ⸗ net mit Gnade und Barm⸗ herzigkeit. Laß mich ferner nuͤde finden vor deinen Augen. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen; denn du bist mein GOtt. Dein guter Geist fuͤhre mich auf ebener Bahn. Er⸗ halte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fuͤrchte: so will ich deinen Namen preisen hier im Reich der Gnaden und dort im Reich der Herr⸗ lichkeit. Amen. Gebet eines Gerechtfer⸗ tigten um die Gnade der Heiligung. enaͤdiger GOtt, nach⸗ — dem du mir alle meine großer Geduld ertragen. Suͤnden vergeben, und mich Du hast mir vergeben alle zum Kinde angenommen meine Suͤnden, da ich zum hast, so bitte ich demuͤthig: Kinde von dir angenom⸗ men wurde, und was i hernach aus Unwissenheit oder Schwachheit gesuͤndi⸗ get, das hast du mir nicht zugerechnet; sondern wie ein Vater sich erbarmet über seine Kinder, so hast du dich uͤber mich erbar⸗ met; wie du denn noch ch Herz, und Schaffe in mir ein reines ieb mir einen neuen gewissen Geist. Er⸗ leuchte meinen Verstand mehr und mehr, zu erken⸗ nen deinen Willen, und hei⸗ lige meinen Willen, zu thun nach deinen Wohlgefallen/ Gieb mir Kraft, zu kreuzi⸗ gen mein Fleisch sammt 10 2 j ukit, subck/det Whltdeh Ille. Vß Un Wüe 0 halt i, u. aeh an de Wishen Hhen Oled W Getech lg werdeh. Fuchibat N Wakeh. Lel Pahthet. E Wahteh Glal dehselben R. Mmgnibt usch mtbüed Ashes, we ahe Kindet d gieh mi Güte, Was Heießung! hllich däne Ryel hiet ze uhiich. 2 hesiehe fer seder; ö eins nat Vor d Abe Erbet ur helcht zur nusse jet ke Hei Rundlic sich Gn Ieu Aug denen Hellger a Wan ch Rht wir fehhu et dit Gy der d en vergichz eine Gebtitz eben vom e set, der dihh lade und An Laß michf, den dot ded ehre mich tz u Wohlhits ist men 60 er Gast hener Bahh. u Herz h x daß ich dn chte: solt men preisah der Gnada Reich det h Imen. es Gerechth die Gnade! kiligung. 1 GOt/ M Unnie ale me geben, andn e angenome teich demü mir ein Naich mir c wifen Gest v Reinen Valf mahh Hh U Wilenut in WIeu th r. Dohogffl H, Iu Rrl Fihsun vor dem heiligen Abendmahl. 39 voͤsen Luͤsten und Begier⸗ den, damit ich, der Suͤnde abgestorben, der Gerechtig⸗ keit lebe. Laß mich wach⸗ sen an dem geistlichen Leibe, da IEsus Christus das Haupt ist, und taͤglich zu⸗ nehmen an dem inwendi⸗ gen Menschen. Mache aus meinen Gliedern Waffen der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Mache mich fruchtbar in allen guten Werken. Leite mich in alle Wahrheit. Erhalte mich im wahren Glauben und durch denselben in deiner Gnade. Nimm gnaͤdig von mir, was mich unwuͤrdig macht des Tisches, welchen du fuͤr deine Kinder bereitet hast, und gieb mir nach deiner Guͤte, was zur wuͤrdigen Genießung nothig ist. So will ich deinen Ramen ruͤh⸗ men hier zeitlich und dort ewiglich. Amen. (Besiehe ferner die Dank⸗ sieder, und betrachte eins nach dem andern.) Vor dem heiligen Abendmahl. Sebet um die Gaben, welche zum würdigen Ge⸗ nusse nöthig sind. ier komme ich, mein Heiland, auf deine freundliche Einladung. Laß mich Gnade finden vor dei⸗ nen Augen, du Liebhaber des Lebens. Waͤre ich gleich heiliger als die Engel, so waͤre ich doch deswegen nicht wuͤrdig dieses Tisches, es sei denn, daß du mich wuͤrdig machest. Darum komme mir zuvor mit dei⸗ ner Gnade, und bereite mich. Nimm dich meiner Seelen an nach deiner gro⸗ ßen Liebe. Gedenke, daß ich von mir selber zwar viel Boͤses, aber nichts Gutes habe, und hilf mir um deiner Guͤte willen. Siehe doch, wie arm und elend ich bin ohne dich. Gedenk an deine Treue, du Heiland der Welt, und erfuͤlle mein Herz mit Gna⸗ de. Wie gern woͤllt ich mit bruͤnstiger Andacht in voͤlligem Glauben hinge⸗ hen; aber das Vollbringen fehlet mir, wenn ichs von dir nicht erlange, du An⸗ faͤnger und Vollender des Glaubens. Darum nimm gnaͤdig von mir, was dir mißfaͤllt, oder bedecke es mit dem Rocke deiner Ge⸗ rechtigkeit, und gieb mir/ was dir woͤhlgefaͤllt. Wohl der Seele, die dir ange⸗ nehm ist! Entledige mein Herz von allen fremden Gedanken, und mein Ge⸗ muͤth von aller Zerstorune und Zerstreuung. Du ha deinen Juͤngern die Fuͤße ewaschen, ehe sie das hei⸗ ige Abendmahl genommen. Wasche mich auch, daß ich rein werde von aller Unreinigkeit. Staͤrke mei⸗ nen Glauben, entzuͤnde meine Liebe, vermehre mei⸗ ne Hoffnung, erwecke mer⸗ ne Andacht. Heilige mich durch und durch, auf daß ich in herzlicher Zuversicht reinem Mun⸗ hinzutrete, mit 41 40 Sehnl. Verlangen nach d. heil. Abendm. Munde und heiligem Her⸗ zen nehme, esse und trinke zu meiner Seelen Leben, Heil und Segen. Amen. Sehnliches berlangen ei⸗ ner gläubigen Seele nach dem Genufse des heili⸗ gen Abendmahls. Men Heiland, wie groß ist deine Liebe und wie unaussprechlich deine Treue! Wer kann dich ge⸗ nugsam lieben und nach Wuͤrden loben? Sollte ich gleich in Gegenliebe gantz zerfließen, so wuͤrde es doch, mein Lieber, gegen deine Liebe weniger zu achten sein, als ein Tropfen ge⸗ gen das große Meer. Denn du bist die ewige Liebe selbst. Was ist aber das Endliche gegen das Unend⸗ liche? Selig sind, die dei⸗ ner Liebe wirklich genießen. Selig sind, die du im Abend⸗ mahl speisest und traͤnkest. Denn was ist dieses Mahl anders, als ein Beweis det⸗ ner Liebe, ein Pfand dei⸗ ner bestaͤndigen Treue, ein Band der geistlichen Ver⸗ einigung, ein Zeugniß dei⸗ h ner gnaͤdigen Gegenwart/ ein Gedaͤchtniß deines Lei⸗ dens, ein Siegel der Auf⸗ erstehung zum ewigen Le⸗ hen und eine Versicherung der ewigen Seligkeit. Dar⸗ um verlanget und sehnet sich meine Seele. Laß mich in der That erfahren, daß diese Speise sei eine Staͤrke in Schwachheit, ein Trost in Traurigkeit, eine Freude in Leiden, eine bewaͤhrte Arznei wider alle Seelen⸗ krankheit, ein heilsames Mittel wider den geistlichen und ewigen Tod. Erhebe meine Seele uͤber alle menschliche Vernunft und uͤber alle leibliche Sinne. Du bist meiner Seelen ewi⸗ —. Leben und meines Le⸗ ens einiger Aufenthalt. In dir habe ich volle Genuͤge. Zeuch mich nach dir. Er⸗ quicke mich nach deiner gnaͤ⸗ digen Verheißung. Staͤrke meinen Geist nach allen seinen Kraͤften um deiner Guͤte willen. Laß mich se⸗ hen deineFreundlichkeit und schmecken deine Suͤßigkeit. Laß mich spuͤren deine Gnade und empfinden dei⸗ ne Guͤte. Speise meine Seele mit deinem Leibe, und traͤnke sie mit deinem Blute, damit sie weder hungern noch dursten moͤ⸗ ge in Ewigkeit, zu deines heiligen Namens Ehre und meiner ewigen Seligkeit. Amen. Danksagung für dir Ein⸗ setzung und Stiftung des eiligen Abendmahls, nebst Anrufung um wür⸗ dige Gereitung und heil⸗ samen Gebrauch. A“ du holdseliger, lieb⸗ reicher, guͤtiger und freundlicher HErr IEsu Christe, welch eine große Liebe hast du uns durch die Stiftung des heiligen Abendmahls erzeigt, daß du uns mit deinem heili⸗ gen Leib und Blut speisest und traͤnkest! Was kan Troͤst⸗ Danihtgu El Wlichets Rehn. Flosch set; K hulteh kt ch l Zuschetzd Hlabeke D. scheto dashte Hlbete Wi du in uhs Iu und 2 schhden? I scher voe) Ichmän nh Hn ch, sch gehst l Zunt ch Ische ein fl b N lehe Schgß i Aeghe ich d 4% Wel dur W u i fich mn im H Hhen. D Hesses l geben, da WG ich en Iz gher Hiebst du Räes deib Raran etke Rein Beu Hleisch uu en her I Zeug Ing Hieh Hen N I Bl Han Achung atgee be sti Nd Aen au Eit eil. Abeh! et gle S An hälth rden guft u Dod. Ed eele uͤbck! e Vekhuus Leblche E mnet Serlegg und meng er Aufehthlt ich voͤlleG ch nach R. Hnachdehgh cheißurg. El Geist noch raͤften mm K llen. daß mi Freundlickeh deite Sift ch spuͤcg! und empfide E. Sheist nit denen ne sie mit k damit sie noch duseh wigkeit Mamen i ewigen S. gungfürdit ind Sliftun Abendni WMrufungunt Sritung uuh u Grbralt 1 absaih her„ gul, ihet Hen Danksagungf. d. Eins etzung d. h. Abendm. 41 Troͤstlichers gesagt werden, denn dies Wort: Wer mein Fleisch isset, und mein Blut trinket, der bleibet in mir und ich in ihm? Was ist Troͤstlichers, denn inChristo bleiben? Was ist Freund⸗ lichers, denn daß du in uns bleibest? Wenn wir in dir und du in uns bleibest, was kann uns Tod und Teufel schaden? In dir sind wir ia sicher vor allem Ungluͤck. Ach mein GOtt und HErr, was bin ich, daß du mir dich giebst zur Speise und Trank? Ich bin Erde und Asche, ein stinkend Gefaͤß/ und du legest einen so ed⸗ len Ineich in mich; daran erkenne ich deine große Lie⸗ be, weil du mir ein so gro⸗ ßes Pfand der Liebe giebst, das ja nicht groͤßer sein kann im Himmel und auf Erden. Das Pfand des Geistes hast du mir zwar gegeben, daran ich erkenne, daß ich ein Kind GOttes bin; aber im Abendmahl giebst du mir das Pfand deines Leibes und Blutes: daran erkenne ich, daß du mein Bruder bist, mein Fleisch und Blut. Welch einen herrlichen und gro⸗ ßen Zeugen meiner Er sung giebst du mir im hei⸗ ligen Abendmahl! nemlich dein Blut, welches auf Erden zeuget von unserer Erloͤsung; denn obwohl der heilige Geist auch dein Zeu⸗ ge ist in unserm Herzen, so hast du doch auch uns einen aͤußerlichen Zeugen und Siegel geben wollen unserer Erloͤsung, naͤmlich dein Blut, welches auch zeuget und rufet in unserm Herzen; dadurch hast du wollen zu Huͤlfe kommen unserm schwachen Glau⸗ ben. Denn ob uns wohl dein Wort kraͤftiglich im Glauben staͤrkt, so wird doch der Trost kraͤftiger, wenn wir dies Wort hoͤ⸗ ren: Das ist mein Leib fuͤr euch gegeben; das ist mein Blut, welches fuͤr euch vergossen ist, zur Verge⸗ bung der Suͤnden. Dar⸗ um, o mein Herz, was traurest du? was zagest duẽ was fuͤrchtest du Tod und Verdammniß? Ist doch dein HErr und Erlöser fuͤr dich gestorben, und giebt dir zum Pfande deiner Er⸗ loͤsung seinen heiligen Leib und Blut, auch zum Pfandꝛ seiner herzlichen Liehe und der Vereinigung mit dir, daß dich weder Tod noch Lehen von ihm scheiden soll. Ach mein GOtt und HErr, lehre mich beden⸗ ken, mit was demuͤthigem Herzen ich diesen edlen Schatz empfangen solle. Ach ich Unreiner komme zu dem Brunnen aller Rei⸗ lö⸗nigkeit; ich Elender und Duͤvftiger komme zu dem Reichen; ich Suͤnder zu dem Gnadenbruͤnnlein; ich Kranker komme zu dem rechten Arzt; ich Hungri⸗ ger und Durstiger zum rechten Himmelsbrod und Brunnen des Lebens. Du aber, du Allerheiligster, kommst zu den Unheiligsten. 41* W 42 Danksa gung f. d. Einsetzung d. h. Abendm Wo hat man je so eine Wunderliebe gehoͤrt, daß der HErr aller Herren 2 einem armen Bettler kommt; ja daß ein solcher armer, elender Mensch den HErrn Himmels und der Erden zu eigen haben solle/ zur himmlischen Speise und Trank. Ach laß mich ja dieser Liebe nimmermehr vergessen, laß mich deines Leidens und Todes ohn Unterlaß eingedenk sein, auf daß meine Seele da⸗ durch gespeiset und getraͤn⸗ ket werde geistlicher und himmlischer Weise ins ewi⸗ e Leben. Denn in deinem Leiden und Tod ist alles, was meine Seele erguik⸗ ken und wonach ihr hun⸗ gern und duͤrsten kann. mein Herz wuͤrdiglich durch wahren wahre Buße, Liebe und Demuth/ zu empfahen diesen großen Schatz. Welch einen schoͤ⸗ nen Tabernakel und Tem⸗ pel bereitete Moses und Salomon dem Gnaden⸗ stuhl! Ach schmuͤcke meine Seele mit dem Licht der Andacht, mit dem Gold und Glanz des Glaubens, mit den schoͤnen Teppichen der Liebe und Demuth/ mit der Krone der Hoffnung, vermehre und staͤrke in mir Ach bereite Glauben, durch geistlichen Gaben wie besser alle Denn Glaube kann mein gestaͤrket werden, als wenn die Ver⸗ gebung der Suͤnden durch Christi Blut versiegelt und GOttes und meines Naͤch⸗ sten vermehrt werden, denn daß mich mein Err Chri⸗ stus durch seinen Leib und Blut mit ihm und allen Glaͤubigen vereiniget und Einen Leib aus uns ma⸗ chet? Wie kannst du mir, o lieber HErr, meine Hoff⸗ nung besser staͤrken und kraͤftigen, denn daß du mich mit einer unsterblichen Speise ins ewige Leben speisest? Ach mein HErr und GOtt, ich bitte dich demuͤthiglich, weil du mein Fleisch und Blut worden bist, laß mich auch alles, was dir wohlgefaͤllt, lie⸗ ben; deinen Willen laß meinen Willen sein; was dir zuwider ist, laß auch mir zuwider sein; mein leisch und Blut ist dein Fleisch und Blut, und dein Fleisch und Blut ist mein leisch und Blut; darum aß michs nicht zur Suͤnde mißbrauchen, sondern dir allein zu Ehren und Wohl⸗ efallen. Laß mich auch binfirro durch Kraft dei⸗ nes Fleisches und Blutes williger und staͤrker wer⸗ den, mein Kreuz zu tra⸗ en, geduldig sein in Truͤb⸗ 5 demuͤthig in Verach⸗ tung, sanftmuͤthig in Be⸗ leidigung, bruͤnstig und be⸗ staͤndig in der Liebe, an⸗ daͤchtig im Gebet, daß ich die Kraft deines Leibes und Blutes in meinem Leben und die Frucht deiner Er⸗ losung in meinem Glau⸗ ben allezeit fruchtbarlich ins Herz geschrieben wird? empfinden moͤge. 28 E⸗ Wie kann in mir die Liebe hebet vor — bet dor! * nah Iamme u h demüch AK nich! Hauben her Wtdigen 6 sieer himm tz wollf RIi Schafe auf dein und zun sthde bebe Mllest me uucen, un sel Straße hee Mmel Hollet mi chen u de it vol Becher d Gnade. 3 ann komm de, um; zum lebe Uch du y melbtod, nen geist Hellgen⸗ W schre schet n sel Di Shct gich lih Me mihe& Mt an d N;h. Ah — amäeN hi wadet M nein Hetrch seinek Lehn ihm unh g eranigat 0. dus ulg ennf tt, miigeh set fürt dumdaßun usslallt 10 ewige l0 Ach ma sh , ich bste ich, welumt! 5 Blut pnt mich guchd wohlget, hen Bug Vilen sahz er ist, A Her seihz nd Blut O But, Blut n Blut d licht zut En hen, sonden hren und A Laß mich t hürch Krift fet uld Bl stäcker „Keeu I di ein in Rhih in Vot ftmathi K „rünfig ud der W RN Gebeh 6 Rhet übe Mh O. ruht danen De d. fucthn H mein he. ö Gebet vor Empfahung des heil. Abendm. 43 Sebet vor Empfahung des heiligen Abend⸗ mahls. getreuer Hirt und Bi⸗ schof meiner Seelen, der du gesagt hast: Ich bin das Brod des Lebens, wer von mir isset, den wird ar duuch alaude und wer an mich glaͤubet, den wird nimmermehr duͤrsten. J komme zu dir, und bitte dich demuͤthiglich, du wol⸗ lest mich durch wahren Glauben bereiten, und zum wuͤrdigen Gaste machen dieser himmlischen Mahl⸗ zeit; wollest mich, dein ar⸗ mes Schaͤflein, heute wei⸗ den auf deiner gruͤnen Au⸗ en, und zum frischen Was⸗ ser des Lebens fuͤhren. Du wollest meine Seele er⸗ quicken, und mich auf rech⸗ ter Straße fuͤhren um dei⸗ nes Namens willen. Du wollest mich wuͤrdig ma⸗ chen zu deinem Tisch, und mir voll einschenken den Becher deiner Liebe und Gnade. Ich armes Schaͤf⸗ lein komme zu deiner Wei⸗ de, zum Brod des Lebens, zum lebendigen Brunnen. Ach du wahres suͤßes Him⸗ melbrod, erwecke in mir ei⸗ nen geistlichen Hunger und heilihen Durst, daß ich nach dir schreie, wie ein Hirsch schreiet nach frischem Was⸗ ser. Vor allen Dingen aber gieb mir wahre herz⸗ liche Reue und Leid uͤber meine Suͤnde, und lege mir an das rechte hochzeit⸗ liche Kleid des Glaubens, durch welchen ich dein hei⸗ lig Verdienst ergreife, und dasselbe mein schͤnes Kleid festhalte und bewahre, da⸗ mit ich nicht ein unwuͤr⸗ diger Gast bin. Gieb mir ein demuͤthiges, versoͤhn⸗ liches Herz, daß ich mei⸗ nen Feinden von Herzen⸗ grund vergebe. Tilge aus meinem Herzen die Wurzel challer Bitterkeit und Feind⸗ seligkeit; pflanze dagegen in meine Seele Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Naͤchsten, ja alle Menschen in dir lieb habe. Ach du wahres Osterlaͤmm⸗ lein, sei du meine Speise, laß mich dich genießen und essen mit bittern Salzen der herzlichen Reue und mit dem ungesaͤnerten Brode eines heiligen buß⸗ fertigen Lebens. Ach ich komme zu dir mit vieler großen Unsauberkeit bela⸗ den: ich bringe zu dir einen unreinen Leib und Seele, voller Aussatz und Greuel. Ach reinige mich, du hoͤchste Reinigkeit. Dein heiliger Leib, als er vom Kreuz abgenommen ward, wurde in eine reine Leinwand ge⸗ wickelt. Ach wollte GOtt, ich moͤchte dich mit so rei⸗ nem Herzen aufnehmen, als es dir wohlgefaͤllig. Ach daß ich dich mit hei⸗ liger Andacht umfahen und in meine Liebe einwickeln, und mit den Myrrhen des zerbrochenen Herzens und Geistes salben sollte. Das Himmelbrod mußte in ei⸗ nem 44 Danksagung nach dem heil. Abendmahl. nem guͤldenen Gefaͤß auf⸗ Lachtniß werden zum Ge⸗ aͤchtniß in der Lade des Bundes. Ach wollte GOtt, ich moͤchte dich in einem ganz reinen Herzen bewah⸗ ren. Ach mein HErr, du hast ja selbst gesagt: Die Starken beduͤrfen des Arz⸗ tes nicht, sondern die Kranken: ach ich bin krank, ich bedarf deiner, als mei⸗ nes himmlischen Seelen⸗ arztes. Du hast ja gesagt: ommet her zu mir alle, die ihr muͤhselig und be⸗ laden seid, ich will euch erquicken. Ach HErr, ich komme mit vielen Suͤnden beladen; nimm sie von mir, entledige mich dieser gro⸗ ßen Buͤrde. Ich komme als ein Unreiner: reinige mich! als ein Blinder: er⸗ leuchte mich! als ein Ar⸗ mer: mache mich an mei⸗ ner Seele reich! als ein Verlorner: suche mich! als ein Verdammter: mache mich selig! Ach IEsu, mein liebster Seelenbraͤu⸗ tigam, fuͤhre mich von mir selbst ab, und nimm mich auf zu dir, ja in dich; denn in dir lebe ich, in mir sel⸗ ver sterbe ich; in dir bin ich gerecht, in mir bin ich eitel Suͤnde; in dir bin ich selig, in mir bin ich lauter Verdammniß. Ach du mein himmlischer Braͤu⸗ tigam, komm zu mir, ich will dich fuͤhren in die Kam⸗ mer meines Herzens, da will ich dich kuͤssen, auf daß mich niemand hoͤhne. Bringe mir die Suͤßigkeit deiner Liebe, den Geruch deines seligen, ewigen Le⸗ ner Gerechtigkeit, die Schoͤnheit deiner Freund⸗ lichkeit, die Lieblichkeit dei⸗ ner Guͤte, die Zierde dei⸗ ner Demuth, die Frucht deiner Barmherzigkeit. Ach mein himmlischer Arzt, ich bringe zu dir eine todte Seele: mache sie lebendig; eine kranke Seele: heile sie; ein Herz, das leer ist von allen wahren gruͤnd⸗ lichen Tugenden: erfuͤlle es mit deiner Gnade, mit dei⸗ nem Geiste, mit deiner Liebe, mit deiner Sanft⸗ muth, mit deiner Demuth, mit deiner Geduld. Ach du wahres Brod des Le⸗ bens, speise mich ins ewige Leben, daß mich in Ewig⸗ keit nicht hungere noch duͤrste; in dir habe ich volle Genuͤge, du bist mir alles, bleibe ewig in mir, und laß mich ewig in dir blei⸗ ben, wie du gesagt hast: Wer mein Fleisch isset und mein Blut trinket, der bleibet in mir und ich in ihm, und ich werde ihn auferwecken am juͤngsten Tage. Amen. Nach dem heiligen Abendmahl. Danksagung nach dem heiligen Abendmahl. Alertheuersied Heiland, groß sind deine Wun⸗ der und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich, ich will bens, den Geschmack dei⸗ Huonlneh/ N 10 mh 0 Weden. D hen dehn Hsen, W E 10 Bunden! I3 Wutde. shlet, wan shet/ mich Schud iu b. Ium mehe I gestorben, Gerecht lufehbecket. 4 bergelte Lele, die d U Hist 4 Hleile und Her und Uche begref Vaherhieg un s ssch uͤberd Femunvetg Wedergebof Isch durch iliget vo Dar hast y d Mitet sichs ger sch wit n Armdge (le erwe ethei hhogen Han des Net Hlei Iu ucht ten U e Danksagung nach dem heil. Abendmahl. 4⁵ dn Oah „ihg. 0/ N ührhhlet ischer htl I½ Sh Wahter ggth eafflg Inade/ m e„ M A deinct Sth deiter Dnt Gonlb. K Brod duh Mich izah mich in Ej hungehe x habeihg bist mes in nt/ V vig in R u scht Hlisch ssez t thka, int und ih ich Werde! am jim e. an hallg nmabl. ung nach d Abendnahl erste Hal Iid Hihe Eul le Höimte He i dach *————9—9ʃ————I———383 will sie verkuͤndigen und davon 440 wiewohl sie nicht zu zaͤhlen sind. Denn du hast dich erniedriget, mich zu erhͤhen. Du ast menschliche Natur an dich genommen, damit ich der goͤttlichen moͤchte theilhaf⸗ tig werden. Du hast dich gefangen nehmen und bin⸗ den lassen, damit ich von den Stricken des Satans und Banden der Suͤnden los wuͤrde. Du hast be⸗ zahlet, was du nicht ge⸗ raubet, mich von aller Schuld zu befreien. Du bist um meiner Suͤnde wil⸗ len gestorben, und um mei⸗ ner Gerechtigkeit willen auferwecket. Wie kann ich dir vergelten alle deine Treue, die du mir erwie⸗ sen hast? Wer kann die Breite und die Laͤnge, die Tiefe und die Hoͤhe deiner Liebe begreifen? Du hast es aber hieran nicht lassen genug sein, sondern hast mich uͤberdies noch zu ei⸗ nem unverqaͤnglichen Leben wiedergeboren. Du hast mich durch dein Blut ge⸗ reiniget von aller Suͤnde. Du haͤst mich zum Erben und Miterben des Himmel⸗ reichs gemacht. Du ha dich mit mir vereiniget/ und vermoͤge der Vereinigung alle erworbenen Schaͤtze mitgetheilt. Du hast mich angezogen mit den Klei⸗ dern des Heils und mit dem Rock der Gerechtig⸗ keit bekleidet. Und damit du nichts fuͤr dich behal⸗ ten moͤgest, so hast du mir Whut n deinen Leib und Blut zu mehrer Versiche⸗ rung deiner Gnaden und meiner geistlichen Erloͤsung. Darum freuet sich mein Herz und meine Seele ist froͤhlich; denn was haͤtte ich wohl Bessers begeheen/ und was haͤttest du mir wohl Heilsamers geben koͤnnen, als daß du mich mit deinem Leibe gespeiset und mit deinem Blut ge⸗ traͤnket hast, uͤber aller Menschen Vernunft ganz wunderbarer Weise. Nun erfahre ich in der That, daß dein Fleisch sei die rechte Speise und dein Blut sei der rechte Trank. Denn wie ich von dem suͤndlichen Fleische des Adams habe den Tod, so habe ich von dei⸗ nem allerheiligsten Fleische das Leben. Dadurch wird meine Seele dermaßen er⸗ quicket, daß ich mit Recht sagen kann: Sei nun wie⸗ der zufrieden, meine Seele, denn der HErr thut dir Gu⸗ tes. Dadurch finde ich mich nach dem inwendigen Men⸗ schen so gestaͤrkt, daß ich in Ansehuͤng meiner geist⸗ lichen Feinde unerschrocken sagen kann: Der HErr ist stmein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fuͤrchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Dadurch ist meiner Seele so viel Gutes widerfahren, daß ich billig sage: Wie hu ist deine Guͤte, die u verborgen hast denen, die dich fuͤrchten, und er⸗ bei⸗ 46 Un die Erhaltung der Gnade. zeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen! Darum erhebe den HErrn meine Seele, und mein Geist freue sich GOttes, meines Heilandes. Denn er hat große Dinge an mir gethan, der da maͤchtig ist, und deß Name heilig ist. Danket dem HErrn, denn er ist freundlich, und seine Guͤte waͤhret ewiglich. Lo⸗ be den HErrn, meine See⸗ le! Amen. Sebet um die Erhaltung und Vermehrung der un Gnade. 9 in dieser deiner NKraft will ich hinge⸗ hen, mein Heiland, und was noch uͤbrig im Fleisch zu leben ist, nach deinem Willen zubringen. Weil es aber in eines Men⸗ schen Kraft nicht stehet/ wie er wandle und seinen Gang richte, so gieb mir das Vollbringen. Heulaen mich mit deinem heiligen Geiste. Laß deine Guͤte und Treue mich allewege behuͤten. Laß mich empfin⸗ den, daß du durch den Glauben in mir wohnest, durch die Liebe in mir le⸗ best und durch die Hoff⸗ nung mich taͤglich staͤrkest. Gieb, daß ich ohne Heu⸗ chelei in Sanftmuth und Demuth bestaͤndig einher⸗ gehe, damit dein Leben an mir immer mehr und mehr offenbar werde. Gieb mir alle Tage neue Kraft, daß ich wandle den Weg mei⸗ nes Berufs, und nicht muͤde werde. Gieb, daß ich die Welt immer mehr und mehr verschmaͤhe, mich selber verleugne, mein Kreuz ben mich nehme, und dir bestaͤndig nachfolge. Gieb Muth und Staͤrke, zu wi⸗ derstehen meinen geistlichen Feinden, zu toͤdten in mir die Werke des Teufels, und zu untertreten der Welt Augenlust, Fleisches⸗ lust und hoffaͤrtiges We⸗ sen. Laß meine Seele zu⸗ nehmen an geistlichen und uͤbernatuͤrlichen Kraͤften. Laß mich reich sein an den innern Kraͤften des Gei⸗ stes. Laß mich zunehmen am Glauben und an der Liebe. Laß mich wachsen zu einem unbefleckten Leibe. Laß mich wachsen in allen Stuͤcken an dir, meinem Haupte, bis ich gelange an das inn. deines voll⸗ kommenen Alters. Laß mich im Glauben bringen Tu⸗ gend, in der Tugend Be⸗ scheidenheit, in der Be⸗ scheidenheit Maͤßigkeit, in der Maͤßigkeit Geduld, in der Geduld Gottseligkeit, in der Gottseligkeit bruͤ⸗ derliche Liebe und in der bruͤderlichen Liebe gemeine Liebe. Vollfuͤhre das gute Werk, welches du in mir angefangen hast. Bleibe in mir, und laß mich in dir bleiben; denn wenn ich nur dich habe, so habe ich alles. Laß mich in dei⸗ ner Liebe und in deiner Erkenntniß zunehmen. Laß mich bleiben im Glauben und in der Heiligung. Gieb, da In Nn l W Wff thn d Hnhftt/ I f Mllendet; I1 Nl 1Gech m e fiHuft au Mich hietrt h sch v Ddet tiunv mt ale Asawählte K Lob Ul Dus und! Suͤtte se! on Ewigle Amen. Un den h und seine Im die heilig lieber d bekenn Ion Natut Hellg, ung nuch mah und Blut Gestes B ren lasen, Hen Ge mir Vie harme bon mit du draͤt deinem Lerstrebe Gast C N snd sind die det E het. Da Len ül Vehef Onadt. lt inm erschnihy Uhne mengz ichme, MI nchflhe Stuͤre, Remengeflg U thten u des T umertren enlust, Ft hofärig meine Sal u geislichg lichen Keh reich sing raͤtten d mich znt ben und a aß mich ue anbefleckut wachsen n bis ich e Nuaß dant uAlters, Hir ben bingn! der Tuh eit, in da eit Mäßihlt ähket Geil Gottsc Hottselgket Uebe und 46 den Lirbe de Wlfuͤhte d velches du gen halt und lh u ben; dun dich e 3. S c be W i N miß Auchm. leben in G r Helgung — h————— Um den heil. Geist und die Heiligung. 47 daß ich am Ende meines Sohnes, da er spricht: Lebens mit freudigem Ge⸗Weil ihr, die ihr bose seid, wissen sagen kann: Ich euren Kindern koͤnnet gute habe einen guten Kampf Gaben geben, wie vielmehr Tauf voslet ich habe den auf vollendet; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit. Und zu dem Ende ruͤste mich aus mit Kraft aus der Hoͤhe, daß ich hier ritterlich streite und siege, damit ich dort in der triumphirenden Kir⸗ che mit allen Engeln und Auserwaͤhlten singen moͤ⸗ ge: Lob und Preis und Dank und Weisheit und Staͤrke sei unserm GOtt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Um den heiligen Seist und seine Gaben, und um die Beiligung. A* heiliger, himmlischer, lieber Vater, ich klage und bekenne dir, daß ich von Natur ungeistlich, un⸗ heilig, ungoͤttlich bin, und mich mehr mein Fleisch und Blut und des boͤsen Geistes Betrieb habe fuͤh⸗ ren lassen, denn deinen hei⸗ ligen Geist. Ach vergieb mir diese Suͤnde und er⸗ barme dich mein. Wende von mir die Strafe, die du draͤuest allen denen, so deinem heiligen Geiste wi⸗ derstreben: denn die den Geist Christi nicht haben, die sind nicht sein. Und die sind GOttes Kinder, die der Geist GOttes trei⸗ bet. Darum gieb mir dei⸗ nen Hnung Geist nach der Verheißung deines lieben wird mein himmlischer Va⸗ ter den heiligen Geist ge⸗ ben allen, die ihn darum bitten. Laß denselben det⸗ nen werthen heiligen Geist meinen Leib, Geist und Seele heiligen zum Gebet, und den Tempel meines Herzens reinigen von aller Unsauberkeit, und darin an⸗ Reben das Feuer der goͤtt⸗ ichen Liebe und bruͤnsti⸗ en Andacht, das Licht einer goͤttlichen Erkennt⸗ niß, das Boͤse zu meiden, die Gnade des Verstandes, meines Berufs treulich zu warten, die himmlische goͤttliche Weisheit, das hoͤchste Gut zu lieben, die Heiligkeit der Furcht GOt⸗ tes, dir wohl zu gefallen, die Herzhaftigkeit der Kraft GOttes, mein Kreuz ge⸗ duldig zu tragen, die Ta⸗ pferkeit der goͤttlichen Staͤr⸗ ke, zu uͤberwinden den Teu⸗ fel, die Welt und alle Men⸗ schenfurcht. Gieb mir den Geist der Wahrheit, der mich lehre, den Geist des Trostes, der mich erauicke, den Geist der Freudigkeit, der mich erfreue, den Geist der Wiedergeburt, der mich erneure, das Siegel GOt⸗ tes, durch welches ich be⸗ kraͤftiget werde im Glau⸗ ben, das Pfand des ewi⸗ gen Erbes, welches meine Hoffnung staͤrke. Schreibe durch deinen gottlichen Finger dein Gesetz in die 41** Ta⸗ 8 Um die Ruhe der Beele in Christo. Tafel meines il Lieh dei⸗ nen Willen in Lieb und Leid 6 vollbringen. Gieb mir den Geist der Kind⸗ schaft GOttes, der in mei⸗ nem Herzen zeuge, daß ich GOttes Kind bin. Geuß aus deine Liebe in mein Herz 2— deinen heiligen Geist. Zuͤnde durch den⸗ selben in mir an eine hei⸗ lige Begierde und Verlan⸗ gen nach himmlischen Din⸗ gen und nach dem ewigen Leben. O GOtt heiliger Geist, der du fliehest die Ruchlosen fuͤr und fuͤr/ aber dich giebst in die hei⸗ ligen Seelen, und machest Propheten und GOttes Freunde: mache mein Herz 38 einem lebendigen Oyfer⸗ as im Feuer deiner Liebe brenne und aufgeppfert werde, daß alle meine fleischliche Begierde durch das heilige Feuer verzeh⸗ ret werde. Komm in mein Herz, du göttliches Feuer, du goͤttliche Liebe, du him̃⸗ lischer Trost, du sußer Gast meiner Seele, du göttliche Zierde, du goͤttliche Kraft! Treib von mir alles, was feischlich ist, und gieb mir dagegen, was goͤttlich ist; mache mich zur Wohnung und Heiligthum GOttes. Du himmlisches Taͤublein, das du uͤber meinem HErrn Christo in seiner Taufe ge⸗ ruhet hast, gieb mir hei⸗ lige, kindliche Einfalt des Herzens, daß mich schlecht und recht behuͤte. Du gött⸗ liche Salbung und Freu⸗ den⸗Oel,/ lehre und troͤste mich. O eine selige Seele, die dich hat zum Einwoh⸗ ner! Denn du erleuchtest der Seelen Finsterniß, du heilest die verwundete See⸗ le, du troͤstest die traurige Seele, du staͤrkest die schwa⸗ che Seele, du erhaͤltst die strauchelnde Seele, du leh⸗ rest die demuͤthige Seele/ du erquickest die muͤde Seele, du giebst Kraft den Ster⸗ benden, wenn Leib und See⸗ le sich scheiden, du bleibest ewiglich bei der glaͤubigen Seele. Amen. Um die Kuhe der Seele in Christo. A5 du ewiger Friede⸗ fürst, JEsu Christe, du allerheiligste und hoͤchste Ruhe aller glaͤubigen See⸗ len, du hast gesagt: Kom⸗ met her zu mir, so wer⸗ det ihr Ruhe finden fuͤr eure Seelen; in der Welt habt ihr Angst, in mir habt ihr Friede. Ach wie oft habe ich Ruhe gesucht in dieser Welt und im Zeitlichen, habe sie aber nicht gefunden; denn es kann die unsterbliche Seele nicht gesaͤttiget noch ge⸗ stillet noch besaͤnftiget wer⸗ den, denn mit unsterblichen Dingen, naͤmlich in dir und mit dir. O du un⸗ sterblicher GOtt, wo du nicht bist, da ist keine Ruhe der Seele; denn alles Zeit⸗ liche eilet zum Untergang und verschleißet wie ein Kleid. Die Erde veraltet wie ein Gewand, sie ver⸗ wandelt sich, und du, un⸗ wan⸗ Nhen , Ubetel i Beten) 6 Mensche sihet Kreatnt lan M dit Mahe 0 hsitiget w 0 R, 9 E Il Gut! Hughett 1d. Halt nach! scht chere sitgt werd sch denn se edu, mein Tmm zu Hein Hett; hanen Sa Hiten, was Hel; laß: uß du in san Lebe Hiebest, vr U 6. Ifreue mein T lickung/ 0 ein mein: Ich, dief (hies H Ra nich Oudghen st ag en He dhe RN set zum Eih h D e unnten Wundete Ries Rtmn stärtesdesh „ du ethilh. e Hel nͤthigeSe Ddie müdege Keaft dendi ennLahue Heden,Wh Ibei dergch Amen. Kuhe der d. Chrish, ebiget Ru 77 Jisi 10 Liiigste uihhe gläubgat affesagt: I mit, s Ruhe fihhe len; in erd Angs, ie Friede. Wr ich Ruhe Welt uuh / habe su Inden; delt setllche e tiget noc besünftiget sit mstel rünlch it. OMI G/ N Wsfenh bumi 1 Hlßet v ., R ———.. gür die Lehrer der Kirche. 49 wandelbarer GOtt/ wirst sie verwandeln. Wie sollte denn meine unsterbliche Seele in den sterblichen, wandelbaren, fluͤchtigen Dingen Ruhe finden? Denn gleich wie du, lie⸗ ber GOtt, unser Schoͤpfer/ in keiner Kreatur rahen wolltest, ohne in dem Men⸗ schen(denn als du den Menschen geschaffen hat⸗ test, ruhetest du von dei⸗ nen Werken): also kann des Menschen Seele in keiner Kreatur ruhen, denn allein in dir, o GOtt. Meine Seele kann nicht gesaͤttiget werden, denn mit dir, o GOtt, der du alles Gut bist. Darum hungert und durstet meine Seele nach dir, und kann nicht eher ruhen noch ge⸗ saͤttigt werden, sie habe dich denn selbst. Derhal⸗ ben du, mein HErr Christe/ komm zu mir und stille mein Herz; halt in wir deinen Sabbath; laß mich hoͤren, was du in mir re⸗ dest; laß mich empfinden, daß du in mir lebest, o mein Leben; wie du mich liebest, o meine Liebe; wie du mich troͤstest, erquickest, erfreuest und erleuchtest, o mein Trost, o meine Er⸗ quickung, o meine Freude, o mein Licht! Laß mich dir mein ganzes Herz ge⸗ ben, dieweil du mir dein 95 v Herz gegeben hast. aß mich von mir selbst ausgehen, auf daß du zu mir eingehest; laß mich mein Herz ausleeren von der Welt, guf daß du mich mit himmlischen Gaben er⸗ fuͤllest. O JEsu, meines Herzens Ruhe, du heiliger Sabbath meiner Seelen, bringe mich in die Ruhe der ewigen Seligkeit, da Freude die Fuͤlle ist und lieblich Wesem zu deiner Rechten ewiglich. Amen. Für die Lehrer der Kirche. A* HErr JEsu Christe, du ewiger Hoherprie⸗ ster und Haupt deiner Kirche! Du bist aufgefah⸗ ren in die Hoͤhe, und hast etliche unter deinen Die⸗ nern gesetzt zu Aposteln, etliche zu Propheten, et⸗ liche zu Evangelisten, et⸗ liche zu Hirten und Leh⸗ rern, daß durch sie dein geistlicher Leib erbauet werde, bis wir alle hinan kommen zu einerlei Glau⸗ ben und Erkenntniß. Ich klage und bekenne dir, daß ich diese grohe Wohlthat und Gaben hiebevor nicht n erkannt habe, die, welche du gesandt hast, nicht gehalten fuͤr deine Diener und fuͤr Haushal⸗ ter uͤber deine Geheimnisse/ habe sie auch ihres Am⸗ tes halben nicht desto lie⸗ ber gehabt, und nicht bo⸗ dacht, was du sührer Wer euch horet, der hͤret mich; wer euch verachtet, der verachtet mich. Vergieh mir diese Suͤnde, und rech⸗ ne mir dieselbe nicht zu. Wende die Strafe von mir, die du draͤuest nzse e .——— 50 Für die Lehrer der Airche. I00 hage H1 hetzuch age dir aber herzli Bank fuür deine getreuen Boten, die dein Heil ver⸗ kuͤndigen, Gutes predigen, Friede verkündigen. Und bitte dich, du wollest an allen getreuen Dienern der Kirche und Vehrern deines Wortes deine Verheißung erfuͤllen, da du sprichst: Ich lege mein Wort in deinen Mund, und bedecke dich unter dem Schatten meiner Haͤnde, auf daß ich den Himmel pflanze und die Erde gruͤnde. Pflanze deinen geistlichen Himmel, lieber GOtt, mit glaͤubi⸗ gen leuchtenden Sternen, und ziere die Erde mit Pflanzen der Gerechtigkeit zu deinem Lob und Preis. Schmuͤcke die Lehrer der Kirche mit vielem Segen, daß sie einen Sieg nach dem andern erhalten wider Suͤnde, Tod, Teufel, Hoͤlle und Welt, daß man sehe, der rechte GOtt sei zu Zion. Gieb auch, daß wir unsern Lehrern gehorchen und ihnen folgen, als die da wachen fuͤr unsere Seele, und dafuͤr Rech⸗ nung geben muͤssen, daß sie ihr Amt mit Freuden thun, und nicht mit Seuf⸗ zen: denn das ist uns nicht ut. Gieb ihnen auch, daß ie ihr Amt williglich thun, und die Heerde weiden, nicht nh, martun sondern williglich, nicht um schaͤnd⸗ liches Gewinnstes willen, bas bei von Herzensgrund, aß beide, sie und wir mit ihnen, die unvergaͤngliche Krone der Ehre empfahen, wenn du als der 9180jl⸗ erscheinen wirst. Gieb, lie⸗ ber GOtt, deinem Don⸗ ner Kraft, und dein Wort mit großen Schaaren E⸗ vangelisten, daß sie ihre Stiamen erheben wie die Posaunen, und nicht scho⸗ nen, sondern uns unsere Uebertretung verkuͤndigen, und daß sie maͤchtig sind, zu strafen und krätth zu troͤsten. Hilf, daß sie die verlorenen Schaͤflein su⸗ chen, die Verwundeten hei⸗ len, die Schwachen verbin⸗ den und die Fetten warten. Hilf, daß sie mit feurigen Zungen reden, daß es durchs Herz gehe, daß unsere Her⸗ zen zu dir bekehret und von der Welt abgewandt werden, und von der Au⸗ genlust, Fleischeslust und von dem hoffaͤhrtigen Le⸗ ben; daß durch ihre Buß⸗ predigten in uns heilsame Traurigkeit erwecket werde, die eine Reue wirke zur Seligkeit, die niemand ge⸗ reuet. Thue unsere Herzen auf, wie der Lydia, daß wir hoͤren und verstehen, was sie uns in deinem Na⸗ men predigen. Sei durchs den heitzen&5 Gieb uns den heiligen Geist, der uns lehre und in alle Weisheit leite. Lehre du inwendig und erleuchte unsern Ver⸗ stand. Troͤste du inwen⸗ dig im Herzen. Denn soj du inwendig nicht lehrest, so ist alle auswendige Lehre unfruchtbar. Darum, wenn Pau⸗ Aitdittt f licht Milnhet Vge D Ander liet een So hungen/ Nunde d Ind Sau Rt ein L hekeiten. uc Iugend Ind Ert etzichen slumen. um dein ber ein gute geb Blut Krules aud R deh/ soy Aleh y Wolles daß all irche⸗ h he 001 li der Eit wirs. 00 „ deinen S und denh Schaarhf 7 sei erheben x und nicht h dern unz ins Iig wirkurhz ie miath 100 Hil, 0 V 1 Schasch Berwurdetgt chwachmh ie Fettehwan sie mit fuuh den, daß chdut daß usarh it belchtet! Welt abgehe ind von deth Fleischeluf u Hoffähtthgch durch ihte In uns hlhn erwege Reue witle „die Remad⸗ 14 Msele Hen er Lydia, und versihe in denen W. Seidut ffig. Gihe Geis, ui in alle B te du ml chte MsenA ubste du it Feel, Dan ‚0 uiht Ees Hubweldigebe *2 Dun Lürbitte für dit christliche Jugend. 51 Paulus yflanzet und Apollo begießt, so gieb du das Ge⸗ deihen dazu. Wehre und steure dem boͤsen Feinde, daß er nicht Unkraut un⸗ ter den Weizen saͤe. Wecke uns auf, daß wir nicht schlafen und sicher seien. Heiliger Vater, heilige uns in deiner Wahrheit. Dein Wort istdie Wahrheit. Dein Wort ist die rechte Lehre, und Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich. Laß uns das Himmelsbrod dei⸗ nes Wortes aufsammeln in das Gefaͤßlein unserer Seele, daß wir ewig satt und selig werden. Amen. Fürbitte für die christ⸗ liche Jugend. BarmborzigerHOtt, ewi⸗ O ger Vater, der du die Kinder liebest und sie durch deinen Sohn zu dir heißest bringen, denn aus dem Munde der Unmuͤndigen und Saͤuglinge willst du dir ein Lob zuͤrichten und bereiten. Darum hast du auch geboten, daß man die Jugend in deiner Furcht und Erkenntniß soll auf⸗ erziehen und sie nicht ver⸗ saͤumen. Ich bitte dich um deines Sohnes willen/ der ein Kind und uns zu gute geboꝛen und dein theu⸗ res Blut am Stamme des Kreuzes fuͤr die Kinder, als auch Miterben der Gna⸗ den, sowohl als fuͤr die Alten vergossen hat, du wollest Gnade verleihen, daß alle Hausvaͤter und Muͤtter, Schul⸗ und Lehr⸗ meister ihre Kinder, Ge⸗ sinde und alle Jugend flei⸗ ßig auferziehen in heilsa⸗ mer Lehre und Erkenntniß deines Willens, in guten freien Kuͤnsten und Tu⸗ genden, zu Ehren deiner goͤttlichen Majestaͤt und zu ihrer Seelen Seligkeit, in aller Zucht und Ehrbarkeit auf daß sie von Kindheit auf dich ihren GOtt, Schd⸗ pfer und Erloͤser lernen von ganzem Herzen fuͤrch⸗ ten, lieben, uͤber alle Din⸗ ge vertrauen und in deinen Geboten wandeln. Ver⸗ huͤte auch, daß die liebe Jugend nicht etwa durch falsche Lehre und unrechten Gottesdienst oder durch unchristlichen Wandel ver⸗ fuͤhret werde. Behuͤte sie vor boͤser Gesellschaft und Trunkenheit, vor Unzucht und Muͤßiggang, und daß sie durch boͤse Exempel nicht geaͤrgert werde. Gieb auch Gnade allen Kindern, daß sie sich zuͤchtigen und ziehen lassen, ihren Eltern, Oberherren und Lehrmei⸗ stern gehorsam seien, in Einfaͤltigkeit des Herzens annehmen Weisheit und Verstand, klug zu werden in der Furcht GOttes. Weil aber das menschliche Herz durch den Fall un⸗ serer ersten Eltern verderbet und von Jugend auf nur zum Boͤsen geneiget ist, so nimm hinweg die Thorheit, welche den jungen Leuten im Herzen steckt, daß sie nicht der angebornen Seu⸗ ö che 52 Gebet v. Unterthanen für ihre Obrigheit. che und dem Erbschaden zu viel einraͤumen, in ihrem Muthwillen und eigenen Sinnen aufwachsen, wider⸗ spenstig und halsstarrig werden. Darum, o du heiliger GOtt, pflanze in die Herzen aller Jugend die Fuͤrcht deines gottlichen Namens, und der heilige Geist, welchen sie in ihrer Taufe empfangen haben, regiere und treibe sie zu allem Guten, daß sie dein Wort, dein„ ds und Gebote lernen, dasselbige auf ihr Herz binden und an ihren Hals haͤngen, als ihren Schmuck, damit sie dir dienen in rechtschaffe⸗ nem Glauben und christ⸗ lichem Gehorsam, hier zeit⸗ lich und dort ewiglich. Amen. Habermann. Gebet der Unterthanen für ihre Obrigkeit. A GOtt, du HErr al⸗ih ler HBErren und Koͤnig aller Koͤnige, du Herrscher T uͤber den ganzen Erdkreis, der du alle Obrigkeit hast eingesetzt und gesagt durch deinen werthen Mpostel: Es ist keine Obrigkeit, sie ist von GOtt geordnet; und wer der Obrigkeit wi⸗ derstrebet, der widerstrehet GOttes Ordnung. Gieb mir, lieber Vater, und lehre mich, daß ich die Obrigkeit fuͤr deine Ordnung erkenne, dieselbe fuͤrchte, liebe und ehre; und verleihe Gnade, daß ich und alle Untertha⸗ nen durch sie mit Gerech⸗ tigteit regieret werde und von ihnen Schutz habe, daß ich unter ihnen ein stilles, geruhiges Leben fuͤhren moͤge in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Und weil du/ lieher Vater, der Koͤnige Herzen in deiner Hand hast und leitest dieselben wie die Wasserbaͤche/ so regiere auch unsere liehe Obrigkeit mit deinem heiligen Geist, daß sie vor allen Dingen GOt⸗ tes Wort lieb haben, ihre Thore weit machen und die Thuͤren in der Welt hoch, daß bei ihnen und in ihren Landen der Kͤnig der Ehren einziehe, derHErr Zebaoth, stark und maͤchtig im Streit; daß sie Pfleger und Saugammen seien dei⸗ ner heiligen christlichen Kir⸗ che; daß sie deinen lieben Sohn kuͤssen, daß er nicht dener daß sie dem HErrn ienen mit Furcht und sich freuen mit Zittern. Gieb ihnen deine himmlische Weisheit, die um deinen hron ist. Denn durch dieselbe regieren die Koͤnige/ und die Rathsherren setzen das Recht. Gieh, daß sie hoͤren das Geschrei der Ar⸗ men, und der Wittwen und Waisen Recht nicht beugen. Laß sie fuͤrstliche Gedan⸗ ken haben und daruͤber hol⸗ ten. Gieb ihnen die Gluck⸗ seligkeit Davids, die Weis⸗ heit Salomonis, die Sieg⸗ haftigkeit Josuaͤ, die Staͤcke Simsons. Gieb ihnen die Liebe der Gerechtigkeit, be⸗ staͤndigen Muth und Ta⸗ pferkeit wider alle Unge⸗ rechtigkeit, gluͤcklichenFort⸗ gang I 0 H lel, De Ruclen chhähtern, WSlutbet sse Rurch l. Se 100 und, (enten“ Eum& Werh. 2 hebet ein m Seget hur Eit V Alchen 0 V mit me FJuber! schnet! lihem schen 6 fhn RaEht Sel nohe z mehe! 0 sü aer amh Icdelbenvs „regieut bagkee Ren Gas Dhend eb hihex, v. t machen x dden erh niiehe dethh Akundnith daß sießz mmen scaent Gristichd deien H u, dah ersth ste dem hen Jurcht urh Zittern. 00 e himmiih die um dan Denn M Kren diegnt thoherren s Oieb, aahl heschtei detz L Wittwen Henicht beht 6uuchthkeh,N Moth und I. Rer ale H Shctichendo 0 Heuchlern Gebet eines gausvaters. 53 gang ibrer Anschlaͤge, ge⸗ treue/ verstaͤndige, kluge Raͤthe, gesundes und langes Leben. Behuͤte sie vor und Fuchs⸗ schwaͤnzern, vor Kriegen und Blutvergießen. Schuͤz⸗ ze sie durch deine heiligen Engel. D ich das ganze Land und schaffe unsern Grenzen Friede, dur IEsum Christum unsern HErrn. Amen. Job. Arnd. Sebet eines Hausvaters um Segen und Sedeihen zur Uahrung. H6 allmaͤchtiger Gott, der du einem jeglichen Menschen giebst wie es dich gut deucht, du hast Adam den ersten Men⸗ schen vor dem Fall zum Er⸗ ben, Herrn und Hausvater der Welt gemacht und in den Garten des Paradieses gesetzet, daß er den bauen und bewahren soll, au nach dem Fall auferleget, im Schweiß seines Ange⸗ sichtes und seiner Haͤnde Arbeit sein Brod zu essen; durch deinen Segen habe ich auch eine Haushaltung und Rahrung, Acker und Feldbau und naͤhre mich mit meiner Haͤnde Arbeit. Lieber Vater, der du uns ge⸗ segnet hast mit allerlei geist⸗ lichem Segen in himmli⸗ schen Guͤtern durch— stum, gereichet es zu dei⸗ ner Ehren und meiner See⸗ len Seligkeit, so segne auch meine zeitlichen Guͤter, daß meine Nahrung zunehme und sich aus breite/ und aufstehe⸗/ h⸗ ö ih⸗ dem Segen, daß er bei mir sei in allem, das ich vor⸗ nehme. Gieb mir von dem Thau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und laß mich die Stroͤme und Wasserbaͤche, so mit Milch und Honig fließen, sehen. Der Heiden Göͤtter koͤnnen nicht Guͤter geben, ch du aber fuͤllest die Erde mit deinen Guͤtern und seg⸗ nest uns allenthalben, daß wir des Landes Gut ge⸗ nießen; dein Segen ma⸗ chet reich ohne Muͤhe und giebst es den Deinen im Schlaf. Thue uns deinen Schatz auf und gieb wahr⸗ haftige Guͤter, die da blei⸗ ben und immerdar gedei⸗ hen. Laß uns ordentlich haushalten, vorsichtig und weislich handeln und un⸗ sere Sachen so verrichten, daß wir niemand Schaden thun und eine Last seien. ch Laß uns nicht Wein und Oel lieben, in Wollust und Muͤßiggang leben, unsere Nahrung gering achten, deine Guͤter vervrassen und uͤbel umbringen, daß uns nicht Roth und Armuth uͤbereile. Lieber Vater, der du der rechte Hausvater im im Himmel und auf Erden bist, laß mich dein Wort und Befehl an alle Haus⸗ vaͤter zu Herzen nehmen und meine Sachen darnach rich⸗ ten, daß ich meinen Kindern und Gesinde und allen, die mir angehoͤren, deine Ge⸗ bote schaͤrfe und zu Haus und Felde, wenn ich mich 54 Gebet christlicher Eheleute. ihnen davon rede, daß sie, HErr, deine Wege halten und thun, was recht und gut ist, auf daß ihnen alles das Gute widerfahre, das du uns geredet hast, daß ich den HErrn ehre von meinem Einkommen, den Armen und Duͤrftigen Gu⸗ tes thue, auf daß der Se⸗ gen in meinem Hause bleibe und ein bleibend Wesen habe. Laß mich des gegen⸗ waͤrtigen Gutes zum Le⸗ ben und nicht zur Suͤnde branchen, daß ich von dei⸗ nem Segen in deiner Furcht esse und trinke, meiner sau⸗ ren Arbeit genieße und nicht ein anderer sie Tron O reicher GOtt im Thron! Armuth und Reichthum gieb mir nicht, laß mich aber mein bescheiden Theil Speise dahin nehmen, ich moͤchte sonsten, wo ich zu satt wuͤrde, verleugnen und sagen: Wer ist der HErr? ich habe genug, wie kann mirs fehlen? Oder wo ich zu arm wuͤrde, moͤchte ich stehlen und mich an dem Namen GOttes vergreifen, zuüͤrnen GOtt und meinem Koͤnige fluchen. Lieber HErr und Meister, der du alles mit Lindigkeit und vie⸗ lem Verschonen regierest, laß mich meinem eigenen Hause wohl vorstehen, Kin⸗ der und Gesinde christlich regieren, Arbeitern und Ta⸗ geloͤhnern nicht unrecht thun, damit nicht der ab⸗— ebrochene Lohn der Ar⸗ eits⸗ und Ackersleute und derer, die unser Land ein⸗ geerntet haben, wider mich gen Himmel schreie und mir Suͤnde sei, sondern des Tages gebe, daß die Sonne nicht daruͤber un⸗ tergehe. Laß mich nicht Wucher und Uebersatz von meinem Naͤchsten nehmen und ihn beleidigen, daß mein Segen nicht verflucht werde und mir alles unter den Haͤnden zerrinne, daß ich mir genuͤgen lasse an dem, das da ist, und gefallen, ich habe wenig oder viel; auch thue mer deine Gnade, daß ich mich in allem meinem Thun und Leben als ein christlicher Hausvater erzei⸗ ge und in deinen Guͤtern treu beweise, damit ich in der Rechnung wohl bestehe und als ein frommer und treuer Knecht uͤber viel ge⸗ setzet werde, zu meines HErrn Freude eingehe und selig werde, um Christi willen: so will ich dir hier zeitlich danken, daß du mich mit deinen Guͤtern gesaͤt⸗ tiget hast, und dort mit Abraham, Isaak und Ja⸗ kob, deinen Dienern, im Himmelreich dich ewig prei⸗ sen. Amen. J. Heermann. Sebet christlicher Eheleute. armherziger gnaͤdiger GOtt, lieber Vater, du hast uns nach deinem naͤdigen Willen und goͤtt⸗ icher Vorsehung in den heiligen Ehestand gesetzt, daß wir nach deiner Ord⸗ nung darin leben sollen. Darum troͤsten wir uns auch ichtet /M 38. E slcht der Wn e Ilch Din Ahhben, ad lernet Rge wi Mset ge Mtucht M/ In Rabweken Uhs ete Hchl. Rde ul Nh wr Duge e Messch ns he nögen. der He Segen und E umsern und E und d auf d Ehre ahrlick . Mt u Fucch hehle Aufet hren hetei alles untt v errinne, M yen lase nin und geftley goder hilz eine Gn in allem mohz d Leben h Hausbntkg . Deilen Oie ise, Vnit ih. ung wohli in frommer echt uber gl ke, zu n deude eingehel de, um cht Pwill ichez nken, daß du t uGuͤtern gů „ und dott l ‚ Jak Orenenn, ihich u N. J. dermen chlistlicht Hheleult. erjhet guh st, lehet Y uns nuch d Wileg u olfehuth K. Ehestnd g I h. H l tchseg Ehefrau findet, der findet Sebet christlicher Eheleute. 5⁵5 auch deines Segens, da dein Wort sagt: Wer eine was Gutes und schoͤpfet Segen vom HErrn. Ac lieber GOtt, laß uns ja in deiner goͤttlichen Furcht nen ein gehorsames Herz, daß es ihnen moͤge wohl gehen, und sie lange leben auf Erden. Gieb uns auch ch das taͤgliche Brod, und segne unsere Nahrung. Verzaͤune unser Haus und bei einander leben. Denn wohl dem, der den HErrn fuͤrchtet, und große Lust at an seinen Geboten; eß Same wird gewaltig sein auf Erden. Das Ge⸗ schlecht der Frommen wird gesegnet sein. Laß uns vor allen Dingen dein Wort lieb haben, und gern hoͤren und lernen, daß wir sein moͤgen wie ein Baum am Wasser gepflanzet, der sei⸗ ne Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blaͤtter verwelken nicht, und alles/ was er macht, das geraͤth wohl. Laß uns auch in Friede und Einigkeit leben, daß wir der dreien schoͤnen Dinge eines, so GOtt und Menschen wohlgefaͤllt, bei uns haben und behalten moͤgen. Denn daselbst hat der HErr auch verheißen Segen und Leben immer und ewiglich. Laß uns in unserm Ehestande Zucht und Ehrbarkeit lieb haben/ und dawider nicht handeln/ guf daß in unserm Hause Ehre wohne, und wir einen ehrlichen Ramen haben md⸗ Gieb Gnade, daß ö wir unsere Kinder in der lchen Rurz deiner vaͤter⸗ Furcht und Ermahnung zu li deinen goͤttlichen Ehren auferziehen, daß du aus ihrem Munde dir ein Lob bereiten moͤgest. Gieb ih⸗ gen. Guͤterlein wie des heiligen Hiobs, daß der böͤse Feind und seine Werkzeuge kei⸗ nen Eingriff thun koͤnnen. Behuͤte unser Haus, Habe und Gut vor Feuer und Wasser, vor Hagel und Ungewitter, vor Dieben und Mördern. Denn al⸗ les, was wir haben, das hast du uns gegeben. Dar⸗ um wollest du es auch maͤch⸗ tiglich bewahren. Denn wo du nicht das Haus bauest, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wo du, HErr, die Stadt nicht be⸗ wahrest, so wachet der Waͤchter umsonst. Deinen Freunden giebst du es schla⸗ fend. Gieb uns auch, lie⸗ ber GOtt, fromm, getreu und gehorsam Gesinde/ und bewahre uns vor unge⸗ treuen Dienstboten. Denn du ordnest und regierest al⸗ les, und bist ein HErr uber alles, belohnest auch alle Treue und Liebe, und strafest alle Untreue. Und wenn du uns ja, lieber GOtt, Kreuz und Truͤb⸗ sal zusenden willst, so gieb uns Geduld, daß wir uns chen Ruthe unterwerfen, und mache es gnaͤdig mit uns. Laß von dem HErrn unsern Gang gefoͤrdert wer⸗ den, und haͤbe du Lust an un⸗ 56 Gebet der Eltern für ihre Kinder unsern Wegen. Fallen wir dann, so wirf uns nicht weg, sondern halt uns bei der Hand, und richte uns wieder auf. Lindere uns unser Kreuz, und troͤste uns wieder, und verlaß uns nicht in unserer Noth. Gieb auch, daß wir das Zeitliche nicht lieber haben, denn das Ewige. Denn wir haben ja nichts in die Welt gebracht, werden auch nichts mit hinaus bringen. Darum laß uns nicht dem leidigen Geiz, der Wurzel alles Uebels, nachhaͤngen, sondern nachjagen dem Glauben und der Liebe, und ergreifen das ewige Le⸗ ben, dazu wir berufen sind. GODtt der Vater segne uns und behuͤte uns! GOtt der Sohn erleuchte sein Angesicht uͤber uns und sei uns gnaͤdig! GOtt der heilige Geist erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Friede! Die heilige Dreieinigkeit bewahre un⸗ sern Eingang und Ausgang von nun an bis in Ewig⸗ keit. Amen. Joh. Arnd. Gebet der Eltern für ihre Kinder. A getreuer, lieher GOtt und Vater, Schoͤpfer und Erhalter aller Crea⸗ turen! Ich danke dir von Herzen fuͤr die Leibesfruͤch⸗ te, so du mir durch deinen Segen gegeben hast; und bitte dich herzlich, weil du gesagt hast, du wollest dei⸗ nen heiligen Geist geben allen, die dich darum bit⸗ ten/ mnde auch meine armen Kinder mit deinem heiligen Geist, der in ih⸗ nen die wahre Furcht GOttes anzuͤnde, welche ist der Weisheit Anfang und die rechte Klugheit; wer darnach thut, deß Lob bleibet ewiglich. en wah⸗ sie auch mit deiner wa ren Erkenntniß, behuͤte sie vor aller Abgoͤtterei und falscher Lehre, laß sie in dem wahren seligmachen⸗ den Glauben und in aller Gottseligkeit aufwachsen und darin bis ans Ende verharren. Gieb ihnen ein glaͤubiges, gehorsames, de⸗ muͤthiges Herz, auch die rechte Weisheit und Ver⸗ stand, daß sie wachsen und zunehmen an Alter und Gnade bei GOtt und den Menschen. Pflanze in ihr Herz die Liebe deines goͤtt⸗ lichen Wortes, daß sie 2 andaͤchtig im Gebet und Gottesdienst, ehrerbietig gegen die Diener des Wor⸗ tes und gegen jedermann, aufrichtig in Handlung, schamhaftig in Geberden, zuͤchtig in Sitten, wahr⸗ haftig in Worten, treu in Werken, fleißig in Geschaͤf⸗ ten, gluͤckselig in Verrich⸗ tungen ihres Berufes und Amtes, verstaͤndig in Sa⸗ chen, richtig in allen Dingen, sanftmuͤthig und freundlich gegen alle Men⸗ schen. Behuͤte sie vor al⸗ len Aergernissen dieser Welt, daß sie nicht ver⸗ fuͤhret werden durch boͤse Gesellschaft. Laß sie masn i tt stont l se sicht Uuel, Lah. hte unde In Relde! Iunelicheh, h den NR WNShl Welh 0. Hannie Iich het sie die him uage,ud Wuserwäht Iud pkeien Wum Et Hettn, A. Daruf W. MN Gebet st fürei ch R A siget tet, de VBier ub der heiße auf Erde hekllich,! lieben E Nuttet haher in Ind W 2— 2 ———— e auch nßß 4mit da it„ de Rih Nͤbte dufh fnde, v. Pheit M te Hlc shut Rchll lich. Bah it heiner. ih, behlte lbobttett Le Iß seeh u sclongth a und i t cufgh i E Gich Hanng Rehokfanehfh Heth, auch Heit und sie Wachsehh an Mltet Gott uud Vfatze v.l ihe deiheögß, feo doßsist in Gbbet du st„, chtetbith Mnet des Wo Heh jederma. in Handlag i Gdbetde Silen, uhh Zotten, tten ssig in Gechd a0 in Delh Berufed u sandig in E Rlig u d mnich 0 ehh leR Ht st ssh Ri s nht N Uch inder ö Gebet frommer Kinder für ihre Eltern. 57 in Schlemmen und Un⸗ zucht gerathen, daß sie sich ihr Leben nicht selbst verkuͤrzen, auch andere nicht beleidigen. Sei ihr Schutz in allerlei Gefahr/ daß sie nicht ploͤtzlich um⸗ kommen. Laß mich ja nicht Unehre und Schande, son⸗ dern Freude und Ehre an ihnen erleben, daß durch sie auch dein Reich vermehret, und die Zahl der Glaͤubigen groß werde, daß sie auch im Himmel um deinen Tisch her sitzen moͤgen/ als die himmlischen Oel: zweige, und dich mit allen Auserwaͤhlten ehren, loben und preisen moͤgen, durch IEsum Christum, unsern HErrn. Amen. Job. Arnd. Darauf bete den 127. und 128. Psalm. Sebet frommer Kinder für ihre Eltern. A* gnaͤdiger, barmher⸗ ziger GOtt, lieber Va⸗ ter, der du bist der rechte Vater uͤber alles, das Kin⸗ der heißet im Himmel und auf Erden! Ich danke dir herzlich, daß du mir meine lieben Eltern, Vater und Mutter gegeben und bis daher in guter Gesundheit und Wohlstand erhalten hast. Dir sei Lob, Ehre und Dank für diese deine große Wohlthat. Und bitte dich, du wollest mir mei⸗ nen Ungehorsam, damit ich mich gegen meine lie⸗ ben Eltern oft versuͤndiget abe, aus Gnaden verge⸗ en, und die Strafe von mir abwenden, die du im vierten Gebot draͤuest. Gieb mir aber ein gehorsames und donkbares Herz gegen sie, daß ich sie ehre, fuͤrchte, liebe, mit meinem Gehor⸗ sam und deiner goͤttlichen sür erfreue, daß ich sie ur GOttes Ordnung er⸗ kenne, und ihre vaͤterlichen wohlmeinenden Strafen geduldig annehme. Lehre mich auch bedenken, wie sauer ich meiner Mut⸗ ter worden bin, und mit was großer Muͤhe und Arbeit sie mich erzogen. Laß mich dieselbe wieder ehren mit Gehorsam, Lie⸗ be, Demuth, Furcht in Worten und Werken, auf daß ich den Segen und nicht den Fluch ererbe, sondern ein langes Leben. Laß das Exempel des Ge⸗ horsams meines HErrn IEsu Christi immer vor meinen Augen stehen, wel⸗ cher seinem Vater gehor⸗ sam gewesen bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Gieb mir den Gehorsam Isaaks, die Furcht Jakobs/ die Zucht Josephs, die Gottesfurcht des jungen Tobiaͤ; und gieb meinen lieben Eltern den Glau⸗ ben Abrahams, den Se⸗ gen Isaaks, den Schutz Jakods, die Gluͤckseligkeit Joseyhs und die Barmher⸗ Lab des alten Tobiaͤ. aß sie in einem feinen geruhigen Leben, in Friede und Einigkeit alt werden. Lindeze ihnen ihr Kreutz und bilfs ihnen.— L 58 Gebet einer Waise. Erhoͤre ihr Gebet und segne ihre Nahrung. Behůte sie vor allem Uebel Leibes und der Seele. Und wenn ihre Zeit vorhanden ist, so laß sie sanft und stille einschla⸗ fen, und nimm sie zu dir ins ewige Vaterland, durch IEsum Christum. Amen. Joh. Arnd. Gebet einer Waise. Lieder himmlischer Vater, da du mir meine irdi⸗ schen Eltern durch den Tod hinweggenommen, so halte ich mich desto genauer zu dir, dem Vater uͤber alles, was Kinder heißt im Him⸗ mel und auf Erden. Du hast mich ja in der heili⸗ gen Taufe zu deinem Kin⸗ de angenommen, auch be⸗ sonders in deinem Wort versprochen, ein Vater und Erretter der Waisen zu sein. Ach bewahre mich, daß ich mich deiner Fuͤrsorge nicht durch muthwillige Suͤnden verlustig mache, sondern vielmehr in meinem gan⸗ zen Leben sie reichlich er⸗ fahren moͤge. Erwecke mir gute Goͤnner und Freunde, die sich meiner erbarmen. Gieb, daß meine Vormuͤn⸗ der und Pfleger sich mei⸗ ner treulich annehmen und mich zu allem Guten er⸗ ziehen; ich aber ihnen eben den Gehorsam, den ich leib⸗ lichen Eltern schuldig bin, erweise, ihrem Rath folge und ihrer Strafe mich un⸗ terwerfe. Laß mich in dei⸗ ner Furcht wandeln, boͤse Gesellschaft vermeiden, und allen Luͤsten des Fleisches widerstehen, damit ich dir sowohl jetzt in meinen un⸗ muͤndigen Jahren, als kuͤnftig in meinem vollstaͤn⸗ digen Alter, in meinem Be⸗ ruf, mit unbeflecktem Ge⸗ wissen diene, und endlich dein ewiges Reich ererbe⸗ um meines lieben Heilandes willen. Amen. Rambach. Gebet zur Zeit des Auf⸗ ruhrs und Erieges. Al ewiger GOtt, barmherziger himmlischer Vater, wie⸗ wohl wir durch unsere mannigfaltige Bosheit, un⸗ zuͤchtig Leben und schwere Laster nicht allein den aͤu⸗ ßerlichen Krieg, sondern den ewigen Tod und Ver⸗ derben ganz wohl verdie⸗ net haben: ach HErr, so bekennen wir uns vor dei⸗ ner goͤttlichen Majestaͤt als arme Schuldige, und be⸗ herägt Gnade und Barm⸗ erzigkeit, bitten und be⸗ gehren auch, o guͤtiger GOtt, du wollest zu die⸗ ser Zeit rechte Mittel und Wege gnaͤdiglich verschaf⸗ fen und schicken, daß der Krieg, daraus alles Uebel, Jammer und Elend, beide an Leib und Seel, durch des Feindes Anstiftung er⸗ folget, niedergeleget und ge⸗ meiner Friede und Einig⸗ keit gemacht werde, daß wir in Stille und rechter Ruhe des Gemuͤths und der Zeit mögen deinen herr⸗ lichen Namen preisen, in deinem Beruf und Willen wan⸗ Gedtb in Gdtt ah Di Henlhlet; Heit! Wvie el König DOadid un Willen i. eiher so Lenz geste f W. voh früh bestmmite Voll voh 00 siebehz estotbeh Bac und guf het ds! silet h Here hekehhet Rrausan Hahick unserer dell M auf doö Umerla und he darum, Gott wir die zen in Sůͤnde schigen hetzihe Aahen b iche Und e Sebet in Pestzeiten. 59 wandeln und die ewige Se⸗diglich abwenden, auf daß Numin ligkeit erwerben durch JE⸗wir in Gesundheit unseres Am sum Christum, deinen lie⸗Lebens eine gnaͤdige Buße manennt ben Sohn, unsern HErrn moͤgen thun, und mit dir unm und Heiland. Amen. ewiglich in seliger Freude 111 aun leben durch das bittere Lei⸗ W„% Sedet in pestieiten. den und Sterben IEsu Wn G6Dit in Ewigiel Christi, deines lieben Soh⸗ Lebenün— Vater aller Borm⸗ ben. kuig den wie u den elleuchte⸗ Gebet in theurer Seit ů 5 d 4 ub dun ten Koͤnig und Propheten—— Hünd 6980 Rihs]David um seiner Sunde Allmächtiger barmherzi⸗ chihgt, ay willen in seinem Volk mit ger, guͤtiger GOtt, ht, Hunhag einer so grausamen Pesti⸗ Schoͤpfer Himmels und der Mithg lenz gestrafet und geplaget Erde! du erhoͤrest Gebet/ iu. hast, daß in dreien Tagen darum kommt alles Fleisch ieothin, von fruͤh an bis zu der zu dir. Ach HErr, wir ben mhit, bestimmten Zeit aus dem haben diese theure Zeit sehr talh i. Volk von Dan zu Bersa⸗(wohl verdienet. Denn du Hrieg, sur ba siebenzig tausend Mann a gedraͤuet, es soll ein Tod u 94 Beie ind, und du auf fruchtbar Land nichts tra⸗ IN willIAl die Beichte seiner Suͤnde gen, um der Suͤnden wil⸗ ach Hün 5 das Eter hen und Pe⸗ len h die Er mlete wir und bel et da erben und Pe⸗nen. rr, unsere hen Mishel stilenz hast lassen aufhören: Missethat druͤcket uns hart/ Udige, uh o HErr/ so muͤssen wir du wollest uns unsere Suͤn⸗ de ubn] bekennen, daß du uns diese de vergeben. Erhoͤre uns Uuren nil. grausame Pestilenz allein nach deiner wunderlichen ch/ Oguhl geschickt haf zu einer Strafe Gerechtigkeit, GOtt, un⸗ hollsy. unserer unzaͤhligen Suͤn⸗ser Heil, der du bist die chle Mitlu den, mit denen wir dich Zuversicht aller auf Erden Wlch besh. auf das hoͤchste und ohne und ferne am Meer. Ach Hakch, daß Unterlaß zu Zorn beweget HErr, thue auf deine milde Is allen und beleidiget haben. Und allmaͤchtige Hand und saͤt⸗ ud ElndW. darum, o barmherziger tige alles, was lebet, mit m Sil, Gott und Vater, bitten Wohlgefallen. Du kannst 3sffnd wir dich mit innigem Her⸗ja rufen dem, das nichts hhiehen zen in Bekenntniß unserer ist, auf daß es etwas sei, micde WäiSuünden, daß du uns die⸗Iu Lobe deinem Namen und cht u selbigen wollest gnaͤdiglich deiner troͤstlichen Gnade, ie A teh beczeihen und deines gott⸗denn deine Bruͤnnlein ha⸗ galths lichen billigen Zornes ver⸗ben Wassers die Land Ach n jessen, und diese schreck⸗HErr, suche das and heim A iche Plage der Pestilenbund waͤssere es und mache 07 und des jaähen Todes gnaͤoes sehr reich. Laß G64 fi Ve⸗ 60 Sebet in theurer Zeit und Hungersnoth. Getraide wohl gerathen und baue selbst das Land. Traͤnke seine Furchen und segne sein Gepfluͤgtes, ma⸗ che es weich mit Regen und segne sein Gewaͤchs. Kroͤne das Jahr mit dei⸗ nem Gute, laß deine Fuß⸗ stapfen triefen vom Fett. Mache froͤhlich alles, was da lebet, beide des Mor⸗ ens und Abends. Denn u, HErr, unser GOtt, bist groß und von großer Kraft, und ist unbegreiflich, wie du regierest. Du kannst den Himmel mit Wolken bedecken, du giebst Regen auf Erden. Du laͤssest Gras wachsen auf den Bergen. Du giebst dem Vieh sein Futter, den jungen Raben/ die dich anrufen. HErr, du hilfest beiden, Menschen und Vieh. Du laͤssest Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hin⸗ fließen, daß alle Thiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst loͤsche. An denselben sitzen die Voͤgel des Himmels und singen unter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her, du machest das Land voll Fruͤchte, die du schaffest. Du laͤssest Gras wachsen fuͤr das Vieh, und Saat zu Nutz den Men⸗ schen, daß du Brod aus der Erde bringest und daß der Wein erfreue des Men⸗ schen Herz, und seine Ge⸗ stalt schün werde vom Oel, und das Brod des Men⸗ schen Herz flaͤrke. HErr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll dei⸗ ner Guͤte Ach HErr, thue auf die Fenster des Him⸗ mels und schuͤtte herab Se⸗ gen die Fuͤlle. Ach HErr IEsu, du speisetest ja in der Wuͤste etliche tausend Mann mit wenig Broden und ließest die uͤbrigen Brok⸗ ken aufheben: ach HErr, theile nun die uͤbrigen Broͤcklein aus unter die Hungrigen, deine Hand ist ja nicht verkuͤrzet. Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ih⸗ nen giebest, so sammeln sie; wenn du deine Hand auf⸗ thust, so werden sie mit Glite gesaͤttiget. Verbir⸗ gest du dein Antlitz, so er⸗ schrecken sie. Du nimmst weg ihren Odem, so ver⸗ gehen sie und werden zu Staub. Du laͤssest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneu⸗ erst die Gestalt der Erde. Darum, o HErr, staͤrke und speise uns mit deiner lebendigen Kraft, als mit dem rechten Himmelsbrod. Denn der Mensch lebet nicht vom Brod allein, sondern von einem jegli⸗ chen Wort, das aus dei⸗ nem Munde gehet. Nimm deine Kraft und Segen nicht hinweg vom Brod, sondern segne unsere Speise und saͤttige unsern Leib mit wenigem, wie Elisa hun⸗ dert Mann speisete mit zwan⸗ * — Oebtt nne B Wanig, O ud isee und exhaht Theutung, in des unnd keinen elhen. 1. Gebn lah si. tigen Huͤff Bermehte d18 Mohl Saxepig, sure Setl Iichen E solbe suß nig und M edll uͤber dein essen und Rein Aul Lechtige nenn ux Reihem L Eebet N P8 ein ud Ge Alee Fle bist Ge Saheh. ifsmdef da. ⁰ sigche Kaankh dihh me GOtt, hen un gehan, mähen guch m deine g keit gef mit au deinem! ungersin R I. 7 vil! Ol 6 üblich gehz de ist Hh Ach hewi nser de n Ahütte henhe A aseteh elliche u W Tieübtiherdt Hen: ach e Waus untt! „ deine Hah verkün. 0 Kulfch ese ga Wen ut so summch eine Hund e wetden se tliget. V un Aullh fl Ne. Du min em/ s und wetkeh⸗ u luses em, so mh / und Ratl slt Rer Ech HEtr it ns m üh taft/ le n A Mehsch Kl Brod ac hen „ds aldl Tegehet. Y ft u G SN ueh Lehn sse 0 hhsch! s Sebet um Gesundheit des Leibes. 61 zwanzig Broden. Troͤste und weis alle Hungrigen und ernaͤhre sie in der Theurung, der du die Vdg⸗ lein des Himmels speisest und keinen laͤssest Hungers sterben. Gieb allen Ar⸗ men Geduld, HErr, und laß sie gn deiner allmaͤch⸗ tigen Huͤlfe nicht verzagen. Vermehre ihr Brod wie das Mehl der Wittwe zu Sarepta, Speise auch un⸗ sere Seele mit deinem goͤtt⸗ lichen Wort, laß uns das⸗ selbe suͤßer sein denn Ho⸗ nig und Honigseim, bis wir endlich in deinem Reich uͤber deinem Tisch mit dir essen und trinken, das ist, dein Antlitz schauen in Ge⸗ rechtigkeit und satt werden/ wenn wir erwachen nach deinem Bilde. Joh. Arnd. Gebet um Gesundheit des Leibes. Ach GOtt, der du bist ein HErr uͤber Leben und Geist und ein GOtt alles Fleisches, der du gie⸗ best Gesundheit, Leben und Segen. Ein gesunder Leib ist ja besser denn groß Gut/ der Tod ist besser als ein sieches Leben und stete Krankheit. Ich lobsinge dir, mein Schutz und mein GOtt, daß du bishero Le⸗ ben und Wohlthat an mir gethan, und dein Aufsehen meinen Odem bewahret, auch meinen Leib durch deine große Barmherzig keit gesund erhalten. Gieb mir auch hinfuͤro nach deinem vaͤterlichen Willen Gesundheit/ lange zu leben, und erbarme dich uͤber mich, daß ich gesund mein Alter erlange, Lege der Krank⸗ heiten keine guf mich, die du auf die Egypter gele⸗ get, denn du hist der HErr/ mein Arzt. Behuͤte mich vor einem schnellen Tod. Strafe mich nicht in dei⸗ nem Zorn, und zuͤchtige mich nicht in deinem Grimm. Behuͤte mich vor Pestilenz, chen, 1 schwe⸗ ren Gebrechen, Unsinnig⸗ keit und dergleichen. Ich erkenne wohl, lie⸗ ber himmlischer Vater, daß ich dergleichen Strafen mei⸗ ner Suͤnde wegen sowohl als andere, verdienet. Ich bitte aber um deines Na⸗ mens willen, sei mir gnaͤ⸗ dig nach deiner Guͤte, und tilge meine Suͤnden nach deiner großen Barmherzig⸗ keit, und behuͤte mich gnaͤ⸗ diglich vor dergleichen schrecklichen Strafen; hilf mir aber, daß ich meine Gesundheit auch nicht selbst verwahrlose mit Fressen und Saufen, daraus ein unordentliches Leben fol⸗ get; gieb mir dagegen, daß ich mich nuͤchtern und maͤ⸗ ßig halte. Hilf, daß ich mir genuͤgen lasse. Wende von mir den falschen Weg, und goͤnne mir dein Gesetz. Erhaͤlte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fuͤrchte, daß ich dich lobe, weil ich lebe und gesund bin. Laß meinen Gang gewiß sein in deinem Wort, und laß kein Un⸗ recht 6² Morgengebet eines Kranken. recht uͤber mich herrschen. Erhalte mich bei Leibes⸗ kraͤften, wie deinen Knecht Kaleb. Verlaß mich auch nicht im Alter, wenn ich grau werde, daß ich deinen Arm verkuͤndige Kindes⸗ kindern, und deine Werke preise, auch je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntniß und Erfah⸗ rung, daß ich wandele wuͤrdiglich, dir, meinem HErrn, zu allem Gefal⸗ len, und fruchtbar sei in allen guten Werken, und geschickt werde mit aller Kraft nach deiner herr— lichen Macht; daß ich eine gute Ritterschaft uͤbe, Glauben und gut Gewis⸗ sen bewahre, mein Amt treulich ausrichte, und des⸗ sen, was du mir befohlen hast, mich stets annehme, und endlich zu meinen Va⸗ tern hinfahre mit Freuden/ und in gutem Frieden, in gutem und ruhigem Alter begraben werde. Alsdann nimm, o Vater, meine Seele in deine Haͤnde, und erwecke dermaleinst meinen Leib zum ewigen Leben. Erhoͤre mich, guͤtigster GOtt, um JIEsu deines Sohnes willen, und ge⸗ waͤhre mich meines Ge⸗ bets, das ich in kindlichem Vertraͤuen auf deine große und unendliche Barmher⸗ zigkeit vor dir gethan habe. Amen. Morgengebet eines Kranken O allmaͤchtiger, ewiger Gbott, ich sage dir Lob und Dank, daß du mich diese vergangene Nacht in meiner schweren Krankheit so vaͤterlich bewachet und bewahret hast, und bitte dich demuͤthiglich, du wol⸗ lest mir aus Gnade um Christi IEsu willen meine Suͤnde-gnaͤdiglich verzei⸗ hen, wo ich sonderlich waͤh⸗ rend dieser Krankheit, wie Fleisches und Blutes Art ist, ungeduldig gewesen, und diesen angehenden Tag auch bei mir stehen, und mich in meiner Krankheit staͤrken, troͤsten, Geduld und Be⸗ staͤndigkeit verleihen, die Schmerzen mildern und mir endlich helfen, es sei zu dem gegenwaͤrtigen oder ewigen Leben, wie es dein goͤttlicher Wille, welches allezeit der beste ist. Dein heiliger Engel sei mit mir, auf daß der boͤse Feind und all sein Anhang und teufli⸗ sche Ungeheuer keine Macht noch Gewalt an mir und allem dem Meinen finden. Amen. Abendgebet eines Kranken. O GOtt und Vater, ich — danke dir, daß du durch diesen Tag so gnaͤdig ge⸗ holfen, und bitte dich von Grund meines Herzens, hilf mir schwachen und kranken Menschen auch durch diese Nacht mit dei⸗ ner Gnade, mit deiner Kraft, mit deinem Trost und mit deinem Geiste. Ich befehle dir meinen schwachen kranken Leib und mei⸗ — heihee e⸗ R mit ni Lane M durh deheh! Hetth en( Un etrett weil mnhen. 1 ink, daß dun ngene Mat veten Kunsh ⸗ Bbewachtt ast, und higlich, unt us Gnide y s willex ni Iadiglich vat sonderlichng Krankhet, ind Bluttt H dig getweseh ga henden Tieh en, und mit ankheit siͤth eduld und Y verleihen, mildern u Rbelfen, 6h enwaͤrtigent den, wie es N. Wille, welh beste ist. D ihel sei mitn bdse Fend hang und ten et keine Me alt an mik H Meinen firde ogebet eines anken. und Vick, a, daß ut 0 so gnädi ud bitte Nchhe meines Heh schwachen“ e Nacht 0 de/ Mit Aut deinemt Dellem hle dr M Ranken Seh * ö ö UAm Linderung der Schmerzen. 63 meine Seele in deine Haͤn⸗ de, dein heiliger Engel sei mit mir/ daß der böse Feind keine Macht an mir finde, durch IEsum Christum, deinen lieben Sohn, unsern HErrn, in Kraft des hei⸗ ligen Geistes. Amen. Um Linderung der Schmerzen. A lieber Vater im Him⸗ mel, wie große Schmer⸗ zen, Angst und Noth habe ich an meinem Leibe, die ich leider mit meinen Suͤn⸗ den wohl verdienet habe. Lieber Vater, schaue an, wie meine Kranheit reißt, tobt, wuͤthet, veiniget und hitzt und so gar anhaͤlt, und laß dich erbarmen; denn ich bin ja dein liebes Kind und ein Bruder dei⸗ nes geliebten Sohnes IE⸗ su Christi. Thuts doch ei⸗ nem irdischen Vater wehe und geht ihm ins Herz,/ wenn er sein Kind sieht Noth und Schmerzen lei⸗ den: das wollest du viel⸗ mehr an mir thun und aus solcher Erbarmung mir zu Huͤlfe kommen in dieser großen Leibesnoth. Lin⸗ dere meine Schmerzen, und wenn dirs gefaͤllt, so nimm sie gar weg. Ach HErr/ wie willst du mein so gar vergessen; eile, mir zu hel⸗ fen, ich verzage sonst in dieser Angst. Hast du mich doch heißen dich um Huͤlfe anrufen in der Noth, und versprochen, daß du daraus erretten willst, und gesagt, weil ich deiner begehre, * C——DPDPEPEEIEIEIEEE„——.— so wollest du mir hel⸗ fen. O du guͤtiger GoOtt, so komme mir zu Huͤlfe, und wo ich ja mein Le⸗ ben mit solchem Schmerz und großer Noth beschließen soll, so wende doch dein vaͤ⸗ terliches, freundliches und gnaͤdiges Angesicht nicht von mir, sondern hilt mir durch den heiligen Geist in solcher meiner Noth, daß ich das un⸗ aussprechliche, große Lei⸗ den und die große Qual meines HErrn Christi vor Augen habe und ihm nach mein Leiden mit Geduld ertrage, damit ich nicht solcher Leibesnoth halber mich versuͤndige, sondern bestaͤndig bleibe im Glau⸗ ben und Anrufung bis an mein Ende, wie die lieben Maͤrtyrer, um IEsu Chri⸗ sti, deines lieben Sohnes willen. Amen. Ergebung in Krankheit. AllecHheicer⸗ guͤtiger GOtt/ ich sage dir von Herzen Dank fuͤr deine vaterliche Zuͤchtigung, da⸗ mit du mir zu erkennen giebst, daß ich auch dein Kind bin, dieweil du mei⸗ nem Geist helfen willst/ wi⸗ der das muthwillige Fleisch zu streiten, welches mich oft verfuͤhrt und uͤberwun⸗ den hat. Aber ich bitte dich, barmherziger GOtt, um Gnade und Geduld, daß ich diese deine Zuͤchti⸗ gung nach deinem Willen möge annehmen und erlei⸗ den, und daß ich in der 42 Wahr⸗ 64 Danksagung n. wiedererhalt. Gesundheit. Wahrheit mit dem lieben David moͤge sprechen: „Wehl mir, 10 du mich edemuͤthigt hast./ HErr, ch bin deine Kregtur, mache es mit mir, wie du willst. Da liege ich und bin bereit, nach deinem Willen zu leben oder zu sterben. Ich kann mir selber nicht helfen, habe auch nicht verdient, daß mir geholfen werde, aber ich versehe mich alles Gu⸗ ten zu dir. O guͤtiger Va⸗ ter, du wirst mich nicht verlassen, sondern gnaͤdig⸗ lich erretten durch deinen lieben Sohn, unsern lie⸗ hen HErrn, JEsum Chri⸗ stum. Amen. Danksagung nach wie⸗ dererhaltener Gesund⸗ heit. O GOtt, man lobet dich in der Stille zu Zion, und dir bezahlet man Ge⸗ luͤbde; du erhoͤrest Gebete, darum kommet alles Fleisch zu dir. Ich danke dir, HErr von ganzem Herzen, daß du mich gedemuͤthigt hast, daß ich deine Rechte ler⸗ nete. HErr, du bist ge⸗ recht, ich aber muß mich schaͤmen, und erkenne daß du mich nach aller deiner Rheinreinch mit Krankheit heimgesuchet. Du hast mir solches zugeschicket um meiner großen Misse⸗ that und um meiner star⸗ ken Sünde willen. Du hast mich gedemuͤthiget und versuchet, auf daß kund würde, was in meinem Herzen ist. Du hast mich gezuͤchtiget, aber dem Tode nicht uͤbergeben. HErr/ du Liebhaber des Lebens, du hast mich als ein Vater gezuͤchtiget, mit Lindigkeit gerichtet und mit viel Ver⸗ schonen regieret. Ich sprach: NVun muß ich zur Hoͤllen⸗ Pforten fahren; ich muß nicht mehr sehen den HErrn, ja den HErrn im Lande der Lebendigen; nun muß ich nicht mehr schauen die Menschen bei denen/ die ihre Zeit leben. Da ich aber mitten in der Angst wandelte, erquicktest du mich. Ich sprach in mei⸗ nem Zagen: Ich bin von deinem Angesicht verstoßen, du aber erhoͤrtest meines Flehens Stimme; du mach⸗ test mich gesund, und hast meine Seele aus der Hoͤl⸗ len gefuͤhret. Dein Zorn waͤhret einen Augenblick, und du hast Lust zum Le⸗ ben; den Abend lang waͤh⸗ ret das Weinen, aber des Morgens die Freude. Du hast mein Klagen verwan⸗ delt in einen Reigen, du hast meine Trauer ausge⸗ zogen, und mich mit Freu⸗ den geguͤrtet, auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HErr, mein GOtt, ich will dir danken in Ewigkeit. Du hast mein Gebet gehoͤrt, meine Thraͤnen gesehen und mich gesund gemacht. Du hast mich errettet, daß ich nicht stuͤrbe. Darum danke ich dir um deine Guͤte und um deine Wunder, die du an mit b Heholf des h und A mich Nnmn ich ti Hetet se Mn Hen, Gleit vom 2 Krant de ge ner E. HeEtr ket di Ilthe meine — elh! Noh ich y et.Ichsptch ch zut Hllg ren; ich mi schn den HErm bendigen; un tuncht schun en bei denty lehen. Oaih in det Ansi erguicktest v sprach in nu⸗ Ich hin hu sicht betloße örtest mann mme; dunagh sund, und gi aus der Fil t. Dein I n Augetble Lust zum hr end lang wit inen, abet x ie Freudt. O lagen terwat Reigen, I Ttauet ausg muich mit Fth auf du M ane Ehrt Ma Wede. hün 1/ ich M Ewihlat. dl Gebtt gal Hengeshh doamncht.A Gebet, wenn man verreisen will. 65 an den Menschenkindern thust. Ich opfre dir Dank und erzaͤhle deine Werke mit Freuden. Es hat mich weder Kraut noch Pflaster geheilet, aber dein Wort, welches alles heilet; denn du hast Gewalt, beides liber Leben und Tod. Du fuͤhrest in die Hoͤlle, und wieder heraus. Ich danke dir, daß du zornig gewesen bist uͤber mich, und dein Zorn sich gewendet hat, und troͤstest mich. Siehe, GOtt ist mein Heil, ich bin sicher und fuͤrchte mich T nicht; denn GOtt der HErr ist meine Staͤrke und mein Helm und mein Heil; ich bin sicher und fuͤrchte mich nicht. Du hast mich erquicket auf meinem Siechbette, und mir von aller Krankheit geholfen. Stricke des To⸗ des hatten mich umfangen, und Angst der Hoͤlle hatte mich betroffen: ich kam in Jammer und Noth; aber ich rief an den Ramen des HErrn, und du hast mei⸗ ne Augen von den Thraͤ⸗ nen, meinen Fuß vom Gleiten und meine Seele vom Tode gerissen. Meine Krankheit ist nicht zum To⸗ de gewesen, sondern zu dei⸗ ner Ehre. Gelobet seist du/ HErr, denn du hast erhoͤ⸗ ret die Stimme meines Flehens; du, HErr, bist meine Staͤrke und mein Schild, auf dich hofft mein Herz und mir ist geholfen. Mein Herz ist froͤhlich, und ich will dir danken mit meinem Liede. Ich will dir meine Geluͤbde bezahlen vor allem deinem Volk. Ach HErr, hilf, daß ich nicht mehr suͤndige, daß mir nicht was Aergeres widerfahre. Hilf, HErr, daß ich mein Herz reinige von aller Missethat, mein Herz keusch mache, und dir diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir ge⸗ faͤllig ist. Behuͤte mich hinfuͤro vor allen boͤsen Krankheiten, insonderheit vor einem boͤsen schnellen od. Und wenn mein Stuͤndlein vorhanden ist, laß meine Seele mit Freu⸗ den ausziehen und im Frie⸗ den geleitet werden zu der ewigen Seligkeit und Ge⸗ sellschaft aller Auserwaͤhl⸗ ten und Heiligen im Him⸗ mel. Erhoöre mich, o GOtt, um JIEsu Christi, deines geliebten Sohnes willen. Dir sammt ihm und dem heiligen Geiste sei Ehre, Lob und Preis in Ewigkeit. Amen. Reisegebete. Sebet, wenn man ver⸗ reisen will. O HErr, der du vor Zei⸗ ten dein Volk Ifrael durch wunderliche Wege und durch eine wunderliche Wuͤste mit einer Wolke und hellem Feuer geleitet, und ihnen des Tages ein Schirm, des Nachts eine Flamme gewesen: weil ich meines Berufs halber rei⸗ sen muß, so bitte ich dich 42* von 66 Banksagung nach der Reise. von Herzen, du wollest mit mir und vor mir herziehen, und mich den rechten Weg fuͤhren, auch zu rechter Zeit gesund wieder heim⸗ bringen. Trage mich, wie ein Mann seinen Sohn traͤgt, durch alle Wege/ dahin ich wandern muß. Decke mich mit deiner Hand, und errette mich von der Hand der Feinde. Laß mich deine Engel be⸗ gleiten, und alles wohl schicken, was ich vorhabe; also, daß ich mit Freu⸗ den wieder heim komme, kluͤglich handele, und mir alles wohl gelinge. Bewah⸗ re meinen Aus⸗ und Ein⸗ gang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. Danksagung nach der Engel Raphael frisch und gesund hin und her bin geleitet worden. Dieses alles habe ich deiner vaͤter⸗ lichen Fuͤrsorge und all⸗ maͤchtigem Schutze zu dan⸗ ken, und bitte dich von Herzen, du wollest mich und die Meinigen fortan auch gnaͤdigli behuͤten und in deinen Schutz neh⸗ men, und an Leib und Seele bis zum ewigen Le⸗ ben seliglich erhalten um IEsu Christi willen. Amen. Um Bereitung zum seli⸗ gen Sterben. Ac du lieber GOtt und Eerr! ich lebe, aber ich weiß nicht wie lange. Ich muß sterben, und weiß nicht wann. Du, mein himmlischer Vater, weißt Reise. es. Wohlan, soll dieser Tag Guaͤriger GOtt, himm⸗ lischer Vater, ich danke dir von Grund mei⸗ nes Herzens, daß du mich meine vorgehabte Reise hast gluͤcklich lassen voll⸗ bringen, und mich durch deiner lieben Engel Schutz mit Freuden wiederum zu den Meinigen gebracht, und vor allem Uebel, Irrthum und Feindschaft vaͤterlich bewahret, daß ich nicht von Raͤubern und Moͤrdern bin umgebracht oder in Wassernoth und andere Faͤhrlichkeiten gerathen, daß ich auch keinen Arm oder Bein gebrochen, noch sonst beschaͤdigt bin: in Summa, daß ich wie der iunge Tobias durch den Eumn Nacht) oder diese tunde die letzte meines Lebens sein, HErr, dein Wille geschehe, der ja alle⸗ eit und allewege allein der este ist. Nach demselben deinem heiligen Willen bin ich allezeit bereit, in wah⸗ rem Glauben an IEsum Ehristum, meinen Erloͤser, zu leben und zu sterben. Allein, mein frommer GOtt, gewaͤhre mir nur diefe Bitte, daß ich nicht moͤge ploͤtzlich in meinen Suͤnden sterben und ver⸗ derben. Gieb mir recht⸗ schaffene Erkenntniß, Reue und Leid uͤber meine be⸗ angenen Suͤnden, und elle sie mir noch in die⸗ sem Leben unter Wuerg⸗ a⸗ — Rcnit sie Im ud Ien T dammur lhekech m Maum sreine erkenne Hethen Weine/ gebulg Hem se ellange Ach tek/. und l Gest Helht Zudtert Laß u dir 9 nit ei tes H. HeEtr Seele Hß f Amen Eebe Di seth! Chtis Hatx m laser Licht kennt ich i er 8 uige dan. ¹ siche Hand Hen VITA del frich R Aund her gü⸗ Hen. Diet deiher datz Irge und ah chuhe iuhih Itte dich t wollest nih higen fotth Hlich behütn u Schuh neh an Lei uh. m ewigen h⸗ erhalteh, un Willen. Ama ng zum sel⸗ derben. 4 GOtt uh ich lebe/ ahn iht wie lahh. ben, und waß ö Du, II Vater, weß soll dieser W. 4) oder dhe⸗ lchte mat HeEt, dah he/ der al⸗ Wegé dllihd Ich dmsolbe hen Willen h Ret, in Wah Ifil ähen Etlbsg Nin sierbez an— ähte e l Whihn ich in madd De ulh U. seb mr ech kenntsß, Ra ber Meile Cunden, A 1⁵ R inter in Gebet in Todesnöthen. 6² damit sie mir hier verge⸗ hen und nicht am juͤng⸗ sten Tage zu meiner Ver⸗ dammung vorgestellt und sahe mir werden. Ver⸗ eihe mir so viel Zeit und Raum zur Buße, daß ich meine Uebertretung recht erkenne und bekenne, von Herzen bereue und be⸗ weine, und derselben Ver⸗ gebung und Trost aus dei⸗ nem seligmachenden Wort erlangen moͤge. Ach barmherziger Va⸗ ter, verlaß mich ja nicht, G und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir; mein Herz und meines Herzens Zuversicht ist allein zu dir. Laß mich sterben, wenn es dir gefaͤllt; nur verleihe mir ein vernuͤnftiges, sanf⸗ tes und seliges Ende. Ach HErr IJEsu, nimm meine Seele in deine Haͤnde, und laß sie dir befohlen sein. Amen. Amen. ö Sebet in Todesnöthen. Di frommer getreuer GOtt und Vater un⸗ sers lieben HErrn IEsu Christi, dich bitte ich von Herzen, du wollest mich in meiner Noth nicht ver⸗ lassen, sondern mit dem Licht deiner wahren Er⸗ kenntniß erleuchten, daß ich in demselbigen aus die⸗ ser Finsterniß zu dir, dem ewigen Licht, moͤge wan⸗ deln. O HErr, sei du bei mir, wenn ich sterben soll, stehe du zu meiner rechten Hand, wenn ich soll mei⸗ nen Geist gufgeben, erette * j ꝗ—.—— mich aus der Hand des Feindes, troͤste und staͤrke mich, erhalte mich in dei⸗ ner Erkenntniß und festem, starkem Vertrauen auf dei⸗ ne große Gnade und Barm⸗ herzigkeit. Ach HErr GOtt, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stam⸗ me des Kreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit starkem und glaͤubigem Vertrauen in dem Herzen darf sagen: Vater, in deine Haͤnde befehle ich meinen eist, denn du hast mich erloͤset, du getreuer GOtt. Im Fall aber, da ich aus Schwachheit und Groͤße meiner Krankheit solches mit dem Munde nicht koͤnnte ausreden, so laß doch mein Herz also in der Stille zu dir rufen und seuf⸗ zen. Amen. A. Musculus. Sehnsucht, daheim zu sein bei dem Errn. Err JEsu Christe, mein Trost und meine Won⸗ ne, wie verlangt meine Seele nach dir! Wie ein Hirsch schreit nach frischem Wasser, also schreit auch meine Seele nach dir; mei⸗ ne Seele duͤrstet nach dir, meinem lebendigen GOtt. Wann werde ich dahin kommen, daß ich dein An⸗ gesicht schuue? HErr JE⸗ u, du ewige Wahrheit, du weißt, meine Zeit, mei⸗ ne Tage stehen in deinen Haͤnden. Ach wann? So⸗ bald du willst, HErr JEsu! — Mein Herz sehnt sich zur Ruhe, zur ewigen/ Rn, 2 68 Seufzer in Sterbensnoth. digen Ruhe, aus dieser Finsterniß zum Lichte, aus dem Trauern zur Freude, aus der Unruhe zum Frie⸗ den, aus der Muͤhseligkeit zur Herrlichkeit, aus der Schwachheit zur Vollkom⸗ menheit. HErr JEsu, du weißt alle Dinge, du weißt auch, daß dich meine Seele herzlich lieb hat und traͤgt ein sehnliches Verlangen, dein Angesicht 10 schauen. Sieh doch, allerliebster Hei⸗ land, wie fließen die Thraͤ⸗ nen der Liebe aus meinen Augen. Merke doch, daß meine Augen vor Freude weinen, und mein Herz vor Liebe krank ist, seufzt, duͤr⸗ stet, verlangt und wuͤnscht, bei dir daheim zu sein und auf deinem Schooße, in deinen Armen zu ruhen. Mein HErr und GOtt, wie wohl wird mir da sein! Froͤhlich wird meine Seele und mit großen Freuden ausrufen: Hier ist gut sein! HErr IEsu, gedenke an mich in deinem Reich und sprich zu meiner Seele: Heute sollst du mit mir im Paradiese sein. Amen. Seufzer in Sterbensnoth. Qilf, o HErr JEsu Chri⸗ Ve, dah ich durch deine Gnade in dieser meiner letzten Noth moͤge froͤh⸗ lich uͤberwinden! Gedenke o HErr, nicht der Suͤn⸗ den meiner Jugend und meiner Uebertretung, ge⸗ denke aber meiner nach deiner großen Barmher⸗ zigkeit. Verwirf mich, o GOtt, nicht von deinem Angesicht, und nimm dei⸗ nen heiligen Geist nicht von mir; erhalte mich im rechten Glauben und troͤste mich mit deinem Geist am letzten Ende, daß ich im Tode von dir nicht abge⸗ schieden werde. Ach HErr, laß dir befohlen sein meine arme Seele, welche du mit deinem theuren rosinfarb⸗ nen Blut erworben und er⸗ kaufet hast. O treuer GOtt, verkuͤrze mir die Todes⸗ qual und gieb mir ein sanf⸗ tes, seliges Ende, um dei⸗ ner großen Gnade und Guͤ⸗ te willen, die von der Welt her gewesen ist, daß ich dir dafuͤr danke immer und ewiglich. Amen. Embdenius. Fürbitite für einen Ster⸗ benden. HErr JIEsu Christe du Sohn des Aller⸗ hoͤchsten, unser einiger Hei⸗ land, Erloͤser und Selig⸗ macher! wir bitten dich de⸗ muͤthiglich: erloͤse diesen sterbenden Menschen von allen Echen Bi und er⸗ schrecklichen Bildern und Anblicken des Teufels, der Suͤnden und der Hoͤllen. Erloͤse ihn, wie du gnaͤdig⸗ lich erloͤset hast Noah von der Suͤndflut, Lot von dem Verderben Sodomaͤ, die Kinder Israels von der Gewalt Pharaonis. Also erloͤse auch, o HErr GOtt, die Seele dieses sterben⸗ den Menschen von aller aͤhrlichkeit. Eroͤffne ihm In zu Tage die Thuͤr des —8 In de el 6es ud wigen Le Wh le sei fihte dn d3s Rel lchen& Ruhe an t—5 Erwählte mit etbi⸗ chte ul keit Il Gebtt, vir Wi du unse rde. Ac U Ohlen senh „welche dun uren rossofn Worben unhg⸗ Ottelerd ir die Ton ieh mir ein s Ende, un Guodeunhl Nie von der W n ist, doß ihh se immer m men. Endoaße für einen Sty anden. Wisu Chat. hn des lr“* ser eiihet hy ser und Sah bittat dihv ellbse Rt Manschen Y schen Ind ah Bldern un Teufets, de d der Höllt wuie du gnihie Han Noch M lut, Lt u chen Shnth aelt turdt rdonts A HU diees sterbe del V Ethfe 0 die Kirchen⸗Gebete. 69 des Paradieses, die Pfor⸗ ten des ewigen Vaterlan⸗ des und den Eingang des H½ Lebens. O HErr IeEsu Christe, verzeihe ihm alle seine Suͤnden, und fuhre ihn mit Freuden in das Reich deines himm⸗ lischen Vaters zur ewigen Ruhe und Freude, auf daß er dich sammt allen aus⸗ erwaͤhlten Kindern GOttes mit ewigen Freuden lobe, ehre und preise von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit. Amen. Gebet, wenn ein Christ verschieden ist. Wir danken dir, HErr IEsu Christe, daß du unser armes Gebet und Flehen nicht verachtet, son⸗ dern gnaͤdiglich erhoͤrt hast. Du hast unsern Bruder aus der Augst gerissen und eingefuͤhrt in die ewige Ru⸗ he. Ach lieber Heiland, wir sprechen mit Hiob: Der HeErr hats gegeben, der HErr hats genommen, der Name des HeErrn sei gelobet! und mit dem Volke im Evangelio: Er hat alles wohl gemacht! Hilf, daß wir uns getrbsten: wir ha⸗ ben die Person gar nicht verloren, sondern nur vor⸗ angesendet, der ungezwei⸗ felten Hoffnung, daß du den verstorbenen Leichnam, der allhier in Schwachheit vor uns liegt, am uͤngsten Tage mit großer Kraft und Herrlichkeit auferwecken wirst und wir einander bei dir im ewigen Leben wie⸗ derfinden werden. Wollest uns auch saͤmmtlich deines heiligen Geistes Gnade ver⸗ leihen, daß wir uns an die⸗ sem Todͤtenbette erinnern, wie hald es um einen Men⸗ schen geschehen sei, und daß, wie es heute an diesemMen⸗ schen gewesen, es morgen an uns sein koͤnne, damit wir in stetiger und immer⸗ waͤhrender christlicher Be⸗ reitschaft erfunden werden, dir, wenn das Stuͤndlein kommt, durch das finstere Thal des Todes mit Freu⸗ den zu folgen in dein Reich, der du sammt dem Vater und heiligen Geiste lebst und regierst in Ewigkeit. Amen. Kirchen an den Sonn⸗ weunn man in die Kirche kommi. ⸗Gebete und Festtagen. schuͤtzer aller, die auf dich hoffen, ohne welches Gna⸗ de niemand nichts vermag/ Almachtize; GOtt, der noch etwas vor dir gilt, laß du bist ein Be⸗deine Barmherzigkeit uns r eich⸗ ———————— 70 vor und nach der Predigt. reichlich widerfahren, auf daß wir, durch dein heilig Eingeben, denken was recht ist, und durch deine Wir⸗ kung E b vollbringen, um JEsu Christi, deines Sobnes, unsers HErrn willen. Amen. Luther. vor der Predigt. Lieber GOtt, du sprichft durch deinen lieben Sohn die selig, so dein Wort bdren. Wie viel billi⸗ ger waͤre es, daß wir dich, o ewiger, barmherziger Va⸗ ter, ohne Unterlaß mit froͤhlichem Herzen seli preiseten, dir dankten un dich iohten, daß du dich so freundlich, ja vaͤterlich ge⸗ gen uns arme Wuͤrmlein erꝛeigest, und mit uns von der groͤßten und hoͤchsten Sache, naͤmlich vom ewi⸗ gen Leben und Seligkeit, redest. Gleichwohl unter⸗ laͤsest du es nicht, uns deden 5 locken durch einen Sohn, dein Wort zu hoͤren, da er spricht: Selig sind, die GOttes Wort hoͤren und behalten; als koͤnntest du unsers Ge⸗ hoͤrs nicht entbehren, und wir, die wir Erd und Asche sind, nicht viel tausendmal mehr deines seligen Wor⸗ tes beduͤrften. O wie un⸗ aussprechlich eos und wundersam ist deine Guͤte und Geduld! Wiederum Ach und Wehe uͤber die Undankbarkeit und Staar⸗ blindheit derer, die dein Wort nicht allein nicht hoͤren wollen, sondern es auch muthwillig verachten, verfolgen und laͤstern. Luther. Lieber Gott/ deinen heiligen Geist, der das gehoͤrte Wort in un⸗ ser Herz schreibe, also, daß wir annehmen, glauben, und uns dessen in Ewig⸗ keit erfreuen und trosten möogen. Amen. Luther. Uach der Predigt. Lieber HErr Christe, der du mein Herz mit dei⸗ ner Wahrheit erleuchtet hast, wollest mir auch dei⸗ nen Geist und Kraft ge⸗ ben zu thun und zu lassen/ was deinem gnaͤdigen Wil⸗ len wohl gefaͤllt. Amen. Luther. Lieher HErr JEsu Chri⸗ ste, bereite, staͤrke und befestige uns vollends zu deinem ewigen Reich, mit aller Fuͤlle deiner Weis⸗ heit und Erkenntniß. Dir sei Lob und Dank in Ewig⸗ keit. Amen. Luther. Danksagung für das gehörte Wort Sottes. O GoOtt, Vater aller adir aln und wir danken dir hoͤchlich und alle⸗ eit, daf du uns, nach dem uͤberichwenglichen Reich⸗ thum deiner Gnaden, hast ebracht zu dem Schatz eines Wortes, darinnen wir haben Erkenntniß dei⸗ nes lieben Sohnes, das ist ein sicher Prand unsers Lebens und Seligkeit, die W ieb uns Vigt. d sien Ah Nt, gh Iicen Gaf, Wott in h Vabe, Roh Mnen, Alallg Assen in E In undrh Heh. Rn r prrdig t Wust, Hherz mit Leit erlach mir auch x aund Kraft undu ghadigen W. lefällt. Ag Rushn JEsi Gh te/ slaͤrke m A bollends en Reich.m deiner Wel Hennniß. O. Mmi in Ewij Luthe. für das stt Gottts. Viter alle Mugkett, v. Rchurdil Iu Hc ichen Mit⸗ Gnter, R Im Schi 3„ Rriuet Knmniß dl Hes, dud 10 Is Zelket, N. rufen und bereitet allen, im Himmel zukuͤnftig ist, die in Im Advent. 71 nen Sohn IEsum Chri⸗ stum, unsern Herrn. Amen. Luther. reinem Glauben und bruͤn⸗ stiger Liebe besiaͤndig bis ans Ende beharren; wie wir denn hoffen und bitten, du werdest uns, barmher⸗ niger Vater, erhalten und pollkommen machen mit al⸗ len Auserwaͤhlten, in einem Sinne, zu gleichem Bild deines lieben Sohnes JE⸗ su Christi, unsers HErrn. Amen. Luther. Im Advent. Ai du lieber GOtt, himmlischer Vater, gieb Gluͤck und Heil dem Soh⸗ ne Davids, deinem lieben Sohn Christo JIEsu, zu seinem Koͤnigreich. Laß uhn auch bei uns einreiten in deinem Namen, daß es ge⸗ benedeiet sei und wohl gehe. Amen. Luther. LIer HErr GOtt, wecke uns auf, daß wir be⸗ reit seien, wenn dein Sohn koͤmmt, ihn mit dir mit zu empfahen, und ir mit reinem Herzen zu dienen, durch denselbigen deinen Sohn IEsum Chri⸗ stum, unsern Hrrn. Amen. Luther. Zu Weihnachten. Hilf, lieber HErr GOtt, B daß wir der neuen leiblichen Geburt deines lieben Sohnes theilhafti werden und bleiben, un von unsrer alten suͤnd⸗ lichen Geburt erledigt wer⸗ den, durch denselben dei⸗ Am Tage der Reini⸗ gung Mariaä. Allnächtiger, ewiger Gbott, wir bitten dich herzlich, gieb uns, daß wir deinen lieben Sohn erkennen und preisen, wie der heilige Simeon ihn leiblich in die Arme ge⸗ nommen, und geistlich ge⸗ sehen und bekannt hat, durch denselbigen deinen Sohn, IEsum Christum, unsern HErrn. Amen. Luther. Zu ESpiphanias. Lieber GOtt, fuͤhre uns mit den Weisen durch den Stern deines heiligen Worts zu deinem Sohn Christo JIEsu, und bewahre uns vor allem Anstoß in Ewigkeit, so kommen wir recht in unser Vaterland, da wir herkommen sind, das ist zu GOtt, von dem wir geschaffen sind, und kommt das Ende mit dem Ursprung wieder zusammen wie ein guͤldener Ring; das helf uns GOtt durch Christum, unsern Koͤnig und Priester in Ewigkeit. Amen. Luther. En Zat GoOtt, lieber Vater, der du uns durch deinen lieben Sohn/ unsern HErrn und Hei⸗ land JEsum Christum, so reichlech erleuchtet hast, staͤrke uns guch durch dei⸗ nen 72 Zur Passionszeit. nen beiligen Geist mit voͤlligem Glauben, und gieb uns Kraft, daß wir sol⸗ chem Licht treulich und fleißig folgen, und dich sammt allen Heiligen prei⸗ sen und loben, beide, mit Lehcen und Leben. Dir sei Dank und Ehre fuͤr alle deine unaussprechliche Gnade und Gaben in Ewigkeit. Amen. Lather. Zur Passtonszrit. Almächeiger Vater, ewi⸗ ger GOtt, der du fuͤr uns hast deinen Sohn des Kreuzes Pein lassen leiden, auf daß du von uns des Feindes Gewalt treibest: verleihe uns also zu bege⸗ hen und danken seinem Lei⸗ den, daß wir dadurch der Suͤnden Vergebung und vom ewigen Tod Erloͤ⸗ sung erlangen, durch den⸗ selben deinen Sohn JE⸗ sum Christum, unsern HErrn. Amen. Lather. Am Srün-Donnerstag. Ac du lieber GOtt, der du uns bei diesem wunderbarlichen Sakra⸗ ment deines Leidens zu beohlen und zu predigen efohlen hast, verleihe uns, daß wir solch deines Lei⸗ bes und Blutes Sakra⸗ ment also mogen brauchen/ dafß wir deine Erloͤsung in uns taͤglich fruchtbarlich empfinden. Amen. Luther. Am Charfreitage. Brgtherdi er, ewiger Gtt, der du deines einigen Sohnes nicht ver⸗ schonet hast, sondern fuͤr uns alle dahingegeben, daß er unsere Suͤnde am Kreuz fragen sollte: verleihe, daß unser Herz in solchem Glauben nimmermehr er⸗ schrecke noch verzage, durch denselben deinen Sohn, IEsam Christum, unsern HErrn. Amen. Luther. Am Osterfeste. Allmaͤchtiger GOtt, der du durch den Tod dei⸗ nes Sohnes die Suͤnde und den Tod zunichte ge⸗ macht, und durch sein Auf⸗ erstehen Unschuld und ewi⸗ bal Leben wieder gebracht ast, auf daß wir von der Gewalt des Teufels erloͤ⸗ set, in deinem Reich leben: verleihe uns, daß wir sol⸗ ches von ganzem Herzen glauben, und in solchem Glauben bestaͤndig dich alle⸗ zeit loben und dir danken durch denselbigen deinen Sohn, IEsum Christum, unsern HErrn. Amen. Luther. Licher GOtt, verleihe uns durch JEsum Christum deinen heligen Geis, daß wir solcher deiner Aufer⸗ stehung uns recht troͤsten, und in solchem Glauben und Zuversicht und Hoff⸗ nung von Tage— Tage zunehmen, und endlich da⸗ durch selig werden. Amen. Luther. Am Himmelfahrtsfeste. llmaͤchtiger HErr A G6 tt, verlaihe 256 E 0 M ulügete land, 0 Mlgft Ruit ihn lichen K wohhen denen um HErn. seber ser Himam Ithslid Fesu sahtt u Chrisi lohin. wir d wollef derth Pu nd io lein h Klg cbihe samm berlel Amen an g helich, IIi l Iman Wlerfest t GO. H den To die Sid Junichte g⸗ Urch sen duz Huld undey⸗ lebet gahnih bit von gu Teufels eik Reich lohen daß wir si⸗ zem Heihh in solchen ndigdichell dͤtt durkn“ Hhen deigen m Chtifus, U. Amleg. Luthen hellihe unt im Cheitun Gast, dah unet 0 echt ttheh an Glaubh& und Hof⸗ 0 20 derhich k⸗ Het. Ame. Lthet. shttrfst i, Hün seleihe 4 Zu Pfingsten. 73 die wir glauben, daß dein einiger Sohn, unser Hei⸗ land, sei heute gen Him⸗ mel gefahren, daß auch wir mit ihm geistlich im geist⸗ lichen Wesen wandeln und wohnen, durch denselben deinen lieben Sohn, JE⸗ sum Christum, unsern HErrn. Amen. Luther. Lieber HErr GOtt, un⸗ ser Irrer Vater im Himmel, wir sehen, wie ein troͤstlich und freudenreich Fest wir an der Himmel⸗ fahrt unseres lieben HErrn Christi haben; derhalben loben danken und preisen wir dich und bitten, du wollest uns in solcher Gna⸗ de erhalten, und endlich am IEsu Christi, deines Soh⸗ nes willen ein selig Stuͤnd⸗ lein bescheren, daß wir ihm selig nachfahren und das ewige Laben und Seligkeit sammt ihm besitzen; das verleihe uns, lieber HErr. Amen. Luther. Zu Pfingsten. Herr H l 41 5 Va⸗ *Iter, der du an diesem Tage deiner Glaͤubigen Herzen durch deinen heili⸗ gen Geist erleuchtet und gelehret hast: gieb uns, daß wir auch durch denselbigen Geist rechten Verstand ha⸗ ben, und zu aller Zeit sei⸗ nes Trostes und Kraft uns freuen, durch denselbigen deinen Sohn, IEsum Christum, unsern HErrn. Amen. Luther. eiliger GOtt, himm⸗ lischer Vater, wir freuen uns uͤber unsere Pfingsten von Herzen, weil dieselben weit herrlicher sind, denn der Juden Pfing⸗ sten; sintemal der heilige Geist durch Christum uͤber alles Fleisch ist ausgegossen worden, daß wir durch das Evangelium GOtt erken⸗ nen, und durch den heiligen Geist heilig und fromm werden an Seele und Leib, so wir uns anders recht christlich mit Beten, Pre⸗ digthöͤren und einem unaͤr⸗ gerlichen Wandel dazu schicken wollen. Darum,⸗ gnaͤdiger Vater, verleihe uns solche deine Gnade, daß wir Christum lieben und an seinem Worte blei⸗ ben, dasselbe durch seinen heiligen Geist behalten, und also moͤgen selig wer⸗ den; dazu helfe uns durch Christum der heilige Geist. Amen. Luther. Am Heste der heiligen Oreieinigkeit. Allmächtiger, ewiger GOtt, der du uns gelehret hast, im rechten Glauben zu wissen und be⸗ kennen, daß du in drei Per⸗ sonen, gleicher Macht und Ehren, ein einiger ewiger GOtt, und dafuͤr anzube⸗ ten bist: wir bitten dich, du wollest uns bei solchem Glauben allezeit fest erhal⸗ ten wider alles, was dage⸗ 20 uns mag anfechten, der u lebest und regierest von Ewig⸗ 4 Am Airchweih-(Resormations⸗) Lesr Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Luther. Wid glaͤuben an GOtt ih Vater, GOtt Sohn und Gott den heiligen Geist. GOtt helfe uns allen, daß wir in solcher Lehre und Glauben bis an unser Ende bestaͤndig und rein erfunden werden. Amen. Luth er. Am Kirchweih⸗(Nefor⸗ mations⸗) est. O Vater aller Barmher⸗ „zigkeit, der du dir eine heilige Gemeine und Kirche auf Erden durch dein Wort und aäne Geist sammelst und erhaͤltst: ich bitte dich, du wollest deine kleine Heerde, das arme Haͤuflein, so dein Wort durch deine Gnade angenommen, ehret und fördert, bei der rechten, erkannten, reinen und allein seligmachenden Lehre, auch bei rechtem Gebrauche der hochwuͤrdigen Sakramente stets und fest erhalten, wi⸗ der alle Pforten der Hoͤlle, wider alles Wuͤthen und Toben des leidigen Teu⸗ fels, wider alle Bosheit und Tyrannei der argen Welt. Erhalte dein Schiff⸗ lein sammt deinen Christen mitten auf dem ungestuͤ⸗ men Meere unter allen Wellen und Wasserwogen, daß es nicht sinke noch un⸗ tergehe. Laß deine Kirche fest und unbeweglich stehen auf dem Grundfelsen, dar⸗ auf sie erbauet ist. 9 GOtt Zebaoth, wende dich doch/ schaue vom Himmel, und siebe an und suche heim deinen Weinstock, und halte ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erwaͤh⸗ let hast, auf daß sein Ge⸗ waͤchs ausgebreitet und seine Zweige groß werden; verzaͤune ihn mit deinem Schilde. Nimm uns, deine Schaafe, in deinen Schutz, daß uns niemand aus dei⸗ ner Hand reiße. Behuͤte uns vor allen denjenigen, so da suchen Vertilgung rechter Lehre, Aufrichtung und Bestaͤtigung ihrer schaͤndlichen Abgoͤtterei. Laß dein liebes Wort, das helle und unwandelbare Licht, so uns jetzt scheinet, nicht unterdruͤcket oder ausge⸗ loͤschet werden, sondern thue Huͤlfe durch deinen großen ausgestreckten Arm, und erhaͤlte deine Kirche und Gemeine unter so vie⸗ len Anstöoßen in der Welt, auf daß du unter uns hier auf Erden auch habest ein Volk/ das dich erkenne, ehre und anbete, und deinem hei⸗ ligen Namen diene. Ach HErr, schone deines Volks⸗/ und laß dein Erbtheil nicht zu Schanden werden, laß uns nicht entgelten unsere Suͤnden, der du die Misse⸗ that vormals vergeben hast deinem Volk, und alle ihre Suͤnde bedecket, der du vor⸗ mals hast allen deinen Zorn aufgehoben und dich ge⸗ wendet von dem Grimm deines Zorns. Troͤste uns, GOtt, unser Heiland, uaß 0 + 4.— loh 00 U0 übet uhz bhe sichufd RW M siehicht und blä uns, un deihet cheß u willen/ liget we Wfu Sohne Hesh bi ist mai beset! bek. D der ui Vitet, inmet fürhn schlff tellch uuche h. a 3 10 0 Zanlet hat, g sihlich ent daß sif d, Hebreitet gy goß wabh In mit daheg sumn HU Hheinen Schh nand gus Vaße. Bühh In denjenh I Verlh 2 Auftichtg Eigung it Obobttereiht Wott, das hl Wdelbate h schänet, uh oder guh hen, sundh durch kam. strecktn An, c deine Hich untet soh= in det Wil mtet uns hj Sich habest u Werkenne/ n deihemh diene. I. enes Vost theilih betdeh H. Igelten ch n M. bethehgf und aleh Net,tudt Fhl nd ch M. Gilh Tes Hllne Oeschlusz und täglicher Seuszer. 75 laß ab von deiner Ungnade. GOtt, der bald Huͤlfe uͤber uns. Beschuͤtze deine arme Christenheit, welche sich auf dich allein verlaͤsset, schaffen kann, da keine ist. Du kannst aus nichts etwas machen; denn alles, was daß die Pforten der Hoͤllen du willst, das thust du im sie nicht Uberwaͤltigen. Sei Himmel und auf Erden, und bleibe du mitten unter uns, und weiche nicht von deiner Gemeine. Thue sol⸗ ches um deines Namens willen, daß er nicht enthei⸗ liget werde, ja thue es um JEsu Christi, deines lieben Sohnes willen. Amen. Habermann. Beschluß und läglicher Seufzer. O mein nher v GOtt, himmlischer Vater, dir ist meines Herzens Anliegen besser bekannt, als mir sel⸗ ber. Du bist ia unser GOtt, der uns bereitet hat, unser Vater, der Tag und Nacht immer fort und fort Sorge fuͤr uns traͤget, der du nicht schlaͤfest, sondern deine vaͤ⸗ terlichen 67500 stets auf uns wendest, daß auch nicht ein Haͤrlein von unserm Haupte wider deinen Wil⸗ len fallen mag. Ach mein HErr und mein GOtt, so hilf mir doch nun, wie du am besten weißt, wie mir zu helfen stehet; du bist ja der allmaͤchtige und ist niemand, der dir kann und darf widerstreben, oder der dich hindern kann, uns zu helfen. Darum, mein GOtt und Helfer, hilf mir um deines Namens willen, wie du weißt, daß mir nach deinem gnaͤdigen Willen nuͤtz und selig ist. HErr, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Ich bin gewiß/ es gehe mir/ wie es wolle, wohl oder uͤbel, daß mir alles muß zum Besten gereichen. Leb ich, so leb ich dein/ sterb ich, so sterb ich auch dein. Nur allein gieb mir Geduld, dir in allem Kreu⸗ ze still zu halten, und dei⸗ nem Willen, der ailewege der beste ist, in allem willig und gerne zu folgen, und ungezweifelt zu glauben, du werdest es mit mir so wohl machen, daß ich mit herzlichem Seufzen: Der HErr hat alles wohlge⸗ macht! dich werde loben, ruͤhmen und preisen. Hilf mir, mein IEsu, zu der ewigen Seligkeit. Amen. 2 a 4* 4 Druck von G. Jansen in Berlin. SPSPSISIIIIIIIItt SDI PpPpPfPpfFffff**—„—— 2 SSI Gesang Buch. Gb 5080 MEN'S 45 ENERG Apar OUTLET Colour& Grey Control Chart Green Grey 2 Blue White Cyan Grey 1 Yellow Grey 3 Red Grey 4 DIGG Magenta Black Danes Picta N 0 cm 1 2 3 4 5 6 7 8 6 8