Vertran auf GOTT fo wird dir's wohl ergehen. M $ 105.99 up w ja E 0 * Phhih t asi n le ihn Anhang. Lob: und Danklieder. Ime, Gott, Will ich dein lob er⸗ heben. Du riefst mich aus dem nichts. Du gabst mir dieses le⸗ % ben. Du schenktest mir vernunft, Die dich erkennen kann, Und bo⸗ test ewig heil Durch deinen sohn mir an. 2. Was bin ich, milder Gott, Daß du so viel mir schenkest? Was ist der erdensohn, Herr, daß du sein gedenkest? Und doch gedach⸗ test du Schon vor der welt an mich; Denkst meiner auch noch stets. Nur ich vergeß' oft dich. 3. Und dennoch nimmst du mich, Wenn ich die schuld bereue, Voll gnade wieder an, Und segnest mich aufs neue. Bis an des grabes nacht Sey dir mein dank ge⸗ weiht, Und einst vor deinem thron, Gott der barmherzigkeit. Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛe. ie viele freuden 102 I. dank ich dir, Die du mir, Herr, verliehen! Und wie viel suͤnden hast du mir Aus gnaden nicht verziehen! O Gott voll langmuth und geduld! Noch taͤglich haͤuf ich meine schuld; Und deine liebe waͤhret. 2. Bedenk ich, Schoͤpfer, deine macht; Blick' ich in jene ferne, Und uͤberseh des himmels pracht, Und sonne, mond und sterne; So bet' ich dich voll ehrfurcht an. Was ist der mensch, ruf' ich alsdann Daß du dich sein erbarmest? 3. Dein auge schaut auf ihn herab; So geht er nicht verloren. Nicht fuͤr die welt, nicht fuͤr das grab Ist er allein geboren. Die welt vergeht mit ihrer lust. Der du den willen gottes thust, Dein gluͤck soll ewig dauern. 4. Wenn ich erwache, denk ich dein, Und wenn ich schlafen ge⸗ he; Denn du, mein Vater, kannst verleihn, Um was ich kindlich flehe. Drum seufz' ich immerfort zu dir: Herr, was mir nützet, schenke mir Um dein er guͤte willen! Mel. Vom 2—ᷣ— kam der ꝛc. ich/Herr und Va⸗ I 022. D ter aller welt, Preist mein gesang, und dir mis⸗ faͤllt Der menschen stammelnd loblied nicht, Mein Gott und meine zuversicht! 2. Von mutterleib' an warst du es. Wie freut sich meine seele deß, Daß du auch mir ein vater bist, Der seines kindes nie vergißt. 3. Fruͤh ward ich in der taufe schon Geweihet dir und deinem sohn; Fruͤh lehrte mich dein un⸗ terricht Mein heil und meine ganze pflicht. 4. Du sorgtest taͤglich fuͤr mein wohl; Trugst meine fehler lang⸗ muthsvoll; Und, stürmte truͤbsal auf mich zu: Wer half sie uͤber⸗ stehn, als du? 5. Herr, dessen augen stets mich saͤhn, Du ließst auf meiner pilgerbahn Fuͤr mich so viele freuden bluͤhn, Durch wohlthun mich zu dir zu ziehn. 6. Du bist und warest immer⸗ —— Mein schutz, mein retter ö in ——— —— 2 Anhang. N in gefahr, Der stifter meines wohlergehns, Und der erhoͤrer WN meines flehns. ö . Vergaß schon deiner oft dein kind, Doch bliebst du vaͤterlich gesinnt, Und nahmst, bereut' ich meine schuld, Mich wieder auf in deine huld.*0 8. Unzaͤhlbar sind und taͤglich neu Die proben deiner vater⸗ treu. Dir rinnt, o Gott, der gern erfreut, Die zaͤhre meiner dankbarkeit. ö 9. Nimm, da ichs nicht ver⸗ gelten kann, Das opfer meines dankes an. Mein leben müsse zeuge seyn, Ich sey erkenntlich, ich sev dein. Mel. O Gott des. und ꝛc. 10 ir, Gott, dir wi 1023. Diih röbuich sm gen, Dir, dessen freude wohlthun ist. Dir will ich dank und ehre brin⸗ gen, Dir, der du gut und freund⸗ lich bist. Ja, Gott, du bist ganz lieb' und treu. Gieb, daß mein herz ganz freude sey. 2. Dich preisen aller engel hee⸗ re; Dir singt der ganze himmel dank. Dir, Herrscher, brausen wind und meere; Ihr brausen ist dein lobgesang. Die ganze schoͤ⸗ pfung ruft dir zu: Wo ist ein sol⸗ cher gott, wie du? 3. Du, unser Gott, bist hoch zu loben; Denn nichts gleicht dei⸗ ner mildigkeit. Du, hoher Schoͤ⸗ pfer/ blickst von oben Auf der ge⸗ schoͤpfe duͤrftigkeit. Kein wurm kriecht unbemerkt dahin. Du siehst, du naͤhrst, du schuͤtzest ihn. 4. Du hast, o Vater, mein ge⸗ muͤthe Durch manche wohlthat schon erfreut. O gieb mir auch nach deiner guͤte, Noch—99 schenk; die dankbarkeit. Le les, Gott, was in mir—— 1466 ruͤhmen, daß du gnaͤdig bist. 5. Wer schuf die seelꝰ und ihre kraͤfte, Gedaͤchtniß, willen und ver⸗ stand? Wer seguet mein beruft, geschaͤffte? Wer staͤrkt die arbeit⸗ same hand? Wer schenket mirden edlen freund, Der treu mit mir im kummer weint? 6. Wer wog so weislich meine leiden Mir nach dem maaß des glaubens zu? Wer wechselte si bald mit freuden? Wer gah in ihnen trost und ruh? Wers h⸗ te mich vor der gefahr, Dit un⸗ gesehn mir nahe war? 7. Wer fristet meine lebenstg⸗ ge? Wer schmuͤckt und kroͤnet si mit heil? Thuts nicht mein gott! drum seele, sage: Gott, epih bleibest du mein theil! Vongan⸗ zem herzen liebst du mich. Von ganzem herzen preisß ich dich. *8, Wie kann ich deine treu vergelten? Ich bin zu schwach zu dieser pflicht. Das lob aus mil lionen welten Erreicht, Gott, ih⸗ re groͤße nicht. Mein waͤrmfter dank ist viel zu klein, Ein wür⸗ dig opfer dir zu seyn. 9. Dir will ich ferner auch ber⸗ trauen; Denn stets hast du mir wohlgethan. Ich will auf dich mit glauben schauen; Schau mich mit vaterblicken an. So geh ich ruhig durch die zeit, Und froͤhlich in die ewigkeit. Mel. In dich habich gehoffet/Herr. zer sele 1024. Vyraf chu Bi Herr, der du mich so vaͤterlich Bis diesen *) Von den deiden Melodien des Gesanges: Wer nur den lieben gott laͤßt walten ꝛc. ist die neue bey den Gesaͤngen zu gebrau⸗ chen, bey denen als Melodie daruͤber gesetzt ist: O Gott des bimmels und der erden; die alte aber, wo daruͤber als Melo⸗ die gesetzt ist: Wer nur den lieben gott laͤfft walten. Imsl 3 Du gefaäl h Hehh 40 i ud Deindo A ichn her stl, Rhaiebdes hhachhei. 5 Dash t. Bib. Istmishe Rieren di Hachdeh u Heit fuhen. ö 5 Hh saht Wsiegt, chauen Et kchh sst Hehtn 7* Gc. sit, M vst geye Hlbrit 1512 he. ö —— x Wl I 2—— 0N , li Wih E A 10 N R Sait I Afd AI N duu A Wach U AI Hn A h g ih Wahet GI II EI tH ont WX. abg Wei IXAE t E Rel ich l EI Rieh Ent RA st. M HHH EI 0 9.4N1 Ilichite EL EII LTI 1H. E, EP 0 E V. 77½ Iuh Anhang. 3 diesen tag erhalten. Noch fuͤr und fuͤr Laß uͤber mir Dein segnend auge walten. 2. Wer schenkt uns leben, gluͤck und ruh? Wer giebt uns kraft zur pflicht? nur du Schaffst wollen und vollbringen. Wird dein ge⸗ deihn Uns nicht erfreun, So kann uns nichts gelingen. g. Du schufst, und du regierst die welt Nach deinem rath, wie dirs gefaͤllt. Du lenkst der men⸗ schen herzen. Sey auch mein licht, Und laß mich nicht, Gott, deine huld verscherzen 4. Dein wort lehrt, wie ich wan⸗ deln soll. Ich folg ihm auch; doch fuͤhl' ich wohl Die schwachheit meiner seele. Ach! Gott der huld! chwachheit sehle. Wenn ich aus wachheit fehle. 8. Verstand und herz is fehler⸗ haft. Bald fehlt mir licht; bald fehlt mir kraft, Mich weislich zu regieren. Drum bitt ich dich, Laß, Hoͤchster, mich Stets deine weis⸗ heit fuͤhren. 0. Herr, dessen huld uns ewig liebt! Laß mich beim segen, den sie giebt, Auf dich, den geber schauen. Selbst, wenn du schlaͤgst, Und kreuz auflegst, Laß dir mich sest vertrauen. . Gieb, daß ich meine lebens⸗ zeit, Nur dir mit ganzem ernst geweiht, In deiner furcht vollbringe, Bis ich einst dir Dort 0 und fuͤr Loh, preis und ehre inge. Mel. Aus Schn nin n. 41 wingt, heilige 1025. S gedanken, Euch von der erde los! Gott, frey von allen schranken, Ist unaussprech⸗ lich groß. Kommt, menschen, und lobsingt Vor seinem angesichte! Gott wohnt in einem lichte, Zu dem kein auge dringt. 2. Kein sinn kann ihn erreichen Kein endlicher verßand. Wer darf sich ihm vergleichen? Wer hat ihn ganz erkannt? Macht euch von ihm kein bild! Wer kann den hoͤchsten sehen; Ob er gleich alle hoͤhen Und jede tief' erfuͤllt? 3. Die sonn' in hoher ferne Mag stralenreicher gluͤhn! Glaͤnzt hel⸗ ler noch, ihr sterne! Was seyd ihr gegen ihn? Mit aller eurer pracht Seyd ihr im schoͤnsten lichte Vor seinem angesichte Doch dunkler, als die nacht. 4. Du bist des weltbaus mei⸗ ster, Der deinen ruhm erhoͤht; Der vater aller geister, Voll macht und majestaͤt. Du schufest, Gott, auch mich, Um selig einst zu leben. Mein herz sey dir er⸗ geben! Mein leben preise dieh! 5. Im geiste bet? ihn, seele, und in der wahrheit an. Lieb' ich des herrn befehle, Wie selig bin ich dann! Er hat unsterblich⸗ keit, Und seligkeit und leben: Das alles wird er geben Dem, der sich ganz ihm weiht. Mel. Es is das heil 110 DSch 24 enn ich, o oͤ⸗ 1026. W pfer, deine macht, Die weisheit deiner wege, Die liebe, die fuͤr alles wacht, Anhetend uͤberlege: So weiß ich, von bewundrung voll, Nicht, wie ich dich erheben soll; Mein Gott! mein Herr! mein Vater! 2. Mein auge sieht, wohin es biickt, Die wunder deiner werke. Der himmel, prachtig ausge⸗ schmuͤckt, Preist dich, du Gott der staͤrke! Wer hat die sonn? an ihm erhoͤht? Wer kleidet sie mit majestaͤt? Wer ruft dem heer der sterne? ö 3. Wer mißt dem winde seinen lauf? Wer heißt die himmel regnen? Wer schließt den schooß der erden auf, Mit vorrath uns *A2 zn V. 4 Anhang. zu segnen! O Gott der macht und herrlichkeit: Gott! deine güte reicht so weit, So weit die wolken reichen. 4. Dich predigt sonnenschein und sturm; Dichepreist der sand am meere. Bringt, ruft auch der geringste wurm; Bringt mei⸗ nem schoͤpfer ehre. Mich, ruft der baum in seiner pracht; Mich, ruft die saat, hat 520 gemacht! Bringt unserm pfer ehre! 5. Der mensch, ein leib, den deine hand So wunderbar berei⸗ tet; Der mensch, ein geist, den sein serstand, Dich zu erkennen, leitet; Der mensch, der schoͤpfung ruhm und preis, Ist sich ein taͤg⸗ licher beweis Von deiner guͤt' und groͤße. ö 6. Erheb' ihn ewig, o mein geist! Erhebe seinen namen! Gott, unser vater, sey gepreist! Und alle welt sag': amen! Und alle welt fuͤrchtꝰ ihren herrn, Und hoff' auf ihn und dien' ihm gern! Wer wollte gott nicht dienen? Mel.Herr Webidd Höcht ꝛe. ie bistdu, Hoͤchster, 102⁷7.N von uns fern. Du wirkst an allen enden. Wo ich nur bin, Herr aller herrn, Bin ich in deinen haͤnden. Durch dich nur leb' und athme ich; Denn deine rechte schuͤtzet mich. 2. Was ich gedenke, Gott, weißt du. Du pruͤfest meine seele. Du siehst es, wenn ich gutes thu; Du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem aug' entfliehn, Und nichts mich deiner hand ent⸗ ziehn. 3. Du merkst es, wenn des herzens rath Verkehrte wege waͤh⸗ let, Und, bleibt auch eine böͤse that Vor aller welt verhehlet; So weißt du sie, und strafest mich Zu meiner beßrung vaͤterlich. 4. Wenn ich in stiller einsam⸗ keit Mein herz an dich ergehe, Und, uͤber deine huld erfreut, Lobsingend dich erhebe: So siehst du es, und stehst mir bey, Daß ich dir immer treuer sey. 5. Du hoͤrest meinen seufzern zu, Daß huͤlfe mir erscheine. Voll mitleid, Vater, zaͤhlest du Die thraͤnen, die ich weine. Du siehst und waͤgest meinen schmerz/ Und staͤrkst mit deinem trost mein herz. 6. Odruͤck', Allgegenwaͤrtiger, Dieß tief in meine seele, Daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, Mein herz zur zuflucht waͤhle; Daß ich dein heilig auge scheu, Und from̃ zu leben eifrig sey. 7. Laß uͤberall gewissenhaft Nach deinem wort mich handeln Und staͤrke mich dann auch mit kraft, Vor dir getrost zu waͤndeln, Daß du, o Gott, stets um mich seyst; Dieß troͤst' und beßre mei⸗ nen geist. In eigner Uohind ie groß ist des all⸗ 102 8. W maͤcht'gen guͤte! Ist der ein mensch, den sie nicht rührt? Der mit verhaͤrtetem ge⸗ muͤthe Den dank erstickt, der ihm gebuͤhrt? Nein, seine liebe zn er⸗ messen, Sey ewig meine groͤßte pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen. Vergiß mein her; auch seiner nicht! 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit lang⸗ muth mich geleitet? Er, dessen rath ich oft verwaͤrf. Werstaͤrkt den frieden im gewissen? Wer giebt dem geiste neue kraft? Wer laͤßt mich so viel gluͤck genießen Ists nicht sein arm, der alles schafft! 3. Blick, o mein geist, in jenes leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit herrlichkeit um⸗ geben, Gott ewig sehn wirst wie er F F Huhe aln 1 17 K Isn 0 ¹¹ Wshids let sol Deum 0006 hhiebe ihiterts leb gech 50⁰ stm hl WIElan Illelic line! hibt sh lad 71 sch Hünd 0gtt, Hhlhr irnn schshkätk Rel ein g⸗ ul Sie tr hen; Ahgs; Mh tzen Ahugenbli Ahsn R Wilr N e in Nh * lulh. 14˙3 Mit + IE V %/ M F. dich 0 HK hest H ig sh Ibenl, H wott ich u Wergen H n Pensch HInit uh N Cauki H. IEIUI HW NW Anhang. 5 er ist. Du hast ein recht zu diesen freuden. Durch gottes guͤte sind sie dein. Sieh darum mußte christus leiden, Damit du koͤnn⸗ test selig seyn. 4. Und diesen gott sollt ich nicht ehren? Und seine guͤte nicht ver⸗ stehn? Er sollte rufen? ich nicht hoͤren? Den weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein will' ist mir ins herz geschrieben. Sein wort be⸗ staͤrkt ihn ewiglich. Gott soll ich uͤber alles lieben, Und meinen naͤchsten gleich als mich. 5. Dieß ist mein dank; dieß ist sein wille: Ich soll voll liebe seyn, wie er. So lang ich dieß gebot er⸗ fülle, Stell' ich sein bildniß in mir her. Lebt seine lieb' in meiner see⸗ ie: So treibt sie mich zu jeder pflicht; Und, ob ich schon aus schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die sünde nicht! 6. O Gott, laß deine guͤt' und liebe Mir immerdar vor augen seyn. Sie staͤrk' in mir die guten triebe, Mein ganzes leben dir zu weihn. Sie troͤste mich zur zeit der schmerzen; Sie leite mich zur zeit des gluͤcks; Und sie besieg in meinem herzen Die furcht des letzten augenblicks. Mel. Nun Awühlhe ꝛc. it froͤhlichem ge⸗ 1029. muͤthe Dankt, die ihr christo angehoͤrt! Dankt gott, daß seine guͤte, Gleich als sein leben, ewig waͤhrt. Nach so viel tausend jahren, Die durch sie alle reich An frohem segen wa⸗ ren, Bleibt sie sich immer gleich. Nie hoͤrt sie auf zu sorgen, Und sorget immer treu, Und wird mit ner morgen An den geschoͤpfen e u. 2. Stuͤrzt, felsen! berge, wei⸗ chet! Doch wankt nicht gottes vatersinn; Und seine guͤte reichet s Durch aller himmel himmel hin. Vor ihren heitern stralen, Wenn uns ihr licht erfreut, Fliehn selbst die bängsten qualen; Gleich ne⸗ beln leicht zerstreut. Wer zaͤhlt die millionen, Die sie erwaͤrmt und naͤhrt? So weit nur wesen wohnen/ Hat sich auch sie verklaͤrt. 3. Zwar lieblich ist die sonne Dem auge, das ihr stral entzuͤckt; Doch lieblicher die wonne, Womit uns gottes guͤt' erquickt. Erfreu— lich ist das leben, Und schauervoll der tod Doch besser noch, als le⸗ ben, Ist deine guͤte, Gott! Wie ist sie üns so theuer! Sie, sie ver⸗ laͤßt uns nie. Was ist wohl mil⸗ der, treuer, Und troͤstender, als sie? 4. Wer wollte sie nicht loben, Sie, die doch allen alles gab, Vom hohen seraph droben Bis zu des staubs gewuͤrm herab? Denn wie sie von entzuͤcken Stets fuͤr den himmel quoll, Ist auch, wo⸗ hin wir blicken, Von ihr der erd⸗ kreis voll. Uns zeigen ihre spuren Luft, berg und thal und meer. Von so viel ereaturen Laͤßt sie nicht eine leer. *5. Zu gottes lob erwecke Vor allen du dein herz, o christ! Kom̃ her, und sieh, und schmecke/ Wie freundlich gott, dein vater, ist. Auf! seinen ruhm erzaͤhle Dein frommer lobgesang! Und deine ganze seele Sey lieb und heißer dank! Von seiner guͤte sage, Wie treu sie fuͤr uns wacht, Ein tag dem andern tage, Die nacht der naͤchsten nacht. ö 6. Wir sind viel zu geringe Der treu, die du an uns gethan, Wir schaun die großen dinge, Erban⸗ mer, mit bewundrung an. Du schenkst den sohn uns suͤndern; Er⸗ loͤsest uns durch ihn; Erwählest uns zu kindern; Willst selbst uns zu dir ziehn. Auf! da in jesu na⸗ men Ihm unser lob gefaͤlt, Lob⸗ ingt Ihm! amen! amen! Sein lob fuͤll' alle welt! *A 3 Mel. Habang. Mel. Komm, heiliger Geist, ꝛc. ob, preis und ehre I 03 0.L bringen wir, Herr, unser Gott und Vater, dir! Dein ruhm soll unter uns erschallen. Laß unser lob dir wohlgefallen! Laßt, men schen, seiner lieb' uns freun, Und ewig, ewig dankbar seyn. Lobsingt ihm, ehristen, unsre bruͤder! Fallt vor dem gott der liebe nieder! Und betet an! Und betet an. 2. Er hieß uns leben; wir sind ind Du bist die lieb'; und wir ind dein. Wie groß und schoͤn sind deine werke, Du Gott der weisheit, guͤt' und staͤrke! Dein ist der erdkreis, und in dir, O Hoͤchster, sind und leben wir. Du, Herr, erschufst der engel heere. Uns auch erschufst du, dir zur ehre; Uns sterbliche, Uns sterbliche! 3. Herr, du gedenkst nicht un srer schuld; Uns suͤnder traͤgst du mit geduld; Umfassest uns mit vater⸗ armen; Neigst, wenn wir flehn, dich zum erbarmen; Hilsst uns durch unsre pruͤfungszeit; Fuͤhrst uns durch sie zur seligkeit; Schickst nur zu unserm heil uns leiden; Undsegnest lieber uns mitfreuden; Du Gnaͤdiger! Du Gnaͤdiger! 4. Lob, ehr' und preis, Sohn Gottes, dir! Verlorne suͤnder waren wir. Du aber bist fuͤr uns gestorben, Und hast uns ewig heil erworben. Wer dir nach folgt, und an dich glaͤubt, und in versuchung treu dir bleibt; Der soll, befreyt vom fluch der suͤnden, Erbarmung, ruh und leben finden, In ewig⸗ keit; In ewigkeit. 5. Lob, ehr' und preis dir, Geist des Herrn! Wir waren einst von ehristo fern; Fern von der seele wahrem leben, Mit irrthum, wahn und nacht umgeben. Du hast durch deines wortes macht Auch uns zum wahren licht ge⸗ bracht; Du lehrst fromm leben, freudig sterben, Und weihes unz zu himmelserben Durch christi tod; Durch ehristi tod. 0 6. Lob, preis und ehre bringen wir, Gott Vater, Sohn und Geis, nur dir. Es muͤsse jedes land auf erden Voll deines hohen ruhmes werden. Wie selig, wie begnadigt ist Ein volk, deß zuversicht du bist! Allmaͤcht'ger, deinem gros⸗ sen namen Sey ewig ruhm und ehre! amen. Sey hochgelobt! Sey hochgelobt! Mel. Wie schoͤn ieucht uns der ꝛe. I O3 I D seligkeit; Dein denken ist allwissenheit, Und all⸗ macht ist dein wollen. Unendlicher, wie groß bist du! Stets ruft uns alles, alles zu, Daß wir dich yrei⸗ sen sollen Heilig, Heilig, Heilig singen, Dir zu bringen Preis und ehre, Deiner engel hohe choöͤre. 2. OVater, deine guͤt und macht Laͤßt uns, die sie hervorgebracht, Auch nun kein gutes fehlen. Du hast uns, da wir dich verkannt, Aus liebe deinen sohn gesandt Zur rettung unsrer seelen. Vater! Va⸗ ter! Dein erbarmen Bleib' uns armen Unvergeßlich! Deine lieb ist unermeßlich. 3. O Sohn, der aus des vaters schooß Hernieder kam; die gnad ist groß, Die uns dein tod erwor⸗ ben. Wer danket jemals gnugsam dir? Als mensch geboren, gleich als wir, Bist du für uns gestor⸗ ben. Mittler! Mittler! Dieß heil bleibet Dem, der glaͤubet, Unver⸗ Uhenan gnad' ist üͤber⸗ hwenglich. 3. O heilger Geist, der du uns lehrst, Das herz erforsches, uns bekehrst, Uns hin zu christo führest; Die wunden des gewis⸗ sens heilst, Der kindschaft zeug⸗ niß uns ertheilst, Uns leitef, uns regierest. Troͤster! Troͤster! Et ein leben, Gott, ist 0 Iud 1 Vhahang allt. Hagllob — —— l a 5 ayo apht n un 1 en. H Adort iß bolt iRiter D N 6 0 Nslude 6 ittl . V I 000 Aud MN cri kim Wateth Histhg Dalh ö HM Wp S VGa W h E 9 Ilaisch Tiel uer , Di Daubn Tde Sesen i ga Aal inen sh ersehht Ithaunt ich. „% ,dan Sicherh us kethe auschz thuß i t F 2 IDi 0 V Hl dlsler! Anhang. erquickend, Wie begluͤckend, Him⸗ melsgaben Durch gemeinschaft mit dir haben! 5. Gott, Vater, Sohn und heil⸗ ger Geist, Dich, Geber hoher segen, preist Dein volk mit einem mun⸗ de. Von dir erschaffen; dir er⸗ kauft; Geheiligt dir; auf dich ge⸗ tauft, Stehn wir mit dir im bun⸗ de. Heilig, Heilig Heilig singen, Dir zu bringen Preis und ehre, Wir auch in der engel ehöre. An hohen Festen. Mel. Herr Gott, dich loben ꝛc. 103². HMden mr. io⸗ ben wir!; Herr Gott, wir danken dir! Dir, Vater, Sohn/ und heil'gem ist! Dir, den die ganze schoͤpfung rei Vom aufgang bis zum niedergang Er schallet dir ihr lobgesang. Der engel lobgesang bist du. Ein seraph ruft dem andern iu: Heilig ist unser gott! Heilig ist unser gott! Heilig ist unser gott! der allge⸗ waltge gott! Weit, uͤber alle himmel weit, Reicht Deifehkent. und herr⸗ i it. Was je den erdkreis aufgeklaͤrt, Was je die welt dein heil ga⸗ lehrt/ Prophet, apostel, maͤrtyrer, Preist dort 55 hohern ehor dich, Herr. Hier preist dich, noch vom leib heschwert, Dein volk nur schwach, doch gern gehoͤrt. Dich, Vater, auf der him̃el thron, Dich, Jesu 5oH. des Vaters ö Sohn. Und dich, o Geist, deß gnad und Du, Gottes Sohn von ewigkelt: Du, Abglanzseiner herrlichkeit!? Ließs dich herab, ein mensch zu n eyn/ uns menschen wieder gott zu eihn w und herrschest nun in dein em reich Mit gnad' und macht, dem va⸗ ter gleich/ Bis du in herrlichkeit dereinß, Als richter aller welt,erschein. Hilf! hilf uns, Herr! wir sind ja ein Freun uns, durch dich erloͤst zu eyn yn. Zu deines hohen namens ruhm, Hilf deinem volk und eigen⸗ thum! Leit uns durch unsre pruͤfungszeit Den weg zu deiner herrlichkeit! Wir wollen ihn, dir folgsam/ geh nz und Rn dein lob er⸗ hoͤhn. Die erdꝰ erfuͤlle Herr, dein ruhm, Wie denet himmels heilig⸗ hum. In unsers lebens pilgerschaft Ist, Herr, dein wort uns licht ö und kraft! Sey gnaͤdig uns, o treuer Gott Du starker Schutz in jeder noth! Du hilfst, wo huͤlf und rath ge⸗ bricht; Im tod' auch laͤssest du uns nicht. Dann wird im himmel un ser theil Dein trobeß lohn, dein ewigs e il. Amen. Bey feyerlichen Vorfaͤllen. Mel. Herr Sott, Wott/dig 10 err Gott, dich lo⸗ 1033. H ben wit. Herr Gott, wir danken dir. Dein unterlaß uns herd ohn' unte Auf uns herab im reichsten maaß. Von uns steig'denn zu deinem ohr α In suͤndern neues leben schafft. Ohn'unterlaß auch dank empor, Un⸗ Anhang. Unendlicher! wer ist, wie du? Uns rufen's alle himmel zu: Der uns erschuf, ist groß! An macht und weisheit groß! An guͤt' und segen groß! ist un ermeßlich groß! Der du das nichts ins daseyn ru Groß zeigtest du dich, als du ufst. Dein wort gebot, und es geschah. Gleichstunden zahllos welten da; Und jede trat alsbald die bahn, Die ihr dein wink wies, freu⸗ dig an. Groß bleibst du, da du aller denkst, Du aller welten schicksal lenkst. Die erd' auch ist dir nicht zu klein. Du willst ihr milder herrscher eyn. Wer deine wege forscht, erkennts, Und freut sich deines regiments. Groß, weise, gut und herrlich ist, Allherrscher, was 405 rath be⸗ ů schließt. Die kronen sind in deiner hand. Den weisen schenkst nur du ver⸗ stand; Giebst helden ihren heldenmuth; Und kroͤnst das jahr mit dei⸗ nem gut. Du treibst Lüne seuchꝰ und rieg; Verleihst am tag des streites ieg; Gewaͤhrst zu froͤhlichem genuß Durch frieden neuen überfluß. In unserm stauh, Herr, flehen wir Gott, unlre zuflocht fuͤr und ** m Erschallet heut dein heiligthum. Nim̃ an die opfer unsers danks; Die jubel unsers lobgesangs. Herr, dir Wafeiden wohl, wenn ein Vor dir sich deine menschen ö freun. Sie zu begluͤcken, schufst du sie; Und deine guͤt' erschoͤpft sich nie. Wenn wir dich lieben, und dir traun, Wirst du auf uns mit gnade schaun. Amen. Erntelied. Mel. Lobet den herren:/ denn ꝛe. Tauchzt, ehristen, 1034. jauchzet Die gefilde lachen. Herr deine lust ists, alles froh zu machen. i1 Durch dich, Gott, keimt und reifet das getreide, Zu unsrer freude. 2. Mit jedem jahre:/: Fuͤllt das land dein segen. Auf glut der son⸗ ne giebst du milde regen.:, Gleich stehn erfrischt die hingesunknen saaten, Und sie gerathen.:: 3. Stets unerschoͤpflich:,:Bleibt, Gott, deine gnade; Und, wo du wandelst, zeichnen deine pfade: Gedeihn und wachsthum, also daß von ihnen Selbst wuͤsten gruͤnen./ 4. Du welternaͤhrer, 7,: Laͤssest keinen darben. Den arm der schnit⸗ ter fuͤllen volle garben.:: Die sat⸗ ten heerden auf der fetten weide Beseelet freude.:/ 5. Und dank und jubel:Jauch⸗ uͤr! Thu deinem 4.W0 dem koͤnig, wohl. Das land mach deines segens voll. Schuͤtz; es und sichre seinen flor Und hebe stets ihn mehr emporz Vor allem hilf, daß froͤmmigkeit In unserm land stets mehr ge⸗ deiht. zet denn aus allen, Und wald, und huͤgel und gefild' erschallen Vom lauten dir frohlockenden ge⸗ tuͤmmel Bis zu dem himmel. /: 6. Dankt, ehristen, danket!: Danket dem erhalter! Dem schutz der kindheit! ihm, der stuͤtz' im alter!:,: Dem frohen geber, des⸗ sen treu nicht wanket. Dankt, ehristen, danket! 2½ Zonn⸗ Von deines hohen namens ruh 0 Toen Whun 1096 lin VMt 1 + fomm Der 10 nhhet; S. Acstet, ö Ien, O. hitts Wand lel ich Ol osen w. ns Ihahten Dahnamen! Wust uns et ulch eng Und ff, N Hlhig dit hlefallen Alc, da ‚ dit l6 hdir zut Aise scho Iden tt 1 0 Vor lt lhen, l. ö n 666 Racht zu w lehrbe meht Ahn lehre. Mꝛalseh I.Hahen 0 Nut — j HH H ada „ Vant un nstet f PI. UAI NN.M erge ec schhhst adez& H flH ne EX.A HH.. Anhang. 9 — Sonntagslieder. Mel.. TRott üt liebe ꝛc. ott ist gegenwaͤr⸗ O35. tig. Laßt uns vor ihn treten, Ihn in ehrfurcht an⸗ zubeten! Gott ist gegenwaͤrtig. Jedes herz erfuͤle Demuth, an⸗ dacht, fromme stille! Wer ihn kennt; Wer ihn nennt, Falle vor ihm nieder; Singe fromme lieder! 2. Hoͤchster, wir entsagen Allen eitelkeiten, Die von dir die seele leiten. Unsers geistes kraͤfte, Sin⸗ ne, leib, und leben Wollen wir dir uͤbergeben. Du allein Sollst es seyn, Dessen wir uns freuen, Dem wir ganz uns weihen. 4141. 3. Moͤchten wir doch wuͤrdig Deinen namen preisen! Stets dir dankbar uns erweisen! Moͤchten wir, gleich engeln, Einst dein lob erhoͤhen, Und, wie sie, dein antlitz sehen! Hilf, daß wir Hier schon dit, Einzig dir vor allen, Stre⸗ ben zu gefallen. 4. Gieb, daß unsre kenntniß Sich von dir vermehre; Uns zum heil, und dir zur ehre. Unsre ganze seele Muͤsse schon auf erden, Gros⸗ ser Gott, dein tempel werden. Wo wir stehn, Wo wir gehn, Hilf uns, 1 nur leben, Und dich stets er⸗ eben. Mel. Liebster Jesu, wir die 0 ꝛe. ott, vor dir erschei⸗ 1036. G nen wir, Dich in eintracht zu verehren, Und mit frommer lehrbegier Auf dein goͤtt⸗ lich wort zu hoͤren, Daß es unsre kenntniß mehre, Und uns wohl sie nuͤtzen lehre. 2. Gieb durch deinen geist, o Gott, Daß wir an dein heil fest glauben! Nimmer laß der laͤstrer spott Diesen besten trost uns rau⸗ ben! Gieb auch licht und muth 3. Hilf, daß alle suͤnder sich Durch dein wort zu dir bekehrenz Auch wir alle, Gott, durch dich Gern vollbringen, was wir hoͤren, Alle fromm durch dich auf erden, All' im himmel selig werden. Advents⸗ u. Weihnachtslieder. Mel. Aus krede 4——— ꝛc. rhebet Gott, ihr 1037. E frommen. Er haͤlt, was er verspricht. Der heiland ist gekommen; Der voͤl⸗ ker trost und licht. Gott, der uns nicht verstoͤßt„ Hat, uns zum heil und leben, Selbst seinen sohn gegeben; Und der hat uns erloͤst. 2. Erloͤst! o welche gnade! Ach! ganz unheilbar schien Der seelen tiefer schade. Nun heilt Gott den⸗ noch ihn. Sein rath ist wunder⸗ bar. Von fuͤnd' und vom ver⸗ derben Uns rettung zu erwerben, Stellt gottes sohn sich dar. 3. Er stellt sich dar auf erden In niedrer knechtsgestalt. Voll muͤh und voll beschwerden War hier sein aufenthalt. Er floh ge⸗ raͤusch und pracht, Entsagt' auch gern den freuden, Bis er durch todesleiden Sein hohes werk voll⸗ bracht. 4. Er hats vollbracht! o dan⸗ ket! Ruͤhmt laut: er hats voll⸗ bracht. Der, dessen rath nicht wanket, Hat seines bunds ge⸗ dacht. Der helfen will und kann; Der mittler ist geboren. Ihr seyd nun nicht verloren. Nur nehmt ihn glaͤubig an. 5. Dich glaͤubig anzunehmen, Herr, kommen wir zu dir. Uns deiner nie zu schaͤmen; Das, das geloben wir. Nichts, Heiland aller welt; Nichts soll uns in den glauben Von unsern herzen rau⸗ ben, Der fest an dich sich haͤlt. 6. Die fest an dich sich halten; und staͤrke Uns zu jedem guten werke. Die laͤssest du auch nie. Dein gna⸗ 10 Anhang. gnadenreiches walten Schutzt, staͤrket, leitet sie. Nach wohl⸗ vollbrachtem lauf Nimmst du sie, wenn sie scheiden, Hinauf in deine freuden. Nimm einst auch uns hinauf! Mel. Jesu attrs Rhmin 0 ottes sohn ist kom⸗ I 038.6 men. Dankt ihm, seine frommen! Dankt ihm, daß er kam; Daß er hier auf erden, Unser heil zu werden, Seine woh⸗ nung nahm. Mensch, wie wir/ Erschien er hier, Der zum erd⸗ kreis sprach: entstehe! Und einst spricht: vergehe! 2. Laßt uns niederfallen; Dan⸗ ken, daß er allen Freund und retter ist. Gott auf seinem throne Liebt uns in dem sohne, Hilft durch jesum ehrist. Welch ein heil, Am sohne theil, Theil, durch ihn und seine gaben, Auch am vater haben! ö g. Keine macht der leiden Kann von ihm uns scheiden. Er bleibt ewig treu. Dort wird er vom boͤsen Gaͤnzlich uns erloͤsen. Hier steht er uns bey. Sitzt er schon Auf gottes thron; Seine bruͤder sind ihm theuer. O wer liebt uns treuer! 4. Von der wallfahrt muͤde, Sinken wir in friede In des gra⸗ bes nacht. Unsre todten glieder Giebt die erd' einst wieder Dem, der sie bewaͤcht. Jesus ruft Uns aus der gruft, Er, der selbst den tod einst schmeckte; Den die gruft auch deckte. 5. Auf dem richterthrone Wer⸗ den wir im sohne Unsern heiland schaun. Er wird ewigs leben Dann dort allen geben, Die ihm hier vertraun. Er ward hier Ver⸗ sucht, wie wir. Ueberschwenglich wird er lohnen, Und der schwach⸗ heit schonen. 6 Eilet, eilt ihr suͤnder! Wer⸗ det gottes kinder! Werdet seiner werth! Eilt, des herrn vereh⸗ rer! Folgt dem großen lehrer! Bleibet seiner werth! Preiset ihn, Daß er erschien, Durch das freu⸗ digste bestreben, Ihm, nur ihm zu leben. Mel. O vaterherz/ 95 0 lebẽ ꝛe. elobt sey gott! I 3 9. er ist erschienen, Der uns von gott verheißen war. Der selbst, dem alle himmel die⸗ nen, Stellt sich zu un serm retter dar. Das ew'ge wort wird mensch geboren. Heil uns! wir sind nun nicht verloren. Der fluch wird von uns abgewandt. Welch pfand, daß gott uns nicht verstoße! Er selbst, er hat aus seinem schooße Uns seinen eignen sohn gesandt. 2. Uns will er nicht nur nicht verstoßen; Die gnade soll noch hoͤher gehn. Zu unsers elends mitgenossen Macht er den sohn, uns zu erhoͤhn; Und wie so hoch! wer kanns erreichen? Die sichs erfrecht, von ihm zu weichen, Laͤdt er zu seinem himmel ein. Sie sollen, kehren sie nur wieder/ Aufs neu, als seines sohnes bruͤ⸗ u Nun seine werthen kinder eyn. 3. Wer kann der liebe groͤß' er⸗ messen, Womit uns gott in christo liebt? Wer duͤrfte dessen je ver⸗ gessen, Der uns den sohn zum heiland giebt? Freut euch vor ihm, erloͤste sünder! Freut euch, daß ihr nun wieder kinder, und erben sein es himmels seyd! her fuͤhlt der freude fromme triebe · Die allmacht ist zugleich die liebe. Fuͤr zorn wirdeuchbaͤrmherzigkeit. 4. O wie so reich ist an erbar⸗ men, Der selber niemands je be⸗ darf! Der hoͤll' entreißt mit ba⸗ terarmen Gott ein geschlecht/ das ihn verwaͤrf. Uns zu befreyn von sklavenketten; Uns vom er — 0 ö elt And hten HI h V MWhhar! nd tk Altatehet Wcwoh Mrhe se Isuhm glück Aum dort Mher eth l Vn I Indtee Ahgattes h vilt, Want i, So d fill, Riunderm Raslich i mmit — Tüuld 2 NI a achh in , 0 —— — MIeelt . ů tt x UNDih IAgar INecnn H Au tHU d Ir nt IMAu H ihh e RV Rh A E EX W M Vicell chl ihc 0 ien R lt 5 1 ; ö x l. ö B H Ollt! 9— 0 N I. land 0 iildt den zu erretten, Schont er des eignen sohnes nicht. Schaut, wie er unser elend kehret In herr⸗ lichkeit, die ewig waͤhret, Und unsre finsterniß in licht. *5. Stimmt in der engel laute choͤre Zurch eure frohe jubel ein. Ihr, ihr sollt eures gottes ehre, Ihr seiner groͤße denkmaal seyn. Bewundernd schaun einst alle we⸗ sen Auf uns, die seine gnad' er⸗ lesen, Zu zeigen, wie er lieben kann. Dankt ihm; und euer dank 0 liebe! Gedenkt, er selber ist ie liebe, Und nimmt zum dank nur herzen an. 6. Wie blind sind seines heils veraͤchter! Wie fuͤhllos! und wie undankbar! Wohlan! ihr gottes sohn' und toͤchter! Ihm, ihm bringt eure herzen dar! Laßt seine weg' euch wohlgefallen! Nie wer⸗ det muͤde, sie zu wallen, Bis ihr hinauf zu ihm gelangt! Wie wird er euer gluͤck vollenden, Wenn ihr dann dort aus seinen haͤnden Derkinder erbtheilnun empfangt. Mel. Vom himmel In der ꝛe. VDieß ist der tag, 1040. D den gott ge⸗ macht. Sein werdꝰ in aller welt gedacht! Ihn preise, was durch jesum ehrist Im himmel und auf erden ist! 2. Die vaͤter haben dein geharrt, Bis daß die zeit erfuͤllet ward. Da sandte gott von seinem thron Das heil der welt, dich, seinen sohn. 3. Wenn ich dieß wunder fas⸗ sen will, So steht mein geist an⸗ betend still, Fuͤhlt hier, was kein verstand ermißt, Daß gottes lieb⸗ Anhang. 11 ter spricht: Ich komm', ich kom⸗ me; zage nicht. Des vaters willen thu ich gern. Gelobt sey, der uns koͤmmt vom herrn. 6. Herr, der du mensch geboren wirst! Immanuel und Friedefuͤrst. Auf den die vaͤter hoffend sahn!? Dich, Gott, Messias! bet' ich an. . Du, un ser Heil und hoͤchstes Gut, Vereinest dich mit fleisch und blut, Wirst unser freund und bruder hier, Und gottes kinder werden wir. 8. Gedanke voller majestaͤt! Du bist es, der das herz erhoͤht! Ge⸗ danke voller seligkeit! Du bist es, der das herz erfreut. *9. Durch eines suͤnde fiel die welt. Ein mittler ists, der sie erhaͤlt. Was zagt der mensch, wenn der ihn schuͤtzt, Der in des vaters schooße sitzt? I0. Jauchzt, himmel, die ihr ihn erfuͤhrt, Den tag der heilig⸗ sten geburt! Und, erde, die ihn heute sieht, Sing' ihm, dem herrn, ein neues lied. 11. Dieß ist der tag, den gott gemacht. Sein werd' in aller welt gedacht! Ihn preise, was durch je⸗ sum ehrist Im himmel und auf erden ist! Mel. Gelobet 1 b6en f. ꝛc. elobet seyst du, 1 O41. G Gottes Sohn, Der du auf der allmacht thron Jetzt herrschest, und einst warst/ wie wir. Preis sey, o weltver⸗ söhner, dir! Dir ewig preis! 2. Dich, davids sohn und da⸗ vids herrn, Sahn die vaͤter schon von fern. Wie sehnlich seufzten unendlich ist. 4. Damit der suͤnder gnad er⸗ haͤlt, Erniedrigst du dich, Herr der welt; Nimmst selbst an unsrer menschheit theil/ 43 beil unter uns, und schaffst uns heil. sie nach dir! O wie viei seliger sind wir! Wir freun uns dein. 3. Die nacht entflieht; der tag bricht an Ueber die, die nie ihn sahn. Auf die, die finsterniß um⸗ gab, Stralt Gottes wahrheit 5. Welt, freue dich! dein ret⸗ nun herab! Gott sey gelo 24 4. 12 Anhang. . Durch den die welt einst wor⸗ den ist, Der einst richtet, iesus ehrist Wird uns, als seinen bruͤ⸗ dern, gleich, Wird selber arm, und macht uns reich. Wie liebt er uns! 5. Jauchzt, himmel! erde freue dich! Gott versoͤhnt die welt mit sich. Uns, adams suͤndiges ge⸗ schlecht, Entsuͤndigt er, macht uns gerecht. Dankt, menschen, dankt! 6. Gelobet seyst du, Jesu Christ, Daß du mensch geboren bist. Dir ist der erdkreis unterthan; Dich beten alle himmel an. Sey hoch⸗ gelobt! Mel. Nun freut en der e 120 o tief der men 1 042. S gesunken war: So hoch wird er erhoͤhet. Welch wunder stellt der welt sich dar! Kommt, menschen, her, und sehet! Des ewgen vaters ebenbild Er⸗ scheint, in unser fleisch gehuͤllt; Wie wir, zur welt geboren. 2. Im elend schauten wir um⸗ her Unbrernshe da war keiner. Doch unsrer noth erbarmt sich er; Wird als der unsern einer. Er, der der welt ihr daseyn gab, Laͤßt bis zu uns sich tief herab, Zu sich uns zu erhoͤhen. 3. Wenn nun schon tod und elend drohn; Was wollten wir noch zagen? Uns wird der mensch⸗ gewordne sohn Nie unser flehn versagen. Er hilft; er ist uns nah verwandt. Mit uns, geschoͤpfen seiner hand, Stam̃t er aus einem blute. 4. Mit uns freun uͤber unser gluͤck Sich selbst der engel chöre. Der friede kehrt zu uns zuruͤck. Gott in der hoͤh sey ehre, Der von der höͤhe seines throns, Auf uns, die bruͤder seines sohns, Mit wohl⸗ gefallen schauet! 8. Des gluͤcks, das hier dir wi⸗ derfuhr, Christ, wuͤrdig dich zu freuen; Mußt du die menschliche natur Durch suͤnden nie entwei⸗ hen. Sie, die dein gott so hoch geehrt; Sie sey dir heilig! sey dir werth! Daß nun auch du sie ehrest. *6. Auf! deine wuͤrd' ist 6—5 du bist Dem ew'gen sohn verbruͤ⸗ dert. O schande, wenn nun noch der ehrist Zur suͤnde sich erniedert! Drum, wenn sie locket, widersteh! Blick' auf und sieh, auf welcher hoͤh; Durch ihn die menschheit stralet! 7. Denn, ob er wohl zu leiden kam, Wollt' er doch nach dem lei— den Der menschheit, die er an sich nahm, Nicht wieder sich ent— kleiden. Er nahm, nach ganz voll⸗ brachtem lauf, Sie im triumph mit sich hinauf; Und stets bleibt er dein bruder. 8. So fuͤhle sich denn auch dein geist Mit ihm zur hoͤh erhoben! Wie dorthin dichdeinglaube weist, Sey auch dein wandel droben! Christ! goͤttlichen geschlechts 00 du! Des sohnes menschheit ruft dir zu: Denk edel! denke goͤttlich! Mel. Nun lob mein'— 05 ꝛe om grab, an dem 1 943. V wir wallen Soll, JesuChrist, dein lobgesang Empor zum himmel schallen. Dir opfre jede seele dank! Und jeder der ge⸗ bornen Freu sich, ein mensch zu seyn! Und jeder der verlornen Freu sich, erloͤst ju seyn! Uns ist das kind gegeben; Geboren uns der sohn. Mit ihm erscheint das leben; Mit ihm des himmels lohn. 2. Kommt! laßt uns niederfal⸗ len Vor unserm heiland, Jesu ehrist, Und danken, daß er allen Erretter, freund und bruder iß. Er, gleich der morgensonne Mit ihrem ersten stral, Verbreitet licht und wonne Und leben uͤberall. Durch ihn koͤmmt heil und gnade Auf unsre welt herab. Er unbe un r n 0 Io.. nddf eh d malcd,hen Wh shn WhEmpor Ds el Wlurch f Auhigttes Aln dott. V, hemn Iuh dute A As Di dei. Ahlt. Au Al Basd Hdon b Wypibctwin W.etden h Venn fi Vacdeines Wsadau Antohn wit da Acen deint Ws dunkle M dank zu Ald ferne tz Ind in Ainser ll M sth ehte 1, Rnkl Neuschr Dissdas) 4. D Ahthsn ashsen Retden se e n ö Rhnt + WIn der In dan — 2. 4 98 ö 2 ů iseh HIoschn RIIII Veer hr Auschgt N icht u h s, el Hf i x—8 RIU A NOichden a cheng ines ne R.IU ö ö ö E. Vng EX MA rchale. 0 ssich/ IAe I „n; Anhang. 13 unsre pfade Durchs leben bis m sraäb 3. Getrost, ihr mitgenossen Des elends und der sterblichkeit! Klagt nicht: euch sey verschlossen Der eingang zu der herrlichkeit. Zu unsrer erd hernieder Kam got⸗ tes eigner sohn. Nun hebt er sei⸗ ne bruͤder Empor zu Gottes thron. Er ward das heil der suͤnder. Sie, glaͤbbig durch sein wort, Sind hier nun gottes kinder, Und got⸗ tes erben dort. ö 4. Du, dem in jubelliedern Sein lob durch alle himmel Eerern Neig' auch dein ohr zu iedern, Die dein noch sterblichs volk dir lallt. Auch du warst einst auf erden, Was deine bruͤder sind/ Ein dulder von beschwerden, Der duldend uͤberwindt. Was du denn nun bist, werden Einst deine bruͤ⸗ der seyn, Wenn sie, entruͤckt der er⸗ den, Sich deines anschauns freun. 5. Bald sind auch wir zum lohne Der himmelsbuͤrger dort erhoͤht. Nah sind wir dann dem throne/ Und schauen deine majestaͤt. Nicht mehr aus dunkler ferne Dringt dann der dank zu dir. Hoch uͤber sonn' und sterne Erhaben, jauch⸗ zen wir; Und in der engel ehoͤre! Schallt unser lobgesang. Erbar⸗ mer, dir sey ehre! ir, Weltver⸗ soͤhner, dank! Neujahrslieder. Mel. Es ist das heil uns kom̃en ꝛc. HDer droben in der 1044. D hoͤhe wohnt/ Wog selbst das maaß der zeiten. Er schuf die sonn', und rief dem mond, die erde zu begleiten. Der lauf der sonne mißt das jahr. Der lauf des mondes theilt das jahr. Ruͤhmt, ruͤhmt den herrn der zeiten! 2. Herr, der da ist, und der da war! Von dankerfuͤllten zungen Sey dir fuͤr das verfloßne jahr Ein heilig lied gesungen; Fuͤr je⸗ den segen deiner gnad; Fuͤr das gedeihen jeder that, Die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dieß jahr gesegnet seyn, Das du uns neu gegeben. Verleih uns kraft,(die kraft ist dein) In deiner furcht zu leben. Du schuͤtzest uns, und du vermehrst Der menschen gluͤck, wenn sie zu⸗ erst Nach deinem reiche trachten. 4. Gieb uns, wofern es dir ge⸗ faͤllt, Des lebens ruh und freuden. Doch schaͤdet uns das gluͤck der welt, So uͤb' uns auch durch lei⸗ den. Nur staͤrke zur geduld das herz, Und laß uns nicht in noth und schmer; Die gluͤcklichern be⸗ neiden. 5. Laß auf uns deine gnade ruhn, Daß auch in diesem jahre Sich, Herr, in allem unserm thun Dein segen offenbare. Regier'uns, Vater, vãterlich, Daß an sich je⸗ der, daß auch ich, Wie gut du seyst, erfahre. 6. Daß unsers landes flor ge⸗ deih; Bey uns furcht gottes woh⸗ ne; Dem koͤnig seine vatertreu Der voͤlker liebe lohne; Wir alle deiner huld uns freun; Dieß, Va⸗ ter, wollest du perleihn In ehristo, deinem sohne. Mel. Nun btent 2—10 10 risten! unser le⸗ 1045. Coben eilt. Ohne rast und unverweilt Eilt sie hin, die kurze zeit; Hin ins mꝛer der ewigkeit. 2. Wellenreich und ohne ruh Stuͤrzt ein strom dem meere zu. Schaͤut, wie keine welle bleibt; Eine stets die andre treibt. 3. So vertreibt auch immerdar Dieß jahr schnell ein solgend jahr Und das letzte rauscht herbey, Eh man merkt, wie nah es sey. 9. Laßt uns sorgen, daß uns nie 14 Anhang. nie Ungenützt die zeit entflieh. Weil der tag des heils noch waͤhrt, Bleib' uns jede stunde werth. 5. Laßt uns hitz und last nicht cheun; Stets zum guten wirksam eyn; Denn die nacht ruͤckt schnell eran, Wo man nichts mehr wir— ken kann. ö 6. Jede stunde, wo der geist Sich der erde mehr entreißt, Bleibt uns, flieht sie schon da⸗ hin, Doch ein ewiger gewinn. 7. Jede stunde, wo man nutzt, Andre troͤstet, bessert, schuͤtzt, Gern erfreut, die dauert dort Stets in ihrem lohne fort. 8. Nimm, Herr, unsrer gnaͤdig wahr! Allen werde dieses jahr, Das uns deine huld verleiht/ Fruchtbar fuͤr die ewigkeit. Passionsgesaͤnge. rrd hast— err, staͤrke mich/ 1046. H dein leiden zu bedenken, Mich in das meer der liebe zu versenken, Die dich be⸗ wog, von aller schuld des boͤsen Uns zu erloͤsen. ö 2. Vereint mit gott, ein mensch gleich uns auf erden, Und bis zum tod am kreuz gehorsam wer—⸗ den! An unsrer statt gemartert und zerschlagen, Die suͤnde tragen! 3. Welch wundervoll hochheili⸗ ges geschaͤfftel Sinn' ich ihm nach: so zagen meine kraͤfte. Mein herz erbebt; ich seh und ich empsinde Den fluch der suͤnde. g. Gott ist gerecht; ein raͤcher alles boͤsen. Gott ist die liebꝰ; und laͤßt die welt erloͤsen. Dieß kann mein geist, mit schrecken und ent⸗ zuͤcken, Am kreuz erblicken. 5. Es schlaͤgt den stolz und mein verdienst darnieder. Es stuͤrzt mich tief und es erhebt mich wieder; Lehrt mich mein gluͤck; macht mich aus gottes feinde Zu gottes freunde. 6. OHerr, mein Heil, an des⸗ sen blut ich Gaube. Och lege hr vor dir gebuͤckt im staube, Ver⸗ liere michmit dankendem gemuͤthe In deiner guͤte. 7. Sie uͤbersteigt die menschli⸗ chen gedanken. Doch sollt ich drum im glauben zweifelnd wanken? Ich bin ein mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu ergruͤndend 8. Das groͤßtꝰ in gott ist, gnad und lieb' erweisen. Uns koͤmmt es zu, sie demuthsvoll zu preisen; Zu sehn, wie hoch, wenn gott uns gnad' erzeiget, Die gnade steiget. *9. Laß deinen geist mich stets, mein heiland, lehren, Dein goͤtt⸗ lich kreuz im glauben zu verehren Daß ich getreu in dem beruf der liebe Mich ehristlich uͤbe. 10. Das gute thun, das bose fliehn und meiden, Herr, diese pflicht lehrt mich dein heilig lei⸗ den. Kann ich zugleich das boͤse mir erlauben, Und an dich glauben? 1I. Da du dich selbst fuͤr mi dahin gegeben; Wie koͤnnt' i noch nach meinem willen lebene Nur dir leb ich, dir, dem ich an⸗ gehoͤre, Zu deiner ehre. Mel. Eiebster Jesu, wir* ꝛe. ö eine seel'! er⸗ 1 047. M muntre dich/ Dessen liebe, dessen segen Der fuͤr dich am kreuz erblich, Fromm und dankbaͤr zu erwaͤgen, Daß dein herz der großen treue Dei⸗ nes jesu sich erfreue. 2. Sieh! dein jesus, gottes Her Ist fuͤr dich ans kreui ge⸗ heftet; Ueberhaͤuft mit spott und hohn; Blutig, schmerzenvoll, ent⸗ kraͤftet; Ach! fur dich mit fluch beschweret! Wo ist groͤßre liebẽ er hoͤret? 3. O wie mag mein volles heri Dem sich dankbar gnug erweisen, Der sogar durch blut und schmer Seine lieb' an mir will baer, 777 I IOU◻QA RW del 0 E 0 h. Wal ht! M. N 4⁰ me dent e Huͤhhlebe f n d „ l. Holhhtt We hh Frend Wihikraf WIPtekst hHen W Phden, H8 für Oshahder AMs fü 110Hns tl usd Wt nich undhe MMede hsydg Ashleelhst Kc Has Mhhricht Ihuendli W et W d. Ulr he Whn Wt Wnchtz 12861 A EII II t. rsteitt A h Ua uensth II 3 t E uthen 0 och v / Diz Hineng che I ISaun „ si b.% ute hy u Vudet, t VIh H gl Sau Ylich A: U 41 Linen I0 ch Har enn I R o M. d N e XI II NN„tl Ong *— 1 tit O ALI Anhang. 15 Er/ er felbst, traͤgt meine suͤnden, Daß ich koͤnnte gnade finden? 4. Fern denn, suͤnden, fern von mir! Euch kann ich an mir nicht dulden. Welch ein schnoͤder greul seyd ihr! Mir ganz untilgbare benn berr Und was brachtet ihr em herzen Meines jesu nicht fuͤr schmerzen 5. Dir, mein Jesu, dir, mein heil, Will ich ganz mich uͤberge⸗ benAls dein eigenthum und theil, Was ich lebe, dir zu leben, Daß ich dir einst sterben koͤnne, Und kein tod von dir mich trenne. 6. Herr, wie viel schenkst du —1 ier! Welchen hohen seelen⸗ rieden! Freudigkeit zu gott in dir! Neue kraft, wenn wir ermuͤ⸗ den! Schenkst du schon so viel auf erden: Wie weit mehr wird dort uns werden! 7. Was fuͤr wonne nach dem leid Nach der schmach o was fuͤr ehre! Was fur ruhe nach dem streit! Was fuͤr frohe jubelehoͤre! Ewig werd' ich gott dort loben, Wenn er mich zu sich erhoben. 8. Oft und herzlich freu ich mich Auf dies freudenvolle leben. Hei⸗ land, dir sey dank, durch dich Wird es mir dereinst gegeben. Du, Herr, hilfft,(das hofft mein glaube,) Daß mir nichts die krone raube. e deich⸗ hast ꝛe. ie reich, mein 1048. W heiland, an den besten segen Ist mir dein leiden! laß michs recht erwaͤgen! Stets muͤsse mir sein bild vor augen schweben! Stets in mir leben! 2. Unendlich gluͤck! du littest mir zu gute. Ich bin versoͤhnt mit deinem theuren blute. Du hast am kreuz, da du fuͤr mich gestor⸗ ben, Mir heil erworben. ů 3. So bin ich denn schon selig hier im glauben; Und mir wird nichto, nichts meine krone rauben. Ich werde dort, von herrlichkeit umgeben, Einst ewig leben. 4. Wenn ich nur stets der tu⸗ gend pfad betrete, Im glauben kaͤmpf', im glauben wach' und bete: So ist mein heil schon so gewiß erstrebet, Als jesus lebet. 58. Lockt boͤse lust mein herz mit ihrem reize: So schrecke mich dein wort, das wort vom kreuze! Und werd ich matt im laufe guter wer⸗ ke: So sey mirs staͤrke. 0. Ein reines herz, gleich dei⸗ nem edeln herzen; Dieß ist der dank fuͤr deines kreuzes schmerzen; Und gott giebt uns diekraft in dei⸗ nem namen, Dich nachzuahmen. 7. Wie sollt ich nicht, wenn lei⸗ den dieser erden, Wenn kreuz mich trifft, gelaßnen herzens werden; Da du so viel fuͤr uns, die wirs verschuldet, Liebreich erduldet? 8. Fuͤr welche du dein leben selbst gelassen; Wie koͤnnt' ich sie, sie meine bruͤder, hassen? Und nicht wie du, wenn sie mich un⸗ tertreten, Fuͤr sie noch beten? 9. Ich will nicht haß mit glei⸗ chem haß vergelten. Wenn man mich schilt, will ich nicht wieder schelten. Du, Heiliger, du, Herr und Haupt der glieder, Schaltst auch nicht wieder. * 10. Seh ich dein kreuz den klugen dieser erden Ein aͤrgerniß und eine thorheit werden: So seys doch mir, trotz alles frechen spottes, Die weisheit gottes. 1I. Dein strafgericht verzieh, sie zu zerschmettern! Erbarm dich, Gott, wenn einer von den spoͤt⸗ tern Sich spaͤt bekehrt, und dich, den er geschmaͤhet, Um gnade flehet. 12. Wenn endlich, Herr, mich meine suͤnden kraͤnken: Solaß dein kreuz mir wieder ruhe schenken. Dein kreuz; dieß sey, wenn ich den tod einst leide, Mir friedꝰ und freude. Mel. 16 Anhang. erdnrn 990 09 er du fuͤr uns di 1 049.D in den tod gege⸗ ben, Wie kann ich gnugsam deine treu erheben! Wie herrlich zeigst du im erloͤsungswerke Der liebe staͤrke!! 2. Was ist der mensch, daß du sein so gedenkest? Fuͤr ihn dich selbst so tief ins elend senkest? Du willst die strafen, die wir selbst verschulden, Fuͤr uns er⸗ dulden? 3. Des ew'gen sohn tritt, gleich als menschenkinder, In unsre welt; der heil'ge buͤßt fuͤr sünder; Des lebens fuͤrst will selbst,(wer kann das fassen?) Am kreuz erblassen. 4. Kannst du, o mensch/ so hohe gnadenzeichen, So große wunder seiner lieb' erreichen? Thut er nicht mehr, vom staub uns zu er⸗ hoͤhen, Als wir verstehen!? 5. Allweiser rath! auf dir steht mein vertrauen! Geluͤstet engel selbst, dich zu durchschauen; Sollt ich nicht dich, von danke hingeris⸗ sen, Anbeten muͤssen? 6. Herr, lehr' mich selbst des heiles groͤß' erkennen; Dich mei⸗ nen herrn in thaͤt'gem glauben nennen, Den ganzen trost von tilgung meiner suͤnden Geruͤhrt empfinden. *7. Ich, Heiland, flieh zu dei⸗ nen offnen armen; Gewiß, du werdest meiner dich erbarmen. Nein! du verstoͤstest nicht, die sun⸗ den hassen, Und dich umfassen. 8. Ja! huͤlf' und trost find' ich bey deinem kreuze. Gieb nun auch, daß dieß kreuz mich dring' und reize, Dich, den erwerber aller gu⸗ ten gaben, Recht lieb zu haben. 9. Dir, Jesu, leb ich; dir will ich auch sterben. Ich weiß, du laͤßt die deinen nicht verderben; Hilfst, daß ich nicht im letz⸗ 11 kampf erliege, Und sterbend iege. Mel. Herzlich thut mich verlangen u, der aus edlem 10 5 O. D triebe Uns suͤn⸗ dern heil errang! Du, den sein herz voll liebe Fuͤr uns zu bluten drang. O mit wie schweren pla⸗ gen Schloß deine laufbahn sich! Welch zittern und welch zagen Befiel am oͤlberg dich! 2. Schon lag vor deinen blik⸗ ken Dein ganzes leiden da; Von des verraͤthers tuͤcken Zum kreuz auf golgatha. Du fahst die gra⸗ beshoͤhle, Und fuͤhltest todes⸗ noth. Betruͤht war deine seele; Betruͤbt bis in den tod. 3. Auf dich, der menschen be⸗ ster, Drang angst auf angst her⸗ zu, Und doch hing niemand fe⸗ ster An seinem gott, als du. „Sollt' ich den kelch nicht trinken, „Den mir mein vater beut?“ Dieß ließ dein herz nicht sinken; Wars gleich voll bangigkeit. 4. Nach seinem rath zu leiden, Bleibt dein entschluß doch fes, Der dich so hohe freuden Von fern erblicken laßt. Um millionen seelen Vom tode zu befreyn, Willst du den tod selbst waͤhlen; Nicht schmach noch marter scheun. 5. Zwar aus der bosheit fülle Stroͤmt auf dich wilde wut. Doch welche geistesstille! Welch uner⸗ schrockner muth! Du scheuest kei⸗ ne schmerzen, Womit ihr grimm dir droht. Zu schwer wird deinem herzen Selbst nicht der kreuzestod. 6. Der menschen heil zu foͤrdern, Gabst du mit sanftem sinn Dich willig deinen moͤrdern Und ihren martern hin. Um dich war alles truͤbe; Doch du bliebst ruhevoll. So stark war deine liebe Zu uns und unserm wohl! 7. O freund der menschen⸗ kinder, Den ehr' und preis nun schmuͤckt! Wie hoch hast du uns suͤnder, Durch deinen tod be⸗ gluͤckt! Er heilet das gewissen; Staͤrkt .7 Iu Itoßin W betsch wuch uft M tekn/ sseshtt Ie hn 60 Ruhude! W It sün IWshmüß' Wuxs hr W I1 Nam u, slt/ Dahr HvI nur hen Hurhi RIU t tn itht n Din enh I 0. t ö. Dit Vid .A Dan Vh/ N . I ch hin Ren gt I uet Arnein 3 U ihaht Aollbu Einen H rrh hel 1 Ollit.H I e albs arta Wch h Wiillel! 1 191½ Va W sischn INuch 15. e H Zur rettung, hingegeben! Mein Heil, wie dank'Bich dir! der nichts verschuldet, Empfingst der sünder lohn! Da folgte schmerz auf schmerze; Da trafdichschmach auf schmach; Da lag auf deinem herzenAngst, die das herz dir brach. Anhang. 1* Staͤrkt uns zu jeder pflicht; Giebt trost in kuͤmmernissen, Im tode zuversicht. 8. Wie viel sind wir dir schul⸗ dig/ Daß du die schwere last Des kreuzes so geduldig Fuͤr uns ge⸗ tragen hast! Dich wollen wir er⸗ heben, So viel die schwachheit kann, Und dir zu ehren leben. Nimm unser opfer an. Mel. OLam̃ Gottes unschuldig ꝛc. 1051 2255 staube Mit blut und thraͤnen bedecket! Auf dich hin blicke mein glaube, Wenn tod und suͤnde mich schrecket. Dein trauern, seufzen, klagen, Dein ringen, zittern, zagen Sey meine ruhe, Herr Jesu! 2.O Sohn Gottes! unschuldig Trugst du die herbe verhoͤhnung, Und trugst, als held, sie geduldig, Zu meiner suͤnden versoͤhnung. Dein bild muͤß' uns beleben, Zu dulden, zu vergeben, Wie du zu lieben, Herr Jesu! 3. O Sohn Gottes! freywillig ur uns am kreuze gestorben, ir, dir nur, leben nun billig, Die du so theuer erworben. Auch ich will dir nur leben, Dir ganz mich uͤbergebenZur treusten liebe, Herr Jesu! Mel. Herzlich thut mich ꝛe. 1082 Dimn voll blut und 5 wunden, Fuͤr uns am kreuze starbst, Und unsern letz⸗ ten stunden Den hoͤchsten trost er⸗ warbst! Der du dein theures le⸗ ben, Noch eh ich war, auch mir 2. Wie viel haßt du erduldet, Erhabner Menschensohn, Als du, SohnGottes im O 3. Entbloͤßt vonallem reize, Der menschen wohlgefaͤllt, Hingst du an deinem kreuze; Ein fluch vor aller welt. Dichflohen deinefreun⸗ de! Du warst des volkes spott; Dich hoͤhnten deine feinde: Wo ist denn nun sein gott? ꝗ4. Wer kann dir nachempfinden Den schmerz, die todesangst, Mit welcher du, von suͤnden Uns zu erretten, rangst. Es stuͤrzte plag' auf plage Mit felsenlast auf dich; rang dich zur lauten klage: Gott, wie verlaͤßt du mich! 5. Und diese last von plagen, Herr, es war meine last. Ich haͤtte sollen tragen, Was du ge⸗ tragen hast. Sieh gnaͤdig auf mich armen, Der Zorn verdienet hat, Und hilf mir aus erbarmen Von meiner missethat. 0. Du hast uns durch dein lei⸗ den Vergebung, beßrungskraft, Hier trost und muth, dort freu⸗ den, Die ewig sind, verschafft. O gieb an dieser gnade Auch meinem glauben theil, und auf des lebens pfade Mir muth/ kraft, trost u. heil. 7. Aus tiefgeruͤhrtem herzen Sag ich nun lebenslang Fuͤr dei⸗ ne todesschmerzen, Mein treuster Freund, dir dank. Ach hilf, daß ich mich halte Zu dir mit gleicher treu, Und, bis ich einst erkalte, Ganz, ganz der deine sey. 8. Und wenn ich dann soll schei⸗ den, Ach! Herr, verlaß mich nicht. In meinen todesleiden Sey du mein trost und licht; und wenn am allerbaͤngsten Mir um mein herz wird seyn, Dann reiß mich aus den aͤngsten Kraft deiner angst und pein. 9. Dann, Jesu, laß mein hof⸗ fen In Ewch uͤbergehn. Im geiste laß mich offen, Herr, dei⸗ nen himmel sehn; Im geiste mit entzuͤcken Und heil'ger sehnsucht voll, Nach dir, Vollender, blicken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. B Mel 18 Anhang. Wel O ewigkeit/ du Order Ardten — er du der strafen 10 3. D schwere last An meiner siätt getragen haß; Für mich den tod erlitten! Wie soll ich dir gung dankbar seyn, Daß du durch leiden, tod und pain Das leben mir erstritten 1 Herr, dessen eigenthum ich bin Nimm ganz zu deinem dienst mich hin. 2. Troft hab ich ja allein durch dich. So staͤrket auch dein leiden mich Zu meinen schwersten pflich⸗ ten. Ich schaue, Herr, auf mei⸗ ner hahn Stets glaͤubensvoll dein vorbild an, Den gang darna⸗ zu richten. Mich schreckt kein noch so seiler pfad, Da ihn dein fuß vor mir hetrat. 3. Nichts ist, was mich gefes⸗ selt halt. Du hast den himmel, Herr der welt, Für mich hintan⸗ gesetzet. Was auch mein herz liebt, opferts doch Dir gern auf, weil es nichts so hoch, Als deine liebe, schaͤtzet. O wie so viel hab' 1ch u ihr! Du dankst mir nichts, ich alles dir. 4. Wer nur nach sinnenlust de⸗ gehrt/ Der ist, o Jesu, dein nicht werth, Ist fleischlich, is verblen⸗ det. Leg leiden auf; ich bin be⸗ reit. Du, Stifter unsrer seligkeit, Bit auch durch sie vollendet. Dir/st der mir diese bahn erst brach, Trag' ich das kreu nun willig nach. 5. Mich schreckt nicht roher spoͤt⸗ ter hohn. Du auch ließst in der dornenkron' Gelassen dich ver⸗ spotten. Sollt' alle welt auchsh wieder dich Und wider deine lehre E Aus haß zusammenrotten in weltsinn scheu des frevlers spott! Er ehrt mich; er isi ruhm bey gott. 6. Auch hab ich auf mein herz stets acht Daß es nicht son nach heilst du mich. Wie tief erniedrig tes du dich! Tief bis zum 00 am kreuze, Wo du der selaven schmach empfingst, Du als ein fluch am holze hingst. ½. Bloß auf das meine duͤrst ich sehn, Und, statt dem naͤchsten beyzustehn, Ihm meinen dienst versagen; Da du, Herr, selbst zu dienen kamst, Die schwersten buͤrden auf dich nahmst, Um sie fůr uns zu tragen? Wie du, dien ich, von traͤgheit fern, In müh und schweiß dem nächsten gern. 8. Du, Jesu, selbst bists, der chjmich staͤrkt, Daß nicht mein her; sich unvermerkt Von deinem pfad entferne. Da ich dir ganz mich schuldig bin, Hilf, daß von dit ich edeln sinn Und seldstverleug⸗ nung lerne; Denn fuͤr das heil, das du gewaͤhrst, Ist dieß der dank, den du begehrst. Mel. Herzlich lieb hab 3— ˙ m gnade fuͤr die 1054.U suͤnderwelt Fleht iesus blutig und entstellt, Da suͤnder ihn verspotten. Durch all glieder tobet schmerz Doch ruhrt sein liebevolles her; Das heil so wilder rotten. Von ihnen die voll grimms ihn schmaͤhn, Kehrt ich sein sanfter blick auf den, Den ihre wuth in ihm entehrt/ Und, daß es erd' und himmel hoͤrt Rust er: vergieb! Fuͤhr, Vater, nicht Sie ins gericht! Was sie itzt thun, verstehn sie nicht. 2. Erstaunt bewundr ich solcht uld, Die mit so goͤttlicher ge⸗ duld So bittrem haß begegnet! Ach! nicht nur mit geduld in traͤgt; Zum waͤrmsten mitleid auch bewegt; Die moͤrder gar noch sesnet. Herr, dieß dein seynendes gebet Hat uns auch 0 ewigs heil erfleht. Auch uns saht eo, zu unsrer ruh, Erbarmen eitler pracht, Nach ruhm und doheit geize. Von allem stolze und vergebung zu. Herr, 0 96 I1 hh 100 Ihlse ö O‚ 0 Oghäf d etgte AWthitten. W de Iscgen Ier, N H Mxurch I sue IMhitt Me Wa. h, alh, G Imhs Kl de shihattt HaclN, O Hlgbo wet lhgitt, unh sthöt Hatshämp Muhonte d Raahi t G Runhp erf 5 bu Rits Wbiͤ scldts u dut ic Mth Mn n wef I sich s Hunh R s U „nii Ah Vaalsttz hh r N s NH e + Vesh sh ltt at Puit S Nin Uc ah htf ——— N sh We rpaa schng Anhang. 19 lobt! Durch deinen tod, Den theuern tod, Ist uns versoͤhnt gott, unser gott. 3. Daß die, die schuld auf schuld gehaͤuft, Nicht gottes straf' alsbald ergreift, Wie sie's ver⸗ dienet haͤtten; Daß gott deß, der doch sein vergißt, So gnaͤdig denket, und ihm frist Gewaͤhrt, sich noch zu retten; Daß ich auch freudig sagen kann: Auch mich, mich suͤnder, nimmt gott an; Wer hat, mein Heiland, dieß geschafft, Als du durch deiner fuͤrsprach' kraft, O Jesu Christ! Mein Herr undGott! Mein Herr und Gott! Vertritt du mich bis an den tod. * 4. Hilf, Herr, daß ich dir aͤhnlich sey, Gleich dir, beleidi⸗ gern verzeih Mit saufter froher Leat Hilf, daß ich, ohne rach—⸗ egier, Gott meine sache, gott, gleich dir, Der feinde heil be—⸗ fehle; Und wenn mein herz, vom zorn empoͤrt, Durch stolz und ei⸗ gennutz bethoͤrt, Der rachsucht glut nicht daͤmpfen kann; Dann, daun erinure du mich dran, O Jesu Christ! Wie du gefleht, und dein gebet Selbst deinen moͤr—⸗ dern gnad' erfleht. 5. Wenn du selbst feinde so ver⸗ trittst; So bin ich deß gewiß, du bittst Stets kraͤftig fuͤr die dei⸗ nen. Sink ich, so nimm dich meiner an; Und, sollt' ich fallen, laß mich dann Um troft nicht b fruchtlos weinen; Und schreckt des todes grauen mich; Sey du nur mir nicht fuͤrchterlich! Du, meine Zuversicht in noth! Dann haub ich trost und muth im tod. Herr Jesu Christ! Wie selig ist; Wie selig ist Der mensch, daß du sein heiland bist! eel. Erschienen ist der herrlich ꝛe. s ist vollbracht! oft 1055.E denk ihm nach, Mein geist! dem wort, das ehri⸗ stus sprach, Als er am kreuße sich nun nah Dem ausgang seiner leiden sah. Es ist vollbracht. 2. Es ist vollbracht; ganz ist erfüllt Die schrift, und alles nun enthuͤllt; Vollfuͤhret des allwei⸗ sen rath; Geschehn die große got⸗ testhat. Es ist vollbracht. 3. Es ist vollbracht; vollkom⸗ men ist Das opfer, dessen blut hier fließt. Das, was sein sohn that, sieht gott an, Als haͤtt' es ich, ich selbst, gethan. Es ist vollbracht. 4. Es ist vollbracht; ich bin er⸗ loͤst, Weiß nun, daß gott mich nicht verstoͤßt. Der ehristi tod mit ehre kroͤnt, Bezeugt, ich sey durch ihn versöͤhnt. Es ist voü⸗ bracht. 5. Es ist vollbracht; der zugang steht Zu gott mir offen im gebet. Ich darf mit kindlichem vertraun — noth auf seine huͤlfe baun. s ist vollbracht. 6. Es ist vollbracht; in heitrer ruh Wall' ich nun meinem grabe zu. Er, der dem tod die macht hier nimmt, Hat dort sein le⸗ ben mir bestimmt. Es ist voll⸗ bracht. . Es ist vollbracht! ach nie ver⸗ giß, Mein geist, dieß wort! es ist gewiß. Und folg im glauben christo nach: So sprichst du einst wie ehristus sprach: Es ist voll⸗ hracht. Ostergesaͤnge. Mel. Nun jauchze 1195 49f ꝛe. rinnre dich, mein 1056. geist, erfreut Des hohen tags der herrlichkeit! Halt' im gedaͤchtniß jesum ehrist, Der von dem tod' erstanden ist. 2. Fuͤhl' alle dankharkeit fuͤr ihn, Als ob er heute dir erschien Als syrich' er: Friede sey mit dir! So freue dich, mein geist! in mir. ö * B 2 2. 20 Anhang. 3. Schau uͤber dich, und bet' hn an. Er mißt den sternen ihre bahn. Er lebt und herrscht, mit gott vereint; Und er, dein herrscher, ist dein freund. „Macht, ruhm und hoheit immerdar Dem, der da ist, und der da war! Sein name sey ge⸗ henedeyt Von nun an bis in ewigkeit! 5. O glaube, der das herz er⸗ hoͤht! Was ist der erde maiestaͤt, Wenn sie mein geist mit der der⸗ gleicht Die ich durch gottes sohn erreicht?—— 6. Vor bendn thron, in seinem reich Unsterblich/ heilig/ engeln gleich, Und ewig, ewig selig seyn: Herr, welche herrlichkeit ist mein 7. Mein herz er iegt froh un⸗ ter ihr; Liebꝰ und verwundrung kaͤmpst in mir. Dich/ Gott, bet' ich voll ehrfurcht an, Der mehr schenkt, als ich fassen kann. . Du, der du in den himmeln thronst, Ich soll da wohnen, wo du wohnst; Und du erfuͤllst einst mein vertrauu⸗ Dort deine herr⸗ lichkeit zu schaun. 9. Ich soll, wenn du, des lebens fuͤrst, In herrlichkeit erscheinen wirst, Erweckt aus meinem grabe gehn; Verklaͤrt zu deiner rech⸗ ten stehn. 10. Mit engeln sing ich dann dein lob, Das ich hier stammelnd nur erhod. Mit allen frommen aller zeit Freu ich mich dein in ewigkeit. *II. Zu welchem gluͤck/ in wel⸗ chem ruhm, Erhebet uns das cheinenthum! Mit dir gekreu⸗ zigt, Gottes Sohn, Sind wir auch auferstanden schon. 12 Nie komm es mir aus mei⸗ nem sinn, Was ich, mein Heil, dir schuldig din; Damit ich, stets in liebe treu, Zu deinem bilde mich erneu. 12. Auf denn, mein geist er is es werth. So lange dei wallfahrt waͤhrt, 990 mnege daͤchtniß jesum ehrist, Der von dem tod erftanden ist. Mel. Allein Gott in der hoͤh sey ie Mrringt preis und 1 8⁵ ruhm dem 0 land dar! Auf! surt ihm jubel⸗ lieder! Er, der für uns getoͤdtet war, Heil uns! er lebet wieder. Indem er starb, hat er gesiegt. Er stand vom tod auf, und nun liegt Der tod zu seinen fuͤßen. 2. Wo ist, da ihn sein gott er— höͤht, Der unsern trost uns raube? Nein! ewig unerschuͤttert steht Durch ihn des ehristen glaube. Trotz dem, was sich dagegen legt! Die hohe gotteslehre traͤgt Der wahrheit festes siegel. 3. Wo wollt' ich, suͤnder, waͤr er nicht Erstanden, ruhe finden? Ich haͤtte weder trost noch licht Und blieb' in meinen suͤnden. Doch seines opfers hoher werth Ist feyerlich von gott bewaͤhrt. Er hat ihn auferwecket. 4. Sein werk wars, uns die neue bahn Zum himmel zu be— reiten. Sein opfer gilt; dankt! betet an! Es gilt auf alle zei⸗ ten. Denn gott hat ihn, da er, mit sieg Gekront, aus seinem gra⸗ be stieg, Als seinen sohn verklͤret. 5. Mein herz frohlockt, Erstand⸗ ner, dir, Der du nun ewig le⸗ best. Ich weiß, du lebst/ daß du auch mir Das ew'ge leben gebest; Weiß, daß du mein versoͤhner seyst; Weiß daß du kraͤfte mir verleihst, Mit freuden gott iu dienen. 6. Mein Herr und Gott! hilf mir dazu! Hilf, daß ich, frey van suͤnde, Im frieden ottes feste ruh Fuͤr meine seele sinde Hert, pflanze deinen sinn in mich/ Und lebe selbst in mir, daß ich Stets deiner wuͤrdig wandle. 0 öa ab, .“ Whthern Wehl. Hro Wshfehntz s schn; Ischten. H Ahn ft 4hnen What, I ch h Wahhen! 6 fte finden. —— Mn lo W M. ihhds di hl that luch s Wölttbezw Rahluct. hh! S h krö nad schsiht. Ilhhent won Mhashnet, Isthun Der Aark Rphost h Iuale! WIhl Do APis dei I fel Mihtet: lWcrtodt 0 und Mdesch Mslfittt sshu ste Windene fa Whlte 7 Win ö 0 N r 1 su derfin e , u tih 2 Sn Vseenth ut i a aschl ttecl Wit sth lt aheh Doder. 3. opfet. l austiz er Daum se h tt N Pnt. senhn Derhfth, ID r N Diiß N. , „ M Ilt l Hen 1 l V. Iint 0 l su Han Anhang. 21 So darf ich nicht vor tod und grab, Wenn gott mich ruft, erschrecken. Denn herrlich koͤmms du einst herab, Die todten zu er⸗ wecken. Froh werd' auch ich dann auferstehn; Froh dich, des todes sieger, sehn; Nicht deinen richt⸗ stul fuͤrchten. ö 8. Wo du, Herr, bist, soll auch dein freund, Mit herrlich— keit umgeben, Auf ewig nun mit dir vereint, In deiner wonne le⸗ ben. Solch hohes erbtheil werd' auch mein! Und ewig werd' ich des mich freun, Daß du vom tod erstanden. Mel. Nun Dchugge seel, seelel obsinge meine seele! 1058. Betꝰ ihn, den aufer⸗ standnen, an. Lobsing' ihm und er⸗ zaͤhle, Was dir zum heil der herr gethan. Er hat fuͤr dich gerungen. Er hat durch seine macht Des to⸗ des macht bezwungen, Erhellt des grabes nacht. Singt! singt ihm jubellieder! Sein sieg hat uns be⸗ freyt. Uns kroͤnet gott nun wie⸗ der Mit gnad' und seligkeit. 2. Froh fuͤhrte seine sonne Den festlich hohen tag herauf. Dastand er, meine wonne, Der held, der weltver soͤhner, auf. Gedanke, der zu freuden Des himmels mich er⸗ hebt! Gedanke, der in leiden Mit reichem trost belebt! Des hoͤhern lebens quelle! Mein schild in je⸗ der noth! Wo ist dein sieg, o hoͤl⸗ le? Wo ist dein stachel, tod? 3. Der felsen grund erbebet. Die Waͤchter fliehn; das grab ist leer. Der todt war, sieh! er lebet, Er lebt, und stirbt hinfort nicht mehr. Die schwachen juͤnger wan⸗ ken, Er staͤrkt die wankenden. Sie sehn ihn, freun sich, danken Dem auferstandenen. Sie sehn empor ihn steigen, Und gehn, wie er ge⸗ bot, Mit freuden hin, und zeugen Von ihm bis in den tod. 4. Herr, deine boten siegen, Von dir und deinem geist gelehrt. Die goͤtzentempel liegen. Der erdkreis wird zu gott bekehrt. Ich weiß, an wen ich glaube; Bin freuden⸗ voll ein ehrist. Ich bet“ ihn an im staube; Ihn, der mein retter ist. Ich werd' ihn ewig schauen, Wenn er auch mich erhebt. Der herr ist mein vertrauen. Er starb fuͤr mich, und lebt. Mel. H= ⸗ r esus lebt; mit ihm 1059.Wauch ich. Tod, wo sind nun deine schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich Von den todten auferwecken. Er ver⸗ klaͤrt mich in sein licht. Dieß ist meine zuversicht. ö 2. Jesus lebt; ihm ist das reich Ueber alle welt gegeben. Mit ihm werd' auch ich zugleich Ewig herr⸗ schen, ewig leben. Gott erfuͤllt, was er verspricht. Dieß ist meine zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun verzagt/ Schmaͤlert unsers gottes ehre. Gnade hat er zugesagt, Daß der sůnder sich bekehre. Gott verstoͤßt in ehristo nicht. Dieß ist meine zuversicht. e 4. Jesus lebt; sein heil ist mein. Sein sey auch mein ganzes leben. Reines herzens will ich seyn, Und den luͤsten widerstreben. Er ver⸗ laͤßt mich schwachen nicht. Dieß ist meine zuversicht. ö 5. Jesus lebt; ich bin gewiß: Er/ mein heiland, hats verheißen. Keine macht der finsterniß Wird mich seiner hand entreißen. Sei⸗ ne treue wanket nicht. Dieß ist meine zuversicht. 6. Jesus lebt; nun ist der tod Mir ein eingang in das leben. Welchen trost in todesnoth Wird es meiner seele geben, Wenn sie glaͤubig zu ihm spricht: Herr, 228 meine Zuversicht! — el⸗ 2²2 Mel. Hosianna, Er sür ch ꝛc. er fuͤr mich ge⸗ 1 060. D kreuzigt war, Mein erloͤser, lebt nun wieder; Lebt auch mir; lebt immerdar; Nun schlaͤgt mich kein kummer nieder. Mich schreckt nicht des todes nacht; Nicht das grauen der verwesung. Ganz vollbracht ist die erloͤsung. Christus ist vom tod' erwacht. 2. Er, er lebt, der sich fuͤr mich In den tod dahin gegeben! War⸗ lich! leben werd auch ich; Bey ihm leben; ewig leben. Warlich! warlich ler, das haupt, Laͤßt nicht seines leibes glieder; Liebt die glaͤubigen, als brüder. Selig ist, wer an ihn glaubt! 3. Stets ist er mit huͤlf' uns nah. Wenn wir diesen trost nicht haͤtten; Ach! was gaͤb' uns schwa⸗ chen da Trost auf unsern sterbe⸗ betten. Nun erquickt uns christi heil. Wenn auch seel' und leib ver schmachten; Ehristus hilft, daß wirs nicht achten Bleibt im todꝰ auch unser theil. 4. Drum getrost! dort lebet ihr, Bruͤder, wenn ihr hier schon ster⸗ betz Lebet dort noch mehr, als hier, Dort, wo ihr mit ehristo erbet. Selbst, was an euch stirbt, selbst dieß Stirbt nicht ewig; lebt einst wieder. Solche hoffnung,(freut euch bruͤder!) Bleibt in ehristo euch gewiß. 5. Seht nicht auf des tods ge⸗ stalt, Emse leicht das auge schrek⸗ ket. Ihm fehlt stachel und gewalt, Seit gott ehristum auferwecket. Stralen deiner herrlichkeit Ha— ben, großer Hirt der schafe, Uns nunmehr, zum sanften schlafe, Ansre gräber eingeweiht. 6. Deine stimme, Herr, schallt einst In die graͤber aller todten, Wenn du zum gericht erscheinst Mit den engeln, deinen boten. Mich, auch mich,erweckst du dann,d Anhang. Wie ich auf dein wort fest glaude. Dich, Erwecker aus dem sand, Schau ich froh bewundernd an⸗ 7. Ewig werd? ich dann dich schaun, Den ich laͤngst zu schaun begehret, Sicher vor des todez graunz Aehnlich dir; wie du/ ver⸗ klaͤret; Ewig dankbar, ewig dein, Der du fuͤr mich suͤndenpollen Dulden, bluten, sterben wollen, Mich vom tode zu befreyn. 8. Seele, solche seligkeit Gieb nicht hin fuͤr tand der erde! Flieh den schlaf der sicherheit, Daß nicht pein, statt gluͤcks, dir werde! Auft wofern du weise bist, Reiß dich los von allen banden, Und, mit ehristo auferstanden, Suche slets, was droben ist. Mel. Erschienen ist 2—. r ist erstanden 100 I. Eichrifus Leh O trost, der unser herz erhebt! Gestaͤrkt durch ihn, sehn wir ausz grab Mit unerschrocknem aug hinab. O suͤßer trost! ö 2. Welch neue welt voll selig⸗ keit Erwartet uns nach dieser zeit. Da findet der verklaͤrte ehrist Das heil, das unaussprechlich ist. O seligkeit ö 3. Der du fuͤr unsre seelen wacht, Sie zu dir ziehst, und selig machst. Laß uns mit freudigem vertraun Im tod' auf dich, Vollender, schaun. Das hilfst du, Herr! Auf die Zimmelfahrt Christi. Mel. Komm, o 550 in. n au,/großer Her 10 6 2 Oer herrlichkeit, Herab vom thron der majeslaͤt Um den, auf deinen wink bereit Die schaar der starken helden steht. 2. Denn als du ganz dein werk vollbracht: So schlossest du den edlen lauf, und fuhrst in goͤttlich⸗ hoher I. deinem vater wie⸗ er auf. ö 3 —. P 500/ Al „0i S Wlspdroch: 0 he aachdgru I,drdeine t n ö WMilit „ Went fidig un A Altaht ene IDushf Dumsch Mustretz 9. Mlden Huft elr ihnlste Sl hert Il. un sn 0956 90 Aschd 401 lch 2. dusseta eot Athusthndde Mserniht; B Hetsth. fl — brech Beri Achshnsh, Adh,Schet 4lf, ODͤtuichde Ahst Rese Wüstechötte O0, ur Wit se Hubdh u l Wisen h Wd en Sah 7 Ruut WRät N E H I scheht Ddn E Deise di XXI 3 /. — W.IeX[KüL! IIIE 0 1 6 6 1 EI I bii ihj H˙ Wireesch NMI ‚lehe H I ui A S fh 114 X — ect „* IE 00 ⁰ S H alh 6 us AI 1 0f/% „Iat 1 l gen hoͤh Auf uns, die deinen, die du kennst, Daß alle welt erkenn' und seh, Daß du uns deine bruͤ⸗ der nennst. 4 Du bist in deine herrlichkeit Schon eingegangen; aber wir, Wir sind noch immerdar im streit, Und seufzen noch im elend hier. 5. Doch darum fuͤrchten wir uns nicht, Da deine hand uns haͤlt und It)5 Du, un sre kraft und unser icht/Bist mittẽ unter unsauchitzt. 6. So setzen wir denn unverzagt Und freudig unsre wallfahrt fort. Ein hoher lohn(du hasts gesagt/ Erwartet deine kaͤmpfer dort. . Ja, aufgefahrner Jesu ehrist, Aufdich nurschaun undhoffen wir, Drum suchen wir, was droben ist. Und unser herz ist schon bei dir. 8. Vollenden wir einst unsern lauf: So eil', uns maͤchtig beizu⸗ stehn! Nim̃ unsre seelen zu dir auf! Laß deine herrlichkeit uns sehn! Mel. Vom 50 54 0 56 Kroß, Herr, ist dei⸗ 06 3 6 ne herrlichkeit! och freut sich deine ehristenheit, aß du, erstandner Jesu Christ, Erhoͤht zur rechten gottes bist. 2. Du sitzest auch als menschen⸗ sohn, Sohn Gottes, auf der him⸗ mel thron, Und doch schaͤmstdudich unsrer nicht! Bleibst ewig unsre zuyersicht. 3. Dein ist die macht; dein ist das reich. Wer ist an majestaͤt dir Heich Mensch, engel,/ jede ereatur In dein, Beherrscher der natur. 4. Umsonst, umsonst empoͤret sich Das reich der hoͤlle wider dich. Du hasts besieget, Gottes Sohn, Und uner schuͤttertsteht dein thron. 5. Du, unser triumphirend Haupt! Wie selig ist, wer an dich glaubt! Du bist sein licht, sein trost, sein theil, Sein Karker schutz, und ewges heil. Anhang. 3. Schau, Herr, aus deiner heil⸗ 23 2. Herr, unsre herzen traun auf dich. Dein sreuet unsre see⸗ le sich. Du! Held von unserm fleisch und blut! Du, du dist unser hoͤchstes gut. 7. Mas uns gebricht, is dir bekannt. Der segen ist in deinen hand. Von keinem deiner freun⸗ de sern, Siehst du auf ibn, und hilfst ihm gern. 8. Mit huld sieh, bis an unser grab, Von deinem thron auf uns herab; Und zu der tugend schar⸗ rem lauf Hilf du, Herr, unsrer schwachheit auf. 9. Gen himmel fuhrst du, als ein held. Als herr und richter aller welt Wird dich dereinst der erdkreis sehn. Da wirst du uns zu dir erhoͤhn. ö 10. Dañ rühmen wir dickhocher⸗ sreut. Dañ zeigt derdeinẽ seligkeit, Daß du, erstandner Jesu Christ, Erhoͤht zur rechten gottes bist. Pfingstlieder. Mel. Beuchtn Fag, der erleuchtung 1 e een s, den uns unser gott gemacht! Mit inbrunst sey von allen zungen Zu gottes ew'gem preis besungen. Die erde lag von nacht umhüllt, Mit wahn und goͤtzendienst erfuͤllt. Da hat den dicken finsternissen Der geist des herrn die erd' entrissen. Gott sey gelobt! Sey hochgelobt. 2. Heil uns! der uns 1 hat, Ist nach vollbrachter großer that Zum pater siegreich hinge⸗ gangen, Fuͤr uns viel gaben zu empfangen. Untruͤglich ist, was er verheißt. Von ihm gesandt, kom̃t gottes geist Auf seine juͤnger, die als bruͤder, Ein fromm gebet ver⸗ eint, hernieder. Gott sey gelobt! Sey hochgelobt! 3. Ein sturmwind brauß; das haus erbebt; Und seht! in feuer⸗ flammen schwebt Der geist des herrn 2⁴ Anhang. Iuste herab auf jeden; Lehrt sie nfremden sprachen reden; Giebt schuͤchternen freymuͤthigkeit; Un⸗ muͤndigen beredsamkeit. Erstau⸗ nend sieht der kreis der erden Nun fischer seine lehrer werden. Gott sey gelobt! Sey hochgelobt! 4. Ihr glaubenshelden, gott mit euch! Ihr baut dem herrn sein weites reich, Und wirkt, trotz alles grimms und spottes, Vor feinden große thaten gottes. Das wort vom kreuzesieget schnell, Wo nacht einst herrschte, wird es hell. Er⸗ kenntniß jesu dringt zu heiden, Und voͤlker dienen ihm mit freudẽ. Gott sey gelobt! Sey hochgelobt! 5. Entfesselt von abgoͤtterey, Lernt nun die weis're welt aufs neu Den laͤngst vergeßnen schoͤ⸗ pfer kennen, Ja, ihn in ehristo va⸗ ter nennen; Und solcher segen dauert fort. Gelobt sey gott! er gab sein wort Mit schaaren von evangelisten. Auf! ruͤhme! dankel volk der ehristen! Lobsinge gott! Lobsinge gott! Mel. Ein Fiugid in ꝛe. roh dank ich, vater, 1065.F dir, daß du Uns deinen sohn gegeben; Denn der bracht' un sern seelen ruh Erwarb uns ewigs leben. Froh dank ich dir, daß du den geist, Der uns den weg zu jesu weist, Wie ers verhieß, gesendet. Er, der geist, der wundersam Auf die boten je⸗ su i Hat ganz dein werk voll⸗ endet. 2. Erfuͤllt mit seiner wunder⸗ kraft, Gehn sie, die welt zu leh⸗ ren. Der geist, der neue herzen schafft, Hilft ihnen, sie bekehren. Der gnadenlehre freudenschall, Erfüllt den erdkreis uͤberall. Ver⸗ nunft und wahrheit siegen, Blind⸗ heit, wahn und laster flieht. Wo man gottes finger sieht, Muß sa⸗ tan unterliegen. 3. Umsonst, daß wilder esfer stuͤrmt, Mit schwert und martern draͤuet! Das christenthum, von gott beschirmt, Wankt nicht; waͤchst an; gedeihet. Die jünger schreckt nicht pein noch muͤh. Du, Geist der staͤrke, staͤrkest sie In martern und im tode. Sie beken⸗ nen jesum frey Bleiben ihrem herrn getreu, Und preisen ihn im tode. ö 4. Noch itzt bist du der geist der kraft; Noch itzt der menschen leh⸗ rer; Ihr schuͤtz auf ihrer pilger⸗ (chaft; Des hoͤllenreichs zerstoöͤrer. In sündern wirkst du ernste reu; In glaͤub'gen kindessinn und treu In frommen tugendeifer. Leiden- den gewaͤhrest du Trost/ geduld und seelenruh; Machst sie zum him⸗ mel reifer. 5. Des Vaters und des Sohnes Geist DuGeist und Quell der liebe, Den jesus betenden verheißt! Ach heilge meine triebe. Gieb mir ein herz, das glaͤubig, treu, Und stets in liebe thaͤtig sey: So kann ich nicht verderben. Troͤst' in bangen stunden mich. Hilf im letten kampf, daß ich Mag froh und selig sterben. Mel. Jesu, An untert 10 er du unsrer huld⸗ I 066. O reich denkest, Treuer Gott, und deinen geist De⸗ nen die dich bitten, schenkest, In um ihn uns bitten heißst! De⸗ muthsvoll fleh ich zu dir: Vaten, sendꝰ ihn auch zu mir, Daß er mei⸗ nen geist erneue, Und ihn dir jum tempel weihe. 2. Ohnꝰ 7 fehlet meinem wis⸗ sen Licht und kraft und fruchthar⸗ keit, Trost dem zagenden gewissen, Und dem herzen froͤmmigkeit. I von gottes heile fern, Fern don jesu, meinem herrn, Blieh! todt in meinen süͤnden; Ließ nicht er mich huͤlfe finden. —5 Fosn huH IWM Durd Wauder fultt Me N. Schft Muknich. osa, lake der i0 Retes 9 Nihnt ö hnich Uchltrgich ne uhnt H. 5 de Ithesöden Dashocht nchork sschth Ne uur d Ne Rn 0. hn Eunch G NRnth the uch be! hert ea sho Dens rii Rgläckeh Eit terdihen A, 1n Ntbüt We Urey Wi Helt We Rgfßtet RI Sisthur Saltih. N IL.I + WU 44 Steth 5j Ntune % V. ‚al 2 ll 11 hittch 1 Vohihs RI, 1*³ 11/1L0 N. A I N.I triche lt, Anhang. 25 3. Komm denn! komm, mich zu beseelen! Du, Geist Gottes, kaũst allein Durch die suͤnd' entstellte seelen Zu der gottheit bild erneun. Komm! mein herz begehrt nach dir. Schaffe du dein werk in mir! Mache mich zu deinempreise Glaͤu⸗ big, fromm, zum himmel weise. 4. Lenke meines herzens triebe Von der liebe dieser welt Hin auf meines gottes liebe, Hin auf das, was ihm gefaͤllt; Daß, da er so hoch mich liebt, Mir solch heil in ehristo giebt, Ich mein ganzes herz ihm gebe, Und nur seinem ruhme lebe. 5. Geist des friedens und der liebe! Bilde mich nach jesu sinn, Daß ich doch noch sanftmuth uͤbe, Wenn ich oft gereizet bin. Laß mich denken: deine frucht Sey nicht haß, nicht eifer sucht, Sey nur lieb' und herzensguͤte. Die, die pflanz in mein gemuͤthe! 6. Lehre mich, mich selbst er⸗ kennen, Auchverborgne fehler sehn, Sie in demuth gott bekennen, Und ihn um vergebung flehn. Doch auch bessern laß mich sie. For⸗ dert dieß schon ernst und muͤh; Dennoch wirds durch dich mir gluͤcken, Stets sie mehr zu un⸗ terdruͤcken. *½. Wenn, der vor'gen suͤnden wegen, Angst aufs neu mich nie⸗ derbeugt; Wenn in mir sich zwei⸗ fel regen, Wie sie wahn und stolz erzeugt; Wenn mein aug' in aͤngsten weint, Daß Gott nicht zu hoͤren scheint; Sey, Geist Got⸗ tes, meine stuͤtze! Sey der schild, der mich beschuͤtze! 8. Was ich gutes an mir habe, Hab ich nur durch dich erlangt; Und selbst das ist deine gabe, Daß mein herz nach dir verlangt. Geist des Herrn, setz durch dein wort Dein geschaͤfft' in mir stets fort, Bis es, wenn mein lauf sich endet, Mich zur seligkeit vollendet. Mel Nun sich. tag 26 1 h⸗ icht um ein fluͤch⸗ 1 067.N tig gut der zeit, Ich fleh um deinen geist, Den mir zu meiner seligkeit, O Gott, dein wort verheißt. 2. Die weisheit, die vom him⸗ mel stammt, O Vater, lehr' er mich; Die weisheit, die das herz entflammt Zur liebe gegen dich. 3. Dich lieben, Gott! ist selig⸗ keit; Gern thun, was dir gefaͤllt, Wirkt edlere zufriedenheit, Als alles gluͤck der welt. 4. Dann, dann hab ich vertraun zu dir; Dann schenket selbst dein geist Das freudige bewußtseyn mir, Daß du mir gnaͤdig seyst. 5. Er leite mich zur wahrheit hin; Zur Dugend staͤrk' er mich; Beweise, wenn ich traurig bin, Auch mir als troͤster sich. 0. Er schaff' in mir ein reines herz, Versiegle deine huld, Und waffne mich in jedem schmerz Mit muth und mit geduld. Mel. Warum sollt 10 mich krrber; erther troͤster, 1068. W komm hernie⸗ der! Geist des Herrn, Sey nicht fern! Staͤrke ehristi glieder. Der sein wort noch nie gebrochen, Chri⸗ stus hat Trost und rath Uns in dir versprochen. 2. Schoͤpfer unsers neuen le⸗ bens! Fern von dit, Suchen wir Unser heil vergebens Giebst uns du nicht licht und staͤrke: So ge⸗ bricht Kraft und licht Uns zum schwersten werke. 3. Herr, wir fallen dir zu fuße: Eins ist noth! Eins ist noth! Buße, wahre buße. Zeig uns du den graͤul der suͤnde, Daß das herz Angst und schmerz, Reu und scham empfinde. 4. Zeig uns des versohners wun⸗ den. Ruf uns zu: Ihr habt ruh, Ihr habt heil gefunden. Gott 113 un 26 Anhang. ew'ges leben. 5. Sichre weck'aus ihremschlafe. Rette doch Heute noch Die ver⸗ lornen schafe! Rette du sie vom verderben, Daß sie nicht Im ge⸗ richt Der verstockung sterben. 6. Geist der weisheit! gieb uns allen Durch dein licht Unterricht, Wie wir gott gefallen. Lehr uns, froh zum vater treten. Sey uns nah, Und sprich ja, Wenn wir kindlich beten. 7. Geist der kraft! hilf du uns kaͤmpfen. Gieb uns muth, Jede glut Boͤser lust zu daͤmpfen. Laß uns auch gefahr und leiden, Angst und noth, Sehmerz und tod Nie von jesu scheiden. 8. Hilf uns nach dem benen 5 Gieb uns kraft, Tugend⸗ aft, Jesu gleich, zu leben. Gieb, daß wir nie stille stehen. Treib uns an, Seine bahn Froh, wie er, zn gehen. 9. Sey in schwachheit unsre stuͤtze! Steh uns bey! Mach uns treu In der drangsalshitze! Und ruft gott uns nach dem leiden Nun zur ruh; Fuͤhre du Uns zu seinen freuden! 3. Hilf, daß ich, von dir getrie. ben, Meinem gott und vater treu, Ihn moͤg' uͤber alles lieben, und mir nichts so wichtig sey, Als mich seiner huld zu freun, Und drum suͤnden stets zu scheun, Sei⸗ nen namen zu erhoͤhen Seine wege gern zu gehen. 4. Starke mich, wenn zu der sünde Mein gemuͤth versuchet wird, Daß sie mich nicht uͤberwin⸗ de. Hab' ich irgend mich verirrt: O so staͤrke selbst mein herz, Daß ich, unter reu und schmerz, Mich vor gott demuͤthig beuge, Meinen sinn zur beßrung neige. 5. Fehlt mir kraft zu guten werken; Treibe zum gebet mich an, Das zur tugend schwache staͤr⸗ ken, Traͤge neu beseelen kann. Laß mich aber mein vertraun Nie auf meine tugend baun; Nie der tha⸗ ten lohn verlangen; Was gott giedt, als gnad' empfangen. 6. Steh in allen meinen leiden Mir mit deinem troste bey, Daß ich auch alsdann mit freuden Dei⸗ ner fuͤhrung folgsam sey. Still' im sterben angst und schmerz, Daß noch da mein brechend her; Deines trostes kraft empfinde, Maͤnnlich kaͤmpf' und uͤberwinde. Mel. Jesu, 150 heil gen 3 Geist vom Vater 1069.G und vom Sohne, Der du unser troͤster bist, und von unsers gottes throne Huͤlfreich auf uns schwache siehst! Stehe du mir maͤchtig bey, Daß ich gott erge⸗ den sey, Daß mein ganzes herz auf erden Moͤg' ein tempel gottes werden. ö 2. Laß auf jedem meiner wege Deine weisheit mit mir seyn, Und, daß ich nicht irren moͤge/ Deine wahrheit micherfreun. Su⸗ chen laß mich in der welt Nichts, als was dir wohlgefaͤllt. Lehrst du mich/was recht ist, waͤhlen: Werd ich nie mein heil verfehlen. Mel. Alle 94 můssen ꝛe. [Meist der weisheit, 1070. Gerraft und lie Der du fromme herzen lenkst, Und die wohlthat guter triebe Gott⸗ geweihten seelen schenkst; Seelen schenkst, die arges hassen, Gern von dir sich leiten lassen. Wohne, heil⸗ ger Geist, in mir! Sieh! mein herz ergeb' ich dir. 2. Mich auch laß dein licht er⸗ fuͤlen, Zu erkennen meine pflicht. Herr, beherrsche meinen willen; Und verlaß mich schwachen nicht. Gieb mir wollen und vollbringen, Laß mir auch den kampf gelingen, Wenn mein her sich traͤge leigt; Sich schon hin zur suͤnde neigt, * Ois 9 Deriht s hr chß Eige amel lechch, O. Ihhn lith, Blt HMsah ett: * Plact Zat Itehß e sh, nd e utat, A Hand st 3 Haunat Rc/ Ee Ro lis Ett I RHHRN N uuthsit; Rst f ö 0 6/ 4 0 Rn Ad Wsthn, Dat e Ihinh. en uf Alßt, vuch Renses 5.6 Woses Hhktnem! shuh shenkt Middit 1942. IV W HIA M. e EI I AUV EI M hii ne HXI EVI I HAH Ee an Aredt I i e TA en 1„ „ 0 mN uhl iu i A in — 12 138 chen iith — Anhang. 3. Zeige mir des mittlers wun⸗ den, Wenn mein herz sich selbst verklagt. In der pruͤfung heißen stunden Staͤrk' es, daß es nicht verzagt. Wachen lehre mich und stehen, Und hinauf zum kleinod sehen, Das gott dem zum lohne giebt, Der ihn bis ans ende liebt. Vom Worte Sottes. Mel. O Gott des Iu urt 3— 5. ein wort, o Hoch⸗ 107 1I—D ster, ist vollkom⸗ men. Es lehrt uns unsre ganze flicht; Es giebt dem suͤnder und dem frommen Zum leben sichern unterricht. O eliz wer es acht⸗ sam hoͤrt, Bewahrt und mit ge⸗ horsam ehrt! 2. Es leuchtet uns auf unsern wegen; Zerstreut des irrthums finsterniß; Verkuͤndigt gnade, heil und segen, Und macht uns deiner huld gewiß; Lehrt, daß du unser vater bist, Und jesus unser hei⸗ land ist. 3. Dein wort erweckt uns, nich zu lieben, Weil du so vaͤterli uns liebst; Erweckt uns, dein ge⸗ bot zu uͤben, Weil du uns so viel gutes giebst; Erweckt uns, suͤn⸗ den 060 zu scheun, Um heilig, gleich als du, zu seyn. 4. Gott, deine tröstungen er⸗ goͤtzen; Veredeln auch geist, herz und sinn. Weit hoͤher ist ihr werth zu schaͤtzen, Als einer ganzen welt gewinn. Wenn andrer trost uns ganz verlaͤßt, Steht dieser trost noch felsenfest. 5. Laß mich dein Wort mit ehr⸗ furcht hoͤren; Dein forschen mit bescheidenheit; In demuth glau⸗ ben seinen lehren; Mit freuden thun, was es gebeut: So fuhrts mich deinem himmel zu, Und hier schon schenkts mir heitre ruh. Mel. O Sott des om bei und. er du dein wor 972. Dmir hast gegeben, 27 Wie yreis ich wuͤrdig dich dafuͤr! Nie kann mein dank dich gnug er⸗ heben. Durch ehrißum schenkst du weisheit mir. Kennt' ich die lehre jesu nicht: Wie wenig haͤtt' ich trost und licht! 2. Auf ungewissem finstrem pfa⸗ de Wuͤrd' ich ein raub des irr⸗ thums seyn; Ach! unbekannt mit deiner gnade, In dir den strengen richter scheun. Ich faͤnde keinen trost in noth; Und schrecklich waͤre mir der tod! 3. Doch diesen truͤben finster⸗ nissen Des irrthums, und der suͤnde macht Hat jesu lehre mich entrissen. Ihr licht zerstreut des zweifels nacht, Lehrt mich, wie viel gott fuͤr mich that, Und eb⸗ net selbst den rauhsten pfad. 4. Ich weiß, wozu mich gott geschaffen; Ich kenne meine ganze pflicht; Weiß, muß ich gleich im tod entschlafen: So stirbt mein ew'ger geist doch nicht. Der tha⸗ ten lohn folgt dort ihm rach Und gott erfuͤllt, was er verspra 5. Gott, laß mich dieser guten lehre Gehorchen mit stets groͤß⸗ rer lust, Und keines zweiflers spott zerstoͤre Ihr trostgefuͤhl in meiner brust. Mein ganzes leben preise dich! Dein heil im tod' erfreue mich! Mel. Liebster— wir 205 790 oͤstlich, wie so koͤst⸗ 1073. lich ist, Heiland, deine gnadenlehre. Ach! so oft mein geist ermißt, Was ich, kennt' ich sie nicht, waͤre: So entflam⸗ met der gedanke Mich zum freu⸗ denvollsten danke. 2. Keines menschen weisheit lehrt, Wie wir Gott uns nahen sollen, Wenn wir, seiner strafen werth, Gnad' und trost erlangen wollen. Nun hat, was kein ohr gehoͤret, Uns dein wort vom kreu; gelehret. 3. —— FIIIIIIII 2.0 Anhang. 3. Dieses theure wort zeigt mir, Wo ich heil und ruhe finde; Zeigt, o Jesu, mir in dir Den versoͤhner meiner suͤnde, Der, mir gnade zu erwerben, Sich entschloß, fuͤr mich zu sterben. 4. Huldreich rufst du allen zu: Kommt! beladne muͤde seelen! Kommt zu mir! hier findt ihr ruh, Wenn euch angst und unruh quaͤ⸗ len. Zaget nicht! gott will verge⸗ ben. Wer an mich glaubt, der wird leben. 5. Herr, dein evangelium, Hats nicht millionen zeugen, Die, zu[H deines namens ruhm, Dankbar ihre knie dir beugen, Daß du dieß dein wort erfuͤllest; Gern die angst der herzen stillest? *6. Theures gnadenreiches wort! Wenn nun das gesetz mir draͤuet, Als ein schwerdt mein her; durchbohrt: Wie werd' ich durch dich erfreuet! Denn in Gott seh nun ich armer, Statt des raͤchers, den erbarmer. ö 7. O in welchem mildren licht Lern ich dadurch gott erkennen; Ihn mit voller zuversicht Kindlich meinen vater nennen! Denn er⸗ hebt er nicht uns suͤnder Bis zur wuͤrde seiner kindern? 8. Und nun schiene mir noch last Sein mir vorgeschriebner wille? So viel huld laͤßt mir nicht rast, Bis ich freudig ihn er⸗ beine Stets ihn fertiger voll⸗ ringe, Stets nach hoͤhrer tu⸗ gend ringe. 9. O wie koͤstlich ist sie mir, Deine holde gnadenlehre! Dank sey, Heiland, dir dafuͤr! Hilf, daß sie mein wandel ehre, Bis dein himmel ganz mich lehret, Welch ein heil sie uns gewaͤhret. Mel. Es ist Audit 10 40 eruͤhrt erhebe got⸗ 1 074.G tes ruhm, Wer ihn, als ehrist, erkennet, Daß er sein evaͤngelium Von jugend auf uns goͤnnet, Uns hier den weg zur wahrheit zeigt, Selbst unser herz zum guten neigt. Gebt un⸗ serm Gott die ehre! 2. Gott, durch dieß wort erken⸗ nen wir: Im himmel und auf er⸗ den Koͤmmt alles, alles nur von dir. Du hießest welten werden. Der du des segens guelle hist; Deß furcht der weisheit anfang ist; Dir, dir gebuͤhret ehre! 3. Dieß wort entdecket uns das heil, Das du der welt gegeben. Dir, Jesu, durch den unser theil ier ruh ist und dort leben; Der du fuͤr uns am kreuze starbst, und uns ein ewig heil erwarbst; Din, dir gebühret ehre! 4. Dieß wort verspricht unz deinen geist, Der uns zum glau⸗ ben leitet, Zur gottesfurcht uns unterweist, Zum himmel uns be⸗ reitet. Es gieht uns freudigkeit ins herz, Versuͤßt uns einst des todes schmerz, Und hilft uns uͤberwinden. 5. Sey innigst, Gott, dafuͤr ge⸗ preist! Du, den wir vater nennen; Von dem, was uns dein wort ver⸗ heißt, Soll ewig uns nichts tren⸗ nen. Nicht lob der menschen, nicht ihr spott, Kein leiden, war es auch der tod; Nichts soll von dir uns scheiden. ö * 6. Den weg der wahrheit waͤhlen wir; Wir wissen deinen willen. Gieb uns die kraft, sie koͤmmt von dir, Ihn treulich zu erfuͤllen. Erhalt in deiner furcht das herz, Daß es in freuden und in schmerz An dich sich kindlich halte. ö J. Herr, wir sind dein; verlaß uns nicht! Staͤrk' uns in unserm glauben! Vermehr des glaubens zuversicht! Nichts, nichts laß uns sie rauben! Getreu bist du; auch uns mach' treu, Daß uns dein wort stets wichtig sey. Gott, dir sey dank und ehre! n . Wdes r N 175⁰ N c usch n Hit. 7301 zl A5 Wht iahn 118 Inke Mal ch shtt Mus un hhng/ N shaft „a! , Bald Rihpt, Der shtssrach, imgh br 5Uhsagt. Hänsht Var hht nacht be is. J c er tag . Mu, Got hechn hey. I hianhey, tesiht, ö san Imoch —— — 14 0 E H. . 12— I 1 fef ul N h * iuh Hlhen h y Andoy s ele el unt y Dan Vu th D Didht u Isiitu 15j,. H tun i Il Aigh Pilo y 3 0 00⁰½ I Dulh N l, Klke Ihh sh Itifh Imaj 2 hth n Anhang. 29 Auf das Reformationsfest. Mel. Nun Cobbn dem 935 1 91 obsingt! das lie 1075. L stralt wieder hell, Das einst, in seinen siegen schnell, Durch wahrheit, die gott selbst gelehrt, Den finst ern erdkreis auf⸗ geklaͤrt. 2. Ach! kaum war jene nacht zerstreut, Als selbst im schooß der ehristenheit Schon viele herzen menschenwahn Der wahrheit got⸗ tes abgewann. 3. Verdunkelt ward ihr helles licht. Viel ehristenlehrer sahens nicht. Aus unterricht ward glau⸗ benszwang, Der kaͤmpfend nach der herrschaft rang. 4. Und bald hatt' er sich sie er⸗ kaͤmpft. Bald war der edle muth gedaͤmpft, Der fuͤr der wahrheit rechte sprach, Da der verfolgung grimm ihn brach. 5. Lobsingt! besiegt durch got— tes macht Ward schnell des aber⸗ glaubens nacht, Die auf der kir⸗ che jesu lag. In ihr wards ploͤtz⸗ lich wieder tag. 6. Du, Gott, stundst deinen knechten bey. Nur du hast von der tyranney, Die die gewissen unterjocht, So herrlich zu be⸗ sreyn vermocht. 7. Ob auch noch itzt die wahr⸗ heit nicht Die nebel uͤberall durch⸗ bricht; Ihr licht nicht alle laͤnder sehn; Gott hat sich seine zeit ersehn. 8. Seht gottes sonn' an! sie erhellt Nicht auf einmal die ganze welt. Wohl dem, der rein⸗ res licht genießt, Wenn er ein kind des lichtes ist! 9. Bleibt, wenn sich mancher irrthum regt, An gottes wahrheit unbewegt! Doch bleibt dabey auch stets bereit Zu frommer sanfter duldsamkeit! 10. Die tugend sey der wahr⸗ beit zier. So sieget sie; gott ist mit ihr. Der hilft ihr; und sein wort besteht, Bis einst der erd⸗ kreis untergeht. pvom Gebete. Mel. O Gott des et und ꝛc. ein heil, o ehrist, 1076.D ni älberscher⸗ zen, Sey wach und nuͤchtern zum gebet. Ein flehn aus reinem gutem herzen Hat gott, dein vater, nie verschmaͤht. Er ist die liebe selbst, er hoͤrt, Was seiner kinder herz begehrt 2. Erschein vor seinem angesich⸗ te Mit dank, mit demuth, oft und gern, Und pruͤfe dich in seinem lich⸗ te/ Und klage deine noth demherrn. So wird die huͤlfe dich erfreun, Und deine tugend recht gedeihn. 3. Welch gluͤck, so hochgeehrt zu werden, Und im gebet vor gott zu stehn! Der herr des himmels und der erden; Bedarf der eines men⸗ schen flehn? Ists nicht blos deine seligkeit, Wenn er zu beten dir gebeut? 4. Sagt gott nicht: bittet, daß ihr nehmet? Ist des gebetes frucht nicht dein? Wer sich der pflicht zu beten schaͤmet, Der schaͤmt sich, gottes freund zu seyn, Und stoͤßt das angebotne gluͤck Undankbar selbst von sich zuruͤck. 3. Sein heil von dir, o Gott, begehren, Wie leicht ist sie, wie suß die pflicht! Des herzens wuͤnsche dir erklaͤren, Wie staͤrketdasdiesee⸗ le nicht! Gebet giebt muth, gebet giebt kraft Zur daͤmpfung jeder leidenschaft.— 6. Was kann zum fleiß in guten werken Mir kraͤftiger den muth er hoͤhn? Was mehr in leidensstun⸗ den staͤrken, Als, Gott, zu dir mit inbrunst flehn? Ja, Vater, mei⸗ ner seele ruh Nimmt, wenn ich hete, fuͤhlbar zu. 7. Drum laß mich nicht mein beil verscherzen! Gieb Vartalt ra 30 kraft mir zum gebet! Und, wenn aus reinem frommem herzen Mein mund zu dir um huͤlfe fleht: So höͤre mich von deinem thron Durch jesum ehristum, deinen sohn. Rel. Allein Gott in* hoͤh lauhe ott, deine guͤte 1 0⁷½⁷.G reicht so weit, So weit die wolken gehen. Du kroͤnst uns mit barmherzigkeit, Und eilst, uns beyzustehen. O du, zu dem der engel fleht! Vernimm, o Gott, auch mein gebet! Vernimms, und sey mir gnaͤdig! 2. Ich bitte nicht um uͤberfluß Und schaͤtze dieser erden. Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner gnade werden. Gieb mir nur weis⸗ heit und verstand, Dich, gott, und den, den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um ehr? und ruhm/ Sosehr siemenschen ruͤhren. Des guten namens eigenthum Laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer ruhm sey meinepflicht, Der ruhm vor deinem angesicht, Und frommer freunde liebe. 4. So bitt' ich dich, mein Herr und Gott, Auch nicht um langes leben. Nur wollest du mir muth in noth, Im gluͤcke demuth geben. In deiner hand steht meine zeit. Laß du mich nur barmherzigkeit Vor dir im tode finden. Mel. Herr em dich zu ꝛe. ch komme vor dein 1078.J angesicht, Ver⸗ wirf, o Gott, mein flehen nicht. Vergieb mir alle meine schuld, Du Gott der gnaden und geduld. 2. Schaff du ein reines herz in mir; Ein herz, voll lieb' und furcht vor dir; Ein herz, voll demuth, preis und dank; Ein ruhig her; mein lebenlang. 3. Sey mein beschuͤtzer in gefahr. Ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein übel, das mich schread Wenn deine rechte Wic bedeht 4. Ich bin ja, Herr, in deiner hand. Von dir empfing ich den fuudi n. 2. mir/ Herr, ort und fort, Und staͤrk' ihn dur dein goͤttlich wort. 5. 5. Laß, deines namens mich zu freun Ihn stets vor meinen au⸗ uuch 140 6 Laß glaubens mich zu freun, Ihn stets dur liebe thaͤtig seyn. 6. Das ist mein gluͤck, was du mich lehrst. Das sey mein gluͤck, daß ich zuerst Nach deinem reiche tracht, und treu In allen mei⸗ nen pflichten sey. . Ich bin zu schwach aus eigner kraft Zum siege meiner leiden⸗ schaft. Du aber ziehst mit kraft mich an, Daß ich den sieg erlan⸗ gen kann. *8. Gieb von den guͤtern dieset welt Mir, Herr, so viel, als dit gefaͤllt. Gieb deinem knecht ein maͤßig theil; Zu seinem fleiße glüͤck und heil. 9. Schenkt deine hand mir uͤer⸗ fluß: So laß mich maͤßig im genuß, Und, duͤrft'ge brüder zu erfreun, Mich einen frohen geber seyn. 10. Gieb mir gesundheit, und verleih/ Daß ich sie nuͤtz und dank t. bar sey, Und nie aus liebe gegen sie Mich zaghaft einer pflicht entzieh. II. Erwecke mir flets einen freund, Ders treu mit meiner wohlfahrt meynt, Mit mir in dei— ner furcht sich uͤbt, Mir rath und trost und beyspiel giebt. 12. Bestimmst du mir ein laͤng⸗ res ziel, Und werden meiner tage viel: So laß du, meine Zuver⸗ sicht! Gott, laß mich auch im al⸗ ter nicht. Ig. Und wird sich einst mein en⸗ de nahn: So nimm dich meiner herzlich an, Und sey ein se chri⸗ stum, deinen sohn, Mein schirm, mein schild und großer labtag ö SWs 105 Whlstt st W 50„ O0 0 Kacch Hat ibe Mdht denne Mehte s/ Vet ehlt. WHlthreite Wuhhehan chhmult Rh iudli EI Nihtz wi schit; Dei Mfetd 0. Ois hilf 30Et Mthich, wa Hc sch ute o de 1 Istshwa Aaultt les 5 dune l. Gatt we a In: — I Ha V ö 1050. i M teh Quschh De ichh N.IIU Her, I. dohe ii 0 AII V vohc Dit gs Sash Te Veina I A ihn Whiclh Anhang. 31 Mel. Dieß sind die dehe 90 u, deß sich alle I 079. D himmel freun, Auch unsre seele freut sich dein, Daß du, deß macht unendlich ist, Daß du, Gott, unser vater bist. Sey hochgelobt! 2. Weit uͤber unser stammeln, weit Geht deines namens herrlich⸗ keit. Ihn ehre stets, von lieb' ent⸗ brennt, Wer deinen großen na⸗ men nennt, Unendlicher! 3. Verbreite deiner gnade ruhm Durch jesu evangelium! Mach un⸗ ser herz ihm unterthan; So beten wir dich kindlich an, Allguͤtiger! 4. Der du ein milder herr scher bist; Nichts willst, als was uns heilsam ist; Dein wille, Weisester! gescheh Auf erden, so wie in der hoͤh. Das hilf uns, Herr! 5. Gieb du, Ernaͤhrer aller welt! Uns taͤglich, was den leib erhaͤlt. Doch gieb uns auch ein herz da⸗ bey, Das dankbar und genuͤg sam sey, Und dir vertrau. 6. Erlaß/erlaß uns un sre schuld. Trag un sreschwachheitmitgeduld. Wir wollen auch, von rachgier rein, Des bruders fehler gern ver⸗ zeihn. Wir wollens, Herr! 7. Zu heiß sey die versuchung nicht. Uns leucht', Erbarmender! dein licht. Steh uns zum siege maͤchtig bey. Mach uns im guten fest und treu. Gott! mach uns treu! 8. Erloͤs,erloͤs uns, unser Gott, Nach deinem rath aus jeder noth. Auch wenn das herz uns sterbend bricht, Ach! Vater, dann verlaß uns nicht. Verlaß uns nicht! 9. In deines himmels heilig⸗ thum; Auf deiner erd'er schallt dein ruhm. Gott, groß an macht und herrlichkeit! Sey hochgelobt in ewigkeit! In ewigkeit! Mel. Herdlich lieb hab ich dich ꝛc. 100 ort, Vattr! 10 8 O. G der mit gna⸗ de kroͤnt! Gott, Mittler! Sohn, der uns versoͤhnt! Gott, Troͤster! Geist der gnaden! Erbarm di unsrer! denn vor dir, Du Hei— ligster, erscheinen wir, Mit suͤn⸗ abi beladen. Groß aber, groß ist deine huld. Uns suͤnder traͤgst du mit geduld. Ach merk' auf unser heißes flehn! Laß gna⸗ de noch fuͤr recht ergehn! Herr, un ser Gott! Verbirg uns nicht Dein angesicht, und geh mit uns nicht ins gericht! 2. Durch boͤse lust, durch wort und that Sind wir oft aus dem ebnen pfad Der tugend ausge⸗ schritten. Doch suͤndern willst du ja verzeihn, Die ernstlich ihre schuld bereun, Und um erbar⸗ men bitten. Der du herab vom himmel kamst, Und un sre mensch⸗ heit an dich nahmst, Sohn Got⸗ tes! der du fuͤr uns littst, Gott höͤrt uns, wenn uns du vertrittst. Herr Jesu Christ! Vertritt uns du! Svyrich trost uns zu! So finden unsre seelen ruh. 3. Schuͤtz' uns vor irrthum und bewahr Uns, christi gliedern, immerdar Der glaubenseintracht segen. Dein wort zeig' an uns seine kraͤft; Bleib' uns in unsrer pilgerschaft Ein licht auf unsern wegen! Behuͤt uns, Herr, daß feuersglut, Der theurung druck, der fluten wut, Der seuchen gift, des krieges schwert Nie unsre toͤhnungen verheert. Herr, un⸗ ser Gott! Hoͤr unser flehn/ und laß uns sehn, Daß wir in deiner obhut stehn! 4. Den koͤnig schuͤtze deine macht! Er, der fuͤr unsre wohi⸗ fahrt wacht, Ist uns von dir ge⸗ geben. Du, der in ihm so viel uns giebt, Schenk' ihm, der va⸗ terlich uns liebt, Das frohste längste leben. Gott! schütt auf ihn und auf sein haus Die besten deiner segen aus. Laß seiner raͤthe thun 32 Anhang. thun gedeihn, Recht, ordnung, treu das land erfreun. Herr, unser Gott! In deiner hand Ist unser land. Begluͤck es! segne jeden stand! 5. Vernimm der leidenden ge⸗ bet! Dem, der zu dir im elend fleht, Hilf, daß er nicht erliege! Gieß trost in jedes wunde herz! Die kranken lab' in ihremschmerz! Hilf sterbenden zum siege! Doch du thust mehr, als wir verstehn; Kannst mehr gewaͤhren, als wir flehn; Weißst besser, was uns nuͤtzt, als wir. Wir uͤberlassen ganz uns dir! Herr, unser Gott! Durch alles leid Der pruͤfungszeit Fuͤhr uns zu deiner herrlichkeit. *) Obiger Gesang kann in den beiden letztern, mit einem Asteriskus bezeichneten, Ver⸗ sen nach der Predigt statt des sonst gewoͤhnlichen: Gott, va⸗ ter denk an christi tod ꝛe. mit gebraucht werden; ganz aber an den oͤffentlichen Buß⸗ und Bettagen. Mel. O vaterherz, 5 erri leraber ott, Herrscheruͤber I 081. Nalle lande! Nach deiner weisheit rath sind wir Ver⸗ knuͤpft im staat durch feste bande; Und obrigkeiten sind von dir. Fuͤr sie dich bitten, ist dein wille. Hoͤr denn! aus unsers herzens ülle Flehn wir mit kindlichem vertraun. Staͤrk' unserm koͤnig Den⸗ kraͤfte Zu dem schwerlasten⸗ en geschaͤffte, So vieler voͤlker wohl zu baun. 2. Gott, laß an ihm mit jedem morgen Sich deine gnad und treu erneun. Fuͤr seine vaͤterli⸗ chen sorgen Sey aller herzen liebe sein. Laß fuͤr die wohlfahrt sei⸗ nerstaaten Stets seine raͤthe weis⸗ lich rathen, Und hilf, daß jeder rath gedeih; Sich stets des lan⸗ des flor mehr hebe; Fleiß aller herz und hand belebe; Des fleis⸗ ses schutzwehr friede sey. 3. Schenk' ihm der jahre laͤngste reihe, Und noch im Alter mun⸗ terkeit, Daß sein sich auch der enkel freue, Wie unser herz sich seiner freut. Daß er sich stets er⸗ muntert fuͤhle; So schuͤtt' auf ihn der segen viele, Auf ihn die besten segen aus; Und gegen je⸗ des ungluͤcks stuͤrme Bedeck mit deiner allmacht schirme Sein gan⸗ zes koͤnigliches Haus. Confirmationslied, wie es die Semeine singt Mel. Kom̃.. 31„ p Gtt,d ꝛc. a. ¶ Erhoör, o Gott, das I 082. E heiße flehn Der kinder, die hier vor dir stehn! Erbarmend blick' auf sie hernie⸗ der! Denn dein sind sie; sind ehristi glieder. Gieb ihnen, Va⸗ ter, Sohn, und Geist, Den se⸗ gen, den dein wort verheißt. Er⸗ fuͤlle sie mit deinen gaben! Laß sie mit dir gemeinschaft haben! Erbarme dich! Erbarme dich! 2. Sie wollen, deiner sich zu freun Sich itzt, Gott, deinem dien⸗ ste weihn, Den taufbund feyer⸗ lich erneuern, Und dir mit herz und mund betheuern, In ihrem glauben fest zu stehn, In ihrem thun auf dich zu sehn, Im wan⸗ del rein, und rein im herzen, Dein heil nie 20 zu verscher⸗ zen. Gieb kraft dazu! Gieb kraft dazu! 3. Schenk ihnen muth und fteu⸗ digkeit! Laß ihrer zusag' heilig⸗ keit So stark, so tief ihr herz durchdringen, Daß sie ihr wol— len treu vollbringen. Auch uns laß itzt mit herz und mund Mit dir erneuern unsern bund, Und einst,(hoͤr unser bruͤnstig flehen Mit ihnen ein zum himmel ge⸗ hen. Erhoͤr uns, Gott! Erhoͤr uns, Gott! ö Wie Kacf gle Mal/ , de H W ht habe ich! olle ls iht Reihn, Acetnelet mund auben. ahhun auf Itemn, und Mlnle sor Wsh kraf Ws „ Uhlhigkeit! Ageit e h dutchdr lantren aller h. Illte, erne. 0 lß he Mtinst en hör une Ht. Wendm⸗ Maglaub' 5⁰ W geda Asemer l. Alt hlihe unterg Wind mas Asonmen, 3 lunmen ägt f. a e ö IMih lch Rh V inh sl 4 0. 63 N s fm Ast sh Acafh 2 Oih NIAH lgt SEI hiay Si 1 henf AIr. G 4% Hund dein eme ) len,! 0 0½000 WI rtheuh * Anhang. 33 Wie es die Confirmanden zu singen haben. b. ¶rhoͤr, o Gott, 1082. das heiße flehn Von uns, die wir hier vor dir stehn! Erbarmend blick' auf uns ernieder! Denn dein sind wir, und ehristi glieder. Gieb uns, Gott, Vater, Sohn und Geist, Den segen, den dein wort ver⸗ heißt. Erfuͤll' uns du mit dei⸗ nen gaben Laß uns mit dir ge⸗ meinschaft haben. Erbarme dich! Erbarme dich! ö 2. Wir wollen, deiner uns zu freun, Uns itzt, Gott, deinem dienste weihn, Den taufbund feyerlich erneuern, Und dir mit herz und mund betheuern, In unserm glauben fest zu stehn, In unserm thun auf dich zu sehn, Im wandel rein, und rein im herzen, Dein heil nie sorglos zu ver scher⸗ zen. Gieb kraft dazu! Gieb kraft dazu! 3. Schenk, Herr, uns muth und freudigkeit! Laß unsrer zu⸗ sag' heiligkeit So stark, so tief das herz durchdringen, Daß wir das wollen treu vollbringen. Ach! laß itzt aller herz und mund, Gleich uns, erneuern ihren bund. Sie alle laß, hoͤr unser flehen! Mit uns einst ein zum himmel ge⸗ hen. Erhoͤr uns, Gott! Erhoͤr uns, Gott! Abendmaͤhllieder. Mel. Ich glaub d. 425 206. er fuͤr die sunder 1083.D starb, befahl Zu seyern ein gedaͤchtnißmahl Der wunder seiner liebe, Das auf die nachwelt bliebe, Bis einst der erdkreis untergeht, Und er in pracht und majestaͤt, Zum jubel aller frommen, Wird sichtbar wieder kommen. Dann zeigt sichs ganz, was er erwarb, Als er fuͤr uns aus liebe starb. Noch waͤhrt itzt unser pruͤ⸗ fungsstand; Und doch schon hier, welch segenspfand In seinem leib und I lch 2. O herrlichs mahl, an wonne reich! Was ist der liebe Jesu gleich? Daß er uns ihm vereine, Macht er im brodꝰ und weine Uns theilhaft seines leibs und bluts. Wie wird die seele da voll muths! Im glaͤuben fest gegruͤndet; Zu heißrer lieb' entzuͤndet. Wir fůhlen uns mit neuer krast Gestaͤrkt zu unsrer pilgerschaft, Wie sollten wir uns deß nicht freun Der Herr ist unser; wir sind sein. O selige gemeinschaft! Mel. Herr Gott der du erforschest Ich komme, Herr, 1084.J und suche dich Mühselig und belaͤden. Gott, mein Erbarmer, wuͤrdge mich Des wunders deiner gnaden. Ich liege hier vor deinem thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Mich deiner zu getroͤsten. Ich sühle meiner sünden muͤh. Ich suche ruh, und finde sie Im glau⸗ ben„Oih wer 2. Dich bet' ich zuversichtli an; Du biß das heil der sunder. Du hast die schulden abgethan; Und wir sind gottes kinder. Ich denk' an deines leidens nacht, Und an dein wort: es ist voll⸗ bracht. Du hast mein heil ver⸗ dienet. Du hast fuͤr mich dich dargestellt. Gott war in dir, und hat die welt In dir mit sich ver⸗ suͤhnet. 3. So freue dich, mein herz, in mir! Er tilget deine sünden, Und loͤßt an seiner tafel hier Dich gnad' um gnade finden. Ich ruf', und er erhoͤrt mich schon; Spricht liebreich: sey getrost, mein sohn, Die schuld ist dir vergeben. Du bist auf meinen tod getauft, Und du wirst dem, der dich erkauft, Von ganzem herzen leben. — 34 Anhang. 4. Dein ist das gluͤck der selig⸗ keit; Bewähr' es hier im glau⸗ ben, Und laß durch keine sicher⸗ heit Dir deine krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir, Ich hin der weinstock; bleib' an mir, So wirst du fruͤchte brin⸗ gen. Ich hel fe dir; ich staͤrke dich; Und durch die liebe gegen mich Wird dir der sieg gelingen. 5. Ja Herr, mein gluͤck ist dein gebot. Ich will es treu erfüllen, Und bitte dich durch deinen tod Um kraft zu meinem willen Laß mich von nun an wuͤrdig seyn, Mein ganzes herz dir, Herr, zu weihn, Und deinen tod zu prei⸗ sen, Laß mich den ernst der hei⸗ ligung Durch eine wahre besse⸗ rung Mir und der welt beweisen. Mel. Jesus, Lohn des höchs ꝛc. ö ohn des hoͤchsten! 1085.S wir sind hier Dei⸗ nen mittlertod zu feyern. Und mit ganzem herzen dir Das geluͤbde zu erneuern, Wie du uns erkauft hast, dein, Dein bis in den tod in se3zu. 2. Freudig nahn wir uns her⸗ zu, Wir empfahn hier heil und leben. Hier, hier staͤrkt dein leib, den du Selbst füͤr uns dahin ge⸗ geben, Dein fuͤr uns vergoßnes blut Uns das herz mit trost und muth. *3 Auf! bringt ehristo preis und ehr'! Betet an! er ist zuge⸗ gen; Mitten unter uns ist er; Ists mit allen seinen segen. Und, o wie gesegnet ist, Wessen freund du, Jesu, bist! 4. Unser Herr, und unser Gott! Nur an dir haͤngt unser glaube. Hilf, daß weltlust oder spott Uns ihn nie vom herzen raube! In des todes finsterniß Mach' er noch das herz gewiß! Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. ie ihr ehristi juͤn⸗ I O86. 2 ger seyd! Theure miterloͤste bruͤder! Alle seinem dienst geweiht! Alle seines leides glieder! Kom̃t versoͤhnte! komt! erneut Euren bund der seligkeit! 2. Nehmet hin, und eßt sein brod! Jesus ehristus ward gege⸗ ben Fuͤr die sünder in den tod! Nehmt und trinkt! ihr trinkt das leben! Seht, wie er die sͤnder liebt, Da er selbst fur sie sich giebt! 3. Die mit voller zuversicht, Jesu, deines heils sich freuen, Die laß stets in diesem licht Wan⸗ deln, und sich ganz dir weihen. Laß ihr herz von stolze rein, Voll von deiner demuth seyn. 4. Die, die noch voll kuͤmmer⸗ niß Zagen, aber stehn und wachen, Mach' in deinem heil gewiß. Hert, sie glauben; hilf den schwachen! Unerhoͤrt laͤßst du nicht flehn, Die gebeugt von ferne stehn. 5. Gott ist gnaͤdig, und wir traun Seiner gnade nicht verge⸗ bens, Theures pfand vom kuͤnftgen schaun! Hoher vorschmack ew'gen lebens! Iñiger fuͤhlt heut der geist, Daß gott haͤlt, was er verheißt. 6. Jesu ehristi mittlertod Werd in aller welt verkuͤndigt; Er, der segensreiche tod, Der uns rettet, uns ent sůndigt; Reuige mit gott hersöhnt; Glaubige mit gnade kroͤnt. 7. In das chor des himmels schwingt, Herr, sich unser schwa⸗ ches lallen. Wenn, von engeln einst umringt, Wir auch vor dir niederfallen, Singt ein hoͤhrer lobgesang Dir dann einen wuͤrd'⸗ gern dank. Mel. Es ist eh Preihe 0 ꝛc. ch preise dich/ o 1— 87. Herr, mein heil, Fuͤr deine todesleiden. Hab' ich an ihren fruͤchten theil; Was fehlt dann meinen freuden? Du wardst ein opfer auch fuͤr mich. O gieb, daß meine seele sich Des ewig freuen moͤhe! 2. 990 0 500. Ere Ihhost.e ond Ahak du ssitte me sh ette Wtg ich Ande hal It,daic Der sün daß e Mln troß Ahn wir Wuls dein stat Mj, det; ꝑII. Dir ,Wieff slikt- X enn i Mnd, zag hnich mi di licb Owet ka Nas von Ihter zu Wunlichsel WWsht mein Wcchs tod dl hl wire Ahan tod Rt denn Ishs darna Rsach dazu! heine! Isouch zu (—— one 5 nnt, Wlt des tt un, —— ci esh NII A t. x % schit WMit h n RI A disch RI anch Ie h E II ih l Wistduth O fetet ch h M. II Erih NüI It, nus 5„3 isint II V 30551 ö Rit H Dü IH 3³⁰9 dta Anhang. 35⁵5 2. Den hohen werth von dei⸗ nem tod Laß mich itzt ganz em⸗ pfinden! Er tilgt den fluch, der mir gedroht. Er reinigt mich von suͤnden. Gewissensruh und beß⸗ rungskraft, Und trost in meiner Haben O was fuͤr theure aben! 205 Dein mahl is mir ein un⸗ terpfand Von deiner großen guͤte. Wie viel hast du an mich gewaͤndt! Dieß staͤrke mein gemüthe Im gaͤubigen vertraun auf dich, Daß ich, so lang ich lebe, mich An deine gnade halte. 4. Herr, da ich itzt voll ren und schmerz Der suͤnden buͤrde fuͤhle: So gieb, daß mein gebeugtes herz Itzt deinen trost auch fuͤhle; Den trost: wenn wir die schuld bereun, Mach' uns dein blut von suͤnden rein, Und staͤrk' uns, Gott zu dienen. ů 5. Trost, der zu himmelswonn' entzuͤckt! Dir wallt mein herz entgegen! Wie fuͤhl' ich mich durch dich erquickt! Werd' ewig mir ein segen! Wenn ich ermuͤde, stuͤtze mich! Und, zag' ich, so ergieße dich In mich mit neuer flaͤrke! * 6. Die liebe jesu, meines herrn; O wer kann sie ermessen? Stets sey von mir der undank fern, Je ihrer zu vergessen Herr, mache du mich selbst ihr treu, Daß dir geweiht mein leben sey, Und noch mein tod dich preise. 7. Ach! mir errang in schwerer qual Dein tod ein ewig leben. Mich wecke denn dein abendmahl, Mit ernst darnach zu reben; Es ruͤste mich dazu mit kraft; Und, end' ich meine pilgerschaft, So staͤrk' es mich zum siege. Mel. Jesus meine zuversicht 8 Vag, den mir der 808 8. + Herr gemacht: Sey gesegnet, tag der freude! Und erquickest mich im leide. Heil und leben schenkst du mir. Gott, wie dank ich wuͤrdig dir. 2. Unachtsam auf seinen ruf, Hab ich oftmals gott betruͤbet; Ihn, der mich zum gluͤck erschuf,‚ Und mich stets so treu geliebet. Ich, mit scham gesteh' ichs ein, Bin nicht werth, sein kind zu seyn. 3. Und doch nimmt er huldreich mich Wieder an zu seinem kinde, Und vergißt nun vaͤterlich O der guͤtge: meiner sünde, Ja er thutsz es hürget mir Jesu leib und blut dafuͤr. 4. Tag der wonne! heiligs mahl! Ewig will ich dein geden⸗ ken. Meines Jesu todesqual Soll mir trost im leiden schenken; Und mein leben soll allein Seinem ruhm gewidmet seyn. Auch besonders bey Confirma⸗ tionen zu gebrauchen. Mel. Schmuͤcke 45.— ꝛc. ankbar fall ich vor 1089.D dir uieder; Singe dir, Herr, freudeulieder. Wer, o Tilger meiner suͤnden, Wer kann deine lieb' ergruͤnden? Mit wie liebevollem herzen Wolltest du die tiefsten schmerzen, Schmach und syott fuͤr meine schulden, Ja, des kreuzes tod, erdulden? 2. Meine fuͤnden willst du dek⸗ ken, Mich zur tugend neu er⸗ wecken, Auch mir dort ein ewigs leben, Wenn ich an dich glaube, gehen. Nun! so sey der bund er⸗ neuet! Ganz sey dir mein herz geweihet! Töglich will ich mich bestreben, So, wie du gelebt, iu leben. 3. Dir gelob' ich, deine glieder, Jesu Christ, als deine bruͤder, Stets mit reinen frommen trie⸗ ben, Stets in ihnen dich, zu lie⸗ ben. Ich gelobe dirs von herzen, Meiner bruͤder noth und schmer⸗ Du erhellst des kummers nacht, zen Gern und bruͤderlich zu lin⸗ * C 2 dern, 36 mindern. 4. Ich gelob' es dir, auch freu⸗ en Leicht zu missen; still zu lei⸗ den; Ungeduldig nie zu klagen; Und an Gott nie zu verzagen. Herr, was du liebst, will ich lie⸗ ben; Nie mit vorsatz dich betruͤ⸗ ben; Was du hassest, fliehn und hassen; Ganz von dir mich lei⸗ ten lassen. 5. Zirar ich kenne meine schwaͤ⸗ )e, Jesu, da ich dirs verspreche. Drum hilf du mir selbst, und stäͤrke Mich zu jedem guten werke. Laß den ersten reiz zu sünden Un⸗ gesaͤumt mich uͤberwinden; Mich der sünden folgen schrecken; Mich der unschuld freuden schmecken. 5. Schaff dir noch der junger viele, Die bis zu des laufes ziele Dir, Herr, leben, leiden, ster⸗ ben, Deine herrlichkeit zu erben. Großes abendmahl der frommen! Freudentag; wann wirst du kom⸗ men, Wo wir mit der engel ehoͤ⸗ ren Dich, Herr, sehn, und ewig ehren! Nach der Communion. Mel. Wie schoͤn enb r 9— 0 HJank, Jesu, dir; 1 090. ach! sind wirs werth, Daß so viel heil uns wie⸗ derfaͤhrt? Du unsrer so gedenkest? Erst bis zum tod am kreuz uns liebst? Nun solch ein pfand der lieb' uns giebst? Ach! dich so ganz uns schenkeft? Heil uns! Heil uns! Wir empfinden, Rein von suünden, Gottes frieden. Mehr noch ist uns dort beschieden. Ven der Buße. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. (Ferharm dei 1091. rbarmer einer mensehenkinder! Du, der allein begnad'gen kann! Anhang. dern, Elend, wo ich kann, iu]O sieh auch müch, gebeugten fun⸗ der, Mit schoͤnung und erbarmen an. Ich fuͤhle reuvoll meine schuld, Den misbrauch deiner väterhuld. 2. Wie oft hab' ich dir nicht versprochen, Zu fliehn der uͤber⸗ tretung schmach! Und doch hab' ich so oft gebrochen, Was ich dir feyerlich versprach. Anstatt der suͤnde reiz zu fliehn, Ließ in ihr netz ich doch mich ziehn. 3. Wie beugt das mich! wie is mir bange Um trost in dieser mei⸗ ner noth! Wer rettet mich vom untergange, Den dein gesetz den suͤndern droht? Mein ganz ver⸗ traun setz' ich auf dich. Du Freund des lebens, rette mich! 4. Es floß ja auch fuͤr meine suͤnden Des welterloͤsers theures blut. O laß durch ihn mich gnade finden, Und mache mich gerecht und gut. Sprich, mein Erbarmer, sprich zu mir: Die ganze schuld erlaß ich dir. 5. Dir, Gott, gelob' ich es aufs neue: Mein herz soll dir gewid⸗ met seyn. Dir will ich nun mit ernst und treue Hinfort mein gan⸗ zes leben weihn. Der suͤnde will ich widerstehn, Und standhaft dei⸗ ne wege gehn. 6. Doch ich din schwach3 wer wird mich staͤrken? Wer helser in versuchung seyn? Wer mit zum fleiß in guten werken Krast und bestaͤndigkeit verleihn? Du kannst es, meine Zuversicht! O staͤrke mich, so wank' ich nicht. Mel. Herzliebster Jesu, was 91, err, höre! mit be⸗ 10 9 2 H klommnem schwe⸗ rem herzen Rufẽ ich zu dir in mei⸗ nen suͤndenschmerzen. O mache, Gott, mich meines kummers le⸗ dig, Und sey mir gnaͤdig! 2. Beschaͤmt erkenn' und fuͤhl ich meine suͤnden. Laß Vater, mich erbarmung bey dir finden. Willst WWul I 2 Wgtie d lshlich e d Ashle G lde se des v h erft Im abti htgen. Ie f Whlddenen⸗ Asteden. hoffe/ ö UIndt! A. hail tte A er dis tod e Warurd . A Amsetha: uiges g sonst gl tundeto t um m: Wlaßmie Weldu Die kutz Die u s Hilß Rht se); se weñ Ruh deineg Ianögen r. uch Nrf sihner, Di lupricht, Auht here s tugend Nehmsdn Der wis duf u, De Ac eheht X IXX. EXI 5 H II RiH Hu O/ l N 5 Fl aBi II. mI d WI Ai nl 4 b1H e —8—— H 0 S 46 144. I Wie Il. V t * Dinh X Dl — IIXA ½ R t Vrochn hnt Sth ytf H 919 Push Wettz i Soclht uhh na ichch Anhang. 37 Willst du auf schuld und übertre⸗ tung sehen; Wer wird bestehen? 3. Bey dir allein steht's, süͤnden zu vergeben. Du willst nicht töd⸗ ten; nein, wir sollen leben. Uns soll die groͤße deiner liebe lehren, Dich kindlich ehren. 4. Verzeih denn mir auch alle meine fehle. Gott, deiner harret meine muͤde seele. Laß trost und ruh, um des ver soͤhners willen, Mein herz erfuͤllen. 5. Vom abend an bis zu dem fruͤhen morgen Hoff' ich auf dich; o! stille meine sorgen! Du schen⸗ kest ja beladenen und muͤden Gern deinen frieden. 6. Ja hoffe, seele! hoff' auf gottes gnade! Noch maͤcht'ger ist sie, als dein tiefer schade, Und einst wird er dich ganz von allem boͤsen Im tod erloͤsen. uͤnde noch beharrt Fuͤr die der herr ein opfer ward? 5. In demuth fall ich dir zu suͤßen. Vergieb, mein Gott, mir meine schuld, Und heile mein ver⸗ wundt gewissen Durch trost aus deiner vaterhuld. Ich will,(Herr, dir gelob' ichs an,) Die suͤnden fliehn, so viel ich kann. 6. In steter uͤbung guter werke Will ichs zu zeigen mich bemuͤhn; In ehristo sey mit gnadꝰ auch staͤrke Zu jeder tugend mir verliehn; In allem thun beseele mich Dankbare liebe gegen dich. 7. Du wirst mich ungestaͤrkt nicht lassen, Der du so gnaͤdig mir vergiebst! Was du, Herr, hassest, will ich hassen, Und alles lieben, was du liebst Laß, Vater, mein gewissen rein, Und heilitz meinen wandel seyn. Mel. Wer nur den Ahene gott ꝛe. Tie theuer, Gott, 10 3. Wẽ ist deine guͤte, Die alle missethat vergiebt, So⸗ bald ein reuiges gemuͤthe Die suͤn⸗ den, die es sonst geliebt, Erkennt, berdammt und ernstlich haßt, Und zuversicht zum mittler faßt. 2. Doch laß mich ja nicht sicher werden, Weil du so reich an gna⸗ de bist. Wie kurz ist meine zeit auf erden, Die mir von dir ver⸗ liehne frist; Hilf, daß sie stets mir wichtig sey; Ich meiner beß⸗ rung ganz sie weih! 3. Zwar, deine gnade zu verdie⸗ nen, Vermoͤgen reu und beßrung sch nicht. Doch darf mein herz sich wohl erkuͤhnen, Daß es sich deine huld verspricht, Wenn es doch sünden nicht bereut, Richt ganz sich reiner tugend weiht? 4. Wie kannst du dem die schuld erlassen, Der wissentlich in suͤn⸗ den lebt? Darf der ein herz zu Nesu fassen, Der sein verdienst iwar hoch erhebt, Doch in der Mel. Jesu 4.— 5 aütr, Gatt. 10 heuer, Gott i I 094. T deine guͤte! O wie theuer ist sie mir( Sieh, mein haͤrrendes gemuͤthe Duͤrstet sehn⸗ suchtsvoll nach dir. Gott, Urhe⸗ ber nn lebens! Keiner harrt auf dich vergebens. Nur verachter deiner huld Stuͤrzt ins elend eig⸗ ne schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine wege, Daß ich deinen willen thu. Ach, ich selbst bin dlind und träge Leite du mich ihnen zu. Täglich, taͤglich harr' ich deiner. Du, ich weiß, erbarmst dich meiner Dei⸗ ne vatertreu, Gott, ist Ewig, wie du selber bist. ö 3. Ach! denk aller meiner sün⸗ den, Auch der jugendsuͤnden nicht: Laß vor dir mich gnade finden! Geh mit mir nicht ins gericht, Suͤnden willst du ja verzeihen! Wenn sie ernstlich uns gereuen, Vater, sieh denn auch auf mich, Und verzeih mir vaͤterlich! 4. Ja, du willst des suͤnders le⸗ * C 3 ben; — 38 Anhang. ben; Dir ist seine seele werth. Gnaͤdig willst du ihm vergeben, Wenn er sich zu dir bekehrt. Mit⸗ ten auf dem Im rere. Machst du sein gewissen rege. Kehrt er um zu seiner pflicht; Wohl ihm! du verwirfst ihn nicht. 5. Alle, die zu dir sich wenden, Nimmst du, Vater, gnaͤdig an; Leitest sie mit vaterhaͤnden Auf der trugend ebne bahn. O! wie freut sich deiner guͤte Ein geaͤng⸗ stetes gemüthe Das du seiner sündenlast Liebevoll entledigt hast! 6. Und zu was fuͤr seligkeiten Willst du in die beßre welt Je⸗ den tren hinuͤberleiten, Der nur dir auch treue haͤlt; Welch ein heil! wohl allen seelen, Die zu ihrem theil dich waͤhlen! Deinem himmel fuͤhrest du, Die in chri— sto dein sind, zu. 7. Nun, so darf denn ich auch hoffen; Darf in ehristo dir mich nahn. Durch ihn steht der zu— gang offen, Daß auch suͤnder gnad' empfahn. Wuͤrd'ge mich, die großen segen Seines tods auf mich zu legen, Daß mein herz,/ von angst befreyt, Deines frie⸗ dens sich erfreut. *8. Dir will ich dieß herz er⸗ geben. Gott! mein Gott! verlaß mich nicht. Hilf, daß ich mag heilig leben; Treu sey meiner gaͤnzen pflicht. Keine schnoͤde lust der sůnden Soll hinfort mich uͤber⸗ winden. Ach bestaͤrk', ich bitte dich, In dem from̃en vorsatz mich. Mel. Wer nur den seltg Gott 10 te selig, Gott, i I 095. Wẽĩ der gerechte! Ihn druͤckt nicht mehr der suͤnde soch, O daß ich ganz gerecht seyn moͤchte! Doch ach! wie wenig bin ichs noch! Wie bin ich leider! noch so weit Vom ziele der voll⸗ kommenheit! 2. Wie viel ist noch an mir zu finden, Was deiner vorschrift wi⸗ derspricht! Oft werd ich uͤbereilt von suͤnden, Und billige sie selbst doch nicht. Oft weich' ich auch aus deiner bahn, Und mein', 0 habe recht gethan. 3. Wer kann, wie oͤft er fehlet, merken? Ganz siehst nur du mich, wie ich bin. Nur du kannst mich zum guten staͤrken; Drum werf' ich, Gott, vor dir mich hin, Und flehe: hilf mir, daß ich frey Auch hon verborgnen fehlern sey. 4. Vom selbstbetrug der eigen⸗ liebe Befreye mich durch deine kraft. Erweck' und mehr' in mir die triebe Zu dem, was wahre beßrung schafft. Laß meinen fleiß gesegnet seyn, Und reichlich seine frucht gedeihn. 5. Du wirst das demuthsvolle flehen Des suͤnders, der dich scheut und ehrt, O Gott, mein Vater, nicht verschmaͤhen; Du bist es, der gebet erhoͤrt. Mein Fels, mein Heil, ich traue dir, Was ich dich bitte, giebst du mir. Vom christlichen Slauben. Mel. Allein Gott in 25. ube sey— ͤ ir glauben all' I 096. Wẽ an einen gott, Den geber aller gaben, Von dem wir huͤlfe hier in noth, Dort ew'ges leben haben. Kein gott ist außer ihm; er heißt, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist; Der ewige, der eine. 2. An Gott, den Vater, glau⸗ ben wir. Wie sein allmaͤcht'ger wille Die welt erschuf: so giebt er ihr Noch stets des guten fuͤlle, Auch hat er, da wir ihn verkannt, Uns seinen eignen sohn gesandt, Mit ihm uns zu versoͤhnen. 3. Wir glauben auch an Gottes Sohn, Der mensch ward, uns zu retten. Er starb am kreuz in schmach und hohn, Damit wir frieden hätten; Bezwang der höͤlle macht; W Wat Auuhtt Drgat 9.5 6 0f/. 0 r uls/ L. . 6 fl U. ral sihulg e Wels Ie 6 fdem: u.fhn Rrsch selb Ahi dil sacht heis Mistsie d Ulten kan Mste ho Rdise, Wtiget Mt im di Mattiht er uglaab' a M die seg eset gl Al gerecht Anl und Mhlat jede! ssst, giebt Hudttosti Mhuth in Huchget gl Mder noch Drum Acn enen Ac sch st Igen ttachten i ge A dunn e ssthtr Vaina 9,0 roetsth et i el, It, 4 lichez ottti SD. C 1 Anhang. macht; erstand; Fuhr auf in got⸗ tes rechter hand, Und koͤmm' der⸗ eiust zu richten. 4. Wir glauben auch an Got⸗ tes Geist, Der heilig uns ver⸗ bindet, und durch sein wort uns unterweist, Wie man vergebung findet. Er floͤßt, wenn tod und grab uns draͤun, Uns trost der alferstehung ein, Und trost des ewgen lebens. Mel. Jesu ind il u 7 0 Eins ist noth ac 1097. E Herr, dies eine Präge tief dem herzen ein, Daß ht Male W 9Mich nicht zu spaͤt beweine, Elend durch mich selbst zu seyn. Denn unsterblich ist die seele. Wenn ich hier nicht weislich wähle, Ach! bverloren ist sie dann, Daß ich sie nicht retten kann. 2. Wahre hoffnung ew'gen le⸗ bens; Diese, diese sey das ziel Mein es eifrigstenbestrebens; Denn sie schenkt der freuden viel Und wo kaun ich die wohl finden? War⸗ lich nicht im dienst der sünden! Rein! mit ihr erfuͤllet mich Jesu nur der glaub' an dich. 3. Und die segen sind unzaͤhlig/ Die uns dieser glaube schafft. Er, er macht gerecht, er selig; Er auch weis' und tugendhaft. Er erleichtert jede buͤrde, Er giebt thoͤtigkeit, giebt wuͤrde; Giebt geduld und trost im schmer:z Giebt im tode muth ins herz. 4. Solcher glaub' erfuͤllet kei⸗ nen, Der noch seinen suͤnden froͤhnt. Drum hilf, Herr, daß nach dem einen Ernstlich stets mein herz sich sehnt. Lehr mich nach dem ew'gen leben Stets be⸗ gehren, trachten, streben, Bis es einst mein geist im tod Froh ergreift; denn eins ist noth. Mel. Kommt her zu mir, lnin ꝛe. enn mit o hoff ich 1098.S festein muth Auf 39 gottes gnad' und ehristi blut; Ich hoff ein ewigs leben. Gott ist ein vater, der oerzeiht, Hat mir das recht zur seligkeit In seinem sohn gegeben. 2. Herr! welch ein unaussprech⸗ lich heil, An dir, an deiner gnade theil, Theil an dem himmel ha⸗ ben; Im herzen durch den glau⸗ ben rein, Dich lieben, und vec⸗ sichert seyn Von deines geistes gahen 3. Dein wort, das wort der Dendert„Wirkt goͤttliche zufrie⸗ enheit, Wenn wir es treu be⸗ wahren. Er spricht uns trost im elend zu, Versuͤsset dieses lebens ruh, Und staͤrkt uns in gefahren. 4. Erhalte mir, Herr, fort und fort Den glauben an dein goͤtt⸗ lich wort Um deines namens wil⸗ len. Laß ihn mein licht auf er⸗ den seyn; Ihn taͤglich mehr mein herz erneun; Und mich mit tron erfuͤlen. Mel. Herzlich 2—.— Udwber ꝛc. Izelobt seyst du,barm⸗ 10 96 herz'ger Gott! Ge⸗ lobt fuͤr unsers mittlers tod. Der uns das heil erworben. Wie hast du, Gott, auch mich geliebt! Er, der mir ew'ges leben giebt, Is auch fuͤr mich gestorben. Mein ganzes herz frohlockt in mir. O, Vater ich lobsinge dir. Hilf, daß ich jeden tag aufs neu Mich dei⸗ ner vaterhuld erfreu. Gott mei⸗ nes heils! Sey ewig mein, 2, Und laß mich dir recht dankbar eyn. 2. Voll froher ehrfurcht beug ich mich Vor dir, Sohn Gottes, der du dich Fuͤr mich dahingege⸗ ben. Nie komm es mir aus mei⸗ nem sinn, Wie viel ich dir, Herr, schuldig bin. Dein tod bringt mir das leben. Durch deines opfers ew'ge kraft Hast du mir/ welch ein heil! geschafft; Ein heil, 40 Anhang. heil, das mich der straf entruͤckt; Ein heil, das ewig mich begluckt. Herr Jesu Christ! Wie liebst du mich!l:,: Hilf, daß ich ewig liebe die sch. 3. Mit inbrunst fleh ich, Herr, zu dir, Besoͤrdre du doch selbst in mir Ein glaͤubiges gemuͤthe. Wie sehnet meine seele sich! O wie, Erloͤser, dürstet mich Nach deiner großen guͤte! Mit schmerz fuͤhl ich, was mir gebricht. O staͤrke meine zuversicht, Daß du auch mein erloͤser seyst, Auch mich vom ew'gen tod befreyst. Herr, dieser trost Sey fest in mir!/ So dien' ich voller freuden dir. 4. Zur weisheit und gerechtig⸗ keit, Zur heiligung und seligkeit Bist du mir ausersehen. abtt mir zum herrlichsten gewinn Gab du dein leben willig hin. Hoͤr denn auch nun mein flehen. Mein Heiland, zieh mich ganz zu dir. Ja durch den glauben wohn' in mir: So nimmt in mir die see⸗ lenruh Und meines herzens beß⸗ rung zu. Mein Herr und Gott! Verlaß mich nicht!n So komm' ich einst nicht ins gericht. 5. Du oͤffnest deinen himmel mir. Der freuden fuͤlle ist bey dir. Auch ich soll sie genießen. Belebe mich mit muth und kraft, So meine ganze pilgerschaft Zu fuͤhren und zu schließen, Daß ich dein sanftes joch nie scheu; Stets bis zum tode dir getreu, Mit freuden thu, was dir gefaͤllt; Und dich auch ehre vor der welt. O Herr, mein Heil! Sey stets mit mir!:, So komm' ich einst gewiß zu dir. Mel. Es ist.e 0 5 kom̃en ꝛe. ch weiß, an wen 1I O0.Imein herz sich haͤlt. Den trost soll nichts mir rauben. Als buͤrger einer bessern welt, Leb' ich zwar noch im glauben. Doch schan ich einst, was ich ge⸗ glaubt. Wer ist, der mir mein erbtheil raubt? Es ruht in jesu haͤnden. 2. Mein lehen ist ein kurzer streit, Und herrlich ist die krone. Die krone der gerechtigkeit Wird mir zum ew'gen lohne. Und wer entreißt mir die? mich schuͤtz; Der nun zur rechten gottes sitzt, Mein heiland, mein vollender. 3. Du, Jesu, du bist mir allein Mein schutz und trost auf erden, Und dort soll ich dir aͤhnlich seyn. Was kann mir groͤßers werden? Voll muthes eil' ich unverweilt Dem ziele zu, bis ichs ereilt, Und nun die kron' empfange. 4. Herr, lenke selber meinen blick Vom eiteln weltgetuͤmmel Auf dich, auf meiner seele gluͤck Auf ewigkeit und himmel. Die welt mit ihrer herrlichkeit Ver⸗ geht, und waͤhrt nur kurze zeit. Im himmel sey mein wandel! 5. Jetzt, da mich dieser leib be⸗ schwert, Ist mir noch nicht er⸗ schienen, Was denen jene welt gewaͤhrt, Die hier gott treulich dienen. Wenn mein erloͤsungs⸗ tag erscheint, Und nun mein auge nicht mehr weint; Dann werd ichs ganz empfinden. 6. Hier zwar ist schwachheit noch mein theil, Die hellern blicken wehret. Nur dunkel seh ich hier dies heil. Dort wird mits ganz verklaͤret. Dort wird mein werth mir ganz enthuͤllt, Wenn ich, erwacht nach deinem bild⸗ Dein antlitz ewig schaue. 7. Zu diesem gluͤck bin ich er⸗ kauft, O Herr, durch deine lei⸗ den. Auf deinen tod bin ich ge⸗ tauft. Wer will von dir mich scheiden? Nein! ich, von dir/ als dein, erkannt; Gezeichnet, Herr, in deine hand; Bin schon in hoffnung selig. *8. Wie groß ist deine lch⸗ ahne Ashoh genue 1t h¹ν Auhthan,e ass, AE im geif als, e . ö Mme 0, Die H dch nicht m Dttheligt di deinen F dein Ich stiede Ke Wasche unden Altdent. Aum laß u ante Ein heix h nicht fog sißerlich e Aubenthä sichte hringe dot dit re Hulgen, Irt u kennst,E hen, Un Ihundeln. O! Ashmetz,. Aundeln. an Rhmerk. Wargen. Dl 0 netk/ S. Magen, Zun I Zuy Aachenniche Hlerelung DIt gsz et ‚ unne D h en uni ahtt h Anhang⸗ 41 lichkeit. Frohlocke, meine seele! Vom tand der weltlust unent⸗ weiht, Sey gottes ganz, o seele! Der weltlust glaͤnzend nichts ver⸗ geht. Nur des gerechten gluͤck besteht Durch alle ewigkeiten. Vom christlichen Wandel uͤberhaͤͤupt. Mel. Es woll uns ahur ch, 10 ewahr mich, Gott, 1101 B daß nie der wahn Mein schwaches herz bethoͤre, Als waͤr es schon genug gethan, Wenn dir nur aͤußre ehre Der mensch, dein unterthan, erweist. Erinnre das gewissen, Daß in der wahr⸗ heit und im geist Die dich ver⸗ ehren muͤssen, Die dir gefallen wollen. 2 2. Die kommen nicht ins him⸗ melreich, Die Herr! zu jesu sa⸗ gen, Doch nicht mit ganzem ernst zugleich Der heiligung nachjaͤgen. Nur die, die deinen willen thun, Laͤßstt du, als deine kinder, Bey dir in ewgem frieden ruhn, Wenn beuchlerische sünder Von dir ver⸗ stoßen werden. 3. Drum laß mich doch vom glauben nie Ein heilig leben tren⸗ nen, Mich nicht fuͤr jesu juͤnger hie Bloß aͤußerlich bekennen. Laß meinen glauben thaͤtig seyn, Und reiche fruͤchte bringen, Laß mich, im herzen vor dir rein, Mit eifer darnach ringen, Im guten zuzu⸗ nehmen. *4. Du kennst, o Gott, der menschen herz, Und liebst, die redlich handeln. O laß in freude, wie in schmerz, Vor dir mich richtig wandeln. Dein wille sey mein augenmerk. Hilf selbst mir ihn vollbringen. Durch dich muß jedes gute werk, Sollt' es auch nicht gelingen, Zum segen mir gereichen. 5. Doch wenn ich aus unwissen⸗ heit Und übereilung fehle: So thu an mir barmherzigkeit! Sey gnaͤdig meiner seele! Hilf selbst alsbald mir wieder auf! Dein wort laß hell mir scheinen, Bis ich, nach wohlvollbrachtem lauf, Dort ewig mit den deinen Dir ohne fehltritt diene. Mel. Es ist das heil uns kom̃en ꝛe. ein bin ich, Herr, IIO2. O dir will ich mich Zum opfer uͤbergeben; Rechtschaf⸗ fen, heilig, rein will ich Vor dei⸗ nen augen leben! Wie koͤnnt' ich eines andern seyn? Bin ich nicht durch die schoͤpfung dein? Nicht dein durch die erloͤsung? 2. Ich fiel, und wandte mich von dir, Zur finsterniß vom lichte. Doch wandtest du dich, Gott, zu mir Mit deinem angesichte. Er⸗ barmen war dein angesicht, Mich von der finsterniß ins licht Zu dir zuruͤckzubringen. 3. Dein, dein ist die barmher⸗ zigkeit: Dich jammert selbst der suͤnder. Seyd, rufst du, wieder mir geweiht! Seyd wieder meine kinder! Laßt euch erneuern! wer⸗ det gut! Dort fließet der versoͤh⸗ nung blut, Von suͤnd' euch rein zu machen. 4. Dein sohn, o Gott, wird mensch, und stirbt, und leidet unsre strafen; Bußt selbst fuͤr laster, und erwirbt Befreyung ihren sklaven. Wie duͤrft' ich eines andern seyn? Bin ich nicht durch die schoͤpfung dein? Nicht dein durch die er⸗ loͤsungg? 5. Durch ihn versoͤhnt, und, dir zum ruhm Erkauft durch seine lei⸗ den, Will niemals ich, dein eigen⸗ thum, Von dir mich wieder schei⸗ den. Gekreutzigt werde mir die welt! Ertodtet, was dir nicht ge⸗ faͤllt! Damit ich dir nur lehe. 6. Dieß wirke deine kraͤft in mir! Mir selbst fehlts am vermoͤ⸗ gen, Mich umzubilden, und 9155 ir, 42 Anhang. dir, Gott, misfaͤllt, abzulegen. Hier ist mein herz! nimm ganz es hin! Bild' es du selbst nach deinem sinn, Damit es dir gefalle! 7. So werd ich, der ich finster war, Ein licht in deinem lichte; Besteh mit deiner frommen schaar Vor dir einst im gerichte; Froh⸗ locke dann, und preise dich, Daß deine gnad' und treue mich Dem himmel zugefuͤhret. Mel. Es ist gewißlich 909 d zeit ꝛc. er sich des hei⸗ 1103. Wẽĩ lands ruͤhmen will, Der muß auch ihm nur le⸗ ben. Ihm wohlgefallen, sey mein ziel! Ihm folgen, mein bestreben! Rein ist er selbst; 0 muß auch rein, Wer ihm will angehoͤren, seyn, Und dienst der suͤnde fliehen. 2. Denn nicht vergoß der herr sein blut, Der suͤnde reich zu schuͤtzen. Mir solls, wie zu getro⸗ stem muth, Zur heiligung auch nuͤtzen. Am kreuz dein banges klaggeschrey, Versoͤhner, zeugt, wie schwer es sey, Der sunde schuld zu tilgen. 3. Wie darf nun, wer sich selbst nicht haßt/ Ihr noch zu dienen wagen? Nein! mein entschluß ist fest gesaßt; Ich will der suͤnd' entsagen. Und kann ichs, wenn ich nicht mit macht, Sobald die boͤse lust erwacht, Ihr maͤnnlich widerstehe? 4. Ich' will im kampfe wider sie Durch nachsicht nichts ver⸗ schulden; Verwerfliche begierden nie In meiner seele dulden. Bey jesu kreuʒ gelob' ichs an. Ich will/ so viel ich immer kann, Sie kreuzigen und toͤdten. Mel. Durch Atat 225—— agt der ehri I 104. O wie schwer es sey⸗ Den weg des herrn zu wandeln, Und taͤglich seinem worte treu, Zu denken und zu handeln. Wahr ists/ die tugend kostet muͤh; Denn sie bekaͤmpft die luͤste. Doch richte selbst! was waͤre sie, Wenn sie nicht kaͤmpfen muͤßte? 2. Die, die sich ihrer laster freun; Trifft die kein schmerz hienieden? Sie sind die sklaven eigner pein, Und haben keinen frieden. Der fromme, der die luͤste daͤmpft, Hat oft auch seine leiden, Allein der schmerz, mit dem er kaͤmpft, Ver⸗ wandelt sich in freuden. 3. Des lasters bahn ist anfangs zwar Ein breiter weg durch auen, Allein sein fortgang wird gefahr; Sein eund' ist nacht und grauen. Der tugend pfad ist anfangs steil, Laͤßt nichts, als muͤh, erblicken; Doch weiter fort fuͤhrt er zum heil/ Und endlich zum entzuͤcken. 4. Nimm an, gott haͤtt' es uns vergoͤnnt, Nach unsrer luͤste wil⸗ len, Wenn wollust, neid, und zorn entbrennt, Sie ungestraft zu stil⸗ len; Nimm au, gott ließ' den un⸗ dank zu, Den frevel, dich zu kraͤn⸗ ken, Den menschenhaß, was wuͤr⸗ dest du Von diesem gotte denken? 5. Gott will, wir sollen gluͤcklich seyn; Drum gab er uns gesetze. Sie sind es, die das herz erfreun; Sie sind des lebens schaͤtze. Er spricht in uns durch den verstand, Und spricht durch das gewissen, Was wir, geschoͤpfe seiner haxd, Fliehn oder waͤhlen muͤssen. 5. Ihn fuͤrchten, das ist weis⸗ heit nur; Und freyheit ists, sie waͤhlen. Ein thier folgt fesseln der natur; Der mensch dem licht der seelen. Was ist des geistes eigen⸗ thum? Was sein beruf auf erden? Die tugend ists; und was ihr ruhm? Gott ewig aͤhnlich werden. 7. Lern nur geschmack am wort des herrn Und seiner gnade fin⸗ den, und uͤbe dich getreu und gern, Dein herz iu uͤberwinden. Wer kraͤfte hat, wird* 10 ra Un sbe 2* 109 HNs/ l AtRn! Danuß 18 Wh echersg Aialdoot= Wt e IN d Hei at Hußte gar enh nich Re Ich fitket W bepßielxe it, lt uud herw se nie des Asn pade S Alhm ist t. Ahthmenek Ech satkl hmgeistag sche mit der Hltzer jabtas Ahaubehälte AW geben; Ahntrelt, De Mdann auchre , Bennd sket; Venuß⸗ Wuch wagt Ihlit äcktt, e slsdie that al Auwilen. Eg Klit deit. d sillen. isltschmuch G. 5 Ciunn „ ich auf! . Eo schwank! ohetegt; E Aheschaft s. hin sele. Hüüsserheit⸗ Affigket M schle. R ee 5 t iy N R N . Reh I R Ish IN itgan uachty fd IXI IX e Nu t Anhang. 43 brauch Von Gott noch mehr be⸗ kommen. Wer aber nicht hat, dem wird auch Das, was er hat, ge⸗ nommen. 8. Du streitest nicht durch eigne kraft, Drum muß es dir gelingen. Gott ist es, welcher beides schafft, Das wollen und vollbringen. Weñ gab ein vater einen stein Dem sohn, der brod begehrte? Bet' oft; gott müßte gott nicht seyn, Wenn er dich nicht erhoͤrte. 9. Dich staͤrket auf der tugend pfad Das beyspiel sel'ger geister. Ihn zeigte dir, und ihn betrat Dein gott und herr und meister. Dich muͤsse nie des frechen spott Auf diesem pfade hindern. Der wahre ruhm ist ruhm bey gott, st Und nicht bey menschenkindern. 10. Sey stark! tritt oft mit heiterkeit Im geist an deine hahre! Vergleiche mit der ewigkeit Den kampf so kurzer jahre. Das kleinod, das dein glaube haͤlt, Wird neuen muth dir geben; Und kraͤfte der zukuͤnft'gen welt, Die werden ihn beleben. 11. Und dann auch, ehrist, bleib unverzagt, Wenn dirs nicht im⸗ mer gluͤcket; Wenn dich, so viel dein herz auch wagt, Stets neue schwachheit druͤcket. Gott sieht nicht auf die that allein; Er sieht auf deinen willen. Ein goͤttliches verdienst ist dein. Dieß muß dein herze stillen. Mel. Erforsch anbsrmdieh Hottt Erbarm dich, Gott! 11 O5. E mein schwaches herz, Geneigt zu eitelkeiten, Laͤßt bald durch freude, bald durch schmer;, Sich auf den irrweg leiten. So schwankt ein rohr, vom wind bewegt; So schwankt, wenn leidenschaft sich regt, Oft unstet meine seele. Jetzt fuͤhl' ich, daß entschlossenheit, Jetzt wieder, daß die festigkeit In dem ent⸗ schluß mir fehle. 2. O laß in seiner neigung doch Den geist nicht laͤnger wanken. Erheb' ihn aus der sinne joch Zu himmlischen gedanken. Wenn von dem dienst der eitelkeit Mich deines geistes kraft befreyt, So wird es mir gelingen. Ich will mich bessern; Herr! ich will. Dies, dies ist meiner wuͤnsche ziel. Gieb du, Herr, das vollbringen. 3. Umsonst such ich der tugend bahn, Wenn du nicht mich be— gleitest; Nicht du von taͤuscherey und wahn Zur wahrheit selbst mich leitest. Doch hilf auch, daß ich/ ihr getreu, Stets sie zu uͤben eifrig sey Hilf es um jesu wil⸗ len! Hilf mir durch deines gei⸗ es kraft, Die stuͤrme wilder Loten Bekaͤmpfen, und sie illen! 4. Mein Gott! mein Gott! ge denke nicht Der suͤnden meiner iugend. Wie hart schien mir oft meine pflicht! Wie raͤuh die bahn der tugend! Und doch trugst du mich mit geduld. Laß, Vater, laß mich diese huld Zu meinem heile nuͤtzen. Dein weg, Herr, ist mein wahres heil; Ich will ihn gehn; ist er schon steil. Du wirst mich unterstuͤtzen. 5. Ich bin ein mensch, und irre leicht, und schwach sind meine kraͤfte, Und schwer ist, wie dem herzen deucht, Der heiligung ge⸗ schaͤfte. Du aber wirst mein herz erneun; Du aus der hoͤh mir kraft verleihn, Vor dir gerecht zu leben. Ich, dein erkauftes ei⸗ genthum, Will dort einst deines namens ruhm In ewigkeit erheben. Mel. Alle menschen muͤssen— wann werd' 110 ich von der suͤnde, Gott, mein Vater, voͤllig frey, Daß ich ganz sie uͤberwinde, Ganz dir wohlgefaͤllig sey? Dir gesteh' ichs mit beschaͤmung; Des 2e hang — Anhang. hangs bezaͤhmung, Die die kraͤfte ganz ihm bricht, Gluͤcket mir noch immer nicht. 2. In der andacht sel'gen stun⸗ den, Wo der geist auf wahrheit hoͤrt, Hab' auch ich das gluͤck empfunden, Das die froͤmmigkeit gewaͤhrt. Dann wuͤnscht' ich auch mir hienieden Nichts so sehr, als innern frieden, Als ein herz, dir ganz geweiht, Als der tugend se⸗ igkeit. ö 3. Gleich war mein entschluß gefasset, Dir mein leben ganz zu weihn. Alles, was dein auge has⸗ set, Sollte mir ein abscheu seyn. Gott, du sahest mein bestreben, Diesem vorsatz nach zuleben; Suͤn⸗ den stets zu widerstehn; Stand— haft deinen weg zu gehn. 4. Aber ach! wie oft empoͤren Leidenschaften sich in mir; Ueber⸗ raschen mich und stoͤren Meine freudigkeit zu dir. Des verderb⸗ ten herzens triebe, Sinnlichkeit, folz, eigenliebe, Haben mich schon oft beruͤckt, Mich, eh ichs gemerkt, verstrickt. 5. Ach, ich schwacher! dem zur treue Feste seelenstaͤrke fehlt, Den so ost aufricht ge reue, Und so oft doch fruchtlos quaͤlt! Ach! wer wird mich doch vom boͤsen, Das mich stets bekaͤmpft, erloͤsen? Ich elender! wer befrehyt Mich vom joch der sinnlichkeit? 6. Doch du traͤgst ja die gebre⸗ chen Unsrer suͤndigen natur. Schwachheit willst du, Gott, nicht raͤchen; Boͤsen vorsatz strafst du nur. Waͤr' bey meiner fehler buͤr⸗ de Dieß mein trost nicht; ach! ich wuͤrde Ganz erliegen, und mich dein, Hoͤchstes Gut, nie koͤnnen freun. I. Stellt mir, Gott, schon hier auf erden Lebenslang die sünde nach, Kann ich nicht vollkommen werden; Bin und bleib' ich hier noch schwach; Du, du segnest mein bestreben, Stets der tugend mehr zu leben, Ganz vom suͤndendien⸗ ste frey, Rein von aller gleißnerey. 8. Lehr' auf meinen weg mich merken; Und, wenn sich versu⸗ chung naht: Ach! dann eile, mich zu staͤrken, Eh sie mich gefaͤllet hat. Sey mein schutz! sey mein begleiter! Daͤglich fuͤhre, Gott, mich weiter, Bis ich in der ewig⸗ keit Dringe zur vollkommenheit. Vom pflichtmaͤßigen Verhalten gegen Gott. Furcht Sottes. Mel. O„Ali dude und ꝛc. illst du der weis⸗ 11 0⁷. heit quelle ken⸗ nen? Es ist die furcht vor gott, dem herrn. Soll man dich klug und weise nennen, Thu alle deine pflichten gern; Nicht, weil dein herz die strafe scheut, Nein, weil dein gott sie dir gebeut. 2. Lern gottes groͤße recht em⸗ pfinden, und fuͤhle ganz, wie nichts du bist; So wirst du nie dich un⸗ terwinden, Zu tadeln, was sein rath beschließt. Was dein verstand nicht faͤssen kann, Das betest du in ehrfurcht an. 3. Wenn du den hoͤchsten kind⸗ lich scheuest: So wird dir keine pflicht zur last. Du uͤbst sie freu⸗ dig, und bereuest, Daß du sie je versaͤumet hast; Denn wer Gott gern zum zeugen hat, Der freut sich jeder guten that. 4. Wenn suͤnder sich in nacht verhuͤllen, So scheuest du doch nicht das licht; Erfuͤllest freudig seinen willen; Und bebst vor dei⸗ nem richter nicht; Denn schwache traͤgt er, und verzeiht Der tugend unvollkommenheit. 5. Den hoͤchsten uͤberall vereh⸗ ren, Vor menschen, und in ein⸗ samkeit; Auf des gewissens stim̃e hoͤren, Selbst, wenn sie, was dich reizt, verbeut; Auch das 1910 dich Wete h lt V llle 11 40/Hrf Wflt Hadt nich . unn dei/ di Keubbench 8 Shfetsbot , Gieb Venn e dtäus gebeut A ail heil& Ihet vor V j Hott, n 1 Il ale . Gie/-H4 Afihren Sy m gehn. M knͤdlich! Ischenn, ist Ue geges Mmeines In kho . men⸗ Moerth bit Asligkeiten gg Wer d Acht achten Aherz berschz se Reh'alles simmel se Mlich denzg Alleschinnt Alhlebet sath dr x ls werke, Dr Mfitte; W IAI Von bekt Unbakün Ulnricht a V auf seg 0 ur, Gottz ,Nß siel Wichih oa ——. — * 8 M M lc * Hannh fn Nuym III W in shh un II ur sth — GI —— —.— * * 5 j; RI— 5 2...—— ——— —5 7 „ R H V N D N M Wschet, e heg Darth M „ Wothl E — — ν s ti. ichht . I Anhang. 4⁵ dich die furcht des herrn; Auch das thut, wer ihn ehret, gern. 6. Die eitle welt mag dich ver⸗ achten, Daß nicht auch du ihr gleich dich stellst! Furcht gottes lehrt dich das nicht achten, Wenn du nur deinem gott gefaͤllst. Was kuͤmmert den, der ihm gefaͤllt, Spott und verachtungdieser welt. 7. Sich stets vor dem allmaͤcht⸗ gen scheuen, Giebt heldenmuͤth'ge tapferkeit, Wenn maͤcht'ger men⸗ schen stolzes draͤuen Dir suͤnden wider gott gebeut. Ist gott mein schutz, mein heil und licht; So bebt meinherz vor menschen nicht. 8. Laß, Gott, mich deine furcht regieren, In allem nur auf dich zu sehn. Sie, sie laß mich zur weisheit fuͤhren: So werd' ich nie⸗ mals irre gehn. Wohl dem, der dich stets kindlich scheut! Dich kindlich scheun, ist seligkeit. Liebe gegen Gott. Mel. Jesu meines hlder dn ꝛc. rquell der vollkom⸗ I 08. U menheiten! Gott, wie liebenswerth bist du! Und o! welchen seligkeiten Fuͤhrt uns dei⸗ ne liebe zu! Wer dich liebt, der wirds nicht achten, Wollt' ihm auch sein herz verschmachten, Ihm wird deine lieb' allein Mehr, als erd' und himmel seyn. 2. Denk ich dein; o wie erhebet Meine seele sich in mir! Wie ge⸗ tröͤstet, wie belebet Fuͤhl ich mich, mein Gott, vor dir! Jeder blick auf deine werke, Deine weisheit, gůt' und staͤrke; Wie entlastet der mein herz Von bekuͤmmerniß und schmerz! 09 3. Flossen nicht aus deiner fuͤlle Segen mir auf segen zu? Daß ich ward, war, Gott, dein wille; Daß ich noch bin, schaffest du. Daß ich denke, daß ich wahle; Das auch dankt dir meine seele; Dankt dir, daß sie dich erkennt, Und dich kindlich vater nennt. 4. Du erloͤstest aom verderben Mich durch deinen sohn, o Gott; Ließest mir zum heil ihn sterben. Mir zum leben ward sein tod. Nur durch ihn ward mir gegehen, Ewig dort bey dir zu leben, Und in deinem auschaun dein Ewig mich, mein Gott, zu freun. 5. Sollt' ich dich nicht wieder lieben, Der du mich zuerst geliebt? Ja weit mehr, als vaͤter lieben; Unermeßlich mich geliebt? Und wo faͤnd ich doch hienieden, Liebt' ich dich nicht, wahren frieden? Wo im himmel faͤhigkeit Zum genuß der seligkeit? 6. Heil mir dann, wenn ichs empfinde, Wie so liebenswerth du bist: Wenn mein herz vom haß der sünde Juniglich durchdrun⸗ gen ist; Wenn ich allen deinen willen Freudig eile zu erfuͤllen. Heil mir! dann verwirfst du nicht Mich von deinem angesicht. 2. Noch lieb ich dich unvollkom⸗ men; Das fuͤhlt meine seele wohl. Ach! wann werd ich zu dir kom⸗ men? Ganz dich lieben, wie ich soll? Ganz werd ich dann deinen willen Kennen, schaͤtzen und er⸗ fullen; Stets zu neuer freudꝰ ent⸗ zuͤcktFuͤhlen, wie mich gott begluͤckt. Mel. Es ist gewißlich an 16.5.. Zu gott, o seele 1I O9. Zschwung dich auf,. Und freue dich der wonne! Er der da lenkt der sterne lauf, Den lauf der milden sonne; Er, der die ganzeschoͤpfunglenkt; Uns taͤg⸗ lich, stuͤndlich frende schenkt; Er ist allgegenwaͤrtig. 2. Wenn sich in stiller einsam⸗ keit Der geist zu ihm erhebet; Ganz voll von lieb' und dankbdaͤr⸗ keit, In hoher wonne schwebet; Da freut gott, o wie vaterlich; Sich meines gluͤckes, denn um mich Ist er stets gegenwaͤrtig. 46 3. Auch, wenn sich unser schick⸗ sal truͤbt, Und thraͤnen uns ent— fließen; Wenn stets uns dickre nacht umgiebt, Uns leiden ganz umschließen: Ist er bey uns mit seiner kraft, Die troͤstet, staͤrket, huͤlfe schafft, Im leiden gegen⸗ waͤrtig: 4. Wenn nun mein sterbend auge bricht; Wenn alle sinne schwinden; Das starre herz hier ferner nicht Der freundschaft tros empfinden, Nicht liebevoll mehr schlagen kann, Wohl mir! du, Vater, du bist dann Bey mir noch gegenwaͤrtig. 6. Zu gott, o seele, schwing dich auf, Und freue dich der wonne! Er, der da lenkt der sterne lauf, Den lauf der milden sonne; Er, der die ganze schoͤpfung lenkt, Im tod' und leben freude schenkt; Er ist allgegenwaͤrtig. Gehorsam gegen Sott. Mel. Sollt ich 15 und n 40 ut und heilig ei 1110. G dein wille, Wie du selbst es bist, o Gott; Und in ehrerbiet'ger stille Hoͤrt die schoͤ⸗ pfung dein gebot. Die im him⸗ mel bir lobsingen, Stehn um deinen thron bereit; Freuen sich der seligkeit, Deinen willen zu vollbringen. Nur der mensch er⸗ kennts oft nicht Fuͤr sein gluͤck und seine pflicht. 2. Dir gehorcht mit sanfter wonne Aller welten zahllos heer, Deine feste, deine sonne, Sturm Und donner, erd' und meer. Alles dienet deinem willen; Alles, Schoͤ⸗ pfer, was du schufst, Eilt und draͤngt sich, wenn du rufst, Dein gebok schnell zu erfuͤllen. Nur der mensch erkennts oft nicht Fuͤr sein gluͤck und seine pflicht. 3. Stolz empoͤrt des frevlers seele, Großer Schoͤpfer, wider dich. Deine goͤttlichen befehle Wirft Anhang. er thoͤricht hinter sich. Du solls ihn nicht mehr regieren; Kluͤgli⸗ cher nach seinem wahn Waͤhlt er eine beßre bahn. Diese soll zum gluͤck ihn fuͤhren; Und die bahn ist sͤndenvoll, Die zum gluͤck ihn fuͤhren soll. ö 4. Laß doch, Gott, uns fruͤh empfinden, Daß uns unser herz verführt; Daß die eitle lust der suͤnden Uns zuletzt den tod gebiert. Mach' uns deinen willen wichtig. Fuͤhr auf deine bahn uns hin, Lehr' uns jeden irrweg fliehn; Denn dein weg allein ist richtig Mach' uns unsern pflichten treu, Daß der wandel heilig sey. 5. So wird auch bey uns auf erden, Wie im himmel, dein ge— bot Freudig ausgerichtet werden, Heiliger und großer Gott! Wuͤrde doch eins noch von allen, Herr, dein wille gern gethan! Auf die erde schaͤutst du dann, O mit wel—⸗ chem wohlgefallen! Denn sie waͤr an tugend reich, Waͤre deinem himmel gleich. Mel. Kom̃/o Taoit, Pen 20 c ö zott, dein ist ma⸗ 111 I. iestät und macht Und alles ist dir unterthau. Dir werde preis und ruhm gebracht! Fallt nieder, menschen! betet an! 2. Du schufst das menschliche geschlecht; Durch dich, Gott, sind wir, was wir sind. Du bist mein herr, und ich dein knecht. Du bist mein vater, ich dein kind. g. Wie darf, wer, Vater, dich nicht ehrt, Des gluͤcks, dein kind zu seyn, sich freun? Nur die sind dieser ehre werth, Die ganz sich deinem dienste weihn. 4. Wie billig, wie gerecht, wie gut Ist alles, was uns gott ge⸗ beut i Wohl dem, der seinen wil⸗ len thut: Ihn thun, ist freud' und seligkeit. 5. Nur das, was bös' und saig U⁰¹. 406 Uch Ihit! E ud l Act de 0 Deten S H Etet KiltE uoch Ianider id hest K Gehot Ahit; Balen ult shuld/ E etz und ehh wort erts sit/ And hal Ul, Uns t Algest. Au ao chr? n Gott, Raht! Gehog Wrchm! Veis Mhlit; So shenthum. muth geges alesel, dl . Ha Wel , Daß nig 6 sch erkäh af sie ve stemich, wi Whs ist det Alen werken? hun gehre Mest fehlt z her rile; L Aangeboterf Irat ninder (hundfurcht Irunde Der Kchgnen sünd des tugen solenicht de Iahl Hdenke Rusen tugend kusemleßen lus folz au nensche Od Wcht Vue b Hahh. Mhras 11„ M Gert ,ͤ IN N. ne ne h cdeh y sh Ponseeh Iudd d g Ein hin EL P. Nh e N . ld,“ ac N ⁰ n eth 0 6 /M 0h 257%½ 3 Anhang. lich ist, und uns entehrt, verbeut uns gott. Weh dem, der seiner pflicht vergißt! Er stͤͤrzt sich selbst in schand' und noth. 6. Leicht ist die last, und sanft sein joch. Wers willig trägt, setzt seinen lauf Stets freudig fort; und faͤllt er noch: So hilst gott selbst ihm wieder auff. 7. Bald heißt uns seine lieb' und huld Gehorsam seyn aus dankbarkeit; Bald warnt er uns vor neuer schuld, Und uͤbet uns durch schmerz und leid. 8. Sein wort ermahnet, droht, verheißt, Und haͤlt uns tod und leben vor. Uns ruͤhret und er⸗ weckt sein geist. Und ich verschloͤsse herz und ohr? 9. Nein! Gott, dir sey mein herz geweiht! Gehorsam sey mein groͤßter ruhm! Verleih mir auch bestaͤndigkeit; So bleib ich stets dein eigenthum. Demuth gegen Gott. M. O meine seel'ꝰ, du eht den— Herr, lehre mich, 1112. wenn ich der tu⸗ gend diene, Daß nicht mein herz des stolzes sich erkuͤhne, Und nie vor dir auf sie vermessen sey; Herr, lehre mich, wie oft ich fehle, merken. Was ist der meusch bey seinen guten werken? Wann sind sie je ganz von gebrechen frey? 2. Wie oft fehlt mir zum gu⸗ ten selbst der wille; Wie oft, weñ ich auch dein gebot erfuͤlle, Erfuͤll⸗ ichs doch weit minder, als ich soll! Sind lieb' und furcht stets die be⸗ wegungsgruͤnde Der guten that, der unterlaßnen suͤnde? Und ist mein herz des tugendeifers voll? 3. Gedenke nicht der sunden mei⸗ ner jugend! Gedenke nicht der un⸗ vollkommnen tugend Im weisern lauf der reifern lebenszeit! Wenn ich noch oft aus stolz nach tugend strebe, Aus menschenfurcht mich lastern nicht ergebe, Mit welchem recht nenn' ich das froͤmmigkeit? 4. Wenn ich den geiz aus furcht der schande fliehe, Aus weichlich⸗ keit mich wohlzuthun bemuͤhe, Und maßig bin, bloß um gesund zu seyn; Wenn ich die rach' aus eigennutze hasse, Der ehrsucht pfad aus traͤgheit nur verlasse: Ists tu⸗ gend wohl? nicht bloß der tugend schein? 5. Und, Gott, wie oft sind un⸗ sre besten triebe Nicht froͤmmig⸗ keit, nicht fruͤchte deiner liebe! Sind mirkungen bloß von natur und zeit. Wann fuͤhlen wir der tugend ganze wuͤrde? Duͤnkt dein gesetz uns niemals schwere buͤrde? Gehorcht das herz ihm stets mit freudigkeit? 6. Doch, Herr, mein Gott, wenn auch zu deiner ehre Mein herz nun rein, rein meine tugend waͤre; Ruͤhrt das von mir? ists nicht dein eigenthum? Wer ließ michfruͤh zur tugend unterrichten? Mein wahres gluͤck mich sehn in meinen pslichten? In folgsamkeit mich suchen meinen ruhm? 7. Wer gab mir muth, Herr, dein gebot zu lieben? Wer gab mir kraft, es freudig auszuuͤben? Und wer im kampf entschlossenheit und sieg? Weß ist der quell, der mich mit weisheit traͤnkte? Und weß der freund, der mich zum gu⸗ ten lenkte, Und, fehlt' ich, mir den fehler nicht verschwieg? 8. Du triebst mich an, daß ich das gute waͤhlte, Und riefest oft, wenn ich des wegs verfehlte, Mich wieder auf den pfad der heiligung, Zogst mich durch kreuz, durch wohl⸗ that auch, von sunden; Ließst weñ ich rief, mich wieder gnade fin⸗ den, Und gabst gedeihn zu mei⸗ ner besserung. *9. Was ist der mensch, daß du, Gott, sein gedenkest, Gerech⸗ tigkeit in deinem sohn ihm 4 est. 48 Anhang. Vertrauen auf Sott. Mel. Was Amartt undt icht uf gott, und nich 111 3. A auf meinen rath Will ich mein gluͤck stets bauen, Und dem, der mich erschaffen hat/ Mit ganzer seele trauen. Er, der die welt Allmaͤchtig haͤlt, Wird mich in meinen tagen Als gott und vater tragen. 3*— 2. Er sah von aller ewigkeit, Wie viel mir nuͤtzen wuͤrde, Be⸗ stimmte meine lebenszeit, Mein gluͤck und meine buͤrde. Was zagt mein her;? Ist auch ein schmerz/ Der, zu des glaubens ehre, Nicht zu besiegen waͤre? g. Gott kennet, was mein herz begehrt, Und haͤtte, was ich bitte, Mir gnaͤdig, eh ichs bat, gewaͤhrt, Wenns seine weisheit litte. Er sorgt fuͤr mich Stets vaͤterlich. Nicht was ich mir ersehe; Sein wille, der geschehe. g. Ist nicht ein ungestoͤrtes gluͤck Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrige geschick, Bey des⸗ sen last wir klagen? Die groͤßte noth Hebt doch der tod; Und eh⸗ re, gluͤck und haabe Verlaͤßt mich doch im grabe. 5. An dem, was wahrhaft gluͤck⸗ lich macht, Laͤßt Gott es keinem fehlen. Gesundheit, ehre, gluͤck und pracht Sind nicht das gluͤck der seelen. Wer gottes rath Vor augen hat, Dem wird ein gut ge⸗ wissen Die truͤbsal auch versuͤßen. 6. Was ist des lebens herrlich⸗ keit? Wie bald ist sie verschwun⸗ den! Was ist das leiden dieser zeit? Wie bald ists uͤberwunden! Hofft auf den herrn! Er hilft uns gern. Stillt, dulder, euer weinen, Gott hilft gewiß den seinen. Mel. Was Gott alen das ist ꝛe. ö Ver alleweltenuͤber⸗ I1 14. DcchautDerkrnch nach menschenweise. Er ist es, dem mein herz vertraut; Denn er ist der allweise. Er setzt sein ziel Sich, wie er will, Und hat der wege viele Zu jedem seiner ziele. 2. Ein blick deß, der uns stets be⸗ wacht, Herab zu uns auf erden Is schon entschluß, reif uberdacht, Der gleich eilt, that zu werden; Und immer muß That, wie entschluß, Ihm wohl, ihm ganz gelingen; Auf einmal viel vollbringen. 3. Nie hat er lust an unserm schmer; Bey seinen zuͤchtigungen. Nein; die auch hat sein vaterherz/ Hat lieb' ihm abgedrungen. Er pruͤft und uͤbt Die, die er liebt; Und wohlgenützte leiden Ver⸗ wechselt er mit freuden. 4. Auch bleibt er, deß bin ich ge⸗ wiß, Getreu inseinem bunde. Mein—.— AMginGott f Ile, was 3 schicksal decke finsterniß! Still wart' ich seiner stunde. Verzieht sie noch; Einst koͤmmt sie doch. Da werd ich den allweisen Fuͤr den verzug auch preisen. Mel. Nun Aint de e wtcher uf deine weishei 1 11 5. A bauen, Auf deine guͤte trauen, Das, Gott, giebt trost und muth. Du fuͤhrest selbst durch leiden Zu wahren sichern freuden; Denn alles, was du thust, ist gut. 2. Vor dir ist nichts verborgen. Was wollt ich aͤngsllich sorgen, Da du mein vater bist? Du gabst mir Gott, das leben, Und wirst mir al⸗ les geben, Was mir zur wohlfahrt noͤthig ist. ö 3. Wir streben oft nach dingen, Die, wenn wir sie erringen, Uns doch bloß buͤrde sind. Ein schein, der uns bethoͤret, Und unsern uur Ih InE Wanrnut W Ith Wnich Iam ttaE Anttof WMgeber S Ulen 2 un fiehn, Hlttemein S Ulfts fe ofnun Wt von s einem& anter helfeß Wslttich chan die dios Iusehu. 4 Eonst. VEonftei . tihn als va ꝗ Aöphetrgiebts hlen schme Mheislich rr Iamihn nochz Aasch kein se Luthftdu schs ssst drum: Autgualt; Deine kraf: h sitiger hi, ey du d 4 Hdird run begeg hdu nock Mhithräne te Mͤdig an Aushr nim ee LXIEIR IR ih g A uah Im sah XXV I LI. RiU Art N. NM. II I alte inset ELXV I Ducks 1 II. I list ... MSUuhn Anhang. 49 nur naͤhret, Macht uns fuͤr beßre guͤter blind. 4. Dein wille sey der meine. Auch wenn ich huͤlflos scheine, Soll dieß mir muth verleihn. Es muͤsse, Herr, mir armen Dein bey⸗ ul stand, dein erbarmen Stets mehr, als aller reichthum, seyn. 5. Nie laß mich zweifelnd wan⸗ ken, Wenn traurige gedanken Mir deinen trost entziehn. Ich werde nie vergebens, Zu dir, Herr hh meines lebens, Mit kindlichem vertrauen fliehn. 5. Erleichtre meine leiden Durch deines geistes freuden, Durch muth und hoffnung, mir. Beugt mich die last von schmerzen: So denn zu meinem herzen: Ich, ein erretter, helfe dir. 7. Was sollt ich mich detruͤben? Gott, denen, die dich lieben, Muß alles segen seyn. Ich bin ja dein erloͤfster. Sonst weiß ich keinen troͤster; Sonst keinen schutz, als dich allein. Ergebun gin Gottes Fügungen. Mel. Alles, 41001 56—— mit ö ohl dem, der mi 111 6. W stillem herzen Gott/der ihn als vater liebt, Ganz sein bestes uͤbergiebt; Und, wenn auch die leiden schmerzen, Seinem schmerze weislich wehrt; Nicht durch gram ihn noch vermehrt. 2. Mensch! kein schicksal deines lebens, Sorgst du schon von jugend auf, Nimmt drum einen andern lauf. Sorge quaͤlt; sie quaͤlt ver⸗ gebens; Deine kraͤfte zehrt sie ab; Stuͤrzt dich zeitiger ins grab. 3. Laͤngst, eh du die welt betra⸗ test, Wog, der dir dein leben gab, Was dir nun begegnet, ab; Gab dir gluͤck, eh du noch batest. Eh noch deine thrane rann, Sah er sie schon gnaͤdig an. 4. Dankbar nimm des lebens freuden Aus des hoͤchsten milder hand. Hat er schmerz dir zuer⸗ kannt: Schicke dann dich, wohl zu leiden. Gut ist alles, was Gott will. Duͤlde willig, und sey still! 5. Will dein anschlag nichtgedei⸗ henz Mislingt alles dein bemuͤhn Owas gluͤck dem mensch enschien, Mußt' er oft hernach bereuen. Wohlthat wars fuͤr dich vielleicht, Daß du nicht dein ziel erreicht. 6. WennGott nicht so reiche se⸗ genAls dem nachsten, dir verlieh; Muͤsse doch ihr anblick nie Neid in deiner brust erregen. Lernefrem⸗ den glucks dich freun! Fremdes gluͤck wird dadurch dein. 7. Wenn dir frevler angst er⸗ wecken; Dich ihr haß ver folgt und kraͤnkt: Gottes macht haͤlt ihn umschraͤnkt. Droht der tod mit seinen schrecken: Der vom tod er⸗ retten kann, Ist dein gott; nimmt dein sich an. 8. Sey denn unbesorgt und hei⸗ ter! Im vertrauen auf sein wort Setze deine wallfahrt fort. Der bisher half, hilft dir weiter. Gott haͤlt fest, was er verspricht. Er, dein gott, verlaͤßt dich nicht. Mel. Mein 4 und seelꝰ den ꝛc. ö Herr, mein Gott, 111 O durch den ich bin und lebe! Gieb, daß ich mich in deinen rath ergebe. Laß stets mein herz des murrens frevel scheun. Dein wille muͤß' auch stets der meine seyrn. ö 2. Du, du regierst, bist weisheit, lieb und staͤrke, Du, Herr, erbarmfl dich aller deiner werke. Was zag' ich denn noch einen augenblick? Du bist mein gott, und willst nichts, als mein gluͤck. 3. Von ewigkeit hast du mein loos entschieden. Was du be⸗ stimmst, das dient zu meinem frie⸗ den. Du wogst mein gluͤck, du wogst zugleich mein leid, Und/ was W ist fuͤr mich seligkeit. 4. 50 Anhang. 4. Gefällt es dir: so muͤsse keine plage Sich zu mir nahn; gieb mir zufriedne tage! Doch hindern sie der seelen etzigs heil: So bleibe nur dein trost, o Gott, mein theil. 5. Du giebst aus huld uns dieser erde freuden. Aus gleicher huld verhaͤngst du unsre leiden. Lud ich sie nicht auf mich durch eigne chuld: So zag ich nichtz ich weiß/ u giebß geduld. 0. Soll ich ein glück, das du mir gabst, verlieren, Und willst du, Gott, mich rauhe wege fuͤhren: So wirst du doch,(denn du er⸗ hörst mein flehn,) Zu rechter zeit mir eine hülf' ersehn. *. Vielleicht muß ich nach we⸗ nig tagen sterben. Hert, wie du willst! soll ich den himmel erben; Und ist nur der gewiß im glaaben mein: cahnh sen dann der tod nir schrecklich seyn! Geduld im Leiden. Mel. Herzliebster Jesu, was hast ꝛc. —41 8 in herz/o Gott, im 11 5„leiden stets gedul⸗ dig, Das bin ich dir und meinem heile schuldig. Laß diese pflicht, der wir so oft vergessen, Mich wohl er⸗ messernn 2. Bin ich nicht staub, wie alle meine vaͤter? Bin ich vor dir, Herr, nicht ein uͤbertreter? Leist' ich zu viel, wenn ich die schweren tage Mit muth ertrage? 3. Wie mancher, der ein leiden muß Erdulden,/ Erduldet dann nur seiner thorheit schulden, undnennt doch lohn, den er verdient bekom⸗ men, Ein kreuz der frommen. 4. Ist duͤrftigkeit, mit der die traͤgen ringen, Sind haß und pein, die stolz und wollust bringen, Des schwelgers schmerz, des neids ver⸗ mißtefreuden, Einchristlichleiden? 5. Ist derer qual, die deinen rath verachtet, Nach deinerfurcht, nach glauben nie getrachtet, Wenn sie sich nun in finstrer schwermuth quaͤlen Pruͤfung der seelen! 6. Doch selbst, o Herr, in frasen unsrer suͤnden, Laͤßst du den weg zu unserm heil uns finden, Wenn wit dadurch uns, sie forthin zu hassen, Erwecken lassen. 7. Du zuͤchtigst uns, daß wir zu dir uns nahen, Die heiligung des geistes zu empfahen, Und mit dem trost der huͤlfe, die wir merken, Auch andre stärken. S8. Jagꝰ' ich nur nach dem frieden im gewissen, Wird alles mir zum besten dienen muͤssen. Du, Herr, regierst; dein vaͤterlicher wille Wirkt guts die fuͤlle. 9. Die truͤbsal bringt geduld; geduld erfahrung; Erfahrung giebt dem glauben muth und nah⸗ rung. Ein solches herz steht auch in noͤthen feste; Hofft stets das beste. Mel. Herꝛlieb ster Jesu/was hast ꝛc. 111 Ein pilger nur, ein 9. gast bin ich auf er⸗ den. Nicht hier, erst dort, soll ich ganz gluͤcklich werden. Dort war⸗ ten mein, muß ich schon hier oft leiden, Des himmels freuden. 2. Wenn ich nur nicht mein elend selbst verschulde; Wenn ich als ehrist, was Gott verhaͤngt, er⸗ dulde: So darf auch ich der hulfe der erloͤsten Mich sicher troͤsten. 3. Ich bin ein mensch/ und leiden muͤssen kraͤnken. Doch in der noth an seinen schoͤpfer denken, und ihm vertraun: ftaͤrkt in den herbsten schmerzen Der ehristen herzen. 4. Schau uͤber dich! wer traͤgt der himmel heere? Merk' auf! wer spricht, bis hieher! zu dem mee⸗ re? Ist nicht auch er dein helfer, dein berather, Dein bester vater? 5. Willst du so viel, als der all⸗ Wwamumn hi Jetzt weißst du nicht/ warum du leiden muͤssen. Allein/ du wirst, was seine wege waren/ Hernach erfahren. Vach⸗ shchn? 1 WNI. Mu d Ahncht9 Acnachit den ch fras 0 hatst D her Wat halhet v Ahen G Wactenis Ahen wil I kumm. S Wuchren 1 hun und Wund fre3 Athunes anns Augstmit die schỹ Mluchsün Wus selbez Whhum dienz WWler hoheinf Achohes Abothild y Ic, ahnle Wund ass⸗ 0 Reitem Whlich d sse,fuͤrken. 1221 Aswahrer; Achrur de schdeinem e Kac ein —.— Ingott, Rer 1 Ehhehet Ahn höch Lachchun,! flbe m Ucanet. Ahdaudeit, Sasse . e,ö ipfcha. I si X ANe nist l AAA Mi 30 A Rhr AH Tauht NIUI ILIXI * ꝗ. I h EE W U II VI i N An I e e e H M bunt H t lit e erR Hich Anhang. 51 NVachahmung Jesu. % Mel. Herr,deine allmacht reichtꝛc. elch hohesbeyspiel 1120. W gabst du mir, 5 f Mein heiland, durch dein leben! Sollt' ich nicht gern und mit be— gier Dich nachzuahmen streben? Nicht gehn den weg, den du be⸗ tratst? Nicht freudig thun, was du, Herr, thatst? 6 2. Dein herz, von suͤnden nie entweiht, War rein, wie deine leh⸗ rez Dein ganzer wandel heiligkeit; Dein streben Gottes ehre. Du gabst mit aͤchtem kindessinn Dich gauz in seinen willen hin. 3. Der kummervollen trost zu seyn, Zu wehren jedemleide, Stets wohlzuthun und zu erfreun, War deine sorg' und freude; Und jedes menschen nothund schmerz Durch⸗ drang und jammerte dein herz. 4. Du trugst mit sanftmuth und mit huld Die schwachheit deiner freunde. Auch suͤnder trugst du mit geduld, Batst selbstfuͤrdeinefeinde, Und uns zum dienst entsagtest du Gern deiner hoheit, freud' u. ruh. 5. Solch hohes beyspiel hast du mir Zum vorbild hinterlaͤssen, Wie du zů leben, aͤhnlich dir, In mei⸗ nem thun und lassen. O wohl mir, wenn ich deinem sinn In jeder tugend aͤhnlich bin! 6. Herr, staͤrke mich! gieb kraft und licht, Daß ich mein heil erken⸗ ne, Dein wahrer juͤnger sey, und nicht Mich nur den deinen nenne, Damit ich/deinem bilde treu, Nun andern auch ein beyspiel sey. Mel. Herr Gott, 00 du, ehlnd der 10 i reund der 1121. O Heuschen, Aenn Christ, Erhebet mein gemuͤthe, Der du das hoͤchste muster bist Von wohlthun, lieb' und guͤte! O neige selbst mein herz dazu, Daß ich gesinnet sey, wie du; Wie du gewandelt, wandle; Daß ich dein aͤchter juͤnger sey; Mich fremder wohlfahrt herzlich freu; Stets menschenfreundlichhandle. 2. Dein leben in der niedrie⸗ keit War fuͤr uns heil und segen. Dir folgten lieb und freundlich⸗ keit Auf allen deinen wegen. Der kranken trost, der schwachen stab; Ließst du, voll demuth, dich her⸗ ab Zu niedrigen und aͤrmen. Elenden halfst du; und sogar Dein tod für uns am kreuze war Großmuͤthiges erbarmen. 3. Auch jetzt noch auf der him⸗ mel thron Erbarmst du dich der suͤnder. Auch da bleibst du, o Gottes Sohn, Ein freund der men⸗ schenkinder. Den deinen schaffst du trost und ruh, Und dieverirr⸗ ten suchest du Auf rechten weg zu leiten. Du hörst der seufzen⸗ den gebet, Und brauchest deine majestaͤt Nur, segen auszubreiten. 4. O laß in meiner pilgerschaft Mich auf dein vorbild sehen! Er⸗ fuͤlle mich mit lust und kraft, Dem naͤchsten beyzustehen; Verlaßner stütz' und trost zu seyn; Mich mit den froͤhlichen zu freun; Mit weinenden zu klagen. Nie muͤß' ich dem, der meinen rath, Der meine huͤlfe noͤthig hat, Was er bedarf, versaͤgen. 5. Mit nachsicht laß mich bruͤ⸗ derlich Des naͤchsteu fehler dek⸗ ken. Den traͤgen laß mit sanft⸗ muth mich Aus seinem schlum⸗ mer wecken. Herr gieb mir dei⸗ nen edeln sinn, So oft ich auch beleidigt bin, Großmuͤthig zu ver⸗ zeihen: So wird in deiner herr⸗ lichkeit Mich dort dereinst in ewigkeit Der liebe lohn erfreuen. Vom pflichtmaͤßigen Verhal⸗ ten gegen den Nachsten. Naͤchstenliebe. Mel. Herr, deine allmacht reichtꝛe. ö jemand spricht 11 22. Sꝰ liebe Gott, D 2 Und 52 Anhang. Und haßt doch seine bruͤder; Der treibt mit gottes wahrheit spott; Tritt sein gesetz darnieder. Gott ist die lieb'ꝰ, und will, daß ich Dennächsten liebe, gleich als mich. 2. Uns alle schuf ein gott und herr Zu buͤrgern einer erde, Daß auf ihr jeder gluͤcklicher Durch ss andrer liebe werde; Und ich, um dieser mich zu freun, Muß auch zur liebe thaͤtig seyn. g. Ein heil giebt allen trost und muth, Und die, die sollt' ich has sen, Die gott durch seines soh⸗ nes blut, Gleich mir, erkaufen lassen? Daß gott mich suͤnder ihm versuͤhnt, Hab ich dieß mehr, als sie, verdient?.. 4. Du schenkst mir taͤglich so viel schuld, Du, Herr von mei⸗ nen tagen! Und ich, ich sollte nicht geduld Mit meinen bruͤdern tragen? Dem nicht verzeihn, dem du vergiebst? Nicht lieben, den du, Vater, liebst? 5. Was ich den menschen hier gethan, Dem kleinsten auch von diesen, Das siehst du, mein Erloͤ⸗ ser, an, Als haͤtt' ichs dir erwie⸗ sen. Und ich, ich sollt ein mensch noch seyn, Und dich im bruder nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist, der nicht Die rettet, die ihn flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen geist Ein herz, das dich durch liebe preist. Mel. e zuversicht ꝛe. NVlllen menschen, und 1 123.A auch mir Hat der schoͤpfer vorgeschrieben: Euern naͤchsten sollet ihr, Als euch selbst, von herzen lieben. Bey ihm gilt, so sagt sein wort, Menschenhaß, als brudermord. 3. Wir, die buͤrger einer welt, Sind aus einem blut entspros⸗ sen; Auch macht ehristi Tösegeld Uns zu eines heils genossen; Und uns alle druͤcket hie Einer wall⸗ fahrt last und muͤh. 3. Eine sterbliche natur Kuͤrzt uns allen unser leben. Uns hat eine hoffnung nur Gott in seinem Eines himmels Steht uns allen dort ohn gegeben; 200 ereit. 4. Und wir sollten uns ent⸗ zweyn? Lieblos uns einander hassen? Uns zu unsrer eignen pein Stolz und neid beherrschen lassen? Wer der menschheit pflicht vergißt, Ruͤhme nicht, er sey ein ehrist. 5. Laßt uns auch aus gottes hand Manchen aͤußern vorzug ha⸗ ben; Ehre, reichthum, hohenstand, Leibeskraͤfte, geistesgaben; Alles dieß befreyt uns nicht Von der menschenliebe pflicht. 6, Nein; der gaben unterschied Knuͤpft das große band auf erden, Wo, um eignes wohl bemuͤht, Al⸗ len alle nuͤtzlich werden. Den, der hoͤhern dienen muß, Naͤhrt der hoͤhern uͤberfluß. 7. Nach dem dir vertrauten pfandMessensich auchdeine vflich⸗ ten. Gab gott viel in deine hand; Viel hast du dann zu entrichten. Mit dem herrn hat dort derknecht Zur belohnung gleiches recht. 8. Dein erloͤser sagt es dir: Wer hier der geringsten einen Mild erquickt; der thut es mir; Labt mich selber in den meinen. Mancher, den die welt verschmaͤht, Ist in gottes aug' erhoͤht. 9. Gieb, mein heilaͤnd, mir ein herz Das von menschen liebe bren⸗ net; Theil nimmt an des bruders schmerz; Selbst den aͤrmsten nicht verkennet; Nie voll stolzen wahns er Daß auch er mein naͤch⸗ er i 10. Laß, du großer menschen⸗ freund, Mich, so langꝰ ich lebꝰ auf erden, W h vat i Hattdufl 6 4⁰⁰ hn lil Ilstet; Ein! un im eit Vcck be Rlk ich düß heileh, Achs, Het; Naht! uz vot de Ahehtt i Wih erste M seh meiz herkt vee Whüs und“ Ah dienes Wi dnf 3ʃ Nein, ni nerde ie A ttünk,! im dutst Mhollttost Mgte sgn I mein m Instarkt; sth i, V. lt. Fllt sch eitt Wan afzuric hlesch, De Ishten. Au Mein m sh. Verdie han deck Ienchis sscht iche Ich gelassen sheshmähn IMN ich den asten sue W aft; ö Ich ——— EN I I 0 Tundi 41 hu Tunses NSM 0 WGi EII 4 IS S u as AErhann RA Mih 5H m II Era g I e ni N.II 1 NII IH lchtt EX. rsth IEI IH Auschn D I dig I dn R it ulg all OA e I 1U e NI. I — 6 001 Anhang. 53 erden, Allem menschenhasse feind, Aehnlich dir an liebe werden, Um der hoffnung mich zu freun, Stets von dir geliebt zu seyn. Mel. O Gott, du 0 müe, en ꝛc. ieb mir, o Gott, 1 124.G ein herz, Das alle menschen liebet; Sich ihrer wohlfahrt freut; Bey ihrer noth betruͤbet; Ein herz, das eigen⸗ nutz Und neid und haͤrte flieht; Sich, wie um eignes gluͤck, Um andrer gluck bemuͤht. 2. Erblick ich dürftige; So laß mich guͤtig eilen, Von dem, was du mir gabst, Gern ihnen mitzu⸗ theilen; Nicht aus dem eiteln trieb, Groß vor der welt zu seyn, Und mich verehrt zu sehn; Nein! menschen zu erfreun. 3. Dieß sey mein gottesdienst, Auͤch unbemerkt von ihnen, Muͤß' ich durch huͤlf und rath Mit freu⸗ den andern dienen. Mich treibe nicht erst dank Zu milder wohl⸗ that an. Nein, was ich bruͤdern thu, Das werde dir gethan. 4. Ein trunk, mit dem mein dienst Dem durstigen begegnet; Ein blick voll trost, womit Mein herz bedraͤngte segnet; Ein rath/ durch den mein mund Im kum⸗ mer andre staͤrkt; Nichts bleibt, so klein es ist, Von dir, Gott, Ist unbemerkt. 5. Freut sich ein boshaft fren Unfrieden anzurichten; So freu das meine sich, Der bruͤder zwist zu schlichten. Aus schmaͤh sucht kraͤnke nie Mein mund des naͤch⸗ sten ruh. Verdienste ruͤhm' er gern; Gern deck' er fehler zu. 6. Die rach' ist dein, o Gott! Du sprichst: ich will vergelten. Lehr mich gelassen seyn, Wenn men schen schmaͤhn und schelten. ieb, daß ich dem verzeih, Der mir zu schaden sucht; Den liebe, der mich haßt; Den seohne, der mir flucht. . Noch hoͤher laß bey mir Die naͤchstenliebe streben. Ihr ziel sey nicht allein Sein gluͤck in diesem leben. Noch staͤrker muͤsse mich Sein ewig gluͤck erfreun; Noch mehr sein seelenheil Mir werth, mir wichtig seyn. 8. Hilf, daß ich, wenn er wankt Ihn moͤg' im glauben staͤrken, Und, wenn er fallen will, Ihn warn', auf sich zu merken, Und wenn er auf den pfad Des lasters sich verliert, Nicht raste, bis ich ihn Der tugend zugefuͤhrt. 9. Ach heilige du selbst Mein herz und seine triebe Durch deine lieb' und furcht Zu wahrer men⸗ schenliebe. Wer nicht den naͤch⸗ sten liebt, Geht nicht zum him⸗ mel ein. Laß diese wahrheit, Gott, Mir stets vor augen seyn. Mildthaͤtigkeit und Barnr⸗ herzigkeit. Mel. Herr, deine er dien reichtꝛe. er dieser erde 1 125. Witer hat, Und duͤrftige sieht leiden, Ind macht doch hungrige nicht satt, Nicht nackende laͤßt kleiden; Verletzt des ehristen erste pflicht, Und ken⸗ net gottes liebe nicht. 2. Wer zwar dem armen ga⸗ ben beut, Ihn huͤlfreich unter— ützet, Doch nur aus ehrsucht, weichlichkeit, Und eigennutz ihm nuͤtzet; Nicht aus gehorsam, nicht aus pflicht; Der liebet seinen naͤchsten nicht. g. Wer harret, bis, ihn anzu⸗ flehn, Ein duͤrft'ger erst erschei⸗ net; Nicht eilt, dem frommen beyzustehn, Der im verborgnen weinet; Nicht guͤtig forscht, obs ihm gebricht; Der liebt auch sei⸗ nen nächsten nicht. g. Wer fuͤr der armen heil und zucht, Mit rath und that nicht wachet, Dem uͤbel nicht zu weh⸗ ren sucht, Das oft sie duͤrftig * D 3 ma⸗ 54 Anhang. machet; Nur sorglos ihnen ga⸗ den giebt, Der hat sie wenig noch geliebvt. S. Zwar, allezeit vermaͤgst du nicht, So durch die that zu lie⸗ den. Doch bist du nur geneigt, die pflicht Getreulich auszuuͤben, Und wuͤnschest dir die kraft dazu, Und strebst nach ihr: so liebest du. 6. Ermattet dieser trieb in dir: So such', ihn zu beleben. Sprich oft; gott ist die liebꝰ, und mir Hat er sein bild gegeben. Denk oft: Gott, was ich hab', ist dein. Sollt' ich, gleich dir, nicht milde seyn? Mel. Mein d 10 muchertig eyd barmherzig! 1 126. S ehristen horet! Hoͤrt das heilige gebot, Das euch der erloͤser lehret. Seyd barm⸗ herzig! seyd's, wie gott! Gebt, so wird auch euch gegeben; Se⸗ gen hier, dort ew'ges leben. 2. So viel menschen; so viel bruͤder. Ein gott ist's, der alle Hl Alle sind wir ehristi glie⸗ er. Allgemein ist Gottes ruf. So den boͤsen, wie den seinen, Laͤßt gott seine sonne scheinen. 3. Gleicht dem vater an er⸗ barmen! Seyd barmherzig! seyd's wie er! Gebt mit milder hand den armen! Was ihr gebt, em⸗ pfaͤngt der herr! Helft! und eilt/ auch ungesehen, Euern bruͤdern beyzustehen. 4. Der verl zu bedraͤngten ei⸗ len; Der verlaßnen stuͤtze seyn; Kummer lindern; wunden hei⸗ len; Wohlthun, troͤsten, und er⸗ freun; Und das thun aus edlem Hebe Das ist aͤchte menschen⸗ iebe. 0 Gott, wir geben's von dem deinen. Unsre hand verweigre nie Hülfe da, wo bruͤder weinen. Unser mitleid troͤste sie, Daß, wenn wir zu dir uns nahen, Wir auch huͤlf' und trost empfahen. Dienstfertigkeit. Mel. OGott, du aubieson ꝛe. ienstfertig soll ich 11 27. Dsern. Wohl mir! wenn ichs erkenne, Und nun, was ich erkannt, Zu thun, vor eifer brenne; Verpflichtet mich auch schon Nicht amt und eid dazu, Ohn amt und eid es doch Aus menschenliebe thu. 2. Die welt hat ja ein recht Auf meine dienst und kraͤfte. Ihr nuͤtzen, sey fuͤr mich Ein seliges geschaͤffte. Nichts ist, was un⸗ serm gott An menschen mehr ge⸗ faͤllt; Und darum schuf er uns Zu buͤrgern einer welt. 3. So denkt der menschenfreund. Dieß, dieß ist sein bestreben. Er sucht, so lang' er lebt Fuͤr andrer wohl zu leben. Er, seines hohen rufs Zum wohlthun sich bewußt, Verbreitet uͤberall Zufriedenheit und lust. 4. Dich, Hoͤchster, ahmt er nach, Um deinem bild zu glei⸗ chen. Dem sucht er sich zu nahn; Kann ers schon nicht erreichen. Er foͤrdert andrer wohl, Und nuͤtzt, so viel er kann, Und sieht nicht bloß fuͤr sich Die welt ge⸗ schaffen au. ö 5. Nichts, was er hat, wird er Fuͤr sich allein besitzen, Macht, reichthum, scharfsinn, freund Gern auch fuͤr andre nuͤtzen. Er traͤgt die buͤrde mit, Die seine bruͤder druͤckt; Voll freude, wenn es ihm, Sie zu erleichtern, gluͤckt. 6. Was ihr beduͤrfniß heischt, Reizt jeden seiner triebe, Auch ohne ruhm und lohn, Zu werken aͤchter liebe. Nicht stolz, nicht Er ubt f Wirkt seine guͤtigkeit. Er uͤbt sie, und mit lust, Weil sie sein Gott gebeut. 7. Durch christum laß mich, Gott, Solch eines sinnes werden, Denn das war ehristi sinn! Das war sein thun auf erden. ar 1 ch Eh Id gen danurd .V W chöhft ler I D Kft N l 0 M fan 0 ht jedet d N0 Dendi Weil du; Dann all i einet l Rlicken ut Maller m MWum, Ihring'un! . Der! berstant Vns der et⸗ At hat m. Ver pi Amt? Du Wl bewog⸗ Ahmt von. lhth zuvot, ich hit 5 ich Ich sol 0 den ber Mich, w. Vucht freun Iahneht,als uch selig Ahdrum in Nich mei h uht 3 Aherheben; hcuth pfiich g e 0 h rsd LI E I. I I e 4 EI, At Zit NII M urrmdeh H bety 2 lt Iff Wientn n II. ATW silt 4+ dorn N N A IcH H en. 6 ni tohh . W 4. H6 1 a 6„Vschtt Fu i 0 bn LA sich En Iůt sih H A Anhang. 55 shat er nicht für uns! Ihm will ich aͤhnlich seyn, Um sein und Reun heils Einst ewig mich zu renn. Demuth gegen den Naͤchsten. Mel. Wer nur n Dir un Mese on dir auf diese 1128. V welt gerufen, Stehn, Schoͤpfer, alle menschen hier Auf vielerley Du aabi, sufen Der kraͤfte, die du gabst, vor dir; Nie gleich einander an gestalt, An staͤnden, guͤtern und gewalt. 2. Nicht jeder hat, was andre haben; Und das ist güte, denn du giebst Dem diese, jenem andre gaben, Weil du uns, Vater, alle liebst; Denn alle sollen gluͤcklich seyn, Und einer sich des andern sreun. 3. Begluͤcken und begluͤcket wer⸗ den, Ist aller ruf, ist aller loos. Nur darum, Gott, ist der eich erden Gering' und arm; der rei und groß. Der hat mehr kraft; der mehr verstand; Denn jener nuͤtzt, was der erfand. 4. Wer hat mich andern vor⸗ ezogen? Wer wieder andre men⸗ schen mir? Du, Herr, dure freye huld bewogen; Denn alles gute koͤmmt von dir. Ich gab dir nichts zuvor, und 4 Bin alles, was ich bin, durch dich. 5. Und ich, ich sollte nicht be— scheiden; Ich sollte stolz und eitel seyn 7 Ich den verachten, den be⸗ neiden? Mich, weil er mehr em⸗ pfing, nicht freun, Als war ich, haͤtt' ich mehr, als er, Auch besser dann; auch seliger? 6. Laß drum in meinem ganzen leben Mich meines gluͤcks und vorzugs nicht Zu andrer kran⸗ kung überheben; Verkennen nie der demuth pflicht; Nie bloß auf meinen vorzug sehn; Nie andrer gaben stolz verschmaͤhn. 7. Der niedrige soll ehrerbietig/ Leutselig soll der hohe seyn; Der reiche niemals uͤbermuͤthig; Der duͤrftige nie kriechendklein 3Denn edel denkt, wer demuth liebt, Schlecht denkt, mer sich dem stolz ergiebt. * 8. Wer eitler ehre gern ent⸗ behret, Und tugend auch an nie⸗ dern gern Erkennt und schaͤtzt und ehrt, der ehret Der niedrigkeit und hoheit herrn. Wohl! wohl ihm! denn bescheidenheit Ist al⸗ ler skaͤnde herrlichkeit. 9. Sie schmuͤckt das alter, giebt der jugend Reiz, liebenswuͤrdig⸗ keit und werth, Und glanz, und hoheit jeder tugend, Die eiteln dannt9 gern entbehrt: Denn emuth und bescheidenheit In unsre wahre herrlichkeit. 10. Gieb, Herr, zu allen dei⸗ nen gaben Auch die, daß wir, von stolze rein, So alles brau⸗ chen, was wir haben, Daß wir einander gern erfreun. Wir wer⸗ den alle dann zugleich An fro⸗ hem muth einander gleich. Sanftmuth und Versoͤhn⸗ lichkeit. hMel. Herzliebster Jesu, was hastꝛe. err, mein Versoͤh⸗ 129. ner, der du fuͤr mich littest, Und itzt zur rechten gottes fuͤr mich bittest! Ach lehre mich, gleich dir, gern sanftmuth üben; Selbst feinde lieben! 2. Wann hast wohl du je haß mit haß vergolten? Wann schal test du, so frech man dich geschol⸗ ten? Du segnetest mit wohllhun nicht bloß freunde; Nein, auch selbst feinde. 3. Und ich, ich duͤrfte mich den deinen nennen? Und doch von rachgier gegen feinde brennen? Je ihren haß mit gleichem haß dergelten? Je wieder schelten? g. Wie kann ich, Waltte 18 en 6⁵ Anhang. dem hoͤchsten sagen, Und groll im herien gegen bruͤder tragen? Wie zu ihm flehn, mir suͤnden zu verzeihen, Und rache schreyen? 5. Herr, dein verdienst bedeckt nur dessen schulden, Der aue erlaͤßt dem naͤchsten seine schul⸗ den. Hilf, daß mich deines heils nie durst nach rache Verlustig mache 6. Laß mich mit sanftmuth mei⸗ nem feind begegnen, Und, so wie du, den, der mir fluchet, segnen; Herr, mache gegen alle, die mich hassen, Mein herz ge⸗ lassen. 7. Erneu dann selbst alsbald in meinem herzen, Herr, das ge⸗ Daͤchtniß der weit herbern Dangen sei Die du in deinen bangen eidensstunden Fuͤr mich em⸗ pfunden. 8. Reizt mich der wahn, ich müß' auf rache dichten; Sonst wuͤrd' ich selbst mein ganzes gluͤck vernichten: Alsbald muͤß' ich auf dich, mein vorbild, schauen; Dir, Herr, vertrauen. 9. Du selber stiegst aus marter, schand' und hohne, Nun hoch— erhoͤht, hinauf zu gottes throne. Du, Herr, regierst, und schuͤtzest, die auf erden Dir aͤhnlich werden. Mel. Mein Reue ich itzt ꝛe. en, welche nicht 113⁰. vergeben, Wirst du, Vater, nicht verzeihn, Trost⸗ los werden sie im leben 3. Trost⸗ los einst im tode seyn. Suͤndern, welche bruͤder haͤssen, Kannß du keine schuld erlassen. 2. Wie dein herz mit sedem sunder Vaͤterliches mitleid hat; Wie der todesuͤberwinder Selbst fuͤr seine moͤrder bat: So soll auch der ehrist verzeihen, Und sich nicht der rache freuen. 3. Wir gelobens dir mit freu⸗ den: Willig wollen wir verzeihn; Nie uns raͤchen, wenn wir sei⸗ den; Nie zu dir um rache schreyn; Nein, versöhnlich vor dich tre⸗ ten, Und fuͤr unsre feinde beten. 4. Vater, staͤrk uns, deine hfrommen, Treu zu bleiben die⸗ ser pflicht. Wenn wir in versu⸗ chung kommen; So besiege sie uns nicht. Laß sie uns gewaffnet finden! Laß uns schnell sie uͤber⸗ winden! 5. Mach in unserm ganzen le⸗ ben Deinem sohn uns gleichge⸗ sinnt, Lehr uns dann noch gern vergeben, Wenn wir oft belei⸗ digt sind; Daß wir, so wie wir vergaben, Auch in ihm vergebung haben. 6. Heil uns! Gott verzeiht uns sündern; Geht nicht mit uns ins gericht; Nimmt uns auf zu sei⸗ nen kindern; Zuͤrnet mit uns ewig nicht. Laßt uns beten! laßt uns kaͤmpfen! Rachgier ganz in uns zu daͤmpfen. Mel. Herr, deine eri, reichtꝛe. er du, dem tode 11 3 I. D nah, fuͤr die, Die dich erwuͤrgten, batest, Zur rettung ihrer seelen sie Beym vater treu vertratest! Wann werd ich doch dir aͤhnlich seyn, Und meinem feinde gern verzeihn? 2. Ich wollte hoffen, trost im tod, Gnad' im gericht zu finden? Zu dir einst flehen: richte, Gott, Mich nicht nach meinen suͤnden? Und hoͤrte nicht die stimm' in mir: Wie du vergiebst, vergiebt gott dir? 3. Du, stimme gottes! schalle mir Durch meine ganze seele: Wie du vergiebst, vergiebt gott dir. Erwaͤg es, und dann waͤhle! Der waͤhlt den segen, wer ver⸗ giebt; Und der den fluch, wer rache liebt. 4. Auch mein beleidiger hat theil Am heiland aller suͤnder. Mit Ae Aihte 0 le Oult Ach At h ib Atli 7 t K... Mrd⸗ Mehe lbsteund Wnmei Mlott pt Adle ethig 0 sall: Ashher uͤe IWcsieb; de Ainst nic hche,seh Ilt, dem greund V0batt de V .N In n ch 500 ahn sbreinigt Unden Muthut, Icht und gt Eam antt Wachen, Ulr Walfieht, Wjund sort Wuhe sicht Mheterkei Htr sch fr Ean lieb n Des bli nd je strt, h f srit ö Hadtt gef VWsf hinte Wiang M Me N + dte II. n + Duty en Hicinh i scch hnlt Weh te hy ichel ichh 5 icht V Iime Jchi, 4 en I W Din 24 ilg Anhang. 57 Mit blut erwarb auch ihm sein heil Der todesuͤberwinder. An mich und ihn ergeht der ruf Des gottes, der uns beide schuf. 5. O koͤnnt' ihn meine sanft⸗ muth noch Zur seligkeit bekehren! Ihn, der mich haßt, das sanfte soch Der liebe tragen lehren! Wie goͤttlich wuͤrd' es mich er⸗ freun, Der retter meines feinds iu seyn ů 0. Wie wuͤrd' er mir am welt⸗ gericht Mit heißen thraͤnen dan⸗ ken! Als freund und bruder, ewig nicht Von meiner seite wanken! Mit mir gott preisen, dessen hand Uns für die ewigkeit verband. 7. O seele! welche seligkeit, Sich selber uͤberwinden! Duld ss und vergieb; denn gott verzeiht, und straft nicht deine fuͤnden. Nicht rache, segen rufe du, Be⸗ gnadigte! dem feinde zu. Freundlichkeit. Mel. O—8 des Eimirilhehp⸗ icht muͤrrisch, fin⸗ 11 32.N ster, ungesellig, Ist, wer ein ehrist zu seyn, sich reut; Ist ohne schmeicheley ge⸗ fallig; Vereinigt ernst mit freund⸗ lichkeit; Und was er sagt, und was er thut, Ist anmuthsvoll, ist wahr und gut. 2. Sein antlitz, heiter, wie der morgen, Umwölkt sich; seine freud' entflieht, Wenn er beküm⸗ merniß und sorgen In seines bru⸗ ders auge sieht, Und stralt in neuer heiterkeit, Wenn ein ge⸗ troͤsteter such freut. 3. Sein liebliches gespraͤch er⸗ heitert Des blöden schuͤchtern an⸗ gesicht, Und jedes herz fuͤhlt sich erweitert, Und freudenvoller, wenn er spricht; Denn haß in laͤchelnder gestalt Liegt nie bey ihm im hinterhalt. 4. Verlangt sein stand, daß er er gebeut; Und, wenn er strafet, mildert guͤte Selbst der verweise bitterkeit; Und troͤstet er, wenn kummer druͤckt, Wie fuͤhlt sich jedes herz erquickt! 5. Nicht rauh, noch hart, noch menschenfeindlich; Nein! eifrig, jeden zu erfreun, Und sanft und anmuthsvoll und freundlich Soll jeder juͤnger jesu seyn. Ach waͤ⸗ ren wir's! ach glichen wir, Du Vorbild wahrer liebe, dir. 6. In allen worten und geber⸗ den, In allen thaten laß, o Herr, Uns aͤller menschen freude wer⸗ den; Dir, Heiland, immer aͤhn⸗ licher: So werden wir uns ewig freun, Und gottes wahre kinder eyn. Wahrhaftigkeit und Red⸗ lichkeit. Mel. Ich dank dir, lieber herre ꝛe. 11 ohl dem, der rich⸗ 2 Itig wandelt/Der als ein wahrheitsfreund In wort und werken handelt; Ganz das ist, was er scheint; Nie luͤgen redt; nie schmeichelt; Nie dop⸗ pelzuͤngig spricht; Nie redlichkeit bloß heuchelt; Nie treu und glau⸗ hen hricht. 2. Wohl ihm, da deine guͤte Ihn leitet, ihn umgiebt! Ein redliches gemuͤthe Hast du, Herr, stets geliebt. An luͤgnern, an verraͤthern, An falschen hast du graͤul; Und hey den uͤbelthaͤtern Ist dort dereinst ihr theil. 3. Laß falschheit denn, und lüͤ⸗ gen, Gott, ferne von mir seyn Nie laß die lippen truͤgen; Nie sey die tugend schein. Erinnre mein gewissen, Du hassest heu⸗ cheley, Damit ich stets beflislen Der treu und wahrheit sey. 4. Laß niemals mich verspre⸗ chen, Was ich nicht wohl be⸗ dacht; Auch dann mein wort nie gebiete, Nie spricht er stolz, wenn brechen, Weil mirs beschwerde macht. 58 Anhang. macht. Nie reize meine seele Witz oder leichtsinn an, Daß ich als wahr erzaͤhle, Was laͤstersucht ersann. 5. Gieb muth, daß ich, nicht bloͤde, Wenn pflicht daͤzu mich dringt, Die wahrheit dennoch rede, So viel gefahr sie bringt. Gieb klugheit, daß ich wisse, Wo ich ohn alle scheu Freymuͤthig re⸗ den muͤsse, Wo schweigen besser sey. ö 6. Kämpft mich zu unterdrüͤk⸗ ken, Durch arglist fuͤrchterlich, Ein feind mit argen tuͤcken und lügen wider mich: Muͤß ich doch deß mich schaͤmen, Zu luͤgen gleich, als er, Die zuflucht je zu neh⸗ men, Und nicht zu dir, o Herr. 7. Ein herz voll treu und glau⸗ bden, Das, Gott, dein auge scheut; Dieß soll mir niemand rauben; Dieß giebt mir freudig⸗ keit. Frey darf ich aufwaͤrts blik⸗ ken, Wenn luͤgner alles schreckt; Und mich wird ruhm dort schmuͤk⸗ ken, Wenn jene schande deckt. Glimpf im Urtheilen. Mel. O Gott, du un In deren— enn du des naͤch⸗ 1II 34. When ehr Und ach⸗ tung suchst zu schmaͤlern, Selbst von nichts lieber sprichst, Als von des bruders fehlern; Aus ehrsucht oder stolz Verkleinerst seinen ruhm, Und seine schuld erhoͤhst, Wo bleibt dein ehri— stenthum? 2. Wenn du aus argwohn bloß Vom naͤchsten boͤses denkest, Du durch ein falsch geruͤcht Ihm scha⸗ dest, und ihn krankest; Dein leicht⸗ sinn, neid und haß Ihn vor der welt entehrt: Bist du alsdann wohl noch Des ehristennamens werth? 3. Wer, wenn er laͤstrer hoͤrt. Und unter spoͤttern sitzet, Aus drer unschuld schuͤtzet; Wer an Sai Selbst ein verleum⸗ er ist, Und nichts zum besten kehrt; Sprich! ist der wohl ein ehrist? 4. O mensch! bedenk es wohl! Gott, der an jedem orte Bey dir zugegen ist, Hoͤrt jedes deiner worte. Er, er, der alles sieht, Wie sollt er dich nicht sehn, Wenn sich dein mund erkuͤhnt, Die un⸗ schuld frech zu schmaͤhn? 5. Wenn du des frommen lachsi; Die reinste tugend schaͤndestz Dem wuͤrdigen das lob, Das ihm gebührt, entwendest. Verleum⸗ der! siehts nicht gott, Wie zuͤgel⸗ los dann du Ihn in den seinen — Hoͤrt nicht der raͤcher zu 6. Er hoͤrt dir zu, und zaͤhlt Die thraͤnen, die die seinen, Die du entehret hast, Vor ihm im stillen weinen. Es koͤmmt ein tagz er koͤmmt, Wo gott einst vor ge⸗ richt, Im angesicht der welt, Auch dir dein urtheil spricht. 7. Statt deines naͤchsten ehr' Aus schmaͤhsucht zu verletzen, Such sie, wenn du sie schon Ge⸗ kraͤnkt, ihm zu ersetzen. Sein gu⸗ ter name sey Dir, als ein heilig⸗ thum; So deinem herzen werth/ Als selbst dein eigner ruhm. „8. Ach, Gott! bewahr uns doch Vor misbrauch unsrer zun⸗ gen! Floͤß selbst uns abscheu ein Vor allen laͤsterungen! Das praͤg uns tief ins herz: Nur der sey deiner werth, Der seine bruͤder liebt, Und durch die that sie ehrt. Sorge für des Vaͤchsten. Seelenheil. Mel. Jesu K58— „aß es, Jesu, mi 1 35.Lemyfnden: Mehr, als einer welt gewinn, Sey es, wenn ich selbst von suͤnden Durch scheuer menschenfurcht Nicht an⸗ dein heil gerettet bin. Denn, von deinem Ahsigen, huun gern IAl later! Ich/ vo i hd, eh Ichen rat. scht erbi. III ich od liht Wucht'! sß sie⸗ He auf 6 Hun dae tied' u. ö Iunn sief. Ih Michdi nd wie Rich de M i 0 Sichih Selig, I herr, l Ohhfichtmä gegen dege fi His getw R ssetz tin .te e sshingen. W des h Mih best . EEEE =.=.= W surgen —— 6 ö Dihlh HHN he ö III . U Wichid I 00 W M h R I 3 IPIR R nt H i d 30 I Eh Vos H esalt III AI 1% ruct! hH IM II IX. E uH„Sieh IIIIN 0% Dott. II Vibt rih Anh ang. 59 deinem geist getrieben, Nun von herzen gott zu lieben, Nun zu fliehn, was er verbeut; Was gleicht dieser seligkeit? 2. Ach! wie konnt' ich dieß em⸗ pfinden, Und doch fuͤhllos andre sehn, In der sklaverey der suͤn⸗ den Wege des verderbens gehn? Sehn, wie sie zum abgrund ei⸗ len? Und doch traͤg' und kalt ver⸗ weilen, Sie zu retten, wenn ichs kann, Eh sie sich dem abgrund nahn? 3. Auch fuͤr meiner bruͤder see⸗ len, Nichtfuͤr meinheil nur allein, Soll ich sorgen, wenn sie fehlen; Soll dann gern ihr fuͤhrer seyn. Vor der laster schlauen garnen, Soll ich, wo ich kann, sie war⸗ nen; Und, eh die sie noch um⸗ ziehn, Ihnen rathen, daßsie fliehn. 4. Nicht erbittern, nur erwei⸗ chen Soll ich, und wenn bitten nicht Bis zu ihren herzen reichen: Dann leucht' ihnen doch mein licht; Daß sie an mir sehen moͤ⸗ gen, Wie auf unsers gottes we⸗ gen, Wenn das herz sie lieb ge⸗ winnt, Fried' und heil zu finden ind. 5. Wenn sie sehn, mit was fuͤr freuden Mich die froͤmmigkeit be⸗ gluͤckt, Und wie selbst im herbsten leiden Mich der reichste trost er⸗ quickt: Muͤß' ihr taumel sich zer⸗ streuen, Sich ihr herz der tugend weihen, Selig, so wie ich/ zu seyn/ Dein, Herr, ewig sich zu freun. vom pflichtmaͤßigen Verhalten gegen uns selbst. Sorge für die Seele. Mel. Es ist Wach an der aurtls ö ach meiner seele 1136. Nscgket Wil ich voll eifers ringen; Mich huͤten, meine kurze zeit Im schlummer hinzubringen. Itzt ist für mich der tag des heils. Itzt sey die 2. Erst, wenn man nicht mehr suůnd'gen kann, Von suͤnden lassen wollen; Im sterben anfahn erß, was man Vorlaͤngst vollenden sol⸗ len: Dieß ist der weg zum leben nicht. So lehret nicht der unter⸗ richt, Den gottes geist ertheilet. 3. Gott ruft uns hier zur hei⸗ ligung, Zum himmel reif zu wer⸗ den. So sey denn meine besse⸗ rung Mein hauptgeschaͤfft' auf er⸗ den! Gieb, Gott, dazu verstand und trieb! Nichts, was es sen, sey mir zu lieb, Dirs willig aut⸗ zuopfern. 3 Gewoͤnn ich auch die ganze welt Mit allen ihren freuden: Doch wollt' ich nicht, was dir ge⸗ faͤllt, Um ihrentwillen meiden. Kann wohl die welt mit ihrer lust/ Die schnell vergeht, mir den ver⸗ lust Von deiner gnad ersetzen? 5. Was fuͤhret zur zufrieden⸗ heit? Versuͤßt schon dieses leben? Was kann mir trost und freudig⸗ keit Selbst noch im tode geben? Nicht menschengunst, nicht ir⸗ disch gluͤck; Neinlehristi heil nur; und ein blick Auf jenes lebens freuden. 0. Nach diesem kleinod lehre mich Aus allen kraͤften trachten; Und, ist die welt mir hinderlich, Sie und ihr gluͤck verachten. Daß ich/ Gott, deine wege geh, Und im gericht dereinst besteh; Dieß sey mein taͤglich streben. 2. Doch was vermag ich, wenn mich nicht Du selbst vor traͤgheit schuͤtzest; Du selbst zur treu in dieser pflicht Mich kraͤftig unter⸗ sttzest? O staͤrke mich, meinGott. dazu: So find ich hier schon waͤhre ruh, Und dort einst ewges leben. Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc. zott, meiner seele 11 37.Gaeben werth, Den mir dein theures wort erklaͤrt, meiner sorgen. wahl des bessern theils Die— gehr mich mit ernst hedenken, Und auf 60 auf die sorge fuͤr ihr wohl So unermuͤdet, als ich soll, Den groͤß⸗ ten eifer lenken. 2. Wie hoch ist sie vor dir ge⸗ acht't! Welch gluͤck hast du ihr zugedacht! Welch gluͤck schon zu⸗ aewendet! Du schufest sie, dein bild zu seyn, Und hast, es in ihr zu erneun, Selbst deinen sohn gesendet. 3. Zu groß fuͤr diese kurze zeit D Bestimmt zum gluͤck der ewigkeit; Lebt sie im fleisch auf erden, Durch glauben und gottseligkeit Zu himmlischer vollkommenheit Hie—⸗ nieden reif zu werden. 4. Mit vatertreue willst du sie Durchdieses lebens kurze muͤh Zu deinem himmel fuͤhren. O laß sie nicht durch eigne schuld Die seligkeit, die deine huld Ihr zu— gedacht, verlieren. 5. Wenn sie in suͤnden blieb'und nicht Dem uns erwartenden ge⸗ richt Und seinem fluch entroͤnne: In welch ein elend stuͤrzt' ich mich! Dann ach! was huͤlf' es mir, wenn ich Die ganze welt gewoͤnne. 4 6. Stets sey, mit dir vereint zu seyn, Gott, deiner ewig mich zuefreun, Der heiße wunsch der seele! Du, ihr Erbarmer, hilf, daß sie Aus leichtsinn oder traͤg⸗ heit nie Ihr großes ziel verfehle. *7. Wer boͤs' ist, Gott, bleibt nicht vor dir. Drum schaff durch deinen geist in mir Ein herz, das sůnden hasset; Voll renu sich selbst das urtheil spricht, Doch auch durch ehristum zuversicht Zu dei—⸗ ner gnade fasset. 8. Umringt mich schon itzt schwachheit noch: Du hilfst, daß ich im glauben doch Der tugend koͤune leben; Im glauben, daß dein sohn auch mich So hochge⸗ liebet, daß er sich Fuͤr mich da⸗ hingegehen. 9. Auf denn, o seele laß nicht Anhang. ab, Auf deiner wallfahrt bis ans grab Dem kleinod nachzutrach⸗ ten. Auf! strebe! ringé sonder rast! Welch gluͤck, wenn du's er⸗ rungen hast, Ist deinem gleich zu achten! 10. Ach wer ist seliger, als du! Schon hier verbreitet heitre ruh Sich auf dein ganzes leben; Und schließt sich deine pruͤfungszeit, ann wird zu seiner herrlichkeit Dich dort dein gott erheben. Selbsterkenntniß. Mel. Wer nur den Hin echzn ꝛc. er bin ich? wel—⸗ 11 38.Wohe wicht'ge fra⸗ ge! Herr, lehre sie mich recht verstehn. Gieb, daß ich mir die wahrheit sage, und laß mi achtsam auf mich sehn. Wer si nicht selbst recht kennen lernt. Bleibt von der weisheit weit entfernt. 2. Ich kam, o Gott, aus dei— nen haͤnden. Du schufest mich zu deinem preis. Dazu mein leben anzuwenden, Ist mein beruf, und dein geheiß. Doch leb' ich, als dein eigenthum? Und, wie ich soll, zu deinem ruhm? 3. Ich zaͤhle mich zu deinen christen. Beweist es aber auch die that, Daß dein bekenner al⸗ len luͤsten Der sunde ganz entsa⸗ get hat? Und folg' ich, wie ich dirs versprach, Mit fester treue ehristo nach? 4. Du kennest meines herzens tiefen. Oft taͤuscht mich eigne heucheley. Drum laß mich oft und ernstlich pruͤfen, Ob ich dir gleichgesinnet sey. Verwahre mich dor men schenwahn, Der auch den kluͤgsten taͤuschen kann. 5. Wer viel zwar weiß, doch, sich verborgen, Stets unbekannt sich selber bleibt; Wie kann der fuͤr sein bestes sorgen? Was ist, das ihn zur beßrung treibt? Sich selbst Maht ul 408 0 0 shlet, Nnht der n veg 10 Alltenich Whscht mein ithroch „ Der 0 uhrt; Aten weg Asch berlie Whlastund Whes in ur muß de , Wos i that. E siht hersha AWnde naht Alenntnißs Aiht meht! Gutes( Hezistdash 0. W Ahtein reit sssttzt, hat Ilolet zage Wherz erzitt As nicht to Denn e I Uhtt, deine TDetraut Ftide wohs Ihe ist, det Hfdich in Mibkunst! dine do Wileckt uu H Haagist Aalhhstoh b Virdn Ihh. Er n Il, Nuch Ticch Ahldy 10 EX. ½ AEch f tH echt l Hahs attt tt (09 LX A össl / MN 57* l Ci IA Tun V O ii h 4 Anhang. 61 selbst recht kennen, ist verstand. Drum mache mich mit mir be⸗ kannt. ö *6. Was mir zu meinem heil noch fehlet, Lehr, Gott, mich immer mehr verstehn; Und, hab' ich deinen weg gewaͤhlet, Mich deinen weg auch staͤndhaft gehn. Stets leite mich dein helles licht: achtt eignes herz mich nicht. .Bin ich noch fern vom schma— len stege, Der uns zum ew'gen eben fuͤhrt; Leit mich auf ihn vom breiten wege, Der ins ver-⸗ derben sich verliert. Gieb mir zur beßrung lust und kraft. Du bists/ der beides in uns schafft. 8. Ich muß dereinst es doch er⸗ fahren, Was ich hier war; was ich hier that. Laß mich die pruͤ⸗ fung nicht versparen, Bis sich die letzte stunde naht. Was nuͤtzt mir selbsterkenntniß daun, Wann ich mich nicht mehr bessern kann? Gutes Gewissen. Mel. Es ist das Den 9 0 5145 0 ꝛc. elch edles un⸗ 139. schaͤtzbares gut Ist nicht ein rein gewissen! Wer das besitzt, hat da noch muth, Wo frevler zagen muͤssen. Sein ruhig herz erzittert nicht; Ihn schreckt nicht tod, nicht weltge— richt; Denn er hat gott zum freunde. 2. Gott, deines beyfalls sich be⸗ wußt, Vertraut er deiner gnade. Dein friede wohnt in seiner brust; Und wer ist, der ihm schade? Er sieht auf dich in jeder noth, Mit der die zukunft ihn bedroht. Ihn troͤstet deine vorsicht. 3. Befleckt auch seines namens ruhm Das gift von laͤsterzungen: Gemuͤthsruh bleibt sein eigen⸗ thum; Wird nicht durch sie ver⸗ drungen. Er weiß ja sein gewis⸗ sen rein. Auch flieht er sorgsam boͤsen schein. Die Unschuld wird gott retten. 4. Sein geist sieht mit zufrie⸗ denheit Der kuͤnft'gen welt ent⸗ gegen. Die giebt ihm muth und freudigkeit Selbst auf den rauh⸗ sten wegen: Denn dort, o Herr, macht einst dein mund Den wah⸗ ren werth von jedem kund. Dort wird der fromme siegen. 5. Verleihe denn, mein Vater, mir Ein unverletzt gewissen; Und meine seele werde dir Durch suͤn⸗ den nie entrissen. Gott, deines beyfalls mich zu freun, Dein hei— lig recht nicht zu entweihn, Sey taͤhlich meine sorge. 6. Wer des gewissens richter⸗ spruch, Als stimme gottes ehret, Hoͤrt nie dann des gesetzes fluch, Den einst der frevler hoͤret. Hilf, daß ich seinen wink versteh, Nie seine warnungen verschmaͤh, Gern seinem ausspruch folge. . Mich muͤsse, taͤuscht mich sicherheit, Schuell mein gewissen wecken. Bey fehlern steh's sogleich bereit, Sie frey mir aufzudecken, Und dringe mich, daß unverweilt Mein herz voll reu und glaubens eilt, Vergebung zu erflehen. *8. Gott, deine gnade staͤrle mich, Daß ich stets wach' und bete, Und nie voll leichtsinns wis⸗ sentlich Aus deinem pfade trete. Wohl dem, der reines herzens ist! Hier dir versohnt durch jesum ehrist, Wird er einst dort dich schauen. Wachsamkeit über das Serz. Mel. Wer nur Wubt/ 510 ꝛc icht, daß du's 1 140. schon ergriffen haͤttest! Das kleinod wird uns erst am zielz Christ! daß du deine seele rettest, Auf! eil ihm zu, und steh nie still! Ach! tugend ohne wachsamkeit Verliert sich leicht in sicherheit. 2. ————— 6² Anhang. 2. So lange du im leibe wal⸗ lest, Bleibst du ein kind, das strau⸗ chelnd geht. Sieh sorgsam zu, daß du nicht fallest! Wie bald kann fallen, wer noch steht! Auch die bekaͤmpfte boͤse lust Stirbt nie⸗ mals ganz in unsrer brust. 3. Nicht jede besserung ist tu⸗ gend. Oft ist sie nur ein werk der zeit. Die wilde hitze roher jugend Wird mit den jahren sitt samkeit; Und was natur und zeit gethan, Sieht unser stolz fuͤr tugend an. Oft ist die aͤndrung deiner secke Ein tausch der triebe der natur. Du fuͤhlst, daß stolz und ruhmsucht quaͤle; Du daͤmpfst sie; doch du wechselst nur. Dein herz fuͤhlt einen andern reiz. Dein stolz wird wollust, oder geiz. 5. Oft ist, wenn du dich auch dezwungen, Weltklugheit, was dir tugend scheint. Durch bit⸗ terkeit und laͤtterungen Erweck⸗ test du dir manchen feind. Du wirst behut sam/ schraͤnkst dich ein, Fliehst nicht die schmaͤhsucht, nur den schein. 6. Du denkß: weil reize dich nicht ruͤhren, Wodurch der an⸗ dern tugend faͤllt: So werde nichts dein herz verfuͤhren. Doch jedes herz hat seine welt. Den, welchen stolz und gold nicht ruͤhrt, at oft ein blick, ein wort ver⸗ hrt. 7. Oft schlaͤft die suͤnd' in dei⸗ nem herzen. Du scheinst von rach⸗ sucht dir befreyt. Jetzt sollst du eine schmach verschmerzen, Und sieh! dein herz wallt auf, und draͤut, Und schilt so lieblos und so hart, Als es zuerst gescholten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der stille pflegen, Das herz im stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die welt entgegen, So regt sich unsre leidenschaft. Wir werden im ge⸗ raͤusche schwach, Und geben end⸗ lich strafbar nach. *9. Du opferst deine schwaͤ⸗ chern triebe, Gott, wenn ers for⸗ dert, willig auf. Doch opferst du, wills seine liebe, Ihm auch die liebste neigung auf? Dieß ist das auge, dieß der fuß, Die sich der ehrist entreißen muß. 10. Du fliehst, geneigt zu ruh und stille, Die welt, und liebst die einsamkeit. Doch bist du, for⸗ derts gottes wille, Auch dieser zu entfliehn bereit? Dein herz haßt habsucht, neid und zank. Doch flieht es auch den muͤssig⸗ gang? 1I. Sey aͤmsig! bist du drum bescheiden? Sey maͤßig! uͤbst du auch geduld? Du leidest mit, wenn freunde leiden. Vergiebst du feinden auch die schuld? Von allen lastern sollst du rein, Zu al— ler tugend willig seyn. 12. Sey nicht vermessen! wach' und streite! Denn wachen muß, wer fallen kann! Dein herz hat seine schwache seite, Die greift der feind der tugend an. Diesicher⸗ heit droht dir den fall. Drum wache stets! wach uͤberall! Sorge für den Leib. Mel. Wer nur den lene gott ꝛc. es leibes warten 1 1 4. I. Dund ihn naͤhren; Nein, Schoͤpfer! das verbeutst du nicht. Muthwillig seinen bau ver⸗ sehren; Das streitet gegen meine pflicht. Steh du mir selbst mit weisheit bey, Daß diese pflicht mir heilig sey. 2. Sollt' ich, mein Gott, ge⸗ ringe schaͤtzen, Was deine hand mir anvertraut! Den wunder⸗ vollen bau verletzen, Den du, sein schoͤpfer, selbst erbaut? Weß ist mein leib? er ist ja dein. Wie duͤrft ich sein zerstoͤrer seyn? 3. Ihn zu erhalten, zu beschuͤ⸗ tzen, Giebst du mit milder vater⸗ hand Die mittel, die daiu uns nuͤtzen, Iashiftz A heß Wügifte Weitrs Golehr m Iel/ M Wlftt/ E Aistt le h von. U 1br63 selbt E Aseden E sliß ich vs Wst A It: Scl 0 Hleh Waltih, V gedeil Mgieb/ Y Ds a Mas stens Ahhi, d² It. O.I Wa Dag I. in der Gey A shkt, I aas werd AWh hrich stele da ht erfte ah Gotye aieallern la reye fu. Auqh Ineßt, Wnlt du. Es „ Bhahn Arl I D rsh D N SNN N-Ite R Ai!“ Vl EI Rit Ax, N II I.I NSMN MX XIXII MsA Vch EX. I UH Diligj IHeten damn τH in D Iefig„ ugeh ANI LX.AI ¶— ir Hl. N it 0 IEO. OIj 1. N0 1. llg I ᷣiteh DDI Anhang. 63 nuͤten, Und zum gebrauch giebst du verstand. Dir isi die sorge nicht zu klein. Wie sollte sie denn mir es seyn?: 4. Gesunde glieder, muntre kraͤfte, Wie viel sind die, o Gott, nicht werth! Wer taugt fuͤr des derufs geschaͤffte, Wenn krankheit seinen leib beschwert? Ist nicht der erde groͤßtes gut Gesundheit und ein heitrer muth? 5. So lehr mich denn mit sorg⸗ falt meiden, Was meines koͤrpers wohlseyn stoͤrt, Daß nicht, wenn seine kraͤfte leiden, Mein geist den innern vorwurf hoͤrt: Du selbst bist stoͤrer deiner ruh; Du zogst dir selbst dein uͤbel zu. 0. Für jeden sinn, fuͤr alle glie⸗ der Muͤß' ich vernuͤuftig sorgsam seyn. Wirft eine krankheit mich daruieder: So floͤße selbst geduld mir ein. Gieb frohen muth, und dann verleih, Daß auch des arz⸗ tes rath gedeih. . Doch gieb, daß ich nicht uͤber⸗ treibe, Was auf des leibes pflege zielt; Nein, stets in jenen schran⸗ ken bleibe, Die dein gesetz mir anbefiehlt. Des leibes wohl laß nie alein Das ziel von meinen sorgen seyn. ö *8. Mein bester fleiß auf die⸗ ser erde Sey stets auf meinen geist gericht't, Daß ich zum him⸗ mel weise werde, Eh dieses lei⸗ bes huͤtte bricht: So wird beß leib und seele dein In jener bes⸗ sern welt erfreun. Maͤßigkeit. Mel. Wer nur den Manmhn 5 ie mannigfaltig 1I 42. W sind die gaben, Wodurch, Gott, deine hand uns naͤhrt, Die alles gute, das wir ha⸗ ben, Aus freyer huld uns gern gewaͤhrt. Auch das, was unser mund genießt, Zeigt, welch ein milder gott du bist. 2. Du segnest auen und gefilde Mit unerschoͤpfter fruchtbaͤrkeit/ Die jaͤhrlich, Vater, deine milde, Daß keiner darben moͤg', erneut! Denn jeder soll sich deiner freun, Und im genuß dir dankbar seyn. g. Du giebst, daß ich nicht man⸗ gel leide, Brod, das die kraͤfte mir ersetzt; Giebst zum beduͤrfniß auch noch freude, Womit der wohlschmack mich ergetzt. Wie ist zum wechsel im genuß So reich, so groß dein uͤberfluß! 4. Doch laß die kraft, uns zu vergnuͤgen, Die dem, was naͤhrt, verliehen ist, Nie, Schoͤpfer, so mein herz besiegen, Daß es nun deiner huld vergißt; Der huld, die keine lust uns wehrt, Als die, die schadet und zerstoͤrt. 5. Mit speis' und trank sein herz beschweren; Geziemet dieß uns, ehristen, wohl? Wird nicht dadurch, was uns ernaͤhren, Und auch zugleich erquicken soll, Ein gift, das in die adern schleicht, Und zum verderben uns gereicht? 6. Unmäßigkeit entnerot die kraͤfte; Bringt mißmuth; reizt zu streit und zank; Verekelt die berufsgeschaͤffteErzeuget schmerz; macht siech und krankz Erniedrigt unters thier hinab; Und stuͤrzet vor der zeit ins grab. 7. Wer hier bloß sinnenlust ge⸗ nossen, In dem genusse nimmer satt, Dem bleibt der himmel dort verschlossen, Der auch fuͤr ihn nicht wonne hat. Weh ihm! denn hier is schande schon, Und dort verdammniß einst sein lohn. *8. Gott, ich will maͤßig im genusse Der gaben deiner guͤte seyn; Will nichts von deinem überflusse Je durch unmaͤßigkeit entweihn. Denn maͤbigkeit und nuͤchternheit, Die sind die beste dankbarkeit. 9. So oft ich spei und trank genieße; So laß es mit vern unft ge⸗ 54 Anhang. geschehn, Und, daß ich beides mir versuͤße, Mit dank auf dich, den geber sehn, Auf dich, der du uns zaͤrtlich liebst, uus nahrung und erquickung giebst. Keuschheit. Mel. Wer nur den Gpünrezen er wollust reiz zu 1143. D widerstreben, Laß,/Hoͤchster, meine weisheit seyn. Sie ist ein gift fuͤr unser leben, Und ihre freuden werden pein. Drum fleh' ich demuthsvoll zudir: O, schaff' ein reines herz in mir! 2. Die wollust kuͤrzet unsre ta⸗ ge; Verzehret fruͤh des koͤrpers kraft; Bringt armuth, seuchen, schmerz und plage. O schnoͤde fruͤchte/ die sie schafft! Wie haßt sich selber, wer sie liebt, Sich hin in ihre fesseln giebt! 3. Sie raubt der seele muth und staͤrke; Schwaͤcht den verstand, der seele licht; Erstickt den eifer edler werke, Hemmt ernst und lust zu jeder pflicht; Und das in wollust trunkne herz Zerfoltern bald drauf reu und schmerz. 4. Der mensch sinkt unter ihrer buͤrde Zur niedrigkeit des thiers herab. Wie schaͤndet er die hohe wuͤrde, Die ihm sein milder schoͤ⸗ pfer gab! Gott haucht ihm kraft zu denken ein, Und er wuͤnscht nichts, als sinn, zu seyn. 5. So schimpflich sind der wol⸗ lust bande. Oft sind sie schon der welt ein spott. Straft ihre skla⸗ ven hier nichtschande: Dortstraft mit hoͤllenpein sie gott; Gott, der vor sein gericht eins zieht, Was außer ihm kein zeuge sieht. 6. Den wirst auch du, o Gott, verderben, Derdeinen tempelfrech verderbt. Er wird des ew'gen to⸗ des sterben, Wenn keuschheit em', ges leben erbt. Fliehn, fliehn will ich der wollust greul, Daß dein gericht mich nicht ereil. . Gieb, daß ich ihren schnoden luͤsten Bald anfangs ernstlich wi⸗ dersteh, Auch stets zum siege mich zu ruͤsten, Auf dich, Allgegenwaͤrt'⸗ ger seh. Wer dich, Gott, stets vor augen hat, borgne missethat. Mel. Zu dir, 405 118 ꝛe. rist, stets se I EI C keuschheit 51 zierde Trau nicht der schmei— chelnden begierde, Als sey, der wollust froͤhnen, süß. Die wollust racht einst an den frechen Durch schmerz und elend die verbrechen, Die sie erst selbst veruͤben hieß. 2. Laß, ihr die nahrung zu ver⸗ wehren, Nie speis' und trank dein herz beschweren, Und sey ein freund der nuͤchternheit. Versa dir, um dich zu besiegen, Auch oͤfters ein erlaubt vergnuͤgen, Und steure deiner sinnlichkeit. 3. Laß nicht dein auge dir ge⸗ bieten; Und sey, die wollust zu verhuͤten, Stets schamhaft gegen deinen leib. Flieh vor des leicht⸗ sinns rohen scherzen, Und such im umgang edler herzen Erheitrung, beyspiel, zeitvertreib. Unthaͤtig und zur arbeit traͤge, Verlaͤßt der mensch leicht gottes wege; und den, der muͤßig ist, schuͤtzt nichts. Der unschuld schutzwehr sind geschaͤffte. Ent⸗ zieh der wollust ihre kraͤfte Im schweiße deines angesichts. 8. Erwacht ihr trieb, dich zu bekaͤmpfen: So wach' auch du, ihn fruͤh zu daͤmpfen, Eh er die freyheit dir verwehrt. Leicht ists/ ihn im entstehn ersticken; Schwer aber ists, ihn umterdruͤcken, Wenn ihn dein herz zuvor genaͤhrt. 6. Oft kleiden sich der wollust triebe In die gestalt erlaubter liebe; Und du erblickst nicht die gefahr. Ein langer umgang macht dich freyer; Und oft wird ein ver⸗ Flieht auch ber⸗ It 6 Wmu Hucnen. al. Ou Aumehten. Wgerdhaf 6ht Hollhr Huch den Wuch der I 123 Sagiet z Und, Iu, V ͤiicht. X Aulthet; Whllste tö Wuschh fle d uh Oft n Wh: Die k. Einn su kben, hse zurld Wrist,f Assche, Un Ashnde Un Ichln. Er. Iliite. 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Wenn du vor diesen nicht erroͤthest; Nicht durch den geist die luͤce tödtest: So ruͤhme dich der keuschheit nicht. 10. Erfuͤlle dich, scheinst du zu wanken, Oft mit dem maͤchtigen gedanken: Die unschuld ist der seele glůck. Einmal verscherzt/ und aufgegeben, Verlaͤßt sie mich im ganzen leben, Und keine reu bringt sie zuruͤck. *II. Christ, fliehe vor der wol⸗ lust pfade, Und wach' und flehe gottes gnade Um weisheit in ver⸗ suchung an. Erzittre vor dem er⸗ sten schritte! Mit ihm sind schon die andern tritte Zu einem neuen fall gethan. Mel. Es ist enie der 63 3 4 ein leib soll, Gott, 11 45. M dein tempel seyn Mit allen seinen gliedern. Ich soll ihn dir zum dienste eihn; Zum dienst auch meinen bruͤdern. Gieb, daß ich dieß dein heiligthum Fuͤr sle, und, Herr, fuͤr deinen ruhm Stets unbefleckt bewahre. ö 2. Gieb eine keusche seele mir In einem keuschen leibe, Daß er, den du erbaut, auch dir, Gott, stets + geheiligt bleibe! Daß rein und keusch mein auge sey, Daß ich, durch nichts beschaͤmt, es frey Zu dir erheben koͤnne. 3. Auch meine zunge schaͤnde nie, Was schaͤndlich ist zu hoͤren. Nie laß der unschuld rechte sie Durch frechen spott entehren. Be⸗ stimmt zum opfer des gebets Und deines lobes, rede stets Mein mund, was nuͤtzt und bessert. 4. Mein ohr laß dir nur offen seyn, Nie der verfuͤhrung bitteu; Mein herz und meine sitten rein, Wie josephs herz und sitten; Da⸗ mit der wollust schmeicheley Mir nicht durch ihre zauberey Der un⸗ schuld würde raube. 5. Denn, wo sie wandelt, haucht sie gift. Welch elend, das die stlaven Unheiliger begierden trifft In tausendfachen strafen! Zu welcher schande tiefe sinkt, Wer ihren zauberbecher trinkt; Ver⸗ strickt in ihren netzen! 6. Ach! wo die unschuld weicht, da flieht Der tugend ruh und stil⸗ le. Da, wo der wollust flamme glüͤht, Fehlt selbst der gute wille. Sie wuͤthet, toͤbtet und verheert Weit mehr, als je das schwert zer⸗ stoͤrt, Als pest und glut zerstoͤren. *7. In seinem taumel, Gott, vergißt Der trunkene verbrecher, Daß du allgegenwäartig bist; Des frevels eruster raͤcher. Der Tugend lacht sein frecher spott, Lacht dei⸗ nes heil'gen worts, o Gott, Lacht ruchlos des erloͤsers. 8. Und dieser leib, den er ent⸗ weiht, Der wird einst auferstehen. Ihn wird er in der ewigkeit Be⸗ deckt mit schande sehen: Wird selbst sich fluchen; auch wird er Der wollust opfer um ihn her Ihm ewig flachen hoͤren. 9. Heil dem, der deiner nie ver⸗ gißt! Nie, Gott, dein werk zer⸗ stoͤret! Der immer reines Herzens in! Der deinen Tempel ehret! * E Heil 66 Heil ihm! froh wird er auferstehn. Dein antlitz wird er ewig sehn, Verklaͤrt, wie jesus ehristus. 10. Mein leib soll, Gott, dein tempel seyn Mit allen seinen glie⸗ dern. Ihn soll ich dir zum dienste weihn; Zum dienst auch meinen bruͤdern. Gieb, daß ich dieß dein ne derxen Fuͤr sie, und, Herr, uͤr deinen ruhm, fleckt bewaͤhre. Güter. Mel. O Gott, du frommer Gottꝛc. ein Gott, laßmich 146. M doch nie Den schaͤtzen dieser erden So meine nei⸗ gung weihn, Daß si mein abgott werden. Beym uͤberfluß fehlt doch Oft die zufriedenheit; Und was ist ohne sie Des lebens herrlichkeit. 2. Ein weises frommes herz Das sey mein schatz auf erden! Soustalles, nur nicht dieß Kann mir entrissen werden. Das bleibt im tod' auch mein, Und folgt mir aus der zeit, Zum seligsten ge⸗ winn, Hin in die ewigkeit. 3. Wann dieses fehlt, dann ist Das reizendste vergnuͤgen Nur suͤssen traͤumen gleich, Die unsern geist betruͤgen. Drum lenke, Gott, den wunsch Vom irdischen gewinn Durch deines geistes kraft Zu em⸗ gen guͤtern hin. e en rbehte Nohl dem, derbeßre 1147.Woshze ubt, Als schaͤtze dieser erden! Wohl dem, der sich mit eifer uͤbt, An tugend reich iu werden; Und in dem glauben, deß er leht, Sich üͤber diese welt erhebt. 2. Wahr ist es, gott verwehrt uns nicht, Hier guͤter zu besitzen. Er gab sie uns; doch auch die pflicht, Mit weisheit sie zu nuͤtzen. Sie duͤrfen unser herz erfreun, Und unsres fleißes antrieb seyn. Anhang. Stets unbe⸗ 3. Doch nach den gͤͤtern dieser zeit Mit ganzer seele schmachten; Nicht erst nach heil und seligkeit Und wahrer tugend trachten. Ist das fuͤr menschen wohl beruf, Bie gott zur ewigkeit erschuf? 4. Der gei erniedrigt unser herz, Erstickt die edlern triebe. Die liebe fuͤr ein schimmernd erz Verdeangt der tugend liebe, und macht dir, der vernunft zum spott, Ein todtes gold zu deinem gott. 5S8. Der geiz, so viel er an sichreißt, Laͤßt dich kein gut genießen. Er quaͤlt durch habsucht deinen geist, Und toͤdtet dein gewissen, Und reißt durch schmeichelnden gewinn Dich blind zu jedem frevel hin. 6. Um wenig vortheil wirst du schon Des meineids dich erfrechen; Nicht anstehn, der arbeiter lohn Uumenschlich abzubrechen. Du wirst aus geiz der wittwen flehn, Der waisen thraͤnen widerstehn. 7. Dein durch den geiz verhaͤr⸗ tet herz Schmeckt nie des wohl⸗ thuns freuden. Dich ruͤhret keines kranken schmerz,Und keines armen leiden. Wo ist wohl eines standes pflicht, Die nicht der geiz entehrt/ und bricht? 8. Gewinnsucht raubt dir muth und geist, Die wahrheit frey zu sagen, Du schweigst, wo sie dich reden heißt, Darfst kuͤhnlich luͤ⸗ gen wagen, Und wirst um ein ver⸗ aͤchtlich gold Der tugend feind, dem laster hold. *09. Erhalte mich, o Gott, da⸗ bey, Daß ich mir gnuͤgen lasse; Geiz ewig, als abgoͤtteren, Von mir entfern' und hasse. Ein wei⸗ ses herz und froher muth Sey meines lebens groͤßtes gut. Ardeitsamkeit. Mel. O vater, unser Gott, es ꝛc. Jur arbeit, nicht zum 1 148.3 ch müssiggang, Sind wir bestimmt auf erden. Drum 19 mi Isi. 9 Whn, M uwahn ... ei hei Mau me IN deite Wüch, .. Ein hhfteut, E Hgtt, L. ih lht mi. Ul l 2 WW. Und Ws Hewij IWsrn' ei. E Nhir e AIchr seyl! Min z werd Auf eb: V.det di Ws n. slt ale Entt u Mxnig' Wuu, der sytteddie 0 0 r ö lt htzu In win Mich ARh N.I N. te Ca I EX R X.I N IX Wih Aahst DI. Ush EIhpt S niue EX I AXI XI Aiihe WI I ! Mh XT. IXXIII h uchh Itlog Ksich Dchi Anhang. 67 mich hier mein lebenlang Durch arbeit nuͤtzlich werden. Gieb mir verstand, und lust, und kraft, Geschickt, treu und gewissenhaft Mein werk hier zu verrichten. 2. Hilf, daß vor traͤger weich⸗ lichkeit Ich standhaft mich be— wahre, Und, wenn die pflicht mir muͤh gebeut, Nie meine kraͤfte spare. Wenn sie erschoͤpft sind, dann will ich Durch reine stille freuden mich Zu neuer arbeit staͤrken. 3. Gieb weisheit, mir zum vor⸗ wurf nicht Die zeit mit neben⸗ dingen, Und mit versaͤumniß mei⸗ ner pflicht, Verschwendrisch hin— zubringen. Mein eifrig streben muͤsse seyn, Mich den geschaͤfften ganz zu weihn, Die du mir auf⸗ erleget. ö 4. Ein heil'ger trieb beseele mich, Treu meines standes pflich⸗ ten, In deiner furcht, gestaͤrkt durch dich, Mit freuden auszu⸗ richten. Ein herz, das sich des guten freut, Giebt zu der arheit munterkeit, Laͤßt ihre last nicht fuͤhlen. *5. Lehr mich, mein Schoͤpfer, wo ich bin, Vor deinen augen wandeln. Und mich erkaufe kein gewinn, Gewissenlos zu handeln! Mich sporn' ein frommer eifer an/ So viel zu nutzen, als ich kann. Das sey mir ehr' und reichthum! 6. Mir sey bey allem, was ich thu, Mein ziel dein wohlgefal— len: So werd ich zur gewissens⸗ ruh Auf ebnem wege wallen. Dem, der dir, Heiligster, mis⸗ faͤllt; Was nützet ihm die ganze welt Mit allen ihren freuden? 7. Statt meinen irdischen be⸗ ruf Je traͤg' hintanzusetzen, Lehr mich du, der zu ihm mich schuf, Fuͤr gottesdienst ihn schatzen! So werd ich durch geschaͤftigkeit In treuer nuͤtzung meiner zeit Zu hoͤhern wuͤrden steigen. Gebrauch der Lebenszeit. Mel. Nun 227—8—— alle walder ꝛc. gott! mein ir⸗ ö 149.O disch leben, Das du mir selbst gegeben Welch un⸗ schaͤtzbares gut! Qu gabst es mir, auf erden Zum himmel reif zu werden, Wie viel ilis, das auf ihm beruht! 98 2. Hier wird die saat gestreuet. Und dort, wenn sie edeihet, Wird reich die ernte seyn. Je froͤm⸗ mer ich hier lebe, Hier gut zu haͤndeln strebe; Je groͤßer wird mein gluͤck dort seyn. 3. Sollt' ich dieß gluͤck mir rau⸗ ben? Herr, hilf, daß mir im glauben Der kuͤnft'gen erntezeit Mein leben auf der erde So werth, so wichtig werde, Als mir dein wort des heils gebeut. 4. Wer unnütz es verschwendet, Eh gott ruft, selbst es endet, Vergißt der treue pflicht. Ein redliches gemuͤthe Lohnt nie mit undank guͤte, Entweicht von sei⸗ nem posten nicht. 5. Was leicht in krankheit stuͤr⸗ zet, Mein leben leicht verkuͤrzet, Lehr mich mit sorgfalt fliehn; Doch auch es ohne zagen, Wenns mein beruf ist, wagen, Nie mei⸗ nen pflichten mich entziehn. 6. In deine vaterhaͤnde Befehl ich, Gott, mein ende, Und mei⸗ ner tage lauf. Ich will, mich dein zu freuen, Ganz deinem dienst sie weihen. Hilf du nur meiner schwachheit auf. 7. Was nuͤtzt ein laͤnges leben, Wenn man nicht, gott ergeben, Nach wahrer tugend strebt? Wer gott und menschen liebet, Und sich im guten uͤbet, Nur der hat lang' und wohl gelebt. Mel. Aus meines herzens ꝛc. ö ir wallen hier 1II 50. Wj als pilger, Zu jener ew gen stadt, Die uns der *E 2 suͤnden⸗ 68 Anhang. suͤndentilger Aufs neu eroͤffnet dat. Als suͤnder sanken wir Tief in den staub hernieder. Doch er erwarb uns wieder Das buͤrger⸗ recht in ihr. 2. Drum laßt uns unser eben Der großen hoffnung weihn. Hier soll es thaͤtigs streben, Ganz wonne dort erst seyn. Gluͤck, wie das herz begehrt; Gluͤck, das nie furcht erschuͤttert, Nie muh und leid verbittert, Wird uns erst dort gewaͤhrt. 3. Hier hofft ihr das vergebens. Hier herrschen furcht und muͤh. Gebraucht denn dieses lebens, Wozu es gott verlieh. Der ho-⸗ heit euch bewußt, Zu der euch gott erhoͤhet; Flieht weltlust; es vergehet Die welt mit ihrer lust. 4. Euch, staub, hat gott er⸗ waͤhlet, Daß ihr mit engeln dort Sein hohes lob erzaͤhlet; Setzt froh die wallfahrt fort. Auf! dis euch Gottes ruh In ihren schooß empfange; Wallt unter lobgesange Der engel ehoͤren zu. Trostgesange. Mel. In dich 2 kehbsal, eh 5 U tru Al, chrt 7 1151. sey unverzagt! Wenn schwermuth an dein herz sich wagt, Erheitre dein gemuͤ⸗ the! In jeder noth Blick auf zu gott, Und trau auf seine guͤte. 2. Kein leiden koͤmmt von ohn⸗ gefaͤhr, Dein gott schickt dir es zu, und er Bleibt stets in seinen wegen So groß von rath, Als groß von—— Und reich an gnad' und segen. 3. Der dich in christo herzlich liebt, Sucht, wenn er dich durch leiden ubt, Die wohlfahrt dei⸗ ner seele; Weckt dich, daß nicht Zu deiner pflicht Dir lust und eifer fehll. 4. Solch leiden beugt den uͤder⸗ muth, Erllickt der wollust wilde glut; Bricht die gewalt der sinne Erweicht dein herz, Daß frem⸗ der schmerz Dein mitleid leicht gewinne..0 5. Auch uͤbt dich leiden zur ge⸗ duld; Erhoͤht den werth von got⸗ tes huld; Staͤrkt maͤchtig dein vertrauen; Lehrt im verlust Dich nun mit lußt Aufs unsichtbare 665. 56 Donos 6. Der drangsal hitz' entflammt dich stets Zu groͤßrer inbrunst des gebets, Und laͤutert deinen glauben. Weit minder kann Ver⸗ suchung dann Dir deine krone rauben. 7. Zwar stoͤrt die drangsal deine ruh; Denn unter thraͤnen saͤest du, Und unter viel beschwerden. Christ, hoffe doch! Sie wird dir noch Zur reichen ernte werden. 8. Verschmerzt ist leicht ein ir⸗ disch leid. Kurz ist der augen⸗ blick der zeit. Daun folgt, was ewig wahret, Folgt ein genuß Ohn' uͤberdruß, Wie ihn der geif begehret. ů 9. Auch dleibt, so weißst du, gott getreu. Mit vaterhuld steht der dir bey; Sorgt, daß er dich erquicke; Und schafft auch rast, Daß deine last Dich nicht gan; niederdruͤcke. 10. Verhirgt dein gott sein angesicht; Dieß raube deinen muth dir nicht. Er kann sein kind nicht hassen. Sey, als sein kind, Wie er gesinnt! Er wird dich nicht verlassen. 11 Viel fromme sind zu aller zeit Durch leiden in die herrlich⸗ keit, Gleich jesu, eingegangen. Begehrst denn du In traͤger ruh Die krone zu erlangen? . Demuͤthige dich, gleich als sie! Fieh brünstig, und ermuͤde nie! Dein goti erhoͤrt dein fle⸗ hen. Bald weicht dein leid. Zu seiner zeit Wird dich dein gott erhoͤhen. Mel. I IM, M. 6 5½⁰ chetel, Wne Htt so/ 1 shiet KhRilgst th nt due Putt doch llmen e die ire d last z When tie ch Whet Itetz meht: htneht an Wbott doch! Hltden abz hug, nochg Alle rast. , Die so h Dit zur Ach: Gtil e hürde Wohlem Ihl. Ai fihtt Wun nachzun Isicht, O! Wte dt Rfte niht. uz in ttl Iich petter! Whntt dochn Ahnlich is szumlohn Tit. Selbf Hnd da Nn gott g MM Afnang Musds gott Iun sol I nich s Alham seyn Ach, Bin fin se , Gihy Iant mn MWsuird e inh LX. II III iI A HH½ e 3.Na DA IX. MI II Vc AX AEN ti HI del— 4 II — Vot Rest th ah. . 24 hs WH ae 111 2 WAl 112 E H ne 4 H W VN 0% V 10 ** 1H41 * Anhang 69 2 sseh. 0 Mel. Jesu, meine freude ꝛc. hrist, aus deinem 11 52. Cherzen Bane gram und schmerzen, Schoͤpfe neuen muth! Wenn ein leid dich druͤk⸗ ket; Gott ists, der es schicket. Was gott schickt, ist gut. Wenn dich noth Ringsum bedroht, Sor⸗ gen stets mit dir erwachen: Wohl wirds gott doch machen. 2. Stuͤrmen auf dich feinde; Wankt die treu der freunde; Druckt die last zu schwer; Stuͤrzt mit jedem tage Eine neue plage Ueber dich daher; Weicht das gluͤck Stets mehr zuruͤck; Scheints dich nicht mehr anzulachen: Wohl wirds gott doch machen.—7 3. Buͤrden abzunehmen, Hilft nicht angst, noch graͤmen; Schafft auch keine rast. Ungeduld macht buͤrden, Die sonst leicht seyn wuͤrden, Dir zur i Za⸗ gend herz! Still deinen sch merz! Beugt die hurde tief dich schwa⸗ chen: Wohl wirds gott doch machen. 85— 4. Du fuͤhrst ehristi namen. Ehristum nachzuahmen/ Das ist deine pflicht. O wie schwere pla⸗ gen Mußte der ertragen! Und er wankte nicht. Halt auch du Dein herz in ruh. Wenn rings um dich wetter krachen: Wohl wirds gott doch machen. 5. Herrlich ist die krone, Die der ehrist zum lohne Seiner treu empfängt. Selbst nur nichts ver⸗ schuldet! und dann siill erduldet, Was dein gott verhaͤngt! Sieg als held! Mag schon die welt Deiner hoffnung spoͤttisch lachen: Wohl wirds gott doch machen. 6. Nun! so soll es bleiben. Ich will nie mich straͤuben; Stets gott folgsam seyn. Stets, in tod' und leben, Bleib ich ihm erge⸗ ben. Ich bin sein, er mein. Was er wil, Sey stets mein ziel! Wunderbar mag gott es machen: Wohl wird ers doch machen. Mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛc. ö as ists/ daß ich I 153. mich quaͤle? Harr seiner, meine seele! Harr, und sey unverzagt! Du weißst nicht, was dir nuͤtzet; Gott weiß es, und er schuͤtzet; Er schuͤtzet den, der nach ihm fragt. 2. Er zaͤhlte meine tage, Mein gluͤck und meine plage, Eh ich die welt noch sah. Eh ich mich selbi noch kannte, Eh ich ihn vater nannte, War er mir schon mit huͤlfe nah. 3. Die kleinste meiner sorgen Ist dem gott nicht gorborgen, Der alles sieht und halt; Und was er mir beschieden, Das dient zu meinem frieden, Waͤrs auch die groͤßte last der welt. 4. Ich lebe nicht auf erden, Um glücklich hier zu werden; Die lust der welt vergeht. Ich lebe hier, in segen Den grund zum gluͤck zu legen, Das ewig, wie mein geist, besteht. 5. Was dieses gluͤck vermehret, Sey mir von dir gewaͤhret! Gott, du gewaͤhrst es gern. Was die⸗ ses gluͤck verletzet, Wenns alls welt auch schaͤtzet, Sey, Herr, mein Gott, mir ewig fern 6. Sind auch der krankheit pla⸗ gen Und mangel schwer zu tra⸗ gen, Noch schwerer haß und spott: So harr' ich, und bin stille, Zu gott, denn nicht mein wille, Dein wille nur gescheh, o Gott! 7. Gott ist der müden staͤrke Und aller seiner werke Erbarmt er ewig sich. Was kann mir wie⸗ derfahren, Wenn gott mich will bewahren? Und er, mein gott, hewahret mich. Mel. Wer nur chn lieben aechel ö hweigt, zweifel, 154. S die ihr euch ver⸗ messen Bey langem leid in mir empoͤrt, Als habe meiner Gott * E 3 ver⸗ 70 vergessen, Weil er mich nicht alsbald erhoͤrt. Mag we hülfe schon verziehn; Doe meine sorg' auf ihn. 2. Gott sorgt fuͤr mich; wenn sind nicht vaͤter Fuͤr ihrer kinder wohl besorgt! Und du, Gott, bester aller vaͤter, Waͤrst fuͤr mein heil ganz unbesorgt? Du sorgst fuͤr mich; ich bin dein kind; Und du bist vaͤterlich gesinnt. 3. Stets stellt sich deinem hel⸗ len blicke Die ganze zukunft of⸗ fen dar. Du uͤbersahst mein ganz geschicke, Eh mich die mutter noch gebahr. Du warst es selber, des⸗ sen rath Mein ganz geschick ge— ordnet hat. 4. Und du? du solltest das nicht wissen, Wenn furcht mich aͤng⸗ tet, noth mich quaͤlt? Du hart dein herz vor mir verschließen? Du, der der seinen thraͤnen zaͤhlt? Nein! über deiner kinder schmerz Bricht dir dein vaͤterliches herz. S. Wie? derer b die du nicht achten, Fuͤr die du deinen sohn doch gabst? Sie ließest du vor dir verschmachten? Du, der du gern mit troste labst? Du, Vater, der du, die du liebst, Gern bittrer leiden uͤberhübst? 6. Wenn du lust zum verder⸗ ben haͤttest, Haͤttst du uns da den sohn gesandt? Hier fuͤhlts mein herz, wie gern du rettest. Von deiner guͤtꝰ o welch ein pfand! Du rettest feinde deines throns Selbst mit dem blute deines sohns! 7. Verhuͤllen dich schon finstre wetter, Doch bist du, Gott, mit huͤlf' uns nah. Ja, helfen willst du, starker retter, Nur deine stund? ist noch nicht da. Die stunde koͤmmt; die truͤbsal weicht, So bald sie ihre frucht erreicht. g. Du wirst denn auch an mir erfuͤllen, Was mir dein theures wort verspricht. Du wirst auch meinen kummer stillen. Dir tran ich fest, und zweifle nicht. Bald werf' ich Anhang. laͤssest du mich huͤlfe sehn. Herr! amen! ja! es wird geschehn. Mel. Jesu meine 3—Z— ier wird selbst dem II 5 5 Hienmen On sein muth benommen; Seine last zu schwer. Wenn sich wetter thuͤr⸗ men, Unablaͤssig stuͤrmen, Ach! dann klagt auch er; Und sein herz, Voll angst und schmerz, Klagt in seines ungluͤcks groͤße, Daß gott sein vergesse. 2. Deine kuͤmmernisse, Still', oehrist, und wisse: Gott vergißt dein nicht. Selbst aus herben leiden Schaͤfft er neue freuden; Kehrt die nacht in licht. Unver— hofft Fuͤhrt er uns oft Auf den rauhsten dornenwegen Groͤßerm gluͤck entgegen. ö 3. Drum lobsing' und preise! Dich liebt der allweise Als sein eigenthum. Stets fuͤr uns zu wachen; Alles wohl zu machen; Ist und bleibt sein ruhm. Eh du's meynst, Der du itzt weinst, Wird er dir auch deine zaͤhren Schnell in wonne kehren. 4. Dieß, o ehrist, erwaͤge, Wenn in gottes wege Sich dein blick ver⸗ tieft. Lerne das wohl fassen; Du bist nicht verlassen; Du wirst bloß gepruͤft. Folge gern Der hand des herrn, Die dereinst, was dich itzt kraͤnket, Dir zum besten lenket. Mel. GMud lieben—0. ꝛe. uf meinen gott ver⸗ 115 6. Aat Mein glän⸗ big herz sich fest. So oft ich im gebete Hin vor sein antlitz trete, Wird auf mein kindlich flehn Gott gnaͤdig auf mich sehn. 2. Sein geist, den er verheißt, Giebt zeugniß meinem geist; Ich sey, obgleich voll sünde, Erwaͤhlt zu seinem kinde, Und soll durch ihn auf erden Rein, fromm, und heilig werden. , O * 3* Wan 0 11 QU Wude. Krhht in fte ö Abe; O ½ Derd sberl 100 hohl mrscho Wchticun Wichmiths Wull, wel Wsimmels anb' Höank + Ahigst m. Altagen! l. Nie Ahitjev. RWuth der dieset er + herde? Den litt le Keinen y mir we Mxhlhleiter, Uchet, B. I. Tusigelt! Wats Herrn Ahz det f shlert un ⸗de hier Wp ersche *— Iher Jesa 1* 5706 san dünet v Whlepetlaf l und de In du, H eißf Fun do, opge V M — Iu n . n V r N. I 8 II I XXII iste I II. IH t ni tH r IX I VIAe alhn I u n EI Anhang. 3. Nur soll nie frevelhaft Mein herz der gnade kraft Selbst schwaͤ⸗ chen; soll nur streben, Wie er mich fuͤhrt, zu leben. Verfuͤhrun⸗ gen zu suͤnden Kann ich dann uͤberwinden. 4. Er giebt entschlossenheit. Ich slehe fest im streit. Er neut zu got⸗ tes bilde; Bedeckt mit seinem schilde; Werd' ich nicht unterlie⸗ gen. Er selber hilft mir siegen. 5. Und wohl! o wohl mir dann! Haͤngt mir schon schwachheit an; Durch ehristum gott versoͤhnet, Bleib' ich mit heil gekroͤnet, Und werd' einst, wenn ich sterbe, Dort seines himmels erhe. 6. Gedank', ich fuͤhle dich! Du, du beruhigst mich! Auch in den rauhsten tagen Laͤßst du mich nicht verzagen. Nichts muͤsse diesen glauben Mirje vom herzen rauben. *J. Welch leiden dieser zeit Ist werth der herrlichleit, Der, senseits dieser erde, Ich mich er⸗ freuen werde? Und dem iz sie bereitet, Den gottes geist hier leitet. 8. O leite lebenslang, Geist Gottes, meinen gang. Hilf im⸗ merdar mir weiter, Und bleibe mein begleiter, Der nimmer von mir weichet, Bis ich das ziel er⸗ reichet. 9. Versiegelt bin auch ich, Du Heiß des Herrn, durch dich Auf jenen tag der freuden, Wo, fern von schmerz und leiden, Der un⸗ schuld, die hier weinet, Ihr ret⸗ tungstag erscheinet. Mel. Herr Jesu 99 60 Laalh, Tluͤck oder unglück/ 1 1 57 Gyas es sey, Nehm ich von deiner vatertreu, Gott, der mich nie verlassen kann, Vertrau⸗ ensvoll und dankhar an. 2. Nur du, der du allweise biß, Nur du weißst, was mir heilsam ist; Nur du, Gott, siehst, wie jedes leid Zu ewgen segen mir gedeiht. 71 3. Ist alles dunkel um mich her, Die seele muͤd' und freudenleer; Bist du doch meine zuversicht; In finstrer nacht, o Gott, mein licht. 4. Verzage herz, verzage nie! Die last sey schwer; gott kennet sie. Er weiß den kummer, der dich quaͤlt, Und geben kann er, was dir fehlt. 5. Wie oft, Gott, weint' ich, und wie oft Half deine hand mir un⸗ verhofft. Den abend weint'ich/ und bald drauf Ging mir ein froher morgen auf. 6. Sagts alle, die gott je ge⸗ pruͤft, Die ihr zu ihm um huͤlfe rieft! Sagts, fromme: hat er das gebet Des frommen dulders je vexschmaͤht? 7. Ich weiß; es koͤmmt die stun⸗ de noch. Fruͤh oder spaͤt; so koͤmmt sie doch, Wo leiden, das nur stun⸗ den waͤhrt, In freudenjahre sich verkehrt. 8. Ich ernte meiner leiden lohn Vielleicht in diesem leben schon. Vielleicht, daß, eh ich ausgeweint, Mir gott mit seiner huͤlf erscheint. *09. Wenn mich kein freund er⸗ quicken kann; Darf ich mich mei— nem heiland nahn. Ihm schuͤtt ich frey in seinen schooß Mein herz aus; seine huld ist groß. 10. Einst hat auch er, der men⸗ schenfreund, Viel thraͤnen, sie fuͤr mich, geweint. Er weiß, wie schre⸗ res leid betruͤbt, Und melche schwachheit mich umgiebt. 1. Er hilft gewiß; ich zweifle nicht Er halt getreu, was er ver⸗ spricht. Der mit uns mitleid ha⸗ hen kann, Nimmt sich barmherzig meiner an. Mel. Herꝛlich lieb hab ich dich ꝛc. 1 I 8 ir trau ich/ Gott, 58. und wanke nicht, Will gleich von meiner hoffnung licht Der letzte funke schwinden, Mein helfer, Herr, mein* Isi 72 Anhang. bist du. Ich weis, durch dich werd' ich noch uh Und freude wieder finden. Von jeher hast du mich gefuͤhrt, Und meines schicksals lauf regiert; Mit segenvoller va⸗ terhand So manche noth hinweg⸗ gewandt. Unendlicher! Ich trau auf dich. Du leitest mich. Ich kaͤmpf'und siege, Gott, durch dich. 2. Schwer ist der kampf der leiden, schwer! Kaum fuͤhl' ich muth und staͤrke mehr, Die pruͤ⸗ sung auszudulden. Doch ewig, Vater, zuͤrnst du nicht. Du gehst nicht mit uns ins gericht; Strafst nicht nach unseru schulden. Bald ist der thraͤnen maaß gefuͤllt; Bald meiner seele schmerz gestilt. Bald hat gott all' mein flehn erhoͤrt, Mich gnug gepruͤfet, mich be— waͤhrt. Du, Gott, voll huld! Er⸗ hoͤrt von dir, kobsingt in mir Dann meine ganze seele dir. 3. Gott, alle leiden dieser zeit Sind doch nicht werth der herr— lichkeit, Die du wirst offenbaren. Bald wird auch mir der dulder lohn, Bald steh auch ich vor dei⸗ nem thron Mit treuer kaͤmpfer schaaren, und danke dir, mein Gott, verklaͤrt, Der itzt mich pruͤft, dann mich bewaͤhrt, Daß ich, von allen leiden frey, Ein seliger des himmels sey. Barmherziger! Fest, ohne graun, Will ich dir traun; Denn einst werd ich dein antlitz schaun. Vom Tode. Mel. Zu dir, 111 do an. Naas sorgst du aͤngst⸗ 159. Wachr deinleben? Es gott gelassen übergeben, Ist wahre ruh und deine pflicht. Du sollst es lieben, weislich nützen, Es dankbar als ein gut besitzen, Verlieren, als verloͤrst du's nicht. 2. Der tod soll nicht dein herz erschrecken: Doch, dich zur weis⸗ heit zu erwecken, Soll er dir stets! vor augen seyn! Des irdschen se⸗ bens liebe mindern; Doch dich in deiner pflicht nicht hindern, Viel⸗ mehr die kraft dazu verleihn. 3. Ermattest du in deinen pflich⸗ ten, So laß den tod dich unter⸗ richten, Wie wenig deiner tage sind. Sprich: solltꝰ ich gntes wohl verschieben? Nein, meine zeit, es auszuüben, Ist kurz, und sie ver⸗ fliegt geschwind. 4. Denk an den tod, wenn boͤse triebe, Wenn lut der welt und ih⸗ re liebe Dich reizen; und ersticke sie. Sprich: kann ich nicht noch heute sterben? Und, koͤnnt' ich auch die welt erwerben, Beging ich doch solch uͤbel nie. 5. Denk an den tod, wenn dei⸗ nem leben Das fehlt, wornach die reichen streben. Sprich: bin ich hier, um reich zu Iaer Heil mir, wenn ich in ehristo sterbe! Dann ist ein unbeflecktes erbe, Dann ist des himmels reichthum mein. 6. Denk an den tod in hohen eh⸗ ren, Und wenn sich deine schaͤtze mehren, Daß du sie nicht zu heftig liebst, Und, wenn die guͤter dieser erden, Dir, eh du's denkst, entris⸗ sen werden, Dich nicht zu sehr darum betruͤbst. *7. Denk an den tod in frohen tagen. Kann deine lust sein bild vertragen: So ist sie rein und un⸗ schuldsvoll. Sprich, dein vergnü⸗ gen zu versuͤßen: Welch gluͤck werd' ich einst dort genießen, Wo ich unendlich leben soll! 8. Denk an den tod, wenn lei⸗ den schmerzen. Sprich: alle truͤ⸗ sal frommer herzen Ist zeitlich, und im glauben leicht. Ich leide; doch von allem boͤsen Wird mich der tod bald, bald erlosen. Er ists, der mir die krone reicht. 9. Denk an den tod, wenn fre⸗ che rotten Des glaubens und der tugend spotten, Und laster stolz ihr haupt erhoͤhn. Sprich bey dit selbst I F gat, Iuz W 1 s MWhdost Wüh du Dann. Wen/ Wn schn ste He 10² ö dem Mhlecht⸗ Halhe. De Ad. Sa sgi uth, riedr MWbnpirs die di MWhj die dit hhtd dich Mater snd Man het; Wuh thige dr zeuo Wslgg tod: heiter A sendigke Inm in de IN Hülflos Wntd üh— Wtf rein Faschrekt deine zu asdu dir! Hagutt, und Vuicht, vi it istz Iun dent Mach siner Lhjtkät au M Cyrich; ibe. Iy, scun;“ 6 Ach, käbe. de mach ullbrach h — 285 V . — S. e — 2 *—*—ꝗ—— —„.— — 2— —— —. — .. * /H EI 41 HH runN Wott I. 4½%/% E HH selbst: gott traͤgt hemenchen Einstwird erseine wahrheitra * 6 Und ewig wird sein wort bestehn. AA Rath hahh scheun; Dann wird er dir ein trost in klagen, Ein weiser freund in guten tagen, Ein schild in der bversuchung seyn. IIL Anhang. 73 enz 10. So suche dir in allen faͤllen Den tod oft lebhaft vorzustellen, Dann wirst du ihn nicht zitternd Mel. Jesus meine zuversicht ꝛe. eine lebenszeit ver⸗ II 60 streicht. Stundlich eil' ich zu dem grabe. Wenig tage sinds vielleicht, Die ich noch zu 10 leben habe. Denke, mensch! an deinen tod. Saͤume nicht; denn eins ist noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, Wunschen wirst, gelebt zu haben. Guͤter, die du hier erwirbst, oh Wuͤrden, die dir menschen gaben, Nichts wird dich iin tod erfreun; sh Diese güter sind nicht dein. 3. Nur ein herz, das Jesum liebt; Nuͤr ein ruhiges gewissen, Das vor gott dir zeugniß giebt, Wird dir deinen tod versuͤßen; Giebt im leben heiterkeit, Giebt im sterben freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten noth Freunde huͤlflos um dich beben; Dann wird uͤber welt und tod Dich dieß reine herz erheben. Dann erschreckt dich kein gericht. Sott ist deine zuversicht. 5. Daß du dir dieß herz erwerbst, Fuͤrchte gott, und bet und waehe! Sorge nicht, wie fruͤh du sterbst! Deine zeit ist gottes sache, Lern nicht nur den tod nicht scheun! Lern auch seiner dich erfreun! 6. Schreckt auch dich des grabes graun; Sprich: ich weiß, an wen ich glaͤube. Ja, ich weiß, ich werd ihn schaun; Schaun in diesem meinem leibe. Auch dem grab⸗ nahm die macht: Der dort ries: es ist vollbracht! 7. Tritt im geist zum grab' oft hin! Sieh da dein gebein versen⸗ ken! Sprich: Herr, daß ich erde bin, Lehre du mich oft bedenken! Lehre das mich jeden tag, Daß ich weiser werden mag. Mel. Ich hab' mein sach gott ꝛe. A ein bin ich, Got 1 101 Dyen ewigkeit. Iu deiner hand steht meine zeit. Eh zeiten waren, mard schon mir Mein leben hier, Und auch sein ziel, bestimnet von dir. 2. Ruͤckt meine stunde nun her⸗ an; Dann schau mich mit erbar⸗ men an! Hilf mir in meiner todesnoth! Mein Herr! mein Gott! Ein sanfter schlaf sey mir mein tod. 3. Durchstuͤrmt den leib der krankheit schmerz, So staͤrke das beklommne herz. Selbst in der Den weuth, An denren⸗ Gieb mir en muth, Zu denken: gott machts dennoch gut. 4. Verleih gelassenheit und ruh! In meinem herzen wohne du, Geift Gottes! daß ich ohne graun, Und voll vertraun, Kann in die Mel. 0 n Hanhedz 90 ꝛe. IH ch will dich noch 1I 102. Im tod' erheden; Selbst 74 Selbst nah am grabe preis' ich dich. Zum segen gabst du mir mein leben; Du nimmst es mir, und segnest mich. Mein Gott, im le⸗ ben war ich dein; Dein will ich auch im tode seyn. 2. Gott, welche feierliche stun—⸗ den, Wenn du mich nun der erd' entziehst, Auf mich, den du getreu befunden, Voll schonender erbar⸗ mung siehst. Allmaͤchtiger, in dein gericht Gehst du mit mir, erloͤsten, nicht. 3. Wann dieses leibes irdne huͤtte, Die itzt mein geist bewohnt, zerfaͤllt; Dann geh ich mit gelaß— nem schritte Den weg zu gott aus dieser welt. Ich bin getrost und zage nicht; Denn gott ist selbst mein heil und licht. 4. Wie sollt ich vor dem tode beben, Da du, Erloͤser, fuͤr mich starbst? Er ist durch dich der weg zum leben, Das du am kreuze mir erwaͤrbst. Wie du ihn gingst, will ich ihn gehn; Wie du, werd' ich auch auferstehn. 5. Ob leiden schon mich dann umringen: Mir dann die baͤngsten schrecken draͤun. Du, Herr, halfst mir die welt bezwingen. Mit dir darf ich den tod nicht scheun. So nah dem lohn, den gott verspricht, So ilah am ziele sink' ich nicht. 6. Ich will dich noch im tod' er⸗ heben; Selbst nah am grabe yreis⸗ ich dich. Denn ewig werd ich bey dir leben. Wie segnest du, mein Vater, mich! Fuͤr mich ist selbst der tod gewinn. Wohl mir, daß ich erloͤset bin! Mel. Herdlich lieb Khcr 8, wen ein heiland, weñ 163. M mein geist er⸗ freut Im glauben auf die herr⸗ lichkeit Des ew'gen lebens blicket, Das du fuͤr mich bereitet haß: Wie leicht duͤnkt mir dann jede laͤst, Die mich hienieden druͤcket. Anhang. Dann wird der eitelkeiten tand Von mir in seiner bloͤß' erkannt! Beym anblick jenes ew'gen lichts Verliert sich ird'sche pracht in nichts. Herr Jesu Christ! Mein Herr und Gott:,/: Dieß heil ver⸗ dank ich deinem tod. 2. Wenn einst auf deinen wink mein geist Des koͤrpers banden sich entreißt: Dann staͤrk ihn aus der hoͤhe, Daß, ungeschreckt von tod und grab, Ich in des todes thal hinabGetrost und heiter gehe. Die klarheit jener bessern welt Schaff'˖, wenn mich dunkelheit be⸗ faͤllt, In meinem finstern herzen licht, Und heiterkeit im angesicht. Dann Jesu Christ, Mein Herr und Gott ,5: Dann wird ein schlunmer mir der tod. 3. Doch wenn mein geist mit bangigkeit Sich dennoch vor dem tode scheut, Weil ihn die suͤnden kraͤnken: Dann mach', o Herr, dein mittlertod Mein herz gewiß; es werde gott Der sünden nicht gedenken. Der trost, den du auch mir erwarbst, Als du zum heil der suͤnder starbst, Staͤrk' mich, wenn andrer trost entweicht, Und mach' den schweren kampf mit leicht. O Jesu Christ! Mein Herr und Gott!:,: Verlaß mich nicht in meinem tod! * 4. Auf kurze zeit schließt sich zur ruh Mein thraͤnenvolles auge zu, Und schlummert in dem stau⸗ be. Doch meine huͤlle bleibt nur hier. Mein geist schwingt sich gleich auf zu dir. Ich weiß, an wen ich glaube; Und du, der mich zum grabe ruft, Rufft mich einst wieder aus der gruft! Dann o wie schoͤn verklaͤrt erscheint Mein leib, mit mir aufs neu vereint! Herr Jesu Christ! Mein Herr und Gott!:, Zum leben fuͤhrft du durch den tod. 5. Du hleidst mein trost; mich Der erde hraͤnd, schreckt einst nicht Alin tod, .— eschoglt N —11 ‚ 0, mich QMihme! AMrsind. en von Muchr derm VCelen Aate, Mi I dein gl Ih stehe W Eo drüe Wsch, Der . Oer her Mich, Es As sich de sch wied Hah strebe Ah setben, si erben. Mugtedan Whiit, er ui Der w Ase dir ni Aumalleh Ragim fin 0 n. Wihwenglt IWutdröe Herrl Her 1 0 Mugebri⸗ Asemmhelt. ihte nach obrach Iummelt. il W NXI WEN(. I XXV Re Entladen von der sterblichkeit; Nicht mehr der mensch von erde. Seele! Seele! Sich, erloͤste, Mit dem leben, Das e dir dann dein gott wird geben. S — e — m W brand, das weltgericht, Der don⸗ ner der posaunen. ö uthron werd' ich dann stehn, Dich, Richter aller völker, sehn, Dich sehn und froh erstaunen. Auch umir schenkst du dann jenes heil, % Der auserwaͤhlten seligs theil. Je ö 19 Ich soll lebendig seyn, wie Dir zu sterben, 0 Anhang. 75 Vor deinem soll, dein mund sagt mir es du. Herr Jesu Christ! Mein Herr und Gott 7:,: Staͤrk diesen glau⸗ ben einst im tod. 1— Mel. Wie schoͤn leucht't uns der ꝛc. ie wird mir dann, II 64. o dann mir seyn, Wenn ich, mich ganz des herrn zu sreun, In ihm entschlafen werde; Von keiner suͤnde mehr entweiht; Staͤrke, troͤste 2. Ich freue mich, und bebe doch; So drückt mich meines elends joch, Der suͤnde fluch dar⸗ nieder. Der herr erleichtert mir mein joch. Es staͤrkt durch ihn mein herz sich doch, Glaubt, und erhebt sich wieder. Jesu! Jesu! Laß mich streben, Dir zu leben, Deines vaters reich zu erben. g. Verachtedann destodes graun, Mein geist! er ist der weg zum schaun; Der weg im finstern tha⸗ le. Er sey dir nicht mehr fuͤrchter⸗ l lich! Zum allerheiligsten führt dich Der weg im finstern thale. lolich lich, Herrlich, Unvergaͤnglich Ueberschwenglich Wird dich troͤ⸗ sten Dort das erbtheil der erloͤsten. 4. Herr! 1. ich weiß die stun⸗ de nicht, Die mich, wenn nun mein ange bricht, Zu deinen tod⸗ ten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre nacht, Eh ich dieß flehen noch vollbracht, Mein lob dir aus⸗ gestammelt. Vater! Vater! Ich befehle Meine seele Deinen haͤn⸗ den, Laß mich meinen lauf gut enden· 5. Vielleicht sind meiner dage viel. Ich bin vielleicht noch weit vom ziel, An dem die krone schim⸗ mert. Doch seys, daß erst in spaͤ⸗ ter zeit Die huͤtte meiner sterblich⸗ keit Der tod zu staub zertruͤmmert. Durch dich Hoff ich Reiche saaten Guter thaten Auszustreuen, Die zur ernte dort gedeihen. 6. O wie wird, Jesu! dann mir seyn, Wenn ich, mich deiner ganz zu freun, Dich dort anbeten wer— de; Von keiner suͤnde mehr ent⸗ weiht; Ein mitgenoß der herrlich— keit; Nicht mehr der mensch von erde. Preis dir! Daß mir Durch dein leiden Jene freuden Offen stehen. Ewig will ich dich erhoͤhen. Mel. Werde munter mein gem. ꝛc. II 6 eute, sprach mein )heilaͤnd, heute, An sein blutigs kreuz erhoͤht, Als Unchuw ihm zur seite Sterbend noch um gnade fleht, Heute, so be⸗ theur' ich dir! Heute noch sollst du mit mir In das paradies erha⸗ ben, Theil an meiner woñe haben. 2. Theures wort aus jesu mun⸗ e! Fest versiegelt durch sein blut! In der finstern todesstunde Giebst du freudigkeit und muth. Wenn der ehrist nun scheiden soll, Bleibt er fester hoffnung voll; Sieht die nacht in licht verwandelt: Weiß gewiß, wohin er wandelt. 3. Ohne zagen kann er sterben, Seine seele stirbt ja nie. Ihr droht nicht nur kein verderben; Au kein schlaf betaͤubet sie, Wo sie er aus langer nacht Nach jahrhun⸗ derten erwacht. Nein! sie soll zu neuem leben, Scheidend, schon em⸗ por sich heben. 4. Theures wort des ew'gen lebens! Tröste du mein brechend herz; Und dann aͤnostet nur— e⸗ 76 gebens Meinen geist der tren⸗ nung schinerz. Er sinkt nicht in finsteeniß; Denn wahrhaftig und ereiß Ist das wort des treuen zeugen. Hier muß ieder zweifel schweigen. 5. Nun, wenn ich von hier soll scheiden, Zagt mein herz nicht mehr in mir. Dort sind unbefleckte reuden; Aber muͤh und süͤnden heer. Kein auch noch so fruͤhes grab Kuͤrzet je mein leben ab. Es soll nur, los von beschwerden, Zeitiger veredelt werden. 56. Gelig, frey von suͤnd'ꝰ und maͤngelg, Ja! von nun an selig ist, Bruͤderlich begruͤßt von engeln Der im herrn entschlafne ehrist. Was sein glaube je gethan, Jedes gute werk folgt dann Seiner seele von der erden Hin vor gott, sein lohn zu werden. 7. Nun denn! wohl mir! ich bdefehle, Einst, wenn ich kaum lallen kann, Die durch dich er— loͤte seele, Heiland, deinen haͤn⸗ den an. Du, Herr, hoͤrst und staͤr⸗ kest mich! Rufest mir auch zu, daß ich Noch am tage, da ich serbe, Deine herrlichkeit ererbe. 8. Ja noch an demselben tage Geh ich in den himmel ein, Los von aller furcht und plage, Herr, bey dir daheim zu seyn. Dort ge⸗ nieß' ich deines lichts, Bis der tag des weltgerichts Auch dem grab die macht entwendet, Ganz die seligkeit vollendet. Von der Auferstehung. Mel. Allein gott 30 b0 91 dein heilandlebt! II 66. M er hat die macht Des todes ganz bezwungen, Und siegreich aus des grabes nacht Zu gott sich aufgeschwungen. Er ist mein haupt; sein sieg is mein; Sein soll mein ganzes leben seon; Und ihm will ich auch sterben. 2. Ihm ged' ich nach volll rach⸗ Anhang. tem laͤuf Den geist in feine hände Auch weckt er meinen leib einst auf, Daß er mich gan, vollende. Ich bin getrost und unyerzagt. Er hats den seinen zugesagt: Ich leb', und ihr sollt leben. 3. Wird gleich mein leib des kodes raub, Er wird doch wieder leben, Wird einst aus der verwe⸗ sung staub Sich neugebildt erhe— ben, Wenn du, o großer Lebens- fuͤrst, Nun deinen todten rufen wirst: Exwacht nach meinem bilde! 4. Wie froh und herrlich werd' ich dann Vor dir, mein Heiland, stehen! Dann nimmst du mich mit ehren an; Laͤßst in dein reich mich gehen. Forthin von keiner last beschwert, An leib und seele ganz verklaͤrt, Leb' ich hey dir dann ewig. *5. O welch ein seligs theil ist mir In jener welt bereitet. Der freuden fuͤll' ist, Herr, bey dir, Zu der dein geist mich leitet. Ich werde dort in deinem reich, Unsterblich, deinen engeln gleich, Vollkommner lust genießen. 6. Denn da, wo du bist, sollen die, Die hier dir treu sind, leben, Und ewig frey von schmerz und muͤh Ihr siegreich haupt erheben. O was sind leiden dieser zeit, Herr, gegen jene herrlichkeit, Und un⸗ begraͤnzte freuden! 7. Dieß wort voll wonne muͤsse mich Im stillen oft entzuͤcken! Und unausloͤschlich muͤss' es sich In meine seele druͤcken, Daß ost mein auge dorthin blickt, Wo kei⸗ ne schwachheit mehr mich druͤckt/ Nie sinnenlust mich blendet. 8. Mich staͤrke dieser blick zum fleiß Der heil'gung nachzujagen, Und, als dein zuͤnger, dir zum preis, Dein sanftes joch zu tra⸗ gen. Fuͤhl ich auch hier noch noth und schmerz, So troͤste dieß das dange herz: Es koͤmmt ein beß⸗ res leben. At. hr ttag' fiͤl Al welt,d Ase flt s⸗ höͤhte Hhht; Der hascht. e durf Ahan. M chen. Er an; E Il Dieß Rsh bricht, Ustt. Wplt scht Asdu kömm hihn, u Ahdtd dot I Dieß ist Rstät; Di ust. OIuerd'! sR Auchd H 0 Wuhayhn; Asn. Nich Mlgerig Anhang. 77 3 Mel. Herr, deine almacht reicht ꝛe. err, du bist meine zuversicht. Du 1167. lebst, und ich soll leben. Du wirst mir, wie dein wort verspricht, Der freuden fuͤlle geben. Dein s., jünger koͤmmt nicht ins g Denn du bist seine zuversicht. ericht; 2. Hier geh ich oftmals wei⸗ nend hin Den saamen auszu⸗ tnth D r dihe m +I sl uh „t he III , olten D Nrideach h l len 4 ule drb Itthn Ditte sahst C Eil + ftreuen. Dort wird der herrlich— ste gewinn Der ernte mich er⸗ sreuen. Auch tief in noth, verzag' ich nicht! Denn du bist meine zuversicht. 3. Hier trag ich deine sanfte last, Und fuͤhle meine würde. Die eitle welt, die sie nicht faßt, Hoͤhut sie fuͤr schmach und buͤr⸗ Ede. Sie hoͤhne nur! das irrt mich nicht; Denn fest steht mei⸗ ne zu versicht. 4. So darf ich auch den tod nicht scheun. Mein geist kann ja nicht sterben. Er eilt, bey dir da⸗ heim zu seyn; Eilt, dort mit dir zu erben. Dieß, wenn das matte herz nun bricht, Ist meine frohe zuversicht. 5. Zerfaͤllt schon dieser leib in saub; Du koͤmmst, ihn herzustel⸗ len; Und ihn, nur hier des todes rgub, Wird dort kein tod mehr falen. Dieß ist im finstern thal mein licht; Dieß staͤrket meine zuversicht. 6. Wenn erd' und himmel einst bergehn; Auch dann darf ich nicht eben. Nie, Herr, kann dieß dein wort vergehn: Ich leb' und ihr sollt leben. Nicht tod, nicht grab, nicht weltgericht Entreißt mir diese zuversicht. . In diesem glauben staͤrke mich. Laß mich dentrost empfin⸗ den; Den großen trost, daß ich durch dich Den tod soll überwin⸗ den. Tod und verwesung schreckt mich nicht, Denn du bleihst mei⸗ ne zuversicht. Auch als Morgenlied zu drauchen. Mel. Werde munter mein ꝛc. 168. Wern ich einst von jenem schlum— mer, Welcher tod heißt, aufer⸗ steh; Frey von dieses lebens kum⸗ mer, Nun den schoͤnern morgen seh; O dann wach ich anders auf! Schon am ziel ist dann mein lauf. Traͤume sind des pilgers sorgen, Großer tag! an deinem morgen. 2. Hilf, daß keiner meiner ta— ge, Geber der unsterblichkeit, Im gericht mich einst verklage: Er sey ganz von mir entweiht. Auch noch heute wach ich auf! Dank sey dir! zu dir hinauf Fuͤhr mich jeder meiner tage, Jede freude, jede plag. 3. Gern muͤss' ich sie vor mir sehen, Wenn ihr letzter nun er⸗ scheint; Ich ins todesthal soll gehen, Und mein freund schon um mich weint. Lindre dann des todes pein; Laß mein end' ihm lehrreich seyn, Daß ich ihn zum himmek weise, Und dich, Herr des todes, preise. Vom Weltgerichte. Mel. O ewigkeit, du Rme ꝛc. er einst zum wohn⸗ 169.D platz dich erkiest, Dein retter, dein versoͤhner, ist Dein richter auch, o erde Ver⸗ deckt ist seiner zukunft zeit; Ge⸗ wiß, daß er in herrlichkeit Sinst ploͤtzlich kommen werde. Ver— nimms, o erd', und beßre dich. Der tag des schreckens nahet sich. 2. Waͤrum verzieht, so fragt der spott, Mit seinem weltgericht noch gott? Hoͤrt, suͤnder, hoͤrts mit beben! Kuch, die ihr frech ihm widerstrebt, Und in der hos⸗ heit sicher lebt, Zur beßrung frist zu geben. Doch bald ist euer 78 euch droht, Nicht berg noch meer, nicht grab und tod, Euch vor dem richter decken. Denn nun nicht mehr erbarmt er sich, Und sein gericht ist fuͤrchterlich. ö 4. Wann gott zur erde spricht: vergeh! Und donner aus der tief' und hoͤh Ihr in nerstes erschuͤttern; Ihr bau kracht von der flammen wuͤth, Und felsen, muͤrbe von der glut, Im sturz, wie glas, zer⸗ splittern; Wann, vor den richter hingeruͤckt, Der spoͤtter glaubet, und erschrickt: 5. Dann ist nicht mehr zur buße zeit Wo wollt ihr dann barmher— zigkeit, Wo huͤlf und rettung fin⸗ den? Die ihr der suͤnden maaß noch haͤuft, Fuͤhlt, eh euch dieser s tag ergreift, Die lasten eurer suͤn⸗ den, Daß nicht ihr selbst euch einst verflucht, Und in verzweiflung lindrung sucht. 5 6. Tag gottes! tag der ewig⸗ keit! Du predigst uns den werth der zeit Laut mit des donners stimme. Mensch! nuͤtze sie zu dei⸗ nem heil, Damit gott nicht zum lohn und theil, Dir ew'ge pein bestimme. Denn ewig wird der suͤnder pvein, So wie der from⸗ men wonne, seyn. Mel. Es ist ich 1100 0 ꝛe. chon ist der tag 11 70. Sern gott bestim̃t, Wo, wer hier je gewohnet, Sein loos aus gottes haͤnden nimmt, Das ihm nach werken lohnet. Er koͤmmt, er koͤmmt, des menschen sohn; Er koͤmmt; und wolken sind sein thron, Und engel sein gefolge. 2. Hier an dem rand der ewig⸗ keitHier stehn die millionen Die pein. retter seyn? Ihr warten ist ver⸗ loren. 6. Doch deiner frommen leid und muͤh Verwandelt sich in won⸗ ne, Und herrlichkeit umstralet sie, Gleich als der glanz der sonne. Nun sehn sie mit erstauntem blick/ Zu welchem unnennbaren glück Uns glaub' und lieb' erhoͤhen. 7. Sie gehn in jenes sel'ge reich, Das ihnen gott beschieden. Undschmecken, seinen engeln gleich/ Des himmels hohen frieden. Das stuͤckwerk wird vollkommenheit. Kein kummer, keine traurigkeit Stoͤrt ferner ihre freuden. *8. Mein heiland! laß mich dein gericht Oft und mit ernst bedenken. Es staͤrke meine zu⸗ versicht, Wenn hier mich leiden kraͤnken. Es reize mich gewis⸗ senhaft, Und, eingedenk der re⸗ chenschaft, Nach deinem wort zu wandeln. Mel. ced 9 dtr l Whel.) A Aufd W omt ge Wüll ich Mũlet tet nni M Dennd dann Mh dein eine ze Mthabe. Ahhier D It, HDoͤr Wte til Wndgen sd sht, mein I strebe Achtse Aus Matt feiß v Aht mich, shhie tage lshchensd Mählen. Aschmich L um geri It deen Ahmrin det Aiet, de Ische? We suuht, K TDannol Wrin gemis Iimstde s Muuh di ¹ snde. Waut Austle che Inam ihntd Hasthun de hchomme fl Dich ö H e HM WMsen Iusy nal tuH tung IA t EX N t, u itt u dah A, sh E. L * II kraft ö Dann soll ich zur rechenschaft Dargestellet werden. Dein gericht Schont dann nicht, Richter aller d Mich um jede sunde: ,“ Herr, durch dich alsbald Gnade such' und finde. Rufe du Dann ir zu: Alles ist vergeben; Suͤn⸗ der, du sollst leben. Anhang. 79 Mel. Mache dich mein geist bereit. ö err, ich bin dein ei⸗ 17 1.H genthum. Dein ist auch mein leben. Mir zum heil, und dir zum ruhm, Hast du mirs gegeben. Vaͤterlich Fuͤhrst du mich Auf der pruͤfung wegen Meinem ziel entgegen. 2. Einst koͤmmst du mit großer Zum gericht auf erden, welten; Denn du willst vergelten. 3. Weh dann mir in ewigkeit, Wenn ich deine gabe, Meine kraͤfte, meine zeit, Hier gemiß— braucht habe! Weh dann mir! Hab ich hier Dein geschenk ver— schwendet, Thoͤricht angewendet! 4. Moͤchte taͤglich dein gericht Mir vor augen schweben! Moͤcht' ich immer, meiner pflicht Treu zu bleiben, streben; Daß ich nie Thoͤricht sie Aus den Augen setzte, Noch mit fleiß verletzte. 5. Lehr mich, Gott, gewissen⸗ haft Meine tage zaͤhlen; Einge⸗ h deuk der rechenschaft, Nur, was gut ist, waͤhlen. Gieb, daß ich Ernstlich mich Taͤglich und auch äheute, Zum gericht bereite. 6. Zeigt die ewigkeit schon sich Furchtbar in der nähe: Ist wohl das die zeit, daß ich rst um gnade flehe? Wenn der tod Mir schon droht, Kann ich deinen sl willen Dann wohl noch erfuͤllen? 7. Mein gewissen straf' alsbald Daß ich, 8. Dann, am tage des gerichts Werd' ich mit den frommen Zu edem anschaun deines lichts Gnaͤ⸗ dig angenommen. JZesu, soll Dich im hoͤhern leben M Dann mein dank erheben. Wonnevoll, Mel. O Gott des beer und ꝛc. ach einer pruͤfung I 172.N kurzer tage fer⸗ wartet uns die ewigkeit. Dort, dort verwandelt sich die klage In goͤttliche zufriedenheit. Hier uͤbt die tugend ihren fleiß, Und jene welt reicht ihr den preis. 2. Wahr ist's; der fromme schmeckt auf erden Schon man— chen sel'gen augenblick; Doch alle freuden, die ihm werden, Sind ihm ein unvollkommnes gluͤck. Er bleibt ein mensch, und seine ruh Nimmt in dem herzen ab und zu. 3. Bald stöͤren ihn des koͤrpers Deterbel Bald das geraͤusche ieser welt, Bald kaͤmpft in sei⸗ nem eignen herzen Ein feind, der oͤfter siegt, als faͤllt; Bald sinkt er durch des naͤchsten schuld In kummer und in ungeduld g. Hier, wo die tugend oͤfters leidet, Das laster oͤfters gluͤcklich ist; Wo man den gluͤcklichen be⸗ neidet, Und des bekuͤmmerten ver⸗ gißt; Wer kann je sicher hier vor pein, Wer frei von eigner schwach⸗ heit seyn? 5. Hier such' ichs nur, dort werd' ichs finden; Dort werd' ich heilig und verklaͤrt Der tugend ganzen werth empfinden; Den un⸗ aussprechlich großen werth. Ihn, der die lieb' ist, werd' ich sehn, Ihn lieben, ewig ihn erhoͤhn. 6. Da wird der vorsicht heil'⸗ ger wille Mein will' und meine wohlfahrt seyn; Und lieblich we⸗ sen, heil die fuͤlle Am throne got⸗ tes mich erfreun. Dann laͤßt ge⸗ winn stets auf gewinn Mich fuͤh⸗ len, daß ich ewig bin. 7. Da werd' ich das im licht er⸗ kennen, Was ich auf erden dun⸗ kel sah; Das wunderbar und hei⸗ lig nennen, Was 2i wein gein hier geschah; Da denkt mein geist mit 8⁰0 Anhang. mit preis und dank Die schickung im zusammenhang. 8. Da werd' ich zu dem throne dringen, Wo gott, mein heil, sich offenbart; Ein heilig, heilig, heilig! singen Dem, der fuͤr mich gekreuzigt ward; Dem aller him⸗ mel lob ertoͤnt, Daß er die suͤn⸗ derwelt versoͤhnt. 9. Da werd' ich in der engel schaͤaren Mich ihnen gleich und heilig sehn, Das nie gestoͤrte gluͤck erfahren, Mit frommen stets from̃ umzugehn. Da wird mit jedem augenblick Ihr heil mein heil, mein gluͤck ihr gluͤck. 10. Da werb' ich dem den dank bezahlen, Der gottes weg mich gehen hieß, Und ihn zu millionen⸗ maͤlen Noch segnen, daß er mir ihn wies. Da find ich in des höchsten hand Den freund, den ich auf erden fand. 1I. Da ruft(o moͤchte gott es geben!) Vielleicht auch mir ein sel'ger zu: Heil dir! denn du, du hast das leben, Die seele mir ge⸗ rettet: du! O Gott! wie muß das gluͤck erfreun, Der retter einer seele seyn! 12. Was seyd ihr, leiden die—⸗ ser erden Doch gegen jene herr⸗ lichkeit, Die offenbart an uns soll werden Von ewigkeit zu ewig⸗ keit? Wie nichts, wie gar nichts gegen sie, Ist doch ein augen⸗ blick voll muͤh! Mel. Oewigkeit, du donnerw. ꝛe. 1 Wedanke voller selig⸗ 1173.tar: Du better trost der sterblichkeit! Glaub' an ein ew'ges leben Was waͤr mein daseyn ohne dich? Mit welchem schauder würde mich Die zukunft oft durchbeben? Umsonst erhuͤbe sich mein herz Zum himmel den so manchem schmerz. 2. Ich irrt' ein dunkles thal hinab Bis an mein schreckenrolles grab, Das ziel von meinen thrä⸗ nen Was ware meines lebens gluͤck Mehr, als ein fluͤcht'ger augenblick, Mehr, als ein ban⸗ ges sehnen? Was sind die freu⸗ den dieser welt, Wenn ew'ge nacht uns einst befaͤllt? 3. Der leiden welche große zahl Ist oft in diesem dunkeln thal Das loos des pilgerlebens! Hier ist das laster oft begluͤckt; Und seufzt nicht, tief in aub gebuͤckt, Die tugend oft vergebens? Wie manchen geist beugt sklaverey! Und wer bleibt hier von irrthum nt Heil mir, daß mich mein schoͤpfer schuf! Die ewigkeit ist mein beruf, Und stufe nur dieß leben. Zwar diese huͤlle faͤllt einst ab, Und asch' und moder füllt mein grab; Doch wird mein geist sich heben; Sich heben uͤber erd' und staub; Dann keinem tode mehr ein raub. 5. Heil mir! mein frohes aug erblickt Die lieben, die, nun schon begluͤckt, Vor mir den sieg erstritten; Und andre lieben fol⸗ gen mir. Gott, alle sammelst du zu dir In jene friedenshuͤtten; Und meinem blick enthuͤllt sich dann, Mein Gott, dein großer weiser plan. Mel. O vaterherz, o licht, o ꝛe. (Sauch;t; 6 i 11 74. es ist eine ruh vorhanden, Wo tapfre streiter gottes nun, Wenn sie durch ehristum über⸗ wanden, Von aller ihrer arbeit ruhn. Dort fließen ferner keine zaͤhren; Kein mund laͤßt dort noch seufzer hoͤren; Dort aͤngsten schmerz und plagen nie; Dort sind wir selbst der furcht entrük⸗ ket; Ruh, die den mͤden geist erquicket, Folgt auf des lebens last un muͤh. 2 2* —E Ohnst,, Ium Aihs, d Ishich che fun galllg / And Ahtz der N rh! Asl ich u N der 1 — V schoͤ 15 MN e er as du o du/ ve slh Qurch Wund Zum! Hele. hMeiß' Hoaß mit d Mpa sind! Att, geg e wir be Wlf uns hi Munder dei fist stoh er ild rit Vntliden Mihr ist do Mlt ist ke Rühmet Aummenle Mhlggen, Alst agen. Hott Erschal unmil ahllten sie aht led y kütdg X Anhang. 81 2. Christ, froh entschlaf' auf Jesu namen; Denn der ist, wenn Wi% du stirbst, dir nah, Voll freu⸗ 3shdigkeit sprich: amen! amen! Die i feyerliche stund' ist da. Ich bin h, am ziel! genug gelitten! Genug Shhn gerungen, und gestritten! Er ist vollbracht; der schwere lauf! Nun ethh folgt die ruh! aus allen leiden i Schwing' ich mich nun in ew'ge freuden Zu dem verklaͤrten mitt— N 1 ler auf. N e Mel. Wie schoͤn leucht't uns ꝛe. I ein ganzer geist/ % II75. MGott, wird ent⸗ zuckt, Wenn er nach jenem erbe 0 Sahh blickt, Das du uns dort berei⸗ IA test, Wo du, von uns schon hier . erkannt, Durch neue wunder dei⸗ 66 ner hand Zum vollen schaun uns leitest. Seele! Seele! Deinen brüdern Preis in liedern Gottes treue, Daß mit dir sich jeder freue. 4%½% 2. Was sind die freuden dieser zeit, Gott, gegen jene herrlich⸗ keit, Die wir bey dir dort finden. V Du stellst uns hier auf erden zwar Viel wunder deiner gůte dar, Daß s wir sie froh empfinden. Doch I l hier Sind wir Bey den freuden hn Noch mit leiden Stets umgeben. 1ulDort nur ist vollkommnes leben. 3. Dort ist kein tod mehr, und kein grab. Dort trocknest du die Namthraͤnen ab Von deiner kinder Nwangen. Dort ist kein leid mehr, IIX kein geschrey. Geworden ist nun I Ralles neu; Das alte ganz ver⸗ Uhuh gangen. Ruͤhmet! Ruͤhmet! Denn, 2%. ihr frommen! Sollt, entnommen Allen plagen, Dort vor keiner Dint zukunft zagen. 4 e 4. In Gottes hoͤherm heilig— 0 I thum Erschallet seines namens I Si ruhm Von millionen zungen. Hier stammelten sie nur sein lob. Was bier ihr lied nur schwach erhob, B Wird wuͤrd'ger dort besungen. Voͤllig, Voͤllig Giebt sich ihnen Die ihm dienen, Der Wudemrh, Den sie hier schon vater nennen. 5. Vor seinem antlitz wandeln sie, Auf ewig frey von aller muͤh, Und schmecken seine guͤte. Dieß gluͤck, das sie mit wonne naͤhrt, Den frieden ihrer herzen stoͤrt Kein feindliches gemuͤthe! Kein neid, Kein streit Hemmt die trie⸗ be Reiner liebe Unter seelen, Die, ganz heilig, nicht mehr fehlen. 5. Gott, welche schaar ist dort vereint! Die frommen, die ich hier beweint, Die find' ich dro⸗ ben wieder. Die deine liebe hier verband, Sie knuͤpfet deine va⸗ terhand Nun all' in eins, als bruͤder. Ewig Werd ich Frey von maͤngeln Selbst mit engeln Freundschaft pflegen. O ein um— gang voller segen! 7. Wo ist mein freund, des hoͤchsten sohn? Wo find ich ihn? wo glaͤnzt sein thron? O himm⸗ lisches entzuͤcken! Ihn, der mich liebte bis zum tod; Ihn meinen herrn, und meinen gott, Ihn, ihn soll ich erblicken. Jesu! Jesu! Wie wird ewig, Ja, Herr, ewig, Dir zu fuͤssen Sich mein herz in dauk ergießen 8. Wie herrlich ist die neue welt, Die gott den frommen vorbehaͤlt! Wer konnte sie erwerben? Du, Jesu, der du sie erwarbst; Als du fuͤr deine menschen starbst! Ach, hilf mir sie ererben! Ein stral, Ein stral Jener sonne, Je— ner wonne Staͤrk' mich schwachen, Einst den tod mir leicht zu machen. Mel. Jesu, meines lebens leben ꝛc· ie so unaus⸗ 176. sprechlich selig Werden wir im himmel seyn! Denn die freuden sind unzaͤhlig, Die dann ewig uns erfreun. Kei⸗ ne sorgen, keine zaͤhren Werden * F den 8² Anhang. ——ß den genuß dort stoͤren. Gott zu Weahe—5 Fuͤhrst du uns durch diese zeit! 4. Hier zwar ist, was du den frommen Dort fuͤr gluͤck bereitet hast, Noch in keines her; gekom⸗ Hein verstand hats noch ge⸗ faßt. Nach der erde kurzen lei⸗ den Warten dort der ew' gen freu⸗ den Mehr, als je ihr herz begehrt, Aller, die dich treu verehrt. g. Neue wunder deiner güte Stellen ihrem blick sich dar. Mit erstaunendem gemuͤthe Nehmen sie stets heller wahr; Deine huld sey H Groß das heil und unvergaͤnglich, Das dein rath dort jedem lehr. Der hier red— ich dich geliebt. Dunn wirst du dich unsern seelen Offenbaren, wie du bist. Keine wonne wird uns fehlen, Da wo alles wonne ist. Zu so hohen seligkeiten Wird uns da der mittler leiten, Die er, als er fuͤr uns starb, Uns in muͤh und pein erwarb. 5. Da wird deiner kinder men⸗ ge Ein herz, eine seele seyn; Liebe, dank, und lobgesaͤnge Dir, Gott, ihrem vater, weihn; Dir und dem, der selbst sein leben Willig fuͤr uns hingegeben. Mit ihm/ unserm treusten freund, Sind wir ewig dann vereint. 6. O wer sollte sich nicht seh⸗ nen Aufgeloͤst 1395 50 zu Rn Wo nach ausgeweinten thraͤnen Engelfreuden uns erfreun. Kaͤm⸗ pfer tragen siegespalmen. Dul, der singen freudenpsalmen. Auf die angst folgt heitre ruh. Gott, wie hoch beseligst du! 7. Was ist unser loos auf erden, Obs auch noch so koͤstlich sey? Ganz ists niemaͤls von beschwer⸗ den, Ganz von kummer niemals frey. Bittre thraͤnen weint ost heute, Wer noch gestern hoch sich freute. Dort, wo uns kein wech⸗ sel beugt, Sinkt die wonne nie; sie steigt. 8. Auf! bestimmt zu solchem gluͤcke Sey, o seele hoch er— freut! Taͤglich richte deine blicke Auf des himmels herrlichkeit. Streb' auch du mit allen from⸗ men, Strebe, dorthin einstzu kom⸗ men! Trachte, weil du hier noch bist, Nur nach dem, was dro⸗ u ist 9. Ohne heiligung wird keiner, Herr, in deinen himmel gehn. Mache drum mein herz stets rei⸗ ner, Daß auch ich dich moͤge sehn; Hilf du selber meiner seele, Daß sie nicht den weg ver fehle, Der mich sicher dahin bringt, Wo man ewigs lob dir singt! Regi⸗ derd neihe Wd ui W gott Mhshen u Mhhe B. hch, G˙ und C. W hinen lser le W sey ke V D. Wpflichve Msl dir! ae Rshhott, „Hihch, Herr W 0 christ RWh Gott, Whmnb Hoͤch Wdolten üb uhhgin der! Asin wort sn tode Raslh trafer Wpfft uns d Wsterhuld Mhulhlutun ium woh Ründe Wai gekt Wstretzu Wpatten Mand dett. und Vo Fs jun Was edle Wshalt Whh Wln gen hst, e icu, Luseln ch s ulg x Ii n Wihtignst Doch Rtth ( W/ Mch WutR simi 6 Fuche Imt „Dtthß / Och u. Oguhge Hl Hel ihgei e 0eh D Die ihr ehristi jüͤnger seyd 7 Ach wann werd ich von der 43 Auf deine weisheit bauen 48 Auf gott und nicht auf 48 Auf meinen gott verlaͤßt 70 Allen menschen und auch mir 52 Allen, welche nicht vergeben 86 B. Bewahr mich, Gott, daß nie 41 Bringt preis und ruhm dem 20 C. Christ aus deinem herzen 009 Christen, unser leben eilt. 13 Christ, stets sey keuschheit 64 Dankbar fall ich vor dir nieder 35 Dank, jesu, dir! ach sind wirs 3 Dein bin ich Gott, von ewigkeit 73 ein bin ich, Herr, dir will ich 41 Dein heil, o ehrist, nicht Ju 29 Dein leben, Gott, ist seligkeit 6 Dein wort, o Hoͤchster, ist vollk. 27 Der alle welten uͤberschaut 48 Der droben in der hoͤhe wohnt 13 Der du dein wort mir hast 27 Der du, dem tode nah, fuͤr die 56 Der du der strafen schwere last 18 Der du fuͤr uns dich in den 16 Der du unsrer huldreich denkest 24 Der du voll blut und wunden 17 Der einst zum wohnplatz dich 7²⁷ Der fuͤr die suͤnder starb, 33 Der fuͤr mich gekreuzigt war 22 Der wollust reiz zu widerstreben 64 Des leibes warten und ihn 62 Dich, Freund der menschen, 51 Dich Herr und Vater aller welt 1 34 Dienstfertig soll ich seyn Dieß ist der tag, den gott 11 Dir, Gott, dir will ich froͤhlich 2 Dir trau ich, Gott, und wanke 71 Du, der aus edlem triebe 16 Du, deß sich alle himmel freun 31 54 Register des Anhangs. A. E. Ein herz/ o Gott, in leiden stets 50 Ein pilger nur, ein gast bin 50 Eins ist noth! ach, Herr, dieß 30 Erbarm dich, Gott! mein 23 Erbarmer deiner menschenkind.3 Erhebet gott, ihr frommen 9 Erhoͤr, o Gott, das heiße flehn 32 Erinnre dich/mein geist, erfreut 109 Er ist erstanden; ehristus lebt 22 Es ist vollbracht! oft denk ihm 19 a. Froh dank ich, Vater, dir, daß 24 G. Gedanke voller seligkeit 8⁰ Geist der weisheit, kraft und 25 Geist vom vater und vom 26 Gelobet seyst du Gottes Sohn 11 Gelobt sey gott! er ist ersch. 10 Gelobt seyst du barmherzger 39 Gerührt erhebe gottes ruhm 28 Gieb mir, o Gott, ein her; 33 Gluͤck oder ungluͤck, was es 71 Gott, dein guͤte reicht so 3⁰ Gott, dein ist majestaͤt und 46 Gott, Herrscher uͤber alle lande 32 Gottes sohn ist kommen 10 Gott ist gegenwaͤrtig 9 Gott, meiner seele großen 59 Gott Vater, der mit gnade 31 Gott, vor dir erscheinen wir 9 Groß, Herr, ist deine herrlichk. 23 Gut und heilig ist dein wille 46 5. Herr⸗ du bist meine zuversicht 7⁷ Herr Gott dich loben wir, Herr gott wir dante dir, Dein segen 7 Herr Gott dich loben wir, Herr gott wir danken dir. Dir Vater ꝰ Herr, hoͤre! mit beklommnem 36 Herr ich bin dein eigenthum 79 Herr lehre m ich, wenn ich der 47 oerr, mein Versoͤhner, der du 55 err, staͤrke mich, dein leide n 14 Heir⸗ Register des Anhangs. Heute, sprach mein heiland, 75 Hier wird selbst dem frommen 7⁰0 auchzt, es ist eine ruh vorh. 8⸗ Ich komme, Herr, und suche 33 Ich komme vor dein angesicht 30 Ich preise dich, o Herr, mein 34 Sch weiß, an wen mein herz 40 Ich will dich noch im tod 73 Jesus lebt, mit ihm auch ich 21 In truͤbsal, ehrist, sey unverz. 68 K. Koͤstlich, wie so koͤstlich ist 27 J. Juuch ehristen, jauchzet 8 — Laß es, Jesu, mich empfinden 58 Lob, preis und ehre bringen 6 Lobsinge meine seele 21 Lobsingt! das licht stralt wieder 29 M. Meine lebenszeit verstreicht 73 Meine seel'! ermuntre dich, 14 Mein ganzer geist, Gott, wird 81 Mein Gott, laß mich doch nie 66 Mein heiland lebt, er hat die 7 Mein Heiland, wenn mein geist 74 Mein leib soll, Gott, dein temp. 65 Mit froͤhlichem gemuͤthe 0 Rach einer pruͤfung kurzer tage 70 Nach meiner seele seligkeit 50 Nicht, daß du's schon ergriffen Nicht muͤrrisch, finster, Unges. Nicht um ein fluůͤchtig gut der 25 die bist du, Hoͤchster, von uns 4 O. Oft klagt der ehrist, wie schwer 42 Gott, mein irdisch leben 67 Echr mein Gott, durch den 40 O Sohn Gottes im staube 17 S. Schau, großer Herr der herrl. 22 Schon ist der tag von gott 78 Schweigt, zweifel, die ihr euch 69 Zur arbeit/ m muͤ 3Zu gott/ o seele/schwing dich auf as Schwingt heilige gedanken Seyd barmherzig; christen,. Sohn des hoͤchsten, wir sind 34 So hoff'ich dann mit festem 3 So jemand spricht, ich liebe 51 So laug ich athme, Gott So tief der mensch gesunken Tag/ der erleuchtung uns geb. 23 Tag/ den mir der herr gemacht 35 Theuer, Gott, ist deine guͤte 37 I 12 U. Um gnade für die sunderwelt 18 Urquell der vollkommenheiten 45 V. Von dir auf diese welt gerufen 3 Vom grab, an dem wir wallen 12 Von ganzer seele preisꝰ ich dich ꝛ⸗ W. Was ists, daß ich mich quaͤle 6) Was sorgst du aͤngstlich fuͤr Welch edles unschaͤtzbares gut 61 Welch hohes beyspiel gabst du sl Wenn du des naͤchsten ehr' 358 Wenn ich einst von jenem 7 Wenn ich, o Schöpfer deine 3 Wer bin ich? welche wichtge 60 Wer dieser erde guͤter hat 53 Wer sich des heilands ruͤhmen 42 Werther Troͤster, kom hernied. 23 Wie groß ist des allmaͤchtgen 4 Wie mannigfaltig sind die 63 Wie reich, mein Heiland, an 15 Wie selig, Gott, ist der ger. 38 Wie so unaussprechlich selig 8 Wie theuer, Gott, ist deine 37 Wie viele freuden dank ich dir 1 Wie wird mir dann, o dann 75 Willst du der weisheit quelle 4 Wir glaͤuben all' an einen 38 Wir wallen hier als pilger 6 Wohl dem, der beßre schaͤtze Wohl dem, der mit stillem 40 Wohl dem, der richtig wandelt 5⁷ 3. nicht zum muͤssigg. 65 Hannoversches Kirchen Gesangbuch nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln. Auf Seiner Koͤniglichen Majestaͤt Allergnaͤdigsten Befehl herausgegeben. Mit Königlichem Allergnädigsten Privilegio. Gum Besten des Calenberg⸗Grubenhagenschen Waisen-Instituts.) Sechsundsiebenzigste Auflage. Mit stehenden Schriften. Hann o ver. Gedruckt und zu bekommen bei P. L. Schluͤter. 18 4 6. Inhalt. Die Zahlen bedeuten die Nummern der Gesaͤnge. I. Lob⸗ und Wochengesaͤnge. I. Lobgesänge————— 135. 1020 1034. 2. Sonntagsgesänge———— 36 51. 1035. 1036. 3. Bei dem Anfange der Wochhe————— 652. 4. Bei dem Schlusse der Woche————— 63. II. Festgesaͤnge. 1. Bei dem Anfange des Kirchenjahtrs——— 34. 55. 2. Adventsgesänge———— 56 64. 1037. 1038. 3. Weihnachtsgesänge——— 65 84. 1039„ẽ'“é1d43. 4. Neujahrsgesänge———— 85 94. 1044. 1045. 5. Auf das Fest der Erscheinung Christt— 95-98. 6. Auf das Fest der Darstellung Christi im Tempel 99. 100. 7. Auf das Fest der Menschwerdung Christiti— 101 ⸗ 103. 8. Passionsgesänge——— 104 ⸗„ẽ 1U75. 1046 1055. 9. Ostergesänge———— 176- 193. 1056-1061. 10. Auf das Fest der Himmelfahrt Christi 194⸗200. 1062. 1063. 11. Inhalt. — 201-⸗215. 1064-:1070. 11. Pfingstgesäange——— 12. Von dem dreieinigen 10·7 0. 11. 31. 216-224. 1030. 1031. 13. Von dessen Wesen—5 4773 288. 238. 1025. 1027-1029. 14. Am Johannisfeste——————. 15. Am Tage der Heimsuchung Mariä———— 240. 160. Am Michaelisfeste:———— 2⁴41245. —— 467. 1075. 17. Am Reformationsfeste——— III. Von Gottes Werken und Wohlthaten. 1. Von der Liebe Gottes, als der Quelle derselben 246 233. 1028. 1029. 2. Von dem Werke der Schöpfung— 254- 264. 1026. 3. Von den Wohlthaten der Vorsehung Gottes 265 280. 4. Von dem Werke der Erlösung——— 281311. 5. Von dem Werke der Heiligung——— 312-373. 6. Von der Gnadenwahl————— 374376. IV. Von den Gnadenmitteln. 1. Vom Worte Gottes—— 77398. 1071 10½4 2. Vom Gebete———— 399 417. 1076-1081 3. Von den Sacramenten überhaupt——— 418. 419. a. von vder TCause—-— Turt 420 C429. Confirmationsliee———— 1082 a. u. b. b. vom heil. Abendmahle— 430 462. 1083-1090. 4. Von der ehristlichen Kirche———— 463„485. V. Von den Pflichten des Menschen. 1. Von der wahren Buße und 420 486 553. 10911095. 2. Vom Glauben———— 554 ⸗573. 1096 ⸗„ʒrH100. 3. 91 0 E 65.10 . 40. . M V I, A V. M. R. M, W. 5 N. H. M. M V. I B. Inhalt. 3. Vom christlichen Wandel I0e 76094„Ulot„10b. 4. Von einzelnen ehristlichen Tugenden, und zwar a. von solchen, die das unmittelbare Ver⸗ halten gegen Gott betreffen, als Er⸗ kenntniß Gottes, Andacht, Furcht Gottes u. s. w.—— 608⸗674. 1107-—[II2I. b. von solchen, die Hülfsmittel dazu sind, als Selbstverleugnung u. s. w.—— 675 704. c. von denen, die man gegen den Nächsten auszuüben hat, als Nächstenliebe, Barmherzigkeit u. s.w. 705- 718. 1122—f„ 135. d. von denen, die unsre eigne Wohlfahrt befördern, als Keuschheit, Mäßig⸗ keit u. s. w.—— 719 ⸗ 735. 1136-1150. VI. Von dem menschlichen Elende. I. Vom Falle des Menschen————— 736-750. 2. In gemeiner Noeth—————— 751-802. 3. Trostlieder————— 803-884. 1151-—»I158. VII. Von den vier letzten Dingen. 1. Vom Tode und Sterben— 885 925. 1159 ⸗ 1165. 2. Von der Auferstehung der Todten 926- 929. 1166-1168. 3. Vom jüngsten Gerichte—— 930- 940. 1169 II71. 4. Von der Ewigkeit überhaupt———— 941-943. 5. Von der Höle—————= 944 949. 6. Vom Himmel———— 950-⸗„ 959. 1172 ⸗„ẽviII75. VIII. Inhalt. VIII. Morgen⸗, Tisch⸗ und Abendgesaͤnge. 1. Morgenlieder——————.— 960 95. 2. Tischgesnge——————— 76-l. 3. Abendliedern——————— 982 ⸗:998. IX. Berufs⸗, Standes⸗ und Reiselieder. 1. Für jeden Stand insgemein———— 999-1001. 2. Für die drei Hauptstände———— 1002„1012. 3. Für einige einzelne Gewerbe, auch alte Leute 1013 1016. 4. Reisegesänge——————— 1017 1019. I. Lob⸗ 001. I012. 0l6. 0lg. Biblische Vorlesungen an den Sonntagen. Vormittags. Nachmittags. Evangelium Marci. Epistel an die Römer. 1 und 2 Epistel an die Corinther. Apostel⸗Geschichte. Evangelium Johannis. Epistel an die Galater bis an den Philemon. Episteln Petri, Johannis, Jacobi Evangelium Matthäi. und Judä. Evangelium Lucä. Epistel an die Hebräer und aus der Offenbarung Johannis C. 1⸗5. C. 15. C. 20, 11⸗15. C. 2I. C. 22. Anmerk. 1. Wenn solchergestalt das Neue Testament geendet ist, so kommen nachher diejenigen Bücher auf den Vormittag, die vorhin Nachmittags verlesen worden, und die auf den Nachmittag, die vorhin am Vormittage gebraucht sind. Anmerk. 2. Wenn ein Buch von obigen eher zu Ende kömmt, als das mit ihm zugleich vorgeschriebene, so werden auserlesene Stücke aus dem alten Testamente, sonderlich aus den Psal⸗ men und Sprüchwörtern, so lange verlesen, bis das andere Buch geendet ist. Biblische Vorlesungen an Festen und aähnlichen Tagen. Vormittags. Nachmittags. Am IJ. Advents⸗Sonntage. Psalm 40, sonderlich v. 6⸗-18. oder was in der Ordnung folget. Am I. Weihnachts⸗Tage. I. Johann. C. 4, v. 1⸗16. Hebr. C. 2. Am II. Weihnachts⸗Tage. Röm. C. 8, v. 28⸗39. 1. Tim. C. 3, v. 15. Ein Pfeiler⸗⸗ C. 4, v. 16. Am Sonntage nach Weihnachten. Psalm 90. Psalm 139. Am Neuen Jahrs⸗Tage. Psalm 33. Psalm 67. Am Vormittags. Nachmittags. Am Feste der Erscheinung Christi. Ephes. C. 2, v. 4⸗2. Jesaiä C. 42, v. 1⸗12. Am Tage Mariaͤ Reinigung. 1 Johann. C. I. Colosser C. 2 Fasten⸗Zeit. Am Sonnt. Quinquag. Matth. C. 16, v. 13. oder 21⸗28. Invocavit. 1 Cor. C. 1, v. 1831. Die Passions⸗ RVVu 2 Daulü r Cor. r. 5„ v. 14⸗21. ichte. 5 culi zahe, dan n Geschichte— Lätare. Joh. C. Palmarum. Ses. 6. 52, v. 13. C. 53³j v. 12. Am Tage der Verkuͤndigung Mariaͤ. Röm. C. 5. Die Passions-Geschichte. Am gruͤnen Donnerstage. Johann. C. 6, v. 47⸗58. oder Psalm III. 1 1chror Am I. Oster⸗Tag e. Matth. C. 238. 1 Petr. C. I., sonderlich v. 3⸗2I. Am II. Oster⸗Tage. 1 Corinth. C. 15, v. 1⸗22. 1 Corinth. C.. v. 35⸗58. Auf Christi Himmelfahrt. Hebräer C. 4, v. 14⸗C. 5. v. 9. Hebräer C. 9, v. 24⸗C. 10, v. 14. Am IJ. Pfingsttage. Ephes. C. 1, v. 2⸗23. Römer C. 8, v. 1⸗II. Am II. Pfings⸗eage 1 Corinth. C. 2. Apost. Gesch. C. 2, v. 32⸗47. Am Feste der Dreieinigkeit. Joh. C. 14, v. 1⸗17. 5 B. Mos. C. 6. v. 1⸗15. oder Jes. C. 48, v. 10⸗22. Am Johannis⸗Tage. Die in der Ordnung folgende oder Jesaiä 40. ganz. Am Tage Mariaͤ⸗Heimsuchung. Lucäi C. 3, v. 222. Psalm 145. 1 Chron. C. 30, v. 10⸗18. Am Engel⸗Feste. Ps. 103. Ps. 104, v. 1⸗15. 24⸗35 Am Reformations⸗Feste. Matth. C. I1, v. 20⸗30. 1 Corinth. C. 3 I 5 m I 1 V 145 I. Lob⸗ und Wochen-⸗Gesäͤnge. I. Lob⸗ Gesänge und zwar Aufmunterungs Lieder zum Lobe Gottes. Mel. Helft mir GOtts gute ꝛc. obt GO LL mit vollem schalle, Preist seine majestat Ihr ereatu⸗ ren alle: So weit die sonne geht: Verehrt sein heilig⸗ thum, So weit der himmel reichet. Was erd und meer durchstreichet, Erhebe seinen ruhm. z. Ihr reine himmels⸗geister! Erwecket euren fleiß; Gebt eurem HErrn und meister Dank, ehre, lob und preis. Stimmt dreymahl: heilig! an, Ihr schnelle seraphi⸗ nen! Lobt ihn ihr cherubinen; Lobt ihn, was loben kann. 3. Was odem hat und lebet, Was sich bewegt und regt, Was in den lüften schwebet Und was der himmel traͤgt, Sey uͤberall be⸗ müͤht Den hoͤchsten GOtt zu lo⸗ ben, Der aus den wolken oben Auf sein geschoͤpfe sieht. 4. Der HErr ist groß und maͤch⸗ tig, Voll heiligkeit und ruhm. Es stehet alles praͤchtig In seinem heiligthum. Er laͤßt es loͤblich gehn, Und fuͤhrt das reich gewal⸗ tig; Er laͤßt uns mannigfaltig In seiner aufsicht stehn. s. Drum lobt, erloͤste seelen! Drum lobt den HErrn der welt. Helft dessen ruhm erzählen, Der euch erschuf, erhaͤlt, In Christo JEsu liebt, Euch durch sein blut erkaufet, Auf dessen tod getaufet, Und einst den himmel giebt. 6. Lobt euren GOtt, berahter, Und besten herzens⸗freund, Ders auch, als treuer vater, Im ereuze redlich meint, Das er euch aufer⸗ legt: Laßt uns in solchen proben Ihn dennoch kindlich loben, Weil er aus liebe schlaͤgt. 7. Er ist getreu den seinen, Zer⸗ nicht't der feinde spott. Wenn seine kinder weinen, So bleibt er doch ihr GOtt. Wenn der verfol⸗ ger schlaͤgt, Wenn satan tobt und wutet; So wird sein volk behuͤtet Durch den, der alles traͤgt. 8. Lob, ehre, macht und staͤrke Sey dir, o GOtt! bereit. Denn deine weg' und werke Sind voll von herrlichkeit. Dein zion lobet dich, Merk auf sein schwaches lal⸗ len, Und laß dirs wolgefallen: Erhoͤr uns gnaͤdiglich! 9. Dort soll es besser klingen, Dort hoͤrt die schwachheit auf: Dort haͤlt erst unser singen Und loben steten lauf. Dort, wo vor A dei⸗ 2 Lob⸗Gesänge und zwar deinem thron Dich zungen, stim⸗ men, weisen Der auserwaͤhlten preisen, Preist dich auch unser ton. 10. Wir bringen hier nun alle Dank, weisheit, staͤrke, kraft Und preis mit vollem schalle Dir HErr! der alles schafft. Es mache feld und wald, Luft, erde, meer und himmel Ein freudiges getüm⸗ mel, Das bis zu GOtt erschallt. Mel. Nun jauchz' dem HErren ꝛe. ö K ran menschen⸗kinder, 2. X rühmt und preist GOtt vater, sohn und heilgen geist, Die allerhoͤchste majestaͤt, Vor de⸗ ren augen ihr izt steht. 2. Macht mit vereinter zung und mund Des theuren vaters groͤsse kund; Stimmt mit ver⸗ stand und willen ein, Und laßt das herz voll andacht seyn. 3. Der HErr, den erd und him⸗ mel ehrt, Der ist es, ja, der ist es wehrt, Daß nicht ein tag voruͤber geht, Da man nicht dankend vor ihm steht. 4. Dis ist der engel edles amt/ Die GoOttes feuer angeflammt. Wollt ihr einst engeln aͤhnlich seyn, So schicket euch schon jezt darein. 5. Die welt, die ganz im argen liegt, Und uns durch tausend list betruͤgt, Haͤlt zwar von GOttes lob nicht viel; Weil eigen⸗lob ihr eitles ziel.. 6. Wir selbst, da wir im fleische sind, Wenn uns nicht GoOttes geist entzuͤndt, Vergessen GOttes ruhm gar sehr, Der klage⸗lieder hoͤrt man mehr. 7. Denn unser unvergnuͤgtes herz Macht ohne noht sich man⸗ chen schmerz, Und denkt indeß gar wenig dran Wie viel der Hrr an uns gethan. 8. Doch jezt, o HErr! macht herz und mund Dein lob, weil du uns ruͤhrest, kund. Im schmuck des glaubens opfern wir Die farren unsrer lippen dir. 9. Hoͤr an den schwachen preis und ruhm Von deinem volk und eigenthum: Nimm uuser lied in gnaden auf, O treuer vater! merke drauf. 10. Als HErr und schoͤpfer sey gepreist, So lange man uns men⸗ schen heißt: Du giebst das leben, nehrst uns wol, Und machst uns deines segens voll. 1II. HErr JEsu, heiland aller welt! Vor dir man billig nieder⸗ faͤllt: Denn was dein blut an uns gethan, Ist mehr, als man verdan⸗ ken kann. I2. O geist! du kehrest bey uns ein; Drum soll dein ruhm unend⸗ lich seyn, Drum ist dein lob, wie deine treu Und gnade, taͤglich bey uns neu. 13. Nimm an das lob in dieser zeit, O heiligste dreyeinigkeit! Verschmaͤhe nicht das arme lied, 975 chenk uns segen, heil und ried. koͤmmt die zeit? Da man, von aller noht befreyt, Dir ewig halle⸗ luja! bringt, Und heilig, heilis, heilig! singt? Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛe. Biinot her dem HErren 3. lob und ehr Aus freudi⸗ gem gemuͤhte: Ein jeder GOttes ruhm vermehr, Und preise seine guͤte. Er macht uns frey von aller noht; Drum lobet ihn, drum lo⸗ bet GOtt, Und danket seinem namen. 2. Lobt GOtt, und ruͤhmet alle zeit Die grosse wunder⸗werke, Die majestaͤt und herrlichkeit, Die weisheit, kraft und staͤrke, Die er beweist in aller welt, Dadurch er alle ding erhaͤlt: Drum danket seinem namen. 3. Lobt 14. Wenn kömmt der tag? wenn — 2 — — SE=( —— A. RleU W b WM WN I. U. HI. X. Wu.“ II. . Die farten achen yreis n volk und user lied in Uer yatet! schöͤpfer sey nuns men⸗ das leben, machst uns lland allet lig nieder⸗ hlut an uns ian verdan⸗ est bey uns hm unend⸗ Hlob, wie uglich bey in dieser einigkeit! arme lied, heil und tag? wenn man, bon ewig halle⸗ lig/ heilis, —ꝛ‚t.— det höh n. Herten Nus freudi⸗ der GOttes preise seine ey hon allet drum lo⸗ lket seiuen ruͤhmet alle wetkt/ Oie keit⸗ Die irke/ Dit er Odurch er im dankel 3. lobt Aufmunterungs⸗Lieder zum Lobe Gottes. 3 3. Lobt GOtt, der uns erschaf⸗ fen hat, Der seele, leib und leben Aus lauter vaͤterlicher gnad Uns allen hat gegeben; Der uns durch seinen engel schuͤtzt, Der taͤglich giebet was uns nuͤtzt: Drum dan⸗ ket seinem namen. 4. Lobt GOtt! er schenkt uns seinen sohn, Der selbst fuͤr uns gestorben, Der uns die sel'ge le⸗ bens⸗eron Durch seinen tod er⸗ worben; Der worden ist der hoͤllen gift, Der frieden hat mit G Ott ge⸗ stift: Drum danket seinem namen. 6. Lobt GOtt! der in uns durch den geist Den glauben angezuͤn⸗ det, Und alles gute noch verheißt, Uns staͤrket, kraͤftigt, gruͤndet; Der uns erleuchtet durch sein wort/ Regiert und treibt zum gu⸗ ten fort: Drum daͤnket seinem namen. ö 6. Lobt GOtt! er hat dis gute werk Selbst in uns angefangen, Vollfuͤhrt es auch, giebt kraft und staͤrk, Das kleinod zu erlangen, Das er uns allen dargestellt, Und blos den glaͤubgen vorbehaͤlt: Drum danket seinem namen. 7. Lobt GOtt! ihr starke sera⸗ phim, Nebst fuͤrstenthum und thronen! Es loben GOtt mit hel⸗ ler stimm,/ Die hier auf erden woh⸗ nen. Lobt GoOtt, und preist ihn fruͤh und spat; Ja alles, was nur odem hat, Das danke seinem namen. Nuun jauchz' dem HErren 4. alle welt! Kommt her, iu seinem dienst euch stellt · Kom̃t mit frolocken, saͤumet nicht, Kommt vor sein heilig angesicht. 2. Erkennet, daß GOtt unser Hrr, Der uns erschaffen sich zur ehr, Und nicht wir selbst: durch GOttes gnad Ein jeder mensch sein leben hat. 3. Er hat uns ferner wol be⸗ dacht, Und uns zu seinem volk ge⸗ macht/gu schaafen, die er ist bereit Zu fuͤhren stets auf gute weid. 4. Die ihr nun wollet bey ihm seyn, Kommt, geht zu seinen tho⸗ ren ein Mit loben durch der psal⸗ men klang, Zu seinem vorhof mit gesang. . Dankt unserm GOtt, lob⸗ singet ihm, Ruͤhmt seinen nam'n mit lauter stimm: Lobsingt und danket allesammt: GOtt loben ist ja unser amt. 6. Er ist voll güt und freund⸗ lichkeit, Voll lieb' und treu zu je⸗ der zeit; Seinꝰ gnade waͤhret dort und hier, Und seine wahrheit fuͤr und fuͤr. *7. GOtt vater in dem höch⸗ sten thron, Und JIEsus Christ sein einger sohn, Sammt GOtt dem wehrten heilgen geist, Sey nun und immerdar gepreist. Mel. GOtt des himmels und ꝛc. lle welt, was lebt und we⸗ 5 bet, Was in feld und haͤu⸗ sern ist, Was nur stimm und zung erhebet, Jauchze GOtt zu jeder frist. Dienet ihm, wer dienen kann, Kommt mit lust zu ihm heran. X. Sprecht: der HErr ist unser meister, Er hat uns aus nichts ge⸗ macht, Er hat uns, so leib als gei⸗ ster, An das licht hervor gebracht. Wir sind seiner allmacht ruhm, Seine schaaf' und eigenthum. 3. Gehet ein zu seinen pforten, Geht durch seines vorhofs gang. Lobet ihn mit schoͤnen worten, Saget ihm lob, preis und dank; Denn der HErr ist jederzeit Vol⸗ ler gnad und guͤtigkeit. *4. GOtt des himmels und der erde, Vater, sohn und heilger geist! Daß dein ruhm bey uns groß werde, Beystand selbst und huͤlf uns leist. Gib uns kraͤfte und be⸗ 910 Dich zu preisen fuͤr und fuͤr. 2 6. Lo⸗ Lob⸗-Gesange und zwar 4 6 L den HErren:,; Denn er ist sehr freundlich. Es ist sehr koͤstlich unsern GOtt zu lo⸗ ben:/: Sein lob ist schoͤn und lieb⸗ lich anzuhoͤren. Lobet den HEr⸗ ren /: 2. Singt geg'n einander 2/: Dem HErren mit danken. Lobt ihn mit harfen, unsern GOtt den wehrten: Venn er ist maͤchtig und von grossen kraͤften. Lobet den HErren/ 3. Er kann den himmel Mit wolken bedecken, Und giebt den regen, wenn er will auf erden::Er laͤßt gras wachsen hoch auf durren bergen. Lobet den HErren:/ 4. Der allem fleische;, Giebet seine speise, Dem vieh sein futter vaͤterlicher weise: Den jungen raben, wenn sie ihn anrufen. Lo⸗ bet den HErren:/ . Er hat nicht luste:: An der staͤrk des rosses, Noch wolgefallen an jemandes beinen: Allein ge⸗ fallen ihm, die auf ihn trauen. Lo⸗ bet den HErren:/ 6. Danket dem Hrren/ Schoͤpfer aller dinge. Der brunn des lebens thut aus ihm entsprin⸗ gen: Gar hoch vom himmel her aus seinem herzen. Lobet den HErren:/ ö 7. O JEsu Christe:,: Sohn des allerhoͤchsten! Gib du die gnade allen frommen christen /: Daß sie dein'n namen ewig preisen, amen. Lobet den HErren /: Für die mannigfaltigen Wohlthaten GoOttes. ECob⸗Gesang Mariä. eine seele erhebt den 7. M HErren, Und mein geist freuet sich) GOttes, meines hei⸗ landes. z. Denn er hat seine elende magd angesehen, Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle kindes⸗kind. 3. Denn er hat grosse dinge an mir gethan, Der da maͤchtig ist, und deß name heilig ist. 4. Und seine barmherzigkeit waͤhret immer fuͤr und fuͤr Bey denen, die ihn fürchten. 6. Er uͤbet gewalt mit seinem arm, Und zerstreuet, die hoffaͤrtig sind in ihres herzens sinn. 6. Er stoͤsset die gewaltigen vom stuhle, Und erhebet die niedrigen. 7. Die hungrigen fuͤllet er mit guͤtern, Und laͤsset die reichen leer. 8. Er denket der barmherzig⸗ keit, Und hilft seinem diener Israel auf. 9. Wie er geredt hat unsern vaͤ⸗ tern, Abraham und seinem saa⸗ men ewiglich. *10. Lob und preis sey Gott dem vater und dem sohne, Und dem heiligen geiste. 1I. Wie es war im anfang jezt und immerdar, Und von ewigkeit zu ewigkeit, amen. Mel. HErr unser Gott beherrsch. 8 Mein herz und seel den HErren hoch erhebet, Den grossen GOtt, der ewig herrscht und lebet. Mein geist in mir sich meines heilands freut; Und seinen ruhm vermehrt er al⸗ lezeit. 2. Denn er hat mich elenden angesehen, Und mein gebet erhoͤ⸗ ret und mein flehen. Es hat der rr mich armen nicht veracht't, Er hat mit gnad und rettung mich bedacht. 3. GOtt, dessen macht nicht kann ergruͤndet werden, Und des⸗ sen nam' im himmel und auf erden Hochheilig ist, hat grosse ding' gethan An mir, die ich nicht alle zaͤhlen kann. 4. In 22—..4...——422 i hreisen alle osedinge an üt f„ euherzigleit ud für Beh mit seinem iehoffättig im. Iltigen vom ghiedrigen. füllet er mit klichen lett. barmherzig⸗ inem dienet t unsern ha⸗ seinem saa⸗ sey Bott ohne, Und anfang jeit yon ewigkeit ——.—— heherrsch. d seel den ch erhebet, der esbig Min geist in ands sreut; mohtt et al⸗ lich elenden gebet erhö⸗ Es hat der Ht eracht', ind rettung macht ncht en I des⸗ nel I auf „hst gtoss dleich nicht 4. IN fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten GoOttes. 5 4. In keiner noht hat er mich je verlassen; Barmherzigkeit ist bey ihm ohne maassen, Und waͤh⸗ ret von geschlechte zu geschlecht, Wo man ihn fuͤrcht't, und hoch haͤlt seine recht'. g. Er uͤbt gewalt mit seines ar⸗ mes staͤrke, Daß jedermann muß spuͤhren seine werke. Die stol; und hoch in ihrem herzen seynd, Zer⸗ streuet er, und ist denselben feind. 6. Er stoͤsset, die gewaltig seyn vor allen/ Von ihrem stuhl, daß sie erschrecklich fallen. Die niedrigen erhebet er davor, Und stellet sie ganz unverhofft empor. 7. Die hungrigen, die ihn vor augen haben, Erfuͤllet er mit guͤ⸗ tern und mit gaben. Die reichen laͤßt er leer beym uͤberfluß, Daß noht und angst darauf erfolgen muß. 8. Er denket der barmherzig⸗ keit und guͤte, Daß er fortan uns Durch den mund seiner heiligen ö propheten: 4. Daß er uns errettete von un⸗ sern feinden, Und von der hand aller, die uns hassen. 4. Und die barmherzigkeit er⸗ zeigte unsern vaͤtern, Und ge⸗ daͤchte an seinen heiligen bund; 6. Und an den eid, den er ge⸗ An hat Unserm vater Abra⸗ ham, uns zu geben. 7. Daß wir, erloͤset aus der hand unserer feinde, Ihm dieneten ohne furcht unser lebelang; 8. In heiligkeit und gerechtig⸗ keit, Die ihm gefaͤllig ist. 9. Und du kindlein wirst ein prophet des hoͤchsten heissen; Du wirst vor dem HErrn hergehen, daß du seinen weg bereitest. I0. Und erkenntniß des heils ge⸗ best seinem volke, Die da ist in ver⸗ gebung ihrer suͤnden: I1. Durch die herzliche barm⸗ vaͤterlich behuͤte, Und seine kirch herzigkeit unsers GOttes, Dur im ganzen erden⸗kreis Erhaltꝰ und schüͤtz' zu seines namens preis. welche uns besuchet hat der auf⸗ gang aus der hoͤhe: 9. Die treu, die er im neuen 1. Auf daß er erscheine denen, bund und alten Geredet hat, wird die da sitzen in finsterniß und er auch ewig halten. Der HErr schatten des todes, Und richte un⸗ verlaͤßt uns, seine kinder, nicht, sere fuͤsse auf den weg des friedens. Rhr. zu ihm steht all unsre zuver⸗ icht. *10. GOtt vater! dir sey dank gesagt und ehre. HErr JEsu Christ! den glauben in uns mehre. O heilger geist erneu uns herz und mund, Daß wir dein lob aus⸗ breiten jede stund. Cob⸗Gesang Zacharia. elobet sey der HErr, der 9. GoOtt Israel, Denn er hat besuchet und erloͤset sein volk; 3. Und hat uns aufgerichtet ein horn des heils, In dem hause sei⸗ nes dieners Davids. 3. Als er vor zeiten geredt hat :. Lob und preis sey GOtt dem vater und dem sohne, Und dem heiligen geiste. ů 14. Wie es war im anfang, jeit und immerdar, Und von ewigkeit zu ewigkeit, amen. llein Gott in der hoͤh 1 O. A sey ehr, Und dank fuͤr seine gnade, Darum, weil nun und nimmermehr Uns ruͤhren kann kein schade. Ein wolgefall'n GoOtt an uns hat; Nun ist groß fried ohn unterlaß, Der streit hat nun ein ende. 2X. Wir loben, preis'n, anbe⸗ ten dich, Fuͤr deine gnad wir danken; Weil du, GOtt vater A3 ewig⸗ 6 Lob⸗Gesaͤnge und zwar ewiglich Regie cest ohne wanken. Hier und im himmel oben: GOtt Ganz ungemessen ist deine macht; sohn, HErr SEsu Christ! Wir Fort g'schieht, was dein will hat wollen dich stets loben: GOtt dedacht. Wo l uns des feinen heilger geist! dein ruhm Erschalle HErren. mehr und mehr. O HErr, drey⸗ 3. O JEsu Christ, sohn ein⸗ einger GOtt! Dir sey lob, preis gebohrn Dein es himmlischen va⸗ und ehr. ters! Versoͤh ner der'r, die war'n verlohrn, Du stiller unsers haders, Das Le Deum laudamus Lamm GOtté s, heilger 5Err und 2. HeErr GOtt, dich loben Gott! Nimm an die bitt von un⸗ wir, srer noht: Erbarm dich unser aller. HErr GOtt, wir danken dir. 4. O heilger geist, du hoͤchstes Dich, GOtt vater in ewigkeit! gut, Du all'rheilsamster troͤster! Ehret die welt weit und breit. Fuͤrs teufels g'walt fortan behut, Alle engel und himmels⸗heer, Die IEsus Christus erloset durch Und was dienet deiner ehr, grosse mart'r und bittern tod: Ab⸗ Auch cherubim und seraphim, wend all unsern jamm'r und noht, Singen immer mit hoher Darzu wir uns verlassen. 5. stimm: —— Heilig ist unser GOtt! Mel. O Gott du frommer ꝛc. Heilis ist unser GOtt! 11 Ehr sey GOtt in der hoͤh, Heilig ist unser GOtt, der HErr und dank fuͤr seine gna⸗ ebaoth! de, Daß nun und nimmermehr Uns Deine göttliche macht und herr⸗ růͤhren kann kein schade: Mit wol⸗ lichkeit gefallen sich Der hoͤchste zu uns Geht uͤber himmel und erden wendt, Ohn unterlaß ist fried, 1— weit. Der streit hat nun ein end. Der heiligen zwoͤlf boten zahl, 2. GOtt vater! deinem nam'n Und die lieben propheten all, Mit lob und preis wir danken, Die theure maͤrtyrer allzumahl Der du von ewigkeit Regierest Loben dich, HErr! mit grossem ohne wanken: Ganz ungemessen All. ist, HErr! deine wunder⸗macht. Die ganze wehrte christenheit So fort geschieht, was nur Dein Rühmt dich auf erden allezeit, wille hat bedacht. Dich, Gott vater im hoͤchsten 3. O JEsu Christe, sohn Des thron, vaters eingebohren! Versoͤhner Deinen rechten und ein' gen derer, die In funden war'n ver⸗ sohn/ lohren, Lamm GOttes, einger Den heilgen geist und troͤster HErr! O wahrer mensch und wehrt GHtt! Erbarme dich, nimm an-Mit gleichem dienst sie lobt Die bitt in unsrer noht. ö und ehrt 4. O wehrter heilger geist- Du Du koͤnig der ehren, JEsu Christ: troͤster frommer christen! Behuͤt Gottes vaters ewger sohn du uns kraͤftiglich Fuͤr satans tuck bist; und listen: Errette uns auch sonst Der Jungfrauen leib nicht hast Aus truͤbsal, noht und pein, Die verschmaͤht, wir durch Christi tod So theur er⸗ Zu erloͤsen das menschliche ge⸗ loͤset seyn. ö schlecht; *5. GOtt vater! dir sey preis Du U Gott kist Vu 1: Gott Erschall Etr, drey⸗ loh, Preis —— amus dch lben Mp/ iken dir. igkeit und hreit Hheer, reht, whim, it hoher der HEtt und hert⸗ und erden Nahi, ten all/ zumahl it grössem nheit nalletet, u hoͤchten d ein'gen V. 4 nd troͤsen t st sie Icht Chtist COhst sohn V nicht h st, sschliche g. t; D fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten Gottes. 7 Du hast dem tod zerstoͤhrt seine macht, Und alle christen zum himmel gebracht. Du sitzest zur alerch GOttes ö glei ö Mit aller ehr ins vaters reich. Ein richter du zukunftig bist Alles deß, was todt und lebend ist. Nun hilf uns, 2325 den dienern ein, Die mit deinem theuren blut erloͤset seyn. Laß uns im himmel haben theil Mit den heil' gen im ewigen heil. Hilf deinem volk, HErr JEsu Christ! Und segne, was dein erbtheil ist. Wart und pfleg sie zu aller zeit, Und heb sie hoch in ewigkeit. Taͤglich, HErr Daer wir loben ich, Und ehren deinen namen stetig⸗ ich⸗ Behuͤt uns heut, o treuer GOtt! Fuͤr aller sünd und missethat. Sey uns gnaͤdig, o HErre Gott! Sey uns gnaͤdig in aller noht; Zeig uns deine barmherzigkeit, Wie unsre hoffnung zu dir steht Auf dich hoffen wir, lieber HErr! In schanden laß uns nimmer⸗ mehr, amen. as lobes soll man dir, I 3 Wo vater! singen? Keins menschen zung kanns wuͤrdiglich vollbringen. 2. Du hast aus nichts den him⸗ mel nebst der erden, Und alles was darinn ist, lassen werden: 3. Die menschen drauf nach deinem bild formiret, Und mit verstand und gaben ausgezieret. 4. Du laͤssest uns in deinem wort auch lehren, Wie wir dir dienen sollen, und dich ehren. Von kindheit an hast du un stets ernehret, Was wir bedurft, 26 Ou sheiset ler Du speisest alles fleisch mit wolgefallen, Und schuͤtzest s, so lange wir hie wallen. 7. Wenn ereuz und truͤbsal uns noch mit beruhret; So wer⸗ den wir doch gnaͤdig draus ge⸗ fuͤhret. 8. Sehr groß ist deine weis⸗ heit, gůt und staͤrke, und wunder⸗ bar sind alle deine werke. 9. HErr! wir bekennen es mit unserm munde, Und danken dir dafür von herzens-grunde. *10. Lob sey dir, vater! der du mit dem sohne Und heilgen geist regierst in einem throne. II. Dein grosser name sey all⸗ zeit gepreiset Fuͤr alles gute, das du uns erweiset. 12. Hilf, daß wir dir im glau⸗ ben fest anhangen, Und denn die seligkeit darauf erlangen. as ist fuͤrwahr ein koͤst⸗ 4.D lich ding, Daß man dem HErren dank und singꝰ, Und lobe froͤlich seinen nam'n, Der herrlich ist und wundersam: 1. Daß man des morgens seine guͤt Erzaͤhl mit dankbarem ge⸗ muͤht, Auch seine wahrheit bey der nacht Erkenn und preise, wenn man wacht: 3. Daß man des lobens mache viel, Mit singen und mit saiten⸗ spiel: Damit ja unsers GOttes ehr Auf alle weise sich vermehr. 4. Darum ich auch auf dein ge⸗ heiß, HErr! deine thaten froͤlich preis': Dein raht ist uns verbor⸗ gen gar, Die werke groß und of⸗ fenbar. g. Ein narr glaͤubt solches alles nicht, Meint daß es ohngefehr A 4 gae⸗ —— 8 Lob⸗Gesaͤnge und zwar geschicht: Gleich wie er selbst lebt immerhin Nach seines heriens eitlem sinn. ö 6. Die spoͤtter gruͤnen wie das gras, Die uͤbelthaͤter gleicher maass': Bis daß ihr name hie auf erd Und ewig dort vertilget werd. 7. Du aber bist, o HErr, mein ben Der allerhoͤchst', und blei⸗ est fort. Umkommen muͤssen deine feind, Und die dir, GOtt! zuwider seynd. ö 8. Hergegen so empfange ich Stets neue kraft, die staͤrket mich: Durch deine gnad ist mir bereit Sehr grosser trost und wahre freud.—— . Du maͤchst mir deine recht be⸗ wußt, Drum seh ich an dir meine lust: Mit lust seh ich die gnade an, Die du bisher an mir gethan. 10. Der fromme ist dem palm⸗ baum gleich, An segen und an fruͤchten reich; Er blůhet ein und alle jahr, Und waͤchset dabey im⸗ merdar. 1I. Er gruͤnet, wenn er gleich wird alt, Und bringet frucht gar mannigfalt: Er ruͤhmt, daß du so guͤtig bist, Und daß kein unrecht an dir ist. *I. GOtt vater, sohn und heilger geist, Von dem uns alle gnade sleußt, Wir loben dich, wir danken dir Für deine wolthat fuͤr und fuͤr. 1 un danket alle GOtt Mit herzen, mund und haͤnden, Der grosse dinge thut Hier und an allen enden; Der lebend uns erhaͤlt Von mut⸗ terleibe an, Und thut uns alles guts, Mehr als man zaͤhlen kann. 2. Es wolle unser GOtt Ein froͤlich herz uns geben; Er lasse uns, sein volk, Im friede immer leben Forthin zu unsrer zeit: Daß seine gnad und treu Bey uns und unserm land Allweg' bestaͤn⸗ dig sey. 3. Der grosse starke G0T Woll uns von allem boͤsen, Und was uns schaden kann, Gewal⸗ tiglich erloͤsen Er schuͤtz und rette uns, Er helf uns allezeit, So lang er uns allhie Das leben noch verleiht.* 4. GoOtt vater! dir sey preis Hier und im himmel oben. GOtt sohn, HErr IEsu Christ! Wir wollen dich stets loben. GOtt heilger geist! dein ruhm Er⸗ schalle mehr und mehr. O HErr! dreyeinger GOtt! Dir sed lob, preis und ehr. un laßt uns GOtt dem 6.N HErren Danksagen, und ihn ehren Von wegen seiner gaben, Die wir empfangen haben. z. Den leib, die seel, das leben h Hat er allein gegeben: Diesel⸗ ben zu bewahren Will er an uns 5 nichts sparen. W 3. Nahrung giebt er dem leibe: Die seele muß uns bleiben, Wie⸗ wol toͤdtliche wunden Sind kom men von der suͤnden. Wn 4. Ein arzt ist uns gegeben, uz Der selber ist das leben: Christus a für uns gestorben, Hat uns das ih heil erworben. I Sein wort, sein' tauf, sein Wasst nachtmahl Dient wider allen un⸗ fall; Der heilge geist im glauben 95 Lehrt uns darauf vertrauen. I 6. Die suͤnd ist uns vergeben, Na Durch ihn geschenkt das leben: n Im himmel solln wir haben, O GoOtt! wie grosse gaben! 3 *. Wir bitten deine güͤte, MI Daß sie uns fort behuͤte, Die grossen nebst den kleinen; Dou kannsts nicht boͤse meinen. 99 l 8. Erhalt uns in der wahrheit; ů Gib ewigliche freyheit Zu breen ei eg besqz ie 60 dsen, in / Gewal⸗ gund rettt lezeit, Se leben noch sey preis H. GOtt list! Wir . Gott uhm Er⸗ O Herr! r sey lob, Gott dem anksagen, gen seinet gen haben. das leben Diesel er an uns m leibe: n, Vie⸗ zind kom⸗ gegeben, Christus t uns das tauf, sein allen un⸗ n glauben auen. vergebeh, as lehen haben/ O un. eine guth ůtt/ ⁰ nen; K. 11 Upteisen ö dei⸗ fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten GOttes. 9 deinen namen Durch IEsum Christum, amen. ö Mel. Nun laßt uns GOtt dem ꝛc. un laßt uns GOttes 1 7 N guͤte Uns fuͤhren zu gemühte; Laßt uns des vaters segen Und liebe recht erwegen. 2. Eh wir ans licht gesetzet, at er uns hoch geschaͤtzet, Und chon, aus liebes⸗trieben, Ins le⸗ bens⸗buch geschrieben. 3. Als wir noch ohn bewegen Und ohne kraͤft gelegen, Ohn men⸗ scheu⸗huͤlf und sorgeu, Der mut⸗ ter selbst verborgen: 4. Hat er uns glieder, leben Und unterhaͤlt gegeben, Und wun⸗ derbarer weise Versorgt mit trank und speise. ä 6. Sein' hand, die uns bereitet, Hat uns ans licht geleitet: Und er hat uns erquicket, Da wir die welt erblicket. 6. Er hat uns aufgenommen Hier in die zahl der frommen, Ge⸗ macht zu seinen erhen, Daß wir nicht ewig sterben. ö 7. Er giebt uns zu erkennen Sein wort, daß wir ihn nennen Den guͤtigen ernehrer, Und freundlichen bescherer. 8. Er hat fuͤr unser leben Sein eigen kind gegeben; Er ließ es gar/ als buͤrgen, Fuͤr uns am ereuz erwuͤrgen. 9. Dis lasset uns bedenken, Wenn uns die sorgen kraͤnken, Daß der aufs hoͤchste liebet, Der seinen sohn hergiebet. ö 10. Er kann uns nichts abschla⸗ gen, Wenn wir ihm glaͤubig kla⸗ gen, Was wir vonnoͤhten haben An seel⸗ und leibes⸗gaben: ö 11. Wie voͤgel in den luͤften, —18. 2. Sollt der, so diese heget Und ihrer fleissig pfleget, Uns, seine himmels⸗erben, Verlassen und verderben! 13. O vater! diese liebe Laß uns, aus heilgem triebe, Doch allezeit betrachten, Und nicht ge⸗ ringe achten. 14. Verleih uns und beschere Uns, vater! dir zur ehre, Daß wir dir recht vertrauen, Und gaͤnzlich auf dich bauen. 16. Wenn wir nur dieses haben, So werden uns die gaben, Der wir zu diesem leben Beduͤrfen, wol gegeben. 16. Der himmel sammt der er⸗ den Muß eh zunichte werden: Eh du GoOtt! die kannst lassen, Die dich im glauben fassen. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. glaͤubig herze! bene⸗ dey Und lobe deinen HErren: Gedenk, daß er der vater sey/ Den du allzeit sollt ehren; Dieweil du keine stund ohn ihn, Mit aller sorg in deinem sinn Dein leben kannst ernehren. 2. Er ists, der dich von herzen liebt, Viel gutes dir mittheilet, Dir deine missethat vergiebt, Und deine wunden heilet: Dich wap⸗ net zum geistlichen krieg, Daß dir dein feind nicht oben lieg, Noch deine hoffnung raube. 3. Er ist barmherzis und sehr gut Den armen und elenden, Die sich von allem uͤbermuht Zu sei⸗ ner wahrheit wenden: Er nimmt sie als ein vater auf, Und giebt, daß sie den rechten lauf Zur selig⸗ keit vollenden. 4. Wie sich ein vater⸗herz be⸗ zeigt, Und guts thut seinen kin⸗ Und thiere in den kluͤften, Ja dern; Also hat sich auch GOtt blumen an den wegen Uns dis geneigt Zu uns blut⸗armen suͤn⸗ vor augen legen. dern—— v schenkt uns gnade, Ind 3 un 0¹ kob⸗Gesaͤnge und zwar und huld, Vergiebt uns gnaͤdig alle schuld, Und hilft uns uͤber⸗ winden. ö 3. Er giebt uns seinen guten geist, Verneuert das gemuͤhte, Daß wir vollbringen, was er heißt, Und trauen seiner guͤte. Er hilft uns hie mit gnad und heil, Verheißt uns auch ein herrlich theil Von seinen ewgen schaͤtzen. 6. Nach unsrer ungerechtigkeit Hat er uns nicht vergolten, Son⸗ dern erzeigt barmherzigkeit, Da wir verderben sollten. Er ist mit gnad und freundlichkeit Densel⸗ ben immerfort bereit, Die ihn von herzen lieben. *7. Was Gott nun angefan⸗ gen hat, Das woll er auch vollen⸗ den. Wir geben uns ganz seiner gnad, Opfern uns seinen haͤnden, Und thun darneben unsern fleiß, Hoffend, er werd zu seinem preis All unsern wandel wenden. * g. O vater! steh uns gnaͤdig bey/ Weil wir sind im elende, Daß unser thun aufrichtig sey, Und nehm ein selig ende. Leucht uns mit deinem hellen wort, Daß uns an diesem dunkeln ort Kein fal⸗ scher schein verblende. 9. O Gott! nimm an den preis und dank, Den wir voll andacht singen: Und laß dein wort mit freyem klang Durch unsre herzen dringen. O hilf! daß wir mit dei⸗ ner kraft Durch eine gute ritter⸗ schaft Die lebens⸗cron erringen. Mel. Mein herz und seel den ꝛe. 1 HI unser GOtt, be⸗ 9. herrscher aller herren! Wie herrlich ist dein name weit und ferren! Wie scheinet er der ganzen welt herfuͤr! Wie strecket sich im himmel deine zier! 2. Der kinder mund, die an den hruͤsten liegen, Redt schon von dir, ohn reden, in den wiegen, ihn deinen preis, Daß er den feind zu widerlegen weiß. 3. Wenn ich bey mir den him mels⸗hau betrachte, Dein meister⸗ werk, das schoͤne licht bey nachte, Den monden⸗schein, die sternen auch dabey, Die deine hand ge⸗ setzet nach der reih; 4. So fang ich an: wie daß du so bedenkest Den sterblichen! wer ist es, dem du schenkest So reiches gut? was sag ich doch da⸗ von, Daß deine treu besucht des menschen sohn? . Zwar hast du ihn ein wenig hier auf erden, Als engel sind, geringer lassen werden: Jeden⸗ noch auch mit herrlichkeit be⸗ dacht, Mit majestaͤt geeroͤnt und groß gemacht; 6. Weil alle ding ihm unter⸗ than seyn muͤssen: Du legest ihm dahin zu seinen füssen Was deine hand erschaffen und gethan, Was odem hat, und sich regt um und an: 7. Der rinder schaar, der schaafe grosse heerden, Und alles vieh, das nimmer zahm will werden, Der voͤgel heer, so in den luͤften schwebt, Der fische zahl, die in dem wasser lebt. 8. BErr unser GOtt, beherr⸗ scher aller herren! Wie herrlich ist dein name weit und ferren! Wie wird sein glanz so praͤchtig vorgestellt, Und strecket sich durch diese ganze welt! Mel. Von GoOtt will ich nicht ꝛc. 20 Ich will zu aller stunde „Erheben Gottes preis Mit herzen und mit munde, Auf sein wort und geheiß. Ich will des HErren lob Ausbreiten und ver⸗ mehren, Daß es die armen hoͤren, Und sich erfreuen drob. 2. Laßt uns beisammen stehen Jetzund — Der schwache mund! du lehrst Wige 1 3 . öu le ver denfeh Ar ben) dein meif they nach . die fer ahe hand z 910 10 0 stetbliche schenkes E ichboch Oa/ besucht des u en veni eugel siuz den: Jett klichkeit z gectoͤtin ·Z=—— S ihm unth legest ist Was deis ethan, Vu t um un det schaaft alles vieh ill werden den lüfte ahl, die tt/ hehett Vie herrlt und fertth so pracht ket sich dun —.— lich nichtt aller snh 5Ottes ud munde, I Ich wild iten und li armen höͤrn . Rmen sichl Nl fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten GoᷣOttes. Jetzund und nach der zeit, Des BErren nam'n erhoͤhen In lieb Und einigkeit. Als ich den HErren bat, Antwortet er in gnaden, Und wandte furcht und schaden; Er schickte huͤlf und raht. 3. Die auf den HErren schauen und seine wunder⸗hand, Dersel⸗ den ihr vertrauen Wird nimmer⸗ mehr zu schand. Wenn der elende schreit, Will ihm GOtt sein be⸗ gehren Ganz williglich gewaͤhren; Er hilft zur rechten zeit. 4. Gott hat befehl gegeben, Daß seiner engel macht/ In diesem ganzen leben, Sich lagre tag und nacht um solche leut allhier, Die im gesetz sich uͤben, Ihn furchten und ihn lieben Aufrichtig fuͤr und fuͤr. 5. Kommt her, kommt, seht und schmecket, Wie GOtt so freundlich sey. In noht der nicht laͤng stecket, Der glaͤubt und hofft dabey Auf diesen starken schutz. Wol dem,der darauf bauet, Und seinem worte trauet, Der hat es grossen nutz. 6. Ihr seine heilge! hoͤret Des allerhoͤchsten raht: Wo ihr ihn also ehret, Wie er befohlen hat; So habt ihr keine noht: Weil der nie mangel leidet, Der sund und schande meidet, Und allzeit fuͤrch⸗ tet GOtt. ö 7. Die reiche darben muͤssen, Der geiz auch immer klagt, Darzu ein boͤs gewissen Inwendig frißt und nagt. Wer Gottes willen thut, Wird alle huͤlf empfinden, Und keinen mangel finden An irgend einem gut. ** 8. Ihr kinder! laßt euch lehren Die furcht des HErren rein. Kommt her, ihr sollt sie hoͤren, Kommt alle insgemein. Wer gute tag begehrt, Der mag mich darum fragen, Ich will ihm treulich sa⸗ gen, Was Gottes wort bewaͤhrt; 11 9. Fuͤr salschheit dich stets huͤte, Bewahre mund und zung. Be⸗ schmitz nicht dein gemuͤhte Mit trug und laͤsterung. Von niemand uͤbels sag. Was boͤs ist, mußt du hassen, Was gut, zu thun nicht las⸗ sen. Such fried, und jag ihm nach. 10. Des HErren augen sehen Auf die gerechten sehr. Sein ohr erhoͤrt ihr flehen, Daß er sie huͤlf gewaͤhr. Sein antlitz steht dahin, Daß de⸗ rer name werde Vertilget von der erde, Die gottlos sind vom sinn. 11. Wenn der gerechte schreiet; So hört es GOtt alshald, Und rettung ihm verleihet In noht, so mannigfalt. Er ist denselben nah, Die sonsten ganz verzagen, Von herzen sind zerschlagen: Bald ist seinꝰ huͤlfe da. 12. Viel muß der fromme lei⸗ den, Das ist des HErren will'; Doch wirds verkehrt in freuden: Drum halte dich nur still, Und traue GOtt allein, Der kann auch die gebeine Bewahren groß und kleine; Keins muß zerbrochen seyn. 13. Den wird das ungluͤck faͤl⸗ len, Der den gerechten preßt, Das ist der weg zur hoͤllen; Die sein' gen GoOtt nicht laͤßt. Er nimmt in seine huld/ Die halten seine rechte/ Und sind ihm treue knechte, So sind sie ohne schuld. * 14. HErr! gib, daß ich dein?' ehre Ja all mein lebelang Von herzens⸗grunde mehre, Dir sage lob und dank. O vater, sohn und geist! Der du aus lauter gnaden Abwendest noht und schaden, Sey immerdar gepreist. Mel. Erschienen eseelr 5eo t ꝛe. meine seel! des HEr⸗ 21— ren preis Vermehre stets mit allem fleiß. Durch psal⸗ men und durch lob⸗gesang Erhebe Gott dein lebelang. Halleluja. 2. Ich will, so lang ich odem hab, 12 Lob⸗-Gesaͤnge und zwar hab, Und dis ich scheid von hinnen ab, Des HErren lob mit meinem mund Ausbreiten stets von her⸗ zens⸗grund. Hallelujg. 3. Verlaßt euch doch auf fuͤrsten nicht, Setzt nicht auf sie eur zu⸗ versicht; Weil sie nichts mehr als menschen sind, Bey welchen man nicht huͤlfe findt. Hallel. 4. Der mensch ist ja nur erd und thon, Hie muß er auch gar bald davon: Da liegen denn zu einem mahl Im staube seine anschlaͤg all. Halleluja. 6. Wol dem hingegen, der sich fest Auf seinen HErrn und GOtt verlaͤßt; Deß huͤlfe der GOtt Ja⸗ cob ist, Den er anruft zu aller frist. Halleluia. 6. Er hat ja himmel, erd und meer Gemacht mit allem ihrem heer. Wer nur auf ihn verlaͤsset sich, Dem haͤlt er glauben ewig⸗ lich. Halleluja. 7. Er hilfet denen, so gewalt Und unrecht leiden mannigfalt. Er speist die hungrigen mit brot, Und wendet der gefangnen noht. Halleluia. 8. Der HErr macht sehend blinde leut, Er liebt und schuͤtzt gerechtigkeit. Was niedrig ist und bey der erd, Das richt't er auf, und macht es wehrt. Hallel. 9. Die fremdlinge durch seine guͤt, Die waisen gleichfals er be⸗ huͤt't, Die witwen er im trauer⸗ stand Errettet von gottloser hand. Halleluja. 10. So fuͤhrt der HErr sein reich allhier, Und bleibet koͤnig fuͤr und fuͤr: Drum jedermann sein lob erkling', Und froͤlich hal⸗ leluia sing'. Halleluja. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. 22 ein GOtt und koͤnig! — deine guͤt Will ich mit lob erheben; Ich will aus freudigem gemüht In meinem ganzen leben, GOtt! alle tage preisen dich, Und deinen namen ewiglich Vor jedermann erhoͤhen. z. Sehr groß und loͤblich, HErr! du bist; In noͤhten kannst du rahten. Dein' groͤsse unaus⸗ sprechlich ist. Es werden deine tha— ten Gepreiset noch von kindes⸗ kind: Weil man sie allenthalben findt Voll staͤrke, guͤt und weisheit. 3. Ich will dein lob mit meinem mund, Nun und zu allen zeiten, Auch inniglich von herzens⸗grund Vermehren und ausbreiten. Ich will von deiner ehr und pracht, Von deiner greossen wunder⸗ macht, So laug ich lebe, reden. 4. Du bist voll gnade, lieb und treu, Der frommen zu verschonen: Und gleichwol auch gerecht da— bey, Die boͤsen abzulohnen. Der HErr ist voll barmherzigkeit, Ge⸗ duldig, guͤtig allezeit, Wenn man ihm recht vertrauet. 6. Er ist auch gnaͤdig jedermann Und hilfet gern den armen; immt aller seiner werk sich an Durch vaͤterlich erbarmen. Durch seine allmacht er erhaͤlt, Was hier in dieser ganzen welt Sich regt, bewegt und lebet. 6. HErr! deine werke und ge⸗ walt Soll hie bey uns auf erden Den menschen⸗kindern mannig⸗ falt Bekannt gemachet werden. Dein reich, Gottlist ein ewig reich, Und deiner herrschaft ist nichts gleich; Sie bleibet izt und ewig. 7. Der HErr verstoͤßt die suͤn⸗ der nicht, Wenn sie den fall bekla⸗ gen. Es werden von ihm aufge⸗ richt't, Die nieder seyn geschla⸗ gen. In keiner noht er die ver⸗ laͤßt, Die sich an ihn ergeben fest, Und huͤlfe bey ihm suchen. *. HErr: aller augen warten dein: Du giebest ihnen speise Zu rechter zeit, daß insgemein dich sch, — M einen 1 all tagt Hiuen ymen aun ethihen. 1nd lähcch, Hohten faung gesse nnaut, heh deinetha. boh kindeg⸗ alenthaben undweßhzet mit meinen allen geite, ettensgrund rkiten, J6 und puht en wunder⸗ be, reden. de, lieb u berschonen herecht d hnen, Da ligkeit, He Wenn man jedermann HNatmen; erk sich an en. Durch Wags hiet Sich reht/ ke undge⸗ auf erden mannig⸗ t werden. ehig teich, ist nichtz nd etwig. t die sin⸗ fall bekla⸗ ihm aufge⸗ yn geschd⸗ er die dl⸗ rgeben ff en. gen warthn seise mein Man dich fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten Gottes. 13 dich, o vater! preise. Du thust auf deine milde hand, Und saͤt⸗ tigst alles in dem land Mit lust und wolgefallen. 9. Groß ist der HERR, und ganz gerecht In allen seinen we⸗ gen; Drum segnet er asfeinen geschlecht, Das geht auf seinen stegen. Und wie er heilig ist und rein; So liebet er auch die allein, Die heilig vor ihm wandeln. 10. Der HErr ist allen denen nah, Die flehend vor ihn treten. Er ist bey allen denen da, Die ihn mit ernst anbeten. Der frommen schreien GOtt erhoͤrt, Und ihrer bitte sie gewaͤhrt; Er laͤßt sie hülfe finden. 11. Der HErr in gnaden die bewahrt, Die ihn von herzen lie⸗ ben; Und tilget aus die boͤse art, Die fromme leut betruͤben. Mein mund soll stets, nach seinem wort, Auch alles fleisch wird immerfort Des HErren namen loben. II. GOtt vater, sohn und heilger geist, Ohn anfang und ohn ende! Der du viel gutes mir er⸗ weist Durch allmacht deiner haͤnde! Sey von mir izt und alle⸗ zeit, Von nun an bis in ewigkeit, Gelobet und gepreiset. Mel. Nun freut euch liebe christ. Treut euch des HErren 2 3.F allzumahl, Ihr from⸗ men! ihn zu preisen. Rühmt, ihr gerechten! ihn mit schall Und aus⸗ erlesnen weisen. Laßt klingen psalter, saiten⸗spiel; Auf harfen macht der freuden viel, Dem gros⸗ sen GOtt zu ehren. 2. Wahrhaftig ist des HErren wort, Er hat es nie gebrochen; Es bleibet it und immerfort, Was er einmahl versprochen. Gerichte und gerechtigkeit Beschuͤtzt und liebt er jederzeit, Und alle, die drob halten. 3. Des HErrn wort hat das firmament Des himmels selbst erbauet: Der geist seins mundes hat vollendt All heer, so man dran schauet. Er faßt das wasser in dem meer, Als obs im schlauch bey⸗ sammen waͤr: Die tiefe liegt ver⸗ borgen. 4. In aller welt muß jedermann Vor uͤnserm GO L sich scheuen: Was auf der erde wohnen kann Erschrickt vor seinem draͤuen; Weil, was er redt, sofort ergeht, Was er gebeut, alsbald da steht Durch allmacht seiner haͤnde. . Der heiden raht macht GOtt zunicht, Und wendet ihr' gedan—⸗ ken: Des HErren raht wird ausge⸗ richt't, Und bleibet ohne wanken. Die sind wol selig, die GOtt liebt, Und denen er die gnade giebt, Sein erb' und volk ju werden. 6. Vom himmel er der men⸗ schen⸗kind Vornehmen schaut auf erden: Er kennt sie all, so viel ihr'r sind, Und sieht, ob sie klus werden. Er merkt auf alle ihre werk, und kann durch seine gnad und staͤrk Ihr'r aller herzen lenken. 7. Des koͤniges gewalt nichts schafft: Sie muß gar bald verge⸗ hen. Dem riesen hilft nicht seine kraft, Sie kañ auch nicht bestehen. Bringt gleich der feind viel ross⸗ zu feldz So ist doch GOtt der rech⸗ te held, Der fuͤr die seinen streitet. 8. Des HErren aug' nimmt die in acht, Die sich ihm fest ergeben, Und freyes willens tag und nacht Ihn fuͤrchten, weil sie leben: Er speiset sie in hungers⸗noht, Und rettet ihre seel vom tod, Dieweil sie ihm vertrauen. *9. GOtt, unser schutz! zu dir allein Steht unser ganz gemühte: GSedenk, daß wir dein erbe seyn, Und uns hinfort behuͤte, Durch deine grosse guͤtigkeit, Fuͤr pest, krieg, theurung, noth 1645 ei EE leid/ Wie wir, HErr! auf dich ben nimmet an, Hat kluͤglich und hoffen. Mel. Kommt her zu 5 15 on ganzem herzen un 24. V' mirsleiß Sag ich dem HErren lob und preis Und dank/ im raht der frommen: Ich preise seines namens ruhm Da, wo sein volk und eigenthum Erfreut zu⸗ sammen kommen. 2. Des HErren werke sind voll pracht, Ein jeder kann, der ihrer acht't, Die zeit mit lust vertrei⸗ ben. Denn was er ordnet, sagt und thut, Ist loͤblich, herrlich, recht und gut. Sein recht mu ewig bleiben. 3. GOtt stistet, der voll gnad und raht, Ein denkmahl seiner wunderthat, Die er an uns bewei⸗ set. Sein bund steht fest und un⸗ versehrt, Es wird, wer seine macht verehrt, Mit himmels⸗brot ge⸗ speiset. 4. Er laͤsset seiner finger werk, und seiner thaten kraft und staͤrk Bey seinem volk erzaͤhlen; Daß er der heiden erb und recht Auf seine treue diener braͤcht, Sich ihnen iu vermaͤhlen. 6. Das alles, was der HErr verricht't, Ist recht und wahr und wanket nicht, Und sein gebot bleibt stehen; Denn ers jezt in der ganzen welt, Hinfort auch ewiglich, erhaͤlt. Sein wille muß geschehen. 6. Dem volke, das nach ihm genannt, Hat er erloͤsung zuge⸗ sandt, Sein bund wird nie gebro⸗ chen. Sein nam ist heilig, hoch und wehrt/ und alles das wird uns beschehrt, Was er uns hat ver⸗ sprochen. 7. Der hat, der GoOtt recht fuͤrcht't und liebt, Und sich in sei⸗ nem willen uͤbt, Der weisheit grund gesetzet, Wer sich dersel⸗ Lob⸗Gesaͤnge und zwar sehr wol gethan; Sein lob wird hoch geschaͤtzet. 8. GOtt vater, sohn und geist! verleih„ Daß diese weisheit bey mir sey; Daß ich all deine werke Mit fleiß in gottesfurcht betracht, Dir stets vertrau und habe acht Auf deine güt und staͤrke. 2 5 un lob'ꝰ, mein' seell den istz den namen sein: Sein wolthat thut er mehren, Vergiß es nicht, o herze mein! Hat dir dein' sůnd vergeben, Und heilt dein schwach⸗ 6heit groß: Errett't dein armes le⸗ ben, Nimmt dich in seinen schooß: Mit reichem trost beschuttet, Ver⸗ juͤngt dem adler gleich, Der koͤn'g schafft recht/ behüůͤtet Die leid'n in seinem reich. 2. Er hat uns wissen lassen Sein heilig recht und sein gericht, Darzu sein' guͤt bhn maassen; Es manp'lt an sein'r erbarmung nicht. Sein'n zorn laͤßt er bald fahren, Straft nicht nach unsrer schuld. Die gnad thut er nicht spa⸗ ren, Den blöͤden ist er hold. Sein guͤt ist hoch erhaben Bey den'n, die fuͤrchten ihn: So fern der ost vom abend, Ist unsre sund dahin. 3. Wie sich ein vat'r erbarmet Ueb'r seine liebe kinderlein: So thut der HErr uns armen, Wenn wir ihn kindlich fuͤrchten rein. Er kennt das arm' geschlechte, Er weiß, wir sind nur staub, Gleich wie das gras zu rechnen, Ein blum und fallend laub; Der wind nur druͤber wehet, So ist es nimmer da: Also der mensch vergehet, Sein ende ist ihm nah. 4. Nur Gottes gnad alleine Steht fest, und bleibt in ewigkeit Bey seiner lieb'n gemeine, Die stets in seiner furcht bereit, Die seinen bund behalten. Er herrscht im * HErren, Was in mir —— fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten Gottes. klüblwim himmelreich. Ihr starken en⸗ Hein loh nih gel wartet Seins lobs, und dient zugleich Dem grossen HErrn zu ahn undgesh ehren, Und treibt sein heilig wort; heisheit Mein' seel soll auch vermehren deine wa Sein lob an allem ort. schthetah*5. Sey lob und preis mit eh⸗ uud habe ach ren GOtt vater, sohn und heil— lͤtke gem geist. Der woll in uns ver⸗ n mehren, Was er aus guaden uns salk seel de verheißt: Daß wir ihm fest ver⸗ „Das in nu trauen, Uns ganz verlassu auf Sal kolthat ihn, Von herzen auf ihn bauen, hiß es nicht, Daß uns'r herz, muht und sinn e den fünd Ihm allezeit anhangen; Drau dein shwach singen wir zur stund: Amen, wir Lin armes l' werdens erlangen, Glaͤubn wirs einen schoo von herzens⸗grund. uih— ͤ‚ 15 du f. llt h/ Der ko meine seel, 0 Deltdr 26.0 den HErren preisen: Was in mir ist, das muß ihm ehr erweisen. Auf, auf, mein herz! und mache dich bereit. Vergiß ja nicht, vergiß nicht, mein gemuͤhte! Was dir der. 5Err fuͤr wunderbare guͤte Erwiesen hat die ganze lebens⸗ zeit. 2. Denn er hat dich von suͤnden los gesprochen, Und denkt nicht mehr, was du bisher verbrochen. Er machet dich von schwachheit heil und rein. Es hat der HErr dein leben vom verderben Erloͤst, daß du nicht ewig muͤssest sterben: Dein GOtt will dir forthin barm⸗ herzig senrn. 3. Er eroönet dich mit gnad und mildem segen, Will deinen mund mit reicher fuͤlle pflegen; Er ma⸗ chet dich von seinen guͤtern satt, Daß du mit lust daruͤber dich er⸗ freuest, Und deine kraft, gleich adlern, gar verneuest; Weil er mit heil dich uͤberschuͤttet hat. 4. Der HErr laͤßt recht densel⸗ hen wiederfahren, Die vor be⸗ draͤngt und unterdruͤcket waren. Er hat sein thun dem Moses kund gethan, Und seine recht' Israel wissen lase sein gerich, naassen; Et erbarmung laͤßt er hald nach unster ernicht spa⸗ hold. Sein Bey den'n, jern der oj sund dahin erbarmtt erlein:& men/ Wemn ten rein. Er hlechte/ E aub, Glac N. Ein blu er wind nut es nimmit ch vergee anad alleht t in ewigkit meine/. heteit/ Die Sihens⸗ 15 wissen lassen: Er ist voll gůt, und will nicht immer hassen, Noch ewiglich mit grimm uns sehen an. 9. Der HErr ist fromm, barm⸗ herzig und sanftmühtig, Voll gnad und gunst, geduldig, treu und guͤtig; Er handelt nicht mit uns nach unsrer schuld, Vergilt auch nicht nach unsern schweren suͤnden. So weit die hoͤh des him⸗ mels ist zu finden Hier von der erd; so weit reicht seine huld. 6. So weit der grund sich schei⸗ det von der festen, So weit der ost fablieget von dem westen; So weit laͤßt er die süͤnden von uns seyn. Sein gnaden⸗blick muß uͤber die stets walten, Die ihn mit furcht fuͤr ihren helfer halten, Daß er sie rettꝰ aus ihrer noht und pein. 7. Wie unter uns ein vater⸗herz erbarmen Mit kindern hat; so thut der HErr uns armen, Es stehet GoOtt den frommen kraͤftig bey. Er kennet ja uns dürftge erden⸗ toͤpfe: Ihm ist bewußt, daß dieses sein geschoͤpfe Ein leichter staub, ein schwaches werkzeug sey. 8. Ein mensch muß stets des le⸗ bens end erwarten: Er ist wie gras/ wie eine blum im garten, Die sich sehr schoͤn und lieblich laͤsset an: Wenn aber nur der wind dar⸗ uͤber faͤhret, Ist ihre zierd hinweg, und so verzehret, Daß man die staͤtt auch nicht mehr finden kann. 9. Des HErren gnad ist aber uͤberschwenglich, Waͤhrt fuͤr und fuͤr, und bleibet unvergaͤnglich. Auf kindes⸗kind wird seine guͤt ge⸗ bracht Bey denen, die in seinem bund sich uͤben: Die ihren GOtt von ganzem herzen lieben, und sein gebot zu halten sind bedacht. 10. Es ist sein stuhl im himmel zubereitet, Sein herrschaft ist um diese welt gebreitet: Sein reich und thron umschließt den erden⸗ kreis. Ihr engel lobt, lobt 110 ihr Lob Gesänge und zwar ihr starke helden, Die ihr sein thun und willen mußt anmelden: gobt unsern GOtt, und sagt ihm ruhm und preis. II. Lobt unsern Gott, ihr alle sei⸗ ne schaaren Die ihr ihm dient /und hin und her muͤßt fahren Auf sein geheiß; lobt ihn an jedem ort, An dem er herrscht: lobt ihn, ihr seine werke! Ruͤhmt seine kraft, ruͤhmt seiner allmacht staͤrke. Lob' ihn mein herzu o lob' ihn fort und fort. 12. GOtt vater, sohn und geist! sey stets gepriesen Fuͤr alle huld, die du an mir erwiesen Von kindheit an bis jeit auf diese zeit. HErr! bres mir bey/laß deine gnad sich mehren, So will ich dir drum danken und dich ehren Auf erden bier, und dort in ewigkeit. Ratutde 56 asset uns den rren 27 L preisen, Auf! vermehret seinen ruhm. Stimmet an die susse weisen, Die ihr seyd sein eigenthum! Ewig waͤhret sein er⸗ barmen, Ewig will er uns umar⸗ men Mit der suͤssen liebes⸗huld, Nicht gedenken unsrer schuld. Ir key ewig seinen namen, Die ihr Ruͤhmet ewig seine werke, Gebet ihm lob, ehr und staͤrke. z. Ehe noch ein mensch geboh⸗ ren, Hat er uns zuvor gekannt, Und in Christo auserkohren, Sei⸗ ne huld uns zugewandt. Selbst der himmel nebst der erden Muͤssen uns zu dienste werden; Weil wir durch sein liebstes kind Seine kin⸗ der worden sind. gnade waͤhret, Die er uns in ihm bescheret: Ewig wollen wir uns uͤben, Ueber alles ihn zu lieben. 3. Ja wir wollen nun mit freu⸗ den Zu dem lieben vater gehn, Uns an seiner liebe weiden, Wie die thun, die vor ihm stehn, Heilig, Ewig solche sch breiten, heilig! heilig! singen. Halleluja soll erklingen Unserm GOtt und auch dem lamm, Unserm holden braͤutigamm. Lasset seinen ruhm erschallen, Und erzaͤhlt sein werk vor allen, Daß er ewig uns erwaͤh⸗ let, und zu seinem volk gezaͤhlet. 4. Lernet euren JEsum kennen, Der euch theur erkaufet hat. Ler⸗ net ihn recht glaͤubig nennen Eu⸗ ren bruder, freund und raht, Eu⸗ ren starken held im streiten, Eure lust in froͤlichkeiten, Euren trost und euer heil, Euer allerbestes theil. Ewig solche güte waͤhret, Die euch durch ihn wiederfaͤhret: Ewig soll das lob erklingen, Das wir ihm zu ehren singen. 6. Tretet nur getrost zum throne, Wo der gnaͤden-⸗stuhl zu sehn; Es kann euch von GOttes sohne Nichts als lieb und huld ge⸗ schehn. Er erwartet mit verlan⸗ gen, Uns voll gnade zu umfangen, Und das allerhoͤchste gut Zu er⸗ theilen durch sein blut. Grosse gnad ist da zu finden, Er will sich mit uns verbinden, Und niemahls soll etwas koͤnnen Uns von seiner liebe trennen. 6. Er hat nunmehr selbst die seyd von Abrams saamen: füͤlle Seiner gottheit aufgethan; Und es ist sein ernster wille, Daß nun komme jedermann. Keiner soll sich hiebey schaͤmen, Sondern gnad um gnade nehmen; Wer ein hungrig herze hat, Wird aus sei⸗ ner fulle satt. Ewig solche fülle waͤhret, Die uns so viel guts be⸗ schehret; Wollust, die uns ewig traͤnket, Wird uns daraus einge⸗ enket. 7. Nun, o liebster unser lallen, Damit wir dir dankbar seyn, Laß dir gnaͤdig wolgefallen, Bis wir alle insgemein Ewig deine guͤtis⸗ keiten Mit gesammtem lob' aus⸗ Da wir werden gloria! Preis, dank, Singen und halleluja! n. Hale km Gott un luserm hoh seinen run ahlt sein p hi Uns erwil holk gezaͤhlg Chum kenner Iset hat. Eet ennen Ey uo raht/ E testen, Eun Euten troß . alerbeses Mie whret Wrderfhret klingen, Das igen. getrost zun aden⸗stuhl y h von GOthl b und hulbg et mit verlu umfangh, ie gut Zu blut. Gtas 1, Er wils Ind niemahs. u von seing seht selbn di it aufgethan, ler wile, u ann. Ktilg f. se, Sonden st nen; Wer ei Wird ausfh ig solche fil viel gutzt die uns eil daraus einh⸗ unser lallg har seyn, x en, Biß u deine guth tem lob all + u ia Pielh, 10 dahf, fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten GOttes. 17 dank, eyre/ macht und staͤrke, Und den: Denn du schaffst mir hulf und was seine grosse werke Ruͤhmet, ruh. Ja, es muß die ereuzes⸗pein werde GOtt gegeben. Laßt uns Mir mehr nuͤtz als schaͤdlich seyn: ihm zu ehren leben. Sollt ich dich dafur nicht preisen, 8 Und dir ewig lob erweisen? Mel. Werde munter mein e. 7. Gnaden⸗voll hast du gege⸗ ĩ 7— 28. Gaentfengürpeegrelh gasen mich iwfriche chen Freh se gütigkeit, Welche du mir hast er⸗ von pest und Hungerg moht. Mei⸗ 391. Dochher— Es dan ih ne ehre, meinen stand Hab ich blos dir Recht und Wurdiggnds dafüre von deiner hand; Fuͤr so viele gů⸗ Mein verstand und alle sinnen auöbreiten⸗ 3. Sollen, HErr! dein lob beginnen. 8 Kurz: HErr! deine gůt und 2. Du hast, was genennt mag treue Ist waͤhrhafti ohlee dal. werden, Anfangs blos aus nichts Si Ih uhemorgen mene Wrn gemacht; Auch den menschen aus rinen Uafttun ½½ raae der erden Durch dein wort hervor 5c) it br 30Wem eiß Uuseum gebracht. Diese deine wunderthat schoͤpfer lob und preis, Ru 121 Muß ich preisen früh und spat: seine 11, über e⸗ Denn wo wird die macht gefun⸗ Uch Hagal 16. d den, Die sich dessen unterwunden? Auch il engel, und ih 3. Daß ich mit vernunft geboh⸗ Die ihr ieht vor Irtes helen, ren Daß ich leb in dieser welt, Heiit des. Eren lah e Ihnlen, Bin zum christen auserkohren, Piein den Aosten Ottezuun, Weiß, was dir, mein GOtt! e⸗ Auhmwet serne herrlunkent cer⸗ faͤllt, Oder mag zuwider schu: unpfün 1 eeit Lart Juit Das hab ich von dir alleinz Drum zu nen en Pit pier a g⸗ o GOtt, sey hoch gepriesen, Dah ingen hören. du mir dis hast erwiesen. 70 Ieh ill 4. Du hast alle straf und pla⸗ ten Wenn 1ch, Werdo ber ench gen, Die mein sundlich thun ver⸗ seyn, GOtt sein! mberer⸗ dient, Deinen sohn selbst lassen ei, Mirench reliep imener tragen! Und bist nun dadurch ver⸗ ö Euterdegen son wonener, Eeeen Ahgt, Weil er an Denerelees⸗ Unterdessen soll von mir, So viel amm Meine fünden auf sich moͤglich ist, allhier GOtt zu ehren nahm: Ach. sep auch dafür geprie⸗. Luschanen ꝛin lob⸗ ge⸗ sen, Was du disfalls mir erwiesen. ilig! heilig! heili Dazu werden deine wege Mir 01 Pei ee e noch taͤglich kund gethan: Denn Deun 26 Imme und dee ed⸗ jum rechten himmels⸗stege Fuͤhrt GDeie eraunt⸗ dein guter geist mich an: Daß ih Aune deinen ruhm bekannt. schon in meinem sinn Durch die Hent, maießr und raae.4ch hoffnung selig bin: Dafuͤr muß Tem,6ste; ich dich hie preisen, Und dort ewig wer kan Dein ud errechen dank erweisen. wer kann dein lob erreich en? 6. Bin ich schon mit ereuz bel⸗ Mel. J schon 2 JeEsu meines lebens ꝛc. den, Setzt mir gleich der satan zu; ö 20 Womit sol ich dich wol Muß mir solches doch nicht scha⸗ loben? Maͤchtiger HErr Lob⸗ Gesaͤnge und zwar HErr zebaoth! Sende mir darzu s. HErr! du setzest jedem dinge von oben Deines geistes kraft, Zeit, ziel, maasse und gewicht; mein GOtt! Denn ich kann mit Damit keinem zu geringe, Keinem uichts erreichen Deine huld und auch zu viel geschicht: Und ich hab liebes⸗zeichen. Tausend⸗tausend⸗ auf tausend weisen Deine weisheit mahl sey dir, Grosser koͤnig! dank auch zu preisen. Tausendʒ⸗tau⸗ dafuͤr. sendmahl ꝛc. z. HErr! entzuͤnde mein ge⸗ 9. Bald kamst du mit frohen zei⸗ muͤhte, Daß ich deine wunder⸗ ten, Bald mit kummer, angst und macht, Deine gnade, treu und guͤ⸗ last, Nur mein herz dahin zu lei⸗ te Stets erhebe tag und nacht: ten, Daß es dich allein umfaßt, Weil von deinen gnaden⸗güssen Daß mein gaͤnzliches verlangen Leib und seele zeugen mussen. Mögt an deinem willen hangen. Tausend⸗ tausendmahl sey dir, Gro sser koͤnig! ꝛe. 3. Vater! wenn mein her; be⸗ denket, Wie dich meine suͤnden⸗ schuld Oft betruͤbet, oft gekraͤn⸗ ket, Und wie deine lieb und huld Mich aus langmuht doch getra⸗ gen; O! so muß ich freudig sagen: Tausend⸗ tausendmahl ꝛe. 4. Ach ja Mit was lieb und gütigkeit Du durch so viel wunder-wege Mich gefuͤhrt die lebens⸗zeit; So weiß ich kein ziel zu finden, Noch den grund hie zu ergruͤnden. Tausend⸗ tausendmahl ꝛc. 6. Du, HErr! bist mir nachge⸗ laufen, Mich zu reissen aus der glut: Denn da mit der sünder haufen Ich nur suchte irdisch gut; ja! wenn ich überlege, Hiessest du mich dis verachten, Und nur nach dem himmel trach⸗ ten. Tausend⸗ tausendmahl ꝛc. 6. O! wie hast du meine seele Stets gesucht zu dir zu ziehn; Daß ich aus der sůnden⸗hole Moͤgte zu den wunden fliehn, Die mich aus⸗ gesoͤhnet haben, Und mit kraft zum leben laben. Tausend⸗ tau⸗ sendmahl ꝛc. ů 7. del HErr! lauter gnad und wahrheit Sind vor deinem ange⸗ sicht: Du/du tritest hervor in klar⸗ heit, In gerechtigkeit, gericht; Tausend⸗tausendmahl ꝛc. 10. Wie ein vater nimmt und giebet, Nachdems findern nuͤtz⸗ lich ist; So hast du mich auch ge⸗ liebet, So hast du zu jeder frist Dich auch meiner angenommen, Wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausend⸗tausendmahlꝛe II. Trugst du nicht auf adlers⸗ fluͤgeln Mich oft treu und vaͤter⸗ lich? Hast du nicht in thal und huͤ⸗ geln Wunderbar errettet mich? Wollte alle huͤlf zerrinnen, Ward ich deinen beystand innen. TDau⸗ send⸗ tausendmahl ꝛc. *12. Vater! du hast mir erzeiget Lauter gnad und guͤtigkeit; Und du hast zu mir geneiget/ JEsu! dei⸗ ne freundlichkeit. Und durch dich, o geist der anaden! Werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗ tau⸗ sendmahl ꝛe. U. Tausendmahl sey dir gesun⸗ gen,/ HErr, mein GOtt! preis, lob und dank, Daß es mir bisher ge⸗ lungen: Ach! laß ferner meinen gang Sicher gehn durch Christi leiten, In die frohe ewigkeiten; Da will ich, o vater! dir Freudig danken für und fuͤr. Mel. Es ist das heil uns kommen — Iah ehr dem Sey lob und ehr de O. hoͤchsten aut, Dem Daß man soll aus deinen werken vater aller gute/ Dem Gott/ det Deine guͤt und allmacht merken. Tausend⸗tausendmahl ꝛc. grosse wunder thut, Dem Gott, der h HN. E. sedenn ding und gewicht kige/ Keinen Und ich hj Deine weishel Lausend⸗tn nit srohen ʒe seb/ angst und dahin zu let lein umfaßt beklangen len hangen. RNe. nimmt und indern nüͤt mich auch ge zu jeder siis angenommen 9 aufs höchß ausendwahlh cht auf adler reu und hitz in thal und h errettet mih rinnen, V innen. Ia ae. ast mir enti zuͤtigkeit; An i9et/JEsl:N Und durchdit Werdichst + V Tousend⸗tu Iscy ditge Ott Apreihl mir biohtt ferner meit durch G he ewigkeilt X dir Frand t. — Iuns komlt und eht d en dd, Ol dem GOtt.A , Dam Gl fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten Gottes. 19 der mein gemůhte Mit seinem rei⸗ chen trost erfuͤllt, Dem GOtt, der allen jammer stillt: Gebt unserm Gottbie ehre 2. Es danken dir die himmels⸗ heer, O herrscher aller thronen! Und die auf erden, luft und meer In deinem schatten wohnen, Die preisen deine schoͤpfers⸗macht, Die alles also wol bedacht: Gebt un⸗ serm GOtt die ehre! 3. Was unser GOtt geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Daruͤber will er fruͤh und spat Mit seiner gnade walten. In sei⸗ nem ganzen koͤnigreich Ist alles weislich, recht und gleich: Gebt unserm GoOtt die ehre! 4. Ich rief zum HErren mei⸗ nem GOtt: Vernimm, vernimm mein schreyen! Da ließ er mir in meiner noht Die huͤlfe angedeyen. Drum, vater, ach! drum dank ich dir. Ach danket, danket GOtt mit mir: Gebt unserm GOtt die ehre! 6. Der HErr ist noch und nim⸗ mer nicht Von seinem volk ge⸗ scht, Er bleibet ihre zuver⸗ icht, Giebt ihnen heil und frie⸗ den: Mit mutter⸗haͤnden leitet er Die seinen stetig hin und her: Gebt unserm GOtt die ehre! 6. Wenn trost und huͤlfe man⸗ geln will, Wenn niemand mehr kann rahten; So setzet GOtt der noht ein ziel, Und hilft durch wort und thaten. Er nimmt sich dessen gnaͤdig an, Der keine huͤlfe finden kann: Gebt unserm Gott die ehre! v. Drum will ich dich mein leben⸗ lang O GoOtt. von nun an ehren; Man soll, HErr! deinen lobgesang An allen orten hoͤren. Mein gan⸗ zes herz ermuntre sich, Mein geist und leib verehre dich: Gebt un⸗ serm GOtt die ehre! 8. Ihr, die ihr Christi namen nennt, Gebt unserm Gott die ehre! Ihr, die ihr GOttes macht erkennt, Gebt unserm GOtt die ehre! Die falsche goͤtzen macht zu spott: Der HErr ist GOtt, der HErr ist GOtt! Gebt unserm GOtt die ehre! 9. So kommet vor sein ange⸗ sicht Mit jauchzen und mit singen. Bezahlet die gelobte pflicht, Laßt lob und yreis erklingen; GOtt hat es alles wol bedacht, Und alles recht und gut gemacht: Geht un⸗ serm GOtt die ehre! Mel. JEsu meines lebens ꝛc. ee, mein 3 10 ganz gemuͤhte! Und geh in den himmel ein: Denn es miiß des hoͤchsten guůte Hier und dort gepriesen seyn. Mit viel tau⸗ send⸗tausend mahlen Kann ich ihm das nicht bezahlen, Was er mir durch raht und that Lebenslang erwiesen hat. 2. HErr GOtt vater! lauter segen Trieft von deiner milden hand/ Den du mir auf meinen we⸗ gen Ueber all hast zugewandt; Aus wie viel bekuͤmmernissen Hast du mich, mein GOtt! gerissen? Tau⸗ send⸗ tausendmahl sey dir, Treuer vater! dank dafuͤr 3. O HErr JEsu. heil und le⸗ ben Ist in deinem blute mein. Al⸗ le suͤnden sind vergeben, Und ich bin gerecht und rein. Ja du willt in meiner seelen Dir so gar die wohnung waͤhlen: Tausend⸗ tau⸗ sendmahl sey dir, Liebster hei⸗ land! dauk dafuͤr. 4. Heilger geist! an deinen ga⸗ den Spuͤhr ich keinen mangel nicht: Und was wollt ich groͤssers haben, Als dis guaden⸗volle licht, Daß ich weiß, an wen ich glaͤube, Und ein GOttes⸗kind verbleibe. Tausend⸗ tausendmahl sey dir, Wehrter troͤster! dank hafuͤr. 5. Ach! daß alle meine glieder B Lau⸗ 2⁰ Lob⸗Gesaͤnge und zwar Lauter zungen moͤgten seyn! Daß mels⸗herrlichkeit Hat mein Jé⸗ ich mich durch lobe⸗lieder Koͤnute sus, meine sonne, Meiner seelen recht in GOtt erfreun! Und daß hoͤchstes gut, Mir erworben durch lauter preis und ehre Mein be⸗ sein blut. staͤndig opfer waͤre, Das ihm wuͤr-⸗ 7. Rein bin ich von meinen de tag und nacht Tausend⸗ tau⸗ suͤnden, Los von seelen⸗angst und sendmahl gebracht. noht, Frey vom teufel, hoͤll und 6. Doch du wirst ein schwaches tod. In der heilgen taufe finden lallen, O GOtt vater, sohn und Sich die schaͤtze: GOtt ist mein, geist! Dir auch lassen wolgefal⸗ Ich werd ewig bey ihm seyn. len, Das dich hier auf erden preist; s. In dem lebens⸗wort der gna⸗ Bis ich dich im himmel oben Mit den Find ich meines herzens theil, den engeln werde loben; Ja! da Meiner seelen trost und heil. lob' und preis) ich dich Ohn ouf⸗Nichts kann alle welt mir scha⸗ hoͤren ewiglich. den, Weil mein GoOtt mich selbst bewacht: Er stuürzt aller feinde Melodey ꝛ2. macht. ö 2. lles, was mir SOtt ge⸗. Alle diese lieb und guͤte, Die 3.— geben, Was mir leib mein JEsus mir bereit, Preis' ich und seel erfreut Hier und dort in nun und allezeit. Hilf, HOtt' ewigkeit, All mein thun, mein gan⸗ daß sich mein gemuͤhte Ueber sol⸗ zes leben Zeigt mir meines GOt⸗ che guͤtigkeit Nun und ewiglich tes treu Alle morgen wieder neu. erfreut. z. Nichts von allem, was ich—— habe, Nichts von ehre, gut und Lob⸗Aied im gesegnetan pracht Hab ich auf die welt ge⸗ Wolstande. bracht. GOttes guͤte, GOttes ga⸗ Mel. Nun danket alle GOtt ꝛe. be Schafft alleine hülf und raht, ein GOtt! ich preise Schůtzt und segnet fruͤh und spat. 3 3. dich Fuͤr deine huld 3. Nun, niein GOtt! ich will und segen, Den du bringst uͤber dich preisen, und in deinem heilig⸗ mich Auf allen meinen wegen. Du thum Offenbaren deinen ruhm. hast bishero mir Viel gnade zuge⸗ Ich will, vater! dir erweisen, Jetzo dacht, Und deine segens⸗thuͤr Fuͤr und zu aller zeit, Ehre, ruhm und mich ganz aufgemachht. dankbarkeit. x*. Mein herz soll dir dafuͤr Mit 4. Eh mich deine hand bereitet, dank verbunden bleiben, Und al⸗ Hast du schon an mich gedacht. Eh les, was in mir, Soll dein lob mich deine gnaden⸗macht Aus der maͤchtig treiben. Ich will mit lob⸗ mutter schooß geleitet; Hat mir gesang Dir stets entgegen gehn, deine liebes hand Alle wolthat Und all mein lebelang Zu deinem zugewandt. dienste stehn. 6. Meine seele, leib und leben, 3. Auf demnach, herz und sinn! Augen, ohren, fleisch und blut, Auf seele, geist und glieder! Werft Was ich habe, ist dein gut: Alles alles von euch hin, Spielt dank⸗ hast du mir gegeben, Witz, ver⸗ und lobes⸗lieder Dem GOtt der nunft, verstand und sinn; Dein seine treu So reich an mir beweist, ist alles, was ich bin. Mich alle morgen neu Mit reicher 6. Alle meine freud und wonne, gnade speist. Alles gluͤck in dieser zeit, Alle him⸗ 4. Denn alles, was ich bin, Bin ich fuͤr die mannigfaltigen Wohlthaten Gottes. 2 — I 1— Hat Mein Y ö— Meiner sh ich durch GOttes guͤte, Die segnet erworben d mit gewinn, Die troͤstet mein ge⸗ muͤhte. Was andern dort und bon nem hier An ehr und glücke fehlt, Hat eelen⸗angsen GOttes güte mir Gar reichlich ehfeh, Hell zugezählt. ö ö ö eu nufe fu 5: Ach ja, du bist, mein GOtt! 0tt if m Der mich so hoch begluͤcket, Der mseyn. mich befreyt von noht, Und mich nott der an mit wolseyn schmücket: Hegeens thei schreib ich alles zu; Weil ich sonst ot und hell nichts mehr kann,Als daß ich glück Ilt mir sha und ruh Mit danken nehme an. tt mich selh 6. Ich will mich dir allein Zum taler feid eigenthum verschreiben; Du sollt mein vater seyn, Ich will dein kind und guͤt;verbleiben: Bleib du nur ferner keit, Preist mir Mit liebe zugethan, Auf daß Hilf, HOb ich fuͤr und fuͤr Mein gluͤcke ruͤh⸗ ihte Uebet men kann. und erigl, 7. Laß deinen guten geist Mich lehren, leiten, fͤhren, Daß ich, — was dein wort preist, An mir auch geseguctn moͤge spühren. Entzünde mich nde. durch dich, Daß ich in dir allein ale GOttx Vor allen kräftiglich Vergnuͤget tt ichpeidmoͤge seyhocryrnrn. für beine hul 8. Hilf, daß ich nicht im gluͤck hringst ün Mich kühn und frech erhebe, Und en tegen. ineinen liebes⸗blick Nicht blos elgnade uy dem reichthum gebe. Ach! hilf gens⸗thuͤr mir, daß ieh auch Die armen ne⸗ ben mir, Nach deinem vater⸗ dir bafit Nbrauch, Durch deine liebe zier. eiben Und“ 9. So wird sich all mein gluͤck Goll den( Durch deine zunß vermehren: So will mith wird den gnaden⸗blick Mein herz eutgegen ai und haus verehren. Denn wer in ang du de demuth dir Herz, seel und sinnen Mitdeineraumet aͤnkt. herz undi Mit deiner gunst getr liedet! Nn— „Spielt 1 Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc no MerntreuerGoOtt was anmeag 34. soll ich sagen? Daß neu Mit ran— mir so behens⸗ gethan In al⸗ len meinen lebens⸗tagen, Daß ichs nicht gnug erzaͤhlen kann. Ja, eh Dir ö ich noch die welt gesehn, Ist mir viel guts von dir geschehn. l. Und da ich kaum die welt er⸗ blicket, Hat deine guͤte mich um⸗ armt: Die taufe hat mich hoch beglücket, So hast du meiner dich er barmt: Da nahmest du mich an als kind, Und wuschest mich von meiner suͤnd. ö 3. Mein name ward mir da gegeben/ Den schriebst du auch im himmel ein: Da ich einmahl soll ewig leben Da ich bey dir soll froͤ⸗ lich seyn. Da ich im glanz/ der son⸗ nen gleich, Soll herrschen in des vaters reich. 4. Indessen hast du alle stunden Mit deiner guͤte mich ergetzt: Ich habe deinen schutz empfunden, Daß mich kein harter fall verletzt, Mein Gott! bis hieher hast du mir Geholfen immer fuͤr und fuͤr. . Zwar ohne ereuz bin ich nicht blieben, Es kost mir manche thraͤ⸗ nen fluht: Doch machet denen, die GOtt lieben, Der liebste vater alles gut. Belegt er uns mit last, die druͤckt; So hilft er tragen und erquickt. 6. Und also ruͤhm ich deine ga⸗ ben, Mein Gott! es sey freud oder leid. Was du uns giebest, muß uns laben, Du meinst es gut zu aller zeit; Mir ist auch deine vater⸗treu Noch alle morgen frisch und neu. . Ja heut an diesem lieben tage Erfreuet mich dein gnaͤden⸗licht. Ich bin befreyt von harter plage: Und fehlt mirs gleich am ereuze nicht; Hab ich doch GOtt zum helfers⸗mann, Der aller noht ab⸗ helfen kann. 8. Daher bin ich auch wol zu⸗ frieden, Und danke GoOtt herzin⸗ niglich Fuͤr das, was er mir hat beschieden: Ich nehm es an, und freue mich, und setze meine hoff⸗ B 3 nung 22 Sonntags⸗Gesaͤnge und zwar nung fest Auf GOtt, der mich nie⸗ mahls verlaͤßt. 9. Noch eins will ich von GOtt verlangen: Laß meinen namen allzeit stehn Im himmel, wo die fromme prangen, Wo sie in weis⸗ sen kleidern gehn: Und bringe mich auch einst dahin, Wo ich ohn ende froͤlich bin. Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛe. Bis hieher hat mich 3 5. Gott gebracht Durch seine grosse guͤte: Bis hieher hat er tag und nacht Bewahrt herz und gemuͤthe. Bis hieher hat er mich geleit't, Bis hieher hat er mich er⸗ freut, Bis hieher mir geholfen. 2. Hab lob und ehre, preis und dank Fuͤr die bisher' ge treue, Die du, o GOtt! mir lebenslang Be⸗ wiesen taͤglich neue: In mein ge⸗ daͤchtniß schreib ich an: Der HErr hat grosse ding' gethan An mir, und mir geholfen. ů 3. Hilf fernerweit, mein treuer hort! Hilf mir zu allen stunden. Hilf mir an all⸗ und jedem ort, Hilf mir durch Jesu wunden; Hilf mir im leben, tod und noth: Durch Christi schmerzen, blut und tod, Hilf mir, wie du geholfen. Lob⸗Gesaͤnge fur besondere Wohlthaten, als: fuͤr die Schoͤpfung, Erloͤsung, Heili⸗ gung, ꝛe. suche unter diesen Tituln. II. Sonntags⸗Gesaͤnge. Vorbereitungs-Lieder zur Sonntags-Feier. Mel. HErr JEsu Christ wahr ꝛe. — Mein GOtt! die sonne 30. geht herfuͤr, Sey du die Sonne selbst in mir: Du sonne der gerechtigkeit! Vertreib der suͤnden dunkelheit. 2. Mein erstes opfer ist dein rnhm, Mein herz ist selbst dein ei⸗ genthum Ach kehre gnaͤdig bey mir ein! Du mußt dir selbst den tempel weihn. 3. Gib, daß ich meinen fu le⸗ wahr, Eh ich mit deiner kirchen— schaar Hinauf zum hause GOttes geh, Daß ich da heilig vor dir steh. 4. Bereite mir herz mund und hand, Und gib mir weisheit und verstand, Daß ich dein wort mit andacht hoͤr, Zu deines grossen namens ehr. 5. Schreib alles fest in meinen sinn, Daß ich nicht nur ein horer bin: Verleih mir deine kraft da⸗ bey/ Daß ich zugleich ein thaͤter sey. 6. Hilf, daß ich diesen ganzen Bewahr mich fuͤr der argen welt, Die deinen sabbath suͤndlich haͤlt. 7. So geh ich denn mit freuden Mein herz ist willig und bereit, Oheilige dreyeinigkeit! Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. — OSenn sinn und 3 7. geist! Und euch in Gott ergetzet: Heut ist der ruhe⸗ tag, Den er selbst eingesetzet. Er will in stiller lieb Und furcht geeh⸗ ret seyn, Wofern er soll hey uns In gnaden kehren ein. ö z. Heut ist der tag des heils, Des HErren wort zu hoͤren: Heut ist es rechte zeit, Ihn oͤffentlich zu ehren. dient nicht, daß er sey Des grossen Gottes sohn. 3. Ich will in 3Ottes haus Mit seinen kindern gehen. Ich will im tag Mit leib und seele feiren mag hin, Wo ich bey dir zu hause bin. Wer dieses unterlaßt, Muhtwillig bleibt davon; Ver⸗ reinen 77..— ge treue, Y. benslang d. Inmein g au: DerHen an An my Mein treu⸗ alen stunden Ic jedem or wunden lod und noth Hen/ blut und du geholfen. ur besondet als: für N Hlosung.Hel unter diesn Feier. le feiten mu argen well sündlich hal mit fteude i hause hin und bereit it! le GOtt z. e sinn un Und euch tist der tuh gesezet. furcht ger soll hey M . ö ag des hal hören: Hl offentlich 3 unterlat avon; V D6 grost haus Ich willi l Vorbereitungs Lieder zur Sonntags⸗Feier. 23 reinen schinuck Vor seinem altar stehen: Mein herz soll hoͤchst ver⸗ gnuͤgt In seinem willen ruhn, Der leib soll nichts als noht⸗Und lie— bes⸗werke thun. 4. Komm heute in mein herz, Du könig aller frommen! Laß mit dir segen, heil Und seelen⸗frieden kommen. Die sonne deiner huld Kehr heute bey mir ein; So wird mir dieser tag Ein rechter sonn⸗ tag seyn. Mel. Von GoOtt will ich nicht ꝛc. Molauf, herz und ge⸗ 3 8. Wmahte Des HErren tag bricht au: Der zeugt von GoOttes guͤte, Die er an uns ge⸗ than. Weg/ weg was irdisch heißt Weich, fleischliches beginnen! Weich, welt⸗ und suͤndlich sinnen! Es ruͤhrt uns GOttes geist. 2. Mein GOtt! hilf mir beden⸗ ken, Wie heilig dieser tag: Was suͤndlich, hilf versenken, Damit ich ruhen mag. Erwecke lust in mir, Ihn christlich zu begehen, Laß mich dein antlitz sehen, Und zeuch mein herz zu dir. 3. Mein GOtt! hilf mir anhe⸗ ben Der seelen ruhe⸗tag. Laß mich dir seyn ergeben, Wend ab all angst und plag. Erfrisch herz sinn und muht Dir treulich anzuhangen, Ach!l stille mein verlangen, Schenk mir der seelen gut. 4. Hilf, daß ich freudig hoͤre Der kirchen ton und klang, Mein herz ganz zu dir kehre: Fuͤhr du selbst meinen gang Zu deiner woh⸗ nung hin, Wo schoͤn und lieblich wesen, Wo leib und seel genesen, Wo ich schon selig bin. 5. Hilf/ GOtt! daß ich die lehre Des geistes freudig hor, Von her⸗ zen mich bekehre, Und sich mein glaube mehr. Mach mich im hof⸗ fen treu, Laß sich mein thun und dichten Nach dir alleine richten, Daß ich recht heilig sey. 6. Gib, daß mein herz die liebe Dem naͤchsten willig jeigt, Sich so im wolthun uͤbe, Daß es sein herze beugt. Gib, daß ich keinen nicht Ohn wolthun stehen lasse, Und wol zu herzen fasse, Daß es dir selbst geschicht. 7. Hilf mir den tag vollbringen Zu deines namens ehr: Mein beten, lesen, singen Zur seligkeit erhöͤr. Laß dieses tages ruh Mich fuͤhren zu den tagen, Die ohne weh und klagen Man bringt im himmel zu. Bey der öffentlichen Sonn⸗ tags⸗Feier selbst. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 0 V ein GOtt; du hast 3 3. mich eingeladen, Ich komme vor dein angesicht: Ach! wohn in mir mit heil und gnaden/ Und gib mir deines geistes licht, Zeuch her und mund allein zu dir/ Und sey der lehrer selbst in mir. 2. Hier ist der ort, den du erwaͤh⸗ let, Hie trifft man dein gedaͤchtniß an: Die wunder werden hier er⸗ zaͤhlet, Die dein geheimniß aufge⸗ than. Hier ist dein feuer und dein heerd, Und alles, was mein herz Seseh e 3. Ach! gib mir himmlische ge⸗ danken, Weil ich hier schon im himmel bin. Laß mich nicht in der andacht wanken, Und lege dich in meinen sinn. Nimm die vernunft gefangen hier, Und oͤffne mir die glaubens⸗thür. ö 4. Mein JEsu! laß es wol gelin⸗ gen, Du wort des vaters! laß dein wort In mir die rechte fruͤchte bringen, und streu es auf den gu⸗ ten ort. Gib daß mein herz, durch dich bestellt, Den saamen faßt, der darauf faͤllt. 5. Gesegne pflanzen B 4 und be⸗ giessen, Sonntags⸗Gesaͤnge und zwar giessen; Und gib den lehrern deine kraft, Daß sie das wort zu theilen wissen, Wie es am besten nutzen schafft. Gib uns das rechte him⸗ mel⸗brot, Zum trost in leibs⸗ und seelen⸗noht. 6. Wolan, so rede, HErr! wir hoͤ— ren, und 105 uns keine hinderniß In der gefaßten andacht stoͤhren; Denn dieses bleibt einmahl ge—⸗ wiß: Wer dein wort hoͤrt und glaͤubt an dich, Der schmeckt den tod nicht ewiglich. Mel. Wer nur seliz usd Oott ꝛc. ie selig ist der ort zu 40. W nennen, Wo GoOttes wort im schwange geht, Wo licht 4 und recht ganz helle brennen, Und zion niemahls wuͤste steht! Da man im schmuck der heiligkeit Dem HErren opfert allezeit. 2. Weh aber! wo die lebens⸗ worte So rar und theuer worden sind, Daß man an solchem wuͤsten orte Von GOtt nur dunkle spuh⸗ ren findt; Wie hillig wird der ort beweint, Wo Gottes wort ent⸗ fernet scheint. 3. Wir duͤrfen keinen zweifel tragen, Als waͤr allhie nicht GOt⸗ tes haus! Wo wir nach GOttes worte fragen, Da macht er eine kirche draus: Sie sey nun zahl⸗ reich oder klein; So muß sie ihm doch heilig seyn. 4. So treten wir im geist zusam⸗ men, So singen wir des HErren lied. So bringen wir die opfer⸗ flammen, Auf welche GOtt in gnaden sieht. So lesen wir, und hoͤren an, Wo Gottes wort uns lehren kann. 5. Ach HErr! gib selber das ge⸗ deyen, Laß doch kein wort voruͤber gehn, Laß uns die seelen⸗speis' er⸗ freuen, Laß unser herz erquicket stehn. Gib unsrer einfalt deutlich en was uns kann erbaulich yn. 6. Erhalt uns bey dem glaͤu— bens⸗grunde, Den du den eckstein hast genennt: Daß man dich nicht nur mit dem munde, Auch mit dem herzen selbst bekennt. Wenn uns die welt verfolgung draͤut, So gib, o HErr! bestaͤndigkeit. 7. Ja, bau du selbst in unsrer seele Dir ein lebendig Gottes⸗ haus: So wird in dieser jammer⸗ hoͤle Ein angenehmer sabbath draus; Bis wir in jenen tempel 21„Und vor des lammes stuhle ehn. Melodey 3. ein GOtt! ich bin izt * erschienen An dem or⸗ te deiner ehr, Deiner majestaͤt zu dienen, Und zu hoͤren deine lehr: Doch, mein dienst ist viel zu wenig Fuͤr dich„ grosser himmels⸗koͤnig! z. Drum entzeuch mir deine gnade Bey der jetzgen andacht nicht; Daß mir satans list nicht schade, Wenn mein geist das abba! spricht. Wirst du sinn und herz nicht lenken, So kann ich nichts gutes denken. ö 3. Wirf hinweg nach deiner guůͤ⸗ te, Was dir, HErr! an mir miß⸗ faͤllt, Und befreye mein gemuͤhte Von den sorgen dieser welt. Laß die schluͤpfrige gedanken Nicht von dir aufs eitle wanken. 4. Hilf/ daß, da ich vor dich tre⸗ te, Ichs nicht thu aus heucheley, Daß ich nicht ohn andacht bete, Noch auch unbußfertig sey: Laß mich ohne geist nicht singen, Ohne dank nicht gaben bringen. . Vater! schleuß die gnaden⸗ pforte Nicht vor meinen seufzern zu: Was du mir in deinem worte Zugesagt zur seelen⸗vuh, Was du mir auch schon verliehen, Wollst du nicht zuruͤcke ziehen. 6. Hilf mir auch mich selber strafen, Laß mich Maht hißeuß ni . dem glaz uden eckseh an dich nich Auch mit unt. Vem gung draut ändigkeit. hf in unsta ih GOttes set jammer ler sabbath enen tempa mmes stuhle lich bin itt M demor⸗ faeffat zu eine leht: Emu wenig NISAdvig! mir deine en andacht u list nicht das abbal in und het m ich nicht deiner gi in mir miß⸗ in gemüͤhtt welt. ken Nich inken. hot dich tte 5 heuchelty — 1 ig sey: L ngen, Ohn. gen. die gnadeh nen seufen einem wont uhx Wa en, Wolf l. 11 U st nit atger 10 bey der oͤffentlichen Sonntags⸗Feier selbst. 25 niß Plaudern, gaffen oder schlafen. bild Mit weisheit und verstand Laß mir auch nicht uͤber dis Wort, erfuͤllt. gedanken und geberden Unver⸗ muͤht, Wie er allein durch seine merkt zur suͤnde werden. Halleluja. 6. Erkennt mit dankbarem ge⸗ 7. Laß mich kein gespoͤtte ma⸗ güt Uns taͤglich schutzet und er⸗ chen, Wenn ich dein wort hoͤren nehrt, Und manches ungluͤck von soll. Laß den geist die glaubens⸗ uns kehrt. Halleluja. sachen, Welche von geheimniß voll, Ohne zweifeln, ohne kluͤgeln, Mir im herzen fest versiegeln. ö 7. Dankt auch, daß heut gesche⸗ hen ist Die auferstehung JEsu Christ: Dadurch ist wahre freu— 8. Hilf, daß wir uns warnen digkeit In aller noht fuͤr uns be⸗ lassen Ohne widerspenstigkeit; Daß wir die vermahnung fassen, Achten auf die gnaden⸗zeit, Daß uns auch des trostes gaben Stets in allen noͤhten laben. 9. Laß die lehrer nicht verdros⸗ sen, Noch die hörer eckel seyn. Fuͤhr auch noch zu christ⸗genossen Unsre widersprecher ein, Daß wir alle dich dort oben Ohne trennung ewig loben. Mel. Erschienen ist der herrl. ꝛe. 2 Hn ist der christen + ruhe⸗tag, Verges⸗ set sorge, muͤh und plag, Treibt eure wochen⸗arbeit nicht, Kommt vor des hoͤchsten angesicht. Hal⸗ leluja. 2. Kommt her, und fallt auf eure knie Vor GOttes majestaͤt allhie: Es ist sein heiligthum und haus, Wer suͤnde liebt, gehoͤrt hinaus. Halleluja. 3. Ganz unertraͤglich ist sein grimm, Doͤch hoͤrt er gern der ar⸗ men stimm: Deßwegen lobt ihn allesammt, Das ist der christen rechtes amt. Halleluja. 4. Ruͤhmt unsers GOttes mei⸗ sterthat, Da er aus nichts erschaf⸗ fen hat Den himmel und die ganze welt, Und was dieselbe in sich haͤlt. Halleluja. . Und als er sie genug geziert, Hat er den menschen drauf for⸗ mirt, Und ihn nach seinem eben haft, Und wir uns Hieg, e reit. Halleluja. 8. Der von den Juden ward ver⸗ acht, Mit moͤrdern schaͤndlich um⸗ gebracht, Daß seine lehr haͤtt kur⸗ zen lauf, Und mit ihm moͤgte hoͤ⸗ ren auf: Halleluja. 9. Der ist erstanden offenbar, Und hat erfreut sein' kleine schaar, Die ihn bis in den tod geliebt, und seinethalben war betruͤbt. Hallel. 10. Leibhaftig er sich ihnen wies, Sich sehen, hoͤren, fuͤhlen ließ; Damit versichert waͤr ihr sinn, Des todes macht sey nun dahin. Halleluja. 1I. Darum begehen wir mit fleiß Den tag nach rechter chri⸗ sten weis: Wir oͤfnen freudig un⸗ sern mund, Und danken GO von herzens⸗grund. Hallel. *I2. O GOtt! der du den er⸗ den⸗kreis Erschaffen hast zu dei⸗ nem preis, Uns auch bewahrt so manches jahr In vieler truͤbsal und gefahr: Halleluja. 13. Hilf, daß wir alle deine werk Voll hoͤchster weisheit, guͤt und staͤrk Erkennen, und ie mehr und mehr Ausbreiten deines namens ehr. Hallelua. 14. O liebster heiland JEsu Christ! Der du vom tod erstanden bist, Richt unsre herzen auf zu dir, Daß sich der sunden⸗schlaf verlier. Hallelnig. 15. Gib deiner auferstehung kraft, Daß dieser trost ja bey uns st, B 5 Sonntags⸗Gesaͤnge und zwar fest, Wenn uns nun alle welt ver⸗ laͤßt. Halleluja. 16. O heilger geist! laß uns dein wort So hoͤren heut und immer⸗ fort, Daß sich in uns durch deine lehr Glaub', lieb' und hoffnung reichlich mehr. Halleluja. 7. Erleuchte uns, du wahres licht! Entzeuch uns deine gnade nicht: All unser thun also regier, Daß wir GBtt preisen fuͤr und fuͤr. Halleluja. 18. GOTT vater, sohn und geist! verleih, Daß dieser tag dir heilig sey, Wir auch die sabbaths— ruh und freud Erlangen drauf in ewigkeit. Halleluja. Mel. Wie schoͤn leucht uns der ꝛe. Icch will, o vater! alle⸗ % Zieit Erheben deine gůͤ⸗ tigkeit, Daß du von so viel jahren Mich hast behuͤtet wunderbar, Wie ichs mein lebtag immerdar, Auch diese woch' erfahren.Singet, Bringet GOtt dem HErren Nah und ferren Dank und ehre: Je⸗ dermann sein lob vermehre. 2. Du fuͤhrst durch deinen gna⸗ den⸗schein Aus aller truͤbsal, noht und pein Den, der nur zu dir schreiet. Durch Christum giebst du deinen geist, Der uns den weg zur busse weist, Und innerlich erfreuet. Laß mich, Bitt ich, Deine güte Im gemuͤthe Fort empfinden, Ohn an⸗ fechtung meiner suͤnden. 3. Sieh ja dasselbe nicht mehr an, Was ich, HErr! wider dich ge⸗ than In naͤchst⸗verwichnen ta⸗ gen. Nimm zur versoͤhnung Chri⸗ sti blut: Er hat gelitten uns iu gut, Und voͤllig abgetragen, Was sich ö Daͤglich Noch fuͤr suͤnden In uns finden: Drum wir schwachen Uns zum gnaden⸗throne machen. 4. Mein leib und seel, und was nur mein, Laß dir, o HErr! befoh⸗ len seyn, Ich will dir alls ergeben. Wend ab noht, angst und herze⸗ leid, Du vater der barmherzigkeit! In meinem ganzen leben, Daß ich Froͤlich Deinen willen Moͤg er⸗ füllen, Dich stets lieben, Auch die lieb' am naͤchsten uͤben. 5. Gib, daß mir dieser ruhe⸗tag Mein inure ruh befoͤrdern mag Durch deines wortes staͤrke: Daß mir es durch das herze dringt, Und hundertfaͤltig fruͤchte bringt, Als rechte glaubens⸗werke. Von dir Laß mir Bruͤnnlein fliessen, Sich ergiessen, Daß ich bleibe Stets ein glied an deinem leibe. 6. Verleihe, daß in dieser welt Mein hoffnung sey auf dich ge⸗ stellt, Und ich dir ganz vertraue? Daß ich die wahre ruh und freud Erlange dort ohn einig leid, Wenn ich GOtt immer schaue. Durch dich Werd ich Grosse gaben Ewig haben Bey dir oben: Dei⸗ nen namen will ich loben. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛc. Har mir GoOtts güte +4. preisen, Ihr christen insgemein! Wir wollen all erwei⸗ sen, Daß wir GOtt dankbar seyn, Vor nemlich zu der zeit,(Da sich die woch geendet, Der sonntag hergewendet: Des HErren tag ist heut.*) (Am Sonnabend.) Da sich die woche endet, Der sonn⸗ tag zu uns wendet: Des HErrn tag ist nicht weit. 2. Laßt uns mit ernst betrachten Des hoͤchsten reiche gnad, Und je⸗ derzeit hoch achten Sein unzaͤh⸗ lich wolthat: Stets fuͤhren zu ge⸗ muͤht,(Wie er die woch gege⸗ ben“) Nohtdurft zu diesem leben Und uns fuͤr leid behuͤtt; 3. Lehr⸗amt, schul, kirch erhal⸗ ten In gutem fried und ruh, Nah⸗ rung den jung und alten Bescheh⸗ ret auch darzu: Und gar 41 er RN NAV Rh 3• — 1 II 00 x U 9 0— sund here müerzigieh Iben. dr len Moͤget⸗ 0 Auch di ser tuhertig kdern mag rke: Daß tje dringt, chte bringt erke. Von n fliessen, ich hleibe enltibe. deser wel uf dich ge⸗ bettraue! und freld einig leid, ner schaue. hrosse gaben oben: Dei⸗ hen. ich nicht e. 3Otts güte ht Grristen nallerwei⸗ ubar seyn/ (Dasich et sonntag Erren tag nd.) Der sonn⸗ )es HErtn betrachten ad/ Und e ein unzah⸗ ihrenzug⸗ woch gehl⸗ esem lebe t; kirch tthal⸗ tuh/ Nal⸗ NVscheh⸗ r mit mil I5 bey der oͤffentlichen Sonntags⸗Feier selbst. 27 der hand Sein' güter ausgespen⸗ schnoöde eitelkeit So viel unruh det, Verwuͤftung abgewendet Von stift in mir, Wenn ich seufien will unserm vaterland. 4. Gott hat unser verschonet Aus vaͤterlicher gnad: Wenn er sonst haͤtt belohnet All unsre mis⸗ sethat Mit gleicher straf und pein: So waͤr'n wir laͤngst gestorben, In mancher noht verdorben, Da wir voll suͤnden seyn. 5 Nach vaters⸗art und treuen Er uns so gnaͤdig ist: Wenn wir die sund bereuen, Glaͤuben an JVEsum Christ Herzlich ohn heucheley; Will er die schuld vergeben, Lin⸗ dert die straf darneben, Macht uns von plagen frey. ö 6. Drum deine guͤt wir prei⸗ sen, Vater im himmels⸗thron! Die du uns thust beweisen Durch Christum deinen sohn. Wir bit⸗ ten ferner dich,(Hilf all'n be⸗ draͤngten leuten, Beschehr fried⸗ same zeiten, Und nehr uns mil⸗ diglich.“) Am neuen jahre, darauf dieser gesang erstlich gemacht wor⸗ den/aͤndert man/was zwischen zween*stehet, so, wie folget: Inm 1. Gesetz, in den z legten Versen: Da sich das jahr geendet, Die sonne zu uns wendet: Das neue jahr ist heut. m 2. Gesetz, im 6. Vers. Wie er dis jaͤhr gegeben. Im letzten Gesetz, in den drey letzten Versen: Gib uns friedsame jahre, Fuͤr al⸗ lem leid bewahre, Und nehr uns zu dir; mildiglich. glage über Mangel der An⸗ dacht bey dem Gottesdienste. Mel. JEsu deine heilge wunden. rosser GOtt! ich muß 5. dir klagen Meines hertens schweres leid; Und mit Weicht thraͤnen dir vortragen, Wie die schranken! Daß ich zum Wie sie mir die andacht stoͤhre, Wenn ich, HErr! dein wort anhoͤre. 2. Da ich irdischer gedanken Gaͤnzlich sollte muͤssig gehn; Mein gemuͤht ohn alles wanken Lassen bey mir stille stehn, und betrachten sorgen⸗frey, Was der seele nuͤtz⸗ lich sey Was uns muß zum him⸗ mel bringen: Schleyp ich mich mit eitlen dingen. 3. Da ich sollte ganz entzuͤndet Und im geiste brünstig seyn; Schlechte lust sich bey mir findet: Ach! wie schlaͤfrig nehm ich ein, Was mich zu dem himmel fuͤhrt, Und das hoͤchste gut gebiert. Ach: wie lau sind meine thraͤnen, Ach! wie kalt mein himmels-⸗sehnen. 4. Nun, was soll ich armer ma⸗ chen? HErr! es steht ja nicht bey mir: Schaffe raͤht in diesen sa⸗ chen; Denn es steht allein bey dir. Du, du kannst den herzens⸗stein Hoͤchster! heben; du allein Kannst erwecken das verlangen, Dir mit eifer anzuhangen. 5. Zuͤnde deiner liebe flammen Selbst in meinem herzen an: Die gedanken halt zusammen, Daß sie nichts verwirren kann. Laß im beten mich allein, HErr! auf dich gerichtet seyn, Daß sich gluht und andacht mehre, Wenn ich deine lehren hoͤre. 6. Vater! lenke mein gemuͤthe, Daß ich seh dein licht und recht; Daß ich schmecke deine guͤte, Die dein wort mir schnoͤdem knecht Dargebracht; und oͤffne mir Selbst, mein GOtt! die herzens⸗ thuͤr/Mit recht sehnlichem verlan⸗ gen Solche gnade zu empfangen. 7. Weg ihr eitle welt⸗gedanken Weg du schnoͤde Nichtigkeit! zus meines herzens ienst Sonntags⸗Gesaͤnge und zwar dienst bereit, Und/von aller unruh laß an diesem ort Mir dasselbe frey, Ihm allein ergeben sey Dañ ich, in mir selbst verborgen, Koͤn⸗ ne fuͤr die seele sorgen. Vor der Predigt. 46 iebster JEsu! wir sind * wort anzuhoͤren: hier, Dich und dein 1: Lenke sinnen und begier Auf die suůͤssen himmels⸗ lehren, Daß die herzen von der er⸗ den Ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser wissen und verstand Ist mit finsterniß verhuͤllet; Wo nicht deine gnaden⸗hand Uns mit hel⸗ lem licht erfuͤllet: Gutes denken, thun und dichten Mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du glanz der herrlichkeit, Licht vom licht, aus GOtt geboh— ren! Mach uns allesammt bereit, Oeffne herzen, mund und ohren: Unser bitten, flehn und singen Laß, HErr JEsu! wol gelingen. 47. Err JEsu Christ! dich u uns wend, Den heilgen geist du zu uns send: Mit huͤlf und gnad er uns regier, Und uns den weg zur wahrheit fuͤhr. 2. Thu auf den mund zum lobe dein, Bereit das herz zur andacht fein; Den glauben mehr, staͤrk den verstand, Daß uns dein nam werd wol bekannt. 3. Bis wir singen mit GOttes heer: Heilig, heilig ist GOtt der HErr! Und schauen dich von an⸗ 4. lcht ewger freud und sel'gem i 4. Ehr sey dem vater und dem sohn, Dem heilgen geist in einem thron, Der heiligen dreyeinigkeit Sey lob und yreis in ewigkeit. Hach der Predigt. Mel. Liebster NEsu! wir sind hier. 48 Sele sind, die GOttes + wort Hoͤren und zu⸗ wiederfahren: Laß dein wort im herzen bleiben, Mich zu allem guten treiben. 2. Druͤck es mir so feste ein, Daß kein teufel es kaun rauben; So werd ich schoͤn selig seyn In der hoffnung und im glauben. Meine seele wird sich laben, Und des himmels vorschmack haben. 3. Fluch und segen ist mir nun Zu erwaͤhlen vorgegeben: Laß die beste wahl mich thun, Und nach deinem willen leben, Daß ich vor der hoͤllen fliehe, Um den himmel mich bemuͤhe. 4. Laß, HErr! keinen irrthum mir Deine brünnlein trübe ma⸗ chen: Laß bey deinem donner hier Mein gewissen recht erwachen; Daß dein wort durchs herze gehe, Und ein rechter brand entstehe. 5. Ist mein ganzes christen⸗ thum Voller jammer und be⸗ schwerden: Laß dis evangelium Mir zu einem balsaͤm werden, Der in meine wunden fliesse, Und mir alles ereuz versuͤssa. 6. Nun ich gehe froͤlich heim: Denn ich trage, wie die bienen, Lau ter suͤssen hoͤnigseim, Der mir muß zum labsal dienen, Und ich schließ in JEsu namen; Sprich dazu, HErr, ia und amen! ank sagen wir alle G0 unserm Hrrn Christo, Der uns mit sei⸗ nem worte hat er leuchtet, Und uns erloͤset mit seinem blute Von des teufels gewalt. ö Den sollen wir alle Mit seinen engeln loben mit schalle, Singen: preis sey GOtt in der hoͤhe. Bey dem Schlusse des öffentli⸗ chen Gottesdienstes. Mel. Liebster JEsu wir sind hier. gleich bewahren. Mein Gott! — un GOtt lob! es ist FO. 9 vollbracht Singen, beten, Rfch In wort in in allen feste ein, in rauben; seyn In glauben. ben, Und khaben. stmir nun : Laß die Und nach aß ich vor en himmel Mirtthum truͤbe ma⸗ onner hier erwachen; herze gehe, entstehe. christen⸗ r und be⸗ vangelium erden,Der „Und mit sich heim: ie bienen, Der mir „Und ich Syrich en! wit alle d unserm 16 mit sei tet/ Am lute Von nit seinen „Singen: ͤhe. öffentl⸗ stes. sinhie. lohlech if t Gugen, heteh, bey der oͤffentlichen Sonntags⸗Feier selbst. 209 beten, lesen, hoͤren: GOTT hat alles wol gemacht, Lasset uns sein lob vermehren. Unser GOtt sey hoch gepreiset, Daß er uns so wol gespeiset. 2. Nun, der gottesdienst ist aus, Uns ist mitgetheilt der segen: Drum gehn wir in fried nach haus, Waͤndeln frey auf GOttes wegen. Gottes geist uns ferner leite, Und uns alle wol bereite. 3. Unsern ausgang segne, GOtt! Unsern eingang gleicher maassen: Segne unser taͤglich brot, Segne unser thun und lassen, Segne uns mit sel' gem sterben, Und mach uns zu himmels⸗erben. Abend⸗ALied am Sonntage. Melodey 2. ö 4 1 un bricht die finstre 31. nacht herein, Des ta⸗ ges glanz ist todt: Jedoch, mein herz! schlaf noch nicht ein, Komm, rede erst mit GOtt. 2. O GOtt, du grosser HErr der welt! Den niemand sehen kann: Du siehst auf mich vom himmels⸗ zelt, Hoͤr auch mein seufzen an. 3. Der tag, den ich nunmehr vollbracht, War insbesondre dein: Darum hat er bis in die nacht mir sollen heilig seyn. 4. Vielleicht ist dieses nicht geschehn, Denn ich bin fleisch und blut, Und pfiez es oͤfters zu ver⸗ sehn, Wenn gleich der wille gut. g. Nun such ich deinen gnaden⸗ thron: Sieh meine schuld nicht an, Und denke, daß dein lieber sohn Fuͤr mich genug gethan. 6. Schreib alles, was man heut gelehrt, In unste herzen ein, Und lasse die, so es gehoͤrt, Dir auch ge⸗ horsam seyn. 7. Erhalt uns fernerhin dein wort, Und thu uns immer wol; Damit man stets an diesem ort GOtt diene, wie man soll. 8. Indessen such ich meine ruh: O vater! steh mir hey, Und gib mir deinen engel zu, Daß er mein waͤchter sey. 9. Gib allen eine gute nacht, Die christlich heut gelebt, Und bessre den, der unbedacht Der gna⸗ de widerstrebt. 10. Wofern dir auch mein thun gefaͤllt; So hilf mir morgen auf, Daß ich noch ferner in der welt Vollbringe meinen lauf. II. Und endlich fuͤhre, wenn es zeit, Mich in den himmel ein: Da wird in deiner herrlichkeit Mein sabbath ewig seyn. III. Bey dem Anfange der Woche. Mel. Was Gott thut das ist ꝛc. Jiie neue woche geht 527 nun an, Und ist schon eingetreten. Wach auf, mein herz! und denke dran, Daß du zu GOtt sollt beten, Und ihm dabey Fuͤr sei⸗ ne treu Mit danken und mit sin⸗ gen Ein morgen⸗opfer bringen. z. Wie viele wochen hab ich Dochehnkeigen angefangen? und och ist keine noch davon Erlebet, und hegangen, In welcher nicht Ein gnaden⸗licht Von GOtt mich trostlos laͤssen angeblicket, Der mir viel guts ge⸗ schicket. 3. Das ereuz und leiden dieser ieit, So mir auch mit begegnet, Hat er durch viel zufriedenheit Gemildert und gesegnet: So, daß er nie In angst und muͤh Mich ehen, Noch drin⸗ nen untergehen. 4. Ach fallen mir die sunden ein, Was wird in 5 viel wochen Fuͤr schuld nicht gufgehaͤufet sehn? Und doch/ was ich verbrochen, Hat er Bey dem Anfange und Schlusse der Woche. er dabey Auf buß und reu In Christo mir verziehen, Und gnad und huld verliehen. t. Nun, treuer GOtt! ich danke dir, Ich danke dir von herien, Zwar meine schwachheit machet mir Bekuͤmmerniß und schmer⸗ sen, Daß meine pflicht Dich also nicht Kann loben, als ich sollte, Und dennoch gerne wollte. 6. Jedoch in Christo wirst du dir Es wol gefallen lassen. In Chri⸗ sto will ich ferner mir Die gute hoffnung fassen, Daß du mich wirst, Mein lebens⸗fuͤrst! Bey al⸗ len meinen werken In dieser wo⸗ che staͤrken. 7. Nun aus⸗ und eingang sey be⸗ gluͤckt An seel⸗ und leibes⸗segen. Bring mir, was meinen geist er⸗ quickt, In deinem wort entgegen, Denn dis allein Soll einzig seyn: Was ich mir zum ergetzen Zeit le⸗ bens werde setzen. 8. Doch aber soll sich mein? zeit Mit dieser woche schliessen? Ey nun, so wird die ewigkeit Mir auch den tod versuͤssen. Denn dich und mich/ Ja mich und dich, Kann weder freud noch leiden, Noch tod und leben scheiden. 9. Wolan, so mags gleich wun⸗ derlich In dieser woche gehen; Es kann doch anders nicht um mich, Als gut und heilsam, stehen. Denn was Gott fuͤgt, Wird mich ver⸗ gnuͤgt Bey allen meinen sachen⸗ Und endlich selig machen. IV. Bey dem Schlusse der Woche. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. sethat Auf ewig schon gebuͤsset S. ist die woche nun ge⸗ hat. 3—— 5 3. schloffen, Doch, treuer. Dein schwur ist ja noch nicht Gott! dein herze nicht. Wie sich gebrochen, Du brichst ihn nicht in dein segens⸗quell ergossen; So bin ewigkeit, Da du dem fuͤnder fest ich noch der zuversicht, Daß er versprochen, Daß er, wenn ihm sich weiterhin ergießt, Und uner⸗ die suͤnde leid, Nicht sterben, son⸗ schoͤpflich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit hand und munde; Ich lobe dich, so hoch ich kann; Ich ruͤhme dich von herzens⸗ grunde Fuͤr alles, was du mir ge⸗ than, Und weiß,/daß dir durch JE⸗ sum Christ Mein dank ein suͤsser weihrauch ist. 3. Hat mich bey meinen wochen⸗ tagen Das liebe ereuz auch mit besucht; So gabst du auch die kraft iu tragen: Zu dem, es ist voll heil und frucht In deiner liebe ge⸗ gen mir; Und darum dank ich auch dafuͤr. ů 4. Nur etwas bitt ich uͤber al⸗ les Ach! du versagst mir solches nicht: Gedenke keines suͤnden⸗ falles, Weil mich mein JEsus auf⸗ oericht, Mein Jesus, der die mis⸗ dern gnaden⸗voll, Als ein gerech⸗ ter, leben soll. 6. Mein glaube haͤlt an diesem segen, Und will also den wochen⸗ schluß Vergnuͤgt und froh zuruͤcke legen, Da mich der trost ergetzen muß, Ich solle hier in Christo 100 Und schon in hoffnung selig eyn. 7. Doch, da mein leben zuge⸗ nommen, So bin ich auch der ewigkeit Um eine woche naͤher kommen, Und warte nun der letz⸗ ten zeit, Da du die stunde hast be⸗ stimmt/ Die mich zu dir in himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen fruͤh aufs neue Den sonntag wieder se⸗ hen kañ; So blick die sonne deiner treue Mich auch mit neuen 296 en Hen geif k: kt entgegen, leinnig sern ch meint zet Hiessen? E higkeit Mi Denn dih dich/ Kant u, Noch to) gleich wun⸗ egehen; Es t um mich, ehen. Denn d mich bet⸗ len sachen, en. gebuͤset koch nicht ihn nicht i sünder fif wenn ihm erhen, son⸗ ein gerech⸗ an diesem en wochen⸗ roh zurucke rost ergetzen in Otiss ffnung selh lehen zuge auch det oche naͤhe un det lez ude hafte in himmel orgen sthh gHlterse Wnhebeintt Rauten guie⸗ des Bey dem Anfange des Kirchen⸗Jahrs. 31 den an. Ach ja, da theilt dein wort che giebst. Du wirst es in der that und haus Den erst⸗ und besten se⸗ erweisen, Daß du mich je und im⸗ gen aus. mer liebst, Und leitest mich nach 9. So will ich das im voraus deinem raht, Bis leid und zeit ein preisen, Was du mir künftge wo⸗ ende hat. II. Fest⸗Gesaͤnge. I. Bey dem Anfange des Kirchen⸗Jahres. Mel. Erschienen ist der herrlich. 4. Die da GOttes kinder wor⸗ — N koͤmmt das neue den Durch das bad der heilgen 9 4. kirchen⸗jahr, Des freut tauf, Die erhalt in diesem orden: sich alle christen⸗schaar. Dein köͤ⸗ Andre nimm in guaden auf, Daß nig koͤmmt, drum freue dich, Du wir alle dir gefallen, Und gewiß wahres zion! heiliglichHalleluja. zum himmel wallen. 2. Wir hoͤren noch das gnaden⸗. Wenn wir hie mit flehen be⸗ wort Vom anfang wieder immer⸗ ten, Und in christlicher gemein fort, Das uns den weg zum leben Vor dein heilig antlitz treten; Laß weist: Gott sey fuͤr diese huld ge⸗ dein ohr zugegen seyn, Daß auch preist. Hallelusa. das geringste flehen Nicht verge⸗ 3. GOtt! was uns deine wahr⸗ bens mag geschehen. heit lehrt, Die unsern glauben 6. Laß dein gnaden-⸗antlitz leuch⸗ stets vermehrt, Das laß bekleiben, ten, Wenn wir hie voll leid und daß wir dir Voll freuden danken reu Unsre missethaten beichten. fuͤr und fuͤr. Halleluja. Spricht uns hie dein diener frey, 4. Ehr sey dem vater und dem Und vergiebt in deinem namen; sohn, Dem heilgen geist in einem HErr! so sprich auch du das amen. thron, Der heiligen dreyeinigkeit. Die den tisch des heils ge⸗ Sey ewig preis und lob bereit. niessen, Denen laß zu jederzeit Halleluig. Diese seelen⸗speis' ersyriessen Zu Mel. 3. Mein GOtt ich bin jezt. gewisser seligkeit: Laß sie ihnen Grosser schoͤpfer! heute hier auf erden Jener freuden vor⸗ 55. Orrtten Wir ein neues schmack werden. kirch⸗jahr an: Drum wir dankbar 8. Die, so creuz und leiden drüͤk⸗ dich andeten, Daß du uns so wol ken, Laß dein evangelium Star⸗ gethan; Weil, was leib und seel ken, troͤsten und erquicken, Mehre begluͤckte, Man von deiner hand aller christenthum, Daß die hoͤ⸗ erblickte. rer hier auf erden Saͤmmtlich 2. Gib forthin solch wolerge⸗ wahre thaͤter werden. hen, Laß dein theures wehrtes„. Die dis jahr bey uns ent⸗ wort Ferner bey uns feste stehen, schlafen, Laß einst froͤlich aufer⸗ Allertreuster seelen⸗hort! Denn stehn, Und mit deinen frommen an diesem himmels⸗segen Ist vor schaafen Zu der himmels⸗freude allem viel gelegen. gehn:Hiernach laß uns alle ringen, 2. Saeramente, lehren, lehrer Durch die enge pforte dringen. Goͤnn uns unverfaͤlscht und rein. 10. Nun, o grosser GOttl er⸗ Mach die lehrer und die hoͤrer halte Deine kirche weit und breit. Reich an segen und gedeyn. Laß Friede, schutz und segen walte in glͤck⸗und ungluͤcks⸗zeiten Uns Ueber deine christenheit. Laß, wo dein haus in ruh beschreiten. moͤs⸗ Von der Zukunft Christi ins Fleisch. moͤglich, all auf erden Einst be⸗ kehrt und selig werden. Hoͤchster! deinem grossen namen Dank und ehre, preis und ruhm 1I. So wird der gerechte saa⸗Ewig hier und dorten bringen, men,/ Als dein theures eigenthum, Heilig, heilig, heilig! singen. II. Von der Zukunft Christi ins Fleisch. FZur Advents⸗Zeit. 56. frauen kind erkannt, Deß sich wundre alle welt, GOtt solch ge⸗ buhrt ihm bestellt. X. Nicht von manns-blut noch vom fleisch, Allein von dem heil⸗ gen geist Ist GOttes wort word'n ein mensch, Und bluͤht einꝰ frucht weibes fleisch. 3. Der jungfrau leib schwan⸗ ger ward, Doch blieb keuschheit rein bewahrt. Leucht't hervor manch tugend schoͤn; GOtt da war in seinem thron. 4. Er gieng aus der kammer sein, Dem koͤniglichen saal so rein: Gott von art und mensch ein held/ Sein'n weg er zu laufen eilt. 5. Sein lauf kam vom vater her, Und kehrt wieder zum vater, Fuhr hinunter zu der hoͤll, Und wieder zu GOttes stuhl. 6. Der du bist dem vater gleich! Fuͤhr hinaus den sieg im fleisch, Daß dein ewge GOtt's gewalt In uns das krank fleisch erhalt. 7. Dein krippe glaͤnzt hell und klar, Die nacht giebt ein neu licht dar, Dunkel muß nicht kommen drein: Der glaub bleib' immer im schein. ö 3. Lob sey Gott im hoͤchsten cthron: Lob sey GOtt sein'm eingen sohn: Lob sey GOtt dem heilgen geist, Immer und in ewigkeit. Mel. Hldan Pat wir sind. — m hat im ies 5. A am hat im paradie Seinen bund mit Gott gebrochen: GOtt, der ihn doch nicht verstieß, Hat erloͤsung un komm, der heiden uns versprochen, Und nun koͤmmt heiland! Der jung⸗in seinem namen Der versprochne weibes⸗saamen. 2. Komm, mein helfer in der ö noht! Komm, o heiland aller sun⸗ der! Du wirst mensch, und bist auch GOtt, Fuͤr uns arme men⸗ schen⸗kinder; Denn wer koͤnnte sonst erretten, Wenn wir keinen Christum haͤtten? 3. Aber, GOtt! was bin ich doch, Daß du deinen sohn mir giehest? Reicht die gnade schon so hoch, Wenn du deine feinde lie⸗ best; Was wird sie denn kuͤnftig geben Denen, die in Christo leben? 4. Daß du menschen hast gemacht, Hat dich ja vor dem gereuet. Wer hat denn zuwege bracht, Daß sich nun dein bm erfreuet, Wenn man deinen sohn auf erden Siehet ei— nen menschen werdeernn .Auf, mein herz! hier ist dein Gᷣott,/ Heiß ihn tausendmahl will⸗ kommen. Deine suͤnde, deinen tod Hat er schon auf sich genommen; Durch sein leiden, blut und sterben Sollt du einst den himmel erben. 6. Darum danke, wer nur kann, GoOtt dem vater aller gnaden. Betet euren heiland an, Er heilt euren seelen⸗schaden. Ehre sey Gott in der hoͤhe, Und des sa⸗ tans reich vergehe! Mel. Von Gott will ich nicht. un jauchtet all, ihr 8. frommen! In dieser gnaden⸗z eit: Denn unser heil ist kommen, Der HeErr der herrlich⸗ keit; Zwar ohne stolz und pracht, Doch maͤchtig iu verheeren, Und ganz⸗ —— 54* 88 5 . ũ ne HH e Mal +2 —— rossen namz tis und euh rten hringn 0 singen. lisch. drunkönm rrochn helfer in de andaller sür sch/ ind 1 Io atme men⸗ ber koͤnnte wit keinen s bin ich fsohn mir ade schon so seinde li⸗ eun kuͤnftiz hristo leben⸗ hast gemacht. ereuet. Da ht, Daß f Wenn man Siehet ⸗ 7 hier ist deñ dmahl wil % deinen ti genomme tundfee mel erben et nur kann ler gnde n, Er l Ehre Ind des s lich nich zet all, R. 11 Juse instt heili det hetrlich upract Heeren, Il gal⸗ zur Advents-Zeit. 33 Zaͤnzlich zu zerstoͤhren Des teufels reich und macht. ö 2. Er koͤmmt zu uns geritten Auf einem eselein, Und stellt sich in die mitten Fuͤr uns zum opfer ein. Er bringt kein zeitlich gut; Er will allein erwerben Durch seinen tod und sterben, Was ewig wäaͤhren thut. 3. Kein seepter, keine crone Sucht er auf dieser welt; Im ho⸗ hen himmels⸗throne Ist ihm sein reich bestellt. Er will hie seine macht Und majestaͤt verhuͤllen, Bis er des vaters willen Gehor⸗ samlich vollbracht. 4. Ihr maͤchtigen auf erden! Nehmt diesen koͤnig an; Soll euch gerahten werden, So geht die rechte bahn, Die nach dem him⸗ mel fuͤhrt; Weil, wo ihr ihn ver⸗ achtet, Und nur nach hoheit trach⸗ tet, Des hoͤchsten zorn euch ruͤhrt. . Ihr armen und elenden In dieser boͤsen zeit, Die ihr an allen enden Voll angst und jammer seyd: Seyd dennoch wolgemuht/ Laßt eure lieder klingen, Dem koͤnig zu lobsingen, Der euer hoͤchstes gut. 6. Er wird nun bald erscheinen In seiner herrlichkeit, und eure klag' und weinen Verwandeln ganz in freud. Er ist, der helfen kann; Halt't eure lampen fertig, Und seyd sein stets gewaͤrtig, Er ist schon auf der bahn. Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛc. Mit ernst, o menschen⸗ 5 kinder! Das herz in euch bestellt, Damit das heil der sunder, Der grosse wunder⸗held, Den Gott aus gnad allein Der welt zum licht und leben Gesen⸗ det und gegeben, Bey euch auch kehre ein. 2. Bereitet doch fein tuͤchtig Den weg dem grossen gast: Macht seine steige richtig, Laßt alles, was er haßt: Macht alle bahnen recht, Die thal laßt seyn erhöhet, Macht niedrig was hoch stehet, Was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein herz, das demuht uͤbet, Bey GOtt am hoͤchsten steht; Ein herz, das hochmuht liebet, Mit angst zu grunde geht. Ein herz, das richtig ist, Und folget GOttes leiten, Das kann sich recht berei⸗ ten, Zu dem koͤmmt JEsus Christ. 4. Ach mache du mich armen Zu dieser heilgen zeit Aus guͤte und erbarmen, HErr JEsu! selbst bereit. Zeuch in mein herz hinein Vom stall und von der krippen; So werden herz und lippen Dir ewig dankbar seyn. Mel. NTie solh ih uhai ie soll ich dich empfan⸗ 60. W gen, Und wie begegne ich dir? O aller welt verlaͤngen! O meiner seelen zier! O JEsu! mich regiere, Und deinen geist ver⸗ leih; Damit, was dir gebuͤhre, Mir kund und wissend sey. 2. Dein zion streut dir palmen Und grůne zweige hin: Und ich will dir in psalmen Ermuntern gei und sinn. Mein herze soll dir grüͤ⸗ nen In stetem lob und preis, Und deinem namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unter lassen Zu meinem trost und freud? Als leib und seele saßen In ihrem groͤßten leid,Als mir das reich genommen, Wo fried und freude lacht: Bist du, mein heil! gekommen, Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren banden; Du koͤmmst, und machst mich los. Ich Fum in spott und schanden; Du koͤmmst, und machst mich groß/ Und hebst mich hoch zu ehren, Und schenkst mir grosses gut, Das ld nicht laͤßt verzehren, Wie irgen —.0— thut. 5. Nichts Von der Zukunft Christi ins Fleisch Nichts, nichts hat dich ge⸗ trieben Zu mir vom himmels⸗ zelt Als dein getreues lieben Da⸗ mit du alle welt In ihren grossen plagen Und eentner⸗schweren last, Die kein mund kann aussagen, So fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein herze, Du hochbetruͤbtes heer! Bey wel⸗ chem gram und schmerze Sich haͤuft je mehr und mehr. Seyd unverzagt! ihr habet Die huͤlfe vor der thur; Der eureherzen la⸗ bet Und troͤstet, steht allhier. 7. Ihr duͤrft euch nicht bemuͤ⸗ hen, Noch sorgen tag und nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit aͤuserlicher macht. Er koͤmmt, er koͤmmt mit willen, Er ist voll lieb und lust/ All angst und noht zu stil⸗ len, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch duͤrft ihr nicht erschrek⸗ ken Fuͤr eurer sunden⸗schuld; Mein JEsus will 15. decken Mit seiner lieb und huld. Er koͤmmt/ er koͤmmt den suͤndern Zum trost und wahrem heil; Schafft, daß bey GOttes kindern Verbleib ihr erb und theil. 9. Was fragt ihr nach dem schreien Der feind' und ihrer tuͤck? Der HErr wird sie zerstreuen In einem augenblick. Er kommt, er koͤmmt ein koͤnig, Dem warlich alle feind Auf erden viel zu wenig Zum widerstande seynd. 10. Er koͤmmt zum welt⸗gerichte, Zum fluch dem, der ihm flucht; Mit gnad und suͤssem lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm/ o sonne! Und hohl uns allzumahl Zum ewgen licht und wonne In deinen freuden⸗saal. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. un hosianna, Davids 6 1 N sohn! Du koͤmmest aus dem himmels⸗thron Zu allen armen suͤndern: Zeuch ein! zeuch ein! dir stehet hier Ganz aufge⸗ süt. schlossen thor und thuür Bey dei⸗ nen armen kindern. 2z. Mein herz bereitet sich auch schon; Kehr bey mir ein, o GOt⸗ tes sohn, Du wahrer weibes⸗saa⸗ men, Du silohꝰ, heiland, hirt und heil, Mein bruder, gnaden⸗thron und theil! Komm in des HErren namen. 1. B. Mos. 49. 10. du friedens⸗ stifter. 3. Komm, koͤnig/ friede⸗fuͤrst und held, Erloͤser, mittler, loͤse⸗ geld, Raht/ licht und trost der heiden/ Schutz, seligmacher, todes⸗tod, Zeuehmn versoͤhner, huͤlf' in noht! euch in mein herz mit freuden. 4. Ach sey gelobt Immanuel! Du uͤberwindest tod und hoͤll, Du tilgest meine sünden. Komm, kehr in meinem herzen ein, Ob du es gleich wirst arm und klein Fuͤr dich zur wohnung finden. 5. Denn du bist aller herren herr, Ich asch und staub: ja, was noch mehr, Da wir in suͤnden liegen, So sind wir deiner huld nicht wehrt. Ich armer mensch⸗ ich arme erd! Wie will ich dich vergnuͤgen? 6. Ich duͤrfte nicht mehr bitten dichWenn du nicht selbst verlang⸗ test mich, Und spraͤchst: gib mir dein herze. Willt du es denn, so sey es dein, Dem herzen kann nicht bes⸗ ser seyn, Als bey dir, lebens⸗kerze! 7. Du willt es aber ganz allein, Ach! waͤr es doch ganz frey und rein Von aller fremden liebe! Du sind die reinsten triebe. 8. Ach nimm von meiner ar⸗ muht an Lieb', ehre, demuht, und was kann Mein armes herze ha⸗ ben. Mein glaube haͤngt sich fest an dich/ Und nim̃t aus deinen schaͤtzen sich Die GOtt⸗gefaͤll'gen gaben. 9. Mit diesen bin ich wol ge⸗ schmuͤckt: 1 brinas mirmit gerechrigkeit, In heilgen geiste fried und freud, Dis — Ganz auß hur Bey itet sich a tin, o 60 T weibes⸗ nd, hirt n naden⸗tht des HErn 174½ sister. de⸗fürst un lose ⸗geld der heiden todes⸗tod ulf' in noht freuden. Immanuc 1d hoͤll +2 Komm, keh ½ Ob due d klein Fu den. aler hette d staub: 4 vir in sun deinet h rmer ment will ich di mehr bitt. Ibst verlan hst: gihn denn, sof ann nichtk lebens en er gant allen anz frey i en liebe! tigkeit/ d freud/e e. meinet“ demuht x I ugt schfett ennsheb Lanngaben sch wols schmitt zur Advents⸗Zeit. 35⁵ schmuͤckt; Zeuch ein, so werd ich. Mel. O GoOtt du frommer ꝛce. hoͤchst begluͤckt, Mein herz ist dir omm, tochter zion! ergeben. Kom̃, waͤhl es doch zu dei⸗ 3. komm, Den koͤnig zu ner ruh, Ich rufe dir mit freuden empfangen, Der unser heiland ist, zu: Willkommen, o mein leben! Und aller welt verlangen. Stimm Melodey v. ö 62 osianng, Davids sohn Der in seines vaters namen Sich erhebet auf den thron, Ueber Jaeobs haus und saa⸗ men: Welchem GÖtt ein reich bestimmt/ Dem die reiche dieser er⸗ den Endlich muͤssen dienstbar werden, Und das selbst kein ende nimmt.——* 2. Sey gesegnet, theures reich! Das ein solcher herr besitzet, Dem kein herr auf erden gleich, Der das recht mit nachdruck schuͤtzet. Schwinge dich in stetem flor, Und im unverruͤckten frieden, Unter heiden, unter juͤden, Mit ver⸗ mehrtem glanz empor 3. Deines koͤnigs majestaͤt Muͤs⸗ se jedes volk verehren: Und so weit die sonne geht, Musse sich sein ruhm vermehren. Selbst der klei⸗ nen kinder mund Mache, zum ver⸗ druß der feinde, Und zur freude seiner freunde, Seinen grossen namen kund. 4. Schreibe mich, HErr! auch mit an Unter deinen untertha⸗ nen: Ich will dir, so gut ich kann, In mein herz die wege bahnen. Ich geselle mich im geist Zu derselben grossen reihen, Die das hosianna schreien, Wo man dich willkom⸗ men heißt. 6. Jauchzt ihr kraͤfte, freuet euch, Seyd ermuntert meine sin⸗ nen! JIEsus und sein gnaden⸗reich Wird bey euch nun raum gewin⸗ nen. Kommt und schwoͤrt den huld'gungs⸗eid, Kommt und kuͤßt den sohn der liebe. Ach daß nie⸗ mand aussen bliebe! Hier, ach hier ist seligkeit. diesem Davids⸗sohn Dein hosian⸗ ng an; Bring, was zu seinem dienst Die liebe bringen kann. . An statt des gruͤnen laubs Der reiser und der palmen, Streut unsre andacht dir Anjezt dank ⸗und lob⸗psalmen; Sie spricht: gepriesen sey Der hei⸗ land JEsus Christ, Der aus des vaters schooß Auf erden kom⸗ men ist. 3. Wir danken dir dafuͤr, Daß du hast angenommen, Wie kinder, fleisch und blut, Und bist zu uns ge⸗ kommen Sanftmuͤhtig, arm, ge⸗ ring, Ein koͤnig ohne pracht, Und doch ein GOtt und HErr Von hoͤchster kraft und macht. 4. Soll nicht ein glaͤubig herz Getrost und freudig werden⸗ Wenn deine ankunft ist Demuͤh⸗ tig in geberden, Wenn alles dieses blos Zu unserm trost geschicht, Was deine niedrigkeit Fuͤr unsre suͤnd ausricht't! . Zu dieser zukunft hat Dich ja sonst nichts getrieben, Als dein erbarmend herz Und unverdientes lieben. O was fuͤr gnad und huld, Die sich hierin erweist! Dein na⸗ me sey darum Geruͤhmet und ge⸗ preist. 6. Laß uns hinfuͤhro auch Be⸗ reit und fertig stehen, Wenn wir dir sollen einst Geschickt entgegen gehen. Halt uns in heilger furcht Und deiner wahrheit licht, Wenn du erscheinen wirst Zum grossen welt⸗-gericht. 7. Das hosianna soll Alsdenn von neuem klingen, Wenn selbst der engel chor Nebst uns wird froͤ⸗ lich singen Ihr heilges lob und lied Dem, der da war und ist: Ge⸗ C 2 lobet 36 Weihnachts⸗Gesaͤnge lobet sey der HErr, Der heiland JEsus Christ. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛc. 6 JIEsu! sey will⸗ 4. kommen Hier in dieser boͤsen welt, Da du kaum wirst auf⸗ genommen, Da man dich veraͤcht⸗ lich haͤlt. Ich, ich will dich nicht verscherzen, Wohne nur in mei⸗ nem herzen. Du bist mein, und ich bin dein, Allerliebstes JEsu⸗ lein 2. Zwaͤr du koͤmmest gar nicht praͤchtig, Aber ich bin schon ver⸗ gnuͤgt; Ich weiß, daß du reich und maͤchtig y Daß in dir verborgen liegt, Was mich suͤnder, was mich schwachen Kann gerecht und selig machen. Du bist mein, und ich bin dein, Allerliebstes JEsulein! 3. Dein so armes kummer⸗le⸗ ben Soll mein hoͤchster reichthum eyn. Mein herz ist dir ganz erge⸗ en, Und ich trau auf dich allein. Du, du kannst mir alles geben, Was vergnügt in diesem leben. Du bist mein, und ich bin dein, Al⸗ lerliebstes IEsulein! 4. Will dich alle welt gleich mei⸗ den: Dennoch find ich mich zu dir. Dich und mich soll nie was schei— den; Sondern ich will fuͤr und fuͤr Unverruͤckt an dir bekleiben, Todt und lebend dein verbleiben. liebstes JEsulein! . Deine schmach und deine schande, So dir diese welt anthut, Dienet mir zum hoͤchsten pfande, Und versichert meinen muht, Daß du mir in jenem leben Wirst die nd leb verbleiben. Du bist mein, und ich bin dein, Aller⸗ ehren⸗erone geben. Du bist mein, und ich bin dein, Allerliebstes JEsfulein 6. Nun, mein herze steht dir of⸗ fen, Zeuch, mein heiland! bey mir ein; Laß mich nicht vergeblich hoffen, Laß mich nur dein eigen seyn. Tilge du all mein verbre⸗ chen, So kann ich stets froͤlich sprechen: Du bist mein, und ich bin dein, Allerliebstes JEsulein! III. Weihnachts⸗Gesaͤnge. Von der Menschwerdung und Gebuhrt Christi. Mel.—˖— 114 udie Hüchn 2e. ö t lob! die hoͤchst ge⸗ 6 5 G wuͤnschte zeit, Der an⸗ fang unsrer seligkeit Und unsrer huͤlf' ist kommen. Des ewgen va⸗ ters einig kind Hat, daß es sich mit uns verbind', Fleisch und blut an⸗ genommen. 2. Zu Bethlehem in Davids⸗ stadt, Wie Micha laͤngst verkuͤn⸗ digt hat, Ist er ein mensch geboh⸗ ren; O grosses heil! waͤr dieses nicht, Wuͤrd alles, was das son⸗ nen⸗licht Gesehn und sieht, ver⸗ lohren. Micha g, I. 3. Sein armer stand, sein duͤrf⸗ tig seyn Bringt uns den groͤßten reichthum ein; Wir haben nun die fuͤlle. Hat Adam uns gleich sehr verletzt, Und uns in tiefe schuld gesetzt; Er koͤmmt, daß er sie stille. 4. Seht nicht die schlechte win⸗ deln an, Und was vernunft hie ta⸗ deln kann; Seht, wer darein gehuͤl⸗ let: Der grosse GOtt, das heil der welt, Der wunderbare starke held, Der erd und himmel fuͤllet. . Der ew'ge GOtt, des vaters wort Wird unser bruder, huͤlf und hort, Auf den wir sicher trauen. Komm, ganze welt! ach komm herbey, Hier kannst du, daß GOtt gnaͤdig sey/ Ohn dein verdienst, an⸗ schauen. 6. Willkommen, theurer wehr⸗ ter gast, Willkommen, traͤger mei⸗ ner last, Mein licht, mein trost, mein —— von der Menschwerdung und Gebuhrt Christi.— Msem lu mein segen! Mein einzig gut! undeim was in dir, Zum zeugniß mei⸗ ner dank⸗begier, Zu deinen fuͤssen eltgleichm legen? chmichu; 7. Mich selbst: nimm diese gabe e was shh an, Denk, daß ich sonst nichts lie⸗ llfür und fern kann Dir, der du alles hegest. kleiben, Der du den welt-kreis zugericht, leiben. DVeracht mein schlechtes opfer dein, All nicht, Der du den himmel traͤgest. 8. Zeuch, HErr! in dis mein und dei herz hinein, Laß es dein sanftes telt anthn bette seyn: Verschmaͤh nicht meine sten pfand seele, Laß sie mit dir seyn selbst ge⸗ muht, Da sehmuͤckt, Und alles eitle wegge⸗ en Vibst di rückt, Weil ich dich einzig waͤhle. du hiß wein Melodey 6. Alerliehsz 66 Eriuntre dich, mein ö»E schwacher geist! Und efeht ditrage groß verlangen, Ein kleines udnden kind, das vater heißt, Mit freuden ht bergeh zu empfangen. Dis ist die zeit, darin ur dein es kam, Und menschlich wesen an mein ber sich nahm/ Mit uns und unsern ftets stll seelen Sich ewig zu vermaͤhlen. in uh 2. Willkommen, theurer braͤu⸗ Jesulen tigamm, Du koͤnig aller ehren! — Willkommen, JIEsu Gottes⸗ lamm! Ich will dein lob vermeh⸗ hrist. ren. Ich will dir all mein lebe⸗ ů ö lang Von herzen sagen lob und fiet schl dank, Daß du, da wir verlohren, aßer ses Für uns bist mensch gebohren. schlechteu! g. O grosser Gott! wie konnt es nunft sitn seyn, Dein himmelreich zu lassen, dareinal Zu kommen in die welt hinein, , dos hell Wo nichts als neid und hassen. restarkeh Wie konntest du die grosse macht, füllet. Dein koͤnigreich, die freuden⸗ tt, des bal pracht, Ja dein erwünschtes le⸗ Her, hülfh ben, Fuͤr solche feind' hingeben? sicher tl. 4. Ist doch, HErr JEsu! deine ach k braut Banz arm, und doller schan⸗ du/ das ho den; Noch hast du sie dir selbst ver⸗ 1werdientw traut Am ereut, in todes⸗banden: Ist sie doch ganz und gar aehecet, eh/ Wih 0 mn 10 knechts gestalt anlegen. theurkenit MRit dem verderben angesteckt, , trißerm Doch willt du ihrentwegen Die . Du fuͤrst und herrscher dieser welt, Du friedens⸗wiederbringer, Du kluger raht und grosser held, Du starker hoͤllen⸗zwinger! Wie ist es moͤglich, daß du dich Ernie⸗ drigest so jqaͤmmerlich, Daß du im aͤrmsten orden Der menschen, mensch geworden. 6. O grosses werk, o wunder⸗ macht, Desgleichen nie gefunden! Du hast den heiland hergebracht, Der alles uͤberwunden; Du hast gebracht den starken mann, Der feur und wolken zwingen kann, Fuͤr dem die himmel zittern, Und alle berg' erschuͤttern. 7. O liebes kind! s wehrter sohn! Holdselig von geberden, Mein bruder und mein gnaden⸗ thron, Mein hoͤchster schatz auf erden! Komm, schoͤnster! in mein herz hinein, Komm eilend, laß die krippe seyn: Komm, komm, ich will bey zeiten Dein lager dir be⸗ reiten. 8. Sag an, mein herzens⸗braͤu⸗ tigam̃ Mein hoffnung, freud und leben, Mein edler zweig aus Da⸗ vids stamm! Was soll ich dir doch geben? Ach nimm von mir leib, seel und geist, Und alles, was mensch ist und heißt: Ich will mich ganz verschreiben, Dir ewig treu zu bleiben. 9. Lob, preis und dank, HErr JEsu Christ! Sey dir von mir ge⸗ sungen, Daß du mein bruder wor⸗ den bist Und hast die welt bezwun⸗ gen: Hilf, daß ich deine guͤtigkeit Stets preis' in dieser gnaden⸗zeit, und dich hernach dort oben In ewigkeit mag loben. om himmel hoch da 67. V komm ich her, Ich bring euch gute neue maͤhr, Der guten maͤhr bring ich so viel, Da⸗ von ich sing'n und sagen will. 2. Euch ist ein kindlein heut ge⸗ C 3 bohrn, 28 Weihnachts⸗Gesänge. bohrn, Von einer jungfrau auser⸗ kohrn: Ein kindelein so zart und fein Soll eure freud und wonne seyn. 3. Es ist der HErr Christ unser GOtt, Der will euch helf'n aus al⸗ ler noht, Will euer heiland selber seyn, Von allen suͤnden machen rein. 4. Er bringt euch alln die selig⸗ keit, Die Gtt der vater hat be⸗ reit, Daß ihr mit uns im himmel⸗ reich Sollt leben nun und ewiglich. . So merket nun das zeichen recht, Die kripp und windelein so schlecht, Da findet ihr das kind gelegt, Das alle welt erhaͤlt und traͤgt.—0 6. Deß laßt uns alle froͤlich seyn, Und mit den hirten gehn hinein, Zu sehn, was GoOtt uns hat be⸗ schehrt, Mit seinem lieben sohn verehrt. 7. Merk auf, mein her;! und sieh dort hin, Was liegt dort in dem krippelein? Weß ist das schoͤ⸗ fuben. Es ist das liebe JE⸗ ulein. 8. Sey willkommen du edler gast, Den sůnder nicht verschmaͤ⸗ het hast, Und kommst ins elend her zu mir, Wie soll ich immer danken dir? 9. Ach HErr! du schoͤpfer aller ding, Wie bist du worden so ge⸗ ring? Daß du da liegst auf duͤrrem gras, Davon ein rind und esel aß. 10. Und waͤr die welt vielmahl so weit, Von edelstein und gold bereit; So waͤr sie dir doch viel zu klein, Zu seyn ein enges wiegelein. n. Der sammet und die seide dein Ist nur grob heu und winde⸗ lein, Drauf du koͤnig so groß und reich Herprangst, als waͤrs dein himmelreich. 1. Das hat also gefallen dir, Die wahrheit anzuzeigen mir, Wie ö 201 15 gilt, nichts hilft noch ut. * Iz. Ach mein herizliebes JEsulein! Mach dir ein rein sanft bettelein, Zu ruhn in meines her⸗ zens schrein: Daß ich nimmer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit froͤlich sey, Zu springen, singen immer frey, Die rechte freuden⸗lieder schoͤn, Mit herzens⸗lust den suͤssen ton: 1f. Lob, ehr sey GOtt im hoͤch⸗ sten thron, Der uns schenkt sei⸗ nen eingen sohn: Deß freuet sich der engel schaar, Und singen uns solch neues jahr. om himmel kam der 0 6 8 V engel schaar, Erschien ö den hirten offenbar, Sie sagten ihn'n: ein kindlein zart Das liegt dort in der krippen hartt. 2. Zu Bethlehem in Davids stadt, Wie Micha das verkündigt hat*: Es ist der HErre JEsus Christ, Der euer aller heiland ist. „Micha /, 2.. 3. Deß sollt ihr billig froͤlich seyn/ Daß Gott mit euch ist worden eins: Er ist gebohrn eur fleisch und blut, Eur bruder ist das ewge gut. 4. Was kann euch thun die suͤnd und tod? Ihr habt mit euch den wahren GBtt. Laßt zuͤrnen, teufel und die hoͤll, GOtts sohn ist wor⸗ den eur gesell. Er kann und will euch lassen nicht, Setzt nur auf ihn eur zuver⸗ sicht: Es moͤgen euch viel fechten ban Dem sey trotz, ders nicht lassen ann. 6. Zulezt müßt ihr doch haben recht, Ihr seyd nun worden Gotts geschlecht: Deß danket GOtt in ewigkeit, Geduldig, froͤlich allezeit. Mel. Nun singet und seyd froh ꝛc. uf! die ihr JEsum liebt, 69.A In seinem lob euch aller welt vracht, ehr und gut Vor uͤbt? Setzt herz und mund zusam⸗ men, MN HH² lum MHN „W II. i W IV V tz hilft y herilieh rein san meines yx ich nimm toͤlichs Immer sth ieder schi süssen ton. Ott im hit schenkt/ jfreuet s. singen un el kam de al/Erschit Sie sagte kt Das lieh srt. in Davi veckündi Etre IE er heilandi I. froͤlichsh Dist woth Ir fleisch u a ewge gl hun die sh hit euch Y uͤrnen, ttl sohn ist u ill euch l hn eut sn bielfich ronichthi K doch vorden g iket G0 rölichelch — Wsebdsthh Weuntl. m lob& wund iust 1 von der Menschwerdung und Gebuhrt Christi. men, Stimmt freuden ⸗psalmen an: Schickt heilge andachts⸗flam⸗ men Zum himmels⸗thron hinan: JEsus koͤmmt zu uns/ 2. O theures gnaden-pfand! Ein neues in dem land?: Das kind ist uns gebohren, Das held und vater ist, Zum gnaden⸗stuhl erkohren: Sey tausendmahl ge⸗ gruͤßt, Mein Immanuelꝛ/ * Jerem. 3u, 22. 3. Das heil der ganzen welt Ist nunmehr fest gestellt. Der koͤnig ist erschienen, Der lauter segen weist, Und alle, die ihm dienen, Mit himmels⸗guͤtern speist: GOtt ist nun mit uns/ 4. So kehre bey mir ein, Hold⸗ selges JEsulein! Setz deine gna⸗ den⸗werke In meiner seele fort: Dein leib und blut mich staͤrke, Es heile mich dein wort, O Im⸗ manuel:/ 5. Immanuel mein licht! Ich laß, ich laß dich nicht, Bis mich dein segen schmücket, Und deine gnade croͤnt, Mein geist dich an sich druͤcket, Ob mich die welt gleich hoͤhnt. Mein Immanuel:/ 6. Drum himmel, erd und meer/ Du reines engel⸗heer! Seyd zeu⸗ gen, daß kein leiden, Kein kum⸗ mer, keine noht Mich soll von JE⸗ su scheiden; Ich fuͤrchte nicht den tod, JEsus ist bey mir: Mel. 4. Nun sich der tag ꝛe. ö(Immanuel! der HErr 70. ist hier, Und nimmt mein fleisch an sich. Immanuel! ist GOtt mit mir, Wer ist denn wider mich? 2. Also hat GoOtt die welt ge⸗ liebt, Daß er Leuit freyen trieb Den eingebohrnen sohn uns giebt. Wie hat er uns so lieb? 3. Und was sein wunderbarer raht Schon in der ewigkeit Von 30 JEsu fest beschlossen hat, Das that er in der zeit. 4. Denn als die zeit erfuͤllet war, Die er vorher benannt; So ward der GOtt⸗mensch offenbar., Den GoOtt ins fleisch gesandt. . Was GOtt vom weibes⸗saa⸗ men spricht, Das bringt durch Gottes kraft Maria an das tages⸗ licht, In reiner jungfrauschaft. 6. So hat auch GOtt zuvor den ort Und das geschlecht be⸗ stimmt, Worin des grossen vaters wort Das leben an sich nimmt. 7. Es nahm demnach das hoͤch⸗ ste gut, Der grosse wunder⸗mann/ Wie andre kinder, fleisch und blut, Doch ohne suͤnde, an. ö 8. Im fleische wird GOtt offen⸗ bar. Geheimniß, du ose groß! Der in des vaters schoosse war/ Den traͤgt der mutter schooß. 9. Der schoͤpfer wird die erea⸗ tur, Der ewige wird jung; Jedoch nach seiner menschheit nur In der erniedrigung. 10. HErr JEsu! der du also bist, In dem mich GOtt geliebt; Du kind! das uns gebohren ist, Du sohn! den GOtt uns giebt; II. Du, wunderbarer GOtt⸗ mensch! wirst Mein raht, und kraft und held, Mein vater und mein friede⸗fuͤrst, Und heiland al⸗ ler welt. 12. Ich war im fleisch ein suͤn⸗ den⸗Knecht, Auch so zur welt ge⸗ bracht: Du aber bringst das kind⸗ schafts⸗recht, Und hast mich los gemacht. 40 13. Dein mangel ist mein rei⸗ ches theil, Die windeln sind mein kleid. Die knechts⸗gestalt bringt mir mein heil, Dein leiden stillt mein leid. 14. So sey GOtt ehr und lob gebracht, Und friede dieser welt/ Weil Gott das fleisch gerecht ge⸗ macht, Daß es ihm wolgefaͤllt. C 4 15. Im Weihnachts⸗Gesaͤnge 15. Immanuel! der HErr ist da, So lob ihn, meine seel! Im⸗ manuel! halleluia! GoOtt lob! Immanuel! Mel. Ein kindelein so kechrin ꝛc. rheb, o wehrte christen⸗ 71. E heit! Dein herz und mund mit freuden, Und opfre dank in ewigkeit GOtt, für das licht der heiden: Des weibes saam ist nunmehr dar, Messias, der ver⸗ heissen war, Ist von dem himmel kommen. GoOttes sohn, das hoͤch⸗ ste gut, Hat der menschen fleisch und blut Allhier an sich genom⸗ men. . Mit nichten man fuͤr klein dich haͤlt, O Bethlehem! auf erden; Weil du des heilands aller welt Gebuhrt⸗stadt muͤssen werden; Weil die holdselge mutter hat Den tilger unsrer missethat In diese welt gebohren, Dessen aus⸗ gang allbereit Vor der welt von ewigkeit Gewesen und erkohren. 3. Was trieb dich, JEsu, hoch⸗ stes gut! So tief herab zu steigen, Und dich zu unserm fleisch und blut Auf solche art zu neigen? Aus liebe thatst du das allein, Daß du moͤgtst unser mittler seyn, Und wir, als deine bruͤder, Mit dem vater hier versoͤhnt, Dort mit ehr und schmuck geeroͤnt, Als dei⸗ nes reiches glieder. 4. Lob, ehr und preis sey GOtt gebracht Zu seinem heilgen thro⸗ ne, Der mit uns frieden hat ge⸗ macht, In seinem lieben sohne. Dadurch fließt uns sein segen zu, Und waͤchst in uns die wahre ruh, Mit vollem strom der gnaden; Daß des satans haß und grimm/ Waͤr er noch so ungestüm, Uns nimmer koͤnne schaden. 72. u kindelein so loͤbelich Ist uns gebohren heu⸗ te, Von einer jungfrau saͤuberlich, Zu trost uns armen leuten. Waͤr uns dis kindlein nicht gebohrn, So waͤr'n wir allzumahl verlohrn: Das heil ist unser aller. Ey du suͤser JEsu Christ! Der du mensch .— 60 bist, Behuͤt uns fuͤr der hoͤlle. 2. Die zeit ist nun ganz freu⸗ denreich, Zu loben GOttes na⸗ men: Daßchristus von dem him melreich Auf erden zu uns kom⸗ men. Groß ist die demuht, huld und gnad, Die GOtt vom himmel bey uns that: Ein knecht ist er hie wor⸗ den, In allen, doch ohn sund, uns gleich, Dadurch wir ewig werden reich: Trug unsre suͤnden⸗buͤrde. 3. Wol dem, der dieses glaͤu⸗ bens ist, Mit ganzem herien trau⸗ et; Dem wird die seligkeit gewiß. Wol dem, der darauf bauet, Daß Christus hat genug gethan Fuͤr uns, darum er ausgegang'n Von GOtt dem ewgen vater. O wel⸗ che grosse wunder⸗that! Christus traͤgt unsre missethat, Und stillet unsern hader. 4. Deß dank ihm alle christen⸗ heit Fuͤr solche grosse gͤte, Und bitte sein barmherzigkeit: Daß er uns fort behuͤte Fuͤr falscher lehr und boͤsem wahn, Der unsern see⸗ len schaden kann:Er woll all schuld vergeben. GoOtt vater, sohn und heilger geist Wir bitten von dir al⸗ lermeist, Laß uns im friede leben. Melodey 7. Wie kuͤndlich groß sind 150 3. doch die werke, Die Gottes hand und wunder⸗macht An uns, uns sündern hat voll⸗ bracht? Wer gründet seiner all⸗ macht staͤrke? Wer ist, der solch geheimniß findt, Wie Gott selbst wird ein menschen⸗kind? Wer faßt/ wie sich der gottheit fuͤlle In unser sterblich wesen huͤlle? 2 2. rausaubas leuten. A ucht gehofn nahlverlaßz Aler. El Derdu me ut uns für un ganz stt Gottes bon dem i zu uns kiy nuht hulbn himmelh ist trhiene Hn sünd/ ewig werde inden⸗büth dieses glau herien ttau⸗ igkeit gewiß. bauet, Daf Hethan Fi angen Van lter. Otel at! Chtist t/ Und stile alle christt güte, In eit: Daß falscher l tr unsern st vollallschul r, sohn in en bon dita riede leben 7. ich groß f werke/V/ under⸗mat ern hat u et seinet i st, der ft kindt A. 0 ln hule? 2. O/ von der Menschwerdung und Gebuhrt Christi. 41 2. O theures werk, von GOtt erlesen! O wunder, das kein glei⸗ ches kennt! O liebe, die ohn ende brennt! Gott kleidet sich in menschlich wesen: Der HErr, der dieses rund gebaut, Nimmt an des menschen bein und haut, Laßt, uns von satans joch zu scheiden, Der gottheit glanz mit fleisch be⸗ kleiden. 3. Wir frevler waren abgewi— chen: Das bild, das GOtt in uns gepraͤgt, Ward, als uns edens gar⸗ ten hegt, Mit satans bosheit uͤber⸗ strichen: GOtt, der uns erst den vorzug gab, Waͤscht unsern unflat wieder ab: Will, uns im HErren zu erfreuen, Sein erstes bild in uns erneuen. 4. Er deckt durch seines reich⸗ thums groͤsse, Durch seine fuͤll und uͤberfluß, In hoͤchster armuht und verdruß, Der abgefallnen seelen bloͤsse; Dem schoͤpfer, der die gan⸗ ze welt In maaß, gewicht und schranken haͤlt, Kann kaum in die⸗ ser weiten erden Ein raum zur ruh verstattet werden. 4. Der, den nicht welt, nicht h himmel fassen, Schließt sich in stall und krippen ein; Sein glanz und unerforschter schein Will sich im finstern bergen lassen. Der sonst voll glanz und b10 uic pracht, Liegt dort im heu bloß und veracht! Er legt sich, uns zu GOtt zu fuͤhren, Hin in die krippe, bey den thieren. 6. Ach sͤsses kind, doch GOttes erbe! Laß windeln, stall und krippe seyn: Komm, kehr bey mir zur her⸗ berg ein! Ich bin zwar nur dein thon, ein scherbe, Ein wuͤstes nest; doch deine kraft, Die alles traͤgt, erhaͤlt und schafft, Kann mich, der arm an allen sachen, Zur wuͤrdgen wohnung Gottes machen. uͤberfluß, Im groͤßten mangel und verdruß, Mich reichthum und die fuͤlle haben. Hilf, daß ich eitler dinge pracht Als schnoͤden koht, als wust veracht, Und nur in dir/und deinem willen Moͤg alle mein ver⸗ langen stillen. ö 8. Herodis pracht und eitles prangen Sey mir ein greuel, spott und scheu: Laß deine demuht, dei⸗ ne treu Mich, dein erworbnes gut, umfaͤngen. Ich bleibe, wehrtes kind! dein kind; Die wollust, so die welt entzuͤndt, Laß nie an mei⸗ nem geiste kleben, Dein arm⸗seyn kann mich hoch erheben. 9. Fall ich aus schwachheit, hilf mir wieder. Tilg alles,auserwaͤhl⸗ tes kind! Was sich nur suͤndlichs in mir findt. Du theures haupt der frommen glieder! Praͤg deinen geist, das theure gut, Das du er⸗ wirbst, in meinen muht, Daß sa⸗ tan/und die macht der hoͤllen Mein erbtheil nun und nimmer faͤllen. 10. Indeß mein heil und mein vergnuͤgen, Du GOttes⸗kind, du menschen⸗sohn, Mein schild/ mein ort, mein gnaden⸗thron! Hilf mir mein suͤndlich fleisch besiegen. Mein trost in noht, mein fleisch und blut, Mein eigenthum, mein hoͤchstes gut! Durch dein blut, welches du vergossen, Mach mich zu deinem reichs⸗genossen. Mel. 8. JEsus meine zuversicht. Ottes und Marien 74. O John, Liebster JEsu, sey willkommen! Der du selber in person Unsre menschheit angenom⸗ men: Rette mich aus aller noht, O mein bruder, und mein GOtt! z. Wir empfinden alle noch, Was durch Adams fall verlohren. Und mich druͤckt das suͤnden⸗och, Unter welchem ich gebohren: Aber 7. Komm, heil'ge meines gei⸗ nun hoff ich auf dich, Andrer stes gaben, Laß du durch deinen Adam! aͤndre mich. C 5 3. Du Weihnachts-Gesaͤnge 3. Du bist worden, was ich bin: Laß mich auch, was du bist/ wer⸗ den. Nimm das elend von uns hin, Daß die menschen plagt auf erden; Und gib mir von deinem heil, Mein erloͤser! auch ein theil. 4. Aus dem himmel koͤmmst du her/ Hilf mir armen aus der hoͤlle. Nur ein stall ist dir noch leer; Aber gib mir eine stelle Unter denen, die bey dir Wohnen werden fuͤr und uͤr.————5 Gteckt mein herz in boͤser lust/ Hilf HErr! daß es nicht so hleibe: Wohne selbst in dessen brust, Der ein glied von deinem leibe; Daß ich, ganz von dir erfuͤllt, Trage Gottes ebenbild. 6. Jezt bist du ein menschen⸗ sohn: Mache mich zu GOttes kin⸗ de/ Daß ich stets vor seinem thron Einen vater an ihm finde,Welcher mir nun nicht mehr feind, Weil ich nun dein wahrer freund. 7. Deine windeln waren klein, Und zu schlecht fuͤr solche glieder: Huͤlle meine sunden drein, Denn sie sind mir selbst zuwider; Und dein geist, der alles kann, Zieh uns IJEsum Christum an. 8. Ach! dein elend ist sehr groß, Denn du liegest in der krippe: Tra⸗ ge du in GoOttes schooß Meinen geist, wenn mein gerippe Seinen sarg und bahre fuͤllt, Es geschehe, wenn du willt. 9. Ist der teufel gleich erbost Auf den armen menschen⸗orden: Bleibt doch dis mein fester trost, Daß Gott selbst ein mensch ge⸗ worden: Ich bin dein mit leib und seel, Hilf mir, mein Imma⸗ unen! 10. Nun ich weiß, es wird ge⸗ schehn: Gib nur, daß wirs alle glauben, Und hinfort durch kein versehn 5 wolthat uns be⸗ rauben: Hilf auch, daß ich lebens⸗ lang Deinem namen sage dank. ö Mel. Alle agohrerdisch rde eg ihr irdische gedan⸗ 75. Wẽĩ ken! Dis geheimniß ist zu groß; Die vernunft hat ihre schranken. Nur der glaube fas⸗ set blos, Was dem menschlichen verstand Dunkel, schwer und un⸗ bekannt. 2. Der von ewigkeit gezeuget, Wird gebohren in der zeit: Vor dem sich der himmel beuget, Wird ein kind der niedrigkeit. Dem, den nichts umfassen kann, Legt man schlechte windeln an. 3. Selbst der reichthum scheint zu schmachten, Gott der herr⸗ scher wird ein knecht. Der, vor dem die berge krachten, Liegt hie schwach gering und schlecht: Der den ganzen welt⸗bau traͤgt, Wird im engen schooß gehegt. 4. Der, als brunnquell aller guͤ⸗ te, Was da lebt und webet, traͤnkt, Und sein vaͤterlich gemuͤhte, Als mit stroͤmen, auf uns lenkt; Muß die tropfen seiner lust Suchen an der mutter⸗brust. g. Grosses kind, das vater heis⸗ set, GOtt an wesen, ehr und pracht, Das der knechtschaft uns entreisset, und zu GOttes kindern macht! Sey willkommen tausend⸗ mahl In dis elend⸗volle thal. 6. Unser fleisch istnun dem thro⸗ ne Hoͤchster gottheit zugesellt, Und, nebst unserm suͤnden⸗lohne, GOt⸗ tes zorn ganz abgestellt, Daß, weil Gott ein menschen⸗kind, Wir nun GOttes kinder sind. 7. Suͤsses kind! wie hat die liebe Dich so tief herab gebracht? Ach! was zogen dich fuͤr triebe In die schwarze suͤnden⸗nacht? Ach! was lenkte deinen sinn Zu uns, deinen feinden, hin 8. Nun/ weil mein mund deine treue Nicht genug ausbreiten kann; So laß mich dich stets aufs neue Mit bewundrung sehen an, Und — ——8 **— — Hlet undt Dische gehn 1 geheimn nunft hatij et glaube f 1 henschlich hwer und un keit gezeugt der git: Y belhet, W. lit. Dem de iu, Legt mu hthum schenn Ott der her 1. Daer, un el, Hegt hj hlecht: De kaͤgt, Witd t. Uellaller gu hebet,traͤnkt muͤhte, M lenkt; Mi t Suchen i as vatet hej / eht u htschaft in ttes kinden nen tausend lle thal. un dem thte ugesellt und lohne, GO. t, Daß,u kind/ V. sind. hatdiehil racht? M Hjehe InN. 2Ac uns, deing munddes allbreith ich stts aus nig shen IU 1 10 von der Menschwerdung und Gebuhrt Christi. 43 Und mit andacht⸗vollem flehn Stets bey deiner krippe stehn. 9. Mache mich auch neugeboh⸗ ren, Nimm mein herz und meinen geist; Laß ihn dir seyn auserkoh⸗ ren/Daß er stets dein tempel heißt. Ich verspreche: dir allein Ewig, ewig treu zu seyn. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. ů 6 Im finstern stall, o wun⸗ 70. J der groß! Des vaters licht liegt nackt und bloß, Der ewge fuͤrst des lebens. O goͤttlich wort: O himmels⸗-pfort! Das thust du nicht vergebens. 2. Weil du so duͤrftig ewei⸗ herein; Raͤumst du das himmel⸗ reich uns ein, Wo wir die fuͤlle ha⸗ ben. Dein armuht macht, Daß uns wird bracht Der reichthum edler gaben. 3. O menschen ⸗kinder! freuet euch, Dis arme kindlein macht euch reich: Es bringt euch von der erden Zur himmels ⸗freud, Die euch bereit, Und ewiglich soll wer⸗ den. 4. Drum laßt die herzen wacker seyn, Und mit den lieben engelein Die stimm also erschallen: GOtt! dir sey ehr, Bey uns sich mehr Dein fried und wolgefallen 4. Du aber, zartes JEsulein! Kehr auch bey uns zur herberg ein! Erleucht uns das gemuhte, Daß glaub' und lieb Sich taͤglich uͤb': HErr! gibs durch deine güte. ö N. singet und seyd V. froh, Jauchzt all und saget so: Unsers herzens wonn: Liegt in der krippe bloß, Und leuchtet als die soune In seiner mutter schooß. Du bist A und O, Du bist A und O: 2. Sohn Gottes in der hoͤh! Nach dir ist mir so weh, Troͤst mir mein gemuͤhte, O kindlein zart und rein! Dlurch deine grosse gůte, O liebstes JEsulein, Zeuch mich hin nach dir 3. Groß ist des vaters huld, Der sohn tilgt unsre schuld. Wir waren all verdorben Durch suͤnd und eitelkeit; So hat er uns er⸗ worben Die ewge himmels⸗freud: Eya waͤr'n wir dan 4. Wo ist der freuden⸗ort? Nir⸗ gend sonst als dort, Da die engel singen Mit hen heilgen all, Und die psalmen klingen Im hohen himmels⸗saal: Eya waͤr'n wir da! Eya waͤr'n wir da! 8 Gocun seyst du, JEsu 78.Ochrist! Daß du mensch gebohren bist Von einer jungfrau, das ist wahr, Deß freuet sich der engel schaar. Halleluja. 2. Des erogen vaters einig kind Jezt man in der krippe findt. In unser armes fleisch und blut Ver⸗ kleidet sich das ewge gut. Hallel. 3. Den aller welt kreis nie be⸗ schloßDer liegt in Marien schooß; Der ist ein kindlein worden klein, Der alle diug erhaͤlt allein. Hall. 4. Das ewge licht geht da her⸗ ein, Giebt der welt nun neuen schein, Es leuchtet mitten in der nacht, Und uns zu lichtes⸗kindern macht. Hallel. 4. Der sohn des vaters, GOtt von art, Ein gast in der welt hie ward: Er fuͤhrt uns aus dem jam⸗ merthal, Und macht uns erb'n in seinem saal. Hallel. 6. Er ist auf erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm, Und in dem himmel mache reich/ Und seinen lieben engeln gleich. Hallel. 7. Das hat er alles uns gethan, Sein groß lieb' zu zeigen an: Deß freu sich alle christenheit, Und dank ihm deß in ewigkeit. 59 el. Weihnach ts⸗Gesaͤnge Mel. Wacht auf ihr christen ꝛe. Thr christen auserkoh— 79. ren! Hoͤrt gute neue Maͤhr: Der heiland ist gebohren, Er koͤmmt auf erden her. Deß freuet sich dort oben Der heilgen engel schaar, Die GOtt den va⸗ ter loben Deswegen immerdar. z. So singen sie mit schalle: Ihr christen insgemein! Freut euch von herzen alle Ob diesem kindelein. Euch, euch ist es gege⸗ ben, Euch ist das heil bereit, Daß ihr bey GOtt sollt leben In steter seligkeit. ö 3. Kein mensch sich ja betruͤbe, Denn dieses kindelein Bringt euch nun fried und liebe, Was wollt ihr traurig seyn? Den him⸗ mel es dem schenket, Der an ihn glaͤubet fest. An diesen schatz ge⸗ denket, Er ist der allerbest. 4. Nun seyd ihr wol gerochen An eurer feinde schaar; Denn Christus hat zerbrochen, Was euch zuwider war. Tod, teufel, suůnd und hoͤlle Jezt liegen ganz ge⸗ schwaͤcht: GoOtt giebt die ehren⸗ stelle Dem menschlichen ge⸗ schlecht. 5. Drum wir auch nun dich lo⸗ ben, JEsu, zweystaͤmmger held! Daß du vom himmel oben Bist kommen in die welt: Komm auch in unsre tüt, Bas bleib drinn fuͤr und fuͤr, Daß weder freud noch schmerten Uns treunen mag von dir. Mel. Nun danket alle. 30 ein herzens⸗freund, 8 O. M ach komm! Und ma⸗ che dir von neuen In meiner —25 platz; Daß ich in dir mich reuen, Und sehn und schmecken kann, Wie suͤß, o JEsu Christ! Du sorgen dieser erden, Datz du in selbigem Magst aufgenommen werden. Laß sehn, daß du in mir Gestalt gewonnen habst, Wenn du mit deinem sinn Und geiste mich begabst. 3. Weil mich der vater ihm Zum kinde auserkohren Schon vor der zeit der welt: So bist du mir ge⸗ bohren Zum heil, du gnaden⸗kind! Daß GoOttes liebes⸗schluß, Zu trotz des teufels neid, Bestehn und bleiben muß. 4. Doch blieb der weise raht Geheim und tief verstecket, Von anbeginn der welt Mit schatten⸗ werk bedecket: Bis GOttes wah⸗ rer sohn, Selbst GOtt von ewig⸗ keit, Im fleisch sich offenbart Zu der erfuͤllungs⸗zeit. 9. O freuden-volle post! Du machst dem feinde grauen! Den engeln luͤstet selbst, Dis wunder anzuschauen. Geheimniß⸗ voller raht! GOTT senkt von seinem thron Sich in der jungfrau leib Bleibt GOtt, und wird ihr sohn. 6. Du grosses wunder⸗ kind, Der du dich uns gegeben! Ach laß mich doch vor dir In solchem glau⸗ ben leben, Der voller zuversicht, Voll milder thaͤtigkeit, Stets dei⸗ ner liebe sich Zu ruhmen ist bereit. 8 1 Als Christus gebohren warFreute sich der en⸗ gel schaar, Und sungen mit hau⸗ fen schoͤn: Ehr sey GOtt im hoͤch⸗ sten thron! GOttes sohn ist mensch gebohrn, Hat versoͤhnt des va⸗ 10 20 0 Freu sich, dem sein suͤnd ist leid. 2. Die hirten erschracken ganz Vor der engel hellem glant, Hoͤr⸗ ten froͤlich neue maͤhr, Daß Chri⸗ stus gebohren waͤr. GoOttes sohn grosser GOttes⸗sohn In deiner menschheit bist. 2. Befreye doch mein her; Von ist mensch gebohrn, ꝛe. 3. Sie suchten das kindelein, Eingehuͤllt in windelein, Wie. enge N I MII. in V ———— S — Daß duf ufgenomne daß du inm 0f„Wennh dgeiste mi tter iym au chon vor. t du mir g⸗ gnaden⸗Kirh schluß, id, Besteh Weise raß tecket, Iun Nit schatte Ottes uh⸗ lt bon ethih senbatt 1 host! Ou auen! Den Ne wunder uniß⸗volle bon seinen nofrau lei to iht sohn, der⸗kind u Ach la Ichem glan⸗ ubersicht Stets den N ist bereh gebohten sich der el N mit hal⸗ tt im hoc nist mensc ut des g⸗ n sein sind acken gash Daß Ehri Ottis sohn Fildelein. „ Wie de uel von der Menschwerdung und Gebuhrt Christi. 45 engel hat vermeldt, Welches traͤgt die ganze welt. GOttes sohn ist mensch gebohrn, ꝛc. 4. Sie funden das kindlein zart Liegen in der krippen hart Bey dem vieh im finstern stall, Das die stern'erschaffen all. GOttes sohn ist mensch gebohrn, ꝛe. 5. Aus der mutter brust so rein Nehret sich das kindelein, Das durch sein goͤttliche kraft Allem vieh sein futter schafft. GOttes sohn ist ꝛe. 6. Solch grosse barmherzigkeit Laßt uns preisen allezeit, In gottsfurcht und glauben rein, Mit geduld gehorsam seyn. GoOt⸗ tes sohn ist mensch gebohrn, Hat bersoͤhnt des vaters zorn: Freu sich, dem sein sund ist leid. Mel. Allein GOtt in der hoh sey. 2 Aus freuet euch von 8 Aherzens⸗grund, Ihr, die ihr war't verlohren: Nun wird das groͤßte wunder kund, Denn Gott ist mensch gebohren. Er bringt das heil von oben her; Und wenn er nicht erschienen waͤr, Muͤßt alles fleisch verderben. 2. Er ist das wort, das alles schafft, Das alles haͤlt und traͤget; Der schoͤne glanz, die ewge kraft, Wodurch sich alles reget. Er koͤmmt uns sterblichen zu gut, Und will, als unser fleisch und blut, Uns nun mit GoOtt versoͤhnen. 3. Er ist des ewgen vaters sohn Von ewigkeit gezeuget; Doch sieh, wie er von seinem thron Zu uns hernieder steiget, Mit unserm ahn un fleisch sich paart, Auf aß in uns die goͤttlich art Moͤg angerichtet werden. 4. Der menschen suͤndlich herze war Zum guten ganz erstorben: Drum stellet sich das leben dar, Daß die, so ganz verdorben, Im schoͤnen rockß des heils verhuͤllt, Mit neuer lebens⸗kraft erfuͤllt, Den tod besiegen koͤnnen. . Es lag die welt in finstrer nacht, In furcht und todes⸗schrek⸗ ken: Ihr selber fehlte kraft und macht Das licht sich zu erwecken. Drum koͤmmt das unumschraͤnkte licht, Und will mit hellem ange⸗ sicht In aller herzen leuchten. 6. Drum sey, o mensch! nicht ferner blind, Bleib nicht in suͤn⸗ den liegen: Komm, und umfasse dieses kind; Sonst wirst du dich betriegen. Ey folge deiner traͤg⸗ heit nicht, Es will dir leben, kraft, und licht Aus seiner fuͤlle schenken. 7. Hier ist mein her;, o JEsu Christ! Mein heiland, licht und leben! Ach! mach es/wie dein herze ist, Dazu will ich dirs geben. Ach heil der alten schlangen biß, Treib aus des todes finsterniß, So bist du mir mensch worden. Mel. 7. Wie kuͤndlich groß sind ꝛc. 8 Immanuel mein freund! 3.J willkommen: Will⸗ kommen, gast auf dieser welt! Der du die erde dargestellt, Wirst als ihr burger aufgenommen. Du koͤ⸗ nig in des vaters reich Wirst an⸗ dern unterthanen gleich: Du schoͤpfer himmels und der erden, Pen der geschoͤpfe bruder wer⸗ en. 2. Du huͤllest deiner gottheit groͤsse, Der selbst des himmels raum zu klein, In fleisch von un⸗ serm fleische ein; Giebst kleider und fuͤhlst selber bloͤsse: Machst reich, und wirst ein armes kind, Das kaum im stall ein oͤrtgen findt, Wirst einer mutter sohn ge⸗ nennet, Die dich als GOtt und vater kennet. 3. O wunder⸗kind! dur ch was fuͤr triebe Wirst du in diesen stand gebracht? Wie koͤmmst du, licht! in unsre nacht? Es zieht dich 2——16 0 leben lag, Die, weil sie selbst nicht sterben sollten. 6. Hier war nun raht und huͤlfe theuer. Es ward fuͤr mich kein en⸗ gel gut, Und kein vergossnes bru⸗ der⸗blut Besiegte das entbrannte feuer. Du aber konntest meinen tod, Und die damit verknüpfte noht/ Darin ich sollte untergehen, Nicht ohne schmert und jammer sehen. I. Du lebtest in vergnuͤgter won⸗ ne, Es schallte stets um deinen thron Der seraphinen hoher ton. Du warest deines himmels sonne, Der engel lust und freuden⸗spiel, Und ihrer suͤssen lieder ziel. Doch konnt dis alles dir nicht wehren, Bey mir auf erden einzukehren. 8. Du laͤssest deinen himmel stehen, Und ziehest ihm die krippe vor. Du laͤßt die ruh, zeigst mir das thor, Dadurch ich soll zur ruhe gehen. Du nimmest einen eorper an, Damit man dich verwunden kann; Laͤßt blut in deine adern fliessen, Fuͤr mich es wieder zu ver⸗ giessen. steht offen: Bezieh es, auserwaͤhl⸗ ter sohn! Verlaͤßt du deinen eh⸗ ren⸗thron; So kann ich auch die gnade hoffen, Daß du den stall, o lebens⸗ fuͤrst· Mit meiner brust ver⸗ tauschen wirst. Willt du dich nicht der windeln schaͤmen: So komm, mein herz auch einzunehmen. 12. Ich preise deine guͤtigkeiten, Ich bete deine liebe an, Die mir auf dieser rauhen bahn Den weg zum himmel will bereiten. Was geb ich dir fuͤr deine huld? Ich ha⸗ be nichts als suůnd und schuld; Doch du hast blut/sie zu versuͤhnen: Wir werden wol zusammen dienen. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. 8 Di wesentliches wort, +. Von anfang her ge⸗ wesen, Du GOtt von GoOtt ge⸗ zeugt, Von ewigkeit erlesen Zum heil der ganzen welt, O mein HErr JEsu Christ! Willkommen, der du mir Zum heil gebohren bist. 2. Komm, o selbstaͤndig wort: Und sprich in meiner seelen, Daß mirs in ewigkeit An trost nicht solle fehlen. Im glauben wohn in mir, Und weiche nimmer Eg a llittstinn egst mit g ohich enst taenm Du aust Giebs. leid,Andet leben M. gegeben. en kripye 9 en mein gy nkomm u mit det du Haft du d acht, Etl pracht, fasse, I lase. mein he auserwahl deinen eh. ich guch di den fiall, ner brust he du dich nit o konn nehmen. gütigkeit an, Dit v hi Den. eiten. M uld? Jchh schuldd sühnen V dienen. lle GOtti. liches wit Villkomm⸗ ebohrengj indig wah setle, S 4⁰⁴ ben wohnt mmnet nich von der Menschwerdung und Gebuhrt Christi. 4²⁷ Laß mich auch nicht von dir Ab⸗ weichen, schoͤnstes licht! 3. Du wesentliches wort Warst bey GOtt, eh geleget Der grund der grossen welt, Da sich dein herz beweget Zur liebe gegen mich; Ja, du warst selber GTT, Damit machst du im fleisch Suͤnd, hoͤll und tod zu spott. 4. Was hat, o JIEsu, dich Von anfang doch bewogen? Was hat vom himmels⸗thron Dich in die welt gezogen? Ach! deine grosse liebꝰ, Und meine grosse noht Hat deine glut entflammt, Die staͤrker, als der tod. 5. Du bist das wort, wodurch Die ganze welt formiret: Denn alle dinge sind Durch dich ans licht geführet. Ach! so bin ich, mein heil· Auch dein geschöyf und gab', Der ich das, was ich bin, Von dir empfangen hab. 6. Gib, daß ich dir zum dienst Mein ganzes herz ergebe, Auch dir allein zum preis Auf dieser erden lebe. Ja, JEsu! laß mein herz Ganz neu geschaffen seyn, Laß mich bis in den tod Es dir alleine weihn. 7. Ach! laß nichts in mir seyn, Was du nicht selbst geschaffen. Reut alles unkraut aus, Zerbrich des feindes waffen. Was boͤs, ist nicht von dir, Dis hat der feind gethan; Du aber, fuͤhre du Mein herz zum himmel an. 8. Das leben ist in dir, Und alles licht des lebens: Laß deinen glanz in mir, Mein GOtt! nicht seyn vergebens. Weil du das licht der welt, So sey mein lebens ⸗licht, O JIEsu; bis mir dort Dein sonnen ⸗licht an⸗ bricht. IV. Auf das Neue Jahr. Mel. HErr JEsu Christ meins ꝛe. as alte jahr vergan⸗ 29 gen ist: Wir danken dir, HErr JEsu Christ. Daß du uns in so groß'r gefahr Bewahret so viel zeit und jahr. 2. Wir bitten dich, den erogen sohn Des vaters in dem hoͤchsten thron: Du wollst dein arme chri⸗ stenheit Bewahren ferner allezeit. 3. Darneben gib uns fried und ruh/ Und was uns noͤhtig ist darzu: Durch deine starke gnaden⸗hand Beschuͤtze uns und unser land. 4. All sünd und schwachheit uns verzeih. Ein gut gewissen stets ver⸗ leih. Gib, daß wir deines namens ehr Ausbreiten immer mehr und mehr. 58. Und wenn es dir, o HErr! ge⸗ falt, Uns abzufodern aus der welt; So gib ein seligs ende hier, Daß wir dort ewig seyn bey dir. 6. O JEsu Christ! erbarme dich, Hoͤr unsre bitte gnaͤdiglich! Durch dein verdienst, durch dei⸗ nen tod Erloͤse uns aus aller noht. Mel. X. Alles was mir GOtt ꝛe. 86 Gote der du mit deiner ö 8 treue Taͤglich, wenn die sonn erwacht Und den fruͤhen morgen macht, Dich erzeigest auf das neue: Hoͤre deiner kinder flehn, Welche seufzend vor dir sehn.. 2. Du bist, der die zeit regieret, Und bleibst doch unwandelbar; Unsre monden, tag und jahr Wer⸗ den blos durch dich gefuͤhret. Du bestimmest unsrer zeit Maaß und ziel von ewigkeit. 3. Du beherrschest wind und wetter; Deiner haͤnde wunder⸗ macht Setzt der waͤlder zier und pracht Jahr fuͤr jahr in bluͤt und blaͤtter, Giebst den trocknen zwei⸗ gen kraft, Schenkst den aͤsten neuen saft. 4. Dar⸗ Auf das Neue Jahr. 4. Darum bitt ich dich, ge⸗ treuen Schoͤpfer, trost und lebens⸗ hort: Laß sich auf dein gnaden⸗ wort Dieses jahr an mir erneuen Alles, was der seelen gut, Und dem leibe noͤhtig thut. 6. Gib mir erst, nach deinem wil⸗ len, Einen neuen sinn und geist, Der mich, was dein wort uns heißt Unverruͤcket lehrt erfuͤllen; Daß mein geist sammt seel und leib Deines geistes wohnung bleib. 6. Meines alten Adams suͤnden Lehre mich mit reinem sinn, Weil ich neu gebohren bin, Durch den sieg des glaubens binden; Daß der trieb zur missethat Nie die herrschaft in mir hat. 2. Gib mir neue kraft zu siegen, Daß mein hert durch deinen geist Sich dem irdischen entreißt. Laß mich niemahls unterliegen, Gib, daß ich in diesem streit Kaͤmpfe ohne muͤdigkeit. 5— 8. Wenn dereinst die himmel krachen Und der erden⸗bau ier⸗ faͤll, Nach dem ende dieser welt; Wenn du alles neu wirst machen: Ach! so theile nach der ruh Mir ein neues leben zu. 9. Bringe mich zur neuen er⸗ den, Zu der neuen salems⸗ stadt/ Welche keinen tempel hat; Wo Gott selbst will tempel werden, Und mit seiner klarheit schein Der gerechten sonne seyn. 10. Da will ich mit freuden sin⸗ gen Dir, o GOtt! das neue lied, Und fuͤr deine treu und guͤt Dir ein lobes⸗opfer bringen; Laß mich nur die schnelle zeit Wechseln mit der seligkeit. Mel. JEsu deine heilge wunden. 8 Zicch freuden⸗tag er⸗ V. scheinet, HErr, komm in dein heiligthum! Mund und herz sind schon vereinet Zu ver⸗ mehren deinen ruhm: Darum schleuß den himmel auf, Unsre an⸗ dacht steigt hinauf: Ach! hoͤr doch, in JEsu namen, Und sprich selbst darzu dein amen. 2. Da das alte jahr verflossen, Heißt das neu uns dankbar seyn; Weil wir tausend guts genossen Von dir, grosser GOtt: allein. Ach! wir preisen dich dafuͤr, Laß den schwachen dank vor dir, Wie das opfer Noaͤ, taugen, Sieh uns an mit gnaden⸗augen. 3. HErr, wir legen an dein her⸗ ze Unsern koͤnig und sein haus, Loͤsche seine lebens⸗kerze Lange noch nicht bey uns aus. Mach sein haupt an palmen reich, Und laß ihn, den cedern gleich, Immer wachsen, bluͤhen, gruůnen, Bis zu denen sternen⸗buͤhnen. 4. Hoher haͤupter wolergehen Halte stets im schoͤnsten flor, Daß sie auf den frieden sehen, Wenn ein unfried bricht hervor. Gib dem edlen magistrat Weisheit, klug⸗ heit, raht und that,Daß gerechtig⸗ keit im lande Bluͤh in all und je⸗ dem stande. d. Laß dein wort in zion schal⸗ len, Geh mit jedem aus und ein: Und wenn wir mit haufen wallen/ Wo die gottesdienste seyn, Ach„ I so segne du uns, HErr: Gib auch treue prediger, Die dein wort mit nutzen lehren, Und die welt iu dir bekehren. ö 6. Leben wir in solchen zeiten, Wo man muͤh und sorge hat; Steh in arbeit uns zur seiten, Und mach leib und seele satt. Gib der gan⸗ zen buͤrgerschaft Und dem land— mann staͤrk und kraft, Daß sie bey dem saamen⸗streuen Sich auch guter ernte freuen. ö 7. Nun, du grosser welt⸗regie⸗ rer! Croͤn das jahr mit deinem gut. Ach! sey aller menschen fuͤh⸗ rer, Und halt uns in deiner hut. Aber sollte dieses jahr Jemand le⸗ gen Auf das Neue Jahr. 40 — Lulunt, gen auf die bahr; Go laß uns nur hirh felig sterben, Und des himmels lnd sihsi freuden erben. sahr Reßtß Mel. HErr Gott der du erforschest. dankbarst O grosser GOttlwir dan⸗ „Hguts gengs 88. ken dir, Dein name Goft ah sey gepriesen, Daß du uns so viel dich Rür wolthat hier Das vorge jahr(Die vor dit, Lvorge woch) erwiesen: Gegeben gen, Sithu hast du uns dein wort, Die obrig⸗ en. keit hat unsern ort In friede noch en an deuy regieret. Du hast gesegnet jeden und sein hu stand, Uns bey den werken un⸗ Iekethe u frer hand Versorgt und wol ge—⸗ aus. Mahs fuͤhret. reich, 2. Du hast viel noht und herze⸗ lesch, Im leid Von uns ganz abgewendet: ruͤnen, NIn andern noch zu rechter zeit ien. Raht, hülf und trost gesendet: er woleen Ans, da du, wie ein vater thut, sten sar zBald weggeleget deine ruht, Zu sehen, In dir mehr wollen ziehen; Daß wir erhor. Hbhedich liebten gleicher weis, Be⸗ heitheit lů muͤhten uns mit hoͤchstem fleiß, daß getech Die sunde stets zu fliehen. ö Mallundt. 3. Da ist nun leider wenn wirs ͤ blos Und frey bekennen wollen, Mon shal⸗In alle dem der mangel groß, Das und ein: wir dir leisten sollen. Wir haben, Hen wallen o du frommer GOtt! Dein recht sehn/ Ah verlassen und gebot, Sind dir 2. Gibaulh abfaͤllig wordenz Den naͤchsten ha⸗ ein wottmben wir betruͤbt, Nicht also, wie iewelt ud uns selbst, geliebt In keinem stand und orden. 4. Verschohn uns, vater! gnaͤ⸗ ** lchen geite tge hatzel diglich„Straf nicht solch 55 b eu, Und un leben. Gedenk, daß dein sohn sel⸗ Hib det an ber sich Fuͤr uns zur straf gegeben: d dem lm Um dessen willen alls verteih, Gib „Daßsuh deines geistes kraft dabey, Uns Eih mn taͤglich iu erneuen; Des naͤchsten nutz und deine ehr Zu suchen, und weltum uns dessen mehr/ Als aller schaͤzzu mit deln freuen. genshensl. L6. In deiner kirche weit und ndeiter hu breit Gib fort die reine lehre, Daß andl wahrheit, lieb' und einigkeit Auch 00 gottesfurcht sich mehre. Dem landes⸗herrn(Der obrigkeit) gib fried und ruh, Gut regiment und kraft darzu, Zu schuͤtzen reich und arme: Hilf denen, die ereuz drang⸗ sal, noht Anfichtet, oder gar der tod: Ihr'r aller dich erbarme. 6. Das jahr(Die woch) laß uns gesegnet seyn Vom anfantz bis zum ende. Wo wir ausgehen oder ein, All uͤbel von uns wende. Laß alles, was wir greifen an, In unserm amt seyn wol gethan, Wenn wir den fleiß nicht sparen. Gib end⸗ lich, wenn es dir gefaͤllt, uns heim zu holen aus der welt, Daß wir in fried hinfahren. 7. Gott vater in dem hoͤchsten thron! Erhoͤre unser flehen: Ver⸗ leih durch deinen eingen sohn. Daz alles mag geschehen. Den vater bitt, o JEsu Christ! Weil du fuͤr uns gestorben bist, Daß ers ihm laß gefallen. Durch deine kraft, o heilger geist: Uns bis ans ende beystand leist. Hilf uns, HErr, hilf uns allen! Mel. IEsu deine heilge wunden. 8 E wie laufen doch die 9. Vahre. Wie verschwin⸗ det doch die zeit. Und ich bleibe von der bahre Noch bis diesen tag be⸗ freyt. Ich weiß wol, o lebens⸗licht! Daß ein tag zum andern spricht: Alles was von Adams erben, Groß und kleine muͤssen ster— en. 2. Doch du hast durch deine guͤte, Wie ein waͤchter, mich bewacht; Daß der tod die leibes⸗huͤtte Noch nicht in das grab gebracht. Ach! wie soll ich das verstehn? Da doch andre schlafen gehn, Und gar viele schon begraben„ Die noch nicht ö mein alter haben? 3., HErr ich bin ja zu geringe Dieser grossen guͤtigkeit. Wenn ich meiu verzei chniß bringe Der bis⸗ D her ten: Denn du bist ja sonn und IIIIIIIPFPFTFFTFTPTFTFTTFTTITFTITITITTTTTTTTtTRT Auf das Neue Jahr. her genoßnen zeit; So entfaͤllt mir aller muht: Weil die rechnung gar nicht gut. Wie viel jahre sind verdorben, Da ich nicht der welt gestorben! ö 4. Doch ich will auf mittel den⸗ ken, Und auf busse seyn bedacht: JEsus mag die schuld versenken, Die ich bis hieher gemacht. Lieber vater! steh mir bey, Daß nur keine V—— ö heucheley Sich in meinem herzen finde, Wenn ich mich deß unter⸗ winde. 5 Willt du mich noch ferner lassen Hier in dieser boͤsen welt; Ach! so hilf mir alles hassen, Was dem geiste nicht gefaͤllt. Staͤrke mich von deiner hoͤh, So wird auch das groͤßte weh, Das mir oft zu schwer geschienen, Mir zu mei⸗ nem besten dienen. 0. Steh mir allezeit zur rech⸗ schild. Hilf uns, deinen armen knechten, Wie, und wo, und wenn du willt. Wenn die tage boͤse seyn, Ach! so ruf ins herz hinein; Lernt euch in die zeiten schicken, So wird alles heilsam gluͤcken. 7. Endlich wenn der lauf zum ende; So befehl ich meinen geist Dir in deine treue haͤnde, Der du Gᷣott und vater heißt. Ach! ich freu mich schon darauf, Daß ich nach vollbraͤchtem lauf Dort der freude soll geniessen, Wo wir keine zeit mehr wissen. ——ñßꝛ—ßꝛ Mel. Wer Dh— 5—1 ꝛe. ob! so geht mit 90. G gutem glücke, und besser, als ich selbst gedacht, Der rest des alten jahrs zurücke. Der HErr hat alles wol gemacht, Und macht es wol noch fernerhin, Daß ich bey ihm in gnaden bin. 2. Ich trete nun durch seine gu⸗ te Ein neues jahr mit freuden an. Ach! daß mein mund und mein gemuͤhte Ihn nicht nach würden preisen kann: Gott thut ja mehr als ich begehrt, Ich bin nicht des geringsten wehrt. Wie kann ich solche wolthat 2 ö zaͤhlen„ Die schlechterdings un⸗ zaͤhlig ist? Ich sage dis von grund der seelen, Daß du mein GOtt ——*„— und vater bist, Der hilft, und der geholfen hat, Und helfen wird durch raͤht und that. 4. Ach! willt du auf die suͤnden sehen, Womit ich dis jahr hinge⸗ bracht; So kann mir anders nichts geschehen, Als was mir angst und schrecken macht. Doch du geden⸗ kest keiner schuld, Und schenkst in Christo gnad und huld. 5. In Christo laß mich deinen segen Auch in dem neuen jahre sehn, Und es gesund zur uͤcke legen; Jedoch dein wille mag geschehn: Denn was derselbe schickt und fuͤgt Damit bin ich auch wol ver⸗ gnügt. 6. Ich wuͤnsche mir kein langes leben; Sonst wůnscht ich mir nur lange noht. Doch willt du mir mehr jahre geben; So gib, daß ich dir bis in tod Durch glaͤuben, lieb' und hoffnung treu, Und auch dem naͤchsten nuͤtzlich sey. 7. Bringt ja dis jahr mein lez⸗ tes ende; So trete solches selig ein. Ich gebe mich in deine haͤnde, So bleib ich todt und lehend dein, Und stelle mir zum wahlspruch fuͤr: HErr: wie du willt, so schicks mit mir. Mel. z. Mein Gott ich bin jezt. I 5 5 HErr JEsu llaß ge⸗ 9 lingen, Hilf! das neue jahr geht an; Laß es neue kraͤfte bringen, Daß aufs neu ich wan⸗ deln kann: MNeues heil und neues leben Wollst du mir aus gnaden geben ö 2. Alles, was ich zu beginnen Und sͤlchenah echterdingt dis von g du mein rhiht, m d helfent t. aufdiess dis jahrj r andere y/ 15 mit appij Doch dußh Und shat Hld. aß mich hy in neues Hzurückel mag gesch he schsckt! Hauch volt snir kein ln ht ih mntt Hllt du ogih/ haßl ich glaube 0 Und al . jahr mein! lches stligt ne hande W ah ahlspruch! shst tt ich HJesu l Hilf:d es Hehel neu ichs Heil indis it aus gl 0 tn 16 nur durch dich vollbracht; Daß auch das, was ich erdenke, Dich zu preisen stets sich lenke. 3. Meiner haͤnde werk und tha⸗ ten, Meiner zunge red' und wort Muͤsse nur durch dich gerahten, Und ganz glucklich gehen fort. Laß mich neue kraft erfuͤllen Zu verrichten deinen willen. 4. Was ich dichte, was ich mache, Das gescheh' in dir allein. Wenn ich schlafe, wenn ich wache, Wol⸗ lest du, HErr! bey mir seyn. Geh ich aus; laß mich nicht gleiten, Kom̃ ich heim, steh mir zur seiten. . Laß mich beugen meine knie Nur zu deines namens ehr. Hilf: daß ich mich stets bemuͤhe, Dich zu preisen mehr und mehr. Laß mein bitten und mein flehen Zu dir durch die wolken gehen. ö 6. Laß michHErrlwie alle from⸗ men, Froͤlich nehmen speis und trank: Guͤter die von dir herkom⸗ men/ Fodern ja von mir den dank. Deine weisheit laß mich staͤrken In der lieb' und guten werken. 7. Mein gebet das müsse stei⸗ gen, HErr! zu deinem gnaden⸗ thron: Dann wirst du dich zu mir neigen„Wie iu deinem lieben sohn. HErr ich weiß, es wird vor allen Dis mein opfer dir gefallen. 8. Laß dis seyn ein jahr der gna⸗ den, Laß mich buͤssen meine suͤnd: Hilf, daß sie mir nimmer schaden, Und ich bald verzeihung find, HErr! bey dir; denn du, mein le⸗ 365 Kannst die suͤnd allein ver⸗ geben. 9. Troͤste mich mit deiner liebe, Nimm, o GOtt! mein flehen hin; Weil ich mich so sehr betruͤbe, Und voll angst und zagen bin. Staͤrke mich in meinen noͤhten, Daß mich sund und tod nicht toͤdten. 10. Salb, o vater! meine wun⸗ den⸗Wasche mich mit ysop ab: Auf das Neue Jahr. an Und zu reden bin bedacht, All mein iy trachten und mein sinnen Werde 5I Denn ich bin noch unverbunden, Und verletzet bis ins grab. Tilge meine missethaten, So wird mei⸗ ner noht gerahten. 1I. Grosse sunder kannst du hei⸗ len, Ach ich bin in ihrer zahl: Du, du kannst mir gnad ertheilen, Hilf mir doch aus dieser quahl; Denn du kennest ja die schwachen, Die du wieder stark willt maͤchen. 1. Zaͤhle los mich hochbetruͤb⸗ ten, Der ich nicht bezahlen kann. eiebe mich in dem geliebten, Dein sohn JEsus nimmt mich an: JE⸗ sus laͤßt mich nicht verderben, JEsus laͤßt mich nicht im sterben. 13. HErr! du wollest gnade ge⸗ ben, Daß dis jahr mir heilig sey, Und ich ehristlich koͤnne leben, Ohne trug und heucheley: Daß ich noch allhier auf erden Fromm und selig moͤge werden. 14. Laß mich armen suͤnder zie⸗ hen Deinen weg der froͤmmigkeit. Laß mich stolz und hoffart fliehen, Laß mich beten jederzeit; Laß mich schand und unzucht meiden, Laß mich willig ungluck leiden. 16. IEsu: richte mein begin⸗ nen, JEsu! bleibe stets bey mir, JEsu: zaͤhme mir die sinnen, Esu: sey nur mein begier. JIE; su sey mir in gedanken, JEsu! lasse mich nie wanken. 16. JIEsu! laß mich froͤlich en⸗ den Dieses angefangne jahr; Trag mich stets auf deinen haͤnden, Hal⸗ te bey mir in gefahr. Freudig will ich dich umfassen, Wenn ich soll die welt verlassen. Mel. Wer— n GoOtt 0 o ist das jahr nun au 9 2. S verflossen In dieser suͤssen gnaden⸗zeit. Mein GOtt! was hab ich nicht genossen Fuͤr grosse lieb und guͤtigkeit! Wie hat mich nicht dein herz verpflegt Mit allem was es gutes hegt. D 2 2. Ge⸗ 52 Auf das Neue Jahr. 2. Gelobt sey deine wunder⸗ treue, Die meiner so gewartet hat, Und uͤber mir war taͤglich neue,‚ Wie ichs erfahren fruͤh und spat. Du nahmst dich meiner herzlich au, Daß ich dich nicht gnug prei— sen kann. 3. Ich war aus Adams boͤsem stamme Ein unfruchtbaͤrer feigen⸗ baum: Du fuͤhrtest mich zu dei⸗ nem lamme, Gabst mir in deinem weinbers raum; Dein gnaden⸗ wort, das voller kraft, Gab mir stets neuen lebens⸗saft. ö 4. Du wolltest keinen fleiß er⸗ sparen, Und mich als deinen baum erziehn. Du gabst mir kraͤft von jahr zu jahren, Als ein fruchtbarer zweig zu bluͤhn. Dein lebens⸗thau floß mildig⸗ lich, Dein gnadenschein erwaͤrm⸗ te mich. frucht zu ziehn, Sey stets mein eif⸗ riges bemuühn. 9. Laß mich nicht blosse blaͤtter tragen, Wenn dein sohn fruͤchte an mir sucht, Daß ich nicht ewig duͤrfe klagen; Weil dein sohn ewig allezeit. 10. HErr JEsu! baue deinen garten, Laß mich ein baum darin⸗ nen seyn, Von dem du koͤnnest frucht erwarten; Du koͤmmst dar⸗ um ins fleisch herein Als andrer Adam, daß die erd Ein neuer gar⸗ ten GOttes werd. 1I. Ich will dir frucht und zwei⸗ ge bringen, Wenn du mich frucht⸗ bar machen wirst. Ich will dir hal⸗ leluia singen Fuͤr diese kraft, du lebens⸗fuͤrst! Dort mit der frohen engel⸗sͤcgaar Im grossen hall⸗ und 5. Mein Gott! ich kann nicht gaug erhoͤhen Den fleiß, den du an mich gewandt. Ich schlechter staub hab gnug gesehen Die pflege deiner treuen hand; Doch, HErr ich, ich von boͤser art, Erweise mich noch jetzo hart. jubel-⸗jahr. Von der 28. 3 Mel. Von Gbante will ich nicht. er sich im geist be⸗ 9 3. Wẽĩ schneidet, Und als 6. Du hast nun schon so viele ljahre Gewartet, ob ich fruͤchte brächt: Ich laͤge laͤngstens auf der hahre, Giengs nicht nach gna⸗ de, sondern recht. Doch traͤgst du mich noch immerdar, Und schenkst mir immer noch ein jahr: 7. Ja wol ein jahr, mich zu be⸗ kehren; Ach ja, HErr! schenk mir noch dis jahr: Ich will dich mehr, als ehmahls, ehren, Zaͤhl mich nicht iur verstockten schaar. Hau mich nicht ab, hoͤr deinen sohn, Der fuͤr mich bitt't, und meiner schohn. ö 2. Grab' um, was noch mein herz umgeben, Der welt und aller suͤnden wust. Laß mich am lebens⸗ baume kleben: In dem zu seyn, sey meine lust, Und aus demselben ein wahrer christ Des fleisches toͤd⸗ tung leidet, Die so hochnoͤhtig ist. Der wird dem heiland gleich, Der auch beschnitten worden: Er tritt in ereuzes⸗orden In seinem gna⸗ den⸗reicht. 2. Wer so dis jahr anhebet, Der folget Christi lehr; Weil er im gei⸗ ste lebet, Und nicht im fleische mehr: Er ist ein GOttes⸗kind Von oben her gebohren, Das alles, was verlohren, In seinem JEsu findt. 3. Doch, wie muß dis beschnei⸗ den Im geist, o mensch! geschehn? Du mußt die suͤnde meiden, Wenn du willt JEsum sehn. Das mittel ist die buß, Wodurch ein steinern herze, In wahrer reu und schmerze Zerknirschet werden muß. 4. Ach! gib zu solchem Werke, In die verflucht. Laß früchte der ge⸗ rechtigkeit Sich an mir finden 55 0 K.6% 8 ——— Hfetme—.— ů In diesem neuen jahr, HErr IE⸗ t hlose U- su! kraft und staͤrke; Damit sich in sohn set offenbar Dein bild der heiligkeit hichnichte An vielen tausend seelen, Die sich ldeinsohne mit dir vermaͤhlen In herzens ei⸗ frühhtedenigkeit. an nir sl,. Ich seufze mit verlangen, Und tausend noch mit mir Dich herz⸗ hale den lich zu umfangen, Mein' aller⸗ in humdu schoͤnste zier! Denn hab ich dich em du kim allein, Was will ich mehr auf er⸗ Wuklnmsh den? Es muß mir alles werden, u Aan Und alles nuͤtzlich seyn.. Euneeg 6. Ach ihr verstockte suͤnder! Bedenket jahr und zeit: Ihr abge⸗ wichne kinder, Die ihr in eitelkeit Und wollust zugebracht! Ach: fuͤhrt euch GOttes guͤte Doch ein⸗ mahl zu gemuͤhte, Und nehmt die zeit in acht 7. Besch fallet GOtt zu fuß In wahrer reu und schmerzen: So wird die her⸗ zens⸗buß, Die glaubens⸗voll ge⸗ schehn, Des vaters herz bewegen; Daß man wird lauter segen In diesem jahre sehn. 8. Ja,/mein Herr JEsus gebe, Daß ucht undnn mich ftuh Willdiir hu ktast, itder stohen a hall⸗ und Rahmü Hlichnich im geist et, Und Auf das Fest der Erscheinung Christi. neidet eure herʒen und sen seine christen⸗schgar Mit ihm im geiste lebe In diesem neuen jahr, Daß sie in keiner noht Sich moͤge von ihm scheiden; Er staͤrke sie im leiden Durch seinen bittern tod: 9. So wollen wir ihn preisen Die ganze lebens⸗zeit, Und unsre nhebel Apflicht erweisen In alle ewigkeit; tilerin Da er wird offendar, Und wir mit im sist allen frommen, Nach diesem le⸗ es kind ben kommen Ins grosse neue jahr. eischesti ochnoͤhtihl oleich,d en: Ertns seinem g 33 Mel. 3. Mein Gott ich bin jezt ꝛc. Miisen allbereits die 94. wunden, Heilig⸗zar⸗ tes JEsulein! Mit dem herbsten schmerz empfunden, Und dein blut vergossen seyn? Tropfen sieht man jetzo fliessen Die sch bald wie stroͤhm' ergiessen. 2. Ohne blut konnts nicht gesche⸗ hen, Daß die blut⸗schuld abge⸗ than, Wir mit GOtt im friede stehen, Und die welt sich freuen kann: Darum bist du, uns zu ret⸗ ten, Selber blutig aufgetreten. 3. Blutge wunden in dem le⸗ ben, Blutge wunden in dem tod Sollen mir versichrung geben, Daß nun aller angst und noht Mein so sehr verletzt gewissen Durch des mittlers blut entris⸗ 4. Laß dein blut mein herz be⸗ streichen, JEsu! in dem neuen jahr: So muß jener wuͤrger wei⸗ chen, Sammt verdammender ge⸗ fahr. Faͤrbt dis blut des herzens schwellen, So wird mich kein un⸗ fall faͤlen.— 85 d. Laß mein blut fuͤr liebe wal⸗ len, Da dein blut fuͤr liebe fließt. Laß ein halleluja schallen, Weil ein odem in mir ist. Blutigs lamm, ach! laß mein leben Dir zu ehren seyn ergeben. Von dem namen JIksu su⸗ che unten auf der 175. seite. a0 alles, x ICuufth dis bescuh Mel. 8. JIEsus meine zuversicht ꝛc. HIgeschth Esu, grosser wunder⸗ iden, i 5. stern, Der aus Jacob Das mil ist erschienen Meine seele will so ein feil gern Dir an deinem feste dienen: ind schnu Nimm doch,/ nimm doch gnaͤdig an, nuß. Was ich armer schenken kann. em Wal 2. Nimm das gold des glaͤubens N V. Auf das Fest der Erscheinung Christi. hin: Wie ichs von dir selber habe, Und damit beschenket bin, So ist dirs die liebste gabe. Laß es auch bewaͤhrt und rein In dem ereuzes⸗ ofen seyn. 3. Nimm den weihrauch des gebets, Laß denselben vor dir tuͤ⸗ gen. Herz und lippen sollen stets, D 2 Ihn SErEN**————————— 5⁴4 *—.——————————‚ Auf das Fest der Erscheinung Christi. Ihn zu opfern, vor dir liegen; Wenn ich bete, nimm es auf, Und sprich ja und amen drauf. 4. Nimm die myrrhen bittrer reu, Ach! mich schmerzet meine suünde; Aber du bist fromm und treu, Daß ich trost und gnade finde, Und nun froͤlich sprechen kann: IEsus nimmt mein opfer an. Mel. Liebster JIEsu wir sind ꝛe. 6 Af. du fremdes volk, 20 5 heran! Finstres erd⸗ reich werde lichte! Mache dich doch auf die bahn, Dein licht kommt dir zu gesichte. Sieh, wie wol es GOtt gemeinet: Seine herrlichkeit erscheinet. 2. Alles was sich auf dem rund Dieser welt bewegt und reget, Macht des heilands ankunft kund. Erd und himmel wird beweget; Bey den heiden wird vernom⸗ men, Daß ihr licht und trost ge⸗ kommen. 3. Drum bewegt sich auch mein herz, Weil du, JEsu; meinem or⸗ den Durch die neue himmels⸗Rer; Oeffentlich bekannt geworden. Mich erfreuet deine flamme, Hel⸗ ler stern aus Jacobs stamme: 4. Laß uns doch nach deinem wort, Unserm leit⸗stern, richtig laufen, Das uns zeigt den rechten ort, Da dich die gesammte haufen, Theurer heiland! heilig gruͤssen, Und mit glaubens⸗lippen kuͤssen. c. Ich bin auch dein unterthan/ HErr! hie bring ich meine gaben; Nimm sie doch in gnaden an, Bes⸗ sers kann ich sonst nichts haben. Mein gebet und glaͤubig girren Ist mein weihrauch, gold und myrrhen. 6. Sey auf unser heil bedacht, Und beschuͤtze deine schaaren; Laß uns deinen raht und macht Wi⸗ der unsern feind erfahren. Fuͤhr uns aus so vielem leiden In das ö land der ewgen freuden. Mel. Nun freut euch liebe christ. Wie schoͤn leucht't uns 97⁷⁵ der morgen⸗stern Mit seinen gnaden⸗ gaben, Den wir, als Christum unsern HErrn, Zur rechten GOttes haben! Am kirchen⸗himmel leuchtet er, Und wirft den schoͤnen glanz daher Im wort und saeramenten. z. Wir muͤssen unsrer vaͤter schaar Ja blinde heiden nennen; Weil kein licht im verstande war, Den wahren GOtt zu kennen:Sie giengen hin in finsterniß, Und stuͤrtten sich dadurch gewiß Ins ewige verderben. 3. GOtt lob! uns scheint das lebens⸗licht, Und machet uns zu christen. Ach! wenn wir diesen segen nicht Zu unserm troste wuͤß⸗ ten; Waͤrs besser fuͤr uns allzu⸗ mahl, Daß wir nicht in der men⸗ schen jahl, Und nie gebohren waͤren. 4. Nun aber, da wir christen sind, Steht uns der himmel offen. Ein jeder hat, als GOttes kind, Die seligkeit zu hoffen: Denn wer an JEsum Christum glaͤubt, Und ihm getreu im glaͤuben bleibt Wird nimmermehr verlohren. Doch deren ruhm ist gar nicht fein, Die sich der welt erge⸗ ben, Die bauch⸗ und mammons⸗ diener seyn, Und also heidnisch le⸗ ben. Ach, wie gefaͤhrlich stehts um die! HErr JEsu Christ! bekehre sie, Mach sie zu wahren ehristen. 6. Der christen⸗name hilft ja nichts, Wenn man nicht christ⸗ lich handelt, Und heilig, wie ein kind des lichts, Auf Christi wegen wandelt. Man muß das wahre christenthum Zu Christi JIEsu preis und ruhm Im werke selbst erweisen. 7. HErr iti .— leiden N Luden. 7. HErr IEsu, ach! erleuchte mich Mit deinem gnaden=lichte, uch lebenmᷣ Damit ich wandle wurdiglich in lucttn Vor deinei angesichte: Bis ich morgen vor dir nach dieser zeit Im reiche n⸗ghen, deiner herrlichkeit, Als wie die unsen He sonne, leuchte. 4 hahen ö—— 30 4Mel. 3. Mein 5 91 251 n 96 Wlant hahere erde licht, du sta nten. 1 9 8. W der heiden! Und du unster salem, werde licht! Schaue, welch heiden nen Lin glanz mit freuden Ueber dei⸗ berfanden nem haupt anbricht. GoOtt hat ukennenz derer nicht vergessen, Die in fin⸗ ch ssterniß, sterniß gesessen. gewiß à 2. Ach wie waren wir verblen⸗ det, Ehe noch dis licht brach an! scheint Y Ach! da hatte sich gewendet Von hahet uns dem himmel jedermaun. Unsre un kir diest augen und geberden Klebten gaͤnz⸗ amttost ui lich an der erden. sür uns a 3. GOttes raht war uns verbor⸗ cht udten genSeine gnade schien uns nicht. nit gehay Sitel war der menschen sorgen, Zu entdecken jenes licht, Das zum a wit chrt Fechten himmels⸗leben Uns konnt Ehimmuc licht und kraͤfte geben. 40tteht 4. Aber da hervor gegangen Ist e: Dem der aufgang aus der hoͤh; Haben glöubtn wir das licht empfangen, Welches Lauben W2Huus von augst und weh, Und von belohrl seelen⸗noht entbunden, Weil wir 0 wahres leben funden. Auf das Fest der Reinigung Marfa. 55 in dieser suͤnden⸗hoͤlen Unsern tritt machtungewiß: JEsu! deine lieb' und segen Leuchten uns auf unsern wegen. 6. Nun, du wollest hier verblei⸗ ben, Liebster JEsu! tag und nacht, Alles finstre zu vertreiben, Das uns so viel schrecken macht. Laß uns nicht im dunkeln irren, Noch ins hoͤllen⸗netz verwirren. 7. Schenk uns, HErr! das licht der gnaden, Das ein licht des lebens ist, Ohne welches leicht in schaden Fallen kann ein frommer rist. Laß uns dieses licht er⸗ freuen, Wenn wir aus der tiefe schreyen. 8. Gib, HErr JEsu! kraft und staͤrke, Daß wir dir zu jeder zeit Durch beliebte glaubens⸗werke Folgen in gerechtigkeit, Und her⸗ nach im freuden⸗leben Heller als die sonne schweben. 9. Dein? erscheinung muͤss' er⸗ fuͤllen Mein gemuͤht in aller noht. Dein' erscheinung muͤsse stillen Meine seel auch gar im tod. HErr! in freuden und im weinen Muͤsse mir dein licht erscheinen. 10. JEsu: laß mich endlich ge⸗ hen Freudig aus der boͤsen welt, Dein so helles licht zu sehen, Das du mir dort schon bestellt, Wo wir sollen unter eronen In der schoͤn⸗ sten klarheit wohnen. ruhm! derwele I. JEsu, reines licht der seelen! dn Du ver treibst die finsterniß, Die ohen.m gih nu Mel 3. IEsus meine zuversicht. hren 6 9 pfer fuͤr die ganze name welt. Du koͤmmst il peut in deinen tempel; Daß du heilig ih würdest vorgestellt Uns zum loͤbli⸗ I chen exempel, Wie man sich von ch Laun an Deinem vater opfern 5kann. aatt L. Deiner mutter reinigung/Im ö besetze vorgeschrieben, Giebt uns VI. Auf das Fest der Reinigung Mariaͤ. die erinnerung/ Dein gebot getreu zu lieben; Und den weg mit lust zu gehn, Der uns heißt im tempel stehn. 85 3. O du brunn der reinigkeit! Nimm von mir die suůnden⸗flecken, Und laß deiner unschuld kleid Meine bloͤsse ganz bedecken. Dei⸗ nes opfers wolgeruch Tilge des gesetzes fluch. D 4 4. Hast 5 Auf das Fest der Reinigung Maria. ö 4. Hast du dieses schwere joch Wo fleisch und blut regieret: Nein; W I 18 Hi Willig uͤber dich genommen, Da wo der geist nicht triumphirt, Und du ohne suͤnde doch Warest in die fleisch und blut gefangen führt; welt gekommen; Ach so stelle, Jä⸗Wird JEsus nicht gespuͤret. su: dich Zur erfuͤllung auch fuͤr mich. . Laß mein opfer tauben⸗art, Reine unschuld an sich haben, Glaub und liebe sey gepaart: Nimm aus huld die chlechte ga⸗ ben Von der armen seele an, Die nichts bessers bringen kann. 6. Ich will dich, wie Simeon, 4. Sein tempel ist ein reines herz, Zerknirscht von wahrer reu und schmerz: Und wo sein blut die schwellen Gezeichnet, ach! da wohnt er gern, Und da kann man J0I ihn GOtt dem HErrn In glau— ů bens⸗Kraft darstellen. . Dann kann man vor des va⸗ ters thron, Als GOttes und Ma⸗ An mein treues herze druͤcken; rien sohn, Ihn als ein opfer brin⸗ Du wirst, als mein gnaden⸗thron/ Mich mit raht und trost erquik⸗ ken: Du bist der trost Israel, Suͤs⸗ sester Immanuel! . Sey der muͤden augen licht, Wenn der tod sie will verschlies⸗ sen. O mein heiland! laß mich nicht, Wenn ich werde sterben muͤssen. Du bist deines volkes preis, Und der weg ins paradeis. 8. Dieses sey mein schwanen⸗ lied: HERR! laß mich in friede fahren; Gib, daß dich mein auge sieht Bey den auserwaͤhlten schaaren, Wo man dort in jener welt Erst das rechte licht-⸗ est haͤlt. Mel. Kommt 90 0 20 eder ch! daß ein jeder 00. A naͤhm in acht, Was heut Maria wol bedacht; Die in den tempel brachte, Da sie zur rei⸗ nigung erschien, Selbst JEsum, daß er sie versuͤhn Und GOtt ge⸗ faͤllig machte. 2. Wenn man das herz gerei⸗ nigt hat Nach GOttes willen in der that: Alsdenn will JEsus kommen, Und sich im tempel stel⸗ len dar: Dieweil er nicht wird offenbar, Als bey den wahren frommen. 3. Gedenke nicht, daß IEsus Christ Im herzen gegenwaͤrtig ist, gen, Das fuͤr die schuld der ganzen welt Sich willig selber darge⸗ stellt; Und GOttes herz bezwin⸗ gen. 6. Ach stell, mein herz! dich ganz und gar Dem grossen him— mels⸗HErren dar/ Und laß zuruͤck die suͤnden: Verlaß die welt und all ihr thun, Und such in GOT allein zu ruhn, So wirst du gnade finden. ö‚ 7. Bring tauben⸗einfalt, reine liebꝰ' Zum opfer, nach des geistes trieb: Gott wird dich nicht ver⸗ und froͤmmigkeit, Das wird der Hrr zu jederzeit Mit gnad und huld ansehen. 8. Laß opfern die verkehrte welt Dem satan wollust, gold und geld, Und was das fleisch erdenket; Es wird ihr dienst nach dieser zeit Be⸗ lohnt mit quahl in ewigkeit, Die GOttes zorn einschenket. 9. Hergegen wer, mit Simeon, GoOtt fuͤrchtet, und des hoͤchsten sohn Zum heil verlangt zu ha⸗ ben; Wer voll des heilgen gei⸗ stes ist, Und wartet auf den HEr⸗ ren Christ; Der opfert rechte gaben. ö 10. Wer seinen heiland hie ge⸗ sehn Im glauben, kann in fried hingehn Zu schauen seine sonne. Er kann mit Simeon zuletzt Hin⸗ fahren schmaͤhen. Bring laͤmmleins⸗ art — ö — egitret: N Aumpirti. efargen fñ hesbhret is ein ti ian bor de Ottes uuhy ein opfer y Huld hergan selber du Vetz emn Het! N gtossen hin olaßsurte Mebelt un H60R Hifidu gna Hulsalt, teñ 1 Res geif lih gicht de Hmmleins⸗z das wird Mguad 9 bttkehtteß golundg herdenket; diese it ewigkeit enket. mit Sihh odes hii klangt. heilgen auf den opfert u ilard i am ift seile soh Nillegt f ff Auf das Fest der Verkuͤndigung Maria. 2 fahren, wo er sich ergetzt In ewger freud und wonne. U. HErr! laß mich stets voll gei⸗ stes seyn, Und mache mich gerecht und rein, Laß mich im glauben le⸗ ben: Bis du mich, wenn es dir gefaͤllt, Aus dieser welt;um him⸗ mels⸗zelt In friede wirst erheben. VII. Auf das Fest der Verkuͤndigung Mariaͤ. Mel.3. Mein—41 1der tas. eut ist uns der tag er⸗ I 01.H schienen, Auf den Adam schon so oft, Auf den Jacob, und sammt ihnen Alle vaͤter laͤngst gehofft; Dran sich Abraham erquik⸗ ket, Als er ihn im geist erblicket. 2. O! des tages voller wonne! Welchem sonst kein tag nicht gleicht Seit den zeiten, da die sonne Hat um diese welt geleucht: O der viel gewuͤnschten stunden, Die sich nunmehr eingefunden! 3. O du anfang unsrer freuden O du auserwaͤhltes licht! Das uns sonst verworfnen heiden, Und den juden/ heil verspricht. Du ver⸗ treibst die finstre schatten, Die uns sonst umgeben hatten. 4. Jetzo träufelt uns von oben Leben, heil, gerechtigkeit;: Und Gott zeigt durch diese proben, Was uns dort fuͤr heil bereit. Gott der HErr koͤmmt selbst auf erden Uns zu gut ein mensch zu werden. Jes. 4, S. 6. Gott wird mensch und traͤgt die suͤnde; Allmacht kehrt bey schwachheit ein. Selbst der schöp⸗ fer wird zum kinde, Sein geschoͤpf soll mutter seyn. Herrlichkeit koͤmmt zu uns armen, Aus der rache wird erbarmen. 6. Gnaden⸗volles wunder⸗zei⸗ chen! Das der HErr an uns ge⸗ than, Welches kein verstand errei⸗ chen, Keine klugheit fassen kann, Das in dies⸗ und jenem leben Wir bewundrungs-voll erheben. 7. Vater, und doch sohn dar⸗ neben, Unser bruder, fleisch und blut! Ach! wir preisen und erhe⸗ ben Dich fuͤr dieses grosse gut. Laß die herzen voll verlangen Dich im glauben fest umfangen. Mel. JEsu wir sind ꝛe. mmst du, grosser koͤ⸗ 10 2. K nigs⸗sohn. Von dem himmel zu der erden, Und ver⸗ laͤssest deinen thron, Um ein armer knecht zu werden? Ach! wie soll man dich gnug preisen, Dir ge⸗ buͤhrend dank erweisen? 2. Nazareth, die kleine stadt, Muß dir zur empfaͤngniß dienen. Was die welt verachtet hat, Kann in deinen augen gruͤnen. Laß mich allen stolz verfluchen, So wirst du mich auch besuchen. 3. Gabriel wird ausgesandt, Ei⸗ ne reine braut zu grüssen. Engel werden hingewandt, Wo sie keu⸗ sche seelen wissen. Laß mich reine tugend uͤben, Daß mich reine gei⸗ ster lieben. 4. Nur ein leib der keusch und rein, Kann dich unterm herzen tragen. Laß auch mich dein wohn⸗ haus seyn, Und zuvor der lust ent⸗ sagen, Die mit deiner liebe strei⸗ tet, Und zur suͤnde mich verleitet. . O: ein angenehmer gruß, Den die fromme jungfrau hoͤret! Der des segens uͤberfluß Auf ihr glaͤubig herze kehret. Sollt du mich holdselig nennen, Muß ich dich im glauben kennen. 6. Ihr erschrocknes herze muß Lauter gnade vor dir finden. Laß auch, HErr! auf deinen gruß Alle furcht bey mir verschwinden. Bin ich nur bey dir in gnaden, Ach! so kann mir gar nichts schaden. D 5 7. JE⸗ Auf das Fest der Verkündigung Maria. . Jesus soll dein name seyn, um fuͤrcht ich keine pein Und auch keinen widersacher. Lauter heil liegt in dem namen, Er wirkt lau⸗ ter ja und amen. 8. Dir, des allerhoͤchsten sohn, Will GOtt Davids stuhl bereiten. Deines koͤnigreiches thron Ueber⸗ steiget alle zeiten; Du sollt Jacobs haus regieren Und, die Jacobs glauben fuͤhren. 9. Wir sind dir auch unterthan, Weil wir deinen seepter kuͤssen; Sieh uns stets in gnaden an, Laß uns deine huld geniessen. Herrsch in uns mit lauter segen, So darf sich kein feind mehr regen. 10. Dorten muß der heilge geist Ueber die Mariam kommen: Wie viel heil und kraft beweist Der in glaͤubigen und frommen! Diesen laß mich stets regieren, Diesen laß mich nie verlieren. I. Mir geschehe wie du willt, Ich bin dir als knecht(magd) ver⸗ bunden: Du bleibst nun mein freuden⸗schild, Wenn der engel gleich verschwunden: Denn du, VErr der engel⸗schaaren, Bist zu mir herab gefahren. 12. Unterdessen troͤst' ich mich Daß du mein fleisch angenommen. Meine seele freuet sich, Und spricht: Goel? sey willkommen! Komm und wohn in meiner seele, Die ich nun mit dir vermaͤhle. * erloͤser. Hiob 19, 26. Mel. Durch Adams fall ist ꝛe. un ist der tag der se⸗ 10 3 N ligkeit Den suͤndern angebrochen. Nun ist des teufels ommen: Das hoͤchste gut Hat fleisch und blut Von Welschen an genommen. 2. Nun ist des vaters wort er⸗ fuͤllt Der glaͤubigen verlangen Ist nun nach herzens⸗wunsch gestillt, Denn JIEsus ist empfangen. Der uns erhalt, Hat sich gesellt Zu den verlohrnen suůndern. War er schon reich, Wird er doch gleich Den armen menschen⸗kindern. 3. O sůsser trost! o grosses gluͤck, Das aller welt entstehet! Gott giebt uns einen gnaden⸗blick, Und hat uns hoch erhoͤhet; Denn unser stand Ist nah verwandt Mit GoOtt und seinem worte. Nun ha⸗ ben wir Durch JIEsum hier Zum himmel eine pforte. 4. GOTC hat sich unser fleisch vermaͤhlt, Und unter uns auf er⸗ den Sich seinen himmel auser⸗ waͤhlt Auf daß wir himmlisch wer⸗ den: Zu seiner braut Hat er ver⸗ traut Das menschliche geschlechte, Und uns bedacht, Aus liebes⸗ macht, Mit seinem kindes⸗rechte. Trotz sey nun dir, du seelen⸗ feind! Trotz allen deinen pfeilen; Denn unter uns wohnt unser freund, Der heiland kann uns heilen. Hier ist der mann, Der hel⸗ fen kann, Und deinen kopf zertre⸗ ten: Hier ist ein kind, Das sich ver⸗ bindt Allzeit fuͤr uns zu beten. 6. O JeEsu theurer Gottes sohn! Der du zwar mensch geboh⸗ ren, Und doch von deinem ehren⸗ thron Und gottheit nichts verloh⸗ ren: Hilf, daß wir dich Nun ste⸗ tiglich In unsern herzen tragen; mord und neid Gedaͤmpfet und ge⸗ rochen. Denn GOttes sohn, Der So kann uns Gott Einst nach dem tod Den himmel nicht versagen. VIII. Von dem Leiden und Sterben JEsu. Mel. Christus der uns selig ꝛc. eele! mach dich hei⸗ 104. Ois auf IEsum iu begleiten Gen Jerusalem hinauf, Tritt ihm an die seiten: nüets e 1s soll de gnaden⸗thron/ Ist selbst ins mittel JEsus heißt ein seligmacher: Dar⸗k 5 Höchste 0 ö h IA EI N N II HH I. V x V Iuda . aun g Usht vihg l V 4* H —————= III ————— S-:..————–⏑— ———————— 2— lt ond t ut menscheng terz wott; berhangen Ansch gefft falhe V geselt zu Werste Aoleih dern. Hrossoglit tehet! 60 en⸗lic H Denmust wandt Mt kte Nun m hiet Zun unser iij uns auft Imel aube⸗ imlisch we⸗ Haret den Wl lus licbes esrchte. seelen⸗ pfeilen; ut unset kann uns Det hel kohf zertte as sich bet heten. 1 Gottth usch geboh⸗ em ehter ts betlaß Nun ft en tragel uach der etsagen. — Es. mn Folg ihtt 1 Von dem Leiden und Sterben JEsu. 59 stets in andacht nach Zu dem bit⸗ tern leiden, Bis du aus dem un⸗ gemach Wirst zu JEsu scheiden. 2. Seele siehe! Gottes lamm Ge⸗ het zu dem leiden, ser braͤutigam, Als zu hochzeit⸗reu⸗ den: Geht/ihr toͤchter von zion! Je⸗ sum zu empfangen; Sehet ihn in seiner eron Unter dornen prangen. 3. Du ziehst als ein koͤnig ein, Wirst auch so empfangen: Aber bande warten dein. Man ist voll verlangen, Dir statt ehre, hohn und spott, JEsu Christ! iu geben; Bis du durch den ereuzes⸗tod Schliessest dieses leben. 4. Pfahl und ereuz ist stuhl und thron, Drauf wird man dich setzen: Man wird mit der dornen⸗eron Dir das haupt verletzen. Ach! dein reich auf dieser welt Ist nur lauter leiden; Und so hast du dirs bestellt, Bis zum lezten scheiden. 5. Du wirst, HErr der herrlich⸗ keit! Endlich fuͤr mich sterben, Und dadurch die seligkeit Huldreich mir erwerben. Aber,ach! wie herr⸗ lich glaͤnzt Deine eron der freu⸗ den, Die dein siegreich haupt be⸗ kraͤnzt Nach vollbrachtem leiden. 6. Darum tritt getrost hinzu, Es muß dir gelingen: Nach der guten freytags⸗ruh Wirst du freu⸗ de bringen. Tritt nur auf die to⸗ des⸗bahn, Die gestreute palmen Bieten dir den sieg schon an Aus den oster⸗psalmen. Deiner seelen weinet eure schuld. Brich, mein herz! von seufzen, sehnenz Weil ein laͤmmlein in geduld Nach Jeru⸗ salem zum tod, Ach: zum tod fuͤr deine noht Und der ganzen welt, hinwandelt: Denk, ach wie hast du gehandelt: 2ꝛ. Es soll nun vollendet werden, Was davon geschrieben ist, Und warum dis thal der erden Hat be⸗ treten IEsus Christ. Schauet nun des hoͤchsten sohn In dem lei⸗ den, schmach und hohn, In den wunden, in den schmerzen; Und nehmt alles wol zu herzen. 3. Es wird in der suͤnder haͤnde Ueberliefert GOttes lamm, Daß sich dein verderben wende: Jud und heiden sind ihm gram, Und verwerfen diesen stein, Der ihr eckstein sollte seyn. Ach! dis leidet der gerechte Fuͤr die boͤse suͤnden⸗ knechte. 36993. 4. JEsus steht in strick und ban⸗ den, Dessen hand die welt ge⸗ macht, In verachtung, spott und schanden/ Und wird hoͤnisch ausge⸗ lacht. Backen⸗streich und faͤusten⸗ schlagJud⸗ und heiden grimm und rach Duldet er fuͤr deine suͤnden: Wer kann solche lieb' ergruͤnden? 6. Laß es dir zu herzen gehen, Bessre und bekehre dich. Wer kann diese that ansehen, Daß er nicht bewege sich? JEsus steht an unsrer statt: Was der mensch verdienet hat, Buͤsset JEsus; er erduldet 7. Laß mich diese leidens⸗zeit Was der suͤnder hat verschuldet. Fruchtbarlich bedenken, Mich mit herzens⸗reu und leid Meiner sünde kraͤnken: Ach! dein leiden troͤste mich Bey so vielem jammer, Bis nach allem leiden ich Geh zur ruhe⸗kammer. Mel. JEsu deine heilge wunden 55. von thraͤnen, Und be⸗ 6. Er haͤlt seinen heilgen ruͤcken Geisseln, ruht und peitschen dar: Wer kann dis ohn reu erblicken? Wenn die rohe juden⸗schaar Hand anlegt an GOttes bild, Das so freundlich, fromm und mild/ Und doch nackend wird gehauen: Wer kann solchen greul anschauen! 7. Strenge sollt man dir be⸗ ließt ihr augen! fließt gegnen, Du verruchtes menschen⸗ herz! Aber nun koͤmmt, dich zu segnen, 6⁰ Von dem Leiden und Sterben JEsu. egnen, Und zu tragen deinen omes JEsus; er stellt sich fuͤr dich/ Und wird dort so jaͤmmerlich Abgestraft, gepeitscht, zerschlagen Daßkein maaß noch ziel der pla⸗ en. 8. Endlich wird der schluß ge⸗ sprochen: IEsus muß zum tode gehn, Und es wird der stab gebro⸗ chen. Merke, was allhie geschehn: Barrabas wird los gezaͤhlt, JE⸗ sus wird zum ereuz erwaͤhlt; Weg mit diesem, dem verfluchten! Ruft der haufe der verruchten. 9. Folge denn zur schaͤdel⸗staͤtte Deinem JEsu traurig nach: Aber auf dem wege bete, Bet im geist mit weh und ach: Daß der vater auf sein kind, Als den buͤrgen fuͤr die suͤnd, Sehen woll' und sich er⸗ barmen Ueber dich, den schwach⸗ und armen. 10. Muß ich, JIEsu! dich denn sehen Am verfluchten ereuzes⸗ pfahl? Ach! so laß ich uͤbergehen Meine thraͤnen ohne zahl. Ach erbarm dich, GOttes⸗lamm! Das da haͤngt am ereuzes⸗stamm; Ach! erbarm dich/weil dein leiden Mir gedeyen soll zur freuden. 1I. Ich will dir ein opfer geben, Seel und leib ist meine gab: JIE⸗ su! nimm dis arme leben, Weil ich ja nichts bessers hab. Doͤdt' in mir, was dir misfaͤllt, Leb in mir auf dieser welt, Laß mich mit dir leben, sterben, Und dein reich im himmel erben. 12. Tausendmahl sey dir gesun⸗ gen, Liebster JEsu! preis und ruhm, Daß du hoͤll und tod be⸗ zwungen. Nun bin ich dein auno thum, Und du meine freud und wonn: Moͤgt ich dich, o schoͤnste sonn! Bald in deiner erone sehen: Komm, dein leiden ist geschehen. Mel. 4.— der dens selig ꝛc. u! deine passion 106.J Herzlich zu beden⸗ ken, Wirst du mir von deinem thron Geist und andacht schenken. Ach erschein in diesem bild, JE⸗ su i meinem herzen, Wie du G Ot⸗ tes zorn gestillt Durch die groͤßten chmerzen. 2. Gib/ daß ich recht sehen mag Deine angst und bande, Deine speichel, schlaͤg und schmach, Dei⸗ ne ereuzes⸗schande, Deine geissel, dornen⸗eron, Speer⸗ und naͤgel⸗ wunden, Dadurch du, o GOttes sohn! Dir mich hast verbunden. 3. Laß mich aber nicht allein Deine marter sehen; Laß die ur⸗ sach deiner pein Mich zugleich ver⸗ stehen. Ach! die ursach war auch ich, Ich, und meine suͤnde; Diese schlug und quaͤlte dich, Daß ich gnade fünde. 4. Hilf, daß ich in buß und reu Dieses recht bedenke, Und dich künftig nicht aufs neu Durch die sünde kraͤnke. Daͤmpf in mir die suͤnden⸗lust, Laß mich alles mei⸗ den, Was du jetzo bůssen mußt Mit so schwerem leiden. 8. Drohet mir die hoͤllen⸗pein Um der suͤnde willen; Ach! so tritt ins mittel ein, Hilf die schrecken stillen. Laß mich deine passion Denn im glauben fassen. Liebst du mich/ o GOttes sohn! Kann mich Sott nicht hassen. 6. Gib auch, IEsu! daß ich gern Dir das ereuz nachtrage, Daß ich demuht von dir lern, Und geduld in plage; Daß ich dir geb lieb um lieb'. Laß indeß dis lallen, Bis es koͤmmt aus reinerm trieb, JEsu! dir gefallen. Mel. Herzlich w61 mich 26. eg welt! mit dei⸗ 1 07. W nen freuden, Und was dir wolgefaͤllt! Dein JEsus muß iit leiden, Der sich zum opfer stellt. Entfernet euch, ihr lüste! Der Herr traͤgt quahl und 6254 ie WW WWe E— ..————————— — — Hoh deisz Lchtschesz M bild, Wiedugh chdiegrößz chtschenn ande, Dit mah, V2 deine geft ⸗ und nih U, 90. verbunder nicht alan Lshethe Fuglechner ach par ut unde; h/ Daß ih bußunhrn „Id N. Durchgt Fiumith Halles me Issen nust Rlen⸗ rein HHsottitt schrecken e passien Vebstdu ann mich aßichgen „ Dasic nd gedtlo blich mn / Bilt Nü. nich v. mit del Den, Ad in Msls mopfe ihr llte. pein Wie Wie kann sein knecht, ein christe, Dabey wol froͤlich seyn? 2. Ach! seht sein seelen⸗schrek⸗ ken, Er wird in tod betruͤbt, Und muß den iorn-kelch schmecken, Den ihm sein vater giebt. Seht: wie er uns zu gute, Selbst mit dem tode ringt, Und wie sein schweiß mit blute Durch haut und adern dringt. 3. Er wird verkauft, verrahten, Man legt ihm fessel an. Ach: unsre missethaten Die haben dis gethan, Die faͤlschlich ihn verklagen; Es wird verhoͤhnt, verspeyt, Verspot⸗ tet und geschlagen Der HErr der herrlichkeit. g. Man setzt dir, GOttes sohne, Mit geisseln grausam zu: Du traͤgst die dornen⸗erone, Du him⸗ mels⸗könig du! Du wirst ans ereuz geheftet, Das du getragen hast; Doch was dich mehr entkraͤftet, Ist unsre suͤnden⸗last. g. Wer haͤtte bey den moͤrdern Die unschuld doch gesucht? Den segen zu befoͤrdern, Wirst du von GOtt verflucht. Die dich zu bo⸗ den treten, Woher dir weh ge⸗ schicht, Fuͤr diese willt du beten, Von rache weißt du nicht. 6. Dein durst, o lebens⸗quelle: Geht auf mein seelen⸗heil: Du fuͤhlest tod und hoͤlle, Das leben ist mein theil. Du wirst von GOtt verlassen, Damit er bey mir sey: Und weil du mußt erblassen, Bin ich vom tode frey. 7. Die ausgestreckten haͤnde Sind gegen mich gewandt. Du neigst das haupt am ende, Das ist ein liebes⸗pfand. Ich seh in dei⸗ nem streite Die ruhe suͤr den schmerz, Und durch die offne seite, HErr JEsu! in dein herz. 8. Die welt mag voller freuden Hin nach der hoͤlle gehn; Ich will bey JEsu leiden Und seinem ereu⸗ ze stehn. O Jesu! deine liebe Mein herz sich selber ab. Mel. 3. 16 GOtt 10 0 jeit. mu Ottes 108.Alschn selbs ledden, Und erdulden hohn und tod? Muß er sich in blut einkleiden, Um zu tilgen meine noht? Konnt ich sonst in meinen suͤnden Weder trost noch rettung finden? 2. Vater! konnte dein erbarmen Und die theure menschen⸗ huld Mich nicht ohne blut umarmen, Noch erlassen meine schuld?ꝰ Mußt du denn das laͤmmlein schlagen, Welches keine schuld getragen? 3. War kein guter engel tuͤchtig, Daß er konnte mittler seyn? War das werk fuͤr die zu wichtig, Die von suͤnden frey und rein? Konnte mich von satans ketten Unter ihnen keiner retten: 4. Oder war aus Adams kin⸗ dern Unter der so grossen zahl Kei⸗ ner tuͤchtig, dis zu lindern; Daß nicht traͤfe diese wahl Den/ der als der eingebohrne Koͤmmt zu suchen das verlohrne? 6. Nein, ach nein: es muß so gehen. Selbst der allerliebste sohn Mußt an unsrer stelle stehen, Wenn du, HErrlvon deinem thron Gnaͤdig solltest auf uns schauen, Dich uns wiederum vertrauen. 6. Wie die worte feste stehen, Daß du gut und gnaͤdig seyst; Also mag auch nicht vergehen, Was du allen sundern draͤust: Keiner kann in seinen suͤnden Unversoͤhnt er⸗ barmung finden. 7. Keiner von den seraphinen, Von der cherubinen chor, Konnte mir den schmuck verdienen, Wel⸗ chen Adams fall verlohr: GOtt, ia Gott muß mich versöͤhnen Und mit heil und segen eroͤnen. 8. Alle menschen waren Wachei, dei⸗ Von dem Leiden und Sterben JEsu. Keiner auf der weiten welt Zahlet fuͤr die menschen⸗kinder Solch ein theures loͤse⸗geld, Das zu tilgung unsrer suͤnden Dich/ o vater! kann verbinden. 9. Aber nun, da der gelitten, Und sein theures blut vergießt, Der dein wort nie uͤberschritten, Der vollkommen heilig ist: So ist alles das ersetzet, Was dich, treuer Gott verletzeet 10. Gib, daß ich dis wunder ehre; Mit gebet und dankbarkeit Meines geistes kraͤfte mehre, Daß ich die vollkommenheit Deiner liebe so beschaue, Daß ich freudig darauf baue. 1I. Laß mich nicht den suͤnden leben, Sondern dem, der mich be⸗ freyt, Und deswegen sich ergeben In des todes bitterkeit. Laß mich, wenn ich soll erblassen, Seinen tod im glauben fassen. hristus, der uns selig 1 09.C macht, Kein boͤs hat begangen, Der ward fůr uns in der nacht Als ein dieb gefangen/ Geführt vor gottlose leut, Und faͤlschlich verklaget, Verlacht, ver⸗ hoͤhnt und verspeyt, Wie denn die d schrift saget. 2. In der ersten tages⸗stund Ward er unbescheiden Als ein moͤrder dargestellt Pilato, dem heiden, Der ihn unschuldig be⸗ and, Ohn ursach des todes: Ihn deshalben von sich sand Zum koͤ⸗ nig Herodes. 3. Um drey ward der GoOttes sohn Mit geisseln geschmissen, Und sein haupt mit einer eron Von dornen zerrissen; Gekleidet zu hohn und spott; Ward auch sehr geschlagen, Und das ereuz zu sei⸗ nem tod Mußt er selber tragen. 4. Um sechs ward er nackt und bloß An d, ereut geschlagen, An dem er sein blut vergoß, Be⸗ tet mit wehklagen. Die zuseher spotten sein, Auch die bey ihm hiengen, Daß die sonn auch ihren schein Entzog solchen dingen. . JIEsus schrie zur neunten stund, Klaget sich verlassen: Bald ward gall in seinen mund Mit es⸗ sig gelassen. Da gab er auf seinen geist, Und die erd erbebet. Des tempels vorhang zerreißt: Und manch fels zerkloͤbet. 6. Da man hat zur vesper⸗eit Die schaͤcher zerbrochen; Ward JEsus in seine seit Mit dem speer gestochen, Daraus blut und was⸗ ser rann, Die schrift zu erfuͤllen, Wie Johannes zeiget an, Nur um unsert willen.*Joh. 19,34. 7. Da der tag sein ende nahm, Und der abend kommen; Ward JEsus vom ereuzes⸗sftamm Durch Joseph genommen: Herrlich nach juͤdischer art In ein grab geleget, Allda mit huͤtern verwahrt, Wie Matthaͤus zeuget. Matth. 27,66. *8. O hilf, Christe GOttes sohn! Durch dein bitter leiden, Daß wir dir stets unterthan, All untugend meiden: Deinen tod und sein ursach Fruchtbarlich be⸗ schwach, Dir dank- opfer schen⸗ ken. Christe JIEsuGOt⸗ II 0. tes sohn! Du bist vom hohen himmels⸗thron Zu uns herunter kommen: Daß enken; Dafuͤr, wiewol arm und GOtt zu sich hinauf uns naͤhm, Und unser fleisch in himmel kaͤm, Hast du fleisch angenommen. Daß uns dort ewig reichthum werd, Bist du gewesen arm auf erd, So lang du drauf gewandelt. Du hast gedienet jedermann; Doch that man dir viel boͤses an, Als haͤttest du mishandelt. z2. Du wurdest in dem garten bald Fuͤr unsre suͤnde mannigfalt Be⸗ ... 2.SI— Dnrn Die iush dit beys n auch ij dingen, züt neus klasen:M nund Mhh betauffst khehet. krreißt: ur vespern chen; W. Mt demfz ut und ru erfülh / M Vhpgi lelde nahe e; Win uum Dunt ltlich nat ab geleget ahrt, Vi atth.20 2 GOtt et leiden than, A einen tol harlich l arm u Meer sche JEsu5 0 Dui 2thton? en: A ins niß immel i nmen. reichhhů en arm N gewarde edermanl l Hsehn delt em 10 Mifl II 0 Von dem Leiden und Sterben IEsu. 63 Betruͤbt mit angst und zagen: Daß wir nicht unsre uͤbelthat Dort muͤßten ewig ohne gnad Be⸗ trauren und beklaͤgen. Du hast daselbst, o hoͤchstes gut! Aus grosser angst geschwitzet blut, Und mit dem tod gerungen: Daß sich am lezten end allhier Bey uns die todes⸗angst verlier, Weil du den tod bezwungen. 3. Judas, dein freund und dein gesell, Ließ sich den geiz verfuͤhren schnell, Dich schaͤndlich zu verrah— ten: Daß du uns machtest GOtt zum freund, An dem wir treulos worden seynd Durch viele misse⸗ thaten. Du wurdest hernach ganz und gar Umringet von der feinde schaar, Gebunden und gefangen: Daß wir von satans strick befreyt, Die wahre frey⸗ und sicherheit Durch deine kraft erlangen. 4. Die junger flohen von dir all, Auch Petrus leugnet dich drey⸗ mahl/ Eh als der hahn noch kraͤhet: Daß wir uns huͤten desto mehr, Und frey bekennen deine lehr, Wo⸗ her der wind gleich wehet. Doch als du Petrum drauf all⸗ da, Und er mit thraͤnen dich ansah; Nahmst du ihn auf zu gnaden: Daß keine suͤnde jemand soll, Sie sey so schwer sie immer woll, Wenn busse folget, schaden. 5. Du mußtest, HErr! gar mit beschwer, Zu vielen richtern hin und her Mit deinen feinden wan⸗ dern: Daß wir nicht durch des sa⸗ tans macht Dort wuͤrden in der hoͤlle bracht Von einer pein zur andern. Du wurdest, o du grosser GOtt! Mit vielem schimpf, mit schmach und spott Verspeyet und verhoͤh⸗ net: Daß bet schande sich ver⸗ loͤhr Ind wir bey GOtt erlangten ehr, Nun wir sind ausgesoͤhnet. 0. Und dennoch hat man kaum ein wort Aus deinem mund, o HErr! gehoͤrt, Bey allen solchen plagen: Damit wir dorten vor gericht, Und ferner ewig, muͤßten nicht Verstummen noch verzagen. Zuerst war dir Pilatus hold, Bekannte, daß er keine schuld Vermoͤgt an dir zu finden: Daß wir erkennen allesammt, Man habe dich fuͤr uns verdammt, Von wegen unsrer suͤnden. 7. Es war so groß der juͤden haß, Daß auch der moͤrder Barrabas Dir gar ward vorgesetzet: Damit wir, HErr! in deinem reich Den heilgen engeln Gottes gleich Dort koͤnnten seyn geschaͤtzet. Sie geisselten, HErr IEsu! dich, Da auch dein blut ist mil⸗ diglich Von deinem leib geflossen: Damit wir alle moͤgten seyn Von striemen heil, von sünden rein, Hast du dein blut vergossen. 8. Pilatus gieng heraus mit dir Und stellte dich dem volke fuͤr: Seht, welch ein mensch hie stehet! Sonst haͤtt der fuͤrste dieser welt Uns dort zum schau⸗ spiel vorge⸗ stellt, Da keine quahl vergehet. Der feinde grimm gar nicht ab⸗ ließ; Und ob man dir gleich nichts erwies; Ward doch der stab gebro⸗ chen: Daß wir an jenem grossen tag Von suͤnden und von satans klag Ganz wuͤrden los gesprochen. X 9. Eh man zum tod dich fuͤhrt hinaus, Zog man dir deine kleider aus/ Du mußtest alles leiden: Daß du uns mit dem rechten kleid Des heils und der gerechtigkeit Da⸗ gegen moͤgtest kleiden. Du mußtest auch, o GOttes sohn! Von dornen tragen eine eron; Und dadurch uns erweisen, Wie du die eron der herrlichkeit Durch deinen tod uns habst be⸗ reit, Dich ewig dort iu preisen. 10. Wiewol du warest Hand un SSIIIIIIIIIIPPPPPPTtxttTTTTTTTC 04 ——— Von dem Leiden und Sterben IEsu. und matt; Sollt'st du doch an die schaͤdelstatt Dein ereut noch selber tragen: Daß wir frey aus und le⸗ dig 3chn⸗ Und nicht fuͤr unsre sůnd ausstehn, Was wir verdient fuͤr plagen. Du mußt nach ihrem boͤsen sinn, Mit zweyen moͤrdern mitten inn, Ans ereuz dich lassen henken: Daß du uns in der heilgen zahl, Und mit den auserwaͤhlten all Die se⸗ ligkeit koͤnntst schenken. 11. Den schacher an der rechten seit Versicherst du zur selben zeit, Er soll dein reich erlangen: Daß man im glauben zu dir tret, Und niemand denk, es sey zu spaͤt, Die busse anzufangen. Den andern schaͤcher liessest du, Daß er nicht kam zu deiner ruh, Er starb in seinen sünden: Daß man mit furcht zur busse eil, Nicht denk, man hab noch gute weil Zur gnad sich eintufinden. 12. OHErr, du grosser lebens⸗ fuͤrst! Man hat dir essig, als dich duͤrst, Durch einen schwamm gege⸗ ben: Damit des lebens quell und spring Uns ewige erquickung bring Bey dir in jenem leben. Du gabst zulezt, o wahrer Gott! Hier zeitlich deine seel in tod: Uns ewig zu erwerben Das leben in dem freuden⸗saal, Und daß wir in der hoͤllen⸗guahl Nicht muͤßten ewig sterben. I;ʒ. Du liessest auch nicht ohnge⸗ faͤhr——r deinem tod mit einem speer Eroͤffnen deine seiten: Du wolltest deine liebꝰ und treu, Dein gnadenreiches heri hiebey Eroͤff⸗ nen allen leuten. Es kam zum lezten noch darauf, Daß sich die graber thaͤten auf; Man sah die heilgen gehen: Daß unsre hoffnung feste bleib, Und dis die todes⸗furcht vertreib, Daß wir auch auferstehen. 14. Wir wollen dir nun dank⸗ bar seyn, Daß du fuͤr uns in solche pein Dich willig hingegeben: Wir wollen seyn der sunde feind, Nun wir mit GOtt versoͤhnet seynd, Nach seinem willen leben; Die lieb erzeigen jedermann, Die du, o HErr! an uns gethan Mit deinem bittern leiden. O men schen⸗kind betrachte recht, Wie Gottes zorn die suͤnde schlaͤgt: Bemuͤh dich, sie u meiden. Mel. O Christe JIEsu GoOttes. 111 Labt uns doch Christo dankbar seyn, Daß er fuͤr uns in grosse pein Sich willig hingegeben: Auch laßt uns seyn der suͤnde feind; Weil wir mit GOtt versoͤhnet seynd,Nach seinem wil⸗ len leben; Die lieb' erzeigen jeder⸗ mann, Wie Christus selbst an uns gethan Mit seinem bittern leiden. O menschen⸗kind: betracht es recht, Wie GOttes:orn die suͤnde schlaͤgt: Bemuͤh dich, sie zu meiden. Mel. O arme suͤnder 70 ieh an uns arme suͤn⸗ 112. der,/ GoOtt unsre zu⸗ versicht! Wir sind ja deine kinder Darum verstoß uns nicht, Ob wir gleich sind empfangen In schuld und missethat, Viel boͤses auch be⸗ gangen, Das dich erzuͤrnet hat. Kyrie eleison, Christe eleison, Kr⸗ rie eleison! 2. Gedenk, o HErr! in gnaden, Daß erst des teufels list, Dann Adams fall und schaden Des elends ursprung ist; Daß wir drum alle muͤssen Erdulden hier den tod, Und sollten dort noch buͤs⸗ sen Die ewge hoͤllen⸗noht. Kyr. 3. Kein raht war da vorhan⸗ den Fuͤr diese hoͤllen⸗guahl; Weil wir vor GOtt mit schanden Be⸗ stunden allumahl; Und hatten ei⸗ gne werke, Wie gut die immer seyn, Ganz keine kraft und stärke, Zu retten uns von pein. Kyr. 4. Dn sohnet sen lehen 0 dermannd 15gthan M den. O mn stetecht, N. unde schig meiden. —— Esu Gotnt doch Ohust r scyh/Daß n Gich rilt itinssend dit mit G06 stinem h Heigen jeber selhf an une ittern keiden. heracht es orn die unde sieiu meidel. sülder zr. lu atme sin. itunste eihekinder; t/ Ob wit In schulb ses guch be zrnet hal eleison, Ky in gnadez list, Dant haden d Daß ut dulden rt noch bi oht. Kyt. da bothal uahl: Vl handen B. 1d hattet“ die immet uh ftitk Von dem Leiden und Sterben JEsu. 65⁵ 4. Du, Herr! hast uns gerahten Von unserm boͤsen leben Wird Auf unerforschlich art Durch sol⸗ auch nichts mehr gedacht. Kyr. che wunderthaten, Als nie erhoͤret ward: Es hat fleisch angenommen Der ewge Gttes-sohn, Und ist herunter kommen Zu uns vom himmels⸗thron. Kyr. . Damit nicht wuͤrd verlohren Der mensch durch seine sůnd; Ist GOttes sohn gebohren Ein schwaches menschen⸗kind: Ja er ist gar auf erden Gleich einem knecht geacht, Daß wir hingegen werden Sein freyes volk gemacht. Kyr. 6. Weil wir GOtt widerstrebet Und dessen klarem wort; Hat er dafuͤr gelebet Gehorsam immer⸗ fort. Weil wir all' ausgeschritten, Mehr als man zaͤhlen kann; Hat er dafuͤr gelitten, Und voͤllig gnug gethan. Kyr. 7. Sehr hart ist er geschlagen Auf seinen heilgen leib; Auf daß mit seinen plagen Der satan von uns bleib. Es ist von ihm geflos⸗ sen Sein rosinfarben blut, Das er darum vergossen, Daß es uns komm zu gut. Kyr. 8. Sein haupt hat auch erdul⸗ 1I. Dis sollen wir wol fassen Zum trost in aller noht, Und uns nicht schrecken lassen Sund, teu⸗ fel, hoͤll und tod: Denn Christus ist gestorben Fuͤr aller menschen schuld, Dadurch er uns erworben Des vaters lieb und huld. Kyr. I32. Drum wollen wir dich lo⸗ ben, Gott vater, sohn und geist, Daß du vom himmel oben Uns solche gnad erweist: Gib, daß wir boͤses meiden, Gern helfen jeder⸗ mann, Geduldig seyn im leiden, Wie Christus selbst gethan. Ky⸗ rie eleison, Christe eleison, Kytie eleison. wir arme suͤnder I 1 3. Unsre missethat, Darinn wir empfangen Und ge⸗ bohren sind, Hat gebracht uns alle In so grosse noht, Daß wir unter⸗ worfen Sind dem ewgen tod. Kyrie eison! Christe eleison, Kuyrie eleison! 2Z. Aus dem tod wir konnten Durch unsre eigne werk Nimmer det Die scharfe dornen⸗eron Fuͤr werdꝰ'n errettet; Die sunde war zu uns, die wir verschuldet Viel mar⸗ stark. Daß wir wuͤrdꝰn erloͤset, So ter, schmach und hohn. Er hat gar konnts nicht anders seyn, GOttes nicht gescheuet Am ereuz die 96 sohn mußt leiden Des todes bittre des⸗pein, Daß wir dadurch be⸗ pein. Kyr. freyet Vom andern tode seyn. 3. So nicht waͤre kommen Chri⸗ Kyr. stus in die welt, Und an sich ge⸗ 9. Durch solche wunder⸗guͤte nommen Unsre arm' gestalt, Ind Hat GoOtt der ganzen welt Sein fuͤr unsre sünde Gestorben willig⸗ vaͤterlich gemuͤhte Beweglich vor⸗lich; So haͤtt'n wir muͤssen wer⸗ gestellt: Wie er sonst nichts begeh⸗ den Verdammet ewiglich. Kyr. re, Als daß der suͤnder sich Durch 4. Solche grosse gnade Und vaͤ⸗ JEsum Christ bekehre, Und lebe terliche gunst Hat uns GOtt erzei · ewiglich. Kyr. get Ganz und gar umsonst, In 10. Wenn wir vor GOtt nun Christo seinem sohne, Der sich ge⸗ treten, Und fallen ihm zu fuß, In geben hat In den tod des ereuzes, Christi namen beten Mit wahrer Zu unsrer seligkeit. Kyr. reu und buß; So ist die sünd verge⸗ L. Deß sollen wir uns troͤsten ben, Die Adam auf uns bracht: sund und tod Und ja nicht ver⸗ IIIIFPFPFPPTPTPTTSTQTC 6⁵ Von dem Leiden und Sterden JEsu. —————— verzagen Für der hoͤllen⸗glut 3 Deun wir sind errettet Aus allr gefaͤhrlichkeit Durch Christum unsern HErren, Gelobt in ewig⸗ keit. Kyr. 6. Darum woll'n wir loben Und danken allezeit Dem vater und dem sohne, Und dem heilgen geist; Und bitten, daß sie wollen Uns retten in gefahr, Und lassen uns stets bleiben Bey seinem heil⸗ gen wort. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison hriste, du lamm 114. C Gottes, Der du traͤgst die suͤnde der welt, Erbarm dich unser! 2. Christe, du lamm GOttes ꝛe. Erbarm dich unser: 3. Christe, du lamm GOttes, ꝛc. Gib uns deinen frieden: Amen. 7 lamm GoOttes. un⸗ I 1 5. schuldig Am stamm des ereuzes geschlachtet, Allzeit gefunden geduldig, Wiewol du wurdest verachtet: All' sund' hast du getragen, Sonst muͤßten wir verzagen; Erbarm dich unser, o IEsu: 2. O lamm GOttes unschul⸗ dig ꝛe. Erharm dich unser, o JE⸗ su! 3. O lamm GOttes! unschui⸗ dig ꝛc. Gih uns deinen frieden, o JEsu! Mel. O alsche r 20. alsche treu! O .— 6.0 heucheley! Ist das nicht sund und schande? IEsum will man dulden nicht In dem lebens⸗lande. 2. Suͤnd, hoͤll und tod, Ja see⸗ len⸗ noht Mit dem er loͤser kaͤm⸗ pfen, Wollen/ihrer meinung nach, Seine gottheit daͤmpfen. den, Speyen ihm ins angesicht, Doppeln pein und leiden. 4. Zu spott und hohn Sie eine eron Aus scharfen dornen flechten, Setzen solche auf das haͤupt JEsu des gerechten. 8. Ja, was noch mehr, Sie geis⸗ seln sehr, Durchbohren und durch⸗ pfriemen Meinen JEsum, daß sein leib Voller wunden⸗striemen. 6. Es wird auch nicht Vor dem gericht Ihr haß und neid geschlich⸗ tet, Bis sie durch des ereuzes pein JEsum hingerichtet. 7. Laß, JEsu! mich Zeitlebens dich Mit meinem herzen fassen, Und mich auf dein theures blut Festiglich verlassen. 8. Mein suͤnden ⸗leid, Mein' uͤppigkeit Hat dich so hart gepla⸗ get: JIEsu meine missethat Hat dich angeklaget. 9. Hilf, GOttes lemm: Mein braͤutigam Dureh deine gnad und gůte, Daß ich forthin beßre mich, Und für suͤnden huͤte: 10. Und denn allein Auf deine pein, Auf dein so schweres leiden Mag gesegnen diese welt/ Und von hinnen scheiden. Mel. IEsu meines lebens leben JEsu! der du wollen 11—X buͤssen Fuͤr die sůn⸗ den aller welt, Durch dein theures blut⸗vergiessen; Der du dich hast dargestellt Als ein opfer fuͤr die suͤnder, Die verdammten Abams⸗ kinder: Ach! laß deine todes⸗pein Nicht an mir verlohren seyn. X. Rette mich durch deine pla⸗ gen, Wenn mich meine suͤnde plagt. Laß, ach! laß mich nicht verzagen, Weil du selbst fuͤr mich gezagt. Hilf, daß mich dein angst⸗ schweiß kuüͤhle, Wenn ich drang⸗ sals⸗hitze fuͤhle. Ach! laß deine 3. Die freche schaar Gant os⸗ fenbar Den zarten leib entklei⸗ todes⸗pein Nicht an mir verloh⸗ ren seyn. 3. Mache IN 2 .... — +—— —— —— ins angest leiden. hohn Gth dornen flehz 36 nut I7 nehr, Sitg hren und dan Wsumm/ densstriem nicht Varz dneid gescht des ekenzez . lich geitlh herzen sis theutes i. leid, M so hart geyb hissethat H. mm. M eint gnad i hin beßre m e: ö eim Muf des chihereb eidt helt, Und vo lebens lel der du wol Für dies ch dein theh Net du dich Nopfet fit mmten Moil eine todeng Hren seht, urch deili; meile s laß micht. selbt fit v mich dean enn ich dih A TH 0 dit vel 3. M Von dem Leiden und Sterben JEsu. 6² 3. Mache mich durch deine bande Von des satans banden frey. Hilf, daß dein' erlittne schande Meine eron und ehre sey. Trost der seelen! heil der erden Laß mich nicht zu schanden wer⸗ den. Ach: laß deine ꝛe. ö 4. Rede durch dein stilleschwei⸗ gen, Liebster JEsu! mir das wort, Wenn mich suͤnden uͤberzeugen Und verklagen fort und fort: Wenn mein boͤs gewissen schreiet, uUnd mir mit verdammniß draͤuet. Ach! laß deine ꝛc. . Laß mich freuden⸗rosen bre⸗ chen, Liebster JEsu, meine zier Von den dornen, die dich stechen. JEsu! nahe dich zu mir, Croͤne mich mit huld und gnade, Daß kein suůnden⸗dorn mir schade. Ach. laß deine ꝛc. 6. Heile des gewissens striemen, Nimm von mir der schmerzen last, Durch die geisseln, durch die rie⸗ men Welche du gefuͤhlet hast; Daß ich boͤser knecht der suͤnde, Satans stricke nicht empfinde. Ach! laß deine iꝛe. 7. Ach! laß deine tiefe wunden Frische lebens ⸗brunnen seyn, Wenn mir alle kraft verschwun⸗ den, Wenn ich schmacht' in seelen⸗ pein. Senk in abgrund deiner gnaden Alle schuld, die mich bela⸗ den. Ach: laß deine ꝛc. 8. Ach! zerbrich des eifers ruhte, Ach! erzeige gnad und huld. Tilge doch mit deinem blute Meine schwere suůnden⸗Ächuld. Laß mich in der angst der suͤnden Ruh in dei⸗ ner seite finden. Ach! laß deine ꝛc. 9. Hilf, daß mir dein duͤrsten nuͤtze, Das am ereuze dich geplagt. Wenn ich lechze, wenn ich schwitze, Wenn gewissens⸗angst mich nagt; Laß mich deines dursts geniessen, Laß mir lebens⸗stroͤme fliessen. Ach! laß deine ꝛe. 10. JIEsu! komm, mich zu be⸗ freyen, Durch dein lautes angst⸗ geschrey. Wenn viel tausend sůn⸗ den schreien, Ach! so steh mir ar⸗ men bey. Wenn mir wort und sprach' entfallen, Laß mich sanft von hinnen wallen. Laß mir deine todes⸗pein Leben, heil und him⸗ mel seyn. Mel. 8. JEsus meine zuversicht. IEsu, wahrer GOttes 1 8.J sohn! Der den tod fuͤr uns erlitten, Und durch mar⸗ ter, spott und hohn Mir die selig⸗ keit erstritten: Ach! laß deine angst und pein An mir nicht ver⸗ lohren seyn. 2. Meine suͤnd und missethat Ist die ursach deiner plagen. Sie, ach sie ist, die dich hat So gegeisselt und geschlagen: Sie ist, die dir, o mein GOtt: Zugezogen alle noth. 3. Daß du heisses blut ge⸗ schwitzt, Daß du grausamlich ge⸗ bunden, Daß die dornen dir geritzt So viel striemen, so viel wunden, Daß dein spottet jedermann: Das hat meine schuld gethan. 4. Daß ein schnoͤder knecht dich schlaͤgt, Daß die geissel dich zer⸗ schmeisset; Daß man dir ein ereuz auflegt, Das dich fast zur erden reisset, Ja, zulezt am schaͤdel⸗ ort Haͤnd und fuͤsse dir durchbohrt: . Daß, als einen fluch der welt, Man dich an das ereuz aufhenket, Und, als dich der durst befaͤllt, Mit vergalltem essig traͤnket, Daß man hart verfaͤhrt mit dir: Dieses al⸗ les koͤmmt von mir. 6. Ich bin schuld, daß GOttes grimm Und gerichte dich umfas⸗ sen, Daß du schreist mit starker stimm, Klagest dich von GOtt ver⸗ lassen. HErr! du leidest todes⸗ pein, Daß ich moͤge dent seyn. 7. O der uͤbergrossen treu Dis koͤmmt alles mir zu gute: Nun bin ich mit GOT aufs neu Ausge⸗ E 2 soͤhnt 68 Von dem Leiden und Sterben JIEsu. soͤhnt in Christi blute, Der mir, statt der hoͤllen⸗auahl, Oeffnet izt den himmels⸗saal. 8. Heiland! sieh/es kͤmmet hier Eine sehr geplagte seele, Suchet ruh und trost bey dir Und in dei⸗ ner wunden⸗hoͤle; Wie ein vogel in der flucht, Der sich einen fel⸗ sensucht 9. Da will sie in deine seit, Als in einen fels, sich legen, Wo sie sicher und befreyt Von den harten donner-schlaͤgen, Von der feinde list und macht/ Die sie in die flucht gebracht. 10. O HErr IEsu: nimm sie auf Mit getreuen vater⸗haͤnden. Und wenn sie den harten lauf Die⸗ ses lebens wird vollenden; So gib ihr, fuͤr alles leid, Die gewuͤnschte seligkeit. enn meine suͤnd'n II 9. W mich kraͤnken, O mein HErr JEsu Christ! So laß mich wol bedenken, Wie du gestor⸗sch ben bist: Und alle meine schulden⸗ last Am stamm des heilgen ereuzes Auf dich genommen hast. z2. O wunder ohne maassen, Wenn mans betrachtet recht. Es hat sich martern lassen Der HErr fuͤr seine knecht; Es hat sich selbst der wahre Gott Fuͤr mich ver lohr⸗ nen menschen Gegeben in den tod. 3. Was kann mir denn nun scha⸗ den Der suͤnden grosse zahl? Ich bin bey GOTT in gnaden, Die schuld ist allzumahl Bezahlt durch Christi theures blut; Daß ich nicht mehr darf fuͤrchten Der hoͤl⸗ len quahl und glut. 4. Drum sag ich dir von herzen Jezt und mein lebelang Fuͤr deine pein und schmerzen, O JIEsu! lob und dank: Fuͤr deine Rot und angst⸗geschrey, Fuͤr dein unschul⸗ dig sterben, Fuͤr deine liebꝰ und . HErr laß dein hitter leiden Mich reizen für und fuͤr, Mit al⸗ lem ernst zu meiden Die suͤndliche begier: Daß mir nicht komme aus dem sinn, Wie viel es dich geko⸗ stet, Daß ich erloͤset bin. 6. Mein ereuz und meine pla⸗ gen, Sollts auch seyn schmach und W spott, Hilf mir geduldig tragen: W Gib, o mein HErr und GOtt! Daß ich verleugne diese welt, Und folge dem exempel, Das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern uͤben, Was du an mir gethan, Und mei⸗ nen naͤchsten lieben, Gern dienen jedermann Ohn eigennutz und heuchler⸗schein, Und, wie du mir erwiesen, Aus reiner lieb' allein. 8. Laß endlich deine wunden Mich troͤsten kraͤftiglich In mei⸗ nen lezten stunden, Und deß versi⸗ chern mich: Weil ich auf dein ver⸗ dienst nur trau, Du werdest mich annehmen, Daß ich dich ewig au. Mel. Christus der uns selig ꝛe. 20. Judt meiner seelen licht, Ursprung mei⸗ ner freuden, Meines herzens zu⸗ versicht! Nimm doch fuͤr dein lei⸗ den Dieses schlechte dank⸗lied an, ind N Rssig HA — i So viel meine seele Immermehr IU dir bringen kann, In der schwach⸗ heits⸗ hoͤle. 2. Ich erweg es hin und her, Was dich doch bewogen, Daß du so viel herz-beschwer Ueber dich gezogen: Da du angst, gewalt und noht/ Schlaͤg und hohn in banden, Laͤsterungen, ereuz und tod Wil⸗ lig ausgestanden. ů GOttes wolgewogenheit, Vater⸗lieb' und guͤte Deines her⸗ zens freundlichkeit, Und dein treu Wn gemuͤhte, Hat dich darum dahin bracht, Daß kein mensch verzagte, Wenn — in hitter daj für, Mi Defündi 7 Ies dichgh it hin. ö und meinen n schnaghn duldig tray⸗ kt und G0 diest welt.x „Das dun i andern i Han, und „Gern dien eigennug in / wie dun et lieb'all eine wunde glich In me Und deß verf h auf dein ve werdest m ich dich ehj —— ns selig te. heinet seele lrsprung mii es hertens fuͤt deing donkliedg e Imermg Iudet schuut hin und l ogen, Daß) het Uehergl g getzalto hn in balde und tod N IRogethe tt/ Dinnee „undbeinth haruntdahs erzaht sch 900 Von dem Leiden und Sterben IJEsu. 00 Wenn der suͤnden meno' und macht Die gewissen naͤgte. 4. O du wunderbarer raht, Den man nie ergruͤndet! O der uner⸗ hoͤrten that, Die man nirgends findet! Was der mensch/der erden⸗ knecht, Trotziglich verbrochen, Wird an GoOtt, der doch gerecht, Grausamlich gerochen. . Meine schnoͤde lust-begier 990 dich so zuschlagen, Diese rankheit hab ich dir, VEsut aufge⸗ tragen. Meine schuld und misse⸗ that Hat dich so verbuͤrget, Bis sie dich auch endlich hat Jaͤmmerlich erwuͤrget. 8 6. Alle strafe, die mich hat Bis zum tod gebunden/ Liegt auf dir an meiner statt: Und durch deine wunden Wird uns fried und heil gebracht; Drum will mir gezie⸗ men/ Deine starke liebes⸗macht Ewig lich zu ruͤhmen. 19— 7. Laß doch, diese freudigkeit Gleichfalls mein gewissen Gegen angst/ und noht und streit Kraͤftig⸗ lich geniessen: JEsu,/ meiner seelen hort! Treib durch deine schmerzen Meine seelen⸗angst hinfort Fern aus meinem herzen. 8. Laß mich, wenn ich dich er⸗ blickt, So bald gnade finden, Als mein her ze schnell erschrickt Ueber straf und sünden. JEsu! sieh, ich falle dir Mit wahrhafter busse, Und mit besserungs⸗begier Glau⸗ bens⸗voll zu fusse. 9. Nun ich weiß, worauf ich bau, und bey wem ich bleibe, Wes⸗ sen fuͤrsprach ich vertrau, Und an wen ich glaͤube. JIEsu! du bist es allein, Der mich haͤlt und schuͤtzet; Wenn gleich alle hoͤllen⸗ꝛein Auf mich schießt und blitzet. 10. Ich will, weil ich mit dir frey Werd im himmel erben, HErr! in deinen armen treu Leben und Sieh, dein braͤutigam und hirt, JEsus, ist erstanden. 121 IJEsu, meines lebens „ leben, JIEsu, meines todes tod! Der du dich fuͤr mich ge⸗ geben In die tiefste seelen⸗noht, In das aͤuserste verderben, Nur, daß ich nicht moͤgte sterben; Tau⸗ send⸗tausendmahl sey dir, Liebster IJEsu! dank dafuͤr. z. Du, ach! du hast ausgestan⸗ den Laͤster⸗reden, spott und hohn, Speichel, schlaͤge, strick und ban⸗ den, Du gerechter GOttes⸗sohn! Mich elenden zu erretten Von des teufels suͤnden⸗ketten. Tausend⸗ tausend ꝛc. 3. Du hast lassen wunden schla⸗ gen, Dich erbaͤrmlich richten zu, Um zu heilen meine plagen/ Und zu setzen mich in ruh: Ach! du hast, zu meinem segen, Lassen dich mit fluch belegen. Tausend⸗tausend ꝛe. 4. Man hat dich sehr hart ver⸗ hoͤhnet, Dich mit grossem schimpf belegt, Und mit dornen gar geeroͤ⸗ net: Was hat dich darzu bewegt? Daß du moͤgtest mich ergetzen, Mir die ehren⸗eron aufsetzen, Tausend⸗ tausend ꝛe. d. Du hast wollen seyn geschla⸗ gen Zu befreyung meiner pein; Tälschlich lassen dich anklagen, Daß ich koͤnnte sicher seyn. Daß ich moͤgte trostreich prangen, Hast du ohne trost gehangen. Tausend⸗ tausend ꝛ·c 6. Du hast dich in noht gestecket, Hast gelitten mit geduld, Gar den herben tod geschmecket, Um zu buͤssen meine schuld. Daß ich wur⸗ de los gezaͤhlet, Hast du wollen seyn gequaͤhlet. Tausend⸗tausend⸗ mahl ꝛc. 7. Deine demuht hat gebuůsset auch sterben; Bis man froͤlich sa⸗Meinen stolz und uͤbermuht. Dein gen wird Nach den todes⸗banden: tod meinen tod versuͤsset: Es E 3 koͤmmt 2 Von de koͤmmt alles mir zu gut. Dein ver⸗ spotten, dein verspeyen Muß zu ehren mir gedeyen. tausend ꝛe. ö 8. Nun ich danke dir von her⸗ zen, IEsul! fuͤr gesammte noht/ Fuͤr die wunden, fuͤr die schmerzen, Fuͤr den herben bittern tod, Fuͤr dein zittern, fuͤr dein zagen, Für dein tausendfaches plagen: Fuͤr dein ach und schwere pein Will ich ewig dankbar seyn. Mel. Aus Wnt. n ich 0 rr JEsul deine ang 12 2. Hus pein Und dein be⸗ truͤbtes leiden Laß mir allzeit vor augen seyn„ Die suͤnden zu ver⸗ meiden. Laß mich an deine grosse st noht, Und deinen herben bittern tod, Dieweil ich lebe, denken. 2. Laß deiner seelen hoͤllen⸗ quahl, Dein' angst und blutig schwitzen, Und uͤbrig elend allzu⸗ mahl, Darin du mußtest sitzen, Mir oftermahlen fallen ein; Und eine starke warnung seyn Fuͤr sund und missethaten. 3. Die wunden alle, die du hast, Hab ich dir helfen schlagen, Auch meine grosse suͤnden⸗last Dir auf⸗ gelegt zu tragen. Ach liebster hei⸗ landschone mein, Laß diese schuld vergessen seyn, Laß gnade fuͤr recht gehen. 4. Du hast verlassen deinen thron, Bist in das elend gangen; Ertrugest schlaͤge, spott und hohn, Mußt an dem ereuze hangen; Auf daß du fuͤr uns schafftest raht, und unsre schwere missethat Bey Gott versoͤhnen moͤgtest. 6. Drum will ich jezt zur dank⸗ barkeit Von herzen dir lobsingen: Und, wenn du mich zur seligkeit Dereinsten wirst hinbringen, Will ich daselbst dich noch vielmehr, Zusammt dem ganzen himmels⸗ heer, Dort ewig dafuͤr loben. Von dem Leiden und Sterben JEsu. tes. O suͤsses lamm! was soll 5. HErr JEsu deine augst und pein, Und dein betruͤbtes leiden Tausend⸗ Laß meine lezte zuflucht seyn, Wenn ich von hier soll scheiden; Und hilf, daß ich,durch deinen tod, Fein sanft beschliesse meine noht/ Und selig sterbe, amen. Mel. HErr GOtt der du erforsch. in laͤmmlein geht und 12 3.C traͤgt die schuld Der welt und ihrer kinder: Es geht und buͤsset in geduld Die suͤnden aller suͤnder: Es geht dahin, wird matt und krank: Es giebt sich auf die wuͤrge⸗bank, Entzieht sich aller freuden. Es nimmet an schmach, hohn und spott, Angst, wunden, riemen, ereuz und tod, Und spricht: ich wills gern leiden. 2. Das laͤmmlein ist der grosse freund, Der heilaͤnd unsrer see⸗ len, Den Gott, der uns als sün⸗ dern feind, Zum mittler wollen waͤhlen: Mein kind. sprach er/geh, nimm dich an Der kinder, die ich ausgethan Zur straf und zornes⸗ ruhten: Die straf ist schwer, der zorn ist groß; Du kannst und sollt sie machen los Durch sterben, pein und bluten. 3. Leg auf, sprachst du von her⸗ zens⸗grund, Mein vater! ich wills tragen: Mein wollen haͤngt an deinem mund, Mein wirken ist dein sagen. O wunder⸗lieb', o lie⸗ bes⸗macht! Du kannst/was nie ein mensch gedacht, GOtt seinen sohn abzwingen. O liebe, liebe! du bist stark, Du streckest den in grab und sarg, Vor dem die felsen springen. 4. Du marterst ihn am ereuzes⸗ stamm Mit naͤgeln und mit spies⸗ sen: Du schlachtest ihn als wie ein lamm: Machst herz und adern fliessen, Das herze von der seuf⸗ zer kraft, Die adern von dem ed⸗ len saft Des vurpur⸗rohten bich dir — UHH . WM. U Wn Alh WH AA. ANAt WII Pohiz H1HH⁹ E. Raler IIH hut M N -UH —0²39 Whiung 6 eine anghit rübtes Leh uflucht s soll schehe dch deitenth se meine uuj ien. ——— er duttsn nlein gehtu e schuld i kr:Es gehtin 4 sünden h Hll wirdmu ht sch aufh zieht sich ali t an schmac Hs„ wunder bd// I ileiden. ist der groft dunsrer see uns als sün sittlet wolln sorach ergh indet, die i H4 schthet, del inst und solt sterben, pen du von heh tet lich rih len häͤngt in wikken ͤlieb/ols sst, was netn it seineusth liebe: duhs in grabil Ren sptingt Von dem Leiden und Sterben JEsu. 7 dir Dafuͤr erweisen, daß du mir Erzeigest so viel gutes 0. Mein lebetage will ich dich Aus meinem sinn nicht lassen. Dich will ich stets, gleich wie du mich,Mit liebes⸗armen fassen. Du sollt seyn meines herzens licht; und wenn mein herz in stuͤcken bricht, Sollt du mein herze blei⸗ ben. Ich will mich dir, mein hoͤch⸗ ster ruhm! Hiemit zu deinem Hen Auf ewiglich verschrei⸗ en. 6. Ich will von deiner lieblich⸗ keit Bey nacht und tage singen, Mich selbst auch dir zu aller zeit Zum freuden⸗opfer briugen; Mein bach des lebens soll sich dir, Und deinem namen, fuͤr und fuͤr In dankbarkeit ergiessen: und was du an mir hast gethan, Das will ich stets, so tief ich kann, In mein gedaͤchtniß schliessen. 7. Erweitre dich mein herzens⸗ schrein! Du sollt ein schatz⸗ haus werden Der schaͤtze, die viel grösser seyn Als himmel, meer und erden. Weg, ehr und stand der eitlen welt! Weg reichthum, gold und alles geld. Ich hab ein bessers fun⸗ den: Mein grosser schatz, HErr JEsucChrist: Ist dieses, was geflos⸗ sen ist Aus deines leibes wunden. 8. Das soll und will ich mir zu nutz Zu allen zeiten machen: Im streite soll es seyn mein schutz, In traurigkeit mein lachen: In froͤ⸗ lichkeit mein saiten⸗spiel. Und wenn mir nichts mehr schmecken will, Soll mich dis manna speisen. Im durst ists meine wasser⸗quell, In einsamkeit ists mein gesell, und mein gefaͤhrt auf reisen. +˙. Was schadet mir des todes gift? Dein blut ist ja mein le⸗ ben: Wenn mich des ereuzes hitze trifft, Kann mir es schatten ge⸗ ben. Setzt mir der schmerz der schwermuht zu; So find ich bey dir meine ruh, Als auf dem bett ein kranker: Und wenn des ereuzes ungestuͤm Mein schifflein treibet uͤm und uͤm; So bist du, HErr! mein anker. 28 10. Wenn endlich ich soll treten ein In deines reiches freuden: So laß dein blut mein purpur seyn, Ich will mich darein kleiden. Es soll seyn meines hauptes eron, In welcher ich will vor den thron Des hoͤchsten vaters gehen, Und dir, dem er mich anvertraut, Als eine wolgeschmuͤckte braut, An deiner seite stehen. Mel. s. JIEsus Handn ꝛc· iebster heiland! du I 24.L bist mein, Ach! so schenke mir dein leiden. Ich muß mit gestorben seyn,“ Und dein tod gehoͤrt uns beiden: Darum rechne mir es an, Was du selber hast ge⸗ than. Roöm./ s. ö z. Tod und hoͤlle macht mich heiß: Hilf doch ihren rachen stoy⸗ fenz Und von deinem todes⸗schweiß Gib mir die blut⸗rohte troyfen, Daß sie kuͤnftig auch einmahl Lin⸗ dern meine todes⸗quahl. 3. Nimm die ketten und das band, Wenn mich meine feinde binden: Und zerreiß mit starker hand Das gefaͤngniß meiner suͤn⸗ den: Daß ich ewig los und frey Von der suͤnden knechtschaft sey. 4. Caiphas und dessen raht Su⸗ chen lauter falsche klagen: Was mein herz verbrochen hat, Will ich ungezwungen sagen. Hilf mir nur zu deinem thron, O du grosser Gottes sohn! c. Petri mund verleugnet dich; Aber uus wirst du bekennen. Gib, daß ich mit wahrheit mich Mag nach deinem namen nennen: Und daß ich mag ganz allein Dein und keines andern seyn. 6. O du wunder der geduld! E 4 Wende Von dem Leiden und Sterben JEsu Wende von mir GOttes rache. Mel. O GOtt du frommer ꝛc. Du, du leidest ohne schuld, Hilf ein JEsus wird doch meiner boͤsen sache, Und ver⸗ I 26.M ein fluch, Bringt tritt mich im gericht, Wenn mir uns dadurch den segen, Traͤgt des GoOtt das urtheil spricht. gesetzes straf Und schuld um un⸗ 7. Zuͤchtige mein fleisch und sert wegen. Er opfert sich GOtt blut, Wie sie dich mit geisseln guf Zum lieblichen geruch, An schlagen. Croͤne mich mit deinem dem verfluchten hol: Mein JE⸗ gut, Hilf mir auch mein ereuze tragen, Und so oft ich denk an dich, Laß mich weinen uͤber mich. 8. Stille allen meinen schmerz, Weil du ihn bereits empfunden. Labe mein verschmachtet herz, Heile mich durch deine wunden. Wasche mich mit deinem blut: Creuzige den boͤsen muht. 9. Mein GOtt! mein GOtt! laß mich nicht, Ich befehl am lez⸗ ten ende, Mit gewisser zuversicht, Meinen geist in deine haͤnde. Hilf mir sagen: gute nacht, GOtt sey lob! es ist vollbracht. Mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛe. u, brunnquell aller 12 5. Dlede! Gabst dich aus liebes⸗triebe Fuͤr uns in tiefe noht: Du wolltest blut und leben Fuͤr uns zum opfer geben, Uns zu erretten von dem tod. 2. Du liebtest die gemeine, And machtest sie ganz reine Von suͤn⸗ den durch dein blut. Du heilig⸗ test die seelen, Die dich zum schatz erwaͤhlen, Durch diese theure le⸗ bens⸗fluht. 3. Ach! laß dein heilig leiden Auch unsre seelen kleiden Mit schmuck der heiligkeit. Laß deinen geist und gaben Auch unsre her⸗ zen laben, In wahrer glaubens⸗ freudigkeit. 4. Die alte lust der suͤnden Hilf uns nun uͤberwinden, Als dein? erloͤste schaar: Da deine gnadꝰ er⸗ schienen; Gs stell uns, dir zu die⸗ Dar⸗ Voll neuer kraft und leben ar. sus wird ein fluch. 2. Sein segen ist nun mein, Er hat ihn mir erworben, Da er am ereuzes⸗stamm Fuͤr meine schuld gestorben. Es kann nun das gesetz Mich nicht vermaledeyn, Weil ich in Christo bin: Sein segen ist nun mein. 3. Gerechtigkeit und heil, Sein geist und dessen gaben Sind seines leidens frucht, Damit er uns will laben. Im glauben nehmen wir An diesem segen theil, In Christo finden wir Gerechtigkeit und heil. 4. HErr! mache mich gerecht. Errette meine seele, Daß fuͤr den segen ich Ja nicht den fluch erwaͤh⸗ le. Weil du mich hast erloͤst, Laß mich der sůnden knecht Nicht blei⸗ ben; durch dein blut, HErr! mache mich gerecht. ö 4. Dein segen eroͤne mich, O IJEsu, meine wonne! Dein geist belebe mich, O meine lebens⸗ sonne! Gesegneter des HErrn! Geuß auf mich mildiglich Dein blut und dessen kraft; Dein segen eroͤne mich. Mel. Wer nur den 5650 GOtt ꝛc. ib, IEsu! wenn I 27. G mein herz erweget, Was uns das zeugniß deiner schrift Von deiner pein vor augen leget, Daß es den zweck des leidens trifft; Laß mich nur nicht die ju⸗ den schmaͤhn, Noch blos auf ihren frevel sehn. 2. Laß mich vielmehr mit weh⸗ muht fassen, Was dich in ihre wuht gebracht. Laß mich die — 0 schnoͤ⸗ 6 = — du ftonmeh Wüus U in 10 B tgeh, Erigh schulh m oufertschel hen geuch, Holh: Mh ist unmein rhen, Dahn ur meine st in nun dag aledeyn, Gein sthn und heilh E ben Gindsh amit et umy hen namen Heil, MEse biRI he mich gktech 6, Daß flt v den luchermi Hafferlhs,& ccht Mot bl I Hert ine wich/ Dein gat heine leben des HEnn ibiglic v6 t; Dein seh eben GOll EsI ul Herterwg Hniß deil ein bot auhl cl des lis nichtheñ los auf Htt nt t h in il und zwar von dessen innerlichem Seelen⸗Leiden. 23 schnoͤde suͤnde hassen, Die dir, HErr; alle noht gemacht, Und deren schweren fluch und last Du so voll angst getragen hast. 3. Fuͤrwahr du trugest alle schmerzen, Und nahmest unsre krankheit weg: Doch gehts den meisten schlecht zu herzen, Sie bleiben auf dein suͤnden⸗steg, Und ereuzigen dich immerhin Von neuem, mit verkehrtem sinn. 4. Laß mir dein bittres marter⸗ leiden, HErr JEsu! recht zu her⸗ zen gehn, Und mir so tiefe wunden schneiden, Die immer blutend of⸗ fen stehn; Bis von mir alle list und macht Des satans gaͤntzlich weggebracht. . Was wuͤrd es helfen, wenn ich sünge Von deinem leiden noch so viel; Und mirs doch nicht zu herzen druͤnge? Rechtschaffne buß ist hier das ziel: Bekehre mich, o starker held, Du heil und arzt der ganzen welt 6. Ich lege mich zu deinen fuͤs⸗ sen, Laß meiner augen thraͤnen⸗ bach Sich haͤufig und also ergies⸗ sen, Daß ein her⸗triefend weh und ach Um meine missethat ent⸗ springt, Und mir durch mark und seele dringt. 7. Laß mich mit allem ernste meiden, Was dir, mein heiland! nicht gefaͤllt. Ach! schaff durch deinen tod und leiden, Daß ich den mannt gefunden, Wenn sich des satans heer erregt: Dieweil ein solches herz verlacht, Woraus die welt ihr alles macht. 10. Ruhm, schoͤnheit, wollust, ehr und guͤter, Auch alle schaͤtze dieser zeit, Sind nur ein abgott der gemuͤhter, Die Christi ereuz und niedrigkeit Verachten, und dem zugethan, Was ihrem fleische schmeicheln kann. ö 11. Brich, JEsu! meinen boͤsen willen Durch das gedaͤchtniß dei⸗ ner quahl: Laß sie stoli, geit und wollust stillen. Dein blut⸗schweiß, angst und ereuzes⸗pfahl Ertoödt in mir, durch deinen geist, Was ir⸗ disch, falsch und suͤndlich heißt. vVon Jsu innerlichem Seelen⸗VLeiden. Mel. HErr GOtt 55. 90 erforsch. o gehst du nun, I 2 8.S o JEsu! hin, Dein leiden zu vollbringen. Du willt, erschricket gleich dein sinn, Selbst mit dem tode ringen. Du gehest hin, der suͤnden⸗last, So du auf dich genommen hast, Uns men⸗ schen zu entladen. Der angst am oͤlberg gehst du zu, Denn dadurch, heiland: trachtest du Zu heilen unsern schaden. 2. Du gehest uͤber kidrons⸗hach Mit schwermuhts- vollen tritten, sunden auf der welt Absterbe, und in fester treu Ein glied an deinem leibe sey. 8. Ach staͤrke stuͤndlich meinen glauben! Ach staͤrke mich im kampf und streit! Laß mir die feinde dich nicht rauhen, Noch meines glau⸗ bens heiligkeit. Ich weiß, ohn glauben kann man nicht Dich schauen, HErr!in deinem licht. 9. Wer deine striemen, schmach und wunden Mit reifer andacht uͤberlegt, Der wird nicht uͤber⸗ Den David auch mit weh und ach Bey schwerer zeit beschritten: Die juͤnger wandeln mit dir fort, Und gehn mit furcht an jenen ort, Wo du zu beten pflegest: Du willt da⸗ hin/ doch nicht allein, Die juͤnger sollen zeugen seyn, Was du fuͤr angst hie traͤgest. 3. Im garten zu Gethsemane War die betruͤbte stelle, Da traf dich solches ach und weh, Als waͤrst du in der hoͤlle. Du wurdest fuͤr entsetzen kaͤlt, Fielst auf die knie, und wolltest bald Fuͤr jammer leb⸗ E 5 los 24 Von dem Leiden und Sterben JEsu los werden. Du zittertest fuͤr grosser noht, nd warst betruͤbt bis in den tod: Dein blut⸗schweiß floß zur erden. 4. Du lagst auf deinem ange⸗ sicht Voll angst, die dich betroffen, Und riefst: mein vater! kann ich nicht Noch izt erleichtrung hof— fen? Mein vater, ach! ich fleh zu dir, Kanns seyn, so nimm den kelch von mir: Und soll ich ihn ja trin⸗ ken, Wolan, so soll dein wink ge⸗ schehn; Doch laß mich nicht fuͤr angst vergehn, Noch in der noht versinken. 5. Du suchtest huͤlf und trost fuͤr dich, Er war nicht abzusehen. Die juͤnger zwar vermassen sich Mit in den tod zu gehen: Du mahntest sie zum beten an; Doch kaum trat deine noht heran, So liegen sie im schlafe. Die schaar der feinde naͤhert sich, Und alle welt verlaͤsset dich; Du traͤgst al⸗ lein die strafe. 6. Den himmel jammert deine pein: In deinen groͤßten noͤhten Stellt sich ein engel bey dir ein, Muß dir zur seite treten. Den grossen schoͤpfer, der anizt Fuͤr see⸗ len⸗angst bluts⸗tropfen schwitzt, Muß ein ahruwan staͤrken. O GoOtt! hie sieht man hell und klar, Wie du so groß und wunderbar In allen deinen werken. 7. Und ach, mein heil! wie hat dir dis Doch wiederfahren koͤn⸗ nen? Weiß auch der fuͤrst der fin⸗ sterniß Wol eine schuld zu nen⸗ nen, Die er dir vorzuwerfen hat? Du kannst ja keiner missethat Von ihm beschuldigt werden; Dein rei⸗ nes herz ruft jedermann Zum zeu⸗ gen deiner unschuld an, Du hei⸗ ligster der erden · 8 Ich, ich, HErr! bin der suͤn⸗ den⸗knecht: Ich sollte blut⸗schweiß schwitzen, Ich sollte mit dem hoͤch⸗ Ich sollt in ewger quahl und pein Ohn alle huͤlf verlohren seyn; Und siehe, dein erbarmen Zieht dich, du grosser GOttes⸗sohn! Zu büssen fuͤr mich armen. 9. Wie kann dir nun mein schwa⸗ cher geist Die grosse treu bezaͤhlen, Die mir dein treues herz beweist? Wenn auch zu tausend mahlen Herz, zunge, mund und ton er⸗ klingt, Und dir ein ewig lob⸗lied singt, Sich dankbar zu erweisen, So laͤsset sich doch solche last, Die du fur mich getragen hast, Da⸗ durch nicht sattsam preisen. 10. Doch, JEsu! weil ich sonst nichts weiß; Tracht' ich nur auf der erde, Daß deines namens ruhm und preis Recht ausgebrei⸗ tet werde. Ich will dein theures lob erhoͤhn, Stets auf dein heilig vorbild sehn, Und dir gefaͤllig le⸗ ben. Der welt und sunde sterb ich ab; Ach! laß mich doch bis in mein grab Bestaͤndig darnach streben. Mel. Christus Ader; 3220 ꝛe. er ist der, der seine — 9. noht Hier so sehn⸗ lich klaget? Fuͤr betruͤbniß bis zum tod Ganz erbaͤrmlich zaget? Ach! bist du es, IEsu! nicht? Meiner seelen wonne, Meines herzens zu⸗ versicht, Meines lebens sonne! 2. Ja, ach freilich bist du der, Den ich sehe stehen, Wo man geht von salem her An des oͤlbergs hoͤhen, Voller angst und bangig⸗ keit/ Voller quahl und schmerzen, Die mit hoͤchstem weh und leid Sich gehaͤuft im herzen. ö 3. Aber! warum kraͤnkst du dich, O du trost der seelen? Was mag doch so jaͤmmerlich Deine seele quaͤlen? Aengstet dich des todes pein? Scheu'st du dich zu sterben? sten recht In einem pfule sitzen, Willt du nicht mehr mittler seyn, Uns heil zu erwerben? Herab vom hohen himmels⸗thron, n e Raui InHne u W HI. WA. W H1 7 hislig Mgr I; . hi W WU erlohren%0 Armen + Otteh s himmelzhn armen. un mein schy etten eah Sherhebch usend nas und tun ewig lobis iulerthest olche last, gen haf, A. Preiseh, Rheil ichs ich nur a ines nanh cht ausgeht dein thelh f dein hel ir gefaͤligl unde fethit ch his in mel lach freben. ins stlig u „ der seine itt so sehn niß bis zum aget! Ac t Meing Shetzens y n soent! hist du de o man ge des oͤbetz ind bangih schmerzen ind l f. istdudsch Wah nig Denne sal des lde Iuftthen! sstlet sey, 4. M und zwar von dessen innerlichem; Seelen⸗Leiden. 25 4. Ach! die schwere zornes⸗last, So nicht zu ergrunden, Die du auf dem halse hast, Nebst der menschen suͤnden, Martern deinen treuen sinn; Daß du voller zagen Trau⸗ rig gehest her und hin, Und fuͤhrst solche klagen. 6. So betruͤbt gehts auch da⸗ her, Wenn der tod beruͤcket Den, dem sein gewissen schwer, Das ihn guaͤlt und druͤcket. Ach! die sünde, die man weiß, Daß sie GoOtt will raͤchen, Macht so aͤng⸗ stig, bang und heiß, Wenn das herz soll brechen. 6. Zwar leidt IEsus solche guahl Nicht fuͤr seine sünden: Denn er konut' im himmels⸗saal Ewge freud empfinden: Sondern durch sein heilig blut Will er nur verwehren, Daß des hoͤchsten ei⸗ fer⸗glut Uns nicht soll verzehren. 7. Hinfort nun, wenn uns der tod Druͤckt und nagt am herzen, Und in lezter sterbens⸗ noht Haͤuft viel tausend schmerzen: So hat Christi traurigkeit Fuͤr uns uͤberwunden, Und fuͤr solches schwere leid Reichen trost ge⸗ funden. 8. Doch weil wegen fremder schuld JEsus voller zagen An dem oͤlberg hat erduldt Diese seelen⸗ plagen; Ey, so laßt uns in der zeit Uns fuͤr suͤnden hüten, Daß sie nicht in ewigkeit Im gewissen wüten: 9. Kraͤnkt die sůnde den so sehr/ Der sie nicht begangen? O wie wird sie mir vielmehr, Den sie haͤlt gefangen, Fuͤrchterlich und schrecklich seyn, Feig und zaghaft machen! Wenn sie zur gewissens⸗ pein Wird in mir erwachen. 10. Darum weich, o suͤnden⸗ nacht! Die ich ganz verlasse: Mei⸗ nes JEsu trauren macht, Daß ich dich nun hasse. JEsu! hilf, wenn ich forthin Deiner angst gedenke, Daß ich meines herzens sinn Stets zum guten lenke. ruschte Irwuͤnschter brunn⸗ I 3 O. E quell aller freuden, Wirst du mit traurigkeit erfuͤllt? Muß deine zarte menschheit lei⸗ den, Daß schrecken aus dem herzen quillt, Und wie ein strom, der uͤberfliesset, Sich durch die bange brust ergiesset? 2. Du wußtest nichts von truͤ⸗ ben stunden In deines vaters sanf⸗ tem schooß. Von schmerzen, die dich jezjt gebunden, War deine gottheit frey und los. Es war dein selig freuden-leben Mit lauter licht und glanz umgeben. 3. Wie koͤmmt es denn, daß deine seele Jezt lauter angst und trau⸗ ren spuͤrt, Die doch mit trost⸗ und freuden⸗oͤle So uͤberschwenglich balsamirt? Wie darf das zittern und das zagen Sich an die freu⸗ den⸗quelle wagen? 4. So viele theure wahrheits⸗ zeugen Sieht man mit uner⸗ schrocknem muht Auf ihre schei⸗ ter⸗haufen steigen; Sie singen in der heissen gluht. Man sieht sie froͤlich, ohn entfaͤrben, In uner⸗ hoͤrter marter sterben. . Wie koͤmmts, daß deine glie⸗ der zittern, Unuͤberwindlich⸗gros⸗ ser held Daß schmerzen deinen leib erschuͤttern, Daß dich ein grausen uͤberfaͤllt? Kann dir der tod ein groͤsser schrecken, Als je⸗ nen maͤrtyrern, erwecken? 6. Ach ja, der tod, der dich um⸗ giebet, Ist gar von einer andern art. Der grimm, den er an dir veruͤbet, Ist mit des himmels zorn gepaart: Dein herz muß sei⸗ nen stachel schmecken, Daß er die glaͤub'ge nicht kann schrecken. 7. Du bist das lamm, das schuld und strafe Auf den gebeugten schul⸗ Von dem Leiden und Sterben JEsu schultern traͤzt: Der gute hirt, der fuͤr die schaafe Sein theures leben niederlegt. Du zahlst, als buͤrge, fremde schulden, Und mußt, was wir verdient, erdulden. 8. Drum faͤllt die angst auf dich alleine, Die allen suͤndern zuge⸗ dacht: Drum ist im mark und im gebeine Ein meer der traurigkeit erwacht, Das dich mit solchen wellen decket, Vor welchen leib und seel erschrecket. 9. Dis ist die ursach deiner kla⸗ gen: Das herz fließt uͤber durch den mund, Und macht sein schrek⸗ ken⸗volles zagen Durch schrecken—⸗ volle worte kund; Indem du von dir selbst gezeuget: Mein geist ist bis in tod gebeuget. 10. Ich will fuͤr solche liebes⸗ proben Dergleichen man noch nie gesehn, Dich, mein erloͤser! ewig loben, Werd ich vor deinem throne stehn. Indessen laß dein traurig ringen An mir erwuͤnschte fruͤchte bringen. Mel. Christus der uns selig ꝛc. immels ⸗ koͤnig I 3 I. H hoͤchster GOtt! Was wird mit dir werden, Daß du liegst voll angst und noht Be⸗ bend auf der erden; Daß dein ro⸗ sin⸗farben blut Durch dein antlitz dringet, Und ein engel trost und muht Dir, dem troͤster, bringet. 2. Du siehst vor dir so viel pein, So viel bittres leiden, Welches dir wird mark und bein, Leib und seel durchschueiden: Siehst, daß aller menschen schuld, Auch was ich verhrochen, Ernstlich, ohne gnad und huld, An dir wird gero⸗ en. 3. O wie sollte nicht dein her; Zittern, beben, zagen, Weil es schon des todes schmert Fuͤhlt, und alle plagen. Weil auf dich alleine faͤllt Alle last der sunden; Mußt du freilich, heil der welt Grosse pein empfinden. 4. Koͤnnt ich,liebster JEsu! doch Solches leiden mindern, Und bey diesem deinen joch Dein ermuͤden hindern! Koͤnnt ich doch, o GOt⸗ tes⸗lamm! Selbst ein theil mit tragen, Und wie du, mein braͤuti⸗ gam̃! Auch zugleich mit zagen. 5. Aber ach! ich armer wurm, Wollt ich mich erkühnen Gott in seinem eifer⸗sturm Selber zu versuͤhnen? Kann doch auch ein bruder nicht Fuͤr den andern ster⸗ ben, Und in jenem zorn⸗gericht Fuͤr ihn gnad erwerben. 6. Du, o HErr! bist in den tod Meinetwegen kommen; Hast aus liebe meine noht Ganz auf dich genommen: Du ergiebst dich wil⸗ lig drein, Deines vaters willen In so unerhoͤrter pein Gaͤnzlich zn erfuͤllen. 7. Ey! so hilf denn, suͤsser freund! Meiner armen seelen, Wenn der tod, der lezte feind, Sie mit furcht will quaͤlen. Laß mir deinen theuren schweiß Wol zu statten kommen, Wenn ich von dem erden⸗kreis Werde wegge⸗ nommen. Mel. Oin d haftb mtae⸗ Esu! du hast blut ge⸗ 1 3 2. schwitzet, Da des hoͤchsten eifer⸗gluht Dich in dei⸗ ner angst erhitzet: Buͤrge! du bezahlst mit blut; Es faͤllt von dir auf die erde, Daß ihr fluch getil⸗ get werde. Dieser wunderbare schweiß Bringt mir heil, dir ehr und preis. 2. Ach! was haben meine suͤn⸗ den Dir fuͤr arbeit, HErr! ge⸗ ö macht! Was fuͤr angst mußt du empfinden In der leiten trauer⸗ nacht! Doch du wolltest aus den ketten Aller angst mich ganz erret⸗ ten: „Heil dep nden. ftr Ieil udern um Dein erni doch 006 t iinheln u/ mein hu nit ngen armer dn kühnen ch em Sellz doch auh; en anderni ibrn=g rhen. bist in den ten; Haßt Hanz 30 ziebst dicht baters uil uGaͤnjlich denn, sis men seelh te fiind/& . laß U ijf Vol 3 un ich vor rde weghe —.—— ebens lebe hast hlutg et, Da d Dich in x Buͤrge! fallt vongz fluchgehl wundern heil/ dirh und zwar von dessen aͤuserlichem Leiden. 14. ten: Dein blut war das loͤse⸗geld Denn sonst muͤßten band und Fuͤr die sunden aller welt. 3. Gib, mein heiland! daß die muͤhe, Welche du an mir gethan, Und dein blutschweiß mich abtiehe Von der breiten sünden⸗bahn. Laß mich wider mich selbst kaͤm⸗ pfen Bis aufs blut: und hilf mir daͤmpfen Alle lust, die dich ver⸗ höͤhnt: Wer recht kaͤmpfet, wird geeroͤnt. ö 4. Laß mich deinen schweiß be⸗ denken, Den es dir gekostet hat, Mir die himmels⸗ruh zu schenken; Daß ich, auf dem tugend⸗pfad Stets zu wandeln, mich ergebe, Und dir, HErr! zu ehren lebe, Ja fuͤr deine liebes⸗treu Ewiglich dir dankbar sey. c. Fiel dein blut⸗schweiß auf die erde; So bin ich auch erd und thon. Gib, daß er ein thau mir werde In der hitzo gnaden⸗thron! Wenn mich suͤnden⸗angst will druͤcken; So laß ihn mein herz er⸗ quicken, Auch in herber todes⸗pein Meinen lebens⸗balsam seyn. Von dem aͤuserlichen Lei⸗ den IMsu. Mel. JEsu dmmes Laen 1 rommes lamm! dure I ö 3. dessen wunden Unser heil wird fest gesetzt: Ach. wie hart wirst du gebunden Und dein heil⸗ ger leib verletzt! Deiner henker strenge haͤnde Wissen in der wuht kein ende: Und du giebst mit stil⸗ lem sinn Dich in ihre fessel hin. 2. Mehr, als zehen legionen De⸗ rer, die um jenen thron Deines grossen vaters wohnen, Stehn be⸗ reit, o menschen⸗sohn! Deine ket⸗ ten zu zerschlagen, Deine feinde zu verjagen: Aber du verlaͤngst es nicht, Daß man deine bande bricht. 3. Du bist selber reich an staͤr⸗ ke, Kraft und allmacht wohnt bey dir; Aber hier in diesem werke Geht geduld der allmacht fuͤr: chlingen, Wie des Simsons stricke, springen, Und dein heller GOttes⸗strahl Stuͤrzen deiner feinde zahl. 4. Frommes lamm! um meinet willen Streckst du deine haͤnde dar: Um die schriften iu erfuͤllen, Laͤßt du von der frechen schaar Al⸗ len frevel an dir uben: Und dein unvergleichlich lieben Nimmt die fessel willig an, Die es doch ver⸗ meiden kann. 5. Alles, was du ausgestanden, Ist zu meinem trost geschehn: Und die schmach von deinen ban⸗ den Macht, daß ich kann ledig gehn. Da man dich gefangen füh⸗ ret, Bleib ich frey und unberuͤh⸗ ret; Weil du deiner ketten last Mir zu gut getragen hast. 6. Habe dank für diese guͤte: Gib nun deinen banden kraft, Und befreye mein gemuͤhte Ganz von schnoͤder sunden haft: Daß ich mich von ihren stricken Lasse nim⸗ mermehr beruͤcken; Daß ich, von der sůnde frey, Dir zum dienst ver⸗ bunden sey. 7. Laß in meinen lehens⸗tagen Den durch dich erloͤsten geist Keine andre bande tragen, Als die du mich tragen heißt: Bande dei⸗ ner furcht und liebe Legen meinem fleisches⸗triebe Deine liebes⸗seile an,/ Daß ich dir nachwandeln kann. 8. Soll ich einst die ehr erlan⸗ gen, Daß ich, deines geistes voll, Auch in andern fesseln prangen, Und fuͤr dich hie leiden soll; Ach! so laß mich in den banden, In ge⸗ faͤngniß, schmach und schanden, Ja in aller todespein Ein dir glei⸗ ches laͤmm lein seyn. Mel. Ich ruf 10 dir Neua 51 der is war die nacht der 13 4. Ofnteruih Die JE⸗ sum hart gedruͤcket: Er ward, r r 8 Von dem Leiden und Sterben IEsu er sich kuͤffen ließ, Verrahten und Wenn mir die fuͤnden schmes⸗ bestricket. Den HErren Christ zu fangen. Die falschheit grußt cheln, Empfind ich falscher zungen den treusten freund. Mit schwer⸗ tern und mit stangen, Voll ver⸗ langen Kam der ergrimmte feind, stich/ Und boͤser menschen heu⸗ cheln: So gönn' mir deinen treuen raht, Wenn trost in lei⸗ dens⸗stunden Ganz verschwun⸗ 2. O sanftmuht! die den suüͤn⸗ den: Komm, hilf mir in der that, der trug, Und nicht mit donner⸗Dich hab ich treu erfunden. keilen Den falschen mund zu bo⸗ 8. Man sucht mit fackeln in der den schlug; Leit mich in deinen nacht Dich, helle lebens⸗sonne! seilen. Du nimmst von Juda Mein herz, durch deinen glanz jenen kuß; Drum kannst du den erwacht, Verlangt mit deiner nicht hassen, Noch verlassen, Der wonne Und freundlichkeit erfuͤllt dich in wahrer buß Und glauben will umfassen. 3. HErr! ich zu seyn; Bis deine hand mit freu⸗ den Mich wird kleiden In stetem bekenn es, daß ich glanz und schein, Den nichts von oft In thoͤrichtem verlangen, Das ö mir soll scheiden. auf genuß des eitlen hofft, Die welt mit lieb' umfangen. Doch goͤnnst du Juda dein gesicht, Der list und trug veruͤbet, Dich betruͤ⸗ bet; Ach!l so verstoß den nicht, Der dich aufrichtig liebet. 4. Ich nahe mich, mein heil! zu dir/ Du heissest mich ja kommen: Ach! nimm den treuen kuß von mir, Du trost und heil der from⸗ men, Mein her; will dich, der suͤnder heil, Umarmen, doch mit schaͤmen, Buß und graͤmen: So soll den besten theil, Dich, nie⸗ mand von mir nehmen. 5. Ich halte dich: staͤrk meinen schluß, Dich nimmermehr zu las⸗ sen, Bis mich einst wird dein gna⸗ den⸗kuß In jenem reich umfassen: Wo sich stets treu und wahrheit kuͤßt, Wo nie die reinste freuden Von mir scheiden: Wo mir dein trost ver suͤßt, Was bitter war zu leiden. 6. Mein freund! fragst du den falschen feind: O warum bist du kommen? Du zeigst ihm, als ein seelen⸗freund, Wie leicht er aufge⸗ nommen, In lieb' umarmet wer⸗ den sollt; Im fall er nur mit reue Dich aufs neue Im glauben kuͤssen wollt: O welche huld und treue! . Nun dieser treu erinnre mich, Von dem Leiden Jesu vor dem geistlichen Gerichte. Mel. s. IEsus meine zuversicht. 7 as fuͤr schande, was 135 Wĩ für spott, Was für laͤstrung muß ertragen Gottes sohn, der wahre GOtt! Ach wie wird sein haupt zerschlagen! Der kein frevels⸗diener nicht. Allen schimpf und hohn bedenken ne der betruͤbten! kraͤnken: Ach! in dieser trauer⸗nacht Stuͤrmt auf dich der hoͤllen macht. 3. Dieses alles hast du zwar, Liebster heiland! ausgestanden Von der krieges⸗knechte schaar, Die dich hielt in harten banden; Aber bey der tyranney War ich armer mit dabey. 4. Strafe nicht in deinem ten, Hoͤre meines weinens stimm. Ach! wo bin ich hingerahten? Was hab ich an dem veruͤbt, Der mich doch so treu geliebt? 6. Hab ich zu der boͤsen rott Und zu spoͤttern mich gesellet: Ach so gib nunmehr, o GOtt! Daß dis ganz verbundnen augen licht Schont 06 6 4 Wad — — ö. + H Huhe ut z. Meine sinnen koͤnnen nicht Welche dich, o lebens⸗licht! Son⸗ Haflgn grimm Meine schwere missetha⸗ — . L 7— sunde 0 falcherh menshen nn' mit j enn ttytf enz vesthz Tmitinden 1exfundes nit facklußz e lehenes ch deinen ugt mit idlichkeit gj he handmnts leiden Mßt Den nicht. den Jesa en Orichtt neineuhersh sht schde/n sott. Baßs tragen Gol Ott! Ac: Hschlagen“ licht Scht licht. önnen nit ohn bedenke llicht! E anken: acht Stin macht. Hast du ihs ausgeftand nechtt schu arten dande uney Voh t in dee ere missch nn hingetastt betht, d liebt! Hehtott l. elt, A. ttl Daf h und zwar von dessen aͤuserlichem Leiden. 20 ganz sep abgeflellet. Hinfort halt frey Von dem spott⸗ und hohn⸗ ich mich zu dir, Treuer JEsu! hilf du mir. Von den falschen Zeugen wi⸗ Esn d 19 heil Len Mel. JEsu deine heilge wunden. 6 Talsche zeugen, falsche I 3 O zungen Klagen dich, mein JEsul an, Die man nur dazu gedungen, Die dem satan zuge⸗ than. Satan selbst verleumdte dich, Bis er schimpflich von dir wich: Und so hilfst du noch in schaden Dem der satan sucht zu aden. 2. Laß es mich, wie du, HErr! leiden, Wenn die hoͤse zunge sticht. Laß mich alles das vermeiden, Was ein luͤgner von mir spricht. Laß mich ohne heucheley, Voll ge⸗ rechtigkeit und treu, Wahrheit stets im munde fuͤhren, Und die zunge wol regieren. ö 3. Laß mich alle falschheit hassen, Laß mich, allen luͤgen feind, Das verleumden unterlassen; Daß mein mund der wahrheit freund Ist, und bleibt, und im gericht Nie ein falsches zeugniß spricht: Weil die falschheit unterlieget, Und die wahrheit endlich sieget. 4. JIEsu! wenn ich auch hier leide Falscher leute schand⸗ge⸗ dicht; Sey dein leiden meine freude. Muß ich dort vor dein gericht, Dem man nicht entgehen kann; Achl so sieh mich gnaͤdig an, Was mich dort koͤnnt' uͤberzeu⸗ gen, Laß durch dein verdienst, HErr! schweigen. Von Petri und Juda Sünden bey dem Ceiden JEsu. Mel. JEsu deine heilge wunden. 127 JWun wie war dir zu 137. inne, Da dein Pe⸗ trus, welcher dich Sehr geliebt vom anbeginne, So gar hart ver⸗ fluchte sich, Daß er nicht dein juͤn⸗ ger sey, Nur daß er sich machte gelaͤchter Jener rohen knecht und waͤchter? 2. Zwar man legte strick und bande Dir mit groͤßtem frevel an: Zwar man hat dir schmach und schande Ohne maagssen angethan: Backen⸗streiche, spott und hohn, JEsu! maͤrterte dich schon; Doch dich hat auch dis gequaͤlet, Daß dein juͤnger so gefehlet. 3. Doch dir giengen diese schmer⸗ zen, Die dir Petri fall gebracht, Nicht so sehr und tief zu herzen; Als die angst, so dir gemacht Ju⸗ das, das verlohrne kind, Dem die unerlaßne suͤnd Hier den tod, und nach dem leben Hoͤllen⸗guahl zum lohn gegeben. 4. Zwar hats Petrus grob ver⸗ sehen, Daß er seinen HErrn ver⸗ neint, Nur dem schimpfe zu ent⸗ gehen: Doch er gehet und beweint Diese sünde bitterlich, Und haͤlt sich allein an dich, Als durch den die sunder leben; Drum wird ihm die schuld vergeben. . Judas aber war vermessen, Gieng in seiner bosheit hin, Hat der wahren buß vergessen, Und ge⸗ raͤht auf solchen sinn, Daß er, als verstockt, verrucht, Deine gnade nicht mehr sucht, Endlich in ver⸗ zweiflung stirbet, Und an leib und seel verdirbet. 6. JEsu! hilf mir durch dein leiden, Deine bande, hohn und spott, Alle suͤnd und laster meiden Von jezt an, bis in den tod. Sollt ich aber mich versehn; Laß mit Petro mich gufstehn, Thraͤnen, so wie er/ vergiessen, Nicht mit Juda ewig huͤssen. Von JIEsu Leiden vor dem weltlichen Gerichte. Mel. Wer 60 335 2r80 SOtt. ö ebundner JEsu! je⸗ 12 8. ne stricke, Womit man Von dem Leiden und Sterben JEsu man dir die haͤnde band, Verspre⸗ selave, Der HErr, den erd und chen mir ein ewig gluͤcke, Und himmel ehrt: Hier duldet er die⸗ sind mir ein versichrungs⸗pfand, selbe strafe, Die sonst den knechten Daß ich nun von der selaverey zugehoͤrt: Hie laͤßt er mit dem fluch der erden Sein segens⸗haupt Der hoͤllen ganz erlöset sey. 2. Entbloͤßter JEsu! deiner glie⸗ der Bejammerns⸗ wehrte pein geeroͤnet werden. 3. Erzittre, seele! wenn du sie⸗ und schmach Giebt mir die ehre hest, Was an dem gruͤnen holz ge⸗ reichlich wieder, Die mir von Adam her gebrach. Ich bin bloß von gerechtigkeit, Drum wird dein spott mein ehren⸗kleid. 3. Gestaͤupter JEsu! jene schlaͤ⸗ ge, Die dein gestaͤupter ruͤcken fuͤhlt, Bezeugen, wenn ich sie er⸗ wege, Was schon auf mich war abgezielt. Ich sollt der schweren hoͤllen⸗pein Auf ewig unterworfen eyn. 4. Ach blutger IEsu! deine liebe Ist warlich groß, ja wunder⸗ groß! Du machst mich frey aus reinem triebe, Du deckst mich liebreich, da ich bloß. Ja du ver⸗ giessest nur dein blut, Mein hei⸗ land! mir, ja mir zu gut. . Geduldger JEsu! wenn ich leide, So gib mir auch durch dei⸗ ne huld, Daß meinen geist dein beyspiel weide, Und leit ihn lieb⸗ reich zur geduld; Daß er dir auf der schmerzens⸗bahn Mit stiller sanftmuht folgen kann. 6. Getreuer IEsu! wenn ich sterbe: So gib, daß ich den matten geist Mit deinem blute labꝰ und faͤrbe, Das dir die geissel jezt ent⸗ reißt. So geh ich ein zur ewigkeit, Wo mir kein leiden ferner draͤut. Mel. 9. Erwuͤnschter brunnquell. omm, seele! mit be⸗ 1 3 9. Krribten blicken, und schaue deinen braͤutgam an. Be⸗ trachte seinen blutgen rucken, Den man fuͤr blut nicht kennen kann. Komm her, die dornen zu erwegen, Die sich um seine schlaͤfe legen. 2. Hier stehet, wie ein armer schieht. Bedenke, wie du heimlich uch ze Wenn dich der himmel iu ich zieht. Hie wird der ruͤcke dem versehret, Der GOTT den 1 ruͤcken nie gekehret. 4. Dein eitles haupt traͤgt manche erone, Die es do demuht⸗-voll Vor deines schoͤpfers hohem throne Zu seinen füͤssen le⸗ gen soll. Hie laͤßt sich dessen haupt entehren, Dem alle eronen zuge⸗ hoͤren. . Erschrick/o seele! vor der stren⸗ ge, Damit GoOtt deine suͤnden raͤcht. Koͤmmt GoOttes sohn in solch gedraͤnge; Was wartet auf den boͤsen knecht? Muß selbst die unschuld streiche fuͤhlen: Wie wird man mit dem sůnder spielen? 6. Ach mittler! laß dein blut mich schuͤtzen, Wenn Gottes strenger zorn erwacht. Laß du mir deine schlaͤge nuͤtzen, Wenn ich, was schlaͤge wehrt, vollbracht. Laß deine dornen mich umzaͤunen, Wenn tod und hoͤlle mir er⸗ scheinen. 24W0. 7. Ich flieh allhier zu deinen wunden, Ich fasse deinen ereutes⸗ pfahl, An welchen man dich ange⸗ bunden, Wenn auf mich blitzt des mich b strahl. Will Mosis stab mich blutig schlagen; Wirst du fuͤr mich die streiche tragen. 8. Geraht ich oft auf boͤse wege, Fuͤhrt mich mein fleisch in suͤnden ein: So wird mir, wegen deiner schlaͤge, Dein vater nun gelinder seyn. Denn da auf dich die geis⸗ seln zielen, So werd ich nur die ruhte fuͤhlen. 9. Ich WM MWN NV M H 0000 Hdt —— , den eth: er dulhet Hstdenkne aßt er mit. inschengt Pern d grunen ho wie duheit det simmj wird der n er GN 3 haupt u 165 bahy deines schh seinen fist ich dessen hu le ctonen bot derßh deine 90 Ottes sohn s Waktet! Muß selbf! fühlen; A Iber sniell laß bein bl um Gotti Laß durm Wenn it olbracht.l „ umsun ͤle mir! jiet de einen exe nan dichah mich hlizt I1 Mossol n Wil trageh, auf bösent ssch in fih wehen del un gelth f hichbieg dich nut! 97 und zwar von dessen aͤuserlichem Leiden. —.—8 81 9. Ich danke dir mit frohem herzen, Gerechtes lamm fuͤr sol⸗ che pein: Ich danke dir fur deine schmerzen, Die meiner schmerzen pflaster seyn. Ich danke, haß dich dornen stechen, Von welchen ich kann rosen brechen. 10. Mach mich so treu durch deine striemen Wie deiner ersten boten schaar, Die selbst in truͤbsal, voller ruͤhmen, Zu schlaͤgen voller jauchzen war: Die froͤlich und in vollem springen Gestaͤupet von dem rahte giengen. 1I. Exlöser! lege deinen dor⸗ nen Den segen⸗reichsten nachdruck bey. Gib ihnen kraft, mich anzu spornen Zu einer unverfaͤlschten treu. Bis ich dir kann daselbsten dienen, Wo rosen ohne dornen gruͤnen. Mel. O Salt du Eeich ꝛc. eht, welch ein 140. mensch ist das! Ihr menschen kommt zusammen, Ihr ungerechten! seht Die unschuld hie verdammen: Ihr suͤnder! merket auf, Hier bebt die heilig⸗ keit. Ihr hoͤllen⸗kinder! weint, Der sohn ves hoͤchsten leidt. 2. Seht, welch ein mensch ist das! O blicke voller thraͤnen! O antlitz voller schmach! O lippen voller sehnen! O haupt voll todes⸗ schweiß! O backen voller koht! O herze voller blut! O leib voll noht und tod! ö 3. Seht, welch ein mensch ist das! Ach seht in seine wunden! Habt ihr, ihr suͤnder! nicht Den heiligsten gebunden? Sind eure lüste nicht Die dornen, die er traͤgt? Ists eure bosheit nicht, Die ihn ans ereuze schlaͤgt? 4. Seht, welch ein mensch ist das! Ach opfert thraͤnen⸗fluthen; Denn eure blut⸗schuld macht Das herze JEsu bluten. Geht nicht voruͤber hier, Wo se hmerzen uͤber schmerz: Sehi du rch die offne brust In eures IEsu herz. 9. Seht, weich ein mensch ist das! Ach ja, wir wollen sehen, Was dir, o menschen⸗freund! Durch menschen ist geschehen. So lang ein auge blickt, So lange soll die pein, Die du fuͤr uns ertraͤgst, Auch unvergessen seyn. 6. Seht, welch ein mensch ist das! Ach sieh uns auch in gnaden! Wenn wir uns voller buß In jam⸗ mer⸗thraͤnen baden; So laß den blick vom ereuz In unsre seele gehn, Und dein bergoßnes blut Fuͤr uns im mittel stehn. . Seht, welch ein mensch ist das! So werden wir dich schauen, Und unsern ganzen trost In deine wunden bauen. Wenn sich dein haupt nun neigt, So sterben wir mit dir; Wenn unser auge bricht, So leben wir dafuͤr. Mel. O Gott— Zheich⸗ ꝛc. eht, welch ein ö 1 4 I. S mensch ist das! Ihr freche menschen⸗kinder! Er⸗ schreckt ihr nicht davor, Ihr un⸗ danks⸗volle sünder? Denn alles, was ihr seht, Hat eure schuld ge⸗ than, Die unschuld JEsu giebt Euch selbst zu thaͤtern an. 2ꝛ. Seht, welch ein mensch ist das! Ach seht! der ist gebunden, An dem der richter selbst Noch keine schuld gefunden. Ach la, das oster⸗lamm Muß ohne fehler seyn: Darum ist JEsus auch So unschulds⸗voll und rein. 3. Seht, welch ein mensch ist das!˖ Seht, wie die stroͤme fliessen, Die sich, zu unserm heil, So pur⸗ pur⸗roth ergiessen! Mein JEsus ist ein baum, Von dem ein balsam quillt, Der unsern schaden heilt Und alle schmerzen stillt. 4. Seht, welch ein mensch ist F das! Von dem Leiden und Sterben IEsu das! Den dornen⸗spitzen eroͤnen. Hoͤrt, wie die laͤstrer ihn Verspot⸗ ten und verhoͤhnen! Mich jam⸗ mert seine schmach. Doch wol mir! denn ich weiß, Dis alles diene mir Zum ewgen ruhm und preis. 6. Seht, welch ein mensch ist das! Den rohr⸗stab, den er traaͤget, at man ihm zwar zur schmach In seine hand geleget; Doch mei⸗ nes heilands noht Wird mir in al⸗ ler pein Die stuͤtze meines heils Und meines trostes seyn. 6. Seht, welch ein mensch ist das! Seht/ wie man ihn bespyen! Mein JEsu! laß auch mir Hier⸗ aus ein trost⸗wort bluͤhen, Daß, da des speichels wust Dich, reines lamm!besprützt, Die schmach zur reinigung Der seelen flecken nützt. 7. Ach Esu! der du dich Der welt zur schau gestellet: Gib, daß mir nie dein bild Aus meiner brust entfaͤllet. Verleih, mein treuster freund! Daß deine lei⸗ dens⸗treu In mir, zu meinem trost, Stets unausloͤschlich sey. Boen der Verurtheilung JiESu. erzliebster JEsu! 1 42. H was hast du ver⸗ brochen, Daß man ein solch scharf urtheil hat gesprochen? Was ist die schuld? in was fuͤr missethaten Bist du gerahten? 2. Du wirst gegeisselt und mit dorn geeroͤnet, Ins angesicht ge⸗ schlagen und verhoͤhnet: Du wirst mit essig und mit gall getranket; Aus ereuz gehenket. 3. Was ist doch wol die ursach huben plagen? Ach meine suͤnden aben dich geschlagen! Ich, ach fuͤr die schaafe. Die schuld bezahlt der HErre, der gerechte, Fuͤr seine knechte. 5. Der fromme stirbt, der recht und richtig wandelt: Der boͤse lebt, der wider GOtt mißhandelt, Der mensch verwirkt den tod, und ist entgangen: Du wirst gefangen. 6. Ich war von fuß auf voller schand und suͤnden: Bis zu der scheitel war nichts guts zu finden: Dafuͤr haͤtt ich dort in der hoͤll muͤssen Ewiglich buͤssen. 7. O grosse lieb, o lieb ohn alle maassel Die dich gebracht auf diese marter⸗strasse. Ich lebte mit der welt in lust und freuden, Und du mußt leiden V8. Ach grosser koͤnig! groß zu allen zeiten: Wie kann ich gnug⸗ sam alle treu ausbreiten? Keins menschen herz vermag es auszu⸗ denken, Was dir zu schenken. 9. Ich kanns mit meinen sinnen nicht erreichen, Womit doch dein erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine liebes⸗tha⸗ ten Im werk erstatten? 10. Doch ist noch etwas, das dir angenehme,Wenn ich des flei sches luͤste daͤmpf' und zaͤhme, Daß sie aufs neu mein herze nicht entzuͤn⸗ den Mit alten sunden. 1I. Weils aber nicht besteht in eignen kraͤften, Fest die begierden an das ereuz zu heften; So gib mir deinen geist, der mich regiere, Zum guten fuͤhre. 12. Alsdenn so werd ich deine huld betraͤchten, Aus lieb zu dir die welt fuͤr nichtes achten: Be⸗ muͤhen werd ich mich, HErr! dei⸗ nen willen Stets zu erfuͤllen. I3. Ich werde dir zu ehren alles wagen: Kein ereuz nicht achten, HErr JEsu! ich hab es berschul⸗ keine schmach noch plagen: Nichts det, Was du erduldet. von verfolgung, nichts von todes⸗ 4. Wie wunderharlich ist dochs schmerzen Nehmen zu herzen. diese strafe? Der gute hirte leidet 14. Dis alles, ob es zwar fuͤr schlecht —— A M +— — N ö 34 0 0 1 WMy A. W Wa U. Wau MN. MA UEU RMxR W hn x Ir W U A W /½½%½ Ks Ha — A 0 Wahsn eschudd rechtt g 6 stirbt, den delt: da! Ott mihaß itkt dintchj wiks gefn fuß auf N U: B utsmfth ort in den büssen. „o lieb U ehracht ah sch lebtent reuden, A köͤnig! gen kann ichh hreiten Mag es al Uschenken. t meinen sin omit doch. leiche. L Int lobesst R twas, das d des leisch me, Daß nicht enttl . icht hescht t die hegieh sten; G. mich rigs perd ich R lus lebi achten „HEtt. rr zu ehrene Hagen: Ni Ht6 bonttol hetten. 65 schlt und zwar von dessen aͤuserlichem Leiden. 83 schlecht zu schaͤtzen, Wirst du es doch nicht gar bey seite setzen; Zu gnaden wirst du dis von mir an⸗ nehmen, Mich nicht beschaͤmen. 16. Wenn, o HErr JEsu! dort vor deinem throne Auf meinem haupte steht die ehren ⸗erone: Da will ich dir, wenn alles wird wol klingen, Lob und dank sin⸗ gen. Melodey 10. ohn des hoͤchsten! 43. sollt du sterben? Fuͤrst, von dem das leben stammt! Wird der töͤpfer von den scherben, Gott von menschen hie ver— dammt? Soll das lebens⸗licht er⸗ blassen, Das uns licht und leben giebt? Kann man den so toͤdtlich hassen, Der auch seine feinde liebt? 2. Warest du doch kaum geboh⸗ ren, Da Herodis grimm und wuht, Zartes lamm! dir schon ge⸗ schworen, Deine hand voll reines blut In der wiege zu vergiessen. In der ganzen lebens ⸗zeit Lag chon deinen heilgen fuͤssen Ein verstecktes netz bereit. 3. Aber ehe deine stunde Nach des vaters rahte kam, Stundest du auf festem grunde, Was der feind auch unternahm. Nun⸗ mehr, da die zeit gekommen, Die sein weiser schluß benannt, Wirst du vor gericht genommen, Wird der tod dir zuerkannt. 4. Es beflecken jud und heiden Ihre hand mit deinem blut. Weil du willt fur beide leiden, Fuͤhlest du auch beider wuht. Daß dein tod an schoͤnen fruͤchten Desto rei⸗ cher werden kann; Hoͤrest du vor zwey gerichten Ein so hartes ur⸗ theil an. . Mir war schon in edens gar⸗ ten, Du mußt sterben! angesagt. Lamm! ich sollte das erwaͤrten, Was dich martert, wuͤrgt und plagt. Ach wie groß ist deine treue Und dein liebes„schluß so fest! Daß du, was ich fuͤrcht und scheue, Selbst an dir vollstrecken laͤßt. . Sey gepriesen, sey verehret, Daß du deiner richter schluß So gelassen angehoͤret/ Daß ich mich verwundern muß. Weil du stehst an meiner stelle, Geht das urtheil mich vorbey. Weist mich das ge⸗ setz zur hoͤlle? Dein verdammt seyn macht mich frey. 7. Laß den alten menschen ster⸗ ben, Der zu herrschen sich bemuͤht/ Welcher mich in mein verderben, Dich in tod und leiden, zieht. Gib mir auf dem sterbe⸗bette, Durch dein todes ⸗urtheil, trost. Hilf, mein heiland! und errette, Wenn der tod das herz zerstoßt. Von dem ingange JEsu nach Golgatha. Melodey 10. amm, du muster wah⸗ 144.L rer liebe! Ich verehre deine huld, und die ungemeinen triebe, Welche dich fuͤr meine schuld Zu der schlacht⸗bank hinge⸗ führet, Gib, daß ich in wahrer reu, Weil sich eine ader ruͤhret, Deiner guͤte dankbar sey. . Lamm, das meine schulden huͤsset, Das den fluch der sünde traͤgt, Das sich zu der last ent⸗ schliesset, Die mein fall dir auser⸗ legt: Laß auch meinen ruͤcken tra⸗ gen Die von dir versuͤßte last, Die in deinen leidens⸗tagen Du zuerst getragen haͤst. 3. Lamm, das seinen todes⸗ schmerzen Ganz getrost entgegen kam, Und mit unverzagtem her⸗ zen Alle marter auf sich nahm: Gib, daß ich auch meinem leiden Frisch und frey entgegen geh, Ja in jauchzen und in freuden Unter deinem ereuze steh. 6 2 4. Lamm, Von dem Leiden und Sterben Jésriu. Lamm, das alle laͤsterungen Mel. Wer nur 2 1.1 Wtthr Hoͤchst gelassen angehoͤrt, Das den Muf, seele! nimm die 906 der frechen zungen Durch 145 A glaubens flügel, kein widrig wort gestöhrt: Laß Und eile mit nach Golgatha: Dein mich auch in solchen faͤllen Mei⸗IEsus geht zum schaͤdel⸗huͤgel, nes zornes meister seyn. Will das und pflanzet deine Wohrkahrt da. herz sich uͤbel stellen; Floͤß ihm Er tritt den weg zum sterben an, deine sanftmuht ein. Nur daß ich ewig leben kann 6. Lamm, das sich mit harten 2. Der ereuz⸗pfahl beuget ihm ketren Ganz geduldig binden ließ, den ruͤcken, Er schmachtet unter Mich von satans joch zu retten, solcher last: Doch mehr will ihn Das mir nichts, als tod, verhieß: die suͤnde druͤcken, Die er voll huld Ach seele! sles enn JEsus lei⸗ Reiß die allerduͤnnste schlingen, auf sich gefaßt. Das subtilste band inzwey, Daß einmahl in dich, D ich ohne knechtisch zwingen, Dein det ja fuͤr mich. befreiter diener sey. 3. Betruͤbte bahn, mit blut be⸗ 6 Lamm, das seine zarte wan⸗ spruͤtzet, Das aus den vielen wun⸗ gen Jedem schlag' entgegen hielt, den floß! Last, unter welcher IE⸗ Das den biß erzuͤrnter schlan⸗ sus schwitzet, Last, die da groß, und gen Durch den ganzen leib ge über⸗groß! O du geduldges laͤm⸗ fuͤhlt, Das den blut⸗ beschwemm⸗ melein! Ach koͤnnt ich dir doch ten ruͤcken An die saͤule hinge ⸗ stellt; Laß mich diese fluht er⸗ Weltee Wenn ich scheide von der welt 7. Lamm, das statt der chren binde Eine dornen-erone traght: Das den fluch, den unsre suͤnde In dem paradieß erregt, An dem heilgen haupt empfunden, Und uns nun zu helfen weiß: Croͤne, wenn ich uͤberwunden, Dort mein haupt mit ehr und preis. 8. Lamm, das selbst das holz ge⸗ tragen, Das zum opfer noͤthig war, Und nach uͤberhaͤuften pla⸗ raseherdn traurigen altar Wil⸗ lig sich erhoͤhen lassen: Gib, daß in der Lehten noht Ich dich mag im glauben fassen, Meines todes gift und tod! 9. Lamm, erzeige mir die guͤte, Deinem sterben gleich zu seyn. Fuhre mein verfuͤhrt gemuͤthe Doch in deine wunden ein, Da ich fuͤr des zornes blitzen, F Fuͤr dem sturm der boͤsen welt Kann in stil⸗ lem friede A Wenn auch selbst die welt zerfaͤllt. dankbar seyn! 4. Fuͤrwahr du traͤgest unser ansd⸗ Du ladest unsern schmerz dich, Dein beugen bringt uns in 9 hoͤhe Und unsre krankheit mindert sich. Du bist es, der uns raht Kuhen t, Und uns durch seine wunden heilt. . Laß deinen weg zur schaͤdel⸗ staͤtte Mir noch sodann recht troͤstlich ete Und f den todess 4 weg betrete; Und floͤsse mir dis wort noch ein: Daß ich durch deine sterbens⸗bahn Den weg zum leben finden kann. 6. So fahrt denn hin, 56 eitle gaͤnge, Darauf die welt sich lustig macht. Ich folge JEsu durchs ge draͤnge Der ereuzes⸗ bahn und to⸗ des⸗nacht; GOtt lob! daß mich die hoffnung kuͤßt, Daß sie ein weg zum leben ist. Mel. Herzliebster IEsu was hast 6 ammGᷣOttes! das zur 40.L schlacht⸗bank iß ge⸗ stfuͤhret! Welch eine Dane hast du dahey verspuͤret! Man fidich und zwar von dessen aͤuserlichem Leiden. 85 llicbenzu dich hin zum ereuz voll schmach elel ginm und spottes, O du lamm GOttes! ibens fh. 2. Verdienet war der tod, ver⸗ 30 gathah scherzt das leben: Drum willt du shihtleh dich fuͤr uns ans ereuz hingeben. wohfahen Denn daß wir nun zum leben sind zum suchen versuͤhnet, Hast du verdienet. eben knn. 3. Erschrecket doch, ihr suͤnder! ahl küge da ihr sehet, Welch einen sauren machtttn weg das lamm izt gehet. Ach: sollt meht will euch dieses nicht zur buß erwecken, die er doll Und hoͤchst erschrecken; ch selel. 4. Ihr frommen auf! ihr muͤßt en Jesh mit JSEsu eilen Aus sodom, und in suͤnden nicht verweilen. Sucht Vnstblul von der laster⸗strasse weg zu kom⸗ ubielern men; Auf, auf! ihr frommen. —.— — S. Daß ich mit dir das leben moͤg ö Hin. ererben, Komm ich/ mein leben! ö I und will mit dir sterben, Mit dir üges i mein fleisch zur ereuzigung hinge⸗ ih dir de ben: Sey nur mein leben. eg u 6. Gieb Kraͤfte, wenn ich auch krühet un mein ereuz soll tragen; Laß auf nsern shm der leidens⸗bahn mich nicht verza⸗ en bringe gen. Durch deinen schweiß und ste kanst blut, als lebens⸗saͤfte, O Herr! 1,dern gib krafte. durch sien g. Zum himmel wollst du mich auch endlich fuͤhren, Mich kraft zur scha im tode selber lassen spuͤren. HErr, odann fuhr mich einst aus diesem welt⸗ III getuͤmmel Hinauf zum himmel. ah ich dun Den weyn Von der Creuzigung JEsu. hun ra Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛc. hih/ M enn ich jezt ohne Helescht 147. W thraͤnen bliebe! esu durchl So wär ich härter als ein stein, Hahn uni Nun du, o SEsu/meine liebe! Ans obl dafh creuze mußt genagelt seyn, Und Daß st“ da die last der ganzen welt Auf dich, und deine schultern faͤllt. 2. Dein haupt, an dem man Guu„ 30 sonst gefunden Den angenehmsten Hlebben sternen⸗glanz, Ist jezt geerönet ban und umwunden Mit einem spitz⸗ VWen ist 06 gen dornen⸗eranz. Dein wunder⸗ schoͤnes angesicht Ist durchaus übel zugericht. 3. Die haͤnde, die vor wenig ta⸗ gen Sehr grosse wunder noch ge⸗ than; Sind izt mit naͤgeln ange⸗ schlagen, Daß sich nun keine ruͤh⸗ ren kaͤnn: Die fuͤsse leiden gleiche pein, Als die auch angeheftet seyn. 4. Und wer ist denn um dich zu finden? Mein heiland! ach! ein moͤrder⸗paar, Das wegen misse⸗ that und suͤnden Durchs ganze land beschrieen war: Da stellet man dich mitten ein, Um dadurch recht beschimpft zu seyn. . Nun habe dank fuͤr alle schmerzen, Die du am ereuz er⸗ duldet hast. Dein tod ertheile meinem herzen In aͤllen noͤthen ruh und rast. Und wenn ich sterbe, komme mir Zum trost dein blutig bildniß fuͤr. Mel. 5 60r mir 16schr 5 Err! wie schreck— 148. A lich ist dein grimm! Jezt hoͤr ich deine donner⸗stimm: All huͤlf will mir zerrinnen. Doch, o mein GOtt! vergoͤnne mir, Daß ich erst reden mag vor dir, Eh denn ich muß von hinnen. 2. Schau doch, o frommer va⸗ ter! an Den, der fuͤr uns hat gnug gethan, Und was er hat erduldet: Ists nicht dein allerliebster sohn? Der ausgestanden spott und hohn Fuͤr mich, der ichs verschuldet? 3. Er ist der sohn, ich bin der knecht: Dennoch, auf das ich leben moͤgt, Hast du ihn lassen toͤdten: Wie er dann auch gehorsamlich Zum ereuz⸗tod eingestellet sich, Geholfen mir aus noͤhten. 4. Er ist, der mit dir alles schafft, Den du gezeugt aus deiner kraft, Den hast du mir geschenket, Daß er sich machtẽ zu recht er zeit Theil⸗ haftig meiner duͤrftigkeit, In to⸗ des⸗pein gesenket. 8 3 5. Drum Von dem Leiden 8 und Sterben IEsu . Drum schaue doch, o GOtt! und merk Auf dieses grosse gna⸗ den⸗werk, Dem keines zu verglei⸗ chen: Deins sohnes leib hangt ausgespannt, Gleichwie ein rohtes blut⸗gewand: Dis laß dein her; er weichen. 6. Schau doch, wie bluten seine haͤud, Daß man fuͤr blut sie kaum mehr kennt: Vergib, was ich fuͤr suͤnden Mit meinen haͤnden hab gethan; Ob ich sie schon nicht zaͤh⸗ len kann, Dein' augen sie doch finden. 7. Schau an, mit was fuͤr grau⸗ samkeit Hat man sein allerheiligst seit Mit einem speer durchdrun⸗ gen! Erneure mich aus waser⸗ gnad Durch dieses edle wasser⸗ bad, Das hieraus ist entsprungen. 8. Schau, vater! schau wie dei⸗ nem kind Durchgraben seine fuͤsse sind! Laß meinen fuß nicht gleiten. Die welt sehr schlupfrig macht die bahn, Ohn dich ich leichtlich strau⸗ cheln kann; Drum wollst du selbst mich leiten. 9. Schau doch/ wie er sein haupt geneigt Am ereuz/ und jedermann gezeigt, Daß er den tod nicht scheue. Von wegen seiner freund⸗ lichkeit Sey zur erbarmung mir bereit: Dein arm geschoͤpf erfreue. 10. Schau, HErr! wie ist sein her; entbloͤßt! Weil man ihm seine seit durchstoͤpßt: Wie blaß sind seine wangen! Der leib ver⸗ schmacht't, der mund erbleicht, Den armen alle kraft entweicht, Die bein gestrecket haͤngen. II. Die augen brechen, die ge⸗ sehn, Was in der ganzen welt ge⸗ schehn; Das blut die fuͤsse netzet, Das blut, so aus den wunden fließt, Und sich wie eine fluht er⸗ gießt, Das uns in gnade setzet. 12. Die glieder sind ihm gar verwundt, An seinem leib' ist nichts gesund, Der schmerz hat ja kein ende. Gedenk an diese schwere straf, So deinen sohn am ereuz betraf; Von deinem grimm dich wende. ̃ * 33. Ich bitte dich, o treuer Gott! Von wegen deines sohnes er ja meine missethat Am ereuz fuͤr mich getilget hat, Der ichs mit glauben fasse. Mel. s. IEsus meine zuversicht. eele! geh auf Gol⸗ 149. S'aacha, Set di unter Christi ereuze, Und bedenke, was dich da Fuͤr ein trieb zur busse reize. Willt du unempfindlich seyn, O so bist du mehr als stein! 2. Schaue doch das jammer⸗ bild Zwischen erd und himmel hangen, Wie das blut mit stroͤmen quillt, Daß ihm alle kraft entgan⸗ gen. Ach, mein JEsus, welche noht! Haͤngt erblasset, und ist todt. 3. O lamm Gottes ohne schuld! Alles das hatt' ich verschuldet: Und du hast aus grosser huld Pein und schmer; fuͤr mich erduldet: Daß ich nicht verlohren bin, Giebst du dich ans ereuze hin. 4. Unbeflecktes GOttes⸗lamm! Ich verehre deine liebe: Schaue von des ereuzes stamm, Wie ich mich um dich betruͤbe! Dein im blut erstarrtes herz Setzet mich in tausend schmeri.— . Nun was schenk ich dir da⸗ fuͤr? Ich will dir mein herze ge⸗ ben, Dieses soll bestaͤndig hier Unter deinem ereuze leben. Wie du mein, so will ich dein Lebend⸗ leidend, sterbend seyn. 6. Laß dein herz mir offen stehn, Oeffne deiner wunden thuͤre: Da⸗ hin will ich freudig gehn, Wenn ich noht und creuz verspuͤre, Wie ein hirsch nach wasser duͤrst't, Bis du mich erquicken wirst. 7. Creuzige mein fleisch Hal, ur/ tod All schulden mir erlasse: Weil . Dhz, uli i.. Mr sh g unlg aͤuserlichem Leiden. 8² 8 und zwar von dessen denk n—— 20 uut/ Lehre mich die welt ver⸗ heen 0 schmaͤhen. Laß mich dich, du hoͤch⸗ hin stes gut! Immer vor den augen Ich,u leben. Fuͤhr mich, ob gleich wun⸗ Hn derlich, Doch nur allzeit seliglich. rers f6 8. Endlich laß mich meine noht chit i! Auch geduldig überwinden Dir⸗ u uig gend wird mich sonst der tod, Als 1„ dus in deinen wunden, finden; Wer darinn sein bette macht, Spricht getrost: es ist vollbracht. ATelodn II., d eladner geist, den 15 0. B zorn und sunde druͤcket, Den Mosẽis fluch in furcht und zittern setzt, Der keinen weg zu seinem heil erblicket, Der in der angst. fuͤr verlohren schaͤtzt: Laß Sinai und Horeb — eie zubest geh aufß ha, Sehh 6 Und beg trieb zurh unempfrt leht alsf das jamm und hinn it mit stin taft entz Esus, wll und ist ty ohne schul n thüre chn N erspütt, A. dunf. M f. D u + blah und das leben; Wird fluch und tod an seinem ereuz besiegt: Weil er fuͤr uns sich in den tod gegeben/ Und unser fluch auf seinen schul⸗ tern liegt; So wird sein segen uns geschenkt, Und seine lebens⸗kraft in unsern tod gesenkt. 6. Beladner geist! kannst du dis wunder glauben: So bist du ganz von fluch und suͤnde los. Kein Moses wird dir deinen frieden rauben, Dein mittler schließt dich fest in seinen schooß. Der himmel blickt dich freundlich an, Weil Gottes unschuld dein, der fuͤr dich gnug gethan. 7. So schaue denn auf die er⸗ höhte schlange, Wenn dich der biß der alten schlange quaͤlt. Macht zorn und tod dir heimlich angst und bange; Gedenk an den, den zorn und tod entseelt, Der dich vom fluche frey gemacht, Und al⸗ bre— h½ dir heilsam zuge⸗ racht. 8. Auf! greif nur zu mit offnen glaubens⸗haͤnden, Nimm diesen schatz mit tiefster demuht hin: Laß sich von ihm dein auge nicht weg⸗ wenden/Sprich: theures lam̃ hier ist mein herz und sinn; Dein sieg und segen bleibet mein, Mein herz soll nun dafuͤr dir ewig eigen seyn. Mel. und seel—. 206. raugen weint beym 1 5 I ereuz, wo JEsus haͤnget, Wo unsre noht und schmach ihn quaͤlt und draͤnget: Erweiche dich, mein herz, durch reu und ach! Und werde du, mein haupt, ein thraͤnen⸗bach. ö 2. Es haben dich die suͤnden, die mich nagen, O JEsu Christ! an dieses ereuz geschlagen. Ich habe mich den moͤrdern gleich gemacht, Die dich, mein heil! aus feind⸗ schaft umgebracht. 3. O guͤtigkeit! o liebe sonder F4 ende! ——4—*————***—————— 38 Von dem Leiden und Sterben JEsu ende! Der dich verfolgt, dem reichst du deine haͤnde. Der dein vergaß, an den gedenkst du noch, Du traͤgst mein ereuz, giebst mir dein sanftes joch! 4 Wie? sollt ich denn noch an der erde kleben? Mein JEsu! nein: dir will ich nunmehr leben: Dein heilis blut soll meine labung seyn; Was mich erquickt, find ich in dir allein. 5. Mein braͤutigam̃! schau von des ereuzes höͤhe, Wie ich betruͤbt zu deinen fuͤssen stehe, Wie dich mein mund mit freuden⸗thraͤnen küßt, Und sehulich fleht, daß du mir gnaͤdig bistett 6. Du kannst es ja/ mein heiland! nimmer lassen, Ein glaͤubig kind mit liebe zu umfassen. Ein speer hat dir die seite aufgethan, Daß sich mein herz darein verbergen kann. 7. Dein rohter schweiß ist auch fuͤr mich geflossen, Dein theures blut hast du für mich vergossen: Ach! diese waͤscht mich von den suͤnden rein, Wie soll ich denn bey dir nicht selig seyn. 8. Nun suͤsser schatz! ich will dein ereuz umarmen: Erblicke mich, mein JEsu! mit erbarmen. Wenn satan spricht: du mußt zur hoͤllen⸗ pein, So senk ich mich in deine wunden ein. 9. Du hast der hoͤllen macht nunmehr besieget: Gib, daß mich hoͤll und welt nicht mehr betrie⸗ get. Gieb, daß ich nun dein kind und erbe bin; Nimm mich mir selbst, gib mich dir eigen hin 10. Dein leiden laß mein leiden stets versüͤssen: Im tode will ich deinen tod nur wissen. Die seele schleuß in deine arme ein, Und laß den leib auch dein im grabe seyn. II. Gedenke mein im paradies der freuden, Und laß mich das,b was dich betruͤbet, meiden. So leb und sterb ich dir, mein braͤuti⸗ gam̃! Ich bleibe dein, du mein, o GOttes⸗lamm! 435 0 0 1„5 NPo ist der ort, da 52. meine seele wei⸗ det? Wo ist die au, darauf mein matter geist Das manna schmeckt, die lebens⸗quell geneußt? Mir ist dein herz, o Jesu! zubereitet, Da find ich schon, was meine seele sucht, Ein paradies voll suͤsser le⸗ bens⸗frucht. ö 2. Dring dich hinein, mein herz, mit allen kraͤften: Geh nur, weil sich die thuͤr geoͤffnet hat, Da sich dein freund so brünstig zu dir naht, Und, dir zu gut, sich an das ereut laͤßt heften. Schau, wie sein herz für treu zerschmolzen ist, Gleich wie dae wachs fuͤr heisser gluht zerfließt. ö 3. Ein jeder muß dein treues herz erkennen, Der dich erblickt, fuͤr uns erwuͤrgtes lamm! Ein glaͤubig herz, das dich am ereuzes⸗ stamm Betrachtet, muß in heisser liebe brennen, Und giebet sich mit leben, seel und sinn Dirganz und gar voll dank zum opfer hin. 4. Und dieses ist, wornach mein geist iit aͤchzet: Nachdem, o lamm! ihn deine lieb erweckt: So hat mein herz sich nach dir ausge⸗ streckt, Daß es nach dir, gleich einem hirsche, lechzet. Es suchet dich, mein freund! und wuͤnschet nun Allein in dir und deiner huld zu ruhn. ö Drum weg mit dem, was mich bisher gehalten! Weg flei⸗ sches sinn! mein herz faßt diesen schluß: Hat sich mein freund die seite, hand und fuß, Ja gar das herz aus liebe lassen spalten; So bin ich auch aus lieb' und redlich⸗ keit, Die liebse lust zu ereuzigen ereit. 6. Doch M Un N X. II. W Huf ochw sic W V N. IHM u W II tn H„AUN hH 3 Ix NIN Ist, I Iuni g ¹ ah Ran WNI l* Ri u su 23— It, Rein hyh 55 un ..—— eh IX. st der gt, Heine seikey % danas m nanna shng Reußt: M lbereitet Ns Meine f 6 voll füss sein/ meint Geh nur/ et hat, AI künstig zu! g/shgn Schau, wiej schmolzen! ichs für Ri dein ttel dich etbli lamm! E Hasckenne nuß in heist sebet sih m Nrganz um hfer hin. ornach mal Nochdem, derweckt e ich dir auth h dir, glh t. Es sl und wuͤnsch Id deiner i t dem /N uI Vehf faßt M in freundl „a, spalte umrtlich ctunhen 6. Dach und zwar von dessen aͤuserlichem Leiden. 89 Doch schenke mir auch dei⸗ nes geistes kraͤfte: Ja floͤß in mich/ was auf des speeres stoß So mildiglich aus deiner seite floß. Wenn dieser strom der beiden le⸗ bens⸗saͤftè, Des theuren bluts und wassers, in mich fließt; So ist mein geist zum groͤßten kampf ger uͤst't. 08— 7. Ich seh/ o lamm! in dir, als einem spiegel, Wie Gottes grimm auf sünd und unrecht blitzt: Da du dein blut um meine schuld versprützt; Hab ich dadurch ein festes liebes⸗siegel. Drum werd ich theils mit schmerz und ach gebeugt, Und theils zu dir mit groͤßter kraft geneigt. ö 3. Gebeugt werd ich, wenn ich die schuld bedenke, Womit ich eine solche gluht erweckt, Die dich, o lamm! an leib und seel er⸗ schreckt: Dis macht, daß ich mich bis zum tode kraͤnke: Dis quaͤlet, dis zermalmet meinen sinn; Weil ich die ursach deiner marter bin. 9. Doch wird mein herz auch suͤssiglich geneiget, Wenn es be⸗ denkt, wie dieses theure lamm Aus hoͤchstem trieb, in heisser lie⸗ bes⸗flamm, Fuͤr mich hinauf an pfahl des ereuzes steiget, Und durch den tod des todes macht be⸗ zwingt, Heil, leben, gnad und friede wiederbringt. 10. Wenn ich die kraft des blutes glaͤubig merke; Wird des gewissens angst und noht gestillt, Das herz mit trost, daß GOtt versoͤhnt, erfüllt. Dis wasser dringt mit seiner lebeus⸗staͤrke In mein verwundetes gewissen ein, Erquicket mich, und macht mich voͤllig rein. II. Nun faͤngt das herz erst wieder an zu leben, Nachdem es nun des lebens ursprung hat: Im⸗ manuel und dessen liebes that Ist meine lust; ihm bleih ich fest ergeben. Er ist das ziel, wornach so tag als nacht Mein reinster trieb der zarten liebe tracht. IZ. O herzens⸗schatz, o leben meiner seelen! Nachdem ich dis, als wahrheit, wol erkannt; So sey mein herz allein zu dir ge⸗ wandt: Mir kann bei dir kein heil, kein gutes fehlen: Du bist ja selbst mein ewig haab und gul, So hat mein herz, worin es ewig ruht. Mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛc. 3 welt, sieh hier dein 5 leben Am stamm des ereuzes schweben! Dein heil sinkt in den tod. Der grosse fuͤrst der ehren Laͤßt willig sich beschwe⸗ ren Mit banden, schlaͤgen, hohn und spott. 2. Dritt her und schau mit fleisse: Sein leib ist ganz mit schweisse Des blutes uͤberfuͤllt: Da aus dem matten herzen, Fuͤr uner⸗ schoͤpften schmerzen, Ein seufter nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, Mein heil! und dich mit plagen So uͤbel zugericht? Du bist ia nicht ein sünder, Wie wir und unsre kinder; Von missethaten weißt du nicht. 49— 4. Ich, ich und meine suͤnden, Der sich so viele finden, Als sandes an dem meer; Die haben dir erre⸗ get Das elend, das dich schlaͤget, Und das betruͤbte marter⸗heer. 6. Ich bins, ich sollte bͤssen, An haͤnden und an fuͤssen Gebunden in der hoͤll: Die geisseln und die banden, Und was du ausgestan⸗ den, Das hat verdienet meine seel. 6. Du nimmst auf deinen ruͤcken Die lasten, die mich druͤcken Viel schwerer als ein stein: Du bist ein fluch: dagegen Verehrst du mir den segen, Dein schmerz muß mir ein labsal seyn. 7. Du setzest dich zum buͤrgen 3 Ja 9*9‚““.————— 90 ———.—— +++—9——— Von dem Leiden und Sterben JEsu a laͤssest dich gar wuͤrgen Fuͤr 25„ und meine schuld: Für mich laͤßt du dich eroͤnen Mit dornen, die dich hoͤhnen, Und leidest alles mit geduld. 8. Du springst ins todes rachen, Mich frey und los zu machen Von solchem ungeheur. Du stirbst, daß ich nicht sterbe, Noch ewiglich ver⸗ derbe; Ounerhörtes liebes⸗feur! 9. Dir leb ich hoͤchst verbunden, Mein heil! zu allen stunden; Ich bin dein eigenthum: Was leib und seel vermoͤgen, Will ich mit fleiß aulegen Zu deiner ehr, zu dei⸗ nem ruhm. 10. Kann ich gleich nicht viel ge⸗ ben In diesem armen leben; Will ich doch dieses thun: Es soll dein tod und leiden, Bis leib und seele scheiden, Mir stets in meinem berzen ruhn. II. Ich will mirs taͤglich setzen Zur freud und zum ergetzen, Ich sey auch, wo ich sey. Es soll mir seyn ein spiegel Der unschuld, und ein siegel Der lieb' und unver⸗ saͤlschten treu. 12. Wie heftig unsre suͤnden Den frommen GoOtt entzünden, Wie rach und eifer gehn, Wie grausam seine ruhten, Wie zornig seine fluhten; Will ich aus diesem leiden sehn. 13. Dein bild soll mich anfuͤh⸗ ren, Wie ich mein herz soll zieren Mit stillem sanftem muht, und wie ich die soll lieben, Die mich so sehr betruͤben Mit werken, so die bosheit thut. 14. Wenn boͤse zungen stechen, Mir glimpt und namen brechen, So will ich zaͤhmen mich: Das unrecht will ich dulden, Dem naͤchsten Wwilltelich. Verzeihen gern und williglich. 16. Ich will ans ereuze schlagen Mein fleisch, und dem absagen, Was meinem sinn geluͤst't; Was Verachte mich doch nicht! Von 0 deine augen hassen, Das will ich fliehn und lassen, So viel mir im⸗ mer moͤglich ist. 16. Dein seufzen und dein stoͤh⸗ nen, Und die viel tausend thraͤnen, Die dir sind ausgedruͤckt, Die leiten mich am ende In deinen schooß und haͤnde, Wenn mich nunmehr der tod hinruͤckt. Mel. Herzlich Hunnt. 0 1. Din haupt vo lut I 54.O und wunden, Voll schmerzen, schmach und hohn! O haupt zum spott gebunden Mit ei⸗ ner dornen⸗eron! O haupt, sonst schön geeroͤnet Mit hoͤchster ehr und zier, Jezt aber hochst verhoͤh⸗ net, Gegruͤsset seyst du mir. 2. Du edles angesichte, Dafuͤr sonst schrickt und scheut Das grosse welt⸗gewichte, Wie bist du so be⸗ speyt! Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein augen⸗licht, Dem sonst kein licht nicht gleichet, So schaͤndlich zugericht! 3. Die farbe deiner wangen, Der rohten lippen pracht Ist hin, und ganz vergangen: Des blassen to⸗ des macht Hat alles hingenom— men, Hat alles hingerafft; Und daher bist du kommen Von deines leibes kraft. 4. Nun, was du, HErr! erdul⸗ det, Ist alles meine last: Ich hab es selbst verschuldet, Was du ge⸗ tragen hast. Schau her! hie steh ich armer, Der zorn verdienet hat! Gib mir, o mein erbarmer! Den anblick deiner gnad. 6. Erkenne mich, mein huͤter! Mein hirte nimm mich an! Von dir/ guell aller guͤter! Ist mir viel guts gethan: Dein mund hat mich gelabet Mit trost an deiner brust, Dein geist hat mich begabet Mit mancher himmels⸗Aust. 6. Ich will hie bey dir stehen, ir 35 5 Iu 1. 1 1 * Mianz fHH H. W. Mosch 0 WI A Whh RR aad Rhl E. WMI WAA Itun Raich W N I. N. d Mwisng ih un M Aung sI pfe U UWI — ——.— Das uil ohelmirt und diinffj sendthrin edrückt/) de Neh Wann u. nrück. mich herly t voll H punden, Y und hohnl inden Mtt Halht su ö hoͤchfer 0 höchsthert dul mit. ichte Daß ut Dos ai bist dusol Herbleicht licht, Dah lleichet,&. angen, Der Whi And Hlassen to⸗ hingenom⸗ afft; nd Zon deinel Errlerdul t: Jchhih Oas du ge hie sih dienet hat met! Dai ein hilt Han V Ist nit ul Thenh einer hu, gabet M hibfehej icht! A ‚ und zwar von dessen aͤuserlichem Leiden. 9¹ dir will ich nicht gehen, Wenn dir das herz schon bricht. Wenn dein herz wird erblassen Im lezten to⸗ des⸗stoß, Alsdenn will ich dich fas⸗ sen In meinen arm und schooß. 7. Es dient zu meinen freuden, Bekoͤmmt der seele wol, Wenn ich in deinem leiden, Mein heil! dich finden soll. Ach! moͤgt ich, o mein leben! An deinem ereuze hier Mein leben von mir geben, Wie wol geschaͤhe mir *8. Ich danke dir von herzen, O JEsu, liebster freund! Für deine todes⸗schmerzen, Da du's so gut gemeint. Ach! gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner treu. Und wenn ich nun erkalte, In dir mein ende sey. 9. Wenn ich einmahl soll schei⸗ den; So scheide nicht von mir. Wenn ich den tod soll leiden, So tritt du dann herfuͤr. Wenn mir am allerbaͤngsten Wird um das herze seyn; So reiß mich aus den aͤngsten, Kraft deiner angst und pein. 10. Erscheine mir zum schilde, Zum trost in meinem tod, Und laß mich sehn dein bilde In meiner lezten noht: Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubens⸗voll Dich fest an mein herz druͤcken: Wer so stirbt, der stirbt wol. Von den Wunden JEsu. Mel. JEsu meines lebens leben. 1 3.. JEsu! deine 5 5. wunden„ Deine streich und naͤgel⸗mahl Sind in allen trauer⸗stunden Mir ein lab⸗ Daß er mich nie lassen koͤnne, Mir trost, heil und leben goͤnne, Soll mir seiner wunden pein Ein be⸗ staͤndig zeugniß seyn. z. Meine handschrift ist entrich⸗ tet, Ich bin von der schuld befreyt: Meint nicht, dieses sey erdichtet Meines liebsten JEsu seit Kann mir überschwenglich geben Die versicherung zum leben, Seiner wunden⸗maͤhle schein Muß mir dessen quittung seyn. 4. O ihr heil⸗ und lebens⸗brun⸗ nen! Da des heilgen heilands blut Stroͤmen gleich hervor geron⸗ nen, Auch gewißlich mir zu gut. Lebens⸗quellen sich ergiessen, Da hie blut und wasser fliessen; Ihr, ihr sollt in aller pein Meiner see⸗ len labsal seyn. . Macht der satan mir viel grauen, Macht er meine suͤnde groß, Laͤßt sich GOtt erzuͤrnet schauen? Dieses schreckeus werd ich los, Wenn ich deine haͤnd und fuͤsse JEsu! nur im glauben kuͤsse: GOttes huld und gnaden⸗-schein Muß durch dich mein eigen seyn. 6. Will mein traurig herz ver⸗ zagen, Ringts mit maͤncher angst und noht: Ach! was hab ich doch zu klagen, Duldest du nicht pein und tod? Wirst zulezt ins grab gesenket, Daß mir Gott erbar⸗ mung scheuket, Und daß du in aller pein Kannst mein treuer hei⸗ laud seuu. 7. Seh ich nicht in deinem her⸗ zen Meinen namen eingeritzt? Ach! das ist, was meinen schmer⸗ zen Als ein wahrer balsam nützt. sal meiner guahl. Wenn ich nur an Darum ließt du dich durchstechen, dich gedenke, Und in selbe mich Daß dein herz dir koͤnnte brechen, versenke; Ach! so kann in aller Und du koͤnntst in unsrer pein Ein pein Ich recht gutes muhtes seyn. barmherzger heiland seyn. 2. Diese sind die liebes⸗zeichen, 8. Mein' verwundte matte Die mein heiland an sich traͤgt, seele Gehet durch die gnaden⸗thuͤr Daß er nie von mir will weichen, Jn die schutzes⸗volle hoͤle, Wenn Wenn sich ereuz und truͤbsal regt; sch satans pfeile spuͤr; HDand ist ein PPIPIPPFPPFPFPFPFPTPTPTPTPTTTTDT *2—*—*9—9—.—„— 45—* Von dem Leiden und Sterben JEsu dein herz gebrochen, Daß, wenn suͤnde mich durchstochen, Mir dein blut in aller pein Koͤnnt' ein hei⸗ lungs⸗balsam seyn. ö 09.Laß,HErrJEsu! deine wun⸗ den Einig bleiben mein gewinn. Laß mit dir mich stets verbunden Aufwaͤrts schicken meinen sinn. Laß in dir/ als Nod kasten, Mich/ dein armes taͤublein, rasten, Und in aller meiner pein Sicher, still und ruhig seyn..91 10. Koͤmmt es endlich auch zum sterben, Mehrt sich meiner seelen noht: Laß mich, heiland! nicht verderben, Zeig mir deines ereuze tod, Deine striemen, deine wun⸗ den; Sag in meiner lezten stun⸗ den: Flieh in meine seit hinein/ Hie, hie sollt du sicher seyn. I1I. Ach ja, hieher will ich flie⸗ hen, Als zu meiner mutter schooß; Will durch sie zum himmel ziehen. Der sein blut fuͤr mich vergoß, JEsus, will mich wol bewahren/ So kann ich in friede fahren, Und, nach aller angst und pein, Ewig bey ihm selig seyn. Mel. JEsu deine heilge wunden. ö ey mir tausendmahl I 56. S gegruͤsset, Der mich je und je geliebt, JEsu! der du selbst gebuͤsset Das, womit ich ich betrübt: Ach! wie ist mir doch so wol, Wenn im geist ich liegen soll Bey dem ereuze, da du stirbest/ Und um meine seele wirbest. 2. Glaͤubig ich umfaß und kuͤsse Der gekraͤnkten wunden zahl, und die purpur⸗rohten fluͤsse Deiner fuͤss' und naͤgel⸗-mahl. Wer kann doch, o bebens⸗fuͤrst! Den so sehr nach uns geduͤrst't, Deinen durst und liebs⸗verlangen Voͤllig fassen und umfangen. ö 3. Heile mich, o heil der seelen! Wenn ich krank und taurig bin. Nimm die schmerzen, die mich quaͤlen, Und den ganzen salt ge⸗ hin, Den mir Adams fall ge⸗ bracht, Den ich selber mir ge⸗ macht. Wird, o arzt! dein blut mich netzen, Wird sich all mein jammer setzen. 4. Schreibe deine heilge wun⸗ den Mir, HErrlin das herz hinein, Daß sie moͤgen alle stunden Bey mir unvergessen seyn. Du bist doch mein liebstes gut, Wo mein ganzes herze ruht: Laß mich hier zu deinen fuͤssen Deiner lieb und huld geniessen. 5. Diese fuͤsse will ich halten, So fest ich nur immer kann: Schaue meiner haͤnde falten, Und mich selbst, in gnaden an Von dem theuren ereuzes⸗baum, Und gib meiner bitte raum; Sprich: laß all dein trauren schwinden, Ich tilg' alle deine sünden. JEsu! deine heilge 10. wunden„ Deine guahl und bittern tod Laß mir ge⸗ ben alle stunden Trost in leibs⸗ und seelen⸗noht. Wenn mir faͤllt was arges ein, Laß mich denken deiner pein, Daß ich deine angst und schmerzen Wol erwaͤg in mei⸗ nem herzen. 2. Will sich denn in wollust wei⸗ den Mein verderbtes fleisch und blut; Laß mich denken, daß dein leiden Hat geloͤscht der hoͤllen glut, Nicht, daß ich nach meinem sinn Soll in wollust leben hin: Sondern leiden mit auf erden, Deinem bilde aͤhnlich werden. g. Will die welt mich mit verfuͤh⸗ ren Auf die breite suͤnden⸗bahn; Wollst du mich also regieren, Daß ich alsdenn schaue an Deiner mar—⸗ ter eentner⸗last, Die du ausge⸗ standen hast: Daß ich ja in an⸗ dacht bleibe, Mit der welt nicht bosheit treibe. 4. Will 22* — — „ —— —. N 1 — zen, Die U amzen shrd dums sil slber mrz it! deni sch al ne heilge U 5 herzhintz stunden d N. Du ut, Vonn Laß michhe iner lic g ich haltend un: Sönn u, Und mi⸗ au Von de um, Und a Sbrich: u vinden, I u. deine heilg 1/ Deint Nß mir ge in lalbs⸗ Mit faͤlt ich denken eine angst dag in mei vollast we feisch vyd „ daß den der hoͤle ich memeh leben hul: auf erdes verden. mit berfth Idenaht, ieren Sf einet mer du alsze I W wealt lich 40 und zwar von dessen aͤuserlichem Leiden. 93 4. Will mir satan meine suͤnden! Mit viel schrecken zeigen an: Laß mich diesen trost empfinden, Daß du gnug dafuͤr gethan. Dringt er bruͤllend ein zu mir, Hilf, daß ich ihm halte fuͤr Deiner wunden mahl und zeichen, Daß er von mir muͤsse weichen. 6. Gib fuͤr alles, was mich kraͤn⸗ ket, Mir aus deinen wunden kraft: Wenn mein herz hinein sich senket; So gib neuen lebens⸗ saft: Daß mich staͤrk in allem leid Deines trostes süssigkeit; Weil du mir dein heil erworben, Da du bist fuͤr mich gestorben. *6. Laß auf deinen tod mich trauen, Omein GOtt und zuver⸗ sicht! Laß mich seste darauf bauen, Daß den tod ich schmecke nicht. Deine todes angst laß mich Stets erquicken kraͤftiglich: 5Err! laß deinen tod mir geben Auferste⸗ hung, heil und leben. . JIEsu! deine heilge wunden, Deine quahl und bittern tod Laß mir geben alle stunden Trost in leibs⸗ und seelen⸗ noht: Sonder⸗ lich am lezten end Hilf, daß ich mich zu dir wend, Trost in deinen wunden finde, And denn froͤlich uͤherwinde. Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛc. 8 edle wunden! was 58. O soll ich, Du grosser richter! gegen dich Verdienen und erwarten? Dieweil du hier die suͤn⸗ den⸗last So eifrig abgestrafet hast? Der blutge schweiß im garten, Der dornen schmerz; der geissel schlag, Der rohten striemen unge⸗ mach, Die ereuzes⸗last, der schnoͤde tod Erinnert mich, o starker GOtt: O starker Gott! Was suͤnde sen, und dann dabey Der strengen strafen maͤncherley. 2. Ach! liebster vater! geh doch nicht richt: Sieh, wie ich mich jetzt wende In wahrem glauben, reu und leid, Von deiner richters— strengigkeit, Und faß die gnaden⸗ haͤnde Ja dein getreues vater⸗ herz Das in den ereuz⸗ und todes⸗ schmerz Fur meine schwere misse⸗ that, Auch seinen sohn gegeben hat. HErr JIEsu Christ! Ich halte mich getrost an dich, Und an dein lieben ewiglich. 3. Du bist das theure loͤse⸗geld, Der wehrte schatz der ganzen welt: In deinen tiefen wunden Hat mein zerknirschtes suͤnden⸗herz Von seiner angst und hoͤllen⸗ schmerz Erwuͤnschte ruh gefun⸗ den. Sind meine suͤnden ohne zahl? Ist dein verdienst doch all⸗ zumahl Auckh unermaͤßlich: denn mein GOtt Giebt sich dafuͤr selbst in den tod. HErr JEsu Christ! Weil ich in dir, und du in mir, So bin ich selig fuͤr und fuͤr. 4. Du schenkest mir dein ehren⸗ kleid Der himmlischen gerechtig⸗ keit, Dein ganz hochheilig leiden: Drum tret ich nun voll zuversicht Vor deines vaters angesicht, Mit dir, du brunn der freuden! Des bruder-rechts theilhaft zu seyn! Ich weiß, er raͤumt mirs gnaͤdig ein, Nebst allen schaͤtzen; weil er schon Dich mir geschenkt als sei⸗ nen sohn. HErr IEsu Christ: Dein leiden, pein, und ereuz ist mein, Drum kann mir nichts ver⸗ saget seyn. Von dem Blute IEsu. Mel. O Gott du frommer ꝛc. Osch allerliebster schatz, —15 9. A Ach braͤutgam̃ mei⸗ ner seelen! Bist du es. JEsul denn/ Aus dessen wunden⸗hoͤlen Das ro⸗ sinfarbne blut Mit vollen fluhten dringt, Und gleichsam, als ein quell, Aus deiner seit entspringt! 2. Herzliebster IEsu! ia, Ach Mit deinem knechte ins ge⸗ freilich bist du's selber Von dem das Von dem Leiden 0⁴4 und Sterben JEsu das blut so stroͤmt: Es ist kein blut mein ehren kleid/ Dein? unschuld der kaͤlber, Es ist dein eigen blut, Das hohe loͤse⸗geld, Wodurch du west, W Die menschen in der welt. 3. Dein blut hat uns von suͤnd' Und hoͤll und tod befreyet: Durch dein blut sind wir nun Ganz wie⸗ derum verneuet. Dein auch fuͤr mich, o HErr! So mild vergoßnes blut Sey meiner seelen schatz, Und allerhoͤchstes gut. 4. Feind! packe dich nun fort, Du hast hier nichts zu schaffen; Mein JEsus laͤsset mich In seiner seit entschlafen. Geh hin/ ver⸗ dammter geist! Geh hin, in deine quahl, Ich bin in JEsu schooß, Und in der frommen zahl. . Ruhst du, o sünde! nicht? Willt du mich auch verdammen? Als haͤtt' ich laͤngst verdient Der hollen feuer⸗flammen; So spricht doch Christi blut Von dir mich guit und los, Waͤr deine schulden⸗ last Auch gleich noch eins so groß. 6. Ich bleib auf Christi blut, Im leben und im sterben, Recht glaͤubig fest gegruͤndt: Denn das macht mich zum erben Der selig⸗ keit: bin ich Mit Christi blut ge⸗ ziert, Hab ich die himmels⸗freud Im glaͤuben schon gespuͤrt. 7. HErr IEsu! laß mich bald Zu deiner freud eingehen, Und in, mit deinem blut Gewaschnen klei⸗ dern, stehen, Dir dort vor deinem thron Zu dienen tag und nacht; O selig tausendmahl, Wer es so weit gebracht. Mel. HErr JEsu Christ mein leb. 1 60 Err IEsu Christ! * dein theures blut und gerechtigkeit Macht, daß ich kann vor GOtt bestehn, Und zu der himmels⸗freude gehn. 3. OJEsu Christe, GOttes ö sohn! Mein trost, mein heil, mein gnaden⸗thron! Dein theures blut, dein lebens⸗saft Schenk mir stets neue lebens⸗kraft. noht, Wenn mich schreckt teufel, labsal seyn: Dein blut macht mich von suͤnden rein. Mel. Christus der uns 15 ꝛc. as hat doch des 6 I. viehes blut, Das so mild geflossen, Und zum heilgen opfer⸗gut Taͤglich ward vergossen, In der alten salems⸗stadt, Zu der juden zeiten, Nach des grossen 1ep raht, Sollen vorbedeu⸗ en 2. Das bestimmte Gottes⸗lamm, Christus, ward gemeinet: Der vom himmel zu uns kam, Und vor GOtt erscheinet Auf dem ho⸗ hen ereuz⸗altar, Als ein' opfer⸗ gabe: Daß die ganze menschen⸗ schaar Ihr' erloͤsung habe. 3. Denn was man daselbst ver⸗ goß, Macht an sich von suͤnden Uns nicht voͤllig quit und los, Daß kein' schuld zu finden. Ach! wie konnt an sich das blut Von den schaaf und rindern Sünden tilgen, und die gluht GOttes zor⸗ nes mindern? 4. Christus aber, da er kam, Ist das lamm gewesen, Das die suͤnde von uns nahm, Und uns half gene⸗ sen. Christi blut das machet rein Von der suͤnden sehaden Alle men⸗ Ist meiner seelen hoͤchstes gut, Das staͤrkt, das labt, das macht allein Mein herz von allen sunden rein. 2. Dein blut, mein schmuck, schen groß und klein, Die damit beladen. . Ey so kommt zu dieser fluht, Kommt ihr menschen⸗kinder! Un⸗ sers theuren JEsu blut NRain ie 4. HErr JEsu! in der lezten hoͤll und tod, So laß ja dis mein 8 A 6 1 Mih cithe H — Rin unsth lach, baßt tehn, Ih gehn. ste, Goh Km Heil theuresh henk nr in det chreck g II blut m . uns selia at doch g 6 blut, A zum heih bergost 15 stadt, des grof. bothedz tteslamt linet: Ou fam, In Ufdem ho⸗ tin opfer menschen⸗ abe. daselbstve⸗ von sündel it und lh uden. Ac blut V. In Sundh GOttts il erEm as dit sinh 16 halfgnl machet u en Alenth „Dit dan Dsttlht ildet el It Ranigt und zwar von den sieben Worten IEsu am Creuze. 9⁵ die suͤnder. Drum, die ihr beflecket seyd, Laßt euch hier benetzen: Eu⸗ rer suͤnden heßlichkeit Kann dis blut ersetzen. 6. Ja, mein JEsu! wasch auch mich Rein aus deinen wunden, Daß ich nun und ewiglich Unbe⸗ fleckt erfunden, Und mit solcher heiligkeit Mag erfuͤilet werden, Die mich zieht zu jederzeit Von der suͤndꝰ beschwerden. Fa ö Esu, trost der armen 6 2. seelen! Du ließt dich Williglich Meinetwegen quaͤlen. Ach! wie kann ich nun verzagen, Da du hast Alle last Meiner schuld getragen. 455 2. Dein blut rann mit reichen flüssen, Als ein saft, Dessen kraft Wir zum trost geniessen. Laß mich diese fluht erquicken, Meinen geist, Der dich preist, Zu dir hin zu ruͤcken. 3. Dieser strom fuͤhrt in den himmel: Dort, ach dort Ist der ort, Wo kein welt⸗ getümmel. Dah in steht nun mein verlangen: Ehr und gut Soll den muht Nim⸗ mer wieder fangen. 4. Dein blut soll mich stets ver⸗ gnügen, Ich will nun In dir ruhn, Und ganz sicher liegen. Ich will zu den wunden eilen, Denn da kann Jedermann Seine krank⸗ heit heilen. . Krank bin ich von suͤnden⸗ wunden: Krank und schwach Schrey ich nach Dir, bis ich dich funden. Ich will zu dir, JEsu! fliehen, Doch du mußt Aus dem wuft Mich selbst zu dir ziehen: 6. Wie du an dem creuze tha⸗ test, Als du dort, Liebster hort! Fuͤr die feinde batest. Ob mich spaͤt die suͤnden reuen; Hoff ich doch, Mich wird noch Deine gnad erfrenen. 7. Ich will mich mit thraͤnen netzen, Und mein herz Soll im schmerz Sich zum ereuze setzen. Hier will ich dich ganz umfassen, GOttes lamm! Braͤutigam! Du wirst mich nicht lassen. 8. Laß mich nicht am lezten ende, Da hilf mir, Wenn zu dir Ich mich glaͤubig wende; Da laß mich dein blut erquicken; So kann ich Seliglich Mich zum sterben schicken. Mel. 4 1560 275 11 di tes sohn; dein 1 63. reines blut Rei⸗ nigt mich von suͤnden, Loͤscht des hoͤchsten eifers gluht, Laͤßt uns gnade finden, Nimmt weg allen sunden⸗koht, Reinigt das gewissen, Hilft der seel in aller noht, Laͤßt ihr kraft zufliessen. 2. Dein blut sey mein lebens⸗ born/ Der mich taͤglich labe; Weil ich sonst fuͤr GOttes zorn Keinen labsal habe. Laß es mir ein bal⸗ sam seyn, Der die wunden heile, Und mir auch in todes⸗pein Le⸗ bens⸗kraft ertheile. ö 3. Loͤsche dadurch aus in mir Boͤser luͤste flammen, und was von der lust⸗begier Pfleget her zu stammen. Theures blut! schrey du fuͤr mich, Wasche mich von suͤn⸗ den, Laß des hoͤchsten zorn durch dich, Wie ein rauch, verschwinden. Von den sieben Worten IEsu am Crenze. Da IEsus an dem 64.— ereuzes⸗stamm Der ganzen welt sund auf sich nahm, Sprach er in seinen schmerzen Noch sieben wort: die lasset uns Erwegen wol im herzen. 2. Zum ersten: vater! strafe nicht An ihnen, was mir jeꝛt ge⸗ schichtz Weil sie es nicht verstehen. Vergib uns, GOttlwenn wir auch noch Aus irrthum suͤnd begehen. 3. Zum 9 Von dem Leiden und Sterben JEsu 3. Zum andern er des schaͤchers dacht: Fuͤrwahr, du wirst noch vor der nacht In meinem reich heut leben. O PErr: nimm uns auch bald zu dir, Die wir im elend schweben. 4. Zum dritten: deinen sohn sieh weib! Johannes! ihr zu dien⸗ ste bleib, Und sie als mutter liebe. Versorg, HErr! die wir lassen hier, Daß niemand sie betruͤbe. 6. Zum vierten sagte er mich duͤrst! O JEsu, grosser lebens⸗ fuͤrst Du hast durst und verlangen Nach unsrer seligkeit: drum hilf, Daß wir sie auch empfangen. 6. Zum funften; o mein GOtt, mein GOtt! Wie laͤßt du mich so in der noht! Hier wirst du, HErr! verlassen, Daß uns GOtt wieder dort aufnaͤhm; Den trost laß uns wol fassen. 91. 7. Zum sechsten; hiemit ist vollbracht, Und alles nunmehr gut gemacht. Gib, daß wir auch durchdringen: Und was du, HErr! uns auferlegst, Hilf selig⸗ lich vollbringen. 8. Zum lezten: ich nun meine seel, O GOtt, mein vater! dir befehl Zu deinen treuen haͤnden. Dis wort sey unser lezter wunsch, Wenn wir das leben enden. *9. Wer oft an diese worte denkt, Wenn seine missethat ihn kraͤnkt, Der wird es wol genies⸗ sen: Weil er durch GOttes gnad erlangt Ein ruhiges gewissen. 10. Verleih uns dis, HErr YE⸗ su Christ! Der du für uns gestor⸗ ben bist: Gib, daß wir deine wun⸗ den, Dein leiden, marter, ereuz und tod Betrachten alle stunden. Melodey 14. enn meine seel den 165. W tag bedenket, Da meine sonn zur nacht geeilt, Da mein geliebter arzt gekraͤnket/ Durch seine wunden mich geheilt, Da er sein leztes wort gesprochen, Da JEsu ist das herz gebrochen: So wein ich,weil ich weinen kann, Und stimme diese seufzer an: heissen thraͤnen Im tod noch batst fuͤr deine feind: Laß deine thraͤnen mich versoͤhnen, Dn hast ia auch fuͤr mich geweint. Laß mich die rach dir oͤberlassen, Giv, daß ich liebe, die mich hassen. Vergib den feinden ihre schuld Gib ihnen reue, mir geduldd. 3. Schaff, daß ich nicht die buß aufschiebe, Bis daß schon köm̃t der todes ⸗schweiß: Gedenk an mich mit deiner liebe: Nimm mich vom ereuz ins paradeis, Da mir der baum des wissens dienet, Da mir das holz deslebens gruͤnet, Da der erystallen⸗strom mich stillt, Der aus dem stuhl des lammes quillt. 4. Laß mich, wenn alles fluͤchtig gehet, Beydeinem faͤhnlein halten stand. Wer unter deinem creuz hie stehet, Steht dort zu deiner rechten hand. Laß mick die witt⸗ wen und die waisen, Als deinꝰ und meine bruͤder, soeisen: Und wenn ich mir nicht helfen kann, So nimm dich mein er nohtdurft an. 6. Wie sollt ich nicht die suͤnde hassen, Um welche dich GOit selbst verlaͤßt? Ich halte dich, du kannst nicht lassen Den, der dich haͤlt/ zorndeck' mir verstecket, Wenn mich des todes schatten schrecket; So höͤre was mein herze spticht: Mein GOtt mein GOtt! verlaß mich nicht. 6. O quell! von der viel stroͤme fliessen, Es dͤͤrster dich nach mir, nach mir. Dein durst muß Adams bissen buͤssen, Mich ruͤrstet auch nach dir, nach dir! Gib, aß auch mir die essig⸗guͤsse Dein scharfer essig⸗trank versuͤsse, Bis du mich dort 4 st N ehgt 60 * HErr Christ! der du mit t Ieh ihhu N. hshlih. wie Jacob, fest. Wenn dich die hnte chr v Wug W A A II —0 1 ag y Ish W alh Rsihu Whhi, i E . Weh dant 10 N bn . 1 ̃/DPD. /M ——2 — — — — mch geh ri getoch ett gehtoch weixen h ufßer gz: der huz toduchh beinethnt hast Ra Laß mihs ö‚ Gih/ l . Vaigihl d, Gih sy nicht dik schon fifth edenk an y imtn miqn Da mit! iehet, Dit runet, di ich stilt/ mmes guil ralles füch nlein halh desssem eil 1 bein sch die witt ls dei vm Und wen kann/E htdutft i cht die sunt hGottsch dich,dukafh it bich hi Denn dichk tecket, Vil ten schith Hethefont 01 und zwar von den sieben Worten IEsu am Creuze. 97 dort, o lebens⸗fürst! Mit wollust noch so schwer Die marter, mich ewig traͤnken wirst. nicht hassen. 7. Es ist vollbracht, ich hab ge⸗ 3. Weil deine schwere hand mich kaͤmpfet: Rufst du; der vater ist druͤckt; Verdorrt mein saft, mein vergnuͤgt, Die schrift erfullt, die herz erstickt, Vor durst die seel ver⸗ und gedaͤmpfet, Tod, teufel, hoͤlle schmachtet, Und muß noch seyn ind besiegt, Daß sie mir nicht verachtet. Doch wird nun alles mehr schaden werden. Gib, daß ich, seyn vollbracht, Wodurch zuvor wenn ich geb der erden An mei⸗ dein raht gedacht Dem menscheu nem freytag gute nacht, Auch froͤ⸗ zu erwerben Das heil, bis auf lich ruͤhm': es ist vollbracht! mein sterben. 8. Alsdenn komm, deine braut Darauf mein haupt nun neiget zu holen, Nimm, himmels⸗Noah! sich, Ich weiß, mein geist wird deine taub'. Mein geist sey deiner sicherlich In deiner hand verwah— hand befohlen; Mein frisches oͤl⸗ ret seyn, Der leib befreyt von aller blatt ist der glaub'ꝰ: Neig gegen pein Im grabe nicht verderben. mich dein haupt im leiden, Scheid*4. HErr Christe, heiland aller nicht von mir, wenn ich soll schei⸗ welt! Der du dich selbst hast ein⸗ den. Fuͤhr aus der marter⸗wochen gestellt, Fuͤr suůnd und straf zu buͤs⸗ nach ich muß pein Mich zu den himmels⸗ostern ein. Mel. Ich glaͤub 6t n—1 31 edenk/ o mensch! die I 66. B angst und noht, Die GoOtt der HErr bis in den tod Am ereuze mußte leiden, Damit du kaͤmst zu freuden. Sieh, wie sein ganzer leib verwundt, Und den⸗ noch laͤßt der suͤsse mund Viel lie⸗ bes⸗stroͤmlein fliessen, Die reich⸗ lich sich ergiessen. Ach vater! spricht er, laß ja nicht Die blinden leute im gericht Entgelten diese missethat; Weil sie nicht wissen deinen raht, Wor⸗ 5 so buͤssen. 2. Auch dir/ du schaͤcher! koͤmmt zu gut Des glaubens kraft, mein tod und blut: Heut will ich dein gedenken, Das paradies dir schen⸗ ken. Du weib! bist hier versorget schon; Sieh, den sollt du, wie deinen sohn, Mit mutter⸗liebꝰ umfassen, Der sohn wird dich nicht lassen. Nur ich allein muß in dem spott BVerlassen seyn von dir, mein GOtt! Mein Gott! dein antlitz in mir kehr, Du kannst ja, waͤr auch sen, Laß mich deß auch geniessen. Hilf, daß ich stets in freud und pein Hinfort mich dir ergeb al⸗ lein; Geduldig alles leide, Die suͤnde herzlich meide. Den vater bitt fuͤr meine sůnd: Denk mein, versorg mich als dein kind: Verlaß mich nicht, gib kraͤfte mir: Hilf alls vollbringen: nimm zu dir Den geist, wenn ich ab— scheide. Mel. 00h der 4 selig ꝛe. aß mir alle wochen I 67.LsonSefn stille wo⸗ chen: Daß ich oft denk deiner pein, Und was du gesprochen An dem ereuze: laß mich es Frucht⸗ barlich erwegen: Daß ich dessen nie vergeß, HErr! gib gnad und segen. z. Dein anfaͤnglich wort war das: Vater! vergib ihnen; Weil sie selbst nicht wissen, was Sie an mir verdienen. Spricht hier GOt⸗ tes sohn zu GOtt Fuͤr sein aͤrgste feinde; Was wird er nicht in der noht Thun fuͤr seine freunde. 3. Drauf der schaͤcher hoͤrt, der dir Seinen glauben wiese: War⸗ G lich last Zunahm ohne maassen: Mein chen: So laß mich dis wort zu— 98 Von dem Leiden und Sterben JEsu lich du wirst heut mit mir Seyn Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛce. im paradiese. 0 nicht mehr kaun, In des todes donn 5t Daß ich diese wort als⸗ ann Hoͤr in meinem herzen. 4. Weib, sagst du zur mutter, Gib, wenn ich nun s ist vollbracht: mu I 68.E noch ershallen Durch nieines JEsu blassen mund. Ach! dringe doch, du mattes lallen, In meiner seelen sieh Deinen sohn hie stehen: Zu tiefsten grund, Ja koͤmmt die fin⸗ UA Johanne: du kannst hie Deine stre todes⸗nacht, Sey dis mein Rl mutter sehen. Auch dis dritte wort licht: es ist vollbracht!— Isad macht froh, Und laͤßt trost erschei⸗⸗. Was ist vollbracht? die ganse. nen, Wenn ich denk: du wirst fuͤlle Von JEsu welt- und hoͤl⸗ wllce M auch so Sorgen fuͤr die meinen. g. Viertens mußt bey aller noht Auch der durst dich plagen, Da man dich, o mensch und GoOtt! 9, IEsu dürstet, klagen. Laß mich, JEsu! doch in mir, Gleich der matten hinden, Lebens⸗ quelle! stets nach dir Heilgen durst len⸗noht. durch Christi tod In ewgen raht bedacht; spricht er: es ist vollbracht! 3. Was uns des geistes lehren sagen, Durch heiliger propheten mund: Um unsre schuld ist er zer⸗ Was Gottes treuer gnaden⸗wille Von unserm heil seinem sshe. Davon 1 empfinden. schlagen, Um unsre missethat ver⸗ 6. Fuͤnftens riefst du: als die wundt,“ Er ist verfolgt, betruͤblt, veracht; Davon erschallt: es ist Inn GoOtt, mein GOtt! warum hast Du mich so verlassen? Daß ich nie verlassen blieb, Wurdest du ver⸗ lassen: O der unerhoͤrten lieb'! Wer kann dieses fassen? 7. Sechstens, als du nun mit macht So weit durchgebrochen, Hast du auch, es ist vollbracht! Uns zum trost gesprochen: Denn durch dich ist ganz und gar GOt⸗— tes zorn gestillet; Weil, was zu voll bringen war, Du fuͤr uns er⸗ fuͤllet. ö ö 8. Endlich schriest du laut am end: Vater! ich befehle Meinen geist in deine haͤnd: Damit schied die seele. Wenn mir auch der tod zusetzt, Und mein herz will bre⸗ lezt Denken oder sprechen. 9. JEsu/ tilger aller noht! Bitt fuͤr mich den deinen: Gib des schaͤ⸗ chers trost im tod: Sorg auch fuͤr die meinen: Laß mich nie aus dei⸗ ner acht, O durst meiner seele! Daß ich, wenn mein lauf voll⸗ bracht, Dir den geist befehle. vollbracht!*Esai. 83, 5. 4. Vollbracht des herben kel— ches trinken, Den bittre leiden angefuͤllt. Vollbracht der muͤden knie sinken, Wenn blut⸗schweiß aus dem eoͤrper quillt. Von aller suͤnd⸗ und hoͤllen⸗nacht Spricht JEsu mund: es ist vollbracht! . Geht nun das licht der hei⸗ den unter; So hemmt sein licht der sonnen lauf. Die todten selber werden munter, Es schliessen sich die graͤber auf; Der fels erbebet/ springt und kracht, Dis alles ruft: es ist vollbracht. 6. Es sprechen, JEsu! deine wunden, Es spreche dein vergoß⸗ nes blut, Und alle pein, die du em⸗ pfunden, Da deiner feinde wilde wuht Dich„GOttes laͤmmlein! abgeschlacht, Durch kraft an mir: es ist vollbracht! 7. Ihr freuden⸗thraͤnen netzt die wangen! Der glaube siehet of⸗ fenbar Die handschrift an dem ereuze hangen, Die wider meine seele war. Wer ist, der nicht vol wonne IIIFIFIFPERR* 100 IAI W Ic, ö W maung Ru M . Wau Rühun IIi ccufh I. ucbng ö 7.— liebengh Olbrachtn ch ech Niu l nge doch, 1 Meinct st kommt die Sey d u Lacht! acht eg welt⸗ HOttts h. on Unsemn d Iu sih acht; du hollhracht geistes H. iger prort chuld ist h missethatz folgt, altl schallt: u./ f. 35 herhen hittte l icht det mii blut⸗ schth t. Von al icht Syri llbracht! licht der umt sein etodten sh schliessh er felsethe Disallest JEsul N he dein hel hein, die dj r feinde tes laumt h Kastahl thriltln glahhe sch shrst w. α vier 0 MWi 6 0 und zwar von dem Tode JEsu. 99 wonne lacht? Da so erschallt: 2 3. Mein JEsus stirbt, die au⸗ ist vollbracht! gen brechen. Ach! nimm den lezten 8. Es fuͤhre mich, von allen or⸗blick von mir. Sein mund ver⸗ ten, Wo dieser erden wollust bluͤht, schmacht't, was soll ich sprechen? Den mund von allen boͤsen wor⸗Mein lejtes wort ist, IEsus! hier. ten, Von argem dichten das ge⸗Ach JEsu, IEsu! laß mich nicht. müht, Das herz von aller eitlen Wenn mir der tod das herze pracht, Dis wort am ereuz: es ist bricht. ö vollbracht! 4. Mein JEsus stirbt, und seine 9. Doch steigt die flamme dei⸗ seele Besiehlt er in des vaters ner liebe Zu groͤssrer gluht in mei⸗ haͤnd. Ach vater! ach, auch ich ner brust: Wenn rege sehnsucht befehle Dir meinen geist an mei⸗ reiner triebe Des alten Adams nem end. Wo deines sohnes seele fleisches⸗lust Zu creuzgen und zu ruht, Da ists auch meiner seele toͤdten tracht, So heiß es auch gaut. ö es ist vollbracht! J. Mein JEsus neigt sein haupt 10. Soll auch mein haupt in zur erden: Welt gute nacht! ich vielen schmerzen Gleich deinem, scheide mit. Soll JEsus eine leiche unter dornen stehn; Soll ich mit e Was scheu denn ich den thraͤnen⸗vollem herzen Durch lezten tritt? Ich sterbe, JEsu! mit truͤbsal ins reich GOttes gehn; begier, Ich sterbe mir, und lebe dir. Koͤmmts, daß mir seel und leib/ 6. Mein JEsus stirbt, er ist ver⸗ berschmacht; So sey mein trost: schieden. Wie sanfte neiget er sein es ist vollbrachtt: haupt? So schlaf ich ein im suͤs⸗ II. Schmeck ich in dieser jam⸗sen frieden, Der stirbt nicht, der mer⸗hoͤle Mit dir des todes bit⸗ an JEsum glaubt. Drum setz ich terkeit: So sey die troͤstung mei⸗ meinem tode bey, Daß JEsu ner seele Dein frohes leben nach tod mein leben sey. der eit; Daß ich, wenn glaub und 7. Mein JEsus stirbt, sein ei⸗ hoffnung wacht, Mit freuden gen leben Ist ihm auch nicht fuͤr sprech: es ist vollbracht! bene geben, un 390 wechlich hingegeben; unaussprechli Von dem Tode Isu. liebes⸗feur! Mein heil, was fo⸗ Mel Wer nur den lieben GOtt ꝛe. derst du von mir? Ich geb mein ein JEsus stirbt! alles, alles dir. ö 9. was soll ich leben“— 8—.— Mein haupt erblaßt, wo bleibt sein 170 DO glied? Ach soll ich ihm den geist 10 zeleidl Ist das nicht nicht geben, Da jezt sein geist von zu beklagen? GOttes vaters ei⸗ dannen zieht? Ach ja, ich sterbe nig kind Wird ins grab getragen. nun mit dir; Mein JEsu! stirb du 2. O grosse noht! Des todes tod auch mit mir. Ist selbst am ereuz gestorben: Doch 2. Mein XEsus stirbt! drum soll hat er das himmelreich Mir da⸗ ich leben; Sein tod befreyt mich durch erworben. ö von dem tod. Nun kann ich erst 3. O menschen⸗kind! Nur deine mein haupt aufheben; Die sunde suͤnd Hat dieses angerichtet, Als stirbt, ich lebe GOtt. Ach ia, ich du durch die miffethat Warest lebe nun in dir, Mein JEsu! leb ganz vernichtet. auch du in mir. Das ee 2 e Von dem Leiden und Sterben JEsu tes⸗lamm Liegt hie mit blut beflos⸗ sen, Welches er ganz mildiglich strahlen, Der himmel kreucht in Hat fuͤr dich vergossen. einen sack. Das echo ruft zu tau⸗ 6. O suͤsser mund! O glaubens⸗ sendmahlen: Dis ist ein rechter grund, Wie bist du doch zerschla- trauer⸗tag! Der felsen⸗riß macht gen! Alles, was auf erden lebt, ein geschrey, Daß GOttes sohn Muß dich ja beklagen. gestorben sey. 6. O lieblich bild, Schoͤn, zart 6. Ach! sterbet in mir alle und mild! Du soͤhnlein der jung⸗ krafte! Weil JEsus stirbt, ist frauen! Niemand kann dein heis⸗ meine pflicht, Daß ich mich an sein ses blut Ohne reu anschauen. Der dieses recht bedenket, Wie der mein leben hin: Ich ruh nicht, bis HErr der herrlichkeit Wird ins ich bey dir bDin. grab gesenket. 7. Erblaͤsste lippen! laßt euch 8. OJEsu, du Mein huͤlf und kuͤssen„Ihr trieft von lauter le⸗ ruh! Ich bitte dich mit thraͤnen, heüs⸗saft; Laß dich, geneigtes Hilf, daß ich mich bis ins grab haupt! umschliessen, Das meinem haupte ruh verschafft. Erlaube, Nach dir moͤge sehnen. tiefe seiten⸗-hoͤl! Daß in dir ruhe . Die sonne selbst versteckt die hne ereuze hefte, Wo mein herz an dem 7. O selig ist Zu jeder frist, seinen bricht; Ach JEsu! nimm Mel. Wer nur den lieben GOtt 0 ö ein bester freund i 17 1I Mr gestorben, Sollt man mich nicht voll trauren sehn? Der mir den himmel hat erwor⸗ ben, Den seh ich in die erde gehn. Der mir das leben hat gebracht, Versinkt in schwarze todes nacht. 2. Ists moͤglich? seh ich JZEsum sterben? Ach ja, ich seh es allzu klar, Wie sich die blasse lippen faͤrben: Sein antlitz stellt die öu⸗ dar, Wenn solche ganz ver⸗ instert ist, und allen ihren glanz verschließt. 3. Die augen sind nicht nur ge⸗ brochen, Das herz ist selber, was ihm bricht. Kaum ist das lezte wort gesprochen, Da man von sei⸗ nem tode spricht: Das haupt, das so viel strahlen zeigt, Hat sich zur erde hin geneigt. 4. O schwert, das meine brust durchfaͤhret! O tod, der mich zum todten macht! Mein herz ist mir ganz unigekehret, Judem es sei⸗ nen freund betracht't, Wie er den lezten abschieds⸗kuß Mit kalten lippen geben muß. meine seel. 3. Wo foll ich dich nun hin be⸗ graben, Daß ich kann immer bey dir seyn? Du sollt zur gruft mein herze haben, Da leg ich dich, mein freund! hinein. Dein ereuze soll das grabmahl seyn, Die schrist darauf, dein blut allein. 9. Und wenn ich meinen lauf vollende; So geb ich meinen muͤ⸗ den geist In deines treuen vaters haͤnde, Wie mich dein abschied be⸗ ten heißt. Der trifft im tod das le⸗ ben an, Der mit und in dir ster⸗ ben kann. Mel. Ich hab mein sach GOtt ꝛe. 172 un ist es alles wol gemacht, Weil JE⸗ sus ruft; es ist vollbracht! Der neigt sein haupt, o mensch! und stirbt, Der dir erwirbt Das leben, das niemahls verdirbt. 2. Der HErr der herrlichkeit er⸗ bleicht, Der lebens⸗fuͤrst, dem nie⸗ mand gleicht: Was wunder, daß die erde kracht, Und es wird nacht; Weil Gottes sohn wird umge— bracht. 9. 3. Die V uglg lin 6 Winnd— mmel krugh echo ut 0 is ennnt Helsengn 5 Gottis et in nizn Cuus sirh, zich nichant nein herzan h Jisul sch tuh iich ppen! last! t von lth dich/ genh u, Das mit afft. Ett Daß in der ich nun si inn immon zur grustt zich dich t Nin cteuh „Die sch lein. meinen l hmeinen y treuen vat in abschieh im tod du nd in ditf u sach G st es alla acht, Well ollbracht!! nensch!. itht Zasll hirht. Hetrlichtl Vfuͤrf, 8 wunde, E NHird d 34 und zwar von dem Tode JEsu. 101 3. Die sonn verlieret ihren schein, Des tempels vorhang reis⸗ 1 ein, Der heilgen graͤber oͤffnen ich Ganz wunderlich, Man sieht sie aufstehn sichtbarlich. 4. Weil denn die ereatur sich regt, So werd, o mensch! hiedurch bewegt. Ein fels zerreißt: und du wirst nicht Durch dis gericht Be⸗ wogen, daß dein herze bricht? c. Du bist ja schuld, dis nimm in acht, Daß JEsus ist ans ereuz gebracht, Ja gar zum tod und in das grab, Da er schied ab, Und mit geschrey den geist aufgab. 6. Drum folge IEsu nach ins grab, Und stirb dem sunden⸗greuel ab. Gehst du nicht mit ihm in den tod tod, Lebst ihm zum spott; So mußt du fuͤhlen hoͤllen⸗noht. 7. Ach vater! ach dein einger sohn Erbleicht am ereuz mit schmach und hohn: Nun, dis ge⸗ schieht fuͤr meine schuld, Drum hab geduld, Und zeig in JEsu gnad und huld. 8. Ich will mit ihm zu grabe gehn, und/wo die unschuld bleibet, sehn: Ich will mit ihm begraben seyn. Dein tod allein Macht, daß ich selig schlafe ein. 9. Toͤdt, JEsu! selbst in meiner brust, Was sich noch findt von boͤ—⸗ ser lust Und alten menschen; daß ich streb, Wie ich erheb Mein herz zu dir, und dir, HErr leb. 10. Sollt ich den suͤnden- un⸗ flaht doch Noch hegen? nein! dis schwere joch Sey abgelegt; es hat mir lang Gemachet bang: Nun weiß ich, daß ich gnad empfang. 11I. Ich will nun abgestorben seyn Der suͤnd, und leben dir al⸗ lein. Es hat dein tod das leben mir Gebracht herfuͤr, Und aufge⸗ than die himmels⸗thuͤr. . O JEsu Christe! staͤrke mich In meinem vorsatz kraͤftiglich. Laß mich den kampf so fuͤhren fort, Nach deinem wort, Daß ich die eron erlange dort. 13. So will ich dich, HErr JIEsu Christ! Daß du fuͤr mich gestorben bist, Von herzen preisen in der zeit, Und, nach dem streit, Mit freud und wonn in ewigkeit. = Mel. Alle Zaitihr 52l 19 eißt ihr felsen! erde 1 105 3 R bebe! Sonne gib nur dunkles licht! Alle welt in trauren schwebe, Weil mein fels des heils zerbricht. Auf so viele marter⸗streiche Wird der schoͤnste leib zur leiche Und erblaßt, vom blute roht: JEsus meine lieb' ist . 2. Alte schlange! nun du kuͤh⸗ lest Durch den schnoͤden fersen⸗ stich Deinen muht; jedoch du fuͤh⸗ lest Das zertreten, denn auf dich Faͤllt der frevel; und mir armen Koͤmmt, durch goͤttliches erbar⸗ men, JEsu theur vergoßnes blut, Als ein loͤsegeld, zu gut. 3. Aber ach! was soll ich sa⸗ gen, Meines freunds verschloßner mund, Und mein eigen herz muß klagen, Daß ich ihn so sehr ver⸗ wundt, Und mein leben hab er⸗ wuͤrget, Das sich bis aus ereuz verbürget. Sünde macht, daß GOttes sohn Fuͤr mich traͤgt der suͤnde lohn. 4. Doch ihr schnelle glaubens⸗ fluͤgel! Eilt dem myrrhen⸗berge zu, Fliehet auf den weihrauch⸗huͤ⸗ gel Wo die matte seele ruhꝰ, Wo sie staͤrke fuͤr mich schwachen, Fuͤr mein trauren freud und lachen, Fuͤr die galle, suͤssigkeit Findt im leiden dieser zeit. *Hohel. Sal. 4, 6. 9. Dort will ich mich niederlas⸗ sen, Dort ist mein erquickungs⸗ ort. Wenn ich muß den tod um⸗ fassen, Soll sich meine seele dort In die wunden-hoͤhlen schmiegen, G 3 Dort Von dem Leiden und Sterben JEsu Dort will ich vor anker liegen, Wo men gleich die wetter an. . IEsu! auch im fremden grabe Bist und bleibest du doch mein. Alles, was ich bin und habe, Soll zu deinen diensten seyn. Ich will dir herz, gut und leben Statt der specereyen geben, Und mit dir zu grabe gehn, Einst durch dich auch d auferstehn. 7. Freudig sterb' ich; denn das leben Wird an mir auch offenbar, Das sich selbst fuͤr mich gegeben: Leid ich gleich, nimmt die gefahr Doch ein ende mit dem leiden: Uns wird auch der tod nicht schei⸗ den, Unter Christi leichen-⸗stein Will ich mit begraben seyn. 8. Fels und erde! still dein be⸗ ben, Wecket meine liebe nicht. Sonn' erblasse! bis mein leben Siegreich hoͤll und grab durch— bricht. Ich will auch die seufzer zwingen, Doch nach dreyen tagen singen: Meine liebe lebet noch, Und zerbricht des todes joch. Von dem Begraͤbniß JEsu. Mel. O rober du, 2 o ruhest du, O mei⸗ 174. 195 ne ruh! In deiner grabes⸗hoͤle, Und erweckst durch deinen tod Meine todte seele. 2. Man senkt dich ein, Nach vie⸗ ler pein, Dich, meines lebens le⸗ ben! Dich hat jezt ein felsen⸗grab, Fels des beils umgeben. 3. Ach! bist du kalt, Mein auf⸗ enthalt? Das macht die heisse liebe, Die dich in das kalte grab Durch ihr feuer triebe. 4. O lebens⸗fürst! Ich weiß, du wirst Mich wieder auferwecken: Sollte denn mein glaͤubig herz Fuͤr der gruft erschrecken . Sie wird mir seyn Ein kaͤm⸗ merlein, Da ich auf rosen liege: — 7 o Weil ich nun, durch deinen tod, mich nichts beruͤhren kann; Stür⸗Tod und grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt: leib nur stirbt: Doch wird er auß erstehen, Und in ganz verklaͤrtet zier Aus dem grabe gehen. 7. Indeß will ich, Mein JEsu! dich In meine seele senken, und an denen bittern tod Lebenslang ge⸗ enken. Mel. Mein herz und seel den ꝛe. 47.— lamm! das meine schulden⸗Last getra⸗ gen, Und als ein fluch ist an das creuz geschlagen, Nun nimmt man noch vor abends dich herah, Und traͤgt dich hin in Josephz neues grab. 2. O troͤstlich bild! o gnaden⸗ volles zeichen! Das aber nur det glaube kann erreichen: Der fluch ist weg, die erde ist nun rein:⸗ Zum zeugniß deß mußt du begra⸗ ben seyn. B. Mos., 22. 23 Gal. 3/ I3. 3. Nun weiß, und glaͤub ich daß du bist gestorben, Daß du den tod geschmeckt; und mir erwor⸗ ben Gerechtigkeit, daß ich bestehen kann Vor Gott, und daß die sůnde abgethan. ö V0 4. Die schrift konnt nicht an dit gebrochen werden; Drum muß dein leib auch ruhen in der erden“ * Was Daniel und* Jonas vorgebild't, Seh ich nunmeht/ mein heil! an dir erfullt. Pf. 16, 10. Jes. 3, v. * Dan. 6, 17. seg. *α Jon. 2/ I. se. Matth. 12/40, 9. Du bist das weizen⸗korn, so man verscharret; Doch wenn man nur drey tage lang geharret, Wird man dich aus dem grabe aufer⸗ stehn, Und tausendfache fruͤchte bringen sehn. Joh., 2a. 6. Indeß ist dein begraͤbniß selbst Der ö 6 r M. W8 — urch dener siege. betdirhtr och witd en ganz herfl be gehen. ch, Me le senken Lebendlan und scely m! dab ulden at n fuch itz , Nun iu ends dicht hin in J. hild og ae aber w chen: Dar ist nun tt mußt du h 1 mir ett daß ich beft und ‚.j nnt nichtek ; Drun; en in det eh und Joh.. D 675 und zwar von dem Begraͤbniß JEsu. 103 selbst ein siegel Der unschuld, und der ganzen welt ein spiegel, Wor⸗ innen mit verwundrung jeder⸗ lager⸗staͤtt, Zum schlaf⸗gemach, zum stillen ruhebett. 8. Mein heiland! ich bin mit mann Ein vorspiel der erhoͤhung dir schon begraben, Als seel und spuͤren kann. 7. Ich darf nun nicht fuͤr mei⸗ leib die tauf empfangen haben, Die taͤufe, die auf deinen tod ge— nem grab' erschrecken, Da du,mein schehn: Nun laß mich auch mit heil! dich in das grab laͤßt stecken; dir stets auferstehn.“ Dein grab macht meins zur suͤssen*Roͤm. 6, 3, 4. Col. v, IX. Auf das Oster⸗Fest. Von der Auferstehung JEsu Christi. ö Crschienen ist der herr-⸗ 8. Jonas im wallfisch war drey 76.E lich tag, Dran nie⸗ tag: So lang im grab' auch Chri⸗ mand sich gnug freuen mag: Christ stus lag; Der tod ihn laͤnger keine unser HErr heut triumphirt, Die stund In seinem rachen halten feinde er gefaugen fuͤhrt. Hallel. konnt. Hallel. 2. Die alte schlange, sünd und 9. Der tod da seinen raub ver⸗ tod, Die hoͤll, auch alle angst und lohr, Das leben siegt' und kam em⸗ noht Hat überwunden IEsus por: Zerstoͤrt ist nun des todes Christ, Der heut vom tod erstan⸗ macht, Christ hat das leben wie⸗ den ist. Hallel. 99400 derbracht. Hallel. 3. Am sabbath fruͤh mit spece-⸗ 10.Heut gehn wir aus Egypten— rey Kamen zum grab Marien land, Aus Pharaonis dienst und drey, Zu salben da des menschen band: Wir essen heut, im brot und sohn, Der von dem tod erstanden wein, Das rechte oster⸗laͤmmelein. schon. Hallel. 4. Wen sucht ihr da? der engel sprach: Christ ist erstanden, der hie lag, Hie seht ihr die schweiß⸗tü— chelein: Geht hin, sagts bald den jüngern sein. Hallel. g. Der juͤnger furcht und herze—⸗ leid Wird heut verkehrt in lauter freud: So hald sie nur den HEr⸗ ren sehn, Muß alles trauren bald vergehn. Hallel. 6. Drauf haͤlt der HErr ein schöͤn gespraͤch Mit zween juͤngern auf dem weg: Fuͤr freud das herz im leib ihn'n brennt, Im brot⸗ brechen wird er erkennt. Hallel. 7. Der rechte Simson, unser held, Christus, den starken loͤwen faͤllt. Der hoͤllen pforten er hin⸗ traͤgt, Dem teufel sein gewaͤlt er—⸗ legt. Hallel. Hallel. 3— I1I. Auch essen wir die suͤssen brot, Die Moses GoOttes volk gebot: Kein sauerteig soll bey uns seyn, Daß wir von suͤnden leben rein. Hallel. I2. Der würg-engel voruͤber geht, Kein erstgebuhrt er bey uns schlaͤzgt: Des herzens thuͤr hat Christi blut Bestrichen, das haͤlt uns in hut. Hallel. 13. Die sonn, die erd, all erea⸗ tur, Und was betruͤbet war zuvor, Freut sich deß heut an diesem tag; Weil satanas darnieder lag. Hallel. 14. Drum wir auch billig froͤ⸗ lich seyn, Das halleluja singen fein, Und loben dich, HErr JEsu Christ! Zu trost du uns erstanden bist. Hallel. G 4 Mel. 104 Mel. Drah ist der 147W56 90 ruͤh morgens, da die 1 77.8 sonn aufgeht, Mein hieland Christus aufersteht. Ver⸗ trieben ist der suͤnden nacht, Licht, heil und leben wiederbracht. Hal⸗ leluja. . Wenn ich des nachts oft lieg in noht Verschlossen, gleich als waͤr ich todt; Laß du mir fruͤh die gnaden⸗-sonn Aufgehn, nach trau⸗ ren, freud und wonn. Hallel. 3. Nicht mehr, als nur drey tage lang, Mein heiland bleibt im todes⸗-zwang: Am dritten tag durchs grab er dringt, Mit ehren al 6s faͤhnlein schwingt. alle 4. Jezt ist der tag, da mich die welt Mit schmach am ereuz ge⸗ fangen haͤlt: Drauf folgt der sab⸗ baht in dem grab', Darin ich ruh und friede hab. Hallel. 4. In kurzem wach ich froͤlich auf: Mein oster⸗tag ist schon im lauf; Ich wach auf durch des HErren stimm, Veracht den tod mit seinem grimm. Hallel. 6. Am ereuz laͤßt Christus oͤffent⸗ lich Vor allem volke toͤdten sich: Da er durchs todes kerker bricht, —5— die menschen sehen nicht. allel. 7. Sein reich ist nicht von die⸗ sie welt, Kein groß gepraͤng ihm ier gefaͤllt: Was schlecht und nie⸗ drig geht herein, Soll ihm das al⸗ lerliebste seyn. Hallel. 8. Hier ist noch nicht ganz kund gemacht, Was er uns aus dem grab' gebracht, Den grossen schatz, die reiche beut, Drauf sich ein christ so herzlich freut. Hallel. 9. Der juͤngste tag wird zeigen an/ Was er fuͤr thaten hat gethan: Wie er den schlangen ⸗kopf zer⸗ knickt, Die höͤll zerstoͤhrt, den tod 1I. Der HErr den tod zu boden schlaͤgt, Da er selbst todt, und sich nicht regt: Geht aus dem grab in eigner kraft, Tod, teufel, hoͤl nichts an ihm schafft. Hallel. held! Wo ist ein feind, den er nicht faͤllt? Kein angst⸗stein liegt so schwer auf mir, Er waͤlzt ihn von des herzens thuͤr. Hallel. 13. Kein ereuz und keine noht sich findt, Die Christi sieg nicht uͤberwindt: Er fuhrt mich aus durch seine hand: Wer mich will halten, wird zu schand. Hallel. 14. Und daß der HErr erstan⸗ den sey, Das ist von allem zweifel frey; Der engel selbst bezeugt es klar, Das leere grab machts offen⸗ bar. Hallel. 16. Lebt Christus was bin ich betruͤbt? Ich weiß, daß er mi alle welt stuͤrb ab, Gnug, daß ich Christum bey mir hab. Hallel. 16. Er nehrt, er schuͤtzt, er troͤ⸗ stet mich, Sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jezt lebt, da muß ich hin, Weil ich ein glied seins leibes bin. Hallel. 17. Durch seiner auferstehung kraft, Komm ich zur engel bruͤder⸗ schaft: Durch ihn bin ich mit Gott versoͤhnt, Die feindschaft ist ganz abgelehnt. Hallel. 18. Mein herz darf nicht entseꝛ⸗ zen sich, G Ott und die engel lieben mich: Die freude, die mir ist be⸗ reit, Vertreibet furcht und trau⸗ rigkeit. Hallel. 109. Fuͤr diesen trost, o grosser held, HErr JEsu! dankt dir alle welt. Dort wollen wir auf bessre erdruͤckt. Hallel. 10. Da werd ich Christi herrlich⸗ weis Erheben deinen ruhm und preis. Halleluja. Mel. 12. O wunder groß! o starker herzlich liebt: Wenn mir gleich hlw sh Ma iHx A Hun Rx an 35 IWm w In 5 . 10 bollesth allesedz et seysd. l todih st todtun aus dem gy d/ teuft, ft. Halll groß! ofil feind/ d angs⸗feng „Er— Ur. Halll ind keien Hristissy n ühtt mich: Wermich and. Hall HEtt aüt allem lbst hezeng b machts — * „ Was bin ‚ daß x 6 im mir glal Hug, daß/ „Hallel. huͤßt, er t so nimmt; segt lebt, ich ein gl lel. aufersehh engelbrit hin ich t eindsh Hallel. fnicht es engellll die mit it cht ndind oft/ Pnst Wahwd wir auf Hf. an tuhm in MW von der Auferstehung JEsu Christi. 105 Mel. Wenn mein Ioleder s ommt wieder au 78. K der finstern gruft, Ihr Gott-- ergebne sinnen! Schoͤpft neuen muht und frische luft, Blickt hin nach zions zinnen: Denn JEsus, der im grabe lag, Hat als ein held am dritten tag es todes reich besieget. 2. Auf! danket ihm mit herz und mund Am tage seiner freuden; Er hat den ewgen gnaden⸗bund Gegruͤndet durch sein leiden, Er hat dem tod entwandt die macht, Das lehen aber wiederbracht Und unvergaͤnglich wesen. 3. Nun tritt, was Christo aͤhn⸗ lich ist, In glaubens⸗kraft zusam⸗ men: Weil Christus auferstanden ist, Wer will sein volk verdam⸗ men? Hier ist der mann, der uͤber⸗ wand, Und nach zerrissnem todes—⸗ band Zur rechten GOttes sitzet. 4. Du wolgeplagtes christen⸗ heer! Vergiß was druͤckt und na⸗ get. Haͤuft sich die noht gleich noch so sehr; Nur frisch mit dem gewaget, Der durch des grabes sie⸗ gel brach, Und zu dem tode maͤch⸗ tig sprach: Wo ist nunmehr dein stachel?* 8. Nur Christi sieg ist gut dafuͤr, Der hilft uns uͤberwinden, Und oͤfnet riegel, schloß und thuͤr: Trotz teufel, welt und suͤnden! Er ist der grosse sieges mann, Mit ihm ift alles wol gethan: Wo bleibt dein sieg, o hölle? 6. Zum siegel dieser grossen beut/ Giebt uns der HErr zu essen Die speise der unsterblichkeit, Sein nimmer zu vergessen. Des lebens saft uns heilsam traͤnkt, Den das erwuͤrgte lamm uns schenkt. O ed⸗ Ier oster⸗segen! 7. GOtt, unserm GOtt sey lob und dank, Der uns den sieg gege⸗ ben; Der dem, so sterbend nieder⸗ sank, Hat wieder bracht das le⸗ ben. Der sieg ist unser, JEsus lebt, Der uns zur herrlichkeit er⸗ hebt, GOtt sey dafuͤr gelobet! hrist ist erstanden I 79. CUon der marter alle: Deß sollen wir alle froh seyn, Chri⸗ stus will unser trost seyn, Hallel. z. Waͤr er nicht erstanden, So waͤr die welt vergangen; Weil er nun erstanden ist, So loben wir den vater JIEsu Christ, Hallel. 3.Halleluja, Halleluja, Halleluja! Deß sollen wir alle froh seyn, Chri⸗ stus will unser trost seyn, Hallel. hrist lag in todes⸗ 80. C banden, Fuͤr unsre sund gegeben; Der ist wieder er⸗ standen, Und hat uns bracht das leben; Deß wir sollen froͤlich seyn, Gott loben und ihm dankbar seyn, Und singen halleluja! Halleluja. 2. Den tod niemand bezwingen konnt Bey allen menschen-kin⸗ dern: Das machte alles unsre suͤnd; Kein unschuld war zu fin⸗ den. Davon kam der tod so bald, Und nahm uͤber uns gewalt, Hielt uns in seinem reich gefangen. Halleluja. 3. IEsus Christ wahrer GOttes sohn An unsre statt ist kommen, Und hat die suͤude abgethan, Da⸗ mit dem tod genommen All sein recht und sein gewalt: Da bleibet nichts denn tods⸗gestalt, Den sta⸗ chel hat er verlohren. Halleluia. 4. Es war ein wunderlicher krieg, Da tod und leben rungen: Das leben da behielt den sieg, Es hat den tod verschlungen. Die schrift hat verkuͤndigt das, Wie ein tod den andern fraß; Ein spott aus dem tod ist worden. Halleluja. c. Hie ist das rechte oster⸗lamm, Davon GoOtt hat geboten, Das ist hoch an dem ereuzes⸗stamm In heisser lieb' gebraten; Deß blut G 5 zeich⸗ 106 Auf das ——... Oster⸗Fest zeichnet unsre thuͤr, Das haͤlt der glaub dem tode fuͤr: Der würger kann uns nicht rüͤhren. Halleluja. 6. So feyren wir das hohe fest Mit herzens freud und wonne, Das uns der HErr erscheinen laͤßt; Er ist selber die sonne, Der durch seinen gnaden⸗glanz Erleuchtet unsre herzen ganz. Der suͤnden nacht ist vergangen. Halleluja. 7. Wir essen hier und leben wol In rechten oster⸗fladen: Der alte sauerteig nicht soll Seyn bey dem wort der gnaden. Christus will die speise seyn, Und speisen unsre seel allein: Der glaub will keins an⸗ dern leben. Halleluja. 191 FTEsus Christus unser 8 heiland, Der den tod uberwand, Ist auferstanden, Die suͤnd hat er gefangen. Halleluja. 2. Der ohne sunde war gebohren, Trug fuͤr uns GOttes zorn: Hat uns versoͤhnet, Daß uns GOtt seine huld goͤnnet. Halleluja. 3. Tod, suͤnd, teufel, leben und gnad, Alles in haͤnden er hat. Er kann erretten Alle, die zu ihm tre⸗ ten. Halleluja. Mel. Erschienen kuiun Phiere 10 un triumphiret JéE⸗ 8 2. sus Christ, Der von dem tod erstanden ist Mit grosser macht und herrlichkeit: Deß dank'n wir ihm in ewigkeit. Halleluja. 2. Dem teufel hat er all sein macht Zerstoͤhrt, und ihn zu boden bracht: Wie pflegt zu thun ein starker held, Der seinen feind ge⸗ waltig faͤllt. Hallel. 3. O auferstandner JEsu Christ! Der du der sünder heiland bist, Fuͤhr uns durch dein barmherzig⸗ keit Zu dir in deine herrlichkeit. Halleluja. 4. Hie ist doch nichts als angst und noht, Von kindheit an bis in den tod: Dort aber in des him⸗ mels thron Folgt auf den kampf die ehren⸗eron. Halleluja. feind, Da wir nun GOttes kinder seynd. Hallelua. 6. Des danken wir dir allzu— gleich, Und sehnen uns ins him— grossem schall: Halleluja. *7. GOtt vater in dem hoͤch⸗ sten thron, und Christo seinem ein⸗ gen sohn, Dem heilgen geist in gleicher weis' In ewigkeit sey lob und preis. Halleluja. 183. dein sieg, o hoͤlle? Was kann uns er sich stelle. GoOtt sey gedankt, der uns den sieg So herrlich hat nach diesem krieg Durch JEsum Christ gegeben. z. Wie streubte sich die alte auf ihn drang, Jedennoch er sie daͤmpfte. Ob sie ihn in die fersen sticht; So sieget sie darum doch nicht, Der kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig Christus koͤmmt her⸗ fuͤr, Die feind nimmt er gefangen, Zerbricht der hoͤllen schloß und thuͤr, Traͤgt weg den raub mit prangen. Nichts ist, das in dem sieges⸗Lauf, Den starken held kann halten auf, All's liegt da uͤber⸗ wunden. 4. Des todes gift, der hoͤllen pest Ist unser heiland worden: Wenn satan auch noch ungern laͤßt Von wüten und von morden, Und, da er sonst nichts ann . Nun kann uns kein feind scha, den mehr, Ob er gleich tobet noch so sehr: Verworfen ist der arge melreich. Es geht zum end, GOtt A-21 helf uns alln; So singen wir mit jezt der teufel thun? Wie grausam schlang, Als Christus mit ihr kaͤmpfte? Mit list und macht sie Rl. IN Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛe. 4 1 tod! wo ist dein sta? chel nun? Wo ist 0* 00 6 U 0 i QW In MA RMNR WII Iun Innmug 186 M Aug bit N abet in auf huh dlelag Lfemfh gleichtohtt ril u u in Gottgf u wit RM 1en mns g sgenghn Hallelnn et in dens risto sina heilgen gj ewigkeith na. —— kt in derhs wo isthin nun? W Mas kunn. Wiegtagt ̃t sey geda O Hertlich! N NE sich die g iüs mit nd macht ennoch e. nin dit fih darum xA rKrttetel 16 koͤmmth er gefah n schloß Y en taub „ das ing en helbf egt da il „ det He and totheh Hoch Myl Mothl hto schaft von der Auferstehung IEsu Christi. 107 kann, Nur tag und nacht uns kla⸗ get an; So ist er doch verworfen. 4. Des HErren rechte die be⸗ haͤlt Den sieg/und ist erhöͤhet. Des HErren rechte maͤchtig faͤllt, Was ihr entgegen stehet. Tod, teufel, hoͤll und alle feind Durch Christi sieg gedaͤmpfet seynd; Ihr zorn ist kraftlos worden. 6. Es ward getödtet JIEsus Christ, Und sieh, er lebet wieder. Weil nun das haupt erstanden ist Stehn wir auch auf, die glieder. So jemand Christi worten glaͤubt, Im tod und grabe der nicht bleibt; Er lebt, ob er gleich stirbet. 7. Wer taͤglich hier durch wahre reu Mit Christo auferstehet; Ist dort vom andern tode frey, Als der ihn nicht angehet. Genommen ist dem tod die macht, Unschuld und leben wiederbracht, Und un⸗ vergaͤnglich wesen. 8. Das ist die rechte oster⸗beut, Der wir theilhaftig werden, Fried, freude, heil, gerechtigkeit Im himmel und auf erden. Hie ind wir still, und warten fort, Bis unser leib wird aͤhnlich dort Christi verklaͤrtem leibe. 9. Der alte drach mit seiner rott Hingegen wird zu schanden: Erlegt ist er mit schimpf und spott, Da Christus auferstanden. Des hauptes sieg der glieder ist, Drum kann mit aller macht und list Uns satan nicht mehr schaden. 10. O tod! wo ist dein stachel nun? Wo ist dein sieg, o hoͤlle? Was kann uns jezt der teufel thun? Wie grausam er sich stelle. GoOtt sey gedankt/der uns den sieg So herrlich hat nach diesem krieg Durch JEsum Christ gegeben. Mel. Was GOtt Raae dns srne⸗ auferstandner sie⸗ 1 84.O ges⸗fürst, Du leben aller leben! Heut bringst du friede, da du wirst Zur freude uns gege⸗ ben. Erst stuͤrzt die noht Dich in den tod; Jezt bist du auferstanden, Und frey von todes⸗banden. 2. Der suͤnder last und schwere schuld Hieß dich in fessel fallen: Du gabest dich aus grosser huld Ans ereuz, an statt uns allen, Nun sind wir frey Von selaverey, Und von der hoͤllen banden, Nach⸗ dem du auferstanden. 3. GOtt lob! du gehest wieder auf, Du rechte gnaden⸗sonne! Und giebst nach unterbrochnem lauf, Uns strahlen neuer wonne. Nun ist die seel Mit freuden⸗oül Von dir gesalbet worden, Zur auserwaͤhl⸗ ten orden. 4. Die kraft von deiner maje⸗ staͤt Bricht selbst durch grab und steine. Dein sieg ists, der uns mit erhoͤhtZum vollen gnaden-scheine. Des todes wuht, Der hoͤllen glut Hat alle macht verlohren, Und wir sind neu gebohren. 3. O! daß wir diesen theuren sieg Lebendig moͤgten kennen, Und unser herz bey diesem krieg Im glauben moͤgte brennen: Denn Christi licht Uns sonsten nicht Zum himmels⸗lichte fuͤhret, Wo man nicht glaͤuben spuͤhret. 6. So brich denn selbst durch unser herz, O JEsu, fuͤrst der eh⸗ ren! Und laß in uns, nach reu und schmerz, Des glaubens kraft sich mehren, Daß wir in dir Die offue thuͤr Zur ewgen ruhe finden, Und auferstehn von suͤnden. 7. Ach hilf! daß wir zur rech⸗ ten zeit Zu dir, o JEsu! kommen, Mit specerey der reu und leid, Aus herzens⸗grund genommen: Daß wir in eil Zu deinem heil In wah⸗ rem glauben laufen, Und lebens⸗ salbe kaufen. ö 8. Vertreib den schlaf der sicher⸗ heit, Daß wir bey fruͤhem morgen Zu suchen dich stets seyn enn nn 108 Auf das Oster⸗Fest Wenn du dich gleich verborgen. uͤberall! Kommet, laßt uns dant Nimm uns das grab Der suͤnde ab; Weil du hervor gebrocher Und uns am feind gerochen. 9. Laß uns doch mit dir aufer⸗ stehn; Wir liegen noch im grabe, Und koͤnnen noch das licht nich sehn, Die kraft von deiner gabe, Die deine macht Uns wieder⸗ bracht. Fuͤhr uns zum neuen le⸗ ben, Daß wir fest an dir kleben. 10. O wie viel huͤter liegen hier, Die un ser herz berennen, Daß wir aus dieser grabes⸗thuͤr Nicht zu dir kommen koͤnnen! Der suͤnden d nacht Haͤlt selbst die wacht: Die welt mit ihren schaͤtzen Sucht sol ches zu besetzen. 1I. Die wollust, sorge, neid und geld Sucht solches zu verriegeln Der Pharisaͤer dieser welt Ge⸗ zu versiegeln. Wer oͤffnet grabes thuͤr? Wer hebt der suͤnden, Den wir in denkt es hier Des den stein uns befinden? . Das thust du, JEsu! ganz Die tuͤcher alles boͤsen, In wir verwickelt seyn, Kannst du allein aufloͤsen. Zerbrich das fuͤhr uns doch Zum allein: welche joch, und reiche deiner gnade, Daß uns kein feind nicht schade. 13. Versag uns deine guͤte nicht, Wenn wir in busse weinen: Und laß uns deines friedens licht In trauer⸗naͤchten scheinen; So koͤn⸗ nen wir, O held! mit dir, Die rechte ostern feyren, Und uns in dir erneuren. 44. Laß uns dein wahres aufer⸗ stehn Auch selbst in uns erfahren; Und aus den suͤnden⸗graͤbern gehn. Laß uns den schatz bewaͤh⸗ ren, Des geistes pfand, Das deine hand Zum siegel uns gegeben; So gehn wir ein jum leben. Mel. 16. Sollt ich meinem GOtt. asset uns den HErren 185 Luosen Oihr christen U erweisen Unserm GOtt mit suͤs⸗ 1/ sem schall. Er ist frey von todes⸗ banden, Simson, der vom himmel kam, Und der loͤd aus Juda stamm, Christus JIEsus ist erstan⸗ tden. Nun ist hin der lange streit; Freue dich, o christenheit! z. Christus selbst hat uͤberwun⸗ den Des ergrimmten todes macht: Der in tuͤchern lag gebunden, Hat die schlange umgebracht, Hat des satans reich verheeret, Hat es nach der kurzen ruh Ausgetilget, und aiu Seine wuht und macht zer⸗ stoͤhret. Nun sind wir in sicher⸗ „Iheit. Freue dich/ o christenheit! 3. Ob mein heiland gleich ge⸗ storben, Und ins grab geleget ist, Blieb er gleichwol unverdorben: Denn nach dreyer tage frist Bist du, held! zurück gekommen, Hast das leben und die macht Aus der schwarzen gruft gebracht, Und des todes raub genommen, Schenkst uus nun die seligkeit. Freue dich, o christenheit! 4. Tod! wo sind nun deine waf⸗ fen? Hoͤlle! wo ist dein triumph? Satan kann nun nichts mehr schaffen, Seine pfeile wurden stumpf. Christus ist sein gift gewe⸗ sen, Christus ist der hoͤllen pest: Welt und suͤnde liegen fest, Und wir menschen sind genesen, Sin⸗ gen nun durch Christi streit: Freue dich, ochristenheit! . JEsus heilet unsre plagen, Wenn wir nirgend huͤlfe sehn, Laͤs⸗ set uns nach dreyen tagen Freudig mit ihm auferstehn. Die verwe⸗ sung dieser erden Sieht mein treuer helfer nicht, Der durch grab und kerker bricht: Darum will ich dankbar werden. Harf und psalter sey bereit! Freue dich, o christenheit! 6. Er ist aus der angst gerissen, Und mit ehren angethan: Wer der er Ile I V ol.* . M. Michshs 0 I UHM süih Iz * Nu M W WWh MIN QMA Isces Mia 50tt nt stey yuntth 1 Hombst ahs Esis ii et laugesth enheit! that uherh M todezmt ebunden z racht, Hn et. Hatei Shetilget ind nach wWr 0 sch hritenhet and gleih! ab gelegt unyerdothe age fris Y ommen/ acht Aus) acht, Und eu, Schent Feue dit deine naß triumph' ichts meh le wurde u gift gety höllen yeß n fist, I sen, Si stteit: tel sste hlagg Hfe sehny gen Freudz Die berdi ieht ma Det dug t: Oaroh u. Harll rele N 0 getissh Ver s hlt von der Auferstehung IEsu Christi. 109 der sein leben wissen, Dessen laͤng ausreden kann? Christus ist der eckstein worden: GOtt! das ist von dir geschehn, Wie wir hoͤchst erfreuet sehn. Aus der suͤnder jam⸗ mer⸗orden Reißt uns GOtt durch diesen streit. Freue dich, o chri⸗ stenheit! 7. Zwar du trunkst vom bach trank; Littest tausend schmach und schlaͤge, Warst von suͤnden⸗ strafen krank. Doch nun ist dein haupt erhoben, Dein verklaͤrtes angesicht Stirbet nun und nim⸗ mer nicht: Wofuͤr wir dich ewig loben. Dir sey preis in ewigkeit. Freue dich, ochristenheit! 8. HErr! dis sind die edlen fruͤchte, Die dein? auferstehung giebt: Daß wir gehn vor dein ge⸗ richte, Um das urtheil unbetruͤbt: HErr! dis sind die schoͤne gaben, Gnad und leben, freud' und sieg/ Trost und friede nach dem krieg: O die sollen kraͤftig laben Leib und seel in allem leid. Freue dich, o christenheit! 9. Ach!ich seufze, ach! ich duͤrste Nach dem frieden tag und nacht, Den du, grosser lebens⸗furste! Durch den kampf hast wieder⸗ bracht; Darum theil aus diese beute, Als der starke Simson that, Da er uͤberwunden hat: Gib sie uns, und zeig uns heute Dei⸗ nes sieges herrlichkeit. Freue dich, o christenheit! * 10. Gib, HErr JEsu! deine gnade/ Daß wir stets mit reue sehn, Was uns armen sündern schade, Daß wir mit dir auferstehn. Brich hervor in unsern herzen, Ueber⸗ winde suͤnde, tod, Teufel, welt, und hoͤllen⸗noht: Daͤmpf in uns angst, pein und schmerzen, See⸗ len⸗kummer, traurigkeit. dich, o christenheit! Freue! 1I. Meinen leib wird man be⸗ graben, Aber gleichwol ewig nicht. Bald werd ich das leben haben, Wenn das lezte welt⸗gericht Alle graͤber wird aufdecken; Wenn der engel feld⸗geschrey Zeiget, was vorhanden sey; Denn wird mich mein GOtt aufwecken, Und be⸗ schliessen all mein leid, Freue dich, am wege Einen bittern leidens⸗ o christenheit! 12. Denn so werden meine glie⸗ der, Die nur staub und asche seyn, Unverweslich leben wieder: Und erlangen solchen schein, Dessen gleichen auf der erden Nimmer⸗ mehr zu finden ist: Ja mein leib, HErr JEsu Christ! Soll dem deinen aͤhnlich werden, Ganz voll pracht und herrlichkeit. Freue dich, o christenheit! Mel. Christ Walersheuser wen⸗ allerschoͤnster freu⸗ 1 8 6.O den⸗tag! O tag, da meine sonne, Mein IEsus durch sein grab durchbrach, Zu meines herzens wonne. Ach! laß deiner klarheit schein Doch auch auf mich gerichtet seyn, Damit ich froͤ⸗ lich singe: Halleluja. 2. Nun weiß ich, meine seligkeit Kann mir kein mensch absprechen. Ich kann mit meinem JEsu heut Durch tod und hoͤlle brechen. Mit des Israelis heer Will ich auch durch das rohte meer Hin in mein erbtheil reisen. Halleluja. 3. Weg satan! weg o fleisches⸗ lust! Weg sündliches Egypten! Mein Canaan ist mir bewußt Bey IJEsu, dem geliebten. Ach, mein schatz! verleihe mir, Daß meine seel stets ruh' in dir, Und von der erden fliehe. Hallel. 4. Mein heiland! weil du le⸗ best mir, So hilf/ daß ich dir lebe Gib, daß ich mich nun fuͤr und fuͤr Mit ganzem ernst bestrebe, Daß ich aus dem suͤnden⸗grab' Aufton; und —.——. Auf das Oster⸗Fest und alles lege ab, Was mich und dich kann trennen. Halleluja. . Und weil du auferstanden bist; Laß mich auch einst aufste⸗ hen, Und dorthin, wo mein erb— theil ist, Mit freuden⸗spruͤngen ge⸗ hen. Indeß ist mein herz bey dir, Mein JEsu! hol mich bald von hier In deine himmels- freude. Halleluja. ö Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 0 ein JEsus lebt! 87. M was soll ich ster⸗ ben? Hier steht mein haͤupt und triumphirt: So muß ich ja das leben erben, Weil noht und tod die macht verliert. Kein trauer⸗ bild erschreckt mich mehr, Mein JEsus lebt! das grab ist leer. 2. Mein JEsus siegt, drum liegt zu fuͤssen, Was mir das leben rau⸗ ben kann. Der tod wird voͤllig wei⸗ chen mussen, Mir wird der satan unterthan. Der hoͤllen abgrund selber bebt, Denn uͤberall schallt: IEsus lebt. 3. Mein JEsus lebt; das grab ist offen, So geh ich freudig in die gruft. Hier kann ich auch im tode hoffen, Daß mich sein wort ins le⸗ ben ruft. Wie süsse schallt die stimme hier: Ich leb, und ihr lebt auch in mir. 4. Mein IEsus bleibt also mein leben, Er lebt in meinem herzen hier: Und soll ich ibm mein leben geben, Koͤmmt mir der tod Laß sich dein herz erheben Zum himmel, wo dein JEsus ist: Such das, was droben, als ein christ nicht schrecklich ͤr; Weil er mich Der geistlich auferstaͤnden. in den himmel hebt, So wahr als IEsus ist und lebt. 3. Vergiß nur, was dahinten 6 Und tracht nach dem, was dro⸗ ben: Damit dein herz zu jeder frist Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛe. Zu JEsu sey erhoben. Tritt unter Ott sey gedankt 8 8. Giderter, der gerechtigkeit Der herz erfreuet: Sie geht herfür Aus grabes⸗thuͤr, All ereatur er⸗ neuet. ankt zu dich die boͤse welt, Und strebe nach Die sonne dem himmels⸗zelt, Wo Christus menschen ist und lebet. 4. Qualt dich ein schwerer sor⸗ gen⸗stein? Dein JEsus wird ihn ö heben. Es kann ein ehrist bey ereu⸗ zes⸗ .— IEETEE N 2. Es ist der siegs⸗fuͤrst JEsus HANA Christ, Der heut vom tod erstan⸗ den ist, Und hat dem feind genom⸗ a men Alll sein gewalt; Drauf ister bald Mit freuden wieder kommen. NE 3. Auch hat der siegs⸗fuͤrst hoch⸗ meuh geacht Viel ausbeut aus dem zuhl. 0 grabe braͤcht, Die will er uns saueh gern geben: Das edle kleid Ge 0 rechtigkeit, Fried, freud und ewig i ieben.* hn,.„ 4. Drum geb ich dir, Imm⸗ nuel! In deine haͤnde leib und insy seel, Zu bist mein schutz auf ex U den: Mein einger trost, Der mich erloͤft: Nichts liebers mag mii werden. I . Laß mich mit dir zu grabe IR gehn, Mit dir auch wieder aufer· stehn, Den luͤsten stets zu steuren: I. Daß nach der zeit In hoͤchster Aνπν freud Ich dort mag ostern feyren. 0 W Mel. Nun Racehu liebe crist Ra ach auf, mein herz! hn 189. W die nacht ist hin, Iun“ Die sonn ist aufgegangen. Ermun⸗ WA tre dich, mein geist und sinn! Den he heiland zu empfangen. Er bricht 115 W nun durch die todes thür, Uund nn geht aus seinem grab' herfuͤr, Der nshi ganzen welt zur wonne. anA 2. Steh aus dem grab' der suͤn⸗ Auh den auf/ Und such ein neues leben. Isg Vollführe deinen glaubens⸗lauf, Ww V M WuN War + 7½ D.NM UMi U U U Isluth 0 Rhihn N e feihn olt; duu wiederkmm ss Sbeut gaß Nie wil 11 eble klah; „freuduhn ich dit, I haͤnde H in schuß trost, Iun ebers mun t dit au wiedert stets zu fth it In gii gostern fen uh liebe el uf, mein he nacht ist Hen. Erm I si. D. . Erxhrich thür, W. herfuͤr. 13 9 rab der sl neues leh aubensl echeben u sus ist: E als ein ah nden. vas dahilt dem vab y zu jederff Tritt us d strebeslt Do Ehrist schwerrsn sig vird il ris hey cke⸗ 106 von der Auferstehung JEsu Christi. III jes⸗pein In freud und wonne le⸗ ben. Wirf dein anliegen auf den HErrn, Und sorge nichtz er ist nicht Naͤchdem er auferstanden. . Geh mit Maria Magdalen und Salome zum grabe: Die liebe zwingt sie früh zu gehn Mit ihrer salbungs⸗gabe. Da siehest du, daß IEsus Christ Von todten aufer⸗ standen ist, Und nicht im grabe blieben. 6. Es hat der loͤu aus Juda stamm Nun siegreich uͤberwunden, Und das erwürgte GOttes⸗lamm Das leben wieder funden. Es bringt heil und gerechtigkeit, Und hat/ nach hartem kampf und streit/ Die feinde schau getragen. v. Drum auf, mein herz geh an den streit, Weil JEsus uͤber⸗ wunden: Er wird auch uͤberwin-⸗ den weit In dir, weil er gebunden Der feinde macht; daß du auf— stehst, und in ein neues leben gehst, Und Gᷣott im glaͤuben dienest. 3. Scheu weder teufel, welt, und tod, Noch gar der hoͤllen ra⸗ chen: Dein IJEsus lebt, es hat nicht noht; Er ist noch bey den schwachen, Und bey elenden auf der welt: Als ein gecroͤnter sieges⸗ held; Drum wirst du uͤberwinden. *9. Ach mein HErr JEsu! der du bist Von todten auferstanden, list, Und von des todes banden. Führ uns zusammen insgemein dammniß aufgemacht, Und im grabe stein und siegel Hast so viel als nichts geacht: Mache doch mein herze frey, Daß dirs nicht verschlossen sey. z. Hebe weg die schweren steine, Die kein mensch nicht he⸗ ben kann: Daß mir nicht unmoͤg⸗ lich scheine, Was du selbst fur uns gethan; Daß ich alles recht und 10ll Glaͤube, was ich glaͤuben bu. 3. Thomas will im zweifel ste⸗ hen; Cleophas will traurig seyn. Mir soll alle furcht vergehen, Reiß du selbst den zweifel ein, Und in einer jeden noht Bleibe du mein HErr und GOtt. 4. Tod und teufel sind bezwun⸗ gen, Theile nun den sieg mit mir; Und wie du bist durchgedrungen, Also nimm mich auch zu dir, Daß ich aus des satans macht Werde ganz zu GOtt gebracht. 5. In mir selbst bin ich gestor⸗ ben; Wecke mich, mein heiland! auf: Und dein geist, den du erwor⸗ ben, Fuͤhre taͤglich meinen lauf, Daß ich auf der guten bahn Fang? ein neues leben an. 6. Kuͤnftig wird die zeit erschei⸗ nen, Da wir selber auferstehn, Und zu dir mit fleisch und beinen Werden aus dem grabe gehn: Rett' uns von satans macht und Ach! verleih, daß dieser tag Ewig mich erfreuen mag ö 7. Bringe dann die arme glie— Zu einem neuen leben ein, Das der, Die jezt krank und elend sind, du uns hast erworhen. 10. Sey hochgelobt in dieser zeit Von allen GOttes⸗kindern, Und ewig in der herrlichkeit, Von allen überwindern, Die uͤberwun— Aus dem schooß der erden wieder: Und verklaͤre mich, dein kind; Daß ich in des vaters reich Werde dei⸗ nem leibe gleich. 8. Zeige mir dann haͤnd und den durch dein blut: HErr IEsu! fuͤsse, Welche Thomas hat gesehn, gib uns kraft und muht, Daß wir auch uͤberwinden. Mel. 55. 20 Ber du ꝛc. +. Ssu! der du thuͤr 90.8 und riegel Der ver⸗ Daß ich sie im schauen kuͤsse, Wie's im glauben hier geschehn; Und bernach von suͤnden frey Ewig dein gefaͤhrte sey. Mel. Auf das Oster⸗Fest 7 Mel. Wo GOtt der HErr nicht. schuld erst benetzet; Und dem/ da 1 9 1 Ji christen! seht, daß uns dein schmerz versoͤhnt, Ein ihr ausfegt. Was krant von dornen, der es eroͤnt, ah Sein heilig haupt verletzet: Von n sich in euch von sůnden Und altem auerteig noch regt: Nichts muß sch deß mehr finden; Daß ihr ein neuer teig moͤgt seyn, Der unge⸗ saͤuert sey und rein, Ein teig/ der Gott gefalle. 2. Habt doch darauf genaue acht, Daß ihr euch wol probiret, Wie ihrs vor GOT in allem macht, Und euren wandel fuͤhret. Ein wenig sauerteig gar leicht Den ganzen teig so fort durch⸗ kreucht, Daß er wird ganz durch⸗ saͤuert. 3. Also es mit der suͤnden ist: Wo eine herrschend bleibet, Da bleibt auch/ was zu jeder frist Zum boͤsen ferner treibet. Das oster⸗lamm im neuen bund Erfordert, daß des herzens grund Ganz rein in allem werde. 4. Wer ostern halten will, der muß Dabey nicht unterlassen Die bittre salsen wahrer buß, Das boͤse muß er hassen; Daß Christus unser oster⸗ lamm, Für uns ge⸗ schlacht't am ereuzes⸗sftamm, Ihn durch sein blut rein mache. . Drum laßt uns nicht im sauerteig Der bosheit ostern essen, Daß uns nicht schalkheit dahin neig, Der busse zu vergessen. Vielmehr laßt uns die oster⸗zeit Im suͤssen teig der lauterkeit und wahrheit christlich halten. *6. JEsu, du oster⸗lamm! verleih Uns deine oster⸗gaben, Daß wir fried, freude und dabey Ein reines herze haben. Gib, daß in uns dein heilges wort Der suͤnden sauerteig hinfort Je mehr und mehr ausfege. Mel. Wie schoͤn leucht uns der ꝛc. om tod erstandnes 19 2. Voter Lanm Deß blut des hohen ereuzes⸗sftamm In un⸗ dir Strahlt mir Eine sonne Suͤ⸗ ser wonne, Nach dem hohne, Aus des sieges ehren⸗crone. , 1 Hul I/ Dih Rfl ö I 2. Nahm der durch dich ver⸗ soͤhnte GOtt Dich selbst, dein ster⸗ ben, deinen spott, Zum opfer für die sunde; So zeigt mir dein le⸗ bendig seyn, Als auf den sturm ein gnaden⸗schein, Daß ich das leben finde. Durch dich Schmeck ich In den tagen Bittrer plagen Suͤsse weide Angenehmer seelen⸗ freude. Z. 3. Wie staͤrkt dein heilig fleisch so gut! Wie lieblich labt dein goͤttlich blut! O loͤw' aus Juda stamme! Und so macht mir zu gleicher zeit Dich deine holde 01 1 Inchl M. t, DAr Rulstesel Wa Wim wiht: u DWM ½ HA UI 2 RN freundlichkeit Zum suͤssen oster⸗ lamme. Laß, HErr! Ferner Ohn h verruͤcken Das erquicken Dieser gaben Meine seele kraͤftig laben! 4. Hilf, daß ich mich zu jeder zeit Zum suͤß⸗teig aͤchter lauter⸗ keit Je mehr und mehr erneure Daß/wenn du mich erwachen laͤßt, Ich auch ein ewig oster⸗fest Mit allen engeln feire. Muß hier Mit dir Gleich mein herze, Voll vom schmerze, Noht und schrecken Erst als bittres salsen schmecken. . Weil du vom tod erstanden bist; So werd ich auch nun, als ein christ, Nicht in dem grabe bleiben. Nichts wird mich, o mein oster⸗ lamm/ Und meiner seelen braͤuti gam̃! Auf erden von dir treiben. Lieblich Will ich Mich im schauen Auf den auen Deiner freuden Ewig mit und an dir weiden. Mel. Du MRrzhehnchlnd 990 ie lieblich sind do 1 9 3. Wedeine fuͤß, Wie freundlich ist dein mund! Wie 90 e hun UT. Aush uun ir E UIAE Re WIIIA N MA 9 Riu a Wg. Ru hasthn, 1 det t;c therlegir Eie sunt, dem hhj 10 luch dih; 0 selbw , umush eiht mit dy auf denfun oab ich duß ich Sahlt Bittrers enehmash ein heish blich at! loweathz) macht u ch deile. im sisse r. Fernet! guicken Y kräfti li mich iu 6 sichtet lal meht erne erwachen! oster⸗fet! Ruß hierl rie/ Vol schrecken! hmecken. toderfah ch ich nunahb gtabel⸗ mein H seelen dti n dirttal ich imsh einer ftal veidin. M Ht slth/ 1 3„ ö von der Auferstehung IEsu Christi. 113 stet mich dein wort so suͤß, O mei⸗ nes glaubens grund! Du guter bot, Du todes⸗tod, Du friedens⸗ wiederbringer. 2. Nun ist des hoͤchsten wort erfuͤllt, Nun freut sich herz und sinn. Nun ist des HErren zorn ge⸗ stillt, Nun ist das zagen hin. Mein JEsus hat An meiner statt Die suͤnden⸗schuld gebuͤsset. 3. Der friede GOttes herrscht in mir, Der uͤber die vernunft; Mir oͤffnet sich die himmels⸗thuͤr, Drum fleuch du hoͤllen⸗unft! Du schreckst mich nicht, Mein heiland Den Ich bringe dir den frie⸗ en. 4. Wenn des gesetzes donner knallt, Wenn mir im 139 und ohr Der fluch aus Mosis büchern schallt; So schuͤtz ich JEsum vor: Dis schreckt mich nicht; Mein hei⸗ land spricht: Ich bringe dir den frieden. 3 Wenn mich die welt erbaͤrm⸗ lich plagt, Und setzt mir heftig zu, Von einem ort zum andern jagt, So schafft mir JTEsus ruh. Die welt schreckt nicht, Mein heiland ben Ich bringe dir den frie⸗ en 6. Wenn mich die noht und truͤbsal drückt, Wenn mich ein freund verstoßt; Werd ich doch kraͤftiglich erquickt, Mir bleibt des HErren trost. Die noht schreckt nicht, Mein heiland spricht: Ich bringe dir den frieden. 7. Wenn mich mein fleisch un⸗ ruhig macht, Und reizt zur sůnden⸗ bahn; Wird doch sein wille nicht vollbracht, Ruf ich nur IEsum an. Das fleisch schreckt nicht; Mein heiland spricht: Ich bringe dir den frieden. 8. Und droht mir gleich zulezt der tod Mit krankheit, angst und pein; So will auch in der todes⸗ noht Mein heiland bey mir seyn. Der tod schreckt nicht, Mein hei⸗ land spricht: Ich bringe dir den frieden. 9. Dank sey dir, o du friede⸗ fuͤrst Fuͤr das erworbne gut, Das du mir wol erhalten wirst. Mein herz, das in dir ruht, Erschricket nicht, Auch wenn es bricht: Ich fahre hin in friede. X. Von der Himmelfahrt Christi. hrist fuhr gen him— 194.C mel: Was sandt er uns hernieder? Den troͤster den heilgen geist, Zu trost der armen ristenheit. Halleluja. Halleluia, Halleluja,Halleluja! Deß solln wir alle froh seyn: Christus will unser trost seyn. Halleluja. Mel. Wie uch Wund uns der 5 wunder⸗grosser 1 95 A sieges⸗held. Du fün⸗ den⸗tilger aller welt Heut hast du dich gesetzet Zur rechten deines va⸗ ters kraft, Der feinde schaar nun ganz sieghaft Bis auf den tod ver⸗ letzet; Maͤchtig, Prachtig Trium⸗ phiret, Jubiliret: Tod und leben Ist/ HErr Christ! dir untergeben. 3. Dir dienen alle cherubim, Die dich/ nebst allen seraphim, Als sieges⸗fürsten loben: Weil du den segen wiederbracht, Und dich mit maiestaͤt und macht Zur herr⸗ lichkeit erhoben. Singet, Bringet Freuden⸗ lieder, Fallet nieder, Ruͤhmt und ehret Den, der izt gen himmel faͤhret. 3. Du bist das haupt von uns, und wir Sind deine glieder: drum von dir Koͤmmt uns licht, trost und leben Heil, friede, freude, staͤrke, kraft, Erquickung, labsal, 5 lebens⸗ Bon der Himmelfahrt Christi. lebens⸗saft Wird uns von dir ge⸗ geben. Rühre, Fuͤhre, Hoͤchste guͤte! Mein gemuͤhte, Dich zu preisen, Dir sich dankbar zu erweisen. 4. Zeuch JEsu! uns, zeuch uns nach dir. Hilf, daß wir künftig für und fuͤr Nach deinem reiche trachten. Laß unser thun ohn wandel seyn: Leucht uns durch deinen gnaden⸗schein, Das eitle zu verachten. Unart, Hoffart Laß uns meiden, Christlich leiden, Dich umfassen, Sünd' und bos⸗ heit eifrig hassen. 5. Sey/ JEsu! unser schatz und chutz, Der ehristen ruhm, der ande trutz, Worauf wir uns ver⸗ lassen. Lenk uns nach dem, was droben ist: Auf erden wohnet trug und list, Es ist auf allen gassen Luͤ⸗ gen, Truͤgen, Angst und plagen, Die uns nagen/ Die die seelen Ar⸗ mer ehristen stuͤndlich quaͤlen. 6. HErr Esu! komm, du gna⸗ den⸗thron, Du sieges⸗fuͤrst, held, Davids sohn! Komm stille das verlangen: Du, du bist allen uns zu gut, O IEsu! durch dein theures blut Ins heiligthum gegangen. Eile, Theile Mit uns armen, Aus erbarmen, Deine gaben, Bis wir sie dort voͤllig haben. Mel 6. Ermuntre dich mein schw. HVu lebens⸗fuͤrst, HErr 196. Digefn Eht Der du bist aufgenommen Gen him⸗ mel, da dein vater ist, Und die ge⸗ mein' der frommen: Wie soll ich deinen grossen sieg, Den du durch deinen schweren krieg Erworben, wuͤrdig preisen, Und dir gnug ehr erweisen? 3. Du hast die hoͤll' und suͤnden⸗ noht Ganz ritterlich bezwungen, Es ist dem teufel, welt und tod Nicht wider dich gelungen. Du siegest voͤllig nach dem streit. Wie werd ich solche herrlichkeit, O HE digkeit erheben? „. Du hast dich zu der rechten hand Des vaters hingesetzet; Der hat dir alles zuerkannt, Weil du den feind verletzet, Ja ihn nun gaͤnzlich umgebracht, Triump und sieg daraus gemacht, Und ihn auf deinem wagen Sehr herrlich schau getragen. Dich selber ausgenommen: Die engel müssen fuͤr und fuͤr Zu dei⸗ nem dienste kommen, Die fuͤrsten⸗ thuͤmer stehn bereit Zu dem, was deine macht gebeut: Luft, wasser, feuer, erde Sucht, wie es folgsan twerde. ö 9. Du, herrscher! faͤhrst mit jauchzen auf, Mit mehr denn tau⸗ zu hauf Dir preis und ehre sagen. Du faͤhrest auf mit lob⸗gesang/ E schallet der posaunen klang: Mein GoOtt! vor allen dingen Will ich dir auch lobsingen. 6. Du faͤhrest freudig in die hoͤh Und fuͤhrest die gefangen, Die sonst, zu unserm ach und weh, Er⸗ preisen wir mit suͤssem schall, starker GOtt! dich überall, Wir, die wir so viel gaben Hiedurch em— pfangen haben. 7. Du bist das haupt in der ge⸗ mein, Und wir sind deine glieder: Du wirst ein schutz der gliedet seyn, Wir fallen vor dir nieder Und bitten: gib uns trost und licht, Wenn uns fuͤr angst das hert zerbricht; Denn du kaͤnnst kraft und leben Und fried' und freude geben. 8. Du salbest uns mit deinem geist, Giebst lehrer, treue hirten, Die uns mit dem, was seelen speis, Erquicken und bewirthen. Du, hoherpriester! zeigest an, Daß uns dein opfer retten kann, Ja gar von satans rr! in diesem leben Nach wůr⸗ 4. Nun lieget alles unter dit grimmt auf uns gegangen: Drum .Huusu shthdt 1* WA Der un H Helde Rust CoeRR u 110 17 II Wisth send wagen Der starken engel, die De IN D . Ihs 1½ M sahäß 906 um 10 M MW Wt fs WxI Wdt; Wl W 10 V At: U 1 0 W I ihuhh N 10 a I Wn — Hasas 06 tl N — Icbenputd denn sllgestgt; aust, N. et, Nih acht, Lun emacht, Schthy alles unth enommep und firz sen, Dießh it Zudesh it: Luss hWie tz s jer! fätt meht dem Rarken engt und ehte lbgesah en klang:l gen V steudig Hefangen,, und weh/ angen: Di sem schal berall, Hicdurh Rupt in dy deie gll ut der x hor dir nl uns ttoi rangstx h Kaunf dꝰ und ss 16 mit trele sit s stel hirthel 130 , 5 Von der Himmelfahrt Christi. 115 satans rachen Frey, los und ledig machen. 8 9. Nun hat uns deine himmel⸗ fahrt Die strasse schon bereitet: Du hast den weg nun offenbart, Der uns zum vater leitet. Und weil du denn, HErr JEsu Christ! Nun stets in deiner wonne bist; So werden ja die frommen Der⸗ einst auch zu dir kommen. 10. Ist unser haupt im him⸗ melreich, Wie deine juůͤnger schrei⸗ ben; So sind auch wir einst engeln gleich, Und koͤnnen hier nicht blei⸗ ben: Die glieder muͤssen insge⸗ mein Dereinst bey ihrem haupte seyn. Wir hoffen mit vertrauen, Dein herrlich reich zu schauen. **. u. HErr IEsu! zieh uns fuͤr und fuͤr, Lenk unsere gemühter, Ilnde und gedanken stets zu dir, nd deine himmels⸗guͤter: Daß da schon unser wandel ist, Wo sich fried, freud und wahrheit küßt, Und wir nur solches wesen, Das himmlisch ist, erlesen. IZ. Hilf, daß wir unsern schatz allein In jener welt erlesen, Wo JEsu! muß dein lauf Schon von dir beschlossen werden: Ach! so bind mir fluͤgel an, Daß ich dir nachfahren kann. 2. Auf der welt ist ohne dich Lei⸗ der! doch kein rechtes leben; Und darum, wie sollt ich mich Ohne dich zufrieden geben? Ich begehre 160 allein, Da, wo JEsus ist, iu ehn. 3. Wo mein schatz, da ist mein herz. Suche, welt! in eiteln gruͤn⸗ den; Ich gedenke himmels⸗werts, Wo ich meinen heiland finden, Und den freund erblicken kann, Der fuͤr mich genug gethan. 4. Doch, mein geist; besinne dich, JEsus ist noch auf der erde: Scheidet er gleich jetzo sich Sicht⸗ barlich von seiner heerde; Bleibt er, der verheissung nach, Dennoch bey dir alle tag. ö 5. Liebster heiland! bleibe mir, Deinem diener, auch zur seiten. Stelle dich mir siegend fuͤr, Wenn ich werde müssen streiten. Bind mir glaubens-fluͤgel an, Daß ich dir nachkommen kan. 6. Keine herzens-haͤrtigkeit Gottes kinder ewig seyn, Nicht Laß in meinem herzen bleiben; in dem eiteln wesen; Und dorthin Deine huld, der ich geweiht, Laß sehn, was kuͤnftig ist, Da du uns die zweifel von mir treiben. Daß 045 und alles bist: Weil doch in du auferstanden bist, Glaͤub' ich, iesen gruͤnden Kein bleibend gut liebster JEsu Christ! zu finden. 7. Laͤssest du den theuren schatz 13. Zieh uns dir nach, so lau⸗ Deines wortes hier zuruͤcke: So fen wir, Gib uns des glaubens fluͤ mach in dem herzen platz, Daß es gel: Reiß uns durch deine kraft uns, als liebes⸗stricke, Durch dein von hier Auf zions freuden⸗huͤ⸗ eifriges bemuͤhn Mag zu dir zum gel: Mein GOtt! weun fahr himmel ziehn. ich doch dahin, Woselbst ich ewig 8. Wenn die schlangen dieser froͤlich bin? Wenn werd ich welt Gift auf unste seelen speyen: vor dir stehen, Dein angesicht zu Ach so laß, o starker held! Ihren sehen? endzweck nicht gedeyen; Sondern treibe durch dein wort, Was uns Mel. s. IEsus meine zuversicht. schaͤdlich, von uns fort. I 97.H Haͤtten wir auch, leider! eute faͤhrt mein hei⸗ laͤßt den kreis der erden. O mein land auf, Und ver⸗ schon Etwas toͤdliches getrunken, Daß wir fast von deinem thron 5 2 Bis Von der Himmelfahrt Christi. Bis in abgrund hin gesunken; Ach! so rett uns, weil es zeit, Vor dem nu der ewigkeit. 10. nn hi es darn 256 1 in, Daß ich krank darnieder lie⸗ 98 O 10 wollst du dich bemuͤhn, Daß ich wieder kraͤfte kriege, Dein' und deiner diener hand Hat schon vieles abgewandt. II. Soll ich aber auch von hier, und die bose welt verlassen; O! so hilf, mein heiland; mir Dich in wahrem glauben fassen! Denn so haͤlt auf solche art Meine seele himmelfahrt. Mel. IEsu deine heilge wunden. ö Me erden muß 1 9 8. Nich leiden, Und bin voller angst und weh. Warum willt du von mir scheiden? War⸗ um faͤhrst du in die hoͤh? Nimm mich armen auch mit dir: Oder bleibe doch in mir; Daß ich dich und deine gaben Moͤge taͤglich bey mir haben. 2. Laß mir doch dein herz zuruͤcke, Und nimm meines mit hinauf: Wenn ich seufzer zu dir schicke; Mache selbst den himmel auf. Und wenn ich nicht beten kann, Rede du den vater an; Denn du sitzst zu seiner rechten: Darum hilf uns, deinen knechten. 3. Zeuch die sinnen von der erde Ueber alles eitle hin; Daß ich mit dir himmlisch werde, Ob ich gleich noch sterblich bin, Und im glauben meine zeit Richte nach der ewigkeit; Bis wir auch zu dir gelangen, Wie du bist voran ge⸗ gangen. 4. Dir ist alles uͤbergeben; Nimm dich auch der deinen an. ilf mir, daß ich christlich leben, nd dir heilig dienen kann. Koͤm̃t der satan wider mich; Ach! so wirf ihn unter dich Zu dem schemel dei⸗ ner fuͤsse, Daß er ewig schweigen muͤsse. 6. Meine wohnung mache fertig Drohen in des vaters haus; Da ich werde gegenwaͤrtig Bey dir ge⸗ hen ein und aus. Denn der weg dahin bist du; Darum bringe mich zur ruh, Und nimm an dem lezten ende Meinen geist in deine haͤnde. h chl 30* Anlse 1 Mh. Aligh t, H A. 6. Komme, wenn es zeit it, wieder; Denn du hast es zugesagt; Und erloͤse meine glieder, Die der tod im grabe nagt. luͤgen haͤlt; Und nach ausgestand⸗ freuden. Mel. Wo luß h 10 51 um suf Christi himmel⸗ 19 9.A fahrt allein Ich mei ne nachfahrt gruͤnde, Und allen zweifel, angst und pein Hiemit stets uͤberwinde: Denn weil daß haupt im himmel ist, Wird sein glieder JEsus Christ Zur rechten zeit abholen. ö 2. Weil er gezogen himmel an, Und grosse gab' empfangen; Mein herz auch nur im himmel kauhh Sonst nirgends, ruh erlangen. Denn wo mein schatz gekommen hin, Da ist auch stets mein heri und sinn; Nach ihm mich stets verlanget. ö 3. Ach HErr! laß diese gnade mich Von deiner auffahrt spuͤren; Daß mit dem wahren glauben ich Mag meine nachfahrt zieren, And denn einmahl, wenn dirs gefaͤlt Mit freuden scheiden aus der welt: HErr! hoͤre dis mein flehen. Von Christi Sitzen zu der rech⸗ ten HZand Gottes. Mel. Nun lob mein seel den ꝛr ein heiland sitzet 200. droben Zu GoOt⸗ tes vaters rechter hand,* 10 W dim t. Richte denn 4 die boͤse welt, Die dein wort für nen leiden Fuͤhr uns ein zu deinen H¹ar Wait U Hafs ö Ihsh, I 0¹½J Hb R WI Aanvst Iu N H Iuhi i eh 1 . 9 h Auf das Pfingst⸗Fest. 117 ihn herrlich loben Die seraphim; chhulgnuhh in solchem stand Ist unser fleisch zu R huß finden; O welch ein ruhm und ehr. Hwotti Iyn Es müsse nun verschwinden, Was 6. dessh uns betruͤbet sehr: Denn unser Daumhih heil regieret In grosser herrlich— Himmdy keit, Wohin er uns auch fuͤhret heisthn Nach un srer wallfahrts⸗zeit. macht Gen himmel aufgeschwun⸗ gen, Und den triumph davon ge⸗ bracht; Daß du hast aufgeschlossen Des himmels freuden⸗thuͤr, Und uns zu reichs⸗genossen Verordnet fuͤr und fůr. Ach! laß es uns gelin⸗ gen, Den lieben engeln gleich Ein lob⸗lied dir iu singen In deines vaters reich. Wenn. 2. Lob sey dir, HErr! gesungen, I Daß du dich aus selbst⸗eigner ine glich;y.————— Hagt. h, Die deinh XI. Auf das n nach zz runsginh .. omm/o GOtt schoͤp⸗ 201 K fer, heilger geist! t dehn Besuch das heri der menschen Gheil dein: Mit gnaden sie fuͤll, wie du weißt, Daß dein geschoͤpf soll vor ahrtaleh, dir seyn e N ut 2. Denn du der troͤster bist ge⸗ Dahn nannt, Des allerhoͤchsten gabe nelih theur: Ein geistlich' salb an uns Fritau gewandt, Des lebens brunnen, Hhuif zun lieb' und feur. ah g Du bist mit gaben mannig⸗ 2fürn falt, Der finger GOttes rechter ... hand: Des vaters zusag' mit ge⸗ „ 0 0 hand Durch zungen geht in alle M8% 4. Zünd uns ein licht an im ichstetß M verstand, Gib uns ins herz der lie⸗ ch ihih he brunst: Des fleisches schwach⸗ en beit dir bekannt Staͤrk allzeit laß Mil durch dein' kraft und gunst. unu g. Des feindes list treib von uns ahten An fern, Den frieden gib durch deine e pt 4an n, And du ben wir fol⸗ BD gern, Und meiden, was Hede Vseelen schadt. 9 dis ne 6. Den vater uns wol kennen nmin lehr, Und JEsum Christum sei⸗ — lel 270 Dir 305 auch geben On gleiche ehr Dir, beider geist in ei⸗ meis sh nem thron! ö 005 in Held! 47. GOtt, unser vater! sey el zuR allzeit Aus hertens Arund von uns Hnd, gepreist. Lob sey, HErr JEsu! dir Pfingst⸗Fest. Von dem heiligen Geiste. bereit Mit GOtt dem wehrten heilgen geist. zomm heiliger geist, 2— 2. K HErre GOtt! Er⸗ fuͤll mit deiner gnade gut Deiner glaͤub'gen herz/ muht und sinn/ Dein brünstge lieb entzuͤnd in ihn'n. O HErr! durch deines lich⸗ tes glanz Zu dem glauben ver⸗ sammlet hast Das volk aus aller welt zungen: Das sey dir, HErr: zu lob gesungen. Hallel. Halleluja. 2. Du heiliges licht, edler hort! Laß uns leuchten des lebens wort Und lehr uns Gott recht erkennen, Von herzen vater ihn nennen. O HErribehuͤt füͤr fremder lehr, Daß wir nicht meister suchen mehr, Denn JEsum Christ mit wahrem glauben, Und ihm aus ganzer macht vertrauen. Hallel. Hallel. 3. Du heilige brunst, süͤsser trost! Nun hilf uns froͤlich und getrost In deinem dienst bestaͤndig bleiben, Die truͤbsal uns nicht ab⸗ treiben. O HErrl durch dein' kraft uns bereit, Und staͤrk des fleisches bloͤdigkeit, Daß wir hie ritterlich ringen, Durch tod und leben zu dir dringen. Hallel. Halleluja. Domm 11 s: omm heiliger geist! 20 3 K er fuͤll die herzen dei⸗ 5 3 ner 5*CE--------- —.— 118 Auf das Pfingst⸗Fest ner glaͤubigen, Und entzůnd in ih⸗ nen das feuer deiner goͤttlichen liebe; Der du durch mannigfal⸗ tigkeit der zungen Die voͤlker der ganzen welt versammlet hast, In einigkeit des glaubens. Halleluja, Halleluja. Von der Gottheit des heili⸗ gen Geistes. Mel. HErr—0* er ꝛe. eiliger und rei⸗ 204.O ner geist! Der sich als wahrer GOtt erweist: Dein edler nam' und eigenschaft Bezeu⸗ gen deiner gottheit kraft. z. Jehovah wirst du, HErr! ge⸗ nennt, Vom sohn und vater nicht getrennt: Dein wesen ist mit bei⸗ den gleich, Du lebst und herrschst in gleichem reich. 3. Die allmacht und allwissen⸗ heit, Allgegenwart und ewigkeit, Und was der eigenschaften mehr, Erweisen deiner gottheit ehr. 4. Du wirkest stets durch deine kraft, Die alles traͤgt, erhaͤlt und schafft. Dein' erste schoͤpfung ist neu⸗ Die andre machet alles neu. . Die taufe gruͤndet sich auf dich, An deinen namen glaͤube ich. 0 will kein schnoͤder laͤstrer seyn; enn solche trifft die hoͤllen⸗pein. 6. Ein' unterschiedene person, Von GoOtt dem vater und dem sohn, Bist du, die ewig ist und bleibt, Wie uns dein heilig wort beschreibt. 7. Du koͤmmst in wirklicher ge⸗ alt, Du hörest, redest, zeugest ald, Daß du in frommen seelen lchlh ů—1 die dich lieben, reich⸗ lich lohnst 8. Du gehest ewig von dem sohn Und vater aus: von Christi thron Wirst du als ein gewisses Indt In aller glaͤub'gen herz ge⸗ andt. 9. Du stellst die feuer ⸗taufe dar, Koͤmmst auf die juͤnger offen bar, Und machest, daß durch deine schr Ihr lehr⸗ amt reichen nutzen chafft 10. Unsichtbar aber koͤmmest du, Und setzest eine seel in ruh, Die dich durch wort und saerament Annim̃t und haͤlt bis an das end. II. Nun sieh! ich oͤffne dit mein herz, Ach! lindre meinen suͤnden⸗ schmerz. Ich bin dein tempel, wohn in mir: Denn auf nase dich hoff ich fuͤr und fuͤr. Mel. O GoOtt 5. elendih ommt, seelen! dieser 20 5. K tag Muß heiliz seyn besungen: Sprecht GOttes thaten aus Mit neu⸗-erweckten zungen. Heut hat der wehrte geist Viel helden ausgeruͤst't; So betet, daß er auch Die herzen hier be⸗ grüßt. 2. Ach ja! du ewger geist, Du troͤster aller frommen! Wir war⸗ ten, daß du moͤgst Zu uns mit se⸗ gen kommen. Dein sind wir durch die tauf, Durchs wort und predig⸗ amt; Des geistes fruͤchte schenk Uns reichlich allesammt. 3. Du edler liebes⸗geist, Laß deine liebes⸗flammen Durch aller herzen gehn, Und fuͤge sie zusam⸗ men. Bey Christi liebes⸗mahl Willt du geschaͤftig seyn, Ach! praͤge Christi sinn Uns allen kraͤß tis ein.. 4. Wir sind an Christi leib Zu gliedern auserkohren, Duich deine gnaden⸗kraft, In Christo neu gebohren. Gib,(deine gaben sind Ja, HErr! so mancherley) Daß jeder seines orts Ein lebend gliedmaaß sey. 9. Uns lehret Christi tisch Fried und gemeinschaft haben, Und da⸗ zu dienen die Von dir empfangne gaben: Wenn nun der alte 110 NAA. hl add f0 1—— I INh MMI Miae x WMhr 0 Wn Ma Ra Iu Whln iIM ts Ruhsg HRge 21 0 Wl, 55 Atech Iuui ug —— fut hiesüngut daßdott richnn abet H seelinnht und slen hid anht ich if lindye uj Ic s mit: Imn dfüt, stosshn st, seelath Muß prechthb Reu/ethht der vehth küstzeoh henen gy oger geiß en Witt guuns mũ ss wit oi t und pre küchte sü sige seil i licbes⸗e ig seyt/ Rns allenh Cprifti bi ten, st, Iu N „Jdeilts so manche ets EII Httishf Habel, 0 Riempfh et alt⸗ ö von dem heiligen Geiste. Mel. Wie schoͤn leucht uns ꝛc. mm, GOttes geist, 20 6. K komm, hoͤchster gast! HErr! den der himmel nicht um⸗ faßt, Noch dieser kreis der erde. Komm, offenbare dich auch mir, Gott heilger geist; daß ich in dir,/ Ein geist mit Christo werde.* Leite Heute Geist und sinnen, Mein beginnen Und mein leben, Deiner liebe nachzustreben. *I Cor. 6, 17. z. Komm, theures gut, komm, hoͤchster schatz! Komm in mein herz und mache platz,Dich glaͤubig einzuuehmen. Ich glaͤube fest, mein heil und licht, Du theurer troͤster! wirst dich nicht Der ar⸗ men huͤtte schaͤmen. Eile, Heile Herz und seele Mit dem oͤle Dei⸗ ner gnaden; Mache gut den suͤn⸗ den⸗schaden. 3. Entzünd in mir die liebes⸗ gluͤht, Und mache bruͤnstig geist und muht, Du flamme reiner liebe! Laß mich mit dir versiegelt seyn, Damit in noht und todes⸗ pein Ich steten glauben üͤbe. Ruͤhre, Fuͤhre Mein gemuͤhte, Gottes guͤte Zu erkennen, Chri⸗ stum meinen HErrn zu nennen. 4. Erquicke mich, du sanfter 6. Hilf mir in meiner lezten noht; Versuͤsse mir den bittern tod. Wenn herz und augen bre⸗ chen: So sey du meines lebens licht. Laß, wenn die zunge nicht mehr spricht, Dein seufzen fuͤr mich sprechen. Laß mich Endlich Selig scheiden Zu den freuden Aller frommen. Ach! wenn werd ichdahin kommen. Mel. Wie schoͤn leucht uns ꝛc. heilger geist! kehr 2 7. bey uns ein, Und laß uns deine wohnung seyn, O komm, du herzens⸗sonne! Du him⸗ mels⸗licht, laß deinen schein Bey uns und in uns kraͤftg seyn, Zu steter freud und wonne; Daß wir In dir Recht zu leben Uns erge⸗ ben, Und mit beten Oft deshalben vor dich treten. 2. Gib kraft und nachdruck dei⸗ nem wort, Laß es wie feuer im⸗ merfort In unsern herzen bren⸗ nen; Daß wir GOtt vater, sei⸗ nen sohn, Dich beider geist in einem thron Fuͤr wahren Gott be⸗ kennen. Bleibe, Treibe, und be⸗ huͤte Das gemuͤhte, Daß wir glaͤu⸗ 94 ben, Auf das Pfingst⸗ Fest ben, Und im glauben standhaft bleiben. 3. Du quell, draus alle weisheit fließt, Die sich in fromme seelen gießt, Laß deinen trost uns hoͤren/ Daß wir in glaubens⸗einigkeit Auch andre in der christenheit Dein wahres zeugniß lehren. Hoͤre, Lehre, Herz und sinnen Zu gewinnen, Dich zu preisen, Guts dem naͤchsten zu erweisen. 4. Steh uns stets bey mit dei⸗ nem raht, Und fuͤhr uns selbst den rechten pfad, Weil wir den weg nicht wissen. Gib uns bestaͤndig⸗ keit, daß wir Getreu dir bleiben fuͤr und für, Wenn wir hier leiden muͤssen. Schaue, Baue Was zerrissen, Und geflissen, Dir zu trauen, Und auf dich allein zu bauen. 5. Laß uns dein edle balsams⸗ kraft Empfinden, und zur ritter⸗ schaft Dadurch gestaͤrket werden: Auf daß wir unter deinem schutz Begegnen aller feinde trutz, So lang wir seyn auf erden. Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles un⸗ gluͤck uͤberwinden. 6. Du suͤsser himmels⸗thau! laß dich In unsre herzen kraͤftiglich, Und schenk uns deine liebe; Daß unser sinn verbunden sey Dem naͤchsten stets mit liebes⸗treu, Und sich darinnen uͤbe: Kein neid, Kein streit Dich betruͤbe; Reine liebe Wollst du geben, Sanft⸗ und demuht auch darneben. 4 fuht daß in wahrer heiligkeit Wir fuͤhren unsre lebens⸗zeit. Sey unsres geistes staͤrke, Daß uns forthin sey wol bewußt, Wie eitel ist des fleisches lust, Und seine suͤn⸗ den⸗werke. Ruͤhre, Fuͤhre Unsre sinnen Und beginnen Von der erden, Bis wir himmels⸗erben Mel. JEsu 7916 gent wunden. dler geist im him⸗ 208. E mels⸗throne! Ei⸗ nes wesens, einer kraft Mit GoOtt vater und dem sohne, Schwacher seelen lebens⸗saft! Ach ergiese deine treu In mein herz, und mach es neu; Daß Gott selbst mit seiner gabe Lust in mir zu woh⸗ nen habe. 2. Ach! ich bin mit schmach und schanden Gar erbaͤrmlich zuge richt't. Satan hat mit seinen ban⸗ den Meine schoͤnheit ganz zer⸗ nicht't. Gottes bild ist ganz ber⸗ derbt, Suͤnden sind mir angeerbt: Und wie kann GOtt solche seelen Sich zur wohnung auserwaͤhlen! 3. Du bist GOttes starker fin⸗ ger, Der der suͤnden macht zer⸗ bricht, Satans maͤchtiger bezwin⸗ ger, Meiner seelen helles licht: Kehrest du nur bey mir ein, Ach! so wird mein herze rein, Und auch schon auf dieser erden Eine woh⸗ nung GOttes werden. 4. Geist der weisheit! komm und leite Mich zur rechten weisheits quell. Geh' und stehe mir zur seite, Mach mein finstres herze hell Und durch deinen glanz erleucht't; Daß es GoOttes sinn erreicht, Bis ich nach den trauer⸗stunden Jene seligkeit gefunden. ů 6. Geist des trostes! in dem lei⸗ den Steh mir allzeit kraͤftig bey. Wenn die besten freunde scheiden, Bleib du mir bestaͤndig treu. Gib mir ein gelassen herz, Daß ich in dem groͤßten schmerz Trost der seelen bey dir finde, Und mich stets mit dir verbinde. 6. Geist des rahts! wie oft ver⸗ schwindet Raht und that in angst und noht! Wenn mein herz nicht huͤlfe findet, Wenn ich leide, wenn der tod Herz und augen nieder⸗ druͤckt, Wenn ich traurig und ge⸗ werden. buͤckt, Und fuͤr jammer muß ver⸗ gehen; WW 96 0 Iu Im MI W MM W u y D.— elte ou mibechenn/ ust Mi hne, Ei W„ 10 In hez/ af 600 ustinmtt itschpn erbarmlichz it mit sing hheit gan, hicd istgn nd miralhgt Ott slche l 10 auserthih, Ottes sitkx nden magt: hachtiger kr len hells mir eit, d etein, Andr kden Eine h kden. seit kommt hten weishe he mit zur se tes herte lanzerleuch in erreicht z rastunden 3 . ses! inden Heit kräfti teunde schit indih treu,“ ekz/ Daß merz Crof „und micht 3 Meost nd thatil mein her N nich lidee Ml nnd mtt mus 9ehl von dem heiligen Geiste. 121 gehen Ach! so bleib du bey mir stehen. ů 7. Geist der freuden! mein ge⸗ muͤhte Suchet an dir seine lust. Schmeckt mein herz nur deine güte; So verlachet meine brust/ Was die welt fuͤr lust erdenkt. Welt⸗lust nur die seele kraͤnkt: Rechte freude muß den frommen Einig von GOtt selber kommen. 8. Geist des betens! lehr mich beten: Abba vater in der hoͤh! Dreibe mich, vor GOtt zu treten, Und gib, wenn ich vor ihm steh, Daß mein bitten kraͤftig sey, Steh mir stets mit seufzen bey: Sprich in mir in GOttes namen Nach dem flehn ein kraͤftig: amen! Mel. JEsu aden 1—— Luh: naden⸗- geist, ach! 209.G sey willkommen, Zeuch in unsre herzen ein, Da du wol wirst aufgenommen, Weil wir trost beduͤrftig seyn: Troͤste diese schwache glieder, Was ge⸗ bunden, loͤse wieder. Lenk zuruͤck/ was irrig heißt, O du sanfter gna⸗ den⸗geist! z. Zwar kein mensch lebt auf der erden, Der des geistes gaben wehrt; Weil sie dem versaget wer⸗ den, Der mit sünden sich be— schwert. Alles liegt an Christi gnaden: Denn der heilt der seelen schaden, Der hat uns das theure pfand, GoOttes geist, auch zuge⸗ wandt. 3. Ach! wir waren wilde reben, Gaͤnzlich aus der art gebracht. Tod und fluch traf unser leben; Nun ist alles gut gemacht. Was uns suͤnder, was uns schwachen Kann gerecht und selig machen, Giebt uns in der tauf der geist, Der ein geist der gnaden heißt. 4. Nun du brunngquell aller guͤter, Geist! der freud und trost verspricht, Ach! bestrahle die ge⸗ muͤhter Durch dein goͤttlich gna⸗ den⸗licht. Bessere verstand und willen; Hilf uns GOttes wink er⸗ fuͤllen, Gib uns beystand, heil und kraft, Die uns todten leben schafft. ö 6. Treuer beystand unsrer see⸗ len, Stifter wahrer einigkeit! Wenn uns unsre sunden quaͤlen: So gib du zufriedenheit, Daß wir in dir ruhe finden: Steure du den ungluͤcks⸗winden; Brich hervor, du gnaden⸗schein! Daß wir in dir selig seyn. ö 6. Ach ich rufe! ach ich schreie, Wie ein hirsch nach wasser schreit! Lebens⸗quelle! komm, erfreue Mich in meiner bangigkeit. Gna⸗ den⸗geist ach laß dich finden, Komm, dich mit mir zu verbinden, Daß ich jezt und allezeit Deinen ruhm und lob ausbreit. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛe. euch ein zu deinen 2 10.3 thoren, Sey meines herzens gast, Der du, da ich ge⸗ bohren, Mich neu gebohren hast, O hochgeliebter geist Des vaters und des sohnes, Mit beiden glei⸗ ches thrones, Mit beiden gleich gepreist“ 3. Zeuch ein, laß mich empfin⸗ den Und schmecken deine kraft, Die kraft, die uns von suͤnden Huͤlf und errettung schafft: Entzuͤnde meinen sinn, Daß ich mit reinem geiste Dir ehr und dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder reben, Du hast mich gut gemacht. Der tod durchdrang mein leben, Du hast ihn umgebracht, Und in der tauf erstickt, Als wie in einer fluhte, Mit JEsu tod und blute, Das uns im tod erquickt. 4. Du bist das heilge oͤle, Da⸗ durch gesalbet ist Mein leib und meine seele Dem HErren JEsu 55 Christ 122 Auf das Pfingst⸗Fest Christ Zum wahren eigenthum, wenn wirs sollen geben In deine um priester und propheten, Zum haͤnde hin, Und scheiden aus der oͤnig, den in noͤhten GOtt schuͤtzt welt: So hilf uns froͤlich sterben, vom heiligthum. und nach dem tod ererben Das 6. Du bist ein geist, der lehret, schoͤne himmels⸗zelt. Wie man recht beten soll: Dein be⸗ ů—— ten wird erhoͤret, und macht uns 2[1 Non bitten wir den segens⸗voll; Es steiget himmel heilgen geist um an, Es steigt und laͤßt nicht abe, den rechten glauben allermeist: Bis der geholfen habe, Der allen Daß er uns behüte an unserm helfen kann. ende, Wenn wir heimfahren aus 6. Du bist ein geist der freuden, diesem elende. Kyrieleis. ö Der unser herz aufricht't, Erleuch- 2. Du wehrtes licht! gib uns test uns im leiden Mit deines deinen schein, Lehr uns IEsum trostes licht. Ach ja! wie manches Christ erkennen allein: Daß wir mahl Hast du mein herz erquicket, an ihm bleiben, dem treuen hei⸗ Und mir trost zugeschicket In land, Der uus bracht hat zu dem truͤbsal, noht und quahl! rechten vaterland. Kyrieleis. 7. Du bist ein geist der liebe,I. 3. Du susse lieb'! schenk uns Ein freund der freundlichkeit: deine gunst, Laß uns empfinden Willt nicht/ daß uns betrͤbe Zorn, der liebe brunst, Daß wir uns von zank, haß, neid und streit. Der herzen einander lieben, Und in feindschaft bist du feind, Willt, friede auf einem sinne bleiben. daß durch liebes⸗flammen Sich Kyrieleis. 4.— wieder thun zusammen, Die vol⸗ 4. Du hoͤchster troͤster in aller ler zwietracht seynd. noht! Hilf/daß wir nicht fuͤrchten 8. Du, HErr! hast selbst in haͤn⸗ schand noch tod: Daß in uns die den Die ganze weite welt, Kannst sinne nicht verzagen, Wenn der menschen⸗herzen wenden, Wo dir feind wird das leben verklaͤgen. es wolgefaͤllt: So gib doch deine Kyrieleis. gnad Zu fried⸗ und liebes⸗ban⸗ Wr den: Verknuͤpf in allen landen, Mel. Helft mir Gotts guͤte ꝛe. Was sich getrennet hat. 212 F.n euch, ihr christen 9. Erfuͤlle die gemühter Mit O alle! Gott schenkt reiner glaubens⸗zier, Die haͤuser uns seinen sohn. Lobt ihn auch und die guͤter Mit segen fuͤr und drum mit 4108 1 Daß er vom fuͤr: Vertreib den boͤsen geist, Der himmels⸗thron Uns sendt den sich dir widersetzet, Und, was dein heilgen geist, Der uns durchs herz ergetzet, Aus unsern herzen wort recht lehret, Des glaubens reißt. licht vermehret, Und uns auf 10. Gib freudigkeit und staͤrke, Christum weist. Zu stehen in dem streit, Den sa⸗ 2. Es laͤsset offenbaren GOtt tans reich und werke Uns taͤglich unser hoͤchster hort Uns, die wir anerbeut. Hilf kaͤmpfen ritter⸗ unweis waren, Sein himmlisch lich, Damit wir uͤberwinden, und gnaden⸗wort. Wie groß ist seine ja jum dienst der sünden Kein guͤt! Nun können wir ihn kennen, christ ergebe sich. Und unsern vater nenuen, Der u. Richt unser ganzes leben uns allzeit behuͤt. Allzeit nach deinem sinn; und 3. Verleih, daß wir 5— Wun WL᷑ MI A 1 HAl uhe t Mihchy Rngy IUe . 4 H W ½ Iu H Vamn Wh Wh RN ů scheihe u wostäch od hen lt. —— hitten uiß lgen geit! uben alleng hüte au n heimfahtnn shrielel. Llichtlat cht uus llein: Zij! dem tteuel! tacht hatuß Hhriélei, b²lschenku uns empfth aß wir untz y lihen, siine blah ttaͤser in l knicht fürcht Daß in uns N, Venn de Ien betklagen Otts güte · „ihr Hhft Gott sche Lobt ihn at Daß er gu Ius sendt uns dult Des glaubs Und uns u Ubaren Gl Uns,/ die x ein hinms egtoß if vit ihn kustl nennen Se I dchlebel li 0 60 von dem heiligen Geiste. 123 O Gott von grosser huld Aus vorsatz nicht betruͤben Durch eigne fuͤnden⸗schuld. Leit uns auf ebner bahn. Hilf, daß wir dein wort hoͤren, Ind thun nach deinen lehren; So ist es wol gethan. 4. Von oben her uns sende Den geist, den edlen gast, Deß kraft sich zu uns wende, Wenn uns drückt ereuzes⸗last. Troͤst uns in todes⸗ pein, Mach auf die himmels⸗ thüre, Uns mit einander führe Zur himmels⸗freude ein. Mel. Mein herz—3 90356 ꝛe. u geist des HErrn! 21 3.0 der du von GOtt ausgehest, Und doch mit ihm in gleichem wesen stehest: Kraft aus der hoͤh! steh mir in gnaden hey/ Damit mein lob dir wolgefaͤllig sey. 2. Erquick das herz, entzuͤnde mein gemuͤhte; Erfuͤll es selbst mit neuer lieb' und guͤte, Du heilge kraft! ach komm, ich wart auf dich/ Komm, sanfter wind, komm und belebe mich.* 3. Du bist, der uns allein die weisheit sendet; Der menschen witz ist bhne dich verblendet. Gib mir verstand, erkenntniß/ raht und that, Wie Salomo von dir erlan⸗ get hat. 4. Aus dir allein, durch deine kraft getrieben, Hat der prophet das wort des HErrn geschrieben, Indem sich GOtt uns meuschen offenbart: Du weißt allein die rechte deutungs⸗art. . Drum lehre mich mein heil daraus erkennen, Lehr Christum mich recht einen HErren nennen: Ja, reiner geist! erleuchte meinen geist, Daß er verlaͤßt, was falsch und irrig heißt. 6. Entdecke mir der wahrheit beitern morgen, Und schleuß mir auf, was noch vor mir verborgen, Verklaͤre doch des vaters wort in mir, Und fuͤhre mich durch deinen glanz zu dir. 7. Laß mich mein hert dir glaͤu⸗ big uͤbergeben: Entsündge mich, schaff mir ein neues leben. Gib, daß mein geist in busse, leid und reu Durch deine kraft zerknirscht, zerschlagen sey. 8. Ach! reinge mich von allen eitlen trieben, Laß mich nur dich, und nicht was suͤndlich, lieben. Ja mache mich von dem, was ir⸗ disch, frey, Daß deinem wink ich stets gehorsam sey. 9. Versiegle mich, und staͤrke mich im glauben, Laß mir den feind die sieges⸗cron nicht rauben. Du freuden⸗oͤl! verleih mir deine kraft, Die friede, trost und freude in mir schafft. 10. Laß/ reiner geist! mich deine wirkung spuͤren, Laß sie mir leib und licht kraͤftig ruͤhren. Du goͤtt⸗ lich licht! entzuͤnde mein gebet, Daß dessen gluht sich stets zu GoOtt erhoͤht. II. Gib mir schon hier den vor⸗ schmack jener freuden, Daß ich da⸗ bey der erden schmach und leiden Vergessen kann; ja gib mir Christi sinn, Und ziehe mich stets nach dem himmel hin. 12. Komm, heilge mich, ja schmuͤcke geist und sinnen Zum tempel aus, und wohne selbst dar⸗ innen. Erneure mich, so wird durch dich allein Mir jeder tas ein frohes pfingst⸗fest seyn. Mel. 4746 20 15 sind dei t! du hast in dei⸗ 24.G nem sohn Mich von ewigkeit erwaͤhlet: Sende nun von deinem thron, Was noch mei⸗ nem heile fehlet: Und gib mir des geistes gaben, So dann werd ich alles haben. 4262. Ach! ich bin lebendig todt, Und 124 Auf das Pfingst⸗Fest. und zum guten ganz verlohren. Heilger geist, mein HErr und GoOtt! Mache du mich neu ge⸗ bohren: Denn das fleisch ist mein verderben, Und kann nicht den himmel erben. 3. Treibe weg die finstre nacht Meiner irrigen gedanken. Daͤm⸗ pfe das, was Gott veracht't, Hal die vernunft in schranken, aß ich anders nicht als gerne Selbst von dir die weisheit lerne. 4. Was mein herze dicht't und tracht't, Ist von jugend auf nur boͤse; Aber hilf, daß deine macht Mich auch von mir selbst erloͤse: Und zu allen guten dingen Gib mir wollen und vollbringen. .Schaff in mir ein reines herz/ Daß ich stets an GOtt gedenke, Und mich oft mit reu und schmerz/ Ueber meine suͤnden kraͤnke: Doch nach den betruͤbten stunden, Fuͤhre mich in JeEsu wunden. 6. Pflanze mich daselbst in ihn, Als ein glied an seinem leibe: Und wenn ich sein eigen bin, Hilf mir, daß ich es auch bleibe. Wie am weinstock seine reben, So laß mich an JEsu kleben. 7. Hierzu bitt' ich diese drey, Glauben, hoffnung nebst der liebe: Steh' auch sonst mir also bey, Daß kein teufel mich betruͤbe. Gib mir demuht, fried und freude, und auch sanftmuht, wenn ich leide. 8. Hilf mir reden recht und wol, Auch zuweilen gar nichts sagen: Hilf mir beten, wie ich soll, Hilf heucheley, Das deiner huld gefaͤl⸗ lig sey, Der du die herzen pruͤfest. 2. Wie hat doch meiner seelen noht Dich, hoͤchster GOtt! erbar⸗ met: Mich hast du, da ich blind und todt, Mit liebꝰ und huld um⸗ armet: Ich gieng in ganz verkehr⸗ tem wahn; Du nahmst dich mei⸗ ner thorheit an, Und wolltest selbst mich lehren. 3. Ich habe GOtt nicht recht erkannt, Dem ich doch sollte le⸗ ben: Doch hast du dich zu mir ge⸗ wandt, Erkeuntniß mir gegeben. Dein theures wort zu rechter zeit Hat meiner augen blöͤdigkeit Zum himmels⸗weg erleuchtet. 4. O hoͤchstes licht! durch dich hab ich Den vater lernen kennen; Auch kann ich IEsum sicherlich Nun meinen heiland nennen. Du leitest mich mit deiner hand, Daß ich mein rechtes vaterland Ge⸗ wißlich finden werde. 5. Ich war im hoͤchsten jammer⸗ stand, In ewigkeit verlohren; Wo du dich nicht zu mir gewandt, Und mich aufs neu gebohren. Du nahmest mich in meiner tauf, Als GOttes kind, mit gnaden auf: Ach! laß michs ewig bleiben. 6. Wie oft bin ich auf boͤsen raht Und falschen weg gekommen! Doch deine theure gnade hat Sich meiner angenommen. Du strafest mich, und zeigest frey, Was mei⸗ ner seelen schaͤdlich sey: Das mag ja liebe heissen! 7. Du hast mich armen oft aufs mir auch mein ereuz ertragen. Wenn es zeit ist, hilf mir sterben, Und dabey den himmel erben. ö Mel. Es ist das heil uns kommen. ö eut will ich, suͤsser 21 5 H troͤster! dir Mit her⸗ zens⸗freude singen: Ach heilger geist! verleihe mir, Daß ich jezt moͤge bringen Ein opfer frey von neu Mit meinem GoOtt verbun⸗ den, Wenn ich durch wahre buß und reu Vergebung habe funden. Du hast mich aus der suͤnden⸗ nacht Hinwiederum zu GOtt ge⸗ bracht, Und voͤllig ausgesoͤhnet. 8. Ich wuͤrd in dieser sunden⸗ welt Mein erbtheil bald verlieren: Drum hast du dich zu mir gesellt Mich seliglich zu fuͤhren. Du nimmst M. W HAW aastg MNN A 0 Whihg MWslas Nud Wt Kälcr r Gott! 1 00/ Mihsß EEundsht uoatineht ahms d Ind woltrfl Ott nidt y 0 doch solh dichsn U ij mir gjn kt zu kechin blodigketh uchtet. icht! duchh Iernen kum Esum sichel d nennen. iner hand, I. Haterland g. de. chfen jammth lohten: A gemant, In bohten. Ou Her tauf, Al auaden auf 3 bleiben, ich auf bist ekommeh. nade hat EI 1. Du staff / Vas M y: Das m emen ost ais Ott hethtz ch wahtt abe funds der snde zu GOtt l öhesohhet icser sind ald hetliekel Iegsl Ihten. D Rimast von dem heiligen Geiste. nimmst in meinem herzen platz, Damit ja meinen himmels- schatz Mir niemand rauben moͤge. 9. Dein ist und bleibt allein der ruhm, Wenn du mir kraft gege⸗ ben, Daß ich im wahren christen⸗ thum, Dir, meinem GOtt, kann leben. Ach! nimm doch ferner in mir raum, Auf daß ich als ein gu⸗ ter baum Zum paradies gedeye. 10. Hab ich in meiner ereuzes⸗ last Nach huͤlf und trost geschryen; So hast du, suͤsser seelen⸗gast: Mir oͤfters auch verliehen, Daß ich in hoffnung und geduld, Versichert deiner lieb' und huld, Mich GOtt ganz uͤberlassen. 12⁵ U. Ach! koͤnnt ich nun auch, wie ich wollt, Dich/ liebster GOtt!: recht preisen! Ach koͤnnt ich, wie ich billig sollt, Mich gegen dich erweisen! O heilger geist! laß meinen sinn, So laug ich noch auf erden bin, Und ewig, dis be⸗ trachtnnn. I2. Kann ich in dieser sterblich⸗ keit Den wunsch nicht gar erlan⸗ gen; So will ich doch, wenn nach dem streit Die ruh dort angegan⸗ gen, Dir, sammt dem vater und dem sohn, Mit herzens⸗lust vor deinem thron Eins nach dem an⸗ dern singen. XII. Von dem Dreyeinigen GOtt und dessen Wesen und Eigenschaften. Mel. Nun 65O11 5 4 9560 0 u hoͤchster 216.0 geist! Ist nichts dir zu vergleichen; Wie will mein schwacher sinn Denn deine hoͤh erreichen? Ach vater! schaue doch Des kindes einfalt an, Das durch ein dunkles wort Im spiegel schauen kann. 2. Ich kann schon von natur In meinem herzen merken, Daß GOtt sey; doch du stellst In dei⸗ nen schoͤpfungs⸗werken Die un⸗ sichtbare kraft Als sichtbar deut⸗ lich dar. So macht schon die ver⸗ nunft Die gottheit offenbar. 3. Doch da die wissenschaft Sehr unvollkommen bleibet, Go such ich, was von dir Die offenba⸗ rung schreibet: Ja diese wahrheit sind macht Mir dein geheimniß kund, Da die vernunft erstaunt: O soh welch ein tiefer grund! 4. Du hast von ewigkeit, Und in dir selbst dein leben: Was lebet/ muß von dir, In dir, lebendig we⸗ ben. HErr! du bist, wie du bist, Du bleibest, wie du bistAlso, daß ausser dir Kein GOtt selbstaͤndig ist. aͤuserlichen werken, 5. Du, einig⸗ höchster geist! Bist in dir selber selig, Und deine kraͤfte sind Unendlich und unzaͤh⸗ lig. Hoͤr Israel! der HErr, Dein HErr GOtt zebaoth Ist nur ein einiger Und ewig wahrer GOtt. 6. Ja hoͤr' es Israel! Was hoͤrst du dreymahl nennen? Drey⸗ einig sollt du den, Der einig ist, erkennen. GoOtt, der im lichte wohnt Des wesentlichen scheins, Ist vater, sohn und geist; Und diese drey sind eins. 7. Ach GOtt! wie hoch ist das? Was muß ich hie bemerken In deinen ewigen Und innerlichen werken? Da sich ein unterschied Persoͤnlich⸗wirklich findt, Weil der personen drey In einem wesen 8. Der vater zeugt allein Den ohn vor allen zeiten, Der in ihm selber lebt In gleichen herrlichkei⸗ ten. Der sohn wird nur gezeugt/ Der geist geht nur allein Von al⸗ len beiden aus, Und hier ist nichts gemein. 9. Doch wirken alle drey In Darin wir Gᷣottes 126 Von dem Dreyeinigen Gott GOttes kraft An den geschoͤpfen 3 merken: Die schrift zeigt aber Und ursprung, sey gepriesen Fuͤr auch, Wie vater, sohn und geist alle wunder klar und hell, Durch In jedem sonderlich Sich vor den deine macht erwiesen. Du, vater, andern weist. 10. Der vater schuf die welt, Er hat sie auch geliebet, Daß er den sohn fuͤr uns Und seinen geist uns giebet. Und das erloͤsungs⸗ werk Hat Gott der sohn voll⸗ bracht; Das werk des geistes ist, Daß er uns heilig macht. II. Die andacht darf nicht mehr Zu gruͤbeln sich getrauen, Da selbst die engel nur Geluͤstet dich iu schauen, Geheimniß- voller GOtt! Der uns verborgen ist, Achl wie gelustet mich Zu schauen, wie du bist. I2. Indessen, HErr, HErr, HErr! Ach segne und behuͤte, Erhebe dein gesicht Mit gnade, fried und guͤte. Die gnad er⸗ leuchte mich/ Die liebe staͤrke mich, Und der gemeinschaft band In mir vermehre sich. I;. Lob, ehr und preis sey GOtt Dem vater, sohn und geiste! Wie ihn der engel chor Schon bey der schoͤpfung preiste. Nimm dieses lallen an, Das lob und ehre bringt, Bis mein verklaͤrter mund Auch dreymahl heilig! singt. Mel. Nun sheulige 51790 0. eiligste dreyeinig—⸗ 217. O kiit, Vol majestat und ehren: Wie kann doch deine christenheit Dein lob genug ver⸗ mehren? Du bist sehr hoch und wundersam, Ganz unbegreiflich ist dein nam', Dein wesen uner⸗ forschlich. 2. Wir danken dir, daß deine ben,⸗ Auch weil wir hie noch le⸗ en, In deinem worte so viel hat Uns offenbart gegeben: Daß du hast vor aller zeit Den eingen sohn von ewigkeit, Dein ebenbild ge⸗ zeuget. 4. Du hast gemacht den er⸗ den⸗kreis Nach deinem wolge⸗ fallen, Uns menschen drauf zu deinem preis, Daß wir dein lob erschallen. Auch wird durch dei⸗ nes mundes wort Dis alles im⸗ mer fort und fort Erhalten und regieret. 5. Drum steh, o vater! ferner bey Uns, deinen armen kindern, Und alle unsre schuld verzeih Und bußfertigen suͤndern: Aus unsern noͤhten mannigfalt Errette uns und hilf uns bald, Wie du uns fest versprochen. 6. O JEsu Christe, GoOttes sohn, Von ewigkeit gebohren! Uns menschen auch im himmels⸗ thron Zum mittler auserkohren; Durch dich geschicht, was nur ge⸗ schicht, O wahrer GOtt! o wahres licht Vom wahren GoOtt und lichte ö 7. Du bist des vaters ebenbild, Und doch vom himmel kommen: Als eben war die zeit erfuͤllt, Hast du fleisch angenommen; Hast uns erworben GOttes huld, Bezahlet unsre sunden⸗schuld Durch dein unschuldig leiden. 8. Nun sitzest du zur rechten hand Des vaters hoch erhoben, Beherrschest alle leut und land, Und daͤmpfst der feinde toben. Hilf uns, o wahrer mensch und GoOtt! Wir wollen dir für deinen tod Und alle wolthat danken. 9. O heilger geist, du wehrte eron, Erleuchter unsrer sinnen! bist wahrer Gott, und heißt GOtt vater, sohn und heilger geist/ Dreyfaltig und doch einig. Der du vom vater und dem sohn Ausgehest ohn beginnen: Du bist allmaͤchtig und ohn end, e er —— 3. O vater aller dinge quell — saushthe 5 Ribn W ö Acuuhe —. 1059 U bund hel, dein cher gemacht zy deinen u nschen dun Daß nit da witddch et Dis alth kt Exhalnn „O hatet Larmen kiche huld verteh ern: Muöls lt Erette⸗ Mi dur Hriste/ 60. Rlest gebohn im himms lallhettohte H Has urg Oitlo tahte Gott un Itets ebenbij mel konmne it ersüllt.h nen; Hasthl huld, Bens d Durch N. zur tegl hoch ethoh ut und ln feinde u mensch N dir für dess t danken st, du Hh usret sgh. Ind dahfe nen: Juls euh, 4 und dessen Wesen und Eigenschaften. 127 ter und der sohn dich sendt, Im glauben uns zu leiten. ö *10. HErr, du gebierest durch ter und vom sohne, Mit beiden gleicher herrlichkeit, Gleich ewig, gleicher erone, Und ungetheilter die tauf Uns wiederum aufs neue: staͤrke. Hernach auch nimmest du 1 auf, Wenn du giebst wahre reue. Durch dich wird unsre hoffnung fest: Und wenn uns alle welt ver⸗ laͤßt Bleibst du bey uns im herzen. 1. Wir bitten dich demühtig⸗ lich, Daß es ja mag durchdringen, Was wir fuͤr seufzen oft vor dich In unsern noͤhten bringen; Und wenn die lezte stund da ist, So hilf, daß wir auf JEsum Christ Getrost und selig sterben. 11. GOtt vater, sohn und heil⸗ ger geist! Fuͤr alle gnad und guͤte Sey immerdar von uns gepreist Mit freudigem gemuͤhte. Des himmels heer dein lob erklingt, Und heilig, heilig, heilig! singt: Das thun auch wir auf erden. Mel. Christ 1496 1 we⸗ Leit ꝛe. as alle weisheit in 21 8.2 der welt Bey uns kaum weiß zu lallen; Das laͤßt GOtt aus dem himmels⸗zelt In alle welt erschallen, Daß er alleine koͤnig sey, Hoch uͤber alle goͤtter, Groß, maͤchtig, freundlich, fromm und treu, Der frommen schutz und retter, Ein wesen, drey perso—⸗ nen. 2. GoOtt vater, sohn und heil⸗ ger geist Heißt sein hochheilger name; So kennt, so nennt, so ruͤhmt und preist Ihn der gerechte saame: GOtt Abraham, Gott Isaae, GOtt Jacob, den er lie—⸗ bet, HErr zebaoth, der nacht und tag Uns alle gaben giebet, Und wunder thut alleine. 3. Vom vater ist von ewigkeit Der sohn gezeuget worden. Der sohn kam nach bestimmter zeit Ins fleisch in unsern orden. Der heilge geist geht aus ohn zeit Vom va⸗ 4. Sieh hier, mein herz! das ist dein gut, Dein schatz, dem keiner gleichet: Das ist dein freund, der alles thut, Was dir zum heil ge⸗ reichet: Der dich gebaut nach sei⸗ nem bild, Fuͤr deine schuld gebuͤs⸗ set: Der dich mit wahrem glauben fuͤllt, Und all dein ereuz versuͤsset Mit seinem heilgen worte. . Drum auf,/ mein herz!erhebe dich, Und lerne GOtt recht ken⸗ nen: Denn die erkenntniß ruͤhret mich, In liebe zu entbrennen, Die meiner seelen hoffnung nehrt; GoOtt werd in jenem leben Die freude, die kein ohr gehort, Und solche wollust geben, Die hier kein aug' erblicket. 6. Weh' aber dem verstockten heer, Das sich hier selbst verblen⸗ det, GOtt von sich stoͤßt, und seine ehr Auf ereaturen wendet! Ihm wird gewiß des himmels zelt Der⸗ einst verschlossen bleiben. Wer GOtt verlaͤßt auf dieser welt, Den wird er von sich treiben, Und ewig dort verstossen. 7. Ey nun, so gib, du grosser held, GoOtt himmels und der erden! Daß alle menschen in der welt Zu dir bekehret werden. Erleuchte, was verblendet geht, Bring wie— der, was verirret: Reiß aus, was uns im wege steht, Was frevent⸗ lich verwirret Die schwachen in dem glauben. 8. Laß deine kraft uns alliu⸗ gleich Zur himmels-pforte brin⸗ gen, Daß wir gesammt in deinem reich Ohn alles ende singen: Daß du alleine koͤnig seyst, Hoch uͤber alle goͤtter, GOtt vater, sohn und heilger geist, Der frommen schutz und retter, Ein wesen, drey per⸗ onen. x Mel. *Y“------ 12 Von dem Dreyeinigen Gott Mel. Christ PWeiliter zum; eiliger gerechter 219. O Gotk! Schklage dir mit schmerzen Die angebohrne suͤnden⸗noht Und finsterniß im herzen: Denn ich kann dich nicht von natur Erkennen, noch dich lie⸗ ben; Ach! zeige mir dazu die spur, Wie ich mag beides uͤben Nach deinem wolgefallen. ö 2. Gib, vater! daß ich deine macht, Und liebes⸗treu anbete, Auch deine weisheit wol betrachtẽ, Und kindlich vor dich trete. Gib deine allmacht mir zum schutz, Zum labsal dein erbarmen: Dein recht und wahrheit sey mein trutz: Dein licht erfreu mich armen, Zum lobe deiner gnade. 3. Laß mich auch deinen lieben sohn In deinem licht erkennen, Wie er sey unser gnaden⸗ thron, Und einig heil zu nennen: Ein wahrer mensch, und doch mit dir Auch GOtt von gleichem wesen: Das licht vom licht, durch welches hier Nun alle wol genesen, Die durch die suͤnd erstorben. 4. Denn drum ist er, das hoͤchste gut, Vom himmels⸗throne kommen. Das ewge wort hat un⸗ ser blut Und fleisch an sich genom⸗ men, Daß es von unserem ge⸗ schlecht Den zorn und fluch ab⸗ kehrte, Den segen aber wieder⸗ braͤcht, Der uns sonst nicht ge⸗ hoͤrte, Durch thun und auch durch leiden. ö . Ja JEsu! du, du bist der weg/ Der uns zum himmel fuͤhret: Laß mich dich eingen glaubens⸗ steg So gehn, wie sichs gebuͤhret. Sey meine wahrheit, welcher ich Von ganzem herzen glaube: Sey mir das leben, auf daß mich Nicht tod und hoͤlle raube; O meines lebens leben! 6. Laß mich, o hoͤchste majestaͤt! Den heilgen geist auch ehren, Der von dir und dem sohn aus— geht, Und uns durchs wort will lehren: Ach! laß denselben seyn mein licht, Mich irrenden zu lei⸗ ten, Und wenn es mir an muht ge⸗ bricht, Mit troͤstung stehn zur sei⸗ ten, Und mich in schwachheit staͤrken. . Laß ihn, o HErr! mich alle⸗ zeit Zu seinem tempel weihen, Und mit rechtschaffner heiligkeit Mein herze benedeyen: Laß ihn die suͤndliche natur Stets bessern, daß auf erden Zu einer neuen ereatur Ich mag bereitet werden, Und so dein 80 erlangen. 8. So gib uns, der du heili heißt, Dich, den wir vater nennen, Sammt deinem sohn und heilgem geist, Im glauben zu erkennen. Weil dich erkennen, wie du bist, Und deine liebe schmecken, Des ewgen lebens vorschmack ist; Bis du uns wirst entdecken Das volle licht im schauen. Mel. Komm heilger geist HErre. nendlicher GOtt, 2 20. hoͤchstes gut! Das in sich selbst besteht und ruht, Das unbegreiflich ist zu nennen, Wer kann dich vollkommen kennen Du bist ein unumschraͤnktes licht, Von ziel und graͤnzen weißt du nicht. Dich kann kein sterblich auge se⸗ hen. Es muß vor dir verhuͤllet stehen. Halleluja, Halleluja. 2. Erschaffener geist, bloͤber sinn! Komm, setze dich voll demuht hin, Mit stummer einfalt anzu⸗ hoͤren Unbegreiflich hohe lehren. Gott ist ein unerschaffner geist, Der aller geister vater heißt, Der ursprung aller guten gaben, Die alle ereaturen haben. Halleluia. Hallelma. 3. Dis ewige licht! ist befreyt Von aller ein Cin Eeh ses Hi sch 10. W Heaht. 1—.x Hal H¹ν Haasun E nichß y fultst W shrsthwe se x N H. Wahifthe 0 „ stuh x R I. Alil HEIA.. HN. lalh/ x Kub RAHμ zut UEL W 1 W EI II N 14 Mi hhh Herrl mih empel peh er heilioket H.: Hf i Stets hisen imer neuengy et wetden, x an u6, der M Wir haket hn sohn undheh ben zu erkn nen/ wie gi schmecken, schmack is ecken Dab! ger geis HEn hlichet 60. Hstes gut d tundruht,e uenmen,A men kennen inktes lichtd weißt du nl lerblich aug 6 31—— 4, Hallelh geist 0 dich bollben einfalt al 0 0 rschafflt i ater heit/ ten gaben/ Hen, Hud Hall lcht Hez ralhand und dessen Wesen und Eigenschaften. 129 Sein geistlich und nohtwendig wesen Laͤßt nichts schwaches an sich lesen. Sein unerforschlicher verstandIst keinem, als ihm selbst, bekannt. Sein freyer und gerech⸗ ter wille Ist eine ewge liebes⸗fuͤlle. Halleluia, Halleluja. 4. Sein herrlicher glanz, der hoͤchst rein, Hat mit dem schatten nichts gemein. Die hoͤchste ein⸗ falt dist zu spuͤren, Da sich aug' und sinn verlieren. Legt schon die schrift ihm glieder bey; So macht sie deren schilderey„ In unsre schwachheit sich zu schicken, Und es begreiflich auszudruͤcken. Halle⸗ luja, Halleluja. 9. Kein menschlicher leib schraͤnkt ihn ein, Ein geist hat we⸗ der fleisch noch bein: Die hand be⸗ zeichnet seine staͤrke, Und beschin— mung seiner werke. Sein offnes aug' und hörend ohr Stellt sein unendlich wissen vor, Das alles kennt, nichts ausgenommen. Kurz, alles ist bey ihm vollkom⸗— men. Halleluja, Halleluja. 6. Vor schöpfungs⸗zeit war er allein, Es wird auch kein GOtt nach ihm seyn:Ob gleich der satan viele goͤtzen Ihm will an die seite setzen; So ist doch ihre goͤttlichkeit Nur eine misgeburt der zeit. Der lezte brand wird sie verzeh⸗ ren; Ihn aber wird man ewig eh⸗ ren. Halleluia, Halleluja. 7. Der höchste GOtt ist nun zugleich In seinem ewgen wesen reich, In welchem ewig drey per⸗ sonen Wunderbar vereinigt woh⸗ nen: Der vater hat vor zeit und welt Den sohn gezeugt und darge⸗ stellt: Der heilge geist geht aus von beiden. O wunder-drey, voll glanz und freuden! Halleluja, alleluia. 8. Ich bete dich an, grosses licht! Mit ehrfurcht⸗ voller liebes pflicht: Ach! laß mich arme hand voll erden Deiner liebe faͤhig wer⸗ den. Mein herz begehret nur al⸗ lein Mit dir vertraut bekannt zu seyn; Laß mich vor deinem thron bald stehen, Und unverruͤckt dein lun sehen Halleluia, Halle⸗ uia: *Das ist: Gott ist ein einfa wesen, das aus Leihen hei⸗ len zusammen gesetzet ist. yrie, GOtt vater in 22I K ewigkeit! Groß ist deine barmherzigkeit, Aller dinge schoͤpfer und regierer! Eleison. 2. Christe aller welt trost! Uns suͤnder allein du hast erloͤst: JEsu GOttes sohn! unser mitt⸗ ler bist du im hoͤchsten thron: Zu dir schreien wir aus hoͤchster de⸗ gier. Eleison. 3: Kyrie GOtt heiliger geist! Troͤst, staͤrk uns im glauben aller⸗ meist, Daß wir am lezten end Froͤlich abscheiden aus diesem elend. Eleison. vater! allmaͤchti⸗ 22 2——.— ger GOtt, Zu dir schreien wir in der noht: Durch deine grosse barmherzigkeit Er⸗ barm dich üͤber uns. 2. Christe, wollst uns erhoͤren, Fuͤr uns bist du mensch gebohren ue. Maria. Erbarm dich über 3. Vergib uns all unsre suͤnde/ Hilf uns in der lezten stunde; Fuͤr uns bist du gestorben. Er⸗ barm dich uͤber uns. 4. O heilger geist! wollst uns geben, Dich allzeit herzlich zu lie⸗ ben, Und nach deinem willen zu le⸗ ben. Erbarm dich uͤber uns. Mel. Allein GOtt in 51 ꝛc. vater! GOtt von 2 2 3 ewigkeit, Der gott⸗ heit waͤhre quelle, Du tiefe der 3 volle Von dem Dreyeinigen GOtt 13⁰ vollkommenheit, Du licht, das ewig helle. Du HErr voll pracht und majestaͤt! Dein unaussprech⸗ lich lob erhoͤht Der himmel sammt der erden. ö 2. Als vater hast du deinen sohn Von ewigkeit gezeuget, Daß sich vor seiner gottheit thron Das chor der engel beuget. Als va⸗ ter hast du diese welt Und alles an das licht gestellt, Auch vaͤterlich erhalten. g. Drum bleib uns ferner zuge⸗ than, Als vater deinen kindern, Und nimm dich unsrer wolfahrt an: Hilf allen armen sündern: Daß wir von deiner mildigkeit Jur guten und zur boͤsen zeit Trost, schutz und nahrung haben. 4. GOtt sohn, des vaters eben⸗ bild Von ewigkeit gebohren! Wir sehn, da nun die zeit erfuͤllt/ Daß du bist auserkohren Zum mitt⸗ ler, GOtt und mensch zugleich. Du hast der welt dein himmel⸗ reich Durch deinen tod erworben. 5. Als GOtt⸗mensch sitzst du auf dem thron Zu deines vaters rechten, Uns wider allen neid und hohn Des teufels zu verfechten. Ach! hilf uns durch dein theures blut, Daß uns dein vater bleibe gut Und ewiglich gewogen. 6. Gott heilger geist, du him⸗ mels⸗gast, Der frommen schatz und wonne, Der du den ausgang ewig hast Vom vater und dem sohne! Du suͤsser troͤster, freund und hort, Der du die deinen im— merfort In alle wahrheit leitest! 7. Komm, wahrer GOtt! mit deiner kraftZu deinen auserwaͤhl⸗ ten: Gib uns den rechten lebens⸗ saft, Und troͤste die gequaͤlten. Bleib unser schutz und zuversicht, Der seelen schatz und freuden⸗ licht, Und unsers geistes leben. 8. O heilige Dreyeinigkeit, Be⸗ herrscher aller schaaren! Der du treu und guͤte. O liebreich vater⸗ len offenbaren, Daß du mit dei⸗ nem namen heißt GoOtt vater, ken dir mit freuden. recht weiß und kennt/ Der hat das rechte leben. Und wer von deiner liebe brennt, Den kannst du bald erheben, Daß er nach dieser trü⸗ ben zeit Dich in der frohen ewig⸗ keit Von angesichte schauet. Mel. Es wolle GOtt uns gnaͤdig. Gott! wir ehren 224. deine macht Und gnade zu uns armen, Nach welcher du uns wehrt geacht, Dich unser zu erbarmen. Wir sind voll suͤnde, du voll gnad, Wir todt, du bist das leben, Und hast nach deinem gna⸗ den⸗raht Dich uns zu eigen geben. O abgrund aller liebe! 2. Wir beten dich als vater an, Du liebest uns als kinder: So hast du dich ja kund gethan, Zum trost der armen sünder. Dein zorn weicht deiner lieb und huld, Dein vaͤterlich gemuͤhte Ist voll erbar⸗ men, voll geduld, Voll langmuht, herze! 3. O JEsu, theurer GoOttes⸗ sohn, Du licht vom wahren lichte! Vor dir, dem rechten gna⸗ den⸗thron, Wird suͤnd und tod zu⸗ nichte. Du bist der grund der se⸗ ligkeit, Worauf wir arme hoffen. Dein gnaden-brunn steht allezeit Fuͤr unsre seelen offen. Du aus⸗ fluß alles segens! 4. Du geist der gnaden, wahrer Gott! Komm, steure dem verder⸗ ben. Laß uns durch Christi ereu⸗ zes⸗tod Der welt und uns n ben: Ja schlag das ganze hoͤllen⸗ reich In unsern seelen nieder, Da⸗ mit wir JEsu Ehristo gleich, Und seinei dich deiner ehristenheit Hast wol⸗ sohn und heilger geist; Wir dan—⸗ ö. 9. Denn wer dich, GODT! i shre . iH . MALL. . uhi Wa sst, 11 AAIII I 0 Wiut— Wi u Mr a sl 01 H en icltg wult N6 istuseit Hz „Daß dunt aht Gott y r eis; Mh Uden. N, l kennt,Diesn Ind wervnd Den kamst er nach disz in det frohez schte schaun. —— GOtt mant Gott! Wih deine mach! men.Nachhl eacht, Dith Hir sind voll Hir todt, ugß fnach deineh mns zu eigeng er liebe! dich als d als kindet. Hund hethan/ sunder. Dein und huld/2 1e Nvoll er „Voll langt Ohebreicht theurer G icht vom w. „dem rechtel ldsündundt der gtund wirarme runn sieht d offen. Du er gnaden steuredeng durch Gest elt und das galte seelel fon, Crsso 4 und dessen Wesen und Eigenschaften. 131 seines leibes glieder Durch deine gnade bleiben. 5. So ehren wir in einem thron Dich, unsern GOtt und vater, Sammt Christo deinem lieben sohn, Als unsern heils-erstatter, Und Gott den wehrten heilgen geist Von gleicher macht und we⸗ sen. Hilf/ der du dreymahl heilig heißt, Daß wir in dir genesen, Und dich dort ewig loben. Mel. Christ unser HErr zum ꝛe. meine seel erhebe 225. Onech, Mit andacht zu betrachten, Wie GOtt hat of⸗ fenbaret sich, Und wie man ihn soll achten: Daß er der aller— hoͤchste ist Im himmel und auf er⸗ den. Und soll gepreist zu jeder frist, Auch augerufen werden, Als ursprung aller dinge. 2. GOtt! du bist einig fuͤr und fuͤr, Nichts sind der heiden goͤt—⸗ ter: Kein heil noch trost ist ausser dir, Kein helfer noch erretter. Laß mich, o HErr! auf dich allein Von ganzem herzen trauen, Dir ledig⸗ lich ergeben seyn, Auf niemand anders bauen, Dir, GOtt! allein anhangen. 3. O HErr, mein GOtt! du bist ein geist, Und theilest bey uns allen An gaben aus, was geistlich heißt, Nach deinem wolgefallen: Laß mich stets geistlich seyn ge— sinnt, Daß, wenn ich vor dich trete, Ich deine kraft in mir em⸗ pfind, Und dadurch dich anbete Im geist und in der wahrheit. 4. Du bist, o GOtt! von ewig⸗ keit, Ohn anfang und ohn ende. Gib, daß mein herz von aller freud Des zeitlichen sich wende; Auf daß ich moͤge immerdar Drum bitten und drauf denken, Weil al⸗ les hier nur wandelbar, Daß du mir dort wollst schenken Ein un⸗ vergaͤnglich erbe. 5. O Gott! du bist an allem ort, Und gar nicht zu ermessen: Ob einer hier ist oder dort, Ist er dir nicht entsessen. Laß mich nicht zweifeln, wo ich sey, Du koͤnnst dich mein annehmen: Auch was ich thu, laß mich dabey Des boösen vor dir schaͤmen, Und uͤberall dich fürchten. 6. Unendlich ist, HErr! deine macht, Zu retten, die dich lieben, Und, wenn der gottlos dich ver— acht, Die rache auch zu uͤben. Gib, daß sich deiner allmacht schutz Fort uͤber mich erstrecke, Mich auch nicht menschen grimm und trutz, Nur deine straf erschrecke: Du toͤdtest leib und seele. 7. Voll hoͤchster weisheit bist du, GOtt! Niemand kann sie er⸗ gruͤnden; Wie wunder-schwer auch ist die noht, Weißt du doch raht zu finden. Gib, daß ichs dir stets traue zu, Auf dich werf meine sorgen: Auch uͤbels weder denk noch thu, Weil du siehst ins ver⸗ borgen, Und pruͤfest herz und nieren.„ 8. GOtt! du bist heilig und ge⸗ recht, Du kannst die suͤnd nicht lei⸗ den; Wer sagen will, er sey dein knecht, Der muß das boͤse meiden. Gib, daß ich mich zu jederzeit Der heiligkeit befleisse, Nachjage der gerechtigkeit: Auch dein gericht gut heisse, Ob ichs schon nicht be⸗ greise: 27 9. Du bist sehr gnaͤdig, fromm und gut, Wenn sich bekehrt der suͤnder; Erbarmst dich, wie ein va⸗ ter thut, Von herzen deiner kin⸗ der. HErr! laß von deiner lieb und gnad Mich allweg trost be⸗ kommen; Von mir auch meine missethat So fern seyn hingenom⸗ men, Als morgen istvom abend. 10. GOtt! deine wahrheit stets besteht, Und wol dem, der dir glaͤubet: Der himmel und die erd J 2 ver⸗ 13²2 Von dem Dreyeinigen Gott vergeht, Dein wort, HErr! ewig bleibet. Gib, daß ich fuͤrchte dein gericht, Und alles, was du draͤuest: Auch hoffe, was dein wort ver⸗ spricht, Daß du mirs gern verlei⸗ hest; Hoffnung wird nicht zu anden. 1I. Allselig bist du, GOtt! und frey, Du thust, was dir belie⸗ bet. Du bist ein milder HErr da⸗ bey, Der reichlich gutes giebet. Laß mich mit dem zufrieden seyn, Was ist dein heilger wille: Gib auch, daß ich von dir allein Und deiner guͤte fuͤlle Erwarte alls in allen. 12. GOtt! wenn ich dich so kenn und ehr, Dein wort zum grunde setzez Kann ich mich droh erfreuen mehr, Als uͤber alle schaͤtze: Bis ich dort, o mein heil und licht! Ohn lallen dich werd nennen, Von angesicht zu angesicht An-— schauen und erkennen, Und ohn aufhoͤren loben. heilger geist Der du auch willt auf erden Von mir und allen seyn ge⸗ preist, Laß deinen ruhm groß wer⸗ den: Verleih mir gnade, kraft und staͤrk, Daß ich zu allen zeiten, HErr! deinen nam'n und deine werk Koͤnn mehr und mehr aus⸗ breiten, So lang ich hab das leben. Von der Majestat Gottes. Iertiet 7. 10 erklaͤrte majestaͤt! 22 6. V Anbetens⸗wuͤrdig wesen, Unendlich groͤssrer GOtt, Als wir geschrieben lesen: Ach oͤße meiner armen seele Ein ehr⸗ urcht⸗volles schaudern ein: Laß, wenn ich deinen ruhm erzaͤhle, Mich tief vor dir gebeuget seyn. 2. Du bist ein selig gut, Du weißt von keinem leide: Dein tie⸗ fer abgrund ist Ein meer voll⸗ suͤsser stille schweben, Eh dich der engel schaar geehrt. Es war dein hoͤchst vergnuͤgtes leben Von kei⸗ ner einsamkeit gestoͤhrt. 3. Dein selig seyn wuchs nicht Durch schoͤpfung dieser erden, Du konntst durch meinen fall Nicht ungluckselig werden: Doch laͤßt dein sohn in solche muͤhe Sich für mich schnoͤden sünder ein; Daß er koͤnntst du sonst nicht selig seyn. Allein gewaltig heissen, Dein don⸗ ner kann die welt Aus ihren ach⸗ sen reissen. Es ist kein ziel in dei—⸗ ner staͤrke, Dein wort traͤgt diese schwere welt. Das ist das kleinsie moͤglich haͤlt. 9. Du bist der herren HErr, Den erd und himmel scheuet, Der allen koͤn'gen selbst Die theure eronen leihet. Dich fuͤrchten alle seele toͤdten, Das kein zerbrechlich seepter kann. 6. Du bist es, der allein Unsterb⸗ lichkeit besitzet, Und andre, wenn er will, Fuͤr tod und gruft beschů⸗ zet. Was die erschaͤffne geister ha⸗ ben, Das tragen sie von dir zu lehn: Du kannst sie in ihr nichts ehn. Bleibst aber selber ewig ehn. 7. Ein unzugaͤnglich licht Muß dir zur wohnung dienen, Ein glantz der noch zu klar Den lichten seraphinen: Ein blitz, der selbst die engel blendet, Wenn er auf ihre stirnen faͤllt, Von welchem sich ihr antlitz wendet, Und sich vor schaam verhuͤllet haͤlt. 8. Welch sterblich auge hat Dein wesen je geschauet? Wer lebet, der es sich Im fleisch zu sehn getrauet? Du siehst zwaͤr, als am hellen mor⸗ kommner freude. Du konutst in gen, Was nacht und r mich wieder zu dir ziehe, Als 4. Du kannst mit groͤßtem recht deiner werke, Was jeder fuͤr un⸗ majestaͤten, Dich betet jede herr⸗ Iz. Gott vater, sohn und schaft an. Du kannst so leib als ins + sch sleh ͤ 115 V. Rosteg 90 D. 1 und del Ru Rsef lx I 1 thafH 1 A 5 dih un WWühe n 1 WW Fm UA Mad S. ——— — = S= Rdeisim un WIIS Mahs ah AAA WWRRN N 1 Mih 7 0 i I. — —. — Mnt , DN 1. Cönuh Icben Jush söͤhrt. hlwagen dieset eaden en fl Y den: Doch l muͤhe Shi dder ein; Z dir ziehe,Y cht stlg s it groͤßten y tissen, Delz Aus ihtehn kein zielij vort trägt! ist das lh jeder sit. herten H iel scheuet; st Die ht ch fürchten hetet jede y iust so leib in setbrechl Uein Unster dandre, wer gruft besch ffne geisterg sie von dit; ie in iht u aber selbet Hlich licht R dienen,& lar Den lch llißz/ dest Wenniet Von velhe 11 Iu et halt. augehntel Wer lba sehugetu Wh n0 hhnn und dessen Wesen und Eigenschaften. 133 sich schleußt: Uns aber bleibst du wol verborgen, Du unsichtbarer grosser geist! 9. Was wir von deiner macht Und deinem wesen wissen, Das hast du selbst zuvor Uns offenbaren muͤssen. Der sohn, den deine seele liebet, Und den dein vater⸗ schooß umschließt, Der ists, der uns die nachricht giebet, Die un⸗ serm glauben noͤhtig ist. 10. Doch hier erkennen wir Dich noch gar unvollkommen. Wird aber dermahleins Der vor— hang weggenommen; So werden wir erst unsre bloͤsse Mit vieler schaam und demuht sehn, Und, schoͤnster geist! vor deiner groͤsse In ewigkeit entzuͤcket stehn. II. Indessen sey dein ruhm Mit schwachheits⸗kraft besungen, Nimm hin ein kindisch lob Von einer bloͤden zungen. Wirst du dereinst den mund verklaͤren, So wird er deiner majestaͤt Ein lied im hoͤhern chor gewaͤhren, Das deines namens ruhm erhoͤht. Von der Ewigkeit Gottes. Mel. Liebster IEsu wir sind hier. rosser GOtt, HErr 227.0;ebaoth! Dich soll man allein anbeten. Du hilfst uns aus aller noht, Wenn wir glaͤubig vor dich treten: Darum laß, was wir jeit singen, Zu dir durch die wolken dringen. z. Deine gottheit ist ein meer, Desseu tiefe den verschlinget, Der mit vorwitz gar zu sehr Gruͤbelnd in dasselbe dringet; Drum will ich in demuht hoͤren, Was du selbst uns wollen lehren. 3. Unser herz und zunge spricht: Ewig ist dein heilig wesen; Wie wir diesen unterricht Deutlich in der bibel lesen. O! so laß uns die⸗ ses merken, Uns damit im glau⸗ ben staͤrken. 4. Dis dein wort zeigt weiter an: Ewig sey auch deine treue; Ja wir denken wol daran, Sie wird alle morgen neue: Laß nur veinen geist uns treiben, Dir bestaͤndig treu zu bleiben. . Macht uns nicht dein licht be⸗ kannt, Ewig sey auch, GOtt! dein wille? Du willt, daß ein jeder stand Solchen in der that erfuͤlle: Ach koͤnnt ich in meinem leben Doch demselben recht nachstreben 6. Es ist kund und offenbar: Ewig sey dein hohes wissen. Du erkennest sonnen⸗klar Aller men⸗ schen ihr gewissen; Ey so will ich mich bemuͤhen Mich von suͤnden abzuziehen. 7. Du liebreicher frommer GoOtt! Ewig ist auch deine liebe. Trifft mich nun gleich schmach und spott, Ja wenn ich wie staub zerstiebe; Werd ich doch zu dir ge⸗ langen, Und mit liebe dich um⸗ fangen. 8. Frecher sünder! merke dis, Ewig ist auch Gottes strafe: Diese trifft einst ganz gewiß Die verlohrnen boͤsen schaafe: Drum laß ab von deinen suͤnden, Hier kannst du noch gnade finden. 9. Diese deine ewigkeit, Du HErr himmels und der erden: Laß mir doch zu jeder zeit Tief ins herz gepraͤget werden; So werd ich, mein GOtt! dort oben Dich auch ewig/ ewig loben. 228. Von der Allgegenwart und Allwissenheit Gottes. Err GOtt! der du erforschest mich. Und kennst mich aus und innen: Mein thun und lassen koͤmmt vor dich, Gehn, stehen und beginnen/ Was ich im bette denk und dicht, ö Siehst du von fern, und fehlest nicht; Du pruͤfest herz und nieren: Du kannst auch, wenn ich bin al⸗ J 3 lein, —34 Von dem Dreyeinigen GOtt lein, Und gerne wollt verborgen seyn, All meine weg' ausspuren. 2. Es ist kein wort in meinem mund, Das ich dir koͤnnt verheh⸗ len: Du, HErr! siehst recht des herzens grund, Was steckt in mei⸗ uer seelen: Du schaffest, was ich guts vollbring: Wie groß es ist, und wie gering, Ich kanns ohn dich nicht richten. Wenn aber du durch deine gnad Verstand mir giebst, auch huͤlf und raht; So kann ich alles schlichten. 3. Wie du die deinen wunder⸗ lich, O GOtt! hier pflegst zu fuͤh⸗ ren, Versteh ich nicht; und lasse mich Blos deine gnad regieren. Wo soll ich hin vor deinem geist? Weil du auch die gedanken weißt: Es hilft vor dir kein fliehen. Fuͤhr ich gen himmel, bist du da, Auch in dem grab trittst du mir nah: Kann dir mich nicht entziehen. *4. Nun, grosser GOtt! weil dei⸗ ne hand Mich uͤberall kann finden, Und all mein thun dir ist bekannt; So hůt ich mich fuͤr suͤnden. Denn finster ist wie licht bey dir, Was heimlich war, koͤmmt klar herfuͤr, Ich kann dir nicht entgehen. Was ich gethan, geredt, gedacht, Das wird vor deinen thron gebracht, Da muß ich vor dir stehen. 5. HErr! meine seel erkennt dis wol, Daß du mich hast bereitet, Und, wie ein mensch gestalt seyn soll, Aus mutter ⸗leib geleitet. Durch deine vorsorg, fleisch und bein Und alle glieder an mir seyn; Dein aug hat mich erwaͤhlet. Da ich noch ungebohren war, Hast du schon stunden, tag und jahr Im lebens⸗lauf gezaͤhlet. 6. Ich danke dir und preise dich Fuͤr solche grosse thaten, Und daß du mir so wunderlich An leib und seel gerahten. Sehr koͤstlich ist dein werk an mir; Wenn ich er⸗ wach, bin ich bey dir, Und warte deiner gnaden: Ich glaͤube fes daß meine sünd Durch Christum mir vergeben sind, Daß sie mir nicht mehr schaden. . Den vorsatz gib mir, HErr! dabey, Daß ich,/ was böͤs ist/meide. Die gottlos rott fern von mir sey, Von frommen mich nicht scheide: Daß ich nur lieb, was dir gefaͤllt, Und hasse, was ist von der welt, Auch ihren trotz nicht achte, Halt dein gebot, hoͤr gern dein wort: Im glaͤuben und in hoff— nung fort Das ewige betrachte. 8. Erforsch mich, GOtt! ergruͤnd mein herz, Durchsuch all mein gedanken, Und siehe, ob ich hinter⸗ waͤrts Und auf die seit wollt wan⸗ ken: Bin ich vielleicht auf boͤsem weg, So fuͤhr du mich den rechten steg, Der nach dem himmel weise; Daß ich vom suͤnden⸗dienste frey/ Und dir, o HErr! gefaͤllig sey/ Bis ich von hinnen reise. Von der Allwissenheit GOttes. Mel. Es Aun ifre uns 40 wissender voll— 229. A kommner geist, Deß auge alles siehet, Was nacht und abgrund in sich schleußt, Und dem sich nichts entziehet! Es kann vor deinem hellen licht Sich kein geschoͤpf verstecken. Was in der finsterniß geschicht, Das weißt du aufzudecken, Und an den tag in bringen. ö 2. Selbst die gedanken sind dit kund, Die unsre seele heget, Eh sie noch der verschlossne mund Durch worte dargeleget. Die herzen sind dir offenbar, Du kannst ihr dichten spüͤren; Den raht derselben siehst du klar, Du pruͤfest herz und nie⸗ ren, Und dir bleibt nichts verbor⸗ gen. 3. Was deiner freunde herz be⸗ gehrt, K NR Wer H 7˙ R Wa e I rR uun mr AM* RWt I hH Hn yrbur w 4 4* R3 0 Ilrp F N. un p W*+7 Ugh, 9 Mit U* — Ih glah durch d Dij sr den. 0ib m he was böbsth ott fetn vonk umen mich y nur lich u se, was istroh ttotznichtat t, höt gern! uben und ish Wwige betraht GOttletz Irchsuch alle che,ohichhte seit volty cleicht auft mich den l m himmelh den⸗dienst gefallig s tist lwisenbei tes. tt uns guãd ssender 6 muer geist. 11 00 schleuft Uice llicht Sichk H. Vad fl t, Das weß an den t gedanken sth cele heget& sne mund ꝛ Dit hettl annst yyd t derselbehf fest hrto ot nihthteh ö aue ö 0 und dessen Wesen und Eigenschaften. 135 gehrt, Das weißt du/ eh sie beten/ Ihr feufzen wird von dir erhoͤrt, Ch sie noch vor dich treten. Was deiner feinde herz beschließt, Das ist dir unverborgen, Dieweil du ihren anschlag siehst, Als wie den lichten morgen, Den keine schat⸗ ten decken. ö 4. Was nach verfliessung vieler zeit Noch kuͤnftig wird geschehen; Das sieht dein auge allbereit Als gegenwaͤrtig stehen. Du machst es deinen knechten kund, Es weiter auszubreiten; Und laͤßt durch ih⸗ ren schwachen mund Die groͤßten heimlichkeiten Der ganzen welt entdecken. 5. Bleibt gleich vor menschen maͤnches noch In dieser zeit ver⸗ schwiegen; So wird dein auge kuͤnftig doch Die finsterniß besie⸗ gen. Dein unpartheyisches gericht Wird alles offenbaren: Was noch so heimlich jezt geschicht, Wird man alsdenn erfahren, Und oͤf⸗ fentlich erzaͤhlen.——ᷓ˖5 6. Laß mich, o hoͤchste maiestaͤt! Dein helles auge scheuen, Das nie ein heuchler hintergeht Mit fal⸗ schen schmeicheleyen. Durch— dringe kraͤftig seel und geist Mit dessen heitern blicken. Laß, was geheime schande heißt„ Sammt allen boͤsen tuͤcken, Wich lebens⸗ lang vermeiden. Von der Allmacht GOttes. Anr dein Lareh rr! deine allmacht 23⁰. reicht so weit, Als selbst dein wesen reichet. Nichts ist, das deiner herrlichkeit Und deinen thaten gleichet. Es ist kein ding so groß und schwer, Das dir zu thun unmoͤglich waͤr. 2. Es faͤllt auf dein allmaͤchtig wort Dir alles zu den fuͤssen. Du fuͤhrest deinen auschlag fort Bey allen hindernissen. Du winkst, so stehet eilend da, Was man mit keinem auge sah. 3. Du hast dis grosse welt⸗ge⸗ baͤu Allmaͤchtig aufgeführet, Es zeuget erd und himmel frey, Daß sie dein arm regieret. Dein wort, das sie geschaffen hat, Ist ihnen an der pfeiler statt.— 4. Wenn jemand so verstaͤndig ist, Und sich zum guten neiget, Wenn er der eitlen welt vergißt/ Und unter dich sich beuget: So loͤsest du des satans band, Und machst ihn frey mit starker hand. 5. Die groͤsse deiner wunder⸗ macht, Die Christum auferwecket, Den man erblaßt ins grab ge⸗ bracht, Wird auch alsdenn ent⸗ decket, Wenn unsers glaubens bloͤdes licht Durch alle nacht der suͤnden bricht. ö 6. Die menge vieler wunder zeugt, Daß, schoͤpfer! dein ver⸗ moögen Weit uͤber die gesetze steigt, So die natur bewegen. Du hast gemacht das ordnungs⸗band, Und hebst es auf durch deine hand. 7. Was fuͤr ein wunder deiner macht Wird unser aug einst sehen/ Wenn nach der langen todes⸗ nacht Die eoͤrper auferstehen? Wenn du der duͤrren knochen rest lant fleisch und glanz bekleiden aͤßt ßt. 8. O allmaͤcht! mein erstaunter geist Wirft sich vor dir darnieder: Die ohnmacht, wie du selber weißt, Umgiebet meine glieder. Mach mich zum zeugen deiner kraft, Die aus dem tod ein leben chest e 9. Ach! zuͤnd in mir den glau⸗ ben an, Der deiner macht an⸗ hange. Daß mein herz muhtig werden kann, Indem ich dich um⸗ fange, Und traue deiner GOttes⸗ kraft, Die alles kann, die alles schafft. J4 Von 136 Von dem Dreyeinigen GOtt Von der We isheit GOttes. Mel. Wer nur Aheiser shuier. VQu nveiser schoͤpfer al⸗ 23 1 ler dinge, Der alles ganz genau verste ht! Nichts ist so groß, nichts so geringe, Das nicht nach deiner ordnung geht. Du schreibest der geschoͤpfe chor Ziel, maaß, gewicht und regeln vor. 2. Die wunder⸗vollen schoͤnen werke, Die unsern Augen fern und nah, Die stehn so wol durch deine staͤrke„Als auch durch deine weis—⸗ heit da. Es zeigt das ganze welt⸗ gebäu, Daß dein verstand unend—⸗ lich sey. 3. Mit eben den geschickten haͤnden, Mit welchen du die welt gemacht, Regierst du auch an allen enden, Was dein verstand hervor gebracht. Du brauchst, o uner⸗ schaffnes licht! Der menschen rath und beystand nicht. ö 4. Was du zu thun dir vorge— nommen,/ Das geht ohnfehlbar in diethat. Wenn tausend hinder⸗ nisse kommen/ So triumphirt dein hoher raht. Die mittel stehn in deiner hand, Die du zum endzweck gut erkannt. 5. Die menge so verschiedner willen, Die bald auf dis bald je⸗ nes fällt, Muß doch denselben schluß erfuͤllen, Den sich dein wille vorgestellt, Der aller feinde stolzen wahn Als unvernunft beschaͤmen kann I . O weisheit! decke meiner see⸗ le Die angebohrne thorheit auf, Damit sie dich zum leitstern wähle In ihrem sonst verwirrten lauf. Ich weiß den weg des friedens nicht: Ach! gönne mir dein hohes licht. ö 7. Du hast mich durch mein gan—⸗ ꝛes leben Nach deinem klugen raht gefuͤhrt. Mein geist muß dir das ieugniß geben, Daß du vollkom⸗ men wol regiert: Leit ferner mich durch welt und zeit Bis an da⸗ thor der ewigkeit. Von der Seiligkeit GOttes. Mel.— 4480 laßt dessen de. ott, vor dessen an⸗ 232.& gesichte Nur ein rei⸗ ner wandel gilt; Ewges licht, auz dessem lichte Nichts als reinstz klarheit quillt! Laß uns doch zu ie⸗ der zeit Deinen strahl der heilih keit So durch herz und seele drin⸗ gen, Daß wir stets nach solchet rinnen. 2. Du bist rein in werk und we⸗ sen, Und das unbefleckte kleid, Das du dir o Gott lerlesen, Ist die rein⸗ ste heiligkeit. Du bist heilig: aber wir, Grosser schoͤpfer! sind vor dit Als ein kleid, das sünden ⸗flecken Ganz besudeln und bedecken, 3. Nichts wird sonst von dir ge⸗ liebet, Vater! als was sich allein Deiner heiligkeit ergiebet, Und, wie du, vollkommen rein. Darum nimm dich unser an, Deren hen nichts lieben kann, Als was dich worfen bleibet. 4. Was dein herz gedenkt und dichtet, Was dein heilger wille thut, Was dein starkerarm verrich— tet. Ist stets heilig, rein und gut, Und so bleibst du ewiglich: Da wir schwaͤche menschen dich Durch das böse/ das wir uͤben, Thun und dich⸗ ten/ stets betruͤben. 5. Wo unreinigkeit zu finden, Was nur flecken in sich faßt, Was unheilig, was voll süůnden, Ist und bleibet dir verhaßt. Du bist nur der reinen freund, Und den uͤbel⸗ thaͤtern feind: Ach! dis muß uns sůnder schrecken, Und so furcht als schmerz erwecken. 6. Lindre solche furcht und schmerzen: Du bist rein und ma⸗ chest rein: Darum schaff uns sol⸗ che herzen, Die auch rein und 90 zur strafe treibet, und von dir ver⸗ 7. 00 Halag W wle WMN. rishs. Rslctg: miax E . fHμh½⁸᷑ũM W I Hchen x Ran n hn HA Wiueg * hn — zlt/ S lit. —— ligkeitGt. last aug x lt, vot dose sichte Nur e Esgeslih Richts alz mn Laß undodh lstrahl derth rz und seahh stets nach f n in werkin Heffakte kehl klesen.Itdi u bist heltg pfet Isindiy 36 sunden f Ind bedeckeh d sonst bondh dls was sichd it etgiehet,! Hen tein. Da an, Deren „ Ms Has Ind bon dt l erzgedenkt in heilger h kkerarm vett i0/ rein undg ehiglich: Our ndich Dutc DThun undd RA.. nigkeit zu fiz in ssch fit v Usünden, i st. Qubs Und den schldismahl Undsofurhe che flaht! hist rein oh m schafl auch ken an und dessen Wesen und Eigenschaften. 13⁴ lig seyn. Wasche sie, o hoͤchstes gut! Wasch uns rein mit Christi blut, Laß in uns verstand und willen Deinen heilgen geist erfuͤllen. 7. Gib, o vater! unsern seelen/ Glaubens⸗voll auf dich zu sehn/ Deine heiligkeit zu waͤhlen, Und darnach einher zu gehn; Bis wir dort mit jener schaar Der erloͤs⸗ ten immerdar Heilig, heilig/ hei⸗ lig! singen, Und die reinsten opfer bringen. ARos 19. l grosser geist/ o ur⸗ 233 D sprung aller dinge, O masestaͤt voll pracht und licht Wer ist, der dir ein wuͤrdig lob⸗ lied singe? Welch sterblich herz er⸗ zittert nicht? Stellt sich der sera⸗ phinen schaar Vor deinem thron verhullet dar:“ Wie sollte nicht ich hand voll erden Vor dir voll furcht und schauder werden? Esa.6, 2. 2. Ach! ruͤhre mir die ganz be⸗ fleckte lippen Mit deines altars kohlen an;“ Sonst fahr ich hin in ungeheure klipyen, Wo seel und leib zerscheitern kann. Bring eine demuht⸗ volle scheu Den kraͤften meiner seele bey; Laß mich auf knie und antlitz fallen, Wenn hei⸗ lig! heilig! heilig! schallen. s. 5,6. 3. Dein wohnhaus ist ein licht, das keine schatten, Ein glanz, der keinen wechsel weiß. Eh sonn und mond das amt zu leuchten hatten, War schon dein lichter freuden⸗ kreis, Wer weiß zu deinem glan; die svur? Faßt dich wol eine erea⸗ tur? Und kann der strahl erschaff⸗ ner augen Dein wesen zu durch⸗ forschen taugen? 4. Die sonne selbst hat ihre dunkle flecken: Du aber bist ein reines licht; Es kann in dir nichts finstres sich verstecken Dein heller glanz verdunkelt nicht: Du bist in dir vollkommen rein, Dein unbefleckter gottheit⸗schein Hat nichts, das suͤnd und nacht zu nennen, Nichts, das die kluͤgsten tadeln koͤnnen. 6. Was deine hand pflegt an das licht zu stellen Das glaͤnzt von heiligkeit und zier. Es fliesset nichts aus deinen lautern quellen, Als ein erystallner bach herfuͤr. Du hassest, was nach bosheit schmeckt, Und was mit satans gift befleckt. Es koͤnnen nichts als gute gaben Von dir den ersten ur⸗ sprung haben. 6. Es zeigt sich zwar in des ge⸗ wissens sprüchen Ein blick von deiner heiligkeit: Doch hast du sie mit noch weit klaͤrern strichen In deinem theuren wort erneut. Al⸗ lein das allergroͤßte licht Hat sie in dessen anvesicht, Der, uͤm die suͤnder auszusuhnen, Auf erden ohne suͤnd erschienen. 7. Dis war der sohn, das bild von deinem wesen, Dem dein ge⸗ setz ins herz gepraͤgt, An dessen stirn war in der that zu lesen, Was Aarons stirn im schatten traͤgt. Der hat auf seiner todes⸗hahn Die schuld der sunden abgethan; Und, da er als ein fluch gestorben, Die kraft zur heiligung erworben. 8. Nun kann in uns dein bild von neuem gruͤnen In unschuld und gerechtigkeit; Nun kann dein volk im heilgen schmuck dir die⸗ nen, Da ihm dein sohn die kraͤfte beut: Es kann in dessen blute rein, Ja ohne fehl und tadel seyn, Der auf sich nahm der sünden buͤrden, Auf daß die suͤnder heilig wuͤrden. 9. So gib denn kraft/daß wir dich heilig scheuen, Mit deines kin⸗ des blut besprengt: Gib fleiß und ernst, wenn sich der koht von neuen An die gewaschne glieder haͤugt. Schenk uns ein herz/ das heilig ist; Weil du/ der vater, heilig bist Bis J5s du WN 3—FFFFF——— 138 Von dem Dreyeinigen GoOtt du uns an den ort wirst bringen, Da wir ein ewig heilig! singen. Von der Gerechtigkeit Gottes. Mel. Es ist erenhten 60 der zeit. erechter tt! vor 234. G dein gericht Muß alle welt sich stellen, Und sich vor deinem angesicht Ihr urtheil las⸗ sen faͤllen. Du schaust von deinem hohen thron, Ohn alles ansehn der person, Auf alle menschen⸗Kinder. 2. Du bist des satans werken feind, Und hassest gottlos wesen. Der ist gewißlich nicht dein freund, Der sich zum zweck erlesen, Was dein gerecht gesetz verbeut, Und der sich wahrer heiligkeit Von herzen nicht befleisset. 3. Du liebest das, was recht und gut, Und bist ein freund der from⸗ men: Wer glaͤubt und deinen willen thut, Wird von dir aufge⸗ nommen. Sein werk und dienst gefaͤllt dir wol, Ist er gleich nicht so, wie er soll, Nach dem gesetz vollkommen. ö 4. Du oͤffnest deine milde hand, Das gute zu belohnen, und giebest/ als ein liebes⸗pfand, Den from⸗ men schoͤne eronen: So zeigest du vor aller welt, Daß es dir herzlich wol gefaͤllt, Wenn man das gute liebet.—* 5. Hingegen bleibt die bosheit auch Von dir nicht ungerochen. Ein abgrund voller quahl und rauch Wird denen zugesprochen, Die sich mit sunden⸗lust befleckt; Ja deine hand ist ausgestreckt, Sie hier bereits;u strafen. 0. Der untergang der ersten welt, Die aus der art geschlagen, Das feuer, das auf sodom faͤllt, Egyptens lange plagen, Und an⸗ dre wunder deiner macht, Bezeu⸗ gen, wenn dein zorn erwacht, Wie du nach werken lohnest. 7. Bleibt hier viel boͤses unge⸗ straft, Viel gutes unbelohnet; So koͤmmt ein tag der rechen⸗ schaft, Der keines suͤnders scho— net: Da wird sich die gerechtig⸗ keit, Die jedem die vergeltung beut, Am herrlichsten beweisen. 8. Gerechter GOtt! laß meinen sinn, Wie du, das gute lieben. Nimm alle lust zur sunde hin: Wirk inniges betruͤben, Wenn sich dis uͤbel in mir regt. Dein herz, das lauter gutes hegt, Sey meines herzens vorbild. Und weil vor dir, gerechter Gott! Kein suͤnder kann beste⸗ hen, Der nicht des mittlers blut und tod Zum schild sich auserse hen: So gib mir die gerechtig⸗ keit, Die mich von deinem zorn befreyt, Durch sein verdienst zu eigen. Von der Treu und Wahrheit GOttes. Mel. GOtt Lahpehr da und——. eicht/ ihr berge! fallt 235. Wiün huͤgel! Berg und felsen brechet ein: GOttes treu hat dieses siegel, Sie will unver⸗ andertseyn. Laßt die welt zu truͤm⸗ mern gehn, GoOttes gnade muß bestehn. 2. GoOtt hat mir ein wort ver⸗ sprochen, GOtt hat einen bund gemacht, Der wird nimmermehr gebrochen, Bis er alles hat voll⸗ bracht. Er, die wahrheit, truͤget nicht: Was er saget, das geschicht. 3. Seine gnade soll nicht wei— chen, Wenn gleich alles bricht und faͤllt; Sondern ihren zweck errei⸗ chen, Bis sie mich zufrieden stellt. Gott ist fromm, und gut und treu, Ob die welt voll heucheley. 4. Will die welt den frieden brechen, Hat sie lauter krieg im sinn: Gott haͤlt immer sein ver⸗ sprechen, So faͤllt aller daain hin: Wsg sih dl Dssich R Hierlh Sgutes mnth h in mir kgt. ter gutes haf 16 hothid. il hor dir,gat sünder kamn. t deß mittie schild sichn mir die geith 0 bon deinen ch sein herdih p„»WW eu und Wah Ottes. Shimmels umj ichtyht berge Hgell Bergt in: GOltes tr „Sie will unh die welt zu tri Yttes guade n mir ein wott! t hat einen d wird nimmetn. er alles haté wahrheit,te aget, das gesh ade soll uicht ch alles huht ihren zuel ch zuftichens n, und gul! t voll heuchth welt den fi e lauter kigs lt immer siln illt alle 0 I und dessen Wesen und Eigenschaften. 139 hin: Denn er bleibet immerdar Was er ist, und was er war. 5. Laßt sein antlitz sich verstel⸗ len; Ist sein herz doch treu ge⸗ sinnt, Und bezeugt in allen faͤllen, Daß ich sein geliebtes kind, Dem er beide haͤnde reicht, Wenn auch grund und boden weicht. 6. Er will friede mit mir halten, Wenn die welt gleich lermen macht: Ihre liebe mag erkalten, Ich bin'bey ihm wehrt geacht. Und wenn hoͤll und abgrund bruͤllt, Bleibt er mir doch sonn und schild. 7. Er, der HErrist mein erbar⸗ mer: So hat er sich selbst ge⸗ nennt; Das ist trost! so werd ich armer Nimmermehr von ihm ge⸗ trennt. Sein erbarmen laͤßt nicht zu, Daß er mir was leides thu. 8. Nun es bleibt mein ganz ver⸗ trauen Auf ihn anker⸗fest gericht't: Auf ihn will ich felsen bauen, Denn ich weiß, daß es geschicht. Erd und himmel kann vergehn, Sein bund bleibet feste stehn. Mel. Wer nur den lieben GoOtt. er HErr hat nie sein 236. Oaortorbrochen, Noch seinen gnaden⸗bund verletzt. Was seine wahrheit hat versprochen, Das wird auch in die that gesetzt. Er ist entfernt von trug und list, Die eine brut des satans ist. 2. Was er aus lieb und huld ver⸗ heissen, Das laͤßt er in erfuͤllung gehn. Er pflegt den grund nicht umzureissen, Darauf des glau⸗ bens pfeiler stehn. Scheint die erfüllung gleich noch weit, So koͤmmt sie doch zur rechten zeit. 3. Doch wie er das ohnfehlbar giebet, Was seine lieb uns zuge—⸗ dacht; So wird auch, wenn er ra⸗ che uͤbet, Sein droh⸗wort ganz ge⸗ wiß vollbracht. Wenn er den schluß zu strafen faßt, So fühlt man dessen centner⸗last. 4. Drum scheue dich mit from⸗ men herzen Vor dem, was er den suͤndern draͤut. Es ist, o seele! nicht zu scherzen Mit seiner straf⸗ gerechtigkeit. Fleuch, fleuch, was er zu strafen droht, Sonst sinkest du in noht und tod. 5. Doch halt dich auch mit fe⸗ stem glauben An sein verheißnes gnaden⸗wort; Es stehet nicht auf sand und schrauben: Drum fahre nur im hoffen fort: So wirst du sehn, daß seine treu Ihr wort zu halten maͤchtig sey. 5. Wir haben ja zwey starke gruͤnde, Auf welchen unser glaube ruht; Weil er, damit er beyfall finde, Zu seinen worten eyde thut. O wunder! wenn ein suͤnder hoͤrt, Daß selbst die ewge wahrheit schwoͤrt. 7. Ach seele! laß dich dis beschaͤ⸗ men, Da es dein GOtt so treulich meint. Siehst du ihn sich nach dir bequemen, So sey du auch den luͤ⸗ gen feind: Beweise dich als GOt⸗ tes kind, Bey dem man treu und wahrheit findt. Von der Langmuht und Ge⸗ duld GOttes. Mel. HErr GoOtt 2955triwi⸗ etreuer tt! wie⸗ 237. viel geduld Bezei⸗ gest du uns armen! Wir haͤufen taͤglich unsre schuld, Du haͤufes dein erbarmen. Des menschen ganzer lebens⸗lauf Ist immerdar, von jugend auf, Verderbt und dir entgegen: Und gleichwol, vater! suchst du ihn Durch gnad und huld zuruͤck zu ziehn, Durch lang⸗ muht zu bewegen. 2. Der menschen elend jam⸗ mert dich: Wenn sie sich schon ver⸗ stocken, Willt du sie gleichwol vaͤ⸗ terlich Durch gute zu dir 1201 V Von dem Dreyeinigen Gott. Wie lange siehst und rufest du Den juden in der wuͤste zu, Bis sich ihr herz bekehret! Wie traͤgest du so laͤnge zeit Die erste welt mit guͤtigkeit, Eh sie die fluht ver⸗ heeret! ö 3. So giebst du sundern zeit und raum, Der strafe zu entgehen. So laͤssest du den argen baum Nicht sein, du suchest frucht: und wenn du gleich umsonst gesucht, Hoͤrst du nicht auf zu bauen. Du scho⸗ nest sein von jahr zu jahr, Dein vater⸗herz hofft immerdar Noch frucht von ihm zu schauen. 4. Gerechter GoOtt! so grosse huld Bezeigst du frechen suͤndern: Und hast nicht weniger geduld Mit deinen schwachen kindern. Sie werden ja, wenn fleisch und welt Und satan haͤufig netze stellt/ Oft sicher, matt und traͤge. Sie straucheln, sie vergehen sich, Sie fallen oft, verlassen dich Und deine heilgen wege. . Nun haͤttest du, o vater! recht, Sie wieder zu verlaͤssen, Und einen ungetreuen knecht In ewigkeit zu hassen. Doch nein: das kann dein herze nicht, Dein herz, das aus erbarmen bricht, Wenn deine kinder fehlen: Es hat geduld, so lang es kann, Es nimmt sich ihrer schwaͤchheit an, Und wacht fuͤr ihre seelen. 6. Drum rufst du ihnen in ge⸗ fahr,/ So oft sie irre gehen; Reichst ihnen hand und staͤrke dar, Von suͤnden aufzustehen. Du lockest sie mit vater ⸗huld, Versprichst, durch Christum ihre schuld Und fehler zu vergeben, Giebst selber glauben, geist und kraft, Und nach vollbrachter ritterschaft, Ein ewig freuden⸗leben. 7. O langmuht, der nichts glei⸗ Und trag uns mit erbarmen. Was huͤlf' es, daß dein herz bisher Voll gůt und huld gewesen waͤr; Wenn sie aufhoͤren sollte, Wenn deine hand, die straf und schwert Bisher in gnaden abgekehrt, Uns nun verderben wollte? 8. Drum, brunn der guͤte duld chmerzen: Erwecke bald und rühre doch Die traͤg' und sichre herzen; Daß deine huld und da⸗ ter⸗treu uns ja kein sunden⸗deckl sey: Daß wir das boͤse haffen/ und uns noch in der gnaden⸗zeit Den reichthum deiner gütigkeit Zur busse leiten lassen. Melodey 20. 2 3 8. Uen liebe!“ ö Goͤnne bloͤden augen, Die sonst kaum auf erden taugen, Daß sie in die strahlen Deiner langmuht blicken, Die den erd⸗ kreis huldreich schmuͤcken, Und zugleich Freudenreich, Boͤsen und den deinen, Wie die sonne, scheinen. 2. Wasser, luft und erde, Ja dein gauz gebiete Ist ein schauplatz dei ner guͤte. Deiner langmuht ehre Wird durch neue proben Immer herrlicher erhoben. O wie weit, O wie breit Streckt sie ihre fluͤgel Ueber berg und huͤgel! 3. Was wir davon denken, Was wir sagen koͤnnen, Ist ein schatten nur zu nennen. Tag vor tag zu lei⸗ den, Tag vor tag zu dulden So viel millionen schulden, Und dazu Ohne ruh Lieben fuͤr das hassen? HErr! wer kann das fassen? 4. Du vergiebest sunde, Hoͤrst der sunder flehen, Wenn sie wei⸗ nend vor dir stehen. Deine rechte draͤuet, Und erbarmt sich wieder, Legt die pfeile gerne nieder, Wel⸗ chen kann! Ach vater! sieh uns ar⸗ men Auch kuͤnftig so geduldig an, che doch Immer noch Neue schuld erreget, Wenn sie kaum geleget. 5. HErr uns noch Um Christi tod und ohne pflegung stehen, Du wartest se n T DM mahtten Haß i HIl ö Ihelteh Dahhhen Ssoih . AIRN ½1 27½ N A WMulde . HA IRH WWh 0 e aer Mands 0 Kun HA. MxH u N gung mihaie m t: I nahuigy Es e 0 hh WAT E 8 0 h 0 I ein herihe gewesen nitzz Ulte, Vunz 6. 1 50 M unn det guteh . Gristith Ervecke hi; e ttäh unj deine hubo kein sünden; boͤse haseh ghaden⸗zet! ler gütigke en. odeh 20. mschraͤlkte nne blödenn auf erden tun strahlen Y l, Die del; schmücken, elteich, A We die sh und etdeJa d in schaupflatz! langmuht! proben Inn N. O ie u ct sie ihttst uͤzel! won denker Mfein sche ag vot tag l 0 zu dulbeh ulden, And für dab hos das fassen /, vst fünde, Y „Wenn sch n. Deine umnt sch wos ne nitder N I 9315 0 Am Tage Johannis des Taͤufers. 141 . HErr! es hat noch keiner, Der zu dir gegangen, Statt der gnade, recht empfangen: Wer zu deinen fuͤssen Sich mit thraͤnen senket, Dem wird straf und schuld geschenket. Unser schmerz Ruͤhrt dein herz, Und du willt der armen Gnaͤdig dich erbarmen. 6. Koͤnig! sey gepriesen, Daß du so verschonest, Und uns nicht nach werken lohnest. Deiner hand sey ehre, Die so wol regieret, Und mit ruhm den seepter fuͤhret. Fah⸗ re fort, Zions hort! Laͤngmuht aus⸗ zuuͤben, Und die welt zu lieben. Gesaͤnge von der Liebe Got⸗ tes suche unten auf der 145. Seite. XIII. Am Tage Johannis des Taͤufers Mel. Was 5 Oit ben— 10 90 tt, dem kein ding 2 39.G unmoͤglich ist Im himmel und auf erden, Der bald der mutter leib verschließt, Bald fruchtbar laͤsset werden: Der al— ler welt Vor augen stellt, Es sey in deinem namen Nur lauter ja und amen! 2. Du hast einmahl ein wort ge⸗ redt In Zachariaͤtagen; Darum muß auch Elisabeth Ein kind im alter tragen. O laß mich nicht Was dein mund spricht, Für zwei⸗ felhaftig schaͤtzen, Ja, felsen dar⸗ auf setzen. 3. Auch mich zog vormahls deine hand Aus meiner mutter leibe. Du hast mich, eh ich war, gekaunt: Ach! diese wolthat schreibe In meine brust, Daß ich mit lust Allzeit daran gedenke, Und mich dir gaͤnzlich schenke. 4. Mein name, welchen man mir gab, Ist auf dein buch ge⸗ schrieben, Ollasse mich bis in mein grab Den christen⸗-namen üben. Wer Christi glied, Der lebt be⸗ muͤht Auch Christo nachzuahmen, Sonst hilft kein schoͤner namen. 9. Ein Zacharias preiset dich; Ich folge dem exempel. Dein gu⸗ ter geist bereite mich Zu GOttes ehren⸗tempel. So stimm ich an, So gut ich kann: Dein lob auf meiner zungen Wird hier, wie dort, besungen. 6. Gelobet sey GOtt Israel! Du hast dein volk erhoͤret. Das horn des heils, Immanuel, Hat Davids haus geehret. Wir sind erloͤst, und auch getroͤst't. Was du vorlaͤngst versprochen, Das hast du nicht gebrochen. ö 7. Der feinde macht ist nun gebeugt, Weil der erretter kom⸗ men. Du hast barmherzigkeit erzeigt, Und uns in schutz ge⸗ nommen. Dein bund und eid Ist nun verneut: Nicht Abraham alleine, Die heiden sind auch deine. ö 8. Die finsterniß, die uns betruͤbt, Weicht nunmehr ganz zuruͤcke. Der aufgang aus der hoͤhe giebt Uns laͤuter sonnen⸗ blicke. Der friedens ⸗ schluß Setzt unsern fuß Aus allen to⸗ des⸗schatten, Die uns umgeben hatten. 9. Ist uns auch so viel herrlich⸗ keit Durch deinen sohn erschie— nen; So mach auch unser herz be⸗ reit, Ihm lebenslaͤng zu dienen. Kein ander heil Wird uns zu theil; Vergebung unsrer suͤnden Ist nur bey ihm zu finden. 10. Johannes gieng vor JEsu her: Wir folgen deinen schritten, Und obs auch durch die wuͤste waͤr; Laß uns doch, wie wir bitten, Dir bleiben treu Ohn heucheley; Bis wir aus zions auen Der sonnen aufgang schauen. XVI. 142 Am Tage der Heimsuchung Maria. XIV. Am Tage der Heimsuchung Marla. Mel. 8. JEsus meine zuversicht. 240 Hunche/ leibes⸗ 44 frucht, Liebster IJEsu! sey willkommen. Heute bin ich heimgesucht, Du hingegen aufgenommen, Daß ich freudig singen muß: HErr! du giebst mir gruß und kuß. ö 2. Du gebenedeytes kind! Des⸗ sen huld nicht zu beschreiben: Homm, bereite dir geschwind, Wo du immer moͤgest bleiben; Deine lust ist die allein, Bey und unter uns zu seynoyn. ö 3. O wie selig sind doch die, Die des HErren worten glauben. Liebster hort! zu dem ich flieh, Laß mir diesen schatz nicht rauben. Wort und glaͤube zieht den fuß Hin in edens uͤberfluß. 4. Meine seel! erhebe du, Lob' und preise GOttes güte: Seine liebe schaͤffet ruh, Und befriedigt mein gemuͤhte. Wol, ja wol ist dir geschehn, Du bist gnaͤdig ange⸗ e sehn. 5. Grosse dinge sind an dir Durch die allmachts-hand erwie— sen: Seine huld waͤhrt fuͤr und fuͤr, Darum sey er auch gepriesen/ Ja gepriesen unser GOtt, Der da heißt HErr zebaoth. 6. Vater der barmherzigkeit! Denke ferner an die deinen, Israel muß maͤnche zeit In dem welt⸗ Egypten weinen: Hebt es an, so merke drauf, Komm, und hilf ihm wieder auf. 7. Halte, was du zugesagt Abraͤham und seinem saamen: Dir sey unsre noht geklagt, Komm, und schuͤtze deinen na⸗ men: Denn durch nichts, als deine hand, Wird das uͤbel abge— wandt. 8. Sucht die hoffarts⸗volle welt Uns den untergang zu draͤuen; Wollest du, o starker held! Sie durch deinen arm zerstreuen: Stosse sie von ihrem stuhl In den tiefen hoͤllen⸗pfuhl. 9. Laß die reichen immer leer/ Die zwar geld, doch GOtt nicht haben. Wer hingegen hungriz waͤr, Den erfuͤlle du mit ga⸗ ben; So erscheint mehr als zu sehr, Du seyst GOtt und keinet mehr.——⁰—.— 10. Endlich koͤmmt die zeit her⸗ an, Da man denket heim zu keh⸗ ren: Ach! so zeige mir die bahn, Die mir alles kann gewaͤhren. Fuͤhre mich zum himmel an, Wo ich ewig bleiben kann. XV. Am Michaelis⸗Feste, Mel. Herzlich thut mich verlang. 241 Gott meines lebens 4 meister! Du HErr der ganzen welt, Der so viel tau⸗ send geister Um seinen thron be⸗ stellt! Wie herrlich mußt du woh⸗ iien, Wie schoͤne muß es seyn, Wo cherubim und thronen Bey dir gehn aus und ein! 2. Mir ist es noch verborgen, Was diese geister sind: Bis daß heut oder morgen Ich/dein gelieb⸗ von den heiligen Engeln. tes kind, Mit allen seraphinen In jenem hellen licht Dir ewig werde dienen, Und sehn dein angesicht. g. Sie sind ohn fleisch und beine, Rur lauter kraft und geist, Von dem ganz frey und reine, Was sünd und sterblich heißt. Ihr wis⸗ sen uͤbersteiget Den menschlichen verstand: Weil ihnen schon gezei⸗ get, Was uns noch unbekannt. 4. Sie leben ohne suůnde, Und werden niemahls alt, Sind 40* ö 10 — 0 9 Ih 16 fN Rüh Ih Rl K.. . IUsch, RuN HhI Rü N. WWM IWh IN W Nu IIA W Waap W M Mfi Huo Ine 0 UU ushst Ihlh 0 Wi 0 Muug . 4——— àMhl 2 Hungenh dirdennz sit I Iu ll: Hobt ch vomn,undhÿ Was du seilem si te noht g schütze denn durch nicht, dird das ibel Phoffärtel, Tgang zu dp starker hel arm zerste hrem suhl ihl. eichen imma „doch GOlt hingegen hl flle duémi eint mehr gd GOtt und K. mnt die zet sket heim zu ge mir diehe kann gewah himmel auj kann. — li9e Eg len seraphint t Dit ewigg Ibeimanges Ifleischuldt ft undgaf! und 11 0 heißt.- 0 messhle Ihnenscholge chuhckoll, ohle sihe Zalt Eitdnn, Am Michaelis⸗Feste, von den heiligen Engeln. 143 tig und geschwinde, Voll himmli⸗ scher gestalt, Voll wunderbarer stärke, Bey der sie nimmer ruhn: Und das sind ihre werke, Den wil⸗ len GOttes thun. 5. Sie sind die hochvertrauten Des HErren zebaoth; Vortreff⸗ lich muß es lauten, Wenn sie vor diesem GOtt Das heilig, heilig/ heilig! Mit engel⸗zungen schreyn, Und alle schnell und eilig In sei⸗ nen diensten seyn. 0. Ach wie viel schoͤne posten Hat uns ihr mund gebracht! Da GOtt mit grossen koͤsten Auf un⸗ ser heil' gedacht; Sie waren Christi boten, Da er gebohren ward, Und aufstund von den tod⸗ ten, Und bey der himmelfahrt. . Mein GOtt! sey hochgeprie⸗ sen, Daß du der armen welt Die wolthat hast erwiesen, Und engel uns bestellt, Die jezt auf meinen wegen, Wo sich ein anstoß findt, Die hand mir unterlegen, Und treue waͤchter sind. 8. Die zeit wird auch noch kom— men, Da ich verklaͤrt und rein, Und aller angst entnommen, Bey engeln werde seyn; Da will ich denn recht ehren Dich, vater, sohn und geist! Und deinen ruhm ver⸗ mehren, So lang es ewig heißt. Mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛe. HErr der seraphi⸗ 242.D nen! Dem tausend engel dienen, Und zu gebote stehn! Du uͤbergrosser meister Der wun⸗ der⸗schoͤnen geister! Mein mund soll deinen ruhm erhoͤhn. 2. Die engelischen thronen, Die in dem himmel wohnen, Giebst du zu meiner wacht; Sie sehn dein angesichte In hoͤchst vollkomm⸗ nem lichte; Doch nehmen sie mich auch in acht. 3. Das sind die starke helden, Die deinen raht vermelden, Du groß⸗fuͤrst Michael! Das sind die feuer⸗flammen, Die schlagen stets zusammen Um frommer ehristen leib und seel.—— ö 4. Ich preise deine guͤte Mit dankbarem gemuͤhte Fuͤr diese wunder⸗schaar: Ich ruͤhme deine rechte Fuͤr diese gnaden⸗knechte, Die mich behuͤten fuͤr gefahr. 5. Laß ferner mich behuͤten Für aller feinde wuͤten Durch diese himmel⸗wach: Laß sie auf meinen wegen Die hand mir unter legen; So bleib ich frey vom ungemach. 6. Den feind laß sie erschrecken, Und mich bestaͤndig decken, Wie dort den gnaden⸗thron. Es sey mein ganzes leben Mit ihnen stets umgeben, Als wie das bette Sa⸗ lomon. 7. Doch sollen sie nicht wei⸗ chen; So laß mich ihnen gleichen In wahrer heiligkeit: Wie sie die kinder lieben, Und sich in demuht uͤben, So mach auch mich dazu bereit. 8. Sie thun ja deinen willen, Den laß mich auch erfuͤllen. Sie leben keusch und rein: O laß mich nichts beflecken, Ind mich an allen ecken Vor diesen reinen gei⸗ stern scheun. 9. Herz, aug' und hand so zaͤh⸗ me/ Daß ich an nichtes nehme Ein suͤndlich aͤrgerniß; Laß mich in meinem leben Auch niemand an⸗ stoß geben; Denn dis bringt hoͤl⸗ len⸗quahl gewiß. 10. Und endlich, wenn ich scheide; So fuͤhre mich zur freude Auf ihren armen ein: Da werd ich dich erst loben, Und in dem himmel droben Dir und den en⸗ geln aͤhnlich seyn. Mel. Wo Gott der HErr ꝛe. 2 O GOtt! der du aus 43. herzens⸗grund Die menschen⸗kinder liebest, Und uns zu 144 Am Michaelis⸗Feste, von den heiligen Engeln. zu aller zeit und stund Viel gutes reichlich giebest: Wir danken dir, denn deine treu Ist alle morgen bey uns neu In unserm ganzen leben.——60 2. Wir preisen dich insonder⸗ heit, Daß du die engel⸗schaaren Zu deinem lob' und preis bereit't, Auch uns mit zu bewahren; Daß unser fuß an keinen stein, Wenn wir auf unsern wegen seyn, Sich stosse noch verletze. 3. Was ist der men sch allhie auf erd, Den du so wol bedenkest, Und achtest ihn so hoch und wehrt/ Daß du ihm darzu schenkest Nebst andern auch noch diese gnad, Daß er die himmels⸗geister hat Zu sei⸗ men schutze stehen. ö 4. HErr! diese sonderbare prob Der freundlichkeit und guͤte Er⸗ heischt ein immerwaͤhrend lob, Aus dankbarem gemuͤhte. Dar⸗ um, o vater! ruͤhmen wir Die grosse liebꝰ, und danken dir Für solche hohe wolthat. 5. Es stund der starken helden kraft Uns bis anher zur seiten: Durch sie hast du uns ruh ver⸗ schafft Zu diesen boͤsen zeiten, Die kirche und die policey, Und jeden Und plag uns nicht beruͤhret; E thue solches auch hinfort, Befiehl, daß sie an jedem ort Sich stets um uns herlagern. 9. Laß deine kirch und unser land Der engel schutz empfinden, Daß fried und heil in allem stand Sich des teufels mord und list, und was sein reich und auhang ist, Durch deine kraft zerstoͤhren. 10. Zulezt laß sie an unserm Und unsre seel in deine haͤnd Und Abrahams schooß tragen: Wo al⸗ ges aufhoͤren. Ott! dir sey dank 244.G gegeben, Daß dei⸗ ner engel schaar Mich schuͤtzt in meinem leben Fuͤr anstoß und ge⸗ fahr; Daß jener alte drache, Der arge menschen⸗feind, Mich nicht zu schanden mache, Wie er zu thun vermeint. z. Ach du herzliebster vater! Wie siehst du auf dein kind. Du treuer menschen⸗rahter, Wie gut auch fuͤr sich dabey In seinem stand erhalten. b. Verleih, o HErr! durch dei⸗ ne gnad, Daß wir fest an dir blei⸗ ben, Und ja nicht selbst durch uͤbel⸗ that Die engel von uns treiben. Gib, daß wir rein und heilig seyn, Demuͤhtig, ohne heuchler⸗schein, Dem naͤchsten gerne dienen. 7. Gib auch, daß wir der engel amt Verrichten dir zu ehren; Und deine wunder allesammt Ausbreiten und vermehren, Die du uns in der ganzen welt Und deinem worte vorgestellt, Voll weisheit, macht und guͤte. 8. Und wie du durch die engel hast Uns oft aus noht gefuͤhret; bist du gesinnt! Dein heer ist mir zur seiten, Und wehret ritterlich/ Wenn satans engel streiten, Und kaͤmpfen wider mich. 3. O GOtt! laß dich bewegen, Laß deiner geister schaar, Wie sie bishero pflegen, Mich schuͤtzen im⸗ merdar; Daß ich auf loͤwen gehe, Und auf der ottern brut, Auf jun⸗ gen loͤven stehe, Ohn daß mirs schaden thut. 4. Du, HErr! wollst mich be⸗ huͤten Durch deinen starken arm/ Fuͤr meiner feinde wuͤten, Fuͤr boͤ⸗ ser geister schwarm, Fuͤr ihrem mord und luͤgen, Fuͤr ihrem zorn und grim̃. Fuͤr list und fuͤr betruͤ⸗ Ja auch bewahrt/ daß manche last gen Beschuͤtz mich m und uͤm. 5. Die bey uns moͤge finden. Laß sio end Den boͤswicht von uns jagen, 1* Malthn les heer dein lob erklingt, und he, i lig, heilig, heilig! singt Ohn ein Mel. Herilich thut mich verlan Whün hl Aulg RN N Waß R I. Ire i M Euhln Nattudd Am Michaelis⸗Feste, von den heiligen Engeln. 145⁵ sim 5. Die starken himmels⸗hel⸗Iich noch nicht gleich, Denn mein den, Die allzeit vor dir stehn, Und deinen ruhm vermelden, Laß im⸗ mer mit mir gehn. Laß sie mich wol begleiten, Wie Jacob, fort und fort; Laß sie auch fuͤr mich streiten, Wie fuͤr Elisa dort. 6. Laß sie bey mir in noͤhten, Als bey Elia, stehn, Und als bey dem propheten Dem Daniel geschehn. Laß sie mich maͤchtig retten, Wie Loth, aus flamm und glut, Wie Petrum aus den ketten, Wie Paulum aus der fluht. 7. Als du den dreyen maͤnnern Gabst einen engel zu, Da wurde den bekennern Das feuer kuͤhle ruh: Wenn uͤber mich zusammen Des ereuzes feuer faͤhrt; So halte mich in flammen Durch engel un⸗ versehrt. ö 8. Laß mich mein thun bereuen, Auf daß der engel heer Sich uͤber mich kann freuen, Wenn ich von sůnden leer, Laß mich mit lob⸗ge⸗ h dichten Dich preisen immerdar, he, Vnee Und so schon hier verrichten Das 7 amt der engel⸗schaar. lebser uul! 9. Wenn ich nach meinen ta⸗ de kind. gen Werd aller buͤrden los; Laß ahter, Vith mich die engel tragen Zur ruh in in heer r Abrams schooß. Wirst du zu rich⸗ ehret tittal ten kommen; So nim̃ mich in dein el streiten, reich Mit vielen tausend from⸗ ich men,/ Mach mich den engeln gleich. af dihbeng ö 3 eschnat, N Mel. s. JEsus meine zuversicht ꝛe. Nchschüßel Err! du hast in dei⸗ auf loweng 245. nem reich Grosse hrut, Al schaaren vieler engel: Diesen bin Hokt. SI0 0 lich un shud ennt Heil alnz 1oge fnden. dund listhch Mhang z öͤhten, aß sie a cht vu in deine higt ftragen: verklungt, 9singt h hut mich ben tt! dir schl egehen, Da Moh schl Hur anstoß un alte rache; ind/ Mich i herz ist noch voll maͤngel. Ach! wenn werd ich auch so rein, Als die guten engel, seyn? 2. Mich beschweret fleisch und blut: Hilf du, daß ich geistlich werde. Gib mir einen engel⸗muht, Der sich trenne von der erde; Daß ich, als dein liebes kind, Allzeit himmlisch sey gesinnt. 3. Mache mir dein werk be⸗ kannt Durch des heilgen geistes gabe, Daß ich weisheit und ver⸗ stand, Wie ein engel Gottes, habe: Bis wir einst in jenem licht Voͤllig sehn dein angesicht. 4. Ach!dein wille soll geschehn In dem himmel und auf erden: Darum laß uns dahin sehn, Daß wir dir gehorsam werden, So in deinem willen ruhn, Wie die reine geister thun. 5. Unsre welt ist voll gefahr, Alles scheint uns nachzustellen: Sende deiner engel schaar, Daß uns ja nichts moͤge faͤllen; Und da, wo wir schlafen ein, Laß sie unsre waͤchter seyn. 6. Mach es wie mit Lazaro, Wenn ich künftig werde sterben: Und damit ich eben so Moͤge trost und segen erben; Laß die engel mich zur ruh Tragen nach dem himmel zu. 7. Laß uns dann vor deinem stuhl Bey den auserwaͤhlten ste⸗ hen; Wenn die boͤsen in den pful Mit dem satan werden gehen. Und hernach in jenem reich Mache mich den engeln gleich. Ohn daßu Rwollß nich Ien statkehh wutet, Rit / Pb Für ihreh j tundstrbel I undim,, 5•0 246. A III. Von GOttes Werken und Wolthaten. „ und zwar I. Von der Liebe Gottes als der Quell derselben. Mel. JEsu deine heilge wunden.]dem die welt herstammt, GOtt! chl was hat fuͤr wun⸗ mit unerhoͤrtem triebe der⸗liebe Dich, von—— angeflammt? Wo süe Gegen itze 14⁵ Von Gottes Werken und Wolthaten und zwar —— sitze, wo ich steh, Wo ich voll be⸗ trachtung geh: Laͤßt der tritt von deinen fuͤssen Lauter liebes⸗stroͤme essen. Ein Liebe wars im schoͤpfungs⸗ werke, Die dem armen erden⸗klos Geist und leben, kraft und staͤrke In die todten glieder goß. Eben diese liebes⸗frucht Hat uns alles ausgesucht, Was wir unter dei⸗ nen gaben Hier und dorten noͤhtig haben. 3. Die gesammte creaturen, Deiner haͤnde meister⸗stuͤck, Zei⸗ gen uns in ihren spuren Eben die⸗ sen liebes⸗blick: Denn aus blosser liebe bluͤht Alles, alles was man sieht, Voller sachen,die uns nützen, Und die nohtdurft unterstuͤtzen Liebe macht es/ daß der orden Deiner engel, der dich preist, Un⸗ ser schutz und wache worden: Der den feind zuruͤcke weist, Der uns in der argen welt Allenthalben netze stellt/ Der/die seine l ist berͤk⸗ ket, Unvermerkt zur hoͤlle schicket. 7. Liebe schließt die vorraͤhts⸗ kammer Unerschoͤpfter nahrung auf, Und verschafft in angst und jammer Unsrer hoffnung freyen lauf: Denn wo noht und armuht schreckt/ Ist die tafel schon gedeckt, Die den armen, der sich kraͤn⸗ ket, Beides reichlich speist und traͤnket. ö 6. Doch wenn ich mich weiter uͤbe, Zeiget uns dasheil der welt, Christus, noch viel groͤssre liebe; Weil er sich zum loͤse⸗geld Selber in das mittel schlaͤgt, Und die schuld fuͤr uns erlegt, Die des va⸗ ters zorn verdienet, Den er durch sein blut versuͤhnet. 7. Drum hilf, daß ich fuͤr die liebe, So mir deine gnad erzeigt/ Meinen dank niemahls aufschie⸗ be: Und wenn gleich die zunge schweidt/ So entzuͤnde deine hand Mir im herzen einen brand, Der, wie weihrauch, in die hoͤhe Dir zum liebes⸗opfer gehe. 8. Laß mich dir alleine leben: Laß mich alles, was ich hab, Dir zum liebes⸗pfande geben: Laß mich, bis ins finstre grab, Immer der gedanken seyn, Daß kein ereuz und keine pein, Damit man mir sode. wolle, Meine liebe stoͤhren olle. 9. Nun ich liebe; gib gedeyen, Daß die flamme nicht erstickt, Sondern allemahl von neuen Lie⸗ bes⸗proben aufwaͤrts schickt; Ja/ daß auch mein lebens⸗ziel Nichts, als was dein wille will, Und dein vater⸗herz ergetzet, Sich zu sei— nem zwecke setzet. —3 60 ollt ich meinem 247. S'gott nicht sm⸗ gen? Sollt ich ihm nicht dankhar seyn? Denn ich seh in allen dingen, Wie so gut ers mit mir mein?; Is doch nichts als lauter lieben, Das sein treues herze regt, Das ohn ende hebt und traͤgt Die in seinem dienst sich üben. Alles ding waͤhrt seine zeit, GOttes lieb' in ewigkeit z. Wie ein adler sein gefiedet Ueber seine jungen streckt; Also hat auch hin und wieder Mich des hoͤchsten arm bedeckt, Alsobald im mutter⸗leibe, Da er mir mein we⸗ sen gab, Und das leben, das ich hab' Und noch diese stunde treibe. Alles ding waͤhrt seine zeit, GOt⸗ tes lieb' in ewigkeit. 1n Wi v Iun ¹ R EIIL. 3. Sein sohn ist ihm nicht u theuer, Nein, er giebt ihn fuͤr mich hin, Daß er mich vom ewgen feuer Durch sein theures blut gewinn': Unbegreiflich ist die guͤte, Deren tiefe ja mein geist, Ob er sich gleich sehr befleißt, Nicht kann fassen im gemuͤhte. Alles ding ꝛe. 4. Seinen geist, den edlen fuͤh⸗ rer, Giebt er mir in seinem E a5 HAA mhan 7 . Mxit N 3 in undyn Fin die Rigz Egeht. 2— 0 das Ichhiß aude 408 nstte guah,J Hu/ Daß U. ö Danit U Neineliche icbe;ibgey ne nicht aij ahlvonaac. warts shit; ebensiel M lle will, M 3 Sichh ollt ich ne Gott nich ihm nicht x seh inglends nt ni mein laltet lieben 0%/ Di Hiht Ziein sen Alees ding vi Sliehin ewig dler sein geß gen streckt;! ilitder M dekt Asc et mit mieh as leben diese stͤndettz t seine set/ A eit. is ihm u glebt ihn fin pomenpis des blut galh die gith Y )0berscht icht kammsish ding. Nrilfinh von der Liebe GOttes als der Quell derselben. 14⁷ Daß er werde mein regierer 10, Seine strafen, seine schlaͤge, Durch die welt zur himmels⸗ Ob sie mir gleich bitter seynd; pfort: Daß er mir mein herz er⸗Dennoch, wenn ichs recht erwege, fuͤle Mit dem hellen glaubens⸗ Sind es zeichen, daß mein freund, licht, Das des todes macht zer⸗ Der i liebet, mein gedenke, bricht, Und die hoͤlle selbst macht Und mich von der schnoͤden welt, stille. Alles ding ꝛc. Die uns hart gefangen haͤlt, 4. Meiner seelen wolergehen Durch das ereuze iu ihm lenke Hat er ja recht wol bedacht, Will Alles ding ꝛc. dem leibe noht zustehen; Nimmt uu. Das weiß ich fürwahr, und ers gleichfalls wol in acht. Wenn lasse Mirs nicht aus dem sinne mein koͤnnen, mein vermoͤgen gehn, Christen⸗ ereuz hat seine Nichts vermag, nichts helfen maasse, Und muß endlich stille kann; Koͤmmt mein GOtt, und stehn. Wenn der winter ausge⸗ hebet an, Seine kraft mir beyzu⸗ legen. Alles ding ꝛe. 6. Himmel, erd und ihre heere Hat er mir zum dienst bestellt, Wo ich nur mein aug' hinkehre, Findꝰ ich, was mich naͤhrt und haͤlt: Thier, und kraͤuter, und getreide, In den grüͤnden, in der hoͤhꝰ, In den buͤschen, in der see, Ueberall ist meine weide. Alles ding ꝛc. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein sorgen, Und ermuntert mein ge⸗ muͤht, Daß ich alle liebe morgen Schaue neue lieb' und guͤt; Waͤre mein GoOtt nicht gewesen, Haͤtte mich sein angesicht Nicht geleitet; waͤr ich nicht Aus so mancher angst genesen. Alles ding ꝛc. 8. Wie so manche schwere plage Wird vom satan hergefuͤhrt? Die mich doch mein lebetage Nie⸗ mahls noch bisher geruͤhrt. GOt⸗ tes engel, den er sendet, Hat das boͤse, das der feind Anzurichten war gemeint, In die ferne weg⸗ gewendet. Alles ding ꝛc. 9. Wie ein vater seinem kinde Sein herz niemahls ganz ent⸗ zeucht, Thut es gleich bisweilen suͤnde; Obs gleich aus der bahne weicht: Also haͤlt auch mein ver⸗ brechen Mir mein frommer GOtt zu gut: Will mein fehlen mit der ruht', Und nicht mit dem schwerte, raͤchen. Alles ding ꝛc. schneyet, Tritt der schoͤne sommer ein; Also wird auch nach der pein, Wers erwarten kann, erfreuet. Alles ding ꝛc. un. Weil denn weder ziel noch ende Sich in GOttes liebe findt; Ey! so heb' ich meine haͤnde Zu dir, vater! als dein kind, Bitte: wollst mir gnade geben, Dich aus aller meiner macht Zu erheben tag und nacht/ Hier in meinem ganzen leben; Bis ich dich nach dieser zeit Lob' und lieb' in ewigkeit. Mel. Allein Hiehe in 005 hoͤh ꝛe. 2 iebes ⸗glut, wie 248 O soll ich dich( Mit preis und lobe zieren? In deinen tiefen muß ich mich, O volles meer! verlieren. Gott selber, die vollkommenheit, Brennt ganz fuͤr liebꝰ und guͤtigkeit, und ich bin noch erkaltet? 2. Der in sich selbü vergnuͤgte GoOtt/ Das allerreinste wesen, Hat sich die schnöde sunder⸗ rott Zu lie⸗ ben auserlesen. Hier schweig, ver⸗ nunft! gib GOtt die ehr: GoOtt wollt unendlich lieben mehr, Als du begreifen solltest. ö O liebe! die GOtt seinen sohn Aus seinem schooß genom⸗ men! Er ist von bagck vaters thron Zu uns herab gekommen. Sein mangel,/ kuechtschaft, ereuz K 2 und 1⁴ Von Gottes Werken und Wolthaten und zwar und grab, Die mahlen uns, als bil⸗ der, ab, Wie stark GOtt lieben koͤnue. ö 4. Ich gruͤble nicht und glaͤub allein? Kann ich dis meer nicht gruͤnden; So werf ich mich getrost hinein Mit allen meinen suͤnden. Gott gab mir was sein liebstes war, Drum bring ich ihm mein herze dar, Als herz fuͤr herz zum opfer. 6. O liebster vater! nimm es hin; Gib kraft, dich recht zu lie⸗ ben Verstand und wille, herz und sinn Seyn dir hiemit verschrie— ben. Ach daͤmpf das feuer boͤser lust, Laß ewig nichts in dieser brust, Als deine liebe, brennen. Mel. Nun 2997 9—9 0 ů DT ist die liebe 249. G selbst, Von dem die liebes⸗gaben, Als aus der schoͤnsten quell, Den ersten ursprung haben. Der bleibet fest in GOtt, Wer in der liebe bleibt, und welchen keine macht Aus JEsu wunden treibt. 2. Der vater liebt die welt: Sein vaͤterlich erbarmen Schickt den geliebten sohn Zu uns verlaͤß⸗ nen armen: Und dieser liebet uns, Drum scheut er keine noht; Er traͤget williglich Sogar den ereu⸗ zes⸗tod. 3. Wie reiche stroͤme sind Von dieser huld geflossen! Die liebe Gottes ist In unser herz gegos⸗ sen: Der wehrte heilge geist Nimmt selbst die seelen ein, So daß wir nun sein haus Und tempel worden seyn. 4. Nun wer den heiland liebt, Der haͤlt sein wort in ehren; Und so verspricht der HErr Bey ihm —— einzukehren, Was muß fuͤr reud und lust, Die goͤttlich ist, entstehn, Wenn vater, sohn und geist In eine seele gehn? 5. Gott heilger geist! lehr uns é Die liebe JIEsu kennen; Laß unsre herzen stets Jn reiner liebe bren⸗ nen; Und endlich fuͤhr uns dort In jenes leben ein, Wo unsre lie⸗ be wird In dir vollkommen seyn NMel. JEsu Anthche heed ö esentliche liebe! 250. W Vater! dessen triebe Gnad und liebe sind; Uns durch sunden armen Schenket dein erbarmen Dein gerechtes kind. Sollte nicht, Was uns ge⸗ bricht, Uns dein herz in JEsu schenken, Und an uns gedenken? 2z. Der den sohn uns giebet, Gott der vater, liebet Vor der welt, die welt. Und sein wolge— allen Hat uns menschen allen Diesen raht gestellt, Als den grund Und liebes⸗bund: JIEsum Christum uns zu geben, Daß wir alle leben. ö 3. Dis hat er gepriesen, Und die lieb'ꝰ erwiesen Gegen alle welt: Da der HErr, zu sterben Und uns zu erwerben, Selbst sich dargestellt. IJEsus kam, Der heiland nahm Von den feinden, von den schaa⸗ fen, Als ein hirt, die strafen. 4. O welch eine treue! Die sich taͤßlich neue An den frommen preist, Wenn sie das vertrauen Auf die liebe bauen, Die uns Gott beweist. Vaterlich Erzei⸗ gen sich An den glaͤubigen die triebe Von des vaters liebe. c. Liebe! laß dein lieben, Das dich mir verschrieben, Und mich dir vertraut, Meinen geist bewe⸗ gen, Meine lieb' erregen; Weil ich JEsu braut Heiß und bin, So soll mein sinn Alle kraft, gemuͤht und dichten Auch zu JEsu richten. 6. Ja, mein ganzes leben Soll sich dir ergeben, Der du liebreich bist. Mich soll auch kein leiden Von der liebe scheiden, Die in JEsu ist. Keine zeit, Noch 2— 1920 en⸗ W-HHN mhelr R I HU. I N UW Au n kennen d iher lcheh ich füht un kil, Douh volltonmegsz — iheine fraj sctlche se Viter d liebess armen Ethe Dein gat icht, Nuͤut ein hert it us de sohn uuz gl / lebet In Und seinm menschen estelt, M. e⸗bund; I gebet, Djn geptiesen,I hegen alle weh erben Ad u bst sichRtgel er Heiln n , M del sch rt, Mftafh. ine ttele! Din Au dun stott sie das R hauen/ St Väterlichd den glähte atets lich. dein liheh jeben/ I einen gestl erregel M und na aft, gesin — richnn mies lehn Det dulshh 3auch Ent cheef 10 à3 von der Liebe GOttes als der Quell derselben. 149 Aendert deine gnaden⸗triebe, We⸗ sentliche liebe! Mel. s. JEsus meine zuversicht. wer giebt mir 251. A worte her, GOttes liebe recht zu preisen! Dieses un⸗ erschoͤpfte meer Will mir einen abgrund weisen, Den ich nicht er⸗ forschen kann: Ich seh ihn erstau⸗ nend an. 2. Also, also: spricht der mund, Dem die weisheit zeugniß giebet, Und macht durch dis macht⸗wort kund, Daß Gott uͤber alles lie⸗ bet; Und daß seine liebes⸗treu So groß, als er selber, sey. 3. Also hat er nun geliebt, Eh der welt grund ist geleget; Und im lieben sich geuͤbt„ Eh sich unser herz beweget. So liebt er noch in der zeit, So liebt er in ewigkeit. 4. Doch was wunder, wenn Gott liebt? Er ist selber ja die liebe. Was ihm nun das wesen giebt, Reizt ihn auch zu solchem triebe. Hier ist aller liebe quell, Die stroͤmt ewig rein und hell. . Aber wunder gnug dabey! Denn er hat die welt geliebet, Die ihn leider! ohne scheu Tausend⸗ faͤltig hat betruͤbet. Ist wol seine feindinn wehrt, Daß er ihre gunst begehrt? 6. Und was hoͤr' ich? seinen sohn, Den geliebten eingebohr⸗ nen, Sendet er vom himmels— thron, Zur erloͤsung den verlohr⸗ nen, Und macht diesen festen schluß, Daß er fuͤr sie sterben muß. 7. Ach! mein herze kann sich nicht In so grosse liebe finden; Wenn mein JEsus also spricht, Muß sich die vernunft hie binden. Paulus schreit mir gleichfalls fuͤr: O! wastsind fuͤr tiefen hier! 8. Nun, mein GOtt! ich bin zu schwach, Daß ich deine huld er⸗ gruͤnde, Wenn ich auch gleich tau⸗ sendfach Dich zu lieben mich ver⸗ binde; Wirds doch viel zu wenig seyn, Gegen deinen gnaden-schein. 9. Ich bin auch in dieser welt, Dein sohn ist auch mir gegeben; Wenn ihn nur mein glaube haͤlt, So ist er mein heil und leben; Ich bin sein und er ist mein, Wie kann ich verlohren seyn? 10. Hat der glaube solche kraft, Ach! so gib mir waͤhren glauben, Der an deinem sohne haft, und sich ihn nicht laͤsset rauben. Glaͤubt jemaͤnd anChristum nicht. Der ist warlich schon gericht't. I1I. Soll es wahrer glaube seyn, So muß er das licht nicht hassen: Drum laß tugend mich erfreun, Bosheit laß mich ganz verlassen; Alles sey in GOtt gethan, Was ich thun und wirken kann. I2. Nun ich hab ein wort ge⸗ hoͤrt: Also hat mich GOtt gelie⸗ bet, Und mir seinen sohn verehrt, Der mir heil und himmel giebet, Und ich glaͤub an ihn allein: Also muß ich selig seyn. Mel.Wer lt lieben GOtt ꝛc. ö alt aus, mein herz! ö— 5 2.H in deinem glauben, Und suche Gottes abendmahl⸗ Was kann dir tod und sünde rau, ben? Gedenk, was Gottes gna⸗ den⸗wahl Fuͤr reichen trost und freude giebt: Also hat GOtt die welt geliebt! *. Dein schnoͤder fall ist;war ge⸗ schehen; Doch will GOtt dein verderben nicht. Er hat dein elend angesehen, Das ihm 15 vater⸗ herze bricht. Drum fuͤhlt er selbst was dich betruͤbt: Also hat GOtt die welt geliebt! 3. Eh er dich will verderben las⸗ sen, Eh giebet er auch 2 sohn: Der muß die noth zusammen fas⸗ E sen, Der traͤget deinen suͤnden⸗ lohn, Und wird bis auf den tod be⸗ R3 truͤbt: 150 Von Gottes Werken und Wolthaten trübt: Also hat GOtt die welt ge⸗ bt! 4. Hier ist doch keiner kunst von⸗ noͤhten, Daß man füuͤr sich viel lauft und rennt: Er sendet lehrer und propheten, Er setzet wort und sacrament. Je mehr uns fehlt, je mehr er giebt: Also hat GOtt die welt geliebt · 6. Er hat dir seinen geist gege⸗ ben Der dich in hoher kraft re⸗ giert: Ja, der im glauben und im leben Sich stets auf rechter strasse fuͤhrt, Weil er durch sich das zeug⸗ niß giebt: Also hat GOtt die welt treues herz bewogen, Dich in unser fleisch gezogen, Dich mit schwachheit uͤberdecket, Dich vom ereuz ins grab gestrecket. O der ungemeinen triebe Deiner treuen menschen⸗liebe! Jedermann mit huͤlf erscheinen, Mehr als vaͤterlich erbarmen, Der betruͤbten klagen hoͤren, Sich in andrer dienst verzehren, Sterben fuͤr die aͤrgsten sunder: Das ist lieb', o menschen⸗kinder! geliebt! ö 6. Er hat den eyd bey sich ge⸗ schworen Er, als ein GoOtt, der glauben haͤlt: Deshalben bist du nicht verlohren, Wenn teufel, suͤnde, tod und welt Dich gleich verfolget und betruͤbt: Also hat Gott die welt geliebt! 7. Du stehst in seiner hand ge⸗ schrieben, Die schrift loͤscht auch kein teufel nicht. Nur in dem glauben fest geblieben; So bleibet JEsus stets dein licht, Wenn dich die lezte noht betruͤbt: Also hat Gott die welt geliebt 8. Wie bald ist unsre zeit ver⸗ flossen! So wird der himmel auf⸗ gethan, Und GoOtt hat uͤber uns beschlossen Mehr, als ein mensch begreifen kann, Weil er sich selbst und alles giebt: Also hat GOtt die welt geliebt! 9. Das ist der grund, der hat das siegel, Daß GOL sein volk in SEsu kennt. Wir eilen unter IEsu fluͤgel, Wenn himmel, luft Und erde brennt: Und uns ver⸗ gnuͤgt, was JEsus giebt: Also hat Gott die welt geliebt! Mel. 21. Schmuͤcke dich o liebe ꝛe. 253. quelle deiner triebe, Die dein eiland! deine men⸗ Wer hat nicht von deinen haͤnden Segen, huͤlf und heil genommen, Der gebeuget zu dir kommen? O wie ist dein herz gebrochen, Wenn dich kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, Das gebetnt mitzutheilen! 4. Die betruͤbten zu erquicken, Zu den kleinen sich zu buͤcken, Dii unwissende zu lehren, Die ver⸗ fuͤhrte zu bekehren, Suͤnder, die sich selbst verstocken, Taͤglich lieh⸗ reich zu sich locken: War, mit schwaͤchung deiner kraͤfte, Dein gewoͤhnliches geschaͤfte. c. O! wie hoch stieg dein erbar⸗ men, Da du fuͤr die schwach⸗ und armen Dein unschaͤtzbar theures leben In den aͤrgsten tod gegeben: Da du in der suͤnder orden Aller tenene ziel geworden, Und, den egen zu erwerben, Als ein fluch hast wollen sterben. 6. Deine lieb' hat dich getrieben, Sanftmuht und geduld zu uͤben, Ohne schelten, drohen, schlagen, Andrer schmach und last zu tra⸗ gen/ Allen freundlich zu hegegnen, Fuͤr die laͤsterung zu segnen, Für der feinde schaar zu beten, Und die moͤrder zu vertreten. 7. Demuht war bey spott und schen⸗liebe War die hohne Deiner liebe schmuck und erone, Diese machte 45. ch ne 2z. Ueber seine feinde weinen, Sich der blinden, lahmen, armen 3. O du zuflucht der elenden! Wang I Wn U II. 3 an —2 6 WMit Adt: Auva W hge . HMI Aüs Mum A W Wl M Ke ch Ihs AH gen, WI Wett Züh Lesreke. A be dunnnn lie fide t Hilf asth ahneh en lichetbarng höͤten, E Hehten, Ei sünder: d enkinder! ucht det ehn Ion deinen d heil gen u dit komm gebrochen l eprochen ilen, Dag ubten zu eu sich iu bin lehren, Zi ren, Eulg⸗ cken, Siglich loken! Mat/ inr Küste/ 2 arschift c fitz dein g M schwach nschitbar th tgiten tod 90 undet orden! eworden, A en, M ell den. hat dichgeh H geduld fl drohen, 6 BAund laf dlichtuhtgh 9 10 sehtth u beteh dl eten. vat beh sul leheshnnd miht ui und zwar von der Schoͤpfung. 151 knechte Einem suͤndlichen ge⸗ schlechte: Diese war, als wie die tauben, Ohne falsch, voll treu und glauben, Mit gerechtigkeit gepaaret, Durch vorsichtigkeit bewahret. ö g. Komm! laß deine liebe decken Meiner suͤnden meng' und flecken. Du hast das gesetz erfuͤllet, und desselben fluch gestillet: Laß mich wider dessen stuͤrmen Deiner liebe schild beschirmen. Heilge meines herzeus triebe, Salbe sie mit dei⸗ ner liebe. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛc. 254 chwinget euch, mein 54. herz und sinnen, Von der erde himmelan! Singet von der welt beginnen, Was des schopfers macht gethau. Lobet mit den seraphinen Und mit allen cherubinen Gott, der alles kraͤf⸗ tig traͤgt, Der den grund der welt gelest. 2. Ewig warst du, grosser schoͤp⸗ fer! In vollkomner malestaͤt. Wir sind thon, du bist der töpfer, In dem alles ist und steht. Eh der berge grunde lagen Eh Orion mit dem wagen An dem firmamente war; Warst du ohne zeit und jahr. 3. Doch im anfang, da dein wille Stimmte mit der allmacht ein, Nach der ewig langen stille, Mußte nichts bald etwas seyn. Gᷣottes wort ergieng: es werde! Da ward himmel und die erde. O unendlich grosse kraft, Die so viel auf einmahl schafft! 4. Zwar der schoͤpfer wollte leh⸗ ren, Wie er weis und guͤtig sey/ Daß wir ihn vollkommen ehren; Darum schuf er maͤncherley. Erst war dieses welt⸗geruͤste Gaͤnzlich oͤde, leer und wuͤste; Nur daß sich da GOttes geist Auf dem wasser schwebend weist. 6. Drauf ergieng das wort von oben, GOtt befahl: es werde licht! Alle morgen⸗sterne loben Hierauf Gottes angesicht. Da der erste tag vergangen, Und der zweyte angefangen; Machte GOtt das firmament, Das man sternen⸗ himmel nennt. II. Von der Schoͤpfung. 6. An dem dritten ward geschie⸗ den Erd und wasser durch das wort. Meer und wellen wies hie⸗ nieden GoOtt an ihren eignen ort; uUnd befahl sofort der erden, Daß sie mußte fruchtbar werden. Baͤu⸗ me, laub, kraut wuchs hervor, Manche blume stieg empor. 7. An dem vierten tage blickte Sonn und mond am himmels⸗ zelt: Und der sternen menge schickte Strahl und glanz auf unsre welt. Und der fuͤnfte ließ in seen Tausend arten fische ge⸗ hen, Das gefluͤgel fuͤllt die luft/ Und die wuͤrme manche gruft. 3. Was sich auf vier fůssen re⸗ get, Koͤmmt den sechsten tag her⸗ vor. Alles spielt und wird bewe⸗ get, Und vergnüget aug' und ohr. Endlich muß aus rohter erden Adam selbst gebildet werden. GoOtt blies ihm den odem ein/ Dessen bild er sollte seyn. 9. So hat Gott erst alles schoͤne, Herrlich und sehr gut gemacht. Man sieht, wie den schoͤpfer eroͤne Jedes werk in seiner pracht. Da man sieben tage zaͤhlte, Und GOtt selbst die ruh erwaͤhlte, Rief er gleichsam: GOT allein Soll, mensch! deine ruhe seyn. 10. Wir sind dein, HErr! laß uns immer Unter deinen fluͤgeln ruhn: Strahl mit deinem gna⸗ den⸗schimmer Ueber uns und un⸗ ser thun. Schaff in uns, was dir beliebet, Tilge, was dein werk be⸗ truͤbet, Mach, was alt ist von na⸗ tur, 59 erneuten ereatur. 4 15² Von Gottes Werken und Wolthaten E —.— Mel. Ich Iahun 70 2* 36 u hast, GOtt! in der 255• ganzen welt Die hoͤchste weisheit vorgestellt, Die wund er⸗guͤt und staͤrke, Durch schoͤpfung deiner werke. Uns ist beroußt die zahl der jahr, Da du gerufen, das nicht war, Daß alls hervor gekommen, Und anfang hat genommen. Von ewigkeit bist du allein, Und mußt in ewigkeit fort seyn: Was anfang hat/ nimmt auch ein end, Durch deine macht wird alls verbrennt, Wenn du es heißt vergehen. 2. Den himmel hast du, GOtt! gemacht Zum sitz und pallast dei⸗ ner pracht, Der nirgend woran haͤnget, Die erd und alls umfaͤn⸗ get. Du hast, HErr! unterlassen nicht Zu schaffen bald das edle licht; Das alles nun erguicket, Hat da hervor geblicket. Gib, daß, wenn ich gen himmel schau, Ich deiner zusag' denk und trau, Für fest sie halte und gewiß: Auch hass⸗ die werk der finsterniß, In deinem licht stets wandle. 3. Die wasser in der weiten hoͤh, soner regen, hagel, wind und schnee, Ließt du gesondert werden Von dem/was auf der erden: Doch muͤssen sie uns insgemein Hier unten noch zu dienste seyn: Was lebt und sich muß nehren, Kann nicht der luft entbehren. Laß sie mir nutzen immerdar, Nie seyn zu schaden und gefahr: Gib auch, daß ich mich, wenn du heißt, Daß sich der regen⸗bogen weist, Des gna⸗ den⸗bundes freue. 4. Das meer ward von dem krocknen auch Gesondert als in einen schlauch, Daß seine stolze wellen Zufried sich mußten stellen. Drauf bracht die erde stracks her⸗ fuͤr Viel fruͤcht zur nohtdurft und zur zier, Daß wir all solche gaben, Auch wohnung dabey haben. HErr mache auch mein herz be⸗ H x reit, Daß es sey fruchtbar jeder⸗ zeit: Der baum wird duͤrre und i verflucht, An dem du findest keine, frucht; Dis laß mich wol he⸗ denken. Daneg . Die lichter, die am himmel stehn, Und taͤglich auf⸗und unter⸗ gehn, Hast du gesetzt zu zeichen,, Sie kommen oder weichen. Die sonne giebt dem tage schein, Der mond bey nacht: die sterne seyn qu ihres schoͤpfers ehren Und dienste ohn aufhoͤren. Gib, daß ich auch in meinem lauf Der gottesfurcht nie hoͤre auf, Nicht stille steh, noch muͤde werd; Daß vor den men⸗ schen hie auf erd Mein licht auch immer leuchte. 6. Die fisch im wasser schufes du, Die voͤgel in der luft darzu, Wo sie durch deinen segen Sich nehren und bewegen. Der storch, die schwalbe wissen wol, Wenn alles wieder kommen soll; Du giebest ihnen allen Die speis mit wolgefallen. GOtt! der du auch die raben nehrst, Und speise allen eisch beschehrst, Gib, daß mit ankbarem gemuͤht Ich deine vo⸗ W sorg, liebꝰ und guͤt Erkennen mag WIA hier Zum unterhalt auf erden, l Und dienstbar muͤssen werden: MI Dem menschen hast du, GOtt! t allein Den odem selbst geblasen 11 ein, Ihm einen leib, darneben a Seel und vernunft, gegeben. Daß er auch nicht alleine waͤr, Kam die ö herrschen. Wfeif 8. Der mensch empfing dein G ebenbild, Du hast ihn mit ver⸗ a stand erfuͤllt, Er kann dich schöns 06 und preisen. W 7. Du hast erschaffen alle thier, Daß sie hernach dem menschen gehuͤlfinn von ihm her. Du gabet Ahn ihnen drauf gewalt, Die thier und ashn voͤgel mannigfalt, Und alles iu be⸗ sn i haten ehfüchge um wird din demdufthh j nihn tet, die ans blchafkmn gesegt u oder ueihnn em motschez htiesteneh chren u, Gib/daß ichn Det gotht Nicht ilen Daß bor dej 0 Mein lih im wasers Hin der At deinen segt wegen. Der hissen wol, ommen soll llen Die sotl rOtt. der du Ind sbeisel „ Hib, daß iht Ich deine it Erkennen * * schafen all⸗ ch dem mas tethalt auf! müssen wa hast ‚0,. am sebt g nleib/ inft, gegebel tine war, A hm hek. Aln galt, Die hie lt/Andaltsz aupfth! 0 10⁵ REundsh 6 und zwar von der Schoͤpfung. 153 nennen, Durchs wort dich recht erkennen. Du hast, o GOtt! sein angesicht Gen himmel von der erd gericht, Daß er dich, HErr! be⸗ gehre, Ans irdsche sich nicht kehre. Drum gib mir gnad, so lang ich leb, Daß ich mein heri gen himmel hebꝰ, Durch deine kraft dein bild erneu, Und nicht dem dummen vieh gleich sey, Das nur die erd anschauet. 9. Dis lehrt uns all's der sie⸗ bend' tag, Da ich von arbeit, muͤh und plag Soll ruhen, daß dein ehre Sich unter uns vermehre: Du willt, daß ich ihn heilig acht, Die grosse wunderwerk' betracht, Bis ich im himmel oben Dich werd vollkommen loben. Gott vater/ sohn und heilger geist Nun und in ewigkeit gepreist, Hilf du mir, und regiere mich, Damit ich moͤge wuͤrdiglich Dir meinem schoͤpfer dienen. Mel. HErr JEsu Christ mein ꝛc. 2586 heilige dreyeinig⸗ „teit! O goͤttliche selbstaͤndigkeit! Du thust für uns viel wunderwerk, Beweist damit dein' kraft und staͤrk. X. Denn himmel, erde, luft und meer Verkuͤndgen deine kraft und ehr; Auch zeugen alle berg und thal, Daß du ein HErr seyst überall.—— 3. Die sonne geht uns taͤglich auf, Der mond haͤlt gleichfalls seinen lauf; So ist auch jeder stern bereit Zu preisen deine herr⸗ lichkeit 4. Die thier und voͤgel aller welt, Und was sich in dem meer aufhaͤlt, Zeigt uns frey von sich selber an, Was deine kraft und weisheit kann. Heht In seinem lauf nicht sille eht. 6. Du bist, der alle ding regiert, Den himmel und das erdreich ziert So wunderlich, daß es kein 010 Erreichen noch ergründen ann. 7. Wie moͤgt' doch unsre bloͤdig⸗ keit Ergründen deine herrlich— keit? So wir doch koͤnnen nicht verstehn Die ding', damit wir stets umgehn. 8. Wir sehn, was du geschaffen hast, Und wie viel guts dis in sich faßt. O! wie viel lieblicher mußt du, Mein Gott! nicht seyn in deiner ruh! 9. Du schleußt dis grosse rund in dich, Regierest es ganz wunder⸗ lich, Du bist ein HErr in ewigkeit, Unendlich ist dein' herrlichkeit. 10. O vater, sohn und heilger geist! Dein name, der allmaͤchtig heißt, Sey hochgelobt zu aller zeit, Von ewigkeit zu ewigkeit. Mel. Wer nur 600 295 537 ꝛc. es him⸗ 2 5 7.O mels und der erden, Der du allgegenwaͤrtig bist, Und nimmer kannst begriffen werden, Vor dem kein ding verborgen ist: Ach! ziehe meinen sinn zu dir, Und offenbare dich in mir. z. Wohin ich herz und augen lenke, Da find ich deiner gottheit spur. Wenn ich voll andacht uͤber⸗ denke Die wunder⸗schoͤne erea⸗ tur; So ruft mir gleich sam alles zu: Wie groß ist GOtt, wie klein bist du! 3. Es zeugen alle elemente, Wie weiß und gut der schoͤpfer sey. O! wenn das stumme reden koͤnnte, Wie groß waͤr immer dis ge⸗ schrey: Ihr menschen! ehrt des d. Du hast den himmel ausge⸗ hoͤchsten pracht, Denn euch zu gut streckt, Mit wasser oben zugedeckt, sind wir gemacht. Gemacht, daß er ums erdreich. nach deiner 5 men⸗ EESSESESEEEESSSS————————— Von GoOttes Werken und Wolthaten —— 15⁴4 men schen⸗liebe Halt mich in dei⸗ mein thun regieren. Eh ich noch 100 nem gnaden⸗bund, Und gib mir licht und welt, Und mutter⸗hrust 000 reine geistes⸗triebe: Dein lob sey genoß, War ob mir armen schon uloh e stets in meinem mund. Nimm, Dein lieben wundergroß. e 0 0. Hilf, daß die güter dieser er⸗ verborgen lag; Ich stund in dei⸗ 539 den Mich locken zu dem hoͤchsten nen sorgen, Als ich gebildet ward, m gut, Daß sie mir nicht zum faͤll⸗ Als mich die mutter trug, Und W 0 strick werden, Der statt des nut⸗ noch mein zartes her: An ihrem mime zens schaden thut. Laß allen mis⸗ herzen schlug. Rpi te brauch ferne seyn: Mein schatz 6. Ich denke, wie ich will, So WK 0 und ziel sey du allein. find ich keine schranken; Mein IM 0 6. Es ist mein leben eine reise, geist verlieret sich. Ich will din I Kaum leb ich recht, so bin ich todt. ewig danken, Weil ich mit seel und Drum Werhe du mich fromm und leib Von deinen gnaden bin: SGo I weise, Versorge mich mit himmel⸗ nimm auch seel und leib Zu de.s I brot, And wenn ich ende meinen nen gnaden hin. On lauf, So nimm mich in die ruhe s auf. Mel. Wer 1 W. 1. ö 5 tt, dessen allmacht n von der Schöpfung des 29. O sonder ende! We Menschen. preif ich dich doch nach gebühr. i Mel. O Gott du frommer ꝛc. Ich bin die arbeit deiner haͤnde, ahπ 8 D bist, allmaͤchtiger Mein ganzes wesen köm̃t von dir. h“ 25˙ 5 Im schaffen auch Du hast mich wunderlich erbaut, isseng mein schoͤpfer: Ich nichts sollt et⸗Und mir viel gaben anvertraut. HIn was seyn, Drum warst du selbst 2. Dir, wunder⸗GOtt! hab ichs mein toͤpfer. Denn alles, was ich zu danken, Daß du mich zuberen Assß bin, Hat deine hand gebaut. Du tet hast, Als mich des mutter⸗lei, kleidetest mich selbst In dieses bes schranken Und dunkle schat scg fleisch und haut. ten noch umfaßt: Ich preise deine n z. Des leibes glieder sind Ja wunder⸗macht, Die mich aus ta⸗ ö deine meisterstücke, Du brachtest ges⸗licht gebracht. IN mein gebein und adern ins ge⸗ 3. Du gabst mir die vernuͤnftge 0 ö schicke. Das leben gabst du mir, seele, Das theure pfand, das Mir hast du wol gethan, Und ewig lebt, Das noch in meiner lei⸗ HRua deine aufsicht nimmt Sich meines bes⸗hoͤle, So lang es dir gefaͤllig, 40 odems au. schwebt: Du hast mir sinnen und 3. Gedenke, HErr: an mich, verstand und leib und leben zuge⸗ Das werk von deinen haͤnden. wandt.. Was ist mein leih? ein haus Von 4. Du liebster vater in de muͤrben leimenwaͤnden: Darin⸗ hoͤhe! Mein geist wird in mir gan— nen wohnt mein geist, Bis du, o entzuͤckt Wenn ich des leibes ban ansse lebens⸗fuͤrst Den leib, der erde ansehe, Den du mit deiner hand n war, Zur erde machen wirst. geschmückt. Mein geist bewundert . Du hast mich in gewalt, Du jederzeit Des schoͤnen bau's vor⸗ I laͤuterst meine nieren, Bewegst trefflichkeit.—0⁰ und pruͤfst mein herz, Und kannst 5. Du hast durch dein hoͤchst 15 60 10 ö aten n und zwar von der Schoͤpfung. 156 W 0 dig walten OHErr der groß⸗ und Daß du, o GOtt an ihn gedenkst/ Hnn am kleinen welt! Mich, dein gebaͤude, Und aus dem uͤberfluß der gnade nagn wol erhalten, So, daß der tod Ihm taͤglich neue proben schenkst. mich nicht gefaͤllt: Ich stehe noch Was ist der mensch? ein erden⸗ eingehg 75, ö 1 0 991 detmieh. Denn deine rechte 900 Voll jammer, waͤr er noch so uͤtzet mich. groß. ö hahm. 6. Ich bin nicht wehrt der gros⸗. Du sahest an den menschen⸗ mulhn sen guͤte, Die du, mein GOtt! an kindern Den schweren fall vor 1¹ 10 mir gethan. Dich preist mein herz langer zeit; Und dennoch hast du hlti ih und mein gemühte, Ach! nimm diesen sündern Aus goͤttlicher „hieint mein dankbar opfer an. Bewahre barmherzigkeit Unzaͤhlig viel zu Umehrt mich auch fernerhin/ Mein schoͤy⸗gut gethan, Ja mehr, als jemand h. 00 fer! dessen werk ich bin. glauben kann. lühmi 7. Vor dir fall ich in demuht 3. Du hast den leib, ob schon Hn. nieder: Vergib die schuld, die ich.aus erde/ Doch wunderbar und 0 0 vollbracht. Ich habe leider meine schoͤn gekaut Und, daß er recht Iud leb3 glieder Zu fünden⸗gliedern oft vortrefflich werde, m sprach . gemacht? Ich wich von dir mit und sinnen anvertraut. Du hast Denln schnellem lauf, Und du nahmst die herrschaft dieser welt Des A. mich doch wieder auf. menschen willen heimgestellt. R 10 3. Ich habe ja mit boͤsem wesen4, Du hast ihm noch bielmehn 1t Mein herze, leider! sehr ent⸗ erwiesen, Judem du ihm den be⸗ och nach weiht, Mein herz, das du dir aus⸗sten theil, Der unverweslich wird lit heiltt! erlesen Zum tempel deiner heilig⸗ gepriesen, Seel und vernunft sen— 7 keit: Doch straftest du mich nicht und ewges heil Theils schon ge⸗ indenlichn im grimm, Und heiligtest mich schenkt, theils zugesagt, Bevor an Hlbertra wiederum. er noch nach dir gefragt. ö Gotr h. Hilf, grosser GOtt, durch Allein wie schlecht oft beide mich ubl den ich lebe! Hilf, daß ich thu, theile Des menschen dir zu dienste des mutte was dich erfreuͤt; und geist und stehn, Als die vielmehr im satans . unkie leib und glieder gebe Zu waffen seile, Als, HErr nach deiner lei⸗ Ichpiseh der gerechtigkeit, Daß ich dir bis tung gehn; Wird alle stunden of⸗ Ne mich in tod getreu, Und stets ein kind fenbar, Und leider! mehr als .. der tugend sey. sonnen⸗klar. irdiedeu! 10. Faͤllt dieses leibes huͤtte 6. Drum laß mich dieses wol be⸗ ure pfand nieder, Wenn ich vollende meinen denken, Was du, o GOtt! an mir ochinen lauf; O GOtt! so richte sie hin⸗ gethan, Dir leib und seele wieder iges urgn wieder, und führ sie schön berkla⸗schenken Sieh beide doch in gna⸗ emiesmta ret auf. Laß mich ins haus des den an, Damit sie beide nach der hund lb himmels gehn, Und stets dein hei⸗ zeit Dich preisen in der ewigkeit. lig antlitz sehn. 7. Und nimm indeß sie alle beide ter vut i In obacht und in deinen schutz: h sll eeee dur auch Relt und Lersel traß, mtM 2s nheche Leib und 310 die 10 loͤben um uns gehn, n geisthetd nd uns na — i Mel. Wer nur den lieben GOtt. gehn e 260. Woas in der mensch.. Dort aber, wenn in zions vunticht— die arme made? auen, In der vollkommnen him⸗ mels⸗ ——.— Von Gottes Werken und Wolthaten mels⸗stadt, Dich leib und seele schauen in sich hat; So sollen sie kein tod bewußt; Er konnt durch auch beide dich Mit jauchzen ruͤh⸗kein geschoͤpf auf erden Verletzet men ewiglich. und zerstoͤhret werden. Sein ant⸗ litz war vollkommen schoͤn, Al von dem Ebenbilde Gottes Gottes meisterstuͤck, zu sehn, Sein und dem Outd⸗ der Un⸗ auge war zu allen zeiten Ein st uld Mel. Komm heiliger geist HErre. luja, Halleluja. 61.O hoͤchstes licht) voll-⸗ 6. Sein wohnplatz war ein pa⸗ kommnes gut! Das radies, Der kein vergnuͤgen man⸗ sich so freundlich zu uns thut, Und geln ließ. Was seine seele nur he das sich denen, die es liebet, So gehret, Ward ihm im üherfluß ge willig zu geniessen giebet: Was waͤhret. Die erde war sein koͤnig⸗ hat die güte deiner hand An reich. Was er befahl, geschah so⸗ menschliche natur gewandt! Wie gleich, Nichts widerstrebte seinem herrlich hast du sie geschmücket, willen, Ein jedes thier mußt ihn Wie reichlich hast du sie begluͤcket. erfuͤllen. Hallel. Hallel. Halleluja, Pablelntn. 7. Er war des schoͤpfers lieber 2. Der leib, den du aus staub sohn, Ein erbe von dem ehren⸗ erbaut, An dem man lauter wun⸗thron, Ein tempel von dem höͤch⸗ der schaut, Der wird durch deinen sten wesen, Das seine brust zum siß mund beseelet, Und mit der ewig⸗erlesen: Der gottheit schoͤnsteß keit vermaͤhlet. Du bliesest einen ebenbild. Im schmuck der unschuld geist ihm ein, Der sollte sein re⸗ eingehuͤllt. Ohn allen fehl,ohn alle gierer seyn, Deu deine gottheit maͤngel, Die freud und lust der lieben wollte, Und der dich wieder heilgen engel. Hallel. Hallel. lieben sollte. Hallel. Hallel. 8. O schoͤpfer! dir sey lob und 3. Sein faͤhiger verstand war preis Fuͤr den an uns gewandten ganz Mit deines reinen lichtes fleiß, Fuͤr die uns anerschaffne ga⸗ glanz, Und mit der weisheit ange⸗ ben, Die wir laͤngst, ach: verloh⸗ fuͤllet, Die selbst aus deinem her⸗ren haben. HErr! oͤffn aufs neut ien quillet. Er kannt dich fast von deine hand, Gib wieder, was der angesicht, Er wußte seines standes feind entwandt. Laß uns durch pflicht, Er sah an allen ereaturen Christum hier auf erden Nach dei⸗ Der hoͤchsten macht und weisheit nem bild erneuret werden. Hallel. spuren. Hallel. Hallel. Hallel. 4. Sein wille war dir gleich gesinnt, Er liebte dich als wie Von der Beschaffenheit der ein kind. Die heiligkeit war Seele vor und nach dem seine zierde; Und eine jegliche be⸗ Falle. than, Uud gieng a Hrerra—— Mel. 9. Iieneie in dehr g ieng allzeit auf rech⸗ ie seele ist daiu ge⸗ ter bahn; Drum war sein bei 202.D bohren, Daß sie auch voller freude, und wußte was goͤttliches erfreu: Sie war nichts von furcht und leide. Hal⸗ vom schoͤpfer auserkohren, Daß lel. Hallel. sie sein bild und gleichniß sey. 200 ann le 6. Der leib nahm theil an essh. werden schauen, Und was dis ser lust, Ihm war kein schmert, der holdsten lieblichkeiten. Halle 60 st. l. uuhthu uchun scschi N W. II,M. WR Ad IR Hling v H 1 u. A. Hat Mutw. Mpih VNN UII ö R Rssngg bassusty .ol. V Rathitg Mhi. olthaten Im mr sitkann die ehre gnugsam preisen, Wuft; Gimn Die Gott der seele wollt erweisen. auf ihn. z, Kein adel glich der shön⸗ ket werden gadel, Kein pracht kam ihrer schoͤn⸗ Honmen übeit bey; Man fand sie ohne fehl iieriithoßzund tadel, Ihr schmuck war viel alen Eiund mancherley. Es konnt ihr Hcch sewiglich nichts fehlen, Denn Uh lCOtt war selbst das licht der vohrulch seelen. 1an 3. Sie schoͤpfte stets aus ihrer 905 ülstn Juelte Aus welcher sie entsprun⸗ ünimn Len war. Die weisheit war ihr Gürn hin spiel⸗geselle, Die trefflichkeit war Hill ürerrn Sie haͤtte ehr und rrin reichthum funden, Weil GOtt 10 stllllsich selbst mit ihr verbunden. lehes hiit 4. Ihr leben war, GOtt stets dachin m lieben, Ihr alles, daß sie sein 92 shipfeh sollt seyn. War sie in seiner liebe be von ar blieben, So waͤr sie frey von empel donde guahl und pein: Allein der feind as seine hrüfs hat sie verderbet, Die suͤnde ist goltheit uns angeerbet.—8 shiruckderuh L. Sie ist nunmehr ganz irdisch Halen fehlo worden, Sie liebt die eitelkeit der steud und lut welt. Sie lebt nun in der suͤnder Hallel Halel orden. Der arge hat sie ganz ver⸗ H. Msch loh stellt. Sie kann sich nicht mehr amuns gewal aufwaͤrts schwingen, Sie suchet bönnerschnft ruh in schnöden dingen. augs, ach Lr 6. Sie ist in thorheit ganz ver⸗ Eröfr'auß fallen, Sie spielt mit eitlem sand ih witder, u und koht. Hoͤrt sie gleich GOttes f. Loß u donner knallen, So denkt sie doch uferden Nut an keine noht. Sie übt sich nur ret weden Rin schatten⸗werken, Laͤßt grosse einfalt an sich merken. 7. O Gott! der du ein heil ge⸗ geben, Und hilfst der seele wieder auf: Erwecke sie zum neuen leben, Und foͤrdre zu dir ihren lauf. Laß mich die weisheit wieder finden, den mich mit neuer lieb' entzuͤn⸗ 8. Sey du mein himmel, meine —— schaffenhel und nach d alle. schtet hunt seele is du hren„Y „ 6½——— erfreu: E sonne, Mein reichthum, meine uUserlohter⸗ herrlichkeit, Mein schatz und theil, hlathush und meine wonne, Mein ewig le⸗ and iwar von der Schöpfune Anes——7 ben in der zeit. Findt dich mein herz, o lebens⸗guelle So sind ich meine rechte stelle. Von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele. Mel. O Gott eush il ꝛc. A—er mensch ist GOttes 263.0 bild Von anfang gleich gewesen, Das bey der schöͤp⸗ fung ihm Der schoͤpfer auserlesen Zu seinem eigeuthum, Und herr⸗ lich ausgeschmuͤckt, Daß er an seel und leib Vollkommen war be⸗ gluͤckt. 2. Hat er nun diesen schmuck Gleich durch den fall verlohren, Und wird von mutterleib In suͤn⸗ den⸗wust gebohren: So stirbt doch nur der leib Allhier in dieser zeit: Allein die seele lebt Und bleibt in ewigkeit. 3. Denn wie der hoͤchste selbst Den edlen geist gegeben, Und ihn erschaffen hat Zu jenem freuden⸗ leben; So bleibet er hierin Auch seinem schoͤpfer gleich, Und faͤllt nicht mit dem leib' Ins blasse tod⸗ ten⸗reich. 4. Wird sie vom leibe nun Hier durch den tod getrennet; So ist ihr allbereit Ein ort von GOtt er⸗ nennet, Allwo sie ewig bleibt, Denn, wie der mensch hie faͤllt, So ist in ewigkeit Ihm dort ein platz bestellt. 6. Die fromme seelen laͤßt Gott auf Elias wagen Durch sei⸗ ner engel schaar Hinauf gen him⸗ mel tragen. Wer hier durch bos⸗ heit sich Von seinem GOtt ge⸗ kehrt, Der wisse, daß sein geist Hinab zur hoͤlle faͤhrt. 6. Im himmel wird die seel In ewigkeit erfreuet, Weil ihre selig⸗ keit Vor Gott sich stets verneuet Allein im hoͤllen pful Ist uner⸗ hoͤrte pein, Da werden ebenfalls Die seelen ewig seyn. 7. Drum 158 Von GoOttes Werken und Wolthaten und zwar 7. Drum sorge doch bey zeit, beschieden, Wo sie ohn ende f O mensch; für deine seele, Daß lebt, und, wo nicht dort im nicht der hoͤllen pein In ewigkeit frieden, Gewiß im leiden sie quaͤhle. Thu busse, wasche schwebt. dich In deines JEsu blut, So 6. Dis zeigt uns Gottez jaͤhret, wenn du stirbst, Gewiß die staͤrke, Deß strenges richter⸗amt seele gut. Hier gut' und boͤse werke Nicht 8. GOtt! laß durch deinen stets belohnt, verdammt. Drum geist Mich dieses wol bedenken, muß ein ander leben Der boͤsen Und stetig meinen sinnZur seelen⸗ seele vein, Der frommen⸗ sorge lenken. Erwecke mich hiezu freude geben, Und sie muß ewig In dieser gnaden⸗zeit, Daß ich seyn. 4— dein lob erhoͤh' In jener ewigkeit.. Drum, wer in diesem leben Recht glaͤubt, und tugend ehrt; Mel. Herzlich thut mich verlang. Dem wird das reich gegeben, Wo 26 Kre en e be ihn kein elend stoͤhrt. GOdd 4. trachte Jezt dein nimmt von seinen knechten Dis unsterblichkeit. Komm eilend und unschaͤtzbare pfand; Die seelen de verachte, Was diese welt erfreut. gerechten Sind stets in seiner Wenn alles sonst verdirbet; So hand. ̃ weißt du, daß dein geist Sich, s. Sie leben ohn aufhoͤren In wenn der leib gleich stirbet, Der freud und herrlichkeit, Kein jam⸗ sterblichkeit entreißt. mer kann da stoͤhren, Was ihre z. Ein geist, ein einfach wesen brust erfreut. Das suͤsse holz des Wie unsre seelen sind, Ist schon lebens Wird ihnen dargebracht, darzu erlesen, Daß er kein ende Weil sie hier nicht vergebens Ir findt. Ein geist seyn, und verge⸗ewig heil bedacht. ö hen/ Kann nicht beysammen seyn: 9. Doch wehe solchen kindern, Was einfach, muß bestehen: Zu⸗Die diese welt geliebt, Und mit sammenhang faͤllt ein. verstockten suͤndern Nur boͤsez 3. Verwesung wird genennet, ausgeuͤbt! Sie leiden in der Wenn die verbindung reißt, Und flamme Des feuers ewge pein, vereinigt weist: Wenn das, was Gott verstossen seyn. vor beysammen, Nun aus einan⸗ 10. Da wird ihr wurm nicht der flieht, Wie man in feuer⸗flam⸗sterben, Ihr feuer loͤscht nicht aus men An einem holze sieht. ö 4. Dergleichen trennung fin⸗ jammer⸗haus. Da dauret schmeti det Nur bey den coͤrpern statt, und klagen, Da weiß man keine Wenn die verbindung schwiudet, zeit: Da steigt der rauch von pla⸗ Die sie verknuͤpfet hat. Ein geist gen Durch lauter ewigkeit. hat keine theile; Drum kann er r. Auf! auf demnach, o seele! nicht zergehn, Er muß nicht eine Denk an die ewigkeit. Verlaß die weile, Nein, immerfort bestehn. suͤnden⸗hoͤle, Damit du nach der . So bald demnach die seele zeit Zu jenem freuden⸗leben In Aus unserm leibe dringt, Und sich salems huͤtten dringst: GOtt aus dieser hoͤle Zu ihrem schoͤy⸗wird dir dieses geben, Wenn du fer schwingt; Wird ihr ein ort hier glaͤubig ringst. III. s 12 Ein ewiges verderben Bedeckt ihr H d 4 90 H0 RhH WSR H I . + WU I W Wat Rütt Iv MWiinige Mfhirgo das sich wieder trennet, Was sich Und werden von dem lamme Und Iin udan — Wo ss bo nict y Geiß in Heiht u strengeß nih 10 Hseet berdanmt. et leben du Der sin AUnd si u lyer in dies Jund tugeh reich gegehl d stähtt, inen knecht fand; Diesh nd stets ih Rohn auffz lichkeit, K tuoͤhren, A Das süsse f Hnen dargth cht vergeben . solchen kin eliebt, Und dern Nur leiden in euers ewgt dem lamm. seyn. Nihr wurm Mer lͤscht nih derben Bohh Da daretsth weiß mal der rauch do der ewigket, demnach, igket. Vl amit du u untt! drilof= geben/ Vn f von der Vorsorge, Erhaltung und Regierung GOttes. 150⁰ III Von der Vorsorge, Erhaltung und Regierung GoOttes. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛc. 6 oͤchstes wesen ich 2 5 Werehre Deinen glanz und maiestaͤt. Achl erwecke und be⸗ kehre Den, der dich noch nicht ver⸗ steht; Damit deines namens ehre Sich auf erden stets vermehre. HErr! dein ruhm erfuͤll die welt So, wie salems freuden⸗zelt. z. HErr! vor dem die cherubi⸗ nen, Und die auserwaͤhlte schaar/ Nebst den hohen seraphinen, Le⸗ gen ihre eronen dar: Laß dir jezt das frohe lallen Meiner lippen wolgefallen, und vernim̃ in deiner hoͤhꝰ Was ich bruͤnstig zu dir fleh. 3. Laß mich stets getrost beken⸗ nen, Daß du, HErr, der wahre Gott. Laß mich dich im glauben nennen Meinen daen in noht und tod. Thoren moͤgen es vergessen, Und die wahrheit nicht ermessen: Ich verbleibe stets dabey, Daß ein Gott und schoͤpfer sevy. 4. Dieser GOtt, den ich hoch preise, Ist mit allmacht ausgeruͤst: Davon stecken die beweise In dem, was erschaffen ist. Denn wer nur die welt betrachtet, Und auf ihren bau recht achtet, Merket alsofort die macht, Die das kunst⸗gebaͤu vollbracht. ö c. Welche kunst und weisheit zei⸗ get GoOtt in jeder ereatur! Wer das herz auf solche neiget, Findet bald des hoͤchsten spur, Und wird willig zugestehen, Daß man deut⸗ lich koͤnne sehen, Wie die weisheit sie formirt, Und recht kunstlich ausgeziert. 6. Doch unmoͤglich koͤnnt und wuͤrde Eine welt so groß, so schoͤn, Und von solcher last und bürde, So viel jahr und zeit bestehn: Wenn sie nicht die haͤnde stuͤtzten, Und an allen enden schuͤtzten, Welche sie hervor gebracht, Und zuerst aus nichts gemacht. 2. O mein GOtt! wer kann es fassen, Wer versteht dis regiment? Wuͤrde deine hand ablassen, Wo blieb wol ein element? Alles, was du aufgerichtet, Wuͤrde alsobald zernichtet, Und die welt fiel ploz⸗ lich ein, Wenn sie ohne dich sollt seyn. 8. Ueberall bist du zugegen, HErr! vor dem die welt erbebt: Du vermagst mit fluch und segen Den, der fromm und boshaft lebt/ Nach gerechtigkeit zu lohnen. Du beherrschest alle thronen: Dir ist aller menschen lust, Werke, wort und that bewußt. 9. Daß der mensch doch dis be⸗ daͤchte, und verehrte deine macht! Daß er doch au'“ deine rechte Haͤtte bessre sorg' und acht! Hoͤch⸗ ster! laß es mir gelingen, Nicht nur blos davon zu singen, Nein: regiere mein gemuͤht, Daß es sich fuͤr suͤnden huͤtꝛt. 10. Du bist unergruͤndlich praͤch⸗ tig, Lebst und bist von ewigkeit, Und beweist dich herrlich, maͤchtig In der welt und gnaden⸗zeit. Moͤgten wir von deinem wesen Mehres wissen, mehres lesen! Auf denn, seele! auf, durchsuch Das natur⸗ und gnaden⸗buch. II. Aber merke auch vor allen, Daß Gott der gerechtste sey, Da⸗ mit du ihm magst gefallen; Weil es ihm nicht einerley, Was man glaubt, und wie man lebet: Denn wo sich dein herz erhebet, Und ver⸗ letzet sein gebot, Straft er dich mit hoͤll und tod. ö I. Laß dich seinen geist stets lei⸗ ten, Suche von der rechten bahn: Die er zeigt, nie auszuschreiten Fleh ihn stets um beystand Er⸗ 160 Von Gottes Werken und Wolthaten und zwar Lerne ja sein wort bemerken, Er wird dich im guten staͤrken. So ö vermehrt dein christenthum GOt⸗ tes ehre, preis und ruhm. Mel. Wer Ttiere e ann h tiefe, wer kann di 266.O ergruͤnden! O un⸗ erforschter GOttes⸗ raht! Der kaum mit dem, was menschen fin⸗ den, Die kleinste spur der gleich⸗ heit hat. Durch mittel sucht ein mensch sein ziel, Nur GOtt thut oft das widerspiel. 2. O tiefe, wer kann dich ergruͤn⸗ den! Der sonnen, mond und ster⸗ nen pracht/ Die sich um diesen erd⸗ bail winden: Und alles, ist aus nichts gemacht, Die erd in freye luft gestellt, Die nichts, als GOt⸗ tes finger haͤlt. 3. Befreyt das lamm die welt von suͤnden, So wird es mit dem fluch belegt. Erst muß sich GOt⸗ tes zorn entzunden, Worauf sein fluch den segen traͤgt. GOtt hebt die last: das leben kam, Als man dem lamm das leben nahm. 4. O tiefen, wer kann euch er⸗ gruͤnden!Ein sünder wird ein Got⸗ tes⸗kind: Gott selbst erleucht die geistlich blinden, Die menschlich⸗ klugen werden blind. GOtt macht die grossen erstlich klein, Führt hoͤllen⸗wärts,“ doch himmel ein. . O tiefe, wer wird denn er⸗ gruͤnden! Wie GOtt dis ganze reich regiert? O daß wir seinen weg verstuͤnden, Wodurch er alles haͤlt und fuͤhrt! Der gar das meer vertrocknen hieß, Und wasser aus dem felsen ließ. 6. Mein GOtt! erleuchte doch die blinden, Die dir nicht trauen in der noht. Eh giebst du wasser aus den rinden, Eh schaffest du aus steinen hrot, Eh du dein volk verderben laͤͤßt! Drum trau ich dir und glaͤube fest. *Ott führet durch die e kenntniß der suͤnden und des goͤttlichen zorns in der busse erstlich an die pforten der hoͤllen, und darauf zur gnade und zum leben. Melodey 29. Hlsch erkennet, liebste 67. A seelen! Unsers GOt⸗ tes gutigkeit. Helfet dessen ruhm erzaͤhlen, Die ihr sein geschoͤpfe seyd. Euch gebuͤhret dant zu ge⸗ ben Dem, der euch viel guts g⸗ than, Und der noch in euren leben Eurer sich nimmt treu⸗ lich an. 2. Denket, da wir gar nichts waren, Hat er uns zu was ge⸗ macht. Er hat uns von jahr zu jah⸗ ren Wunderbarlich fort gebracht. Nichts ist, was wir an uns haben, Das nicht alles von ihm fließt. Es — sind lauter GOttes⸗-gaben, Die der arme mensch genießt. 3. O wer ist, der ihn verbunden, Dich zu schaffen, menschen⸗kind! Wer! daß wir zu diesen stunden Frisch, gesund und froͤlich sind? Wer giebt uns die leibes⸗krafte, Das vermoͤgen, den verstand Zu verrichten die geschafte? Blos des hoͤchsten gnaden⸗hand. 4. Ferner will er noch erhalten, Was er uns gegeben hat. Seine gnade laͤßt er walten Ueber alle fruͤh und spat. Er will uns fuͤr al⸗ lem schrecken, Fur des satans trug und list Unter seinem schutze det⸗ ken, Wo man voͤllig sicher ist. 5. Lasset darum, liebste seelen! Laftt uns alle, groß und klein, Ihm den besten dank erwaͤhlen, Wel⸗ cher heißt: gehorsam seyn. Lobet sein allweises fuͤgen, Ruͤhmet al⸗ les, was er schickt. Wer sich daran laͤßt begnuͤgen, Bleibet immer⸗ fort begluͤckt. ö Mel. IAI I WA W. R ll t N E uN N W Sshn 1 hlau. lat uspah 0 Wht. Duh* NI von der Vorsorge, Erhaltung und Regierung GOttes. 161 Hytt ugd) Mel. Es ist gewißlich an der zeit. 0 II er snbern ilf GOtt! wie hat en ornsin y 268. H der teufel izt Die ah die gi leut in seinen stricken? Daß er in 10 lalfnn ihrem sinn und witz Sie also kann UIthnn. berücken, Als waͤren wir ohn hut — und schirm, Wie fisch im wasser, cbdeyn. wie gewuͤrm, Das ganz hat keinen krkeing, herren. 8— elenlUntel. 1. Da doch die viel und grosse Halßt Uen werk, Die du, o GOtt vollfuͤhret, Hr sin gg Durch deine weisheit, guͤt und gebuhrt duh staͤrk Auch werden fort regieret. ach Weh u sorgest noch für alle ding; der loch u Keins ist so groß, keins so gering, sch un Auf welches du nicht achtest. 3. Sonst wärest du von schlech⸗ da Hit gu ter kraft, Und dem nur gleich ge⸗ e un schaͤtzet, Der zum gebau zwar al⸗ nsbonf les schafft, Und es in ordnung Ichun setzet; Orauf aber von demselben alichkirtts geht, Nicht mehr zusiehet, obs ülralu noch steht, Und wie man es ge⸗ oonsihm fl chet. Ales gab! 4. Viel anders bist du, GOtt! Hhenleßt. gesinnt Bey menschen und bey der lbetbul thieren: Wo eine ereatur sich „Maschele findt, Ist deine sorg zu spuͤren. Zu⸗ 1 Msen un förderst sind die fromme leut Ver⸗ ind ftölichshfichert, daß du allezeit In gnaden die leibes⸗kri an sie denkest. den verta!. Du hast uns bracht aus mut⸗ schäste! Boh ter⸗leib, Den odem eingegossen. hand. Daß man bey staͤrk und kraͤften er nochethib bleib, Koͤmmt von dir hergeflof⸗ eben hat. Esen. HErrlaller augen warten auf, alten Uche. Du laͤßt, ob schon sehr groß der t willunss hauf, Sie speise von dir sammlen. r des stant 6. Den feld⸗ und waldes⸗ voge⸗ einem schußh Iein„Die keine scheuren haben, lig scherst. Schafft deine vorsorg alles ein: , Hebseseb Du saͤttigst auch die raben. Kein Punden sperling auf die erde faͤllt Was erwahle lebt und schwebet in der welt, am se Von dir allein sich naͤhret. en, Rihnn. 2. Am meisten aber pflegst du „Wuschn dich Der menschen anzunehmen: Blahl un Was du erschaffen haß, muß sich Zu ihrem nutz beguemen. Du . fuͤhrst die deinen wunderbar, Daß deine ehr sich immerdar Und uͤber⸗ all ausbreite. 5. Dieweil du die gedanken weißt; So gilt vor dir kein dich⸗ ten: Wenn falschheit ist in je⸗ mands geist, So kannst dů ihn wol richten. Du strafst und lohnest jedermann; Was er gelassen und gethan, Wird einst von dir ver⸗ golten. 9. Durch dein wort giebst du kraft und gnad, Daß man kann uͤberwinden, Wenn boͤse lust zur missethat Uns reizet, und zu suͤn⸗ den. Ein frommes herz inwen⸗ dig merkt. Daß es von oben wird 2. Wenn du dem boͤsen weh⸗ rest. 10. Durch sitten, durch gesetz und recht Lehrst du uns deinen willen, Wie von geschlecht man zu geschlecht Denselben muß er⸗ fuͤllen. Du noͤthigest uns fort und fort Durch draͤuung und durch gute wort, Wir sollen zu dir kommen, II. Und wenns zuleꝛt auch noͤh⸗ tig thut, Strafst du, wie du ge⸗ draͤuet: Doch wirfst du wieder weg die ruht, Wenn man die suͤnd bereuet; Da giebst du denn durch deine güt Ein neu und williges gemsiht, Den lauf hie zu vol⸗ lenden. * . Nun Gott, mein vater! steh mir bey, Daß ich dis alles glaͤube: An deiner vorsorg,/ lieb' und treu Mit stillem herzen bleibe: Ob sichs oft wunderlich anlaͤßt; Daß ich dir doch vertraue fest, Und alles dir heimstelle. 3. Was du willt haben, das geschicht, und niemand kann es wehren: Verstattes du es aber nicht; So muß sichs anders keh⸗ ren. Dein wills ies, der alles fuͤgt: Drum hilf, daß ich was L mir 16² Von Gottes Werken und Wolthaten, und zwar Eits were Auf dich, o HErr! Mel. Nun ruhen alle waͤlder. ets werfe. 14. Gib, wenn du vaterlich mich naͤhrst Und neben mir die meinen, Mir eine gute stund be⸗ schehrst, Mir deine gnad laͤßt scheinen: Daß ichs in demuht wol erkenn/ Recht brauche, und allein dich nenn Den geber alles guten. 4 8 15. Hilf, daß ich mich alsdenn befleiß Zu thun, was dir beliebet: Dein aug', das alles sieht und weiß, Sonst rache an mir ubet. Gib, daß ich solch gericht erweg/ Mit andacht bey mir uͤberleg Und niemahls sicher werde. ö 16. Wenn mir auch wider⸗ waͤrtigkeit Will sorg und schwer⸗ muht machen: So hilf, daß ich dir jederzeit Befehle alle sachen: Und gar nicht zweifle, daß mirs noch, Wie schwer auch ist des ereuzes joch/ Zum besten dienen můͤsse. 17. Denn du willt mich auf solche maaß Nur staͤrker zu dir ziehen, Daß ich forthin von suͤn⸗ den laß, Sie lern mit sorgfalt fliehen: Dir meine schwachheit alle tag Bekenne, und mit seuf⸗ zen klag, Und dich um behstand bitte. 18. Die rechte zeit weißt du auch wol, Wenn mir die huͤlf wird kommen, Und wie mein ereuz und unglüͤck soll Mir werden abgenommen: Gewiß muß all's, naͤchst deiner ehr, Des glaubens end mir mehr und mehr/ Die se⸗ ligkeit, befoͤrdern. 0. Zu schanden mach, o gros⸗ ser 8Ott! Die deine ehr dir rauben. Hilf, JEsu! hilf in aller noht, Und gaͤrke meinen glauben! O heilger geist! er⸗ leuchte mich, Daß ich all aͤrger⸗ niß durch dich Getrost mag uͤber⸗ winden. uf! auf mein gam 269. A gemuͤhte! Ind preise GOttes guͤte, Die je und ewig waͤhrt: Die alles hat zu ge⸗ ben, Was man im ganzen leben Zum segen wuͤnschet und begehrt. z. GOtt hat sie lassen walten, than. 3. GOtt macht sie alle morgen Durch vaͤterlich versorgen M leib und seele neu. Er laͤsset se desgleichen Bey nacht nicht von mir weichen, Daß sie mir schid und sonne sey. 4. Sie foͤrdert meine werkz Daß ich mit freuden merke, Wit Gott mir freundlich ist. Kein mich in die arme schließt. . Wenn durch betrubte tan Manch ereuz und manche plag Mir an die seele tritt; So ist st auch zugegen, Und bringet tus und segen Aus meines GOttzi liebe mit. 6. Ja, wenn die noht am groöß⸗ ten; So folgt, daß man am besten Die guͤte GOttes spuͤhrt. Zulat muß doch erscheinen, Daß GOttiz hand die seinen Zwar wunderlich doch selig fuͤhrt. Die wunderbare guͤte, Die di von GoOtt geschicht. Im lebel und im sterben Laͤßt sie dich nich verderben, Denn GOtt verlast die seinen nicht. Mel. Wer nur den lieben In. 2 Ott sorgt fur mich 2 70 Goas will ich sorgel Er ist ja vater, ich sein— 0 0 Und mich dadurch erhalten Von“ mutter⸗leibe an: Ich spuͤhre se noch taͤglich, Daß also mir unsay⸗ lich Viel gutes wird durch sie g⸗ kummer darf mich stechen, Nohh mein vergnuͤgen brechen; Weilse 7. Drum preise, mein gemuͤhtel h MA. Iuthesl MHr nihx A n lahht mig U Wüppn Ihhz W % U◻ und zyar von der Vorsorge, Erhaltung und Regierung GOttes. 163 bn sorgt fuͤr heut, er sorgt fuͤr mor⸗ Asas gen; Weil allenthalben spuren W sind, Wie GOtt die seinen vater⸗ 17½ lich Versorgt und schuͤtzt. GOtt 1 H ullhy sorgt fuͤr mich. 2— ah in gu 2. GOtt sorgt fuͤr mich, ich will hünschttuühn ihm trauen: Ich weiß/was mir all⸗ hat se Ufnt hier gebricht, Koͤmmt leicht von aadurch dhuß feinen himmels⸗auen, Wenn er ein an; Ihs einzig wörtlein spricht. Drum bin , Daßellenh ich jeht und ewiglich Gar wol ver⸗ hutes vi u sorgt. GOtt sorgt fuͤr mich. 3. GOtt sorgt für mich an leib tmacht se und seele, Sein manna ist die see⸗ terlich herup len⸗speis, Den leib speist er mit rele neu, korn und oͤle, Doch nur bey sau⸗ Bey nachtu rem arbeits⸗ schweiß: Wol dem, Daß sem der ihm nur festiglich Vertraut, seh. und glaͤubt: GoOtt sorgt fuͤr mich. fördett uy. 4. GOtt sorgt fuͤr mich bey theu⸗ tstenden anren zeiten: Auch in der groͤßten Ireundlih hungers⸗noht Verschafft der HErr irfmich stch den frommen leuten, Zum unter⸗ lügen brechen halt ihr taͤglich brot. Ists gleich arme schleß nicht viel, doch glaube ich,Er giebt N durch heh genug, und sorgt fuͤr mich. 2t u Munch L. GOtt sorgt für mich und fuͤr seel it; E die meinen/ Die mein an blut und Ien, Il Hin glauben seyn. Er laͤßt uns seinen As W trost erscheinen, Und tränket uns mit freuden⸗wein. Geht es den meinen kuͤmmerlich, und mir auch venn dit uot selbst? GOtt sorgt fuͤr mich. Agt,daß wahch Wnn i. nem leiden: Das ereuz, das er mir ů unmn guferlegt.„Vermechselt sich gar 110 bald in freuden. und wenn Gott ihtt, Bht gleich die seinen schlagt; So preis schlägt er doch nur väterlich Zu hate unserm wohl, und sorgt fuͤr mich. Hishictsen v. GHtt sorgt für mich in mei, ell KAbthl, nem alter: Da hebt und traͤgt Denn Hols mich/ der mich liebt. Denn er ver⸗ icht. bleibet mein erhalter, Der mir all — meine nohtdurft giebt Aus seinem nut den llul vorraht mildiglich, Wol also Ott sun mir: GOtt sorgt für mich. 41 8. GOtt sorgt fuͤr mich auch in bur/ Ihsefh dem sterben; Der tod ist mir ein 6. GoOtt sorgt fuͤr mich in mei⸗ m suͤsser schlaf. Er macht mich da zum himmels⸗erben, Und stellet mich, als Christi schaaf, Das ihm hier folgt, dort seliglich Zur rech⸗ ten hand: GOtt sorgt fuͤr mich. 9. GOtt sorgt fuͤr mich im küͤh⸗ len grabe, Dem leibe gönnt er da die ruh: Und wenn ich ausge⸗ schlafen habe, So fuͤhrt er mich dem himmel zu, Wo seel und leib auf ewig sich Vereinigen: GOtt sorgt fuͤr mich. GAadach 21. fmich ab acht auf mich in 27 I Haer noht, O grosser GoOtt, HErr aller herren! Wenn mir der hoͤllen rotte droht, Wenn sie den rachen schon aufsperren, Wenn sie mich suchen zu verschlin⸗ gen, Und in die hoͤchste noht zu bringen; So bitt ich dich herzin⸗ anfwich vater, ach! hab acht auf mich. 2. Hab acht auf mich: wenn mich die suͤnd Will von dem hoͤch⸗ sten gut abwenden/So halte mich, HErr! als dein kind Mit deinen treuen vater⸗haͤnden. Bleib du mir stets in den gedanken, Laß mich von deinem wort nicht wan⸗ ken. Wenn suͤnden in mir regen sich, Mein vater! so hab acht auf ich. 3. Hab acht auf mich, wenns gluͤcklich geht, Wenn mir die freu⸗ den⸗sonne scheinet. Gib, wenn mein herz in wonne steht, Daß es nicht bald drauf schmerzlich wei⸗ net. Laß mich dem gluͤcke ja nicht trauen, Vielmehr auf deine guͤte schauen. Das glücks⸗rad dreht und wendet sich, Mein vater! drum hab acht auf mich. 4 Hab acht auf mich, und steh mir bey, Wenn mir das ungluͤck stüͤrmt entgegen; Daß ich nicht zu verzaget sey, Noch weichen mag von deinen wegen, Die du zu wan⸗ L2 deln — 164 Von Gottes Werken und Wolthaten, und zwar deln anbefohlen. Und brennen Im mutter⸗leibe lag; Da wachte auch des ereuzes kohlen, Sitz' ich, und weine bitterlich, Mein vater! so hab acht auf mich. g. Hab acht auf mich, wenn ich gesund, Und wenn ich ohne leid und schmerzen, Wenn keine klag' in meinem mund, Kein trauren in dem bangen herzen: Damit ich bey gesundem leibe, Dir dankbar und gehorsam bleibe; Dein nicht vergesse freventlich, Mein vater! so hab acht auf mich. 6. Hab acht auf mich, auch wenn ich krank, Und meine kraͤfte mir verschwinden: Daß ich an⸗ nehm den bittern trank, Als eine arzeney der sfuͤnden; Daß ich nicht ungeduldig werde, Und denke, daß ich staub und erde. Ja wenn die schmerzen mehren sich, Mein va⸗ ter! so hab acht auf mich. 7. Hab endlich, vater! acht auf mich, Wenn ich der welt muß abschied geben. Staͤrk meine zu⸗ versicht auf dich, Und fuͤhre mich in jenes leben, Wo ich des glau⸗ bens end erlange, Und jene lebens⸗ eron empfange; Da leb' ich dir, da lob' ich dich. Mein vater, ach! hab acht auf mich. ö 8. Ach laß mich auch nicht aus der acht, Wenn uns dein juͤngster tag erscheinet, Und im gericht wird vorgebracht, Was man ge⸗ than, geredt, gemeinet; Laß mich zu deiner rechten stehen, Und zu des lammes hochzeit gehen: Mein IEsu! dann hab acht auf mich! So preisß ich dich dort ewiglich. Mel. Von GoOtt will ich nicht ꝛe. Ott! der an allen 27 2. Geuden Viel grosse wunder thut, In dessen treuen händen Mein ganzes leben ruht, Der meiner monden zahlund mei⸗ ne lebens⸗tage Mit ihrem gluͤck und plage Verordnet allzumahl: 3. Da ich noch tief verborgen schon dein sorgen Fuͤr mich: und wie vermag Mein menschlicher verstand Die weisheit auszubrei— ten, Mit der du zu bereiten Uns pflegst durch deine hand. 3. Du faͤngst uns an zu lieben, Noch eh wir etwas sind; Und hast schon aufgeschrieben Was sich von plagen findt. Dein herz, das liebens⸗voll, Denkt schon, wier du willt lindern Die buͤrde deinen kinderu, Die sie erst treffen soll. 4. Laßt du mich angst empfinden; Wolan so troͤst ich mich, Daß du weißt raht zu finden: Und daß ich ia auf dich, Mein GOtt! gewor⸗ fen bin; Drum werf ich, was zu tragen Mir schwer deucht, ohne zagen Noch taͤglich auf dich hin. Es hat in meinem leben Mir diese zuversicht Stets neue kraft gegeben, Und fehlt noch jetzo nicht. Wenn ich bekuͤmmert war; So seufzt ich, und war stille, Bis mich dein guter wille Entriß aus det gefahr. 6. Dein name sey gepriesen, Der jederzeit an mir Sich herrlich hat erwiesen. Herz, zung und mund soll dir, Du retter aus ge⸗ fahr! Mein schuldig opfer brin⸗ gen, Von deiner guͤte singen Je⸗ tzund und immerdar. 7. Du hast mir wol gerahten, Und lauter guts gethan; Daß deine liebes⸗thaten Ich nicht gnug ruͤhmen kann. Hilf, daß ich ewig dort, Verklaͤrt und ganz voll⸗ kommen, Dir danke mit den from⸗ men An deinem freuden⸗ort. Mel. Herzlich thut mich verlang. efiehl du deine wege,/ 273.5 Und was dein hert nur kraͤnkt, Der allertreusten yflege Deß, der den himmel lenkt: Der wolken, luft und winden Giebt wege, lauf und bahn; Der ö wird Waril mthne N huf W Wt Rbl Imsal d un .. 108 h uni su* 0 W + Wsh u Wd Mslat Iy Hnew RIF N W. WMiasig Whant R .—. — 2 —2 WIl Ahshnn Ratt WI W Hu Whe ö Walt dy ů Ohssh ö Und Icr von der Vorsorge, Erhaltung und Regierung GOttes. 165 THgian— orhen güent wird auch wege finden, Da dein Man mins fuß gehen kann. heihettn. 2. Dem HErren mußt du trauen, du slent Soll dir es wol ergehn. Auf sein deine hud werk mußt du schauen, Wenn dein Wofutgerggwerk soll bestehn. Mit sorgen und ewagsthzhemit gramen, Und mit selbst⸗eigner shrichenWvein Laͤßt GOtt ihm gar nichts ndt. Dan uehmen; Es will erbeten seyn. „Delft in T3. Dein ewge treu und gnade, een Diebidg O vater weiß und sieht, Was sieersttfnt Lut sey, oder schade Dem sterbli— mihengtent hen gebluͤt. Und was du denn er⸗ s ihmih lesen Vollfuͤhrst du, starker held! ülden Und bringst zum stand und wesen, Meinon⸗Was deinem raht gefallt. m wef ih An mitteln und an wegen schner dt Tehlt dir es, hoͤchster! nicht. Ranril. Dein thun ist lauter segen, Dein Illichaufühh gang ist lauter licht. Dein werk Amgenl kann niemand hindern, Dein' ar⸗ Elelt Ie beit kann nicht ruhn, Wenn du, shlthochs was deinen kindern Ersprießlich Ummett ne ist, willt thun. war file,V. Und ob gleich alle tenfel le Entriß u Hier wollten widerstehn; So wird doch ohne zweifel GOtt nicht zu—⸗ ne sch genn rucke gehn: Was er ihm vorge⸗ nit Sich hett nommen, Und was er haben will, Heti, zung Das muß doch endlich kommen Du retter a Zu seinem zweck und ziel. ldiz vpfee) 6. Hoff, o du arme seele! Hoff r güte suge und sey unverzagt: GOtt wird rdar. dich aus der hoͤleDa dich der kum⸗ nir wol genf mer plagt, Mit grossen gnaden lts gethan; ruͤcken; Erwarte nur der zeit; So haten Ich h wirst du schon erblicken Die sonn' ann. Hil/ N der schoͤnsten freud. lart und gu 7. Auf, auf! gib deinem schmerze uke mit deusn Und sorgen gute nacht. Laß fah⸗ freudeno, ren, was das herze Betruͤbt und —— traurig macht: Bist du doch nicht hut nichull regente, Der alles fuͤhren soll; chlon dee GOtt sitzt im regimente, Und fuͤh⸗ nd was deh ret alles wol. Der allet 8. Laß ihn nur thun und walten/ en himnllhh Er ist ein weiser fuͤrst, Und wird gebuͤhret, Mit wunderbarem raht Das werk hinaus gefuͤhret, Das dich bekuͤmmert hat. 9. Er wird zwar eine weile Mit seinem trost verziehn, Und thun an seinem theile, Als haͤtt' in sei⸗ nem sinn Er deiner sich begeben, Als solltst du fuͤr und fuͤr In angst und noͤhten schweben, Als fragt' er nicht nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst; So wird er dich entbinden, Da du's am mindsten glaͤubst: Er wird dein herze loͤsen Von der so schwe⸗ ren last, Die du zu keinem boͤsen Bisher getragen hast. II. Wol dir, du kind der treue! Du hast und traͤgst davon Mit ruhm und dank-⸗ geschreye Den sieg, die ehren eron: GOtt giebt dir selbst die palmen In deine rechte hand; Und du singst freu⸗ den⸗psalmen Dem, der dein leid gewandt. IZ. Mach end, o HErr! mach ende Von aller unsrer noht: Staͤrk unser herz und haͤnde, Und laß bis in den tod, Uns allzeit dei⸗ ner pflege Und treu empfohlen seyn; So gehen unsre wege Ge⸗ wiß zum himmel ein. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 2 Me GoOtt, wie bist 74.„du so verborgen! Wie ist dein raht so wunderbar! Was helfen alle meine sorgen? Du hast gesorget, eh ich war. Mein Gott und vater! fuͤhre mich Nur selig, ob gleich wunderlich. 2. Man kann dich nicht von vor⸗ ne sehen, Wir blicken dir nur hin⸗ ten nach. Was du bestimmt, das muß geschehen Bey unserm gluͤck und ungemach. Mein GoOtt und vater! fuͤhre mich Nur selig, ꝛe 3. HErr! wer kann deinen raht ust und hih sich so verhalten, Daß du dich Fund Ha wundern wirst; Wenn er, wie ihm . ergruͤnden? Dir bleibt allein der L3 weis⸗ .S.9—*——7—ʃ—————.—.(———————— 166 Von GOttes Werken und Wolthaten und zwar weisheit preis: Du kannst viel tausend wege finden, Wo die ver⸗ nunft nicht einen weiß. Mein Gott und vater! fuͤhre mich Nur selig, ob gleich wunderlich. 4. Dein' allerheiligste gedanken Sind himmel⸗weit von menschen⸗ wahn; Drum leite mich in deinen schranken ‚„ Und fuͤhre mich auf rechter bahn! Mein GOtt und vater. *5. Dir will ich mich ganz uͤber⸗ lassen, Mit allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf deine macht und weisheit hin. Mein GOtt und vater ꝛc. ö 6. Hilf/ daß ich nimmer von dir kehre In gluͤck und unglück, freud und leid. Schick alles, HErr! zut deiner ehre Und meiner seelen se⸗ ligkeit. Mein GOtt und vater! fuͤhre mich Nur selig, ob gleich wunderlich. Mel. Hilf mir mein Liebes 21. ein liebes herz, 27 5 M was zagest du, Und kraͤnkest deine sinnen? Du wirst, sorgst du gleich immer zu, Doch nichts dadurch gewinnen. Gehts nicht so her, Wie dein begehr; Wacs willt du dich drum graͤmen? GOtt lebet noch, Den bitte doch, Er wird es auf sich nehmen. 2. Dort oben herrscht der HErr der welt, Der alles wol regieret, Der alles schuͤtzet, traͤgt, erhaͤlt, Und wol und weislich fuͤhret. Er schuͤtzt und wacht Mit vorbedacht Fuͤr aller menschen sachen. GOtt herrschet noch, Das glaube doch, Und laß ihn alles machen. 3. Wie, wenn und wo, und was er heißt, So muß es auch gesche⸗ hen, Was er von dir bey sich be⸗ schleußt, Das muß also ergehen. Umsonst ist gunst, Raht, witz und kunst, Laͤßt GOtt es nicht gerah⸗ ten. Ach! glaͤube doch, GOtt führt dich noch In allen deinen thaten. 4. Die gaben seiner guͤtigkeit Vertheilt er nach gefallen, Und mit gewissem unterscheid: Er schenkt nicht alles allen, Dort giebt er viel: Hier setzt er ziel Und maaß in seinem geben. Drum glaͤube doch, GoOtt schenket noch Die nohtdurft deinem leben. 5. Dem hat er grosses gut be⸗ schehrt; Der kann sich kaum er⸗ nehren: Dem fehlt der witz; der is gelehrt; Der niedrig, der in eh⸗ ren. So ists bestellt, So wird die GOtt selbst haͤlt haus; Olschließ daraus: Du mußt ihn lassen wal⸗ en. 6. Doch dein GOtt will die ar⸗ beit auch Nicht unterlassen ha⸗ ben; Er fordert auch den rechten brauch Der anvertrauten gaben: Drum deine gab' Ja nicht ver⸗ grab': All deine kraft anwende, Und glaͤube doch, GOtt nehrt dich noch Durch arbeit deiner haͤnde. 7. Wornach ein jeder strebt und ringt, Und dem er nachgegangen, Sieht man, daß es ihm oft gelingt Mit GoOtt es zu erlangen: Auf sauren schweiß Und steten fleiß Laßt G0 gedeyen kommen. GoOtt segnet doch, Das glaͤub ich noch, Er hilft ja allen frommen. 8. Es kömmt allein von GOttes kraft, Was mich allhier erfreuet. GOtt ist, der, was mir nutzen schafft, Aus blosser huld verleihet. Weg blind geschick! Weg falsches gluͤck! Ihr koͤnnet hier nichts machen. GOtt goͤnnt mirs doch, Das glaͤub ich noch, Stell' ihm heim meine sachen. 9, Auf deine vorsicht, GOtt! ich schau, und lasse dich nur rah⸗ ten, Auf deine guͤt ich feste trau In allen meinenithaten. Ich 1 ur welt Durch ordnung fest erhalten. hohostm Austeh hth D Althmt A Rih W= Wunn Roimm I sischin Ai IM, R von der Vorsorge, Erhaltung und Regierung Gottes. 167 at er gostg kann sh in Iihaneosloftmahls schlecht, Und wol den iedtig/ bestelt, Eoßt ch erachzesen— esihmostg' Mel. O nch 10 fe werl erlangen: GOtt verla Und steten 276. A mich nicht; Gib mir gadeyen im die gnaden⸗haͤnde. Ach führe ch, Das gll mich, dein kind, Daß ich d 0 alen stun vollende Zu meiner seligkeit: Sey lleinoonoe du inein lebens⸗licht, Mein stab, ch alhere mein hort, mein schutz. Ach GOtt! „wag utn verlaß mich nicht. 41 sserhlde D.Ach GOtt verlaß mich nicht; hick! Maih Regiere du mein wallen. Achlaß onnet hier x Inet 11. schande fallen. Gib mir den guten geist, Gib glaubens⸗zuversicht, Sey meine staͤrk und kraft: Ach Gott! verlaß mich nicht. 3. Ach GOtt! verlaß mi hen. I 0 gut ich ft chen Ach h mich nimmermehr In suͤnd und Mach 95 1.. ch 4. nicht; Ich ruf aus herzens⸗grunde: lebe, Pruͤfst mein herz ö öchster! staͤrke mich In jeder Nicht nach eitlen Mare⸗ 4 re⸗ boͤsen unde. Wenn mich versu⸗ chung plagt, Und meine seel an⸗ ficht: So weiche nicht von mir: Ach GOtt! verlaß mich nicht. 4. Ach GOtt! verlaß mich nicht; Ach! laß dich doch bewe⸗ gen. Ach vater! croͤne doch Mit reichem himmels⸗segen Die werke meines amts, Die werke mei⸗ ner pflicht, Zu thun, was dir ge⸗ faͤllt: Ach GOtt! verlaß mich Mel. JEsu heilge Ween ater! welchem 27 nichts verborgen, Was ich denke/red' und thu; Des⸗ sen liebe meine sorgen Mich, zu meiner seelen ruh, Auf dich selber werfen heißt, Wenn mein blind⸗ und schwacher geist Keinen raht und schluß kann fassen, Was zu thun und was zu lassen. 2. Wie ich meinen gang soll rich⸗ verlaß ten Steht ja nicht in meiner macht: Auch in dem ist unser dich⸗ ten, Was man reiflich wol be⸗ aß ich den lauf dacht, Dennoch eitel immerdar/ Mißlich, finster, voll gefahr: Und wankt in den schweren faͤllen Hin und her, wie meeres⸗wellen. z. Drum entdeck mir deinen willen Hier in dieser finsterniß: HErr! ich will ihn gern erfuͤllen, e nur mein herꝛ gewiß, Was dein eigner rahtschluß 10 Oder menschen⸗will erkiest. Laß mich dich recht deutlich spuͤhren, Du n/ HErr! sollt mich fuͤhren. Du, mein GOtt! in dem ich „und weißt, 168 Von Gottes Werken und Wolthaten, und zwar Krebe; HErr! mein auge sieht auf nie nach strengem recht Mit mir dich. Zeige mir, mein vater! nur pflegst umzugehen. Deines willens rechte spur: Laß 2. Du bist der meister meiner mich eignen witz nicht aͤffen, Son⸗zeit: Du hattest ja von ewigkeit dern deinen sinn nur treffen. Mein wesen schon beschlossen; Corsch und laͤutre die gedan⸗ Denn, was ich hin, das ist von dit ken, Die du auf so dunkler bahn Und deiner huld entsprossen. Siehst voll ungewißheit wanken: 3. Von dir empfieng ich den Zeige mir nur deutlich an Deines verstand, Als deiner liebe unter⸗ willens weisen raht, Der noch pfand, Das mich zum menschen nichts yerdorben hat. Wohin die⸗ machet. Dein ist der schutz, der ser mich will lenken, Irrt mich mich erhaͤlt, Und fuͤr mein wol⸗ weiter kein bedenken. sehn Paddet. 6. Kann ich bey den schwachen 4. Noch giebst du des verstandes werken und bey allem, was mich licht, Das mir ein schnelles ur⸗ krankt, Deinen hohen wink nur theil spricht, Ein beissendes gewis⸗ merken, und wohin dein raht sich se ö ö lenkt; Folg ich willig und mit ein fall Von dir mich abgerissen. lust, Weil mir mehr als wol bewußt, Was man dich nur laͤßt waͤr, So nahmst du mich von el⸗ regieren, Weißt du herrlich aus⸗ tern her, Die selber christen wa⸗ zufuͤhren. ren, Durch deren auferziehung 7. Darum schlie nur, HErr! ich, HErr! deine weg' erfahren. mich schwachen Ganz in dein 6. Wer bat dich doch um diese regieren ein, und nimm selber huld? Ich war, so bald ich wat, meine sachen, Die fuͤr mich zu voll schuld, Verdiente straf und wichtig seyn Auszumachen, voͤllig plage: Doch waͤrst du guͤtig und sen: Dis nagt mich gleich, so ost z. Und, daß ich ja recht gluͤcklih hin; Denn mein zweifelhafter sinn Kann sich niemahls recht ent⸗ schliessen: Dir, HErr! leg ich sie zu fuͤssen. 8. Ich will stille seyn und schwei⸗ gen, Bis mir, hoͤchster! deine hand Wird die rechten wege zeigen; Auf dich seh ich unverwaͤndt, Und er⸗ wart es unverzagt. Hast du mir doch zugesagt, Daß du mich zu al⸗ len zeiten Willt mit deinen augen loben: leiten. nern her⸗ Noch deine huld erho⸗ n ö Blage wegen unerkannter Wolthat der göttlchen Vorsehung. ö Mel. Da JEsus an des ereuzes ꝛc. 278 Ich weiß, mein GOtt! ö daß deine huld Mir manchen fehler, manche schuld Bishero nachgesehen; Und daß du getreu Vom anfang meiner tage 7. Gesetzt, ich waͤre blind und taub, Ich waͤr ein eingetheilter raub Von krankheit und gehre chen; So koͤnnt ich diesem deinem .—— Dennoch nicht widerspre⸗ hen. 8. Jezt fehlt mir nichts, was gutes heißt; Und dennoch ist mein traͤger geist So langsam, dich zu Wie selten hat mein stei⸗ 9. Wie straͤflich ist der undank hier! Wie schwer versuͤndigt sich an dir, Der dieses nicht erkennet, Der nicht in demuht deinen raht Groß, herrlich, gnaͤdig nennet. 10. Wie billig ist es, daß ein kind Den treuen vater lieb ge⸗ winnt, Der es beschuͤtzt und pfle⸗ get; Und der eh · 15²R9 AA Waun W2II, .. Raee R e 6. inm Reuhn Wlehmgn Ange 2 2 — W Wust. 9 3. AUnd Ipy Ngem racgt d gehen. 6 i det nast ttest s schan sh Hhil, st HUld entürnft t euftg deiner l mich an n Ih it derstn Und fir m cbst dudestez hir ein schnth Ein beiserde gt nich glech dit mich alg hich ja techtgl ymst du mich selbet Gh deten austh eine weg'e t dich docht ar/ so halo Verdiente fn warst du git anfang malh ich wake le ir ein eingg. ankheit m ut ich disehlz ch nicht s t mit nichs nd dennochi olangsam, ten hat mio deine hud lich it vein ver bersilh ses nichterte muht daehz gnadiseht 0 ist 0 W en bater H0 beschüßtoh mit sinnshn von der Vorsorge, Erhaltung und Regierung GOttes. 169 heit selbst So viel erbarmung traͤget. II. O vater! lenke meinen sinn, Das lob, das ich dir schuldig bin, Mit freuden abzutragen. Ich weiß/du wirst mir deine kraft Hie⸗ zu ja nicht versagen. 12. HErr! dort in der vollkom⸗ menheit Will ich, fuͤr solche guͤtig⸗ keit, Dir rechten dank entrichten. Da kann das fleisch den vorsatz nicht, Wie jezt allhier, vernichten. 13. Nimm mich nur selbst zum opfer an, Weil ich nichts bessers geben kann, Als was du mir gege⸗ ben. Ach lehre mich, ach hilf mir selbst, Dich sattsam zu erheben. Um göttlichen Beystand und Segen zu unsern Berufs⸗ Werken. Mel. Vor deinen thron tret ich ꝛe. 2 Ott! dessen hand die welt ernehrt, Und jedermann sein theil be— schehrt: Regiere mich doch tag fuͤr tagDaß ich mich taͤglich neh⸗ ren mag. 120 2. Du sorgst fuͤr mich, doch so, daß ich Auch sorgen soll, zu thun, was mich Dein offenbarter wille ein. Darzu verleih mir deinen Sein..3 3. Hilf, daß ich in der boͤsen welt So lebe, wie es dir gefaͤllt, Laß meine erste sorge seyn, Wie ich gehꝰ in den himmel ein. 4. Ist meiner armen seele wol; So lehre mich auch, wie ich soll Dem leibe thun wie ihm gebuͤhrt, Damit er keinen mangel spuͤhrt. „Und weil du froͤmmigkeit so liebst, Daß du den frommen guͤter giebst; So gib, daß ich in heilger scheu Recht fromm und recht gesegnet sey. 6. Dich ruf ich an, verlaß mich nicht; Du weißt ja wol, was mir gebricht: Doch schreib ich, vater! dir nicht fuͤr: Was du mir geben willt, gib mir. 7. Mit beten geh ich an mein werk, Gib du dem leibe kraft und staͤrk. Ich streck die hand mit freu⸗ den aus, Komm du mit segen in mein haus. 8. Versuͤsse mir den sauren schweiß: Und hilf, daß ich mit al⸗ lem fleiß Das thu, was meines amtes ist; Ich weiß, daß du mein helfer bist. 9. Ich trau auf dich von her⸗ zens⸗grund, Du werdest mir zu deiner stund Auf meine arbeit und bemuͤhn Den nahrungs⸗ segen nicht entziehn. 10. Du maͤchst die duͤrren berge naß, Du kleidest liljen, laub und gras, Du speisest alle voͤgelein; Sollt ich denn ohne segen seyn? 1I. Ach! daß wir unser lebelang Nur wůßten recht zu deinem dank Mit deinen gaben umzugehn; So wuͤrd es wol im hause stehn. 12. Nun treuer GOtt! erhoͤre mich, Mein auge siehet nur auf dich, Hilf/daß ich sorge, wie ich sollz Ja, sorge du, so geht mirs wol. Mel Wo Gott der HErr nicht ꝛe. In Gottes namen 2 80.J fang ich an, Was mir zu thun gebuͤhret. Mit GOtt wird alles wol gethan Und glück⸗ lich ausgefuͤhret. Was man in Gottes namen thut, Mit glau⸗ bens⸗vollem sinn und muht, Das muß uns wol gedeyen. 2. Gott ist, der das vermögen schafft, Was gutes zu vollbringen: Er giebt uns segen, muht und kraft, Und laͤßt das werk gelin⸗ gen. Ist er mit uns und sein ge⸗ deyn, So muß der zug gesegnet seyn Zum reichen uͤberflusse. 3. Wer erst nach GOttes reiche tracht't, Und bleibt auf seinen we⸗ gen; Der wird von Gtt auch L5 wol 17⁰0 Von Gottes Werken und Wolthaten, und zwar wol bedacht Mit dieser erden se⸗ gen. Dem frommen giebt er fruͤh und spat, Daß er von seiner arbeit hat, Auch armen mitzutheilen. 4. Gott ist der frommen schild und lohn, Er eroͤnet sie mit gna⸗ den: Der boͤsen welt ihr neid und hohn Kann ihnen gar nicht scha⸗ den. Gott decket sie mit seiner hand, Er segnet ihnen stadt und land, Und fuͤllet sie mit freuden. 4. Drum komm, HErr JEsu! staͤrke mich, Hilf mir in meinen werken. Laß du mit deiner gnade dich Bey meiner arbeit merken. Gib dein gedeyen selbs darzu, Daß ich in allem, was ich thu, Ererbe deinen segen. 6. Regiere mich durch deinen geist/ Den muͤssiggang zu meiden; Daß das, was du mich schaffen heißt, Gescheh' mit lauter freu, den: Hilf, daß ich dir mit aller treu Auf dein gebot gehorsam sey⸗ Und meinen naͤchsten liebe. 7. Nun JEsu! komm und bleib bey mir. Die werke meiner haͤnde Befehl ich, liebster heiland! dir/ Hilf, daß ich sie vollende Zu dei⸗ nes namens herrlichkeit; Und gib, daß ich zur abend⸗zeit Erwünsch⸗ ten lohn empfange. IV. Von der Erlosung des menschlichen Geschlechts. 0 AJurch Adams fall 28 1 ist ganz verderbt Dasselb' gift ist auf uns geerbt, Daß wir nicht konnt'n genesen Ohn GOttes trost, Der uns erloͤst Von dem so grossen schaden, Dar⸗ in die schlang' Evam bezwang/ Gott's zorn auf sich zu laden. 2. Weil denn die schlang Svam gebracht, Daß sie ist abgefallen Von GOttes wort, das sie ver⸗ acht, Dadurch sie in uns allen Gebracht den tod; So war es noht, Daß uns GoOtt auch sollt geben Sein'n lieben sohn, Den gnaden⸗thron, In dem wir moͤg⸗ ten leben. 3. Wie uns nun hat einꝰ fremde schuld In Adam all verhoͤhnet: Also hat uns ein' fremde huld In Christo all versoͤhnet. Und wie wir all Durch Adams fall Sind ewigs tods gestorben; Also hat Gott Durch Christi tod Erneu⸗ ret, was verdorben. 4. So er uns denn sein'n sohn gehenkt, Getoͤdt, gen himm'l ge⸗ erbt fahren, Dadurch wir seyn Von tod Menschlich natur und wesen: und pein Erloͤst, so wir vertrauen In diesem hort Des vaters wort: Wem wollt fuͤr sterben gęrauen? 5. Er ist der weg, das licht, die pfort, Die wahrheit und das le— ben, Des vaters raht und ewigs wort, Das er uns hat gegeben Zu einem schutz Daß wir mit trutz An ihm fest sollen glauben. Darum uns bald Kein macht noch g'walt Aus seiner hand wird raͤuben. 6. Der mensch ist gottlos und verflucht, Sein heil ist auch noch ferren, Der solchen trost bey men⸗ schen sucht, Und nicht bey GOtt dem HErren. Denn wer ihm will Ein ander ziel Ohn diesen troͤster stecken, Den mag gar bald Des teufels g'walt Mit seiner lißt er⸗ schrecken. *. Wer hofft in GOtt, und dem vertraut, Wird nimmermehr zu schanden. Denn wer auf diesen felsen baut, Ob ihm gleich stößt zu handen Viel unfall hie; Hab ich zeschenkt, Da wir sein feind noch doch nie Den menschen sehen fal⸗ len, Der sich verlaͤßt Auf GOttes trost: waren, Der fuͤr uns ist ans ereuz ö Rist 4. HA. S 9 Rir Ehnet 1 Riltn Bur Rthh i. ö Wn . 44 AHE WllN. HHV Zldieht Re. N A-n Ihg AUHN Aa Aup Mbhan 0 A N peN ab Hsi. 4n 0 mung ch Wulten Wrd 1d bgt * ichit dy nich duh h Han mich sh mit huntrz ich diensti dhot gehortnl cen lieh, AAkommup herke meineh ßer heiga ie vollende dl klichket; u RNo⸗zeit Ernit uge. nschlchn dt/ gen hinp Wir schn d. so nir uen Des hatetzz stetben gral⸗ veg/ das lich heit und x raht u H hat gehl p wit mit th lauben. Iu macht nochy wird talhes istgottlo Theilisauch hen trofthehr nicht kdt enn wet itt hn diesateal ag gat Rb Mi seiner i uGOthd nimmemi ler 10 m gleichtue Hes ht Hschen sheh ißt Ufebs V N s von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts. 171 trost: Er hilft sein'n glaͤubgen allen. *8. Ich bitt, o HErr! aus her⸗ zens⸗grund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein heilig wort aus meinem mund; So wird mich nicht beschaͤnen Mein suͤnd und schuld: Denn in dein' huld Setz ich all mein vertrauen; Wer sich nun fest Darauf verlaͤßt, Der wird den tod nicht schauen. 9. Mein'n fuͤssen ist dein heilig wort Ein brennende lucerne, Ein licht, das uns den weg weist fort: So dieser morgen-⸗sterne In uns aufgeht, So bald versteht Der mensch die hohe gaben, Die Got⸗ tes geist Den'n g'wiß verheißt, Die hoffnung darauf haben. un freut euch liebe 2 8 2. christ'n gemein! Und laßt uns froͤlich springen: Daß wir getrost und all' in ein Mit lust und liebe singen, Was GOtt an uns gewendet hat, Und seine grosse wunderthat; Gar theur hat ers erworben. 2. Dem teufel ich gefangen lag, Im tod war ich verlohren: Mein sůnd mich quaͤlte nacht und tag, Darin ich war gebohren. Ich fiel auch immer tiefer drein, Es war nichts guts am leben mein, Die sůnd hatt mich besessen. 3. Mein' gute werke golten nicht, Es war mit ihn'n verdor⸗ ben: Der frey⸗will haßte GOtts gericht, Er war zum gut'n erstor⸗ ben. Die angst mich zu verzwei⸗ felu trieb, Daß nichts denn ster⸗ ben bey mir blieb; Zur hoͤlle mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in ewig⸗ keit Mein elend uͤb'r die maassen: Er dacht an sein barmherzigkeit, Und wollt mir helfen lassen: Er wandt zu mir sein vater⸗herz; Und daß er heilte meinen schmerz, Ließ ers sein bestes kosten. ö 5. Er sprach zu seinem lieben sohn: Die zeit ist zu erbarmen; Fahr hin mein's herzens wehrte eron, Und sey das heil der armen, Und hilf ihn'n aus der suͤnden⸗ noht, Erwuͤrg für sie den bittern tod, Und laß sie mit dir leben. 6. Der sohn dem vat'r gehorsam ward, Er kam zu mir auf erden, Von einer jungfrau rein und zart; Er wollt mein bruder werden. Gar heimlich fuͤhrt er sein' ge⸗ walt, Er gieng in einer arm'n ge⸗ stalt, Des teufels reich zu stoͤhren. 7. Er sprach zu mir: halt dich an mich, Es soll dir jezt gelingen. Ich geb mich selber ganz fuͤr dich, Da will ich fuͤr dich ringen. Denn ich bin dein, und du bist mein, Und wo ich bleib, da sollt du seyn; Uns soll der tod nicht scheiden. 8. Vergiessen wird man mir mein blut, Darzu mein leben rau⸗ ben, Das leid ich alles dir zu gut, Das halt mit festem glauben. Den tod verschlingt das leben mein, Mein unschuld traͤgt die suͤnde dein, Da bist du selig worden. 9. Gen himmel zu dem vater mein Fahr ich aus diesem leben: Da will ich seyn der meister dein, Den geist will ich dir geben, Der dich in truͤbsal troͤsten soll, und lehren, mich erkennen wol, Und in die wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und ge⸗ lehrt, Das sollt du thun und leh⸗ ren; Damit das reich Gott's werd gemehrt Zu seinem lob und ehren. Und huͤt dich fuͤr der mensch'n ge⸗ satz, Davon verdirbt der edle schatz, Das laß ich dir zulezte. Mel Ein H. burg i6— ud Jein fester fels un 2 8 2 M starker u au V 17² Von GoOttes Werken und Wolthaten, und zwar auf ich mich verlasse, Ist dieses also mir In IEsu sieg gegeben theuer⸗wehrte wort, Das ich im Als ein erloͤster will ich dir, Mein glauben fasse: JEsus GOttes HErr! zu ehren leben. Finstre to⸗ sohn Ist mein schild und lohn, des⸗nacht! Teufel! deine macht, Er hat mich erkauft, Ich bin aufHölle! dein gericht Erschrecken ihn getauft, Und er bleibt mein mich nun nicht. Ich bin von euch erloͤser. erloͤset. ö 2. Ich war zuvor des todes 8. Ich weiß, daß mein erloͤser knecht, Da mich der zorn gebun⸗lebt, Er lebet mir zum leben. Ihm den. Der teufel hatt an mir ein fwill ich, wenn er mich erhebt, Lob, recht, Ich war voll suͤnden⸗wun⸗preis und ehre geben. Denn aus den. Des gesetzes buch, Des gerich⸗aller noht Wird er durch den tod, tes fluch Und der hoͤllen tod Ver⸗Und aus dieser zeit, Zu seiner dammten mich zur noht. Wo war, ewigkeit Mich ganz gewiß erlo⸗ der mich erloͤste? sen. 3. Kein bruder, welcher selbst ö ein knecht, Kann mir die hoffnung 28 Hhrisen bekenn von geben, Und das gesetz, durchs +. herzens ⸗grund, fleisch geschwaͤcht,“ Hilft mir auch Auch mit dem mund, Nichts soll nicht zum leben. GOtt mein mich davon wenden, Daß nie⸗ HErr allein Kann mein helfermand sonst mein heiland ist, Als seyn, Der die schuld vergiebt. Er[IJEsus Christ, Der wahre Gott hat die welt geliebt, Die selaven ohn ende; Der mir zu gut Mein zu erloͤsen.*Rom. 8, 3. fleisch und blut Genommen an: 4. Das ist gewiß und theuer⸗Drum er nicht kann Mich armen wehrt: Mein IEsus ist gekom⸗ suͤnder hassen. 4 men, Die grosse last, die mich be⸗⸗ 2. Gebohrn ist er ein kleines schwert, Hat er auf sich genom⸗kind, Fuͤr meine suͤnd In windeln men. Der gerechte knecht Machet eingehullet. Die jugend mit müͤh⸗ uns gerecht: Fuͤr die schuld der seligkeit, Armuht und leid Ist welt Gab er das loͤse⸗geld, Durch worden ganz erfuͤllet. Er hat ge⸗ blut uns zu erloͤsen. wacht, Sich matt gemacht, Er . Denn weil er unser buͤrgeward gestaͤupt, Sein heilig haͤupt war, So trug er unsre ketten. Er Mit dornen scharf geeroͤnet. stellte sich zur knechtschaft dar, 3. Er ward ans ereuzes⸗ holz Die knechte zu erretten. Unser gehenkt, Mit gall getraͤnkt, Und Goel⸗ starb, GOtt der HErr er⸗lag in todes⸗banden. Doch wie⸗ warb Uns durch eignes blut: Das derum am dritten tag Nach seiner staͤrket meinen muht. Ein Gott⸗ plag, Ist er vom tod erstanden; mensch hat erloͤset.*Erloͤser. Mit herrlichkeit Zur himmels⸗ 6. Daher ist fuͤr die P freud Gegangen ein Frey aller Die zahlung auch vollkommn. pein, Gesetzt zu deiner rechten. Der in dem siege starke held Ist 4. So schaue deinen sohn doch aus der angst genommen: Und an, Was er gethan: Laß mich in sein theures blut Wird mein ihm gnad sinden. Du hast mich theures gut, Dieses macht mich armen nicht veracht, Gan frey los; Der schatz ist aber groß, Da⸗ gemacht Von meinen schweren zu es mich erloͤset. sunden, Durchs sohnes tod, Den 7. Nun Gott sey dank! der knecht aus noht Hast du Kadtr er . Del I hf„ fif,i V Hurnet n E Wihe d Hcodl MAd WAT H—α EII elthie I W Hs W Wr wang Zulug — N WM* 56 sach itt V. und gyh F. N Nscy hillich hz eucheßz 1 ufel. dee gerigt Essh t. IWhiltg, „ daß ung mit um kn: er mich eheh geben. dan itd et dorchhy geit, Zuf von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts. 173 Wer sich des troͤst't, Den kannst du nicht verdammen. 6. Der treue hirt iit koͤmmt vor dich, Und traͤget mich, Das schaaf, auf seinem ruͤcken: Das schaaf, das ganz verirret war, Gieng mit gefahr, Es war in sa⸗ tans stricken: Das hat er bracht Aus eigner macht, Wie du be⸗ gehrt, Zu deiner heerd, Zur heerde der gerechten. 6. Mich, den die welt ganz li⸗ stiglich Von dir zu sich Mit ihrer ebenbild des vaters, bist Sein glanz und ewge klarheit, Doch nicht geschaffen, nicht gemacht; Aus GOttes wesen vorgebracht, Von ewigkeit gezeuget. 2. Ich ehre, lieb' und lobe dich Aus dankbarem gemuͤhte, Ich preise dich recht inniglich Fuͤr alle deine guͤte, Ich ruͤhme dich, ich danke dir Fuͤr alle gnade, die du mir Bis diesen tag erwiesen. 3. Voraus ist diese gnaͤde groß, Daß du zu uns gekommen Zur der zeit vom vaters schooß, lust gezogen, Bringt jezt dein sohn füll' gan; geuß 29 in deinen schooß Von suͤnden los, Und hast aun dich genommen Die ö Aus lieb' hierzu bewogen. Ich wahre menschliche natur Von ei⸗ war sehr weit Durch eitelkeit In uer armen ereatur, Von der jung⸗ vollem trab, Gewichen ab: Jezt frau Maria. ——— Ertlich hein herzens mund, Mh enden, Iu In heilandi Det nahtrk mir zu gt t Genomm kann Mahn bin ich dir nachkommen. 4. Du hast mich armen erden⸗ 7. Was satanas aus boͤsem sinn klos, Der ewig war verdorben, Geraubet hin, Und von dir wegge⸗Von rettung, trost und huͤlfe bloß, ö trieben; Das bringt dein sohn zu Gewonnen und erworben. Von deiner heerd Aufs neu bekehrt Zu suͤnden⸗fluch, von straf und tod, denen, die dich lieben. Er stellet Ja von der schweren hoͤllen⸗noht ö dir Jezt wieder fuͤr Dein kind, das Und teufels strick erloͤset. ö ist er ein L sind Juni ie jugendnit uht und l füllet. Eehh natt gemach Sein heilgh arf getrint. ans ereute sall geträk,! Nden. daht en tag Mahs mtod essch t Zur Hat ein Sp deiner reht deinen ohs an: L 1. Du hafh acht/ Galht meinen shdh sohhte 10/%0 Ia 0 sich Muhtwilliglich Von dir ver⸗ laufen hatte. 5. Also hab ich nun gnad, o Gott! Durch Christi tod Den er fuͤr mich erduldet. Und ob ich wol bey mir befind, Daß meine sůnd Die hoͤllen⸗pein verschuldet; So hab ich doch Die hoffnung noch Durch deinen sohn Den gna⸗ den⸗thron, Ich werd nicht seyn verlohren. 9. Die thuͤr zum schoͤnen para⸗ dies Hat er gewiß Durch sein blut aufgeschlossen, Das aus den wun⸗ den mildiglich Am ereuze sich Mit stroͤmen hat ergossen. Ich glaͤube fest, Daß du nicht laͤßt, Ofrom⸗ mer GOtt In angst und noht, Der dis mit glauben fasset. Mel. Nun freut euch liebe christ. — Gottes sohn HErr 2— 285. O JEsu Christ, Du leben, licht und wahrheit! Du . Und solches nicht mit geld und gut, Und was sonst hoch zu schaͤtzen; Vielmehr mit deinem theuren blut, Dem gar nichts gleich zu setzen. Du hast in dieser gnaden⸗zeit, Ohn mein verdienst und wuͤrdigkeit, Mir einꝰ erloͤsung funden. 6. Wie herrlich, groß und herz⸗ lich ist Doch solche gnad und lie⸗ be! Die dich, o mein HErr IEsu Christ! Zu solchem schlusse triebe, Daß du, gerechter GOttes⸗knecht: So gern fuͤr die, die ungerecht Und fünder sind, gestorben. 7. Kann eine liebe groͤsser seyn, Als die so zaͤrtlich liebet, Daß sie sich gar in todes⸗pein Fuͤr ihre freunde giebet? Doch Christi liebe thut vielmehr, Sie lieht uns auch als feinde sehr, Und laͤßt fuͤr uns das leben. g. Sie wollte fuͤr uns allzumahl, Die wir verlohren waren, Die groͤßte 9I4S“lSs‚“t“—“9————‚.——————————— 174 Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts größte pein, die groͤßte quahl Und seelen⸗angst erfahren: Sie gieng fuͤr uns in grab und tod, Und hat dadurch mit unserm GOtt Uns voͤllig ausgesoͤhnet. 9. Denn, weil du auferstanden bist Und nicht im grabe blieben, Haß du dadurch, o IEsu Christ! Nuch unsern tod vertrieben; Hin⸗ gegen die gerechtigkeit, Unschuld und wahre himmels⸗freud Her⸗ vorbracht aus dem grabe. V 10. O treuer heiland, IEsu Christ! Der du auch mir geboh— ren Ja auch fuͤr mich gestorben bist: Laß doch nicht seyn verloh⸗ ren An mir das gross' erloͤsungs⸗ werk; Vielmehr gib gnade, kraft den staͤrk, Inbruͤnstis dir zu dan⸗ en. II. Gib gnade, daß ich dich hin⸗ fort Als meinen heiland liebe, Dir lebe, und in deinem wort Mich treu und fleissig uͤbe. und wie du, HErr! gestorben bist, So hilf mir auch, zu jeder frist Den suͤnden abzußterben. ö I2. Du stundest von den todten auf, Brachst durch des grabes thuͤ⸗ ren; Drum laß mich einen neuen lauf Voll geist und tugend fhren. Laß mich von fünden auferstehn, In deinen heilgen wegen gehn, Und dir zu ehren leben. I3. Laß hier in deinem reiche mich Dir treu⸗bestaͤndig dienen, In guten werken fruchtbarlich Stets wachsen, bluͤhn und gruͤ⸗ nen; Bis du, nach meinem pil⸗ grims⸗lauf, Mich nimmit in dei⸗ nen himmel auf, Wo du zur rech⸗ ten sitzest. W.l- 3. Man ott 4 lezt. iebster JEsu! deine 8 6. gůte Hat doch weder maaß noch ziel. Wenn fuͤr angst oft mein gemuͤhte Ganz und gar verzagen will; Koͤmmt dein süsser trost von oben, Daß ich dich muß hoͤchstens loben. 2. Siehe, HErr! ich bin bela⸗ den Mit der schweren suͤnden⸗ last. Der schmerzhafte seelen⸗ schaden Laͤßt mir weder ruh noch rast: Durch das blut aus deinen wunden Wird derselbe nur ver⸗ bunden. 3. Deine striemen, deine beu⸗ len, Die man dir geschlagen hat, Koͤnnen arme suͤnder heilen, Und ver schaffen mir auch raht. Deine scharfe dornen erone Machet mich zu GOttes sohne. 4. Wuͤte, teufel! wuͤte hoͤlle! Stürme suͤnde, welt und tod! Wenn ich mir vor gugen stelle Meines heilands grosse noht, Als er mußt am ereuz erblassen; Muͤßt ihr mich in ruhe lassen. . Dein leib, den man dir zer⸗ rissen, JEsu! und das theure blut, Das du reichlich liessest fliessen, Als du sturbest mir zu gut, Bringt/ als eine seelen⸗weide, Meinem herzen lauter freude. 6. Wie ein hirt eh laͤßt sein le⸗ ben, Eh er seine heerde laͤßt; So hast du dich hingegeben, Als mich satan hielte fest. Daß er mich nicht moͤgt ermorden, Bist du selbst ein bpfer worden. 7. Nun ich will, mein heil! dich ehren, Bis mich schliesset sarg und gruft. Ich will deine stimme hoͤ⸗ ren, Die mich aus dem grabe ruft. Deiner lieb' ist nichts zu gleichen, Alle welt⸗gunst muß ihr weichen. 8. Fuͤhre mich auf gruͤnen auen, Als ein frommes schaͤfelein: Laß mich deine gnade schauen, Und stets bey dem haufen seyn, Der die eitelkeit verachtet, Und nach dei⸗ ner freundschaft trachtet. 9. Giebt mir denn nach vielem leiden Einst der tod den lezten stoß; Ach so laß mich froͤlich sden e AaA WN 6 . H MII HAI Iint at Ge astg J fe ümhsR. UNMNNV . Wahg IMn Wu HGashlahz 0 D6h ul „Herh scweng scherhe tmit phen. das blat auz ird dershew ltienen, n dir geshhaz sunder helh ur auch taht Henl=ckosse ttes sohhe. teufel! wih! ide, elt u nit vot guzn nds grosens reuz etblasehs ihe lasen. ib, den manh und dasthen lich liestt mir iugut en⸗weide/. freude. hirt eh lit! ine heerde si ngegeben, fest. Daß h kmorden, A worden. will, meinhel ch schliesetsz l deine finn aus dem geas/ nichts ug f muß ihrut auf Rrͤthe Hes schoflohh. ade schuul,! aufen sehũ d tet/ dit t trach, denn mht 2r tud: d mficc und zwar von den Namen unsers Erloͤsers. 125 den Aus der welt in deinen schooß, Da werd ich recht sanfte liegen, Und mich ewiglich vergnuͤgen. Mel. Es ist das heil uns kommen. alt im gedaͤchtniß 287.HJeésum Christ,Den heiland, der auf erden Vom thron des himmels kommen ist, Dein bruder da zu werden. Vergiß nicht, daß er dir zu gut Hat ange⸗ nommen fleisch und blut. Dank ihm fuͤr diese liebe. 2. Halt im gedaͤchtniß IEsum Christ, Der für dich hat gelitten/ Ja gar am ereuz gestorben ist/ Und dadurch hat bestritten Welt, sunde, teufel, hoͤll und tod, Und dich erloͤst aus aller noht. Dank ihm fuͤr diese liebe. 3. Halt im gedaͤchtniß JEsum Christ, Der auch am dritten tage Siegreich vom tod erstanden ist, Befreyt von noht und plage; Den frieden zwischen GOtt gemacht, Unschuld und leben wiederbraͤcht. Dank ihm fuͤr diese liebe. 4. Halt im gedaͤchtniß JEsum Christ, Der nach den leidens⸗ zeiten Gen himmel aufgefahren ist, Die staͤtte zu bereiten, Da du sollt bleiben allezeit, Und sehen seine herrlichkeit. Dank ihm fuͤr diese liebe.—.8. 6. Halt im gedaͤchtniß JIEsum Christ/ Der einst wird wieder kom⸗ men: Und sich, was todt und le⸗ bend ist, Zu richten vorgenom⸗ men: O denke, daß du da bestehst, und mit ihm in sein reich ein⸗ gehst, Ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, JIEsu! gib, daß ich dich kann Mit wahrem glauben fassen/ Und nie, was du an mir gethan, Mag aus dem herzen lassen. Daß ich mich dessen in der noht Getroͤ⸗ sten mag/ und durch den tod Zu dir ins leben dringen. Von den Namen unsers Erlosers. Mel. Es ist das heil uns kommen. 7 Eir menschen sind in 288. W Adam schon Ge⸗ fallen und verdorben, Dadurch wir den gerechten lohn Des todes uns erworben: Das macht, daß man uns suͤnder nennt, Die sich aus eigner schuld getrennt Von GOtt, dem wahren leben. 2. Dis ist der name, der uns macht Vor GoOtt zu spott und schande, Der uns um unsern schmuck gebracht, Gelegt in strick und bande, Mit fluch und finster⸗ niß bedeckt, Und uns mit tod und hoͤlle schreckt: O jammer- voller name! 3. Niemand war in der ganzen welt, Der uns durch seinen na⸗ men Befreyen koͤnnt, als nur der held, Der, als des weibes saamen, Sich bey uns in der fuͤll der zeit Aus der verborgnen ewigkeit Im fleische eingestellet. 4. Sein name heisset JEsus Christ, Von GOtt selbst so genen⸗ net, Der mir und dir, und wer es ist Dis grosse heil gegoͤnnet. Ach! nimm es ungesaͤumet an; Es freue sich, wer immer kann, Des frie⸗ den⸗vollen namens. 5. Dis ist der name, der uns bringt Vor GOtt aufs neu zu eh⸗ ren; Der, wie das chor der engel singt, Uns freude kann beschehren: Der uns in fried und freyheit setzt, Mit gnad und gaben uns ergetzt, Und in den himmel hebet. 6. Denn JEsus ists, der unsre schuld Sammit aller straf und pla⸗ gen, O unerhoͤrte lieb' und huld! Hat willig wollen tragen. Er war gerecht, und ließ doch sich Zur suůnde machen, daß du dich In ihm gerecht koͤnntst nennen. .So heißt er denn nicht JEsus nur; 176 Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts nur; Er ist auch was er heisset: Indem er unsere natur Aus allem jammer reisset. Die that stimmt mit dem namen ein: Er heißt und will auch heiland seyn, Er heißt, und ist auch JEsus. 8. Er ist der rechte Josua, Der uns zur ruhe bringet. Er, als der priester, ist nun da, Dem es so wol gelinget, Daß er des HErren tem⸗ pel baut, An welchem man ihn selber schaut Als grund, und eck⸗ stein liegen. 9. Drum ist in keinem andern heil, Ist auch kein nam' gegeben, Darin wir koͤnnten nehmen theil An seligkeit und leben; Nur JE⸗ sus ist derselbe mann, Der uns das leben schenken kann. Gelobet sey sein name! 10. O name! werde doch in mir Durch Gottes geist verklaͤ⸗ ret; Weil, was verborgen liegt in dir, Kein menschlich herz erfaͤhret. Denn die vernunft begreift es nicht, Ohn GoOttes glanz und gnaden⸗licht Bleibt es unaufhe⸗ chlossen. ö II. Laß mich empfinden deine kraft Und innre suͤssigkeiten, Und was dein name gutes schafft, Laß sich in mir ausbreiten. So wird der suͤnden⸗noht gewehrt, So wird die last in lust verkehrt, So bin ich selig, amen. Mel. Nun danket alle Gott ꝛe. Ich kann, mein JEsu! 289.J dich Bey deinem namen nennen, Und daraus raht und that, Und deinen ruhm erken⸗ nen. Mein JEsus heissest du, Der selig uns gemacht, Mein Christus, der gesalbt, Die salbung uns gebracht. 2. Du bist Immanuel, Ale GoOtt⸗mensch zu verehren: Dein name: HErr und GOtt, Kann mich die gottheit lehren. Du bist des vaters wort Und kraft vor aller zeit, Des wesens eben⸗ bild, Der glanz der herrlichkeit. 3. Du heissest auch und bist, Als mensch, des weibes saamen, Ein mensch, ein menschen⸗sohn: Dis sind die bruder⸗ namen, Die du als Davids zweig Ganz willig an dich nahmst, Als du dem fleische nach Aus deinen vaͤtern kamst. 4. Die namen, welche dir Dein mittler⸗amt gegeben, Als: raht, kraft, friede⸗ fuͤrst, Held, wahrheit, weg und leben, Bezeu⸗ gen/ daß, in dem Du, Goel!ꝰ mich befreyst, Du wirklich zwischen GOtt Und menschen mittler seys Erloͤser. Hioh 19, 20. 5. Du, höchster koͤnig! fuͤhrst Den namen nicht vergebens, Du bist der friede⸗fuͤrst. Du bist der fuͤrst des lebens. Du priester! GoOttes⸗lamm, Das sich geopfert hat! Du bist mein gnaden⸗stuhl Und treuer advocat. 6. Du heissest ein prophet, Der zu uns kommen sollte; Ein hirt, der meisterlich Mit lehren weiden wollte. Erniedrigt wurdest du, Und als ein knecht erkannt; Erhoͤ⸗ het wurdest du Der herren HErr genannt. 7. Mein hort, mein A und O! Mein fels, mein ja und amen Ach nenne du mich auch Nach deinem neuen namen. GOtt! wie dein name ist, So ist fuͤrwahr dein ruhm: So nenn auch sich, und sey Nach dir mein christenthum. 8. Dein name bleibt mein fels, Du nennest deine lieben. So steht mein name schon In deiner hand geschrieben; Die schreibet in mein her; Auch deinen namen ein, Drauf soll mein leztes wort Dein name: JEsus! seyn. Mel. O Gott du frommer ꝛe. ch JEsu! dessen treu 290. A Im binmeil uut au Wlhh Wassen 0 Wam isRi? Di fol. Wlaltf öelh m* An hN Sll, Wsu MAI fiübn e Hüns HE MHAüHN nah It vi: ihlh. auphir Ashni Nu d Ad WuM ibunde Hü 70 j I Haschleht und zwar von den Namen unsers Erloͤsers. 1 Mrhensh auf erden Durch keines menschen sekrchmü mund Kann gnug gepriesen wer⸗ weibes sun den: Ich danke dir, daß du Ein menschesin, wahrer mensch gebohrn, Den fluch det⸗maney bi derl Hin.. Daß ich nicht weig Gan bin verlohrrn. Als Wan 2. Vornemlich wird in mir All Henbitrht herzens⸗angst gestillet, Wenn mich umen, usl dein suͤsser nam' Mit seinem trost amt gegtth erfüllet. Kein trost so lieblich ist, fiicdesich Als den mir giebt dein nam Der Hundl füsse JEsus- nam', Du fürst aus m Dy,Hel Davids stamm: 17 helch 3; O JIEsu, hochster schaz: n auschenni du kannst freude bringen: Es kann kt. Höhnn nichts lieblicher, Als JEsu name, chstt iit Flingen. Ich kann nicht 31 15 icht kigein seyn Weil JEsus heißt so viel Als fürk. Huil heiland oder held, Der selig ma⸗ chen will. 324—5 115 4. Will satan sich bey mir Mit % Dͤsche anfechtungen regen: So ist mir ni gdg JEfus nam Zum trost, schutz.fried dobentt and segen, Zur weisheit und arz⸗ il ptebhad ney In aller angst und noht, Daß llte eins ich nicht fürchten darf Den teufel lit lehren und den tod. Hrigt un c. Daß ich ein zorn⸗kind bin, ichterkͤs Das macht die schnoͤde sünde: Der hern Dein IEsus⸗nam' macht mich Zu Neinem gnaden⸗kinde: Er nimmt , mein Au von mir hinweg Die schuld und ein ja nu missethat, Bringt mir die selig⸗ mich guh keit, Und deines vaters gnad. amen. Gol! 6. Ey nun so heile mich, Mich, o iß fürah der ich ganz beflecket, Der heilge nauch schn JEsus⸗nam', Der alle suͤnden dek⸗ istenthuß, ket. Er kehre ab den fluch, Den hleibt n segen zu mir wend: Sey meine lieben, En staͤrk, dadurch Sich alle schwach⸗ M dlilast heit endt. 156 schrebetün 7. Er sey mein licht, das mich men nahe In finsterniß erleuchte: Er sey latts tot vedes himmels thau, Der mich in i hitz anfeuchte: Er 10 mein schirm und schild, Mein schatten, schloß hu fhme und hut, Mein reichthum, ehr und JeshWiom ruhm, Er seih mein hoͤchstes gut. Rn 8. Er sey mein himmels⸗weg, Die wahrheit und das leben: Er wolle mir zulezt Aus gnaden dieses geben, Daß ich alsdenn in ihm Dis leben schliesse wol, Wenn meine sterbens⸗jeit Und stunde kommen soll. 9. Immittelst helf er mir So lang ich hie noch wandle, Daß ich in meinem thun Treu und auf⸗ richtig handle. Er steh mir allzeit bey Mit seines geistes gabꝰ, Wenn ich in meinem amt Was zu ver⸗ richten habh. I0. JEsu! in deinem nam' Bin ich heut aufgestanden, In ihm vollbring ich heut, Was mir koͤmmt unter handen. In deinem namen ist Der anfang schon ge⸗ macht, Das mittel und der schluß Werd auch durch ihn vollbracht! i. Dir leb ich, und in dir, In dir will ich auch sterben: HErr! ster ben will ich dir, In dir will ich ererben Das ewge himmelreich, Das du erworben mir: Von dir verklaͤrt will ich Dir dienen fuͤr und fuͤr. Mel. s. JEsus meine a einen JEsum laß 29 1 M ich nicht, Denn er will mich nicht verlassen. Was sein name mir verspricht, Das will ich im glauben fassen. JIEsu name ist sein ruhm, Und zugleich mein eigenthum. 2. Denu GoOttes wahrer sohn, Ward ein mensch, wie andre kin⸗ der. JEsus ist mein gnaden⸗thron, Denn er rufet alle sunder. JEsus heißt und ist mein heil, Meines herzens trost und theil. ö 3. JEsus, des verstandes licht, Morgen⸗stern und helle sonne: Meines willens zuversicht, Meine freude, meine wonne. Denn deß troͤstet sich mein geist, Daß mein JEsus JEsus heißt. 4. Was von diesem A und O M GoOtt . A*———————————— Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts —.— Gott verspricht in JTeEsu namen, Das erfuͤllt er auch also: JEsus ist das ja und amen. JEsus Naza⸗ renus ist Der von GOtt verheißne C Und kein name sonst gegeben, Darin suͤnder nehmen theil An der seligkeit zum leben. GOtt uns diesen heiland giebt: So bat er die welt geliebt. 6. JEsus faͤngt den glaͤuben an, SEsus kann ihn auch vol⸗ lenden. IEsus ist ein wunder⸗ mann, IEsus kann mein elend wenden. JEsus ist mein gna⸗ den⸗bund. JEsus ist der hoffnung grund. 2. JEsus ist des vaters wort. IEsus ist mein weg und leben. JEsus ist mein fels und hort. JE⸗ fus ist der stock der reben. JIEsus ist mein loͤse⸗geld. IEsus ist der starke held. 8. JEsus ist das GOttes⸗lamm. IEsus ist mein arzt und staͤrke. IEsus ist mein braͤutigam. IE⸗ us heiligt meine werke. JIEsus ist mein weiser raht. JEsus ist mein advocat. 9. IEsus ruft: kommt her zu mir! JEsus lehrt den weg des le⸗ bens. IEsus spricht: ich bin bey dir. IEsus troͤstet nicht verge⸗ bens. IEsus hilft in aller noht. JEsus ist des todes tod. 10. JEsu blut⸗ geld ist mein theil, JEsu leiden meine freude. JEsu wunden sind mein heil. IEsu wort ist meine weide. So behaͤlt er nichts fuͤr sich, Alles, al⸗ les ist fuͤr mich. 1. Nun, mein alles ist auch sein; JEsum haͤlt mein fester glaube. IEsu folg' ich nur al⸗ lein, Trotz dem, der mir JEsum raube. IEsus endet meinen lauf, Meinen geist nimmt JéE⸗ sus auf. hrist. 0 5. Denn es ist kein andres heil Mel. 5 GOtt du frommerir. J HErr JEsu. 292. Wede Dein nam' in meinem herzen So groß und wundersam! Trifft mich glei angst und schmerzen; So suchi trost bey dir, Und sind' in deinet kraft, Daß du mein treuer freund, Der alle huͤlfe schafft. . Du bist mein HErr und Gott, Versoͤhner und erretten Der meine sünde tilgt; Des sa⸗ tans untertreter. Dein blut ist loͤse ⸗geld, Das mich versoͤhnet hat. GoOtt nimmt mich an in dit/ Du stehst an meiner statt. 3. Mein seelen⸗braͤutigam̃ Bist du nunmehr geworden, Giebst mir den glaubens⸗schmuck Als deiner juͤnger orden. Du bist mein fels, mein hort, Mein GOtt, der hülfe schafft, Mein schutz, mein schirm und schild, Und meines lebens Erüft. 4. Du bist die ros im thal, Er⸗ quickest meine seele, Mein GOtt, mein treuer freund! Mit dem ich mich vermaͤhle: Mein labsal, deß⸗ sen kraft Geist, herz und seelt staͤrkt, Daß sie voll himmels⸗lus Auf deine worte merkt. . Du bist mein rechter schatz Mein reichthum, meine freude. Du bist mein treuer hirt, Und auch zugleich die weide: Du bist det lebens⸗baum, An dir hang' ich so fest Als eine reb am stock; Weil du mich nicht verlaͤßt. 6. Du bist mein festes schloß, Dahin ich allzeit fliehe: Mein fels, auf den ich bau. Ach mein HErr JEsu! ziehe Durch liebe mich zu dir. Du bist im ereuz und leid Doch einig nur mein trost, Und giebst mir freudigkeit. 7. Du mußt, wenn sich das herz Vor seinem Gott Ausschüttet, Mein hoherpriester sens/*7 im⸗ mer fuͤr mich bittet. Mein 5210 8 un 6ea misahel achihth HH . Ratpünt und zwar von der Person unsers Erloͤsers. 12 Run und prophet, Der lehrt und huͤlfe l schafft: Welt, satan/ höll und tod Kan seine herrlichkeitund freuden⸗ero⸗ ist nein shlr ube meinem munde habe, Erfreu sch sunde llhmich in ihm: Denn selbst im fin⸗ ——— Hi. Mel. e, Bustrans wei schnuct Y Esu, ursprung mei⸗ Duhsw 2 O 3. ner freude! JEsu/ hein Gottumeines glaubens licht! JEsu, shuß/ u meiner seelen weide! JEsu, meine Und meing zuversicht O wie koͤmmt dein name mir So gewuͤnscht und lieb⸗ die toß inttlich fr! Dein gedaͤchtniß, JEsu! seel⸗Mumnachet, Daß mein traurig herze reundl Hhlachet, ö 2: Memlil 2. Ach! ich liebe dich von her⸗ eit/ hen uzen, Meine liebe wird nicht satt: ie vol hun Und mein geist ist frey von schmer⸗ dte Menst. zen, Wenn er dich, mein JEsu! mein ken hat. Kehr in meinem herzen ein: um, mein Dir maͤg nichts verborgen seyn; weltr Hnl Darum kennst du meine triebe, wiide: Ill Daß ich dich fuͤr alles liebe. Audirdn. Z. JIEsu meine lebens⸗sonne! RPam iil. JEsu meiner seelen lust! Ausser r dem mir keine wonne, Kein ver⸗ mun fiegnügen mehr bewußt. Ach mein Hei fi peil ich bitte dich, Komm, um⸗ ö0 fang und halte mich; So umfang' 1 Iutich dich im glauben/ Dich soll mir Ab su kein teufel rauben. un t 4. Jesu, schutz herr der be⸗ Witt drängten Jesu, der verlaßnen fel ihthschild JEsu, helfer der gekraͤnk⸗ enn f Ihten! Du des vaters ebenbild! Ich 6000 aß erd und hiunnel seyn, Bleidet 01 nur mein JEsus mein. Erd und IIn V Ummel wuͤrden hoͤlle/ War nicht JEsus mein geselle. JEsus kann im ereuze laben, JEsus ist, der mich erhaͤlt. Kann ich seinen beystand haben, Trag ich allen spott der welt. Wenn der tod die augen bricht, Laß ich den⸗ noch JEsum nicht. Muß ich mei⸗ nen geist aufgeben, Bleibt er mei⸗ nes lebens leben. 6. Will mir gut und blut ver⸗ schwinden, Geht auch leib und le⸗ ben hin, Und ich kann nur JIEsum finden; Ist auch sterben mein ge⸗ winn. Nun ich haͤlte, JEsu! dich, JEsu! komm und halte mich/Sey mein trost im tod und sterben, Und laß mich dein reich ererben. Von der Person des Erloͤsers Err Christ, der einge 294.H GOttes sohn Bes vat'rs in ewigkeit! Aus seinem herz'n entsprossen, Gleichwie ge⸗ schrieben steht: Er ist der mor⸗ gensterne, Sein'n glanz streckt er so ferne Vor andern sternen klar: 2. Fuͤr uns ein mensch gebohren Im lezten theil der zeit, Der mut⸗ ter unverlohren Ihr jungfraͤulich keuschheit: Den tod fuͤr uns zer⸗ brochen, Den himmel aufgeschlos⸗ sen/ Das leben wiederbracht: 3. Laß uns in deiner liebe und erkenntniß nehmen zu, Daß wir im glauben bleiben, Dir dienen im geist so, Daß wir hie moͤgen schmecken Dein' süssigkeit im her⸗ ien, Und duͤrsten stets nach dir. 4. Du schoͤpfer aller dinge, Du vaͤterliche kraft, Regierst von end zu ende Kraͤftig aus eigner macht, Das herz uns zu dir wende, Und kehr ab unsre sinne, Daß sie nicht irr'n von dir.* 6. Ertoͤdt uns durch dein guͤte, Erweck uns durch dein anad: Den alten menschen kraͤnke, Daß der M 2 neu' 18⁰0 Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts neu' leben mag, Allhie auf dieser erden Den sinn und all bes ierden, Und gedanken hab'n zu dir. *. Dank, lob, preis, ruhm und ehre Sey Gott in ewigkeit Fuͤr seine suͤsse lehre, Die er uns hat bereit Aus sein'm goͤttlichen munde: Der helf uns alle stunde; Er helf zur seligkeit. ie schoͤn leucht't 29 5. uns der morgen⸗ stern Voll gnad und wahrheit von dem HErrn, Die suͤsse wurzel Jesse! Du sohn Davids aus Jaeobs stamm, Mein koͤnig und mein braͤutigam, Hast mir mein her: besessen. Lieblich, Freundlich, Schoͤn und herrlich, Groß und ehrlich, Reich von gaben, Hoch und sehr praͤchtig erhaben. z. O meines herzens wehrte eron/ Wahr GOttes und Marien sohn, Ein hochgebohrner koͤnig! Mit freuden ruͤhm ich deine ehr, Deins heilgen wortes suͤsse lehr Geht uͤber milch und honig. Herz⸗ lich Will ich Dich drum preisen, Und erweisen, Daß man merke In mir deines geistes staͤrke. 3. Geuß sehr tief in mein herz hinein, O du mein HErr und Gott allein! Die flamme deiner liebe: Daß ich in dir nun immer bleib, Und mich kein zufall von dir treib, Nichts kraͤnke noch betruͤbe. In dir Laß mir Ohn aufhoͤren Sich vermehren Lieb' und freude, Daß der tod uns selbst nicht scheide. 4. Von Gott koͤmmt mir ein freuden⸗licht, Wenn du mit dei⸗ nem angesicht Mich gnaͤdig wirst anblicken; OEsu, du mein hoͤch⸗ deh gut! Dein vort, dein geiß, ein leib und blut Mich innerlich erquicken. Troͤst mich Freundlich: Hilf mir armen Aus erbarmen, dom in gnaden, Auf dein wort omm ich geladen. 5. GoOtt vater, o mein starker held! Du hast mich ewig vor der welt In deinem sohn geliebet; Dein sohn hat mich ihm selbst ver⸗ traut, Er ist mein schatz, ich seine braut: Drum mich auch nichts betruͤbet. Eya, Eya, Himmlisch leben Wird er geben Mir dort oben. Ewig soll mein herz ihn loben. 6. Singt unserm GOtt, singt oft und viel, Und laßt andaͤchtig saiten⸗spiel Ganz freudenreich er⸗ schallen, Dem allerliebsten IEsu⸗ lein, Dem wunderschoͤnen draͤut⸗ gam̃ mein Zu ehren und gefallen: Singet, Springet, Jubiliret, Triumphiret, Dankt dem HEr— ren, Groß ist der koͤnig der ehren. *7. Wie bin ich doch so herzlich froh, Daß mein schatz ist das A und O, Der aufang und das ende. Er wird mich Aufnehmen in das paradeis, Deß klopf ich in die haͤnde. Amen, Amen/ Komm, du schoͤne Freuden⸗ erone, Bleib nicht lange: Deiner wart ich mit verlangen. Mel. Allein GOtt in der hoͤh sey Thr toͤchter zions! 2 96 1h. kommt herbey, Laßt uns ein braut-lied hoͤren; Ver⸗ nehmt, wer euer braͤutgam̃ sey/ Von dessen ruhm und ehren Gar lieblich singt des himmels chor; Drum hebt auch eure stimm em⸗ por, Dis lob⸗lied zu vermehren. z. Er ist des hoͤchsten GOttes sohn, Von ewigkeit gezeuget; Vor dessen seepter, reich und eron Sich erd und himmel beuget. Was ehre, lob und ruhm erweist Dem vater und dem heilgen geist, Vor ihm sich gleichfalls neiget.— 0 3. Er ist hernach auch in der zeit Ein menschen⸗kind geboͤhren; Das zweig⸗ auch zu seinem pres 1 W Falle umnshle wa, 4 N ht 0 . I Hotfuld Ccchlit 5 D Wsg Rie ukhh stüw II N. MI H 1 U¹ IA WA d Ii F. se IuRII i fg Vöhh 1 M a Asshesh e s H 11 schlat .— „ M deh. let Ul nichey dem sohr g. mich imfh hein shß mich Luh; % Cha, Hin er geben My l nein nserm Hh Und laßt an anz fteudeph Fallerliehi inderschingl ehten undi kinget, M „Dankt dy er koͤnig den nich dochstz schahifthal gund daße uch i siit das parade hie haͤnde.! Huschiehh licht langer! eklangen. Ott indeh 1 tchte kommt hei lied hyrah uer brautu m und ehth des hinmab ich elrt fimt drmh hochgen bo feit geieuge. eich und eose el helgt.! uhm ene, heilgen geh lls meiet. achachn ndgeihhen: 6 — und zwar von der Person unsers Erloͤsers. 181 zweiglein Jesse, das verneut, Was vormahls war verlohren. Er ist der holde menschen⸗ sohn„ Den Gott zu Davids reich und thron Schon laͤngstens auserkohren. 4. Fuͤr uns hat sich dis GOttes⸗ lamm Selbst in den tod gegeben; Und schafft dadurch, als braͤuti⸗ gam, Uns, seiner braut, das leben. Er fuͤhrte seine lebens⸗zeit In grosser schmach und niedrigkeit, Zu GOtt uns zu erheben. 5. Darum hat ihn auch GOtt erhoͤht, Und aus der schmach erho⸗ ben: Er sitzet nun mit majestaͤt Zur rechten GOttes droben. Er ist das haupt der christenheit; Er ist der HErr der herrlichkeit, Den alle engel loben. 43 6. Er ist vor GOtt mit seinem blut Jus heiligste gegangen, Und hat allda, der braut zu gut, Ein ewig heil empfangen. Die braut kann nun zu jeder frist, Weil er ihr hoherpriester ist, Den gnaden⸗ blick erlangen. 7. Er ist der groͤsseste prophet/ Den alle welt soll hoͤren; Der meister, dessen stimm ergeht Mit himmels ⸗=suͤssen lehren; Der sei⸗ ner kirche hirten giebt; Weil es sein weiser raht beliebt, Sein reich durch sie zu mehren. 8. Die braut verehrt ihn auch zugleich In seiner koͤnigs⸗crone. Sie spuͤhrt sein macht⸗ und gua⸗ den⸗reich, Buͤckt sich vor seinem throne. Sie hoffet in gelassen⸗ heit Das kuͤnftge reich der herr⸗ lichkeit, Nebst vielem gnaͤden⸗ lohne. 9. Ihr toͤchter zions! freuet euch, Laßt mit den himmels⸗choͤ⸗ ren Aus euren herzen auch zu⸗ gleich Viel halleluia hoͤren, Dem allerschoͤnsten braͤutigam, Dem auserwahlten GOttes⸗lamm Zu ewgen lob' und ehren. Von der Gottbeit Coristi. Mel. SErr GOtt der du erforsch. ir sey, o JEsu! 29 D dank bereit, Be⸗ herhenr aller thronen! Du bist in delleyeinigkeit Die andre der personen Gtt sohn, den GOtt der vater heut, Das ist, von aller ewigkeit, Selbst aus sich selbst ge⸗ zeuget. O GOtt, von GOtt: o licht, vom licht! Vor dessen glanz und angesicht Des himmels heer sich beuget. 2X. Du wesentliches ebenbild Aus deines vaters wesen, Mit himmels⸗-herrlichkeit erfuͤllt, Zu Gottes glanz erlesen! Du wah⸗ rer GOtt, der ewig ist Der du das ewge leben bist, Du anfang und das ende! Du A und O, du bist es gar; Es ist/ was ist, und wird und war, Ein kunst⸗stuͤck deiner haͤnde. 3. Durch deinen schoͤpfers⸗wil⸗ len stehn Herrschaften und die thronen, Die werke, so die men⸗ schen sehn, Und die im dunkeln wohnen; Indem dein allmachts—⸗ voller ruf'Ein etwas aus dem nichts erschuf; Dis alles traͤgt dein walten: Denn was gemacht ist, machtest du; Und dis muß deine macht darzu Im wesen noch erhalten. 4. Du GoOtt wurds auch ein mensch fuͤr mich, Als sich die zeit geendet, Die GOtt bestimmt: da hat er dich In diese welt gesendet, Zu suchen was verlohren war/ und uns zu retten aus gefahr; Wir sollten selig werden. Du wurdst mein bruder, fleisch und blut, Du wurdst, mir armen wurm zu gut, Ein wurm, ein fluch auf erden. . Du willt, mein braͤutgam! (sind das nicht Der zaͤrtsten liebe proben?) Dich in gerechtigkeit, ge⸗ richt Und glauben mir verloben. Du bist Immanuel in noht, Mein M 3 hoher⸗ 182 Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts und zwar hoherpriester dursch den tod, Mein koͤnig in dem lelyen, Mein fuͤr⸗ sprach in dem hinmmels⸗zelt, Der mittler, fuͤr die ganze welt. Im opfer hingegeben. 6. Du bist in finstern dein licht, Du bist mein stuhl ver gna⸗ den, Mein advocat, der fuͤr mich spricht, Mein arzt in seelen⸗scha⸗ den. Ja/ du bist GOtt und mensch zugleich, Doch nur ein Christus, dessen reich In ewigkeit fort waͤh⸗ ret. Du lebst mit dem, der alles schafft, Du sitzst zur rechten seiner kraft, Und wirst, wie er, geehret. 7. Du hoͤrest seufzen und ge⸗ bet, Dich jammert unsre klage; Und bist/ bis zeit und welt vergeht, Bey uns noch alle tage. Dir sey lob, ehre, dank und ruhm Fuͤr dei⸗ nen tod und marterthum, Fuͤr deine heisse triebe, Fuͤr das, daß du, mein IEsu Christ! Erweckt und aufgcfahren bist, Fuͤr alle deine liebe. Von der Menschheit Christi. Mel. Vor Id 1051 tret 10 91 Qa ttes sohn 298.D der wahre Christ Mein bruder und erloͤser ist, Das fasset die vernunft zwar nicht; Doch glaͤub ichs, weils die wahr⸗ heit spricht. z. Ein wahres, ein jungfraͤulich weib Hat, da den unberührten leib Die kraft des hoͤchsten frucht⸗ bar macht, Ihn an das licht der welt gebracht. 3. Die schrift legt unserm aug' und ohr Sein ganz geschlecht⸗re⸗ gister vor, Und lehrt uns, daß von Abraham Er den verheißnen ur⸗ sprung nahm. 4. Er heißt ein mensch und men⸗ chen⸗kind, Wie andre menschen⸗ inder sind, Des weibes saame, Davids sohn, Der erbe von dessel⸗ ben thron. leib und seel Verstand und wil⸗ len, fleisch und bein: Wie sollt er nicht mein bruder seyn! 6. Ist gleich von sünden keine spur In seiner menschlichen na⸗ tur: Kann diese doch wahrhaftiz seyn, Ob sie gleich ganz von flecken rein. umgiebt, Hat dieser GOtt-⸗mensch mit beliebt: Durst, hunger, trau⸗ ren, muͤdigkeit Ertrug er mit ge⸗ lassenheit. 8. Sein cörper schwitzte blut⸗ gen schweiß, Er gab ihn allen mar⸗ tern preis, Und nach vollbrachten lebens⸗lauf Gab er den geist im sterben auf. 9. Ich freue mich, o menschen⸗ sohn! Daß man nun auf dem hoͤchsten thron Die menschheit deine liebe braut, Im schmuck der gottheit prangen schaut. 10. Mein bruder! sieh mich gn⸗ dig an, Mach mir zu deinem vater bahn. Du liebest ja dein fleisch ind bein; Ach! laß mich ganz den eigen seyn. Don dem Stande der Er niedrigung und Erhoͤ⸗ hung Jxsa. Mel. Cbrians 3 selig 10 hristus, der uns seliz 299.C macht, Ward ein knecht gebohren; Der hat wieder hergebracht, Was wir laͤngst ver⸗ lohren. GOtt erniedrigte sich tief, Menschen zu erheben. Da er Eli! ElilriefStarb fuͤr uns das leben. z. In der leiblichen gestalt Wohnt in ihm die fuͤlle Aller goͤtt⸗ lichen gewalt;* Doch sein freyer wille Aeuserte sich wunderlich Des gebrauchs der rechte(a); Und es nahm der HErr an sich Die ge⸗ stalt der knechte.*Col. 2, 9. 3. Als +. Man findt an dem Imma⸗ nuel, Gleich andern menschen 7. Die schwachheit, die uns nun V siuin nt A1 Wühhtn Wa x Fltet RN Rhst W N VM e Alag W Hu lunde 10 Rmen Whan Whap 2. ht fir Wr Wenih W. Mlupfth 1 WA Tusin dhi: M. destn. Hunsisg mat se doch uun lichgmhen achhei, R Ristr Both Durs, hunn t Ekttugan wer schrih gahihnaz d nach volhz Bab et duh ie mich, vn man nun u n Die n aut, Imstu ngen schaut rudet Lsihn mix iudenne est ndenft laß mich gi Stande du ng und H 19. N. tus derune tistus, M macht/ W. ren; Det sut Voa irli terniedtigtth erheben. S. 10 für wyn Rliulicet die fleal 32* Hochsih te sich b00 5 derticht HEtrshs .. * — von dem Stande der Erniedrigung und Erhoͤhung JEsu. 183 g. Als die mutter ihn empfieng;(a)/ das ist: Christus entäuserte Als er, wie die kinder, Mensch ward, und auf erden gieng; Als er fuͤr uns sůnder Litte, starh, und da er todt In dem grabe ruh'te: Da erwarb uns GOtt aus noht Mit dem eignen blute: 4. Da enthielt er sich der macht, Und der hoͤchsten freuden, Der allgegenwart und pracht; Schmach und spott zu leiden. Er war GOtt, in ihm war auch Aller gottheit staͤrke; Aber nur nicht ihr gebrauch Bey jedwedem werke. c. Dis ist die entaͤuserung, Die bis dahin waͤhrte, Da, nach der erniedrigung, Ihn sein GOtt ver⸗ klaͤrte Und zu brauchen alle macht Mit dem neuen leben, Sammt der gottheit hoͤchsten pracht, Ihm er⸗ hoͤht gegeben. 6. Und das that das hoͤchste gut Rur um unsert willen; Durch sein leiden, tod und blut GOttes zorn zu stillen. Unsern raub, wie GOtt zu seyn Muß der HErr bezahlen; Und nun soll in uns der schein Seines bildes strahlen. & 1. B. Mos. 3, 5. 2. Ach mein JEsu! der du dich So entaͤusern wolltest, Als du, theurer heiland! mich Soͤttlich machen solltest: Ich bin hier, wie du, gesinnt, Ich will niedrig le⸗ ben. Nach der zeit wirst du dein kind Auch zu dir erheben. ö 8. Du wirst arm/ich werde reich, Du wirst gleich den knechten: Knechte werden JIEsu gleich, Suͤnder dem gerechten. So kann deine seelen⸗noht Seelen⸗ruhe ge⸗ ben. HErr! dein leiden und dein tod Bringt mir freud und leben. . Auf, mein geist, erhoͤhe dich! Iésus ist erhaben. Der empfeng erhoͤht fur mich Alle gute gaben. Da, wo er mich schon vertritt, Wird er mich erheben. Nun hie duld und sterb ich mit, Dort mit ihm zu leben. sich des gebrauchs der goͤttli⸗ chen maiestaͤt, gewalt und herr⸗ lichkeit, die seiner menschlichen natur, vermoͤge der persoͤnli⸗ chen vereinigung, mitgetheilet worden, und deren er sich also bestaͤndig zu gebrauchen voͤlli⸗ ges recht hatte. Von den Aemtern unsers Erloͤsers. Von dem Mittler⸗Amte JEsu überhaupt. Mel. 8. JEsus Re zu versicht. er ungemeinen 300. huld, Die mein heiland mir erzeiget. Meine grosse suͤnden⸗schuld Hat sein liebreich herz gebeuget, Daß er, als ich ward verklagt, Fuͤr mich armen gut gesagt. 2. Mir ward solch ein schatz ver⸗ traut Dessen wehrt nicht auszu⸗ sagen. Nie hat eines koͤnigs braut Einen solchen schmuck getragen. GOttes bild und herrlichkeit War mein schoͤnes ehren⸗Kleid. 3. Licht erfuͤllte den verstand. Fried und freude das gewissen, Die lust war mir unbekannt, Die wir nunmehr toͤdten muͤssen: Und an kraft gebrach mirs nicht, Zu vollbringung meiner pflicht. 4. Dieser gaben meng' und zier Hab ich, leider! ganz verlohren. Alles gute mangelt mir, Und ich bin hoͤchst⸗arm gebohren, Ohne licht und lebens⸗ kraft, Die der fall hinweg gerafft. 6. Daher ruͤhrt die schulden⸗last, Die mich in den abgrund druͤcket. Diese macht mich dem verhaßt, Der mich erst so schoͤn geschmuͤcket. Wehe mir! die ewge pein Wird mein finstrer schuld⸗thurm seyn. 6. Doch ein burge giebt sich an/ Der des urtheils schluß vernichtet, Der, was ich nicht zahlen kann, M4 Zu IFCICFIT“---·—— 18⁴ — Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts Zu bezahlen sich verpflichtet: Mei⸗ 900 schoͤpfers reicher sohn Koͤmmt herab von seinem thron. 3. Als du auf erden dis voll⸗ 1 bracht, Erschienest du mit grosser vracht Vor GOttes aagesichte; 7. Er nimmt auf sich meine Wo du durch dein verdienst ver⸗ schuld, Er bezahlt mit seinem le⸗tritt'st, Wo du fuͤr uns nachdruͤck⸗ ben, Welches er aus grosser huld Fuͤr mich in den tod gegeben, Das mir den zum freunde macht, Des⸗ sen schaͤtz ich durchgebracht. 8. Das gesetz, das ich verletzt, Ehret sein gehorsam wieder. Was geraubt ist, wird ersetzt, Meine straf' trifft seine glieder. Meine d schuld wird ausgesuͤhnt, Mir wird gnad und heil verdient. 9. Dank sey dir, mein seelen⸗ freund, Buͤrge! dir sey lob gesun⸗ gen, Daß du es so treu gemeint, Und nun hoͤll und tod verschlun⸗ gen. Du hast gnug fuͤr mich gethan, Nimm mich als dein eigen an. 1. Von dem hohenpriesterli⸗ chen Amte Christi. Mel. Herzlich vaß 2 15 ö wahrer un 301 ͤ—O menschen⸗sohn! HErr IEsu du mein gnaden⸗ thron! Den ich in demuht preise: Zum lamm und opfer giebst du dich, und wirst ein priester ewiglich Nach Melchisedechs weise. Was Aaron vorgebildet hat, Das lei⸗ stet JIEsus in der that; Weil dort nur blut der thiere floß, und JE⸗ sus eignes blut vergoß. HErr IE⸗ su Christ:: Dein mittler⸗amt Er⸗ loͤset was von Adam stammt. 2. Am holze wurdest du ein fluch, Und Gott der suͤsseste geruch In deines opfers gabe. Du warest un⸗ befleckt und rein, Fuͤr mich mußt du ein opfer seyn, Daß ich erloͤ⸗ sung habe. Du hast dich fuͤr uns dargestellt Als die versoͤhnung al⸗ ler welt Und dein altar, du GOt⸗ tes⸗lamm! War deines ereuzes schwerer samm. HErr JEsu Christ:, Dein mittler⸗amt Ver⸗ soͤhnt iit GOtt uns allesammt. lich bitt'st, Daß uns der zorn nicht richte. Ob jemand hier gesuͤndigt hat, So bist du doch der advoeat, Dein geist versichert uns dabey⸗ Daß dein gebet erhoͤret sey. HErt JEsu Christ:/: Dein mittler⸗ amt Vertritt, daß GOtt uns nicht ver⸗ ammit. ö 4. Laß uns auch deine priester seyn: Laß uns des blutes salbung weihn, Und schmuͤcke du uns alle; Daß der in angst zerschlagne geist, Der dir ein liebes⸗opfer heißt, In dir GOtt wol gefalle. Ich opfre dir so herz als mund, Und halte des gewissens bund. Mein ganzes leben opfert stets Den rauch des dankes und gebets. HErr JEsu Christ:,: Dein mittler⸗amt Hat dieses feuer angeflammt. Mel. s. IEsus meine zuver sicht. ensch⸗ gebohrnet 3 O2. M GoOttes⸗ sohn, Mittler fuͤr die hoͤllen⸗ kinder! Warum laͤßt du deinen thron Für das heil so armer suͤnder? Darum, suͤßter JEsu Christ! Weil du un⸗ ser mittler bist: 2. Darum, liebster! ists e⸗ schehn, Uns dem vater zu versoͤh⸗ nen, Unser elend anzusehn, Uns in troͤsten in den thraͤnen. Du, GOtt wirst ein menschen⸗kind, Daß sich Gott mit uns verbindt. 3. Ewge liebe! nur durch dich Liebt die wesentliche liebe Uns verlohrne ewiglich Mit erbar—⸗ mungs⸗reichem triebe. GOtt hat keine gnade mehr, Die durch dich nicht unser waͤr. 4. Ewger hoherpriester! du Bitteß fuͤr die armen seelen, Sprichst uns GOttes lae 161 ů al I. . . 0¹ W. Masitta MaxHE. ItRnNs . WII. I Run WHNARR higz Ru Rhltgg AMN Rand Wiung shcht du shtmh 1 n 10 Rß schlht Hethung 50n 0 drin nrh ufit untth 1 11 and ⸗er giz undn esichert uu etethͤntsh, ½ Dein nh Oottnft auch deine⸗ 6 desblut chmüdeun ngft zerschag ebes yft 1 gefalle. A l mund/ bund. Moh. tets Den tu zebetz. 9— in mittlerat ngeflamm. us meint ensch⸗ GOtll dit hllent du deinenthl ner sunderlt Hrist! WI liebstt! dem vatek sl nantuseht thraͤnen. Il. schenkith, A berhioht be! uut entliche H iglich M tritbe. H chr/ Duuc . 42. hohernist, die arnel 0 Vshh Goltn und zwat von den Aemtern unsers Erloͤsers. 18³ Laͤßt dich opfern, schlachten, quaͤ⸗ len; Traͤgst, wie ein geduldig lamm, Unsre last am creuies⸗ swelt. Ich sagte: seele! du kannst ruhn, Du kannst dir nun Aus JEsu reichthum gutes thun. 6. Der reichthum bringt zufrie⸗ amm. 4. Schulden-opfer! das ver⸗ denheit, Der reichthum daurt in Renst Friedens⸗ opfer! das er⸗ ewigkeit. Sein heilig leben und reuet! Alle schuld ist abgelehnt, sein tod, Sein schmerz und spott Ob gleich das gesetze draͤuet. Deun Erwirbt mir alle huld bey GOtt. du zahlest sie fuͤr michDa du selbst geopfert dich. 6. Wenn ich gleich die ganze welt Voller suͤnden an mir fuͤnde: Ist doch dieses loͤsegeld Gnug für eine welt voll suͤnde. Gnug, 1a ganz vollguͤltig ist Dein verdienst/ HErr JEsu Christ! 7. Du bist die himmels⸗ thuͤr allein, Durch dich geh ich zum va⸗ ter ein. Ach! gib durch deiner wunden saft Mir trost und kraft, Die mir ein neues leben schafft. 8. So kriegt mein glaube zuver⸗ sicht/ Er kaͤmpft, er haͤlt/ er laͤßt dich nicht. Es bringt dein sterben 7. Friede, trost und sicherheit in der zeit Mir allbereit Die ewige Koͤmmt aus diesem zarten triebe: Ruhe, lust und seligkeit Fließt aus meines JIEsu liebe. Liebt mich nun mein HErr und GOtt, Acht ich weder hoͤll noch tod. Von der Genugthunng Christi. Mel. Ich hab mein sach GOtt ꝛc. 0 Donen De JEsu 303. Christ! Der du für uns gestorben bist: Du trugst nach deiner grossen huld, Was ich verschuldt, Mit unaussprechlicher geduld. 2. Was Gottes zorn versoͤhnen kann, Hast du gelitten und ge⸗ than: Die schuldeu⸗last, die alle welt Und mich befaͤllt, Zahlt dein unendlich loͤse⸗geld. 3. Der richter gieht sich nun zur ruh, Und spricht uns als ein vater zu. Er nimmt dich selbst zum zahler an, Da ichs nicht kann; Als haͤtt ich selber gnug gethan. 4. Ja Jsul du bist selber mein, Du willt mein eigen erb⸗gut seyn. Dein blut macht unser arm ge⸗ schlecht Vor GOtt gerecht: Ich bin nicht mehr ein hoͤllen⸗knecht. 3. Ich sprach zu diesem loͤse⸗ geld: Du bist mein trost statt aller gerechtigkeit. 9. Laß mich durch deine leidens⸗ pein Ein mit⸗erb deiner freuden seyn: So schau ich dich, wenn al⸗ les bricht In deinem licht Von angesicht zu angesicht. Von den Thranen IEsu. Mel. O Uander⸗ 26. wunder ⸗fluht! 304. Das hoͤchste gut Beweint die aͤrgsten sünder. GOt⸗ tes liebstes kind beklagt Adams boͤse kinder. 2. Immanuel, Der freuden⸗ quell Wird hier ein quell der thraͤ⸗ nen, Die sich nach barmherzigkeit Fuͤr die suͤnder sehnen. 3. Das zartste herz Zerbricht fuͤr schmerz, Und schmelzt in heis⸗ sen flammen; Unsers herzens haͤr⸗ tißkeit Weinend zu verdammen. 4. GOtt selber weint! Der men⸗ schen⸗-freund Beweint der men⸗ schen suͤnden: Weil sich keine wahre reu Laͤßt bey ihnen finden. 6. Er stellt sich dar, Die freche schaar Mit thraͤnen zu versoͤhnen, Und des himmels schweren zorn Von ihr abzulehnen. 6. Komm harter sinn! Komm wirf dich hin Zu dieser liebe fuͤssen. M 5 Laß 18⁵ Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts Laß die thraͤnen, die sie weint, Ich weiß, sie sind gezaͤhlet, Und oß sie nicht zu zaͤhlen seyn, Dennoch 7. Ach! schmerzet dich Der dir keine fehlet. So oft vor dir Reichlich auf dich fliessen. schlangen stich; So darfst du dei⸗ nen schaden In dem blut⸗ und thraͤnen⸗strom Deines mittlers baden.—— 8. Laß diesen thau Die duͤrre aue Des herzens wol durchdringen: So wirst du durch dessen kraft Gute früchte bringen. 9. Bist du erstarrt, Kalt, fuͤhl⸗ los, hart, Kannst keine thraͤnen weinen: Stell GOtt diese thraͤ⸗ nen vor, Welche hier erscheinen. 10. O heilge fluht! Komm mir zu gut Im leben und im sterben: Laß mich einst durch dein verdienst Ewge freud ererben. Mel. Allein zu dir— 7 SEsu ꝛc. u weinest fuͤr Jeru⸗ 305. Dlsalem, Henr Ve⸗ su! heisse zaͤhren: Bezeugst, es sey dir angenehm, Wenn suͤnder sich bekehren. Wenn ich vor dir mit buß erschein, Und über meine suͤnde wein; So waͤschst du ab aus lauter gnad Die missethat, So mich bisher gequaͤlet hat. z. Wenn deines vaters zorn entbrennt Von wegen meiner sünde; Zu deinen thraͤnen ich mich wend, Da ich erquickung finde. Vor GOtt sind sie gar hoch geschaͤzt, Wer damit seine sunde netzt, Den blickt GOtt an mit guͤ⸗ tigkeit Zu jederzeit, Und macht sein traurig herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im thraͤ⸗ nen⸗haus Fuͤr grosser angst oft weinen, Der welt aushalten man⸗ chen straus; Sie martert stets die deinen. Auf allen seiten, wo sie kann, Faͤngt sie mit mir zu hadern an. Dis troͤstet mich zu aller frist, HErr JEsu Christ! In noht du erworbnen segens⸗kraͤfte Durch auch gewesen hist. *g. Du zaͤhlest alle thraͤnen mein, sie regen sich, So oft bewegen sie auch dich, Daß du dich mein er⸗ barmen mußt, Wie dir bewußt: Weil du mir allzeit huͤlfe thust. . Wer jetzo thraͤnen saͤet aus, Haͤlt in geduld GOtt stille; Wird froͤlich seyn in deinem haus, Vo freude ist die fuͤlle, Ja solche fteu⸗ de, die kein mann Mit seiner zung aussprechen kann, Und die da bleibt in ewigkeit: Mein exeuz und leid Wird werden dort zu lau⸗ ter freud. 6. Für diese thraͤnen dank ich dir, Der du die freuden⸗crone, HErr JIEsu Christ! erworhen mir, Bey dir im himmels⸗throne. Wenn du mich holen wirst hinauf Zu deinem auserwaͤhlten hauf, Dann will ich recht lobsingen diß O hoͤchste zier! Fuͤr deine thraͤnen fuͤr und fuͤr. Von der Fürbitte IEsu. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛe. 06 rosser mittler, der 3 zur rechten Seine grossen vaters sitzt, Und die schagt von seinen knechten In dem reich der gnaden schuͤtzt: Dem auf dem erhabnen throne, In der koͤnigli⸗ chen erone, Aller ewigkeiten hert Bringt in demuht preis und ehr 2. Dein geschaͤft auf dieser er⸗ den, Und dein opfer ist vollbracht. Was vollendet sollen werden, Is nun gaͤnzlich ausgemacht. Da du bist fuͤr uns gestorben, Ist uns gnad und heil erworben, Und dein siegreich auferstehn Laͤßt uns in die freyheit gehn. 3. Nun ist dieses dein geschaͤfte/ In dem obern heiligthum: Die dein evangeltum Allen denen mit⸗ zutheilen, Die zum thron der gna⸗ Ha 1— 8 0 100 Allt hht dn Aun chlcht Ren se gn 1. E6 sty „Soosthaz M ig nlhet hißth; 0 thräten s DGottfill deinen hu ülle, Msh aun Mttsiig kann, ud Ikeit: Moy W perden durt e thränen d die freodent Crist! im himmeb holen witt userwahlen recht vhsug Fuür deineh fürbitte. mschen mist rosser mitth zur rechtenz shzt, And chten M ütt: Dem lHe, Indet ke ler ewigkii; uht preisu chäft auf M Pfer istwlh sollen werde Ugemacht. estoren, I. worbeh, dehn Laßt j. des eilchhn Heilhgthh.“ Nö⸗Erift A WWe um itol; N. und zwar von den Aemtern unsers Erloͤsers. 18² gnaden eilen. Nun wird uns durch deine hand Heil und segen zugewandt. 4. Deines volkes wehrte namen Traͤgest du auf deiner brust: Und an den gerechten saamen Denkest du mit vieler lust. Du vertrittst, die an dich glaͤuben, Daß sie dir vereinigt bleiben; Und bitt'st in des vaters haus Ihnen eine woh⸗ nung aus. ö g. Doch vergißt du auch der ar⸗ men, Die der welt noch dienen/ nicht; Weil dein herz dir aus er⸗ barmen Ueber ihrem elend bricht, Daß dein vater ihrer schone, Daß er nicht nach werken lohne/ Daß er aͤndre ihren sinn; Ach! da zielt dein bitten hin. 6. Zwar in deines fleisches ta⸗ gen, Da die sunden aller welt Dir auf deinen schultern lagen, Hast du dich vor GOtt gestellt, Bald mit seufzen, bald mit weinen Fuͤr die fuͤnder, zu erscheinen. O mit wie viel niedrigkeit Batest du zur selben zeit! 7. Aber jetzo wird dein flehen Von der allmacht unterstuͤtzt; Da in jenen himmels⸗hoͤhen Die ver⸗ klaͤrte menschheit sitzt. Nun kannst du des satans klagen Majestaͤtisch nieder schlagen: Und nun macht dein redend blut Unsre boͤse sache ut. 8. Die verdienste deiner leiden Stellst du deinem vater dar, Und vertrittst nunmehr mit freuden Deine theur⸗erloͤste schaar: Bit⸗ test, daß er kraft und leben Woll dem volk auf erden geben, Und die alle zu dir ziehn, Die noch deine freundschaft fliehn. 9. Grosser mittler! sey geprie⸗ sen, Daß du in dem heiligthum So viel treu an uns bewiesen: Dir sey ehre, dank und ruhm. Laß uns dein verdienst vertreten, Wenn wir zu dem vater beten. Sprich fuͤr uns in lezter noht, Wenn den mund verschließt der tod. 2. Von dem prophetischen Amte JEsu. Mel. Es ist das 25 uns inn du rophete IEsu! du 3 07. P bist groß Von wor⸗ ten und von thaten. Dein sitz ist deines vaters schooß: Jedoch, der welt zu rahten, Hast du dich selber dieser welt Als einen lehrer darge⸗ stellt In deinem mittler⸗amte. 2. Wie die propheten allesammt Von Christo zeugniß gaben; So zeiget dein propheten amt, Daß wir an dir nun haben, Was uns von dir versprochen wird. Du heißt ein lehrer, meister, hirt Und bischof unsrer seelen. 3. Du wurdst es durch des vaters raht In diesen lezten tagen: Da dich dein GOtt erwecket hat, Den irrenden zu sagen, Wie man zum himmel wandeln soll. Du warest kraft und geistes voll, Gesalbt mit freuden⸗ole. 4. Vornemlich warst du hirt ge⸗ sandt Zu den verlohrnen schagfen Des hauses, Israel genannt, Zu lehren und zu strafen; Wo sich dein herz auch treu erwies, Nach⸗ dem es bey der taufe hieß: Dis ist mein sohn, den hoͤret! 6. Wer elend und zerbrochen ist, Gebunden und gefangen, Ein trauriger betruͤbter christ Der soll in dir erlangen Erquickung, hei⸗ lung, linderung, Eroͤffnung und erledigung, Ein gnaͤdigs jahr und freude. 6. In deinem evangelio, Das gnad' und wahrheit brachte, Machtst du die matte herzen froh/ Die Moses traͤurig machte. Doch hast du auch zugleich erklaͤrt, Was Gott durch das gesetz begehrt: Drum lehrtst du buß und gla⸗ ben. 7. Da 188 Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts 7. Da auch zu deines wortes bar, Und an das helle licht ge⸗ macht Der zeichen kraͤfte kamen stellt, Was dunkelheit umschlossen So ruͤhmte man, was du voll- haͤlt. bracht, An blinden, tauben, lah⸗3. Du weisest uns die wahre men/ An menschen, die der aussatz spur Zu GoOtt, dem schoͤpfer 90 fraß, Und die der teufel gar besaß, natur. Du hast den weg uns recht Ja selber an den todten. gezeigt, Auf welchem man zum 8. Du setztest dieses amt auch himmel steigt. Was du vom vater fort In dem erhoͤhungs⸗stande sselbst gehoͤrt, Das haß du unver⸗ Durch deiner boten reines wort, faͤlscht gelehrt. Die du in alle lande Nach deiner 4. Du sahest in der gottheit himmelfahrt gesandt: Da alle licht Mit aufgeklaͤrtem angesicht, welt in dir erkannt Das licht und Was, nach des himmels weisen heil der heiden. raht, Man kuͤuftig zu erwarten 9. Du bist noch jetzo der prophet,‚ hat. Du machtest alles klaͤrer Der uns propheten sendet. GOtt kund, Als jemahls der propheten lob! der feste grund besteht, Bis mund. zeit und welt sich endet. Der. Die lehre, welche du gefuͤhrt, treuen lehrer reiner mund Macht Hast du mit heiligkeit geziert, uns dich grossen lehrer kund, Der Und mit viel wundern oft be⸗ Gottes weg recht lehret. staͤrkt, Daraus man deine all⸗ 10. Mein JEsu! ja du bist al⸗Imacht merkt: Ja endlich, als es lein Das heil, das kommen sollte; GoOtt geschickt, Ein blutig siegel Durch den Gott seinen gnaden⸗drauf gedruͤckt. schein Uns offenbaren wollte. Derf 6. Nachdem du hingegangen mittler und der seelen hirt, Vonbist, Wo aller weisheit ursprung dem mein geist geweidet wird Mit ist: So setzest du an jedem ort Dein staͤben sanft und wehe. Ilehr-⸗amt durch die knechte fort, II. So leite denn, und fuͤhre Die dein beruf herbey gefuͤhrt, mich Auf einer gruͤnen weide! Und sie mit gaben ausgeziert. Dein wort sey immer kraͤftiglich 7. Du aber sendest deinen geist, Des herzens trost und freude. Und Den du den glaͤubigen verheißt, wenn die weit einmahl vergeht; Der deuen seelen, die er liebt, Er⸗ Ach! so erfuͤlle, mein prophet! kenntniß/ licht und weisheit giebt, Was du hier prophezeyet. enbe, wo man ihn nicht ver⸗ .. 0 Mel. Vater unser im himmelr. n schedt. dirt 308. O lehrer! dem kein. Ach laß, o himmlischer pro⸗ *, andrer gleich, Auphet!Mich scheuen deine majestat. klugheit, lieb und eifer reich, Des Mach mich von eignem duͤnkel ewgen vaters höehster raht, Pro⸗frey, Damit ich dir gehorsam sey. har Den 650 ö n beit Du sollt mein hoͤchster lehrer seyn, at, zu unser E. 7046. u. gesandt, Und ihn gesalbt mit 5 eigner hand! 3. Von dem königlichen Amte 2. Du kamst aus deines vaters Iksu. schooß Und machteß alle siegel Mel. zr. Schmäͤcke dich, o liebe ze. los, Womit sein raht versiegelt oͤnig, dem kein ko⸗ war. Durch dich ward alles offen⸗ 309. Vnig gleichet! Des⸗ sen In I WtCW 11.„ 0i 1 Dll 4 E. W Iuch Msche + Mühh El Hlgt K WHH¹ RANN aus N WI. Hass V 2 I IN aahen we Nusohch 90 0 upꝛ AIR Wi MHRu l O esthd II 11 ö Sechltht 7—U.—— 2— 2 sen ruhm kein mund erreichet, streiten, Dort mit herrschen, dir millhetmht sef un N 1. den siiß astden venn „ Waohuum t Dihd t. est in e g geklätten mz des hinmh ünftg un nachteft alle nahls det nj „velche d t heiligkeit wundern man dan I Kadlih t/ Ein blat t. m du hingge beizheit x an jeden/ h die kuech. ruf hethey g ben ausgeint sendestdeing läubigen 9 en, ditrlil und tbeigheh man ihn nat vort in heti ohimmlichy en deineinh on eiglen dit gehhsch öchter Ihhtt, inè schuletl — omiplche Hu.,. icke dicht 0 lio Dan Hnn lig Hlehet.. und zwar von den Aemtern unsers Erloͤsers. 189 Dem, als GOtt, das reich gebuͤh⸗ zur seiten. ret, Der/ als mensch, den scepter fuͤhret, Dem das recht gehoͤrt lum throne, Als des vaters eingem sohne, Den so viel vollkommen⸗ heiten Croͤnen, zieren und beglei⸗ en. X. Himmel, wasser, luft und erde, Nebst der ungezaͤhlten heerde Der geschoͤpfe in den feldern, In den seen, in den waͤldern Sind, HERR uͤber tod und leben! Dir zum eigenthum gegeben. Thiere, menschen, geister scheuen, Menschen⸗-sohn! dein maͤchtig draͤuen. 3. In des gnaden⸗reiches gren⸗ zen Sieht man dich am schoͤnsten glaͤnzen, Wo viel tausend treue seelen Dich zu ihrem haupt erwaͤh⸗ len: Die durchs seepter deines mundes, Nach dem recht des gna⸗ den⸗bundes, Sich von dir regieren lassen, Und, wie du, das unrecht hassen. 4. In dem reiche deiner ehren Kann man dich stets loben hoͤren Von dem himmlischen geschlechte, Von der menge deiner knechte, Die dort, ohne furcht und grauen, Dein verklaͤrtes antlitz schauen: Die dich unermuͤdet preisen, Und dir ehr und dienst erweisen. . HErr in allen diesen rei⸗ chen! Dir ist niemand zu verglei⸗ chen An dem uͤberfluß der schaͤtze, An der ordnung der gesetze, An vortrefflichkeit der gaben, Welche deine buͤrger haben. Du be⸗ schuͤtzest deine freunde, Du bezwin⸗ gest deine feinde. Herrsche auch in meinem herzen Ueber zorn, furcht, lust und schmerzen. Laß mich deinen schutz geniessen, Laß mich dich im glau⸗ ben kuͤssen, Ehren, fuͤrchten, loben, lieben, Und mich im gehorsam uͤben, Hier mit leiden, kaͤmpfen, Mel. HErr 93105 u einge e obt tt, ihr seine 3 I 0.L knechte! Verehret JEsu reich. Bewundert seine rechte: Denn JEsus ist zugleich In seiner ehren⸗erone, Auf seiner allmacht throne Auch unser gua⸗ den⸗thron. 2. Du glanz der herrlichkeiten Du wesentliches wort! Bestimmst den lauf der zeiten, Und setzest ihn noch fort. Dein reich ist ewig, maͤchtig, Und bleibet ewig praͤch⸗ tig Nach deiner gottheit kraft. 3. Und da du, HErr! gekom⸗ men, Und unsre knechts-gestalt Auf erden angenommen; So hast du die gewalt Uns in dein reich zu setzen, Sammt allen gottheits⸗ eahr. Der menschheit mitge⸗ theilt. 4. Doch hast du fuͤr die knechte Dich,/ in der leidens⸗zeit, Entaͤu⸗ sert deiner rechte; Bis du in herr⸗ lichkeit Zur rechten GOttes sitzest/ und nun dein reich beschuͤtzest Ju voͤlliger gewalt. 9. Die hat dir GOtt gegeben Im reiche deiner macht. Du hast uns in das leben Auf diese welt gebracht. Wir preisen dein regie⸗ ren An menschen und an thieren, An aller ereatur. 6. Du hast, als du gestorben, Dir auch durch eignes blut Dein gna⸗ den⸗reich erworben, Da du, mein theil und gut! Uns vormahls ab⸗ getrennteDurchs wort und saera⸗ mente Zum erbtheil sam̃len willt. 7. Ja, koͤnig! du regierest Das reich der herrlichkeit; Woselbst du triumphirest; Wo nach vollbrach⸗ tem streit Der engel stimmen klin⸗ gen, Wo auserwaͤhlte singen: Lob, ehre, preis und macht! 8. Du koͤnig aller ehren! So mach 1 . PPIPPPPPPPPTPTPTTTTTT T T Von der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts 19⁰ mach ich in der zeit, Dein gnaden⸗ reich zu mehren, Die thore hoch und weit. Dein reich laß zu mir kommen, Daß ich mit allen from⸗ men Dein reich ererben mag. 9. Gerechtigkeit und frieden Und freude giebt das reich, Das dir und mir beschieden. Besitz ich also gleich Von erden⸗guͤtern we⸗ nig; So macht mich doch mein koͤnig In seinem reiche reich. 10, Da hab ich uͤberwunden. Der suͤnden herrschafts⸗recht Hat IJEsus selbst gebunden. Mein herrscher wird ein knecht, Und ich soll herrscher werden: Vor GOtt bin ich auf erden Zum koͤ⸗ nige gemacht. 31 1I. HErr! lege mir die erone Des lebens ewig bey, Daß ich vor deinem throne Ein knecht und koͤ⸗ nig sey. Hilf du mir mich regie⸗ ren; Hilf du mir triumphiren. Hrr, hilf! so koͤmmt dein reich. Don dem Gnaden⸗Bunde. Mel. Wer nur den 15.5——. 0 ꝛe. 5 ein GOtt! wie II. M groß ist dein er⸗ barmen, Das mir dein gnaden⸗ bund beweist! Du nimmst mich auf mit gnaden⸗armen, Und giebst mir deines sohnes geist, Daß ich von suͤnden rein und frey Dein neuer bunds⸗genosse sey. 2. Ich war zuvor von dir gewi⸗ chen, Da ich in meinem blute lag: Doch da dein sohn die schuld durchstrichen; Erschien mir ein erwuͤnschter tag, Der that mir, HErr! durch deinen bund Heil, segen und erloͤsung kund. 3. Aufs neue hast du mich ge⸗ bohren, Und mich zu deinem kind erkiest, Da du den heiland auser⸗ kohren/ Der meine sůnden⸗schuld gebuͤßt. Die tauf hat mich dir einverleibt, Daß deine huld mein eigen bleibt. ö 4. Zwar dein gesetz macht' auch vorzeiten Den vaͤtern deinen bund bekannt: Es zeigte JIEsum zwar von weiten, Den du zum heil der welt ernannt, Doch konnte dieser gnaden-⸗schein Noch nicht so hell und heiter seyn. Der heiland ward so gar den heiden Als licht und leben darge⸗ stellt; Doch diese waͤhlten eitle freuden; Darum verwarfst du die⸗ se welt/ Und schlossest Israel allein In deinen bund der gnaden ein. 6. Nun zu dem neuen bund der gnaden, Woraus uns heil und se⸗ gen quillt, Hat JEsus jeden ein⸗ geladen, Nachdem er das geseß erfuͤllt: So, daß, wer fest an Chri⸗ stum glaͤubt, Gerecht und ewig selig bleibt. 7. Dis gnaden⸗buͤndniß muß bestehen, Wenn teufel, hoͤll unoͤ suͤnde tobt. Wird welt und him⸗ mel gleich vergehen, Bleib ich doch meinem Gott verlobt: Denn Christi meines bůrgen blut Macht alle meine schulden gut. 8. Der menschen buͤndnisse vet⸗ gehen: Sie sind voll trotz und heu⸗ cheley; Doch GOttes bund bleiht ewig stehen, Weil GOtt von ewig fester treu. Er bleibt mein schild und grosser lohn, Dieweil mein buͤrge GOttes sohn. 9. Eh' muͤßten berg und huͤgel weichen, Eh? muͤßt die ganze welt vergehn, Als daß dein bund, dein gnaden⸗zeichen Nicht sollte ewig fest bestehn. Dein friedens⸗bundx den du gemacht, Macht, daß mein herz der hoͤllen lacht. 10. Wer kann mir nun den him⸗ mel rauben? Den GOtt mir durch den bund geschenkt, Der mich ver⸗ pflichtet/fest zu glauben; Der mei⸗ nen geist schon dahin lenkt, Wo ich in vollem gnaden⸗schein Soll ohn aufhoͤren selig seyn. r. Erhalte mir, HErr! mein gewis⸗ Wrt W Habih Wlgg Hadt Wt. WIEEg lln Wu Aü Hen shesuh Reg maanme O Mi dshlaht hihnd Mitenin hahtt Jeiz Huuiu Dochunt 15 sch d achz usen hise nihhe Im bertunft Hlossf Jin dder gudeng em neuen du us un helz t Müas shy hdem et du , Werfefin Gerecht in hen⸗buudy m teufel, ird weltth gehen, V Gott u seines bitgt le schuldent hen bündnh voll troßih Ottes bul eil Goltehh bleibt ma u/ Diexol. ohn. Nbetg m ußt die gist aß dein hulh Noht sollz zin ftiedent Macht/ dt icht. mit nun dat uGottm Ikt Dernst lauben;Dt ahin lalt adetsc ig stht. „ IN k/ NI 0 und zwar von dem Gnaden⸗Bunde. 191 gewissen In deinem gnaden⸗buͤnd⸗ niß rein; Und laß durch deinen geist mich wissen, Wie ich dir kann gefaͤllig seyn; So hab ich das er⸗ wüͤnschte loos, Und ruhe sanft in deinem schooß. 11. Laß mich bis an mein leztes ende Getreu in deinem bunde stehn, Und leite mich durch deine haͤnde, Daß meine tritte richtig gehn; So komm ich als dein Zu dir, mein GOtt! ins himmels⸗schloß. V. Von dem We rke der Heiligung nach dem dritten Articul, und zwar Don der Beils⸗Ordnung oͤberhaup Mel. JEsu ben Wurttler und ö Unfang, mittler und 3 2.91 vollender Alles heils und seligkeit! Ach! wir waren hoͤl⸗ len⸗braͤnder: Doch du branntest vor der zeit In eutflammter lie⸗ bes⸗glut, Uns zu dir, o hoͤchstes gut! Durch der gnaden⸗mittel leh⸗ ren, In der ordnung zu bekehren. 2. Uns in suͤnden geistlich ar⸗ men, Die der fall getoͤdtet hat, Zeigt dein ewiges erbarmen Einen reichen lebens⸗raht. So hat GOtt die welt geliebt, Daß er seinen sohn uns giebt; Dieser ursprung aller gnaden Heilet unsern seelen⸗ schaden. 2——6 3. Dis erbarmen, das die triebe Vor der zeit in GOtt bewegt, Hat auch in der zeit, der liebe Und des heiles grund gelegt, Da das heil, mein JEsus, kam, Und die suͤnden auf sich nahm. Sein ver⸗ dienst, als er gestorben, Hat uns alles heil erworben. 4. Da nun uns in suͤnden tod⸗ ten Dieses leben, leben schafft So wird dis uns angeboten Durch der gnaden⸗ mittel kraft. Treuer ten Nur der glaͤube freudig an, Und zugleich die seligkeiten, Die er darin finden kann. Doch durch dieses glaubens kraft, Die GOtt auch durch mittel schafft, Will die weisheit nur das leben In der gnaden-ordnung geben. 6. GoOtt beruft durch seine leh⸗ ren, uns erleuchtet GOttes schein. Gott gebiehrt, uns zu bekehren: Und denn will er gnaͤdig seyn, Wenn er uns gerecht erklaͤrt, Und im ereuze wol bewaͤhrt. GOtt will kraft zur tugend geben, Und dis ist der weg zum leben. 7. Hochgelobet und gepriesen Sey der HErr GOtt Israel! Der uns seinen weg gewiesen, Dessen gnade wie ein quell Durch die wunden JEsu floß, Und den geist auf uns ergoß, Der uns zu dem leben leitet, Das sein lieben uns bereitet. 570 ö 8. Diese liebe will ich preisen, Bis ich sie dort rüͤhmen kann, Was mir GOttes mittel weisen/ Nehm ich alles glaͤubig an. Die⸗ sen folg ich ordentlich: GOttes ordnung fuͤhret mich Auf dem lehrer hand und mund Legt in uns wege zu dem frieden, Den er ewig dazu den grund Durch das wort und saeramente, Die zu mitteln Gott ernennte. 5. Diese nimmt an unsrer sei— mir beschieden. 9. Lob sey dir, du GOtt der gna⸗ den! Der du mich berufen hast IEsu, den die schuld beladen, Nimm ** 19² Von dem Werke der Heiligung, und zwar Nimm von mir der sünden last. Geist der gnaden! füͤhre mich, Ich verirr mich ohne dich. Fang es an, mein GOtt! und staͤrke, Ja, vollende deine werke. Mel. Wie schoͤn leucht uns der ꝛc. 1 rich, heller morgen⸗ O stern! herein, Und laß uns deinen freuden⸗schein In hellen strahlen sehen. Ermuntre mich, du gnaden⸗licht! Und laß die arme seele nicht In satans stricken gehen. Ruf mich, Daß ich In dem herzen Rechte schmerzen Um die suͤnde, Die sich an mir zeigt, empfinde. 2. Ach! giesse deinen edlen schein In mein verfinstert be. hinein, Und gib mir reine triebe. Vertreib die schwarze suͤnden- nacht, Die mir so augst und bange macht; Zeig mir, wie du aus liebe, Was mich Ewig Sollte plagen, Schon getragen. Zeig die wege, Wie ich zu dir kommen moͤge. 3. Erweiche meinen harten sinn, Gib, daß ich voller reue bin Um meine schwere sunden. Zerschlag, zerknirsche geist und herz;, Und laß mich wahren seelen⸗schmerz Im innersten empfinden. Hierzu Gib du Glaubens⸗triebe, Reine liebe, Und verlangen, Dich, mein heil, recht zu umfangen. 4. Denn du bist ja mein gna⸗ den⸗licht, Dem niemahls glan; und schein gebricht. Wenn ich zum vater hl Und seinen strengen richter⸗schluß Vor seinem richt⸗ stuhl hoͤren muß; Kann ich mit dir bestehen: Weil ich Durch dich, Gnaden⸗sonne! Lauter wonne Dort erlange, Und als ein gerech⸗ ter prange. 7. So kleide meine seele gan; In deinen reinen schmuck und glanz, Und reinge mein gewissen. Mich hat ʒwar deines blutes kraft, Die alles rein und heilig schafft Dem suͤnden⸗wust entrissen 35 doch Laß noch Glaubens⸗kersen Aus dem— Auch aufsteigen, Und mein licht den leuten zeigen. 6. Dring in mein herz, mein licht, mein heil! Ich find an dir mein bestes theil, Drum will ich auf dich hoffen. Du has dich fest mit mir vereint; Gib, daß mein herz es redlich meint, Da nun der bund getroffen. HErr! ich Faß dich, Bleib du meine, Ich bin deine, Und uns beide Scheidet weder leid noch freude. 7. Befestige mein wankend herz Damit es sich durch keinen schmetz Von dir abwenden lasse. In dir, mein vater! gruͤnde mich; Gib, daß mein fester glaube dich Als Daß ich Ja nicht weiche; Komm und reiche Mir die haͤnde, Dah kein fall mich von dir wende. 8. Den glaubens⸗schmuck trag ich an mir; Vermehr nun auch die tugend⸗ zier, Die man zum schmucke zaͤhlet. Du hast mich, HErr! zu deinem ruhm, Zum ki⸗ nige, zum priesterthum, Ja gar zur braut erwaͤhlet. Schmuͤck mich, Daß ich Diese ehre, Ziere, mehre, Nie verliehre, Bis ich sie dort ewig fuͤhre. ö 9. Verklaͤr dich taͤglich mehr in mir, Ein reich erkenntniß gib von dir; Laß mich gewisser werden, Daß ich in deiner gnade steh, Und auf den himmels wegen geh, So lang' ich wall' auf erden. Gaͤnz⸗ lich, Will ich Mich verschreiben, Dein zu bleiben, Daß ich droben, Dich koͤnn ewig sehn und loben. * 10. Ersreue mich, mein seelen⸗ schatz! Du hast in meinem herzen platz, Erfuͤll' es mit vergnuͤgen. Gib ihm des himmels lebens⸗saft, Laß mich durch deine 1. Fisltig Halhef 0 1 Hh, Mi N Kuhmes IX e , B. MAn Kchtgus r N Wttr IHl 7. seinen schutz umfasse. Halt mich, Mahl Ml V si.; 3 I. Httett. gl ———— vMilhg M Rch RN a Sh 2 I iun Hier alles leid besiegen. Eil, mich wuf minstn Bruͤnstig Voll verlangen Zu um⸗ Hhalhag fangen, Mich zu küssen, Alle noht n Achuh mir zu versüssen. Rl 1I. Erhalte mich in deinem 4 mem licht, Und laß mich, weil ich llIt Lebe, nicht Von deiner gnade tren⸗ l, dunn nen. Vollführ in mir dein gna⸗ . Dhä den⸗werk, Gib geistes⸗kraft und It; Hih, I glaubensestaͤrk. Laß mich dich ewig miint, im kennen, Und mich Stetig In dir . Hetrl leben, An dir kleben, Bis ich ster⸗ hu nelt uNbe, Und mit dir das reich ererbe. s Hahe. I2. Umgib mich endlich über⸗ hsten. all, Mit gnaden⸗proben ohne zahl: mein nany Dein auge mich behuͤte, Daß ich Urchkingt in deiner gnade steh, Und stets Iden laßt darinnen weiter geh. Gib mir, rnde nih o wunder⸗guͤte! Taͤglich Stünd⸗ glalbe i lich Neue gnade, Daß kein schade mnaͤse. y Mich abtreibe, Und ich fest in chtheithe! JEsu bleibe. it die hith Melodey 23 on dit xend n ein vater! zeuge 21. 14. 9 mich, Dein kind, nach deinem bilde, Und schaffe . Du sulelbst in mir Die neue ereatur. Laß em um emich auch gütig seyn, Auch heilig/ ferthin weis' und milde, Durch gnade zeig' rable. Zan mir Sich deines sinnes spur. Date„. 2. Mein licht! erleuchte mich, hh, Laß deiner gnade strahlen Mir klehte⸗Midringen in mein her;; Vertreib htilln die finsterniß. Ich fall' und irre IAhh sonst Zu allzuvielen mahlen; Ja rlennuulh werd ich nicht erleucht, Verderb I ich ganz gewiß. aleh Ach oͤffne mir die pforteDie mich, W HErr! in dein reich Im glauben 5 HIl r/ Die u überbringt. Du weißt ja, daß dein Daß! knecht An einem wüsten orte thnuchlhe Schon lange gnug gewohnt, Und 0 106 nun nach freyheit ringt. ich m 4. O wahrheit! heilge mich In münn Raller deiner wahrheit, Und bringe mit Hen meinen sinn Zur rechten lauter⸗ mib fie keit: Vertreib den luͤgen⸗geist te 0 von der Heils⸗Ordnung uͤberhaupt. dich ni Ihn abba recht zu nennen, Daß mein gebet allzeit In rechter brunst gescheh. Nicht auf fuͤr mich zu beten, Ach rufe doch mit mir Den vater taͤg⸗ ich im harten kampf Selbst nicht mehr beten kann. 3. Mein weg zum vater⸗land! Durch deines wor tes klarheit, Und mache mich recht fest In al⸗ lem kampf und streit. Mein leben! leb' in mir, und laß mich in dir leben. Ich bin ja ohne dich Zum guten gaͤnzlich todt. Du kannst, o lebens⸗brot! Mir einzig nahrung geben Fuͤr meinen matten geist In aller hun⸗ gers⸗noht. 6. Mein laͤmmlein, still und fromm, Rein, heilig und unschul⸗ dig! Ach wirke doch in mir Den sanften laͤmmleins⸗sinn; So werd ich auch, wie du, Im leiden recht geduldig,/ Und lasse mich zum ereuz Gar willig fuͤhren hin. 7. Mein meister lehre mich Den vater recht erkennen, Weil ohne o licht! Ich GOtt, das licht cht seh. Ach unterweise mich br * 8. Mein hoherpriester! h lich an. Laß deinen heilgen geist Mit seufzen mich vertreten, Wenn 9. Mein koͤnig! schuͤtze mich, Wenn satan, welt und suͤnde, Die sich noch in mir regt, Auf meine seele stuͤrmt. Hilf, daß in deinem schooß Ich allzeit ruhe finde Weil der nur sicher ist, Den deine macht beschirmt. 10. Mein hirte! weide mich Auf einer gruͤnen auen, Und lagre mich im durst Ans frische waͤsser hin. Halt mich vom irrweg ab: Wollt ich aufs eitle schauen, So bringe Inn zurecht Den ausgeschweiften inn. 11. Mein arzt bin ich verwundt, Sind ausgezehrt die kraͤfte; So laß den liebes⸗fluß, Dein theur⸗ vergoßnes blut Mich heilen: 920 k N 194 Von dem Werke der Heiligung des geists Erneurungs⸗lebens⸗saf⸗ 4. Er rufet uns zu seinen hur⸗ de Mich laben und erfreun, Mir ten/ Er rufet uns zu seinem mahl, staͤrken herz und muht. Zur wahrheit und zu guten sitten, 12. Mein freund! vertraue dich In seines sohnes hochzeit⸗saal. O Noch naͤher meinem herzen, Und gnad und huld: o wunderthat! laß mich deiner treu Noch mehr GOtt rufet uns noch fruͤh und versichert seyn: Auf daß zu aller spat. zeit Ich meiner seelen schmerzen. Wir konnten nichts, als un Getrost versenken darf In deines verliehren, Wir waͤren ein ver⸗ herzens schrein. dammter hauf: So aber macht I3. Mein braͤutgamm! liebe uns GoOtt die thuͤren Zu seingn mich, Und setze mir das siegel Der gnade selber auf; Doch viele bit⸗ unverfaͤlschten treu, Den geist, auf hen taub und blind, Weil sie bir meine brust. Laß deinen gruß und stockt und boshaft sind. kuß Mich schmecken; sey mein 6. Ach HErr! laß uns denn spiegel, Darin ich mich beschau wort nicht rauben, Laß es erschal Mit wahrer seelen⸗lust. len fort und fort. Ruf ferner unz 14. Mein ein und alles! laß zur buß und glauben; Bis wiran Mit dir mich eins hie werden: So jenem freuden⸗ort Im himml wird mir alles nichts, Du aber al⸗ mit der engel⸗schaar Dich preisel les seyn. Und nimmt denn deine werden immerdar. huld Mich endlich von der erden:— So geh ich freuden⸗voll Zu deinen Mel. JIEsu deine heilge wunden freuden ein. I Ott! dein seepter, ö 3 stuhl und erohe Von dem Gnaden⸗Berufe Herrschet uͤber alle welt. Du sif GOttes. deinem liebsten sohne Laͤngst en Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. hochzeit⸗mahl bestellt. Dir sh 18. Es hat zwar OOttes dank ohn end und zahl, Daßl 5. grosse liebe, Die un⸗ diesem liebes⸗mahl Du mich auh aussprechlich heiß und zart, Sich aus lauter gnaden, Von der strast durch gar viele starke triebe In lassen laden. manchem werke offenbahrt: Doch 2. HErr! wer bist du? groß und es gebuͤhrt auf viele weis' Dem maͤchtig; Ich nur erde, staub u gnaden⸗ruf besondrer preis. koht. Du bist ewig reich un 2. Man denke doch, was sind praͤchtig, Ich voll duͤrftigkeit un wir armen? Wir alle sind verlohr⸗ noht: Du voll licht und herrlich⸗ ne schaaf: GOtt gieng uns nach keit, Ich voll nacht und dunkel mit viel erbarmen, Da uns des heit: Du bist heilig, ich verdon⸗ falles jammer traf. Da wir aus ben: Du das leben, ich erstorben. bosheit uns verirrt, So rufet 3. Dennoch, o der grossen gug⸗ uns der treue hirt. den! Werd ich zu dem hochteit 3. Er rufet uns durch seine mahl Als ein gast von dir gell⸗ knechte: Er warnet uns fuͤr der den: Ich soll in des himmels, gefahr. Durch sein wort lehrt er saal Doͤrt bey dir, o GOttes seine rechte. Er ruft uns schon so lamm! O mein HErr und braͤuti manches jahr; Er hoͤrt nicht auf, gamm Mit der engel ehor und rei er rufet fort, Wir hoͤren stets sein hen Ewig mich, ach! ewig freuen. heilis wort. 4. Wen nur duͤrstet, kann sehur Iuht S dei. 0N U h A. noht/ I Ru, IHV I R. HN ¹ fhn RihHH uschs N — ut us 0 siicg hochettz H eh ns uoc j Itenniht,, Vr uaknn : Coh thikea uf; Doch g hlind, Wl hast srd. r ln Uben/aß e rt. Mfft auben; H ⸗ört Jh schagt dih kdat. eine heilg tt! en stuhle allewat. n sohne l besel. und gahl; mahl Dunt iden, ulh er bis uh nut erde/j ist ewig H. volloͤtfi licht mie nacht M. Heilg il eben /icheh „o der toß ch 3U Rn gaftrut in da dir/ Y.e Hh egelchnl Jachltgsfe Irset und zwar von dem Gnaden-Berufe Gottes. 195 ben; Weil hier lebens⸗wasser quillt. Hier ist seelen⸗brot zu ha⸗ ben, Welches allen hunger stillt. Suͤsses mahl, o freuden⸗ort! Hier laßt GOttes herz und wort Fuͤr die suͤnd und seelen⸗plagen Sich zur arzeney auftragen. 5. O du grosser HErr und koͤnig! Du rufst selber: kommt herbey! Ich, ich bin ja viel zu wenig Aller deiner lieb' und treu! Meine schwachheit danket dir Niemahls würdig gnug dafür; Ruͤhr und lehr mich selbst, die proben Solcher gnaͤde recht zu loben.. 6. Rüste mich mit deinen ga⸗ ben: Ruhre die durch deine macht, Die das eitle so lieb haben, Daß ihr herz dein mahl veracht't. Laß die lebens⸗quelle mir Reichlich fliessen fuͤr und fuͤr, Daß mein geist sich in dir labe, Und die volle gnuͤge habe. 7. Zeuch du mich, dein mahl zu schmecken, Aus der schwar⸗ zen suͤnden⸗gruft. Laß mich deine stimme wecken, Welche mich so sehnlich ruft: Komm, o mensch! und eile schnell! Komm zu dieser lebens⸗quell! Komm, und iß dis brot der see⸗ len, Dich mit JEsu zu ver⸗ maͤhlen. 8. Oeffue, vater! herz und oh⸗ ren, Daß dein wort zu herzen dringt, Und mich zu den freu⸗ den⸗thoren Jener auserwaͤhlten bringt. Laß mich/ den du theur er⸗ kauft, Der auf Christi tod getauft, Bey den traͤbern nicht verweilen, Zu dem gnaden⸗mahle eilen. 9. Gib, daß mich dis welt⸗ge⸗ tuͤmmel, Das als rauch und schat⸗ ten flieht, Nicht von jenem mahl im himmel, Von der lammes⸗ 34⁴⁷% der ehren Hochzeit feyre ohn auf⸗ hoͤren. Mel. Nun danket alle GOtt. suͤsses gnaden⸗wort, 5Z. Das JEsu mund laͤßt fliessen! Das sich durch jeden ort Der erden soll ergiessen: Geht hin in alle welt, Und predigt GOtt zum ruhm, Weils ihm also gefaͤllt, Das evangelium. 2. Dis ist die friedens⸗sftimm Und botschaft vieler freuden, Die ohn gesetzes grimm An juden und an heiden Ergehet in der zeit, Und noch im herzen schallt: Ach waͤr 90 3 bereit Dem ruf zu folgen ald. 3. GoOtt ist noch jezt getreu, Er ruft und macht hienieden Das herz von sünden frey, Und schenkt ihm seinen frieden: Allein, der mensch verstoßt Den raht der se⸗ ligkeit, Und sundiget getrost Auf gnad in sicherheit. 4. Mein herz! ach denke nach, Erweg' die grosse gnade, Steh auf, dieweil es tag, Daß dir die nacht nicht schade Die etwa bald einbricht. Es ist der boͤsen welt Ein schreckliches gericht Auf ihren trotz bestellt. c. GOtt laͤßt die gnaden⸗stimm Von neuen heut erschallen: Dar⸗ um, mein herz! vernimm, Was Gottes wolgefallen; Das evan⸗ gelium Gebiehret dich ganz neu; Drum komme wiederum Zu Gott in wahrer reu. 6. Wer glaͤubet, wer getauft, Und fest im glauben bleibet, Dem hilfts, daß er erkauft. Doch, wer nur blendwerk treibet Mit seinem ehristenthum, Der kann nicht se⸗ lig seyn: Er wird verdammt, kom̃t um In ewger hoͤllen⸗pein. 7. Ach! moͤgt die boͤse welt bochtit zieht. Zieh mir an das hochzeit⸗kleid,Christiheils⸗gerech⸗ tigkeit, Daß ich mit dem HErrn Doch dieses einmahl fassenUnd das, was GOtt misfaͤllt, Von gan⸗ N2 zem 106 Von dem Werke der Heiligung. zem herzen hassen, Als: wollust/ augen⸗lust Und diesen falschen wahn, Daß man bey suͤnden⸗wust Doch selig werden kann. 8. Hinweg verdammter schein, Der du das herz verfuͤhrest, Und nichts als weh und pein Und hoͤl⸗ len⸗furcht gebiehrest: Bey dem, der suͤnde thut, Kann glaube nicht be⸗ stehn: Wo GOtt im herzen ruht/ Muß suͤnd und nacht vergehn. 9. OJEsuleite mich In mei⸗ nem ganzen leben: Laß meine seele sich Zu dir allein erheben: Daß sie im geiste schon Zu dir gen himmel faͤhrt; Bis sie vor deinem thron Dich ewig preist und ehrt. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛc. ein hirte! wie so 31 8. M treulich Gehst du ka dem suͤnder nach, Dem suͤnder, welcher freilich Gar bald und all⸗ gemach In sein verderben laͤuft; Wo deine hand den armen Nicht selber, aus erbarmen Und gnade, noch ergreist... 2. Wie troͤstlich ist die stimme, Die alle suͤnder lockt! Ach spraͤ⸗ chest du im grimme: Weicht, die ihr euch verstockt! Weicht suͤn⸗ der, weicht von mir, Ich will euch nicht erkennen! Wer wollt es unrecht nennen? Wer bist du? wer sind wir? g. Doch nein/ du heißt uns kom⸗ men, Und suchst uns selber auf; Du laͤßt indeß die frommen:“ Dein herze sinnt darauf, Das recht fuͤr liebe brennt, Daß doch das schaaf zur heerde Zuruͤck gefuͤhret werde, Davon es sich getrennt. Luc. 1/4. 4. Nimmt nun der freche suͤnder Den gnaden⸗ruf nicht an; So gehst du viel gelinder, Als man gedenken kann. Du setzst ihm lan⸗ ges ziel, Er kann noch gnade hoffen/ Der zugang steht ihm offen, Wenn er nur kommen will. 6. Ach hirte meiner seelen, Ach mahrer herzens⸗freund! Was soll ich es verhehlen? Du hast es wol gemeint. Ich war verirrt, ver flucht; Du hast mich in der wüste Der ungezaͤumten luͤste In gna⸗ den heimgesucht. 6. Dein wort schallt noch im herzen, Das mich zur busse rief Als ich, zu deinen schmerzen, Den weg zur hoͤllen lief. Wie gnaͤdiz zogst du mich Von diesem breiten stege Durch ereuz und andre wege! Mein hirt! ichpreise dich. 7. Ach daß ich deinem triehe Nur auch gehorsam waͤr, Und dei⸗ ne hirten⸗liebe Nicht immerzu so leer(Wie ich bisher gethan und fruchtlos bleiben liesse, Da ich in mehr geniesse, Als ich verdanken nn. 8. Nun JEsu! ich beklage Den 2½½3— vufal A groben unberstand, Und daß ich meine tage So uͤbel angewandt. Verstoß den suͤnder nicht! Es reuet mich der schade, Verwandle deine gnade Nicht in ein zorn⸗ge⸗ richt. 9. Du kamest ja, zu suchen Mu ganz verlohren war, Du liesst dich verfluchen, Und machtest oß fenbar, Was uns dein name weist: Daß du an jedem orte, Ach theuer⸗wehrte worte! Der suͤnder heiland seyst. ö 10. Das laß mich feste glaͤuben; Doch gib mir selber kraft, Wie ich auch treu zu bleiben, Den rechten lebens⸗saft Getrost und glaubens⸗ voll Aus deinem uͤberflusse Zum wirklichen geuusse Noch fernr nehmen soll. 11. Doch sollt ich mich aufs neue Bald hie bald dort vergehn; Er laß mir deine treue, Mein hirte nicht entstehn. Ach weck und suche mich! Schreib mich in deine haͤl⸗ de; So bleib ich sonder ende⸗ Mein hirte! stets um dich. Mel, . 2— Maihassgz Srudsd a var vent hichith ten lase t shillx miich Iu Ieh schent Hief. M. Von diesen unday preise dh, ich duneg! Rsam wapth Necht inn bisher Rehz en liase/ d Al ich yy ul ichheh dand, Ad o bel ag sünder u schade In icht ineinz t Iusts war/ A „nd nut uns du a I. chrte wotl⸗ sehst. michfefehl lber kafs iben/ Dah of Agb m uberfh⸗ use Nch und zwar von der Erleuchtung. 10⁷ Mel. Wenn Iin 30/ Shrt QWier bin ich, HErr! 19. H du rufest mir: Du ziehest mich, ich folge dir. Du fo⸗ derst von mir herz und sinn, Mein schoͤpfer, nimm, ach! nimm es hin. 2. Ich hab oft deinen wink ver⸗ schmaͤht, Es ist mir leid, ich kom⸗ me spaͤt. Doch ist mir lieb, daß deine guͤt Noch auf mich armen suͤnder sieht. ö 3. Ich wag' es aber laͤnger nicht Zu unterlassen meine pflicht. Ich komme, HErr! voll reu und buß; ach! wie wankt mein uß! g. Es geht mir, wie es Petro gieng; Dort koͤmmt ein sturm, ach HErr! ich sink. Ach reiche mir die starke hand, So wird das sin⸗ ken abgewandt. ö 5. Du rufest mich: nun ruf ich dir, Mein heiland! komm zu hulfe mir! Mein matter fuß kann nirgend fort; Ach trage mich an stell und ort. 6. Floͤßt du mir matten kraͤfte ein, So werd ich kuͤnftig staͤrker seyn; So folg' ich dir, mein HErr und GoOtt! Durch fluht und glut/ durch noht und tod. Von der Erleuchtung. Mel. Liebster JEsu wir sind ꝛe. 20 Euit wesentliches 320. Eucht, Gtti der du im lichte lebest, Aber auch dein an⸗ gesicht Ueber uns im licht erhebest: Laß mirs durch dein licht gelin⸗ gen, Die erleuchtung zu besingen. 2. Deines ebenbildes licht Ist in Adam bald verlohren: Deinen geist vernehm ich nicht, Ich bin fleisch vom fleisch gebohren. Ich weiß nichts von meinem heile, Oder habe vorurtheile. 3. Der natur verderbtes licht Kennt in seinen finsternissen Sei⸗ ne thorheit selber nicht: Was will ich von GOtt denn wissen? Des⸗ sen weisheit ich nicht kenne, Und die thorheit weisheit nenne. 4. Huͤter! ist die nacht schier hin? Ja, der tag soll sie vertreiben. Werde licht, mein finstrer sinn! Was willt du im dunkeln blei⸗ ben? GoOttes gnad ist dir erschie⸗ nen, Die soll dir zum leit-stern dienen. 6. Ja, der glanz der herrlichkeit JEsus, die gerechte sonne, Muß in seiner leidens⸗ zeit Uns zur ewig⸗hellen wonne Eine nacht des todes leiden, Zu erleuchten alle heiden. 6. Was nun JeEsus durch sein wort, Als des lichtes glanz, ver⸗ sprochen; Scheinet in dem dun⸗ keln ort, Und das licht ist ange⸗ brochen. Dis sollt unserm fuß auf erden /Wie ein licht, zum him⸗ mel werden. 7. GoOtt gab einen hellen schein In die herzen seiner lehrer: Die⸗ ser strahlet noch hinein Durch die schrift ins herz der hoͤrer: Da kann man das licht erkennen, Und sich selbst erleuchtet nennen. 8. Ich erkenn in mir mein nichts, und zugleich in GOtt mein alles, Meinen mangel alles lichts, Meine finsterniß des falles, Und wie aus den finsternissen JIEsus mich heraus gerissen. 9. Da heißt alles mir ein licht, GOttes gnade, JEsu liebe, Mei⸗ nes glaubens zuversicht, Und des guten geistes triebe; Daß mir nun im finstern thale Stets ein licht des trostes strahle. 10. GOtt mein licht! erleuchte mich, Daß ich mich und dich er⸗ kenne, Daß ich durch den geist nur dich Esum meinen HErren nen⸗ ne. Toͤdte meiner thorheit dichten, Lehre du mich geistlich richten. 1I. Aber laß nicht den vertand Nur allein dein wort verstehen. N3 Leite 198 Von dem Werke der Heiligung Leite mich mit deiner He.„Auch im licht einher zu gehen. Denn sonst wuͤrd ich bey dem wissen Nur mehr streiche leiden muͤssen. tꝛ. HErr! erhalt uns stets dein wort, Das uns immer weiter leh⸗ ret. Fuͤhr uns in dem lichte fort, Bis das stuͤck⸗werk aufgehoͤret/ Und wir zu dem lichte nahen, Das wir hier im spiegel sahen. ö 13. JEsu! sey demnach mein licht; Dein wort sey mein glanz auf erden. Deine huld verdunkle nicht. Laß mich auch zum lichte werden; Bis vor deinem angesich⸗ te Ich dort leucht in deinem lichte. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 21 Aunden⸗Handen, 5 3„suͤnden⸗banden, O lebens⸗quell und licht! zu dir: Mach mein vertrauen nicht zu schanden, Ach neige doch dein her; zu mir! Nimm dich des armen erd⸗ wurms an, Der sich nicht selber helfen kann. 2. Ich klage dir mein tief ver⸗ derben, Und meiner seelen jam⸗ mer⸗stand; Es drohet ihr ein ewig sterben, Wenn sie nicht deine vater⸗hand Und deiner liebe sauf⸗ ter geist Aus ihrem finstern kerker reißt. 3. Du hattest mir dein bild ge⸗ geben/ Ich sollte seyn ein licht in dir. Jezt kann ich nichts als wider⸗ streben: Jezt fehlt die anerschaffne zier. Ach weh: nun ist mein un⸗ schulds⸗kleid Voll suͤnden⸗koht und heßlichkeit. 4. Ich bin mit dicker nacht um⸗ huͤllet; Licht, kraft und schoͤnheit ist geraubt: Das herz, tächesür lust er fuͤllet, Haͤlt seine tuͤcke fuͤr erlaubt, und, da es licht und wahr⸗ heit scheut, Liebt es der suͤnden dunkelheit. 6. Ich hab des satans falschen stricken In sicherheit zu viel ge⸗ traut, In unerkannten eignen tuͤcken Auf meine macht zu viel gebaut; Bis daß er meinen fuß beruͤckt, Und in das sunden⸗garn verstrickt. 6. Nun weiß ich, ich voll fin⸗ sternissen, Nicht, was des geistes Gottes ist: Mir sind die augen ausgerissen Durch sataus falsche schlangen⸗list; So daß es elend um mich steht, Wenn mir nicht bald dein licht aufgeht. 7. Ein wort aus deinem all⸗ machts⸗munde Hat welt und alles zugericht: Drum sprich zu mir in dieser stunde: Es werde licht! so werd ich licht, Und bald durch dei⸗ nen gnaͤden-schein Ein licht in GoOtt dem HErren seyn. 8. Laß mich im lichte vor dir wandeln, Und stets durch deines lichtes kraft In meinem thun be⸗ hutsam handeln. Laß deiner strah⸗ len eigenschaft Voll kraft durch meine seele gehn Und mich aufs neu zu dir erhoͤhn. Von der Wieder gebuhrt. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛe. 22.*u Gottes reich geht 3* niemand ein, Er sey denn neugebohren: Sonst ist er bey dem besten schein Mit seel und leib verlohren. Was fleischliche gebuhrt verderbt, In der man nichts als fuͤnden erbt, Das muß Gott selbst verb essern. 2. Soll man mit diesem hoͤch⸗ sten gut In der gemeinschaft le⸗ beu; Muß er ein ander herz und muht Und neue kraͤfte geben. Denn nur sein goͤttlich ebenbild Ist/ was alleine vor ihm giltz Dis muß er in uns schaffen. 3. Ach vater der barmherzig⸗ keit! Was JEsus uns erworben, Da er zu unsrer seligkeit Am ereui fuͤr uns gestorben, Und Waut⸗ 2 Histh uat 1H Rsith ,N Wün Rcht u 6 eh m ULA W In VI WI HAA Wu WATe MII Rtug i N Wln WN W WM g R MIRNN MWin d W Rföah; Whduch Mud Mi 0 Intrlanng Meint nuthz Win dsthz deiß ich, n Nicht/ wu M s Durch sitnn st;&U Mi ht/ Vamm h htaufheht. ort aus deng de Hathahth Drum sprichn Es Warde f/ Und balhx vschein Ein! HErren sen. ich im lichtr nd stets dudh In meinem h6 eln. Laß dein aft Voll kent ehn/ And u chöͤhn. S Viedergehn Ott vom sinz nGotts niemandelh ohren: Eih u schein Mih u. Was f erbt/ NN den erbt/ erheseth., in mit di der gemeissh ein auder in jeue krist) göttlh bor im gl und zwar von der auferstanden ist: So, daß du nun versoͤhnet bist, Das laß auch uns geniessen. 4. Dein guter geist gebaͤhr uns neu, Er aͤndre die gemuͤhter, Mach uns vom suͤnden⸗dienste frey/ Schenk uns die himmels⸗guͤter. Zwar in der tauf ist es geschehn; Doch haben wirs nachher versehn, Und solchen bund gebrochen. 6. Drum wirst du durch dein kraͤftig wort Uns abermahl erneu⸗ ren: Wir wollen dir, o treuer hort! Mit herz und mund betheu⸗ ren, Von nun an nicht in sicher⸗ heit, Vielmehr mit fleiß/ bestaͤn⸗ digkeit Und treu vor dir zu wan⸗ deln. 6. Nimm uns, o vater! wieder an: Ob wir, als schnoͤde suͤnder, Gleich nie, was du befiehlst, ge⸗ than: So werden wir doch kinder, Wenn uns dein geist von neuen zeugt, Und unser herz zum guten neigt Im glauben und in liebe. 7. Wir wollen denn, was du uns giebst, Hinführo fester fassen: Wir wollen dich, weil du uns liebst, Nicht aus dem herzen las⸗ sen, Daß deine goͤttliche natur In uns, der neuen ereatur, Bestaͤndig sey und bleibe. 8. Nun, HErr! laß deine vater⸗ huld Uns jederzeit bedecken, Da⸗ mit uns weder suͤnden⸗schuld/ Noch zorn und strafen schrecken. Mach uns der kindschaft ganz ge⸗ wiß/ Und schenk uns einst das pa⸗ radies, Das erbe deiner kinder. Mel. 16. 18 ich meinem aw⸗ rrdu hast im was⸗ 32 3. H ser⸗bade Mir viel gnade mitgetheilt: Meiner seelen tiefer schade Ward durch Christi blut geheilt, Und dein geist, der auf der tiefe, Als er alles schuf, ge⸗ schwebt, Hat mein todtes herz be⸗ lebt: Aber wenn ich mich recht Wiedergebuhrt. 199 prüfe, Ach! so ist die todes⸗nacht Wieder bey mir aufgewacht. 2. Ach; durch die verfluchte sunde Riß ich mich von deiner hand: Nun ist, weh mir armen kinde! Dein zorn gegen mich ent⸗ brannt. Dich zu fuͤrchten, dich zu lieben, Zu vollbringen meine pflicht, Find ich keine kraͤfte nicht: Aber boͤses auszuuͤben, Dazu reißt den matten sinn Ein sehr starker trieb dahin. 5 2 3. Weil ich nun in diesem stan⸗ de Nicht geschickt, dein reich zu sehn; So zerreiß die todes⸗bande, Laß mich in die freyheit gehn. Zeu⸗ ge, vater! mich aufs neue Durch dein wort, durch deinen geist, Der des lebens ursprung heißt, Daß sich meine seele freue, Wenn sie, munter und geheilt, Aus dem tod ins leben eilt. 4. Nimm mich arme hand voll erden, Lebens⸗geist! in deine eur, Und laß mich theilhaftig werden Deiner goͤttlichen natur.“ Wirke unter reu und schmerzen Eine neue glaubens⸗kraft, Die allein dein odem schafft, In dem ganz er⸗ storbnen herzen. Neige meinen geist und sinn Zu dem lebens⸗hei⸗ land hin.*2 Petr. 1, 4. 0. Laß durch ihn mich kraft er⸗ langen; Floͤß mir geist und leben ein„ Ihn im glauben zu umfan⸗ gen: Taß den glauben thaͤtig seyn, Laß mich todte werke meiden, Laß mich lieben meinen GOtt, Laß mich halten sein gebot, Heilig le⸗ ben, muhtig leiden. Mache mich⸗ als GOttes kind, Meinem vater gleich gesinnt. 6. Laß den geist mir zeugniß ge⸗ ben, Daß mich GOtt als vater liebt. Gib mir kraft, dich zu erhe⸗ ben, Wenn dein blick mir freude giebt. Gib mir kraft, getrost zu sterben, Weil ich nach verslosfner zeit, In der frohen ewigkeit Soll N 4 ein 200 Von dem Werke der Heiligung ein ewig leben erben, Da werd' ich den vater sehn: Guter geist, laß es geschehn! Mel. Mein herz 5 n— 90 ein heiland, du 3 24. M mußt dich in uns verklaͤren, Und uns durch geist und wasser neu gebaͤhren: Wir muͤssen ja aus GOtt gebohren seyn Sonst gehen wir nicht ins reich GOttes ein. ö 2. Denu was allhier als fleisch vom fleisch gebohren, Ist suͤndlich fleisch und geht dereinst verlohren. Was aber geist vom geist gebohren heißt, Vergehet nicht, es ist und bleibet geist. 3. Zerbrich in uns, o GOtt! das snden⸗wesen, Auf daß wir bald durch deine hand genesen. Vollfuͤhr in uns dein werk, du hoͤchstes licht! Du mußt es thun, wir selber koͤnnens nicht. 4. Ertoͤdt in uns des fleisches boͤse triebe, Entzuͤnd in uns das feuer deiner liebe. Erwecke uns durch deinen gnaden⸗schein, So dringen wir vom tod zum leben ein. 5. Vom himmel laß die lebens⸗ wasser fliessen, Den strom des geistes sich in uns ergiessen; Durch diesen wird der alte mensch versenkt, Durch diesen wird der neue mensch getraͤnkt. 6. So wird der alte mensch zur gruft gebeuget, Und durch das wort ein neuer mensch gezeuget, An welchem sich das bild des hoͤch⸗ sten weist: Und dis geschicht, o GoOtt! durch deinen geist. Mel. Wer nur den ser—. ze. grosser tt, du 3 2 5. O reines wesen! Der du die reine herzen dir Zur steten wohnung auserlesen! Ach schaff das von der argen welt Sich rein und unbefleckt behaͤlt. 2. Vor allen mache mein gemuͤh⸗ te Durch ungefaͤrbte busse rein, und laß es, HErr! durch deine guͤte In Christi blut gewaschen seyn. Denn mache mich zur reinig⸗ keit Des lebens fertig und bereit. 3. Regiere mich mit deinem geiste, Der mein getreuer beystand sey, Und mir erwuͤnschte huͤlfe lei⸗ ste: Gott! stehemir aus gnaden bey, Und gib mir einen solchen ber Der neu, gewiß und heilig eißt. 4. Doch weil ich meine schwach⸗ heit merke, Mein vater! so ver⸗ wirf mich nicht, Und stoß mich we⸗ gen meiner werke Ja nicht von deinem angesicht. Laß hier mich in der gnade stehn, Und dort in deinen himmel gehn. ö 6. Nimm deinen geist, den geis der liebe, Doch nun und nimmer⸗ mehr von mir. Ach! leite mich durch seine triebe Und seinen boh⸗ stand fuͤr und fuͤr; Ja fuͤhre dj mich durch die zeit Hin zu dernn nen ewigkeit. Von der Rechtfertigung Mel. Alle ahipner a r.. choͤpfer aller men⸗ 3 26.S schen⸗kinder, Gros⸗ ser richter aller welt! Sieh hie wird ein armer sunder Vor dein streng gericht gestellt, Der in sün, den ist gebohren, Der dein eben⸗ bild verlohren, Der mit lastern sich befleckt, Der in tiefen schul⸗ den steckt. 2. Mein gewissen, das mich gua⸗ let, Deine straf- gerechtigkeit/ Dein gesetz, das nichts verhehlet⸗ Nebst dem satan stehn bereit, Mei⸗ ne seele zu verklagen, Ich weiß nichts darauf zu sagen: Denn zeug ein reines herz in mir, Ein herz, IA 6 1LM ahn 4 00 i 0 400 906 Ruhtden 21 Hfre /A 1518 50 Wüuh I HA. W-IN* Fshink Whut M Wft 3 l 1 0 Rig WM. Ruman Ralan 1 Man 4unh h. M. Wghaht HN 11 hug hetz in u athen ehe dckt hhil. ln mucenn, ungefärhte u „Hen Hristi hut 0 machenich Hens fertgutz ete mich ni mein getree x i erwunsahl fehemtu gib mit enn neu/geniß eil ich nitk Mein vatgj icht, And fhß werkt I t esicht. t stehn, M nel gehn, deinen geit/ och nun uud ir. Ahi l triebe undst d süt; Af die zeit n . Rechtferth menschen mij Schöpfet dl Oiceli ler welt! ner sündet. gestellt/ u. ten, Der xl u/ Der l Der in nel risen,dnt und zwar von der Rechtfertigung. 201 zeuge? giebt sich an, Der gesehn, 5 Mich in JEsu wunden senket! was ich gethan. mein eigen gewissen. g. Wehe mir, ich muß derder⸗ tt der gnaden! dir sey ruhm, Und mein herz dein eigenthum. 9. Laß mich nun die suͤnde has⸗ ben! Ich seh nichts als hoͤllen⸗ sen, Die das herz mit angst be⸗ pein. Frecher suͤnder, sterben! Wird mein strenges ur⸗ du mußt schwert. Laß mich alles unterlassen, Was den theuren frieden stoͤhrt. theil seyn. Es erzittert meine seele Reinge taͤglich mein gewissen, Laß Fuͤr des offnen abgrunds hoͤle/ Hnm. efel alnt blut Fuͤr der ewgen schwefel⸗glut. ö Doch GOtt lob! die furcht verschwindet, Weil ein bürg ins mittel tritt; Weil sich ein fuͤrspre⸗ cher findet, Der fuͤr den beklagten bitt't. O begluͤckte theure stunden, GoOttes Eim 9—4 1470 49 Mez⸗ Und sein blutig loͤse⸗ge ei⸗ —4 gnug für uns all gethan, Er ist der nem richter dargestellt. Es mich eifrig seyn beflissen, Mit ver⸗ leugnung dieser welt Das zu thun was dir gefaͤllt. (Es ist das heil uns 3 27. kommen her Von guͤt und lauter gnaden. Die werk' vermoͤgen nimmermehr Zu heilen unsern schaden. Der glaub sieht IEsum Christum an, Der hat 5. Richter! siehe meinen buͤr⸗ mittler worden. gen, Siehe die bezahlung an: Die⸗ ser ließ sich fuͤr mich wuͤrgen, Die⸗ ser hat genug gethan. Der hat dein gesetz er fͤllet Der hat deinen zorn gestillet. ö mir bey Sprich von straf und schuld mich frey. 6. Ach! was hoͤr ich? gnadel gua⸗ de! Gnade schallt in meinem ohr, Ach! mich suͤnden⸗wurm, mich made, Hebt ein sanfter zug empor. Gott spricht: suͤnder, du sollt le⸗ ben! Deine schuld ist dir vergeben, Sey getrost, mein lieber sohn! Komm zu meinem gnaden⸗thron. 7. Seht, wie sich der abgrund schliesset! Seht, wie sich der him⸗ mel freut, Da das blut des lam⸗ mes fliesset, Da mich die gerech⸗ tigkeit Des vollkommnen mittlers decket. Wer ist, der mich ferner schrecket? Wer ist, der sich an mich wagt/nd ein himmels⸗kind verklagt? 8. Richter, der mich losgespro⸗ chen,Vater, der mich zaͤrtlich liebt! Mittler, der, was ich verbrochen Und geraubt, GOtt wieder giebt! Geist, der mir den glauben schen⸗ HErr! ich glaͤube, steh 2. Da man, was GOtt geboten hat Im g'setz, nicht konnte halten; Erhub sich zorn und grosse noht Vor GOtt so mannigfalten: Vom fleisch wollt nicht heraus der geist, Vom g'setz erfordert allermeist, Es war mit uns verlohren. 3. Es war ein falscher wahn da⸗ bey: Gott haͤtt sein g'setz drum geben, Als ob wir moͤgten selber frey Darnach vollkoͤmmlich leben. So ist es nur ein spiegel zart, Der uns zeigt an die sundig art, In un⸗ serm fleisch verborgen. 22720 4. Nicht moͤglich war, dieselb' unart Aus eignen kraͤften lassen: Wiewol es oft versuchet ward, Doch mehrt sich suͤnd ohn maas⸗ sen. Sie nahm ur sache am gebot, Das draͤͤute mir den ewgen tod, Weil ich der sůnde diente. g. Noch mußt das gẽ'setz erfuͤllet seyn /Sonst waͤr'n wir all verdor⸗ ben: Drum schickt GOtt seinen sohn herein, Der selber mensch ist worden. Das ganz gesetz hat er erfuͤllt, Damit des vaters al gestillt, Der uͤber uns gieng alle. N5 6. Und IEEFEEFs——— 2⁰² Von dem Werke der Heiligung 6. Und wenn es nun erfuͤllet ist werke thun, Dem guten stets an⸗ Durch den, der es konnt halten: hangen. Denn wer gottloses we⸗ So lerne jezt ein frommer christ sen treibt, Derselb' im glauben gar Des glaubens recht'gestalte Nicht nicht bleibt, Mit that er ihn ver⸗ mehr als: lieber HErre mein! laͤugnet. Dein tod wird mir das leben seyn,*** Du hast fuͤr mich bezahlet;. Wer gnad bey Gott erlan⸗ 7. Daran ich keinen zweifel trag, get hat, Muß ihn vor augen ha⸗ Dein wort kann nicht betriegen: ben: Daß er bey ihm such huͤlf und Run sagst du, daß kein mensch raht, Dank ihm fuͤr alle gaben, verzag, Das wirst du nimmer luůͤ⸗In seiner furcht freywillig leb', gen. Wer glaͤubt an mich, und Des fleisches luͤsten widerstreb', wird getauft, Demselben ist der Das ist der weg zum leben. himm'l erkauft, Daß er nicht 14. Wer aber sicher gehet hin, werd verlohren. Thut/was ihm nur beliebet, Leht 8. Der ist gerecht vor GOtt al⸗ fort nach seines herzens sinn, Der lein ‚ Der diesen glauben fasset, fleisches⸗lust raum giebet, Rust Der glaub giebt aus von ihm den GOtt nicht an, daß er ihn fuͤht schein, So er die werk nicht laͤsset. Und ja mit seinem geist regier Mit GOtt der glaub ist wol dar⸗Der laͤuft den weg zur hoͤllen. an, Dem naͤchsten muß die lieb. Dafuͤr sich huͤtet, wer recht guts thun, Wenn du aus GOtt glaͤubt, Bewahrt, was ihm gege— gebohren. ben, Veracht't die welt, das fleisch 9. Es wird die sund durchs g'setz betaͤubt, Sehnt sich nach jenem erkannt, Und schlaͤgt das g'wissen leben, Den glauben stets im wer nieder. Das evangelium koͤmmt erweist, Dem naͤchsten dient, GOtt zu hand, Und staͤrkt den sunder ehrt und preist, Es geh ihm, wie es wieder: Es spricht: nur kreuch wolle. zum ereuz herzu, Im g'setz ist we⸗ 16. Die hoffnung wart't der rech⸗ der rast noch ruh Mit allen seinen ten zeit, Was GOttes wort zusa⸗ werken. get: Wenn das geschehen soll zur 10. Die werk kommen gewißlich freud, Setzt GOtt kein gewissetn⸗ her Aus einem rechten glauben: ge. Er weiß wol, wenns am besten Denn das nicht rechter glaube ist, Und braucht an uns kein arge waͤr, Den man derer wollt berau⸗list: Des soll'n wir ihm vertrauen. ben: Doch macht allein der glaulb 1. Ob sichs anließ, als wollt ei gerecht, Die werke sind des naͤch⸗nicht/ Laß dich es nicht erschreckenz sten knecht, Dabey wir'n glauben Denn wo er ist am besten mit, Da merken. will ers nicht entdecken. Sein tr. Der glaub ergreifet IeEsum wort laß dir gewisser seyn: Und Christ, Sein ereuz, verdienst und ob dein herz spraͤch lauter nein, S sterben, Dadurch die suͤnd ge⸗laß dir doch nicht grauen. buͤsset ist: Wir koͤnnens nicht er⸗ 18. Sey lob und ehr mit ho⸗ werben. Die eigene gerechtigkeit hem preis, Um dieser gutthat wil⸗ Thut nichts dabzy, ist wie ein len, GOtt vater, sohn und heil⸗ kleid, So durch und durch beflecket. gem geist! Der woll mit gnad er⸗ 1. Doch, wenn man durch den fuͤllen Was er in uns ang fangen glauben nun Gerechtigkeit em⸗hat, Zu ehren seiner majestaͤt, Daß pfangen; Muß man auch rechte heilig werd sein name. 109. Sein W U 1 11 ö EAI. WMM IM IRl Ihule Watet Dan % H E Ruhusnu. W J öhn W. / RN fiex en Htg H Ihsdesüthxt Aa WMMgt Iif Sic fichu dj atunz Acheteh hml Hhhe m gud Htgunsg inghuz Mutthatghh 4 1 Hsegog ihn e u Hihnsig l für gltz ht emst Huten nogh zum leben sschet g nut helihge Hhertrsn um giektt, „ daß etihj inem geiß z eg zur hilg ch hütet, ay kt, as in die welt w t sich guch uben fttzi ichsten dient Cogehiw ug wartthy 5ttes uun geschehens Ott kinga „ Wennsah htanunekl pir ihmhenl auließ n nichtetsche m besten m entdeckel.“ wisser seht. ch lautt y t galgt. und ehe jeser dutut / shluch voll mitgw mü Her nafüy ank. 9 7 und zwar von der Rechtfertigung. 203 19. Sein reich zuromm,/ sein will auf erd G'scheh wie im himmels⸗ throne: Das taͤglich brot ja heut uns werd: Wollst unsrer schuld verschonen, Als wir auch unsern schuld'gern thun. Laß uns nicht in versuchung stehn, Loͤs' uns vom uͤbel! amen. Mel. Aus tiefer noht schrey HErr mein GOtt 3 28. ch hab zwar dich Durch mich erzuͤrnen koͤnnen: Wie ich ver foͤhne dich durch michKann ich gar nicht aussinnen. Doch tröst't mich/daß dein liebstes kind, An dem man nichts suͤndhaftes findt, Ist mein erloͤser worden. 2. Vom himmel ist er williglich Auf erden zu mir kommen, Und hat mein fleisch und blut an sich Aus grosser lieb' genommen; Daß er mich schwachen heilen moͤgt, Dir wiederum zum opfer braͤcht, Was dich zum zorn gereizet. 3. Dich hat ein mensch zum zorn bewegt; Dich mußt ein mensch versoͤhnen, Durchs ereuz, das er so willig traͤgt, Dein n grimm und zorn ablehnen. Zu dei⸗ ner rechten zeigt er dir Jezt im⸗ merdar, wie er sich mir Mit cher grosser unterscheid/ freundschaft hat verbunden. 4. Sieh, dis ist meine zuver⸗ sicht, Dis ist mein ganz vertrauen; 6. Wenn du beschaust das blut so roht, Das von ihm ist geflossen; Wasch ab von mir den suͤnden⸗ koht, Weil ers fuͤr mich vergossen. Weil dich das fleisch erzuͤrnet hat, So laß des sohnes fleisch zur gnad Dich wiederum bewegen. 7. Sehr groß ist, was ich oft und viel Mit sůnden hab verschul⸗ det: Jedoch ich nicht verzagen will: Weil Christus hat erduldet Ge⸗ horsamlich den bittern tod, und mir dadurch, o treuer GOtt! Die seligkeit erworben. 3. Groß ist mein ungerechtig⸗ keit, Die deinen zorn erwecket; Sein uuschuld aber ist das kleid, Damit sie wird bedecket. Kein mensch so grosse suͤnde findt, Die nicht in Christi tod verschwindt, Der unser bruder worden. 9. Wer ist so sehr in aller welt Durch hoffart aufgeschwellet, DenEhr isti niedrigung nicht faͤllt, Wenn er sie sich vorstellet? Des todes macht so groß ist nicht, Der bittre creuz⸗tod sie zerbricht, Den Gottes sohn erlitten. 10. Ja wenn man Christi gnad und huͤld Und aller menschen suͤn⸗ den Auf gleiche wage legen sollt; So würde sich besinden Ein sol⸗ Als zwi⸗ it, Als schen nacht und tages⸗zeit, zwischen hoͤll und himmel. *II. Darum, o du liebreicher Willt du, gerechter GOtt! mich GOtt! Deß gnad nicht auszu⸗ nicht Der suͤnden halb'r anschau⸗ gruͤnden, Durch deines sohnes en; So sieh mich doch in gnaden blut und tod Verzeih mir meine an; Weil gnug für mich dein sohn suͤnden. Laß durch sein unschuld gethan, Und meine sünd gebuͤsset. meine schuld, Durch sein geduld 4. Nimm wahr, o vater! dei⸗ mein ungeduld Gaͤnzlich getilget nen sohn, Sey gnaͤdig deinem bleiben.—165 knechte: Kraft seiner menschwer⸗ dung verschon, Straf nicht nach strengem rechte. Wenn du siehst seine naͤgelmahl; Laß meine suͤn⸗ den ohne zahl Darinn verborgen bleihen. 1. Gib seine demuht mir zum schutz, Die mich fur stolz behuͤte/ Sein sanftmuht steure meinem trutz/ Daß ich nicht feindlich wüte. Er sey mir all's, was ich bedarf, So wird kein urtheil seyn so scharf, 204 Von dem Werke der Heiligu ug scharf, Das mich verdammen Mel. O GoOtt du frommer ꝛc moͤgte. l. Ach GOtt vom himmel ꝛe. We 0 Wenn dein herzlieb, 3 29. ster sohn, o GOtt. Richt waͤr auf erden kommen Und haͤtt, da ich in sünden todt, Mein fleisch nicht angenommen: So muͤßt ich armes wuͤrmelein Zur hollen fahren in die pein, Um mei⸗ ner unthat willen. 2. Jezt aber hab ich ruh und rast, Darf nimmermehr verzagen; Weil er die schwere sünden-last Fuͤr mich selbst hat getragen. Er hat mit dir ver soͤhnet mich, Da er am ereuz ließ toͤdten sich, Auf daß ich selig wuͤrde. 3. Drum ist getrost mein herz und muht, Mit kindlichem ver⸗ trauen. Auf dis sein rosinfarbnes blut Will ich mein hoffnung bauen/ Das er fuͤr mich vergossen hat, Gewaschen ab die missethat/ Daß ich schnee⸗weiß bin worden. 4. In seinem blut erquick ich mich, Und komm zu dir mit freu⸗ den. Ich suche gnad demühtiglich; Von dir soll mich nichts scheiden. Was mir er worben hat dein sohn, Durch seine marter, spott und hohn, Kann mir der feind nicht rauben. 5. Nichts hilft mir die gerech⸗ ugkeit, Die vom gesetz herruͤhret, Wer sich in solchem werk erfreut, Wird jaͤmmerlich ver fuͤhret. Des HErren JEsu werk allein Das macht, daß ich kann selig seyn; Weil ich fest an ihn glaͤube. *6. GOtt vater! der du alle schuld Auf deinen sohn geleget; HErr JEsu! dessen lieb' und huld All meine suͤnden traͤget: O heil⸗ ger geist! deß gnad und kraft Al⸗ lein das gute in mir schafft; Laß mich ans end beharren. as darfst du, bloͤ⸗ 330. W! des herz! Dich aͤngsten und so zagen, Daß deine suͤnden dich Ohn unterlaß verkla⸗ gen, Und gehn dir uͤbers haupt, Gleich eentner⸗schwerer last, So daß du keine ruh Fuͤr ihrer menge Ha 2. Zwar billig mußt du dir Das suͤnden⸗urtheil sprechen: Du hasts mit GOtt verderbt: Vor dem ist dein verbrechen Und boͤser herzens⸗ grund Entdeckt und offenbar: Du hast den tod verdient, Das ist ge⸗ wißlich wahr. 3. Verdammt dich nun dein hertz So hat Gott gleicher maassen Ein theuer⸗wehrtes wort Dir of⸗ fenbaren lassen, Daß, so gewiß und wahr Als du ein suͤnder bis, Auch JEsus dir zu gut Auf erden kommen ist. ö 4. In dem steht unser heil: Denn darum hat GOtt eben Den eingebohrnen sohn Der welt aus lieb' gegeben, Der alle suͤnden traͤgt: Daß der, so an ihn glaͤbbt/ Nun nicht gerichtet wird, Und ewig selig bleibt. g. Der bot sich selber dar, Voll— kommen zu er fuͤllen, Was uns un⸗ moͤglich war Bey dem verderhten willen, Der etwas guts zu thun Nicht lust noch kraͤfte hat. Er bart gesetz und fluch An unser allet statt. 6. Wir sind durch sein verdienst Nunmehr aus lauter gnaden Ohn unser werk gerecht: So daß nun Adams schaden, Der ganz ver⸗ zweifelt böͤs, Uns nicht mehr toͤdt⸗ lich ist; Weil JEsus unsre schuld Durch seinen tod gebuͤßt. 7. Wolan, ich trotze nun Der hoͤll und ihren flammen. Will gleich mein herz sich selbst Voll zweifelmuht verdammen; So ist Gott, dessen wort Mir 4* r ch V 109 V 150½ G sl, é HAE IAmll hit D Raihd L —— 167H u. HII. MII üM* NI A 3 ig Ment Wuah. . Limftu sprehegez kdetht;un Undhisgtz kt undofche erdient /A stbichun t gleicher z chttes von! en/ Dß ö ei st ir stcht uus vat GOtt ih sohn duh „Der aui /soauh richttt uih bt. ch selbahn illen, ain ey dem vl tipas gult krafte si luch Muhhst durchseinth auter gnadg echt: EN / Der 16 nichtneh Esus unst dgebift. ch toßt l, fanmin, dammel ort M und zwar von der Rechtfertigung. 20⁵5 trost verspricht, Viel groͤsser als mein herz; Er taͤuscht und laͤßt mich nicht. ö 3. Laß mich nur deinen geist, O mein erloͤser! staͤrken, Daß ich dir dankbar sey Daß von den tod⸗ ten werken Du mein gewissen hast Gereinigt durch dein blut: Und mach noch immerfort Mein herze rein und gut. 9. Laß die erloͤsungs⸗kraft Stets siegreich in mir kaͤmpfen/ Den satan, welt und fleisch Und alles das zu daͤmpfen, Was meine seel anlauft, Daß nimmermehr forthin Die sunde herrsch in mir/ Der ich gestorben bin. Mel. s. JEsus meine zuversicht. TEsus nimmt die suͤn⸗ 3 der an. Sagt doch dieses trost⸗wort allen, Welche von der rechten bahn Auf verkehr⸗ ten weg verfallen: Hier ist, was sie retten kann: JIEsus nimmt die suͤnder an. 44— 2. Keiner gnade sind wir wehrt; Dennoch hat in seinem worte Er sich gnadenreich erklaͤrt, Und die theure gnaden⸗pforte Durch sein blut selbst aufgethan: JIEsus nimmt die suͤnder an. 3. Wenn ein schaaf verlohren ist) Suchet es ein treuer hirte. JEsus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das verirrte, Zei⸗ get ihm die rechte bahn: JEsus nimmt die suͤnder an. 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betruͤbte suͤnder! IEsus rufet euch, und er Macht aus suͤndern GOttes kinder: Glaͤubet es, und denkt daran: JEsus nimmt die suͤnder an. 5. Ich betruͤbter komme hier/ Und bekenne meine suͤnden: Laß, mein heiland! mich bey dir Gna⸗ lohn de zur vergebung finden, Daß dis wort mich troͤsten kann: IEsus nimmt die suͤnder an. 6. Ich bin ganz getrosten muhts; Ob die suͤnden blutroht waͤren, Muͤssen sie, kraft deines bluts, Dennoch sich in schneeweiß keh⸗ ren, Daß ich glaͤubig sprechen kann: IEsus nim̃t mich suͤnder an. 7. Mein gewissen beißt mich nicht: Will mich das gesetz verkla⸗ gen? Der mich frey und ledig spricht, Hat die schulden abgetra⸗ gen, Daß mich nichts verdammen kann: JEsus nimmt die suͤnder an. 8. JEsus nimmt die suͤnder an, Mich hat er auch angenommen, Und den himmel aufgethan, Daß ich selig zu ihm kommen, Und auf den trost sterben kann: JEsus nimmt die suͤnder an. Mel. IEsu deine heilge wunden. 2 rosser GOtt! wirf ö V aus erbarmen Von mir weg die sunden⸗last. Sieh! ich hab in meinen armen Das lamm EOttes aufgefaßt, Welches mei⸗ ne suͤnde traͤzt, Und dir deinen zorn gelegt: Ach! um dessen wil⸗ len schone, Und mir nicht nach sunden lohne.. 2. Dis lamm hat mit seinem blute Meine seele theur erkauft, Ist er wuͤrget mir zu gute: Auf sein dlut bin ich getauft.Meine kleider sind nun hell, Ind mein nam' hat eine stell In dem lebens⸗buch: drum schone, Und mir nicht nach sůnden lohne. 3. Dis blut kann dein herz er⸗ weichen, Hoͤr nur, wie es fuͤr mich schreit! Sieh/ ich trag die gnaden⸗ zeichen, Daß ich dir, mein GOtt! geweiht, Und frey von der suͤnden⸗ macht/ Ob sie mich gleich noch ver⸗ klagt; Ach! um dessen willen schone, Und mir nicht nach suͤnden hne. 4. Weil das lam̃ hat ůͤberwun⸗ en 3 Von dem Werke der Heiligung den; So hilf, daß auch ich, dein kind, Durch des lammes blut und wunden Suͤnd' und hoͤlle uͤberwind. Dis lamm laß ich nim⸗ mermehr, Ihm gebuhret preis und ehr: Ach! um dessen willen schone, Und mir nicht nach suͤn⸗ den lohne. . Wenn das lamm mich dort wird weiden In der himmels-herr⸗ lichkeit, Leiten zu dem brunn der freuden; Will ich, in GOtt hoͤchst erfreut, Danken dir zur selben frist, Daß alleine meiner ist Um des lammes blut verschonet, Und mir nicht nach suͤnd' gelohnet. Mel. JEsu deine heilge wunden. Niren verdammlichs 33 3. ist an denen, Die in Christo JEsu sind: Darum still die fluht der thraͤnen, Die aus dei⸗ nen augen rinnt. Weinest du gleich tausend jahr, Ey so wuͤrdest du fuͤrwahr Fuͤr die kleinste dei⸗ ner suͤnden Dadurch doch kein mittel finden. ů*— 2. Schaue nur nach Christi blu⸗ te; Dieses, dieses macht dich rein: Das soll bey zerknirschtem muhte Dein erquickend labsal seyn. Er ruft selber: komm herzu, Daß dein glaube sich zur ruh Hier in meine wunden lege, Und dich nichts verdammen moͤge. 3. Was soll dich verdammen koͤnnen? GOtt ist hie, und macht gerecht. Ist wol eine schuld zu nennen„ Welche der gerechte knecht, JEsus Christus, nicht ge⸗ büßt? Wie er aller heiland ist; Also bleibet er alleine Auch inson⸗ derheit der deine. 4. Sein verdienst ist dir gegeben In dem evangelio; Seine gnade, heil und leben Machen hier die seele froh: Hier schließt JEsu her; sich auf; Drum vertraue fest dar⸗ auf, Daß an dir/ hast du gleich suͤn⸗ den, Nichts verdammliches; 1..O 970 6. on im heilgen wasser⸗ba⸗ de Hat dich sein verdienst ge⸗ schmückt, Und das zeichen seiner 10 gnade, GOttes bild, dir einge⸗ druͤckt. Nunmehr bist du GoOttes kind, Darum sey getrost gesinnt; Denn GOtt wird, hast du gleich suͤnden, Nichts verdammlichs an dir finden. 6. Sein verdienst wird dir ge⸗ schenket, Da sein wahrer leib dich speist, Und sein wahres blut dich traͤnket. Was sich hier fur liehe weist, Spricht so gar kein engel aus. Darum folgt gewiß daraus, Daß an dir, hast du gleich suͤnden, Nichts verdaͤmmliches zu sinden. 7. Nun getrost, auf solchen glauben Leb' und sterb ich als ein christ. Ihn soll mir kein teufel rauben, Ob er noch so grausam is. Nichts verdammlichs ist an mir; Denn mein heiland, mein panier, Spricht mich frey von jenen flan⸗ men, Die des satans brut he—⸗ dammen. 8. O mein liebster JEsu! leiss Leiste kraft nach deiner treu, Daß mein wandel nach dem geiste/ ud nicht nach dem fleische sey. Als steh ich allemahl Sicher in der gnaden⸗wahl, Und ich faß den trot zusammen: Nichts kann mich in dir verdammen. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛ⸗ Mlso hat Gott die 3 34. welt geliebet, Daß er sein eingebohrnes kind Fuͤr alle zur versoͤhnung giebet, Die der verdammniß schuldig sind. Wer glaͤubt, der soll von suͤnden rein, Und jenes lebens erbe seyn. . Also hat GOtt auch mich ge⸗ liebet, Und liebt mich diese stunde noch. Ob mein gewissen mich be⸗ truͤbet, Ach! so erfreut mich—5 och; hung meilhnnz ich sein uh nd dis giz tes bih/ x mehr Hu umm seh gtriz t with, Ruh ichts bethanm berdienst uid .Fein nahygt sein nastht Dns sich Hia icht so grf folgt geußßz Hastdugehs ammlicher n hettost, auf! und sterh ih soll mir kit r nochsogeal mmlichs isu heiland/ meih frey bonseng es satans du liebter Jest ach deinertra nach demgti u feische s iahl Sichtt! Andichfaßh Nichts kunt V den lichenge lso hat Ho elt gllthl hrnes kind x 0 Kebe chuldiz si Uvonfsthel eus erbe f Gottauchh Ot michhts eisn waftunt, und zwar von der Rechtfertigung. 2 doch: Ich habe Christi theures blut, Das macht mein boͤs gewis⸗ sen gut. 3. Ich weiß, der suͤnden meiner jugend Gedenkt mein frommer Gott nicht mehr. Ach! ich ver⸗ ließ den weg der tugend, Und alle laster liebt' ich sehr; Doch ist mir alles herzlich leid, Und such ich nur barmherzigkeit. 4. Zwar, will GOtt ins ge⸗ richte gehen; So bin ich ein verlohrner knecht. Wie koͤnnt ich doch vor ihm bestehen? An mir ist alles ungerecht; Doch das ist meine zuversicht: Wer glaͤubet, der wird nicht gericht't. 4. GOtt zuͤrnet wider alle suͤnden, Die man die lebens⸗ zeit gethan; Doch kaun man auch vergebung finden, GOtt siehet reu und glauben au. Stuͤrmt suͤnde, tod und strafe sehr, Ist doch die gnade maͤch⸗ tiser. 6. Wirft mein gewissen, hoͤll und teufel Mir immer meine greuel fuͤr: Mein herz ist frey von allem zweifel, Und spricht: Gott handelt nicht mit mir Nach meiner suünd und misse⸗ Hat. Weil Christus sie gebuͤsset hat. 7. Auf diesen glauben will ich leben, So sterb ich auch, und anders nicht. Mein JE⸗ sus wird mir alles geben, Was meiner schwachheit noch ge— bricht. Ich habe nichts: doch er allein Soll mir in allem al⸗ les seyn. 8. So ruhet mein erschreckt gewissen, So hat mein geist ge⸗ trosten muht: So will ich GOt⸗ tes liebe kuͤssen, So wird mein end und alles gut: Das ist mein trost⸗und freuden⸗licht: Ich lasse meinen JEsum nicht. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. ol dem, dem GOtt 5— all seine suůnd All⸗ hier in diesem leben, Gleich wie ein vater seinem kind, Aus gnad? und huld vergeben, Und ihm sie nicht mehr rechnet zu! Wol ihm, er wird gewisse ruh In seiner seele haben. 2. Der ist nun frey von misse⸗ that, Und rein von allen schulden. Kein falschheit er im herzen hat, Steht fest in GOttes hulden. Ein heuchler aber geht zu gęrund, Weil er des HErren gnaden⸗bund In JEsu Christ verachtew. 3. Denn da ich meine suͤnde wollt Verschweigen und bedecken, Wußt ich nicht, wo ich bleiben sollt Fuͤr seelen⸗angst und schrecken. Ja mir verschmachtet mark und bein, Ich konnte nicht zufrieden seyn, Mein herze wollt mir brechen. 4. Denn dein gerechter ernster zorn, Weil ich mich nicht erkann⸗ te, Stach mich gewaltig/ wie ein dorn, Und wie ein feur mich brannte; Daß ich zuletzt bekennen mußt, Und sprach: ich habekeine lust Zum guten allenthalben. 4. Und da ich solches frey bekannt, Und dich anrief um gnaden: Hast du den schweren grimm gewaͤndt, Mit dem du mich beladen. Du mein gewissen wieder labst, Und mir all meine sünd vergabst, Um deines na⸗ mens willen. ö 6. Hierum die heilgen allzumahl Im neuen bund und alten Dich werden bitten überall, Und darinn recht behalten, Im glauben durch den heilgen geist. Denn ihr ge⸗ rechtigkeit die heißt Vergebung aller suͤnden. 7. Darum so trau ich dir allein, Wenn tod und teufel wuüͤten: Du wirst mich füͤr der hoͤllen⸗vein, Das glaͤub.ich fest, behuͤten. Denn uhn ohn ——.—..— 208 Von derHeiligung, Rechtfertigung und ihren Fruͤchten sohn JEsus Christus hat Fuͤr alle meine missethat Am holz ge⸗ nug bezahlet. 8. Mein herz wollst du, HErr: durch dein wort Zu deinem dienst bereiten, Und weil ich leb', mich immerfort Mit deinen augen lei⸗ ten; Daß ich auf deinem wege bleih, Und ob der wahrheit gut und leib, Wenns noͤhtig ist, zusetze. 9. Seyd nicht, wie roß' und maͤuler sind, Die ohn verstand hinleben, Und wenn man sie nicht zaͤumt und bindt, Halsstarrig wi— derstreben. Vielmehr gehorchet GOttes stimm, Auf daß euch nicht sein eruster grimm An leib und seel verderbe. ö 10. Der gottlos' hat viel angst und plag', Das macht sein falsch vertrauen: Denn er vermag an keinem tag Des HErrn gnad an⸗ zuschauen. Wer aber sich auf GOtt verlaͤßt, Den wird die gůt umfahen fest; Deß freut euch/ ihr gerechten! II. GoOtt vater/ sohn und heil⸗ ger geist! Dir sey lob, preis und ehre Fuͤr alles, was du uns er⸗ weist: Dein segen sich vermehre, Daß wir fort spuͤhren deine guͤt, Und stets mit willigem ge⸗ müht Dir und dem naͤchsten dienen. Von denen aus der Rechtferti⸗ gung fliessenden Fröchten, als 1. von dem Frieden des Gewissens. Mel. Durch Adams fall ist ꝛc. 6 Ich bin getrost, und 3 Vsreue mich, Die⸗ weil ich JEsum funden. Ich lieg und schlafe sicherlich In seinem schooß und wunden. Dis ist der ort, allwo mich nicht Suͤnd, tod und hoͤlle schrecket: Weil mir in Christo nichts gebricht, Und seine macht mich decket. 2. Er ruft mir zu: nun bin ich dein, Und du bist mein hinwieder; Dich mach ich frey von aller pein, Drum singe friedens⸗lieder: J fuͤlle dich mit trost und freud, In croͤne dich mit wonne, Dich schmuͤckt mein schoͤnes unschulds⸗ kleid Viel schoͤner, als die sonne. z. Was will mich nun von Chri⸗ sti huld Und seiner liebe scheiden? Verklagt mich meine suͤnden⸗ schuld, So faß ich Christi leiden: Dis stellet mich in sicherheit, Und stillet mein gewissen; So krieg ich fried und freudigkeit Zum schild und sanften kuͤssen. 4. Hab dank, o IEsu, GOttes⸗ sohn! Der du den frieden bringest, Der du den hoͤchsten allmachts thron Verlaͤssest, und bezwingest Was uns den theuren frieden stoͤhrt. Laß mich zum tempel werden Wo nichts als fried und freud einkehrt. Sey selbst mein fried auf erden. Mel. Wer nur den lieben G Ott er ö Ott lob! ich hahe frieden funden; Das taͤublein ist in seiner ruh. Ich liege nun in JEsu wunden, Mich deckt des vaters liebe zu. Sein geist bezeuget meinem sinn, Daß ich mit GOtt versoͤhnet bin. 2. Wie hart schlug des gesetzes hammer, Da er an mein gewissen schlug! Was fuͤhlt' ich da für angst und jammer; Was merkt ich nicht fuͤr selbst⸗betrus! Der fluch zer⸗ knirschte mir das herz, Und warf mich in den groͤßten schmerz. 3. So bald ich aber den umfan⸗ gen, Der auch mein friedens⸗stif⸗ ter ist: Kann ich nun trost und gnad erlangen, Weil er den fluch fuͤr mich gebußt, Und diesen krieg schon beygelegt, Den satan gegen mich erregt. 4. Nun stülh Wnh ic Raft 10 5 D 0 IAshit A. 1⁵⁴. urhisteth IM ft II EI D.iA Imm, Du N Rstls. A WAN fichußhu N Augt fas I 00 au t IRNINRN Rhiaucta l. P W Mt sce Ih Wadt g. Mun 550M. I, Ianüdam hRun W Mbtchh 3 Hscgt 0 pgsi MNREE Wttrt hsltg Huul hühy *— nit umj Htnhh stpuuch titdenah ktufubi mit vurn shinezuß Hlet, Aogh michnunh diher iehei ich mam sich Hfl insshat wissn Eh ligkit zu ussen. , 0 Mi den ftigden hoͤchfen ale est, und H N theuten mich zun gichts a kehrt. E ferden. —i— den liebend Ott lohl frieden t in seien su wundch s liehe l. neinem sih ersohnethi schlug dh +an meinge hl'ichdaft as merktsh — 91 Derft 6 Hetz, ßten schneh aber dehth nein siiheh ich Lun lus, Wa „Invel Oen suut kann. War ich zuvor von dir 6 als von dem Frieden des Gewissens. 209 4. Nun ist die handschrift aus⸗ geloͤschet, Die mir so hart entge⸗ gen stund. Da Christi blut mich reine waͤschet, Tret' ich mit GOtt aufs neu in bund: Er liebet mich und zuͤruet nicht, Weil JEsus sel⸗ ber fuͤr mich spricht. 5. Wer will mich izt mit recht verdammen? Die schuld verlie—⸗ ret ihre kraft. Durch JEsu heisse liebes⸗flammen Thu ich dem va⸗ ter rechenschaft; So kann mein herz nach erster pein In ruh und stillem friede seyn. 6. So scheuke mir nun diesen frieden, Den diese welt nicht geben geschieden, So nimm mich nun von neuem an: Und wenn der feind aufs neue droht, So tilge du auch solche noht. 7. Dein friede muͤsse mich be⸗ wahren„ Damit mein geist stets ruhig sey. Steh mir in maͤncher— ley gefahren Mit deiner kraft und gnade bey: Bis mich die him-⸗ mels⸗ruh erquickt, Wo mich die sůnde nicht mehr druͤckt. 8. Ach gib mir, deinem ar⸗ men schaafe, Mein friedens⸗fuͤrst! dis wolergehn, Daß ich in friede sicher schlafe: Laß mich nach jenen stunden sehn, Worinnen aller frie⸗ de liegt, Der suͤnde, hoͤll und tod besiegt. Mel. Nun danket usdoch⸗ NMie groß ist doch, 33 8. W'iGott! Wiegroß ist deine liebe, Die du zum men⸗ schen traͤgst! Wenn ich mich oft betruͤbe In meinem ereuz, und denk'An diese guͤtigkeit; So wird dadurch mein her: Von aller angst befreyt. 2. Du giebst uns deinen sohn, Uns, die wir suͤnder waren, Die wir zur hoͤllen⸗pein Mit schmer⸗ zen sollten fahren Und brennen 1. ewiglich: Uns giebst du deinen sohn, Du giebst ihn, uns zu gut, In noht, tod, spott und hohn; 3. Auf daß ein jeder mensch, Der ihn mit glauben fasset, Und als ein kind des lichts Die finstre werke hasset, Dein sel'ges him⸗ melreich Besitz in ewigkeit, und lebe stets bey dir In lauter fried und freud. 4. Hast du mir deinen sohn, O frommer GOtt! geschenket, Den man fuͤr mich ans ereuz In hoͤch⸗ ster schmach gehenket, Der ausge⸗ standen hat Fuͤr mich so schwere pein: Wie solltest du mir gramm Und feind noch koͤnnen seyn? 9. Nachdem ich bin mit dir Durch seinen tod vertragen. Bin ich gleich truͤbsal voll; Darf ich doch nicht verzagen. Ich denke bald bey mir An deine lieb' und huld, Und trage, was du mir Auf⸗ legest, mit geduld. 6. Ich glaͤube fest, daß du Aus liebe, mir zu gute, Mich zuͤchtigst vaͤterlich Mit deiner vater⸗ruhte, Und werdest endlich noch Abwen⸗ den alles leid; Ich weiß, du wirst .— 0 O Gott! zu rechter zeit. 7. Wenn mich die suͤnde druͤckt, Und das gewissen naget: Wenn mich der satan schreckt; Bleib ich doch unverzaget. Denn dein herz⸗ liebster sohn Hat meine grosse schuld Der suͤnden, an dem ereuz Bezahlet mit geduld. 8. Er hat fuͤr alle welt Den bit⸗ tern tod gelitten, Und aller men⸗ schen schaar Die seligkeit erstrit⸗ ten. Hierauf verlaß ich mich, Und schliesse, daß ich sey Ein kind der se⸗ ligkeit, Und von der suͤnde frey. 9. Durch sein verdienst kann ich Vor dir, mein GOtt! bestehen, Und aus der welt getrost In dei⸗ nen himmel gehen. Erhalte nur in mir Des wahren glaubens kraft, O Die 210 Von der Heiligung,Rechtfertigung und ihren Fruͤchten Die mich mit dir verbindt, Und neues leben schafft. *10. Wenn einst die stunde koͤmmt, Da ich die welt soll lassen; So wollst du meinen geist In dei⸗ ne arme fassen; Und fuͤhre ihn hin⸗ auf Zu jenem freuden⸗licht, Wo lieblich wesen ist Vor deinem an⸗ Sesicht⸗„ 1I. Da will ich treuer GOtt: Hochpreisen deine thaten, Wo⸗ durch du mir so wol An seel und leib gerahten: Wenn ich in stolzer ruh Leb ohne end und zeit, Und weiß nicht mehr von furcht, Von schrecken, krieg und streit. ——————— Mel. JEsu meines lebens leben. Mer will, was GOtt 3 9. auserwaͤhlet, Was er selbst gerecht gemacht/ Und zu seinen kindern zaͤhlet, Zu verkla⸗ gen 11 bedacht? Weil GOtt, die erst fuoͤnden⸗knechte, Selbsterkla⸗ ret fuͤr gerechte. GOtt ihr freund und heil ist hie, Wessen macht ver⸗ dammet sie? 2. Hier ist Christus, der gestor⸗ ben Ja auch auferwecket ist, Wel⸗ cher durch sein blut erworben, Was geraubt des satans list: Die⸗ ser sitzet GOtt zur rechten, Seine schaafe zu verfechten; Er vertritt uns stets bey GOtt, Und erloͤst aus aller noht. 3. So wird uns nunmehr nichts scheiden Von des hoͤchsten liebes⸗ treu Keine freude, keine leiden; Seine huld bleibt ewig neu. Creuz/ verfolgung, truͤbsal, schmerzen Trennen nicht mehr unsre her⸗ zen: Wir besiegen ereuz und noht, Hunger, schwert, gefahr und tod. 4. Werden wir auch, wie ge⸗ schrieben„Durch den ganzen tag gekraͤnkt„ Zu der schlachtbank hingetrieben, Und mit ach und weh getraͤnkt: O dis ist uns ja kein schade, Denn wir habenGOt tes gnade; Ja wir uͤberwinden 1.0„Denn Gott liebt uns jeder. zeit. 6. Ja ich weiß gewiß, und glau⸗ be, Daß kein leben, daß kein tod Mir die liebe GOttes raube, oh gleich welt und hoͤlle droht: V⸗ — der macht noch wunder-werke, Fuͤrstenthuͤmer, engel, starke,Noh was izt und künftig ist, Scheide mich von JEsu Christ. 6. Weder was man hoch und praͤchtig, Oder tief und niedreiz neunt, Noch sonst ein geschoͤpff maͤchtig, Daß es mich von Nis trennt, Daß es mich von GOttiz liebe, Und von seiner gnade trich, Die allein in JEsuChrist Meinem HErrn und heiland ist. 2. Von der Gnaden⸗Kinoschas Gottes. Mel. Allein GoOtt in der hoh, — welch ein ungemen 340.OQ nerschat Hieim — Wn Wret, amdkee 10 Ulgt. 5N W ndeih saht, Atlg r. Reutte — — 7 W 41j66 A An Ichnihw RrUEA AlE H Su I ich x mein herze laben, Ich soll dettinf g im himmel platz Bey meinem N⸗ su haben. Ich soll in aller angstud ö pein Sein liebstes kind undee seyn, Bis ich zur ruhe komme. z. Was acht ich doch ein sil⸗ stenthum? Was eines koͤnigsct⸗ ne? Dis ist mir viel ein größt ruhm/ Daß mich zu GOttes sohn Mein theurer heiland selbst 9 macht, Als er am ereuze ward 9e n schlacht Um meiner suͤnde willeh. 3. Was kann mir jezt der teuft thun? Was suͤnde, tod und hoͤll Ich kann fuͤr ihnen sicher ruhh Weil JEsus mein geselle un liebster bruder worden ist, Deralt bitterkeit versuͤßt Im leben un im sterben. 4. Nun wol! so will ich au der welt Mit GOtt nach sun nichts streben, Als, wie es seinen raht gefaͤllt, Bestaͤndig Reeieg 5. WWIi RüRu AIN 9 290 h, Serl ( K Dah ldihnn gith als von der Gnaden⸗Kindschaft GOttes. 211 ..—— „ Danndd.. 7⁵7 „Den leben, Sonst kaͤm ich um mein kin⸗ des⸗recht, Und wurde wieder sa⸗ anOul tans knecht/ Wenn ich nicht JEsu 6644. folgte. gaf 3. G5 lang ich aber dieses thu/ ein lebeh,R Was er gethan will wissen; So cbe Gothen kann die innre seelen⸗ruh Mir alles und Heyn leid verfuͤsen. Was acht ich ho⸗ noch ruhrheit, gut und geld? Was frag ich Ulezsnghi nach der gan zen welt, Wenn GOtt dkünsih s ymein vater heisset? Nisu Hhtit her was mash un Mel. Vater un ser im himmelr. WI tell, liebe seele! dich Daß 0134— in ruh/ Und tritt Wermömmit zuversicht herzu, Wir wollen hon selltgnhin zum vater gehn, Den wir so in Jelhohntliebreich vor uns sehn; Zum vater, dhellandif der uns nacht und tag Mehr locket, —.— als man glaͤuben mag. Gnabend. 2. Dein vater ruft ja fuͤr und fͤr: Gotte. Komm, meine seele! komm zu ein Gott umir, Daß ich dir geb, o liebstes wchahtkind. Was dir mein raht ersprieß⸗ nershallich findt; Ich mache ja von her⸗ laben, Zllzens grund Aus gnaden mit dir ei⸗ nlashunee Du bis ja meiner haͤnde werk: chsolfralge 3. Sidi ner he k: lhtesuSo bleib ich deiner schwachheit 9 ktuhehetark Und stehe bey dir in der 1 lnoht; Ich lasse dich auch nicht im Wichhtd. Ich helfe dir zu jederzeit, le Wenn deine seele zu mir schreit. neng, e. Dein vater heiß ich ewiglich: ler Darum gedenk ich stets an dich, lrer hele Und merk auf dein geschrey so ft Dein glaub auf meine güte nanahoft; Da geb ich, was dir noͤhtig Ieegak. Was dir an leib und seele de/ Hun gut. r hnnseh 5. o herrlichkeit! o ehr und 6 mal Epracht! Die uns zu GOttes kin⸗ der wotherf dern macht. O liebe! daß der star⸗ 3 ersüßt In llke GOtt, Der herzog und HErr ze⸗ 0— baoth, Der alle ding erhaͤlt allein, wol n Will unser aller vater seyn. Nit Hot 6. Wie tief hat sich mein GOtt 30 Wahioenti Weil er uns alles dis er⸗ ö zeigt, Was dieser schnoͤden welt gebricht, Die blind verbleibt bey seinem licht. Ich bin nun an der seele reich, Werd einst den engeln GOttes gleich. 7. Drum ruf ich: vater! du bist mein/ Ich soll dein kind und erbe seyn: Dis lehret mich dein guter geist, Der mich im glauben beten heißt; Ja, der versichert herz und sinn/ Daß ich von dir erhoret bin. 8. Dir/ welt! dir hab ich abge⸗ sagt, Weil deine lust doch endlich plagt; Dieweil sie leib und seel be⸗ truͤbt, Und ewge quahl zum lohne giebt. Ich suche jene seligkeit, Die GOtt den seinen hat bereit. 9. Indessen hab ich meine lust Am HErrn, dem all mein thun be⸗ wußt, Der mir in noͤhten helfen kann: Drum ruf ich ihn, als vater, an/ Und glaͤube, daß er mich er⸗ quickt, Wenn mich die last des creuzes druͤckt. ä 10. In schwachheit klag ich tag und nacht: Mein vater! nimm dein kind in acht. In armuht fleh ich voll begier: Mein vater! wen⸗ de dich zu mir. Ich ruf in hoͤchster traurigkeit: Hilf/ vater! es ist ho⸗ he zeit. II. So grausam scheint mir keine noht, So hitter nicht der herbe tod: Ich fuͤhle trost, ich spuͤhre raht, Wenn mich mein GoOtt erhoͤret hat. Drum, schnöde welt! fahr immer hin, Weil ich ein kind des hoͤchsten bin. 3. Von der Vereinigung mit Gott und Jeksu. Mel. Wie Veetreuer zur 4 5 Wetreuer hirt un 2.0 GOttes lamm? Mein freund und schoͤnster braͤu⸗ tigam̃! Du strittest, uns zum frie⸗ den: Du mußtest, da du dir zur braut Die seele wiederum ver⸗ traut, Die sich von dir geschieden, O 2 Schanu⸗ Schande, Bande, Strick und ket⸗ 218 al ken,Sie zu vetten,Schweremdün.„ scherdnad aschez nerm den, Uns getrennte zu verbinden. ich? Und wer bist du, HErr! das 2. Dein gnaden⸗wort, dein sa⸗ du mich Zum tempel dir erbauet! erament Vereinigt das, was sich Geheimniß! du bist warlich groß getrenntMit dir und 6Ott aufs Vom teufel maeht mich IEsus neue: Wenn mich dein geist zur los, Und hat sich mir vertrauet busse weckt, Weun des gesetzes Zagen, Plagen Und die strafe Alle fluch mich schreckt; So muß mein schaafe Druͤckt den hirten, Zu eist in reue Herzlich, Schmerz⸗ erloͤsung der verirrten. lich und zerschlagen Disheklagen Ja meil er meine sinn Voller sorgen/ Daß dein licht vor krug⸗Dieweil das schwert zu mir verborgen. ö hirten schlug; So litt er mein 3. Wenn aber dein getreuer strafe. Sein leben aber ist mn geist Mich los von diesen banden mein, Mein freund ist mein, um reißt Im sacrament und worte; ich bin sein; Er ist es,der die schar So hoͤr ich dich: kommt her zu fe Kennet, Nennet. IEsus kriez mir! Drum nah ich mich getrost te,JEsus siegte, JEsus kampft zu dir, Zu dir, der gnaden⸗pforte. Daß er meine feinde daͤmpfte Lehre, Mehre, Gnaden pforte!]. Mein brautigast dulobs In dem worte Meinen glaubenmir, Mein HErr und GOtt i Daß ihn niemand koͤnne rauben. leb in dir: Dis band laß ewig ble 4. Der glaube machet mich ge⸗ ben. Ach lebe du in mir, daß ich recht? Im glauben find ich boͤser Die todten sünden, welche dich knecht Den himmel hier auf er⸗Aus meinem herzen treihen, Hast den. Im glauben werd ich JEsu Lasse, Und die bruder, Deineglh⸗ braut, Und G0 TT zum tempel der, Herzlich liebe Nach des ni⸗ aufgebaut: Denn durch den glau-⸗nen geistes triebe. ben werden Sunder Kinder; Un⸗ 10. Du wohnst bey mir in diist gerechte Todes⸗Enechte Sollen le⸗zeit, Bey dir wohn ich in ewigkis; ben: Duͤrre reiser werden reben. Hier heißt es nur vertrauen: dah 15. Also hat sich das hoͤchste gut hab ich gnug versicherung⸗ Di Der menschen herz, durch JEsu vöͤllige vereinigung Und hochset blut, Zur wohnung auserlesen; dort zu schauen. Wende, Ende A⸗ Drey, die ein einger GOtt nur les leiden,Laß mich scheiden, Iui find, Verbinden ein gerechtes dem sterben Ungetrennt mit din kind Mit ihrem hoͤchsten wesen. erben. ö Leben Geben Ihrer liebe Reine— 4018 f 40 auf eden Daß wir Melodey 24. ö eins in ihnen werden.„Meesschraͤnkt, ihr maß⸗ 6. So kann die seele froͤlich seyn/ 3 43 B sen dieser welt! Ii Bey ihr kehrt GOtt und JEsus freundschaft immer auf die gli ein, Sie bieiben unzertrennet! chen, Und leugnet, daß sich Got Und meinen gliedern bleibt der gesellt Mit denen, die ihn nichtel ruhm, Daß VOtt sie selbst sein ei⸗reichen. In GOtt schon alles uu genthum Und Christi glieder nen⸗ich nichts, Ich schatten, er d net. Gutes Muhtes Kann mein le⸗quell des lichts, Er noch so starki ben GOtt erheben/und mit singen noch so blode. Er noch so rein,! 212 Von der Heiligung, Rechtfertigung und ihren Früchten HIUl h ihh, H II Hllt WSh H Nu. Mle Iuh, Mi HoE uut Willsfen 0 10— V 1 hs.“ Vbtr RenrSoRN aN W NKHR Wh r M Zulhty MEI H W Wichiten hul Wiet W.. IRhiin, Ln, Ahumg uns Rihn b Hallfs Nung hH½ —.— uutkg latiichen. WIURR Ihn zu loben, opfer bringen. noch so schnoͤde, Er noch so 910 shhineh, H zun als von der Vereinigung mit GOtt und JEsu. 213 * mein, und ich bin sein. dun glnich noch so klein: Mein freund ist len geist. Mein frennd ist meines 0. N lebens leben. Nach einem, der et histd He ů 6 9. 4 inn 2. Mein Goel“, mein Immaͤnuel, mich seine heißt, Und sonst na Imund Mein mittler konnte mittel fin⸗ mnht u. den, Sich mueluer ochbedrängen shwen lel/ Diein deortee e⸗ ö en den. Mein Salomon, mein Jo⸗ nathan, Mein braͤutigam̃ mein sät den Inn GOtt und mann Kam von dem berinn himmel auf die erden, Mein muht⸗ eil er nas und blutes⸗freund zu werden, Ein il ds shn leib und geist, mein fleisch und ö 65 Eo ltin bein: Mein freund ist mein, und trüb', Die erd ein offner hoͤllen⸗ in keben ghesich bin fein. erloͤser. Hiob 19, 36. rachen: Hingegen kann mir seine Ifreund sun“ 3. GOtt, welcher seinen sohn keinem soll ich streben; Dem ich mich, der sich mir ergiebt, Den ich„ und der mich wieder liebt/ Von dem ich nichts mehr kann be⸗ gehren: Der mir nichts bessers kann gewaͤhren. Dis licht verblen⸗ det allen schein: Mein freund ist mein, und ich bin sein. 7. Ohn ihn ist mir der himmel lieb' Die einoͤd selbst zu eden ma⸗ Cristehdah mir gab, Gewaͤhrt mir alles mit chen. Ohn ihn ist mir, trotz aller Nenlet. Nil dem sohne; Nicht nur sein ereuz, meng! Die zeit zu lang, die welt zu igte, Nesh i nicht nur sein grab, Auch seinen eng. Ich bin, wenn feind und seindehimß thron, auch seine erone: Ja, was freunde fliehen, Wenn sich die en⸗ Mäutigaftoler redet, hat und thut, Sein wort gel selbst entziehen, Zwar einsam— HEtründhh und geist, sein fleisch und blut, aber nicht allein. Mein freund ist s hand hjm Was er gewonnen und erstritten, mein, und ich bin sein. he duinmst;Was er geleistet und gelitten, Das 8. Man nehme aͤlles, was ich sünden, l raͤumet er mir alles ein. Mein hab, Man gebe mir nichts, was ich hetzen ttutel freund ist mein, und ich bin sein. heische, Man schimpfe mich, man ie heüde, In. 4. Ich finde nutzen, lust und Hliche Rihl ehr Biy unserm bund im hochsten niebe. grade. Er heischet von mir sonst speis' und trank, und was man hnf behmi nichts mehr Als glauben; und ich will: Mein freund bleibt meine wohn ihil nichts, als gnade. O wol der huͤll und fuͤl: Die welt mag mit nur bertun wahl, die uns gefuͤgt! Weg reu nur alles rauben; Sie lasse mir Leshem und tausch! ich bin vergnügt In nur meinen glauben, So bleibt nigung im ihm, und er mit mir zufrieden: das beste dennoch mein. Mein en. Wenthel Drum bleibt bey beiden augeschie⸗ freund ist mein, und ich bin sein. michschehg den Ein herz und mund, ein ja Ungetrentut und nein. Mein freund ist mein, un d ich bin sein. ö — 65. Zwar kann er aller christen lode 3. muht Mit seiner liebe sattsam wei⸗ eschrilk/ den; Wir dürfen um dis hoͤchste senbicftol gut. Nicht eisern, noch einauder Immmet aflW neiden. Durch unsern grössesten gutet,Wsth genuß Erschoͤpft sich nicht sein nen, deihelt Überfluß; Drum will ich ihn zwar 50 tsholul keinem leugnenDach mir vor al⸗ shifen len fest zueignen: Welt! zank dich etMpi um das mein und dein: Mein rmn freund ist mein und ich bin sein. e/ Er ocft 6. Mein freund ist meiner see⸗ ö streif' mich ab/ Man zieh' mir kleid und haut vom fleische, Nehm' 9. Sein ist mein leib und meine seel„Die er erschuf und auch er⸗ loͤste, Hier naͤhrt und salbt mit freuden⸗ol/ Bis er dort beide ewig 24 5 troͤste. Sein ist mein muht, sein ist mein sinn, Sein ist, mit kurzem, was ich bin; Ja, was ich um und an mir habe, Ist alles seine gna⸗ den⸗gabe, Die macht mich auch vom undank rein: Mein freund ist mein/ und ich bin sein.—45 10. Sein ist mein werk, sein ist mein ruhm. Er suchte mich, eh ich ihn fande. Ich habe fuͤr mein eigenthum Sonst leider! nichts, O 3 als 214 Von der Heiligung, Rechtfertigung und ihren Fruͤchten.. herze hin, Und lieb' auch mich, wes N als suͤnd und schande; Doch hat mein freund auch diese last, Zu⸗ sammt dem ereuz, auf sich gefaßt; Und, meine feindschaft abzuschaf⸗ fen, Die scharf⸗ gebüßte schuld und strafen Verscharrt in seines grabes schrein. Mein freund ist mein, und ich bin sein. Ii. Sein ist mein gluͤck und mei⸗ ne zeit, Sein ist mein sterben, und mein leben Zu seinem ehren⸗dienst geweiht Von ihm bestimmt, und ihm ergeben. Es koͤmmet, was ich laß und thu, Von ihm her, und ihm wieder zu. Sein sind auch alle meine schmerzen, Die er ihm zaͤrt⸗ lich zieht zu herzen. Er fuͤhlt und ahndet meine pein: Mein freund ist mein, und ich bin sein. 12. Es zuͤrn' und stuͤrme jeder feind, Er macht nicht, daß ich viel erstaune. Der richter ist mein be⸗ ster freund; Drum schreckt mich nichtdie welt⸗posaune. Ob erd und himmel bricht und kracht, Ob leib und seele mir verschmacht't, Ob meine beine gleich verwesen; So wird mein wahl⸗spruch doch gele⸗ sen An meines finstern grabes stein: Mein freund ist mein, und ich bin sein. Mel. Mein herz und seel den ꝛe. 0 IEsu! komm zu mir, mein rechtes leben, Und mache mich an dir zum edlen reben. Ich kann und will nicht ferner meine seyn; Verleibe mich nur dir, mein heiland! ein. 2. Was bin und kann ich ohne dich doch machen? Ich steckte ja der hoͤllen in dem rachen, Und konnte nicht vor meinem Gott bestehn; Haͤrt ich nicht theil an dir, muͤßt ich vergehn. 3. Drum soll die glaubens⸗hand dich fest umfassen/ Du wirst, mein heil! dis treue band nicht hassen. Ich liebe dich: drum nimm mein ich der deine bin. 4. Ja,/ nimm mich ganz nach dei nem heilgen willen, Und eile/mein verlangen zu erfuͤllen. Ich bil schon selig hier in dieser zeit, Vel JEsus sich mir selbst zu eigen weiht. g. Was kannst du doch, o seell mehr verlangen? Auf! schaͤm dich, dem eiteln anzuhangen. A nimm mich bald, mein JEl von der welt, Mein vaterlaͤndij dort das himmels⸗zelt. 6. So komme denn zu mir/ mai licht und leben! Und mache mih an dir zum edlen reben. Gib, dj mein herz durch dich viel frücht bringt/ und hier und dort dir sinz den⸗lieder singt. Mel. 3. Mein Gott ich bin jest Esu! komm mitde⸗ 5. nem vater, Komn zu mir/ ich liebe dich. Komm treuer seelen⸗vahter Heilger gass er fuͤlle mich. Laß mich/ o dihhi⸗ nig wesen! Dir zur wohnungsohn erlesen. 2. Laß mich, JEsu! deilmn worte Vollen glauben stellen g Denn dis ist die rechte pforte g der suͤssen seelen-⸗ruh. Niemash kann den trost ergruͤnden, Deri deinem wort zu finden. 3. Sende nun, o vater! send Deinen geist von deinem thlus Der mein herze richt und wenz Zu dem, was dein liebster sh Dessen wort wir oft gehoͤret, N von deinem willen lehret. 4. Von mir selbst kann ich nicht fassen, Mein herz ist verfinsth Uhttetñ Zunllehe. Ien Sülh 1. 4 10 h Waönßie Dss wffRN W utd* ganz. Ich geh auf den irrthum strassen Wo nicht deines geist glanz Den verblendten sinn gieret, And zur hellen wahrhil fuͤhret. 466 5. Zuͤnde an die liebes⸗kersel Machs Hil E Wttt“ Wuich ne Uan 4*0 htengrigin als von der Vereinigur ig mit GOtt und JEsu. 215 Dlb uänh Mache bruͤnstig geist und muht eun. Wehrter geist! laß unsre herzen mnichgunt Brennen in der reinen glut. wilen üdeln Schaff, daß deine heilge flam⸗ sülg. V men Schlagen uͤber uns zusam⸗ ier indeann men. ö mit sli. E. Fuͤhre mir stets zu gemuhte, Was mirIEsus zugesagt; Daß ich uns duduh n traue seiner guͤte, Wenn vielleicht ugen“ Al der zweifel fragt: Ob auf meine ln aunthanm bitt' und flehen Huͤlf und rettung hald, ma werd' ergehen 7 ö „Mein kul 7. Es kann keine noht nicht ha⸗ umelzzet. ben, Denn mein JEsus wohnt in me denntun mir. Ich geniesse seiuer gaben, Die n Und nit sein geist mir stellet fuͤr: Wenn ich dlentiben. ihn beständig liebe, Und in seinem Urch dich ß wort mich uͤbe. hierundbe. 8. Wer nach seinem wort nicht ngt. lebet, Und ihn nicht von herzen —liebt, Nur nach schnoͤder wollust in GOttihli strebet, Der muß ewig seyn be⸗ Funhuh truͤbt. GoOtt wird nicht in ihm nom uthn mehr wohnenSondern ihn mit sebedich.& zorn belohnen. ö aulr 9. Mein herzt du darfft nicht Alasnich erschrecken. JEsus ist dein auf, Dit urnohmn enthalt: Denn sein friede wird Aurpohm dich decken Wider alle feinds⸗ ich Iil) gewalt. Alle wuht vergeblich glalberi mel. JEsu friede dich beschir⸗ eh 10. Fahre hin mit deinem frie⸗ Tehrindeh de, Mehr als feind⸗gesinnte Tabnihe. welt 1. Deiner werd ich zeitig 1— müde, Weil dein friede bald zer⸗ pof Rhl faͤlt. Gottes fried erfreut die rerch 10 ahmer Welt! dein friede bringet % cht schmerzen. s dein u. Nun soll weder angst noch wiroft in leiden, JEsu! weder macht noch willen I l Mich von deiner liebe schei⸗ sellkünn den, Weil dein friede bep mir ist. hetzijf! Jad/ es sollen meine sinnen Nichts ch aufdeh als JEsum lieb gewinnen. ich will gern aufstehen, Und mit dir von hinnen gehen. 6 ott lobich habe 34— dich gefunden In deinem work/ o lebeus⸗fuͤrst! Und glaͤubey daß durch deine wunden, Du meine schwachheit heilen wirst. Du bist mein trost und glaubens-licht: Ach! segne mich ich laß dich nicht. v. Ich halte dich: das welt⸗ge⸗ tůmmel Mag toben, wie es immer will; Ich sehne mich nur nach dem himmel, Da find' ich das ge⸗ wuͤnschte ziel, Setzt sich gleich al⸗ les wider mich, Bleibt doch mein wort: ich halte dich. 3. Haͤltst du mich auch, wer kann mich reissen Aus deiner treuen vater⸗hand? Wie du mir gnaͤdig hast verheissen; Dein wort dient mir zum unterpfand: Wenn mich die ganze welt verlaßt Soll deine hand mich halten fest. 4. Wer aber IEsum will be⸗ halten, Der muß auch eifrig seyn bemuͤht, Daß welt⸗lust möͤg in ihm erkalten/ Und was vom boͤsen in ihm bluͤht. Wer liebt die luͤste dieser welt, Thut nicht, was sei⸗ nem GOtt gefaͤllt. FV. Wenn du auch deine gnaden⸗ blicke, Mein JEsu! mir entziehen willt/ Weil sich geaͤusert böse tuͤcke, Die nur auf suͤnden abgezielt; So blicke mich bald wieder an, Daß mich gereut, was ich gethan. 6. Durch glauben kann man dich besiegen, Und wahre busse fesselt dich: Drum will ich dir zu fuͤssen liegen, Mein GOtt! mein GOtt erhoͤre mich! Mein hoffen steht zu Rnicht u I. JEsu! der voraus gegangen dir allein: Wie kann ich denn ver⸗ berbla Durch den tod zum vater hin: lassen seyn? tur hele Hohl mich, der ich mit verlangen 7. Ich laß dich nicht, mich mag an die schh ir zu folgen willig bin. Willt du? verlassen Wasimmer will in 4.— we 04 216 welt. Was odem hat, das mag mich hassen: Nur dir, mein GOtt! sey's heimgestellt; Was mir bege⸗ gnen soll und kann, Nehm ich von dir mit freuden an. 8. Will ueid und spott mein kleid beflecken, Will mich umgeben angst und noht, Will mich gefahr und ungluͤck schrecken, Will mich be⸗ schnellen sůnd und tod; So stell ich meine zuversicht Auf dich, mein Gott! verlaß mich nicht. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. J lasse JEsum 347. nicht: Mit JEsu ist gut leben. Er ist, der aufangs mir Das leben selbst gegeben, Er ist der mirs vermehrt, Er ist der mirs erhaͤlt, Wenn gleich der rall⸗ Zergehet, bricht und a faͤllt. 2. Ich lasse JZEsum nicht: Mit IEsu ist gut leiden. Er lindert mir mein ereuz, Er fuͤhret mich zu freuden Durch ereuz und traurigkeit. Wenn JIEsus bey mir ist, Wird mir die bitterkeit Des creuzes ganz versuͤt. 3. Ich lasse IEsum nicht: Mit IEsu ist gut streiten: Will teufel, welt und tod Sich ruͤsten und be⸗ reiten, Zu streiten wider mich; So steht mir JEsus bey, kaͤmpfet selbst fuͤr mich, mich von feinden frey. 4. Ich lasse JIéEsum nicht: Mit JEsu ist gut sterben. Wenn er nur bey mir ist, So kann ich nicht ver⸗ derben. Er fuͤhrt mich durch den tod In jenes freuden⸗zelt. Drum halt ich JEsum fest, Der mir al⸗ lein gefallt. ö 5. Ich lasse JEsum nicht: Denn wenn ich ihn nur habe; So hab ich hier und dort Die allerbeste gabe. Ohn dieses hoͤchste gut Acht ich nichts fuͤr gewinn. Er ist mein Von der Heiligung, Rechtfertigung und ihren Fruͤchten lebens⸗licht, Nach ihm nur steht mein sinn. 6. Ich lasse JEsum nicht, Ich hang als eine klette An ihm, und er an mir: Dis ist die liebes⸗kettt Mit der sind wir verknuͤpft, Daß uns nichts trennen kann: Mit die⸗ ser zieht er mich Bestaͤndig him⸗ mel an. ö 7. Drum laß ich JIEsum nicht, Ich mag vom schlaf erwachen, Ich mag zur ruhe gehn; So bleibt in allen sachen Doch IEsus meine lust. Auf ihn nur ist gericht Mein dichten und mein thun: Ich lase IEsum nicht. Melodey. 8 IIch will mich mit 3 dir verloben, Süß ser JEsu! du allein Wirst von mir aus lieb erhoben: Nunmehr bin ich gaͤnzlich dein. Zwar die welt wird mich stets hasseu, Denn sie hasset dich zugleich. Kann ich aher dich umfassen, So bin ich un gnuͤgt und reich. z. Alles soll mir eckel machen, Was zur eitelkeit gehoͤrt: Und in allen meinen sachen Werde Je⸗ sus nur geehrt. Sollt ich JEsum denn nicht lieben, Der mich vor der welt erwaͤhlt? Sollt ich N. sum noch betruͤben, Der mich in —— Er den seinen zaͤhlt? Macht 3. Nein, die ganze welt sol wissen, Daß ihr thun mir nicht gefaͤllt. Ich will meinen JIEsum kuͤssen, Welcher mich umarmet haͤlt: Seine liebꝰ hat mich umfan⸗ gen, Diese bande laß ich nicht; Denn mein sehnliches verlangen Ist allein auf ihn gericht. 4. O wie lang hab ich verzogen Und dich, seelen⸗freund, veracht! O wie oft ward ich betrogen, Und von dir hinweg gebracht! Aber nun soll uns nichts scheiden, Nicht das leben, nicht der tod, 7 0 201 Hurklch H W t 101 uM Rulhur Rah dpi W du AleeH Ruhtolsu Mshs Wa: Shash W ich Iulr HA, uhwüm Merin Wh R Maht A. eh 235 eumnh kltte Acyy n vithi lhit herkͤgh, eunen kun nich Befinhh Haß ichJen. schlaf 1—— gehn; Go Doch Nih nur istgercht * thun: I elodey u ch will nit; dir vetlobeng allein Wirsu hen: Nunnoh in. Zugt hassen/ dy leich. Kannih „So bin ihi mir ecelmt it gehott: x sachen Vall; Sollt ich hen, Der u lt? Solleh. lben„ Der us lt it gantt hl r thun mitz Hill meinen d her mich dh Hhat michh de laß ich l nliches duln u gericht. hab ich d 5701 ich betrogel t6 hedenl , als von der Vereinigung mit GOtt und JIEsu. 2¹⁷ das ereuz„ nicht schmach und lei⸗ den, Weder ungluͤck/ schmerz/ noch oht. 5 Stärke du mir meinen willen Wider meiner feinde list; Denn du mußt in mir erfuͤllen, Was dem fleisch unmoͤglich ist; Laß mich nicht mehr von dir wanken; Ach! wo soll ich sonst auch hin? Weil ich nicht nur in gedanken Sondern wuͤrklich bey dir bin.—.4 0. Nun sey tausendm ahl gegrus⸗ set, JEsu, meine suͤsse lust/ Sey mir tausendmahl gekuͤsset, Sey du mir allein bewußt, Sey mein wunsch und mein bestreben, Sey mein braͤutigam und hort; Sey du meiner seelen leben, Sey mein alles hier und dort. Mel. 3. JIEsus meine zuversicht. einen JEsum laß 349. ich nicht; Weil er sich fuͤ mich gegeben, So er⸗ fodert meine pflicht, Kletten⸗weis⸗ an ihm zu kleben. Er ist meines lebens licht, Meinen JEsum laß ich nicht. 8 5 2. IEsum laß ich nimmer nicht, Weil ich soll auf erden leben. Ihm hab ich voll zuversicht, Was ich bin und hab, ergeben: Alles ist auf ihn gericht. Meinen JEsum laß nicht. 3. Laß vergehn geruch, gesicht, Rardagleiteranes⸗licht weichen; aß das lezte tages⸗licht Mich auf dieser welt erreichen: Wenn der lebeus⸗faden bricht, Laß ich mei⸗ nen JEsum nicht. 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht, Wenn ich nun dahin gelan⸗ get, Wo vor seinem angesicht sein licht, Welcher mich mit Y tt versoͤhnet, Und befreyet vom ge⸗ richt: Meinen IEsum laß ich nicht.. 6. JEsum laß ich nicht von mir, Geh' ihm ewig an der seiten: Chri⸗ stus laͤßt mich fuͤr und fuͤr Zu den lebens⸗haͤchlein leiten. Selig! wer mit mir so spricht: Meinen JEsum laß ich nicht. Mel. 18. HErr deine allmacht ꝛe. ein herz ach! rede .mir nicht drein, Ich muß von hinnen eilen: Ich muß bald bey dem laͤmmlein seyn. Was soll ich hier verweilen, Wo eitelkeit, wo keine ruh? Mein geist eilt nach dem himmel zu. z. Mein herzens⸗freund! di laß ich nicht, Ich kaun nichts bes⸗ sers haben: In dir ist freude, trost und licht, Du kaunst vollkommen laben. Nichts ist, das mir vergnuͤ⸗ gung giebt, Als wann mich JEsus herzlich liebt. 3. Du, du bist mein, und ich bin dein, Wir sind in eins verbunden: Dis gute theil hab ich allein Durch deine heilge wunden. Du bist mein fels, der mich nicht laͤbt; Auf dir ruht meine seele fest. 4. HErr JEsu! ohne dich muß mir Die welt zur hoͤlle werden: Ich habe, haͤng ich nur an dir, Den himmel schon auf erden. Es quillt mein lebens⸗trank von dir, Das lebens⸗manna giebst du mir. c. O sel'ge stunde! da man dich Kann recht ins herze schliessen! Wie laͤßt du da so suͤssiglich Heil, gnad und friede fliessen! So oft das herze nach dir blickt, Wird es Frommer christen glaube pranget. Mich erfreut sein angesicht, Mei⸗ nen JEsum laß ich nicht. . Nicht nach welt, nach him⸗ mel nicht Meine seele wuͤnscht und sehnet; JEsum wuͤnscht sie, und mit himmels⸗lust erquickt 6. Das schwerste creuz wird leicht und klein, Denn du selbst hilfst es tragen: Du richtest es zum besten ein, Kannst nicht von herzen plagen. O 3 Dein ruhten⸗ streich ANEEEEE“-————..—————.—.2—2———22 218 er Von der Heiligung, Rechtfertigung und ihren Fruͤchten streich ist voller huld, Du foderst nur von uns geduld. 7. Fuͤhrst du mich nun gleich wunderlich, Mein freund! durch leid und freude: Weiß ich den⸗ noch, daß alles mich Von deiner lieb' nicht scheide. Es fuͤhret mich dein wunder⸗pfad Zu dir, in meines vaters stadt. 8. Ich uͤbergeb mich deiner hand Und deiner treuen liebe: Du bist entfernt vom unbestand In deinem liebes⸗triebe. Dein herz ist immer einerley, Gerecht und fromm und ewig treu. 9. Nun blinde welt! such im⸗ merhin Nur koht und dunst der erden; Nur JEsus ist, in dem mein sinn Kann recht ergetzet wer⸗ den. Drum rede mir nur niemand drein, Ich will und muß bey JIE⸗ su seyn. Mel. JEsu meines lebens leben. 1 Esu/ meiner seelen le⸗ — ben, Meines herzens hoͤchste freud! Dir will ich mich ganz ergeben Jetzo und in ewig⸗ eit: Meinen GOtt will ich dich nennen/ Und vor aller welt beken⸗ nen: Liebster JEsu! du bist mein/ Und ich bin und bleibe dein. 2. Deine hand hat mich bereitet, Dein mund blies mir odem ein; Deine gnad ward ausgebreitet Als zur decke, ob dem schrein, Der mich hatte erst verschlossen; Dar⸗ um sag ich unverdrossen: Lieb⸗ ster JEsu ꝛe. g. Deine guüͤt hat mich um⸗ fangen/ Als mich erst die welt em⸗ pfieng. Dir bin ich schon angehan⸗ gen/ Als ich an den bruͤsten hieng. Dein schooß hat mich aufgenom⸗ men, Wenn mein herz nur zu dir kommen: Liebster JEsu ꝛc. 4. Auf der kindheit wilden we⸗ gen Folgte mir stets deine guͤt; Deines geistes trieb und regen ster JEsu ꝛc. 7. Schmaͤht man mich, ist sie mein' ehre; Trotzt man mich, ist si mein trutz. Zweifl' ich, ist sie mei⸗ ne lehre; Jagt man mich, ist sie mein schutz. Niemahls hab' ich was begehret/War es gut, ich bins gewaͤhret. Liebster JEsu ꝛe. 8. Deine suͤsse lieb' und guͤtt Hast du in mein herz gefloͤßt: Drum wird mein verzagt gemuͤh⸗ te Aufgerichtet und getroͤst. Durch den vorschmack jener freuden Lin⸗ derst du mir ereuz und leiden. Liebster JEsu ꝛc. 9. Dein geist zeiget mir das et⸗ be, Das du mir dort beygelegt. Ich weiß/ wenn ich heute sterbe, Wo man meine seel hintraͤgt Zu dit, IEsu! in die freude: Trotz; daß mich was von dir scheide. Liebster JEsu 20. 10. Dieses alles ist gegruͤndet Nicht auf meiner werke grund. Dieses, was mein herz empfindet, Thu ich allen menschen kund, Daß es kͤmmt aus deinem blute, Das allein koͤmmt mir zu gute. Liebster JEsu ꝛc. 11. Drum ich sterbe oder lebe Bleib ich doch dein eigenthum: An dich ich mich ganz ergebe, Du bist meiner seelen ruhm, Meine zu⸗ H Httdet V. 0 ½ sthel ünwUl. h —.— 6 Rs. W. E Vngt Watt Wustnu W Ihsh P HIMA Rsumn 0 MAALI. IuI MWudgz u Hiass Wl Ahfgt lurni uy FNHA. Auh Ht a AUR 10 WR Wg ö Winu uub Aar mihen hfiwut Hir. Wam ndrigtn gemhj d u Rih Hichtn P ost hat nih, dencharh 0 mmigket un. mamem st; war ichlay funden hingt A. ucht mihnin hilfet stnj Wichnihte⸗ hrähen, ste mit gutt ie mein huterl man mich ht naumicht beifl'ich itssh man mich Niemahlz hib Var es gut/ l ster Jesuy sse lieb' un nein hern gfl in Hethagthht ind gettoß. x jener freabe! ereu; und lll zeiget mitde dort behgelg heute sterbe; hinttagt eude: Tuuh r scheide.Hl les ist gegth⸗ ser werke geu herz eußfn uschen kunz 5 nem blutt/Y u gutt. H sterbe Het 106 dein eikehe ganz achl Ntuhn/ Mi 6 als von der Ruhe und Freude in GOtt. uversicht und freude, Meine sässigkeit im leide. Liebster JE⸗ sui du bist mein/ Und ich bin und bleibe dein. ö U. Hoͤr noch, JEsu. dieses fle⸗ hen, Und verwirf die bitte nicht: Wenn mein' augen nicht mehr sehen, Wenn dem munde kraft gebricht Sonst noch etwas vorzu⸗ tragen; Laß mich noch im ster⸗ ben sagen: Liebster JEsu! du bist mein, Und ich bin und bleibe dein. 4. von der Rnhe und Freude in Gott. Mel. 8. JIEsus meine zuversicht. Sabe deine lust am 3 5 2. HErrn., Denn er schenket lust und leben; So wird dir sein gnaden⸗stern Tausend hol⸗ de strahlen geben: Denn er beut dir treulich an, Was dein herz nur wuͤnschen kann. 3. Laß der welt die eitle lust, Die in weinen sich verkehret: Wer nur seele, geist und brust GOtt zum ei⸗ genthum gewaͤhret; Trifft in allen stücken an, Was das herz nur wuͤnschen kann. 3. Lust an GOtt steigt uͤber sich/ Wenn man Gott im worte ken⸗ net. Lust an GOtt ist innerlich, Wenn man in der liebe brennet. Solche lust zeigt alles an, Was das herz nur wuͤnschen kann. 4. Wer die lust am HErren hat, Hat auch lust an seinem willen, Suchet ihn durch wort und that Unverdrossen zu erfuͤllen: Und so trifft er alles an Was das herz nur wuͤnschen kann. 5. Ist die lust nicht ohne last? Trag geduldig die beschwerden: Wenn du wol gelitten hast, Wirst du erst recht freudig werden, Und triffst dort im himmel an, Was dein herz nur wuͤnschen kann. Mel. Herlich lieb hab ich dich ꝛc. 3 3 Hein boch Christ, 5 mein hoͤchstes gut; Mein seelen⸗schatz, mein herz und muht, Und aller sinnen freude! Ich bleibe dennoch stets an dir, So ist auch nichts, das dich von mir Und unsrer liebe scheide. Du machst mir deinen weg bekannt, Haͤltst mich bey deiner rechten hand, Regierst und fuͤhrst den le⸗ bens⸗lauf, Und hilfest meiner schwachheit auf. BErr IEsu Christ:/ du bist mein licht; Ich folge dir, so irr' ich nicht. z. Du leitest mich nach deinem raht, Der anders nichts beschlos⸗ sen hat, Als was mir segen brin⸗ get. Gehts gleich zu zeiten wun⸗ derlich; So weiß ich dennoch, daß durch dich Der ausgang wol gelin⸗ get. Nach hartem tritt auf rauher bahn Nimmst du mich dort mit eh⸗ ren an, Wo mich vor deinem thron erfreut Die erone der gerech⸗ tigkeit. HErr JEsu Christ:/: ach! mit begier Wuͤnsch ich zu seyn, mein GOtt! bey dir. 3. Mein alles ist auf dich ge⸗ richt, Hab ich nur dich, so frag ich nicht Nach himmel und nach er⸗ den. Denn waͤr der himmel ohne dichz So koͤnnte keine lust fuͤr mich In tausend himmeln werden. Waͤrst du nicht schon auf erden mein, Moͤgt' ich auch nicht auf erden seyn: Denn auch die ganze weite welt Hat nichts, das mir/ wie du, gefaͤllt. HErr JEsu Christ 5): wo du nicht bist, Ist nichts, das mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch ereuz und noht, Durch marter, durch gewalt und tod Auch seel und leib verschmachten: Dis alles wird, wenns auch noch mehr, Ja gar wie eine hoͤlle waͤr, Mein glaube doch nicht achten. Du bist und blei⸗ best doch mein heil, Und Wobee⸗ er⸗ 2²⁰ Von der Heiligung, Rechtfertigung und ihren Fruͤchten herzens troͤst und theil; So wird und muß durch dich allein Auch leib und seele selig seyn. HErr JE⸗ su Christ ½ ich hoffe fest, Daß heine kraft mich nicht verlaͤßt. 5. Wer von dir weicht, und auf der welt Dir nicht bestaͤndig glau⸗ ben haͤlt: Muß freilich wol ver⸗ derben, Und kanu, weil er die lust und pracht Des fleisches hier zum himmel macht/ Den himmel dort nicht erben. Wer teufeln folgt/und aͤrgerlich In suͤnden lebet wider dich, Und denkt an keine busse nicht; Den bringst du um durch dein gericht, HErr JEsu Christ:/: und bist dabey Dem, der dir treu ist,ewig eren 0. Drum halt ich mich getrost zu dir/ Du aber haͤltst dich auch zu mir, Und das ist meine freude. Ich setze meine zuversicht Auf dich/ mein fels! der nicht zerbricht, In freud' und auch im leide. Dein thun soll alles und allein In mei⸗ nem herz uud munde seyn, Bis ich dich kann mit augen sehn. Ach! moͤgte solches bald geschehn! HErr IEsu Christ, ich warte drauf, Romm, komm mein schatz! und nimm mich auf. Mel. Wie schoͤn leucht uns ꝛe. Mein JEsu/ suͤsse 354. seelen⸗lust! Mir ist nichts ausser dir bewußt, Wenn du mein herz erquickest; Weil mir dein kuß so lieblich ist, Daß man auch seiner selbst vergißt, Wenn du den geist en tzuͤckest; Daß ich Durch dich, Aus dem triebe Deiner liebe Von der erde, Neber mich gezogen werde. 2. Was hatt' ich doch fuͤr trost und licht, Als ich dein holdes an⸗ gesicht, Mein IEsu! noch nicht kannte? Wie blind und thoͤrigt gieng ich hin, Da mein verkehrter fleisches⸗sinn Von welt⸗begierden brannte? Bis mir Von dir Licht und leben Ward gegeben, Dich zu kennen, Herzlich gegen dich in brennen. 3. Die arme welt hat zwar den schein/ Als waͤr ihr schlechtes froͤ⸗ lich⸗seyn Ein herrliches vergnüͤ⸗ gen; Allein wie elend gehts vor⸗ bey! Da sieht man, daß es blend⸗ werk sey, Wodurch wir uns betruͤ⸗ gen: Drum muß JEsus Mit den schaͤtzen Mich ergetzen, Die beste⸗ hen, Wenn die welt⸗lust muß ver⸗ gehen. 4. Wer JEsum fest im glauben haͤlt Der hat die kraft der andern welt Hier allbereit zu schmecken. Pflegt JEsus gleich zu mancher zeit Bey grosser herzens⸗traurig⸗ keit Sein antlitz zu verstecken; Is doch Sein joch Sauft, beleget Den, ders traͤget, Nicht mit buͤrden/ Welche ihn erdruͤcken wuͤrden. g. So weiß ich auch aus deinem wort, Daß du dich, liebster seelen⸗ hort! Nicht ewiglich versteckest. Du thust vor mir die augen zu⸗ Auf daß du desto groͤßre ruh Her⸗ nach in mir erweckest; Wenn ich Treulich, Als ein rebe An dir kle⸗ be, Auch im leide, Nicht nur in der suͤssen freude. 6. Deshalben soll mich keine noht, Mein JEsu! waͤr es auch der tod, Von deinem dienst ab⸗ schrecken. Ich weiß, daß mich dein herze liebt: Darum so geh ich un⸗ betruͤbt Mit dir durch dorn und hecken. Plage, Schlage! Ich bin stille: Ists dein wille Mich zu krän⸗ ken; Du wirst meiner doch ge⸗ denken. 7. Und sollt ich auch, mein see⸗ len⸗licht. Dein suͤsses lebens⸗man⸗ na nicht In dieser zeit empsinden; So will ich doch zufrieden seynJu hoffnung, deinen gnadenschein In jener welt zu finden, Wo ich Ewig Mich zu laben Dich werd? haben/ h ft fabs W ahR W ham, 16ν 5 UA: I WI A Wilgz Ilr. süüne 10.Wh, ngtj 2 ömst dundn Wn tilich ganj e Relt sargg iht shheath herrliche nn eelend git. man/ dßg dJurchmirunth Iuß Nsus ergetzen, D sum fesige diektaft den ereit zu shnt gleich zu uut herzensauy Huherstä anft,belgetz licht nit lun ruͤcken urde Hauch ausdey ich,liebstrsth viglich keit lir die augn o groͤßrethh eckest Vet. trebe M de/ Nich in soll mich l sul wat e u einem diet Riß, daß michds um so geh ihn durch dorn l Schlage! J le Michuhle neiner dochk auch/ Meil ses Iebentah teit ennshin friedenscht adeh inden/ Eo en Dich t Hbeh als von der Ruhe und Freude in GOtt. 221 haben/ Dich erblicken, Mich in dei⸗ ner huld erquicken. 8. Deswegen, holder menschen⸗ sohn! Erkenn ich deine liebe schon/ Wenn mich gleich dornen stechen. Dein herz, das mich in trauren etzt, Und sich verschleußt, muß och zulezt Von lauter liebe bre⸗ chen. Ja du Giebst ruh Nach den schmerzen, Fuͤllst die herzen Ganz mit freuden/ Die mich schon auf erden weidden. 9. Du salbest mich mit freuden⸗ öl/ So daß sich oͤfters leib und seel Recht innerlich erfreuen. Ich weiß wol, daß du mich betrübst, Ich weiß auch, was du denen giebst, Die sich davor nicht scheuen. Drum gib Den trieb, Unabwendig Und bestaͤndig Treu zu bleiben, Und recht fest an dich zu glaͤuben.— 10. Der glaub' ist eine starke hand, Und haͤlt dich/ als ein festes band; Ach staͤrke meinen glau⸗ ben. Im glauben kann mich nie⸗ mand dir, Im glauben kann dich niemand mir, O starker JEsu! rauben. Durch dich Kann ich Welt und drachen Ganz verlachen, Und die suͤnden Durch den glauben uͤberwinden. SEsu, meine freude 3. Mel ö Trotz des todes rachen! Trotz der furcht dazu! Tobe welt und sprin⸗ ge! Ich bin hier und singe In gar sichrer ruh. GOttes macht Haͤlt mich in acht, und wird fuͤr des sa⸗ tans wuͤten Mich, sein kind, be⸗ huͤten. 4. Weg mit allen schaͤtzen, Du bist mein ergetzen, IEsu meine lust! Weg ihr eiteln ehren, Ich mag euch nicht hoͤren, Bleibt mir unbewußt. Elend, noht, Creuz, schmach und tod, Soll mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von JIEsu scheiden. 6. Gute nacht, o wesen! Das die welt erlesenz Mir gefaͤllst du nicht. Gute nacht, ihr suͤnden! Bleibet weit dahinden, Kommt nicht mehr ans licht. Gute nacht, Du stolz und pracht! Dir sey ganz/du laster⸗ leben! Gute nacht gegeben. 6. Weicht ihr trauer⸗geister! Denn mein HErr und meister JEsus, tritt herein. Denen, die Ott lieben, Muß auch ihr betruͤ⸗ ben Lauter freude seyn. Duld ich schon Hie spott und hohn, Bleibst du dennoch auch im leide, IJEsu! meine freude. AFEsu/ meiner seele 5 6. su/ s n ruh, und mein bester schatz dazu!Alles bist du mir allein, Meines herzens wei⸗Sollt mir fort auch alles seyn. de, JEsu, mein begier! Ach wie 2. Liebet jemand in der welt lang, ach lange Ist dem herzen Edle schaͤtze, gold und geld; IE⸗ bange, Und verlangt nach dir! sus und sein theures blut Ist mir GOttes lamm, Mein braͤutigam Ausser dir soll mir auf erden Sonst nichts liebers werden. . Unter deinem schirmen Bin ich fuͤr den stuͤrmen Aller feinde frey. Laß die felsen zittern, Laß die welt erschuͤttern: Mir steht JVEsus bey. Ob es izt Gleich kracht und blitzt, Ob gleich sünd und hoͤlle schrecken: IEsus will mich decken. 3. Trotz dem alten drachen! mehr, denn alles gut. 3. Stellen meine feinde sich Oeffentlich gleich wider mich; JeEsus reißt aus aller noht, Dilget teufel, hoͤll und tod. 48. Bin ich krank/ und ist kein mann/ Der die schwachheit lin⸗ dern kañ: JEsus will mein arzt in pein, Und mein treuer helfer seyn. Ist mein vorraht schon nicht groß: öDPDP‚‚‚‚‚ Bin ich nacket, arm und bloß: 222 Von der Heiligung, Rechtfertigung und ihren Fruͤchten groß: JIEsus hilft zu aller jeit Mir waͤr es auch der tod, Mein N⸗ aus aller duͤrftigkeit. 6. Muß ich in das elend fort in an einen fremden ort; JEsus rger selbst fuͤr mich, Schuͤtzet mich da wunderlich. 7. Muß ich dulden hohn und spott Wider GOtt und sein gebot: IEsus giebt mir kraft und macht, Daß ich allen spott nicht acht. 8. Hat der bienen honig⸗saft Und der zucker suͤsse kraft; Mein herzliebster JEsus Christ Tau⸗ sendmahl viel suͤsser ist. 9. IEsus, was durch ohren bricht/ JIEsus, was das auge sicht, IEsus, was die zunge schmeckt, Und wornach die hand sich reckt. 10. JEsus sey mein speis und trank, JEsus sey mein lobgesang/ IEsus sey mein freuden ⸗schall IEsus sey mein ganzes all. 1I. Endlich laß, o hoͤchstes gut, IJEsu! dein vergoßnes blut, Dei⸗ ne wunden, deine pein Meine rast im tode seyn. Mel. Auf meinen 91—9 ꝛc. ö ein IEsus ist ge⸗ 3 57. M treu, In noht steht er mir bey: Auf ihn ist gut vertrauen, Drum will ich auf ihn bauen. Ihm bleibt mein herz er⸗ geben Im tod und auch im leben. 2. Der welt ihr bester lohn Ist schaden, schimpf und hohn: Wer den nicht will ererben, Der muß der welt absterben, Muß ihrer nicht begehren, Und sich zu JEsu kehren. 3. Wenn mich der feinde schaar Will stuͤrzen in gefahr, Und mich mit hohn belegen; Ist JEsus mir zugegen. Sein schutz sich zu per wendet, Und alle feinde blen⸗ et. 4. In aller meiner noht, Und ö sus fuͤr mich ringet Und noht und tod bezwinget: Ja aus der hoͤllen rachen Kann er mich ledig machen. 9. Wenn suͤnden⸗schuld mich plagt, Und mein gewissen nagt: Mein treuer JEsus wachet, Mich troͤstet und anlachet. Sein leiden und sein sterben Laͤßt keinen nicht verderben. 6. Sey fort, HErr! mein beh⸗ stand, Mein auge, fuß und hand, Hilf mir auf allen seiten, O V⸗ su! muhtig streiten: So will ich deinen namen Von herzen prei⸗ sen, amen. Mel. 8. IEsus meine zuversicht. Jch will froͤlich seyn in 3 58. Gott, Ich bin auch im leiden froͤlich; Denn ich weß in aller noht, Daß ich schon in E⸗ su selig; GOtt, die freuden⸗quellas mein, Darum kañ ich froͤlich sens. 2. Aber ach! ich menschen⸗kinz Kann ich auch von freuden sagen Da doch die unzaͤhlig sind, Diz bald hier, bald dort mich plagen! Doch Gott selbst mein schutz is un Wol mir! ich kann froͤlich eyn. 3. Sünden, o was guaͤlt iht mich! JEsus hat euch schon ge— buͤsset: Creuz und truͤbsal haͤufen sich Dis hat JEsus auch versüs⸗ set. Ist der suͤnden⸗tilger mein; Wol! sokann ich froͤlichseyn. 4. Stuͤrmetsatan auf mich los/ Will mich hoͤll und tod verschlin⸗ gen; So bin ich in Christi schooß, Daraus wird mich niem and drin⸗ gen. Ist der schlangen⸗treter mein, O so kann ich froͤlich seyn 7. Hab ich gleich sonst keinen freund; Ey was kann mir dieses schaden? Ist mir alle welt auch feind, Steh ich doch in JEsu dn 4.H⁰—9 c H 3. mi M 0f„. 1 kunsht sist Heigken Wahsbeh Iut am Usenl.. R HsHfle ö l III 2 WUIAI. Wt N. UQ uw .Wüs Hagicn der d, ů „Unget mz uuget: I Kann ernh inden⸗saahn nein gebisgn Esuswichth lachtt Sah n Laͤßt kgn „HErt R uge, fuß unhz llen seiten d Hreiten: Eoqh Von herahn meine nuo will ftölchsz 50tt, Ihan ch; Deun Jaß ich scht die freuder kañ ich flͤlch ich menschehh von freuden sh mnaͤhlig suh, dort michnh lbst meit sths rlich uust o was guil hateuch shoh und trübsals Esus auch dn nden ailgtt x ch frolichse atan aufuicl ud tod Hesth in Chnfish ich memardi Wünn lichschn.,, lich futn fann m He lit alle elt Hohinel als von der Ruhe und Freude in GoOtt. 2²3 den. Dleser menschen⸗freund ist mein, Mit ihm will ich froͤlich eyn. ö 6. Bin ich gleich nicht groß und reich Mangeln mir die beste ga⸗ ben: Bin ich dem geringsten gleich, Hab ich nicht, was andre haben; Ist doch GOtt, der reichste, mein, Und so kann ich froͤlich sehn. 7. Greift mich schmerz und krankheit an, Daß es aus zu seyn fast scheinet; So koͤmmt GOtt, der helfen kann, Und zeigt, daß ers gut gemeinet. Er, der arzt, ist selber mein, Darum muß ich froͤ⸗ lich seyn. ö 8. Wenn mich gleich der feind beschwert, Und will mich zu spotte machen: Ist es doch nicht traurens wehrt, Mein herz kann der thor⸗ heit lachen. GOtt, mein hoͤch⸗ ster ruhm, ist mein, Darum kann ich froͤlich seyn. g. Droht der tod und reißt mich hin: O so stillet GOtt sein wuͤ⸗ ten. Sterben ist ja mein gewinn; Darum wird mich GOtt behůten; Er, des todes gift, ist mein; In ihm kann ich froͤl ich seyn. 10. Herz und geist erfreut sich nun, Es erfreut sich muht und see⸗ le. IEsul gib, daß alles thun Dich zum zweck und ziel erwaͤhle. Laß mich, o mein sonnenschein! Ohne dich nicht froͤlich seyn. 4 1I. Gib/ daß ich da traurig bin, Wo das trauren hingehoͤret; Sonst gib, daß mit frohem sinn Mein herz nichts, als dich be⸗ gehret. Du bist meine freud' btov. Durch dich kann ich froͤlich n I. Gib, daß ich hier jeden tag Froͤlich lebe, froͤlich leide, Und dir froͤlich sterben mag. Gib mir dort die himmels⸗freude. Wenn du denn da ewig mein, Werd ich ewig froͤlich seyn. Mel. Wer nur 2 19 10 nirni⸗ as sorg' ich doch in 359. W diesem leben um das, was nur ein raub der zeit? Verspricht mir doch mein GOtt zu geben Den himmel und die se⸗ ligkeit. Der ist zu geizig /der nicht 20 An GoOtt und seinem JEsu hat. 2. Versagt mir GOtt der er⸗ den gaben, Gluͤck, ehre/reichthum, gut und geld: Mit meinem JEsu kann ich haben Mehr,/ als den him⸗ mel und die welt. Er ist allein mein hoͤchstes gut, Worinn mein herz vergnuͤget ruht. 3. Das wesen dieser welt ver⸗ gehet, Weil zeit und sterben alles frißt. Mein bestes theil bleibt und bestehet, So lang ein GOtt im himmel ist: Und wenn der himmel selber bricht; Vergehet doch mein himmel nicht. 4. Fahr hin, du stolzes nichts der erden, Das fleisch und blut sein alles nennt! In GOtt kann ich vergnuͤget werden, Von dem mich auch der tod nicht trennt. Was macht mir doch mein herze schwer? Ich habe GOtt: was wuͤnsch ich mehr! Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛc. 60 en Gott will ich ge⸗ 3„ denken, Denn er gedenkt an mich. Wenn mich die sorgen kraͤnken; So hebt mein herze sich Zu meinem GOtt empor: Bald weichen alle schmerzen, Denn er stellt meinem herzen Nichts/ als vergnuͤgen voor. ö 2. Denk ich an seine liebe, Wie werd ich doch entzuͤckt! Daß, wenn es noch so truͤbe, Mir doch die sonne blickt. Da koͤmmt mir im⸗ mer ein: Er hat sich hoch vermes⸗ sen, Er will mein nie vergessen; Wie koͤnnt ich traurig seyn? 3. Denk ich an seine guͤte/— ..———————2—2 2²⁴4 Von der Heiligung, Rechtfertigung und ihren Fruͤchten alle morgen neu; So freut sich mein gemuͤhte Bey solcher vater⸗ treu. Die last werf ich auf ihn, So wird die arbeit suͤsse; Ob ich gleich schweiß vergiesse: Denn GOtt ist mein gewinn. ö 4. Denk ich an sein erbarmen/ Er schenket mir sein kind; Ogna⸗ de fuͤr mich armen! Heißt das nicht treu gesinnt? GOtt ist in Christo mein: GOtt muͤßte JE⸗ lane hassen: Wenn er mich wollte assen; Das kann unmoͤglich seyn. . Drum will ich an GOtt den⸗ ken; Die welt mag immerhin Den sinn aufs eitle lenken; Hier ist ein andrer sinn. Ich trage GOtt al⸗ lein Im herzen und im munde, So kann mir keine stunde Allhier zu lange seycn. 6. An GOtt will ich gedenken, So lang ich denken kann. Wird man ins grab mich senken, So geh' ich zwar die bahn, Da mein die welt vergißt; Doch glaub ich die— ses feste, GOtt denket mein aufs beste, Wo sein gedaͤchtniß ist. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. ib mir ein froͤlich 3 6 I. G herzDu geber aller gaben! Und laß mich meine lust An deinem worte haben: So bin ich ganz vergnugt; So ist kein trauer⸗geist, Der dich, mein lie⸗ ber GOtt! Aus meiner seele reißt. 2. Gib mir ein froͤlich herz, Im wůn schen und verlangen Laß mei⸗ ne zuversicht An dir bestaͤndig han⸗ gen, Und blicke mich mit troͤst In meiner hoffnung an, Daß sie in deiner huld Vor anker liegen kann. 3. Gib mir ein froͤlich her, So oft ich vor dich trete, Und durch des geistes trieb Mein Vater Un⸗ mn bete. Doch deinem willen leibt Mein wille heimgestellt. Gib nur/ was dir beliebt, Ind was mir selig faͤllt. 4. Gib mir ein sorgest ja fuͤr mich; Und dir if gut, Was meinem leibe dient. Du weißt die mittel auch, Wodurch mein gluͤcke gruͤnt. 6. Gib mir ein froͤlich herz, Wenn ich in unschuld 155 Kraͤnkt mich die falsche welt Mi unverdientem neide; So bleib ich doch getrost. Du bist mein bestet freund, Ders ewig treu und gut Mit meiner wolfahrt meint. 6. Gib mir ein froͤlich herz Bey nassen trauer⸗tagen, Und laß mich mit geduld Die last derselben tra⸗ gen. Auf ungewitter folgt Doch wieder sonnenschein; So wird mir auch das ereu; Voll frucht und segen seyn. ö 7. Gib mir ein froͤlich herz Wenn ich auch endlich sterbe. Der tod ist mein gewinn, Weil ich das leben erbe. Im himmel gehen as Die rechte freuden an; Ach daßiih heute nicht Von hinnen scheidin rann 8. Gib mir ein froͤlich herz/ Da wirst du mir auch geben. Ich wil an dir, mein GOtt! Wie eine klet⸗ te kleben. So werf ich ganz ge⸗ trost Das trauren hinterwaͤtts, ein froͤlich herz. Mel. Nun freut euch liebe ꝛe Ott sey gelobet, der 3 62. G allein Die wahre freude giebet: Der unser herz laͤst froͤlich seyn, Der uns unendlich liebet, Der uns in dieser sterh⸗ lichkeit Durch manches gluͤck und heil erfreut, Wenn er uns hat be⸗ truͤbet. 2. Ja GoOtt! von herzen dank ich dir, Daß du mir hast geschenket Ein solch gemuͤht, das meistens hier An keinen kummer hn ——— ö sroͤlich hery Bey kuͤmmerniß und sorgen. unverborgen, Was meiner seele Und sage noch einmaͤhl: Gib mit I Mihe W glsf 18 Ws 6 Iunduhhe HN SH W. u W AI S =.D= .— —.— = — 2 — 2 = — DSSD/Dt..‚q‚ Iwumaz: Umi Raaig nhln 1 U h = — —— ehFrchz *— ein siss sulds Saß mund und geist voll freude mic; Iyn sacht, Wenn sich ein andrer kraͤn⸗ Du dist, der mich so froͤlich macht/ Dal U et. Hem kibeh 3. Mein GOtt! wie sehr erfreu kauch,N.ich mich, Daß du aus reichen gna⸗ ünmt. den Versorgest den so vaͤterlich/ ein sih; Der doch so schwer beladen! Du ushah, gönnst mir deine lieb' und huld, folchen Und laͤffest mir die sunden⸗schuld, llidez Eu So groß sie ist, nicht schaden. Du hstn F4. Du wendest manche schwere eig tun noht, Und fuͤllest mich mit segen. olahttnan. Mit freuden ess' ich hier mein ein stolhh brot, Und kann mich ruhig legen. ageh, leͤlnn Du schenkest mir mauch zeitlich lasdesle gut, Du bist, der oft erfuͤllt und etitttt h thut, Woran mir hie gelegen. schen; E 5. Mit freuden trink ich mei⸗ creun Iulh nen trank: Drum soll mein glaͤu⸗ big singen Dir, treuer vater! lob ein stllt und dank Fuͤr solche gnade brin⸗ endlihf gen. Ich greif die arbeit froͤlich winm, Halh an,Vollführe durch dich, was ich himmolgse kann; Du laͤssest es gelingen. 6. Dis alles muß ich deine gab' N himnehst Und milde wolthat nennen: Dein ist und bleibet was ich hab, Ich ustölshhel kann es wol erkennen. Ach lieber Hgehen. W vater! nehre mich Durch deinen tt Wiiol segen mildiglich; Sonst hilft kein verf shhn schweiß noch rennen. ren nn Z. Nimm deine frende nicht von iumahl: WV mir, Laß meinen sinn nicht wan⸗ ken: Mein herze klebe stets an dir, Gib froͤliche gedanken. Be⸗ Is euch lin hůte mich fuͤr uͤppigkeit, Halt mei⸗ itstygllllh uen kauf zu jeder zeit In wahrer Hlein Oie tugend schranken. EMAI 8. Bewahre mich fuͤr kuͤmmer⸗ r u u niß Und schwermuhts⸗vollen pla⸗ in dow gen; Du kanust den trauer⸗geist ge⸗ Hi wiß Aus meinem herzen jagen. Er l darf sich, wenn nur JEsus Christ un enm und deine guͤte bey mir ist, Ja nie⸗ uut hunk mahls an mich wagen. Hafgeste 1 M angesicht Mit freüden allzeit kom⸗ buunt du it freuden allzeit kom⸗ als von der Ruhe und Freude in GOtt. 2²⁵5 men, Damit der hoffnung theures licht Mir niemahls werd entnom⸗ men. Was hilft es, stets voll trau⸗ ren seyn? Da doch die selbst ge⸗ machte pein Dem menschen nicht kann frommen. 10. Erfuͤlle mich mit freud und lust; Laß meine seel empfinden, Daß den, dem Christi tod bewußt, Nicht angst noch truͤbsal binden; Daß satanas ihn selbst nicht faͤllt. Ein GOttes⸗freund, der glauben haͤlt, Kann alles uͤberwinden. II. Was acht ich eitle lust der welt? Was hilft mir solch ein le⸗ ben, Wo geiz und list nach gut und geld Und grossen schaͤtzen stre⸗ ben? Mein hoͤchstes gut in dieser zeit Ist, sich der tugend, froͤmmig⸗ keit Und ehrbarkeit ergeben. 12. Doch laß mich auch mit freudigkeit Auf dieser welt an⸗ schauen, Was du fuͤr schoͤne selten⸗ heit Am himmel, meer und auen, Auf erden, an der sonnen pracht, Und uͤberall, durch deine macht, So herrlich wollen bauen. I3. Hilf, daß ich freudig, wenn ich soll, Aus diesem leben scheide. Verleih mir/ daß ich freuden⸗voll Besteh in allem leide. Mit freu⸗ den geh' ich aus der noht, Mit freuden dring ich durch den tod Zu dir ins reich der freude. Von der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. ö Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛe. 3 m Err! bekehre zu dir, Und schaff ein reines herz in mir, Zu einem neuen leben. Denn du mußt zur erneuerung, Zur aͤnderung und heiligung Den neuen geist mir geben. 2. Ich war ein finstrer suͤnden⸗ * 9. Laß mich, HᷣErr! vor dein knecht: Du aber machtest mich ge⸗ recht, Dein licht ist mir erschienen. P Da ö V 2²⁵ Von dem Werke der Heiligung, und zwar Da treibt mich nun des glaubens kraft, Im lichte fromm und tu⸗ gendhaft Dir, als ein knecht, zu dienen. 0 3. HErr! staͤrke diese kraft in mir, Bu wirkest selbst, und ich mit dir Durch deines geistes triebe. Erst wirktest du, ich wirkte nicht: Jezt wird des glaubens zuversicht Auch thaͤtig durch die liebe. 4. Denn JEsu saerament und wort Erhaͤlt und staͤrket immer⸗ fort Des glaubens kraft und le⸗ ben: Die mittel muͤssen zu der frucht, Die Esus an den reben ben Auch saft und nahrung ge⸗ en. . Da nimmi denn die erleuch⸗ tung zu, Den willen vollbereitest du,Mein GOttl zu neuen trieben, Von ganzer seel und herzen dich, Und meinen naͤchsten, gleich als mich, In wahrer that zu lieben. 6. Mein glaubens⸗licht wird offenbar: Im glauben reich ich tugend dar. Ich will von JEsu lernen; Dem folg ich nach: ihm nah ich mich, Und von der sunden⸗ bahn will ich Mich immer mehr entfernen. 7. So wirkt, so kaͤmpft, so ringt und strebt Der neue mensch, der heilig lebt, Durch ereuzigung des alten. Ich jage nach der heili⸗ gung, SOtt will zu meiner besse⸗ 1eu. Des glaubens kraft erhal⸗ en. 8. Zwar sehlet die vollkommen⸗ heit: Ich finde selbst, daß allezeit Mein thun nur stuͤckwerk bleibe: Doch darum bessert SOtt aach mich, Sein ebenbild erneuert sich Bey mir an seel und leibe. 9. GOtt vater! du willt deine treu An mir noch alle morgen neu Erhalten und vermehren: Du schenkest mir das kindschaft⸗recht, Ach so erneure deinen knecht, Dich kindlich zu verehren. 10. HErr JEsu! groß von ral und that: Dein raht, der angesnn gen hat/Muß auch die that vollen⸗ den: Ach hilf du mir, die nene kraft, Die mir dein blut und tod den. Zum leben anzuwen⸗ en. II. Gewisser geist! laß mich dein wort Gewiß, und immer weitet fort Auf ebuen wegen leiten: La meinen geist unstraͤflich seyn, Ver⸗ klaͤr in mir den hellen schein 3 jenen herrlichkeiten. Mel. Aus tiefer noht schrey ꝛe Schaff in mir, GOtt 364.S ein reines herh Mein herz ist ganz verderbet: Es fůͤhlt von sunden grossen schmerz Die ihm sind angeerbet, Und di es noch thut ohne scheu: Ach mn⸗ che, daß es wieder sey, Wie dut erst erschaffen. 2. Gib mir aufs neue deshen geist, Der immer bey mir bleib/ Der mir zum guten beystand laf Und dazu mich stets treibe; de steure meinem fleisch und hlut Und gebe, daß ich sauften muhi Zucht, demuht, keuschheit liebe. 3. Verwirf von deinem gug sicht, Ob ich es gleich verdienes Mich, allerliebster vater! nicht Weil IEsus dich versühnet. mich, dein kind, doch nimmermeht Hier fallen so gar tief und schwen Daß du mich gar verwuͤrfest. 4. Den heilgen geist nimm nicht von mir: Den boͤsen geist vertre⸗ be, Daß er mich nicht en tfüͤhtt von dir, Und ich dein sey und bleibe. Beherrsche mein hexrz sinn und muht Durch deinen geist so fahr ich gut Im leben und im sterben. 6. Mit deiner huͤlfe troͤste mich Hilf, und vergib die sünden, Und suchet meine seele dich, So 10 di Whgidd mast; 5 I1 Ioer iid Wi I Ricst ME daucht I DeN Rhalech. Sulu — — W Dur 5—6 . in Hu!) Mimt ftE HusuyR 5 H-N N2 0 0 ghe EAI MN E U Har Anhiteh 00 Helung W WUHHHHN Waulnth, von der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. 2²7⁷ 5 2555 dich gnaͤdig nden. Durch dein ir deing am leben uy eiftin und inmay egenlaht, nstriffchsen en hellesth keiten fer noßtsty chafnts Vein keild! ganz betdoh den grosehst angeerhen/W le schel.l seder seydl auss neit mer heynsth uren hepfeh fetz nal flisch d. ich salftht „keuscheit von deltch 0 Rlith hstet wth sch Rersült. „doch Hn Nrtiefu —1 vetwirft an geiftnhcl hoͤsengetel lich niht el ich denn lj rsche mal Durchda Im leheih I de Rle deh/ E. dd verdienst/ Ehri Darinnen trost und leben ist, Hilf HErr JEsu Christ! wider tod und hoͤlle. 6. Dein freuden-geist enthalt ö mich dir Mit seinem freuden⸗oͤle, Daß mich nichts zur verzweiflung füͤhr, Und bring um meine seele. Du bist HErrlmeine freud allein; Laß mich auch deine freude seyn, Bring mich zur ewgen freude. Mel. Durch Adams fall ist ꝛc. 6 Lah mich, HErr! die 3 5. gerechtigkeit Mit wahrem glauben finden, Die mich in ewigkeit befreynt Von allen meinen sünden. Dein theures blut, Mein hoͤchstes gut, Das hei⸗ let allen schaden: Ja deine huld Tilgt meine schuld, Mit welcher ich beladen. z. Durch dich ist auch der mensch gemacht, Das meister⸗ stuͤck von deinen weisen haͤnden, Ein kurzer riß und auszug aller pracht, Die du der Ier, Auttelt sen zuzuwenden, Der mittel⸗ punkt von dem, was deine kraft Gewirkt, geschafft. 3. Du praͤgtest ihm dein bildniß ein, Du machtest ihn zum herren deiner werke. Die heiligkeit, der liebe reiner schein, Der weisheit glanz, des leibes muntre staͤrke, Die stellten ihn dem, was geschaf⸗ fen war, Zum wunder dar. 4. Wo ist nunmehr dis alles hin? Wer kañ die spur der ersten schoͤn⸗ heit zeigen? Ein finstrer dampf umgiebt den blinden sinn, Der freye geist muß sich in fessel beu⸗ gen. Dein edles bild, o schoͤpfer! ist zerstoͤhrt, Und umgekehrt. 5. Ach HErr! den unser elend 3. Gib, daß ich mich, statt zorn ruhrt, Dem unfre noht gar tief zu und grimm, Mit wahrer sanft⸗— muht schmuͤcke, Durch demuht al⸗ len ungestüm In meiner brust er⸗ sticke. Laß deine macht Die suͤnden⸗ nacht Aus meinem herzen treiben, Und mich allzeit In fried und freud Dein liebes kind verbleiben. 3. HErr! schenk mir deine guͤt und treu, So lang ich leb auf er⸗ den, Und laß sie alle morgen neu An meiner seele werden: So ruͤhm ich dich Bestaͤndiglich, So werd ich deinen namen Nach dieser zeit In ewigkeit Von herzen yreisen, amen. Melodey 26. 66 Di schoͤpfer dieser 3* grossen welt, Den alles das als seinen ursprung eh⸗ ret, Was dieser bau in seinen grenzen haͤlt, Was erd und meer in seinem schooß ernaͤhret, Der alles selbst in schoͤnster zier und pracht Aus nichts gemacht: herzen gehet; Ach siehe doch, wie uns der feind verfuͤhrt, Wie es so schlecht um dein geschoͤpfe stehet. Auf! mache bald, daß alles wieder neu Und heller sey. 6. Dein milder segen sey gelegt In des mit fluch beschwerten her⸗ zens erde, Die leider! nichts, als schnoͤdes unkraut traͤgt: Gib, daß sie bald voll guter fruͤchte werde. Ach mache doch, daß alles wieder neu Und fruchtbar sey. 7. Ach mache alles wieder recht, Was Adams fall verruͤcket und verkehret. Bereite dir ein hei⸗ liges geschlecht, Das dich im geist und in der wahrheit ehret. Ach schaffe doch, daß ich auch wieder neu Und herrlich sey. Mel. HErr JEsu Christ mein ꝛe. + rneure mich, o ewi 3 7. Lulicht!Erheb auf mick dein angesicht, Und laß mit dei⸗ P2 nem 228 Von dem Werke der Heiligung und zwar nem gnaden⸗schein Mein gauzes herz erfuͤllet seyn. ö 2. Ertoͤdt in mir des fleisches lust, und reinge mich vom sünden⸗ wust: Zu streiten wider fleisch und blut Verleihe mir kraft, geist und muht. 05 3. Schaff in mir, HErr! den neuen geist, Der dir mit lust ge⸗ horsam leist: Ein willig opfer forderst du, Mein alter mensch taugt nicht dazu. ö 4. Mach in mir das gedaͤchtniß neu/ Daß es auf dich gerichtet sey/ Und, was dahinten ist, vergißt, Vornemlich Christi tod ermißt. 4. Des fleisches willen toͤdt in mir, Leuk mich zum guten, daß ich dir Gehorsam sey, und dei⸗ ner bahn In lieb' und einfalt folgen kaun. ö 6. HErr! ohne deines geistes licht Erkenn ich deinen willen nicht: Darum erleuchte den ver⸗ stand, Mach ihm dich und dein wort bekannt. 7. Mach mein gewissen durch dein hlut Ganz rein, daß mit ge⸗ trostem muht Ich kann vor deinem richtstuhl stehn, Und auf den mitt⸗ ler, JEsum, sehn. 8. Laß herz und sinn auf dich al⸗ lein, Und auf dein wort gerichtet seyn: Daß ich es freudig hoͤr und thu, Gib selber kraft und lust darzu. 2845 9. Gib, daß mein geist erfaͤhrt und schmeckt, Was uns dein wort für freud erweckt, Was es fuͤr le⸗ ben, staͤrke, kraft Und suͤssigkeit der seelen schafft. 10. Treib mich durch deinen guten geist; Durch seine kraft mir beystand leist, Daß er in mir die herrschaft fuͤhrt, Herz, sinnen, mund und that regiert. 1I. Weil dis nur aus dem glau⸗ ben steigt, Der sich durch werke thaͤtig teigt: So gib,daß sich durch deinen geist Mein glaub in reichen fruͤchten weist. 12. Nimm, JEsu, mich in deine hut/ So trotz ich aller feinde wuht So sieg ich stets, mein heil! durch lich So preis' ich dich dort ewig⸗ ich. Mel. Christ unser HErr zum ꝛr. Mein Gottl ich nah⸗ 36 8. M mich und tret 0 deinem gnaden⸗throne. Ich opfre seufzer und gehet Vor dir in dei nem sohne. Du willt, ich soll de heiligungIn deiner furcht nachin⸗ gen; Verheissest auch vermoͤgen gnung, Den sünden abzusagen Ach gib mir kraft und gnade. z. Wo sich der glaube thaͤti kann Als GOttes werk beweisen Da scheuet man sich nicht, berg ay Mit Gottes volk zu reisen; Min geht getrost den engen weg, Mun dringet durch die pforte, 8 schmal sie ist: und sucht den sih Mit ernst nach GOttes wors Der zu der erone fuͤhret. 3. Ach treuer GOtt! begah mich Mit solchem ernsten sinn Daß ich nichts lau und schlaͤfeng Im christeuthum beginne. Er wek ke, hoͤchste kraft! mein herz, Da ich bestaͤndig kaͤmpfe, Auch bi aufs blut mit ernst und schmei Die böse lüste daͤmpfe, Und nah dem kleinod ringe. 4. Wen nun ein rechter ern bewegt, Der reinigt sein gewissen Er wacht, wenn sich dasselbe reht, Geht mit geraden fuͤssen: Es muß sein auge helle seyn, Und taͤglic reiner werden In Christi blutt der allein Bleibt unser licht auf delu⸗„Und lehrt im lichte wan⸗ eln. gewissen: Ach gib, daß alle tuͤ und list Daraus entweichen muͤs⸗ Ruttlt glahsed Hel Eillch l 0 10 chsguel tactt H seelHg siht Wnehr ict ů . Du kennst mein herz, HErr JEsu. Christ! und ocheh meit OM chn sen. Y sssht ibar — inguusßz Nistymähn Halrsig „Menh ichdihdn uiset heust nSdhit mich unh y Vthtose. A het Vor Ruh du Wille, 00 liler fuchen auch un sünden abah Ist undenche der glauhe h tes vetk ho sich nichyhz lkhtriseht engen hen die port, und sucht d Gtt N ne fihret 1 Gottt hem ernfels lau undshz begine mein herj ampft/ I erlist und st ampfe, I e. ein techt ligt stinoah sich dasth füffrt yn,/ Ind si n Chestth t unser i t im lihhe autweshen von der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. 2²0 sen. Verleihe, daß ich mehr und mehr Mein thun und lassen rich⸗ te: Was wider dein geheiß und ehr, Das mache selbst zunichte, Und mach mich taͤglich treuer. 6. Ich bitte mehr: ein weiser sinn Muß wahre christen leiten: Sie gehn nicht in den tag dahin, Noch nach dem lauf der zeiten. Der zweck, den ihr beruf vorhaͤlt, Ist ihnen stets vor augen: Die mittel werden auch gewaͤhlt, Die nuͤtzlich sind und taugen; Sie koͤn⸗ nen kluͤglich handeln. ö 7. Drum gib mir, hoͤchste weis⸗ heits⸗guell! Die klugheit der ge⸗ rechten. Ach! sende selbst in meine seel Den glanz von deiner rechten. Lehr mich, mein heil, und die ge⸗ fahr Noch kaͤglich besser kennen, Den unterscheid, was falsch und wahr, Was gut und bos zu nennen: Ach! mach mich taͤglich kluͤger. 3. Und diese weisheit kann uns nicht Kalt und unfruchtbar las⸗ sen: Ein wahrer glaub thut seine pflicht, Und eilt auf GOttes stras⸗ sen: Er ist ein baum, der gruͤnt und bluͤht, Und reiche fruͤchte traͤ⸗ get; Ein feuer, das man immer sieht; Ein leben, das sich reget, Und ein geschaͤftis wesen. * 9. Mein lebens fuͤrst! gib fri⸗ sche kraft Zum neuen geistes⸗le⸗ ben: Dein zweig zieht von dir sei⸗ nen saft, Und fruchtbarkeit dein reben. Ach! daß ich eine tugend moͤgt Darreichen aus der andern, Und reiche glaubens⸗früchte brächt, Ja allzeit wuͤrdig wan⸗ dern: Du kannst und wirst es schaffen. „I0. Wer reich an guten werken ist⸗ Bey dem wird Esus wohnen. Der kuß, womit sein mund ihn küßt, Kann alles reichlich lohnen. O gnaden⸗lohn, der hie schon wird Im vorschmack uns gegeben O suͤsse 25——1— leben, buͤrdꝰ! O angenehmstes leben, Wo IEsu Sz. Hedeh—— II. HErr! laß mich die bestaͤn⸗ digkeit In JEsu bey dir änden. Du wirst mich staͤrken in dem streit, Selbst vollbereiten, gruͤnden. Ich halte mich, HErr! an dein wort, Das ich gehoͤrt, gelesen: Ach gib mir kraͤfte, hoͤchster hort! Und ein rechtschaffnes wesen: So hab ich volle gnuͤge. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 3 69.8 ein Gotu“ du eweißt aufs aller⸗ beste, Was mir gut und ersprieß⸗ lich sey. Ach! setze du mein heil selbst feste; Weg mit dem eigenen gebaͤu! Gib, daß mein herz auf dich nur baut, Und dir, mein Gott! allein vertraut. z. Reiß alles weg aus meiner seele, Was dich nicht sucht und deine ehr. Siehst du, wie sich die sund verheele; So pruͤfe selbst je mehr und mehr Mein' innere be⸗ schaffenheit, Und gib mir herzens⸗ redlichkeit. 3. Laß mich mit grund der wahr⸗ heit sprechen; Du bist mein abba, licht und heil; Du heilest alle mein gebrechen, Und schenkest mir an Christo theil: Du bist mein allerbester freund, Ders treu und herzlich mit mir meint. 4. Darf ich dich meinen vater nennen? O abgrund der barmher⸗ zigkeit! So muß mir alles nutzen koͤnnen, Was man sonst heisset ereuz und leid. Denn wo du, GᷣOtt! im herzen bist; Wird auch das bittre ereuz versuͤsst. . Drum gib, daß ich recht kind⸗ lich glaͤube; Und mir getrost und unverzagt, Jedoch in demuht, das zuschreibe, Was uns dein theures wort zusagt. Dein geist erklaͤre V 3 mei⸗ 23⁰ Von dem Werke der Heiligung, und zwar meinem geist/ Was deine vater⸗ einfalt/ lieb und zucht:Was falsh treue heißt. 6. Du, unerschaffnes hoͤchstes wesen! Hast vor der welt an mich gedacht, Und schon, da ich noch nicht gewesen, Den liebes⸗vollen schluß gemacht, Daß ich soll dein in Christo seyn, Und frey von aller sunden⸗pein. 99— 7. Dein kind, mein JEsus, hat vollendet, Was du beschlossen vor der zeit; Hat schuld und strafen abgewendet, Erworben mir die seligkeit: Dein geist, der mir dis macht bekanut, Ist dessen sichres unterpfand. 8. Was soll ich von der guͤte sa⸗ gen, Die ich sonst bis hieher ge⸗ spuͤhrt? Mit der du mich in mei⸗ nen tagen So wunderbar, doch treu gefuͤhrt, Und welche mir in ewigkeit Noch ein unsterblich gut bereitt? *9. Nun, HErr! ich falle dir zn fuͤssen, Und bitte dich, o hoͤchstes gut! Laß mich stets deine huld ge⸗ niessen, Und mehre meine liebes⸗ und stolz ist, sey verflucht. . Nun, geschlossen, geistes⸗kraft! Stets reich⸗ und alles gute schafft; So bleibts in ewigkeit dabey, Daß du mein, und ich deine sey. 81 3 7 0. M treuer GOtt! Das in mir angefangen, Muß ganz allein durch deine staͤrk Zu soh nem ziel gelangen. Soll ich, bis in den tod getreu, In deinem dienst bleiben, Und bekleiben; Sossteht du mir bey, Im glauben frucht in treiben. 2. Es fehlet mir an feinden nicht, Die wider mich stets rasen Der satan sucht das kleine liht Des glaubens auszublasen. Die welt ist auch auf ihrer hut, Mi9 mit geheimen tuͤcken u bestti⸗ glut. Verleih, daß meine lieb und ken. Mein eigen fleisch und blut treu Auch gegen dich recht her⸗ Sucht selbst mich zu heruͤcken. lich se weise, Mein treuer GOtt! dein eigenthum; Drum halte mich auch, dir zum preise, Zu deines kar mir schaden bringt, Ja selbst di weiten rachen Jenes drachen, Det grossen namens ruhm, In un⸗ schuld und gerechtigkeit, Und fuͤhr mich zur vollkommenheit. I1. Du mußt das gute selbst vollbringen: Drum lenke worte, that, verstand, Und reiche mir in Doch, vater! deine tten h.„ 10. Ich bin nun auf so viele und macht, Doch, mittler! dein vertreten, Doch, geist der gun⸗ den! deine wacht, Dein trieb zun kampf und beten Wird alles, was 11 so viel verschlingt, Bey mir zu schanden machen. 4. Die in der liebe redlich sind, Laͤßt sich der HErr nicht nehmen. allen dingen Aus gnaden deine Mein vater wird sein armes kind vater⸗hand: Weil hier nicht fleiß noch eigne kraft, Nur dein erbar⸗ men, alles schafft. 12. Legst du was auf; so hilfs auch tragen. Gib nur geduld in leidens⸗zeit, Und sey in gut⸗ und bösen tagen Mein trost, mein raht und meine freud. Gib demuht Im hoffen ch beschaͤmen. Mein hirt laͤßt auch das kleinste lamm Nichti in der noht verschmachten: Drum wird achten Auf mich mein braͤutigam, Und mir iu helfen trachten. . Den glauben, den er mit geschenkt, Den wird er Wägn r⸗ amen! es sey fe. Bleib uͤber wühs taͤglich ausgegossen, Die einsig Mel. Ich ruf zu dir HErr IEsur i dein gutes werkt, Hihshe E WV Hochhn3· 09 NW 0 Wh 0 0 U MPMA Rsh N. I anN AA W lch Whar; 1070 1 Wihat — 0 nHHπ ybetsch. amenl c6 Slih ibe Etltz uh gasen, Zys ift; Sohth „Daßuntsz —— loithern; A dein gutgt angefnngeh hdetleffth Hen. Solich „Indeilenh ekleiben; E glauben sit t mit an ft ermichsthy ht das Elch auszüblah uf ihret 0 tücken u gen feichgr ch Uherlth ater, dah boch, mile ch/ gest V ht, Danth n Witd alh ngt/ Jsch Jenes denche schlingt, V chen. Tliebenhst Err nicht ks o sein arnth beschäne. as Elalfth ht eshint ten ufmsh u mit ben, E ustd e + von der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. 231 gesenkt, Wird keinen abgaug mer⸗ fen. Er wird durch seines geistes trieb Mich schwachen vollberei⸗ ten, Gründen, leiten. Er hat mich fuß nicht gleiten. 6. Fuͤhrt er mich selbst in kampf und streit; So wird er mich 4005 un hand zu fassen. 7. Er bleibet mir, ich ihm ge⸗ tren: Kein tod, kein schmerz, kein leiden; Nicht furcht, nicht lust, nicht schmeicheley Soll uns ver⸗ bundue scheiden. Was er zusam⸗ men hat gefügt, Wird kein ge⸗ schoͤpfe koͤnnen Jemahls treunen. Wol mir, ich bin vergnügt! Ich darf mich selig nennen. vou der Gnaden⸗Versiegelung des heiligen Geistes. Mel. JEsu deine heilge wunden. 7I. Itommer vater, GOtt 37 O der staͤrke! Dein licht ist vom wechsel frey! Du bist in jedwedem werke Heilig, wahrhaft und getreu: Ach! ich klage dir mit leid Meine unbestaͤndigkeit; Denn mein herz ist gleich den wo⸗ gen, Leicht bewegt und bald be⸗ trogen: *. Bald durch menschen⸗furcht und liebe, Bald durch ehre, ruhm und geld, Bald durch boͤse wol⸗ lusttriebe Und durch aͤrgerniß der welt; Bald treibt die verfolgung mich, Bald die armuht hinter seh„„Dah macht sonsten eine Dd vo wach, ich von dem hoͤchsten Ich bekenne dir, wie billig, Ich bekenn es, HErr, mit ach! Oftmahls scheint mein geist zwar willig; Aber ach! mein fleisch ist schwach. Ach! ich bitte, rechne du Mir nicht solche süůnde in Weil wir arme deine gaben Nur in muͤrben scherben haben. 4. Ach! befestige mein herze; Nur die gnade macht es fest, Daß mich unter allem schmerze Muht und hoffnung nicht verlaͤßt. Dei⸗ ne ehre, furcht und ruhm Sey mein einig eigenthum. Lehr mich/ aller inn und schaͤtzen Deine lie⸗ be vorzusetzen. 6. Laß den allertheursten glau⸗ ben Und die hoffende geduld Mir nichts auf der erden rauben. Steh mir bey mit deiner huld, Daß ich, HErr! von deiner treu Ewig unzertrennlich sey. Gib mir aber alle stunden Neue kraft aus Christi wunden. 6. Laß den undank dieser erden, und den hohn der gauzen welt Mir nicht zur versuchung werden, Wenn das leiden mich befaͤllt: Denn es ist der christen freud/ Lei⸗ den um gerechtigkeit: Laß mich dein verheissen fassen, Und mich fest darauf verlassen. 7. Gib ein herze, das im gluͤcke Nicht verwegen, stolz und frey, Und bey widrigem geschicke Nicht verzagt noch muͤrrisch sey. Zieh mein herz mit großmuht an, Daß es etwas wagen kann, Und nicht vor dem kampf und siege Schon ermuͤdet unterliege. g. Wehre allem trug vom teu⸗ fel, Der die wahrheit will ver⸗ drehn. Laß mich wider allen wei⸗ fel Auf der wahrheit GᷣOttes stehn; Daß ich Weseteolnht Non Und der pfeile schwefel'gluht Nur aus deines wortes gruͤnden Kraͤ⸗ tig moͤge uͤberwinden. 128 *9. HErr! versiegle, weil ich lebe, Meinen geist mit deinem 42* Der ein sichres zeugniß g 4 ebe, Daß ken Kann gerecht vor GOtt be⸗ 23² Von dem Werke der Heiligung, und zwar Daß du mich dort erben heißt. Zeichne meine stirn und herz Daß der feind weich hinterwaͤrts, Und mich niemand dir entreisse, Weil ich dir versiegelt heisse. 10. Mach mich auf den grund erbauet, Den man unbeweglich nennt Wo man dieses siegel schau⸗ Hat lust et, Daß mein Gott die seinen kennt: Nimm durch deine Got⸗ 6. Donnert das gesetz, und blißt Schrecklich uͤber alle boͤsen? Hie steht Christus, der mich schüßzt, Der mich kann vom fluch erloͤsen, Dessen thun vor GOtt so gilt, Als haͤtt ich es selbst erfuͤllt. 7. Er, der aller heiland heißt, in mein herz zu ziehen, Und mir seinen wehrten geist Alz sein liebes⸗pfand verliehen: GOtt tes⸗macht Meine seligkeit in acht, kehrt selber bey mir ein, Nun muß Und bewahre mich im sterben Noch als deinen himmels-erben. Von dem Gnaden⸗Stande. Mel. 8. IEsus meine zuversicht. 2. AEsu: wenn ich mein 372. Igemuͤht Christlich in mich selber lenke, Und den reich⸗ thum deiner güt, Meine selig⸗ keit, bedenke; So duͤnkt mir, als schwebt ich schon Dort um deinen gnaden⸗thron. z. An dem schnoͤden suͤnden⸗wust Mag mein herz denn nicht mehr kleben. Ich verspuͤhre kraft und lust, Heilig und nach GOtt zu le⸗ ben: Ich bin reiner freuden voll. Mir ist uͤberschwenglich wol. 3. Dir sey dank, yreis, ehr und macht, JEsu, der du durch dein sterben Mir das heil hast wieder⸗ bracht! Du machst mich zum himmels⸗erben In der taufe, wo —— blut Alle meine schuld ab⸗ hut. 4. Dieses macht mich rein und schöͤn, Daß ichohne fehl und fiet⸗ stehn: Dis kann alle schuld bedek⸗ ken. Deine unschuld, JEsu Christ! Macht mich/ wie du selber bist. 6. Hoͤll und teufel sind gefaͤllt, Ihre macht hat weichen muͤsfen. die verfluchte boͤse welt Tret ich ritterlich mit fuͤsen: und die freu⸗ de Christi macht, Daß mein her; den tod verlacht. ich sein erbe seyn. 8. Schweig, vernunft! und sage nicht, Ich sey elend und gebrech⸗ lich: Denn mein glaub an Chri⸗ stum spricht: Meine ehr' ist un⸗ aussprechlich. Niemand schrecke mich forthin, Weil ich hier schon selig bin.* 9. Dilg, v GOtt, mein eigen⸗ thum! Was den glauben sucht iu stoͤhren, Laß dein evangelium, Tauf und abendmahl mich neh⸗ ren: Dis laß mir in freud und hein Meine seelen⸗weide seyn. 10. Und bey solcher wehrten kis Will ich mich so lang ergetzen, B du mich, mein suͤsser trost! Wirt zur himmels⸗tafel setzen; Da seh' ich vollkommen ein, Was es seh: ganz selig seyn. Von der Serrlichkeit der Ge⸗ rechten. x Mel. Wie schön leucht uns der ꝛ⸗ ö 395 373. + bchrent, christen⸗mensch! hier in der zeit Und noch vielmehr dort oben? Wenn anders, was dein name heißt, Dein wesen und die that be⸗ weist, Und deine werk' dich loben. Christus JEsus Salbt mit öͤle Deine seele: Geistes gaben Sindo/ die dich so hoch erhahen. 2. Du 2— selbst goͤttlichen ge⸗ schlechts Der kindschaft und des kinder⸗rechts Mit der natur theil⸗ haftig. 9, EitoX Wn fN AN Whur e ulnd gyar ö von der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. 2³3 Hds haftig. Sieh! welche lieb' und ehr im bund: Sein thron ist deines n) is dis. Halts gleich die welt für herzene Rand, Barin er woh⸗ trir ungewiß /So bleibt es doch wahr⸗ nung machet; Er haͤlt dich selbst 60 16 haftig. Laß sie Dich hie Nur ver⸗ fuͤr seinen ruhm, Du bist sein be⸗ hit 0 achten, Laß sie trachten Dich zu stes eigenthum, Darüber er stets hassen: Sie muß dir den ruhm wachet. Mein ehrist! GOtt ist/ Rahurd doch lassen. Ap. Gesch. 17/ 29. Der dich träget, Und verpfleget; lun n. 3. Du bist ein priester und pro⸗ Sein erbarmen Schließt dich ein 11 phet, Der vor des 190 throne mit vater⸗armen. lalshl steht, Und wird von GOtt geleh⸗6. Wer ist, der alles sattsam . ret. Du bist ein koͤnig, dessen preist, Was dir der HErr für ehr hu. macht Weit groͤsser, als die welt erweist, und war schon hier auf enuust gedacht; Das reich dir zugehoͤret. erden? Was künftig, ist nicht of⸗ lenduh Dein geist Erweist Sich geschaͤf fenbar; Doch bleibt es fest und nein guhn tig, Sieget kraͤftig Durch den ewig wahr, Du wirst GOtt aͤhnlich Mamau glauben: Wer will dir die crone werden. Deine Reine Liebesau⸗ „Nimimß rauben? gen Sollen taugen GOtt zu sehen, Wel ihhn 4. Du bist auch deines JEsu Wenn du wirst verklaͤrt aufstehen. braut, Er hat sich selbst mit dir 7. O ehristen⸗-mensch! in die⸗ 60tt mu vertraut, Und dich so schoͤn ge⸗ sen stand Setzt dich des hoͤchsten den glathe schmuüͤcket: Er hat dir seines Hei⸗ gnaden⸗hand: Bedenke diese wuͤr⸗ dein kanh stes pfand Von seinem allmachts⸗ de! Ja, troͤste dich zu jeder zeit endmahlnu thron gesandt, Daß du ihm unver⸗Mit dieser grossen herrlichkeit; Hirin stelbth ruͤcket Ewig, Bruͤnstig, So im lei⸗Leg ab die suͤnden⸗buͤrde. Lebe, weidesin. den Als in freuden Fest anhangest, Strebe, Deinen adel Ohne taͤdel solchtnß Und nach ihm allein verlangest. Zu erhalten: Glaͤube, bis du wirst ssn u 4. Bedenk! du stehst mit GOtt erkalten. Usset tof. 170 VI. Von der Gnaden⸗Wahl. Mel. JEsu deine heilge wunden. barmen, Voller huld und freund Cuae liebe! mein lichkeit, Der so einer welt voll ar⸗ ühkerh 300 W gemuͤhte Thut izt men Gnade, trost und huͤlfe beut! de. emen frohen blick In den ab⸗ Liebe! die den sohn nicht schont, Wn grund deiner guůͤte! Send ihm Der in seinem schoosse wohnt, Um lleuchtült einen blick zurück, Einen blick die sünder zu erretlen Aus den ie toß H voll heiterkeit, Der die finsterniß schweren suͤnden⸗ketten. herrlhlh zerstreut, Die mein bloͤdes auge 4. Doch du hast, o weise liebe! hier in x/ nehr dotg was deil Nund dieh werk dhll Sallt ul des gabehe erhahel, st göttlhk, dschsfthtl he IttH af drücket, Wenn es nach dem lichte blicket. 2. Ich verehre dich, o liebe! Daß du dich entschlossen hast Und aus einem reinen triebe Den er⸗ wuͤnschten schluß gefaßt: Der in fluch versenkten welt, Durch ein theures loͤse⸗geld, Durch des eignen sohnes sterben Gnad und freyheit zu erwerben. 3. O ein rathschluß voll er⸗ Eine ordnung auch bestimmt, Daß sich der darinnen uͤbe, Der am segen antheil nimmt. Wer nur an den mittler glaͤubt, Und ihm treu ergeben bleibt; Der soll nicht verlohren gehen, Sondern heil und leben sehen. 6. Diesen glaͤuben anzuzuͤnden, Der ein werk des himmels heißt. Laͤssest du dich willig finden, Dei⸗ nen theuren guten geist Denen, P 5 die 23⁴ Von der Gnaden⸗Wahl. die gebeuget stehnDie ihr unver⸗ moͤgen sehn, Und zum thron der gnaden eilen, Gern und willig mitzutheilen. 6. Wo du nun vorher gesehen, Daß ein mensch auf dieser erd Deinem geist nicht widerstehen Roch sein werk verhindern werd; Sondern ohne heuchel-schein Werd im glauben feste seyn: Die⸗ sen hast du aus erwaͤhlet, Und den deinen zugezaͤhlet. 7. Du hast niemand zum ver⸗ derben Ohne grund in bann ge⸗ than. Die in ihren suͤnden sterben, Die sind selber schuld daran. Wer nicht glaͤubt an deinen sohn, Der hat fluch und tod zum lohin: Sein muhtwillig widerstreben Schließt ihn aus von heil und leben. 8. Liebe! dir sey lob gesungen Fuͤr den 45a8 gerechten schluß, Den die schaar verklaͤrter zungen Ruͤhmen und bewundern muß/ Den der glaub in demuht ehrt, Die vernunft erstannend hoͤrt, Und umsonst sich unterwindet, Wie sie dessen tief ergruͤndet. 9.Liebe! laß mich dahin streben, Meiner wahl gewiß zu seyn. Rich⸗ te selbst mein ganzes leben So nach deinem willen ein, Daß des glaubens frucht und kraft, Den dein geist in mir geschafft, Mir zum zeugniß dienen moͤge: Ich sey auf dem himmels⸗wege. 10. Laß mich meinen namen schauen In dem buch des lebens stehn. Denn so werd ich ohne grauen Selbst dem tod entgegen gehn. Keine ereatur wird mich, Den du liebest ewiglich, Deiner hand entreissen koͤnnen, Noch von deiner liebe trennen. —ßꝛ————— Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe· ö Ich bin im him mel an⸗ 37 5— geschrieben, Ich bin kann mich nicht betruͤben, Au nicht das leiden dieser zeit. 0 weiß, daß ich von anbeginn In Christo auserwaͤhlet bin. z. Das lamm hat mich mit sii nem blute Gezeichnet in das le⸗ bens⸗buch: Durch das erlang 0 alles gute, Erloͤsung von dem to und fluch. Was ist doch, das mein herze quaͤlt? Ich bin jum himmel auserwaͤhlt. ö 3. Was schreckt mich des gese⸗ zes wetter? Ich seh ins lebens buch hinein Da fuͤllt die gnade alle blaͤtter, Sie ist und bleibet al gemein. Hier les ich, was mit troͤttung giebt: Dich hab ichf und je geliebt. 4. Ob gleich im schwarzen buch der suͤnden Viel schulden außhe schrieben stehn; Laͤßt JEsus mih doch guade finden, Und mich iß buch des lebens sehn: Da schanih meine gnaden⸗waͤhl, Und stehni seiner kinder zaahl. 6. Auf JEsum will ich froͤlh sterben, Ich will des glaubeß hochzeit⸗kleid Nur in des laͤmm blute faͤrben; So geh ich ein seligkeit, Und zu dem gross abendmahl: O freuden⸗volle gin den⸗wahl! ö 6. Kein teufel soll den trost mi rauben, Daß ich erwaͤhlt von ai beginn, Daß ich aus gnaden durg den glauben In Christi blut erll⸗ set bin. So leb ich denn und sterh brauf: Auf Christum schließ ig neinen lauf. Mel. Wer nur den lieben GOtt u 6 Hen von unendli⸗ 370. chem erbarmen Du unergruͤndlich liebes⸗meer! Ich danke dir mit allen armen Undmit dem gaͤnzen christen⸗heet/ Fuͤr deine huld in JEsu Christ Die vor der welt gewesen ist. 5 2. FuI * Wbchfig Rlin Reng 4 U uht /W 0j* Wldl, V — hit. V. t Hedn a Resegt haf albap Höhlethh, im hatwihtt Reichnet hl. utch dͤth lcung unte Wöistdochgt Ich binhunsse dakt mihtun schiigtk Di filthy ieitundblt lsihh u6 t: Dic Rül himschhnnh iel schuboen Last J den, Ad n sehl: Hash wahl/ Aadz ahl. im nilli will des ga frendel al soldggs erwahlt K aus NN Christ bus ich dennnf rifum sh —55 lieben Er, v hem ethahh lich lieboh mit allg n Henchistod A 1⁰⁰ ö Von der Gnaden⸗Wahl. 235 2. Fuͤr dein so allgemein erloͤßmich ruͤste, Der sataus pfeile lö⸗ sen,Fuͤr die bezahlung aller schuld,schen kann. Doch, weil ich schwach, Für den beruf an alle boͤsen, Und so lasse du Kein allzu stark versu⸗ für das wort von deiner huld; Ja, schen zʒzvʒ. fůͤr die kraft in deinem wort Dankt s. Laß mir dein allgemein erbar⸗ dir mein herze hier und dort. men, Das allgemeine loͤse⸗geld, 3. Für deinen heilgen geist der Den allgemeinen ruf der armen, liebe, Der glauben wirkt in un⸗ Den allgemeinen trost der welt/ serm geist; Weil doch des glau⸗Die mittel, die auch allgemein, Ein bens kraft und triebe Ein werk fester grund des glaubens seyn. der allmacht GOttes heißt; Für 9. Du gabst auch mir den ruf die befestigung darinn, Dankt dir der gnaden, Auch ich erhalte theil mein neugeschaffuer sinn. daran: Es lag mein herz in glei⸗ 4. Fuͤr dein so troͤstliches ver⸗chem schaden, Drum ist auch gnug sprechen, Daß deine gnade ewig für mich gethan. An deinen wor⸗ sey; Wenn berge bersten, huͤgel ten, trost und heil Hab ich auch brechen, Steht doch dein bund ins besondre theil. und deine treu; Wenn erd und 10. An diesem kann ich nun er⸗ himmel weicht und faͤllt, So lebt kennen, Daß ich, dein kind, in gna⸗ doch GOtt, der glauben haͤlt. den bin. Du willt mir selbst die eh⸗ 4. Fuͤr deine theurste saera⸗re goͤnnen, Du gabst dein kind fuͤr menten, Als siegel deiner wahren mich dahin: Und der ward suͤndern schrift; Wo GOtt, damit wir zugezaͤhlt, In dem du suͤnder aus⸗ gläuben köͤnnten, Ein denkmahl erwahll... seiner wunder stift: Für diese ur. Laß mich in liebe heilig leben, gnade in der zeit, Dankt dir mein Unstraͤflich, dir zum lobe, seyn: herz in ewigkeit. Versichere mein herz darneben, 0. Ja, mund und herze soll dir Es reisse weder lust noch pein danken; Doch bittet auch mein Mich von der liebe GOttes hin, herz und mund: Laß weder mund Weil ich in JEsu Christo bin. noch herze wanken, und gründe uà. Tod, leben, kruͤbsal, angst mich auf diesen grund. Erhalte und leiden, Was welt und hoͤlle nur durch deine treu Mich bis in in sich schließt, Nichts soll mich meinen tod dabey. von der liebe scheiden, Die da in J. Und fechten satan, welt und Christo JEsu ist: Ja, amen, vater luͤte Mich in dem boͤsen stuͤndlein aller treu! Zähl mich den auser⸗ an; Gib daß ich mit dem schild waͤhlten bey. V. Von den Gnaden⸗Mitteln als I. Von dem Worte Gottes. Mel. Es ist das heil uns kommen. und verstehens nich/ Wo uns dein 0 V ir menschen sind goͤttlich wort und licht Den weg 377. zu dem,/ o GOtt! iu dir nicht weiset. Was geistlich ist, untüchtig: Dein 2. Drum sind vor zeiten aus⸗ wesen, wille und gebot Ist viel zu gesandt Propheten, deine knechte, hoch und wichtig: Wir wissens Daß durch dieselben wuͤrd e ein A n 23⁰ Von dem Worte Gottes. Dein heilger will und rechte. Zum lezten ist dein lieber sohn, O vater! von dem himmels-thron Selbst kommen, uns zu lehren. 3. Fuͤr solches heil sey, HErr! gepreist, Laß uns dabey verblei⸗ ben; Und gib uns deinen heilgen geist, Daß wir dem worte glaͤu⸗ ben: Dasselb annehmen jederzeit Mit sanftmuht, ehrfurcht, lieb' und freud, Als GoOttes, nicht der menschen. 4. Hilf, daß der losen spoͤtter hauf Uns nicht vom wort abwen⸗ de: Weil ihr gespoͤtt sammt ihnen drauf Mit schrecken nimmt ein ende. Gib du selbst deinem donner kraft/Daß deine lehre in uns haft, Auch reichlich bey uns wohne. 5. Oeffnꝰ uns die ohren und das herz, Daß wir dein wort recht fas⸗ sen; In liebꝰ und leid/in freud und lanenz Es aus der acht nicht assen: Daß wir nicht horer nur allein Des wortes, sondern thaͤ⸗ ter seyn, Frucht hundertfaͤltig bringen. 0. Am weg der saame wird so fort Vom teufel hingenommen: In fels und steinen kann das wort Die wurzel nicht bekommen: Der saam, der in die dornen faͤllt, Von sorg und wollust dieser welt Ver⸗ dirbet und ersticket. . Ach hilf, HErr! daß wir wer⸗ den gleich Dem guten fruchtbarn lande, Und seyn an guten werken reich In unserm amt und stande, Viel fruͤchte bringen in geduld, Bewahren deine lehr und huld In feinem guten herzen. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, Den weg der sünder meiden. Gib, daß wir halten fest an dir, In anfechtung und leiden. Rott aus die dornen allzumahl, Hilf uns die welt-sorg uͤberall Nebst boͤsen luͤsten daͤmpfen. 9. Dein wort, o HErr! laß all⸗ weg' seyn Die leuchte unsern fiß sen: Erhalt es bey uns klar 0 rein: Hilf, daß wir draus genies⸗ sen Kraft, raht und trost in aller noht, Daß wir im leben und in tod Bestaͤndig darauf bauen. 10. GoOtt vater! laß zu deiner ehr Dein wort sich weit ausbrei⸗ ten. Hilf, JIEsu! daß uns deine lehr Erleuchten moͤg' und leiten. O heilger geist! dein goͤttlich wort Laß in uns wirken fort und fort Glaub, lieb', geduld und hoffnung. Mel. Hilf mir mein GOtt hilf ꝛr hein Gott! du 378. zeigst dein auge sicht In deines wortes spiegel, Dasselb ist uns ein helles licht/Ein theures pfand und siegel: Oheil— ger geist! Dein wort selbst weis, Daß du die lehrer treibest, Dadu dis wort An allem ort Durch dei⸗ nen griffel schreibest. 2. Ist dein geheimniß tief und schwer; So giebt dein wort doch klarheit. Ist die vernunft gleich wuͤst und leer: Dein wort fuͤhrt in die wahrheit, Lehrt, straft, ver⸗ beut, Vollfuͤhrt den streit; Die troͤstung ist unzaͤhlig, Hat hin— mels⸗kraft Und lebens⸗saft, Und macht uns endlich selig. 3. O morgen-stern! o manna⸗ thau! O angenehmer regen! o immer gruͤne seelen au! In dir ist heil und segen. Drum sey ge⸗ preist, O heilger geist! Fuͤr diese theure gaben: Ich will hinfort An diesem wort Mein licht und lab⸗ sal haben. 4. Ach Err! bewahr fuͤr men⸗ schen⸗tand, Fuͤr falscher lehr und rotten: Bring nicht den hunger in das land, Laß uns des worts nicht spotten; Daß man die lehr Nur laulich hoͤr', Und doch darnach nicht thaͤte. Ja, stoß doch 2915 ö lt R, d udei N 900 8 ö I Haguos hessat en ghl 10 IUI. auf ü M W. Ris Nhfi W Müsh 0 ö Ih tmnigh Wadt H15 1 Von dem Worte Gottes. Dis helle licht Von seines leuch⸗ ters ütte 5. Hilf/ daß ich nicht, wie Tho⸗ mas„mich Von der gemein ent⸗ ferne: Nicht, wie Eutychus* schlaͤferig Die predigt höͤr und lerne. Den sorgen⸗dorn, Des flei⸗ sches zorn, Der wollust feuer daͤmpfe. Ach! steh bey mir, Wenn ich allhier Mit sünd und zweifel kaͤmpfe. Joh. 20, 24. Ap. Gesch. 20, 9. 6. Erhalt uns, HErr! dein theures wort Zu unsers herzens freude, Daß es uns schein' im dun⸗ keln ort, Und unsre seelen weide. Hilf, daß mirs izt Zur lehre nützt, Des glaubens werk zu staͤrken, Zur besserung, Zur zuͤchtigung, Zu al⸗ len guten werken. Hilf,/daß ichs auch mit freud⸗ gem muht Vor aller welt beken⸗ ue, Und stets in angst und truͤb⸗ sals⸗glut Es meinen labsal nen⸗ ne. Die lezte noht Ist end und tod, Laß mich der hoffnung trauen, Wer in der welt Dein wort nur haͤlt, Der wird den tod nicht schauen. 10 Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛe. „Eerkenne mein gemüh— 379. E te! Wie Gott so gnaͤdig ist; Aus dessen licht und gůte Dir diese wolthat fließt, Daß er die heilge schrift Dir hat zum licht gegeben, Und darin, dir zum leben, Den bund mit dir gestift. 2. GOtt, der erbarmer, sahe Uns in der blindheit stehn; Es gieng ihm schmerzlich nahe, Solch elend anzusehn. Sollt er nun unterricht Nebst den erleuch— tungs⸗gaben Furück gehalten ha⸗ ben? O nein! das konnt er nicht. . Vielmehr erwaͤhlt' er knechte, Gab ihnen alles ein, Was uns zum 30 licht uůd rechte Von noͤhten schien 237 zu seyn; Er lenkte hand und mund, Daß alles, was sie dachten, Und in die schriften brachten, Von⸗und aus ihm, entstund. 4. Ein heide schreibt und glaͤu⸗ bet, Daß GOtt und tugend sey: Doch was er sagt und schreibet, Koͤmmt GoOttes schrift nicht bey: Ihr bleibt an alterthum, An rich⸗ tigkeit und wahrheit, An weis⸗ heit, kraft und klarheit Allein der preis und ruhm. . Was man sonst nirgend fin⸗ det, Und GOtt alleine weiß, Was kein verstand ergruͤndet; Das leh⸗ ret sie mit fleiß: Weil sie durch Gottes geist, GOtt, dessen we⸗ sen, werke, Und willen, kraft und staͤrke, Ja jenes leben weist. 6. Sie traͤgt die hoͤchste sachen In tiefster einfalt vor, Und kann doch weise machen: Sie fuͤhrt zu Gott empor: Sie schenket dem gemuͤht Ein solch verklaͤrt gesich⸗ te, Daß man im glaubens=lichte Gott recht ins herze sieht. 7. Sie reißt durch eigne staͤrke Das reich der suͤnden um, Und bauet neue werke Durchs evange⸗ lium. Sie stoßt ein sůndlich herz Erst in die hoͤlle nieder; Und fuͤhrt doch solches wieder Durch troͤstung himmel-waͤrts 8. Sie dient sich zum beweise, Daß sie vom himmel sey. Der geist stimmt, ihr zum preise, Mit seinem zeugniß bey. Es haben hier und dort Blut-zeugen sie geprie⸗ sen, Und durch den tod bewiesen, Sie sey das lebens⸗wort. 9. Kein buchstab ist entfallen, Der nicht erfuͤllet sey: Der aus⸗ gang tritt in allen Der prophe⸗ zeihung bey. Und weiß nun GOtt allein Weissagung vorzutragen; So wird ein jeder sagen: Die schrift muß goͤttlich seyn. 10. Wolan, geliebtes herze, Nimm Gottes zeugniß an; Weil diese Wu 238 Von dem Worte Gottes. diese himmels⸗kerze Dich himm⸗ lisch machen kann. So wenig Gott betreugt, So wenig kann sie luůgen, Noch auf dem wege truͤ⸗ gen, Den sie zum himmel zeigt. Mel. Werde munter mein ꝛe. 0 Err! dein wort, 3 8 mein grund des hortes, Machet meine seele froh. Wort des vaters! alles wortes Ja und amen, A und O! Geist des vaters und des sohns! Sie⸗ gel unsers gnaden⸗lohns! Du willt uns in deinen schriften Dei⸗ ner liebe denkmahl stiften. z. Du verborgnes hohes we⸗ sen! Hast dich uns geoffenbart, Und wir koͤnnen deutlich lesen, Was das fleisch nach seiner art Nicht vernimmt, und thorheit nennt; Weil es deinen geist nicht kennt; Was uns die vernunft nicht lehret, Was die hoͤhen gar zerstoͤhret. 3. Schon im alten testamente Machte der propheten mund, Die dein heilger ruf ernennte, GOt⸗ tes wort den menschen kund: Und im neuen ward die treu Unsers GoOttes gleichfalls neu; Denn sie wußt evangelisten Und apostel auszurüsten. ö 4. Was die menschen GOttes schrieben, Gab nicht eigner wille ein. GOttes geist hat sie getrieben, Weil das wort ein geist soll seyn d Und daher koͤmmt auch die kraft/ Die des geistes fruͤchte schafft, Busse, glauben, neues leben Und die seligkeit zu geben.*Joh.6/6z. 6. Diese regel richt't den glau⸗ ben Nach des hoͤchsten willen ein: Kann ihm aber nicht erlauben, In den werken todt zu seyn: Weil der geist des geistes frucht Von des geistes saamen sucht. Denn ein forscher in der bibel Hoͤrt/ be⸗ haͤlt es/ thut kein uͤbel. 6. Dieses wort zeig im gesee Und im evangelio Unsern mangel, Gottes schaͤtze; Macht betruͤht und wieder froh. Jenes zeiget Adams schuld; Dieses, Christi lieb' und huld: Jenes lehrt die guten werke, Dieses giebt hiern die staͤrke. 7. Durch dis mittel aller gna⸗ den, Und der saeramenten paagr Stellen lehrer, die uns laden, Gottes gnaden-ordnung dar. Lehre, strafe, besserung Und gerech⸗ te zuͤchtigung Kann den menschen Gottes staͤrken, Macht geschick zu guten werken. 8. Denn dis wort beruft und lehret: Es erleuchtet den verstand/ Es gebieret und bekehret, Macht gerechtigkeit bekannt, Und zum guten uns bereit; Troͤstet, staͤrt zur seligkeit. Kurz, die schrift is uns gegeben, Daß wir durch desn glauben leben. 9. Caß uns, HErr! dis licht erleuchten: Laß den hammie maͤchtig seyn. Laß uns diesennn gen feuchten, und den bloden gest erfreun. Gib, daß dis zweyschna⸗ dig schwert uns durch geist und seele faͤhrt. Laß den saamen nichts ersticken, Sondern unser herz er⸗ quicken. 10. Gib uns allzeit treue lehrer, uUnd die lehre hell und rein. Laß uns aber nicht nur hoͤrer, Nan, zugleich auch thaͤter seyn: Wie bey dir auch raht und that, Alles wort erfuͤllet hat. Laß, die hien dem worte trauen, Dort das wort selbstaͤndig schauen. 2* Mel. Gott des himmels und ꝛc. 81 296 615 wort aus 3 I. Gottes munde, Das mir lauter honig traͤgt! Dich al⸗ lein hab ich zum grunde Meinier seligkeit gelegt. In dir treff 15 a HAA HHN HR WMlth WR Rin r A 5. W Wus Hnägd shng Von dem Worte Gottes. alles an, Was sicrahonn. Du mein paradies auf er⸗ „ NI den! Schleuß mich stets im glau⸗ del rarhsuh. ben ein. Laß mich taͤglich klüger cserunghuß werden, Daß dein heller gnaden⸗ Kaunbeyntz schein Mir bis in die seele dringt, euMohtil Und die frucht des lebens bringt. l. 4. Geist der gnaden, der im worte 13 vett bal Au des hoͤchsten brust mich legt! uchtetderuß Heffne mir die himmels-pforte, nd hekehuyi Daß mein geist hie recht erwegt, Vorte GOttes. 22 zu Gott mich fuͤh⸗ fest im glauben steh, Bis ich dort zum schauen geh. Mel. JEsu deine heiige wunden. uter saͤmann! deine 3 8 2.6 gaͤnge Sieht und spuͤhrt man weit und breit; Denn du hast in grosser menge Deinen saamen ausgestreut: Ja an all und jedem ort Hast du dein theur⸗ wehrtes wort Vor uns, und in un⸗ sern tagen, Huld-⸗ und liebreich vorgetragen. 2. Aber, ach! wie wenig felder Nehmen diesen saamen an! Was sind wir fuͤr wuͤste waͤlder, Wo man gar nichts ernten kan: Dorn und hecken sind der ort, Wy das theure lebens-wort Muß verder⸗ hkanit/ I Was fuͤr schatze GOttes handben und ersticken, Und sich lassen eit; Eilsl Durch sein wort mir zugewandt. unterdruͤcken. Kuty desn Te. Laß mich stets in diesen schran⸗ Daß wiru ken Frey von eitlen sorgen seyn; . Schliesse mich mit den gedanken „HeEtrl N. In ein stilles wesen ein, Daß die Laß del welt mich gar nicht stoͤhrt, Wenn Laß hnd mein herz dich reden hoͤrt. nd den blt. 6. Gib dem saam⸗korn einen daß dissna acker, Der die frucht nicht schul⸗ 16 durch dig bleibt. Mache mir die augen den fae wacker; Und, was hier dein finger dern lethe schreibt, Prage mir im herzen ein; Laß den zweifel ferue seyn. 7. Was ich lese, laß mich mer⸗ ill undrl ken, Was du sagest,laß mich thun. Huthitt; Wird dein wort den glauben star⸗ hitet sthtl ken Laß es nicht dabey beruhn; uthe Sondern gib, daß auch dabey . I9, Ihm mein leben aͤhnlich sey. u, Dirthn I.S. Hilf, daß alle meine wege uen Nur nach dieser richtschnur gehn. 4.— Was ich hier zum grunde lege, mi Muͤsse wie ein felsen stehn; Daß himmelli mein geist auch raht und that In den gröͤßten noͤhten hat. 9. Laß dein wort mir einen spie⸗ gel In der folge FEsu seyn: Druͤcke drauf ein gnaden⸗siegel. Schleuß dlgei tentl 3. Man zertritt das an den we⸗ gen, Und die voͤgel fressens auf. Das, auf felsen-harten stegen, Muß verdorren, gehet drauf; Doch es ist noch gutes land, So burch deine segens⸗hand, Wenn es recht und wol gelinget, Hundertaͤltig fruͤchte bringet. 4. JEsu! der du unire herzen Dir zuͤm acker zugericht: Laßt uns ja nicht was verscherzen: Hdu theures lebens⸗licht! Was zum wachsthum muß gedeyn, Und mit fruͤchten kann erfreun. Laß/ was ohren hat zu hoͤren, Hoͤren, thun nach deinen lehren. . Wehr und steure du dem teu⸗ fel, Sey des hoͤrens ziel und zweckz Sonst erwecket er uns zweifel, Nimmt das wort vom herzen weg. Wehr auch aller sicherheit, Daß wir uns zu aller zeit, HErr: an dich mit glauben halten, Und in keiner noht erkalten. 6. Reiß auch weiter alle doͤrner Unsrer geld⸗ und welt⸗lust aus: Sonst ersticken alle koͤrner, Und den schatz im herzen ein, Daß ich IU wird nie was gutes draus. Denn wo —..R Von dem Worte Gottes. wo solche felder sind, Muß der saa⸗ me gar geschwind Durch die hin⸗ dernisse sterben, Und der acker selbst verderben. J. IEsu! hilf uns recht be⸗ muͤhen, Ein erwuͤnschtes land zu seyn, Wo die fruͤchte nicht nur bluͤ⸗ hen, Wo nicht nur ein christen⸗ schein; Sondern wo auch jeder⸗ mañ Aus den fruͤchten sehen kann, Wie dein wort im herzen blieben Und in kraft hervor getrieben. 8. Laß ein jedes wort gelingen, Das in unsre herzen faͤllt; Laß es tausend fruͤchte bringen. Wenn dein guge in der welt Da und dort ein herze sieht, Das sich deinem wort entzieht: Das entreiß durch deine staͤrke, Machs zu deinem acker⸗werke. 9. Endlich wenn wir auf der erden Durch den schnellen lauf der zeit Selbst zu staub und saa⸗ men werden, Den man in die er⸗ de streut: Ach! so laß uns sanfte ruhn, Bis wir unsern eintritt thun In die schoͤnen himmels⸗ auen, Und die freuden⸗ernte schauen. Mel. Durch Adams fall ist ꝛc. Fein wort, HErr! ist 38 3. die rechte lehr, Ein licht, das uns erleuchtet, Ein schild zu unsrer gegen⸗wehr, Ein thau, der uns befeuchtet; Ein staͤr⸗ kungs⸗trank, Wenn wir uns krank An seel und geist befinden; Ein festes band, Das unsre hand Mit deiner kann verbinden. 1. So fuͤhre denn auf rechtem pfad, Durch dis dein licht, mich — geist, Der alles das versiegle, Worin dein wort mich unter⸗ weist; Daß ich mich drin bespiegle, Und immerdar Dis, was ich war, Und was ich bin, erkenne: Auch niemahls mehr Von deiner lehr In suͤnd und irrthum renne. 4. Gib meinem glauben staͤtk und kraft, Die alles kann vollbrin⸗ schaft, Ich ritterlich kann ringen, Und ereuz und noht, Ja gar den tod Viel eher mag erleiden, Als daß ich hier Vom wort, und dit Mich ließ aus kleinmuht scheiden. Mel. Wo Gott der HErr nicht. ö 8 O seele! welche se⸗ 3 4. ligkeit Ist dir all⸗ hier auf erden Von deinem schö⸗ fer zubereit! Da er dir kund laͤst werden Sein theures wort voll le⸗ bens⸗saft, Das eine wahre GYt⸗ 161. Und leben mit sich fuh⸗ ret. 2. Gleich wie auf gruͤner au⸗ sich Ein hungrig schaͤflein fuͤlle, Und seinen durst gar emsiglich An frischen wasser stillet; So kann dein wort zu aller zeit Mit heil, trost und zufriedenheit Mir meine seel erguicken. 3. Denn was ich suche, findꝰ ich dort; Und was mir noht zu haben, Zeigt mir dein seligmachend wort, Das kann mich kraͤftig laben. Dein edles wort begreift in sich, Mas troͤstet und erfreuet mich Im le⸗ ben und im sterben. 4. Aus deinem honig/ süͤssen wort Lern ich dich selbst erkennen, Und JEsum meinen treuen hort, blinden. Laß mich, durch deinen Mein licht und leben nennen: schutz und raht, Den satan uͤber⸗Ja dieses wort zeigt mir den geist, winden. Die suͤssigkeit Laß allezeit Das pfand des erb's, das du ver⸗ Von deinem wort mich schmek⸗ heißt Uns sterblichen zu geben. ken; Und deine gunst In mir die brunst Der gegen⸗lieb' erwecken. 3. Verleih auch deinen guten schrecken; So kann dein wort— 6. Will mich gleich suͤnde, hoͤll und tod, Und welt und teufel sal⸗ Ilcher Ild, 5 0 Neschiste 6 Hif, A 6. Malll lnhte geben; 00 U— gen, Damit, durch dessen eigen⸗ t l shend mn M M E 2. M Ich Hl hchy 0 I mätchihh Riu N6 49 h, Icht 0 0 . Von dem Worte Gottes. 241 solcher noht Gewissen trost erwek⸗ ken: Denn Christus ist, so zeigt die schrift, Der hoͤllen pest, des to⸗ hi, Alum des gift, Der alles uͤberwunden. 6. Wenn mir die welt viel truͤb⸗ r Aun Nuh 5 ittthunum sal macht, Wenn mich gefahr um⸗ won nihn wicdurhz D em gluie geben: Quaͤlt mich verfolgung ealstunah tag und nacht, Muß ich in kum⸗ dulh n mer leben, Koͤmmt krankheit, elihku schmerz und selbst der tod; So Doßt J kaun dein wort, o treuer GOtt! mah eln Mich immer kraͤftig troͤsten. Dom wotten. 7. Dein wort ist meines lebens klaumtheßh licht, Das lehrt mich richtig ge⸗ — hen, Und bey der suͤnder rotte httderheun nicht In ihrem rahte stehen. Dein seelel uh wort giebt meiner seele kraft, Es! shtteiz is das holz,deß lebens⸗saft uns Von desin lieb' und glauben staͤrket. 50 a er dirku S. Drum laß mir, HErr! dis thente un edle wort Nicht aus dem herzen ꝛie pahh reissen. Ja laß es, JEsu! fort und leen ui 0 fort Mein trost und labsal heissen. Erhalte mir es klar und rein: 1e auf gid Denn ohne dessen glanz undschein Ist all mein thun verlohren. waathite n9. Gib, daß ich auf dis wort stets uu. acht' Mit denken und mit sinnen, s 1— Und davon rede tag und nacht. iller sit N Laß mich nichts lieb gewinnen, denheit Mn 315 11 heil und san und 110 es in schmerzen, angst und leid II Mein trost und staͤrke bleiben. mir nn 10. Ja/ laß mich, kömmt der tod I herbey/ Dis wort von JEsu hoͤren, Rsh Daß er mein' auferstehung sey: raft in sh Dann laß mich zu dir kehren, Und selet mich u freudig sterben, weil er spricht: bel.„Die sterben nun und nimmer chcl nicht, Die feste an mich glaͤuben. —————— S inen tteu.. Vor der Betrachtung des gött⸗ d.leben Hl lichen Wortes. geiht mirhe Mel. O Gott du frommer ꝛe. xb's, N ein GOtt! ich will ichen uggl, 38 5.2 aniezt Dein hei— läch slchh lig wort erwegen; Ach! gib doch welt dih iU gnaͤdiglich Mir hierzu deinen se⸗ ann wun gen, Damit ich dein gebot Darin⸗ nen recht versteh, und aus der fin⸗ sterniß Zum licht des lebens geh. z. Ich bin blind von natur Durch angeerbte sünden, Und kann nicht von mir selbst Den weg zum himmel finden; Jedoch dein wort ist mir Ein leitstern in der nacht, Daß ich durch dessen glanz Entgeh der todes-macht. 3. Drum gib mir deinen geist, Der mich zum lichte führe, Und mein verfinstert herz Mit wahrer tugend ziere, Daß glauben, hoff— nung, lieb' In vollem wachs⸗ thum sey, Und meine gottesfurcht Bleib' ohne heucheley. 4. Verleihe, daß ich das, Was GOtt zuwider, hasse; Das gute aber auch Zu thun nicht unter⸗ lasse. Denn wer ein hoͤrer nur, Ind nicht ein thaͤter, ist; Dem hilft das wissen nichts, Der ist kein wahrer ehrist. 6. So hilf nun, treuer Gott: Daß ich dein wort recht hoͤre. Zeuch du mein herz nach dir, Daß nichts die andacht stoͤhre. Lent alle sinnen izt Rur blos auf dich allein, Daß ich kann nach der zeit Ein himmels⸗-erbe seyn. Nach der Betrachtung des göttlichen Wortes. Mel. JEsu deine heilge wunden. 6 ½ IEsu, liebstes 3 8 leben! Deine güte sey gepreist, Daß du mir dein wort gegeben, Das mich herrlich unter⸗ weist, Das zur iürt, ur mich lehrt, Warnet, bessert, straft, be⸗ kehrt, Auch, wenn ereuz und trüb⸗ sal druͤcket, Mich mit suͤssem trost erquicket. 2. Gib, daß ich dein wort recht liebe Ohne schein und heucheley, Daß ich mich darinnen uͤbe, Und kein blosser hoͤrer sey. Denn wer deinen willen weiß, Thut ihn gleichwol nicht mit fleiß; Der ist aͤrger 24² Von dem Worte Gottes aͤrger als die heiden, Und soll dop⸗ pelt streiche leiden. 3. Darum schreib, was ich ver⸗ nommen, Jezt in meine seele ein. Laß mich zum erkenntniß kom⸗ men, Und des wortes thaͤter seyn. Dein geist treibe mich stets an, heilgen geist Und auferstehn der todten. ö 3. O vater hoch und wunder⸗ sam! Geheiligt werd von mir dein nam'. Laß mich deins geistes ga⸗ ben Im gnaden⸗rxeich hier haben. Hilf, daß ich deinen willen thu, Daß ich dich, so gut ich kann, Gib gute obern, fried und ruß, Glaͤubig fasse, fuͤrchte, liebe, nd Und daß ich hab darneben Was mit suͤnden nicht betrübe. 4. Dein wort sey auch meinen fussen Eine leucht' und helles licht, Daß ich moͤge trost genies⸗ sen, Wenn es mir an trost gebricht. Es versuͤsse alle guahl In dem fin⸗ stern todes⸗thal, Fuͤhr mich end⸗ lich aus dem leide Zu der suͤssen himmels⸗freude. Von den fuͤnf gauptstuͤcken des Catechismi. Mel. Ich glaͤub an einen GOtt. 8 Lebe mich, o HErr du 3 7. treuer GOtt All dei⸗ ne rechte und gebot, Daß ich dir fest vertraue, Sonst auf kein huͤlfe baue; Daß ich nicht deinen nam'n misbrauch, Am sabbath bey dem danken auch Und beten dein wort höre/ Die obern lieb' und ehre. Daß ich dem naͤchsten nuͤtzlich sey; Meid zwietracht, unzucht, dieberey„ Verleumdung, luͤgen, boͤse lust. HErr! mache mir ja wol bewußt, Wie du belohnst und strafest. 2. Ich glaͤub an einen GOtt allein, Von dem all' ding erschaf⸗ fen seyn, Und noch erhalten wer⸗ den, Im himmel und auf erden. Ich glaͤube auch an JEsumchrist, er GOtt und mensch gebohren ist, Fuͤr mich am ereuz gestorben, Das heil mir da erworben; Vom tod erstanden, und dar⸗ auf Zum himmels⸗thron gefahren auf, Von da er uns sein warten heißt. Ich glaͤub an GOtt den ich bedarf im leben. Vergib mir alle meine schuld, Mit meiner schwachheit hab ge⸗ duld, In der versuchung staͤrke mich, Vom boͤsen rett mich gnaͤ diglich. Dein ist die macht und ehre. 4. Ich dank dir, GOtt! von herzens⸗grund, Daß mich die tauf der heilge bund, Hat wieder nun gebohren: Dir hab ich da geschj⸗ ren; Entsagt hab ich dem bost⸗ wicht, Und angelobet, daß ic nicht Mich woll' verfuͤhren lasse All seine werke hassen. O vater, sohn und geist! ver⸗ leih, Daß ich bestaͤndig bleib de bey: Gib, daß ich taͤglich sterbeab Den böͤsen luͤsten, die ich hab, N neuen leben wandle. 9. Des HErren JEsu leib und blut Koͤmmt in dem nachtmahl mir zu gut: Mein glaube krieht da staͤrke, Daß ichs inwendiz merke. Dein grimm alsdenne vater! faͤllt, Wenn dir daselhs wird vorgestellt, Wie das, was ich verschuldet, Dein sohn am eren erduldet. Er giebet seinen leib fuͤr mich, Sein blut vergießt er mildiglich: O vater: nimm dis opfer an, Bel⸗ zeih die suͤnd, die ich gethan, Hilf mir aus allen noͤhten. — Von den zehen Geboten als dem Gesetze. VNis sind die heilig ss 388. chn abt r un Het. 11 . muen ih W. licbel 5 9 6 ch hRe scher Wilh, Dusllth WDal N Mg. Y assn d/ O in dit alb . Zuslk sehH S „M H94 I hditanyd . Nss N. D.Hi d h h 3 1 h unuh Kineawn cdelt tz Ren reihhhes eg mit Iru ichhyn Iab ung lben. ale nässhah Wsäwaghe c ih Täsen utih gn is Magtun Nuk du„, A ‚ Dasuostu Ind, Hus nu Wrr habihchye Et hah Hepis⸗ Folb behessen We hish Rohn shbe⸗ besuhgd Wictie Wien,MG In Wandle, Wren l Win deh I W 1. W ich Rel imnes Wi/ Mechh 10 Wein sst ö uen la Michtanshn dis onog We H lohten. thun dein' milde hand Den ar⸗ und zwar von dem Gesetze. 243 —— uns gab unser. HErre GOtt Durch Mosen seinen diener treu, Hoch auf dem berge Sinai. Kyrieleis. . Ich bin allein dein GOtt und HᷣErr. Kein' goͤtter sollt du haben mehr: Du sollt mir ganz ver⸗ trauen dich, Von herzens⸗grunde lieben mich. Kyr. 3. Du sollt nicht fͤhren zu un⸗ ehrn Den namen GOttes deines HErrn: Du sollt nichts preisen recht noch gut, Ohn was GOtt selber redt und thut. Kyr. 4. Du sollt heilgen den sieb'nden tag/ Daß du und dein haus ruhen mag. Du sollt von dein'm thun lassen ab, Damit GOtt sein werk in dir hab. Kyr. 4. Du sollt ehrn und gehorsam seyn Dem vater und der mutter dein, Und wo dein? hand ihn'n dienen kann; So wirst du langes leben hab'n. Kyr. 6. Du sollt nicht toͤdten zornig⸗ lich, Nicht hassen, noch selbst raͤ⸗ chen dich, Geduld haben und sanf⸗ ten muht, Und auch dem feinde thun, was gut. Kyr. 7. Dein' eh' sollt du bewaͤhren rein, Daß auch dein herz kein an⸗ dern mein, Und halten keusch das leben dein Mit zucht und auch maͤssigkeit fein. Kyr. 8. Du sollt nicht stehlen geld noch gut, Nicht wuchern jemands schweiß und blut. Du sollt auf⸗ men, die in deinem land. Kyr. 9. Du sollt kein falscher zeuge seyn, Nicht luͤgen auf den naͤch⸗ sten dein: Sein unschuld sollt auch retten du, Und seine schande decken zu. Kyr. 10. Du sollt deins naͤchsten weib und haus Begehren nicht, noch etwas draus: Du sollt ihm wuͤn⸗ schen alles gut, Wie dir dein herze selber thut. Kyr. II. Die g'bot all uns gegeben sind, Daß du dein suͤnd, o men⸗ schen⸗kind! Erkennen sollt, und lernen wol, Wie man vor Gott recht leben soll. Kyr. 12. Das hilf du uns, HErr JE⸗ su Christ! Der du der mittler worden bist: Sonst ists mit un⸗ serm thun verlohrn, Verdienen nichts denn eitel zorn. Kyr. * Iz. Kein mensch wird durch ver⸗ dienst gerecht, Wir bleiben stets unnuͤtze knecht. HErr JEsu! dein verdienst allein Erwirbt uns, daß wir selig seyn. Kyr. 14. Jedoch steht GOttes will' da klar, Und die gebot sind offen⸗ bar: Drum man nach aller moͤg⸗ lichkeit Darnach muß leben alle⸗ zeit. Kyr. 16. Weil aber in dem jammer⸗ thal Die suͤnd uns anklebt uͤber⸗ all; So gib, o HErr! uns deinen geist Der uns kraft, staͤrk' und bey⸗ stand leist. Kyrieleis. Mel. Dis sind die heilge zehn ꝛe. Aensch! willt du le⸗ ben seliglich, und bey GOtt bleiben ewiglich: So sollt du halt'n die zehn gebot, Die uns gebeut unser GOtt. Kyr. z. Dein GOtt und HeErr al⸗ lein bin ich Kein andrer GOtt soll irren dich: Vertraun soll mir das herze dein, Mein eigen reich sollt du seyn. Kyr. 3. Du sollt mein'n namen ehren schon, Und in der noht mich ru⸗ fen an: Du sollt heilgen den sab⸗ bath⸗tag/ Daß ich in dir wirken mag. Kyr. 4. Dem vater und der mutter dein Sollt du,/ nach mir, gehorsam seyn, Niemand toͤdten, noch zor⸗ nig seyn, Und deine ehe halten rein. Kyr. FJ. Dusollt einem andern stehlen nicht, Auf niemand falsches zeu⸗ 2 2 gen — —— 244 Von dem W orte GOttes. ———„—.—— gen nicht: Deins nachsten weibes nicht begehrn, Und all seins guts gern entbehrn. Kyr. 6. Die g'bot all uns gegeben sind, Daß du dein suͤnd, o men⸗ schen⸗kind Erkennen sollt, und lernen wol, Wie man vor GOtt recht leben soll. Kyr. J. Das hilf du uns, HErr J&- u Christ! Der du der mittler wor⸗ den bist: Sonst ists mit unserm thun verlohrn, Verdienen nichts denn eitel zorn. Kyr. Mel. Es spricht der unweisen ꝛe. 230 Err! deine rechte 39 0 und gebot, Dar— nach wir sollen leben, Wollst du mir, o du treuer GOtt! Ins herze selber geben; Daß ich zum guten f willig sey. Mit sorgfalt und ohn heucheley, Was du befiehlst, voll⸗ bringe. ö 2. Gib, daß ich dir allein ver⸗ trau, Allein dich fuͤrcht und liebe, Auf menschen trost und huͤlf nicht bau, Noch mich darum be— truͤbe: Daß grosser leute gnad und gunst, Gewalt, pracht, reichthum, witz und kunst Mir nicht zum ab⸗ gott werde. ö 3. Hilf, daß ich deinen nam'n und bund Aus deinem wort er⸗ kenne; Auch niemahls dich mit meinem mund Ohn herzens an— dacht nenne: Daß ich bedenke jeden taͤg, Wie stark mich meine tauf⸗zusag Zu deinem dienst ver⸗ binde. 4. Am tage deiner heilgen ruh Laß mich fruͤh vor dich treten, Die zeit auch heilig bringen zu Mit danken und mit beten; Daß ich hab meine lust an dir, Dein wort gern hoͤre, und dafür Herzinnig⸗ lich dich preise. 8. Die eltern, lehrer, obrigkeit, So vorgesetzt mir werden, Laß swel ja ehren allezeit, Daß mi wol geh auf erden. Fuͤr ihre trel rund sorg laß mich, Auch wennst u werden wunderlich, Gehorsin seyn und dankbar. 6. Hilf, daß ich nimmer eign rach Aus zorn und feindscheß uͤbe; Dem, der mir anthut ekeh und schmach, Verzeihe, und isn liebe; Sein gluͤck und wolfahn jedem goͤnn, Schau, ob ich jeman dienen koͤnn, Und thu es denn ui freuden. 7. Unreine werk der finsterni Laß mich mein lebtag meiden Daß ich nicht für der lust⸗seuh muͤß Der hoͤllen guahl dort leiden Schaff in mir, GoOtt! ein reing herz, Daß ich schandbare won und scherz, Auch fress'n und su⸗ en hasse. 8. Verleih, daß ich mich redlla nehr, Der boͤsen raͤnk' mich schj me; Mein herz vom geiz un unrecht kehr, Nichts durch gennnt hinnehme, Und von der gathat meiner hand, Was uͤbrig ishauf arme wend, Und nicht auf pracht und hoffart. 9. Hilf, daß ich meines nachshn glimpf Zu retten mich beflessh Von ihm abwende schmach un schimpf, Doch boͤses nicht gu heisse. Gib, daß ich lieb' auftich tigkeit, Hab einen abscheu jeden zeit An laͤstern und an luͤgen. 10. Laß mich des naͤchsten haut und gut Nicht wuͤnschen noch be gehren; Was aber mir vonnohtel thut, Deß wollst du mich gewaß ren: Doch daß es niemand schid lich sey, Ich auch ein ruhig he dabey, Und deine gnad behalte. deine recht Und deinen heilgel willen, Wie mir gebuͤhrt als den fuͤllen: So fuͤhle ich was mir ge bricht/ 1I. Ach HErr! ich wolns nem knecht, Ohn mangel gernen sh H i siakke, N. walk. 0 ö le nch O6 she.— IM 30 x 0 WIZuIen Gehll Hbeehti Ind lf V aufihfl WuttxH tiuui . dem Gesetze. 245 — on aadnd und zwar v Ke Aum bricht, Und wie ich das geringste nicht Vermag aus eignen kraͤften. ö 12. Drum gib du mir von dei⸗ Hulhg nem thron, GOtt vater! guad dcshige und staͤrke. Verleih, o JEsu um us GOttes sohn: Daß ich thu rechte .derhihutg werke. O heilger geist! hilf, daß ich dich Von ganzem herzeu, und nsach als mich Ohn falsch den naͤchsten un liebe. m Mel. Mein herz und seel den ꝛe. Wttt — ine palhißern 3 31. n von Wuspeded, mein Hasche e2 Ucht ft sel Olengahckide du von uns begeh⸗ rest Zu leben, wie du im gesetz uns lehrest: Geuß deinen geist in unsre herzen ein, Daß wir hiezu geschickt a0 und willig seyn. ö 2. Ohn deine kraft und heiliges anführen Laͤßt unsere vernunft Wle Hüt irrthum spuͤhren. Doch, lei⸗ e test du uns selber bey der hand; a So wird uns dein befehl und 9½Wa Crd das fuͤ alsun. So gib, o GOtt! daß fur „Dahen abgöttereyen Und lasterung wir nd MV uns von herzen scheuen. Du, du „Hunhefach allein bist unser HErr und GOtt, Sonst keiner nicht: dis lehret s dein gebot. Whse. g. Gib uns die lust, den sabbath WünH ul recht zu feiren: Dem frevelmuht d der kinder wollst du steuren, Daß sie in kindlichem gehorsam stehn, 5. sich deßfalls von dir gesegnet ehn. . Behuͤt uns auch fuͤr haß und mord⸗gedanken. Halt unser herz fest in der keuschheit schranken. Gib, daß nicht unser siun zur die⸗ berey, Noch zum betrug and geiz geneiget sey. 6. Laß jedermann sich der ver⸗ 0 laͤumdung schaͤmen, Und seine HErV.nl schnöde lust⸗begierden zaͤhmen, d Rs Hl. Daß niemand durch betruͤglich⸗ mirgeit keit und list Das suchen mag/ was Ohrnnsla seines nachsten itt. fhl bhhen deinen heilgen willen Gellissen seyn rechtschaffen zu erfuͤllen, Auf daß, an statt der sünden⸗strafen, wir Fuͤr deine huld dir danken fuͤr und für. Mel. 3. Mein Gott ich bin sezt. ö CVErr, du stellst mir 392..Hdeinen willen In den zehn geboten fuͤr. Diesen moͤglichst zu erfüͤllen, Wirk durch deinen geist in mir, Daß ich das gebotne fasse, Und auch das ver⸗ botne lasss *. Laß mich dich allein verehren, Du bist GOtt, und keiner mehr, Welchem lieb' und furcht gehoͤ⸗ ren. Gib, daß ich auf nichts so sehr, Als auf deine huld vertraue, Und mir keinen abgott baue. 3. Deinen namen laß mich prei⸗ sen Mit dem munde, mit der that; Durch gebet und dank be⸗ weisen, Wie man ihn zu ehren hat. Fluchen, schweren, zaube⸗ reyen Laß mich stets mit ernste scheuen. 4. Deinen tag recht zu begehen, Heilige mir herz und sinn. Laß dein wort mich recht verstehen; Und wenn ich ein hoͤrer bin, So hilf, daß ich mich befleisse, Daß ich auch ein thaͤter heisse. 6. Gib, daß ich die eltern liebe, Auch/die statt der eltern sind. Und mich im gehorsam uͤbe, Daß ich auch deu segen find, Und densel⸗ ben nicht verscherze Durch ein wi⸗ derspenstig herze. 6. Zuͤrnen, misgunst, hassen, neiden, Eigenrache,zank und streit Laß mich, HErr! bestandig mei⸗ den, Auch die unversoͤhnlichkeit; Daß mich keine laster stuͤrzen, Die das leben hie verkuͤrzen. J. Schenke mir ein keusches herze, Und bewahr durch deinen 7. Drum werden wir, HErr!! geist Meinen mund fuͤr geilem Q 3 scher⸗ 24⁵ Von dem Worte GoOttes pel heißt/ Laß mich ihn auch selber ehren, Nicht durch fleisches⸗ lust zerstoͤhren. 8. Willt du mir mein theil be⸗ scheiden, Laß mich stets dabey be⸗ ruhn; Und viel lieber unrecht lei⸗ den, Als jemanden unrecht thun: Daß ich schlecht und recht hier wandle, Mit dem naͤchsten redlich handle. 9. Laß mich alle falschheit mei⸗ den, Und ein feind der luͤgen seyn: Meinen naͤchsten nicht be⸗ neiden, Noch mich seines falles freun. Gib, daß ich die wahr⸗ abe liebe, Und in redlichkeit mich uͤbe. 10. Ist mein herz voll boͤser tuͤt⸗ e, Reizt mich angeerbte lust; Hilf, daß ich sie unterdruͤcke, Und des alten Adams wust, Den ich in dem fleische finde, Daͤglich tödt und uͤberwinde. 1. Die begierden zu bezaͤhmen, Gib mir deines geistes kraft. Laß mich wol zu herzen nehmen, Wie hart dein gesetze straft, Daß ich ja nicht was begehre, Das dir, HErr! zuwider waͤre. . Nun, du haͤst mir fluch und segen, Tod und leben vorgestellt: Laß mich alles wol erwegen, Daß die wahl aufs beste faͤlli, und ich deinem zorn entgehe, Stets in deiner gnade stehe. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛc. ö VMas kann ich armer 3— 3. Wẽ machen, Mein GoOtt! aus eigner kraft, Wenn nicht zu guten sachen Dein geist mir beystand schafft? Drum wei⸗ de selber mich, O HErr! mit dei⸗ nem stabe: Denn wenn ich den nur habe, So wandl' ich wuͤr⸗ diglich. 2. Laß mich auf deinen wegen scherze. Weil mein leib dein em⸗ In rechter einfalt gehn, Und da bey seite legen, Wornach die sün⸗ der sehn. HErr! laß dein reich So wirst du meiner schonen, Sollt ich gleich straf bar seyn. 3. Laß mich das arge hassen Dem guten hangen an: Ein neus leben fassen, Und wolthun jeder mann. Gib, daß wir alle gleich Von deiner furcht getrieben, Ein ander herzlich lieben, Und suchn stets dein reich. 4. Hilf, daß ich nicht verme⸗ sen Noch stolz leb' in der welt Laß alles mich vergessen, Vn mich von dir abhaͤlt. Laß mih mit freudigkeit Zu dir, o vattr. beten, Und kuͤhnlich vor dich tt⸗ ten, Voraus in leidens⸗zeit. 4. Gib, daß ich dir vertrau Zugleich dich auch verehr, In stets im glauben schaue, Mel Gott! nach deiner lehr. Hi daß den sabbaths⸗tag Mit lulte heilgen dingen Gottselig n bringen Ich mich bemuͤhen nag. 6. Laß mich die eltern ehra Mit worten, mit der that; L mich erzuͤrnet hat. Tilg alle hiß lust, O GOtt! aus meinem heh zen, Damit unnuͤtzes scherzen M ganz sey unbewußt. ö 7. Für geizen, wuchern, schin den Behuͤte mich, mein Gon Laß mich die zunge binden, di ich nicht fall' in spott. Laß ma⸗ nes naͤchsten gut Mich nimmh mehr begehren: Du kannst m doch gewehren, So viel mir niß tig thut. 3. Gib, daß ich durch die wen Den glauben zeige an, Damit mos deutlich merke, Was er durchlli be kann. Ich ruf in diesem streit HErr! laß es wol gelingen, uns mich durch dich erringen Zule ö die seligkeit. 90 allein In meiner seele wohnen; 94 mich den nicht versehren dut 106 an nash u W A Hir slln 4 ilaf ftthe gethe. ͤ‚ ihh MU Wash W Rh Rchlen, Iu 0 Mfdach z Efuh Htnhi 1—8 Iuinl hu — d Wanngß I Uf H let sicz uhy llet shyyn hat sey dad ase g Ind uu .f uf ge I K ich uult ir abhit N nie kelt kühllhnsh tr R0 ih Hrau, ich aub Un ubel stunheh DnHit Hathetult Kzen Halhs mihhafha ich MAre / MMRs 0 hebaft. I., wtg W il fot Er I gut M l : Dul / Gobl Iich duhsht e WMoa erd Iside Volgebthh; emshen V 0 und zwar von dem Gesetze. 247 Oon der Strenge des Gesetzes. Mel. Es ist das heil uns ꝛc. Err! dein gesetz, 4. das du der welt ur richtschnur hast gegeben, Das u zur regel vorgestellt, Wornach wir sollen leben, Das deinen willen offenbart, Ist ganz von einer andern art, Als menschliche geset ö 2. Mit aͤuserlicher ehrbarkeit Laͤßt sich es nicht begnuͤgen. Ob gleich die hand nicht schlaͤgt noch draͤut, Die lippen nicht betruͤgen/ Das auge nichts verbotnes sieht, I uͤber dis ein jedes glied In sei⸗ nier ordnung bleibet. 3. Ist einer gleich kein flucher nicht Kein dieb, kein sabbaths⸗ schaͤnder, Kein frevler, der die ehe bricht, Kein moͤrder, kein ver⸗ schwender, Kein freund von uͤp⸗ pigem geschwaͤtz; So ist dein hei⸗ liges gesetz Doch damit nicht zu⸗ frieden. 4. Weiß einer gleich die böse lust Mit nachdruck zu bezwingen, Und die begierden seiner brust In stille ruh zu bringen, Daß sich ihr wuͤ⸗ ten legen muß: So ist doch des ge⸗ setzes schluß Auch damit nicht zu⸗ frieden. 6. Es fordert, datz leib/ seel und muht Sich im gehorsam uͤben, Und daß wir dich/ das hoͤchste gut/ Aus allen kraͤften lieben. Es will, daß/ wie du heilig heißt, Auch un⸗ ser herz und ganzer geist Durchaus geheiligt werde. ů 5. Es soll beym wahren weis⸗ heits⸗licht Der liebe feuer bren⸗ nen; Kein mangel soll an unsrer pflicht Bemerket werden koͤnnen. Es soll gar keine böse lust, Kein ar⸗ ger trieb in unsrer brust Sich auch nur heimlich regen. 7. Kannst du, o mensch! solcher art Wol das gesetz erfuͤl⸗ len? Du siehst darinnen offenbart nach Des allerhochsten willen: Allein wie voll von selaverey, Wie traͤg und matt dein wille sey, Das wirst du leichtlich fühlen. 8. So lerne: weil der fall ge⸗ schehn, Kann niemand auf der erden Vor GOtt durch das gesetz bestehn, Gerecht und selig wer⸗ den: Es ist zu hoch, du viel zu schwach; Es draͤuet denen fluch ten rach, Die es nicht vollig hal⸗ en. 9. Drum eile mit gebeugtem sinn, Der sich in thraͤnen huͤllet, Zu deinem treuen mittler hin, Der das gesetz erfuͤllet. Nimm das, was er fuͤr dich gethan, Nimm den gehorsam glaͤubig an, Zur tilgung deiner schulden. ö 10. Caß aber auch in deinen geist Dir sein gesetze schreiben: Thu alles willig/ was es heißt. Wenn maͤngel uͤbrig bleiben, So laß nur deinen glauben ruhn In Christi ganz vollkommnem thun, Der, was dir fehlr, ersetzet. Von der Erfüllung des Ge⸗ setzes. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. Fu hast, o aller⸗ *hoͤchster GoOtt! HErr uber tod und leben! Dein majestaͤtisches gebot Uns nicht umsonst gegeben. Du willt, daß wir aus aller kraft, Die deine wirkung in uns schafft/ Dasselbe treulich halten.——8 2. Zwar, wer noch todt in suͤn⸗ den liegt, Der wird sich nicht bequemen, Dein joch, das ihn gaͤr nicht vergnuͤgt, Mit lust auf sich zu nehmen. Sein sinn/ der nichts als irren kaun, Ist dem ge⸗ setz nicht unterthan/ Er hasset des⸗ sen bande. 3. Wo aber, HErr! dein guter geist Sich in der seele reget; Da 2 4 thut —2 Von dem Worte GoOttes thut sie gern, was du ihr heißt, Was du ihr vorgeleget. Wer dich von reinem herzen liebt, Und sich in deiner liebe uͤbt, Der wird dein wort auch halten. 4. Er wird an deinem theuren sohn In wahrem glauben han⸗ gen, Und ihm, als seinem schild und lohn, Stets treu zu seyn ver⸗ langen; Es wird sein neu gebohr⸗ ner sinn Zu GOtt, und zu dem naͤchsten hin Sich voller liebe nei⸗ gen. ö. 5. Die kraft, die er hier noͤhtig hat, Kann er von Christo erben: Der litt und starb an unsrer statt, Uns kraͤfte zu erwerben. Was die natur unmoͤglich nennt, Das wird fuͤr suͤß und leicht erkennt, Wenn Christus in uns lebet. 6. Fehlt unserm halten gleich noch viel, Nach des gesetzes stren⸗ ge, Erreicht man nicht das weitste ziel Nach seiner breit' und laͤnge; So sieht doch GOtt den willen an Und das, was JEsus hat gethan, Die maͤngel zu 9— 0 7. Nimmt unser glaube diesen an, So wird ihm alles eigen, Was er gelitten und gethan; Dann muß der klaͤger schweigen. Wen Gott in seinem sohne findt, Den liebt er, als sein eigen kind, und ist mit ihm zufrieden. 8. Die lust, die noch im fleische steckt, Muß voͤllig unterliegen. Der geist, der Christi liebe schmeckt, Kann ihren trieb besie— gen. Man wandelt nicht mehr nach dem fleisch, Man lebet fromm, gerecht und keusch, Man thut des vaters willen. 9. Mein heiland! mache dein gebot Mir angenehm und fsuͤsse. Dein wille sey, bis in den tod, Die leuchte meiner fuͤsse. Schreib dein gesetz in meinen sinn, Fall ich, so wirf mich ja nicht hin, Staͤrk mich durch deine gnade. Von dem Unterschiede des Ge⸗ setzes und Evangelii. Mel. Nun freut euch liebe ꝛr. 6 ⸗Besetz und evange⸗ 3 lium Sind beide GOttes gaben, Die wir in unserm christenthum Bestaͤudig noͤhtih haben: Doch bleibt ein grosser deutlich sieht, Das GOttes geis erleuchtet. 2. Was GOtt in dem gesetz ge⸗ beut, Ist uns ins herz geschrieben Wir sollen nemlich jederzeitGott und den naͤchsten lieben. Daß abet GOtt die welt geliebt, Und seinen sohn fuͤr fuͤnder giebt, Das muf er selbst entdecken. 3. In dem gesetz wird unste pflicht Uns ernstlich vorgetragen, Das evangelium kann nicht, M nur von gnaͤde, sagen: Jens zeigt dir, was du thun sollt, an; dis lehrt, was GOtt an dir gethan: Jens fodert, dieses schenket. 4. Was das gesetz dir guts i⸗ spricht, Wird dir nicht zugewen⸗ det, Es sey denn, daß du deine pflicht Vollkommen hast vollendet. Was Christi gnade guts verheißt, Wird dem, der glaͤubig sich er⸗ weist, Frey und umsonst gegeben. . Wo das gesetz den suͤndt findt, Da schlaͤgt es ihn darniedet. Das evangelium verbindt, uUnd heilt die wunden wieder. Jeus predigt suͤnde, zorn und fluch; Dis oͤffnet dir das lebens⸗buch In des erloͤsers wunden. 6. Jens decket dir dein elend auf; Dis saget von erbarmen. Jens schlaͤget unbarmheriih drauf; Dis hebt und traͤgt die ar men. Jens zeigt und draͤuet dit den tod; Dis hilfet dir aus tod und noht, Und bringt dir geist und leben. 7. Was das gesetz zu sagen hat Gehoͤrt fuͤr rohe herzen, Fuͤr heuch⸗ unterschied, Den solch ein augt CiilRatN Wch W 961 ttihsh Läbgh ode. 9„ Mult uschtd W II. MN Miig K eh. Iul fluch,Ay ucRi Qa V I᷑ U W. en l = —— — — teshun uug + RM R hengasher Rlchsgeor sen lichagsaber der githaanuß eckhl Rgesh w uflichyche Sum Ruhsole s Wsi thun sihsdi Ott aNn dir Nethen⸗ Henl, Mlhine Imehhailet. adegohes, et gluhag er dshel oese Ee At esihigsder. Iim detscht Hen waha onuwi Vbensd Iu. et dit R It boll Wd Whsha Rheshen, —* und zwar von dem Evangelio. 2⁴ heuchler, die schon reich und satt, Die mit der sunde scherzen. Des gnaden⸗wortes balsam⸗ol Senkt sich in eine kranke seel, Die elend und beladen. 8. Wenn das gesetz den zweck erreicht, So hoͤrt es auf zu fluchen. Sein zwang, sein blitz /sein drohen weicht Wenn man will gnade su⸗ chen; Es treibt zum ereuz des mittlers hin: Wenn ich an diesen ende⸗ bin, So hat der trost kein ende. 9. Mein GOtt! laß diesen un⸗ terschied Mich in der that erfah⸗ reu. Nach suͤnden⸗angst laß trost und fried Sich in der seele paa⸗ ren. Treib mich durch des 8asehes fluch, Daß ich die gnade glaͤubig such In des erloͤsers armen. 10. Gib aus dem evangelio Mir kraͤfte, dich zu lieben, Und, als dein kind, mich frey und froh In dem gesetz zu uͤben. Gib gnade/daß ich meine pflicht Mit heiligkeit und zuversicht, In lieb' und glau⸗ ben leiste. von dem Evangelio. Mel. JEsu meine freude ꝛe. IWort des hoͤchsten 397. W' mundes! Engel meines bundes, JIEsu, unser ruhm! Bald da wir gefallen Lies⸗ sest du erschallen Evaugelium, Eine kraft, Die glauben schafft; Eine botschaft, die zum leben Uns von dir gegeben. 2. Was dein wolgefallen Vor der zeit uns allen Fest bestimmet hat; Was die opfer⸗schatten Laͤngst verkündigt hatten, Das vollführt dein raht. Was die schrift Verspricht, das trifft Alles ein in JEsu namen, Und ist ja und amen. 3. Alles ist vollendet, JEsu uade wendet Allen zorn und schuld. JEsus ist gestorben, JE⸗ sus hat erworben Alle gnad und huld. Auch ist dis Fuͤrwahr gewiß: JEsus lebt in preis und ehre; Ach erwünschte lehre! 4. Uns in sünden todten Ma⸗ chen IEsu boten Dieses leben kund. Lieblich sind die fuͤsse, Und die lehren suͤsse, Theuer ist der bund. Aller welt Ist nun ver⸗ meldt Durch der guten botschaft lehre, Daß man sich bekehre. . Kommt, zerknirschte herzen! Die in bittern schmerzen Das ge⸗ setz zerschlug; Kommt zu dessen guaden, Der fuͤr euch beladen Alle schmerzen trug. JEsu blut Staͤrkt euren muht; GOtt ist hier, der euch geliebet, Und die schuld vergiebet. 6. Dieser grund bestehet: Wenn die welt vergehet, Faͤllt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, So soll mein vertrauen Evange⸗ lisch seyn. Auch will ich Nun wuͤr⸗ diglich In der kraft, die mir gege⸗ ben, Evangelisch leben. 7. JEsu! deine staͤrke Schaf⸗ fet diese werke: Stehe du mir bey! Nichts kann mich nun schei⸗ den, Hilf dann, daß mein lei⸗ den Evangelisch sey. Laß auch mich Einmahl auf dich, Als ein kind mit dir zu erben, Evangelisch sterben. Mel. s. IEsus meine zuversicht. Sie evangelium, 3 9 8. Das wie lebens⸗ manna schmecket, Und mir Christi priesterthum Durch viel klarheit aufgedecket, Du bist meines glau⸗ beus ruhm, Suͤsses evangellum! 2. Du bist eine GOttes⸗kraft, Seligmachend die da glauben. Es kann deine wissenschaftJEsum I sus mir ins herze schreiben. ist allein dein kern, Und der schrif⸗ 2. Eyl ten glanz und stern. Oe 250⁰0 Von dem Gebete. 3. Ey! so stell mir FEsum fur/ Wie er hat gelehrt, gewandelt, Und mit seinen wundern hier, Als Messias, wol gehandelt, Bis sein sterben mich zulezt In den gnaden⸗stand gesetzt. ö 4. Dieses alles laß in mir Mei⸗ nen schwachen glauben staͤrken, ich würdig wandle so Diesem evangelio. 5. Nun ich leb und stethe drauf, Diese lehre zu bekennen: Kei ne schande haͤlt mich auf, Die⸗ ses meinen ruhm zu nennen:? N⸗ sus bleibt mein eigenthum, Ind Und mich ein exempel hier In sein evaͤngelium. — II. Von dem Gebete. Aufmunterung zum Gebere Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. Beten hilft in noht und tod. 6Vol auf mein herz! 399. Wé du mußt Dem HErrn ein opfer bringen. Laß seufzer und gebet Hin durch die wolken dringen; Weil Gott dich beten heißt, Und du durch seinen sohn Ganz freudig treten kannst Vor seinen gnaden⸗thron. 2. Dein vater ist, der dir Be⸗ fohlen hat zu beten. Dein bruder ist, der dich Getrost vor ihn heißt treten. Der wehrte troͤster giebt Die worte selber ein: Drum muß auch dein gebet Gewiß erhoͤret seyn. 3. Da siehst du GOttes herz, Das kañ dir nichts versagen. Sein mund, sein theures wort Ver⸗ treibt ja alles zagen. Was dir un⸗ moͤglich dünkt, Kann seine vater⸗ hand Noch geben, die von dir Schon so viel noht gewandt. 4. Komm nur, komm freudig her In JEsu Christi namen, Sprich: lieber vater! hilf Ich bin dein kind, sprich: amen! Ich weiß, es wird geschehn, Dein herz verlaͤßt mich nicht: Du weißt, du willt, du kañst: Thu, was dein wort verspricht. Mel. JEsu deine heilge wunden. Neennn dich ungluͤck 400. W hat betreten, Denn Gott hat sein angesicht Auch im ereuz auf dich gericht; Wie du, dein herz zu erquicken, Kannst aus seinem wort erblicken 2. Keiner wird jemahl zu schan⸗ den, Der sich seinem GOtt ver⸗ traut. Koͤmmt dir gleich viel noht zu handen, Hast du auf ihn wolge⸗ baut. Obs gleich scheint, als hort er nicht, Weiß er doch, was dit gebricht. Deine noht mußt du ihm klagen, Und in keiner angst ber⸗ zagen. ö 3. Rufen, schreyen, zu Golt beten, Ist der christen beste kuns. Allzeit freudig vor ihn treten, in⸗ det huͤlfe, gnad und gunst. Wer Gott fest vertrauen kann, Gehet sicher seine bahn; Er wird allzeit rettung finden, Kein feind wird ihn überwinden. 4. Lerne GOttes weise merken, Die er bey den seinen haͤlt: Er will ihren glauben staͤrken, Wenn sie ungluͤck uͤberfaͤllt. GoOtt dein va⸗ ter lebt ja noch Schweigt er gleich so hoͤrt er doch. Schrey getrost, du mußt nicht zagen: Dein GOtt kann dir nichts versagen. t. Laß dich GOttes wort regie⸗ ren, Merke, was die wahrheit lehrt. Satan wird dich nicht ver⸗ fuͤhren, Der die ganze welt ver⸗ Steckest du in angst und noht, Mußt du fleissig zu GOtt beten; kehrt. Gottes wahrheit ist dein licht, Dein schutz/trost und sch icht. den stapfen JEsu merken/ Daß 6. L der 1 acht M I Drumilt Mirschenl HoU Ralelgg M. —— krkastt, M. Nl. 019 Wht. A Hf R 0⁰ 1-0HH —— — EI Haslch Ruhun ⁊ r„. wauf Rösch, Whlein wtohet, Wird ensh seinem oher . dir glatzht sduashagge Wichschitset i et ündr ohtuchohtt un liiche Muchtenthnt. chrifsehs. bbt ihsteet d Iuden H Prauerhuche I; Eht / Kit sst Ie nsefe ibt I Aken, W W. GOl ichbese chttgs : Dal 3 Letsagel. I. 4 mau 0 6 be Halh üchnchn ante reld thet ith Trosdit sch. Von dem Gebete. 251 — sicht. Trau nur Gott, der kann nicht luͤgen: Bete/ du wirst end⸗ lich siegen. 46 6. Lob sey GOtt fuͤr seine gna⸗ de! Seine grosse güͤt und treu Macht, daß mir kein feind nicht schade, Sie ist alle morgen neu; Drum will ich mein lebelang Im⸗ mer sagen lob und dank Meinem GOtt in allen dingen, Froͤlich halleluja singen. Erkannte Fehler des Gebets. Mel. Auf ae Dichn 9008 197 allerhoͤchster 40 I. O Dir klag ich meine noht. Ich fuͤrchte, meine suͤnden Die sich bey mir befinden, HErr! moͤgten dir verwehren Mein beten zu erhöͤren.. z. Ach! warum bet'ich nicht In fester zuversicht? Du willt ja nicht das flehen Der traurigen verschmaͤhen; Du lockest sie, mit beten Vor deinen thron zu treten. 3. Wer dir mit reu und schmerz Ausschuttet so sein herz Daß er dir glaͤubig trauet, Auf deine guͤte schauet; Der soll von deinen ga⸗ ben, So viel ihm nuͤtzet, haben. 4. Darum, verzeihe mir, Daß ich/ o hoͤchsterl dir Durch suͤndliche gedanken, Durch hin und wieder wanken Nicht jederzeit getrauet, Noch fest auf dich gebauet. 6. Gib du mir zuversicht, Daß, wenn mir was gebricht, Ich kind⸗ lich zu dir trete, So zuversichtlich bete, Als kinder eltern bitten, Und ihre noht ausschuͤtten. 6. Und plagt mich mancherley; So mach mich endlich frey. Fuͤhr einsten meine seele Aus ihrer lei⸗ bes⸗hoͤle Nach uͤberstandnen lei⸗ den Zu deinen himmels⸗freuden. Mel. O vater unser GOtt es ist ꝛe. it seufzen klag ich 4 2. Moit mein GOtt! Gern wollt ich eifrig beten, Und sonderlich in meiner noht Voll glauben zu dir treten: Gern braͤcht ich, lieber vater! dir Im geist und heiliger begier Die farren meiner lippen. ö 2. Allein mein herz, ach GOtt mein HErr! Kann sich nicht recht erheben. Es ist zum guten kalt und schwer, Und bleibt am eiteln kle⸗ ben. Ganz traͤg ist/leider! sinn und muht, Und ich muß auch mein fleisch und blut Mit macht zur andacht zwingen. 3. Der teufel und die böse welt Macht mir an allen enden Viel hinderniß, die mir misfaͤllt. Will ich mich zu dir wenden, Und fleht mein seufzend herz zu dir; So stoͤhrt sie mich, und bringet mir Viel eitles ins gemühte. 4. Dis nun, o GOtt! dis kraͤnkt mich sehr, Und ich denk oft mit schmerzen/ Als waͤr dein guter geist nicht mehr Bey mir in meinem herzen, Das dich so oft beleidigt hat; Weil lust und andacht keine statt In meiner seele findet. . Ach freilich, vater hab ich dich Und dein wort nicht gehoret, Wenn es mich rief, und wenn es mich Erweckt, geruͤhrt, gelehret. Doch schone jezt, verzeihe mir/ Und handle doch nicht nach gebuͤhr, Wie ich verdienet habe. 6.Ich will hinfort nachlaͤssigkeit Und alle traͤgheit meiden. Mach du mein herz nur selbst bereit, Vom irdischen zu scheiden: Laß dich es hoͤren, und allein Zum himmlischen gerichtet seyn. Gib du nur kraft und staͤrke 7. Die hindernisse reiß von mir, Die mich vom flehn abhalten. Laß andacht /feuer und begier Doch nie bey mir erkalten. Gib mir stets inbrunst, geist und glut, Damit mein herz/ sammt sinn und muht Zu dir gen himmel gehen. 8. Laß Von dem Gebete. 8. Laß eckel, kleinmuht, heuche⸗ ley Aus meiner seel verschwinden. Gib kraft, dir, GOtt! in buß und reu Ein opfer anzuzuͤuden, Das auf des herzens bet⸗altar, O va⸗ ter! jezt und immerdar Dir wol⸗ gefaͤllig brenne. 9. Ach! lehre mich, durch dei— nen geist Mit wahrer inbrunst be⸗ ten, Daß er mich kraͤftig unter⸗ weist Getrost zu dir zu treten, Und mit entflammter andachts-glut, Mit einem starken glaubens— muht Dich, vater! zu umfassen. 10. Mein Gott! ich brenne fuͤr begier, Gespraͤch mit dir zu hal⸗ ten: Drum laß der kindschaft geist in mir Mit reiner andacht walten, Der mich im beten un⸗ terricht't, Der in mir taͤglich, stuͤndlich spricht: Ach abba, lie⸗ ber vater! 11. Du wirst, weil du mein va⸗ ter bist, Mich/dein kind, nicht ver⸗ schmaͤhen, Das ohne falschheit, trug und list Mit seufzen und mit flehen Jezt tritt vor deinen gna—⸗ den⸗thron: Ach vater! schau doch an den sohn, Der mein fuͤrspre⸗ cher worden. Iʒ. Sein leiden und verdienst ist mein: Drum will er mich ver⸗ treten. Laß seine fuͤrbitt guͤltig seyn: Hoͤr, denn er heißt mich be⸗ ten. In Christi namen bitt ich dich, Und glaͤube fest, du hoͤrest mich. Ach! sprich selbst ja und amen. 2. Daß er bey dir uns kräͤf⸗ tiglich Rit seufzen mag vertreten, So oft wir kommen, HErr! bor dich, Zu danken und zu beten. Laß nicht nur plappern unsern mund; Hilf, daß zu dir aus her⸗ rufen. 3. Zeuch unser herz zu dir hin⸗ auf Im beten und im singen: Und thu uns auch die lippen auf, Ein opfer dir zu bringen, Das dir ge⸗ falle, wenn allda Das herz ist mit den lippen nah, Und nicht von dit entfernet. 4. Im geist und wahrheit laß zu dir Das herz uns immer rich⸗ ten, Mit andacht beten fuͤr und fuͤr, Ohn fremdes denk'n und dichten. Gib uns des glaubenz zuversicht, Das, was wir bitten, zweifeln nicht Durch Christun zu erhalten. 6. Hilf, daß wir keine zeit und maaß Im beten dir vorschreiben, Anhalten ohne unterlaß, Bes dem allein auch bleiben Was den will ist und deine ehr, Und unste wolfahrt uns noch mehr Besot⸗ dert hier und ewig. 6, Laß uns im herzen und ge⸗ muͤht Auf unser werk nicht bauen Auf dein' unaussprechliche git Laß einzig uns vertrauen. Ob wir es gleich nicht wuͤrdig seyn; So wollest du aus gnad allein Uns doch der bitt gewaͤhren. Um die Gabe des Gebets. vater, unser GOtt! 40 3. 1 es ist Unmoͤglich ö auszusinnen, Wie du recht anzu⸗ rufen bist, Man kanns nicht eins beginnen. Deshalben geuß, wie du verheißt, Selbst uͤber uns aus 3 geist Der guad und des ge⸗ etes. 7. Du, vater! weißt was uns gebricht, Weil wir noch sind im leben: Es ist dir auch verborgen nicht, In was gefahr wir schwe— ben. Um beystand flehen wir dich an, Dein vater- herze uns nicht kann Verlassen, deine kinder. 8. Wir haben ja die freudigkeit In JEsu Christ empfangen: Der gnaden⸗stuhl ist da bereit, Die huͤlfe zu erlangen. Drum laß hier und an allem end Uns stets Rühen e! zens⸗grund, O grosser GoOtt! wir nö 5 hochaheth, Wü Inöbehih/ 0 Psughat. WMif 595 M hlt. WA. ö 6 W. Wuhbeßg 1 frisügh M Rh * 40 V mahdeyfh 5 W . st hyg —— M.Sfr 05 N I ihrahth TenHenlh t an uin Wum Hoseohn a Hinsigg lppen z Hen, DsN ³ Unsiosch Vbleibeneg Wine cht. och ne hr⸗ m herlnse⸗ hetkothceh Wussneut +2 ttül Huit Itügesee onad Wahrhl e 2rit nhl aucsg Ot Von dem Gebete. 25³3 ben heilge hand, Zu dir gen him⸗ mel schreyen. *9. Dein nam', o GOtt! ge⸗ heiligt werd, Dein reich laß zu uns kommen, Dein will geschehe noch auf erd, Gib fried, brot, nutz und frommen; All unsre suͤnden uns verzeih, Steh uns in der ver⸗ abe. bey, Erloͤs uns von dem übel. 10. Dis alles, vater! werde wahr, Du wollest es erfüllen. Er⸗ hoͤr und hilf uns immerdar Um JEsu Christi willen: Denn dein, oHErr! ist allezeit Von ewigkeit zu ewigkeit Das reich, die macht und ehre. Mel. Liebster JEsu wir ꝛc. (Eende, vater! dei⸗ O— nen geist, Da ich vor dein antlitz trete, Daß, wie du mich selber heißt, Ich im geist und wahrheit bete. Lehre mich dich recht erkenuen, Und dich abba vater! nennen. 2. Suͤsser JEsu! hilf du mir, Daß ich bet in deinem namen: Das, was GOtt verheißt in dir, Mir auch werde ja und amen. Sprich für mich, und laß mich sehen Dich zur rechten GOttes stehen. 3. Heilger geist! erleuchte mich, Und entzünde mein verlangen, Daß ich GOttes huld durch dich Voller inbrunst moͤg empfangen. Brich die traͤgheit, zeuch die sinnen Aus der welt zu dir von hinnen. 4. Heilige dreyeinigkeit, Ur— sprung aller guten gaben! Laß mich wahre freudigkeit, Und im herzen zeugniß haben, Daß du stets nach deinem willen Wollest meine bitt erfuͤllen. Mel. Es ist das heil uns ꝛc. 405. A vater der barm⸗ herzigkeit! Du heißt mich zu dir treten? Dein sohn verheißt mit einem eid, Ich soll erhoͤrlich beten; Er schreibt mir selbst die bitten fuͤr: Dein gu⸗ ter geist wirkt auch in mir, Daß ich nicht muͤde werde. 2. Laß mich gedenken an dein wort, Du zuversicht der erden! Wer Gott aͤnruft als seinen hort, Der solle selig werden: Ja, du antwortest, eh man ruft; Und dringt mein ach: kaum durch die luft, Willt du es schon er⸗ hoͤren. ö 3. Der HErr ist allen denen nah, Die glaͤubig zu ihm flehen. In JEsu heißt das amen, ja! Und wird gewiß geschehen. Kein vater wird so steinern seyn, Daß er den kindern einen stein An statt des brotes gebe. 4. Was hier dein mund so oft verspricht, Das sprich mir in das herze. Ach zuͤnde deiner gnaden licht Und wahrer andacht kerze In meinem kalten herzen an; Da⸗ mit ich bruͤnstig beten kann Aus angeflammten glauben. 6. Laß es zum suͤssesten geruch, Wie Noag opfer, taugen. Wenn ich dein angesichte such: Zeig dich den glaͤubens⸗augen, Wie du dem Abraham erschienst. HErr! gehe nicht vor meinem dienst Und dei⸗ nem knecht voruͤber. 10. 6. Mein beten laß im heilig⸗ thum, Wie Aarons eymbeln, klin⸗ gen. Sey du mein psalm, mein heil, mein ruhm; Und laß bey meinem singen Mein herz wie Davids harfe seyn; So dringt der ton zum himmel ein, Zum himmel, in dein herze. 7. HErr! wenn ich vor dir be⸗ ten will; Befestge die gedanken, Mach sie bestaͤndig, sanft uvnd still, Daß sie nicht irrend wan⸗ ken. Verschliesse du mein her⸗ zens⸗haus Sonst schweifen die gedan⸗ Von dem Gebete. 2⁵⁴ gedanken aus, Und werden ganz zeiten In deinem namen nichts zerstreuet. gesucht. Oft betet' ich nur vor 8. Wenn irgend sich ein sturm erhebt, Fuͤhr mein herz in die hoͤ⸗ he, Daß es in deiner ruhe schwebt/ Das irdische nicht sehe. Die an⸗ dacht werde mein magnet, Der sich zum pol der hoffnung dreht; Denn JEsus ist mein hoffen. 9. Fuͤhr mich in eine wuͤsten ein, Worinn ich sonst nichts wisse, Als meinen braͤutigam allein, Daß ich ihn glaͤubig küsse: Da hoͤr ich nur was JEsus spricht, Die welt und ihr getuͤmmel nicht; Damit mich niemand hoͤhne. 10. Dein geist der gnaden seufze in mir Ein unaussprechlich beten. Er rufe, schreye, danke dir In mir durch sein vertreten: Er bring mir uͤberzeugend bey, Daß ich bey Gott in gnaͤden sey, Und seine kindschaft habe. I1. Vereinige, mein vater! mich Durch deines geistes triebe Mit meinem JEsu inniglich, Als deinem sohn der liebe. So ist dem glauben auch erlaubt, Durch ihn, in ihm, mit ihm, dem haupt/ In aller angst zu beten. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛe. Betreuer heiland! 406. hilf mir beten: Ich zuͤnde meinen weihrauch an, Wirst du mich nur bey GOtt ver⸗ treten, So weiß ich, was ich hof⸗ fen kann. Mein beten wird ein amen seyn, Ich will in deinem namen schreyn. 2. Ich gründe mich in meinem bitten Auf deine fuͤrsprach, huͤlf und raht. Du stehst als mittler in der mitten, Weil mich dein blut versoͤhnet hat Mit GOtt; drum hoͤrt er nur allein Die, so in deinem namen schreyn. 3. Ach freylich, hab ich auch zu den leuten, Und zwar zum schein; oft auf der flucht: Doch hab ich wol dabey gedacht, Daß ich es recht und wol gemacht. 4. Mein JEsu! laß mich doch erwegen, Was recht mit andacht beten, sey: Und, ach! wie viel daran gelegen, Daß man in dei— nem namen schrey. Deß beten gilt bey GOtt nicht viel, Der die⸗ ses nicht bedenken will. 5. Ich bete nun in deinem na⸗ men, Du eingebohrner GOttes sohn! Sprich du, mein heil! das ja und amen, Vor deines lieben vaters thron; So wird mein abba, flehn und schreyn J, amen und erhoͤret seyn. 6. Ich will im beten nichts ve⸗ hehlen, Denn also mahnt mich IJIEsus an. Gib, vater! was zu meinem seelen⸗Und leibes⸗ vol⸗ seyn dienen kann; Nur dieses nicht/ was du ersiehst, Das mei⸗ ner seele schaͤdlich ist. 7. Ich steh vor dir in JEsu n⸗ men, Der mir erhoͤrung zugesagt. Sein warlich, waͤrlich, ist schon amen: Drum hab ichs auch auf ihn gewagt. In JEsu nameh fang ich an, Und rufe, was ich rufen kann. 8. Ich weiß, das herze muß dit brechen, Wenn ich in JEsu na⸗ men schrey, Du mußt ein ja und amen sprechen: Drum bleib ich nunmehr schon dabey, Und halt in JEsu namen an, Weil ich nichts groͤssers nennen kann. 9. In JEsu namen will ich wei⸗ ter Im beten bis zum ende gehn; Sein name macht den himmel ö heiter, Durch ihn eilt GOtt, mir beyzustehn. So bald der geist im herzen schreyt, Gedenkt GOtt der harmherzigkeit.. 10. In IEsu namen will ich ů schlies⸗ Hal he Khhkel mumen V sihn WI Hit. Mus 0 niht 10 Hb V 4⁰ 7 0 erih V. Mi l Dab ebete ghube Mias L. hhl N. EIII.. 3.9 W Lat. Ig W enheh do f sehe/ Runf ghe. 9 fahn We angn Het iij 5 Warumih Dacshh t Miht acht. echt nhhut Iahl Daj me reh. Msaan chthihd⸗ l Iu ilig na⸗ bbhihysgtes 50s/ HIsil H WM thrrd Ruldhusz, etse, hetttke⸗ also wesch ih WMlußu Uodbicl⸗ Inz Ns tsichi, Hi⸗ chis. t Reils chltugit. warlihy h ab ichuhf Iu Mift 10 lfel 8 HaM bsit ich ilR mußtehs Drum A 0 beh Es Han/ N 0 en fu Renilgtte um enda t del I eilt 6³¹ 0 an Hankt Sonn 7½ MI 0 Von dem Gebete. 2⁵⁵ schliessen: Denn dieses ist der beste schluß, Von welchem alle beter wissen, Daß er bey GOtt gelin⸗ gen muß: Ach ja! nach solcher seufzer lauf Schließt GOtt mir herz und himmel auf. 1I. Nun also wird mein beten siegen, Als wenn es Abels opfer wär. Das wort der wahrheit wird nicht lůgen, Denn Gtt laͤßt kei⸗ nen beter leer. Jedoch wer will erhoͤret seyn, Der muß in JEsu namen schreyn. Mel. Liebster JEsu wir ꝛe. Qiebster JEsu! thu —407.* mir auf, Ich steh hier an deiner thuͤre. Laß der an⸗ dacht ihren lauf, Daß sie mich gen himmel fuͤhre, Und die seufzer hier auf erden Lauter himmels⸗ schluͤssel werden. 2. Thu mir auf des vaters herz, Mach es weich in deinem blute! Treib den satan hinterwaͤrts, Daß ich mit getrostem muhte Im gebete mit dir ringe/ Und im glauben dich bezwinge. 3. Sey du selber der altar, Drauf mein herzals opfer, bren⸗ net. Zeige deine wunden dar, Daß mich GOtt, als sein, er⸗ kennet, Und ich nicht in zittern 550 Sondern kindlich zu ihm 6. 4. Rede du, wenn ich nicht kann. Auf dein gultiges vertreten Koͤmmt, mein JEsu! alles an, Wenn ich will erhoͤrlich beten. Du wirst schreien, ich will lallen, Und so wird es GOtt gefallen. . Ach du wort des vaters! sprich Nur ein wort zu meinen worten. Nur ein wort erfreuet mich, Da ich wart an deiner pforten: Da ich bet' in deinem namen, Ach! so sprich du selbst das amen. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 08 Vir, dir Jehova! 2 will ich singen, Wo ist doch solch ein GOtt, wie du? Dir will ich meine lieder bringen; Gib mir des geistes kraft darzu, Daß ich es thu durch JEsum Ehrist, Wie dirs durch ihn gefaͤllig ist. 2. Zeuch mich/ o vater! zu dem sohne, So zieht dein sohn mich auch zu dir. Dein geist in meinem herzen wohne, Der mir verstand und herz regier, Daß es den frie⸗ den GOttes fuͤhlt, und dir deswe⸗ gen singt und spielt. 3. Verleih mir, hoͤchser! sol⸗ che guͤte, So wird mein singen wol gethan; So fleht dich, JEsu! mein gemuͤhte Im geist und in der wahrheit an; So hebt dein geist mein herz empor, Daß ich dir sing im hoͤhern ehor. 4. Der kann mit seufzen mich vertreten, Die unaussprechlich kraͤftig sind; Der lehret mich recht glaͤubig beten, Giebt zeug⸗ niß hier, daß ich dein kind Und ein mit⸗erbe Christi sey, Daher ich/ abba, vater! schrey. 6. Wenn dis aus meinem her⸗ zen schallet Durch deines geistes kraft und trieb; So bricht dein vater⸗herz und wallet Ganz gegen mich aus heisser lieb'ꝰ, Daß mir es nichts versagen kann, Wenn ich mein flehn zu dir gethan. 6. So ist, was dein geist bit⸗ ten lehret, Nach deinem willen eingericht't, Und wird von dir gewiß erhoͤret; Weil es in deinem sohn geschicht, Durch den ich kind und erbe bin, und nehme gnad um gnade hin. 7. Wol mir, daß ich dis zeug⸗ niß habe! Ich bin voll trost und freudigkeit? Du giebest alle gute gabe, Die ich verlange, jederzeit: Du thust noch überschwengcgz mehr 25⁰ Von dem Gebete mehr Als ich versteh/ bitt und 6. Du greisst voll zuverschh begehr. und liebe Dem treuen vater an 8. Wol mir! ich bitt in JE⸗ su namen, Der dir zur rechten mich vertritt: In ihm ist alles ja und amen, Was ich im geist und glauben bitt; Dich lob ich, HErr! hn ewigkeit, Der mich mit so viel ieil erfreut. Die rechte Art des Gebetes von Jésu erlernet. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. u gehst in garten/ 409.D um zu beten/ Mein treuer JEsu! nimm mich mit. Laß mich an deine seite tre⸗ ten Ich weiche von dir keinen schritt. Ich will an dir, mein leh⸗ rer! sehn, Wie mein gebet recht soll geschehn. ö 2. Du gehst mit zittern und mit zagen, Und bist bis in den tod be⸗ trübt. Ach! dis soll mir ans herze schlagen, Mir, der viel suͤn⸗ den ausgeuͤbt. Drum willt du, daß ein herz voll reu Mein anfang zum gebete sey. 3. Du reissest dich von allen leuten, Und suchst die stille einsam⸗ keit; Und so will ich auch mich be⸗ reiten, und fliehen, was mein her; zerstreut. Zeuch mich von aller welt allein, Daß nur wir zwey beysammen seyn. ö ꝗ. Du kniest und wirfest dich zur erden, Du faͤllest auf dein ange⸗ sicht: So muß die demuht sich ge⸗ berden. Drum saͤum ich staub und asche nicht, Und beuge mich in niedrigkeit, Wie du, voll trauren, angst und leid. 6. Du betest zu dem lieben va⸗ ter Und rufest, abba! wie ein kind: Dein vater ist auch mein berahter, Sein vater⸗herz ist treu Trohan Drum halt ich mich ge⸗ rost an dich, Und ruf auch, abba! sein herz,Du schreist aus staͤrksten herzeus⸗triebe: Abba mein vater! himmelwaͤrts, Ach! glaub und liebe sind mir noht, Sonst ist mein beten kalt und todt. 7. Sehr klaͤglich traͤgst du dei nen jammer Dem hoͤchst⸗erzuͤrntn vater fuͤr, Du klopfst mit einen starken hammer Um rettung, an die gnaden⸗thuͤr, So klag auch, was mich nur quaͤlt, un bitt um alles, was mir fehlt. 8. Geduldig lamm! wie haͤltstd stille, Und in der bitte dreymahl an! Dabey ist auch fuͤr mich den wille, Daß ich soll thun, wie di gethan. Hilft Gott nicht gleih das erste mahl, So ruf und schrih ich ohne zahl. 9. Dein wille senkt sich in de willen Des allerliebsten vatett ein, Darinn muß sich mein ul auch stillen, Dafern ich will enn ret seyn. Drum bet ich in gehl⸗ senheit: Was mein GOtt will/ ⸗ scheh allzeit. ö 10. Obgleich die juͤnger den vergessen, Gedenkst du doch getrun an sie; Und da dich alle marta pressen, Sorgst du fuͤr sie mit groͤß ter muͤh. Mein beten bleibet oh⸗ ne frucht, Wenn es des naͤchsteh heil nicht sucht. ö 11. Nun du erlaͤngest auf dein flehen Trost, kraft, sieg, leben, herrlichkeit; Damit hast du auf mich gesehen, Daß ich zur ange⸗ nehmen zeit Auf ernstlich beten freuden⸗ voll Dergleichen segen ernten soll. 12. Drum hilf mir, JEsu! so zu beten, Wie mich dein heilig vorbild lehrt: So kann ich freh zum vater treten, So werd ich stets von ihm erhoͤrt: So gehich betend himmel ein Und will dir hoͤre mich. ewig dankbar seyn. Die 6— Il Mel 6 0* 10,5. Htl 1 „ won Hen W fst/ H klcht x wudf UAHN N ih Mt +WSIN H W WMHu * NN. Imueh Iw Meiheng Ohsweshu Ohichg Weln 7 Msscg iR l 0 eheß tg. + uufih Hichttägt. 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Ich werde vielmehr freuden⸗ voll, Daß ich aus frohem muhte Kaum weiß, wie ich mich fassen soll; Weil du mit deinem gute Mich als mit einem thaͤu er⸗ guickst, Und dich mir so ins herze druͤckst, Daß ich die guͤte schmecke, Die guͤte, die du bey der last Des ereuzes so verborgen hast, Als un⸗ ter einer decke. 3. Da wird mein herz ein GOt⸗ tes⸗haus, Und deines geistes kam⸗ mer. Mein jammer bricht in thra⸗ nen aus, Und ist mir doch kein jammer. Die wehmuht staͤrket meinen geist, Daß ich nicht weiß, obs wehmuht heißt; Weil alle pein verschwindet, Und weil ich bey dem groͤßten weh Als wie auf lau⸗ Indet. geh, Wo sich nur anmuht ndet. 4. Du laͤßt mir, vater dein gesicht In solchem lichte blicken, Womit das grosse sonnen-licht Das land pflegt zu erquicken. Denn da benimmt dein liebes⸗ strahl Mir alle furcht sammt aller quahl, Erleichtert meine seele; Daß ich in trostes uͤberfluß, Auch wenn ich heftig kaͤmpfen muß, st best. Viel freuden⸗wechsel zaͤhle. . Dann faͤllt die angst vom herzen hin, Mein glaube schwebet oben; Und so erholt sich denn mein sinn, Als waͤr ein stein geho⸗ ben. Drum werf ich dir die sorge zu, Mein herz begiebt sich ganz in ruh,/ Und harret in der stille, Bis du dich freudig hoͤren laͤßt. Dar⸗ auf besteht mein glaͤube fest: HErr! es gescheh dein wille. 6. So merk ich ja und bin ge⸗ wiß, Daß du, mein GOtt! mich liebest; Weil du selbst in der fin⸗ sterniß Mir licht und freude gie⸗ Ich merke, daß mein angst⸗ geschrey Durch Christum bey dir kraͤftig seh, Dein vater ⸗herz zu brechen; Sonst wuͤrdest du mir, vater nicht So reichen trost und zuversicht In herz und seele spre⸗ en. 7. So spuͤhr ich, wie dein troͤst⸗ lich ja! Mein seufzen schon ver⸗ gnüget. Und ist die wirkung noch nicht da, Wenn so mein glaube sieget; So seh ich dich geduldig an, Und warte, wie ein ackermann Auf seine frucht der erden. Ich harre, HErr! bis daß einmahl Mein trost nach uͤberstandner quahl Wird offenbaret werden. 8. Hilf denn, mein Gott! nach deiner macht; Schaff ret⸗ tung/ trost und friede. Gib aber, daß ich tag und nacht Im beten nicht ermuͤde. So will ich, bis die morgen⸗röht Mit freuden uͤber mir aufgeht, Mit dir, o vater: ringen. Ich fasse dich bey deinem wort, Und werde noch bey dir, mein hort! Den segen davon bringen.——— von dem Gebete dessErrn oder Vater 1111 bi ater unser im him⸗ 4. II V melreich! Der du uns alle heissest gleich, Bruͤder seyn und dich rufen an, Und willt das beten von uns hab'n: Gib, da nicht bet' allein der mund, Hilf, daß 91 geh aus herzens⸗grund. 2 582 Von dem Gebete, und zwar z. Geheiligt werd der name dein: Dein wort bey uns hilf halten rein, Daß wir auch leben heiliglich, Nach deinem namen würdiglich. Behuͤt uns, HErr! fuͤr falscher lehr, Das arm' ver⸗ führte volk bekehr. 3. Es komm dein reich zu dieser zeit, Und dort hernach in ewigkeit. Der heilge geist uns wohne bey Mit seinen gaben mancherley. Des satans zorn und groß gewalt Jerbrichfuͤrihm dein kirch' erhalt. 4. Dein will gescheh, HErr Gott! zugleich Auf erden wie im himmelreich. Gib uns geduld in leidens⸗zeit, Gehorsam seyn in lieb' und leid; Wehr und steur allem fleisch und blut, Das wider deinen willen thut. 5 g. Gib uns heut unser taͤglich brot, Und was man darf zur lei⸗ bes⸗noht. Behůt uns, HErr! fuͤr krieg und streit, Fuͤr seuchen und fuͤr theurer zeit: Daß wir im gu⸗ ten friede stehn, Der sorg und geizes mussig gehn. 6. All unsre schuld vergib uns, HErr! Daß sie uns nicht betruͤbe mehr; Wie wir auch unsern schul⸗ digern Ihr' schuld und fehl verge⸗ ben gern. Zu dienen mach uns all' bereit In rechter lieb' und ei⸗ nigkeit. 2. Führ uns, HErr! in versu⸗ chung nicht; Wenn uns der boͤse geist anficht, Zur linken und zur rechten hand, Hilf uns thun star⸗ ken widerstand, Im glauben fest und wol geruͤst't, Und durch des heilgen geistes trost. 8. Von allem uͤbel uns erloͤs: Es sind die tag und zeiten boͤs. Er⸗ loͤs uns von dem ewgen tod, und troͤst uns in der lezten noht. Be⸗ schehr uns, HErr! ein selig end, Nimm unsre seel in deine händ. 9. Amen, das ist, es werde wahr! Staͤrk unsern glauben im⸗ merdar, Aufdaß wir ja nicht zwei⸗ feln dran, Was wir hiemit gebe⸗ ten hab'n. Auf dein wort, in dem namen dein, HErr! sprechen wir das amen fein. Mel. O vater unser GOtt es ss. Ott unser vater! der 412. G t Im hinmg hoch erhoben, Und schauest, was auf erden ist, Von deinem throne oben; GOtt unser trost und zuver⸗ sicht! Zu dir ist unser herz ge⸗ nam'n Die ehr in allen geben: Wie groß du bist und wundersam, Mit freudigkeit erheben; Dich, und dem naͤchsten, dienen. wahrheit. willt/ uns gefalle. gnuͤgen. andern auch vergeben. un⸗ richt't: Erhoͤr uns deine kinder. 2. Hilf, daß wir deinem heilgen deine weisheit, macht und tren Erkennen, und ohn heucheley Dii, 3. Laß uns in deinem gnaden⸗ reich Des heilgen geistes gaben, Dein wort und dessen kraft, UW. gleich Glaub, lieb' und hoffnung haben. Des satans suͤnden⸗rech zerstoͤhr, Schuͤtz deine kirch und 6 sie vermehr In einigkeit und 4. Dein will geschehe fuͤr und fuͤr Im himmel und auf erden, Daß unser will und boͤs begier Dadurch gebrochen werden. Väs leihe uns in freud und leid Ein ruhig herz, daß jederzeit, Was du 6. Gib uns heut unser taͤglich. brot Durch arbeit unsrer haͤs⸗ de: Pest, krankheit, feuer, was sers-noht, und was uns schad' abwende; Gib gute obern, fried und heil, Auch jedem sein beschie W. den theil, Und laß uns dran be⸗ 6. Vergib uns alle unsre schuld fann und suͤndhaft boͤses leben. Hilf n daß mit liebe und geduld Wit Ach uͤbe sh an uns keine rach, Und laß un WN l . W W„ Wr 0* 2 WMAI 4 W W AX WALII. ItG V Rihne sht W di * MI I lst U in W e R I Wu s n Kat Iy 0 He u +. argnced tt Mn 6 n Huhsergot Ittunsatp A e 2 Iud V an u Iiertoschn Attt uns deng 0 ht in dh IWhistundeastin eit ethhesi Mit/ nagsch tn d ohnacd Mhstex, n in Riasedn Wilger hd d dasthh / lh Halaneshht Püßz dunch un Nd .. WI geK v ncl nd il unße V W M ochentieg A 0 Fread Hs icba Wle. heut i Wrheit I.N Vhat,A a sh ö en . 0 e 1 ssclch Ind o li 4 6„ 10 von dem Gebetel des HErrn. 2⁵59 unrecht, trotz und schmach Dem naͤchsten auch verzeihen. 7. In der versuchung, HErr! uns staͤkk, Und hilf uns über⸗ winden Das fleisch, die welt, des sataus werk, Und was uns reizt zu suͤnden: Daß, wenn uns wol⸗ lus, ehr und gelo Wird suß und listig vorgestellt, Wir doch darwi⸗ der siegen. 8. Von allem uͤbel, angst und noht In gnaden uns erloͤse, Daß uns im leben und im tod Nicht schaden kann der boͤse. Gib, daß wir freudig und getrost, Wenn uns gleich manches ereuz zustoßt, Des glaubens end erhalten. 9. Dis alles, vater! werde wahr, Du wollest es erfuͤllen: Er⸗ hoͤr und hilf uns immerdar Um JEsu Christi willen; Denn dein, oHErr! ist allezeit Von ewigkeit zu ewigkeit Das reich, die macht und ehre. Mel. O GOtt du frommer ꝛe. ch vater, unser 41 3. A GoOtt! Der du durch grosse guͤte Uns immerfort erweist Dein vaͤterlich gemuͤhte. ilf, daß von uns auch werd er kinder amt verricht't In furcht, gehorsam, lieb' Und fester zuversicht. z. Du bist im himmels⸗thron, An allen ort und enden. Wo wir dich rufen an, Willt du dich zu uns wenden: So hoͤre, HErr! ach hoͤr Von deinem freuden⸗saal, Waͤrum wir bitten dich Hier in dem thraͤnen⸗thal. 3. Ach vater, unser GOtt! Laß aus deinen geist uns lehren, Wie dei⸗ ne majestaͤt In demuht sey zu eh⸗ ren, Daß wir betrachten recht, Wie groß, o GOtt! du bist, Und daß der arme mensch dNur staub und asche ist. 4. Laß uns nichts liebers seyn, Als deinen namen preisen Fuͤr alle guͤt und gnad, Die du pflegst zu beweisen: Daß jedermann werd kund, Wie unaussprechlich sey, HErr! deine weisheit, macht, Barmherzigkeit und treu. 5. Ach vater, unser Gott! Du hast uns aufgenommen Hier in dein gnaden⸗reich, Da wir die tauf bekommen: Gib, daß fortan dein wort Uns fall wie himmels⸗ thau Aufs herz, und uns allzeit Zu deinem dienst erbau. 6. Erleuchte den verstand, Den glauben uns vermehre, Die lieb' in uns entzuͤnd, Des satans reich zerstoͤhre. Verleihe, daß auch wir Oftmahls an unserm theil An⸗ wuͤnschen deiner kirch Gluͤck, auf⸗ nahm, fried und heil. 7. Ach vater, unser Gott! Hilf, daß erfuͤllet werde Dein heilger guter will Im himmel, auf der erde; Daß unser eigner will Und sündliche begier, Durch deine kraft, in uns Absterbe fuͤr und fuͤr. S. Regiere unser herz, Daß wir in guten tagen Nicht stolz und si⸗ cher seyn, In boͤsen nicht verza⸗ gen. Gib, daß nichts zeitliches Uns machen kann betruͤbt, Daß uns auch nichts erfreu, Als nur, was dir beliebt. 9. Ach vater, unser Gott! Laß uns fort deine gaben, Und unser taͤglich brot Zur noht⸗ durft heut auch haben. Hilf, daß wir sparsam seyn, Und raht⸗ lich halten haus, Und auch mit wenigem Begnuͤglich kommen 10. Gib einigkeit und fried, Treu, zucht und ehr darneben, Auch heilsam regiment Dem orte, wo wir leben. Wend feur⸗ und wassers ⸗noht Durch deine starke hand. Wend pest und R 2 krank⸗ 260 Dnd krankheit ab Vou uns und unserm land. ** eh 1I. Ach vater, unser GOtt: Aus lauter gut und gnaden Ver⸗ gib uns unsre schuld, Damit wir sind beladen: Es ist ja keine suͤnd/ Dafuͤr ni ner sohn. 12. Hilf, daß wir denen auch All ihre schuld erlassen, Die uns zuwider sind, Und sie darum nicht hassen! Daß wir von her⸗ zens⸗grund Vergessen trotz und schmach,/ Und dir in guͤtigkeit Und sanftmuht arten nach. 13. Ach vater, e Durch deine wunder⸗staͤrke Hilf, wenn versuchung koͤmmt; Und daͤmpf des satans werke, Daß wir auch unserm fleisch Nicht folgen/ noch der welt, Wenn uns zur sün⸗ de reizt Ehr, wollust, gut und geld. 14. Laß uns in lieb' und leid Gleichmuͤhtig von gedanken, De⸗ muͤhtig ohne falsch, Sorgfaͤltig ohne wanken, Aufrichtig, tapfer, treu, Keusch, ehrbar, zuͤchtig, rein, Und ohn leichtfertigkeit Getrost und froͤlich seyn. *16. Ach vater, unser GOtt! Du wollest uns vom boͤsen, Und was uns schaͤdlich ist, Genaͤdig⸗ Von dem Gebete, und zwar fort Je laͤnger und je mehr In alle —. V ewigkeit Das reich, die macht und cht habe schon Mit sei⸗ nem blut bezahlt Dein eingebohr⸗ unser GOtt JEsu Christi namen, Auf sein IR II untruͤglich wort, Ein glaͤubig freudig amen. O IEsu Christ!! durch dich Und dein verdienst al⸗ lein Wird alles ganz gewiß„ Ia, z ja und amen senocy.. Mel. O vater unser GOtt es ist ꝛ. 414. 0 dein lob erhoͤhen. Dein reich zu⸗ komme: und zugleich Laß, ws du willt, geschehen: Gib taͤglich vom uͤbel, amen. WW Mel. GOtt des himmels nnd u. 15 deines namens ehre, Denn du z. HErr! wer kann dich erheben? Wie dein name, so deil ruhm. Ach! erhalt in lehr und leben Deines namens heiligthun, Diesen namen laß allein Unsers herzens freude seyn. 960 2 18. Hierauf so sprechen wir In I vater in dem him⸗ melreich! Laß unz brot: die schuld verzeih: In versuchung steh uns bey. Loͤs uns lbba, lieber vater!“ ö hoͤre, Wenn dein kind gen himmel schreit. Relte bist voll güͤtigkeit. Unsre hern 1 halten dirunsersJEsu namen für. gnug 3. Komm zu uns mit deinem rei⸗ 1 WI. i 0 7 V 0 N— Win N᷑ N Wand Ina V 0 WA i t stHH HA e ö m NAI Wengd Acm W srchg Da, Wh, Ei i N d e dh gleih G, v Hehen: Wald Rehgh Ves hiunhgd r th (Hi, dn .mel sh Net 5 chu, AI Akeit, Aset Wers Wer Emot * dei Hul del erhabig un a sehl, Wth Aslel ööh füneic del Riasres Aunachihheit: Liane W Weinengl 10 isl *— — — 90 von dem Gebete des HErrn. 251 GOtt und taͤglich brot, O! so hat es keine noht. ö 0. Grosser HErr, von grossen gnaden! Ach vergib die sünden⸗ schuld, Die wir kaͤglich auf uns laden; Habe doch mit uns ge⸗ duld. Laß uns andern auch ver⸗ zeihn/ Sonst kannst du nicht gnaͤ⸗ dig seyn. 7. Sucht der satan uns zu sich⸗ ten, Und versucht uns fleisch und welt; Hilf, daß wir den kampf verrichten, Bis der geist l den sieg behaͤlt: Laß uns fest im glauben stehn, Und in keiner angst vergehn. 8. Alle noht und truͤbsal wen⸗ de, Daß sie uns nicht schaͤdlich sey; Und mach uns an unserm ende Auch von allem uͤbel frey. Dein ist reich/ und kraft und ehr: Amen, grosser GOtt, erhoͤr! Allgemeines Gebet um geist⸗ liche und leibliche Wol⸗ thaten. Mel. Wer nur den lieben Ott ꝛc. Mein Gott! ich 416. klopf an deine pfotte Mit seufzen, flehn und bitten an; Ich halte mich an dei⸗ ne worte: Klopft an, so wird euch aufgethan: Ach! oͤffne mir die gnaden⸗thuͤr, Mein JEsus klopfet selbst mit mir. 3. Wer kann was von sich selber haben, Das nicht von dir den lUrsprung hat? Du bist der geber aller gaben, Bey dir ist immer raht und that. Du bist der brunn/ der immer quillt, Du bist das gut, das immer gilt. 3. Drum komm ich auch mit mei⸗ nem beten, Das voller herz und glauben ist. Der mich heißt freu⸗ dig vor dich treten, Ist mein erloͤ⸗ glauben. ser FEsus Christ; Und der in mir das abba! schreit Ist, HErr! dein geist der freudigkeit. 4. Gib/ vater! gib nach deinem willen Das, weß dein kind beduͤrf⸗ tig ist: Du kannst all mein ver⸗ langen stillen, Weil du die segens⸗ quelle bist. Doch gib, o geber! al⸗ lermeist Was meiner seele selig heißt. 9. Verleih bestaͤndigkeit im Laß meine liebe bruͤn⸗ stig seyn. Will satan mir dis klei⸗ nod rauben; So halte der ver⸗ suchung ein, Damit mein armes fleisch und blut Dem feinde nichts zu willen thut. 6. Erweck in mir ein gut ge⸗ wissen, Das weder welt noch teu⸗ fel scheut. Und wenn ja strafen folgen müssen, So schick sie in der gnaden⸗zeit. Durchstreich die schuld mit JEsu blut, Und mach das boͤse wieder gut. 7. Vom ereuze darf ich wol nicht bitten, Daß mich es gar verschonen soll, Mein heiland hat ja selbst gelitten; Sein ereuz trag ich auch freuden⸗voll. Doch wird geduld gar noͤhtig seyn; Die wol⸗ lest du mir, HErr! verleihn. 8. Das andre wird sich alles fuͤgen, Ich sey bey dir arm oder reich. An deiner huld laß ich mir gnuͤgen, Die macht mir glück und ungluͤck gleich. Koͤmmt mir das gluͤck nicht haͤufig ein, So laß mich doch vergnuͤget seyn. 9. Wenn ich dich bitt' um lan⸗ ges leben; Gib, daß ich christlich leben mag. Laß mir den tod vor augen schweben, Und meinen lezten sterbetag; Damit mein ausgang aus der welt Den ein⸗ gang in den himmel haͤlt. 10. Wiewol was will ich mehr begehren? Du weißt schon, was ich haben muß. Du wirst mir, was mir nuͤtzt, gewaͤhren; Denn IJEsus macht den suͤssen schluß: Ich soll in seinem namen schreyn, So werdꝰ es ja und amen seyn. R 3 llge, Von dem Gebete. Allgemeine Für bitte für andere menschen. Mel. Was mein GOtt will ꝛc. ein Gott! ich 1I 7. komme wiederum Vor deinen thron getreten, Und will, als fuͤr mein eigenthum/ Fuͤr andrer wolfahrt beten. Fuͤr sich allein Begluͤckt zu seyn, Bringt christen schlechte freuden. Druͤckt mich kein joch; So kraͤnkt mich doch Des neben-christen leiden. 2. Drum HErr! von dem der sonnen licht Auf boͤs' und gute scheinet, Und dessen herz fuͤr weh⸗ muht bricht, Wenn Ephraim be⸗ weinet, Womit er sich So fre⸗ ventlich An deiner macht ver— gangen; Laß aller schmerz Und sehnend herz Vor deinen thron gelangen. 3. Du schufst ja, was von Adam stammt, Allein zu deinen ehren, Und wolltest uns gern allesammt Der seligkeit gewaͤhren. Erleuch⸗ te doch Die jetzo noch Bey dicken finsternissen Sich selbst allhier Den weg zu dir Verriegeln und verschliessen. 4. Erxweiche der verstockten herz/ Bekehre die verfuͤhrten. Ach! daß sie doch der sünden schmerz Und deine gnade spuͤhrten, Und keiner nicht In dein gericht Und strenges urtheil siele! Ach treibe sie Doch spat und fruͤh Zum vor⸗ Daß sie stets weiter vor sich gehn Staͤrk ihren fuß, Wenn sich lich ist, Zu ihrem fall bereiten. heit Dich recht und heilig ehre, neid Dein heilig wort verkehre In kirch' und haͤusern hoͤren, und, wenn die macht Der feinde wacht, Dein haͤuflein nirgends stoͤhren. 7. Gib, daß sich ehre, treu und recht Im ganzen lande kuͤse. Mach jeden heilig, fromm und Vom laster⸗-weg Zum himmels⸗ steg; Daß deines namens ehte HErr! durch dein wort Sich fort und fort Bey allen menschen mehre. 8. Gib armen leuten was un Erquicke, die gar selten ruhn, du kannst die muͤden laben. Wer dich verehrt, Sich redlich nehrt, Dem gefahr Laß sich die schaar Der en⸗ gel um ihn legen. 9. Wir alle schreyn, erbarme dich! Wir sind ja dein geschoͤpf. Ein ieder liegt und schmieget sich; Zerschmeiß uns nicht als toͤpfe. Du bist ja der, Dem nichts zu schwer; gesteckten ziele. . Erhalte, die im glauben stehn, Und dich als kinder ehren, Drum sprich durch IEsu namen Zu deren flehn, Die vor dir stehn/ Dein viel⸗vermoͤgend amen. III. Von den Mel. 18. HErr 20661001 160 Mie groß i tte 41 8. W vater⸗ huld? Er liebet uns aus gnaden, Und schen⸗ ket uns die suͤnden⸗schuld, Mit welcher wir beladen; Denn seine Sacramenten. wahrheit truͤget nicht, Die uns sein theures wort verspricht. z. Und daß ja niemand zwei⸗ feln kann An dem, was er verheisß sen; So haͤnget er ein siegel dran, Das kann kein mensch Le 5 Und deinen preis vermehren“ 6. Hilf, daß die ganze christen⸗ Daß weder hochmuht, haß noch 70 Laß dessen schall HErr! uͤberal W schlecht; Und richte jedes fuͤse thun; Ernehre, die nichts haben, schenke gluͤck und segen; Und bey H. I verdruß Und widerwaͤrtigkeiten: Nebst macht und list, Die schaͤd⸗ W 8— ö kmut Ih 10 M, dy I Anftlhh It 10 Woct. eu 19 al, HEn ätsenh tdarfeh aß sch ch gh S.— cte ipeg Zus Weines Rnh dein og Mehy Vnen lahl. te, Reithe garscaag den lahn W 97 rohh I undsa ich Resteh Regen. Mẽ fr dahhs tsrs ichtüg michehs nch Ns 3 Die wft nögendas⸗ — — (en.“ t nhhh t unml ehdt ö hh nah Von den Saeramenten. 263 ——— Die sacramente sind das pfand Von GoOttes treuer vater⸗hand. 3. Dadurch versiegelt er uns fest Die seliskeit im glauben. Dem/ der sich auf den trost ver⸗ laßt Kann nichts das kleinod rau⸗ ben/ Das ihm dereinst der hoͤchste giebt Wenn er ihn nur von her⸗ zen liebt. 4. Denn in der taufe werden wir Dem heiland einverleibet: Hier ist die offne gnaden⸗thuͤr,Der ort, wo man uns schreibet Ins lebens⸗buch mit JEsu blut, Das er vergossen uns zu gut. 49. Im abendmahl hergegen wird Der gnaden⸗bund gestaͤrket; jer labet uns der treue hirt Mit ost, woraus man merket, Daß er uns recht inbruͤnstig liebt Und sich uns ganz zu eigen giebt. 6. HErr! laß mich dir mit herz und mund Fuͤr diese wolthat danken; Laß mich aus diesem gnaden⸗bund In ewigkeit nicht wanken. Dein guter geist eut⸗ halte mich In deiner gnade fe⸗ stiglich. Mel. O Gott du frommer ꝛe. rch bin und 41 9. 1.4 nd werde gerufen; Mein GOtt! du leitest mich Zu und saerament; mund und herz bekennt. dir, wie dieses kind, Aufs neue voͤllig schenken. Die wolthat ist sehr groß und reichet himmel⸗an/ Drum gib mir trieb und kraft/ Daß ich dir danken kann. 4. Wie viele nahen sich Zu solchen heilgen werken, Und——6 sen nur verdruß, Ja stolz und hof⸗ fart merken! Sie denken nicht, daß du, GOtt! selber zeuge bist, Daß deiner engel schaar Daselbst zugegen ist. 5. Laß mir durch geist und brust Ein'n heilgen schauder dringen, Und mich recht ehrfurchts⸗voll Dergleichen werk vollbringen. Auch wenn ichJEsu! mich Zu dei⸗ ner tafel nah; So gib/ daß ich da⸗ selbst Mit andacht dich empfah. 6. Laß den gebrauch mich nicht Nach viertel⸗jahren messen, Noch bey dem kleider⸗putz Das innere vergessen. Wer keinen glauben hat/ Der ist ein heuchel⸗christ, Der dich, mein heil: verraͤht, Und doch wie Judas kuͤsst. 7. Schmück mich mit glauben aus; Gib, daß er da recht steige; Daß meine demuht sich In allen deinen himmels⸗stuffen. Erhalte mir forthin Dis wort andern menschen suchen. Gib, daß sich ö Voll treu darzu verfluchen, Vor andern hinzu⸗ stücken zeige. Wer bin ich ach ein wurm/ Der nichts, als fehlen noch Zur seligkeit ö kann. Die selbst⸗erkenntniß fuͤhrt Uns erst zur demuht an. 8. Laß mich da keinen rang 2—. 0 mich dis aͤrgerniß Vermeiden und gehn; Dis wirkt der stolze geist, 2. Laß mich die wichtigkeit Der Der jeden gern voran Zur offnen sacrament' erwegen. Traͤgt man hoͤlle dir, HErr! ein kind Auf deinen 2. ruf entgegen, Daß man es taufen auf lauter liebe. soll jeuge seyn; So mein heil! Bey jedem solche trie— will, Und ich nimm, o guter geist! Mein herz/ mein alles ein. reißt. Dis hohe saerament Beruht Enzuͤnde doch/ be, Daß man dis liebes⸗mahl Zur ewgen wolfahrt nuͤtzt, Und 3. Vaß mich es freudig thun, An einst im freuden⸗reich An deiner meinen tauf⸗bund denken, Mich tafel sitzt. R 1 A) Von SSSSSSS‚‚.‚‚....... 0 —.— Von dem Saeramente der heiligen Taufe. A) Von dem Sacramente der heiligen Taufe. sen gnad, Der bleibt in seinen fun⸗ Fhrist unser HErr 20.* zum Jordan kam; Nach seines vaters willen Von Sanet Johann die taufe nahm, Sein werk und amt zu rfuͤllen: Da wollt er stiften uns ein bad. Zu waschen uns von suͤnden, Ersaͤu⸗ fen auch den bittern tod Durch sein selbst blut und wunden: Es galt ein neues leben. 2. So hoͤrt und merket alle wol, Was Gtt selbst heißt die taufe, Und was ein ehriste glaͤuben soll, Zu fliehn der ketzer haufe. GOtt spricht und will, daß wasser sey, Doch nicht allein schlecht wasser; Sein heilig wort ist auch dabey Mit rechtem geist ohn maassen; Der ist allhie der taͤufer. 3. Dis hat er uns bewiesen klar Mit bildern und mit worten: Des vaters stimm man offenbar Daselbst am Jordan hoͤrte. Er sprach: dis ist mein lieber sohn, An dem ich hab gefallen, Den will ich euch befohlen habn, Daß ihr ihn hoͤret alle, Und folget sei⸗ ner lehre. 4. Auch GOttes sohn hie selber steht In seiner zarten menschheit: Der heilge geist hernieder faͤhrt In tauben⸗bild verkleidet. Daß wir nicht sollen zweifeln dran, Wenn wir getaufet werden, All drey person'n getaufet hab'n, Da⸗ mit bey uns auf erden Zu wohnen sich begeben. ö 7. Sein'n juͤngern heißt der HErre Christ: Geht hin, all welt zu lehren, Daß, die verlohrn in suͤnden ist, Sich soll jur busse keh⸗ ren: Wer glaͤubet und sich taufen laͤßt, Soll dadurch selig werden: Ein neugebohrner mensch er heißt, Der nicht mehr koͤnne sterben, Das himmelreich soll⸗ erben. 6. Wer nicht glaͤubt dieser gros⸗ den, Und ist verdammt zum ewgen tod Tief in der hoͤllen grunde. Nichts hilft sein eigne heiligkeit; All sein thun ist verlohren: Die erb⸗suͤnd maͤchts zur nichtigkeit, Darinn er ist gebohren; Vermag ihm selbst nicht helfen. 7. Das aug allein das wasser sieht Wie andre wasser fliessen, Der glaub allein die kraft versteht Des blutes JEsu Christi; und ist fuͤr ihn ein rohte fluht, Von Christi blut gefaͤrbet, Die allen schaden heilen thut Von Adam her geerbet, Und von uns selbst begangen. 9 *8. Drum danken wir dir in⸗ niglich Fuͤr deine treu und güte, HErr JEsu Christ! und bitten dich, Gib stets ein neu gemuͤhte: Daß, wie du uns hast durch die tauf Ins gnaden=xeich genon⸗ men, Wir hie so fuͤhren unsem lauf, Damit wir dorten kommen Zu dir ins reich der ehren. welch ein unber⸗ 42 I. O gleichlich gut Giebst du, HErr, deinen kindern! Das wasser und zugleich dein blut Schenkst du den armen suͤndern. Mel. Christ unser HErr zum r. Drey dinge sind, die allermeist Auf erden zeugniß geben: Das blut, das wasser und der geist, Die koͤn⸗ den⸗leben. dich Geheiligt und beschlossen, Daß wie dich, XEsu! sichtbarlich Die wasserfluht begossen, Als dich Johannes selbst getauft; So sol dein blut uns schwachen, Die du von der hoͤllen rachen, Und dit nz eigen machen. ganz eig 0 3. Du 2. Dis sacrament ist selbst durch n durch deinen tod erkauft Fre) V 2. 8 SE — nen uns erheben Zu deinem freu⸗ Muf. U And Meihtiytz Debtish Wamm Ileng Wa TI It urth Iha Than Val Vhut zu n x Wanken ahs, Mue trgs Dhris e Nuns haf ln Hen⸗tat e Vso fitnase Wit ka det ehn Vser Hanh Wulch Hl öfeih / deinats ae Iin unas ecle ch 4 Von dem Saeramente der heiligen Taufe. 26⁵ 3. Du hast uns durch dis saera⸗ ment Der kirchen einverleibet, Daß man uns nach dir christen nennt/ Ins buch des lebens schrei⸗ bet. Dis wasser⸗bad hat uns im wort Auch rein gemacht von suͤn⸗ den: Laß deinen guten geist hin⸗ fort Das herz in lieb entzuͤnden, Und in dir, JEsu! gruͤnden. 4. Wir sind, HErr! in dein gnaden⸗reich Durch diesen bund gesetzet, Der uns an seel und leib zugleich Recht inniglich er⸗ getzet. Du hast uns durch dis reine bad Gewaschen und beklei⸗ det, Daß uns der schlaͤngen list und raht, Noch was uns schreckt und neidet, Von Gottes huld nicht scheidet. g. Aus hoͤllen⸗kindern sind wir schon Der gnaden kinder worden: Dis ist der ehristen schoͤnste eron, Der schmuck in ihrem orden. Ja Christus und sein heilig blut, Sein tod und sieg darneben, Ist nunmehr unser eignes gut, Das er uns hat gegeben, Um ihm da⸗ durch zu leben. 6. Er hat uns auch das kindes⸗ recht, Die seligkeit, geschenket, Dadurch der suͤnden macht ge⸗ schwaͤcht, Sie gar ins meer ver⸗ senket. Was kann nun teufel, holl und tod, Die uns sonst widerstun⸗ den? Weil JEsus Christus alle noht Sammt ihnen überwunden. Nun ist das heil gefunden. 7. HErr! laß uns doch den re⸗ ben gleichAuch gute fruͤchte brin⸗ gen, Und stetiglich nach deinem reich Im festen glauben ringen. Laß uns durch wahre reu und buß Nun taͤglich mit dir sterben: Denn Bestaͤndig recht ermessen. Er muß uns hier in angst und pein, Ja gehn wir gar von hinnen, Der see⸗ len trost und freude seyn. Das heißt der welt entrinnen, Den himmel zu gewinnen. Mel. Christ unser HErr zum ꝛe. GoOtt! da ich gar 44ꝗH keinen raht Fuͤr meine seel konnt finden; Hast du mich durch das wasser⸗bad Gewa⸗ schen rein von sünden. Dabey du klaͤrlich hast erweist, Und durch ein sichtbar zeichen, O vater, sohn und heilger geist! Es sey nichts zu vergleichen Mit deiner gnad und liebe. z. Denn willig und von her⸗ zeus⸗ grund, So bald ich zu dir kommen, Hast du mich auf⸗in deinen bund, Zum kind auch an⸗ genommen. Du hattest ursach, mich vielmehr Zu strafen und zu hassen, Und hast, o grosser GOtt! so sehr Herunter dich gelassen, Den bund mit uns gestiftet. 3. Dadurch bin ich nun, als dein kind, Versichert deiner gnaden: Was sich fuͤr schwachheit an mir findt, Das laͤßt du mir nicht scha⸗ den. Den geist der kindschaft giebst du mir; Und wenn ich vor dich trete, Mein herz ausschuͤtte, GOtt! vor dir, Nach deinem willen bete, Werd ich allzeit erhoͤret. 4. Hingegen hab ich mich ver⸗ pflicht, Ich will ein gut gewissen Fort bey des glaubens zuversicht Zu halten seyn geflissen, Dich, vater, sohn und geist! allzeit Fuͤr meinen Gott erkennen, Und samt unser alter Adam muß Durch der wehrten ehristenheit Mit ehr⸗ Gottes kraft verderben, Soll erbietung nennen Den eingen man dein reich ererben. 8. Hilf, daß wir diesen gnaden⸗ Errn und vater. g. Ich hab dem bosen feind ent⸗ bund Der taufe nie vergessen. Gib, sagt, Auch allen seinen werken; daß wir ihn von herzens⸗grund Und 4.— bund, der ihn verjagt, V Kann Von dem Saeramente der heiligen Taufe. Kann gegen ihn mich staͤrken. Ich bin, o GoOtt! dein tempel nu, Und wieder neu gebohren, Auf daß ich rechte werke thu, Darzu ich bin erkohren, Und die du selbst befohlen. 6. Der alte mensch muß ster⸗ ben ab, Der, neue aber leben: Den boͤsen luͤsten, die ich hab, Muß ich stets widerstreben. Ich muß dem guten hangen an, Ver⸗ richten deinen willen: Mit fleiß und sorgfalt denken dran, Daß ich ihn moͤg erfuͤllen Durch deine kraft und staͤrke. . Gott vater, sohn und geist! verleih, Daß ich fest an dich glaͤube, Mich meines tauf⸗ bunds troͤst und freu, Darinn bestaͤndig bleibe: Als dein kind teufels⸗ werke haß, Die boͤse luͤste daͤmpfe, Das gut' zu thun nie werde laß, Bis an das end hier kaͤmpfe, Und dort dein reich ererbe. Mel. Es ist das heil uns kommen. J3Ott vater, sohn 42 3. und heilger geist, Du GOtt von grosser guͤte! Sey 4. HErr JIEsu Christ! dein theures blut Waͤscht mich von meinen suͤnden: Kraft dessen macht die wasser⸗fluht Denselben fluch verschwinden, Den ich hab von natur verschuldt, Und setzt mich in des vaters huld, Die Adam hat verlohren. . O heilger geist! ich danke dir Fuͤr diese edle gabe, Daß ich nun innerlich in mir Dein kraͤftig nen schoͤpfer kann Getrost und freudig rufen an, Und sagen: abba Häter: 6. Weil in der tauf auch JEsus Christ Von mir ist angezogen; So hilf, daß durch des satans list Ich nimmer werd betrogen. Denn die nun Gottes tempel seynd, Die bleiben fuͤr dem boͤsen feind In deiner gnade sicher.* 7. O HErr! an diese wuͤrdih⸗ keit, Die du mir wollen schenken, Laß mich jetzund und allezeit In dadurch ein herze faß, Und immet mich darauf verlaß, Daß du mit gnad' versprochen. zeugniß habe: Dadurch ich mei⸗ meiner noht gedenken, Daß ich 8. Ich hab auch bey dem wasser⸗ jezt und immerdar gepreist Mit bad Mich dir zum dienst verbun⸗ dankbarem gemuͤhte, Daß du aus den: Drum gib, daß keine mis⸗ unverdienter gnad Mich durch sethat In mir werd herrschend das heilge wasser⸗bad Von suͤnden abgewaschen. 2. HErr! ich bekenne, daß ich bin Gezeugt aus suͤnden⸗saamen, Ein kind des zorns, das immerhin Ent⸗ heiligt deinen namen. Ich weiß, daß von natur ich leb Ohn deine furcht, und widerstreb, GOtt! deinem wort und willen. 3. Du aber hast, o vater! mich, Da ich war ganz verlohren, Zu dir gezogen gnaͤdiglich, Und wie⸗ der neu gebohren Durchs wasser⸗ bad der heilgen tauf: Daß ich in meinem lebens⸗lauf Mich deiner Iieb' kann troͤsten. funden. Gib, daß fuͤr deine guͤt und treu Ich den gehorsam stets erneu, Den ich da angelobet. 9. rr; so ich was aus schwachheit thu, Das wollst du mir verzeihen, Und mir es ja nicht rechnen zu; Den beystand auch verleihen, Daß ich an dir bestaͤudig bleib, Bis du die seele von dem leib Zu dir hinauf wirst nehmen. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. IEsu Christ! ich 424. preise dich Mit froͤ⸗ lichem gemuͤhte; Dieweil du 520 0 * ——.— —— —.—89U cht Mah Ariit R aht ds % Dehi ubt, A Rubda ist hlh Hbe, Ri dit Daeis durch iu GO Udsgeg ufute taletgh A kogen. I Rpel seh Hseh ö 0 ekeh 0 faß, Waat R. ident Kuetd Rh fit vunt ochotg Uungelhl, Vich l6 D Hud Di Wch if V t hinnsst I R l0 0 Chs H 0 0 vlduh Von dem Saeramente der heiligen Taufe. 26² ————i— ognaͤdiglich, Nach deiner grossen 9955 Durch deine tauf errettet hast Von aller meiner suͤnden⸗last, Und mir dein heil geschenket. 2. So bald der heilge wasser⸗ guß Mein fündlich haupt begossenz So bald ist auch dein liebes⸗fluß In meine brust geflossen. Dein geist verband mein herz mit dir, Ein goͤttlich leben gabst du mir, Ich ward aus GOtt gebohren. 3. Ich bin in Christi tod getauft, mich gestorben. Sein ganz ver⸗ dienst ist mir geschenkt, Mein fel⸗ sen⸗fester glaube senkt Mich gani in seine gnade. 9. Nun bleib ich GOttes eigen⸗ thum, Das laͤßt sich GOtt nicht nehmen. Der suͤnden⸗gift soll die⸗ sen ruhm Nicht sehmalern, nicht beschaͤmen: Gott laͤßt den nun und nimmer nicht, Der seine gan⸗ bet Auf ihn von herzen etzet. Dadurch mit ihm gestorben, Und. Zwar bin ich dieser huld GOtt zum eigenthum erkauft; nicht wehrt: Es zeigt mein boͤs Weil Christus mir erworben Die gewissen, Daß ich den tauf⸗bund göttliche gerechtigkeit: Dis istsoft versehrt. Doch bin ich nun be⸗ mein schmuck und ehren⸗ kleid,flissen, Daß durch die busse dieser Darin ich ewig prange. bund Erneuert werde; weil der 4. Kein engel war so schoͤn als grund Bey dir noch feste stehet. ich Da ich dich angezogen. Ich II. Ich streit' und kaͤmpfe wider prangte vor dir wurdiglich, Dumich, Um fleisch und blut zu zwin⸗ wurdest selbst bewogen Mich nun genz Komm selbst und hilf mir rit⸗ zu nennen deine braut; Im glau⸗terlich, Wenn luͤste auf mich drin⸗ ben ward ich dir vertraut, So hoch gen. Laͤßt mir der satan keine ruh, ward ich erhoben. Stuͤrmt welt und alles auf mich . Ich war dein glied, und lebt' zu: So hilf mir doch obsiegen. in dir; Du selber warst mein le⸗[n2. Nun tauf mich noch mit ben. Doch lag dein glanz verdecktdeinem geist, Entzunde mein ge⸗ in mir/ Den du mir zugegeben. Ich muͤhte, Daß sichs der heiligkeit be⸗ sollt erst an das leiden gehn, Und fleißt, Und stets fuͤr funden hute. unter deinem ereuze stehn, Bis duDu liebst mich sehr, o hoͤchstes gut! mich dort verklaͤrtest. Gib, daß ein jeder tropfen hlut 6. So war ich dazumahl/ als du Von gegen⸗liebe walle. Mich in den bund genommen; Al⸗ lein gehörꝰ ich dir noch zu Ach ja Nel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc du heil der frommen Versiegelst 2 Nu unerforschlich mich noch diese zeit Durch deinen meer der gnaden, geist der freudigkeit, Daß ich dir Wie selig ist dein waffer⸗bad! Es voͤllig eigen heilet an mir allen schaden, Den 7. GOtt hat mich selbst aus Adams fall verursacht hat: Die vater⸗huld In dir zum kind er suͤnd⸗fluht gehet uͤberhin, Wenn waͤhlet, Und hat mich so von aller ich in dieser arche bin. schuld In gnaden los gezaͤhlet. 2. Wie groß sind, JEsu, deine Sein bund ist mir ein ewger bund gaben! Du koͤmmst mit wasser und Dieweil ihn GOttes theurer mit blut; Und wenn wir diese mund Durch einen eid versiegelt. schaͤtze haben, So erben wir das 8. Drum gehet mich dis alles hoͤchste gut. Wenn wir damit ge⸗ an/Was Christi tod erworben; Er zeichnet seyn, So laͤßt du uns zum hat es mir zu gut gethan, Er ist fuͤn himmel ein. 3. Was VW 5 268 Von dem Saeramente der heiligen Taufe. 2 S— 7 7— 4 3. Was frag ich nach der eiteln be! Kehrt ereuz und leiden bey +* ehre? Ich bin des allerhoͤchsten mir ein, und macht das leben 0 kind, Weil ich in deren zahl gehö⸗truͤbe; So weiß ich/ daß er zu mir 4* re, Die gar aus GOtt gebohren spricht: Mein liebes kind, ich sind. Kein ehren⸗stand ist diesem will dich nicht Verlassen noch ver.,, ö gleich, Dis ist mein recht zum saͤumen. himmelreich. 4. GOtt sohn laͤßt mich sein 3 4. Du schreibest mich ins buch theures blut Durch wahren glau⸗ des lebens, O meines lebens ben finden, Das machet alle leben! ein: Ach lasse mich doch schulden gut, Das waͤscht mich n nicht vergebens Auf deinen tod rein von suͤnden. Nichts kann ver⸗ getaufet seyn! Ja schreibe mich dammlichs an mir seyn, Denn sein so kraͤftig an, Daß mich kein fluch verdienst ist gaͤnzlich mein, Und ich RN vertilgen kann. bin sein dargegen. N 4. Hab ich dir herz und hand. So ist auch GOtt der wehrte N. gegeben; So gib mir, IEsu! geist Mein siegel, pfand und ga- diese gnad, Auch dem versprechen be, Daß ich, was GOttes wort 1 in nachzuleben, Das selbst dein geist verheißt, Gewiß zu hoffen habe. n versiegelt hat. Des satans werk Er führet meinen lebens⸗lauf, und wesen sey Kein hinderniß an Er hilfet meiner schwachheit auf, maeiner treu. Als meines herzens troͤster. 19•0 6. Erhalte mich durch deine 6. Wie koͤnnt ich denn nun trau⸗ n taufe Im buͤndlein der lebendi⸗rig seyn In meinem ganzen le⸗— gen, Und führe mich in meinem ben? Wie koͤnnte todes⸗furcht u Alaufe Vom irdischen zum himm⸗ und pein Mir vor den augen lischen; Daß ich durch diesen schweben? Ich bin der seligkeit Iordan geh, Und dort im lebens⸗ gewiß, Und nichts gewissers it, . lande steh. 410 dis: Ich bin ein himmels⸗ It. X Miel. Allein GOrt in der hoͤh. Pon der Ttebernngd 1 4— 2 V W 26 J5 bin ein mensch/ Bundes MI. 4* das weiß ich wol; ö Bin taber auch ein christe. Ach! Mel. O Gott du frommer ꝛe. rrreilich waͤr ich traurens⸗voll, ch vater! zuͤrne WMWMenn ich den trost nicht wuͤßte, 427. nicht, Der tauf:· H Daß GOtt nach seinem gnaden⸗ bund ist gebrochen. Ich schrey NAA raht Mich durch das wort und voller augst: Ach! laßes ungero„ pwasser⸗bad Von neuen hat ge⸗chen, Und gehe diesen bund Mit . bohreu.— mir von neuen ein. Hier hastdu N 4. Die heilige dreyeinigkeit mund und hand, Ich will getreer Sehß emiglich geptiesen und dafür seyn.„ bherzlich benedeyt, Was sie an 2ꝛ. Dem teufel, welt und fleise ½% mir erwiesen: Mich armen sünder Will ich nun ganz entsagen, I ö bhhalt sie wehrt, Und gibt mir, Wenn sie mich schon darum Als. ů was mein herz begehrt, Zu vollem meine feinde plagen; In deines heil und segen. geistes kraft Greif ich sie alle an; II 3. GOtt vater will mein va⸗Ihr zorn hat ja noch nie Den dei⸗ A iiier seyn. O was ist das füͤr lie⸗ nen leid gethan. 40 3. GOt st laden l iht manh ched kit, lasennt lit ut Rahnrt dennuxez Vem grz X. Lot Wch Iin dar 16 Kenii ein irk hunh heli⸗ 15, Von dem Saeramente der heiligen Taufe. 269 . GOtt vater/ sohn und geist! Mel. HErr JEsu Chriß du ꝛe. Dir sey mein ganzes leben, Leib, 28 Wnd dene herz! seele, geist und sinn Zum eigen⸗* und denke doch thum ergeben: Befoͤrdre du mein Einmahl an deine taufe. Jezt wol, Laß auch die meinen nicht, waͤhret GOttes gnade noch, Du Daß uns an wahrem heil Nichts stehst im ehristen⸗laufe: Drum hier, nichts doat gebricht. denke, wie du deine pflicht Bis 4. In deiner lieb' und treu, O heute diesen tag verricht't, Ob du vater voll erbarmen: In JEsu den bund gehalten? blut und tod, In seinen liebes⸗ 2. Dein Gott ist vater, sohn armen, Und in des geistes trost, und geist, Auf den bist du getau⸗ Regierung/ licht und kraft Da fet, Sieh, was er doch an dir er⸗ such und find ich das/ Was ewig weist: Er schuf dich; und erkaufet nutzen schafft. Dich nun mit seines sohnes blut/ 6. Dis glaͤub ich steif und fest, Veraͤndert herze, sinn und muht, Denn du, dreyeinigs wesen! Hast Da er dich neu gebieret. mich dir, und ich dich, Zum eigen 3, So gnaͤdig hat er dich be⸗ thum erlesen: Du vater, ich dein dacht, Als er dich angenommen. kind; Ich schaͤflein, du mein hirt; Er hat den bund mit dir gemacht, Du HeErr, ich unterthan, Dem Zaͤhlt dich zur⸗ schaar der from⸗ nichts versaget wird. men; Doch glaͤubst du auch/ und 0, Mein GOtt! was mag ich legest klar In worten und in wer⸗ dir Doch zur vergeltung geben ken dar, Was du so theur verspro Daß du mich suͤnden⸗kind, Mich chen? 5 ö wilden boͤsen reben So hoch ge 4. Ach freilich hab ich bis wuͤrdigt hast, Daß ich, nach dei⸗ jetzund Den tauf⸗bund oft gebro⸗ nem sinn, Durch geist und wasser⸗ chen! Ich üͤbertrete, was mein bad Ein ehriste worden bin. mund Sir, hoͤchster! fest verspro⸗ 7. Dabey erhalte mich Bis an cheu. Mich schrecket die gerech⸗ mein leztes ende, Und hilf, daß tigkeit, Die jedem zorn und strafe ich dis bad Zu meinem trost au⸗ draͤut, Der sich von dir abwen⸗ wende; Weun meiner feinde list, det. ů Tod, sunde, teufel, welt Mir. Ach GOtt: es ist mir herzlich armen tag und nacht Viel tau⸗ leid, Mich beisset mein gewissen. send netze stellt. Mein herz ist ganz voll traurigkeit, 8. Ich will den ehristen⸗stand Zerschlagen und zerrissen: Und ach! Weit uͤber alles achten, Wenn zerknirsche nun mein herz Mit andre mit der welt Nach ehr und wahrer reu und bitterm schmerz, hoheit trachten. Ich will mein Und mach mich goͤttlich traurig.“ lebelang Auf deinem wege gehn*V. Cor. 7, 10 Und dort an jenem tag Bey dir, 6. Ich glaͤube deiner guͤt und als ehrist, bestehn. treu, Die du mir zugesaget; Sie ist 9. Dis wollest du, mein GOtt! dem alle morgen neu, Der ernst⸗ Um meines JEsu willen, Durch lich nach dir fraget. Ach! gib mir deines geistes kraft In meiner seel wahre zuversicht, Die sich auf die erfüllen/ Die jezt, an kraͤften arm, verheissung richt't. So bey der tau⸗ Nach deiner huͤlfe schreit: Ich fe stehet. ö lob und preise dich Hier und in v. Hrum nimm aufs neu mich in ewigkeit. den bund, Vergib mir meine ben en, 270 Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls den. Ach laß mich doch, mein GoOtt! jetzund Bey dir errettung finden: Sprich mich von meinen schulden frey, Und steh mir kuͤuf⸗ tig treulich bey, Daß ich mich ernstlich beßre. 8. Ich will von heute meinen bund Nun taͤglich wiederholen, Und thun, was mir dein theurer mund In heilger schrift befohlen. Ich sage nun den Ei ab/ Und will durch dich bis in mein grab Mit ernst darwider streiten. 9. Dir aber sag ich feste zu, Ge⸗f trost an dich zu glaͤuben. In dir al⸗ lein ist meine ruh, In dir will ich auch bleiben. Von dir soll mich nicht freude, noht, Angst, furcht, gluͤck, wollust, leben, tod, Noch sonsten etwas scheiden. 10. Gib mir, mein GOtt! nur deinen geist, Der mich lehrt, staͤr⸗ ket, leitet, Mir deine wege richtig weist, Mich gruͤndet, vollbereitet; Damit mein herz vor dir besteht, Mit dir zu jenen freuden geht, Wo die erloͤste wohnen. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 20 Ich bin getauft auf 9. deinen namen, GoOtt vater, sohn und heilger geist! Ich bin gezaͤhlt zu deinem saamen, Zum volck, das dir gehei—⸗ ligt heißt. Ich bin in Christi tod gesenkt, Ich bin mit seinem geist beschenkt. z. Du haͤst zu deinem kind und erben, Mein lieber vater! mich erklaͤrt. Du hast die frucht von deinem sterben, Mein treuer hei⸗ land! mir gewaͤhrt. Du willt in aller noht und pein, O guter geist! mein troͤster seyn. 3. Doch hab ich dir auch furcht und liebe, Treu und gehorsam zugesagt. Ich habe mich aus rei⸗ uem triebe, Dein eigenthum zu seyn, gewagt. Hingegen sagt' ich bis ins grab Des satans schnoͤden werken ab. 4. Mein treuer GOtt! auf dei⸗ ner seite Bleibt dieser bund wol seste stehn; Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verlohren gehn. Nimm mich, dein kind, zu gnaden an, Wenn ich hab einen fall gethan. . Ich gebe dir, mein GOtt! aufs neue Leib, seel und herz zum opfer hin. Erwecke mich zu neuer treue, Und nimm besitz von mei⸗ nem sinn. Es sey in mir kein trop⸗ fen blut, Der nicht, HErr! dei⸗ nen willen thut. 8 6. Weich, weich du fuͤrst der finsternissen! Ich bleibe mit dir unvermengt. Hier ist zwar ein befleckt gewissen, Jedoch mit JIE⸗ su blut besprengt. Weich, eitle welt! o suͤnde, weich! Gtt hoͤrt es, jezt entsag ich euch. 7. Laß diesen vorsatz nimmer wanken, GOtt vater, sohn und heilger geist Halt mich in dei⸗ nes bundes schranken, Bis mich dein wille sterben heißt. So leb' ich dir, so sterb ich dir, So lob⸗ ich dich dort fuͤr und fuͤr. B) Von dem Sacramente des heil. Abendmahls und zwar Don der Stiftang desselben. Mel. 8. Erwuͤnschter brunnquell ꝛc. In deiner lezten trauer⸗nacht, 43⁰. Mein IEsu! der du Uns alle fruͤchte deiner leiden In einem testament vermacht: Es preisen vor dem scheiden, An W Wach „ ge Wenihag entheh egehsigth Dant 10 Won, Meser S laß mioh Wimm W, W Whah. Vnat Wig Wemichie best wn + / 50 N ü s leibe doch n Wach M Asch. 0 at i Yr/ sht sch i, NI Wist. / l sh und zwar von der Stiftung desselben. 27¹ i preisen glaͤubige gemüͤhter Dich stifter dieser hohen güter. 2. So oft wir dieses mahl ge⸗ niessen, Wird dein gedaͤchtniß bey uns neu. Man kann aus frischen proben schliessen, Wie bruͤnstig deine liebe sey. Dein blut/ dein tod und deine schmerzen Verneuern sich in unsern herzen. 3. Es wird dem zitternden ge⸗ wissen Ein neues siegel aufge⸗ druckt/ Daß unser s. chuld⸗brief nun zerrissen, Daß unsre handschrift nun zerstuͤckt, Daß wir vergebung unsrer fuͤnden In deinen blutgen wunden finden. 4. Das band wird fester zuge⸗ zogen, Das dich und uns zusam⸗ men fügt; Die freundschaft, die wir sonst gepflogen Fuͤhlt, wie sie neue stuͤtzen kriegt. Wir werden mehr in solchen stunden Mit dir zu einem geist verbunden. (. Dis brot kann wahre nahrung geben, Dis blut erquicket unsern geist. Es mehrt sich unser inures leben, Wenn unser glaube dich ge⸗ neußt. Wir fuͤhlen neue kraft und bensdr unserm kampf und glau⸗ ens⸗werke. o. Wir treten in genaure ban⸗ de Mit deines leibes gliedern ein/ 246 wahrer vorschmack jener freu⸗ 9. Dir sey lob, ehr und preis ge⸗ sungen; Ein solcher hoher liebes⸗ schein Verdient, daß aller engel zungen Zu dessen ruhm geschaͤftig seyn. Wird unser geist zu dir er⸗ hoben, So wird er dich vollkom⸗ men loben. Mel. 8. IEsus meine zuversicht. llergroͤßter menschen⸗ 431.A freund Duigehn jetzo an dein leiden. Deine liebꝰ so treu es meint, Daß sie dich uns will bescheiden In dem theuren testament, Das nicht seines glei⸗ chen keunt. 2. Laß mich dieses wundermahl Niemahls ohne dauk betrachten, Und in diesem jammerthal Fuͤr mein bestes labsal achten, Ja be⸗ reite mich recht wol, Wenn ich solches nehmen soll. 3. In der allerlezten nacht, Da dich Juda kuß verrahten, Hast du dis denkmahl gemacht Deiner lieb' und wunderthaten; Daß ja keine trauer⸗nacht Daͤmpfe dei⸗ ner liebe macht. 4. Will ich hier zu tische gehn, Mit denen wir in solchem stande So vertreib die nacht der suͤnden. Ein herz und eine seele seyn. Die Laß ein licht in mir entstehn,Dich, liobe muß uns fester schliessen, Da o wahres licht. zu finden, Zaß wir ein fleisch und blut genies⸗dein mahl die todes⸗nacht Mir sen. zum hellen himmel macht. 7. Dein fleisch muß uns zum. Du giebst brot, und giebst pfande dienen, Daß unser fleisch, dabey Deinen leib uns zu genies⸗ das schwachheit⸗voll, Einst herrlichsen. Du sprichst, daß dein blut aus dem staube grünen, Und un⸗hier sey/ Und ich seh den wein nur verweslich werden soll; Ja daß du fliessen. Das geheimniß ist sehr uns ein ewig leben, Nach diesem groß, Und der glaube faßt es kurzen, werdest geben. blos. 8. O theures lamm! so edle ga⸗ 6. Laß mich die vernunft doch ben Hast du in dieses mahl gelegt Da wir dich selbst zur speise haben Wie wol ist unser geist verpflegt hier Durch dein wort gefangen „nehmen, Und mit sehnlicher be⸗ gier Nach der stiftung mich beque⸗ Dis mahl ist unter allem leiden men. Dem, der mich mit zweifel plagt, Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls agz. Ruf ich: Christus hats ge⸗ 431.. 7. Wie uns sonst das brot ge⸗ deyt, Also staͤrkt dein leib die seele. Wie der wein das herz erfreut; So giebt deiner wunden hoͤle Ei⸗ nen wein, der uns entzuͤckt Und im tode selbst erquickt. 8. O! erwuͤnschtes mahl bey Gott, Wo die liebe tafel decket, Wo man lauter himmels-brot, Wo man lebens-wasser schmecket, Wo der trank aus Esu fleußt, Wenn sein leib uns selber speist. 9. Suͤsser JEsu! laß mich hier Deine suͤssigkeit oft schmecken: Laß die gnaden⸗tafel mir Oft zu mei⸗ ner labung decken. Nach der him⸗ mels⸗speis und trank Bin ich ganz fuͤr liebe krankk. 10. Laß mich aber wuͤrdiglich Dieses dank⸗ und denkmahl hal⸗ ten; Sonsten wuͤrde uͤber mich Gottes zorn⸗gerichte walten; Wer zu diesem tisch will gehn, Muß in buß und glauben stehn. 1I. Schrecklich ist, was Pau⸗ lus spricht: Wer unwuͤrdig ißt und trinket, Ißt und trinkt ihm das gericht“; Drum wenn mir dein finger winket, Laß mich ja vorsichtig seyn, Daß ich wol ge⸗ pruͤft erschein.*1. Cor. I, 29. IZ. JEsu! wahres himmels— brot, Süsser trank von Edens reben! Laß doch diesem gast⸗ gebot Keinen irrthum widerstre⸗ ben. Halt mit uns dein testa⸗ ment, Bis sich leib und seele trennt. Mel. Christus der uns selig ꝛc. 2 eele! denk an jene ö 3 nacht, Drinnen der verrahten, Der die suͤnder selig macht Von den missethaten. Den⸗ ke, was er uns zulezt Noch zuruͤck . JEsus aß das osterlamm Bei den abend-stunden, Drauf er an descreuzes stamm Uns der schuld Hilf, o GOttes⸗ entbunden. lamm! daß ich Deiner nie ver⸗ gesse, Und dein fleisch oft wuͤr⸗ diglich, Mir zum leben, esse. 3. JEsus, als er durch den tod 6 Seinen lauf wollt enden, Nahm mit dank, und brach das brot In denken deiner treu, Die nicht aus⸗ zusprechen, Und dem naͤchsten auch dabey Brot im hunger brechen. 4. Eßt, das ist mein leib, füͤr euch In den tod gegeben, Sprach er: ach vernunft entweich! Glau⸗ be wirkt das leben. Hilf, HErr IEsu! daß ich mich Auf dein wort nur gruͤnde, Und den zweifel rit⸗ terlich Dadurch uͤberwinde. 7. IEsus gab die lebens-fluht Seinen tisch⸗genossen; Trinkt, sprach er, das ist mein blut, Das fuͤr euch vergossen. Gib den theu⸗ ren lebens⸗saft, JEsu! mir zu trin⸗ ken, Wenn mir leben, muht und kraft In der angst entsinken. 6. Liebster, der mein herz er⸗ getzt, Der du dieses essen, Die⸗ ses trinken eingesetzt Dein nicht zu vergessen! Hilf, daß ich mit lob und dank An dein leiden den⸗ ke, Und mich, wenn ich geistlich krank, In deinblut versenke. 7. IEsu! laß durch deine quahl/ Durch dein blut⸗vergiessen, Dein hochtheures abendmahl Wuͤrdig mich geniessen; Laß mir dieses jederzeit, HErr! zum leben nuͤi⸗ zen, Und mich in der ewigkeit Bald zu tische sitzen. Mel. xr. Schmuͤcke dich, o liebe. chmücke dich, o 433. Siebe seele! Zall mit dem glaubens⸗oͤle Deine lam⸗ gelassen, Das die seelen hoͤchst er⸗ pen, dich bey zeiten Auf die hoch⸗ getzt, Die ihn glaͤubig fassen. zeit zu bereiten. Denn dein braͤu⸗ tigam —.— — den allmachts-haͤnden. Laß mich 1 —— S A — —.— PIIF—————— ——— Hu lssdn tigam wird kommen, Der dein d o fleisch an sich genommen. Was er Whns in den tod gegeben„ Giebt er le⸗ bend dir zum leben. Paun e Lrettun Pins gaetein gedachtuiß seiner thaten setzet Ein gedaͤchtniß seiner thaten Ir. Ii. der nacht, da er verrahten: Wteen. Den du mußt, als maͤchtig, eh⸗ Hactuh renDesen weisheit dich maß leh⸗ * whh ren, Deffen wahrheit du mußt ken⸗ Idn nen, Ihn allgegen waͤrtis nen⸗ Ien, nen. Iui 3. Geistlich⸗armer geist; be⸗ iahl denke,Was dir Jesu feülle schenke, Lina Als er in dem kestamente Zu der Vhhckephäl erbschaft dich ernennt; Und nicht Uunehs etwan einen schatten, Wie die alte . H väter hatten, Sondern coͤrperli⸗ Whlulo ches wesen Zur versichrung auser⸗— Iden lt lesen. Mibervih, 4. Denn vor seinem schweren Dielaht leiden Hat der hirte, dich zu wei⸗ Musegig den Bey dem mahle brot gebro⸗ nihlos chen, Und geheimniß⸗voll gespro— . chen: Nehmet hin, was euch zum Mesligt leben Ich zum tode hingegeben! Wheh ah Diefes ist mein leib, dis esset, euls“ Daß ihr meiner nicht verges⸗ mah⸗ set. Isehhsh.. Aber auch desselben gleichen Weßt Bust Will der HErr sein blut uns rei⸗ , Rsst Uchen; Da er das gewaͤchs der re⸗ Velhlch? ben Mit den worten hingegeben: Inm ih9 Nehmet, trinkt! was ihr genies⸗ Wbersih set, Ist mein blut, das sich er⸗ e, giesser Zur vergebun g eurer suͤn⸗ V 10 6 den en gedaͤchtniß fest zu gruͤn⸗ ahlt den. u 6. O geheimniß! welches kuͤnd⸗ Im llast lich⸗Groß und herrlich, uner⸗seh detast grüͤndlich. O gemeinschaft die⸗ ses gutes, Brot und leibes, wein uste und blutes! Heiland! auf dein dichohe wort zu bauen) Staͤrke du doch 0s%6e mein vertrauen, Wider die ver⸗ elle nunft zu kämpfen, Ihren wider⸗ Da spruch zu daͤmpfen. ö 1 05 7. Ich halt mich an dein ver⸗ * und zwar von der Stiftung desselben. 273 maͤchtniß: Solches thut, mir zum gedaͤchtuiß! Dis gedaͤchtniß fest zu gründen, Denk ich, HErr! Gott mich scheiden, Brachten dich in alles leiden: Doch du rufst uns abgetrennte Durch dein wort und saeramente. 8. Ja ich komm' in buß und reue; Hilf, daß ich in dir mich freue; Gib, daß sich mein glaube staͤrke; Schaff in mir die neuen werke. Du bist mein, uns trennt kein leiden. Ich bin dein: wer will mich scheiden? Laß, was du hier angefangen, Mich vollendet dort erlangen. Esus Christus unser 34. Jheiland, Der von uns den zorn GOttes wand; Durch das bittre leiden sein Half er uns aus der hoͤllen⸗pein. 2. Daß wir nimmer deß verges⸗ sen, Gab er uns sein'n leib zu essen Verborgen, im brot so klein,(a Und zu trinken sein blut im wein. 3. Wer sich will zu dem tisch machen, Der hab wol acht auf seinꝰ sachen Wer unwuͤrdig hinzu geht, Fuͤr das leben den tod empfaht. 4. Du sollt)GOtt den vater prei⸗ sen, Daß er dich so wol thut spei⸗ sen, Und fuͤr deine missethat In den tod sein'n sohn g'geben hat. 6. Du sollt glaͤuben und nicht wanken, Daß es einꝰ speis' sey der kranken, Deren herz von suͤnden schwer, Und fuͤr angst ist betruͤbet ehr. . Solch groß' gnad und barm⸗ herzigkeit Sucht ein herz in gros⸗ ser arbeit: Ist dir wol, so bleib davon, Daß du nicht kriegest boͤ⸗ sen lohn. 7. Er spricht selber: kommt ihr armen; Laßt mich uͤber euch erbar⸗ men. Kein arzt ist den starken S noht/ an meine suͤnden: Diese, die von I+C+FII‚‚‚‚“‚D 2⁴ Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls ar ein spott. . Hates du dir was könn'n er⸗ werben, Was duͤrft ich denn fur dich sterben? Dieser tisch auch dir nicht gilt So du dir selber helfen willt. 9. Glaͤubst du das von herzens⸗ grunde, Und bekennst es mit dem munde; So bist du recht wol geschickt, Und die speis' deine seel erquickt. 10. Die frucht soll auch nicht ausbleiben; Deinen naͤchsten sollt du lieben, Daß er dein geniessen kann, Wie dein GOtt an dir hat gethan. —..—— + N ö Sein' kunst wird an ihn'n re: Weil du traͤgest meine schuld, Iu noht/ Seelen⸗hirt! bey mir einkehre, Wil Schliesse mich in deine huld. Dei⸗ ner guͤte ich vertrau, Fuͤhre mich auf gruner au, Und speis mich, mir stets zu gute, Heut mit deinen leib u ud blute. 4. Heilger geist! du kraft der nh schwachen, Bleibe heut und stets bey mir. Deine heiligung kann machen, Daß ich wuͤrdig, nach Selig einst den geist aufgebe. fuͤssen, Deine lieb umarme mich. IJEsu! dein blut seh ich fliessen, (a) Das ist: Christus giebt uns mit und unter dem gesegne⸗ ten wenigen oder kleinen brote, seinen wahren leib/ auf eine verborgene und ge⸗ heimniß⸗volle weise zu essen. Bey der Vorbereitung zum heiligen Abendmahle. . Morgen⸗Lied eines Communi⸗ canten. Mel. JEsu deine heilge wunden Gurt sey lob der tag 43 5. ist kommen, Da ich IJEsu werd vertraut, Da ich, aller schuld eutnommen,/ Werd in GOt⸗ tes huld geschaut; Damich GOtt mit glauhen ziert, Zu des lammes hochzeit fuͤhrt, Und mir JEsum, der mich liebet, Selbst zum le⸗ bens⸗pfande giebet. z. GOtt! bey diesem frohen morgen Suchet dich dein liebes Ekind/ Senkt in deine vater⸗sorgen,/ Was sich in und an mir findt. Sorge, vater; izt fuͤr mich, Daß mich vereine. 3. Christe, du lamm GoOttes! hoͤ⸗ Die ein neues herze schafft, Wol⸗ lest du mich recht verneuen, Und mich hier und dort erfreuen. Mel. JIEsu deine heilge wunden. Errl du hast fuͤr alle x 43 6. sfünder Einen kei⸗ liebe schmeckt. Nicht mit deiner wolthat schetze. 2. Räume, bitt ich, meine seeln gebühr, Mir zum nutz und GOtt jum preis Esse diese seelen⸗spess, n Daß ich dadurch christlich lebe, . Nun dir lieg ich, GOtt! zu Mache mich gerecht durch dich. Heilger geist! durch deine krast, 902 sgan chen tisch gedeckt, Wo dein hrot für deine kinder Nach des vaters liebe Heute nun bin ich dein gast Wie du mir befohlen ann hast; Aber hilf auch,daß mein hene Wi t Ganz von allem boͤsen aus. Kom⸗ tisch auf erden Mir zum himmels⸗ vorschmack werden. ke, Wie der HErr sein fleisch und su! für mein leben Zur erloͤfung u. dargegeben. 4. Ninn me selbst darein, und waͤhle Sie n als dein geweihtes haus; Denn zn ich hoffe nur auf dich,Liebster Je. n su! liebe mich, Und laß deinen 3. Hilf mir, daß ich recht beden⸗ 16„ 10 85 ane l e un 1006 ö— 8—7. ke, und was deine liebe thut. Gib NI ich heute wuͤrdiglich Als dein gast mir gnade, daß ich nicht Eß und bey dir erscheine, Und mit IEsu trinke zum gericht, Was du, JE. V K R E Er EN ö 1 2 7 ö 2⁴ InN e d h Eustünsh Vlt t Rii iu ei h unht EafN cl ich bimmt sch fh Fect uus Wurch oierte snfl t dauahst Mort estz begas ö Ih Audetk I t, Misth He d msste We olcs tie Woseh Gl Wti W Wich his N HR Wir Aoste W. 15 Ich und zwar bey der Vorbereitung zu dem heiligen Abendmahl. 275 4.Nimm jezt die vernunft gefan⸗ gen, Daß ich glaͤube schlecht und recht; Und erwecke mein ver⸗ langen, Wenn das fleisch den eifer schwaͤcht. Gib empfindung meiner noht, Und begierde nach dem brot, Welches allen hunger stillet, Und mein herz mit GOtt erfuͤllet. 6. Denke doch, du fuͤrst des le⸗ bens! Denke, daß du JEsus heißt; Denke, daß du nicht vergebens Fuͤr die welt gestorben seyst. Nimm doch meiner seufzer wahr, Reiche mir dich selber dar, Und laß heut auf mein gewissen Blut aus dei⸗ nen wunden fliessen. 6. Sind wir doch aus dir geboh⸗ renz Nehr uns auch durch deine kraft. Weil wir insgesammt ver⸗ lohren, Wo nicht JEsus huͤlfe schafft; Ach so laß dein brot und wein Meines herzens labsal seyn, Daß die wirkung dieser speise In der that sich kraͤftig weise. 7. Laß mich deine liebe schmek⸗ ken, Und vergaͤlle mir die welt. Oder wenn mich furcht und schrek⸗ ken Angst und schwachheit uͤber⸗ faͤllt; So verschaffe mir dein blut Einen rechten freuden⸗muht, Daß ich meinen trost im glauben Mir von niemand lasse rauben. 8. Laß mich dis ins herze fas⸗ sen; Ruͤhre mich durch deinen tod. Laß mich keinen menschen hassen, Denn man ißt von einem brot. Nimm mich ganz vollkommen ein, Bis ich werde bey dir seyn, Und die fuͤlle deiner gaben, Meinen GOtt, und alles haben. Mel. Gott sey gelobet und ꝛe. Err JEsu Christe, 437. mein getreuer hir⸗ te! Komm, mit gnaden mich be⸗ wirte: Bey dir alleine find ich heil und leben. Was mir fehlt, kanns du mir geben. Kyriel. Dein armes schaͤflein wollst du weiden Auf Israels bergen mit freuden, Und zum frischen wasser fuͤhrn, Da das leben her thut ruͤhrn. Kyriel. 2. All andre speis' und trank ist ganz vergebens: Du bist selbst das brot des lebens. Kein hunger pla⸗ get den, der von dir isset, Alles jammers er vergisset. Kyriel. Du bist die lebendige quelle, Zu dir ich mein leer herze stelle; Laß mit trost es fliessen voll, So wird meiner seele wol. Kyriel. 3. Laß mich recht trauren uͤber meine suͤnde. Doch den glauben auch anzunde, Den wahren glau⸗ ben, mit dem ich dich fasse, Mich auf dein verdienst verlasse. Kyriel. Gib mir ein recht gottfuͤrchtig herze, Daß ich mit der sůnde nicht scherze, Noch durch meine sicher⸗ heit Mich bring um die seligkeit. Kyriel. ö 4. Heftig beschweret find ich mein gewissen, Ach! laß reichen trost drein fliessen Aus deinen wunden, welche du empfaͤngen, Da du an dem ereuz gehaͤngen. Köriel. 5 Wenn mein herz dis in sich em⸗ pfindet; Wirds von stund an still und entzuͤndet, Wird an liebꝰ und glauben schoͤn, Kann vor GOtt mit freuden stehn. Kyriel. . Der darf des arztes, den die krankheit plaget, Mit begier er nach ihm fraget. O suͤsser JEsu! schau, wie tiefe wunden Werden auch in mir gefunden. Kyriel. Du bist ja der arzt, den ich rufe, Auf den ich mit verlangen hoffe. Hilf, o wahrerꝛ mensch und GOtt! Hilfst du nicht, so bin ich todt. Kyr. 6. Du rufest alle die zu dir in gnaden, Die muͤhselig und bela⸗ den. All ihre suͤnde willt du ihn'n? verzeihen, Ihrer buͤrden sie be⸗ freyen. Kyriel. S 2 Ach: ———————————52 276 ꝗSDSS Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls mir wende. Mache mich von suͤn⸗ den frey Dir zu dienen kraft ver⸗ leih. Kyriel. 7. Mein geist und herze wollst du zu dir neigen; Nimm mich mir/ gib mich dir eigen. Du bist der weinstock, ich bin deine rebe, Nimm mich in dich, daß ich lebe. Kyriel. Ach! in mir find ich lauter suͤn⸗ den, In dir muͤssen sie bald ver⸗ schwinden. In mir find ich hoͤllen⸗ pein; In dir muß ich selig seyn. Kyriel. 8. Komm, meine freude! komm, du schoͤnste erone, JEsul komm und in mir wohne. Ich will dir fallen, HErr! zu deinen fuͤssen, Dich mit lieb' und glauben kuͤssen. Kyr. Bring mir mit, was meine seel erfreut, Deiner treu und liebe suͤs⸗ sigkeit, Deine sanftmuht und ge⸗ duld, Deine unerhoͤrte huld. Kyr. 9. Dis sind die mittel, die mich koͤnnen heilen, Und mir lebens⸗ kraft ertheilen, Daß ich nun aus mir all untugend reisse, Dir zu die⸗ nen mich befleisse, Kyriel. In dir hab ich alles, was ich soll, Deiner gnade brunnen ist stets voll. Laß mich ewig seyn in dir, und bleib ewig auch in mir. Kyriel. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛe. 8 Di lebeus⸗brot, 43 8. OHerr JEsu Christ Mag dich ein suͤnder haben, Der nach dem himmel hungrigist, Und sich mit dir will laben; So bitt ich dich demuͤhtiglich, Komm sel⸗ ber und bereite mich, Daß ich recht wuͤrdig werde. 2. Auf grüner aue wollest du Mich diesen tag, HErr! leiten. Den frischen wassern fuͤhren zu, Den tisch fuͤr mich bereiten. Ich bin zwar suͤndlich, matt und krank; Doch laß mich deinen gna⸗ „Ach! komm selbst/ les an deine den⸗trank Aus deinem becher haͤnde, Und die schwere last von schmecken. 3. Du angenehmes himmel⸗ brot! Du wollest mir verleihen, Daß ich in meiner seelen⸗noht Zu dir mag kindlich schreyen. Dein kleid des heils bedecke mich, Auf daß ich möge wuͤrdiglich An deiner tafel sitzen. 4. Tilg allen haß und bitterkeit, O HErr! aus meinem herzen. Laß mich die suͤnd zu dieser zeit Be⸗ reuen ja mit schmerzen. Du heiß⸗ gebratnes oster⸗lamm, Du meiner seelen braͤutigam! Laß mich dich recht geniessen. ö 6. Zwar ich bin deiner gunst nicht wehrt; Als der ich jezt er⸗ scheine Mit sünden allzuviel be⸗ schwert, Die ich voll schmerz be⸗ weine. In solcher truͤbsal troͤstet mich, HErr JEsu: daß du gna⸗ diglich Der suͤnder dich erbarmest. 6. Ich bin ein mensch, krank von der suͤnd; Laß deine hand mich heilen! Erleuchte mich, denn ich bin blind, Du kannst mir gnad er⸗ theilen. Ich bin verdammt, erbar⸗ me dich! Ich bin verlohren, suche mich, Und hilf aus lauter gnaden! 7. Mein braͤutigam! komm her zu mir, Und wohn in meiner see⸗ len: Laß mich dich kuͤssen fuͤr und fuͤr Und mich mit dir vermaͤhlen. Ach! laß doch deine suͤssigkeit Für meine seele seyn bereit, Und stille ihren jammer. 8. Du lebens⸗brot, HErr JIE⸗ su Christ! Komm, selbst dich mir zu schenken. O blut! das du ver⸗ gossen bist, Komm eiligst mich zu traͤnken. Ich bleib in dir und du in mir, Drum wirst du, meiner seelen zier! Auch mich dort aufer⸗ wecken. Mel. O Gott du frommer ꝛe. Ich will anizt, mein X Gott! Zum lie⸗ bes⸗ 439. I I Ants sos Lir uth W W Da th Wund ug en WMieset x. deing der ichR Iun Iu Vol sag I ⸗ dich Reg e Heilt h mich y Wastmis⸗ Herdanno Verlohng Wlaatzg RHTihe s dit Hagl We sischsür Peesle M 56 Het und zwar bey der Vorbereitung zu dem heiligen Abendmahl. 27² bes⸗mahl mich nahen, Und JEsu leib und blut Zu meinem trost empfahen: Ach komm, und staͤrke Melodey ꝛ2r. di li 5 440. Sieseeie 1906 5 mich! Ach, weiche nicht von mir! dunkle sünden⸗hoͤle, Komm mit Ach/ ziehe doch mein her In an⸗ glaͤubigem verlangen An das helle dacht fest zu dir! ö z. Vertreibe, HErr! von mir Die suͤndliche gedanken. Laß dei⸗ nen geist doch nie Von meinem geiste wanken. Ja, richte meinen geist Stets nach dem himmel hin, Daß er schon bey dir sey, Da ich auf erden bin. ö 3. Laß ja nichts eitles mich In meiner andacht stoͤhreu, Ja, laß mich freud und wonn In meiner seele hoͤren. Ach bete du in mir, Mein GOtt! entzuͤnde mich, Daß ich, mit dir vereint, In lieb' um⸗ fasse dich. ö g. Ach! heilige mein herz Und alle meine sinnen. Nimm herz und seele ein, Und wohne selbst dar⸗ innen. Ja, mach durch deinen geist Mich heilig, schön und rein, Und laß mich immerdar Dein haus und wohnung seyn. ö 5. Erwecke jeit in mir Die wahre seelen⸗stille, Daß andacht, seelen⸗lust Und freude mich er⸗ füͤlle. Gib/ daß ich schmecken mag HErr! deine suͤssigkeit Und dei⸗ nes geistes trost, Der herz und seel erfreut. 6. Wenn ich nun deinen leib Wahrhaftig selbst genossen, Wenn auch dein theures blut, Das du für mich vergossen, Mich kraͤf⸗ tiglich erquickt; So bleib auch stets in mir, Daß ich in ewigkeit Vereinigt sey mit dir. 7. Ja laß die heiligung, Die in mir angefangen, Zum wachs-⸗ thum mehr und mehr Durch deine kraft gelangen. Laß mich in froͤmmigkeit Und glaͤuben feste stehn, Bis ich vom glauben einst Zum schauen werde gehn. licht gegangen: Denn der HErr voll heil und gnaden Will dich let zu gaste laden; Der, den welt und himmel ehren, Koͤmmt jezt, bey dir einzukehren. z. Eile, wie verlobte pflegen, Deinem braͤutigam entgegen; Er klopft an die herzens⸗thuͤre, Daß er dich in andacht ruͤhre: Oeffn' ihm deiner seelen pforten, Red ihn an mit schoͤnen worten: Komm mein freund! und laß dich küssen, Laß mich deiner nicht mehr missen. 3. Ach! wie hungert mein ge⸗ muͤhte, Menschen⸗freund! nach deiner guͤte. Ach! ich muß mich oft mit thraͤnen Nach dem lebens⸗ manna sehnen. Ach lich syüͤhr ein herzlich duͤrsten Nach dem trank des lebens⸗fuͤrsten, Wuͤnsche, daß er, als der meine, Mich durch sich mit GoOtt vereine. 4. Beides zittern und ergetzen Will mich in bewegung setzen. Das geheimniß dieser speise, Und die unerforschte weise Macht, daß ich erstaunend merke, HErr! die zroͤsse deiner werke. Ist auch wol ein mensch zu finden, den 2 allmacht koͤnnt' ergruͤn⸗ en Nein, vernunft die muß hier weichen, Kann dis wunder nicht erreichen, Daß uns Christus so be⸗ denket, Uns sein fleisch im brote schenket; Macht, daß mit dem saft der reben Uns wird Christi blut gegeben. O! der grossen heimlichkeiten, Die nur GOttes geist kann deuten! 6. JEsu, meine lebens⸗sonne IJEsu/ meine freud und wonne, JEsu, den ich mir erwaͤhle, Le⸗ S3 bens⸗ 2²⁷⁸ Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls dens⸗quell und licht der seele! Hie fall ich zu deinen fuͤssen, Laß mich wuͤrdiglich geniessen Dieser deiner himmels⸗speise, Mir zum heil und dir zum preise. 7. HErr! es hat dein treues lieben Dich vom himmel abge⸗ trieben, Daß du willig hast dein leben In den tod fuͤr uns gegeben/ Und im leiden unverdrossen, Hast dein blut fuͤr uns vergossen: Das kann uns izt kraͤftig traͤnken, Dei⸗ ner liebe zu gedenken. wahres brot des le⸗ bens! Hilf, daß ich doch nicht vergebens, Oder mir vielleicht zum schaden, Sey zu deinem tisch geladen. Laß mich durch dis see⸗ len-essen Deine liebe recht er⸗ messen, Daß ich auch, wie jeit auf erden, Mag ein gast im himmel werden. —..——.— Von der nichtigen Entschuldi⸗ gung derer. die sich des hei⸗ ligen Abendmahls ent⸗ halten. Mel. O Gott du frommer ꝛc. Ich bittẽ/ eutschuldge 41I. mich: So spra⸗ chen die verächter, Und trieben mit dem mahl Des hoͤchsten ein gelaͤchter. Sie kamen dennoch nicht, Ob es schon war bereit. Dergleichen menschen sind Auch noch zu unsrer zeit. 2 Sie sagen: wir sind schon Zum abendmahl gegangen, Die⸗ weil wir es im geist Und glaubens⸗ kraft empfangen. O spoͤtter! wenn dich gleich Des glaubens kraft ergetzt, Ist denn das abendmahl Vergebens eingesetzt? 3. Dein JEsus, schnoͤdes herz! Will sich dir doppelt geben, Theils in des glaubens kraft Zu einem neuen leben, Theils in dem abend⸗ mahl; Und dieses nimm in acht: Dem hilft der glaube nichts dieses mahl veracht't. W 4. Man wendet ferner ein: Vergebung meiner suͤnden Ist oh⸗ ne abendmahl In GOttes wort zu finden. O spoͤtter! laͤsset dir da as abendmahl Dar achtet— 2 t . Wir sorgen gar zu sehr, So hoͤrt man andre sagen, Oah wir unwuͤrdig gehn; Wer wollte dieses wagen? Veraͤchter! kehrt zuruͤc Weun uch busse t zeit; Weil euch busse fehlt r schon We Wan seyd. Ar üust 6. Man ruft: das abendmahl Sey viel zu hoch zu schaͤtzen. Doh eben diesen schatz Laßt euren geis ergetzen. Ach kommt sonst macht ihrs ja, Als wenn ein kranker spricht: Die arzeney ist gut, A⸗ lein ich mag sie nicht. 7. Wir fuͤrchten, sagen si Wenn wir dis mahl chon—7 ken, Wir moͤgten uns darauf Mit neuer schuld beflecken. Veraͤc⸗ ter! suͤndigt nicht Aus bosheit sicherheit; Die schwachheit schenst euch GOtt Aus gnad und freund⸗ lich keit. 8. Viel sagen freventlich: Wir haben kein verlangen: Kein hun⸗ ger und kein durst Treibt uns, zu empfangen. Ach weh! es man. gelt euch Erkenntniß, heil und licht; Ihr kennet Christi mahl Und euer elend nicht. 9. Man ruft: ich will vorher Dem streit ein ende machen. O menschen! uͤberlaßt Dem richti solche sachen; Lebt ohne zank und haß/ Neid, bitterkeit und streit, So schadet der proceß Nichts al der wuͤrdigkeit. 10. Der spricht: izt kann il NI Ou Hιι i Ai nicht, Weil mirs an kleidern fehe a let. Veraͤchter! hat denn GOI Den itet Pinde ih, ö luldin ö sge DWerulhg Derhtf i der th schlt, Nh i Ia shißeht t Ynmt h Nenn ase Vuep if g icht en, i Whl shaz 6 Vt Mss Onag Eynada⸗ 230 10 ö Wi Vt Mh icht ö und zwar bey dem Genusse des heiligen Abendmaihls. 2²79 Den kleider⸗schmuck erwaͤhlet! Er siehet auf das herz: Wenn JEsus das regiert; So bist du schn genug Zum liebes⸗mahl eziert. 150 Ein andrer wendet ein: Ich muß mit schmerzen sehen, Wie man die boͤsen laͤßt Zum gnaden⸗ mahle gehen. Ach armer! sieh auf dich: Und bist du selber rein; So wird der andern schuld Dir niemahls schaͤdlich seyn. I. Mein heil! dein abendmahl Soll meine seel erquicken, Bis in der herrlichkeit Ich dich dort werd' erblicken. O theure himmels⸗ speif', O manna, seelen⸗gab'! Ich sehne mich nach dir, Wol mir! wenn ich dich hab. Vor der Communion eines Kranken. Mel. Vater unser im himmelreich. u deinen fuͤssen liege 2. ich Mein IJIEsu! blicke doch auf mich. Du bist der arzt und wunder⸗mann, Der alle⸗ zeit erretten kann: Drum/ bin ich gleich von huͤlfe bloß, So ist doch mein vertrauen grobß. z. Mein trost und meines her⸗ zens theil! Mach erstlich meine seele heil; Besprenge sie mit dei⸗ nem blut, Und mache mein ver⸗ brechen gut: Und denn gib, nach ver gebner schuld, Bey meiner schwachheit auch geduld. ö 3. Beruͤhre mich mit deiner hand, Die so viel boͤses abge⸗ wandt. Dein leib mich speise, da ich krank, Dein blut sey meiner seelen trank. Ich will, wie Lazarus, allein, Auch wenn ich krank, der deine seyn. ö 4. Wenns meiner seele selig ist; So heile mich, HErr JEsu Christ! Soll sterben aber besser seyn, Wol mir! auf JEsum schlaf ich ein, Mach du es, IEsu! durch dein blut Mit mir an leib und seele gut. Bey dem Genusse des heili⸗ gen Abendmahls. Mel. 3. Mein GOtt ich bin leꝛt ꝛe. 443. eele! laß die speise ö stehen, Die nur eckel dir erweckt. Eile zu dem mahl zu gehen, Welches nach dem himmel schmeckt, Das die teufel zwar eutrüstet, Doch die engel selbst geluͤstet. z. Trachte die vernunft zu stil⸗ len, Die dem glauben wider⸗ spricht. Reinige den argen willen Durch des glaubens gnaden⸗licht, Laß die suͤuden; deinen hirten JE⸗ sum wuͤrdig zu bewirten. 3. Willt du in mein herz einkeh⸗ ren? HErr! deß bin ich ja nicht wehrt; Deine glut wird mich ver⸗ zehren. Doch, weil du es so be⸗ gehrt, Glaͤub ich fest, du wirst mich schwachen Dieser ehre wuͤr⸗ dig machen. 4. Soll ich mit dem brot em⸗ pfangen, Was zuvor am ereuze hieng? Soll ich aus dem kelch er⸗ langen, Was aus deinen wunden gieng? Soll der himmel mit der erden, GOtt und mensch, verei⸗ nigt werden? 9. Ey! so saͤume nicht, mein le⸗ ben! Reiche mir den heilgen leib, Welchen du fuͤr mich gegeben/ Daß dein geist in meinem bleib, Und mich weder leid noch freude Von dem haupt und gliedern scheide. 6. Laß die stroͤme deiner strie⸗ men Waschen ab den suͤnden⸗koht. Es sey ferne, von mir ruͤhmen, Als von deinem ereuz und tod Als allein von deiner liebe, Die zu diesem bund dich triebe. S 4 7. HErr; 28⁰ Von dem Saeramente des heiligen Abend mahls. 7. HErr! ich sage fuͤr die schmerzen, Fuͤr die speise, fuͤr den trank Dir mit meinem mund und herzen Unablaͤssig lob und dank: Um die suͤnd' in mir iu kraͤnken Will ich deines tods ge⸗ denken. 8. Mache mich im glauben kraͤf⸗ than. Ruͤhre nicht die bundes⸗ lade Mit verwegnen haͤnden an. Soll nicht GOttes grimm erwa⸗ chen, Und dich gar zu nichte ma⸗ chen; Armer suͤnder! so tritt du Zitternd und mit furcht herzu. 5. JEsu! mache meine sinnen Und mein ganzes herze rein. Laß tig; Laß mich im gewissen rein, izt deine wunden rinnen, Senke In der lieb' und treu geschaͤftig, mein herz tief hinein. Komm, du In der andacht bruͤnstig seyn. Gib koͤnig aller ehren! Eile bey mir mir neue kraft zu kaͤmpfen, Und einzukehren Unter meines herzens der feinde macht zu daͤmpfen. dach, Obs gleich niedrig, arm und 9. Goͤnne, daß die himmels-⸗ schwach. speise Meiner seelen arzeney, Und, 6. JEsu! laß mich gnade fin⸗ bey lezter todes⸗reise Meine kraft den, Und vertreib mir alles weh. und labung sey, Bis ich werde Laß die rosin ⸗farbne sünden mit den frommen Zu des lammes Weisser seyn als woll' und schnee. hochzeit kommen. Mel. IEsu meines lebens leben. 8 i le I 444. Wdich uden Aur der wahren glaubens⸗bahn, Dich mit Christo zu verbinden; Thu ihm auf, er klopfet an. Den die uch ute nicht umfassen, Will in dir ich nieder lassen: JIEsus will im brot und wein Wesentlich zuge⸗ gen seyn. 2. O geheimniß⸗ volle weise, Die kein menschen⸗witz ermißt! Hier giebt sich ein lamm zur speise, Das der erz⸗hirt selber ist. Hier will, zu der gaͤste leben, Sich der wirth zur speise geben: Und zum opfer stellt sich hier Selbst der ho⸗ bepriester fuͤr. 3. O! wie hungert nach den seelen Selbst das wahre lebens⸗ brot! Selig, die dis brot erwaͤh⸗chet len Fuͤr des geistes hungers⸗noht! Seht, an dieser heilgen stelle Lechzet selbst die lebens⸗quelle Nach der armen suͤnder heil. IE⸗ sus ist das beste theil. 4. Sieh, o mensch! den schatz der gnade, Den dir IEsus aufge⸗ Komm, mein herz voll glauben, ö 110 Lieb' und sehnsucht steht dir offen: Laß dein herz/ das ewig rein, Und mein herz, ein here eyn. Mel. Allein Gott in der hoͤh sey. Rine den u 445. bieher ort, die lebens⸗pfort, Die ich hiet offen sehe? O tisch des HErrn! o himmels ⸗thor! Ich trete jeit erfreut davor, Und knie glaͤubig nieder. ů4— 2. Wie heilig ist dis lebens⸗ brot, Das hier mein geist erblik⸗ ket, Das meine seel nach angst und noht Geheimniß⸗voll erquik⸗ ket! O suͤsse speis'! o himmels⸗ brot! O lebens⸗manna! das mir GOtt An seinem altar rei⸗ et. 3. Wie heilig ist doch dieser trank, Den ich allhier empfahe, Zu dem ich mich mit lob und dank Im glaͤuben freudig nahe! O seelen⸗ trank! o heilig blut! Du meiner seelen hoͤchstes gut! Hie komm ich/ dich zu nehmen. 4. So ich anjetzo stehe! Ist dieses nicht SS — Lo At N 90 g M Mrh Raulf ut R, hete l WMein, Huse Velh Iwaichh Ir nichghh, W nit clch . fathnth T Wrt vll sch, Ischritht ie W herz, 6 ——— tt inahh, ö 7 it i ise H Rlht IU 6 t Lich Wstt. hoßtt W h is N.N5 Wein git scel usch Aanfast Pl und zwar bey dem Genuss e des heiligen Abendmahls. 281 4. So nehm ich, heilge speise! dich Mit andachts⸗vollem herzen; heilger trank! erquicke mich Und stille meine schmerzen. Wie wird und ist mir doch so wol, Da ich in JEsu leben soll, Und mich in ihm erfreuen. 6. O welch ein ruhm und gluͤck fuͤr mich! Ich bin mit GoOtt ver⸗ bunden. Er köͤmmt zu mir; und so hab' ich Mein ewig heil gefunden. Mein JEsus kehrt selbst bey mir ein, Will meiner seelen braͤutgam̃ seyn, Und sich mit mir vermaͤh⸗ len. 6. Ach! moͤgt ich doch ganz heilig seyn! Waͤr mein herz ohne fünde! Damit, wenn JEsus ge⸗ het ein, Er reine wohnuͤng fuͤnde. Ach! waͤr mein herz der reinste ort, In welchem JEsus fort und fort In gnaden bleiben moͤgte! 7. Doch, fehlt mir die vollkom⸗ menheit/Die GOtt allein ergetzet; So wird durch Christi heiligkeit Doch alles reich ersetzet. Drum, heiland; komm und reinge mich, Damit ich durch dich wuͤrdiglich Dis saerament empfange. 8. Komm, heilge mich, daß herz und geist Dein wohnhaus ewig bleiben. Was sich noch suͤnd⸗ lich an mir weist, Kannst du al⸗ lein vertreiben. Bereite mich so, wie du willt, Und laß dein heilig ebenbild Bestaͤndig au mir leuchten. 9 Nun Gott sey dank, deß guͤtiskeit Mich heute so gelabet. Gepriesen sey, der mich erfreut, Und selbst mit sich begabet. Nun hoͤchster laß mich allezeit Von nun an bis in ewigkeit Mit dir vereinigt bleiben. Mel. Wend ab deinen zorn ꝛe. 446. Dvater! groß von gnade, lieb' und güte, Wir kommen mit zerschla⸗ genem gemuͤhte, Und bitten dich, du wollst ausehn uns armen, Und dich erbarmen. z. Nimm von uns weg all unsre missethaten Und alle schuld, dar⸗ ein wir sind gerahten: Damit wir dir ein reines opfer bringen, Und recht lobsingen. 3. Wahr ist es, HErr! wir ha⸗ bens grob verdienet; Doch hat dein sohn uns voͤllig ausgesuͤh⸗ net, Nachdem er, uns zu gut, vom himmel kommen, Fleisch ange⸗ nnommen. 4. Weil wir dir oft halsstarrig widerstrebet, Hat er dafuͤr gehor⸗ sam stets gelebet: Weil dein ge⸗ bot von uns war uͤberschritten, Hat er gelitten. J. Daß wir nicht straf und schande duͤrften tragen; Hat er fuͤr uns erduldet schmach und plagen, Und endlich gar sich in den tod ge⸗ geben, Auf daß wir leben. 6. Wir koͤnnen sonst fuͤr uns und unsre suͤnden Kein loͤse⸗geld, kein andres opfer finden: Dein sohn, o GOtt lists, den wir brin⸗ gen muͤssen, Fuͤr uns zu buͤssen. 7. Schau seinen leib ans ereuz fuͤr uns gehenket, Sieh an sein blut, mit welchem er uns traͤn⸗ ket: Der leib, dis blut, so allen schaden heilet, Wird ausge⸗ theilet. 8. Der suͤß' geruch zu dir gen himmel steiget, Daß sich dein herz zu uns herunter neiget, Nun wir in buß und demuht vor dich treten, Und zu dir beten. 9. Dis opfer zum gedaͤchtniß wird begangen: Man ißt den leib, der an dem ereuz gehangen: Man trinkt das blut, das von ihm 6 geflossen, Fuͤr uns vergos⸗ sen. 10. Du kannst, o GOtt! dis opfer nicht verachten, Das sich S 5 fůr 28² Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls fuͤr uns so willig lassen schlachten: Auf dis lamm ist die suͤnd der welt geleget, Die es all' traͤget. I1. Drum, vater! laß um JEsu Christi willen Sich dei⸗ nes grimms gerechten eifer stil⸗ len: Dein sohn hat ja an unsrer statt erduldet, Was wir verschul⸗ det. 11. Vergib die suͤnd, in welcher wir empfangen, Und was wir selbst fuͤr bosheit oft begaugen/ Was auch von uns aus schwach⸗ heit ist versehen, Und nicht ge⸗ schehen. 13. Ins tiefe meer wollst du es alles senken, Nicht mehr daran um Christi willen denken, Des⸗ halben auch, warum wir zu dir schreyen, Uns fort verleihen. * ** 4. Schuͤtz deine kirch, hilf daß bey reiner lehre Sich gottes⸗ furcht und heilges leben mehre: Die jugend sich, all' sünd und schand zu fliehen, Wol lasse zie⸗ hen. 16. Gib friede, gluͤck und heil zu allen zeiten Dem laͤndes⸗herrn und seinem(Der obrigkeit und ihrem‘) land und leuten: Das boͤse laß sie strafen und abwenden An allen enden. 16. Die elenden, die ihre angst und plage Mit seufzen vor dich bringen alle tage, Die in gefahr sind und mit ereuz beladen, Er⸗ rett in gnaden. 7. GoOtt vater! hilf du uns, gib deinen segen, Um deines sohns und seins verdienstes wegen, Daß wir dadurch vollkommen gute ga⸗ ben Von oben haben. 18. HErr JEsu Podel dein leib, dein blut, dein leiden Er⸗ quicke uns, wenn wir von hin⸗ nen scheiden, Daß wir getrost und froͤlich darauf sterben, Dein reich ererben. ö 19. O heilger geist! durch deine gnad und staͤrke Zerstoͤhr der welt, des⸗fleischs und satans werke; Wir wollen hier und denn im himmel oben, O Gott! dich loben. Mel. HErr GOtt der du erforsch. Tezt koͤmmt, o HErr! D ein armer gast, Ein thon zu seinem toͤpfer. Es druͤcket ihn der suͤnden last; Es ist dein kind, mein schoͤpfer! Dafüͤr dein sohn gestorben ist, Das du ge⸗ tauft, das JEsus Christ Zu sei⸗ nem tisch geladen. Hier komm ich ach! dein armes kind, Bin krank, bin elend, voller suͤndꝰ Und un⸗ wehrt deiner gnaden. 2. Allein ich bringe JEsum mit Nebst seinem tod und schmerzen, Der mich durch sein verdienst ver⸗ tritt; Nimm dessen pein zu herzen. Ach sieh, was er fuͤr mich gethan! Sieh mich dein kind, und N⸗ vater seyn, Und ich dein kind: durch ihn allein Sprich mich von suͤnden ledig. z. Mein glaube siehet JEsum hier, Und ich lieg' ihm zu fuͤssen. Als heiland zeiget er sich mir, Laͤßt sein blut auf mich fliessen. Er haͤnget an des ereuzes joch, Da bluten alle wunden noch; Was reicht er mir fuͤr speisen? Sein leib im brote, und im wein Soll mir sein blut geschenket seyn. O! koͤnnt ich ihn recht preisen. 4. Mich duͤnkt, ich hoͤr ihn itzo laut, Als meinen braͤutgam̃/ schreyen: Nimm diesen mahl⸗ schatz, sum an! Sey mir durch diesen“ gnaͤdig. In ihm willt du mein I. NI ——— * S— . ———————— ν ... — Wulgrr II Uu 1 I IN 2 fug Igän 30 fitk Qwolleg ů 3 400 ö Mtt detbuph tlunt Aeg Ptohset, E lat; AAl ypfet! Dt Wist, Iu C I. Hithez ind,S ind A Mlein naanse Wen penst * fürnöst A mir duß hn i ich M mr I sehacht Pihm Aet In 135 u t str i / Ait Rt ich ih +* + Rht H und zwar bey dem Genusse des heiligen Abendmahls. 28³3 schaß meine braut! Es soll dich nicht gereuen: Iß meinen leib, und trink mein blut: Also hast du das groͤßte gut, Mich ganz mit meinem leiden: Ja komme in mein herz hinein, Das jeit und stets soll offen seyn, Komm, ruh' in meiner seiten. 6. Nun seh ich, wie der engel hut Mich mauren gleich umriu⸗ get, Daß weder sataus list noch wuht Durch deren wache dringet. Denn der mir schutz und beystand leist't, Ist GOtt der wehrte heilge geist, Der will nun ob mir schwe⸗ ben. Dreyeinger GOtt! lenk jederzeit Mein thun zu deiner herrlichkeit, Und mir zum ewgen leben. 6. Dir oͤffn' ich jetzo herz und mund/ Und was sich in mir reget/ Ach! reinige des herzens grund,; Worein sich JEsus leget. Ver⸗ leih, daß nun durch deine treu Leib, herz und geist gereinigt sey. Gib/ was die seele zieret, Gib glau⸗ ben, lieb', und lust zu dir, Und wirk dein heilig werk in mir, Bis du es gar vollfuͤhret. 7. Nun will ich, theurer Jé⸗ su! dich Im brot und wein em⸗ pfangen. Komm selber, speis und traͤnke mich, Komm, stille mein verlangen! Komm jezt zu mir, wie ich zu dir. Ich schmecke dich, weil du zu mir In gnad und liebe kommen. Nun weiche kummer, angst und schmerz; Da mein und dein ein einig herz: Weil du mich aufgenommen. 3. Ach! habe, frommer JEsu! dank, Fuͤr deine liebes⸗ speise/ Fuͤr deinen edlen blutes⸗trank; Dein bin ich, dir zum preise. Ach! zeig mir auch zur sterbens⸗ zeit, Gleich wie ich dich gesehen heut, Dein leiden und dein ster⸗ ben! So glaͤub ich feste, daß du mein; So muß ich siets dein eigen seyn, Und einst dein reich ererben. Mel. HErr JEsu Christ wahr ꝛc. 4 8 O JEsu! du mein +** braͤutigamm, Der du aus lieb am ereuzes⸗stamm Den tod fuͤr mich gelitten hast Getil⸗ get meiner suͤnden last: z. Ich komm zu deinem abend⸗ mahl Verderbt durch mauchen sunden⸗fall: Ich bin krank, un⸗ rein, nackt und bloß, Blind und arm; ach! mich nicht verstoß. 3. Du bist der arzt, du bist das licht, Du bist der HErr, dem nichts gebricht, Du bist der brunn der heiligkeit, Du bist das rechte hochzeit⸗kleid. 4. Drum, o HErr IEsu! bitt ich dich, In meiner schwachheit heile mich: Was unrein ist, das mache rein Durch deinen hellen gnaden-schein. 6. Erleuchte mein verfinstert herz: Zuͤnd an die schoͤne glau⸗ bens⸗kerz: Mein armuht in reich⸗ thum verkehr, Und mir des geistes gaben mehr; 6. Daß ich das rechte himmel⸗ brot, Dich, JEsu, wahrer mensch und GOtt! Mit hoͤchster ehrer⸗ bietung eß, Und deiner liebe nie vergeß. ö 7. Loͤsch alle laster aus in mir, Mein herz mit lieb' und glauben zier, Und was sonst ist von tugend mehr, Das pflanz in mir zu dei⸗ ner ehr. 161. 8. Gib/ was mir nůtz an seel und leib; Was schaͤdlich ist, fern von mir treib. Komm in mein herz laß mich mit dir Vereinigt bleiben fuͤr und fuͤr. ö 9. Hilf/ daß durch dieser mahl⸗ zeit kraft Das boͤs in mir werd abgeschafft/ Erlassen alle sünden⸗ chuld, 284 Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls schuld, Erlangt des vaters lieb' und huld; 10. Vertrieben werden meine feind, Die sichtbar und unsichtbar seynd: Den guten vorsatz, den ich fuͤhr, Durch deinen geist fest mach in mir. ö U. Mein leben, sitten, sinn und pflicht Nach deinem heilgen willen richt: Ach laß mich meine tag' in ruh Und friede christlich bringen zu. 12. Bis du mich, o du lebens— fuͤrst! Zu dir gen himmel neh⸗ men wirst, Daß ich bey dir dort ewiglich An deiner tafel freue mich. Mel. HErr GOtt der du erforsch. er alle suͤnder zu 449. D sich laͤdt, Hat mich mit eingeladen; Drum stell ich mich an dieser staͤtt Mit ein zum tisch der gnaden. HErr, kleide mich! HErr, wasch mich rein! Denn wer bey diesem mahl will seyn, Muß sich gepruͤft einstel⸗ len, Daß dis nicht auch sey sein bescheid: Woher, mein freund! ohn hochzeit⸗kleid? Hinaus mit ihm zur hoͤllen. 2. Mein kleid, o HErr! ist glaub und reu, Mit vorsatz, fromm zu werden; O vater aller lieb' und treu! Vor dir knie ich zur erden, Ich bitt, ich fleh, ich schrey um gnad: Vergib mir meine missethat Durch Christi blut und sterben; Alls was er hat verdient, ist mein, Ich will hinfuͤhro froͤmmer seyn, Und mich nicht mehr verderben. 3. Also gepruͤft tret ich hinzu; Gib/ JEsu! mir die staͤrke, Daß ich in stiller glaubens⸗ruh Auf deine worte merke; Du selbst sie mir ins herze schreib: Nehmt hin, und eßt, das ist mein leib,Der fuͤr euch wird gebrochen: Nehmt hin, und trinkt, das ist mein blut, Das euch vergossen wird zu gut. So hat dein mund gesprochen. 4. Wie damahls deine juͤnger nun Dein fleisch und blut empfan⸗ gen; So werden auch dasselbe thun, Und eben das erlangen, Die, gleichwie deine juͤnger dort, Auf dein befehl, nach deinem wort Das heilige brot essen; Und die, wie du's gesetzet ein, Auch trinken von dem heilgen wein, Dein nim⸗ mer zu vergessen. 9. Daß ich mit brot und wein jetzund Dein fleisch eß, dein blut trinke, Glaͤub ich aus meines her⸗ zens grund, Wie fremd michs auch beduͤnke. Denn wenn das: wie? uns waͤr bekannt, und wir es koͤnn⸗ ten durch verstand Mit der ver⸗ nunft ergruͤnden, So waͤr es kein geheimniß nicht: Wer darf wol, wenn die allmacht spricht, An koͤnnen zweifel finden? ů 6. Dis mahl halt ich auf dein gebot, Mit dank dein zu geden⸗ ken, Wie du dich selbst zur pein, zum spott, Ja gar aus ereuz u henken, Fuͤr uns gegeben hast da⸗ hin: Hilf, daß in meiner seel und sinn Dis wol erwogen werde. Du bist der HErr, ich bin der knecht, Du ohne schuld, ich Ie. Du grosser Gott, ich erde. 7. Was fuͤr ein abgrund zeigt sich hie Von allmacht und von liebe? Es ist kein christ gewesen nie, Der nicht entzuͤckt hie bliebe. Hie spuͤhrt man lauter wunder⸗ that. Hie sieht man lauter lieb' und gnad, Gleich starken stroͤh⸗ men, fliessen: Hie fuͤhlt man lau⸗ ter vater⸗treu Und mutter ⸗hert/ so immer neu Sich uͤber uns er⸗ giessen. 8. Mein GoOtt! was soll, was kann ich dirFüͤr so viel guts erwei⸗ sen? Ich will dich lieben Wateh gler, Me WI ö RnN hN VHN 0 W Waa 10 „— uhteg Göttang Wlgg ö Iah da Ites Valn og, it Nithuth Istc M Et endnt emh ndthh I M D IN V ct Wfuden! n halt Hc V dennggh V) selht D egthaiß erwogltl yrr, SHe I 0 0 j V und zwar bey dem Genusse des heiligen Abendmahls. 285 gier/ Und uͤber alles preisen: Ich will von herzen jederzeit Dir zu gehorchen seyn bereit, Mein ereuz geduldig tragen; Den naͤchsten lieben mit der that, Wenn er mich gleich beleidigt hat, Dir dank in allem sagen. 9. Weh mir! das wollen hab ich kaum, Wo werd ich kraft be⸗ kommen? Doch, nun du selbst dir einen raum In meiner seel genom—⸗ men, Werd ich erlangen neue kraft, Und eine gute ritterschaft Durch deinen arm vollbringen. Ein neuer mensch bin ich hinfort, und geh einher nach deinem wort. HErr! hilf, HErr! laß gelingen. 8. Laß immerhin Vernunft und sinn, Was moͤglich scheint, vergleichen; Ich will nun und nimmermehr Von dem buchstab weichen. 9. Wer dis verspricht, Betruͤgt mich nicht, Und kann mich nicht betruͤgen; Der die wahrheit sel⸗ ber ist, Kann unmoͤglich luͤgen. 10. Verleih, o GOtt! Durch Christi tod, Daß weder witz noch teufel Mir beym heilgen abend⸗ mahl Mache furcht und zweifel. 1I. So will ich dir, HErr JE⸗ su! hier Und dort im himmel oben Fuͤr dein theur-⸗vergoß⸗ 926 blut Danken und dich lo⸗ en. Mel. O traurigkeit ꝛe. 4 50 ch trete frisch Zu — vater! hilf in gnaden, Daß mir den. missethat Hierbey moͤge scha⸗ en. z. Ich leugne nicht Was mir gebricht; Ich beichte meine schul⸗ den. Reu fuͤr suͤnden pflegst du ja, Frommer GOtt! zu dulden. 3. Weils noͤhtig faͤllt, Durch loͤ⸗ se⸗geld Die handschrift zu ver⸗ nichten; Wird der HErr der herr⸗ lichkeit Das fuͤr mich entrichten. 4, Drauf stell ich dir Mich/ IEsu! fuͤr Im kindlichen ver—⸗ trauen, JEsu! den die cherubim Lüstet anzuschauen. 5. Dein leib und blut, So mir zu gut Gebrochen und ver⸗ ge en, Wird, o tiefe wunderthat! Hier am tisch genossen. 6. Ich soll jetzund Mit seel und mund(Kein witz kann dis ermes⸗ sen) JIEsu Christi wehrtes fleisch ieney in noht und tod. 9. Schenke mir den kelch voll heil, Das aus deinem blute quil⸗ let. Wird mir dieser schatz zu theil, So ist aller durst gestillet. Sane Unbegreiflich essen. . O gruͤble nicht, Wie das ge⸗ schicht, Noch ob es mag gesche⸗ hen: GOtt kann uͤberschwenglich thun, Das wir nicht verstehen. J Gortes tisch: Hilf,4 Mel. 8. JEsus meine zuversicht. 1 domm, du angeneh⸗ 5 Imer gast. Mund und herze steht dir offen: Bringe, was du gutes hast, Und befriedige mein hoffen, Freund der seelen weiß und roht„Himmels⸗thau und le⸗ bens⸗brot!*Hohel. Sal. 6, 10. 2. Allerhoͤchste majestaͤt! Laß dich in mein herz hernieder. Ziehe mich als ein magnet, Liebe mich, so lieb' ich wieder. Lege mich an deine brust, Nehre mich mit him⸗ mels⸗lust. ö 3. Fuͤhre mich, o treuer hirt! Auf die suͤssen lebens⸗auen, Daß mein herz gesaͤttigt wird, Wenn du laͤßt dein manna thauen. Siehe, wie dein schaͤflein lechzt, Und fuͤr heissem hunger aͤchzt. 4. O du wahres oster⸗lamm! Laß mich jezt dein fleisch geniessen, Welches dort am ereuzes⸗ stamm Meine schulden buͤssen muͤssen. Du bist mir, o lebens⸗brot! Ar⸗ *—.————— 28⁵ — Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls aus deinen wunden trieft, Ist des todes gegen⸗gift. 6. Mache himmlisch meinen sinn Beym genuß der himmels⸗ gaben, Daß ich recht begierig bin/ Mich an deiner brust zu laben. Schraͤnke die vernunft hier ein, Laß den glauben bruͤnstig seyn. 7. Nun wolan, so geh ich hin/ Mir gescheh nach deinem willen. Ob ich gleich nicht wurdig bin, Wirst du doch dein wort erfuͤllen. Mache du mich selbst geschickt, Und zum hochzeit-mahl ge⸗ schmuͤckt. 8. Komm, gebenedeytes fleisch! Komm, o blut des neuen bundes! Machet meine seele keusch, Seyd der zucker meines mundes, Seyd das labsal meiner brust, Meiner seelen trost und lust. Sey willkommen lebens⸗ brot! Sey willkommen wein der freuden! Hie vergeß ich alle noht, Alle maͤngel muͤssen schei⸗ den. Ach! hie werd ich hoͤchst⸗be⸗ gluͤckt, Hie wird meine seel er⸗ auickt. Mel. JEsu erit 100 71 396 er bin ich? was i 5 2. Wẽ mein leben, Das mein JEsus hoch geacht't, Daß er sich fuͤr mich gegeben, Und mich also frey gemacht? Wie soll ich mich zu ihm nahen? HErr! wie soll ich dich empfahen? Komm, zeuch in mein berz hinein, Da soll deine wohnung seyn. 2. Pein und marter, feuer⸗ flammen, Schwefel⸗baͤche, belial Schlugen uͤber mich zusammen; Durst und hunger ist das mahl, Das ich haͤtte schmecken muͤssen. Nun mich JEsus von den fluͤssen Seines theuren blutes traͤnkt, Weder noht noch tod mich kränkt. net, Lebens⸗brot, ja GOttes herz! Welches man mit zittern nennet, Stille doch den heissen schmerz, Den ein heilger hunger heget, Der die seele selbst beweget, Die sonst keine lust begehrt, Als die dein genuß gewaͤhrt. 4. Suͤsses blut aus Jacobs-⸗saa⸗ men, Das der ewigkeit verwandt! Bleib mir mit dem holden namen So, wie im genuß, bekannt. Dann wird aller durst verschwinden, Wenn ich diese quell kann finden, Die aus JEsu wunden springt Und mir heil und leben bringt. 6. Heiland, braͤutgam, schaß und liebe! Nimm mein danken guͤtig an Fuͤr die heisse gnaden⸗ triebe, Die dis mahl mir kund ge⸗ than. Weil ich noch in diesem lei⸗ be Der verwesung wohnend blei⸗ be, Macht, Immanuel! mein mund Deines namens groͤsse kund. 6. Wirke, HErr! zu deinem preise In mir wahre froͤmmigkeit. Daß die wahre seelen⸗speise Seh mein trost in allem leid. Sie er⸗ theilt mir schon den frieden Und das reich/so mir beschieden; Bis il jener ewigkeit Mich des lammes mahl erfreut. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc D JEsu! willt du 45 3. noch So gnaͤdig an mich denken, Und meiner seele dich Im abendmahle schenken! Laß dein gedaͤchtuiß auch In mir lebendig seyn, Da ich dein fleisch und blut Empfang im brot und wein. z. Ich suͤnder war von GOtt, Und GOtt von mir, geschieden. Es druͤckte mich der fluch, Drum hatt ich keinen frieden. Denn dein ge⸗ setze stieß Mich in die hoͤllen⸗pein/ Dahin sollt ich verbannt Mit leib Au 3. Manna, das den himmel ken⸗- und seele seyn. 3. Was .......— ..... + 31—& 8 — ** 2 7 Ndunh stun un Hesse V ccht Ihtt. V Wligkeit un hobhen Hehuh berstheh WTuel hnis uunde Ke. Whfutg W Wiseg si W Ias 1 Die Res Pahlmz sh Hoch in Inr Wiin nusigtz Imma helsgih Wetrl WI hne finnst Apeelen 0 dehf Mieschthe Miich N — II — Atalef. Ra ch El nh 6 4 ahle 0 1 Wa Vih Rss 00 i0 War tust S Doal und zwar bey dem Genusse des heiligen Abendmahls. 2⁷ JI Was koͤnnt ich armer wurm Dir zur versoͤhnung setzen? Kein engel und kein meusch, Kein gold mit allen schaͤtzen Bezahlte meine schuld, Und riß mich aus der noht. Mein leztes urtheil war Allein der ewge tod. 0 Doch du, mein heiland! bist An meiner statt gekommen; Du hast der sunden schuld Und straf auf dich genommen, Du trugest Gottes jorn, Du littest hoͤllen⸗ pein, Daß ich in dir gerecht Und elig sollte seyyn. . 50tt lob! es ist geschehn/ Ich habe nun das leben: Denn du hast leib und blut Zum opfer hin⸗ gegeben, Und GOtt ist ganz ver⸗ foͤhnt. Was, theurer JEsu! du In deiner kraft gethan/ Das rech⸗ net er mir zu. 40—— 6. Mein glaube haͤlt dich fest; Und, dein nicht zu vergessen, Giebst du mir unter brot Den wahren leib zu essen, Den leib, der fuͤr mich starb; Doch nicht den leib allein: Dein blut, dein wahres blut Trink ich auch unter wein. 7. Geschah dein opfer gleich Vor mehr als tausend jahren; So muß ich dessen kraft Doch jetzo noch erfahren: Denn dein ver⸗ dienst ist mir So selig/ frisch und neu, Als obs erst diesen tag Von dir erworben sey. 8. Ach! nun ich danke dir, Ich danke dir von herzen Fuͤr deine huld und treu, Für deine pein und schmerzen, Fuͤr deinen theuren tod, Fuͤr deinen leib und blut, Und preise dich um dich, Mein al⸗ lerhoͤchstes gut! 9. Laß deine liebe doch In mark und seele dringen. Hilf mir sf mein suͤndlich fleisch Mit allen luͤ⸗ sten zwingen. Halt meine seele rein. Mein herze sey dein haus/ Und wirf, was weltlich ist, Durch deinen geist hinaus. 10. Laß mich noch ferner oft Zu deinem tische kommen, Doch würdig jedes mahl; Bis du mit allen frommen Mich in den him⸗ mel rufst. Ach ja, du fuͤhrst mich Mel. O GoOtt du frommer ꝛe. sch JEsu! laß mich 454. Asiei Iu deiner liebe brennen, Da deine liebe mir Dein abendmahl will goͤnnen. O theu⸗ res liebes-mahl! Du willt im brot und wein Der angenehmste trank Die suͤßste speise seyn. 2. O moͤgte meine seel Recht durst und hunger haben; So wür⸗ de mich dein mahl Vollkommen kraͤftig laben. Ach moͤgte mir dis mahl Von deiner angst und pein, Von deiner lieb' und treu Ein ste⸗ tes denkmahl seyn! ä 3. Die liebe war, was dich Zum leiden hat bewogen; Die liebe war das seil, Das dich ans ereuz gezogen. Die liebe hat dich gar Jus dunkle grab versenkt. Die liebe hat dich mir Im testament geschenkt. e. 4. Ach! moͤgt ich dich dafuͤr Auch wieder herzlich lieben, Und alle stunden mich In deiner liebe uͤben: O vater! du verdienst, Daß man dich bruͤnstig liebt, Da deine liebe uns Den sohn zum heiland giebt.—8 6. Moͤgt ich mein leib und blut, Herz/ glieder, seeĩ und leben, Und alles, was ich bin Zu deinem dien⸗ ste geben! O liebe! nimm mich dir Nun ganz zu eigen hin, Weil ich zu deinem dienst So theur erkau⸗ et bin. 6. Laß dieser liebe frucht Mich auch am naͤchsten uͤben 3 Und, weil du mich geliebt, Denselben wieder lieben. Du hast uns ins⸗ gesammt Zu einem leib getauft, Zu ein em —.— ——————7—-—————.— Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls einem geist getraͤnkt, Zu einem sinn erkauft. ö . 7. Wir trinken einen kelch, Dein blut: ja, HErr! wir essen Auch nur ein brot, dein fleisch: Drum laß uns nicht vergessen, Daß wir in Christo nur Ein leib, und insgemein, Sowol hier un⸗ ter uns, Als Christi, glieder eyn. 8. O! laß, als glieder, uns An einem leibe leben, Und uns ein⸗ ander stets Zu treuem dienst erge⸗ ben. Erfuͤll uns nun hierzu Durch deiner liebe geist, Und gib, daß uns dein leib Zu dieser pflicht gespeist. Nach dem Genusse des hei⸗ ligen Abendmahls. Mel. Liebster JEsu wir sind ꝛe. un GoOtt lob! ich 5. bin gespeist Und getraͤnkt mit lauter leben. Sollte nicht mein froher geist Meines JEsu ruhm erheben, Daß er mich 0 hoch geliebet, Und das hoͤchste gut mir gieber 2. HErr! ich bin ein fleisch mit dir, Du ein geist mit mir ge⸗ worden. Ich bin, denn GOtt wohnt in mir, Hoͤher als der en⸗ gel⸗ orden. Du hast mich selbst angenommen, Daß ich dein“ ge⸗ schlecht bekommen. *z. Pet. 1/4. 3. Guter hirte! habe dank Fuͤr die suͤsse himmels⸗weide. Segne beides speis' und trank, Und ver⸗ mehre meine freude, Daß ich an der theuren gabe Einen schatz im himmel habe. 4. Laß mich dieses wehrte gut, Als mein bestes theil, bewahren, Und mit deinem leib und blut Kuͤnftighin also verfahren, Daß ich stets an deinem leibe Ein le⸗ bendig gliedmaaß bleibe. g. Dieses sey die frucht davon Dich und auch den naͤchsten lie⸗ ben. Hast du in mir deinen thron; Werd ich, durch den geist getrie⸗ ben, Welt und fleisch auch taͤglich daͤmpfen, Unter deiner fahne kaͤmpfen. 6. Laß mich immer himmlisch seyn: Denn die kost schmeckt na dem himmel. Fuͤhr mein herz au zu dir ein Ueber alles welt⸗getuͤm⸗ mel. Dorten werd ich mehr ge⸗ niessen„Wo mir milch und ho⸗ nig fliessen. 7. Nun ich geh, du gehst mit mir/proͤlich in mein haus zuruͤcke, Bleib in mir/ ich bleib' in dir, Da ich dich ins herze druͤcke. Laß mich IEsu! dieses essen, Dieses trin⸗ ken nie vergessen. Mel. Wie schoͤn leucht uns n⸗ 6 Err JEsu! dir sey 45 preis und dank gür diese seelen⸗speis und trank, Da⸗ mit du uns begabet; Im brot und wein dein leib und blut Koͤmmt uns wahrhaftig wol zu gut, Und unsre herzen labet: Daß wir In dir Und nach allen Wolgefallen Heilig leben, Solches wollest du uns geben. 2. Du kehrest, o Immanuel! Ja selber ein in unsre seel, Dir wohnung da zu machen: Drum uns ein solches herz verleih, Das von der welt⸗lieb' ledig sey Und allen eitlen sachen. Bleibe, Trei⸗ be Unsre sinnen Und beginnen, Daß wir trachten, Alles irdsche zu verachten. 3. Ach HErr! laß uns doch neh⸗ men nicht Dein wehrtes nacht⸗ mahl zum gericht: Ein jeder recht bedenke, Daß wir mit diesem lebens-brot Im glauben stillen unsre noht: Der fels des heils uns traͤnke Zuͤchtig, Tuͤchtig 41. 0 — M I itin R W h Tichuchth Bimtt srnt 6 n tt lestatgg itd ich nhs milch Ul Pu Anhas Wlebith Drück He , Dahh . ülacheh N Ru und inh⸗ Vt; I haltit Wool I Dihst Wölget wollf M 0 In Ruhste achch 4. W 6 Ah — — — und zwar nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. 280 dort oben Stets zu loben, Bis wir werden Zu dir kommen von der erden. 7——— 4. O! daß wir solcher seligkeit Erwarten moͤgten allezeit In hoff⸗ nung und vertrauen; Und fol⸗ gends aus dem jammerthal Ein⸗ gehen in den himmels⸗ saal, Da wir GOtt werden schauen; Troͤst⸗ lich, Koͤstlich Uns als gaͤste Auf das beste Bey ihm laben, Und ganz volle gnuͤge haben. ö . Das gib du uns von deinem thron, OIEsu Christe GOttes sohn! Gibs durch dein bitter lei⸗ den: Dasselbe, weil wir leben hier, Lab uns betrachten fuͤr und für, All boͤses darum meiden. Amen, Amen, Hilf uns kaͤmpfen, Hilf uns daͤmpfen Alle sünden; Hilf uns froͤlich uͤberwinden. Mel. Nun laßt uns GOtt dem ꝛc. O JEsu! meine won⸗ 457. ne, Du meiner seelen sonne, Du freundlichster auf erden, Laß mich dir dankbar werden. V. Wie kann ich gnugsam schaͤtzen Dis himmel⸗ suͤß' ergetzen, Und diese theure gaben, Die uns ge⸗ staͤrket haben? 3. Wie soll ich dir nun danken, O HErr! daß du mich kranken Gespeiset und getraͤnket, Ja selbst dich mir geschenket. 4. Ich lobe dich von herzen Fuͤr alle deine schmerzen, Fuͤr deine schlaͤh und wunden, Die du fuͤr mich empfunden. 6. Dir dank ich fuͤr dein leiden, Den ursprung m einer freuden. Dir dank ich fuͤr dein sehnen Und mild vergoßne thraͤnen. 6. Dir dank ich fuͤr deinlieben, Das standhaft ist geblieben. Dir dank ich fuͤr dein sterben, Das mich dein reich laͤßt erben. 7. Jezt schmecket mein gemuͤthe Dein' uͤbergrosse guͤte, Dis theure pfand der gnaden Tilgt allen mei⸗ nen HErrt ümich n 8. Err! laß mich nie verges⸗ sen, Vielmehr mit dank emeite, Was durch die himmels⸗ speise Mir deine huld erweise. 9. Du wollest ja die suͤnde, Die ich annoch empfinde, Aus meinem herzen treiben, Und kraͤftig in mir 294.90 bin ich 1 10. Nun bin ich los gezaͤhlet Von suͤnden, und vermaͤhlet Mit dir, mein liebstes leben! Was kannst du bessers geben? 1I. Laßp, schünster! meine seele Doch stets in dieser hoͤle Des lei⸗ hes mit verlangen An deiner liebe hangen. e 2. Laß mich die suͤnde meiden, Laß mich geduldig leiden, Laß mich mit andacht beten, Und von der welt abtreten. 13. Im handel, wandel, essen Laß mich ja nie vergessen, Wie trefflich ich begluͤcket, Wie himm⸗ lisch ich erauicket. 14. Nun kann ich nicht verder⸗ hen, Drauf will ich selig sterben, Und freudig auferstehen, O JEsul dich zu sehen. Mel. Nun lob mein I bhaß 94 — e wo 45 8a. W gelabet, Olieb⸗ ster JEsu! deinen gast, Wie reich⸗ lich mich begabet! Jezt fuͤhl ich freude, ruh und rast. O wunderba⸗ re speise, O suͤsser lebens⸗trank, liebesmahl! ich preise Dich durch den lobgesang; Es staͤrket und er⸗ guicket Mein leben, herz und muht. GOtt lob! mein geist er⸗ blicket Nunmehr das hoͤchste gut. z. Du hast mich jezt gefuͤhret, OHErr! in deinen gnaden⸗saal, Wo nun mein geist beruͤhret Die gnadenguͤter allzumahl. Du hast mir hie, mein leben! Aus gnaden D mil⸗ —— ——*9——*II—————— 200⁰ Von dem Saeramente des heiligen Abendmahls mildiglich Das lebens⸗ brot gege⸗ mir zugelassen, Den rechten see⸗ len⸗wein Jezt glaubens⸗voll zu fassen, Und deine braut zu seyn. 3. Was gabst du mir zu essen? Die speise der unsterblichkeit, Was war mir zugemessen? Der kelch, der meinen geist erfreut. O wie viel gnad und liebe Erzeigt mir deine gunst! Drum schenk ich dir die triebe Der reinsten liebes⸗ brunst. Was ist, das mich nun schrecket? Da ich dis lebens⸗brot Dich, IEsum selbst, geschmecket, Veracht ich hoͤll und tod. 4. So lang ich hie noch wohne Sey, JEsu! deine huld gepreist, Weil du mich/meine erone! Durch dich so gnaden⸗reich gespeist. Du hast mich reich getraͤnket, Und durch dein theures blut Dich selbst zu mir gelenket, O unvergleich⸗ lich gut! Nun werd ich ja nicht sterben, Weil mich dein trost und raht Zu deines reiches erben Hie⸗ durch erklaͤret hat. 6. Allein wie kann ich fassen, Daß du dich mit so viel begier So tief herab gelassen Von deinem himmels⸗saal zu mir? Du schoͤp⸗ fer aller dinge, Besuchest deinen knecht: Ach hilf! daß ich dir bringe Ein herz, das fromm und schlecht, Das glaͤubig dir vertraue, Damit nach dieser zeit Ich einst dein ant⸗ litz schaue In deiner ewigkeit. 6. Du bist, der ewig bleibet; Ich aber bin dem schatten gleich, Den bald ein wind vertreibet. HErr! ich bin arm, und du bist reich. Du bist sehr groß von guͤte,‚ Kein unrecht gilt bey dir; Ich boshaft vom gemuͤhte, Ich irre fuͤr und fuͤr: Noch koͤmmest du hernieder, Und nimmst dich mei⸗ ner an. Was geb' ich dir doch wie⸗ gen, Ein herz, das gant zerknir Insh ben, Und das ergetzet mich. Du hast sschet ist, Dem wirst du nicht ver⸗ sagen Dein gnaden⸗oͤl, o Jesh He Christ! Du wirst es nicht verach⸗ ten; Drum eifert stets mein sinn, Nach deiner huld zu trachten. 6 Nimm doch das opfer hin Des herzens und der zungen; Denn billig wird von mir Dein theurer ruhm besungen Mit wahrer dank⸗ begier. Rg W0 8. Gib, daß die lebens--speist mn Ad In buß und glauben mich erhal, Damit auf keine weise Das her zur welt zurücke faͤllt. Gib, daß e keine wonne In diesem leheu spuͤhrt, Als die von meiner sonn Von meinem JEsu, ruͤhrt. Gl, daß ich nichts begehre, Als dein lieb' allein; Denn wenn ich di entbehre, Kann ich nicht selh seyn. 9. Wol mir! ich bin versehen Mit wahrer himmels⸗speis und trank! Nun will ich froͤlich se hen, Zu singen dir lob, ehr uid dank. Fahr hin, du welt-getin mel, Du bist ein eitler tand; I seufze nach dem himmel, Duu a rechten vaterland, Da will ih 5 freudig leben Ohn ungluͤck ud e verdruß, Da wirst du, GOtt! mit geben Der wollust uͤberfluß. 8 b Gtt sey gelolg —45 1* und gebenedes et, Der uns selber hat gespeist Mit seinem fleische und mit sh⸗ nem blute; Das gib uns, Hen GOtt! zu gute. Kyrieleison. HErr! durch deinen heilgasshnx VI 409 h 11 WiUe — 7*0 0 I A — — E —.—— .. SSS S q 3——— — 5 6— —.— S.— S‚ — leichnam, Der von deiner muttosash Maria kam/ Durch das heilih 56 blut, Hilf uns stets aus aller nohhagnz Kyriel. an der, Das dir gefallen kann? 7. Ein herz, durch reu zerschla⸗ gegeben Zum tod,/ daß mir dadur leben: Nicht groͤssre guͤte 210 2. Der heilge leib ist ja fuͤr Iu HertRr. ld Ih Ui j Wt Iden (af eh mg Hatsttznch ud g ad ustt In Tet uuph, Rnedh IMi Wchh die lehn Mauben. Bine peite K filt, I Wa e N, Wbegehr, Ienn prnth Aun ich Ul Plihhite inmeb Pril ich Kl NWamhhh du nbsl neitls n 0 d 6 Do eas NWait Rurch As * 0lch Lhie Iöaf 1 1¹ I U0 er uns schenken, Dabey wir sein sollen gedenken. Kyr. Hrr! dein liebꝰ so groß dich ge⸗ zwungen hat, Daß dein blut an i uns groß wunder that, Und be⸗ zahlte unsre schuld/ Daß uns GOtt ist worden huld. Kyr. 3. GOtt geb uns allen seinen gnaden⸗segen, Daß wir gehn au seinen wegen In rechter lieb' und bruͤderlicher treue, Daß die speis uns nicht gereue. Kyr. HErr! den heilgen geist uns immer laß, Der uns geb zu hal⸗ ten rechte maaß: Daß dein arme christenheit Leb in fried und einig⸗ keit. Kyr. Mel. 8. JEsus meine zuversicht' einen JEsum laß 459. M ich nicht, Mei⸗ ne seel ist nun genesen, Daß ihr ferner nichts gebricht, Da ich IEsu gast gewesen. Darum ruft mein herz, und spricht: Meinen IEsum laß ich nicht. 2. Meinen JEsum laß ich nicht, Weil er mich so bruͤnstig liebet, Daß er, als mein lebens ⸗licht, ESich mir gar zu eigen giebet, Mit mir ewig sich verspricht; Meinen JEsum laß ich nicht. 3. Dieser leib, dis theure blut, Esu! das ich jezt genossen, Staͤrkt mich, und macht alles gut. Wer will mich nunmehr verstos⸗ sen, HErr! von deinem angesicht? Meinen JEsum laß ich nicht. 4. Wol mir! daß mich nichts mehr druͤckt. Ach wie wol ist mir geschehen! Meine seel ist recht er⸗ quickt, Weil ich, JEsu! dich gese— hen, JEsu, meine zuversicht! Dich, mein IEsu! laß ich nicht. =f. Mosis donner lege sich; Das gesetz ist schon erfuͤllet: JEsus hielt es selbst fͤr mich, Der des vaters zorn gestillet, Der dis werk durchs laß 4. 6. Dich lamm GOttes! laß ich nicht Denn du traͤgst auf dei⸗ nem ruͤcken, Was mein suͤndlich herz verbricht/ und mich ewig sollte druͤcken. Wenn mich meine sůnd anficht, Laß ich dich, lamm GOt⸗ ftes! nicht. 7. Meinen JEsum laß ich nicht, Er ist ja mein bruder worden. Trotz, daß welt und satan spricht, Ich sey noch in ihrem orden; Nein: mein JEsus ist mein licht. Dich, mein bruder! laß ich nicht. 8. Mein gewissen! stille dich; Denn die handschrift ist zerrissen; JEsus, der so jaͤmmerlich Ward gemartert und zerschmissen, Der vertritt mich vor gericht. Meinen JEsum laß ich nicht. 9. Koͤmmt der teufel, spricht mir hohn, Fraget, ob ich GOttes erbe? Freilich: JEsus, GOttes sohn Bleibt mein erbtheil, wenn ich sterbe. Trotz, wer mir dis gut abspricht: Meinen JEsum laß ich nicht.—— 10. Tod! dein stachel ist in⸗ zweyz Christus ist dein gift gewor⸗ den: Fuͤr dir bin ich ewig frey: Nun kannst du mich nicht ermor⸗ den. Trotz, daß mich dein stachel sticht-Denn ich lasse Esum nicht. 1I. Hoͤlle, schweige, deine glut Ist nun voͤllig ausgeloͤschet. JE⸗ sus ist es, dessen blut Mich von allen suͤnden waͤschet, und vom feuer ledig spricht. Meinen IE⸗ sum laß ich nicht. *1. IEsus ist und bleibet mein, Weil er sich mit mir verlobet. Er ist braͤutgam, ich bin sein. Ob der feind gleich schrecklich tobet; Weiß ich/daß mir nichts gebricht Denn ich lasse JEsum nicht. 13. Laß mich auch, mein JEsn/ nicht/ Koͤmmt es einst mit mir zum ende, Daß mir sinn und herze L 2 bricht/ 293 Von dem Saeramente des heiligen Abenmahls bricht; Nimm den geist in deine ben muͤssen; Dein tod soll meine eyn haͤnde, Bleib auch dann mein le⸗ I5 nich uich—60 mein JEsu! aß mich nicht. ö 14. Und deß bin ich auch gewiß/ Weil mein JEsus mir verheissen, Aus des todes finsterniß Mich mit starker hand zu reissen. Nun mein herze glaͤubt und spricht: Amen! JEsum laß ich nicht. Mel. Von Da 0„ ich nicht ꝛe. IEsu, mein ver⸗ 460. O gugen! Dein ei⸗ gen fleisch und blut Hab ich nun⸗ mehr empfangen; O welch ein theures gut! Deß freut sich leib und seel; Denn ich bin wieder deine, Du bist nun wieder meine, O mein Immanuel!l! 2. Das opfer fuͤr die suͤnden Wird mir izt speis und trank. Nun werd ich huͤlfe finden, Wenn mein gewissen krank; Ich halt ihm JIEsum für: Den kann mir niemand nehmen, Der teufel muß sich schaͤmen, Der tod hat nichts an mir. 3. O was ist das fuͤr freude, Mit Gott verbunden seyn! Ich weiß von keinem leide, Mich schrecket keine pein. Ja nehmet alles hin, Den himmel sammt der erden; Doch muß ich selig werden, Weil ich in JEsu bin. 4. Hier ist von seiner liebe Mein allerbestes pfand, Das er aus eignem triebe Mir armen zu⸗ gewandt. Hier ist mein loͤse⸗geld: Hier ist mein brot des lebens, Das eß' ich nicht vergebens; Den tisch hat GOtt bestellt. 6. Ach HErr! das sind ja din⸗ ge, Die ohne maaß und ziel. Bin ich nicht zu geringe? Ists nicht für mich zu viel? Doch nein, HErr IEsu! nein: Denn ich soll! das geniessen, Daß du hast ster⸗ 6. Die welt war dir gehaͤssig, Und suchte deinen tod; Man bot dir gall und essig Auch in der lez⸗ ten noht Zu deinem labsal dar: Und mir willt du das leben In dei⸗ nem blute geben, Das schon ver⸗ lohren war? 7. Ich preise dich von herzen, Mein heiland und mein GOtt! Für alle deine schmerzen, Fut den so bittern tod. Hab dank, mein oster-lamm! Daß du, was ich verschuldet, So williglich er— duldet An deinem ereuzes⸗stamm. 8. An dich will ich gedenken, So lang ich denken kann. Die welt mit ihren raͤnken Ist bey mir aus⸗ gethan. Mein aufenthalt bist du; Drum schick ich leib und seele du deiner wunden⸗-hoͤle, Daselbstis meine ruh. Nach der Commun ion eines Kranken. Mel. JEsu meine freude ꝛc. un bin ich genesen 461. N Weil das hoͤchste wet sen Mich, als Christi gast, Da ich zu ihm kommen, Gnaͤdig aufge nommen. Keine suͤnden⸗Last Und kein schmerz Betruͤbt mein hers; Christi blut hat mich verneuet/ Und davon befreyet. 2. Muß ich gleich noch leiden, ii Ruf ich doch mit freuden: Nun ist JEsus mein. Er hat diese stun⸗ ahn den Sich mit mir verbunden Un⸗ ter brot und wein: Drum will ich Ihn ewiglich Mit dem herzen feste fassen, Ihn nicht von mir lassen. 3. Nun ich hin zufrieden, Und von dir geschieden, Suͤnden⸗volle welt! Weil mir dein gepraͤnge, Deiner luͤste menge Nun nicht mehr gefaͤllt. Was du hast, Egcht noh nahh. Pshmgg . H Nu Vo nille Ouckehtict lich gg üan N Iher enthehh, Reih use ole, ai uhpnii ken, Neine fth Vbin ih h ldwitte rist gi Oli sndg Iit und zwar nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. 293 noht und last: Deine pracht und deine schaͤte Sind nur seelen⸗ netze. Nun bin ich beschirmet: Ob⸗ gleich satan stürmet. Will sein ganzes heer Mich gleich aͤngstlich Een Ds Wird mich IEsus dek⸗ en; Was verlang ich mehr? Teu⸗ fel, weicht! Mein JEsus reicht Mir die haͤnde,die euch jagen, Und zu boden schlagen. s. Kann ich wol auf erden Mehr geehret werden? Ich bin GOt⸗ tes kind, Das nach diesem leiden Dort mit tausend freuden Jenes erbe findt, Wo mein geist Den heiland preist, Der mich durch sein blut getraͤnket, Der sich mir geschenket. 6. Nun bin ich erquicket; Denn mein JEsus druͤcket Mich an seine brust. Ich kann nicht verderben, Muß ich auch gleich sterben, Sterb ich nun mit lust; Weil der ssch tod Nur meine noht Meine quahl und kummer endet, Mich zum himmel sendet. 7. Ich bin nun ergetzet, JEsus koͤmmt und setzet Mich ins freu⸗ den⸗ reich: Wie werd ich ihn lo⸗ ben! Denn ich bin dort oben Sei⸗ nen engeln gleich; und dann wird Mein treuer hirt Mir/ nach diesem kranken⸗leben, Lebens⸗ eronen geben. 3. Ich bin nun begluͤcket Und der welt entrucket: Himmlisch ist mein sinn. Nicht eh ruht mein wille Nicht eh wird er stille, Bis ich bey dir bin: Drum, mein heil! Ach! komm in eil, JEsu! JIEsu! Inde behende! Gib ein seligs nde. Abend Lied eines Communi⸗ eanten. Mel. Christ der du bist der helle ꝛc. er ist d d 402. welt er uch Es froh zu bette legt, als ich? GOtt lob! mir gab mein lebens-fuͤrst, dübsf.. mein herz so sehr ge⸗ urst. 2. Mein HErr ist bey mir ein⸗ gekehrt, Und hat bey mir nun feur Hen und licht⸗ 299•5 Iß mein nd licht; Ich halt ihn fest und laß ihn nicht. à. 3. Nun bin ich freudig und ge⸗ trost, Ich habe ja die himmels⸗ kost, Ich habe Christi fleisch und blut; Daruͤber jauchzt mein herz und muht. 4. Mein freund ist mein und ich bin sein, Die liebe soll ohn ende seyn. Dich preis ich, JEsu! für 195 fuͤr, Mein herz erfreuet sich in dir. 9. Ich habe deine lieb' erkannt, Da du dein blut an mich gewandt, Mich mit dir selbst gespeist, ge⸗ traͤnkt, Mir volle gnuͤge hast ge⸗ chenkt. 6. Ja deine liebꝰ ist mein panier, Zum schirm und schilde uͤber mir, Darunter schlaf und wach ich gut, Weil mir kein feind hie scha⸗ den thut. 7. O freude, die du mir bereit! Nimm hin mein herz voll dankbar⸗ keit, Nimm leib und seel, und was sonst mein Es ist doch alles wirk⸗ lich dein. 8. Ich geh mit solcher lust zur ruh, Und schließ die augen froͤlich zu. Bleib auch die finstre nacht bey mir, So bin ich auch im traum bey dir. 9. In deinen armen schlaf ich ein, Dein blut laß meine decke seyn; Hilf, daß mich hier in mei⸗ nem zelt Nichts stöͤhrt und weckt/ bis dirs gefaͤllt. 10. Ich schlafe, doch mein herze wacht/ Und bittet, daß es tag und nacht Fest in dein herz geschlossen bleibt; So daß mich nichts von IEsu treibt. T 3 IV. Von Von der ehristlichen Kirche und WV. Von der christlichen Kirche zwar Von der Stiftung derselben. Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc.unsre mutter, Christi weib, Ein 6 hochzeit⸗mahl, 8 7. Ach GoOtt! befestige den „IMein GOtt! ob⸗ 3. gleich dein weiser raht Nach Adams fall uns suͤn⸗ dern Das paradies verschlossen hat; So gabst du deinen kindern Doch wiederum ein paradies Aus vater⸗huld, und solches hieß Der garten deiner kirche. 2. Derselben grund soll JEsus seyn, Der liebte die gemeine: Und, daß sie unbefleckt und rein Ihm dargestellt erscheine; Hat er/ mein GOtt, durch eignes blut Sich, als sein eigenthum und gut, Die kirche selbst erworben. 3. Er sandt hiezu sein reines wort, Und der apostel lehre An jedes volk, au jeden ort, Daß alle welt es hoͤre. Wo nun die gnaden mittel sind, Wo man sie rein und lauter findt, Da ist die wahre kirche. 4. Zwar stellt sich mancher heuchler ein, Als unkraut bey dem saamen. Er ist ein christ, doch nur zum schein, Traͤgt ohne kraft den namen, Ist nur der sichtbar'n kirche glied; Doch ist ein gros⸗ e Der unsichtbaren irche Denn da muß man in werk und that Den christen⸗- namen weisen. Das wort, das uns be⸗ rufen hat, Muß man durch werke preisen. Wer GOttes wahrheit lauter lehrt, Durch busse, glau⸗ ben/ leben, ehrt, Den liebt GOtt und die kürhze. 6. Die kirche ist ein himmel⸗ reich, Ein tempel, ein gebaͤude, Dem garten und dem acker gleich, Giebt eine seelen⸗ weide. An Shristi haupt ist sie der leib, Ist ein weinberg. grund, Den deine gnade bauet. Ach JEsu! staͤrke du den bund, Der dich mit uns vertrauet. Ach guter geist! sey hoch gepreist; Wit sind durch dich ein leib und geis In deiner kirche worden. S. Gib lehrer, welche stets dein wort Der kirche laͤuter lehren. Gib hoͤrer, die auch immerfort wehre selbst der ketzerey! Ach steure du der heucheley Und allen kirchen⸗-feinden. 9. Doch muͤssen hier noch tot⸗ ten seyn, Womit die kirche strei⸗ ein, Den JEsus uns bereitet Triumph! lob, ehre, preis und macht Sey dort dem lamm und siegt die kirche. Mel. Kommt her zu mir spricht y⸗ Durch dessen theuer⸗wehrten Wir ruͤhmen deine guͤtigkeit, Die gnaden, angefangen. Dein lebens⸗wort gelehret. Du setztest drauf apostel ein, Die muß⸗ ten unsre lehrer seyn, Als du zu Gott gekehret. Vollbringen, was sie hoͤren. A0 tet; So fuͤhr uns in den himmel Ott gebracht; Triumph! du Err JEst ller i 464. H menschen here 335 sich gleich, von der ersten zeit der 2. Du selber hast vor unsrer Zeit h Im stande deiner niedrigkeit, 3. Die haben, was du ausge⸗ streut, Mit treu und eifer aus⸗ gebreit't, Und keine schmach ge⸗ scheuet. Sie zeigten ihren n wort Wir in dein reich gelangen; uhn AuN Mn W ö 2ů v ö * Iuf — berhuch. Dochgehnh Ain c Rrvodda welheiez baite oh iu⸗ sehh Er kephy Sichelgthn 1. D Eit ielttt 28 if chte/W D b R EI 2...— Wunih * Caauut Hassch Voheutt hn Rne 9ulht ö 1 Wu und zwar von der Stiftung derselben. 295⁵ den⸗muht, Wenn gleich der feind mit marter⸗glut, Und vieler wuht gedraͤuet. 4. Sie wurden oft mit schimpf gestaͤupt, Sie sind gesteiniget/ enthaͤupt't, Und litten es mit freu⸗ den: Und was ertrug die chri⸗ stenheit Nicht von den feinden nach der zeit Fuͤr jammer,/ schmach und leiden? ö 4. Und dennoch hat dein theu⸗ res wort, Durch solche marter fort und fort Mit freuden zuge⸗ nommen: Es ist durch quahl, verfolgung, noht, Und durch so mancher christen tod Nur weiter fort gekommen: 6. So, daß die ganze welt er⸗ kennt, Es sey der kirchen regl⸗ ment In deinen allmachts⸗haͤn⸗ den; Daß weder feuer oder schwert Die schaͤflein deiner rei⸗ nen heerd Von dir, dem hirten, wenden. 7. Nun HErr! die ganze christenheit Wird diese gnade jederzeit Erheben, ruͤhmen, prei⸗ sen, Daß du, trotz aller feinde macht! Dein theures wort empor gebracht, Um unsern geist zu speisen. 3. Wir seufzen, flehen, bitten dich, Du wollest feruer gnaͤdiglich Ob deiner heerde walten; Bey deinem wort, durch starken schutz, Auch gegen aller teufel trutz Die christenheit erhalten. 9. Das evangelium, das du uns diese zeit in stiller ruh So reichlich laͤssest hoͤren, Laß stets erkenntniß, glauben, licht, Ver⸗ trauen, liebe, zuversicht, In un⸗ sern herzen mehren. 10. Und sollte sich bey unsrer zeit Verfolgung, marter, herze⸗ leid, Angst/ noht und truͤbsal fin⸗ den; So mach uns, HErr! am glauben reich, Damit wir, jen en zeugen gleich, Durch dich stets uͤberwinden. II. Ja gib uns einen helden⸗ muht, Damit wir gleichfalls gut und blut Fuͤr deine lehre wagen, Daß unsre treu in noht und pein Auch viel' erweckt, dir treu zu seyn, Und wir die erone tragen. I3. Laß dir die christliche ge— mein/ HErr! insgesammt befohlen seyn; Erhalte sie auf Erden In krieg und sieg, in leid und freud, Bis ihr die himmels⸗herrlichkeit Wird offenbaret werden. Mel. Christ unser HErr zumee. Ott! dir sey ewig preis und ruhm⸗ Der unsere vorfahren Gebracht aus jenem Heidenthum, Darin sie alle waren Verblendet an ver⸗ stand und sinn, Sich selbst nicht konnten rathen, Den stummen goͤtzen immerhin Goͤttliche ehr anthaten, Die doch kein leben hatten. 2. Vom baum und holze ward ein theil Vom zimmermann ver⸗ brennet; Das uͤbrige ward mitt⸗ F lerweil Gefaͤrbt, und gott genen⸗ net. Der meister, der es erst ge⸗ macht, Mußt' alsdenn davor tre⸗ ten: Was seine hand hervor ge⸗ bracht, Das mußt' er nun anbeten, Sein eigen werk hoͤchst ehren. 3. Des himmels heer von an⸗ dern ward Zum Gottesdienst er⸗ wählet, Viel Sterne sind zu solcher art Der göͤtter mit gezaͤhlet. Auch sind gar viel verstorbne leut doch nach zu Goͤttern worden, Die doch veruͤbt zu ihrer zeit Suͤnd, schande, rauben, morden: Die wurden an⸗ gebetet. 4. Drum sey, HErr! fuͤr dein wort gepreist, Und was wir darinn lesen, Daß du, o vater, sohn und geist! Nur einig bist im we⸗ T 1 sen. 296 Von der christlichen Kirche und zwar sen. Du bist der wahre GOtt al⸗ lein, Der einige erretter. Nichts gegen dich zu rechnen seyn Der heiden falsche goͤtter: Die koͤn⸗ nen niemand helfen s. Daß uns dein wille wuͤrd be⸗ kannt, O vater! hier auf erden, So hast du deinen sohn gesandt, Und ihn mensch lassen werden: Da Gottes heil und guͤtigkeit Uns allen ist erschienen; Daß wir ihm zuchtig jederzeit, Gerecht und heilig dienen, Auf sein' erschei⸗ nung warten. *6. HErr IEsu: gib uns gnad b und staͤrk, Daß wir der blinden heiden Ungoͤttlich wesen, thun und werk Verleugnen stets und meiden. Erleucht auch, die im irrweg seyn, Bring sie zu deinen heerden: Fuͤhr sie in deinen schaaf⸗stall ein, Daß aller zung' Pen erden Dich JEsum Christ be⸗ nne. 7. Wie du vor diesem, HErr! dein wort Durch heilge fromme leute Hast ausgebreit't an man⸗ chem ort, So thu es auch noch heute. Gib treue hirten, die zu dir Fortan auch andre bringen: Mit reiner lehre für und fuͤr Durch aller herzen dringen, Und alle dir zufuͤhren.— 8. Hilf, daß sie fleissig allezeit Ermahnen, troͤsten, strafen; Im glauben, lieb', gottseligkeit Vor⸗ gehen ihren schaafen. Laß uns ja alle thaͤter seyn Des wortes, nicht nur hoͤrer! Daß uͤberall und allgemein Wir, und all' unsre —— 0 Des glaͤubens end erhal⸗ n. Von der Glückseligkeit, deren man in der Gemeinschast der Kirche genießt. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛe. Ott hat die ki 466 Gwol cbunt; Wer sich derselben anvertraut, Der ist zum heil erkohren. Wer draussen bleibt, und nicht recht glaͤubt, Hat heil und trost verlohren. 2. Drum geht mein sorgen nur dahin, Ob ich ein glied der kirche bin, Wenn ich mich also nenne; Und ob ich mich Nur aͤuserlich Zur christenheit bekenne. 3. Doch nein: ich bin ein wahres glied; Weil man die zeichen bey mir sieht, Die Christi glieder ha⸗ ben: GoOtt schmuͤcket mich I gnaͤdiglich Mit seines geistes ga⸗ en. 4. GoOtt schenket meinem glau⸗ ben kraft, Es bleibt nicht bey der wissenschaft; Mein geist wird auch erquicket, Wenn mir das wort GOtt, meinen hort, Fest in das herze druͤcket. 9. Sein wort ist hell und offen⸗ bar, Da werd ich JEsum bald ge⸗ wahr, Durch den ich trost empfn⸗ dez Weil ich mein theil, Und ihn, mein heilIn allen spruͤchen finde. 6. Er hat das pfand der gnaden⸗ wahl In taufe, glauben, abend⸗ mahl Ausdruͤcklich eingesetzet; Drum laß ich auch Den rechten brauch In allen unverletzet. 2. So druͤckt mich keine suͤnden⸗ noht. Ich warte freudig auf den tod; Denn hier ist GOttes na⸗ men/ Der helfen kann: Den ruf ich an, Und spreche froͤlich: amen 8. Derhalben ist mir herfzlich wol, Wenn ich an himmel denken soll, Wo mein fuͤrsprecher wohnet, Der alles leid In ewigkeit Aus gnaden wol belohnet. 9. Thut mich der feind schon in den bann; Gnug, daß mich GOtt heraus gethan. Verdammt man meine lehre; Gnug, daß der geit gehbre. beweist, Daß ich GOtt in⸗ ehoͤre. 10. Nun GOtt! bewahre dieses gut, Und schuͤtze mich fuͤr n sati Walhe V 2 . U 7093.ᷓ— Httund i. Mh Vechtglich Sa el sth I lich iez Mn bekenn. schhinch „Walrisi giz mude v Weintrgi Oktuiig ibt nichn ingate Ii nit v Vhott, gis 1 Dit helz EE ichtst thellh Nen sith Dltte r glalbem lich Diich Zuh Io ubeh Hichkhe telhte i G Da pkilihg, Waust uüe I Wütrge 7 ui von der Reformation der Kirche. M muht, Daß ich gehorsam glaͤube/ In liebe, zucht Und glaubens⸗ rucht Ein gliedmaaß Christi bleibe. U. GoOtt goͤnnet uns noch itzo frist; Drum weil die kirche sicht⸗ bar ist, So lass. er nichts verder⸗ ben, Daß wir so fort An unserm ort Auf diesen glauben sterben. Von der Reformation der Kirche durch Lu⸗ therum. Mel. Durch Adams fall ist ꝛc. HErr! dein selig⸗ 467. O machend wort Ist lang verdunkelt blieben; Dieweil sie fast an jedem ort Nur men⸗ schen⸗satzung trieben. Der glau⸗ bens⸗kraft ward nicht gedacht, Durch die man dir vertrauet/ Und allen andern trost nicht acht't, Nur blos auf IEsum schauet. 2. Die heilgen wurden immer⸗ dar Zuͤr fuͤrbitt hergezaͤhlet, Ver⸗ ehrt und endlich auch so gar Zu helfern auserwaͤhlet: Da du doch, Gott! der helfer bist Im himmel und auf erden, Der nur im na⸗ men JEsu Christ Will angerufen werden. 3. Die werke, die man da be⸗ fahl, Hatt' eigen⸗witz erfunden, Der aberglaube ward zumahlRecht ernstlich eingebunden. Was aber du geboten hast, Das war nicht noht zu rwwissen; War man nur sonst, die menschen⸗last Zu tragen, recht beflissen. 4. Dis einzufuͤhren, ist die list, Vornemlich die gewesen: Dein wort, das unsre richtschnur ist, Hat man nicht duͤrfen leseu; Das blinde volk war zu der zeit Also leicht zu betruͤgen, Sie wußten nicht den unterscheid Der wahr⸗ heit und der luͤgen. 22⁴ c. Da wurde denn nach eignem sinn Ein gottesdienst erdichtet, Den man, aus geiz, nur auf ge⸗ winn Und gleißnerey gerichtet. Des hoͤchsten wort blieb unbe⸗ kannt/ Man konnt' es selten hoͤren; So mußte sich der menschen⸗tand Fast taͤglich haͤufig mehren. 6. Und wenn man gleich das schwere joch Durch lange zeit ge⸗ tragen; So zweifelten die herzen noch, Und konnte niemand sagen, Ob er damit genug gethan, Den himmel zu erwerben; Und trat die lezte noht heran, Mußt er im zweifel sterben. . HErr! dir sey dank und preis gebracht, Daß wir zur wahr⸗ heit kommen, Daß deines wortes licht, die nacht Der blindheit weg⸗ genommen. Wir wissen: wer auf Christum traut, Erlaͤnget heil und leben; Indem er glaͤubig auf ihn schaut, Wird ihm die schuld vergeben. 8. Dann thut der mensch, auf GOttes raht, Durch dessen geistes staͤrke, Was GOtt ihm anbefohlen hat, Als rechte gute werke, Daß er sich in bescheidenheit, Geduld, treu, demuht uͤbet; Voll keusch⸗ heit, friede, freudigkeit GOtt und den naͤchsten liebet. 9. So viel sagt uns des HErren mund, Wobey wir feste bleiben: Wir lassen uns von diesem grund Auch keinen engel treiben. Nun wird von uns die grosse guͤt/ Die Gott an uns erwiesen, Allzeit mit dankbarem gemuͤht Erkannt und hoch gepriesen. 10. HErr! eile und bekehre noch Die in der irre gehen. Wach auf, zerbrich und stuͤrze doch, Die dir entgegen stehen; Laß nichts dein seligmachend wort Und seinenlauf verhindern, Erhalt und schenk es fort und fort, Nach uns/ auch un⸗ sern kindern. & 5 Um 208 Von der christlichen Kirche und zwar Um die Erhaltung der Kir⸗ che bey reiner Lehre und heiligem Leben. Mel. HErr Gott der du erforsch. !der du licht 46 8. Gund auee bis/ Daraus wir alle gaben, Der'r un⸗ ser heil benoͤhtigt ist, Getrost zu schöͤpfen haben; Wir danken dir, daß du dein wort Uns bis anher an diesem ort So lauter laͤssest hoͤren. Der wahrheit pfeiler stehet noch: So druͤckt uns auch kein fremdes joch Unnuͤtzer menschen⸗lehren. z. Wir danken dir, daß uns dein licht In alle wahrheit leitet. So lang uns dis dein angesicht Wie Israel begleitet; So haben wir dein kinder⸗recht, So heissen wir stets dein geschlecht, Das du dir auserlesen. Dein wort spricht uns von suͤnden frey, Es ist der seelen arzeney, Durch welche wir genesen. ö 3. Es steuret allem herzeleid, WeilChristus in uns wohnet; Und der, als unser trost und freud, Macht, daß Gott unser schonet. Es ist der rechte lebens⸗saft, Es laͤßt uns niemahls wonne, kraft, Trost, heil und staͤrke fehlen. So still auch GOttes bruͤnnlein fließt;d So reich und segens⸗voll ergießt Es sich in unsre seelen. 4. Durch dieses zeugniß wird die seel Mit deiner kirch verbunden. Durch dieses wort hat Michael Den drachen uͤberwunden. Es zeigt, als eine richtschuur an, Wie man recht glaͤuben, leben kann, Wenn man nur darauf achtet. Des himmels vorschmack findet sich, Wenn man dis wort recht in⸗ niglich Erforschet und betrachtet. 5. HErr! gib uns kraft, damit dein wort Recht tiefe wurzel schla⸗ ge, Und dieser saame fort und fort Viel gute fruͤchte trage. Bring uns dadurch erkenntniß bey, Darin der glaube thaͤtig sey, Der innre mensch stark werde: Auf daß, durch deines geistes kraft, Wir uͤben gute ritterschaft In allerley gefaͤhrde. 6. Wie wir bisher mit frohem muht Dein liebes wort vernom⸗ men; So laß auch dieses theure gut Auf unsre nach⸗-welt kommen. Die kirch' und schulen segne du, Erhalt uns selbst in guter ruh, Als deine hausgenossen. Den leuchter deiner reinen lehr Wollst du bey uns, HErr! nimmermehr Von seiner staͤtte stossen. 7. Warum hast du der ersten welt Die suͤndfluht zugerichtet, Das haus zu Silo abgestellt, Je⸗ rusalem zernichtet? Die ursach zeigst du selber an: Weil sie, nach ihres herzens wahn, Dein wort voruͤber giengen. So geht es noch zu dieser frist: Was ein geruch des lebens ist, Kann tod und strafe bringen. 8. Nun Gott! dein wort be⸗ kehre die, So deine wahrheit has⸗ sen. Lehr, uͤberzeug, und treibe sie Den irrthum zu verlassen. Da⸗ mit, nach aller bitterkeit, Der blindheit schuppen mit der zeit Von ihren augen fallen, So wie u dort dem Saul gethan?; Daß sie mit uns auf rechter bahn Zum himmel moͤgen wallen. Ap. Gesch. 9, 18. 19. 9. Wenn aber dir es, HErr! gefaͤllt, Dein haͤuflein zu bewaͤh⸗ ren, Ob es in noht auch glauben haͤltz So höre sein begehren: Gib, daß dein volk bestaͤndig siegt, Mit deiner gnad nie unterliegt, Wenn gleich die feinde schrecken. Laß sie bekennen, trotz dem spott: Zu zion ist der rechte GOtt, Der kann sein volk bedecken. 469. rhalt uns, HErr! bey deinem wort, uUnd PPII..——————— ——————=— ᷣDEEEE— 2——p———— 2*— —.—— D‚.˖.— 2........—— A———— ———— 7 7—*— 4———=* W f * AUR hin I m del D Pod u Weit y n 395/ U0 ubetlasch ttetth Iüit l aufn all V5/., um Erhaltung derselben bey reiner Lehre. 2099 Und steur des pabsts und tuͤrken, 2. Weil bey huͤtern und bey mord, Die IEsum Christum dei⸗ schaafen Oft zu grosse sicherheit 4 nen sohn Stuͤrzen wollen von sei⸗Herrscht in dieser leiten zeit; Saͤt nem thron. der feind, indem sie schlafen, Auf 2. Beweis dein' macht, HErr den acker, da dein wort Wachsen IEsu Christ! Der du ein HErr soll, list, trug und mord. all'r herren bist: Beschirm dein 3. Hilf, daß deine diener wa⸗ arme christenheit, Daß sie dich chen, Daß nicht unkraut, sünd lob' in ewigkeit. und schand Ploͤßlich nehmen uͤber⸗ 3. GOtt heilger geist, du troͤster hand. Hilf du selbst in allen sachen, wehrt! Gib dein'm volk ein'rley Gib den regen fruͤh und spat; Gib sinn auf erd. Steh bey uns in trost, huͤlfe, raht und that. der lezten noht, Leit uns ins leben 4. Laß uns deines wortes saa⸗ aus dem tod. men, Lehr und leben halten rein, 4. Ach HErr! laß dir befohlen Und ein reiner weizen seyn, Daß seyn Die arm' bedraͤngte christen wir deinen wehrten namen Ruͤh⸗ dein; Bey festem glauben uns men hier in dieser zeit Und in alle erhalt, Und reiß uns aus der ewigkeit. feind? gewalt. 9. Wirst du endlich selber kom⸗ 6. Ihr auschlaͤg, HErr! zu nichte men, Bricht die ernte einst her⸗ mach/ Laß sie treffen die boͤse sach, ein; Sammle uns mit freuden ein, Und strz sie in die grub hinein, Und laß uns, mit allen frommen, Die sie machen den christen dein. In des lebens buͤndelein Ewig 6. So werden sie erkennen doch, eingebunden seyn. Daß du uns'r HErr GoOtt lebest hoan 4½ aut dleh deiner 471. Angsieh d. eun⸗ chaar, Die sich auf die as⸗ arein, set gar. 0 Und laß dich deß erbarmen! Wie V, Verleih uns friede gnaͤ⸗ wenig sind der heilgen dein! Ver⸗ diglich, HErr GOtt! zu unsern lassen sind wir armen. Dein wort zeiten: Es ist doch ja kein andrer laßt man nicht haben wahr, Der nicht, Der für uns koͤnnte streiten, glaub ist auch verloschen gar Bey Denn du unser GOtt alleine. allen menschen kindern. ů 3. Gib unserm koͤnige und aller. z. Sie lehren eitel falsche lis, obrigkeit Fried und gut regiment, Die eigen⸗witz erfindet: Ihr herz Daß wir unter ihnen Ein geruhi⸗ nicht eines sinnes ist In GOttes ges und stilles leben fuͤhren moͤgen wort gegruͤndet. Der waͤhlet dis, In aller gottseligkeit und ehrbar⸗ der audre das; Sie trennen uns keit. Amen. ohn alle maaß/ Und gleissen schoͤn von aussen. 3. Gott woll ausrotten ganz Mel. z. Alles was mir GOtt ꝛc. und gar, Die falschen schein uns 70⁰0 Glt du weißt in lehren Und deren zung stolz offen⸗ +.„»Ewas fuͤr zeiten bar Spricht; trotz, wer wills uns Deine liebe kirche schwebt, Die wehren? Wir habens recht und nach deinem willen lebt: Ach! an macht alleinz Was wir setzen, das allen ort und seiten Ueberall in gilt gemein: Wer ist/ der uns soll jedem stand Nimmt das unkraut meistern. uͤberhand. 4. Darum spricht GOtt: 06 mu .—.— ————— ....... —— 14 I 0 CF---e 30⁰0 Von der christlichen Kirche und zwar muß auf seyn: Die armen sind zerstoͤhret, Ihr seufzen dringt zu mir herein, Ich hab' ihr klag er⸗ hoͤret: Mein heilsam wort soll auf dem plan Getrost und frisch sie greifen an, Und seyn die kraft der armen. ö 6. Das silber, durchs feur sieben⸗ mahl Bewaͤhrt, wird lauter fun⸗ den: An Gottes wort man war⸗ ten soll Desgleichen alle stunden. Es will durchs ereuz bewaͤhret seyn, Da wird erkannt sein' kraft und schein, Und leucht't stark in die lande. 6. Das wollst du, GOtt! be⸗ wahren rein Fuͤr diesem arg'n geschlechte: Und laß uns dir be⸗ fohlen seyn, Daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos hauf sich immer findt, Wo diese lose bahr sind In deinem volk er⸗ 0 en. *7. O daͤmpfe selbst, du star⸗ ker GOtt! Die dir die ehre rauben: O JEsu Christ! in aller noht Staͤrk unsern schwachen glauben: O heilger geist, verleih uns gnad, Daß wir fuͤr suůnd und missethat Mit allem ernst uns huͤten. 2 Er spricht der unwei⸗ 47 sen mund wol: Den rechten GOtt wir meinen. Doch ist ihr hert unglaubens voll, Mit that sie ihn verneinen. Ihr we⸗ sen ist verderbet zwar, Vor GOtt ist es ein greuel gar, Ihr keiner thut was gutes. 2. GOtt selbst vom himmel sah herab Auf alle menschen⸗ kin⸗ der, Zu schauen sie er sich be⸗ gab, Ob er jemand moͤgt fin⸗ den: Der sein'n verstand gerichtet haͤtt', Mit ernst nach GOttes worten thaͤt, Und fragt' nach sei⸗ nem willen. 3. Da war niemand auf rech⸗ ter bahn, Sie war'n all ausge⸗ schritten: Ein jeder ging nach seinem wahn, Und hielt verlohr⸗ ne sitten. Es that ihr keiner doch kein gut; Wiewol gar viel betrog der muht, Ihr thun sollt GOtt gefallen. 4. Wie lang wollen unwissend seyn, Die solche muͤh aufladen, Und fressen dafuͤr das volk mein, Und nehren sich mit schaden? Es steht nicht ihr vertraun auf GoOtt, Sie ruf'n ihn nicht an in der noht: Sie woll'n sich selbst versorgen. Darum ist ihr herz nimmer still, Und steht allzeit in furch⸗ ten. GoOtt bey den frommen bleiben will, Dem sie im glaub'n gehorchen. Ihr aber schmaͤht des armen raht/ Und hoͤhnet alles/ was er sagt, Daß GoOtt sein trost is worden. 6. Wer soll Israel dem armen Zu zion heil erlangen? Gott wird sich seins volks erbarmen, Und loͤsen die gefangnen. Das wird er thun durch seinen sohn: Davon wird Jacob wonne hab'n, Und Israel sich freuen. Rlagen Zions über den Verfall der Kirche. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛe. 473.d. oͤchstes wesen! Vollkommenste gerechtigkeit, GOttl du hast uns dir auserlesen, Und von Egyptens joch befreyt; Daß uns dein evangelisch licht In JEsu alles heil verspricht. 2. Du schenkest uus das wort des lebens Nunmehro schon so manches jahr. Uns droht der feind noch jezt vergebens Mit to⸗ ben, morden und gefahr. fefe este —— W . — 1 D — Tlen ungz Dh U Diss vule Nun sil ennn LIII Dalusti . hen w Vlheit W den e Ose inte er scn hntti Itt shtt nal dene ö)sls h Norgtn seitth u ODseueh. — t dente Icht. ö Wrehel Aaru Hfes Al. Agerchhl; Mir at Wlishleh Vlict 6 ut 0 H um Erhaltung derselben bey reiner Lehre. 301 feste burg bleibt doch beschirmt, So sehr der satan auf sie stuͤrmt. Wir wissen, daß wir sollen glaͤuben, Daß unser heil nur FEsus sey; Doch muß des glau⸗ bens kraft uns treiben, Zu leben ohne heuchele)y; Herz, mund und that muß uͤberein Vor dir gut ebangelisch seyn. 4000W. 4. Ach! aber, ach! wir muͤssen klagen, Daß wir gar sehr verfal⸗ len sind. Viel sind, bey hellen gnaden⸗tagen, Unwissend, und mit vorsatz blind. Wie kalt und lau wirst du geehrt? Wie ungern wird dein wort gehoͤrt?— 6. Viel dichten sich zwar einen glauben, Der doch nur ihr ge⸗ hirn erfuͤllt; Dieweil sie frucht und leben rauben, Das aus dem wahren glauben quillt: Sie bil⸗ den sich recht fromm zu seyn, Un⸗ noͤhtig und unmoͤglich ein. 6. Doch leider! auch der groͤßte haufe Misbraucht die gnaden⸗ mittel sehr; Man trotzt auf nacht⸗ mahl, beicht und taufe, Und laͤßt das herz von JEsu leer: Bey aͤuserm dienst und sicherheit Hofft man doch auf die seligkeit. 7. Man moͤgte blut fuͤr thraͤ⸗ nen weinen, Wenn man die bruͤ⸗ che ions sieht! Ach GOtt! wie trennen sich die deinen! Es zankt und beißt sich glied mit glied, Das aͤrgerniß nimmt uͤberhand, Und breitet sich durch stadt und land. 8. Wenn du den leuchter von uns stiessest, Wenn du das evan⸗ gelium Bey uns ganz untergehen liessest, Ja schlugst du uns, dein z eigenthum, Mit allertiefster fin⸗ Abiß Ach! so verdienten wirs gewißt. 9. Jedoch wir fallen dir zu fusse, Und suchen in der gnaden⸗ zeit, Mit wahrer reu und herzens⸗ busse, Bey dir, o GOtt! harm⸗ herzigkeit; Vergib in Jesu alle schuld, Behalt uns noch in dei⸗ ner huld. 10. Wir wollen stets in deinem lichte, Als kinder, in der wahr⸗ heit stehn, Und durch rechtschaff⸗ ne glaubens⸗fruͤchte Zu deinem preise einher gehn; Entzeuch uns nur dein heitres licht, Dein wort und deine gnade nicht. Klagen Zions über die Sicher⸗ heit und Bosheit der Welt. Mel. Wo Goᷣott der HErr nicht. Err! deine gůt und 474. treusist groß, Daß wir uns wundern muͤssen. Wir liegen vor dir arm und bloß, Voll schmerz zu deinen füssen: Die bosheit waͤhret immerfort, Und du bleibst doch der treue hort, Und willt uns nicht verderben. 2. Die suͤnden nehmen uͤber⸗ hand, Dis siehest du mit schmer⸗ zen: Die wunden sind dir wol be⸗ kannt Der sehr verkehrten herzen. Die schulden nehmen taͤglich zu; Es haben weder rast noch ruh, Die dir den ruͤcken kehren. 3. Dein auge stehet wider die, So deiner wege fehlen, Und voller bosheit spat und fruͤh Die laster⸗ bahn erwaͤhlen, Die nur im schnoͤden sunden-wust Des flei⸗ sches hoͤchst⸗verderbte lust Zu buͤs⸗ sen eifrig trachten. 4. Deswegen flehn und seuf⸗ zen wir, Du wirst uns, HErr! erhoͤren, Und die, so boͤses thun, u dir Durch deinen geist bekeh⸗ ren. Erleuchte doch die boͤse welt, Die sich bey sunden selig haͤlt, und so zur hoͤllen eilet. 3. Erbarme dich, o treuer Gott! Der welt, die du geliebet, Der welt, die ganz in suͤnden todt, In suͤnden dich betruͤbet. Gieb, daß dein wort durch 12018 E·.———.— Von der ehristlichen Kirche und zwar kraft In solchen herzen früchte — 5 Die harten felsen glei⸗ en. 6. Wir bitten dich, entdecke doch Der welt und ihren kindern, Wie sanft und angenehm dein joch Den bußfertigen suündern, Die sich von ihrer suͤnden⸗ schuld Zu Christi blut und deiner huld, In buß und glauben, wenden. 7. Die heerde, die du dir er⸗ waͤhlt, HErr! setze selbst zum segen: Verleih ihr alles, was ihr fehlt, Fuͤhr sie auf deinen wegen. Mach deine treu und vater⸗hand Den kindern allen wol bekannt Die deiner guͤte trauen. 8. Ein hirt und vater meint es treu Und herzlich mit den seinen: Du bist noch mehr, deß ich mich freu/Wie kannst du's boͤse meinen? Drum trauen wir allein auf dich, Ach! leite du uns vaͤterlich Nach deinem raht und willen. 9. Hie sind wir deine erben schon, Und freuen uns darneben, Daß du uns wirst zum gnaden⸗ lohn Die ehren⸗erone geben: Wir hoffen, bald dein angesicht Zu sehen dort in deinem licht, Wo uns das lamm wird weiden. Um Schutʒ und Erhaltung der Kirche wider die Macht der Feinde. Mel. JEsu deine heilge wunden. reuer hirte deiner 5 heerde, Deiner glie⸗ der starker schutz! Sieh doch, wie die asch und erde, Grosser GOtt! mit grimm und trutz Tobt und wuͤ⸗ tet wider dich; Sie vermißt sich freventlich, Deine kirche zu ver⸗ stoͤhren, Und dein erbtheil zu ver⸗ heeren.—.— 2. Du, HErr! bist ja unser koͤnig; Wir sind dein mit leib und seel. Menschen-huͤlf ist ja zu wenig, Wo du nicht, Imma⸗ nuel: Zu der deinen rettung wachst, Und dich selbst zu felde machst, Für dein wahres wort zu kaͤmpfen, Und der feinde wuht zu daͤmpfen. 3. Es betrifft selbst deine ehre, Deiner wahrheit heiligthum, JE- su! deine glaubens⸗lehre, Dei⸗ nes leidens kraft und ruhm, Und den dienst, den dir allein Wir zu leisten schuldig seyn. Darzu kannst du ja nicht schweigen; Du mußt deine macht⸗hand zeigen. 4. Du verlachst der feinde tuͤcke/ Treibst den boͤsen raht und schluß, Wuht und anschlag selbst zuruͤcke, Daß er nicht gelingen muß. Die verfolgung hat ihr ziel, Du ver⸗ haͤngst ihr nicht zu viel, Und pflegst derer nur zu spotten, Die, HErr! wider dich sich rotten. 6. Staͤrke nur den schwachen glauben, Den, bey so betruͤbter zeit, Fleisch und satan uns zu rau⸗ ben, Und mit furcht und blo⸗ digkeit Uns zu schrecken, sich bemuͤht. Deine weisheit kennt und sieht Deiner kinder schwah vermoͤgen, Und wird nicht zu viel auflegen. 6. Hilf den deinen, und be⸗ kehre Der verfolger blindes heer: Der verfolgung steur und wehre, Daß sie uns nicht sey zu schwer. Nimm dich der bedraͤngten an, Leit auch die auf rechter bahn/ Die noch jezt durch satans lüͤ⸗ gen Sich selbst um ihr heil be⸗ truͤgen. . Laßuns recht und redlich han⸗ deln, Und gelassen, heilig, rein, In der tauben⸗einfalt wandeln; Klug dabey in allen seyn, Uns zu schicken in die zeit, Und fuͤr fal⸗ scher heiligkeit Auch der feinde list und wuͤten, Uns mit schlangen⸗ klugheit huͤten. 8. Gib, daß wir mit beten, wa⸗ chen ut Wit 4 A WI. 5 WI 0 sah Dutuds Wosebii en hh il, A Wiielun Dihh Vten. den sthe s el an Autcht W schteot! Mdeihh Di Ird rihyl pen, I ablieh r ud h m sehis⸗ btigf Ac I ts, ist se a Hl 10⁰ IU— 79 det U lst Wit + 4 II . I um Erhaltung derselben gegen ihre Feinde. 3⁰03 chen Allzeit stehn auf unsrer hut; Dich, HErr! alles lassen machen; Denn du machest alles gut. JE⸗ sus schuͤtzet uns schon hier, And vertritt uns dort bey dir, Bis wir auf der neuen erden Bey ihm triumphiren werden. in' feste burg ist un⸗ 476.& ser Gott, Ein' gu⸗ te wehr und waffen. Er hilft uns frey aus aller noht, Die uns anjeit betroffen. Der alte boͤse feind Mit erust ers jezt meint; Groß macht und viel list Sein' grausam ruͤ⸗ stung ist: Auf erd'n ist nicht seins gleichen. 0 z. Mit unsrer macht ist nichts gethan, Wir sind gar bald verloh⸗ ren. Es streit't fuͤr uns der rechte mann, Den GOtt selbst auser— kohren. Fragst du, wer er ist? Er heißt JEsus Christ, Der HEr⸗ re zebaͤbth, Und ist kein andrer Gott; Das feld muß er behal⸗— ten. 3. Und wenn die welt voll teufel waͤr, Und wollt'n uns gar verschlingen; So fuͤrchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. Der fuͤrste dieser welt, Wie sauer er sich stellt, Thut er uns doch nichts: Das macht/ er ist gericht't; Ein woͤrt⸗ lein kann ihn faͤllen. 4. Das wort sie sollen lassen stahn, Und kein'n dank darzu ha⸗ ben: Er ist bey uns wol auf dem plan Mit seinem geist und gaben. Nehmen sie uns den leib, Gut, hr,/ kind und weib; Laß fahren da⸗ hin, Sie habens kein gewinn: Das reich muß uns doch bleiben. No Gott der HErr 477. W nicht bey uns haͤlt/ Wenn unsre feinde toben, Und unsrer sache nicht beyfaͤllt Im himmel hoch dort oben; Wo er Israels schutz nicht ist, Und selber bricht der feinde list; So ists mit uns verlohren. . Was menschen kraft und witz anfaͤht, Soll billig uns nicht schrecken: Er sitzet an der hoͤch⸗ sten staͤtt, und wird ihr'n raht aufdecken. Wenn sie's aufs kluͤg⸗ ste greifen an, So geht doch GOtt ein? andre bahn: Es steht in sei⸗ nen haͤnden. 3. Sie wuͤten fast und fahren her Als wollten sie uns fressen. Zu wuͤrgen steht all ihr begehr, GOtt ist bey ihn'n vergessen. Wie mee⸗ res wellen einher gehn, Nach leib und leben sie uns stehn: Deß wird sich GOtt erbarmen. 4. Sie stellen uns wie ketzern nach/ Nach unserm blut sie trach⸗ ten; Noch ruͤhmen sie sich chri⸗ sten auch, Die GOtt allein groß achten. Ach GOtt! dein theurer nam' allein Muß ihrer schalkheit deckel seyn. Du wirst einmahl auf⸗ wachen. Aufsperren sie den rachen weit, Und wollen uns verschlin— gen. Lob und dank sey Gott al⸗ lezeit, Es wird ihn'n nicht gelin⸗ gen. Er wird ihr'n strick zerreissen gar, Und stuͤrzen ihre falsche lehr; Sie werdens GOtt nicht wehren. „6. Ach HErr GOtt! wie reich troͤstest du, Die gaͤnzlich sind ver⸗ lassen; Die gnaden⸗ thuͤr steht nimmer zu. Vernunft kann dis nicht fassen; Sie spricht: es ist nun alls verlohrn, Da doch das ereuz hat neu gebohrn, Die deiner huͤlf erwarten. 7. Die feind' sind all in deiner hand, Darzu all ihr gedanken, Ihr anschlag ist dir wol bekannt, Hilf nur, daß wir nicht wanken. Vernunft wider den glauben ficht, Aufs kunftge mwill sie trau⸗ ben nicht, Da du wirst selber troͤ⸗ en. 8. Den 9——9—————————.—— 304 Von der christlichen Kirche und zwar 8. Den himmel und auch die erden Hast du, gruͤndet. Dein licht laß uns helle werden, Das herz werd uns ent⸗ zuͤndet In rechter lieb' des glau⸗ bens dein, Laß uns ans end be⸗ staͤndig seyn: Die welt laß immer murren. Mel. Wenn wir in hoͤchsten ꝛe. Heu Ehris: Sie— 15 47 8. su Christ! Sieh an die noht, in welcher ist Dein ar⸗ mes kirchen⸗schiffelein, Wach auf! sonst wirds geschehen seyn. z. Die starke wellen brausen sehr: Drum steure doch dem tollen meer. Wo du ihm selbst nicht wirst beystehn„So muß es ganz zu grunde gehn. 3. Wach auf, wach auf, du star⸗ ker hort! Und schuͤtze deine kirch und wort. Nimm dich des kleinen haͤufleins an, Weil ihm sonst nie⸗ mand helfen kann. 4. Die wellen, die um uns her sind, Still', und bedraͤue selbst den wind. Wend ab verfolgung, angst und noht, Und sonderlich den seelen⸗tod. 20 6. Hab auf die deinen fleissig acht, Damit man deine staͤrk und macht, Nicht halte gar fuͤr einen spott, Und spreche: wo ist nun ihr GOtt! 6. Nun allerliebster JIEsu Christ! Du weißt, wie uns zu rahten ist: Hilf so, damit die christenheit Dich lobt und preist in ewigkeit. Mel. Es spricht der unweisen ꝛe. Worhalben toben 479. Ffast zugleich und uͤberall die heiden? Die koͤn'ge wollen Christi reich In ihrem land nicht leiden. Die herren halten raht zu hauf, Sich wider Gott zu HErr Gott! ge⸗st lehnen auf, Und den, den er ge⸗ albet . Sie wollen Christi sanftes loch Und leichte last nicht tragen, Verwerfen es und laͤsterns noch, Weil sie nach GOtt nicht fraͤgen. Der aber in dem himmel wohnt Lacht ihrer, wenn er ihnen lohnt, Und ihren hochmuht strafet. 3. Er wird im zorn sie sprechen an, Im grimm wird er sie schrek⸗ ken: Was sie fuͤr boͤses je gethan, Wird er gesammt entdecken: Wie sie des hoͤchsten nicht geacht't, Mit ernst auch niemahls drauf gedacht/ Daß ihm recht wuͤrd' gedienet. 4. Gott hat gesetzt in seinem reich Zum koͤn'ge den zu hoͤren, Der an gewalt ihm voͤllig gleich, An herrlichkeit und ehren: Der ist sein sohn, den hat er heut, Das heißt bey GOtt: von ewigkeit, Gezeugt aus seinem wesen. 5. Der vater hat vom him⸗ mels⸗thron Der heiden erb, dar⸗ neben Den ganzen welt⸗kreiß, diesem sohn Zum eigenthum ge⸗ geben: Daß, die verachten, was er heißt, Mit seinem seepter er zer⸗ Wfe.„Wie eisen bricht die oͤpfe. 6. Ihr koͤn'ge laßt euch weisen nu, Des hoͤchsten sohn zu kuͤssen. Ihr richter eilt gesammt herzu, Kommt, fallt zu seinen fuͤssen: Dient ihm mit furcht; und freuet euch, Wenn ihr sorgfaͤltig seyd sein reich Und ehre zu befoͤrdern. 7. Wo ihr die zucht noch ferner haßt, Und Christum nicht lernt kennen, Nicht das gottlose we⸗ sen laßt: So wird sein zorn an⸗ brennen, Und ihr mit schanden untergehn: Der aber wird vor ihm bestehn, Der ihm von herzen trauet. *8. Hilf, JEsu! daß an jedem ort Die maͤchtigen auf erden Gern hoͤren deine stiwm und wort/ S Iden Id n e t nicht chinme Derihnyl Dht fnh ernsee Tid er shz ses j entdih Wutgeacht draf ürdegh eseht il en In uilh Iind ehth ater un In ps hat unt Oeiden W h eihehe „Oerache stenp isen ft l Wschht Wesnm, 6 Plen tihit Potfiiht V „ s, e e e V um Ausbreitung der christlichen Lehre. 30⁰⁵ wort, Und dadurch glaͤubig wer⸗ den. Erleucht sie alle, daß sie dir Im land und herzen thor und chuͤr Zu deinem dienst eroͤffnen. —.— Um Ausbreitung derchrist⸗ lichen Lehre, und um Ver⸗ mehrung der Kirche. 80 Es wolle GOtt uns 80. gnaͤdig seyn, Und seinen segen geben. Sein antlitz uns mit hellem schein Erleucht' zum ewgen leben; Daß wir er⸗ kennen seine werk, Und was ihn liebt auf erden: Und JEsu Chri⸗ sti heil und staͤrk Bekannt den heiden werde, Und sie zu GOtt bekehre. 2. So danken GOtt und loben dich Die heiden uͤber alle; Und alle welt die freue sich Und sing? mit grossem schalle: Daß du auf erden richter bist, Und laͤßt die sünd nicht walten. Dein wort die hut und weide ist, Die alles volk erhalte, In rechter bahn zu wallen. 3. Es danke GoOtt und lobe dich Das volk in guten thaten. Das land bring' frucht und bessre sich; Dein wort laß wol gerah— ten. Uns segne vater und der sohn, Uns segne Gott der heilge geist, Dem alle welt die ehre thut. Fuͤr ihm euch fuͤrchtet al⸗ Ame„Und sprecht von herzen: men. Mel. Es spricht der unweisen ꝛe. treuer heiland JIE⸗ 48 I. O su Christ, Der du am ereuz gestorben, Und von dem tod erstanden bist! Du hast uns ja erworben, Daß alle menschen ins⸗ gemein Durch dein blut koͤnnen selig seyn, Wenn sie nur an dich glaͤuben. 2. Erbarme dich der blinden leut, Die sich selbst so bethoͤren Durch ihrer sinnen eitelkeit, und wollen dich nicht hoͤren, Daß du der wahre GOtt auch seyst, Mit vater und mit heilgem geist Gleich ewig und allmaͤchtig. 3. HErr! mache ihnen doch be⸗ kannt, Daß kein geschoͤpf zu fin⸗ den, Das durch erschaffenen ver⸗ stand Den schoͤpfer kann ergruͤn⸗ den. Sein wesen ist verborgen gar, Doch ist durchs wort uns offenbar, Wie wir dich sollen eh⸗ ren. 4. Du kamst darum, o GoOt⸗ tes sohn! Herab zu uns auf er⸗ den, Daß Gottes will' vom himmels⸗thron Uns voͤllig kund moͤgt werden: Wir danken dir, und bitten dich, Laß deine lehr gewaltiglich In aller welt er⸗ schallen. . Die aber in der christenheit GoOtt wissen recht zu nennen, Daß er ist drey in einigkeit; Die ihn also bekennen, Verknuͤpfe durch der liebe band, Daß man in jedem reich und land Nur fried und wahrheit suche. 6. Fuͤr denen, die in glaubens⸗ sach Als ketzer uns verdammen, Und noch darzu uns stellen nach Mit drangsal, schwert und flam⸗ men, Nimm uns in deinen star⸗ ken schutz. Laß aller feinde list und trutz Zunicht, zu schanden werden. 2. Verleih, daß deine reine lehr Daͤmpf' allen aberglauben, Da⸗ mit man dir nicht deine ehr Aus falschem wahn mag rauben: Daß man auch in der lezten noht Nur dich allein, den wahren GOtt, Um huͤlf und rettung bitte. 8. Und weil so viel an man⸗ chem ort Aus unverstande fehlen; So gih/ daß die auch durch dein wort Die rechte bahn erwaͤhlen. Hilf 306 Von der christlich en Kirche und zwar Hilf, daß wir von dem irre⸗weg Sie bringen auf der wahrheit steg In freundlichkeit und sanft⸗ muht. *9. Dein wort erhalte hell und klar Bei kind und kindes⸗kindern, Daß man dabei bleib immerdar: So wird uns gar nicht hindern, Was die vernunft je hat erdacht/ Und menschen⸗tand hervor ge⸗ bracht Zuwider deinem willen. 10. Gib auch uns allen deine gnad, Daß wir das boͤse lassen/ Und vorsetzliche missethat All⸗ zeit von herzen hassen: Auf daß wir nach dem jammerthal Des glaubens ende alliumahl, Die se⸗ ligkeit erlangen. Mel. Erhalt Ein Chriße 267 ö Jesu Christe, wah⸗ 48 2.O res licht! Erleuch⸗ te/ die dich kennen nicht, Und brin⸗ ge sie zu deiner heerd/Daß ihre seel auch selig werd. 2. Erfuͤll mit deinem gnaͤden⸗ schein, Die in irrthum verführet seyn; Auch die, so heimlich fichtet an In ihrem sinn ein falscher wahn. ö 3. Und was sich sonst verlau⸗ fen hat Von dir, daß suche du mit gnad, Und sein verwundt gewissen heil; Laß es am himmel haben theil. 4. Den tauben oͤffne das gehor: Die stummen richtig reden lehr; Die nicht bekennen wollen frey, Was ihres herzens glaube sey. 5. Erleuchte, die da sind ver⸗ blendt; Bring her, die sich von uns getrennt; Versammle, die zerstreuet gehn; Mach feste, die im zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zu⸗ gleich Auf erden, wie im himmel⸗ reich Hier zeitlich und dort ewiglich Fär solche gnade preisen Vom heiligen Lehr⸗ und Predig⸗Amte. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. 8 Detner ist mein 4 ů 3. getreuer hirt, Der mich im worte weidet. Er ruft das schaaf, das sich verirrt, Und von der heerde scheidet. Er fuͤhret mich mit seiner hand, Und heiligt selbst darzu den stand Der hirten und der lehrer. ö 2. Der HErr berief uumittel⸗ bar Im alten iestamente Der heil⸗ gen männer grosse schaar, Die man propheten nennte. Durch dieser maͤnner schrift und mund Entdeckte GOT den gnaden⸗ bund, Und ließ von Christo zeu⸗ stellt, Erwaͤhlt er sich die zwoͤlft, Und schickte sie in alle welt, Als hirten unter woͤlfe: Durch wel⸗ euch mit GOtt versoͤhnen. hirten, Und sendet sie noch im⸗ merdar Den suͤndern und verlur⸗ fort Des allerhoͤchsten theukes wort, Das in der schrift verfasset. 5. Dis iß vornehmlich ihtt pflicht, Die kirche zu vermehresß Durch lehre, straf und Unterricht. Durch zucht und trost zu lehren; Wie auch die heilge saerament, Den menschen mitzutheilen. 6. Ein lehrer ist ein ackermanl Und Gottes wort, sein sanmen Ein wächter, der nicht schlafel kann; Er suͤhrt den vater⸗namel. Er ist ein streiter und ein hirt: Ei engel, der gesendet wird; In el haushalter GOttes. ö *7. Exhalt uns, HErr! deil dich. theures wort In unverfälscht lehth gen. ö 3. Als JEsus sich nun einge⸗ che GOtt, an Christi statt, Die menschen tren ermahnet hat: Lasft g V 4. Gott ruft auch noch, doch mittelbar, Nach seinem herien, Die man als gnaden⸗mittel kennn. ten; Die lehren uns noch immer, N H 1 . + II 0 508 iteR AI ———. Nuucur p e. Vs uut Tc b M n d — N N et bertst Dama iose sieh schristuth •N un oe O AIsus san, t et schhh inl Bpröler l Geh erhheh Droershn st uch Lach schest Iseldee t ndg Hi * A N Irche N/ ů 10 0 Hahh Ixs r f 0 NII WHNAN um Ausbreitung der christlichen Lehre. 30⁰⁷ lehre/ Und ruͤste selbst noch immer⸗ kraft, Die reu und bittre thranen ö fort Zu deines namens ehre, Ge⸗ treue streiter Christi aus; Be⸗ wahre dein geweihtes haus Und die dasselbe bauen. 8. Laß deine knechte deinen ruhm In lehr und leben preisen, Daß sie das wahre christenthum Auch mit der that beweisen: Da⸗ mit des wortes theure kraft, Die nur allein das leben schafft, Ja nicht verlästert werde. 9. HErr! lad uns durch die boten ein, Und weck uns aus dem schlafe. Laß alle hoͤrer thäter seyn, Als Christi fromme schaafe; Daß alle treue lehrer sich, Und die sie hoͤren, HErr! durch dich Dort ewig selig machen. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Vetreuer GOTT! 484. dein gnaden⸗wal⸗ ten Versorgt und labt uns alle⸗ sam̃t. Dein will ist, mit uns haus⸗ zuhalten Durch deiner diener hei⸗ lig amt. O welcher gaben theu— res gut Legst du durch sie in herz und muth! 2. Wenn deine lehren rein er⸗ schallen Durch deiner friedens⸗ boten mund: Laß ihre kraft auch auf mich fallen Bis in der seelen tiefsten grund. Ja senke taͤglich mehr hinein Und laß es geist und leben seyn. 3. HErr! segne deiner knechte werke, Durch sie regiere stets dein haus. Ach! ruͤste sie mit muth und staͤrke, Zum kampfe mit den feinden, aus. Hilf, daß ein jeder por dir treu In lehre, troͤst, und strafe, sey. 4. HErr! segue doch auch un⸗ ser hoͤren, Erwecke den, der geist⸗ lich todt. Der gnaden⸗botschaft suͤsse lehren Seyn unser labsal in der noth; Und dein gesetze sey die chafft. 5. Wird endlich denn, o HErr der schaaͤren! Das letzte richter⸗ wort von dir Den rath der herzen offenbaren; So offenbare doch auch mir Dich, seligmacher! als mein heil, Den himmel, als mein ewig theil. Bey Einweihung einer neuen Virche. Mel. Aus tiefer noht schrey ich ꝛc. — reyeinig-heilig⸗ 43 5. grosser GOT! Sieh von des himmels hoͤhen Dein armes volk, HErr zebaoth! Dein häuflein vor dir stehen. Vernimm das seufzen und gebet, Das jetzt zu deinem throne geht Von dieser heilgen staͤtte. 2. Wir weihen dieses GoOttes-⸗ haus, O hoͤchster! deinem na⸗ men. Schmuͤck es mit deinem segen aus; Laß uns und unsern saamen Dein zeugniß, recht und heilig wort An diesem dir geweih⸗ ten ort, Zum heil der seelen, horen. 3. Des glaubens grund ist JE⸗ sus Christ; Apostel und propheten Sind pfeiler, und die grund⸗fest ist Ihr wort, worauf in noͤhten, Wie weit der feinde wuht auch geht, Die GOttes⸗stadt doch lustig steht Mit ihrem zions⸗brunnen. 4. Nimm an die kinder, die wir dir Hier in der taufe schenken. Laß sich die reinen lehren hier In ihre seele senken, Und hilf sie selbst zur glaubens⸗frucht, In deiner furcht und christen⸗zucht, Als him⸗ mels⸗pflanzen ziehen. 5. Hier beichten wir mit leid und reu, Gebeugtem herz und knieen: Drum schenk, wenn wir mit glaubens⸗treu Zu Christi ereuze fliehen, Vergebung, liebe, guad und huld. Loͤsch aus der sͤn⸗ u 2 den 3⁰⁸ Von der wahren Busse und Bekehrung den grosse schuld Allhier mit Christi blute. ů 6. Hier stell dich, heiland! sel⸗ ber dar, Hier schenk uns deine gaben, Wenn bey dem heiligen altar Sich 439 3 seelen laben. Gib deinen leib, gib uns dein blut, So du fuͤr uns, und uns zu gut, Gege⸗ ben und vergossen. 7. Hier segne selbst den ehstand ein. Die fuͤrbitt fuͤr die kranken Erhoͤr, und laß erfuͤllet seyn Dein haus mit lob und danken. Hoͤr, wenn wir den regenten ⸗stand, Kirch, schulen, haͤuser, stadt und land Dir, GOtt! hier anbefehlen. 8. Nun segne, vater! dieses haus, Das wir nach dir, HErr! nennen. Treib feindschaft, stolz und zank hinaus, Lehr uns dich hie recht kennen. Stoͤhr alles, was uns stoͤhren will; Laß uns in dieser zions⸗-still' Dich freudig ehren, loben. 9. Lob, ehre, dank und herr⸗ lichkeit Sey dir, o HErr! gesun⸗ gen, Daß uns bey dieser schweren zeit Dis werk durch dich gelun⸗ gen. Gib daß, was wir jezt fan⸗ gen an, Nicht eher ende nehmen kann, Bis erd und himmel bre—⸗ chen. V. Von den Pflichten des Menschen. I. Von der wahren Busse und Bekehrung und zwar Erweckungen zur Busse. Mel. Vater unser im himmelreich. 6 S wahr ich lebe! 48„E spricht dein GOtt, Mir ist nicht lieb des suͤnders tod; Vielmehr ist dis mein wunsch und will, Daß er in sůnden halte still, Von seiner bosheit kehre sich, Und lebe mit mir ewiglich. 2. Dis wort bedenk, o men⸗ schen⸗-kind! Verzweifle nicht in deiner sund: Hier findest du trost, heil und gnad, Die GOtt dir zu⸗ gesaget hat, Und zwar mit einem theuren eid, O selig! dem die sünde reidodps... 3. Doch huͤte dich fuͤr sich er⸗ heit; Denk nicht: zur buß ist noch wol zeit, Ich will erst froͤlich seyn auf erd: Wenn ich des lebens muͤde werd, Alsdenn will ich be⸗ kehren mich GOtt wird wol mein erbarmen sich. 4. Wahr ists: GoOtt ist wol stets bereit Dem suͤnder mit barm⸗ herzigkeit; Doch wer auf gnade sundigt hin, Faͤhrt fort in seinem boͤsen sinn, Und seiner seele selbst nicht schohnt, Dem wird mit un⸗ gnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget GOtt,/ Von wegen Christi blut und tod; Zusagen hat er nicht gewollt, Ob du bis morgen leben sollt. Daß du mußt sterben, ist dir kund; Verborgen ist die todes⸗stund. . Heut lebst du, heut bekehre dich: Eh morgen koͤmmt, kanns aͤndern sich. Wer heute frisch, ge⸗ sund und roht, Ist morgen krank, ja gar wol todt. So du nun stir⸗ best ohne buß, Dein seel und leib dort brennen muß. *. Hilfo HErr JEsu! hilf du mir, Daß ich noch heute komm zu dir, Und busse thu den augen⸗ blick, Eh mich der sechnelle tod hin⸗ ruͤck: Auf daß ich heut und jederzeit Zu meiner heimfahrt sey bereit. Mel. 1—4 Neuhh M-a Run 0 N n 1. NA N akuhs oherrh och Nests Duth ohh irsh echerendenig Vnd hh —.—. Mast Yekehrh u Itt ft öseindt sot em ugtj O. geshe Hlltnd Wichtynd er f ,NI thet d s ü he Wo Cbe sle ——— —— und zwar Erweckungen zur Busse. 30 Mel. Es ist das heil uns kommen. Lebt nicht so sicher in 487⁷7. der welt, Ihr GOtt geweihte ehristen! Als die von nichts, als gold und geld Und eitlen dingen, wuͤßten: Dis alles frißt und raubt die zeit. Sucht schaͤtze jener ewigkeit, Die euch kein zufall raubet. ö 2. Ihr wendet leider! fleiß und zeit Auf dinge, die nichts taugen; Und setzt, was eure seligkeit Be— foͤrdert, aus den augen. Den jeib versorgt ihr wunderschön, Di seele muß zu grunde gehn Un ewiglich verderben. ö g3. Versaͤumet doch das kleinod nicht, Darnach die seelen rungen, Die nun durch buß' im glaubens-— licht Zum leben durchgedrungen. Ja denkt der lehre IEsu nach: Besinnt euch, was Johannes sprach,Als er im geist entbrannte: 4. Thut busse, weil ihr es noch koͤnnt, Und glaͤubt an IEsu wor⸗ te. Bedenkt, daß schon die hoͤlle brennt; Verlaßt die weite pfor⸗ te. Betrachtet euren suͤnden⸗ stand, Die jammer⸗volle scheide⸗ wand, Die euch vom himmel trennet. 8. Wie bald koͤm̃t euer sterbens⸗ tag Mit vollem straf-gewichte! Ach! denkt bey jedem glocken— schlag An jenes zorn⸗gerichte, Das über jeden sünder geht, Der nicht in buß und glauben steht; Und rettet eure seelen. 0. Was fuͤr ein neues himmel⸗ reich Erwaͤrten doch die suͤnder? Sie leben hier dem viehe gleich/ Ja oftmahls noch viel blinder. Es geht kein thier zum himmel ein, Es, muͤssen ehristen⸗-menschen seyn Voll buß⸗ und glaubens⸗ fruͤchte Ein heidnisch herz spuͤrt leid und reu, Das seinen herrn betruͤ⸗ bet, Der ihn mit mehr als vater⸗ treu Beschuͤtzt, versorgt und lie⸗ bet: Und ihr wollt GOtt und sei⸗ nen sohn Und beider treu, mit spott und hohn Beschimpfen und verachten? 8. Noch ist es zeit, noch kehrt zuruͤck; Noch waͤhrt das reich der gnaden: Eh ihr durch satans list und strick Den fluch auf euch ge— laden, Den fluch, der alle suͤnder druͤckt, Der euch das lebens⸗ziel verruͤckt, Fuͤr dem die teufel zit⸗ tern. 9. Seht, wie der fromme va⸗ ter steht! Er eilet voll verlaͤngen, Um den, der glaͤubig zu ihm geht, Mit inbrunst zu umfangen. Kommt, werft in buß euch vor ihm hin: Sein durch den sohn versoͤhnter sinn Will alle schuld erlassen. ö 10. Erwecket euch und lernt hiebey, Ja nehmet recht zu her⸗ zen, Wie noͤhtig euch die busse sey, Denn hier ist nicht zu scherzen; Wer sicher schlaͤft, in luͤsten traͤumt, Und so die gnaden⸗zeit versaͤumt, Der hat sich selbst be⸗ trogen. Mel. JEsu deine heilge wunden. illt du noch in 488. Wẽĩ suͤnden bleiben? Seele! laß dich deine noht Doch einmahl zur busse treiben: Auf! verlaß den sunden⸗koht, Und be⸗ denke, was du thust, Wie du in der sunden⸗lust Dich je mehr und mehr ertraͤnkest, Und dich selbst zur hoͤlle senkest. 2. Siehst du nicht, in wessen stricken Du bisher gefuͤhret wirst? Der dich suchet iu beruͤcken Ist der schnoͤde hoͤllen⸗fuͤrst. Bruͤllend gehet er umher Wie ein löͤw, und duͤrstet sehr Von begierde, von verlangen, Dich, verirrtes schaaf zu fangen. ù3 3. Denk, ———— 31¹⁰ Von der wahren Busse und Bekehrung 2. Denk, es waͤgen deine sün⸗ den Schon viel tausend centner schwer, Wer will dich der last ent⸗ binden? Und du haͤufst noch mehr und mehr Deine schuld und GOt⸗ tes rach? GOtt wird dir mit weh und ach! Dieses warlich einst vergelten Und dich unter augen schelten. 4. Es ist nur ein duͤnner faden, Welcher GOttes rach-⸗schwert haͤlt: Truͤbsal, angst, noht, see⸗ len⸗schaden Fuͤhrt es mit sich/ wenn es faͤllt. Da muß schmer⸗ zen, quahl und pein Sichrer sün— der strafe seyn. Nach dem kum⸗ mer⸗vollen sterben Folgt ein ewi⸗ ges verderben. ö 8. Kannst du nicht den sarg schon sehen, Deines leibes leites haus? Deuke doch, wie viele gehen Un⸗ verhofft zur welt hinaus? Wer kann bis zum morgen⸗licht, Bis zur stunde, die anbricht„ Fuͤr dem tode freyheit geben? Denk! so flůchtig ist das leben. 6. Darum kehre, kehre wieder Du verirrte sulamith! Fall vor deinem schoͤpfer nieder, Fleh um gnade, eil und bitt Mit zerknirsch⸗ ter seel und geist: Komme, weil es heute heißt, Eh dich GOttes zorn betroffen; Noch stehn seine arme offen. .Nun ich komm und kehre wie⸗ der: HErr! vor deinem angesicht Leg ich alle suͤnden nieder, Vater, ach! verwirf mich nicht. Wirf die schulden hinter dich. Zuͤrne ferner nicht auf mich. Laß durch Christum auf mein flehen Guade fuͤr das recht ergehen. Mel. Aus tiefer noht schrey ich ꝛe. 8 ie, daß du doch, 489. W fündlich herz So wolgemu ht kannst leben! Em⸗ pfindest du denn keinen schmerz? Bist nicht mit angst umgeben? Ist nichts mehr, das dir bange macht, Daß du bisher so schlecht bedacht Was du dir zugezogen? z. Beschau dein leben, das du fuͤhrst: Betracht all deine wege. Und sieh, ob du dich so regierst, Daß du gehst GOttes stege? Hast du den hoͤchsten so verehrt, Wie sein gebot von dir begehrt? Hast du ihn recht geliebet? 3. Ach! du hast schlecht an ihn gedacht; Du folgtest deinem wil⸗ len. Dein wunsch und ziel war tag und nacht, Die suͤnde zu erfuͤ⸗ len! Du kehrtest zwar in ereuz und noht Mit thraͤnen oft zu dei⸗ nem GOtt; Doch wichst du bald zu ruͤcke. ö 4. Mit kalten lippen dienst du GoOtt; Weißt oft nicht, was sie lallen. Die andacht ist dir oft ein spott, Die suͤnde dein gefallen. Du bist auf lust der welt erpicht, Und kannst darum die seele nicht Zu deinem schoͤpfer richten. C. Koͤmmt dir die reu bisweilen ein, So fehlt doch dein bestreben. Du wuͤnschst von suͤnden los un seyn, Willt doch nicht froͤmmer leben. Da ist kein fester vorsaß nicht/ Weil ihn die lust oft unter⸗ bricht, Die dich zur suͤnde leitet. 6. Du laͤßt die andacht bald vergehn, Sie waͤhret niemahls lange. Die wollust deucht dir gar zu schoͤn, Bey fromm⸗seyn wird dir bange. Du suchst die breite suͤnden⸗kahn; Es koͤmmt dir gar zu lieblich an, Nach deinem sinn zu leben. 7. Erwache doch, o sichres herz! Bereue deine suͤnden. Noch laͤßt sich GOtt, auf reu und schmerz, Wie vormahls, gnaͤdig finden. Er hat dir oftmahls huld erzeigt, Wenn du dein herz zu ihm geneigt, Und dir die schuld ver- h geben. 8. Ich Fesdeg n Wonen ici Plippen le It nidt/ Hechtish Nean Aer rsl dit she Pet tidlt Aie teuhe Vdeinhe Abe iht Iin fette Wielusi t slde Ne an Vhnt s i dett Amms 2 Icht RWse Wammtl. ch dün 06 0 40 Hich. 90 hb 0 6 Lühs. 93⁰ und zwar Erweckungen zur Busse. 311 g. Ich weiß/ er laßt sich auch jeꝛ⸗ zund Voll guͤt und liebe finden, Entsage nur mit herz und mund Aufrichtis deinen sünden. Ja kom̃v beweine deine schuld, Faß glaͤubig seine vater⸗huld; So wirst du gnad erlangen. 9. Kehr dich zu GOtt, GOtt wird auch sich Mit guaden zu dir kehren. Doch faß den vorsatz, niemahls dich Mit suͤnden zu be⸗ schweren. Verfluch und haß, was suͤndlich heißt; GOtt wird dir selbst den neuen geist, Der ihm recht dienet, geben. 10. Nun GOtt! nimm mich durch JEsum an, Und laß mich armen leben. Vergib, was ich bis⸗ her gethan. Laß mich fort eifrig streben Dir treu zu seyn, durch dei⸗ ne kraft Stets eine gute ritter⸗ schaft Bis in den tod zu uͤben. Erweckung zur Busse durch die gegenwaͤrtige Gnaden⸗ ett. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. O. WMein herz„ ach! g, denk an deine buͤsse, Da noch des hirten stimme lockt. Ach! falle GOtt noch heut zu fusse; Deun bleibst du fernerhin verstockt, So wird auch dir die straf und pein Jerusalems bestim⸗ met seyn. 2. Gott laͤßt es nicht an rufen fehlen: Drum suͤnder, auf und beßre dich! Noch kannst du fluch und segen waͤhlen. GOtt selbst bezeugt ja vaͤterlich, Ihn jammre deine grosse noht, Er wolle nicht des suͤnders tod. 3. Bedenk, was kannst du noch begehren, Das GOtt nicht schon an dir gethan? Er will, du sollt zum himmel kehren, Und zeigt durch einen eydschwur an, Er sey dir gnaͤdig, treu und hold, Er wolle, daß du leben sollt. 4. Wirst du den reichthum nun verachten, Den GOtt dir jetzt an gnade reicht; So wirst du leider! dann verschmachten, Wenn seine gnade von dir weicht, Und wenn kein brunn des trostes quillt, Der deine matte seele stillt. . Zwar steht die thüͤr der gna⸗ den offen, So lang es annoch heu⸗ te heißt. Der sünder kann noch gnade hoffen, Wenn er dem geiste folge leist't: Doch folgt er nicht; so wird die zeit Der gnaden dort ju spat bereut. . Drum trau doch auf die letzte kunden Und auf die spaͤte busse nicht. Hat gleich ein schaͤ⸗ cher gnade funden, Eh ihm der tod das herze bricht; So kann man oich viel deurch eschel Den'u olche gnaͤde nicht geschehn. 7. Wir koͤnnen uns nicht selbst bekehren, Wir sind dazu gar nicht geschickt: GOtt selber muß die kraft gewahren, Die uns aus dem verderben ruͤckt. Drum suche GOtt/ und faß ihn fest, Dieweil er sich noch finden laͤßt. 8. Wenn wir die herzens⸗thuͤr verstopfenWenn wir den gnadeu⸗ ruf verschmaͤhn; So muͤssen wir vergebens klopfen„ GOtt läßt uns unerhoͤret stehn. Weil wir den gnaden⸗ruf veracht't, So wird uns auch nicht aufgemacht. 9.. O weh, wenn GOtt von uns gewichen! Wie schrecklich sieht es um uns aus? Da koͤmmt der feind mit allen fluͤchen, Bezieht des her⸗ zeus schnoͤdes haus, Und macht den suͤnder ganz verstockt, Daß er nicht hoͤrt, wenn JEsus lockt. 10. Mein herz! drum folge Gottes stimme; Erneure deinen gnaden bund, Eh dich der Herr in seinem grimme, Weil du das theure gnaden⸗pfund So schnoͤder Weise durchgebracht, Zum zorn⸗ gefaͤß auf ewig macht. 14 Er⸗ 31¹² Von der wahren Busse und Bekehrung Erweckung zur Busse durch die Gefahr der spaten Busse · Melodey 27. 1 uͤnder! willt du · ruhig seyn/ Und befreyt von furcht und pein; Ach! o laß dir nicht belieben, Deine essrung aufzuschieben. Auf! Gott rufet dich zu sich; Eile, und errette dich! 2. Eile! Sodom brennet schon, Und empfaͤngt den schwefel⸗lohn. Der erzuͤrnte himmel blitzet, Such ein Zoar, das dich schuͤtzet. Auf! Gott rufet dich zu sich; Eile, und errette dich! 3. Denke, daß es schaden thut, Wenn das traͤge fleisch und blut Mag nach seinem willen leben, Weil ihm stets wird frist gegeben. Auf! Gott rufet dich zu sich; Eile, und errette dich! 4. Die verstoͤhrer deiner ruh, Deine suͤnden, nehmen zu. Dein gewissen wird beschweret, Und des zornes last vermehret. Auf! GOtt ruft dich noch zu sich; Eile, und errette dich! 7. Deines herzens haͤrtigkeit Steigt und waͤchst von zeit zu zeit. Suͤnden, die dich izt noch schrek⸗ ken, Wirst du bald mit lust voll⸗ strecken. Auf! Gott ruft dich bicht sich; Eile, und errette ich! 6. Was du boͤses an dir hast, Wird sonst wie ein alter ast, Des⸗ lic kruͤmmen gleich zu ziehen Man ich wird umsonst bemuͤhen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich; Eile, und errette dich! 7. Eile, denn es koͤmmt der tod: Da entstehet angst und noht. Du mußt unbereitet gehen, Und vor deinem richter stehen. Auf! GOtt ruft dich noch ju sich; Eile, und errette dich! 8. Brauch/ ach! brauch die gna⸗ den⸗zeit; Denn die laͤnge ewigkeit Koͤmmet, wie ein strom, geschos⸗ sen, Will dich in den abgrund stos⸗ sen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich; Eile, und errette dich! 9. Eile, du hast viel versaͤumt Da du bis anher getraͤumt: Such es wieder einzubringen, Und mit ernst hindurch zu dringen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich; Eile, und errette dich!—050 10. Vater der barmherzigkeit! Gib doch, daß die gnaden⸗zeit Nicht von mir versaͤumet werde; Fuͤhr mich selbst zu deiner heerde. Vater, ach! ich bitte dich, Eile, und errette mich! Erweckung zur Busse durch di— zu 25 Verstok⸗ ung. Mel. Herzlich thut mich ꝛe. 2.2 ch HErr! wir arme „A suͤnder Sind leiy der! so verderbt, Daß wir, als Adams kinder,/ Die schuld, die wir geerbt, Durch eigne schuld ver⸗ mehren; Daß mancher wol zuleit, Sich gar nicht zu bekehren, Ver stockt sich widersetzt. 2. O du betrug der suͤnden! Der du durch satans list So schwerlich zu ergründen Und tausendfaͤltiz bist; So scheinbar, unvermerket Dein gift anfaͤnglich lockt; So bald wird es gestaͤrket, Bis daß es gar verstockt. 3. Erst willt du schwachheit heis⸗ sen, Und leicht entschuldigt seyn. Daß du nicht auszureissen, Dringst du bald tiefer ein: Bis dich gewohnheit staͤrket, Und du in herrschaft bist: Da denn, eh man es merket, Der mensch ver⸗ stocket ist. 4. Was die vernunft uns leh⸗ ret, Was GOttes wahrheit sagt/ Das wird so dann verkehret, Dar— nach wird nichts gefragt. Kein rufen 1U 9 X. 0 ssh V + 21 Wlhne W s Manchgah Nusthhig letted l Waetriunt Mangen Audrigge Kochuschs .. t harheh V gudc Hersiuteht Aideiet Hbittegt I Bustehn Wende vun ng. aih thut x r inde Els t/ Dan dit schchst Ceighe sW Inuchernh, u belhhh 20, 0 odetsite W ente nd ttei Dat, ma I if Hirket/Mie Woschtaht Mntscha. „ ö Auustu 0 Tohtg und zwar Erweckungen zur Busse. 313 rusen/ ditten, flehen, Kein droh⸗ und eiferwort Bewegt ihn still zu stehen; Er reunet blindlings ort. 6.508 kann Gott nicht gefallen; Er felbst verstockt so nicht. Sein rufen zeiget allen Sein gnaden⸗ angesicht. Doch wer sich von ihm wendet, Nicht hoͤret, wenn er lockt; Der hat sich selbst verblen⸗ det Und selbst sein herz verstockt. 6. Da giebt denn GOtt, zur strafe, Den hart verstockten sinn In seinem todes⸗schlafe Dem eigen⸗duͤnkel hin. Da will GOtt seiner lachen;“ Sein unglück wird ein spott. Er faͤllt dem tod in ra⸗ chen, Und 0 0 350 GoOtt. 2½ 4. 7. Ach vater! dem aus liebe Das herz in jammer bricht; Der du erbarmungs⸗triebe, Dein gna⸗ den⸗angesicht, Die uns geneigten ohren, Die ausgestreckte hand, Den mund, der uns geschworen, Uns gnaͤdig zugewandt: 8. Ich sehe deine guͤte; Du wen⸗ dest dich zu mir. Beweg auch mein gemuͤhte, Und wende mich zu dir. Nimm weg aus meinem herzen Den harten felsen ⸗stein; Zer⸗ knirsch es doch Und laß es fleischern seyn. 9. Nimm weg,/ nebst aͤrgern issen, Die stirn, die ehern heißt, Das brandmahl im gewissen; Gib mir den neuen geist. Bewege fuͤß und haͤnde, Erleuchte das gesicht, Daß ich mich zu dir wende: Verstocke mich ja nicht. 10. Laß mich/ zu deinem saamen, Ein guter acker seyn, Und streu in JEsu namen Ihn in mein herz hinein. Durch Esu blut befeuch⸗ken tet Hat dieser seine kraft; Durch JEsu licht erleuchtet, Wird auch die frucht geschafft. 11. GOtt lob! es scheint noch mit schmerzen, blendet⸗finstre leute! Verstockt die herzen nicht. Ach hoͤrt! wie GoOttes lehre Den tag des heils euch weist. Wer ohren hat, der hoͤre, So lang es heute heißt. Erweckung zur Busse durch das aufwachende Gewissen. Mel. JEsu deine heilge wunden. 4 A wie will es end⸗ 93. lich werden? Ach wohin? o eitles herz! Ich kleb immer an der erden, Bin ohn an⸗ dacht, reu und schmerz. Ich geh im verkehrten sinn Ohne wahre busse hin. JEsu! komm, mein herz zu ruͤhren Und zur buß und reu zu fuͤhren. 2. Ach! ich fuͤhle keine reue, Ach! mein herz ist kalt und todt, Ich erkenne sonder scheue Meine fehler, meine noht: Aber ohne traurigkeit Leb ich stets in sicher⸗ heit. JEsu! komm, mich recht iu ruͤhren, Laß mich waͤhre busse spuͤhren. 3. Ach! ich kann an GOtt nicht denken Wie ich soll: mein schnoͤ⸗ der geist Laͤßt sich willig dahin lenken, Was mich JEsus fliehen heißt. Diesem haͤngt er feste an, Was zur hoͤlle stuͤrzen kann: JEsul hilf mein herz aus gnaden Dieser schweren last entladen. 4. Ach! indem mein geist er⸗ storben, Hat mein fleisch die ober⸗ hand. Ich seh kaum, was ich er⸗ worben, Da ich mich von GOtt gewandt. Mein verderben merk ich kaum, Denn dem fleische geb ich raum. JEsu: mir die gnade goͤnne, Daß ich die gefahr er⸗ ne. 6. Nun, so wache doch von suͤn⸗ den Ernstlich auf, o sichrer geist! Suche Gott, weil er zu finden, Weil er noch dein vater heißt. heute Das angenehme licht. Ver⸗ Komme, JEsus oͤffnet dir Heute U 3 noch 314 Von der wahren Busse und Bekehrung noch die guaden⸗thuͤr; JEsu! gib mir andacht, staͤrke Geist und kraft zu diesem werke. 6. Ach mein herz! bedenk die schuldenDie du aufgehaͤufet hast. Wie lang soll dich GOtt noch dul⸗ den? Dessen huld dich noch um⸗ faßt. Er ruft dich zu seiner ruh, Und du eilst der hoͤlle zu? JEsu! hilf mein herze lenken, Meine noht recht zu bedenken. 7. Noch ist zeit mich zu bekeh— ren: Ich verlaß den suͤnden⸗stand. Du, mein IEsu! wirst mich hoͤren, Komm, und reich mir deine hand. Hilf mir schwachen, hil mir auf, Steure meinem suͤnden⸗ lauf. HErr! um deiner marter willen Wollst du meinen wunsch erfuͤllen. ö 8. Heiland, ach! wie troͤstlich finde Ich schon jetzo durch dein blut Bie abwaschung meiner suͤn⸗ de! Dieses staͤrket meinen muht/ Dis erfrischet meinen sinn, Ob ich gleich ein suͤnder bin: JEsu! mich forthin regiere, Und mich stets zum guten fuͤhre. Erweckung zur Busse durch die zur Busse leitende Gütt GoOttes. Mel. JEsu deine heilge wunden. (rosser GOtt! je⸗ 494.— mehr an gute Du mir lebens⸗lang erzeigt; Desto mehr wird mein gemuͤhte Jezt zur kuͤmmerniß gebeugt, Daß ich mei⸗ nen GOtt und HErrn Oft mit vorsatz, oft nicht gern Durch die missethat betruͤbet, Da du mich doch stets geliebet. z. Du hast mich mit dir verbun⸗ den Durch so manches liebes⸗ band, Als du alle tag und stunden Deine huld an mich gewandt. Aber mein verkehrter sinn Hat den schatz und den gewinn Deiner wolthat ganz vergessen, Und das schuld⸗maaß voll gemessen. 3. Vater! ja ich hab gesuͤndigt In dem himmel und vor dir, Dir hab ich oft aufgekündigt Meine schuldge kinds⸗gebuͤhr. Ach lich will kein kindes⸗recht; Halt mich nur als deinen kuecht. Ich mis⸗ falle mir und allen, Doch laß du mich dir gefallen. 4. Lang und oft hat deine guͤte Zu der busse mich gelockt, Und noch harrt dein treu gemuͤhte; Aber ich bin gar verstockt. Crea⸗ turen/ ereuz und wort Rufen mir fnoch immerfort: Aber weil mein ohr verstopfet, Hoͤr ich nicht, wer ruft und klopfet. . Alle meine seelen⸗kraͤfte, Leibes⸗glieder groß und klein, Sollten billig zum geschaͤfte Dei⸗ nes dienstes fertig seyn; Aber sie siud allezeit Mehr zur ungerech⸗ tigkeit Und zum schnoͤden dienst der sunden Willig und bereit zn finden. 6. Dein ist odem, luft und leben, Sonne, mond, und deren licht, Und was du mir sonst gegeben; Aber ich gebrauch es nicht Dir iur ehre, mir zu gut, Wie es uns von noͤhten thut: Ich misbrauche dei⸗ ner gnaden Dir zur unehr, mir zum schaden. 7. Bey dem hellen licht der gnaden Sollt ich werkꝰ des lichtes thun; Aber so will, mir zum scha⸗ den„ Nur mein herz im boͤsen ruhn. Was ich bisanher voll⸗ bracht Ist, was mich zu schanden macht, Sonderlich im glanz des lichtes Deines strengen zorn⸗ge⸗ richtes. 8. So viel jahre, tag und stun⸗ den Du mir armen zugelegt; So sehr war ich auch verbunden, Weil sich blut und herze regt, Dir zum dienst bereit zu stehn: Doch ich hab es oft versehn Und von Ee , em VII V N WAnr V II Aa AMUUI WM . 48007 Hft nin n gt Porrsock. Vnort guh LU Woltihith 2 seeley/ roß 10 n geih Vosanth Iut ut y schlh In lusithh, LIII r sosf öl 9/Migh in t un — len A W i mt hen 1 2⁰ ich in ga Wne und zwar Erweckungen zur Busse. 313 nem ganzen leben, Dir das we⸗ nigste gegeben. 9. Deiner gnade lockungs⸗ga⸗ ben Hab ich oft bey mir gefühlt; Herz/ gedanken, sinnen haben Je⸗ derzeit dahin getielt Voller reu zu dir zu gehn, Dich um gnade au⸗ zuflehn: Doch ich habs nie recht betrachtet, Und die lockung bald verachtet. 10. Jezt, mein vater! nimm mein bitten Aus zerschlagnem herzen an: Denke, was dein sohn erlitten; Er ist, der mir helfen kann. Ist mein geist und fleisch be⸗ fleckt, So hat es sein blut bedeckt; Durch ihn kaun ich dich dort oben Mit den engeln ewig loben. Erweckung zur Busse durch die erbharmende Liebe JEsu. Mel. 24. Beschrenkt ihr weisen. aein heiland nimmt 49 5.—— die sunder an, Die unter ihrer last der suͤnden Kein mensch/ kein engel troͤsten kann, Die nirgend ruh und rettung fin⸗ den: Den'n selbst die weite welt zu klein Die sich und GOtt ein greuel seyn Den'n Moses schon den stab gebrochen, Und sie der hoͤlle zugesprochen, Wird diese freystadt aufgethan: Mein hei⸗ land nimmt die suͤuder an. 2. Sein mehr als muͤtterliches herz Trieb ihn von seinem thron auf erden: Ihn drang der suͤnder weh und schmerz An ihrer statt ein fluch zu werden. Er senkte sich in ihre noht, Und schmeckte den verdienten tod. Nun: da er dann sein eigen leben Zur theuren zahlung hingegeben, Und seinem vater gnug gethan, So heists: er nimmt die suͤnder an. ö 3. Nun findet man in seinem schooß Ein sichres schloß gejagter seelen: Er spricht sie von dem urtheil los, Und tilgt ihr jammer⸗ volles quaͤlen. Es wird ihr gan⸗ zes sünden⸗heer Jns unergrund⸗ lich⸗tiefe meer Durch seinen tod und blut versenket, Und ihnen GoOttes geist geschenket, Der freu⸗ dig/ abba! rufen kann. Mein hei⸗ land nimmt die suͤnder an. 4. So bringt er sie dem vater hin, In seinen blut⸗befloßnen ar⸗ men; Das neigt sodann den vater⸗ sinn Zu lauter ewigem erbarmen. Er nimmt sie auf an kindes statt: Ja alles, was er ist und hat, Wird ihnen eigen uͤbergeben; Und selbst die thuͤr zum ewgen leben Wird ihnen froͤlich aufgethan. Mein heiland nimmt die suͤnder an. 6. O solltest du sein herze sehn, Wie sichs nach armen suͤndern seh⸗ net, Sowol wenn sie noch irre gehn/ Als wenn ihr auge vor ihm thraͤuet! Wie eilt er in Zachaͤi haus, Streckt herz und hand nach zoͤllnern aus! Wie stillt er jener Magdalenen Den milden guß er⸗ preßter thraͤnen, Denkt deß nicht mehr, was sie gethan! Mein hei⸗ land nimmt die suͤnder an. 6. Wie freundlich blickt er Pe⸗ trum an, Ob er gleich noch so tief gefallen Dis hat er nicht allein gethan, Da er auf erden muͤssen wallen: Nein /er ist immer einer⸗ ley Gerecht und fromm und ewig treu: Und wie er unter schmach und leiden ‚„ So ist er auf dem thron der freuden Den suͤndern liebreich zugethan. Mein heiland nimmt die fůͤnder an. ** 7. So komme denn, wer suͤnder heißt, Und wen sein suͤnden⸗greul betruͤbet, Zu dem, der keinen von sich weist, Der sich gebeugt zu ihm begiebet. Wie? willt du dir im lichte stehn, Und ohne noht verlohren gehn? Willt du der suͤn⸗ de laͤnger dienen, Da, dich zu ret⸗ ten/ er erschienen? O nein! 106 + 316 Von der wahren Busse und Bekehrung laß die suͤnden⸗bahn: Mein hei⸗ land nimmt die suͤnder an. 8. Komm nur muͤhselig und ge⸗ buͤckt, Komm nur, so gut du weißt zu kommen. Wenn dich die last gleich niederdruͤckt, Wirst du auch kriechend angenommen. Sieh, wie sein herz dir offen steht, Und wie er dir entgegen geht! Wie oft hat er nicht voll verlangen Ge⸗ sucht, dich bruͤnstig zu umfangen. So komm denn, armes herz! her⸗ an. Mein heiland nimmt die suͤn⸗ der an. 9. Sprich nicht: ich habs zu grob gemacht, Und alle guͤter sei⸗ ner gnaden So lang und schaͤnd⸗ lich durchgebracht, Er hat mich oft um sonst geladen. Wenn du es jezt nur redlich meinst, Und deinen fall mit erust beweinst: So soll ihm nichts die haͤnde binden, Und du sollt jezt noch gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein heiland nimmt die suͤnder an. ö 10. Doch sprich auch nicht: es ist noch zeit, Ich muß erst diese lust geniessen: GOtt wird ja eben nicht gleich heut Die offne gnaden⸗ pforte schliessen. Nein; weil er ruft, so hoͤre du, Und greif mit glaͤubens⸗-haͤnden zu. Wer die⸗ sen tag sein heil vertraͤumet, Hat eine gnaden⸗zeit versaͤumet, Die ihm den himmel aufgethan. Heut komm! heut nimmt dich JIEsus an. II. Ja zeuch du selbst uns recht zu dir, Holdselig⸗suͤsser freund der sünder! Erfuͤll mit sehnender be⸗ gier Auch uns und alle Adams⸗ kinder. Zeig uns bey un serm see⸗ len⸗schmerz Dein aufgespaltnes liebes⸗herz! Und wenn wir unser elend sehen, So laß uns ja nicht stille stehen, Bis daß ein jeder sagen kaun: GOtt lob! auch mich nimmt JEsus an. Erweckung zur Busse durch die gute Bewegungen des hei⸗ ligen Geistes. Mel. JEsu deine heilge wunden. 6 Err! hie bin ich; 49* nimm mein herze, Nimm es nur in deine zucht:Nim, nach langem suͤnden-schmerze, Was du laͤngstens schon gesucht. Mit was sehnsucht-vollem ach! Gieng mir deine liebe nach, Mich aus schwarzen hoͤllen⸗ketten End⸗ lich kraͤftig zu erretten. 2. Vielmahls fand ich mich be⸗ weget, Und ich taͤuschte mich doch nur: Denn was sich in mir gere— get, War die truͤgende natur. Bey dem allen dacht ich doch: Ich bin fromm, was fehlt mir noch? Denn was der und jener uͤbet/ Hat mein herz ja nie geliebet. 3. Sah die welt mit ihren blik⸗ ken Mich liebkosend wieder an; Konnte sie mich leicht beruͤcken, Und ihr wille ward gethan. Was mir erst ein laster hieß, Schien mir nachher zucker⸗süß: Bis ich zu 9*8 selbst gekommen, Und du mich der welt entnommen. 4. Da ward ich von dir geruͤh⸗ ret; Aber ach! wie gar zu bald Wieder von mir selbst verfuͤhret. O der suͤndlichen gewalt! Haͤtt ich von der argen welt, Wenn sie mir oft nachgestellt, Mich so bald entreissen koͤnnen, Waͤr ich glüͤck⸗ licher zu nennen. 5. Doch nun bin ich durchge— drungen; Du hast meinen starren sinn Durch des geistes kraft be⸗ zwungen; Ey so nimm mich voͤllig hin. Von mir selbst kann ich nichts thun, Alles muß auf dir beruhn; Darum staͤrke mein verlangen, Croͤne, was du angefangen. 0. Geist und brunnquell heilger triebe! Mehre meines glaubens kraft, Und der himmlisch 211 ie/ Ahen deh Vessez U halgg 1. Tl nait, deie Vindan⸗sh Drs shongg Icht⸗hle Eithnt Böllanckhz Ertetteg .sund h Iascrer Vs scch Hm ttigad Wachtihth fehlt me Did Aegalihe Wealtnrtie Isend piat, Wrd gathn Miet Rit i 1 risthel Wonmabl Vtnonh Rach vrhi V wie 90 ö ö selhent. Wr 10 Walt, d , , Wiel Wnihs Wma Weists E Ammnh, Aannthi, Wf ‚ 10 in Wefalg. Iuull e gad Whltee, Achl I 6 und zwar um goͤttliche Gnade zur Bekehrung. 317 liebe Segens⸗volle leidenschaft. Laß mein dichten dahin gehn, Rein vor GOttes thron zu stehn. Laß mich stets an JEsum denken, Mich in seine wunden senken. 7. Locken mich die eitelkeiten, Ach druͤck mein auge zu! Zeig mir die vollkommenheiten Jener ewig sel gen ruh. Der verlacht die schnoͤde lust, Den an des erloͤ⸗ sers brust GOttes liebe so ent⸗ zuͤndet, Daß er freud in ihm em⸗ pfindett. 8. Laß mich immer abba! rufen: Zwar du rufst es selbst in mir. Die sonst schwere himmels⸗stuffen Gehen wir auch leicht mit dir. Mengt sich gleich das ereuz mit ein, O gar recht! so muß es seyn: Es vergaͤllt die lust der erden, Laͤßt das herz nicht schlaͤfrig werden. 9. Wer sich dir nur uͤberlassen, Wer nur IEsu liebe fuͤhlt, Kann die führung nimmer hassen, Die auf seelen⸗wolfahrt zielt: Der spuhrt taͤglich trieb und kraft, Wo⸗ durch man was gutes schafft: Wol zu thun und GOtt zu loben, Sind stets neue ehristen⸗proben. 10. Dauret fort, ihr heilgen triebe! Bis ich meinen lauf voll-⸗ bracht: So erleuchtet Christi lie⸗ be Meine finstre todes⸗nacht. Er ist mein und ich bin sein, Er fuͤhrt mich zum leben ein. Bey so himm⸗ lischen gedanken Will ich nie vom guten wanken. Um goͤttliche Gnade zur Bekehrung. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. 4 7 Ich will von meiner 9 V missethat Zum HErren mich bekehren. Du wollst mir selber huͤlf und raht, O GOtt! hiezu beschehren, Und deines gu⸗ ten geistes kraft, Der neue herzen in uns schaͤfft, Aus gnaden mir gewehren. 2. Natuͤrlich kaun ein mensch doch nicht Sein elend selbst em⸗ pfinden: Er ist, ohn deines wortes licht, Blind, taub, ja todt in sůn⸗ den. Verkehrt ist will', verstand und thun: Des grossen jammers wollst du nun, O vater! mich entbinden. ö 3. Klopf durch erkenntniß bey mir an, Und fuͤhr mir wol zu sinnen, Was boͤses ich vor dir gethan: Du kaͤnnst mein herz ge⸗ winnen, Daß ich aus kummer und beschwer Laß über meine wangen her Viel heisse thraͤnen rinnen. ö 4. Wie hast du doch auf mich gewandt Deu reichthum deiner gnaden: Mein leben dank ich deiner hand: Du hast mich uͤber⸗ laden Mit ehr, gesundheit, ruh und brot: Du machst, daß mir noch keine noht Bis hieher koͤn⸗ nen schaden. 5. Du hast in Christo mich er⸗ waͤhlt Tief aus der hoͤllen⸗fluh⸗ ten; Es hat mir soust auch nicht gefehlt An irgend einem guten: Bisweilen bin ich auch dabey, Daß ich nicht sicher lebt; und frey/ Gestaͤupt mit vater⸗ruhten. 6. Hab ich denn nun auch gegen dich Gehorsams mich beflissen? Ach nein! deshalben aͤngstet sich Mein herz und mein gewissen: Darinn ist, leider! nichts gesund, An allen orten ist es wund, Vom sünden⸗wurm gebissen. . Die thorheit meiner jungen jahr Und alle schnoͤde sachen Ver⸗ klagen mich zu offenbar. Was soll ich armer machen? Sie stellen, HErr! mir vors gesicht Dein un⸗ ertraͤglich zorn⸗gericht, Der hoͤl— len offnen rachen. 8. Ach meine greuel allzumahl Schaͤm ich mich in Busse und Bekehrung 318 Von der wahren Als deren weder maaß noch zahl: Ich weiß sie kaum zu nennen. Doch ihrer keiner ist so klein, Daß ich um solchen ganz allein Nicht ewig muͤßte brennen. 9. Bisher hab ich in sicherheit Fast unbesorgt geschlafen, Ge⸗ dacht, es hat noch lange zeit, GOtt pflegt nicht gleich zu strafen; Er faͤhret nicht mit unsrer schuld So strenge fort, er hat geduld, Als hirt mit seinen schaafen. ö 10. Jezt aber alls zugleich er⸗ wacht; Mein hert will mir zer⸗ springen. Ich sehe deines donners macht, Dein feuer, auf mich dringen: Du regest wider mich zugleich Des todes und der hoͤl⸗ len reich, Die wollen mich ver⸗ schlingeen 11. Wo bleib ich denn in sol⸗ cher noht? Nichts helfen thor und riegel. Wo flieh ich hin? o morgen⸗roht! Ertheil mir dei⸗ ne fluͤgel. Verbirg mich o du fer⸗ nes meer! Bedecket mich, fallt auf mich her, Ihr klippen, berg und huͤgel! IX. Ach! alls umsonst, und koͤnnt ich gleich Hinauf gen him⸗ mel steigen, Ja koͤnnt ich in das hoͤllen⸗reich Mich zu verkrie⸗ chen neigen: So bist du mir doch immer nah, Siehst meine schuld, und wirst sie da Der lichten sonne zeigen. *. HErr IEsu! nimm mich zu dir ein, Ich flieh in deine wunden; Laß mich da eingeschlos⸗ sen seyn Und bleiben alle stun⸗ den. Dir ist ja, o du Gottes⸗ lamm! All meine schuld am ereu⸗ zesstamm Zu tragen aufgebun⸗ en. 14. Dis stell du deinem vater fuͤr, Daß er sein herze lenke, Daß er sich gnadig kehr zu mir, Nicht meiner suͤnden denke, Und we⸗ gen dieser straf und last, Die du auf dich genommen hast/ Ins meer sie alle senke. I6. Hierauf will ich zu jeder zeit Mit ernst und sorgfalt mei⸗ den All boͤse lust und eitelkeit; Und lieber alles leiden, Als daß ich sund aus vorsatz thu: Ach HErr! gib du stets kraft dazu, Bis ich von hier muß scheiden. Mel. Was„n, meine IJEsu, meine zu⸗ 498. versicht, Mein heiland und mein leben! Verstoß mich armen suͤnder nicht Fuͤr den du dich gegeben. Gedenke an dein blut und tod Und an dein schmerzlich sterben. Ach! hilf mir von der sünden⸗noht Und schrecklichem verderben. 2. Du weißt ja selbst, was für ein wust, Und wie viel tausend suͤnden Von der verderbten Adams⸗lust Sich in mir armen finden. Da regt sich wollust/ si cherheit, Stolz, hoffart, eigen⸗le⸗ be, Verkehrter will und eitelkeit, Und andre suͤnden⸗triebe. 3. Des satans reich tobt selbs in mir, Und schwaͤcht der seelen kraͤfte. Das fleisch verhindert sir und fuͤr Die goͤttlichen geschaͤfte Mein ohr ist taub, die zung ss stumm, Mein auge kann nicht se⸗ hen; Verstand und urtheil sind iu dumm, Das gute zu verstehen. 4. Ja, Herr! wie kann ich ar⸗ mer doch Den iammer meiner see⸗ len, Das elend in dem suͤnden⸗ joch Und alle noht erzehlen? Ich kenne mich ja selber uicht, Und habe von dem allen Fast kein er⸗ kenntniß und kein licht: So tief bin ich gefallen. 6. O treuer GOtt! was fang ich an, Bey so verderbtem wesen? Ist denn nichts, das mir Want an * * D I h W 1 aus Rhsgt H u 0 u 4 2 IISthh Uun ¹ „Dsch Win lenz Oa hen. Ddee Veheg Daschi ie h het d ich in wit —0 tsch scs Mhoffuh il u DIN D Wacht Wi ch t Itlichedt Vl/ Wgelaes ud thont We Mie Hg und zwar um goͤtkliche Gnade zur Bekehrung. 31¹9 kann! Wie soll ich doch genesen? laß mich dich mit herzens⸗lust Ge⸗ Thu busse, rufst du mir zwar zu, oͤfnet sich zu deiner ruh Die rechte gnaden⸗pfortee!l 6. Allein wo ist in mir die kraft, Dis beides auszufuͤhren? Wird nicht dein geist, der alles schafft, Mein sundlich herze ruͤhren; So bleibtes todt, so kann es nicht Zur wahren reu gelangen, Noch wen'ger kann es zuversicht Zu dei⸗ ner huld empfangen. ö 7. Drum stehe du mir selber bey, Du abgrund aller gnaden! Und mach mein armes herze frey Von diesem todes⸗schaden. Ach HErr! verleih, daß ich durch dich Mich selber recht verstehe, Und alles elend, welches mich Verder⸗ bet, recht einsehe. 8. Zerschmelze du mein hartes herz/ Daß es wie wachs zerfliesse/ Und in wahrhafter reu und schmerz Die thraͤnen⸗fluht ver⸗ giesse. Ach mach es durch den glauben rein, Und gib gerechte werke; Ja kehre du selbst bey mir ein, O meiner seelen stärke! 9. Zerstoͤhr in mir des satans reich, Zerbrich die macht der hoͤl⸗ len, Sprich selber, daß er von mir weich, Mit dir kann ich ihn faͤllen: Ertoͤdt und zaͤhm das boͤ⸗ se fleisch Sammt aller suͤnden⸗lie⸗ be; Mach aber mich recht rein und keusch, Und ganz voll glau⸗ bens⸗triebe. 10. Zerbrich'die schnoͤde eigen⸗ heit Und meinen boͤsen willen, Und laß mich, was dein wort ge⸗ beut, Durch deinen Geist erfuͤl⸗ len. Eroͤffne ohren, herz und mund, Gib deines worts ver⸗ staͤndniß, Und thu mir deine wahrheit kund, Zu deiner selbst⸗ erkenntniß. 11. Gib deine furcht in meine brust, Das gute auszuuͤben; Und treu und ewig lieben. Und glaͤube meinem worte; So Laß mich in demuth, maͤssigkeit, Geduld und sanftmuht prangen, Und schmuͤck mein herz zu jederzeit Mit heili⸗ gem verlangen. 12. O vater, hilf! denn meine kraft Kann dieses nicht erzwin⸗ gen; Du aber bist, der in uns schafft Das wollen und vollbrin⸗ gen. Ach staͤrke mich, o treuer Gott! Durch deine macht in gnaden Daß suͤnde, welt und hoͤllen⸗rott Mir niemahls koͤnnen schaden. I3. O JEsu, theurer GOttes⸗ sohn! Gedenk jezt an mich armen. Du bist der ein'ge gnaden⸗thron; Ach gönn mir dein erbarmen: Und weil ich ganz erstorben bin, Das gute zu vollfuͤhren: So wollst du selbst mein herz und sinn Durch deinen geist regieren. 14. Oheil'ger geist, mein trost und hort! Du geist voll kraft und staͤrke! Fuͤhr mich in deiner wahr⸗ heit fort, Schaff in mir deine werke. Laß deinen frieden in mir seyn, Und schreib den neuen na⸗ men, Den der nur kennt, der seelen ein, Der ihn empfaͤhet, amen. Offenb. Joh. 2, 27. Mel. JEsu deine heilge wunden. Ich koͤnnt ich mich 499. ½ doch bekehren! Ist mein herz denn stein und stahl? Fliesset doch ihre heisse zaͤhren, Kommt ihr seufzer ohne zahl: Brich, du felsen⸗herz, ach brich! Weint, ihr augen! bitterlich, Meines GOttes herz zu brechen, Eh' er eilet, sich zu raͤchen. 2. Schlage doch mit Mosis stabe, Jesu! diesen felsen⸗stein, Daß 1h mich in thraͤnen labe, Und die engel sich erfreun Ueber meiner buß; zerbrich Und zer⸗ knirsch 32⁰ Von der wahren Busse und Bekehrung ruͤhre mein gewissen, So wird die⸗ ser fels zerrissen. 3. Ach! wie kann ich mich be⸗ kehren? Ach ich bin ja geistlich todt! Laß mich deine stimme hoͤ⸗ ren, Hilf aus dieser todes⸗noht. Ach! ich lieg im suͤnden⸗schlamm; Komm, du reines GOttes⸗lamm! Sprich mit kraft: du sollt aufste⸗ hen, Und ins neue leben gehen. 4. Gib, daß mir von deiner gu⸗ te Nur ein blick der gnade scheint: Daß mein aͤngstliches gemuͤhte/ Petro gleich, die schuld beweint. Ja ich weine bitterlich, Daß ich⸗ oft verleugnet dich Als ein schnoͤ⸗ der heuchel⸗christe Bey dem feuer boͤser luͤste. 6. Wirke wahrer busse triebe, und erneure herz und muht, Rein'ge mich in deiner liebe Durch dein rein und theures blut, Liebster JEsu GOttes sohn! Mache mich verderbten thon Durch ein glaͤubiges bekehren Zum gefaͤsse deiner ehren. 6. Schaff in mir ein neues le⸗ ben, Gib mir einen neuen geist, Deinem willen nachzustreben, Wie dein wort mich unterweist. Tilge meine missethat, Laß mir nach der thraͤnen⸗saat Eine freu⸗ den⸗ernte gruͤnen; So will ich dir ewig dienen. Mel. 9. Erwuͤnschter bruñquell ꝛc. Crnquicke mich, du heil 50.— der sunder! Durch dich und deinen gnaden-schein; Und laß, o freund der menschen⸗ kinder! Dein herz auf mich gerich⸗ tet seyn. Komm, goͤnn dem heil⸗ beduͤrft gen armen, Sich zu bekeh⸗ ren, dein erbarmen. 1. Du bist und bleibst der trost der erden; Wir flehen dich als helfer an, Durch welchen wir er⸗ knirsch durch reue mich, IEsu! rettet werden, Der allen men⸗ schen helfen kann, Der allen scha⸗ den tilgt und heilet, Der zur he⸗ kehrung kraft ertheilet. 3. Durch dich, HErr! kann der blinde sehen, Der taube hoͤrt durch deine kraft; Der lahme kann ge⸗ rade gehen, Der aussatz wird hinweg geschafft; Den todten hast du geist und leben, Und al⸗ len armen trost gegeben. 4. Hast du vor diesem solche thaten, O HErr! durch deine hand gestift; So wirst du jezt dem jammer rahten, Der unsre schwa⸗ che seelen trifft. Ach! zeig auch jetzo deine staͤrke Durch unver⸗ diente gnaden⸗werke. 6. Du weißt ja, was wir men⸗ schen taugen: Wir sind verblendt und sehen nicht; Darum erleuch⸗ te mir die augen, Damit sie durch dein gnaden⸗licht Erken⸗ nen, was nur diese sehen Die, HErr! in deinem lichte stehen. 6. Eroͤffne die verstockten oh⸗ ren, Daß ich dir recht gehorsam sey. Laß mich, als voͤllig neu ge⸗ bohren, Mit herzens⸗lust und fe⸗ ster treu Auf dein wort merken, heilig handeln, Und stets nach dei⸗ nem willen wandellulun. 7. Ich wanke mit gelaͤhmten fuͤssen Ich strauchle leider! hier und dort: Laß kraft und segen auf mich fliessen, Und fuͤhre mich ge⸗ rade fort, Daß meine tritte nim⸗ mer gleiten, Noch von der bahn der wahrheit schreiten. 8. Mein arzt! du wirst ja nicht verweilen, Der krankheit aller⸗ schlimmsten theil, Der seelen aus⸗ satz, bald zu heilen; Ach! heile mich, so werd ich heil. Laß deine wunden, o mein leben! Fuͤr meine wunden pflaster geben. 9. Ich bin ganz todt, und meine im fchn kraͤfteꝰ, Will' und verstand, sind* ohne kraft, Zu thun recht sötklig 9 5 3 H%Hι5 WXA D I e Tict,dez S N Tthel. I Hern Wrhüh Dela het uss Ist; Zah D lchas eccheg. Wbot diehe Vorirfhh, deh I. u Pe Dusy n , M ir siase dun igen, du Indenich best scht h Wie hetsth et n als ilhe rriensl Wein tuth nd delt. 0˙ mit gi ichle Hl Iastut sihte ennett 10 17 Wraitl. R Hulsthe dnha U0 Pxis rclse und zwar von der Erkenntniß und Bekenntniß der Suͤnden. 321 geschäfte. Verleih mir neuen le⸗swell gar oft darwider Mein geist bens⸗saft, Um als ein baum frisch und meine glieder Gedacht, ge⸗ auszuschlagen, Und tausendfache than, gesprochen, Und deinen bund frucht zu tragen. 10. Ich bin mit elend ganz um⸗ gebrochen. 7. Ach HErr! vergib du mir. gebenVoll armuht, traurig, ohne Ich wende mich zu dir. Ich kann ruh: Drum sende mir, mein heil und leben! Die suͤsse friedens⸗ botschaft zu: Laß mich dadurch schon hier auf erden Vor GOtt gerecht und selig werden. Von der Erkenntniß und Be⸗ kenntniß der Sůnden. Mel. Wo soll ich fliehen hin ꝛe. Ach HErr! dir ist be⸗ 501. Awußt Die inure böse lust Die guelle meiner suͤnden/ Die niemahls zu ergruͤnden; Der müchte der stets bleibet Und boͤse ruͤchte treibet. ö 2. Des fleisches werk wird gar Auch oͤfters offenbar; Der zun⸗ der wird zu flammen, Die ewig⸗ lich verdammen. Ich seh an mir und merke Des alten Adams werke. 3. Des boͤsen herzens grund Regiert den leib, den mund, Die augen, fuͤss' und haͤude, Daß ich sein werk vollende. Das dichten und das trachten Der seel ist, Gott verachten. 4. Mein schoͤpfer! wider dich, Den naͤchsten, und auch mich, Hab ich oft misgehandelt; Bin oft den weg gewandelt, Der mich von dir gewendet, Der in der quahl sich endet. . Doch wie will ich die zahl Der sůnden allzumahl In meinem fleisch und blute, Und das ver⸗ laͤumte gute Nach jeder art erzaͤh⸗ 12n Wer weiß, wie oft wir feh⸗ n 6. Ein jegliches gebot Ver⸗ klaget, flucht und droht; Die⸗ die schuld nicht zaͤhlen, Doch will ich nichts verhehlen; Denn du kannst auch erkennen, Was wir verborgen nennen. 8. Doch du, mein JEsu! hast Dꝛe mir zu schwere last Der schuld auf dich genommen, Du bist fuͤr mich gekommen. So komm ich nun beladen Zur fuͤlle deiner gnaden. 9. Ist denn der suͤnden joch Gleich maͤchtig; so ist doch Die gnade, die mich liebet Und Chri⸗ sti fuͤlle giebet, Weit maͤchtiger, das leben Durch Christi kraft zu geben. 10. Wie nun des fleisches macht Zuvor ihr werk vollbracht; So soll des geistes staͤrke, In mir die guten werke Auch wirklich zu vollbringen, Des fleisches macht hre Hrr 1I. HErr: gib mir deinen geist/ Der sich in fruͤchten weist, Oer niemahls muͤssig bleibet, Der mich zum guten treibet, Den JEsus mir gesendet, Der anfaͤngt und vollendet. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. eh mir! daß ich so 50 2. Wo und viel, Als waͤr ich gar verblendet, Gesuͤndigt ohne maaß und ziel, Von GOtt mich abgewendet; Der mir doch nichts, als lauter gnad Und wol⸗ that stets erwiesen hat In meinem ganzen leben. 2. Weh mir! daß ich sür mei⸗ nem GOtt Mein herz so fest ver⸗ schlossen: Deß schutz und trost in meiner noht Ich doch allzeit ge⸗ * nossen. ———— 3²² —ñ— noffen. Viel missethat hab ich vollbracht: Des HErren gutthat nicht bedacht, Muhtwillig sie vergessen. 3. Mich uͤberzeuget herz und sinn; Und muß ich frey bekennen Daß ich ein grosser sünder bin, Darf mich nicht anders nennen. Doch schau ich dich, mein hei⸗ land! an; Mit nichten ich ver⸗ zweifeln kann, Du kanust und willt mir helfen. 4. Groß ist zwar meine misse⸗ that, Sehr viel sind meiner suͤn⸗ den: Doch ist weit grosser deine gnad/ Kein mensch kann sie ergruͤn⸗ den. So groß, o grosser GOtt! du bist So groß ist auch zu aller frist Bey dir die gnad und guͤte. 6. Die hast du keinem je ver⸗ sagt, So lang die welt gestanden. Wer dir vertraut und nicht ver⸗ zagt, Wird nimmermehr zu schan⸗ Das sich von dir gewendet, Und mit dem frechen welt⸗gesind Sein erbtheil hat verschwendet; Dich, als das lebens⸗brot dabey Hintan gesetzt, und wie die saͤu Nach traͤ⸗ bern sich gesehnet. 10. Ich habe dir oft widerstrebt, Gefolget meinem willen; Den boͤ⸗ sen luͤsten nach gelebt, Daß ich sie moͤgt erfuͤllen. Das hoͤchste gut hab ich veracht, Auf das, was Zeit⸗ lich ist, gedacht, Mein herz daran gehenget. II. Deßwegen müßt ich nackt und bloß In meinem elend ster⸗ ben: Ich koͤnnte meines vaters schooß Nicht durch mich selbst er⸗ werben: Die seele muͤßte nach dem tod In hoͤllen⸗angst, in pein und noht/ Die ewig quaͤhlet, buͤssen. 1. Allein ich bitte dich um gnad; Du wollst nicht mehr ge⸗ denken, Was ich veruͤbt fuͤr fte⸗ den. Ich bitt, ich fleh, ich ruf und velthat: Ins meer wollst du se schrey/ Ich hoff auf deine gnad und treu, Ach laß mich gnade finden! 6. Jezt denk ich, welch ein theures wort Aus deinem mund gegangen, Das mich erquickt; denn du, mein hort! Sprichst sel⸗ ber voll verlangen: Du 9 11. o mensch! zwar pflicht und treu Hintan gesetzt, und ohne scheu Mit andern zugehalten: 7. Doch komm, bereu, was du gethan, Laß fremde bulen fahren; So nehm ich dich dann wieder an Und will dein herz bewahren. Bey diesem worte faß ich dich, Ich komm und glaͤube festiglich, Du werdest mich aunehmen. 8. Denn ich bin eben diese seel/ Die andern nachgesprungen, Und sich von dir, Immanuel! In allen schlamm gedrungen. Ich habe fremde lust gesucht, Die nicht erfreut, die du verflucht, Die wie ein rauch verschwindet. 9. Ich bin das ungerathne kind, senken. Ich bitte dich durch Chui⸗ sti huld, Schenk mir der suͤnden straf und schuld, Gib mir ein neues herze. Mel. Durch Adams fall ist ꝛe. dich armer suͤnder 503. tomm zu dir Mi wehmuht⸗vollem herzen, O GOtt,/ deß gnad bleibt für und fuͤr! Be⸗ kenne dir mit schmerzen Die sn⸗ den all, Ein'n jeden fall, Wie ich ihn hab begangen Von jugend auf Mit grossem hauf, Drinn ich jeit bin gefangen. thaͤn, Unmoͤglich zu erzaͤhlen: 2. Die suͤnden sind, die ich ge⸗ Doch ich sie auch nicht bergen kann, Weil sie mich immer quah⸗ len: Dein liebster sohn Hat mich hn davon Durch seinen tod entbun⸗ den: Dennoch hab ich Oft lassen mich Den satan neu verwunden. 3. So ist auch mein' undank⸗ barkeit 30 WN RG WMA und zwar von der Erkenneniß und Bekenntniß der Suͤnden. 323 — barkeit Seyr groß dis diefe siun⸗— 261 Wenhabe oir zu kealker zeit wich Kehne Eit werr don Drge denne tr⸗ b, Dte tlich hen, Fur schaffen: Wehrt Ein 00/ daß al eine treu, Die taͤglich neu, Fuͤr element Zur ichhi deine lieb' und gute, Die ich in 1. Jur strafe mich hinraffen. an en erni eF und am gemuͤhte. men: 4. Bornemlich hast du mit ge⸗ thau, 1650 Auß ich an, Was ich ge⸗ mid iun iaht, Wer 3 90 er, ch feled uater ailer gutiglet ud mir nicht, wie ich oft ver⸗ Ich faile dir rf den schuldt, Im zorn bald abgelohnet: nicht, der; zu fusse: Verwirf den Hast fort und fort, O bͤchster rechtschaffne dir schreyt, Und thut hork! Dich meiner augenommen: sicht Mit g busse. Dein ange⸗ Hast nichts gespahrt Nach man⸗ betruͤb it gnaden richt Auf mich er art Abetruͤbten suͤnder. Gib einen blick haumen. saborhad miurr So wird mein⸗ Mit deinem wort hast du gar 1 Croffne mir ö ö it l ni hert abeschtarzen, herj, Die ne Ud⸗ dein freundlich Auf meine beserung gehofft, Dein Vergib die sünd, beil meiwen heil mir augetragen. Hast früh schmerz ie sünd, heil meinen 910 spat G0 ben manche gnad Zur ube In ent wes dr Gefall an usse mich bewogen, Auch mit mir Und alles boͤse meide, Bis ich truͤbsal, Angst, noht Binte alles boͤse meide, Bis ich Zu dir Uinanrgeiwen. quahl kauchtod Zur engel⸗ schaar, Da 6. Denuoch, das ich nicht Anfrende. leugnen kann, Wenn du gleich an⸗ Mel. Mein herz und geklopset; Hab ich dir nie recht er Lench, aufgethan, Die ohren zugestopfet; 04. 905 lieg ich, GOtt! ir gekehret; Doch heissen thraͤ In hast du mich Oo anadiglich Oe⸗ blice ttich mrr wasche. Ach! duldet, nicht verzehret. Und strafe iicht, was zeh ler an, 1—4 Aleben mir mit gutem gethan nicht, was ich bisher recht Das leben zwar verkürzen, X. Jc ö dan dn r Hinab zur hoͤlle stuͤrzer fuͤr sch en; a 1ch ohn schen, Bönleid n hab ich dir abzutragen! * 35 id und reu Wie schrecklich ist die pei In suͤnden mich verweilet: Den⸗ hoͤllen noht, W die pein und mochgiehstou Mir raum und ruh, den schndden sündern drohtn Hast mich nicht uͤbereilet.. Ich en sündern droht 8. Wenn dis mein herz bey sich laber⸗ rge, d war un Dreitem 201 Moͤgt es in stuͤcken sprin⸗zum anten bnlund Lhade: Hinge⸗ Die angst, daß ich dich so gen blieb die schnoͤde s Hinge⸗ gekrankt/ Diü wrart Aud bein 23 alt sch. schnöde sunden lust Dahe o ouh Kein' hoͤllen⸗pein ner brust e ag so groß seyn, Ich habe sie 3 far verschuldet; Ich Ein wichtwehet, ta ichwot stannd und Ilicht mir Daß mich die erd Traͤgt, nehrtet 10„vorgeschrieben, Ist ofe aus und auf sich du ldet nehrt de mid waaben unterbneben ö— aber mir d ein wort verboten hat, —.— — .. ——+———9—9—94*9ʃ——7——— 32⁴ Von der wahren! Busse und Bekehrung hat/ War, was ich oft mit lust und freuden that. g. Dein heilig wort hab ich hint⸗ an gesetzet, Die majestaͤt verach⸗ tet und verletzet; Mich nicht vor dir, gerechter GOtt! gescheut, Wenn mir dein zorn gleich fluch und tod gedraut. 6. Ich habe mich den satan las⸗ sen blenden, Und mich die welt zum boͤsen lassen weuden. Mein fleisch, das mir so listig nachgesetzt, 65 mich verfuͤhrt, und meinen Ott verletzt. 7. Dis ist, was mich am schmerz⸗ lichsten betruͤbet„ Daß ich nicht Gott, nur suͤnden ⸗lust, geliebet, Daß ich nie recht an besserung ge⸗ dacht, Und so viel jahr in suͤnden zugebracht. 8. Du seyst verflucht, du schnoͤ⸗ de suͤnden⸗freude! Du bringest mich zu solchem herzeleide. Du seyst verflucht, du so verdorbne zeit! Die ich verbracht mit so viel üppigkeiit 9. Nun bring ich dir, GOtt; ein zerknirschtes herze Voll angst und weh, voll thraͤnen, reu und schmerze, Das glaubens⸗voll auf Christum JEsum sieht/ Und in der angst in seine wunden flieht. 10. Ach sprich mich los von allen meinen sünden, Und laß mich doch durch Christum gnade finden! Ach laß mich doch, auf dis mein glaͤubig flehn, Nicht ohne trost von deinem antlitz gehn! U. Umfange mich mit deinen liebes⸗armen, Und laß dich mein, und meiner noht erbarmen, Nimm auf das schagf, das sich von dir verirrt, und sich so sehr in eitelkeit verwirrt. 12. Laß über mir im himmel freud entstehen, Die engel lust an meiner busse sehen. Erweck in mir, Gottt einen neuen geiß, Der dich mit dank fuͤr deine guͤte preist. Mel. Ich Aidie 059 bweine Mie groß ist meine 5 O 5. W missethat, Die dich, o GOtt? erzuͤrnet hat, Dir will ich gern bekennen Die suͤn⸗ den, die mich breunen: Sie, deren mehr, als sand am meer, Gehn uͤber meine scheitel her, Daß sie mein herz beschweren, Ja mark und bein verzehren. Sie steigen, HErr! zu dir hin⸗ auf; Dein heilig auge merkt dar⸗ auf. Ach! mit dir rechten kann ich nicht; Drum schrey ich: geh gar verlohren. 2. Wie koͤnnt ich dir gefaͤllig seyn? Du bist vollkommen, hei⸗ lig/ rein; Und meine viele suͤn⸗ den Sind nimmer zu ergrunden. Wer zaͤhlet meine missethat, Die seel und leib bedecket hat? Sie ist mir angeerbet, Und hat mich ganz verderbet. Mein boͤser will', o HErr! ist dir Ganz widerspenstig fuͤr und für. Ich bin ein ungerahtner knecht, Der dich nicht kennt, vielwen ger recht, Wie du befiehlest, liebet. 3. Ich traue deiner allmacht nicht, Ich unterlaͤsse meine pflicht. Sogleich von erster jugend Ver⸗ gaß ich aller tugend. Gleich mwie ein brunn sein wasser quillt, Das endlich gründ' und seen fuͤllt; So gquillt mein herz die suͤnde, Die ich in mir empfinde: Als unzucht, luͤgen, stolzen muht, Neid, rachgier, geiz nach fremden gut, Und andre laster denen tod Und fluch, ja ewge hoͤl⸗ len⸗noht Durch dein wort wird gedraͤuet. 4. Verlohren ist dein ebenbild, Drum ist mein herz so roh und wild. Ich bin im suͤnder⸗orden Ein bild des satans worden. Mein geist ist blind, krank, elend/ bloß; Mein jammer ist 215 nicht ins gericht, Sonst bin ich — — ————— — — IRR Issh W 0 —7— N glsfiz Tusch ö e Na Dulen e e itel geng I eu. Detti . it th Hauschent it, Gast ** ich M. ollom. eie Wer ir miseth Heckethahl und huth „Henfigsle. Vgerahtun Heunt, Ye fehlchle deingeE Massene 0 fer s Pend. W Vaseapt; 8 NN ufldt. öen H Wachseh e WN I Ausies W. Wöku und zwar von der Reu und Leid uͤber die Suͤnde. —— 523 lich groß Ich kaunn nicht alles kla⸗ gen, Ich muß fast gar verzagen. Mein leben und gerechtigkeit Ist ein beflecktes laster⸗kleid, Die sunde wird mich armes kind Noch endlich, wie die spreu der wind Zerstaͤubet, dahin fuͤhren. . Wie sundlich hab ich doch ge⸗ lebt! Wie freventlich dir wider⸗ strebt! In wie viel boͤse thaten Bin ich bisher gerahten! Mir galt die kurze lust der zeit Mehr, als die frohe ewigkeit: Dis bringet meinem herzen Jezt eitel guahl und schmerzen. Nun bin ich der verlohrne sohn, Dein grimm ist mein ver⸗ dienter lohn. Ich seh mich als den schuld⸗knecht an, Der nimmer⸗ mehr bezaͤhlen kann. Wo soll ich hälfe üuden 6. Bey dir allein ist huͤlf und raht) Wenn menschen⸗ huͤlf ein ende hat: Mein GOtt! du kannst mich lehren, Du kannst mein herz bekehren. Drum helfer! komm, ver⸗ wirf mich nicht Von deinem gna⸗ den⸗angesicht. Eil, mir ein neues leben Durch deinen geist zu geben. e⸗ bin dein schaaf, HErr! suche mich, Laß mich doch ja nicht ewiglich Verirret seyn: komm, steh mir bey, Daß ich mit thraͤnen, buß und reu Dich wieder such und nde. 7. Ich habe deiner liebe macht Und meine kindschaft nicht be⸗ dacht, Die ich nunmehr verloh— ren: Jedoch hast du geschworen, Du wollest nicht des suͤnders tod, Drum glaͤub ich fest, in meiner noht Wirst du mich nicht verlas⸗ sen, Vielmehr mit huld umfassen. Laß mich dein kind nun wieder bi O treuer GOtt! erbarm ich mein Um Christi willen, christ, Der GOttes wink digr; tet, Der keiner gnade wuͤrdigi daß ich dich, Durch sein verdienst, dort ewiglich Für deine gnade preise. Von der Reu und Leid über die Suͤnde. Traurigkeit über die Sünde. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛe. 506 Abme betrübt ist mir mein herz! Es faͤngt an sich zu graͤmen, Und ist voll trauren, angs und schmerz! Es muß sich, leider! schaͤmen, Weil uotebeimer oen has Theils insgeheim begangen hat ö ufentn Gonet de 2. Gott! ich scheu und fuͤrchte dich, Ich fuͤrchte deine ruhten. Mein herze quaͤhlt und aͤngstet sich, Fuͤr jammer moͤgt es bluten, So oft es denkt, was ich gethan. Ach! siehst du mich im eifer an, So muß ich ganz ver⸗ derben. 3. Ich hab kein freudig herze mehr, Kein kindliches vertrauen; Mein herz scheut dich, als richter, sehr, Hat fuͤr sich selbst ein grauen. Ich tret in furcht und schaam vor dich, Ich seufze; denn die angst laͤßt mich Fuͤr zagen nicht recht beten. 4. Viel gutes hast du mir ge⸗ than, Ich kann nicht druͤber kla⸗ gen: Nun seh ich es mit trauren an; Mein herz scheint mir zu sagen, Du werdest mir, zu meiner quahl, Die liebes⸗proben allzumahl Entreissen, oder mindern. 6. Ja, was nur huld und gnade heißt/ Und was du mir gegeben, Ist/ was izt mein gewissen beißt; Weil dich mein schnoͤdes leben Mit undank und mit haß be⸗ lohnt: Denn da du meiner stets geschohnt, Ward ich nur imimer ärger. 7——— 6. Ach ja! ich bin ein schnoͤder * 7 Weil ich es nie betrachtet, Wenn I gefahr und noht erschreckt, — Wenn 3²⁰⁶ Von der wahren Busse und Bekehrung Wenn GOttes geist mich aufge⸗ weckt, Um mich zuruͤck zu ziehen. 7. Ach hoͤr mich izt, o treuer Gott, Mein einz'ger trost auf erden! Ach! laß mich nicht ein fluch und spott, Der suͤnden wegen, werden. Die huld, die du fuͤr sün⸗ der hast, Ist ja viel groͤsser/ als die last Von meinen missethaten. 8. Wie? hat denn deine gnade sich Mir nunmehr ganz entzogen; Gehoͤret JEsus nicht für mich? Ist er mir nicht gewogen? O ja! mein theurer heiland hat Ja mein' und aller missethat Gebuͤsset und bezahlet. entbrannt. auf. Mein herz will mir im leibe beben,Wenn ich betrachte meinen lauf. Ach! wie viel boͤses ist voll⸗ bracht! Mein GOtt! wo hab ich hin gedacht? ö 4. Verfluchte luͤste meiner see⸗ len! Nunmehr gebaͤhrt ihr mit den tod. Nun fangt ihr an, mich recht zu quaͤlen, Nun bringt iht mich in angst und noht; Nun stuürzt ihr mich, gedenkt mein herz An GOttes zorn, in hoͤllen⸗ schmerz. e . Der zorn schlaͤgt mich zur hoͤlle nieder, Ach! er ist uͤber mich Verflucht sind meine 9. Wenun meine suͤnden schon suͤnden⸗glieder, Die mir des hoͤch⸗ wie blut Und rosin⸗farbe waͤren, sten huld entwandt. Ich soll, zu Kann sie doch Christi rohte fluht ewger straf und pein, Nunmehr Wie woll' in schnee⸗weiß kehren; ein kind des todes seyn. So lehrt die schrift drum wasche Err! durch dis blut, und hilf, daß sich Mein glaube in mir mich, H mehre.* Esa. I/ 18. 10. Nimm mich um Christi wil⸗ len an, Merk, vater in der hoͤhe! 6. Gerechter GOtt! dis ist mein sorgen, Dis liegt mir tag und nacht im sinn. Dis kraͤnket mich am fruͤhen morgen; Am abend, wenn der tag dahin, Geht diest sorge mit ins bett, Und macht Was er/ und nicht was ich, gethan; mein bett zur thraͤnen⸗staͤtt. Damit ich gnade sehe. mir kraft und beystand lebens⸗bahn zu gehen. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. ein Gott! ich leb' ch 45. Auch alle meine suͤnden⸗ schuld. 90⁰ in schweren sor⸗ gen, Ich weiß fast weder aus noch kummer ist dir nicht w verborgen; Du weißt, was fuͤr ein dig an: sorgen? stein Mir it auf meinem stillen, gethan. ein. Mein herzen liegt, überwiegt. 2. Ich sorge, HErr! fuͤr meine sünde/ Die ist mik eine schwere last. ö gnade; Dein wort sagts meiner seele zu. Verzweifelt bös' ist zwat Weil ich dafur kein mittel finde So hab ich weder ruh noch rast. Die snde ruhet vor der thuͤr; Ach, der schade; mir huͤlf und ruh. darum rufe ich: was fuͤr strafen zeigt sie mir 3. Ich fuͤhrte sonst ein sichres leben? Nun wachet das gewissen Gib mir auch deinen guten geist, Daß er leist, Die Der tausend eentner Au herz und spricht: Verstoß mich ar⸗ men suͤnder nicht! 7. Ach! waͤlze doch von mei⸗ nem herzen, Mein GOtt! den stein, der mich so druͤckt. Ach! nimm hinweg die seelen⸗schmer⸗ zen: Und wie du Davids hert er⸗ quickt, So schenke mir, nach dei⸗ 5. Vergib sie mir um Chrisi willen; In diesem sieh mich gnaͤ⸗ Der kann ja deinen eifer Der hat ja gnug fuͤr mich Auf ihn vertraut mein 9. Ich weiß, ich finde bey dit Doch JEsus schafft Ich glaub, und Erbarme dich; Gott! uͤber mich. Angst 8—— 55 8⁰ .— SSSD‚. ‚‚ — 2* .n — — = Wrr IUN u 2. Mmh Wui* x H* Wyt E. d Mirathen n Otte y 2 Brlift nin Veeböhtt h, Taugthrg ö„ 1 nostil ahh ochlägt g 45 er I fuchtssh, die nithy ꝗpt. A Vein, M sehs. ottR Bat mit) dis ith Nen; Mi hin/ HH Mett, N Wanehsft. ID eil I R e sehlh a Ve mbh Im u In schnitt Rvf l bchu Wefo WP W W VJVN und zwar von der Reu und Leid uͤber die Suͤnde. Angst und Schrecken des Gewissens. Mel. IEsu deine heilge wunden. — ch was hab ich aus⸗ 9 08. A gerichtet! Ach was hab ich doch gethan! Wer ist/ der die sache schlichtet? Mein gewis⸗ sen klagt mich an. Ich bin selber wider mich, Weil ich mich so fre⸗ hentlich Durch den suͤnden⸗-wust beflecket, und des hoͤchsten zorn erwecket.—— z. GOtt! ich muß mit zittern kecht Ich, ich bin ein suͤnden⸗ necht. Jetzo fuͤhl ich deine pla⸗ gen; Aber du, du bist gerecht. Mein verderbtes fleisch und blut Hat das rechte wahre gut, Durch des teufels trieb, verachtet, Und den luͤsten nachgetrachtet. 3. Vorhin hab ich mich gefreuet Meiner schweren sünden=last: Jetzo, da mich solche reuet, Hab ich heder ruh noch rast: Was mich ehedem ergetzt, Hat mich jezt in angst gesetzt: Was vorhin den leib erquicket, Ist, was jezt die seele druͤcket. 4. Ach! mit dem verruchten haufen Bin ich nun den irreweg Leider! so viel jahr gelaufen. Aber deinem guten stes, Der zur him⸗ mels⸗pforte führt, Hab ich nie recht nachgespuͤhrt, Nie bereut, 32⁷ flucht in ewigkeit. Ewig sey ver⸗ flucht die stunde, Da ich suͤnden⸗ lust empfunde. . O! wie bist du suͤnde: sunde! Eine last/ die centuer⸗schwer. Al⸗ les, was ich an mir finde, Aengstet, druͤckt und kraͤnkt mich sehr. GOtt! dein zorn hat mich erschreckt, Ach! wer ist, der mich bedeckt? Keine ereatur kann rahten Meinen schweren missethaten. ö 38. HErr! es steht in deinen haͤn⸗ den; Du alleine hilfst aus noht. Du kannst meinen kummer wen⸗ den/ Und mich retten aus dem tod. SeErr! es steht allein bey dir, Denn sonst niemand hilfet mir. Deine huld kann mich verneuen, Und in ewigkeit erfreuen. 9. Ich verdamme seel und glie⸗ der: Sprich du sie in gnaden los. Bittlich fall ich vor dir nieder: Nimm du mich in deinen schooß. Laß, HErr! gnade gehn fuͤr recht Ueber mich verworfnen knecht. Willt du ins gerichte gehenHErt, wer kann vor dir bestehen? 10. Deines sohnes marter⸗ zeichen Stell ich zwischen mich und dich: Hiedurch laß mich gnad erreichen, Denn er starb ja auch fuͤr mich. Schaue, GOtt! auf diesen tod, Dieser reißt mich aus der noht: JEsus hat ja schon die was ich begangen: Wo werd ich plagen, Der ich wuͤrdig war, ge⸗ nun trost erlangen? tragen. 6. GOtt! wie ist mir doch ge⸗ 11. Du verheissest gnad und le⸗ schehen, Da mein herz so von dir ben, Und uns aus barmherzigkeit wich? Ach; ich soll gen himmel Alle suͤnden zu vergeben: Denk sehenAber ich seh unter mich. Ich an deinen theuren eyd, Der den bin wehrt, daß zorn und wüht suͤndern trost verspricht; Du willt Mich mit truͤbsal, flamm und glut ihren tod ja nicht, Sondern heil Gar zerschmettre, gar zerschlage, und leben schenken/ Wenn sie sich Und zur pein der hoͤllen jage. nur zu dir lenken. 6. Alle freude sey verfluchet, u. Darum bitt ich, ach! erhoͤ⸗ Die von sünden hergerührt. Alle re, Pater! den verlohrnen sohn, zeit, da ich gesuchet, Was nur Der ich wieder zu dir kehre; Blicke hoͤllen⸗angst gebiehrt, Was mir von des himmels thron. 2 Gottes wort verbeut, Sey ver⸗ bring—1 zerknirschtes 23 E 4 vo 3²28 Von der wahren Busse und Bekehrung voll reue, leid und schmerz, Das nach deiner gnade trachtet, Sol⸗ ches hast du nie verachtet. 3. Laß die engel froͤlich wer⸗ den, Daß ein suͤnder busse thut. Weil ich lebe auf der erden, Will ich, was sonst fleisch und blut Bis anher so hoch geschaͤtzt Und mein herz so hart verletzt, Fliehen, mei⸗ den, ernstlich hassen, Und dich ganz allein umfassen. 14. Wirst du mir zur seite stehen Durch des guten geistes kraft; Werd ich nie den weg mehr gehen, Der hinab zur hoͤlle rafft. GOtt! ich kehre mich zu dir/Kehre du dich auch zu mir; Dafuͤr will ich deinen namen Ewig loben, preisen, amen! Mel. Wer dheh bebnbust, en armer mensch, i 5— 9.. armer suͤnder Ste hier vor GoOttes angesicht: A GoOtt! ach GoOtt! verfahr gelin⸗ der, Und geh nicht mit mir ins ge⸗ richt. Erbarme dich, erbarme dich, Gott mein erbarmer! uͤber mich. 2. Wie ist mir doch so herzlich bange Von wegen meiner misse⸗ that! Hilf, daß ich wieder gnad er⸗5 lange, Weil mich dein sohn ver⸗ soͤhnet hat. Erbarme dich, erbar⸗ me dich, GOtt mein erbarmer! uͤber mich. ö 3. Hoͤr/ ach erhoͤr mein seufzend schreyen, Du allerliebstes vater⸗ herz! Eil, mir die suͤnden zu ver⸗ eihen, Und lindre meinen seelen⸗ schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein erbarmer! uͤber nich. 4. Ach! soll ich gar vergeblich klagen? Hoͤrst du denn nicht? ach hoͤrst du nicht? Wie kannst du das geschrey vertragen? Hoͤr, was der arme suͤnder spricht: Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein er⸗ barmer! uͤber mich. 5. Wahr ist es, uͤbel steht der schade, Den niemand heilet, als nur du; Ach aber, vater! gnade, gnade! Ich laß dir doch nicht eher ruh. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein erbarmer! uͤber mich. 6. Ach! nicht, wie ich verschul⸗ det, lohne, Und handle nicht nach meiner suͤnd. O treuer vater! schohne, schohne! Erkenn mich wieder fuͤr dein kind. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein erbarmer! uͤber mich. . Sprich nur ein wort, sowerd ich leben, Nur dieses wort ist mein begehr: Geh hin, die suͤnd ist dir vergeben, Nur suͤndige fort⸗ hin nicht mehr. Erbarme dich, erbarme dich, Gott mein erhar⸗ mer! uͤber mich. 8. Ich zweifle nicht, ich bin er⸗ hoͤret; Exhoͤret bin ich zweifels⸗ frey, Weil sich der trost im herzen mehret; Deßwegen end' ich mein geschrey. Erbarme dich, erbarme mich GoOtt mein erbarmer! uber mich. Mel. O traurigkeit ꝛe. angst und leid! 1 O.— O traurigkeit/ die ich aniezt empfinde! Mein gewis⸗ sen naget mich Wegen meinet suͤnde. à. O furcht und noht! Denn hoͤll und tod, Die mich mit wuht umringen, Oeffnen ihren rachen schon, Um mich zu verschlingen. 3. O ungemach! O weh und ach! Wo soll ich mich verstecken! Moͤgte mich die tiefste gruft Füͤr dem zorne decken! ö 4. Der erden saum Hat keinen raum, Drinn ich mag sicher blei⸗ ben. Meine bosheit will mich ganz In den abgrund treiben. 9. Wie werd ich dort Ein stren⸗ ges wort Vor GOttes richtstuhl hoͤren! Weil ich mich die suͤnden⸗ lust Lassen so bethoͤren. Tentnh olit 0 sih, srs er Vott h Wich l. in ich h rtosun en ed Iune dich e Rerhathr Eunight; u Fpt! Mi W ve e nictst Iin n Iuic h Hefft nuft * ml h i A bel. RaHN 1 110 0 0 hyhel l und zwar von der Reu und Leid uͤber die Suͤnde. 3²⁰ o. O Gottes sohn, Du gnaͤ⸗ den⸗thron! Ich flieh in deine wunden, Wo die suͤnder jederzeit Raht und trost gefunden. 7. Du hast dein blut Ja mir zu gut Am ereuzes⸗stamm vergossen; Und dadurch ist lauter heil Auf mein herz geflossen. ů 8. Darum mein heil! Laß mich izt theil An deinem gnugthun ha⸗ ben: Meine suͤnde werd hinfort In dein grab begraben. 9. Zwar treuer hirt! Der sa⸗ tan wird Mich ferner noch verkla⸗ gen; Aber still ihn durch dein blut; Sonst muß ich verzagen. Mel. Herzlich thut mich berlang. As weh mir boͤsem 5II. Annde! Ach weh der missethat! Mich aͤngstet meine sunde: Denn deinen guten raht Hab ich, mein GOtt! verachtet, Und dir mich widersetzt. hab ich nachgetrachtet, Was deine huld verletzt. ö 4. Ich habe deinem willen Un⸗ willig nachgelebt, Das gute zu erfüllen, Muhtwillig widerstrebt. Dein wort hab ich vergessen, Von dir mich abgelenkt; Auch vielmahl ganz vermessen Dein treues herz gekraͤnkt. 3. Ach weh nun meiner seelen! Sie muß des todes seyn. Will ich es gleich verhehlen; Kann ich mich solcher pein Doch hiedurch nicht entbrechen Weil alles GOtt be⸗ kannt. Er will die suͤnde raͤchen. Sein zorn ist schon entbrannt. 4. Drum bitt ich deine treue, Mein GOtt! vergib mirs doch. Weil ich die schuld bereue; So nimm das schwere joch Von mei⸗ nem armen herzen. Nimm weg die sůnden⸗ noht; Nimm weg die see⸗ len⸗schmerzen Und den verdien⸗ ten tod. 5. Ich falle dir zu fusse In die⸗ Dem se ser gnaden⸗zeit; Nimm den auf/ der in busse Voll glauben zu dir schreyt. Sieh mich mit einem blicke Der gnaden wieder an. Wirf hinter dich zuruͤcke, Was ich nicht recht gethan. 6. Entbinde mich in gnaden Von meiner schweren last. Ver⸗ binde meinen schaden, Wie du ver⸗ sprochen hast. HErr! heile mein gewissen, Und troͤste meinen geist; Ich werde sterben muͤssen, Wo du nicht trost verleihst. 7. Komm, IEsu! mir zu gute, Vertritt mich kraͤftiglich. Tilg aus mit deinem blute Die haͤnd⸗ schrift wider mich. Wasch ab all' meine suͤnden, Deck alle fehler zu; Fuͤr angst laß mich empfinden Die wahre seelen⸗ruh. 8. Denn du bist ja gebohren, Die seelen insgemein Zu suchen, die verlohren, Und aller heil zu eyn: Drum suche doch mich ar⸗ men, Und zeige mir dein heil; Ja gib mir aus erbarmen An deinem himmel theil. 9. Fuͤhr mich aus meiner irre In deinen liebes⸗schooß. Wenn ich aus aͤngsten girre; So reiß mich gnaͤdig los. Von suͤnden, tod und hoͤlle Sprich mich in gnaden frey: Zur rechten hand mich sielle, Daß ich dein eigen sey. Schaam vor Gott. Mel. Wo soll ich fliehen hin ꝛc. 12 ö 5 me mich; Weil meine suͤnden dich Fuͤr die genoßne gaben So sehr beleidigt haben. Wie kann vor deinen augen Ein solches scheusal taugen! 2. Du bist die heiligkeit: Ich voll vermessenheit Und ganz voll suͤnden⸗flecken. Wo soll ich mich verstecken? Wie kann ich mit den deinen Getrost vor dir erscheinen 5 ö 3. Je * 5 3³⁰ Von der wahren B usse und Bekehrung 3. Ich hielt ja gut und geld, Die busse; Laß allen fluch verschwin⸗ schnͤd und eitle welt, Nebst deren den, Und mich versoͤhnung finden. lust⸗getuͤmmel, Viel hoͤher als den n. Mein vater! nimm mich an; himmel; Und wollte diese goͤtzen Dein sohn hat gnug gethan: In Salems tempel setzen. Denn seine schmach und bande, 4. Ich habe vielmahls schon, Sein antlitz voller schande, Die Dir zům verdruß und hohn„Dein werden meine flecken Mit reiner sanftes joch zerschmissen Und mich unschuld decken. ö der last entrissen, Die denen. Ich will mich fernerhin, So leicht u tragen, So nach dem lang ich hier noch bin, Der suͤn⸗ himmel fragen. doden ernstlich schaͤmen, Und meine 6. Ein kind der seligkeit Wird neigung zaͤhmen: Drum laß dich bey bedraͤngter zeit, Auch wenn gnaͤbig finden, Und hilf mir uͤber⸗ die stuͤrme toben, Den allerhoͤch- winden. sten Pa 010—— 0 ftrenten ö zeiten Pflag wider dich zu streiten. Haß gegen die Sünde. 6. Dein wort befiehlt zwar wol, 1—0 ů ů ö Daß ich bestaͤndig soll Mit ringen ö Mel. IJEsu deine heilge wunden. und mit beten Vor dich, mein 1 3 Erchtihr schnöden ei⸗ vater! treten: Doch blieb ich kalt 5»telkeiten! Sag ich und traͤge Auf meinem suͤnden⸗ ewig gute nacht. Ich bereue tag wege. und zeiten, Die ich mit euch zuge⸗ 7. Mein gutes koͤmmt von dir; bracht. Seh ich alle sünden an Doch hab ich oͤfters mir Sehr Die ich bis anher gethan, Muß sch vieles beygemessen, Und deiner aͤngstlich und mit klagen Aug sast vergessen, Wenn mich die und herz zur erde schlagen. ruhm-begierde Auf hohe ziunen 2. Was ich ernstlich sollen has⸗ fuͤhrte. sen Als ein gift, das mich erstickt, 3. Du foͤrderst meinen lauf; Was ich billig sollen lassen; Daran Und hoͤrest niemahls auf, Zu mei⸗ hab ich mich erquickt. Finsterniß nem wolergehen Auf treuer hut war mir ein licht; Was ich sollte zu stehen: Ach; aber mein ge⸗ that ich nicht. So befleckt' ich muͤhte Denkt schlecht an deine herz und sinnen Durch mein tho⸗ güͤte. rigtes beginnen. 9. Wie deutlich legst du mir 3. Nur die welt hat mich er⸗ Trost und verheissung fuͤr, Du getzet; GoOttes lehre, treu und wollest jeden morgen Als vater zucht Hab ich kindisch ausgesetzet. fuͤr mich sorgen; Doch wank ich in O wie war mein herz verrucht! dem stehen Wenn kleine winde Nun erkenn ich mein versehn: wehen. Wie werd ich der angst entgehn? 10. Mit kurzen: was ich bin, Was ich nur bisher geliebet. Mein herz, mein geist und sinn Macht mich aͤngstlich und be⸗ Hat Adams schuld geerbet, Und ist trübet. durchaus verderbet: Mich schäam 4. Falsche welt! durch deine ich, mich zu nennen, Du wirst kuͤcke Hast du mich ins netz ge⸗ mich nicht mehr kennen. bbracht: Nunmehr ziehst du dich rr. Ja,/ HErr! ich schaͤme mich: zuruͤcke, Da du mich so blind ge⸗ Erbarm, erbarme dich Ich falle macht, Daß ich, als ein suͤndene dir zu fusse, Gib mir doch wahre knecht, GOtt und tugend, un 2f WR 101 6 I Wame,H Den ud hllh, dit Sisl Un Hlilen * ht sh eltene, alle i gethay Iintt klagt Vschage Auflh t des mihsh lenast 2 ick fi W 9 E0 sth utch nll .. Wlt hns Achte, Woschuth „ eh KEi. Vagic 1 her b und zwar von der Reu und Leid ůber die Suͤnde. 331 tet, Und allein nach dir getrachtet. 6. Ach dis kraͤnket mein gemuͤh⸗ te! Daß ich in der eitelkeit Mei⸗ ner besten jahre bluͤhte GOtt ge⸗ raubt, und dir geweiht. Du ver⸗ kleinertest die schuld, Und ver⸗ sprachst mir gluͤck und huld Naun⸗ test schand und laster, tugend; Und verfuͤhrtest meine ugend. 6. Nun empfind ich angst und schmerzen, Die mir deine wollust macht. Hilf nun auch dem kran⸗ ken herzen Du, die mich in noht gebracht. Doch dis alles hilft mir nicht, Denn ich selbst muß vors gericht, Und fuͤr mein ver⸗ ruchtes leben GOtt genaue rech⸗ nung geben. 7. Was fuͤr noht ist hier zu fin⸗ den! Denn vielleicht heißt GOtt mich nun, Wegen meiner vielen sünden, Bald und ploͤzlich rech⸗ nung thun. Sey verflucht, ver⸗ lohrne zeit, Die ich eitler lust ge⸗ weiht! Seyd verfluchet, dunst und schatten, Die mein herz be⸗ schweret hatten. 8. Hoffart, wollust, fleisches⸗ triebe, Augen⸗lust und schnoͤde pracht, Welt und laster⸗volle lie⸗ be, Euch, euch sag ich gute nacht! IEsu! komm, erbarme dich, Ruͤhr mein herz und heile mich, Daß dich nunmehr meiue seele Als ihr hoͤchstes gut erwaͤhle. 9. Laß mich alle luͤste hassen, Die der kreis der erden hegt. Laß mich nur das ereuz umfassen, Das dich, meinen JEsum, traͤgt, Wo dein tod und theures blut Guug fuͤr meine schulden thut. Laß mich dich bestaͤndig suchen, Und, was eitel ist, verfluchen. ö 10. Dir will ich mein uͤbrig le⸗ ben, Freund der seelen! ganz al⸗ lein Als dein eigenthum ergeben; Laß es auch dein eigen seyn. Nimm dis opfer gnaͤdig auf. Schließ ich und recht, Ja die seligkeit verach⸗ einst den lebens⸗lauf, Ach! so fasse, voll erbarmen, Meinen geist mit liebes⸗armen. Verlangen nach der Gnade. nach Luc. 16. Mel. Christus der uns selig ꝛe. runnquell aller guͤ⸗ 5 4. Baͤgkei, Vater aller gnaden! Sieh doch auf das schwe⸗ re leid, Das mein herz beladen. Ich bin der verlohrne sohn, Und das kind der sunden. Gib mir nicht verdienten lohn, Laß mich gnade finden.. 2. Ach! ich fuͤhle quahl und schmerz; Weil ich so betruͤbet Dein getreues vater⸗herz, Das mich bruͤnstig liebet. Ach! ich habe tag und nacht In dem laster⸗leben Alle guͤter durchgebracht, Die du mir gegeben. 3. Meine suͤnd ist stets vor mir, Der ich nachgewandelt; In dem himmel und vor dir Hab ich mis⸗ gehandelt. Vater, der mein heil begehrt! Dir will ich bekeunen: Vater, ach! ich bin nicht wehrt, Mich dein kind zu neunen. 4. Vater, der an gnade reich, Bruͤnstig von erbarmen! Mache mich den knechten gleich, Hilf, ach hilf mir armen! Siehe doch die hungers⸗noht, Die mich schmerz⸗ lich ylaget. Reiche mir dein gna⸗ den⸗brot, Eh mein herz verzaget. 6. Sieh' ich falle nackt und bloß, Vater! vor dir nieder. Dei⸗ ne treu ist ewig groß, Troͤste mich doch wieder; Weil ich sonst ver⸗ schmachten muß In der angst der suͤnden. Laß den suͤssen liebes⸗kuß Meine seel empfinden. 6. Ziere meine glaubeus⸗hand Mit des geistes riuge; Gib, daß mir dis liebes⸗pfand Trost und freude bringe; Meinen fuß bereite du/Deine bahn zu gehen; Fuͤhr 00 na 3³² Von der wahren Busse und Bekehrung nach dem himmel zu, Dis ist, HErr! mein flehen. 7. Schenke mir das schoͤne kleid, Das dein sohn erworben, Als er aus barmherzigkeit Fuͤr die welt gestorben. Laß dein theures gnaden⸗ mahl Mich im glauben schmek⸗ ken, Und mir wider alle quahl Freud und trost erwecken. 8. HErr mein GOtt! verwirf mich nicht, Vater aller guͤte,Des⸗ sen herz aus liebe bricht! Troͤste mein gemuͤhte. Hilf mir aus der suͤnden⸗ noht Die mein herz um⸗ geben. Syrich: mein sohn! du ben todt, Und sollt wieder le⸗ en. Mel. JEsu deine Aahldtrcer⸗ * ater/ ach laß trost er⸗ 5 1I 5„Vscheinen.Siehes du dein kind denn nicht Bitterlich mit Petro weinen? Wie es mit Manasse spricht? Wie es schlaͤgt an seine brust? Wie es alle suͤn⸗ den⸗lust Hoͤchst bereuet, gar ver⸗ fluchet? Wie es weinend gnade suchet? . Vater! du hast mich gelie⸗ bet Je und je von ewigkeit. Da mich nun die schuld betruͤbet, Troͤst ich mich der gnaden- zeit. JEsu ereuz und dornen⸗eron Bring ich, HErr! vor deinen thron; Der, so selbst fr mich ge⸗ litten, Hoͤrt nicht auf fuͤr mich zu bitten;. 3. Du bist heilig, und ich schaͤ⸗ me Mich der ungerechtigkeit. Wenn ich feigen⸗blaͤtter naͤhme; Deckte doch dis heuchler⸗kleid Meiner suͤnden bloͤsse nicht. Laͤs⸗ sest du nicht vor gericht Gnade, sondern recht, ergehen, Wer ist rein, wer wird bestehen? 4. Doch verheissest du das le⸗ ben, Willt den tod des suͤnders nicht; Du willt alles das verge⸗ ben, Was ein boͤses herz ver⸗ bricht: Geht es gleich voll miffe⸗ that Auf dem breiten hoͤllen⸗yfad; Willt du ihm doch alles schenken, Und es selbst zur busse lenken. . Suche mich, dein schaͤflein, wieder; Such es, weil es, treuet hirt! Da es irret auf und nieder, Woͤlfen sonst zum raube wird Das verscheuchte taͤubelein Schleuß in Christi wunden ein; Reiß es aus dem welt⸗gebüsche/ Daß es satan nicht erwische. 6. HErr! ich habe zwar verro⸗ gen, Bin, nach Noaͤ raben art, Sicher hin und her geflogen, Hab die busse lang gespahrt. Jezt thu ich zu dir den tritt, Bringe ren und glauben mit, HErr! ich kom⸗ me hoch beladen, Nimm dein ar⸗ mes kind zu gnaden. Mel. JEsu meines lebens ne. j 6 chl wo soll ich sůnder **finden Seelen ⸗vuh und sicherheit? Weil die menge meiner sünden Wider mich gen himmel schreyt; Weil mich mein gewissen naget Und mich tag und nacht verklaget. Ach! wo flieh ich armer hin? Weil ich so ge⸗ aͤngstet bin. ö 2. Hoͤchster! troͤste mein ge⸗ muͤhte, Das zu dir mit weinen fleht. HErr! ich weiß, daß deine guͤte Ueber alle himmel geht. Wa⸗ ren aller menschen suͤnden An mir armen gleich zu finden; Wuͤrde deine guͤt allein Groͤsser, als sie al le, seyn. ö 3. HErr! dein wort hat ja ver⸗ sprochen, Armen suͤndern hold zu seyn. Ach! mein heri ist ganz ier⸗ brochen Und zerknirscht in reu und pein; Ja mein geist ist gant zerschlagen. Laß dis opfer dir be⸗ hagen, Nimm mein herz/ das zu dit schreyt, Vater aller guͤtigkeit! 4 Sieh auf deines sohues buͤssen, Auf sein leiden hhnehie I ö kettn silhn cc sshatt 5 fN Et vlN —2 Kt l Mhh⸗ un muh Ticn h rs 10 ann vehgt Bichtt aus +* Rabe o Mi I i Wcht.. nit, MM B I/, Nanl den. ——.— Ineiies ll 2 osiltht den Enc elR oet 110 DR d ni . W W . ttoßt u Qdit H vei N. — m Wpen fürhan d fh WD 1 Fot Wnen D Hest . RN 0 46 und zwar von der im Glauben gesuchten Gnade. 333 Troͤt mich, denn kein trost hat statt. Hilf,weil du zur hülf erkoh⸗ ren; Suche mich, ich bin verloh⸗ ren; Rette mich/ ich bin in noht; Gib mir leben, ich bin todt. 6. Reiche mir die gnaden⸗han⸗ de. Hilf mir schwachen taͤglich auf; Daß ich selig einst vollende Dieses lebens kurzen lauf. Hilf, HErr IEsu! hilf mir ringen, Teufel, fleisch und welt bezwin⸗ gen. Fuͤhre mich aus angst und Mir ganz entgegen war, Dar doch nicht verzagen: Mit dir kann ich sie schlagen. ö ich nur zeigen, So muß ihr trotz bald schweigen. ö streit Im triumph zur ewigkeit. von der im Glauben ge⸗ suchten Gnade und Vergebung. Mel. Auf meinen lieben GOtt. o soll ich fliehen 5 1 7. Wẽĩ hin? Weil ich be⸗ schweret bin Mit viel und gros⸗ sen sünden? Wo kann ich rettung finden? Wenn alle welt herkaͤme, Mein' angst sie nicht wegnehme. z. O JEsu, voller gnad: Auf dein gedbot und raht Koͤmmt mein betruͤbt gemuͤhte Zu deiner grossen guͤte. Laß du auf mein gedenke, Ins meer sie tief ver⸗ senke, 9. Du bist der, der mich troͤst, Weil du mich selbst erloͤst: Was ich gesündigt habe, Hast du ver⸗ scharrt im grabe; Da hast du es ben muͤssen. 6. Ist meine bosheit groß, So werd ich ihr doch los, Wenn ich dein blut auffasse, Und mich dar⸗ auf verlasse. Wer sich zu dir nur findet, All angst ihm bald ver⸗ schwindet. 7. Mir mangelt zwar sehr viel; Doch was ich haben will, Ist alles mir zu gute Erlangt mit deinem blute, Womit ich überwinde Tod, teufel, hoͤll und funde. 3. Und wenn des satans fich Dein blut darf 9. Dein blut, der edle saft, Hat solche stäͤrk und kraft, Daß es kann ganz alleine Die welt von sünden reine, Ja gar aus teu⸗. fels rachen Frey, los und ledig machen. ö 1I0. Darum allein auf dich HeErr Christ! verlaß ich mich, Jezt kann ich nicht verderben, Dein reich muß ich ererben: Denn du hast mirs erworben, Da du fuͤr mich gestorben. II. Ach fuͤhr mein herz und gewissen Ein gnaden⸗troͤpflein sinn Durch deinen geist dahin, fliessen. ö 3. Ich, dein betruͤbtes kind, Werf alle meine suͤnd, So viel ihr in mir stecket, Und mich so hef⸗ tig schrecket, In deine tiefe wun⸗ den, Da ich stets heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig blut, Die schoͤne rohte fluht, Wasch ab all meine suͤnde: Mit trost mein herz verbinde, Und ihr nicht mehr Daß ich moͤg alles meiden, Was mich und dich kann scheiden: Daß ich an deinem leibe Ein gliedmaaß ewig bleibe. * 12. Amen zu aller stund Sprech ich aus herzens grund: Du wollest mich ja leiten, HErr Ehrist! zu allen zeiten: Auf daß ich deinen namen Ewiglich preise, amen. Mel. verschlossen/ Da wirds auch blei⸗ 4 —4———————— 33³⁴ Von der wahren Busse und Bekehrung Mel. JEsu ater labm 0bnde — ater! laß mich gnade 5 18. V finden, Troͤste mei⸗ nen bloͤden sinn, Der ich wegen meiner suͤnden So betruͤbt und traurig bin. Sieh, mein vater! wie ich hier Jezt vor deiner gna⸗ den ⸗thuͤr Mit dem d ollner schaamroht stehe, Und dich um vergebung flehe.. 2. Du bist heilig, ich hingegen Bin voll ungerechtigkeit, Muß mich blos aufs bitten legen; Blos auf deine guͤtigkeit Setz ich meine zuversicht; Denn ach! wuͤrde dein gericht Ohne gnad und huld ergehen; O wie wuͤrd ich doch be⸗ stehen! 3. Doch nach deiner gnaden⸗ lehre Willl du keines sunders tod; Sondern, daß er sich bekehre, Und entgeh der hoͤllen⸗ noht. Dieser trost erguicket mich, Als der ich auch aͤngstiglich Ueber meine schwere suͤnde Reu und leid bey mir empfinde. 4, Es vergoß auf dieser erde Selbst dein sohn sein theures blut, Daß ein jeder selig werde, Der im glauben busse thut. Des⸗ sen ereuz und dornen⸗eron Bring ich jezt vor deinen thron. Sei⸗ nen tod und blut⸗vergiessen Laß mich armen auch geniessen. 4. Zwar ich sollte laͤngst seyn kommen; Aber deiner guͤtigkeit Ist dadurch noch nichts benom⸗ men: Denn noch ist die gnaden⸗ zeit. Keine busse ist zu spaͤt, Wenn sie nur von herzen geht; Darum wird dir auch mein flehen Jetzo noch zu herzen gehen. 6. Grosser GOtt, voll liebꝰ und treue! Laß durch Christi tod und pein Meine spaͤte buß und reue Jezt noch vor dir guͤllig seyn. Denke doch nicht weiter dran/ Wie viel uͤbels ich gethan. Sprich: dein arges fuͤnden⸗ leben Sey aus gnaden dir ver⸗ geben. 7. Wirst du nur mir armen suͤn⸗ der, O mein GOtt! barmherzig seyn; Nimmst du mich zur zahl der kinder Wiederum in gnaden ein; Ach! so rühm' und preis' ich dich Jezt und einsten ewiglich. Hoͤre mich in Christi namen, Und sprich selbst ein kraͤftig amen! ch GoOtt und HErt! 519. Wie groß und schwer Sind mein' begangne suͤnden! Da ist niemand Der helfen kann In dieser welt zu finden. 2. Lief ich gleich weit Zu dieser zeit Bis an der welt ihr ende, Und wollt los seyn Der angst und pein; Würd ich es doch nicht wendn. 3. Zu dir flieh ich, Verstoß mich nicht, Wie ich es wol verdienet. Ach GOtt! zuͤrn nicht, Geh nicht ins g'richt, Dein sohn hat mich versuͤhnet. 4. Solls ja so seyn, Daß straf und pein Auf sünde folgen muͤß⸗ sen: So fahr his fort, Nur schoh⸗ ne dort, Und laß mich hie nol buͤssen. . Gib, HErr! geduld, Ver⸗ giß der schuld, Gib ein gehorsam herze, Daß ich nur nicht, Wies oft geschicht, Mein heil murrend verscherze. ö ů 6. Handle mit mir, Wies duͤn⸗ ket dir: Durch dein' gnad will ichs leiden: Nur dort laß mich Nicht ewiglich Von dir seyn abge⸗ scheiden. 7. Gleichwie sich fein Ein voͤ⸗ gelein In hole baͤum' verstecket, Wenns truͤb hergeht, Die luft unstet, Wenn mensch und vieh erschrecket: 8. Also, HErr Christ! Mein zuflucht ist Die hoͤle deiner wun⸗ den: Weil sund und tod Mich bracht 2 Lum * V ImN Di WM Iund xre TLM Paneh in⸗ Dahen! — on nh Techput Iuest VLheltn n.- hichtath oeltihth er ash u Vich, Bah wol Rnichya schnh schn v nde 10 ‚ sott, ‚ W nich id einhh D Helg ymit, Liß Wei R Audese 00 fiit, A fl. , N sch do 0 Hf 4* f0 I und zwar von der im Glauben gesuchten Gnade. 335 bracht in noht, Hab ich mich drein unden. 25. Darinn ich bleib, Obgleich der leib Und seel vonander schei⸗ den: So werd ich dort Bey dir, mein hort! Seyn in ewigen freuden. * 10. Ehre sey nun GOtt vater, sohn, Und heilgem geist zusam⸗ men. Ich zweifle nicht, Weil Christus spricht: Wer glaͤubt, wird selig, amen. ö — Mel. HErr GOtt der du erforsch · koͤnig! dessen ma⸗ 520. jestaͤt Sich üͤber alles hebet, Dem erd und meer zu dienste steht, Vor dem der erd⸗ kreis bebet. Der himmel ist dein helles kleid, Du bist voll macht und herrlichkeit, Sehr groß und wunderthaͤtig. Ich armer wurm vermag nichts mehr, Als daß ich ruf zu deiner ehr: GOtt sey mir sunder gnaͤdig! ö 2. Hier steh ich, wie der zoͤllner that, Beschaͤmet und von ferne, Ich suche deinen trost und raht: Mein GOtt! du hilfst ja gerne. Doch meiner fehler grosse zahl Und menge, macht mich uͤberall Voll flecken und unflaͤtig; Drum bir/ ich nieder mein gesicht Vor ir, du reines himmels=licht! Gott sey mir suͤnder gnaͤdig! 3. Die schulden, der ich mir be⸗ wüßt, Beaͤngsten mein gewissen; Drum schlag ich reuend an die brust, Die schmer; und leid zer⸗ rissen. Ich, der ich mich von dir gekehrt, Ich bin des lebens gar nicht wehrt; Doch weil du winkst, so bet ich Mit ganz zerknirschtem bangem geist, Der gleichwol dich noch abba; heißt: GOtt sey mir sünder gnaͤdig! 9. Mein vater! schaue IEsum an, Den gnaden⸗thron der suͤnder, Der fuͤr die welt genug gethan; Durch den wir Gottes kinder Im glaͤubigen vertrauen sind: Der ists, bey dem ich ruhe find: Er ist ja stets gutthaͤtig. Drum faß ich ihn und laß ihn nicht, Bis Gottes herz mitleidig bricht; GOtt sey mir sůͤnder gnaͤdig! 6. Regiere doch mein hert und sinn In diesem ganzen leben; Du bist mein GOtt, und was ich bin, Bleibt ewig dir ergeben. Ach! heilige mich ganz und gar, Mach meinen glauben immerdar Durch wahre liebe thaͤtig. Laͤßt sich dann noch viel schwachheit sehn; So soll mein herz mit wehmuht flehn: Gott sey mir sůnder gnaͤdig! 6. Mein leben und mein ster⸗ ben ruht Allein auf deiner gnade. Mir geh es übel oder gut, Gib, daß es mir nicht schade. Und koͤmmt das lezte stuͤndlein an; So sey mir auf der todes⸗bahn, Mein JEsu! selbst beyraͤhtig: Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, So nimm den lezten seufzer an: GOtt sey mir sunder gnaͤdig! Prbarm dich mein, o 5 21. Egern GOtt Nach deiner grossen barmherzigkeit: Wasch ab, mach rein mein' misse⸗ that; Ich bekenn meinꝰ suͤnd, und ist mir leid. Allein ich dir gesuͤn⸗ digt hab, Das ist wider mich ste⸗ tiglich: Das bos vor dir mag nicht bestehn. Du bleibst gerecht, ob du urtheilst mich. ö z. Sieh, HErr! in sünd bin ich gebohrn, In suͤnd empfing mich mein' mutter. Die wahrheit liebst, thust offenbahrn Deiner weisheit heimlich' güͤter. Bespreng Lich HErr! mit ysopo: Rein werd ich, so du waͤschest mich, Weisser denn schuee; mein gehoͤr wird froh, All mein gebein wird freuen sich. 3. HErr! sieh nicht an die suͤnde mein, ᷣ5I9IICIꝗIIIIAEAIIII-—.—..—52 Von der wahren Busse und Bekehrung 336 mein, Thu ab all ungerechtigkeit: Und mach in mir das herze rein, Ein'n neuen geist in mir bereit' Verwirf mich nicht von deinm angesicht, Dein'n heilgen geist wend' nicht von mir, Die freud deins heils, HErr! zu mir richt, Der will'ge geist enthalt 119 5 dir. 4. Die gottloß'n will ich deine weg'„ Die suͤnder auch darzu, leh⸗ ren, Daß sie vom boͤsen falschen steg Zu dir durch dich sich bekeh⸗ ren. Beschirm mich, HErr! meins heils ein GOtt! Fuͤr dem urtheil durchs blut bedeut: Mein zung verkuͤndt dein recht gebot/ Schaff, daß mein mund dein lob ausbreit. . Kein leiblich opfer von mir heischst, Ich haͤtt dir das auch gegeben: So nimm nun den zerknirschten geist, Betruͤbt und traurig herz darneben. Ver⸗ schmaͤh nicht, GOtt! das opfer mein, Thu wol in deiner guͤ⸗ tigkeit Dem berg' zion, da ehri⸗ sten seyn, Die opfern dir gerech⸗ tigkeit. * 6. GOtt vater in dem hoͤch⸗ sten thron! Steh mir in allen du hast Zermalmt durch deines noͤhten bey. O JEsu Christe, Gottes sohn! Dein blut von suͤnden mich befrey. O heilger geist! fuͤhr mich allzeit, Damit ich geh auf rechter bahn. O heilige dreyeinigkeit Nimm meine bitte gnaͤdig an· Mel. Ich glaͤub an einen GOtt ꝛce. Isch sey mir gnaͤdig, 5 22.24 HErr mein GOtt! Nach deiner guͤt in meiner noht; Tilg durch dein reich erbarmen All fuͤnde in mir armen. Durch deine vater⸗treu und huld Wasch mich recht wol von meiner schuld Und reinge mich von suͤnden, Die sich in mir befinden. Ach HErr! ach ich bekenn es dir; Denn meine suͤnd ist stets vor mir: Gesuͤndigt hab ich dir alleim, Und meine uͤbelthaten seyn Mir immer vor den augen. 2. Du bist gerecht von ewigkeit, Und dein gericht ist recht allzeit: Ich aber muß mich schaͤmen, Im sack und asch mich graͤmen. Sieh, HErr! ich bin in missethat Ge⸗ zeugt, und meine mutter hat In suͤnden mich empfangen, Die mir nun fort anhangen. Du willt, daß auch des herzens grund Aufrichtig sey zu jeder stund: Drum giebest du mir/ daß ich dich Und deine weisheit, inner⸗ lich Erkennen kann und wissen. 3. Spreng mich mit Christi bluůͤte an; So wird der aussatz ab⸗ gethan, Die suͤnd, die ich geer⸗ bet, Und die mich sonst verder⸗ bet. HErr! wasche mich und mach mich rein; So werd ich unbeflecket seyn, Und weisser koͤn⸗ nen werden Als nie kein schuee auf erden. ö Laß mich doch hoͤren wonn und freud Nach dieser grossen traurigkeit, Daß die gebeine, die grimmes last, Gestaͤrkt und froͤ lich werden. 4. Denk nicht, wie ich gesuͤn⸗ digt hab. Ach kehr dein antlitz davon ab! Tilg alle missethaten, In welche ich gerahten. Schaff in mir, GOtt! aus lauter guͤt Ein reines herze und gemüht; Auf wahre buß und reue Inwen⸗ dig mich erneue. Ach vater! ach verwirf mich nicht Im zorn von deinem ange⸗ sicht: Gib, daß ich wieder in mir merk Des guten geistes kraft und staͤrk; Laß den nicht von mir weichen. c. Der trost deins geistes mich erfreu, Daß ich zum guten Aitz, eh/ Rhre Mineid Ahtig S I ahtHäses Nn de Isie IM ß al e g Wse Iun th slcht 1 ihutrg lhcgrit h sol . Ahrh 8 Hpfe r Ws c W9 Anser Wasind Isnden mif! nadr Besüsz Athbichh lchatn j ugef. Vechtungn Vtist uchl Zch shin chptingg, in msshh Dsenten ygen. auch dh, Hig feo Miebest xu Ait weishet, mund Tnich ni. Tiddderih Id de Vich sn Vasche m Iu, SN l K Ich Hitgn EII e ant dub heftk In uit chr Rl e DahtelN 110 lid f ann V x und zwar von der im Glauben gesuchten Gnade. 337 sey) Und darnach, weil ich lebe, Stets ungezwungen strebe. HErr! deinen weg will ich hinfort Die under lehren durch dein wort, Daß sie zu dir sich kehren, Und buß zu thun begehren. O Gott, der du mein heiland bist! Die blut⸗schuld, die mein herze frißt, Nimm weg, rett davon deinen knecht, Daß meine zunge deine recht/ Das gnaden⸗urtheil/ ruͤhme. 6. HErr! thu mir meine lip⸗ pen aͤuͤf, Zeuch mein gemuͤht zu dir hinauf, Dich, GOtt im him̃el oben! Mit herz und mund zu lo⸗ ben: Weil dir dank-opfer nicht gefaͤllt Wenn dir nicht erst wird borgestellt Ein herz voll angst und klagen, Zerbrochen und zer⸗ schlagen. Wer dir in wahrer reu und buß Mit heissen thraͤnen faͤllt zu fuß/ Hat ein gar noͤhtig opfer bracht, Das niemahls wird von dir ver⸗ acht't; Du nim̃st es an zu gnaden. 7. Thu wol an deiner kirch auf erd, Und mach sie herrlich, hoch und wehrt, Daß auch fortan die heiden Sich nicht mehr von dir scheiden. Verleih uns in der chri⸗ stenheit, Daß wir des glaubens einigkeit, Auch sonst ein gut ge⸗ wissen Zu halten seyn geflissen. Dann wird dir bracht an jedem ort Ein reines opfer fort und fort, Wenn wir so unser lebelang Dir durch gebet und lob⸗ gesang Der lippen farren opfern. *8. GoOtt vater in dem hoͤch— sten thron! Gedenk an deinen eingen sohn; Und um desselben willen Laß deinen grim̃ sich stillen. O JEsu Christ! durch deinen tod Erkette mich aus aller noht, Ich sohne weiß fuͤr meine suͤnden Sonst kei⸗ 00 nen trost zu finden. O heilger geiß! regiere mich Durch deine gnade kraͤftiglich: Daß ich dem boͤsen widerstreb, und stets nach deinem willen leb Bis an mein leztes ende. Mel. JEsu 9—.hnuh ut⸗ raf mi nicht; 52 3. S mich grossen sůn⸗ der, Reiß mich nicht im zorne hin, Da ich aus der zahl der kinder Freventlich gewichen bin. Mache mich, gerechter GOtt! Nicht, wie ich verdient, zu spott. Schohne, strenger richter! schohne, Und mir nicht nach suͤnden lohne. 2. Ach! verflucht seyn meine wer⸗ ke Die dich gar zu sehr betrubt. Ach daß ich so spaͤt vermerke, Was fuͤr laster ich veruͤbt! Aus gerechter seelen⸗noht Wuͤnsch ich mir wol gar den tod. Habe, schoͤpfer! mit mir armen Und be⸗ truͤbten, doch erbarmen. 3. Ach! mein herz beklagt voll jammer, Daß es dich verlassen hat. Jezt schlaͤgt des gesetzes hammer; Ach! wo find ich trost und raht? Vater! schohne, denn ich bin Schon gestraft: mein trost ist hin; Und, was mich am meisten schmerzet, GOtt und heil hab ich verscherteet.. 4. Was wird dirs fuͤr ehre brin⸗ gen, Wenn du mich ganz elend machst, Mir nun nichts mehr laͤßt gelingen, Und mir zum ver⸗ derben wachst? Mein GOtt! dar⸗ um bist du GOtt, Daß du derer, die in noht, Dich erbarmest und beweisest, Daß du ein erbarmer heissest. . Drum, erbarmer! ach ver⸗ schohne, Ob ich dessen gleich nicht wehrt. Schohne mein in deinem Der den zorn schon abge⸗ Freylich uͤbt ich freventlich Tausend laster gegen dich: D och er hat die straf erduldet, Die ich armer wurm verschuldet. Y 6. kehrt. ————————ʃ—-—-——7————.— Von der wahren Busse und Bekehrung. 33³ 6. Nun schlag ich die augen nieder, Klage mich als sunder an: Nimm mich,liebster vater! wieder Als dein kind in gnaden an. Gib mir nun des geistes kraft, Die ein neues herze schafft. Schohn um Christi willen, schohne, Und mir nicht nach suͤnden lohne. Aus tiefer noht schrey 5 24. A ich zu dir, HErr Gott! erhoͤr mein rufen. Dein gnädig ohr neig her zu mir, Und meiner bitt es oͤffne. Denn so du willt das sehen an, Was suͤnd und unrecht ist gethan; Wer kann, HErr! vor dir bleiben? 2. Bey dir gilt nichts denn gnad und gunst, Die suͤnde zu vergeben: Hiezu ist unser thun umsonst, Auͤch in dem besten le⸗ ben. Vor dir niemand sich ruͤh⸗ men kann, Es muß dich fuͤrchten Iben. Und deiner gnade eben. ö 3. Darum auf GOtt will hof und fort: Es harrt mit fleißud iun fen ich, Auf mein verdienst nicht sorgen, Ist wie die waͤchter sud, Auf ihn mein herz soll Die warten, bis es morgen Ind lassen Ealst Eunes eoent tag zu seyn beginnt. Die mir zusagt sein wehrtes wort: Das ist mein trost und treuer hort, und beten halten an: Weil Hon in allen sachen Viel rettung schaß Aah bauen: Deß will ich allzeit harren. 4. Und ob es waͤhrt bis in die nacht, Und wieder bis zum mor⸗ genz Soll doch mein herz an GOt⸗ tes macht Verzweifeln nicht noch orgen. So thu' Israel rechter art, as aus dem geist erzeuget ward, Und seines GOttes harre. Ob bey uns ist der sünden viel; Bey GOtt ist vielmehr gna⸗ de. Sein hand zu helfen hat kein ziel, Wie groß auch sey der schade. Er ist allein der gute hirt, Der ünde erlosen wird Aus seinen ünden allen. *6. Ehr sey dem vater und dem sohn, Und auch dem heilgen geiste, Als es im anfang war und nun: Der uns sein' gnade leiste, GI Damit wir gehn auf seinem pfad, sth Daß uns des teufels list nich he schad; Wer das begehrt, sprech Wi amen. W lus diesem tiefen ien 52 5• Agrunde Der aͤngsten c ruf ich hier Mit herzen und mit W munde, O HErr mein GOtt! zu sl dir. Ich ruf in buß und reue, Ach u. neige) HErr! dein ohr. Erhar, AN warum ich schreye, Laß meine seuf h zer vor. 1704 2. Wo du zurechnest suͤnden uah Und was wir oft begehn: Sois g kein mensch zu finden, Der vor dirn kann bestehn. Bey dir steht das vergeben, Daß man dich fuͤrchten“ soll; Und daß man ruͤhm darne öchtyte ben, Wie du bist gnaden-voll. 49 3. Ich wart auf GOttes guͤte, und hoffe auf sein wort, Es hatket suRe mein gemuͤhte Des HErren fort l, 2³ 4. Ein christe muß mit wachen fen kann. Gewiß wird er von sih ng boͤsen Und aller missethat Als N gnaͤden den erloͤsen, Der ihm uun vertrauet hat. Wonshg *0. GoOtt vater! hilf mir gr men Durch deines sohnes todis Klng Laß, JEsu! dich erbarmen Meis anhh elend/ angst und noht: Oheis ger geist! mich fuͤhre, Stattn gruͤnd und vollbereit; Daß ich sisimh nicht verliere Des glaubens fren digkeit. 0 —— Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛr⸗ vater der barmhei F26. OJ okeit: Sch 0 * FDsA 4 ö b I . —— —ꝑ.——.——P[—ß—— ————.... ö=S. —— und zwar von der im Glauben gesuchten Gnade. 330 SHN— dir zu fusse. Verstoß den nicht, 1n 10 ur reyt, Und thut noch endlich busse: Was ich begangen mh wider dichVerzeih mir alles gnä⸗ glich Durch deine grosse guͤte. — 2. Durch deiner allmacht wun⸗ 3 An derthat Nimm von mir, was Iuded mich quählet. Durch deine weis⸗ Mlc ng heit schaffe raht, Woran mir es exrmah sonst fehlet. Gib willen, mittel, Ihaßuße kraft und staͤrk, Daß ich mit dir —— 13 e all meine werk Anfange und Euhin vollende. 3. O JEsu Christe! der du hast ahnnn Am ereuze fr mich armen Getra⸗ Vost hll gen aller sunden last, Wollst mei⸗ Vuftdelte ner dich erbarmen. O wahrer Bahn GOtt, o Davids sohn! Erbarm laßumln dich mein, und meiner schohn! umuin Sieh an mein klaͤglich rufen. sigls. 4. Laß deiner wunden theures t afheh blut, Dein' todes⸗pein und ster⸗ Astunthn ben Mir kommen kraͤftiglich zu Ogut, Daß ich nicht muß verder⸗ hamtn ben. Bitt du den vater, daß er t dend mir Im zorn nicht lohne nach ge— n 65* Wie ich es wol verschul⸗ giust. det. Ri shhe L. O heilger geist, du wahres Wehl licht, Regierer der gedanken! M Wenn mich die suͤnden⸗lust an⸗ Wiest Eel ficht, Laß mich nicht von dir wan⸗ Al Mil ken: Verleih, daß nun und nim⸗ 4 cl mermehr Begierd nach wollust, 1 geld und ehr In meinem herzen Lu herrsche. ö ohh„ 6. Und wenn mein stündlein 10 kommen ist, So hilf mir treulich kampfen; Daß ich des satans trug 6 I und list Durch Christi sieg mag Nuetu daͤmpfen: Auf daß mir krankheit, o angst und noht, Und dann der Dh lezte feind, der tod, Nur sey die thuͤr zum leben. Itinsh Mel. Aus die sem tiefen grunde. Au ch GOtt! ich muß Huklt“ 5 27. A dir klagen, Daß ich so elend bin. Mein herz will mir verzagen, Mein' sund liegt mir im sinn: Ich kann ihr nicht ver⸗ gessen, Sie ist zu groß und schwer, Sie hat mich gar besessen, Sie kraͤnkt und quaͤhlt mich sehr. 2. 01 bin in sund' empfangen, In suͤnden auch gebohrn, Viel sünd hab ich begangen; Darum bin ich verlohrn. Ich kann nicht freudig werden, Den himmel an⸗ zusehn: Und schaͤme mich, auf er⸗ den Vor dir, o GOtt! zu stehn. 3. Nun sollt ich ja vertrauen Dem HErren IJEsu Christ, Auf sein verdienst fest bauen; Weil er mein 2 0 ist: So schreckt mich mein gewissen, Das zweifelt immerdar, Und spricht: dich werd verdriessen, Daß ich die suͤnd nicht spahr. 4. Ich wollt auch herzlich gerne Bessern das leben mein, Mit werk, wort und geberden Fromm und gottsfuͤrchtig seyn: Ich kanns so nicht vollbringen, Wie ich es oft bedacht; Ich laß mich davon dringen Durch satans list und macht. .„Was soll ich denn nun ma⸗ chen? Wie kann ich doch bestehn? Ich fall der hoͤll in rachen, Wenn ich dir will entgehn. HErr! zu dir komm ich wieder, Und such barmherzigkeit; Ich falle vor dir nieder, Mein' suͤnde ist mir leid. 6. Du hast dein'n sohn gegeben Fuͤr aller missethat, Daß jeder⸗ mann soll leben, Der glauben an ihn hat. Will gleich mein herz nicht trauen, So glaͤub ich den⸗ noch fest: Hilf du meinem unglau⸗ ben, Dein' huͤlfe ist die best. . Ich bin nicht wehrt der guͤte, Die du an mir gethan, Daß fuͤr mich mit sein'm blute Beiahlt dein lieber sohn: Doch war mir dis nohtwendig, Drum glaͤub ich dir allein, Der du ver⸗ V 2 sprichst 340 Von der wahren Busse und Bekehrung prichst beständig: Wer gläubt, 3. Zwar unsre schuld iß gre wurrd selig seyn. und schwer, Unzaͤhlig das Lerne 3. So wahr, als ich selbst lebe, chen; Doch deiner gnade ist viel. zussh Sprichst du, mein HErr und mehr, Als die nicht auszuspr⸗ Gott! Ungern ich uͤbergebe Den chen: Die suchen und begehren sunder in den tod: Ich will, daß er wir, Und hoffen, HErr, du laͤst umkehre, Und ewig leb' bey mir. an dir Es uns jezt nicht gebre⸗ Den rechten weg mich lehre, So chen. komm ich, HErr! zu dir. 4. Du willt nicht, daß der sün 9. Mit deinem heilgen geiste der sterb, Und zur verdammnis Meinen schwachen glauben mehr. fahre: Vielmehr daß er das gun⸗ Mir huͤlf und beystand leiste Zu den⸗erb Erlange und bewahre: deines namens ehr. Leit mich So hilf uns nun, o HErre GOstt auf deinem stege/ Fuͤr aller sund Damit uns nicht der ewge tod I und schand, Fuͤrs teufels strick suͤnden wiederfahre. und wege Bewahr mich deine. Vergib, vergib und hahge⸗ hand. duld Mit uns armen und schiha⸗ *10. Segne mein leib und le⸗chen: Laß deinen sohn all unste ben, Auch mein beruf und werk, schuld Durch sein verdienst gut Was du mir, HErr! gegeben machen. Nimm unsrer seelen Behuͤt durch deine staͤrk: Erhoͤreben wahr, Daß ihr kein schade mein flehn und schreyen, Mein wiederfahr Von jenem hoͤllen⸗ jammer-⸗volles wort, Daß ich drachen. mich dein kann freuen, Ver⸗ 6. Wenn du sonst vor gekichte acht'n des satans mord. gehn, Und mit uns wolltest rach⸗ 11. Zulezt laß mich abscheiden ten, Wie würden wir doch da Mit einem sel' gen end, Und nimm bestehn, Und wer wuͤrd uns ver⸗ aus diesem leiden Mein' seel in fechten? O HErr! sieh un deine haͤnd. Dafuͤr will ich dich barmherzig an, Und hilf uns wie⸗ preisen Mit dank zu jederzeit: der auf die bahn, Zur pforte det Du wirst mir gnad erweisen, Und gerechten. helf'n in ewigkeit. 7. Wir opfern dir uns arm und bloß Durch reue ganz zerschlagen: Mel. Es ist das heil uns ꝛc. O nimm uns auf in deinen schooß 28 Au tiefer noht laßtUnd laß uns nicht verzagen. O uns zu GOtt Von hilf, daß wir getrost und frey Ohn 1 EEI. Iler MGN Shnch e Ifftehih? ganzen herzen schreyen, Und bit⸗ alle list und heucheley Dein jochln ten, daß er uns aus noht In gna⸗ ans ende tragen. den mag befreyen, Und alle süund s. Sprich uns durch deine bo⸗ und missethat, Die unser fleisch ten zu, Befriedge das gewissen begangen hat, Uns vaͤterlich ver⸗ Stell unser herz durch sie in ruh zeihen. Thu uns durch sie zu wissen„ Vi 2. Wir sprechen: vater! sieh Christus vor dein'm angesicht A uns an; Erbarm dich der elenden, unsre sachen hat geschlicht: Da Die so viel missethat gethan Mit trosts laß uns geniessen. herzen, mund und haͤnden. Ver⸗ 9. Erhalt in unsers herzen leih uns daß wir busse thun, und grund Dein wort den edleh sie durch JEsum Christum nun saamen: Und hilf, daß wir deh Zur seligkeit vollenden. neuen bund In deines. Il 5 Am und zwar von der im Glauben gesuchten Guade. 341 * namen Vollenden, mit bestaͤndig⸗ blut Vergossen reichlich mir zu daeh keit, Und so der erone der klarheit Shenchen Versichert werden: amen. Cuachgnh 3% Mel. Wenn wir in hoͤchsten ze K'eun m trost kañ ittricht,z Ibert HN Als daß man GOttes vater- her: Durch seinen sohn darf sprechen ul an/ Der allen zorn abwenden kann. 4 2. Wie oftmahls koͤmmt man, durch den sohn Pefordert, vor des 1* delch koͤnigs thron! Wie mancher, der saht, den tod verdient, Wird durch des gen pichters kind versuͤhnt! ö ange3. So wird auch manch leib⸗ Suhen sn eigner knecht Bey seinem herrn sinue gebracht zu recht, Und wird gestellt Uan M.auf freyen fuß: Da er sonst ewig ahsseee dienen muß. ö un see 4. Dis troͤstet mich, o frommer „Gbott! Der ich befleckt mit süͤn⸗ stsint den⸗koht, Daß ich vor deine ma⸗ Iimant jestaͤt In deines sohnes namen Durdett er tret. Mithn 4. Aus lieb' zu ihm sey gnaͤdig heuh mir, Mich aus dem suͤnden⸗ker⸗ , Holnl ker führ: Des teufels bande reiß Ahu, Hen Mach meine seel zum eben frey. Meindhm 6. Zwar mein verdienst und egahhegtl wuͤrdigkeit Dräut mir den tod haufishieoe und alles leid: Doch bittet dein uschtesohn selbst fuͤr mich, Drum laß ItoflOldurch ihn versöhnen dich. 2. Wen soll ich sonsten bringen eh.„ dir, Der dein herz neigen koͤnnt Woset zu mir, Als den, der für die schuld e 15 80 5. 86 worden selbst das loͤse⸗ I duhee geld. Iiurt u. 8. Sieh doch, o GOtt! hier ilht, ist dein sohn, Mein einges heil ge und gnaden⸗thron: Der sich fuͤr Uhfs“„ meine missethat Am ereuz selbst aufgeopfert hat: h* 9. Der nicht versoͤhnet werden Ms darf, Ob das gesetz ist noch so M 0 scharf: Er selber hat sein eigen seyn im schmerz, ö Da/aß ich werd aller suͤnden los; ö ö gut. 10. Sieh da, sein opfer ist so groß, Das opfer, das dir wolgefaͤllt— Dadurch versoͤhnt ist alle welt. 1I. Das unbefleckte lamm ist hier, Das meine sünden nahm von mir: Das lamm, das seinen mund zacht bauk fahrt. es hin zur schlacht⸗bank fuͤhrt. 12. Der gar nichts uͤbels hat gethan, Den man mit recht nicht tadeln kann, Der hat die schwere sünden ⸗-last Der ganzen welt auf sich gefaßt. 13. Durch seine wunden sind wir heil, Und haben jezt am him⸗ mel theil: Darum, o GOtt! er⸗ barm dich mein, Der ich vor dir mit ihm erschein. 14. Laß dis ja kommen mir zu statt, Was er am ereuz erworben hat: Ich setz all meine hoffnung drauf7 Hilf meinem schwachen glauben auf. ö * 16. O Gott mein vater, mich regier! HErr JEsul hilf mir, und mich führ. O heilger geist! mein herz aufmahn, Daß ich stets geh auf rechter bahn. imm von uns, 30. NHœErre GOtt! Al unsre suͤnd und missethat, Auf daß wir mit rechtem glauben und rei⸗ nem herzen In deinem dienst er⸗ funden werden. 2. Erbarm dich, erbarm dich, Erbarm dich deines volks, o Chri⸗ ste! Das du erloͤset hast Mit dei⸗ nem theurbaren blute. 3. Erhoͤr uns,erhor uns, Erhöͤre unsre bitt, GOtt vater, schoͤpfer aller dinge! Du vater der barm⸗ herzigkeit! Hilf uns, und sey uns gnaͤdig. 4. Erhoͤr uns, erhͤr uns, Erhoͤre unsre bitt o Christe aller welt V 3 hei⸗ n 00 Von der wahren Busse und Bekehrung heiland: Bitt fuͤr uns, und sey Mel. Herzlich lieb hab ich dich. T uns gnaͤdig. c. Erhör uns, erhöͤr unsErhoͤre 5 ö ů Zu dir beug ich meins herzens unsre bitt, Gott heilger geist du einger troͤster! Erleucht uns, und sey uns gnaͤdig. 6. So wahr ich lebe! Spricht Gott der HErre, Ich will nicht den tod des fuͤnders, Sondern daß er sich bekehre und lebe: amen. Allein zu dir, HErr 5 3 1 ASei Christ! Mein' hoffnung steht auf erden: Ich weiß, daß du mein troͤster bist. Kein trost mag mir sonst werden. Von anbeginn ist nichts erkohrn, Auf erden war kein mensch ge⸗ bohrn, Der mir aus noͤhten helfen kann: Dich ruf ich an, Zu dem ich mein vertrauen hab. z. Mein' suͤnd ist schwer und uͤbergroß, Und reuet mich von herzen: Derselben mach mich quit und los Durch deinen tod und schmerzen: Und zeige deinem vater an, Daß du hast gnug fuͤr mich gethan; So werd ich quit der sünden⸗last. HErr! halt mir Hat Weß du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach dein'r barm⸗ herzigkeit Den wahren ehristen⸗ glauben, Auf daß ich deine suͤssig⸗ keit Moͤg inniglich anschauen: Vor allen dingen lieben dich, Und meinen naͤchsten gleich als mich. Am lezten end dein huͤlf mir send, Damit behend Des teufels list sich von mir wend. ö *4. Ehr sey GOtt in dem hoͤch⸗ sten thron, Dem vater aller güte: Und JEsu seinem eingen und Der uns allzeit behuͤte: nd GOtt dem heiligen geiste, Der uns sein huͤlf allzeit leiste: Damit wir ihm gefaͤllig seyn In dieser zeit, Und folgends in der ewigkeit. JEsu l steh ich hi, knie, Kann mir selbst gar nicht rahten. Mein' groß und vielt missethat Mich hier und dort ver⸗ dammet hat: Doch will ich nicht verzagen. Heind JEsu Chrif e Dein blut allein Macht mich von allen sünden rein, Weil ich in wahrer reu und bußAn dich glaͤlh, und dir fall zu fuß. HErr Jest Christ deß dank ich dir: J will mich bessern, hilf du mir Ha IEsu Chris, 5 3 3. du hoͤchstes gut/ du brunnquell aller gnaden! Sich doch, wie ich in meinem nuht Mit schmerzen bin beladen, Und in mir hab der pfeile viel, Diein gewissen ohne ziel Mich armen suͤnder druͤcken. ö 2. Erbarm dich mein in solcher last Nimm sie aus meinem herzen, So wahr du sie gebuͤsset hast I holz mit todes⸗schmerzen: Nu daß ich nicht mit grossem weh In meinen suͤnden untergeh, Noh ewiglich verzage. 3. Ach GOtt! wenn mir das koͤmmet ein, Was ich mein a begangen; So faͤllt mir auf mein herz ein stein, Und bin mit furcht umfangen: Ja ich weiß weda aus noch ein, Und muͤßte gar ver 32. BIh. lohren seyn, Wenn ich dein won nicht haͤtte. ö 4. Dein heilsam wort mir abe sagt, Daß alles wird vergebeh, IIlöPlt RnHen R W Ml I f 1* . Resehlt Was hier mit thraͤnen(busse) n wird beklagt, Und nichts sol schad'n am leben; Dieweil es allsi gnad verheißt Dem, der da mit serknirschtem geist Im glauben u dir koͤmmet. 5. 1 Du —.— ohc M Hch ‚ DN i WMnrsi guj 10 irngh Huhh uss 9 Wattt Yep hist 121——— K Mi ahche Iller gun in ml un in M reilh e sl . dichmütt DIU se gl rmitgh enu e. Irt. vel Wn hfülg 5. lhite N 5 I hu Wun und zwar von der im Glauben gesuchten Gnade. s. Und weil ich denn in meinem sinn, Wie ich zuvor geklaget, Auch ein betruͤbter suͤnder bin, Den sein gewissen naget: Und wollte gern im blute dein Von suͤnden abgewaschen seyn, Wie David und Manasse: ö ö 6. So komme ich zu dir allhie In meiner noht geschritten, Und will dich mit gebeugtem knie Von ganzem herzen bitten: Vergib mir, HErr! doch gnaͤdiglich, Was ich mein lebtag wider dich Auf dieser welt begangen. 7. Ach HErr mein Gott! vergib mirs doch Um deines na⸗ mens willen, Und thu in mir das schwere joch Der übertretung stil⸗ len: Daß sich mein herz zufrieden geb', Und dir hinfort zu ehren leb' Im kindlichen gehorsam. *. Staͤrk mich mit deinem freuden⸗geist, Heil mich mit dei⸗ nen wunden. Wasch mich mit deinem todes⸗schweiß In meiner lezten stunden, Und nimm mich denn, wenn dirs gefaͤllt, Im wah⸗ ren glauben aus der welt Zu dei—⸗ nen auserwaͤhlten. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Jott lob! ich darf — noch nicht verza⸗ gen, Obgleich des satans hoͤllen⸗ brut Und mein gewissen mich ver⸗ klagen; Hier hab ich meines JIE⸗ su blut. Trotz allem, was mir schaden kann! Mein JEsus nimmt die suͤnder an. 2. Ich habe mich zwar sehr ver⸗ suͤndigt, Und bin nicht solcher guͤte wehrt. Wer GoOtt das buͤndniß aufgekuͤndigt, Und niemahls sei⸗ ner recht begehrt; Verdiente frei⸗ lich grimm und fluch, Und des er⸗ zuͤrnten richters spruch. 3. Doch JEsus eilt, mich zu umfangen, Ergreift und nimmt mich bey der hand. Wie sehnlich 343 zeigt er sein verlangen! Wie schmerzt ihn mein verderbter stand. Drum hilft er mir gefall⸗ nem auf, Bewahrt und foͤrdert meinen lauf. 48. Er uͤberlaͤßt sich mir zu ei⸗ gen, Und sein verdienst ist mein panier*. Will mir der feind die rechnung zeigen, Und haͤlt mir tausend suͤnden fuͤr; So hab ich JeéEsum, dessen blut Den allerbe⸗ sten abtrag thut. ö* sieges⸗zeichen. . Wie sollt ich mir nun grauen lassen? Ich hab und halte JEsum fest. Mein glaube soll ihn recht umfassen, Bis er mir seinen segen laͤßt. Wenn erd und himmel weicht und bricht, Was acht ichs? JEsum laß ichnicht. 6. Ich will ihn immer fester hal⸗ ten, Wenn er sich zu entfernen scheint. Ich weiß, wenn herz und blut erkalten; So bleibet er der beste freund. Ich kleb an seiner gnad allein, Wie koͤnnt er mir ent⸗ gegen seyn? 7. Er haͤngt am ereuze aus er⸗ barmen, Und spricht: kommt, arme sünder! kommt; Kommt, ruhet sanft in meinen armen, Bedenkt, was euren seelen frommt. Laßt euer herz mein eigen seyn; So kehr ich wieder bey euch ein. 8. Mein JEsu! weil dirs so be⸗ liebet, So stell ich mich auch bey dir ein. Mein herz, das sich dir nun ergiebet, Soll deine ruh und woh⸗ nung seyn. O wie gewůnscht er⸗ scheinst du mir! Denn tod und suͤnde fleucht vor dir. 9. Ich bringe dir mit vielem kaͤmpfen Mein herz; ach schmuck es selber aus; Hilf suͤnd und widersacher daͤmpfen, Bewahr dein dir vertrautes haus. Mein glaube haͤngt und klebt an dir, Bleib JEsu! bleib doch stets an mir. Mel. Von der wahren Busse und Bekehrung Mel. JEsu meines lebens leben. IEsu! der du meine 5— 5. 4. seele Hast durch dei⸗ nen bittern tod Aus des teufels finstern hoͤle Und der schweren suͤnden⸗noht Kraͤftiglich heraus⸗ gerissen, Und mich solches lassen wissen Durch dein gnadenreiches wort: Sey und bleib auch izt mein hort. 2. Treulich hast du ja gesuchet Die verlohrne schaͤfelein, Als sie liefen ganz verfluchet In den hoͤl⸗ len⸗pfuhl hinein. Ja, du satans⸗ überwinder! Hast die hoch⸗be⸗ trübte sünder So gerufen zu der buß, Daß ich billig kommen muß. 3. Ach! ich bin ein kind der sünden, Ach! ich irre weit und breit. Es ist nichts an mir zu finden, Als nur ungerechtigkeit. All mein dichten, all mein trach⸗ ten Heißt mich meinen GOtt verachten. Boͤslich leb ich ganz und gar, Und sehr gottlos im⸗ merdar. 4. HErr! ich muß es ja beken⸗ nen: Gar nichts gutes wohnt in mir. Das zwar, was wir gutes nennen/ Halt ich meiner seele fuͤr: Aber fleisch und blut zu zwingen, Und das gute zu vollbringen, Fol⸗ get gar nicht, wie es soll: Was ich nicht will, thu ich wol. Aber HErr! ich kann nicht wissen, Wie viel meiner fehler seyn: Mein gemüht ist ganz zer⸗ rissen Durch der suͤnden schmerz und pein, Und mein herz ist matt von sorgen. Ach! vergib mir, was verborgen. Rechne nicht die missethat, Die dich, HErr! erzuͤr⸗ net hat. 6. JEsu! du hast weggenom⸗ men Meine schulden durch dein blut: Laß es, o erloͤser: kommen weil du so zerschlagen Hast die sünd an creu; getragen; Ey so sprich mich endlich frey, Daß ich ganz dein eigen sey. 7. Weil mich auch der hoͤllen schrecken Und des satans grimmig⸗ keit Vielmahls pflegen aufzuwek⸗ ken, Und zu fuͤhren in den streit, Daß ich schier muß unterliegen Ach so hilf, HErr JEsu! siegen, ja verzagen nicht. 3. Deine roth-gefaͤrbte wunden, Deine naͤgel, eron und grab, und der schmert, den du empfunden, Wenden alle plagen ab. Deine pein, dein blutig schwitzen, Deine striemen, schlaͤg und ritzen Deine marter, angst und stich HErr JEsu! troͤsten mich. 9. Wenn ich vor gericht soll tue O du meine zuversicht! Laß mich ten, Da man nicht entfliehen kann Ach! so wollest du mich retten, Ach! so nimm dich meiner an. du allein, HErr! kannst es wehrey Daß ich nicht den fluch darf ren: Ihr, zu meiner linken hann Seyd von mir noch nie erkannt. 10. Du ergruͤndest meine schma⸗ zen, Du erkennest meine pein. E ist nichts in meinem herzen Al⸗ dein herber tod allein. Dis meil herz mit leid vermenget, Das dein theures blut besprenget, G am ereuz vergossen ist, Geb ich din HErr JEsu Christ! II. Nun ich weiß, du wirst mit stillen Mein gewissen, das mich nagt; Es wird deine treu erfuͤllen, Was du selber zugesagt: Daß auf dieser weiten erden Keiner je ver⸗ lohren werden, Sondern ewig li⸗ ben soll, Wenn sein herz nur glau⸗ bens-voll. 11. HErr! ich glaube, hilf mit schwachen, Laß mich ja verzagen nicht. ker machen, Wenn mich suͤnd unds Meiner seligkeit zu gut! Und die⸗ tod anficht. Deiner guͤte will ich trauen Duü, du kannst mich stars lit, schüde . ö ANr x sind vird ne Ihnn f Venel Voetschtll Auht. Dgesith Drtonidh Een du en Ilcgen dh Vlhtig K / schlihn. D Vesten ut Aborget Wihtentfih d i Dichmeiz 5 Kunni 4 dyden flt ürikttlah nochnie ef D Mlinen si allen. ua Vottkeht“ N ü , Vu, ise D 160 Die Wn MMthte yglichhs, fch 605 fmf i, ö 4 6 — und zwar von der im Glauben gesuchten Gnade. 345 trauen, 2 schauen Dich, HErr JIEsu: nas dem streit In der frohen ewigkeit. —.— Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛe. 6 He JEsu Christ, 53 mein hoͤchster trost! Ber du fuͤr mich den tod gekost, Mein suͤnd muß ich bekennen;Sie liegt mir auf dem herzen sehr, Daß ich kaum odem hole mehr, Will mich wie feuer brennen. 2. Ich war empfangen und ge⸗ bohrn In sünden; ich sollt seyn verlohrn: Du machtest mit dem blute, Das dir aus deiner seite floß, Mich ganz von meinen sn⸗ den los, Und starbest mir zu gute. 3. Nun aber hab ich mich aufs neu Mit groͤssern suͤnden ohne scheu An leib und seel beflecket. Gebohrn lag ich im sunden⸗koht: Jetzund lieg ich mit schand und wott Mit eigner suͤnd bedecket. 4. Du gabest mir, HErr JEsu ein, Ich follte dir gehorsam seyn, Auf rechtem wege wallen, Dich lieben mehr, als alle schaͤtz, Im ganzen leben trachten stets, Wie ich dir moͤgt gefallen. ö c. Und ich begieng, nach meinem raht, Nur eitel schand und mis⸗ sethat Bey tag und nacht mit haufen. Wenn ich mein leben bessern sollt, So hab ich nicht daran gewollt; Bin suͤnden nach⸗ gelaufen. ö 6. Wie hast du, HErr! so gnaͤ⸗ diglich Zu deinem bild erschaffen mich, Und mich so hoch geehret! Und doch begieng ich boͤses kind Gar oft viel laster, schand und sünd: Dein bild hab ich zer⸗ stoͤhret. 7. Die süͤnd ist eine centner⸗ last: Sie laͤßt mir weder ruh noch rast, Sie wird mich unterdrük⸗ ken. Ich kann sie laͤnger tragen Bis ich froͤlich werdernicht, Die angst mir alle kraft zer⸗ ch j bricht: Wollst mich mit trost er⸗ quicken. 8. Schau doch, o HErr! wie lang soll ich In meinem herzen aͤngsten mich? Schau doch, wie ich mich quaͤhle. Mit gnaden wende dich zu mir, Und mich aus meinen aͤngsten fuͤhr, Der ich mich dir befehle. 9. Erbarme dich, HErr JEsu Christ! Der du allein barmherzig bist; Der schmerz hat mich durch⸗ fressen. Verfahre mit mir nicht so scharf; Denk, daß ich deiner gnad bedarf, Der wirst du nicht vergessen. 10. Wer ist, der kann und will dem kind, Das er in noͤhten stecken findt, Nicht lindern seine schmerzen? Und wenn ers gleich mit ruhten schlaͤgt, Er dennoch liebe zu ihm traͤgt In seinem va⸗ ter⸗herzen. II. Ich bin dein kind, das dir, HErr Christ! So sauer worden, da du bist Fuͤr mich am ereuz gehangen. Gebohren hast du mich mit schmerz: Drum wend zu mir dein vater⸗herz, Darnach trag ich verlangen. 11. Ich habe zwar gesündigt sehr: Doch waͤr der suͤnden noch vielmehr, Wirst du sie mir er⸗ lassen. Und wenn du gleich auch züchtigst mich; So thust du alles vaͤterlich, Dein kind kannst du nicht hassen. 13. Wo ist ein weib in aller welt, Die ihres kindes sich ent⸗ haͤlt? Sie schleußts in ihre ar⸗ men: Und wenn sie gleich verges⸗ sen wollt Ihr eingepflaͤnzte lieb' und huld; Wirst du dich doch er⸗ barmen. 14. Dis hast du zugesaget mir, Dein wort ist wahr, ich traue dir; Du wirst an mich gedenken: Und mich/ wie du versprochen hast/Frey V 5 ma⸗ gewissen ruh: Ich liege hie vor dir Darnieder, Versoͤhn mich mit dem ein JEsu, liebster 537. M menschen⸗freund! 346 machen von der schulden last, Ins tiefe meer sie senken. *15. O JEsu Christe, GOttes sohn! Erhoͤre mich von deinem thron: Verzeih mir alle suͤnden; Damit dein leiden, tod und pein An mir nicht mag verlohren seyn. Ach laß mich gnaͤde finden! Mel. Komm heiliger geist ꝛe. Verstoß den nicht, der hier er⸗ scheint Mit suͤnd und missethat beladen: Ach nimm den suͤnder auf zu gnaden! Verwirf mich nicht, mein trost und heil! Gib mich der hoͤlle nicht zu theil. Schau, wie das herz nach troste lechzet, Und meine seele nach dir aͤchzet. Halleluja, Halleluja. z. Ich muß gestehn, daß ich ge— fehlt, Und der verdammten weg erwaͤhlt; Nun komm ich auf dein rufen wieder, Und werfe mich in demuht nieder; Mein JEsu! nimm den suͤnder an, Der zwar viel missethat gethan, Jezt aber alles hoch bereuet, Und heisse thraͤ⸗ nen vor dir streuet. Hall. Hall. 3. Jch bin ja das verlohrne schaaf, Ich lag im tiefen suͤnden⸗ schlaf; Ach! ich bin der verlohrne groschen, Auf welchem Gottes bild verloschen. Du aber bist der treue hirt, Das auge, das mich suchen wird: Ja, ja du hast mich schon gefunden, Und siehest meine seelen⸗wunden. Hall. Hall. 4. Ach heile den, der schmerz⸗ lich krank! Ach fuͤhre mich den rechten gang, Damit ich, von dir aufgenommen, Zu deiner gnade moͤge kommen. Sprich meiner sele troͤstlich zu, und schenke dem vater wieder. Hall. Hall. Von der wahren Busse und Bekehrung Ach hirte! heb dein schaͤflein auf, Und trage mich in vollem lauf Zu deinerauserwaͤhlten heer⸗ de, Die ich im himmel finden werde. Bewahre mich in deinem schatz und gib mir bey den engeln platz, Die sich mit dir izt hoͤchstens freuen, Wenn mich die suͤnden herzlich reuen. Hallel. Hall. L An einem oͤffentlichen Buß⸗ Tage. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. ir liegen hie zu 5 3 8. W deinen füssen, Ach YErr von grosser guͤt und treu! Und fühlen, leider! im gewissen, Wie sehr dein zorn entbrennet sey. Das maaß der suͤnden ist er⸗ fuͤlt, Ach weh uns! wenn du strafen willt. 2. Du bist gerecht, wir alle suͤnder; Wie wollen wir vor dit bestehn? Wir sind die ungerahtne kinder, Die wege des verderbens gehn, Die wuͤrdig, daß uns pest und schwert Und hunger laͤngstens aufgezehrt. 3. Doch vater! denk an deinen namen, Gedenk an deinen lieben sohn. Dein wort heißt immer ja und amen, Dein eydschwur zeuget selbst davon: Du willt der suͤnder tod ja nicht; Drum geh mit uns nicht ins gericht. ö 4. Wir liegen vor dir in dem staube, Und unser herz ist ganz zerknirscht. Uns troͤstet ganz al⸗ lein der glaube, Daß du dich noch erbarmen wirst. Ach du hast noch ein vater⸗herz; So sieh doch izt auf unsern schmerz. 9. Der mittler selbst tritt in die mitten, Ach; schaue seine wunden an, Die er fuͤr unsre schuld erlit⸗ ten, Wodurch er dir schon gnug gethan. Wirst du nicht gnaͤdig 116 un sürne Indtz E Wooß E eias Ihn.E sE shh, Wnuch d thm S tiem Heste Iasups Desh a LRL. WI. . ‚ ol“ nd Hezschz hen; g AIddinz . den xsß sen. ö —*——42.—...9e7:77 13 7* IFri Aun cn eh m Wenchih D — N nich M D 7 ntlihgn! IHe. Wonliehegtt Hegn ienfß t gut u Verl ingt on etth Her sids 2 ih ekecht/ Ilen virx d die u des 6/ M Vhungeh 3 denk en dein heistw Oydschth hiltt x umgcht ** r N ett I stt Washu Ruch du 390 sth 6 . lhft etubh hhl lt gah R tütitht und zwar von der im Glauben gesuchten Gnade. 34⁷ uns sehn, So muß sein blut ver⸗ lohren gehn. 6. Ach blut! ach blut von GOt⸗ tes sohne! Schrey fuͤr uns um barmherzigkeit. Schau/ JEsu“ von dem gnaden⸗throne, Und denke doch der alten zeit, Da dich der suͤnder schmerz gebeugt, Da du oft gnad und huld erzeigtt. 7. Ach! laß die wolverdiente strafe Nicht uͤber unsre haͤupter gehn, Daß wir nicht als verlohrne Rehn. Von deiner hut verlassen ehn. Samml' uns in deinen gnaden⸗schooß Und mach uns aller plagen los. 8. Steck ein das schwert, das uns soll fressen; Den würger laß voruͤber gehn. Laß uns das brot in frieden essen. Laß keine solche zeit entstehn, Die uns dein wort so theuer macht, Daß unser herz dabey verschmacht't. ö 9. Gib fried im land und im gewissen, Gesunde luft, wolfeile zeit, Und laß uns deinen schutz ge⸗ niessen. Befoͤrdre die gerechtig⸗ keit. Croͤn unser feld mit deinem gut, Nimm kirch und haus in deine hut. 10. So wollen wir dir opfer bringen, Und deine seyn mit leib und seel. Es soll dein lob zum him⸗ mel dringen; Und dein erloͤstes Israel Wird in der huͤtten Jacobs schreyn: Der HErr soll mein Gott ewig seyn! Gesuchte Gnade wegen oᷣfteren Rückfalles in vorige Sün⸗ den. Mel. O Gott du frommer ꝛe. ner vater⸗huld Aufs neue mich i itruͤckt. 2. Ich kannte dein gebot, Doch hab ichs unterlassen. Mich trieb die fleisches⸗lust Zur breiten hoͤl⸗ len ⸗strassen. Ich bin der boͤse knecht, Der vieler streiche wehrt, Der wol verdient, was dort Ver⸗ dammten wiederfaͤhrt. 3. Mein bloͤder sinn fuͤhlt jeit, 5HErr! deines grimmes schrecken. Wo flieh ich armer hin? Und was kann mich bedecken? Dieweil dein ungluͤcks⸗pfeil Und strenges rich⸗ ter⸗schwert Von mir schon rache taher Und schrecklich auf mich fahrt. 4. O JEsu Gottes sohn, O zuflucht armer sünder! Du bist der gnaden⸗thron, Der hoͤllen uͤberwinder: Komm jeit, mein heil, mein schutz Und zuversicht zu feyn. Komm, still des vaters zorn, Und tritt jezt mitten ein. 6. Zwar meine schuld ist groß, Die mich vor GOtt verklaget: Ich hab ihn oft getaͤuscht und beffrung zugesaget; Doch wich ich wieder ab. Jezt steh mir gnaͤdig bey/ Daß ich/ durch deine kraft Treu und bestaͤndig sey. 6. Wasch mein gewissen rein, Hilf meinem kranken herzen Surch dein verdienst und tod: Befreye mich von schmerzen, Von angst und hoͤllen⸗yein. Halt mich fort gnaͤdiglich Mit deiner treuen hand. HErr hilf! HErr, hoͤre mich! Buß⸗Gedanken über die Sün⸗ den der Jugend. Mel. Allein zu dir HErr JIEsu ꝛe. Wie oft versprach ich 5 3 9. HErr! Von suͤn⸗ den abzustehen, Zu thun, was du besiehlst, Den tugend⸗weg zu ge⸗ hen: Doch hat mich satan stets Mit neuer list bestrickt, Und dei⸗ deinem thron, Denn du pruͤfst aller herzen. Ach schohne mich/oG Ottes sohn Mich/ der voll 540. Id schaͤme mich vor suͤnden schmerzen. Erbarme dich und 348 Von der wahren Busse und Bekehrung und nimm mich an, Du bist allein, der helfen kann. Geh ja nicht mit mir ins gericht, Verstoß mich nicht, Indem mein hert fuͤr angst zerbricht. 2. Ach! wenn mein herz zuruͤcke denkt, Mit wie viel missethaten Ich dich von jugend auf gekraͤnkt; So kann es sich nicht rahten. Ich suͤndigte voll unverstand. Dein wille war mir unbekaunt. Das boͤse wußt ich allzuwol. Wie blind und toll Macht ich das maaß der suͤnden voll. 3. Trieb mich die zucht zum gu⸗ ten an; Hab ichs doch wider wil⸗ len Aus furcht der strafe nur ge⸗ than, Zum schein es zu erfuͤllen. So gieng ich hin, so wuchs ich auf; So nahm mein schnoͤder lebens— lauf Am alter, nicht an gnade, zu. Die seelen⸗ruh Verschwand; dis alles sahest du. 4. Mit trug und luͤgen deckte ich Des herzens boͤse tuͤcke. Kein ernstlich draͤuen schreckte mich, Es zog mich nichts zurücke. Mein ganzes thun war wider dich; Mein eigen herz verfuͤhrte mich: Ich brachte suͤnden⸗greul zu hauf. Mein lebens⸗lauf War ganz ver⸗ derbt von jugend auf. Die schuld ward mit den jah⸗ ren groß, Brach aus zu wildem wesen; Gleich wie ein roß, 9 zuͤgel⸗los, Lief ich zu allem boͤsen. Ich wuchs an hoffart, uͤppigkeit, An frechheit, wollust, trotz und neid: Und meine schnoͤde lüst⸗be⸗ gier Zog mich von dir. Ach JEsu! ach! vergib es mir. 6. Gedenke nicht der jugend⸗ meine that, Die dich so oft belei⸗ digt dat. so oft belei 7. Hilf mir von sunden abzu⸗ stehn, Und durch ein heilig leben Den wahren tugend⸗weg zu gehn. Dir will ich mich ergeben. Ich will durch deines geistes kraft, Der wollen und vollbringen schafft, Voll reu und leid mich dir allein Zum dienste weihn, Ach! laß es ja und amen seyn. Von den Fruchten der Busse/ als: dem guten Vor⸗ satze und der Besserung des Lebens. Mel. Herzlich thut mich verlang. Mott lob! nun hab 54 I—8606 wieder Den suͤn⸗ den abgesagt, Der satan liegt dar⸗ nieder, Der mich bisher verklagt. Ich bin ein kind der gnaden; GOtt nimmt mich wieder an, Daß mir kein fluch nicht schaden, Kein zorn mich schrecken kann. 2. Weicht nun von mir, ihr suͤn⸗ den! Denn euer strick zerreißt. Ich will mich dem verbinden, Der mir sein herze weist. Der mich mit blut erworben, Der nach so man⸗ cher pein So gar fuͤr mich gestor⸗ ben, Soll mein beherrscher seyn. 3. Nimm alles, was ich habe, Mein JEsu! von mir hin: Mein herz ist eine gabe, Die ich dir schul⸗ dig bin. Ich will mit allen kraͤf⸗ ten In deinem dienste stehn, Mein fleisch aus ereuze heften, Auf dich, mein vorbild, sehn. 4. Ich will stets heilig leben; schuld, Des frechen uͤbertreten. Laß deine gnaden⸗ hand Mir Tra Erhör mein aͤngstlich beten. Losch aus, HErr JEsu! durch dein blut, und mach das se Viel maͤchtiger ist deine gnad, Als ferner noch mit mir geduld, schwachen staͤrke geben. Erleuchte den verstand, Und beuge meinen willen, Daß er dein joch erwaͤhlt. schuld⸗register gut. Du wollst in mir erfüllen Das, was mir annoch fehlt. 5. Dein —= —— — h. ⸗— —. ———— —— —.— 3 — .— 0X * Mhden Rbuchts Procha achf VI. RlE Hhnn Ier KH Min II. W. Diee II. acing . — — — * ug — dich j un sish 12 ein h nda rgeben stes 30 Doringy mich Vn, 0 u. —— chtn In gun S Besh bens. t michy bobly iedet d Esatansh Iishern D eickienh ndeh der s W irnh erch I it hi oichd We efeh 3 elg ha 260* Esl DD Mhan Wiln A a und zwar von den Fruͤchten der Busse. 349 4. Dein geist wird dis verlei⸗ hen, Der alles gute schafft; Ich will mich dessen freuen: Er gie⸗ bet trost und kraft. Laß ihn mein herz verriegeln„ So koͤmmt kein boͤses drein: Laß ihn es dir versie⸗ geln, So werd ich selig seyn. Mel. O Gott du frommer ꝛe. Do komm ich denn, 2. Smein GOtt! Ein frommer ehrist zu werden, Zu an⸗ dern herz und sinn, Wort, sitten und geberden. Es soll der alte mensch Durch deine gnaden⸗kraft, Und was noch suͤndlich ist, In mir seyn abgeschafft. ö X. Ich will hinfort nicht mehr Nach meinem willen leben. Ich will mich ganz und gar Dir, mei⸗ nem GOtt, ergeben. Ach! mache du mich selbst Von welt und süůnde rein. Laß unser beider herz Ein herz/ ein wille seyn. ö 3. Mein geist soll nun nicht mehr An schnoͤder erde kleben/ Er soll sich, GOtt! zu dir, Zu deinem himmel heben. Ich will dein tempel seyn, Ein reines GOttes⸗haus In welchem JEsus wohnt; Die suͤnde soll hinaus. 4. Ich will mein leben nun Nicht mehr in suůnden fuͤhren. Ich wills mit gottesfurcht Und from— men wandel zieren. Ach GOtt regiere mich. Ach lebe du in mir! Und richte mund und herz Und that allein zu dir. 6. Laß mich nun fernerhin Mit mehrer andacht beten, Nicht mehr im eiteln sinn Vor dich, mein koͤnig! treten. Ein laulich⸗ tes gebet Gefaͤllt dem hoͤchsten nicht, Das nur der blosse mund, Und nicht das herz, verricht. 6. Was ich im beichten dir Hin⸗ füͤhro werd versprechen, Will ich nicht, wie bisher, Mit vorsatz wie⸗ der brechen. Ich will gehorsams⸗ voll, Durch dich, in wort und that Bezeugen,/ was dir herz Und mund versprochen hat. 7. Dein abendmahl soll mich Im wahren glauben staͤrken, Daß man die besserung Im leben koͤnne merken. Ach! dieses himmels⸗ brot Und trank veraͤndre mich, So werd ich himmlisch seyn, So leb ich heiliglich. 8. Weil ich ein christe bin, Will ich auch christlich wandeln, Nicht wider meinen GOtt Und mein gewissen handeln. Mein thatig christenthum Zeigt sich nun jeder⸗ zeit Im glauben, gottesfurchtUnd wahrer heiligkeit. 9. Ich will mich auch der welt Hinfort nicht mehr gleich stellen, Noch in gesellschaft mich Den boͤsen zugesellen. Nur weg, o welt! nur weg! Ich aͤndre meinen sinn, Ich will nun nicht mehr seyn, Der ich gewesen bin. 10. Die suͤnden will ich nun, Die ich sonst liebte, hassen. GOtt, den ich sonst gehaßt, Will ich in lieb' umfassen: Und will die welt zu lust, Pracht, uͤppigkeiten gehn; Will ich mit seel und leib ZuChri⸗ sti dienste stehn. 1I. Ich will zum gottesdienst Nicht aus gewohnheit gehen: Es soll hinfort aus lieb' Zu deinem wort geschehen. Nach dem, was ich gehoͤrt, Richt ich mein leben ein: Denn hoͤren und nicht thun Ver⸗ groͤssert straf und pein. V. Ach JEsu! gib mir kraft, Damit ich treu verrichte, Wozu ich mich dir jezt Aus herzens grund verpflichte. Ach! ich bin ganz verderbt Und suͤndlicher na⸗ tur; Drum mache du mich selbst Zur neuen ereatur. 13. So kann ich auch getrost In JeéEsu selig sterben, Und als ein Dein freuden⸗reich er⸗ GoOttes⸗kind 35⁰ Von der wahren Busse und Bekehrung ererben; Da werd ich ganz und gar Vollkommen und verneut, Von suͤnd und leiden los, In ewigkeit erfreut. Mel. Wer nur den henser nt ein schoͤpfer! lehr 543. Minich wol fassen/ Was wahr' und rechte busse sey. Hilf mir die suͤnden ernstlich has⸗ sen, Und laß mich ohne heucheley Mein leben bessern: dis allein Kann ein beweis der busse seyn. 2. Dein theurer sohn befiehlt: thu busse! Das heißt: veraͤndre deinen sinn, Fall GOtt in reu und leid zu fusse, Und bleibe nicht mehr, wie vorhin Als ein verlohrnes suͤnden-kind, Ungoͤttlich, boshaft, welt- ge— linut: ö 3. Trag nicht, wie sonst, an dem belieben, Was fleischlich, irdisch, weltlich heißt. Nun folge GOt⸗ tes heilgen trieben, Daß sich dein herz der welt entreißt. Sey nun⸗ mehr, als ein GOttes⸗kind, Nur geistlich, himmlisch, fromm ge⸗ sinut 4. Dein fromm⸗seyn sey kein heuchel⸗wesen, Dein beten nicht scheinheiligkeit. Laß aus den aͤu⸗ sern werken lesen, Daß du dein herte GOtt geweiht. Vollfuͤhre nun, was GOtt gefaͤllt, Und haß das wesen dieser welt: 4. Gib deinem naͤchsten alles wieder, Was ihm betrug und list entwandt. Ja reinge die befleckte glieder Von suͤnden⸗ schuld; mit deiner band Thu jedem, auch dem feinde wol: Sey stets von lieb' und sanftmuht voll: 6. Verwirf beschimpfung, haß und luͤgen: Begehr nicht, was des naͤchsten ist. Zeig, durch den ab⸗ scheu fuͤr betruͤgen, Daß du ein freund der tugend bist. Such stets —— in GOttes huld zu ruhn. Dis heißt bey Christo: busse thun. 7. So aͤndre, JEsu! mein ge⸗ muͤhte: So gib mir einen neuen sinn. So laß mich nun, o hoͤchste guͤte! Auch busse thun: und reiß dahin, Was noch von suͤnden an mir klebt, Was deinem willen widerstrebt. 8. Laß mich in meiner seele kraͤnken, Daß ich das eitle so ge⸗ liebt; Und dir mein herz zur woh⸗ nung schenken, Dir, der mir so viel gnade giebt; Auf daß ich so in buß und reu Ein neuer mensch zeit lebens sey. Mel. HErr GOtt der du erforsch. Scaf in mir, GOtt! 544. ein reines herz, Und heilge meine sinnen. Laß mich forthin in ernst und scher Nichts suͤndliches beginnen. Gib, daß gedanken, werk und wort Stets lauter seyn;ʒgib, daß hinfort Dein geist mein herze ruͤhre, Daß ich erkenn“, wie suͤnden⸗wust, Pracht, hoffart, geiz und fleisches⸗ lust Zulezt zur hoͤllen fuͤhre. 3. HErr! gib mir einen neuen geist, Der dir gewiß vertraue; Auf alles, was dein wort verheißt, Ohn allem zweifel baue: Daß ich ge⸗ trost und ohne scheu Mich deilles treuen beystands freu, Wenn ich aufrichtig handle, Und in dem stande, drein dein raht Mich auf der welt gesetzet hat, Treu und unstraͤfllich wandle. 3. Hab ich gleich boͤses ausge⸗ richt, Wollst du den zorn nicht schaͤrfen; Noch mich von deinem angesicht, Gerechter GOtt! ver⸗ werfen. Denn meiner suͤnden straf und schuld Tilgt deines sohnes lieb und huld, Worauf ich mich verlasse; So daß ich um ver⸗ gebung fleh, Und, weil ich 1 au Alet 110 2 WWein 1 Moniches HhNN sutrl Wische.e Rltys Muupg HA, ATt.. h Die 0* N u Wösß Imi ehh Wichmag ethun Ic u deng uin ma das eh/ Veinhene Dit, xr in rg 1 t derdugg Asun li fse siung. i beginge . werk h ettenh H sde zif 1lenfihg. lüten Nun ennn Nun Methh X.AI Mi Vi, / Hd tast. at, S. D i ¹U en rl 50 G tol, einte 0 0 I„5 ½ 0 ů .9*+ und zwar Beicht⸗Lieder vor der Beichte. auf erden geh, Die suͤnde flieh und hasse. 4. Den heilgen geist nimm nicht von mir, Und laß mich seine gaben, Glaub, hoffnung/ liebe fuͤr und fuͤr In meinem herzen haben. Der geist der weisheit lehre mich Recht kennen, recht verehren dich; Auch laß in allen dingen, In mei⸗ nem amt, durch ihn allein Den an⸗ fang stets gesegnet seyn, Das ende wol gelingen. . Und wenn du mir zur besse⸗ rung Viel truͤbsal zugeschicket; So gib, daß solche zuͤchtigung Mich nicht gar unterdruͤcket. Komm selbst, mein GOtt! und troͤste mich Mit deiner huͤlfe kraͤftiglich; Und lehre mich bedenken, Wie al⸗ les leiden dieser zeit Nicht wehrt sey jener herrlichkeit, Die du uns dort wirst schenken. 6. Ermuntre mich, daß, HErr! durch dich Mein gram und leid verschwinde. Dein freudger geist enthalte mich Daß ich erkenn und finde, Nichts auf der ganzen welt sey wehrt, Daß sich mein herz dar⸗ um verzehrt, Und sich in schwer⸗ muht setzet, Die traurig macht, die glieder frißt, Dem nachsten nur beschwerlich ist, Und dich, mein GOtt! verletzet. Beicht-Lieder. 1. Vor der Beichte. Morgen⸗Lied am Tage da man beichten will. Mel. Aus meines herꝛens ꝛe. Auf: auf an diesem 5 2. 5 Amorgen, Mein herz! schwing dich empor, Die seele zu versorgen; Tritt an das licht her⸗ vor, Und suche nun einmahl Das boͤse zu verlassen, Die finsterniß zu hassen, Die dir dein leben stahl. 351 z. Bezeuge deine reue, Erken⸗ ne deine schuld. Ruf, aͤchze, seuf⸗ ze, schreye Um GOttes gnad und huld. Verwirf die sicherheit: Laß keine nacht der suͤnden In deinem herzen finden: Wach auf! noch ist es zeit. 3. Bisher laͤßt dich GOtt leben und traͤgt geduld mit dir. Er hat dir frist gegeben, Damit dein herz noch hier Auf wahre bessrung denkt. Drum auf! und thue busse, Fall ihm in reu zu fusse/ Weil er noch gnade schenkt. 4. Ach! sprich: ich bin in suͤn⸗ den Empfangen und gebohrn: Mein kinds⸗recht will verschwin⸗ den, Das erbtheil ist verlohrn; Den tod hab ich verdient: Dis machen meine thaten. Doch Gott! du wirst mir rahten, Weil mich dein sohn versuͤhnt. 6. Er ist fuͤr mich gestorben: Was ich nicht zahlen kann, Hat mir sein blut erworben, Das gnug fuͤr mich gethan. Und dis bring ich dir dar; Drum rette mich von banden, Weil Christus ausgestan⸗ den, Was mir bestimmet war. 6. Mit diesem starken glauben Tret ich vor deinen thron; Nichts soll mir IEsum rauben. Und HErr! durch diesen sohn Muß ich dereinst sogar Das ewge leben erben, Weil er dir bis zum sterben Fuͤr mich gehorsam war. Im beicht⸗stuhl meine suͤnd, Und mich aufrichtig nennen Ein tief verschuldet kind. 7. Wolan, ich will bekennen Laß deinen guten geist Mein herz mit an⸗ dacht zieren, Zerknirschen, schla⸗ gen, ruͤhren, Daß es in thraͤnen fleußt. . Du has ja selbst versprochen, Dein geist verachte nicht Ein herz in reu zerbrochen, Ein flehend angesicht. Ich bitt um gnad und huld, Ach laß mich die e er⸗ FFFTTrTtrtttttttttT Von der wahren Busse und Bekehrung ö BVergib, was ich begangen) Und swort: Will die inte in demiht WN tilge meine schuld. biegen, Dir bekennen, treuer 9. Ich tret in deinem namen hort! Was sich boͤses bey mir findt. ö Jezt meinen buß⸗tag an. Sprich Ich bin das verlohrne kind, Das, N auf mein beichten: amen! Daß ich durch satans list verblendet, Deine W mich troͤsten kann, Du seyst mein guͤter hat verschwendet. W vater noch, Wenn ich dich kinj⸗ 6. Nun was soll ich weiter sa⸗ WAN lich flehe, In deinen wegen gehe. gen? Ich will nun an meine brust Erhoͤr, erhör mich doch! Mit dem armen voͤllner schlagen; MANN Weil döses h. wol bewußt, Was 8 mein boͤses herz gethan. Sieh Mel. JEsu deine heilge wunden. mich wieder guadig an: Ich fal WNN 6 du schoͤyfer allerd x 54 O dinge! Höre, hoͤre ir in deine arme/ Meiner dich, neehee, Dae ich tezo ver venger verlngne nichtdieshr dich bͤinge, Weil mein herz in den, Ich verleugne nicht 15 augsßen steht. Meine sünden drük⸗ schuld; Ab 0 ö ken mich, Drum komm ich und schüld Aber lab mich gnadefi⸗ suche dich, Und bekenne melne Alles, was ichschuldt bir + 8 Alles, was ich schuldig bin, Zahlt uuden. Ach! laß mich doch gnade mein i m Käber Wan à. HErr! du heissest alle kom⸗ h en ün mich r, men, Ladest jedermann zu dir. sich Haur, v. pateraller anade Drum bin ich nicht ausgenom⸗Schaue dass herdeit au 5 n. men, Noch von deiner gnaden⸗schuld kann mit nicht schaden, Er thür Ausgeschlossen: sondern du hat für mi. 4* Willt und wirst mich noch darzu 7616 e6, was untch 47562 2 1. Von den suͤnden, die mich drük⸗eetstes/ was derlo 195 100 ken, Ganz entbinden und erquik⸗sein blut biniich erlbst, And in set ken. lund—0 unden, Hab ich fried 3. HErr! dein wort bleibt un⸗ u Nun ich eile, zu gent gebrochen, Das du uns einmahl„, Nun ich eile du gontessen, geredt. Da du gnaden⸗reich ge IEsu! deinen leib und blut; sprochen; Sucht mein antlitz mit Mein so sehr bedrängt gewissen gebet; Darum komm ich auch Tröstet dieses hochste gut. Laß vor dich Such' dein antlitz mich wuͤrdig vor dir stehn„In dir HErt! laß mich Die vergebung schmecken, und izt sehn/ Wie du meiner sunden, Leben, trost und suß und freundlich denen, Die sich gnade finden. herzlich nach dir sehnen. 4. Deine handschrift uͤbergebe 1. Diese b. 511 0 ahricht Gott! Mel. Es wolle GoOtt uns gnaͤdig · uen Diese heißt: so wahr ich lebe, J will I will nicht des suͤnders tod, Son 547. ö rt ühl gehn, Wle dern daß er sich bekehrt Von den Und meine fünden beichten. GOtt 27 sünden, und begehrt Mir, als sei⸗ wird in gnaden bey mir stehn, Und uun nem GOtt, zu leben; So will ich meine seel erleuchten, Daß sle der hame die schuld vergeben. süunden schwere schuld Erkennet W 7. Nun wolan, du kanußt nicht und bereuet, Sucht glaͤubig ne luͤgen, HErr! ich halt mich an dein GOttes gnad und huld, Und sich n im *. 4 144384 ö Hüi UII 1 — SIXIX Mie- bekenp. Mböse lohrneh ist betch Sbperh. cl un ad wol hez Vi gesh idig a me/ M Irbarmz ie Arleugge f mich r mit y huldig nmeh ies din AIch etnh ergh Neideng nichtshz g h Hich hij aelaß en H en. l/ i u. Fechh ö tsh I chne RO I und zwar Beicht-Lieder nach der Beichte. 353 im geist erneuet Zum wahren ehristen⸗leben. 2. Hast du, mein GOtt! das wollen mir Aus gnad und huld ge⸗ geben, Daß mich verlangt, hin⸗ fort vor dir In froͤmmigkeit zu le⸗ ben; So gib mir auch die kraft darzu, Daß ichs vollbringen moͤge, Mit freuden deinen willen thu, Und nie zum guten traͤge Was du befiehlst, verrichte. 3. Ach HErr! du selbst bekehre mich, So werd ich recht bekehret. Ich bitte dich herzinniglich, Laß mich nicht unerhoͤret. Ach stehe mir doch guaͤdig bey. Verleih mir gnad und staͤrke. Mach mich von allem zweifel frey In diesem see⸗ len⸗werke: Dein geist mich un⸗ terstuͤtze. 4. Laß mich jetzund aufmerk— sam seyn Auf alle meine worte; Gib mir die worte selber ein An deinem heilgen orte. Gib, daß ich auch mit allem fleiß Aus deines dieners munde Dein wort recht zu erwegen weiß. Pilf mir in die-⸗ ser stunde Den gnaden-⸗bund er⸗ neuren. 5. Laß mich, HErr! nicht leichtsinnig seyn In bessrung mei— nes lebens: Laß mich dis werk nicht blos zum schein Verrichten, noch vergebens, Daß ich da wie⸗ der finge an, Wo ichs zuvor ge⸗ endet. Ach! wer sich von der suͤnden⸗bahn Nicht zu der tugend wendet, Der beichtet ganz ver⸗ gebens. 0. Den guten vorsatz staͤrk in mir, Nichts laß mich davon trei⸗ ben, Auf daß ich möge fͤr und fuͤr In deiner gnade bleiben; Hilf, daß ich nunmehr wandle stets Im glauben und in liebe, Und durch die kraͤfte des gebets, Erfuͤllt mit deinem triebe, Viel gutes schaff auf erden. 2. Nach der Beichte. Mel. IEsu meines lebens leben. G505 dich, aͤngstliches 548. gewissen! Sey ver⸗ gnügt und gutes muhts: Denn die handschrift ist zerrissen; Dein erloͤser thut dir guts. Laß dein trauren, laß dein weinen, GOtt laͤßt gnade fuͤr dich scheinen. Du bist frey und sollt allein Deines JEsu eigen seyn. 2. Zwar dich druͤckten deine suͤn⸗ den, Ihr gift nagte dir das herz: Niemänd konnte dich verbinden, Niemand linderte den schmerz, Von den eentner⸗schweren ketten Konnte dich kein mensch erretten: Doch dein Esus heilte dich, Und nahm alle straf auf sich. 3. Dein verdammliches verbre⸗ chen Sollten teufel, holl und tod Unaufhoͤrlich an dir raͤchen; IE⸗ sus aber nimmt die noht, Die dich ewig sollte drücken, Selbst auf seinen heilgen ruͤcken, Leidet truͤbsal, tod und pein, Um dich voͤllig zu befreyern. 4. GoOttes eifer, grimm und toben, Die dein frevelmuht er⸗ regt, Wird gestillet und gehoben, Und auf Gttes sohn gelegt, Der dich aus geneigtem willen Laßt mit gnad und segen fuͤlen: Der dir volle gnuͤge schenkt, Sich mit gall und myrrhen traͤnkt. 5. GOttes kind auf seinen rei⸗ sen, Die es blos fuͤr dich gethan, Muß sich so mit kummer speisen Als man kaum erdenken kann; Nur damit an seinem tische Sich dein geist dereinst erfrische. Hier speist seine liebes⸗glut Dich mit seinem fleisch und blut. 6. Ja, er stillt der hoͤllen fluh⸗ ten, Die des hoͤchsten zorn er⸗ regt. Durch sein leiden, durch sein bluten Wird des vaters sinn 2—6 Um des theuren sol⸗ ö wil⸗ DDeeEeeeee 35⁵⁴ Von der wahren Busse und Bekehrung willen Seinen fluch nicht zu er⸗ 2z. Mein schoͤpfer! ich dekenne fuͤllen, Den dein abfall doch ver⸗ oir⸗ In meinem fleische wohnet dient: So wirst du mit GOtt ver⸗ suͤhnt. 7. Treuster JEsu, trost und leben, Meiner seelen bestes theil! Du bist, der mir ruh gegeben, Der mein ganz verlohrnes heil Sammt dem segen wiederbrachte, Hilf, daß ich nichts hoͤher achte Weder hier noch ewig dort, Als dich, meinen schutz und hort. 8. Nimm mein alles, was ich habe, Zur vergeltung deiner treu: Ists doch dein geschenk und gabe; Billigdaß ich dankbar sey. Rich— te sinuen und gemühte Auf den reichthum deiner guͤte, Daß sonst nichts als deine treu Mir stets im gedaͤchtniß sey. 9. Tilge meiner sünden men⸗ ge, Hilf, daß mich kein schneller fall, List und anstoß von dir drange; Sondern laß mich uͤberall Stets in deinen wegen bleiben, Deinen geist mich dazu treiben, Was dir, heiland! wolgefaͤllt, Mich in dei⸗ nem dienst erhaͤlt. 10. HErr! ich will fuͤr diese guͤ⸗ te, Fuͤr so theure gnad und huld, Mit hoͤchst dankbarem gemühte, Mein vermoͤgen, meine schuld Dir, mein heiland! gern abtra— gen, Dir stets lob und ehre sagen. Du sollt ewig und allein Meines herzens freude seyn. —5.————— Mel. HErr Gott der du erforsch. — ein Gott! nun V 49. M din ich ahermahl Der suͤnden⸗last befreyet: Nun bin ich in der christen zahl Aufs neue Gott geweihet. Mit was fuͤr worten preis, ich dich, Da du mich wieder gnaͤdiglich Als dein kind angenommen? Auf, meine seele! lobe GOtt; Wir wollen nun auf sein gebot Zu seinem altar kom⸗ men. Ein boͤser suͤndeu⸗gift, wofüͤr Dein zorn mit strafen lohnet. Ich habe die gerechtigkeit, So dir ge⸗ faͤllt, vor langer zeit In Adam ganz verlohren. Zum guten bin ich taub und blindDieweil ich ar⸗ mes suͤnden⸗kind In suͤnden bin gebohren. 8 ö 3. Nun aber bringt dein lieber sohn Mich wiederum zu gnaden. Er kam von seiner gottheit thron, Erkauft' uns arme maden. Durch ihn allein erbarmst du dich, Mein treuer vater! uͤber mich; Die schuld ist mir erlassen, Und ich kann deine gnad hinfort Im sgera⸗ ment, im geist und wort Mit se⸗ stem glauben fassen. 4. Dein theurer name sey ge⸗ preist, O IJEsu meine freude! Was mir dein wort fuͤr trost et⸗ weist Nach ausgestandnem leide, Das weiß mein hoch- erfreutes herz, Als welches fast der herhe schmerz Zur hoͤllen hingeruͤcket. Die sunden⸗last war schrecklich schwer, Sie quaͤlte mein gewissen kert O weh dem, den sie drüͤk⸗ et! Nun aber ist die schwere last, GOtt lob! hinweg genommen. Nun darf ich, als ein lieber gast, Zu meinem schoͤpfer kommen. Nun hat er mir durch seinen knecht Im himmel schon das buͤr⸗ ger⸗recht Aus gnaden angetragen. HErr JEsu Christ! deß dank ich dir, Denn alles dis erwarbst du mir Durch deinen tod und plaͤgen. 6. Gib mir nur deinen guten geist, Der freudig in mir walte Und mich im glauben allermeist Bis an mein end erhalte; Damit mein herz in angst und leid Fest auf dich hofft, und jederteit Dich fromm und kindlich ehret: Und/ trifft mich auch ein cur C· — Wf,. Wht WN* h h,* ac Es Hl U Wt L Wnst ach ltafrer 0 rg isü —. W— Wgebeng lune S —= 2——.·— 29˙1. —— W! 10 We eneher Nitef —. —— 3 — ——— Induf E— 22 —————— E —* Tad Wen sitz elh thsenn Dat aetg . e InS D ihgh derunpg Vir gotthgt ire mfht üibet ne 158 eklassa, ohinfotz d roh aseen. uter nah U H ott shs Vaesandie % c bes sitk — 25 V vr lte neh 0 e N I is deüt Aumeg ge Ichöbst. r Nt lsan Wadef Wst W 18 l V V½9 W Aö N R und zwar Beicht⸗Lieder nach der Beichte. 3⁵⁵ Geduldig harrt, bis deine hand Mich deiner huͤlf gewehret. 7. Verleih auch, daß ich jeden tag Ein christlich leben fuͤhre; Daß ich das uͤbel hassen mag, Da ich mich pruͤf, und spuͤhre, Wie mein verderbtes fleisch und blut Gar nicht, was recht und christ⸗ lich thut: HErr! hilf mir tapfer streben. Mein geist der wuͤuschet uichts so sehr, Als daß er moͤge mehr und mehr Nach deinem wil⸗ len leben. 8. Jedoch mein fleisch ist traͤg und schwach, Und luͤstert nach den suͤnden: Es folget oft dem boͤsen nach, Das ich sollt uͤberwinden. Ich wünsche, dir recht treu zu seyn, Doch wirft das fleisch viel hin— drung ein, Und unterbricht den willen: Drum komm und hilf, o treuer hort! Den boͤsen trie durch geist und wort In meinen gliedern stillen. 9. Es sucht der alte mensch al⸗ lein Mein ewiges verderben: Flöß mir kraft, geist und leben ein, Demselben abzusterben. Gib, daß ich als ein glaubens-held Recht kaͤmpfen mag, und mich der welt Durch deine kraft entreissen; So kann ich nach der boͤsen zeit In der gewuͤnschten ewigkeit Dich raht und helfer heissen. Abend⸗Lied an dem LTage da man gebeichtet hat. Mel. Was mein GoOtt will ꝛe. — Vott lob! mein herz 550.— ist wieder frey, Der stein ist abgehoben; Um mich ist alles wieder neu. Die engel⸗schaar dort oben Ist hoch erfreut, Weil Weil ich nach GOtt voll sehnsucht bin: Die nacht, und schwarze weile Vergehe bald; Mein herze wallt Nach GOtt dem grossen ß‚gute. Mein wuͤnschen steht, Mein hoffen geht Nach Christi leib und blute 3. Geselle, IJEsu! dich iu mir Und wecke mich bey zeiten. Kehr meinen geist allein zu dir, Und gib zu beiden seiten Dein englisch heer, Das mehr und mehr Sich zu den sündern neiget, Wenn Salo— mon, Wenn Gottes sohn Sich bey denselben zeiget. 4. So gar im traum erquicke mich, Laß mich zu Bethel liegen“, Die himmels⸗ leiter zeige sich; So will ich mich vergnügen. Des hauptes stein Soll IEsus seyn, Der hirte bey den schaafen. Hab auf mich acht, Wenn niemand wacht; So will ich selig schlafen, * I. B. Mos. 28, 12. u. 19. Danksagung fůr die Gnade der Bekehrung. Mel. O 1935 20 ichdochfth as kann ich doch fuͤr 5 5I. Wé dank, OHErr! dir dafuͤr sagen, Daß du mich mit geduld So lange zeit ertragen; Da ich in mancher sůnd Und uͤber⸗ tretung lag, Und dich, o frommer GoOtt! Erzuͤrnte jeden tag. z. Sehr grosse lieb' und gnad Erwiesest du mir armen: Ich fuhr in bosheit fort, Du aber in erbarmen. Ich widerstrebte dir, Und schob die busse auf: Du scho⸗ best auf die straf, Daß sie nicht folgte drauf. 3. Daß ich nun bin bekehrt, Hast du allein verrichtet: Du hast ich mich heuͤt Zur busse eingefun⸗ des sataus reich Und werk in mir den. Ich eile fort, OGOtt, meinü vernichtet. HErr! deine gut und hort! In meines IEsu wunden. treu, Die an die wolken reicht, 2. Ach, hüͤter! ist . A. die nacht Hat auch mein steinern herz Ge⸗ schier hin: Du froher morgen eile, brochen und erweicht. 3 2 4. Selbst 35⁶ Von der wahren Busse und Bekehrung. 4. Selbst konnt ich allzuviel Beleidigen dich mit sunden: Ich konnte aber nicht Selbst gnade wieder finden. Selbst fallen konnt ich wol, Und ins verderben gehn: Doch konnr ich selber nicht Von meinem fall aufstehnh. 5. Du hast mich aufgericht, Und mir den weg gewiesen, Den ich nun wandeln soll, Dafuͤr sey/ HErr! gepriesen. Gott sey ge⸗ lobt, daß ich Die alte sünd nun haß, Und willig ohne furcht Die todten werke laß. ö 6. Damit ich aber nicht Aufs neue wieder falle; So gieb mir deinen geist So lang ich hier noch walle, Der meine schwachheit stärk' Und darinn mächtig sey, Und mein gemühte stets Zu dei— nem dienst erneu. ö 7. Ach leit und fuͤhre mich So lang ich leb' auf erden. Laß mich nicht ohne dich Durch mich gefuͤh⸗ ret werden. Fuͤhr ich mich ohne dich, So werd ich bald verfuͤhrt; Wenn du mich selber führst, Thu ich, was mir gebuͤhrt. 8. O Gott, du großer Gott! O vater, hör mein flehen! O IEsu, Gottes sohn! Laß deine kraft mich sehen. O wehrter heilger geist! Regier mich alle⸗ zeit, Daß ich dir diene hier Und dort in ewigkeit. Mel. Nun freut euch liebe ꝛe. 2 ein heiland! ach —³— AVywie liebst du mich! Wie groß sind deine gaben, Die mich von kind auf kraͤftiglich Zu dir gelocket haben; Wie theuer, Gott! ist deine treu, Die mich bestaͤndig taͤhlich neu Bis diese zeit behuͤtet. 2. Ognade! denn ich bin er⸗ waͤhlt In dir zum freuden ⸗leben/ O freude! denn ich bin gezählt Zu deinen edlen reben. Du hast mir schon von ewigkeit Des vaters freuden⸗reich bereit, Da soll ich einst hinkommen. 3. Wie sorgtest du fuͤr meine seel; Wie kräftig war dein ziehen, Daß ich zu dir, Immanuel! Vor Gottes zorn moͤgt fliehen. Wie groß war deine guͤtigkeit, Da du mich aus der sicherheit Zum him⸗ mel rufen lassen. 4. Du hast, mein treuer seelen⸗ hirt! Dich meiner stets erbarmet. Ich ging in eitelkeit verirrt: Doch hast du mich umarmet, Mich von den suͤnden abgeschreckt, Mein herz zur wahren buss erweckt, Daß ich dich wieder suchte. 5. Wie groß ist, Jesu! die ge⸗ duld, So du mit mir getragen, Hättst du mich gleich, nach meiner schuld, Zur hoͤllen⸗pein geschla⸗ gen; So bleibest du dennoch ge⸗ recht, Ich aber ein verdammter knecht, Den du mit recht verstoßen. 6. Nun aber steht es wol mit mir, Doch blos durch deine gna⸗ de. Und bleib ich nur allzeit an dir, So ist nichts, das mir schade. Ich war der hoͤllen freilich werth; Weil mich der suͤnden last be⸗ schwert, Und fast zu boden druͤckte. 7. Jedoch mein herz erholet sich Durch deinen theuren glau⸗ ben, Den du geleget hast in mich: mun soll mir niemand rauben Das kleinod, das du vorgesteckt; Weil mein herz sich nur darnach streckt, Und erden-⸗lüste hasset. 8. Ach holder Jesu! bleibe du Stets meiner seelen leben. Sey du nur einzig meine ruh, La mich an nichts sonst kleben. Hilf, daß ich dieser argen welt, Der ich mich sonsten gleich gestellt, Von nun an gar absterbe. 9. Weg fleisches⸗lust, weg ehr und geld! Ihr seid nur schnoͤde gaben. Die schätze jener freuden⸗ welt Wpals S ö Wiilsů NII I Mun, E Ff. ES Wn Steg PHH. shihn Hent Whun VWdymni. Aut, R. hich 0 117 W nh„. x U 9 HIetr el 7 4* * * an une itucn scht XIII VNöäühu LII enae * fsun 5u Rh uud zwar von der taͤglichen Busse der Frommen. 357 welt Die sollen mich nur laben. O eitler tand der eitlen zeit Flieh weg! die schoͤne ewigkeit Bringt mir die wahren guͤter. 10. Mein JEsu! dir sey ewig preis Fuͤr solche theure gaben. Ach! dies sei taͤglich meine speis: Wenn ich nur dich kann haben. Hilf/ daß ich ringe immerfort, Bis du in deinem freuden⸗ort Mich ewig wirst ergetzen. Von der täglichen Busse der Frommen. Mel. Wenn wir in hoͤchsten ꝛe. Mein IJEsu/ meines 553. lebens licht! Du weißt gar wol, was mir gebricht, Es ist dir mein betruͤbter stand Weit besser,/ als mir selbst/bekannt. 2. Das fleisch ist schwach, ob gleich der geist Durch deine kraft sich willig weist. Die sůnde klebt mir immer an, Und zieht mich von der rechten bahn. 3. So thu ich denn, was ich nicht will, Und steh im laufen oft⸗ mahls still. Es lenkt mich der ver⸗ derbte sinn Stets zum verbotnen baume hin. 3 4. Die boͤse lust regt sich in mir Und zieht mein herz gar oft von dir. Die liebe zu der eiteln welt Macht, daß mein thun dir oft misfällt. 5. Ich nehme mir das gute vor, Doch steigt der boͤse trieb empor: Drum flieh ich/ leider! deine zucht/ Und hoͤre dein wort ohne frucht. 6. Wie laulich ist nicht mein gebet! Wenn ich, Herr! vor dein antlitz tret, Mich mit dem munde zu dir nah; Ist oftermahl mein her; nicht da. 7. Ich weiß, ich soll rechtschaf⸗ fen seyn; Doch zeigt sich oft nur ö 1 blosser schein. Mein ehristenthum und glauben hat Nur oft den Na⸗ men ohne that. ö 8. Siehst du dis als ein richter an, Der herz und nieren pruͤfen kann; Willt mit mir ins gerichte gehn; So kann ich nicht vor dir bestehn. 9. Ach vater, habe doch geduld! Vergiß der schwachheit-⸗ suͤnden schuld. Sieh, was ich selbst nicht merken kann“, Um Christi willen ja nicht an. Ps. 19, 13. 10. Dein blut und tod, mein IJEsu! schafft, Das was von schul⸗ den an mir haft, Vor GOtt mich nicht verdammen kann; Ich ziehe deine unschuld an. 11. Bespreng mich taͤglich durch dein blut, Und mache meine fehler gut. Erneur' in mir herz, muht und sinn, Damit ich taͤglich froͤm⸗ mer bin. 12. Laß meinen vorsatz feste stehn, Und mich auf guten wegen gehn. Steh mir mit deinem gei⸗ ste bei, Daß ich ein kind des lich⸗ tes sey. 13. Dein Geist ermnutre mei⸗ nen geist, Daß er der welt sich ganz entreißt, Mit eifer nach dem himmel strebt, Und nur in dir alleine lebt. ö 14. Fuͤhrt fleisch und blut mich in den streit, So ruͤste mich mit tapferkeit, Und treibe mich stets freudig an, Daß ich mich selbst verleugnen kann. 15. Den alten menschen dämpf in mir, Mit neuer kraft den neuen zier. Laß Adam taͤglich unter⸗ gehn, Und mich mit Christo auf⸗ erstehn. 206 ö 16. Und endlich fuͤhre mich da⸗ hin, Wo ich erst recht vollkommen bin: Da will ich jauchzend vor dir stehn, Ind ewig deinen ruhm erhoͤhn. 3 3 II. Von Von dem wahren Glauben und zwar II. Von dem wahren Glauben⸗ und zwar Von den Lehren die wir gläuben. — ir glaͤuben all' an 2 54. Wĩ einen G O T L, Schoͤpfer himmels und der er⸗ den, Der sich zum vat'r gegeben hat, Daß wir seine kinder werden. Er will uns allzeit ernehren Leib und seel auch wol bewahren. Al⸗ lem unfall will er wehren, Kein leid soll uns wiederfahren. Er sor⸗ get fuͤr uns, huͤt't und wacht, Es steht alles in seiner macht. 2. Wir glaͤuben auch an JEsum Christ, Seinen sohn und unsern HErren, Der ewig bey dem vater ist/ GOtt von gleicher macht und ehren. Von Maria der jung-— frauen Ist er wahrer mensch ge⸗ bohren, Durch den heilgen geist empfangen; Fuͤr uns, die wir war'n verlohren, Am ereuz gestor⸗ ben, und vom tod Wied'r aufer⸗ standen ist durch GOtt. 3. Wir glaͤuben an den heilgen geist, GOtt mit vater und dem sohne, Der aller bloͤden troͤster heißt; Uns mit gaben zieret schoͤne: Die ganze christenheit auf erden st Haͤlt in einem sinn gar eben. Hier all' suͤnd vergeben werden. Das fleisch soll uns wieder leben, Nach diesem elend ist bereit Uns ein leben in ewigkeit: amen. (Ich glaͤub an einen alle dinge groß und klein, Den himmel nebst der erden Aus nichts hat lassen werden: Der auch mich selbst aus lauter gnad Zu seinem dienst erschaffen hat, Mir leib und seel gegeben„ Sinn und ver⸗ nunft darneben. Durch seine weis heit, macht und güt All sein geschoͤpfe er behuͤt't. Er ist mein vater und mein GOtt, Der mir zu hulfe koͤmmt in noht, Mich schuͤtzet und ernaͤhret. 2. Ich glaͤube auch an JEsum Christ, Der Gott vom vater ewig ist, Und denn ein mensch ge⸗ bohren, Daß ich nicht wuͤrd ver⸗ lohren: Der mir des vaters huld erwarb, Am stamm des ereuzes fuͤr mich starb, Fuhr zu der hoölle nieder, Stund auf von todten wieder: Und, zu vollenden seinen lauf, Fuhr er zum himmels-⸗thron hin⸗ auf: Von da er kommen wird ein⸗ mahl, Daß er die menschen richte all'ꝰ, Die lebenden und todten. 3. Ich glaͤub auch an den heil⸗ gen geist, Der gleich ist wahrer GoOtt, und heißt Ein lehrer unsrer sinnen, Der ewig ohn beginnen Vom vater und vom sohn aus⸗ geht: Der den betruͤbten hier bey⸗ teht, Daß sie vergebung finden All ihrer schuld und sünden. Ich glaͤube, daß erhalten werd Ein' allgemeine kirch auf erd, Bey der stets bleibt des geistes gab, Ich glaͤub, daß dieses fleisch vom grab Werd auferstehn zum leben. 5 5. GOtt allein, Der Mel. 8. JEsus meine zuversicht. 6 Schofer dieser gan⸗ 5 5 zen welt! Himmel, erd und alle werke, Die dein wort schuf und erhaͤlt, Zeigen gnugsam deine staͤrke. Alles dis hat deine macht .. 2 ́S‚ꝑ‚i‚i‚i‚i‚i‚i‚iꝑiꝑie‚ei‚e— .. — —.7 H e Hleles H I Ah, 2 UMAHH te I Weil v HhRarss Islher e HIni Der nie/ LIE on un Din ehth nichttt r de o Wahm ahra i — idet ymessh. en ie esh Ien ac leich S h I etih mcan sin eldes ef P Wahe — +——— le I Iitti 4 0 von den Lehren die wir glaͤuben. 35⁹ —————— 2 macht Blos aus nichts hervorge⸗ bracht. ö ö 2. Alle ereatur ist gut; Gib, daß ich den misbrauch meide, Und mein fuͤndlich fleisch und blut Nicht in funden an ihr weide. Das geschoͤpßfe weise mich/ Grosser schoͤpfer! nur auf dich. ö 3. Ich bin auch dein haͤnde⸗ werk/ Leib und seel ist dein ge⸗ schenke: Gib, daß ich es fleissig merk, Und mit dauk daran ge⸗ denke; Daß ich deiner macht vertrau, Und noch ferner auf dich bau. 4. HErr! ich web' und leb' in dir, Laß mich dir zu ehren leben. Du wirst auch noch ferner mir Meines lebens nohtdurft geben. Ich verlasse mich auf dich, Sorge hier und dort fuͤr mich. J. Mittler, heiland, gnaden⸗ thron! Priester, koͤnig und pro⸗ phete! GOttes und Marien sohn, Den man an das ereuz erhoͤhte; Gib, daß dich mein glaube kennt, Und dich meinen Esum uennt. 6. Du, mein suͤsser JEsu! bist Mir gebohren, mir gestorben. Was in Adam ich vermißt, Hast du wiederum erworben. Gib mir kraft, daß ich forthin Stets dein glied, dein eigen bin. . Alles heil koͤmmt nur von dir, Heiland aller armen süͤnder! Dein tod ist die lebens⸗thuͤr, Du des todes uͤberwinder; Laß dein lei⸗ den, tod und pein Mein verdienst im glauben seyn. 8. Tod und hoͤlle sind durch dich, Grosser sieger! uͤberwunden, Und durch diesen sieg hab ich Raht im tod und grabe funden. Durch dich werd ich auferstehn, Und ge⸗ trost zum richter gehn. 9. Geist vom vater und dem sohn! Leuchte mir mit deinem scheine, Staͤrke mich von GOt⸗ tes thron, Wenn mein glaube schwach und kleine. Ber' und seuf⸗ ze selbst in mir, Sprich mir selbst das abba! fur. 10. Gib, daß ich ein wahres glied In der kirche Christi heisse, Daß mich nichts von dir abzieht, Deinen tempel nichts zerreisse, Welchen du, o wehrter gast! Dir in mir erbauet hast. 1I. Troͤste mich in buß und reu Mit vergebung meiner suͤnde. Stehe mir mit seufzen bey, Daß fuͤr recht ich gnade finde. Wenn mir aller trost zerriunt, Zeuge, daß ich GOttes kind. 12. Laß mich denn nach dieser zeit Auf ein andres leben hoffen, Bis des glaubens freudigkeit In dem schauen eingetroffen: Bis was hier mein glaube weist, Mir dort lauter amen heißt. Um ein freudiges Bekenntniß der erkannten Wahrheit. Mel. s. IEsus meine zuversicht. Vott: der du wahr⸗ 5 57. haftig bist, Und aus dessen herz und munde Lauter gnad und wahrheit fließt, Daß ich auch auf diesem grunde, Als auf felsen, bauen kann; Frische mich zur wahrheit an. z. Dieses wort bleibt immer wahr: Wer sich einen christen niennet, Und dich doch nicht of⸗ fenbar Vor den menschen hier bekennet; Den bekennet auch dein sohn, Vater! nicht vor deinem throu. 3. Unter seiner ereuzes⸗fahn Hab ich dir die treu geschworen; Halt mein glaube sich nicht dran, Ist die erone schon verlohren. Drum laß JEsum nur allein Mei⸗ nes mundes losung seyn. 4. Ist mein fleisch und blut ver⸗ zagt, Will die welt die zunge bin⸗ den, Werd ich hin und her gejagt, 3 4 Wie IITTTPPPPTPTPTTFTTxxxxxxxTxTxTTTTT Von dem wahren Glauben und zwar Wie ein leichtes rohr von win— den: Ist der feind auf mich erbost; Ach! so mache mich getrost. 5. Fordert man von mir den grund Dessen, was ich hoff' und glaͤube; Ach! so oͤffne meinen mund, Daß er bey der wahrheit bleibe, Und ein gut bekenntniß ö thut: Hierzu gib mir kraft und muht. 6. David glaͤubt und redet auch, Beydes muß beysammen stehen; Das ist wahrer ehristen braͤuch, Die nicht heucheley begehen. Und dafuͤr behuͤte mich; Denn sie ladet ö ören Aufich 7. Ach! du wirst die kraft ver⸗ W leihn, Daß ich lebe, wie ich glaͤu⸗ A be: Dieses wird ein zeugniß seyn; Daß ich stets in Christo bleibe, Der, als ein getreuer hirt, Mich sein schaͤflein kennen wird. 8. Laß mich bis an meinen tod Meinen JEsum recht bekennen, Und mich in der lezten noht Sei⸗ NNN nes leibes gliedmaaß nennen. Leb i und sterb ich nur auf ihn, Weiß WINN ich, daß ich selig bin. Von der Treu und Bestaͤndig⸗ keit in der erkannten ö Wahrheit. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛe. R on Gott soll mich 558. Vulches trennen, Es W sey auch, was es seyF. Sein wort * will ich bekennen, Ich bleib ihm W ewig treu. Mein glaube wanket nicht, So lang ich leb auf erden. ö Ich will kein Demas werden, Der bund und glauben bricht.“ W* 2 Tim. 4,0. W 2. Auf menschen⸗ kraft und muhte Wirds freilich nicht be— stehn. Man kann bey fleisch und blute Leicht einen fall begehn. Doch, daß ich muht und kraft In W meinem herzen habe, Ist eine gnaden⸗gabe, Die Christus in mir schafft. 50 3. Ach was ist das fuͤr suͤnde, Nicht fest im glauben stehn! Wer/ wie ein rohr vom winde, Sich hin und her laͤßt wehn, Wer wei⸗ che kleider sucht, Und bey der welt mit heucheln Sich trachtet einzu⸗ schmeicheln; Der ist bey Gott verflucht. ö 4. O weh euch, eitle sinnen! Gesetzt, ihr koͤnntet gleich, Die ganze welt gewinnen Und wuͤrdet überreich; Was huͤlf dis insge⸗ sammt? Ihr wuͤrdet doch nur scha— den Auf eure seelen laden, Und ewiglich verdammt. 5. Dreibt immer, was ihr trei⸗ bet, Und thut, was euch gefaͤllt: Wenn mir der himmel bleibet/ Was frag ich nach der welt! Sie drohet oder lacht, Das ist mir was geringes; Ich achte keines dinges, Das mich nicht selig macht. 6. Von herzen kann ich sagen: Mich schrecket keine noht, Mich schrecken keine plagen, Mich schreckt sogar kein tod: Ich bin, mein JEsu! dein, Und will im ereuz und leide, Als waͤr es glüͤck 1201 freude, Treu und bestaͤndiz eyn. Mel. Kommt laßt eüch den ꝛc. Golt laͤßt durch sein 559. wort uns lehren, Daß im lezten theil der zeit Sa⸗ tan menschen wird bethoͤren, Von des glaubens richtigkeit Schnoͤder weise abzustehn, Und den lehren nachzugehn, Die der luͤgen⸗ geist erdichtet, und zum seelen⸗gift ge⸗ richtet. 4. 2. Er zeigt ihnen herrlichkeiten, So die eitle welt besitzt, Welche sie gar bald verleiten, Das, was ihren seelen nützt, Christi evan⸗ gelium, Und das aͤchte ehristen⸗ thum, —..— S— . Den schter nd IHN ag . Uumgben Ix, Wize Matiunms u an,* Maen Wafihe Whhet suß vn 1 Vnun i h6 eih ochy, d ig Füman rrih ittt git Wen unt derdoche elen lah t. Fther, t hial Sichdent IDu bteke von der glaͤubigen Zuversicht mit welcher wir glaͤuben. 361 Ja Gott selber zu ver⸗ thum/ Und das eitle zu um⸗ lassen, fassen. 3. GOtt, ach! wie so unbeson⸗ nen Sind die leute dieser art; Die der hoͤlle zwar entronnen, Da dein sohn ihr heiland ward; Aber ihr verkehrter sinn Stürzt sie wieder⸗ um dahin, Daß sie hier auf dieser erden, Dir zur schmach/ abtrunnig werden. 4. Moͤgten sie doch recht be⸗ denken, Der nur hab' am him⸗ mel theil, Der sich laͤßt zu JEsu lenken„Ihn, ohn welchem sonst 5 kein heil, Fest umfaßt, sich ihm ergiebt, Ihn als weg und wahr⸗ heit liebt: Ach! so wuͤrden sie von allen, Was du lehrest, nicht abfallen. 5. IEsus ist der grund im glau⸗ ben, Welchen keine macht zer⸗ men Auch auf die verfuͤhrte sehn: Leit auch sie mit deinen armen, Daß sie zu der wahrheit gehn, Die du selbst zur seligkeit Allen seelen zubereit t. Ach! bekehr sie, daß sie glaͤuben, Und dir ewig treu verbleiben. Von der gläubigen Zuver⸗ sicht, mit welcher wir gläuben. Mel. O Gott du frommer ꝛe. 60 Err! ohne glauben * kann Dir niemand wolgefallen; Ach darum lege mir Vor andern gaben allen Den wah⸗ ren glauben bey: Denn der ist, wie du weißt, Nicht jedermannes ding, Und koͤmmt von deinem + gen- ů 2. Laß mich insonderheit, Daß stͤhrt. Wenn gleich welt und teufel schnauben, Steht er den⸗ noch unversehrt, Haͤlt uns alle fest, und macht, Daß man alle wuht verlacht. Darum muͤssen diese fehlen, Die sich andern grund erwaͤhlen. 6. Ich, mein GOtt! wills 5 ser machen; Ich will niemahls von dir gehn, Fleissig beten, sorg⸗ sam wachen, Welt und satan wi⸗ derstehn. Wenn ihr trotz mich gleich anficht, Soll er deines wor⸗ tes licht, Und den felsen ⸗festen glauben Nie aus meinem herzen rauben. J. Der mag die welt lieb gewin⸗ nen, Der, wie Demas“/ fallen will, Mich bringt nichts zu solchen sinnen; Nein, ich halte bey GOtt still: Wer in Christi lehre bleibt, Ist GOtt selber einverleibt, Ich will ihn allzeit bekennen, Nichts soll mich von ihm abtrennen. * 2 Tim. 4, 10. du seyst, herzlich glaͤuben, Und bey dem, was dein wort Verheisset/ feste bleiben: Daß du dem, der dich sucht, Stets ein vergelter seyst, Und daß ihn deine hand Aus allen noͤhten reißt. ö 3. HErr! laß mich auf dein wort Von ganzem herzen trauen, Und stets auf deine treu und wahrheit feste bauen. Gib, daß ich dir in noht, In ereuz und tod getreu, Und durch des glaubens kraft Allzeit gehorsam sey. 4. Mein JEsu! laß mich dich Im glauben recht erkennen, Dich meinen HErrn und GoOtt, Trost, schutz und heiland nennen. Laß mich im glauben thun, Was mich dein wort gelehrt, Daß dich herz, mund und that Als den erloͤser ehrt. 3. Mein koͤnig und prophet! Komm, herrsch in meiner seelen. Regier und fuͤhre mich, Laß mich mit dir vermaͤhlen. Du sollt mein 8. Aber HErr! laß dein erbar⸗ koͤnig seyn, Dem ich gehorchen 3 5 will, Von dem wahren Glauben und zwar —.— will Mein lehrer und prophet, Deß willen ich erfuͤll.—0 6. Ich will auch, HErr! an dich, Als hohenpriester, glaͤuben; Laß IEsu! dein verdienst Den grund des glaubens bleiben, Daß meine seele sich Hierauf getreu und fest, Als auf mein einzig heil Und wah⸗ ren trost, verlaͤßt. 7. Ach JEsu! staͤrke mich In diesem meinen glauben: Laß mir ihn weder tod, Noch welt, noch teufel rauben. Bleib in demselben stets Genau mit mir vereint, Daß ich dein und du mein, O theurer seelen⸗freund! Mel. Vater un ser im himmelr. er glaͤub' ist GOttes 56 I D werk und gab'Den ich nicht von mir selber hab. Ein wahn, den fleisch und blut er⸗ dicht, Und was des suͤnders zunge spricht, Ist heucheley und selbst⸗ betrug, Und ruͤhrt nicht von des geistes zug. 2. Der wahre glaub' ist GOttes licht, Das, wie der tag, in uns an⸗ bricht. Wenn uns das wort des hoͤchsten lehrt, Uns ruft, erleuch⸗ tet und bekehrt, Und unser herz zur busse lenkt; Wird uns dis licht von GoOtt geschenkt. 3. Zwar wenn die furcht und lust der welt Das herz bestuͤrmet und befaͤllt; Wird oft der glaube schwach und klein, Und scheint gar unterdruͤckt zu seyn. Er steigt, wenn er sich wieder fest Auf GOtt und Christi wort verlaͤßt. 4. Er wird durch GoOttes geist vermehrt, Und bleibt in truͤbsal unversehrt: Er geht vielmehr durch spott und schmach Auf schmalem weg' dem heiland nach, Mit dem die seele sieghaft ringt, Und sich, gleich adlern, aufwaͤrts schwingt. S—————————— 6. Der glaͤube wird durch erenz gemehrt, Und durch die glut, wie gold, bewaͤhrt. Er ringet, wie dort Jacob that, Als er Gott hielt und bruͤnstig bat“; Er laͤßt nicht ab, bis GOttes geist Ihm beh⸗ stand, heil und trost erweist. * I. B. Mos. 32, 26. 6. Beklemmt gleich erst die trau⸗ rigkeit Das schwache herz in sol⸗ chem streit; Wird doch die freude a hergestellt, So bald der glaube sieg erhaͤlt; Drum schmeckt die seel in Christo lust, Als kinder an der mutter brust. 7. Ein herz, das solchen glau⸗ ben hat, Bezeuget ihn durch wort und that. Es weist durch hoffnung, liebꝰ und treu, Daß es voll heilger triebe sey; Es macht sich stuͤndlich offenbar, Und reicht im glauben tugend dar. 8. Doch, was nicht aus dem glauben geht, Und nur aus heu⸗ cheley entsteht; Zerfaͤllet bald/ hat nie bestand, Und wird von from⸗ men bald erkannt; Denn wollus eigen⸗ nutz und ehr Verraͤht die gleisner gar zu sehr. 9. Mein Gott! verleih mir, daß ich treu Im glauben und in liebe sey. Blasẽ auf das tocht, das annoch glimmt, Bevor es gar ein ende nimmt; Im ereuzes kampf und lezten streit Gib kraft, muht und bestaͤndigkeit. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛe. Vein JEsu! du willt 5 6 2. M iedermann Durch busse zu dir wenden. Du faͤngst den glauben in uns an, Du willt ihn auch vollenden: Mein HErr und GoOtt! drum bitt ich dich: Hilf du mir, und bekehre mich; be hilf mir, HErr! zum glau⸗ en. 2. Es kann vernunft und eigne kraft Dich, JEsu! nicht erken⸗ nen; WNer 0 U e HIHNDr . 5% II 00 In 0 E nen ufn e adc I ish II IiN l het ihno Sit huhte a nctsht Vreicht u nichte ind nurr erfile I th Vit; dann eht M. Ieht. ltt. u re VEaufh Beihth i cttl h 7 R bannh Den. Af I . W Luin xobh, R 29 0 EINUN von der glaͤubigen Zuversicht mit welcher wir glaͤuben. 3⁶³ nen; Dein geist nur giebt die wis⸗ senschaft, Dich meinen HErrn zu nennen. Dein wort legt meines glaubens grund, Dein saerament bestaͤrkt den bund. HErr! gruͤnde meinen glauben. 3. Wenn du die menschen neu gebiehrst In deinem wasser⸗bade Und sie mit deinen gaben zierst Nach deiner grossen gnade: So zuͤndest du den glauben an, Daß er dein licht erkennen kann. HErr! schaff in mir den glauben. 4. Da wird erst mein verstand verklaͤrt, Dich aller heil zu neu⸗ nen. Dus leben, welches ewig waͤhrt, Ist, GOtt und dich erken⸗ nen. Drum machest du, gerech⸗ ter knecht! Durch dein erkenntniß uns gerecht. HErr! lehre mich den glauben. . Der beyfall hält auch alles dis/ Was wir dennoch nicht sehen, Fuͤr unbetruͤglich und gewiß: Es ist, und muß geschehen, Was Gottes wahrheit uns verspricht. Vernunft und sinnen! richtet nicht: HErr! richte du den glauben. 6. Dann bringt die feste zuver⸗ sicht Den glauben recht zum le⸗ ben, Die im vertrauen feste spricht: Die schuld ist mir verge⸗ ben; Mein GOtt und JEsus liebet mich, Für mich gab mein erloͤser sich. HErr! segne diesen glauben. 7. Ach ja, mein Gott! ich sůnder bin Muͤhselig und beladen. Ich bin voll reu: wo flieh ich hin? Zur fuͤlle deiner gnaden. Erquicke mich: die last ist groß, Doch IEsus macht die knechte los. HERR! halte mich im glauben. 8. Laß ihn, o HErr! lebendig seyn In JEsu meinem leben. er in liebe thaͤtig sey. Behuͤte mich fuͤr heucheley. HErr! nehre meinen glauben. 9.So kann kein leid noch truͤbsal mir Den trost der hoffnung rau⸗ ben. Mich scheidet nichts, mein GoOtt! von dir; Ich faß im wah⸗ ren glauben, Daß GOttes sohn an meiner statt Vielmehr, als dis, erlitten hat. HErr! fkaͤrke die⸗ sen glauben. 10. Doch leb' ich darauf nicht allein, Ich will auch darauf ster⸗ ben: Ich soll ein kind im glauben seyn, Um dort das reich zu erben. Auf dieses leben hoff ich nicht, Auf jenes geht die zuversicht. HErr! ende meinen glauben. 11. Ich kann und will in dieser zeit Nicht sehn, und doch ver⸗ trauen. Dort werd ich meine se⸗ ligkeit Nicht glaͤuben, sondern schauen. So kaͤmpf und end' ich meinen lauf; Hoͤrt gleich einst glaub und hoffnung auf. HErr! hilf mir nur jum schauen. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. 6 O GOttes sohn/ 503.8 HErr JEsu Christ! Daß man recht koͤnne glaͤuben, Nicht jedermannes ding hier ist, Noch standhaft drinn zu bleiben. Drum hilf du mir von oben her. Des wahren glaubens mich ge⸗ waͤhr, Und laß mich drinn be⸗ harren. 2. Lehr du und unterweise mich, Daß ich den vater kenne: Daß ich, o IEsu Christe! dich, Den sohn des hoͤchsten nenne: Daß ich auch ehr den heilgen geist, Zu⸗ gleich gelobet und gepreist, Als drey in einem wesen. 3. Laß mich vom grossen gna⸗ den⸗heil Das wahr' erkenntniß finden, Wie der nur an dir habe Entzuͤnd ihn, seines lebens schein theil, Dem du vergiebst die suͤn⸗ In kraft von sich zu geben; Daß den. Hilf, das ichs such, wie mirs ge⸗ — έ⁷⁵,ẽ½ vqꝛ . 10 I 0 ö +* ö 9 . 4 * ——— 364 Von dem wahren Glauben und zwar —— gebuͤhrt: Du bist der weg, der mich schwachen, Das sich vom glau⸗ recht fuͤhrt, Die wahrheit und ben in mir findt; Du wollst es das leben. ö staͤrker machen. Was du gefangen 4. Gieb daß ich traue deinem an, vollfuͤhr Bis an das end, daß wort, Es wol ins herze fasse; dort bey dir Auf glauben folgt Daß sich 9215 nirvenlals: Daß das schauen. Auf dein verdienst verlasse: Da— zur die sunde 20 47 9 Mel. O Wiisch euchi mich die suͤnden⸗last beschwert, Versuchet euch do Dein ereuz⸗tod zugerechnet. 546. V selbst, Ob ihr n 5. Laß meinen glauben trösten glauben stehet? Ob Christus in sich Des bluts, so du vergossen: euch ist? Und ob ihr ihm nachgehet Auf daß in deinen wunden ich In demuht und geduld? Ob ihr Bleib allzeit eingeschlossen; Und in freundlichkeit Und liebe jedet⸗ durch den glauben auch die welt, mann Zu dienen willig seyd? und was dieselb' am hoͤchsten hält, 2. Der glaub' ist zwar ein licht, Für koht und unflaht achte. In unsrer brust verborgen; Doch 6. Waͤr auch mein glaube noch bricht sein glanz hervor, Gleich so klein, Und daß man ihn kaum einem hellen morgen, Und zeiget merke: Wollst du doch in mir kraft und glut, Macht Christo mächtig seyn, Daß deine gnad gleich gesinnt, Erneuert muht mich staͤrke, Die das zerstoßne rohr und herz, Und macht zu GOttes nicht bricht, Das glimmend tocht kind.. auch vollends nicht Ausloͤschet in 3. Aus Christo schoͤpft er heil, den schwachen. HGerechtigkeit und leben; Will,was 7. Hilf, daß ich stets sorgfaͤl ihm Christus gab, Dem naͤchsten tig sey, Den glauben zu behalten, wieder geben. Weil er in Chrisso at I. ꝑꝑPRꝗq‚S‚.‚e Ein gut gewissen auch dabey: Und reich An gnade worden ist; So daß ich so mag walten, Daß ich preist er solches hoch, Bekennet sey laͤuter jederzeit Ohn anstoß, IEsum Christ. mit gerechtigkeit Erfuͤllt und ih⸗ 036 Hott z gerr Dum ruͤchten. as, was Gott zusaget: Drum 2— 9r, durch den glauben muß der zweifel ort, Die schwer⸗ wohn in mir, Laß ihn sich immer muth wird verjaget: So folgt dem fur unz suu, und rach un guten nach, Die halt un Wetter ui, uͤr und fuͤ ch ar nach, Die h werken: Daß er sey thaͤtig durch Beseht im ungemach. die lieb', Mit freuden und geduld 5. Dann steigt die lieb' empor, sich uüb'ꝰ, Dem nachsten fort zu Und die ertraͤgt mit freuden, Was dienen. Gott ihr auferlegt; Sie murrer 9. Insonderheit gib mir die nicht im leiden, Und gläubt, daß kraft, Daß ich einst bey dem ende Gott es gut Und heilsam mit iht Auet eine 69 w. uoe Amon— ⸗ Sune ö 22—— 4und sie Irsendn allein mich wende, Und nach voll⸗ Sowol den freund als feind. brachter todes⸗noth Des glau⸗ 6. Gott schenkt uns seinen bens end durch deinen tod, Die sohn, Da wir noch feinde waren, 1610. Zene Lamel der du an. ungrad nen Seu „HeErr IEsu! der du an⸗ nad erfahren, Di gezündt Das fuͤnklein in mir läng ht N st Man Z ch 0 4 HAA Wlittesr KAEn. 7 WA Wis in 1e Rtke. E Iuneil du W II Wuuhngz hede We 2 Iuch 10 eE‚x —— huftnd rn 6 Sschi, H. I 0 400 Iig ghh, it d Iilgh is bethon Y heng Tungez,. It/ Moi — aur Racht ntz 1 f ish shi III ah, Dun Walath D 33 I. 5001 von der heiligen Zuversicht mit welcher wir glaͤuben. 365 längst verscherzt. Wenn dis der Mel. Vater unser im himmelreich. glaub' erkannt, So wird die liebꝰ 6 u hast bei mir, der entzuͤndt, Und zorn und haß ver⸗* ich dein kind, O bannt. Gott! den glaͤuben angezuͤndt: 7. Und wie uns GOtt geliebt, Gib, daß sein unverfälschtes licht So lieben wir die bruͤder: Wir Bey mir in vollen glanz aus⸗ geben, flucht man uns/ Den se⸗ bricht; Erhalt und mehr es jeder⸗ gen dafür wieder, Das leben furzeit Zu deines namens herrlich⸗ den tod: Bey schimpf, bey spott keit. und hohn Getrösten wir uns stets 2. Bisweilen ist mein glaube Der ewgen ehren⸗eron. schwach, Es giebt der geist dem 8. Laßt GOtt uns schweres fleische nach. Oft wirft mich zwei⸗ ereuz Zur glaubens⸗probe tragen; fel hin und her, Da wankt mein Der glaube bringt geduld, Er⸗her; und zaget sehr: Drum staͤrk leichtert alle plagen. Statt mur⸗ es, daß es ja nicht fällt/ Daß sichs ren und verdruß Wird das gebet an Jesum feste halt.. erweckt; Der glaube weiß, daß 3. Mein herz haͤlt dir dein Gott Ber noht ein ziel gesteckt. wort izt vor, Daß du, Herr! das 9. Man lernet auch dadurch zerstoßue rohr Nicht brechen willt, Sein elend recht verstehen; und daß du nicht Ein glimmend Merkt GOttes guͤt und treu; tocht, ein lodernd licht Verlö⸗ Haͤlt an mit bitten, flehen; Ver⸗schen laͤßt; weil deine kraft Es zaget an sich selbst, Erkennet sich starkt, und neue nahrung für nichts, Sucht blos in Chrle schafft. sio kraft, Im ursprung alles 4. Es hat bey mir dein glaubens⸗ lichts; ö schatz Im irdischen gefässe platz: 10. Haͤlt sich an sein verdienst, Sein licht scheint oftmahls ganz Erlanget geist und faͤrke In sol⸗ versteckt, Weil es mein suͤndlich cher zuversicht, Zur uͤbung guter fleisch bedeckt. Wie leicht, wie werke; Steht ab vom eigensinn, listig und wie bald Verloͤscht ihn Flieht die vermessenheit, Bleibt nicht des feinds gewalt? bey der gottesfurcht In gluͤck und 5. Mein GOtt nas kann ich leidens⸗zeit. nun hiebey, Als daß ich zu dir seufz II. So pruͤfe dich denn wol: und schrei? Mein glaubens-licht Ob Christus in dir lebet? Denn empfehl ich dir, Und fleh', daß es Christi leben ist Wornach der dein geist in mür Durch seine glaube strebet. Erst machet er ge⸗gnaden⸗kraft vermehrt, Damit recht, Dann heilig, treibt sodaun es ja kein feind versehrt. (Ach spuͤhrst du seinen trieb?) Zu 6. Mach du mich in der fin ster⸗ guten werken an. nit. De lebens und der welt ge⸗ 12. HᷣErr! laß sich doch in wiß: Daß ich in deinem licht al⸗ mir Den wahren glauben meh⸗ lein Soll jetzt und kuͤnftig selig ren; So werde ich dich auch In seyn. Dein wort erleuchte mich, guten werken ehren. Wo licht HErr Christ! Das mir trost/ licht ist, bricht der schein In helle und leben ist.—ũ2t4 strahlen aus. Du bist mein licht, 7. Wenn mich der boͤse feind darum Erleucht mein herzens⸗ versucht, Wenn mich die boͤse ha us. welt verflucht, Verfolget/ de un 366 Von dem wahren Glauben und zwar und verjagt, Ja, wenn mich mein gewissen nagt; So gib/ daß deines wortes kraft Mir freudig⸗ keit des glaubens schafft. ö 8. Schaff du durch deinen geist in mir, Daß meine seele voll be⸗ gier Dem folge, was die schrift be⸗ stimmt, Und die vernunft gefangen nimmt, Sich durch den glauben treu und fest Auf dich und auf dein wort verlaͤßt. ö 9. Du giebst uns, was dein wort verspricht, Allein aus gna⸗ den; aber nicht Nach werken, denn die gelten nichts: Und die⸗ ser strahl des guaden⸗lichts Giebt mir nun desto grössern muht, auht. mein glaub' auf dir selber ruht. 10. Ich weiß, mein JEsus kehrt allein Durch glauben in die herzen ein: Drum gib mir glau⸗ ben, daß dabey Mir JEsus stets im herzen sey, Darinnen lebt, es selbst regiert, Und stets iur wahren tugend fuͤhrt. ** 1I. Es ist des wahren glaubens kraft Allein, was gute werke schafft, Der grund zur lebens⸗hei⸗ ligkeit: Drum staͤrk ihn, JEsu! jederzeit, Damit er gute werke zeigt, Und stets in geistes⸗früch⸗ ten steigt. 2.10 12. Gib mir im glauben muht und kraft, Daß er in seiner ritter⸗ schaft Auch wider teufel, hoͤll und welt Obsieget, und das feld be⸗ haͤlt, Ja allem boͤsen widersteht, Und siegreich zu dem leben geht. 13. Laß meines glaubens licht und schein Von tag zu tag ver⸗ mehret seyn; Damit es, weil ich lebe, leucht't, Bis es das volle licht erreicht, Und durch des todes dunkelheit Mich fuͤhret zu der seligkeit. 14. Vollfuͤhre bis an meinen tod Das gute werk, das du, mein GOtt! Selbst angefangen in der zeit, Damit ich in bestan⸗ digkeit Zum glaubens- ziel und ende geh, Und dort des himmels erbe seh. Mel. O Gott du frommer ꝛc. Err, allerhoͤchster 566. Gott! Von dem wir alle gaben, Und was uns nuͤtz⸗ lich ist, Durch flehn und bitten ha⸗ ben: Ich suͤnder klage dir, Daß leider! ich nicht kann Dich, wie ich gerne will, Im glauben beten an. 2. Ich glaͤube freilich wol, Doch nur mit schwachem glau⸗ ben; Und diesen will mir noch Dar⸗ zu der satan rauben. In solcher noht/mein GOtt! Flieh ich iu dir allein, Und traue fest, du witst Mein treuer helfer seyn. 3. Ach, eil' und reiche mir, HErr! deine gnaden⸗ haͤnde. Hilf meiner schwachheit auf, Mir kraft von oben sende. Ist schon mein glaube schwach, Und, als ein senf⸗korn, klein; So laß ihn doch bey mir In stetem wachs⸗ thum seyn. 4. Ich bin zwar schwach, doch sey Der glaub' in mir geschaͤftig⸗ Und deine staͤrk und kraft Sey in mir schwachen kraͤftig. Ach zieh mich doch zu dir, HErr meine zu⸗ versicht! Und mehre selbst in mir Des wahren glaͤubens licht. 6. O GoOtt! der du in mir Dis fünklein angezündet, Ach blaß es taͤglich auf, Daß, wenn sich leiden findet, Ich wol geruͤstet sey: Denn durch des glaubens kraft Uebt mein gestaͤrkter geist Stets gute ritterschaft. 6. HErr JEsu! sieh mich an, Wie du ansahst in gnaden DasCa⸗ nanaͤsche weib. Wenn ich mit ereu; beladen, Wenn alles mich verklagt; Vertritt mich selbst bey Gott W Rhl V Wt N lkR HE HARA rAe Vhu Mdeite 06 C Vi hwen Rhlnies Ismiher W Unelcht slant/ O WW. ö Aglet 2 M I sslt mn ide eing shnsein E; * ˙t. undo huust k Iie fch chrath Wilmer ** ö Fucht 44 fchl in XI ahh sendt wach, sn iat shhn N l hent ů. 55N Iingah hen.. f in; Ell isg 1 ott scht en von der glaͤubigen Zuversicht mit welcher wir glaͤuben. 367 Ott: So wird mein schwaches licht Des glaubens nicht zu spott. 2 7. Wie du, barmherziger? Für Petrum hast gebeten, Daß er nicht ganz und gar Vom glaͤuben moͤg⸗ te treten; So bitt auch nun für mich/ Der du mein mittler bist: Weil 3 tehiich. sucht, Und mir ersprießlich ist. 3. Erhoͤre mich, mein GoOtt! und merk izt auf mein flehen; Was meine seele wuͤnscht/ Laß/ JEsu! bald geschehen. Daß sie die seligkeit, Des glaubens ziel, er⸗ langt, Und dort sodann bey dir In vollem schauen prangt. Mel. JEsu deine heilge wunden. 6 Lieke, die nicht aus⸗ 507. L zusprechen! Sesus hebt, was schwach, empor. Sei— ne hand will nicht zerbrechen Das zerstoßne glaubens⸗rohr. Seine huld verschmaͤhet nicht Meines glaubens schwaches licht, Das nur einem toͤchtlein gleichet, Das kaum glimmt, und fast erblei⸗ chet. 2. Ob ich gleich mit Petro sin⸗ ke'; Beut mein IEsus doch die hand, Giebt mir suͤsse liebes⸗win⸗ ke, Staͤrket meinen schwachen stand. Wie ein vater ⸗herz ge⸗ sinnt Gegen sein noch kleines kind: So traͤgt GOtt auch mit erbar⸗ men Schwache kinder auf den ar⸗ men. Matth. 14. 30. 3. Beut mein hirte nicht den ruͤcken Seinem schwachen schaͤf⸗ lein an! Kranke seelen zu erquik⸗ ken, Tritt er auf die todes⸗bahn. Selbst die hoͤchste kraft ver—⸗ schmacht't, Da sie ruft: es ist vollbracht! Daß ich schwacher moͤge siegen In den lezten todes⸗ schwachen! Staͤrke mich, denn ich bin schwach. Du, du kannst mich staͤrker machen/ Hoͤre doch mein seufzend ach! Hebe du das schwache rohr Meines glaubens selbst empor, Daß es, bey dem sturm der winde, Schutz an deiner seite finde. 7. Feuchte mit dem gnaden⸗ oͤle Meines glaubens toͤchtlein an In der lampe meiner seele. Auf der dunkeln todes⸗bahn Stehe mir, o allmacht! bey, Daß ich stark in schwachheit sey, Daß ich dich, bis ich erkalte, Fest mit schwachen haͤnden halte. Mel. Nun lob mein seel ꝛc. 6 Ich weiß, an wen ich 508. Iglaube: Mein I&⸗ sus ist des glaubens grund, Bey dessen wort ich bleibe, Und das bekennet herz und mund. Ver⸗ nunft darf hier nichts sagen, Sie sey auch noch so klug. Wer fleisch und blut will fragen, Der faͤllt in selbst⸗betrug. Ich folg in glau⸗ bens⸗lehren Der heilgen schrift allein; Was diese mich laͤßt höͤren, Muß unbetruͤglich seyn. 2. HGErr! staͤrke mir den glau⸗ ben: Denn satan trachtet nacht und tag Wie er dis kleinod rau⸗ ben Und um mein heil mich brin⸗ gen mag. Wenn deine huld mich führet, So werd ich sicher gehn; Wenn mich dein geist regieret, Wirds selig um mich stehn. Ach segne mein vertrauen Und bleib mit mir vereint. So laß ich mir nicht grauen, Und fuͤrchte keinen feind. I. 3. Laß mich im glauben leben, Soll auch verfolgung, angst und pein Mich auf der welt umgeben: So laß mich treu im glauben seyn. Im glauben laß mich sterben; zuͤgen. 4. JEsu, staͤrk und kraft der! Wenn sich mein lauf—21196 Von dem wahren Glauben und zwar Laß mich das leben erben, Das mir verheissen ist. Nimm mich in dei⸗ ne hände Bey leb⸗ und sterbens⸗ zeit; So ist des glaubens ende Der seelen seligkeit. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 6 Ich habe nun den 5 9. grund gefunden, Der meinen anker ewig haͤlt: Wo anders, als in Jesu wunden? Da lag er vor der zeit der welt(a): Ein grund, der unbeweglich steht, Wenn erd und himmel unter⸗ geht. 2. Es ist das ewige erbarmen, Das alles denken uͤbersteigt: Es sind die offne liebes⸗armen Deß, der sich zu den suͤndern neigt, Dem allemahl das herze bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verlohren werden, Gott will, uns soll ge⸗ holfen seyn: Deswegen kam der sohn auf erden, Und nahm her⸗ nach den himmel ein. Deswegen klopft er fuͤr und fuͤr So stark an unsre herzens-thuͤr. 4. Oabgrund, welcher alle sůͤn⸗ den Durch Christi tod verschlun⸗ gen hat! Das heißt die wunden recht verbinden, Da findet kein verdammen statt; Welil Christi blut beständig schreyt: Barmher⸗ zigkeit! barmherzigkeit: 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun: Und wenn mich meine suͤnden kränken, Nur bald nach Gottes herzen schaun; Da findet sich zu aller zeit Unendliche barm⸗ herzigkeit. 6. Wird alles andre weggeris⸗ sen, Was seel und leib erquicken kann; Darf ich von keinem troste wissen, Und schein ich voͤllig aus⸗ gethan; Scheint die errettung noch so weit: So bleibt mir doch barmherzigkeit. 7. Beginnt das irdische zu druͤcken, Und haͤuft sich kummer und verdruß, Daß ich mich noch in vielen stuͤcken Mit eitlen din⸗ gen plagen muß; Ja werd ich oft⸗ mahls sehr zerstkeüt: So hoff ich auf barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten werken, In welchen ich beschif⸗ tigt bin, Viel unvollkommenheit bemerken: So fällt zwar alles ruͤhmen hin, Doch ist auch dieser trost bereit: Mein glaube host barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen wil⸗ len, Bei dem so viel erbarmen sst Er wolle selbst mein herze stillen, Damit es ihn nur nicht ver— gißt; So stehet es in lieb' und leid In, durch und auf barmher— zigkeit. ö 10. Bey diesem Grunde will ih bleiben, So lange mich die erde traͤgt. Dis will ich denken, thun und treiben, So lange sich ein glied bewegt: So sing ich einsten hoͤchst⸗erfreut: O abgrund der barmherzigkeit! (a) Nach dem rathschlusse Got— tes, der Jesum von ewigkeit zum grunde unsers glaubens bestimmet hat. — Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛe. 0 3⁴ dir HErr JEsu! 37 O komme ich, Der du so treu und liebreich mich Zu dit hast heißen kommen. Mich druͤcket meiner suͤnden last, Sie läßt mit weder ruh noch rast: Wird sie mir nicht benommen, So muß ich unter ihr vergehn. Ich kann ja nicht vor GOtt bestehn, Vor dem die himmel selbst nicht rein, J muͤßt ein kind des todes seyn. HErr JEsu Christ mein 17 ö un Wuhunh 10%0. SO 0 Wneis K HRN. A Amsn il hutlles Wuladig 11 shn Wunt chmz 9763 h 0 Ie 0 275 N au Maih Eelgen E Auholka s ac fien Ma gut .. uut achh snelet. imenhg, n nut H. et es il ndas eem Gtin unge ma llich duh EDEU 96⁰ th S! 4 Rathsih Dlesum ue i hu Iicbhä I 10%0 Opttrichnüh. , Ae . 0 0 II 90 undlicht! Erquicke mich und laß mich nich geist zu sehr: last Darum bon der glaͤubigen Zuversicht mit welcher wir glaͤuben. 369 t. 0. 2. Das suͤnden⸗joch ist mir zu schwer, Es drüͤckt den matten Lnke dah es dich n. Gedenke, daß du diese bü fuͤr mich getragen Daß Gott nicht moͤgte raächen, Was meine missethat ver⸗ schuldt; Y ielmehr, daß seine gnad und huld Mir wuͤrde wiederum zu theil. Mach mich durch dei⸗ ne wunden heil, HErr JIEsu Christ:,: und fuͤr mich bitt, Wenn satan wider mich auf⸗ tritt. ö 3. Zu dir steht meine zuver⸗ sicht; Sonst weiß ich keinen hel⸗ fer nicht, Als dich, o arzt der fünder! All andre helfer sind zu schlecht; Du bist allein vor GoOtt gerecht, Des todes uͤberwinder/ Die freystadt, und der sichre ort, Das feste schloß, der schild und hort, Der mittler und der gna⸗ den⸗thron, Des vaters herz, und liebster sohn, HErr JEsu Christ:/ bas glaͤube ich; In solchem glaͤu⸗ ben staͤrke mich. 4. Ach! komm und mache mich bereit; So trag ich kuͤnftig jeder⸗ zeit Dein joch, die sanfte buͤrde: haft/ Darunter find ich fried und ruh, Da nehm ich stets im guten zu. Wenn ich da muͤde wuͤrde, Weil meine schwachheit dir bekannt, So hilf du mir mit deiner hand Soch immer wieder gnaͤdig auf. HErr JEsu Christ:) durch dich allein Kann ich hier und dort se⸗ lig seyn. Mel. Herilich thut mich verlang. 1 Geolt lob! ich bin im 57 5 glauben, Wer will mir schaden thun? Wenn hoͤll und satan schnauben, So kann ich ich dich doch nicht erquickung ein; A a sicher ruhn. Mich schrecket kein getuͤmmel, Kein fall, der sonst verletzt. Mein wandel ist im 1255. 1 Mein glaub' ist fest ge⸗ etzt. 2. Fragt jemand nach dem grunde; Dem bin ich allezeit Mit herzen und mit munde Zur re⸗ chenschaft bereit. Der grund, auf den ich baue, 10 Christus ganz allein: Und weil ich dem vertraue, So muß ich selig seyn. 3. Auf mein verdienst und werke Vertrau und hau ich nicht. Im HErren hab ich staͤrke Und feste zuversicht. War ich sehr tief ver⸗ schuldet, In grosse noht gebracht; Er hat die straf erduldet, Und mich gerecht gemacht. 4. Dis bleibet meine freude, Wenn ich in aͤngsten bin, Mein trost in allem leide. Reißt auch der tod mich hin; So laß ich mir nicht grauen, Dieweil mein glaube spricht: Geh, eile GOtt zu I Dein hoffen truͤget nicht. . Drum will ich nimmer wan⸗ ken, Mein heiland, halte mich! Bleib du mir in gedanken, Wenn furcht und schrecken sich Zu mei⸗ nem fall verbinden, Wenn die verfolgung blitzt, Gefahr und noht sich finden, Und sich die höll erhizt. 6. Wenn ich sodann am schwaͤch⸗ sten, Wiewol nicht trostlos, bin; o sey du mir am naͤchsten, Hilf, so vollend ich meinen lauf, Und staͤrke meinen sinn, Daß ich ů ů muhtes sey, Mich als ein ehrist zu dabey gelassen Voll geist und fassen; Hilf, HErr! und steh mir 7. Ich will dich feste halten, Wenn truͤbsals hitze sticht. Und werd ich auch erkalten, So laß Dein geist spricht meinem geiste Trost und HErr! staͤrke mich Von dem wahren Glauben. mich und leiste Mir kraft, dir treu zu seyn. 8. Nun, HErr! du giebst den willen, Verleihe mir zugleich Auch kraͤfte zum erfüͤllen; So bin ich ewig reich. Drum reiche mir die haͤnde, So bleib ich unver⸗ letzt, Und bis zum lebeus⸗ende Durch Christum fest gesetzt. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc 5. bin gewiß in mei⸗ 72. nem glauben, Als der mich Christo einverleibt. Wer kann mir dieses kleinod rauben, Das mir sein blut und tod ver⸗ schreibt? Sein theures wort be⸗ kraftigt dis, Drum sagt mein glaub': ich bin gewiß. 2. Ich bin gewiß in meiner liebe, Die nur an meinem JEsu klebt: Daß, wenn ich mich im glauben uͤbe, Mein JEsus in dem herzen lebt. Ihn lieben ist mein paradies, Er liebet mich, ich bin gewiß. 3. Ich bin gewiß in meinem le⸗ ben, Daß JEsu gnade bey mir ist, Die hilft mir allen kummer he⸗ ben. Wenn sich mein herz an sei⸗ nes schließt, So acht ich keiner hinderniß. Gott sorgt fuͤr mich, ich bin gewiß. ö 4. Ich bin gewiß in meinem leiden: Kein eugel und kein fuͤr⸗ stenthum Mag mich von meinem IEsu scheiden, Er ist mein heil, mein theil, mein ruhm: So scha⸗ det mir kein schlangen⸗biß, Ge⸗ duld sagt doch: ich bin gewiß. . Ich bin gewiß in meinem hoffen. Was gegen waͤrtig ist/ ver⸗ geht; Mein kuͤnftig erbtheil steht mir offen, Wohin sich auch mein geist erhoͤht. Die hoffnung macht die wermuht suß, Weil sie stets singt: ich bin gewiß. 6. Ich bin gewiß in meinem sterben, Daß mich der tod nicht toͤdten kann. Nach ihm macht mich mein GOtt zum erben Von dem begluͤckten Cangan. Ein an⸗ der leben folgt auf dis: Mein Ie⸗ sus lebt, ich bin gewiß. 7. Ich bin gewiß, so soll es hesy sen, Bis aus dem glauben schanen su reissen, Ich bin sein schaaf, er ist mein hirt. In ewigkeit folgt hier kein riß, Die losung bleibt ich bin gewiß. Mel. Wer nur den lafaubern. es glaubens zill e⸗ 3.— einst zu erreichen Ist stets mein eifriges bemühh. Doch, soll mein eifer, HErr! niht weichen, Mußt du mich selber nagh dir ziehn; Denn fleisch und blut ist gar zu schwach: Wenns schꝛer hergeht, so giebt es nach. 2. HErr! staͤrke selbst die mi⸗ den haͤnde, Ermuntre du die mat⸗ ten knie: Sonst fehlet leicht an leiten ende Die lange zeit gehahtt müh. HErr, meine staͤrke! halte mich, Sonst sink und fall' ich ohne dich. laͤßt nicht fallen Den, der auf dich⸗ mein vater! traut. Selbst satan muß zuruͤcke prallen, Wenn er dich staͤrkern bey uns schaut. Ich wei che keines fusses breit, Ich weiß der sieg folgt auf den streit. 4. Mein auge blicket nach dem ziele, Mein fuß eilt schon dem zwecke zu. Und ob ich auch aut schwachheit fiele, Getreuer helfer. so wirst du Mir schwachen den⸗ noch gnaͤdig seyn, Und mir des glaubens ziel verleihn. III. wird. Es soll mich nichts von JE H. t i 9 i SuH Whs⸗ IubeR WE. ui . ulhe E scht mi Ifichts 00 dul hinschtes meh 11 M W hH 0 Wi Wllce ha Ahser 3. Doch nein, ich weiß du. a Kaistn, Wahstnt Wush Dinges, enh s Pengacg, nichnich bif sn Dh — en 0 ¹ Vausut eifrgg Iieiser In inn faste Wich: Wan Abtesmt, Nrke fi mn sehthee ieluge me n Von dem heiligen Leben und Wandel. 37¹ III. Von dem heiligen Leben und Wandel und zwar Don dem wahren Christenthume. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛe. ch GOtt! wie ist das ehristenthum Zu dieser zeit verfallen! Der name zwar hat grossen ruhm, Und findet sich bey allen: Doch was es selber mit der that Fuͤr einen schlechten zustand hat, Das weißt du GOtt! am besten. 2. Das wahre ehristenthum be⸗ steht Aus glauben und aus liebe. Wo beides in die übung geht Durch deines geistes triebe; Da muß dirs wolgefaͤllig seyn: Und ucht herzen schreibst du ein Jus uch der auserwaͤhlten. 3. Viel pflichten einem glau⸗ ben bey, Der aus verkehrtem we⸗ sen, Trug, irrsal, thorheit, heuche⸗ ley Zusammen ist gelesen. Sie halten sich fuͤr recht und schlecht, und meinen/ daß sie so gerecht Und selig werden koͤnnen. 4. Bey andern wird ein heisses lied Von liebe hergesungen, Die doch in blossen worten gluͤht; Sie sitzt nur auf der zungen. Da⸗ gegen her; und hand vergißt, Was lieb' in that und wahrheit ist. O was sind das fuͤr heuchler! 6. Viel stellen solch ein leben an, Als blinde heiden führen. Vom wahren ehristenthume kann Man da kein fuͤnklein spuͤren. Ihr Gott und himmel ist die b welt; Und was der fleisches ⸗lust gefaͤllt, Das ist und heißt ihr glaube. 6. Was fuͤr ein urtheil werden die An jenem tage hoͤren? Ach GOtt, ach mein GOtt! ruͤhre sie, Daß sie sich bald bekehren; Und hilf, daß sonst ein jeder ehrist Auch das, was er mit namen ist, In that und wahrheit werde. 7. Gib du mir deinen guten geist, Daß ich mich thaͤtig uͤbe, So wie dein wort die wege weist, Im glaͤuben und in liehe: So lebsich als ein wahrer ehrist, Der voll ge⸗ wisser hoffnung ist, Daß er auch selig sterbe. Mel. Liebster JEsu wir sind hier. Urderfälschten ehri⸗ 57 5. stenthum! Wie bist du so selten worden Wo ist dein gepriesner ruhm Unter unserm ehristen-orden? Christen koͤnnen auf der erden Zwar genug gezaͤh⸗ let werden: 2. Aber ach! die ehristenheit Fuͤhret meistens nur den namen. Die sind sparsam ausgestreut, Die, als GOttes reiner saamen, Christum ehren, Christum lieben, Sich in seinem willen uͤben. 3. Liebster JEsu! der du mich Selber durch dein blut erkaufet, Und auf dessen namen ich Laͤng⸗ stens als ein ehrist getaufet; Laß mich deinen geist regieren, Sol⸗ chen namen recht zu fuͤhren. 4. Laß mich meiner taufe bund Immerdar mit ernst betrachten. Laß mich doch von herzens⸗grund Satan, welt und fleisch verachten, Und mich immer treulich'uͤben, Gott und menschen recht zu lie⸗ en. 6. Laß mich, HErr! den schmalen weg Durch die enge pforte gehen. Laß auf deines wortes steg Herz und augen ernstlich sehen. Gib geduld in ereuz und leiden, Daß sie mich nie von dir scheiden. 6. JEsu! komm, vermaͤhle dich Gnaden⸗voll mit meiner seelen. Laß durch wahren glauben mich Dich zum braͤutigam erwaͤhlen, a 2 Stets 2 Von dem heiligen Leben und Wandel Stets in deiner liebe brennen, Keine truͤbsal von dir trennen. 7. Gib mir kraft in dieser welt Als ein wahrer christ zu leben; Laß mich dann, wenn dirs gefaltt Christlich meinen geist aufgeben, Nuch im himmel zu den frommen Und verklaͤrten christen kommen. 8. Freudig laß ich gluͤck und ruhm/ Ehre, lust und pracht der erden; Kann ich nur dein eigen⸗ thum Dort vor deinem throne werden/ Wo die theure lebens⸗ cronen Wahrer christen fleiß be⸗ lohnen. ——— Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc — 6 ein GoOtt! du 97 Npruͤfest herz und nieren„ Du siehest die gedanken ein Du weißt, was wir im sinne fuͤhren, Und hassest allen falschen schein. Du bringest alles an den tag, Was noch so tief verborgen lag. 2. Laß mich in meinem christen⸗ thume Die heucheley von herzen fliehn. Es dienet mir zu keinem ruhme, Wenn ich den graͤbern aͤhnlich bin, Die man von aussen schoͤn geschmuͤckt, Von innen doch voll asch'ꝰ erblickt 3. Die froͤmmigkeit liebt kein verstellen, Sie braucht der fal⸗ schen schminke nicht. Die sich den gern der wahrheit licht. Wer ein rechtschaffnes wesen hat, Be⸗ weist es auch in wort und that. 4. Ach laß mich deiner ja nicht spot ren, Denn solches thut ein heuchel⸗christ. Du draͤuest, alles auszurotten, Was ein geschmink⸗ tes wesen ist. Wer boͤse ist, der bleibet nicht Vor deinem hellen angesicht. Laß michnicht in s. chaasg klei⸗ dern gehen, Und aͤuserlich voll hei⸗ ligkeit Von innen woͤlfen aͤhn⸗ lich sehen, Die grausam und voll wuht und neid: Denn dieses ist nur Judas art, Der kuͤssend ein verraͤhter ward. 6. Bekenn ich dich mit meinem zen gehn, Und mich in deinem gna⸗ den⸗bunde Durch frommen wan⸗ del feste stehn; Daß keine falsch⸗ heit mich bethöͤrt, Noch in der ein⸗ falt Christi stoͤhrt. 7. Was hilft es, vor den men⸗ schen prangen, Vor GoOttes au⸗ gen haͤßlich seyn? Soll ich den wahren schmuck erlangen; Eo kleide mich in tugend ein, Die un⸗ gefaͤrbt und lauter ist: Die liehet nur ein wahrer christ. ö 8. So giebt mir auch ein gut gewissen Im ereuze lauter freu⸗ digkeit, Und wenn sich schon die augen schliessen, Geschieht es ohne angst und leid. Mein tod hefüt⸗ dert mich dahin, Wo ich vollkon⸗ men selig bin. Mel. JEsu deine heilge wunden. Schoffet doch, iht 5 ũtV menschen⸗kinder! Schaffet eure seligkeit. Bauet diese kurze zeit; Sondern schauet uͤber euch, Ringet nach dem him⸗ melreich, Und bemuͤhet euch auf hen, Muͤßt ihr nicht nach fleisch und blut Und nach dessen neigun gehen: Nein, was JEsus will munde; So laß es auch von her⸗ 0 15 she. 1 W nicht, wie freche suͤnder, Nur auf hserden, Wie ihr moͤget selig wet⸗ den heuchlern zugesellen Vermei⸗ den. hr moͤget selig we⸗ W Wiela t Rhderder Ahs Usn Hug IWstuns 0 ˙d üe I 0 sig Hhhlychgez HAU ehgts HI V/E W Haen xHm n. z. Daß nun dieses mag gesche z 0 crgz hem, S Mise und thut, Das muß einzig und sushigan allein Eures lebens richtschnur seyn; Es mag fleisch und blut in Uun I allen Uebel oder wol gefallen. 3. Ihr habt ursach zu erkennen, Daß in euch noch suͤnde steckt; Daß ihr fleisch vom fleisch zu nen nen, Daß euch lauter elend 9110 u e — Dim Wt n AIt, daft 30 Nhh a tägchh, 3 10 Illh Ulch sihe, Ddah I Dihn. Bst ch, lz 1 ö—⁷ „Teyn! G Dock aze Btugede rauteriit t chhft t nr aa le popennst I, G Mhüi Wii, Wuo b. DU ö n „ Hsnet „ eselge eh E uget suhl Iöhn und zwar von dem w Und daß GOttes gnaͤden⸗ kraft Nur allein das gute schafft; Ja daß, ausser seiner gnade, Nichts in euch, als seelen⸗schade. 4. Selig/ wer im glauben kaͤm⸗ pfet, Selig, wer im kampf besteht/ Und die suͤnde in sich daͤmpfet; Selig, wer die welt verschmaͤht. Unter Christi ereuzes⸗ schmach Jaget man dem frieden nach. Wer den himmel will ererben, Muß zu⸗ vor mit Christo sterben. . Werdet ihr nicht treulich ringen Sondern traͤg und laͤssig seyl Boͤse neigung zu bezwingen; So faͤllt ure hoffnung ein. Ohne tapfern streit und krieg Folget nie⸗ mahls rechter sieg. Wahren siegern wird die erone Nur zum beyge⸗ legten lohne. 6. Sich in sunden lustig ma⸗ chen, Hat bey christen keine statt. Aeischlich reden, thun und lachen Schwaͤcht den geist und macht ihn matt. Unter Christi ereuzes⸗fahn Geht es nun und nimmer an, Mit verwegnem rohen herzen Sicher leben, sicher scherzen. 7. Uebt euch, furcht fuͤr GOtt zu tragen; Denn er kann mit leib und geist Euch zur hoͤlle nieder⸗ schlagen: Er ist, der auch gnad er⸗ weist, Und dem, der sich zu ihm lenkt, Wollen und vollbringende ben, u O! so laßt uns zu ihm ge⸗ en, Ihn um gnade anzuflehen: 8. Und dann schlagt die sünden⸗ glieder, Die des eisches lust er⸗ steregt, In dem ereuzes⸗tode nieder, ah Bis ihm seine macht gelegt. Hauet haͤnd' und fuͤsse ab: Was euch är⸗ gert, senkt ins grab, nd denkt oft h an Christi worte: Dringet durch die enge pforte. 9. Ich will zittern fuͤr der suͤn⸗ l de, Und dabey auf JEsum sehn d Bis ich seinen beystand finde, In der gnade zu bestehn. Ach, mein heiland! geh doch nicht Mit mir ahren Christenthume. 397³3 armen ins gericht. Gib mir dei⸗ nes geistes waffen, Meine seligkeit zu schaffen. 10. Amen! es geschehe, amen: Gott versiegle dis in mir, Daß ich so in JEsu namen Meinen glaubens⸗kampf vollführ. IEsus gebe kraft und staͤrk, Und regiere selbst das werk, Daß ich wache, bete, ringe, Und also zum himmel dringe. Mel. Liebster JEsu wir sind hier laube, liebe, hoff⸗ 78. nung sind Der wahrhafte schmuck der christen. Hiemit muß sich GOttes kind Hoͤchst bestreben auszuruͤsten. Wo man Gott will eifrig dienen, Da muß dieses kleeblat gruͤnen. 2. Glaube legt den ersten stein Zu des heils bewaͤhrtem grunde, Sieht auf JEsum nur allein Und bekennt mit herz und munde Sich zu seines geistes lehren, Laͤßt sich keine truͤbsal stoͤhren. 3. Liebe muß des glaubens frucht GOtt und auch dem naͤch⸗ sten zeigen, Unterwirft sich Chri⸗ sti zucht, Und giebt sich ihm ganz zu eigen, Laͤsset sich in allem lei⸗ den Nicht von ihrem JEsu schei⸗ n. 4. Hoffnung macht der liebe muht/ Alle noht zu uͤberwinden. Sie kann in der truͤbsals⸗fluht Ih⸗ ren auker feste gründen. Sie will kuͤnftig dort versuůͤssen, Was wir hier erdulden muͤssen. . JEsu, du mein HErr und Gott! Ach! bewahr in mir den glauben; Mache du den feind zu spott, Der dis kleinod denkt zu rauben. Laß das schwache rohr nicht brechen, Und ein glimmend er nicht schwaͤchen. Daß Flöͤß mir 6. Mache meine liebe rein/ sie nicht im schein bestehe. Aa3 3²⁴ Von dem heiligen Leben und Wandel mir kraft des geistes ein, Daß sie mir von herzen gehe, Und ich aus rechtschaffnem triebe Dich und auch den nächsten liebe. 7. Gruͤnde meine hoffnung fest, Staͤrke sie in allen noͤhten, Daß sie dich nicht fahren laͤßt, Wenn du mich gleich wolltest toͤdten. Laß sie nach dem himmel schauen, Und auf das, was kuͤnftig, bauen. 8. Glaub' und hoffnung hoͤret auf, Wenn wir zu dem schauen kommen: Doch die liebe dringt hinauf, Wo sie ursprung hat ge⸗ nommen; Ach! da werd ich erst —• lieben, Mich im lieben ewig ůͤben. Ich ruf zu dir, HErr 579. J Sesu Christ! Ich bitt, erhoͤr mein klagen. Verleih mir gnad zu dieser frist, Laß mich doch nicht verzagen: Den rechten glauben, HErr! ich meinꝰ, Den wollest du mir geben, Dir zu le⸗ ben, Dem nächsten nuͤtz zu seyn, Dein wort zu halten eben. 2. Ich bitt noch mehr, o HErre Gott! Du kannst es mir wol ge⸗ ben, Daß ich werd nimmermehr zu spott: Die hoffnung gib darne⸗ ben; Voraus wenn ich muß hie davon, Daß ich dir mag vertrauen, Und nicht bauen Auf all mein nichtig thun, Sonst wird michs ewig reuen. 3. Ver leih, daß ich aus herzens⸗ grund Den feinden mag verge⸗ ben. Verzeih mir auch zu dieser stund, Schaff mir ein neues leben. Dein wort meinꝰ speiß laß allweg seyn, Damit mein' seel zu nehren, Mich zu wehren, Wenn ungluͤck geht herein, Das mich bald moͤgt abkehren. 4. Laß mich kein lust noch furcht von dir In dieser welt abwenden. Bestaͤndig seyn ans end' gib mir; Du hasts allein in haͤnden, Und wem du's giebst, der hats umsonst Es mag niem and ererben Noch er⸗ werben Durch werke, deine guns, Die uns errett vom sterben. 9. Ich lieg im streit und widet⸗ streb: Hilf, o HErr Christ! dem schwachen. An deiner gnad allein ich kleb, Du kannst mich staͤrker machen. Koͤmmt nun anfechtung her, so wehr Daß sie mich nict umstossen; Du kannst maassen,„ Daß mirs nicht bringt gefahr: Jh weiß, du wirsts nicht lassen. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. ch wer ist schuld 5 80.——.— herß;! Oaß dl zuruͤcke bleibest, Stets schwach im glauben bist, Und immer kla⸗ gen treibest? An JEsu fehlt es nicht, Er ist voll lieb' und treu i Und steht dem, der ihn sucht und wirken laͤsset, bey. 2. GOtt/der die menschen schuf Und den ihm theuren seelen Di seligkeit versprach, Laͤßt seine krat nie fehlen. Aus liebe gab er Den sohn in hoͤllen⸗pein, Um dich heraus zu ziehn, Kann etwas groͤsser seyn? 3. Nichts gutes war in dir zAchl eine welt voll sunden, Ein pful voll schand und wust War, was in dir zu finden. Du lagst in deinen blut, Trugst Adams suͤnden⸗bild, Du warst/ o jammer⸗stand! Mit zorn und fluch erfullt. 4. Da kam dein seelen⸗freund Und heilte diesen schaden Durch sein vergoßnes blut, Und seßte dich in gnaden. Da er dein fleisc annahm, Verband er dich mit GOtt; Durch seinen tod entriß Er dich der hoͤllen⸗noht. . Und was hat Gottes hetz So gnadenreich bewogen, Daß er so vielmahl dich Durch seinen trieb gezogen? O sieh, ob 3* Hach Cothohnn Vhent ,Ey, uh inenr Manitg Vaschsirua shihez en lscheit; W E Suniah ausitt ö.. I ah Eanns uh Wntuuh Mdmsin kuns E lichtlaß — Anketaleg. DEINIII ie 9i, Sih / Und i Hal lihtz derih Veh. die enh Ihetel achlißtt l/ M 4 i sid + E h bun e Whfl, und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 87⁵ e nicht Recht treulich mit dir 4. Ach bringe mir die klugheit meint? Bist du nicht selber schuld, bey, Daß dis mein wahres leben Und deiner wolfahrt feind? sey, Wenn ich nur dich erkenne, 6. Ach ja, mein treuer GOtt! Dich lebenslang mit wahrer treu Du bleibest der gerechte, Wenn Im herzen habe, und dabey In man dich richten will: Nur wir deiner liebe brenne. sind boͤse knechte. Du hast mich. Doch weil du meine schwach⸗ jederzeit Gesucht zu dir zu ziehn: heit weißt; So bitt ich, daß dein Ich aber suchte nur Dein guaden-⸗guter geist Mich unterweiß und werk zu fliehn. ö staͤrke: Daß man an mir, zu dei⸗ 7. Vollbringe doch dein werk, nem ruhm, Durch mein recht⸗ Das du selöst angefangen. Laß schaffnes christenthum Den wah⸗ mich durch deinen geist Gewiß ren glauben merke. dazu gelangen, Wo mich dein 6. Laß mich, wie eine rebe pflegt, wort hin weist, Zur wahren hei⸗ Die nur die kraft des weinstocks ligkeit, Zu welcher du dein volk traͤgt, An dir, mein JEsul hangenz Dir hie schon zubereit't.“ Mein braͤutigam! laß deine braut, *Lit. 2/ 14. Mit der du ewig dich vertraut, 8. So wird mein leib und geist Trost, heil und gnad erlangen. Sich recht in dir erfreuen, und 7. Du bist mein HErr; was taͤklich deinen ruhm Durch die⸗ hilfts dem knecht, Der gottlos, ses lob verneuen: Was ist, das sicher, ungerecht, Wenn er nur Gottes treu, Die mich umfasset, HErr HErr! saget? Gib, wenn gleicht? Sein ruhm erstrecket sich mein mund dich HErr HErr! So weit der himmel reicht. nennt, Doß dich Eundin 00 Dit ach dir Von der göttlichen Gna⸗ 2—6 Dich ehrt und n den ⸗Regierung. 8. Ich bin, mein GOtt! auf Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. dich getauft, Und dir zum eigen⸗ 1 Di.„GOtt der weis⸗thum erkauft; Drum laß mich dir 58 heit! zeigest mir In auch leben, Und wieder alles, was deinem worte, wie ich dir. Soll du mir Aus vater⸗huld geschen⸗ wolgefaͤllig dienen, Und wie ich, ket, dir Zum vfand und opfer ge⸗ als ein guter baum, In deines ben. gartens weitem raum Zu deinem 9. Gleich wie der baum dem preis muß gruͤnen. fruͤchte traͤgt, Der ihn gepflanzet . Ach leit und lenke du mein und verpflegt; So schaff durch her„Damit es sich nicht hinter⸗ deine pflege, Daß auch dein her; waͤrts Von deinem wege wende. die glaubens⸗ frucht, Die es an Versiegl' in mir was wahrheit ist, deinen kindern sucht, An mir stets Behůte mich fuͤr trug und list Bis finden moͤge. an mein leztes ende. 0. Es wird der eingepfropfte g. Die bosheit steigt und waͤch⸗ zweig Dem baum an saft und set sehr, Sie zeigt sich leiderl mehr wachsthum gleich, In welchem und mehr In arger lehr und le⸗ er bekleibet: So laß mich, HErr! ben: Drum sey mein fuͤhrer, trost in dir allein Auch leben, wachsen, und licht, Und laß sich doch mein fruchtbar seyn, Weil ich dir ein⸗ herze uicht Dem falschen schein verleibet. ergeben. 11. Wenn sturm und wetter Aa q müir ————————————— 3²⁷⁰ Von dem heiligen Leben und Wandel mir zusetzt; So halte du mich un⸗ verletzt, Daß ich nicht von dir weiche: In aller angst gib trost und kraft, Die auch im sterben freude schafft, Bis ich das ziel er⸗ reich e. 12. Nun seelen⸗ freund! ich weiß gewiß, Du wirst mich einst ins paradies Der ewigkeit versei⸗ zen: So komm und bring mich aus der zeit In deines reiches herrlich⸗ keit Zum ewigen ergetzen. Mel. 2. Alles was mir GOtt ꝛc. 2 JEsu! du, mein licht 5 8 1½. und leben, Meiner seelen trost und zier, Rufest: kommt und lernt von mir. Ich, der ich dir ganz ergeben, Komme jezt voll reu und leid; Lehre mich die froöͤm⸗ migkeit. z. Ach, wie ist mein herz ver⸗ derbet! Fesselt nicht das suͤnden⸗ band Glieder, sinnen und ver⸗ stand? Was von Adam angeerbet, Suͤudlich wesen, fleisch und blut, Bleibet fleisch und thut nicht gut. 3. Reiß mich, HErr! aus dem verderben; Laß doch unkraut, haß und neid, Hochmuht, ungerech⸗ tigkeit, nd was suͤndlich, in mir sterben. Mach mein herz doch 5. neu, Mach es aller bosheit rey. 4. Pflanze du in mein gemuͤhte Wahre froͤmmigkeit, geduld, Sanftmuht, freundlichkeit und huld, Andacht, heiligkeit und guͤ⸗ te, Liebe, treu, zufriedenheit, Wahrheit und gerechtigkeit. „Laß mich dir zu ehren leben, IJEsu, meines lebens licht, Mein Trost, heil und zuversicht! Laß mich dir so seyn ergeben, Daß ich sterbe dieser welt, Daß ich thu, was dir gefaͤlt. 6. Fuͤhre mich auf deinen we⸗ gen, Gib mir deinen guten geist, Der mir huͤlf und beystand leist't. Laß mich deine gnad und segen Stets empfinden; fruͤh und spat Segne denken, wort und that. 7. Endlich laß mich, JEsu! kommen Aus der unvollkommen⸗ heit Zu des himmels herrlichkeit: Da ich denn mit allen frommnn Deine huld nach dieser ꝛeit Preise dort in ewigkeit. Mel. Vater unser im himmelr. is ist doch ja die le⸗ 5 8 3. D te zeit Davon der HErr hat prophezeiht: Wunder und zeichen sind gemein, Viel sünd und schand bey groß und klein; Der glaub erlischt, die lieb erkalt t Das spuͤret man bey jung und alt. . Hochmuht und pracht nimmt überhand, Viel schwere plagen fuͤhlt das land: Darum erwach, o herz! noch heut, Steh auf vom schlaf der sicherheit, Sey sfets im glauben wol bereit: Des HErren zukunft ist nicht weit. 3. HErr JIEsu Christ! deß blut mich troͤstt, Du hast mich ja gar theur erloͤst: Ach sieh, ich leb' hier in der welt, Mir sind viel tausend netz gestellt; Wie leicht⸗ lich koͤnnt es gehen an, Daß ich auch lief die breite bahn. 40 4. Die welt kann gar zu lisiig seyn, Ihr gottlos wesen schmük⸗ ken fein; Der teufel reizt zu sün⸗ den an, Spricht: eine suͤnd ist leicht gethan; Mein schwaches fleisch ist bald gefaͤllt, Es hat schon lust zum lauf der welt. . HErr JEsu Christ! thu du das best, Halt mich allzeit im glau⸗ ben fest; Ich bin ja, HErr! dein fleisch und bein, Ein gliedmaaß an dem leibe dein. Mein HErr un GoOtt!laß nicht von mir/ Auf daß ich auch nicht laß von dir. . Der welt- lauf gehet 290 er Aurt Isr — Hicht shfügy — CI 2 11——— e g Venpsh * 30 Ader und nh Ohuit alln Ainh e. lsct iu, uh, eihh Lohee sind geng nd H Wubassh IVinet nuz Situndnt itl hden . S , E ahet/ L l R sttis at as ach fh Alt/ M Woell, W⸗ hel iteyn tehsin it 6 MN il 1 0M 6 NAN ö I Winn, 19 huc und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗-Regierung. 3⁰⁷ der hoͤll; Dafuͤr bewahre meine seel. Durch deinen geist regier mich recht, Daß ich nicht sey der sunden knecht. Hilf/daß der feind zu keiner frist Mir schaden mag mit seiner list. 7. Mein glaub ist wol gering und klein; Doch trau ich, HErr auf dich allein, nd will mich ganz ergeben dir: Ich weiß, es wird gelingen mir, Wenn sich mein herz in aller noht Auf dich verlaͤßt bis in den tod. 3. Koͤmmt nun ereuz, truͤbsal, herzeleid, Noht, krankheit, angst und bangigkeit, Und waͤrs au noch ein haͤrtrer stand; Bleib ich doch fest in deiner hand: Denn mir muß alles heil sam seyn, Weil ich vertraue dir allein. 9. IEsul mit dir will ich bestehn, Sollt auch die welt zu grunde gehn. Es fuͤrchte sich ein heuchel⸗ christ, Und wer ohn glaub un hoffnung ist. Ich wart auf dich, HErr! komm nur heut, Daß ich eingeh zu deiner freud. 10. Indeß, mein GOtt! so bitt ich doch: Weil ich das elend baue noch, Erhalt dein wort, gib fried und ruh, Die schwere zeiten lin⸗ dre du. Gib nahrung und gut regiment, Glaub, lieb' und hoff⸗ nung bis ans end. Mel. Hilf mir mein GOtt ꝛc. A hoͤchster GOtt! 5 84. verleihe mir, Daß ich nur dich begehre; Und daß dein geist mich fuͤr und für Durch dein wort neu gebaͤhre; Daß ich, dein kind, Dich such und find In allem creuz und leiden; Daß weder tod, Noch angst und noht Mich, vater! von dir scheiden. 2. Erfuͤll mein herz mit wahrer Und gute werke uͤbe; Daß ich, dein knecht, Stets schlecht und recht Nach deinem worte wandle, Und jederzeit Voll freundlichkeit Mit freund und feinden handle. 3. Loͤsch aus in mir des fleisches lust, Und pflanze Christi liebe Und heiligkeit in meine brust: Daß ich mich täglich uͤbe, Auf ihn zu sehn, Ihm nachzugehn, Die tugend zu vollbringen, Mich von der welt, Die dir misfaͤllt, Zu dir, mein Gott! zu schwingen. 4. Treib aus von mir den stol⸗ zen sinn, Laß mich in demuht le⸗ chben. Neid, rach und zorn nimm von mir hin; Und laß mich bald verge⸗ beu, Wenn gleich durch list Mein neben⸗christ Mich aͤngstet und be⸗ truͤbet. Gib, daß mein her Bey liebet Die aͤrgsten feinde iebet. 6. Mein GoOtt! ich bitte dich, d verleih Mir einen festen glauben, Der standhaft/treu und thaͤtig sey/ Den list und macht nicht rauben: So uͤb' ich mich, So lieb' ich dich, Und hoff auf deine gůte, Die mich, o GOtt! Fuͤr schand und spott Auch bis ins grab behuͤte! 6. Nach vielem reichthum, gut und geld, HErr! laß mich ja nicht trachten. Laß mich die ehren die⸗ ser welt Fuͤr eitle schatten achten, Und nie nach pracht, Nach gros⸗ ser macht Und grossem namen streben; Laß mich vielmehr Nach beden lehr, Als einer richtschnur, leben. 7. Fuͤr schmeicheln, list und heucheley Bewahre meine sinnen, Und laß mich ja durch gleisnerey Den naͤchsten nicht gewinnen. Laß ja und nein Mein' antwort seyn. Laß mich ja niemand richten, Und zank und streit Mit freundli keit, Mit lieb' und sanftmuht reu, Mit glauben, hoffnung, liebe, schlichten. Daß ich das boͤse haß' und scheu, 8. Entferne mich von eitelkeit, Aa 5 Gid 2—————27——— 378 DSDIDI Von dem heiligen Leben und Wandel Gib mir ein rein gemuͤhte, Auf daß ich mich zu jederzeit Fuͤr schnoͤͤ den luͤsten hüte. Des herzens grund Sey, wie der mund, Dem naͤchsten nicht zu schaden: So werd ich mich Nicht freventlich Mit schmach und schimpf beladen. 9. Gib, daß ich ja den muͤssig⸗ gang Sammt aller trägheit hasse: Dagegen, HErr! mein lebelang Mein werk also verfasse, Daß ich zur noht Mein taͤglich brot Mit ehren moͤg erwerben, Und, wenn ich soll, Getrost und wol In dir, HErr JEsu! sterben. 10. Ach! gib mir deinen guten geist, Daß ich die laster fliehe/ Mich nur um das, was christlich heißt, Mit allem fleiß bemuͤhe: So kann kein schmerz Noch leid mein herz Aus deinen haͤnden treiben; Und so laß mich Denn ewiglich Bey dir, mein JEsu! bleiben. Mel. HeErr Christ der einge ꝛe. 5 8 Herr JEsu, gnaden⸗ 5. sonne, Du wahres lebens⸗licht! Laß leben, licht und wonne Mein bloͤdes angesicht Nach deiner huld erfreuen, Und meinen geist erneuen; Mein GoOtt! versag mirs nicht. 2. Vergib mir meine suͤnden, Und wirf sie hinter dich. Laß al⸗ sen zorn verschwinden, Und hilf mir gnaͤdiglich. Laß deine frie— dens⸗gaben Mein armes herze la⸗ ben; Ach HErr! erhoͤre mich. 3. Vertreib aus meiner seelen Des alten Adams sinn, Und laß mich dich erwaͤhlen; Auf daß i gebe, Und dir zu ehren leb ich elöset bin. en ebe, Weil 4. Befoͤrdre dein erkenntniß In mir, mein seelen⸗hort! Und öfne mein verstaͤndniß, HErr! durch dein heilig wort; Damit ich an dich glaͤube, Und in der wahr⸗ heit bleibe, Trotz satans list und mord c. Leit mich in dieser wuͤste, und unterdruͤck in mir Die herrschaft boͤser lüste: Und laß mich fuͤr und fuͤr Der eitlen welt absterben, Dem fleische nach verderben, Mein Gott! so leb' ich dir. 6. Ja zuͤnde deine liebe In mei⸗ ner seelen an, Daß ich aus innrem triebe Dich ewig lieben kann, Und, dir zum wolgefallen, Bestaͤndig moͤge wallen Auf rechter lebens⸗ bahn. 7. Nun HErr! verleih mit staͤrke, Verleih mir muht und kraft; Denn das sind gnaden⸗ werke, Die dein geist in uns schafft: Hingegen meine sinnen, Mein lassen und beginnen Ist boͤs und mangelhaft. 8. Darum du GoOtt der gnaden, Du vater aller treu! Wend allen seelen⸗schaden, Und mach mich taͤglich neu. Gib eifer, deinen willen Mit freuden zu erfuͤllen, und steh mir kraͤftig bey. ilf mir, mein GOttl 5 86. hilf, daß nach dir Von herzen mich verlange: Daß ich dich suche mit begier, Wenn mir wird angst und bange. Ver⸗ leih, daß ich Mit freuden dich In meiner angst bald finde. Gib mir den sinn, Daß ich forthin Meid alle schand und suͤnde. 2. Hilf, daß ich stets mit reu und schmerz Mich deiner gnad ö ö ergebe, Hab immer ein zerknirsch⸗ mich forthin Zu deinem dienst 15 5 tes herz, In wahrer busse lebe: Vor dir erschein, Herzlich bewein All meine missethaten. Die haͤnd allzeit Laß seyn bereit, Den duͤrf⸗ tigen zu rahten. 3. Die lust des fleisches Han 11 Wahhe nü Ws Mhhr/E WAAUL Wahll 06 NP 137 uhn Wbhed 3 Hhuat Wian„ WAI c Woiscg⸗ Aun ht; uu n. d. Ian 2 Inhin 4 — 198 X.. . +.—— tz Saßf Soih uh i ir dh ant i * 10 Dh Vrineli, iichagt lichenth, Alen,. teatz. Il as sh Weeistinnh re suusth en I otthg Vtreu,A I ih assh Istig. 2— a Hah sae Pfihti 00 fh i 20 fit UU n ů W ö Whn A. 10j N l 0 und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 379 in mir, Daß sie nicht uͤberwinde. Rechtschaffne lust und lieb' zu dir In ich in noht Bis in den tod Dich und dein wort bekenne, Und mich kein trutz Noch eigennutz Von deiner wahrheit trenne. 4. Behuͤte mich fuͤr zorn und grimm, Mein herz mit sanftmuht ziere; Auch alle hoffart von mir nimm, Zur demuht mich an⸗ fuͤhre. Was sich noch findt Von alter suͤnd, Laß mich hinfort ab⸗ legen. Drost, fried und freud Laß jederzeit Sich in mir armen regen.. 8. Den glauben staͤrk, die lieb' erhalt, Die hoffnung mache feste, Daß ich von dir nicht wanke bald: Bestaͤndig seyn ists beste. Den mund bewahr, Daß nicht gefahr Durch ihn mir werd erwecket. Speis ab den leib, Doch daß er bleib Von geilheit unbeflecket. 6. Gib, daß ich treu und fleissig sey In dem, was mir gebuͤhret: Daß ich auch nicht durch heuche⸗ ley Und ehrgeiz werd verführet. Leichtfertigkeit, Haß, zank und neid Laß in mir nicht verbleiben. Verstockten sinn Und diebs⸗ge⸗ winn, Wollst du fern von mir treiben. 7. Hilf, daß ich folge treuem raht, Von falscher meinung trete: Den armen helfe mit der that, Fuͤr freund und feind stets bete: Dien' jedermann, So viel ich kann: Das boͤse haß und meide Nach deinem wort An jedem ort; Bis ich von hinnen scheide. 8 GoOtt, du from⸗ 587. O mer G0tt, Du brunnquell guter gaben! Ohn den nichts ist, was ist; Von dem wir alles haben: Gesunden leib gib mir,/ Und daß in solchem leib Ein' unverletzte seel Und rein gewissen meiner seel' anzuͤnde; Daß bleib. 2. Gib, daß ich thu mit fleiß, Was mir zu thun gebuͤhret, Wo⸗ zu mich dein befehl In meinem stande fuͤhret. Gib, daß ichs thue bald Zu der zeit, da ich soll: und wenn ichs thu, so gib, Daß es ge⸗ rahte wbl. 3. Hilf, daß ich rede stets, Wo⸗ mit ich kann bestehen. Laß kein un⸗ nützes wort Aus meinem munde gehen. Und wenn in meinem amt (stand“*) Ich reden soll und muß; So gib den worten kraft Und nachdruck ohn verdruß. 4. Findt sich gefaͤhrlichkeit, Go laß mich nicht verzagen. Gib einen helden⸗muht, Das ereuz hilf sel⸗ ber tragen. Cib, daß ich meinen feind Mit sanftmuht uͤberwind; Und wenn ich raht bedarf, Auch guten raht erfind. 6. Laß mich mit jedermann In fried und freundschaft leben, So weit es ehristlich ist. Willt du mir etwas geben An reichthum, gut und geld; So gib auch dis dabey, Daß von unrechtem gut Nichts untermenget sey. 6. Soll ich auf dieser welt Mein leben hoͤher bringen, Durch man⸗ chen sauren tritt Hindurch ins al⸗ ter dringen; So gib geduld, und mich Fuͤr suůnd und schand bewahr, Daß ich mit ehren trag Alsdenn ein graues haar. 7. Laß mich an meinem end Auf Christi tod abscheiden. Die seele nimm zu dir Hinauf zu dei⸗ nen freuden. Dem leib ein raͤum⸗ lein goͤnn Bey frommer ehristen grab, Auf daß er seine ruh An ihrer seiten hab.—0 8. Wenn du an jenem tag Die todten wirst erwecken; Wollst du auch deine hand Zu meinem grab ausstrecken. Laß hoͤren deine stimm, ——9———9——————————————22 38⁰ Von dem heiligen Leben und Wandel stimm, Und meinen leib weck auf, Und fuͤhr ihn schoͤn verklaͤrt Zum auserwaͤhlten hauf. *9. GOtt vater! dir sey preis Hier und im himmel oben, GOtt sohn, HErr JEsu Christ! Dich will ich allzeit loben. Gott heil⸗ ger geist! dein ruhm Erschalle mehr und mehr. OSErr drey— einger GOtt! Dir sey lob, preis und ehr. Mel. O GoOtt du frommer ꝛe. Err! lehre du mich 788. thun Nach dei⸗ nem wolgefallen. Laß mich im herzen schon Bey dir im himmel wallen. Dein heilger guter geist Fuͤhr mich auf ebner bahn, Und gebe, daß ich dich Recht sehn und ehren kann. 2. Gib, daß ich stets durch ihn Im glauben staͤrker werde, Und jederzeit mich selbst, Die lust und pracht der erde Durch ihn ver⸗ leugnen mag. Laß mich vom heu⸗ chel⸗schein, Verstellung, laulich⸗ keit Und list entfernet seyn. 3. Laß mich, HErr! meinen gang, Mein denken, thun und dichten, Herz, augen, hand und mund Nach deinem worte rich⸗ ten. Gib, daß ich jederzeit Voll reiner lieb und treu, Mein va⸗ ter! gegen dich, Und meinen naͤch⸗ sten sey. 4. Gib, daß ich uͤberall Bey je⸗ der that bedenke, Ob ich mich auch von dir Und meinem tauf⸗ bund lenke; Ob deines namens ruhm Mein steter endzweck bleibt; Ob mein unachtsam herz Was suͤndlichs denkt und treibt: . Ob ich mich taͤglich mehr, HErr! von dir heilgen lasse; Ob auch mein herz dich stets Im glauben fester fasse; Ob es die seligkeit Mit furcht und zittern schafft, Und denkt, wie leicht der tod Uns von der erden rafft. 6. Hilf, was dahinten ist, Von herzen zu verachten; Und laß mich stets mit fleiß Nach jenem klei⸗ nod trachten, Das du mir vorge⸗ steckt. Laß IEsum mir allein Das wahr und hoͤchste gut, Die welt ein eckel seyn. 7. Was du mir auferlegt, Laß mich geduldig leiden. Laß mich die missethat Mit groͤßtem ernste meiden, Und denken, daß, HErr! Dir nichts verborgen ist, Und daß du uͤberall Selbst gegen⸗ waͤrtig bist. 8. Laß mich behutsam seyn, Daß ich dem zorn entgehe, Und nichts als segen, heil, Trost, schutz und gnaͤde sehe. Laß mich mit freuden thun, Was mir dein wort gebeut; Gerieht ich auch da⸗ durch In schmach und herzeleid. 9. Hilf, daß ich stets auf dich, Als meinen felsen, baue. Dit jederzeit allein In noht und tod vertraue. Du kennest, mehr als ich, Die sorge die mich plagt; Ver⸗ laͤßt, versaͤumst uns nicht, Weil du es zugesagt. 10. Laß mich hier deinen geist Mit himmels⸗ guͤtern speisen, Bis ich dich einsten dort Mit allen engeln preisen Und voͤllig ruͤhmen kann Fuͤr deine guͤtigkeit, Wenn mich vor deinem thron Dein ewig licht erfreut. Mel. Aus tiefer noht schrey ꝛe. Gott mein va⸗ 589. O Eer mich kegien Halt mich in deiner gnade; Dein wort mich leite fuͤr und für Auf deinem himmels⸗pfade. OGOtt mein vater! mich bewahr Fuͤr sol⸗ cher angst, noht und gefahr, Die meinen geist besieget. 2. O JEsu Christe! steh e cy; 9 Isuhsse IW W I Vlit aufghs FLeiden Viit grͤßnn Venfen, t E behthsn et entgg n, Hl Pessche. *„ M. Iriehtihe und ch fetht Isel, in noslt ahhef u Dimicht nicht Ayitt x ittthste dan N lt n und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 381 bey; Mach mich von schuld⸗ be⸗ schwerden Und suͤnden durch dein leiden frey; Laß mich nicht sicher werden. Erbarm dich mein/ o Gottes sohn! Wenn wir der⸗ einst vor deinem thron Das ur⸗ theil hoͤren sollen. 3. O heilger geist! der weis— heit brunn, Sey meines glaubens nehrer. Gib gluͤck und heil zu meinem thun, Sey stets mein trost und lehrer. Thu auf den mund zu Gottes ehr, Erhalt mein herz in deiner lehr, Und laß mich darnach streben. 4. O heilige dreyeinigkeit! Mein schutz in noht und leiden, Ach! laß mich weder lust noch leid Von deiner liebe scheiden. Bewahr in mir nach deiner huld Glaub', liebe, hoffnung und ge⸗ duld, Und laß mich selig werden. Melodey 28. vater ⸗herz, o 590. O licht, o leben/ O treuer hirt, Immanuel! Dir bin ich einmahl übergeben, Dir, dir gehůͤret leib und seel. Ich will mich nicht mehr selber fuͤhren, Du, vater! sollt dein kind re⸗ gieren; So geh nun mit mir aus und ein, Und leite mich in allen tritten. Ich geh', erhoͤr o HErr! mein bitten, Fuͤr mich nicht einen schritt allein. 2. Was kann dein schwaches kind vollbringen? Ohn dich weiß ich ja keinen raht. Drum sey in groß⸗ und kleinen dingen Mir allzeit selber raht und that. Du willt dich meiner selbst nicht schaͤmen; Und wollt ich dich zu allem neh⸗ men, So willt du mir auch alles enn Drum wol! du sollt in al⸗ en sachen Den anfang und das ende machen, So stellt sich lauter segen ein. 3. Du gaͤngelst mich; wie kann ich gleiten? Dein wort muß ewig feste stehn; Das spricht: dein auge soll mich leiten, Dein ange⸗ sicht soll vor mir gehn, Ja deine guͤt und dein erbarmen Soll mich mit vater⸗treu umarmen. Drum gib, daß ich recht kindlich sey, In allen glaͤubig zu dir flehe, Und stets auf deinen willen sehe, So spuͤr ich taͤglich neue treu. 4. Damit sich nun mein glaube staͤrke; So gib, daß ich auf deine treu Und weisheit auch im klein⸗ sten merke, Dich liebe, lobꝰ und ruhig sey, Und dich in allen wal⸗ ten lasse, Stets ordnung halte, dich umfasse; Sonst fall ich, ja soust lauf ich an. Laß mich in dir gelassen bleiben, Und alles dir, mir nichts zuschreiben. Was du nur thust, ist wol gethan. . Du weißt allein die beste weiden, Und was mir schaͤdlich oder gut; Drum laß dein schaͤflein alles meiden, Was meiner seele schaden thut. Ach laß mich nie⸗ mahls von dir irren, Mich durch zerstreuung nie verwirren; Es blende mich kein falscher schein. Hab acht auf mich an allen enden/ Und trage mich auf deinen haͤn⸗ den; So geh ich sicher aus und ein. 6. Laß deinen geist mich täglich treiben Zum wachen, ringen, seufzen, schreyn. Laß mir dein wort im herzen bleiben, Und in mir geist und leben seyn. Laß mich nach deinem wolgefallen In heil⸗ ger ehrfurcht vor dir wallen; Zeuch mein herz voͤllig zu dir hin. Gib geist und kraft, durch heilig leben Dir ehre, liebꝰ und furcht zu geben, Huͤt mich fuͤr kalt und lauem sinn. 7. O! daß ich mich in nichts verweilte, Was mir hie zeit und kraft verzehrt. O! daß ich stets zum RRAeeeeeeeeeee 38² Von dem heiligen Leben und Wandel zum himmel eilte: Mein held! umguͤrte du dein schwert, Und brich durch alle hindernisse; Ja, laß nach deinem wort die fuͤsse Hinfort gewisse tritte thun. Laß mich in allen wort⸗ und werken Auf deinen wink und willen mer⸗ ken, Und nie in eignem willen ruhn. ** 8. Mach mein herz einmahl treu und stille, Daß ich dir immer fol⸗ gen kann. Nur dein, nur dein vollkommner wille Sey mir stets schranken, lauf und bahn. Laß mich nichts, ohne dich, vergnuͤgen, Laß mir nichts mehr am herzen lie⸗ gen, Als deines grossen namens ruhm; Der sey allein mein ziel auf erden, Dis laß mir nie verruͤcket werden, So bleib ich, HErr! dein eigenthum. e 9. Laß deinen geist mir klaͤrlich weisen, Daß mir dein sohn ge⸗ schenket ist. Laß mich in ihm dich/ vater! preisen/ Wie du die liebe sel⸗ ber bist. Ach! offenbar mir deine liebe, Und wirke doch die heissen triebe Der reinen gegenlieb' in mir; iemit erfuͤlle herz und sinnen, aß ich hinfort mein ganz begin⸗ nen In deiner liebꝰ und lobe fuͤhr. 10. Dir, JEsu! sehn ich mich zu leben, Der du mein HErr und braͤutgam̃ bist, Ach laß mich dir nie widerstreben. Was dir in mir entgegen ist, Das stelle bald vor mein gewissen. Laß mich von kei⸗ ner bosheit wissen; Vertilge, was nicht lauter heißt. Laß dein gebot mein manna werden, Und füuͤll uns, JEsu! deine heerden Mit einer lieb' und einem geist. II. So lob' und lieb' ich in der stille, Und ruh als kind in deinem schooß. Das schaͤflein trinkt aus deiner fuͤlle, Die braut steht aller sorgen los. Sie sorget nur al⸗ lein, in allen Dir, ihrem braͤut⸗ gam̃/zu gefallen, Sie schmuͤckt und haͤlt sich dir bereit. Ach! heilge dir all meine sinnen, Und zeuch mich, zeuch mich bald von hinnen Zu dir, o glanz der ewigkeit! Melodey 29. 2 zein schoͤpfer! steh n 5 I. M mir bey/ Sey 01 ö nes lebens licht. Dein auge leste mich, Bis mir mein auge bricht. Hier leg ich herz und glieder Vor dir zum opfer nieder, Und widme meine kraͤfte Fuͤr dich und dein geschaͤfte. Du willt ja, daß i deine sey: Drum, schoͤpfer! sie mir bey. 2. Mein heiland! wasche mich Durch dein so theures blut, Das alle flecken tilgt, Und lauter wun⸗ der thut. Schließ die verirrte seele In deine wunden⸗hoͤle, Daß sie von zorn und suͤnde Hier wah⸗ re freyheit finde. Ich bin ein scheusal ohne dich, Mein heiland! wasche mich.— 3. Mein troͤster! gib mir kraft, Wenn sich versuchung zeigt. Re⸗ giere meinen geist, Wenn er zur welt sich neigt. Lehr mich den sohn erkennen, Ihn meinen HErren nennen, Sein gnaden⸗ wort verstehen, Auf seinen wegen gehen. Du bist, der alles gute schafft, Mein troͤster! gib mir kraft. 4. GOtt vater, sohn und geist Dir bin ich, was ich bin. Ach! druͤcke selbst dein bild Recht tief in meinen sinn. Erwaͤhle mein ge⸗ muͤhte Zum tempel deiner guͤte. Verklaͤre an mir armen Dein gna⸗ den⸗reich erbarmen. Wol mir wenn du der meine heißt, GOtt vater, sohn und geist! Mel. O Gott du frommer ꝛc ert⸗ allerliebster 502. HeSott! Dar mi 40 9 U W We N Hidfet os W M ic, 3 Mhnitt nich d Ihusttz N. WInglubss % 10 O6. tgen Hst nich e sil Wnher lil Ifnt —— WMasid dee Hs daß hcheinge, V umir her d HR ewig S Whuhtt, Die Nas N. Ihhei Iahle dam 4 W l. II m Warmhez n nir, 60 W ls u Rahsher. 12 dhuh Anein ahh, eder, D d 0 u, shih Woblh aurdgh Tundhs Dith M. inde sindt j 64⁰ t und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 383 mir dieses leben, Leib, seele und vernunft Aus gnaden hast gege⸗ ben: Regiere ferner mich Durch deinen guten geist, Daß er in al⸗ lem thun Mir kraft und beystand leist.. Hilf, daß ich stets ein feind Der fleisches⸗luͤste bleibe, Hinge⸗ gen emsiglich Des geistes werke treibe, Und gute ritterschaft Aus⸗ uͤbe; auch dabey In hoffnung im⸗ mer stark Und fest gegruͤndet sey. 3. Gib, daß ich, als ein christ/ Wie Christus mich bezeige, Und herz und ohren stets Zu seiner leh⸗ re neige. Im glauben staͤrke mich/ Daß ich der argen welt Nicht fol⸗ ge, wenn sie mich Von deinem wort abhaͤlt. 4. Entzünde du mein herz Mit deiner wahren liebe, Und gib, daß ich zugleich Am naͤchsten liebe üͤbe. Verleihe mir geduld, Wenn truͤssal bricht herein: Und hilf, daß ich im gluͤck Demuͤhtig moͤge seyn. s. Verleihe, daß ich stets Nach deinem reiche ringe, Auf daß dein segen sich Zu mir herunter dringe. Wer nach dem ewigen Vor allen dingen tracht't, Der wird auch wol mit dem, Was zeitlich ist, be⸗ dacht. 6. Haß, falschheit, uͤbermuht, Und heucheley darneben, Laß ja nicht an mir seyn In meinem gan⸗ zen leben. List, unrecht, frevel, geiz, Und unbarmherzigkeit Sey serne weg von mir, O GOtt! iu aller zeit. „7. Mit deiner rechten hand, HErr! wollest du mich leiten, Und schuͤtzen tag und nacht, Daß mei⸗ ne trittꝰ nicht gleiten. Du wollest meine burg, Und schutz in noͤhten seyn, Wenn ich in meinem amt Ausgehe oder ein. 8. Zulezt erloͤse mich Von al⸗ lem ereuz und leiden: Und soll ich denn einmahl Von dieser welt abscheiden; So stehe du mir bey Mit deiner gnaden⸗ hand, Und führe mich hinauf Ins rechte vaterland. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. Rib mir ein frommes 3 2 herz, Du geber al⸗ ler gaben! Das soll mein reich⸗ thum seyn/ Den ich begehr zu ha⸗ ben, Das ist mein hoͤchster ruhm, Mein schmuck und schonste pracht; Denn fromm seyn wird bey GOtt Und engeln hochgeacht't. z. Gib mir ein frommes herz In allen meinem denken, Wenn sich mein eitler sinn Zum boͤsen wollte lenken. Ach schrecke mich doch ab Von der gottlosen weg, Und fuͤhre mich, o GOtt! Den rechten himmels⸗steg. 3. Gib mir ein frommes herz, Das sich nicht laͤßt verfuͤhren: 277 deinen guten geist Dasselbe kraͤf⸗ tig ruͤhren. HErr! laß mich nim⸗ mermehr Auf boͤses beyspiel sehn, Vielmehr mit aller treu In Chri⸗ sti stapfen gehn. 4. Gib mir ein frommes herz, Wenn ich viel boͤses hͤre: Daß die gewohnheit mich Nicht auch zulezt bethoͤre: Schleuß mir die ohren zu, Gib deinem worte kraft/ Das sagt: du forderst auch Von worten rechenschaft. 6. Gib mir ein frommes herz, Wenn ich die welt betrachte, Daß ich die suͤnden⸗lust Und eitelkeit verachte. Es muß die schnde welt Mit ihrer lust vergehn; Den frommen aber bleibt Der himmel offen stehn. 6. Gib mir ein frommes herz, Daß ich fromm sey und bleibe, und nur, was dir gefaͤllt, In meinem leben treibe. Heut fromm seyn, morgen boͤs, Und so in wankel⸗ muth 38⁴ Vo n dem heiligen Leben und Wandel muht, Bald recht, bald unrecht thun, Stuͤrzt in die hoͤllen⸗glut. 7. Gib mir ein frommes herz, 11— ich nicht von dir weiche, Und nicht der schnoͤden welt In ihren suͤnden gleiche. Ich trenne mi von ihr Nunmehro voͤllig ab; In meiner gottesfurcht Beharr ich bis ins grab. 8. Gib mir ein frommes herz/ So wird mirs wol ergehen; Du wirst mein beystand seyn, Wenn ungluͤcks⸗ winde wehen. Den frommen ist ja gnad Und huͤlfe zu⸗ gesagt, Wenn dort die boöse schaar Verdiente strafe plagt. 9. Gib mir ein frommes herz, HErr! laß mich selig sterben Und, als ein GOttes⸗kind, Das him⸗ melreich ererben. Im himmel wird dereinst Die frömmigkeit ge⸗ croͤnt, Die diese boͤse welt Ver⸗ lachet und verhoͤhnt. 10. Gib mir ein frommes herz: Wirst du mir dieses geben, So will ich dankbar seyn In meinem ganzen leben; So lenk ich herz und sinn Durch dich stets him⸗ melwaͤrts. Drum sag ich noch ber. Gib mir ein frommes herj. Mel. O Gott du frommer ꝛc. — ein GOtt! verlaß 594. Menich nicht In diesem welt⸗getuͤmmel. Ich heb auf JIEsunblut Herz, aug und hand zum himmel: In JEsu lie⸗ be mich, Vergib mir alle schuld, Umfaß mich, als dein kind, Mit ewger vater⸗huld. 2. Dein name sey gelobt, und ewiglich gepriesen Fuͤr alles, was du mir An leib und seel erwie⸗ sen. Ich will von nun an stets Da⸗ fuͤr dein eigen seyn; Ach: hiertu floͤste mir Geist, kraft und leben ein. 3. Laß mich zu deinem preis, Zum dienst des naͤchsten leben, Mich nie vom schmalen steg Zum breiten weg begeben. Wenn satan netze legt, So leite mich, mein chshirt! Damit dein schwaches schaaf Ja nicht gefangen wird. 4. Zieh mich, mein GOtt! in dir Durch Christi tod und schmer⸗ zen, Und bleib mir immerdar Vor augen und im herzen, Daß ih nicht sündige. HErr! decke mei⸗ nen stand, Leib/ seele, ehr und gut/ Mit deiner vater⸗hand. . Sey mir, mein vater! trost, Schutz, heil und alls in allen, Mein leiter, wo ich geh, Mein stab, um nicht zu fallen, Mein raht in meinem thun, Mein helfer in der noht, Mein arzt, so oft ich krank, Mein leben in dem tod. 6. Sey mit und neben mir; Dein geist mich leit und fuͤhre, Daß ich kein unglück stift, und mich kein unfall ruͤhre. Gib mit zu allen heil, Gib mir, o treuer GoOtt! Im leben froͤmmigkeit/ Am ende sansten tod. 7. Ich will dir, vater: kind/ doll glauben trauen, Und fest auf deine treu, Macht, huld und wahrheit bauen. Ich will in dei⸗ ner lieb' Und Christi wunden ruhn. Vor, in und nach dem tod Wirst du mir gutes thun. Mel. Christ unser HErr zumJord. Gott mein schoͤp⸗ 5 9 5. O fer, weiser fuͤrst, Du vater meines lebens! Wo du mich nicht regieren wirst, So leb⸗ ich hie vergebens. Denn ach! ich bin auch lebend todt, Der suͤn⸗ de ganz ergeben. Wer sich be⸗ fleckt mit funden⸗koht, Der hat das rechte leben Noch niemahls recht gesehen. 2. Drum wende deine Ingd ö un nun As Hihtsargzs Mhtzan E Mhlen: WIWghilt Atr,X 91. Wh A. S SSSD — 2 — ‚= — Aihinsh Yoes ihh, ishn Wegeben.. o lteh, einshg genih , ah, Trissitost * mit inm Ahe 10 Dnl sstelig, ier ha mein uu, udch o ich g At u fülg Dithupch; Wein arßh Wbeninde und u ich latz n ht mN en sie Yen i it, N ehtta 14 Mah LII t thn — IR ◻ b ö I 1 + HW 6 se W HN 0 und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 38⁵5 und treu Zu deinem armen kinde; Steh mir mit raht und staͤrke bey/ Damit ich schand und sünde Auch solche worte meiden kann, Die dir, mein GOtt! zuwider. Treib mich zu solchen reden an, Die meine schwache bruͤder Theils stärken, theils erbauen. 3. Bewahr, o vater! mein ge⸗ hoͤr; Gib/daß es sonst nichts höͤret, Als was mir nuͤtzet, deine ehr Und Christi reich vermehret. Regier mich, schnoͤden laͤster⸗gift Ja nie⸗ mahls anzuruͤhren; Deun wen ein solcher unraht trifft, Den pflegt er zu verfuͤhren, Und gaͤnzlich zu verder ben. ö 4. Regiere meiner augen licht, Daß sie nichts arges treiben; Ein unverschämtes angesicht Laß ferne von mir bleiben: Was ehrbar ist, was zucht erhaͤlt, Wornach die engel trachten, Was dir beliebt und wolgefaͤllt, Das laß auch mich 1c achten, All uͤppigkeit ver⸗ achen. Behuͤte mich fur schwelgerey/ Fuͤr schlemmen und fuͤr prassen, Daß deine lust mein eigen sey, Ob andre sie gleich hassen. Die lust, so nur das fleisch ergetzt, Verlei⸗ tet uns zur hoͤllen; Und was die welt füͤr freude schaͤtzt, Pflegt seel und leib zu faͤllen, Ja ewiglich zu qualen. 6. Gib, daß mein herz sonst nichts begehrt, Nichts hoͤret, sieht und denket, Als was den rech⸗ ten glauben naͤhrt, Und kraft zum guten schenket, Was uns zu je⸗ nem leben bringt, Wo man bey JEsu lebet, Und mit den engeln heilig! singt, In ewger wonne schwebet, Und dich unendlich preiset. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 596 N‚ ein GOtt! du bist an allen enden/ Und also bist du auch bey mir. Ich bin und bleib in deinen haͤnden, Mein ganzes wesen haͤngt an dir. Du kennest meines herzens 904—— Dir ist all mein vermoͤgen kund. 2. Ollaß mich doch wol uͤberle⸗ gen, Daß ich mich nie von dir vergeh; Vielmehr voll ehrfurcht allerwegen, Als wie vor deinen augen steh. Ach treib mich alle stunden an, Daß ich an dich geden⸗ ken kann. 3. Wenn satan, welt und fleisch verlangen, Daß ich was boͤses uͤben soll; So laß die reizung nicht verfangen. Mach meine seele glaubens⸗voll, Daß ich der list und heucheley Zu widerstehen maͤchtig sey. 4. Ach! gib mir, GOtt! in dei⸗ nem lichte Mein grosses elend ein⸗ zusehn. Laß mich vor deinem an⸗ gesichte In wahrer herzens⸗de⸗ muht gehn; Ich bin ja nichts, als staub und koht, Und du der HErr GoOtt zebaͤoth. . Drum laß mich immer vor dir wandeln, Ach gib mir kraͤfte, fromm zu seyn; So kann ich im⸗ mer heilig handeln, So trifft die hoffnung richtig ein, Daß du mein GOtt und vater bist, Und daß mein erb' im himmel ist. Mel Wer nur den eh 60 ꝛc. * ein lieber ti! 5 97. gedenke meiner Im besten jezt und allezeit: Denn ausser dir, mein heil! ist keiner, Der mich mit raht und trost er⸗ freut. Dein wort macht mich voll zuversicht, Und sagt mir: du ver⸗ gißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich hoͤre Dein suͤsses evangelium; Und mache mir die himmels⸗lehre Zu saft und kraft im ehristen⸗ thum, Daß so dein saame wol ge⸗ Bb lingt, 38⁰ Von dem heiligen Leben und Wandel lingt, Und hundertfaͤltig fruͤchte bringt. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, Und merke stets in gnaden drauf; Weil ich in Christo vor dich trete, So schließ mir herz und ohren auf; Doch gib mir, vater! dis allein, Was mir kann gut und selig seyn. 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, Und wirf mich nicht im zorne hin. Weil ich, wie andre men⸗ schen alle, Im fleische schwach und bloͤde binz So foͤrdre meinen gang und stand Durch kraft und staͤrke deiner hand. 4. Gedenke meiner, wenn ich leide; Wen hab ich sonst, als dich allein, Der, bey der meuschen haß und neide, Mein freund und troͤ⸗ ster koͤnnte seyn? Mit dir verlacht mein froher muht Der welt/ und gar des teufels wuht. 6. Gedenke meiner auch in al⸗ len, Woran ich nicht gedenken kann, Und blicke mich mit wolge⸗ fallen In meinem ganzen leben an. Denn giebst du mir, was dir benelt So ists um mich recht gut estellt. ö 7. Gedenke meiner, wenn ich sterbe, Und wenn mich alle welt vergißt: Versetze mich in jenes erbe, Wo du mein theil und leben bist. Denn bleibst du nicht im himmel mein, So moͤgt ich nie ge⸗ bohren seyn. 8. Ich will mich uͤber nichts be⸗ truͤben; In deine haͤnde hast du mich Zum heil und segen ange⸗ schrieben; Drum sieht mein hof⸗ fen blos auf dich, Und denkt, im glauben ungekraͤnkt, Daß mein Gott mein im besten denkt. Mel. JEsu deine heilge wunden. 8 Ln⸗ JEsu! gna⸗ 598. den⸗sonne, Meines herzens zuversicht, Meine freu⸗ de, meine wonne! Ich komm vor dein angesicht; Ob ich schon ein sunder bin, Werf ich doch den muht nicht hin, Weil ich, auch als asch und erde, Nicht von dir verstossen werde. 2. Zwar ich muß vor allen din⸗ gen,/ Ob ich schon nicht voͤllig kann, Dir ein schwaches danklied brin— gen, Daß du mir viel guts gethan. Wollt ich, HErr! von jugend auf Durch den ganzen lebens ⸗lauf, Alle deine wolthat zaͤhlen, Wuͤr⸗ den zeit und worte fehlen. 3. Alles was ich bin und habe, Leib und seele, gut und stand, Koͤmmt, als dein geschenk und gabe, Blos von deiner vater⸗hand. Habe dank fuͤr deine treu, Die mir alle morgen neu: Habe danf für deinen segen, Woran alles heil gelegen. 4. Staͤrke mich mit deiner guͤte Vater! ferner tag und nacht. Juͤhr mich selber, und behuͤte Mich durch deiner engel wacht; Laß die⸗ selbe bey mir stehn, Wenn ich aus und ein muß gehn, Wenn ich reise⸗ wache, sehlafe, Wenn ich etwas gutes schaffe. . Segne alle meine thaten Durch den wehrten segens⸗geist; Laß sie taͤglich so gerahten, Daß mein herz dich taͤglich preist: Esis dein, und nicht mein werk, Drum verleih mir muht und staͤrk/ Stets gerade durchtugehen Nicht auf menschen⸗gunst zu sehen. 6. Treuer GOtt! du wirst mich lehren, Wie ich kluͤglich handell soll, Daß mein thun iu deinen ehren Und des vaterlandes wol Immer eingerichtet sey; Hoͤre mich, und steh mir bey, Daß des satans list und tücke Nie mein gu tes ziel verruͤcke. 7. Hilf mir meine noht und plagen, Meines amtes buͤrd und last, Und sonst alles freudig tta⸗ „ Wpht hul Wbai WMr 10) WHRlHN6e Isut si Udher EE I Ihh. XI 0 2* sh II6 IHumi m Waunk hlniches Khlnehuss Relich e Whihuch 10 huber Wsinth . 0 Wshl: An W 7 R DN h a / W N e. maht Nunh, Dhes dul, er elgh tt bss e dbhat siz, 1 ich hg . Den h eilge Ir deineh enelt Vom Tichith VW.III H V uielcat NVecht Hichne / Mah ; GINM Nn N E V Wnht. H fil, öů I * I und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 387 gen, Was du auferleget hast. Fin⸗ det sich gefaͤhrlichkeit, Hinderniß, verdruß und neid; Laß mein he sich ja nicht quaͤlen, Sondern al⸗ les dir befehlen. 3. Dir befehl ich meine sachen, Dir sey alles heimgestellt; HErr! du wirst es damit machen, Wie es deinem raht gefaͤllt. Bricht auch ereuz und noht herein, Scheinet es gar aus zu seyn; Laß mich ruhn in deinem willen, Und damit den kummer stillen. 9. Muß ich auch verspottung hoͤren, Werd ich hie und da ver⸗ lacht; Laß dis meine ruh nicht stoͤhren. Bin ich, welt! von dir ver⸗ acht? Wol! mach immer, was du willt, GOtt ist mir doch sonn und schild, Wider den will ich nicht sprechen, Noch mich an den fein⸗ den raͤchen. 10. Soll ich hier noch laͤnger leben, Nehm ichs gern und willig an. Ich will GOtt nicht wider⸗ streben, Wenn ich ihm nur dienen kann. Drum, HErr! mach mich dir getreu, Gib gesunden leib da⸗ bey/und laß mich an deinem fuͤgen Und an deiner huld begnuͤgen. 1I. Soll ich aber bald erblas⸗ sen, Will ich auch zufrieden seyn; Kann ich sterbend dich umfassen, Ach! so schlaf ich froͤlich ein. Nisn die seel in deine hand, Laß den leib im kuͤhlen sand Ruhen bis zum auferstehen: Amen, vater! hoͤr mein flehen. Mel. Vater unser im himmelr. Err GoOtt von 599. H grosser majestaͤt! Dem alle welt zu dienste steht, Du bist der HErr, der alles traͤgt, Was lebet, webt und sich bewegt; Dein ist ja reichthum, ehr und pracht, In deiner hand steht kraft und macht. 2. Ich aber bin arm, blind und bloß, Mein mangel, meine noht ist groß; Drum bring ich mein gebet vor dich, Erhoͤr, erhoͤr es gnaͤdiglich: Ach, schenke mir, o hůͤchstes gut! Doch alles, was mir noͤhtig thut. 3. Erleuchte mein verfinstert herz, Gib wahre busse, reu und schmerz, Und habe, nach so man⸗ cher schuld, Noch fernerhin mit mir geduld. Gib meinem glauben kraft und licht, Ersetze selbst, was mir gebricht. 4. Nimm, vater! der es einzig kann, Dich meiner seelen herzlich an. Bewahre mich für heuchel— schein, Und mache mein gewissen rein; Ja stehe mir, o heiland! bey, Daß ich recht fromm und glaͤubig sey. 6. Gib mir verstand in allem thun, Und laß mich ganz in dir beruhn. Wo mein gemüht im zweifel steht, Und gleich den kin⸗ dern, wankend geht: Da leite mich nach deinem raht Und foͤrdere iu⸗ gleich die that. 6. Wenn meine hand das ihre schafft, So gib dem leibe staͤrt und kraft. Erhalte mich gesund und frisch, Und segue nahrung, haus und tisch. Beschehre mir mein taͤglich brot, Und sorge fuͤr mich in der noht. 7. Hilf, daß des lebens hitz und last, Die du mir auferleget hast, Mir nicht zu schwer zu tragen sey. Bricht meines leibes haus in⸗ zwey/ So fuͤhr durch Christi blut und pein Den geist in salems tempel ein.*22 2 8. Nun/HErr! ich bin in deiner hand: Mein leben, tod, beruf und stand, Mein wissen, wollen, reden, thun, Mein gehen, stehen, wachen, ruhn Befehl ich deiner treuen hut, Mach anfang, end und mit⸗ tel gut. Bb 2 9. Mein 3⁸ Von dem heiligen Leben und Wandel 9. Mein G0tt! ich habe viel begehrt, Und bin doch, leider! kei⸗ nes wehrt; Allein mich treibt die noht zu dir, Denn dieses alles feh⸗ let mir: Drum tret ich hie vor deinen thron, Erhoͤre mich durch deinen sohn. 10. Der hat die handschrift ab⸗ gethan, Und macht, daß ich recht beten kann. Sein geist hilft mei⸗ ner schwachheit auf, Er rufet: abba! merke drauf, Daß dis mein flehen und geschrey Vor dir ein suͤfer weihrauch sey. Mel. Aus tiefer noht schrey ich ꝛe. 600 Err! wie du willt/ so schicks mit mir Im leben und im sterben: 5u dir allein steht mein begier, Laß mich doch nicht verderben. Erhalte mich in deiner huld, Sonst wie du willt; gib nur geduld, Dein will ist doch der beste. 2. Verleihe mir zucht, treu und ehr, Und lust zu deinem worre: Behuͤte mich fuͤr falscher lehr, Gib mir an jedem orte Was dient zu meiner seligkeit. Wend ab all ungerechtigkeit In meinem gan⸗ zen leben. 3. Soll ich einmahl, nach dei⸗ nem raht, Von dieser welt ab⸗ scheiden; So gib mir, HErr! nur deine gnad, Daß ich es thu mit freuden. Mein leib und seel befehl ich dir, Ein selig end, o HErr! gib mir, Durch JEsum Christum, amen. Von dem Gewinn der Gottseligkeit. Mel. IEsu deine heilge wunden ommt, laßt euch d 601. etren lehren: Kommt und lernet allzumahl, Welche die seyn, die gehören Zu der rechten ehristen zahl: Sie be⸗ kennen mit dem mund, Glaͤuben fest von herzens⸗grund, Und bemüͤ⸗ hen sich darneben Guts zu thun, so lang sie leben. 3. Selig sind, die demuht haben, und sind allzeit arm im geist, Ruͤh⸗ men sich ganz keiner gaben; Daß Gott werd allein gepreist, Dan⸗ ken ihm auch fuͤr und fuͤr: Denn das himmelreich ihr; Gott wird dort zu ehren setzen, Die sich selbst gering hie schaͤtzen. 3. Selig sind, die leide tragen, Da sich goͤttlich trauren findt, Die beseufzen und beklagen Ihr und andrer leute suͤnd; Auch deshal⸗ ben traurig gehn, Oft vor Gott mit thraͤnen stehn: Diese sollen noch auf erden, Und dann dort ge⸗ troͤstet werden. 4. Selig sind die fromme her⸗ zen, Da man sanftmuht spuͤren kann, Welche hohn und trotz ver⸗ schmerzen, Weichen gerne jeder⸗ mann, Die nicht suchen eigne rach, und befehlenGOtt die sach: Diese will der HErr so schuͤtzen, Daß sie noch das land besitzen. 6. Selig sind, die sehnlich stte⸗ ben Nach gerechtigkeit und treu, Daß an ihrem thun und leben Nicht gewalt noch unrecht sey; Die da lieben gleich und recht, Sind aufrichtig, fromm und schlecht, Geiz, betrug und unrecht hassen: Die wird GOtt satt wer⸗ den lassen. 6. Selig sind, die aus erbar⸗ men Sich annehmen fremder noht, Sind mitleidig mit den armen, Bitten treulich fuͤr sie Gott: Die behuͤlflich sind mit raht, Auch wo moͤglich mit det that, Werden wieder huͤlf em⸗ pfangen, Und barmherꝛiskeit er⸗ langen. 7. Selig sind, die funden wer⸗ den Reines herzens jederzeit, Die II Aan, A. wlsftudt Huus Wchns OWN. 0 s nd„d Af derr HIN 6 H V RI Iegieo, MWhgelhitx usihaht Ws. Wsn feir E Wchunels Nae Msnid ste Wanmreun Nben 3 MWfpihaudn Wlit gested hutt wer —— Wl 0. Onde Rü eschn Mpchrenle Ms, W Mase. ö Auude, j run en gah D diedeh armih einergih T den Vr ue Seschihn , dielh, traurt abeklapg d. hn, Hr hn Sl hd —2 N anffn Hohn in ichen zy such tt Ssci Testhe, s P t ch uu e / fi l ION Dn Dich 0 Wurenfhn und zwar von dem Gewinn der Gottseligkeit. 389 in werk, wort und geberden Lie⸗ ben zucht und heiligkeit. Diese, welchen nicht gefaͤllt Die unreine lust der welt, Sondern sie mit erust vermeiden, Werden schauen Gott mit freuden. 9. Selig sind, die friede machen: und drauf sehn ohn unterlaß, Daß man mög in allen sachen Fliehen hader, streit und haß. Die dastiften fried und ruh, Rahten sch allerseits darzu, Sich des friedens selbst befleissen; Werden GOttes kinder heissen. 9. Selig sind, die muͤssen dul⸗ den Schmach, verfolgung/ angst und pein, Da sie es doch nicht verschulden, Und gerecht befun⸗ den seyn. Ob des creuzes no so viel, Setzet GOtt doch maaß und ziel, und hernach wird ers belohnen Ewig mit den ehren⸗ eronen. 210. HErrͤ regier zu allen zeiten Meinen wandel hier auf erd, Daß ich solcher(Kaller“) seligkeiten Auch aus gnaden faͤhig werd Gib, daß ich mich acht gering, Meine klag oft vor dich bring, Sanft⸗ muht auch an feinden uͤbe, Die gerechtigkeit stets liebe. 1I. Daß ich armen helf und die⸗ ne, Immer hab ein reines herz: Die in unfried stehn, versuͤhne, Dir anhang in freud und schmeri. Vater! hilf von deinem thron/ Daß ich glaͤub an deinen sohn, Und durch deines geistes staͤrke Mich befleisse guter werke. Mel. Auf meinen lieben GoOtt ꝛe· 2 esegnet ist der mann 0 2. G An dem man sehen 0 kann, Daß er sich GOtt ergebe, Und ihm zu ehren lebe, Das boͤse meid und hasse, Sich auf den HErrn verlasse. 2. Ist nur der HErr sein licht, Trost, heil und zuversicht, Wird er nur GoOtt vertrauen, Auf sei⸗ nen schoͤpfer bauen; So koͤnnen seine thaten Im segen wol ge⸗ rahten. 3. Aus Gott entspringt das heil, Er ist das beste theil, Das unsern geist begluͤcket, Die quelle, die erquicket, Ein hartes herz er⸗ weichet, Dem duͤrren labsal rei⸗ et. 4. An diesem bache steht, Als wie ein baum erhoͤht, Wer fest an JEsu hanget, Und weiter nichts verlanget, Als ihm, vor andern allen, Bestaͤndig zu gefallen. 4. Man sieht sein wolseyn bluͤhn, Es stehet frisch und gruͤn. ch¶ Wie kann sein saft veralten? GOtt selbst will ihn erhalten; Und dessen fuͤlle schenket, Was ihn erquickt und traͤnket. 6. Faͤllt eine duͤrre ein, Die schaͤdlich koͤnnte seyn; So bleibt er unbetruͤbet, Weil GOtt auch gna⸗ de giebet, Daß er in trauer⸗tagen Kann seine fruͤchte tragen. 7. Ach JEsu, hoͤchstes gut! Dis macht mir einen muht, Mit dir mich zu verbinden. Ach! tilge meine sunden, Vertreibe furcht und zweifel, Welt, schnoͤde lust und teufel.. 5. Ich schwöͤre dir die treu, Und will hinfort aufs neu Dein eigen⸗ thum verbleiben, Und dir mich ganz verschreiben; Halt mich in deinen armen Voll guͤte, voll er⸗ barmen. Ich weiß, es wird zulezt Die muͤh mit ruh ersetzt, Wenn alles leid geendet, Wenn alle noht ewendet; Drum gib mir, nach dem leiden, Dort deine himmels⸗ freuden. Mel. Wo GoOtt der hlen n eunch ꝛc. on allen menschen 6⁰0 3. V abgewandt Zu dir B b 3 gen xFFTFTFTFTTtTtrtrtrt'ts's't' T T T T Von dem heiligen Leben und Wandel gen himmel oben, O HErr! hab ich mein herz und hand In meiner noht erhoben. Mein Gott! ich hoff allein auf dich, Laß nicht zu schanden werden freurt Daß sich mein feind nicht reuet. 2. Denn keiner wird beschaͤmet gehn Von denen, die dir trauen; fes deiner hut die sicher stehn, Die este auf dich bauen: In schande werden die gebracht, Die deine laugmuht, guͤt und macht Heillo⸗ ser weis verachten. 3. HErr! zeige mir doch deinen weg, Und deine recht' mich leh⸗ re Leit mich auf deiner wahrheit steg; Du bist mein ruhm und ehre, Mein 055 Lar o mein schutz und raht; Auf deine rettung, huͤlf und guad, HErri wart ich alle tage. 4. Gedenke der barmherzigkeit, Die mir dein wort zusaget, Und wende alles ereuz und leid, Das mich im herzen naget. Zeuch dei⸗ ne treu dir zu gemuͤht, Und deine wunderbare guͤt, Die von der welt her waͤhret. 7. Gedenke doch hinfort nicht mehr An meiner jugend sůnde, Noch daß ich dich erzuͤrnt so sehr, Wie ich es nun empfinde. Geden⸗ ke aher mein allzeit Nach deiner Hebe. vuͤtigkeit Und vaͤterlichen iebe. 6. Der HErr ist gnaͤdig, fromm und gut, Den suͤnder zu berich⸗ ten, Der elend ist, und busse thut Ohn heuchel⸗schein und dichten: Er lehrt ihn seinen willen rein, Schreibt ihm den gar ins herz hinein, Den rechten weg zu wandeln. 7. Des HErren weg ist lauter treu, Und wahrheit jung und al⸗ ten; Wenn sie ihn lieben, und dabey Sein zengniß willig halten. O HErr! durch deine gnad und huld Vergib mir meine grosse schuld Um deines namens willen. . Wer in des HErren furcht sich halt, Der geht die beste strassen: Wer gerne thut, was GOtt gefaͤlt, Den wird er nicht verlassen: Er seguet ihn mit milder hand, Daß er kann wohnen in dem land, Und giebt es seinem saamen. 9. Wer Gott stets fuͤrchtet, liebt und ehrt, Wird sein ge⸗ heimniß wissen: Er wird den gna⸗ den⸗bund gelehrt, Kann reichen trost geniessen. Mein auge sieht HErr! stets zu dir, Denn du wirst meine fuͤsse mir Bald aus dem netze ziehen. 10. Ach GOtt! dein antlitz in mir kehr Durch gnaͤdiges erbar⸗ men/ Und schick mir huͤlf und ret⸗ tung her, Mir einsamen und ar⸗ men. Mein' herzens⸗angst ist groß und viel, Mach deren nun ein end und ziel, Fuͤhr mich aus meinen noͤhten. 1I. HErr! siehe meinen jammer an, Mein elend, sorg und plage: Vergib die sünd, die ich gethan, Und taͤglich noch beklage: Schau meiner feinde grosse zahl; Bekehre die doch allzumahl, Die mich aus frevel hassen. 12. Ich trau auf dich, be⸗ wahre mich, Laß mich zu spott nicht werden: Laß schlecht und recht mich stetiglich Behuͤten hier auf erden. Ich harre dein und bitt, o GOtt! Du wolkes mich aus aller noht, Als Israel, hi erloͤsen. Mel. Von GOtt will ich nicht u⸗ Pol dem, der ohne 604. W'̃ wandel Auf GoOt⸗ tes wegen geht, In seinem thun und handel Nicht bey den suͤndern steht; Tritt auch nicht auf den plan, Wo boͤse spoͤtter ar. 1 1 s IH au/E= Whhn re WE herd Wstlächt. Auvr chg. Aahn goch 2 ö Aunt ga 8 Whn ger Wh Ihre Ihs Vehh sinder anne Ott siß Ni l Eruhh t, Aun AMin Dir, Dan B — AiOlcht II LX iWensam MI. endn H er H inich au . 4. Teteie IEII ů N U bg EH sengl Ei au Voh V. — al NSe 7 It HAd IO S 14 IMR. und zwar von dem Gewinn der Gottseligkeit. 291 Und freventlich vernichten, Was gut und recht gethan. 2. Wer GOtt von herzen liebet, und nimmt sein wort in acht, Sich in demselben übet Sowol bey tag als nacht; Ist wie ein baum am fluß, Der sich stets hoͤher schwin⸗ get, Und reife fruͤchte bringet; Weil er stets gruͤnen muß. 3. Obschon die winde toben, Wird er doch nicht gefaͤllt: Weil ühn der HErr von oben Mit star⸗ kem arm erhaͤlt Daß ihn kein boͤ⸗ ses ruͤhrt; Weil GOtt selbst, was er sinnetund durch die that begin⸗ net, Zum guten ende fuͤhrt. 4. Dagegen zu verachten Sind goktsvergessue leut; Ihr dichten und ihr trachten Wird so von GOtt zerstreut, Wie spreu ein schneller wind Hoch in die luͤfte treibet, Mit aller macht zerstaͤu⸗ bet, Daß man sie nicht mehr findt. 6. Zulezt bleibt der gerechte Vor GOttes richter⸗thron. Die frechen sünden⸗knechte Bekom⸗ men ihren lohn: Ihr weg in eil bergeht. Wer GOttes guͤte trauet; Sein antlitz ewig schauet Und wol vor ihm besteht. 6. HErr! gib durch deine guͤte/ Daß ich zu jeder stund Ja hab ein solch gemuͤhte, Daß ich von her⸗ zens⸗grund Mich deiner recht be⸗ fleiß': Daß ich dieselben liebe, Darinnen mich stets übe/Zu dei⸗ nem lob und preis. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. 60 Err! wer wird in 5* der huͤtten dein Die wohnung dort erlangen 23 Auch in der christlichen gemein Den ruhm noch hier empfangen/ Daß er mit glauben sey geiiert, Vom heilgen geiste werd regiert, Und sey ein kind der guaden? a. Wer sich der reiuen lehr be⸗ fleißt, Und liebet die gerechten: Nicht fremde guͤter zu sich reißt Mit einem schein des rechten: Hat nie betrug in seinem mund, Die wahrheit sagt von herzens⸗grund, Und hasset alle luͤgen. 3. Wer seinen naͤchsten nicht veracht, Noch aus verbittrung schaͤndet: Kein ungluͤck mit der zunge macht, All ding zum be⸗ sten wendet; Und lobet nicht gott⸗ leut, Haͤlt aber hoch die froͤmmigkeit, Und alle die GOtt furchten. 4. Wer seine wort und zusag haͤlt, Nicht hinterlistig schwoͤret, Nicht wucher treibt mit korn und geld, Noch wittwen⸗brot verzeh⸗ ret; Und nimmet kein geschenke an, Zu hindern den gerechten mann Jn seinen guten sachen. 4. Wer das thut, ist ein from⸗ mer christ, Das mag man sicher glaͤuben: Es wird ihn keine macht noch list Von seinem orte treiben; Er wird beschützht von GOttes hand, Behaͤlt sein gluͤck und eh⸗ renstand Bis an sein selig ende. . GOtt vater! hilf mir kräͤf⸗ tiglich Das boͤse uͤberwinden. O JEsu Christ! befreye mich Von missethat und suͤnden. O heilger geist! durch deine lehr Ermuntre mich je mehr und mehr, Dem gu⸗ ten nachzustreben. Mel. JIEsu deine heilge wunden. WMol dem, der sich 606. Wfurcht und scheuet Vor dem HErren seinem GOtt: Selig, der sich herzlich freuet UV erfuͤlen sein gebot. Wer den hoͤchsten liebt und ehrt; Wird er⸗ fahren, wie sich mehrt Alles, was in seinem leben Ihm der HErr sein GoOtt gegeben. 2. Seine kinder werden stehen, Wie die rosen in der bluͤht. Sein B b 4 ge⸗ 9————————————ß7——.———— Von dem heiligen Leben und Wandel 302 geschlecht wird einhergehen Reich an GOttes gnad und guͤt; Und was diesen leib erhaͤlt, Wird der herrscher aller welt Reichlich und mit vollen haͤnden Ihnen in die haͤuser senden. 3. Das gerechte thun der from⸗ men Steht gewiß und wanket nicht: Sollt auch gleich ein wetter kommen, Bleibt doch GOtt der HErr ihr licht, Troͤstet, staͤrket, schuͤtzt und macht, Daß nach aus⸗ gestandner nacht, Und nach dem betruͤbten weinen Freud und son⸗ ne wieder scheinen. 4. GOttes gnaͤdiges erbarmen Bleibt den frommen immer fest. Wol dem! der die noht der armen Sich zu herzen gehen laͤßt. Wer da niemand unrecht thut, Son⸗ dern alles lieb und gut; Dem wird G0Ott viel heil verleihen, Alles thun muß ihm gedeyen. . Wenn die wolken werden blitzen, Wenn es donnert in der luft; Wird er ohne sorge sitzen, Wie ein voͤglein in der kluft: Er wird bleiben ewiglich, Auch wird sein gedaͤchtniß sich Hier und dort auf allen seiten, Wie die gruͤne zweig' ausbreiten. 6. Wenn das ungluͤck will an⸗ kommen, Das die rohe fünder plagt; Bleibt der muht ihm unbe—⸗ nommen, Und das herz stets un⸗ verzagt. Unverzagt ohn angst und pein Bleibt das herz, das sich allein Seinem GOtt und HErrn abet die lieb' am naͤchsten ubet. Wer betruͤbte gern erfreuet, Wird vom hoͤchsten wol ergetzt: Was die milde hand ausstreuet, Wird vom himmel reich ersetzt. Wer viel giebt, erlanget viel: Was h sein herz nur wuͤnscht und will, Das wird Gott nach seinem wil⸗ len Und zu rechter zeit erfuͤllen. 8. Aber seines feindes freude Wird er untergehen sehn: Denn den feinden und dem neide Kann es nie nach wunsche gehn. Wenn es ihnen gleich verdrießt, Daß der fromme glück genießt; Bleibt es ihm doch sicher stehen, Neid und bosheit muß vergehen. 0 6.— x, DI Daß ich herzlich gern darnebenAr⸗ 9. HErr! regier mein ganzes leben, Daß ich deine rechte halt: men helfe mannigfalt. Segne meinen tisch und haus, Daß ich wieder streue aus: Wende doch von mir aus gnaden Noht, verfolgung, spott und schaden. Mel. Kommt 152 zu mir 917 4.. auf immerhin, ver⸗ 6 07. L kehrte welt! Und ei⸗ le, weil dirs so gefaͤllt, Erjage schaz und guͤter. Was wird dein vor⸗ theil endlich seyn? Ein klumpen gold, ein eitler schein, Ein kun⸗ mer der gemuͤhter. 2. Ein GOtt⸗ergehner christen⸗ muht Erwaͤhlet sich ein besser gut, Ein gut, das nicht vergehet: Das, wenn dein schlacken⸗werk zerfaͤlt Und weder feur noch probe halt In ewigkeit bestehet. x 3. Eutfernt euch, guͤter dieser zeit! Die erone der gerechtig⸗ keit Ist meines wunsches fulle, Der jag ich, weil ich lebe, nach, Durch kampf und streit, durch noht und schmach; Und stehe nie⸗ mahls stille. 4. Mein leib und seele ruhen nicht, Weil herz und wunsch da⸗ hin gericht, Das kleinod zu er⸗ greifen: Ich eil und lasse niemahls ab, Wenn mir auch schrecken, furcht und grab Die hindernisse aͤufen. s. Bleibt, suͤnden⸗kinder! blei⸗ bet weg. Wer sich der tugend schmalen steg Zur laufhahn aus⸗ ersehen; Wirft alles eitle 26. il, m — Fr Wtnen Arhent afhe 3 0 bD WM Iunb N My waht WM trürlit 666⁰— Adigeiße 4 0 Whrs cine ende A Rs meet sus W hänt. Maser erder eschaf Wuresen ken Auhoolg herlichs R grͤse g Ihe deine Aenher herte Wchf A aden. Wastt dis Iaen l est eg Waur elg Inndtekente Rlustin G, Wan Da 2— Diah a 0 I Rsch Phersahz Dieg e deneh beenhe almigfgh. Wind atz V Nahte ATder. —— Deunhh singh Ttterh. efll, E as witd 5 5 E cchein htet. emah, t sicheh Wcht n ackepn r nuc ichet. elch r ye dtt wunsh, Fel 6 ö nd f lui 4 i sl V Vit Dmg it aud El NEN 10 Aecb ö . 0 LI U ussh 0 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden. 3093 hin, Und weiß den irdischen ge⸗ winn Mit großmuht zu verschmaͤ⸗ en. 6. Zwar hemmt der satan mei⸗ nen lauf, Mein fleisch ist traͤg und haͤlt mich auf, Die welt will mich beruͤcken: Allein, HErr! der du maͤchtig bist, Wirst ihre staͤrke, trug und list Gewaltig unter⸗ druͤcken. 7. Drum gib, daß weder furcht noch lust, HErr! meine dir ge⸗ weihte brust Von deiner liebe bringe; Hilf, daß ich auch durch angst und pein, Gehts fleisch und blut gleich schmerzlich ein, Nach jener erone ringe. 8. Erhalte mich durch deinen geist, Der mir den weg zum leben weist, In unverleztem glauben: So wird mir weder streit noch neid Die erone der gerechtigkeit, Die mir bestimmt ist, rauben. 9. Ach JEsu! wenn erscheint die zeit? Wenn soll ich in der ewigkeit Den gnaden- lohn er⸗ langen? Zerreiß, zerbrich das mar⸗ ter⸗joch, Und laß mich, waͤr's auch heute noch, In meiner erone prangen. V. Von dem heil. Leben und christlichen Tugenden und zwar Von der wahren Weisheit und Erkenntniß GOttes. Von der natürlichen Erkennt⸗ niß GOttes. Mel. Es ist gewißlich an der ieit. 608 Hovo Gott! du bist von ewigkeit, Und bleibest sonder ende; Die welt so groß, das meer so breit Sind werke deiner haͤnde. Des him⸗ mels bau, der erden last, Und was du, HErr! geschaffen hast, Lehrt uns dein wesen keunen. 2. Du bist voll glanz und maje⸗ staͤt, Voll herrlichkeit und staͤrke. Wer deine groͤsse nicht versteht, Dem zeigen deine werke, Daß du ein HErr der herren bist, Daß dei⸗ ne macht unendlich ist Im himmel und auf erden. 3. Ich ehre dich in solcher pracht Im herzen und mit wor⸗ ten; Mein geist erweget tag und nacht Dein heil an allen orten: Mein mund bekennet jedem frey, Daß sonst kein GOtt und herr⸗ ch sen Als du, den wir ver⸗ ren. 4. Ach! aber ach! wie schrecklich blind Sind menschen, die doch sehen. Ach! menschen, die ver⸗ nuͤnftig sind, Verleugnen dich und schmaͤhen: Es ist kein GOtt, es ist kein GOtt. Verdammtes wort! verfluchter spott! Der aus der holl entspringet. . Verkehrte thoren dieser welt, Ihr GOtts-vergeßne leute, Die satans strick gefangen haͤlt, Ach, andert euch noch heute! Erkennet GoOtt, jezt ist es zeit, Sonst muͤßt ihr ihn in ewigkeit Mit quahl und pein erkennen. 6. Es zeigt euch ja der sinnen licht, Was doch der wahn bestrei⸗ tet. Wer hat das erdreich zuge⸗ richt, Den himmel ausgebrei— tet? Wer hat der sternen grosses heer, Das tief' und stark⸗ um⸗ daͤmmte meer, So wunderbar ge⸗ schaffen? 7. Es muß ein grosser meister seyn, Ein wesen, dem nichts glei⸗ chet, Das diesen allen glanz und schein, Nebst der bewegung rei⸗ Bb 3 chet. 777222229222.22222222222— Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden 394 chet. Gewiß, wer dieses uͤber⸗ legt, Dem wird sein steinern herz bewegt, Den wahren GOtt zu glaͤuben. 8. Geht nur zuruͤck in euer herz, Und treibt mit dem gewis⸗ sen Nicht etwa selbst verdammten cherz; So muͤßt ihr gleichfalls shliesen, Was jedes volk auf er⸗ den glaͤubt: Es ist ein GOtt, der ewig bleibt, Ohn anfang lebt und herrschet. 9. Ach Gott! erwecke doch die welt, Die ganz im argen lieget, Dich und dein wort veraͤchtlich haͤlt, Und deinen ruhm bekrieget. Du schlaͤgest sie, sie fuͤhlens nicht. Ach! wenn sie doch dein zorn⸗ge⸗ richt Noch zur erkenntniß braͤchte. 10. Ich glaͤube, HErr! du bist mein GOtt, Das will ich jeden lehren; Sollt auch der frechen thoren spott Deswegen sich ver⸗ mehren. Ich weiß gewiß, ich traue dir, Du wirst noch ihnen/ und auch mir, Daß du regierest, zeigen. Von der übernatürlichen Er⸗ kenntniß GOttes. Mel. Werde deoner 6591 ꝛe. ter tt in 09. H deinem lichte Seh⸗ ich erst das rechte licht; Wenn ich mich nach solchem richte, Fehlen meine tritte nicht. Nun, mein licht! erleuchte mich, Ich bin finster ohne dich. Laß dein licht, zu deinen ehren, Sich in mir bestan⸗ dig mehren. 4* 1. Gib mir weisheit, zu verste⸗ hen, Was mir gut und nuͤtzlich ist. Gib verstand, dem nachzugehen, Was ich, als ein rechter christ, Durch den wandel zeigen soll, Daß ich deines lichtes voll, Alle⸗ zeit das beste waͤhle, Und des him⸗ mels nicht verfehle. 3. Lehre mich dich recht erken⸗ nen, Und den welt⸗dunst einzu⸗ sehn; So kann ich dich vater nen⸗ nen, und die eitelkeit verschmaͤhn; So entsag' ich dieser welt, Die mir seelen⸗netze stellt; So kann ich mein heil der seelen, JIEsum, fin⸗ den und erwaͤhlen. 4. Nun mein licht! ich seh viel maͤngel, Und viel finsterniß bey mir; Sende deines bundes engel, Dieser leite mich zu dir: Dein geist staͤrke mein bemuͤhn, Mich dem schatten zu entziehn, Hier das licht schon zu erblicken, Das mich ewig soll erquicken. Mel. HErr Gott der du erforsch. 610.8 0tt, mein vater 2. und mein HErr, Du brunnauell aller gaben! Du bautest himmel, erd und meer, Und was sie in sich haben. Zuleit hat deine wunder-macht Den menschen selbst hervor gebracht; Und deine weisheit wollte, Daß er auf erden weit und breit Mit heiliger gerechtigkeit Und weis— heit herrschen sollte. 2. HErr! diese weisheit man⸗ gelt mir, Der fall hat sie entris⸗ sen, Die weisheit, ohne welche wir Das wahre heil nicht wissen. Sie ists, durch welche wir allein Schon hier im glauben selig seyn, Und dort im schauen werden. Was dir gefaͤllt, was dein gebot Von uns erfordert, weiser GOtt! Weiß man durch sie auf erden. 3. Ach! diese weisheit sende mir Von deinem heilgen throne, Daß sie, o vater! fuͤr und fuͤr In meinem herzen wohne. Ver⸗ wirf mich in dem jammerthal Doch nicht aus deiner kinder zahl: Ich bin dein knecht geboh⸗ ren. Ich bin ein schwaches men⸗ schen⸗kind, Deß tage boͤs und we⸗ . 0 ½1— 4 Wll 406 MII nh 70 Wpich WI. = . e Wen „ 0 Wuih Hse. II Flches W shtn ö Begt A hh stht, Rhhaden. Wanl derg I10.560 2 vil x Mh kechll Mheunm! C3 sht giebst; Wt iehi aulle,— W uft 0 an wende Wunt, Er 76 daine un u6 WNßste 0 P Jan Wöchcez , Herr! sua Wnn —— R 1 IN * Del Wichithh Dellehi * rN ltet len, iel fne Sintshun Mich iu Ein baniz enttich blicken dr den. VIttdet ut 1 GOttj und e g l, etd il scch hiln anet herbt/ re Hoeit uh otigkeit l Hsalte se nasß Qalhut hit ohnr ichtrs Eace alelch e oliset Ho Wfehg i WMMEA ö üeh 11., und zwar von der wahren Weisheit und Erkenutniß GOttes. 395 verlohren. wenig sind, Deß weisheit 5a 4. Gib, daß sie mir in dieser lichte, Dahin zwar niemand kom⸗ men kann; Doch zeigst du uns dein angesichte Im worte deiner wahr⸗ welt Stets helfe thun und rah⸗ heit an. Durch dieses licht seh ich ten, Mich lehre, was dir wolge⸗ faͤllt, Und mich in allen Daten So fuͤhre, daß ich jederzeit, Durch ehr und sehmach, voll freudigkeit Auf deinem wege gehe. Dein geist der weisheit leite mich; So irr' ich nicht, bis daß ich dich In jenem leben sehe. 6. Kein sterblicher weiß deinen raht, Kein mensch weiß dein be⸗ ginnen; Und was dein sinn be⸗ schlossen hat, Begreifen keine sin⸗ nen. Des menschen thun ist wan⸗ delbar, Sein raht und anschlag voll gefahr, Das herz beschwert mit suͤnden: Wir koͤnnen, was auf erden geht, Und was uns un⸗ ter haͤnden steht, Kaum treffen und ergruͤnden. 6. Wer will denn nun, was himmlisch ist, O HErr! erforschen koͤnnen? Wer will, was, HErr! dein raht beschließt, Erfahren und benennen? Es sey denn, daß du weisheit giebst, Und sendest denen, die du liebst, Den lehrer aus der hoͤhe, Zu lernen, was auf dieser welt Aufrichtig ist, und dir gefaͤllt, Und so ins leben gehe. 7. Drum wende dich, mein Gott! zu mir, Erhoͤre dis mein flehen; Laß deine weisheit fuͤr und fuͤr In, um und bey mir ste⸗ hen. Gib, daß sie stets mein herz regiert, Damit mich nichts von dir verfuͤhrt, Damit ich dich recht kenne, Dich liebe, und dich fort und fort, HErr! meinen vater, schutz und hort, Raht/ trost und heiland nenne. dein licht, Und finde trost und un⸗ terricht. 2. Befrey mich von den finster⸗ nissen, Die im verstand und willen seyn, Daß aug und herz sich oͤffnen muͤssen Bey deinem hellen gna⸗ den⸗schein. Nimm alle blindheit von mir hin, Daß ich im geist er⸗ leuchtet bin. 3. Ich kann dich von natur nicht kennen, Weil lauter thorheit in mir steckt; Drum laß dein licht im herzen brennen, Daß mir es dei⸗ nen glanz entdeckt, Und, durch den strahl der herrlichkeit, Mein herz zu deinem tempel weiht. 4. Dein wort sey mir ein licht im glauben, Das mich zum wah⸗ ren lichte fuͤhrt. Laß mir doch kei⸗ nen irrthum rauben, Was mir ein ewig heil gebiert. Kein schwindel⸗ geist verfuͤhre mich, Kein zweifel sey mir hinderlich. c. Gib, daß ich JEsum mit dem munde Und mit der that bekennen mag; So legt der glaub' im her⸗ zens⸗grunde Sich auch durch wer⸗ ke an den tag. Leg mir ein solch erkenntniß bey, Das immerfort lebendig sey. 6. Und, wenn ich dich als vater kenne, Laß mich ein kind des lich⸗ tes seyn. So oft ich meinen JE⸗ sum nenne, Druͤck mir sein bild ins herz hinein. Ich gläub an deinen heilgen geist, Drum gib, daß er mein fuͤhrer heißt. 7. Leg mir in deines wortes lich⸗ te Erkenntniß deines willens hey, Daß ich kein baum, der ohne fruͤch⸗ te, Kein schein, der ohne wesen sey. So thu ich denn mit allem Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. fleiß, Was ich nach deinem willen 61 1 Meu GOtt! du wohnst in einem weiß. 8. Laß dein erkenntniß witrr ei⸗ ö 396 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden leiden Ein brunnquell wahres tro⸗ stes seyn. Und scheinst du gleich von mir zu scheiden, Verbirgst du deines lichtes schein; So hab ich dich doch schon erkannt, Du schlaͤgst und heilst mit einer hand. 9. Zwar mein erkenntniß ist auf erden Noch stets voll unvollkom— menheit: Dort aber wird es herr⸗ lich werden, In der vollkommnen ewigkeit; Da leuchtet mir der klarheit licht Von angesicht zu an⸗ gesicht. 10. Indessen laß mich dich er⸗ kennen, Und kuͤnftig weder noht noch tod Von deiner hellen wahr⸗ heit trennen; Dieweil dein wort mit schrecken droht, Wer dich erkennt und nicht bekennt, Sey ewiglich von dir getrennt. Mel. Es ist das heil uns kommen. bmenschen klug und 6 1 2.O weise seyn, Es hoch dadurch zu bringen; Ob ihr ver⸗ stand schon ungemein In welt-ge⸗ linnten dingen; So sagt doch ein ꝛrleuchter christ: Die rechte wah⸗ re klugheit ist Die klugheit der ge⸗ rechten. 2. Wer nur auf GOttes gnade sieht, Und sucht darin zu stehen; Wer sich im glauben stets bemuͤht/ Den weg mit lust zu gehen, Den Christi wort und leben weist; Ein solcher lebens⸗wandel heißt Die klugheit der gerechten. 3. Laß alle klugheit dieser welt Sich insgesamt verbinden; Sie macht ein herz, das GOtt mis⸗ faͤllt, Dennoch nicht rein von suͤuden: Dis grosse werk dagegen thut, Durch Christi JEsu theu⸗ 105 blut, Die klugheit der gerech⸗ en. 4. Wer ist so klug,daß er vermag Dem tode zu entfliehen? Ja wer erkennet, welcher tag Ihn wird zur grube ziehen? Dis macht, daß er in aͤngsten bleibt; Doch diese todes⸗furcht vertreibt Die klug⸗ heit der gerechten. Wie denkt die klugheit dieser zeit So schlecht an tod und sterben Wie schlecht sucht sie die ewigkeit Der sel'gen zu ererben? Viel groͤs⸗ sern trost, viel bessern raht, Und ein gewisses erbtheil hat Die klug⸗ heit der gerechten. 6. GOtt! mache mich gerecht und klug, Nach deiner grossen guͤ. te, Damit ich mich fuͤr selbst⸗ be⸗ trug Bey welt und fleische huͤte, Und setze, nach vollbrachtem lauf, Mir dort in jenem leben auf Die crone der gerechten. Mel. JEsu deine heilge wunden. 6 3 Puem wisen mit dei⸗ nem wissen, Das du iezt so hoch gebrachtz Ich kann dei⸗ ne weisheit missen, Die mehr welt als himmel acht't. Meines JEsu ereuz und pein Soll mein liebstes wissen seyn: Weiß ich das in wah⸗ rem glauben, Wer will mir den himmel rauben? 2. Andre moͤgen weisheit nen⸗ nen, Was hier in die augen faͤllt; Ob sie den schon nicht erkennen, Dessen weisheit alles haͤlt: Mir soll Christi tod und pein Meine kunst und weisheit seyn; Das geheimniß be. liebe Ist, wo ich mein wissen e 3. Schaͤrft, ihr menschen! eure sinnen Nur in list und eitelkeit; Sucht nur ehre zu gewinnen Bey den grossen dieser zeit: Ich nur denke jener schmach Meines JIEsu ernstlich nach; Weil es christen nicht geziemet, Daß man sich des eitlen ruͤhmet. 4. Ich will andern gerne goͤn⸗ nen/ Wenn sie hurtig und geschickt Grosse schaͤtze sammlen H We ee 0 thalges slhhenket Hshenkt. hsh, wel lles vi. WHimem Nychet N 0 10 Wuncht 6 — Run Altzg Derntz ten. „Nantthmt Hatsch, VMtetkeg bese Eheuhrz, Ven. AJache nit; dei g scch fit l und sah W vollbtach Vem late ten. heig I ahn st Nictzt EWI 7 t. M NVh I erul E. 5I Nt N en M I i ihm * 1060 V TNWainn 1 und zwar von der wahren Weisheit und Erkenntniß GOttes. 3097 und wenn ihnen alles gluͤckt: Denn mein reichthum, gluͤck und theil Ist der armen suͤnder heil; Dis kaͤnn ich in JIEsu finden, Und die welt so uͤberwinden. 6. Ey so komm, mein wahres leben! Komm und unterweise mich: Dir will ich mich ganz er⸗ geben, Daß ich sonst nichts weiß als dich. Allerliebste wissenschaft! Ach beweise deine kraft, Daß ich einzig an dir hange Und nichts, als nur dich, verlange. 6. Weiß ich keinen trost auf er⸗ den, Klagt mich mein gewissen an, Will mir angst und bange werden, Ist nichts, das mir helfen kann/ Druͤckt mich des gesetzes joch; So erinnre du mich doch, Daß, da du fuͤr mich gestorben, Du mir gnad und heil erworben. ö 7. JEsu! pflanze dieses wissen Taͤglich tiefer in mein herz, Sey mein licht in finsternissen, Sey mein trost in todes⸗schmerz. Laß mir deinen tod und pein Immer im gemuͤhte seyn, Daß es glau⸗ bens⸗voll bedenket, Wie du mir dich selbst geschenket. 8. Endlich, wenn des todes grauen Alles wissen von mir treibt; So laß mich den trost noch madt; Der mir einsten ewig leibt; JEsu leiden, ereuz und pein Soll mein leztes wissen seyn. JEsu! hilf mir das vollbringen, So will ich dir dort lobsingen. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc⸗ 6¹4 GOoitt, dessen guͤt sich weit ergießt, Du quell, draus alle weisheit fließt; Ich klage dir mit schmerzen, Daß keine lieb ʒzur weisheit ist Bey mir in meinem herzen. 2. Die weisheit ist die hoͤchste zier, Doch hab ich wenig lust zu ihr: Vielmehr hab ich belieben Zur eitelkeit der schnoͤden welt, Darinnen mich zu uͤben. 3. Ich bin zum guten träg und blind, Vergib mir, vater! solche sünd: Erleuchte mein gemuͤhte, Daß es hinfort die weisheit liebt Und sucht von deiner guͤte. 4. Denn ich erkenn und spuͤre nun, Daß mein und aller men⸗ schen thun, All gluͤck und aller se⸗ gen Bey dir besteht: wer ihn da sucht, Der geht auf rechten wegen. d. Es steht in keines menschen macht, Daß sein raht werd ins werk gebracht, Daß er sich des⸗ sen freue: Des hoͤchsten raht macht ganz allein, Daß menschen⸗ raht gedeye. 6. Oft denkt der mensch in sei⸗ nem muht: Dis oder jenes sey ihm gut; Und ist doch nicht getrof⸗ fen. Oft meinet er, daß sehaͤdlich sey, Worauf er sollte hoffen. 7. So faͤngt auch mancher wei⸗ ser mann Ein werk oft stark und eifrig an, Und bringts doch nicht zum stande: Er meint, daß er gar fest gebaut, Und steht doch nur auf sande. 8. Obgleich ein mensch doch weisheit hat; So weiß er do nicht GOttes raht, Noch was der auserwehlet: Der irdsche leib be⸗ schwert den geist, Daß er gar leichtlich fehlet. 9. Drum gib mir, GOtt! das edle licht, Das sich von deinem angesicht In fromme seelen strek⸗ ket; Auf daß in mir durch deine kraft Die weisheit werd erwecket. ** 10. Verleih, o HErr! daß ich zu dir Mein herz mag richten fuͤr und fuͤr, So oft ich was anfange; Und daß ich denn aus gnaden auch Den raht von dir erlaͤnge. II. Gib mir verstaͤndniß aus der hoͤh, Und daß ich nimmermehr besteh Auf eignem sinn und 100 en: *I)7.—— 998 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden len: Laß mich ja nicht, was du nicht willt, Begehren zu erfuͤllen. I2. Hilf, daß mein herz zu jeder zeit Zuvor gern hoͤret andre leut Und alls wol unterscheidet, Die geister pruͤft, ihr herz erkennt, Was mir kann schaden, meidet. 3. Ists werk von dir, so gib mir gluͤck; Ists wider dich/ so treibs zu⸗ růͤcksund aͤndre meine sinnen: Was dir misfaͤllt, laß von sich selbst Ohn nachtheil nur zerrinnen. 14. Was ich thun und verrich— ten soll, Laß andern mit gefallen wol; Ihr herz auch dazu wende, Daß ichs darauf mit ihrer huͤlf Auch bald nach wunsch vollende. IF. Den stolz und vorwitz von mir treib, Daß ich in meinen schranken bleib; Und mich zu dem begueme, Was mir obliegt in meinem amt/ Daß ich mich deß annehme. 16. Gib, daß ich waͤg' all meine wort, Stets unterscheide zeit und ort Bey allem thun und lassen: Wenn sich auch giebt gelegenheit, Daß ich sie recht mag fassen. 17. Das finstre laß mich nicht zum licht, Das licht zum finstern machen nicht: Hilf, daß ich ehr⸗ lich handle, In allem thun bis an mein end Aufrichtig vor dir wandle. *18. GOtt vater in dem hoͤch⸗ sten thron! Gib mir durch Chri⸗ stum deinen sohn Des geistes gute gaben: Daß ich dadurch in allem mag Die rechte weisheit haben. Von der Erhebung des Serzens zu GOtt durch Andacht und gute Be⸗ trachtungen. Mel. HErr JEsu Sew 900 ein JEsu! ach i 615. Menaße mich Mit furcht ju deinem throne, Ich, der ich schwach und jaͤmmerlich In Ke⸗ dars huͤtten(a) wohne; Laß mich auf deinem rauch⸗ altar Kein fremdes feuer bringen dar, Das mich verzehren moͤgte. 2. Laß immer eine reine glut In meinem herzen brennen; Im wahren glauben auf dein blut Dich meinen heiland nennen, i Und weil der satan maͤchtig ist; So mach mich immerdar gerust, Ihm stark zu widerstehen. 3. Ein reines opfer laß mich dir So lang ich lebe, bringen, In un⸗ schuld, treu und glaͤubens⸗ier Viel andachts⸗lieder singen. Er⸗ halt mein herz bey diesem sinn, So lang ich hier noch wallend bin; Dort wird es besser werden. (a) d. i. unter den gottlosen Ps. 120, 56. die von Ismaels geschlechte und bosheit sind. 1. B. Mos. 25, 3. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛ⸗ ie lieblich ist es i 61 6. W der stille, W Gott allein zugegen ist, Wo un⸗ ser herz in seiner fuͤlle Der suͤssen einsamkeit genießt! Da schmeckt man in zufriedenheit Des hoͤchsen gut und freundlichkeit. 2. Wol dem, der stets in GOt⸗ tes schraͤnken Geist, herz und sin⸗ nen halten kann: Der schwinget sich mit den gedanken, In heilget lust, zum himmel an; Der schmel⸗ ket schon in dieser zeit Des him⸗ mels reiche suͤssigkeit. ö 3. Was haͤngt man doch an eit⸗ ler erden, Und denkt bald da/ bald dort hinaus? Ihr, die ihr wollet selig werden! Gedenket doch an jenes haus, Das GOttes huld fuͤr euch erbaut, Und das ihr jeit im glauben schaut. ö 4. Verschließt das herz den ei⸗ teln sinnen, Laßt ihre wuht nicht meister seyn; Laßt euch die luͤst nicht gewinnen, Und Huuhe die egier⸗ ö Ran Und MHsekt. I al 7 V btg Lunn H* W dn nLuhc Ind 1 Aet king Een nich, Merx as herzahe uben aussz VIu ghallhh Ir saaugz ch inmge widersh sofalh, che, bung ud gah Vlichttst iet nochth beserdn utet yxn 18. die u te und Hy denliz — 5 lithe⸗ Tugegen uneer sulch Bauctd Venheitds Wiah , Fderfth und zwar von der Erhebung des Herzens zu GOtt. 309 ierden ein. Schweift ihr ver⸗ kehrter heriothnr. So eilt zu Ottes heiligthum. Ergetzet euch an geistes schaͤs⸗ zen, Die schoͤn und unvergaͤnglich sind, Die euren geist in ruhe setzen, Als der da volle gnuͤge findt. Geht selbst in euer herz hinein, Und sammlet lauter gutes ein. 6. Mein Gott! eroͤffne mir die pforten, Fuhr mich in deinen liebes⸗saal: Ich habe lust zu dei⸗ nen worten, Denn diese stillen alle quahl. Komm, nahe dich, tilg allen Iund he Und oͤffne mir jezt rift und herz. ö 15 Mein glaube sieht den him⸗ mel offen, Der mich bereits zu dir erhoͤht, Wo ich kann gnad und le⸗ ben hoffen, Ob sturm und wetter auf mich geht. Wer sich in dir vergnuͤgen kann, Sieht welt und pracht veraͤchtlich an. 8. Ich will mich von der welt entfernen; Weg schnoͤder eitel⸗ keiten wust! Hinauf, mein herz! hinauf zun sternen. Mein JEsu! du bist meine lust! Wie selig geht die zeit dahin, Wenn ich mit dir alleine bin. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. enn wir des hoͤch⸗ 6 I 7. Wfen freundlichkeit Mit herzens lust in dieser zeit Zu sehn, zu schmecken denken; So muͤssen wir herz, muht und sinn Ganz von der welt zum himmel hin, Zu GOtt und JEsu lenken. 2. Gluͤckselig ist, wer seinen geist Der eitelkeit mit macht entreißt; Er lebt in fried und freuden. Wer aber in der erde wuͤhlt, Und nur den trieb zum eitlen fuͤhlt, Spuͤrt nichts als sorg und leiden. 3. Drum richt ich auch verstand und herz Zu meinem JEsu him⸗ melwaͤrts, Der ist, was mich er⸗ getzet; So daß mein geist ganz ungestoͤrt Nur JEsum schmecket, Reet. hoͤrt, Der mich in wonne etzet. 4. Ja zeuch mich, JEsu! selbst von dem, Was welt und fleische angenehm; Und fuͤlle mein ge⸗ muͤhte Mit deines geistes suͤssig⸗ keit, Mit dem, was mich in dir er⸗ freut, Mit stroͤmen deiner guͤte. 9. Ich seh oft sehnlich in die hoͤh, Es geh auf erden, wie es geh: Kann dich mein glaube sehen; So acht ich keine lust der welt, Weil sie mein herz fuͤr nichtig haͤlt; Nach dir, HErr! geht mein flehen. 6. Denn wird von dir mein matter geist Mit lebens⸗manna nur gespeist, Will ich an nichts sonst denken; Ich will dir seele, muht und sinn, Sammt allem was ich hab und bin, Zum eigenthume schenken. 7. Ach, theurer JEsu! hoͤre mich, Gib mir ein solches herz, daß ich Doch sonst von nichts mag wissen, Als nur von dem, was dir gefaͤllt; Laß mich der eitelkeit der welt Nur voͤllig seyn ent⸗ rissen. Mel. Werde munter mein ꝛc. 6 8. Rode⸗ HErr! denn dein knecht hoͤret, Herz und ohr ist aufgethan. Was mich deine stimme lehret, Nimmt mein geist begierig an. Gib mir deinen willen ein, Ich will gern dein schuͤler seyn. Ruͤhre mich in deiner lehre, Daß ich wie ein jün⸗ ger hoͤre. 2. Rede, HErr! durch deine schriften In des herzens grund hinein. Laß mich hier auf zions triften Unter deinen schaafen seyn: Diese weide macht mich satt, Wenn die seele schwach und matt, Daß ich neue kraͤfte kriege, Und, als adler, aufwärts fliege. 3. Re⸗ IIIIPTTTTTtTTTTtT'TT'FTFT 4⁰⁰ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden 3.: Rede, HErr! durch mein ge⸗ wissen, Weck es doch mit schrecken auf; Reiß mich aus den finster⸗ nissen, Hemme meinen suͤnden⸗ lauf; Wenn sich das gewissen regt, Wird die bosheit abgelegt. Weck es auf, damit ich kämpfe Und der suͤnden anfall daͤmpfe. 4. Rede, HErr! durch deine knechte, Die im heiligthume stehn; Denn da hoͤrt man deine rechte, Wornach wir zum himmel gehn. Doch, wenn man dieselben hoͤrt, Sey du selbst, der uns be⸗ kehrt; Laß dein wort das herz durchdringen Und gewünschte fruͤchte bringen. 4. Rede, HErr! und gib uns allen Deinen guten geist dabey, Der, wenn uns dein wort entfal⸗ len, Unser treuer lehrer sey. Die⸗ er macht das herz gewiß, Und er⸗ inuert alles dis Was dein theures wort zusaget, Wenn das herz im zweifel fraget. 6. Rede, HErr! und laß uns hoͤren, Daß dein volk in friede sey: Wider alle, die ihn stoͤhren, Steh uns, vater! kraͤftig bey; Sprich uns muht und leben ein, Wenn wir in bedrengniß seyn. Laß uns freud und wonne hoͤren, Wenn sich welt und hoͤll em⸗ poͤren. 7. Rede, HErr! ich habe ferner Mit der welt nichts mehr zu thun; Ihre reden ssol wie doͤrner, Ach wer kann auf solchen ruhn? Dein wort ist, was trostreich klingt, und voll kraft ins herze dringt. Weg, was unsre ruhe stoͤhret. Rede, HErr! denn dein knecht hoͤret. Von der Furcht GOttes. Melodey 30. rhabne majestaͤt, An 6 1 9. E macht und stärke reich! Wer ist dir an gewalt In welt und himmel gleich? Vor dir erbebet hoͤll und welt; und wag dein arm umschlossen haͤlt, Muß deinen seepter scheuen, Und sich mit zittern freuen. 2. Du hast durch deine krast Den himmel ausgestreckt, Die erde fest gesetzt, Der see ein ziel gesteckt. Dein wort bewegt der berge grund, Und stuͤrzt sie in des meeres schlund. strafe ziehen, So kann kein mensch entfliehen. 3. Wir alle sind dein thon und werke deiner hand; Leib, seele, gut und blut Hast du uns zuge⸗ wandt. Du schreibst dem mensch⸗ lichen geschlecht Gesetze vor mit hoͤchstem recht, Und kannst stin thun und denken, Wie dirs beliebt, umschraͤnken. 4. Gib meiner seele doch, o GoOtt! dein goͤttlich licht, nnd unterweise mich, HErr! un meiner pflicht: Bis du mich uͤber zeuget hast, Wie hoch ich, deiner erden gast, Verbunden, deinen willen Gehor sam zu erfuͤllen. 6. Präg deine gegenwart/ HErk! den gedanken ein, Laß mich im dunkeln auch Dein helles augt scheun. Erinnere mich deiner macht, Und jener pein der langen nacht, Wenn ich es wollte wagen Gehor sam zu versagen. 6. Doch gib, daß meine furcht Vor dir nicht knechtisch sey; Be⸗ freye mein gemuͤht Von zwang und heucheley. Schenk einen kindlich⸗freyen geist, Der willig thut, was du ihn heißt, Und der, bey reiner liebe, Sich im gehor⸗ sam übe. 7. Laß, schoͤpfer! diese furcht Vor deiner maiestaͤt Den guͤldnen zuͤgel seyn, Dar in mein wille geht: alt ihn damit auf rechter bahn/ reib ihn zu allen guten an; So wird in dem gewissen Sich fried und freude kuͤssen. Mel. Willt du zur ö MImfüchb tmeder =.——— —.— S = S ... AVVVI —— — — — — —2 * ... .—— .— = — 4. I uh Sa rshann euen. du , Luf. n ist Idsith d. Hl ohamsh NV — in uWeh I 1. er sech Dlttlch Ach, Wü Die hoch Vethunhy Ium iuefl, ege IIIII Den N ede W ulet an Wec au Rersagn. 30 101 Hüht M * II 10 *. 0 Sb 169/ I — fitDh I E I 5 und zwar von der Furcht GOttes. 401 el. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 6 ein GOtt! weil 20. ich in meinem le⸗ ben Dich stets vor augen haben soll; Wirst du mir auch ein herze geben, Das deiner furcht und liebe voll: Denn soll mein christenthum bestehn, Muß lieb' und furcht bey⸗ sammen gehn. 2. Laß deine furcht bey thun und denken Den anfang aller weisheit seyn, Ind mich auf solche wege len⸗ ken, Die sicher, heilig, gut und rein. Denn fuͤrchtet man dich in der iad So meidet man der thor⸗ heit pfad. 3. Der geist, den du mir, HErr: gegeben, Ist ja ein geist der furcht des HErrn; Laß mich nach seinem triebe leben, Daß ich dich herzlich fuͤrchten lern: Doch laß die furcht auch kindlich seyn, Und ihn in mir das abba! schreyn. 4. Gib, daß ich stets zu herzen nehme, Daß du allgegenwaͤrtig bist; Und das zu thun mich huͤt und schaͤme, Was, HErr! vor dir ein greuel ist; Ja deine furcht be⸗ wahre mich Fuͤr allen sůnden ge⸗ gen dich. g. Laß mich vor deinem zorn er⸗ beben, Und wirke wahre buß in mir. Laß mich in furcht und sorgen leben, Daß ich die gnade nicht verlier, Die mich, der ich voll mif⸗Umich sethat, Mit laͤngmuht noch ertra⸗ gen hat. 6. Erhalt in mir ein gut gewis⸗ sen, Das weder welt noch teufel scheut. Wehr allen schnoͤden hin⸗ dernissen, Nimm weg des fleisches bloͤdigkeit; Daß keine menschen⸗ furcht mich schreckt, Noch je, un⸗ recht zu thun, erweckt. 7. Hilf, daß ich immer also wandle, Daß deine furcht mein leitstern sey; Damit ich allzeit redlich handle, Nichts thu zum schein aus heuchelei. Ich weiß, du siehst ins herz hinein, Nichts kann vor dir verborgen seyn. 8. Doch laß mich keine truͤbsal scheuen: Durch ereuz und wider⸗ waͤrtigkeit Muß wahre gottes⸗ furcht gedeyen, Die eroͤnet uns zu seiner zeit. Drum gib mir einen tapfern sinn, Wenn ich in furcht und hoffnung bin. 9. Laß mich, mein GOtt! mit furcht und zittern Stets schaffen meine seligkeit, Und deinen geist ja nie erbittern Durch eigensinn und sicherheit. Ach stelle mir die hoͤlle fuͤr, Daß ich den himmel nicht verlier. 10. In deiner furcht laß mich auch sterben, So fuͤrcht ich weder tod noch grab; Da werd ich die verheissung erben, Die mir dein wort aus gnaden gab: Die gottes⸗ furcht bringt segen ein, Ihr lohn wird eine erone seyn. Mel. Aus diesem tiefen grunde. 6 21 gnaͤdigster erbar⸗ mer, O vater aller treu! Ach hoͤr, izt klag ich armer Voll seufzen, schmerz und reu: So herzlich ich auch wollte, So wenig kann ich dich Doch fuͤrchten, wie ich sollte: Erbarm dich uͤber 2. Die groͤsse deiner staͤrke, Den zorn, der schrecklich draͤut, Die weisheit deiner werke, Die macht, allwissenheit, Und ungemeßneguͤ⸗ te, HErrl fuͤrchtet jedermannz Nur mein verderbt gemuͤhte Denkt lei⸗ der! nicht daran. 3. Drum bitt ich dich von her⸗ zen, Ach vater! laß mich nicht Mit deinem worte scherzen. Gib, daß dein streng gericht Mir stets vor augen schwebe, Daß ich nicht sicher, frey, Noch gottsvergessen lebe, Und nie vermessen seny. Ce 4. Weil Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden 4. Weil gottesfurcht und liebe Der weisheit anfang heißt; So schenk mir deren mir deinen geist, Den geist der kraft und staͤrke, Den geist der furcht des HErrn: So uͤb ich gute werke Ourch seine leitung gern: 4. So merk ich deine worte, Die scharf und gnaͤdig sind, Und fürcht au jedem orte Dich, als dein liebes kind; So sollen herz und sinnen, Wort, werke, lu und trieb Nichts denken und be⸗ ginnen, Als, hoͤchster! was dir lieb. 6. Laß mich mit schmerz empfin⸗ den, Was wahre busse sey. Gib daß ich alle sunden, Als teufels werke, schen, Und mich so wol be⸗ truͤbe, Daß ich der hoͤllen wehrt, Als, daß ich deine liebe Verscherzt, in haß verkehrt. ö 7. Wenn truͤbsal, angst, gebre⸗ chen, Und ereuz mir meine ruh, Geduld und glauben schwaͤchen; So sprich mir troͤstlich zu. Ach gib mir armen suͤnder Kein knech⸗ tisch schrecken ein Laß mich, wie wahre kinder, Voll furcht und lie⸗ be seyn. 8. Verwahre meine sinnen, Und alles, was an mir, Vou aussen und von innen, Durch wahre furcht vor dir; Daß ich mich zu dir lenke, Nichts denke, red und thu Wobey ich nicht gedenke: Mein vater schauet zu. 9. Gib, daß sich mein begehren Nach deinem willen richtet; Laß mich aufmerksam hoͤren, Was dei⸗ ne weisheit spricht. Laß nichts ohn uͤberlegen, Ohn demuht⸗volles flehn, Ohn deine furcht und segen In meinem thun geschehn. 10. Geld, hoheit und vergnuͤ⸗ gen, Des fleisches ungeduld, Des satanas betruͤgen, Der menschen surcht und huld, Und was man sonst kann nennen, Laß mich, HBErr! — triebe, Und gibmi ewiglich Von deiner furcht nicht trennen; Denn sonst verlaͤßt du ch. II. Laß mir den trost der from⸗ men, Auch unter aller last, Nicht aus dem sinne kommen; Da du versprochen hast, Du wollst erbar⸗ men, segen, Trost, rettung aus der pein/ Und heil auf alle legen, Die gottesfuͤrchtig seyn. 12. Gib kraft, zu allen zeiten st¶ In deiner furcht zu stehn; Laß sis mich fuͤhren, leiten, Mir stets zur rechten gehn. Denn beadt ich deinen namen, So bleibest du mir nah, Und so wird auch mein amen In JEsu Christo: ja! Von der Liebe beides ge⸗ gen GOtt und den Naͤchsten. ö Mel. Von In uent ich nicht r. u ursprung guter 6 22. D triebe, Du brunn der freundlichkeit, Du wesent⸗ liche liebe! Der du zu aller deit Den menschen gnaͤdig bist, Dei gegen geistlich armen So mild, so 560 1. 5 Der auch mein va⸗ er ist. z. Ach ich gesteh mit schmerzen, Und klage dir mit reu, Daß deiner liebꝰ im herzen Bey mir gar wenig sey. Zwar deine schoͤpfers⸗hand Schuf uns voll reiner liebe; Doch diese heilge triebe Hat uns die suͤnd entwandt. 3. Die flamme liegt erstorhen, Die du, mein licht! entzuͤndt. Ich bin durchaus verdorben, Ein un⸗ gerahtues kind. Dich, JEsu! lieb ich nicht; Auf das/ was ich soll has⸗ sen, Und was ich muͤßte lassen, Is all mein sinn gericht. 4. Das urtheil ist gesprochen: Tod ist der sünden sold. Du laͤßt nicht ungerochen, Wenn man der suͤnde hold; Ja, der ist gar verflucht, Der JEsum l wi sl Eistnt FR l W Rt Rssiade M m fe Bit H1H. ö‚ n sů Au ö Der duahz m Eunn ö Vos umn Wufchh n. Vnt, I l ltufh Heiten,yn RDdan Cob EE so iehe hel Suuh chsten. Mott nili uf trich/ Ipfeit, A. Le IBE K.I 0 1. DRIII leh mt iSitt Iö I a tis RI de Hache 00 A M W AA 3 O und zwar von der Liebe gegen GOtt und den Naͤchsten. 4⁰3 will lieben: Drum wollst du gna⸗ de uͤben An dem, der sie iezt ucht. 4. Will etwa mein verlangen An welt und ereatur, Und an mir selber hangen; So daͤmpfe du es nurz Reiß aus, was sundlich heißt. Dein goͤttliches geschaͤfte Daͤmpf alle boͤse kraͤfte, und was mich von dir reißt. 6. O JEsu! deine flammen Sind feurig, zart und rein; Weil sie von liebe stammen, Und reich an kraͤften seyn. Ach reinster! rein⸗ ge mich; Ach flamme! laß mich brennen; Ach liebe! laß dich ken⸗ nen; Ach JEsu! zeige dich. 7. Gib, daß ich alles lasse/ Was dir zuwider ist; Gib, daß ich alles hasse, Dem du entgegen bist. Ach laß doch, schoͤnstes licht! Mich deinen guten willen In lieb? und leid erfuͤlen, Bis einst mein herze brich. 8. Gib mir, o lebens⸗fuͤrste! Daß ich nach deiner treu Nur seufze, hungre, duͤrste, Ind auch ge⸗ saͤttigt sey. Laß nur von dir allein Und deinen liebes⸗proben Mein reden und mein loben, Und all mein dichten seyn. 9. Laß mich, um deinetwegen, Auch gegen jedermannWahrhafte liebe hegen: Und wird mir leid gethan, Das deck' die liebe zu: Gib, daß ich ohn verschulden Mit segnen, beten, dulden Auch fein⸗ den gutes thu. Mel. Ich ruf zu dir HErr ꝛc. 5 2 Ich ruf dich an, HErr 3. IJEsu Christ, Du brunnquell reiner triebe! Der du die liebe selber bist: Verleih mir wahre liebe. Entzuͤnde meine kalte brust, Und gib mir, wie ich flehe, Aus der hoͤhe Zum lieben rechte lust, Daß dein gebot geschehe. X. Ich bitt noch mehr, o HErr mein GOtt! Gib, daß es mir ge⸗ linge, Daß dich mein geist, HErr zebaoth! Mehr liebt, als alle din⸗ ge. Gib, daß ichs auch von herzen gut Mit meinem naͤchsten meine: Du alleine Entzuͤndst auch diese glut; Was gut an mir, ist deine. 3. Verleih, daß ich aus herzens grund, Nicht blos mit worten, lie⸗ be, Daß sich die hand, so wie der mund, In liebes⸗werken uͤbe; Da⸗ mit mein naͤchster auch durch mich In gegen⸗liebꝰ entbrenne, Und er⸗ kenne, Daß in der wahrheit ich Mich JEsu juͤnger nenne. 4. Laß mich nicht lust noch furcht von dir, Mein GOtt und schoͤpfer! kehren. Laß deinen gu⸗ ten geist in mir Die liebes⸗flamme nehren, Die dir mein treues herze weiht; Laß ihre glut nichts hin⸗ dern Noch vermindern: Die un⸗ vermoͤgenheit Herrscht noch in deinen kindern 5. Ich lieg im streit und wider⸗ streb Der bosheit in dem herzen; Ich fuͤrchte, wenn ich lieblos lebꝰ, Dein lieben zu verscherzen. Drum, HErr! vereinge dich mit mir, Da⸗ mit ich fromme triebe Reiner lie⸗ be, Wie du willt, fuͤr und fuͤr An meinem naͤchsten uͤbe. Mel. Ach GOtt vom WII. Nein GOtt! du sei⸗ 6 24. M ber heißt und bist Die wesentliche liebe: Gib, daß ich als ein wahrer christ, Recht⸗ schaffne liebe uͤbe. Gib nach dem reichthum deiner guͤt, Du liebes⸗ quell! in mein gemuͤht Die rein⸗ sten liebes⸗triebe. z. Ich habe dich von herzen lieb, HErr, meine kraft und staͤrke! Durch deine gnade, geist und trieb Vollbring' ich liebes⸗ werke: Mein fels und burg, mein Ce 2 horn 9**.9‚————— 4⁰⁴ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden orn und heil, Wohin ich allzeit sind deine triebe! Du gabst den mieh und, Wenn ich ein ungluͤck sohn fuͤr alle hin; Gib, daß ich die⸗ merke. sem aͤhnlich bin, Und liebꝰ an allen 3. Was alle creaturen mir An uͤbe. trefflichkeiten zeigen, Das sind ich, 10. Ich liebe, vater! den du hoͤchstes gut! in dir Viel besser liebst, An dem so viel gelegen, I und ganz eigen: Wie sollte sich du ihm deinen himmel giebst; Ich nun herz und sinn Nicht, grosser lieb' ihn deinetwegen. Laß diesen schoͤpfer! zu dir hin In wahrer lie⸗liebes⸗trieb in mir So wol zun be neigen naͤchsten als zu dir Sich ohn auf⸗ 4. Je naͤher ich mich zu dir thu, hoͤren regen. gemehr werd ich vergnuget. Die⸗ N Weit mein theil darinn ich ruh/[Von der Liebe zu GOtt ih In dir verborgen lieget. Du bist und JEsu. Wsct; W ja aller dinge schoͤn, Und was laßt Mel. Wer nur den lieben GOtt. N du für weisheit sehn, Die alles 62 D. brunnguell aller Wh 6. Verlangt mich nach gewalt du mich je und je geliebt: Erfls WA. und macht, So bist du, Herrt all mich mit solchem triebe, Daßdir l, E 08 maͤchtig; Begehr ich hoheit, ehr mein herz sich ganz ergiebt, und und pracht, So bist und machst du stets mit allen kraͤften strebt/ Daß praͤchtig; Begehr ich reichthum, es in deiner liebe lebt. staͤrk und kraft, Du bist, der dieses v. Da du mich als ein vater lie⸗ ill N alles schafft, Und giebst es wolbe⸗ best, Laß mich dich lieben als ein shugte daͤchtig. kind: Da du dein eigen kind mir aussllihs, 6. Dieweil du mich von ewigkeit giebest, So mach mich dir auch sh E Geliebet und noch liebest, Und gleich gesinnt; Laß meiner liebe dich in dieser gnaden⸗zeit Mir gegenschein Aufrichtig und voll hashilhs ganz zu eigen giebest; So lieb ich inbrunst seoyy. dich/ und will allein Zeit lebens dir 3. Gib, daß dein geist, der geis ergeben seyn, Auch wenn du mich der liebe, Mein ganzes herz recht betruͤbest. bbrennend macht: Daß ich mich 7. Entzuͤnde mich, und laß mich stets im lieben uͤbe, Dieweil du E. nur In deiner liebe brennen; mich so hoch geacht, Und mir dis HErr! laß mich keine ereatur Von theure liebes⸗pfand Zum trost der ng K. deiner liebe trennen. Du sollt seelen zugesandt. t. mein hoͤchstes gut allein, Ind mei⸗ 4. Hilf, daß ich dir vor allen din⸗ u ner seelen wonne seyn; So will gen Mit reiner lieb' ergeben sey: t. ich dich stets nennen. Niner liebe Xlah mnich deine liebe dringen, Msuibers 8. Muß denn aus deiner liebe Damit ich ohne heucheley Von shaat nun Des naͤchsten liebe fliessen: So ganzem herzen, muht und sinn Iunnt E laß mich gerne gutes thun, Und Durch lieb' und treu dein eigen Whnee nie mein herz verschliessen Fuͤr de⸗ bin. ssih. 2 ren noht, die deiner huld, Ob sie. Vertilg, o HErr durch deine shun gleich suͤnder, die voll schuld, So liebe In mir die liebe dieser welt, onih, nnadenreich geniessen. Daß ich dein herz ja nicht betruͤbe I R. Es sey mein naͤchster, wer er Wenn mir die eitelkeit gefaͤl! W ist, Er ist in deiner liebe: Jedoch Die liebe zu der ereatur Erstickt Ihhih ung i er ein wahrer ehrist, Wie heiß die liebe GOttes nur. Ht 6. Laß hdz / W 0 Re Whmih. r En IIdit G 1* — Aliche N NI dehlihgh in Vinat Nen inz a riftegz Wehe f chglhh ich H eein eihgt Aach mih I. Huftigth, V. dengt t: A / e E B.. %kann:z Mit dir fürcht' ich mich kei⸗ verfaͤllt. C und zwar von der Liebe zu GOtt und Jesu. 4⁰⁵ 6. Laß mich, um deiner liebe willen, Was du befiehlst, mit freu⸗ den thun: Kann ichs nicht insge⸗ daben erfuͤllen; Wird deine huld abey beruhn, Daß ich aus liebe das gethan, Was meine schwach⸗ heit leisten kann. 7. Wer dich recht liebt, muß alles hassen, Wodurch man deine huld verliert: Drum gib mir gna⸗ de, das zu lassen, Was mir nur fluch und zorn gebiert. Laß mich die liebe zu dir ziehn, Und alle suͤn⸗ den ernstlich fliehn. 8. Aus liebe laß mich endlich lei⸗ den, Was mir dein weiser raht be⸗ stimmt; Nichts soll mich von der liebe scheiden, Wenn mich au gleich der tod hin nimmt. Liebt WVfsus mich, so hats nicht noht, Die lieb' ist staͤrker als der tod. 9. In dieser liebe laß mich ster⸗ ben, So ist auch sterben mein ge⸗ winn; Weil ich, mit allen him⸗ mels⸗erben, In deiner liebe selig bin. Da wird die lieb' in vollem schein Kein stuͤckwerk, stets voll⸗ kommen seyn. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe· 62 6 ein GOtttach wenn ich dich nur habe, Frag ich nach erd und himmel nicht; Dieweil ich mich an dir nur labe, Der du mein GOtt, mein trost und licht. Mein herz, dem sonst kein trost bewußt/ Sucht dich, und lacht der eitlen lust. 2. Sollt mir auch leib und seel verschmachten, So hoff ich doch ge⸗ trost auf dich. Nichts will ich alle plagen achten, Denn blos an dir ch sen, nes falles: Denn liebst du mich, was ficht mich an? Ich glaͤub und weiß/du bist mein theil, Mein her⸗ zens⸗trost, mein seelen⸗heil. Mel. Wer nur 4. GoOtt ꝛe. Mie sollt ich meinen 627. Wiott nicht lie⸗ ben, Der mich doch je und je ge⸗ liebt, Der mir sein ganzes herz verschrieben, Und seinen sohn zu eigen giebt. Durch diese gabe zeigt er an, Wie herzlich er mir zuge⸗ than. 2. Er hat von ewigkeit beschlos⸗ sen, Ich soll sein kind und erbe seyn. Bisher ist keine zeit verflos⸗ „Da nicht ein neuer liebes⸗ schein Mich taͤglich fester uͤber⸗ zeugt, Er sey mir vaͤterlich ge⸗ neigt. 3. So liebreich ist er mir gewo⸗ gen, So liebt er mich von anbe⸗ ginn. Und weil er mich zu sich ge⸗ zogen, Daß ich nicht mehr mein eigen bin; So mach ich billig die⸗ sen schluß, Daß ich ihn wieder lie⸗ ben muß. 4. Wer wollte sich nicht ziehen lassen, Wenn man in liebes ⸗sei⸗ len geht? Gewiß, der muß sich selber hassen, Den dieser kraͤftige magnet Nicht zu der gegenliebe zieht, Die je und je im herzen gluͤht. 6. Doch weil ich nicht von sol⸗ chen kraͤften Bey meines fleisches schwachheit bin, Mich an dein treues herz zu heften; So zieh, mein GOtt! den traͤgen sinn Durch deine kraft so fest zu dir, Daß ich in dir sey, du in mir. 6. Gib, daß ich mich der welt erguick ich mich. Erhebt sich alles entziehe, Die nur in suͤnden⸗strik⸗ wider mich, liebe dich. Ich bleib an dir und ken fuhrt, Und ihre guͤldne netze fliehe, Darinnen mancher sich ver⸗ 3. Hab ich nur dich, so hab ich liert, Wenn er, bey wollust, gut alles, Was meine seele wuͤnschen und geld, In seelen⸗noth und tod 3 +. Führst 4⁰⁰ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden 7. Fuͤhrst du mich gleich auf rauhen wegen, Ist doch dein ereuz ein liebes⸗seil; Die dessen vortheil recht erwegen, Die finden hier das beste theil; Dieweil sie auch die dornen⸗bahn Zu lauter rosen fuͤhren kann. 4— 8. Und endlich reiche mir im sterben Auch deine liebes⸗arme zu, Und ziehe mich aus dem verderben, Durch JEsu tod, ins land der ruh. Dort ist die beste einigkeit, Da liebt man in vollkommenheit. 628 Werzlich lieb hab ich 9;dich, o HErr! er bitte, sey von mir nicht ern Mit deiner huͤlf und gnaden. Die ganze welt erfreut mich nicht, Nach erd und himmel frag ich nicht, Wenn ich nur dich kann haben. Und wenn mir gleich mein herz zerbricht, Bist du doch meine zuversicht, Mein theil und meines herzens trost, Der mich durch sein blut hat erloͤst. HErr JEsu Christ, mein GOtt und HErr! In schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja dein geschenk und gab Mein leib, seel und alls was ich hab In diesem armen leben; Damit ichs brauch zum lobe dein/ Zum nutz und dienst des naͤchsten mein, Wollst du mir gnade geben. Behuͤte mich fuͤr falscher lehr, Des satans mord und luͤgen wehr; In allem ereuz erhalte mich, Auf daß ichs trag geduldiglich. HErr IJEsu Christ, mein HErr und noht. Troͤst meine seel in todes⸗ noht. 3. Ach HErr! laß deine enge⸗ lein Am lezten end die seele mein In Abrahams schooß tragen: Den leib in seinem kaͤmmerlein Gar sanft ohne einge quahl und pein Ruhn bis zum juͤngsten tage: Alsdenn vom tod erwecke mich, Daß meine augen sehen dich In aller freud, o GoOttes⸗sohn Mein heiland und mein gnaden⸗ thron! HErr JEsu Christ! er⸗ hoͤre mich, Ich will dich preisen ewiglich. iunbefed uünschest du, mein 6 2 9. Wé herz! zu ruhn Und dir ewig wol zu thun, Denkest du von angst, beschwerden, Furcht und kummer frey zu werden; Liebe eele! so geschichtss. 2. Niemand hat sich je betruͤt, Weil er JIEsum treu geliebt: Nie⸗ mand hat je weh empfunden/ Weil er JEsu sich verbunden. IEsum lieben ist allein Schon so viel/ als selig seyn. 3. JEsus ist das hoͤchste gut; Wer in seiner liebe ruht, Dem wird er vergnuͤgtes leben/und den⸗ einst die erone geben. Seine liehe macht die zeit Gleich der suͤsen ewigkeit. 4. Traure 2235 mein herz! daß du Diese wahre seelen⸗ruh Nicht erkannt, nicht ehr gesuchet, und den trieb zur welt verfluchet; Tra⸗ ge leid und sey betruͤbt, Daß du GoOtt nicht ehr geliebt. . Schaͤtz der erden freud und lust Nur fuͤr sunden⸗koht und wust; Denn dir kann von solchel dingen Heines wahre freude brin⸗ gen. Liebe JEsum, dis allein Wird die wahre freude seyn. Nun mein JEsu! ruͤhre mich Gib mir kraft/ fo lieb' ich dich Einzig und von ganzem herzen Ich will alles gern verschmerzen; Dich zu lieben, soll allein Stetz mein wunsch und wille seyn. 7. Geuß, mein heiland! deinen geist, Der ein geist der liebe heißt Reichlich uͤber mein gemuͤhte à deine liebꝰ und guͤte Voͤlli Daß es deine li g um h IEsum, und sonst nichts, Liebe Whffied . Aliuch Auhahbor ⸗l WMa Ii Edun 4.— Vaen 500 AN — Iud Hn NI nilsh —— lodd y ö uh D uthuwd Tischwerhn Hrey zu sunstnihe Oihts, Vhatsch Nutrength chemsh „V erbundez Diechn — d l üllhe hgtes en L Mit Glahl Poch mäh aht g tua le Bte, set ette slleht⸗ un und zwar von der Liode zu GOtt und Jesu. 4⁰⁰⁷ schmeckt, und meine treu Durch ihn fest und ewig sey. g. Muß ein herz nicht selig seyn, Dessen trieb zu JIEsu rein/ Das nichts wuͤnschet, nichts verlanget, Als nur ihn, an dem es hanget? Denn in JEsu trifft es an, Was es sucht, und wuͤnschen kann. 9. Leben, friede, cherheit, Heil und trost und freudigkeit Schenkt mir/ JEsu! deine liebe: Hilf, daß ich mich treulich uͤbe, In der liebe fest und rein, Und dir ewig treu zu sehn. ů 7 10. GOtt ist selbst die liebꝰ, und treibt Den zur lieb', in dem er bleibt; Man kann aus den liebes⸗ werken, Ob GOtt in uns wohne, merken; Weil uns selber GOt⸗ 6 0 GᷣOtt und JEsum lieben eißt. II. Nun du reine liebes⸗glut! Komm, entzuͤnde geist und muht: Laß mich nach der liebe ringen, Treibe mich vor allen dingen Dich zu lieben: so allein Kann ich ewig selig seyn. Mel. Wie schoͤn leucht uns der ꝛc. IEsu JEsu, GOt⸗ 630.0 tes sohn Mein bruder und mein gnaden⸗thron, Mein schatz/ trost, freud und won⸗ ne! Du weissest, daß ich rede wahr/ Vor dir ist alles sonnen⸗klar/ Ja klaͤrer als die sonne. Herzlich Lieb' ich Mit gefallen Dich vor al⸗ len; Nichts auf erden Kann und mag mir lieber werden. 2. Dis ist mein schmerz/ dis kraͤn⸗ ket mich, Daß ich nicht gnug kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Ich werd von tag zu tag entzuͤndt/ de mehr ich lieb/ je mehr ich sind, Daß ich dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine guͤte Ins emuͤhte Lieblich fliessen; So wird sch die lieb' ergiessen. 3. Durch deine kraft treff i das ziel, Daß ich, so viel ich so und will, Dich allzeit lieben moͤge. Nichts auf der ganzen wei⸗ ten welt, Pracht, wollust, freude, ehr und geld, Wenn ich es recht erwaͤge, Kann mich Ohn dich Gnugsam laben; Ich muß haben Reine liebe, Die troͤst't, wenn ich mich betruͤbe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem herzen fried und ruh, Erfreuest sein ge⸗ wissen. Es geh ihm, wie es will anf erd, Wenn ihn das ereuz gleich ganz verzehrt; Soll er doch dein geniessen. Ewig Wird sich Nach dem leide Grosse freude Fuͤr ihn finden: All sein trauren muß verschwinden. 6. Kein ohr hat jemahls dis ge⸗ hört, Kein mensch gesehen noch ge⸗ lehrt, Es kann niemand beschrei⸗ ben, Was denen dort fuͤr herrlich⸗ keit Bey dir und von dir ist ber eit/ Die in der liehe bleiben. Grund⸗ lich Laͤßt sich Nicht erreichen, Noch vergleichen Den weltschaͤs⸗ zen, Was alsdenn uns werd er⸗ tzen. 6. Drum laß ich billig dis allein, O JEsu! meine sorge seyn, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefaͤllt, Und mir dein klares wort vermeldt, Aus liebe mich stets uͤbe; Bis ich Endlich Werd abscheiden, nd mit freuden Zu dir kommen, Aller truͤbsal ganz enttommen.. 7. Da werd ich deine suͤssigkeit, Dein himmlisch manna jederzeit In reiner liebe schmecken, Und sehn dein liebreich angesicht/ Mit unverwandtem augenlicht, Ohn alle furcht und schrecken. Reich⸗ lich Werd ich Seyn erquicket Und geschmuͤcket Vor dein'm throne, Mit der schoͤnen lebens⸗ croné. Ce 4 Mel. 4⁰0 — Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden Mel. 3. Mein GoOtt ich bin jezt ꝛce. 6 1 Lietter JEsu, hoͤchste 3 liebe! Der du mar⸗ ter, quahl und last Aus dem aller⸗ reinsten triebe Fuͤr mich ausge⸗ standen hast; Deine liebe kann auf Pen Nie genug bewundert wer⸗ en. 2. Was ist ihr wol zu verglei⸗ chen? Du bist Gottes liebster sohn, Und verlaͤßt, wer kanns er⸗ reichen? Deiner hoͤchsten all⸗ macht thron, Koͤmmst in dieses welt⸗getuͤmmel Und erwirbest mir den himmel. 3. O mit was fuͤr wunder⸗ kraͤften Reissest du mich aus der noht! Laͤssest dich ans ereuze hef⸗ ten, Duldest naͤgel, schmach und tod, Laͤßt dich schaͤnden und ver⸗ speyen, Mich verdammten zu be⸗ reyen.—895 4. Aber ach! ich bin nicht tuͤch⸗ tig, Dieses voͤllig zu verstehn: Meine lieb' ist kalt und fluͤchtig Und will nur aufs eitle sehn; Denn die flammen schnoͤder luͤste Machen deine wohnung wuͤste. . Komm, erwaͤrme mich doch wieder, Komm, o schoͤnster, meine lust! Reisse satans tempel nieder, Und erfuͤlle meine brust, Statt der ungezaͤhmten triebe, Mit dem feuer deiner liebe. ö 6. Laß mich rein und himmlisch werden, Und entruͤcke meinen geist Von den luͤsten dieser erden, Wo man babels fruͤchte speist. JEsu! herz und adern wallen, Dir alleine zu gefallen. 7. HErr! du hast mich aufge⸗ nommen, Schlage nur! ich bleibe dein: Schlaͤge, die von liebe kom⸗ men, Muͤssen mir ein balsam 67 Auch im leiden und betruͤ⸗ en Will ich dich, mein heiland! lieben. 8. Mein herz hangt an deinem herzen, Treuester! verschmaͤh es nicht; Denn dis ist, was meinen schmerzen Linderung und trost verspricht. Dir sich voͤllig uͤber⸗ geben, Heißt in lust und wonne leben. 9. Weicht, ihr funken schnoͤder triebe! Komm, mein JEsu, meine lust! Staͤrke mich in deiner liebe, Und ergetze meine brust; Laß mich stets in deinen armen Ruhig lie⸗ gen, sanft erwarmen. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛe⸗ ich will ich lieben, 6 32. Duenne staͤrke! Dich will ich lieben, meine zier! Dich liebꝰ ich, HErr! durch wort und werke, Gedanken, sinnen und be⸗ gier, Dich lieb' ich, o vollkomm⸗ nes licht! Bis mir der tod das herze bricht. 2. Dich lieb' ich, o mein wahres leben! Dich lieb' ich, meinen be⸗ sten freund! Dich will ich lieben und erheben, So lange mich dein glanz bescheint. Dich, dich umfaß ich, GOttes lamm! Als meiner seelen braͤutigamm. 3. Ach! daß ich dich so spaͤt ge⸗ kenuet, Und dich mein trost und hoͤchstes gut! So spaͤt umfaßt und mein genennet, Da doch mein heil in dir beruht. Ach! meine seele ist betruͤbt, Dieweil ich dich so spaͤt geliebt. 4. Ich lief verirrt, und war verblendet; Ich suchte ruh und fand sie nicht, Blos, weil ich mich von dir gewendet, Der einzig ruh und trost verspricht. GOtt lob! nun zeigst und schenkest du Mir dich, und wahre seelen⸗ruh. 6. Drum dank ich dir, du wahre sonne! Weil du mir glanz und licht gebracht; Ich danke dir, du him mels⸗wonn?! Daß du mich froh und frey gemacht: Dir dank ich hoͤchste guͤtigkeit! Die mir geist seel und leib erfreut. 0. Er⸗ Faktit. Wach inih. Msaltu. I V b ich Achöott;! Thiudkeig V% wht vs ht ir di⸗ HütRchigt Isdugottte 0 WI I hens Wg und shelfrag nist dih ger: Weoneine Isch heint se Aunmi Wm nit al W dic un iRänrte Mlmch,o r sunt e WDuchn —.— e einest ee —ů4 duct Va sutn Wich uh iit hy *. 24 ich.ohl ich x Oich nil: DN 9 Dich unm, ih h Hich nent E·f Ountt duß H t. / Dah 15 eint, 4 0 mcht ö t/ Dul t l h in 146 und zwar von der Hoffnung auf GOtt. 4⁰9 6. Erhalte mich auf deinen ste⸗ gen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen fuß in deinen wegen Nicht straucheln oder stille stehn. Du reines licht, du gna⸗ den⸗glanz! Erleuchte meine seele ganz. 7. Gib meinen augen suͤsse thraͤnen, Gib meinem herzen lieb und treu. Laß meine seele sich ge⸗ wöhnen, Damit sie ewig deine sey, Damit verstand und sinn und geist Dich ewig liebt und ewig peeign. 8. Dich lieb ich ewig, meine freude! Dich lieb' ich, meinen HErrn und GOtt. Dich lieb ich stets in lust und leide, Dich lieb ich auch in noht und tod, Dich lieb' ich hier in dieser zeit, Und voͤllig in der ewigkeit. ————iii Mel. Was GOtt thut das ist ꝛe. 6 A JEsu/, meiues le⸗ 3 3. bens licht Nimm hin mein herz und sinnen; Nach erd und himmel frag ich nicht, La mich nur dich gewinnen. Rei mich zu dir,O meine zier! Schleuß mich und meine seele In deine wunden⸗hoͤhle. 2. Schlaͤgt truͤbsal jammer/ noht und pein Gleich uͤber mich zufammen; So kann ich dennoch froͤlich seyn Bey Christi liebes⸗ flammen. Nur JEsu! du Bii meine ruh, Nur du bleibst mein ergetzen, Du schatz von allen schäen. 3. Lebst du in mir und ich in dir, Was kann mir alsdenn schaden? Regiere mich nun fuͤr und fuͤr Durch deinen zug der gnaden: Nichts, ohne dich, Vergnüͤget mich; Ein strahl von deiner sonne Bleibt meine lust und wonne. 4. Mun halt, o seelen⸗braͤuti⸗ gam̃! Mich nur bey festem muhte. Besprenge mich, o GOttes/lamm! Mit deinem theuren blute. Ent⸗ zünde mich,/ So lieb' ich dich; Er⸗ fuͤlle mein gemuͤhte Mit deiner lieb' und guͤte. . Nimm mich als deinen tempel ein, Und wohn in meinem herzen; So kann ich in dir froͤlich seyn, Auch in den groͤßten schmerzen: So leb ich dir Hie fuͤr und fuͤr, So will ich dir auch sterben; So kann ich nicht verderben. Von der Soffnung au Ott. Mel. ICsu meines lebens leben. 6 Eyse wahrheit, deren 34. treueunsre hoffnung stuͤtzt und haͤlt! Ich bekenne und bereue, Daß mich zweifelmuht be⸗ faͤllt. Ach! wie haͤngt mein herz an dingen, Die mich nicht zur ruhe bringen. Ach! wie leicht vergeß ich dein, Wenn mein trost soll sicht⸗ bar seyoyn.. 2. Ach vergib mir diese suͤnde, 5Nimm die strafe von mir hin. 6Schenke deinem armen kinde, Vater! einen andern sinn, Den nicht falsche hoffnung bindet, Die, wie duͤnner reif, verschwin⸗ det, Die, wie leichter rauch, ver⸗ fleucht, Und das herz zur erden zeucht. 23. 8— 3. Laß mich eitle sorge meiden, st Weil du fuͤr mich sorgst und wachst, Und im trauren, wie in freuden, Dich um mich zur mauer machst. Laß mich, HErr! auf dein wort hoffen, Das noch allzeit eingetroffen. Hoffnung, die auf GYtt nicht baut, Wird zuleit be⸗ schaͤmt geschaut. 4. Laß den anker meiner seelen, unter aller stuͤrme wuht, Nur dein herz zum grunde waͤhlen, Wo er fest und sicher ruht; So wird sich kein zweifel wagen, Mir mein schifflein umzuschlagen. Ich Ce 5 werd *—ʃ——————.22.2 4¹⁰ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden noerd unbeweglich stehn, Wenn uch berge untergehn. c. Laß mein herz versichert wer⸗ den, Daß dein wort wahrhaftig sey: O! so werd ich auf der erden Vieler sorg und unruh frey; So werd ich im glauben beten, Und erhoͤrt zuruͤcke treten; So waͤchst meine zuversicht, So wankt meine hoffnung nicht. 6. Vater! meine hoffnung gruͤn⸗ det Sich auf deines sohnes tod; Ach! in seinem blute findet Sie ewissen trost in noht: Durch sein iegreich auferstehen, Rann ich neu gebohren gehen Zu den buͤrgern jener welt, Wenn der erden⸗bau zerfaͤllt. 7. Da mein haupt sich aufge⸗ schwungen, Und auf GOttes thron gesetzt; Bin ich auch mit durchge⸗ drungen Und den engeln gleich geschaͤtzt. Ich besitz ein ewig le⸗ ben, Das mir JEsus selbst gege⸗ ben. Ich bin, in der hoffuung schon, Mit erhoͤht zu seinem thron. 3 5 8. Hie muß ich als pilgrim wal⸗ len. Oben ist mein vaterland; Dort, wird einst die welt zerfal⸗ len, Find ich meinen ehrenstand. Ich erwarte nur die stunden, Da ich, von der suͤnd entbunden, Mei⸗ nen heiland werde sehn, Und ver⸗ klaͤret vor ihm stehn. 9. Unterdessen laß mich hoffen, Auch in truͤbsal, auf dein licht; Zeige mir den himmel offen, So schreckt tod und grab mich nicht. Laß mich, HErr! voll trost und freuden, Aus dem thal der thraͤnen scheiden, Und, was ich gehofft all⸗ hier, Mich dort schauen, HErr! bey dir. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. in GOtt! der d 635. Mench deenhon ö nung bist; Bisher ist alles einge⸗ troffen, Was mir von dir verspro⸗ chen ist. Dein wort ist wahr, dein mund ist treu, Dein herz ohn alle heucheley. 2. Du bist ein fels; wer auf dich bauet, Kann fest und unbeweglich stehn. Wer deiner allmacht fest vertrauet, Wird nie mit schanden untergehn: Sein anker findet gu⸗ ten grund, Er haͤlt sich stets an deinen bund. 3. Drum laß bey mir in meinem glauben Die hoffnung fest gegruͤn⸗ det seyn; Laß welt und satan mir nicht rauben, Was deines wor⸗ tes heller enech Mir fuͤr ein trost⸗ licht aufgesteckt, Ist mir es gleich noch izt verdeckt. 4. Verhuͤte, daß in meinem le⸗ ben Mich eitle hoffnung nicht ver⸗ fuͤhrt; Denn die ist gleich den spinne⸗weben, Wenn sie ein leich⸗ ter wind beruͤhrt. Ein herz, das zeitlichem vertraut, Hat nur auf leichten sand gebaut. 5. Laß mich allein auf IEsum bauen, Laß mich in allen meinem thun Voll hoffnung dir, mein GoOtt! vertrauen, Und in der zu⸗ versicht beruhn, Du werdest auf mein bestes fehn, Und mir es las⸗ sen wol ergehn. 6. Laß mir die hoffnung leichte machen,/Was fleisch und blut be⸗ schwerlich faͤllt: Und wenn auch unglucks⸗stuͤrme krachen, Erhebt sich satan und die welt; So floͤsso mir die hoffnung ein, Du werdest doch mein helfer seyn. 7. Wenn ich von einer morgen⸗ wache Bis zu der andern warten muß; Gib, daß ich mir nicht kum⸗ mer mache. Schenk meiner hoff⸗ nung den genuß, Daß deine huͤlfe schoͤner bluͤht, Je laͤnger deine hand verzieht. 8. Und wolltest du mich, HErr fen, Und auch ein GOtt der hoff⸗ auch toͤdten, So sag ich doch 00f 0 0 AWIe Wablt 6 ffi Allagcht, H. hlicht M ichs Hllkeit r WMa Rhthunt Wmhest Miung; Wun G01 W of . E er Whs eit III witet u Whfhlety Iicht. om hint HHsMN de w W depdu —— Badyn ö . 0 Eurrinp Suutin doh Destun Oeiner dh opdrien * 10 t altf 8 shj Rn Dfnungj ech ush IIN D I At. it ofnu ie it Wenl ort. Ei Ult n Mbaut. lallin in un Ven/ Mxi / D III und zwar von dem Vertrauen auf GOtt. 411 hoff auf dich; Das sey mein trost suallen nöhrenDrauf leb und sterb ich sicherlich, Daß ich bey fe⸗ er glaubens⸗treu Schon in der hoffnung selig sey. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛe. 6 6 ch bin ruhig und zu⸗ 3»„ frieden, Alle trau⸗ rigkeit vergeht, Alle sorgen sind geschieden: Weil mein schiff im hafen steht, Wo der welt betrogne wellen Sich nicht mehr zu mir ge⸗ sellen. Meine hoffnung fehlet mat⸗ Denn sie ist zu GOtt ge⸗ richt. z. Was kann meine ruh nun stoͤhren? Lieg ich doch an JEsu brust. Eitelkeit mag ich nicht hoͤ⸗ ren. Welt ⸗lust bleibt mir unbe⸗ wußt. Reichthum will ich andern lassen, Und ein besser gut umfassen. Meine hoffnung fehlet nicht; Denn sie ist zu GOtt gericht. 3. Meine hoffnung grünt dort oben, Wo sie immer gruͤnend bleibt; Sie hat mich zu GOtt er⸗ hoben, Der die angst und quahl vertreibt. Sie erweckt in mir ein grauen, Dieses eitle anzuschauen. Meine hoffnung fehlet nicht; Denn sie ist zu GOtt gericht. 4. Alles hoffen und verlangen, Das Gott nicht zum ziel erwaͤhlt Ist mit nichtigkeit umfangen, Die der menschen herzen quaͤlt: Es sind traͤume in dem wachen, Die den geist verwirret machen. Meine hoffnung fehlet nicht; Denn sie ist inGOtt gericht. d. Drum hinweg, ihr eitelkei⸗ ten, Die die welt hofft und be⸗ gehrt! Weg, du wollust dieser zei⸗ ten! Du bist nicht der muͤhe wehrt. Alle pracht der ganzen erden Muß mir nun ein eckel werden. Meine hoffnung fehlet nicht; Denn sie ist in Gott gericht. 6. JEsu! deine liebes⸗seile Bin⸗ den meinen anker an, Daß i nicht mehr von dir eile, Daß i dich nicht lassen kann. Nichts so dieses band zerbrechen, Und mein mund wird taͤglich sprechen: Mei⸗ ne hoffnung fehlet nicht; Denn sie ist u GOtt gericht. 7. Meine hoffnung und gedan⸗ ken Werden nimmermehr zu spott, Meine hoffnung kann nicht wanken; Meine hoffnung ruht in GoOtt. Meine hoffnung hat die stunden Ihrer freudigkeit gefun⸗ den. Meine hoffnung fehlet nicht; Denn sie ist zu GOtt gericht. GOtt. Mel. Kommt laßt euch den ve. 6 Gole mund hat 37. uns verheissen/ Es soll uns aus seiner hand Weder welt noch teufel reissen. Seine wahrheit ist bekannt, Darum fürchten wir uns nicht, Wenn gleich welt und himmel bricht. Seine treu kann nimmer brechen Ihr hochheiliges versprechen. 2. Moͤgen doch die berge weichen Und die felsen untergehn: Unser trost wird nicht erbleichen, Und der gnaden⸗bund bleibt stehn. Fallt ihr huͤgel immerhin! Kann doch GOttes vater⸗sinn Weder schlag noch fall er schuͤttern, Wenn gleich erd und himmel zittern. 3. Er hat sich mit uns verbun⸗ den Durch den bund, der ewig gilt. Dieser bund waͤhrt alle stunden, Dieser bund ist unser schild Gegen des versuchers pfeil: GOtt bleibt unser erbꝰ und theil, Das hat uns sein mund geschworen, Da sein bad uus neu gebohren. 4. Drum sey ruhig, meine see⸗ le! Trau auf GOtt, der fuͤr dich wacht, Wenn in dieser loo odhl ——— SS SSSSSS 4¹½ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden hoͤhle Dir ein zweifel kummer macht. Wer sich nur auf GOtt verlaͤßt, Der steht undewegt und fest. Dein erbarmer wird dich stuͤtzen, Seine treu wird dich be⸗ schuͤtzen. Mel. O GoOtt du frommer ꝛe. 6 Mol dem, der GOtt 3 8. vertraut, Und stets in seinen sachen Dem alles uͤber⸗ giebt, Der alles wol kann ma⸗ chen. Leg dein beschwertes haupt Nur in des hoͤchsten schooß, So wirst du ruhig seyn, Und aller so gen los. 2. Wol dem, der Gott ver⸗ traut; Denn ihm ist nichts un⸗ moͤglich. Sein starker allmachts⸗ arm Hilft treu und unverzuͤglich. Und scheint uns was zu schwer, So ist es ihm gar leicht; Weil auf sein allmachts⸗wort All unser kummer weicht. 3. Wol dem, der GOtt vertraut; Kannst du kein mittel finden, Dein elend, deine noht Und pein zu uͤber⸗ winden: Vertrau dem weisen Gott, Fleh ihn um beystand an; Bey ihm ist raht und that, Wenn uiemand helfen kann. 4. Wol dem, der GOtt vertraut, Denn seine liebes⸗proben Muß selber die natur Mit frohem mun⸗ de loben; Der jeder ereatur Kraft, speis' und nahrung giebt, Der sor⸗ get auch fuͤr dich, Als den er herz⸗ lich liebt. . Wol dem, der Gott ver⸗ traut Und nicht den menschen⸗ kindern; Denn sie sind oͤfters falsch, Und suchen das zu hindern, Was uns doch nuͤtzlich ist: Ob sie, was uns gebricht, Schon wis⸗ sen und verstehn, So helfen sie doch nicht. 6. Drum wol, es bleibt dabey: sal schauen. Ach GOtt! ich komm zu dir, Ach! sorge du fuͤr mich, Ach! nimm dich meiner an, Und hilf mir gnaͤdiglich. 7. Wol mir, ich traue Gott: Es mag mir immer gehen, Wie GoOtt mein vater will. Ich bleibe drauf bestehen, Daß GOtt den nicht verlaͤßt, Der feste auf ihn baut, Daß dem geholfen wird, Der seinem GOtt vertraut. Ich will nur GOtt vertrauen, Auf N seine vater⸗hand In meiner truͤ⸗Auch blos in GOttes 9—0 Mel. Wenn mein stuͤndlein ꝛe. omm seele! geh in 63 9. K GoOtt zur ruh, Ent⸗ sage deinem willen. Vernunst! schleuß hier die augen zu; Laß dich den glauben stillen: Ergreife die zufriedenheit. Es stehet alle deine zeit In GOttes vater-haͤnden. 2. Wo JEsus geht, da folge nach Wie und wohin er fuͤhret: Weil dich gewiß kein ungemach/ Wenn er nicht will/ beruͤhret. Ohn ihn geschiehet dir kein leid; Es stehet deine lebens⸗zeit Allein in seinen haͤnden.. 3. Gesetzt, er stellet dich einmahl Auf hohe ereuzes-stuffen; Es trifft dich leiden ohne zahl, Du mußt vergebens rufen, Es scheint, die huͤlfe sey sehr weit; Nur unver⸗ zagt: die rettungs⸗zeit Steht auch in seinen haͤnden. 8— 4. Du bleibest doch sein liebes kind; Gesetzt, daß aug' und wan⸗ gen Auch selten ohne thraͤnen sind/ Weil alle lust vergangen, Und dich gar selten was erfreut: So glau⸗ be nur, die thraͤnen⸗zeit Steht auch in seinen haͤnden. 6. Die zeiten werden oft gar schwer; Das fleisch faͤngt an zu fragen: Wo nehm ich meine noht⸗ durft her? Weil alle leute klagen. Achl bleib bey der vergnuͤglichkeitz Es steht ja die versorgungs⸗zeit Du D D. D= — — — Whige 00 Mft ,Mi? esföt , IN alhint, S IulEttlis i hltty Msas⸗ he sttz feh, Wad oho, as Tigehchez Derttan. —— Tnenfi * aum sih uir HBillen. Y. Pillen: Esschat aler D gahh bosilg ing il erth it Ea De Fitllethit fh I 14* eit; ol 1 G.„, ch V ets H, t, und zwar von dem Vertrauen auf GoOtt. 413 6. Du siehest auf dein christen⸗ thum, Und bist noch sehr zuruͤcke; Du liebest heimlich lust und ruhm, Und merkst viel andre tük⸗ ke; Dein herz ist noch gar schlecht erneut: Sey nur getreu, die wachsthums⸗zeit Steht auch in Gottes haͤnden.* 7. Du mußt gar oft mit fleisch und blut, Mit welt und teufel kaͤmpfen; Es faͤllt dir schwer, der lute glut, Die sie erweckt, zu daͤmpfen; Ach geh nur freudig an den streit, Du siegest: denn die sieges⸗zeit Steht nur in GOttes haͤnden. 8. Sehnst du dich weg von dei⸗ ner hut, Und wird dir oͤfters ban⸗ ge; Entfaͤllt und sinket herz und muht, Waͤhrt dir der streit zu lan⸗ ge: Getrost, die erone liegt be⸗ reit, Es steht auch deine eroͤ⸗ nungs⸗zeit In GOttes vater⸗ haͤnden. 9. Verbleibet dir dein todes⸗tag Und sterbeus⸗art verborgen, Du weißt nicht, wo er kommen mag: Nur weg mit allen sorgen. Gnug, daß dir GOtt die haͤnde beut, Und daß auch so die sterbens⸗zeit Dar⸗ innen sicher stehet. 10. Nun du regierer meiner zeit! Gib mir geduld und staͤrke Bey meiner unvollkommenheit; Bis daß ich dort recht merke, Wenn mich dein angesicht erfreut, Wie sicher alle meine zeit In dei⸗ ner hand gestanden. Mel. O GOtt du frommer ꝛe. u bist getreu, mein 640. D GoOtt! Wer sollte dir nicht trauen, Und auch in al⸗ ler noht Auf deine huͤlfe bauen? Ich trau auf dich, ach hilf, Daß es gegruͤndet sey In deiner liebꝰ und huld, In deiner vater⸗ treu. 2. Zwar ist mein fleisch und blut Gar oftmahls voll mistrauen, Wenn es den segen nicht Gleich kann in haͤnden schauen; Deswe⸗ gen ist es auch Oft voll klein⸗ muͤhtigkeit, Sieht nicht aufs 1—„Haͤngt nur an dieser ze it. 3. Was menschen⸗ kinder thun Und rahten, das soll gelten; Was Gottes wort verspricht, Gilt, lei⸗ der! nur gar selten: Was aber kann ein mensch? Was nuͤtzet dessen raht? Es sind ja mehrentheils Nur worte ohne that. 4. Du aber,/ treuer GOtt! Kannst, was du sprichst, erfuͤllen. Bey dir ist raht und that, Du kannst den kummer stillen. Wer dir nur fest vertraut, Dem hilfst du aus der noht, Waͤr sie auch noch so groß, Ja waͤr es gar der tod. ö 5. Drum wend ich mich zu dir, In meines JIEsu namen, In wel⸗ chem mein gebet Schon lauter ja und amen. Ach gib mir in mein herz Des geistes freudigkeit, Daß er in hoͤchster noht Ein kraͤftig ab⸗ ba! schreyt. 6. Ja, abba! hoͤre mich, Und hilf mir, deinem kinde, Daß, wenn ich dir vertrau, Ich huͤlfe bey dir finde. Das recht der kindschaft laͤßt Mir solch vertrauen sehn, und darauf gruͤnd ich mich In allem meinem flehn. 7. Ich traue, laß mich nur Nicht vom vertrauen fallen, Das ich auf dich gestellt; Du hilfst den glaͤubgen allen. Ich glaͤube, hilf du mir, So ist die huͤlfe gut; So dank ich dir dafuͤr: Ach staͤrke herz und muht. Mel. WoGott der HErr nicht ꝛc. Rott ist mein licht 64 I. G er ist mein heil, Das ich erwaͤhlet habe: Erir t ra * WisN —————————7——— 3*. 4¹4 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden kraft zu der ich eil, Und meine seele labe. Was graͤm' und fuͤrcht' ich mich denn nun? Wer kann mir also schaden thun Auf dieser gan⸗ zei erde? 2. Wenn mich die boͤse rott an⸗ faͤllt, Und will mein fleisch ver⸗ beld Gart So kann sie dieser starke eld Gar leicht zu boden bringen. Und wenn auch gleich ein ganzes heer Um mich und mir entgegen waͤr; Mein GoOtt kann sie bald chlagen. 9—8— 3. Eins bitt ich ihn, das haͤtt ich gern: O moͤgte GOtt mir geben, Daß ich bey ihm, als meinem HErrn, Stets wohnen mͤgt und leben/ Und alle meine tag' und jahr In seinem hause bey der schaar Der heiligen zubringen! 4. Da wollt ich meines herzens freud An seinen diensten sehen, Und ruͤhmen, wie zur boͤsen zeit Mir so viel guts geschehen: Wie er mich vaͤterlich gedeckt In seiner huͤtten, und versteckt In einem starken felsen. 5. Und also wird er ferner noch Mich wissen zu regieren; Er wird mich schuͤtzen, und sehr hoch An sichre oͤrter fuͤhren Mein haupt wird uͤber meine feind'ꝰ, Ob sie gleich hoch erhaben seynd, Den⸗ noch erhoͤhet bleiben. 6. Dafuͤr will ich denn wiederum Gott freuden⸗ voll erhoͤhen: Sein ruhm soll in dem heiligthum Aus meinem munde gehen. Ich will ihm opfern dank und preis, Ich will sein lob, so gut ich weiß, Vor allem volke singen. *7. Hoͤr meine stimme, wenn ich schrey, Und seufz' in meinem sinne: Gib, daß mein bitten kraͤf⸗ tig sey, Und, HErr! dein herz ge⸗ winne. Mein her;z haͤlt dir, o treuer hort! Bestaͤndig vor dein h eigen wort: Ihr sollt mein antlitz suchen. 8. Ich such es jezt, verwirf mich nicht Um meiner vielen suͤn⸗ den: Ich such, o HErr! dein an⸗ gesicht, Laß mich es gnaͤdig fin⸗ den. Verstoß mich ja nicht, dei⸗ nen knecht; Denn du hilfst mir allein zurecht, Bringst mich aus allen noͤhten. 9. Mein vater, mutter, und was hier Sonst fuͤr bekannte le⸗ ben, Sind viel zu schwach, und koͤnnen mir Nicht trost und hulfe geben: Verlaͤsset mich gleich alle welt, Nimmt GoOtt mich doch in sein gezelt; Da sind ich schutz und Ung 10. HErr! leite mich auf deiner bahn, Halt mich in deiner gnade, Und nimm dich meiner herzlich an, Daß mir kein feind nicht schade: Sie zeugen faͤlschlich wider mich/ Und thun mir unrecht trotziglich⸗ Dieweil sie niemand scheuen. 1I. Noch dennoch hab ich gu⸗ ten muht, Und glaͤube fest, ich werde Im lebens⸗land das rechte gut Dort sehn: und auf der erde Bin ich getrost und unverzagt Denn wers mit GoOtt im glau⸗ ben wagt, Der wird den sies er⸗ halten. *12. GOtt vater, sohn und heil— ger geist Ohn aufang und ohn en⸗ de, Der mir viel guͤt und treu er⸗ weist Durch allmacht deiner haͤn⸗ de: Sey von mir jeit und allezeit Von nun an bis in ewigkeit Gelo⸗ bet und gepriesen. Mel. O GoOtt du frommer ꝛe. Ott! unter deinem 642 5 G schirm Zu bleiben mir verstatte, Und mich mit dei⸗ ner huld Und allmacht uͤberschat⸗ te, Der du der hoͤchste bist: Vom immels thron und sitz, So lang ich wallen muß Auf erden, mich beschuͤtz. 2. 30 V. x uhhs bitd à W. un W Ist eiz 0 0 fi onst l. 01 Afhr sch. lastet Rt 1e Hashil!? Nut diz ic iurc de I„ 9.0. Aunmenng hlst fit l, Hiel istn Richttiat sset nih Gott Aufidih liitenith ich in hmeigeß seind uh oilschlch urrehtt Demard Oenoch Ind glat Hensla Vh it 60 nidn . —42.— üft Vott chimd W W I us = * W und zwar von dem Vertrauen auf GOtt. 41 2. Ich spreche, HErr! zu dir: Mein Gott, mein heil, mein le⸗ ben/ Fels, burg und zuversicht! Dir hab ich mich ergeben. All meine hoffnung ist Allein auf dich gestellt/ Was auch fuͤr angst und noht Mich in der welt befaͤllt. 3. Wenn mir der jaͤger nun Mit seinem strick und netzen, Der listge boͤsewicht, Begehret zuzu⸗ setzen; So steh mir bey, daß er, Und was sein anhang ist, An mir zu schanden wird Mit aller macht und list. 4. Fuͤr gift und pestilen; Mich gnaͤdiglich befreye; In allerhand gefahr Mir huͤlf und raht ver⸗ leihe; Mit deinen fluͤgeln deck Und halt mich stets in hut, Wie eine henne sonst Bey ihren kuͤch⸗ lein thut. 5. Auf dich, GOtt! traue ich, Du hast mir schutz versprochen. Was du uns zugesagt/ Hast du noch nie gebrochen; Du hast es immer⸗ dar Mit grosser treu erfuͤllt, Und deine wahrheit ist, HErr! unser schirm und schild. 6. Kein grauen laß bey nacht Mich schrecken oder aͤffen; Latz mich auch keinen pfeil, Der fleucht bey tage, treffen. Behuͤte mich fuͤr pest, Die in dem finstern schleicht, Fuͤr krankheit, die verderbt, Wenn heller mittag leucht't. . Hilf mir den teufel selbst, Sucht er mich zu verschlingen, Im glauben durch dein wort Ver⸗ jagen und bezwingen; Mach alles sonst zunicht, Was men⸗ schen wider mich, Der eine heimlich thut, Der andre oͤf⸗ fentlich. ö 8. Gib, daß es mich nicht trifft, Ob tausend mir zur seite, Zur rechten fielen gar Zehn tausend boͤser leute. Hilf, daß ich stille schau, Wie du vergeltung uͤbst, Wie du die boͤsen strafst/ Und schuͤr⸗ zest, die du liebst. 9. Dis, allerhoͤchster GOtt? Sind deine grosse werke: Drum bitt ich dich, v 5Err! Mein zu⸗ Daß l schutz und staͤrke! Gib ja, aß sich fortan Kein uͤbel, keine plag Zu mir und meinem haus Annahe nacht und tag. 10. Befiehl der engel⸗schaar, Sich rings um mich zu legen, Be⸗ huͤte mich durch sie Auf allen mei⸗ nen wegen: Durch sie und ihr ge⸗ leit Laß mich bewahret seyn, An welchem orte ich Ausgehe oder ein. 1I. Verleih, daß sie mich stets Auf ihren haͤuden tragen, Daß ich versichert sey Fuͤr anstoß noht und plagen: Und daß der satanas/ So oft er dringet an, Zuruͤck ge⸗ dann wird, Daß er nicht siegen ann. 12. Die man so fuͤrchten niuß Als loͤwen oder drachen, Dersel hen macht und list Wollst du, HEyr: kraftlos machen, Daß sie nieht schaden thun, Sie seyn jung oder alt: Zu schanden mach die list/ Zu⸗ nichte die. gewalt. ** 13. O frommer treuer GOtt: Dieweil ich dein begehre, So nim̃ dich meiner an, Die huͤlfe mir ge⸗ wehre: Ich kenne deinen nam', Drum sey mein starker schutz: Wend ab von mir gefahr, Daͤmpf aller feinde trutz. 14. Ich ruf dich, hoͤchster: an Mit herzen und mit munde: Dar⸗ um erhoͤre mich, Und sey zu jeder stunde In aller noht bey mir: Reiß mich auch bald heraus, Und segne hane darauf In meinem stand und haus. I6. Was ich verrichten soll, Laß alles wol gelingen, Daß ichs zum guten end Mit ehren moͤge brin⸗ gen. Bin ich hie lebens satt Und hab ich meinen theil; So zeige öũᷓ¶IDISS---“Y“.. 4¹ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden zeige mir denn auch Dort ewiglich dein heil. 76 16. GOtt vater, sohn und geist! Behüte mich aus gnaͤden Fuͤr al⸗ lem, was mir kann An leib und see⸗ le schaden: Bewahr mir ehr und gut, Bewahre was nur mein: Ich will dir lebenslang Fuͤr alles dank⸗ bar seyn. 6 er nur den lieben 43. W;ᷓoott laßt wal⸗ ten, Und hoffet auf ihn allezeit; Den wird er wunderlich erhal— ten In aller noht und traurig⸗ keit. Wer nur dem allerhoͤchsten traut, Der hat auf keinen sand ge⸗ baut. 2. Was helfen uns die schwere sorgen, Was hilft uns unser weh und ach! Was hilft es, daß wir alle morgen Beseufzen unser un⸗ gemach? Wir machen unser ereuz und leid Nur groͤsser durch die traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille, Ind sey doch in sich selbst ver⸗ gnuͤgt, Wie unsers GOttes heilger wille, Wie sein' allwissenheit es fuͤgt: GOtt, der uns ihm hat aus⸗ erwaͤhlt, Der weiß auch sehr wol, was uns fehlt. 7 4. Er kennt die rechte zeit und stunden, Er weiß wol, was uns nuͤtzlich sey. Wenn er uns nur ge⸗ treu erfunden, Und merket keine heucheley; So koͤmmt GOtt, eh wirs uns versehn, Und laͤsset uns viel guts geschehn. 6. Denk nicht in deiner drang⸗ lassen 25 Daß du von Gᷣott ver⸗ assen seyst, Daß der nur GOtt im schoosse sitze, Der sich mit stetem gluͤcke speist; Die zeit/ so folgt, ver⸗ aͤndert viel, Und setzet jeglichem sein ziel. 6. Es sind ja GOtt sehr schlech⸗ te sachen, Und ist dem hoͤchsten ..— alles gleich, Den reichen klein und arm zu machen, Den armen aber groß und reich: GOtt ist der rechte wunder⸗mann, Der bald erhoͤhn, bald stuͤrzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Got⸗ tes wegen, Verricht das deine nur getreu, Und trau des himmels reichem segen: So wird er beydit u werden neu. Denn wer nur seine zuversicht Auf GOtt setzt, den ver⸗ laͤßt er nicht. 7 Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe 6 Ich trau auf Gott II1.. in allen sachen, Und laß es gehen, wie es geht; Er kann es doch am besten machen, Ob gleich mein herz in trauren steht Mir geh es, wie es GOtt gefaͤlt; Es sey ihm alles heimgestellt. 2. Ich trau auf GOtt im unhe⸗ luͤcke Wenn mir gleich sturm und wetter draͤut. Wenn ich mich nur in GOtt erquicke, Und sich mein geist in ihm erfreut; Mag sturm und wetter auf mich gehn, und über meinem haupte stehn. 3. Ich trau auf Gott, wenn meine feinde Mich schmaͤhn; und druͤcken sie mich oft, So denk ich: hab ich GOtt zum freunde/ So zeigt er mir wol unverhofft, Wie mich sein starker schutz erhaͤlt Wenn list und wuht gleich netze stellt. ö 4. Ich trau auf GOtt: bin ich verachtet, Und lebe jammer⸗voll allhier; Gnug, daß mein geist nur dahin trachtet, Wo JEsus leht, und wo er mir, Nach ausgestand⸗ ner traurigkeit, Ruhm, ehre,freud und lust bereit't. ö c. Ich trau auf GOtt, wird mein vermoͤgen Auch taͤglich schlecht gering und klein. Ich will auf ihn die sorgen legen, Er segnet/ giebt und hilft allein. Wenn 0 nu ö R lei IIEt + shlit Mhpalich iz auen z In tun shder z Assrmein g Whinein Ix Icsigcen. — Iun— 1 0 un 0 00 reichth H N en * ——— en ur „ala oit esgh esen u Vetz in an ie cog heing ufl uirglach Wenh e, umj stkut; nicg oaupte e ‚ 11N 0 Uu t u arhosth ht 29 5 00⁰ WN. „5 W d . 7* Dahh und zwar von dem Vertrauen auf Gott. 4¹⁷ nur reich in JEsu bin; Hab' ich den herrlichsten gewinn. o. Ich trau auf GoOtt so lang ich lebe; GOtt ist mein heil und zuversicht, An dem ich kletten⸗ weise klebe, Ich laß ihn nun und nimmer nicht. Dis soll mein fester vorsatz seyn. Ich trau auf meinen GOtt allein. 7. Ich trau auf GOtt, muß ich erkranken, Ja winket mir sogar der tod, Und will mein lebens⸗ schifflein wanken; Hilft IEsus doch aus aller noht, Und giebet mir auf kurzes leid Des himmels frohe seligkeit. 6 Ar meinen lieben 45. GoOtt Trau ich in angst und noht: Er kann mich allheit retten Aus truͤbsal, angst und noͤhten. Mein ungluͤck kann er wenden. Es steht in seinen haͤnden. 2. Ob mich die suͤnd ansicht, Verzag ich dennoch nicht, Auf Christum will ich bauen, Und ihm allein vertrauen; Ihm bleib ich 10 ergeben Im tod und auch im en. 3. Ob mich der tod nimmt hin, Ist sterben mein gewinn: Denn Christus ist mein leben, Dem hab ich mich ergeben. Ich sterb heut oder morgen, Wird er mein seel versorgen. 4. O mein HErr JEsu Christ! Der so geduldig ist Fuͤr mich am creuz gestorben, Der mir das heil erworben: Fuͤhr uns alle zugleiche Zum ewgen himmelreiche. *. Amen zu aller stund Sprech ich aus herzens⸗grund: Du wollest uns ja leiten, HErr J Christt zu allen zeiten, Auf daß wir 0 all N, deinen namen Ewiglich preisen, amen. ö as mein Gott 646. Wĩ will, gescheh all⸗ eit; Sein will ist doch der beste. Zu helfen ist er dem bereit, Der an ihn glaͤubet feste. Er hilft aus noht, Der fromme Gott, Er bersßn 55 ausit Wer Gott vertraut, Fest auf ihn baut will 6 Brt verlassen.—— *. GOtt ist mein trost und zu⸗ versicht, Mein hoffnung und mein leben: Was mein Gott will, daß mir geschicht, Will ich nicht wi⸗ derstreben: Sein wort ist wahr, Daß all mein haar Er selber hat gezaͤhlet. Er huͤt't und wacht, Stets für uns tracht't, Auf daß uns ja nichts fehlet. 3. Muß gleich ich suͤnder von der welt Hinfahrn nach GOttes willen Zu meinem GOtt; wenns ihm gefallt, Will ich ihm halten stille. Mein arme seel Ich Gott befehl In meiner lezten stunden. O frommer GOtt! Suͤnd, höll 6 tod Hast du mir uͤberwun⸗ 4. Noch eins, HErr! will i bitten dich, Du wirst mirs 9101 versagen: Wenn mich der boͤse geist anficht, Laß mich doch nicht verzagen. Ach hilf und wehr, O GoOtt mein HErr! Zu ehren deinem namen. Was du zusagst, Das haͤltst du fest, Drauf sprech ich froͤlich: amen. on Gott will i 647. Vutch lasen; Denn er laͤßt nicht von mir, Fuͤhrt mich auf rechter strassen, Da ich sonst irrte sehr. Er reicht mir seine Ii Den 9 Wyl als den morgen ill er mich wol verso e wo es woll im land. Wait r 2. Wenn sich der menschen hulde Und wolthat ganz verkehrt So findt sich GOtt gar balde. Sein Dd macht 4¹ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden macht und gnad bewaͤhrt Hilft uns in aller noht, Errett't von suͤnd und schanden, Von ketten und von banden, Und waͤr es auch der od. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren zeit; Das kann mich nicht gereuen, Denn er wendt alles leid: Ihm sey es heim⸗ gestellt. Mein leib, mein seel,mein leben Sey GOtt dem HErrn erge⸗ ben, Er machs, wies ihm gefaͤllt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, Als was mir nuͤtzlich ist. Er meints gut mit uns allen, Schenkt uns den HErren Chrifl, Seinen eingebohrnen sohn; Durch den er uns beschehret, Was leib und seel ernehret. Lobt ihn im himmels⸗ thron. g. Lobt ihn mit herz und mun⸗ de Fuͤr das, was er uns schenkt: Das ist ein' selge stunde, Darin man sein gedenkt: Sonst verdirbt alle zeit, Die man zubringt auf er⸗ den. Wir sollen selig werden/ Und leb'n in ewigkeit; 6. Auch wenn die welt vergehet Mit ihrem stolz und pracht/Wed'r ehr noch gut bestehet, Das vor ward groß geacht't. Wir werden nach dem tod Zwar in die erd be⸗ graben; Wenn wir geschlafen ha⸗ ben, Erweckt uns unser GOtt. 7. Die seel bleibt unverlohren, Gefuͤhrt in Abrams schooß: Der leib wird neu gebohren Von al⸗ len suͤnden los, Ganz heilig, rein und zart, Ein kind und erb des HErren: Daran muß uns nicht irren Des teufels listig art. v. Darum, ob ich schon dulde Hie widerwaͤrtigkeit, Wie ich auch wol ver schulde: Koͤmmt doch die ewigkeit, Istaller renden voll, Dieselb ohn einig ende, Dieweil ich Christum kenne, Mir wieder⸗ fahren soll. 9. Das ist des vaters wille, Der mich erschaffen hat; Sein sohn ha guts die fuͤlle Erworben, 105 9 gnad: Auch GOtt der heilge geist Im glauben uns regieret, vum reich des himmels fuͤhret; Ihm sey lob, ehr und preis. Von der Demuht. Mel. Alle H vach ꝛe. u maljestaͤtisch 648.O wefen: Das 0 unzugaͤnglich licht Sich zum sißz und thron erlesen: O wie schnoͤde halh bin ich nicht, Wenn ich michmich I. kind der hoͤlle, Neben deine klar washses heit stelle. Ach, wie finster, arm ühhumernn und klein Schein ich mir dann ande selbst zu seyn! Wstoß 2. Dein glant hat nie angefan⸗ ie gen, Du bist GOtt von ewigkeit; zushur. Ich bin gestern aufgegangen, Ind auh vergeh vielleicht noch heut. Deine galch, Tr macht hat keine schranken, Mei- s u ne kraft will immer wanken. Du zas mubs bist selbst die quell des lichts, It lsete e bin weniger denn nichts. Wn Vr 3. Nichts von wahrheit, nichts von guͤte Wohnet in mir von na⸗ tur; Dem verdorbeuen gemuͤhte ahhmeme Fehlt der ersten schoͤnheit spur sahhnfiche Ach! dein bild ist ganz erblichen lhchlert Alle krafte sind entwichen; Und hh, mii mein coͤrper faͤllt dahin, Wie die yg blumen, die verbluͤhn. 6 4. Fluch und elend, zorn und y suͤnde Ist was mich allhier un— giebt; Dis 117 mich zum hoͤl⸗TA len⸗kinde, Das selbst sein verder⸗ ben liebt. Tausend fehler, tau⸗ send flecken Schaͤnden mich an al⸗ len ecken: Und in der verderh⸗ ten brust Gruͤnt die wurzel boͤße ß lust. l habe, sushz V N. du, HErr! mir zugewandt. Deine 1 armen wurm und made. Nahe h Ruch I enng ust ph — Derdan Ilaschr ů UU ash t e II amihr Mia ö n 01 t le schu ie hoeldg amich un rah hhet Hr erdate en sth fe Nind eh ilt d aht Puht Culn usect I ilbat, M itN und zwar von der Demuht. 41¹9 mniest du zuruͤck, was dein, Ach! was wuͤrde uͤbrig senyn?? 6. Doch die menge deiner gaben Klaget meinen undank an; Weil ich sie oft gar vergraben, Oft mit ihnen groß gethan, Oft zur sünde so misbrauchet, Daß dein zorn izt billig rauchet. Ach, wie haͤuft sich meine schuld Durch verachtung deiner huld! ö 7. HErr! die wunder deiner liebe Machen mich beschaͤmt vor dir. Ach,wie zart sind deine triebe! Was fur huld erzeigst du mir, Da du, allerhoͤchstes wesen! Dir zur lust mich wurm erlesen, Mich, der elend, arm und bloß; Wie ist deine gnade großß 8. HErr! hie lieg ich in dem staube, Unter deinen fuß ge⸗ kruͤmmt; Doch mein demuhts-— voller glaube, Der noch in der asche glimmt, Freut sich heimlich deiner guͤte, Und mein tief⸗ge⸗ beugt gemuͤhte Hebt sich aus des todes thor Voller zuversicht empor. 9. Meine kraͤfte, meine glieder Stehn zu deinem dienst bereit. Sieh! hier sink ich vor dir nieder, Voller ehrerbietigkeit. Deinen willen thun, und leiden, Sey der gipfel meiner freuden. Du beherrscher aller welt! Thu mit mir, was dir gefaͤllt. Mel. Aus tiefer ean ersths 22 Vie faͤllt der schoͤne 649. W'̃ morgenstern,(a) Wenn er sich selbst erhebet, Und wider seinen GOtt und HErrn Verdammter weise strebet! Da muß er von dem ehren⸗stuhl In seinen pech⸗ und schwefel⸗pfuhl, Wo lauter jammer schwebet. 2. Das erste paar verstieg sich auch Durch list der alten schlan⸗ gen: Drum ist, gleich wie ein leichter rauch, Sein edles bild vergangen. Da siel des menschen herrlichkeit, Da hat sich alles her⸗ zeleid Und elend angefangen. 3. Ich bitte dich, o hoͤchstes gut! Laß mich nicht hoch herfah⸗ ren; Laß mich mein herz fuͤr stol⸗ zem muht Und pracht stets wol bewahren.Ach laß sich jederʒeit mit mir Der christen schoͤnste sitten⸗ zier, Die holde demuht, paaren. 4. Gib/ daß ich mich in meinem sinn Durchaus nicht froͤmmer schaͤtze, Als ich im grund der wahrheit bin, Noch mich an mir ergetze; Daß ich nicht auf mich selber bau, Noch auf mein eigen werk vertrau: Denn das sind sa⸗ tans netze. Wenn ich mit meinem tu⸗ gend⸗ruhm Mich uͤber andre stelle, Und auch von meinem ehristen⸗ thum Ein milder urtheil faͤlle, Als mein verhalten wuͤrdig ist: So fall ich, als ein heuchel⸗christ, Vom himmel in die hoͤlle. 6. Was wollen wir uns viel er⸗ höͤhn? Wir sind doch alle suͤnder. Wir wollen nur zu JEsu gehn, Der will der armen kinder, Die aus der tiefe zu ihm schreyn/ Ihr trost und suůnden⸗tilger seynz Weil er ihr heils⸗erfinder. 7. Ach JIEsu: laß doch unser herz Dis laster recht erkennen. Gib, daß wir uns voll reu und schmerz Die groͤßten suͤnder nennen! Auf daß man ohne heucheley Von gan⸗ zer seele niedrig sey; Sonst muß man ewig brennen. 3. O du verderbte suͤnden⸗ brust! An dich schlag' ich voll schmerzen; Du brunnquell meiner boͤsen lust Mit dir ist nicht zu scherzen. Ach spring in wahrer buß und reu, Du felsen⸗herz nun⸗ mehr inzwey! Bewein die schuld von herzen. 9. Ich will allhie von ferne stehn. O darf ichs denn auch Dd 2 wa⸗ 4²⁰ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden—— — wagen/ Und dir,mein JEsu! näher gehn, Und dir mein elend klagen Ach jal der liebste GoOttes⸗sohnIst ja mein heil und gnaden⸗ thron, Dem darf ich alles sagen. 10. Wiewol ich es kaum wagen kann Den himmel anzuschauen; Doch,weil du, JEsul gnug gethan, So will ich auf dich trauen. Be⸗ schämet mich gleich meine schuld, So hast du doch mit mir geduld: Auf dich will ich fest bauen. 11. Ach JEsu, ach! ich suche gnad, Ach seh auf mich elenden, Sey gnaͤdig meiner missethat: Es steht in deinen händen. Sey gna⸗ dig, allertreuster GOtt! Du willt ja nicht des suͤnders tod, Und kannst mein elend wenden. 12. Erkläre mich gerecht und rein, Laß dein verdienst mich hei⸗ len; Du siehest meine seelen⸗pein/ Du kannst mir trost ertheilen. Ich bin ein armer sünden⸗knecht, Dein blut und leiden macht ge⸗ recht. Drum will ich zu dir eilen. (a)' Ist der satan, welchen der hoch⸗ muht aus der zahl der heiligen engel, die bey dem Hiob e. 38.7. morgensterne geuennetwerden, gestuͤrzet hat. Siehe Jes. 142. Mel. Es 5n uchdocher as mag sich doch der 6 5 O. W arme staub, Die erd und asch erheben? Furcht, elend, noht, des todes raub Ist des⸗ sen ganzes leben. Wie oft er nach dem arzte schickt, Wie lang auch dieser an ihm flickt; Muß er doch endlich sterben. 2. Er geht gar oft mit weh und ach! Voll jammer von der erden, Faͤllt unverhofft, und muß dar⸗ nach Zu staub und moder werden. Und ist sodann nicht arm und reich Und groß und klein einander leich Wo bleibt dann stand und ehre? 3. Da wird, scatt schoͤner leibs⸗ gestaltEin haͤßlich bild gefunden; Da ist der vorzug an gewalt, Kunst, witz und pracht, ver⸗ ů schwunden. Der sich vor andern us groß gemacht, Und alles neben sch Wichhng. veracht't, Wird dann als suub Nasnd zertreten. 3. Wie oftmahls wendet sich ds blatt, Daß gut und pracht verder u ben, Und die man hoch verehret hat, In schimpf und schande stet ben: Weil GOtt zu seiner jet und stund Den stolzen zeigt, daß sie den grund Aufs schluͤpfrihe 6 bauet. RW 6. Dem, der sich ruͤhmt, als ab H er gar Vom hoͤchsten nichts e NWH kommen, Und nur sein eigner ab: utd gott war; Wird alles schnel o1 nommen. Dem, welcher glaͤubt, Vare er stehe fest, Sich nur auf macht und pracht verlaͤßt, Ist fall und schlag am naͤchsten. 6. Wer seine mängel nicht he⸗ tracht't,Nicht siehet oder glauhet: Den neben⸗ehristen doch verachtt, Und Gott die ehre raubet; Auf dessen beystand gar nicht schalt Vielmehr auf eigue kraͤfte baut: Deß thun muß untergehen. 7. Und weil aus hoffart, alk und neid Und alles ungluͤck ruͤhrtt So wird unsegen/ fluch und stret uud tausend noht gespüͤret. H0l widersteht dem uͤbermuht, Deil er misbraucht gewalt und gut:Ubts Der demuht giebt er gnade. lnng 3. Stolz, hohe augen, grose sh, i pracht, Nebst schwuͤlstigen gebtz den Und ruhmsucht, ist vor Golt I veracht, Ind muß zu schanden wel Wüh den: Denn alles zeiget, daß dahg Ein herz voll eitler hoffart sey/ di doch vor GOtt ein greuel. . Wohl aber dem, der oft erwen Daß man hier GOttes gaben A HU Rschhi en Ituchygcht ges Vs Istahpebt ARcum us Woande irdischen gefaͤssen traͤgt, Die grosr ws schwachheit haben; Denn 00 ic E — Wilchth Weng nden Da schr h rd dn N höchse r s td all , chn erliti 1½ fet, Senit sehen Ie Pieche H e g RAI U½ i II Re R H I rschth und zwar von der Demuht. 42¹ stets an demuht reich, Damit er nicht, dem satan gleich, Durch stolz verdammet werde. 10. Er thut, was Christus ihn gelehrt, Indem er demuht liebet, Und GWVt, so oft man ihn verehrt, ketten Anizt gefesselt den 7 Die ehre wieder giebet; Er achtet sich gering und schlecht. Durch solchen fromm-und niedern knecht FChut GOtt oft grosse dinge. II. HErr! gib, daß ich voll demuht bin, Den naͤchsten nie ver⸗ nichte, In herzens⸗einfalt im⸗ merhin Mein anit getreu verrich⸗ te: Nicht menschen-gunst noch ehre acht, Nur nach der ehren⸗ crone tracht, Die nimmermehr verwelket. Mel. Herzlich 3 mi barhen as frag ich nach den 6 I. W! ehren, Die mir die welt verspricht? Ich weiß aus Gottes lehren, Daß schlechte zu⸗ yersicht Auf ihren glanz zu setzen: 6. O hoͤchst⸗verblendte sinnen Bedenkt des lebens schluß, Wenn euer geist von hinnen Vor jenen richter muß. Was kann euch dann erretten, Wenn alles flieht und faͤllt, Was euch mit thorheits⸗ 6. Entreisse mich den banden, HErr reisse mich doch los; Mach allen stolz zu schanden, Mach mei⸗ ne demuht groß. Du bist hoch und erhaben, Ich arm, gering und klein; Drũm laß auf meine gaben Mich nicht vermessen seyn. 7. Will mich die welt verachten, So geb ich mich darein: Wirst du nur meiner achten, Kann ich ver⸗ gnuͤget seyn. Die eitle pracht ist schaden, Die ruhmsucht nur be⸗ trug. Bin ich bey dir in gnaden, So hab ich ehre gnug. Mel. Wer nur den 11551 1 ꝛe ein GOtt du woh⸗ 6 5 2. M nest in der hoͤhe, Ein rauch vergeht geschwind, Und und siehst auf das, was niedrig ist. so flieht ihr ergetzen Auch schnel⸗ ler, als der wind. 2. Versuchungs=netz und stricke, Verfolgung, haß und neid, Groll, hader, saure blicke, Erbitterung und streit Umgiebt die, so mit sor⸗ gen Nach ruhm und ehre stehn: Sie muͤssen oft vor morgen Mit schrecken untergehn. 3. Die welt führt groß gepraͤn⸗ ge Und unerlaͤubte pracht: Der ruͤhmt der güter menge, Der an⸗ dere seine macht, Der dritte schoͤn⸗ heit, kuͤuste, Vergnuͤgen, gunst und 0%% geld; Und alles sind nur duͤnste, Die man für koͤstlich hält. 4. Man sucht nur groß zu wer⸗ den, Man kennt sich selber nicht, Vergißt, daß man aus erden Und asche zugericht. Nur unsre werke taugen; Was andere gethan, Gilt nichts in unsern augen: Man siehts veraͤchtlich an. Weil ich nun auf der erde gehe, Und du ein HErr des himmels bist; So gib, daß ich in meinem sinn Der demuht stets ergeben bin. 2. Was bin ich denn? nur asch und erde, Ein armer wurm, ein maden⸗haus. Wenn ich nun ein⸗ mahl sterben werde, So traͤgt man meinen staub hinaus. Das prage mir doch fleissig ein, So werd ich gerne niedrig seyn. 3. Der hochmuht ist ein schluͤpf⸗ rig pflaster, Das vielen schon den fall gebracht. So weis ich aueh, daß dieses laster Aus engeln teu⸗ fel hat gemacht. Behuͤte mich fuͤr dieser bahn, Die leicht zur hoͤlle fuͤhren kann.. 4. Die hoffart hat dir nie gefal⸗ len, Du bist und bleibst den stol⸗ zen feind. D liebst die herzen un⸗ ter allen, Aus welchen wahre de⸗ muht scheint: Der ist dein freund, D d 3 der 4 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden der in der welt Sich selber nicht, nur dir gefaͤllt. 228 5. Laß mich in Christi stapfen treten, Der hier die demuht sel⸗ ber war: Ich kann sonst nicht erhoͤr⸗ lich beten; Ich sturz mich sonst in die gefahr, Daß mein gebet dir zum verdruß, Und mir zur suͤnde, werden muß. 6. Nicht meiner, sondern deiner ehre Laß all mein thun gewidmet seyn. Und daß sich nur dein ruhm bermehre: So praͤge mir mit nachdruck ein, Ich sey nicht wehrt der gnaden⸗kraft, Die alles gute in mir schafft. ö 7. Haͤtt ich gleich alle tugend⸗ gaben, Und haͤtte doch die demuht nicht; So wůrd ich nur ein blend⸗ werk haben, Nur dampf und schat⸗ ten, und kein licht. Drum laß der tugend groͤßten schein Bey mir auch wahre demuht seyn. 8. Hilf, daß ich mich in demuht kleide, Daß ich, von stolz und hoffart frey, Die eitle pracht von aussen meide, Und demuhts⸗voll im herzen sey. GOtt sieht nicht auf das schlechte kleid, Er liebt des herzens niedrigkeit. 9. Gib, daß ich mich nicht uͤber⸗ hebe, Dieweil wir alle bruͤder sind; Daß ich dem kleinsten ehre gebe, Als der sowol, als ich, dein kind. Der tod macht endlich arm und reich, Auch schlecht und hoch, einander gleich. 10. Auch laß mich dir bey allem leiden In demuht unterworfen seyn. Dort wirst du mich mit eh⸗ ren kleiden, Nach ausgestandner schmach und pein. Denn wer sich selbst erniedrigt hier, Steht dort gewiß erhoͤht bey dir. Von der Geduld. Mel. Es ist das heil uns kommen. 6 5 3 Es ist gewiß ein koͤstlich 0 ding, Sich in geduld und kraͤfte. 3. Nur frisch im glauben fortg. kaͤmpft, Bis sich der sturmwind ie⸗ get. Im ereuze wird die lust ge⸗ daͤmpft, Die sich im fleische reget; Der geist kriegt neue kraft und muht, Daß er in GOtt gelasen ruht. Geduld erlaͤngt viel gnae. 4. Es wird auch keiner dortge⸗ croͤnt, Als der hie recht gestritten Ja der wird dermahleins her⸗ hoͤhnt, Der nicht getrost gelitten. Doch dem, der Christi joch sie n traͤgt, Wird Christi schmuck dont angelegt. Geduld erlangt die crone. 5. Gott hilft dir auch bey aller noht, Dem kannst du sicher trauen. Er uͤbergiebt dich nicht dem tod. Du sollt das leben schauen: Er steht dir bey, er troͤstet dich/ Be⸗ weiset sich recht vaͤterlich. Geduld ist stets voll segen. ö 6. Erwarte nur die rechte zeit, Du wirst den trost empfinden; EE wird in lieb' und freundlichkeit Sich fest mit dir verbinden. Er wird, nach ausgestandner pein, Dein labsal unaufhoͤrlich seyn. Geduld wird nicht zu schanden. *½. Nun GoOtt des trostes, der geduld! Geduld ist deine gabe: Drum gib sie mir nach deinen huld, Weil ich sie noͤhtig habe. sisn,. Laß mich im leiden, ereuz und pein uhend Hier meinem JEsu aͤhnlich seyn, Bis ich ihn dort umfasse. 4½%%½ Ils 8.— W /N%— V HMUein x Whaltz E Ihnt. Duter ufbt N Wntuber! icha n VDu S I t. E HedAny War ht Iel Iechund P.e r . Mel. uline n Wair 0 OA Diich Wbatth etgg Veh us uh eml Sr IM * Halhhj unh IGat Li Thingu Sichdaß e Zichinfh Tegt n &r in g I auchhe Ihiettt bͤt Licht g Vet ehht hs Saubt ö Austtors n dict OFEMN I f ĹHn R.0 1˙3 K 90 d Itrin . tl R und zwar von der Geduld. 4³3 Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. ein GOtt! du bist 6 54. M von grosser guͤte, und traͤgst uns selber mit geduld: Regiere du auch mein gemühte, Damit es deine vater⸗huldWenn sie mir liebes⸗schlaͤge giebt, Ja nie durch ungeduld betruͤbt. 2. Ich habe ja wol mehr verdie⸗ net.Als du mir jemahls auferlegt: Da mir nun noch die hoffnung grünet, Daß deine hand aus liebe schlaͤht, Und mich mit troste will erfreun; Wie sollt ich nicht ge⸗ duldig seyn? ů z. Ich bin der thon, du bist der töpfer Und machst aus mir, was dir gefaͤlt. Die ereatur bleibt ihrem schoͤpfer Zu seinem willen heimgestellt. Drum gib geduld, wenn deine hand Mir ereuz und trubsal zugesandt. 4. Mir ist die zuͤchtigung so nütze, Als meinem leibe taͤglich brot: Denn wenn ich stets in ro⸗ sen sitze, Stüͤrzt sicherheit mich bald in noht. Drum hilf, dast ich auf jeden schlag Die vater⸗ruhte kuͤssen—— 1185 6. Behuͤte mich, daß ich im ereuze Mit murren oder ungeduld Dich nicht zum zorn und strafe rei⸗ e: Denn also bin ich selber schuld, Wenn mir des ereuzes uͤberdruß Zur scharfen ruhte werden muß. 6. Laß mich auf meinen JEsum sehen, Der in geduld den ereuz⸗ weg trat; Der alles leiden, fluch und schmähen Gauz willig uͤber⸗ nommen hat. Das unschulds⸗ volle GOttes⸗lamm Gieng fren⸗ dig an den ereuzes⸗stamm. 7. Er hat mir stapfen hinter⸗ lassen, In welchen ich ihm folgen soll. Ach! laß mich, HErr! ein herze fassen, Ihm nachzugehn durch weh und wol: Gib, daß ich in gelaßnem sinn Dem bilde JEsu aͤhnlich bin. 3. Wenn du mich auch nicht bald erhoͤrest; So ruͤste mich doch mit geduld; Denn was du mich im ereuze lehrest, Sind lauter proben deiner huld. Halt ich die truͤbsal redlich aus, So wird mir lauter labsal draus. 9. Geduld hilft alles uͤberwin⸗ den: So werd ich nach dem kampfe dort Die schoͤnste sieges⸗erone fin⸗ denz Geduld bringt endlich an den port: Da werden keine dornen seyn, Da erutet man nur rosen ein. Mel. 16. Sollt ich meinem GOtt. 6 Licher vater! GOtt der armen, Der so viel geduld bezeigt, Dessen ewiges er⸗ barmen Unsre suͤnden übersteigt! JEsu Christe, sohn der gnaden, Du geduldigs Gottes⸗lamm! Der am schweren ereuzes⸗sftamm Uns der fuͤnden last entladen; Und du guter friedens⸗geist! Der der beste troͤster heißt: 3. Ich bekenne dir mit schmer⸗ zen Meine angebohrue schuld. Es entspringt in meinem herzen Lei⸗ der oftmahls ungeduld. Ach ꝛich habe deinem willen Nicht gehor⸗ sam nachgelebt, Ihm mit murren widerstrebt Nicht gesucht ihn zu erfuͤlen. Ach! ich bitte, rechne du Mir die suͤnde doch nicht zu. 3. Ach! befrey mich von dem draͤuen„Da der mund der wahr⸗ heit spricht: Die sein joch des ereuzes scheuen, Finden seine ruhe nicht d. Laß mich dieses elend slie⸗ hen, Gib mir gnade, deiner last/ Die du selbst getragen hast, Wil⸗ lig mich zu unterziehen, Daß mein herz von unmuht frey/ Und im ereuz gelassen sey. * Matth. 11, 29. 4. Laß dein schicksal mich ver⸗ guuͤgen, Wenns auch misver⸗ gnuͤgen schickt. Denn ohn unsers Dd a Got⸗ 4³⁴ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden Sottes fuͤgen Wird uns nicht ein haar entruͤckt. Gib, daß dis mein heri erkennet, Gib ein dankbares gemuͤht, Das auf deine schickung sieht, Und dich kindlich vater! nennet: Das, wie Isaae“, er⸗ traͤgt, Was der vater auferlegt. 2. 1. B. Mos. 22/ 6. Zeige, daß mir boͤsem kinde Nur was wenigs widerfaͤhrt; Weil auch meine kleinste suͤnde Schon der groͤßten plagen wehrt. Laß mich keine pein ermuden; Ma⸗ che mich getrost und still, Daß ich noch mehr leiden will, Wenn dein raht es so beschieden: Wird dein name nur geehrt, Und mein wah⸗ rer nutz gemehrt. 6. Was du willt, das soll gesche⸗ hen, Was uns schaͤdlich, willt du nicht: Nur vergib mir was verse⸗ ben, Wenn mein wille wider⸗ spricht; Nur vertreib aus mei⸗ nem herzen Sorgen, trauren, ungeduld, Furcht und angst um deine huld, Und die allzugrosse schmerzen; Daß ich, unter deiner treu, Stark im uͤberwinden sey. 7. Gib mir mitten im betruͤ⸗ ben Ein vertraͤgliches gemuͤht, Das auch feinde weiß zu lieben, Und die eigne rache flieht. Wink und worte, sinn und werke Und begierden fasse du Selbst in eine saufte ruh; Und gib rechte glau⸗ bens ⸗=staͤrke, Standhaft in des creuzes pein, Selig nach dem oreuz zu seyn. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 6 einGOttt ich wart — auf deine stunde, Ob sie gleich nicht geschlagen hat. Ich habe diesen trost zum grunde: Bey Goᷣott ist immer raht und that: Dein wort wird endlich doch erfuͤllt, Die stunde komme, wenn du willt. ö 24.. 2. Ich bin, mein GOtt! in dei⸗ nen haͤnden, Machs nur mit mit, In wie dirs gefaͤllt. Ich will mich nach den bergen wenden*; Es se dir alles heimgestellt. Die huͤlfe koͤmmt allein von dir, Mein beser helfer: hilf du mir.*Pf. 11,I. 3. Wenn furcht und hoffnung in mir streiten; Heißt mich der glaube stille seyn: Ich sehe deint hand von weiten, Die wird mir trost und kraft verleihn; Ich wer⸗ de, HErr! es wird geschehn, Noch lust an deiner gnade sehn. 4. Mit Jacob geh ich dir ent⸗ gegen, Mein glaube ringt und kaͤmpft mit dir; Ich laß dich nicht, gib mir den segenDein segen ruh und bleib auf mir; Dein segen ist, der mir die nacht Zur schoͤnen morgenroͤhte macht. 9— . Nur deiner allmacht willih trauen, Die allen kummer aͤn⸗ dern kann. Auf dein wort willich felsen bauen, Du hast gesaget: ruf mich an; Ich hoffe nun/ ich rufe nun, Du wirst nach deinen worte thun. ö 6. Beleg mich nur mit allen schmerzen: War JEsus doch der schmerzens⸗mann, Und diesem greif ich nach dem herzen, Ich weiß, daß michs nicht lassen kann; Ihm bricht sein herz, sein mund verspricht: Ich laß dich nicht. ach! laß mich nicht. Von der Gelassenheit und Zufriedenheit in GOtt. Mel. Christus der uns selig macht. 5e ben machen. Ueberlaßt ihm eure noht Und verworrne sachen. Sei⸗ ne weisheit weiß ja wol, Wenn sie huͤlfe geben, Wo und wie sie rahten soll In dem ganzen leben. 2. Schreibt dem weisen GOtt nicht fuͤr Stunde,/zeit und maass⸗ „ 5 + orn, W ö ö WsnER x slstesA Haf N Ruich sen. WlerEs Alegt; ae Wchndw Whstr, ah Idit ne Ihnstgen e RO 0 Wr Ilesck 2 W In Wiccht mh. i 115 Itnm, Iuitdgt FP Sohght a hh E HNAn yragtz rt. ercdhe 4 ale s den D m J X Pic ah I Srat Ni Saln, d IW IIII c l Amich. 2— 0 H A oei il EI h + A 0 3 Hl 0 417 V Ih und zwar von der Gelassenheit und Zufriedenheit in GOtt. 4²⁵ Fraget nicht mit ungebühr, Was er thu und lasse? Er faͤngt ja nicht heute an, Erst fuͤr euch zu sorgen. Alles, was euch nuͤtzen kann, Ist ihm unverborgen. 3. Was der weise GOtt nur thut, Was er schafft auf erden/ Das muß uns gewißlich gut, Und ersprießlich werden: Giengen gleich die sachen nicht, Wie wir gerne wollten, Und wie sie, nach unserm licht, Etwa gehen sollten. 4. Drum, o weiser GOtt! dir sey Alles heimgestellet; Leite mich nach deiner treu, Wie es dir ge⸗ faͤllet. Geht es mir gleich wunder⸗ lich Hier auf dieser erden; Laß mich nur, ich bitte dich, Endlich selig werden. Mel. Von GoOtt will ich nicht ꝛc. as hilfts, daß ich 6 5 8. Wuoch quaͤhle Durch dis und jenes leid? Entreiß dich, meine seele! Doch aller traurig⸗ keit: GOtt machet alles wol, Er wirds auch feruer machen, Wie dirs und deinen sachen Zum besten dienen soll. 2. Du wirst doch nichts gewin⸗ nen, Wirst du gleich nacht und tag Mit furcht und sorgen sinnen, Wie dirs noch gehen mag: Bey Gott bestehts allein, Laß seine hand dich fuͤhren, Die wird dich so regieren, Wie dirs wird nuͤtzlich U.— — Was dich will niederschlagen, Was dich zur erden biegt, Was dir mit angst und klagen Auf deinem herzen liegt; Das wirf in seinen schooß, Und mache dein gemuͤhte, Durch trost auf seine guͤte, Von allem kummer los. 4. Er wird dich wol versorgen, Und besser, als man denkt; Wer weiß, wie nah der morgen, Der dir den segen schenkt, Auf den die hoffnung blickt. Ein herz, das ihm vertrauet, Und glaͤubig auf ihn bauet, Wird doch zulezt er⸗ quickt. 6. Ach! wenn wir nur bedaͤch⸗ ten, Wie treulich er es meint Er sorgt fuͤr die gerechten, Und ist ihr herzens⸗freund. Siehts gleich ge⸗ faͤhrlich aus, Kann er sie doch nicht hassen, Noch in der unruh lassen, Er reißt sie endlich draus. 6. So fall ich denn mit freuden In GOttes arme hin. Nichts kann mich von ihm scheiden, Weil ich sein eigen bin. Er bleibt auch ewig mein, Und wird mir alles geben, Was meinem stand und leben Wird gut und selig seyn. Mel. Allein GoOtt in der hoͤh ꝛe. 6 ie Gott mich 59. fährt, so will ich gehn, Ohn alles eigne waͤhlen, Geschieht, was er mir ausersehn, Wird mirs an keinem fehlen.Wie er mich fuͤhrt, so geh ich mit, Und folgꝰ ihm willig schritt vor schritt/ In kindlichem vertrauen. 2. Wie Gott mich fuͤhrt, so bin ich still, Und folge seinem lei⸗ ten; Will gleich des fleisches ei⸗ genwill Ihm oͤfters widerstreiten. Wie GOtt mich fuͤhrt, bin ich be⸗ reit, In zeit und auch in ewigkeit Stets seinen schluß zu ehren. 3. Wie GOtt mich fuͤhrt, bin ich vergnuͤgt, Ich ruh in seinen haͤnden. Wie er es schickt und mit mir fuͤgt, Wie er es selbst will wen⸗ den; Sey ihm hiemit ganz heim⸗ gestellt: Er lenk es,wie es ihm ge⸗ faͤlt, Zum leben oder sterben. 4. Wie GoOtt mich fuͤhrt, so geb ich mich In seinen vater⸗willen. Scheints der vernunft gleich wunderlich; Sein raht wird doch erfuͤllen Was er voll liebꝰ und treu bedacht, Eh er mich an das licht Od 5 ge⸗ SHSꝗSASIAIISISIIIIIIIn‚‚‚... 4²⁰ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden gebracht; Ich bin ja nicht mein eigen. 6. Wie Gott mich fuͤhrt, so bleib ich treu Im glauben, hoffen/ leiden: Steht er mir nur in gna⸗ den bey, Was will mich von ihm scheiden? Ich fasse mich im glau⸗ ben fest; Was GOtt mir wieder⸗ fahren laͤßt, Muß mir zum besten dienen. 5. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, Es geh durch dorn und hecken. Gott laͤßt sich nicht vom anfang sehn; Der ausgang wird entdecken, Wie er, nach sei⸗ nes vaters raht, Mich treu und wol gefuͤhret hat; Dis sey mein glaubens-anker. Mel. Wer nur den 1.ru Hr ꝛc. Mefiehl dem HErren 660. B deine wege, Und mach dich aller sorgen los; Ver⸗ trau dich dessen vater⸗pflege, Dem nichts zu wichtig, schwer und groß, Das er, zu seines namens preis, Nicht herrlich auszufuͤhren weiß. z. Wo du ihn nur hast rahten lassen, Hat er es immer wol ge⸗ macht;: Denn was dein denken nicht kann fassen, Hat er schon laͤngst vorher bedacht. Wie dieses nun sein raht ersehn, So muß es, und nicht anders, gehn. 3. Wie wirst du deine lebens⸗ tage Von mancher kummer ⸗last befreyn! Wie leicht wird dir die noht und plage In diesem jam⸗ merthale seyn: Wenn du nichts wuͤnschest auf der welt, Als was Gott will und ihm gefaͤllt. 4. Dir wirds an keinem gute fehlen, Wenn du dein herz ge⸗ wöhnf und lehrst, Nur GOttes willen zu erwaͤhlen, Und deinem eignen willen wehrst. Uns taͤuscht nichts mehr auf dieser welt, Als eigne wahl/ die uns gefaͤllt. 5. Mach JEsu! meine seele stille, Mach sie mit alle dem ver⸗ gnuͤgt, Was deiner weisheit gna⸗ den⸗wille Mit mir und meinem leben fuͤgt. Nur nimm dich meiner seelen an, So hab ich, was ich wuͤnschen kann. 6. Ich weiß, du thusts; sie ist ja deine,/ Sie kostet dich dein theures blut: Und dadurch mach sie schön und reine; Laß dis dein mir ver⸗ trautes gut Den endzweck mei⸗ ner sorgen seyn; So trifft mein ganzes wuͤnschen ein. 7. Indeß, mein heil! sey stets gepriesen Fuͤr alle sorgfalt, die du mir/ Eh ich gebohren war, erwie⸗ sen; Da du mich, suͤsser JEsu! dit Zu deinem eigenthum erwahlt, Und deinen schaafen zugezaͤhlt. 8. Dir sey auch preis und lob gegeben, Daß du mich armen er⸗ den⸗gast In diesem meinem gan⸗ zen leben So gnadenreich versor⸗ get hast. Denn was dein raht⸗ schluß mit mir thut, Ist alles lieb⸗ reich, nuͤtz und gut. 9. Dort preiß ich deiner liebe thaten Dereinst erst in vollkom⸗ menheit, Wenn mir der heisse wunsch gerahten, Daß ich in se⸗ ner ewigkeit Erkenne, wie dein weiser raht Es wol mit mir ge⸗ meinet hat. as GOtt thut, das 661. W ist wol gethan, Es bleibt gerecht sein wille: Wie er faͤngt meine sachen an, Halt ich ihm willig stille. Er ist mein GOtt, Der in der noht Mich wol weiß zu erhalten; Drum laß ich ihn nur walten. 2. Was GOtt thut, das ist wol gethan, Er kann mich nicht betruͤ⸗ gen. Er fuͤhret mich auf rechter bahn,Drum laß ich mir begnuͤgen An seiner huld, Und hab geduld: Er wird mein ungluͤck wenden, Es steht in seinen haͤnden. 3. ö WWI Wal NI I di 0 U V n Zunls Wlstn 1½00⁰ Writ K. entn E V V 90 Il ö 1 Aschatdl ait NN WRterss Motis llheyts Rnch a und mi m turR uruha ut 0 ˙U Isl, Do Vnuß Wudersar Aichen se Wben Whadhieg! Anh uuu Me sa xe. slis whscbet ö shet, Diö 4 Wgi. — Wch Vnt uu E Dabiih Iithu Podichdeh h nich öh h II Ven. psrgfe teuth sssad ithun; Nin uh M Vniche Obent t.. Aich IU II EI e DII ö Tieh und zwar von der Gelassenheit und Zufriedenheit in GOtt. 427⁷ 3. Was GOtt thut, das ist wol gethan, Er wird mich wol beden⸗ ken. Er, als mein arzt und wunder⸗ mann/ Wird mir nicht gift ein⸗ schenken Fuͤr arzeney: GOtt ist getreu, Drum will ich auf ihn bauen Und seiner gnade trauen. 4. Was GoOtt thut, das ist wol gethan, Er ist mein licht und le⸗ ben, Der mir nichts boͤses goͤnnen kann: Ihm will ich mich ergeben In freud und leid; Es koͤmmt die seit, Da oͤffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 6. Was GOtt thut, das ist wol gethan: Muß ich den kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach mei⸗ nem wahn; Laß ich mich doch nicht Dpre Weil er zulezt Mich och ergetzt Mit suͤssem trost im herzen: Da weichen alle schmer⸗ zen. 6. Was GoOtt thut, das ist wol gethan, Dabey will ich verbleiben; Es mag mich auf die rauhe bahn Noht, tod und elend treiben; So wird GOtt mich, Ganz vaͤterlich In seinen armen halten: Drum laß ich ihn nur walten. Mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛc. 66 2 In allen meinen tha⸗ * ten Laß ich den hoͤch⸗ sten rahten, Der alles kann und hat. Er muß zu allen dingen, Solls anders wol gelingen, Selbst geben segen, raht und that. 2z. Vergebens ist mein sorgen Vom abend bis zum morgen, Ver⸗ gebens muͤh und kunst. Er mags mit meinen sachen Nach seinem willen machen, Ich stells in seine vater⸗gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, Ais was er selbst versehen, Und was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers giebet; Was ihm von mir beliebet, Das hab ich auch zum zweck erkiest. 4. Ich traue seiner gnaden, Die mich fuͤr allem schaden Und allem übel schuͤtzt; Leb ich nach seinen saͤtzen, So wird mich nichts ver⸗ letzen, Nichts fehlen, was mir ewig nuͤtzt. Er wird mich meiner suͤnden In gnaden ganz entbinden, Durchstreichen meine schuld; Er wird auf mein verbrechen Nicht stracks das urtheil sprechen; Ich weiß, er hat mit mir geduld. 6. Leg' ich mich spaͤte nieder, Er⸗ wach ich fruͤhe wieder, Lieg' oder zieh ich fort, In schwachheit, noht und banden, Und was mir stoͤßt zu handen; So troͤstet mich sein kraͤf⸗ tig 571 6 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein verhängniß gehn; Kein unfall un⸗ ter allen Wird mir so schrecklich fallen, Mit GOtt werd ich ihn ah 8. Ihm hab ich mich ergeben Zu sterben und zu leben, So bald er mir gebeut; Es sey heut oder morgen, Dafuͤr laß ich ihn sor⸗ 9at Er weiß die rechte helfens⸗ zeit. 9. So sey nun, seele! deine, und traue dem alleine, Der dich er⸗ schaffen hat. Es gehe, wie es ge⸗ he; Dein vater in der hoͤhe Weiß schon zu allen sachen raht. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 66 Ich lasse GOtt in al⸗ 3. ů len walten/Er mach es/wie es ihm gefaͤllt. Ich will ihm gerne stille halten, So lang ich leb in dieser welt. Wie er, mein lie⸗ ber GOtt, es fuͤgt, So ist mein herz auch wol vergnügt. 2. Gehts gleich nicht stets nach meinem willen, Stuͤrmt gleich ein unfall auf mich zu; So kann mich Gottes wille stillen, Denn det qSDSSAASAAASAAAAII‚Y‚‚‚‚‚‚‚‚ 428 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden 2 der allein setzt mich in ruh. Ich meiner ganzen lebens⸗frist, Als bin mit allem, was er fuͤgt, Von was des hoͤchsten raht versehen, ganzem herzen wol vergnuͤgt. schieden, Bin ich nicht reich, noch ö Und was mir nuͤtz und selig i 3. Ist mir nicht grosses gut be⸗ 6 selig ist. Err! mach es, wie du willt, mit mir, Ich bleibe dennoch stets an hoch geschaͤtzt: Ich bin mit mei⸗ dir. nem theil zufrieden, Wenn andre z. Du leitest mich bey meiner grosses gur ergetzt. Ich bin mit rechten, Und fuͤhrest mich d wenigem vergnuͤgt, Weil GOtt wol und weh: Ou bis Bien ucht nicht mehr fuͤr mich gefuͤgt. in ruͤbsals- naͤchten, Mein leit⸗ 4. Wie mancher faͤllt in seelen⸗ stern auf der jammer⸗see. HErr! schaden Durch viel erscharrtes geld und gut! Wie mancher faͤllt aus Gottes gnaden Durch reichthum in die hoͤllen⸗glut! Deshalben leb ich wol vergnuͤgt Mit dem, was Gott mir zugefuͤgt. . Ich strebe nicht nach hohen f. stuffen, Viel sichrer ist der mittel⸗ stand: Wie mich der hoͤchste GOtt berufen, So folg ich seiner gna⸗ den⸗hand. Wie seine macht es mit mir fuͤgt, So bin ich auch sehr wol vergnuͤgt. 6. Will mir die gluͤckes⸗sonne lachen, So acht ich ihre reizung nicht; Auch laß ich mich nicht zaghaft machen, Wenn alles un⸗ gluͤck auf mich bricht. Ich bin ge⸗ trost und hoͤchst⸗ vergnuͤgt, Wie mein getreuer GoOtt es fuͤgt. 7. Ich steh in GOttes hand ge⸗ schrieben, Der selbst mein haar gezaͤhlet hat; Drum kann mich kei⸗ ne noht betruͤben, Mich trifft nichts ohne GOttes raht. Ich leb in allem wol vergnuͤgt, Wie mein getreuer GOtt es fuͤgt. 8. Mein wille soll sich fest ver⸗ pflichten, Sich so im leben als im tod Nach seinem vater⸗wink zu richten; So schreckt mich weder angst noch noht; Weil ich mit dem, wie GOtt es fuͤgt, Im leben und im tod vergnuͤgt. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 3 E i 664. Ir uchtsgeschehen In mach es, wie du willt, mit mir, J bleibe dennoch stets an dir. 2 3. Du magst mich kuͤssen oder schlagen, Ich weiß doch, daß du vater bist. Dein herz kann mir ja nichts versagen Was meiner seele elig ist. HErr! mach es, wie du willt, mit mir, Ich bleibe den⸗ noch stets an dir. 4. Drum soll mein herz doch standhaft stehen, Ob mancher wind des ereuzes weht; Es kann mir niemahls uͤbel gehen Wenn es nach GoOttes willen geht. HErr! mach es, wie du willt, mit mir, Ich bleibe dennoch stets an dir. 4. Mein Gott! dir bleib i ganz ergeben: HErr! leite mi auf rechter bahn, Und nimm mi einst nach diesem leben Mit gna⸗ den und mit ehren an. HErr! mach es, wie du willt, mit mir, Ich bleibe dennoch stets an dir. Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛe. oll ich nach deinem 6 6 5.S winken, O vater! seyn gekraͤnkt? Soll ich den becher trinken, Den du mir einge⸗ schenkt? Soll ich des ereuzes weh, So lang ich lebe, dulden; So ist es mein verschulden. O HErr! dein will gescheh. 2. Du kennest meine sorgen, Du weißt, sie druͤcken mich: Dir ist ja unverborgen, Was inn⸗ und äuserlich Die matte seele quaͤhlt. W0nrgeA I% Mx WEo IMdich A ugg mH Ise WAI Paus NEE N Rrt Runl. Wdeißesd hn HN-WHEL shif R de— Wsh K Misaltass Adt MWeild 5 chmaft e Iagt; I Wi 6 dunse Weneh. ——— Wisi„IXVSLRAAEEANX Dun . e 0 6 * IWiehn hrungi Inicn Ihaf t * U Dees stte Dtsa Vnch iit Hes hoch Cher kun s e Pem %Ihl 4 e 1.5, 0⁰ vestzi Sche Den gah lte Oetsan EII ttl. I Wl Mien l i Datzd —.— ill S Dilhl Plihl und zwar von der Gelassenheit und Zufriedenheit in GOtt. 4²9 naͤhlt. Dir ist es unverholen: Drum sey dirs anbefohlen; Du weißt ja, was mir fehlt. 3. Willt du es von mir nehmen, Wolan so dank ich dir: Soll es mein fleisch noch zaͤhmen, So fah— re fort mit mir, Und schlag, o rei— ner geist! In meinem herzen nie⸗ der, Was dir an mir zuwider, Was böͤs und suͤndlich heißt. 4. Und kann ich nicht verstehen/ Warum bald dis, bald das Bis⸗ her an mir geschehen, Warum ohn unterlaß Mich ereuz und leid ge⸗ druͤckt: So wirst du's offenbaren/ Und werd ich noch erfahren, War⸗ um du's zugeschickt. Drum bin ich nur gelassen In einfalt, als ein kind, Und gehe mei⸗ ne strassen, Bis ich den ausgang find: Ich will in hoffnung still Auf meinen JEsum schauen, Und ihm die noht vertrauen, Bis er mich retten will. 6. Ich weiß doch, daß mein lei⸗ den Mir nuͤtz und selig ist. Denn also lern ich meiden Der suͤnden schlangen⸗list; Mein suͤnden⸗leib verdirbt, Des geistes neues leben Wird sich je mehr erheben, Je mehr das alte stirbt. 7. Da lebt mein heil verborgen, Wo sich mein leiden zeigt. Wo ereuz und last der sorgen Die seele niederbeugt; Da ist er ganz gewiß Mit seiner lieb' und segen Im her⸗ zen selbst zugegen, Und stehet vor den riß. 8. Drum seele sey zufrieden/ und dulde deine pein, Es wechselt stets hienieden Bald sturm, bald son⸗ 204 Schau an die grosse zahl, Die mit dir auf dem wege: Und werde ja nicht traͤge, Ist gleich der weg sehr schmal. 9. Meinst du, daß deine plagen Zu uͤberhaͤuft und groß; So denk, was andre tragen, Die elend, nackt und bloß, Ja gar gefaͤngen sind, Die freund und feind verlas⸗ sen, Und als ein scheusal hassen; Denk, was ihr herz empfindt. 10. Ach ja! so denk ein jeder Und troͤste sich dabey: Es treffe Christi glieder So viel und man⸗ cherley, So manche leidens-art, So manche noht und schmerzen; Die sich in frommen herzen Durch leiden offenbart. II. Drum sprich: mein GOtt: ich leide, Was meine schuld ver⸗ dient; Weil ich in lust und freu⸗ de Mich sonst zu viel erkuͤhnt; Ich lebte nach der welt. Du bist ge⸗ recht, drum richte, Und mache ganz zu nichte, Was mich von dir abhaͤlt. 12. Ich kuͤsse deine ruhte, Und beuge mich vor dir, Bis in dem fleisch und blute Die suͤndliche be⸗ gier, Die mich zum hoͤsen treibt, Nebst allem zorn gedaͤmpfet, Da⸗ mit/ wenn der bekaͤmpfet, Der lie⸗ be herrschaft bleibt. 13. So will ich dich erheben In allem ereuz und leid, Und dir ge⸗ horsam leben In zeit und ewig⸗ keit. Wenn dis das ereuz gebiert, So hab ich gnug erhalten, Und laß dich ferner walten, Wie deine hand mich fuͤhrt. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 666 JX habe sinn und —9* herz ergeben In meines GOttes herz und sinn, So kann ich ohne sorgen leben, Weil ich bey ihm im segen bin. Dis glaubens-wort zieht viel nach sich: GOtt sorgt fuͤr mich recht vaͤterlichh. 2. Zwar mich bekuͤmmern man⸗ che sachen; Denn was ich suche find ich nicht. Viel naͤchte muß ich schlaflos wachen, Wo oft das herz in thraͤnen bricht. Doch meine seele fasset sich: GOtt sorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. 3. Zwar 43⁰ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden 3. Zwar kehret mir das gluͤck den ruͤcken, Und sein gesicht stets andern zu; Wohin die truͤben au⸗ gen blicken Da seh ich nichts zu meiner ruh. Doch dis allein ver⸗ gnuͤget mich: GOtt sorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. 4. Ach schon in meinen besten tagen Bin ich an ereuz und leiden alt; Allein ich will's geduldig tra⸗ gen: Wer weiß, es aͤndert sich wol bald. Denn dieses trost⸗wort staͤrket mich: GOtt sorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. 6. Wie koͤnnt ers uͤbers herze bringen, Daß er mich ließ ohn huͤl⸗ fe stehn? Mein seufzen wird mir wol gelingen, Und alles noch nach wunsche gehn. Sein theures wort versichert mich: Gott sorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. ö 6. Ich will nicht mit mir sel⸗ ber zanken, Wie dis und das noch kommen wird; Weil man durch unruh der gedanken Sich in sich selber nur verirrt. Gnug dieser trost erquicket mich: GOtt sorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. 7. Und nun, weswegen sollt ich sorgen: Da Gott die sorgen auf sich nimmt? Koͤmmts heute nicht, so koͤmmt es morgenWas mir sein vater-herz bestimmt. An solche hoffnung halt ich mich: Gott sorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. 8. So bleibt mein herz in GOtt gelassen Und ruhet in zufrieden⸗ heit. So kann mein sinn sich freu⸗ dig fassen Auch mitten in der trau⸗ rigkeit; Ich sprech ihm zu: gedul⸗ de dich! GOtt sorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛe. ie mein getreuer 5 vater will In al⸗ len schweren sachen; So halt ich ihm gehorsam still, Und laß ihn ferner machen. Er wird schon, wenn mirs nuͤtz und gut, Dieweil ich steh in seiner hut, Fuͤr meine wolfahrt wachen. 2. Ob ich gleich denke dis und das Mit hochbetruͤbten sinnen, Ob ich gleich sorg ohn unterlaß, Was ich doch soll beginnen: Go kann ich,durch mein herzeleid,Der I groͤßten widerwärtigkeit Doch nie was abgewinnen. 3. Drum laß es gehen, wie es geht, und meine thraͤnen fliessen; GoOtt wird sie, weil es bey ihm steht, Zu rechter zeit versüssen Sein liebreich herz wird schon einmahl Sich uͤber mich, nach die⸗ ser quahl, Mit lauter gnad er— giessen. 4. Indessen leid ich mit geduld, Bis Gott sich wieder finde; Denn dis und mehr hab ich verschuldt Mit meiner grossen suͤnde: Ich weiß, GOtt reißt mich wunderbar Noch solchermaassen aus gesahr, Als ich iezt nicht ergruͤnde. . Wirst du nur ferner, Gott mein hort! Des zweifels mich befreyen, Und mir im glauben durch dein wort Bestaͤndigkeit verleihen; So weiß ich, daß mein grosses leid, Sammt aller wider⸗ waͤrtigkeit, Mir muß zum nutz ge⸗ deyen. Mel. O GoOtt du frommer ꝛe. 668 illt du dir, meine 5 seel! Von dem ge⸗ danken machen, Das nicht zu aͤn⸗ dern steht? Befiehl GoOtt alle sachen: Was ich nicht fassen kann/ Da weiß der hoͤchste wol, Wie er zu seinem preis Noch alles rich⸗ ten soll. 2. Elender erden⸗wurm! Willt du gen himmel steigen? Du arme ereatur! Willt du dem schoͤpfer zeigen, Was er anordnen soll? ö Be⸗ WMartu M/ ilig v Ishret estteRg LII. , J lm WMbat Aagte u Iunt3 egL. t e a IWd on ac e s Rbitg l r Wuuh 0 45 Ahn fe % ittch N E 4 h II A„Meil g. Aey CXL.AI rmichn Vautte Vdichth OH Poderfth R4% ihn Heil s ½ic IH A sen e HH öyehri EIA EE H Mit E EII A umteh ußhn IE——.— und zwar von der Gelassenheit und Zufriedenheit in GOtt. 431 Bedarf der jetzo raht, Der so viel tausend jahr Die welt regieret hat at? 3. Ach nein: dir, grosser GOtt! Sey alles heimgestellet: Mach du es auch fortan Blos, wie es dir ge⸗ faͤlet. Obs gleich oft seltsam scheint; So ist doch endlich gut, öcht eie 1„ Und hoͤchste weisheit thut. 4. Indessen wollest du, O vater nur verleihen, Daß alles mir, und auch Zum besten muß gedeyen Dem orte, wo ich bin: Damit es insgemein, Und mir insonderheit Ertraͤglich moͤge u Zwar ist mein glaube schwach: Doch, HErr! aus lauter gnaden Gib, daß es heilsam sey, Ind mir nicht koͤnne schaden, Wie wun⸗ derbar sichs kehrt; Denn alles steht bey dir; Ich will auch dir al⸗ lein Drum danken fuͤr und fuͤr. *6. GOtt vater! dir, nicht uns, Nicht uns/ nur dir sey ehre: Dein lob, o JEsu Christ! Dein lob sich immer mehre: Nur dir, GOtt heilger geist! Nur dir sey ewig preis Fuͤr alles, was du thust Im ganzen erden⸗kreis. Mel. Was mein Gott will ꝛe. 66 ch hab in GOttes 9. Iberz und sinn Mein herz und sinn ergeben. Was boͤse scheint, ist mir gewinn, Der tod selbst ist mein leben. Ich bin deß kind, Der tod und suͤnd Die waf⸗ fen ausgezogen; Ob er gleich schlägt, Und creuz auflegt, Bleibt er mir doch gewogen. 2. Ich glaͤube fest, es fehlt mir nicht, Mein vater muß mich lie⸗ ben. Verbirgt er gleich sein an⸗ gesicht; So will er mich nur uͤben, Mich durch geduld In seiner huld Gewoͤhnen fest zu stehen: Wenn sich mein geist Nur treu erweist/ Wird er mich schon erhoͤhen. 3. Er hat mich selber zugericht, Mir leib und seel gegeben. Er ist, der unterhalt verspricht, Er fri⸗ stet mir das leben, Erbarmet sich/ Und zaͤhlet mich Aus gnaden zu den seinen. Wer so viel thut, Deß herz und muht Kanus nimmer boͤse meinen. 4. Bey ihm ist weisheit und ver⸗ stand Und macht in allen thaten; Zeit, ort und stund ist ihm bekannt/ Zu helfen und zu rahten. Er weiß, wenn leid Und freudigkeit Uns sei⸗ nen kindern diene; Und was er thut, Ist alles gut, Obs noch so traurig schiene. . Du denkest zwar, wenn du nicht hast, Was fleisch und blut begehret: Als ob dich GOtt mit grosser last, Und gar aus haß be⸗ schweret; Hast spaͤt und fruͤh Viel sorg und muͤh, An deinen wunsch zu kommen, Und denkest nicht, Das, was geschicht, Gescheh zu deinem frommen. 6. Fuͤrwahr, der dich geschaffen hat Und sich zur ehr erbauet, Hat laͤngst in seinem weisen raht Auch auf dein heil geschauet. Er sieht voll treu, Was dienlich seyfuͤr dich und für die deinen: Drum laß ihn nun, Was er will, thun; Er kanns nicht boͤse meinen. 7. Gefaͤllt es GOtt, so kanns nicht seyn, Es muß zulezt er⸗ freuen: Und leiden, kummer, noht und pein Muß dir zum heil gedey⸗ en. Wart in geduld, Die vater⸗ huld Wird sich doch endlich fin⸗ den. Angst, noht und quahl Wird auf einmahl, Gleich wie ein dampf, verschwinden. 8. Ey nun, mein GOtt! so fall ich dir Getrost in deine haͤnde: Nimm mich,/ und mach es nur mit mir Bis an mein leztes ende So, wie du weißt, Was seel und 5•0 2 43² Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden Und meinen glauben mehret. 9. Giebst du mir ruh und son— nenschein, So nehm ich es mit freuden. Solls aber ereuz und ungluͤck seyn, Will ichs geduldig leiden. Soll ich allhie Noch fort voll muͤh, Voll ereuz und kum⸗ mer leben; Ich folge dir Doch fuͤr und für Gelassen und erge⸗ ben. 10. Soll ich denn auch des todes weg Und finstre strasse reisen: Wolan! ich gehe bahn und steg/ Den du mir, HErr! wirst weisen. Du bist mein GOtt, Der noht und tod Zu solchem zwecke kehret, Daß dich mein geist Dort ewig preist, Und mit den engeln ehret. Von der Uebergebung an Gott und dessen Willen durch heiligen Ge⸗ horsam. Mel. Helft mir GOtts guͤte ꝛe. 6 0 Err, dem die engel 7 5 dienen! Hier ist ein suͤnden⸗knecht Vor deinem thron erschienen, Verwirf ihn nicht nach recht. Du bist ja treu und gut: Drum laß mich gnade finden, Und tilge meine sünden Durch meines JEsu blut. 2X. Ach dis ist meine freude, Wenn ich in angsten bin; Im al⸗ lergroͤßten leide Eilt mein gemuͤht dahin. Ich finde fruͤh und spat Bey noht und jammer⸗stunden In meines IEsu wunden Erwuͤnsch⸗ ten trost und raht. 3. Drum will ich nicht verza⸗ gen, Und mich vor dein gesicht Getrost und freudig wagen; Denn du verwirfst mich nicht. Was aber bring ich dir? Mein GOtt, mein heil, mein leben, Was kann Erbauet, troͤstet, lehret, Was dei⸗ich armer geben? Du forderst viel nen ruhm, Mein christenthum, von mir. 4. Nun, weil ich sonst nichts ha⸗ bez Nimm geist/herz/sinn und muht Statt einer armen gabe, Ja leben, leib und blut, Und alles von mir hin: Ich schenk es dir zu eigen, Im dir dadurch zu zeigen, Daß ich nur deine bin. 5. Mein denken, reden, wis⸗ sen, Mich selbst, mein ganzes thun, Werf ich zu deinen fuͤssn: Hier will ich stille ruhn: Hier will ich ganz vertraut Mit dir mich dein erfreuen, Und keine schmer⸗ zen scheuen, Wofuͤr mir sonst ge⸗ graut. 85. 6. Mich soll kein schicksal tten⸗ nen; Kein leiden, keine pein, Ver⸗ folgung, laͤstern, brennen Soll mir entsetzlich seyn. Koͤmmt selbst der tod herbey Um mir das herz zu brechen; So will ich freudiz ftey. GOtt lob! nun werd ich rey. 7. Da will ich nach dir blicken, Und den erloͤsten geist Dahin gelas⸗ sen schicken, Wo man dich heilig preist. HErr! reiche mir die hand/ Entbinde mich der süͤnde/ Und fuͤ⸗ re mich geschwinde In dein gelob⸗ tes land. 8. Nun laß es bald geschehen, So bleib' ich dir verpflicht; Du wirst mich nicht verschmaͤhen, Ob mir gleich viel gebricht. Ich bin und bleibe dein; Ja soll ich noch auf erden Dein treuer zeuge wer⸗ den, So will ich standhaft seyn. Mel. 16. Sollt ich meinem Gott. 6 1 Ich ergebe mich dem 7.»⸗mwillen Meines GOt⸗ tes, der mich liebt; Der wird auch an mir erfuͤllen, Was mir ewig vortheil giebt. Schaue, grosser GOtt! hernieder, Sieh, hier leg ich muht und sinn,— un V. urum us n 66 hlhleten fE nochsts Hither Heführes Wnotta aund he a 0 ‚ shr I. udottux Hhuntts ins Aahgetgmiß, Wuse s gelg Ms Hluscht AWirdichofßg W. Vem ich E ihbot /x en GOt R hochehe, Mhuvilto Idmichwiz e hsundgi sneh Waitttt lhd Nu 0 Ihlegen Ischich hr.„ An I Hunderm E V hß Ruptn — .I M Hensn e Inh In XI.I Wabbs, U h h Vuut M. IID Vyfür uh e u, en A, Ienn Ap n n l IIigei a Hf. I Rrihend in As nicht Bit „ III —70 I und zwar von der Uebergebung an GOtt durch Gehorsam. 433 und seele vor dir hin; Nimm doch mich und meine glieder, Mach aus ihnen,/ was du willt, Was du willt, mein Gott und schild! 2. Ach ich kenne dich, mein le⸗ ben, GOtt! der du mein vater bist; Den, der sich fuͤr mich gege⸗ ben, Kenn ich, der ist JIEsus Christ; Ja ich kenne meinen fuͤh⸗ rer, Der mir deine wege weist, Das ist GOtt der heilge geist: Hab ich dich nun zum regierer, Dich/ o du dreyeinger GOtt! So er⸗ schreckt mich keine noht. 3. Und wie darf ich doch verza⸗ gen, Gieng es noch so wunderlich? Da ich bis hieher kann sagen: Gᷣttes haͤnde fuͤhren mich. Und erleb ich dann den morgen, Ey! so lebt mein GOtt auch noch; Des⸗ sen treu verspricht mir doch, Daß er mich/ sein kind, versorgen, Mich, sein schaͤflein, fuͤhren wird, Als mein vater, GOtt und hirt. 4. Gieng mirs immer, wie ich wollte; So gieng mir es selten gut. Denn wenn das geschehen sollte, Was sich wünscht mein eitler muht; Wuͤrd ich oft mein ungluͤck waͤhlen. Ich empfinde, leider! oft Boͤses, wenn ich gluͤck gehofft: Drum halt ich von grund der see⸗ len Meinem GOtt im glauben still; Mir geschehe, was er will. 9. Was du willt, gescheh mir immer; Was ich will und schaͤdlich ist, Vater! das geschehe nimmer, Weil du groß und guͤtig bist, Und weil dir mein unvermoͤgen Im ge⸗ horsam laͤngst bekannt; Ey! so laß doch deine hand Meiner schwach⸗ heit kraft beylegen, Vater! da⸗ durch folg ich dir. Was du willt, geschehe mir. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛe. 672 Wi'e selig kann ein ehrist hier leben, Wenn er sich ganz an GOtt er⸗ giebt, Und sich nur uͤbt nach dem zu streben, Was Gott der hoͤchste vater liebt; Der kann in aller angst und pein Mit seinem GOtt vergnuͤget seyn. 2. Er weiß von keinen welt⸗ge⸗ danken, Er weiß von keiner eitlen lust; Er bleibet stets in GOttes schranken, Ihm ist nichts, ausser GoOtt, bewußt. Gott liebet ihn, an dessen raht Er seine lust und freude hat. 3. Ach GOtt! du kennest mei⸗ nen willen, Du forschest, pruͤfst, er⸗ gründest mich; Was dir gefaͤllt, will ich erfuͤlen. Mein geist er⸗ hebt und lobet dich: Und was mich auf der welt vergnuͤgt, Ist JEsus, der im herzen liegt. 4. An diesen hab ich mich er⸗ geben Durch meine ganze lebens⸗ zeit, Dem will ich blos zu ehren leben; Drum bin ich allemahl be⸗ reit Zu thun, was dieser heiland will: Was ihm beliebt, ist auch mein ziel. . Die welt mag ihre lust behal⸗ ten, Die nur voll furcht und hoff⸗ nung ist; Ich lasse GOtt und IJEsum walten, So weichet alle furcht und list. Was welt⸗gesinnte froͤlich macht, Das hat mein herz schon laͤngst veracht. 6. Denn ich erfreue mich im HErren, An diesem hab ich meine lust. Will alles wider mich sich sperren: So bleibt mir GOtt, mein trost, bewußt, Der selbst in meinem herzen wohnt, Und mir mit lust und wonne lohnt. 7. Der hat mich je und je gelie⸗ bet, In ihm kann ich vergnuͤget seyn; Wenn mich so manches leid betruͤbet, Floͤßt er mir trost und le⸗ ben ein. Mein herz trifft alles bey ihm au, Was es verlangt und wuͤnschen kann. 8. Darum befehl ich meine wege Ee Dem 13⁴ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden dem HErrn, der mich so wol re⸗ giert; Ich uͤberlaß ihm tritt und stege, Bis mich der weg zum him⸗ mel fuͤhrt; Auf diesen soll in aller pein Mein bester trost gerichtet seyn. 9— 9. Gott lob! der wunsch ist ein⸗ getroffen; GOtt ist und bleibt mein bestes ziel. Auf diesen will ich eifrig hoffen, So thu ich, was der hoͤchste will Der machet alles gut und wol, Daß sich mein her; erfreuen so.t... 10. Wolan! ich bin in deinen haͤnden, GOtt! fuͤhre mich, wie dirs gefaͤllt. Du kannst die noht am besten wenden, Drum fuͤhre mich bald aus der welt. Dort geht das rechte leben an, Da ich mich ewig freuen kann. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc 20 ö Gis mir das wollen 50 3»H und vollbringen, O vater aller guͤtigkeit Und mache mich vor allen dingen Durch dei⸗ nen guten geist bereit, Daß mei⸗ nem herzem nur gefaͤllt, Was mir dein wille vorgestellt. 2. Du hast mir deinen guten willen In deinem worte gnug er⸗ klaͤrt: Ach könnt ich den nur recht erfuͤllen, So wär ich dir auch lieb und wehrt. Nun aber fehlt mir noch gar viel, Ich bin noch weit vom rechten ziel. 3. Mein eigenwille steht im we⸗ ge, daß ich nicht will, was dir ge⸗ faͤllt; Indem ich das zu wollen pflege, Was welt und fleisch fuͤr rathsam haͤlt. Des menschen wil⸗ le bleibt verkehrt, Der oft, fuͤr se⸗ gen, fluch begehrt. 4. Dein wille, vater: aber len⸗ ket Mich allezeit zum guten hin. Denn wo der Mensch nicht hinge⸗ denket, Da leitest du doch unsern sinn, Und laͤssest uns am ende sehn, Es sey zu unserm heil geschehn. . Gib, daß mein wille deinem willen Sich kindlich unterwerfen kann. Und kann ich alles nicht er⸗ fuͤllen, So nimm den guten willen an; Und habe du aus grosser huld Mit meiner schwachheit noch ge⸗ duld chh ch ge 6. Willt du, daß mir die sonne scheine, So laß mirs auch gefaͤllig seyn. Willt du, daß mir der him⸗ mel weine, So lenke mich gelassen drein. Soll ich zum ereuz und gra⸗ be gehn, So laß es auch mit lust geschehn. 7. Ich folge demnach deinem willen, Der schatten folgt der son⸗ ne nach. Willt du mich nur mit kraft erfuͤllen; So folg ich dit/ Gott! allgemach. Wer sich nach deinem willen richt't, Spuͤrt in⸗ mer kraft und neues licht. 8. Mein JEsus ist mir vorge⸗ gangen, Der deinen willen gerne that. Will ich nun mit dem namen prangen, Den er mir selbst gege⸗ ben hat; So muß ich auch darauf beruhn Und deinen willen willig thun. 9. Laß mich im leben und im sterben Nach deines willens lei⸗ tung gehn, Und diesen trost in glauben erben, Dein wille werde feste stehn; Du willt 10 meine se⸗ ligkeit So mache mieh daꝛu be⸗ reit. — Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe⸗ 674 Laß mich das beste theil erwaͤhlen, Mein wille stimme deinem ein. Du bist der HErr und ich der knecht, Was du gebeutst, ist gut und recht. 2. Gehorsam soll vor allen din⸗ gen Dein angenehmstes opfet seyn: kaß mich nun auch die 11 ein GOtt! du has mir zu befehlen. Ich muß dir auch gehorsam seyn, Wloht. Hshe,wiE I ctek n ulls WV Oos ah une, IWhar, I. 0 Ihehat,Lu n. ssinsch n — ö 90 feiss MhM/ Die ——* Mhhsthn. 3 I N WH. 1417 Woset sussaß ih nü, c son x Isänichden ndahe Men. W„Duß i R eng Nmn ashez Eimda 11 uug AI at I IH „ deh R 3Chattenßhe I It dunl IH i i nach. N. e richt ITH Pet H.Vsi ag demna X ng e RhI masih D il l Wdes s deüsh; nd I I J I S lat Saten . l SDl h, RRN und zwar von der Verleugnung sein selbst und der Welt. 435 bringen, Und mich nur deiner rechte freun. Die ehristen muͤssen dein gebot Aus liebe thun, und nicht aus noht. 3. Ich sehe, wie auf dein geheis⸗ e Dir wind und meer gehorsam sud, Die ereatur mit groͤßtem fleisse Ihr anbefohlnes werk be— ginut: Vielmehr koͤmmt mir, als menschen, zu, Daß ich nach deinem winke thu. 4. Dein sohn that deinen wil⸗ len gerne, Und stellte sich zum muster dar; Daß ich gehorsam von ihm lerne, Wie er dir selbst gehorsam war, Und solches freu⸗ dig in der that, Bis in den tod, be⸗ zeiget hat. d. Laß mich nicht erst in solchen dingen Mit fleisch und blut zu rahte gehn, Die mein gehorsam soll vollbringen; Sie werden mir nur widerstehn. In unsern glie⸗ dern findet sich Nur ein gesetz, das wider dich. 6. Ach schreibe selber dein ge⸗ setze Mit grosser kraft in meinen sinn, Daß ich nicht deinen bund verletze, Noch sonsten ungehorsam bin. Laß mich dein joch mit freu⸗ mehn. Und alle widerstrebung iehn. 7. Sobald ich deine stimme hoͤ⸗ re; So mache herz und ohr bereit, Daß ich sie mit gehorsam ehre, Und thue, was sie mir gebeut. Ein hoͤrer soll ich nicht allein, Nein! auch zugleich ein thaͤter seyn. 8. Will mich die boͤse welt ver⸗ suchen, Daß ich dir nicht gehor⸗ sam sey; So laß du mich ihr werk verfluchen Nebst aller ihrer zau— berey. Wer menschen folgt, ist thorheit voll; Weil er GOtt mehr gehorchen soll 9. Und endlich gib mir auch im creuze Ein herz, das dir gehor⸗ sam ist, Daß ich dich nicht zum zorne reize: Ein kind, das deine ruhte kuͤßt, Liegt endlich auch an 2r u O—— 35 alle last Wirdrym Von der Verleugnung sein selbst, der Welt und aller itelkeit. Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. 675 Will jemand Christi ;uͤnger seyn, Der muß sich sein nicht schaͤmen, Sich selbst verleugnen, Christi pein nd creuz gern auf sich nehmen. Drum JEsu! gib mir deine kraft, Die dieses einzig in mir schafft, Damit ich 2 u weißt i . Du weißt ja, daß es schwerer faͤllt, Den eigensinn zu lasen, Sich selbst verleugnen, als die welt Und ihre lust zu hassen. Drum wirk in mir, was ich nicht kann: Fuͤhr mich/ nur dich zu lieben, an, Und 4. ͤ⸗ daß ich l x 3. Gib, daß ich aller boͤsen lu Absterbe, dir nur lebe. Kein— bestand sey mir bewußt, Wenn ich mich dir ergebe. Gib, JEsu! daß ich niemahls mir Noch meinem willen, sondern dir Und deinem willen folge. 4. Wird fleisch und blut erst un⸗ terdruͤckt, Wird schnoͤder eigen⸗ wille In meiner eitlen brust er⸗ stickt Sind die begierden stille: So faͤngt GOtt sein werk in mir an, Daß ich durch seine gnade kann Mir selber ganz absterben. Mein herz ist eitler luͤste voll, Blind, finster, ohne leben; Was GOtt in mir gefallen soll, Mub er mir selber geben. Erleuchtet mich sein gnaden⸗schein; So kann ich ihm gefaͤllis seyn, Ind ihm zu ehren leben. 6. Gib, JEsu mir den gnaden⸗ schein, Daß ich dich recht erkenne, Dich ehre, gegen dich allein In wahrer liebe brenne. Entreiß Ce2 mich 43⁰ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden mich mir, und gib mich dir; Laß meine seele für und fuͤr Mit dir verbunden bleiben. 7. Ich seufze, HErr! nach dei⸗ ner kraft, Staͤrk mich mit deiner guͤte. Dein geist, der alles gute chafft, Erfülle mein gemühte; aß es nicht eigne ehre sucht, Dir aͤhnlich wird, und stets verflucht, Was dein reich in mir stoͤhret. 8. HErr! deine liebe giebt allein Heil, seligkeit und leben; Die ei⸗ genliebe kann nur pein, Unruh und unheil geben. Du giebst uns segen, heil und ruh; Der eigne ruhm schreibt sich es iu, Drum muß er dir misfallen. 9. Dein ist vreis, ehr und ruhm, den dir Doch stolz und hochmuht stehlen; Darum zerstoͤhre doch in mir Den hochmuht eitler seelen. Nimm eigne liebe voͤllis hin, Und gib mir Christi herz und sinn, Der dich nur liebt und ehret. Mel. Was mein GoOtt will ꝛe. 6 6 ommt, die ihr nicht 50„ gewohnet seyd, Euch selber abtusagen; Kommt, die allein nach eitelkeit, Nach ehr und welt⸗lust fragen; Seht JE⸗ sum, euer vorbild, an, Und lernt euch heilsam schaͤmen; Laßt euren fuß nach seiner bahn Sich unge⸗ saͤumt bequemen. 2. GOtt war sein alles, und allein Sein hoͤchstes gut in allen; Er ließ sich nichts gefaͤllig seyn, Als dessen wolgefallen. Den wil⸗ len deß, der ihn gesandt, In ein⸗ falt auszurichten, War stets die arbeit seiner hand, Der inhalt sei⸗ ner pflichten. 3. Sein geist war ganz der welt entfuͤhrt, Der heiligkeit geschen⸗ ket; Er ward durch keine lust ge⸗ rührt, Durch keinen schmeri ge⸗ kraͤnket. Drum fand man ihn be⸗ truͤbet stehn, Wenn er die bos⸗ heit sahe; So hat man ihn sich freuen sehn, Wenn Gottes wort geschahe. 4. Ward menschen- ehr ihm angethan, So wollt er sie nicht ha⸗ ben; Man bot sie ihm vergebens an/ Er floh fuͤr solchen gaben. Die wollust, so die welt verspricht, Ver⸗ langt' er nicht zu schmecken. Er sprach zur lust: dich kenn ich nicht, Und ließ sich nicht beflecken. 5. Es konnte nichts, was irdisch heißt, In seine seele dringen: Sein ganz mit GoOtt verbundner geist War frey von mammons schlin— gen. Er sah sich duͤrftge eltern aus Der erbe aller sachen War selbs ohn eigenthum und haus, Ward arm, uns reich zu machen. 6. Sein wille blieb auf ehner bahn; Doch macht er seinen wil— len Des vaters willen unterthan, Den kam er zu erfuͤllen. Er hatte keinen tropfen blut, Der sich sür Gott nicht regte, Und der sich nicht dem hoͤchsten gut Mit lust in fuͤssen legte. 7. Gib mir, mein heiland! krast . Rttr. W 11.8 W at und Wen srnit Ralohn: S n 0 Wshnie dia W has e K ey X . Ihicht e ha Der E und lust, Dir voͤllig gleich zu wer den; Verbanne selbst aus meiner brust Die liebe dieser erden. L Gottes willen ganz allein Die richtschnur meiner schluͤsse, Mein enizig ziel und speise seyn, Die mich erquicken muͤsse. Wider den Eigensinn. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛe. in mensch, der seinen 677. E eigensinn Als einen gott verehret, Halt das fuͤr klug⸗ heit und gewinn, Was ihn die thorheit lehret. Ein fels ist hart ein demant fest: Ein kopf, der sic bei rahten laͤßt, Ist haͤrter als si eide. 2. Er meint, daß ihn die weis⸗ heit sich Zum meister-⸗stuͤck 29 60 Ahitgt u. S Mhut S Alennele Autt. .. augg Rhn die W. Wramich w. n 9 Ainilen hye Watit e. Aut müge Wrc N t Aanh Eo A IDu * 5—— Wadhh n u * 1 Yt stipy Pitagt elti thlshnt tin Richthesch ench Mlehn tt haiiz V itshe sichak nind hi u Wle dihe cht el 5 wilay O erüllln, e lll Heagte/x ystenggt . reinht 2lic *e shie I e gihth Arinrsthn 5 nist en Ei Sench Ah an i 10 und zwar von der Verleugnung sein felbst und der Welt. 437 tet, Ind witz und klugheit mildig⸗ lich In seine brust geleitet: Al⸗ lein das hoͤchst⸗verderbte kind, Die eigenliebe macht ihn blind, Daß er den fehl nicht siehet. 3. Was seinem eigensinn ge⸗ faͤllt, Das soll auf erden gelten. Was er fuͤr recht und billig haͤlt/ Soll GOtt und welt nicht schel⸗ ten: Drum spricht er GOtt und menschen hohn: Gewissen und re⸗ ligion Sind ihm geringe sachen. 4. Ein treu und wolgemeinter raht Wird nie von ihm betrach⸗ tet; Und, was ein andrer gutes hat, Verhoͤhnet und verachtet. Schlaͤgt GOtt auch gleich mit strafen drein, Und laͤßt den zorn empfindlich seyn Wird eigensinn doch haͤrter. h. Wo bleibt des wahren glau⸗ beus schein Bey solchem wüͤsten leben? Wer fromm ist, muß auch sittsam seyn,Nicht boshaft wider⸗ reben. Seht, ehristen! Christi ebens⸗lauf, Der stellt sich euch zum beyspiel auf, Die sanftmuht auszuuͤben. 6. Vollbringt nicht, was euch fleisch und blut Und eigenliebe rahten; Erkennet selber, was euch gut, Und pruͤfet eure thaten. Will eigner wille meister seyn; So raͤumt ihm keine herrschaft ein, Sonst rennt ihr ins verderben. 7. Getreuer JEsu! leite mich Nach deinem raht und willen; Mein sehnlich auge sieht auf dich/ Du kannst die unruh stillen. Drum, wenn ich widerspenstig bin, So hilf mir meinen eigensinn und boͤsen willen brechen. 8. Gib, daß ich nicht zu heftig sey, Wenn man mir widerstehet; und mache mich von unmuht frey, Wenns nicht nach wunsche gehet. Ja, wenn ich manches dulden muß So senk in meinen geist den schlußß: Dein wille HErr! geschehe. Von der guten und bösen Ei⸗ genliebe. Mel. JEsu deine heilge wunden 6 8 Ott! daß man sich 7 5 selber liebe, Kann dir nicht zuwider seyn? Denn du pflanzest diese triebe Von natur den menschen ein. Jeder lenket herz und sinn Auf sein eigen wol⸗ seyn hin. Niemand, den der erd⸗ kreis fasset, Hat sein eigen fleisch gehasset. ö v. Wenn nur dis den vortheil braͤchte, Daß man recht sein wah⸗ res wol Und die seligkeit bedaͤchte, Die uns glucklich machen soll. Wer sich seinem Gott ergiebt, Nur die ewgen guter liebt, Und der seelen hohen adel Kennet, liebt sich ohue tadel. 3. Aber leider! nach dem falle, Der von Adam auf uns erbt, Sind wir arme menschen alle Auch in diesem stuͤck verderbt. Un⸗ ser boͤses herz allein Will sein eig⸗ ner abgott seyn, Sich nicht erst zum hoͤchsten kehren, Sich nur über alles ehren. 4. Mein GOtt! diesen schnoͤden goͤten Will mein her: auch mit gewalt Ueber GOtt und menschen setzen; Daͤmpfe doch dis uͤbel bald, Kaͤmpfe mit mir wider mich. Ich verlasse mich auf dich, Wenn mich satan mit den stricken Eigner liebe will beruͤcken. 9. Statt der schnoͤden ehrbe⸗ gierde Floͤß mir wahre demuht ein; Sey du meine freude/zierde/ Lust und ehre ganz allein. Ehrgeiz ist dir ja verhaßt, Und den men⸗ schen eine last; Drum gib, daß ich mich zwar ehre, Doch nur, weil ich dir gehoͤre. 6. Wer nur geiz und wollust Ee 3 heget, 438 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden heget, Liebt sich selbst zu seiner schmach. Wer nach GOtt verlan⸗ gen traͤget, Dem geht GoOttes liebe nach. Welt und wollust macht nicht satt; Wer nicht GOt⸗ tes gnade hat, JEsum liebt von ganzem herzen, Wird sein eigen beil verscherzen. 7. Mache denn, mein GOtt! in gnaden Meine eigenliebe rein; Laß mich nicht, zu meinem schaden, In mich selbst verliebet seyn. Sey du einzig meine lust, Und gewoͤhn auch meine brust, Nach des naͤch⸗ sten wohl zu trachten, Und ihn, als mich selbst zu achten. 8. Nun es bleibet fest gestellet, Darauf soll mein herz beruhn; Erst, was dir, o GoOtt! gefaͤllet, Eifrig und mit fleiß zu thun; Dann dem naͤchsten beyzustehn, Auf ihn, als auf mich, zu sehn: Diese liebe will ich uͤben, Dich, mich, und den bruder lieben. Melodey 10 dies as mich auf dieser 679. Wẽĩ welt betruͤbt, Das wahr et kurze zeit; Was aber meine seele liebt, Das bleibt in ewig⸗ keit. Drum fahr, o welt! Mit ehr und geld Und deiner wollust hin: In creuz und spott Erquickt Pum GoOtt Mir seele, muht und un. 2. Die thorheit⸗ volle lust der welt, So suͤß sie heute lacht, Hat morgen ihr gesicht verstellt, Und den in leid gebracht, Der auf sie baut; Allein vertraut Man GOtt und seiner treu; So sieht man schon Die Himmels⸗eron, Und freut sich ohne reu. 3. Mein Jesus ist, der mich er⸗ sreut, Was frag ich nach der welt, Sie ist voll furcht und traurigkeit, Die endlich selbst zerfaͤllt: Ich bin ja schon Mit GoOttes sohn Im glauben hier vertraut, Der nun erhoͤht Zur rechten steht, und schuͤtzt mich, seine braut. 4. Ach JEsu! toͤdt in mir die welt Und meinen alten sinn, Der sich dir stets entgegen stellt: HErrn nimm mich selber hin, Und binde mich Ganz festiglich An dich, o HErr, mein hort! So irr ich nicht In deinem licht, Bis an den freu⸗ den⸗ort. Mel. Durch Adams fall ist ganzie. 680 Heii ist mein herz/ HErr! nimm es hin, Dir hab ich mich ergeben: Welt! immer fort aus meinem sinn Mit deinem laster ⸗leben. Dein thun und tand Hat nicht be⸗ stand, Das werd ich taͤglich innen; Drum schwingt und reißt Mein freyer geist Sich ganz zu GOtt von hinnen. 2. GOtt ist mein allerbestes gut, Bey ihm steht mein verlangen. Ach! koͤnnt ich nur mit frohem muht Bestaͤndig an dir hangen! Ach! waͤr mir doch Das suͤnden⸗ joch Nun voͤllig abgenommen! Koͤnnt ich einmahl In jene zahl Der auserwaͤhlten kommen! 3. Es ist ja doch aus dieser welt Und ihren eitlen sachen, Und was sie schoͤnes in sich haͤlt, Kein wah⸗ res gut zu machen: Ihr gut ver⸗ schwindt Wie staub und wind, Und ihre lust zerstaͤubet: Nur Gott, mein schatz, Behaͤlt den platz; Nichts ist, das ihn ver⸗ treibet. 4. Wie thoͤricht hab ich doch ge⸗ than! 19 0 0 Husen eiß ar Hieng ich mit grossem eifer an, Die doch zunichte werden. Ich sehe nun, Daß all ihr thun, So schoͤn es scheinet, kraͤnket, In seelen⸗ noht, Und,/ nach dem tod, In hoͤl len⸗pein versenket. 5. Ach schmerz! die sündeuen 0 0 n Er Adtrs Aollendes W Ftte ic A och'e Hah dud ö h. Wicflt, Ih — Inthah ö Dilehn Elthhi Ii ö St Hethihh iglih v Wet! Eh , Wn ER et istu Hn Aich n sott uu II and g ddihtitz Vt und uu an e e Vrt g anN doch AN A, hl ten BRichahh Wsh Wishit, eh:N suhg Nsi B, , und zwar von der Verleugnung sein selbst und der Welt. 439 allein Hat mich so sehr bethoͤret: Die suͤnde nahm die sinnen ein, und hat sie ganz verkehret; Drum ließ ich mich So williglich Von dir, mein schoͤpfer! trennen. Ich bitte dich, Ach! laß es mich Mit wahrer reu erkennen. 6. Gib/ daß ich seele, geist und sinn Zu dir gen himmel schwinge, Im glauben dir vereinigt bin; Laß mich an keinem dinge, Als dir al⸗ lein, GOtt! mich erfreun. Denn du, mein heil und leben, Kannst jederzeit, Was mich erfreut, Hier und dort ewig geben. 7. Nur weg, was schnod und fluͤchtig ist, Ich laß es alles fah⸗ ren; Weil dũ mir, GOtt! im her⸗ zen hist, Wirst du mein herz be⸗ wahren, Daß es die pracht Der welt verlacht. Laß mich nur dich verlangen; Laß meinen muht, O hoͤchstes gut! Nur einzig au dir hangen. Melodey 32. 68 1I ntreißt euch, meiner seelen kraͤfte! Von allem, was noch weltlich heißt. Wirf hin die eitie welt⸗geschäfte, Mein hierbey fast verschmachter geist! Sprich: gute nacht Welt, geld und pracht; Ich fans ein an⸗ dres leben an, Das nicht mit euch bestehen kann. 2. Wie preis ich, JEsu! dein verlangen? Wie preis ich GOttes vater⸗huld, Die mir so liebreich nachgegangen? Sie traͤgt mich noch mit viel geduld. Ich gieng verirrt; Doch du, mein hirt! Hast mich nach deiner guͤt und macht Aus dem verderben wiederbracht. 3. Ich dacht erst in der welt zu finden, Was unsern geist vergnuͤ⸗ gen kann; Ich waͤlzte mich in koht und suͤnden: Itt klag ich meine thorheit an. Verblendte welt! — Was dir gefaͤllt, Ist bey der groͤß⸗ ten herrlichkeit, Ein tand, traum und verlust der zeit. 4. Du reizest die bethoͤrte sin⸗ nen, Indem das herz voll unruh steht. Ein jeder sieht, wie ihr be⸗ ginnen Von einer lust zur andern geht, Und wie zuletzt, Was sie er⸗ getzt, und was ihr luͤstern herz ge⸗ ruͤhrt, Sie lebend schon zur hoͤlle fuͤhrt. 5. Bey dir, o GoOtt! find ich den frieden, Den mir die welt nicht geben mag. Du kennest, labst und staͤrkst die müden; Ich spuͤre ja, daß jeder tag In dieser zeit, Die dir geweiht, Von sorgen, lust und suͤnden frey Viel besser, als sonst tausend sey. 6. So reiß mich doch, du theure liebe! Recht aus der thorheit eit⸗ ler welt; Vermehr in mjr die suͤs⸗ sen triebe, Daß mir von nun an nichts gefällt, Als solche lust, Die meine brust Aus deinem wort und wunden saugt, Und mehr als alle welt⸗lust taugt. 7. Verbittre mir die schnoͤde freuden, Davon ich noch bethoͤ⸗ ret bin. Zermalme mich durch ereuz und leiden, Zerknirsch in mir den eitlen sinn! Erbarme dich Und ziehe mich, Aus dieser welt beschwerlichkeit, Zur freud und wonne jener zeit. —— Mel. Gott des himmels und der 68 2. Feines lebens beste freude Ist der himmel, GOttes thron; Meiner seelen trost und weide Ist mein IEsus, GOttes sohn. Was mein herz allein erfreut, Ist in jener ewigkeit. 2. Andre moͤgen sich erquicken An den Guͤtern dieser welt; Ich will mich zum himmel schicken, Weil mir JEsus nur gefaͤllt; Denn der erden gut vergeht, IJE⸗ sus und sein reich besteht. Ee 4 3. Rie⸗ 44⁰0 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden 3. Reicher kann ich nirgend wer⸗ den, Als ich schon in JEsu bin; Alle schaͤtze dieser erden Sind ein schnoͤder welt-gewinn. JeEsus ist das rechte gut, Wo die seele freu⸗ dig ruht. 4. Glaͤnzet gleich das welt⸗ge⸗ praͤnge, Ist es lieblich anzusehn; Waͤhrt es doch nicht in die laͤnge, Und ist bald damit geschehn: Die— ses lebens glanz und schein Pfleget ploͤtzlich aus zu seyn. 5. Aber dort des himmels ga⸗ ben, Die mein JEsus innen hat, Koͤnnen herz und seele laben, Ma⸗ chen ewig reich und satt; Jenes lebens herrlichkeit Bleibet nun und allezeit. 6. Rost und motten, raub und feuer Schaden auch der freude nicht, Die mir IEsus, mein ge⸗ treuer, Und sein vater, fest ver⸗ spricht. Dort ist alles abgethan, Was die seele kraͤnken kann. 7. Einen tag bey JEsu sitzen, Ist viel besser, als die welt Tau⸗ send jahr in freuden nuͤtzen; Doch, wen Gott zur rechten stellt, Der erlangt von seiner hand Erst den rechten ehren⸗stand. 8. Welt⸗lust, ehre, jauchzen, springen Labet meine seele nicht; Aber nach dem himmel ringen Ist, was reine lust verspricht: Wer sich fest an JEsum haͤlt, Hat mehr lust, als alle welt. 9. Ach! so gönne mir die freude, JEsu: die dein himmel hegt.b Sey du selber meine weide, Die mich hier und dort verpflegt. Nimm mich in den himmel ein, Um in dir recht froh zu seyn. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 10 8 ein GOtt! dir ist 3. ja nicht zuwider, Wenn unsre seele froͤlich ist, Wenn unser mund durch freuden ⸗lieder —— Tsnn So manche traurigkeit versüßt. IA Dein geist ist ja ein freuden⸗geif, Der uns in dir erfreuen heißt. 2. Erweck in mir dergleichen freude, Die nur aus deinem her. zen quillt. Sey meiner seelen tros und weide, Dadurch sich allet kummer stillt: Und gib mir immer frischen muht, Wenn mir das ereuz gleich wehe thut. ö 3. Das welt⸗kind suchet sein er⸗ getzen In lauter tand und eitel⸗ keit; Es freuet sich bey grossen schaͤtzen, Die nur ein spiel und raub der zeit; Es findet seine lus daran, Wenn es viel ehre haben kann. 4. Doch das giebt ehristen kein vergnuͤgen; Drum laß es ferne von mir seyn. Die eitle lust kann nur betruͤgen, Auf lachen stelt sich trauren ein. Wer aber sich in dir erfreut, Der schmecket lauter füssigrt.„ 5. Sollt ich mich uͤber dich nicht freuen? Du bist mein schatz und hoͤchstes gut; Du giebst mir segen und gedeyen, Und deckest mich mit deiner hut: So hab ich ehre gnug bey dir, 5 bin dein kind/ was fehlet mir 6. So sey denn dieses meine freude, Daß ich mich zu dir halten kann, Daß ich die schnoͤde lust ver⸗ meide, Der eitle seelen zugethan. Dein wort sey meines herzens lust, Durch dis ergetze meine ru 7. Laß mich an IEsum stets ge⸗ denken, So werd ich allzeit froͤ⸗ lich seyn; Er kann mein herz mit wollust traͤnken, Und schenkt mir freuden⸗becher ein: So geh ich zwar als traurig hin, Doch daß ich allzeit froͤlich bin. 8. So werd ich einen vorschmack haben Von jener suͤssen himmels⸗ lust; Da wirst du mich ohn ende laben, Wo mir kein herzeleid be⸗ wußt. . Apits 0/ Gell Ra o II 1. H Rihb Wusi= W. Wndet NI iY 0 0 hhuch t MA Ihulbir sstibener e Hhn HN it MI aad icge Uhsihne 0 . — o, Dend K, Züt 1 d dona % Denn W. +D:D—— Ie N5 a Wrh Wauges K We mufe 00 Rigt e D R Tetstuch r E ö Iuun Dcduh WMhch , Nan ALethat Act e ts Hilt giehtch Drum ri Dietth heh t W Mi ti Ft shnn * ö N chie AA sieg Vu gat ii e E 0 1 ilichut E ,I Seschh à l R EXI Aihl Den Wri i und zwar von der Nachfolge JIEsu. 441 wußt. Fuͤhr mich in deinen him⸗ mel ein, Da wird der freuden fuͤlle seyn. von der Nachfolge JEsu. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. 6 ommt alle zu mir, 84. kommt zu mir, Und fuͤrchtet euch doch nicht, die ihr Muhselig und beladen! Kommt her, ich bin der gute hirt, Der euer herz erquicken wird: Kein uͤbel soll euch schaden. z. Nehmt in geduld auf euch mein joch, Seht nur auf mich/ und lernet doch, Wie ihr euch sollt erzeigen. Seyd stets sanft⸗ muͤhtig/ wie ich bin; Liebt demuht, laßt sich euren sinn In hoffart nie versteigen. 3. So werdet ihr zu jeder zeit Fuͤr eure seel in freud und leid Trost und erquickung finden. Mein joch ist sanft, leicht ist die last; Wer sie geduldig auf sich faßt, Dem helf ich üͤberwinden. 4. Ich komm zu dir, HErr JEsu Christ! Der du der nachfolg vor⸗ bild bist, Laß mich das stets be⸗ trachten; Daß ich mich selbst, und was die welt Mir aus betrug fuͤr lust vorstellt, Kann gegen dich verachten. J. Gib, daß ich wahre demuht uͤb, Den naͤchsten stets mit sanft⸗ muht lieb'ꝰ, Dein joch trag bis ans ende, Fuͤr meine seele ruh erlang; Und dort die ehren⸗eron empfang Wenn ichs durch dich vollende. Mel. Was Gott thut das ꝛc. 68 ein GOtt! mir . hat dein lieber sohn Ein vorbild hinterlassen/ Mein ganzes leben soll hievon Ein wahres muster fassen. Er geht voran Und zeigt die bahn; Er will durch sein bemuͤhen Uns alle nach sich ziehen. z. Mein JEsus rufet: folge mir! Ich folg ihm zwar im glau⸗ ben; Allein die kraft koͤmmt nur von dir: Soll die kein zweifel rau⸗ ben, So muß dein wort Mich im⸗ merfort In alle wahrheit leiten, Sonst kann ich leichtlich gleiten. 3. Gib, daß ich folge seiner lehr, Und allen irrthum meide; Daß noht und tod mich nimmermehr Von seiner wahrheit scheide. Ich weiß, es ist Mein JEsus Christ Weg,/ wahrheit und das leben, Er kann mir alles geben. 4. Mein JEsus rufet: folge mir! Ich folg ihm nach im leben: Du aber wollest der begier Den besten nachdruck geben. Zeuch mich nur hin Nach Christi sinn, Und laß mich ihm auf erden Im wandel aͤhnlich werden. 5. Hilf mir, so geh ich, weil ich kann, Auf seinen tugend⸗wegen Und fuͤhre mich zur demuht an, Laß mich zum grunde legen, Was seine that Erwiesen hat, Die mir nur lauter lieben Im wandel vor⸗ geschrieben. 6. Mein JEsus rufet: folge mir! Ich folg ihm auch im leiden. Zwar folg ich ihm mit viel begier, Doch muß ich mich bescheiden. Sein ereuz⸗kelch war Sehr wun⸗ derbar; Ich denk an das mit schrek⸗ ken, Was seine lippen schmecken. 7. Zeuch aber mich zum ereuze nach, Das JEsus selbst getragen. Koͤmmt nun verfolgung, hohn und schmach, Und tausend andre pla⸗ gen; So gib mir muht Durch Christi blut, Bis ich in seinen wunden Den schoͤnsten sieg ge⸗ funden. s. Mein JeEsus rufet: folge mir! Ich folg ihm auch im ster⸗ ben; Sein ereuz verbleibe mein panier,* Und lasse mich dort erben Ee s In ——.—U22— 44² Von dem heiligen Leden und christlichen Tugenden In ewigkeit, Was mir bereit; So folg ich/ nach dem leiden, Ihm zu viel tausend freuden. * d. i. mein sieges⸗zeichen. Mel. Ich will meine stimm erheb. 686 7 mir! ruft uns das leben, Was ihr bittet, will ich geben, Gehet nur den rechten steg, Folget, ich bin selbst der weg. Folget mir von ganzen herzen, Ich benehm euch alle schmerzen; Lernet von mir insgemein Sauft, und reich an demuht seyn. 2. Ja, HErr JEsu! dein be⸗ gehreñ Will ich dir mit lust gewaͤh⸗ ren, Weil dein juͤnger deine last Gern auf seine schultern faßt. Doch, mein heil! zu diesem werke Fehlt mir deine kraft und staͤrke: Geh ich dir gleich sorgsam nach/ Fall ich doch, weil ich zu schwach. 3. Zwar mein geist wird oft be⸗ wogen, Aber bald durchs fleisch be⸗ trogen: Denn die wollust tritt her⸗ für, Rufet freundlich: folge mir! Ehr und pracht, sammt andern sa⸗ chen, Wollen mich zum selaven machen: Geiz und ungerechtigkeit Mengen sich in diesen streit. 4.· Aber ich will alles lassen, und dich ganz allein umfassen; Hilf mir gnaͤdig, staͤrke mich, HErr! so faß und halt ich dich. Nur mit dir will ich mich paaren; Welt und wollust laß ich fahren. Ihre wege sind betrug: Wer dir folget, der ist klug. g. Du bist ohne stolz und pran⸗ gen Uns in demuht vorgegangen/ Du hast jedem guts gethan; Fuͤhr mich diese tugend⸗bahn. Ja dein überschwenglich lieben Hat dich an das ereuz getrieben; Gib, daß meine lieb und treu Deiner liebe ähnlich sey. 6. Laß mich aus den tugend⸗ schranken Deines wandels nie⸗ mahls wanken. Laß mich allen insgemein Liebreich, hold und freundlich seyn; Mich zur wollust nie gewoͤhnen, Nie nach guten tagen sehnen, Sondern auch zum leiden gehn, Wo wir deine füͤh⸗ rung sehn. 7. Du bist Josua und fuͤhrest, Die du leitest und regierest, Auf der selbst⸗betretnen bahn In das rechte Canaan: Gib, daß wir den weg recht sehen, Und ihn stets mit freuden gehen; Leit uns so mit Rand hand In dein hochgelobtes and. 8. JEsu/ du mein licht und le⸗ ben! Deine bahn ist rein und eben; Gib, daß mich darauf nichts schreckt, Und kein suͤnden⸗koth he⸗ fleckt. Laß mich deine gnade spuͤh⸗ ren, Meine tritte so zu führen, Daß mein fuß voll unschuld geht, Nicht bei spoͤttern stille steht. 9. Mach mich nicht allein in freuden, Sondern auch im ereuz und leiden, Durch so manchemn kampf und streit, Dir zu folgen stets bereit. Laß mich nicht beh angst/ beschwerden, Creuz und dot⸗ nen muͤde werden; Zeig mir, diß der erden⸗plan Nichts als kum⸗ mer geben kann. 10. Laß mir doch mein ziel auf erden Nimmermehr verrücket werden, nd entreisse mir daß licht Deiner gnad und liebe nicht. Gih daß ich mir, von der jugend Bis zum alter, deine tugend Recht von herzen, nicht zum schein, Angelegen lasse seyn. II. Hilf mir, HErr! vor allen dingen, Meinen lauf also voll bringen, Daß mein geist dich brunstig liebt, Sich in wahrer det muht uͤbt. Hilf, daß ich dir hie her⸗ traue, Und dich dort mit frenden schaue: Jenes gib mir in der zeit Dieses in der ewigkeit. Mel At s I ssh Wtt T ö Dm ai. WI- hme Ihcheu uh r sstum i h. Huniche Irit: E ae Riir aß IMsah mia ulhyjy Vsmidvs 5 I auss Mut an Mfihn Mr Wss lar Ahhih uu Rinen. hhtou N sur serne Mssu. Anich dw Ihihen“; Aiun ten, un U sin si; ue — Wn I ie M VDondatz I Nos d uul 1H e ih di eat u (deinhe eine Duhn i chdn in ch AAa te sy els Pen sil ) Ht 0 0 Whengt Itasseh e Rb% Hh und zwar von der Nachfolge JEsu. 443³ Mel. Mein herz und seel den ꝛe. 6 8 7. Gottes lamm! o laß mich mit dir gehen Auf zions berg, da laß mich bey dir stehen; Nimm mich auch mit in der geliebten zahl, Und fuͤhre mich zu deinem hochzeit— mahl. 2. Ach! bilde du mich ganz nach deinem sinne: Gib, daß ich dich recht herzlich lieb gewinne; Und wo du gehst, da leite mich auch hin, Damit ich hier und ewig bey dir bin. 3. Willt du mich auch auf gol⸗ gatha mitnehmen, So laß mich ja nicht deines ereuzes schaͤmen. Soll ich denn auch mit dir verklaͤret seyn, So nehm ichs an, bleibst du nur ewig mein. 4. Laß du mich, HErr! die ehre nur erreichen: Schreib GOttes bild und namen als ein zeichen An meine stirn, daß ich der deine sey, Und mache mich von schnoͤder welt⸗lust frey. . Du hast mich schon von dieser welt erkaufet Durchs bundes blut; ich bin auf dich getaufet: Du zogst auch, als die welt mich von dir nahm, Mich wiederum zu dir, o GOttes lamm! 6. Laß mich nun stets verbleiben bey den deinen, Und unbefleckt vor deinem thron erscheinen; Laß bosheit, list und allen heuchel⸗ schein Nur fernerhin von mir ent⸗ fernet seyn. 7. Laß mich dereinst das neue lied verstehen?; Und dort mit dir zum innern tempel gehen, Wo Gottes stuhl ganz frey zu sehen ist, Und wo du selbst in allen alles bist.*Offenb. Joh. c, 9. 8. Laß mich es stets mit dir, o JEsu! halten, Und glaubens⸗voll mit deinem allmachts⸗walten Zu⸗ frieden seyn; weil du, o lebens⸗ fuͤrst! Es alles mir jum besten fuͤ⸗ gen wirst. 9. So soll allhier schon Mosis lied erklingen*?; So werd ich dort das lied des lammes singen, Wenn ich den sieg durchs lammes blut erlangt, Und, nach dem streit, mein haupt mit eronen prangt. *2. B. Mos. 1g. und g. B.Mos.3² Mel. Aus tiefer 195 8 ꝛc. ach doch den en. 6 8 8. M gen lebens⸗weg, Den du, mein heil! betreten, Und deinen schmalen creuzes⸗steg, Dein ringen, wachen, beten Mir taͤglich mehr und mehr bekannt; So eil ich, HErr! in deiner hand Voll sehnsuͤcht nach dem himmel. . Gib, daß ich, als ein kind des lichts, Die finsterniß besiege. Die arme welt hat warlich nichts, Woran ich mich vergnuͤge: Drum gib mir kraft, dir nachzugehn, Und nie von dir zuruͤck zu sehn, Ich fol⸗ ge dir, dem lamme. 3. Laß in mir deines lichtes strahl Die dunkelheit vertreiben, Und mich bey der so kleinen zahl Wahrhafter juͤnger bleiben, Dir folgen bis zum ereuzes⸗sftamm, Wo du aus liebe, theures lamm! Mir alle schaͤtz' erworben. 4. Wie groß wird meine freude seyn, Wenn ich dir treu geblieben: Wenn weder schmach noch ereu⸗ zes⸗pein Mich je zuruͤck getrieben, Wenn ich nur deinen ruf gehoͤrt, Dir treu gefolgt, und ungestoͤhrt In liebe nachgegangen. 6. Wolan, so sey es denn ge⸗ wagt, Ich waͤhle deine dornen. Was mir dein treuer mund ge⸗ sagt, Dient mich nur anzuspor⸗ nen; Drum geh ich nun durch spott und hohn Zur lebens⸗erone/ welchen lohn Dein joch den from⸗ men schenket. 689. 4⁴⁴ Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden 68 Kürt her zu mir, 9. Kspricht GOttes sohn: All' die ihr seyd beschwe⸗ ret nun, Mit suͤnden hart be⸗ laden, Ihr jungen, alten, frau und mann! Ich will euch geben was ich kann, Und heilen euren schaden. ö 2. Mein joch ist suͤß, mein' last gering; Wer mirs nachtraͤgt in dem geding, Der wird der hoͤll entweichen; Ich will ihm treulich helfen trag'n, Mit meiner huͤlf wird er erjag'n Das ewge himmel⸗ reiche. 3. Was ich gethan und g'litten hie In meinem leben spat und fruͤh/ Das sollt ihr auch erfuͤllen: Was ihr gedenkt, ja redt un thut, Wird denn erst alles recht und gut, Wenns g'schieht nach Gottes willen. 4. Gern wollt die welt auch selig seyn, Wenn nur nicht waͤr die schwere pein, Die alle chri⸗ sten leiden: So mag es doch nicht anders seyn; Darum ergebe sich darein, Wer ewge pein will meiden. 4. All creatur bezeuget das, Was lebt in wasser, luft und gras, Sein leiden kanns nicht meiden: Wer nicht in GOttes namen will, Der muß zulezt des teufels ziel Mit schwer'm gewissen leiden. 6. Heut ist der mensch schon, jung und schlank, Und morgen ist er schwach und krank, Bald muß er wol gar sterben. Gleich wie die blumen auf dem feld; Also muß auch die schnoͤde welt In einem huy verderben. 7. Die welt ertittert ob dem tod; Liegt einer in der lezten noht, So will er gleich fromm werden. Der schaffet dis, der andre das, Sein'r armen seel er ganz vergaß, Dieweil er lebt auf erden. 8. Und wenn er nicht mehr le— ben mag, So hebt er an ein grosee klag, Will sich erst GOtt erge⸗ ben: Ich fürcht fürwahr, die goͤttlich gnad, Die er allzeit ver⸗ spottet hat, Wird schwerlich ob ihm schweben. 9. Dem reichen hilft doch nicht sein gut, Dem jungen nicht sein stolzer muht, Er muß aus diesen maͤyen; Wenn einer haͤtt die ganze welt, Gold, silber, gut und alles geld, Noch muß er an den reihen. 10. Dem g'lehrten hilft doch nicht sein' kunst, Die weltlich düpracht ist gar umsonst, Wir muͤssen alle sterben. Wer sich in Chrisio nicht bereit't, Weil er lebt in der gnaden⸗zeit, Muß ewiglich verderben. II. Drum hoͤrt und merkt ihr lieben kind, Die jetzo GOtt erge⸗ ben sind; Laßt euch die muͤh nicht reuen; Halt't stets am heilgen Gottes wort, Das sey eur tros und hoͤchster hort; Gott wird euch schon erfreuen. 12. Nicht übel ihr um uͤbel gebt; Seht, daß ihr hie unschul— dig lebt, Laßt euch die welt nur aͤffen; Gebt Gott die rach und alle ehr, Den engen steg geht im⸗ mer her; GOtt wird die welt schon strafen. 3. Wenn es gieng nach des fleisches muht, In gunst, gesund, mit grossem gut, Wuͤrd't ihr gar bald erkalten: Darum schickt GOtt die truͤbsal her, Daß euer fleisch gezuͤchtigt werd, Zur ewgen freud erhalten. 14. Ist euch das ereuz bitter und schwer; Gedenkt, wie heiß die hoͤlle waͤr, Darein die welt will rennen: An leib und seel muß leiden seyn Ohu unterde — I.sonR hDN eu 0 Ahs Atenet E. Wssct tde e e uc ö R EEE hhut und 00998 ö H shrntalss IcgiM A WMs sehist V. b E. Wilich' Wh ö i Beyter asssud t Ru. N + 1 I s — Rug — W) Aishr chtte WAsei Kcht sin EE Ii 4 Doer hih ün Ter nur d lechten n, A ih AIchen. berekt; Vaden/ Vechel. . tt un Vit je Ieuch I L 10 100 D Whtz H, Pbal N i 5 04„ Ma h 00 M und zwar von der Nachfolge JEsu. 445 die ewge pein, Und mag doch nicht verbrennen. 10. Ihr aber werdt nach dieser zeit Mit Christo haben ewge freud: Dahin sollt ihr gedenken. Kein mensch lebt, der aussprechen kann Die wonne und den ewgen lohn, Den euch der HErr wird schenken. 16. Und was der ewig-guͤtge Gott In seinem wort versprochen hat, Geschwohrn bey seinem na⸗ men, Haͤlt und giebt er gewiß fuͤr⸗ wahr: Der helf uns zu der engel⸗ schaar, Durch JEsum Christum, amen. Mel. Vater unser im himmelr. ch GoOtt! wie viel 690. A muͤhseligkeit Hab ich in meiner wallfahrts⸗zeit! Der schmale weg ist arbeit⸗voll, Den ich zum himmel wandeln soll. Wie schwerlich laͤsset fleisch und blut Sich zwingen zu dem ewgen gut. z. Wo soll ich mich denn wen⸗ den hin? Zu dir, HErr JEsu! steht mein sinn, Bey dem mein herz trost, huͤlf und raht Allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemahls verlassen ist, Der sich verließ auf JEsum Christ. 3. Du bist der grosse wunder⸗ mann, Das zeigt dein amt und dich dein' person. Welch wunder⸗ ding hat man erfahrn, Daß du, mein GOtt! bist mensch gebohrn? Du fuͤhrest uns durch deinen tod Ganz wunderbar aus aller noht. 4. IEsu, mein HErr und Gott allein, Wie suͤß ist mir der name dein! Es kannkein trauren seyn so schwer, Dein suͤsser nam' erfreut vielmehr. Kein elend mag so hitter seyn, Dein susser trost der linderts fein. 5. Ob mir gleich leib und seel verschmacht; So weißt du, HErr, daß ichs nicht acht. Wenn ich dich habe, hab ich wol, Was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit leib und seel, nin mir thun suͤnd, tod und oͤ 6. Kein bessre treu auf erden ist, Als nur bey dir, HErr JIEsu Christ! Ich weiß, daß du mich nicht verlaͤͤßt, Dein? wahrheit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter treuer hirt, Der ewis mich behuͤten wird. *7. JEsu, mein' ehre, freud und ruhm, Mein herzens⸗ schatz und mein reichthum! Ich kann doch ja nicht zeigen an, Wie hoch dein nam? erfreuen kann; Wer glaub und liebꝰ im herzen hat, Der wirds erfahren in der that. 8. Drum hab ich oft und viel geredt: Wenn ich an dir nicht freude haͤtt, So wollt ich den tod wuͤnschen her; Ja, daß ich nie ge⸗ bohren waͤr: Denn wer dich nicht im herzen hat, Der ist gewiß le⸗ bendig todt. 9. JEsu, du edler braͤutgamm wehrt, Mein einger trost auf dieser erd, An dem allein ich mich ergetz Weit uͤber alle guͤldne sh, Mein ganz gemuͤht erfreuet ich„ So oft ich nur gedenk an i 10. Wenn ich mein hoffnung stell zu dir, So fuͤhl ich fried und trost in mir: Wenn ich in noͤhten bet und sing', So wird mein herz recht guter ding'; Dein geist be⸗ zeugt, daß solches frey Des ewgen lebens vorschmack sey. 1. Drum will ich, weil ich leden mag, Das ereuz dir froͤlich tragen nach: Mein Gott! mach mich darzu bereit, Es dient zum besten allezeit. Hilf mir mein werk recht greifen an, Daß ich den lauf vol⸗ lenden kann. 12. Hilf 446 Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden 12. Hilf mir auch zwingen fleisch und blut, Fuͤr suͤnd und chanden mich behuͤt. Erhalt mein herz im glauben rein, So leb und sterb ich dir allein. JIEsu/ mein trost! hoͤr mein begier, O mein heiland! waͤr ich bey dir. Von der geistlichen Wach⸗ samkeit. Mel. 33. Straf mich nicht in ꝛe. ache dich, mein 69 I. Maelstrbereit,Wa⸗ che/ fleh und bete! Daß dich nicht die boͤse zeit Unverhofft betrete: Denn es ist Satans list Ueber viele frommen Zur versuchung kommen. 2. Doch wach erst von suͤnden auf Und vom sůnden⸗schlafe. Den⸗ ke nach, was folgt darauf? Eine lange strafe; Und die noht, Ja der tod Moͤgte dich in sunden Unver⸗ muhtet finden. 3. Wache auf! sonst wird das licht Dir noch ferne bleiben. Deine nacht kann JEsus nicht, Wie er wuͤnscht/ vertreiben; Denn Gott will, Fuͤr die fuͤll Seiner Hen Offne augen ha⸗ en. 4. Wache! laß dich satans list Ja nicht schlafend finden; Weil er sonst geschaͤftig ist, Dich ins netz zu winden. Und Gott giebt, Die er Heheheri 3— 2 strafen, Wenn ie sicher schlafen. g. Wache! daß dich nicht die welt Durch gewaͤlt bezwinge, Oder, wenn sie sich verstellt, Listig an sich bringe: Wach und sieh, Daß dich nie Falsche bruͤder faͤllen, Die dir netze stellen. 6. Wach auch selber gegen dich Und dein boͤses herze, Daß es ja nicht liederlich GOttes huld ver⸗ scherze: Denn es ist Voller list, 7. Aber bete stets dabey Mi, ten in dem wachen: Ruf zu Gott; er muß dich frey Von dem kum⸗ mer machen, Der dich druͤst Und bestrickt, Daß du schlaͤfti ld 925. Und sein werk nicht tß e 3. Ja, GOtt will gebeten sun, Soll er etwas geben; Und aufun Ir ö nn et sasfunt Y E kann, Welt, fleisch, satan, sündu ser flehn und schreyn Croͤnt erun⸗ ser leben. Ruf ihn an, Denn er Kraͤftig uͤberwinden. 9. Ach so laßt uns immerdar N ½ 1* VarlHe Wachen, flehen, beten; Weil um zu trubsal und gefahr Immer naͤhen treten; Denn die zeit Ist nicht weit, Da uns GOtt wird richton Und die welt vernichten. und Streite. Mel. Ach G Ott vom himmel r chau, lieber Gottl 6 9 2. S wie meine feind Womit ich stets muß kaͤmpfeh So listig, und so maͤchtig seynd. Daß sie mich leichtlich daͤmpflh Wo mich dein gnaden⸗arm nicht haͤlt, So kann mich teufel, fleisch und welt Gar leicht in suͤndt stuͤrzen; 2. Weil satanas mit seiner lis Im anfang gar suͤß locket, Und, wenn die suͤnd begangen ist, Das herz darauf verstocket. Er treiht mit trug und mit gewalt Von einer sund zur andern bald, Und endlich in die hoͤlle. 3. Der welt art ist dir auch be⸗ wußt, Wie die kann anlaß geben Zu augen⸗lust, zu fleisches⸗luss Und hoffaͤrtigem leben. Wenn aber GOttes zorn angeht, Ein jeder da zuruͤcke steht; hat ein ende. 4. Und W. ö 10 Rde Von dem geistlichen Ranf Whlen Wsuchte Ictesdu un be Wrder. Reshn. Mie lus Ihufch rin shhstricht. Durs 9Nf idre lelgtegs Asll fünder ge⸗ Wwnrin 0 nene H-3an. U Die freundschaft 10 . ni I NI — Jahuld Aneh Tesihh unn e — 8 6 EID Venth tttultg. Igche Wctehn d. Mina Hschst Vinde, alßt und e Aht I W Goan Verhicht istich Sttch Htttan h ͤets m en 10. A I M + IX II Prsth 21 Lu und zwar von dem geistlichen Kampf und Streite. 447 di III (aden 4. Und dennoch will mein fleisch und blut Von dem ungerne las⸗ sen, Was ihm so grossen schaden thut; Es will die welt nicht has⸗ sen. Die kurze lust gefaͤllt ihm wol: Drum wills nicht, daß ich meiden soll Des teufels netz und stricke. . Nun muß ich armer immer⸗ fort Mit diesen feinden streiten. Sie aͤngsten mich an jedem ort, Und sind mir stets zur seiten. Der satan setzt mir heftig zu, Die welt laßt mir gar keine ruh, Mein fleisch reizt mich zur sünde. 6. Zu dir flieh ich, o treuer Gott! Ich weiß sie nicht zu stillen. Hilf, vater! hilf in dieser noht, Um JEsu Christi willen: Verleih mir deines geistes staͤrk, Daß mei⸗ ner feinde list und werk Dadurch zerstoͤhret werde. 7. Laß diesen deinen guten geist Mich innerlich regieren, Daß ich stets thu, was du mich heißt, Und mich nicht laß verfuͤhren: Daß ich dem argen widersteh, Und nie von deinem weg abgeh Zur rechten oder linken. *8. Ob boͤse lust noch mannig⸗ falt Mich anficht, weil ich lebe: So hilf, daß ich ihr alsobald Im anfang widerstrebe: Und daß ich ja vergesse nicht Die todes⸗stunde, das gericht, Den himmel und die holle. 9. Gib, daß ich denke jederzeit An die vier lezten dinge, Und da⸗ durch alle suͤuden⸗freud Aus mei⸗ nem herzen bringe: Damit ich mag mein lebelang Dir dienen oh⸗ ne furcht und zwang, Im willigen gehorsam. 10. GOtt vater. deine kraft und treu Laß reichlich mich empfin⸗ den: O JEsu Christe! steh mir bey, Daß ich kann uͤberwinden: Hilf, heilger geist! in diesem krieg, Daß ich da immer einen sieg Er⸗ halte nach dem andern. Melodey 34. 6 Nein erbe, HErr! das du erkauft, Mit dem du freundschaft aufgerichtet, Das, so bald es auf dich getauft, Sich zu des satans haß verpflich⸗ tet, Sieht, wie es selbst sich nicht beschirmen kann, Und rufet dich um sieg und beistand an. 2. Du hast der schlaͤngen kopf zerknirscht, Ihr gift gedaͤmpft, ihr reich bezwungen. Es hat dein tod, o sieges⸗fuͤrst! Den tod im frohen sieg verschlungen, Die schuld ge⸗ tilgt, die freche welt besiegt, Da nun der feind zu deinen fuͤssen liegt. ö 3. Ward deine ferse gleich ver⸗ letzt Und blutig von der schlangen bissen, Die sich dir aͤußerst wider⸗ setzt; So hat sie doch dir weichen muͤssen. Ihr kopf ist hin, dein fer⸗ sen⸗stich ist heil, Ihr wird der fall, und dir der sieg, zu theil. 4. Lob, weisheit, ehre, ruhm und macht Sei dir, erwuͤrgtes lamm! gesungen; Du hast in jener gros⸗ sen schlacht Durch blut und tod den feind bezwungen. Der drache liegt nunmehr gefesselt da, Dir aber singt dein volk: halleluja! 5. Doch hier ist unsre pruͤfungs⸗ zeit; Drum hast du ihm die macht gelassen, Uns noch durch list, durch kampf und streit, Bey un⸗ serm fleisch und blut zu fassen. Es stimmt die welt, als die ihm folgt, mit ein, Hier ist es noth auf seiner hut zu seyn. 6. Mit so viel feinden sinden wir, OHErr! uns uͤberall umge⸗ ben. Der eine reizt und schmei⸗ chelt hier, Dort droht ein andrer unserm leben. Ach schmerz! sie sind gesammt darauf bedacht, Daßunser geist werd um sein heil iee er 448 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden 7. Wer ist hie tuͤchtig zu be⸗ stehn, Und uͤber lust und furcht zu siegen? Soll es durch unsre kraft geschehn, So werden wir bald unterliegen. Die feinde sind zu listig, stark und groß, Und wir 510 macht, von kraft und klugheit bloß. 8. Doch was uns fehlt, das fin⸗ den wir, Erwuͤrgtes lamm! in dei⸗ nen schaͤtzen; Dein beystand ist jas luj gut dafuͤr/Daß uns kein satan kann verletzen; Du ziehest uns mit kraft und weisheit an, Daß unser geist weit uͤberwinden kann. 9. Dein sieg,o lamm! wird unser sieg, Wenn wir dein blut im glau⸗ ben fassen: Du fuͤhrst fuͤr uns den schweren krieg, Wir können uns auf dich verlassen. Du giebst uns selbst die waffen in die hand, Und machst dich uns, als einen held, be⸗ kannt. 8 10. Gib nur, daß wir nicht traͤ⸗ ge seyn, Noch selbst die waffen nie⸗ derlegen. Floͤß uns die kraft des glaubens ein, Damit wir muhtig streiten moͤgen. Bewahr uns doch fuͤr weicher zaͤrtlichkeit, Wenn 1— 1. und blut sich fuͤr dem ereuze eu II. Ach lege deinen edlen geist, Als zur besatzung, in den willen; Damit, wenn satan suͤndgen heißt, Wir sein begehren nicht erfuͤllen. Ach laß uns stets erweckt und wachsam stehn, Um durch gebet aus kraft in kraft zu gehn. 12. So wollen wir, wenn nach dem streit Die frohe sieges⸗lieder klingen, Im frieden jener ewig⸗ keit, O heiland! deinen ruhm be⸗ singen, Wenn du den tod, den lez⸗ ten feind/ besiegt, Und alles nun zu deinen fuͤssen liegt. Ott der vater! wohn 594 +· uns bey, Und laß uns nicht verderben: Mach uns aller suͤnden frey, Und hilf unz selig sterben. Fuͤr dem teufel unz bewahr/ Halt uns bey festem glau⸗ ben, Und auf dich laß uns bauen, Aus herzens⸗grund vertrauen, Dir uns lassen ganz und gar: Mit allen rechten christen Entfliehn des teufels luͤsten, Mit waffen GOtt's uns ruͤsten. Amen, amen/ das sey wahr, So singen wir hall⸗ uja 2. IEsu Christe! wohn ꝛe. 3. Heilger geist, ach wohn uns Mel. GoOtt des himmels und der wie sind doch mei⸗ 69 5. O ner feinde So gar unbeschreiblich viel! Auch die al⸗ ler besten freunde Selbst verruͤcken mir das ziel, Wenn ihr sinn, was Gott verflucht, Emsig zu erlan⸗ gen sucht. 2. Ach wo sind so helle augen, Welche alle stricke sehn? Da nit von natur nicht taͤugen, Gern auf boͤsen wegen gehn. O wie williz folget man, Da man leicht verden ben kann. 3. HErr! erleuchte mein gesich⸗ te, Daß ich nicht so blindlings hin Mich nach jeder reizung richte, Daß ich niemahls sicher bin. Lehre mich doch recht verstehn, Wie ge⸗ faͤhrlich hier zu gehn. 4. Staͤrke mir die muͤden haͤn⸗ de, Wenn es hart im ringen haͤlt/ Wenn der feind mir bis ans ende Viel besondre netze stellt. Sprich: verfuͤhrer! weich von hier, Denn dis kind gehoͤret mir. 6. Ich will, als ein guter streiter/ An den kampf mit freuden gehn. Durch dich uͤberwind ich weiter: Du wirst mir zur seite stehn. Ja dir, treuer Jonathan! Folg ich; denn du gehst voran. 6. In dem ereuz werd ich doch siegen, Gleich wie du 6epag; ast; H M ftt 1 2— Gn W. etntt E. l. W Ilrit ua: Asihu IRlEalte 10 n 04 Rse,E Rchhit. G Nig Wa H Iotäs I9, Gi xilbig und x t Wr me WUHUAn 2 nei Wh hun Ihot N, Dohule m t ssithen lüge isct Has Ialct't 5 iahike. 3 WhhrIuderes Wsisor A sst, D die Waschaft Wu ang Aunh d ö S e Do ct , in d X Vifelnh Vöahn —— E 7 hiesi esh A Wriclt ftH e Gh N„Benn ish I/ Ens U A e 4 dce sehh taucg n. gr H 1 iAH sch ch h. Hd NIII Im uctz Uhch gen, Nach des kampfes harter Mach uns sieghaft Durch JEsum und zwar von dem geistlichen Kampf und Streite. 449 hast; So werd ich die erone krie— last. Streit, o seele! wohlge— muht, Du siegst durch des lam⸗ mes blut. TIn dich hab ich gehof— 6 6.J fet, HErr! Hilf, daß ich nicht zu schanden werd, Noch ewiglich zu spotte: Das bitt ich dich, Erhalte mich In deiner treu, HErr GOtte! 2. Dein gnaͤdig ohr neig, HErr! zu mir, Erhor mein flehn, thu dich herfuͤr! Eil bald, mich zu erretten In angst und weh; Ich lieg od'r steh, Hilf mir aus mei— nen noͤhten. 3. Mein GOtt und schirmer! steh mir bey, Sey meine burg/ darin ich frey Und ritterlich kann streiten Wider mein' feind, Der gar viel seynd An mir auf beyden seiten·, 4. Du bist mein' stärke, fels und hort, Mein schild und kraft, (agt mir dein wort) Mein' huͤlfe, heil und leben, Mein starker Gott In aller noht: Wer mag dir widerstreben? 5. Durch luͤgen und durch falsch gedicht Hat mir die welt truͤglich gericht't Viel netz und heimlich stricke. HErr! nimm mein wahr In der gefahr, B'hůt mich fuͤr falscher tuͤcke. 5. HErr! meinen geist befehl ich dir, Mein GOtt, mein GOtt! weich nicht von mir, Nimm mich in deine haͤnde, Owahrer GOtt! 899 aller noht Hilf mir am letzten ende. Mel. Ein keste burg ist unser Gott. Men GoOtt und va⸗ 7. ter! steh mir bey. Und hilf mir treulich kaͤmpfen, Du bist von grosser güt und treu, Kanust meine feinde daͤmpfen. Du bist in aller noht Mein beystand und mein GOtt: Drum nimm dich meiner an, Weil niemand helfen kann, Als du, mein treuer vater. 2. HErr JEsu! mach dich ei⸗ lend auf, Sey mit mir in dem wer⸗ ke; Regier und schuͤtze meinen lauf, Daß ich den beystand merke; Du bist raht, kraft und held, Der feind ist schon gefaͤllt. Regt er sich ja aufs neu; Stehst du dem glau⸗ ben bey, Der koͤmmt durch dich zum siege. 3. O heilger geist, du GOttes kraft! Du wirst mich nicht verlas⸗ sen; Durch dich wird raht und trost geschafft, Dis will ich glaͤubig fassen. Gib nur zur schweren zeit Muht, weisheit, freudigkeit; Rimm weg furcht, angst und noht. Hilf mir bis in den tod, Hilf mir ins leben dringen. 4. Und wenn du mir dein heil erweist, Will ich dich ewig prei— sen, Und mich dir, vater, sohn und geist! Fromm, dankbar, treu er⸗ weisen: Ich will dir immerfort Allhier und endlich dort, Hosan— na, gloria! Preis, ruhm, hallelu⸗ ja! Mit deinen kindern singen. Mel. Durch Adams fall ist ganz ꝛe. 6 Wir liegen taͤglich 9 8. in dem streit, Uns selbst zu uͤberwinden: Die welt, 7. Glori, lob, ehr und herrlich— keit Sey dir, GOtt vat'r und sohn! bereit, Dem heilgen geist mit namen: Die goͤttlich kraft das fleisch, die eitelkeit, Die bose lust der unden, Und was dem reich Des sataͤns gleich, Pflegt GOtt zu widerstreben; Darwider ficht Des glaubens licht, Das uns GOtt selbst gegeben. Christum, amen. 2. Viel staͤrker ist, der selber Ff sich EEEE 450 Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden sich, Als andre, überwindet, Daß er der alten schlangen stich Im herzen nicht empfindet: Geiz/ fleisch und blut, Neid, stolzer muht Herrscht nicht in seinen sin⸗ nen; Das fleisch erliegt, Wo liebe kriegt, Sie muß den streit gewin⸗ nen. 3. Wer Gott also ergeben ist, Wird schnoͤde luͤste hassen, Und wider alle hoͤllen⸗list Die glau⸗ bens⸗waffen fassen. Der schwere streit Bringt nach der zeit Die ewge himmels⸗erone: Wer uͤber⸗ windt, Gewiß, der findt Sie dort zum gnaden⸗lohne. Ach Gott! der du das wol⸗ len giebst, Verleih auch das voll⸗ bringen. Der geist ist willig, den du liebst, Das fleisch ist schwer zu zwingen. Wer wird uns doch Von diesem joch Des leibes noch erloͤ⸗ sen! HErr, reich an huld Ver⸗ gib die schuld, Errett uns von dem bosen. Melodey 35. 5* u dir, o vater aller 9. güte! Flieht mein eaͤngstetes gemuͤhte, Und zeiget sein verderben an Ich bin zu al⸗ lem guten traͤge, Da ich mich schuell zum boͤsen rege, Es auch gar bald vollbringen kaun. 2. Dein geist hat stets in mir zu kaͤmpfen, Und die erregte lust zu daͤmpfen, Die sich so oft dem zaum entreißt. Laß deinen beystand mir auf erden Doch nimmermehr ent⸗ zogen werden; Staͤrk mich durch deinen guten geist. 3. Laß fleisch und blut doch nie⸗ iahls siegen: Und wenn ich ja mit ihnen kriegen, Und ihren anfall spuͤren muß; So hilf mir, vater Uberwinden/ Und ihre böͤse kraͤfte binden, So folg ich deines geistes o, Du weißt, wie gern ich, ohn gebrechen, Und ohne heimli hui⸗ dersprechen, In deinen Wan wandeln will. Hilf mir, um deines namens willen, Des geistes trieb nach wunsch erfuͤllen; Ach fuͤhr ihn selbst zu seinem ziel. J. Ich klage selbst des fleisches triebe, Und was mich lau in deiner liebe Und faul zum kampfe ma⸗ chet, an. Ach lehre mich dawider streiten, Und jeues kleinod frisch erbeuten; Tilg selbst, was mich entkraͤften kann. 6. Es komme mir der sieg zu gu⸗ te, Dadurch das lamm mit seinem blute Die macht der finsterniß er⸗ legt. Laß mich des mittlers al⸗ macht staͤrken, Wenn sie mit ihren schnoͤden werken Sich wieder in der seele regt. 7. Laß endlich sund und kamp verschwinden, Und mich den ort der ruhe finden, Wo weder schuld noch elend ist. Da will ich dich/o vater! droben Mit allen uͤberwin⸗ dern loben/ Wo du das ziel des s bes bist. Mel. In dich hab ich gehoffet Herr. ch komm, o treuer 70⁰. J GOtt zů dir: 0 habe doch geduld mit mir, Mit mir betruͤbtem sunder; Erbarme dich, Und zaͤhle mich, HErr! unter deine kinder. 2. Zwar bin ich solcher huld nicht wehrt, Weil mich die suͤn⸗ den⸗last beschwert! Wer will von diesem boͤsen, Das taͤglich siegt Und wachsthum kriegt, Mich sün der doch erloͤsen! 3. Du mußt es thun durch dei⸗ nen geist, Der uns der suͤnden macht entreißt Und zu dem guten treibet; Der, wenn der feind Es ernstlich meint, Ein wahrer troͤ⸗ ster bleibet. 4. Ach laß doch dessen ant ra ö 1— —5 2 x‚ I O/ 6 2 HAi 6 d gen Apüustes Wtrege Alhun! fust Huf A Ba sl. 0 hach lle sün ö Hau sllinte E nlen, — ö s dis sillttät; EX ssh, cdshn n. elEe uashüsttsE Ruull HFme „dan lard teES IWsn. Uhnscgen. I9 sichtto, Mey Puullenge Reif A at der Wätnichs E. —2— —= = — —. —— ꝙð::. I — bent e schis Hu. e irdgl .I Mitu desh HWeun III 4 ih sih H hd t I H Lael IHh Ah n N 10 Hh se Fai . —.— und zwar von dem geistlichen Kampf und Streite. 451 kraft, Die, was dir wolgefaͤllig, schafft, In unsre seelen dringen: Und gib uns muht, Der suͤnden wuht Und herrschaft zu bezwin— en. . Durch unsern ganzen lebens⸗ lauf Hört deren sturm nicht voͤllig auf; Drum hilf mir taͤglich kämpfen. Hilf ihre macht So tag als nacht Bezwingen, toͤdten, daͤmpfen. 6. Ja, mach du selbst mein herz bereit, Der suͤnden schaͤnd⸗ und schaͤdlichkeit Und groͤsse zu erken⸗ nen: Die kleinste kann Uns von der bahn Zum leben, ewig trennen. 7. Drum, wenn die leicht— gesinnte welt Die suͤnden nur fuͤr dero denn haͤlt; So laß mich an⸗ ers denken, Und seel und herz, Voll reu und schmerz, In demuht zu dir lenken. 8. Mein heil! der du der suͤnden macht Und herrschaft unter dich gebracht, Hilf meiner schwachheit ringen, Wenn suͤnd und noht, Wenn hoͤll und tod Auf leib und seele dringen. Mel. O Gott du frommer ꝛe. 01 ein IEsu! sieh 7 5 darein, Und hilf mir armen siegen. Mein herz fuͤhlt nichts als tod, Mein geist muß un⸗ terliegen; Das wollen hab ich wol, Nur das vollbringen nicht, Wohin der matte geist Die schwachen kraͤfte richt't. 2. Mich hat der tod bestrickt, Die sůnd hält mich gefangen: Wo sich mein geist hinkehrt, Bleibt nichts als nur verlangen. Ich lauf, und fehle doch Den weg der wahren ruh: Denn des gesetzes fluch Fuͤhrt mich der hoͤlle zu. 3. Du, JéEsu! du allein Kannst meinen jammer wenden, Mein koͤnnen stehet nur In deinen gna⸗ kraft Zum neuen leben ein, Und laß mein sehnen nicht So gar ver⸗ geblich seyn. 4. Ja HErr erbarme dich, Ich lieg zu deinen füssen; Laß deine gnade stets In meine seele flies⸗ sen: Ich schrey, und laß dich nicht, Bis deines geistes kraft Den tod in mir besiegt, Und neues le⸗ ben schafft. . Du hast ja zugesagt: Du wol⸗ lest gern erquicken, Wenn nur ein armes herz Befreyt von heuchlers tuͤcken, Sich dir ergeben will; Wer deines geistes trieb Nur in sich merken laͤbt, Der ist dir, JE⸗ su, lieb. 6. So nimm denn alles hin, Laß mich mir nicht mehr leben; Hin⸗ gegen, treuer hirt! An deiner fuͤh⸗ rung kleben. Ach fasse mich nur fest Und jag den feind hinaus; So wird mein innerstes Ein dir ge⸗ weihtes haus. 7. Beweise deine macht, Du starker schlangen⸗treter! Und zeig der finsteruiß Du seyst noch mein erretter; Vollfuͤhr in mir den lleg,Trotz aller feinde spott; Voll⸗ fuhre deinen raht, Es koste blut und tod. 8. Wie lange soll der feind Sich uͤber mich erheben? Wie lange raubet er Mir freude, trost und leben? Befrey die seele bald, Die durch dein blut erkauft, Die sonst, von ihm bestrickt, In ihr verder⸗ ben lauft. 9. Gib muht und glaubens⸗ kraft, Wenn schaͤndliche gedau⸗ ken, List, wuht und trug entstehn; Und laß mich ja nicht wanken, Wenn deines geistes kraft Des fleisches kraͤfte bricht, Wenn deine bir. Den alten menschen icht. 10. Hilf allen widerspruch, O heiland! uͤberwinden; Laß mich den⸗haͤnden. Floͤß mir doch neue in deinem blut Die sieges⸗pal⸗ 35f2 men 45² Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden men finden. Dein sanftmuht⸗vol⸗ les herz Sey meines geistes schild; Bis du von feinden mich Dort ganz befreyen willt. 11. Wirst du dich nur in mir So kraͤftiglich verklaͤren, Mich toͤdten, und aus dir Hinwieder neu gebaͤhren; So bleib ich dir ver⸗ eint, So geh ich unverruͤckt Zum vorgesteckten ziel, Das mich mit eronen schmuͤckt. Mel. Es ist 10 Woerhr dn as elend weißt du, 702. OGoralen, Das mir ist angeerbet, Und wie mir al⸗ le kraͤfte seyn Durch Adams fall verderbet. Weil mein dich gar verfinstert ist; Kann ich dich gar nicht/wie du bist, Noch deinen raht ertennuen. 2. Mein wille ist so bn, verkehrt In allem thun und lassen, Daß er am meisten das begehrt, Was du befiehlst zu hassen: Wogegen doch/ HErr! was du willt, Bey mir gar oft sehr wenig gilt; Ich setz es aus den augen. 3. Es geht des alten Adams trieb RNur immerdar zur sünde, Daß recht vertrauen, rechte lieb' Ich nicht in mir befinde. Ich diene meinem naͤchsten nicht, Wenns nicht zu meinem nutz geschicht; Ich suche nur das meine. 4. Ja, wenn man alles recht be⸗ tracht, So wird gar leicht auf er⸗ den Ein abgott aus mir selbst ge⸗ macht, Dem fort gedient soll werden: Weil eigne lieb' und eigne ehr, Auch eigennutz, und was deß mehr, Mir leider! noch anhanget; 5. Dis ist die wurzel und der grund, Draus alles unheil ruͤh⸗ ret; Daß ich zu mancher zeit und stund Von dir werd abgefuͤhret. Es steht mir stets mein herz und muht Nach wollust, ehre, geld un gut, Und solchen eitlen Dingen. 6. Nun sollt ich mich der suͤnden⸗ lust Nicht gleich gefangen geben, Und(so macht mir dein wort be— wußt) Ihr allzeit widerstreben; Doch denk ich nicht so fleissig dran, Ruf dich nicht fort um beistand an, Ich bin oft traͤg und sicher. 7. Koͤmmt mir was boͤses in den sinn, Dawider ich soll kaͤm⸗ pfen; So tracht ich nicht alsbald dahin, Das feur mit macht zu dampfen: Das nimmt denn in mir überhand, daß ich gar leicht in sünd und schand Daruͤber 111 moͤgte. 8. Oft will mich auch die arge welt, Die ich doch stets soll fliehen, Wenn meinem fleisch ihr werk ge⸗ faͤllt, Mit zur gesellschaft ziehen: Sie will, daß ich auch uͤbels thu/ Und andre reizen soll dazu, Daß sie es mit begehen. 9. Ach GOtt! ich hab nach sol⸗ cher art Gar lang mit grossem scha⸗ den, Eh ich zu dir bekehret ward, Gelebet ausser gnaden: Ich hin auch noch nicht ohn gefahr, Die weil mir izt und immerdar Die suͤnden⸗lust anklebet. 10. Darum, HErr! in derglei— chen noht Sieh mich an mit er⸗ barmen; Komm mir zu huͤlfe, treuer Gott! Und steh mir bey/ mir armen; Erleucht durch deine gnad und güt Mein unverstän⸗ diges gemuͤht, Daß ich dich recht erkenne. II. Den willen leit nach deinem wort, Daß ich dich herzlich liebe: Dir fest vertrau, und fort und fort In gottesfurcht mich uͤbe; Daß ich dir meine tauf⸗zusag Mit star⸗ kem vorsatz jeden tag Aufs neue wiederhole. V* 12. HErr! weil dir niemand ohn gebet Bestaͤndig kann hee, 0 11 IN. hch/ W N ö 1 ul 0 l IWme lß ich de Sund 1 Wühl Uut ashmit I. Rühit eb, hen böse che Haclids bey s ninn Duhrrft E slsth nd Halitzunherdz Mt u tre lrnt un eias e Ih wuten Mlhirnar d aulhett“ A fihnuhtes Man der Wh Gämichz As Aewas 14 slt h chrlich Puc incg Nhhfnich hin Hlherylt verg What gih g WNDDes sle I wider K Hehnnig h un c, d sechtesen: , xicg hender Mifpmandies Attere Hluncrurt; Al frodt, 0 H uich a. % H uen E udd e Wechnch hn RIII Teit N IVX Ant udertt tthn Her h Vunnh ih g Di YOhh sc. esch W Och W esl I. NAh H EN N.II —— un Yf ack 910% Ht+ MII hs 1⁰0 mipii 17 ed N hn R 6 und zwar von der Bestaͤndigkeit im Guten. 4⁵⁸ So gib, daß ich oft vor dich tret, Die gnade zu erlangen, Und so mein ganzes ehristenthum Des naͤchsten nutz und deinen ruhm Ohn heucheley befördre. 1g. Gib mir des geistes freudig⸗ keit, Daß ich dadurch verachte Geld, ehr und wollust dieser zeit, Das ewge nur betrachte. Ach nimm mich mir, und gib mich dir, Daß ich dir leb, und sterbe mir Und meinen boͤsen luͤsten. I4. Des fleisches und des geistes krieg Ist dis bey jung und alten; Laß mich da immerfort den sieg Durch deine kraft erhalten, HErr! staͤrke mich, und mach mich neu, Daß ich stets unverdrossen sey, An diesen streit zu treten. 15. Fuͤr stolz und ehrsucht mich dehuͤt, Daß sie nicht funden wer— den In meinem herzen und ge⸗ muͤht) In worten und geberden. Denn hoffart war des teufels fall; Drum hilf! HErr! daß ich uͤberall Fest an der demuht halte. 16. Die sorg der nahrung nimm von mir, Laß mich nicht mehr be⸗ gehren, Als was ich noͤhtig habe, hier Mich ehrlich zu ernehren; Daß ich auch keinen zweifel hab, Du werdest mich bis in mein grab Mit unterhalt versorgen. . Herr! gib mir gnade, daß ich daͤmpf Des fleisches boͤsen wil⸗ len, Und wider mich ja selber kaͤmpf, Die lust nicht zu erfuͤllen, Wenns gleich nur in gedanken waͤr: Hilf auch, daß ich mich nicht beschwer Mit essen oder trinken. 18. Gib, daß ich oft der höllen quahl Hiewider mag bedenken, Wie haͤufig man die werd' einmahl Fuͤr boͤse lust einschenken; Pech/ schwefel, jammer ohne maaß Er⸗ folget dort ohn unterlaß Auf kurze lust und freude. ö ö 19. Laß mich allzeit vorsichtig seyn, Mit wem, und wie ich wandle: Daß ich halt mein gewis⸗ sen rein, In allem, was ich handle, Und achte keines menschen gunst, Wenn mich die welt durch ihre kunst Von dir zu sich will ziehen. 20. Dem boͤsen feind gib nim⸗ mer zu, Mich irgend zu verletzen, Und meine seel aus ihrer ruh Aufs neu in noht zu setzen: Wenn sich versuchung zu mir wendt, Laß sie gewinnen so ein end, Daß ich es koͤnn ertragen. 2I. Verleih, o Vater! gnä⸗ diglich, Daß es ja mag geschehen, Was ich, dein kind, izt bitte dich Mit seufzen und mit flehen. Hilf, wenn mir alle huͤlf zerrinnt, Daß ich doch froͤlich uberwind In JEsu Christi namen. Von der Treu und Be⸗ staͤndigkeit im Guten. Mel. JEsu deine eren Higand ꝛc. ey getreu bis an das 703. S ende, Damit keine quahl und noht Dich von deinem JEsu wende, Sey ihm treu bis in den tod. Ach! das leiden die⸗ ser zeit Ist nicht wehrt der herr⸗ lichkeit, Die dein Jesus dir will geben Dort in seinem freuden⸗ leben. 2. Sey getreu in deinem glau⸗ ben: Laß dir dessen festen grund Ja nicht aus dem herzen rauben; Halte treulich deinen bund, Den dein herz durchs wasserbad Fest mit Gott geschlossen hat. Denn wie oft geht der verlohren, Der ihm treulos hat geschworen. 3. Sey getreu in deiner liebe Gegen GOtt, der dich geliebt. Auch die lieb' am nächsten ube, Wenn er dich gleich oft betruͤbt; Denke, wie dein heiland that, Als er fuͤr die feinde bat. Du mußt⸗ soll dir GOtt vergeben, Auch ver⸗ zeihn und liebreich leben. Ff 3 4. Sey 4⁵⁴ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden 4. Sey getreu in deinem leiden/ Und laß dich kein ungemach, Kei⸗ ne noht von JIEsu scheiden; Mur⸗ re nicht in weh und ach. Denn du machest deine schuld Groͤsser durch die ungeduld. Selig ist, wer willig traͤget, Was sein GOtt ihm auferleget. . Hat dich ereuz und noht be⸗ troffen, Und Gott hilft nicht alsofort; Bleibe treu in deinem hoffen, Traue fest auf GOttes wort. Hoff auf IEsum festiglich/ Sein herz bricht ihm gegen dich/ Seine huͤlf ist schon vorhanden: 11.5 machet nie zu schan⸗ en. 6. Sey getreu in allen sachen/ In dem anfang, mittel, schluß, Fuͤrchte GOtt, und laß ihn ma⸗ chen, Huͤte dich fuͤr Joabs kuß; Such in allen GOttes ruhm, Fuͤhr ein wahres ehristenthum. Sey zwar klug in deinem glau⸗ ben, Und doch ohne falsch wie tauben. 7. Sey getreu in todes⸗stun⸗ den, Halt dich glaubens⸗voll an GoOtt; Flieh getrost in Christi wunden, Sey getreu bis in den tod! Wer mit JEsu glaͤubig ringt/ Ihn, wie Jaeob, haͤlt und zwingt, Dem will er in jenem leben Seine freuden⸗crone geben. ö 8. Nun wolan! ich bleib im leiden, Glauben, lieb' und hoff⸗ nung fest. Ich bin treu bis an das scheiden: JEsus, der mich nicht verlaͤßt, Ist, den meine seele liebt/ Dem sie sich im ereuz ergiebt. Den befehl ich meine sachen, Denn ich weiß, er wirds wol machen. Mel. Da JEsus an dem ereuzes ꝛc. 7⁰04 D rufst mir zu, o treuer himmels herrlichkeit Die schoͤne lebens⸗crone. X. Wie gern, o vater! will ich nun Nach deinem gnaden-⸗willen thun, Und dir getreu verbleiben: Denn dazu suchest du mich ja Be⸗ staͤndig anzutreiben. 3. Allein du siehst, wie fleisch 905 und blut Mir widerstand in allen thut! Es reizet mich zur suͤnde, Daß ich zu allem guten mich Stets traͤg und schlaͤfrig finde. 4. Der satan sucht gelegenheit, Braucht list, gewalt und wach⸗ samkeit, Um mich ins netz zu brin⸗ gen. Er setzt mir zu, er wuͤnscht und hofft; Es werd ihm einst ge linsen. 9. Die eitle welt sucht uͤbe⸗ dis Mir taͤglich durch viel aͤrgernß Ein fallbrett zu bereiten; Sie wil durch ehre, geiz und lust Mein al⸗ mes herz verleiten. 6. Ich setz mir oft was gut vor, Doch steigt der sünden⸗tril empor, Um mich davon zu wes den. Ich kann/was bös ist,zwar mi lust Was gut, nicht so vollenden. 7. Ach vater! nimm dich meinet an, Daß ich das gute leisten kann Gib mir ein ander herze, Das di gefaͤllt; damit ich ja Den himmi nicht verscherze. 8. Dich lieben und dir treu seyn/ Ruͤhrt, HErr! von deinen geist allein; Den wollest du mi geben, Der leite mich auf recht bahn In meinem ganzen leben. 9. Laß mich in deiner lehre rein Im glauben treu und redlich seyn Nach deinem worte leben, In reh Wu I VMA. Wce— 100jE7 EN —————— 10 ser W. Ithel Watch V. W. VL 3 W Weor .W H⁰— II Wnpe Mülat= EAI 1 0 In ti Wt —— Mpat Mhbey Müidtt the. Wac'uxgE Asstz E ner lieb' und heiligkeit, Dir zu fallen, streben. 10. Gib kraft, dir auch in lelsn dens⸗zeit Stets mit geduld un freudigkeit Getreulich auszuha Gott! ten; Weil ereuz und truͤbsal heih Sey mir getreu bis in den tod, So sam ist, Laß ich dich, vaten geh ich dir zum lohne Dort in des walten. 11. H I Uhte h ni I 0 V V 2 ih Achd i, u Reh gh an Asun Vehhg Ilscht, IXucastz et ni n Prigfid Wustg Tet, ichin Wir V Herd it, et urch ie ndh ten, % Natui ich du va ilt lchsn und zwar von der Liebe gegen den Naͤchsten. 4⁵⁵ 1I. Laß mich dereinst in lezter nohtNicht suͤnde, teufel, holl und tod Von deiner liebe scheidenʒ und fuͤhre mich durch Christi blut Ge⸗ trost zu deinen freuden. 1I. Gib, daß ich dir im leben treu, Und auch getreu im sterben sey. So wirst du mich ergetzen; Und mir dort, wie dein wort berspricht, Die lebens⸗eron auf⸗ setzen. ö. 3. Ich bitte nochmahls innig⸗ lich, Ach! laß bis an mein ende mich Dir, HErr! getreu erweisen; Erhoͤre mich durch Christi blut, So will ich dich dort preisen. don der Liebe und Barm⸗ herzigkeit gegen den Naͤchsten. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. enn einer alle ding 705. W verstund, Mit en⸗ gel⸗zungen redte, Wenn er zu⸗ gleich weissagen koͤnnt, Den wun⸗ derglauben haͤtte, Daß er versetzte berge hin; Und haͤtte nicht der liebe sinn, Waͤr alles dis ver⸗ gebens. 2. Wenn einer auch all seine haab Austheilete den armen; Und thaͤt er nicht dieselbe gab' Aus liebe und erbarmenz Wenn er sich bren⸗ nen ließ dabey, Und haͤtte nicht die lieb' und treu; So waͤr es ihm nichts nuͤtze. 3. Die lieb' ist lauter sanftmuht voll, Ist guͤtig und gelinde, Da man/es komme wie es woll, Nichts bittres an ihr finde. Wenn einer etwas guts verricht, So eifert und misgoͤnnt sie nicht: Sie thut nichts ungeschicktes. 4. Die lieb' nicht aufgeblasen ist, Die lieb' beschimpfet keinen, Sie sucht nicht ihren nutz mit lit Sie rahtet dem gemeinen: Entruͤst sich nicht, ob man gleich klagt, Daß sie der naͤchste druͤckt und plagt; Sie kehret alls zum besten. 6. Die liebe sich da nimmer freut, Wo unrecht wird gerichtet; Der wahrheit und gerechtigkeit Von herzen sie beypflichtet: Des naͤchsten maͤngel sie ertraͤgt, Be⸗ decket und zurücke legt/ Und sie ihm nie aufruͤcket. 6. Die lieb' vom naͤchsten gern das best Ohn argwohn glaͤubt in allen: Sie hoffet seine beß⸗ rung fest, Wenn er in suͤnd gefal⸗ len: Wo man ihr leid thut un⸗ verschuldt, Vertraͤgt sie alles mit geduld, Wird auch dabey nicht muͤde. 7. Und wenn zuletzt die wissen⸗ schaft, Und alles wird aufhoͤren; Behaͤlt die lieb' doch ihre kraft; Und wird sich noch vermehren, Wenn wir dort in der seligkeit Einander in der hoͤchsten freud Vollkoͤmmlich lieben werden. *. Du selbst, HErr JEsu lstellest dich Zum vorbild wahrer liebe: Verleih/ daß dem zu folge ich Die liebꝰ am naͤchsten ůbe. Daß ich in allem, wo ich kann, Treu/ lieb' und hülfe jedermann, Wie ich mirs wuͤnsch, erweise. Mel. 8. JEsus meine ichsten laß Waeinen naͤchsten laß 706. M ich nicht, Ihn so treu, als mich, zu lieben. Dis 6erfordert meine pflicht, Mich im lieben stets zu uͤben. Liebe ist, was GOtt gebot, Liebe bleibt bis in den tod. z. Liebe bleibt auch nach dem tod: Dort geht sie recht an im himmel, Dorten stoͤhrt sie keine noht, Die sie in dem welt⸗getum⸗ mel Oftmahls schwaͤcht und oft betruͤbt, Daß man unvollkommen Uebt. Ff4 3. GOtl ö̃CSCSCꝗSISSISS Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden 3. GOtt ist selbst, der liebe uͤbt, Weil er mich zu sich gezogen, Und mich je und je geliebt, Eh ich mut⸗ ter⸗milch gesogen; Er nahm, da ich nackt und bloß, Mich voll liebꝰ' in seinen schooß. 4. JIEsum trieb der liebe macht, Daß er von dem himmel kommen, Mir das leben wiederhracht, Und sich meiner angenommen; Er, das reine GOttes-lamm, Starb fuͤr mich am ereuzes⸗stamm. ö 5. Hat die liebe GOttes geist Nicht voll huld zu mir geneiget? Daß er nun mein troͤster heißt, Sich mir suͤnder gnaͤdig zeiget, Und mich, durch der taufe bad, Fest mit GOtt verbunden hat. 6. Weil denn GOtt mich so ge⸗ liebt, Sollt ich nicht den naͤchsten lieben? Wer denselben oft be⸗ truͤbt, Wird von satans list getrie⸗ ben. Mich soll GOttes liebꝰ und treu Treiben, daß ich liebreich ey. . Gib, daß meine seele sich, Hoͤchster, stets im lieben uͤbe, Mei⸗ nen naͤchsten stets als mich, Und dich uͤber alles, liebe. Gib, daß meine lieb' und treu Rein und ohne falschheit sey. 8. Endlich bring in deinem reich Uns nach deiner huld zusammen, Daß wir dich, o GOtt! zugleich In den reinsten liebes⸗flammen Ehren, lieben und erhoͤhn, Und vereinigt vor dir stehn. Mel. Herzliebster JEsu was ꝛe. 0 GoOtt, du brunn⸗ guell aller wahren liebe! Gib, daß ich mich mit ernst im lieben üͤbe, Laß mich die liebe, will sie sonst erkalten, Stets fest behalten. 2. Ach ja, du willt dis feuer gern entzuͤnden, Du suchst uns stets in liebe zu verbinden: Du wirst ja auch in mir/ zu deinen ehren, Die liebe mehren. 3. Vor allen will ich meinen gesst bedenken; Du gabst ihn mir, dir will ich ihn auch schenken, Und ihn, als einen schatz, bey viel gefahren Dir treu bewahren. 4. Mein nebenchrist soll meiner auch geniessen, Es soll von mit stets wohlthat auf ihn fliessen; Et soll von deinen mir geschenkten gaben Sein antheil haben. 5. Ich will den bruͤdern keinen anstoß geben; Vielmehr also mit meinem naͤchsten leben, Daß alle, die mein thun und wesen schauen, Sich dran erbauen. 6. Weg alles/ was die seele kann verletzen; Nichts, was es sey/ will ich so herrlich schätzen, Daß ich es, weil es Gottes augen hassen, Nicht sollte laͤssen. 7. O schoͤpfer! steure selbst di alten schlangen, Die unter uns die seelen sucht zu fangen: Hilf, HErn und wehr, auf daß dein liebes erhe Ja nicht verderbe. 8. Und endlich, da wir bey viel aͤrgernissen Uns auf der welt noch immer leiden muͤssen; So laß mich doch im himmel mit den frommen Zur ruhe kommen. Mel. Herzliebster JEsu waheh ilf, JEsu! daßi 708. meinen naͤchsten liebe, Durch splitter⸗richten ihn ja nicht betruͤbe, Ihn nicht ver— laͤumde, noch durch falsche raͤnke Muhtwillig kraͤnke. 2. Gib, daß ich immer seine schwaͤch' und flecke In wahrer sauftmuht vor der welt bedecke/ Aus treuem herzen seinen fall beklage Und ihn ertrage. 3. Hilf, daß ich fleissig ihn iu bessern trachte, Und seine seele hoch und theuer achte; Du 2 ⁰½1 * Ich 0 N Hd N AWhahel, I 0 gibK Wa M AIlnitexs 0 Ubet, 1 Stndie Vdlt, ganl! achafen unden/ 1. uln nit Auhi nich V AHIN Hhen I —ꝛ——— Rläsour⸗ Wo. % Ahuore shhhutteit, augtttt, sst gist 0 ht tde. Mhott baz u 1 Vet! astt Mein Iupud, T W0 s N/ Gi Wohttzauef sangen z Whinftig NI th EE ch ö Vhral. I I V E H fh Pythel 1 el hahe H Mihch Iinlbez and dh, eg. sh uu Dhitzey! Dl n sen. s Den ue e daß de nc etbe Ioch, m 3 duf HH isen LI. I A Ah. ——.— == — 2 — —— I I. * 2 S—. —.22 l. r lN — Reah M „ und zwar von der Eintraͤchtigkeit. 45⁰⁷ fuͤr solche, bis zu'n todes⸗banden, Viel ausgestanden. ö 4. Laß mich das gute, das wir an ihm haben, In liebe loben, es sind deine gaben, Verleihe, daß bede alles leide, Als ihn be—⸗ neide. 5. Gib mir ein herz, das wahre demuht liebet, Und jedermann das seine goͤnnt und giebet, Nichts ar⸗f ges denket, ganz in liebe brennet, Sich selber kennet. 0. Und also bleib ich stets bey dir in gnaden, Feind, welt und teufel wird mir nimmer schaden; Du wirst mich schuͤtzen, und ich will dich loben Hier und dort oben. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. 0 o bleibet die barm— herzigkeit, Die JEsus uns anpreiset? Wer findet sich zu dieser zeit, Der sich liebreich erweiset? Der, gleich wie GOtt der reinste geist, Barmherzig ist und guͤtig heißt, Und zwar aus herzens⸗grunde. 2. Daß GOtt barmherzig,/spricht der mund; Wer ist, der das nicht glaͤubet? Allein macht GOtt es darum kund, Daß er zu folgen treibet; Ach! so verschließt man herz und ohr, So wankt der glau⸗ be wie ein rohr; Man haͤlt es fuͤr unmoͤglich. 260 3. Bedenke, wie dir GoOttes treu Barmherzigkeit erzeiget, Da⸗ mit dein herz auch guͤtig sey, Und wohl zu thun geneiget; Damit du dem, der duͤrftig ist, Und gar ein gliedmaaß JEsu Christ, Nach JE-⸗ su willen gebest. 4. Ein unbarmherziges gericht Wird uͤber den ergehen, Der dis erkannt, und gleichwol nicht In werken laͤsset sehen. Das blosse wissen macht es nicht; Die uͤbung deß was Jesus spricht, Bezeugt erst rechte liebe. 5. HErr! laß mein herz barm— herzig seyn, Den armen auf ihr flehen Aus wahrer liebe, nicht zum schein, Mit huͤlfe beyzuste⸗ hen; Damit sie in der hungers⸗ noht An meinem trost und stuͤck⸗ lein brot Sich laben und er⸗ reuen. 6. O vater! deine liebꝰ und treu Ist gegen mich ohn ende; Drum gib, daß ich dir aͤhnlich sey. Ja gib, daß herz und haͤnde Von dem mittheilt, was du beschehrt, Daß sich der arme auch ernehrt Von deinem milden segen. 7. Hat gleich die schnoͤd und har— te welt Ihr boͤses herz verschlossen; So mach in dem, was dir gefaͤllt, Mein herz doch unverdrossen, Da⸗ mit es dir in allem gleich, An mit⸗ leid, lieb' und guͤte reich, Nie wolzuthun ermuͤde. 8. Gib mir ein herz, das jeden liebt, Und das von deinen gaben, Die du mir giebst, auch andern giebt, Die duͤrftigen zu laben; Daß ich nach deinem ebenbild Sey liebreich, guͤtig, sanft und mild; Das bitt ich herzlich, amen. Von der Eintraͤchtigkeit. Mel. O Gott du frommer ꝛc. 10 on dir, o treuer * Gott! Muß fried und eintracht kommen, Der du uns gnädiglich Zum frieden auf⸗ genommen. Dir ist die eintracht lieb, Und du belohnst sie wol, Und lehrest, wie man hie Recht einig leben soll. 2. Drum flehen wir zu dir Um deines geistes gabe, Daß jeder un⸗ ter uns Ein friedlich herze habe; Gib, daß wir allesammt Im guten Ff5 einig 4⁵⁸ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden Iumt seyn; So sammlen wir ge⸗ samint Die frucht des friedens ein. 3. Laß eins dem andern stets Zum edlen balsam werden, Daß ein bedraͤngtes herz, In allerley beschwerden, Von seinem naͤchsten trost Und huͤlfe kommen seh, Und daß ein bruder ja Den andern nicht verschmaͤh. 4. Laß uns in einigkeit Stets bey einander wohnen, Und duld uns allezeit Mit gnaͤdigem ver⸗ schonen: Laß unter deinem volk Die eintracht herrlich bluͤhn, Bis wir aus krieg und streit Zum ew⸗ gen frieden ziehn. Mel. Nun komm der heiden ꝛe. Dieh, wie lieblich und 71 1. Sutefein Sßeen brüͤder einig seyn, Wenn ihr wan⸗ del ohne list, Ohne trug und falschheit ist. z. Diese sinds, den'n Gottes geist Reiches heil und trost verheißt; Diese werden in der zeit Und in ewigkeit erfreut. 3. Aber wie verlischt die treu! Ueberall ist heucheley, Und kein herz wird mehr gespürt, Das des bruders elend ruͤhrt. 4. Jeder lebt nach seinem sinn Auf der erden vor sich hin, Den⸗ ket an den andern nicht. Ach! wo bleibt die liebes-pflicht? . O HeErr JEsu, Gottes- sohn! Schaue doch von dei— nem thron„ Schaue die zer⸗ streuung an, Die sonst niemand bessern kann. 6. Sammle, grosser menschen⸗ hirt! Alles das, was sich verirrt; Laß in deinem gnaden⸗schein Alles fest vereinigt seyn. . Gieß den balsam deiner kraft, Der den herzen leben schafft, Tief in unser herz hinein, Gib uns dei⸗ nen freuden⸗schein. 8. Knüpfe selbst durch deine hand Ein geheiligt bruͤder⸗band. Binde herz und herz so fest, Daß es sich nicht trennen laͤßpt. 9. So, wie vater, sohn und geist Drey, und doch nur eines heißt*; So verbind in einigkeit Deine ganze ehristenheit. h. 17. v. 1I. 20 27 10. Was fuͤr freude, was für lust Machest du uns dort bewußt! Was man wuͤnschet und begehrt, Wird uns selbst von GOtt ge⸗ waͤhrt. 11. Herzen, die anizt zerstreut, Preisen dann in einigkeit GOttes treu und liebes⸗-macht, Wenn er sie in eins gebracht. 12. Kraft, lob, ehr und herr⸗ lichkeit Sey dem hoͤchsten allezeit. Der, wie er ist drey in ein, Uns in ihm laͤßt eines seyn. Von der Sanftmuht, Fried⸗ fertigkeit und Versoͤhn⸗ lichkeit. Mel. HErr Christ der einge ꝛꝛ. 12.4 ein herz, HErr JEsu V„klaͤget Selbst uͤber haß und neid, Du bist, der deutlich saget: Daß die die seligkeit Dort nicht erlangen moͤgen, Die haß und feindschaft hegen, Und un⸗ versoͤhnlich sind. z. Regiere meine sinnen, Daß zorn und rache nicht Ein boͤses werk beginnen, Wenn mir ver⸗ druß geschicht. Laß mich nur dei⸗ nen willen In allen treu erfuͤllen, Gib sanftmuht und geduld. 3. Ach schmerz! die that bezeu⸗ get, Daß ich zur rachgier, haß Und bittern zorn geneiget; Weil ich ohn unterlaß Die rache willig uͤbe, Den feind mit fleiß betruͤbe, So viel mir moͤglich ist. 4. Ach heiland! ach verzeihe Aus gnaden diese schuld; Im gegentheil verleihe Mir sanftmuht und 0 Uld, 1 —⁴— — Woalst id W Himit it R d. E n (H-hufürdi i ustgebtaet aalhbtt; E ö Ii. 00 Wftdie fen uhsoche se MWarijsenh ——— Mlufr unset 02 44⁷ dlRN ebe s AR un Munhnftmut Ahiuz boll; Ilsehvn, Whprch, Hifeint Uiht Nänschv , Un Ietse.. gut, E . Merey! Whud, on h. SEeetßßn.eꝙ—— SISIꝗIPI˖DIR Iüdn isthg Aupz ei Nunt hih Aen I Dit az eihit MNinat l Daht. V, Pihöcht inth Vh. Estmh . be kett, ris doi erns Iget El OHubisch ie sich müge, 78 ill su t We Wli u. z. von der Sanftmuht, Friedfertigkeit, Versöhnlichkeit. 459 duld, Damit ich gern vergebe, Mit allen freundlich lebe, Die mir zuwider sind. 6. Laß mich nicht feindschaft tragen, Laß mich den haß und neid Der welt dir, JEsu! klagen; Laß mich zu jeder zeit Den segnen, der mir fluchet, Den lieben, der da suchet Mein ungluͤck und ver⸗ druß. 6. Wie du fuͤr die gebeten, Die dich in noht gebracht, Und sie am ereuz vertreten; So laß mich tag und nacht Die feinde herzlich lie⸗ ben, Und solche sauftmuht uͤben, Wie du erwiesen hast. Mel. Vater 110 himmelr. Hsch freundlichster 0 1 3. A HErr JEsu Christ! Der du die liebe selber bist, Und nichts von haß und zorne weißt, Der du die sanftmuht selber heißt: Du rufest uns voll liebe zu, Wir sollen heilig seyn, wie du. ö 2. Liebt, sprichst du, liebt, wie ich geliebt Die feinde, welche euch betruͤbt. Wuͤnscht niemand boͤ⸗ ses, fluchet nie, Und wenn sie flu⸗ chen, segnet sie. Thut denen, die euch hasfen, gut, Ertraget sie mit sauftem muht. 9.—— 3. Ach! gib mir freundlichkeit, und nimm Aus meinem herzen zorn und grimm, Als der die liebe un⸗ terdruͤckt, Und alle glaubensfrucht erstickt. Befrey mich doch, nach deiner huld, Von rachgier, eifer, ungeduld. 4. Die rachgier ist ein suͤnden⸗ wust, Ach! tilge sie aus meiner brust; Ja, allerliebster GOtt! verleih/ Daß ich den feinden gern verzeih, Daß mein mund ihnen nimmer flucht, Auch nirgends ih⸗ ren schaden sucht. 4. Du schenkst, ob sie schon neuschein; So laß auch ihre noht und flehn Bey mir stets trost und huͤlfe sehn, Und schreib mir tief in herz und sinn, Wie huldreich ich versoͤhnet bin. 6. Gib, daß sie meine freund⸗ lichkeit Erquicket, troͤstet und er⸗ freut; Gib langmuht, die ertra— gen kann, Was sie mir zum verdruß gethan. Gib huld, die gegen⸗huld erweckt, Und ihrer fehler menge deckt. 7. Mein Gott! mir traͤgt es ja nichts ein, Wenn sie gestraft und elend seyn; Ihr seelen⸗schade freut mich nicht, Wenn ihnen kraft und trost gebricht: Vielweni⸗ ger ist meine lust, Wenn du sie einst verdammen mußt. 8. Dafuͤr bewahre sie und mich, Erbarmender! recht vaͤterlich. O vater! der du gnaͤdig bist, Du sohn der liebe, JEsu Christ! Du geist des friedens! hoͤre mich, So preis' ich dich dort ewiglich. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. ie ist die welt so 71 4. Wirandschaft voll? Sie lebt in rachgier, streit und groll, und will sich nicht versuͤh— nen: Man koͤmmt zum altar oh⸗ ne scheu, Im heuchel- glaͤuben ohne reu, Und meint doch GOtt zu dienen. 2. Doch opfert jemand sein ge⸗ schenk, Und wird vorher nicht ein⸗ gedenk, Daß jemand etwas habe, Das wider ihn; der hat nicht theil An JEsu tod, ist GOtt ein greul Mit seiner opfer⸗gabe. 3. Wer seinem bruder nicht ver⸗ giebt, Noch ihn von reinem her⸗ zen liebt, Der kann GOtt nimmer lieben; Er ist aus Cains mord⸗ geschlecht, Und ein verdammter sünden Enecht, GOtt muß da boͤse seyn Doch ihnen deinen son⸗ rache uͤben. 4. O 4⁵⁰ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden 4. O mensch! geh einmahl in dein herz, Und treibe ferner keinen scher; Mit GOttes heilgen lehren. Der heiland spricht: wer feind— schaft uͤbt, Und seinem bruder nicht vergiebt, Muß zu der hoͤlle kehren. 5. Bewahre mich, Herr JEsu Christ, Daß meine seele nicht ver⸗ gißt, Was du mir vorgeschrieben. Laß mich, HErr! taͤglich siebzig⸗ mahl, Ja gar vergeben ohne zahl/ Und meinen bruder lieben. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit gegen den Naͤchsten Mel. O Gott du frommer ꝛe. erechter heilger 2 15. G Gott! Ich klage, daß ich spuͤre, Wie eigennutz, be⸗ trug Und falschheit mich regiere. Ach! die gerechtigkeit Wird oft von mir verletzt, Und eigennutz üt nutz Des nächsten vorge— etzt. 2. Ich weiß, daß ich mich mehr Als meinen naͤchsten liebe, Durch unrecht richten, thun, Und han⸗ deln ihn betruͤbe. Sein schade freut mich oft, Ich hindre solchen nicht; Da sich mein herz doch dis Von andern selbst verspricht. 3. Ach du gerechter GOtt, Feind aller ungerechten! Du selber willt das recht Noht-leidender verfech— ten: Du richtest recht und gut; Ach! geh mit deinem kuecht, Mein Gott! nicht ins gericht, Wer ist vor dir gerecht? 4. Laß gnad ergehn fuͤr recht, Vergib mir alle suͤnde; Vergib, damit ich nicht Verdammten lohn empfinde. Denn ungerechtigkeit Schlaͤgt seel und leib zugleich, Und du verschliessest dem, Der ungerecht, dein reich. 5. Miß mir nicht mit dem maaß, Mit welchem i meine suͤnde doch Auf ewig seyn vergessen. Gib mir den neuen geist, Der mich die rechte lehrt, Die du gegeben hast, Und mich zu solchen kehrt. 6. Eutferne meinen geist Vom ungerechten wesen, Gewalt, un⸗ billigkeit; Und laß mich stets er— lesen, Was recht und billig ist, Was selbst der wahrheit nützt, Und sie bis in den tod Befoͤrdert und beschuͤtzt. 7. Laß mich nicht furcht noch gunst Vom rechten wege kehren; Laß mich der heuchler list Und schmeicheln nicht bethoͤren. Gih, daß aufrichtigkeit, Und treu mein herz regiert, Und jeder redlichkeit In wort und werken spuͤrt. 8. Laß mich/ so viel ich kann/ Die troͤsten, decken, schuͤtzen, Die un⸗ ter der gewalt Der ungerechten schwitzen: Laß mich auch bey dem schein Des rechten, selber nicht Gewalt und unrecht thun, Wenn mir gewalt geschicht: 9. Daß treu auf erden wächst, Daß recht vom himmel schauet, gemessen; Laß Und jeder land und feld In fried sos und segen bauet, Daß GOtt uns gutes thut, Das land im segen steht, Und daß gerechtigkeit Beh uns im schwange geht. 10. Gib mir den geist des rahto, Der weisheit und der staͤrke; Durch den regiere selbst Mein denken, meine werke, Und nicht durch menschen-raht Noch eigne phantasey, Daß ich nicht, wider recht, Der welt gefaͤllig sey. II. Herr! hilf mir doch mein herz Zu deinen rechten neigen, Und gegen jeden mich Gerecht und billig zeigen: Und gib mir dort den lohn Von der gerechtigkeit; Da ungerechten nichts Als fluch und schmach bereit. ö Von Weme I II + W WHIR6en e 23 Wilugs Itintsegen x ů hn⸗ dih Ainsch. den , Kehun nes snbers é behut ö ausrund K . . Ain 9al WW ez IhsRvndtl sils ich bed , Vfalstz Wah hah aunt Aahshrz Ht ein . Mo vege, WWind: E: Rschiege, 4 Rst hwägz Wi Etim ast; W * ö ö Iun — 1— gß eh 17bdei — haf, 2 i i Scht u E Hhth Der t EI nicht f en ut Veucha! It heh Vit, unt idieddt ken li Wschißg De hichnt Ditens TZhicht. öhihg Di git e d N 0 ht A Wachhttih uf Nunschl Dyale 3 und zwar von der Wahrheit und Aufrichtigkeit. 461 Von der Wahrheit und Aufrichtigkeit. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛce. QNeEsu, wahrheit, licht 1 6. und leben! Du bist allen luͤgen feind: Ach! du wirst mir gnade geben, Daß ich sey ein wahrheits⸗freund. Reizt mich sa⸗ tans list zum lůͤgen, Laß die wahr⸗ heit in mir siegen: Irr ich, hilf mir bald zurecht, Denn wer luͤgt, ist satans knecht. 2. Ach! dein geist, der wahr— heit liebet, Kehr in meiner seelen ein: Weil ihn luͤgen hoͤchst betruͤ— bet, Ach so laß es ferne seyn. Fal⸗ sche zunge sey verfluchet, Die nur schand und schaden suchet: Falsche reden ohne grund Treibe mir aus herz und mund. 3. GOtt der wahrheit, ach! regiere Mich, daß ich dir ähnlich bin. Lenk mein denken, leit und Eun⸗ Wort und that nach deinem inn; Daß ich bey der wahrheit bleibe, Alle falschheit von mir treibe. Mach aus mir der wahr⸗ bt„Wo sich keine luͤgen n 4. Soll ich schweigen, HErr! so lege Selbst ein schloß an mei⸗ nen mund. Macht mein wort nicht deine wege, Deinen ruhm und ehre kund: So verhindr' es, HErr! und zeige, Daß ich klug sey/ wenn ich schweige. Schweigen, und zu rechter zeit, Uebertrifft be⸗ redsamkeit. 5. Laß die falschheit, die dem herzen Eigen ist, nicht meister seyn. Will ich mit der wahrheit scherzen, Stimmet zung und herz schon ein; Ach so halte mich zu— ruͤcke, Und zerreiß des luͤgners stricke: Lenk den mund, damit er nicht, Was der argwohn denket, spricht. 0. Andern zu gefallen luͤgen, Und aus list und ehrbegier Mit geschmuͤckten worten truͤgen; Treib, o JEsu. weit von mir. Laß mich dir an allen orten Aehnlich seyn in that und worten, Daß be⸗ trug und heucheley Nie in meinem munde sey. I. Druͤckt mich, ohne mein ver⸗ schulden, Andrer falscher luͤgen⸗ mund; Hilf es mir getrost erdul⸗ den, Gib nur, daß es ohne grund. Doch, soll ich mein schweigen brechen, Und den luͤgen wider⸗ sprechen; Gib, daß ich/ wie du ge⸗ Paun Sie voll sanftmuht strafen ann. 8. So bleibst du mein licht und leben, Meine wahrheit und mein schild! Und ich bleibe dir ergeben, Tuͤhre mich nur, wie du willt. Falsche tuͤcke, lugen, truͤgen Wirst du selbst in mir besiegen: So bin ich der wahrheit kind, Woran sa⸗ tan nichts gewinnt. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 7 I Err! der sein wah⸗ 5 res wort gegeben, Der treu und glauben ewig hält: Herr JEsu! wahres licht und le⸗ ben Und weg und wahrheit in der welt: Du geist! der auf der ebnen bahn In alle wahrheit leiten kann! ö 2. Dir klag ich, was der satan stiftet, Wie dieser mord⸗ und luͤ⸗ gen⸗geist Mein armes herz 10 sehr vergiftet, Daß es der luͤgen sich be⸗ fleißt. Die wahrheit hab ich oft betruͤbt, Den frieden niemahls recht geliebt. 3. Vergib doch deinem armen kinde, Verzeihe deinem eigen⸗ thum. Nimm weg die strafe meiner sünde, Die heißt: GBtt bringt die luͤgner um, Gott stuͤrzt die fal⸗ schen in der eil, Blutgierige sind ihm ein greul. Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden 4. Pflanz in mich deine GoOt⸗staͤndig, Bleibt getreu bis in den tes⸗liebe, So hab ich auch die wahrheit gern; Damit ich mich — nicht aus schmeicheley Mein eige⸗ ner betruͤger sey. 6. Laß mir kein solches falsches herze, Das jal spricht, und doch nein! gedenkt, Kein herz⸗das mit der wahrheit scherze, Und sie nach eignem vortheil lenkt. Richt mir gedanken, wunsch und sinn Nur einzig nach der wahrheit hin. 6. Gib mir die wahrheit in dem glauben, Die herzlich glaͤubt und frey bekennt; Denn wer will dem den himmel rauben, Den GOtt gerecht und selig nennt? Mach mich zur rechenschaft bereit; — dein wort bleibt in ewig⸗ eit. 7. Laß mich die wahrheit gern bekennen, Denn du hast zu der wahrheit lust. Laß mich dein wort mein kleinod nennen, Das liebste kleinod meiner brust: So geb ich willig in gefahr Um wahrheit/ leib und leben dar.— 2 1 g. Gib mir die wahrheit in der tugend, Damit sie ehristlich heis⸗ sen kann. Ach gaͤngle mich/als wie die jugend, In redlichkeit auf eb⸗ ner bahn, Und laß mich einst in zions hoͤh'n Die ewge wahrheit ewig sehn. Um einen treuen Freund. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛc. 1 8 Ich will meinen JéE⸗ 7 sum preisen, Der es treulich mit mir meint. Ich will ruhm und ehr erweisen Diesem meinen herzens⸗freund, Der mich aus der welt erkohren/ Eh ich noch zur welt gebohren; Der mein nim⸗ mermehr vergißt, Der mein bru⸗ der worden ist. 2. Dessen freundschaft ist be⸗ tod; Menschenfreundschaft wird leicht wendig, Und verliert sich in und meine triebe Recht in dem der noht. Wenn uns glück und grunde pruͤfen lern; Auf daß ich segen gruͤnet, Finden wir uns wol bedienet: Wird das wetter unge⸗ stuͤm, Kehrt sich oft die freund⸗ schaft ům. 3. Gib mir, GOtt! ein tren gemuhte Gegen meinen wahren freund, Das ihm hand und her anbiete, Wenn die sonn ihm schon nicht scheint; Das bey gut und boͤsen tagen Ihm die buͤrde helfe tragen, Wenn du, wie ein vater pflegt, Ihm ein ereuz hast auferlegt. 4. Gib mir auch nach deinem willen, Einen freund von solcher treu, Der mir/ meine quahl zu sil⸗ len, Troͤstlich und bestaͤndig seyz Dem ich ohne furcht und grauen Duͤrfe meine last vertrauen, Die mir auf dem herzen liegt, Und ost centner uͤberwiegt. . Davids trost und groͤßtt gluͤcke War sein treuer Jonathan, Der durch goͤttliches geschicke Ihn so herzlich lieb gewann, Daß er seines vaters willenNicht begehrte zu erfuͤllen, Und vielmehr mit hand und mund Wie ein fels bey David stund. ö 6. HErr! ich bitte dich, erwaͤhle Mir aus aller menschen zahl Eine tugendhafte seele, Die inz diesem jammerthal Mir, nach deinem sinn und geiste, Freundschaft, trost und huͤlfe leiste, Trost, der in der noht besteht, Huͤlfe, die von her⸗ zen geht. 7. Wo die blosse zunge liebet Da ist freundschaft schlecht be⸗ stellt, Die nur suͤsse worte giebet/ Und betrug im herzen haͤlt: Alle freundschaft sey verfluchet, Die nur ihr vergnuͤgen suchet; Eigen⸗ nutz und heuchel⸗schein Muß von freundschaft ferne seyn. 8. Hab AWhhetr Iinm E ashshehtehm Iucsh tte⸗ Io Tsten . hbesce HN free ihhn der sh Vn EN sh de s Whihdene Ihn Eolcke⸗ 1 Aueysür g 0 mühüm Afeun E Rhhmeine getss uhhleihu mite Wushiid sich⸗ H durc Icsii nahs 0. Beus lt der oliten ie + 2 IX 1 0 40 l *— V M 0 E h + 2 ö En ö ud t V hn inde ed Wichnh tl. I Suhn h Ain N Deist; u en In en h uh stteunhz Aeite und li surcht; Viaf vem Arzen lih eht. Qitrof 10 Witkelg chesgt ecg Vnd i XXXIU 3 hitteh UDeshg SN hit, lu. , 0 f 6 asscct l h h 19 Na ö I 06 ö und zwar von der Keuschheit und Reinigkeit des Herzens. 403 8. Hab ich schwachheit und ge— brechen: HErr! so lenke meinen freund, Mir mit sauftmuht zu⸗ zusprechen, Weil wir alle men⸗ schen seynd. Wer mich freundlich weiß zu schlagen, Ist, als der bey freuden⸗tagen Auf mein haupt den tel gie bt.„Der von Arons eitel fließt. 23 O wie reich ist dessen haabe, Dem der HErr nach seinem raht Eine solche himmels⸗gabe, Einen freund beschehret hat, Der mit unverfaͤlschter treue Ihn in weh und wol erfreue; Wer GOrt fuͤrchtet, liebt und ehrt, Dem ist solch ein schatz beschehrt. 10. Wahre freunde sind wie stäbe, Dran der menschen gang sich haͤlt, Dran der schwache fuß sich hebe, Der sonst leicht zu bo⸗ den faͤllt. Weh dem/ dem das gluͤck entgangen, Solche staͤbe zu erlan⸗ gen; Wenn er faͤllt in seinem 3F— er stuͤrzt, wer hilft ihm au ö 11. JEsu! laß mich dir gefallen, Bleib mein freund bis in mein grab. Bleib mein trost/ bleib un⸗ ter allen Mein getreuster staͤrksterb stab. Wirst du mich dir so verbin⸗ den So wird sich schon jemand finden, Der, durch dich mir zuge⸗ führt, Mein wahrhafter freund seyn wird. don der Reuschhelt und Reinigkent des Serzens. Mel. Vor deinen 0 90 ꝛc. eg, wollust, die an 10. 9. Wẽ 253 rh Du bist der aͤrgsten seuche gleich: Dein gift erschleichet und entzuͤndt, dudt sich bey deinen flammen 3. Hergegen komm, o GOttes soll sohn! Mein herz sey deiner liebe thron, Dein wohnhaus und dein element, Dein tempel, wo dein op⸗ fer brennt. 3. Treib aus, was in mir wuͤst und wild: Erneu in mir dein gott⸗ lich bild. Laß mich, HErr! heilig, keusch und rein Durch deines gei⸗ stes triebe seyn. 4. Ich habe nie mit ernst be⸗ dacht, Was dich, mein hort! ans ereuz gebracht. Wie kann, bey dei⸗ ner quahl und pein, Mein herz noch voll von luͤsten seyn? „Und warum sollt ich meine brust Besudeln mit verbotner lust? 200 ihr end ein elend —— as uns zuletzt zur hoͤlle reißt. 6. Der augenblick, der hier er⸗ getzt, Wird nur von thoren hoch geschaͤtzt. Auf einen tropfen froͤ⸗ 118 Erfolgt ein meer voll her⸗ zeleid. 7. Schaff in mir, GOttl ein rei⸗ nes herz, Bewahre mich fuͤr tand und scher;; Erneure meinen geist und sinn, Wenn ich voll schnoͤder wollust bin. 8. Erweck und staͤrke mein ge⸗ muͤht, Daß es auf das, was dro⸗ en, sieht. Nimm mich in deinen liebes⸗schooß, So werd ich alles eitlen los. 9. Ja fuͤhr mich endlich zu der lust, Die eitlen herzen unbewußt, Die der nur siehet und erfaͤhrt, Der dir im leben angehoͤrt. Mel. Nun 01 but da 527 t sagt, daß die 7 O. G nur selig seyn, Die stets erfunden werden Im herzen heilig, keusch und rein In werk, wort und geberden: Dieselbe sind es/ weleche dort Mit allen engeln fort und fort Ihn ewig schauen ollen 2. Weh aber allen, welche sich Der fleisches ⸗freud 21 en 404 Von dem heiligen Leben und christlichen Tugenden ben, Und in der lust⸗seuch uͤppig⸗ lich, Als schnoͤde heiden, le⸗ ben: Die sehen Gottes antlitz nicht, Sie bleiben ewig im gericht Mit den unsaubern gei— ern. 3. Denn weil ihr schnoͤdes herz 0 sehr Mit böser lust besessen, Daß ie des hoͤchsten wort und lehr Gar liederlich vergessen; So zeucht er ab die gnadenhand, Daß sie aus einer suůnd und schand Bald in die andre fallen. ö ö 4. Die augen sind bey ihnen frey, Wild, frech und ungezaͤhmet/ Voll ehbruch, list und hurerey; Die stirn ist unverschaͤmet, Das herz verachtet ehr und zucht; Un⸗ reine lust wird nur gesucht Von solchem leichten volke. 8. Sie sind dem vieh an blind⸗ heit gleich, Das an der erde han⸗ get, Das GOtt nicht kennet, und sein reich Nicht suchet noch ver⸗ langet. Sie folgen ihrem frechen sinn, Und eilen ungesaͤumt dahin, Wo sie die lust hintreibet. 6. Doch kriegen sie zuletzt den lohn, Nach dem sie so gelaufen; Denn siechthum, armuht, schand und hohn Koͤmmt uͤber sie mit aufen. GOtt hasset all unreinig⸗ eit Drum strafet er zu seiner zeit Die hurer und ehbrecher. 7. Die, deren gott der hauch all⸗ hier/ Die zucht und tugend fliehen; Die wird der hoͤchste dort dafür Gewiß zur strafe ziehen. Ihr jam⸗ mer, herzeleid und pein Wird ewig, ewig/ ewig seyn, Fuͤr kurze zeit und wollust. 8. Wol aber dem! der immer dar Betrachtet hier auf erden⸗ Daß alles dort muß offenbar Und hart bestrafet werden: Und was im winkel hie geschicht Von JEsu an das helle licht Dort soll gestellet werden. 9. Wol dem! der denkt mit ernst dahin, Daß er ein gut gewis⸗ sen, Ein keusch gemüht und Geinen sinn Zu haben ist geflissen; Der sein gefaͤß nach GOttes raht In heiligung und ehren hat, Machts nicht zu huren⸗gliedern. 10. Desselben leib und seele bleibt Des heilgen geistes tempel, Der unzucht flieht und von si treibt, Giebt niemand boͤs—5 pel. Der Christi marter oft erwegt, An dessen ereuz die luͤste schläͤgt, Und sie dadurch stets daͤmpfet. II. Herr⸗“ schaff in mir ein rein gemuͤth, Gib, daß ich maͤssig blei⸗ be, Und mich fuͤr boͤs'r gesellschaft huͤt, Auch meinen leib betaͤube: Daß er nicht etwa werde geil, Und leib und seele ihren theil Des him— melreichs verlieren. Mel. sch o im himmelt. Err, mein Gott 7 I. Aundhöchtes gut! Du forderst reinen sinn und muht/ Und willt, wir sollen dir allein In wah⸗ rer tugend heilig seyn; Und ernst⸗ lich fliehn, was dich verletzt, Und uns in seelen⸗schaden setzt. 2. Du kennest a natur Die ganz verderbet ist, und nur Zur suͤnd und boͤsen lust geneigt Die nichts als schnöde luͤste zeigt/ Die uns in noht und jammer stůrzt, Und gar das lebens ⸗ziel verkuͤrzt.. g3. Drum bitt ich, gib mir dei⸗ nen geist, Der seine kraft in mir beweist, Wenn böse lust sich in mir regt, Und mich zu sündigen be⸗ wegt; Durch dessen trieb lenk herz und sinn Zur reinigkeit und tu⸗ gend hin. 4— 4. Gib, daß er sich geschaͤftiz zeigt, Sobald die wollust in mir steigt; Damit er ihrem wachsthum wehrt, Eh ihre kraft sich staͤrkt und mehrt; Damit er meine seele ruͤhrt, 0. 4 il Hih Ihe H / W.S ⁵&α , Deines u — Rn N 1999 7˙⁰ II˙ Ahitige I wahtd Mhn Ac Wiphä, Xr. Astü, Das Hunist, E 06 Iur Wsich Maud E Ashhnveßs 4* WIun, 1 U Anht V. ͤà ire Wneri sät r uhanch! Wan Doad e ö I NII a * lch K ö Vicht. N NI • fete i Icfun Eo J en IIIII I rarh 0 en. Nunser in Ht ICi I N ditalt H„ schh ich d I E D Eu Mich % R 60 aH , 7% 10 Rf l 0 1 X 6070 / 01 0 Htt/ Ast 0 + und zwar von der Keuschheit und Reinigkeit des Herzens. 465 ruͤhrt, Daß mich die reizung nicht verfuͤhrt. . Bewahre mich, wenn lust der welt Mir stricke legt und nez⸗ ze stellt. Sie nimmt das herz zu schleunig ein; Drum laß mich klug und wachsam seyn. Wirf selbst die schlangen⸗brut hinaus, Denn sonst entheiligt sie dein haus. 6. Erfuͤll hingegen meine brust Mit keuscher zucht und reiner lust. Mein wunsch, verlangen und begier Sey, hoͤchstes gut! allein nach dir; Daß ich, von schnoͤden lůͤsten frey, Dein heiligthum und tempel sey. Mel. JEsu deine heilge wunden. eilger vater! du be⸗ 72 2. H gehrest, Daß man keusch und zuͤchtig sey; Du verbie⸗ test und verwehrest Unzucht und unflaͤterey. Ach ich fleh durch JEsum Christ, Der mein seelen⸗ braͤutgam ist, Der mich ihm zur braut erwaͤhlet, Sich in treu mit mir vermaͤhlet: 2. Gib/ daß ich an seel und leibe, Innerlich und aͤuserlich, Heilig, keusch und rein verbleibe. Deine gnade staͤrke mich, Daß mir leib und seele rein, Und befreyt von wollust seyn: Ja laß, HErr! von boͤsen lusten Nichts in meiner see⸗ le nisten. 3. Dilg in mir unkeusche triebe, Toͤdte das verderbte fleisch; Gib mir deine furcht und liebe, Da⸗ durch mach mich rein und keusch. Unterbrich der luste lauf, Zieh ae mein herz zu dir hinauf, Daß es nicht am eiteln klebe, Sich der wollust nicht ergebe. 4. Gott der gnaden, ach! er⸗ giesse Deinen gnaden⸗strom auf mich, flammen boͤser lust, So viel ihrer meine brust Ueberschwemmen, quaͤhleu,druͤcken; Laß sie ganz und gar ersticken. 6. Meine seel ist deinem bil⸗ de Gleich gemacht, and hoch ge⸗ schaͤtzt: Dein sohn hat sein blut so milde Fuͤr sie sterbend zugesetzt. Drum, mein vater! thaͤt ich ja Dir und Christo viel zu nah, Wenn ich unkeusch leben wollte, und dein bild so schaͤnden sollte. 6. Christus wohnet durch den glauben Selbst in mir; sein heil⸗ ger geist Laͤsset sich mein herz nicht rauben„Weil es nun sein tempel heißt. Darum steht er mir auch bey, Daß sein tempel heilig sey/ Daß ich ihm, an seel und Leuste Keusch und rein, gehorsam leiste. 7. Wer unrein kann GOtt nicht sehen, Denn Gtt ist das reinste licht. Der kann nicht vor dir beste⸗ hen, Dem die reinigkeit gebricht. Soll mir nun der helle schein Dei⸗ nes aublicks selig seyn; HErr! so reinge geist und glieder, Mach mir böse lust zuwider. 8. GoOttes geist wird schon be⸗ truͤbet Durch ein einzig schandbar wort; Und wer sich in lůsten uͤbet/ Treibt ihn voͤllig von sich fort. Geilheit machet sorg und gram, Ihr vollbrin gen schand und scham. Will es denn zum ende laufen; Folget erst die reu mit haufen. 9. Darum, HErr der reinen schaaren! Laß mir deines geistes kraft, Und die gnade Vechaft, ren, Die ein reines herze schafft. Mache mir, o herzens⸗gast! Die unreinigkeit verhaßt. Hilf mir meine luͤste zaͤumen, Und das herz von suͤnden raͤumen. 10. Laß mich hurerey vermei⸗ den, Alle suͤnden⸗werke fliehn, Daß er in mein herze fliesse: Keine brunst im herzen leiden, Dadurch loͤsche gnaͤdiglich Alle Mich um reinigkeit bemuͤhn. G g Der n 466 Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden ——ß—ß7—— Denn du willt ja nicht allein/ Daß ssen, Oel zur wollust⸗glut gegossen. nur leib und glieder rein; Son⸗Ja wer ist, der recht beschreibt, dern daß auch geist und seele Chri⸗Was man da fuͤr bosheit treibt? sti keusches vorbild waͤhle. Laß mich/ vater! voͤllig sehen, Was 11. Creuzge meines fleisches luͤ⸗fur laster draus entstehen, Daß ste) Und was sonst mein herz be⸗mir ja die voͤllerey Lebenslang in⸗ eckt, Als wofuͤr du, JEsu Chri⸗ wider sey. e! Tod und hoͤllen? quahl ge⸗ 6. Laß mich doch mit fasten, be⸗ schmeckt. Treib die geilheit gar ten, Flehn und danken vor dich von mir, Daß ich geist und seele treten, Daß mein herz/ sammt seel dir Als dein heiligthum bewahre, und geist, Dein gefaͤllig opfer Bis ich einsten zu dir fahre. heißt; Daß die leibs⸗und seelen. gaben Taͤglich neuen wachsthum von der Mssigkeit. haben, Daß zu dir, o hoͤchstes gut Mel. Ich will meine stimm ꝛc. Steige eine reine glut. 23 uren, Darum bitt guͤtig, Darum bitt 2 2 2„ 0 ch dich demuͤhtig: Vater! dein Von der Begnuͤgsamkel verlohrner sohn Stellt sich ein vor Mel. Herzlich thur mich verlang. deinem thron: Laß mich nicht in 2 WW hat der mensch missethaten Auch in schlemmen /. +. auf erden, Der nicht gerahten. Ach behuͤte kuͤnf⸗ einen GOtt nicht hat? GOtt muß tig hin Mich für unverschaͤmtem uns alles werden, Bey ihm ist taht sinn. und that. Wenn alle mittel wei⸗ 2. Gib mir, denn du kanust es chen, So ist das herz doch froh, eben/ Lust in maͤssigkeit zu leben, Denn er macht einen reichen Au aß doch nicht durch voͤllerey einem Lazaro. Mein gebet verhindert sey. T1. Wer IEsum nur desihet, Trunkenheit verderbt die gaben, Der hat das hoͤchste gut; Dabey Die wir nur zur nohtdurft haben,wird er ges chuͤtzet, Daß ihm nichts Die man nicht zum uͤberfluß Lie⸗(abbruch thut. Er wird sich taͤ⸗ derlich misbrauchen muß. lich nehren, Ob ihn gleich ar— 3. Alle weisheit wird verschuͤt⸗muht drückt, Ob gleich mit korn tet, Sinn und nachsinn wird zer⸗und ahren Sein vorraht nicht ge⸗ rüttet, Gut und ehre wird ver⸗schmückt. 5 Leib und seele wird zerstoͤhrt. 3. Will glut und fluht entste a dein geist/ der fromme liebet,hen⸗ Giebt sich ein raͤuber an; Es ird vertrieben und betruͤbet, wird ihm nichts entgehen, Weil GOttes schwerer zorn erweckt, er sich tröten kann, GOtt werd ihm Und die rach⸗glut angesteckt. immer bleiben; Drum hat kein 4. Lust zur arbeit wird gemin⸗mangel platz. Wenn andre wucher dert, Alle munterkeit verhindert, treiben, Schaͤtzt niemand seinen Alles noͤhtige versaͤumt, Schand schatz atz. und laͤstrung ausgeschaͤumt. Ernst 4. Wie kann der selig werden, und vorsatz liegt erstorben, Aller Der nur auf reichthum sinnt. weise raht verdorben; Selbst dieUnd wenn er auf der erden Die seele scheint ersaͤuft, Weil sie ganze welt gewinnt! Die seele nichts mehr recht begreift. geht verlohren: O schrecklichet 5. Da wird boͤser raht geschlos⸗verlust! Wenn in des todes 500 1 —7 n olt 1 1000 0 Ihbleh Ihehed whtinhel„ hlen/ W RIöd u hated Inen7 euß Whlebtes chtaken“ Rllͤshet H s I. El mirLl IHach 1 Hasil vute k Wpihtth/einz Ihlge/ Gu HüWwilla Hahauihts! —.——— MIhadar h ko 77½%J606 hen. 0 Tulhiatzherse sn. Di Msih nich le chaten; Al nashscht Da Wa. Aigeiniche Al dnbl schisme l Eseißh ö f 0 Wpilen g I eiß ld arh 6 dhiltins, Mttt Wst vgs u un Rihun 19 Lu 0 90 H I E! N 4 dold volu Wür u. AZi fürh Wrh Aus e lexeyl ½) doche nd dn Deinhe dein e Ei ) fg HellDu dityi ireine gt ———— Gegsh Nthn ö IAl 84 Vucchth del A Sennch MI Vt enne. 16. ECsun: hochit st&. a i Oh i a ca Hati i Uh Di AIN 270, In I 11H I 4 ½ und zwar von der Begnuͤgsamkeit. 4⁵² ren Ihm sonst kein trost be— wußt. g. So bin ich denn zufrieden Mit dem beschiednen theil. Ist mir nicht viel beschieden, Denkt GOtt doch auf mein heil; Er will mich nicht beladen, Weil ich zum him⸗ mel geh; Genug/daß ich in gnaden Bey meinem vater steh. 6. Mein Cad*wird immer ha⸗ ben, Mein krug nicht ledis seyn, Daß ich den leib kann laben. GOtt giebt dem keinen stein, Der brot begehrt: indessen Hab ich an GOtt genug; Er segnet bey dem essen Auch meinen wasser⸗krug. mein gefaͤß 1. B. Koͤn. 17, 16. le, Mag es nach nohtdurft seyn: Genug/ sein vater⸗wille Bringt, was mir noͤhtig, ein. Wenn andre sorgen treiben, So folg ich GOt⸗ tes raht, Und will ein mensch ver⸗ bleiben, Der nichts und alles hat. Mel. Nerh fall ist omm, o guter 72 5.— Goᷣtt! zu dir, Dem geber aller gaben. Ich wuͤnsche freilich oͤfters hier Bald dis, bald das zu haben. Wie kuͤmmerlich Bestreb ich mich Und kanns doch nicht erwerben; Allein du bistAll⸗ weis, und siehst, Daß dis wol mein verderben. 2. Ich weiß nicht, was ich wuͤn⸗ schen soll, Bin blind mein heil zu sehen; Doch ist mein herz verlan⸗ gens voll, Es heißt mich oftmahls gehen Auf einem pfad, Der deinem raht Und willen ganz entgegen; Daher mein fleiß, Witz, staͤrke/ schweiß, Und arbeit nichts ver⸗ moͤgen. 3. Du willt uns, weil du guͤtig bist, Du kannst uns, alles geben; Du weißt, was noht und selig ist Zu unserm ganzen leben. Du irst(denn du, HErr! sagst es zu) Fuͤr dein geschoͤpfe sorgen: Und was du heut Aus guͤtigkeit Ge⸗ than, thust du auch morgen. 4. Mein wille sey, HErr! was du willt; Er sey dir heimgegeben; Was dir beliebet, werd erfuͤllt. Ich will nicht widerstreben. Von deiner hand Wird uns gesandt, Was wir hie noͤhtig habenz; Ja, HErr! du bist, Zu jeder frist Ser geber aller gaͤben. Nun vater! was und wie du willt, Geschehe mir auf erden. Mein wunsch und seufzen wird erfuͤllt, Kann mir nur dieses werden, Daß ich allzeit, In freud und leid, In ö u. 17,/16. deiner furcht verbleib ö 7. Giebt mir G Ott nicht die fuͤl⸗ 10 ibe, Und dir, mein GoOtt! Mich bis zum tod Mit fester treu verschreibe. 6. Hab ich nur dich und deine huld, So bin ich wol begabet; So trag ich alles mit geduld, Wenn mich dein geist nur labet. Ja waͤ⸗ ge du Mir so biel zu, Als vater dei⸗ nem kinde, Daß ich zur noht Ein audrn brot Und noch was uͤbrigs nde. 7. Was soll mir grosses gut und geld, Gluͤck/ ehr und langes leben? Es bleibet alles in der welt. Dort willt du mich erheben. Du eroͤnst mich dort; Drum will ich fort: Was haͤlt mich noch auf erden? Ach rufe mir, Nimm mich zu dir, So werd ich selig werden. Mel. JEsu deine heilge wunden. choͤpfer aller men⸗ 726. S schen⸗kinder, Hoͤch⸗ ster! ich verklage mich; Denn 1 armer boͤser suͤnder Murre vie mahl wider dich. O wie oftmahls meistre ich Dich, HErr! dein ge⸗ schoͤpf, und mich! Groͤsser will ich wol auf erden, Aber niemahls froͤmmer werden. 2. Geh ich einen, der gelehrter, Der begluͤckter ist als ich, Der da Gg2 reicher / 46⁸ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden reicher und geehrter, O wie schnell entruͤst ich mich! Deuke trotzig und voll neid: Was soll die⸗ ser unterscheid? Warum soll ich solche gaben Nicht so wol als jener haben? 3. HErr! du hast mich, dein ge⸗ choͤpfe, So aus thon hervor ge⸗ Hacht⸗ Als ein toͤpfer seine toͤpfe; Und es steht in deiner macht, Was du machen willt mit mir: Und doch widerstreb ich dir, Ich, den du durch tausend plagen Leichtlich kannst zu boden schlagen. 4. Gnad ist alles was wir haben, Weil du uns nichts schuldig bist; Du giebst alle gute gaben, Wie es dir gefaͤllig ist. Dieses lehre mich doch recht, Laß mich, als ein from⸗ mer knecht, Stets mit dem ver⸗ gnuͤget leben, Was du mir/ mein GoOtt! gegeben. 4. HErr! der nichts als gutes giebet, Sieh, hier bin ich, dein gefaͤß! Lege drein, was dir belie⸗ bet, Und was deinem raht gemaͤß. Dich, der bessers geben kann Als ich denke, ruf ich an: Mache mich auf dein begehren Zum gefaͤsse dei⸗ ner ehren. 0 6 Laß mich kein gefaͤß der suͤn⸗ den, Noch des satans werkzeug seyn: Laß mein herz sich rein be⸗ finden, Lege lauter gnade drein, Die es immer rein erhaͤlt, Daß es dir stets wolgefaͤllt. Mein GOtt! dein sind alle gaben: Was ich soll, das werd ich haben. Mel. Singen wir aus herzens ꝛc. weyerley bitt ich von 7 27.3 dir, Zweyerley ver⸗ leihe mir, HErrl der alles reichlich giebt, Was uns dient, und dir be⸗ liebt. Gib mirs, weil ich hier noch leb, Und in diesem elend schweb, Eh der tod von hier mich heb. 2. Gib, daß ferne von mir sey Luͤ⸗ gen und abgoͤtterey. Armuht, wo zu viel gebricht, Und auch reich— thum, gib mir nicht. Allzu arm, und allzu reich Ist nicht gut, und beides gleich Stuͤrtzt die seel ins suͤnden⸗reich. 3. Laß mich aber, o mein heil! Nehmen mein beschieden theil, Und beschehre mir zur noht Hie mein taͤglich bißlein brot. Ein klein wenig, da der muht Und ein gut gewissen ruht, Ist fuͤrwahr ein grosses gut. 4. Sonst moͤgt ich beym uͤber⸗ fluß Bald empfinden uͤberdruß, Dich verleugnen, dir zum spott Fragen: wer ist HErr und GOtt! Wird das herz erst frechheit voll, Weiß es nicht, dieweil ihm wol, Wie es sich erheben soll. g. Steht es aber nackt und bloß⸗ Und die armuht wird zu groß: Wird es untreu, stielt und stellt Nach des naͤchsten gut und geld: Thut gewalt, braucht raͤnk und list, Ist mit unrecht ausgerüͤst, Fra⸗ get nicht, was ehristlich ist. 6. GOtt, mein schatz und u⸗ versicht! Armuht, reichthum dient mir nicht: Beides schmaͤlert deine ehr, Beides macht der suͤnden mehr. Vater! gib mir speis und huͤll, Und was sonst dein gnaden⸗ will, Daß ich friedlich sey und still Mel. Es ist Ichtrene 9691 110 Osch treuer GOttli 728. Arafen dir, Hul, dc mich nicht bethoͤre Die boͤse lust, die steckt in mir, Nach reichthum, wollust, ehre: Daß ich mich an dein wort nur halt, Und dadurch was mich mannigfalt Ansichtet/ uͤberwinde. z. Sollt, der dem vieh sein fut⸗ ter schafft, Und speiset auch die ra⸗ den, Nicht uns durch seine gna⸗ den⸗kraft Mit trank und speise la⸗ ben? Sollt, der das gras und nen men WIen Iudenig uchhnnot. Et l lchhast u ent l 0f Hulostersch htof, d Ht, Dir sisz Und shesight, So iht Demng Von Wlunsiht; mnlde ehm — 1 derken Hosilkentt Mbe n art luhhetes ger 0 Filen lhde Ih 15, m W Iahr Ilsunchet sch Wsündpot iifi N i Wfofterte Ise n wir in Mhit, wer Da l Iio Hlthet, M h 2 nn irnd 0 M it HN WI APN W Wie Im n Ae Whe Idernu i i, Ji 4i Ne sidg , d. Ru Henn NAt fi MI Ir H A sl er nd HNN t wih 1H n, sich i N Wien gu NIbrauc IIH tt iicht Aist 6. He schtl ,tech tnich sehn XH r. I„INt I. I l H E WI 20 Ii ich M i sct d Hluf, O Rrc schaf A „N 1—01 ETI und zwar von guten Gedanken. 4⁵9 men ziert, An kleidung nicht, was uns gebuͤhrt Und noͤhtig ist/ mit⸗ theilen? 3. Von vielen guͤtern lebt man nicht: Der hat, daß er GOtt prei⸗ se, Der bey dem werk, was er ver⸗ richt, Hat kleidung, trank und speise: Ob uns ein mehres werden soll, Das weiß er, als der vater, wol, Obs seinen kindern nuͤtze 4. Wer wenig hat, und das mit recht, Kann GOttes huldbehalten; Er bleibet redlich, fromm und schlecht, Und laͤßt GOtt ferner wal— ten. Sein wenigs auch vielmehr gedeyt Als grosses gut viel boͤser leut, Das sie erschunden haben. 4. Der trost, der in dem reich⸗ thum steht, Wird unverhofft zu schanden; Und wenn es an das scheiden geht, So ist erst noht vor⸗ handen. Denn geld und gut er⸗ rettet nicht Von GOttes schwe⸗ rem zorn⸗gericht; Dis hrennt bis in die hoͤlle. 6. Drum wol dem! der sein herz erhebt Gen himmel von der erde/ Sucht, daß er reich,dieweil er lebt, An guten werken werde; Wenn GOtt ihn segnet und sein haus, Theilt er den armen wieder aus, Und giebt es gern und froͤlich. 7. Bey seinem gut erweist er noch, Daß ers darauf nicht setze: Er streuet aus, und sammlet doch Im himmel wahre schaͤtze: Die fliegen niemahlsauf im rauch, und Dep, Lor nnd sicher auch Fuͤr die⸗ en/ rost und motten. 8. Es ist fuͤrwahr ein groß ge⸗ winn, Wer keinen je betruͤget, Wer GoOtt vertraut, und fuͤrchtet ren, Das wollst du mir an haab und gut Bey meinem fleiß bescheh⸗ ren: Daß ich, und mein geschlecht nach mir, Nicht andre leute vor der thuͤr Aus noht drum bitten duͤrfe. **10. Ach! meine seel kann ihre ruh Im zeitlichen nicht sinden. Was ich da vornehm oder thu, Pflegt als ein rauch zu schwinden. Unsterblich ist die seel, und muß Unsterblich seyn, was ohn verdruß Dieselbe soll vergnuͤgen. II. Nun ist auf erden nichts bewußt, Das solche ruh kann ge⸗ ben, Nicht augen⸗lust, nicht flei⸗ sches⸗lust, Nicht hoffaͤrtiges le⸗ ben; Darum denk ich auch nicht darauf, Und will mein herz zu Gott hinauf Und seiner fuͤlle richten. *I2. O hoͤchstes gut! sey hier und dort Mein reichthum, lust und ehre. Gib, daß in mir sich fort und fort Das sehnen nach dir mehre: Daßich dich stets vor au⸗ gen hab, Mir selbst und allem ichet ab, Was mich von dir will ziehen. 13. Hilf, daß ich meinen wan⸗ del fuͤhr Bey dir im himmel oben, Wo ich werd ewig seyn bey dir, Dich schauen und dich loben. So kann mein herz zufrieden seyn/ And findet, GOtt! in dir allein Die wahre ruh und freude. 14. Hiezu gib mir von deinem thron, O vater! gnad und staͤrke. Zerstöͤhr/ o IEsu, GOttes sohn! Des satans reich und werke. O heilger geist! steh du mir bey Daß mein begehren dis nur sey: GOtt ihn, und sich dabey begnuͤget. Bloß kommen wir in diese welt, Bloß muͤssen wir, wenns Gott gefaͤllt, Hinaus und alles lassen. X.. 9. HErr! was mir hie von noͤh⸗ ten tbut, Mich ehrlich zu erneh⸗ uͤber alles lieben. — Von guten Gedank en. ö Mel. JEsu deine oent wunden ö zutes denken, gutes ö 729. G dichten Ist, was G9 3 GoOtt 47⁰ Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden Gottes gnade schafft. Wir selbst koͤnnens nicht verrichten, Denn uns mangelt staͤrk und kraft. Wo nicht Gottes guͤtigkeit Hiezu gnad und kraft verleiht; Werden wir mit unsern sinnen Nie was heiliges beginnen. 2. Von natur sind die gedanken Suͤndlich und voll missethat, Weichen stuͤndlich aus den schran—⸗ ken, Die Gott vorgeschrieben hat. Unsre herzen sind ein quell, Der nicht lauter, rein und hell, Woraus arges denten fliesset, Und sich stroͤmen gleich ergiesset. 3. Denn die angebohrne suͤnde Hat uns leider so verderbt, Daß sogar dem kleinsten kinde Diese Der ucend angeerbt; Daß es von er jugend auf Durch den ganzen lebens⸗lauf Suͤndliche gedanken heget, Und sich boͤses in ihm reget. 4. Aber Gottes vater=liebe Macht, daß die gedanken rein, Und die vormahls boͤse triebe Gut, und ihm gefaͤllis seyn. Er erneu⸗ ret unsern sinn, Nimmt die bos⸗ heit von uns hin, Heiliget durch seine guͤte Herz, zedanken und gemuͤhte. 8. Auch bey den verstockten her⸗ zen Klopft der geist der gnaden an, Daß man andacht, reu und schmerzen, Und viel gutes fuden kann: Ja, wenn GOttes gnaden⸗ licht Durch die finstre seele bricht; Wirkt es in den geistlich⸗kranken Rein und heilige gedanken. 6. Oftmahls denkt ein misse⸗ thaͤter: Ach was hab ich doch ge⸗ than! Ach! mich frechen übertre⸗ ter Klaget hoͤll und himmel an. Dieses wirket GOttes geist, Der ihm sein verderben weist, Der ihn will durch solch bemuͤhen Von den sůnden zu sich ziehen. 7. Aber ach! wie gar geschwinde Geht dis denken uͤberhin! Wie der rauch im starken winde, So verfliegt es durch den sinn. Die gedanken gehn vorbey, Und kaum ist die seele frey; So sucht sie im welt⸗getuͤmmel Wieder freude, ruh und himmel. 8. Doch nicht nur bey frechen suͤndern Wirket dis des HErten hand; Sondern auch bey frommen kindern Zeiget sich dis gnaden⸗ pfand; Macht herz und gedanken rein, Daß sie GOtt geheiligt seyn, Daß die sinnen goͤttlich denken, Und sich von der erde lenken. 9. Zwar ein ehrist muß oft⸗ mahls klagen: Was ich nicht wil denk ich doch; Suͤndliche gedah⸗ ken plagen Ihn als ein beschwer⸗ lich joch. Doch er weiß„ Gott steht ihm bey, Darum kaͤmpfet ei getreu, Hofft und fleht, daß GOtt ihn lenke, Daß er GOtt-gefallig denke. 10. Nun mein GOtt und treuer vater! Heilge mir herz, muht und sinn: Sey da helfer und berahter, Wo ich selbst nicht tuͤchtig hin. Mache die gedanken rein, Oib mir selbst solch denken ein Daß ich immer ehristlich walle, Und die allzeit wolgefalle. Von der Unsträflichkeit im Reden. Mel. Es ist das heil uns kommen. Err! zung und 3⁴ 5 mund ist, was dein raht Mir gnaden⸗voll gegeben; Gib, daß mein herz wol acht drauf d l A U Imdr l nr i hat Sie bringet tod und leben; Denn, ach! sie flucht, sie lobet dich: Drum gib mir, vater! gnä⸗ diglich, Daß ich sie recht ge⸗ brauche. 2. Bewahre mir doch zung und mund/ Daß sie dich nicht betrüͤ⸗ ben, Nichts reden, als was mir dein bund Zu reden vorgesc Zasidet“ Inn müs Dil lhh, Dis . W H. .Ruschtij Funnte Hig W tel uh denles IWun Hnn Iuchtz yßie chsd Alunst lli ih Si se sl MWghter chundr Achtiten Mishnichfr ——— 0 hute Uunste N R III —.— iudd Du II 2 NM E ll. stu et M ernauch t schh Athen IVottgg ensth det e n achst ID 0 Cishe Vialh ich Da Vand sh erl Hr helftt icht dashl 1 deh ale, —— del. l E Mah 0 IHN astlicht astrifh und zwar von guten Werken. 27¹ zen. Gib, daß mein mund die wahrheit spricht, Und also mein gewissen nicht Gefahr und schiff⸗ bruch leide. 3. Laß es mit klugheit ohn ver⸗ druß, Mit vorbedacht geschehen, Wenn ich ja reden soll und muß: Gib, daß nur beten/ flehen, Und was dem naͤchsten dient und nuͤtzt, Was deine ehre mehrt ch schuͤtzt, Aus meinem munde ehe. 4. Schandbare worte, narren⸗ tand Laß mir ja nicht belieben; Dis schaͤndet meinen christen⸗ stand, Und muß dich, GOtt! be⸗ truͤben: O heilger geist! drum leite mich„ Daß kein unnuͤtz ge⸗ schwaͤtze dich Aus meinem herzen treibe. . Was zuůchtig, keusch und ehr⸗ bar ist„ Sammt allem, was wol klinget, Das redet billig jeder christ, Dieweil es nutzen bringet: Und damit kann man wol be⸗ stehn, Wenn laͤsterer mit schrecken sehn, Was boͤse worte schaden. 6. Zaͤhm meinen mund, daß er nicht flucht, Vielmehr nur deine ehre Und andrer menschen beß⸗ rung sucht, Daß ich mich nicht be⸗ thoͤre: Denn fluchen bringet fluch und noht, Und, wo nicht busse falgt, den tod: Dafuͤr bewahr mich gnaͤdig. 7. Laß luͤgen ferne von mir seyn, Der teufel ist ihr vater: Denn dieser blaͤst sie selber ein, Und ist der luͤhner rahter. Die wahrheit bringet lob und ruhm, Und ziert das ganze ehristenthum; Und hier⸗ nach laß mich streben. Von guten Werken. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. ch GOtt! wir men⸗ 731. schen sind so gar Von jugend auf verlohren. Wir ö sind ein fluch, und immerdar Als fleisch vom fleisch pnicht,n Wir 0 unterlassen unsre pflicht, und hal⸗ ten dein gesetze nicht; Weil uns die kraͤfte fehlen. 2. Du hast uns freilich dein ge⸗ bot Zur richtschnur vorgegeben; Jedoch, weil wir in suͤnden todt, Rann niemand darnach leben. Es stellt mir als ein spiegel dar, Was ich nach GOttes bilde war, Und was ich nun geworden. 3. Nur den, der dis mit schmerz erkennt, Bekeunet und bereuet, Der JEsum seinen heiland nennt, Sich seines blutes freuet, Und als ein neugebohrner ehrist Durch ihn gerecht gemachet ist; Machst du zum guten tuͤchtig. 4. Der kann erst gute werke thun/ Den dein geist dazu treibet: Sein glaube lebt, und kann nicht ruhn, So lang er lebend bleibet: Er muß durch liebe thaͤtig seynUnd laͤsset seines lichtes schein Auch vor den leuten leuchten. 6. Er denket, spricht und thut so fort, Durch GOttes geist ge⸗ trieben„Mit herzens lust, was ihm dein wort Zu leisten vorge⸗ schrieben; Er zeigt des neuen le⸗ beus kraft, Wozu ihn GOtt in Christo schafft, In tugendhaften werken. 6. Dis thut er, dich, o hoͤchstes gut! Durch gutes thun zu preisen: Und, weil er es mit freuden thut, Den glauben zu beweisen; So stopft er auch den laͤster⸗mund, Und machet sch, i0 naͤchsten kund/ Daß er, wie sich ihn liebe. 7. Durch solche werk' verdient er nichts: Es sind ja geistes⸗ga⸗ ben, Die nur, als strahlen deines lichts/ Von dir den ursprung ha⸗ ben. Auch fehlet die vollk ommen⸗ heit, Der geist ist willig und be⸗ reit„ Das fleisch bleibt schwach 8. Drum und traͤge. 696 4 **—————.9—————9——.—.—II Von dem heiligen Leben und ehristlichen Tugenden 4²² 5. Drum, vater! laß doch dei⸗ ne kraft, Die mir zu guten wer⸗ ken Lust, willen und vollbringen schafft, Auch meine schwachheit staͤrken. Laß mich in busse zu dir gehn, In wahrem glauben feste gen. Und ihn durch werke zei⸗ 9. Ja, theurer heiland! wie du mir Dein vorbild selbst gege⸗ ben; So staͤrk mich auch, und laß mich hier Bestaͤndig darnach le⸗ ben: Dein leiden hat mich GOtt versuͤhnt, Und was mir fehlet, schon verdient: Dis schenke mir in gnaden. 10. O guter geist! erneure mich, Und wohn in meiner seele, Damit ich lebenslang durch dich Nur gůts zu thun erwaͤhle. Gib kraft/ und lehre du mich nun Nach dei⸗ nem wolgefallen thun, Und gute werke uͤben. Von dem rechten Gebrau⸗ che der Zeit. Mel. 8. JEsus meine zuversicht. rosser schoͤpfer, 73 2. G HErr der zeit! Gib doch, daß ich bis ans ende Von der kurzen sterblichkeit Keinen au⸗ genblick verschwende. Gib, daß jeder glockenschlag Mich der zeit erinnern mag. z. Ach wie fluͤgelschnell ver⸗ streicht Jahr und tage, zeit und stunden? Als ein rauch, der bald entweicht, Als ein blitz, der schnell verschwunden. Der ist klug und hoͤchst begluͤckt, Der sich in die zei⸗ ten schickt. 3. HErr! vergib mir vaͤterlich, Daß ich manche zeit und stunde Uebel angelegt, und dich Oft mit herzen, hand und munde Sehr betruͤbt, und oft gethan, Was mich hoch verdammen kann. 4. Dir sey preisldu schenkest mit Annoch zeit und raum zur busse; Nun ich komm, und falle dir Mit gebet und flehn zu fusse; Richte diese gnaden⸗zeit Mir zu meiner seligteit. 5. Laß mich die vergangne zet Niemahls aus denaugen setzen. Laß mich mit bedachtsamkeit Die vor⸗ handne hoͤher schaͤtzen, Als bisher von mir geschehn: Und vergib nit mein versehn. 6. Lehr mich,daß die lebens- fris Die du mir noch zugemessen, Nl ein schneller strom verfließt, L mich nimmermehr vergessen, Nach der zeit sey keine zeit, Gon⸗ dern lauter ewigkeit. 7. Geht die welt den laster⸗sey Weil sie nicht die stunden zaͤhltt; So gib, daß mein fuß den wah Nach dem himmel nicht verfehlet Denn von dieser kurzen zeit Haͤnn die lange ewigkeit. 8. Bleibet mir die ewigkeit d der eitlen welt im sinne, Daß ih IEsum in der zeit Recht un herzen lieb gewinne; So leg ich so gut ich kann, Meine zeit nicht uͤbel an. ö 9. Muß ich endlich aus der get In die ewigkeit hingehen; Ach ls mache mich bereit, Daß ich kann vor dir bestehen. Mach durch dei⸗ nes sohnes blut Meine boͤs sache gut. ö 10. Ich will keinen augenblick Von der edlen zeit verschwenden: So im ungluͤck, als im gluͤck Lhe mich, sie so anzuwenden, Daß mich in der ewigkeit Niemahls meine zeit gereut. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛe. öi ö Osch! daß der mensch 105 3 3 ·*die fluͤchtigkeit Dar zeit doch recht bedaͤchte, Und si nicht so in siche rheit Und 1160 ic WMten ¶WMiate . den ů119 HatE mbetilt U Wunsl AA slthhisend ist shus Iud sit 248 Ma Inchn. A. ItufeE. Gohhee W hn chtsl er WIM Oschip. r 11 siht gst Amshge lit sch eto IM elg 6 21 Ruun Wubm ymih Mh Si d &ùighkeit. eh ie sun en meln yrrkung ö ö ket. Int Me im s I Ht Ouimng H/ Mo iiche EH DrtA . W +t N. N Woeth I 11 e Ha h ch ung irom Iuncht, , und zwar von dem guten Gewissen. 47³3 lich verbrachte: Ach! daß er doch zu herzen naͤhm Und ihm nie aus dem sinne kaͤm, In welchem stand er lebet. ö 2. Die ersten jahre bringt man zu Mit lauter taͤndeleyen, Und wenn wir denn der kinder⸗schuh Uns denken zu hefreyen, Und mei⸗ nen, daß wir kluͤger sind; So sind wir oftmahls noch so blind, Als wir zuvor gewesen. 3. Da mancher sich bemuͤhen sollt Um wissenschaft und tugend; So ist er schnoͤden lastern hold/ Und bringet in der jugend Die schonste zeit mit wollust zu; Ja su⸗ chet einzig seine ruh In schnöden uͤppigkeiten. ö 4. So gehn die besten jahre hin, und wenn sie nun verschwunden; So denkt er denn in seinem sinn: Ach, haͤtt ich meine stunden Doch nicht so uͤbel zugebracht! Waͤr noch die zeit in meiner macht, Die mir so schnell verflossen! . Allein da hilft kein wuͤnschen nicht, Kein seufzen und beklagen; Er muß das goͤttliche gericht Nur mit geduld ertragen. Und sollts ihm noch so elend gehn, So muß er selber doch gestehn, Daß er es wol verschuldet. 6. Nun Gott! ich moͤgte wol fuͤr leid Und fuͤr verdruß erkalten, Daß ich auch mit der edlen zeit So uͤbel hausgehalten: Wie manchen tag wie manche nacht Hab ich un⸗ nuͤtzlich zugebracht, Und uͤbel an⸗ gewendet! 7. Indessen koͤmmt das alter nah, Wo alle kraͤfte schwinden. Vielleicht ist auch mein grab schon da: Doch weiß ich nichts zu fin⸗ den, Was mein gemuͤht zufrieden stellt, Wenn du, als richter aller 910 Einst rechnung von mir for⸗ erst. 8. Drum bitt ich dich, vergib die schuld, Die ich mit reu beklage; Und hilf durch deine gnad und huld, Daß ich den rest der tage Noch kuͤnftig wol anlegen mag. Und koͤmmt dereinst mein leiter tag, So schenk mir ewig freude. Von dem guten Gewissen Mel. HErr Gott der du erfor sch. 7 A* Gott! deß geist 34. die geister pruͤft, Der jedes herz ergruͤndet; Da liegt kein boͤses so vertieft, Das nicht dein auge findet. Wie geht es da so seltsam zu? Wie wunder⸗ barlich orduest du Die menschliche gewissen, Daß sie von furcht und freudigkeit, Von gut und boͤsem, lust und leid Mit wahrheit zeugen muͤssen. 2. HHrrl kann der arme mensch sich nicht Vor seiner eignen see⸗ len, Die selbst sein thun und las⸗ sen richt't, Verbergen und verheh⸗ len; Straft das gewissen seinen geist, Das nur ein innrer zeuge heißt, Straft es sein thun und dichten; Wer will vor dir ver⸗ borgen seyn? Du siehst der men⸗ schen herzen ein, Und wirst sie alle richten. 3. Ach, wahrer GOtt! du bist allein Der wahre arzt der herzen; Du heilest die zerbrochen seyn, Verbindest ihre schmerzen. HErr! heil mich, weil du gůtig bist, Und mein gebein erschrocken ist, Mein geist ist bele erschrocken; Ich bin ja todt, belebe mich, Und laß nicht mein gewissen sich Verhaͤrten noch verstocken. 4. HErr JEsu! durch dein theures blut, Das mich versoöͤhnen muͤssen, Mach meinen seelen⸗ schaden gut, Und reinge mein ge⸗ wissen Zu dienen dem lebendgen Gott; Denn sonst bin ich zum guten todt, Voll fluch und quahl der sunden. Laß mein gewissen Gg 5 wie⸗ wieder ruhn: Weil mir die wun⸗ den wehe thun, So eil, sie zu verbinden. 4. Ach! gieß dein gnaden oͤl darein, Den balsam kranker see⸗ len; Dein'n geist laß meinen troͤ⸗ ster seyn Wenn mich die suͤnden quaͤlen. Noch dauret ja die gna⸗ den⸗zeit, Drum hilf du mir mein seelen⸗leid Und meine angst ver⸗ kürzen; Damit die furcht für dem gericht Mich uͤberzeugten suͤnder nicht Mag in verzweiflung stuͤrzen. 0 6. Die handschrift ist zwar wi⸗ der mich; Doch mach mit Christi blute Dadurch auf ewig einen strich, Und tilg sie mir zu gute. Auf meines herzens tafel stund, HErr! des gesetzes strenger bund, en hab ich zwar gebrochen: Nun schreibe gnade dafuͤr hinz Schreib, daß ich dein versoͤhnter bin, Weil JEsus es versprochen. 7. Ach! schenke doch an deinen knecht Die handschrift: du sollt leben; Die handschrift: nun bist du gerecht, Die suͤnden sind ver⸗ geben. Gib, daß glaub,hoffnung, liebꝰ und treu Mir in das herz ge⸗ schrieben sey, Dein geist sey selbst das siegel; Zeig mir da die ge⸗ rechtigkeit, Die GOtt aus gna⸗ den anerbeut, Als wie in einem spiegel. 8. Ach treuer JEsu! lasse du, Durch ruh in dem gewissen, Den vorschmack deiner himmels⸗ruh Mich auf der welt geniessen; Laß selber mein gewissen rein, Als wie die reinen engel, seyn. Will mich die angst ermuͤden, So zeig mir, was du schenken wirst: Ja schenk mir, süsser friedens⸗fuͤrst! Hier den gewissens⸗frieden. Mel. GoOtt des himmels und 735 Gartoen Gott! ein V nut gewissen Ist der ehristen schatz und ruhm; Wenn sie haab' und guͤter missen, Bleib doch dis ihr eigenthum. Ninmt der feind, beraubt die glut; Giebt doch dieses trost und muht. 2. Es steht fester als die mauren, Wenn sich sturm und wetter regt: Und weiß herzhaft auszudauren, Wenn schon alles auf uns schlaͤgt; Ja man ruht bey list und wuht Doch auf diesem kuͤssen gut. 3. Aber ach! ein boͤs gewissen v Klagt den frechen suͤnder an. Wenn er sich von GOtt gerissen Und das boͤse frey gethan; Tritt es doch zulezt empor, Und haͤlt ihn die bosheit vor. 4. Darum laß die freche wot⸗ ten, Die nur fleisches⸗lust ergegt Ueber das gewissen spotten/ Es erwachet doch zulezt: Denk dumm bey zeiten dran, Und erwaͤhl dis tugend⸗bahn. c. HErr! von dir koͤmmt alle gute; Mache mein gewissen rein. Ich will dir mit frohem muhte Unterthan und eigen seyn. Bese meinen geist und sinn, Bis ich dir gefaͤllig bin. 6. Halte mich dabey im glau⸗ ben, Mach mich Christo gleich⸗ gesinnt; Laß mir nichts den vor⸗ zug rauben, Daß ich, HErr! dein liebstes kind. Schmaͤhet mich ein falscher mund, Du kennst meines herzeus grund. 7. Ziehe mich von deren handel, Wo man falsche raͤnke schließt Weil dergleichen lebens⸗wandel Wider das gewissen ist. Laß mich fest darauf beruhn, Nichts d scheuen, recht zu thun. VI. Von 0 H2 v0— Hlsch Ren 1 gt; H. UAt, H etefs Iu iHN Mip,He IN Neho e N ah von E. hulohndes su Wulhhggtastes; t Rhm! Hchu Der 1H%⁰ W siner. IM ausz Vafintye Iuhn Bis 3 uchtessr Whgnele Sslistect Icinderg Whhigte hrue U li i k. 60 1 un W ochm Wlunddi, den She —— M n Dtgh Dun Wsttrgj Hlgenth tM imn I anunn hast u esaast VI e Dechel! 0 Oahethe Hor/ H 16. aß N Reische VDusssn ö llltt HA IXII l nen g it s Wosn +1 i N 06 Hih, icis l 14 4 ö Dan Ah 2470 HI i I ö Von dem menschlichen Elende. 4⁷⁵ ——9——— VI. Von dem menschlichen Elende und zwar J. Von dem Falle des Menschen. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. — 6 O unaussprechlicher 730. verlust Den wir erlitten haben! Als licht und recht aus unsrer brustSammt al⸗ len schoͤnen gaben, Die unsers schoͤpfers milde hand Den ersten eltern zugewandt, Aus seel und leib entwichen. 9— 2. Der mensch war heilig /gut, und rein Von dir, o HErr! ge⸗ schaffen. Er wußte nichts von schuld und pein, Von suͤnd und sünden⸗strafen; Sein wille war boll zuversicht, Und sein verstand voll glanz und licht Voll friede sein gewissen. 3. Du sordertest zur dankbar⸗ keit, Daß du ihn so erhoben, Pflicht, liebe, treu, ergebenheit, Nebst den gehorsams⸗proben: Die frucht von einem eingen baum Sollt in des grossen gartens raum Unangetastet bleiben. 4. Hier nahm das haupt von jener schaar Der abgefallnen gei⸗ ster Der ihm erwuͤnschten stunde wahr Dir seinem HErrn und meister, Den aͤusersten verdruß zu thun; Der feind entschloß sich/ 5 nicht zu ruhn Bis er dein bild zer⸗ oͤhret. 6. Er machte sich, durch neid er⸗ regt, An deine liebe kinder, Und ward/ eh sie es recht erwegt, Mit list ihr uberwinder; Er bracht in die vergnuͤgte brust Den saamen der verbotnen lust Ein heimlich mißvergnügen. o. Es ließ ihr herz, durch stolz bethoͤrt, Sich von dem feinde neigen; Sie wollten, von dir abge⸗ kehrt, Aus hochmuht hoͤher stei⸗ gen, Und dir, dem hoͤchsten wesen, gleich, An unumschraͤnkter frey⸗ heit reich, Groß, maͤchtig, weiser werden. 7. Sie glaubten dem verfuͤhrer mehr Als deinen warnungs-stim⸗ men; Ihr herz ward von der un⸗ schuld leer, Und voll von schlan⸗ gen⸗kruͤmmen, Der ungehorsam ward gewagt: Sie assen, was du untersagt, Verachteten dein drohen. 8. Im augenblick ward der ver⸗ stand Mit finsterniß umgeben. Der wille, der sich abgewandt, Verlohr das wahre leben. Zorn/ suͤnde, jammer, fluch und tod, Ja mehr als tausendfache noht Umringte die rebellen. 9. Dis elend wird nun fort geerbt Auf alle menschen⸗kinder; So stamm als zweige sind ver⸗ derbt; Der Iuleit d alle suͤnder. Die erste schoͤnheit ist dahin, Der schlangen gift hat leib und sinn Durchkrochen und verwuͤstet. 10. O HErrt laß uns in deinem licht Den schweren fall erkennen. Verwirf uns, die gefallne, nicht, Die wir dich schoͤpfer nennen. ilf uns durch Christum wieder auf, Und mach uns tuͤchtig, un⸗ sern lauf Zur ewigkeit zu richten. ——i————— Von dem aus dem Falle eut⸗ standenen Verderhen des menschen und zwar I. Von dem geistlichen Elen⸗ de und Verderben. Mel. Herr JEsuchrist du hoͤchstes. Gott! wie wird ů 19 37. Ader— at er Von dem menschlichen Elende, und zwar derbt Empfangen und gebohren! Die suͤnde wird ihm angeerbt; Dein bild ist gar verlohren. Der alte mensch, das fleisch und blut, Das weder gutes denkt noch in Macht ihn dem satan aͤhn⸗ i 2. Du stelltest ihn aus erde dar, Nicht, daß er irdisch werde. Die⸗ weil der mensch dir aͤhnlich war, Hieng er nicht an der ende: Denn 45 verstand war weis und klug, m willen hatt' er kraͤfte gnug, Was himmlisch ist, zu suchen. 3. Wie du gerecht und heilig bist, So war des bildes zierde. Wie deine liebe goͤttlich ist, So war auch die begierde Des men⸗ schen in der liebe rein; Sein leib dien auch nicht sterblich seyn: Ihm ienten die geschoͤpfe. 4. Dis ebenbild ist ganz und gar Durch Adams fall verlohren. Von dem, der erst dein bildniß war, Ward bald sein bild gebohren, Ein Adams⸗bild, ein suͤnden⸗bild, Der ruhm, der vor dem hoͤch— sten gilt, Ist weg; wir sind nun sünder. 6. Die erbschuld ist nun von natur Uns allen angeerbet, So daß der mensch durch luͤste nur In irrthum sich verderbet. Die eigne lust, die uns regiert, Die leicht empfaͤngt und bald ge⸗ biert, Macht, daß wir fleisch vom fleische. 6. Den geist“ vernimmt nicht der verstand, Nur thorhelt ist sein dichten: Die weisheit ist ihm nicht bekannt, Was geistlich ist zu rich⸗ ten. Im willen ist er ganz und gar Nicht gut, und trachtet immerdar Nach dem ver botnen boͤsen. den geist GOttes 1. Cor. 2, 14. 7. Drum wird der suͤnden sold der tod; Die erde wird zur erden. Daher koͤm̃t auch die seelen⸗noht, Daß wir verdammlich werden. 3. Hier ist kein A Der mensch wird der E knecht; Denn der aucht gebraucht sie schuld, Ich kann es nicht verheh⸗ len: Jedoch der reichthum deiner huld Ist auch nicht zu erzaͤhlen. Im alten menschen bin ich alt, Doch du erneurest die gestalt In JEsu, dir zum bilde. 9. Der sohn, des vaters eben⸗ bild, Muß fuͤr die menschen ster⸗ ben, Den ruhm, der vor dem hoͤchsten gilt, Uns wieder zu er— werben. Er ward, doch ohne sund' uns gleich, Und stiftete sein gnaden⸗reich, Daß wir ihm aͤhn— lich wuͤrden. 19. HErr! durch sein leiden, tod und grab Hilf mir mich selbst bekaͤmpfen. Dem alten menschen sag ich ab, Sein herrschen will ich daͤmpfen. Er soll, kraft deiner todes-pein, Gecreuzigt und ge— toͤdtet seyn, In JEsu tod be⸗ graben. ai 11. So schaff in mir den neuen geist, Und seine glaubens⸗waffen, Der Gottes werk und bildniß heißt, In Christo neu erschaffen; Damit ich/wenn die welt vergeht/ Und wenn mein coͤrper aufersteht, Nach deinem bild erwache. Mel. Auf meinen lieben GoOtt ꝛ. 8 O allgemeine noht! + 3 O allgemeiner tod! Nach Adams sünden⸗falle Sind seine kinder alle In Adams schuld gebohren, Und von natur ver⸗ lohren. 2. In Adam fielen wir, Und seine schuld wird mir, Als hätt ich selbst gegessen, Mit rechte zu⸗ gemessen. In ihm ward ich ein suůnder, Wie alle seine kinder. — V 70 ens Der erst ihr herr gewe⸗ I 8. Ach GOtt! so groß ist meine E. / Un Nhlalle 2 Ihitden.. Won Aum 0 W A abbil amlsllüinder i Rhist W war mßhn E Ihuns 0 sllc „Hugeins suhdi hu WhehRußE. Sig. Walenk Mstinch 919 Insen: Jotsubdun shsyacte, Une shl Iu macs Wgerig Mabenng Mahl, Dieglox slu Chis R IIluter 0f NA 0 sn ö gh a ve ö ů +* ̃; 7—— Wsty N darn Ehnch Wader nitz h iichz Menscher⸗ „euteh imihe Iu, Rn r Nen uhw, v / wadd, Lich, U V* ah ˙3 Duch His en ah Vinhen sl ih Ig n isn Iunde h Wid a — i Ilhan Oe 0 flbal * UU sh 0 von dem geistlichen Verderben des Menschen. 4²⁷ GoOtt, der vom himmel sieht Auf aller menschen wandeln, Sieht, daß wir thoͤricht handeln. Das dichten ist verblendet, Das trach— ten abgewendet. 4. So bin ich menschen⸗kind, Wie alle menschen sind, Zu allem guten traͤge, Und suche boͤse wege. Die Eufn 6en sünden Ist auch in mir zu finden. 6. Ich leugne solches nicht. Al⸗ lein mein GOtt verspricht: Wie sein gesetz uns alle Verdammet nach dem falle; So will er sich der armen/ Die suͤnder sind, erbarmen. 6. Das ist gewißlich wahr: Ein sünder bin ich zwar; Doch JEsus mußt auf erden Ein heil fuͤr alle werden, Und uns aus satans ra⸗ chen Erloͤsen, selig machen. 7. So allgemein die schuld So groß ist auch die huld. Mit allen Adams erben Mußt ich des todes sterben. Der allen heil erworben/ Ist auch fuͤr mich gestorben. g. Nun so bekenn ich dir, Mein Gott! vergib du mir. Du blei⸗ best der gerechte, Und wir sind böͤse knechte. Wer mag vor dir beste⸗ hen, Vor dein gerichte gehen? 9. HErr! habe nur geduld. Du rechnest Adams schuld Uns billig zu zum sterben; Doch willt du dei⸗ nen erben, Die glaͤuben, heil und leben Durch Christum wieder geben. 10. So wahr ich suͤndhaft bin, So feste glaͤubt mein sinn: Der andre mensch in gnaden Macht von bes ersten schaden Und schuld mich los und ledig. BOtt! sey mir suͤnder gnaͤdig! Mel. Aus tiefer noht schrey ich ꝛc. erechter GOtt! ich 39. G bin in sünd Em⸗ pfaugen und gebohren. Ich ein verderbtes menschen⸗-kind Bin von natur verlohren! Der sunden gift hat die natur So gar ver⸗ derbt, daß keine spur Des guten mehr zu finden. 2. Dein ebenbild, wozu du mich In Adam erst geschaffen, Ist ganz verlohrenznun trag' ich Der suͤnden schnoͤde waffen. Es ist in mir nun keine kraft, Die etwas guts und heiligs schafft, Das dir, mein Gott! gefalle. 3. Aus eigner kraft kann ich dich nicht Als meinen GOtt erkennen, Dich auch, nach wahrer kindes⸗ pflicht, Nicht meinen vater nen⸗ nen. Es fehlt mir wahre liebꝰ und treu, Es fehlt mir kindes⸗furcht und scheu, Und herzliches ver⸗ trauen · 4. Mein will ist ganz und gar verderbt, Kann nichts als wider⸗ streben, Kann, weil ihm suͤnden an⸗ geerbt, Dir nie gehorsam leben; Er folgt allein der boͤsen lust, Und thut, wie dir, mein GOtt! bewußt, Was dein wort untersaget. 5. Ich fuͤhle stets der suͤnden trieb Durch alle meine glieder, Ich thu, was dir und mir nicht lieb, Was dir und mir zuwider. Ich ar⸗ mer! wer erloͤst mich doch Von die⸗ sem schweren suͤnden⸗ijoch, Vom leibe dieses todes? 6. Zwar bin ich, HErr! als ich getauft, Durch deinen geist erneu⸗ et; Von suͤnden bin ich zwar er⸗ kauft, Doch noch nicht ganz be⸗ freyet. Die bittre wurzel bringt in mir Noch immer boͤse frucht herfuͤr, Die sich in werken zeiget. 7. Mein herz ist immer zwei⸗ fels⸗voll, Und hat fast kein ver⸗ trauen Zu dir, dem es doch glaͤu⸗ ben soll; Ist stets voll angst und grauen, Ist voll geiz, hoffart, un⸗ geduld; Und ach! wer zaͤhlt die fuͤnden⸗schuld, Die sich darinnen findet? 8. Was zeugt nicht meines her⸗ zens 4²⁷⁸ Von dem menschlichen Elende, und zwar zens grund Fuͤr suͤndliche gedan⸗ ken? Wie oftmahls tritt nicht hand und mund Aus den gehorsams⸗ schranken! Der giftge brunn wird nie gestillt, Der lauter boͤses was⸗ ser quillt In luͤsten, worten, wer⸗ ken. 9. Doch liebster vater! handle nicht Mit deinem armen knechte/ Vor deinem schrecklichen gericht, Nach deinem strengen rechte; Hoͤr den, der aus der duͤrftigkeit Zur fuͤlle deiner gnaden schreyt, Und sey mir suͤnder gnaͤdig! ö 10. Dein sohn ist, bin ich gleich verderbt, In heiligkeit empfan⸗ gen, Hat weder suͤnden⸗schuld ge⸗ erbt, Noch missethat begangen; Drum laß mich doch durch diesen rein, Durch sein empfaͤngniß hei⸗ lig seyn, Und tilge meine suͤnden. 11. Um Christi willen schone mein, Laß die verborgne suͤnden Der erb-schuld gauz vergeben — Die missethat verschwinden Ach stelle sie ja nie ins licht Vor dein gerechtes angesicht, Daß sie mich nicht beschaͤmen. 12. Sieh auf den allerliebsten sohn, Den du mir selbst gegeben Zum mittler, heil und gnaden⸗ thron; Ach laß mich in ihm leben/ Daß seine unschuld alles deckt, Was an mir suͤndlich und befleckt, Damit ich dir gefalle. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛc. Osch GOtt wie sehr 740. A bin ich verderbt Durch boͤsen gift der suͤnden, Die mir von Adam angeerbt! Wo soll ich rettung finden? Es ist mein elend viel und groß; Es ist vor dienen augen bloß, Wie tief mein herz verdorben. 2. Wie schrecklich ist nicht mein verstand Mit finsterniß umhuͤllet, Der wille von dir abgewandt, Mit — H bosheit angefuͤllet! Und die be. gierden sind geneigt, Die lust, die aus dem herzen steigt, Im werke 6., Mupfahlt Mir fehlt die kraft, dich/ hoͤch⸗ stes gut! Zu kennen und 5 Ha Hingegen regt sich fleisch und blut Mit suͤnden⸗vollen trieben. Dich fuͤrcht ich und vertrau dir nicht/ Ich unterlasse meine pflicht, Und thu, was dir entgegen. 4. Wer sagt/ wie groß der greuel zihh sey/ Der leib und seel beflechet?) Wer macht mich von dem aussat frey Der mein herz angestecket! So groß die noht/ so hart dis joch⸗ So wenig weiß ich armer doch Mich davon los zu reissen. c. Doch jetzt komm ich in wahrer reu, Und bitte dich von herzen, Mein JIEsu! hilf mir, und beftey Die seele solcher schmerzen, und dessen, was sie sonst beschert, Was ihre lebens-⸗kraft verzehrt; Sonst muß ich untersinken. 6. Wen ruf ich sonst um rettung an, Als dich, mein heil und le⸗ ben! Du bist allein, der helsen kann, Du mußt mir rettuns geben. Drum mach mich durch dein blut und tod Von suͤnden rein, daß ich vor GOtt Gerecht erfunden werde. 7. Du weißt, o IEsu! was mir fehlt, Du kannst nach deinem wil⸗ len Die noht vertreiben, die mich quaͤhlt, Und meinen jammer stillen; Du willt es auch/ drum trau ich fest, Daß du mich nicht in ö angst verlaͤbt: Du heißt und bis ja JEsus! Mel. HErr Gott der du erforsch. ilf GOtt! wie hat 74 1. H die eitelkeit Uns menschen so vernichtet, Daß fas kein alter, keine zeit Was gutes mehr verrichtet! Ob mans 2 * Dammandie, W. hnel Ihend, I6 plhͤhet Ie. 0 M 1⁰ ng Igts ises 0 i fteie schrucht W u I W Il 0 V Mag shitd Wuni mI. AHN tugen 13 IA. + geh ö — h S Rasch * Vn 0 IM = fen Vtschit oleng X wah en I ů x D Onich unn ein hehn Sahs Weiß iche oe Attonmt Ite dich Shilfnz eschn sie sost deus ⸗ Punteast ichsat Id itmirtt Hlich dut sinn a 0N Vusgach, hi, ah. 0ut e, bri . von dem geistlichen Ve rderben des Menschen. 4²⁰ nfang bis zum end Auch uͤber⸗ 1102 kehrt und wendt; Muß man es doch bekennen: Worauf man setzet herz und sinn Von kind⸗ heit bis ins alter hin, Ist eitelkeit zu nennen. 2. Die ersten jahre gehn vorbey Unwissend, wie bey thieren. Man schlaͤft, man treibet kinderey, Nichts weises ist zu spuͤren. Koͤmmt mit den kraͤften der verstand: So waͤchst die bosheit auch zur hand, Die steckt ins knaben herzen. Wenn nun die zucht und scharfe ruht Anweisung zu der tugend thut; Bringts ihm verdruß und schmerzen. 5 3. Die jugend, so nach frechheit strebt Die suchet hin und wieder, Wie man in freud und wollust lebt, Misbraucht gesunde glieder. Man faͤhret zu mit unbedacht/ Das kuͤnftige wird nicht betracht, Zum guten ist man traͤge: Auf zucht und tugend man nicht denkt, Nur herz und sinn man da⸗ hin lenkt, Zu gehn die krummen wege. 4. Das maͤnnlich' alter folgt darauf, Und ruͤhmt sich grosser thaten: Man will da immer hoch hinauf, Und uͤber alle rahten; Der dem tod Und von dem himmel hoͤ⸗ ren. 6. Ach GOtt! ach sieh dis elend an, Und hilf, daß wir bey zeiten Abtreten von der breiten bahn Der suͤnd und eitelkeiten: Gib kraft von oben her, daß wir Das fluͤchtig eitle wesen hier Fur nichts, ja schaͤdlich achten, Und nach dem wahren gut allein, Das uns dort soll bestaͤndig seyn, Zeit unsers lebens trachten. Mel. 3. Mein GOtt undor jezt was sind wir ob⸗ 742. A IEsu? Duͤrf⸗ tig/ arm und jaͤmmerlich, Voll be⸗ draͤngniß, noht und elend. JEsu: drum erbarme dich; Laß dich untire noht bewegen, Die wir dir zu fuͤs⸗ sen legen. 3. Wir sind ohne dich, o JEsu! Nichts als lauter finsterniß. Ach wie heftig druͤckt und quaͤhlet Uns der giftge schlangen⸗biß; Dieses gift steigt zu dem herzen, Und er⸗ weckt gehaͤufte schmerzen. 3. Ohne dich, getreuer JEsu! Schreckt uns teufel, hoͤll und tod, Ja, mich setzet die verdammniß Sonst in zittern, angst und noht. ehr⸗geiz macht zu zank und streit Ein solches herz gar leicht be⸗ reit, Das sich allein hoch schaͤtzet: Ob auch noch etwas guts ge⸗ schicht, Giebt man doch Gott die ehre nicht; Er wird hintan gesetzet. 6. Wenns alter koͤmmt, so laͤs⸗ 10 sich Der geiz rechtschaffen blik— ken: Da spielet man sehr mei⸗ sterlich Mit boͤsen raͤnk und tuͤt⸗ ken. Man sorget und hat wenig ruh; Denn man gedenket immer⸗ zu, Sein irdisch gut zu mehren; Der leih wird schwach und voller noht; Doch mag man ungern von Mein gewissen will erwachen, Und der abgrund scheint zu krachen. 4. Ohne dich, herzliebster JE⸗ su! Koͤmmt man nicht durch diese welt; Weil sie fast auf allen we⸗ gen Unsern fuͤssen netze stellt. Sie kann trotzen, sie kann heucheln, Und betrügt uns durch ihr schmei⸗ cheln. .Ach wie kraftlos, theurer JEsu! Richten sich die kranken auf. Unsre macht ist lauter ohn⸗ macht, Durch den ganzen lebens⸗ lauf: Denn man sieht uns, da wir wallen, Oefters sraucheln, vielmahl fallen. 0. Darum staͤrk uns, liebster JE⸗ 48⁰ Von dem menschlichen Elende, und zwar JEsu! Sey in finsterniß das licht: Beffne unsre herzens⸗augen, Zeig dein freundlich angesicht; Strahl auf uns mit lebens⸗blicken, Die uns herz und seel erquicken. 7. Tritt den satan, starker JIE⸗ su! Unter unsern schwachen fuß. Geh uns, deiner braut entgegen, Gib uns deinen segens⸗kuß; Laß uns himmels⸗freuden spuͤhren, Und kein leiden mehr beruͤhren. . Leit uns selber, suͤsser JEsu! Fuͤhr uns durch den schmalen steg. Laß uns unermuͤdet wallen, Fuͤhr uns stets den rechten weg. Laß uns strick und netz entgehen, Und ja nicht zuruͤcke sehen. 9. Ach! dein geist der kraft, HErr IEsu! Gebe unserm geiste kraft, Dir stets bruͤnstig nachzu⸗ wandeln, Nach der liebe eigen⸗ schaft; Mache du uns selber tuͤch⸗ tig/ So ist unser wandel richtig. 10. Dann erschallet dir, o JIE⸗ su! Lob und dank aus herzens⸗ grund; Dann soll alles jubiliren; Dann erhebt dich herz und mund, Dann wird dort und hier auf er— den JEsus hochgelobet werden. 2. Von dem leiblichen ene, Mel. HErr 1691 er bin ich? o HErr 74 3. W zebaoth! Daß ich mich unterfange Mit dir zu re⸗ den: ach die noht Macht mir jezt angst und bange! Ach wehe mir, erbarmst du dich, Mein vater! nicht bald uͤber mich, So bin ich ganz verlohren. 3. Ach GOtt! der ersten eltern fall Und was auf mich geerbet, Hat mich elenden uͤberall An leib und seel verderbet; Ich kann aus eig⸗ nen kraͤften nun Nichts gutes den⸗ ken, reden, thun; Nur hab ich lust zum argen. erd, Und auch daraus erbaue Der würmer speise, die nigt wehrt, Daß mich dein aug' an⸗ schauet. HErr! alles dis ist dir bekannt; Entziehest du mir deine Hen.„So muß ich schnell verge 0* 4. Ich bin ein mensch, und hahe hie Nur kurze zeit zu leben; Mein leben ist mit unruh, muͤh Und her⸗ zeleid umgeben; Ich bin wie nichts, und muß davon. Mein leib zerfaͤllt als staub und thon, Wenn du mich hart angreifest. 5. Wie blumen zwar voll an, muht stehn, Wenn sich der som⸗ mer findet, Bald aber welken und vergehn: Wie schatten flieht und schwindet, Wie eine wasserblaß entsteht, In eil zerplatzt und schnell vergeht; So ist dis arme leben. 6. Was ist, das man vom liben findt, Als nur den blossen na⸗ men; Der tod beruͤckt uns so ge⸗ schwind, Als einen fisch der ha⸗ men: Je mehr es steigt, je mehr es faͤllt: So schnell es eilet durch die aude! So schnell laͤuft es zum ende. 7. Dis wissen wir: doch kann nie⸗ mand Die todes⸗stunde wissen. Es ist und bleibet unbekannt, Wenn wir zum grabe muͤssen. Wer jezt noch munter/ jung und stark, Muß oft vor abend in den sarg, Und un⸗ verhofft erblassen. 8. HErr! hilf mir, daß ich nicht vergeh; Laß mich in dir ver⸗ bleiben, Und weder elend, schmer; noch weh, Noch leiden von dir trei⸗ und werk, Du bist mein heil und meine staͤrk, Drum laß mich nicht verberben. 9. Gedenke nicht der ersten schuld, Darin ich bin empfangen, Vergib durch deine lieb' und huld. 3. Ich bin nur asche, staub und ben. Ich bin doch dein geschoͤpFf Was ich hier selbit begangen. 9009 Lu⸗ %0 ahh. Insht, Eit aihlo/ 00⁴ I 0 7 N U He 0 1 MAI 10 1918 H0 f. yüte Mltpge g. Mot nes 195 H Iu/ EHa Meund he h, ilte Itslgt Audtei 0 Miißz Mdochge Werhyg W.eht I Iinnash Ieia ftuh/ I 4 ufdwig Taunt EI Dren h Wenn st Walaa: schatn Mie eint. At; G0 asnh Iur den eilen reosth uelles e nel H rit M Sesu une müstn ungu dehsh Wosen, hif He aain che Aim Iühf D von dem leiblichen Elende des Menschen. 481 ——— % heuge, GOtt! vor dir allhie In demuht meines herzens knie, Du wollst dich mein erbarmen. 10. Komm mir zu huͤlfe, meine kraft! Durch dich werd ich erhal⸗ seten. Du lebens-brunn! gib le⸗ beus⸗saft Laß mich nicht schnell erkalten. Du bist mein licht und herrlichkeit, Erscheine mir in len und leid, So werd ich in dir eben. Mel. Herzlich thut mich verlang. cch bin ein gast auf „Verd en, Hier ist kein fester sand; Der himmel soll mir werden, Da ist mein vaterland. w Hie reis ich nur zum grabe, Zu der gewünschten ruh; Und diese batuu auch die ar⸗ eit zu. 2. Was ist mein ganzes wesen Von meiner jugend an, Als muͤh und noht, gewesen? So lang ich denken kann, Hab ich so manchen skraf morgen, So manche liebe nacht, Mit kummer und mit sorgen Des herzens zugebracht. 3. Hat mich auf meinen wegen Nicht mancher sturm erschreckt? Hat donner, blitz und regen Mir nicht viel angst erweckt? Verfol⸗ gung/ haß und neiden Muß ich oft ohne schuld Mit angst und schmer⸗ Duld. Doch trag ichs mit ge⸗ uld. 4. Hier ist ein jammer⸗leben/ Das voll mühseligkeit; Doch bleib ich GOtt ergeben, Und tra⸗ ge schmerz und leid. Es muß ja soll durchgedrungen Es muß gelit⸗ ten seyn; Wer hier nicht wol ge⸗ rungen, Geht nicht zum himmel i ein. d. GOtt will ich treu verblei⸗ ben, Und nur in dieser welt Mein werk, als pilgrim, treiben; Sie ist ein fremdes zelt, Sie ist nur eine strasse, Die mich zur heimat fuͤhrt, Wo GoOtt mich ohne maasse Mit freud und wonne ziert. 6. Mein wohnhaus ist dort oben, Wo aller engel heer Den grossen herrscher loben, Der him⸗ mel/ luft und meer In seinen haͤn⸗ den traͤget, Und fuͤr und fuͤr er⸗ haͤlt; Der alles hebt und leget Nachdem es ihm gefaͤllt. 7. 2—5—5 dusch uh sehnlich gen, Da wuͤnsch i ehnli hin. Ich bin die welt durch⸗ gangen/ Daß ich fast můͤde bin. Je laͤnger ich hie walle, Je wen'ger find ich lust, Die meinem geist gefalle; Weil alles koht und ust. 8. Die welt ist viel zu boͤse, Der truͤbsal ist zu viel: Drum komm mein GOtt! erloͤse Mich, wenn dein rahtschluß will. Komm, mach ein selig ende In meiner wan⸗ derschaft; Und was mich kraͤnkt, das wende Durch deine gnaͤden⸗ aft. 5. Wo ich bisher gesessen, Ist nicht mein rechtes haus. Mein ziel ist abgemessen; Ist dis nun einsten aus, So scheid ich dann mit frieden, So leg ich alles ab, Und wenn ich abgeschieden, Be⸗ decket mich das grab. 10. Du aber meine freude, Du meines lebens licht! Du ziehst mich/ wenn ich scheide, Hin vor dein angesicht Ins haus der ewgen wonne, Da ich stets freu⸗ den-voll, Gleich als die helle sonne, Nebst andern leuchten oll; II. Da will ich ewig wohnen, Doch nicht mehr als ein gast, Bey denen, die mit eronen Du schoͤn geschmuͤcket hast; Da will ich herrlich singen Von deinem grossen thun Und, frey von schnoͤ⸗ den dingen, In meinem erbtheil ruhn. Hh Mel. 48² Von dem menschlichen Elende, und zwar Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. A wie so manches 745. ungeluͤcke Betrifft den menschen weil er lebt! Daß er fast alle augenblicke In sorge, furcht und kummer schwebt; Das macht das leben hart und schwer: Ach wer doch in dem himmel waͤr. 2. Es mag uns noch so glücklich gehen; So wird die lust doch oft vergaͤllt, und muß ein jeglicher ge⸗ stehen: Es sey der ganze kreis der welt Nichts, als ein grosses un⸗ gluͤcks⸗ meer. Ach wer doch in dem himmel waͤr. 3. Die kindheit muß viel noht erfahren, Die sich schon in der wie⸗ ge zeigt: Und wenn das alter mit den jahren Zur hoͤchsten lebens⸗ stuffe steigt; Ist man doch nie von sorgen leer. Ach wer doch in dem himmel waͤr. 45 4. Bald muß der leib viel schmerzen leiden, Und bald ist das gemuͤhte krank. Bald sieht man gute bcens scheiden, Bald des vermoͤgens untergang; Bald schrecket uns ein krieges⸗heer. Ach wer doch in dem himmel waͤr. 5. Jetzt stoͤhrt man uns in un⸗ erm glauben, Daß man nicht ru⸗ ig beten kann; Jezt will man uns die freyheit rauben, Und legt uns gleichsam fessel an; Jezt kraͤnkt uns etwas ohngefehr. Ach wer doch in dem himmel waͤr. 6. Spuͤrt man nun so viel un⸗ gewitter, So lange man die welt durchreist; Und ist das leben so gar bitter, Wenn es auch noch so koͤst⸗ lich heißt; So seufzt mein herz um desto mehr: Ach wenn ich nur im himmel waͤr. 7. Ich bin des lebens satt und muͤde) Ach JEsu! ende meine pein. Es weiß mein herz von kei⸗ nem friede, Der matte mund kann kaum mehr schreyn; Die angst verzehrt und druͤckt mich sehr. 100 wenn ich doch im himmel ar. 8. Die welt will mich zwar gern erquicken, Allein ihr labsal reicht nicht zu. Ich kann noch nirgend was erblicken Von einer rechten seelen⸗ruh; Nach jener ruh ver⸗ langt mich sehr. Ach wenn ich doch im himmel waͤr. 9. So fahrt denn hin, ihr eitel⸗ keiten Du aber, JEsu! halt mich fest, Daß ich nicht etwa moͤge gleiten, Da nun mein sinn die welt verlaͤßt, Da ich zu dir allein mich kehr. Ach wenn ich doch im himmel waͤr. 10. Nun gute nacht, du zeit⸗ lich leben! Sorg, elend, jammer, angst und noht, Womit der arme mensch umgeben, So lange bis er starr und todt. Das ist mein her⸗ liches begehr: Ach wenn ich hald im himmel waͤr. Mel. Kommt her zu mir spricht u. u, GOtt! bist au⸗ + ber aller zeit Von ewigkeit zu ewigkeit; Eh als die welt gestanden, Warst du schon was du jetzo bist: Und bleibst, wenn alles nicht mehr ist, Doch immerfort vorhanden. 2. Hingegen ach! wir menschen sind Vergaͤnglich, fluͤchtig, rauch und wind. Auf dein wort sind wir kommen, Besehen kaum den er⸗ den⸗kreis; Und werden straks, auf dein geheiß, Auch wieder wegge⸗ nommen. 9 3. Wir fahren hin gleich wie ein traum, Vergehn wie schatten/ reif und schaum, Wie eine was⸗ ser⸗blase; Der zeit gewalt eilt mit uns fort, Wie mit den wolken thut der nord, Wie herbst⸗ͤluft mit dem grase. 4. Wenn n Lachtag Wet wchr ag t Hang d auhbtesdelt Iu t, alh Aui vas un: lh was l fhlndent: Iumt dich! hteelt du! ughOe gtet rnen Mt rauh! uumse spreu! E Watlen ett ihuscttn he shn die bol MHn hlos; shhsens atz Maslunen zu —.——— Muhßlichs x G0tlt henss Icsihr bekenn ashafen f sseunenneng Mddellbi. Wsin erden ge hlgtt rorde Mdattbberf! UMsunange: Hasen eich un Asnumttgee in nun schumn * 0 duy Wich väß lthxilz chfun AI in schr. V. mh, tanh Her,M. — /N ch nicht gute nut Sorg eh ht. Vun WbenG . D t aor. +— therun srch tigich; Den, Au bisteh Vuchtieh orhande hn ch f fü Desehuk h 00 htet N, 1 Rg Lu,V err itge enhi Jehaßt von dem leiblichen Elende des Menschen. 48³ 4. Wenn der und jener auch vielleicht Ein gutes antheil jahr erreicht; Was wird es groß ver⸗ fangen Bey dir, dem sich nichts gleichen mag, Wo tausend jahr als wie ein tag, Der gestern kaum ver⸗ gangen. ö 5. Wie lang dis leben waͤhren kann/So ist es dennoch um und an Nur arbeit, angst und leiden: Angst ist, was uns zur welt ge⸗ biert, Angst, was uns hier beglei⸗ tet/ fuͤhrt, Ind einsten heisset schei⸗ en. 6. Erbarmt dichs, vater! alles nicht? Stellst du doch vor dein angesicht Den greuel unsrer suͤn⸗ den? Ach zurne nicht mit dur⸗ rem heu, Mit rauch und staube, dampf und spreu! Ach laß uns gnade finden! J. Des eitlen lebens flucht und pein Praͤg un serm herzen ernstlich ein, Daß wir die bosheit fliehen, Raht suchen blos bey deinem sohn, Und lebens satt wie Simeon, Zu dir von hinnen ziehen. Mel. Es ist gewißlich an der zeit ꝛc. O GoOtt! du hast die 747. menschen⸗kind, So deinen sohn bekennen, Ehr als die berg' erschaffen sind, Gewußt schon her zu nennen: Du sahst sie schon im gnaden⸗bund, Eh noch der weiten erden grund Durchs wort geleget worden. 2. Sieh doch, HErr! wie uns Adams fall So schaͤndlich hat ver⸗ derbet! Der tod verfolgt uns uͤber⸗ all, und ist uns angeerbet; Er steckt in unserm fleisch und bein, Und nagt die menschen groß und klein, Bis daß er sie verzehret. 3. Wir wachsen wie die blumen auf, Und fallen wieder abe: Oft traͤget man mit grossem hauf Uns menschen hin zum grabe. Das macht, HErr! dein gerechter zorn! Weil wir in suͤnden sind gebohrn, Und dein gebot nicht halten. g. Darum wir auch von deinem grimm So schnell verzehret wer⸗ den: Eh man es meint, reißt er uns um/ und legt uns in die erden. Wir bringen ohne rast und ruh, Wie ein geschwaͤtz, dis leben zu, Und fliehen schnell von hinnen. 8. Ach wie gar nichts ist unsre zeit, HErr, gegen dich zu rechnen! Du bist ein GOtt von ewigkeit, Wer kann dir widersprechen? Du bleibest immer fuͤr und fuͤr, Ja tausend jahre sind vor dir Wie ein tag, der vergangen. 6. Der menschen leben aber ist Gar kurz und stets voll plagen; Noch stecken sie voll trug und list Und lassen sich nicht sagen; Als waͤren sie ganz ohn gefahr, Da sie doch selten achzig jahr In ihrem lauf erreichen. 7. Lehr uns bedenken, daß wir nun, HErr! alle sterben muͤssen; Daß wir klug werden, busse thun, Die zeit der gnade wissen, Zum to⸗ de stets bereitet stehn, Voll glau⸗ ben aus dem leben gehn, Auf Chri⸗ stum sanft einschlaͤfen. *8. Kehr dich zu uns, du from⸗ mer GOtt In diesen boͤsen tagen: Errett uns nun aus unsrer noht Tach viel und langen plagen. Schaff uns doch endlich huͤlf und raht, Weil unsre hoffnung fruͤh und spat, Auf dich allein nur stehet. 9. Gib heilsam gluͤcklich regi— ment Die drangsal end' und wen⸗ de. Befoͤrdre stets zum guten end Die werke unsrer haͤnde. So wollen wir dich fuͤr und fuͤr, Auch unsre kinder, HErr! allhier Von herzens⸗grunde preisen. 10. GoOtt vater, sohn und heil⸗ ger geist! Dir sey lob, preis und ehre Fuͤr alles, was du uns er⸗ Hh 2 weist; ————— 484 Von dem menschlichen Elende, und zwar weist; Dein segen sich vermehre. II leben! Wie ein nebel Erzeig uns deine gnad und güt, bald entstehet, Und auch wieder Laß uns mit willigem gemuͤht Dir hald vergehet; So ist unser lehen, und dem naͤchsten dienen. sehet! richten? Eitel muͤh und streit. Ei⸗ flüchtig Ist der menschen freude! tel ist, Was man erkiest; Und die Wie sich wechseln stund und zei 0 + 015 Mh 10 seh 0 II. .„ AIE= Hlendde 0 blale wuͤnsche unsrer herzen Bringen ten, Licht und dunkel, fried und WE 2. Ach wie schnoͤd und nichtig, keiten. Ach wie schuell und fluchtig Ist 4. Ach! wie nichtig, ach wie die lebens⸗zeit. Wenn wir hier fluchtig Ist der menschen schön⸗ auf erden Kaum gebohren werden; heit! Wee ein bluͤmlein bald ver⸗ Droht uns neid und streit. Da gehet, Wenn ein rauher sturm⸗ ist leid Und traurigkeit, Da muß wind wehet; So ist unsre schöͤh⸗ man mit boͤsen leuten Unaufhoͤr⸗(heit, sehet!: lich streiten.. Ach! wie nichtig, ach vi⸗ 3. Dieses unser leben Pflegt fluͤchtig Ist der menschen glüce sich anzuheben Mit viel ereuz Wie sich eine kugel drehet, Die und noht; Da ist eitel neiden, bald da, bald dorten stehet; Goss Sorgen, angst und leiden, Und unser glüͤcke, sehet ö zulezt der tod; Wem gefaͤllt Nun 6. Ach! wie nichtig, ach hie diese welt? Ich weiß dort ein bes⸗ fluͤchtig Ist der menschen ehrel ie⸗ ser leben/ Darnach laßt uns stre⸗ ber jenen, dem man muͤssen Heute ben. fuͤß und haͤnde kuͤssen Geht man 4. Du bist was ich hasse, Welt! morgen wol mit fuͤssen. darum verlasse Ich die eitelkeit. 7. Ach! wie nichtig ach! wis Fuͤr dein schnoͤdes wesen Hab ich fluͤchtig Ist der menschen staͤke! mir erlesen Jene himmels⸗freud; Der sich wie ein loͤpꝰ erwiesen/ Ae⸗ Und dahin Steht mir der sinn. berworfen mit den riesen; Schla⸗ Stetig hab ich die gedanken In gen oft nur kleine druͤsen. ö den himmels⸗schranken. 8. Ach! wie nichtig, ach! wi⸗ 6. Wenn ich nur die gabe Dei⸗ fluͤchtig Ist der menschen wissen nes geistes habe, HErr! so bleibt Die, so witz und weisheit zieren, die welt Stets von mir verachtet. Wort und thaten kluͤßlich fuͤhren; Wenn die seele schmachtet, und Muͤssen oft den witz verlieren. der leib zerfaͤllt: Bist du doch, 9. Ach! wie nichtig/ ach! wi⸗ FEsu! noch, Meines herzens theil fluͤchtig Iß der menschen dichten. und freude, Wonne, trost und Der die kunste lieb gewonnen, weide. Manches schoͤne werk ersonnen ——— Ist dem tode nicht entronnen. Melodey 36.. Ach! wie nichtig, ach! wi ch! wie nichtig, ach! fluͤchtig Ist der menschen prangen 749. Auie fluchtig Ist der Der in purpur stolz, 2—110 streiten; So sind unsre froͤlich⸗ 0 Iosch!? WAu Wahnken Hnnen Hrsindes I er HMDelchs ö nads Wilsorgu E. Funr. H Rsiais tecgs ——— die L Icer. 411 Wsote Wun dich. Id l Ae 2 E i sa 2=D derhic be In eeeittey Zeh a csens o dufh 0 ssi der na blin ein I.II 6 E9 Tie nichi De na e he ortegß 9 schet! Die nich erma en e XII e h det R einliel x eh . it uh H derh R e 0. h Seh Dust E. ohint u 10 sichg. 0 HN— kth 4 1 0 —— Vie nichh, Aiitdanh von dem leiblichen Elende des Menschen. 985 Und als wie ein gott gesessen, Wird im tode bald vergessen. 1I. Ach! wie nichtig, ach! wie fluͤchtig Ist der menschen herr— schen! Der durch macht empor gestiegen Muß im grabe nieder liegen, Und sich vor dem tode schmiegen. ö I2. Ach! wie nichtig, ach! wie flüchtis Sind der meuschen schaͤz⸗ zel Es kann glut und fluht entste⸗ hen, Daß, eh wir es uns versehen/ Geld und gut zu grunde gehen. 3. Ach! wie nichtig, ach! wie flüchtig Sind der menschen sa⸗ chen! Alles, alles, was wir sehen, Muß zerfallen und vergehen: Wer Gott fuͤrchtet, wird bestehen. icht Rnt wie nichtig Un 750. A untuͤchtig Ist der menschen denken! Kein beginnen Kann die sinnen Zu dem guten lenken. Wir sind blind uns vor⸗ zusehen, Der verstand kann nicht verstehen/ Welchen weg er muͤsse gehen. 2. Zwar wir streben Was im leben Nuͤtzet, auszuspuͤhren: Un⸗ vermoͤgen Steht entgegen Sol⸗ ches auszufuͤhren; Was kann un⸗ ser denken machen? Fleiß und schweiß, in sorg und wachen Trifft gar nicht das ziel der sachen. 3. Schoͤpfer! hoͤre, Ich verehre Dein allweis regieren; Dein er⸗ barmen Kann mich armen Stets zum zwecke fuͤhren. Darum stehe mir zur seiten; Laß mich deine hand begleiten Und auf rechtem wege leiten. 4. Deine staͤrke Fuͤhr die werke Stets zum besten ende: Heb die plage, Die ich trage, Durch der allmacht haͤnde. 1 und rahte deinem kinde, Daß ich, was ich schweres finde, Froͤlich mit dir uͤberwinde. 4. Meinen sorgen Ist verbor⸗ gen, Wo mein heil entspringet. Ich kann fehlen, Und erwaͤhlen, Was mir schaden bringet. Oft hat, wider alles hoffen, Weil mir dei⸗ ne guade offen/ Mich ein reiches glück betroffen. 6. Dein geschicke Sucht mein gluͤcke; Drum ich meine sachen Dir befehle, Mich nicht quaͤhle/ Denn du wirsts wol machen. Dei⸗ ner weisheit will ich trauen, Und auf deine allmacht bauen: Also werd ich wunder schauen. 7. Gib, versage Troͤste, plage,/ HErr! nach deinem willen; Dein gemuͤhte, Das voll guͤte Soll mein herze stillen. Du wirst alles dir zu ehren, Meine seligkeit zu mehren/ Und zum nutz des naͤchsten kehren. (a) Diese Melodey ist die vorher⸗ gehende, nur daß die zwey er⸗ sten zeilen derselben bey die⸗ sem gesauge wiederhohlet werden muͤssen. II. In gemeiner Noht. Die Litanep. Erster ehor. Zweyter ehor. HErr Gott sohn/ der welt hei⸗ And Erbarm dich uͤber uns yrie Eleison. ö 751. RChrise Clason HErr Gott heilger geist Kyrie Eleison.] Erbarm dich über uns! ChrifleErhoͤre uns. Sey uns gnadig HErr Sott vater im himmel Erbarm dich uͤber uns! Gott! H h 3 Verschohn uns, lieber HErre Seh 43⁰ In gemeiner Noht. Sey uns gnaͤdig! Hilf uns lieber HErre Gott! Fuͤr allen sunden V Fuͤr allem irrsal— ür allem uͤbel Fuͤr des teufels trug und list Fuͤr boͤsem schnellen tod Fuͤr 1 und theurer zeit ö Hil krieg und blut⸗vergies⸗ en Tuͤr aufruhr und zwietracht Fuͤr hagel und ungewitter Fuͤr feuer⸗und wassers⸗noht Fuͤr dem ewigen tod 7 Durch deine heilige ge⸗ buhrt heilige g Durch deinen todes⸗Kampf und blutigen schweiß Durch dein ereuz und tod Durch dein heiliges aufer⸗ stehn und himmelfahrt In unsrer lezten noht Am juͤngsten gerichte Wir arme sünder bitten Du wollest uns erhoͤren lieber HErre Gott! Und deine heilige christliche! kirche regieren und fuͤhren, Alle bischoͤffe, pfarr⸗herren und kirchen⸗diener im heilsamen worte und hei⸗ ligem leben erhalten, Allen rotten undlaͤrgernissen wehren, Alle irrige und verführte wiederbringen. Den satan unter unsere fuͤsse treten, Treue arbeiter in deine ern—⸗ te senden, Deinen geist und kraft zum worte geben, Allen betruͤbten und bloͤden helfen und sie troͤsten. Allen koͤnigen und fuͤrsten friede und eintracht geben, N 10 ohaag aoqon sun zng * 00 aaꝗσσ a⁷qiñ sun n 100 5090 3 /Sun a0H — 7— Unserm kaiser steten sieg wi⸗ der deine feinde goͤnnen, Unsern landesherrn mit al⸗ len seinen gewaltigen lei⸗ ten und schuͤtzen. bern, VI. unsern Nobt,shuleund gem eine segnen und behu⸗ ten. Allen, so in noht und ge⸗ 8 fahr sind, mit huͤlfe erschei⸗ nen, Allen schwangern und saͤu⸗& genden froͤliche frucht und gedeyen geben, 8 Aller ehud wart kranken pflegen und warten, Alle unschuldig-gefangene 60 los und ledig lassen, 3 Alle witwen und waisen ver⸗ 6 theidigen und versorgen, 5 Aller menschen dich erbar⸗ men unsern⸗ feinden, verfolgern und laͤsterern vergeben und sie bekehren. Die früchte auf dem lande geben und bewahren, Und uns gnaͤdiglich erhoͤ⸗ ren: O JEsu Christe GOt⸗ du ttes⸗lamm, barm das der welt suͤnde dich über uns. traͤgt! O du GoOttes⸗lamm, das der welt suͤnde traͤgt! O du GOttes⸗lamm, das der welt suͤnde traͤgt! ö Verleih uns steten fried. Christe Erhoöre uns. Kyrie Eleison. Christe Eleison. Beyde chöre zusammen. Kyrie Eleison. Amen. Mel. 0 I V IAI I 0 Masost, Hlsch/ IN 68 fllen RrshltN thn. Rletz Gl h lle S släh 2 it uns I. ö 0 l 4•0 1 — I 2 6 stt un E Whier= n suünd Afillt. Igen tl Hltbatee MWhg diex Wiles s hß⸗ 22 I Luch E Isheen x M Hert u Aschlang. l uney Wit uschu Ilel. Hilze Rustr uz Ile gerich + 4 ö hen abs Whh teis htx uthif ge Niche füt Hbem, D tt D⸗ Aviglaseh., und nah d er Den ach / x. Ietn 0 chra. Vauf d bewvahez Slidig Dieo vVolt simd, lam Alt sind Cen — fituf, 1 * re 1 W In gemeiner Noht. 48²⁷ —— ů3 Mel. O GOtt du frommer Gott. Stt vater, sohn und 52.G geist! Voll weisheit, guůt und staͤrke/ Erhoͤre unser flehn, Erhoͤre, HErr! undmerke, Sieß an all unsre noht; Erbarm die gnaͤdiglichErbarme dich/o HErr! OHErr, erbarme dich! 2. Wir fallen dir wollest unser schonen, Uns nicht nach unserm thun, Nicht nach ver⸗ dienste lohnen; Gib, daß durch dei⸗ ne huͤlf Uns allen seel und leib, Auch ehre/ haab und gut, Ohn al⸗ len schaden bleib. g. Behuͤt uns, treuer GoOtt! Guͤr sataus trug und tuͤcken, Daß er durch seine listuns ja nicht kann berüͤcken. Laß uns auch niemahls thun, Was hier der boͤsen welt Und un serm sunden⸗fleisch Belie⸗ bet und gefaͤllt. 4. Fuͤr irrthum, sünd und schand In gnaden uns behuͤte: Bewahr Ius immerdar Durch deine macht und gůte Fuͤr theurung, krieg und pest, Fuͤr feur⸗ und wassers⸗noht, sir schnell⸗ und boͤsem end, Und ur dem ewgen tod. 45. GOtt vater! hilf uns doch, Wir bitten dich von herzen Durch deines sohns gebuhrt, Blut⸗schweiß, ereuz, tod und schmerzen, Auch durch sein aufer⸗ stehn Und seinen himmels⸗gang Hilf uns, HErr unser GoOtt! All uͤnser lebelang. 6. Verleih uns auch, daß wir Auf sein unschuldig leiden Und heiliges verdienst Aus dieser welt abscheiden. Hilf uns, o HErr! hilf uns, O HErr! verlaß uns nicht In unsrer lezten noht, Am kuͤnftigen gericht. ½. HErr! gib, daß deine kirch Im ganzen kreis der erden Durch deinen heilgen geist Regieret moͤ⸗ ge werden; Daß durch desselben hin deinem dienst In kirch zu fuß, Du kraft Die wahre ehristenheit Fort waͤchset und sich mehrt Durchs band der einigkeit. 8. Erhalt in reiner lehr Und heilig frommen leben, Die sich und schulen geben; Daß sie in deiner ernt Seyn fleissig und getreu, Und puͤren mehr und mehr Des wor⸗ tes kraft dabey. 9. Die seet⸗ und rotten daͤmpf, Den aͤrgernissen wehre; Und die den irrweg gehn/ Durch deinen geist bekehre. Laß uns nichts su⸗ chen sonst In unserm christen⸗ thum, Als nur des naͤchsten nutz Und deines namens ruhm. 10. Laß die doch uͤberall Mit schanden untergehen, Die deinem geist und wort Halsstarrig wider⸗ stehen. Schutz deine kleine heerd, Und gib ihr immerdar Trost, ret⸗ tung, huͤlf und raht In truͤbsal und gefahr. ö XII. Laß alle koͤnige, Regen⸗ ten, fuͤrsten, herren, Und alle obrigkeit, Sie sey nah oder fer⸗ ren, Erwegen oft bey sich, Von wem da sey ihr amt⸗ Daß sie es führen wol Und friedlich insge⸗ sammt. ö 12. Gib unserm kaiser gluͤck Und fried zu allen zeiten; Schuͤtz unsern landes⸗herrn Mit seinen land und leuten. Gib heilsam re⸗ giment, Gib nahrung, nutz und frucht, Auch fleissig treu gesind, Und gute kinder⸗zucht. 3. HErr! allen, die in angst/ In noht und ereuz sich finden, Mit deiner huͤlf erschein, Daß sie es uͤberwinden: Die schwangern wol entbind, Die saͤugenden er⸗ halt, Der kinder pfleg, wie auch Der kranken mannigfalt. 14. Erloͤse die, so nicht Von wegen uͤbelthaten„Nur durch neid, ungluͤck, haß In bande sind 5 b 4 e⸗ 48⁸ In gemeiner Noht. gerahten. Die wittwen schutz und troͤst In ihrem trauer⸗sftand, Die waisen auch versorg Durch all⸗ macht deiner hand. 156. Die traͤurigen erfreu; Rett alle, die dir klagen, Daß sie im elend seyn, Daß treiber sie noch plagen. HeErr! aller menschen dich Erbarme, sie bekehr, Und dei⸗ ner gnad und huͤlf An leib und seel gewaͤhr. ö 16. Die uns zuwider seyn, Den wollest du vergeben; Verleih, daß sie hinfort Stets friedlich mit uns leben: Gib, daß wir wie⸗ derum Dem, der uns leid gethan, Vergeben, und in noht Uns seiner nehmen an. 17. Die fruͤchte auf dem land Wollst du uns, HErr! bewahren Fuͤr hagel, und woͤdurch Kann scha⸗ de wiederfahren; Thu auf die mil⸗ de hand: Hilf, daß wir allzeit auch Dir dafuͤr dankbar seyn Bey maͤs⸗ sigem gebrauch. 18. O JEsu GoOttes sohn In gnaden uns erhoͤre; O JEsu Christe! hilf Zu deines namens ehre: O JEsu GoOttes lamm, Du heil der ehristenheit! Erbarm dich uͤber uns, Gib friede, trost und freud. 19. GOtt vater, sohn und geist, Voll weisheit guͤt und staͤrke! Erhoͤre unser flehn, Erhoͤ⸗ re, HErr: und merke; Sieh an all unsre noht; Erbarm dich gnaͤ⸗ diglich, Erbarme dich, o HErr! O HeErr! erbarme dich. Mel. O Goᷣott du frommer ꝛe. Gott vater, sohn 75 3. und geist, Voll weisheit, guͤt und staͤrke! Erhoͤ⸗ re unser flehn, Erhoͤre, HErr! und merke, Sieh an all unsre noht; Erbarm dich gnaͤdiglich, Erbarme 910 o HErr! OHErr! erbarme H. 2. Wir fallen dir zu fuß, Du wollest unser schohnen, Uns nicht nach unserm thun, Nicht nach verdienste lohnen: Gib, daß durch deine huͤlf Uns immer sol und leib, Auch ehre, haab und hut Ohn allen schaden bleib. 3. O vater! Wir bitten dich von Durch deines Blut-schweiß, erstehn, Und seinen himmel⸗gang; Hilf uns, HErr unser GOtt! A unser lebelang. 4. Beschuͤtze deine kirch, d weil sie stets muß kaͤmpfen; G hilf der feinde macht Und listhen anschlag daͤmpfen: Erhalte his ans end Auch, HErr! an unsern ort Den reinen gottesdienst, dein seligmachend wort. 5. Gib allgemeinen fried„Da deine kirch auf erden Und unstt vaterland Erquicket moͤge wel⸗ den; Behuͤt fuͤr theurung, hest Fuͤr wassers⸗noht und brand; Gib heilsam regiment, Gib glück zu allem stand. 6. Errett uns all aus noht, Die wir darinnen stecken: Ahl! wende gnaͤdig ab Furcht, elend) augst undischrecken. Sey unset schutz und raht, GOtt! brich dis joch inzwey, Und mach uns uͤber⸗ all Von plag und drangsal frey. 7. O JEsu Gottes sohn! In gnaden uns erhoͤre; O Jest Christe! hilf Zu deines namend ehre. O JEsu, Gottes lamm, Du heil der ehristenheit! Erbarn dich uͤber uns, Gib friede, trof und freud. 8. GOtt vater, sohn und geist, Voll weisheit, guͤt und staͤrke, Erhoͤre unser flehn, Erhoört HErr! und merke; Sieh auus hilf uns doch herzen sohns gebuhrt, ereut, tod und schmerzen, Auch durch sein auß ö e + 3* Ih Hrk W 0 0 & 0 — — — h + IMI. —— q—.— — * Aht,A Rustehil, E uhj/ Die Mhdes⸗he I 14 huftl Die. ni s. Venache Mpfen: 185, Hen Andontg natt. „..—.9....—32‚.5.‚ Uemmeine uf eg utguichg für he E ein td. Dinnau LII hteckl. Ayt/ Ho N 4 unddah E. 0 El 199/0010 635 ö h/ W Sensh In gemeiner Noht. 480 unsre noht: Erbarm dich gnaͤ⸗ diglich, Erbarme dich, o HErr! O HeErr! erbarme dich. Mel. Vater unser im himmelr. 5 Err, der du gnad 4. und huͤlf verheißt, I: Gott vater, sohn und heilger geist, Du heiligste dreyeinigkeit, Erbarm dich deiner ehristenheit! Erbarm dich, HErr, du treuer Gott! Erbarm dich, HErr, in aller noht! 2. Verschohn uns, GOtt, ach Gott! verschohn, Und uns nicht nach verdienste lohn: Gedenk an deine grosse gnad, Vergib uns un⸗ sre missethat: Gib, daß uns ehr/ gut, seel und leib Durch deine huͤlf ohn schaden bleib. 3. Wir bitten dich, o vater! noch Um Christi willen, hilf uns doch: Durch sein' gebuhrt, blut⸗ schweiß und noht, Durch seine wunden, ereuz und tod, Auch auferstehn und himmel⸗gang, Hilf uns„HErr! unser lebelang. 4. Verleihe daß, bey reiner lehr Auch gottesfurcht sich bey uns mehr; Daß man die jugend wol erzieht, All aͤrgerniß und suͤn⸗ den flieht: Hilf, daß mit schanden untergehn Die deinem worte widerstehn. 6. Laß die regenten insgesammt Sorgfaͤltig seyn in ihrem amt: Den landes⸗herrn(Die obrig⸗ keitꝰ) und unsern ort Beschuͤtz und segne immerfort: Gib heilsam friedlich regiment, Pest, theurung/ ungluͤck von uns wend. 6. All denen/ddie in noͤhten seyn/ Mit rettung, huͤlf und trost er⸗ schein: Zerbrich das joch, nimm weg die last, Womit du sie beleget hast; Durch deine allmacht, guͤt und treu Mach sie von plag und drangsal frey. 7. O JEsu Christe, GOttes sohn! O JEsu Christ, du gna⸗ den⸗thron! O JEsu Christ, du GOttes lamm! Das aller welt sünd auf sich nahm: Erbarme dich, hoͤr unsre bitt, Erbarme dich, gib deinen fried. 8. HErr! der du gnad und huͤlf verheißt, GOtt vater, sohn und heilger geist, Du heiligste drey⸗ einigkeit! Erbarm dich deiner ehristenheit, Erbarm dich, HErr, du treuer GOtt! Erbarme dich in aller noht. Mel. O Gott du frommer ꝛc. Gort vater, hoͤre 75 5.• doch Nach deiner grossen guͤte Was unser bloͤder mund Und trauriges gemuͤhte In unsrer angst und noht Nicht wol vorbringen kann. O HErr! hilf uns, o HErr! Sieh uns in gnaden an. 3. Du weißt all unser leid, Du kennest unsre plagen: Ach troͤst uns, lieber GOtt! Und laß uns nicht verzagen. Es stehet ja bey dir Und deiner starken hand: Wend ab die schwere straf, Und rette unser land. 3. Gedenk der suͤnden nicht, Die wir begangen haben So viel und manches jahr: Da wir oft deine gaben Verachtet und mis⸗ braucht, Die bosheit fortgesetzt/ Und ohne furcht und scheu Dein rach⸗schwert mehr gewetzt. 4. Ach schohne. HErr,ach schohn: Wir fall'n dir in die arme; Jezt ist die gnaden⸗zeit, In gnaden dich erbarme: Laß deine guͤt und treu, Die uns bisher gefrist t, Auch hinfort groͤsser seyn, Als unsre suͤnde ist. 6. Wir lassen eh nicht ab, Bis du dich zu uns neigest: Wir seuf⸗ jen fort und fort, Bis du uns huͤlf erzeigest. HErr! deine allmacht Hhs kann 490 In gemeiner Noht. —— kann Mit einem wort allein Uns retten kraͤftiglich Aus truͤbsal, angst und pein. *. HErr! wir bekennen es, Wir dein li⸗ wol verdienet: Doch hat ein lieber sohn Uns voͤllig aus⸗ gesuͤhnet, Da er am ereutzes⸗ Hiehtrn Fuͤr unste missethat Zum ieblichen geruch Sich dir ge— opfert hat. 7. Wir koͤnnen, ausser ihn, Fuͤr uns und unsre sunden Kein ander loͤse⸗geld, Kein ander opfer fin⸗ den: Der eingebohrne sohn Der ists, den tragen wir Dir, vater! allemahl Zum süssen opfer fuͤr. 8. Ach! den hochheilgen leib Ans ereuz fuͤr uns gehenket, Das rosinfarbne blut, Mit welchem er uns tranket, Das bringen wir vor dich In wahrer reu und leid, Im glauben und gebet, GOtt aller guͤtigkeit! ö 9. O vater! du wirst ja Dis opfer nicht verachten, Das sich so williglich Fuͤr uns hat lassen schlachten. Es ist dasselbe lamm, Auf welches ist gelegt Die suͤnd der ganzen welt, Die es alleine traͤgt. 10. Darauf vertrauen wir, Drum laß uns nicht verderben: Nimm an deins lieben sohns Ge⸗ buhrt, ereuz, leiden, sterben, Und heilig auferstehn, Fuͤr unsrer vaͤter schuld, Auch selbst begangne suͤnd, Und schenk uns deine huld. X* I1I. Beschuͤtz HErr! deine kirch; Und weil sie stets muß kaͤmpfen, So hilf der feinde macht Und list⸗ gen anschlag daͤmpfen:Erhalte bis ans end Auch HErr! an unserm ort Den reinen gottesdienst, Dein seligmachend wort. 12. Gib allgemeinen fried, Daß deine kirch auf erden Und unser vaterland Erquicket moͤge wer⸗ den: Behuͤt fuͤr theurung, pest, Fuͤr wassers⸗noht und brand; Gid heilsam regiment, Gib gluͤck zu allem stand. 13. Errett uns all aus noht, die wir darinnen stecken: Ach! wende gnaͤdig ab Furcht, elend, angst und schrecken: Sey unser schutz und raht, GOtt! brich das joch in⸗ zwey, Und mach uns uͤberall Von plag und drangsal frey. 14. Fuͤr diese wolthat all, Dis du uns wirst erweisen, O vater! wollen wir Hernach dich immen preisen, Und deine gnad und güͤt Und deines namens ehr In steter dankbarkeit Ausbreiten mehr und mehr. 15. Hierauf so sprechen wir In JIEsu Christi namen Auf sein un⸗ trüglich wort Ein glaͤubig freu⸗ dig amen. OJEsu Christ! durch dich Und dein verdienst allein Wird alles ganz gewiß Ja, jal und amen seyn. Mel. Vater unser im himmelr. 6 Err! der du unset 50. vater bist, O wehr⸗ ter heiland JIEsu Christ! O süͤsser trost, o heilger geist! Dreyeinger Gott! der hulfe leist; Erhalte dei⸗ ner kirchen wol, Mach alle lehrer geistes voll. 2. Erhalt dein wort und saera⸗ ment, Wehr dem/ der uns von solchen trennt. Brich aller feinde joch inzwey, Und mache die he⸗ draͤngte frey. Laß deine kirch im wachsthum stehn/ Und nichts als guͤldnen frieden sehn. 3. Regiere muste obrigkeit, Zaß sie dein lob und ehr ausbreit/ Die unterthanen wol regiert, Und einen guten wandel fuͤhrt. Es schmuͤcke sie zu jederzeit So gnade als gerechtigkeit. 4. Sey unsers kaisers schutz und hort, Lenk sein herz auf dein reines wort. Halt unsers koͤnigs haupt 00 Ilt, 1 0 H Wt haler Minden x ů 1 H Wal 00j Hf Oer 0 Hultt ushushutt. hiete fsaltore her at iht vos and! It 0 Is Hahst, m pthrkeit IItun ged! schprsiekliche e unge Wiihr tqr Oenttwzus hun dickn run: Beir hate wo d uqndholls sirsee und w Wh. Herr, Olisfmer G; Ichj Bu chen Us Gibns Iut, Gh; ISsthut, Auchs Mxhes heßt; Allatthaber; Isefiegurdt scusund ..— ohtinhz Erert, H s unr S xN Wrochunth Susstltz Detrast ernach d IEe m n ö I. fsostrit ie 301 Eil l Piud u Sehh. Iaei NaIN ttthi i la II . ei en A M d d II 0/ M I N „ol r iE 0%/ I 52 0˙v In gemeiner Noht. 401 haupt begluͤckt, Mit alter, heil und ruhm geschmuͤckt: Schuͤtz den beschuͤtzer deiner lehr, Und allen seinen feinden wehr. 5. Bau unsers koͤnigs hohes haus, Und breite dessen macht weit aus/Laß stamm und zweig' im flore stehn; Laß uns stets einen erben sehn, Der thron und eron und ehur besitzt, Und unser land im frieden schuͤtzt. 6. Gib seinen raͤhten weisen raht, Befoͤrdre selber raht und that Zu unser aller wolergehn, Laß selbst ihr wol im flore stehn; mimm unsre stadt(unsern ort“) und ganzes land In deine treue vater⸗hand.. 7. Schuͤtz uns fuͤr krieg, pest/ theurer zeit, Und gib uns fried und fruchtbarkeit; Gib berg⸗und salzwerk dein gedeyn, Laß alle nahrung gluͤcklich seyn; Gib al⸗ len, die in hungers⸗ noht Und duͤrftig sind, ihr taͤglich brot. 8. Sey wittw⸗und waisen zuge⸗ than, Nimm dich der alt⸗ und schwachen an: Bewahr, o HErr! wochetugrnd⸗ wol, Die jugend mache tugend⸗voll: Bewahr die eh fuͤr schmerz und weh, Die unter⸗ druͤckten, HErr! erhoͤh. 9. O frommer GOtt! was nuͤtz⸗ lich ist, Das schenk uns doch zu jeder frist. Gib uns dich, als das hoͤchste gut, Gib was der seele noͤhtig thut, Auch was des leibes nohtdurft heißt; Daß unser herz dich lobt und preist. Mel. Vater unser im himmelr. , Kn von uns, HErr, 757. du treuer GoOtt! Die schwere straf und grosse noht/ Die wir mit suͤnden ohne zahl, Verdienet haben allzumahl. Be⸗ hůt fuͤr krieg und theurer zeit, Fuͤr seuchen, feur und grossem leid. 2. Erbarm dich deiner boͤsen knecht, Wir bitten gnad und nicht das recht. Denn so du, HErr! den rechten lohn Uns geben willt nach unserm thun; So muß die ganze welt vergehn, und kann kein mensch vor dir bestehn. 3. Ach HErr und GOtt! durch deine treu Steh uns mit trost und rettung bey: Beweis uns deine grosse gnad, Und straf uns nicht nach unsrer that. Wohn uns mit deiner guͤte bey, Dein zorn und grimm fern von uns sey. 4. Warum willt du so zornig seyn Auf uns, als arme wuͤrme⸗ lein? Weißt du doch wol, du grosser Gott! Daß wir nichts sind als erd und koht: Es ist ja unsre schwachheit nicht Verborg'n vor deinem angesicht. 5. Die suͤnd hat uns verderbet sehr, Der teufel plagt uns noch vielmehr; Die welt, auch unser fleisch und blut Uns zu verführen niemahls ruht. Solch elend kennst du, HErr! wir flehn, Ach laß es dir zu herzen gehn 6. Gedenk an Christi bittern tod, Sieh an sein' heilge wun⸗ den roht, Die Iuln ja fuͤr die ganze welt Die zahlung und das loͤsegeld; Deß troͤsten wir uns allezeit, Und hoffen auf barmher⸗ zigkeit. 1 7. Leit uns mit deiner rechten hand, Und segn' uns ferner stadt und land! Gib uns allzeit dein heilig wort, Behuͤt fuͤrs teufels list und mord. Beschehr ein selig stůndelein, Auf daß wir ewig bey dir seyn. 8 end ab deinen zorn, 7⁵* lieber GOtt: in gnaden, Und laß nicht wuͤten deine schwere ruhte: Richt uns nicht streng nach unsern missetha⸗ ten, Sondern nach guͤte. 2. Denn 4⁰² In gemeiner Noht. 2. Denn so du wolltest nach ver⸗ dienste strafen, Wer koͤnnte deinen grimm und zorn ertragen? Es muͤßt vergehen, was du, HErr! geschaf⸗ fen, Fuͤr deinen plagen. 3. Vergib uns gnaͤdig unsre grosse schulden, Laß deine gnade ůͤber das recht walten: Ach GOtt! ach schohn nach deiner grossen hul⸗ de Uns zu erhalten. 4. Sind wir doch arme wuͤr⸗ mer, staub und erden, Mit erb⸗ sund, schwachheit, noht und tod beladen: Ach! warum sollen wir zu nichte werden Im zorn ohn gnaden? . Sieh an deins sohnes ereuz und bitter leiden Der uns erloöset hat mit seinem blute, Und gar er⸗ oͤffnen laͤßt sein herz und seits Der welt zu gute. 6. Darum, ach vater! laß uns nicht verderben, Durch Christum wollst du geist und gnade geben: Machuns sammtihm deshimmel⸗ reiches erben, Mit dir zu leben. Mel. Vater unser im himmelr. Ott vater! denk an 59. OChristi tod, Sieh an deins sohnes wunden roht, Die sind ja fuͤr die ganze welt Die kuhenr und das loͤse⸗ geld; Deß troͤsten wir uns allezeit, Und hof⸗ fen auf barmherzigkeit. 2. Die obern leit mit deiner hand, Beschuͤtz und segne unser land, Gib allerends dein heilig wort, Wend ab pest, theurung, krieg und mord: All denen, die in noͤhten seyn, Mit rettung, huͤlf und trost erschein. 3. Amen, dis alles werde wahr: Erhoͤr und hilf uns immer⸗ dar, O vater in dem hoͤchsten thron! Durch Christum deinen eingen sohn: Daß du, dein sohn, und beider geist In allen von uns werd gepreist. Mel. Aus tiefer noht schrey ꝛe. 760. Hae schau in wah denke, daß du, treuer GOtt! Ver⸗ sicherung gegeben: Ruf mich um an zur zeit der noht, So rett ich dich, dein HErr und GOtt. Drum rufen wir: HErr! hilf uns. 2. HErr! dieser huͤlfe sind wir zwar Nicht wehrt, als grosse sun⸗ H der; Doch finden sich noch hier und dar Viel deiner frommen kin⸗ der: Um deren willen schicke du Uns rettung, raht und huͤlfe zu ö In diesen grossen noͤhten. 3. Der frommen anzahl is zwar klein, Die dieses land be. n wohnen; Doch, wuͤrden auch nur zehne seyn, Wirst du des lande schonen: Damit dein strenges straf⸗gericht Die frommen, nhst den boͤsen/ nicht Zugleich verder⸗ ben möne 4. Laß dir die viele kinder doh Zugleich zu herzen gehen, Als dis was link und recht ist, noch Auz unschuld nicht verstehen; Ach! schaue sie mitleidig an, Wie dunn Ninive gethan“, Schohn uns um ihrent willen. Jon. 4, 1. 6. Weil sunder, welches müͤg⸗ lich ist Sich noch bekehren koͤn⸗ nen; So wirst du ihnen jeit noch frist Und raum zur busse goͤnnen Du willt ja/ HErr! nicht ihren tod Drum laß die allgemeine noht Sie nicht sammt uns verderben. 6. HErr? wuͤrde sich dein graẽ das ser ruhm Nicht unter uns bel⸗ mindern, Wo du dein erb' und ei⸗ genthum, Mit allen deinen kil⸗ dern In solcher truͤbsal untel⸗ gehn, Und in gefahr ohn hült stehn, und jezt verderben laͤsest 7. Del 318 alles 105 nicht, Die huͤlfe iu eriwingen Daher wir vor dein augesich an gefahr und noht Wir jezt zusammen schweben! 0 06 A ‚ nllbn 5 khan n dsh te,— xhl Walfes Minauh un. WIW dis 18 Nhhuhtten d sen 4 che. uudhinand /e Mx 2 1 —— — —. — — H = 3 der ek Hlltser noz Etr. „Hmde Mhadien 700 t 0 *.— I 0 h 5 nmeath Wi aheneh er nosht rus Verth ditst z oehtt Diie E dennehn Vren nil N/ Ahty Lr rann de d E ch, UU Wishy Zamit 3 Dein icht A 4 e tech cht un 1— ll WM/ aindet) E Wershuch En +2 die dls —.—F—— —— H — — hM In gemeiner Noht. 493 ander mittel bringen, Die bitte, die dein theurer sohn Fuͤr uns ab⸗ legt; drum vater! schohn Um dieses mittlers willen. 8. Laß seine wunden, ereuz und tod Dein vater⸗herz erweichen. Laß darum diese grosse noht Ihr ende bald erreichen. Durch seine marter, quahl und pein Laß das verderben ferne seyn, Und gnaͤdig von uns eilen.— 9. HErr unser GOtt! wir lie⸗ gen hier Vor dir auf unsern knien/ Wir lassen auch nicht ab von dir/ Bis du uns dis verliehen. Wir hoffen festiglich darauf, Und hoͤ⸗ ren nicht mit beten auf, Bis du uns„HErr! geholfen. 10. Nun/ treuer vater! lasse dir Dienoht zu herzen gehen, Und die gefahr, darinnen wir Im ganzen lande tehen. Errett uns bald durch deine hand, Daß wir und unser armes land Beschuͤtzt erhal⸗ ten bleiben. I. Wir wollen fuͤr die huͤlfe dich Von ganzem herzen preisen; Und was der schwachheit halber sich Allhier nicht laͤßt erweisen: Das wollen wir zu seiner zeit Zu⸗ sammen in der ewigkeit Durch ewig lob ersetzen. Mel. Aus tiefer noht schrey ich ꝛe. 761 Hern straf uns nicht 7»Win deinem zorn, Wie wir es wol verdienen. Wir sind sonst ganz und gar verlohrn. Ach laß dich doch versühnen Durch deines sohnes theures blut, Das gnug fuͤr alle suͤnde thut, Die wir noht begangen haben. 2. HErr! weil die uͤderhaͤufte sůnd, Die nimmermehr zu zaͤhlen, uns leid von ganzem herzen sind; Sey gnaͤdig unsrer seelen. Dich lammert ja des suͤnders noht, Hast nicht gefall'n an seinem tod, Und willt nur, daß er lebe. 3. Hierauf so rufen wir zu dir In Christo deinem sohne; Wir flehn und seufzen mit begier, Sey gnaͤdigHErr! und schohne. Wend ab die wolverdiente noht, Dein grimm uns heftig schreckt und droht, Ach HErr! uns nicht ver⸗ stosse. 4. Laß es mit uns nicht gar seyn aus, Wie unsre feinde hoffen. Laß uns dein heiligthum und haus Noch ferner stehen offen. Den feind von unsern grenzen jag, Mach ,daß ihm herz und muht ver⸗ zag/Wehr allen/ die gern kriegen. . Hilf, HErr! daß wir die guͤldue zeit Zer heimsuchung er⸗ kennen: Behuͤt fuͤr theurung, krieg und streit, Fuͤr wasser, pest und brennen. Ach sey uns gnaͤ⸗ dig, HErre GOtt! Ach sey uns gnaͤdis in der noht, Auf deine gůt wir hoffen. 6. Erleuchte unsre herzen nun, Mit deines geistes gaben, Daß wir rechtschaffne busse thun, Dich stets vor augen haben; Der wol ver⸗ dienten straf entgehn, Und ewig⸗ lich dein antlitz sehn, Durch JE⸗ sum Christum, amen. zenn wir in hoͤchsten 76 2. W noͤhten seyn, nd wissen nicht wo aus noch ein, Und finden weder huͤlf noch raht, Ob wir gleich sorgen fruͤh und spat: 2. So ist dis unser trost allein, Daß wir zusammen insgemein Dich sehnlich bitten, treuer Ott? Um rettung aus der angt und 91 3. Und heben unser aug' und herz Zu dir in wahrer reu und schmerz, Flehn um der suͤnden vergebung, Und aller strafen lin⸗ derung.. 4. Die du verheissest gnaͤdiglich All denen, die drum bitten dich Im namen deins sohns JEsu Christ, 494 In gemeiner Noht Christ, Der unser heil und fur⸗ sprech'r ist. 5. Drum kommen wir, o HEr⸗ reGOtt! Und klagen dir all uͤnsre noht: Weil wir jetzt stehn verlas⸗ 5 gar In grosser truͤbsal und ge— ahr. *6. Sieh nicht an unsre suͤnde groß, Sprich uns davon aus gna⸗ den los. Steh uns in unserm elend bey, Mach uns von allen plagen rey. +. Auf daß von herzen koͤnnen 6* wir Nachmahls mit freuden dan⸗ ken dir, Gehorsam seyn nach dei⸗ nem wort,/ Dich allzeit preisen hier und dort. 8. GoOtt vater, sohn und heilger geist, Von dem uns alle gnade fleußt! Hilf uns, die wir dein erbe seyn, Du bist ia unser Gott allein. Mel. JEsu deine heilge wunden. 6 Zire spricht: ich bin 7 3. verlassen, Gott vergißt mein ganz und gar; Er will nicht zu herzen fassen Meine truͤbsal und gefahr. Aber findt sich wol ein weib, Das den sohn von ihrem leib Nicht gern faßt in ihre arme, Und sich uͤber ihn er⸗ barme? 2. Ob auch eine mutter sollte Iaan solch ein steinern herz, Daß ie ganz nicht achten wollte Ihres kindes noht und schmerz: So ver⸗ gesse ich doch nicht Meine vater⸗ treu und pflicht; Du bist mir im herzen blieben, Und in meine hand geschrieben. 3. Dieses hast du, HErr! ver⸗ sprochen; Es ist ja dein eignes wort, Das du nimmermehr gebro⸗ chen, Sondern haͤltst es immer⸗ fort: Darum sieh auch nun und hoͤr, Wie sich quahl und noht vermehr; Schau, wie deine kleine heerde Allerends geaͤngstet werde. ö 4. Reine lehre vorzubringen Manches orts verboten ist: Irrthum andern aufzudringen, Brauchet man gewalt und list. Gottesfurcht wird nicht geacht, Sondern nur dahin getracht, Wie man seines herzens willen Auch mit sünden moͤg erfuͤllen. 5. Ja kein mitleid, kein erbar⸗ men Ist da, wo man kriege fuͤhrt; Man beraubt und quaͤhlt diear⸗ men, Deuen huͤlf und schutz ge⸗ buͤhrt. Man sieht, wie man sie auszehrt, Ohne ende ganz ver— heert, Insgemein auch so be— schwere, Ob kein GOtt im himmel waͤre. 6. Noch sind sonst viel fromme herzen, Die im ereutz und elend seyn, Die in krankheit, angst und schmerzen, In anfechtung, noht und pein: Oder die zu ihrem lohn Haben neid, haß, spott und hohn, Wenn sie nicht in boͤsen sachen Wollen in der welt mit machen. *7. Ach HErr! siehe an und höre/ Die da seufzen fort und fort. Hilf, daß uͤbung reiner lehre Sey und bleib an allem ort; Daß man nicht einander haß, Deine wahr⸗ heit nicht verlaß, Auch nach sol⸗ cher moge streben Heilig und ge⸗ recht zu leben. §. Die gewaltigen der erden Laß doch stiften fried und ruh: Laß sie feind den kriegen werden, Und darneben sehen zu, Daß krieg, elend, noht und plag Ueberall auf⸗ hoͤren mag: Daß die arme vor Gott treten, Freudig für die obern beten. 9. Denen, die in noht sich fin⸗ den/ In betruͤbniß, sorg und leid Gib, daß sie es uͤberwinden, War— ten deiner stund und zeit. Vater! hilf doch gnaͤdiglich„ Daß dein zion freue sich, Wir auch dig Ger ö u m9 —.— ö 50 l e 0l. — ⁰ Hn RdeO, Md 0 Aulsethe I. H. In er d ,N Hunes W In Ed u H uls u H ErrK 0 1. 0 Wl sg, aet d Wse,zick Muhn gin shndh et h Ochlottormes Muns, K I tth, daß ui uf 4strGot uchihtin de Hialan da sc un eastignad, abins; Achägt Wunn hchte dchsdinung und zwar um Abwendung der Krieges⸗Noht. 49⁵ im himmel oben Allesammt dich ewig loben. Mel. Wo Gott der HErr nicht ꝛe. 6 H der du vor⸗ 7 4. mahls gnaͤdig hast Geholfen deinem lande, Jacobs gefangne auch der last Befreyet und der bande: Der vormahls auch aus lauter gnad Deins volkes sůnd und missethat Bedecket und vergeben: 2. Der vormahls auch die jam⸗ mer⸗stimm Der armen stets erhoͤ⸗ ret, Und deines zorns gerechten grimm In gnad und huld verkeh⸗ ret; Troͤst uns nun, unser heil und GoOtt! Errett uns aus der grossen noht: Laß all' ungnade fallen. ö g. Ach zuͤrnest du denn immer⸗ dar, Ohn ende, ziel und maassen? Willt du den grimm so viele jahr Wie feuer brennen lassen? Geht ohnꝰ erbarmen dein gericht? Willt du uns, HErr! erquik⸗ ken nicht, Daß wir uns deiner freuen? ö 4. O grosser GOtt! erbarm dich doch, Es steht in deinen haͤnden; Du kannst allein das schwere joch Der drangsal von uns wenden. Erzeig uns gnad, und hilf uns, HErr! Um deines grossen namens 428 Reiß uns aus unsern noͤh⸗ en. 5. Ach, daß man einmahl hoͤ⸗ ren sollt GOtt reden und zusagen, Wie er selbst rettung schaffen (Efriede geben“) wollt, Und til⸗ gen alle plagen: Daß unser land nicht gar verderb, Und daß sein volk und heilig erb Auf thorheit nicht gerahte. 6. Doch zeigt er die hulfreiche hand, Wo man ihn fuͤrcht't und liebet Daß ehre wohnt in unserm land, Wenn man die tugend uͤbet. Daß guͤt und treu zu jeder zeit, Und friede und gerechtigkeit Sich kuͤssen und begegnen. 7. Daß treu auf erden wachsen kann, Recht auch vom himmel schaue: Auf daß hinfuͤhro jeder⸗ mann Sein land mit segen baue: Daß uns der HErr so gutes thu, Und doch gerechtigkeit dazu Im schwange vor ihm bleibe. „8. Dis alles, vater! werde wahr, Du wollest es erfuͤllen: Erhöͤr und hilf uns immerdar Um JEsu Christi willen; Denn dein, HErr! ist allezeit Von nun an bis in ewigkeit Das reich, die macht und ehre. Um Abwendung der Krie⸗ ges⸗Noht, um beständi⸗ gen Frieden. Mel. Du friedefuͤrst HErr JEsu. 6 ol dem! der ruh 7 5. und friede hat, Dem weder furcht noch streit Das kur ze leben fruͤh und spat In dieser bösen zeit, Bey muͤh und noht Bey thraͤnen⸗brot, Betruͤbt und sauer machet. 2. Wer mit dem HErrn in freundschaft steht, Mit men schen friedlich lebt, Dem zwiespalt aus dem wege geht, Und nur nach eintracht strebt; Der schlaͤft und wacht, Wenns blitzt und kracht Mit ruhigem gewissen. g. Doch dem wird nur dis gluͤck beschehrt, Der glaͤubig und getreu Den hoͤchsten liebet, fuͤrchtet, ehrt, Und keine heucheley Noch falschen raht, In wort und that, Beliebet und erwaͤhlet. ö 4. Drum, HErr! weil du den frieden giebst; Gib doch denselben auch Den deinen, die du herzlich liebst, Die du, nach vaters brauch, Als schutz und hort, Noch immer⸗ fort Mit preis und Wne 5. Be⸗ 40⁰ In gemeiner Noht 6. Bewahre ferner dieses land Fuͤr mord und kriegs⸗geschrey, Und mache hoch und niedern stand Von noht und kummer frey; Daß dein geschlecht, Nebst heil und recht, Den friedens⸗olzweig fuͤhre. 6. Hierbey laß uns mit jeder⸗ mann In lieb' und freundschaft stehn; Laß jeden, wie er immer kann, Auf friedens⸗wegen gehn. Wend alles leid, Tritt zank und streit, HErr zebaoth! zu boden. 7. Weil JEsus uns mit dir ver⸗ soͤhnt, So schen uns deine huld; Und gib, wenn man uns schmaͤht und hoͤhnt, Nebst sanftmuht auch geduld; Und wenn der feind Es boͤ⸗ semeint, Ein ruhiges gewissen. 8. Und koͤmmt des lebens schluß herbey, So hilf, daß geist und muht In dir still und gelassen sey; Daß ich, durch Christi blut, Nach streit und leid, Aus dieser zeit Mit fried und freuden fahre. 9. Dann will ich in der friedens⸗ stadt, Wo zwietracht, haß und streit Und aller krieg ein ende hat, In ruh und sicherheit, Ohn ende dort Bey dir, mein hort! Die frie⸗ dens⸗zweige brechen. Mel. Es ist gewiß lich an der zeit. 66 Hoe GoOtt! wir lo⸗ 7 ben deine macht, Wir preisen deine guͤte, Die uns so vaͤterlich bewacht, Mit freudi⸗ gem gemuͤhte; Dieweil du kriegs⸗ gefahr und leid Von uns bis jezt auf diese zeit, Aus gnuaͤden abge— wendet.—— 2. Wir haͤufen taͤblich unsre schuld Durch unser boͤses leben; Allein du hast uns, voll geduld, Noch raum und frist gegeben, Daß jeder von uns immer zu Sein amt und werk in fried und ruh Verrichtet und vollendet. 3. Wie ruhig kann der handels⸗ mann Sein werk und handel treiben Wer sich von arbeit naͤh⸗ ret, kann Bey brot und ehren blei⸗ ben. Der land⸗mann wartet vich und feld, Und wenn er seine saat bestellt; So erntet er in frieden. 4. In unserm lande raast ken schwert,/ unschuldige zu todtenz Ez bleibt von feinden unverheert, Und frey von allen noͤhten. Man lachet böͤser leute trutz, Die obrig⸗ keit verschafft uns schutz, Wir kon nen sicher schlafen. 8. Allein was hoͤrt man fuͤr be⸗ schwer Von vielen andern lan⸗ den! Wie klaͤglich geht es da nicht her Wo krieges⸗noht vorhanden! Weil schwert und hunger mah⸗ chen frißt, Weil da die pest nicht ferne ist/ Nebst raub, brand/ noht und jammer. 6. GOtt lob! es macht uns dei⸗ ne treu Von den gefaͤhrlichkeiten Bis diesen tag in gnaden frey.Hih ferner stille zeiten; Breit uͤberal den frieden aus, Und treibe kricg und streit hinaus: Gib ruh in un⸗ sern grenzen. 7. Wenn auch der feind schon nuf uns gieng; HErr! wollest du ihm wehren. Leg in die naß ihm einen ring, Heiß ih kehren. Beschuͤtz die riegel unsrer thor, Hilf der gerechtigkeit en⸗— por, Daß fried und recht sich kuͤssen.—80 8. Gib allen maͤchtigen den sinn, Daß sie doch friede halten/ Und durch gerechtigkeit forthin Ihr amt in ruh verwalten; So wollen wir denn fuͤr und fuͤr Die gnaden⸗ reiche guͤt' allhier Mit herz und munde ruͤhmen. ö 9. GOtt vater, sohn und heil⸗ ger geist! Fuͤr solche hohe gnaden Sey jezt und immerdar gepyeist: Bewahr uns fort fuͤr schaden/ Und gib, daß kuͤnftig immerfort Gluck fried und ruh an unserm ort Be⸗ staͤndig gruͤn und bluͤhe. ihn zuruͤce Ot 106 E H * Wh E e I g⁰ls f mhath— Er i hes E. sö en Rrckt S nh sch . KAUN. 41 W int; hali Wi& E Wsh sticd a Ih uns dall hastherrlern ileguädg Ileschrz Ihalhpgehn uffduin.5 se aug Hünr ö Wl istig Wat Wsumerstear bn schun Hütitih 2 Id papz dtemg 22 Aentf Aug N I ilchgh 1376 fahh t d Daluh tuhh 10⁴ ble dergi ih Veten; V5/ Hl Jaus: H FE uch di 5 2N Acn DDMN Vit 0 E nichih ihlet I ubf Zihin H. 0 —— — O1 06 und zwar um Abwendung der Krieges⸗Noht. 40⁷ Bey herannahender Brie⸗ ges⸗Gefahr. Mel. Wo Gott der HErr nicht. 6 A GOtil wir treten + 5 hie vor dich Mit traurihem gemühte: Wir bitten dich demuͤhtiglich, Rett uns durch deine guͤte. Schau wie die grosse kriegs⸗gefahr Sich zu uns naht, und ganz und gar Uns zu verder⸗ ben draͤuet. z. Gedenke, vater! izt nicht mehr, Daß wirs verdienet haben. Gedenke nicht, daß wir so sehr Geschaͤndet deine gaben. Wir ha⸗ ben sie viel jahr und zeit Zur pracht, zur wollust, uͤppigkeit Und schwelgerey misbrauchet. 3. Wir haben unsern neben⸗ ehrist Gedruͤckt und oft betro⸗ gen: Durch schein des rechts, gewalt und list, Das sein? ihm oft entzogen: Darum sich nun die strafe findt; Ach! unsre un⸗ erkannte sůnd Wird oͤffentlich ver⸗ golten. 4. Verzeih uns solche missethat um JEsu Christi willen, Der fuͤr uns deinen eifer hat Am creuze wollen stillen: Da ist die schuld auf ihn gelegt, Er ist das lamm, das für uns traͤgt Die suͤnd und suͤnden⸗strafe. 5. Um dessen willen hilf uns nu, Und hoͤre unsre klagen. Verleih uns wieder fried und ruh, Daß niemand uns darf plagen. Er⸗ barm, o HErr! erbarme dich, Und hauf rett uns alle gnaͤdiglich Von krieg und kriegs⸗beschwerden. 6. Der kon' ge herzen, raht und sinn Hast du ja, HErr! in haͤnden: Du kannst sie auch allein dahin, Wo dirs beliebet, wenden. Ach neig sie kraͤftiglich dazu, Daß sie doch halten fried und ruh, Und al⸗ lem jammer steuren. 7. OHErr! wir fallen dir zu fuß, Du wollest uns doch geben, Daß wir gesammt durch wahrebuß Auch bessern unser leben; Daß wir nicht selbst, an unserm theil, Ver⸗ hindern dieses grosse heil, In fried und ruh zu leben. 8. Breit allerends um unser land Die fluͤgel deiner gnaden. Beschuͤtz und segue jeden stand Fuͤr drangsal, noht und schaden. Wir wollen solche guͤtigkeit und vater⸗treu zu jederzeit Mit dank⸗ barkeit erheben. Mel. O GoOtt du frommer ꝛe. 68 Gh ist/ o treuer 7 Gott! Die noht, so uns betroffen; Das unrecht haben wir Wie wasser eingesof⸗ fen: Doch dis ist unser trost, Du bist voll guͤtigkeit, Du nimmst die 79 weg, Wenn uns die sůnde reut. 2. Wir liegen hier vor dir, Be⸗ reuen unsre suͤnden: Ach laß uns gnad und huld Vor deinen augen finden! Treib kriegs⸗gefahr zuruͤck Durch deine starke hand, Verleih uns fried und ruh, Schuͤtz unser vaterland. 39— 3. Erhalte deine kirch In diesen lezten zeiten, Da teufel, hoͤll und welt Sie uͤberall bestreiten. Dein ist die sach, o GOtt! Drum wach, und mach dich auf; Schlag eine wagenburg Um deinen kleinen uf. 4. Laß alle menschen sehn, Laß jedermann erfahren, Du eben seyst der GOtt, Der sein volk treu bewahren Und huͤlfe senden kann, Wenn niemand hulfe weiß. Da⸗ fuͤr sagt alles volk Dir dank, lob, ehr' und preis. 4. Hierauf so sprechen wir In JEsu Christi namen Auf sein un⸗ Ji truͤglich trüglich wort, Ein glaͤubig freu⸗ dig amen! O JEsu Christ! durch dich Und dein verdienst allein Wird alles ganz gewiß Ja, ja! und amen! seyn. Bey gegenwärtiger Rrie⸗ 6 Da friede⸗fuͤrst/ 709. OHerr SEsuchrist, Du wahrer mensch und GOtt! Der unsre starke zuflucht ist Im leben und im tod: Drum wir al⸗ lein Im namen dein Zu deinem er schreien. 08 —3— Recht grosse noht faͤllt uns jezt an Von krieg und ungemach/ Daraus uns niemand helfen kann Als du3 drum fuͤhr die sach: Den vater bitt/ Und uns vertritt⸗ Daß uns sein zorn nicht strafe. 3. Gedenk, o HErr GOtt an dein amt, Daß du ein fried⸗fürsi bist: Und hilf uns gnaͤdig iusge⸗ sammt Jetzund zu dieser frist. Laß uns hinfort Dein goͤttlich wort In friede laͤnger hoͤren. 4. Zwar wir verdienen straf und pein, Und leidens mit ge⸗ duld: Doch deine gnad soll groͤsser seyn, Als unsre suͤnd und schuld; Darum vergib Nach deiner lieb', Die du fest zu uns traͤgest. 5. Es ist groß elend und gefahr, Wo pestilenz regiert: Allein viel groͤser ist fͤrwahr, Wo krieg ge⸗ fuͤhret wird; Da wird veracht t/ Und nicht betrach't, Was recht und 90 0 wäre. 0. Da fragt man nicht nach ehrbarkeit, Nach zucht und nach gericht: Dein wort liegt auch iu solcher zeit, Ind geht im schwange nicht: Drum hilf uns, HErr! Treib von uns fern Krieg und all schaͤndlich wesen. 7. Erleucht doch unsern sinn und herz Durch deines geistes In gemeiner Noht und zwar gnad, Daß wir nicht treiben da⸗ mit scherz, Der unsrer seelen schadt. O JEsu Christ! Allein du bist, Der solches kann ausrichten. Mel. S wir aus herzensgr. reuer waͤchter If⸗ ö 0. rael! Deiner freut ich leib und seel, Du nur weissest alles leid Deiner armen ehristen⸗ heit: Odu waͤchter! der du nicht Schlaͤfst noch schlummerst, zu uns richt Dein huͤlfreiches angesicht. 3. Schau, wie grosse noht und quahl Trifft dein volk jezt uberall! Taͤglich wird der truͤbsal mehr; Hilf, ach hilf! schuͤtz deine ehr. Wir verderben, wir vergehn, Wie wir schon vor augen sehn, Wo du uns nicht wirst beystehn. 3. Hoherpriester JEsu Christ! Der du eingegangen bist In das heiligste zu GOtt, Durch dein ereuz und bittern tod: Uns ver⸗ soͤhnt mit deinem blut, Aushe⸗ loͤscht der hoͤllen glut, Wieder⸗ bracht das hoͤchste gut: 4. Sitzest auch ins vaters reich, Ihm an macht und ehren gleich⸗ Unser einger gnaden⸗thron, GOt⸗ 6000* IM st Wsssttschr Wn u ur E 4% b. Ahshe u. Sr Hllilllet A Amsde Hlehet. vu Ei Isgt, U Auscg uuse MWbweiz Whfgunos Ichsu erw E Hi Müs un WMA MPee e aand crhebg Iin hele tes allerliebster sohn, Den er in ush dem herzen traͤgt, Dessen füͤrhitt ihn bewegt, abschlaͤgt. Daß er kein gebet . Kläglich schreien wir iu dit; Klopfen an die gnaden⸗thuͤr, Wit dein volk und eigenthum, Theur erkauft zu deinem ruhm. HErr! wir sind nach dir genennt, Deines 2 vaters zorn abwend, Der anieit wie feuer brennt. 6. Zeig ihm deine wunden roht, Halt ihm vor dein ereuz und tod;: Und was du sonst mehr gethau, Zeig ihm unsernt wegen an. Sage, daß du unsre schuld Schon bezah let in geduld, Uns erlanget gnad und huld. 7. N 4. d Saun uC hn —— e , n et an lchttert) chand te Di gis enh 3der0 W. schih Da, itz 4ae ibeysth ester gangl 0tt/ en Vinem len gh Hchfegh Suchih H e AWet scht, M. NEN Usn ei 4 chen uu itgt dul. denh 1. 69 W NE ᷣꝑ‚PDcQQSSY....ꝗS..-- um Abwendung der Krieges⸗Noht. 499 7. JEsu! der du JEsus heißt, Als ein JEsus huͤlfe leist. Hilf mit deiner starken hand, Men⸗ schen huͤlf hat sich gewandt: Eine mauer um uns bau, Daß dem feinde dafuͤr grau, Und mit zittern sie anschau. 8. Treuer hort, Immanuel, Du beschuͤtzer unsrer seel! GOtt mit uns in aller noht, GOtt um uns, und in uns GOtt, GoOtt fuͤr uns zu aller zeit: Trotz sey dem, der uns thut leid, GOttes straf ist ihm bereit. 9. Du des vaters starker arm! Komm und unser dich erbarm: Zeig uns jetzo deine macht, Drauf wir hoffen tag und nacht. Unsrer feinde schaar zertrenn, Daß dich alle welt erkenn, Aller herren HErren nenn. 10. Andre traun auf ihre kraft, Auf ihr glück und ritterschaft: Deine ehristen traun auf dich, Auf dich traun wir festiglich: Laß nicht werden uns zu schand; Schuͤtze uns und unser land, Un⸗ sre noht ist dir bekannt. II. Gürte dein schwert an die seit, Als ein held, und fuͤr uns streit: Und zerschmettre deine seind So viel ihr auf erden seynd. Auf die haͤlse tritt du ihn'n,Leg' sie dir zum schemel hin, Und brich ihren stolzen sinn. 12. Du bist ja der held und mann, Der den kriegen steuren kann, Welcher spieß und schwert zerbricht, Der die bogen macht zunicht, Der die wagen gar ver⸗ brennt, Und der menschen herzen ö rin Daß der krieg gewinn ein en* I3. JEsu, wahrer friede⸗ fuͤrst! Der der schlangen kopf zer⸗ knirscht, Uus durch seinen ereu⸗ jes⸗tod Wiederbracht den fried bey GOtt! Gib uns friede gnaͤdiglich, So wird dein volk 110 sich, Und dich preisen ewig⸗ Dank⸗Lied nach wieder er⸗ langtem Frieden. Mel. Auf meinen lieben GOtt. agt GODT dem wer I. S hochsten dank, Er⸗ hebt den lobgesang, Ihr alte nebst den jungen! Erhedet mund und zungen, Daß ihr den helfer preiset, Der uns den frieden weiset. 2. Dir, liebes vaterland! Ist leider! wol bekannt, Wie sehr der feind verheeret, Und alles ausgezehret: Dis unglück wird geendet, Weil GOtt den frieden sendet. 3. Erhebt GoOtt immerdar Ihr, welche die gefahr Des krieges hart geplaget, Von haus und hof gejaget; GoOtt bricht nun schwert und waffen, Und will uns friede schaffen. 4. Sagt unser lebelang Ihm ehre, preis und dank; Er legt das kriegen nieder, Und giebt den frie⸗ den wieder; So, daß der fried erquicket, Was erst der krieg gedruͤcket. ö Was hat uns seine hand Fuͤr schaͤtze zugewandt! Dieweil wir alle gaben In friede ruhig haben, Wodurch wir hier auf erden Be⸗ gluͤckt und froͤlich werden. 6. Nun/ GOtt wir loben dich, Und danken ewiglich, Daß du, was uns geplaget, Nun gnädig fortgejaget, Und uns in diesem leben Nun fried und ruh gege— hen. 7. Hilf doch durch deine treu, Daß er bestaͤndig sey; Laß uns in unsern jahren Den krieg nicht mehr erfahren; Laß uns in friede sterben Und deine ruh er⸗ erben. 2 8. Dein 50⁰ In gemeiner doht und zwar g. Dein geist, HErr! lehr uns auch Des friedens rechten brauch, Daß uns die friedens⸗zeiten Zur buß und beßrung leiten; Und wir durch neue suͤnden Nicht neuen krieg entzuͤnden. 9. Dis alles wollst du nun, HErr GOtt! aus gnaden thun,d Sprich selbst das ja und amen Uns, die wir deinen namen Hier und im himmel oben Ohn alles ende loben. Um Abwendung der Dest und anderer anstecken⸗ den Seuchen. Wenn die Pest sich zu unsern Grenzen nahet. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛe· 72 A Gott, du unser 772. Alebens⸗licht, HErr! unsre burg und zuversicht, Du trost und heil der armen! Wir bitten dich Demüͤhtiglich, Erzeig uns doch erbarmen. 2. Wir hoͤren(sehen“) HErr! daß izt die pest Sich hin und wie⸗ der(Lunter uns stark“) merken laͤßt, Sie faͤuget an zu wuͤten; Drum flehen wir, Du wollst dafuͤr Uns gnaden⸗voll behüten. 3. Ach straf uns nicht, o hoͤch⸗ stes gut! In deines strengen zor⸗ nes wuht, Mit dieser boͤsen seuche; Hilf uns, o GOtt! Daß nicht die noht In unsre haͤuser schleiche. 4. Zwar koͤnutest du, o treuer hort! Auch unser land und diesen ort Durch seuch' und pest ver⸗ heeren, Und ganz und gar Uns und'ge schaar Aufreiben und ver⸗ zehren. . Wir haben dir oft wider⸗ strebt, Und oͤfters arg vor dir ge⸗ lebt Viel missethat veruͤbet; Wir haben dich Oft freventlich Mt uͤbelthun betruͤbet. Gott! Ach handle nicht, HErr zebaoth! Mit uns nach unsern suůnden: Nein, vater! nein, Laß uns allein Fuͤr recht izt gnade fu⸗ en. 7. Ach schenk uns doch aus gu⸗ tigkeit Die schuld, die uns von herzen leid, Und laß uns nicht verderben; Ach sprich uns fteh, Und steh uns bey, Daß wir nicht ploͤtzlich sterben. 8. Nimm unsers armen lebens wahr, Und schuͤtz uns gnaͤdig fir gefahr Des leibes und der seelen: Laß, ewges licht! Kein uͤbel nicht Uns toͤdten oder quaͤlen. 9. Beschuͤtz uns, HErr! mit deiner hand, Beschuͤtze dieses gan⸗ ze land. Sammt allem was wir ha⸗ ben: Verlaß uns nie, Erfuͤll uns fruͤh Mit deiner gnade gaben. 10. So wollen wir voll dank barkeit, Dich, hoͤchster vater! jederzeit Von herzen ehren, preisen, Und denn auch dort, O wehrter hort! Dir ewig loh erweisen. Mel. Aus tiefer noht schrey ich. 7j 3 Gerechter GOtt!l * uns liegt im sinn Die schwere straf und plage, Da in der naͤh viel werden hin Geris⸗ sen alle tage: Deun ach! die pefß dein scharfer pfeil, Fliegt da her⸗ um in schneller eil Von einem ont zum andern. 2. Wir alle muͤssen nun vor dit O grosser GOtt! bekennen, Dein grimm hab' ursach, auch allhier, Und wider uns, zu brennen: Weil du jetzt heimsuchest. 3. Deshalben treten wir vor 0. air dich an wir ja leider insgemein Nicht in geringsten froͤmmer seyn, Als die V 6. Doch handle nicht, liebreicher ͤ‚ h ö hudhe S W. Wch tt= teng. Wtrol Isch i9 IWN schs Alhpens Vnd 0,/W 2 sen A. Mn hau shhten iy ervg Roß l Wht undis Mshegeber Wenen hn RU Mfihr 1 eg iss Aänte swieten t wtd 0 Den Iegüt sin kͤbet, Ee Mhamket — ö S/ Mir nath chud ilch sid e . Hunsett u IIII Aebes ul Icht! gl er ih EIININ Dechh mt alld r le sich/ 00 Vun O dehh ht 5 — ieler l — 11 6 taf Mx. V e ie Dau n n komm auch wie es wolle. um Ab wendung der Pest und ansteckenden Seuchen. 501 dich In herzens reu und busse, Wir falleñ dir demuͤhtiglich, GOtt, un⸗ ser schutz! zu fusse: Die pest und seuchen von uns kehr, Durch dei⸗ ne guͤt und allmacht wehr Dem engel, dem verderber. 4. Ach HErr! ach zeig uns jeit dein heil, Laß uns doch vor dir le⸗ ben, Und auch an dir fort haben theil; Gesundheit gib darneben. Gleichwie man dem augapfel thut, So halt du uns in deiner hut, Daß wir bewahret bleiben. 6. Befiehl den engeln auch hin⸗ fort, Auf haͤnden uns zu tragen; Und mach uns frey an jedem ort Auf unserm weg von plagen: Wend ab die noht und die gefahr/ Und fuͤr der pestilenz bewahr Uns, die wir auf dich trauen. 6. Nun, vater! thu, was dir beliebt, Wir wollen dirs empfeh⸗ len. Wer sich in deinen willen giebt, Darf sich nicht aͤngstlich quaͤlen. Ein sperling ist sehr we⸗ nig wehrt, Und doch faͤllt keiner auf die erd, Wenn du es nicht verstattest. 7. Wir wissen, daß du alle haar Auf unserm haupt gezaͤhlet: Es dient zum besten immerdar, Was du uns auserwaͤhlet. Du wirst uns allen groß und klein, Was uns wird gut und selig seyn, Bis an das ende geben. 3. Steh denen anderswo auch bey, Die schon das ungluͤck trof⸗ fen: Gib, daß ihr glaub bestaͤndig sey/ Laß in geduld sie hoffen, Daß edu aus gnaden ihnen doch Mit huͤlfe wirst erscheinen noch, Es *9. GOtt vater, sohn und heilger geist! Der du zu allen zei⸗ ten Die groͤßte gut und macht be⸗ weist In viel gefaͤhrlichkeiten: Behuͤt auch uns nun gnaͤdiglich, Daß wir fuͤr alle wolthat dich Noch hier auf erden preisen. Bey gegenwartiger Pesi⸗ Seuche Mel. Vater unser im himmelr. llmaͤchtiger HErr 4. zebaoth, Du ewiger gerechter GOtt! Es drohet uns in deiner schrift Dein zorn, der alle sünder trifft; Wer dein allmaͤch⸗ tig wort veracht't, Reizt deines eifers strenge macht. 2. Wer GOtt nicht hoͤret, wenn er ruft, Den schlaͤgt er mit ver⸗ gifter luft. Wer Gtt nicht sucht, wer ihn verlaͤßt, Den strafet er mit gift und pest. Wer uͤbels thut und stets gethan, Dem haͤngt er sterbe⸗druͤsen an. 3. HErr! wir bekennen dir mit reu, Daß unsre wunde stinkend sey: Der suͤnden giftiger gestank Macht uns an dieser seuche krank; Es ist nur unsre missethat, Die uns die noht erwecket hat. 4. Wo laster eingeschlichen seyn, Da schleichen auch die seuchen ein; Und wo der teufel sonst re⸗ giert, Wird ein regierend gift ge⸗ spuͤrt. Der todten werke ihr ge⸗ ruch Bringt uns den wolverdien⸗ ten fluch. g. Ach vater! der gebrochne bund Reut uns von ganzem her⸗ zens⸗grund; Das grosse uͤbel schmerzet uns, Wir schaͤmen uns jezt unsers thuns. Wir klagen uns selbst vor dir an, Daß wir so gar nicht recht gethan. 6. Verschohn uns doch nimm weg den fluch. Ach! riech den suͤssesten geruch Des opfers, das der hei— land that: Wir wissen sonst ja keinen raht; Erhoͤr im himmel unsre bitt, Wo unser JIEsus uns vertritt. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc 775. N Ji 3 un wachen GOttes straf⸗gerichte Bey uͤher⸗ 502 In gemeiner Noht und zwar uͤberhaͤuften suünden auf: Nun werden ploͤzlich viel zu nichte, Und schliessen ihren lebens⸗lauf, Ach zuͤrne nicht, HErr IEsu Christ! Der du im zorn auch gnaͤdig bist. 2. Du sprichst ja selbst, du seyst geduldig, Und zuͤrnest niemahls fuͤr und fuͤr?: Giebt man sich nur der suͤnden schuldig, Und tritt in ss wahrer reu zu dir. Denk an dein wort, HErr JEsu Christ! Der du der mund der wahrheit bist. Jerem. 3, 12. 3. Wir folgen, wie du uns ge⸗ rahten, Und sagen ohne heuchel⸗ schein, Daß unsre schwere misse⸗ thaten, Wie sand am meer, unzaͤhl⸗ bar seyn: Ach gnad! ach gnade, JEsu Christ! Dieweil du der er⸗ barmer bist. 4. Es will das herz fuͤr weh⸗ muht brechen, Die augen weinen bitterlich; Der mund kaun nicht viel worte sprechen, Der schwache geist betruͤbet sich: Ach! troͤst uns doch, HErr dtert Christ! Der du der rechte troͤster bist. . Laß uns durch deinen angst⸗ meuden finden In aller noht den reuden-muht, Und mach uns rein von unsern sunden Durch dein fuͤr uns vergoßnes blut. Ver⸗ gib die schuld, HErr JEsu Christ! Der du der suͤnden⸗tilger bist. 6. Erlaß die wolverdiente stra⸗ fen, Raff uns im zorn nicht aus der welt; Damit wir nicht im tod entschlafen, Wenn schleunig un⸗ ser leib zerfaͤllt. Erhalt uns doch, HErr JEsu Christ! Der du der fürst des lebens bist. 7. Wir bitten dich um deine wunden, Um deine marter, noht und pein: Ach! laß doch unsre lebens⸗stunden Nicht ploͤzlich ab⸗ gekuͤrzet seyn: Gib raum zur busse, sungn Christ, Der du von grosser angmuht bist. 8. Laß dich des uͤbels doch gereuen, Das uns schon hart ge. +* troffen hat. Hoͤr unser winseln, i* klagen, schreien; Sey gnadigun⸗ serm land und stadt, Und thu uns l wol, HErr Jesu Christ! Weildu die segens⸗quelle bist. Wsit 2 9. Laß unsre seelen vor dir l. Ms ben, Laß sie dir lieb und theuer e eyn: So wollen wir dein lob er⸗ 11* heben, So preisen wir dich insge⸗ Hlche 3 mein. Erhoͤr uns doch, HErr 10 IEsu Christ! Dieweil du unset aan druder bist. Wn. ahhou e/ Danksagung nach überstande⸗ rir. ner Pest⸗Seuche. wr Mel. HErr Gott der du erforsch. fir 6 NIV wollen wir dit 77 lob und preis Gott unser helfer! bringen: Wir wollen dir, nach hoͤchstem h fleiß Mit herz und mund lobsin⸗ JE gen; Dieweil du uns in sterbens⸗ undne⸗ noht So treu beschuͤtzet, daß der gilone d tod Uns nicht dahin gerissen; U Wofuͤr wir alle lebenslang Dit, n erhe— o GOtt vater! preis und dank gpestg Von herzen sagen muͤssen. Ilttver z. Wir waren noch vor kurik sahret. zeit Ein scheusal allen leuten: wuden⸗ r Sie alle 936 weit und hreit sehnt Von uns auf allen seiten. Wir mem e wurden deiner strafe ziel Weil sshnichter uns die pestilenz bestel, Der lohn iz glabz fuͤr unsre sünden; Hier war kein Antder mensch der sicher war, Kein ort i befreyet von gefahr, Kein platz, wo ruh zu finden. 3. Wir waren, hoͤchster! allzu⸗ I, D0e mahl Mit herzeus⸗angst umgeben In lauter truͤbsal, furcht und quahl Bestund das arme leben. Der tod riß taͤglich viel ins grah, Die noht nahm zu, die menschen ab, Die arzney war vergebend. Nichts trieb des wuͤrgers macht zurück, Es schien uns jeder augel Wtiglh blick Der lezte unsers lebens. Zedoch ein ieder von une gi ö* Ei0 Te sealgy h Dllanth Eteisergh or im WR 1 47 7—— oacht ese Z˙tthh In hl 0 H elh dit/ u Iend Iilbut u heshh Ocht M. ile gen ien u Reust& Schen. f t fnsh * n Ef en ichet. h 23 Reht „Iibsh, d Itillt, hn H 0 um Abwendung der Theurung und Hungers⸗Noht. 803 Mit ernst zu dir geschrien: Drum hast du uns die missethat Aus va⸗ ter⸗treu verziehen. Du hast durch deine gnaden⸗hand Das übel von uns abgewandt, Uns gua⸗ diglich behuͤtet. GOtt lob und dank! wir leben noch, Da die gemeine seuche doch Betruͤbt um uns gewutet. c. GoOtt lob! nun kann man oh⸗ ne scheu Vergnugt beysammen le— ben; Ein jeder ist der sorge frey/ Darin er mußte schweben. So gnaͤdig hast du's, GOtt! gemacht, Drum sind wir saͤmmtlich drauf bedacht, Daß wir dich wuͤrdig prei⸗ sen; Und dir fuͤr solche guͤtigkeit Durch unsre ganze lebens⸗zeit Von herzen dank erweisen. 6. Lob sey dir, GOtt im hoͤch⸗ sten thron! Für deine vater⸗gute Lob fagt dir, JEsu GOttes sohn! Herz, lipyen und gemuͤhte: Lob sey dit, o GOtt heilger geist! Sey jezt und immerdar gepreist, Daß du uns nun erhoͤret. Wir sind erlöͤset von der pest, Ind sehn, wer sich auf GOtt verlaͤßt, Der blei⸗ bet unversehret. 7. Die sunden⸗straf ist nun da⸗ hin, Drum stehn wir ab von sün⸗ den: In unserm GOtt⸗ergebnen sinn Soll sich nichts boͤses finden. Der vorsatz bleibt: der suͤnden⸗ lauf Hoͤrt mit der pest nun voͤllig auf; Nichts soll GOtt mehr erre⸗ gen, Uns fort mit zorn und pest zu draͤmnn. Du wirst uns, HErr! be⸗ huͤlflich seyn, Daß wirs erfüllen moͤgen. Um Abwendung der Theu⸗ rung und Sungers⸗ Noht. Um die tägliche Wohtdurft. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. Als seiner haͤnde werken: Wir sehn es mit erstaunen an, Wir koͤnnens taͤglich merken; Doch will er, daß insonderheit Wir chri⸗ sten seine guͤtigkeit Gebuͤhrend darum bitten. 2. Deshalben rufen wir zu dir, Um deine milde gaben, Die wir, o hoͤchster GOtt! allhier An mei⸗ sten noͤhtig haben: Wir bitten nicht um uͤberfluß Nur was die nohtdurft haben muß An essen und an trinken. 3. Laß uns in gutem fried und ruh/Was du uns giebst, gen iessen: Gib dein gedeyen immerzu Zum pflanzen und begiessen. Ernehr uns, segne dieses land, Die obrig⸗ keit und jeden stand 3 Laß heil und wolfahrt bluͤhen. 4. Gib kleider, nahrung, brot und was Zum unterhalt gehöͤret; Daß ehr und zucht ohn unterlaß Sich unter uns vermehret. Gib fromme kinder und gemahl, Und laß uns saͤmmtlich uͤberall Getreue nachbarn finden. 4. Behuͤt uns ehristen insge⸗ mein Fuͤr geiz und nahrungs ⸗sor⸗ gen; Laß unser herz zufrieden seyn, Nicht äugsten um den morgen. Ein jeder tag hat seine last; Drum nehm ich an, was du mir hast Fuͤr dieses mahl gegeben. Bey gegenwärtiger Zun⸗ gers⸗Voht. Mel. Auf meinen lieben Gott ꝛe. 8 on dir, liebreicher ½ OGott! Koͤmmt un⸗ ser kaͤglich brot, Was hat dich doch bewogen, Daß du es uns entzo⸗ gen? Nur unsre schwere sůnden, Die sich an uns befinden. 2. Dein eifer hoͤre auf, Brich nun der theurung lauf; Laß dich 7 Gottgiebt die nah⸗ so vieler armen, O milder Gott! 77. rung jedermann, erbarmen. Laß uns nicht gar Ji 4 ver⸗ 3⁰⁴ In gemeiner Noht und zwar verderben, Und nicht durch hun⸗Weil du gebet erhoͤrst; Go komme ger sterben. 3. Wir haͤttens zwar verdient; Jedoch wir sind versuͤhnt Durch Christ tod und leiden; Drum laß den hunger scheiden, Der uns anjetzo plaget, Und groß und klei⸗ ne naget. 4. Vergiß der alten schuld, Er⸗ zeig uns deine huld In diesen theuren zeiten, Und schenk uns armen leuten Zur nohtdurft dei—⸗ ne gaben, Den matten leib zu laben. 5. Du nehrst der voͤgel schaar; Darum vergiß nicht gar Der halb verschmachten deinen: Hoͤr unser klaͤglich weinen, Sey gnaͤdig dei⸗ nen kindern, Laß dich den zorn nicht hindern. 6. Die vater⸗treu steht fest, Die uns nicht darben laͤßt; Willt du an die gedenken, So mußt du nah⸗ rung schenken, Den jungen nebst den alten Das leben zu erhalten. 7. HErr, unsre zuversicht! Laß unsern glauben nicht In theurung untergehen, Du wirst ja bey uns stehen; Du kannst, was unser leben Erfordert, reichlich geben. 8. Jedoch, gefaͤllt es dir, Nimmst du durch hunger mir Dis jam⸗ mer⸗volle leben; Wirst du ein bes⸗ —.— geben. Dir sey es heimgestel⸗ et, Machs, HErr! wie dirs ge⸗ faͤllet 9. Wir habens wol verschuldt; Drum gib uns nur geduld, So laug dis elend waͤhret: Wird uns denn trost beschehret, So wollen wir dich oben Bey dir, und hie schon loben. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛe. 77 9 u reicher Gott * der armen, Du schöpfer aller welt, Du vater voll erbarmen, Der ewig glauben haͤlt! zu dir im beten Auch alles fleisch getreten, Weil du es alles nehrst. 2. HErr! unsre grosse sünden Verdienen diese noht, Daß wir mit recht empfinden, Was uns dein wort gedroht: Ein frucht⸗ bar erdreich soll, Um seiner buͤr⸗ ger willen, Nichts tragen, sie nicht fuͤllen. Ach! unser maaß ist voll. 3. Ach! unser boshaft leben Druͤckt uns nun allzuhart. Du wollest uns vergeben Nach treuer vater⸗art. Die suͤnde traͤgt zwar frucht; Doch diese frucht bringt schaden: Ach HErr! vergib aus gnaden Dem, der dein antlitz sucht. 4. Ertrag uns mit erbarmen, Wir tragen herzlich reu. Erhote doch uns armen Nach deiner wunder⸗treu. Du bist die zuver⸗ sicht, Zu der wir alle flehen, Nach der wir alle sehen; Darum ver⸗ laß uns nicht. 5. GoOtt, unser heil, ach! wende Der zeiten schweren lauf; Thu deine milde haͤnde, Den schatz der allmacht, auf. Was nur ein leben hat, Nehrst du mit wolgefallen: Drum auf, und gib uns allen, O vater! nahrung satt. 6. Du rufst dem nichts, o bater! Damit es etwas sey: Sey jetzt auch GOtt und rahter, Und hoͤr das angst⸗geschrey, Da uns der hunger frißt; Ja hilf uns, und erhoͤre Zu deiner gnaͤden ehre, Die immer troͤstlich ist. 7. HErr! deine brünnlein flies⸗ sen Mit wasser angefuͤllt; Laß uns es auch geniessen, Daß uns dein segen quillt. Such unsre felder heim, Bereichre sie durch was⸗ sern, Damit durch dein verbessern Einst alles wieder keim. 8. Laß alle frucht gerahten, Und baue du das land; Erquicke seine saaten + —+——— I— + r— . Is Wi ö 10 gteye 6 Wchrulk W Dol 609 Hle W W. MWchastu uhh stote smekete Ichend, . Soa KDer— Isgt. Lo W . Mht, f.s Acwilt de 0 Mit Whhehn, ehn J Iphii I hestiiz Aist su Aleitz Und un: Und, :i!;!t;‚:-::... un ah tgchen sndt Es in E ben I, ms u Herslig n Emen E it dlls schen; . Aulset hül ichet inde. A 2 VDM Rdbn ang sl deh, shy d uht Wun in Feuers⸗ und Wassers⸗Noht. 5⁰³ saaten Mit deiner gnaden⸗handz Ja segne, was man pfluͤgt, Und mach es weich mit regen, Daß sein gewaͤchs und segen Uns wiederum vergnuͤgt. 9. Dein gutes uͤberschuͤtte Und erͤn uns jahr und zeit; Es triefen deine tritte Von fetter fruchtbar⸗ keit. Laß alles, was nur webt, Am morgen wol gedeyen, Am abend sich erfreuen: Mach froͤlich, was da lebt. In Feuers⸗ und Wassero⸗ Voht. In Feuers⸗Gefahr. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. =s hat dein zorn, der 7 8 O. Etart entbrannt, Ein seuer angestecket, Das ohne zwei⸗ fel deine hand, O hoͤchster GOtt! erwecket. So strafst du unsre missethat, Die mehr, als dis, ver⸗ dienet hat. O vater! sey uns gnaͤdig. 2. Du liessest auf die boͤsen pech/ Gluht, feuer, schwefel reg⸗ nen; Und willt dem noch, der wild und frech, Mit flamm und gluht begegnen: Soll dieses auch an uns geschehn, Wie elend wird es uns ergehn? O vater! sey uns gnaͤdig. 3. Ein heftig feuer brennet sehr, Wirft funken, gluht und flammen: Allein dein eifer brennt vielmehr, Und schlaͤgt mit macht zusammen: Und, geht er erst voll⸗ kommen an, Wer ist denn, der ihn loͤschen kann? O vater! sey uns gnaͤdig. 9 4. Vergib die schuld, heil unsre seel, So wird die gluht sich stillen: Die suͤnden sind ihr nahrungs ⸗oͤl: mand von uns loͤschen kann. O va⸗ ter! sey uns gnaͤdig. 5. HErr! stille deines zornes lauf, Gib, daß wir uns bekeh⸗ ren; Denn hoͤrt dein zorn nur erstlich auf, Wird auch der brand aufhoͤren. Bewahr uns, HErr! wir bitten dich, Und die da loͤ⸗ schen, gnaͤdiglich. O vater! sey uns gnaͤdig. 6. Dahin, wo noch kein feuer ist, Laß doch die gluht nicht gehen; Und wo der brand noch weiter frißt, Da heiß ihn stille stehen, Und sprich: bis hieher komm allein, Hier sollt du ruhn und stille seyn. O vater! sey uns gnaͤdig. 7. Wir, Sodoms art, verdie⸗ nen zwar Den schweren schwefel⸗ regen: Kaum zehn sind fromm in unsrer schaar; Doch laß dich, HErr! bewegen, Sieh doch die zarte kinder an, Ob dis dein herz noch ruͤhren kann. O vater! sey uns gnaͤdig. 8. Hilf gnaͤdig, und ersetze auch, Durch deinen reichen segen, Was wind und feuer, dampf und rauch In staub und asche legen. Behuͤt uns, schohne diesen ort Fuͤr gluht und brand, und sey hinfort Uns, treuer vater! gnaͤdig. Mel. Wenn wir in hoͤchsten ꝛc. ein GOtt! es 781 M koͤmmt ein feuer aus: Beschuͤtze menschen, vieh und haus, Richt es zu deines na⸗ mens ruhm, Bedeck uns, HErr! dein eigenthum. 2. Ich ruf dich an in dieser noht, Beweise deine macht, o GOtt! Und rett uns doch durch IEsum Christ, Wenn deine stunde kom⸗ men ist. 3. HErr! hilf und loͤsche gnaͤ⸗ Und blos um deren willen, HErr! diglich, Jezt bitt ich, und dann zuͤndest du dis feuer an, Das nie⸗ preis ich dich; GOtt, rett Jies uns doch, 506 In gemeiner Noht und zwar doch, durch Christi tod, Von dieser und von aller noht. Für Abgebrannte. Mel. Nun ruhen alle waͤlder. ö 2 jammer⸗volle tage/ 78 5 Da lauter angst und plage Uns hart betroffen hat! Ein grosses maaß voll thraͤnen Ist unter ach und sehnen Jezt unsre speise früh und spat. ö 2. GOtt hat mit schweren stra⸗ fen Den hirten mit den schaafen Im eifer angesehn; Es war das Ungluͤcks⸗feuer So schnell und ungeheuer, Daß niemand konnte widerstehn. 3. Wo sind doch unsre haͤuser! Sie wurden als die reiser Verzeh⸗ ret durch die glut. Wir suchen allerwegen, Wo wir doch bleiben mögen, Gleichwie ein armer fremdling thut. ö 4. Man hoͤret auf den gassen Von denen, die verlassen, Ein klaͤglich angst⸗geschrey; Ach weh! wer will der armen Sich fernerhin erbarmen, Wer steht uns in dem jammer bey? 9. HErr! dessen strenge rechte Uns arme suͤnden⸗enechte, Wie billig, nicht verschont: Wir haͤuf⸗ ten nur auf gnaͤden Zorn, strafe, grimm und schaden; Drum hast du uach verdienst gelohnt. 6. Doch fallen wir in busse, Dir, hoͤchster GOtt! zu fusse, Er⸗ kennen unsre schuld: Ach! schlage V. doch gelinder Auf uns erschrockne kinder, Und zeig uns wieder gnad und huld. 7. Gedenk an deine treue, Die alle morgen neue, Gleich wie die sonn, aufgeht: Du bist ja unser vater, Erhalter und berahter, Wenn gleich ein unglüͤcks⸗sturm entsteht. 8. Ist groß der suͤnden schade; So ist doch deine gnade No groͤsser, als die schuld: Du kanns uns nicht verderben, Denn Chri⸗ sti blut und sterben Erwirbt uns deine gnad und huld. 9. Wir flehn durch seine wun⸗ den, Wo wir stets heil gefunden, Ach! gib uns trost und heil. Laß sich um deren wegen, Zorn, grimm und eifer legen, Und bleib du un⸗ ser bester theil. 10. Es soll dir leib und leben Zu deinem dienst ergeben, Und aufgeopfert seyn. Dein geist HErr! soll uns führen, Und jeder⸗ zeit regieren; Dein wort allein soll uns erfreun. 1II. Indessen goͤun uns armen, O vater! dein erbarmen, Und steh uns maͤchtig bey, Daß fernerhin dein segen Auf allen unsern wegen Erfreulich um und bey uns sey. I2. Gib wieder, was zusammen Wir in den heissen flammen So schleunig eingebuͤßt. Erfüͤlle dis begehren, Wenn solches deinen ehren Und unsrer wolfahrt dien⸗ lich ist. 3. Erbaue, was zerstoͤhret, und was die glut verhehret; Ersetze diesen brand: So wollen wir von neuen Uns deiner guͤte freuen: Go freuet sich das ganze land. In Wassers⸗Noht. Mel. 5 2.— GOtt ꝛe. Wir stehn in noht, 83. 2% Laß uns, o GOtt! Die fluht nicht timm uns in acht, Wehr ihrer macht, Du kannst sie leichtlich hemmen; Verbirg izt nicht Dein angesicht, Gedenk an uns in gnaden. Die tiefe draͤut Uns all⸗ bereit Mit einbruch, noht und schaden. 2. Zwar haben wir Viel unrecht hier, Wie wasser, eingesoffen; Drum uͤberschwemmen: date. 1⁰ Die shlltt! Wün ut V W Wün 5 Mfir 0 Wblos Oh sse sschz f uf 960tt A Whe lleschwert Wlhenm. 4* Ne . hnubt dis 17 00/050 Ribtders, sust verd f. Hr d Wt us ö ImRar Ralafile ö Washalea⸗ sfl 0 499 —... ꝗ ·.— — ö A ch E 0 J% Huch. 6 ren E Dohoh, Ruth iftct z Wrtofustz EIIN X Asit lir Penf esh Dy. de fhrn Den . n / Si Ilenh Rd hth e/H ssel in st. i sh Ias e t Ae etheht ona — TersN e rest ucht/V Ins sl ‚ ã—̃ou 0 lsedu 01m e, 6 ö bey grossem Sturm und Ungewitter. 50⁰⁷ Drum rauscht dein grimm Mit ungestuͤm, Und angst hat uns be⸗ troffen; Der suͤnden hauf Erhebt den lauf Des stroms, der schnellen wogen: Allein verzeih Aus va⸗ er⸗treu, Die sich uns nie eut⸗ zogen. 3. Sey unser hort Nach deinem wort Um JEsu Christi willen; Wenn der uns izt Nicht selbst beschützt, Wird nichts die wel⸗ len stillen. Du mußt allein Die schutz wehr seyn Um unser gut und leben; Wir wollen dir, O HErr! dafuür Dank, preis und ehre geben. Mel. Auf meinen lieben GOtt. ie wassers⸗noht ist 784. Digroß: Ach GOtt! wir fliehen blos Zu dir und deiner guͤte, Daß sie uns jezt behuͤte; Weil alles sich ergiesset Und schrecklich auf uns fliesset. 2. Ach GOtt! das wilde meer Rauscht schrecken⸗voll daher, Will alles uͤberschwemmen; Wer will die fluhten hemmen Wer will da⸗ fuͤr bestehen? Ach! alles muß ver⸗ gehen. 3. Es raubt die wilde fluht Uns 6. Ach GOtt! sieh an die noht, Das elend und den tod, Den wir vor augen sehen, Laß dirs zu her⸗ zen gehen; Ach GOtt! wir muͤs⸗ sen sterben, Ach hilf/ eh wir ver⸗ derben. 7. Du liessest, GOttes lamm An deinem ereutzes⸗stamm Das blut mit stroͤmen fliessen, Ach! laß uns deß geniessen, Ach JEsu! wir verderhen, Ach! laß uns selig sterben. 8. Ach! guter geist, wir flehn, Laß uns bald rettung sehn, Und sende sie behende; Sonst gib ein selig ende, Daß, wo wir ja ver⸗ Ben. Wir dennoch selig ster⸗ ben. Bey grossem Sturm und Ungewitter. Bey heftigen Donner⸗Se⸗ wittern. Mel. Auf meinen lieben GOtt ꝛc. 8 steigt ein wetter 7 7. auf: Mein herz! zu Gott hinauf, Fall ihm, durch wahre busse Und reu, in eil zu fusse, Daß jetzo meine suͤnden Durch Christi tod verschwinden. 2. HErr! der du gnaͤdig bist, gůter muht und blut; Dein grimm laͤßt stroͤme fliessen, Die sich wie berg' ergiessen, Daß laͤnder, staͤdt' und flecken Voll angst dafuͤr er⸗ schrecken. 4. Vergib uns unsre schuld, und hab, o HErr! geduld, Laß Christi blut versuͤhnen, Was wir mit recht verdienen; Befreye deine schaafe Von der verdienten strafe. 4. HErr! deines zorns gewalt Verdirbt uns allzubald: Ach! laß, um JEsu willen, Sich sturm und wellen stillen; Man hoͤrt die fluhten schallen: Ach! laß das was⸗ Ich haͤbe JEsum Christ In mei⸗ nen glaubens⸗armen, Und flehe um erbarmen; Ach! schohn um dessen willen, Er kann den eifer inen:— 3. Gib mir, durch Christi blut, uch ui einen frohen muht, Der sch nicht knechtisch scheue, Dich liebe, deiner treue In allem kind⸗ lich traue, Auf deine huͤlfe baue. 4. Ich will mit dem, was mein, In dir gelassen seyn; Dein fluͤgel wird uns decken, Verjage nur das schrecken; Umfaß uns HErr! in gnaden, Laß uns den blitz nicht schaden. ser fallen. 5. Wolan, verlaß uns nicht, Bleib 5⁰0⁸ In gemeiner Noht und zwar Bleib unsre zuversicht, Daß deine unser schohn. O vater der barm⸗ vater⸗liebe Sich jetzt auch an uns herzigkeit! Straf uns ja nicht, wie uͤbe. Wir wollen, weil wir leben, wir verschuldt: Uns ist die sunde Dir preis und ehre geben. Mel. Erbarm dich mein o HErre. 8 6 24 lch ien dern schreck⸗ 7 lich ist dein grimm, Wenn du stark auf den wolken ehst, Und deine schwere donner⸗ stimmiit starkem krachen von dir stoͤßt. Wir arme bloͤde menschen⸗ kind Erkennen deine grosse macht: Drum wir in furcht und schrecken b8 Weils von dem himmel litzt und kracht. 2. Die erde, die sich sonst nicht regt, Erschuͤttert sich jezt fuͤrchter⸗ lich: Wenn du nur schnaubest, wird bewegt Der berge grund, und fuͤrchtet dich. Dein arm ist stark, dein' hand ist schwer, Wenn du im zorn sie hebest auf, Und wirfst die strahlen hin und her; Mit zittern treten wir zu hauf. 3. Wir haͤtten wol verdient, o GOtt! Weil unsre sunden schwer und viel, Daß du uns schlügst mit grimm zu todt, Weil niemand fast gehorchen will; Doch weil wir deine kinder seynd, Dein volk und schaafe deiner weid, Das volk,das seine schuld beweint; So hoffen wir barmherzigkeit. 4. Wir wissen nichts, und nir⸗ gend hin, Durchlaufen wir gleich alle welt, Wohin wir sicher moͤg⸗ ten fliehn: All dein geschöͤpf zur rach sich stellt. Wir wissen nichts als deine gnad, Die alle morgen neu aufgeht, Die groß ist und kein ende hat, Die jedermann stets of⸗ fen steht. c. Wir schreien aus dem jam⸗ merthal, Durch Christum deinen liebsten sohn, Hinauf zu dir im himmels⸗saal; Um seinet willen herzlich leid, Kehr dich zu uns mit gnad und huld. 6. Entzuͤnde nicht durch deinen blitz, Was du an nahrung hast be⸗ schehrt: Fuͤr donnerschlaͤgen uns beschuͤtz: Halt unsern leib doch unversehrt. Sey du bey uns in dieser noht, All hoffnung ist zu dir gericht. Behüt fuͤr bosem schnel⸗ len tod. Versag uns deine huͤlfe nicht.—* 0 7. Bedecke du mit deiner hand Leib, leben, haus, vieh, gut und haab. Bewahr die fruͤchte auf dem land, Und was uns sonst dein se⸗ gen gab: Fuͤr schloossen, hagel, wasser⸗fluht, Fuͤr feur und an⸗ derm wetter⸗ schad Halt uns, o Gott! in deiner hut; So ruͤh⸗ men wir denn deine gnad. 8. Du bist allein der HErr und Gott, Dem donner, blitz, luft, feuer, wind, Dem alles stehet zu gebot, Und seinen willen thut geschwind. Ach HErr! wo ist dir jemand gleich Im himmel und in aller welt? Wer hat ein solch ge⸗ waltig reich Dem alles stracks zu fusse faͤllt? ö 9. Syrich nur ein wort, so wei— chet bald Des schweren wetters grausamkeit: Dein wort durch— dringet mit gewalt, Drum uns zu retten sey bereit. Ach komm, ach komm jezt, und beweis, Daß du der rechte helfer seyst. So sin⸗ gen wir dir lob und preis, Sammt Christo und dem heilgen geist. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛc. 8 Got/ herrscher uͤber 80 7. alle dinge, Du fuͤrst und HErr der ganzen welt! Hilf, daß ich jezt mit andacht singe, Gib, daß mein seufzen dir gefaͤlltz Ja,/ Wtzen E. Whl. Wheckt HW-llsscE W da scknir N Dams hh, KA Hpteista WahlSue sah hinst d WMu, Ohein br u dn Ii A glat; 0 hest u 8 Alummt 3 0 9 V Rne Wandan — L ö 25 suhn Vahtg 13½%0, 6 Htht uhh SDonnest NI ey du Mofihh tfr i Vnit d 4 V᷑, Nh, aitstüth si O sclh it sih ad 0N et hit eneg Heinde den al einen Hnh i hin at l e dll U x Sbhen Deht lal/1 i, R nde e set helhe — Er V ledt *— bey grossem Sturm und Ungewitter. 5⁰⁰⁹9 Ja, laß den sehr betrübten ton Vor deinen hohen gnaden⸗thron. 2. Die wolken ziehen sich zu⸗ sammen, Der himmel sieht erzr⸗ net aus; Er speyet blitz und feuer⸗ flammen Auf unsern ort, auf unser haus. Der donner knallet in der hoͤh„Die menschen sind voll ach und weh! 3. Ihr fünden! dieses zorn⸗ gerichte, Dis wetter habet ihr er⸗ regt: Wenn GoOtt die ganze welt zunichte Durch seine donnerkeile schlaͤht, Wenn uns sein strahl zur asche macht; Wird alle schuld auf euch gebracht. 4. Doch, vater! hoͤre bey den blitzen Doch deiner kinder klaͤglich schreyn: Du wollest stadt und land beschuͤtzen, Und uns im zorne gnaͤdig seyn. Streck aus den arm, der uns bedeckt, Zertreib das wet⸗ ter, das uns schreckt. 6. Allein der donner deines wortes Zerknirsch uns den befleck⸗ ten geist, Damit ein jeder seines ortes Dich, GOtt! durch from⸗ mes leben preist. Ruͤhr unsre her⸗ zen allemahl Durch einen buß⸗ und glaubens-= strahl. 6. Erscheinst du aber in dem wet⸗ ter, O IEsu, richter aller welt! So sey mein bruder und erretter/ Damit das urtheil gnaͤdig faͤllt, Das uns den himmel zuerkennt, Und keine glut, die ewig brennt. Bey heftigen Sturm⸗ Winden. Mel. Kommt laßt euch den ꝛc. 8 8 Hwr ach hilf uns! 7 wir verderben Und vergehen in der noht. Ach wir muͤssen klaͤglich sterben, Weun du nicht aus noht und tod Uuser armes leben fuͤhrst, Und des win⸗ des sturm regierst. HErr! wir fliehn zu deinen armen, HErr! wir suchen dein erbarmen. 2. Grausam ist des windes wuͤ⸗ ten, Der so schrecklich tobt und reißt; Du allein kannst ihm verbie⸗ ten. Wie du deine macht erweist, Als der bangen jünger schaar Mit dir in dem schiffe war; So laß auch anjezt den deinen Deine guaden-macht erscheinen. 3. Zwar du hast den wind er⸗ schaffen, Uebst durch ihn dein schrecken aus, Laͤßt ihn böse kinder strafen, Stuͤrzest durch ihn hof und haus. Und wie grob vergrei⸗ fen wir Uns,liebreicher GOtt! an dir; HErr! du koͤnntest solch ver⸗ brechen Wol mit schrecken an uns raͤchen. 4. Doch du pflegst an uns zu denken, Und das herz, in zorn und wuht, Doch voll huld auf uns zu lenken. Ach wir flehn durch Christi blut: HErr! ach reiß uns dieses mahl Aus der angst und bangen quahl: Laß uns eilend huͤlfe finden, Schenk uns gnaͤdig straf und sünden. ö 4. Draͤu dem wind, daß er sich lege, Gib uns wieder stille ruh; Hilf,daß sich kein sturm mehr rege, Denn wir sagen beßrung zu. HErr! wir wollen jederzeit Deines namens herrlichkeit Jetzo hier, und einst dort oben, Unaufhoͤrlich dafuͤr loben. Dank⸗Lted nach überstand⸗ nem Ungewitter. Mel. IEsu meines lebens ꝛc. 8 Ott, vor dessen »O macht und staͤrke Erd und himmel sich bewegt! Wenn mein herz die grossen werke Deiner allmacht überlegt; So bekenn ich dir, mein koͤnig! Mein verstand ist viel zu wenig, Deine wege bleiben mir Unbegreiflich fuͤr und fuͤr. 2. Geb ich auf des himmels kraͤf⸗ 51¹⁰ In gemeiner Noht und zwar kraͤfte Und auf erd und wasser acht, Wie ein jedes sein geschaͤfte, Und, wozu du es gemacht, Gleich auf dein geheiß vollbringe; Find ich ja in jedem dinge Wunder, de⸗ ren hohen preis Ich nicht auszu⸗ sprechen weiß. 3. Du, HErr! bringst des windes brausen Aus verborgnen orten her: Und sein ungestuͤmes sausen Hoͤren wir nicht ohnge⸗ fehr. Wenn die wolken sich ergiessen, Und die strahlen heftig schiessen, Wenn der donner blitzt und kracht: Zeigst du deines eifers macht. 4 4. Doch vergißt du deine liebe Gegen deine kinder nicht. Sind die wolken schwarz und trübe; Ihnen scheint dein gnaden⸗licht. Mitten in dem sturm und wet⸗ ter Bist du selbst ihr schutz und retter; Schonest ihrer bloͤdig⸗ keit, Wenn ihr herz in aͤngsten schreit. 5. Wenn du sprichst, so muß sich stillen Regen, donner, sturm und wind, Als die alle deinen willen Auszurichten fertig sind. Sommer, winter, frost und hitze Ordnest du so, wie es nuͤtze Zu der erden fruchtharkeit, Alles zu bestimmter zeit. 6. Denn dich jammert deiner kinder: Ob es dir sehon wol be⸗ kannt, Daß sie bose sind und suͤn⸗ der; Hoͤret deine milde hand Doch nicht auf, das land zu seg⸗ nen, Denn du laͤßt nicht immer regnen; Es muß auch der sonnen⸗ schein Nach dem regen, fruchtbar seyn.. 7. Wer ist, der die liebes tha⸗ ten Deiner hand nicht ruͤhmen muß? Wenn du allem wol gerah⸗ ten„ Und von deinem überfluß Uns die fuͤlle laͤsest nehmen, Muß ich mich ja billig schaͤmen, Daß dich GOtt! mein traͤger geist, Nicht gnug ruͤhmet, lobt und preist. 8. Ach daß ich doch, wie ich sollte, Lebte dir, mein GOtt! allein, Nichts als deinen willen wollte, Dir gehorsam moͤgte seyn; Und von elementen, sternen, Mond und sonne moͤgte lernen! Denn die sind zu jederzeit Dir zu dienen hoͤchst bereit. For die Früchte des Feldes. Um fruchtbares Gewitter. Mel. Wenn wir in hoͤchsten de 0 D deine son⸗ 90. ne scheint Auf boͤß und fromme, freund und feind: Es wird die ganze welt er⸗ leucht't, Mit thau und regen auch befeucht't. z. Du machest berg und auen naß, Und laͤßt drauf wachsen laub und gras; Daß sich die thiere mannigfalt Im felde naͤhren und im wald. 3. Uns menschen giebst du brot und wein, Daß unser herz kann froͤlich seyn: Du machst, daß es die erde bringt, Und uns die arbeit wol gelingt. 4. Wir bitten deine gnad und guͤt, Daß deine wolthat uns behuͤt. Die frucht der erden uns ——½— Und gib uns ein gesegnet jahr. 5. Ein fruchtbar wetter uns be⸗ schehr, Frost, hagel, miswachs von uns kehr. Wind, regen, thau und sonnenschein Muß deinem wort gehorsam seyn. 6. Die maͤus und schnecken, deine ruht, Und was den fruͤchten schaden thut, Solch ungeziefer von uns treib, Daß dein geschenk uns voͤllig bleib. 2. Und wenn sich suͤnde bey uns findt; Denk, daß wir deine Eind in S I 4 u8 Whint E WMWA d na· I Wott“ W. MWise h N F deitee Wxhth, Si H nib— Ilhdirsts chldtwol nd de VDyjür S 0 N 0 WI WI 6⁰— 70⁰ 55 ashdeine 16 IhEtöfner Ihhmit egg nt wis W unse, 0f tte“ Wssltj Jax ö Ahastdig Wane 0 Uiler RWsch. Pushrrin 4. Wih Wihh ö Ow, W HI osenn g NIII . eeet, Ot ir in * batttl ö Hme, I. M.ILI hh D es deh st du N osst II NI Ichen g N H he II Dine . Weucth libuis Athar 00 0 ,ttge Ws. fuͤr die Fruͤchte des Feldes. 511 ser land. ö *Um Sonnenschein. 8. Den himmel mach von wol⸗ ken rein, Aut daß die sonn bestaͤn⸗ dig schein, Und bald erwaͤrme und aufricht, Was sonst verdirbt, und wird zunicht.“ *Um Regen.— 9. O GoOtt! erhoͤre unsre bitt, Und theil uns milden regen mit, Daß wir geniessen deine gabꝰ, Und auch das vieh sein futter hab.“ 9. Wenn deine gnad das jahr denn eroͤnt, Sind wir mit deinem gut belehnt: Thu aber dieses noch dazu, Und gib gesundheit, fried und ruh. 10. Bey dir steht alles, HErr! allein, Wir wollen treu und dank⸗ bar seyn, Und deines grossen na⸗ mens ehr Dafuͤr ausbreiten mehr und mehr. Um Regen bey grosser Dürre. Mel. Erbarm dich mein o HErre. chließ auf, schließ, 791. Sgenm den hünmel auf, Den deine hand bisher ver— schließt; Eroͤffne doch der wolken lauf, Damit ein milder regen fließt. Zwar wir verschliessen oft vor dir Und unserm naͤchsten im⸗ merhin, O treuer GoOtt! die herzens⸗thuͤr, Ja beystand, huͤlfe, muht und sinn. 2. Doch hast du dem ein offnes herz Und offnen himmel zugesagt, Der mit viel reu und seelen⸗ schmerz Dir seine noht und fůͤn⸗ den klagt; Der auch die ursach 0 aller noht, Die fuͤnde selbst, mit eifer flieht, Die ihm zorn, ungluͤck, strafe, tod, Und deinen fluch zu⸗ sammen zieht. 3. Wir schreien in der noht: ver⸗ nimm/ HErr! unser aͤngstliches ge⸗ schrey. Wir flehen: lege deinen grimm, und mach uns von den pla⸗ gen frey; Ach HErr! wir kehren uns zu dir, Wir ehren dich als un⸗ sern GOtt, Und flehn voll herz⸗ licher begier: HErr! hoͤr und hilf uns aus der noht. 4. Ach hilf uns bald von dei— nem thron, Gedenke nicht der sun⸗ den schuld; Verschohn uns, HErr! durch deinen sohn, Und zeig uns wieder guad und huld. Leit du uns selbst auf rechter bahn Durch deines geistes kraft und licht; Sieh auch das land in gnaden an, Versag uns doch den regen nicht. Mel. O Gott du frommer ꝛe. 702. Herr, qllerboͤchster 792. Htt! Dem him⸗ mel, meer und erden, Dem wol⸗ ken, luft und wind Allzeit gehor⸗ sam werden, Wenn dein allmaͤch⸗ tig wort Sie heißt zu dienste stehn: Laß unser seufzen doch Izt in er⸗ fuͤllung gehn. 2. Ach uͤberschuͤtt uns doch, O HErr! mit deinem segen; Er⸗ freu uns gnaͤdiglich Mit einem milden regen: Damit das arme land, Das duͤrr' und elend liegt, Sich wiederum erquickt, Und lebens-⸗saͤfte kriegt. 3. Ach schau erbarmend an, Wie vieh und menschen schmach⸗ ten, Und nach dem himmels⸗thau Mit offnem munde trachten. Soll denn dein segen stets Bey uns voruͤber ziehn? Dein gnaden⸗ schatz von uns, Als von verfluch⸗ ten, fliehn? 4. Ach freilich, ach! wir sind Ja als verfluchte funder, Als ein abtruͤnnig volk, Als ungerahtne kinder, Nicht solcher wolthat wehrt; Und unser undank macht, Daß billig feld und wald Und mensch und vieh verschmacht. 5. Wir 512 In gemeiner Noht und zwar 4. Wir vrauchen leider zwar Den uͤberfluß, die fülle, So du bisher geschenkt, Nicht so, wie es dein wille, Zu unserm unterhalt: Drum trifft uns izt mit recht/ Was wir/ o GOtt! verdient: Wir sind ein boͤs geschlecht. 6. Wir haben oftermahls, Was du uns gabst, verschwendet, Auf wollust, üppigkeit Dein reiches gut verwendet: Drum stellet sich mit recht Der mangel bey uns ein, Und dieser soll nunmehr Des mis⸗ brauchs strafe seyn. 7. Doch, HErr! du hast uns schon Durch Christi blut und schmerzen So manche schuld ge⸗ schenkt: Drum flehen wir von herzen: Vergib auch diese schuld, Und oͤffne deine hand, Und mach uns deine treu Und guͤtigkeit be⸗ kannt. 8. Befeuchte doch das land, und traͤnk die matten felder. Gieß deinen segens⸗thau Auf wiesen, gaͤrten, waͤlder; Daß, was bisher gedurst, Nun wiederum aufs neu Aus deinem himmels⸗schatz Be⸗ netzt, getraͤnket sey. 9. Ja, vater! nimm uns doch Nun wiederum zu gnaden; Laß unsre sunden uns Hinkünftig nicht mehr schaden: Wir sind auf deinen dienst Und deinen ruhm bedacht; Erfreue, was bisher Dein zorn betruͤbt gemacht. 10. Ergieß zugleich dein wort, Als deinen gnaden⸗regen, In un⸗ ser mattes herz Mit tausendfa⸗ chem segen. Gib dein gedeyen/ Domit Zum vflanzen und beguß, amit die glaubens⸗frucht Im segen wachsen muß. Dank ⸗Cied für den Regen. Mel. Mein herz und seel ꝛe. 3 ereit,s GOtt! mein 79 herz nebst allen kraften, Entzeuch den sinn vo irdischen geschaͤften; Damit mein lied, das dir die andacht bringt, Dir wol gefaͤllt, und durch die wolken dringt. z. Erhebe selbst die fluͤgel mei⸗ ner sinnen; So preisꝰ ich dich, der von des himmels zinnen Nun unser flehn und seufzen angehoͤrt: 8 sey/ o vater! Höc rt. 3. Du hoͤrest stets des armen volkes flehen, Willt sein geschrey und seußzen nicht verschmaͤhen; Wir haben kaum vor deinem gna⸗ den⸗thron Die noht geklagt/ so hilfest du uns schon. 4. Du siehest auf das laͤchzende gefilde, Und waͤsserst es reich, gnaͤdiglich und milde: Du giebst befehl, daß sich die wolken⸗ fluht A muß, so wie sie jeto hul. 8. Ein regen⸗strom, getrieben von dem winde, Ergiesset sich und netzt die dürren gruͤnde. Und unser feld, das zu verschmachten schien Steht jezt, GOtt lob! ganz frucht⸗ bar, frisch und grun. 6. Wo ist doch wol ein GOtt dit zu vergleichen? Wer giebet uns so gnaden⸗volle zeichen, Wie du/ o GoOtt! dir muß der sonnen⸗ schein, Wind, regen, blitz stets zu gebote seyn. 7. Nun, grosser HErr! wir danken deinem namen; Wir danken ihm, daß er gras, frucht und saamen Zur rechten deit durch regen, thau erquickt, Und wieder drauf ein warmes wetter schickt. ö ö 8. Auch bitten wir: laß deinen gnaden⸗segen Sich ferner noch um unsre felder legen, Daß man mit dank in ruh, und ungekraͤnkt Geniessen kann/was uns dein segen schenkt. Um Wolt es 0h derd e V t H= ubA Hlar Mbun ve h Hsen hsen fer er IWne& Wdas!& lh deine W r 0 O Hottte II. IOlR thenwer eiten e dales Whlietemtr aht songe Wschf N +— hrug Ussterzdr Ilt, j At. 4I Wom mele s , ey u I N nicht u Wie naht; 11 6 Niufh N visj Nd nihz MHisich Rt 1/ fl Ne, Eg INath „f% Rechn HH„ttlz f b gtal, Nisichtal H„ W n Vl Eit 69% I/ Hhn H 1 de fuͤr die Fruͤchte des Feldes. 513 Um Sonnenschein bey anhal⸗ tendem Regen. Mel. 3. Mein GoOtt ich bin jezt. Err der schoͤnen 4. himmels-lichter! Klaͤre deinen himmel auf; Sey nicht ein zu scharfer richter Ueber unsern suͤnden⸗lauf: Laß die wol⸗ ken einst vergehen, Und die sonne wieder sehen. 2. Zwar das licht muͤßt uns nicht scheinen, Weil wir finsterniß geliebt; Sollte nicht der himmel weinen Ueber die, die GOtt be⸗ 3. Das machet un sre missethat Und hoͤchst verkehrtes leben, Das deinen zorn entzuͤndet hat, Das wir in noͤhten schweben. Wir suͤn⸗ der! wir erkennen nun: Weil wir nicht wollen busse thun, Muß jezt der himmel weinen. 4. Doch denk an deine gnad und treu, Und laß uns huͤlfe se⸗ hen. Mach deine gnade bey uns neu, Um die wir kindlich flehen. Wie haͤlt sich deine freundlichkeit So hart bey dieser schweren zeit? Du bist ja unser vater. 5. Gib uns, o HErr Gott truͤbt? Sollt er die mit licht er⸗ freuen, Die den HErrn des lic⸗ res scheuen. 3. Doch er laͤßt die sonn aufge⸗ hen Beides uͤber boͤs und gut; Sonnen-klar daraus zu sehen, Wie er als ein vater thut, Der oft mit dem boͤsen kinde Langmuht traͤgt bey dessen suͤnde. 4. Frommer vater! laß uns blicken Deine vater-liebꝰ und treu; Laß das land die sonn' er⸗ quicken, Deine gnade werd uns neu; Ja! zu unsrer seelen⸗won⸗ ne Leucht uns selbst, o gnaden⸗ sonne! Mel. Wo Gott der HErr nicht. O Gott, du kaͤnnst 79 5. den himmel ganz Mit schwarzen wolken decken; Du kannst den heitern sonnen⸗glanz Auch wieder bald erwecken; Halt doch mit vielem regen ein, Und gib uns wieder sonnenschein, Daß unser land sich freue. 2. Die felder trauren weit und breit, Die fruͤchte leiden schaden; Weil sie von vieler feuchtigkeit Und naͤsse ganz beladen. Dein se⸗ gen, den du uns gezeigt, Der sich zebabth! Das licht der heitern sonne, Und uͤberschuͤtt uns nach der noht Mit freude, lust und wonne; Entdeck uns jezt, nach deiner treu, Daß ausser dir kein Ien sey Im himmel und auf erden. Danksagung nach wieder er⸗ langtem Sonnenschein. Mel. Nun danket alle Gott ꝛe. 796.2 ein GOtt! du bist gerecht, Und eibst doch lauter liebe: Stehts mit uns armen gleich Oft kuͤm⸗ merlich und trübe; Scheints gleich, als daͤchtest du, Bey uͤber⸗ haͤufter schuld, Nicht mehr an deine treu Und vaͤterliche huld. 2. Wir alle reizen dich Mit uͤberhaͤuften sünden; und gleich⸗ wol laͤssest du Uns huld und gnade finden: Wenn du den arm auch schon Zu strafen ausgestreckt, Und der gedrohte schlag Das suͤnden⸗ herz erschreckt. 3. HErr! dein erbarmen kann Kein menschen⸗sinn erreichen, Weil's unermeßlich ist: Wenn berg und huͤgel weichen, Wenn erde, sonn und mond Aus ihrem betruͤbt zur erde neigt, Will leider! ganz verderben. laufe gehn; Bleibt deine wahrheit doch Stets unbeweglich stehn Kk 4. Wir ——.— ........———— ——..———— DSDSDSPSDSSISISI..——————————— 5¹⁴ In gemeiner Noht und zwar 4. Wir haben, dir zum preis, Nun dis von jahr zu jahren, Mein Gott! ohn unterlaß, Und jetzo noch erfahren, Da du die eifers⸗ fluht, Nach suͤndlichem verdienst, In stetem regen⸗guß Auf uns in schürten schienst. 6. Die sonne mußt' ihr licht Viel taͤge⸗lang verstecken: Wind, ungewitter, sturm Erfuͤllten uns mit schrecken; Weil man nur dun⸗ kelheit Und finstre nebel sah: Und unsres landes saat War dem ver⸗ derben nah. 5 6. Es schien, als haͤttest du Den bund zuruͤck gezogen, Den du mit Noah machtst; Als du den gnaden⸗bogen, Nach der verder⸗ bungs⸗fluht, In diese luft gestellt, Und schwurst: kein regen⸗ guß Verderbe mehr die welt. 7. Doch aber, was dein mund Uns suͤn dern tren versprochen, Das bleht an deinem theil Wol fest und ungebrochen. Dein name heisset treu, Wahrhaft, unwan⸗ delbar, Und so ist auch dein ruhm; Dein wort bleibt ewig wahr. 8. Nun, HErr! auf deinen wink Verrichten alle kraͤfte, Auch regen, sonne, wind Und him⸗ mel, ihr geschaͤste. Wir preisen deine huld, Die sich jezt unser flehn Bey unsrer kummerniß Zu herzen laͤsset geh. 9. Ja, HErr! wir preisen dich, Wir loben deine guͤte. Versorg uns fernerhin Mit gnaͤdigstem gemuͤhte; Gib uns zu rechter zeit Thau, regen, sonnenschein: Wir wollen dir dafuͤr Von herzen daͤnkbar seyn. Zur Saat⸗Zeit. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. Eenen Gott! dein 797. segens⸗wort Erzeiget sich noch fort und fort Geschaͤftig auf der erden: Drum kann das seld h. Mit nutz bestellt Und adebwe werden. 1 125 2. Der ersten eltern sunden⸗fall Hat auf die welt zwar uͤberall Ein—— schweres joch geleget; Es kostet uner An schweiß, Weil ohne fleiß Der acker ne dornen traͤget. Vden H 3. Jedoch hat deine gnadend„ haud Den fluch gemildert un⸗ gewandt: Du laͤßt uns gnaͤdig wis⸗ sae sen, Daß reiche frucht, So man gesucht, Die arbeit soll versüͤssen. 4. Drum streut die hoffnung uhshen saamen aus; Doch, segnest du Ahnlhen nicht feld und haus, So ist die efIs muͤh vergebens: Nur deine kraft r I. Und guͤte schafft Uns unterhalt Ahmtektes des lebens. lbe, In 6. Laß unsre saat nun glüͤcklich So/A seyn: Gib regen, wind und son⸗ uns nenschein, Daß wachsthum und aans gedeyen Uns spat und fruͤh, Nach under! sorg und muͤh, Einst wiederum Wun aushe 0 * erfreuen., Ur 6. Bewahre sie das ganze jahr u⸗schafes So wol fuͤr seindlicher gefahr, Als 1 hete schaͤdlichem gewitter; Sonst fehlt gitigi das brot, Und macht die noht lihzit Uns alle freude bitter. 7. Nun bey der saat seh ich al nh umtn hier Zugleich ein troͤstlich bild vor ‚ i Aharme d mir; Denn unter sturm und win⸗ nn W 1us f ud ttei ꝛ den Erhebt sie sich: So muß auch ich Durch ereuz den himmel finden. 8. Gleichwie das koͤrnlein erst verdirbt, Und in der erde gleich⸗ sam stirbt, Um neue frucht zu mzaut bringen: So werd, o GOtt! Ich— Nine den tod Ins bessre leben sce 0 ö ringen. in 9. Aus diesen seligen gewun Wfigef Freut sich bereits mein herz und sinn; Wenn ich bey truben faͤ⸗ HMun len Die thraͤnen⸗saat, Nach dei⸗ 11. u nem raht, Hier oͤfters muß be⸗ Wal Uenz Vr . Wan S 10. Verleih mir, vater! auch hier⸗ 4 * lt nn „In bat eteh 1 dan ö = ohs 1 6 I.II iuch gan 1 efoch d srelt % D e Daft u 1 e saatt u gen, L Ddaa uut NE h 1 0/ EI sie d idlih ecitten nd nat ebi dtrs n orntter un )it sh l pi d Vi „ ed, * n sh ih el, 3%0 190 sb fuͤr die Fruͤchte des Feldes. 515 hierbey, Daß ich vor dir kein unkraut sey; Vielmehr zu deiner ehre Stets grün' und bluͤh', Auch je und je Zur reinen saat gehöͤre. Vor der Ernte. Mel. Wer nur 96 lieben GOtt ꝛc. — Ott! es steht 98. dein milder segen In unsern feldern jetzo schoͤn; Wit sollten billig allerwegen Die wol⸗ that dankbarlich erhoͤhn: Du lockest dadurch jedermaun Zur buß und frommen leben an. 2. Allein wer folget deinem triebe? Wo ist die wahre dank⸗ barkeit? Man steckt in welt⸗und fleisches⸗liebe, In suͤnde, schand und sicherheit; So, daß dein se⸗ gens⸗uͤberfluß Uns blos zur wol⸗ lust dienen muß. 3. Ach wunder! daß du nicht durch strafe Uns auch, wie andreH voͤlker, schreckcst, Uns aus dem tiefen funden⸗schlafe Durch hun⸗ ger, krieg und pest erweckst; Das machet deine guůtigkeit, Die scho⸗ net uns bis diese zeit. 4. O GoOtt! bekehr uns grosse sünder, Vergib uns unsre schwere schuld; Erbarme dich der armen kinder, Und habe doch mit uns ge⸗ duld. Wirk in uns kraͤftig durch dein wort, Und treib die lust zur sünde fort. ö 6. Ach! segne ferner deine ga⸗ ben, Die jetzund in dem felde stehn; Laß uns gut ernte⸗wetter haben, Und alle noht vorüber gehn. Gib, lieber GOtt! daß je⸗ ů—— Die fruͤchte voͤllis ernten ann. 6. Hilf, daß wir sie in ruh ver⸗ zehren, Und auch den armen in der noht, Voll lieb' und treu, da⸗ von ernehren; Verhuͤte doch, osst treuer GOtt! Bey deiner wol⸗ that jederzeit Den misbrauch dei⸗ ner guͤtigkeit. 7. Und also laß uns kuͤnftig le⸗ ben, Wie uns dein will im worte lehrt, Daß wir dir dank und ehre geben, Und sich dein segen taͤgli mehrt: Fuͤht uns auch endlich insgemein In deine himmels⸗ scheuren ein. Bey der Ernte. Mel. Nun danket alle Gott. 79 8 Trohlocket jung und —— V alt, Ihr reiche mit den armen! Da GOtt den unter⸗ halt Von neuen aus erbarmen Fuͤr euch nun auf ein jahr So mildiglich beschehrt. Was euer öct. war, Ist vaͤterlich er⸗ hoͤrt. 2. Es hat, GOtt lob und dank! Hier fried und ruh gewohnet. Fuͤr krieg und untergang Hat uns der Err verschonet. Kein feuer, keine gluht, Kein schwerer hagel⸗stein, Kein hunger, keine fluht Noch seuche brach herein. 3. Die ernte hat der HErr uns treu und wol bewahret: Wer haͤtt, wenn GOtt nicht waͤr, Uns sonst die frucht gesparet? Wer gaͤb' uns sonnenschein? Wer regen oder thau? Was wuͤrds ohn ihn wol seyn Mit unserm ackerbau? 4. Umsonst waͤr unsre muͤh, Um⸗ sonst waͤr saat und pfluͤgen. Wir wuͤrden sonsten nie Ein koͤrnlein wieder kriegen. Wir moͤgten fruͤh aufstehn, Und bitz zur mitternacht Nicht wieder schlafen gehn; Es waͤr umsonst gewacht. 6. So aber huͤt't und wacht Der herrscher in der hoͤhe; Sein vater⸗segen macht, Daß unser werk bestehe. Der hat auch dieses mahl Des saͤmanns wunsch ge⸗ Ounlterhe wgefült uͤberall Der nitter hand gefullt. Kkꝛ 6. Des 516 —III In gemeiner Noht und zwar 6. Des segens uͤberfluß Wird nunmehr eingefuͤhret; Daß man gestehen muß, Daß Gott der ruhm gebuͤhret, Der uns mit rei⸗ cher hand Erfreuet und erquickt, Und unserm vaterland Ein gutes jahr geschickt. 7. Wir bringen garben ein; Drum soll uns korn und weizen Und garben groß und klein Zum lob' und danke reizen. Wir prei⸗ sen unsern GOtt, Der seine kin⸗ der liebt, Und alle jahr ihr brot Zur zeit der ernte giebt. 8. Gut ist, o HErr! das land, Darein du uns gesetzet; Groß deine starke hand, Die uns so oft ergetzet; Unendlich deine macht, Und ohne ziel dein ruhm: Drum lobt dich tag und nacht Dein volk im heiligthum. 9. Verleih, o frommer GOtt! Uns ferner deine gnade, Daß ja die feuers⸗noht Nicht unsern huͤt⸗ ten schade: Daß uns nicht angst und leid, Nicht sterben, wasser⸗ fluht, Noch andre faͤhrlichkeit Und lammer schaden thut. 10. Gesegne, treuer GOtt! Das was wir taͤglich essen. Gib auch den armen brot,/ Du kannst sie nicht vergessen; HErr! deine mil⸗ de hand Erfreue jedermann, Daß bey uns stadt und land Den segen spuͤhren kann. 11. Laß unser korn zur saat, Ja bis zur ernte, reichen. Gib sel⸗ ber raht und that, Und thu an uns ein zeichen; Daß jeder sehen kann„ Du seyst, HErr zebaoth! Bey uns ein wundermann, Der rechte treue GOtt. 12. Lob, preis und ehre sey Jezt und iu allen jeiten Dir/ der du eius und drey, Ein GOtt der ewigkeiten! Dir vater, dir GOtt sohn, Und dir GOtt heilger geist! Den man im himmels⸗thron, Und hier auf erden, preist. Nach der Ernte. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛe. ie ernte ist zu ende/ 800. O Der segen einge⸗ bracht, Woraus GOtt alle staͤnde Satt, reich und froͤlich macht. Der alte GOtt lebt noch, Man kann es deutlich merken An so viel liebes⸗werken; Drum preisen wir ihn hoch. z. Wir ruͤhmen sein erbarmen, Das uns das feld bestellt, Und un⸗ verdient uns armen Gethan, was uns gefaͤllt; Das immer noch ge⸗ schohnt, Ob wir gleich gottlos le⸗ ben; Das fried und ruh gegeben, Daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schoͤnen segen Hat boͤses thun verderbt, Den- wir auf guten wegen Sonst noch von ihm ererbt; Doch hat Gott mehr gethan Aus unverdienter gůte, Als mund, herz und gemuͤhte Nach wurden ruͤhmen kann. 4. Er hat sein heri geneiget, Uns suͤnder zu erfreun; Und sich uns gnug bezeuget Durch thau und sonnenschein, Wenn wir es nicht geacht't, So hat er sich ver— borgen, Und uns durch noht und sorgen Zu dem gebet gebracht. . O allerliebster vater! Du hast viel dank verdient: Du, mil⸗ dester berahter! Machst, daß dein segen gruͤnt; Wolan! dich loben wir Fuͤr abgewandten schaden,/ Fuͤr tausend andre gnaden. HErr Goᷣott! wir danken dir. 6. Zum danken koͤmmt das fle⸗ hen: Laß uns, o frommer GOtt. Fuͤr feuer sicher stehen, Und auch fuͤr andrer noht. Gib friedens⸗ volle zeit, Erhalte deine gaben, Daß wir uns damit laben. Regier die obrigkeit. 7. Verleih zu deinem worte Be⸗ sonders dein gedeyn, Daß wir an unserm orte Uns deß bestaͤndig freun; WAA. Ahter he 8 ten en Andeid und tber . Alhset; Wulser %/ 0 0 In kich mrnit; lei + —— ichet!z MSottl Err Hoes et gart lobe Wsst falez sen D ö t bal u du un Iclichurf cen wüt Aullenthe ItRanhen I Ret dl sitedos Rchundn Mit bew. Wssen, — ui, Wter: IWum all chlick Wdhiß Mn i 0 ö hhen hn thent 4 Min itg Wiedun Vet wose Hauche n · eggn Vot; a , hent e siin. Vu efth Oaegt! ei, I e d Vn gchah lebin l N Wil Wrandg, — 0 he, chh 6 fuͤr die Fruͤchte des Feldes. 517 sreun; Halt diesen saamen rein, Laß ihn viel fruͤchte bringen, Daß wir in allen dingen Recht fromm und ehristlich sehyy. 8. Laß dis uns zu dir lenken, Was du zum unterhalt Des lei⸗ bes wollen schenken: Daß wir dich mannigfalt In deinen gaben sehn/ Mit herzen, mund und leben Dir dank und ehre geben. O! laß es doch geschehn. 9. Koͤmmt unser lebens⸗ende: So nimm du unsern geist In deine vater⸗haͤnde, Wo er der ruh ge⸗ neußt, Wo ihm kein leid bewußt: So ernten wir mit freuden„Nach ausgestandnem leiden, Die gar⸗ ben voller lust. Bey reicher Ernte. Mel. 3. Mein GOtt ich bin jezt ꝛe. Err im himmel, 801. H Gott auf erden, Herrscher dieser ganzen welt! Laß den mund voil lobes werden; Da man dir zu fusse saͤllt, Fuͤr den rei⸗ chen ernte⸗ segen Dank und opfer darzulegen. 2. Ach! wir habens nicht ver⸗ dienet Daß du uns so heimge⸗ sucht. Ob gleich unser feld gegrü⸗ net, Brachten wir doch keine frucht. Wolltest du nach trauben fragen, Hat man heerlinge getra⸗ gen. 3. Vater! der du aus erbar⸗ men Boͤse kinder doch gespeist, Der du beiden, reich und armen, Dei⸗ nes segens ktaft beweist; Sey ge⸗ lobet, sey gepriesen, Daß du so viel guts erwiesen. 4. Du hast fruͤh⸗ und spaͤten re⸗ gen Uns zu rechter zeit geschickt, Und so hat man allerwegen Auen voller korn erblickt; Berg und thaͤler, tief und hoͤhen Sehen wir im segen stehen. 5. Als das feld nun reif zur ernte, Schlugen wir die sichel an, Da man erst recht kennen lern⸗ te, Was dein grosser arm gethan. Werden bey des segens menge Doch die scheuren fast zu enge. 6. Ach! wer ist, der solche guͤte Dir genug verdanken kann/ Nimm ein dankbares gemuͤhte Fuͤr die grosse wohlthat an. Alle felder sol⸗ len schallen: Gott macht satt mit wolgefallen. 7. Gib nun kraft, den milden segen, Den uns deine hand be⸗ schehrt, Auch so loͤblich anzulegen, Daß der fluch ihn nicht verzehrt. Bleiben wir in alten sůnden, Kann das gute leicht verschwinden. 8. Schenk uns auch vergnuͤgte herzen, Stolz und geiz laß ferne seyn. Laß den undank nichts ver⸗ scherzen, Streu den saamen wieder ein, Daß wir jezt und kunftig ha⸗ ben, Auch die duͤrftigen zu laben. 9. Laß dein wort auch fruͤchte bringen, Daß man taͤglich ernten kann; So wird man hier jaͤhrlich singen, Wie du uns so wol ge⸗ than. Gib auch, nach den thraͤ⸗ nen⸗saamen, Freuden⸗ernt' im himmel, amen. Bey sparsamer Ernte. Mel. Was 263 6Ft Eüut das as t thut, das 802. W ist wol gethan, So denken GOttes kinder. Sieht Gott uns gleich nur kaͤrglich an, Liebt er uns doch nicht minder. Er zieht das herz Doch himmel⸗ waͤrts Ob wir gleich oft auf erden Ein ziel des jammers werden. 2. Was Gott thut, das ist wol gethan: Im geben und im neh⸗ men Sind wir bey ihm stets wol daran, Wenn wir uns nur beque⸗ men. Die linke schmerzt, Die rechte herzt, Und beide haͤnde Ke 3 muͤssen .... 518 Creuz⸗ und Drost-Lieder —27 Wir doch in demuht küͤs⸗ en 3. Was Gott thut, das ist wol gethan. Er weist uns oft den se—⸗ gen, Und eh er noch gedeyen kann, Muß sich die hoffnung legen; Weil er allein Der schatz will seyn/ So macht er andre güter Durch ben den verlust nur bitter. 4. Was GoOtt thut, das ist wol gethan; Man laß ihm seinen wil⸗ len. Es laͤßt sich oft zum hunger anDen er doch weiß zu stillen, Ob gleich das feld Nicht ernte haͤlt; Man kann auch bey den brocken Vergnuͤgt seyn, und frolocken. . Was GOtt thut, das ist wol gethan, Das feld mag traurig stehen; Wir gehn getrost in seiner bahn, Und wollen ihn erhoͤhen. Sein wort ist brot, So hats nicht noht; Die welt muͤßt eh verder⸗ ben, Als wir durch hunger ster— 6. Was Gott thut, das ist wol gethan; So wollen wir stets schliessen. Ist gleich bey uns kein Cangan, Wo milch und honig fliessen; Doch ists genung Zur saͤt⸗ tigung, Wenn GoOtt nur spar⸗ sam segnet, Obs gleich nicht man⸗ na regnet. III. Creuz⸗ und Trost⸗Lieder, 1. In allerley Trübsalen überhaupt. Mel. Wer nur 0 bren e ꝛc. erderbte welt! wie 3803. V bittre gaben Schenkst du nicht unserm becher ein? Bald scheint ein kleines wol zu laben, Bald quaͤlet grosse hoͤl⸗ len⸗pein. Wie mancher dorn ver⸗ letzt und sticht, Wenn man nur ei⸗ ne rose bricht! 2. Bald streiten geist und fleisch zusammen, Bald fliegt ein pfeil des boͤsewichts: Bald stehet haus und stadt in flammen, Bald traͤ⸗ get seld und acker nichts: Bald mangelt kleid, bald speis und trank, Bald seufzt ein Lazarus, der krank. 3. Doch frommen sind es vater⸗ schlaͤge, Womit sie GOttes liebe rührt. Wer weiß, wie manchen GOttes wege Durch truͤbsal in sein reich gefuͤhrt? Henn auf der breiten wollust⸗bahn Geht keine seele himmel⸗an. 4. Wenn uns die welt nicht bit⸗ ter schmeckte, Wuͤrd uns der him⸗ mel nimmer süß: Wer ist, wenn leibes⸗noht nicht schreckte, Der seelen⸗-lust was koͤstlichs hieß? Denn wenn der leib aus angst er⸗ stickt, Wird doch der geist in Gott erquickt. . Zur truͤbsal fuͤhrt der ruf der gnaden, Der uns zu Christi glie⸗ dern macht: Wie schwer war der nicht selbst beladen, Wie hart ver⸗ folgt, wie sehr veracht? Tragt nun dein haupt so williglich, So nimm auch Christi ereuz auf dich. 6. Er ward beleidigt ohn ver— gelten, Gegeisselt ohne wider— stand, Gescholten ohne wider⸗ schelten, Ohn widerspruch ans ereuz verbannt; So trage doch was du verschuldt, Die last der truͤbsal mit geduld. 7. Der hirt und bischof unsrer seelen, Der mehr erlitt als ich und du, Führt uns aus dieser kummer-⸗hoͤhlen Bald jener him⸗ mels⸗weide zu; Da soll das labsal ohne pein, Das lachen ohne wei⸗ nen seennn. 8. Dis muß dein leiden uͤber⸗ wiegen: GOtt giebt nach kurzer jammer-zeit Das allerseligste ver⸗ gnuͤgen un; Ihtun e Apils . sse nsch Iu. du Asvuin 19 echrag 96⁰ E i XII ů Rhuchtu Ichts Drue 1 in. 18 Rasol Iunht⸗ n a + W lEr R — —— D— Doh Ssn e olh — Illt, 00 obög 13 Hieder erhauh as fl d UAl 0 11 M er lan Mochdtz hsal sih WMessth laden ehtr vn yt so ul bristi c + E Jeisset; olten N Vit Goh / Dah I sste tt Diel 0 2 10 „0 i Vtt g, 0 in allerley Truͤbsalen uͤberhaupt. 510 gnügen Der freuden⸗vollen ewig⸗Wenn dich in truͤbsal niemand keit. Verschmachte leib! stirb, kennt; Gott dich bey deinem na⸗ sink ins grab! GOtt wischt dort men. nennt, Den er selbst ange⸗ alle thraͤnen ab. schrieben. — ö 7. Es ist noch mancher from⸗ Mel. Wo GOtt der HErr nicht ꝛc. mer mann, Dem GOtt sein herz er arme Taraeht kaun ruͤhren, Daß er dir hilft, so 804. der lag Veracht viel er kann: Du kannst es oft wol und voll geschwüre, Bat um die spüren. Ja koͤnnt ein mensch auch brosamen mit klag Vors reichen wie ein stein So hart, und wol mannes thuͤre: Und niemand kam noch haͤrter seyn, Daß ihn nichts und gab sie ihm, Man fuhr ihn jammern wollte: an voll ungestuͤm Mit hart⸗ und 8. So kann doch GOtt, der alles rauhen worten. kann, Auch wol die hund erwecken, 2. So gehts der rechten kirch Und zur erbarmung führen an, auf erd Mit ihren lieben kin⸗Daß sie die schwären lecken. Die dern: Sie it verachtet, arm, be⸗ raben kann er gleicher weis‘ Er⸗ schwert /Ihr ereuz will niemand muntern, dir zu bringen speis, lindern. Sie lieget vor dem rei⸗Wenn du das elend bauest. ö chen mann/ Sie klagt, sie schreyt, 9. Und schaͤrft ein feind auch mit so sehr sie kann; Und niemand will gewalt Die zaͤhn in seinem rachen: sie hoͤren. Sokannsie GOttes macht gar bald 3. Sie fleht nur um die brosam⸗ Stumpf und zunichte machen; lein, Drauf man oft tritt mit fuͤs⸗Daß er von seinem grimm absteht, sen: Damit will sie vergnuͤget Mit sanftmuht direntgegen geht, seyn, Und wills zu ruͤhmen wissen. Sich liebet und befoͤrdert. Sie wünscht nur einen kleinen ro. Er sendet stets die engel ort, Daß sie mag hoͤren Christi aus, Das ungluͤck abzutreiben: wort? Daran sollt ihr begnuͤgen. Und raͤumt die seele einst ihr haus, 4. Wolan! du armer christen⸗Kann sie nicht laͤnger bleiben; So hauf, Laß dein herz nicht gleich. tragen sie aus aller noht Die en⸗ wanken: Schrey nur mit Lazaro gel also fort zu GOtt, Der sie mit hinauf Zu GOtt; bleib in den trost erquicket. schranken, Darein er dich gesetzet! 1. Groß ist das elend, das uns hat; Dien in geduld ihm früh kraͤnkt In diesem ganzen leben: und spat, Laß dir an wenig gnuͤ Wer aber an die sreude denkt. Die gen. Gott uns dort wird geben; Traͤgt 6. Du brachtest nichts auf diese alles ereu gant ohn verdruß, welt Nichts wirst du mit dir Wenn er auch gleich viel leiden nehmen; Drum darfst du dich um muß Um Christi namens willen. schnoͤdes geld Allhier auch nicht 12. Da wird dich GoOtt in sei⸗ viel graͤmen. Wer GOtt hat, der nem schooß In ruh und freude hat was er soll: Und waͤr er sonstsetzen/ Macht dich von allem un⸗ gleich armuht⸗voll, Kann ihm doch gluͤck los; Nichts kann dich da ver⸗ kein gut mangeln. 246. letzen. Da ist und bleibet GOtt 6. GOtt deukt an dich in al⸗ dein freund, Da druͤckt und quaͤ⸗ lem schmerz„Wer will den trostlet dich kein seind, Der dich anieit ermessen? Er faßt dich in sein va⸗ verfolget. ö ter⸗herz/ Kañ deiner nie vergessen. 22911 IEsu Christe! bi 4 r 5²⁰ Creuz⸗ und Trost⸗Lieder mir Mein elend uͤberwinden: Erinnre mich selbst fuͤr und fuͤr, Was ich dort werde finden: Und daß auf erden alles leid Nicht wehrt sey deiner herrlichkeit, Die du mir dort wirst geben. Mel. JEsu deine heilge wunden. ch wie ist mein herz 8 O 5. Aruschlagent Stuͤrmt doch alles auf mich zu. Tausend sorgen, tausend plagen Lassen tag und nacht nicht ruh; Gott, ach! wohin wend ich mich? Noht ist inn⸗ und aͤuserlich; Welt und sunde, hoͤll und teufel Stürzen mich in angst und zweifel. 2. Will ich mich gen himmel keh⸗ ren, Schrey ich, liebster GOtt! zu dirz Ach! so scheinst du nicht zu hören, Ind so waͤrs ja aus mit mir. Aber nein! ich fasse mich: Fuͤhrt mich GOtt gleich wunderlich; Endlich widerfaͤhrt mir armen Dennoch raht, trost und erbar⸗ men. 3. Ja, mein Gott! dich laß ich walten, Waͤr des elends noch so viel. Du wirst mich, dein kind, erhalten, Du setzst aller noht ein ziel. Wenn du mich gleich hart betruͤbst; Glaub ich doch, daß du mich liebst. Bleib ich nur bey Gott in guaden, Kann mir noht und tod nicht schaden. Mel. HErr ich bekenn vom ꝛe. ag ich denn nicht 806. von angst und pein Befreyet seyn, Muß ich im un⸗ gluͤck schweben: Weiß ich doch,daß mir meine schuld Durch GOttes huld In Christo ganz vergeben. Gott ist nicht weit; Nur kurze zeit Tritt er was fern, Und rettet gern, Die seinem wort nachleben. z. Der menschen huͤlf in mei⸗ ner sach Ist viel zu schwach, Dar⸗ innen raht zu finden: Der trost des hoͤchsten ist der best', Und blei⸗ bet fest. Was zeitlich, muß ver⸗ schwinden. Das ewge gut Macht rechten muht, Dabey ich bleih, Wag gut und leib:GOtt helf mit überwinden. 3. Allein zu dir mein hoffnung ist, HErr JEsu Christ! Ach stehe mir zur seiten! Sieh auf mein ungluͤck, noht und pein, Als waͤr es dein, Wenns wider mich will streiten. Ich bitte dich, Erlose mich, HErr. wie du willt; Du bist mein schild, Und wirst mich wol begleiten. Mel. JIEsu deine heilge wunden, ein GOtt! ha 807. du mein Ler sen? Denkest du nicht mehr an mich? Soll mein herz der jammer fressen? Ach wie lang verbirgst du dich! Ich vergeh aus aͤngsten fast, Weil du mich verlassen hast; Ich bin nahe bey der hoͤllen, Wer wird mich zufrieden stellen? 2. Nicht vergessen! nicht ver⸗ lassen! Rufest du mir selber zu: Ich soll nur ein herze fassen, So findt meine seele ruh. Du has dich nur so gestellt, Willt uns, weil dirs so gefaͤllt, Oft nur auf die probe setzen, Und dann wiederum ergetzen. 3. Du willt ja in deinem lieben Zaͤrter als die mütter seyn; Ich soll mich nur nicht betruͤben, Du schließt mich ins herz hinein,Wel⸗ ches voll barmherzigkeit, Das zur huͤlf und trost bereit: Von erbar⸗ mung hingerissen, Wird es end⸗ lich brechen muͤssen. 4. Ja, wenn alle mutter⸗treue In der welt verloschen waͤr; Lie⸗ best du doch ohne reue, Unter⸗ laͤssest nimmermehr, Uns von her⸗ zen wol zu thun. Wollten 915 in ir ö Ian 0 V U, ExN WIHest A Hee Wgleisge Wddu 10 Wuns 1ů Ahtths stan chdes 0 dent RAald t Ahlch vest uhetgess AWfschs slaskein Ihhen durd ne Im trog Iuant ö ameE slücht mes' Wmnmicte⸗ . Walt dj Aheine hr Intte he W gand; urd XIII i yn Knr 0 6 90 Wng ——7— 135 4 E R A Ure it un Ere undnh I aüh Feunt 00 ff — —— — NIAIN 7⁰⁴ Rein IIIu t D UNE wie u Rch 3 TDergeht A ich bi ey ders P NDresenn HHEA OH A Vie tl Of IVI I i Hetl mütt mil richt 9e iH Ae I kesti in allerley Truͤbsalen uͤberhaupt. 521 dir beruhn, Wuͤrdest du bey allen ren, Als einer, der aus diesem licht plagen Uns in deinem schooße tra-Zur finsterniß muß fahren. Ich gen. ssteh mit einem fuß im grab, Da ich . Du willt mit den vater⸗haͤn⸗ zudem sonst niemand hab, Der den, Drein du mich gezeichnet mich elenden troͤstet. hast, Meinen kummer treulich 4. Die freunde stehen fern von wenden; Diese mindern meine mir, Und scheuen meine plage. last: Darinn bleibt mein name Ein jeder denkt: wer fragt nach stehn, Wenn gleich welt und zeit dir? Mir hilft nichts, daß ich kla⸗ vergehn; Und du wirst nach diesen ge. Die trübsal haͤuft sich mehr zeiten Mich dadurch zum himmel und mehr; Des ereuzes last druͤckt leiten⸗. mich so sehr, Daß ich fast muß ver⸗ 6. Nun ich traue deinen wor⸗ gehen. ten, Du bist vater! ich dein kind.„. Ach HErr, ach HErr! er⸗ Wenn mir auch der hoͤllen pforten barm dich mein, Vergib mir mei⸗ Noch so sehr zuwider sind; O ue sunden. Eil, mich von angst, so glaͤub ich dennoch fest, Daß von furcht und pein Aus gnaden mich deine hand nicht laͤßt, Weil zu entbinden. Nach deiner weis⸗ du dich so hoch vermessen, Meiner heit huͤlf mir schick, Im zorn mich nimmer zu vergessen. 7. Du wirst schon dein wort er⸗ fuͤlen, Daß kein punet verlohren geht: Und den durst der seele stil⸗ len, Die um trost zum himmel fleht. Deine wahrheit stellet mir Lauter ja und amen fuͤr; So darf ich mich nicht mehr kraͤnken, Du wirst schon an mich gedenken. Mel. Es ist gewißlich an der ꝛc. ein Gᷣott, ich 808. schreye für und fuͤr, Du wollst dich mein erbar⸗ men! All meine hoffnung steht zu dir, Ach rette bald mich armen, Der ich mit angst umgeben bin; Ich weiß jetzund sonst nirgends hin, Als nur zu dir alleine. 2. Mein arme seel voll jam⸗ mers ist, Der geist in mir ver⸗ schmachtet: Mein herz im leib sich nagt und frißt, Viel sinnet und betrachtet: Und findt doch weder rast noch ruh, O lieber Gott! spring du mir zu: Sonst muß ich gar versinken. 3•) Ich bin geachtet, wo du nicht Mich gnaͤdig wirst bewah⸗ nicht von hinnen ruͤck, Du aller⸗ liebster vater! *6. Wend dich zu mir, o treuer GoOtt! Laß dich mein flehn erwei⸗ chen: Errette mich aus dieser noht, Und thu an mir ein zeichen, Daß jederman dadurch versteh, Daß kein gerechter untergeh, Der deinem worte trauet. 7. Doch bitt ich nicht aus fre⸗ chem muht, Ich stells in deinen willen: Was mir an leib und seele gut, Wollst du an mir erfuͤllen Thu an mir, vater! wie du weißt Daß mir es dient, und allermeist Zu deines namens ehre. 8. Ich will, HErr! dir und dei⸗ ner macht Mich ganz und gar er⸗ geben: Auf rettung hoffen tag und nacht, Zum sterben oder leben: Es geh mir, vater! wie du willt, Der tod mir wie das leben gilt; Gib nur, was mir das beste. 9. Weil ich durch deines gei⸗ stes gab, Wie ich es kann em⸗ pfinden, Den heiland in dem herzen hab, Muß aller zweifel schwinden: Ich glaͤube feste, daß ——— Gott Mich wird durch k 5 leben 5²⁹ Creuz⸗ und Trost⸗Lieder * leben oder tod Gewaltiglich er⸗ loͤsen. 10. Nun was mir GOtt der hoͤchste hat Hierinnen ausersehen, Das wird nach seinem weisen raht Bald folgen auf mein flehen. HErr mein Gott! ich laß dich nicht, Bis mir die gnaden⸗huͤlf woblebe⸗ Drauf ich so sehnlich warte. Mel. Aus tiefer noht schrey ich ꝛe. ch treuer Gott, 09. 4 barmherzig herz Deß guͤte sich nicht endet: Jch weiß, daß du mir diesen schmerz Und kummer zugeseudet: Ich weiß/ daß du mir diese last Aus lie⸗ be zugetheilet hast, Und nicht aus haß und grimme. 2. Denn das ist allzeit dein ge⸗ brauch: Wer kind ist, muß auch leiden: Wen du HErr! liebst, den staͤupst du auch, Giebst schmer⸗ zen/ statt der freuden; Füͤhrst uns zur hoͤlen, thust uns weh/ Und fuͤhrst uns wieder in die höh/ Und wechselst lust und thraͤnen. HErr! dis erfuhr dein lieber sohn Ja selber auf der erden: Denn eh er kam zum ehren⸗thron, Mußt er gecreuzigt werden. Er gieng durch truͤbsal, angst und noht; Ja durch den herben bit⸗ tern tod Drang er zur himmels⸗ freude. 4. Hat sich dein sohn, der so ge⸗ recht, So willig drein gegeben; Was will ich armer suͤnden⸗knecht Dir noch viel widerstreben? Er ist ein spiegel der geduld: Und sehnt man sich nach seiner huld; Muß man ihm aͤhnlich werden. 4. Ach vater! ach! wie schwer⸗ lich pflegt Es die vernunst zu glaͤuden, Daß die, so deine rechte Wie schwerlich laͤßt sich lieb und leid Bey uns zusammen reimen. 6. Was mir noch fehlt, gib selbst o GOtt! Erhalte meinen glau⸗ ben, Daß mir ihn weder ereutzes⸗ O noht Noch truͤbsals-winde rau⸗ ben. Erhalte mich, mein fels und hort! Befestge mich in dei⸗ nem wort, Behuͤte mich fuͤr murren. ö 7. Bin ich ja schwach z laß deine treu Mir an die seite treten, Hilf, daß ich unverdrossen sey Zum ru⸗ fen, seufzen, beten. So lang ein herz noch hofft und glaͤubt, Und im gebet bestaͤndig bleibt, So lang ists unbezwungen. 8. Daß, JEsu! du mein heiland bist, Zeugst du mit deinem blute, Du' weißt, was ereuz und truͤbsal ist; Du weißt, wie dem zu muhte, Den leiden, noht und unglüuͤck plagt, Und wirst, was angst und wehmuht klagt, Auch leicht zu herzen fassen. 9. Ich weiß, du wirst in deinem eil, mir schwachen beyzustehn, Laß mich durch dit gewisser gehn, Laß meinen fuß nicht straucheln. Denn du bist ja der muͤden ruh/ Der schwachen thurm und feste. Greif mich auch nicht zu heftig an, Daß ich geduldig tragen kann, Was mir dein raht beschieden. 11. Und findet mirs dein raht⸗ den; So laß mich nur in deiner halte. schlaͤgt, In deiner gnade bleiben. Das ereuz setzt uns in bangigkeit; 12. O heilger geist, du freu⸗ den⸗oͤl, Das GOtt vom himmel schicket! sinn Fezt mitleid mit mir haben; Und mich, wie ichs bedürfig bin. Mit gnad und huͤlfe laben:? Ach! 10. Sprich meiner seele kraͤftig zu, Und troͤste mich auss beste; schluß gut, Ein wenig hier zu lei s hut, Als wie ein schaͤflein, weiden. Daß ich im glauben die geduld, Und durch geduld, GOtt! deine huld, Nach schwerer pein, er⸗ n Ig 5e E Wirwcht e a Wihrh etrühsz Eꝛ nith Vhaschou „Dieieth Hdtoseny oeten, Vft und ⸗ Plandiz eiwunge suldun n ith⸗ Was ckehe it, vieh nost: lirs uu Dot, M 6„ Dun leid nit ie ide hüf Pchenheh Dgeass Wicht snn neing ie mich IUA in allerley Truͤbsalen uͤberhaupt. 523 schicket! Erfreue mich, gib mei⸗ ner seel, Was marck und bein er⸗ quicket. Laß mich schon hier die freude sehn, Die alle, so durch truͤbsal gehn, Voll herrlichkeit er⸗ langen. 13. Da wirst du denn in ewger lust Hoͤchst⸗gnaͤdig mit mir han⸗ deln; Mein ereuz, das dir und mir bewußt, In freud und ehre wandeln. Da wird mein weinen guter wein, Mein aͤchzen lauter jauchzen seyn, Das glaͤub ich: hilf mir! amen. Mel. Ich will meine stimm—9 aß, o HErr! dein ohr 8 I 0.L sich neigen, Dix mein wort zu herzen steigen: Stoß mich ja nicht von dir hin, Weil ich arm und elend bin. Hůͤter über seel und leben, Welches ich dir ganz ergeben, Bringe deinen knecht aus noht, Der auf dich nur hofft, o Gott! 3. Gnade! weun ich mit ge⸗ bete Alle tage vor dich trete: Meine suͤnden mir verzeih, Und mich, deinen knecht, erfreu. Denn zu dir steht mein gemuhte, Du bist gut und selbst die guͤte: Du ver⸗ stoͤssest keinen nicht, Welcher dich um schutz anspricht. 3. HErr! ich bitte, laß mein schreyen Vor dein treues ohr ge⸗ deyen: Hoͤre mir geneiget zu, Wie ich meine bitte thu. Will mich truübsal ganz umringen, Und mit aͤngsten auf mich dringen; So geht mein geschrey vor dich, Deun ich weiß, du hoͤrest mich. 4. Niemand kann sich dir ver⸗ gleichen, Jede that muß deiner weichen; Aller heiden grosse zahl, Deine werke allzumahl,Wer⸗ den, HErr! sich vor dir neigen, Deinem namen ehr erzeigen: Du bist groß, und deine werk Sind voll weisheit, guͤt und staͤrk. 6. Lehr mich deine wege gehen, Und in deiner wahrheit stehen: Halt mein herz bey dem allein, Daß ich dich, GOtt! fuͤrchte rein: Dank will ich dir, hoͤchster! sagen, Wenn du mich befreyst von pla⸗ gen: Deines namens herrlichkeit Will ich preisen jederzeit. 6. Groß ist deine gůt und gabe: Du hast aus dem tiefen grabe Meine seele vorgebracht. Laß nicht stolzer leute macht, Die dich nicht vor augen haben, Sich an meinem jammer laben; Die gottlosen stehen mir Nach der see⸗ le für und fuͤr. 7. Du hingegen hast erbarmen, HErr mein helfer! mit den ar⸗ men: Du bist gnaͤdig fuͤr die schuld, Traͤgest lange zeit geduld: Deine gut ist nicht zu zaͤhlen, Dei⸗ ne wahrheit kann nicht fehlen, Siehe mich nun wieder an, Daß ich gnade spuͤren kann. 3. Laß doch deinen knecht sich staͤrken, Deiner magd sohn ret⸗ tung merken: Laß ein gnaͤden⸗ zeichen sehn, Und es mir zu gut geschehn; Daß sich meine feinde graͤmen, Und daruͤber muͤssen Ich, men, Daß du mich in schutz gefaßt, Und so reich getroͤstet hast. ö *9. Hilf, Gott! daß sich deine ehre Allenthalben herrlich mehre. JEsu Christ! durch dei⸗ nen tod Rette mich aus aller noht. Heilger geist! mich fort regiere, Und auf rechtem wege fuͤhre, Daß ich jeit und allezeit Dir zu dienen sey bereit. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. uhastgesagt, o treuer 8 141 O Wo jemand muß ertragen Creus, truͤbsal, ungluͤck, angst und noht; Der solle nicht 324 Creuz⸗ und Trost- Lieder nicht verzagen: Du wollest ihn auf seine bitt, Wenn er im glau⸗ ben vor dich tritt, Durch starke hand erloͤsen. z. Nun bleibt dis wort auch heute wahr Bey denen, die drauf bauen; Und du errettest immer⸗ dar, Die dir von herzen trauen. Drum ruf ich dich auch jetzo an, Da mir sonst niemand helfen kann, Als du/ GOtt, meine huͤlfe— 3. BErr! der du vormahls gnaͤ— dig hast Aus ungluͤck mich gefuͤh⸗ ret: Dazu verhuͤt't, daß mauche last Und noht mich nicht beruͤhret: Der vormahls mir aus lauter gnad All meine suͤnd und misse⸗ that Bedecket und vergeben: 4. HErr! der du meine jammer⸗ stimm Auch vormahls oft erhoͤret, Und deines zorns gerechten grimm In gnad und huld verkehret: Er⸗ hoͤre mich auch dieses mahl, Und schick vom hohen himmels⸗saal Drost, hülfe und errettung. 9. O grosser GOtt, erbarm dich doch! Es steht in deinen haͤnden, Du kannst allein das schwere joch Der truͤbsal von mir wenden: Ich setze nicht zeit maaß noch ziel, Bey dir sind ja der mittel viel; Ach hilf mir, HErr! in gnaden. 6. Erhoͤr, o vater! mein ge⸗ schrey, Laß deinen grimm sich stil⸗ len; Und, was ich bitte, das ver⸗ leih Um JEsu Christi willen: Daß ich, weil ich noch lebe hier, HeErr! deine guͤte fuͤr und fuͤr Mit herz und mund erhebe. Mel. JEsu deine heilge wunden Ott mein vater! zaͤhl 8 1 2. G in gnaden Meine seufzer, die ichthu. Wende von mir spott und schaden, Schick mir raht und huͤlfe zu: Deuke nicht der missethat, Die mein fleisch begangen hat; Sondern sieh auf diese plagen, Die mich alle tage nagen. 2. Ach! ich hab es wol verschul⸗ det: Was ich jezt fuͤr straf empfind, Und ich noch bisher erduldet, Is dagegen noch gelind: Dein ge⸗ richt, HErr! ist gerecht Ueber mich, den boͤsen knecht, Der ich mich von dir verlaufen, Sünden ausgeuͤbt mit haufen. 3. Was ich haͤtte sollen hassen, Hab ich leider oft gethan. Gutes hab ich unterlassen Mehr als ich nur wissen kann; Durch gedanken, werk und wort Dich erzürnt an manchem ort, Auch den naͤchsten nicht geliebet, Sondern ofter— mahls betruͤbet. 4. Wenn ich nun daran geden⸗ ke; Steigt mirs dergestalt zu sinn, Daß ich mich von herzen kraͤnke, Und in hoͤchsten aͤngsten bin. Mei⸗ ner schulden grosse zahl Druͤckt und kraͤnkt mich uͤberall: Ach! ich fuͤrcht, ich muͤß vergehen, Weil ich nirgends kann bestehen. c. Dir, HErr!fall ich izt zu fusse, Und begehre gnad und gůt: Nimm fuͤr meine schuld die busse Aus zer⸗ schlagenem gemuͤht. Vater! schenk mir gnaͤdiglich, Daß ich oft erzuͤr⸗ net dich; Laß um JEsu Christi Rihlen Sich den grimm nun voͤllig stillen. „6. GOtt, ach GoOtt! durch dein erbarmen, Guͤte, weisheit, lieb' und macht, Hilf mir einso⸗ men und armen: Auf dich wart ich tag und nacht. Ach! erloͤse mich doch bald Aus der noht, die mannigfalt. HErr! ich bitte, du wollst eilen, Und nicht laͤnger mehr verweilen. 7. Solltest du mich fort so las⸗ sen, Und mir künftig nicht bey⸗ stehn: Wuͤrden die, so dein wort hassen, Ihren spott nur an mir sehn, Und mir hoͤnisch ruͤcken fuͤr, Daß ich zwar stets schrey 3. i — V 00 Wl 2 — sichde ů eHα llhiet I VM V 4 E 0 hitd ee det e schth.— UMAtkal Wl,GOe I S Ahmnelens h hetüg ,E Mimm Wott! W: Ae . Hicgs Moch Dil II 7 — Dirst hubtzz Deitste isser gh i Tsen hich berhulh aufeh. hitte I afeng dut t Daht i he „ Gih Het. um Itsdan Eun DI rosse lcch il üen Oun bes „salit VDIU 0 dithh iuht 2 ‚ D 160 ingri och / G t/ H 9 en: Hicht.! EEE U. h in allerley Cruͤbsalen uͤberhaupt. 325 Weil ich aber so gefehlet, Bleib ich tag und nacht gequaͤhlet. 8. Ich bekenn in reu und schmerzen, es war rechter lohn: Haͤtt ich dich ge⸗ fuͤrcht von herzen, Waͤr ich frey von solchem hohn. Doch dein raht und weisheit ist So groß, als du selber bist; Laß mir noch dadurch auf erden Alles nuͤtz und heilsam werden: 9. Daß ich deines namens ehre, Deine wunder⸗guͤt und treu Im⸗ merfort allhier vermehre, Und dem naͤchsten nuͤtzlich sey: Daß auch kund wird jedermann, Wie viel besser der gethan, Der auf deine allmacht hauet, Als der sei— nem witz vertrauet. *10. Nun, GOtt! du kannst ret⸗ tung senden Zu der angenehmen zeit; All mein elend kannst du wen⸗ den, Nebst betruͤbniß, sorg und leid. Komm, HErr! komm, und eile doch, Nimm mir ab das schwe⸗ re joch: GOtt! ich weiß, du hoͤvst mein flehen: Amen, laß es bald geschehen. 81 dach dir, HErꝛ! steht 3. mein verlangen, Auf dich hoff ich, HErr mein GOtt! Laß mich keinen schimpf empfang n/ Noch den feinden seyn ein spott; Weil du den in schand und hohn, Der dein harrt, nicht lassest setzen: Schand und schmach ist deren lohn, Die dein wort ver⸗ aͤchtlich schaͤtzen. 2. HErr! du wollest mich stets fuͤhren, Und mir zeigen deine bahn; Mich durch deinen geist regieren, Daß ich richtig gehen kann. Schreib mir selbst ins herz hinein, Was dein wort befehl' und sage: Du bist, der mir hilft allein. tage. ich jezt in meinem herzen. GoOtt! dein wart ich 428 3. Denk, o HErr! daß deine guͤte Vor der welt her ewig ist: id Zeuch dir, vater! zu gemuͤhte, Dieses waͤr mein Daß du voll erbarmen bist; Mei⸗ ner jugend missethat Wollst du jezt nicht mehr gedenken; Son⸗ dern mir aus lauter gnad Aller suͤnden strafe schenken. 4. Fromm ist GOtt, und weiset allen, Die voll wahrer reu und buß, Wie man ihm soll wolgefal⸗ len, Wie man vor ihm wandeln muß. Die zerbrochnes herzens sind, Troͤstet er zu allen zeiten: Wo er geistlich arme findt, Will er seinen weg sie leiten. . Gottes wege sind zu nennen Dreu und gut an jedem ort, De⸗ nen, die ihn recht erkennen, Thun nach seinem bund und wort. Err! vergib durch deine huld, Und um deines namens wegen, Meiner suͤnden grosse schuld, Die sich haͤufig bey mir regen. 6. Wer Gott herzlich fürcht'r und liebet, Wandelt auf der rech⸗ ten bahn; Wer auf seinen bund acht giebet, Ist am allerbesten bran: Denn in gutem frieden⸗ stand Wird der HErr ihn allzeit schuͤtzen, und sein saame wird das land Erblich haben und besitzen. 7. Wer Gott fuͤrchtet, wird geniessen Reichen trost und wahre ruh; Das geheimniß wird er wis⸗ sen, Im erkenntniß nehmen zu. Meine augen sind zu dir, HErr! gericht t in allen sachen; Weil du meine fuͤsse mir Aus dem netze frey wirst machen. 3185 8. Wend dich zu mir mit erbar⸗ men, Daß mir gnad und huͤlf er⸗ schein: Ach errette bald mich ar⸗ men, Der ich muß so einsam seyn. Grosse augst und bangigkeit Hab Fuͤhre mich aus noht und leid, Mach mich frey von sorg und schmerzen. 9. Schau, was ich fuͤr plag em⸗ pfinde, 5² Creuz⸗ und Trost⸗Lieder pfinde, Siehe meinen jammer an; ind vergib mir alle suͤnde, Die ich lebenslang gethan. Aendr' auch meiner feinde sinn, Die sich auf gewalt verlassen, Deuen ich im wege bin, Und die mich aus frevel hassen. *10. HErr Gott! groß von wunderthaten, Sey mein schutz, und mich bewahr. Laß mich nicht in spott gerahten, Dir vertrau i ganz und gar, Schlecht und recht behuͤte mich, Denn dir hab ich mich ergeben. GOtt! wir hoffen stets auf dich: Hilf uns, hilf, so lang wir leben. Mel. Laß o HErr dein ohr ꝛe. 8 1 JS will meine stimm 4. erheben, Und nach Gottes rettung streben: Meine stimme steigt empor, Und er neigt zu mir sein ohr. Dich, HErr! such ich an dem tage Meiner gros⸗ sen noht und plage: Und bey nacht breit ich zu dir Meine haͤnde fuͤr und fuͤr. 2. Meine seel ist als verlassen, Und will keinen trost mehr fassen: Nicht ohn seufzen in der noht Tret ich vor dich, treuer GOtt! Mein gebet muß zu dir dringen, ünd mein elend vor dich bringen. Meines jammers ist so viel, Daß mein geist verschmachten will. 3. Du hist, der mein auge ruͤh⸗ ret, Daß es keinen schlaf mehr spůͤhret. Mich koͤmmt angst und ohnmacht an, Daß ich auch nicht reden kann. Ich gedenk der alten zeiten, Die mich ehedem erfreu⸗ ten: Mein gemuͤhte untersucht Ihre allzuschnelle flucht. 4. Ach mein saiten⸗spiel und singen Will vor trauren jezt nicht klingen; Meine seele forscht bey nacht; Und hat oftmahls dis ge⸗ dacht: Wird der HErr denn stets so bleiben, Mich im zorne von sich treiben? Hat sein gnaden⸗bund hein end, Daß sich GOtt so von mir wendt? 6. Will er nicht mehr guͤt erwei⸗ sen, Daß man ihn drum koͤnne preisen? Seine zusag und sein wort Waͤhren die nicht immer⸗ fort? Ist der HErr zu weit ent⸗ sessen? Hat er lieb' und huld ver⸗ ch.gessen? Will er nicht barmherzig seyn Nach so vieler straf und pein? 6. Leztlich sprach ich in dem denken: Soll ich mich zu tode kraͤnken? Kann doch Gottes rechte hand Leichtlich aͤndern sol⸗ chen stand. Starker GOtt! du kannst noch rahten Durch derglei⸗ chen wunderthaten, Als du schon der ganzen welt Hin und wieder vorgestellt. 7. Ueberles ich im gemühte Bey mir deine lied' und guͤte/Dei⸗ ne weisheit, deine macht; Hof ich darauf tag und nacht. HErr. ich bitte, hilf mir armen Durch dein vaͤterlich erbarmen; Sende mir bald rettung zu, Und an leib und seele ruh: 8. Daß ich mich zufrieden gebe/ Und dir immer heilig lebe, Dei⸗ nes namens herrlichkeit Auszu⸗ breiten sey bereit. Ich will beten, ich will wachen, Dich, was uͤbrig/ lassen machen. GOtt! ich weiß, du hoͤrest mich, Denn dir trau ich festiglich. Mel. Wer nur den lieben G Ott ꝛc. ch will die hand und 8 I 5.J ruhte kuͤssen, Die mich zu meinem besten schlaͤgt. Gott laͤßt mich seine liebe wissen/ Die er,/ als vater/ zu mir traͤgt. Er zeiget, daß mir seine treu In ewig⸗ keit gewogen sey. 2. Ich weiß nicht viel von gu⸗ ten tagen, Doch also bin ich 0 0 W L W . 011½ WA Audethu YNnnt/ Ind e u i 00, I.d 4 Die rösts 6⁰ led Hal. I d Wx/ Is Y WI. Alumt eir Go fabd Whin; Imos Ird + uh liebt, V giebt. him der len lul, mein ulten; 0 Itthe ren de Daten. t p Iih olied' Reihe x . nit n Tehn I 5340 ich x RI ettic it. Dül 60⁰ 4 Del —— odeult Hlh, in allerley Trübsalen uͤberhaupt. 327⁷ sto gleich: Drum will ich alles freudig tragen, Er macht mich doch an troste reich: So, daß mir leiden und verdruß Zu meinem besten dienen muß. 3. Die sonne kann nicht immer scheinen, Der himmel ist nicht all⸗ zeit klar: GOtt haͤlts nicht an⸗ ders mit den seinen, Er fuͤhrt die heilgen wunderbar. A% Gott meint, und was er thut, ILI IEI ich u i c Doch wies Das meint und macht er alles gut.— 4. Muß ich nun gleich in mei⸗ nen jahren, Und auf dem wege dieser zeit, Die groͤsse vieler angst erfahren; So bleib ich doch in Gott erfreut. Ja waͤr ich auch dem tode nah, Ist dennoch kraft und leben da. 9. Und koͤmmt es endlich gar zum sterben, So faͤllt mir doch der muht nicht hin; Im tode kann ich nicht verderben, Weil ich sein kind und erbe bin. Ich weiß, daß GOtt mich ewig liebt, Und mir die lebens⸗erone giebt. 6,. Liegt schon der leib im sinstern grabe, So steht er doch verklaͤ⸗ ret auf. Denn wenn ich ausge⸗ schlafen habe, Hohlt GOtt mich aus der tief herauf, Und führt mich in den himmel ein; Da werd ich ewig bey ihm seyn. 7. Ich wuͤnsche mich von dieser erden Je eher noch, je lieber los. Im himmel muß mir alles wer⸗ den, Da macht mein Gott mich herrlich groß: Da, da bin ich an troste reich, Und GOtt und seinen engeln gleich. 8. Ey nun, mein GoOtt! so magst du walten; Ich dulde mich im ereuz und schmerz, Und h will dir willig stille halten. Gib du mir nur ein froͤlich herz; Daß du, mein liebster GOtt! allein Mel. Wer nur n 1 GOtt 0 etruͤbtes herz, ac 8 1 6. B still dein weinen: Mußt du schon jezt auf dornen stehn; Pflegt doch der himmel mit den seinen Hier in der welt so um⸗ zugehn. Ist gleich dein jammer noch so schwer, Ach! seiner gnaden ist vielmehr. 2. Er schlaͤgt, doch heilt er auch die wunden:; Er liebt, wenn er uns gleich betruͤbt. Ja, wenn wir kaum den schmerz empfunden, Sucht er schon, was uns labsal giebt. Aus seiner hand koͤmmt lieb' und leid, Bey ihm quillt lust und traurigkeit. 3. Drum sey getrost, gekraͤnk⸗ tes herze! Das ereuz trennt dich und JEsum nicht. Verkehrt sich deine freuden-kerze Anizt schon in ein todten⸗licht; O lerne die⸗ ses wol verstehn: Den frommen pflegt es so zu gehn. 4. Hie fuͤhrt uns GOtt durch rauhe wege Auf einer bahn, die truͤbsal heißt: Ertraͤgt man aber seine schlaͤge Geduldig und mit stillem geist: Wird doch zulezt, was uns beschwert, In lauter ho⸗ nigseim verkehrt. s. Trink nur getrost das maaß voll thraͤnen, GOtt zaͤhlt sie dir ja selber zu. Ich weiß, es trifft dein aͤngstlich sehnen Noch endlich die gewuͤnschte ruh. Geht gleich das creuz sehr bitter ein, Muß dir doch alles heilsam seyn. 6. Bey dieser welt muß lust und freuden Ost reu und schmerzen nach sich ziehn; Hingegen aus der frommen leiden Kann nichts, als tugend⸗ rosen bluͤhn; Gott pruͤ⸗ fet nur erst unsern muht, Eh er uns wieder guͤtlich thut. 7. Fromm und geduldig seyn in plagen, Bricht GOtt sein treues vater⸗herz. Er kann uns nicht be⸗ staͤndig schlagen, Ihn 52 10. end⸗ 5²⁸ Creuz⸗ und Trost⸗Lieder endlich unser schmerz. Ja, wenn vergehen, Sein zorn riß mich er uns am weitsten scheint, Tritt er dahin. zu uns, eh man es meint. 8. Verlieren wir die besten freunde, O ihn verliert man nim⸗ mermehr. Was thun uns denn die groͤßten feinde? GOtt geht im streite vor uns her. Ach! wer nur fest auf ihn vertraut, Hat auf den staͤrksten fels gebaut. 9. Ruht demnach, ihr betrübte sinnen! Ach! lebt nur GOtt, so hats nicht noht. Die hoffnung muß zulezt gewinnen; Er giebt nicht immer thraͤnen⸗brot. Creuz, elend/ schmach und alle pein Kann keinem ehristen schaͤdlich seyn. Mel. Herzlich thut mich verlang. 17 I heie fuͤr mich/ so 8 7. trete Gleich alles wider mich? So oft ich ruf und bete, Weicht alles hinter sich. Hab ich das haupt zum freunde, Und liebet mich mein GOtt; Was chadet mir der feinde Und neider chmach und spott.. X. Nun weiß und glaͤub' ich feste, Und ruͤhm es ohne scheu, Daß Gott der hoͤchst und beste, Mein freund und vater sey: Daß er in allen faͤlen Zu meiner rech⸗ ten steh. Er daͤmpfet sturm und w52 Er stillt mein ach und weh. 0 3. Der grund, drauf ich mich gruͤnde, Ist Christus und sein blut: Durch dieses seh und finde Ich dort das wahre gut. An mir und meinem leben Ist nichts der liebe wehrt: Nur was mir GOtt 4971.—8 Ist was man wuͤrdig ehrt. 4. Wenn JEsus, meine ehre, Mein glanz und schoͤnstes licht, Mir nicht im herzen waͤre; So duͤrft und koͤnut ich nicht Vor Gottes augen stehen, Weil ich ein sunder bin: Ich muͤßte stracks c. Mein JEsus tilgt und loͤ Fluch, hoͤllen⸗pein und tod. 65 ist, der mich rein waͤschet, Macht schueeweiß, was nur roht. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen helden-muht; Darf kein gericht nicht scheuen, Wie sonst ein suͤnder thut. 6. Nichts, nichts kann mich ver⸗ dammen, Nichts nimmt mir mei⸗ nen muht. Die hoͤll und ihre flam⸗ men Loͤscht Christi theures blut. Kein urtheil kann mich schrecken, Mich troͤst't, was mich betruͤbt; Denn mich will Christus decken, Der mich als bruder liebt. 7. Sein geist wohnt mir im herzen, Regiert mir meinen sinn, Vertreibt mir sorg und schmer⸗ zen, Nimmt allen kummer hin, Giebt segen und gedeyen Dem, was er in mir schafft; Hilft mir das abba! schreyen Aus aller mei— ner kraft. 8. Und laͤßt sich schwachheit sehen; Vertritt mich dieser geist Mit seufzen, bitten, flehen, Das unaussprechlich heißt. GOtt, dem der grund der herzen, Und meine noht bewußt/ Erhöͤrt es, hebt die 1R8. Giebt geist⸗und seelen⸗ u 9. Sein geist spricht meinem geiste Manch suͤsses trost⸗wort zu; Wie Gott dem huͤlfe leiste, Der ihn mit stiller ruh Gesucht, und ihm vertrauet; Er zeigt ihm Gottes stadt, Wo herz und auge schauet, Was es geglaͤubet hat. 10. Da ist mein theil und erbe Mir praͤchtig zugericht. Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fallt doch mein himmel nicht. Mein JEsus hilft mir ringen; Muß ich gleich meine zeit Oft thraͤnen⸗ voll zubringen, Durchsuͤßt er doch mein leid. ů 11. Wer + VWIf e sh e osit: 29 Wei is + W un A A M icek Wchsauftz W. E schschet,* WI. Iumetmeh Wl, K . W und N Whahrung Wuun 3 — IIW. MWsettit wu * nautig saht gehk Maschein. Lthchtt, In Ahst; Dab 0 ai 1.—.— hol schmer Ahihls.L Wun herze en⸗sho Aslhrinen, Ashnen; De WSehet umgr Wd utde * i Aihn Stit Uunn 5,n „Will On ei u tnr i sug! allen! and gh Yt schi ie Sit st Dittn tn EI . Niebt gj ———L[—jͤ II in allerley Truͤbsalen uͤberhaupt. 8²⁰ II. Wer sich mit dem verbin⸗ det, Den satan flieht und haßt; Der wird verfolgt, und findet Nur hart' und schwere last Zu leiden und zu tragen, Geraͤht in n hohn und spott: Das ereuz und alle plagen Sind ihm ein taͤglich brot. 12. Das ist mir nicht verbor⸗ gen, Doch bin ich unverzagt; Gott will ich lassen sorgen, Dem ich mich zugesagt. Es koste leib und leben, Mich selber, gut und ehr; Ihm bleib ich fest ergeben, Ihn aß ich nimmermehr. 13. Kein engel, keine freuden, Kein thron und herrlichkeit Kein lieben und kein leiden, Kein' angst, gefahr und streit, Was man nur kann erdenken, Es sey klein oder groß; Soll mich von IEsu lenken, Reißt mich aus seinem schooß. 14. Mein herz ist wol zufrieden, Und kann nicht traurig seyn, Von angst und surcht geschieden, Sieht lauter sonnenschein. Die sonn'/ die mich anlachet, Ist mein HErr JEsus Christ; Das, was mich 22575 machet, Ist, was im him⸗ mel ist. Mel. Alle Seih dichoern eiß dich los von allen 3 8.· R schmerzen, Meine seele! reiß dich los. Wirf die un⸗ ruh aus dem herzen, Fall in Gottes gnaden⸗schooß: Trockne deine heisse thraͤnen, Stille dein gehaͤuftes sehnen; Denn dein va⸗ ter in der hoͤh Siehet auf dein ach und weh. z. Eile doch zum gnaden⸗stuhle, Wenn sich suͤnd und unglüͤck regt; Wenn dich in der elends⸗schule Gott mit harten ruhten schlaͤgt, Eil zu GoOttes vater⸗armen, Flehe Iusehnlich um erbarmen, Sprich: HErr! meines JEsu blut Machet alle schulden gut. 3. Flieh zu des erloͤsers wunden, Wodurch er sich ewiglich Ganz genau mit dir verbunden: Hier ist ruh und schutz fuͤr dich. Wer in JIéEsu wunden lieget Hat schon manche noht besieget: Und sein blut, der lebens⸗trank, Heilet die, so schwach und krank. 4. Immer an das ereuz geden⸗ ken, Macht die last noch eins so groß; Durch ein ungeduldig kraͤnken Wirst du doch der last nicht los. Dein trost sey, geduld und glaube; Mach es nur wie Noad taube, Die auf truͤbem was⸗ ser fliegt, Bis daß sie ein ol⸗blatt kriegt. . Nimm die hoffnung wahrer ehristen, Die auch noch im tode hofft. Trost, nach welchem wir gelüͤsten, Koͤmmt bey IEsu unver⸗ hofft. Creuz und palmen, schmerz und lachen Sind zwar unter⸗ schiedue sachen; Doch ein froher augenblick Laͤßt uns oft ein weh zurück. 6. Achte das fuͤr kein verder⸗ ben, Wenn dich schwere kraͤnk⸗ heit druͤckt, Wenn der HErr ein taͤglich sterben Dir in deine glie⸗ der schickt. Das sind keine boͤse schlaͤge, Sondern lauter liebes⸗ wege, Wo das ziel der freuden steckt, Ob dirs JEsus gleich ver⸗ deckt 7. Trinke nur den ereutzes⸗be⸗ cher, Den dir IEsus eingeschenkt. Wird der leib, die schale, schwaͤ⸗ cher, Und mit angst und noht gekraͤnkt; Kriegt dein geist doch neue kraͤste, JEsus mischt die bittern saͤfte Durch sein staͤr⸗ kungs⸗volles blut, Das die groͤß⸗ te wirkung thut. 8. Alles, was dich jetzo guaͤlet, Dient zu deiner seelen heil; Ja dein schmerz ist schon gezaͤhlet; Ll Und 330⁰ Creuz⸗ und Trost-Lieder Und dein JEsus tragt ein theil. Greif nur zu mit glaubens⸗haͤn⸗ den: Deine schmach wird sich hald enden, Wenn GoOtt nach der jammer⸗nacht Dir den tag der freuden macht. eg. Mache dir nun keine sorgen, D nn der hoͤchste sorgt fuͤr dich: Und vielleicht siehs du schon mor⸗ gen, Wie dein lieber vater. sich Innigst um dein wol bemühet, sind auf dein vergnuͤgen siehet; Wie er dich, nach kurzer vein, Auch recht lange kaun erfreun. 10. Mußt du gleich noch immer weinen; Ey, dein Gott bleibt deine lust. Will das licht nicht immer scheinen, JEsus schmückt doch deine brust Endlich, nach den truͤben stunden, Mit dem pürpur seiner wunden, Und du bist, als seine braut, Ewiglich mit ihm vertraut. ö 11. Ist es aber GOttes wille, Dich von dieser welt zu ziehn; O so halt gelassen stille: Denn so wirst du selig fliehn Von dem jammer zu der freude, Von der ber ube zum ehren⸗kleide; Nach er überstandnen quahl, Zu des lammes hochzeit⸗mahl. 12. Nun so komm, mein JEsu/ eile! Eile! mich verlangt nach dir; Weil ich aber hie verweile, O mein freund! so goͤnne mir Glauben, liebe, hoffnung, freude/ Und, nach hingelegtem leide, Je⸗ nes schoͤne Canaan, Wo ich ewig jauchzen kann. arum betruͤbst du 819. Wẽĩ dich, mein herz! Bekuͤmmerst dich und traͤgest chmerz Nur um das zeitlich gut? ertrau doch deinem HErrn und ——H Der alle ding erschaffen at. 2. Er kann und will dich lassen nicht, Er weiß auch wol, was dir gebricht; Himmel und erd ist sein: Er ist mein vater, HErr und 99960 Der mir beysteht in aller oht. 3. Weil du mein Gott und vater bist, Wirst du dein kind verlassen nicht, Du vaͤterliches herz! Ich bin ein armer erden⸗ klos, Auf erden weiß ich keinen trost. 4. Der reich' verlaͤßt sich auf sein gut, Doch ich vertraue mei⸗ nem GoOtt: Und werd ich gleich veracht't, So weiß und glaͤub ich festiglich Wer dir vertraut, dem mangelt nicht. 6. Elia! wer ernehret dich, Da es so lange regnet nicht, In so schwer⸗theurer zeit? Ein' wittwe im Zidonier⸗land, Zu der du von GOtt warst gesandt. 6. Da unter dem wacholder⸗ baum Der engel GOtts vom him⸗ mel kam, Bracht er ihm speis und trank. Er gieng gar einen wei⸗ ten gang Bis zu dem berg,/ Horeb genannt. 7. Des Daniels Gott nicht vergaß, Als er unter den loͤwen saß; Sein? engel sandt er hin, Ließ ihnen nehmen grimm und wuht hut. 8. Joseph in Egypten verkauft ah ward, Vom Phargo gefangen hart, Um seiner froͤmmigkeit. GoOtt macht ihn zu ein'm grossen AUdt wygo herrn, Daß er konnt vat'r und brüder nehrn. 9. Es ließ auch nicht der treue GoOtt Die drey maͤnn'r im feur⸗ ofen roht. Sein engel sandt er hin, Bewahrt sie fuͤr des feuers glut, Half ihnen aus der angst und noht. *10. Ach GOtt! du bist noch heut so reich, Als du gewesen ewiglich: Mein vertraun steht ganz zu dir. Mach mich an 4 u ne EI A. W rutrss Mboochn e ßhu. Wgethanx Int: V shlit Iue Vcht Ee leV sitt W Wphn Mberdegsz XI Mudeinses %0 frü Wbnri Ahschied Durch seine wunder-macht und süchse u h Waij Vlicht/ hin tih erden y eich' u „Doch 0 E. Und weh Oer dy Zigt. Aerethh tegn rer aah land t gesand itet du Cugele Hrachte Rgieng g Sis uuN — danih er u * Bgelsch en an I Wi I Wlseint ih ahn n in allerley Truͤbsalen uͤberhaupt. 831 ner seele reich, So hab ich gnug hie und ewiglich. it 11. Der zeitlich'n ehr will ich gern entbehrn; Du wollst mir nur das ewge gewaͤhrn, Das du erwor⸗ ben hast Durch deinen herben bit⸗ tern tod: Das bitt ich dich„ mein HErr und GOtt! U. Das alles, was auf dieser welt, Es sey gold/ silber oder geld, Reichthum und zeitlich gut/ Waͤhrt hier nur eine kleine zeit/ Und hilft doch nicht zur seligkeit. 13. Ich dank dir, Christe, Gottes sohn! Daß du mir sol⸗ ches kund gethan Durch dein goͤtt⸗ liches wort: Verleih mir auch bestaͤndigkeit Zu meiner seelen seligkeit. 14. Lob, ehr und preis sey dir gesagt Fuͤr alle dein erzeigte wol⸗ that. Ich bitt demuͤhtiglich, Laß mich nicht von dein'm angesicht Verstossen werden ewiglich. Mel. JEsu deine heilge wunden. ion! gib dich nur zu⸗ 8²2⁰. frieden, GOtt ist noch bey dir darinn; Du bist nicht von ihm geschieden, Er hat einen vater⸗sinn. Wenn er straft, so liebt er auch, Dis ißt sein belieb⸗ ter brauch: Zion! lerne dis be⸗ denken, Warum willt du dich so kraͤnken?. z. Treiben dich die meeres⸗ wellen In der wilden tiefen see; Wollen sie dich gar zerschellen, Rufst du aͤngstlich ach! und weh! Schweigt auch JEsus still dazu, Gleich als in der sanften ruh: Zion! laß dich nicht bewegen, Diese fluht wird sich bald legen. 3. Berg und felsen moͤgen wei⸗ chen, Ob sie noch so feste stehn. Mond und sonne mag erbleichen, Ja die welt mag untergehn: Hat es doch mit dir nicht noht; So im leben als im tod Wird dich GOtt nicht sinken lassen, Sondern vaͤ⸗ terlich umfassen. 4. Muͤssen deine thraͤnen⸗quel⸗ len Dir an statt der perlen seyn; Muß sich angst und noht gesellen, Druͤckt dich kummer, schmerz und pein: Ist dein purpur, schmach und blut, Duͤrftigkeit dein haab und gut; Zion! laß dir doch nicht grauen, Du kannst deinem GOtt vertrauen. 5 6. Draͤut man dir mit schmach und banden, Schreckt dich tod und herzeleid? Ey! du wirst doch nicht zu schanden, Denk nur an die ewigkeit. Sey nur froh und wolgemuht, Da der HErr dir solches thut. Zion! GOtt wird dich schon staͤrken, Dieses mußt du glaͤubig merken. 6. Freue dich! es koͤmmt das ende Und der abend schon herbey/ Gib dich nur in GOttes haͤnde, Dieser machet dich bald frey; und fuͤr truͤbsal, spott und hohn Giebt er dir die freuden⸗eron. Zion! so stehn deine sachen: Darum laß die welt nur machen. J. Halleluja! deine wonne Wird nun herrlich, schon und groß. JEsus, deine gnaden⸗sonne, Nimmt dich gar in seinen schooß/ Troͤstet, liebt und kuͤsset dich/ Deckt und schuͤtzt dich gnaͤdiglich. Zion! wo ist nun dein klagen? Kannst du nicht voufreuden sagen? 8. Freuen sich die himmels⸗ erben, Zion! nicht schon uͤber dir? Denn du lebest nach dem sterben Dort bey ihnen fuͤr und fuͤr, Wo dein JEsus dich erfrischt, Dir die thraͤnen selbst abwischt. Wer will dich nun von den freuden, Bey des lammes hochzeit, scheiden? Mel. Von Gott will ich nicht ꝛc. 21 as willt du dich be⸗ 8 g truͤben, O meine 212 liebe 53² Creuz⸗ und Trost⸗Lieder liebe seel! Sieh/ daß du den magst lieben, Der heißt Immanuel. Vertrau dich ihm allein: Er wird es alls gut machen, Und fördern deine sachen, Wie dirs wird selig e N. ö. Denn Gott verlaͤsset keinen, Der sich auf ihn verlaͤßt. Er bleibt getreu den seinen, Die ihm ver⸗ trauen fest. Laͤßt sichs an wunder⸗ lich; So laß dir doch nicht grauen/ Mit freuden wirst du schauen, GOtt schuͤtz' und rette dich. 3. Auf ihn magst du es wagen, Mit unerschrocknem muht: Du wirst mit ihm erjagen, Was dir hie nuͤtz und gut. Was GOtt be⸗ schlossen hat, Das kaun niemaud verhindern Aus allen menschen⸗ kindern: Es geht nach seinem raht. 4. Wenn auch gleich aus der hoͤllen Der satan selber sich Dir wollt' eutgegen stellen, Und unter⸗ treten dich; So muß er doch mit spott Von seinen ranken lassen, Womit er dich will sassen: Denn dein werk foͤrdert GOtt. 5. Er richts zu seinen ehren und deiner seligkeit, Solls seyn, kein mensch kanns wehren, Und waͤrs ihm noch so leid. Will es Gott aber nicht, So kanus nie⸗ mand sorttreiben, Es muß zu⸗ ruͤcke bleiben: Was GOtt will, das geschicht. 6. Drum ich mich ihm ergebe, Alls sey ihm heimgestellt. Nach nichts ich sonst mehr strebe, Als nur, was ihm gefaͤllt: Drauf wart ich, und bin still 3 Sein will d ist doch der beste, Das glaͤub ich steif und seste, GOtt mach es, wie er will. 7. HErr! gib, daß ich dein“ ehre Ja all mein lebelang Von herzens⸗grunde mehre, Dir sage lob und dank. O vater, sohn und geist! Der du aus lauter gnaden Abwendest noht und schaden, Sey immerdar gepreist. Mel. Aus meines herzens grunde. ein herz! sey wol 8 2 2. zufrieden, Stell doch dein trauren ein. Du mußt nicht stracks ermüden, Noch so verzaget seyn, Wenn dich ein un⸗ gluͤck drͤckt. Laß dir es doch in al⸗ len Mit freuden wol gefallen, Wie GoOtt es mit dir schickt. z. GOtt sucht durch ereuz und plagen Dein bestes allezeit. Du weißt/ bey guten tagen Findt sich oft sicherheit, Bist dann voll süͤn⸗ den⸗lust, Haͤngst an den eitelkei⸗ ten, Die dich also verleiten, Daß du zur hoͤlle mußt. 3. Koͤmmt aber je zuweilen Ein ereuz und druͤcket dich; Pflegst du zu GOtt zu eilen, Dein geist er⸗ muntert sich, Dein beten hat mehr kraft. Du lernest Gott vertrauen, Geduldig auf ihn bau⸗ en, Bis er dir huͤlfe schafft. 4. Drum sey doch gutes muh⸗ tes, Mein herz! in deiner noht. Bedenke, wie viel gutes Erweiset dir dein GOtt; Dem klage deine pein. Ermuntre dein gemuͤhte, Und hoff auf seine guͤte, So wirst du gluͤcklich seyn. 7. Laß nur den hoͤchsten ma⸗ chen, Sey still und murre nicht; Befiehl ihm deine sachen, Er weiß, was dir gebricht, Und witd/ nach seiner treu, Durch seiner all⸗ macht thaten, Dir wol und weis⸗ lich n Getrost! GOtt steht ir bey. 6. Und ob er lang ausbliebe, So warte mit geduld; Es wartet seins liebe Auch dein mit grosser huld. Je laͤnger ereuz und leid, Je besser es sich endet: Und wenn Gott huͤlfe sendet, Je mehr sie dich ersreut. 7. Darum sollt du nicht sorgen In Wte Klgesch! mi He Wt unsete Vllht hek, AMkoht. Mhert Abostin lbefal Acden t. l Dicl= Wls ihn Ker Whtihm MGot IOhit beg Mhett gesrgz mbol,. Acht Ged Huleity ahülfes Wdollet ui leken E. sst Ue Wschrsies jNrdis Wlar e Illich deg hchund ye schgse 2 Wa 0 git Wusne Rile erge Müfttun —— Rut Reif. —— 25 50 6 D Rnestth Dun an ahdn irscht Icht dt esteht Otentiz Bise Vuhst l t. DI an t N Dl yl. + dil „ h au/ 2 N + 146 0 ö + N lgtt e le lll nicht glei in allerley Truͤbsalen überhaupt. 533 In langer ereuzes⸗ pein. Viel⸗ seicht kann dir schon morgen Nach wunsch geholfen seyn. GOtt ist niemahls so nah, Als wenn die noht sich mehret; Wenn men⸗ schen⸗-raht aufhoͤret, Ist seine huͤlfe da. g. Wer GoOtt in allen dingen, Ge⸗ trost bertrauen kann: Dem wird es nie mislingen; GOtt nimmt sich e/ an. Denn wo er ihn ver⸗ ieß, Muͤßt auch sein wort betrü⸗ gen; Allein GOtt kann nicht lů⸗ gen, Drum hilft er auch gewiß. 9. Es ist niemahls geschehen, Daß ein geplagter ehrist, Wenn er auf GOtt gesehen, Zu schanden worden ist. Gewiß ist/ daß sich Gott Nicht unsern vater nenute, Wenn er nicht helfen koͤnnte Noch wollte in der noht. 10. Mein herz! von diesem al⸗ len Nimm trost in deiner noht. Hat dich ein ereuz befallen, Es bringt ch den tod; Dein vater kann und will Dich heben, retten, tragen: Auf ihn wirf deine pla⸗ gen, Und halt ihm willig still. 1r. Nun GOtt! was dir ge⸗ fället, So mir begegnen soll; Das werd ins werk gestellet. Ich bin der hoffnung voll, Du wirst nach deinem raht Geduld und trost verleihen, Zulezt mich auch er⸗ freuen Durch huͤlfe in der that. U. Du wollest mich nur staͤrken In meiner bloͤdigkeit. Ja laß mich christlich merken Des ereuzes nußbarkeit; Und daß desselben pein, Wie sehr sie auch betrüͤbet, Doch jedem, der dich liebet, Muß nütz und heilsam seyn. 13. Weil ich sen Fuͤr ereuz und ungemach; Dis aber zu erweisen, Ich leider! viel zu schwach: So gib, HErr ich dort In senen himmels⸗freu⸗ den, Fuͤr alles ereuz und leiden/ Dich preise sort und fort. dich auch soll prei⸗b daß g Melodey sout ch wich arum sollt ich mi 82 3. W denn grämen? Hab ich doch Christum noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den himmel rauben, Den mir schon Gottes sohn Beygelegt im glauben. 2. Nackend lag ich auf dem bo⸗ den, Da ich kam, Da ich nahm Meinen ersten odem. Nackend werd ich auch hinziehen Wenn ich werd Aus der erd Als ein schatten fliehen. 3. Gut und blut, leib, seel und leben Ist nicht mein, GBtt allein Ist/der mirs gegeben Will ers wie⸗ der zu sich kehren, Nehm ers hin: Ich will ihn Dennoch froͤlich ehren. 4. Schickt er mir ein creuz zu tragen, Dringt herein Angst und pein: Sollt ich drum verzagen 2 Der es schickt, der wird es wen⸗ den; Er weiß wol, Wie er soll All mein ungluͤck enden. 4. Gott hat mich bey guten tagen Oft ergetzt; Sollt ich leit Auch nicht etwas tragen Fromm ist GOtt und straft mit maassen: Er, mein licht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 6. Satan, welt und ihre rotten Koͤnnen nun Nichts mehr thun, Als nur meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen: GOtt mein heil Kann in eil Sie zu schan⸗ den machen. 7. Unverzagt und ohne grauen Wo er ist, Stets 691 aie Ihan Wollt ihn auch en schauen. Wo Der te Soll der muht der tod aufreiben; Soll d Dennoch gut Und sein stille blei⸗ n.—— 380 Kann uns doch kein tod nicht toͤdten, Sondern reißt Unsern eist Aus viel tausend noͤhten, Schließt das thor dem bittern leiden, Und macht bahn, Da man kann Gehn zun himmels⸗freuden. LI 3 9. Da 53⁴ Creuz⸗und Trost-Lieder 9. Da soll ich bey Christi schaͤi⸗ zen Geist und herz, Auf den schmerz, Ewiglich ergetzen. Hier ist kein recht gut zu finden; Was die welt In sich haͤlt, Muß wie rauch verschwinden. ö 10. Was sind diese lebens⸗guͤ⸗ ter? Eine hand Voller sand, Kum⸗ mer der gemuͤhter. Dort, dort sind die edle gaben; Christus wird, Als mein hirt, Mich dort ewig laben. 1I. HErr, mein hirt, brunn aller freuden! Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns schei⸗ den: Ich bin dein, weil du dein leben Und dein blut, Mir zu gut, In den tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse, und dich nicht, O mein licht! Aus dem herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Wo du mich Und ich dich, Ewig werd um⸗ fangen. Mel. s. JEsus meine zuversicht. raure nicht, betruͤb⸗ 824. Dees herz! Steht dir doch der himmel offen; Da kannst du im groͤßten schmerz Trost und freuden⸗blicke hoffen. Laß den seufzern ihren lauf, Nimm den weg zu GOtt hinauf. 2. Der das ohr gepflanzet hat, Sollte der nicht selber hoͤren? Nur bey GOtt ist raht und that, Die erfahrung wird dichs lehren. Klopfe nur an seine thuͤr, Stell ihm deine nohtdurft fur. 3. Bricht dein herz? ihm bricht es auch, Und er muß sich dein er⸗ barmen. Es ist seiner liebe brauch, Nach den schlaͤgen zu umarmen; Weil dem sohn, den er gestaͤupt, Doch Uebe herz n bleibt. 4. Ueberwind ihn durch geduld, Du mußt stille seyn und hoffen; Daß setzt dich in seine huld. Wenn dich ereuz und noht betrof⸗ fen, Trag es willig; mit der zeit Erntest du auch froͤlichkeit. g. Harre nur mit Israel; Hoff⸗ nung machet nicht zu schanden. Es ist ja noch freuden⸗oͤl Fur die traurigkeit vorhanden. Gottes wort, dein Gilead, Ist, was immer balsam hat. 13 6. Will ich Christi jüͤnger seyn, Muß ich ihm das ereuz nachtra⸗ gen; Und wer wollte sich nur freun In den angenehmen tagen? Auch ein boͤser tag stellt mir Meines Gᷣottes guͤte fuͤr. 7. O! wie macht das ereuz so fromm! Treibt es doch zu Got⸗ tes armen. Ist es gleich ein bit⸗ trer strom; GOtt versuͤßt ihn durch erbarmen, Perlen liegen auf dem grund: Welch ein segens⸗ reicher fund! ö 8. Liebes herz! ach finde dich In des lieben GOttes weise; Er fuͤhrt uns nur wunderlich, Daß man seinen namen preise, Wenn er, nach der finstern nacht, Einen tag der wonne macht. Mel. Alle erden uhri de. 0 erde munter, mein 825. Wẽ gemuͤhte! War⸗ um kraͤnkest du dich so? Denk an deines GOttes guͤte, Diese machet dich noch froh: Denn der, so dich jezt betruͤbet, Hat dich je und je geliebet, Und sein guͤldner gna⸗ den⸗schein Wird auch kuͤnftig um dich seyn. + 2. Seine hand haͤlt diese sitten, Daß sie schlaͤget, eh sie heilt. Wer mit viel geduld gelitten, Was ihm JEsus zugetheilt; Den bringt er hernach zu ehren: Wie uns alle fromme lehren, Die Gott durch die boͤse welt Eingefuͤhrt ins him⸗ mels⸗zelt. 3. JEsus stehet hinterm gitter und sieht deinem kampfe zu/ De: 4.0. — Habkts 0 0 Q◻ l. itüls 23n WI Hllht, Ie WhEs Wse. W* Iis hlut IN Welt Amushsei Ruchtes W Mötkebgt Hd. Altle!Er HeTe ue Ah Ashein ul ni I abux . udich HeE KsSdtg Nui ni ihaint M fur 6. 22 in allerley Truͤbsalen uͤberhaupt. 5335 nen kelch geschmecket; Reichet er Zucker her, Und giebt nach dem leiden Wieder trost und freuden. 4. Weine nicht, GOtt höret dich, Wenn dein herz nur girret. Hast du dich gleich wunderlich In der noht verwirret; Ruf ihn an, Denn er kann Deinen ungluͤcks⸗ wellen Ziel und grenzen stellen. . Weine nicht, GOtt liebet dich„Wenn die welt betruͤbet/ Und so manchen schlangen ⸗stich Deinem herzen giebet. Nichts be⸗ truͤbt Den GOtt liebt. Will gleich alles krachen GOtt kann froͤlich machen. 6. Weine nicht, Gott sorgt fur dich; Ey/ was kann dir fehlen? Was willt du dich stetiglich Mit den sorgen quaͤlen? Wirf auf ihn Alles hin, Er wird deine sachen Gut und besser machen. 7. Weine nicht, GOtt troͤstet dich Nach den thraͤnen⸗guͤssen. Endlich wird der kummer si Ganz verlieren muͤssen. Dur den tod Stirbt die noht: Und wenn der erscheinet, Hast du aus⸗ geweinet. Mel. Allein GOrt 90 Uhan 9 er in dem schutz de 82⁷. W'bochten ißund sich an GOtt ergeben/ Spricht: Err, du meine zuflucht! bist Mein' hoffnung, heil und leben; Ich weiß ja, du errettest mich Von teufels⸗stricken gnaͤdiglich/ Und von der pestilenze. 2. Mit seinen fluͤgeln deckt er dich Drum sollt du ihm vertrauen: Ja seine wahrheit schuͤtzet mich, mich bey nacht kein fliegt er sein Daß Noch mag, gleich . 33 erach dem ungewitter, Dich ver⸗ Wah setze zu der ruh. IEsus, der des i erenzes plagen Selbst persoͤnlich n hat geteag r Weiß am besten nh, stund und zeit, Wenn sich enden soll dein leid. AAnn 4. Traue seinem wahren mun⸗ l de: Dassen wort il uuren that/ Der auch deine trauer⸗ stunde Hsil Richtig abgetheilet hat. Freud li und keid hat er ermessen⸗ und er allg sollte dein vergessen? Nein er ist Dchnan dir viel zu hold, Daß er dich ver⸗ e lassen sollt. fl 6. Mußt du jetzo galle trinken: „ann und ist wermuht deine kost? Laß elteh dich dis nicht fremde duͤnken/ e Hierauf folgt der freuden⸗most. 60Hι QEsus, der an dich gedenket, Hat Heh den wein schon eingeschenket; Der ö lwird dir, auf ereuzes⸗pein, Ein er⸗ 11 wünschtes labsal seyn. ö Peli. SEsu! ich will gerne leiden/ öh Gib mir nur geduld und kraft, ren Bis ich komme zu den freuden, danun Welche mir dein creuz geschafft; iteng Da in ungekraͤnktem leben Ich n. werd unaufhoͤrlich schweben; — ODarnach trachtet muht und sinn, Viesbn Ach! wenn komm ich doch dahin. an: ee 10 Mel. 33. Straf mich nicht in ꝛc. II eine nicht, GOtt I 826. Wé lebet noch, Du dbetrübte seele! Drückt dich gleich r5 ein hartes joch In der trauer⸗ ci hole; Nur geduld, GOttes duld e Läßt oft nach dem weinen Auch 4Ndie sonne scheinen. dsh.. Weine nicht, GOtt drrnt andich, Ob du's gleich nicht der⸗ h kest. Oftermahls verbirgt er sich/ altt. Wenn du dich sehs kraͤnkest: Da die welt Eh zerfaͤllt, Eh er dich ½½% wird hassen, Oder gar verlassen. eihi. 2. Weine nicht, Gott siehet dich, Scheint er gleich verstecket. W Wenn du nur geduldiglich Sei⸗ I 2 4 53⁰ Creuz⸗ und Trost-⸗Lieder kanu, Die in dem finstern schlei⸗ chet; Dich ruͤhrt kein' seuch noch krankheit an, Die im mittag um⸗ streichet. Ob tausend fielen dir zu seit, Und zehentausend an⸗ derweit; Soll dich es doch nicht treffen. 4. Ja du wirst lust und freu⸗ digkeit Mit deinen augen sehen, Wenn Gott dir, nach dem herze⸗ leid, Auch huͤlfe laͤßt geschehen: Denn er ist deine zuversicht, Der dir gewissen schutz verspricht, Die⸗ weil du ihm vertrauest. . Kein uͤbels wird begegnen dir, Dein haus bleibt frey von plagen: Weil dich die engel fuͤr und fuͤr Auf ihren haͤnden tragen, Denꝰn er befiehlt, dich uͤberall Zu schuͤtzen, daß dir weder fall Noch stein den fuß verletze. 6. Auf low' und ottern wirst du gehn, Und treten auf die drachen: Auf jungen loͤwen wirst du stehn, Ihr gift und zaͤhn verlachen: Weil dir der keines schaden kann: GOtt (rufst du ihn nur bruͤnstig an) Be⸗ huͤtet dich in gnaden. 7. Er suchet mich aus herzens⸗ grund, Und hofft auf meine guͤte: (Spricht GOtt) drum helf ich ihm zur stund, Er ist, den ich behuͤte: Ich will sein helfer seyn, denn er Kennt meinen namen; und daher Soll er sich deß auch troͤsten. 8. Er ruft mich an als seinen Gott, Drum will ich ihn erhoͤren. Ich steh ihm bey in aller noht, Ich will ihm schutz gewaͤhren: Zu ehren ich ihn bringen will, Und ihm der tage geben viel, Mein heil will ich ihm zeigen. . Ehr sey dem vater und dem sohn, Und auch dem heilgen gei⸗ ste: Der mir vom hohen himmels⸗ thron Stets huͤlf und gnade leiste, Daß ich nach seinem willen leb', Mit ernst dem boͤsen widerstrebꝰ, Bis ich von hinnen scheide. ——— Mel. Nun freut euch liebe ꝛe. er. H Err ist mein ge⸗ 82 8. D merhnt Hult mich in seiner hute: Darum mir gar nichts mangeln wird An ir⸗ gend einem gute. Wie soll und kann mirs uͤbel gehn? Denn GOt⸗ tes sohn will bey mir stehn, Mech schuͤtzen und regieren. ů 2. Er weidet mich mit seinem wort Auf einer gruͤnen auen, Und laͤßt sich bey mir fort und fort Auf beyden seiten schauen: Er ist, der mich mit trost beruhrt, Und mich zum frischen wasser fuͤhrt, Zum brunn der reichsten gnaden. 3. Er ist, der mich in noht er⸗ quickt Mit seiner wahrheit mun⸗ de: Mir huͤlf und trost von oben schickt Zur rechten zeit und stun⸗ de: Er fuͤhrt mich auch ohn unter⸗ laß An seiner hand auf rechter straß, Um seines namens willen. 4. Er leitet mich bey tag und nacht Mit seinem hirten⸗stabe: Mir leib und seel mit fleiß he⸗ wacht, Treibt alles ungluͤck abe. Ich fürchte nichts im finstern thal; Denn GOtt ist bey mir uͤberall Auf allen meinen wegen. 6. Er segnet taͤglich meinen tisch, Obs gleich den feind ver⸗ driesset: Begießt mein haupt mit oͤle frisch, Daß es herunter 1 set; Und schenkt mir den trost⸗ becher voll, Auf daß ich ja nicht zweifeln soll An seinem wort der gnaͤden. 6. Viel gutes und barmherzig⸗ keit Wird üͤber mir stets schwe⸗ ben, Und grosse gnade jederzeit Nachfolgen in dem leben: Ich werde so ganz offenbar Im hause GOttes immerdar Hier und dort ewig bleiben. 7. Das hilf mir, o HEtr JEsu Christ! Durch deine grosse guͤte/ Und mich fuͤr satans macht 15 WH Lor Ishet; E 00 Hel Rht 8 sbitet E . ¹ Musa Au —* nu Anich e Auch Wma Ogicle + Sol 48 K 8 IcguahRIr Aan EEI Iluoht Ss 00 Dutzt 4 Ittlebsenr Wochörg schrg Schein E hastet Sichiing Ienst Weinet gi Asf und h Tech nichh . es et nith Seinen Vd sell: * icht 600 .I Het leich giestt Waß Oenkt y h s e 110 iiber u, ofh Rhetdu II ö 0 I. Rschi s in allerley Truͤbsalen überhaupt. 53⁷ list Mit starkem arm behuͤte: Auf 11. maaß. Gott fuͤhrt; ich darf daß ich/ als dein liebes schaaf, Im snicht klagen. GOtt giebt und rechten glauben sanft einschlaf,liebt; Nur unbetruͤbt: Er wird Und mit dir ewig lebe. mir endlich geben, Auch dort mit ihm zu leben. Mel. Was Gott thut das ist ꝛc. ö Gorlbt mackann Mel. Es ist das heil uns kommen. 829. ich traurig seyn/ Ott herrschet und utt unden 30. Opalt Als waͤr kein GOtt zu finden? Er Was sagst d n weiß ja wol von meiner pein, Die Was Ichlägs dnch dawider? ich muß hier empfinden. Er kennt aug7 9 odich u seinen willen mein herz/ Und meinen schmerz: Schweig 1 Inanu nieder. Eo darf ich nicht verzagen, Und Schweig stilh aß ihn nur meister ihm nur alles klagen. seyn; Er ist das haupt, wir insge⸗ 3. GOtt hoͤrt, wenn niemand mnein Hindseine schn eege liernnz hören willWaswill der feind denn Belegt er dich mit ereuz und sprechen, Als schwieg GOtt zu noht, Und greift dir nach dem her⸗ ; ů zen; So denke nur: das koͤmmt von den seufzern still, Die durch die 6 tt. Drum laß es dich zwar wolken brechen. Schrey ich em⸗sehmerzen; c. vor So hoͤrt sein ohr, So steigt ebnid, Du müßkeh huumdurch amen Rmiedev. Ruud sient ns scher schuld Dein bestes theil ver⸗ * erzen. 3. GOtt sieht: wie klaget denn 1U 1 mein herz/ Als seh er nicht mein ger: Leit bale er hch verderhen, weinen? Vor ihm muß auch derAls wüßt er nichts um dein be⸗ tiefste schmerz Ganz offenbar er⸗schwer, Und laͤßt dich immer sor⸗ scheinen. Kein thranlein falt,Igen, Hat gegen dich sich hart ge⸗ Das er nicht zäͤhlt, Ja wehrt und macht; Dis wahrt vom abend in een Worauf er michdie nacht, Und wieder an den rgetzet. 24. 5 orgen. 4. Gott fährt; so geh ich im⸗m. Doch bald erscheint sein mer fort Auf allen meinen wegen.¶ freuden⸗blick, Der endet alles lei⸗ Und will die welt durch list und den, Nimmt deinen sack von dir zu⸗ mord Mir tausend stricke legen;ruͤck, Umgürtet dich mit freuden. Mers, der michZwar wunderlich, Er zuͤchtigt dich zwar vaterlich: Jedoch auch selig fuͤhret, Daß Jedoch soll seine gnade sich Dar⸗ mich kein unfall ruͤhret. Am nicht von dir scheiden. . GOtt giebt: und fehlt mirs. Wie wol ist doch der mensch uberall Soll ich doch nicht ver⸗ daran, Der sich in GOttes wege derben. Was hilft mich graͤmen, In tiefster demuht schicken kann, angst und quahlAls muͤßt ich hun⸗Ihm aushaͤlt alle schlaͤge! Dis gers sterben Er hat ja brot; Und nimmt der hoͤchsten kunst denpreis wenn die noht Uns nach der wů⸗HErr! gib uns, daß sich aller fleiß ste weiset, Wird man auch da ge⸗ Auf dis zu lernen lege. speiset. 6. GOtt lebt; wolan ich merke Melodey. ö das: Gott hoͤrt; ich wills ihm sa⸗ 8 1 Ott! du bleibest gen. GOtt sieht; er setzt den thra⸗ 3 5 doch mein 60t, 5 538 Creuz⸗ und Drost⸗Lieder Gott, mein fels, mein schutz und retter! Gott in freude, noht und tod! Stuͤrmen auf mich alle wet⸗ ter; Will ich doch fest bey dir ste⸗ hen, Und auf deine huͤlfe sehen, Denn sie laͤßt nicht untergehen. 2. GoOtt! du bleibest doch mein Gott, Wie ich oft und viel erfah⸗ ren; Rettest mich von deren spott, Welche mir gehaͤssig waren, Daß sie selbst beschaͤmet sagen: Sein Gott hilft ihm, seine plagen Freudig und getrost ertragen. 3. GOtt! du bleibest doch mein Goᷣtt: Will mich welt und teufel hassen, Druͤckt und quaͤhlt mich manche noht; Werd ich dich doch nicht verlassen. Hoͤlle, welt und satan, wuͤte! Dennoch freut sich mein gemühte: Denn mich schůt⸗ zet GOttes guͤte. 4. GOtt! du bleibest doch mein Gott: Ob ich gleich mit suͤnden kriege. Macht mich mein ge⸗ ainl roht; Macht mein JEsus, daß ich siege. Seine plagen, seine wunden, Und was er fuͤr mich empfunden, Haben mich der straf entbunden. GoOtt! du bleibest doch mein Gott. Haͤtt ich keinen freund auf erden, Tritt mich bosheit in den koht, Will die list mein meister werden; Wirst du dich doch zu mir neigen, Und mir deine freund⸗ schafft zeigen, So wird list und bosheit schweigen. 6. GOtt! du bleibest doch mein GoOtt. Kann ich dich, o HErrlnur haben; So veracht ich noht und tod, Himmel, erd und ihre ga⸗ ben. Sollte auch mein leib zer⸗ staͤuben, Soll mich doch nichts von dir treiben: GOtt wird doch mein GOtt verbleiben. Mel. Wo Gott der HErr nicht ꝛe⸗ In Gott ist meine see⸗ 832. le still, Er ist mein trost, mein leben, Mein schut der allzeit helfen will. Weil ich mich ihm ergeben, Stuͤrzt mich nun⸗ mehr kein unfall nicht, Wie groß er mir auch zugericht Von denen, die mich hassen. ö 2. Wie lange stellt die bosheit doch Nur einem nach vor allen? Und weiß nicht, daß sie selber noch Muß in die grube fallen: Nicht anders als ein alte wand, Die ploͤßlich ohne menschen⸗hand Zu⸗ nichte wird und faͤllet⸗ 3. Der welt sinn ist dahin ge⸗ richt, Daß sie die tugend daͤmpfe; Mit luͤgen⸗tand und mit gedicht Stets wider fromme kaͤmpfe: Sie giebt zwar oftmahls gute wort, Und fluchet doch im herzen fort: So falsch ist ihr geschlechte. 4. Ich aber wart auf Gott allein, Zu dem steht mein ver⸗ trauen: Er wird mein trost und helfer seyn, Drum will ich auf ihn bauen. Ich weiß, ich sink und falle nie, Er ist mein heil und schutz allhie, Mein fels, mein ehr und starke. Ihr lieben leute, hofft auf GoOtt, Entdeckt ihm eur gemuͤh⸗ te: Er laͤßt den nimmermehr zu spott, Der traut auf seine guͤte. Gott ist nicht wie die menschen sindz Wo sich oft wenig huͤlfe findt/ Ob man gleich darauf harret. 6. Wenn Gott was redet/ so geschichts: Er haͤlt stets sein ver⸗ sprechen. Die menschen aber sind ja nichts, Sie haben viel gebre⸗ chen. Es fehlen auch die grosse leut, Und wiegen so nicht allezeit/ Wie sie wol billig sollten. 7. Auf unrecht, frevel und ge⸗ walt Soll keiner sich verlassen: Pracht, eitle lust soll man alsbald Von erster jugend hassen. Faͤllt etwa einem reichthum zu; So halt er doch sein herz in ruh, Daß er es uicht dran haͤnge. 8. 30 N teße; Whaft x56 Isht ge L Wisf1 Mselbes d Wlt, I %½ EnSe W oo I der. e Ihht ge. Mist il W-wi Ahachetws IEt Aind bagz v Aehtße shhl. is u Ahuch ee Alihee A Wscheih N. sürm Atey. S ott 14. ist H ii Rin b ,/ E allich ugeih en. ue s 2 t, Mjt e ein alhh Aeht imd fiüle Alt sin ie dieth Dand u fronmc simahh Wochinl Vihr gest Ser Iun en h witd n Otum Weiß ict ein gl DIE Den el ect iht. Den ni Ctalt u Ht vi ostuah th ott thilst Ie Tie hl en D i Ichhtse 2 mih 1 Woilh Ihit in allerley Truͤbsalen uͤberhaupt. 5830⁰ 8. Ich hab ein wort gehoͤrt von Gott, Daß niemand sonst zu fin⸗ den, Der uns so maͤchtig reißt aus noht, So gnaͤdig hilft von sünden. HErr! du vergiltest jedermann, Was er verdient, was er 2393 Durch werke seiner haͤnde. 29. GOtt vater! hilf mir kraͤf⸗ tiglich Das bose überwinden. O IEsu Christ! befreye mich Von missethat und suͤnden. O heilger geist! durch deine lehr Ermuntre mich je mehr und mehr, Dem gu⸗ ten nachzustreben. — Mel. Nun danket alle GOtt. GD ist und bleibt 833. getreu: Sein herz bricht ihm von lieben. Pflegt er gleich oftermahls Die seinen zu be⸗ truͤben; So pruͤft er durch das ereuz Wie rein der glaube sey/ Wie standhaft die geduld: GOtt ist und bleibt getreu. z. GOtt ist und bleibt getreu: Er hilft ja selber tragen, Was er uns auferlegt, Die last der schwe⸗ ren plagen; Er braucht die ruh⸗ ten oft, Und bleibet doch dabey Ein vater, der uns liebt; GOtt dein glaubens⸗gold In truͤbsals⸗ glut bewaͤhren. Nimm nur von Gottes hand Den ereuz⸗kelch ohne scheu, Der lebens⸗becher folgt. GoOtt ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu, Laß alle wetter krachen: GoOtt wird der truͤbsal doch Ein solches ende machen, Daß alles ereuz und noht Dir ewig nuͤtzlich sey: So liebt der hoͤchste dich. GOtt ist und bleibt getreu. Mel. Wer nur den lieben GOtt. 83 Winelne von der 4. liebe scheiden, Die nur allein in JEsu ist? Und sollt ich allen jammer leiden, Der hier die herzen nagt und frißt; So bleib ich immer unbetruͤbt, Mein trost ist, daß mich JEsus liebt. z. Mein JeEsus hat mir heil verschrieben, Die handschrift ist mit blut gemacht. Die liebe selbst hat ihn getrieben, Daß er sein le⸗ ben nicht geacht: So leb ich im⸗ mer unbetruͤbt, Mein heil ist, daß mich JEsus liebt. 3. Will mir die welt hie netze stellen? Mein JEsus hat ein lie⸗ bes⸗band. Will mich der feind zu ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu: Er weiß/was wir vermoͤgen. Sollt er den schwachen wol Zu schwere last auflegen? Er macht sein Israel Von last und banden frey, Wenn grosse noht eutsteht. GOtt ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu: boden faͤllen? Mein JEsus haͤlt mich bey der hand; So leid ich im⸗ mer unbetruͤbt, Mein schutz ist, daß mich JEsus liebt. 4. Ein andrer mag sich schaͤtze graben; In JEsu liehe bin ich reich. Wer wollt ein solches gut nicht haben, Dem nichts auf die⸗ ser erden gleich? So geh ich im⸗ Er troͤstet nach dem weinen Er mer unbetruͤbt, Mein schatz ist, laͤßt in truͤber nacht Die freu⸗ Der sturm, den⸗sterne scheinen. daß mich JEsus liebt. ö 6. O du vergnügte IEsus⸗lie⸗ der ereuzes⸗sturm Geht, eh mans be! Mein heil und theil, mein glaͤubt, vorbey. Sey seele! nur schatz und schutz; Erhalt mich nur getrost, GOtt ist und bleibt ge⸗ in solchem triebe; So biet ich al⸗ treu. 4. Gott ist und bleibt getreu lich unbetruͤbt. len seinden trutz; So sterb ich end⸗ Mein trost ist/ Und stillet dein begehren; Er will daß imich JEsus liebt. Mel. 54⁰ Creuz⸗ und Trost⸗Lieder Mel. Wer nur den liebencz Ott ꝛe. GOtt gefuht, Der wird durch dessen schutz vergnuͤgt. 8 Ich bin getrost in mei⸗ 3 5.N nem leiden: GOtt ist mein heil, GOtt ist mein licht. Er uͤberschuͤttet mich mit freuden, Und ist der seelen zuversicht. Er heisset meine lebens⸗-kraft, Ein GoOtt, der schutz und ruh ver— schafft 2. Bey ihm kann ich geruhig le⸗ ben, Er nimmt mich gnaͤdig auf und an. Wenn alle feinde mich umgeben, Daß ich nicht widerste⸗ hen kann; So staͤrket er die muͤde hand, Thut ihnen selber wider— stand. 3. Fuͤr wem darf ich alsdenn erschrecken? Wer stuͤrzet den, den Gott bewaͤhrt? Ich weiß die fluͤ⸗ gel, die mich decken, Ich kenne seine vater⸗ art; Die ist, daß er mich bruͤnstig liebt, Und sich mir selbst zu eigen giebt. 4. Auf diesen grund kann ich nun bauen, Wenn ungluͤck auf mich stuͤrmen will. Es ist gut, auf den hüch sten trauen, Hier liegt die muͤde seelestill. Wenn alles wi⸗ der mich sich regt, Bleibt dieser grund doch unbewegt. 8. Will blitz und hagel auf mich regnen, Will alles mit mir unter⸗ gehn; Weiß mich dennoch mein Gott zu segnen, Ich werde seine treue sehn. Es gehe noch so wun⸗ derlich, Es bleibt dabey: GOtt schuͤtzet mich. 9. Will sich der neider an mich machen, Gebraͤucht er raͤnke, kunst und list; Muß ich doch sei⸗ ner thorheit lachen, Die ihm am meisten schaͤdlich ist. Er glaͤube, daß sein grimm und gift Mich nicht nach seinem wunsche trifft. 10. Behalt ich meinen Gott zum freunde, Und wird mein glau⸗ be offenbar; So fallen alle meine feinde, So zittert, was sonst muh⸗ tig war. Denn so erkennt man in der that, Was Gottes freund⸗ schaft auf sich hat. II. Der lezte feind kann mich nicht zwingen, Denn GOtt steht mir im sterben bey: Muss ich auch sterbend schmerzlich ringen, Hilst doch mein GOtt und macht mich frey: Bey so gewuͤnschter sicher⸗ heit Betruͤbet mich kein herꝛe⸗ ei g. Bey dieser zuflucht bin ich leid froͤlich, Hier hab ich alles, was mir dient. Bey dem bin ich gewiß schon selig, Hier ist der baum, der ewig gruͤnt; Hier ist mein anker und mein stab, Hier ist mein helfer bis ins grah. 6. Trotz kann ich jezt dem satan bieten: Er rase mit gewohnter wuht: Mein waͤchter wird mich schon behüten, Daß er mir keinen schaden thut: Drum lach ich gar der hoͤllen-macht: Ich bin in sicherheit gebracht. 7. Geraht ich auch in finsternis⸗ sen; So leuchtet mir sein gnaden⸗ schein, Er wird mich zu erhalten wissen, Wenn sonst gleich keine mittel seyn. Wol dem, der sich zu 12. So kann der wahre glaube sprechen, So eignet er sich alles zu; Nichts soll die freude unter⸗ brechen, Nichts stoͤhret meiner seelen ruh. Mein herz und mund spricht einerley: Daß GOtt mein licht und erbtheil sey. Mel. Durch Adams fall ist ganz ꝛe. 6 Bunerirr vater, 836. Bhoͤchter GOtttGe⸗ denk an deine worte; Du sprichst: ruf mich an in der noht, Und klopf an meine pforte; So will ich dir Errettung hier Nach deinem wunsch erweisen, Daß mich dein mund Und herzens⸗grund Voll freudigkeit soll preisen. 2. Ach i A W 17 Ibug W t Ihhi N Mr Wlid Yich rl dged Isen Ina.(Fe I sune. . 2 Ahetterge Aum 0 ich r eduner X —— DDDetee—e ——— e ucht Mit Sache d EI Lt unsc ich n Vo sila Oett/ x S V ⁰0 Vitn X fhl a 197˙0 V9 m ush ldin l Wht 0960 1 MN. /0 I in besond ern geistlichen Noͤhten und Anfechtungen. 541 2. Ach suͤsser hort! wie troͤstlich kllingt Was du versprichst: dem frommen Will ich, wenn truͤbsal einher dringt, Nach wunsch zu huͤlfe kommen; Er liebet mich, Darum will ich Ihn lieben und be⸗ schuͤtzen: Er soll dey mir Im schoos⸗ ö se hier Frey aller sorgen sitzen. 3. Ach lieber GOtt, ach vater⸗ herz! Mein trost von so viel jah⸗ ren! Wie laͤßt du mich so manchen schmerz Und so viel augst erfaͤh⸗ ren? Mein herz verschmacht't, Mein auge wacht, Und weint sich krank und truͤbe: Mein angesicht Verliert sein licht Vom seufzen, das ich uͤbe. 4. Ach HErr! wie lange willt du mein So ganz und gar verges⸗ sen? Wie lange soll ich traurig seyn, Und mein leid in mich fres⸗ sen? Wie lang ergrimmt Dein herz, und nimmt Dein heil von meiner seelen? Wie lange soll Sich sorgen⸗voll Mein herz im leibe guaͤhlen? 55. 5. Willt du verstossen ewiglich, Und nicht mehr guts erzeigen? Soll dein wort und verheissung sich Nun ganz zum ende neigen? Zuͤrnst du so sehr, Daß du nicht mehr Dein heil magst zu mir sen⸗ den? Doch, HErr! ich will Dir halten still; Dein arm kann alles wenden. 46. Nach dir, o HErr! verlan⸗ get mich Im jammer dieser erden: Mein GBtt! ich harr und hoff auf dich; Laß nicht zu schanden wer⸗ den, HErr! deinen freund, Daß nicht mein feind Sich meines un⸗ gluͤcks freue. Gib mir vielmehr, Daß, dir zur ehr, Ich sieg und kraft verneue. 7. Ach HErr! du bist und bleibst auch wol Getreu in deinem sinne: Darum, wenn ich ia kaͤmpfen soll, So gib, daß ich gewinne. Leg auf die last, Die du mir hast Beschlos⸗ sen aufzulegen: Leg auf, doch daß Auch nicht das maaß Sey uͤber mein vermoͤgen. 8. Du bist ja ungebundner kraft; Ein held, der alles stürzet, Und deine hand, die alles schafft: Ist auch noch unverkuͤrzet. HErr sebaoth Wirst du, mein GOtt! Genennt zu deinen ehren: Bist groß von raht, Und deiner that Kann keine staͤrke wehren. 9. Du bist Istraels trost und licht, Deß ist mein herz gegruͤn⸗ det: Bey dir, o meine zuversicht! Sich immer huͤlfe findet. Drum schaffest du Auch denen ruh, Die du nach dir laͤßt heissen; Und bist bereit, Zu rechter zeit Sie aus der noht zu reissen. ö 19. Ach GOtt! ich kloyf izt inniglich Voll flehn an deine pforte: Ach hoͤre doch und rette mich, Ich traue deinem worte. Hilf, HErr! hilf mir; So will ich dir Hie freuden⸗opfer brin⸗ gen, Auch nachmahls dort Dir sort und sort Dank, lob und ehre singen. 2. In besondern geistlich en Noͤhten und Anfech⸗ tungen. Mel. IEsu deine heilge wunden. 8 G ihr traurige ge⸗ 37. danken! Was be⸗ schwert ihr mir das herz? Flieht aus meiner sinnen schranken, Schwermuht, traurigkeit und schmerz! Ich will frey und freudig seyn; Denn mein JEsus wird die pein, Die mich druͤckt, nach sei⸗ nem willen Voͤllig heben, tilgen, stillen. z. Was sollt ich mich selder kraͤnken, Da mich doch mein JE⸗ sus liebt? Hieran will ich stets ge⸗ denken. atanas, sey du be⸗ truͤbt; Du bist nicht, wie ich, ge⸗ tauft, 54² Creuz⸗ und Trost-Lieder Labnn⸗ Du bist nicht, wie ich, er⸗ kauft: Dir ist Christus nicht ge⸗ storben, Nicht, wie mir, das heil erworben. 3. Wenn ich freuden, ehren, schaͤtze Gegen dieses loͤse⸗geld Ge⸗ gen diese wuͤrde setze; So verlach ich alle welt. Wüßt ich gleich die groͤßte lust, Die der ganzen welt bewußt, Aber Jsum nicht zu ha⸗ ben; Wuͤrde sie mich doch nicht laben.* 4. Nun er ist mir ja gegeben, Daß ich mich sein freuen kann Lei⸗ den, tod, verdienst und leben, Was mein JEsus mir gethan, Er/ und was er hat, ist mein, Und ich bin auch wieder sein: Teufel, Purchihn ubert sünden Kann ich urch ihn uͤberwinden. 6. Es ist wahr, ich bin ein suͤn⸗ der: Aber meines JEsu blut Setzt mich unter GOttes kinder, Und macht alle schulden gut: Das gerechte GOttes⸗lam Mußte mich am ereuzes⸗stamm Durch sein heiliges verdienen Mit dem hoͤch⸗ sten GOtt versühnen. 6. Es ist wahr, ich muß zwar sterben, Durch das thal des todes gehn; Doch ich kann ja nicht ver⸗ derben, Ich muß wieder aufer⸗ stehn. IEsus tilgt des todes kraft Durch sein sterben, und ver⸗ schafft, Daß er mir zum engel⸗ or⸗ den Nur ein schritt und durch⸗ gang worden. 7. Freilich satan tobt und schrecket, Und it tag und nacht bemuͤht, Wie er angst und furcht erwecket, Noht und pein zusam⸗ men zieht. Doch ich weiß, daß JEsus Chrißt Auch der starke hel⸗ fer ist, Der des teufels macht geschlagen, Und die hoͤlle schau getragen. 8. JEsus hat den pfuhl bestuͤr⸗ met, Nebst der macht der finster⸗ niß; Nun beschuͤtzt er und be⸗ schirmet Seine glaͤubigen gewiß: Fuͤrchte nichts, bedraͤngter sinn Lege furcht und sorgen hin; IE⸗ sus wird dich wol erhalten, La ihn nur geduldig walten. 9. JEsu, meiner seelen freude! Gib mir deinen freuden⸗geist, Der mein herz mit troste weide, Wie dein heilsam wort verheißt. Ach mein hort! benimm mir doch Dieses schwere trauer⸗joch! Werd ich nie von dir geschieden, Ach so hin ich wol zufrieden. 10. Laß mich ungeduld vermei— den/Die sich oftmahl bey mir regt. Laß mich dir zu ehren leiden, Was du, HErr! mir auferlegt. Zwinge selbst mein fleisch und blut, und erhebe meinen muht, Daß i deine sey und bleibe, Und mie nie was von dir treibe. 1I. IEsu! laß mich ja nicht fal⸗ len: Deine rechte halte mich, Daß ich unverwandt in allen, Treuer IEsu! seh auf dich, Laß mich alle pein und noht. Angst und furcht, ja selbst den tod Durch dich froͤlich uͤberwinden, Und des glaubens ende finden. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 838 Gerechter GOttl was 530. gdann ich sagen? Es scheint, ich soll verlohren seyn: Da mich so viele suͤnden nagen, Empfind ich lauter hoͤllen⸗pein. Und bey den martern meiner noht Fehlt nichts, als gar der ewge tod. 2. Ich weiß, daß mich dein geist im herzen Auch allzuoft erinnert hat; Doch wollt ich mit der gnade scherzen, Damit verwarf ich allen raht; So, daß ich schaͤndlich von mir stieß, Was heilig, gut und ehristlich hieß. 1—0 3. Wie kann ich alle schulden zaͤh⸗ len, Die deinen zorn auf mich ge⸗ haͤuft? Burm Wmehriz s, det ges Acgenug hut r Malt ich Hh Is. Auht. Ashänden A. hersptic Hlguntet Hse ste Hott! Rg on derrss Ihat: Unss Whhel, Iuss 3 W. Troke, ht Nut Hi. W Dein m tlhl WWeimn ieittesch Vinen sict iz mi Wilan pn t. Ku Etete Oir gechich rusticht Lich ugech Nsstnahlzz huchtehscgh Dit auseng hrisch uz en muthi blelnz Dirtteih lapnicht techte h hetwash Daschh an un MW lbthtt. erwindg Refldez ———5 the erechn am „h bitlefl n Rahhh Vichtz/ in besondern geistlichen Noͤhten und Anfechtungen. 543 haͤut? Da nun nach meiner ar⸗ men seelen Der satan durch ver⸗ zweiflung greift; So weiß ich we⸗ der aus noch ein, Und soll ein brand der hoͤllen seyn. 4. Wo lauf ich hin in solchen schmerzen? Wo eil ich in den aͤngsten hin? Ach HErr! es reuet mich von herzen, Daß ich so abge⸗ wichen bin. Verschliessest du die gnaden⸗thuͤr; So ist es gaͤnzlich aus mit mir. . Laß dich mein elend doch er⸗ barmen, Barmherzger GOtt! durch JEsum Christ: Durch JE⸗ sum Christ, der fuͤr mich armen Geplaget und gestorben ist. Er hat fuͤr mich genug gethan, Nimm sein verdienst zur zahlung an. 6. Ihn halt ich fest mit glau⸗ bens⸗haͤnden; In ihm verstoͤssest du mich nicht. Der suͤnder wird die gnade schaͤnden, Die allen suͤn⸗ dern trost verspricht, Der durch verzweiflung untergeht, Und nicht bey JEsu feste steht. 2. Ja/ GOtt! du hast mich los⸗ gesprochen Von dem, was mein ge⸗ wissen schreckt: Und was ich gegen dich verbrochen, Ist ganz bezahlet und bedeckt. Trotz, satan! trotz, und halte mir Nun meine suͤnden weiter fuͤr. ö 3. Von nun an, GOtt! sey mei⸗ nem leben Dein wort zur richt⸗ schnur vorgestellt. Du wirst mir kraft und segen geben: Und wenn das fleisch aus schwachheit faͤllt; So richte mich von neuen auf, Und foͤrdre meinen tugend⸗lauf. 9. Zwar, treuer GOtt! wenn du die suͤnden Hier zeitlich noch bestrafen willt; So laß mich auch den trost empinden, Der aus der vater⸗liebe quillt: Du bleibst im creuze doch mein freund, Ders memahls boͤse mit mir meint. 10. GOtt lob! so kann ich ruh berspuͤhren, So wirst du mich auf rechter bahn, Nach deinem weisen rahte, fuͤhren; So nimmst du mich mit ehren an, Und croͤnest mich/ nach dieser zeit, Im reiche deiner herrlichkeit. Mel. Wo Gott der HErr ꝛc. 83 O Jesuchriste,G Ot 9. tes sohn, Du schoͤpfer aller dinge! Schau doch herab von deinem thron: Hoͤr, was ich vor dich bringe. Du bist, o HErr! das hoͤchste gut; Ich bin ein mensch, der arges thut, Ein' hand voll erd und asche. 2. Du bist sehr herrlich, schöͤn geziert, Voll majestaͤt und ehren; Ich bin in jammer tief gefuhrt, Der niemahls will aufhoͤren: Du bist das licht, ich aber blind: Du bist gerecht, und ich voll sůnd, Als die mich ganz besessen. 3. Du bist die wahrheit, licht und freud, Der arzt, das heil und leben: Ich eitel, krank, voll trau⸗ rigkeit Muß schnell den geist aufgeben. Der leib muß die ver⸗ wesung sehn, Es kann in kurzer zeit geschehn, Und nichts kann mich erhalten. 4. Wahr ist es, du hast selber mich Mit deiner hand bereitet, Aus mutterleibe wunderlich Ans tagelicht geleitet: Was hilfts mich aber/daß ich bin, HErr! dein geschoͤpf? jezt fahr ich hin, Und muß zunichte werden. . Doch weil du selbß mein schoͤpfer bist; Wollst du dein werk nicht hassen, Und mich in meiner angst, HErr Christ! Mit huͤlf und trost nicht lassen. Du hasseß nicht, was du gemacht; Vor dir ist alles hoch geacht Und wehrt in deinen augen. 6. Ach schau doch deine haͤn⸗ de an; Durch die bin ich formi⸗ ret. Dein herz mich nicht ver⸗ stossen 544 Creuz⸗ und Trost⸗Lieder stossen kann, Weil dich erbarmuns ruͤhret. Dis sind die haͤnde, die fuͤr mich Mit naͤgeln haben lassen sich Ans holz des ereuzes schla— en. 7. Darinnen steht mit deinem blut Mein name angeschrieben. Lies doch die schrift, die mir zu gut In deinen haͤnden blieben: So wird und muß dein liebreich herz Sich mein erbarmen, allen sulen, 5 schmerz des geistes, tillen. 8. Ich schrey, dein arme erea⸗ tur: Mit gnaden auf mich blicke. Du hist mein arzt, in deiner cur Mit labsal mich erquicke. O GOtt mein heiland! hilf du mir, Und bring mich wiederum zu dir, Eh ich gar muß verderben. 9. Was sind doch alle meine tag'? Als nichts sind sie zu rech⸗ nen. Ich armer mensch, wie daß ichs wag', So frey dich anzuspre⸗ chen? Ach, grosser GOtt! ach zuͤrne nicht, Daß ich vor deinem angesicht Zu reden mich erwin⸗ de. 10. Die noht, o HErr! hat kein gesetz, Die mich jezt hart umringet. Drum dis fuͤr keine frechheit schaͤtz: Die angst mich zu dir zwinget, Der kranke nach dem arzte schreyt, Der blinde sich des lichtes freut, Der todte sucht das leben. II. Eil/ JEsu, grosser lebens⸗ fuͤrst! Dich meiner zu erbarmen, Den stets nach deiner huͤlfe duͤrst't; Hilf mir, HErr, hilf mir armen! O Gottes und auch Davids sohn! Erbarm dich mein, und mei⸗ ner schohn, Hoͤr den, der nach dir schreyet! I2. Eil nicht so sort du wahres licht, Hier ist, der auf dich hoffet: Steh still, dein auge zu mir richt: Hoͤr den, der dir nachrufet. Mit deiner hand mich zu dir leit, Daß ich das licht der ewigkeit In dei⸗ nem licht anschaue. Mel. JEsu—63 6 heilge wunden aß es, IEsu! dich 840. Laden, Treuer mittler! scblaͤfest du? Denkst du nicht mehr an mich armen? Sprichst du mir nicht weiter zu? GOtt, mein GoOtt! ach wie so lang! Meiner seel ist angst und bang; Schaͤust du noch, mein sreund! durchs gitter In dem schweren ungewitter? 3. Hoͤlle, satan, welt und suͤn⸗ den Stüͤrmen schrecklich auf mich zu. Wenn werd ich die staͤtte fn⸗ den, Wo fuͤr mich schirm, schut und ruh? Hilf mir, HErr, mein fels, mein hort! Mein herz halt dir vor dein wort, Da du schwoͤrst: dein herze wolle, Daß der suͤnder leben solle. 3. Suͤnde, wie magst du nun druͤcken, Und mich plagen ohne rast? Hier auf meines JEsu rik⸗ ken, Liegt die mir zu schwere last. Alle meine schwere schuld Traͤgt und zahlt er mit geduld. Gott bestraft an seinem kinde Seiner knechte schmach und suͤnde. 4. Kommet, kommet her, ihr armen! Hoͤret, wie GoOtt selber schreyt; Eurer will ich mich erbar⸗ men, Die ihr hoch beladen seyd. Nun ich komme mit begier, Als ein matter hirsch zu dir; Laß es, IEsu! mir gelingen, Laß dein lebens⸗wasser springen. ö 6. Theurer JEsu! hoͤr mein sehnen, Und mein wiederhohltes flehn; Zaͤhle meine heisse thraͤnen, Laß mich trost und huͤlfe sehn. Staͤrke die erschrockne seel Mit dem suͤssen freuden oͤl, Und er⸗ leichtre mein gewissen, Nach so viel bekuͤmmernissen. 6. Senk, o Jesu! meine suͤn⸗ en 1¹hHο wire I „„. Ill E Hsel E. Anthe W— urchbir Wn hi r 0% Oollban n, de II deil Ichchichdss Wltiglles Ullthöke —.— 105 2— Gaß, 1— HH Aheöt 5 eine MHein 5895 Aich: E Wund dortes hloset Mtlieb AWlin etbae Ish. Del Des I W hindus gose satanshat Wheindie W I. Du Mbsheit s Aenkopfus h grsat ghashi Wouel* ottes la e Ransn 1 Am,Schr e,II= U uit/ Aastus man W W ettr⸗ Ihlund E * 6 06„ L iset Wii San ntt Vunr nihte D Dslsch Sasu c itteg Hual, sh Xschtalhg Hetdichhhy mich steg mt, rt. Mo Mott, s Dle, Mu I ö it uy ich Si men nit f hver shätt Imit gaabhlt linem fhat Ichdst / kinmtt It/ H Welnehs sorfhge,, fel 900 h In 0 N 06 e gebsse nseh U N NV V WI* in besondern leiblichen Noͤthen und Anfechtungen. 545 den In des tiefen meeres grund. Laß den harten zorn verschwin⸗ den, Thu mir deine gnade kund. Deiner fürbitt' aͤngstlich schreyn Laß bey GOtt stets kraͤftig seyn. Zeig mich ihm in deinen wunden: Denn dadurch bin ich entbunden. 7. Alsdenn will ich taͤglich sin⸗ gen, HErr! von deiner liebes⸗ treu. Ich will dank und opfer brin⸗ gen, Ruͤhmen, daß GOtt gnaͤdig sey: Ja in deinem heiligthum, HErr! erheb ich deinen ruhm, Wo mein herz ihn taͤglich ehret: Amen/ jalich bin erhoͤret. Mel. Herzlich thut mich verlang. Laß JEsu! dir mein 4»²flehen Und seufzen ohne zahl Anjezt zu herzen gehen. Bemerke meine quahl, Mein weinen und mein klagen. Erhoͤr, und rette mich: So will ich dir lob sagen Hier und dort ewiglich. 2. Du schlossest mit mir armen Den bund der lieb' und treu, Daß ich durch dein erbarmen Der hoͤll entrissen sey. Du hast mich in dem bade Des lebens rein ge⸗ macht; Ich bin durch deine gnade Dem himmel zugebracht. 3. Du, sataus⸗ überwinder! Kamst selber in die welt, Zu retten alle sünder. Du hast, o starker held! Der bosheits⸗vollen schlan⸗ gen Den alten kopf zerknickt, Den seelen⸗feind gefangen, Fuͤr dem mein herz erschrickt. 4. Du hast dein blut vergossen, O JEsu GOttes lamm! Du gien⸗ gest unverdrossen Füͤr uns ans ereuzes stamm, Schmerz, jammer zu empfinden, Ja gar den tod zu beam Damit wir, rein von süͤn⸗ en, Des satans macht entgehn. . Dieweil du meine seele angst und noht Nun ganz und gar befreyet; So bitt ich, hoͤre doch Dein kind, das aͤngstlich schreyet, Und lindre dessen joch. 6. Laß sich den feind nicht freuen, Daß er mich schreckt und plagt: Laß mich nicht laͤnger schreyen. Du hast ja zugesagt, Daß uns, was wir begehren, Gewißlich werden soll, Wenn unsre heisse zaͤhren Und flehn nur glaubens⸗voll. 7. Beweise deine staͤrke An mir, o grosser GOtt! Zerstoͤhr des sa⸗ taus werke, Hilf mir aus dieser noht. Ich bin ein kind des HEr⸗ ren, Der uͤber alles ist. Du kannst dem satan wehren, Drum steure seiner list. 5. Zwar laͤsset meine suͤnde Es leider! schwerlich zu, Daß ich die huͤlf empfinde; Sie stoͤhret meine ruh. Doch will ich nicht verzagen; Ich weiß, daß du, HErr Christ! Die strafe schon getragen, Und mein erloͤser bist. 9. Kanns seyn, ach so befreye Mich doch von dieser pein: Ach höre, wie ich schreye, Laß es nicht fruchtlos seyn. Ach zaͤhle meine zahren: Wie lange willt du doch Dein antlitz von mit kehren? Nimm weg das schwere joch. 10. Doch will ich dich nicht leh⸗ ren: Mach du, was dir gefallt. Willt du dem ereuze wehren, So sey dirs heimgestellt. Soll mich es laͤnger plagen; Dein wille mag geschehn: Du wirst mirs helfen tragen, Und mir zur seite stehn. 1I. Des seelen⸗feindes tuͤcke Sind zwar sehr groß und viel: Er stellt mir netz und stricke; Doch hast du, HErr! ein ziel Fuͤr seine wuht gestecket, Da muß sie stille stehn; Die sich nur so weit strek⸗ ket, Als du sie laͤssest gehn. Durch deinen herben tod, Aus satans pfuhl und hoͤlle Aus aller I2. Laß mich durch deine waf⸗ fen, Die du mir vorgestellt, Viel Mm nutz 54 Creuz⸗ und Trost⸗Lieder nutz und vortheil schaffen. Wenn mich der herr der welt Mit sei⸗ nen seuer⸗pfeilen, Mit seiner list und wuht Gedenkt zu uͤbereilen; Halt mich in deiner hut. 13. Umguͤrte meine lenden, Gib mir den glaubens⸗schild, Die pfeile abzuwenden, Womit er auf mich zielt. Sein draͤuen zu zernich⸗ ten, Gib mir des geistes schwert; So kann ichs wol ausrichten, Wenn alles auf mich faͤhrt. 14. So kann ich widerstreben, Wenn Gottes haͤrnisch mich So fest und treu umgeben; So, teu⸗ fel! spott ich dich: Denn du bist schon gebunden, Du faͤllst, du lie⸗ gest schon; Denn der dich uͤber⸗ wunden Ist selber GOttes sohn. Mel. Es ist das heil uns Rncean ch GOtt! der satan 842. A giebt mir ein, Du wollst, der sunden wegen, Fort⸗ hin mir nicht mehr gnaͤdig seyn; Du seyst mir ganz entgegen, Rufst alle ereatur herbey, Daß sie zur rache fertig sey, Mich ewig zu verderben.. 2. Du wirst mich ja nicht, lieb⸗ ster Gott! Von deiner gnade scheiden: Denn deines sohnes bittrer tod Und ausgestandnes leiden Vertilget meine suͤnden⸗ schuld, Und hat mir wieder deine huld, Durch sein verdienst, er⸗ worben. 3. Drum gib mir einen gnaden⸗ blick! Wo werd ich sonsten blei⸗ ben? Ach treib des satans list zu⸗ ruͤck; Und lehre mich fest glaͤuben, Daß du mein freund und vaͤter seyst, Der mir nun alle gnad er⸗ weist Um JIEsu Christi willen. 4. Ach stell dich nicht so lange zeit, Als wollst du mich nicht se⸗ hen: Ich moͤgt in meiner bangig⸗ keit, Sonst ohne trost vergehen. Rlage über die Unempfindlich⸗ keit bey den göttlichen Tröstungen. ich auf keine maasse Mich, bey der unruh, die mich plagt, Jemahls recht troͤsten lasse. Ja, ob du gleich in meiner last Mir troͤstung ange⸗ boten hast; Faß ichs doch nicht zu herzen. Drum ist mir auch um trost sehr bang, Denn du verbirgs dich gar zu lang, Und laͤssest mich in schmerzen. 2. Gib doch, daß deine süsig⸗ keit Mein hartes herz erweiche: Damit ich einst, auf langes leid, Auch deinen trost erreiche. Denn was mir Adam angeerbt; Hat lei⸗ der! mich so sehr verderbt, Daß nen trost und dessen kraft, Die al⸗ les gute in mir schafft, Nicht kann zu herzen fassen. 3. Ich muͤßte ja, HErr! ohne dich Ohn allen trost verderben; Drum eile und erquicke mich, Laß mich nicht trostlos sterben. Schau mich, mein GOtt! in gnaden anx Daß ich mit David sagen kann: Ich ward in angst gesetzet; Doch deines wortes gnaden⸗kraft Hat meiner seele ruh geschafft, Und sie mit trost ergetzet. 4. Ach laß mich doch nicht laͤnger schmerz Und so viel kum⸗ mer haben. Ach fang doch an, mein mattes herz Durch deinen trost zu laben. Verwandle meine angst in ruh, Und sprich mir wie⸗ der gnaͤdig iu. Fuͤhr mich/ nach die⸗ sem leben, Zu deinen Wuheh ö. Ach eil und sieh mich gnaͤdig an, 6 Daß ich mich wieder freuen kann; So will ich dir, HErr! danken. Mel. HErr Gott der du erforsch. ir sey es, heilger 843. Doeitt geklagt, D huchhei ich, mir selbst gelassen, HErr! dei⸗ 1 11 astma Walen l tgn r 4ttM. Wiiß W: . Dis Ins hat A giebt d Aiabst del s 7%0 O AWslinmeinse Ws sche Iache mich un Il teufege Iuchen ummeru Uuftts im hugz Iubrun Alinen von Rucheit is E ünger Al gleich siy Iskorn se Wͤddig sche Ilsten: Ainc gnne seih änoca Ant sebeye sihnuß s sch tir 3ů si xues ges 2 V schnoß — U Tiphense a „den gal ostuthn SHUUR f INN — Hestcch Sush Luich Hag laft. 0 shit I ih, Im is wn 50/ Dath alg, Mhset . Ach,dh tes H. Wiuf u rrostetol ar seht nigh Wigelasatt D desechei Zitschß. n Rsn. Viste I len trißt Iade Oflosfi Duh gie 0 Iuh, ruh R in besondern geistlichen Noͤhten und Anfechtungen. 54⁷ srenden ein, Wo ruh, trost und erquickung seyn: So will ich dich erheben. Rlage über die Schwachheit des Glaubens. Mel. IEsu deine heilge wunden. reuer GOtt! ich 844. muß dir klagen Meines herzens jammer⸗stand: Ob dir gleich all meine plagen Besser, als mir selbst, bekannt. Grosse schwachheit ich bey mir In ansechtung oftmahls spuͤhr; Wenn der satan allen glauben Will aus meinem herzen rauben. 2. Du,GOtt! welchem nichts verhorgen, Weißt, daß ich nichts von mir hab, Nichts von allen meinen sorgen: Alles HErr ist deine gab'ꝰ. Was ich gutes find an mir, Das had ich allein von dir: Auch giebst du, nach wolge⸗ fallen, Selbst den glauben mir und allen. 3. O mein Gott! vor den ich trete, Hoͤr in meiner grossen noht, Wie ich jezt so sehnlich bete: Laß nicht werden mich zu spott, Mach zunicht des teufels werk, Mei⸗ nen schwachen glauben staͤrk, Daß ich nimmermehr verzage, Christum stets im herzen trage. 4. JEsu, du brunn aller gnaden! Der du keinen von dir stoͤßt, Der mit schwachheit ist beladen, Son⸗ dern deine jüͤnger troͤst't: Sollt ihr glaube gleich so klein Als ein kleines senf⸗korn seyn, Wollst du sie doch wuͤrdig schaͤtzen, Grosse berge zu versetzen: 6. Laß mich gnade vor dir fin⸗ denDer ich gan voll traurigkeit; Hilf du mir selbst überwinden; Hilf, so oft ich muß in streit, Daß mein glaud' sich taͤglich mehrt. Gib mir deines geistes schwert, Womit ich den feind kann schla⸗ gen, Alle pfeile von mir jagen. 6. Heilger geist ins himmels throne, GOtt, von gleicher ewig⸗ keit Mit dem vater und dem soh— ne, Der betruͤbten trost und freud! Der du in mir angezuͤndt/ So viel glauben ich noch find; Ueber mir mit gnaden waͤlte, Fer⸗ ner deine gab' erhalte. 7. Deine huͤlfe zu mir sende, O du edler herzens-gast! Und das gute werk vollende, Das du ange— fangen hast. Blas das kleine fuͤnklein auf, Bis ich, nach voll⸗ brachtem lauf, Allen auserwaͤhl⸗ ten gleiche, Dort des glaubens ziel erreiche. 8. GOtt, groß uͤber alle goͤtter, Heilige dreyeinigkeit! Ausser dir ist kein erretter: Tritt mir selbst zur rechten seit, Wenn der feind die pfeil abdruͤckt, Meine schwach⸗ heit mir aufruͤckt, Will mir allen trost verschlingen, Und mich in verzweiflung bringen. 9. Zeuch du mich aus seinen stricken, Die er mir geleget hat: Stuͤrz ihn selbst nebst seinen tuͤk⸗ ken, Drauf er sinuet fruͤh und spat. Gib kraft, daß ich allen straus Ritterlich mag stehen aus; Und so oft ich noch muß kaͤmpfen, Hilf du mir die feinde daͤmpfen. 10. Reiche deinem schwachen kinde, Das auf matten fuͤssen steht, Deine gnaden-hand ge⸗ schwinde, Bis die angst voruͤber geht. Wie die jugend gaͤngle mich, Daß der feind nicht ruͤhme sich, Solch ein her; hab er gefaͤl⸗ let, Das auf dich sein hoffnung stellet. 1I. Du bist meine huͤlf, mein leben, Mein fels, meine zuver⸗ sicht, Dem ich leib und seel erge⸗ den: GoOtt,/mein GOtt! verzeuch doch nicht! Eile doch, und steh mir bey, Brich des seindes pfeil Mm 2 in⸗ 548 Creuz⸗ und Trost-⸗Lieder inzwey: Laß ihn selbst zuruͤcke prallen, Und mit schimpf zur hoͤlle fallen. 12. Ich will alle meine tage Ruͤhmen deine starke hand; Daß du meine noht und plage, HErr! so gnaͤdig abgewandt. Nicht nur in der sterblichkeit Soll dein ruhm seyn ausgebreit't: Ich wills auch hernach erweisen, Und dich dort einst ewig preisen. Mel. Aus tiefer noht schrey ꝛe. O gnädger und 845. barmherzgerGOtt! Du willt uns selig haben, Du machst den boͤsen feind zu spott, Und giebst des glaubens gaben; Ach schau, ich seufze zwar nach dir; Allein der glaube fehlet mir, Ich sinke fast zur hoͤllen. 2. Wie gerne wollte sich mein geist In deiner lieb' erquicken, Nach welcher deine treu verheißt, Uns trostreich anzublicken! Wie gerne wollt ich Christi tod, In meiner schweren seelen⸗noht, Mit festem glauben fassen. 3. Ich kann mein bloͤdes herz doch nicht, Wie ich wol wuͤnschẽ/ erheben. Mir mangelts an der zuversicht, Ach! alle glieder beben. Mich duͤnkt, daß meine sünden⸗ schuld Mir deine vaͤterliche huld Bereits entrissen habe. 4. Ich zweifle fast an deiner treu, Ob sie den suͤndern leben, Und, nach bezeugter buß und reu, Auch gnade werde geben. Es ist mir aber heftig leid: Ich graͤme mich, mein herze schreyt Und seuf⸗ zjet sehr daruͤber. . O frommer Gott! ich fuͤhl in mir Ein fuͤnklein von dem glauben: Das ruͤhret doch allein von dir, Das will der feind mir rauben. Gib, daß des geistes sanf⸗ schwach, Satan will mir ihn fast rauben, Da sich haͤuft mein un⸗ 9e⸗ ter wind Das fast verloschne tocht entzuünd' Und meinen glauben staͤrke. 6. Den glauben, welcher jetzt so klein Als wie ein senf⸗korn schei⸗ net, Laß doch nicht ganz verwerf⸗ lich seyn: Dein kind, das jetzo weinet, Erfuͤll, o HErr! mit zu⸗ versicht, Und mehr mein schwa⸗ ches glaubens-licht, Damit es helle leuchte. 7. Vollfuͤhr das gute werk in mir, Das du selbst angefangen, Gib meinem glauben kraft, um dir Bestaͤndig anzuhangen. Be⸗ halte mein gewissen rein, Laß mich im kampf bestaͤndig seyn, Bis ich in JEsu siege. 8. Hilf meinem unvermoͤgen auf, Und staͤrk mir herz und haͤn⸗ de. Wohn selbst in mir, daß ich den lauf Durch deine kraft vollen⸗ de; Und gib mir einen freyen sinn, Ergreif mich, der ich kraft⸗ los bin, Und selbst mir nicht kann helfen. 9. Die wasser⸗wogen heben sich, Es faͤngt an hart zu wittern: Die winde stuͤrmen sehr auf mich/ Mein schiff will fast zersplittern: Drum, HErr! den glauben mit bewahr, Daß ich nicht in den ab⸗ grund fahr, Wo ferner kein er⸗ retter. 10. GOtt! der du nach dem glauben siehst, Ach staͤrke doch mich schwachen! Wenn du, o hoͤchster! von mir fliehst, Wer wird mein heil bewachen? Komm, treuer GoOtt! und steh mir bey, Auf daß ich unbezwungen sey, Bis an den tag des HErren. Mel. Aille menschen muͤssen ꝛc. ch HErr! staͤrke 846. A meinen glauben, Ach HErr! hilf, er wird sehr Wst, Hübsine „Wi seies Wohirstes h RN mit E un obin . Nie Aeißt Ikomtügs hoc, düe und Wanss Asgleier n ichges Weus go will Witost ung Ushsten le i nich E, Wtmpfnis Indtrost Wch dogge We Wascnsdeie Ah bett Asung soge unt gich X. Jusschiel Ach dese WNinm ih Venn ix bet z Asunoch z Wurdein Ea Mun eft Re rhüre — — == — I Halbe. Di h uh Deil nh,, Ul,hdth + Mas V N Hatat Aahhch, oisc z Wuuf Hien Vsl sih inen Aeküh Nabt un ich deinken 0 mir M WsichW. Wselhfpt I datt iu en seh 6 n, — Mynschtt ch 9⁰ 6 767% , Wuni shlün — in besondern geistlichen Noͤthen und Anfechtungen. 84⁴0 gemach. Ach! mein glaubens⸗ licht verschwindet; Weil sich kei⸗ ne huͤlfe findet. Wo ist doch mein HErr und GOtt? Ruf ich jezt in meiner noht. 2. Wo sind seiner allmacht pro⸗ ben? Wo ist seine vater⸗hand, Die viel andre freudig loben? Bin ich ihm denn unbekannt? Weiß er nicht, wie mir es gehet? Weiß er nicht, wie's um mich stehet? Ist mein leid zu groß fuͤr ihn, Daß ich ohne huͤlfe bin 7.. 3. HErr! ich glaͤube/ hilf mir schwachen! Ja ich glaͤube festig⸗ lich: Du weißt alles wol zu ma⸗ chen Darumkomm undstaͤrke mich. Glaͤub ich doch, daß du noch lebest/ Und stets ob und bey mir schwe⸗ best, Daß dein auge auf mich sieht, Ob die hülfe gleich verzieht. 4. HErr! ich glaͤube, daß mich armen IEsus auch erloͤset hat/ Der sich aller will erbarmen, Der der funder trost und raht; Daß er in dem groͤßten leide Gleichwol sich von mir nicht scheide: Nur mein hert empfindt es nicht, Weil mir staͤrk und trost gebricht. Hilf, daß ich bald staͤrke finde: Staͤrke mich doch fort und fort. Schenke deinem schwachen kinde Einen trost aus deinem wort, Der mich lehre dir vertrauen, Und auf die verheissung schauen, Die du mir im worte giebst; Ob du schon die huͤlf aufschiebst. 6. Laß mich deinen geist noch troͤften, Nimm ihn nimmermehr von mir. Wenn die noht am al⸗ lergroͤßten, Ueberzeug er mich von dir, Daß du noch an mich geden⸗ kest, Und mir deine hülfe schenkest, Koͤmmet nur erst stund und zeit, Welche du zur huͤlf bereit. Mel. O Gott du frommer ꝛe. 8 Ich muß mich, o mein 47. V Gott! Mit vielen du 90 ferner thun. m sorgen graͤmen, Und mit verzag⸗ tem sinn Vor deinen augen schaͤ⸗ men; Wenn wieder neue noth Mich in die schule fuͤhrt, Zu pruü⸗ fen, ob mein heri Dir traut, wie sichs gebuͤhrt. 2. Ich haͤtt aus dem, was du Michsoft erfahren lassen, Die weisheit deines thuns Schon laͤngsteus sollen fassen, Daß du mich nicht versaͤumst; Mich zu verlassen scheinst, Doch hilfest wenn es ieit, Und alles treulich meinst. 3. Ich aber will den trost So gleich mit haͤnden greifen, Eh deine prüfung noch Zu solcher frucht kann reifen, Wozu du sie geschickt; Bin angst und zagens⸗ voll, Wenn ich nach deinem rath Auf huͤlfe warten soll. 4. Ach! mehr und fkaͤrke du Mein kindliches vertrauen, Wenn mein verderbter sinn Sich oft will lassen grauen; Wenn lauter fin⸗ sterniß Der truͤbsal auf mich faͤllt? Wenn sich auf mein geschrey Dein herz verborgen haͤlt. . Je mehr die noht sich haͤuft, Je fester laß mich fassen Dis wort: du wollst mich nicht Versaͤumen noch verlassen: Dein treues va⸗ ter⸗herz Vergesse meiner nicht, Wie mein verzagtes herz Oft un⸗ recht denkt und spricht. 6. Dein geist ist maͤchtig gnug/ Die hoffnung aufzurichten, Wenn satan, weltvernunft Sie denken zu vernichten. Wenn eine noht erscheint, Der aller raht entsteht/ Die uͤber menschen macht Und ihre weisheit geht:— 7. Da zeiget deine kraft Ihr üͤbergroß vermoͤgen, Daß sich un⸗ moͤglichkeit Und aile zweifel le, gen; Auf diese soll, mein Gott! Mein glaub' und hoffnung ruhn. Was du schon oft gethan, Wirst 3 Bey 55⁰ Creuz⸗ und Trost⸗Lieder Bey zweifelhaften Gedanken wegen der Erwahlung. Mel. Kommt laßt euch den ꝛe. 848. L thum fallen, Daß mein herz sich zweifel macht: Ob du, GOtt! uns menschen allen Deinen himmel zugedacht; Oder ob du eine zaͤhl Auserlesen, deren quahl Christi blut nicht tilgen 1en. Weil sie ewig leiden sol⸗ n. 2. Du schleußt ja mit deinen ar⸗ men Aller himmel himmel ein: Sollt an uns denn dein erbarmen, HErr! so sehr verkuͤrzet seyn? Wer hat deine gnaden⸗hand Sol⸗ chermaassen eingespannt? Sollte dir, dem nichts zu gleichen, Nicht der sünden menge weichen? 3. Was verlohren, willt du su⸗ chen; Ey so wirst du mich auch nicht, Allerliebster GOtt! ver-⸗ fluchen. Wende, HErr! dein an⸗ gesicht, Und verwirf mich nicht von dir; Deinen heilgen geist gib mir, Laß ihn immer in mir bleiben, Und sein heilges wesen treiben. 4. Dein sohn ist darum geboh— ren, Daß, wer sich nur zu ihm haͤlt, Selig sey und nicht verloh— ren; Sein blut gilt fuͤr alle welt. Dein wort stehet unverletzt: Busse hast du, HErr! gesetzt Nicht gerechten, sondern sündern, Und gefallnen menschen⸗kindern. . Will nun Christus selig ma⸗ chen, Was verderbt am fleisch und sinn; Wol! so hilft er auch mir schwachen, Weil ich auch ein sunder bin. Will er nicht des suͤn⸗ ders tod: Wird er mich in meiner noht, Die mich aͤngstet, auch nicht lassen, Sondern sie zu her⸗ zen fassen. 6. Hat dein sohn durch seine wunden Ganz bezaͤhlt; so bin ich aß mich nicht in irr⸗ rein. Denn was gaͤnzlich abge⸗ funden, Muß auch ganz verges⸗ sen seyn. Mich erquickt der frie, dens⸗bund, Und was mir dein wort und mund Zugesagt, das kann nicht truͤgen: Welt und teu⸗ fel moͤgen lüͤgen. 7. Ist für alle welt gestorben, Gott! dein sohn aus lieb' und huld: Ey, so ist auch mir erwor⸗ ben Die vergebung meiner schuld. Sollte denn des Adams noht Staͤrker seyn, als Christi tod? Adams fall hat all' ersticket, Chri⸗ sti tod hat all' erquicket. 8. Dein geist troͤstet mein ge⸗ wissen, Er giebt meiner seelen ruh, Zeugt: ich sey der straf ent⸗ rissen, Rufet mir die busse zu. Christi zeuge schweiget nicht, Er ruft aus der nacht zum licht; Hier⸗ an kann mein geist sich laben, Daß mich Gott will selig haben. .Dem, den GOtt zur busse locket, Oeffnet er den himmel auch; Weil er keines herz verstok⸗ ket, Falschheit ist nicht sein ge⸗ brauch. Der da sitzt im hoͤchsten thron, Haͤlt kein ansehn der per⸗ son; Weil er selbst fuͤr aller leben Christum in den tod gegeben. 10. Christi blut tilgt alle suͤn⸗ den, Ob sie noch so groß und schwer: Sein verdienst will uͤber⸗ winden, Schreckt gleich satan noch so sehr, Hier ist Christus, unser held, Der versoͤhner aller welt. Weg, was meine seele guaͤlet! Christus macht mich aus— erwahlet. Mel. JEsu deine heilge wunden. 8 Wes mein herz! mit 49. den gedanken, Als ob du verstossen waͤrst. Bleib in GOttes wort und schranken, Wo du anders reden hoͤrst. Bist du boͤs und ungerecht? Ey, so ist Gott VI + MN Acitheix ct. Wuch diex Umes,E. aen vutts Inmit i Aihmschts Whnoonht Attnicht!“ Adil rich's Achnn daß E l: ja/ AWhrlich Mdet ried chs seines Rtn A hikt kant usch desm VThaltes du zs sch lebe i eh ft ann ein I Und vorzs Witdes dis V. tt liebt z z Sonder ie Jm durd Y Iutu, Weil Iult. Und Iunn. ehsorger ö Winab Wumͤleibentgz ht lebe m West vus z. Wten hintz Hutd W Igen. dl A istuh, Hebungne 0 ei u/ Ali H Watabgil, Peguc heist ßt, gieht Halg ichshh Eit nit n à scheßttz Niachtun H.geissth Woillstlch iden Gorf Inet e Kinh Wit is t; Da ssen kein aishe 3 selbichin Hhentog Dblut fhl Boch si betdi⸗ breckt 5/ Hitrh Oer + Wlr i un .—ꝛ— Manehht, WI 11m7 ü 2 feh Pet i r in besondern geistlichen Noͤhten und Anfechtungen. 551 h%h, Gott fromm und schlecht. Hast dn zorn und tod verdienet? Sinke nicht, GOtt ist versůhnet. 2. Du bist, wie die menschen alle, Durch den suͤnden⸗gift be⸗ fleckt, Welchen Adam mit dem falle Durch der schlangen list er⸗ weckt: Aber kehrst du nur zu GOtt, Besserst dich; so hats nicht noht. Sey getrost, GOtt wird dein flehen Und dein bitten nicht verschmaͤhen. 3. Er hat stets ein herz voll lie⸗ he/ Das uns nie zu schaden denkt: Daß sich, durch die reinsten trie⸗ be Des erbarmens, zu uns lenkt. Gott hat einen vater⸗sinn, Unser jammer jammert ihn, Unser un⸗ gluͤck macht ihm schmerzen, Unser tod kraͤnkt ihn von herzen. 4. Ruft er nicht? so wahr ich lebe, Ich will nicht des suͤnders tod, Sondern daß er sich bestrebe Zu bekehren: ja, mein GOtt Freut sich herzlich, wenn er hoͤrt, Daß ein sůͤnder wieder kehrt; Will nicht, daß aus seiner heerde Nur ein schaaf verlohren werde. 6. Kein hirt kann so fleissig ge⸗ hen, Wenn sich dessen schaaf ver⸗ laͤnft: Solltest du sein herz nur sehen, Wie sich lieb und sorgfalt häuft, Wie es für verlangen brennt, Wenn ein kind sich von ihm trenut Und von den geliebten seinen; Wuͤrdest du fuͤr freuden einen. 6. Gott liebt nicht allein die frommen; Sondern die der see⸗ len⸗feind Ihm durch list und wuht entnommen, Weil ers treu mit allen meint. Und sein vaͤterlich bemühn Suchet sie zurůck zu ziehn: Ja sein locken/ s. orgen, wachen Will die sunder selig machen. 7. Darum bleiben auch die flam⸗ men Seiner liebe immer groß: Denn er ruft uns allzusammen In den weiten himmels⸗ schooß. Stellt man sich nun glaͤubig ein/ Sucht von fünden los zu seyn, Fliehet satans reich und rachen, Thut man GOtt⸗gefaͤllge sachen. 8. GOtt und alles heer dort oben, Das ihn jezt und ewig ehrt, Jauchzet auch, wenn sie ihn lo⸗ ben, Daß der suͤnder sich bekehrt. Gott bedecket und vergißt Alles, was verbrochen ist; Alles, alles wird vergraben, Wie wir ihn be⸗ leidigt haben. 9. Himmel, erde, meer und seen Moͤgen noch so grundlos seyn Dis und alles, was wir sehen, Ist und bleibt unendlich klein Gegen Gottes lieb' und huld, Die bey unsrer fünden⸗schuld Uns erträ⸗ get, duldet, liebet, Und uns raum zur busse gieber., —* 10. Nun so ruh und sey zufrie, den, Seele, die du traurig bist! Was willt du dich viel ermuͤden, Da es doch nicht noͤhtig ist? Sind gleich deiner suͤnden viel: GoOt⸗ tes huld ist ohne ziel, Und kann alle deine flecken, Als die welt ein staͤubchen, decken. u. Koͤnntst du tausend welten finden, Die der hoͤchste GOtt ge⸗ macht/ Und du haͤttest alle sunden, Die in selbigen vollbracht Waͤr es viel; doch seine treu, Welche taͤglich groß und neu, Wuͤrde soj⸗ che last besiegen, Und unendlich uͤberwiegen.— 8 12. Mein GOtt! oͤffne mir die pforten Solcher gnad und guͤtig⸗ keit. Zeige mir an allen orren Deiner huld vollkommenheit: Liebe mich, und treib mich an,Daß ich dich/ so gut ich kann, Wiederum umfang und liebe, Und dich a nicht mehr betruͤbe. Mel. 2. Alles was mir GOtt ꝛc. uahl und angst muß 850.— ich empfinden, Ob Mm a ich 552 Creuz⸗ und Trost-Lieder ich GOttes kind noch sey? Denn der kindschaft pflicht und treu Brach ich oft durch schwere suͤn⸗ s den/ Die ich ohne scheu verüͤbt, Und wodurch ich Gott betruͤbt. 2. Ach! der bund ist uͤbertreten, Den Gott durch das wasser⸗bad Mit mir aufgerichtet hat. Will ich nun zum hoͤchsten beten, Faͤllt mir oft der zweifel bey: Ob ich Gottes kind noch sey? 3. GOtt erhoͤrt nur seine kin⸗ der, Welche seinen willen thun; Kann mein herz nun also ruhn, Da ich ein verhaͤßter suͤnder? Ja mich druͤckt der sorgen⸗stein: Wie kann GOtt dein vater seyn? 4. Stürmen auf mich truͤbsals⸗ winde, Ach! so wird mein glaube klein, Und der satan giebt mir ein: GOtt verfaͤhrt mit seinem kinde Nicht so scharf; waͤrst du sein kind, War er nicht so hart gefinnt. 5. Darum fleh' ich: hilf mir armen, Vater der barmherzigkeit! Tilge dieses herzeleid Burch dein vaterlich erbarmen; Und verwirf mich armen nicht Gan; von dei⸗ nem angesicht. 6. Vater! laß mich gnade fin⸗ den; Sprich mich, den verlohr⸗ nen sohn, Wieder frey vor deinem thron: Christi blut soll mich enthinden, Darum schenke mir die schuld, Und ertrag mich mit geduld. 7. Dein kind fernerhin zu heis⸗ sen, Bin ich freilich nicht mehr wehrt; Doch da mich dein geist bekehrt, Kannst du auch den bund nicht reissen. Schau, ich kehr zu meiner pflicht, Err! darum ver⸗ stoß mich nicht. 5. HErr! ich sage dir aufs neue Wieder pflicht und liebe zu, Die du forderst: blicke du Nun, nach deiner vater⸗treue, Den mit ana⸗ den⸗augen an, Fuͤr den JEsus gnug gethan. 9. Du sollt doch mein Pater bleiben, Wenn gleich deine ruhte chreckt Und mir schmerz und angst erweckt. Dir will ich mich ganz verschreiben, HErr! dir leist ich treu und pflicht, Bis mein hetz im sterben bricht. Mel. Christus 0 uns dich 1— 7 wing dich auf zu 8 5 I. S deinem GOtt, Du betrübte seele! Was liegst du, Gott fast zum spott, In der schwermuhts⸗hoͤle? Merkst du nicht des satans list? Er will durch sein kaͤmpfen Deinen trost, den IEsus Christ Dir erworben, daͤmpfen. z. Schüttle deinen kopf und sprich: Fleuch du alte schlange! Was erneurst du deinen stich, Machst mir angst und bange? Itt dir doch der kopf zerknickt, Undich bin durchs leiden Meines JE⸗ su dir entruͤckt In den saal der freuden. 3. Wirfst du mir die suͤnde fuͤr? Wo hat GOtt befohlen, Daß mein urtheil ich bey dir Ueber mich soll holen? Wer hat dir die macht ge⸗ schenkt, Andre zu verdammen? Liegest du doch selbst versenkt In den hoͤllen⸗flammen. 4. Hab ich was nicht recht ge⸗ chan, Reut es mich von herzen; Dahingegen nehm ich an Christi blut und schmerzen: Denn dis ist die ranzion Meiner missethaten; Bring ich die vor GOttes thron, Ist mir wol gerahten. das lose⸗geld. 5. Christi unschuld ist mein ruhm, Sein recht meine erone, Sein verdienst mein eigenthum, Wo ich sicher wohne Als in ei⸗ nem festen schloß, Das kein feind kann faͤllen Waͤr sein ganzes heer auch los, Nebst der macht der hoͤllen. 6. Stuͤr, Wn E W s + Wallicht Wchrterls Hke! 1 Wütd es ente Wlchen Wns L Wim ti n der: IWbike? Whhlicht A was Ahheihein In G.9 Mrist, En Ius litz hanbitt wollmmt S scstden. Whsoch yn A st, deh Aatlem gg I ol an ihts Datun Hnich vr Hhlts willees I hetzu htiten I Hehe 4 , SO A Dor an er= Kgnag slngt dae Aa: D. W Da sigg Auud mite üm Mt stn 1 Dal 3%/% Dicht. R . — Eberun Dn 961 Sa 32 deierth eün h stund e Dden Mh⸗ II iit dte — V dir Ht Stahh selbtgt nen, is fittz mich uiz m icheh en: u inet g rl Vhhtet. Ph. Lichhin eht u De roht, Vrsichtt, Sinl in besondern geistlichen Noͤthen und Anfechtungen. 553 6. Stüͤrme teufel, hoͤll und tod! Was koͤnnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner noht GOtt mit. vielen gnaden, Der GOtt, der mir seinen sohn Selbst ge⸗ schenkt aus liebe, Daß der ewge spott und hohn Mich dort nicht betruͤbe. 7. Schreye, tolle welt! es sey Gott mir nicht gewogen: Es ist lauter taͤuscherey Und im grund erlogen: Waͤre GOtt mir gram und feind; Wuͤrd er mir die gaben, Die mein eigen worden seynd, Nicht verliehen haben. 8. Denn was ist im himmels⸗ zelt? Was im tiefen meere? Was ist gutes in der welt, Das mir nicht gut waͤre? Und wem brennt das sternen⸗licht? Wozu ist gege⸗ beneuft und wasser? dient es nicht Mir und meinem leben? 9. Ich bin GOttes, GoOtt ist mein: Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe ereuz herein Sammt dem bittern leide? Laß es dringen: koͤmmt es doch Von ge⸗ liebten haͤnden. Wie bald weicht das ereuzes⸗joch, Wenn es GOtt will wenden? 10. Kinder, die der vater soll Ziehn zu allem guten, Die gerah⸗ ten selten wol Ohne zucht und ruhten. Bin ich denn nun GOt⸗ tes kind; Warum will ich fliehen, Wenn er mich von meiner suͤnd Auf was guts will ziehen 1I. Es ist herzlich gut gemeint Mit der ehristen plagen; Wer hie zeitlich wol geweint, Darf nicht ewig klagen, Sondern hat voll—⸗ kommne lust Dort inChristi garten Dem allein er recht bewußt) Endlich zu gewarten. 12. GOttes kinder saͤen zwar Traurig und mit thraͤnen; Aber endlich bringt das jahr Wornach sie sich sehnen: Denn es koͤmmt die ernte zeit, Da sie garben machen. * Da wird all ihr gram und leid Lauter freud und laͤchen. 13. Ey so faß, o ehristen⸗herz! Alle deine schmerzen; Wirf sie froͤ⸗ lich hinterwaͤrts, Laß des trostes kerzen Dich entzuͤnden mehr und mehr: Gib dem grossen namen Deines GOttes preis und ehr, Er wird helfen, amen. Rlage über GOttes⸗lästerliche Gedanken. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. ch armer mensch! wo 8 5 2. denk ich hin? Wie laß ich jetzo herz und sinn, Zwar wider meinen willen, Doch gegen dich, HErr JIEsu Christ! Durch sataus tůcke trug und list Mit laͤsterung erfuͤllen? 2. Du hast mir ja von kindheit an An leib und seel viel guts ge⸗ than, Und alle gnad erwiesen: Ist denn nun dis der dank dafuͤr? Wirst du, mein GOtt! also von mir Fuͤr deine huld gepriesen? 3. Ach HErr lich haͤtte wol ver— dient, Daß du mich, als ein böͤses kind, Alsbald zur hoͤlle stiessest/ Und mich daselbit, bey hoͤchster quahl, Die laͤsterungen allzumahl Im feuer buͤssen liessest. 4. Drum lehre mich doch recht verstehn, Daß solches laͤsterliche schmaͤhn Vom böoͤsen geist herruͤh⸗ re, Daß er durch solche laͤsterung Mich aͤrmen in verzweifelung Und andre laster fuͤhre. 6. HErr! rette deinen ruhm und mich, Daß nun in meinem herzen dich Der satan nicht mehr schmaͤhe; Gib, daß ich diesem laͤster⸗geist, Der mich nur dich betruͤben heißt, Nun kraͤftig wi⸗ derstehe. 6. Verleih mir kraft, zu solcher zeit, Wenn sich der boͤse geist nicht scheut Durch laͤsterung zu toben, M m 5 Dich, 85⁴4 Creuz⸗ und Trost⸗Lieder Dich, HErr! in meines herzens grund, Und auch zugleich mit wort und mund, Zu preisen und zu loben. 7. Ach HErr! ich schreye noch zu dir, Laß deinen guten geist in mir Mit seiner gnade bleiben; Ich raͤum ihm herz und alles ein, Ich will sein heilger tempel seyn, Sein werk darin zu treiben. 8. Ach heilger geist! komm, heilge mich, Daß satans bosheit, welche dich Bisher gelaͤstert, weiche. Ach! wirk in mir kraft, fried und ruh, Daß alles, was ich red und thu, Nur dir zum preis gereiche. Mel. O Gott du frommer ꝛe. 8 Ich klage dir, o GOtt! 5 3.* Mit hochbetruͤbter seele Wie grosse seelen-angst Mich taͤglich nag' und quaͤle: Ach! boͤse laͤsterung, Gedanken wider dich, Die oft bey mir ent⸗ stehn, Mein GOtt! betruͤben mich. 2. Ach weh! wo soll ich hin? Wem soll ich davon sagen? Den menschen trau ich nicht: Ach Gott! dir will ichs klagen; Du kennst des herzens grund, Du kennest meinen sinn, Wie ich daruͤber stets Von herzen trau⸗ rig bin. 3. Wie herzlich gern waͤr ich Der laͤstrung überhoben? Ich quaͤl' und martre mich, Wenn sie fast in mir toben. Ach! wenn mein herz auch nur An dich, mein Gott! gedenkt; So wird es gleichsam ganz In laͤsterung ver—⸗ senkt. 4. Dein wort, woran ich denk', HErr! wird in mir verkehret, Und ganz herum gedreht; Die andacht wird gestoͤhret. Ich hoͤre andre wort, Als ich im herzen hab: und diese grosse quahl Frißt mir das herz noch ab. . Ach! schaue meine noht, Bald will mich der verdammen, Der selbst verdammet liegt Mit ketten in den flammen: Bald koͤmmt ein feuer⸗pfeil, Gott wuͤßte nicht von mir, Du stiessest, o mein GOtt! Mich ganz und gar von dir. ö 6. Ach ja! die laͤsterung Mischt sich in alle dinge, In alles, was ich nur Thu, lese, bete, singe. Was ich zu deiner ehr Und ruhm voll⸗ bringen soll, Das mach ich, wie mich deucht, Von suͤnd und schan⸗ de voll. 7. Der laͤster⸗worte kann Ich mich nicht gleich entschlagen: Auch wider willen muß Ich sie ost lange tragen. Ach! rechne mir nicht zu, Was ich so leiden muß; Ich widersprech ihm oft, Und leid es mit verdruß. 8. Mein GoOtt! dir ist bekannt/ Wie heftig ich mich wehre, Wie ich mich bald zu dir Und bald zum beten kehre. Ich schreye tausend— mahl: Ich mein' und will das nicht, Was boͤse laͤsterung In mei— nem herzen spricht. 9. Drum gib doch, daß dein geist Die laͤstrung von mir trei⸗ bet, Mich gutes denken lehrt, In meinem herzen bleibet, Es durch dein lob erfüllt, Mich heilig macht, regiert, Gedanken, zung und mund, Dich stets zu preisen, rüͤhrt. 3. In besondern leiblichen Noͤhten und Leiden als in Verfolgungen. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛc. 8 II Gott fuͤr uns; was 54. kann uns schaden, Ob sich uns alles widersetzt? 2 I1 ö 10 ht hun UsgeO I. Id e Vhst eil il E Aetinse Vottbe S ee hact. E Aalabeftes Mihter na Aashatten Vht esch d Hott in dutch Wuht; Si ht und se Wiles bös Ist gewisse Whnde zornle Wollte n lEr wl= ihl. Drum Wsllggen. I Mt allein. Wl nur her Wohisal —— WrIEsuCà Maor „Aisum slimirzune Wfldet gro i Iaemahls i Alatten han! ach wie Ragefen! e wilg danltz sel int Wästaffen' MWsgen imme 87 h Aamutth famnxy irf Iinii, 4 MW en ns E Tich solh Srihmo 4 Dttlditt mich the chschohh Hein' ul Alisteut cht. V 0 x ng Uln e Sbleide 33, 6 ch tth — Dern 0⁰ 05 10 dsohn gth I. Huh in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 5355 sind wir nur bey GOtt in gnaden/ So bleiben wir stets unverletzt. Wer GOtt nur hat, hat immer schutz/ Er bietet welt und teufel trutz. . Ist GoOtt mit uns; wird aus dem feinde Gar oft der aller⸗ beste freund. Und haben wir nur GOtt zum freunde, Was schadet uns der aͤrgste feind? GOtt hin⸗ tertreibet allen raht Der trug und falschheit in sich hat. 3. Ist GOtt bey uns; so stehn wir feste, Wenn sturm und wetter blitzt und kracht. GOtt decket uns aufs allerbeste Und machet tag aus finstrer nacht. Wer un⸗ ter seinem schatten sitzt, Der wird füͤr aller noht beschuͤtzt. 4. Ist GOtt in uns; so steigt im herzen Durch seine kraft ein helden⸗ muht; So spührt man lust in noht und schmerzen, So heißt uns alles boͤse gut. GOtt und ein gut gewissen macht, Daß man der feinde zorn verlacht. 4. Wer wollte nun an GOtt berzagen? Er will fuͤr, mit, bey, in uns seyn. Drum weg mit euch, ihr bange klagen! Ich traue mei— nem GoOtt allein. Tritt, welt und teufel! nur herfür, Ich sage: trotz! GOtt ist allhier. Mel. HErr JEsu Christ du hoͤchst. 8 A wie schwer 5 5. ist mir mein herz! Wie angst ist mir zu muhte. Mein geist empfindet grossen schmerz Und wird niemahls zu gute. Mir ist an allen orten bang: Ach from⸗ mer vater! ach wie lang Willt du mein so vergessen! z. Wie lange willt du, treuer Gott! Dein antlitz so verdecken, Und meine seel in solcher noht Und truͤbsal lassen stecken? Soll ich denn sorgen immerzu, Und auf dem lager keine ruh In meinem herzen haben? 3. Wie lange soll sich doch mein feind Noch uͤber mich erheben, Ders mit mir auf das aͤrgste meint, Und goͤnnt mir kaum das leben? Er trotzt und pochet auf gewalt, Und setzet mir gar man⸗ nigfalt Sehr iu an leib und seele. 4. Sieh an, o HErr! und hoͤre doch Mein flehen und weh— klagen. Erloͤse mich vom harten joch Der viel und schweren pla— gen: Die augen, GOtt! erleuch⸗ te mir, Daß ich nicht ploͤtzlich muß von hier, Und in dem tod ent⸗ schlafen: 4. Daß sich mein feind nicht ruͤhm dabey, Er habe rache funden, Noch sich in seinem her⸗ zen freu, Als waͤr ich uͤberwun⸗ den; Nicht uͤber meinen unfall lach: Da du doch weißt, daß mei⸗ ne sach Kein unrecht mit sich fuͤhret. 6. Ich aber hoffe, daß du mich Bald rettest, und in gnaden Von mir abwendest kraͤftiglich Angst, elend, spott und schaden. Ich weiß, du bist voll guͤt und treu, Und stehst mir armen kraͤftig bey, Der taͤglich darauf wartet. 7. Drum sey nur froͤlich, bau⸗ ger geist! Laß alle schwermuht fahren: Und glaͤub, GOtt, der dein vater heißt, Wird dich getreu bewahren Fuͤr aller feinde list und tuͤck, In kurzem auch dein ungelück In ruh und freude keh— ren. *g. O vater, sohn und heilger geist, Voll weisheit, guͤt und staͤrke! Sey stets aus herzens⸗ grund gepreist Fuͤr alle grosse wer⸗ ke. HErr! fuhr und schuͤtz mich immerfort Durch deine gnad an allem ort Zu deines namens ehre. Bey 556 Creuz⸗ und Trost⸗Lieder Bey Neid und Verfolgung. Mel. Aus tiefer noht schrey ich. 8 6 AoneuerDr wie 5* geht mirs doch, Da meine feinde toben? Wie hart und schwer ist dieses joch! Ach schaue doch von oben! Die truͤbsal macht mich muͤd und matt, Ach! komme bald, ach! schaffe raht, Und stille mein verlaͤngen. 2. Ach! schaue, was fuͤr gram und pein Mir die verfolgung brin—⸗ get; Dieweil sie mir durch mark und bein Bis in die seele dringet. Ach schmerz! der bis zum herzen frißt, Wenn der, so selbst voll la⸗ ster ist, Uns laͤstert, schimpft und schmaͤhet. 3. Wie guaͤhlet den nicht haß und neid, Der stets nach freund⸗ schaft strebet, Der gern in fried und einigkeit Mit seinem bruder lebet! Der neid ist blos des sa⸗ tans ruhm; Der haß der hunde eigenthum; Die wuht ein werk der tieger. 4. Zu fried und ruh beruft uns GoOtt, Wir muͤssen sanftmuht uben: Es ist ja dieses sein gebot, Daß wir uns herzlich lieben. Ein blosser nam' und eitler ruhm Ist nur ein solches ehristenthum, Wo fried und liebe fehlen. 5. Und dennoch sieht man weit und breit, Wo christen⸗leute le⸗ ben, Nichts als verleumdung, zwist und streit; Man ist dem haß ergeben: Doch soll dis laster tu— gend seyn, Deswegen sucht man falschen schein, Um es damit zu schmuͤcken. 6. Der hat bald dis, bald das gethan, Den wir nicht leiden kön⸗ nen, Den nennt man einen boͤsen mann, Dem wir die luft nicht goͤnnen: Wir plagen, druͤcken, suchen ihn Auf alle weise durch⸗ zuziehn, Und dis heißt wol ge⸗ handelt. 7. So glucket maͤnchem zwar die kunst, Durch heucheln, trug und luͤgen, Durch hinterlist und fal⸗ schen dunst Die menschen zu be⸗ truͤgen: Weil sein verstand durch falsche lis, Durch haß und neid verfinstert ist Doch kann er GOtt nicht taͤuschen. 8. Wer jedem zu gefallen denkt, Muß ohn gewissen leben, und dem, der zucht und tugend kraͤnkt, In allem beyfall geben; Er achte weder amt noch pflicht: Denn sonst gefaͤllt er diesem nicht, Den haß und neid besessen. 9. Ach HErr! erbarm dich uͤber die, So sich dem neid ergeben. Erwecke, ruͤhr und lenke sie Von solchem boͤsen leben, Und fuͤhr sie Christi schaafen zu, Damit sie je⸗ dermann in ruh Und stillem friede lassen. 10. Erbarm dich meiner! denn ich bin Mit solcher zunft umge⸗ ben. Verleih mir einen sanften sinn, Und laß mich freundlich le⸗ ben. Ach! gib mir sanftmuht und geduld, Damit ich ihnen ihre schuld Vergeb und auf dich hoffe. II. Mein helfer, ach! verlaß mich nicht, Ach! eil, mir heyzuste⸗ hen, Und zeige mir dein ange⸗ sicht; HErr llaß mich freudig se⸗ hen, Wie maͤchtig deine gnade sey, Durch diese mach mich voͤllig frey! Dir will ich fest vertrauen. Mel. Wo Goᷣtt der HErr nicht ꝛe. 8 Err, hilf mir! denn 5. ich werde sehr Von meinem feind gedraͤnget, Der wi⸗ der meinen glimpf und ehr Viel boͤses ausgesprenget: Er suchet mich um haab und gut, Ja gar um leben, leib und blut, Durch seinen mund zu bringen. 2. Du, HErr! der du allwis⸗ send bist, Erkennest seine luͤgen: Er sucht in dem, was 999910 05 in H. Wgshe 1 . HRN Wöunl Antu Inm Kei 2* Aaulhetkss, Ahet, W Wmun Ichche ah mit W. MN scch al Man ff. Wdet bielx terde Inschfür ndfre hitt ichs D Idihersten u sse ut 1 al se I1 Mnicht des nrinen Mein 6 N he 1 Ast Wil Maliich dieEs unhwüß Alhicht brz mein Y Di man S hhilichtis Aahhetzen b Ankuahte. hte. Iu urbteit W H6 Asichrebenz B.— hegg hiltgh, ie win sein uß Drch h. Dohh S upg wissen H und tuz Nl gehch Soch nic diese besesen Irudn Idem ch rnd Peben, Hu/ d / Ind fl dich me chet zu mit ei mich sth mirfust t ich d aufh lset/ Ve mit a mich Stig N eenac eech feite 2 tdtr He As l Eah rü Impf h in besondern leiblichen Noͤthen und Leiden. 55¹ Sein schaͤndliches vergnuͤgen. Du weißt, daß mir zu viel geschicht: Denn ich verschulde das ja nicht, Was er mir aufgebuͤrdet. 3. Drum nimm dich meiner gna⸗ dig an, Und rette meine ehre; Daß jedermann erkennen kannund uͤberzeugend hoͤre, Daß alles falsch und ohne grund, Was meines feindes laͤster⸗mund Mir schaͤnd⸗ lich nachgesprochen. 4. Verleih mir einen solchen muht, Der sich darob nicht kraͤn⸗ ket, Was mein feind redet oder thut; Und der vielmehr bedenket: Der luͤgen werde leichtlich raht, Wenn man sich fuͤr der böͤsen that Nur huͤtet, und fromm lebet. 4. Auch bitt ich dich, liebrei⸗ cher GOtt! Du wollest die bekeh⸗ ren, So mich mit luͤgen, hohn und spott Bisher so sehr beschwe⸗ ren. Fuͤhr sie zur busse, reu und leid, Damit sie ja die seligkeit Deswegen nicht verlieren. Mel. Auf meinen lieben GOtt. 8 8 Mein Gott lich ha⸗ 5** be mir Fest vorge⸗ setzt: allhier Will ich mich fleissig huten, Ob gleich die feinde wuͤten, Daß ich, wenn ich was spreche, Ja dein gebot nicht breche. 2. Wenn mein gemuͤht ent⸗ brennt, Daß man sich von dir wendt; So will ich vor dich treten, In meinem herzen beten: Daß du gebst deinem knechte Zu thun nach deinem rechte. 3. HErr! lehre mich doch wol Bedenken, daß ich soll Von dieser schnoͤden erden Hinweg geraffet werden: Und daß mir deine haͤnde Gesetzet ziel und ende. 4. Die tage meiner zeit Sind einer hand nur breit; Und wenn man dis mein bleiben Soll recht und wol beschreiben; So ist es nichts, und bleibet Ein staub, der leicht zerstaͤubet. 4. Ach HErr! wie gar nichts seyn Die menschen insgemein, Die doch so sicher leben, Und gar nicht acht drauf geben, Daß all ihr thun und gluͤcke Verschwind' im augenblicke. 6. Sie suchen gut und geld, Gehn her in dieser welt Als wie ein schatt' und schemen; Und koͤnnen nichts mitnehmen, Wenn sie dereinst voll leiden Aus diesem leben scheiden. 7. Sie schlafen ohne ruh, Arbei⸗ ten immerzu, Sind tag und nacht geflissen; Und koͤnnen doch nicht wissen, Wer, wenn sie niederlie⸗ gen, Ihr erbtheil werde kriegen. 8. Nun, HErr! weß soll ich mich Doch troͤsten sicherlich? Auf dich will ich nur bauen, Und dei⸗ ner gůͤte trauen. Rett mich von ande sünde, Die ich noch in mir nde. 9. Laß mich doch, treuer GOtt! Nicht seyn der thoren spott. Mein mund soll stille schweigen, Das herz zur ruh sich neigen; Du stif⸗ ter aller sachen! Kannst, willt und wirsts wol machen. 10. Wend deine plag von mir, Schlag mich nicht fuͤr und fuͤr; Denn ich bin arm, verachtet; Bey⸗ nahe ganz verschmachtet; Weil du die hand ausstreckest, Und mich im zorne schreckest. 1I. Strafst du die missethat, Die man veruͤbet hat; So faͤllt die kraft der glieder Und alle schoͤnheit nieder. So gar nichts sind die sünder Und alle menschen⸗ kinder. 12. Zu dir, o HErr, mein hort, Ruf ich noch immerfort: Sieh an mein herzlich sehnen, Mein' angst ue hitte⸗ Weun Erhoͤre mei⸗ itte, Wenn ich mein her ausschůtte. 2 83 I3. Dein 558 Creuz und Trost-Lieder 13. Dein pilgrim bin ich hier, Dein buͤrger fuͤr und fuͤr, Wie meine vaͤter waren, Und alle die vorfahren, Die, von dir aufge⸗ nommen, Zur rechten heimat kommen. 14. Laß meiner quahl und pein Nunmehr ein ende seyn. Benimm mir ereuz und leiden, Eh ich von hier muß scheiden: Daß ich dich ewig droben, Und auch noch hier, mag loben. * I6. GOtt vater, sohn und geist! Sey imn ö Du wollst in meinem leben Mir trost und staͤrke geben, Daß ich drauf selig sterbe, Dein reich aus gnaden erbe. Bey Sorgen und Bekümmer⸗ nissen um das Zeitliche. ichth 38. icht so traurig, micht 859. N so sehr, Meine seele! sey betruͤbt, Daß dir GOtt an gut und ehr Nicht so viel als andern giebt. Nimm fuͤr lieb mit deinem GoOtt, Hast du GOtt, so hats nicht noht. z. Was hast du, o menschen⸗ kind! Für ein recht zu gut und geld? Sind nicht, die geschaffen sind, Gaͤste dieser fremden welt? Gott ist HErr, dis ist sein haus; Wie er will, so theilt er aus. 3. Bist du doch darum nicht hier, Daß du erde haben sollt. Schau deu himmel uͤber dir, Da, da ist dein edles gold, Da ist ehre/ da ist freud, Freud' ohn end', ehr ohne neid. 4. Thoͤricht ist, der sich hie kraͤnkt m ein/ hand voll eitelkeit; Da ihm JeéEsus schaͤtze schenkt, Welche keine zeit zerstreut. Bleibt der himmel dein gewinn, Gib den staub nur immer hin. ö 5. Schau nur alle guͤter an, Die dein herz fuͤr gůter haͤlt; Sag, ob Sey immerdar gepreist. eins mitgehen kann? Bleibt nicht alles in der welt, Wenn dein suß, nach GOttes schluß, Diese welt verlassen muß? 6. Aber was die seele nehtt, GOttes huld und Christi blut, Wird von keiner zeit verzehrt, I und bleibt ein ewig gut. Erden⸗ gut zerfaͤllt und bricht, Seelen— gut verschwindet nicht. 7. Darum denke nicht so sehr Auf ein gut das eitel ist. Gott giebt dir zudem noch mehr, Als du brauchst und wuͤrdig bist; Sag/ ob dich sein weiser raht Nicht his⸗ her versorget hat? 8. Wuͤßte der im himmel lebt/ Daß, wornach dein fleisch und blut Mit so grosser sehnsucht strebt, Deiner seele nütz und gut; O so reicht' er dir fuͤrwahr Dis und mehres reichlich dar. 9. GOtt ist lieb'⸗ und gnaden⸗ voll, GOtt ist dir von herzen treu. Wenn du wuͤnschest, pruͤft er wol Wie dein wuunsch beschaffen seh: Ist dirs gut, so geht ers ein, N dirs schaͤdlich, spricht er: nein. 10. Unterdessen traͤgt sein geis Dir in deines herzens haus Man⸗ na/ das die engel speist, Ziert und schmuͤckt es herrlich aus; Ja er waͤhlet, dir zum heil, Dich iu sei⸗ nem gut und theil. 1I. Ey, so richte dich empor, Du betruͤbtes angesicht! Laß das seufzen, nimm davor Deines glau⸗ bens freuden⸗licht; Das behalt, wenn dich die nacht Deines kum⸗ mers traurig macht. 12. Setze, als ein himmels⸗ sohn, Deinem willen maaß und ziel. Ruͤhre stets vor GOttes thron Deines dankens saiten⸗ spiel; Weil dir mehr gegeben ist Als du, suͤnder! wuͤrdig bist. 13. Fuͤhre deinen lebens⸗lauf Allzeit GOttes eingedenk. Wie es koͤmmt, nimm alles auf, Als 0 wol⸗ . Wseß W W unolxs il Wstusch ů hhnt wird m Wuf E Aabidu hs HI hniglich v e, Me Inatte h Wlber eH& Msil beches Aht. MR. 1 Venn I Wdts beten xet Wustas“ M y dent 10 das n duge n aufz AWhenvegt Aübudich?“ Uhit es u lin tütr chtbersüh d n he. 48 schth, Det 2 Haln ne Ie Inlg AlHott Aucheseh/ Mit hee r Wft n . ind Lubün scchl Hhüth N S Mnetgatn i ehhmz II Detnich I dalle u, dcd s enn hah j Vudi Meisetiah t idet inset ach dünth grushg sechet Per dit sh Feichlih t liehzg Liditet Vusches n Musch V osle srih esen i bergh Iael ellih m fi heil. t N are II r. licht nachtad ach. 1 0 n e H H A De U e Imn, — in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 55⁰ wolbedacht geschenk: Geht dirs widrig, laß es gehn, GOtt und himmel bleibt dir stehn. Mel. Herzlich thut mich verlans · 2 a 860. sorge findt? Ach sorge doch, mein vater, Mein Gott von alters her! Sey ferner mein berahter, Sonst wird die last zu schwer. z. Schwer wird mirs zwar vor andern: Sie gehen froͤlich her, Nur ich muß traurig wandern; Mein leben wird mir schwer. Ich scheu michs zu entdecken, Drum seufz' ich inniglich; O GOtt! laß mih erwecken, Mein vater! rette mich. 3. Das matte herz voll graͤmen Spricht: lieber ehrlich todt, Als daß mich soll beschaͤmen Bald die, bald jene noht. Mein sorgen wird gemehret, Wenn auch der kum⸗ mer gar Des betens andacht stoͤh— ret, Das sonst das beste war. 4. Hoͤrt GOtt vielleicht mein klagen Und aͤngstlich seufzen nicht? So denk ich in dem zagen, Wenn mir das herz fast bricht: Blitzt etwan, du gerechter! Dein fluch und zorn auf mich? Wie? strafst du den veraͤchter, O HErr! und raͤchst du dich? 9. Ich haͤtt es wol verdienet, Daß GOtt ein raͤcher waͤr: Und waͤr ich nicht versuhnet, Gieng ich in zittern her. Doch laͤßt den teufel zittern, Der ohne hoffnung ist; Bey allen ungewittern Be⸗ deckt mich JEsus Christ. 6. Drum will ich jezt noch hof⸗ fen, Mein Gott verwirft mich nicht. Sein ohr steht ja noch offen, Ich weiß, sein herze bricht. Gib, geber! gute gaben; Mein vater! willt du 4 verlassen/ Mein schande, Und hilf dem elend ab; Gott! dein seufßend kind, Das sich nicht weiß zu fassen, Da sich viel segne mich, Laß uns die noht durft haben, Beraht uns vaͤterlich. 7. Laß alles wol gelingen, Der fluch geh hinter sich. Raht mir in allen dingen, Und benedeye mich. Rett mich, bewahr fuͤr Ich will in solchem stande Dich preisen bis ins grab. 8. Ich leb in deinem willen, Als ein gehorsam kind. Willt du die noht nicht stillen, Die sich bey mir befindt; So fuͤll das herz mit freuden, Und mach es sorgen frey, Und schaff, daß ich im leiden Voll ruh, geduldig sey. In Dürftigkeit und Armuht. Mel. IEsu deine heilge wunden. 8 6 1 ater! du weißt mei⸗ ne sorgen, Die mit mir zu bette gehn, Und auch an dem fruͤhen morgen Wieder mit mir auferstehn; Die mich armen immerdar Nagen, und mir man⸗ ches jahr Centner⸗schwer am her⸗ zen liegen, Hilf! ach hilf sie mir besiegen. 2. Siehst du nicht, wie vielen jammer Mir die grosse noht er⸗ weckt? Weil der schwere sorgen⸗ hammer Mich erbaͤrmlich schlaͤgt und schreckt. Hoͤrst du nicht das angst⸗geschrey, Das wir in so vie⸗ lerley Noht, gefahr und hoͤllen⸗ stricken, Sie iu wenden, iu dir schicken. ö 3. Hebe doch die noht und pla⸗ ge, So die arme seele druͤckt, Daß ich endlich froͤlich sage: Gott hat es doch wol geschickt. Sorge fuͤr uns allzumahl, Sorge fuͤr die harte guahl, Die, so sehr wir uns bestreben, Ohne dich doch nicht zu heben. 4. Du regierst ja alle dinge, Du versorgest mensch und vieh: on ein ——— — SPIPIIITITITITITITITTTTTTTTTTT 5⁵⁰ Creuz⸗ und Trost⸗Lieder kein wurm ist so geringe/ Ohn dein 4. Ich sprach in solcher zeit, Da wissen stirbt er nie. Du verpfle⸗mich dein raͤht vergnügte, und gest groß und klein; Wie du willt/ so muß es seyn: Was du heissest, muß geschehen; Laß uns raht und beystand sehen. 3 15 6. Laß, um JEsu Christi willen, Keinen von uns untergehn, Noch, um unsre noht zu stillen, Uns na boͤsen mitteln sehn. Gib, daß jeder zu dir flieht, Und sein leiden so ansieht, Daß du uns von hoͤllen— kufeh. Dadurch willt zum himmel rufen. 6. Und gesegne denn von oben, Was hier ohne segen ist: Daß wir dich mit freuden loben, Der du raht und helfer bist; Der das leid, so uns beschwertNun in froͤlich⸗ keit verkehrt, Der uns nun, fuͤr das verderben, Heil und himmel laͤsset erben. Wenn jemand durch Unglück das seine verlohren. Mel. O Gott du frommer ꝛc. 62 H0 sitz ich, Hiob 8 gleich, In meinem mir es alles wol Nach wunsch und willen fugte: Nun hat es keine noht, Ich falle nimmermehr; Drotz aller unglücks⸗nacht! Trotz aller feinde heer! . Ach! aber das entziehn Von ch Gottes angesichte Reißt allen muht dahin, Macht allen ruhm zunichte; Wo ist nun deine lust, Vergnuͤgung, freud und scherze O sehr verzaͤgtes ding! O trotzig menschen⸗herz! 6. Doch, HErr! du lehrest mich Durch der propheten schriften: Wer kann wol in der stadt Ein einzig unglück stiften, Wobey nicht GOtt der HErr Die hand im spiele hat? Er ist der schlaͤgt und heilt, Von ihm koͤmmt rath und that. 7. Drum auf, bedraͤngtes herz! Wenn dich die noht be⸗ schweret; So schrey nur aͤngsiig⸗ lich, GOtt ist es, der dich hoͤ ret. Gott laͤuft als mutter zu, Er troͤstet, hilft, ergetzt, Bis er dich wiederum In sanfte ruh aschen⸗haufen, Da noht und her⸗ gesetzt zeleid Bey mir zusammen laufen. Ich seh⸗ wohin ich will, So seh ich lauter noht; Ach GOtt! wie beu⸗ gest du Mein herz bis in den tod. 2. Wie ruhig war ich sonst! Wie war ich fromm und stille! Der kammer fehlte nichts An vor⸗ raht/ schatz und fuͤlle. Ich nahm, in dir vergnuͤgt, Bald dis, bald das heraus; Hier, glaubte jeder⸗ mann: Sey Obed⸗Edoms haus.“* *2. Sami. 6, II. 3. Der seelen fehlt' es nicht An reichem trost von oben, Ich mußt' im leiblichen Auch deine guͤ⸗ te loben. Mein gut vermehrte sich Fast jeden augenblick: Du und gluͤck. etz t. 8. Hat dir dein vorig gluͤck Den ruͤcken zugekehret, Hat dich ge⸗ haͤufte noht Fast ganz und gar verzehret? Hier ist ein reicher GoOtt, Der wieder fuͤllen kann: Der bau⸗herr dieser welt Nimmt sich des schadens an. 9. Drum, seele! kehr zuruͤc Und suche deine stille. Ach sorge nicht, mein leib! Fuͤr nohtdurft/ huͤll und fuͤlle; GOtt bleibt ein treuer GOtt, Der seel und leih erquickt, Der ehre, gut und heil Zu deiner wolfahrt schickt. 10. Des ereuzes augenblick So ploͤtzlich er eutstanden, So ie u ploͤzlich geht er hin Und is, nicht gabst mir uͤberall Gedeyen, heil mehr vorhanden. der ruthen⸗streich Des fas ö Aft/ So bald Ranh E Wbott t= Wein es WN miche mamtvors⸗ Whgechie— . Wen l. Whend ich E. sllich ms Wchtito fg AMl nil ich Iht I vo Ashund seel Msilke. MN. Aes senhen st sche 9 ß michz hung Midige du S Agewis ibes scmüsen garteste Auuch im e—. Jesschte I. Me Sostu X, stich 2 Vateod Derrlöith tophen Hool inRi Aick sinz der uhe SttGih don ihmel * auf/ H Iu dich 06 e schtypth — ist ů706 liuft ul hilst, H etun ein ehte, l f iet hichhfn t dunt dens dl,, 2 000 rtht,H * nols 6 in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 561 schafft, Erlangt es wieder huld, Und die giebt neue kraft. 1II. Gesetzt, daß dich die noht Bis zu dem grabe druͤcket: Wenn der erloͤste geist Sodann nur Gott erblicket, Wo gar kein un⸗ gluͤck ist; So nehm ich alles an, Wenn ich sodann nur GoOtt Voll freude schauen kann. In Krankheiten. Mel. Was GOtt thut das ist ꝛe. Nein liebster GOtt! 863. Modz il hekanntDie krankheit die mich drucket. Ich weiß, sie koͤmmt von deiner hand; Du hast sie zugeschicket, Das glau⸗ be ich: Du pruͤfest mich/ Und kaunsts nicht boͤse meinen In zuͤchtigung der deinen. 2. Wo wend ich mich nun aber hin? Wem soll ich mich vertrauen? Zu JIEsu Christo steht mein sinn, Auf diesen will ich schauen. Er ist der welt Ja vorgestellt Zum arzt an leib und seele; Der ist es, den ich waͤhle. ö 3. Mein JEsu! heile doch dein kind Zufoͤrderst an der seele. Die besten arzeneyen sind In deiner wunden hoͤhle. Ich rufe nur Um diese eur: Laß mich doch meiner suͤnden Vergebung bey dir finden. 4. Befriedige du mir das herz, und troͤste das gewissen: So wird des kranken leibes schmerz Zur haͤlfte weichen muͤssen. Dein gna⸗ den⸗bund Macht schon gesund, 0 Und giebt den kranken staͤrke, Mehr als des arztes werke. . Zwar brauch ich auch des arztes raht: Doch soll er mir ge⸗ deyen: So muß, HErr! deine wunderthat Die beste kraft ver⸗ leihen. Drum hilf mir auch Bey dem gebrauch Erwaͤhlter arzeney⸗ en, Und laß sie wol gedeyen. 6. Wenn man sonst nur ein ein⸗ zig wort Aus deinem munde hoͤr⸗ te; So mußte schmerz und krank⸗ heit fort, Die ruh und wolseyn stoͤhrte. Sprich auch zu mir: Ich helfe dir; So wird mein ganzes wesen Sich staͤrken und genesen. 7. Du kannst es auch anjetzo thun, Da du im himmel wohnest: Es schreyt mein herz, und wird nicht ruhn, Bis du, HErr! meiner schohnest. Ich weiß, du wirst, Mein lebens⸗frs! In gnaden an mich denken Und die gesundheit schenken. 8. Sey du der arzt und helfers⸗ mann, Um deines namens willen. Wenn niemand sonst mehr helfen kann, Kannst du die krankheit stil⸗ len. Ich liege hier, Und schrey zu dir: HErr! hilf mir armen kran⸗ ken, Ich will dir ewig danken. Mel. Aus tiefer noht schrey ich ꝛe. HJie krankheit, du ge⸗ 8 64. ODeecheer GoOtt! Die ich jezt an mir spuͤhre, Bezeugt mir, daß ich meinen tod Stets in und bey mir fuͤhre; Denn jede stund und jede zeit Erinnert mich der sterblichkeit, Und spricht: dent an dein ende. 2. Du hast die schmerzen auf⸗ erlegt, Die jezt die glieder tra⸗ gen; Und da mich deine ruthe schlaͤgt, So willt du damit sagen: Des todes ursach ist in dir, Dein leben aber koͤmmt von mir Und steht in meinen haͤnden. 3. So ist es: deine vater⸗ hand Will mich durch leiden ruͤhren, Und mich so in den gnaden⸗stand Und von der welt abfuͤhren. Wenn ich gleich sehr entkraͤftet bin, Wird doch dein treuer vater ⸗sinn Mir aus der krankheit helfen. 4. Du giebst den blinden ihr ge⸗ sicht, Die lahmen heißt du gehen; Nn Es 56² Creuz⸗ und Trost⸗Lieder Es muͤssen, wenn dein wort nur spricht, Auch todte auserstehen: Und also kannst du auch allein Der arzt in meiner schwachheit seyn, Wenn du ein wort wirst sprechen. c. Die menschen schreihen mit⸗ tel fuͤr, Daß sich die schmerzen legen; Allein die huͤlfe koͤmmt von dir: Und ohne deinen segen Macht uns kein kraut noch pfla⸗ ster freyß. Dein wort, HErr! ist die 9.8„Die unsre schmerzen heilet. 6. Beschliesssst du in deinem raht: Ich solle laͤnger leben; So kannst du leicht auch in der that Den mitteln kraͤfte geben. Ist aber dis dein weiser schluß, Daß ich anjetzo sterben muß; So din ich auch zufrieden. 7. Dis eine bitt ich: heile nur Die wunden meiner seelen; Wenn gleich im leiblichen die eur Und alle mittel fehlen. Denn lebt der geist in dir, mein GOtt! So soll der mund, bis in den tod, Auch diese guͤte vreisen. Mel. Auf meinen lieben GOtt. 6 Ich trau auf meinen 8 5 SGott In aller angst und noht: Hat mich viel ereuz be⸗ troffen, Will ich doch auf ihn hof⸗ fen. Er wird mir huͤlfe seuden Und alles elend wenden. 2. Ist gleich mein leid voll schmerz, Und angstet sich mein herz, Will es fuͤr leid und plagen Fast gar in mir verzagen; Wird Gott, nach Rillen. willen, Doch alles wieder stillen. ö 3. Haͤlt schon die schwachheit an, Baß ich daher nicht kann Das haus des HErren schauen, Und mich daseloͤst erdauen: Soll mir mein lager dienen, Mit GOtt mich zu versoͤhnen. ö So oft und gnaͤdiglich: Achhör mein flehn und sehnen, Zaͤhl izt auch meine thraͤnen, Und kehre dis mein leiden In trost und susse freuden. . Dis bitt ich, dis geschicht: Und koͤmmt die rettung nicht In diesem welt⸗getummel, So gib mir nur den himmel, Wo lauter licht und sonne, Wo stete freud und wonne. 6. Nun mach es auf der welt, Mein Gott! wie dirs gefaͤllt; Hilf mir aus allen noͤhten, und wirst du mich auch toͤdten; Will ich im tod und leben Mich dit doch ganz ergeben. Mel. GoOtt des himmels und ꝛe chaue von des 8 66. S himmels buͤhnen, Grosser herrscher dieser welt! Wie mein kindliches erkühnen Deine hand umschlossen haͤlt; Wie sich meine demuht uͤbt, Deine ruhte küßt und liebt. 2. Laß die baͤche meiner thraͤnen Laͤnger nicht vergeblich seyn. Laß mich nicht bestaͤndig sehnen Nach verlangtem sonnenschein. Brich die truͤbe jammer⸗nacht, Die mich fast eutseelt gemacht. 3. Zu den fuͤssen deines thrones Leg ich meine werke nicht: Nur die wunden deines sohnes Stel ich vor dein angesicht. Dieses opfer haͤlt den lauf Des enthrann⸗ ten eifers auf. 4. Gnuͤge dich an meiner plage⸗ Goͤnne meiner seelen ruh; In der helfte meiner tage Geh ich sonst dem grabe zu. gedacht. 8. Blos zu deines namens eh⸗ ren Wünsch ich meines lebeus frist: Doch verwerf ich mein be⸗ HeErr! in tiefer hoͤllen⸗nacht Wird ja deiner nicht 09⁰⁰9˙ . Wa H 9 W W ott Wbodetft Ischen Mftit. fh in stirs MHume E I 50 N leib Me Wteue uunbbsemg Ihtgerah * 4 Mdoch r büh ch mich Iilier lallsth. Hich 2. A, So. aft Sz . ö lih dens 65 K Mt, iuz Dann enr ill hat 1 nas 4. Mein GOtt! du hörtest mich gehren, Wenn es dir zuwider ist W Dei⸗ Drrugg + thtiig den Ji Ttt ich VN die tehy elihn Shinnd AunN R Dc sin Aschtth Sichts ach⸗ bossen ht ai t. chener egest ese mas uneennt Vac sisah dae uhh i , sc n N l. N *Uil I nt Wh in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 563 Deinem willen geb ich sinn, Seel und leib zu eigen hin. 5. Willt du mir das leben geben, Nehm ich es mit freudigkeit. Soll seyn ich auch nicht laͤnger leben; HErr! so din ich auch bereit. Mich ver⸗ gnüͤgt allein der schluß, Der zum besten dienen muß. 7. Hilf indessen tapfer kaͤmpfen, Hilf, mein GOtt! in diesem streit, Was dir widerstrebet, daͤmpfen; Hilf jur frohen ewigkeit. Da wird, ohne streit und pein, Geist und fleisch in frieden seyn. Mel. JEsu meines lebens ꝛe. 6 J5 gedenk an deine 8 7. wunden, Hoͤchst unschuldigs GOttes⸗laͤmm! Die dein zarter leib empfunden, Als du an des ereuies stamm, Blos um meiner boͤsen thaten, In die großte noht gerahten: Da ich jeit um eigne sund Deine zuͤchtigung empfind. z. Wirke doch in meinem her⸗ zen Wahre buß und rechte reu. Mach auch mich, durch deine schmerzen, Jeit von meinen schmerzen frey. Oder ist es dein belieben, Mich noch mehr im ereuz zu uͤben; So gib auch geduld und muht, Kraft und staͤrke durch dein blut. 3. Sollt ich dem wol widerstre⸗ ben, Der es doch so herzlich meint? Nein, ich will mich ihm ergeben, Wenn es noch so truͤbe scheint. Ich will harren, ich will hoffen, Es hat allieit einge⸗ troffen; Kinder, die der vater beetbt. durch die zucht b 4. Ich muß zwar in hitze bren⸗ nen, Es wird meine kraft ver⸗ zehrt: Doch muß ich dabey er⸗ kennen, Daß GOtt nur dem boͤ⸗ sen wehr't: Darum will ich mei⸗ nen ruͤcken Unter seine ruhte bůk⸗ ken; Macht er nur das herz recht rein, Wird der schmer ertraͤglich 6. Es sind dis die leidens⸗sun⸗ den, Es ist dis die pruͤfungs⸗zeit: HErr! ich fuͤhle tiefe wunden, Staͤrke mich in diesem streit, Daß ich alles auf dich wage, Und mein leiden willig trage. Leiden bringt dem fleische pein, Fuͤhrt doch auch jum himmel ein. 6. Ach! ich kann mich nicht be⸗ schweren, Daß du mir zu viel ge⸗ than: Willt du meine schmerzen mehren, Nehm ich sie geduldig an. Mir gebührt nicht, vorzu⸗ schreiben, Sondern stille zu ver⸗ bleiben; Mach mich nur zu dei⸗ nem knecht, Und durch dein ver⸗ dienst gerecht. 7. Ich will den nicht scheel an⸗ sehen Der in steten freuden lacht: Meine seele soll nur flehen, Daß mir deine gnaden⸗macht Kraͤfte schenket, meine plagen, Meine schmerzen so zu tragen; Daß ich hier nur fromm und treu/ Und dort ewig selig sey. 8. Du bleibst dennoch mein ergetzen, Meine lust und froͤlich⸗ keit: Muß ich gleich die wangen netzen, Und in manchem herzeleid Meine lebens⸗zeit zubringen; Auch mit vielen feinden ringen, Schau ich doch durch diese jeit In die frohe ewigkeit. Mel. Was GOtt thut das ist wol. 868 Jr weiß, daß mein erloͤser lebt; Der selber ist mein leben. Ob gleich mein herz im kummer schwebt, Mit schmer; und tod umgeben; Ist seine kraft, Die huͤlfe schafft, Doch maͤchtig in mir schwachen, Drum laß ich ihn nur machen. 2. Er lebt, mein arzt: ihm fehlt Nn 2 es 54 3end il es nicht An weisheit und vermoͤ⸗ gen. Er ist es, der mir trost zu⸗ spricht? Wenn kleinmuht sich will regen; So laͤßt er doch Der krank⸗ heit joch/ Nicht ohne sein erquik⸗ ken, Die schwachen glieder druͤk⸗ en. Ihm leb ich was ich leb abier; Mein leben ist verborgen In ihm,/ und er lebt selbst in mir: Wie sollt er denn nicht sorgen Fuͤr meine noht? Trotz, daß der tod Mir darf das leben rauben; Denn hier leb ich im glauben.*Col. 3, 3. Creuz⸗ und Trost-Lieder 4. Du lebst/ daß ich auch leben soll, Du leben meines lebeus! Dis macht mein herz vertrauens voll; Weil du das nicht vergebeus Fest zugesagt. Drum unverzagt! Dein wort muß wahrheit bleiben, Und auch an mir bekleiben. 4. Wenn du mich gleich zu toͤd⸗ ten scheins/ Bleib ich doch an dir kleben. Ich weiß, mein heil! wie gut du's meinst, Du denkst auf lauter leben. Laß nur den schmeri, Der mir mein heri Fast stündlich droht zu brechen, Mir diesen trost nicht schwaͤchen. 6. Auf menschen⸗huͤlfe wart ich nicht/ Denn die ist hier nicht nuͤtze: Mein aug ist blos auf dich gericht, Omeines lebens stuͤtze! In mei⸗ frieden, Bist von mir ungeschie den. 9. Laß diesen frieden herz und sinn Ohn unterlaß bewahren; Und laß mich, daß ich in dir bin Und lebe, stets erfahren: Ja stele mir Dein ereuz⸗bild fuͤr, So mwird in deinem willen Sich meine seele stillen. 10. Ich bin von aller fuͤnden⸗ last Durch dein verdienst entbun⸗ den; Und die erloͤsung, die du hast Durch deinen tod erfunden, Gilt für und fuͤr, Mein GOtt! vor dir; Dein mir erworbnes erbe Bleibt mein, auch wenn ich sterbe. 1I. Sind gleich der leiden vih und schwer, Die meinen leib betruͤben; So laß mein heri sich desto mehr In dir, an deinem lie⸗ ben, Das mich als braut Mit dit vertraut Und dir will aͤhnlich ha⸗ Den„In groͤßter schwachheit la⸗ en. 12. Du, mein erloͤser! bist in treu; Wie bleibst du denn so herbey, Das warten macht mit bange. Denn meine kraft, Mein lebens⸗sast Vertrocknet als die scherben: Ach hilf! ich muß ver⸗ derben. 3. Nein, aber nein, du kaͤnnst ner noht; Droht gleich der tod mich nicht Versaͤumen noch ver⸗ Mit aufgesperrtem rachen, Es lassen; Das aͤchien meiner zuver⸗ mit mir auszumachen. 7. Es soll mein glaube niemahls ruhn, Dir mein herz auszuschůr⸗ ten: Du kannst ja uͤberschwenglich thun, Mehr als wir menschen bit⸗ ten. Ich weiß, du wirst, Mein schmerz und noht, sicht Wirst du iu herzen fassen. Du eilst herzu, mir Und neue kraft und leben Zu dei⸗ nem preis zu geben. huͤlf und ruh 14. Mich foll und kann nicht Nicht truͤbsal, lebens⸗fuͤrst! Dem ereuze grenzen angst und leiden Noch auch der setzen, Und mich sodann ergetzen. zu sichten: Ja, wenn mich ga mein herz verklagt, Die hoffnung zu zernichten; So rufe du Mir gnaͤdig zu: Du bleibst in meinem leite 8. Macht gleich der feind mich mein J oft verzagt, Sucht boshaft mich kann, auch feind, der tod, Von dir ein JEsu! scheiden. Dir leb ich hier, Auch sterb ich dir; In dir im sterben, Mein leben nitht verderben. ö 160. Mach mich nach deiner lie⸗ be frey Von dieses todes leibt So eibt lange? Ach eil mit deiner hülf. IbE EI HM W Ihnhe A t d E Arnlle ol 49006, t t A nd krss⸗ deni en Iit ttosue .Mir ftEe I A Weits Walack e at, Dis singet S Womich dA Inn sches I Un WMne In Mit . Vosches 1 Wltender e sch ftote Wase mlem Heu Wuuctunda vul scht Wallhegt ess Ihlast t Ag uns Ixe fhr u Wahegui keuee Ashlt. n Dee Mihigiu, i 145 Aw ne Miterlg vo j Tesen si unlillh Rh Stgh Pelliihth Hilin ethn Win u, Vein uche, Hie elliu, Nud Morgh Airwvothugeh wennitt lliich uh S i Oin dit z Iichabhe Vd f ME ößter sth mii bt eil Mt I In he . Nundh HilR n ass icheln 2 Ru 0 I, i a udl in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 5⁵ leibt eslebens⸗furst! dabey/ Daß ich doch lebend bleibe; Denn so bin ich, Mein heil! durch dich, Der du den tod verschlungen, Zum leben durchgedrungen. 16. Nur wollest du mich, JE⸗ su! dir Recht wolgefaͤllig machen: Reut alles aus, und tilg in mir, Was noch von eiteln sachen Den sinn zerstreut; An eitelkeit, An sorge, noht und kraͤnken Laß mich nicht mehr gedenken. 17. Laß deinen geist, des erbes yfand, Mit trost nicht in mir Enmwuts„Mir sterhend das ver⸗ eissungs⸗land Auch schon von ferue zeigen; Weil nur ein blick In solches gluck Mein herz so muͤhtig machet, Daß es des todes lachet. 18. Dort faͤnget erst mein le⸗ ben an, Wo mich das lamm wird weiden; Wenn schmerz und lei⸗ den abgethan, Und ich mit tau⸗ send freuden Umgeben bin, Wo nichts forthin Mir wird mein le⸗ ben rauben, Wo schauen folgt auf glauben. Bey anhaltender Rrankheit. Mel. HErr JEsu Christ du ꝛe. 36 Isch frommer GOtt! 0 9. dir sey geklagt, Was mich in meinem herzen Für angñ und elend druͤckt und plagt: Mein leib ist ganz voll schmerzen„ Ich bin mit krankheit hart beschwert, Und meine kraft ist fast verzehrt Von deinem zorn und draͤuen. z. Ich werde fuͤr die missethat Mit recht also gequaͤlet, Daß mir dein trost, dein treuer raht Und Mu vater⸗huͤlfe sehlet. Ich liege da n ganz ohne ruh, Die schwachheit nimmt bestaͤndig zu, Daß ich den tod besorge. 3. Doch hast du dich vol huld erklaͤrt Und vaͤterlich verheissen, Den, der dich suchet und begehrt, Aus seiner noht zu reissen; Drum komm ich auch vor deine thuͤr: Ach, frommer vater! hilf du mir, Und wende meine plage. 4. Denn du bist doch ein star⸗ ker held, Der tod und leben zwin⸗ get, Ein treuer arzt fuͤr alle welt, Dem alles wol gelinget: Drum eil und staͤrkemeinen geist, Nimm weg, was noht und krankheit heißt, Und tilge meine schmerzen. 6. Beschenke mich mit deiner huld, Erhalte mich in gnaden, Verleihe ehristliche geduld. Was aher mir kann schaden, Laß, lieb⸗ ster GOtt! entfernet seyn: Und gib mir trost und leben ein, Durch deines geistes gaben. 6. OJEsu/ treuer seelen⸗hort! Sprich, wegen deiner wunden, Anjezt ein einzig liebes⸗wort, So bin ich schon verbunden. Ja, spvenn du, liebster meister! willt So wird mein leiden bald gestillt Und meine pein gedaͤmpfet. 7. Nun, treuer GOtt! ich traue dir: Weil du mich selbst geschla⸗ gen, So werde deine liebe mir Die schwachheit helfen tragen; Daß mich die schwere schmerzens— last, Die du mir aufgeleget hast, Nicht gaͤuzlich unterdrucke. 8. Soll aber ich in dieser noht Und krankheit unterliegen; So laß mich über meinen tod Im wahren glauben siegen, Daß ich durch jammer, erenz und leid/ Zu deiner himmels⸗herrlichkeit Ge⸗ trost und froͤlich dringe. Mel. Werde munter mein ꝛe. Hrankheit und ein 870. Ksieches leben Ist ein taͤglich neuer tod; Und der hat auch mich umgeben, Da ich kum⸗ mer, schmerʒ und noht„ Jammer/ guahl und herzeleid Schon so eine Nn 3 lange 566 Creuz⸗ und Trost⸗Lieder lange zeit Unter winseln, ach und klage An dem schwachen leibe rage. 2. Gluͤcklich war ich, als vor die⸗ sen Herz und glieder noch gesund, Taͤglich neue kraͤfte wiesen, Und der leib sich wol befund. Ach! ge⸗ sundheit, welch ein schatz! Der den allerbesten platz Unter dieses lebens gaben Muß vor allen guͤ⸗ tern haben.——— 3. Ach! um den bin ich gekom⸗ men; Von der scheitel bis zum fuß Ist mir alle kraft benommen, Daß ich nunmehr siechen muß. GOtt, der jederzeit gerecht, Laͤßt mich armen suͤnden⸗knecht, We⸗ gen meiner missethaten, In des arztes hand gerahten. 4. Ach! ich habe viel erlitten: Ach! ich bitte schmertens⸗voll, Daß er mich aus Kedars huͤtten Bald in zion fuͤhren soll; Wo mir keine schwere nacht Schmerzen, angst und bange macht, Wo man JEsu nur lobsinget, Und ein ewig dank⸗lied bringet. . Doch bisher hat ihm gefsal⸗ len, Daß ich buß⸗ und hoffnungs⸗ voll, Gleich den glaͤubgen kindern allen, Warten, und erkennen soll: Schmerzen, kummer, angst und noth, Krankheit und zulezt der tod Ruͤhren blos von unsern suͤnden, Die sich haͤusig bey uns finden. 6. Ach vergib, vergib, o vater! Denk an Christi blut und pein, Und sey jetzt auch mein berahter, Denn kein mensch kann helfer seyn. Nimm und tilge meine schuld, Gib mir kraͤfte zur geduld. Laß mich, vater! voll vertrauen, Blos auf deine huͤlfe schauen. 7. Laß mich Christi wort erken⸗ nen, Und mit diesem troͤste mich: Die sich meine juͤnger nennen, Nehmen auch mein ereus auf sich. Durch viel truͤbsal, schmerz und pein Geht ein ehrist zum himmel ein; Und wer dort will freude schmecken, Den muß hier kein ereuz⸗kelch schrecken. 3. Daß ich recht geduldig wer⸗ de: Laß mich sehn wies andern gieng, Was Hiskias fuͤr beschwer⸗ de Trug, bevor er trost empfieng: Was fuͤr centuer-⸗schwere last Hiob deinen knecht umfaßt, Und wie Lazarus voll schwären Alles labsals mußt entbehren. 9. Nun mein GoOtt! so schwer und lange Trag ich weder schmer; Kranker leib! was ist dir bange? Trau auf deinen star⸗ noch noht. ken GOtt: Hat er noch zu rech⸗ ter zeit Jene mit der huͤlf erfreut: O so wird er dich vom boͤsen Auch zu rechter zeit erloͤsen. 10. Ists nicht eher, doch im stet⸗ ben: Da verschwindet alle pein: Da sind die des himmels erben, Die allhie bestaͤndig seyn. Ey so machs/ GOtt! wie du weißt, Daß es gut und selig heißt: Wenn du mich auch wolltest toͤdten, Hoff ich doch in allen noͤhten. Bey zunehmender Brankheit und herannahender To⸗ des⸗Gefahr. Mel. IEsu deine heilge wunden. ö ch! so lieg ich/ und 87 I. A empfinde, Was die sünde angericht. Suͤnde! ach ver⸗ dammte sünde! Wie verderbest du uns nicht? Du, o seel⸗ und leibes⸗ gift! Plagest uns; durch dich be⸗ trifft Meinen leib, nebst meinem herzen, Krankheit, jammer, pein und schmerzen. 2. Ach mein GOtt! schau wie ich liege Schmerzen⸗voll, matt/ müd und schwach. Schau, wie ich mich vor dir schmiege, Ganz vo thraͤnen, weh und ach! Was ai mir ist, leidet noht: Ach, wie nah tritt . h ichs h. IRN Helfter Wcet Als⸗eit Wühn/ Du Whleh. AWumittos ecle, Vhesets. Wz set AWrfehn, Ih, D Wle Durch e A , ein ExRE WSoll eues Wen, e dein Ahich, 5 Mbich, v ne u Waßties Auld setl/ 0 ih nüt g umirgegrs Hitet m u ine ly ger geis Fla hätderz Aarde.“ —.— 14 hllich uch Vin dieste auh nit gut Ahnnicher rahh. Heeumt hechtz ul itathy ein oth Sgin r Dere a haant mn dutz dich unt atalis Vichttehgh⸗ 1 dcnn (des Hd efurdigh t ieh li N Doltetu hten lerdet l E annahh 3 V O dein ise UU Nam Wicht. Etn S ush Ws lah n hel in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 567 tritt mir der tod! Zung und mund sind matt zu sprechen, Heri und augen wollen brechen. 3. GOtt! iu dir nur will ich flie⸗ hen: Dich, dich ruf ich sehnlich an, Du wirst dich mir nicht ent⸗ ziehen; Denn du bist der helfen kann. Herz und knie beug ich vor dir, Mund und seele schreyt: hilf mir! Hilf, ach hilf! in meinen noͤhten: Laß mich doch die angst nicht toͤdten. 4. In der helfte meiner tage Reiß mich/ schoͤpfer! nicht dahin. Schau und hore meine klage, Der ich kaum noch lebend bin. Lindre mein so schmerzlich leid, Friste meine lebens⸗zeit. Du alleine kannst es geben, Daß wir sterben/ daß wir leben. c. Willt du mir das leben schen⸗ ken; So soll seele, herz und muht Deiner gnade stets gedenken, Und erheben was sie thut. Herzlich will ich zu dir flehn, Um mir gnaͤ⸗ dig beyzustehn, Daß ich deines namens ehre Durch ein heilig le⸗ ben mehre. 6. Doch, mein GOtt! was dir beliebet, Soll auch mir gefaͤllig seyn; Hilf dem, der sich dir ergie⸗ bet; Ich bin dein, und du bist mein. Leb ich, HErr! so leb ich dir. Sterb ich, wol! bleib nur bey mir: Vater! was dein weiser file Mir ersprieslich sieht, er⸗ ulle 7. Leib und seel, mein ganzes leben Hab ich nur allein von dir. Alles hast du mir gegeben, Nichts/ ja nichts gehoͤret mir. Drum so nimm, was deine heißt, Vater, sohn und heilger geist, Nimm es hin zu deinen haͤnden, Hilf mein leben selig enden. . Dir will ich auch die verschrei⸗ ben, Die in dieser sterblichkeit Einst nach mir zuruͤcke bleiben; hilf auch ihuen jederzeit. Sey der wittwen schutz und schild, Bleib den waisen gut und mild; Gib doch gnade recht zu glaͤuben, Und dabey recht fromm zu bleiben. 9. Nun, ich will mich zu dir wenden, Liebster GOtt! ich fasse dich Mit des wahren glaubens haͤnden, Halte mich auch gnaͤdig⸗ lich; Heiligedreyeinigkeit;( Nimm mich zu dir, wann es zeit; Dir leb ich, dir will ich sterben, Mach mich nur zum himmels⸗erben. Mel. Liebster JEsu wir sind hier oll es,liebsterGOtt! 87 2. S geschehn, Daß ich heut an diesem tage Dir das lezte mahl mein flehn, Truͤbsal, noth und ereuz vortrage; Achl so rich⸗ üte meine sinnen Nach den hohen himmels⸗zinnen. z. Tausend und viel tausend mahl Sey, o vater! hochgepriesen, Daß in deiner kinder zahl Du mir einen platz gewiesen, Wo mein herz dich lernen kennen, Und in Christo vater nennen. 3. Heilig/ heilig, heilig sey Deines grossen namens ehre, Dei⸗ ne gůte mancherley, Deine kraft und wahre lehre! Ich will dich dort ewig loben, Wenn du mich zu dir erhoben. 4. Dein reich hast du auch zu mir Hier in gnaden lassen kom⸗ men: Mich berufen, auch zu dir Aus des satans macht genommen: IEsus hat mir heil und frieden Durch sein blut und tod beschie⸗ den. 6. Darum wart ich mit begier Ganz getrost aufs reich der ehren; Richts durchaus kann mich allhier Mehr von jener freude kehren, Komm, okoͤnig! was die deinen Mit mir hoffen, laß erscheinen. 6. Deinem willeu éwill ich mich Ganz zu einem opfer geben, Hab Nn 4 ich 568 Creuz⸗ und Trost⸗Lieder ich hier nicht voͤlliglich Nach dem⸗Deine kraft wird ewig stehen, selben koͤnnen leben; So werd ich Deine herrschaft nie vergehen. dort deinen willen Mit den engeln Mel. Vater unser im himmelr. er 87 3. nait⸗ seile huh recht erfuͤllen. 7. Daͤglich brot und maͤcher⸗ ley/ Was zu meinem stand gehoͤ⸗ ret, Hat mir deine vater⸗treu Durch die lebens⸗zeit beschehret: Nun du himmels⸗brot willt ge⸗ ben Laß ich gern dis arme le⸗ en. 8. Zwar die meinen bleiden hier, Die mich gern noch laͤnger saͤhen: Doch ich weiß, mein GOtt! bey dir Steht ihr weh und woler⸗ gehen. Druͤckt noch etwas mein gemuͤhte, So befehl ichs deiner guͤte. 9. Nur, o vater! sprich zu mir: Dir ist alle schuld vergeben; Ach! so geh ich rein zu dir Aus dem sün⸗ den⸗vollen leben. JEsus hat mir gnad erworben, Mit ihm ist die schuld gestorben. ö 10. So vergeb ich auch gar leicht, Wie du, hoͤchster Gott! geheissen: Rache, zorn und stra⸗ fe weicht, Ich will nichts als lieb erweisen; Weil du, GOtt! so viel erlassen, Will ich armer mensch nicht hassen. II. Rückt der lezte kampf her⸗ zu, Tobt und wuͤtet sund und hoͤlle, Daß sie mir die himmels⸗ ruh Raub', und meinen glauben faͤlle; Ach! so steh auf meiner sei⸗ fen Die versuchung zu bestrei⸗ en. 12. Mach mich alles uͤbels los, Gib der sünden⸗noht ein ende, HErr! ich flieh in deinen schooß, Und in deine vater⸗haͤnde; Laß mich die von allen boͤsen, Wie du willt und kannz, erloͤsen. 13. Nun du hoͤrst, ich zweifle nicht, Denn du bist der himmels⸗ koͤnig; Zu dir steht die zuversicht, welt und hoͤll ist dir zu wenig: schwach ich bin: Du hast aͤngs Sie sehnt sich nach der ewigkeit. Ach sieh/ wie aͤngstet sich der geist, Bis er sich aus dem leibe reißt! Schau wie er durst und hitze fuͤhlt, Bis ihn die lebens⸗quelle kühlt. 2. Ach GOtt, wie früh bin ich geiagt? Wie hat mich suͤnd und welt geplagt! Wie manche seel⸗ und leibes⸗noht Betruͤbet mich bis in den tod! Du kennest mich, dein armes kind, Wie viele sorgen in mir sind. 3. Du aber bist der seelen ruh: Drum eilt sie dieser quelle zu: Wie lieblich ist dein angesicht! Wie hell dein allerklaͤrstes licht! Wie stark ist deine vater⸗hand! Wie choͤn ist dort mein vaterland! 4. Du lebest, HErr! und ich bin dein, So fuͤhr mich auch zum le⸗ ben ein! Was ich hier lebe, ist ein tod: Selbst meine freud ist angst und noht. Bey dir ist leben ohne leät. Bey dir vergnuͤgung ohne ö d. 6. Ich soll vor deinem antlit stehn, Ich soll mit vollen freuden sehn Den vater, der mich hoch ge⸗ liebt, Den sohn, der sich selbst fr mich giebt, Den geist, der trost und weisheit schenkt. O selig! welcher dis bedenkt. 6. So oft mein herz im gei beschaut Den tempel, den du auf⸗ gebaut, Die tafel, die du zube⸗ keit, Und alle deine herrlichkeit: So wallet herz und geist in wir, Und sehut sich, grosser GOtt! nach dir. 7. Nun HErr! du kennest mei⸗ nen sinn, Wie elend, arm und ush. ah ull/ 0—f¹t. ⸗Uie Ihen⸗L Irank Hundott= Wottt 1 ie dttliebe R Wid vnig 0 Mherbo Y schmer; A. Whute 10. Aatande Jih mich Wich mit 12 0 shach* Ralbebegt: aaen? DiE Hlh/ So hie Ahlg: Werse I cht hat me Jch lanr ah williet Mt dank c hd fehn,L Mit min 50 Nach 0 hith nicht Wi ich du schin dens , Wil . Ichttagz Iu Ren t So arg ö Hlend ij hun geicht uihe aftrh —— unse * ö 1 I 9 eangt s d dutfin ebeen tt, I ioht Yri dt nd, M 2 biff d ee in ah tlatg n Ahenr s,Henl ehttiche. ich had Ie Bth di „Dit vapt. Wengas t. M 1 Reil sl i / M uI Di g in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 3⁵9 langst gezaͤhlt, Wie lange mich die truͤbsal quaͤhlt: O lebens⸗huͤ⸗ ter l ist die nacht Der truͤbsal bald hindurch gebracht? 8. Die leidens⸗tage sind vor⸗ bey, Es endet sich das angst⸗ge⸗ schrey. Mein JEsus koͤmmt/ und hohlet mich, Er kömmt und hohlet mich zu sich. Die quell ist fri⸗ schen wassers voll, Wo ich mich ewig laben soll. morgen⸗Lied eines Rranken. Mel. Allein 3516 10b der 5 10 ö Mott lob und dan 874. G Die nacht ist hin, Es koͤmmt der liebe morgen: Auf, schwacher geist und matter sinn! Dir ist ja unverborgen, Wie du die finstre schmerzens⸗nacht In Gottes schutze zugebracht, Und gluͤcklich uͤberstanden. 2. Als ich mich zu der ruh ge⸗ legt, War ich mit schmerz umge⸗ ben. Ich sprach, durch schmerz und furcht bewegt: Werd ich auch morgen leben? Die fast verdorrte zunge frug, So oft die viertel⸗ stunde schlug: Wenn wird der tag erscheinen? 3. GOtt hat mir mein gebet gewaͤhrt, Ich kann das licht noch sehen: Drum will ich ihn, der mich erhoͤrt, Mit dank und preis er⸗ hoͤhen, Und flehn, daß er es die⸗ sen tag Mit mir und meinem ereuze mag, Nach seinem willen, machen.— 4. Leb ich nicht froͤlich, frisch/ gesund; Bin ich dennoch zufrie⸗ den, Hat schon der schmerz mein herz verwundt, Will ich doch nicht ermuͤden. Ich trage dieses harte joch Auch diesen tag, und wei⸗ den. Gott, der mich so getren bewacht, Wird, nebst der engel orden, Auch heute mit und bey mir seyn, Und huͤlfe, raht und trost verleihn: Er weiß wol was mich druͤcket. 6. Ihm will ich meinen schwa⸗ chen geist Und kranken leib befeh⸗ len. Was JEsus, der mein hel⸗ fer heißt„ Erwaͤhlt, will ich auch waͤhlen; So geht es mir im leben wol, Und wenn ich heute sterben Den Kann mir der tod nicht scha⸗ en. 7. Ich bin ja, HErr! dein lie⸗ bes kind, Und werd es ewig blei⸗ ben: Kein schmerzens⸗sturm, kein ereuzes⸗wind Soll mich von JEsu treiben: Ach! bleib bey mir bis an mein end, Und nimm die seel in deine haͤnd, So bin ich wol ver⸗ sorget. Abend⸗Lieber eines Kranken. Mel. JEsu deine heilge wunden. 8 rzt des leibes, trost 575. der seelen, JEsu! hoͤr mein dank⸗lied an: Ich will deine huld erzaͤhlen, Die du heut an mir gethan: Durch sie, die mich hebt und traͤgt, Ist der tag zurück gelegt. Deine kraft hat mich erquicket, Daß der schmerz mich nicht ersticket. 2. Unter schmerzen und ver⸗ langen, Sind die stunden fortge⸗ ruͤckt. Ach! ich waͤr den tag ver⸗ gangen, Wo ich, HErr! dich nicht erblickt. Ach! ich leide grosse noht; Doch hast du, getreuer GOtt! Sie auf mein gebet ge⸗ mindert, Und mir schmerz und angst gelindert. 3. Dein erbarmendes gemuͤhte ter noch„ So lang es GOtt be⸗H liebet. 4. Mein elend ist um tag und ze mich auch diese nacht. nacht Nun gleichwol kuͤrzer wor⸗ at mich kranken wol bedacht; IEsu! deine lieb' und guͤte Schuz⸗ Leg mir nicht mehr schmerzen zu, Gib den Nn? schwa⸗ 2 5⁷ Creuz⸗ und —.—.— schwachen gliedern ruh. Bleib, liegt mir im sinn Doch wenn ich HErr! es will abend werden, Bey JEsum bey mir habe, Wenn ich mir; lindre die beschwerden. 4. Laß dir mich, zu sammt den mei⸗ mit ihm vereinigt bin; So schlaf ich aller sorgen los, Und ruhe sanft nen, Treulich anbefohlen seyn; in seinem schooß. Weck uns wieder, als die deinen 3. Deck ich mich zu, denk ich: Wenn der helle sonnen⸗schein die erde Bedecket auch dereinsten Aus des schlafes finstren gruft Uns, dir dank zu opfern, ruft. Laß mich bis auf morgen leben, So will ich dein lob erheben. g. Doch soll mich des todes schrecken, HErr! nach deinem weisen raht, Diese schwaͤrze nacht bedecken; Ach! so denke was ich bat: Tod und sterben scheu ich nicht, Wenn es selig nur geschicht. Dir hab ich nicht vorzuschrei⸗ ben, Du wirst mein, ich dein ver⸗ bleiben. 6. Laß mich nicht in suͤnden ster⸗ ben, Nimm die seel in deine hand. Mache mich zum himmels-erben, Fuͤhre mich ins vaterland. JIEsu! laß mich auf mein flehn Einst ein selig ende sehn. Bringe mich/ nach ereuz und leiden, In das reich vollkommner freuden. 7. Ach! wenn werd ich dich er⸗ reichen, Du von GOtt gesetztes ziel! Schrecke, tod! ich will nicht weichen: Und ob mir der muht entfiel; Staͤrkt mich, HErr! dein theures wort, Und zeigt mir den rechten port, Der mich aus dem welt⸗ getuͤmmel Fuͤhrt in deinen freuden⸗-himmel. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛc. 8 6 In will mich nach der 7„ruh umsehen, Weil mich die kraͤnkheit matt gemacht. Ich will mit JEsu schlafen gehen, Der selber bey den kranken wacht. Ich denke jezt an meinen GoOtt, Doch auch dabey an meinen tod. z. Das bett ist gleich dem stil⸗ len grabe, Mein bett und grab mich, Wenn ich darein geleget werde: Doch, theurer JIEsu! hab ich dich, So ruh ich wol auf mei— nem bett, Und wol in meiner grabes⸗ staͤtt. 4. Man eilt, das licht schon auszuthuen, Denn was hat man des nachts zu sehn? So wird, soll ich im grahe ruhen, Mein le⸗ bens⸗licht geschwind ausgehn. Doch JEsus, meiner seelen licht, Verlischt in meinem herzen nicht. 9. Ich denke, da ich mich ent, kleide: So kleidet man mich ein⸗ ten aus, Wenn ich von dieser welt abscheide, Und geh in meines gra⸗ bes haus. Fahrt hin, ihr kleider! fahrt nur hin, Weil ich in GOtt gekleidet bin. 6. Man will die kammer nun verschliessen, Ja man verriegelt haus und thuͤr, Der sichern ruhe zu geniessen; Drum stell ich mir im geiste fuͤr: So schließt mein Gott, zu meiner ruh, Mein grab mit liebes⸗haͤnden zu. 7. Wie wir denn aus dem bet⸗ aufstehen, Wenn uns die morgent roͤht anbricht; So werd ich aus dem grabe gehen, Wenn JEsus, meiner seelen licht, Mich aus dem moder⸗ der mich deckt, Zur ewgen herrlichkeit erweckt. 9. Dis sind die seligen gedan⸗ ken: Und damit schlaf ich froͤlich ein. Mein herz soll nicht von JE⸗ su wanken, Ich will im schlaf auch bey ihm seyn. O suͤsser schlaf o helle nacht! Da JEsus in dem herzen wacht. Dank⸗ sk 0 l 13Cr P r N Wel Dit Wchthahz — Anmilg r mann bette! E. Inndi be' W Zur chölthtr Rochlebend Iligen N Wlstem Mhoht einge herlich gieht: M ttäget, E Mhlaget,* l hat* Almit gedul;! shi ein endes sͤhd, And gx „ Des aber h td motger Dit sonn RN Gott st Mivonmit gez troß zun; Ihfand: J 9shr! Anfin m Mphung, Iu wolrich Asten if er sicgerhtet Ifilt. Wei HM gehn Ms me Nö 0 4 Duh h . ih y S ic san thetg Euh ih d ul Hilt/ UN ennh chnten heh, Teschnig ei, MWhg 0/ Nüt oidet gu. nichul ddehm Itthin 4 Dalh I EU , Dunt Nh eruhl unden ödenn in besondern leiblichen Noͤthen und Leiden. 571 X I MI Dank⸗Ateo nach überstanoe⸗ ner Rrankheit. Mel. Aus meines herzens grunde. Ich preise und besin⸗ 977. e, HErr, deinen 7. Mein GoOtt! fuͤr solche guͤte Sag ich mit hoͤchstem fleiß, Aus dankbarem gemühte, Dir ehre, lob und preis; Bis ich, nach die⸗ ser zeit, Dort deine wunder⸗din⸗ wunder⸗raht, Der mir so grosse ge Mit mehrem lob besinge, In dinge Bisher erwiesen hat: Denn das iß meine pflicht, In meinem Bey dem Verzuge göttlicher ganzen leben Dir lob und dank zu geben; Mehr hab und kann ich nicht. HErr meinGOtt! wenn ich armer Vom bette zu dir schrey; So wirst du mein erbarmer, Und stehst mir gnaͤdig bey. Viel andre fahren hin Zur finstern todes⸗ boͤhle: Doch haͤltst du meine seele, Daß ich noch lebend bin. 3. Ihr heiligen! lobfinget And danket unsfrem HErrn, Der, wenn die noht eindringet, Bald hört/ und herzlich gern Uns gnad und huͤlfe giebt: Ruͤhmt den/ deß hand uns traͤget, Und, wenn er uns ja schlaͤget, Nicht allzusehr betruͤbt. 4. GOtt hat ja vater⸗haͤnde, Er strafet mit geduld. Sein zorn nimmt bald ein ende, Sein herz ist voller huld, Und goͤnnt uns lau⸗ ter guts: Des abends waͤhrt das weinen, Des morgens macht das 9e scheinen Der sonn uns gutes muhts. c. Als Gott sein angesichte alle ewigkeit. Hülfe. Mel. Liebster JIEsu wir sind hier. 8 9 Hech wie lange soll ö 78. ich doch Gar von dir vergessen bleiben? Und wie lange willt du noch Mich von dei⸗ nen augen treihen? Soll ich denn von einem morgen Immer zu dem andern sorgen? 3. Soll denn diese guahl und pein Meine seel ohn ende plagen? Soll mein herz denn nur allein, HErr! von keiner hülfe sagen? Soll mein feind inzwischen leben, Und sich uͤber mich erheben? 3. Schaue doch und hoͤre mich, HErr mein Gott! nach deiner strafe. Halt mein auge kraͤf⸗ tiglich„ Daß ich nicht im tod ent⸗ schlafe, Oder meine feinde sa⸗ gen: Dieser ists, den wir geschla⸗ en.— 4. Was ich leide, koͤmmt von dir, Dir gebuͤhrt der ruhm der siege. Warum soll man uͤber mir Jauch⸗ Unlaͤngst von mir gewandt; Gieng ien, daß ich niederliege! Haͤlt zwar mein trost zunichte, Ich siel in armen stand: Ich war in angst und noht Ich fuͤhrte schwere kla⸗ gen, Ich rief in meinen plagen: Ach! wie so lang, o GOtt! 6. Nun wol! ich bin erhoͤret, Mein Mein seuften ist erfuͤllt. mich deine hand an ketten, So kann sie mich auch erretten. Nun, o HErr! ich hoff auf dich; Denn ich kenne dein ge⸗ muͤhte, Und mein herz erfreuet sich Ueber deine grosse guůte. Ich will dir mit lob und singen Auch noch dank und opfer bringen. ereuz ist abgekehret, Mein her⸗ zeleid gestillt. Mein graͤmen en⸗ det sich, Es gehn der krankheit Mel. Ein feüe burg ist unserGOtt. schmerzen Aus meinem bangen 8 Wi lang, o HErr! herzen; Und dis geschieht durch 79. wie lange soll dich. Dein herz doch mein zuruis ie ie 57² Creuz⸗ und Trost⸗Lieder Wie lange soll ich ijammers⸗voll Mein brot mit thraͤnen essen? Wie lange reichst du nicht Dein gnaͤdig angesicht Zu meinem troste dar? Willt du denn ganz und gar Dich nun vor mir ver⸗ bergen? 2. Wie lange soll mein banges herz Im trauer⸗kerker sitzen Wie lange soll ich doch voll schmerz Im kummer⸗bade schwin⸗ zen? Soll ich denn jederzeit Nur angst und herzeleid, Die welt im gegentheil Nur immer lust und heil, Nach ihrem wunsche, haben? 3. Ach! schaue doch vom him⸗ mels⸗saal, Und siehe, wie ich leide! Mein herzens⸗weh und grosse quahl Ist meiner seinde freude. HErr, mein getreuer hort! Erhör mein aͤngstlich wort, Das sich, durch leid gepreßt, Voll wehmuht hoͤren laͤßt: Laß dein gemüͤht er⸗ weichen. 4. Erleuchte meiner augen licht Mit deinem gnaden⸗winke, Damit ich in dem tode nicht Ent⸗ schlafe noch versinke. Gib, daß die 105 schaar Sich doch nicht immerdar An meinem fall er⸗ freut, Als waͤr ich jederzeit Von dir, mein GOtt! verlassen. 4. Ich glaͤub und hoffe steif und fest, Daß du, mein GOtt! die deinen Nicht endlich untergehen laͤßt: Du kannsts nicht bose mei⸗ nen. Obs gleich bisweilen scheint/ Als waͤrest du uns feind, Und gaͤnz⸗ lich wider mich; Doch endlich sin⸗ det sich Dein vater⸗her; ia wieder. 6. Es lacht mein herz für freu⸗ digkeit, Wenn ich bey mir be⸗ denke, Wie herzlich gern in boͤser zeit Dein herz sich zu uns lenke. st Der HeErr ist frommes muhts, Erweist uns lauter guts: Das ist mein lob⸗gesang, Den ich ihm le⸗ benslang So hier als dort will bringen. Dank⸗Aieder nach erlangter Hülfe. Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛe. 8 8 0 Err unser Gott! wenn ich betracht Dein ewiges regieren, Und wie durch deine wunder-macht Du 2mich oft pflegst zu fuhren; Ver⸗ wundert sich mein herz, und spricht: HErr! deiner weisheit recht gericht Ist sonnen⸗klar zu spuͤhren. 2. Du laͤssest mich zwar sehr viel noht Nebst grosser angst erfahren; Doch giebst du mich nicht in den tod: Du kannst mich wol bewah⸗ ren, Und wiederum, zur rechten zeit, Des lebens neue freudigkeit Mir gnaͤdig offenbaren. 3. Verstoͤssest du mich gleich von dir Oft hin zur tiefen erde; So hist du wieder bald bey mir, Und reißt mich aus gefaͤhrde. Du troͤstest mich mit deinem wort, Und holest mich vom finstern ort, Daß ich er⸗ quicket werde. 4. Wie sollte dir mein harfen⸗ klang Nicht ruhm und ehre ge⸗ ben? Mein ysalter⸗spiel und lob⸗ gesang Soll dich, mein GOtt! er⸗ heben: Dich, heiliger in Israel! Preist meine seel/ die von der hol Du selbst erlöst zum leben. 6. Auch dichtet meine zung all⸗ zeit Allein zu deinen ehren, Daß dein lob der gerechtigkeit Sich immer moͤge mehren. Mach die zu schanden, welche dich Nicht ehren wollen, bis sie sich Voll reu zu dir bekehren. ö *6. O vater, sohn und heilger geist Voll weisheit, guͤt und arke! Sey stets aus herzens⸗ grund gepreist Für alle grosse wer⸗ ke: Regiere mich doch immerfort, Daß ich, o H Den gnaden⸗beystand merke. Mel. Err! an jedem ort. Hnted 0 UHeote Whtld ahh dott EE / E Aahht Whudie Iufstate al un ers Die so Whlsht Was Ih tiges Rilake D dem X Aöth ofen Ast/ Geneiss s dich tu Isichst, M So Hal Her hilst „, Eh ste hchttich it E Whabich se don mei Mfhlig mah e Ifund'erfah Ium angst u seig/ Die u W,Ad Whlet du f. Da er u Ii ecbar e Whinso nad Idu mir d. sule suld E shtt vig ss Nnischaber h ergüs maer s Wlgz Drum A elin An mil sthg iumerdgg 2 S Hülte Holthhy u — Wun uhan ush I N Nn snicg. osanh Iu nich sth nihr deraun Lens nahth Offenhun sdumihe irtiefench oboynt, ahde. em ron enatt, . ite dit f Bahn i. ialtetsh. Nochal hellig Ideineg gehh Lehrin 0 cedich sech Ln 6/ fhut, Ihe/ kuult Füraltt' 1 Jurd 1 erh in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 573 Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. den: Laß spaͤt und fruͤh, Mein Melobet seyst du,[GOtt! mich nie Ermüden, dich / Gott, mein hort! zu loben. ö Der du noch taͤglich fort und fort 10. Du hast durch deine gnaden⸗ Dein wahres wort erfuͤliest, Der hand Mein creuz nun abermahl truͤal wehrst, Gebet erhoͤrst, gewandt; Drum will ich, und die Und allen kummer stilles. meinen Zugleich mit mir, Ein 2. Schlaͤgst du die deinen vaͤter⸗ dank⸗lied dir Jezt bringen nach lich; So rufen sie ganz aͤngstiglich, dem weinen. Und halten dein versprechen Dir ui. Dein grosser name sey ge⸗ glaͤubig fuͤr; Wie sollte dir Dein preist, Der uns so vieles heil er⸗ bater⸗herz nicht brechen? weist, Der herrlich ausgefuͤhret 3. Ihr beten steigt mit macht Zu seiner ehr, Was uns zu schwer; empor, Und dringt zu deinem Daher ihm dank gebuͤhret. vater⸗ohr, Das dem geschrey des 12. Sey ferner unser trost und armen Stets offen steht, Und, schild: Und wenn du noch uns wenn er fleht, Geneigt ist ium er⸗ schwache willt Mit einer last be⸗ barmen. legen; So schaue doch, Auch 4. Eh sie dich rufen, dist du unterm joch, Auf unser unvermo⸗ da, Und sprichst, noch weil sie gen. bitten, ja: So bald sie vor dich 13. Denn unsre schwachheit treten, HErr! hilsst du oft Ganz kennest du; Drum sprich dem bloͤ⸗ unverhofft, Eh sie recht koͤnnen den herzen zu, Den glauben staͤrk betezzz und mehre, Daß unser her; Bey 6. Go liebreich ist dein heri ge⸗allem schmer: Dich mit gehorsam sinut: Dis hab ich selbst, dein boͤ⸗ ehre. ses kind, Von meiner kindheit 14. Und wenn die noht ihr ziel jahren Unzaͤhlig mahl Und überall erreicht, Das dir zu setzen gut Bis diese stund' erfahren. gedeucht: So laß das schwache 6. Wenn angst und kummer lallen, Das dir mein mund Aus mich umfleng, Die fluht mir an herzens⸗grund Entrichtet, dir ge⸗ die seele gieng, Und uͤber mich sich fallen. haͤufte; Hieltst du den lauf Der 16. Ja nimm mein dank=lied strafen auf, Daß er mich nicht er⸗ gnaͤdig an, So schlecht und Hufte: schwach ich dir es kaun In diesem 7. Waͤr dein erbarmen nicht so leben bringen; Ich werde dir groß; Ich kaͤm so gnaͤdig niemahls Dort fuͤr und für Ein halleluja! los, Wenn du mir billig lohntest singen. Nach meiner schuld, Und mit Whuten. nicht bielmehr ver⸗ Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. ohlltest. 8. Du missest aber allezeit Mir, ein hert! ermun⸗ HeErr! nach beiner gütigkeit, und 2. tre dich nun wie⸗ nicht nach meiner fuͤnde, Mein der, Und singe mit erquicktem creuz⸗theil zu; Drum staͤupest du, muht Jezt neue dank⸗und freu⸗ Mein vater! so gelinde. den⸗lieder Dem HErrn, der gros⸗ 9. Drum mein erbarmer! sey se dinge thut: Denn er beschaͤmt jetzund Und immerdar von her⸗ zu rechter zeit Nun wieder deine zens⸗grund Geruͤhmet und erho⸗ furchtsamkeit. 2. HErr! Creuz⸗ und Trost Lieder 2. HErr! deine hand ist immer offen, Zu geben, was mein herz begehrt; Hingegen ist mein zag⸗ haft hoffen Oft leider! keiner hülfe wehrt; Und doch vertraͤgst du mit geduld Des wankenden ver⸗ trauens schuld. 3. Wenn oft der trost, womit dein sorgen Mich armen zu erquik⸗ ken meint, Vor meinen augen tief verborgen Und noch sehr weit entfernet scheint: Hast du schon meine noht bedacht, Und dich zu helfen aufgemacht. 4. Dein unermeßliches erbar⸗ men Ist immer wolzuthun ge⸗ wohnt; Drum wird mir suͤndlich⸗ schwachen armen Nicht, wie ichs wuͤrdig bin, gelohnt. Dich jam⸗ mert der gebrechlichkeit, Du hilfst zur recht gewuͤnschten zeit. ö 5. Ist deine zeit doch stets die heste; Indessen wenn die noht sich haͤuft, So bist du meine starke feste. Wenn fluht und jammer auf mich laͤuft; So siehst du mit erbarmen drauf, Und endeß schleunig ihren lauß. 6. Herz, seel und geist, muht und gemuͤhte Sind deines ruhms, mein helfer! voll: Die wunder aber deiner guͤte Mit dank zu prei⸗ sen, wie ich soll, Reicht mein ver⸗ moͤgen nimmer zu; Es ist voll schwachheit, was ich thu. 7. Doch laͤßt du auch mein schwach es lallen, Der du des her⸗ zens redlichkeit Zu pruͤfen weißt, dir wolgefallen, Siehst auf die un⸗ vollkommenheit: Als wie ein hol⸗ der vater pflegt, Der schwachheit mit geduld ertraͤgt. 8. Nichts hat mein armes un⸗ vermoͤgen, Wie dir, mein GOtt! schon offenbar, Dir zur vergel⸗ tung darzulegen: Boͤt ich mich — 1467. 54 mein opfer blingen, Das opfer meiner dank⸗ barkeit, Und, dir zum lobe, he⸗ der singen, So viel dein geis mir kraft verleiht: Im namen IEsu sing ich dir, In diesem nimm es an von mir. 9. Doch will ich dir Mel. Alle menschen muͤssen ꝛe. 88 Renn die noht aufs 3 5 hoͤchste kommen; Pfleget GOtt nicht weit zu seyn. Wenn uns aller raht benommen, Findet er sich bey uns ein: Er versůsset unsre schmerien, Und er⸗ quickt die matte herzen. Denn der hoͤchste vater thut Nichts, als was uns nütz und gut. 2. Dieses hab ich auch empfun⸗ den, Wie du, HErr! am besten weißt. Aller trost war fast ver⸗ schwunden Meinem hochbetrüb⸗ ten geis. Sorgen, schwermuht, augst und klage Haͤuften sich mit iedem tage; Ja die her;⸗und see⸗ 1951. Machte mich lebendig 0 3. Meine kraft lag ganz darnie⸗ der Unter solcher schweren last. Meine kranken augen⸗lieder Hat⸗ ten weder ruh noch rast. Was mir lieb und wehrt vor allen, Konnte mir nicht mehr gefallen; Kein ver⸗ gnuͤgen kannt' ich nicht, Ja ich scheute gar das licht. ö 4. Was mich noch am meisten quaͤhlte, War, o allerhoͤchstes gut! Daß mir deine huͤlfe fehlte: Denn mein sehr verzagter muht Wollte keinen trost annehmen, Sich zum beten nicht beguemen; Scheiden wollte zwar mein sinn, Doch be⸗ dacht ich nicht, wohin? 6. Ach! wie waͤr es mir ergan⸗ gen? Wo mich nicht, HErr! deine selbst zum opfer dar; So ist ja alles schon vorhin Dein eigen, was ich hab und bin. macht Mit dem gnaden⸗arm um⸗ sangen Und aus meiner noht ge⸗ bracht. Daß ich deiner so verges⸗ en⸗ -U —— I Vohlet I,babl Withela Vslt iigs WIL Wan or ditss AMert A ars H Mhallinerr VHf. s ein Aant miE MWanan hese Wbstzen Vhe nit sstt ha hsch, D.r Wich. Anich txyr Muhr ds hemn dis Diesa S Hi, hander Aterfroge Hinicht(e Alumifs t 30 dch Danen Hx a0 0 Rtkoste Iunttergg Kr 1 Rehen —2 Mif ln. 10 U 19—8 W Inas fünet Wunnjt' — Vnesiin. Ml 243 Et nicth. Wltt th, eshng atte grg Vettthutz Dundgat Wöhihth HH uth. eigen rhl /N Vge Hit Nh HJachte HM ast luh hicer se c t a rgial 9 ith sia lihl Sich a o ulltu. oehmeh shh Iuie mhN 2 c Wad in besondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 8⁷⁵ sen, Hast du mir nicht beygemes⸗ sen, Dein gesicht davon gewandt, Und mir rettung zugesandt. 6. HErr! du hast mir nun das leben, Nach der bangen ereuzes⸗ last, Ja dich selbst, mein GOtt! gegeben, Da du mich eutledigt hast. Denn ein leben, das voll quahlen, Ohne trost und ruh der seelen, Ja, was mehr ist) ohne Gott, Ist viel aͤrger als der tod. 7. Nun sollt ich ein opfer brin⸗ gen, Daß du mir so wol gethan: Welch ein dank⸗lied kann ich sin⸗ gen, Das vor dir bestehen kaun? Doch erfordert deine güͤte Nur ein dankbares gemuͤhte; Und das soll auch dir alleinEwiglich gewid⸗ met seyn. 8. Wenn ein ereuz mich treffen sollte, Stoͤßt mir kuͤnftig leiden zu, Daß mein herz veriagen woll⸗ te; Ach so setze mich in ruh, Daß mein glaube nie erkalte, Sich an dein wort feste halte. Ich werf alle sorg auf dich, Denn ich weiß: du sorgst fuͤr mich. 9. Laß mich traurige gedanken Nicht mehr aͤngsten, o HErr Christ! Denn dis macht den glau⸗ ben wanken,Dieses koͤmmt von sa⸗ tans list. Gib, daß ich in diesem leben Mich an dem, was du gege⸗ ben, Stets erfreu, und daß dabey Meine lust nicht sůndlich sey. 10. Allen zweifel von mir wen⸗ de, Der doch nie was gutes schafft; Deinen heilgen geist mir sende, Daß ich durch desselben kraft Ein getrostes herz gewinne, Und mit muntrem muht und sin⸗ ne Dir, o GOtt der freudigkzit! Stets zu dienen sey bereit. Mel. Das ist fuͤrwahr ein Loͤfklich. 884 Ich will so lang ich 584. Jleb', allhier Den hoͤchsten preisen fuͤr und fuͤr. Viel gutes hat er mir gethan, Weit mehr, als ich erzaͤhlen kann. 2. Er hat geholfen uͤberall: Und sonderlich zu diesem mahl Hat er allein durch seine hand Mein un⸗ gluͤck voͤllig abgewandt. 3. Sonst niemand mir zu huͤlfe kam, Noch meines elends sich an⸗ nahm; Ja menschen⸗huͤlfe war zu Dig tuch Darum befahl ich GOtt ie sach. 4. Zu ihm rief ich bey tag und nacht: Daß seine weisheit, guͤt und macht Mich reissen möͤgt aus der gefahr, Mit der ich gann um⸗ ringet war. g. Der bitte hat er mich ge⸗ waͤhrt, Und solche rettung mir beschehrt, Daß ich erkenne, seine treu Sey alle morgen an uns neu. 6. Durch seinen engel hat er mich Aus meiner noht gewal⸗ tiglich Errettet, und iu rechter zeit Von truͤbsal, sorg und furcht befreyt. 8 7. Sehr groß, o HErr! ist deine gůt, Die mich beschuͤtzet und be⸗ huͤt't: Ich will sie rühmen hier auf erd, So lang ich odem holen werd. 8. Ich sage dir lob, ehr und preis, Daß du auf wunderbare weis Mir meine schwere ereuzes⸗ last So gnaͤdig abgenommen hast. 9. Wiewol ich alles hoͤchst ver⸗ schuldt; So hat doch deine lieb' und huld Mit viel erbarmen mein verschohnt, Mir nicht, wie ichs verdient, gelohnt. 10. Nun seh ich, HErr! dein vater⸗her; Schickt mir deswegen pein und schmer, Daß du mich ziehen willt zu dir, Weil ich auch guad im strafen spuͤhr: 11. Weil da mein herz erfreut erwegt, Wie GoOtt die ruht bald niederlegt, Wie liebreich er die huͤlfe schick Er zuͤrnt kaum einen augenblick. 12. Und Vom Tode und 57⁰ Sterben und zwar 2. Und ob es schon was laͤnger scheint; Ists doch zum besten stets gemeint: Er weiß wol mittel, zeit und raht, Ich habs erfahren in der that. 13. Verleih/ o HErr! daß mirs zugleich Hinfort iur lehr und trost gereich, Wenn mich vielleicht noch in der welt Neu ungluck wie⸗ der uͤberfaͤllt. 14. Gib, daß ich denke, zu was end Die prohe mir wird zuge⸗ sendt: Daß ich dem golde gleich mag seyn, Und durch dis feuer werde rein. 6. Daß ich auch alsbald vor dich tret Mit glauben, hoffunng und gebet; Damit anhalt, und laß nicht ab, Bis ich die huͤls er⸗ langet hab: 16. Und wenn die rettung kom⸗ men ist, Weil du, GOtt! allzeit gnaͤdig bist, Daß ich dir danke nacht und tag, Mit herz und munde also sag: *17. Gelobet sey des HErren nam, Der maͤchtig ist und wun⸗ dersam: Erschaͤllen müsse seine ehr In allen landen mehr und mehr. VII. Von den vier lezten Dingen des Menschen. IJ. Vom Tode und Sterben und zwar Vorbereitungs⸗Lieder zum Tode. Mel. h 5. 191 5 h Nh HErrl lehre mi 88 5. Abedenken, Daß ich einmahl sterben muß. Lehre mich die sinnen lenken Auf den leiten lebens⸗schluß. Stelle mir mein ende fuͤr, Und erwecke die begier, Mich noch bey gesunden zeiten Auf das grab wol zu bereiten. z. Endlich muß ein licht ver⸗ brennen; Endlich laͤuft die stunde aus. Also kann ich leicht erkennen, Daß ich dieses leimen⸗haus End⸗ 4. Und wer weiß, in welcher stunde Uns die leite stimme weckt; Denn GOtt hat mit seinem mun⸗ de Keinem noch sein ziel entdeckt; Wer sein haus nun wol bestellt Geht mit freuden aus der welt, Und die sicherheit dagegen Kann den ewgen tod erregen. g. Predigen doch meine glieder Taͤglich von der sterblichkeit; Leg ich mich zur ruhe nieder, Zeigt sich mir das leichen⸗kleid. Wenn der schlaf die augen fuͤllt, Zeigt er mir des todes bild; Ja das bette will lich auch gesegnen muß; Denn es ist der alte schluß: Menschen, als des todes erben, Muͤssen endlich alle sterben. 3. Wenn wir kaͤum gebohren werden, Ist vom ersten lebens⸗ tritt Bis ius kuhle grab der erden Nur ein kurz⸗gemeßner schritt. Ach! ein jeder augenblick Weist sins auf das grab zuruͤck, Und roir und in jedem jahre Reif genug zur todten⸗bahre. mir sagen: So wird man ins grab getragen. 6. Drum, HErr! lehre mich hedenken, Daß ich nimmer sicher bin. Will die welt mich anders lenken; Ach so schreib in meinen sinn: Du mußt sterben, menschen⸗ kind! Daß sich ja mein herz ge⸗ schwind Von der eitelkeit erhebe, Ind sich dir voll reu ergehe. 7. Laß mich nicht die busse k Ihrtetd —— Ihfur den IEe U E. V Reit Ie dem HN tinen Riah motge E Vhthin, Y Waß ich K Wunsch/ de V , I imma Ein ag 01 Mah ab. Du. . Asddteshal ann vor Mdli ts am: Den ein ,HDen auxz Whhhin,. süin. sidt der. 0— J nd for Hiten. 3 hudfelte W Lid Muthergeit. Aile hen. Iut al, du — Vorbereitungs-Lieder zum Tode. 57⁷ 0 an ren, Bis die krankheit mich er⸗gehen, Das ist und bleibt mir un⸗ 4*— greift; Sondern bey gesunden bekannt. Hilf, daß ich jeden glok⸗ aal jahren, Eh sich sünd und strafe ken⸗ schlag Auf meinen abschied Wltl haͤuft, Laß mich taͤglich dusse thun; denken mag. Den. Daß das allerleztenun Mich schon 6. Ein einzger schlag kann alles Weudie frey von aller suͤnde, Und mit dir enden, Wenn fall und tod bey⸗ I hersoͤhnet finde. sammen seyn: Drum schlage nur Di.. Nun, mein GOtt! du wirst mit vater⸗haͤnden, Schließ mich es machen, Daß ich froͤlich sterben in Christi wunden ein; Daß, wenn E kann. Dir befehl ich meine sachen, der leib zu boden faͤllt, Die seele sun Nimm dich meiner seelen an. Dei⸗ sich an JEsum haͤlt. Cuidh nes sohnes theures blut Komme. Vielleicht kann ich kein wort schcba mir alsdenn zu gut; Daß mein mehr sagen, Wenn sich mund, ohr hilg leztes wort auf erden JEsus! und auge schleußt; Drum bet ich 1 Jesus! moͤge werden. beß blichmen engliß Dorcch dir —.— ö befehl ich meinen geist. Verschlies⸗ Mel. Wer nur den lieben GOtt c. sen meine lippen sich; So schrye Wu 86.Jch sterbe taͤglich, und Christi blut fuͤr mich. 88 mein leben Geht s. Laß ich den meinen keinen + immer nach dem grabe hin. Wer segen So segne du sie selbst für Stbeh kann mir einen bürgen geben, mich: Ja, klagt und weint man Ob ich noch morgen lebend bin? meinetwegen, O vater! so erbar⸗ TM Die zeit geht hin, der tod koͤmmt me dich, Laß der verlaßnen schmerz in herz Ach, daß ich taͤglich sertig und vein Bey meinem tod er⸗ ir nin war.... traͤglich seyn. ö el. Ein mensch, der sich mit sün⸗ 9. Dringt mir der lezte stoß zu hntte den traget, Ist immer reif zu sarg herten, So schließ mir, HErr! den uchs und grah. Ein apfel, der den himmel auf: Verkürze mir des I in wurm schon heget, Faͤllt endlich todes schmerten, Und hohle mich idelt unversehens ab. Der alte bund zu dir hinauf; So wird mein ht schließt keinen aus; Mein leid ist abschied keine pein, Zwar traurig, auch ein todten⸗haus. dennoch selig seyn. anht 3. Es kann vor abend anders werden, Als es am morgen mit Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. T un nr, Dun emnertb,habdgc 3 87 4 weiß,es wird mein uh auf erden, Den andern auf der 0/ ende kommen; Doch Iansth todtenchahr. Mich trägt ein en⸗ weiß ich nicht wo, wenn und N ger schritt dahin, Wo ich der wuͤr⸗ wie? Vielleicht werd ich der welt Wawah mer speise bin. eenntnommen Heut abend oder 4. Es schickt der tod nicht im⸗ morgen, fruͤh. Vielleicht ist auch he mer boten; Er koͤmmet oft un⸗ mein ziel bestimmt, Eh diese angemeldt, Und fordert uns ins stund ein ende nimmt. 9% reich der todten. Wol dem, der. Dis alles kann mich nicht be⸗ 40600 berz und haus bestellt: Denn ewig truͤben; Ich weiß gewiß, daß mei⸗ vol, und ewig leid Haͤngt nur an nezeit In GOttes hauden ange⸗ Uaht einem punet der zeit. schrieben. Der tod hilft mir zur W6 6.,HCErr aller herren! tod und.,aboe Wenn ich, was sterb⸗ c leben Steht nur allein in deiner ich abgethan; Zieh ich, was un⸗ Bi hand: Wie lange du mir frist wirst verweslich, an. n Oo 3. Ich 5⁰ Vom Tode und Sterben und zwar 3. Ich weiß aus GOttes theu⸗ rem worte, Der tod sey glaͤbbigen kein tod; Er ist nur eine himmels⸗ pforte, Ein ziel und ende meiner noht j. Ein sanfter abend, der mich küͤhlt Wenn ich des tages last gefüͤhlt. ö 4. Orum wart ich sehnlich voll verlangen Bis mich der tod der welt entruͤckt: Mit freuden will ich ihn empfangen; Weil XEsus die⸗ sen boten schickt/ Der mir den weg zum himmel weist/ Wo JeEsus mich mit wonne speist. 6. Laß nur, HErr JEsu! meine seele Im wahren Rauben fertig stehn. Soll sie aus dieser jam⸗ mer⸗hoͤhle Und von der schnoͤden erde gehn; So mache stets mein herz bereit Zur reise nach der seligkeit. ö ů 6. Gib/ daß ich stets in busse lebe, Verleih mir ein zerknirsch⸗ tes herz. Und wenn ich einst den geist aufgebe, Gescheh es blos auf Ehristi schmer;; Dann laß mir seine todes⸗pein Mein labsal, trost und leben sen. 7. HErr JEsu! laß mich taͤglich erben; Steh mir im lezten ampfe bey, Damit der tod mir kein verderben, Vielmehr des lebens anfang sey; So scheid ich froͤlich von der welt, Wie, wo und wenn es dir gefaͤllt. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 8 8 8 Err GOtt! du ken⸗ 0 nest meine tage; Du siehst, daß ich, dein schwaches kind, Den schatz in solchen schalen trage, Die irdisch und zerorechlich sind; Drum mache du mich alleieit Zum sterben fertig und bereit. 2. Laß mich nach dem erkenntniß streben, Daß du mir selbst ein ziel bestimmt; Und daß mein unge⸗ wisses leben Vielleicht gar bald ein ende nimmt. Ja lehre du mich deinen schluß, Daß ie einmahloe hinnen muß. 0 3. Hier hab ich lebenslang zu lernen, Mich von den suͤnden ab⸗ zuziehn, Mich von der erde zu ent⸗ fernen Und um den himmel zu beend, Was ehriden tod allein eist) Was ehristenthum glaube heißt. F 4. Ich muß ja nach der wohnung trachten, Worinn ich ewig bleiben kann; Drum lehr mich auf den himmel achten, Den seh ich als mein eigen an; So wird mein haus, hier auf der welt Und auch im himmel, wol bestellt. 6. Mein herz ist nun im himmel drohen; Deun da ist auch mein schatz und theil, Den hat mir JE⸗ sus aufgehoben, Da ist das mit versprochne heil. Die welt⸗lust ist mir viel zu schlecht, Im himmel ist mein burger-recht. 6. Wolau, so will ich kaͤglich sterben, Ich lebe so, als leht ich nicht: Und also kann ich nicht ber⸗ derben, Wenn mir der tod die au⸗ gen bricht. Mein ende koͤmmtmiz fuͤsse fuͤr, Denn du, mein JEsu! ebst in mir. 7. Dein bote kann mich nicht erschrecken, Die welt nur schreckt des todes bild: Mir soll es lauter lust erwecken, Weil du mich durch ihn holen willt. Wo man mit ihm bekanutschaft hat, Da hat das schrecken keine statt. 8. So kommt, ihr angenehme stunden: Komm, eile, mein erlö⸗ sungs⸗tag! Da ich, von aller noht entbunden, Zum leben sterbend dringen mag: Da sind ich in des hoͤchsten hand Mein Eden und ge. lobtes land. 5. Doch, HErr! dir will ich mih ergeben, Dir, dessen eigenthun ich bin. Du, liebster JIEsu bist mein leben, Und sterben bleibet mein gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe H —— 0 I. WU8u. 2 0 W-nnN Hhhhih— AWoslites uidden . Wr aht O Aahlht.— Ihichs? ich, du ach, des Whhten; Aktit. VMtetken. Mthtamen mein L ErI W%/ weith. Wluß stig Whichhen derbe ldiizich n Amgerl— Mhende. hal ich! Ahuch deing Mai die Rshen Habag I Waahi, Anir I. Alt ichdic S Mit nich 2 Ahmihir glaubengs Wiigder sh ihrem Aalsthren. säshwsoge e dersn Aastet git — 180 V 0 — Sin Voht et Iin iees h chsit 5 isnt Drim Ee bht utz el, Dul Danz Eih, 8derghz Dinl I Mih es en, Dit eil 6 „ischlahg erech / l bese Dlohn Pnsyt an oh * at ie d Wl ailt. Vit hut/ s Haun,, Dom I Zu 2 Vorbereitungs-Lieder zum Tode. 57⁰½ serbe dir, Sey du nur mein, so nuͤget mir. 10. Willt du mich laͤnger leben lassen, So geb ich mich geduldig drein: Und soll ich heute noch er⸗ blassen, So wird dein schluß mein wille seyn. Wer deinen raht er⸗ kennt und ehrt, Der ist ium him⸗ melreich gelehtrtrtt. II. Laß mich dich, mich,die welt erkennen; Dich, daß du mir mein alles bist; Mich, daß ich staub und nichts zu nennen; Die welt, daß sie mein kerker ist. Wer dich, sich und die welt erkennt, Der macht ein richtig testament. Mel. Wenn mein stuͤndlein ꝛc. ErrJ EsuChrist! ich 889. weiß gar wol, Daß ich einmahl muß sterben: Wenn aber das geschehen soll, Und wie ich werd verderben Dem leibe nach, das weiß ich nicht; Es steht allein in dein'm gericht. Du siehst mein leztes ende. z. Und weil ich denn, wie dir bewußt Durch deines geistes gabe An dir allein die hoͤchste lust In meinem herzen habe, Und glaͤube fest, daß du allein Von snden mich gewaschen rein, Und mir das reich erworbeen 3. So bitt ich dich, HErr JIEsu Christ! Halt mich bey den gedan⸗ ken, Und laß mich ja zu keiner frist Von diesem glauben wanken: Daß ich dabey bestaͤndig bleib, Bis daß die seel aus ihrem leib Wird in den himmel fahren. 4. Kanns seyn, so gib durch deine hand Mir ein vernünftig ende, Daß ich die seele mit verstand Be⸗ fehl in deine haͤnde; Und so im glauben, sauft und froh, Auf mei⸗ nem bettlein oder stroh Von hin⸗ nen fahren moͤge. „Willt du mich aber auf dem feld, Durch raub, auf fremder SSSS ñ————. grenze, In wassers⸗noht, hi oder kaͤlt, Krieg oder Pehttenee, Nach deinem rahte nehmen hin So richte mich nach meinem sinn; 550 Weit 4* fuͤhre. Wenn ich auch, weil die schwachheit groß, Mich ungebuhr⸗ lich haͤtte, Gieng etwa oder laͤge bloß, Und unbescheiden redte: So laß mich dis entgelten nicht, Weils wider mein bewußt geschicht, Und mich nicht kann besinnen. 7. Ach HErr! gib mir in to⸗ des⸗pein Ein saͤuberlich geberde, Und hilf, daß mir das herz dann fein Und sanft gebrochen werde, Und wie ein licht, ohn uͤbrig⸗ weh, Auf dein unschuldig blut ausgeh, Das du für mich ver⸗ gossen. boch ich 5. Jedoch ich dich nicht lehren will, Noch dir mein end vorschrei⸗ ben; Vielmehr dir allweg halten still, Bey deinem worte bleiben, Und glaͤuben, daß du, als ein fuͤrst Des lebens mich erhalten wirst, Ich sterbe, wie ich wolle. 9. Darum will ich in meinem sinn Mich, HErr! dir ganz erge⸗ ben: Denn sieh, der tod ist mein gewinn, Du aber bist mein le⸗ ben: Und wirst den leib ohn alle klag, Das glaͤub ich fest, am jungsten tag Zum leben aufer⸗ wecken. Mel. Wer nur hie at Semeiner ichts ist gemeiner, 890. N als das sterben; Vielleicht muß ich auch bald dar⸗ an: Drum will ich mich nur bald bewerben, Daß ich recht selig ster⸗ ben kann. Ich will erst sterben, eh mein licht Erlischt; so sterb ich sterbend nicht.* 2. Jedoch es ist dis eine sache, Die nicht in unsern kraͤften steht, Damit ich es nun kluͤglich mache, Daß dis mein werk von statten O o 2 geht; 550 e geht; So lauf ich meinen JEsum an, Der/wol zu sterben, helfen kann. 3. Er ist mein IEsus, der sein leben Fuͤr meines aufgeopfert hat/ Und der mir sein verdienst gege⸗ den: Er litte ja an meiner statt. Sein dlut und seine todes⸗noht Erwirbt mir einen selgen tod. 4. Ach liebster schatz! ach denke meiner; Steh mir in noͤhten treu⸗ lich bey. Es macht mich sonst auf erden keiner Von todes furecht und fuͤnden frey: Drum laß ich dich, mein JEsu! nicht, Ob mir der tod das hert gleich bricht. c. Gib, daß ich erst der welt und sunde Adsterben kann durch buß und reu; Im glauben mich mit dir verbinde, Erkenne, daß ich sterblich sey; Und mach mich so zu jeder zeit Zum selgen ende wol bereit. 6.Nimm,/ IEsu! uimm ju treuen haͤnden Den, der auf deinen tod getauft. Laß meinen geist nichts von dir wenden, Den du durch dein verdienst erkauft; Er stehet nicht in meiner macht, Drum nimm ihn selber wol in acht. 7. Berzite mich von aus⸗ und innen, Wie du mich selber haben willt. Vermehr den glauben, aͤrk die sinnen, Und sey mir immer sonn? und schild. Vergib die schuld, wehr sataus macht, Und schuͤtz mich durch der engel wacht. 8. Zur ruh waͤhl ich mir deine wunden, Dein wort und blut zur arzeney; Zur staͤrkung in den to⸗ des⸗stunden Des vaters huld, des troͤsters treu. Mein grab sey dei⸗ ne offue seit, Und dein verdienst mein sterbe⸗kleid. 9. Auf diese weise mag ich ster⸗ ben In kurzer oder spaͤter zeit: Mir ist, als einem himmels⸗ erben Das herz ohn alle bangig⸗ keit: Denn GOttes liebꝰ und IE⸗ su blut Machts schon mit meinem ende gut. Vom Tode und Sterben und zwar Mel. Wer nur den 650 GOtti ꝛe. HaHr ein Gottich weiß 8 9 1 M wol, daß ichtene Ich bin ein mensch, der bald ver⸗ geht: Und finde hier kein solches erbe, Das ewig dauret und be⸗ steht: Drum zeige mir in gnaden an Wie ich recht selig sterben ann. 2. Mein GoOtt! ich weiß nicht wenn ich sterbe, Kein augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine scherhe? Die hlume kam ia leicht verbluͤhn. Drum mache mich nur stets hereit Hier in der cit zur ewigkeit. 3. Mein Gott! ich weiß nicht wie ich sterbe, Dieweil der tod viel wege haͤlt: Dem einen wird das scheiden herbe, Wenn jener sauft und ruhig faͤllt. Doch wie du willt; gib, daß dabey Mein ende nur vernuͤnftig sey. 908 4. Mein GOtt! ich weiß nicht wo ich sterbe, Und welcher sand mein grab bedeckt. Doch wennich nur dis heil ererbe, Daß mich dein wort zum leben weckt; So nehm ich leicht ein plaͤtzgen ein, Die eid ist allenthalben dein. 9. Nun, liebster GOtt! weul ich ja sterbe: So nimm du meinen geist zu dir, Den ich mit Ehris blute faͤrbe. Und hah ich JEsum nur bey mir; So gilt mirs gleic und geht mir wol, Wenn, wie und wo ich sterben soll. Mel. Wer nur den lieben GOtt v⸗ er weiß, wie naht 89 2. W mir mein ende! Die zeit geht hin, herkoͤmmt det n tod. Ach wie geschwind, ach wis a behende Kann kommen meine to, hsin des⸗noht! Mein GOtt! ich bitt durch Christi blut, Machs nur mu meinem ende gut. 2. Es kann vor nacht leicht an⸗ ders werden, Als es am sruͤhen Mor⸗ * h W Fihs Wslt u Wnt, Die, W 20. Aebuß. L 100 Hesfil Ruhleetde= ehtei IUD ih be 2 Ald sige fr. en! wie Ihnt, MeiX. Hnii bluts lde gut Unit fets V. Ahl/ Und ge Hi, daß Waunel Die IU Min G1 Miäblut, Na MMgut. Wuirr deck In verdie dih mich E i giedt m Mhah. Mein Mbhtifibut. Iymende gut. in JEsud Wlf ich die sa 4 K0 fidicht r , Uud alle W siht Race V she gut. 10 Ihe sun A n Wnf Vorbereitungs⸗Lieder zum Tode. 581 H.— 1 tu morgen war; Denn weil ich leb' — auf dieser erden, Lebꝰ ich in steter * nash tods⸗gefahr. Mein GOtt lich bitt fsheihl durch Christi blut, Machs nur mit enin meinem ende gut. Giür. HErr! lehr mich stets ans 0 0 ende denken, Und laß mich, wenn YNh ich sterben muß, Die seel in IEsu 6000l wunden senken, Und ja nicht I, sahren meine buß. Mein GOtt! Fin Wl ich bitt durch Christi blut, Machs Pethd nur mit meinem ende gut. Iil.. Laß mich bey zeit mein haus Deän bestellen, Daß ich bereit sey für 790 und fuͤr, Und sage frisch in allen füllen: HErr! wie du willt/ so bohhn schicks mit mir. Mein GOtt! ich 0, Ze bitt durch Chrigi blut,Machs nur Viltdu mit meinem ende gut. g. Mach mir stets zucker⸗suͤß Iigsin den himmel, Und gallen ⸗bitter hs diese welt. Gib, daß mir in dem Ifth welt⸗getuͤmmel Die ewigkeit sey O. vorgestellt. Mein Gottlich bitt Hul durch Christi blut, Machs nur mit Athakt meinem ende gut. D. Ach vater! deck all meine cehn fünde Mit dem verdienste Chrißti Ilin zu, Darein ich mich fest⸗glaͤubig Rlensi winde, Das giebt mir recht er⸗ lchinlt wuͤnschte ruh. Mein GOtt! ich Damit meinem ende gut. e 2. Ich Rehich diesth blut und 43% wunden Treff ich die schoͤnste ruh⸗ Tiretls“ statt an; Da find ich trost in to⸗ D des⸗Kunden, Und alles was er⸗ —aquicken kann. MeinGOtt! ich bitt anm Hen Keir. à Hunh mein GOtt Mein GOrtlich bitt e durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. . Ich habe Jesum angeiegen Schon laͤngst in meiner heilgen tauf: Du bleibst mir auch daher gewogen, Nimmst mich zum kind und erben auf. Mein GOtt! ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. 10. Ich habe Christi leib geges⸗ sen, Sein blut hab ich getrunken hier: Nun kann er meiner nicht vergessen, Ich bleib in ihm und er in mir. Mein GOtt! ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. II. So komm mein end heut oder morgen, Ich weiß, daß mirs mit JEsu gluͤckt. Ich bin und bleib in deinen sorgen, Mit JIEsu blut schoͤn ausgeschmuͤckt. Mein GOtt. ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. 12. Ich leb' indeß in dir ver⸗ gnuget, Und sterb ohn alle kuͤm⸗ merniß; Mir gnuͤget wie mein GoOtt es fuͤget, Ich glaͤub und bin es ganz gewiß: Durch deine gnad und Christi blut Machs du's mit meinem ende gut. Mel. HErr JEsu Christ du hoͤchst. 8 GoOtt! wenn ich bey 93. mir betracht, Daß alles fleisch verdirbet: Und nehm' ich dis dabey in acht, Wie schleu⸗ nig mancher stirbet: So ruf ich dich, o vater! an; Denn deine gůt und allmacht kann Mir auch hier⸗ innen helfen. 2. Ich weiß wol, daß ich sterben muß/ Doch nicht, in welcher stun⸗ den: Drum gib, daß ich in steter buß Und gottesfurcht werd fun⸗ den; Auf daß ich jezt und allezeit Zu meiner heimfahrt sey bereit, So hald du mich abforderft. 3. HErr! rechne mir es ja nicht zu, Daß ich michs unterfange, und an dich diese bitte thu, Warum mir oft wird bange: Aus lauter unverdienter guͤt Fuͤr vielen O0o 3 schmer⸗ 582 Vom Tode und Sterben und zwar L I. ö schmerzen mich behuͤt Und lang⸗ 4. Ich traue deiner treu Durch Wtu wierigem lager. JEsublutvergiessen, Und willauch aU 4. Doch aber auch bewahre mich Feder zeit Noch ort zum tod aus⸗. Fuͤr schnellem boͤsen ende. Wahn⸗ schliessen. Komm,/ wenn, wie/ wo 750t witz und jammer gnaͤdiglich, Odu willt, Loͤs mich nur selig auf, Ai. ö treuer GOtt! abwende. Ein sol⸗ Und fuhr mich, durch sein blut und anhte ches stuͤndlein mir verleih, Daß tod, zu dir hinguf. 7⁰½.0 ich noch meine sund dabey Im J. So lang ich lebend bin, und glauben mag bereuen. werd ich einst entschlafen, Gott r + 6. Laß mich den wehrten heil⸗ vater! geb ich dir Das, was du„ gen geist Bis an mein end regie⸗selbst erschaffen; GOtt sohn! was V 3 ren: Gib, daß ich alsdenn aller⸗ du erloͤst, Das uͤbergeb ich dir; A E meist Kann seinen beystand spuͤ⸗Was du, GOtt heilger geist: Ge. sstuenm ren: Daß mir ja kraͤftig komm heilget, nimm von mir. che zu gut Des HErren JEsu theu. 6. Mein JEsu! zeige dich Mr,. res blut, Das er fur mich ver⸗ stets in deinem leiden, Und spric WDidüns gossen. 6. Hilf, HErr! hilf in der to⸗ des⸗noht, Laß mich nicht lange Malen. Dir will ich meine seel,o Gott! In deine haͤnd befehlen: Verkuͤrz mir alle angst und vein, Daß, wenn mein ende da soll seyn, Ich bald in fried abscheide. Mel. O Gott du frommer ꝛe. 894. O du dreyeinger ö‚ GoOtt, Den ich mir auserlesen! Gedenk an deine treu, Die vor der welt gewesen: Ach! sieh mich suͤnder doch So hold und gnaͤdig an, Daß ich dir tan leb, Und selig sterben 2. Hier will ich leib und seel In Christi wunden senken; Ach! lehre du mich stets An meinen tod ge⸗ denken, Und sterben, eh ich sterb, Und mach mir stuͤndlich kund: Auch du mußt sterben, mensch! Es ist der alte bund. 3. Weil JEsus mir zu gut Ge⸗ storben, wie gebohren; So glaͤubꝰ ich ganz gewiß, Auch ich sey nicht mir freudig zu: Nichts soll dich von mir scheiden. Halt mich mit deiner hand, Worein mich deine pein Gezeichnet, sprich: du soll Nicht/ nicht verlohren seyn. 7. Tritt, JEsu! vor den tod/Vor suͤnd und satans schrecken, und laß mich dann dein blut Fuͤr ihtet wuht bedecken. Floͤß mir im ster⸗ ben schon Des lebens vorschmack ein; So kann bey dessen lust Mein tod nicht bitter seyn. 8. Was ich verlassen muß, Ver⸗ sorge, schuͤtze, liebe, Daß mich in sterben nichts Verhindre noch be⸗ truͤbe. Erhalt mich bey verstand, Gib einen frohen muht, Da mitten im gebet Ich serb auf JEsu blut. ö 9. Nun geb ich meinen geis Nochmahls in GoOttes haͤnde lnd warte bis er koͤmmt Mit einem selgen ende; Druͤck du mir nach dem tod Die augen selber zu. B — Wbdaufts ch hal E U Auich so He Whst ichko wnsch gchys Wchdd einger Mih meiks nun w Es Wsey zu l6e Munhgericht Ke distnich hane N Drun moh 90 Der tußg Ishadt. Inn dieser 1 tochen o Rlt: So soen I halN W. auf den juͤngsten tag Gib ein I sanfte ruh. 10. Ich weiß, durchs lamms blut Werd ich schon uͤberwinden Und einen gnaͤdgen GOtt Im tod verlohren. Weck mich nur stetig und leben finden. Ich halte mich auf, Daß, wenn mein ziel erfuͤllt, an GOtt Und meines Esu blut; sey, Wie du mich Ich weiß, GOtt macht es schon Ich stets bereitet haben willt. Mit meinem ende gut. II. Null „ W 6 Kuis Mochu nag Wonich Richhe Hin. 2 ig ih Ps Ic0 dM fea do H I ott hiz Amtyyn e Mem lad D M Veider. e 7/ Dohe chnet set ttetlch REh STsatans neih eken. ae lan bl AIttersar Ichhnh He, Hhze V Wh h ö gehet“ i 6 10 in — Hiea Digin N * Du j x 6½ Vorbereitungs⸗Lieder zum Tode. 583 U. Nun sag ich amen drauf In meines JéEsu namen: Sprich du auch selber, HErr, Mein GOtt und vater! amen. Syrich: ja! dreyeinger GOtt! Mein vater komme du, Und sage: sey getrost, Mein kind! ich komme nu. — Mel. HErr JIEsu Christ wahr ꝛc. D vater, sohn und 895⁷ heilger geist! Er⸗ hoͤr mich hierinn allermeist, Daß durch ein sauft vernuͤnftig end All meine noht sich selig endt. z. O JEsu, wahrer mensch und GOtt! Der du den tod durch deinen tod Und auferstehn zunicht gemacht, Auch heil und leben wie⸗ derbracht: 3. Laß mich so enden meinen lauf, Damit ich komm zu dir hin⸗ auf: Laß mich gehn aus dem jam⸗ merthal, Und eingehn in den sreu⸗ den⸗saal. 4. Ich weiß, mein leben hat ein ziel: Es sey nun wenig oder viel, So muß ich seyn zu jederzeit Zum tod und zum gericht bereit. (. Gestorben bist du, HErr! für mich, Fuͤr mich hat man gerich⸗ tet dich; Drum mir, jedoch aus lauter gnad, Der tod und das ge⸗ richt nicht schadt. 6. Wenn dieser huͤtten irdisch baus Zerbrochen wird, und ich muß draus: So fuͤhr die seel aus diesem nest Ins haus, das ewig bleibet fest. 7. Wenn mir wird dunkel das gesicht, Ja sehen meine augen nicht: So zůnd des glaubens licht recht an, Daß ich dich, GOtt! er⸗ kennen kann. 8. Schwaͤcht mich die krankheit denn so sehr, Daß mir vergehet mein gehoͤr; So laß mich inner⸗ lich das wort Des lebens hoͤren fort und fort. ö 9. Wenn sich die zunge nicht mehr regt, Und sich die sprache gaͤntlich legt; So hoͤr die seufzer, die ich thu, Und bring mich bald zu deiner ruh.. 20. Bricht drauf in meiner angst anmir Der todes⸗schweiß bereits herfuͤr: So laß mir kommen da zu gut, HErr! deinen tods⸗kampf, schweiß und blut. 1I. Wenn ich zulett verlassen werd Von allen menschen hier auf erd: So nimm, HErr! meiner sele ber wahr, Mit trost bleib bey mir immerdar. 3. 12. Verleih, daß ich dir still da⸗ bey Aushalte und geduldig sey; Bis daß die seel iu rechter zeit Aus dem gefaͤngniß wird be⸗ freyt: 13. Gib ja nicht zu, daß mittler⸗ weil Der satan mich da uͤbereil: Hilf, daß durch deiner wunden kraft Sein feurig pfeil nicht an mir haft. 14. Laß dieses seyn mein leit gebet, Was du zuleit am creuz geredt: Daß ich mit seuszen mei⸗ ne feel In deine treue hand be⸗ fehl. 25 Wenn ich so selig scheid von hier; Ist mir der tod die lebens⸗ thuͤr, So werd ich froͤlich aufer⸗ stehn, Und mit dir in dein reich eingehn. Ich bin ja, HErr! in 896.J deiner macht, Du hast mich an das licht gebracht/ Du unterhaͤltst mir auch das le⸗ ben: Du kennest meiner monden zahl, Auch, weun ich diesem jam⸗ merthal Die leite gute nacht muß geben: Wo, wie und wenn ich sterben soll, Das weißt du, from⸗ mer vater! wol. 2. Wen hab ich doch, als dich allein( Der mir in meiner lezten pein Mit trost und raht weiß bey⸗ O o 4 zu⸗ 581 Vom Tode und Sterben und zwar zuspringen? Wer nimmt sich mei⸗lebte, war ich dein, Todt kann ich ner seelen an, Wenn nun mein le⸗keines andern seyn. Intdemtrode vingen Wenmaher—— mit dem tode ringen, Wenn aller ö sinnen kraft zerbricht? Thust du Mel. Wer nur den lieben GOttn. 6/ Ht manheiland nicht 897. Mein manen 9. Mich duͤnkt, da lieg ich in meinem leben schon, und seh Den kranken leib Schon mauchen tag zurückgelegt mit ach und weh, Das herz mit Jedoch soll ich den ausschlag ge⸗ todes⸗angst befallen; Gehoͤr und die funde mich vor allenz Auch setztkann. ö mir satan ohne ruh Mit autlaz 2. Der tag, der mich der welt und versuchung zu. geschenket, Zeugt wol von deiner 4. Mich duͤnket, der posaunen⸗gütigkeit: Doch wenn mein her ton Verkuͤndge den gerichts⸗tag dabey gedenket, Daß er mit thr⸗ schon, Das lezte urtheil mir zu nen eingeweiht, Und ein prophete sallen: Hier weiset mein gewis⸗vieler pein; So kann er nicht der sens⸗buch Und dorten des gesetzes beste seyn. ů fluch Mich suͤnden⸗kind hinab zur 3. Der tag, der mich zur taufe hoͤllen. Wer hilft mir nun in sol⸗brachte, War noch ein groͤßrer cher noht, Als du, mein GOtt, gnaden⸗tag, Der mich zu deinem des todes tod! kinde machte, Das dir an deinem 5. Der feind hat keine macht herzen lag: Doch stund ich nur in an mir: Ich hab allein gesuͤndigt glauben hier, Das schauen aber dir, Dir, der du missethat ver⸗fehlte mir.. giebest. Was maaßt sich denn der 4. Ein tag in deinem heiligthu⸗ meiner an, Der kein gesetz mir ge⸗ me Gab mir wol manche suͤsig⸗ ben kann, Und nichts an dem hat, keit; Doch fehlte mir bey solchem den du liebest? Er nehme das, was ruhme Das unbefleckte feyer⸗ sein ist, hin; Ich weiß, daß ich des kleid: Der vorhof ist doch nicht so HErren bin. schoͤn, Als wenn wir gar zum 6. Ich bin besprengt mit Christi tempel gehn. blut, Zum zeugniß, ich sey Christiß 5. So hast du mir auch manche gut, Das niemand sonsten an⸗tage Durch deine guͤte gut ge⸗ gehoͤre: Was darf mich denn der macht; Doch jeder hatte seine boͤsewicht Viel schrecken mit dem plage, Und mancher seine trauer⸗ zorn⸗gericht? HErr! rette deines nacht: Ich hoffe noch ein schoͤner namens ehre, Laß reissen nicht aus licht, Das alles leiden unter⸗ deiner hand, An welchen du so viel bricht. gewandt. 6. Es koͤmmt ein tag, der al⸗ 7. Nein, nein, du haͤltst mich len tagen Dereinst ein selig ende fest, mein heil! Läßt mich, dein macht: Dann werd ich auch mit glied, deins leibes theil, In dei⸗ wahrheit sagen, Daß er das schöͤn⸗ nen wunden sicher sitzen, Da spott ste licht gebracht, Und bild ich mir ich aller macht und noht: Es mag gewißlich ein/ Der leite wird der gesetz, hoͤll oder tod Auf mich her deste seyn. ö donnern oder blitzen. Dieweil ich 7. Mein Gott! gib, daß il ubetz 38 ch 1—5 e allen sprache nehmen ab, Die augenstragt; So sseh ich billig bey mir neigen sich zum grab: Doch kraͤnkt. an, Wen ich den besten nennen Aslt ines à Aialhier e Waht und Ne Ahnns ist Wliglet Hftts im f.d ist dersxenr Lon mu nnd bloß,S Half diest A Mmt Mohnsalt. Isilst kin Se Möht kü sillt muht Aaacsen iss ⸗Mes iü . Htsud i Undliegge I Heut hlünr Iaht, ald EV Hallitmüte Ih nigt = Ahn,Wol 60 Ie ad, Er us Uheir!. u — Irnshn Murdanch NWN uu icen U ich Dalhn chitst Dich mh V/ r Oetu Doch ua Vket, din Ouiht, Mn Gaei deten Dar nitj 8/ Dit uu Dig inde Vit wolun O sehlunse Vu oothast ar . ö iumt den voch shl V h — “ Sun Vöi um M 5500% achl 1/Mf. Vorbereitungs⸗Lieder zum Tode. 585 alle tage An diesen tag gedenken mag, Und daß ich fleißig sorge tra⸗ ge, Daß er ein buß⸗ und glaubens⸗ tag; So führt er mich ium him⸗ mel ein, Wo tausend jahr ein tag sch nur seyn. Je hab' mein sach 898. Gott heimgestellt, Er machs mit mir, wies ihm ge⸗ faäͤllt. Ich will, soll ich hie laͤnger leb'n, Nicht widerstreb'n: Sein'm willen hab ich mich ergeben. 2. Mein zeit und stund ist, wenn Gott will, Ich setz ihm weder maaß noch ziel: Es sind gezaͤhlt all haͤrlein mein, So groß als klein Faͤllt keines ohn dem willen sein. 3. Es ist allhier ein jammerthal, Angst, noht und truͤbsal uͤberall: Des bleibens ist nur kurze zeit, Voll muͤhseligkeit, Und wers be⸗ denkt, ist stets im streit. 4. Was ist der mensch? ein er⸗ den⸗Klos, Von mutt'r⸗leib koͤmmt er nackt und bloß, Bringt nichts mit sich auf diese welt, Kein gut noch geld; Nimmt nichts mit sich/ wenn er hinfaͤllt. Es hilft kein reichthum, geld noch gut, Nicht kunst noch guns, noch stolzer muht: Fuͤrn tod kein kraut gewachsen ist, Mein from⸗ mer ehrist! Alles was lebet, sterb⸗ — ist. ů2—.— 6. Heut sind wir frisch, gesund und stark, Und liegen morgen todt im sarg: Heut bluͤhn wir wie die rosen roht, Bald krank und todt: Und uͤberall ist muͤh und noht. 7. Man traͤgt eins nach dem andern hin, Wol aus den augen aus dem sinn: Die welt vergis⸗ set unser bald, Seyn jung od'r wü Auch unsrer ehren mannig⸗ *8. Ach HErr! lehr uns beden⸗sey— 3 3.—— in ewigkeit. 0 ken wol, Daß wir hie sterblich allzumahl; Auch wir allhie kein bleiben hab'n, Müͤss'n all davon Gelehrt, reich, jung, alt oder öͤn. 9. Das macht die suͤnd, o treuer GOtt: Denn dadurch kam der bittre tod: Der ni nmt und frißt all menschen⸗kind, Wie er sie findt: Fragt nicht, weß stands und ehr'n sie sind. 10. Ich hab hie wenig gute tag', Mein taͤglich brot ist muͤh und klag: Wenn mein GOtt will so will ich mit Hinfahrn in fried, Sterb'n ist mein gewinn und schadt mir nicht. II. Und ob mich schon mein sünd anficht, Will ich dennoch verzagen nicht; Ich weiß, daß mein getreuer GOtt Fuͤr mich in bat Sein'n eingen sohn gegeben al. 12. Derselbe mein HErr JEsus Christ Fuͤr allꝰ mein sund gestor⸗ ben ist, Und auferstanden mir zu gut, Der hoͤllen glut Geloͤscht mit seinem theuren blut. . Dem leb und sterb ich alle⸗ zeit, Von ihm der tod selbst mich nicht scheidt; Ich leb oder sterb so bin ich sein: Er ist allein Der einge trost und helfer mein. 14. Dis ist mein trost zu aller zeit In allem ereuz und traurig⸗ keit: Ich weiß, daß ich am juͤng⸗ sten tag Ohn alle klag Werd auf⸗ erstehn aus meinem grab. 16. Mein frommer GOtt, mein treuer hirt All mein gebein be⸗ wahren wird; Da wird nicht eins vom leibe mein, Sey groß oder klein, Umkommen noch verloh⸗ ren seyn. 16. Mein'n lieben GOtt von angesicht Werd ich anschaun, dran zweifl' ich nicht, In ewger freud und seligkeit, Die mir bereit: Ihm 14. 0 — SSS. 586 Vom Tode und Sterben und zwar *17. O JEsu Christe, GOttes sohn! Der du fuͤr uns hast gnug gethan, Schleuß mich in deine wunden ein, Du mußt allein Mein einger trost und helfer seyn. 18. Amen, mein lieber from⸗ mer GOtt! Gib uns all'n einen selgen tod. Hilf, daß wir moͤgen allzugleich In deinem reich Bald mit dir leben ewiglich. Mel. Was mein GOtt will gescheh. GOtt! wer wird 899. von diesem leib Des todes mich erloͤsen? So laug ich noch im fleische bleib, Empfind ich lust zum boͤsen. Das gute wol⸗ len hab ich wol, Nicht aber das vollbringen: Drum laß mich, wenn ich sterben soll, Vom tod ins leben dringen. ö 2. Zwar heßlich scheint es an⸗ zusehn, Den leib mit koht zu dek⸗ ken, Woraus denn endlich wür⸗ me gehn: Doch laß dich dis nicht schrecken; Der beste theil, die seel ist dann Bereits an ort und enden, Wo keine quahl sie ruͤhren kann, Sie ruht in GOttes haͤnden. 3. Der alls aus nichts hervor gebracht, Wird leichtlich meine glieder, Ob sie gleich staub, durch seine macht In ordnung bringen wieder: Das weizen⸗koͤrnlein muß voran, Solls fruchtbar seyn, verwesen: So fault der leib auch, eh er kann Dort ewiglich genesen. 4. Ich weiß, weil mein erloͤser lebt, Werd ich auch mit ihm le⸗ ben; Der wird mich, wenn der erd⸗kreis bebt, Mit dieser haut umgeben; Da werd ich, und kein fremder nicht, Mein glaub hat dis vertrauen, Des allerhoͤchsten an⸗ gesicht In meinem fleisch an⸗ schauen.*— 5. Hievon kann mich nicht pracht do Und noch ruhm/ Noch selbßt der hole rachen, Nicht engel⸗ oder furten. thum Noch schmerz abwendig ma⸗ chen: Da wird mich weder noht noch tod, Nach ausgestandnem leiden, Ja keine ereatur von GOtt Und seiner liebe scheiden. 6. Inzwischen muß der leib je⸗ ch Den tod zuvor empfinden, dulden dieses schwere joch Von wegen seiner suͤnden: Er muß auf eine kleine frist, Dieweil er war von erden, So bald die seel im himmel ist, Zur erde wieder werden. 7. Geh hin, mein volk! spricht unser held*/ Geh hin in deine kam⸗ mer, Verbirg dich in dein schlaf⸗ gezelt, Und schleuß vor diesem lammer Die thuͤr ein wenig nach dir zu, Bis daß mein zorn ver⸗ schwinde; Und ich nicht mehr so schrecklich thu Von wegen deiner suůnde. Efa. 26,/0. 8. Es hat ja GOtt durch seine macht Der hoͤllen reich zerstoͤhret, Und unsre lezte todes⸗nacht In einen schlaf verkehret: Ins grab gehn,/ heißt: sein kaͤmmerlein Ver⸗ schliessen ohne sorgen, Und halten sich fuͤr groͤßrer pein Ein augen⸗ blick verborgen. 9. Was zagst du denn, o meine seel! Den leichnam zu verlassen? Dort wird dich dein Immanuel Recht bruͤderlich umfassen, Und deinen leib, der nichtig war, Voll unflaht und voll schwaͤren, An je⸗ nem tage ganz und gar, Wie seinen leib verklaͤren. 10. Wacht auf, und ruͤhmt des hochsten raht, Die ihr in graͤbern lieget, Nachdem der fuͤrst des le⸗ bens hat Dem sterben obgesieget. Wie herrlich wird zu aller zeit/ In solchem freuden⸗leben, Die crone der gerechtigkeit Auf euren haͤuptern schweben. 11. Wer nur ein' Auiel age glaͤubt/ I O Ithd I IIH. 2 selid E mslin dex Non a Wbhl nichds Ih sagt M. Wcht s RuhinferbeV Asheg schn ——. CW. 0 9 1 Vrdu li: Rlt/ güt 9 Whsch fat E. Wlld etwos Whitt dube Ashr wollt De n Denn oht/ V ig tod. Laun minteez Wlnd me Denn m n Ahacht, I. 1 rbti nd mE Itiunt; EI Imir beh stene W sihr Il, Nekit unS s tteib, Ihmnble. Wsch hy n e nhr h M eshhe he 0 a e stile ll en, E , Zug; % Man Obehhi chh shlahr thüreln doj u ichn VMn Es 60556 sllenttt ite to etkehth Deinkim s tt tt . su muchmunt ich dalh Dlich uu Vierhichh, Waolscht, f De , 4 A Raadehth, ee. sĩ1 Vorbereitungs Lieder zum Tode. 587 glaͤlbt, Vergebung auch der sün⸗ den, Und daß ein ewig leben bleibt; Der wird sich leichtlich finden, Ob krankheit, angst, ge⸗ fahr und noht Ihn ploͤzlich uͤber— fallen; Der wird mit freuden durch den tod In Abrahams schooß wallen. 12. Wie selig sind die todten nun, Die in dem HErren sterben! Sie ruhn von allen ihrem thun, Und werden nicht verderben Von nun an, sagt der heilge geist: Gott! mehr uns dis vertrauen, Daß wir im sterben allermeist Aufs andre leben schauen. Err JEsu Christ, 900. H wahr mensch und Gott! Der du littst marter, angst und spott, Für mich am ereuz auch endlich starbst, Und mir des vaters huld erwarbst: 2. Ich bitt durchs bittre leiden dein, Du wollst mir sünder gnaͤ⸗ dig seyn, Wenn ich nun komm in sterbens⸗noht, Und ringen werde mit dem tod. 3. Wenn mir vergehet mein gesicht, Und meine ohren hoͤren nicht: Wenn meine zunge nicht mehr spricht, Und mir fuͤr angst mein herz zerbricht: 4. Wenn mein verstand sich nicht besinnt, Und mir all menschlich huͤlf zerrinnt; So komm/ o HErr Christ! mir behend Zu huͤlf an meinem lezten end, 6. Und fuͤhr mich aus dem jam⸗ merthal, Verkuͤr mir auch des todes quahl; Den boͤsen geist fern von mir treib, Mit deinem geist stets bey mir bleib; 6. Bis sich die seel vom leibe trennt, So nimm sie, HErr! in deine haͤnd: Der leib hab in der erd sein ruh, Bis sich der juͤngst tag naht herzu. 7. Ein froͤlich aufstehn mir ver⸗ leih, Am jůngst'n gericht mein fuͤr⸗ sprach sey: Und meiner sůnd nicht mehr gedenk, Aus gnaden mir das leben schenk. 8. Wie du, HErr! zugesaget mir In deinem wort, das trau ich dir: Fürwahr, fürwahr! euch sage ich, Wer mein wort haͤlt und glaͤubt an mich, 9. Der wird nicht kommen ins gericht, Und den tod ewig schmek⸗ ken nicht; Und ob er gleich hier zeitlich stirbt, Mit nichten er drum gar verdirbt: 10. Sondern ich will mit star⸗ ker hand Ihn reissen aus des to⸗ des band, Und zu mir nehmen in mein reich, Da soll er denn mit mir zugleich 1I. In freuden leben ewiglich, Dazu hilf mir ja gnaͤdiglich. Ach HErr! vergib all unsre schuld, Hilf, daß wir warten mit geduld, 12. Bis unser stůndlein koͤmmt herbey, Daß unser glaͤub stets wacker sey, Dein'm wort zu trauen festiglich, Bis wir einschlafen seliglich. Bezeugtes Verlangen nach ei⸗ nem seligen Tode. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛc. Zitle welt, ichbin dein 90 I. Emade! Meine seele sehnet sich Nach des himmels ruh und friede: Ach, mein GOtt! wenn rufst du mich? Ruse mich; mit allen freuden Will ich aus der truͤbsal scheiden: Denn ich weiß, durch Christi blut Machest du mein ende gut. z. Mir macht gar der tod nicht bange, Denn ich bin des le⸗ bens satt. Wer das jammerthal so lange, Als wie ich, gemessen hat: Wird wol alle stunden zaͤhlen, Bis die freyheit seiner seelen, Und 0 b⸗ 588 Vom Tode und Sterden und zwar abschied aus der welt Sich erwuͤn⸗ schet eingestellt. 3. Zwar ich bin nicht ungedul⸗ dig, Daß mich ereuz und elend druͤckt: Ich bin mehr zu leiden schuldig, Als mir JIEsus zuge⸗ ann e Weiß ich doch, daß mich ein leiden Kann von seiner liebe scheiden; Sondern daß das ereuz ein kuß Seiner gnade heissen muß. 4. Blos deswegen will ich ster⸗ ben, Daß ich JEsum moͤge sehn, und sein ewig heil ererben; Moͤgt es heute noch geschehn! Doch wer weiß, wie nah die stunden, Da ich/ aller angst entbunden, Auf der müden lebens⸗bahn Meinen lauf vollenden kann. c. So ist mir der tod ein segen/ Und das sterben ein gewinn. Kommt ihr engel! kommt entge— gen, Traget meine seele hin. Ach! mir wird von jenem leben Jezt der vorschmack schon gegeben; Darum wuͤnsch ich nur allein, Auch im schauen da zu seocyy). 6. Alle, die mich hier geliebet, Alle, denen ich bekannt, Die mein abschied jeit betruͤbet, Uebergeb ich GOttes hand: GOtt versor⸗ get, GOtt beschuͤtzet, GOtt be⸗ schehret, was euch nuͤtzet. Also ist mein haus bestellt; Gute nacht, du eitle welt! Mel. Nun danket alle GOtt. eg, eitelkeit der . 22. W' welt! Ich fuͤhle himmels⸗freuden: Ich will mit groͤßter lust In meinem IEsu scheiden/ Ich will zu GOtt hinauf: Hinweg aus dieser welt, In der mich nichts vergnuͤgt, In der mir nichts gefaͤllt. z. Ich fürchte nicht den tod, Ich liebe nicht das leben: Wer wollte doch die welt Nicht fuͤr den himmel geben? Die himmels⸗ freude liegt Mir so in herz und! sinn, Daß ich nicht ruhen kann/ Bis ich darinnen bin. 3. Ach daß die seele nicht Kann wie ein adler fliehen! Sie sollte heute noch Aus ihrem kerker zie⸗ hen, Und unermuͤdet seyn; Bis daß sie GOttes stadt, Das haus der herrlichkeit, Fuͤr sich gefun⸗ den hat.*9 4. Drum will ich aus der welt Und nach dem himmel scheiden; Weg/ eitelkeiten, weg! Weg welt, mit deinen freuden! Hin⸗ auf nach GOttes stuhl, Hinweg aus dieser welt, In der mich nichts vergnuͤgt, In der mir nichts gefaͤllt. Mel. O Gott du frommer ꝛe. JEsu, meine lu 90 3. O O leben Wene seele! Wenn russt du mich zu dir Aus dieser jammer⸗hoͤhle? Wenn werd ich einst befreyt Dich, lieb⸗ ster JEsu: sehn, Und zu dir in dein reich Erlost und selig gehn? 2. O du mein aufenthalt, Mein leben, meine wonne, Mein einzi⸗ ger gewinn, Und rechte freuden⸗ sonne! Mein herz und ganzer geist Schreyt stets, o GOtt! zu dit; Wenn, ach! wenn schau ich dich, O JEsu! meine zier?. 3. Wenn schickst du doch die zeit, Da ich in deinen freuden Mich ewig freuen soll? Wenn endest du das leiden? Wenn soll ich doch zu dir Und deiner wonne gehn; Wenn kaͤnn ich dich, mein heil! In deinem lichte sehn? 4. Da wirst du mich erfreut Zu deiner rechten stellen, Und mir, den du erloͤst, Ein gnadig ur⸗ theil faͤlen; Dann fuͤhrst du mich ins reich, Wo deine herrlichkeit/ Die ich denn schauen kann, Mich ewiglich erfreut 6. Ach! koͤnut ich heute noch Von diesem jammer 3 Vlacht Diche l 1 0 0— Wstlden 40 I H Wühugss I kst. stn. hett X Asen/ A 1 W S Wsteldens 1¹ 4—— n miin So +On Whlt tode Lold Wamfündeitet konk. am mit V. Wülideen Iaron u Hschtache stüh engel Wslberk Il der ꝛrdes gelebt, Iige; Bal sh chwebt ihfth,Ei lcheh, M Ahen, du k Aalicht u— Idum seth ie WEr ii Uhem kan il ich ey V t Asich,tagürg Mwfhengg sadnn— WMhaftgne ö 72 mmidet. sh Mil ihn hihph Iehsl Sttes 1 Ilt, t. Mi ——— ott dus 70 Nil I. Aumeysl set XI Bs mauseh on nd eh II n sn icih N Wessx Dit, u Oiten, y Vorbereitungs-⸗Lieder zum Tode Ach! käm ich heute noch Zu jenen himmels⸗freuden! Ach! daß ich heute noch Die welt verlassen muͤßt! Ach! kaͤm ich an den ort, Wo nichts als jauchzen ist! 6. Wenn wirst du mich, mein heil! Zu solchen freuden fuͤhren, uUnd in der herrlichkeit Mit jener crone zieren, Die du mir beyge⸗ legt? Wenn kuͤß ich deine brust In jenem freuden⸗saal! O JEsu/ meine lust! Mel. Was mein GOtt 0 ꝛc. o komm, du aus⸗ 904. Ogang meiner pein, Erwuͤnschte todes⸗stunde! Und führ mich bald zum himmel ein Aus diesem sunden⸗grunde. Ach, liebster tod! komm bald heran, Ich warte mit verlangen, Mit weissen kleidern angethan Vor Gottes thron zu prangen. X. Ihr, schwache glieder! scheuet zwar So fruͤh entseelt zu werden: Die seele selber kannnicht gar Ohn alle pein, der erden, Auf welcher sie bisher gelebt, Den lezten ab⸗ schied sagen; Bald ist sie freuden⸗ voll, bald schoebt Sie wiederum in zagen. ö 3. Doch, JEsu! deine liebe macht, Daß furcht und angst ver⸗ schwinden: Ich werd in dieser todes⸗nacht Dich lebens⸗fürsten finden. Ich finde, ja ich halte dich, Mein leben, mein verlaugen! Mein leben, du wirst selber mich Mit deinem licht umfangen. 4. Drum sterb ich nicht in die⸗ sem tod; Er ist ja nur mein leben. Nach kurzem kampf und kurzer noht Soll ich bey IEsu schweben Voll freude, ruh und herrlichkeit, Voll friede, trost und wonne, Voll seligkeit, wo jederzeit GOtt selber licht und sonne. 5. Der herzog meines lebens ist 389 Vom tod' ins leben gangen; Und ich werd auch zu JEsu Christ Durch diesen weg gelangen: Der schritt zu ihm aus dieser zeit Ge⸗ schieht durch selig sterben. Ist dort mein haupt in herrlichkeit, Wie soll sein glied verderben? 6. Drum zage nicht, o schwa⸗ cher sinn! Verlaß den leib der er⸗ den: Wirf alles eitle willig hin, Der leib muß erde werden, Die seele bleibt in GOttes hand Bey solchem wolergehen, Das dort der geist, hie kein verstand, Erkennt und kann verstehen. 7. Es wird am ende dieser zeit Die freuden⸗zeit entdecken, Daß Gott der seelen jetzig kleid Auch aus dem staub erwecken, Und ewig herrlich machen kann; O was ist das fuͤr wonne! Wenn wir, mit klarheit angethan, Dort leuchten wie die sonne. 8. An uns stirbt nichts als sterb⸗ lichkeit, Wir selbst sind unverloh⸗ ren: Der leib wird nur der last befreyt, Und himmlisch neu ge⸗ bohren. Er wird in schwachheit ausgesaͤt, Und faͤllt verweslich nieder: Und koͤmmt, so bald er aufersteht, Voll pracht und klar⸗ heit wieder. 9. Drum,/ schwache glieder! leget ihr Euch willig in die erde: Wißt, daß von eurer zahl und zier Gar nichts verlohren werde. Die haut/ die euch anizt bedeckt, Wird euch dort wieder kleiden, Wenn ihr, in eurem fleisch erweckt, GOtt seht in seinen freuden. ö 10. Den ich im glauben hier gesehn, Der wird mich dorthin oringen, Wo tausend⸗tausend vor ihm stehn, Und ewig heilig! singen; Da werd ich seine herrlich⸗ keit Mit meinen augen sehen, Und was mir hier in dieser ꝛeit Für heil von ihm geschehen. II. Gott wird in seinem Icht ic 500 Vom Tode und Sterben sicht Mich ewiglich erquicken; Dort werd ich ihn in seinem licht, Mir selbst zum heil, erblicken. O herrlichkeit! wie freu ich mich, Wenn engel⸗reine seelen Mit son⸗ nen⸗klaren leibern sich Vor GOt⸗ tes stuhl vermaͤhlen. In Todes-Nöhten. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. „· oOtt lob! es geht 905. nunmehr zum en⸗ de, Das groͤßte schrecken ist voll⸗ bracht: Mein JIEsus reicht mir schon die haͤnde, Mein JEsus, der mich selig macht. Drum laßt mich gehn, ich reise fort, Denn JEsus ist mein leites wort. 2. O zweifelt nicht an meinem glauben! Ich glaͤube, daß mich IEsus liebt: Hein tod soll mir die sreude rauben/ Weil JEsus trost und leben giebt. Ich fahre wol, und weiß den ort: Denn JEsus ist mein leites wort. 85 3. Die hoffnung hat mich nie betrogen, Ich bin auf sein gebot getauft; Da hab ich IEsum an⸗ gezogen, Da hat er mich vom tod erkauft: Drum bleibt er auch mein heil und hort, Sein name sey mein letztes wort. ö 4. Wirwol die sünde will mich kraͤnken: Wer ist, der ohne tadel lebt? Allein ich darf an JEsum denken, Der mich in seinen tod begraͤbt; So komm ich an den lebens⸗port, Und JEsus bleibt mein leites wort. g. Mein JEsus hat den tod be⸗ zwungen, Als er am creuze selbst verschied/ Da ward mein tod zu⸗ gleich verschlungen: Er ist mein haupt, ich bin sein glied. Was JE⸗ sus hat, das hab ich dort; Drum sey er auch mein leites wort. 6. Gedenkt mir nicht an eitle sachen; Der hoͤchste sorget fuͤr die welt: Befehlt es ihm, er wird wol machen, Daß licht und recht den platz behaͤlt. GOtt wende jammer list und mord Durch JEsum, als mein leztes wort. 7. Nun freuet euch, es geht zum ende, Mein JEsus heißt mein lez⸗ ter ruhm. Wie froͤlich klopf ich in die haͤnde! Wo bleibst du doch, mein eigenthum! Ach JEsu, Ié⸗ su! sey mein wort: Ich schweig und eil zum himmel fort. Menn mein stuͤnd⸗ 906. W lein vorhanden ist/ Und ich soll fahr'n mein' strasse So leit du mich, HErr JEsu Christ! Mit huͤlf mich nicht ver⸗ lasse. Mein seel an meinem lezten end Befehl ich, HErr! in deine haͤnd, Du wirst sie wol bewahren. 2. Mein' sünde wird michekraͤn— ken sehr, Und mein gewissen na⸗ gen; Denn ihr ist mehr als sand am meer: Doch will ich nicht verzagen, Und denken nur an deinen tod, HErr JEsu! deine wunden roht Die werden mich er⸗ Halten 3. Ich bin ein glied an deinem leib, Deß troͤst ich mich von her⸗ zen; Von dir ich ungeschieden bleib In todes⸗noht und schmer⸗ zen. Wenn ich gleich sterbe, sterb ich dir, Ein ewig leben hast du mir Durch deinen tod erworben. *4. Weil du vom tod erstanden bist, Werd ich im grab nicht blei⸗ ben: Mein hoͤchster trost dein auf⸗ fahrt ist, Sie kann tods⸗furcht ver⸗ treiben: Denn wo du bist, da komm ich hin, Daß ich stets bey dir leb und bin; Drum fahr ich hin mit freuden. 6. So fahr ich hin zu JEsu Christ, Mein' arm thu ich aus⸗ strecken: Ich ruhe fein und 2* est/ EI*. RMa , Ni H A 0 ul— Alsich u Afel ö Nuun u 4 reiten M einen E Erlistss Achethen, J Ailt.. Rilein, 2e Whhichein. inen IE HM einef H puradieng Aschimmerhr Mein H. Llih sehn, M Mhhich ein.“ Aheinen J. lhh Et bleit Ichitt. Ver Wlauwerben, Ishne fet. t lein chlaß'ich Aimeinen Ig Dageht u sch, Wem urfitben,Hr he Licht heen sepn. r V an shr Amater J. 0 Wawil 4 Hich M lihsise no nlt Gs Sie +. ltn Gotyz dut o. ettah 180 esti 4 W. un ngti in ————— 7 Vn u Ht lschen ch F. hht eclaue. Ie inde u Dh iht H. ret: N i/ Mun 3, Hen OdDa l Wtih l 0 4 Pee Xich H / E ‚duth X n i 60 Söchfieh, EU I, DMH. l N Wie 7 10½ Senhl uuhesn, und zwar in Todes⸗Noͤhten. 501 Kein mensch kann mich auf⸗seyn, So leb' und schlaf ich selig wken, Als JIEsus Christus GOt⸗ein. tes sohn, Der wird die himmels⸗ thuͤr aufthun, Mich fuͤhr'n zum ewgen leben. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc· uf meinen JIEsum 907. A will ich sterben Ge⸗ krost, voll fried und freudigkeit. In seinem blute will ich faͤrben Mein allerschoͤnstes hochzeit⸗ kleid, Mein JEsus ist mein trost allein, Auf JEsum leb' und schlafl ch ein. 21 z. Auf meinen JIEsum will ich sterben, In seinen wunden stirbt sichs gut. Er laͤßt mich nimmer⸗ mehr verderben, Ich wasche mich in Christi blut. Mein JéEsus ist mein trost allein, Auf JIEsum leb' und schlaf' ich ein. 54 3. Auf meinen JEsum will ich sterben, In seine seite schließ ich mich/ Das paradies heut zu erer⸗ ben. Brich immerhin, mein herz! ach brich: Mein her; und schatz soll Esus seyn, Auf IEsum leb' und schlaf' ich ein. 4. Auf meinen IEsum will ich sterben; Er bleibt, wenn alles mich verlaͤßt. Weil er mit blut mich wollen werben, Steh ich bey seiner fahne fest. Sein ereuz iß mein panier allein, Auf JEsum leb und schlaf' ich ein. . Auf meinen JEsum will ich sterben; Vergeht mir gleich der augen licht, Wenn mund und lip⸗ pen sich verfaͤrben, Ind wenn mein herz im leide bricht: Soll JEsus heil und leben seyn. Auf JEsum leb und schlaf' ich ein. 6. Auf meinen JEsum will ich sterben; Ach JEfu! hilf in lezter noht, Laß mich das beste theil er⸗ erben, Versuͤsse mir den bittern tod. Dein blut soll mir das lebenlk Mel. HErr ich bekenn 1 6ͤ ö ein lauf, Gott 908.N lob fist bald voll⸗ bracht; Welt! gute nacht, Wir werden uns nun scheiden. In IEsu namen sanft und still Ich wandern will Zur seligkeit mit freuden. In dieser welt Ist mir bestellt Nur angst und noht, Zu⸗ lezt der tod: Dort endet sich mein iden. 2. In IEsu namen schlaf' ich ein, Er fuͤhrt allein Mich aus dem tod ins leben: Denn sein am creuz vergoßnes blut Koͤmmt mir zu gut, Macht froͤlich mich dar— neben: Der edle saft Bringt rech⸗ te kraft, Staͤrkt mir mein herz In todes⸗schmerz Kann freud und wonue geben. 3. In JEsu namen fahr ich hin; Denn mein gewinn Ist Christus, wenn ich sterbe: Ich weiß, daß er mich nicht verlaͤßt, Und glaͤube fest, Im tod ich nicht verderbe. In ewigkeit Ist mir bereit Von Gᷣottes sohn Die ehren⸗eron, Das rechte himmels-⸗erbe. Gerilich thut mich H verlangen Nach einem selgen end; Denn hie bin ich umfangen Mit truͤbsal und elend. Ich hab lust abzuscheiden Von dieser boͤsen welt Sehn' mich nach ewgen freuden: O JEsu! komm nur bald. z. Du hast mich ja erloͤset Von suͤnd, tod, teuf'l und höll: Es hat dein blut gekostet, Drauf ich mein hoͤffnung stell. Warum sollt mir denn grauen Fuͤr'm tod und hoͤllschem g'sind: Weil ich auf dich thu bauen, Bin ich ein selig ind. 502 Vom Tode und Sterben 3. Ob gleich suͤß ist das leben, Der tod sehr bitter mir; Will ich mich doch ergeben Zu sterben wil⸗ lig dir: Ich weiß ein besser lehen, Da faͤhrt die seele hin, Deß freu ich mich gar eben: Weil sterben mein gewinn. 4. Der leib wird in der erden Von wuͤrmen zwar verzehrt: Doch unsre haut wird werden Durch Christum neu verklaͤrt, Ganz leuchten als die sonne, Und leben ohne noht In himmels ⸗freud und wonne. Was schadt mir denn der tod? 2—— 6. Ob mich die welt gleich reizet Laͤnger zu bleiben hier, Und mir au ch immer zeiget Ehr, geld, gut, all ihr zier; Doch ich das gar nicht achte, Es waͤhrt nur kurze zeit: Das himmlisch ich betrachte, Das bleibt in ewigkeit. 6. Muß ich auch gleich nun scheiden Von meinen freunden gut, Das mir und ihn'n bringt leiden; Doch troͤstet mich mein muht, Daß wir in grossen freu⸗ den Zusammen werden komm'n, Und bleiben ungescheiden Vor dem himmlischen thron. * 7. Ob ich gleich hinterlasse Betruͤbte kinderlein, Der'n noht mich uͤb'r die maasse Jammert im herzen mein; Will ich doch gerne sterben, Und trauen meinem Gott: Er wird sie wol versorgen, Retten aus aller noht. 8. Was thut ihr so verzagen, Ihr arme waiselein Sollt euch Gott huͤlf versagen, Der speist die raben klein? Frommer wittwen und waisen Ist er der vater treu, Der kann und will sie speisen: Das glaͤubt ohn allen scheu.“* 9. Gesegn' euch GOtt der HEr⸗ re, Ihr vielgeliebten mein! Ach! trauret nicht zu sehre Ueber den abschied mein, Bestaͤndig bleibt im glauben: Wir werd'n in kur⸗ zer zeit Einander wieder schan Dort Wunmnehm* 10. Nun will ich mich ganz wen⸗ den Zu dir/ slge Christ! allein: Gib mir ein selig ende, Send mir dein' engelein; Führ mich ins ewge leben, Das du erworben hafl Durch dein leiden und ster⸗ ben, Und blutiges verdienst. 1I. Hilf, daß ich ja nicht weiche Von dir, HErr JEsu Christ! Den schwachen glauben staͤrke In m zu jeder frist. Hilf mir ritterlich ringen, Halt mich durch deine macht, Daß ich mag froͤlich singen: GoOtt lob: es ist voll⸗ 5 25 7. S. und 9. koͤnnen na Beschaffenheit der Unttadt ausgelassen werden. Mel. Von 5—50 15 0, Kebee rfreu dich, liebe see⸗ 9 10. E le! Dein Jesus koͤmmet schon, Fuͤhrt aus der lei⸗ bes⸗hoͤle Dich hin vor seinen thron; So sey nun wolgemuht; Denn der fuͤr dich gestorben, Dit alles heil erworben, Schenkt dir das hoͤchste gut. 2. Nimm abschied von der erden, Die hier den leib behaͤlt; Dir sol ein bessers werden, Du faͤhrst ins sternen⸗zelt, An jenen freuden⸗ ort, Wo GOtt die seraphinen Und alle heilge dienen; Da lebst du fort und fort.—ᷓ 3. Und setzen mir die suͤnden Gleich noch so heftig zu; So kann ich mich doch finden: Ich stelle mich in ruh, Und weiß, daß JE⸗ sus Christ, Mein heil, der starke beter, Mein kraͤftiger vertreter, Zu GOttes rechten ist. 4. Muß gleich der leib erbla⸗ sen, Huͤllt ihn das grab schon ein/ Und muß ich die verlassen/ Die meine freunde seyn: Dis scn 0 — — sal 55 I Nn 0 Manlssa WWhlten; 90 Mih EI A Hate? 10 90H Guch. H/ hn Y etttes utaheis 14 Miene Wiweit A. Whlnichbe— Hennge Whslbt E whuuchein ahll. Er Y % Do ich 9. Hahricht ers h ein di de —.—— IJsN tt 4 10 neiker wen V. HUU rdent s drück s, Ash vot nss M ins Hrat Riß nein S Wn d Lt ö Alsen iß u i garn . Die sen! Amir: 56 In— Altt wich,= m n Dein r Miund etgn Anar ech. nere c 2.. handaz ewinl l I uh istlgg en , II W doin utigez daßihhe EN labg . Halt nis Haß ich U tt ffenheth iseen wh —.——ß ott. * Listtuh 3 1 u, Fihz „Idich 56 sey ll r dihtt I Worbel t. sch lb rendeh + 2 7 M 1NN de s und zwar in Todes⸗Noͤhten. 893 schadet nicht; Ich sehe sie ja wie⸗ der. Wenn meine leibes⸗glieder Erstehen zum gericht. 4. Und da ich auch hinfahren Und die verlassen muß, Die mir zuwider waren; Vergeß ich den verdruß: Ja ich verheisse noch, Ich will zum vater treten, Mit meinem JEsu beten: Vergib, bekehr sie doch! 6. Indeß sey hoch gepriesen Gott vater, sohn und geist! Der sich mir treu erwiesen, Mich lebenslang gespeist Mit huld und gůtigkeit: In jenem freuden⸗le⸗ ben Wirst du weit mehres geben, Das du fuͤr mich bereit. 7. So sey denn, seele! deine und in dich selbst vergnuͤgt; Seyba deine und auch seine, Deß, der die welt besiegt. Er fuͤhrt dich him⸗ mel⸗ein; Wo ich mit meinem leibe, Verspricht er, ewig bleibe, Soll auch mein diener seyn. Mel. HErr JEsu Christ wahr ꝛc. Err JEsu Christ, 9 II. mein lebens⸗ͤlicht, Mein heil, mein trost und iu⸗ versicht! Auf erden bin ich nur ein gast, nd druckt mich sehr der fuͤnden last. 2. Ich hab vor mir ein schwere 9 reis' Zu dir ins himmels⸗para⸗ deiz; Da ist mein rechtes vater⸗ land, Woran du dein blut hast gewandt. 3. Zu reisen ist mein herz sehr matt, Der leib gar wenig kraft mehr hat. Die seele ruft und sare in mir: HErr! hol mich heim, nimm mich zu dir. 4. Staͤrk mich, HErr! durch das leiden dein In meiner lezten todes⸗pein; Dein blut⸗schweiß mich troͤst und erquick, Eh mich der suͤnden last erdruͤck. 5. Dein backen⸗streich und ruh⸗ te frisch Der sůͤnden striemen mit abwisch, Dein hohn, dein spott zund dornen⸗ eron, Laß seyn mein ehre, freud und wonn. 6. Dein durst und gallen⸗trank mich lab“‚ Wenn ich nun keine kraft mehr hab: Dein angst⸗ geschrey komm mir zu gut, Behut mich für der hoͤllen⸗glut. 7. Hilf, daß mein seel den him⸗ mel findt, Wenn meine augen werden blind: Dein leztes wort laß seyn mein licht, Wenn mir der tod das herze bricht. 5. Durch deine aufgespaltne seit Mein arme seele heim begleit. HErr! auf dein auferstehn ich trau, Auf deine zukunft hoff und u 9. Thu mir die thuͤr des him⸗ mels auf, Wenn ich beschließ den lebens⸗lauf: Mit dem gericht nicht lang ausbleib, Mach mich gleich dein'm verklaͤrten leib: 10. Daß ich mit allen engelein Dann singen mag und froͤlich seyn: Und mit der auserwaͤhlten Hi. Dein antlitz ewig schauen ar. Mel. JEsu deine heilge wunden. reuer GOttl in deine I 2. Thbunde Soumenn geist befohlen seyn: Denn der trost am lezten ende Stellt sich nun gedoͤppelt ein, Daß du mich von herzen liebst, Und dich mir zum pfande giebst: Weil ich nun dis wol bewahre; Weiß ich schon, wohin ich fahre. 2. Meine kraͤste sind verschwun⸗ den, Doch dein heil ist mir be⸗ kannt. Noht und tod hat mich ge⸗ bunden: Doch du reichst mir dei— ne hand, Als in welcher ich sorthin Gnaͤdig eingezeichnet bin, Und worin ich mein geschenke Ewig zu behalten denke. P p 3. JIE⸗ 504 Vom Tode und Sterben 3. JEsus laßt den nicht ver⸗ derben, Den sein blut erloͤset hat; Also bin ich in dem sterben Nur am leibe schwach und matt: In dem herzen zeugt der geist, Da Gott selbst mein vater heißt; Und durch dessen gnaden⸗gaben Werd ich die erloͤsung haben. 4. Christi des erloͤsers wegen Bleibst du mir, mein GOtt! ge⸗ treu; Und sein hochverdienter se⸗ gen Wohunet mir wahrhaftig bey: So gewiß der bund besteht, Der in meiner tauf angeht/ Und so wahr ich fuͤr die funde Durch sein blut vergebung finde. 4. Hilf nur, daß ich JEsum fasse, Bis er mir den segen spricht: Und wenn ich die welt verlasse, So verlaß die meinen nicht: Rimm sie wol und gnaͤdig an, Füͤh⸗ re sie auf rechter bahn, Bis sie fer⸗ ner nach den thraͤnen Sich na deiner wonne sehnen. 6. Nun, GOtt lod! hier ist das ende, Herz und geist hat wol ge⸗ zielt, Welcher sich in deine hande Zu der schoͤnsten ruh befiehlt. Nun ich werde nicht zu spott; Denn du bist mein treuer GOtt, Und auf diesen theuren namen Spricht mein JEsus selber: amen. Witten wir im leben 9 1 3. M sind Mit dem tod umfangen: Wen suchen wir, der huͤlfe thut, Daß wir gnad erlan⸗ gen? Das bist du, HErr! alleine. Uns reuet unsre missethat, Die dich, HErr! erzurnet hat. Heiliger HErre Gott, Heiliger starker GOtt, Heiliger barmhertziger hei⸗ land, Du ewiger GOtt! Laß uns nicht versiuken In der hittern to⸗ des⸗noht! Kyrie eleison. 2. Mitten in dem tod ansicht Uns der hoͤllen rachen: Wer will uns aus solcher noht Frey und — ledig machen? Das thust du, HErr! alleine; Es jammert dein barmherzigkeit Unsre sünd und Heiliger HErre 5Gott, Heiliger starker Gott!““ Heiliger barmherziger heiland, Du ewiger GOtt! Laß uns nicht verzagen Für der tiefen hoͤllen⸗ grosses leid. glut. Kyrie eleison. 3. Mitten in der hoͤllen⸗angs Unsre sůnd uns treiben. Wo sollen wir denn fliehen hin, Da wir mo⸗ gen bleiben? Zu dir, HErr Christ! alleine: Vergossen ist dein theurez blut, Das gnug fuͤr die sunde thut. Heiliger HErre Gott, Heiliger starker GOtt, Heiligi barmherziger heiland, Du ei⸗ ger GOtt! Laß uns nicht entfallen Von des rechten glaubens tros. Kyrie eleison. ch Mel. JEsu deine heilge wunden dich nun, omei— 9 4. ne seele! Und vergiß angst, noht und guahl: Denn aus dieser jammer⸗hoͤhle Ruft dich GOtt zum freuden⸗saal. Aus be⸗ kuͤmmerniß und leid Fuͤhrt er dich zur seligkeit, Die kein ohr jemahls gehoͤret, Die bey JEsu ewig waͤhret. 2. Bisher rief ich nacht und tage Zu dem HErren meinem Gott: Reiß mich aus der ereuzes⸗plage Hilf mir endlich aus der noht! Ach! ich wuͤnscht' und seuffte ost, Wie ein wandrer wuͤunscht und hofft Seinen weg bald zu vol— lenden, Auch mein leben bald iu enden. 3. Denn wie rosen auf der erde Unter scharfen dornen stehn: Eo muß Christi fromme heerde Unter angst und truͤbsal gehn. Wie die meere nie von wind, Sturm und wellen sicher sind: So ist auch auf dieser erden Unser lauf stets vo beschwerden. 4. Welt/ W. W Thlleedi 1% Ebr delgs u/ GlEt Rcagen. H%0/ H. / Der d Wa M n ih Hoess Ashten ssitt ander Ahuftug FVnich i M ⁰ 94 ů hn dem Mschächer d llxge Acnit gg. Mgleit E Is det i schen, Ae inn Ilbrechee 5 um cmein A und Mien Imel fu IX Al nich n Mle seele Aehan; 2 ö Kuhndger S destse * Iir u Wie elß I nsth henh ae = auuh f. e Irker G t —— deiteh erendst — I sth ae DEIA Vi N. iesshn e N 1 ö s yptet E. XII i Klgh Isn X. und zwar in Todes⸗Noͤhten. 595 4. Welt, tod, teufel, seelen⸗ schmerzen, Unser eigen fleisch und blut Plagen unsre arme herzen, Nehmen uns fast allen muht. Taͤglich druͤckt uns angst und noht, Creuz und leid ist unser brot: Wenn wir nur gebohren werden Findt sich jammer gnug auf erden. . Von dem allerersten mor⸗ en, Wenn wir aus dem bette gehn, Zeigen sich die bange sorgen Welche stuͤndlich um uns stehn. Thraͤnen muͤssen un⸗ ser wein, Sorgen unsre speise seyn: Wenn der tag auch schon vergangen, Sind wir doch mit noht umfangen. 6. Drum, HErr JEsu, gna⸗ % den-sonne, Der du ewiglich auf⸗ gehst! Zeig mir jetzo deine wonne/ Mir, den dein verdienst erloͤst: Hilf daß ich noch diesen tag Se⸗ lig iu dir fahren mag. Hilf mir, o mein licht und leben! Meinen geist bald auftugeben. 7. Laß mich izt in todes⸗stun⸗ den In dein' offne seite fliehn; kLaß mich, HErr! durch deine wunden Zu dem paradiese ziehn, Wo der schaͤcher hingereist, Wo mich brot des lebens speist, Wo du mich mit klarheit schmuͤckest, Und in ewigkeit erquickest. 3. Kann der mund schon nicht mehr sprechen, Ob gleich mein gehoͤr verschwindt, Ob mir schon die augen brechen, Mein verstand sich nicht besinnt: Bist du doch mein licht, mein heil/ Leben, wahr⸗ heit, schatz und theil, Der mich leitet und regieret, Und die bahn zum himmel fuͤhret. 9. Fuͤhr mich auf Elid wagen Durch die engel himmel an, Laß sie meine seele tragen, Wie sie Lazaro gethan; Laß sie dir im schoosse ruhn, Troͤst,erfreu und lab' sie nun, Bis der leib koͤmmt aus der erde, Und mit ihr vereinigt werde. 10. Freu dich sehr, o meine seele! Und vergiß jezt noht und quahl. Christus ruft dich aus der hoͤhle Dieser welt, zum freuden⸗ saal; Da sollt du in ewigkeit Schoͤn verklaͤret, hoch erfreut Mit den engeln jubiliren, Und vor JEsu triumphiren. —817 hristus der ist mein 91 5. C leben, Und sterben mein gewinn: Ihm hab ich mich ergeben, Mit freud fahr ich dahin. 2. Mit freud fahr ich von dan⸗ nen Zu Christ, dem bruder mein, Daß ich mag zu ihm kommen, Und ewig bey ihm seyn. 3. Nun hab ich uͤberwunden Creuz, leiden, angst und noht, Durch seine heilge wunden Bin ich versoͤhnt mit GOtt. 4. Wenn meine kraͤfte brechen, Mein odem geht schwer aus, Wenn ich nicht mehr kann spre⸗ chen; HErr! nimm mein seufzen auf.. ö . Mein herz, sinn und gedan⸗ ken Zergehn schon, als ein licht, Das hin und her thut wanken; Weil mir die kraft gebricht. 6. Drum laß mich an dir kleben Wie eine klett am kleid, Und ewig bey dir leben, In deiner seliskeit. 7. Fein selig, sanft und stille, Gleich als vom süssen ton, Schlaf' ich, weils GOttes wille; Mein trost ist GOttes sohn. 8. Ich sing im himmels⸗throne Ihm nun lob, ehr und preis, Wo ich nun ewig wohne, In jenem paraͤdeis. Mel. Herzliebster JEsu 0n ꝛc. ein JEsus koͤmmt, 9 I 6. M mrein sterben ist Pp 2 vor⸗ 500 Vom Tode und Sterben vorhanden; Ich werde srey von dieses leibes banden:; Wie soll ich aber wol und selig sterben, Dein reich ererben? 2. Wie du, mein trost! am ereuze bist gestorben, Und mir dadurch die seligkeit erworben: So laß auch mich auf deinen tod ab⸗ scheiden Zu deinen freuden. 3. Und was du noch zum lezten ausgesprochen, Und deines vaters herz damit gebrochen; Das will ich dir, indem die augen brechen, Getrost nachsprechen. ö 4. Vergib, o vater! denen, die mich hassen/ Die wider mich viel bosheit ausgelassen: Vergib, die⸗ weil die feinde nicht verstehen, Was sie begehen. 6. Vergib auch mir, o vater! alle sunde, nd was ich jezt noch boͤses an mir finde. Vergib, wenn fleisch und blut mich wider wissen Von dir gerissen. ö 6. Ich hab/ o JEsu! seele, leib und leben In meinem testament dir uͤbergeben: Ich weiß, du wirst die meinen heut und morgen Auch wol versorgen. 7. Ich übergebe sie zu deinen haͤnden, Du wollest suͤnd und schmach von ihnen wenden! Du wirst, o vater! diesen meinen wil⸗ len Liebreich erfüͤllen. 8. Drauf wendet sich mein her; von dieser erden: Dein paradies, HErr! laß mein eigen werden, In deinem paradiese stell mich heute Dir, HErr! zur seite. 9. Ach JEsu! zeige mir izt dei⸗ ne guͤte, Gib mir ein glaͤubig⸗ himmlisches gemühte, Und richt es ganz nach deinem gnaden⸗loh⸗ ne, Der lebens⸗erone. 10. Zwar sund und hoͤlle fangen an zu quaͤlen, Und aͤngsten mich an meiner armen seelen; Weil ich dein wort in dieser sůnden⸗huͤtten Ost uͤberschritten. I1. Ich aber will die seufzer tie⸗ fer fassen: Mein Gott! mein Gotti du kaunst mich nicht ver⸗ lassen: Dieweil du selbst von Gott Iaen. hingest, Und mich um⸗ ngest. I2. Ich duͤrste, GOtt! nach dir, ich schrey und aͤchze; Ich seufe nach dem himmel, ach! ich laͤchie Tach dir: nach dir, mein JEsu! duͤrst ich armer, O mein erbarmer! 13. Ach! laß mich nicht in mei⸗ ner noht versinken; Laß mich die kraft aus deinen wunden trinken. Ich duͤrste wie ein hirsch, laß dich erblicken Mich zu erquicken. 14. Izt koͤmmt der trost, ijt wird mein herz gelabet; Izt wird es schon mit Christi blut begabet. Ich bin nunmehr, was ich noch nie gewesen, Ich bin genesen. IC. Es ist vollbracht: nun endet sich mein jammer; Nun, schwa⸗ cher leib! schlaf' sanst in deiner kammer, Bis JEsus koͤmmt, der giebt mir diese gliederEinst schoͤnet wieder. 16. Nimm meinen geist an mei nem lezten ende, O treuer Gott! in deine vater⸗haͤnde. Ich bleibe dein, ich sterb in deinem namen. Syrich, JEsu! amen. Mel. Wer nur den lieben GoOtt ꝛe it dir, HErr JC- 917. su! will ich sche den; So leb' ich ewig dort bey dir. Dein leztes wort im tod und lei— den, Sey auch mein leztes wort allhier: Nimm/ JIEsu! mich, mit deinem sinn Vereinigt, aus dem leben hin. 2. Von herzen sey es euch ver⸗ geben, Den vater ruf ich fuͤr euch an, Die ihr in meinem ganzen leben Mir irgend was zu leid ge⸗ than: Mein JEsus hat auch euch geliebt, Nicht ihr, die sůnd hat mich betruͤbt. 3. Der Ies mnuntro f Ree si WhlauEs h, Ind A luich dür Ren:= Ah, M= Waddih fast S hn leitens On mis hnGOtts, h jicht it volg⸗ Asltet, Wht! ich Wl du Haß ich sl. 609 MHgenacht. Whif vollbre lgaterl ue Oh geis, de , Mein A 1 Von Mhitd, Erg sih, NI un Wsölwein n Denn m slhenhn. Ishre W ws — — dirz und ih Vinn Auchn Ene yn . n asssenh LI e Dic ne inn V tih ich Jcli Didolhutz L.IIA schlo is N e TAUU Vende, Hu eer hi eth i H ——— Eurde IN VII e Suhn, mR V ö 2 ½ en F te il , D VötH * sorge frey/ und zwar in Todes ⸗Noͤhten. 80⁷ ——— 3. Der mutter⸗ brust des aller⸗ hoͤchsten, Des sohnes ewigfester tteu Befehl ich euch, ihr meine naͤchsten! So mach ich mich der Gott sorge lebenslang für euch Und mache leib und seele reich. 4. Noch heut(hoͤr ich dich, JE⸗ su! sagen) Bist du bey mir im pa⸗ radies: Auf dis versprechen will ichs wagen, Ach mach es, JEsu! doch gewiß; Laß nunmehr alle meine pein Bey dir mit trost ver⸗ sůsset seyn. ö (. Mein JEsu! hoͤre du mich armen In meiner groͤßten bangig⸗ keit; Hoͤr meine seele mit erbar⸗ men/ Die jetzo laut und sehnlich schreyt: Ach traͤnke mich, du lebens⸗fuͤrst Und freuden⸗quell, nach der mich duͤrst! ö 6. Mein JEsu! haß du mich verlassen? Nein: GOtt verließ dich ja fur mich. MeinSOtt! hie⸗ bey will ich dich fassen, Giebt gleich der tod den leiten stich; Mein 60tt! wenn mir das herz la bricht, Mein GOtt, mein GOtt! verlaß mich nicht. 7. Es ist vollbracht, du hast erhoͤret, Mein HErr und Gott! ich sterbe wol. Mein IEsu! du hast mir ge⸗ waͤhret, Daß ich mit dir ver⸗ scheiden soll. GOtt lob! der alles wol gemacht, GOtt ewig preis, es ist vollbracht. . Nimm, vater! nimm in deine haͤnde Den geist, den nun mein seelen⸗hirt, Mein JEsus, au dem lebens⸗ende Von diesem leibe scheiden wird. Er geht zu ihm in himmel ein, Da kann er ewig selig seyn. 9. Dis soll mein wort und sinn berbleiben, Wenn mir auch wort und sinn vergehn. Du wirst mirs in die seele schreiben, O JEsu Christ! und bey mir stehn; Ach reich mir deine haͤnde ju, Und fuͤhre mich zu deiner ruh. lle menschen muͤssen 91 8. Aßerben, Allesfleih zergeht wie ben; Was nur lebet, muß verderben, Soll es wieder werden neu. Dieser leib muß erst verwesen; Soll er anders einst ge⸗ nesen, Und erstehn zur herrlich⸗ keit, Die den frommen dort bereit. 2. Darum will ich dieses leben, Weil es meinem GOtt beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin daruͤber nicht betruͤbt: Denn in meines JEsu wunden Hab ich schon erloͤsung funden, Und mein trost in todes⸗noht Is des HErren JEsu tod. 3. JEsus ist fuͤr mich gestor⸗ ben, And sein tod ist mein gewinn. Er hat mir das heil erworben, Drum sahr ich mit freuden hin Aus dem suͤnden⸗welt⸗getuͤmmel, Aus der trüͤbsal in den himmel, Da ich werde jederteit Schauen die dreyeinigkeit. 4. Da in jenem freuden ⸗leben So viel tausend seelen schon Mit des himmels glanz umgeben, Dienen GOtt vor seinem thron: Da die seraphinen prangen Und dis hohe lied anfaugen: Heilig/ heilig/ heilig heißt GOtt der vater, sohn und geist! 6. Da die patriarchen wohnen, Die propheten alltumahl, Wo auf zwoͤlf erhabnen thronen Sitzet der apostel zahl: Wo in so viel tau⸗ send jahren Alle fromme hinge— fahren, Deren jeder GOtt iu ehr'n Laͤßt sein halleluja hoͤr n. 6. O Jerusalem, du schoͤne, O wie helle ger du! Wie ein lieblich lob⸗getoͤne Hoͤr ich jeit in stiller ruh! O der grossen freud und wonne! Jetzo gehet auf die sonne, Jetzo geht mir an der tag, Der kein ende nehmen mag. P v 7. Nun 598 —— Vom Tode und Sterben 7. Nunmehr hah ich schon er⸗ blicket Jenen glanz der herrlich⸗ keit; Jetzo werd ich schon ge⸗ schmuͤcket Mit dem weissen himmels⸗kleid. Mit der guͤldnen ehren⸗erone Steh ich schon vor GoOttes throne, Schaue solche freuden an, Die kein mensch be⸗ schreiben kann. 8. Nun hier will ich ewig woh⸗ nen: Hinterbliebne, gute nacht! Gott woll euch die treu beloh⸗ nen, Die ihr haͤbt an mir voll— bracht; Allen meinen anverwan⸗ ten, Freunden, lieben und be⸗ kannten Wuͤnsch ich nochmahls gute nacht! GOtt sey lob! es ist vollbracht. it fried und freud 91 9. M fahr ich dahin, Weils GoOttes wille: Getrost ist mir mein herz und sinn, Sanft und stille, Wie GOtt mir verheis⸗ sen hat. Der tod wird mein schlaf werden. 2. Das machet Christus, GOt⸗ tes sohn, Der treue heiland, Den du mich, HErr! hast lassen sehn: Und machst bekannt, Daß er mein heil und leben sey In noht und auch im sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt, Mit grossen gnaden: Zu seinem reich die ganze welt Heissen laden, Durch sein heilsam theures wort/ Das überall erschollen. 4. Er ist das heil und selge licht, Fuͤr die heiden, Zu erleuchten, die dich kennen nicht, Und sie zu wei⸗ den: Er ist deins volkes Israel Preis, ehre, freud und wonne. Mel. Christus—— ih 5 ich Haber⸗ ald hab ich uͤber⸗ 920. B wunden: Nun gu⸗ te nacht, o welt! Ich zieh durch 21 wunden In jenes sternen⸗ zelt. schmerz erregt. Mit meines JEsu blut, Deral⸗ les selbst ererbet, Was meiner seele gut. 4. Er reicht mir schon die erone Die meine scheitel deckt, Als die er mir zum lohne Des glaubens vorgesteckt. 5. Den rock von weisser seide Legt mir nun JEsus an, Wo ich auf zions weide Dann rosen bre⸗ chen kauun. 6. Er hat mich eingeschrichen Ins buch der seligkeit: Da bin ich guch geblieben, Trotz aller feinde neid: de, Noch tod, noch teufel aus: Dort wo ich IEsum finde, R meines vaters haus. ö 8. Dort ernt' ich lauter freu⸗ den Nach milder thraͤnen⸗saat, Die Christi blut und leiden Mir laͤngst erworben hat. ö 9. Nun HErr! nun muß ich scheiden, Ach hilf, ach! laß mich nicht: Hilf, daß mein herz voll freuden Sanft, still und selig bricht. ö 105 10. Ach reisse nur die stricke Des lebens bald inzwey, Daß ich dich bald erblicke, Und ewig bey dir sey. Du himmel! sey gegruͤßt, Wo ich getroͤstet werde Mit dem, was ewig ist. 12. Mein glaube geht zum schauen: Ich zieh als pilger ein, Und werd in GoOttes auen Ein froher buͤrger seyn. Mel. Wie schoͤn leucht uns der ꝛe Ott lob es koͤmmt die 9 27. G zeit heran, Daß 5 1I. Zu guter nacht, o erde! 2. Nun wird das netz zerrisn, Das suͤnd und welt gelegt. Bald 10 lieget mir zu fuͤssen Was noht und l⸗ 7. Da loͤscht mich weder suͤn⸗ 950 3. Die wahlstatt ist gefaͤrbet fl5 3001 0 Mlk W lid, Ahlten. Di= A deswege Mlhen Bez stwegen Rast himmele Whlut in kur Mist Gott, Alh ich dans A ich Im lhen: WM Auch den 494 Wusd eschl MarJEsng Iudanetter am und laig i mn herg bmein r Vu. sh, Dit lola Whuirits Wüu en 52 VMen ch N Wl Shtu Tcceh LII 13 n eidedr 14 It nic th e s 31 2ts hah ͤernt Er nilbe chh ress Shhit blick,l W *1 Wsute! h acn fl und zwar in Todes⸗Noͤhten. die hoffnung haben kann, Bald von der welt zu scheiden. Wie wuͤuscht ich mich so manches mahlAus die⸗ sem thraͤnen⸗vollen thal Zu mei⸗ nes JEsu freuden Sehnlich Hab al ich Dieses leben Aufzugeben Oft begehret, Bis mich GOtt nun⸗ mehr erhoͤret. 2. Der teufel und die boͤse welt Hat mir hie taͤglich nachgestellt, Um mich in noht zu bringen. Die fünde, die mir angeklebt, Mein eisch und blut, das widerstrebt In allen guten dingen, Hat mir Nie hier Zugegeben, So zu leben Wie ich sollte, Und von herzen gerne wollte. 3. Es kam zu alle diesem noch Der truͤbsal hart und schweres joch, Das mußt ich oͤfters tragen. Bald kam verfolgung, haß und neid, Bald krankheit, schmer; und andres leid, Und sonst viel tausend plagen. Drum ich Sehn⸗ lich GOtt deswegen Angelegen, Meinem leben Bald ein selig 10 end zu geben. 4. Nun die erlöͤsung nahet sich: Gott lob! des wegen mach ich mich Gefaßt zur himmels⸗reise. Da werd ich nun in kurzer zeit Bey Gott, mit GOtt, in GOtt er⸗ steut, Den ich dann ewig preise. Ewig Werd ich Um ihn schweben, Beh ihm leben: Welche freude Iind ich nach dem kurzen leide! 6. Nun so beschließ ich meinen lauf: HErr IEsu: nimm den geist nur auf In deine treue haͤnde. Ich sterbe, komm und laß mich nicht: Gib, daß mein herz bald felig bricht, Gib mir ein sanftes ende; Daß ich Ewig GOtt dort ohen Moͤge loben, Dir lobsingen, Und ein ewig dank⸗lied bringen. Mel. Was mein GoOtt will ꝛc. 922 ein wallfahrt ich . vollendet hab In diesem bosen leben. Jetzund traͤgt man mich in das grab; Darauf wird sich anheben Die neue freud und seligkeit Bey Christo, mei⸗ nem HErren, Die allen frommen dort bereit, Das ist die eron der ehren. 2. Der leib verwest zwar ganz und gar, Und muß zu staube wer⸗ den: Doch hieraus wird ein coͤrper klar, Der nicht mehr hier auf erden, Nein, sondern dort bey IEsu Christ Ohn jammer und elende Verbleiben wird zu aller frist, Der sich von GOtt nicht wende 3. Solch emig leben hat er mir Uund jedermann erworben. Der tod harrt' auch vor meiner thuͤr, Bis ich nunmehr gestorben: Und dieses ist der sünden schuld Wir muͤssen alle sterben; Jedoch laͤßt GOtt nach seiner huld Die glaͤub⸗ gen nicht verderhen. 4. Nein: wie ein weizen⸗koͤrne⸗ lein Gesaͤet wird mit fleisse, Ver⸗ fault und grůnt hernach sehr fein: So müssen gleicher weise Die frommen ehristen in der erd Ein weil verscharret bleiben; Hernach erstehn sie unversehrt/ Mi schoͤn verklaͤrten leibern. 6. Ich hab auf meinen JEsum Christ Mein hoffnung thun und lassen Gestellt, der auch zu jeder frist Mein heiland is gewesen. Der wird die liehen freunde hier, Die ich muß hinterlassen, Beschir⸗ men und mit grosser zier Auch endlich zu sich fassen. ö 6. Drum lasset alle traurig⸗ deit, Hoͤrt auf, mich zu bewei⸗ nen; In mir ist nichts als lau⸗ ter freud, Weils GOtt so gut will meinen: Ja meine seele preist den HErrn Fur solches freuden⸗ leben Was koͤnnt ich herrlichers begehrn? GoOtt wolls euch allen eben. Pv 4 Auf⸗ 6⁰⁰ Vom Tode und Sterben Aufmunterung an einen Sterbenden. Mel. JEsu deine heilge wunden erde munter, liebe 92 3 5 Wẽ seele!( Denn nun ist es hald geschehn, Daß du aus der leibes⸗hoͤhle Wirst zu Christi freuden gehn. Alles leiden, ereuz und noht Endet sich nun durch den tod. Nunmehr wirst du uͤber⸗ den Und ein besser leben fin⸗ n. 3. Schaue nur, die engel schwe⸗ den Um dein bette, welche dir Das geleite wollen geben, Bis zur schoͤnen himmels⸗thuͤr. Sehaue nur: GoOtt sendet schon Von der allmacht gnaden⸗thron Den tri⸗ umph⸗ und ehren⸗wagen, Der soll dich zum himmel tragen. 3. JEsus heißt dich zu sich kom⸗ men: Gott dein vater wartet dein, Und raͤumt dir bey jenen frommen Die bestimmte wohnung ein. Er haͤlt dir das weisse kleid Und die crone schon bereit, Diese sollst du frey von plagen, Ewig und mit freuden tragen 4. Drum, o seele! sey doch fer⸗ tigEile dahin, wo die zahl Der erloͤsten dein gewaͤrtig: Diese rei⸗ chen allzumahl Dir bereits die haͤn⸗ de dar; Ja, die ganze frohe schaar Koͤmmt mit heiligem verlangen/ Dich voll freuden zu empfangen. 6. Und dabey sind viel der dei⸗ nen, Deren herzens⸗wunsch schon ist, Daß du moͤgtest bald erschei⸗ nen, Weil du sehr willkommen bist. Denke, wie wird dir geschehn, Wenn du die wirst wieder sehn, Welche dir vor vielen jahren Durch den tod genommen waren. 6. Diese auserwaͤhlte from⸗ men, Nebst den engeln, heissen dich Tausend⸗tausendmahl will⸗ kommen, Fuͤhren dich dann praͤch⸗ thron, Wo sie mit erhoͤhtem ton JEsu lob und dank erweisen, und GOtt ewig also preisen: 7. Lob und preis mit hoͤchsen ehren Sey dir, HErr! daß unste 9 zahl Sich noch taͤglich muß ver, mehren; Sonderlich daß dieses mahl Auch dis dir geliebte kind Sich in unsern ehoͤren findt: Laß doch bald die andre frommen Aus der welt auch zu uns kommen. 8. Dann wird dich Gott selbst umsangen, Und mit lieb' und freundlichkeit Dir abwischen von den wangen Alle thraͤnen, so das leid Dir hie ausgepresset hat. Er wird an derselben statt Dir sein himmlisch freuden⸗leben Ewig zu besitzen geben. 9. Da weißt du sodann von sün⸗ den, Elend, ereuz und jammer nicht. Lauter wonne wirst dufn⸗ en, Und vor Gottes angesicht Lebst du dann in ewigkeit Herr⸗ lich, in vollkommenheit, Die dit Christi blut erworben, Als er selbst fͤr dich gestorhen. ö 10. Nun, geliebte seele! reise Hin zu deinem lieben GOtt. Wol dir! denn auf solche weise Endet sich auch deine noht. Eile nur aus dieser zeit, Freue dich der seligkeit: Da wird, mehr als wir verstehen, Dir es ewig wol ergehen. ö 1I. Weh uns aber! denn wir muͤssen Noch im jammerthale gehn; Da wir leider! noch nicht wissen, Wenn wir dich dort wie⸗ der sehn. GOtt! der alles wenden kann/ Sieh auch uns in gnaden an/ Laß uns bald von allem boͤsen, Durch den sanften tod erlösen. Bey Begraͤbnissen. Mel. Nun laßt uns den leib ꝛc. un lasset uns den 9 24. N leib hegrabenz Die⸗ tiglich Hin vor deines GOttes weil wir keinen zweifel haben, Er werde Wlin 0,% au lidek oot fen lat u. Aroolen⸗ iden tl Mn Eind nl Alschlagen, 1 Wist lat/a Wihn umfaf suum auch g Sobleibtz inrnrn Whasd undjen IM: Wdaf ihn Ge Volkomn Ohl führt, Waumrhitt. Aistet nut Dyrt aber i er so gone Aupin bollong Hhhschloset sn Dir unter d Vlndbitten d aliih uns eg. N dess Ali bon telte Audmisttyge . Nund nemes chtud 0 b0 Neg f. nn nice Rir R Boh odast IA N E N.AIU i N.II t Di T Iusg lent Doderhh 2 istdus hg Ht wn ˙it 69 H n in gth C.I EI eren. N. AI EN RII Ae eenrdtt ehrahh roleh, n ch i Vit lh, II und zwar bey Begraͤbnissen. 601 werde wieder auferstehn, Und schön ⸗verklaͤrt zum himmel gehn. z. Er ist nur erd' und von der erden: Drum muß er wieder erde werden. Jedoch nach dieser zeiten lauf Steht er von dieser erden auf. 3. Sein geist, befreyt von dehbeh und leiden, Lebt unter⸗ eß bey GOtt in freuden: Denn seines IEsu blut und tod Ent⸗ reisset ihn der hoͤllen⸗noht. 4. Sein leiden, truͤbsal, noht und vlagen Sind nun durch sei⸗ nen tod zerschlagen. Nur hier er⸗ trug er Christi last, Dort ist es lust, was ihn umfaßt. 4. Ist nun auch gleich der leib gestorben; So bleibt der geist doch unverdorben: Denn dieser ist in GOttes hand/ Und jener schlaͤft im kuͤhlen sand: 6. Bis daß ihn GOtt am juͤng⸗ sten tage, Vollkommen frey von aller plage, Erweckt und jauch⸗ zend dahin fuͤhrt, Wo er dann ewig triumphirt. . Hier ist er nur in angst ge⸗ wesen; Dort aber wird er einst ge⸗ nesen, Wo er so gar der sonne gleicht Und in vollkommner wonne leuchtẽt. 3. Nun schlafet sanft, erblaßte glieder! Wir unterdessen fallen nieder, Und bitten dich, getreuer —— Verleih uns einen sanften od. 9. O IEsu! dessen blut und sterben Uns von welt, satan und verderben Gant frey gemacht, ach! fuͤhr uns ein, Wo wir auch ewig bey dir seyn. un laßt uns den leib 925. N begraben: Weil wir keinen zweifel haben, Er werd am juͤngsten tag aufstehn, Und un⸗ verweslich hervor gehn. 2. Er ist erd, und von der erden, Wird auch zur erd wieder werden, Und von der erd wieder auf⸗ stehn, Wenn GOttes posaun wird angehn. 3. Seinꝰ seele lebt ewig in S Ott, Der sie allhier aus lauter gnad Von aller suͤnd und missethat Durch seinen sohn erlöset hat. 4. Sein jammer, truͤbsal und elend Ist kommen zu ein'm sel⸗ gen end: Er hat getragen Christi joch, Ist gestorben, und lebet no 6. Die seele lebt ohn alle klag, Der leib schlaͤft bis am juͤngsten tag; An welchem GOtt ihn ver⸗ klaͤren, und ewger freud wird ge⸗ währeu. 6. Hier ist er in angst gewesen, Dort aber wird er genesen, In ewiger freud und wonne Leuchten wie die helle sonne. 7. Nun lassen wir ihn hie schlafen, Und gehn all' heim unsre strassen: Schicken uns auch mit allem fleiß, Denn der tod koͤmmt uns gleicher weis. 8. Das helf uns Christus unser trost, Der uns durch sein blut hat erloͤst Von teufels g'walt und ewger pein: Ihm sey loh, preis und ehr allein. II. Von der Auferstehung der Todten, Mel. IEsu meines lebens leben. lange satt gepreßt. Doch ihr duͤr⸗ 926. (Beht u grabe, muͤde set nicht erschrecken, Daß euch glieder! Und be⸗ erd und staub bedecken; Denn ihr bage des lebens rest, Legt die steigt, wenn JEsus ruft, Wieder⸗ ange sorgen nieder, Die euch 2 aus eurer gruft. 2. Ihr O 6⁰ Von der Auferstehung der Todten. 2. Ihr zerfallet zwar als scher⸗ den, Als ein haus, das nicht mehr haͤlt: Doch die seele kann nicht sterben, Ob ihr wohnhaus gleich zerfaͤllt. Ob den leib gleich mo⸗ der drücket, Wird sie doch bey Gott erquicket, Und geniesset nach der zeit Der gewuͤnschten ewigkeit. ö 3. Muͤsset ihr gleich zur verwe⸗ sung In des todes kammer gehn; Zweifelt nicht an der genesung, Ihr sollt herrlich auferstehn. Was euch jezt fuͤr schwachheit druͤcket, Wird denn voͤllig weggeruͤcket; Wenn den hoͤchsten leib und geist Wiederum vereinigt preist. 4. O! wie freudig kann der ster⸗ ben, Der in solchem glauben stirbt! Weil er weiß, daß im ver⸗ derben Seine seele nicht verdirbt; Denn sie bleibet unverlohren. Wer demnach aus Gott geboh⸗ ren; Legt den zweifel voͤllig ab, 4a5 geht hoffnungs⸗voll ins ra grab. c. Aber, ach! wie viele leben In die welt so frech hinein, Daß sie sich ihr ganz ergeben, Gleich als folgte keine pein Auf den frevel ihrer thaten. Ach! wie wollen sie sich rahten, Wenn das grosse welt⸗ gericht Einsten durch die wolken bricht? 6. Dieses wird nicht aussen blei⸗ ben, Lacht ihr spoͤtter immerhin! Gott wird schon die rechnung schreiben, Und euch vor gerichte ziehn, Daß die boͤsen nebst den frommen Den verdienten lohn be⸗ kommen; Euch erwartet schmach und hohn, Dieser kaͤmpfen folgt der lohn. 7. GOtt, der du vor allen zei⸗ ten Ewig und unendlich bist! Hilf mir diesen wahn bestreiten, Der in vieler herzen ist. Gib, daß ich fuͤr meine seele Jedereit das beste waͤhle. Denn ich weiß, es folgt der jeit Ganz gewiß di ewigkeit. 8. Darum ziehe meine sinnen Von der eitelkeiten wusst, Zu des himmels hohen zinnen, Zu der ewig suͤssen lust. Muß ich hier mit loͤuven kaͤmpfen, So hilf ihren hochmuht daͤmpfen: Sprich mich ihres grimmes frey/ Und brichih⸗ ren zahn inzwey. 9. Koͤmmt es endlich zu dem ende; Ey lso nimm, HErr! meinen geis In die treue vater⸗haͤnde, De⸗ nen ihn kein feind entreißt. Laß mich dort auf salems hoͤhen Beh den auserwaͤhlten stehen, Und von deinem glanz und schein Ewig un⸗ getrennet seyn. Mel. 9 950 Iel ꝛe. weiß/ daß mein er⸗ 9 27. V loͤser lebt, Das kann mich nicht betruͤgen: So lang mein glaube an ihm kleht, Werd ich nicht unterliegen. Nimmt gleich der tod mein leben hin; Ge⸗ ug, daß ich versichert bin, Mein IEsus wird mich wecken. 2. Er wird mich denn mit die⸗ ser haut Und diesem fleisch umge⸗ ben: Denn was er ihm zur ehr erbaut, Muß ewig mit ihm le⸗ ben. Mit diesem meinen augen⸗ licht Werd ich ihn selbst, kein fremder nicht, Den lebens⸗fuͤrsten schauen. 3. So komm, o tod! wenns GOtt gefaͤllt, Nimm an die muͤden glie⸗ der. Verlaß ich gleich den hau der welt, Dort find ichs besser wieder: Mir stehet in der ewigkeit Die schoͤnste wohnung schon bereit/ Die nimmermehr zerfaͤllet. 4. Wird auch mein leib zu asch und stauh, Ein scheusal dieser er⸗ den, Der maden und der wuͤrme raub; Wird er doch herrlich wer⸗ den: Weil der auch meinen 1 W. Aannttt ot Dien si 1 mdmost N Leie E Wns lbem Aiena Wnindeine— nangesch Whet. —2—.— Mlodey 1 Esus, Itu Min keben, hnich Mies When? Vas I M auch Wis, der mi I werd auch +Seyn, on Wrrum solles l Kisset audre 0„ Delches u M Ihhin durh t Wn genan n Meine starlg Ind is ihn ge In nich aucht I vn il Hirfeich, Ahanahlzua Aachih dochte Auereche Iscet u Allet. Iuniden; ö 6 0 — ⏑—— ihein Eunn eh s I. Hen t IX fi 0 Astlgt Ialteshe H y. hti lstel Perttigch HAint Dtern II ich ichh ren Bit e un / Dash Ot , Vubdicht, n 6 u htie I Austas Zacth, erdhht, Von der Auferstehung der Todten. bewacht, Der diese welt aus nichts gemacht, Und die gebeine zaͤhlet. c. Ist IEsus wieder aufge⸗ wacht; So giebt er mir die glie⸗ f. ul der, Wenn einst der lezte donner kracht, Voll kraft und leben wie⸗ der. Er laͤßt aus seiner sieges⸗ hand, Womit er tod und hoͤlle band, Die seinen sich nicht neh⸗ men. 6. Nimm dann o schoͤpfer! mei⸗ nen geist In deine vater-haͤnde. Wenn meines lebens band zer⸗ reißt Und ich die wallfahrt ende; So zeige mir in deinem licht Von angesicht zu angesicht, Daß mein erloͤser lebet. Melodey 8. MEsus, meine zuver⸗ 28. sscht und mein hei⸗ land, ist im leben, Dieses weiß ich: sollt ich nicht Mich darum zu⸗ frieden geben? Was die lange to⸗ des⸗nacht Mir auch fuͤr gedanken macht. z. JEsus, der mein heiland, lebt; Ich werd auch das leben schauen, Seyn, wo mein erloͤser schwebt: Warum sollte mir denn grauen? Laͤsset auch ein haupt sein glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der hoffnung band Ganz genau mit ihm ver— bunden: Meine starke glaubens⸗ hand Wird in ihn gelegt befun— den, Daß mich auch kein todes⸗ bann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich hin fleisch, und muß da⸗ her Auch einmahl zu asche werden; Dieses weiß ich: doch wird er Mich erwecken aus der erden, Daß ich in der herrlichkeit Um ihn seyn mag allezeit. . Dann wird eben diese haut Mich umgeben, wie ich glaͤube: GOtt wird dann von mir geschaut Selbst in diesem meinem leibe; Und in diesem fleisch seh ich Mei⸗ nen JEsum ewiglich. 6. Dieser meiner augen licht Wird ihn, meinen heiland, ken⸗ nen. Selber ich, kein fremder nicht, Werd in seiner liebe bren⸗ nen: Nur die schwachheit um und an Wird von mir ganz abge⸗ than. 7. Was hie kraftlos seufzt und fleht, Wird dort frisch und herr⸗ lich gehen: Irdisch werd ich aus⸗ gesaͤt, Himmlisch werd ich auf⸗ erstehen: Hier geh ich natuͤrlich einNachmahls werd ich geist⸗ lich seyn. 8. Seyd getrost und hoch⸗ er⸗ freut, JEsus traͤgt euch, meine glieder! Lasset furcht und trau⸗ rigkeit! Sterbt ihr? Christus ruft euch wieder, Wenn einst die po⸗ saune klingt“, Die auch durch die graͤber dringt.*ICor. 16, 62. 9. Lacht der finstern erden⸗ kluft! Lacht des todes und der hoͤllen! Denn ihr sollt euch durch die luft Eurem heiland zugesel⸗ len: Der legt schwachheit und . Voͤllig unter euren uß. 10. Nur daß ihr den geist er⸗ hebt Von den luͤsten dieser enden, Und euch dem schon iezt ergebt, Dem ihr beygefuͤgt sollt werden. Schickt das herz jeit dahinein, Wo ihr ewig wuͤnscht zu seyn. Mel. Was Gott thut das ist ꝛc. ch freu mich auf die 929. 3 frohe zeit, Da ich soll auferstehen, Und Gott in schonster herrlichkeit, und meinen heiland sehen: Da werd ich seyn In der gemein Der auserwaͤhlten frommen, Und zu den vaͤtern kommen. 2. Ach Von dem jüngsten Gerichte. 2. Ach! kaͤm die stunde bald heran: Die stunde der erloͤfung: Die stunde, wo ich hoffen kann Trost/freyheit und genesung: Wo engeln gleich, Im himmelreich nicht Ein tag voll angst und schmerzen, Wie den verruchten herzen. 4. Ich hoffe dann den gnaden⸗ lohn Durch Christum zu erlan⸗ Mich wonne, pracht und leben gen, Und vor des allerhoͤchsten In ewigkeit umgeben. 3. Ich weiß, daß ich durch JE⸗ sum Christ, An den ich herzlich glaͤube, Der meine auferstehung ist, Auch nicht im tode bleibe; Und sein gericht Ist mir dann thron Im schoͤnsten schmuck zu prangen: Komm JEsu! doch, Komm heute noch, Mich bey dir 6 erquicken, Und ewig zu beglüt— en. III. Von dem juͤngsten Gerichte. Mel. Kommt her zu mir spricht ꝛc. 0 D siehst, o mensch! 9 3 5 wie fort und fort Der eine hier, der andre dort, Uns gute nacht muß geben: Der tod haͤlt keinen audern lauf, Er sagt zulezt die wohnung auf Uns allen, die wir leben. z. Bedenk es weislich in der d zeit, Und fleuch den schlaf der sicherheit, Sey augenblicklich wacker: Denn sieh, es bleibet nicht dabey, Daß hier dein leib begraben sey Auf einem gottes⸗ acker. 3. Wir werden aus den graͤbern gehn, Und alle vor gerichte stehn, Das Christus selbst wird hegen: Wenn auf der engel feld⸗geschrey Die glut dis grosse welt⸗ gebaͤu Wird in die asche legen. 4. Alsdenn wird erstlich aller welt Straf' und belohnung vor⸗ gestellt: Die süͤnder sollen buͤssen, Und sich dann ohne trug und schein Selbst klaͤger, richter, henker seyn, Verdammt durch ihr gewissen. . Ach GOtt! koͤmmt mir dis urtheil vor, So steigen mir die haar empor, Mein heri fuͤhlt angst und schrecken. Ihr huͤgel, hebt ein boͤser an, Ihr berg', und was sich stuͤrsen kann, Fallt her mich zu bedecken. 6. Du aber, meine zuversicht, HErr JEsu! laß dein zorn⸗ge⸗ richt, Ach laß es mir nicht scha— den! Zeig deinem vater den ver⸗ trag, Damit ich dort einst hoͤren mag Den suͤssen spruch der gna⸗ en. 7. Bereite mich bey gutem sinn, Und weil ich noch bey kraͤften bin, Durch deinen geist zum sterben. Und laß mich dann nach dieser zeit, Der seelen heil und seligkeit Durch dein verdienst ererben. Mel. 75 92 palt — as blinde volk der 9 3 1 D heiden, Das keine hoffnung hat, Empfindet grosses leiden, Und ist ohn allen raht, Wenn ihm was liebes stirbet: Uns lehrt des glaubens kraft, Daß kei⸗ ner je verdirbet, Den hier der tod wegrafft. z. Weil Christus auferstanden, So wird er dich und mich Auch aus den todes⸗banden Erretten kraͤftiglich; Zum allerersten wer⸗ den Die todten auferstehn, Eh al⸗ les volk der erden Wird vor ge⸗ richte gehn. 3. Er WME— T --H1 Hurcn N. Armunz Waeeis l um HEtte „ault sche w td auf Wcg sch. N Wdein ger.— Altlerweile, licht/ Un— nd imma Iin und mites AMkachte it —.— Woewigkeiss f/ ag emug Hhenen nu Augmn vollsaß ang und Aun nicht Muß dich d erselbe gteg Ahut inden u Ateißt, daß A M ie ganzag A Doch da M Oid endleg Zoum 2 ni — Hhech Ve n. t, e iien ainenn ich dn Aseen s michhe ocHt e uuh en heix II EUah ö en IIN e II mih ush 4 12 HU 4 5 cl tfutet l chd Von dem jüͤngsten Gerichte. 6⁰⁵ Er selbst der HErr der her⸗ 100 Wird durch ein feld⸗geschrey Bezeugen weit und ferren, Daß er zugegen sey: Des engels wort wird schallen, Wird sagen: kommt herfuͤr! Zu denen menschen allen So je gewesen hier. 4. Er wird uns, die wir leben, Vom erden⸗kreis zu sich Hin in die wolken heben; Da wir denn ewig⸗ lich Beym HErren wohnen wer⸗ den. Glaubt sicherlich und frey/ Daß unser tod auf erden Des le⸗ bens anfang sey. 6. HErr FEsu! komm und eile Zu halten dein gericht: Gib, daß wir mittlerweile, Im glauben wanken nicht, Uns dazu fertig machen, Und immer seyn bereit Mit beten und mit wachen Bis sey koͤmmt die rechte zeit. Mel. 39. O ewigkeit du donner ꝛc. uf, auf mein geist, 93 2. A ermuntre dich! Der tag des HErren nahet sich, Ein tag/ der ganz voll schrecken, Voll kummer, angst und jammer ist/ Wofern du nicht bereitet bist: Drum laß dich doch erwecken, Daß dich derselbe grosse tag Nicht unbereitet finden mag. z. Du weißt, daß GOttes wun⸗ der⸗macht Die ganze welt hervor⸗ gebracht: Doch dieses pracht⸗ gebaͤude Wird endlich auch sein ende sehn; Und das wird ganz gewiß geschehn. GOtt schwoͤrt mit einem eide, Daß einsten erd und himmel bricht, Sein wort allein vergehet nicht. 3. Du thoͤrichter verblendter sinn, Wo nimmst du deine zuflucht hin? Zur welt? die doch verge⸗ het, Und zwar in einem kurzen nu; Die selbst, und ihre pracht dazu, Schon nah am ende stehet; Wenn sie nun in einander faͤllt, Wie ist es dann um dich be⸗ stellt? 4. Es ist darum mit dir nicht aus; Muß jenes groß erschaffne haus Gleich in sein nichts verfal⸗ len. Ob erd und himmel gleich verbrennt, Und jedes element sich trennt, So bleibst du doch vor allen: Denn deine seele ist ein geist, Der ewig und unsterblich heißt.——7 6. Der todte leib wird aufer⸗ stehn, Und aus des grabes hoͤhle gehn, Der seele sich verbinden; Und gleich von solcher stunde an, Nachdem, was er allhie ge⸗ than, Gnad oder strafe finden. Die himmels⸗ lust, die hoͤllen⸗ pein Wird beiderseits auch ewig n. 6. Ach was fuͤr angenehme lust Wird dort der auserwaͤhlten brust In ewigkeit geniessen! Hingegen die verdammte schaar Wird mit den teufeln immerdar Zu neuer quahl gerissen, Die ohne maaß und ende waͤhrt, Und die verfluch⸗ ten nie verzehrt. 7. Willt du derselben noht ent⸗ fliehn; So mußt du dich mit ernst bemuͤhn Die suͤnden zu verlas⸗ sen: Du mußt wahrhafte busse thun, In JEsu wunden glaͤubig ruhn, Und sein verdienst umfas⸗ sen. Wer dieses sich zu eigen macht, Dem ist der himmel zu⸗ gedacht. 8. Um Gottes willen saͤume nicht! Es kann das grosse welt⸗ge⸗ richt Eh'r, als du meinst, erschei⸗ nen. Drum wache stets, und sey bereit, So darfst du deine sicher⸗ heit Nicht ewiglich beweinen; Und du erlangst das schoͤne ziel, Das ende komme, wenn es will. 9. HErr JEsul gib, daß solcher tag Mich wol bereitet finden mag, Laß mich zur rechten stehen; Ruf mir mit freud und liebe zu: Ge⸗ treuer 6⁰⁰ Von dem juͤngsten Gerichte. treuer knecht, du sollt zur ruh Der auserwaͤhlten gehen. Dann schenke mir in jener zeit Die erone der gerechtigkeit. ———.—— 7 7 9 3 3* Wosen ale: Wacht auf und seyd bereit In diesem jam⸗ merthale: Wacht auf, es ist schon zeit. Der HErr wird nun bald kommen, Und zum gerichte gehn, Die suͤnd'r wird er verdammen: Wer wird vor ihm bestehn? 3. Geld, gut kann da nicht rah⸗ koͤmmt der bittre tod. Bist du dich bald verderben Im augenblick der ieit. 3. Darum ihr christen alle, Die hie beysammen seyd, Laßt euren hochmuht fallen Und wartet auf die zeit. Wollt ihr bey JEsu leben, So sucht das ewge gut: Er wirds euch reichlich geben, Und helfen aus der noht. 4. GOtt's wort ist uus gegeben Aus gross'r barmherzigkeit, Daß wir darnach soll'n leben, Und ma⸗ chen uns bereit: So laßt uns das nun fassen, Und kleben fest daran; Woll'n wir das nun verlassen, So ists mit uns gethan. 6. Ach! waͤr der nie gebohren, Der GOttes wort veracht! Es ist mit ihm verlohren, Er wandert in der nacht, Voll laster und voll schande, Er spott't mit GOttes wort; O weh! die hoͤllen⸗baude Erwarten ihn schon dort. 6. Der armen noht und graͤ⸗ men Laßt euch zu herzen gehn, Daß sie euch nicht beschaͤmen, Wenn ihr vor g'richt sollt stehn: Denn wer den armen giebet, Er⸗ langt den gnaden⸗lohn; Den, der gleich schoͤn von farben, Bist du gleich jung und reich: GOtt kann sie hier betruͤbet Verdammr ein Gottes sohn. 6 Mel. O Gott du frommer ꝛe. 93 Es wird der juͤngste +. tag, Ein freuden⸗ kag der frommen, Der boͤsen quahl und pein, Nun bald und ploͤßlich kommen: Wol dem, der sich mit ernst Auf diesen tag be⸗ reit't: Weh dem, der dis ver⸗ saͤumt, Weh dem in ewigkeit! 2. Hilf GOtt! daß ich mit fleiß ten, Es hilft nicht hoher muht: So fruͤh als spaͤt bedenke, Was Du mußt es kurz verlassen, Wenn dort geschehen wird: Ach! ruhr mein herz und lenke Mich von der eitelkeit; Laß mir vor augen stehn/ Wie alle menschen einst Nur an zwey orte gehn. 3. Hilf mir in dieser welt In diesen lezten zeiten, Mich jehen augenblick Recht wuͤrdig zu be⸗ reiten Zum lezten augenblick: Ja mach mich selbst bereit Zum tod, zum jüngsten tag, Zu je⸗ ner herrlichkeit. 48. Laß mich den lebens⸗LausAl⸗ lein zu JEsu wenden. Hilf, was ich nicht vermag, Durch deine kraft vollenden; So ist dein wort: kommt her! Ein lebens⸗wort für mich; So preis ich deine treu Dort, hoͤchster! ewiglich. Mel. JEsu deine heilge Rielen s sind schon die leite 9 3 5• E zeiten; Drum, mein herz! bereite dich. Das gerichte zeigen sich: Himmel, erde, luft und meer Machen sich, als GOt⸗ tes heer, Auf, zur rache sonder schohnen, Ueber die im finstern wohnen. 2. Es ist alles fast verdorben In der ganzen christenheit: Glaub und liebe sind erstorben, ult e kömmt von weiten, Seine zeichen M Inder bau f Sagt un sl, Daß Ihh, Doß st Ach! fhh,Ank U sehn; Ashh iten schih deute Watt isheopächst Ws wit Whber der Ihftter blä Aheichunt h, irst Ad hald t uch heg ol Wunneer vohn Mt so N theu Iu Hille ö XIiU Reh denh l Ounschg VIhl. li in Kit, echt u s Dfg a. e Imag, A l Se Seilt Hi Al . 1 eiteh s n ce „ V 12 OtteN It Dn t ite U ben I Von dem juͤngsten Gerichte. 6⁰⁰ lebt in eitelkeit. Alles ist in sicher⸗ heit,Als wie dort zu Noaͤh zeit: Denn ach! fast die meiste ehristen Folgen ihren boͤsen lůͤsten. 3. Heucheley und suͤnden⸗Leben Herrschet und nimmt uͤberhand. Gott uͤnd menschen widerstreben Ist durch alle welt bekannt: Got⸗ tesfurcht ist sehr veracht't, Und die bosheit waͤchst mit macht. Wie ist denn der welt zu rahten Bey so vielen frevelthaten? 4. JIEsus wird hald selbst ein⸗ brechen: Er hat sich schon aufge⸗ macht, Sein erwaͤhltes volk zu raͤchen; Denn dis seufzet tag und nacht. Darum hebt das haupt empor Zu des himmels thuͤr und thor, Daß ihr euer heil um⸗ Inbet Weil sich die erloͤsung nahet. . Wenn der baum jezt knospen traͤget, Sagt uns dieses hoff⸗ nungs⸗kleid, Daß sich frost und kaͤlte leget, Daß der sommer nicht mehr weit: Ach! jezt laͤßt der frommen flehn, Angst und schmerz/ die knospen sehn; Und die noht der schweren zeiten Lehrt uns die⸗ ses gleichniß deuten. 6. Wachst das reich der finster⸗ nissen, So waͤchst auch des lichtes reich: Jeues wird bald weichen müssen; Aber der gerechten zweig Wird in steter bluͤte stehn, Wird die welt gleich untergehn. Darum sreuet euch, ihr frommen! Euer JEsus wird bald kommen. 7. Huͤtet euch, daß ihr indessen Eure herzen wol beschickt, Und ste nicht mit saufen, fresfen, Noch mit nahrungs⸗sorgen druͤckt; Daß nicht dieser schwere tag Wie ein blitz und donnerschlag Ueber die guf erden wohnen Schrecklich koͤmmt, ohn einig schonen. 9. Nun, wir solgen deinen wor⸗ ten JEsu, theurer seelen⸗schatz! Stoͤhr der hoͤllen trotz und pfor⸗ ten, Und mach selber bahn und platz, Daß dein zion werd erbaut, Und laß diese deine braut Von den banden dieser erden Bald, ach! bald erloͤset werden. 6 E ist gewißlich an der 93 ieit, Daß Gottes sohn wird kommen In seiner gros⸗ sen herrlichkeit, Zu richten boͤß und fromme: Dann wird das lachen werden theur, Wenn alles wird vergehn im feur, Wie Petrus davon schreibet. 3. Pet.3,12. z. Posaunen wird man hoͤren gehn Bis an der welt ihr ende; Daraͤuf bald werden auferstehn All todten gar behende: Die aber noch das leben hab'n, Wird GOtt der HErr von stunden an Ver⸗ wandeln und verneuen. 3. Darnach wird man ablesen bald Ein buch, darin beschrieben, Was alle menschen jung und alt Auf dieser welt getrieben: Da dann gewißlich jedermann Wird hören/ was er hier gethan In sei⸗ nem ganzen leben. 4. O weh demselben! welcher hat Des HErren wort verachtet, Und nur auf erden fruͤh und spat Nach lust/ geld, ehr getrachtet: Er wird fuͤrwahr gar schlecht bestehn, Und mit dem satan muͤssen gehn Von Christo in die hoͤlle. . O JEsu! hilf zur selben zeit, Hilf wegen deiner wunden, Daß ich im buch der seligkeit Werd eingezeichnet funden: Woran ich denn auch zweifle nicht, Denn du hast ja den feind gericht't, Und meine schuld bezahlet. 6. Deshalben mein erbarmer sey„Wenn du nun wirst erschei⸗ nen: Und lies mich aus dem buche frey, Darinnen stehn die deinen; Auf daß ich sammt den bruͤdern mein Mit dir geh in den himmel ein, Den du uns selbst erworben. 7.— 608 Von dem juͤngsten Gerichte. 7. OJEsu Christ! du machst es lang Mit deinem jüngsten tage: Den menschen wird auf erden bang Von wegen vieler plage. Komm doch, komm doch, du rich⸗ ter groß! Und mach uns bald in gnaden los Von allem uͤbel/ amen. er grosse tag des 937. D HErren, Der tag jur rach bestellt, Kann jezt nicht mehr seyn ferren, Nah ist das end der welt: Drum mensch/ bey zeit Dein herz bereit; Steh auf vom schlaf der suͤnden, Damit dich nicht GOtt im gericht Untüͤchtig moͤge finden. 2. Er selber wird aufschlagen Die buͤcher, und daraus Genau zu jedem sagen, Wie er gehalten haus: Drauf wird mit spott Der fünder rott Bald zu der holle müssen, Da allzumahl Am ort der gquahl Sie ewig werden buͤssen. 3. Zorn, furcht, ungnad und schrecken Ist ihnen da bereit: Kein berg wird sie bedecken Noch se uag fuͤr dem leid. Ihr wurm ie nagt, Ihr feur sie plagt, Und moͤgen doch nicht sterben. O grosse noht! Weil auch der tod Nicht endet das verderben. 4. So strafst du, HErr! die suͤn⸗ den, Dein urtheil ist gerecht: Ach!F laß mich gnade finden, Sprich mich, den boͤsen knecht, Durch deine huld Frey aller schuld: Daß ich der straf entgehe, Und recht bereit, Mit freudigkeit Vor deinem richtstuhl stehe. Mel. Dis sind die heilge ꝛc. 8 El sind nunmehr die 93 5 zeichen da, Daß nun der juͤngste tag schon nah: An dem der himmel nebst der erd'n ö Durch feuer soll veriehret werd'n Kyrieleis. 2. Da wird erschrecken alle welt Wenn sie der fallstrick uͤberfaͤlt Ganz unversehns mit eil und macht: Wie ein dieb einbricht bey der nacht. Kyr. 3. Der starke sieges⸗held als⸗ bald Wird sehen lassen sein ge⸗ walt, Die menschen durch po— saunen-schall Dann vor sich for⸗ dern allzumahl. Kyr. 4. Sehr wunderbarlich wird es seyn, Wenn alle todte groß und klein Stracks aus den graͤbern auferstehn, Und vor den strengen richter gehn. Kyr. 6. Niemand sich da verbergen kann, Er muß hervor und auf den plan. Der muß da selber vors gericht, Der alles hier haͤlt für gedicht. Kyhr. 6. Da hilft nicht pracht noch stolzer muht, Zuruͤck ist blieben geld und gut: Gewalt, trotz, fre⸗ vel hat ein end, Und alles hat sih umgewendt. Kyr. ö 7. Da gilt die gleisnerey nicht mehr, Schmückt man sie hier gleich noch so sehr: Der heuchler sich hie bergen mag, Dort koͤmmt der falsche schein an tag. Kyr. 8. Da ist ganz hell und offenbat Was allen hier verborgen war: Was hier bedeckt die finsterniß, Ist da gant licht, klar und gewiß. yr.„ 9. Der richter kennt des herzens grund: Er achtet nicht des men⸗ schen mund, Ob er ja saget oder 40 nein; Er sieht nur, ob das herz auch rein. Kyr. 10. Dis liegt mir tag und nacht im sinn, Weil ich ein grosser sun⸗ der bin: Ich weiß nicht, was ich machen soll, Mein hert iß furht und schrecken voll. Kyr. II. Zu dir flieh ich HErt JEsu Christ! Der du der 1 — F irl amle, 4% sledie mt V W V du dol . When! ,., S ich a, Daßt Aeeil H I mein! Dan le; Waht Machl ms Agt. V al WWeiß und Ihauchtl ⸗f Y Wcht aug Ihslh' dichs Whiles böst Wlshezen saß +Meich de nd ge Alhs; So de Hhhg haft, Ichi Kht. Ahlucich l Ich w m gute 0⁰ é 0 uh, Alfuch. n die 6 Von dem juͤngsten Gerichte. 6⁰ Ilasi steter veu Zum guten jeden tag er⸗ Ach HErr! der bitte mich gewaͤhr, Daß ich mich nicht von Iuhe dir abkehr, Daß mich der tod 00 sbereil. Kur. In einger suͤnde uͤbereil. Kyr. 14. Zwar meiner schulden sind Vund uz sehr viel, Doch deine gnaͤde hat I. kein ziel; Dein leiden, ereuz und sl theures blut Macht alles für mich hchanh armen gut. Kyr. Susn. Auf dis allein verlaß ich dll mich: Ich weiß und glaͤubbe sicher⸗ ö lich Daß du auch meine schulden⸗ las Am ereutes⸗stamm ertragen / Hlal hast. Kyr. 16. Ich acht auch keine sůnd ge⸗ I,ho ring, Ich lieb' dich über alle ding; , So daß ich alles boͤse haß, Und dein gebot zu herzen faß. Kyr. Rnuchn 7. Ob gleich das fleisch stets stse widerstrebt, Und gern nach seinen unmn luͤtten lebt; So daͤmpf ichs doch ennanh durch deine kraft, Und uͤbe gute Dani ritterschaft. Kyr. ö „Hlierg 18. Jit mach ich meinen tauf⸗ cicl“ bund neu: Ich will dir bleiben ithh lWn ewig treu, Mit wissen keine suͤnd begehn, Im guten vorsatz feste ohtakeh stehn. Kor. ichtl, 19. Komm ich nun also vor ge⸗ 0 richt, So weiß ich, du verdammst , mich nicht: Du wirst vielmehr, n wenn ich erschein, Mein heiland — * atuh und erbarmer seyn. Kyr. 3. 0 nicht der fluch. Kyr. 1 2I. Wenn die veraͤchter deiner IIN selber bist: Ich suche rettung, huͤlf gůt/ Die hier verstocken ihr e⸗ muht, Fort muͤssen nach der Hol⸗ ruh: Kyr. 2. So werd ich dort zur rechten seit Die freude deiner seligkeit Er⸗ erben in des vaters reich, Und le⸗ ben da den engeln gleich. Kyr. 23. Dahin denk ich nun immer⸗ fort, Daß ich bald sey an jenem ort. Machs, JEsu! nicht mehr lang allhier, Bereit mich, und nimm mich iu dir. Kyr Mel, Herzlich thut mich verlang. Juhet, an dein ge⸗ 939. richte, Du richter aller welt! Das nur fuͤr ein ge⸗ dichte Mauch rohes welt⸗ kind haͤlt: Dein wort und mein gewis⸗ sen Zeigt mir ja deutlich an, Du werdest richten muͤssen. Was jeder mensch gethan. 2. Ich hoͤre die posaunen In meinen ohren schon, Und sehe mit erstaunen Den grossen richter⸗ thron; Auf diesem wirst du sitzen In deiner herrlichkeit, Wenn seld⸗geschrey und blitzen Der welt das ende draͤut. 3. Mein geist erblickt die schaa⸗ ren Vor deinen stuhl gestellt, So viel als menschen waren Von an⸗ beginn der welt. Hier muß sich leder stellen, Und seinen urtheil⸗ spruch Sich von dir lassen faͤllen Zum segen, oder fluch. 4. Da geht es an ein scheiden: Du laͤßzt zur rechten hand Die lie⸗ ben laͤmmer weiden, Die dir allein bekannt; Die boͤcke gehn zur linken Von deinem angesicht, Und muͤs⸗ sen da versinken, Wo weder trost noch licht. 6. Ach! ihr zur rechten seiten Wie liebreich ruft man euch: Kommt, ihr gebenedeiten! Erbt meines vaters reich; Denn ihr habt mich gespeiset, Mit trank .2 9 und 61⁰ Von dem jüngsten Gerichte. und kleid versehn: Wer armen Mel. JEsu guts erweiset, Laͤßt mir es selbst geschehn. ö 6. Doch was fuͤr donner schies⸗ sen Auf die zur linken hand! Sie, als verfluchte, mussen, Als wie ein hoͤllen⸗krand, Jus ewge feuer rennen: Denn JEsus kann sie nicht Aus ihrem glauben ken⸗ nen, Dem lieb' und kraft ge⸗ bricht. 7. So gehen die gerechten Ins freuden⸗leben ein: Und Jenen satans⸗knechten Wird lauter schmach und pein. Die seligen er⸗ langen Der engel bruͤderschaft: Die boͤse nur empfangen Des ewgen feuers kraft. ö 3. Laß, JEsu! dis gerichte Mir stets vor augen seyn. Datz mich dein angesichte Dereinsten mag erfreun So laß mein ganzes le⸗ ben Aus wahrem glauben gehn, Und mir selbst zeugnitz geben, Ich werde wol bestehn. ö 9. Gib, daß ich mich anschicke, Und auf den letzten tag Mich alle augenblicke Recht wol bereiten mag. Treid mich, voll furcht und schrecken, Zur ewgen seligkeit: Weil zeichen gnug entdecken,Das ende sey nicht weit. 10. Und wenn dein tag vorhan⸗ den, Da alles soll vergehn; So laß mich nicht mit schanden Vor deinem throne stehn. Laß mich dein blut von strafen Der ewgen quahl befreyn, Stell mich zu dei⸗ nen schaafen, Die dir zur rechten seyn. 1I. Ach! komm doch/ mein erloͤ⸗ ser! Mit deiner herrlichkeit; Die welt wird immer boͤser, Drum komm in kurzer zeit Und laß die stimme hoͤren: Kommt ihr ge⸗ segneten So wollen wir dich ehren Mit allen heiligen. deine heilge wunden. 0 Lierter Gott, wie 940. Ewird es gehen Bry der allerletzten zeit: Ruft man nicht in zions⸗hoͤhen: Der ge⸗ richtstag sey nicht weit? Tressen schon die zeichen ein? Ach! wie bange wird uns seyn, Wenn die zeit sich selber zeiget, Da es sich zum ende neiget. 2. Ich erstaͤune fuͤr dem tagz, Den der HErr hier zu bestimmt; Weil erst da die noth und plage Ihren rechten anfang nimmt. Ach. wer bildet sich nicht ein, Daß ihm bange werde seyn; wenn die waß⸗ berurderl ser⸗wogen brausen, Und die wet⸗ ter schrecklich sausen. 3. Doch! was koͤnnen diesesa⸗ chen, Die nur todt und leblos sind Mir viel angst und bange machens Bin ich doch ein GOttes ⸗ind. Ich erschrecke gar nicht sehr, Con⸗ dern freue mich vielmehr! Weil der heiland selbst bejahet, Daß sich die erloͤsung nahet. 4. Nun so bald dies wird gesche⸗ hen; Werd ich IEsum uͤber mir In den wolken kommen sehen, Den umfang' ich voll begier. Ach! wie werd' ich mich erfreun, Wenn der HErr wird bey mir seyn. wie will ich da mit beten Unter di erloͤsten treten! . Baͤume werden uns zu zel chen, Wenn sie ausgeschlagen sind; Daß die winter-⸗tage wei chen, Daß sich nun der sommer findt. Auch die zeichen in der hͤh Sagen, daß die welt vergeh/ Und erweisen allen landen, GOttes reich sey nun vorhanden. ö 6. Jesu! laß mich stets beden ken, Daß die welt vergaͤnglich sey. Hilf den geist zum himmel lenken Und erhalte mich daheh: Denn so glaͤub ich jederzeit, Der gerichtstag sey nicht weit; 230 ö zaͤhl n n Wfl W WI n e t vahnm IN st . AAtirts eet Hes . Ihtit 10 iht Wschulde lln Wtum weits hlinmeli Wus euch! h an dis Mht, iht. Ihht doch bochmößs IN, Oae MWhsftißt. Ilsit. Dru; Wsheit. Mfeut iht; Mlidet. M. und g Maugen ni Malaglicht . hassersch Whllerigkei sanint! aden, Altey“Ct eg Und Aicle. W. Rulkr sehd Webifeit. AIhcht iht! Wn bor 2— 5 ö Duhg e Otz II e XI HN X2 An i Den n d LX‚.I IXI W. N. N.A H nittlttn hi sut ein 0„Hedhrt h II. Nh VSsin die n N l N l XX. Tae auich M I ist diese jeit! Drum denkt doch an die ewigkeit. Vonder Ewigkeit. 61I zaͤhl ich alle stunden, Bis du dich selbst eingefunden. 7. Deine zukunft soll auf erden, Nicht wie sonst ein andrer tag, Sondern wie ein fall⸗strick wer⸗ den, Den man kaum vermerken mag. Ja der schluß ist schon ge— macht: Wie ein dieb in dunkler nacht, Also wirst du auch erschei— nen, Eh die welt es wird vermei— nen. 8. IEsu, ach! drum hilf mir wachen: Hilf, es ist nun hohe zeit, Daß ich alle meine sachen Richte Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 1 Thr menschen, wie seyd 94 ihr bethoͤret! Weil ihr die schnoͤde lust der welt Und ihren schaum weit hoͤher ehret, Als was der himmel in sich haͤlt. Was ist denn, das euch so erfreut? Ach denkt doch an die ewigkeit! 2. Gesetzt, ihr lebtet hundert jahre, Das doch nur selten moͤg⸗ IV. Von der Ewigkeit. nach der ewigkeit. Ewig, ist ein schweres wort, Ewigkeit ein sol—⸗ cher ort, Wo man keine zeit wird wissen, Sondern ewig bleiben müssen. 9. Nun ich werde taͤglich tre⸗ ten Vor des großen vaters thron; Hilf mir wachen, hilf mir beten, Du gerechter GoOttes sohn! Daß ich dem gericht entgeh, Und in allem wol besteh; So Thier noch kein boöses zeichen Weder hier no dort erreichen. ehn lebt? Laßt euch den hochmuht nicht bethoͤren, Was habt ihr, wenn man euch begraͤbt? Nichis, als ein schlechtes sterbe⸗kleidz Ach denkt doch an die ewigkeit! 6. Ja auch ihr andre freche suͤnder: Die ihr euch an der welt ergetzt, Und also GOttes liebe kinder Fuͤr thoren und fuͤr narren schaͤtzt, Die ihr auch keine bosheit lich ist; Doch muͤßt ihr endlich auf scheut; Ach denkt doch an die und moder frißt. Erwegt, wie kur; 3. Erfreut ihr euch, ihr mam⸗ mons⸗bruͤder! Mit eurem reich⸗ thum, geld und gut? O schlaget doch die augen nieder, Seht, wie der reicheklaͤglichthut, Der um ein troͤpflein wasser schreyt“ Ach denkt doch an die ewigkeit! Luc. 16, 24. 4. Vergnuͤgt ihr euch an So-⸗ doms freuden, An luͤsten, geil⸗ heit, voͤllerey? So denket, daß ein ewig leiden Und ewig weh er schrecklich sen. Wenn ihr von wol⸗ die bahre, Da euch denn wurm ewigkeit! 7. Ihr werdet euch einst selbst verfluchen, Wenn ihr in der ver— dammniß steht; Und ganz umsonst erloͤsung suchen, Wenn alle mar⸗ ter anf euch geht: Gott hat euch laͤngst damit gedraͤut. Ach denkt doch an die ewigkeit! 8. Ihr aber, ihr verfolgte from⸗ men! Koͤnnt ihr in dieser jammer— welt Zu keiner ruh und friede kommen, Wenn unglüͤck haͤufig auf euch faͤllt; Ja wenn euch alles elend draͤut; So denkt nur an die ewigkeit. 9. Die lust der welt muß bald lust trunken seyd; So denkt doch vergehen, Sie habe noch so schoͤ— an die ewigkeit. c. Erhebt ihr euch, die ihr in ehren, und vor der welt in an⸗ nen schein; Hingegen eure wird bestehen, Und dauern, weil ein GoOtt wird seyn. Dort ist der 24 2 sieg/ ——— ——— —— 61² Von der Ewigkeit. sieg syier kampf und ureit/ Hiertraͤgt, und alles auf die nage „ dort freud in ewigkeit. legt, Und denn zur andern sei⸗ 1013. G0 gehf euch denn allhier ten Des ewgen lebens herrlich⸗ zufrieden Und haltet es fuͤr einen keit; So uͤberwiegt dis jenes ruhm, Daß euch hier angst und weit. ö ö noht beschieden: Und wenn man. Sieht man denn die ver⸗ euer ehristenthum Verlacht, ver— dammten an, Wie lang die mar⸗ hoͤhnt, ja gar verspeit; So troͤstetter wahren kann, Die sie so grau⸗ euch der ewigkeit. sam plaget; Nur immer sterben 11. Mußt du, mein kummer⸗ohne tod, Und leben in der hoͤch⸗ volles herze! Gleich oft in ereuzsten noht, Von glut und wurm und trübsal stehn: Auf! sasse dichbengget: O welch ein gluͤck istdis im groͤßten schmerze, Laß dir ihn allein, Von solcher quahl befreyt nicht zu nahe gehn. Gedenk in iu seynn. ö ö deinem ereuz und leid An GOtt, 6. Im vinen lebt der chri⸗ und an die ewigkeit. ten schaar Bey GoOtt viel tau⸗ Mel. 39. O ewigkeit du donner ꝛc. 42 ewigkeit, du freu⸗tes angesicht, Und haden gülduen * Su erguickst mich fort und fort, verheist, Das manna, so die engel Oanfang sonder ende! O ewig⸗ speist. keit, freud ohne leid! Ich weit v. Mit wie viel sehnlicher be⸗ fuͤr herzens⸗froͤlichkeit Fast nichts gier Verlangt mein mattes herz mehrt vom elende, Das uns in nach dir, Du hoͤchst⸗erwuͤnschtez diesem leben guählt: Da ich die leben! Ach wenn gelang ich doch ꝛwigkeit erwaͤhlt. dahin, Wornach jezt seele, muth 2. Kein' herrlichkeit ist in der und sinn Mit alen kraͤften stre⸗ welt, Die nicht in kurzer zeit ver⸗ hen? Der schnoͤden welt vergeß faͤllt, Und gaͤnzlich muß vergehen: ich ganz, So reizet mich des hin⸗ Allein die lange ewigkeit Bleibtsmels glanz. ohne jahre, ziel und zeit Stets s. Fahr hin, du schnoͤde lust unveraͤndert stehen: Ja, wie der und pracht, Die nur bey Gott heil'ge Petrus spricht“, Verwe⸗ veraͤchtlich macht! Fahr hin, du set und verwelkt sie nicht. sundlich wesen, Du stolzer geis, *. Petr. 1, 4. du schnoͤde brunst, Gold, gut und 3. Oewigkeit, du waͤhrest lang! reichthum, eitler dung, Und was Wird mir gleich oft auf erden die welt erlesen, Gleich als ihr bang, Weiß ich, daß dis aufhoͤ⸗einig hoͤchstes gut: Das ewge ret: Erweg' ich aber jene zeit Der macht viel bessern muht: ewig langen seligkeit, Die unver⸗ 5. O ewigkeit, du freuden⸗ andert waͤhret; So acht ich alles wort! Du troͤstest mich hier fort leiden kaum Als einen aͤngstlich⸗ und fort; O anfang sonder ende! boͤsen traum. O ewigkeit, freud ohne leid! Ich 4. Was ist doch aller ehristen weiß von keiner traurigkeit, quahl, Die pein der maͤrtrer all⸗Wenn ich mich zu dir wende. HErr zumahl, Der jammer aller zeiten? IEsu! gib mir solchen sinn, Bis Wenn man es gleich zusammen ich dort ewig bey dir bin. 990 send⸗tausend jahr, Und werden deß nicht müde: Sie haben mehr als sonnen⸗licht, Sie sehen GOt⸗ HW bll 0, 1 Rr! Ahsdere hnit Aumigket Arade Hhnered Ahmenkl 10 Rgläckis ut kt geit Wginlich!, Wlgeei: Wlucdteit, W J/ wi * lht,Stirt hucht. Me Hagkeit: d WOthih, er 10 Reuiß k wann meine hlt dergt WHershreck! denn ach. Wheit Sos aht. Racht ich Disalles ahn, Es kon Das war n/ Der w 4%, Rit ta n Gefan Mhen Diek Mn. Nslte de nanches MSich menf „ N mor Mgt, Als MWric tröͤgt Idihnn; I let Allptt. Audber, Nl hundt i lud de 1 x ů * — — ls Dunp N Dihenh nun , Nl Ia Vnd sa an S M E lce LI DN 1405 A derel Dyoht, EM n s h Mt i nl .I u Hch enng ach 6 Li Iit l chnihn. teigts 1 in/ N. D hachtli en, ritie M. h /x. 6 0ll „e, ie, i anfiht. Von der Ewigkest. 61¹³3 Melodey 39. O ewigkeit, du don⸗ 94 3. ner⸗wort! O schwert/ O anfang sonder ende! O ewig⸗ keit, zeit ohne zeit! Ich weiß fuͤr grosser traurigkeit Nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz er⸗ schrocknes herz erbebt, Daß mir die zung am gaͤumen klebt. 2. Kein unglück ist in aller welt, Das mit der zeit nicht endlich faͤllt, und gaͤnzlich wird gehoben; Nur die unselge ewigkeit Ist ohne maasse/ ziel und zeit, Laͤßt nimmer ab zu toben: Ja, wie mein heiland selber spricht, Stirbt da ihr wurm und feuer nicht. Mare. 9,44. 3. O ewigkeit! du machst mir bang. O ewig, ewig ist zu lang! Hier ist gewiß kein scherzen. Drum wenn mein geist die lange nacht Zusam̃t der grossen pein be⸗ tracht't, Erschreck ich recht von herzen: Denn ach! nichts ist ja weit und breit So schrecklich, als die ewigkeit. 4. Was acht ich wasser, feuer, schwert? Dis alles ist kaum nen⸗ nens wehrt, Es kann nicht lange dauren. Was waͤr es, ließ mich ein tyrann, Der wenig jahre le⸗ ben kann, Mit tausend schmach vermauren? Gefaͤngniß, marter, angst und pein Die koͤnnen ja nicht ewig seyn. . Und sollte der verdammten guahl So manches jahr, als an der zahl Sich mensch und vieh er⸗ nehren, Als manchen stern der himmel hegt, Als manchen staub das erdreich traͤgt, Und noch viel laͤnger waͤhren; So waͤr doch sol⸗ cher pein zulezt Ein ende, maaß und ziel gesetzt. 6. Nun aber, wenn du die ge⸗ fahr Viel hundert tausend tau⸗ end jahr Voll schmerzen ausge⸗ standen, Und denn von ihr durch wird 2 seyn. lange frist Voll grausamkeit ge⸗ martert bist; Ist doch kein schluß vorhanden. Die zeit, so niemand das durch die seele bohrt! zaͤhlen kann, Die faͤnget stets von neuen an. 7. Liegt einer krank, und ruhet gleich In betten die an purpur reich, Und herrlich ausgezieret: So hasset er doch solche pracht, Auch so, daß er die ganze nacht Ein klaͤglich leben füͤhret: Er zaͤhlet jeden glocken⸗schlag, Und hofft mit seufzen auf den tag. 8. Und was ist dis? der hoͤllen pein Wird nicht wie leibes⸗kraͤnk⸗ heit seyn, Noch mit der zeit ver⸗ gehen; Es wird denn die ver⸗ dammte schaar In glut und feuer immerdar Mit wuht ge⸗ martert stehen: Und dis ihr un⸗ begreiflich leid Soll waͤhren bis in ewigkeit. * 9. Ach Gott! wie bist du so ge⸗ recht! Wie strafest du den bösen knecht Im heissen pful der schmer⸗ zen! Auf kurze suͤnden dieser welt Hast du so lange pein be⸗ stellt! Ach nimm es wol zu herzen, Und merk auf dis, o menschen⸗ kind! Die zeit isß kurz/ der tod ge⸗ schwind. 10. Ach, fliehe doch des teufels grick! Die lust kann einen augen⸗ blick, Und laͤnger nicht, ergetzen: Und dafur willt du armer dich In jenem feuer ewiglich In groͤßte truͤbsal setzen? Verworfner tausch/ der etwas wagt, Das er in ewger pein beklagt.* 1II. So lang ein GOtt im him⸗ mel lebt, Und uͤber alle wolken schwebt, Wird solche marter waͤh⸗ ren: Es plagt sie truͤbsal, angst und wuht, Zorn, schrecken„ weh und feuer⸗glut, Und wird sie nicht verzehren; So denn nur endet sich die pein, Wenn GOtt nicht mehr 9 3 12. Die 61¹4 Von der Ewigkeit. 12. Die marter bleibet immer⸗ dar, Als anfangs sie beschaffen war/ Sie kann sich nie vermindern: Da ist nur arbeit sonder ruh, Sie nimmt an klag und seufzen zu Bey jenen hoͤllen⸗kindern. O sünder! deine missethat Empfindet weder trost noch raͤht. 13. Wach auf, o mensch! vom suͤnden⸗schlaf, Ermuntre dich, ver⸗ lohrnes schaaf! Und beßre bald dein leben: Wach auf, noch ist es hohe zeit, Es koͤmmet schon die ewigkeit, Dir deinen lohn zu ge⸗ ben. Vielleicht ist jezt der lezte tag; Wer weiß, wie man noch sterben mag. 14. Laß dir die wollust dieser welt, Pracht, hoffart, reichthum, ehr und geld Nicht laͤnger mehr gebieten: Schau an die grosse sicherheit, Die falsche welt und boͤse zeit, Zusam̃t des teufels wuͤ⸗ ten: Vor allen dingen nimm in acht Die vorerwaͤhnte lange nacht. 16. O du verfuͤhrtes menschen⸗ kind, Von sinuen toll, von her⸗ zen blind! Laß ab die welt zu lieben. Ach! soll dich denn die hoͤllen⸗pein, Wo mehr denn tau⸗ send plagen seyn, Dort ewiglich betruͤben? Wo lebt ein so bered⸗ ter mann, Der dieses recht aus⸗ sprechen kann. 16. O ewigkeit, du donner⸗ wort! O schwert, das durch die seele bohrt! Oanfaͤng sonder ende! O ewigkeit, zeit ohne zeit! Ich weiß fuͤr grosser traurigkeit Nicht/ wo ich mich hinwende! Nimm JEsu! wenn es dir gefaͤllt, Mich bald zu dir ins freuden⸗elt. A) Von der Hoͤlle. Mel. JEsu deine heilge wunden. S.c hoͤrt doch 944. Christi klage*: Ach daß ihr so sicher seyd! Wißt ihr nichts vom juͤngsten tage? Ach! vielleicht ist er nicht weit. Haͤtt' es auch noch keine noht, So kann euch der schnelle tod Durch ein unver— hofftes schrecken Einen juͤngsten tag erwecken.*Lue. 19, 42. 2. Ach! da wird auf alle suͤnder Ein betruͤbtes urtheil gehn: Weil sie, als verdammte kinder, Dop⸗ pelt in der rechnung stehn: Erst⸗ lich setzt die sünden⸗schuld Sie aus GOttes gnad und huld; Doch das wird sie mehr beschwe— Leh Daß sie IEsum nicht begeh⸗ Was ein mensch fuͤr marter siehet, Was ihn selbst am leibe kraͤukt, Was fuͤr angst und noht geschiehet, Was man noch dazu erdenkt; Das wird kaum ein schatten seyn Gegen die gewis⸗ seus⸗pein, Welche sie nach ihren suͤnden In dem hoͤllen⸗pfuhl em⸗ pfinden. 4. Macht uns hier das feuer bange? Jene gluht verloͤscht gar nicht. Fuͤrchtet man hier eine schlange? Jener wurm nagt stets und sticht. geist, Wenn sich hier was schreck⸗ lichs weist? Ach! was wird als⸗ denn geschehen, Wenn wir tau⸗ send teufel sehen? 9. Und bey solchen kummer⸗ noͤhten Giebt sich kein erloͤser an: Weil die flamme weder toͤdten Noch den leib verzehren kann. Ewig, ewig bleibt es wahr, Keine zeit, kein tag und jahr Wird die hoͤllen⸗guahl vertreiben, Sie wird ewig neu verbleiben. 6. Drum ihr seelen! laßt euch lenken, Nehmt doch euer heil in acht! Wollt ihr reden, thun und denken, Was euch dort verdamm⸗ lich macht? Ach! die suͤsse den⸗ Zittert unser ganzer 1 Vd/ hftten E I0 auigb Whl Wen ge Whingan hahstaler Wallezve ahultommn htecl dit lie ulhse det Rchstauf: Wichianm adi seni . Mschmer, Ilg aller Mhen jene a ingtli Remdasel Auidd orr r —.— Nsh sthh l CX Iii MW H Sute II . aat, ush IX N rtan Ahind M.I 4 ehe De et t a 3 0l I Vushrt Deu, N M Von der Hoͤlle. —— den zeit, Die euch GOtt noch hier verleiht, Ist vielleicht in wenig stunden Mit der lebens⸗zeit ver⸗ wunden. 7. JEsus heißt der uͤberwinder/ Der sich in das mittel schlug, Und, an statt der armen sůnder, GOttes zorn am ereuze trug; Wer sich nun an diesen haͤlt, Der bekoͤmmt das loͤse⸗geld, Und darf endlich nach dem sterben In der hoͤllenicht verderben. Mel. 39. O ewigkeit du donner ꝛe. O unerhoͤrte hoͤllen⸗ 94 5 0 quahl! O marter Ihne jahr und zahl! O ungemeines leiden! Mein geist erzittert in⸗ niglich, Mein ganzes herz entsetzet sich⸗Vergisset aller freuden; Ja die betruͤbte hoͤllen⸗ꝛein Nimmt mein gemuͤht vollkommen ein. 6¹⁵ ungemeines leiden! Mein JEsu: ach bewahre mich Für diesen schmerzen gnaͤdiglich, Schenk min des himmels freuden; Entreiß mich durch dein theures blut, Das mich erloͤst, der hoͤllen⸗gluht. Mel. Ach GOtt vom himmel sieh. 0 U* menschen stehn 94„U zwey orte vor, Eh wir von hinnen scheiden; Der tod eroͤffnet uns das thor Zu einem dieser beiden. So wie man seine zeit beschließt/ Und selber einen auserliest; So wird man ihn er⸗ balten 2. Der ein' ist jener freuden⸗ ort Wo GOtt und Christus woh⸗ net; Der andre fuͤhrt zur hoͤlle fort, Wo er den suͤndern lohnet. Dort geht es wol, hier uͤbel zu: Hier ist viel pein, dort hat man 2. Wie schrecklich ist der mar⸗ ruh: Dort lacht man, hier ist ter⸗ort! Sie liegen als die schaͤafe weinen. dort, Wo sie der tod stets naget. Nichts ist auf erden weit und das? breit, Kein jammer, angst und her⸗ zeleid, Das sie nicht grausam pla⸗ get. Der nung blos. 3. Man bringe jede marter⸗art/ Die noch so grausam, streng und hart, Aus aller welt zusammen; Man zaͤhle tausendmahl so viel, So bleibt es doch ein kinder⸗spiel Dort gegen jene flammen: Denn was nur aͤngstlich quaͤhlen kann, Trifft man daselbst beysammen an. 4. Da wird die orduung umge⸗er hinein, die man hier als quaͤhlen: gotter ehrt, Trifft dort die groͤßte Am leib ö Die, so in ungezaͤhmter jammer⸗wurm, der nimmern stirbt, kehrt: Viel, schande. lust Geweidet ihre geile brust Em⸗ schmerz ist unermeßlich groß, Von allem trost und hoff⸗ 3. O hoͤlle! welch ein wort ist Nichts wird dadurch bedeu⸗ tet, Als jammer ohne ziel und maaß, Als quahl, 396 die bereitet, Die GOttes schnoͤde feinde seyn, Fuͤr alle teufel insgemein/Fuͤr suͤn⸗ der die verworfen. 4. Ist etwan eine noht bewußt, Und schrecklich anzuhoͤren; Kann etwas unsre freud und lust In traurigkeit verkehren: Macht et⸗ was schmerzen, noht und pein, Und ein verlangen nie iu seyn; Ist es die quahl der hoͤllen. 6. Da traͤgt der mensch, koͤmmt Ein unaussprechlich Er leidet unerhoͤrte pein und an der seelen. Den Das feuer, welches nie verdirbt/ pfinden solche bande, Die mit der Muß er bestaͤndig fuͤhlen. übergrossen pein Ganz unertraͤg⸗ lich anerbd 5. O unerh seyn. rte hoͤllen⸗quahl! O morter ohne zeit und zahl! O 6. Die angst, die sein gewissen hat, die furcht in seinem herzen, Die pein fuͤr maͤnche frevelthat Macht ihm viel tausend schmer⸗ 2a 4 zen 61 Von der Hoͤlle. zen. Was er gethan, gedacht, ge⸗ sagt /Das koͤmmt ihm vor, das nagt und plagt Die suͤnden⸗volle seele. 2. Die augen, die nach pracht geschaut, Die wollust⸗vollen ohren, Die iunge, die auf luͤgen baut, Und oftmahls falsch geschworen, Der mund, der oft gelaͤstert hat, Die hand voll mord und missethat, Die lasterhafte fůsse; 8. Ja alle glieder insgemein, Die sich in suͤnden üben Wird kuͤnftig die verfluchte pein In ewigkeit betruͤben. Sie werden ihre froͤlichkeit Mit desto groͤs⸗ serm herzeleid Dort ewig buͤssen muͤssen. 9. O mensch! das uͤberlege wol, was wird sich dort begeben: Denk, Dis man thun und lassen soll, Und führ ein ehristlich leben. O va— ter! lehr uns jederzeit Hier recht zu thun, und jenes leid Der hoͤlle zu entfliehen. Mel. Vater unser im himmelr. O sichrer mensch! 947. bekehre dich; Du lebest hier nicht ewiglich Du mußt zu deiner zeit davon, Und dann empfaͤngst du deinen lohn; So wie du hier auf dieser welt Dein thun und leben angestellt. z. Bedenke doch die ewigkeit, O was fuͤr eine laͤnge zeit, Die sonder ende bleibt und ist. Nach di eser kurzen lebens⸗frist Muß da der suͤnder in der pein Gemartert und gequaͤlet seyn. 3. Man nenne so viel plagen her, Als koͤrner sand am weiten meer, Als sternen⸗lichter groß und klein Um jenen kreis der erden seyn; Waͤr jener schmerzen nur so iel So haͤtten sie doch maaß und viel. 4. Doch in der hoͤlle geht so⸗ dann Die marter stets von neuen an: Viel hundert tausend⸗tausend N———— jahr Sind wie der tag der gestern war, Und acht es wird der harten pein In ewigkeit kein ende seyn. . Darum, o sichres menschen⸗ kind! Schlag diese warnung nicht in wind: Laß ab von deiner miss⸗ that, Noch ist es zeit, noch ist es raht. Versaͤumst du dis in dieser zeit, So buͤssest du in ewigkeit. Mel. Erbarm dich mein o HErre Erwach, o mensch! 948. E erwach n Vom tiefen schlaf der sicherheit. Verlaß der frechen sünder zahl, Der GOtt die strafe schon bereit. Jezt lebt sie zwar in lust und scherz, Hat weder noht noch angs um sich: Dort quaͤlt sie feuer, pein und schmerz Fuͤr ihre bosheit ewiglich. 2. Ach! ach! welch angst und weh wird seyn, Wie schwer und traurig wird es stehn! Wenn die verdammten in die pein Mit schrecken, furcht und zittern gehn: Wenn sie von GOttes angesicht Verstossen seyn und gehn dahin, Wo schmerz und angst sie ewig stiht, Wo hoͤllisch feuer ihr ge⸗ winn. 3. Sie leben zwar, doch fort und fort In ach und weh, in angst und quahl, Sie knirschen, heulen, schreyen dort, Entfernt von GOt⸗ tes freuden⸗saal. Sie schmachten da fuͤr herzeleid Und jammer, der unendlich ist, Der ihnen denn voll traurigkeit Die glieder druͤckt, das herz abfrißt. 4. Sie leben in dem sunstern thal, In wuht und glut, und schreyen sehr Nach labsal in der heissen quahl, Und doch wird ihnen nimmermehr Ein einzig troͤpflein dargereicht Zur linde— rung in ihrem leid: Weil alle hülf und rettung weicht, Die marter bleibt in ewigkeit. 5. 91 — 61 7/ Ne N sch dt WIN W te Wactnünt hn en Anterind Prwe em 10 Ait, Da 6 h/ Was x Al Lebt Ken Ihhlch, Vo 1 schand Wtich, Il WWfnd. Ihtt das o Whescen, win Maugen MWuht, rau, 900 Del taus WVerdamm Astehn V Wahl, Die Asheehn. rpurm,de Metht alleit Hhlt, die u Ac rie gede Ahst,guchlt sh,Mrsoͤgt Wsit. Und se ssh di enchit int und Duon hhjrdt: Do du fe Ichhet stirbt en al ein undr Ampfundr Hchtetos, 1 scht vi Admsn ld Aet ö gr uind. I Nsth Sms hu ———2 — h twah h schn I bu NI Ort gud h II n, V. We fi Aii A tt H. Di DII E. H½ E I HE Teht Ne El IPA N e 5 E E IW 10 ININ EPR ö 0. Von der Hoͤlle. 6¹⁷ 5. Die pein, die ohne grenzen ist, Hebt sich dort stets von neuen an, Daß sie, wenn sie gleich nagt und frißt, Doch nie zu tode quaͤlen kann. Das feuer brennet immerdar Und jederzeit mit neuer wuht, Und doch verzehrt es keinen gar, Sitzt er gleich mitten in der glut. 6. Der strenge GOtt vergilt so⸗ dann, Nachdem ihn dort nichts mehr versuͤhnt, Was jeder sündli⸗ ches gethan, Was jede missethat verdient. Lebt jemand hier den sündern gleich, Voll frevelthat, in sůnd und schand; So muß er in das hoͤllen⸗reich, In jenen grossen jammer⸗stand. 7. Da hoͤrt das ohr zu jederzeit Zaͤhn⸗knirschen, winseln, angit⸗ge⸗ schrey; Die augen sehn nur grau— samkeit, Wuht, rauch, glut, seuer, und dabey Viel tausend, die in sol⸗ cher quahl, Verdammniß /noht und llammen stehn, Worin sie ohne jahr und zahl, Dieweil sie GOtt verachtet, gehn. 3. Ihr wurm, der ihr gewissen nagt, Setzt allzeit seinen stachel an. Die glut, die unaussprechlich plagt Und nie gedaͤmpfet werden kann, Beißt, quaͤhlt und brennt sie stetiglich, Verfolgt und druͤckt sie fuͤr und für. Und bey der quahl verschliesset sich Die helfers⸗hand und gnaden⸗thuͤr. 9. Gestank und dampf wird ewig seyn; Davon zwar seel und leib verdirbt: Doch so, daß er in steter pein Zu sterben wünscht; doch nimmer stirbt. Sie sterben stets, und leben auch Im sterben stets in vein und noht, Sie lehen da im dampf und rauch, Ihr leben ist ein ewger tod. ö 10. So sehr wird dort die angst gehaͤuft Dem suͤnder, der verstockt Gott bekehrt, Erlanget dort ein ewig gut, Schlaͤft sanft in JEsu ein, und faͤhrt Ins paradies durch Christi blut. * U. Wolan, o mensch! du hast die wahl, Gott hat dir jetzo vorgestellt Entweder freuden oder quahl: Aus zweyen nimm, was dir gefaͤllt. Kann dich die ewge selig⸗ keit Nicht locken, daß du busse thust; So laß, durch ewges her⸗ zeleid Gerührt, von deiner suͤn⸗ den⸗lust. *. O JEsu Christ, mein heil! du hast Mich durch dein leiden, tod und blut Von meiner schulden schweren last, Und von der tiefen hoöͤllen⸗glut Erloͤst, und warnst, und suchest mich Von jener pein zurück zu ziehn: Bekehre mich auch gnaͤdiglich, Und lehre mich die suͤnden fliehn. 13. Regiere mich durch deinen geist, Ohn den ich nichts vermag noch kann, Daß er mir deine wege weist, Und mich von breiter hoͤl⸗ len⸗bahn Auf Christi reine stapfen fuͤhrt, Und mich dereinst zum him⸗ mel bringt, Wo mich kein leid noch jammer ruͤhrt, Wo alles hei⸗ lig/ heilig! singt. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. er an die hoͤllen⸗ 949. Wẽi glut gedenkt, Die er durch viele suͤnden Ver⸗ dient, wodurch er GOtt gekraͤnkt, Muß angst und schmerz empfin⸗ den: Denn weil ihn das gewissen plagt, Verklagt, verdammet, quaͤlt und nagt; Fuͤhlt er schon hoͤllen⸗ schmerzen. 2. Es koͤmmt zulezt der schnelle tod,/ Setzt suͤnder in viel schmerzen, und blind Anjezt in satans strik⸗ Zeigt ihnen noch in leiter noht, ken laͤust, Und gnad und warnung Mit jammer-vollem herzen, Wie schlaͤht in wind. Wer aber sich zu schrecklich GOttes straf⸗gericht, Q4 5 Das Von dem Himmel. Das sie von seinem angesicht In ewigkeit verstoͤsset. 3. Ein baum, so wie er nieder faͤllt, Bleibt er bestaͤndig liegen. Wie sich ein mensch im tode haͤlt, Wird er den lohn dort kriegen: Und dann hilft keine thraͤnen⸗ fluht; Weil die verdammten in der glut Sonst ewig weinen würden. 4. Wer kann in einer flamme seyn, Die sich doch nimmer leget?re Wer winselt nicht in einer pein, Die pech und schwefel heget, Wo man nach tausend facher noht Doch ohne trost ist? weil kein tod Das jammer⸗leben endet. g. Sodann ist alle reu zu spat: Die man fuͤr thoren hielte, Sind gegentheils in GOttes stadt, Wo⸗ hin ihr wandel zielte. Da hat sich denn das blatt gewandt: Die fromme sind in GOttes hand, Die boͤsen in der flamme. 6. Bedenk, o seele! diese noht Und aͤndre doch dein leben; Er⸗ rette dich! noch hat dir GOtt Zur busse frist gegeben. Versaͤumest du die gnaden⸗zeit, So ist dir dort in ewigkeit Die hoͤllen⸗quahl be⸗ itet. 7. Hilf, hoͤchster! daß doch je— dermann Sein leben so anstelle, Daß er nach seinem tode kann Befreyt seyn von der hoͤlle. Hilf uns durch Christum deinen sohn, Daß wir der frommen gnaden⸗-lohn Im himmel all er⸗ langen. B) Von dem Himmel. Mel. Von idie liehß 0 f ꝛc. ie liebli ind 5 O. 2Portuben All dei⸗ ne wohnung, GOtt! Da wir stets werden loben Dich, o HErr ze— baoth! Mein herz und seel be⸗ gehrt, Daß ich bald hingelange, Und ruh von dem empfange, Was mich allhie beschwert. 2. Hier muß ich immer strei⸗ ten, Weil bey mir boͤse lust Ein⸗ schleicht von allen seiten, Oft ohne mein bewußt: Die setzt mir denn so zu, Daß ich mich unterweilen Von ihr laß uͤbereilen, Und man⸗ che sunde thu. 3. Dort wird nicht mehr em⸗ pfunden Des fleisch⸗und geistes krieg; dann hab ich uͤberwunden Durch Christi tod und sieg: Ich kann da meinen Ott Von ganzem We lieben, Erfuͤllen und stets ben Dies allergroͤßt gebot. 4. Hier hab ich manche plage, Muͤh/ arbeit, sorg und last: Hier hab ich nacht und tage Oft wenig Muß ich aufs andre denken, und damit oftmahls kraͤnken Leib, seel⸗ muht und sinn. g. Dort werd ich von nichts wis⸗ sen, Das mir zu wider sey: Und im⸗ mer ruh geniessen, Von muͤh und plagen frey. Sorg, schwachheit, hitz und kaͤlt Man da nicht mehr erfaͤhret; Was uns allhie beschwe⸗ ret, Ist nicht in jener welt. 6. Hie muß ich manchmahl leben In noht und duͤrftigkeit: Was mir das gluͤck gegeben, Ist in ge⸗ fahr allzeit: Von allem, was ich hab, Kann ich im tod nichts fassen, Ich muß es alles lassen, Bis auf ein tuch ins grab. 7. Dort hab ich zu empfangen Reichthum und uͤberfluß: Ich werd es alls erlangen Ohn mis⸗ gunst und verdruß, Auch ist es ohn gefahr Vom roste und von schaben, Kein dieb kann darnach graben; Es bleibt mir immerdar. 8. Hier bin ich oft von leuten Ganz einsam und allein: Ich ruh und rast. Ist ein anliegen hinz Imuß auch wol zu zeiten Bey böen men⸗ assshn, 6 2 4 ö 0 ll hulder x RN IIe chhtch Wehmet ih, 0 muf Rullh scht NHch ohn uth schlecht Ahluf u ende nende Ilaht: AMdott in Mhubetdie Ohhrena At: Ke Kahhohrhe Aslkin her MWhͤatdgesch uan ich sih ich fsh denn Mhihrer fre h gut Is W ewig! Rnch 0 * e hiern Mden er hier un Ihh sitt un Mhsl dit, he; Deit ieohne 0, 9N schicschne M nudet WAd 9 ITitoguch Mdnande cat ů H N + Anh X R So Ruh S ö Vi l i A A.U II H i . Dichhh XII V sel/ A Cj I i . dürsts II rinth sh M frommen allzumahl; menschen gunst und ehr Sich ins⸗ Von dem Himmel' 6109 men en seyn. Ist noch ein from⸗ Wer der Dae ich nicht gern will missen; Wirds doch von mir gerissen Nicht ohne leid und schmerz. 0 Dort aber find ich wieder Die 395 irer Raßne mich die bruͤder Und heilgen ohne Iahl: Die engel werden sich Mein selber da nicht schaͤmen, Mich wil⸗ lig zu sich nehmen, Um mich seyn ewiglich. 10. Hie muß ich oft erdulden Verachtung, schmach und hohn: Oft krieg ich ohn verschulden Fuͤr wolthun schlechten lohn: Der gemein bald endet; Eh man die hand umwendet, Hat man davon nichts mehnrn: 11. Da dort im himmels⸗thro⸗ ne, Aus unverdienter gnad, Mir Gott die ehren⸗erone Schon bey⸗ geleget hat: Kein auge hat ge⸗ sehn, Kein ohr hat je vernommen, Es ist in kein herz kommen, Was uns da wird geschehn. 12. Wenn ich dis recht betrach⸗ te, Vergeß ich alles leid: Fuͤr nichts ich denn mehr achte Die welt mit ihrer freud: Ehr, wollust, geld und gut Ist eitel und betru⸗ get; Was ewig bleibt, vergnüget Vollkoͤmmlich heri und muht. ** V Iz. Die hier mit thraͤnen saͤen, Mit freuden ernten dort: Die seufzen hier und flehen, Dort jauchzen fort und fort. Ist hier der trübsal viel, Die ich ein zeit⸗ lang leide; Weit mehr ist dort der freude, Die ohne end und ziel. 14. Gib, HErr! daß ich auf er— den Mich sehne stets darnach, Und 6. Gib auch, daß mich nichts ziehe Auf breite sünden⸗hahn, Daß ich mit sorgfalt fliehe, Was dich er⸗ zuͤrnen kann; Und niemahls lasse ab, Die boͤse lust zu dampfen, Da⸗ wider stets zu kaͤmpfen, Weil ich das leben hab. 16. Hilf, daß mit reinem her⸗ zen Ich all mein thun verricht; Daß ich auf muͤh und schmerzen Dich schau von angesicht, Wo du, GOtt! alles bist, Und lohnest dei⸗ neu knechten, Dort, wo zu deiner rechten Stets lieblich wesen ist. 17. Der engel ehor wird bringen Uns da der wollust viel: Weit bes⸗ ser wird erklingen, Als alles saiten⸗ spiel, Das dank⸗ und sieges⸗lied, Dadurch man, HErr! dich ehret, Und deinen ruhm vermehret In herzens freud und fried. 18. Drum will ich hier auch lo⸗ ben Dich, vater, sohn und geist! Daß du im himmel oben Mir so viel freud verheißt In alle ewig⸗ keit. Du wollst mich nur vom boͤ⸗ sen Auf erden bald erloͤsen. HErr! komm zur rechten zeit. Mel. Es ist Lewißlich an der zeit. Gott! wer dieses 9 5 I. O leben wol Hetrach⸗ tet, der wird finden, Daß solches allenthalben voll Augst, elend, noht und sunden; Voll muͤh, be⸗ schwerniß, sorg und leid, Voll schwachheit und voll eitelkeit, Auch wo es noch am besten. 2. Nun hab ich leider! so viel jahr Dis niemahls recht erwogen; Es hat die welt mich immerdar Mit falschem schein betrogen. Vergib mir, HErr! durch deine gnad Auch diese meine missethat, nie mag muͤde werden Bey allem ungemach. Hab ich mehr arbeit hier, Wird auch ins himmels woh— Und andre schwere sünden. 3. Allein ich denke jeit hieran, Und an das kunftge leben: Ich nung Vor andern mehr belohnung rufe dich demuͤhtig an; Du wol⸗ lest mir doch geben, Worzu 0 mie Dort wiederfahren mir. 6²⁰ Von dem Himmel. mich erschaffen hast, Erloͤset von der suͤnden⸗last, Aus lauter gnad berufen. 4. Was mich allhie fuͤr sorg an⸗ sicht, Die mich noch moͤgte quaͤh⸗ len; Will ich, GOtt meine zu⸗ versicht! Dir einzig anbefehlen: Wenn mir denn leib und seel ver— schmacht't, So hilfst du, HErr! daß ichs nicht acht, Weil ich dich hab im herzen. 5 Es ist das leiden dieser zeit, Wie schwer es auch auf erden, Nicht wehrt der grossen herrlich⸗ keit, Die uns darauf soll werden; Wer die erlangt von GOttes sohn, Empfaͤngt ganz uͤberreichen lohn Auf sehr geringe arbeit. 6. Die thraͤnen werden allzumahl Von augen abgewischet; Weil stolze ruh im freuden/ saal Die her⸗ zen stets erfrischet; Kein schmerz/ kein truͤbsal, keine pein Wird allda mehr zu finden seyn, Nur lauter freud und wonne. 7. Der leib wird leuchten hell und klar, Wie Christi leib verklaͤ⸗ ret: Und ob er schon von wuͤrmen war Gefressen und verzehret; So wird er doch im himmelreich, Den heilgen engeln GOttes gleich, Mehr als die sonne glaͤnzen. 8. Alsdenn wird unser augen⸗ licht GOtt, wie er ist, ansehen Von angesicht zu angesicht: Ach! wenn wird das geschehen, Daß dieser huͤtten irdisch haus Zerbro⸗ chen wird, und ich daraus Geh in des HErren freude? *9. O Gott mein vater! hoͤre doch Mein sehnliches begehren, Und laß mich hier das sünden⸗joch mel kommen, Und wiederum zu⸗ sehens bist In himmel aufgenom⸗ men: Hol mich bald nach, und zeige mir Die macht und herrlich⸗ keit, die dir Der vater hat ge⸗ geben. 11. O heilger geist! regiere mich, Bis ich von hinnen scheide, Daß ich empfinde kraͤftiglich, Den vorschmack jener freude, Die kein mensch je erfahren hat, Und doch an uns, nach GOttes raht, Soll offenbaret werden. *I2. Nun hilf denn, daß ich meinen lauf, HErr JEsu! bald vollende. Ich sehne mich iu dir hinauf, Mach hier ein seligs ende. Komm bald, HErr! und erloͤse mich, Denn meine hoffnung seht auf dich: Komm,/ JIEsu! komm in gnaden. Mel. Nun freut euch liebe ꝛe. 2 ie froh wird meine · seele seyn, Wenn JEsus einst wird sagen: Kommt ihr gesegneten herein, Befreyt von allen plagen, Kommt, erbet meines vaters reich, Das er be⸗ reitet hat fuͤr euch, Eh er die welt erschaffen. z. Wie froh werd ich zu JEsu gehn, Zum freunde meiner seelen: Ich werd ihm dann zur rechten stehn, Mich wird kein feind mehr quͤhlen; Das auserwaͤhlte Got⸗ mein braͤutigam Wird mich zur hochzeit fuͤhren. 3. Der vorschmack muß mich schon allhier Im gnaden-reiche la⸗ ben; Im himmel soll ich fuͤr und Nicht laͤnger mehr beschweren: fuͤr Das brot des lebens haben. Die lebens⸗-bruͤnnlein sollen dort Auf leib und seele fort und fort Aus seiner fuͤlle fliessen. 4. Gesegnet bin ich durch sein blut, Das er fuͤr mich vergossen; Dis blut macht allen schaden Bring mich bald an denselben ort, An welchem ich werd immer⸗ 105. Ohn sünd und schwachheit eben. 10. O Gottes sohn, HErr JEsu Christ! Der du vom him— tes⸗lamm, Mein schoͤnster und Ar tt if me houun Iunn 1 NWgiter d I Hi WWnfi eht aei, Di U it von Isherthei hlchtt w hisost Ncheil bli hl. Hott Isolichs Wd OMel In deinem WiJEsus Wchts kan 1. Dab Wahhbert,I l hehtt, Ih. Wkitst du angest h dir bey h gschehe ss aller pe schenen seyn Asten. *————— enerf 0 5. l Runil sehn sshig un M. Gehen So wir Durt: I man; . Hssuch Aurfünner M l seten! Wtüö un A M n ent 43 0 sie gz nehh ind in sh Iund 44 HEN i Inm, sreuta — Is l u Hen, A keit) auch — III eunded⸗ e d H Von dem Himmel. 621 An n seinen reichs⸗genossen; Es til⸗ get alle meine schuld/ Drum laßt mir GoOtt auch seine huld So 12105 wiederfahren. Ott ist mein vater, ich sein kind, 551 kann ich nicht verder— ben: Die guͤter, die erworben sind, Soll ich im himmel erben. Ich trage Christi ehren⸗Kleid, Ich erbe jene seligkeit, Die hier kein auge siehet. 6. Mir ist von anbeginn der welt Dis erbtheil schon bereitet; Ihm gleichet weder gold noch geld, Das oft zur hoͤllen leitet. Dis erbtheil bleibet ewig mein: So lange GoOtt wird ewig seyn, So lange soll ichs haben. 7. Drum, o mein herz! verzage nicht In deinem ereuz und lei— den: Dein JEsus ist dein trost und licht, Nichts kann dich von ihm scheiden. Das kurze leid, das dich beschwert, Ist jener herrlich— keit nicht wehrt, Zu der wir kom⸗ men sollen. 3. Da wirst du GOtt von an⸗ gesicht Zu angesichte sehen: Wie wol wird dir bey diesem licht In ewigkeit geschehen! Du wirst be⸗ freyt von aller pein, Gesegnet in dem HErren seyn, Und dich dann ewig freuen. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛe. O wie froͤlich, o wie 953. selig Werden wir im himmel seyn! Droben ernten wir unzaͤhlig Unsre freuden⸗gar⸗ ben ein. Gehen wir hie hin und weinen; So wird dort die sonne scheinen. Dort ist tag und keine Uccht. Wo man nach den thraͤnen 2. Es ist doch um dieses leben Nur ein jaͤmmerliches thun, Und die noht, die uns umgeben, Laͤsset wir mit lauter sorgen: und die uͤberhaͤufte noht Heißt bier unser taͤglich brot. 3. Ach! wer wollte sich nicht seh⸗ nen, Dort in zion bald zu stehn, und aus diesem thaͤl der thraͤnen In den freuden-ort zu gehn, Wo sich unser ereuz in palmen, Unser klage⸗lied in psalmen, Unsre last in lust verkehrt, Wo das jauchzen ewig waͤhrt. 4. Da wird unser aug' erblicken, Was ganz unvergleichlich ist: Da wird unsern mund erquicken, Was aus GOttes herzen fließt. Da wird unser ohr nur hoͤren, Was die freude kann vermehren: Da empfindet unser heri Lauter freu⸗ den ohne schmerz. 6. O wie werden wir so schoͤne Bey der klarheit GoOttes seyn? Wie wird uns das lob- geroͤne Seiner engel⸗schaar erfreun. Wie wird unsre erone glaͤnzen Bey so vielen sieges⸗kraͤnzen! Wie wird unser kleid so rein, Heller als die sonne seyn! 6. Manna wird uns dorten thauen, Wo Gott selbst den tisch gedeckt Auf den schoͤnheits⸗vollen auen, Wo man reinste wollust schmeckt. Wollust wird wie stroͤ⸗ me fliessen, Und uns alle noht ver⸗ suͤssen; Was für aumuht wird man sehn Dort in edens⸗garten stehn! 7. Ach! wenn werd ich dahin kommen, Daß ich GOttes antlitz schau! Werd ich nicht bald aufge⸗ nommen In den schoͤnsten him⸗ mels⸗bau, Dessen grund den per⸗ len gleichet, Dessen glanz die sonne weichet, Dessen wunder⸗ volle pracht Alles gold beschaͤmet macht? 8. Nun ich sterbe voll verlan⸗ gen, O du grosser lebens⸗fuͤrst! Laß uns gar selten ruhn. Von dem mich dich dort bald umsangen, abend bis zum morgen Kaͤmpfen Wo du mich recht troͤsten Uuker nte Von dem Himmel. Unterdessen laß auf erden Hier mein herzschonhimmlisch werden, Bis mein looß in jener welt Auf das allerschoͤnste faͤllt. Mel. 28. O vater⸗herz olicht ꝛe. ö E ist noch eine ruh 9 54. vorhanden, Auf, muͤdes herz, und werde licht: Du seufzest hier in deinen banden, Und deine sonne scheinet nicht. Sieh auf das lamm, das dich mit freuden Dort wird vor seinem stuhle weiden, Wirf hin die last und eil herzu. Bald ist der schwere kampf geendet, Bald ist der saure lauf vollendet, So gehst du ein zu deiner ruh. 2—7 2. Gott hat dir diese ruh er⸗ kohren, Die ruh so nie ein ende nimmt; Eh noch ein menschen⸗ kind gebohren, Hat siedie lieb' uns schon bestimmt, Das laͤmmlein wollte darum sterben, Uns diese ruhe zu erwerben; Es ruft, es locket weit und breit: Ihr muͤde seelen und ihr frommen! Ver⸗ saͤumt nicht, heute noch zukommen, Zu meiner ruhe lieblichkeit. 3. So kommet denn, ihr matte seelen, Die manche last und burde druͤckt! Eilt, eilt aus euren kum⸗ mer⸗hoͤhlen, Geht nicht mehr krumm und sehr gebuͤckt. Ihr habt des tages last getragen, Dafuͤr laͤßt euch das laͤmmlein sagen: Ich will selbst eure ruhe seyn. Ihr seyd sein volk, gezeugt von oben, Ob sünde, welt und teufel toben; Seyd nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wol einen kranken laben, Was staͤrckt den müden wanders⸗mann? Wo jener nur ein bettlein haben Und sanft auf solchem ruhen kann; Wenn dieser sich darf niedersetzen, An einem frischen brunn ergetzen; So sind sie bepde hoͤchst⸗vergnuͤgt. Doch dis sind kurze ruhe⸗stunden. Es ist noch eine ruh erfunden, Wo man in Christi armen liegt. 6. Da wird man freuden,gar⸗ ben bringen, Denn unsre thraͤnen⸗ sagt ist aus. wird erklingen, Welch dankzlied fuͤllt des vaters haus! Schmerz, seufzen, leid, tod und dergleichen Muß fliehn und ewig von uns wei⸗ chen. Es wird das laͤmmlein, das wir sehn, Uns aus dem lebens⸗ brunn erfrischen, Die thraͤnen von den augen wischen: Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 6. Kein durst und hunger wird uns schwaͤchen, Denn die erqutk⸗ kungs⸗zeit ist da. Die sonne wird uns nicht mehr stechen, Das lamm ist seinem volke nah: Es will selbs unter ihnen wohnen, Und ihre treue wol belohnen Mit licht und trost, mit ehr und preis. Es wer⸗ den die gebeine gruͤnen, Der grose sabbath ist erschienen, Da man von keiner arbeit weiß. 7. Da ruhen wir und sind in frieden, Und leben ewig sorgen— los. Ach fasset dieses wort, ihr muͤden! Legt euch dem lamm in seinen schooß. Ach fluͤgel her! wir muͤssen eilen, Und uns nicht lan⸗ ger hie verweilen, Dort wartet schon die frohe schaar. Fahr hin/ mein geist! zumjubiliren, Umgürte dich zum triumphiren! Auf Lauf! es koͤmmt das ruhe⸗jahr. Mel. O Gott du frommer ꝛc. as frag ich nach der — 5 5. W welt? Der him⸗ mel steht mir offen; Und was mich JEsus da Fuͤr wonne laͤsset hof⸗ fen, Hat mir sein wort bereits Im spiegel vorgestellt. Drum sprech ich glaubens⸗voll: Was fraͤg ich nach der welt? ö 2. Mein geist ist ausser sich. Wenn er daran gedenket. 985 O welch ein jubel W Aahille I W ich d Ne Wfudengt hnet“ hnlheh 0 Rultdere hhammermeh verden. W n Mhlerfteude RMluf der re W stug i Mflen sich Whengel! Wshren. dit et fl MWschich no h nach de ö* Hanges Mahtund kr 10 eiume IM abler, Euht Asdeit uber . ⁰0 N iedeine Vlacen: Wcaut, Ihn Hut. Ie WWupt uda n 0 eschen d uishhnt II r en, e E I. I L.I LI ö elhpa D Bitegin cchin aert vei hen t. e anset VItah . W. N eller Heshn nihn Ih — 1— N +2 165 it u Wu 1 His II ofihil⸗ Von dem Himmel. 6²³ was fur wollust ihn Dort JEsus labt und traͤnket: Den vorschmack hab ich schon; Und weil mir der gefaͤllt, Bin ich im himmel mehr Als unten auf der welt. 3. Ach moͤgte heute noch Mein heisser wunsch geschehen, Dich al⸗ lerliebster schatz: Von angesicht zu sehen; Ist meine zeit bald hin? Wenn wird die uhr gestellt, Da meine stunden aus? Wenn geh ich von der welt? 4. Hinweg, du eitelkeit! Hin⸗ weg/ du lust der erden! Mein geist kann nimmermehr Durch dich ver⸗ gnuͤget werden. Mir gilt kein irdisch gut, Das mich zuruͤcke haͤlt: Was jener freude gleicht, Ist gar nicht auf der welt. 6. Was frag ich nach der welt? Jezt oͤffnen sich die thuͤren, We⸗ durch die engel mich Zu meinem JEsu fuͤhren. Die staͤtte seh ich chon, Die er fuͤr mich bestellt; Drum sag ich noch einmahl: Was frag ich nach der welt? Melodey 40. 6 Eu dich, be⸗ 95 klemmter geist! Und laß dein banges klagen, Das dir nur muht und kraft entreißt: Du sollt dich einmahl wagen, Dich wie ein adler, auftuschwingen, Und in des himmels glanz zu drin⸗ gen Weit uͤber sterne, sonn und mond, Wo JEsues, dein versoͤh⸗ ner, wohnt. z. Willt du dein traurig ange⸗ sicht Nur auf dein elend heften? Was wunder, daß dirs denn ge⸗ bricht An freudigkeit und kraͤften? Weg mit den augen von den sa⸗ chen, Die deinen kampf nur schwe⸗ rer machen: Nur da voll glauben hingeschaut, Wo dir dein heiland huͤtten baut. 3. Ist dir das kleinod noch zu klein, Aufs blut darum zu strei⸗ ten? Du sollt ein erbe GOttes seyn Und seiner herrlichkeiten. Du sollt nicht nur von ferne ste⸗ hen, Und sie, wie Moses Canan)) sehen, Ach nein! du wohnst da fuͤr und suͤr; Was JEsus hat, das giebt er dir.. B. Mos. 323, 49. 4. Angst, klagen, jammer, weh und leid Wird wie ein rauch ver⸗ fliegen. Du wirst im schooß der ewigkeit Vergnüͤgt und ruhig lie⸗ gen. Die thraͤnen, die sich hier ergiessen, Die werden dort nicht weiter fliessen. Der schweiß, der sich damit vermischt, Wird dort vom vater abgewischt. 6. Da wirst du an das meer ge⸗ fuͤhrt, Das keine grenzen kennet, Wo man im überfluß verspuͤrt, Was man nur anmuht nennet, Izt mußt du dich mit tropfen la⸗ ben;: Dann wirst du recht und freyheit haben, Dich gar zu baden in der fluht, Die dir so sauft und lieblich thut. ö 6. Da wirst du deinen vater sehn, Und deinen bruder finden: Sein glanz wird dir durchs herze gehn, Und deine gluht entzuͤnden, Du wirst in sieter liebe brennen, Wenn du die schoͤnheit wirst er⸗ kennen, Dafuͤr der erden pracht und schein Nur koht und todte kohlen seyn. 7. Die engel GOttes werden dich, Als ihren bruder, gruͤßen, Und dich, mein geist gar suͤssiglich In ihre mitte schliessen. Es wer⸗ den selbst die eherubinen Der gros⸗ sen braut des lammes dienen. Die⸗ weil der koͤnig, der sie liebt, Ihr gleichen glant und ehre giebt. 8. Da siehest du die grosse schaar, Die deinen mittler ehret, Aus deren mund man immerdar Das heilig! heilig! hoͤret. Du wirst mit in den reihen treten Das hoͤchste wesen antubeten, Da ruͤhmt dein ewig muntrer Des 6²⁴ Von dem Himmel. Des vaters ruhm, des lammes preis 9. Was wird da fuͤr ein strom der lust Durch alle glieder dringen: Wie wird in der jezt bangen brust Das herz für freuden springen! Und, was die sinnen uͤbergehet, Und jenes lebens wehrt erhoͤhet, Ist/ daß desselben sůsser schein Wird ewig, ewig, ewig seyn. 10. Auf, auf, mein geist! ent⸗ schliesse dich, Bis in den tod zu kaͤmpfen: Erlege was dir hinder⸗ lich Und deinen muht will daͤm⸗ pfen: Willt du den kranz der ehren trageu, So mußt du was fuͤr JE⸗ sum wagen. Es wird die erone, die so schoͤn, Nur auf der sieger haupte stehn. Mel. Alle menschen muͤssen ꝛe. Du o schoͤnes welt⸗ 957. gebaͤude! Magst gefallen, wem du willt: Deine scheinbarliche freude Ist mit lau⸗ ter angst umhuͤllt. Denen, die den himmel hassen, Will ich ihre welt⸗ lust lassen; Mein verlangen und begier, JEsu! geht allein nach dir. z. Muͤde, die der arbeit menge Und der sonnen glut beschwert, Wuͤnschen, daß des tages laͤnge Mit der nacht zum ende kehrt; Daß sie nach so vielen lasten, Wie⸗ der sanft und suͤsse rasten: Ich nur sehne mich allein, JEsu! bald bey dir zu seyn. 3. Faͤnd ich bald in deinen ar⸗ men, Wo man ewig sicher ruht, Theurer seelen⸗schatz! erbarmen; Ach so wollt ich alles gut, Das wir auf der erde zaͤhlen, Nicht fuͤr solchen schatz erwaͤhlen: Koͤnnt ich bald bey dir allein, Schoͤnster JE⸗ su! ewig seyn. 4. Andre moͤgen durch die wel⸗ len, Und durch wind und klippen gehn, Grossen schaͤtzen nachzustel⸗ len, Gut und ehre zu erhoͤhn: Ich Inte mich zu GOtt erheben, und mich sehnsuchts-voll bestreben, JEsu! nur bey dir allein Nun und ewiglich zu seyn. . Tausendmahl pfleg ich zu sa⸗ gen, Und noch tausendmahl dazu: Wuͤrdꝰ ich bald ins grab getragen; ö Ach! so kaͤm ich bald zur ruh, Und mein bestes theil das wuͤrde/ Fre von dieser leibes⸗buͤrde, Nun ewig um dich seyn, Allerschoͤnstes JEsulein. 6. Komm, o tod! du schlafes⸗bru⸗ der, Komm! und fuͤhre mich nur fort; Loͤse meines schiffleins ru⸗ der, Bringe mich in sichern port: Es mag wer da will, dich scheuen/ Du kannst mich vielmehr erfreuen: Denn durch dich komm ich dahin, Wo ich stets bey JEsu bin. 7. Laß doch, HErr! die lebens⸗ bande Heute noch zerrissen seyn: Fuͤhre mich zum frohen lande Dei⸗ ner auserwaͤhlten ein. Laß mich da mit engel-⸗ weisen Christi lieb und gottheit preisen, Und beny dit und ihm allein Nun und einsten ewig seyrn. 8. Doch soll ich iit salems⸗ auen und den güldnen freuden ⸗saal Noch nicht, wie ich wuͤnsche, schauen? Soll ich hier im thraͤnen⸗ thal Noch voll angst und kummer leben? Soll sich doch mein herz erheben, Und indeß bey dir allein, JEsu! schon im himmel seyn. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. A wie betruͤbt sind 9 75 8. fromme seelen All⸗ hier auf dieser jammer⸗welt! Wer kann ihr leiden alles zaͤhlen, Das sie fast stets gefangen haͤlt? Das schmerzet nun und kraͤnket sehr: Ach wer doch nur im himmel waͤr! 2. Ich mag mich, wo ich will, hinwenden, So seh ich nichts als tausend nobt. Ein jeder hat sein ereuz in haͤnden Und nbelher n auhlchr U hrim hil 0 la m ück, Hhsttden. ct schtz Wihmelt und Rchh och k Hsuh Und III lach ahseien a hich la xus fur im nmel hn him h Him Rahn himt sh, In Mlutht:9 Ahlnir! it der sh, Mit ja shh, Mit Ahhmmer, 16032 hsr Mhmmel v Rhinmel Mslinlen, sth, ale II Iadene An un Arim Di ne Wa a t — 120 h. Vmh üut i Sihchz D e ö h + d s II LI Vich hm 100, HM och s X I lten en L 1 4* Mii Olich Wnehf Von dem Himmel. 6²⁵ den thraͤnen⸗brot; Und deß wird immer mehr und mehr; Ach wer doch nur im himmel waͤr! 3. Im himmel wird das ereut der erden, Und was uns hie fuͤr kummer druͤckt, Zu lauter lebens⸗ eronen werden: Ach waͤr ich nur schon hingeruͤckt! Die liebe noht ist ziemlich schwer: Ach wenn ich nur im himmel waͤr! 4. Hier kann das glüͤck oft vieles machen; Doch koͤmmt es nicht in iedes haus, Und bringt zwar die⸗ sem lust und lachen; Doch preßt es jenem thraͤnen aus. Mich quaͤlt es nur, mich laͤßt es leer; Ach wenn ich nur im himmel waͤr! 9. Im himmel sind viel groͤßre gaben: Im himmel sind wir alle reich, Im himmel kann man alles haben, Im himmel sind wir en⸗ geln gleich, Im himmel ist kein ungluͤck mehr; Ach wenn ich nur im himmel waͤr! 6. Hier ist der mensch in stetem jammer, Mit jammer koͤmmt die abend⸗ruh, Mit jammer geht er aus der kammer, Mit jammer gar dem grabe zu; Das macht das le⸗ ben iiemlich schwer: Ach wenn ich nur im himmel waͤr! 7. Im himmel wird sich nie⸗ mand kraͤnken, Im himmel wird nur freude seyn. Mein JEsus wird uns alle traͤnken Mit engel⸗ lustund freuden⸗wein. Im him⸗ mel ist kein jammer mehr: Ach wenn ich nur im himmel waͤr! 8. Ey nun, mein liebster JEsu! führe, Ach fuͤhr mich bald ins himmels⸗zelt! Daß mich die le⸗ bens⸗crone ziere, Worauf mein wunsch und ziel gestellt. Ich achte nun die welt nicht mehr: Ach wenn ich nur im himmel waͤr! Mel. Christ unser HErr ium Jord. 959. ich einschlafe b O oder wach, Ob ich trink oder esse; Jedennoch ich bey 90pe. 05— 7 E„aech ver⸗ gesse. Ich denke stets, was ich auch hier Zu schaffen immer habe, An dieses wort: nun kommt herfuͤr Ihr todten! aus dem grabe; Steht auf/ kommt vor gerichte. 2. Ich weiß, daß man an jenem ort Von allem thun und leben, Auch jeglichem unnuͤtzen wort Dann rechenschaft muß geben. Was hie fuͤr üͤbelthat geschicht, Und oft nicht wird erfahren; Wird dort das schreckliche gericht Ganz klaͤrlich offenbaren Vor al⸗ len heilgen GOttes. 3. OJEsu Christ! ich ruf dich an, Du wollest von mir nehmen Was ich fůr missethat gethan, uih sie mich nicht beschaͤmen. Dur deinen tod die schuld schon ist Be⸗ zahlet für mich armen; Drum, weil du selbst der richter bist, Wirst du dich mein erbarmen, Mich in dein reich einfuͤhren. 4. So wird die seele deß ge⸗ waͤhrt, Warum sie hier gebeten: Der leib wird herrlich und ver⸗ klaͤrt Hervor da koͤnnen treten. Er wird mehr leuchten als die sonn, Und an ihm alle glieder: Keins wird da in der freud und wonn Dem andern seyn zuwider; Da ist nur fried und freude. g. Wie hart geht hier es manch⸗ mahl her, Um wohnung zu erlan⸗ gen! Dort werd ich sie ohn all be⸗ schwer Mit groͤßter ruh empfan⸗ gen. Hier muß man endlich doch heraus, Man kann nicht immer bleiben: Dort aber in des vaters haus Wird niemand mich vertrei⸗ ben, Die staͤtte bleibt mir ewig. 6. Dort werd ich in der herr⸗ lichkeit Von schwachheit und von suͤnden, Von truͤbsal/ noht, Auneht und leid Durchaus nichts mehr empfinden. Was ich fuͤr kum⸗ mer, angst und pein Hier oftmahls Ri muͤssen 0²⁵ Morgen⸗Lieder. muͤssen leiden; Wird alles dort vergessen seyn, Ich werd in hoͤch— sten freuden GOtt, wie er ist, an⸗ schauen. * X 7. Daß GoOtt dreyfaltig, und zugleich Nur einig ist im wesen, Wird aus dem wort im gnaͤden⸗ reich Gelehret und gelesen: Von Docht glaͤbb ich es auch zwar; och wie es mag zugehen/ Ist mir allhie nicht offenbar: Dort werd ich erst verstehen Dis allerhoͤchst' geheimniß. 8. Wie JEsus Christus GOt⸗ tes sohn Ein meusch hat koͤnnen werden, Und wie GOtt selbst vom himmels⸗thron Ein knecht gewest auf erden: Hat nie ein menschli⸗ cher verstand Ergruͤndet und ge⸗ funden: Dort wird mirs klar und recht bekannt, Und wie in ihm verbunden Die gottheit und die menschheit. 9. Niemand kann hier der engel zahl, Heurweid und throuen nen⸗ nen; Dort werde ich sie allzumahl Stets sehen und erkennen. Ich werde dort erst wuͤrdig seyn, odie deinen ruhm zu mehren/ 0 diese heilige gemein Dir, gros⸗J ser GOtt! zu ehren Singt: heilig/ heilig, heilig! ů 10. Es werden seyn in solcher reih Erz⸗vaͤter und propheten; Die treue maͤrtyrer dabey, Die sich hier lassen toͤdten; Auch die an GOtt gehalten fest In truͤbsal noth und plagen, Und stets bestaͤndig seyn gewest, Die werden froͤlich sagen: Das lamm hat uͤberwunden. 1I. Dein lob, o HErr! kann hier mein mund Bisweilen nur was lallen: Dort laß ich es von herzens⸗ grund Und allezeit erschallen. Ich werde ganz mit neuer kraft Seyn angethan dort oben, Und in der engel bruͤderschaft Ohn un⸗ terlaß dich loben; Das stuͤckwerk hat ein ende. 12. Wenn ich bey mir in mei⸗ nem sinn Dis alles recht betrach⸗ te; So sehn' ich mich alsbald da⸗ hin, Daß ich die welt verachte, Ehr, reichthum, wollust dieser welt Fuͤr koth und thorheit schaͤtze, Mir eitelkeit nicht mehr gefaͤlt, Mich hier an nichts ergetze, Und lust hab abzuscheiden. I3. So komm, o JEsu! wie ich nu Mit seufzen dein begehre; Und mich der wahren freud und ruh In deinem reich gewähre. HErr JEsu! dir befehl ich mich In deine treue haͤnde: Hilf, daß ich alles selihlich Durch dich all⸗ hier vollende: Komm, JEsu, mein erbarmer! VIII. Morgen⸗Tisch⸗ undAbend⸗Gesange I. Morgen⸗Lieder. Mel. Was Gott—. 7 bun⸗ ie nacht ist hin, 60. D wach auf mein herz! Du sollt ein opfer bringen. Laß die gedanken himmel-⸗wärts Sich nach den wolken schwingen. DennGottes treu Ist wieder neu, Als die dir licht und leben Von neuem hat gegeben.. 2. Bringt seufzer! lieblichen geruch, Zu meines schoͤpfers thto⸗ ne: Kommt, bittet segen fuͤr den fluch, In Christo seinem sohne: 4* Der oͤffnet hier Die gnaden⸗thur, Drum laͤsset euer beten Zu GOt⸗ tes herzen treten. 3. Du sonne der gerechtigkeit Vertreib die nacht der suͤnden! Laß mich bey dieser morgen zeit Den thau der gnade finden. 2 — sacht 9 ö 0 Luche flt llle! gule Aullse laß! Wsdnch hint MHlthat C Waen w Mh firk Ihhersen Issse Wsdu MWWil ic s nit heinettt n guten Mhist mei: ßmich; Abndich! Wsh ehtet Aslh Du Alun ich! tetgeb Mauch de Wlch gnad Mhl ich gat Wul neiner Ahhch ste shund tet ³ Adade n i Asnvehse Mhtteibet * 2 V Serm hh — I gan hah h iea lb N. Stich h pi al ichgt N luh Zit nat. Iin ch WIuschch a fth et waht Ren Morgen⸗Lieder. 6²⁷ du die nacht Mich wol bewacht; So sey auch nun am tage Ein schutz fuͤr alle plage. 4. Das gute wende du zu mir, Das boͤse laß mich fliehen. Laß deine hand mich fuͤr und fuͤr Nur nach dem himmel ziehen. Gib raht und that So fruͤh als spat Zu allen meinen werken; Laß deinen geist mich staͤrken. 5. Ich werfe meine last auf dich, Ach hilf sie treulich tragen; Machs wie du willt, nur seliglich, Mit dir will ich es wagen. Kein kreuz ist mir Zu schwer bey dir. Ich küͤsse deine ruhten; Sie leiten stets zum guten. 0. Du bist mein GOtt, das weiß ich wol, Laß mich nur dein verblei⸗— ben, und was ich heute wirken soll, Zu deinen ehren treiben. Dein segen bluͤh Durch meine muͤh, Daß, wenn ich schweiß vergiesse, Er nicht vergeblich fliesse. 7. Laß auch die meinen diesen tag Dein gnaden⸗auge leiten. und weil ich gar nicht wissen mag Das ende meiner zeiten; So gib, daß ich Mich stetiglich Im glau⸗ ben, buß und reue Des lezten ta⸗ ges freue. Mel. Werde munter mein ꝛce. 61 Ott, du licht, das 9 5* ewig bleibet, Das ohn allen wechsel ist, Das die fin⸗ sterniß vertreibet, Der du bleibest, wie du bist! Ich verlasse meine ruh; Rufe: werde licht! mir zu, Daß ich, der ich nacht und erde, Durch dein licht verklaͤret werde. 2. Wecke, da der leib geschla⸗ fen, Auch die seele geistlich auf! Gib ihr deines lichtes waffen, Richt und leite ihren lauf. Laß mich seyn des lichtes kind, Hilf mir, der ich geistlich blind, JEsu! daß ich wieder sehe, Und in deinem lichte gehe. 3. Schenke mir, HErr! und gewaͤhre, Was die arme seele stillt. Ach! erneure und verklaͤre Stets in mir dein ebenbild. Sende mir den geist der kraft, Der ein neues leben schafft, Daß ich himmlisch auf der erde, Und ein geist mit Christo werde. 4. Segne meiner haͤnde werke, Und befoͤrdre meine pflicht. Blei⸗ be meiner schwachheit stärke, Mei— nes lebens kraft und licht. Laß mein lebens⸗ziel allein Deines namens ehre seyn. Hilf, daß ich stets wahre liebe Gegen meinen naͤchsten uͤbe. 5. Fuͤhr mich bald zu jenem lichte Deiner hoͤchsten majestaͤt, Wo vor deinem angesichte Die verklaͤrte seele steht Heller, als der sonnenschein, Schoͤn, unsterblich, engel⸗rein: Laß sie seyn mit dir vereinet, Wenn mein lezter tag erscheinet. Mel. Herr Christ der einge ꝛe. 62 Hes GOtt, nun sey —. gepriesen Du hast in dieser nacht Durch deinen schutz erwiesen, Wie treulich du gewacht: Du wollest heut auch geben, Was meinem leib und le⸗ ben Zum segen dienen kann. 2. Gib mir ein gut gewissen, Das von der boͤsen welt Und ih⸗ ren aͤrgernissen Sich unbefleckt behaͤlt; Daß ich des fleisches luͤste, Als ein gerechter christe, Stets uͤberwinden mag.. 3. Gib mir ein froͤhlich herze, Damit ich alles leid In dir getrost verschmerze, Daß keine traurig⸗ keit Den muht mit sorgen schwaͤ⸗ che, Noch meine hoffnung breche, Die sich auf dich verläßt. 4. Gib mir ein treu gemuͤhte, Das redlich lebt und liebt, Das auch mit aller güte Den armen hilft und giebt; Das ehr und tu⸗ Rr 2 gend 628 Morgen ⸗Lieder. gend suchet, Und alles das verflu⸗ chet, Was dir ein greuel ist. 4. Gib mir auch gute freunde, Sie sind ein grosser trost; Und waͤren etwa feinde Durch neid auf mich erbost; So wollst du sie be⸗ kehren, Und mir ein herz bescheh⸗ ren, Das wahre freundschaft haͤlt. 6. Gib mir, was du willt geben, Ich will zufrieden seyn, Und dir nicht widerstreben; Gib mir nur dich allein. Denn kann ich dich nur haben, Veracht ich alle gaben, Weil du mir alles bist. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. 6 rmuntert euch, er⸗ 9 3. quickte glieder! Sie duͤnkle schatten sind vorbey; Der liebe morgen zeigt sich wie⸗ der, Und machet GoOttes gute neu, Die mich in dieser nacht be⸗ deckt, Und nun iur arbeit aufge⸗ weckt. 9—7— 2. GOtt lob! der mich fuͤr al⸗ lem schaden Bey meiner stillen ruh bewacht, Daß mich der reich⸗ thum seiner gnaden Zu seinem preise tuͤchtig macht. Ich bin ver⸗ gnuͤgt, ich bin erquickt, Und warte, was Gott heute schickt. 3. Sein guter geist wird mich regieren; Er leitemich auf ebner bahn, Und helfe mir mein werk vollfuͤhren, In seinem namen fang ichs an. Sein segen wird 9 mein sonnenschein, Und seine huld mein schatten seyn. 4. Mein GOtt! so saß dich gna⸗ dig finden, Dir hab ich alles heim⸗ gestellt: Ach! nur behüte mich fuͤr uͤnden: Doch wenn das sleisch aus schwachheit faͤllt, So richte mich durch JEsum auf, Und sey du selbst mein lebens⸗lauf. 4. Weil jeglicher von unsern tagen Auch seine plage mit sich fuͤhrt; Mein GOtt! so laß mich nicht verzagen, Wenn mich ein ereuz und ungluͤck ruͤhrt: Deck mich durch deine gnaden⸗hand,So wird es gluͤcklich abgewandt. 6. Nun seel und leib sey dir er⸗ geben, Bey dem sie wol verwah⸗ ret stehn. Und soll der rest von mei⸗ nem leben Noch diesen tag zu ende gehn; So mache du durch Christi blut Auch meinen leiten abschied gut. 7. Wolan, deß troͤst ich mich im glauben: Im glück und unglüͤck bin ich dein, Aus deiner hand kann mich nichts rauben; Drum soll mein stetes denkmahl seyn, Das mir im sinn und herzen liegt: Was mein GOtt fuͤst, macht mich vergnüͤgt. Mel. 33. Straf mich nicht in de. 6 A ermuntre dich/ 9 4W mein geist! Bey den fruͤhen stunden, Da sich licht und sonne weist, Da die nacht ver⸗ schwunden. Weißt du nicht Dei⸗ ne pflicht? Willt du nicht mit sin⸗ gen GoOtt ein opfer bringen! 2. Gott! mein herz lobsinget dir, Sey du hoch gepriesen Fuͤr die wolthat, die du mir Diese nacht erwiesen: Deine kraft Hat ver⸗ chafft, Daß ich ohne weinen Seh ie sonne scheinen. 3. Finsterniß und schwarze nacht atten mich umgeben; Doch du hast fuͤr mich gewacht, Daß ich noch kann leben. Deine treu Stund mir bey, Welt und satans tuͤcke Hieltest du zuruͤcke. 4. Doch laß mich auch diesen tag Deine guͤte spuͤren. Gib, daß ich mein leben mag Dir zu ehren füh⸗ ren. Lehre mich Daß ich dich Ueber alle schaͤtze Dieser erden setze. 6. Lehre mich den falschen schein Dieser welt verachten, Leh⸗ re mich nur blos allein Nach En him⸗ ö Wsglt Asült, 9. l 0 x Hs„f? c mh amen hhhe. 6 0 „Wdß i lt sorg Waheinut kide:& shaht Mach usit wi;z nich Ihi aus en meind Whlglücs WhhErt!“ ahe n h,was! Al gelint; Wstuh N Bis idt W den z Msgen. Hhl auch! Whhhentag k Mil farker sshgen. h en fs AHrsüsen — 60 Haße ar E Wlt dit. Alt„ Demn Mlat. Halt alsdif sug unge Ilal bege, hfet. Wstetla: Igiseg m Ashoose,, Wss. ————— —— 2 I/ WMn (gad I Ischchz Rh Won h Nun IEIL N de V/ i W Viottsh —t.—————— ö . 0 Ve endh iß A lltu aa O e oochge HI H D icch RIN V 12 Huh 0 R ll De W Morgen- Lieder. 6²⁹ himmel rrachren. Wenn die welt Netze stellt, HErr! so hilf mir kaͤmpfen, Und das boͤse daͤmpfen. 6. Hilf, daß ich die alte schuld Richt noch mehr erhoͤhe: Doch hab auch mit mir geduld/ Wo ich mich vergehe. Faͤllt mein fuß; Laß den guß, Laß den thraͤnen⸗regen Dich, o GOtt! bewegen. ö 7. Gib, daß ich den snden⸗gift Stets mit sorgfaͤlt meide/ Und, wenn mich ein unfall trifft, Stets geduldig leide: Doch, o GOtt! Laß in noht Mich nicht unterlie⸗ an gen, Hilf mir wieder siegen. 8. Laß mich mein beschieden theil Bis ans ende finden; Sey, o GOtt! mein schutz und heil Bey den ungluͤcks⸗winden. Steh mir bey,HErr! verleih, Daß ich bis zum grabe Dich vor augen habe. 9. Gegne, was ich red und thu, Laß es wol gelingen, Und mich in gewissens ⸗ruh Meinen lauf voll⸗ bringen; Bis ich dort Dir, mein hort! Bey den seraphinen Ewig werde dienen. 10. Soll auch meines lebens band Diesen tag zerspringen; So wird JEsu starke hand Mir aue helfen ringen. JEsu pein Soll allein Auf dem sterbekussen Mei⸗ nen tod versuͤssen. Mel. Nun laßt Ln 6. ach auf mein herz! 96 5. Wẽ' und singe Dem schoͤpfer aller dinge, Dem geber aller guͤter, Dem frommen men⸗ schen⸗huͤter. 3. Heint als die dunkle schatten Mich ganz umgeben hatten, Hat satan mein begehret, GOtt aber . hats gewehret. 3. Ja, vater! als er st uchte, Daß er mich fressen moͤgte, War ich in deinem schoosse, Dein fluͤgel mich umschlosse. 4. Du sprachst: mein kind, nun liege, Trotz dem, der dich betriege. Schlaf wol, laß dir nicht grauen, Du sollt die sonne schauen. c. Dein wort ist nun geschehen, Ich kann das licht noch sehen, Fuͤr noht bin ich befreyet, Dein schutz hat mich verneuet. 6. Du willt ein opfer haben: Hie bring ich meine gaben, Mein weihrauch, farr und widder Sind mein gebet und lieder: 7. Die wirst du nicht verschmaͤ⸗ hen, Du kannst ins herze sehen, uUnd weißt wol, daß zur gabe Ich ja nichts bessers habe. 8. So wollst du nun vollenden Dein werk an mir, und senden, Der mich an diesem tage Auf sei⸗ nen haͤnden trage. 9. Sprich ja! zu meinen thaten, Hilf felbst das beste rahten, Den anfang, mittel, ende, Ach HErr! jum besten wende. 10. Mit segen mich beschuͤtte, Mein herz sey deine huͤtte, Dein wort sey meine speise, Bis ich zum himmel reise. Mel. Alle welt was lebt ꝛc. Ott des himmels 966. G und drr erden, Ba⸗ ter, sohn und heilger geist! Der uns tag und nacht laͤßt werden, Sonn und mond uns scheinen heißt, Deffen starke hand die welt Und was drinnen ist/ erhaͤlt: 2. GOtt! ich danke dir von her⸗ zen, Daß du mich in dieser nacht Für gefahr, angst, noht und schmerzen Treu behuͤtet und be⸗ wacht, Daß des boͤsen seindes list Mein nicht maͤchtig worden ist. 3. Laß die nacht auch meiner suͤnden Jezt mit dieser nacht ver⸗ gehn: O HErr JEsu! laß mi finden Deine wunden osfen stehu, Wo alleine huͤlf und raht Ist fuͤr meine missethat. ů Rr 3 4. Hilf, 63⁰ Morgen-Lieder. 4. Hilf, daß ich mit diesem mor⸗ gen Geistlich auferstehen mag, Und fuͤr meine seele sorgen; Daß, wenn nun dein grosser tag Uns er⸗ scheint und dein gericht, Ich dafuͤr erschrecke nicht. 5. Füͤhre mich, o HErr! und leite Meinen Gang nach deinem wort: Sey und bleibe du auch heute Mein beschuͤtzer und mein hort: Nirgend, als bey dir allein, Kann ich recht bewahret seyn. 6. Meinen leib und meine seele Sam̃t den sinnen und verstand, Grosser GOtt! ich dir befehle Un- ter deine starke hand. Herr, mein schild, mein ehr und ruhm! Nimm mich auf, dein eigenthum. 7. Deinen engel zu mir sende, Der des boͤsen feindes macht, List und anschlag von mir wende, Und mich halt in guter acht, Der auch endlich mich zur ruh Bringe nach dem himmel zu. *8. Höre Gott, was ich begeh— re, Vater, sohn und heilger geist! Meiner bitte mich gewaͤhre, Der du selbst mich bitten heißt; So will ich dich hier und dort Herzlich preisen fort und fort. Mel. Wend ab deinen zorn ꝛe. 6 n dieser morgen⸗ sund will ich dich oben, O Gott mein vater in dem himmel oben! Was du fuͤr gnade mir yflegst zu beweisen, Will ich nun preisen. 2. Du hast mich an das tags-⸗ licht lassen kommen, Auch durch die tauf in dein reich aufgenom— men, Und laͤssest mich in deinem sohn entbinden Von schuld und suͤnden. 3. Du giebest mir den heilgen geist daneben, Daß er mich lehrt und fuͤhrt in meinem leben: Da⸗ mit ich lern auf dich alleine schauen, Und dir vertraͤuen. 4. Du hast mich allzeit vaͤterlich ernehret, Was ich bedurft, mir immerzu beschehret; Und, wenn mich noth und ungluͤck hat berüͤh⸗ ret, Bald draus gefuͤhret. 5. Jezt hast du auch durch dei⸗ ner engel scharen Mich lassen heint in dieser nacht bewahren, Daß mich darinn kein unfall hat er— schrecket, Noch aufgewecket. 6. OHErr! mit meinem munde und gemüthe Erzaͤhl und ruͤhm ich solche grosse guͤte, Die ich em⸗ pfangen hab an allen enden Aus deinen haͤnden. 7. Ich bitt, du wollest uͤber mir fort walten, Und mich auch heute diesen tag erhalten, Daß satan nicht Abenee list und pfeile Mich uͤbereile. 8. Erhalte mich, wie zusteht frommen ehristen, Rein von der welt und ihren sünden ⸗luͤsten: Daß ich auch meinen eignen boͤsen willen Nicht moͤg erfuͤllen. 9. HErr! laß in deinen schutz seyn eingeschlossen Leib, seele, freund, verwandte,(Leib, seele, ehgatt, kinder,) hausgenossen/ Und was ich sonst durch deine milde gabe Auf erden habe. 10. Die obrigkeit erhalt in gu⸗ tem stande, Gib friede, gluͤck und heil im ganzen lande: Behuͤt uns allerseits, o HErr! aus gnaden, Fuͤr suͤnd und schaͤden. II. Du wollst mich auch an die⸗ sem taͤge staͤrken Durch deine kraft in des berufes werken, Auf daß ich moͤge in denselben allen Dir wol⸗ gefallen. 12. Zuletzt verleih, wenn ich aus diesem leiden, Es sey heut oder morgen, werd abscheiden, Daß ich auf Christi tod mag froͤlich ster⸗ ben, Den himmel erben. 13. So bin ich denn an leib und seel genesen, Und wol auf dieser welt allhie gewesen: Dort 90 n en W RnR W hn Afi il das N t —— Ahafin r E kk. nd. Wdoch, WhN mir b 1 ovat: Idns tage / schih Nun müßt! nttet hast Riulderbar! Whlhschtitt, Ihchen tod Iand und Vbens u n au der mich Whint. t sohn! Ms blut e ht, Dar Aüͤllt, D Mfilt. Inn sünd nd mi Ahgt; A Atler⸗ Mn nicht b Aubit mei heil, Wdz Ic It Allan h sin. Hott helg Seß an f. Reth ,Ev — i D i hin e Dae Ith usth W da 4 oh l lnh Dah N Drne lit 2 mich, E en, Mhe Kcen snst eineng . Ilas Orgtet f S d schng, linh Badah 3 WetN Il VII 9%/ H ahchlh, Wl Flc Morgen⸗Lieder. 631 denn das rechte kleinod funden, Hier uͤberwunden. 14. Das hilf mir, vater! der du mit dem sohne, Und heilgem geist regierst in einem throne: Gib, daß ich dessen, was ich jetzt begehret, Ja werd gewaͤhret. Mel. Das ist fuͤrwahr ein koͤstlich. 6 V'r deinen thron 8. 1 tret ich hiemit, Gott! und dich demuͤhtig bitt: Wend doch dein gnaaͤdig an⸗ gesicht Von mir blut⸗armen sůn⸗ der nicht. 9. Es hat, o vater! deine macht Mich an das tages⸗licht gebracht, In dir web', schweb' und lebe ich, Vergehen muͤßt ich ohne dich. g. Errettet hast du mich gar oft Gaͤnz wunderbar und unverhofft, Da nur ein schritt, ja nur ein haar Mir zwischen tod und leben war. 4. Verstand und ehr hab ich von dir, Des lebens nothdurft giebst du mir, Darzu auch einen treuen freund, Der mich in gluͤck und ungluͤck meint. ö 5. GOtt sohn! du hast mich durch dein blut Erloͤset von der hoͤllen⸗glut, Das schwer? gesetz füͤr mich erfuͤllt, Damit des vaters zorn gestillt. 6. Wenn suͤnd und satan mich anklagt, Und mir das herz fuͤr angst verzagt; Alsdenn brauchst du dein mittler-amt, Daß mich der vater nicht verdammt. . Du bist mein fuͤrsprach alle⸗ zeit, Mein heil, mein trost und meine freud; Ich kann durch dein verdienst allein Hier ruhig und dort selig seyn. 8. GOtt heilger geist, du hoͤch⸗ ste kraft! Deß gnade in mir alles schafft: Ist etwas guts am le⸗ . mein, So ist es warlich alles ein. 9. Dein ist, daß ich Gott recht erkenn, Ihn meinen HErrn und vater nenn, Sein wahres wort und saerament Behalt und lieb' bis an mein end: 10. Daß ich fest in anfechtung steh, Und nicht in truͤbsal unter⸗ geh; Daß ich im herzen trost em⸗ pfind, Zuletzt mit freuden uͤber⸗ wind. *II. Drum dank ich dir mit herz und mund, O Gott! in morgen- stund, Fuͤr dieser mittags-⸗ Fabend⸗——— alle guͤte, treu und gnad, Die mei⸗ ne seel empfangen hat. 12. Und bitt, daß deine gna⸗ den⸗hand Bleib uͤber mir heut (heint) ausgespannt: Mein amt, gut, ehr, freund, leib und seel Ich dir in deinen schutz befehl. Ig. Hilf, daß ich sey von her⸗ zen fromm, Damit mein ganzes ehristenthum Aufrichtig und rechtschaffen sey, Nicht blosser schein noch heucheley.. 14. Erlaß mir meine suͤnden⸗ schuld, Und hab mit deinem kind geduld: Zuͤnd in mir glauben an und lieb', Zu jenem leben hoff⸗ nung gieb. 15. Ein selig ende mir beschehr, Am juͤngsten tag erweck mich, HErr! Daß ich dich schaue ewig— lich, Amen, amen, erhoͤre mich! 969. us meines herzens grunde Sag ich dir sob und dank, In dieser morgen⸗ stunde, Darzu mein lebelang, O Gott in deinem thron! Dir zu lob/ preis und ehren, Durch Chri⸗ stum unsern HErren, Dein'n ein⸗ gebohrnen sohn: 2. Weil du mich, HErr! aus gnaden In der vergangnen nacht Für g'fahr und allem schaden Behuͤtet und bewacht; Ich bitt Rr 4 demuͤh⸗ 632 Morgen⸗ Lieder. demuͤhtiglich, Wollst mir mein sünd vergeben, Womit in diesem leben Ich oft erzuͤrnet dich. 3. Du wollst auch mich behuͤ⸗ ten Aus gnaden diesen tag Fürs teufels list und wuͤten, Fuͤr suͤn⸗ den, schmach und plag, Fuͤr feur und wassers⸗noht, Fuͤr armuht und fuͤr schanden, Fuͤr ketten und 199 banden, Fuͤr boͤsem schnellen tod. 4. Mein leib, mein seel und leben, Mein ehr und gut bewahr: Dir will ich uͤbergeben Jetzund und immerdar, Als dein geschenk und gab',Mein eltern(obern) und verwaͤndten, Gefreunde und be⸗ kannten, Und alles was ich hab. . Dein' engel laß stets bleiben Und weichen nicht von mir, Den satan zu vertreiben, Auf daß der boͤs feind hier In diesem jammer⸗ thal Sein tuck an mir nicht uͤbe, Leib und seel nicht betruͤbe, Und mich nicht bring' zu fall. 6. GOtt will ich lassen rahten, Der alle ding' vermag: Er segne meine thaten, Mein vornehmen und sach: Weil ich ihm heimge⸗ stellt Mein leib, mein seel, mein leben, Und was er sonst gegeben; Er machs, wies ihm gefaͤllt. 7. Darauf so sprech ich amen, Und zweifle nicht daran: Gott hoͤrt in Christi namen Mein seuf⸗ zen gnaͤdig an: Nun streck ich aus die hand, Greif an mein werk mit freuden, Wozu mich GOtt Dand. In mein'm beruf und and. Mel. HErr JEsu Peint 95 5 ꝛe. u heiligste drey⸗ 970. Di faltigkeit! Du hochgelobte einigkeit: Gott va⸗ ter, sohn und heilger geist! Heut diesen tag mir beystand leist. 2. Mein seel, leib, ehr und gut bewahr, Daß mir nichts boͤses wie⸗ derfahr, Daß mich der satan nicht verletzt, Noch mich in schand und schaden setzt. 3. Des vaters huld mich heut anblick, Des sohnes guͤte mich er⸗ quick, Des heilgen geistes glanz und schein Erleucht meins finstern herzens schrein. 4. Mein schoͤpfer! steh mir kraͤk tig bey, O mein erloͤser! bey mir sey, O troͤster! weiche nicht von mir, Mein herz mit deinen gaben zier. . SeErr! segne und behüte mich/ Erleuchte mich, HErr! gnaͤ⸗ diglich: HErr! heb auf mich dein angesicht, Und deinen frieden auf mich richt. Mel. Aus diesem tiefen grunde. 97 I. Ich dank dir, lieber SHerrel Daß bu mic treu bewahrt In dieser nacht für 9. faͤhrde, Darinn ich war so hart Mit finsterniß umfangen, Dauu nicht Riga; 100, Dam bin ich nun entgangen, Drum preis ie dich, mein GOtt!— 2. Mit dank will ich dich loben, O du mein GoOtt und HErr Im himmel hoch dort oben! Den tag mir auch gewaͤhr, Warum ich dich will bitten, Das auch dein will mag seyn: Leit mich in deinen sit⸗ ten, Und brich den willen mein. 3. Gib, daß ich nicht abwei⸗ che Von deiner rechten bahn, Der feind mich nicht erschleiche, Damit ich irr moͤgt gehn. Halt mich durch deine güte, Das bitt ich fleissig dich, Fürs teufels list und wuͤten, Womit er setzt an mich. 4. Den glauben mir verleihe An dein'n sohn IEsum Christ; Mein suͤͤnd mir aũch verzeihe All⸗ hie zu dieser frist; Du wirst mirs nicht versagen, Weil du 229 hasi don mdise Reler Phalt cgt U aahhit la Hht absch hlschan Anich di Waem nat von Hldig se. Wlhet Di Mas du mi Wlaht al's: Hett Chrij Ac oltha I tage E Wiamen Mulein bif M nich sp Moem hlut Amniftalle Ih der ruhs chhehte, Daß u Mit gn I. Afund pf —— r unser Dr Iun Ethalte Wschad Mae güt! Mchgen⸗sonn sin, U Wbe, L Safigen ts huh Lahhch Ri eucht, R Wipselhhh Lit alhe Wachhn Duth E Ruth ö N enti Ir R inn ihin n Poht: Hoh u, Dhih Hott. ilh ott h on n Vdas M S itmicht ooenrih. ih He et Hh ach nabge. —4 nig 6 Din Whn Morgen⸗Lieder. 033 hast, Daß er mein suͤnd soll tragen, Mich loͤsen von der last. ö (. Die hoffnung mir auch giebe, Die nicht verderben laͤßt: Darzu christliche liebe Zu dem, der mich berletzt; Daß ich ihm guts erzei⸗ ge, Darin nicht such das mein, Ihn liebe als mich eigen, Nach all dem willen dein. 6. Dein wort laß mich beken⸗ nen Vor dieser argen welt, Mich deinen diener nennen, Nicht fürchten g'walt noch geld, Das mich bald moͤgt ableiten Von dei⸗ ner wahrheit klar; Wollst mich auch nicht abscheiden Von der christlichen schaar. 7. Laß mich den tag vollenden zu lob dem namen dein: Laß mich nichts von dir wenden, Aus end bestaͤndig seyn. Behuͤt mir leib und leben, Dazu die fruͤcht im land; Was du mir, HErr! gege⸗ ben„Steht all's in deiner hand. 46. HErr Christ! dir lob ich sage Fuͤr deine wolthat all, Die du mir all mein tage Erzeiget uͤberall: Dein'n namen will ich preisen, Der du allein bist gut; Mit dei⸗ nem leib mich speise, Traͤnk mich mit deinem blut ö 9. Dein ist allein die ehre, Dein ist allein der ruhm, Dein guͤt sich bey uns mehre, Dein segen zu uns komm: Daß wir in fried ein⸗ schlafen, Mit gnaden zu uns eil: Gib uns des glaubens waffen Fuͤrs teufels list und pfeil. Mel. HErr unser Gott beherrscher. 2 as walte GOtt, der 97 5 mich aus lauter gnaden Erhalten hat fuͤr leibs⸗ und seelen⸗schaden: Ich lobe dich, denn deine guͤt und treu Ist mit der morgen⸗sonne wieder neu. 2. Ich bin, o HErr! zu solcher gnaden⸗gabe, Viel zu gering, die ich empfangen habe: Was legt dir doch mein heri dargegen dar, Als lob und dank auf deinem braͤnd⸗ altar?——8 3. Nimm gnaͤdig an das opfer meiner lippen, Das ich dir bring in dieser jammer⸗klippen: Ent⸗ zünd in mir das herz mit deiner brunst, Auf daß ich stets empfinde deine gunst. 4. Go lang ich noch hier auf der welt muß wallen, Laß mich, mein Goᷣott! in keine suͤnde fallen: Gib, daß ich stets denk an das lebens⸗ end, Und meinen sinn nach deinem willen wend. 6. Befiehl, daß deiner engel schaar mich leite, Und wider mei⸗ ne feinde kraͤftig streite: Denn nimmst du dich nicht meiner treu⸗ lich an; So weiß ich wol/ wie leicht ich fallen kann. 6. Ach! sind vor dir die sper⸗ ling hoch geachtet, Hast du die zahl der kleinsten haar betrachtet; So wird von dir auch nicht ver⸗ gessen seyn, Den du in deine hand geschrieben ein. 7. Laß deine guͤt ob allen from⸗ men walten, Du kannst sie wol in noht und tod erhalten. Regier uns, HErr! wir warten deiner gnad, Und treten frisch auf unsers dienstes pfad. Mel. Wer nur den 4605 GOtt ꝛe. Mein Gott, nun ist 97 3 M es wieder morgen, Die nacht vollendet ihren lauf, RNun wachen alle meine sorgen Auf einmahl wieder mit mir auf. Die ruh ist aus, der schlaf dahin, Und ich seh wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der erde, Wo jeder tag sein elend hat, Wo ich nur immer aͤlter werde, Und haͤufe suͤnd und missethat: Ich leß' und web' in GOtt allein, Ach moͤgt ich ihm auch nuͤtze seyn. 3. Du giebst mir kraft jezt auf⸗ Rr 5 zuste⸗ Morgen-Lieder. zustehen: Regier mich auch in die— ser welt: Du weißt, was heute wird geschehen; Mach alles so, wie dirs gefaͤllt. Schleuß mich in dei— ne vorsicht ein, Dein will ich todt und lebend seyn. 4. Vergib mir, vater! alle suͤn⸗ den, Die mit mir aus dem bette gehn, Und laß mich gnade vor dir finden, Erhoͤre mein gebet und flehn: Denn steh ich nur bei JIE-⸗ 25 wol, So geh es, wie es gehen soll. 5. Hilf du in allen sachen rah— ten, Ich bin mir selbst nicht klug genug. Behuͤte mich fuͤr misse⸗ thaten, Fuͤr boͤser menschen list und trug. Hilf gutes schaffen, wo ich kann, So leg ich diesen tag wol an. 6. Behuͤte mir leib, seel'ꝰ und leben, Verwandte, freunde, haab und gut: Laß deine hand den se— gen geben, Wenn meine hand das ihre thut. Hilf, daß ich alles wol verricht', Du wirst es thun, ich zweifle nicht. Mel. JEsu deine heilge wunden. Err! ich danke dei— 974. ner gnaden, HErr! ich preise deine macht, Die mich diese nacht fuͤr schaden Voller lieb' und treu, bewacht; Daß mein seelenfeind durch list Mein nicht maͤchtig worden ist, Daß ich freu— dig auferstehe, Und mit lust die sonne sehe. 2. Waͤr ich ohne dein erbar— men Eingeschlafen, was fuͤr pein Wuürde mir verlaßnem armen Diese nacht begegnet seyn! Sa— Unter deinem gnaͤden⸗uͤgel, Als wohin mein herz gericht't, Diese kurze tages⸗zeit Ohne noht, ge⸗ fahr und leid, Ganz begluͤckt zu ende bringen; Laß mir auch mein thun gelingen! 4. Leib und seele, geist und sin⸗ nen, Muth, gedanken, werk und wort, Thun und lassen und be⸗ ginnen Sey allein dir, treuer hort! Zu regieren heimgestellt; Machs mit mir, wie dirs gefaͤllt: Dir nur will ich mich ergeben, Ih mag sterben oder leben. 5. Dilge meine schwere suͤnden, IEsu! durch dein theures blut; Laß mich deine gnad empfinden, Wenn in angst sie noͤthig thut! Sei mein reichthum, schutz und licht, Wenn mir alles sonst ge⸗ bricht: Goͤnne meiner matten seele Ruh in dieser wunden— hoͤhle. 6. Laß auch diese huͤlf empfun— tan und die boͤse welt Haͤtten mich mit list gefaͤllt: Aber weil du mich bedecket, Haben sie mich nicht erschrecket. 3. Laß mich nun, mein fels und huͤgel, Jesu, meine zuversicht! den, Die in angst und noͤhten seyn: Will ihr trost und raht ver⸗ schwinden; Geuß dich selbst ins herz hinein. Segne, Vater! jeden stand, Segne dieses ganze land, Und laß deiner engel schaaren Uns fuͤr allem leid bewahren. 7. Ach HErr JEsu! ach regiere Mich durch deinen heilgen geist, Daß ich so mein leben fuͤhre, Wie dein wort mich unterweist. Richte meinen lebens⸗lauf, Heiland! stets zu dir hinauf: Koͤmmt es aber zu dem sterben, Laß mich dann den himmel erben. Mel. 39. O ewigkeit du donner ꝛe. un tret ich wieder 975. N aus der ruh, Und geh dem sauren tage zu, Wie GoOtt mir auferleget; Zwar weiß ich nicht, was mir den tag Fuͤr plag und noht begegnen mag: Allein ich weiß, mich traͤget Mein from⸗ mer ole ö ite ö 0 + t es bh h llen t faun chl. tr dor Wach diese ctsemet Whs hab: Ilch dein; d alle h aufmei Iundezlich Ml ich de Il trante bürda Rs duka l Et folg gnade Mhen geh. Mle keine shsteuet Nenniich itgant ein 4 W ich d —— 4 hlczlieh Mnn sie be Uthe: Hitichbos Esuchet. Vie sol lahehter ssh auch se Iuhihmha ae verd Wrunden,2 Achentzi —.— ecle gi, Ibatt N0 H1 a erel g, I ichat r n shrnh DN , sh sthum i it ali, lt t ö dies H . tros u I iest g r enl I D Hen W llhatt ntrgh + it ith W. I Au — Disch-⸗ Gesaͤnge. 635 mer GOtt in seiner hut, Daß mir die last nicht schaden thut. 2. Zwar meine buͤrdꝰ ist taͤglich neu; Doch ist mein GOtt auch taͤglich treu, Er traͤget meine sor⸗ gen. Wer ist, der vor der nacht ver⸗ nimmt, Was ihm den tag hindurch bestimmt?Es bahnt ein jeder mor⸗ gen Mir einen frischen weg zur pein, Der kann mit GOtt erstie⸗ gen seyn. g. Ach waͤr doch, hab ich oft ge⸗ dacht, Auch dieser tag bereits voll⸗ bracht Mit seiner last und plagen! Des abends hab ich denn gespuͤrt, Daß mich dein gnaden⸗arm ge⸗ fuͤhrt, Und alles helfen tragen, Daß mir auf meinem ereuzes⸗pfad Dein gnaden⸗licht geleuchtet hat. 4. Weil ich denn deß versichert bin, So traure nicht, verzagter sinn! Die buͤrd auf dich zu legen: Trag, was du kannst; GOtt traͤ⸗ get mit, Er folget dir auf jeden schritt Mit gnade, kraft und segen; Mit diesem geh ich frisch daran, Und scheue keine leidens⸗bahn. 5. So freuet sich mein frischer muht, Wenn ich mich in des hoͤch⸗ sten hut Kann eingeschlossen sehen: Doch, daß ich deß versichert sey, Muß ich von allen suͤnden frey, Auf Gottes wegen gehen; Mein Gott geht nimmer meinen steg, Ich wandle denn erst seinen weg. 6. Drum fuͤhr mich, GOtt! auf deiner bahn, Daß ich in busse fol⸗ gen kann, Und laͤutre mich von fuͤnden; So streit ich als ein kuͤh⸗ ner held, Mit satan, suͤnden, fleisch und welt; Denn du hilfst über⸗ winden. So tret ich muthig an den tag, Und scheue nicht, was kommen mag. . Ich leg auf dich, mein GOtt und HErr! Die last, die mir allhie zu schwer, Die last, die mich gebo⸗ gen; Ich lege buͤrde, pflicht und stand In deine grosse allmachts⸗ hand, Die du mir nie entzogen: Die führte ja von jugend auf Schon meinen ganzen lebens⸗ auf. 8. Ich schließ in Christi wun⸗ den ein Die meine bluts⸗ver⸗ wandte seyn, Da sind sie wol be⸗ schlossen; Ich lege meinen geist dazu, Hier schließ ihn ein, hier gib ihm ruh: Und wenn mein ziel verflossen, So nimm ihn auf, und sey mein GOtt Im leben, leiden, noth und tod. — II. Tisch Mel. Herzliebster JEsu was ꝛc. 6 und erhoͤht des 97* grossen GOttes guͤ⸗ te, Denn sie bezeugt sein vaͤter⸗ lich gemuͤthe: Sie ist es, die den tisch so reich besetzet, Und uns er— ⸗Gesänge. andacht durch gebet und singen etzet. 2. Er suchet uns so vaͤterlich zu nehren: Wie sollte das nicht unsre hoffnung mehren, Daß wir nach wunsch auch seines geistes gaben Jeit von ihm haben: 3. Die werden uns im glauben feste gruͤnden, Das herz mit liebe gegen ihn entzuͤnden, Die seel in Stets aufwaͤrts schwingen. 4. Sie füllen uns mit vielen geistes⸗werken, Sie werden uns den trieb zum guten staͤrken; Daß wir uns auch der kranken und der armen Allzeit erbarmen: 5. Daß wir in unschuld unsern waͤndel führen, mit treu und de⸗ muth alle thaten zieren, Der welt⸗ lust und dem fleisch, als GoOttes erben, Getrost absterben: 6. Und so im vorschmack seine ruh geniessen, Bis wir in Christo unser leben schliessen, Und con vo 63 Tisch-Gesaͤnge. von ihm aus gnaden aufgenom⸗ men, Zur freude kommen, 7. Die er bereitet denen, die ihn lieben, Die er uns selbst durch Christi blut verschrieben, Dar— auf wir einzig und alleine bauen Und sest vertrauen. 8. Nun ihm, sam̃t vater und dem heilgen geiste, Dem alle welt dank, pflicht, gehorsam lei⸗ ste, Sey hier und dort mit herzen, mund und zungen Stets lob ge⸗ sungen. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. O GOtt, von dem 977. wir alles haben! Die welt ist ein sehr grosses haus; Du aber theilest deine gaben, Recht wie ein vater, drinnen aus. Dein segen macht uns alle reich: Ach lieber GOtt! wer ist dir gleich? 2. Wer kann die menschen alle zaͤhlen, Die jezt bey dir zu tische gehn? Doch muß die nohtdurft keinem fehlen, Denn du weißt al⸗ lem vorzustehn. Es giebet deine vater⸗hand Die nahrung fuͤr ein jedes land. 3. Du machst, daß man auf hoffnung saͤet, Und endlich auch der frucht genießt. Der wind, der durch die felder wehet, Die wolke, so das land begießt, Des himmels thau, der sonnen⸗strahl Sind dei⸗ ne diener allzumahl. 4. Und also waͤchst des men⸗ schen speise, Der acker selbst reicht ihm das brot: Es mehret sich viel⸗ faͤtger weise, Was anfangs schien, als waͤr es todt; Bis in der ernte jung und alt Erlanget sei⸗ nen unterhalt. c. Nun HErr! was soll man erst bedenken? Der wunder sind hier gar u viel. So viel, als du, kann niemand schenken, Und dein erbarmen hat kein ziel: Denn im⸗ mer wird uns mehr beschehrt, Als wir zusammen alle wehrt. 6. Wir wollen dieses nie ver⸗ gessen, Und dir ein taͤglich dank⸗ lied weihn; Ein jeder bissen, den wir essen, Soll deines segens denk⸗ mahl seyn: Und herz und mund singt lebenslang Fuͤr unsre nah⸗ rung preis und dank. Mel. HErr urc der einge ꝛc. Err GOtt! nun sey 978. H gepreiset, Wir sa⸗ gen dir jezt dank; Du hast uns wol gespeiset, Du gabst uns guten trauk, Dein' mildigkeit zu mer⸗ ken, Und unsern glaub'n zu flͤr⸗ ken, Daß du seyst unser GOtt. z. Und haͤben wirs genommen Mit lust und uͤbermaaß: Dadurch wir moͤgten kommen Vielleicht in deinen haß; So laß es uns aus gnaden, O HErr! doch ja nicht schaden, Durch Christum deinen sohn. ö 3. Du wollest allzeit nehren, HErr! unsre seel und geist/ In Christo sie bekehren; Und helfen allermeist, Daß wir den hunger meiden, Stark seyn in allem lei⸗ den, Und leben ewiglich. 24. vater aller frommen, O Geheiligt werd dein nam, Laß dein reich zu uns kom⸗ men, Dein wille mach uns zahm: Gib brot, vergib die suͤnde, Kein args das herz entzuͤnde, Loͤs' uns aus aller noht. ö Singen wir aus her⸗ 979. zens⸗grund, Loben Gott mit unserm mund, Der uns so viel guͤt erweist, Und uns reichlich hat gespeist: GOtt, der thier und voͤgel nehrt, Hat auch gnaͤdiglich beschehrt, Was wir lezt allhie verzehrt. 2. Lo⸗ l Wh m shel Hap 0 me ncht 30 habdBet aallimt, B. Imt. „usat d Aunhtung Baseh thale Mhg dieh I ls der AWkhufet G Ob de W haset ihde Gott Mn von 6 Wh junge Ase so Hschnafe, hlt Hott U hnten Amez heil Ast solche Ii seint mmen unt MItdas gta vor de H den N 6 lannd Ausarneh Rbiglih. Wuhud fo Ic hutze N Walench I W Rnhh d enn Hiru ‚al — Ehlsthyt chh int dt uglt Vniight, Aah I II ermath ommel 60 . Heclulhz u im hl „ i allit“ oreich sl i Tisch⸗Gesaͤnge. 63⁷ 2. Lobet ihn als seine knecht/ Wie wir schuldig sind mit recht: Und erkenut, wie er uns liebt, Und dem menschen gnade giebt, Den er von bein, flei sch und haut Artig hat zusammen gebaut/ Daß er die⸗ ses licht anschaut. 3. So bald er sein leben hat, Seine kuͤche vor ihm steht. In dem leib der mutter sein Ist er zu⸗ gerichtet fein: Ist er gleich ein kleines kind, Doch er nirgend mangel findt, Bis er an die welt denn koͤmmt. 4. GOtt hat die erde zugericht/ Laͤßts an nahrung mangeln nicht: Berg und thaͤler macht er naß/ Daß dem vieh auch waͤchst sein gras. Aus der erde wein und brot Schaffet GOtt, und giebts uns satt, Daß der mensch sein le⸗ ben hat. . Das wasser muß uns geben sisch, Die Gott tragen laͤßt zu tisch: Eyr von voͤgeln eingelegt, Werden junge draus geheckt, Mussen unsre speise seyn: Hir⸗ sche, schaafe, rinder, schwein —59 Gott und giebts al⸗ ein. 6. Wir danken sehr, und bitten ihn Um des heilgen geistes sinn: Daß wir solches recht verstehn, Stets in sein'n geboten gehn, Seinen namen machen groß In Christo ohn unterlaß; So sing'n wir recht das gratias. Vor dem Essen. Mel. JEsu deine heilge wunden. rosser Gott! wir 98 O. G arme suͤnder Seuf⸗ zen, flehn und bitten dich, Speise doch uns arme kinder Jit aus gna⸗ den mildiglich. Gib uns, ohne schmach und noht, Immer unser täglich brot; Segne solches und verleihe, Daß es uns auch wol gedeihe. 2. Hilf doch/ daß wir nicht ver⸗ messeu, HErr! dein wort und dein gebot Bey dem überfluß verges⸗ sen: Halt uns doch/o treuer GOtt! Bey der gaben rechtem brauch; Gib uns gnade, daß wir auchWas du taͤglich wirst beschehren, Stets in deiner furcht verzehren. 3. Lehr uns deine gab erken⸗ non, Daß wir, grosser schoͤpfer! dich Kindlich unsern vater nen⸗ nen, Welcher uns so gnaͤdiglich Schuͤtzet, nehret und erhaͤlt, Der uns, was uns noͤhtig faͤllt, Hier in diesem armen leben Pflegt mit reicher hand zu geben. 4. Nun, wolan! auf deine guͤte Nehmen wir, was du beschehrt; Gib, daß sich leib und gemuͤhte Wol erfrischt und nicht beschwert, Daß sich beides, wol erquickt, Wieder zu der arbeit schickt. Laß die mahlzeit so geschehen, Wie du es wirst gerne sehen. Nach dem Essen. Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. ie mahlzeit ist nun⸗ 98 L. H mehr vollbracht, Wir haben schon gegessen: Mein Gott! du hast es wol gemacht, Und jedem zugemessen, Was ihm von dir beschieden war; Du rei⸗ chest uns voll guͤte dar, Was unsre leiber speiset. . Wie groß ist deine freund⸗ lichkeit! Wie herrlich deine guͤte; Denn sie versorgt zu jederzeit Den leib und das gemuͤhte. Du le⸗ bens⸗freund, du menschen⸗lust! Du hast uns allen raht gewußt, Und uns sehr wol gelabet. 3. Des himmels fenster oͤffnest du, Und schenkest milden regen; Du schleußt die erde auf und zu Und giebst uns deinen segen. Die kost 6³³ Abend⸗Lieder. kost ist da auf dein geheiß, Wen sollte das zu deinem preis, O va⸗ ter! nicht bewegen? 4. Du selber speisest alles vieh, Und auch die jungen raben; Du machest, daß sie taͤglich hie Brot, speiß und nahrung haben: HErr! du thust auf die milde hand Und saͤttigest das ganze land Mit gros⸗ sem wolgefallen. 5. Mildreicher GOtt! nun wollen wir Fuͤr deine trank und speisen, Als liebe kinder, fuͤr und fuͤr Dich loben, ruͤhmen, prei⸗ sen; Wir danken dir nach unsrer pflicht, Getreuer GOtt! ver— schmaͤh es nicht, Laß dir es wol gefall en. 6. Vergib uns unsre missethat, Und gib, was wir begehren. Schaff uns, o vater! ferner raht, Daß wir uns ehrlich nehren. Verleihe kuͤnftig gute zeit, Glück, nahrung, fried und einigkeit, Ge⸗ sundheit, heil und segen. 7. Laß uns dereinst in ewigkeit Am tisch des lammes essen, Da wird, was leib und seel erfreut, Uns reichlich zugemessen: Da schmeckt man deine freundlichkeit, Da wollen wir in jener zeit Dich unaufhoͤrlich preisen. III. Abend⸗Lieder. Mel. O traurigkeit, o herzeleid. 82 er tag ist hin; Mein + geist und sinn Sehnt sich nach jenem tage, Der uns ganz entreissen wird Aller noht und plage. 2. Die nacht ist da; Sey du mir nah, Mein heil! mit deinen ker⸗ zen; Treib der suͤnden dunkelheit Weg aus meinem herzen. 3. Der sonnen glanz Entwei— chet ganz; O unerschaffne sonne! Brich mit deinem licht hervor, Mir zur freud und wonne. 4. Des monden schein Faͤllt nun herein, Die finsterniß zu mindern; Laß doch nichts ver⸗ aͤnderlichs Meinen laͤuf verhin— dern. 5. Es koͤmmt nunmehr Das sternen⸗heer, Und glaͤnzet schon von fernen; Wol dem, der im himmel einst Leuchtet gleich den sternen. 6. Was sich geregt, Und erst bewegt, Ruht jetzt von seinen wer⸗ ken; Laß dein werk in meiner ruh Sich, HErr! in mir merken. 7. Ein jeder will, Weil alles still, Der suͤßen ruhe pflegen. Laß die unruh dieser zeit, JEsu! sich bald legen. 8. Ich selbst will auch, Nach meinem brauch, Nun in mein bette steigen; Laß mein herz sich auch zu dir, Als zum bette nei⸗ gen. 9. Halt du die wach, Damit kein ach Und schmerz den geist beruͤhre: Sende deiner engel schaar, Die mein bette ziere. 10. Wenn soll denn nun Der wechsel ruhn, Und tag und naͤch⸗ te weichen? Wenn erscheint denn jener tag, Welchem nichts zu gleichen? II. Füͤhr uns von hier, O GOtt! zu dir, Uns, die wir hie noch wei⸗ nen, Dahin, wo dein sonnen⸗Hlanz Uns wird ewig scheinen. 12. Da sollen wir Der sonnen zier Und freude nie verlieren; Denn das lamm ist selbst das licht/ Das die stadt wird zieren. 13. Halleluja! Ach waͤr ich da/ Wo alles lieblich klinget, Wo man ohn abwechselung Heilig! heilig! singet. 14. O JEsu du! Mein trost und ruh! Laß uns dahin gelan⸗ gen/ 11 Hlr den We 10 dit I. — 906 Lis . Til 0 6 Wchlf Wlen tuh es scha⸗ h sher Zvtd gra: Das shh, Ans. Wl, Bleib: Mit, Treue er N. Muls der Mhl schla U feind hme hülfe W ber JEsi Iamahl m. Rcy buing! MWhache mic Schließ: 0 Treue r JEs nsch un akicht dere e dilselh 0 fiht P ——— I dein Ert 9 0 Mhundqhin. I ben, WA WSoich u Vudhilf Eh Rescgn Hn, ib ud l 3daneste Bun Iprast 3 se attin X. 5 ie als a Dietath u eil ire. sol hun Vünt Venn cte Vecdea Ih re dit ke Wöodeih „0 scht e ( Ii ustd Ain 10 3 I H . D. Abend⸗Lieder. 6³⁰ gen/ Wo wir denn in deinem glanz Ewig vor dir prangen. D —9—. Mel. 8. JEsus 2r Li wh reuer JEsu! wache 83. NTD du, Denn jetzt geh sch, einzuschlafen: Gib mir und den meinen ruh, Bleib, o hirt, bey deinen schaafen: Schließ die thuͤren selber zu, Treuer JEsu! wache du. 2. Treuer JEsu! weiche nicht, Sonst wird grauen, furcht und schrecken, Das oft mit der nacht einbricht, Uns mit ach und weh erwecken: Bleib bei uns, o gna⸗ den⸗licht, Treuer IEsu! weiche icht. 3. Treuer JIEsu! steh uns bey⸗ Daß in uns der geist und glaube, Wenn wir schlafen, wacker sey, Und kein feind uns solchen rau⸗ be; Deine huͤlfe mach uns frey. Treuer IEsu! steh uns bey. 4. Treuer JEsu! koͤmmt es nu Einst einmahl mit mir zum ster⸗ ben: So bring mich zu deiner ruh, Mache mich zum himmels-— erben; Schließ mir selbst die —3 zu, Treuer IEsu, meine ruh! ů 5. Treuer JEsu! nimm zu dir Endlich mich und auch die mei— nen: Bricht dereinst der tag her⸗ für, Da du selber wirst erschei⸗ nen, Ach, so führ uns insgemein, Treuer IEsu! zu dir ein. Mel. IEsu deine heilge wunden. 8 Hh es ist von mei⸗ 9 4. nem leben Wieder⸗ um ein tag dahin: Lehre mich nun achtung geben, Ob ich froͤmmer worden bin? Zeige mir auch sel— ber an, So ich was nicht recht ge⸗ than: Und hilf mir in meinen sa⸗ chen Ein gesegnet ende machen. 2. Freilich wirst du manches finden, Das dir nicht gefallen hat: Denn ich bin annoch voll suͤnden In gedanken, wort und that; Und vom morgen bis jetzund Pfle⸗ get seele, hand und mund So ge⸗ schwind und oft zu fehlen, Daß es leider nicht zu zaͤhlen. 3. Aber, o du GOtt der gna⸗ den! Habe noch einmahl geduld. Ich bin freilich schwer beladenz Doch vergieb mir alle schuld. Dei⸗ ne grosse vater⸗treu Werde diesen abend neu; So will ich nach deinem willen Kuͤnftig mehr, als heut, erfuͤllen. 4. Heilige mir das gemuͤhte, Daß der schlaf nicht sůndlich sey: Decke mich mit deiner guͤte, HErr! dein engel steh mir bey. Schuͤtz und decke stadt und haus, Lsche glut und flammen aus, Laß mich morgen mit den meinen Nicht in noth und kummer wei⸗ nen. 5. Steure selbst den boͤsen leu⸗ ten, Die im finstern arges thun. Wollen sie sich gleich bereiten, Uns zu schaden, wenn wir ruhn: So zerstoͤhre du den raht, Und verhindre selbst die that: Wend auch alles andre schrecken, Das der satan kann erwecken. 6. HErr! dein auge geht nicht unter, Wenn es bei uns abend wird; Denn du bleibest ewig mun⸗ ter, Und bist selbst der gute hirt, Der auch in der finstern nacht Ueber seiner heerde wacht(/ Darum hilf uns deinen schaafen, Daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn gesund er⸗ wachen, Wenn es rechte zeit wird— seyn, Richte selber meine sachen Blos zu deinen ehren ein. Doch bestimmst du, lieber GOtt! Mir noch heute meinen tod; So befehl ich dir am ende Leib und seel in deine haͤnde. Mel. 64⁰ Abend⸗ Lieder. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. 8 Ott lob! der tag 9 5. ist nun beschlossen, Die ruͤhe-stunde stellt sich ein. Viel gutes hab ich heut genossen, Gott muß dafuͤr gepriesen seyn. An Gott und an sein lob gedacht/ Bringt eine rechte gute nacht. 2. Des leibes arbeit geht zu en⸗ de: Die seele nimmt das ihre vor. Mein Gott! ich hebe herz und haͤnde In JEsu nun zu dir empor: Weil ich dich vater nennen kann, So nimm mein kindlich opfer an. 3. Der tag verstreichet ohne pla⸗ gen, Der abend bricht vergnuͤgt herein. Muß mancher uͤber un⸗ gluͤck klagen; So kann ich gutes muhtes seyn. Dein aufsehn schützt mich vaͤterlich, Und deine liebe eroͤnet mich. 4. Nun GOtt! vom grunde meiner seelen Stimm ich ein lob⸗ und dank⸗lied an. Gern wollt ich alles das erzaͤhlen, Was deine hand an mir gethan; Doch, lieber Gott! unzaͤhlig ist Was seel und leib von dir genießt. 6. Ach nur vergib mir alle suͤn⸗ de! Mein JEsus nimmt die schuld auf sich; Darum in diesem dei⸗ nem kinde, Getreuer GOtt! er⸗ barme dich! Ich weiß, du gehest mit mir nicht Um Christi willen ins gericht. 6. Drauf schlaf ich unter deiner liebe, Und was mir lieb, befehl ich dir. Siehts um mein lager schwart und truͤbe; So leuchte nur dein licht in mir, Das nacht und dunkel lichte macht, Und mich mit vater⸗treu bewacht. 7. Wolan ich will der ruh ge⸗ niessen; Soll diese nacht die lezte seyn, Da ich mein leben muß be⸗ schliessen; So geb ich mich von herzen drein. Das leben ist mir kein gewinn, Als bis ich wol ge⸗ storben bin. 8. So geb ich mich in deine haͤnde, Ich leb' und sterbe, wie du willt. Ich weiß, daß aus dem le⸗ bens⸗ende Des rechten lebens an⸗ sang quillt. So schlaf ich nun auf IEsum ein; So muß mein schlaf gesegnet seyn. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛe. Ott lob! es ist 986. Goon meinemleben Nun abermahl ein tag vorbey. Die stille nacht hat mich umge⸗ ben, Und macht mein herz von sorgen frey. Dis ist mein trost, der mich erfreut: Stets naͤher zu der ewigkeit. 2. Ein jeder abend kann mir zei⸗ gen, Es werde sich mein lebensz⸗ licht Zum stillen todes⸗abend nei⸗ gen. Dis ist mein trost und schreckt mich nicht: Ich komm aus dieser kurzen zeit Stets naͤher zu der ewigkeit.. 3. Ob sich gleich leib und seele scheiden, Und meines leibes kleid zerreißt; Wird JEsus doch die seele kleiden Mit dem, was un⸗ verweslich heißt. Dis ist mein ziel bey freud und leid: Stets naͤher zu der ewigkeit. 4. Ich finde nur im kuͤhlen gra⸗ be Das beste bette meiner ruh. Und wenn ich ausgeschlafen habe, Fuͤhrt JEsus mich dem himmel zu. So bringt mich jeder blick der zeit Stets naͤher zu der ewigkeit. 5. So lieg und schlaf ich gant mit frieden, Dieweil mein hirt selbst bey mir wacht. Von JEsu bleib ich ungeschieden Auch in der lezten todes⸗nacht. Er lenket meiner tage zeit Stets naͤher zu der ewigkeit. 6. So kommt ihr sanften abend⸗ stunden schließt euch iu! Die seele ruht in Christi wunden, So bahech ei Ihr muͤden augen 10 Alsithene Wael. Weot uf i il V. Ashter Aehan. Heit I Aang: Wiann Ile ünd s ale sch msbürgen! Hndkann. Hhemich i , unt Mste deine scher r 05 fn auharmen li Ie mich Ih Hurch d Ihdßdes te Ilh Mit nie Ihlnucht. Ahhe Satan Il Me mich: 2 Wsuuche gu Ahshlafe gi tuh, N Mn. E ntsi D mich u W —) RW uahh A Mionh +— Malh + O Ien. Wthun mz Ainh E se schz IIII e u IHI LIU IöII E E A . Abend⸗Lieder. 641 leibauch seine ruh. Mein wunsch! 8. Worum ich dich jezt gebe⸗ und ziel ist jederteit: Stets naͤher zu der ewigkeit. Mel. GOtt des himmels und ꝛc.f a ich mich zur ruh 87. Dwil legen, GOtt! so denk ich erst daran, Wie mir dein gewuͤnschter segen Heute so viel guts gethan. Nun in Christo opfern dir Geist und lippen dank dafuͤr. 2. Segne mich mit neuen gna⸗ den/ Segne mich mit neuer huld: Laß mir keine suͤnde schaden, Und erlaß mir alle schuld: JEsum nimm zum buͤrgen an, Der bezaͤh⸗ len will und kann. 3. Segue mich in meinem schla⸗ fe: Gib, daß unter deiner hut, Treuer hirte deiner schaafe! Leib und seele sicher ruht. O! wie schlaͤft sichs so vergnuͤght, Wenn man dir in armen liegt! 4. Segne mich mit schutz und schirmen Durch die engel deiner wacht; Daß des teufels wuht und suͤrmen Mir nicht furcht und schrecken macht. Ich bin dein, so hat bey dir Satan auch kein theil an mir. . Segne mich an meiner haa⸗ be; Weil du deine freunde liebst, Und so manche gute gabe Ihnen iohh auch im schlafe giebst: Also wirf h mir in der ruh, Was mir gut und h% nuͤtzlich, zu. 6. Segne mich mit kraft und staͤrke, Segne mich auf kuͤnftgen tag,/ Daß ich meines standes werke Frisch und froh verrichten mag; Daß denn alles wol gelingt, Was die arbeit mit sich bringt. 7. Segne mich mit langem le⸗ ben, So mirs anders selig faͤllt. Alles sey dir übergeben, Und ge⸗ 3% lassen heimgestellt. Wie du willt, so schicks mit mir; Denn ich leb nd sterbe dir. ten, Laß, mein GOtt! erhoͤret seyn. Morgen will ich vor dich treten, Und mich dankbar druͤber reun. Nun, mein leib, so lege Wich Schlafe wol! GoOtt segnet rich. — Mel. HErr unser GOtt beherrsch. ie sonn hat sich mit 98 8. D ihrem glanz ge⸗ wendet, Und ihren lauf auf diesen tag vollendet: Die dunkle nacht dringt allenthalben zu, Bringt I vieh und alle welt zur ruh. . Ich preise dich, du HErr der naͤcht' und tage! Daß du mich heut für aller noht und plage Durch deine hand und gnaden⸗ reiche macht So unverletzt und sicher durchgebracht. 3. Vergib, wo ich bey tage so gelebet, Daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet. Laß alle schuld durch deinen gnaden⸗schein In ewigkeit bey dir erlassen seyn. 4. Schaff, daß mein geist dich ungehindert schaue, Indem ich mich der truͤben nacht vertraue; Und daß der leib auf diesen schwe⸗ ren tag Sich seiner kraft fein sanft erholen mag. „Vergoͤnne, daß der lieben en⸗ gel scharen Mich fuͤr der nacht der finsterniß bewahren; Damit ich fuͤr der list und tyrauney Der feinde nun im schlase sicher sey. 6. HErr! wird mich einst die lange nacht bedecken, Und in die ruh des tiefen grabes strecken; So blicke mich mit gnaden⸗augen an, Falg. ich licht im tode nehmen ann. 7. Laß mich hernach, zugleich mit allen frommen, Zu jenem glanz des andern lebens kom⸗ men, Allwo du uns den grossen tag Ss be⸗ 642 Abend⸗ Lieder. bestimmt, Dem keine nacht licht/ glanz und klarheit nimmt. 8 Chris der du bist der 9. helle tag„Vor dem die naächt nicht bleiben mag! Du leuchtest uns vom vater her, Und bist des lichtes prediger. 2. Ach lieber HErr! behüt uns heint In dieser nacht fuͤr'm boͤsen feindUnd laß uns in dir ruhen Pun Und fuͤr dem satan sicher eyn. 3. Ob schon die augen schlafen ein, So laß das herz doch wacker seyn: Halt uͤber uns dein rechte hand, Daß wir nicht falln in sůnd und schaͤnd. 4. Wir bitten dich, HErr JE⸗ su Christ, Behuͤt uns für des teufels list! Der stets nach unsern seelen tracht't, Daß er an uns nicht habe macht. 4. Sind wir doch dein ererbtes gut, Erworben durch dein theu⸗ res blut: Das war des ewgen vaters raht, Als er uns dir ge⸗ schenket hat. „6. Befiehl dem engel, daß er komm Und uns bewach dein eigen⸗ thum: Gib uns die lieben waͤch⸗ ter zu, Daß wir fuͤr'm satan haben ruh. 7. So schlafen wir im namen dein, Weil deine engel bey uns seyn: Du heilige dreyeinigkeit, Wir loben dich in ewigkeit. hriste, der du bist tag 90. Cund licht, Vor dir ist/ HErr! verborgen nichts: Du vaͤterlichen lichtes glanz! Lehr uns den weg der wahrheit ganz. 2. Wir bitten dein' goͤttliche seyn. HErr Christ! Daß uns nicht schad des feindes list Das fleisch in züͤch⸗ ten reine sey: So sind wir man⸗ cher sorgen frey. 4. Wenn unsre augen schlafen ein, Laß unser herz doch munter Beschirm uns, Gottes rechte hand! Und loͤs' uns von der 7. Beschirmer deiner christn⸗ heit, Dein hülf sey uns allzeit suͤnden band. bereit: Hilf uns, HErr GOtt! aus aller noht, Durch deine wun— den, pein und tod. 6E. Gedenk der schweren deit, HErr Christ! Darinn der leib ge⸗ fangen ist, Die seele, die du has erloͤst, Der gib, o JEsu! deinen trost. *7. Gott vater, dir sey lob und preis, Und deinem sohne gleicher weis, Des heilgen geistes guͤtigkeit Sey bey uns bis in ewigkeit. * Wun ruhen alle waͤl⸗ 99 I. N der, Vieh, men⸗ schen, staͤdt und felder, Es schlü⸗ fet diese welt: Ihr aber meiue sinnen Auf, auf! ihr sollt begin⸗ nen, Was eurem schoͤpfer wo gefaͤllt. ö 2. Wo bist du sonne blieben Die nacht hat dich vertrieben, Di⸗ nacht, des tages feind: Fahr hin! ein andre sonne, Mein Jesui meine wonne, Ist der in meinem herzen scheint. 3. Der tag ist nun vergangen, Die güͤldne sterne prangen An blauen himmels⸗saal: Also werd ich auch stehen, Wean GOtt mich heisset gehen Zum himmel aus macht, Behuͤt uns heint in die⸗(dem jammerthal. ser nacht: Bewahr uns doch fuͤr allem leid, GOtt vater der barm⸗ herzigkeit! 3. Vertreib den schweren schlaf, 4. Der leib eilt nun zur ruhe, Legt kleider ab und schuhe: Das bild der sterblichkeit Zieh ich nun aus: dagegen Wird Christus 10 anle⸗ n Fund Rah vird U ltin dar Waugs H Ho sN Mhlt dend lden Allleuschag Wosel! Wiusdin Anae frs Alhlin e Wshling Rhen: IE Wsshn. 10 tuch, What keis, il, nocs Aslgchtz Lfe. Ichlscha —— Rher unz 105 Hei a het fürg sr fal In vun Lungattze Ihn heilg Imd hn dun 39513 Hlicht Sefg Allbsorte Iih, O Ha an WR sind — Da WisSul S Ckeh. usen e cun e lt 3 rnt N. —— 2—.—— — τυ—— 1 1 510. —— 10** Abend⸗Lieder. 6⁴³3 anlegen Den rock der ehr und herrlichkeit. g. Das haupt, 3. Doch bin ich gar nicht engel⸗ rein, Ich find, o JEsu! stets die fuͤß und haͤn⸗ das mein: Den alten Adam ich de Sind froh, daß nun zum ende noch spuͤr, Der mich anreizet fur Die arbeit kommen sey: Herz/ freu dich! du sollt werden Vom elend dieser erden, Und von der sunden⸗ arbeit frey. ö 6. Nun geht, ihr matte glie⸗ der! Geht hin, und legt euch nie⸗ der, Der betten ihr begehrt. Es kommen stund und zeiten, Da man euch wird bereiten Zur ruh ein bettlein in der erd. 7. Mein' augen stehn verdros⸗ sen/ Wie bald sind sie geschlossen Wo bleibt denn leib und seel? Nimmm sie zu deinen gnaden, Sey gut fuͤr allen schaden, Du aug' und WI 2 ö Mwi s : N / usth eun . INI ith I ———— —— —3—3— — waͤchter Israel! 9. Breit aus die fluͤgel beide, O JEsu, meine freude! Und nimm dein küchlein ein. Will satan mich verschlingen; So laß die engel singen: Dis kind soll un⸗ berletzet seyn.. 0 9. Auch euch, ihr meine lieben! Soll heint kein leid betruͤben, Kein unfall, noch gefahr. GOtt laß euch selig schlafen, Stell euch die guͤldne waffen Ums bett und seiner engel schaar. Mel. Vater 09 50 im birlle ch danke dir, lieb— 90 2. J reicher GOtt Daß du mich heut für schand und spott Und schweren faͤllen hast behuͤt't: Es koͤmmt von deiner gnad und guͤt. Mein ganz verderben ist aus mir, Mein heil koͤmmt, HErr! allein von dir. z. Wenn du nicht haͤttest mir gereicht, HErr! deine hand, war ich gar leicht Gefallen auch so tief in suͤnd, Als sonsten manches men⸗ schen⸗kind. Ohn' deine huͤls' und gnaden ⸗hand Faͤllt auch der stoͤmmst' in suͤnd und schand. und fur, Daß ich mein herz, be⸗ gierd und sinn Zur eitelkeit soll neigen hin. 4. Ich klag an mein unachtsam⸗ keit Vor dir/ o GOtt! mit reu und leid; Wie du auch alles selbst ge⸗ sehn, Was oft aus schwachheit ist geschehn. Den innern menschen hab ich nicht Mit fleiß verwahrt nach meiner pflicht. 9. Den sinnen hab ich oft zu weit Den zaum gegoͤnnt zur eitel⸗ keit. Ich habe viel geredt, ge⸗ dacht, Gehoͤrt, gesehen und voll⸗ bracht, Das mir nicht wol gestan⸗ aun an, Und ich nicht alles wissen ann. 6. Aus gnaden alles mir ver⸗ gib, Berbrenns im feuer deiner lieb'. Du bist voll heiligkeit und gnad, Was mir noch fehlt, fuͤr mich erstatt. Dein blut mich wa⸗ sche, daß ich werd So rein, wie mich dein herz begehrt. 7. Ich dank auch, liebster IJEsu! dir Fuͤr alle gnade, die du mir Erzeiget hast von grosem auf, Bis diese stund in grossem hauf. Du hast mir so viel guts gethan, Daß ich nicht alles zaͤhlen kann. 8. Ich bitte, halt auch gnaͤdig⸗ lich Dein auge offen uͤber mich, Daß mich der feind mit list und macht Nicht überfall in dieser nacht. Fuͤr ungluͤck schuͤtze seel und leib, Gefahr und noht weit von mir treib. 9. Gib, daß ich nach gepflogner ruh Erwach, aufsteh und freudig thu, Was du, HErr! anbefohlen mir, Und einen guten wandel fuͤhr. Steh mir mit deinem geiste bey, Daß nichts verdammlichs an mir sey. Ss 2 10. Fuͤr 644 Abend⸗ Lieder. 10. Fuͤr einem boͤsen schnellen tod, Ö du liebreicher frommer GOtt! Mich heut und jederzeit bewahr, Laß bey mir seyn der en⸗ gel schaar, Daß satanas und sein 0 An mir ia keine macht nicht find.— 44½ n el. JEsu meines lebens ꝛc. 550 Dꝛ laͤßt mich die 9 3 nacht 2398 Das tt/ der mein erretter ist! Da mmir ein neues zeichen, Daß du treu und gnaͤdig bist, Laß anizt mein schwaches singen Durch die truͤbe wolken dringen⸗ Und sey gegen diese nacht Ferner auf mein heil bedacht. 2. Neige dich zu meinem flehen, Und verstoß mein opfer nicht: Hab ich gleich sehr viel versehen, Und viel boͤses ausgericht't: So ver⸗ fluch ich meine suͤnden, Und will mich mit dir verbinden. Reiß du nur aus meiner brust Alle wurzel boͤser lust. 3. HErr! es sey mein leib und leben Und was du mir sonst ge⸗ schenkt, Deiner allmacht uͤber⸗ geben, Die den himmel selbst um⸗ schraͤnkt. Laß um mich und um die meinen Einen strahl der gna⸗ de scheinen, Der, was deinen na⸗ men tragt, Als dein gut iu schuͤtzen egt. 95 Laß dein heil mich lezt be⸗ thauen, Gib mir dessen uͤberfluß. Schuͤtze mich fuͤr angst und grau⸗ en, Wende schaden und verdruß, Brand und sonst betruͤbte faͤlle: Zeichne meines hauses schwelle, Daß hier keinen jener schlag Des verderbers treffen mag. X. B. Mos. 12, 29. 4. Wirke selbst in meinen sin⸗ nen, Steh mir auch im dunkeln bey, Daß mein schlafen und be⸗ ginnen Dir auch nicht zuwider sev. Laß mich ietzo schon auf erden Einen solchen tempel werden, Der nur dir, und nicht der welt, Ewig licht und feuer haͤllt. 6. Geht ihr meine muͤde glie⸗ der! Geht und senkt euch in die ruh: Reget ihr euch morgen wie⸗ der; Schreibt es eurem schöͤpfer zu, Der 1 treue wacht gehalten: Müßt ihr aber heint erkalten, Wird des bittern todes pein Doch der seelen vortheil seyn. Werde munter mein 9 94. Wé gemuͤhte, Daß ich tret zu GOtt herfuͤr, Und noch preise seine gute, Die er heut ge⸗ than an mir: Da er mich den gan⸗ zen tag Fuͤr so mancher noht und plag/ Fuͤr betruͤbniß, schand und ben Treu behuͤtet hat in gna⸗ en. z. Lob und dank sey dir gesun⸗ gen, Vater der barmherzigkeit! Daß mein werk durch dich gelun⸗ gen, Daß du mich fuͤr allem leid, Und für suͤnden mancher art Go gar vaͤterlich bewahrt, Auch den seind hinweg getrieben, Daß ich unbeschaͤdigt blieben. 3. Keine zunge kann aussprechen Deine guͤt und wunderthat: Kein mensch kann jemahls ausrechnen, Was dein' hand erwiesen hat. Deiner wolthat ist zu viel, Ihr ist weder maaß noch ziel; HErr! du hast mich so gefuͤhret, Daß kein unfall mich beruͤhret. 4. Dieser tag ist nun vergau⸗ gen, Und die dunkle nacht bricht ein: Nach dir, GOtt! ist mein verlangen, Dein licht kann nur mich erfreun. Stehe mir, o va⸗ ter! bey, Daß dein glanz stets vor mir sey, Und mir auch im fin⸗ stern scheine; Denn ich hoff auf dich alleine. . HErr! verzeihe mir aus gnaden Alle sund und missethat/ Womit sich mein herz Wl 1 aletei uhh beyt islulhier: sasll, Daß! + Ns 1el Mdott mé dißetm. Wataugt, Ainichdich Inehr ve s dich n hlt kine I an die ta j die aug ssuch mei 6 zu dir: Wcanken, se hrt dal Aul dir abt Rhafauch s nich Mn sanft MHgßbers⸗ Wi gus gr sum ut lich h ,Fetäan ö 1 Wshag ges aewaht „Chihe u 1 XD A j Dund Und dich hoch erzuͤrnet hat r 1 ö— Wuchthn des satans list und tück 4.—— Laß mich krankheit nicht aafwe⸗ Vas durch deine kraft zurü 6 tt!ken. Treibe wes des krieges schall: t unn ihm ja nicht gelingen Mich 4as Wend ab seur eun wassers⸗noht, angst und noht zu bringen ich in Pes und posen EVPnetentwz Laß .. Bin ich gleich vondir geni⸗ michnichtiusuidenerom/ Nuch Wit ch chen; Stell ich mich d 2 geni, an leib und seel tt Hutte ein: Hat uns doch dein hnurr⸗e, Was du grosser GOtt! erho⸗ b glichen Durch sein augst und 10⸗ E„Was dein kind gebeten hat. Eensth des⸗pein; Ich verleugne nicht die IEsu! den ich allzeit ehre, Bleibe Aithäl schuld, Aber deine gr d und l ie doch mein schutz und rahti r du „a Iit viel grösser as diz su huld wehrter heilger geist! Starke du 11— Wel Hesich inmir behnde— mich allermeist. HErr! erhöre dis U 7. O du licht der fromme mein flehen! Amen, ja, es soll leni O du glant der ewigkei 1Sir geschehen. dii. wilich mich gant befeh len Btehe site.Ay efehlen Diese en nacht und Alezeit: Bleibe noch, Mel. Aus tiefer noht schrey ich ꝛc. Donuch mein GOtt! bey mir In dem fin⸗ ch dank dir/ vater: Ih dantr lebt, Daf Troͤste mich mit. denn du hast Die chen deiner liebe, Daß kein unfall mich nacht⸗zeit dey dem tage Erschaf⸗ betruͤbe. fen frey von sorg und last, Von ounlt. 8. Für des teufels strick und arbeit, noht und plage; Daß man n neden Gott mein vater! mich sie bring in stille zu⸗ Und vieh V bewahr, Daß er mir nicht kann iu⸗ und menschen ihre ruh Zur leibes⸗ Wii Uhr. Mit angst, unglück und ge⸗ nohtdurst haben. Hert sahr. Laß mich dicho wahres licht!. Err! deine weisheit, güt Hehu Nimmermehr verlieren nicht: und macht Ist nimmer zuergrun⸗ Denn wer dich nur hat im her⸗den: Du hast es alles wol bedacht ien, Füͤhlet keine seelen⸗schmer⸗ Wie wir es oft empfinden. Gib⸗ ein zen. daß ich dich je mehr und mehr Er, Wenn die tages⸗ werke ma⸗kenne, und dein lob und ehr Bey e udich de die augen schlafen ein;tag und nacht ausbreite. aß ich doch mein herz stets wa⸗3. Fezt preis' ich dich insonder⸗ 66 Und zu dir gerichtet seyn: heit Daß du aus lauter gnaden bun gedanken, seel und sinn Ge⸗ Mich und die meinigen auch heut uchts oͤn die dahin, Daß mich Bewahrt. für allem schaden; Daß pat deini von dir abtreibe, Und ich deine kreu verhutet hat, Daß ich a Laß wrich bleibe. in schand. und missethat Nicht dt pft der aß mich diese nacht em⸗ groͤblich hin gerahten. AW Werübef la sanft und süsse ruh: 4. Wobey ich doch nicht leug⸗ mi 0 0 laß verschwinden, Deck nen kann, Daß ich viel guts gelas⸗ 3 und see st aus gnaden zu. Leih sen; Hintese aber das gethan, a neu eele sinn und muht Auch Was du befiehlst zu hassen Ich Den Nundi verd haab und gut, habe nicht so immerfort/ Wie mir 50 Innder* Danssenn(*Ehgatt, gebeut dein heilig wort, Untade⸗ . i. deuen sch genossen, Seyn in lich gewandelt. n. utz geschlossen. Was aber noch versehen ist/ N. 110%6 7 lch hewahre mich fuͤr schrek⸗ Und wo ich ausgeschritten; Das h ken, Schuͤtze mich fuͤr uͤberfall. W6 IEsus Christ/ Als 6 3 er h 646 Aben d⸗Lieder. er am ereuz gelitten; Um dessen willen, HErr! verzeih Mir alle sünden, und verleih, Daß ich mich taͤglich beßre. 6. Nun stehet noch, o HErr: zu dir Mein herzliches verlan⸗ gen, Du wollest nun auch seyn bey mir Jezt, da der tag vergan⸗ gen, Und mir leib, seele, sinn und muht, Mein ehre und mein haab und gut In diꝛser nacht be⸗ huͤten. 7. Du wollest fuͤr dem argen feind In deinen schutz mich fassen; Daß er, und die sein anhang seynd, Mich stets zufrieden lassen: Mich auch fuͤr schnellem boͤsen tod, Fuͤr feuer und fuͤr wassers⸗noht Und allem leid beschirmen. 8. Erhalt durch deine gnaden⸗ hand, Zu deines namens ehren, Die mir mit freundschaft sind verwandt, Und sonst mir angehoͤ⸗ ren; Gib, daß die nacht und im⸗ merdar Dein heilger engel uns shoden Fuͤr unfall, noht und 5. 5 79. HeErr! laß mich ruhig schlafen ein, Hilf, daß mich nichts erschrecke: Und wenn die rechte zeit wird seyn, Alsdenn mich wie⸗ der wecke; Daß ich an meine ar⸗ beit tret, Wenn ich zuvor durch mein gebet Dir meine werk be⸗ fohlen. 10. Verschmaͤh, o GOtt mein vater nicht Mein seufzen, bit⸗ ten, flehen; Laß JEsu, mich dich, wahres licht! Auch in dem fin⸗ stern sehen: O heilger geist! am lezten end Mit deinem trost dich zu mir wend, Daß ich drauf sanft einschlafe. Mel. O Goᷣott du frommer ꝛe. 996 Err mein Gott! lehre mich Stets werd ich klug, Und scheue mich zu fehlen. Es ist nun abermahl Ein stuͤck des lebens hin, Daß ich dem richter⸗stuhl Schon etwas naͤher bin: 2. Vor diesem soll ich nun, Was ich im ganzen leben Geredt, ge⸗ dacht, gethan, Genaue rechnung geben: Hilf, daß ich dir anjezt, Zu meiner seelen⸗ruh, Noch erst mit buß und reu Durch Christum rechnung thu. 3. Komm, meine seele! komm, Wir wollen uns selbst richten, Und auf mein heutig thun Mit wahrer sorgfalt dichten. Schohn deiner selber nicht, Durchsuch es sia mit fleiß, Und denke, daß es Gott Und dein gewissen weiß. 4. Fang von dem morgen an, Betrachte zeit und stunden, Die dir den tag hindurch, Bis diese zeit verschwunden. Fingst du mit heten an? Und lobtest du den tag Den HErren deinen Gott Beh jedem glocken⸗schlag? 6. Steht auch dein tauf⸗bund fest? Und dachtest du mit freuden An Gottes gnaden⸗geist? Mit dank an Christi leiden? Hast du Gott treu geliebt? Den nach⸗ sten, gleich als dich? Warst du auch fromm, gerecht, Und keinen aͤrgerlich? 6. Hast du kein faul geschwaͤz Kein fluchen angefangen? Erwe⸗ ge wo du warst, Mit wem du um⸗ gegangen? Ob du auch GOttes wort Geliebet, gern gehoͤrt; Dich darnach eingericht't, Und GOtt darnach geehrt? 7. Hast du im glauben so, Alz gor dem HErrn, gewandelt? Mit will⸗ und wissen auch Nicht wider ihn gehandelt? Wie? oder lich, test du Den alten suͤnden⸗wust; Vergnugte sich dein her An schnö⸗ der fleisches⸗lust? meine tage zaͤhlen: Denn also hne dank Des 8. Hast du wol ohne 56 W gel + t hn ul hust Ind Agbt, MWaclebet Ihtt. Altt, I aih Lel i auc! Hslhuont; iß U mishnetk agsucht/ de demt AMHru gei ullh/ 00 Mkegrüget hhu seilt! Wndgabe! alt, And Aldichder Ichtkomm WW ifunt Mht so he Hhmz De Wult, An Mdleicht/ Moshlecht Ihl Meine Waherzahl Ahit doch, X W Jchni ols htek, u Milchekt. u ase ni Auct de Ied de Ahhse: aofh Vschnich WE 648 Abend⸗ Lieder. Laß ihn um mein bette siehen, Und so schuͤtze meine ruh. Laß mich un⸗ ter deinem schutz Wider satans list und trutz Durch den glauben tapfer siegen, Und die nacht fein sicher liegen. 3. Wend, o treuer menschen⸗ huͤter! Schaden, noht, gefaͤhr⸗ lichkeit. Halte haabe, haus und guͤter Diese nacht in sicherheit. Vimm dich meiner gnaͤdig an, Daß mir ja nichts schaden kann. Laß die treuen engel⸗scharen ren, und was nur mein, bewaͤh⸗ ren. 4. Sollt auch dein gerichte kom⸗ men/Sollt es diese nacht geschehn: HErr! so laß mich mit den from⸗ men Diese nacht zum himmel gehn. Laß mich dir zur rechten seyn, Sprich dis urtheil: komm herein, Du getreuer knecht! zum leben, Wo die frommen ewig schweben. 4. Oder reissest du den faden Meines lebens diese nacht; HErr; so habe doch aus gnaden Auf mich armen treulich acht. Nimm mich nur im glanben hin, Wenn du willt: denn ach! ich bin Willig, zu den himmels⸗freuden In dir, hei⸗ land! abzuscheiden. 6. Ist es aber auch dein wille, Daß ich heint noch leben soll; Ach so schlaf ich sauft und stille, Denn in JEsu ruh ich wol. Laß mich morgen frisch aufstehn, Und an meine arbeit gehn, Die du mir in diesen tagen Zu verrichten aufge⸗ 7. Hierauf geh ich nun zu bette, Schlafe, IEsu! auf dein wort, Kleb an dir als eine klette Schla⸗ fend, wachend, fort und fort: Weil mein herz bestaͤndig glaͤubt, Daß es fest dabey verbleibt, Daß du uns willt selig machen, Ob wir schlafen oder wachen. Abend⸗Lted am Sonnabend. Mel. Herilich thut mich verlang. ie woche geht zum 998. D ende, Nicht aber GoOttes treu: Denn wo ich mich hinwende, Da ist sie immer neu. Die zeit kann wol verschwinden, Nur GoOttes güte nicht; Sie laͤßt sich taͤglich finden, Und giebt mir trost und licht. 2. O gnaͤdigster erhalter Von allem was ich bin! Hoͤr meines mundes psalter, und nimm mein opfer hin Fuͤr alle gnaden⸗gaben, Die nicht zu zaͤhlen seyn; Denn was wir menschen haben, Ist, hoͤchster! alles dein. 3. Die ganze woche zeuget Von deiner guͤtigkeit, Die du zu mir geneiget. Ja meine lebens ⸗zeit Vom ersten wasser⸗bade Bis diesen augenblick Ruhmt deine wunder⸗ gnade Im gluͤck und ungeluͤck. 4. Allein mein herie bebet, Wenn es zurucke denkt, Wie uͤel ich gelebet Und dich, mein GOtt! gekraͤnkt? Je mehr du mich gelie⸗ het, Und meiner hast verschont; Je mehr ich dich betruͤbet Und nur mit haß belohnt. ö 8. Straf nicht in deinem grim⸗ me, HErr! meine missethat. Weil deine vater⸗stimme Mich selbst ge⸗ rufen hat; So schrey ich um er. barmen: Erbarm dich uͤber mich! Ich fall dir in die armen/ Ach scho⸗ ne gnaͤdiglich! 6. Mein glaube heißt mich hof⸗ fen, Es sey durch Christi blut Ein neuer bund getroffen, Und alles wieder gut. Drum will ich dir ge⸗ loben Von nun an treu zu seyn; Dein guter geist von oben Wird hiertu kraft verleihn. 7. Ich bin dein kind aufs neue: Drum gid, daß diese nacht Mich auch dein schutz erfreue, Der alles sicher macht: Ich werde gleichsam sterben Der schlaf ist wie ein J0 — V 1 slichil sne hh,mai shslen⸗ mosnich so siht lige Hel hit. h Oed H irt Hosein ut Der . 10H˙tt 50 Wgeness s schbei M: Diri Mhse lehtt e uf ish. h daß Wtdnunge I% müh A Hlucke. L Aht Mit fa FHenug, d Auheruf ge Hbahre n Wald ahtt A tiglid sisir motg anttheil dach me Ihher liche achsithr Mͤale mei um Aund Mhein edde. T Wuf uwicht t uhe g m Zaund Ainden g . 1 Si O h e il. d, U 0. Zuschen en. et st, i aserhz hnt cuh Inen Prückehch u dihe e mehrh enner Hin ich hah hnt. icht i inen immed ⁰ shh e 0 Purhott W ll U S Vhe + Berufs⸗ und Standes⸗Lieder. 0⁴0 Doch kann ich uicht verderben; Du lebst in mir, mein GOtt! 8. Ja du, mein GOtt! wirst wa⸗ chen/ Ich werde ruhig seyn; So mag der hoͤllen⸗rachen Sein gift nur auf mich speyn: Dein kind wird sicher liegen, Als wenns im himmel waͤr. Will mich der feind Lr Deckt mich der engel er. 9. Du wirst auch die versor⸗ gen, Die mein und deine seyn: So werden wir uns morgen In deiner kraft erfreun; Wir werden opfer bringen, Und deiner gnaden⸗macht Mit herz und mund lobsingen, Die uns so treu bewacht. 10. Soll dis in diesem leben Die lezte woche seyn; Will ich nicht widerstreben, Und mich im geiste freun Auf jenen feyerabend, Den Christi tod gemacht: Und diese hoffnung habend Sag ich nun: gute nacht! IX. Berufs⸗Standes⸗und Reise⸗Lieder. I. Fuͤr jeden Stand insgemein. Mel. O GOtt du frommer ꝛe. G der uns 9. nach dem fall Die arbeit ugemessen, Der uns das brot im schweiß Des augesichts heißt essen: Dir ist der müssiggang, Der boͤses lehrt, verhaßt, Dem satan eine lust, Dem naͤchsten eine last. Mel. Werde 4 1910 3 rr! nichts kann 1000. auf dieser erden Von uns menschen insgemein Ohne dich verrichtet werden, Oder wol⸗gedeylich seyn. Steht uns deine gnad und treu Nicht in allen werken bey; Ach! so wirds in allen dingen Anders nicht als z. Gib, daß ich willig mich In deine ordnung schicke, Und unter meiner muͤh Auf deinen raht⸗ schluß blicke. Wird gleich mein angesicht Mit saurem schweiß be⸗ netzt; Genug, daß du mich selbst In den beruf gesetzt. 3. Bewahre nur mein heri Fuͤr bauch⸗und nahrungs⸗sorgen. Gib mir mein taͤglich brot, Und sorge selbst fuͤr morgen; Laß mich an meinem theil Das meine fleissig thun, Doch mein vertrauen stets In deiner liebe ruhn. 4. Ach soͤrdre, segens⸗GOtt! Die werke meiner haͤnde; Sey du mein A und O, Mein anfang und mein ende. Laß mich bey mei⸗ ner last Auf jenen sabbath sehn, Wo wir nach muͤh und kampf Zu deiner ruhe gehn. — misgelingen. 2. All mein thun und meine sachen, HErr! empfehl ich deiner treu. Du weißt alles wol zu ma⸗ chen, Drum steh m ir in allem bey. Laß mich deinen segen sehn, Laß mein werk von statten gehn, Und, wozu es angefangen, Sein er⸗ wuͤnschtes ziel erlangen. 3. Laß mich treulich alle pflich⸗ ten, Die mich mein beruf gelehrt, Immer unversaͤumt verrichten: Bilf mir thun, was mir gehoͤrt,/ Richte meinen ganzen sinn, Eifer, herz und fleiß dahin, Dir zu die⸗ nen, als dem hoͤchsten, Doch zu⸗ gleich auch meinem naͤchsten. 4. Hilf, daß ich durch muͤssig⸗ gehen Keine zeit verderben mag. Laß mich stets beschaͤftigt stehen; Hilf mir serner jeden tag, Als ein GOttergebner ehrist, Was in Ss 5 mei⸗ 6⁵⁰ Berufs- und Standes-Lieder. meinen kraͤften ist, Deiner ord⸗ nung nachzuleben, Alles mit dir anzuheben. ö 5. Laß dem satan nicht gelin⸗ gen Sein ihm vorgesetztes ziel/ Der mich um den himmel brin⸗ gen Und zur hoͤlle stüͤrzen will. Stehe mir, o vater! bey, Daß sein werk vergebens sey; Wehre seinem mord⸗beginnen, Laß ihn nichts an mir gewinnen. 6. Gib mir fleissig zu bedenken, Wozu ich gesetzet bin. Laß mich deinen geist stets lenken, Und re⸗ giere meinen sinn, Daß ich, als dein treuer knecht, gnaden⸗wille. 7. HErr! so wird es auch ge⸗ et ul Daß mir deine mildig⸗ eit Alles reichlich wird ersehen, Was mir nutzt in dieser zeit. Gib mir nur mein taͤglich brot, Und was mir zum himmel noht. Was mir nuͤtzlich auf der erden Und dort selig, laß mir werden. Mel. Wer nur den. ein es i 100J1. dein guter wille, Daß ich was gutes schaffen soll. Du giebest uns zwar hüll und fuͤl⸗ le, und machest alles segens⸗voll; Doch sollt du kraft dazu verleihn, So willt du angerufen seyn. 2. Gebet und arbeit bringt den segenUnd muͤssen stets beysammen stehn; So laß mich nun auf allen wegen In meines IEsu namen gehn; Mein auge heb' ich auf zu dir, Wirf einen blick herab zu mir. 3. Gib mir gemuͤhts⸗und lei⸗ bes⸗kraͤfte; Und staͤrke mich auf diesen tag, Damit ich die beruss⸗ geschaͤfte Mit freudigkeit verrich⸗ ten mag. Was mir zu schwer und Dein wort liebe, solches recht, Und so viel ich kann, erfülle; Denn dis ist dein 4. Laß mich in allen meine werken Auf deines namens chre sehn, Und das vor allen dingen merken: Nichts koͤnne sonder dich geschehn; Und so verdienst auch du den preis, Nicht aber unser schweiß und fleiß. ö Bewahre mich fuͤr hinder⸗ nissen, Die welt und teufel oͤfters macht: Und gib mir stets ein gut gewissen, Das auch bey saurer arbeit lacht. Bezaͤme du mein fleisch und blut, Wenn ihm die arbeit bange thut. 6. Gib mir auch ein vergnuͤgtes herze, Daß ich mit dir zufrieden bin, Und deinen segen nicht ver⸗ scherze Durch ungeduld und eigen⸗ sinn. Der ist gesegnet in der that, Der sein beschieden theil nur hat. 7. Vermehren sich gleich die be⸗ schwerden, Stellt sich dein segen nicht bald ein; So laß mich doch nicht muͤde werden: Die stunde will erwartet seyn, In welcher du nach hitz und last Den groschen mir bestimmet hast. 8. Und wenn du mir nun das gegeben, Was mir hie nuͤtz und selig ist; So laß mich deine gůt erheben: Weil du die segens⸗ quelle bist, Die man gar leicht ver⸗ stopfen kann, Nimmt man nicht alles dankbar an. 9. Die arbeit kann nicht ewig waͤhren, Es koͤmmt einmahl der ruhe⸗tag: Der wird die last in lust verkehren, Die uns hier auf dem ruͤcken lag; Da leget uns der tod ins grab, Und wischet schweiß und thraͤnen ab. 10. So werf ich nun in deinem namen Mein netz, wie du befoh⸗ len, aus“: Sprich du zu allem thun dein amen! Und mache lauter segen draus. Thu ich nicht muͤhsam deucht, Mach mir durch j einen reichen zug, 2 ich mit dir Ue. de L. II. Fuͤr deinen beystand leicht. doch stets genug. I ll. I h ½ 1², Wume el . Mhutt 0 Nuuer l sche/ h laß de hh serlet YMt seelen del rott. nilt spotten, Wschen trut , Hert Vd Unberdte Ahjtet sern Ascisen Lal 0 nd ernt 5 unsem he gnaden Ian gehn; hathlone, L n In sege dle, di Mhtrlich fü Auncht, d. Ilseh, Wir! I½ Eehr! Whshlecht. H vend ½/ feher, Ium, ges un des larder uicht uni Amiersegen Wxiiih uns Wal finde iu ult; e8 a Sichr t wst Ichungri hnd mrde Isn. Di⸗ it di sh I Hischgt I lt sch Co den , Ji I haf. nit x i mit l Duangen iimat . t kamt r Hit Dieh IIIN h Für die drey H. aupt⸗Staͤnde. 651 II. Fuͤr die drey Mel. Nun ruhen hdre, 58. ö Err! re, rr: 1002. erhoͤre, Breit deines namens ehre An allen or⸗ ten aus. Behuͤte die drey staͤnde Durch deiner allmacht haͤnde, Schuͤtz kirche, obrigkeit und haus. 2z. Ach! laß dein wort uns al⸗ len Noch ferner rein erschallen, Zu unsrer seelen nutz. Bewahr uns fuͤr den rotten, Die deiner wahrheit spotten, Biet allen dei⸗ nen feinden trutz. 3. Gib, HErr! getreue leh⸗ rer, Und unverdroßne hoͤrer, Die beyde thaͤter seyn; Auf pflanzen und begiessen Laß dein gedeyen fliessen, Und ernte reiche fruͤchte ein. 4. Gib unserm koͤnig gluͤcke; Laß deine gnaden⸗blicke Auf den gesalbten gehn; Schuͤtz ihn auf seinem throne, Laß seepter, reich 910 erone In segens⸗vollem glanze ehn. . Laß alle, die regieren, Ihr amt getreulich fuͤhren, Und schaf⸗ fe jedem recht, Daß fried und treu sich kuͤssen, Wir nichts als gnade wissen; Segn' uns als dein er⸗ waͤhlt geschlecht. 6. Ach! wend in allen gnaden Krieg, feuer, wasser⸗ schaden, Sturm, pest und hagel ab; Be⸗ wahr des landes fruͤchte, Und mache nicht zunichte, Was uns dein milder segen gab. 7. Verleih uns ruh und friede, Mach alle feinde muͤde, Gib uns gesunde luft; Laß noht und theu⸗ Haupt⸗Staͤnde. waisen Wollst du mit troste spei⸗ sen, Wenn sie zu dir um huͤlfe schreyn. 9. Sey vater aller kinder, Der schwangern ihr entbinder, Gib saͤugenden gedeyn; Zieh unsre zarte jugend Zur froͤmmigkeit und tugend, Daß sich die eltern ihrer freun. 10. Hilf, als ein arzt, den kranken: Und die im glauben wanken, Laß nicht iu grunde gehn. Die alten heb und trage, Auf daß sie ihre plage Und noht geduldig überstehn. 11. Bleib der verfolgten stuͤtze, Die reisenden beschuͤtze; Die ster⸗ benden begleit Mit deinen engel⸗ schaaren, Laß sie in friede fahren Zu zions freud und herrlichkeit. I2. Nun HErr! du wirst er⸗ fuͤllen, Was wir nach deinem wil⸗ len In demuht jezt begehrt: Wir sprechen nun das amen In unsers JIEsu namen, So ist gewiß der wunsch gewaͤhrt. Für die Obrigkeit. Mel. HErr Christ der einge ꝛc. Hobrigkeit Gott 1003. A setzet, Als seine ordnung/ ein: Wer sie nicht dafur schaͤtzet, Wird nicht ohn strafe seyn. Die GOttes stell verwal⸗ ten, Soll man in ehren halten, Der sie drum goͤtter nennt. 2. Was sie amts halber heissen, Muß man nicht weigern sich, Ge⸗ horsams sich befleissen; Sind sie re zeiten Sich nie bey uns aus⸗ gleich wunderlich. GOtt kann breiten, Wo man nach brot aus hunger ruft. 8. Die hungrigen erquicke; Und ihr herz bald lenken, Daß sie doch einst bedenken, Sie stehen unter GoOtt; bringe die zuruͤcke, Die sonst ver⸗ 3. Daß sie von ihrem leben, irtet seyn. Die witwen nebst den ch si icht, Einst Was hier durch sie geschich Hwere 1004. erden, Des hoͤch⸗ 0⁵⁴ Berufs⸗und Standes⸗Lieder schwere rechnung geben Dort müs⸗ sen vor gericht: Auf daß von ih⸗ nen werde Die anvertraute heerde Geliebet und gepflegt. ů 4. Durch sie uns GOtt verleihet Ruh, sicherheit und schutz: Wir sind durch sie befreyet Von boͤser ieute trutz: Es muͤssen, die uns hassen, Uns doch zufrieden lassen; Das schafft die obrigkeit. . Darum ihr auch gebuͤhret Schoß, schatzung, dienst und pflicht: Denn was ihr amt mit⸗ fuͤhret, Wird dadurch ausge⸗ richt't: Und soll mans auf begeh⸗ ren Ohn murren und beschweren Entrichten williglich. 6. Wenn man zu dienst nur ste⸗ het Vor augen und zum schein, Daß man der straf entgehet; Da ist das herz nicht rein. Der hat ein gut gewissen, Deß herz also be⸗ flissen, Daß es die obern liebt. *7. Ach HErr! verleih uns al⸗ len, Daß wir nach deinem wort Den obern zu gefallen Bereit seyn immerfort: Daß wir als treue glieder Dem haupt nie seyn zu⸗ wider, Das fuͤr uns sorgt und wacht. Durch list und rechtes schein: Ich haß den ubertreter, Und laß den m? Nicht bleiben hie bey ir. 4. Ein gottlos herz muß wei— chen, Den boͤsen leid ich nicht, Noch den, der pflegt zu schleichen, Daß er die leut vernicht. Bey mir kann nicht alt werden, Der stolt ist von geberden, Und hoch von muth und sinn. 6. Mein aug' im lande schauet Nach denen, welche treu: Mein herz dem diener trauet, Der GOtt fuͤrcht't ohne scheu. Die fal⸗ schen leut ich meide, Den luͤgner ich nicht leide In meinem haus bey mir. 6. Die bosheit thun und schan⸗ de, Vertilg ich allesam̃t; Ich jag sie aus dem lande, Und brauche bald mein amt: Die müssen von mir ferren Seyn aus der stadt des HErren, Die gerne uͤbels thun. *7. Gott! der du uns gegeben Christliche obrigkeit: Erhalt sie lang im leben Und deiner furcht allzeit. Gib ihnen kraft und gna⸗ de, Daß suͤnde, schand und schade Durch sie werd' abgewandt. Mel. HErr Christ der einge ꝛc. Ibr richter hier auf en amtleut! hoͤrt, Wie euch, recht lug zu werden, Ein grosser koͤnig lehrt*, Deß regiment vor allen Dem HErren wol gefallen, Er sa⸗ get dieses wort:*David, Ps. 10r. 2. Von gnad und recht zu singen Bin ich, o HErr! bereit: Mein thun laß so gelingen, Daß ich dein lob ausbreit, Und stets vorsichtig wandle, Auch redlich mit dem handle, Der mir hie zugehoͤrt. 3. Ich nehm nicht vor die sa⸗ chen, Die boͤs' und unrecht seyn, Mel. Allein der hoͤh 0 tt voll macht 100 5. O und wunderthat! Von dem der stand und orden Der obrigkeit, durch weisen raht, Selbst eingesetzet worden: Du hast, nachdem du ihn gestift, Ihn auch in deiner heilgen schrift Aus gnaden fest gesetzet. 2. Enhalte doch die obrigkeit, Durch die wir sicher bleiben, In segen und zufriedenheit; Laß dei⸗ nen geist sie treiben, Und fulle sie mit glaubens⸗kraft, Damit sie dir viel nutzen schafft, Und niemahls von dir weiche. Daß ich sie gut wollt machen 3. Gib ihr gesundheit, staͤrk und unte Rrali got stder selht. 11 H, die 11 ach Aesnahls RWahhem amt tag, det 0 Uschan denet l Die un hhrnann lnd pfich Whhaupt,! Wsl di vo hhttrüc hasen. *— derzuhörer N. Rnge 0003 Iun . In 5 R Zich sh i elcheth llt tuw Pohhesh DEII Vatthhe a Vrde, I Ser Vn Tereth er dulh Rigkett d ed schuhs tl 0hh ud utchth net 0 hat schn i be 2 beh ss/ lvit fuͤr die drey Haupt⸗Stände. 6⁵3 und muht; Und laß sie reichlich spuͤren, Was leib und seele noͤhtig thut, Laß sie gerecht regieren. Ja, eroͤne sie mit glůck und heil, Sey selbst ihr vater, schutz und theil/ Halt sie in deiner gnade. 4. Laß unter ihrer hut und macht Uns nichts als friede spuͤ⸗ ren: Daß wir, durch ihren schutz bewacht, Ein stilles leben fuhren, Geruhig in gottseligkeit Die tu⸗ gend uͤben jeder zeit Zu deines na⸗ mens ehre. 4. Beschirme sie durch deinen schutz Daß, die ihr uͤbels goͤnnen, Mit aller macht, gewalt und trutz Ihr niemahls schaden koͤnnen. Was ihrem amt entgegen ist, Der feinde trug, der bosheit list, Laß/ HErr! zu schanden werden. 6. Gib denen eifer, fleiß und treu, Die unter ihnen leden; Daß jedermann gehorsam sey, Ihr schoß und pflicht zu geben. Laß uns das haupt, den hoͤchsten stand, uUnd alle, die von ihm gesandt, In allen ehren halten. 7. Behuͤt uns aber, hoͤchstes gut! Fuͤr dem, der leicht entbren⸗ net, Durch uͤbereilung schaden thut, Durch zorn in ungluͤck ren⸗ net. Gib obern sanftmuht und geduld, Daß sie durch macht, doch mehr durch huld, Flor, heil und ruh befoͤrdern. 9. Bekehre die verirret seyn: Und hilf vor allen dingen, Daß haupt und glieder insgemein Dir lob und ehre bringen. Fuͤhr uns dereinst nach dieser zeit Gesam̃t zu jener herrlichkeit, Wo wir dich ewig preisen. Der Zuhörer für die Lehrer. Mel. HErr JEs Christ du hochst. f dir gehn: Und wenn ihr herz voll len kunddar werden; Du yflanzest dein so theures wort Durchs pre⸗ dig⸗amt bestaͤndig fort, Das uns zur busse locket. 2. Nun HErr! du wollst uns gnaͤdig seyn, Und immer lehrer geben, Die heilig/ unverfaͤlscht und rein Im lehren und im leben. Verleih uns deinen geist, daß wir Sie freudig hoͤren, und allhier Auch heilig darnach leben. 3. Laß uns den lehrern, die dir treu, Gehorsam seyn, sie lieben, Uns, ihnen ohne heucheley Zu fol⸗ gen, treulich uͤben; Sie wachen auf des HErrn befehl, Und muͤssen wegen unsrer seel Einst schwere rechnung geben. 4. Regier uns auch, daß wir sie nun Versorgen, lieben, ehren; Daß sie ihr amt mit freuden thun, Und nicht mit seufzen lehren: Denn solches ist uns janicht gut, Wenn jemand ihnen uͤbels thut: Dafür behůt uns gnaͤdig. Vom Ebestande. Mel. HErr JEsu 6 Btthdegnn ꝛc. tt! deß gna⸗ I 007. D den⸗voller raht Den ehstand eingesetzet hat, Der du ihn segnest, schuͤtzest, liebst, und ihm gluͤck, heil und gnade giebst: 2. Wend ab des satans macht und list, Als der ein feind der ehen ist, Damit sein bosheit⸗voller gift Nicht zwietracht, haß und scha⸗ den stift: ö 3. Gib segen, wenn ihr treuer fleiß In ihres angesichtes schweiß Die nahrung sucht: gib, daß da⸗ bey Auch stets ein rein gewissen ed.. 4. Gib, daß sie mit gebet und flehn, Mit lieb' und eintracht zu eie liebst du doch —0 6. W o treuer GOtt andacht schreyt, Gib, daß ihr werk Die menschen auf der erden? Du auch wol gedeyt. lassest ihnen dein gebot Und wil⸗ , Ja, wenn sie ereuz und kum⸗ 6⁵⁴ Berufs⸗ und Standes ⸗Lied er kummer druͤckt; So zeige, daß du regnet Taͤglich Reichlich Auf di⸗ es geschickt. Hilf bald, und gib, . debt⸗ ein gnadenreicher trost ergetzt. ö 6. Laß eltern schand und suͤnde fliehn, Und fromme kinder auf⸗ erziehn, Daß einigkeit, zucht, schaam und treu Zu aller zeit im wachsthum sey. 7. Laß, die im ehestaude stehn/ Stets tausendfachen segen sehn. Gib/ daß sie deinen willen thun, Und stets in deinen armen ruhn. 8. O treuer GOtt! wir bitten dich, Regiere sie stets gnaͤdiglich, Und halte sie die lebens⸗zeit In deiner furcht und heiligkeit. 9. So sagen sie dir lebens⸗lang, Dreyeinger GOtt! von herzen dank; Bis dich, GOtt vater, sohn und geist! Dort unser mund unendlich preist. Mel. Wie schoͤn leucht uns der ꝛc. ie herrlich 1008. Wẽ leucht't der gnaden⸗stern Voll guͤt und liebe von dem HErrn/ Im stande heilger ehe! Faͤngt jemand ihn mit JEsu an; Dem ist GoOtt gnaͤdig zuge⸗ than, Dem hilft er aus der hoͤhe; Denn er Selber Schafft die triebe Reiner liebe In den herzen, Und versůßt des ereuzes schmerzen. 2. Gott ist es, dessen weiser raht Den ehestand gestiftet hat: Er ist, der Evam machte, Und die⸗ se tugend⸗volle braut, Die er aus Adams ribb' erbaut, Zum ersten menschen brachte. Ehen Sehen seelen, Die GOtt waͤhlen, Die sich lieben, Und zugleich die tu⸗ gend uͤben. 4. Gott schmuͤckt ihr ihm ge⸗ liebtes haus Mit wolgerahtnen zweigen aus, Woran sie freude sehen: Und bricht gleich oft ein ereuz herein; Will er selbst trost und helfer seyn, Und stets zur seite sehen. Endlich Soll sch Nach dem leide Ewge freude Fur sie finden: GOtt will ihnen kranze winden. *5. Nun GoOtt! du hast es wol bedacht, Die heilge ordnung selbst gemacht, Und willt sie noch bedecken. Dein geist regiere mann und weib, Daß sie ein herz ein fleisch und leib, Dein buͤndniß nie beflecken. Ruͤhre, Fuͤhre Ihre seelen, Dich zu waͤhlen, Dich zu ehren; Laß sie keine noht be⸗ schweren. 6. Fuͤhr ihre ganze lebens⸗zeit Zur gottesfurcht und heiligkeit, Durch deines geistes staͤrke. Re⸗ gier und lenke doch ihr her Von fleischeslust, vom eitlen schent, Allein auf gute werke. Laß die, So hie Ehen schliessen, Heil ge⸗ niessen, Segen sehen, Und zur lammes-hochzeit gehen. Der Eltern für ihre Rinder. Mel. JEsu deine heilge oh sh orge doch fuͤr I 009. S meine kinder, Vater! nimm dich ihrer an: Sind sie gleich vor dir nur suͤnder; Derowegen GOttes segen; GOtt Sind sie dir doch zugethan, Und beglücket, Was er stiftet, fuͤgt und schicket. 3. So lebt ein Abraham be⸗ gluͤckt) Wenn ihm GoOtt eine Sara schickt. Ein Jacob wird ge⸗ Habt, Wenn ihn die Lea zaͤrtlich iebt, Wenn ihm der HErr die Rahel giebt. Und so viel wolseyn durch deines sohnes blut Gleich⸗ wol dein erworbnes gut; Datum sey ihr lieber vater, Heiland/ schüt⸗ zer und berahter. 2. Sie sind dir von kindes⸗bei⸗ nen Schon durch Christum dei⸗ nen sohn, Zugeworfen als die dei⸗ nen; Weil dein An u I IUgütt/ Wt;, Me udlilt he IR lt ih d VUhnht fetet Wait dank Plche Ah Her Apaden⸗w ö 17(ls: Vhes heil dudi s Mener s Hen Hert! Ble ů Dott, L 771 V, Id hen, Bis k. sshutze sif Asit er vet Iy ihren fl Asse doch in ugend⸗ inmel ln fteudet Mlenscheie Aunnen se d o es Whschen Hiihren i Alh fehn; W e tttt Wsen AnöDele 0 Mace er M ö — W oan nn 4 1 Uun Siht Wle Iyu, E LI ottwil 88 9 Dil II V Vichur seh ehen igeit ng 1 NWh i sh I siriß r 1 ichih hd * 0 U — 2 0 ö t / Iot A boc fuͤr die drey qHaupt⸗Staͤnde. 6⁵⁵ on Durch das heilge wasser⸗bad, GOtt! Daß sie nie ein unfall Letreich aufgenommen hat; Und schreckt, Ihnen nie ein leid er⸗ du machst sie, wenn sie inden, ect. Laß den feind nicht ihrer Gar zu deines reiches erben. lachen Noch ihr ungluͤck groͤsser 3. Du hast sie bisher ernehret, machen.— ⁰ und so manchem ungluͤcks⸗fall 7. Endlich wenn die zeit ver⸗ Mehr als vaͤterlich gewehret, Der flossen, Daß sie diese lebens⸗zeit sie sonsten berall Leicht und ploͤ⸗Tugendhaft und fromm genossen, lich umgestürzt, Und ihr leben Und sie nun zur ewigkeit Ihren abgekuͤzt; Aber deine vater⸗ eintritt mussen thun; So laß alle treue Bleibt bey ihnen taͤglich schmerzen ruhn, Und sie dann, neue. Innach sanftem sterben, Glaubens⸗ 4. Sollt ich dir fuͤr solche guͤte, voll den himmel erben. HErr nicht stets verpflichtet seyn, 10. Goͤnne mir die grosse freu⸗ und mit dankbarem gemuͤhte den, Daß ich an dem juͤngsten tag, Mich bey solchem gluͤcke freun? Nach so vielem ereuz und leiden, Zeigt ich, HErr! nicht jedermann Einst mit jauchzen sagen mag: Diese gnaden⸗wolthat an; Ach! Liebster vater! ich bin hier Nebst so muͤßt ich, als vermessen, GOt⸗ den kindern, die du mir Dort in tes/ meines heils, vergessen. iener welt gegeben: Ewig will ich 0.„ du Hcen tron 115 dich erheben. getzet, Meiner seelen trost und——— heil, Das eir on biß hoͤchsten Mel. Das ist 3151— 91 uücht schaͤtzet: rr! du bist mein gut o t nicht und theil. Bleib auch meiner 101 O. Wieer baut das kinder GOtt, Laß sie doch in kei⸗ haus, Da richtet keine muͤh was ner noht, Und in keinem ereuz aus: Wo Gott die stadt nicht verderben, Bis sie endlich selig selbst bewacht, Da schuͤtzt sie keine sterben. ů kaͤrk und macht. 6. Schuͤtze sie fuͤr boͤsen leuten, 2. Es ist umsonst, daß ihr auf⸗ und fuͤr der verführten schaar; steht Fruͤh morgens, und spaͤt Laß doch ihren fuß nicht gleiten, schlafen geht: Daß ihr das brot Fuͤhre sie doch immerdar Auf der wahren tugend⸗bahn, Lenk ihr herz stets himmel an, Bis sie einst zu deinen freuden Aus dem jam⸗ mer⸗leben scheiden. 7. Koͤnnen sie auf dieser erden Hier, und wo es dir gefaͤllt, Dir und menschen nuͤtzlich werden: So laß ihnen in der welt, Wo sie wandeln, stehn und gehn, Deine furcht vor augen stehn, Daß sie dich im thun und lassen Stets in ihre herzen fassen. 8. Mach sie dein⸗ und ihren seinden, Treuer vaͤter! nie zum sdott; Mache sie zugleich den freunden Nie zur Last: verleih, o eßt ohne ruh, Und bringt die zeit mit sorgen zu. 3. Wer bey der arbeit GOtt ruft an, Befindet, daß er wol ge⸗ than; Weil GoOtt es denen, die er liebt, Im schlaf und ohne sor⸗ gen giebt. 4. Sieh, kinder sind des hoͤch⸗ sten gab', Und edler als all andre haab: Gott ist, der leibes⸗frucht beschehrt, Wenn er der eltern bitt erhoͤrt. 5. Wie pfeile in des starken hand, So ists mit knaben auch bewandt: Viel gutes da gewiß geschieht, Wo man die jugend wol erzieht. 6. Wol —————— 6⁵⁶ Berufs⸗ und Standes⸗Lieder 6. Wol dem, dem GOttes gna⸗ den⸗raht Viel fromme soͤhn ge⸗ geben hat, Der wird zu schanden nimmermehr, Er hat bey freund und feinden ehr. e *7. Hilf Gott! daß ia die kin⸗ der⸗zucht Geschehe stets mit nutz und frucht, Daß aus der kinder mund dir werd Ein lob bereitet auf der erd. 8. Laß sie den eltern insgemein/ Den obern auch gehorsam seyn, Und meiden all ihr lebenlang Den eigensinn und muͤssiggang. 9. Gib ja, daß ihnen mangle nicht Heilsame lehr und unter⸗ richt; Damit aus deinem wort und mund Ihr glaube habe festen rund. 10. Darinnen laß sie seyn ge⸗ wiß, Auch fliehen schand und argerniß: Daß man sie ja daselbst nicht findt, Wo sich versammlet leicht gesind.—— 11. Durch deine weisheit, macht und guͤt Fuͤr allem unfall sie be⸗ huͤt: Fuͤhr du sie selbst auf rechter bahn, Weil dann ihr fuß nicht gleiten kann. 12. Hilf, daß sie dich, GOtt! uͤberall Vor augen haben allzu⸗ mahl, Und sich befleissen jeder⸗ Len Der tugend, zucht und erbar⸗ eit. I3. Wo sie ausgehen oder ein/ Da laß du sie gesegnet seyn: Daß sie die lebens⸗zeit und jahr Zubringen ehristlich immer⸗ dar. 14. Und endet sich dereinst ihr lauf, So nimm sie, HErr! zu dir hinauf: Auf daß samt ihnen wir zugleich Dich preisen dort in dei⸗ nem reich. ö 10. GOtt vater, sohn und heil⸗ ger geist! Von dem uns alle gnad herfleußt, Wir loben dich, wir danken dir Zusammt den kindern fuͤr und fuͤr. Der Rinder für ihre Elter W On D gehofft ꝛ. frommer Gott! 10II. O ich danke dir, Daß du so liebe eltern mir Aus gnad zen 16 1271 Und noch zur zeit Sie, mir zur freud, E bey 59 leben. Ui 2. Verzeihe mir die misset Die dich und sie 2— 25 Laß mich es nicht entgelten, Daß ich, mein GOtt! Auf dein gebot Geachtet so gar selten. 3. Gib mir ein herz voll dank⸗ barkeit, Das meiner eltern eifer scheut, Nicht thut, was ihn erre⸗ get, Sich ihrer lehr Auch nimmer⸗ mehr Aus bosheit widerleget. 4. Ach! praͤg mir ein, wie saur und schwer Ich bis anizt vom ur⸗ sprung her Den treuen eltern wor⸗ den: Belohne sie Fuͤr solche müh Dort in der engel orden. . Gib meinen eltern fried und ruh, Es decke sie dein segen zu, Hilf ihr ereuz ihnen tragen; Be⸗ huͤte sie Doch spaͤt und früh Fuͤr truͤbsal, angst und plagen. 6. Und wenn dahin ist ihre deit, So fuͤhr sie aus der sterblichkeit Hinauf ins reich der ehren: So preis ich dich, HErr! ewiglich, Wenn du mich wirst erhoren. Eines Waisen. Mel. Warum Ien du 1 ꝛe. ö ö welch ein leiden, 101 2. O das mich drückt. Das du mir, vater! zugeschickt; Weil leider! mir der tod Die el⸗ tern zwar auf deinen raht, Doch biel zu fruͤh, entrissen hat. 2. Ich weiß in aͤngsten nicht wo⸗ hin: Ach! weil ich arm und elend bin, So stehe du mir bey: Zu dir steht meine zuversicht, Sey selbst mein vater, trost und licht. 3. Ach! floͤß mir wahre tugend ein, So werd ich immer 59 eyn, Demg huht S 6 Dumt 1 l. ö h mich cel sicht.Ju. heck u suct. Wsguel Wlmrdoch! Mliglich br Achirieden ta Ihfen hat. hlres, Dtum la And nin Gib kleidt 0 6⁰ hiel ů Petf all u Inott un , Und m hullbich di Ahhschegnade! hcht denn sh,daß mic Wsthn. Erl. Aluahtich we uM —————— N Bauff Hlih thut ti Rl et vel heß Un⸗ aheef Whhrtdete u kebe Ihin. ose * Hatch t TPush l I s u Velchrh eituge Süme Sn I AIseh s ugelod est v hre hin dh Wui Vich vus 7 H tthi W/ en D N rh, dchs Lait ö n 70 —4— — 6 1 Rnh Berufs⸗ und Standes⸗ Lieder. 6⁵⁵ ayn/ HErr! leit und füͤhrs mich; 705 uuch bey dir in gnaden stehn, So wird mirs immer wol ergehn. 4. Von dir koͤmmt alles, was mir gut: Drum gib mir weisheit, ktraft und muht Durch deinen gu⸗ ten geist; Damit mein herz ja niemahls fehlt, Und stets das beste theil erwaͤhlt. (. Beschuͤtz mich auch, o treuer Gott! Im ereuz, verfolgung/ angst und noht, In seel⸗ und leibs⸗ gefahr; Bedeck mich durch der engel wacht, Als GOtt und helfer, tag und nacht. 6. Obrunnauell aller guͤtigkeit! Beschehre mir doch jederzeit Mein stücklein taͤglich brot: Du weißt ja leicht fuͤr jeden raht, Den deine hand erschaffen hat. 7. Du hoͤrest, wenn die raben reyn; Drum laß dein kind er⸗ höret seyn, Und nimm mein seuf⸗ jen auf: Gib kleider, unterhalt, 5 brot, So viel zu diesem leben noht. 3. Ich werf all meine sorg auf dich, Mein GOtt und HErr! ver⸗ sorge mich, Und mach es immer wol; So lob ich dich, so dank ich dir Fůͤr solche gnade fuͤr und für. 9. Bricht denn mein lebens⸗ ziel herein, Laß mich ein kind des himmels seyn. Erlang ich dieses nur, So acht ich weder noht noch in In diesem jammer⸗vollen al. Eines Raufmannes. Mel. Herzlich thut mich verlang. Jein vater! du 1013.0N regierest Den ganzen kreis der welt, Du leitest, lenkest, fuͤhrest Uns, wie es dir gefaͤllt. Du hast es selbst gegeben, Daß ich, als handelsmann/ In ehr und treu mein leben Durch dich erhalten kann. z. Mir ist ein pfund vertrauet Von deiner gnaden⸗hand; Dein heilig antlitz schauet, Wie es wird angewandt: Drum gib mir dei⸗ nen segen, Regiere meinen sinn, Daß ich auf allen wegen Geschickt und weise bin. 3. Laß, was ich vorgenommen Und thu auf dein geheiß, Zum gu⸗ ten ende kommen; Und lenke mei⸗ nen fleiß Zu deinem preis und eh⸗ ren. HErr! hilf mir gnaͤdiglich, Du kannst die nahrung mehren; Drum komm und segne mich. 4. Laß mich zum ersten trach⸗ ten, O GoOtt! nach deinem reich; Ich weiß, die dich verachten, Die muͤssen einst zugleich An leib und seel verderben. Wer dich nur liebt und ehrt, Der kann sein brot erwerben; Weil ihn dein segen nehrt. . Gib mir zu meinen sachen Verstand und guten raht Und kraft, es so zu machen, Wie man es gerne hat. Regier auch die gedanken, Und laß doch meinen sinn, Nie von der tugend wanken, Wenn ich im handel bin. 6. Nun HErr, mein vater! sen⸗ de Die engel vor mir her, Durch diese waͤchter wende, Was mir al⸗ lein zu lagen Doch wo du mich mit plagen Und ereuz belegen willt; Laß michs geduldig tragen, Bis daß dein will erfuͤllt. 7. Dis alles wirst du geben, Du, dessen weiser raht Mir seele, leib und leben Und gut verliehen hat. HErr! schuͤtz es, HErr! behuͤte Mich selbst und was nur mein, Nimm mich aus lauter guͤte Zu⸗ lezt in himmel ein. Eines Sandwerks⸗ Mannes. Mel. HErr JEsu Christ dich zu ꝛc. 101 4. Dau walt GOtt Tt vater, und GOtt sohn, 05⁸ Berufs⸗und Standes ⸗Lieder. t sohn, Und heilger geist im hoͤch⸗ sten thron! Mit dir fang ich die arbeit an, Hilf, daß ich sie vollen⸗ den kann.* 2. Herr! segne mich: dein geist verleih, Daß, was ich treibe, gluͤck⸗ lich sey; Leit meinen anschlag, that und raht, Daß er erwuͤnsch⸗ ten fortgang hat. 3. Ach leunke meinen sauren schweiß Zu deines grossen namens preis, Und denn zu meinem nutz fruͤl dabey; Gib, daß es niemand schaͤdlich sey. 4. Bey meinen werken groß und klein Laß deinen milden se⸗ gen seyn; Weil ich nicht grosses gut vermag, So gib mir noͤthigen verlag. .Nimm dich auch meines hau⸗ ses an, Das ohne dich nichts schaf⸗ sen kann: Steh ihnen bey, gib ih⸗ nen ein, Daß sie fromm/ treu und fleissig seyn. 6. Nun, HErr! durch deine milde hand, Gesegne mich und meinen üand: Bring uns auch endlich allzugleich Mit freuden in dein himmelreich. Eines Ackermaͤnnes. Mel. O GoOtt du frommer GOtt. 101 Bein Gott! du sel⸗ ber hast Ja mei⸗ nen stand gestiftet: So hald der schlangen list Des menschen her; vergiftet, Hast du dem Adam schon Den feldbau auferlegt; Du bist, der noch den stand Voll treu erhaͤlt und traͤgt.— 2. Gib, daß ich fleissig sey In meines standes werken. Laß dei⸗ ne kraft mich stets Bey meiner ar⸗ beit staͤrken. Gib, daß mein her; an dich Bey groͤßter arbeit denkt, Und sich von eitelkeit Und geiz zum himmel lenkt. 3. Erhalte mir dein wort Und saeramente reine. Gib, daß ichs .707⁰ tren mit dir Und meinem nachten ös meine. Erhalte mich gesund, Be. lb! wahre mir mein land? Bewahre shte haus und hof Fuͤr dieben, mord Mlit und brand. h s 4. Gesegne mich, mein GOtt! MWehtel, Gesegne was ich habe; Denn al. ß les dieses ist Nur deine gnaden⸗ HelR gabe. Gesegne feld und frucht, + Gesegue thier und vieh, Gesehne Wihnsle haus und hoß, Gesegn' es spaͤ und alhu uͤh. h heite x 6. Laß mich zufrieden seyn Mit ibes dem, was du mir giebest, Du kanni Hilhe leicht mehr verleihn, Wenn dues N Lolk nur beliebest. Gib mir mein lebe With dos lang Mein bisgen ehrlich brot, lWalt hei Und bleib im sterben auch Mein ahundss und der meinen GOtt. Wlch us Ielde. Alter Leute. ese e Mel. O GoOtt ich dreistich Gott. Mat beys ich preiß ich, hoͤch⸗ f un 1016. D ster GOtt, Mein Wuch den schutz und mein erhalter! Weil Vͤalheit du mich gnaͤdig fuͤhrst Und leitest Hushetw bis ins alter. Vergib mir alles, ihͤluer. was Ich wider dich gethan, und if, oe sieh durch Christi blut Mich mit eund won erbarmen an. Eugeißt, d z. Ich nehm an kraͤften ab, ihn weg! Und iu an unvermoͤgen; Drum zihgesu. wirst du mich hinfort Auch vaͤter- ane we lich verpflegen. Mein hoffen ist ah gesun und bleibt Auf dich, mein GOtt! I unte gestellt, Bring mich mit ehren n eine durch, Und selis von der welt. Inndie zu 3. Heb, traͤg und fuͤhre mich, nd he Mein GOtt! wie du verheissen; n hefe Laß mich fuͤr deine huld Dich lie, sndw ben, loben, preisen. HErr JEsu! se fit schliesse mich In deine wunden hlite d ein; Laß mich durch sanften tod anich! Bald ewig bey dir seyn. Aahedar Aapasi Mel. Nun freut euch lieben ehrit. sundre ndeinem namen, I 7. I Aut Vi eh W X IX us H hl 5 11 II N itith HH 3 zur seite stehen. I N + inseh. — Berufs⸗und Standes-Lieder. 659 Will ich zur reise gehen; Du, der mein hirt und huͤter ist, Wirst mir Mein leib und seel befehl ich dir, Nebst ehr und gut, und was du mir Auf dieser welt beschehret. 2. Ich weiß, ich bin in dieser zeit Mit viel gefahr umfangen: Ich werd in dieser sterblichkeit Auch niemahls ruh erlangen. Ich bin ein pilgrim, der so fuß Als stab stets weiter setzen muß, Und hier kein bleiben findet 3. Doch hilfst du, daß ich im⸗ merzu Die noht auch uͤberwinde, Bis daß ich dort die wahre ruh Und rechte heimat sinde: Da ist denn muͤh und sorgen aus, Da bin ich eigentlich zu haus; Die unruh her, Den weg mir zu bereiten. Besiehl, daß er dem satan wehr, Und allen boͤsen leuten: Nimm mich, o HErr! in deinen schutz, Daß ihre list, gewalt und trutz Mir nimmer schaden koͤnne 9. Nun, vater! dir ergeb ich mich, Du kannst mir hülfe sen⸗ den: Bewahr und fuͤhr mich gnaͤ⸗ diglich Hier und an allen enden; Und laß mich bald, wo dirs ge⸗ faͤllt, Nach aller unruh dieser welt, Bey dir dort ruh erlangen. Mel. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Mer nur mit seinem 1018. W GoOtt verreiset, Dem wird von GOtt auch bahn hat ein ende. 4. An diese ruhstatt denk ich nun Anjezt bey meinem wallen: HErr! hilf und lehre mich hier thun Nach deinem wolgefallen. Leit mich allzeit auf rechter bahn; Und fang ich etwas gutes an, So fuͤhr es wol zu ende. 6. Dir ist, o GOtt! mein amt bekannt, Und was dis mit sich fuͤh⸗ ret. Du weißt, daß mir in meinem stand Den weg zu thun gebuhret. Bring mich gesund, wohin ich soll, Lenk meine werke segens-voll, Fuͤhr mich gesund zuruͤcke. 6. Wend unterdessen noht und pein Von meinen anverwandten, Von allen die zu hause seyn, Von freunden und bekannten; Laß sie dir, GOtt! befohlen seyn, Hilf, daß ich sie, und was nur mein, Im guten stande finde. v. Ich bitte dich, mein GOtt! verleih, Daß ich behutsam wandle, Und immerdar voll vorsicht sey In allem was ich handle. Durch seyy.. at,. Er ist mir wolk⸗ und feuer⸗ saͤule So wol bey tag als bey der nacht. Er ist, der mir die laͤngste schritte macht. deines geistes guͤtigkeit Gib raht, verstand und rechte zeit Zu mei⸗ nem thun und lassen. ů 8. Schick deinen engel vor mir gemacht; Weil er ihm lauter we⸗ ge weiset, Woraͤuf sein gnaͤden⸗ auge wacht. Hier gilt die losung fruͤh und spat: Wol dem, der Gᷣott zum fuͤhrer hat. z. Wenn Jacob durch die wüste gehet, Trifft er ein liebes Beth⸗ el an. Wenn Israel am Jordan stehet, Zeigt ihm der HErr ein Canaan. Geht David in das thal hinab, So lehnt er sich auf GOt⸗ tes stab. 3. GOtt hat sich gar zu sehr ver⸗ bunden: Er wolle bey den seinen seyn. Kein ort wird in der welt gefunden; GOtt zieht mit ihnen aus und ein, Durch feuer und durch wassers-noht, Auch selber mitten durch den tod. 4. Er gaͤngelt mich mit vater⸗ haͤnden, Sein gnaͤdig auge leiter mich. Er will mir luft und wetter senden, Das meiner reise foͤrder⸗ lich. Ja seine liebe soll allein Mein bester schirm im sturme meile Zu einem kurzen Tt 2 66⁰ Berufs⸗ und Standes⸗Lieder. macht. Kein stein wird in den So troͤst uns auf die ruhe⸗ statt weg gelegt, Den er nicht auf die seite traͤgt. 6. Er selbst ist wahrheit, weg und leben, Und wer ihm folgt der ir⸗ ret nicht. Er hat nus selbst sein wort gegeben, Daß uns bey ihm kein leid geschicht: Und wenn der weg voll drachen waͤr; Geht doch sein schutz stets vor uns her. 7. Die wagenburg ist stets ge⸗ schlagen, Die er um Dothans berg gesetzt. Er laͤsset uns auf haͤnden tragen, Daß uns kein stoß den fuß verletzt. Die engel muͤssen, wo wir gehn, Zur rech⸗ ten und zur linken stehn. *2. B. Koͤn. 6, 17. 8. So wallen wir allhier auf erden, Wo wir nur arme pilger seyn; Bis wir dort himmels⸗ buͤrger werden, Da gehen wir zu IEsu ein. Ein sanfter tod zeigt uns die bahn, Wie man zur hei⸗ mat kommen kann. 9. Indessen lassen wir uns fuͤh⸗ ren, Wie GOttes hand uns gnaͤ⸗ dig leukt; Weil wir aus seiner leitung spuͤren, Daß er auf un⸗ ser bestes denkt. So wunderlich es oftmahls scheint, So selig ist es doch gemeint. 10. Ich reise, HErr! in deinem namen: Sey du gefaͤhrte, weg und stab. Die helden die zu Jacob kamen*, Send auch zu meinem schutz herab. Mach aus⸗ und ein⸗ gang so begluͤckt, Daß mir kein fall das ziel verruͤckt. I. B. Mos. 32/ I. 11. Bleib bey uns, wenns will abend werden, Gib licht durch deine gegenwart. Sey hier mein leitstern auf der erden: Und ist der ereuz⸗steg schwer und hart: Die man in Christi schoosse hat. 12. Wirst du bey mir auf die⸗ sem wege Mit deinem schutz und leitung seyn, Und auch indessen deine pflege Den meinen insge⸗ sammt verleihn; So soll dis unser opfer seyn: Gelobet sey der HErt allein. 13. Wir wollen einen altar bauen, Der Eben⸗Ezer heissen soll*; Daran soll man die worte schauen: GoOtt fuͤhret seine kin⸗ der wol. So findet diese losung statt: Wol dem, der GOtt zum fuͤhrer hat!*1. Sam. 7, 12. Nach geendigter Reise. Mel. Werde munter mein gemüͤh. un die reise i 101 9.N vollendet, Hen: die zu vollenden war: Dir, durch den ich sie geendet, Bring ich nun mein dank⸗lied dar: Weil mi deine gnaden⸗hand Wol und sicher durch das land Wieder bis hieher gefuͤhret, Daß mich keine noht beruͤhret. 2. Du mein GOtt! hast mich bewachet, Deiner engel schirm und hut Schuͤtzte mich, und hat gemachet, Daß ich frisch und wolgemuht Hier nun aͤngelan⸗ get bin. Nimm mich selbst zum opfer hin Fuͤr die gnade die mich deckte, Daß mich kein betruͤben schreckte. 3. Nun ich bitte, vater! wei⸗ che Nicht von mir mit raht und that, Bis ich jenes ziel erreiche/ Das mein geist noch vor sich hat; Fuͤhr mich aus der jammer⸗zeit Dort zur frohen ewigkeit. Ich verlange von der erden; Laß mich ewig selig werden. Regi⸗ eber v Illlebfet Isdet men Whemjedet Hhmet lie untre di. Whlblichft Lnnd Waldet at Mt deß ge ht du unf Uhllich mu ht verlaß shlt und. He lhctvom hi lit wie st iu hekeht n dit isth lerlhre m lirfuͤtken iimeint rwie se Ih hir er Aiciet Got Idesent uhßmi ttt — E. ush r2 Hrisit Fuht t hehn Dan u. Hnzl 7 clht X Dollh S C solhn Nüitt sih Din , 12.60 ——— i uhthn. RI I — I Inn 3e Ied dur V. WI IIU De d XI. ö 0h ine g d il Dier u im 0l V dith.s v tt“ 4 T I 8 N ah M WE — * Register des Gesang⸗Buchs. A. 5 Ara lieber vater hoͤre Ach allerliebster schatz ach Ach daß der mensch die fluͤcht. Ach daß ein jeder naͤhm in acht Ach erkennet liebste seelen Ach ermuntre dich mein geist Ach freundlichster Herr Jesu Ach frommer Gott dir sey Ach Gott der satan giebt mir Ach Gott deß geist die geister Ach Gott du unser lebens Ach Gott ich muß dir klagen Ach Gott verlaß mich nicht —. Gott und Herr wie groß Ach Gott vom himmel sieh Ach Gott wie ist das ehristen. Ach Gott wie schrecklich ist Ach Gott wie schwer ist mir Ach Gott wie sehr bin ich. Ach Gott wie viel muͤhselig. Ach Gott wie wird der mensch Ach Gott wir menschen sind Ach Gott wir treten hier vor — Herr bekehre mich zu Ach Herr dir ist bewußt die Ach Herr lehre mich bed. Ach Herr staͤrke meinen glaub. Ach Herr mein Gott und Ach Herr wie schrecklich ist Ach Herr wir arme suͤnder Ach hoͤchster Gott verleihe Ach Jesu dessen treu im Ach Jesu laß mich jezt in 260 93 47²2 56 160 628 479 767 946 473 50⁰0 339 167 334 299 37¹ 6908 977 478 4⁴⁰ 477 471 497 225 32¹ 976 287 Ach koͤnnt ich mich doch bekehr. ziz Ach muß Gottes sohn selbst 61 Ach sey mir gnaͤdig Herr 336 Ach so lieg ich und empfinde 65 Ach treuer Gott barmhertia 422 Ach treuer Gott ich ruf iu 468 Ach treuer Hott wie geht 466 Ach vater der barmherzigkeit 263 Ach vater unser Gott der 269 Ach vater zuͤrne nicht der. 268 Ach was hab ich ausgerichtet 327 Ach was hat fuͤr wunder⸗liebe 146 Ach was sind wir ohne Jesum 475 Ach weh mir boͤsem kinde ach 323 Ach wer giebt mir worte her 149 Ach wer ist schuld mein herz 37⁴4 Ach wie betruͤbt ist mir mein 3*0 Ach wie betrubt sind fromme 624 Ach wie ist mein herz zuschlag. 20 Ach wie laufen doch die jahre 4 Ach wie nichtig ach wie fluͤcht. 484 Ach wie nichtig und untüchtig 48. Ach wie so manches ungelücke 482 Ach wie will es endlich werden 31³ Ach wo soll ich sünder finden 3223 Ach wunder⸗grosser sieges 1142 Adam hat im paradies seinen 33 Allein Gott in der hoͤh sey ehr 5 Allein zu dir Herr Jesu Christ 340 Alle menschen müssen sterben 7 Allergroͤßter menschen⸗freund 171 Alles was mir Goͤtt gegeben 20 Alle welt was lebt und webet Allmaͤchtiger Herr zebaoth 63 All obrigkeit Gott setzet 6⁰⁷ Ach Jesu meines lebens licht 409——6 3 vollkommner 9—102 t ö Als 3 Register des Gesang⸗Buchs. Als Christus gebohren war Also hat Gott die welt Anfang, mittler und vollender 191 An Gott will ich gedenken Arzt des leibes trost der Auf auf an diesem morgen Auf auf mein ganz gemuͤhte Auf auf mein geist ermuntre Auf Christi himmelfahrt Auf die ihr Jesum liebt Auf du fremdes volk heran Auf freuet euch von herzen Auf meinen Jesum will ich Auf meinen lieben Gott Auf seele nimm die glaubens Aus diesem tiefen grunde Aus meines herzens grunde Aus tiefer noht laßt uns zu Aus tiefer noht schrey ich zu Bald hab ich uͤberwunden Barmherzger vater hoͤchster Bedenk o mensch die angst efiehl dem Herren deine wegegꝛ6 Befiehl du deine wege und Beladner geist den zorn und Bereit o Gott mein herz Beschraͤnkt ihr weisen dieser Betruͤbtes herz ach still dein Bis hieher hat mich Gott Brich heller morgenstern Bringt her dem Herren Brunnaquell aller guͤtigkeit C. Christ der du bist der helle Christe der du bist tag und Christe du lamm Gottes der Christ fuhr gen himmel Christ ist erstanden von der Christ lag in todes banden Christ unser Herr zum jordan 264 Christus der ist mein leben Christus der uns selig macht kein böͤs hat 6² der uns selig macht ward echt 4⁴ 206 123 769 30¹ 162 605 116 38 94 47 91 417 84 338 63¹ 340 338 98 5⁴4⁰ 97 164 87 F12 212 27 22. 192 2 331 64² 64² 66 113 105 1056 9 182 Da ich mich zur ruh will legen 6 Da Jesus an dem ereuzes stamm o6 Dank sagen wir alle Gott Das alte jahr vergangen ist Das blinde volk der heiden Das elend weißt du Gott Das ist fuͤrwahr ein koͤstlich Daß Gottes sohn der wahre Das walte Gott der mich Das walt Gott vater und Dein erbe Herr das du Dein herz Herr Jesu klaget Dein wort Herr ist die Der alle sůnder zu sich laͤdt Der arme Lazarus der lag Der glaub ist Gottes wert Der grosse tag des Herren Der Herr hat nie sein wort A Der mich ist mein getreuer hint Der Herr ist mein getreuer Der mensch ist Gottes bild Der tag ist hin mein geist und Des glaubens ziel einst zu Dich preis ich hoͤchster Gott Dich will ich lieben meine Die ernte ist zu ende der Die krankheit du gerechter Die mahlzeit ist nunmehr Die nacht ist hin wach auf Die neue woche geht nun an ie seele ist dazu gebohren Die sonn hat sich mit ihrem Die wassers⸗noht ist groß Die woche geht zum ende Dir dir Jehova will ich singen Dir sey es heilger geist Dir sey o Jesu dank bereit Dis ist doch ja die lezte zeit Dis sind die heilge zehn Dis war die nacht der finsterniß n Dreyeinig heilig grosser Du bist allmaͤchtiger im Du bist getreu mein Gott Du brunnauell aller liebe s wel Auslgott Miotrens Mhposchlic Aung gut hsr füt z Wahshöpfe Ahlches! MWsfim hin htt ind hutz ist: hlei solt anlein ge Ihh der se Hhtichbin Asteuch me Atedich! Illtet euch AUhntrdichh sht nich o ö Sh Walkdesch ltuit A hnvr Dttdern WMtet Dit h It Ih rsch öottt II n ö mah y I II IIII e buga 3 istuun iit eghle ö ichn V3t s ai EN ——J 10 TDN icth. I U Resh ö j ö Vl Register des Gesang⸗Buchs. Du brunnquell aller reinen 404 Du friede⸗fuͤrst Herr Jesu 498 Du gehst in garten um zu 266 Du geist des Herrn der du 123 Du Gott bist auser aller zeit 482 Du Gott der weisheit zeigest 375 365 623 Du hast bey mir der ich dein Du hast gesagt o treuer Du hast Gott in der ganzen 162 Du hast o allerhoͤchster Gott xa7 Du heiligste dreyfaltigkeit. 632 Du heiligstes und hoͤchstes 30⁰0 Du Herr der seraphinen 143 Du laͤßt mich die nacht err. 644 276 114 6²⁴ 170 Du lebens⸗brot Herr Jesu Du lebens⸗fuͤrst Herr Jesu Du o schoͤnes welt⸗gebaͤude Durch Adams fall ist ganz Du reicher Gott der armen o Du rufst mir zu o treuer Gott 4604 Du schoͤpfer dieser grossen 227 Du siehst o mensch wie fort 604 Du unerforschlich meer 267 Du ursprung guter triebe 402 186 136 46 Du weinest für Jerusalem Du weiser schoͤpfer aller dinge Du weseutliches wort vom E * Edler geist im himmels Ehr sey Gott in der höh und 6 Ein feste burg ist unser Gott 303 Ein kindelein so loͤbelich ist 40 Ein laͤmmlein geht und traͤgt 7⁰ Ein mensch der seinen eigen. 436 Eitle welt ich bin dein muͤde 87 Entreißt euch meiner seelen 439 Erbarm dich mein o Herre 337 Erfreu dich liebe seele dein Erhabne majestaͤt an macht 40⁰0 Erhalt uns Herr bey deinem 298 Erheb o wehrte ehristenheit 40 Erkenne mein gemuͤthe wie 37 Ermuntert euch erquickte 628 Ermuntre dich beklemmter 623 Ermuntre dich mein schwacher 37 Erneure mich o ewig licht 227 Erquicke mich du heil der 3²0 Erschienen ist der herrlich tag 103 Erwach o mensch erwach 6¹⁶ Erwünschter brunnquell aller 76 Es hat dein zorn der stark 601 Es hat zwar Gottes grosse 194 Es ist das heil uns kommen 204 Es ist gewiß ein koͤtlich ding 422 Es ist gewißlich an der zeit 60⁷ Es ist noch eine ruh vorhan. 62 Es ist vollbracht muß noch 98 Es sind nunmehr die zeichen 603 Es sind schon die lezte zeiten 606 Es spricht der unweisen mund 300 Es steigt ein wetter auf mein 07 Es wird der jüͤngste tag ein 5o6 Es wolle Gott uns gnaͤdig 301 Euch ihr schnoͤden eitelkeiten 330 Ewge liebe mein gemuͤhte 233 Ewge wahrheit deren treue 409 Ewig wesentliches licht 197 J. Falsche zeugen falsche zungen 73 Fließt ihr augen fließt von 99 Folget mir ruft uns das leben aa⸗ Fren dich aͤngstliches gewissen 363 Freu dich nun omeine seele ve Freut euch des Herren 13 Freut euch ihr ehristen alle 122 Frolocket jung und alt ihr eu Frommer Gott ein gut 17⁴ Frommer vater Gott der 2³⁷ Frommes lamm durch dessen 77 Frůb morgens da die sonn 104 G. Gebundner Jesu jene stricke 73 Geht ihr traurige gedanken r Geht zu grabe müde glieder 602 Gelobet sey der Herr der Gelobet seyst du Gott mein Gelobet seyst du Jesu Christ 43 Gerechter Gott der du von Gerechter Gott ich bin in 900 Gerechter Gott uns liegt im Gerechter Gott vor dein Et 4 125⁸ Gerech⸗ .— — HN 11 — 0 V 19 Register des Gesang ⸗Buchs. Gerechter Gott was kann ich 442 Gerechter heilger Gott ich Gesegnet ist der mann an 389 Gesetz und evangelium sind 1⁴8 Getreuer Gott dein gnaden 307 Getreuer Gott wie viel 139 Getreuer heiland hilf mir 25⁴ Getreuer hirt und Gottes 21I 460 Gib Jesu wenn mein her; 7²2 Gib mir das wollen und 4³⁴ Gib mir ein froͤlich herz du 124 Gib mir ein frommes herz 383 Glaube liebe hoffnung sind 373 Gnaden-geist ach sey willkom. 121 Gott daß man sich selber 437 Gott dein scepter stuhl 194 Gott dem kein ding unmoͤgl. 141 Gott der an allen enden 16⁴ Gott der du licht und quelle 298 Gott der du mit deiner treue 47 Gott der du wahrhaftig bist Gott der vater wohn uns bey 448 Gott der uns nach dem fall 649 Gott des himmels und der 629 Gott dessen allmacht sonder 164 Gott dessen guͤt sich weit 397 Gott dessen hand die welt Bott dir sey dank gegeben Gott dir sey ewig preis und Gott du bist alleine guͤtigh 466 Gott du bleibest doch mein 37 Gott du hast in deinem sohn 123 Gott du licht das ewig 6² Gott du weißt in was fuͤr 299 Gottes mund hat uns verh. 4II Gottes sohn dein reines blut 169 144 297 95 Gottes und marien sohn 41 Gott giebt die nahrung 403 Gott hat die kirche wol 296 Gott herrscher uͤber alle tos Gott herrschet und haͤlt bey 37 Gott ist die liebe selbst von ras Gott ist mein licht er ist 4¹3 Gott ist und bleibt getreu 339 Gott laͤßt durch sein wort 360 Gott lebt wie kann ich 37 Gott lob der tag ist nun 6⁴⁰ Gott lob die hoͤchst⸗gewuͤnsch. 36 399 —.— Gott lob es geht nunmehr 7H9⁰0 i 10 Gott lob es ist von meinem 640 I ö Gott lob es koͤmmt die zeit 49 0 Hchich Gott lob ich bin im glauben 3690 e Gott lob ich darf noch nicht 33 A de Gott lob ich habe dich gefund. I all Gott lob ich habe frieden ꝛc it Gott lob mein herz ist 3H itech Gott lob nun hab ich wieder zay aset Gott lob so geht mit gutem Ihbott! Gott lob und dank die nacht 6 d en Gott meines lebens meister a n Gott mein vater sey gepriesen νn Gott mein vater zaͤhl in*24 huort Gott sagt daß die nur selig z Hhöne Gott sey gedankt zu jeder o hsein w. Gott sey gelobet der allein 4 t Gott sey gelobet und gebened. 290 Whasim Gott sey lob der tag ist in Gott sorgt für mich was l u Gott vater denk an Christi r on Gott vater hoͤre doch nach 489 sed Gott vater sohn und geist a chl Cben dis kuürfer 4 e Gott vater sohn und heilger 190 s du Gott unser vater der du bist 268 0 00 Gott unter deinem schiem Gott vor dessen angesichte Gott vor dessen macht und og bong Grosser Gott Herr zebaoth Grosser Gott ich muß dir v Grosser Gott je mehr Ian zig de Grosser Gott wir arme 63⁷ 15 Herr Grosser Gott wirf aus 200 hlkenn Grosser mittler der zur 136 s unked Grosser schoͤpfer Herr der n aler Grosser schoͤpfer heute treten 3u lhrit Groß ist o treuer Gott die e Guter saͤmann deine gaͤnge 39 Chriß Gutes denken gutes dichten 460 hs Chrif H. Was Chri Hab acht auf mich in aller 1 I Chr Habe deine lust am Herrn 1½ ½er Halt aus mein herz in deinem 249 n Iu Cht alt im gedechtniß Jesum• ien Heiland deine menschen 100 Chti Heilger vater du hegehrest 40 Ehr Helf mir Gotts guͤte preisen 92 Iastdeine Nch t EA r 0 II th IEIa thg I H½e Nn Ledot i ie X.I N 4err h uchn eitem eish B 55 58 Ih ů ein E I Herr ach hilf uns wir Herr deine allmacht reicht Herr Gott du kennest X.IU Register des Gesangũ⸗Buchs. 09 err allerhoͤchster Gott denn eu err allerhoͤchster Gott von 366 Herr auf erden muß ich 116 Herr Christ der einge Gottes 179 6 err deine guͤt und treu 301 err deine rechte und 244 Herr dein gesetz das du der za7 Herr dein wort mein grund 238 Herr dem die engel dienen 432 err der du unser vater bist 490 err der du vormahls gnaͤdig 496 Herr der schoͤnen himmels Irz Herr der sein wahres wort 461 Herr du hast fuͤr alle sünder 274 Herr du hast im wasser⸗hade 199 Herr du hast in deinem reich 147 Herr du stellst mir deinen 24 Herr es ist von meinem leben 639 Herr Gott der du erforschest 333 Herr Gott dich loben wir Herr GOtt du bist von 393 678 Herr Gott nun sey gepreiset 636 Herr Gott nun sey gepriesen 62⁷ Herr Gott von grosser 387 Herr Gott wir loben deine 496 Herr hie bin ich uimm mein 316 Herr hilf mir denn ich 666 145 der du gnad und huͤlf 489 9 5 Herr hoͤre Herr erhoͤre 66⁷ Herr ich bekenn von herien 27r Herr ich danke deiner 6³⁴ Herr Jesu aller menschen 294 Herr Jesu Christ dein theures 94 Herr Jesu Christ dich zu uns Herr Jesu Christ du hoͤchstes 342 Herr Jesu Christ mein Herr Jesu Christ ich weiß 679 Herr Jesu Christ mein hoͤchster 34⁰ es trost der ů Herr Jesu Christ mein hoͤchst gut mein Herr Jesu Christ wahr Herr Jesu deine angst und 2¹9 Herr Jesu Christ mein lebens 03 ² 70 Herr Jesu dir sey preis und 288 Herr Jesu gnaden⸗sonne 37⁷ Herr im himmel Gott auf 71 Herr lehre du mich thun 380 Herr mein Gott lehre mich 646 Herr nichts kann auf dieser 649 Herr ohne glauben kann dir 361 Herr schau in was gefahr 492 501 straf uns nicht in 494 err unser Gott beherrscher 10 Herr unser Gott wenn ich 772 Herr von unendlichem 23⁴4 Herr wer wird in der huͤtten 391 Herr wie du willt so schicks 388 Herr wie so lange soll ich doch 71 Herr zung und mund ist 470 Herzallerliebster Gott der 382 Herzallerliebster Jesu Christ 304 Herzlich lieb hab ich dich 406 Herzlich thut mich verlangen 91 Heriliebster Jesu was hast 8 Heute faͤhrt mein heiland auf 11 Heut ist der ehristen ruhetag 26 Heut ist uns der tag erschienen 7 Hiebinich⸗ suͤsser troͤster dir 114 Hie bin ich Herr du rufest 197 Heer lien ich herz Herr nimm 438 Hier lieg ich Gott vor dir 323 Hier sitz ich Hiob gleich in 960 Hilf Gott wie hat der teufel 161 Hilf Gott wie hat die eitelkeit 478 Hilf Herr Jesu laß gelingen co Hilf Jesu daß ich meinen 466 Hilf mir mein Gott hilf daß 378 immels⸗koͤnig hoͤchster Gott 76 ochgepriesne leibes⸗frucht 142 28 Hoͤchster Gott in deinem 394 Hoͤchstes wesen ich verehre 69 276% Hosianua Davids sohn der 35 I. Ich armer mensch ich armer 328 Ich armer mensch wo denk er Ich armer suͤnder komm zu dir 322 Ich bin ein gaß auf erden ar Ich bin ein mensch das weiß 68 Tt· Ich Register des Gesang-Buchs. bin getauft auf deinen bin getrost in meinem bin getrost und freue bin gewiß in meinem bin ja Herr in deiner bm im himmel b E in ruhig und zufrieden in und werde noch zur ch bitt entschuldge mich dank dir lieber Herre dank dir vater denn du SSEEUENENEEE 0 ND SEE ch danke dir liebreicher denk an dein gerichte ergebe mich dem willen freu mich auf die frohe ch gedenk an deine wunden glaͤub an einen Gott habe nun den grund habe sinn und herz hab in Gottes herz und hab mein sach Gott h kann mein Jesu dich bey klage dir o Gott mit komm o guter Gott zu dir komm o treuer Gott zu lasse Gott in allen ch lasse Jesum nicht mit muß mich o mein Gott preise und besinge Herr ruf dich an Herr Jesu ruf zu dir Herr Jesu schaͤme mich vor deinem schrei aus meinen suͤnden sterbe taͤglich und mein trau auf Gott in allen trau auf meinen Gott ch trete frisch iu Gottes ch weiß an wen ich glaͤube — SSSSSSS Hunte S F SSSSSS F SS.SSSES das kann der selber Ich weiß es kann mir nichts Ich weiß es wird mein ende Ich weiß mein Gott daß Ich will anizt mein Gott * will die hand und ruhte Ich will froͤlich seyn in Gott 270 740 208 370 583 23⁴ 411 263 278 63²½ 6⁴⁷ 643 609 43²½ 603 763 358 368 4² 43¹ 787 176 9⁰4 467 40⁰ 4²27 216 7⁴49 7 403 374 347 198 777 416 962 28 36⁷ Ich weiß daß mein erloͤser lebt, 602 Ich weiß daß mein erioͤser lebt, 963 4208 977 168 276 26 222 Ich will meinen Jesum 4⁰² Ich will meine stimm erheben Ich will mich mit dir verloben 6 Ich will mich nach der ruh Ich will nun in den beichtstuhl zu ch will o vater allezeit ch will so lang ich leb' allhier an ch will von meiner missethat zu ch will iu aller stund erheben 0 su deine heilge wunden 92 su deine passion herzlich 60 su der du meine seele 344 su der du thuͤr und riegel un su der du wollen buͤssen 66 su du hast blut geschwitzet 76 su du mein licht und leben 376 su grosser wunderstern 6 Jesu Jesu deine wunden 91 Jesu komm mit deinem vater 20 EN AeEeeSESEEES Jesu meine freude meines 21 Jesu meiner seelen leben 210 Jesu meiner seelen licht 65 Jesu meiner seelen ruh 221 Jesu meines lebens leben 60 Jesus Christus unser heiland den den tod 106 Jesus Christus unser heiland der von uns 273 Jesu sey von mir gepriesen 647 Jesus meine zuversicht und boz Jesus nimmt die suͤnder an 201 Jesu trost der armen seelen 99 Jesu ursprung meiner freude 1 Jesu wahrheit licht und 461 Jesu wahrer Gottes⸗sohn 67⁷ Jesu wenn ich mein gemuͤht 32 Jesu wie war dir zu sinne 29 Jeʒt koͤmmt o Herr ein armer 382 Ihr augen weint beym ereuz 87 Ihr ehristen auserkohren hoͤrt 4 Ihr ehristen seht daß ihr un Ihr menschen wie seyd ihr on Ihr richter hier auf erden 6 Ihr toͤchter zions kommt 180 Im finstern stall o wunder 4 Im manuel der Herr ist hier 39 Immanuel mein freund 4⁰ In allen meinen thaten laß 97 In 0 N l ö s re mn uhttie Wtme! m Asrurg ö htlege Dekets e S adugr Ieihty Ihhet zur Ihglaßtel Ienseg eten Ibteden IWm k 10 Im Ullisont lott ve e — cumust Ahdattes: IIst der shchdeis Alsdeh= hhhhtet sden fen Aastdir A uch herz bwln Mxaler tondt Indod Wesi mithhn ac Windehh ee Smicj ie Wer sunh. V. Ditgenn VS sin Veieh Nelen NIutg X Inh thein elden Nelente releuht A elenh Ibere + II etscch vis arhheh ei „Vlichtul ttto men 41 ehen ö I 3 ů t as 21, l et H th Piso, Register des Gesang⸗Buchs. 698 44⁰ In deinem namen o Herr In dich hab ich gehoffet Herr In dieser morgen⸗stund will 630 In Gottes namen fang ich 169 In Gottes reich geht 198 In Gott ist meine seele still 438 Ist Gott fuͤr mich so trete 628 994⁴ Ist Gott fuͤr uns was kann K Kein groöͤßrer trost kann seyn in 341 Komm du angenehmer gast 287 Komm Gottes geist komm u1I Komm heilger geist erfuͤll die 117 Komm heiliger geist Herre 117 Komm o Gott schoͤpfer heilger 1⸗ Komm tochter zion komm den 37 Komm seele geh in Gott zur 412 Komm seele komm betrachte 158 Komm seele mit betruͤbten 80 Koͤmmst du grosser koͤnigs⸗sohn 7 Kommt alle zu mir kommt zu 441 Rommt die ihr nicht gewohnet 436 Kommt her zu mir spricht 444 Kommt laßt euch den Herren 388 Kommt menschen⸗Einder ruͤhmt 2 Kommt seelen dieser tag muß 118 Kommt wieder aus der finstern 106 Koͤnig dem kein koͤnig 188 Krankheit und ein sieches(68 Kyrie eleison Christe eleison 48e Kyrie Gott vater in ewigkeit 129 Lauf immerhin verkehrte 391 Lebt nicht so sicher in der 309 Lehr mich o Herr du treuer 247 Liebe die nicht auszusprechen 367 Lieber vater Gott der 422 Liebreicher Gott dein segens fua Liebster Gott wie wird es 610 Liebster heiland du bist mein 21 Liebster Jesu deine guͤte 17⁴ Llebster Jesu gnaden⸗sounne 386 Liebster Jesu hoͤchste liebe 408 Liebster JEsu liebstes leben 241 Liebster Jesu sey willkommen 36 Liebster Jesu thu mir auf ze Liebster Jesu wir sind hier 25 Litaney 48⁰ Lobet den Herrn denn er Lobt Gott ihr seine knechte 189 Lobt Gott mit vollem schalle 1 Lobt und Wrn grossen Mach doch den engen lebens Mache dich mein geist bereit Mag ich denn nicht von angst 720 Mein bester freund ist mir 100 Meinen Jesum laß ich nicht denn er will mich 177 Meinen Jesum laß ich nicht meine eel ist 251 Meinen Jesum laß ich nicht weil 217 er sich fuͤr Meinen naͤchsten laß ich nicht 466 Meine seel erhebt den Herren 4⁴³ 446 Lamm du muster wahrer liede 83 Lamm Gottes das zur schlacht 84 Laß es Jesu dich erbarmen sa Lasset doch den weisen Gott 424 Lasset uns den Herren preisen auf vermehret 16 Lalset uns den Herren preisen o ihr ehristen 108 Laß Jesu dir mein flehen cas Laß mich Herr die gerechtig. 37 Laß mich nicht in irrthum Laß mir alle wochen seyn 97 Laß o Herr dein ohr sich 723 Laßt uůs doch Christo dankbar a Meine seele laß dich finden 21⁰ Meines lebens beste freude 439 Mein fester fels und starker 171 Mein Gott ach wenn ich 40⁰ Mein Gott der du mich 41¹⁰ Mein Gott die sonne geht 21 Mein Gott dir ist ja nicht 440 Mein Gott du bist an allen 386 Mein Gott du bist gerecht 13 Mein Gott du bist von 423 Mein Gott du hast mich 23 Mein Gott du hast mir zu 434 Mein Gott du vruͤfest her⸗ 37¹ Mein Gott du selber hast 678 Mein ————— .....— ö Register des Gesang⸗Buchs. Mein Gott du selber heißt 403 Mein Jesus ist getreu HA Mein Gott du weißt aufs 229Mein Jesus koͤmmt mein Augg Mein Gott du wohnest in 421Mein Jesus lebt was soll nd Wugs Mein Gott du wohnst in 396 Mein Jesus stirbt was sol y9 N. ö Mein Gott du zeigst dein 236 Mein Fesu suͤsse seelen⸗lust 0 uslale Mui Mein Gott es ist dein guter 6600Mein Jesus wird ein fluch n A AN Mein Gott es koͤmmt ein 406 Mein lauf Gott lob ist bald en n Mein Gott hast du mein 420 Mein lieber Gott gedenke zu n RIR Mein Gott ich bin ijt 24 Mein liebes herz was zages b nn Mein Gott ich habe mir 67 Mein liebster Gott dir ist sr ulinne N Mein Gott ich hab in 564 Mein schoͤpfer lehre mich zo ö Mein Gort ich klopf an 261 Mein schoͤpfer steh mir bey zu nn Mein Gott ich komme 265 Mein kreuer Gott dein; 30 Mein Gott ich leb in 326 Mein treuer Gott was soll v Mein Gott ich nahe mich 228 Mein vater du regierest den Mein Gott ich preise dich, ꝛc Mein vater zeuge mich dein n Mein Gott ich schame mich 329 Mein wallfahrt ich vollendet y) Mein Gott ich schreye für aanr Mensch⸗gebohrner Gottes Hein Hott ich wart auf, aae Mensch willt du leben: Mein Gott ich weiß wol 80 Mit dir Herr Jesu will ich 9 geu Mein Gott ich wil anieit 141 Mit ernsto menschen⸗kinder 3 in Mein Gott mir hat dein aarMit fried und freud fahr ich il. Mein Gott nun bin ich 304Mit seufzen klag ich dir Mein Gott nun ist es wieder 633 Mi ir im leben sind liser a Mein Gott ob gleich dein 294 Musen audereite die wanden 0 Rand Mein Gott verlaß mich nicht 384 ö tdude Mein Gott und könig deine 12 tdufs Mein Gott und vater steh 449 Nach dir Herr steht mein e Mein Gott weil ich in 401Nichts ist gemeiner als das i note Mein Sott wie bist du so 166Nicht so traurig nicht so sehr s h Herzs Mein Gott wie groß ist dein 190Nichts verdammlichs ist an ꝛ6 und u Mein heiland ach wie liebst 366Nimm von uns Herr du an r rt Mein heiland du mußt dich 200Nimm von uns Herre Gott 30 nichgs Mein heiland nim̃t die sunder 316Nun bin ich genesen weil zu hua Mein heiland sitzet droben 16Nun bitten wir den heilgen l gne Mein herz ach denk an 311 Nun bricht die finstre nacht im! Mein herz ach rede mir nicht r/ Nun danket alle Gott mit dun Mein herzens⸗freund ach 44 Nun die reise ist vollendet 650 n Mein herz ermuntre dich 73Nun freut euch liebe ehristen u usafte Mein herz sey wol zufrieden 33 Nun Gott lob es ist vollbracht 1 Auhöch Mein herz und seel den Herren 4Nun Gott lob ich bin 28D an Mein hirte wie so treulich 1960Nun hosianna Davids sohn u nn Mein Jesu ach ich nahe mich 39s Nun jauchz dem Herren alle sohn Mein Jesu der du vor dem 270 Nun jauchset all ihr frommen n Mein Jesu du willt jedermann 362 Nun ist der tag der seligkeit Alt sehni Mein Jesu liebster menschen 346 Nun ist es alles wol gemacht 100 Alken Mein Jesu meines lebens 367 Nun komm der heiden heiland 31 lshtn Mein Jesu sieh darein und der! Nun kommt das— 1 Wnsez Tun — J nihch ö . ö en e 4 . I imnz Ht el W Aseh Ie Itttoih „Drgh De nn ch h, et ia e e WN 2 e U ih 9. scht j in im H 3 Idrret 0 fisth EI . H Register des Gesang-Buchs. Nun lasset uns den leib 6⁰⁰ ö O Gott mein vater mich 38⁰ Nun laßt uns den leib 60¹ O Gott mein vater und mein 394 Nun laßt uns Gott dem O Gott voll macht und 6⁴⁷ Nun laßt uns Gottes guͤte 9 O Gott von dem wir alles 636 Nun lob mein seel den Herren 14 O Gott wenn ich bey mir 98¹ Nun ruhen alle waͤlder vieh 64½ O Gott wer dieses leben 6¹⁹ Nun singet und seyd froh 43 O Gott wer wird von diesem 486 Nun tret ich wieder aus der 634 O Gott wir ehren deine 130 Nun triumphiret Jesus 106 O grosser geist o ursprung 17 Nun wachen Gottes straͤf 701 O grosser Gott du reines 200 Nun wollen wir dir lob und 02 O grosser Gott wir danken 49 O haupt voll blut und wunden 90 O allerhoͤchster Gott dir 271½ O heilger geist kehr bey uns ne Dallerschoͤnster freuden⸗tag 109 O heilige dreyeinigkeit 163 O allgemeine nott 476 O heiliger gerechter Gott 128 Dangst und leid o traurigkeit 328 O heiliger und reiner geist rus O auferstandner sieges⸗fuͤrst 107 O heiligste dreyeinigkeit 126 Ob ich einschlafe oder wach 626 O Herr dein seligmacheud 297 Ob menschen klug und weise 396 O Herr mein Gott ich hab 203 OChriste Jesu Gottes sohn 62 O hoͤchstes licht vollkommnes 166 O der ungemeinen huld die 183 O jammer⸗volle tage da 4⁰06 Odu dreyeinger Gott den 682 O Jesu Christe Gottes sohn gaz O du majestaͤtisch wesen das 418 O Jesu Christe wahres licht 306 O du schoͤpfer aller dinge 36% O Jesu Christ ich preise 266 O edle wunden was soll ich 93 O Jesu du mein braͤutigam 283 Oewigkeit du donner⸗-wort 613 esu Jesu Gottes sohn a407 Oewigkeit du freuden⸗wort 6rz esu komm zu mir mein 214 uehim treu o heucheley 66 esu meine lust o leben s8 e e N Ofrommer Gott ich danke 6e6 su meine wonne du 289 O glaͤubig herze benedey 9O JFesu meine zuversicht 315 Ognaͤdger und barmherzger as O Jesu mein verlangen 291 * O gnaͤdigster erbarmer 401 O Jesu willt du noch so 286 O Gott da ich gar keinen 2⁰ O koͤnig dessen majestaͤt 330 O Gott der du aus herzen 143 O lamm das meine schulden 102 OGott des gnaden⸗voller 663 O lamm Gottes unschuldig 66 O Gott des himmels und 193 O lehrer dem kein andrer 18 O Gott du brunnquell aller 4696 O liebes-glut wie soll ich dich 147 O Gott du frommer Gott 379 O meine seel des Herren II OHott du hast die menschen 483 O meine seel du Het den» O Gott du hoͤchster geist 120 O meine soel erhebe dich mit 131 OGott du kannst den himmel 13 Opfer fur die ganze weltdu 6 O Gottes lamm o laß mich 443 O seele welche seligkeit ist 240 O Gottes sohn Herr Jesu Christ O seligmacher Jesu Christ us⸗ daß man 363 O sichrer mensch bekehre dich 6is O Gottes sohn Herr Jesu Christ suͤsses gnaden⸗wort dag 194 du leben 173 O tiefe wer kann dich 160 O Gott es steht dein milder re O tod wo ist dein stachel 196 O Gott mein schoͤpfer weiser 384 O traurigkeit o H) 96 treue Register des Gesang-Buchs. O treuer heiland Jesu Christ 306 Ovater allmaͤchtiger Gott 129 O vater deine sonne scheint 610 O vater der barmherzigkeit 338 O vater Gott von ewigkeit 129 O vater groß von gnade 181 O vater-herz o licht o leben 381 O vater in dem himmelreich 260 O vater sohn und heilger 48³ O vater unser Gott es ist 26²½ Ounaussprechlicher verlust 475 Ounerhoͤrte hoͤllen⸗guahl 616 O wahrer Gott und menschen 184 O welch ein leiden das mich 666 O welch ein ungemeiner 210 O welch ein unvergleichlich 264 O welt sieh hier dein leben 89 O wie froͤlich o wie selig 6²¹ O wie sind doch meiner feinde 448 O wir arme suͤnder unsre 66 O wunderfluht das hoͤchste 186 P. Prange welt mit deinem 396 Prophete Jesu du bist gzroß 187 Q. Quahl und angst muß ich 69¹ R Rede Herr denn dein knecht 399 Reiß dich los von allen 929 Reißt ihr felsen erde bebe 101 S Sagt Gott dem hoͤchsten 499 Schaffet doch ihr menschen 37²2 Schaff in mir Gott ein reines herz mein 226 Schaff in mir Gott ein reines herz und heilge 39⁰0 Schaͤue yon des himmels 662 Schau Herr die matte seele gs Schau lieber Gott wie 446 Schließ auf schließ Herr 611 Schmuͤcke dich o liebe seele fuͤlle 272 Schmuͤcke dich o liebe seele laß die dunkle 27⁷ Schoͤpfer aller menschen ⸗kinder grosser richter 20⁰ Schoͤpfer aller menschen⸗kinder hoͤchster 40⁷ Schoͤpfer dieser ganzen welt q88 Schwing dich auf mein ganz Rehchl Schwing dich auf zu deinem a Schwinget euch mein hert m Wm Seele denk an jene nacht zn 110 in Secle geh auf olgatha Seele laß die speise stehen n Seele mach dich heilig auf Wuit re welch ein mensch ist das ihn W che ö r Seht welch ein mensch ist das iht n menschen 1 sunshen Selig sind die Gottes wort Sende vater deinen geisft l, Seyd stille sinn und geist u Me Sey getreu bis an das ende g nahl Sey lob und ehr dem hoͤchsten Metse Sey mir tausendmahl gegruͤsset r alel; Gieh an uns arme sünder Alebt, Sieh wie lieblich und wie fein tr Singen wir aus herzen 6 em So gehst du nun o Jesu hin Sohn des hoͤchsten solltdu twag So ist das jahr nun auch enthu So ist die woche nun 30 Mht 5z So komm du ausgang meiner 19 So komm ich denn mein Gott z ms mah Soll es liebster Gott 30 asne Soll ich nach deinem winken Iburneoz Sollt ich meinem Gott nicht 146 Sorge doch fuͤr meine kinder Rkeeng So ruhest du o meine ruh So wahr ich lebe spricht dein 305 eudl Stell liebe seele dich in ruh n tv 1 Straf mich nicht mich groffen zn n Sůnder hoͤrt doch Christt n Iunte Sünder willt du ruhig seyn zu Suͤsses evangelium das wie 14 nt Uhuttt L. ht* Theures wort aus Gottes 3 saeh Traure nicht betruͤbtes her: 64 n Dreuer Gott ich muß dir 4ν sders Treuer Register des Gesang⸗-Buchs. Treuer Gott in deine haͤnde 793 reuer hirte deiner heerde 30 ich m Siener 6i 639 Was ist der mensch die arme 16 Treuer Jesu wache du Treuer waͤchter Israel 498 U. Vater ach laß trost erscheinen 332 Vater du weißt meine sorgen 6 Vater laß mich guade finden 334 Vater unser im himmelreich 57 Vater welchem nichts 167 Verderbte welt wie bittre 518 Verklaͤrte majestaͤt anbetens 132 Versuchet euch doch selbst 364 Unendlicher Gott hoͤchstes 128 Uns menschen stehn zwey orte 616 Unverfaͤlschtes ehristenthum 371 Unumschraͤnkte liebe goͤnne 140 Vom himmel hoch da komm 37 Vom himmel kam der engel 38 Vom tod erstandnes oster. 112 Von allen menschen abgew. 389 Von dir liebreicher Gott 03 Von dir o treuer Gott 467 Von ganzem herzen und mit 14 Von Gott soll mich nichts 36⁰ Von Gott will ich nicht lassen 417 Vor deinen thron tret ich 6³¹ Vor gericht Herr Jesu steh 342 W. Wach auf mein herz die 110 Wach auf mein herz und denk 269 Wach auf mein herz und singe 629 Wacht auf ihr ehristen alle 606 Warum betruͤbst du dich 63⁰ Warum sollt ich mich denn 33 Warum willt du verlaͤssen 669 Was alle weisheit in der 127 Was darfst du bloͤdes hert 204 Was frag ich nach den ehren 421 Was frag ich nach der welt 622 Was fuͤr schande was fuͤr 78 Was Gott thut das ist wol gethan es bleibt 4² Was Gott thut das ist wol gethau so denken 1⁷ Was hat der mensch auf 466 Was hat doch des viehes 94 Was hilfts daß ich mich 4²⁰ Was ist unser leben und 48⁴4 Was kann ich armer machen 246 Was kann ich doch fuͤr dank 366 Was lobes soll man dir 7 Was mag sich doch der arme 420 Was mein Gott will gescheh 417 Was mich auf dieser welt 438 Was sorg ich doch in diesem 223 Was willt du dich betruͤben 31 Weg eitelkeit der welt ich 8 Weg ihr irdische gedanken 42 Weg mein herz mit 99 Weg welt mit deinen freuden 60 Weg wollust die an unlust 463 Weh mir daß ich so oft und 321 Weicht ihr 165 fallt ihr 138 Weine nicht Gott lebet 536 Wend ab deinen zorn lieber 491 Wenn dein herzliebster sohn 1204 Wenn dich ungluͤck hat 260 Wenn die noht aufs hoͤchste 674 Wenn einer alle ding verstund 466 Wenn ich jezt ohne thraͤnen 88 Wenn ich mein herz vor dir 267 Wenn meine seel den tag 96 Wenn meine sündn mich 6² Wenn mein stuͤndlein 9⁰ Wenn wir des hoͤchsten 99 Wenn wir in hoͤchsten noͤhten 493 Wer an die hoͤllen⸗glut 6¹⁷ Wer bin ich o Herr zebaoth 480 Wer bin ich was ist mein 186 Werde licht du stadt der 66 Werde munter liebe seele 6500 Werde munter mein gemuͤhte daß ich tr 6⁴⁴ 5—0 u gemuͤhte arum 63⁴ Wer in Nmf hutz d hochsten 440 Wer ist der der seine noht 74 Wer ist doch auf der welt 293 Wer nur den lieben Gott 4¹⁶ Wer nur mit seinem Gott 66 Wer sich im geist beschneidet 42 Wer weiß wie nahe mir mein 480 Wer —————— Register des Gesang⸗Buchs.— Wer will mich von der liebe 639Willt du dir meine seel 4330:. Wer will was Gott 210Willt du noch in suͤnden 30h Wesentliche liebe vater 148 Wir glaͤuben all an einen FB Weshalben toben fast 304 Wir liegen hier zu deinen 46 Wie daß du doch o suͤndlich 310 Wir liegen taͤglich in dem 49 Wie faͤllt der schoͤne 419 Wir menschen sind in Adam m Wie froh wird meine seele 620 Wir menschen sind zu dem. Wie Gott mich fuͤhrt so will 427 Wir stehn in noht laßt uns oh und Wie groß ist deine herrlichkeit 332 Wo bleibet die barmherzig. n Wie groß ist doch o Gott 209 Wo Gott der Herr nicht dey 3 V Wie groß ist Gottes vater 262 Wo Gott nicht selber baut zn 10⁰ 0 F⁰0. é x — Wie groß ist meine missethat 324 Wo ist der ort da meine seele 36 Wie heilig ist doch dieser ort 280 Wol auf herz und gemuͤhte 33 Wie herrlich leucht der 664 Wol auf mein herz du mußt 0 O ries Wie ist die welt so feindschaft 499 Wol dem dem Gott all seine galt Wie ist Herr Jesu doch dein 178 Wol dem der Gott vertraut au shelkte Wie kuͤndlich groß sind doch 40 Wol dem der ohne wandel 330 ne Wie lang o Herr wie lange 71 Wol dem der ruh und frieden 408 IM Wie lieblich ist es in der 398 Wol dem der sich fͤrcht und zu Wie lieblich sind doch deine 112 Womii soll ich dich wol loben v9 i Wie lieblich sind dort oben érs Wort des hoͤchsten mundes m Wie liebst du doch o treuer. 633 Wo soll ich fliehen hin weil Wie mein getreuer vater will 430 Wuͤnschest du mein her; in 400 estt Wie oft versprach ich Herr 347 Scon; Wie schön leucht uns der morgen⸗ 3. halst ur stern mit seinen 94 st ich b Wie schoͤn leucht uns der morgen⸗Zeuch ein zu deinen thoren An oche stern voll gnad 180 Zion gib dich nur zufrieden sch Wie selig ist der ort zu nennen 24 Zions freuden⸗tag erscheinet 9 al, Wie selig kann ein ehrist hier 433 Zion spricht ich bin verlassen 49 Bil Wie soll ich dich empfangen 33 Zu deinen fuͤssen liege ih y9 en dirt Wie sollt ich meinen Gott 404 Zu dir Herr Jesu komme ich 39 nd e Wie wol hast du gelabet 299 Zu dir o vater aller guͤte 440 lt den Will jemand Christi juͤnger 436 Zweierley bitt ich von dir 8— An⸗ ansh,r WNN iehg X 0 ahd AmN ö h um Tahnz 1% 94 Reest 2 Hamt 6 2 Sicsentz Vide un Niele W. Rih l lgin 2 uhil Ibepsl . Mt I Schih Poelcheh X. bln Leilats 2 h des ade ll 3 Rhs in t/ ott. l d et „ ll A. Diet a er et M. r 5 shn Vermehrtes a u 8 6 ebet: B Arnod, Gerhaͤrds, Lassenii und anderer evangelischen Lehrer geistreichen Buͤchern zusammen getragen, neb st den Kirchen⸗Collecten und Antiphonen. Hannover, 1845. WM Wundie IaSsts 00tt te Enig 60tl sets Chlif wissen W as un Hlaberü Aumagst u nd berste Wat hit,geu lhiter verhe hiden und Ish dit vert hen seuft Wnundun IMrachtem et Whalgenehme Wihen. HErt Whls, daß un Aukkuͤndige nd gemdh Wut mit un n, und di ———— =D= Fhe anhete lhhtheit, V gank 7 I. Wochen⸗Morgen⸗ und Abend⸗ Gebete. Gebet um die Gnade des heiligen Geistes daß man recht und GOtt wolgefaͤllig be⸗ ten koͤnne. Ewiger, barmherziger sers HErrn Ie ů Christil weil wir nicht wissen noch begreifen koͤnnen, was und wie wir beten sollen; du aber uͤberschwenglich zu thun vermagst, uͤber alles was wir bitten und verstehen moͤgen: so schreyen wir, geuß uͤber uns aus, nach deiner verheissung, den geiß der gnaden und des gebets, der uns bey dir vertrete mit unaus⸗ sprechlichen seufzen; auf daß wir dich mit mund und herzen andaͤch⸗ tig in rechtem ernst anrufen, und dir ein angenehmes lob⸗opfer brin⸗ gen mogen. HErr! thue unsere lip⸗ pen auf, daß unser mund deinen ruhm verkuͤndige. Erwecke unsere seele und gemuͤhte, daß wir uns nicht nur mit unserem munde zu dir nahen, und dich alleine mit den lippen ehren, aber das herz ferne von dir sey; sondern verleihe uns gnade, daßz wir dich, als die recht⸗ schaffene anbeter, im geiste und in der wahrheit, ohnd andere und fremde gedanken, anrufen mit herzlicher aufmerkung unsers ge⸗ muͤhtes, ohne heucheley und ehr⸗ geinz und daß wir nichts von dir begehren, als nur allein was dein goͤttlicher wille, dein lob und ehre, darzu unserer seelen seligkeit ist. Verleihe auch, daß wir alles das⸗ jenige, was wir von dir bitten, mit starkem glauben und gewisser zu⸗ versicht von deiner milden gůte zu erlangen, ungezweifelt hoffen; auch dir hierinnen nicht zeit, ziel oder maaß der huͤlfe setzen; sondern uns deinem gnaͤdigen willen, der allewege der beste ist, in allen din⸗ gen mit starker hoffnung und ge⸗ duld, in demuht unserer herien, gaͤnzlich unterwerfen. Darzu gib gnade, daß wir nicht vor dir liegen mit unserm gebet auf unsere ge⸗ rechtigkeit, sondern auf deine gros⸗ se barmherzigkeit, und in dem na⸗ men deines lieben sohnes JEsu Christi/ in welchem wir freudigkeit haben, vor deinen gnaden⸗stuhl zu treten, und dich mit kindlicher zuversicht unsern lieben vater zu nenuen. Staͤrke uns auch/ daß wir vom beten nicht abgeschrecket wer⸗ den um unserer unwuͤrdigkeit wil⸗ len. O du guͤtiger GOtt! so hilf nun, daß wir(jetzo allhier im hause Gottes und sonst) an allen orten aufheben heilige haͤnde, ohne zorn, zwietracht und zweifel, und 4 a 2 i 4 Morgen-⸗Gebet am Sonntage. lich anhalten mit flehen, damit wir nach deiner gnaͤdigen verheis⸗ sung, was uns an leib und seele noͤhtig ist, von deiner milden guͤte empfangen,(und insonderheit in gegenwaͤrtiger allgemeinen gefahr und noht huͤlfe und rettung er⸗ langen) durch deinen lieben ein⸗ gebohrnen sohn IEsum Christum unsern HErrn, amen. Gebet um die Gnade recht zu beten, und um gnaͤ⸗ dige Erhoͤrung des Ge⸗ bets. HErr, mein hort und 2. O mein erloͤser! laß dir wolgefallen das opfer meines mundes und das gespraͤch meines herzens vor dir. Laß mein gebet vor dir tuͤgen, wie ein rauch⸗opfer, und das aufheben meiner haͤnde, wie ein abend⸗opfer. Hoͤre mein wort, merke auf meine rede, ver⸗ nimm mein schreyen, mein koͤnig und mein GBtt, denn ich will vor dir beten. HErr! fruͤhe wollest du meine stimme hoͤren, fruͤhe will ich mich iu dir schicken und darauf merken. Hoͤre die stimme meines flehens, wenn ich zu dir schreye, sey mir gnaͤdig, und verbirge dich nicht vor meinem flehen. Merke auf mich und erhöre mich,denn ich rufe taͤglich zu dir; erfreue die see⸗ le deines knechtes,(deiner magd) denn nach dir, HErr! verlanget mich. Meine seele wartet auf dich von einer morgen⸗wache bis zur andern. Mein ot haͤlt dir vor dein wort: Ihr sollt mein antlitz suchen: Bittet, so wird euch ge⸗ geben: suchet, so werdet ihr fin⸗ den: klopfet an, so wird euch aus⸗ ner zeitlicher — und ewigen wolfahrt uöhiig uud nuͤtzlich ist. Auf dis dein wort su⸗ che ich, o HErr! laß mich dein ba⸗ ter⸗herz finden. Auf dein wort klopfe ich an: thue mir, o HErr! die thuͤr deiner gnaden hier in die⸗ ser welt auf, und oͤffne mir endlich die thuͤr deines ewigen himmel⸗ reichs, um JEsu Christi deines lieben sohnes willen, amen. Morgen⸗Gebet am Sonntage. In deinem namen steh ich auf, HErr! segne meinen lebenslauf: Bedecke mich aus huld und gnaden Fuͤr sůnden, ungluͤck, noht und schaden. ob und dank, preis und 3. Lee sey dir, barmherziger GOtt und vater, du getreuer hu⸗ ter Israel, der du nicht schlaͤfes noch schlummerst, daß du diese vergangene nacht an mir deine barmherzigkeit erzeiget, meinen feind vertrieben, und mich frisch⸗ gesund und ohne gefahr schlafen lassen; daß du mich behuͤtet wie einen aug⸗apfel im auge, und mich beschirmet unter dem schatten deiner fluͤgel, auch mir vergoͤn⸗ mir, was mir zu meiner net, das licht dieses tages wieder froͤlich anzuschauen. O vater! so groß ist deine liebe: wer kann sie aussprechen? Ich preise dich um alle deine wunder, und danke dir fuͤr alle gnade, die du mir von mutterleibe an, bis auf diese stun⸗ de erwiesen hast. Ich erkenne gar zu wol, daß ich meiner suͤnde und gethan. Auf solch dein wort su⸗ che ich auch HErrl dein autlitz; ich thue meinen mund getrost auf, und bitte dich herzlich/ oHHErr! gib undankbarkeit wegen so grosser guͤte nicht wehrt bin. Aber, ach grundguͤtiger GOtt! gedenke an deine barmherzigkeit die von 477 welt — Wa ch Uin W el . Mͤale A de Ah tgost Ashmttol Aiht tol schtt Nin en tag Ashagurd! l daf I deitet Wum sat Wslebrin Wsc undt Wlhte. nsken, un Rtset t Wrichhel l sündet i seele! heligen w sch iuriht AWin denh Aan werde Wln tag M willen sAhnich du W laß f AMhhitten u shsnliche! Hshsmeini A M eilige Hud etlige AWuleibe Hssheilige Ashte, die . I 2 Loat Ru Arishn h, W, (chh thch Tundih AN e a Halth an, I I Du 6 O * R M. Faut d N Racht U. Iit al ihl g HN aliht altt l. . IIbet IN N N —— 20 2 fl * N Abend⸗Gebet am Sonntage. 5 welt her gewesen ist. Erbarme dich uͤber mich armen elenden men⸗ schen, vergib mir alle meine fuͤnde/ und zeuch deine hand nicht von mir ab. Ja vater! gedenke an das theure blut, das dein kind JEsus für mich vergossen hat, um dessen willen sey mir gnaͤdig, und verwirf mich nicht von deinem heiligen angesichte. Nimm mich aber auch heute diesen tag in deinen väter⸗ lichen schutz und schirm. Bewahre meine seele, daß sie nicht aus den schranken deiner gebote trete. Wehre dem satan, daß er mich nicht zu falle bringe.Baͤndige mein tigen fleisch und blut, daß es mich nicht verfuͤhre. Gib mir himmli⸗ sche gedanken, und zeuch mich von der lust dieser welt ab. Ach va⸗ ter! laß mich heute voͤllig von dem chm der süͤnden aufstehen: laß ich meine seele durch die predigt deines heiligen wortes weiden, bis sie endlich iu ihrem eigenen hir⸗ ten JEsu in den himmel wird auf⸗ genommen werden. Behuͤte mir auch diesen tag nach deinem vaͤ⸗ terlichen willen leib und leben; heschuͤtze mich durch deine heilige eugel, und laß sich kein boͤses zu meiner huͤtten nahen. Denn in deine vaͤterliche haͤnde befehle ich alles, was mein ist. Du bist mein ater, ich dein kind; ach! laß mich in deine heilige haͤnde, ium zeit⸗ lichen und ewigen segen stets ein⸗ gezeichnet bleiben. Du licht der menschen, laß leuchten dein ant⸗ litz lber mich, daß ich im lichte wandele, und heute deinen sab⸗ bath also heilige, daß ich der schul⸗ digen ehre, die dir gebuͤhret, und der werke der liebe, damit ich mei⸗ nem nachsten verpflichtet bin,nicht bvergesse; bis ich endlich, kraft der fröͤlichen auferstehung deines sohnes JEsu, auch zu dir, zu dem ewigenruhe⸗tage des himmels aufgenommen werde. Erbarmie dich uͤber mich(und alle die mei⸗ nigen) und sey mir gnaͤdig, jetzt, in der stunde meines todes, und am tage deines leiten und stren⸗ gen gerichtes, um deines heiligen namens willen, amen. Abend⸗Gebet am Sonntage. Der tag ist hin: 31 koͤmmt die nacht/ HErr! schuͤtze mich durch deine maͤcht, und bleib in finsterniß mein icht; So schreckt mich nacht und hoͤl⸗ le nicht. ö Err GOtt vater im him⸗ 4..) mel, und HErr meines lebens! dein thun ist ja lauter güte und treue; Du hast mich die⸗ sen tag lebendig erhalten, und mir alles gute erzeiget, auch mich nach deiner grossen und unergründli⸗ chen barmhernigkeit fuͤr allem uͤbel behůtet, mein leben erhalten, und mich mit wolthaten uͤberschuͤttet/ ja dein aufsehen hat meinen odem bewahret. Darum preiset dich meine seele und mein mund ist voll deines ruhmes. Billig aber muß ich mich schaͤmen daß ich mich auch heute an dir versůndiget/ und nicht rechtschaffen in deinem wege gewaͤndelt habe. Aber, ach HErr wer kann merken/ wie oft er fehle? Vergib mir doch auch die verbor⸗ gene fehler; hilf mir um deines namens willen, du trost Israels! vertilge meine missethat wie eine wolke, und meine suͤnde wie den nebel; reinige mein gewissen von allen todten werken duͤrch das blut JEsu Christi; ziehe deine hand slicht von mir ab, und verlaß mich nicht. Schaue, liebster bater: 4a 2 jetzt 6 Morgen⸗Gebet am Montage. jezt bricht die nacht herein, und es ist ganz finster um mich. A du mein licht! verlaß mich nicht. Meine sonne! gehe ja nicht unter in meinem herzen. Lege die wache deiner heiligen engel um mich, daß sie mich(mein haus und hof, mein weib und kind, und alle das meinige) fuͤr allem schaden und gefahr gnaͤdiglich bewahren. Ge⸗ segne meinen schlaf, und treibe das schrecken des satans ferne von mir, daß dieser mein feind keine macht an mir finde. Laß mich in dir ruhe haben, o grundguͤtiger vater! Dein heiliges wort, das ich heute gelehret bin, sey mein leit⸗ stern und mein licht. Dir befehle ich mich, meine hoffnung stehet zu dir. In dir schlafe ich ein. Laß mich unter dem schatten deiner allmaͤchtigen fluͤgel wol bewahret seyn. Nimm dich meiner seelen ferner an, und laß mich nach dei⸗ nem willen morgendes tages dir zu lob und ehre froͤlich wieder er⸗ wachen, um der fuͤrbitte deines amen. sohnes IEsu willen, Morgen⸗Gebet am Montage. Meinen anfang und mein ende Geb ich, HErr! in deine haͤnde: Vater! steh mir gnaͤdig bey/ Daß der tag gesegnet sey. armherziger, mildreiche—⸗ 5.. ster GOtt un vater! in dieser morgen⸗stunde erscheine ich vor dem throne deiner goͤttli⸗ chen guͤte mit herzlichem danke, daß du nach zuruͤck gelegter finste⸗ rer nacht mich abermahl gesund und frisch aufstehen lassen. O va⸗ ter deine hand hat mich geschuͤtzet/ daß mich der satan nach seinem willen nicht betruͤben oder beschã⸗ chdigen koͤnnen. Damit nun ferner mein mund deines ruhmes und deines preises taͤglich voll sey; so vergib mir alle meine suͤnde, und thue mir wol. sünden meiner jugend, noch mei⸗ ner uͤbertretung; gedenke aber meiner nach deiner barmherzigkeit um deiner guͤte willen, und regiere mich heute, diese angehende woche, und die ganze zeit meines lebens, daß ich in allem meinen vorneh⸗ men deinem worte folge. Behute mich, liebster vater! fuͤr der ver⸗ suchung des satans, und meines eigenen fleisches und blutes, daß ich nichts uͤbels thue, noch wider dich sundige. Laß mich deine hei⸗ lige engel auf allen meinen we⸗ gen behuͤten, daß ich fuͤr allem schaden vaͤterlich behuͤtet werde Denn dir, o GOtt! uͤbergebe ich meinen leib und seele,(mein haus und hof, mein weib und kind, und alle die meinen.) Behute, schüͤtze und erhalte mich, daß sich ken uͤbel vu mir nahe. Sey du mein schild und schirm, segne meinen eingang und ausgang, und verlaß nicht, die deinen namen kennen. Troͤste alle betruͤbte und kranke. Hilf allen nohtleidenden und ver⸗ lassenen. Und wenn auch eine truͤbe ungluͤcks-wolke nach dei⸗ nem willen uͤber mich kommen sollte, so gib mir geduld und raht. Gesegue auch, liebster vater! heute und die ganze woche uͤber meine arbeit und nahrung, und die werke meines berufs, daß meine muͤhe und arbeit nicht verlohren seh. Laß mich stets an dich gedenken, dich in meinem herzen behalten, und deine furcht vor augen haben/ daß ich ehristlich lebe und selig sterbe: das verleihe mir um JEsu Christi deines lieben sohnes wil⸗ len, amen. Abend⸗ Gedenke nicht der E W. stheit V i 6 nich dute ¹ al ih ist Ha uld hater: Ihen uch Whfidigte Ahhahtet w shrihlit d Aasnherten Alzen de h Wb /vat Whmit ich Wnken, wott Igt habe. Wuld gůte! Wond bluti) Wss JEs, Wnit gnad Wor meine k Asnt sehler Whlgt,olieh 0 siet vor Ate mit b Wum herte Ph sey m. . Wende Rltlichen de Hund laß dei AHshaz und f Wude nacht Belahre Wale das m Ihsraller Wre Kin MWöeurrah sihter, un ch albäz ——— Eu yinerse Dhh Hen ssh ni e Valas DI lic W. Votti a eh 0%). N ih ahe. Oitn WI I Wtrll H 00 7% gen/ schutz und Abend⸗Gebet am Montage. ——ß— Abend⸗Gebet am Montage. Der tag d, ich fleh zu tx/ Mein licht, mein IEsu! bleib bey mir/ Schuͤtz mich durch deine gnaden⸗ haͤnde Von nun an bis zum lezten ende. 0 Auch dieser tag ist hin, al⸗ „Aiergütigster, liebreichester GoOtt und vater! und ich bin an demselben durch deine stets wa⸗ chende gnaͤdigste vorsehung vaͤter⸗ lich bewahret worden. Deiner barmherzigkeit danke ich dafür von ganzem herzen, und flehe dich in dem namen deines geliebtesten sohnes JEsu Christi demuͤhtigst an, vergib o vater: mir deinem kinde, womit ich dich diesen tag in gedanken, worten und werken, beleidiget habe. Ach GOtt voll nade und guͤte! gedenke an das theure und blutige loͤse⸗geld mei⸗ nes erlͤsers JEsu, um dessen wil⸗ len sey mir gnaͤdig, und rechne mir weder meine wissentliche noch verborgene sehler zu. Erbarme dich meiner, o liebreichester GOtt! Ich liege hier vor deinem heiligen angesichte mit bußsertigem und glaͤbbigem herzen; und rufe: ach GOtt! sey mir armen süͤnder gnaͤdig. Wende die augen dei⸗ ner vaͤterlichen barmherzigkeit zu mir, und laß deinen heiligen se⸗ schirm auch diese instehende nacht uͤber mich kom⸗ men. Bewahre mir leib und seele, alle das meinige/ und die meinen, fürlaller gefahr und nohr, daß uns kein schrecken und be⸗ truͤbniß beunruhige. Sey du un⸗ ser waͤchter unser heil und hort. f Auf dich allein verlasse ich mich, 7 o SOtt! und unter dem schatten deiner gnaden⸗fluͤgel traue ich. Wehre dem satan, und der boͤsen welt, daß sie mir weder am leibe noch an der seele schaden zufuͤgen koͤnnen. Laß meine glieder sanft ruhen und schlafen, das herz aber stets zu dir wachen, daß ich auch im traume dein gedenke. Ach! gnä⸗ diger GOtt, troͤste auch in dieser nacht alle beküͤmmerte und verlas⸗ sene menschen; laß doine guͤte al⸗ len angefochtenen und betruͤbten zu statten kommen. Sey gnaͤdig der ganzen ehristenheit deinem auserwaͤhlten haͤuflein; und gib/ daß wir allesamt den weg deiner gebote willig laufen. HErr GOtt allmaͤchtiger vater! in deinem na⸗ men schlafe ich ein, laß die heili⸗ gen engel meine waͤchter um mich seyn, und mich zu rechter zeit dir zu lob und ehre wieder erwachen. Dir sey lob und ehre in ewig⸗ keit, amen. Morgen⸗Gebet am Dienstage. Jesu, meines lebens leben! Dir sey alles, was nur mein/ Dir sey leib und seel ergeben, Laß es dir befohlen seyn, Illlerfreundlichster, liebrei⸗ *0 chester HErr JEsu, ge⸗ liebtester heiland! deinem heili⸗ gen namen und deiner theuren liebe hab ich es zu danken, daß die finstere schatten dieser nacht mich nicht in die finstere nacht des todes versetzen koͤnnen. Ja du sonne der gerechtigktit! du hast mich an leib und seele gnaͤdiglich behuͤtet, und mich nach deiner allmacht auch die⸗ sen tag erleben lassen. Du sorgest ja, mildreicher heiland! taͤkich ar mich, und uͤberschuͤttest mich mit deiner gnade viel tausendmahl 4 mehr ————— 8 Abend⸗Gebet am Dienstage. mehr, als ich dir verdanken kann und wuͤrdig bin. Denn ich erkenne, daß ich bisher nicht rechtschaffen an dir gehangen, und mein gemuͤh⸗ te mehr auf das zeitliche als auf dich gerichtet habe. Ich erkenne, daß mein ganzes leben und alle meine werke vor deinen allerheilig⸗ sten augen nichts sind, als suͤnde und ungerechtigkeit, wodurch ich den zorn deines himmlischen vaters und den ewigen tod vielfaͤltig ver⸗ dienet habe; aber ich bitte dich/ holdseligster HErr JEsu! der du aller menschen suͤnde getragen und gebuͤsset hast, auch allen bußfer⸗ tigen suͤndern deine gnade ver⸗ sprichst; ach! sey auch mir armen sunder gnaͤdig und barmherzig; vertritt mich mit unaussprechli⸗ chem seufzen vor deinem himmli⸗ schen vater, und laß mich gnade vor ihm und vor dir finden. Ach HErr JEsu! laß dein heiliges blut an mir armen suͤnder nicht ver⸗ lohren seyn. Regiere mich auch heute diesen tag durch deinen hei⸗ ligen geist, daß ich das bose meide, und in deinem dienste getreu sey. Laß alle meine glieder zu deinen ehren wirken, alle meine gedan⸗ ken, worte und werke auf dich gerichtet, und in dir gethan seyn; bewahre mich, du allmaͤchtiger schlangen⸗treter, fuͤr der hoͤllischen schlangen biß und verfuͤhrung. Beschuͤtze mich fuͤr der welt betrug und list, und laß mich unter dei⸗ nem gnaͤdigsten schutze seyn und unbeschaͤdigt verbleiben. HErr IJEsu! dir besehl ich heute und al⸗ lezeit meinen leib und seele,(mein weib, kind, haus, hof, und alle das meinige,) ach! laß deinen segen stets uͤber mir bleiben. Gesegne die werke meines berufes, und gib mir meinen beschiedenen theil. Sorge du fuͤr mich,o JEsu! und verbleibe stets mein heil, so werde ich ů— und dort genug haben, amen. ————————— Abend Gebet am Dienstage. JEsu, licht din frommen see⸗ en! Laß in deinen wunden⸗hoͤhlen Diese nacht mein bette seyn, Ach! so schlaf ich ruhig ein. ie kann ich deinen na⸗ 8. Wẽ men gnugsam erheben, und deine liebe sattsam preisen, oallerliebster HErr JEsu Christel Deinem gnaden⸗fluͤgel habe ich es zu danken, daß ich mit allem, was ich um und um bin, diesen tag gnaͤdiglich behůtet, und fuͤr allem leide bewahret worden, auch daß mein werk wol gelungen ist. Ach JEsu! gedenke auch meiner ferner im besten, und laß mir bey dieser einbrechenden finstern nacht, deine barmherzigkeit nicht untergehen. Sey du, o mildester heiland! bis an das ende meines lebens, mein licht und mein hort. ö nicht meiner uͤbertretung, damit ich diesen tag wider dich mishan⸗ delt habe. Vergib mir alle meine wissendliche und unwissendliche suͤnde; wirs sie in die tiese des meeres, und gib mir hinfuͤhro deine gnade und deinen heiligen beystand, daß ich um deiner liebe willen mich aller lust zu suͤndigen entschlage, mein heri dir allein einraͤume, und in deiner erkennt⸗ niß und furcht stets beharre. O liebreicher JEsu! tritt doch diese nacht in meinem herzen mitten ein, und sprich: Friede sey mit dir. Durch deine kraft wehre dem fuͤrsten der finsterniß, daß er mir nicht schade. Treibe alle betruͤh⸗ niß leibes und der seꝛlen von mir ab. Gey„5 nacht mein schutz und schirm, daß mir nichts boͤ⸗ 60 begegne. HErr! ich bin ein und du bist mein, du mein hauyt Gedenke e se W e d sche Ral AMalede Rurgden Wstache hdihemn Aich 93 shtrile . Mhen⸗ Mitte Whr selent nm Inch au Wfamre ni shulten, r he stshnd Nelanuflehe chuuch Eh Nhaheilaud uulaß mi Ia guade Wleseyn. d ged Wszutchd Ahistdaßti Auchhele Ihhn. Wne lie Rsckegnen. un und Wsncht infin che O defte h hl iban Itöng bne ie NN 0 ich m. Dein s Di Morgen-Gebet am Mittewochen. 9 haupt, verlasse nicht das glied an deinem leibe. Zu deinen heiligen wunden habe ich alle meine zuver⸗ sicht ach laß mich darinnen ruhen. Gesegne nleinen schlaf, und laß die füssigkeit des heilisen namens JEsu meine seele erfreuen. Er⸗ Hhhalte mir mein leben nach deinem willen. Lege die feurige und hei⸗ lige wache deiner engel um mich, und um alle das meine, daß ich an dem morgenden tage unbeschaͤdigt wieder aufwache, und dich, HErr! mit freudigem munde preise. Er⸗ hoͤre mich, o Gsu mein licht! um dein selbst willen, amen. Morgen⸗Gebet am Mittewochen. Meiner seelen trost und licht, IEsu! komm, verweile nicht. Nimm mich auf aden gna⸗ en/ Und bewahre mich fuͤr schaden. HErr GoOtt vater und 9. HErr meines lebens! ich danke dir von grunde meiner seelen, daß du auch in dieser ver⸗ gangenen nacht die hand deiner haͤterlichen barmherzigkeit uͤber mich gehalten, mich durch den schutz deiner heiligen engel behů⸗ tet hast, und mich zu deinem lobe wieder ausstehen lassen. Ich hitte dich, durch Christum deinen sohn, meinen heiland, ach grundgüͤtiger vater! laß mich dir diesen tag zu gleicher gnade, liebe und vorsorge befohlen seyn. Regiere mein hert/ sinn und gedanken, worte un werke, durch deinen wehrten heili⸗ gen geist/daß ich nichts uͤbels thue, noch dich beleidige. Leite mich auf ebener bahn. Gib mir die erkennt⸗ niß, deine liebe je mehr und mehr zu erkennen. Gib mir das ver⸗ langen und die kraft mich dersel⸗ ben je mehr und mehr wuͤrdig zu machen, und laß mein herz deinen tempel und wohnung seyn. A HErr allmaͤchtiger GOtt! du bi mein vater, ich dein kind; verlaß mich nicht, denn auf dich bin i geworfen aus mutter⸗leibe, mein gluͤck und ungluͤck steht allein beo dir: Soll ich nach deinem willen diesen tag gluͤck haben, so verleihe mir deinen beystand, daß ich mich dessen wol bediene. Soll aber auch ein unglück uͤber mich kommen, so gib mir geduld es zu ertragen. In deinem namen, o vater! fan⸗ ge ich alles an, gib daß ich mein werk in dessen kraft vollbringe, für deinen vaͤterlichen beystand dir stets herzlich danke; mit dem, was mir deine guͤte verliehen hat, mich kindlich begnuͤgen lasse, und nicht nach mehrem oder verbote⸗ nem trachte. Zeuch mich von der welt und ihrer lust ab; ich be⸗ gehre ihrer nicht. Sey du mir nur/ mein Gott! nicht schrecklich, in der noht! denn wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts unil him⸗ mel und erden. Du bist mir wehrter, als alle schaͤtze der welt. Ach! gib, daß ich dich, du suͤsse liebe, nimmermehr verlasse: Blei⸗ be diesen tag und allezeit bey mir. Ich befehle dir alle das meinige, auch alle meine freunde und fein⸗ de; jene erfreue, diese bekehre. Nimm dich auch, nach deiner gros⸗ sen liebe, aller armen und nohtlei⸗ denden, aller beküͤmmerten und trostlosen, und insonderheit aller verlohrnen und irrenden schaafe dIsraelis anz sey das ewige heil dei⸗ ner kirchen, und Jaß auch mich in derselben ein wahres und lebendi⸗ ges glied seyn, daß, wenn ich aus diesem leben scheiden soll,ich zu dir in den himmiel aufgehoben werde. Ach vater! erhoͤre mich und gewaͤh⸗ re mich meines gebets, in dem na⸗ men deines sohnes JEsu, amen. a 5 Abend 10 Abend⸗Gebet am Mittewochen. Abend⸗Gebet am Mittewochen. Wirst du mich, JEsu! selbst be⸗ ö wachen, So darf ich mir nicht sorge machen. Drum bleibe d ich schrey zu ir, Die nacht und lebenslang bey mir. Mllerliebreichester GOtt, 10. A gnaͤdiger himmlischer vater! der du den tag zur arbeit und die nacht zur ruhe geschaffen, ich will mich auch itzo zur ruhe be⸗ geben; aber meine angst mehret sich um ein grosses: denn mein herz und gewissen zeiget mir, wie man⸗ nigfaltig ich durch uͤbereilung, nachlaͤssigkeit, versaͤumniß meiner besserung und auf andere weise dich, o du getreues vater⸗herz! diesen tag erzuͤrnet, und wie ich dannenher in dieser hereinbre⸗ chenden finsterniß mehr deinen ge⸗ rechten zorn, als deinen schutz und gnade verdienet habe. Ich komme aber dennoch, als jener verlohrne sohn wieder, und bitte um gnaͤde und vergebung. Ach vater! ver⸗ stoß dein gefallenes und schwaches kind nicht im zorne. Gedenk an dein eigenes wort, ja an deinen schwur, daß du nicht begehrest den tod des sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. Es ist mir alles leid, was ich misgehandelt habe. Bekehre du mich, HErr! so werde ich bekehret. Nimm deinen heiligen geist nicht von mir, sondern leite mich durch denselben, dir stets nach deinem willen zu dienen und immer heiliger zu werden. Ach vater: nimm auch diese nacht mich/ dein kuͤchlein, unter deine fluͤgel. Bewahre mir leib und seele, alle fuͤr meinem verfuͤhrerischen flei und blute, daß es mich micht— fuͤhre noch zu falle bringe. Sey du in dieser finstern nacht das licht meiner seelez und wenn ja ungluͤck, gefahr und noht uͤber mich kom⸗ men sollte, so halte mich, HErr! unter dem schirm deiner haͤnde, daß es mich nicht treffe. Bewahre mich fuͤr ich a schaͤndlichen traͤu⸗ men, daß ich auch im schlafe nicht an dir sündige. Erbarme dich in dieser nacht aller menschen, die zu dir rufen. Sey der kranken trot, der armen schutz, der waͤisen und witwen zuflucht, aller menschen vater und versorger. In deinem namen schlafe ich geruhig ein. HErr! bleibe bey mir, sey mein waͤchter und schutz. Ich befehle mich dir, und bitte, laß mich an dem morgenden tage froͤlich auf—⸗ wachen. Hast du aber beschlossen, daß ich in dieser nacht von hinnen scheiden soll: ach HErr! so gib,daß ich recht bereit sey. Mache es mit mir, wie du willt, dein wille ge⸗ schehe. Sey mir gnaͤdig, und laß deine guͤte uͤber mich kommen/ denn ich hoffe auf dich, amen. Morgen⸗Gebet am Donnerstage. Unter deinem schutz! o Gott! Fuͤrcht ich weder noth noch tod. Sey mit mir, gieb raht und that, Bis mein thun ein ende hat. allmaͤchtiger, starker und II. O gewaltiger GOtt, lieber himmlischer vater! der du mich von mutterleibe an bis auf diese stunde lebendig erhalten hast; ich komme vor dein majestaͤtisches 97315 51 an diesem morgen/ und preise dich um alle deine barm⸗ das meine, und alle ehristen, fuͤr des teufels und der welt bosheit, herzigkeit, die du auch in dieser nacht vaͤterlich an mir* ast. unstein Tn l ol s u. At. 7 hsittrer Wlt N 75 Rules f Heila Wttl sor In seth a Ilt vun 000 Hut Moolt in Ahostoet it + ulen, Whame Wshr Du hist het is fh, und e Aesen tag Wu Allditk IR tündli schjiliger w MWleschützen DDenn sieh Felt) WMigladen⸗ l ich dir Whinden. Fehschen Mfltchten,l t in e sichin deir Iyn besehl Whe,datein sch, Aß: hich mei sh und die sage v Ralagung R ge ——— . 0 Abend⸗Gebet am Donnerstage. 11 00 hast. Deiner allmacht habe ich es schaͤndlichen reden, fluchen, schwö ⸗ Allh zu danken, o pater; daß ich gesund ven und narrentheidung, daß nicht Enn wieder aufgestanden. Ach Herre dein fluch über mich komme. Be⸗ Sdng du erzeigest mir a tausendfaͤltig wahre mein herz fuͤr boͤsen gedan⸗ Iht in viel gutes. Ich aber muß mit ken, und meine glieder fuͤr verbo⸗ Ahah berzlicher eu und leid bekennen, tenen werken. Laß mich aber den * Am, daß ich nicht vor dir wandele, noch ganzen tag in deiner furcht dir zur Ohthn fromm bin, wie sich es gebuͤhret. ehre und mir zur seligkeit zubrin⸗ sig Aber, ach GOtt! gedenke an die gen; um JEsu Christi deines ge⸗ Ihtt fuͤrbitte deines sohnes, meines ge⸗liebtesten sohnes, meines heilau⸗ 44— ereuzigten heilandes. Vergib ih⸗des willen, amen. Tamt nen, vater sprach er: sie wissen nicht, was sie thun. Ach ich suͤn⸗ Abend 2 Gebet am Ryhen, di ö ö dige oft unwissend, und werde übereilet non meinan eigehen Jesa: Donnerstage. 2— feisch und blute; es ist mir aber JEsu! dessen starke macht 10 u Ipdie Wostberit acwater Mich den ganzen tag bewacht, ö ich dich so oft versu e. Ach vater Sey au diese in licht: In bergib mir es doch um deines na⸗ Eehnhe meh und Was 111 chn mens willen. Erzeige deinem 2 aß mich Ahi knechte barmherzigkeit, und ver⸗ nicht. un stoß dein schwaches kind nicht im 1 2 Err GoOtt vater! voll Iuh forne. Du bist ia mein vater von anade un ane ewigkeit her ist das dein name. barmherzigkeit erweisest bis in das 49995) Laß mich wieder gnade bey dir tausende glied; wie soll ich deinem shfinden, und erbarme dich auch namen gnugsam ehre und ruhm il. heute diesen tag uͤber mich. Dein geben, daß du mich so herzlich ge⸗ Surg heiliger geist regiere mich zu allem liebet, und diesen tag ohne allen Oer I guten, und staͤrke mich, daß ich taͤg⸗ schaden und gefahr hinbringen las⸗ Sufh lich, ja stuͤndlich gottseliger und sen. Ach vater! nimm an meiner Sihl engel heschützen mich für allem boͤ⸗nes liebsten sohnes IEsu Christi Au leib und seele, und alles, was mir auch ferner gnaͤdig und barmher⸗ sh deine gnaden⸗hand gegeben hat, zig: denn ohne dich, mein Gott! FTaon befehle ich dir zů deinen treuen va⸗ bin ich in der finsterniß dieser %%ter-haͤnden. Sey du mein, und nacht verlohren. Du aber bist mein , und fürchten licht und heil. Sey in deine gnaden ⸗aume, o GOtt! ihligd uir en: 85 daß ich in deinem namen, und auf mehr zu vergessen. Mein heri ist * deinen befehl in dem amte und betruͤbet meiner sunde wegen, da⸗ stande, darein du mich gesetzet hast, mit ich dich auch heute vielfaͤltig 2 daß ich mein stucklein brot fuͤr sie mir und schaffe in mir einen Diun mich und die meinigen, nach dei⸗ freudigen geist, daß ich in wahrem 40 ner zusage von deiner hand mit bertranen stets zu dir rufen moͤ⸗ dankfagung empfange. Regiere ge: Abba, lieber vater! Segne meine zunge, und behuͤte mich fuͤr diese nacht meinen schlaf, daß 9 12 Morgen-Gebet am Freytage. nicht ein suͤnden⸗schlaf sey. Laß men und elenden menschen so gnaͤ⸗ meine seele stets ihre ruhe in dir dig bewiesen; haben. Und wenn meine augen und glieder ruhen, so halte du, und bitte di hendlich, ach. HErrJEsul ttigem auch heute diesen tag deine gestalt/ o mildreicher GOtt! deine augen denn sie ist lieblich. Erfreue di stets wachend uͤber mir, daß mich sseele deines kindes mit deiner 210 kein unfall beruͤhre und sich kein ligen gegenwart. Staͤrke mich mit boͤses zu meiner huͤtten nahe. Ich uͤbergebe auch diese nacht deiner vaͤterlichen vorsorge meinen leib, seele und alle das meine, HErr! sorge fuͤr mich. Wenn ich schlafe, HErr! so wache fuͤr mich, daß ich fuͤr allem leid behuͤtet, in deiner gnade wieder erwache, und dich preise. Troͤste auch in dieser nacht alle bekümmerte und betruͤbte, und laß allen, die den namen dei⸗ nes sohnes IEsu in wahrem glau⸗ den anrufen, huͤlfe wiederfahren. Und weil der schlaf ein vorbote des todes ist; so verleihe mir, o guͤti⸗ ger vater! deine gnade, und den beystand deines geistes, daß ich mich also zubereite, daß ich am ende meiner tage zur ewigen ruhe des himmels aufgenommen wer⸗ de. Erhoͤre mich, und erbarme dich mein, o GOtt! um der kraͤf⸗ tigen fuͤrbitte deines sohnes JE⸗ su willen, amen. Morgen⸗Gebet am Freytage. Laß mich, HErr! mein thun und dichten Ganz zu deinen ehren richten. Laß mich heute dir allein Heilig, fromm, lerfren Dlcht allerfreundlichster, I 3.—D herzlichgeliebtester JEsu! wie sanft und wol habe ich diese nacht geruhet und geschlafen! wie vergnuͤget bin ich nun wie⸗ der aufgestanden! Ach getreuester heiland! deine liebe ist in der ver⸗ gangenen nacht mein schild und schirm gewesen Ich danke dir fuͤr alle deine guͤte, die du an mir ar⸗ dem beystande deines wehrten hei⸗ ligen geistes. Vergib mir alle mei⸗ ne sund und missethat, mit wel⸗ cher ich bisher wider dich und dei⸗ ne heilige liebe misgehandelt ha⸗ be; und regiere heute und alle⸗ zeit mein ganzes leben, und in demselben meine werke, daß ich nichts boͤses thue, nichts gutes un⸗ terlasse. HErr JEsu! staͤrke mei⸗ nen glauben, mehre meine liebe zu dir, und gib mir ein festes ver⸗ trauen zu deinem heiligen versoͤh— nungs⸗blute. Zeuch mich nach dir, so werde ich den weg deiner gebo⸗ te nimmermehr vergessen. HErr IEsu! der du an dem heutigen tage deinen heiligen leib in das grab legen lassen; ach! gib mir deine gnade, daß ich meine suͤnde tief vergrabe, und sie nimmer⸗ mehr uͤber mich herrschen lasse. Ja/ HErr JEsu! wirf du sie alle hinter dich zuruͤck. O freundlichster hei⸗ land! decke meine uͤbertretungen zu, und zeuch mir deine heilige gerechtigkeit an. Laß mich heute in deinem lichte wandeln, und unter dem schutze deiner heiligen engel sicher seyn. Gesegne mich an leib und seele, bewahre mich als einen aug⸗apfel. Nimm dich mei⸗ ner an, als deines theur erloͤseten kindes. Und wenn der satan und andere meine sichtbare und un⸗ sichtbare feinde an mich wollen: so laß das zeichen deines heiligen blutes ihnen ein schrecken, und mir ein sarker schutz seyn. Sey du/ o JEsu! mit mir in allen mei⸗ nen verrichtungen; laß sie wol gerathen, wenn sie in dir Heste ind. W HEn Wselden hete. dgtod. Ite unz, e auN und v cheh. Wend⸗ It6 Wsie nic Nfu iTih ii ahm ich Gbt Illaacgser Rite Islcte ha hazcgkei⸗ usuch ut lhreuef est u so . — Tand Id Dan e ͤlh Sba l enh g misch e ent h e eh Se II Dohehn hr Wuchm e iit N c Am Abend⸗Gebet am Freitage. 13 sind. Erbarme dich auch aller/ die dir anhangen, und gib einem le⸗ den sein taͤglich brot, und verlasse dein kirchen⸗haͤuflein nicht, dessen erz⸗ hirte du bist. Gib uns fer⸗ ner die suͤssigkeit deiner heilige liebe zu geniessen: und wenn wir endlich am ende unsers lebens den weg des todes gehen sollen, ach HErr IEsu! so laß deinen tod unser leben, und dein heiliges grab unsere ruhe seyn, daß wir durch den tod zum leben eingehen. Erhoͤre uns, o IEsu! um deines namens und um deiner liebe wil⸗ len, amen. Abend⸗Gehet am Freytage Beschuͤtze mich in dieser nacht Mein IEsu! durch der engel l Huͤl mich in deine wunden ein/ So kann ich hier schon selig oit i der 6h ob! der tag hat 14. G sich abermahl genei⸗ get, und die nacht ist herbey kom⸗ men; ich komme auch immer ei⸗ nen tag nach dem andern naͤher ju dem grabe und zu dem tode. Ach allergütigster und liebreichester JEsu! deine gnade und grund⸗ sose güte hat auch diesen tag barmherzigkeit an mir erwiesen, und mich unbeschaͤdigt bewah⸗ ret. Getreuester Immanuel! wie horgest du so vaͤterlich fuͤr deine kinder; wie beschuͤtzest du sie so kraͤftiglich fuͤr allem unheil! Ach! daß ich dir so vollkommen dienen koͤnnte, als vollkommen du mir deine liebe mittheilest; aber ach leider! ich muß mit wehmůhtigem herzen klagen, daß meine seele be⸗ truͤbt ist bis in den tod, daß ich dich, du heilige liebe, diesen tag mit meinen suͤnden mannigfaltig betruͤbet habe, und nicht gedacht an die todes⸗angst, die du meiner uͤbertretungen wegen im oͤl⸗garten ausgestanden hast. Ach HErr JEsu! vergib mir es doch um dei⸗ ner heiligen wunden und um dei⸗ nes blutes willen. Ach; zeige mir, wie deinen jzuͤngern zu Jerusalem, deine heilige seite, darinnen ich ruhen und sicher seyn moͤge. HErr IEsu! vergib mir meine bekannte und unbekannte suͤnden, und ent⸗ suͤndige mich durch dein heiliges blut und leiden. Laß mich diese nacht, mich dein armes kind, dei⸗ ner gnade und aufsicht empfohlen seyn. Laß deinen heiligen frieden über mich kommen an leib und seele, und mich in den fels⸗loͤchern deiner heiligen wunden wol ver⸗ wahret bleiben, daß ich das mor⸗ gende tages⸗licht froͤlich wieder anschaue. Sey allen gnaͤdig, die dich in wahrem vertrauen anru⸗ fen, und erbarme dich der ganzen ehristenheit. Foͤrdere die gerech⸗ ten, und bekehre die gottlosen, daß dein heiliges blut ja an nieman⸗ den verlohren sey. O HErr JEsu! laß mir in dieser nacht das licht deines goͤttlichen trostes und dei⸗ ner gnade stets helle scheinen, daß meine seele allezeit iu dir wache, und ich allhier im glauben meine freude an dir habe, bis ich dich an jenem tage von angesicht zu ange⸗ sicht schauen werde; das bitte ich dich, o mein heiland! um deiner theuren liebe und verheissung wil⸗ len, amen. Morgen⸗Gedet am Sonnabend. Steh heute! treuer GOtt! bey Uir Denn meine hoffnung stebt zu dir. Ach! Morgen⸗Gebet am Sonnabend. 14 Ach? gib durch deine vatertreu, Daß mir der tag gesegnet sey. allmaͤchtiger, barm⸗ I 5. ermer GᷣOtt, vater voll gnade und liebe! ich armer elender und sundiger mensch er⸗ kenne in dieser morgen⸗stunde deine vaͤterliche gnade und huld, dadurch du mir von meiner sünd⸗ lichen gebuhrt an, bis auf diese stunde, alles gute an leib und seele reichlich bewiesen hast. Ich preise dich, o gnaͤdiger vater! fuͤr alle solche unzaͤhlige woltha⸗ ten; absonderlich aber, daß du mich in deinem sohne JEsu, ehe noch der welt grund geleget wor⸗ den/so herzlich geliebet; auch ihn um meinetwillen am stamme des ereuzes hast sterben lassen, damit ich dem ewigen tode entgienge. Ach vater! ich danke dir, daß du mich in der wahren christlichen kir⸗ chen hast lasseu gebohren werden, und mich zu einem mitgliede der⸗ selben gemachet, auch mich mit deinem heiligen worte lehrest, troͤ⸗ stest und unterrichtest. Ach aller⸗ guͤtigster GOttich bitte dich herz⸗ lich, gib daß ich solcher deiner grossen gnade nimmermehr ver⸗ gesse, sondern dich mit stetem danke dafür ehre. Ich bitte dich auch demuͤhtigst, verleihe mir dei⸗ negnade und den beystand deines wehrten heiligen geistes, daß ich mich aller solchen himmlischen guͤter durch mein suͤndliches leben ja nicht verlustig mache. Laß mich stets vor dir, o GOtt! wandeln und fromm seyn. Vergib mir, ach ich bitte dich demuͤhtis! alle meine suͤnde und mishandlun⸗ gen, so ich die ganze zeit mei⸗ nes lebens, die abgewichene wo⸗ che, und allezeit, mit gedanken, worten und werken wider dich be⸗ gangen habe. Gedenke nicht der —*———— suͤnden meiner jugend, noch mei⸗ ner übertretung, gedenke abher meiner nach deiner barmherzigkeit um deiner guͤte willen. Verwirf Und weil der satan mich stets scher vater! ich laͤsse dich mein thun gesegnet seyn. deinem namen fange ich es an, mit mir/ und laß es zu deiner ehre und meiner seligkeit wol gerah⸗ ten. Auf dich, HErr! verlasse ich mich. Laß mich in meinem amte und berufe treulich wandeln, und deine erkenntniß in mir, und er⸗ halte mich bey dem einigen, daß ich dich fuͤrchte. Gesehne auch nach deiner zusage meinen vor⸗ raht, daß ich fuͤr mich und die meinigen, meine taͤgliche noht⸗ durft haben moͤge, und laß mei⸗ neu saamen nicht nach brote gehen. Soll ich auch nach deinem willen diesen tag uͤber oder sonst mit ereuz und draͤngsal, verfolgung und anderer noht beleget werden; so reiche mir elenden in den wellen der truͤbsal nur deine hand, daß ich nicht versinke; staͤrke mich/ daß ich nicht falle; lehre mich, daß ich geduld habe, und auf dich hoffe. Erbarme dich nach deiner unendlichen guͤte aller menscheu/ die dich suchen und lieben. Schutze deine bedraͤngte kirche, und er⸗ halte dir in dieser leiten und boͤsen eit ein haͤuflein glaͤubiger ehristen/ die dich anbeten und ehren. nicht im zorne dein kind, welches sich auf das theure verdienf nes einigen sohnes JEsu verlaͤst. von dir abzuführen suchet, al⸗ maͤchtiger GOtt! so stehe du mir bey, daß dessen tuͤcke und list an M mir vergeblich seyn moͤgen. Leite du mich in deiner liebe, und stehe fest bey mir, Ach lieber himmii⸗ nicht, du segnest mich denn; so müst 6 denn auch heute diesen tag alle 70 dich uͤber alles suchen: mehre Whd l n um a. Wlrgefs W bis a. AR. Laßr Nal mei tun ei site j Tuedah thiah O schng Sdet sh ufihy Dottil. Wsept Dichshnn e A ich Dnich l. eute y gescht Ssh Idlasch selch Vic, icht reulh ls l nih DN htk. AIMs fit yleine nge Prichtil. h e I/ M. r saclt,, silhg ueh „Wint luh, WI I I I Abend⸗-Gebet am Sonnabend. 15 ler nohtleidenden und verlassenen gebet bey dir erhöͤrlich seyn; schaf⸗ fe ihnen raht und trost. Gib dem lande, darinnen ich wohne, friede, welchen die welt nicht geben kann; und laß uns die gaben deiner guͤte darinnen mit danksagung empfan⸗ gen/ und maͤssig gebrauchen. Ab⸗ sonderlich gib mir deinem kinde ein hert das dich ehret, liebet und dir vertrauet. Verlaß mich nicht, mein GOtt! denn ich hoffe auf dich. Meinen leib und seele/ (mein haus und hof, mein weib und kind, meine ehre/ stand und gut) und alle das meine befehle ich lezt und allezeit in deine haͤnde. Ach HErr! sey mein schutz und heil, mein helfer und erretter. Le⸗ ge deiner heiligen engel wache um mich und um alle das meine, daß ich fͤr aller gefahr gesichert in dei⸗ ner gnade bis an mein leites ende verbleibe. Laß mir diesen tag, wie die ganze vergangene woche gluͤck⸗ lich seyn, daß ich mich deiner gna⸗ de und deines goͤttlichen beystan⸗ des stets zu erfreuen und zu getroͤ⸗ sten habe. Erhöre mich, o GOtt bater! um IEsu Christi deines geliebten sohnes willen, amen. Abend⸗Gebet am Sonnabend. Ich bin ein 5—— an deinem eibe/ O JEsu: meiner seelen schutz! Gib, daß dein Geist stets bey mir bleibe, So biet ich allen feinden trutz. eine gnade und barm⸗ 6. D hertigkeit, gnaͤdigster Gott und lieber himmlischer va⸗ ter! ist so groß, als du selber bist; das erkennet meine seele mit heri⸗ lichem danke in dieser abend⸗ stunde. Durch deine hand und obhut bin ich, liebreicher vater! diesen tag und die ganze woche uͤber so gnaͤdiglich fuͤr aller gefahr behuͤtet worden. Aber ach! wie oft hat dich meine seele betruͤbet, und wie sehr zeugen meine suͤnden wider mich! Ich bekenne, o vater! daß ich ein verlohrner sohn bin, der deine grosse guͤter und gaben vielfaͤltig uͤbel angewendet hat. Ja mein GOtt! ich muß gestehen, daß ich ein schwaches kind, ja nur ein verlohrnes schaaf bin, das lei⸗ der! oft auf böse irrwege der sun⸗ den gerahten ist. Doch ich weiß, HErr! daß du gnaͤdig und barm⸗ herzig bist, und um das heil der sunder auch deinen einigen sohn in das fleisch gesandt hast, daß er die verlohrne gerechtigkeit wieder⸗ braͤchte. So bitte ich dich denn mit zerschlagenem und zerknirschten herzen: ach vater! sey mir armen sunder gnaͤdig: sey gnaͤdig meiner missethat, die da groß ist. Erbar⸗ me dich meiner nach deiner unend⸗ lichen guͤte. Tilge alle meine mis⸗ sethat, und gib mir hinfuͤhro ein gehorsames herz. Bereite mich, mein GOtt! selbst hier in der zeit/ wie du mich dort in der ewigkeit haben willt. Entzeuch mir dei⸗ ne gnade und beystand nicht in der noht. Mein GOtt! verlasse dein kind nicht, um welches wil⸗ len dein sohn sein heiliges blut vergossen hat. Ach HErr JEsu: komme mir mit deiner kraͤftigen fuͤrbitte zu huͤlfe, und laß mein geangstetes herz und betruͤbtes ge⸗ wissen die troͤstliche worte hoͤren: Friede sey mit dir! HErr GOtt heiliger geist sey du mein lehrer, und hilf mir in meiner schwach⸗ heit; nimm weg aus meinem her⸗ zen das befleckte gewissen, und gib mir, daß ich wie am tage in dei⸗ nem lichte wandele. O du hoch⸗ gelobte dreyeinigkeit! laß wr. er⸗ 16 Gebet nach den Morgen- und Abend⸗Gebeten. ferner unter den fluͤgeln deiner goͤttlichen gnade, deines schutzes und schirmes, als dein kind, wol verwahret bleiben; und in dieser anbrechenden finstern nacht dar⸗ unter fuͤr aller gefahr leibes und der seele gesichert seyn. Meine see⸗ le, meinen leib und alles was mir deine gnaden⸗hand gegeben hat/ befehle ich deiner goͤttlichen lie⸗ be. Wache, o HErr! über mir, daß mich kein uͤngluͤck betrübe. Laß auch meine seele zu dir wa⸗ chen, und ihre lust an dir haben. Daͤmpfe den satan, steure der boͤ⸗ sen welt, und hintertreibe alles, was mir schaͤdlich ben⸗ koͤnnte, daß ich in deiner gnaden⸗hand an⸗ gezeichnet bleiben, in deiner kraft morgen wieder aufstehen, und dich preisen moͤge. Und weil du meinem leben ein ziel gesetzet hast, das ich nicht uͤberschreiten kann, ich aber nicht weiß, wenn es her⸗ bey nahen duͤrfte; so laß ja mei⸗ nen schlaf diese nacht nicht einen suͤnden⸗oder todes⸗schlaf seyn. Bewahre mich fuͤr einem boͤsen schnellen tode; gib mir aber deine gnade, daß ich mich zum tode stets bereit halte, und am ende meines lebens meine seele mit vernunft in deine haͤnde befehlen kann. So schlafe ich denn sicher ein, o Gott! denn du bist bey mir. Bedecke mich, HErr JEsu! mit deinem purpur⸗mantel, und laß mich mit dem zeichen deines heili⸗ gen blutes besprenget seyn, daß sich kein unfall zu mir nahen koͤn⸗ ne. Sey du in meinem herzen, o HErr GOtt heiliger geist! daß ich auch im schlafe meines GOttes nicht vergesse, oder wider ihn sůn⸗ dige. O du heilige dreyeinig⸗ keit! dir befehle ich mich jezt und allezeit, sey mit mir im leben und tode. Laß mich nach der sin⸗ sterniß wiederum des tages licht froͤlch und gesund auschauen, zu deines namens preis und ehre, amen, in JEsu namen, amen. Ein Gebet nach dem kaͤglichen Morgen⸗und Abend⸗ Gebete. sch lieber Gott und 1 7. A HErr! ich lebe und weiß nicht wie lange, ich muß ster⸗ ben, und weiß nicht wenn; du, mein himmlischer vater! weißt es. Wolan! soll dieser tag(oder diese nacht und stunde) die leite mei⸗ nes lebens seyn; HErr, so geschehe dein wille, der ja allezeit und alle⸗ wege der beste ist. Nach demsel⸗ ben deinem heiligen willen laß mich allezeit bereit seyn, in wah⸗ rem glaͤuben an meinen erloͤser JEsum Christum zu leben und zu sterben. Allein mein frommer GOtt! gewaͤhre mich dieser bitte, daß ich nicht ploͤtzlich in meinen sůnden sterben und verderben moͤ⸗ ge. Stelle sie mir erst in diesem leben zu meiner bekehrung unter augen, damit sie mir nicht am juͤngsten tage, zu meiner ver⸗ dammniß, vorgestellet und zuge⸗ rechnet werden moͤgen. Ver leihe mir, daß ich noch in der gnaden⸗ zeit meine mannigfaltige schwere sunden erkenne, bekenne, sie von herzen bereue, einen festen vorsatz fasse mein leben zu bessern, und auch vergebung derselben von dir erlange. Alsdenn, mein Gott! geschehe dein heiliger wille, laß mich sterben, wenn es dir gefaͤllet, nur gib mir ein sanftes und ver⸗ nuͤnftiges ende. Barmherziger Gott und vater! der du bey dei⸗ nem leben geschworen hast, du wollest nicht den tod des gottlo⸗ sen, sondern daß er sich von swöten Hl, seuf mühöbet, is Wderhbt Mybescht Ahnichetl Mumen. H⸗E Illichen N⸗E Natmh (Oen Wslleine t hineine Rsunken Rishe tolth hnt und! IU Ahl nicht she über AN vrige Iscidigü Mscg un MWleit un Für sol Allen sa bh u der 20 — b e „i cgnn Hchl 00 er Weelg Li ii, schen + Lanh y/ r i eii.! hele u Iin lit y I II Set tstt s% W Dtf Droh ut/ Nl. 1860 800 0 ö Iun is 100 IN. Di 0 a schon mit Gebet in den Montags⸗Bet⸗Stunden. 17 böͤsen wesen bekehre, und lebe; 6)tt sohn, der welt heiland: der du alle, die an dich glaͤuben, bey deiner wahrheit versichert hast, was sie den vater in dei⸗ nem namen bitten werden, das wolle er ihnen geben: GOtt heili⸗ ger Geist! der du unserer schwach⸗ heit aufhilfest, und wenn wir nicht wisfen, was und wie wir erhoͤrlich beten sollen, uns mit unaus⸗ sprechlichen seufzen vertrittst; er⸗ harme dich uͤber mich armen suͤn⸗ der, und laß diese meine bitte, ja/ amen/ und erhoͤret seyn. In dei⸗ ne haͤnde befehle ich meinen geist/ du hast mich erlöͤset, du getreuer GOtt! amen. Wochen⸗Gebet in den oͤffentlichen Montags⸗ Bet⸗Stunden. 18. armherziger Gott und vater! nachdem wir abermahl eine woche zuruͤck gele⸗ get, und in eine neue eingetreten sind; so danken wir dir fuͤr alle erwiesene wolthaten. Du hast dein wort und saeramente unter uns rein und lauter erhalten, uns ruhe und friede, auch taͤgliche nah⸗ rung beschehret: und ob wir dich ser i oft erzuͤrnet, dennoch unser in gnaden gescho⸗ net; uns zwar gezuͤchtiget, aber im zorne nicht aufgerieben, noch dem tode uͤbergeben. Du hast wider dich, HERR unser GOtt vielfaͤltig gesuͤndiget haben; so ist uns solches herzlich leid, und bitten wir alle um gnade und ver⸗ gebung. Laß uns der heiligen leidens⸗ und marter⸗woche deines lieben sohnes, und dessen, was er uns durch sein leiden, ereuz und töd in derselben erworben hat, heilsamlich geniessen. Gib,daß wir aus der alten woche keine alte sůn⸗ de mit in die neue nehmen, son⸗ dern den alten suͤndlichen men⸗ schen ausziehen; hingegen den neuen menschen, der nach dir in rechtschaffener gerechtigkeit und heiligkeit geschaffen ist, anziehen. Gib uns mit dieser neuen woche neue herzen und einen neuen ge⸗ wissen geist/ und kraͤfte, ein neues dir wolgefaͤlliges leben zu fuhren. Insonderheit laß deine gnade al⸗ le morgen uͤber uns neu aufge⸗ hen, und erhalte uns bey deinem reinen worte und bey dem rechten gebrauche der heiligen saeramen⸗ te. Staͤrke auch mit kraft aus der höhe unsere gnädigste landes⸗ herrschaft und alle christliche obrigkeiten und fromme regen⸗ ten, sonderlich an diesem orte. Foͤrdere guten raht und nuͤtzliche that, und wende krieg, pest, theurung, feuersbrunst, was⸗ sersnoht, und sonst alles herze⸗ leid in gnaden von uns ab. Gib uns friede und gesundheit, auch gluͤck und heil zu unserer aller be⸗ ruf und stande. Und weil wir nun mit der neuen woche unsere amts⸗ und berufs⸗arbeit wieder antre⸗ uns der vorigen woche tage und ten; so fange/ o GOtt! vom neuen plage gnaͤdig überwinden helfen, an uns iu segnen: laß uns das und laͤssest uns diese woche mit werk, dazu du uns beschieden gesundheit und freuden antre⸗ hast/ mit freuden angreifen; und ten. Für solche und alle andere führe durch deinen segen alles, gutthaten sagen wir dir von was wir in deinem namen Iarer herzen lob und dank. Weil wir gen, zu deiner ehre, zu unserer aber in der vergangenen woche und 2510 naͤchsten Wtihe gluck⸗ ——— 18 Morgen⸗Gebet glüͤcklich hinaus. Und wenn es uns bey unserem stande und nah⸗ rung sauer und schwer faͤllet; so laß uns an die hoffnung unsers berufs im himmel gedenken, wo alle unsere arbeit voͤn dir aus gna⸗ den desto voͤlliger soll belohnet werden. Befiehl deinen heiligen engeln diese woche uͤber uns, daß sie uns und die lieben unsrigen auf allen unsern wegen behüten, ia gar auf den haͤnden tragen, da⸗ mit der boͤse feind und sein an⸗ hang keine macht an uns finde. Ist es ferner dein wille, und uns nüͤtzlich und selig; so laß uns nicht diese woche allein, sondern auch viele folgende in guter ge⸗ sundheit und erwünschtem wol⸗ stande leben und ableben. Ge⸗ faͤllet es dir aber, lieber vater! uns in der angehenden woche mit ereuz und truͤbsal heimzusuchen; so gib geduld, vergiß der schuld, verleih ein gehorsames herz, und mache uns das ereuz nicht schwe⸗ rer, als wir es ertragen koͤnnen. Hast du endlich uͤber einen oder den andern von uns beschlossen, ihn in dieser woche durch den zeit⸗ lichen tod aus dieser welt abzufor⸗ dern; so gib demselben hier ein seliges ende, daß er dort ewig bey dir sey, und wir zuletzt ius⸗ gesammt/nach aller muͤhe und ar⸗ beit auf erden, bey dir im himmel einen sabbath nach dem andern in ewiger freude und herrlichkeit feyren moͤgen; das verleihe uns, o GoOtt! in des heiligen Geistes kraft durch JEsum Christum/ amen. Morgen⸗Gebet wenn man beichten will. llmaͤchtiger, und gnaͤ⸗ 9.A diger GOtt, du va⸗ ——— ter der barmherzigkeit lich dant⸗ dir von grunde der een ‚ 90 woran ich mich mit ernst zur busse anschicken will, so wol mit dir ewigem lobe und dienste unendlich verpflichtet; und wuͤnsche nichts mehr, als daß ich mich, heute und allezeit, recht erkenntlich und ehrerbietig gegen dich be⸗ zeigen moͤge, in wahrer veraͤnde⸗ rung und heiligung des her⸗ zens, mit ernstlicher vermeidung aller suͤnden, und mit freudi⸗ ger vollbringung deines heili⸗ gen willens. Am allermeisten, o grosser menschen⸗ freund! be⸗ wundere und preise ich den herr⸗ lichen reichthum deiner guͤte, ge⸗ duld und langmuht, womit du auch hey dem jezt angebrochenen tageslichte meine gnadenzeit verlaͤngerst, und mir die troͤstli che versicherung giebest, 190 du busse fuͤr die suͤnde annehmen wollest. Heiliger GOtt! lehre mich bedenken, daß mich deine guͤte zur busse leite, und daß ich/ weil es noch heute heisset, mein herz ja nicht laͤnger verstocken duͤrfe. Wie viele jahre und tage abe ich jetzo schon erlebet? Wie ange hast du bereits auf mei⸗ ne bekehrung gewartet? Ich schaͤme mich deswegen mit be⸗ truͤbniß vor dir, und bekenne, daß du nichts gesparet habest, mei⸗ du mich diesen tag erleben laͤssest, a und eifer mn und mich i „als mit deiner gemeine, recht herzlich versoh. nen kann. Groß ist deine treu, uft welche mich in der verwichenen nacht umgeben: denn sie hat an mich fůr allem uͤbel bewahret, an leib und seel erhalten, wider alle n anfaͤlle des teufels beschuͤtzet, in t sanfter ruhe gestaͤrket, und jet von neuen mit leben und ge⸗ sundheit mildiglich begabet. Ich bin dir dafuͤr, o mein GOtt zu s Wlig u di c alle Wuuf, etbis Wuih recht Iherscherhe Ius dem lei 0 hast. N Ates aus mi Alscht wiede HWuntetgehen. Hhamogen it Wherufe vie I. Laß dein Isteiner gede Hhltke sehn Ardienste m chtig und sch auch bede Anüse, au I und erinn rureine beste thel Mhůfehle d hen, mit uutdeinet gan se alle ii Aalng, gät , Wilöthät Fede. 2 Whit ale slgiß, un nd ewi I6 BDuth 0 Uun Nshen chh Wh E asih h t Ril EII i Rir DI 3 Ir Ro „ l iaiz ale / Wonhih auschh I hun an t 4 U ht it shn Riga 0/M wenn man beichten will. meines herzens haͤrtigkeit mit unaufhoͤrlicher guͤte und wolthat zu erweichen und zu überwinden. Darum soll auch gleich mit dem anfange dieses meines besonde⸗ ren buß⸗tages, aller vorsatz und alle neigungen zur sünde bey mir aufhoͤren, und alle begierde und bemuͤhung zur heiligkeit in meinem herzen merklich erwecket werden. Versage mir, o getreuer und guͤtiger GOtt! deinen heili⸗ gen geist zu einem so heiligen borhaben nicht. Du weißt am besten, daß ich ohne dich in mei⸗ ner bekehrung nichts vermag. giehe mich mit dem seile deiner liebe voͤllig zu dir. Laß nicht nach, bis ich aller suͤnde und ei⸗ telkeit auf ewig abschied gebe. Wecke mich recht auf von dem schlafe der sicherheit, wie du mich jetzo aus dem leiblichen schlafe erwecket hast. Mache ein kind des lichtes aus mir, und laß die sonne nicht wieder über meiner sünde untergehen. Gib mir kraft und vermoͤgen, in meinem stan⸗ de und berufe viel gutes auszu⸗ richten. Laß deine ehre das ziel aller meiner gedanken, worte und werke seyn; zu meines naͤchsten dienste mache mich freu⸗ dig/ tuͤchtig und munter. Leh⸗ re mich auch bedenken, daß ich sterben müsse, auf daß ich klug werde; und erinnere mich jeder⸗ zeit, daß nur eines noht sey, und ich das beste theil erwaͤhlen müs⸗ se. Ich befehle dir mich und die meinigen, mit seele und leib, sammt deiner ganzen christenheit; nimm sie alle in deine heilige regierung, vaͤterliche beschir⸗ mung, mildthaͤtige vorsorge und ewige gnade. Versorge sie und mich, mit alle dem, was dir gefaͤllig ist/ und uns zu zeitti⸗ chem und ewigem wohlseyn ge⸗ 19 reichen kann. Verwirf deine arme geschoͤpfe nicht von deinem ange⸗ sichte, und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Behüte auch mich und alle menschen fuͤr allem ungluͤcke leibes und der seelen. Willt du aber mit dei⸗ nem ereuze bey mir einkehren: so gib, daß solches eine befoͤrde⸗ rung meiner busse, und ein of⸗ fenbahres zeugniß deiner liebe sey. Segne meinen ausgang und eingang von nun an bis in ewig⸗ keit. Thue deinen engeln befehl uͤber mir, daß sie mich mit ihrer heiligen wache umgeben, und fuͤr allem anstoß bewahren. Erhal⸗ te und heilige mich, und die ganze christenheit, im wahren glauben an JEsum Christum deinen sohn, und laß mich sammt ihr diesem meinem hei⸗ lande leben und sterben. Gib mir endlich gegen meinen naͤch⸗ sten ein versoͤhnliches wolthaͤti⸗ ges, friedliches und liebreiches herz; ja verschaffe, daß dieser ganze tag ein rechter versoͤh⸗ nungs⸗tag sey, woran ich mit dir/ meinem vater, und mit al⸗ len deinen kindern friede mache, und den ewigen segen in frieden empfahe, um JIEsu Christi willen, amen. Abend⸗Gebet nach der Beichte. ein versoͤhnter, lieb⸗ 20. M reicher, himmlischer vater! ich, dein von dir be⸗ gnadigtes kind, opfere dir in dieser abendstunde dank, und bete dich demhtig an, weil du den verwichenen tag uͤber nicht nur mein natuͤrliches leben er⸗ halten, und mich mit unzaͤhli⸗ b 2 gen 20 Abend⸗Gebet nach der Beichte. gen wolthaten uͤberschuͤttet, son⸗ dern 974 mein geistliches und ewiges leben durch die gnade der busse befoͤrdert, und mich dessen versichert hast. O du treuer GOtt! heute ist meiner beute grosses heil wiederfahren; eute habe ich recht gesehen, daß du nicht lust habest an der armen sünder tode, sondern wollest, daß sie sich bekehren und leben sollen. Ich kann nun gerechtferti⸗ get in mein bette gehen; o der grossen gnade! Mein gewissen ist h in deinem frieden beruhiget, o der unaussprechlichen seligkeit, welche du mir geschenket hast! Alles, was ich zu deinem lobe hievon sagen kann, ist noch viel zu wenig und zu geringe gegen deine unermaͤßliche erbarmung. Doch soll mein mund deinen ruhm niemahls verschweigen; und al⸗ les, was in mir ist, soll deinen heiligen namen loben, Sind noch viele unvollkommenheiten bey mir uͤbrig geblieben; finden sich noch unzaͤhlige fehler und gebre⸗ chen zu heilen und abzuthun: ach! so habe ich das herzliche vertrauen zu dir, daß du, o mein arzt und helfer! um der⸗ selben willen mich nicht verstos⸗ sen, sondern das gute werk, wel⸗ ches du in mir angefangen hast, bis guf den tag JEsu Christi vollfuͤhren werdest. 34b bch auch ist nur noch uͤbrig, daß ich auc in der gegenwaͤrtigen nacht mie deiner goͤttlichen liebe und barm⸗ herzigkeit, und alle die meinigen deinen treuen haͤnden anbefehle. Nimm mich auf, HErr! und sey in der finsterniß mein licht; wenn ich schlafe/sey mein waͤchter, wenni erwache, mein leben und mein heil. Thue zu deinen woltha⸗ ten, die ich heute von dir em⸗ pfangen habe, auch diese noch und das nacht, auf die morgende verei⸗ nigung mit deinem sohne, noch des teufels bosheit, macht. Hilf auch deiner ganzen christenheit wider das reich der finsterniß maͤchtig streiten, und laß sie alle hoͤllen⸗pforten siegreich uͤberwinden. Wenn sich meine augen schliessen, so oͤffne mein herz, deine gnade zu empfangen. Wenn mein leib auf seinem la. ger ruhet, so laß die seele in und bey dir ihre ruhe finden. Be⸗ hüte mich fuͤr suͤndlichen und er⸗ schrecklichen traͤumen/ für unru⸗ higem wachen, fuͤr unnützen sor⸗ gen, und fuͤr aller schaͤdlichen quahl. Soll etwan diese nacht eine nacht des leidens seyn, so laß mir in derselben das licht dei⸗ ner goͤttlichen huͤlfe hell aufgehen, und gib gnade zum wachen und beten, damit ich in der anfech⸗ tung nicht versinke. Stehe auch allen andern nohtleidenden bey. Laß niemanden zu schanden wer⸗ den, der auf dich hoffet. Wenn ich niederliege, so hilf mir wieder aufz gefaͤllet es dir aber, mich in ieser nacht von der welt ab⸗ zufordern, so laß mich selig sier⸗ ben, und aus aller finsterniß in das ewige licht eingehen, durch JEsum Christum, meinen bei⸗ land, amen. Morgen⸗Gebet eines Communicanten. himmlischer 2 1.0 vater! so ist denn durch deine barmherzigkeit nun wieder eine nacht vergangen erfreuliche licht eh⸗ ro⸗ hinzu, daß du mich in dieser 0. rechtschaffen reinigest und vorbe. reitest. Bewahre mich, und al⸗ les, was du mir gegeben hast, fur list und In AMehmhet Imuldepteiß dche m Hauhi We be Aurh sie w hlet /und ud geises 0 eimuntere W lchtes At heilig l eilen, en u en natüt laktt; ach Ailche und: Dane gu ein Al keber. Albes seh: AhK ynd ekt⸗ b daßi hldeinen eh Wsud aleme WHiit um pte Rit sehn la RHeines h. Masag meines MWener heil , Hersot 2 + Morgen⸗Gebet eines Communicanten. 21 N—7— Sh brochen. Ich erlebe abermahl den zu einem eigenthum und gefaͤß Wun tag, woran ich meinen seelen⸗ deiner gnade und heiligkeit. Willt Vun bräutigamm, Christum JEsum, du mir heute sonst nichts geben, so uht freudig umfangen, und ihm als schenke mir nur meinen JEsum: Eig eine wolgeschmückte braut zuge denn diefer wird mir schon ge⸗ ih führet werden soll. Wecke mich nug, ja alles seyn. Soll ich mein e Luf, daß ich vor allen deinen kin⸗leben au dem heutigen tage be⸗ dern deine barmherzigkeit mit froͤ⸗ schliessen; so laß mich in JEsu/ Hihstt lichem munde preisen moͤge; diese dem lebens fürsten, durch den Ih ist es, welche mich diese nacht tod in das lehen dringen. Soll ich 3 beschüget, beruhiget und gesegnet aber noch laͤnger auf der welt Es. hat. Jeit aber ist solche deine wallen; so vereinige mich heute ouh erbarmung neu uͤber mir, und ich und allezeit so genau mit meinem l werde Dar ch sie wieder erwecket,erloͤser, daß er meines lebens I aufgerichtet, und mit neuer le⸗ ursprung und fortgang sey. I eederch, e du mir diesen tag uͤber ei⸗ ritt diget. Ermuntere mich hiedurch, nige freude, ruhe, vergnügung 128 o bater des lichtes! meinem hei⸗ und gluckseligkeit mittheilen, ach: I lande mit heiligem verlaugen so laß den grund davon deine 33 0 entgegen zu eilen, und ihn mit vereinigung seyn daß ich mich n teinem herzen zu empfangen. Du nemlich au dich, und meinen l hat mir das natürliche licht wie⸗ heiland halte. Gib darneben auch 10 der geschenket; ach! laß mir auch.eine kindliche dankbarkeit für das geistliche und ewige licht auf⸗ deine wolthaten in mein herz, ö gehen. Deine guade werde mir und laß mich alles was du mir ů en glauben zu einem leitstern ingutes giebest, zu deinen ehren Wihl das ewige leben. Die erhaltung anwenden. Soll aber dieser tag EN meines leibes sey eine stuffe zur wolfahrt und errettung meiner seele. Gib, daß ich diesen gan⸗ jen tag zu deinen ehren gebrauchen moͤge„ und alle meine jezt erneu⸗ rete kraͤfte jum preis deiner liebe gewidmet seyn lasse. Alle nei⸗ % gungen meines herzens laß zur ergreifung meines heilandes au⸗ gewandt werden. Ich empfehle dir meinen duͤrftigen leib, daß du ihn ferner heiligen, erhalten, beschuͤtzen versorgen, ernehren, und zu deinem dienste staͤrken wollest. Noch vielmehr aber em⸗ pfehle ich dir auch meine arme Vele. HErr! mache sie in Christo Jesu reichz erfreue sie mit der ver⸗ einigung dieses meines himmli⸗ scheu seelen⸗schatzes; segne, saͤttige und erquicke sie ferner, wie sie es noͤhtig hat, und bereite sie endlich ein tag der trͤbsal oder des lei⸗ dens werden; soll ich heute im elende, jammer und traurigkeit leben; so versusse mir alles da⸗ durch, daß ich meinen gecreuzig⸗ ten Esum in meiner brust tra⸗ gen koͤnne, und von ihm zur ge⸗ duld und gelassenheit gestaͤrket werde. Mein GOtt! ich ergebe mich selbst, die meinigen und alle meine mitchristen ganz und gar in deine haͤnde. Thue wol an mir und an allen deinen kin⸗ dern, nach deiner grossen gute. Sey mein schirm und schild, mein leben und heil. Laß mich bey dem heiligen abendmahl JE⸗ su Christi dermaassen in deiner liebe vergnügt werden, daß mir dieser tag in ewigkeit zum segen sey/ um deines heiligen namens willen, amen b 3 Abend⸗ 4.———— 22 Abend⸗Gebet eines Communieanten. Abend⸗ Gebet Mzist Berthen reise Jerusalem den 22.P Veun⸗ lobe Zion deinen GOtt! Lobe den HErrn meine seele, und was in mir ist seinen heiligen namen. Lobe den HErrn meine seele, und vergiß nicht, was er dir gutes gethan hat; der dir alle deine sünde ver⸗ giebt, und heilet alle deine ge⸗ brechen; der dein leben vom ver⸗ derben erloͤset, der dich eroͤnet mit gnade und barmherzigkeit, der deinen mund froͤlich machet. Ich danke dir von ganzem herzen, und will dir lobsingen, so lange ich lebe; denn du hast deinen na⸗ men uͤber alles herrlich gemacht durch dein wort. Du hast mich mit vielem segen geschmuͤcket/ und mein herz mit uͤberschwenglicher ehre, trost und freude erfuͤllet. Barmherzig und gnaͤdig ist der HErr, geduldig und von grosser gůte und treue. Er handelt nicht mit uns nach unsern fuͤnden, und bergilt uns nicht nach unserer missethat. Denn so hoch der himmel uͤber der erden ist, laͤsset er seine gnade walten über die, so ihn fürchten. So ferne der morgen ist vom abend, laͤsset er unsere uͤbertretung von uns seyn. Wie sich ein vater über kinder erbarmet, so erbarmet sich der HOErr uͤber die, so ihn fürchten. Die gnade des HErrn waͤhret von ewigkeit zu ewigkeit uͤber die, so ihn fuͤrchten, und seine gerech⸗ tigkeit auf kindes⸗Kind, bey de⸗ nen, die seinen bund halten, und gedenken an seine gebote, daß sie darnach thun. Gelobet seyst du derowegen, mein GOtt und heiland! daß du so wol an mir gethan, mich armen, elenden und sůndigen menschen abermahl zu eines gnaden angenommen, mich von allen meinen suͤnden gereiniget und losgezaͤhlet, auch zu wahrer versicherung deiner gnade, und der erlangten vergebung der süͤn⸗ den, mich in deinem hochheiligen abendmahl mit deinem wahren leibe und blute unter dem brot und weine heilsamlich gespeiset und getraͤnket hast. O wie treu⸗ lich hast du, mein treuer hirt und bischof meiner seelen! an den heutigen tage mich, dein armes schaͤflein, gepfleget und gehuͤtet! Du hast mir nicht allein leib und seele, und alles was ich habe, fuͤr aller gefahr und unfall gnaͤ diglich bewahret; sondern au dermaassen geweidet, gelabet un erquicket, daß ich dir solche liebe und wolthat in alle ewigkeit nicht genug verdanken kann. GOtt sey gelobet und gepreiset, der uns selber hat gespeiset mit seinem leibe und mit seinem blute, das gib uns, HErr GoOtt! zu gute. Nicht groͤssere guͤte konntest du uns schenken, dabey wir deiner sollten gedenken. Ach! daß ich nun dich, mein HErr und erloͤser! von ganzem herzen, von ganzer stele, von allen kraͤften, und von gan⸗ zem gemühte so hoch zu loben vermoͤgte, als deine wolthaten von mir erfordern! HErr, du hast mich dir unendlich und un⸗ abträglich verbunden. Nun so thue auch diese wolthat hinzu/ und verleihe mir deine gnade, daß ich durch deines guten heili⸗ gen geistes wirkung solche guͤte und barmherzigkeit in stetem an⸗ denken behalte und erkenne, dich in meinem ganzen leben dafuͤr lobe und preise, nichts gedenke, rede, oder thue, das deinem hei⸗ ligen willen oder meiner zusage zuwider sey, sondern in allen dingen deinen heiligen Hscch, rel⸗ Itt nein h , N der 0 l/ mrinef Iachen. When meinig Wbeshirme Weundgut chanet haf/ Wgl geme VWse feind scheagen u. Ashsashaden: ů Nach deil Mgenden tudsehi t, anen. — Morgen⸗Gebet eines Kranken. 23 „in freudig nachwandele; auch, so ich 13 4* wieder in sunde falen sollte, also⸗ Morgen Gebet eines bald durch wahre busse wieder zu Kranken. eh dir kehre/ und meinen glauben erechter GOtt/ barm⸗ ene durch liebe gegen meinen naͤchsten herziger vater, du e Düre. ö 37 1 0 thatig erweise. Tröste mich sodann liebhaber des lebens! hier liege Wen hertlich, und versichere mich der ich in einer krankheit, mit wel⸗ Oih erlangten gnade und vergebung cher du mich heimgesuchet hast. l der fünden, der versiegelung der Mein herz bebet, meine kraft ver⸗ n gerechtigkeit, der allergenauesten laͤsset mich, meine gestalt ver⸗ vereinigung mit dir, deiner huͤlfe faͤllet; die angst meines herzens e uld deines beystandes in allem ist groß meine gebeine sind er⸗ ö ereuz und leiden, auch der gna⸗ schrocken. Hier liege ich unter digen erhaltung und erfolgenden deiner ruhte und ist nichts ge⸗ HAIu auferweckung zum ewigen leben. sundes an meinem leibe. J Ha yn Ach treuer GOtt und HErr! zie⸗ weiß wol/ gerechter GOtt! da 14 hedie hand nimmermehr von mir du mich billig um meiner suͤnde ½% fan ab. GOtt mein heil! laß auch und unbußfertigkeit willen, stra⸗ diese nacht, da der leib sich zur fest: ich wende mich aber jetzo ul 0 ruhe leget, meine seele und geist mit bußfertigem herzen zu dir: 15 in fets zu dir wachen. Walte über Ach GOtt sey mir armen fun⸗ ö mir und den meinigen mit deiner der gnaͤdig! Wende dein erbar⸗ guade; beschirme mir seel und mendes herz wieder zu mir, denn Dit keib, haabe und gut, und was du siehe! um trost ist mir sehr bange. s mir gegönnet hast, durch deiner Wende diep, HErr! und erret⸗ h heiligen engel gewaltigen schutz; te meine seele; siehe an meinen %½ daß der boͤse feind mit allen sei⸗ jammer und elend; nimm dich nen werkzeugen und gefehrten meiner herzlich an, und errette mir keinen schaden zufügen moͤge. mein leben vont verderben. Ge⸗ Au Laß mich nach deinem gnadigen denke, HErr! an deine treu, und I%n willen morgenden tages gesund lege mir ja nicht mehr auf, als wieder erwachen„ und mit dem ich ertragen kann. Ist es dein frohen tages⸗lichte deine güte gnädiger wille/ so mache meines i und treue die alle morgen neu henlené und seufzens ein ende, den ist, von neuem sehen, spuͤhren und nimm diese beschwerliche und geniessen, auch loben und krankheit in gnaden von mür/ Piun preisen; ja jezt und allezeit freu⸗Wund bringe mich zu meiner vori⸗ ir dig sagen: GOtt vater, was du gen gesundheit; gih auch der ar⸗ 15 Ul erschaffen hast, GOtt sohn, was zeney kraft und staͤrke, meiner R du erloͤset hast, GOtt heiliger schwachheit abzuhelfen. Wo du n geist, was du geheiliget hast. das aber, gnadiger vater! ein au⸗ Wriihl befehle ich dir in deine haͤnde; ders und bessers uͤber mich zu das erhalte/ staͤrke, regiere und meiner seelen wolfahrt beschlos⸗ fuͤhre in diesem, und nach die⸗ sen hact, so geschehe dein wille; sem, zum ewigen leben. Deinem nur gib mir geduld zu ertragen ö namen sey lob, ehre, preis und was deine vorsehung uͤber mich be⸗ W herrlichkeit, uns aber friede, freu⸗ schlossen hat. JEsu/du sonne der de, trost und seligkeit jezt und in gerechtigkeit! erleuchte diesen tag 00 ewigkeit, amen. und laßade 0 4 24 Abend⸗Gebet eines Kranken. die zerschlagenen gebeine, wo nicht voͤllig genesen, doch durch dein heiliges zusprechen ein troͤpflein trostes und deiner ruhe finden. Vor allen dingen halte deine hand über mich dein kind, daß ich mit⸗ ten in den groͤssesten schmerzen deiner suͤssen liebe eingedenk sey, und mich deines gewiß ankommen⸗ den trostes und huͤlfe stets er⸗ freue. Erhoͤre mich, o JEsu, mein arzt und meister zu helfen! und sey mir gnaͤdig um deines na⸗ mens willen, amen. Abend⸗Gebet eines Harachrge maͤchtiger, gnaͤdiger 24. A GSangst und kummer hat mich umfangen, denn du, HErr! hast mir jammer zugefuͤget. Die angst meines her⸗ zens ist groß, ich winsele wie ein kranich und schwalbe, ich girre wie eine taube; ach HErr! siehe an meine schmerzen, die ich in dieser krankheit empfinde, und die sich bey dieser anbrechenden finstern nacht vermehren. Ach Err JEsu! du licht der men⸗ Eber laß leuchten dein antlitz über mich, so genese ich. Er⸗ barme dich meiner, mein hei⸗ land! und weiche nicht von mir in dieser nacht, da mich sonst alle welt verlaͤßt: denn alle meine hoffnung steht zu dir. Ich bin von aller welt verlassen; doch du bist mein vater und ich dein kind, darum—94 meine seele aus die⸗ ser tiefen hoͤle; erguicke mich auf meinem siech⸗bette; hilf mir von aller meiner krankheit, und troͤste mein wegen der sünde be⸗ truͤbtes herz. Ach HErr! sprich nur ein wort, so werde ich gesund; es heilet uns doch weder kraut noch pflaster/ es aber zum tode gehen, so laß mich, mein GOtt! getrost seyn und gedenken, daß der tag des 1. als der tag der todes besser sey, gebuhrt. HErr JEsu! du bis mein leben, und sterben ist mein gewinn. Schicke es mit mir nach deinem vaͤterlichen willen, und hilf, daß ich meine seele mit geduld fasse, jederzeit froͤlich in hoffnung, muhtig in truͤbsal, willig zum leiden, bereit zum ster⸗ ben, bestaͤndig im glauben bis ans ende verbleibe. Meine seele war⸗ tet auf dich von einer morgen⸗ wache bis zur andern, und vom mittage bis zur mitternacht schreye ich nach deiner huͤlfe; so komme nun, HErr, mein arztl und heile mich; komm mein vater! und hilf mir; komm mein HErr und Gott! und fuͤhre mich aus aller noht, amen. Gebet wenn man zur Kirche gehen will. Umachtiger 0 Td. 25. A himmlischer vater! auf deine grosse guͤte will ich in dein haus gehen, und anbeten in deinem heiligen tempel in dei⸗ ner furcht. HErr! leite mich in deiner gerechtigkeit, richte deinen weg vor mir her; führe mich auf dem steige deiner gebote, denn du bist mein GOtt und HErr meines heils. Lust habe ich zu deiner woh⸗ nung, und bin gerne in der ge⸗ meine der heiligen, die dich lohen und bekennen. Wie lieblich sind deine wohnungen HErr zebaoth! meine seele verlanget und sehnet sich nach deinen vorhoͤfen. Kom⸗ met lasset uns anbeten, knien und niederfallen vor dem Hider 4 sondern dein wor. HErr! welches alles heilet. Sol ahl. — cht in I13 , Mühl Aokt und be ein haus, Aachen namen e as det Ah hte woh Mͤhades wort a Wthos fr me u beißt! RMhihe mein ge W Heilge den berf shtliß, meh Aundhilf, d Ahalt mit fte ten und i Iuxne A deiner sel Idemerstär uchtheit! Rmein gan hinem wil In noͤhe. sele nit; Ade, tod, Wale geitli Aahe, Npich 00 II I NIYi ROI Seh heil J Riheht 0 Gebete in der Kirche. 2⁵ der uns gemacht hat; denn er ist unser GOtt, und wir das volk seiner weide und schaafe seiner heerde. Erhebet den HErrn un⸗ sern GOtt, betet an zu seinem fuß⸗schemel, denn er ist heilig. Ich bete zu dir zur angenehmen zeit, HErr! durch deine grosse guͤ⸗ I teerboͤre mich mit deiner treuen RH huͤlfe, amen. Gebet in der Kirche. ein JEsu, du treuer 26. M heiland! siehe, auf dein wort und befehl komme ich jezt in dein haus, dich zu ehren und deinen namen zu preisen. Ich erscheine an der heiligen staͤtte, da deine ehre wohnet, dein selig⸗ machendes wort anzuhoͤren, und .0 trost fuͤr meine seele zu ho⸗ en. Du weißt aber, o HErr! wie traͤge mein gemuͤhte, wie un⸗ heilig mein herz, wie blind mein verstand, wie schwach mein ge⸗ daͤchtniß, wie geringe mein ver⸗ moͤgen ist, daß ich von mir selber als von mir selber, solches gute vorhaben nicht vollbringen kann. Darum bitte ich dich, liebster heiland! ermuntere doch mein gemuͤhte; heiligendas herz, er⸗ leuchte den verstand, staͤrke das gedaͤchtniß, mehre das vermoͤ⸗ gen, und hilf, daß ich dein theu⸗ res wort mit freudigem verlan⸗ gen hoͤren und in glaͤubiger an⸗ dacht fassen und behalten, dadurch auch in deiner seligen erkenntniß und in dem verstaͤndniß der goͤttli⸗ chen wahrheit merklich zuneh⸗ men, ja mein ganzes leben hinfort nach deinem willen gottselig ein⸗ richten moͤge. Erquicke meine arme seele mit deinem troste wi⸗ der suͤnde, tod, teufel und hoͤlle, und alle zeitliche truͤbsal; und verleihe, daß ich dermahleinst aus dieser streitenden kirche zu der triumphirenden gemeine deiner auserwaͤhlten im himmel gelan⸗ ge. Amen mein JIEsu! verweigere mir nicht, was mein mund zu dei⸗ ner ehre und meiner seligkeit bit⸗ tet, um deines heiligen verdien⸗ stes willen, amen. Gebet wenn man aus der Kirche nach Hause Tarmberzi armherziger vater! 27. B dieweil du meine seele durch die himmlische gna⸗ den⸗speise deines goͤttlichen wor⸗ tes abermahls gesaͤttiget hast; so sage ich dir deswegen herzlich lob und dank. Und bitte dich von grunde meines herzens, du wollest hierauf mich in meinem stande und berufe deiner verheisfung nach gnaͤdiglich ansehen und segnen, mich allezeit in wahrer andacht er⸗ halten, damit ich dich dermahl⸗ einst in der seligkeit mit allen himmlischen heerschaaren unauf⸗ hoͤrlich yreisen moͤge. Dir sey sammt deinem geliebten sohne JEsu Christo und dem heiligen geiste fuͤr diese und alle andere wolthaten auch hier zeitlich lob, ehre und dank gesagt, amen. Gebet wenn man aus der Kirche nach Hause koͤmmt. ank sey dir, guͤtiger 28. D GOtt! daß du mich dieses gute werk hast vollenden lassen. Preis sey dir fuͤr alles, was du itzo an meiner seele gethan hast. Deine gnade ist mein leit⸗ stern deine liebe mein gefehrte, deine wahrheit mein Ihechid, 7 2 Danksagung fuͤr die Schoͤpfung. schild, dein wort meine speise und mein trank gewesen. Nun bin ich abermahl an meiner seelen erquicket worden. Laß mich nun nicht vergessen, wie du mich so wol bedacht hast. Gib, daß ich in einem reinen herzen behalte was mir durch die predigt deines wortes darein geleget worden. Deine lehren laß mich klug, dei⸗ ne vermahnungen fromm, deine troͤstungen stark machen, und so wird meine seele indessen nahrung genug haben, bis ich wiederum in deinen tempel vor dein heiliges angesicht komme. Soll aber die⸗ ses das letzte mahl seyn, daß ich in deinem hause gewesen bin; so bringe mich in das haus, welches nicht mit menschen⸗haͤnden ge⸗ macht ist, da will ich deine rechte preisen, und deinen ruhm ver⸗ kuͤndigen immer und ewiglich, amen. II. Danksagungen fuͤr die Wolthaten Gottes. Danksagung fuͤr die Schoͤpfung. allmaͤchtiger GOtt/ 29. O himmlischer vater! der du nicht geschaffen, nicht ge⸗ bohren, sondern vor allem anfan⸗ ge von ewigkeit bist! ich bete dich an, ich ehre, lobe, preise dich, und sage dir vom grunde meines herzens dank fuͤr alle deine wol⸗ thaten; und sonderlich daß du himmel und erde, sonne, mond und alle ereaturen, dazu alles was da lebet und ist, durch dei⸗ ne allmacht und goͤttliches wort geschaffen hast, und durch deine weisheit regierest, und erhaͤltest. Auch danke ich dir, daß du den ganzen erdboden, sammt allen ereaturen, durch deine guͤte und barmherzigkeit, dem menschlichen geschlechte dienstbar untergeben, und ihm zu gut ausgetheilet hast. Jusonderheit aber lobe ich dich meinen schoͤpfer und HErrn, daß du mich, deine ereatur, zu einem vernuͤnftigen menschen nach deinem bilde ge⸗ machet; mir leib und seele und alle glieder, vernunft, verstand und alle sinne gegeben hast, und noch bewahrest. Groß und wun⸗ derbar ist deine guͤte an mir, der du mich, als ich noch in mut⸗ terleibe verschlossen war, erhal⸗ ten und ernehret; auch von dan⸗ nen heraus gezogen, und mich nicht blind, taub, stumm, lahm, oder gebrechlich hast lassen ge⸗ bohren werden; mich auch nicht zu einem viehe, welches ohne verstand und vernunft ist, ge⸗ schaffen hast. Viel und man⸗ nigfaltig ist deine barmherzigkeit an mir, wer kann die grosse thaten des HErrn ausreden, und alle sei⸗ ne loͤbliche werke genugsam prei⸗ sen? Wer kann alle sein lob erzaͤh⸗ len? Niemand ist, der alle seine wolthaten auszusprechen vermag. Ob nun wol ich armer suͤnder dich nicht loben kann, so viel und hoch als du wuͤrdig bist, und ich schuldig bin: so will ich doch darum nicht schweigen, hug ul deinen heiligen namen ohne un⸗ terlaß ruͤhmen, so viel ich kann und so viel du gnade geben wirst. Ich will deine gerechtigkeit, gna⸗ de und grosse barmherzigkeit preisen, so lauge ich lebe; wel r W Ehend lih it Wgtezet , di IWe ehr Ahhe sahe I allen Whet nfi. Ichd eilig N fes MWihn in ihn slle. ulhle dem 0 Msagut Exlos IEi Ierdu! Whlha dein shhoch ers shkeit gebo 0 unzert Alchet mai Ihbete U hise dich Msalle de sh aber, shiit, na uilen ur nyn der r suhstau, Auken dichk umen verlo huun mensch Mnnd gewo umtode Wtefels, Ishe/ sond. Anthelten chnldi Rund solch Kubloer li Whhsfket, —ñ e genh „In dodtt Jesschh Waili LI mnern W gehte f. II iihn os R. 2 ö Hnub ich E Aihe/ 3 W bee M Danksagung fuͤr die Erloͤsung. 2 weil ein lebendiger odem in mir ist, will ich nicht vergessen was du mir gutes erzeiget hast. ei⸗ ne zunge, die du mir gegeben/ soll deiner ehre voll werden, und immer sagen: Hochgelobet bist du in allen deinen werken/ hochgelobet ist deine goͤttliche majestaͤt. Ich danke dem HErrn in seinem heiligthum; ich lobe ihn in der feste seiner macht; ich preise ihn in seinen thaten; ich uuͤhme ihn in seiner grossen herrlichkeit. Alles, was odem hat, danke dem HErrn, halle⸗ luia. Danksagung fuͤr die Erloͤsung. HErr JEsu Christe, O. O des lebendigen GOt⸗ tes sohn! der du bist das ebenbild und der glanz deines vaters, nicht gemacht noch erschaffen, sondern von ewigkeit gebohren, in einem hoͤttlichen unzertrennlichen we⸗ sen, gleicher majestaͤt und herr⸗ lichkeit! ich bete dich an, ich ehre/ lobe, preise dich, und sage dir %dank füͤr alle deine wolthaten; sonderlich aber, daß du zur be⸗ stimmten zeit, nach deinem goͤtt⸗ lichen willen und wolgefallen, von Maria der reinen und keu⸗ schen jungfrau, wahre menschli⸗ cge natur an dich genommen hast; mich armen verlohrnen und ver⸗ dammten menschen erloͤset, er⸗ worben und gewonnen, von allen sůnden, vom tode und von der ge⸗ walt des teufels, nicht mit gold oder silber, sondern mit deinem heiligen theuren blute, und mit deinem unschuldigen leiden und sterben: und solches alles aus lau⸗ ter grundloser liebe, gnade und barmherzigkeit, ohne alle meine werke, verdienst und würdig⸗ keit. O lieber HErr GOT: wie groß ist deine liebe gegen das menschliche geschlechte! sintemahl du gerechter fuͤr die ungerechte und gottlose gestorben bist. Wie kann doch immer groͤssere liebe seyn, als wenn einer sein leben für seine freunde laͤsset? Nun aber beweisest du deine allerhoͤch⸗ ste und uͤberschwengliche liebe an uns, daß du für uns gestorben bist, da wir noch sůnder und dei⸗ ne feinde waren; und hast uns durch deinen tod mit dem vater versoͤhnet, seinen gerechten zorn gestillet; und die handschrift aus⸗ getilget, so wider uns war, wel⸗ che durch satzungen entstund, und uus entgegen war, und hast sie aus dem mittel gethan, und an das ereuz geheftet. Du hast ausgezo⸗ gen die fuͤrstenthuͤmer, und die gewaltigen der finsterniß, und sie schau getragen oͤffentlich, und einen triumph aus ihnen gemacht durch dich selbst. Dazu hast du mit deiner heilwaͤrtigen aufer⸗ stehung von den todten, unschuld und ewiges leben wahre ge⸗ rechtigkeit und seligkeit mir und allen wieder gebracht, die solches von herzen glaͤuben. O du treuer heiland! laß dein heiliges leiden an mir armen sůͤnder nicht üͤbel angewendet seyn. Hilf, daß ich hinfort nicht mir selbst lebe/ sondern dir, der du fuͤr mich ge⸗ storben, und wieder auferstanden bist! daß ich auch von suͤnden aufstehe, und in dir lebendig werde, dein eigen sey/und in dei⸗ nem reiche unter dir lebe und dir diene. Der du bist aufgefahren gen himmel, sitzest zur rechten dei⸗ nes vaters immer und ewiglich/ amen. Dank⸗ 28 Danksagung für die heilige Taufe. Danksagung fuͤr die heilige Taufe. ö ch HErr JEsu Christe! 3 I 22 15 der anfang, das mittel und ende unserer seligkeit: du hast das saerament der heili⸗ gen taufe gestiftet, und dasselbe in dem werke der erloͤsung bezeu⸗ get, da aus deiner eroͤffneten seite blut und wasser geflossen ist; daher Johannes saget: Drey sind, die da zeugen auf erden, der geist, das wasser, und das blut, und die drey sind beysam⸗ men. Du hast auch dieses saera⸗ ment durch deine eigene taufe in dem Jordan, als durch dein eige⸗ nes exempel, bestaͤtiget und gehei⸗ liget. Ich danke dir herzlich, daß du mich durch dieses saerament, deiner heiligen christlichen kir⸗ chen einverleibet, und mich da⸗ durch in die gemeinschaft aller deiner himmlischen und ewigen üͤter leiden die du durch dein itteres leiden und sterben erwor⸗ ben hast. Du hast mich dadurch von dem greulichen gift und aus⸗ satz der erbsuͤnde gereiniget und abgewaschen, mir alle meine sůn⸗ de, schuld und missethat aus gnaden vergeben, und mich ge⸗ reiniget durch das wasserbad im worte, und alle meine uͤbertre⸗ tungen getilget, daß nicht eine überblieben, die mich verdammen koͤnnte: weil nun nichts verdamm⸗ liches mehr an denen ist, die in Christo JISSu sind. Du hast mich auch, weil die suͤnde verge⸗ ben, von dem ewigen tode, und von der angst, furcht und schrek⸗ ken des zeitlichen todes, au von der gewalt des teufels erloͤ⸗ set; weil du mich dir einverleibet, zu einem gliede deines geistlichen leibes gemachet, mich in dein gnaden⸗reich versetzet, mich mit dir vermaͤhlet, und in ewigkeit verlobet hast. Und weil ich durh die taufe dich angezogen: so hin ich mit deinem ganzen heiligen gehorsam, verdienst, gerechtig. keit, heiligkeit und unschuld, als mit dem rocke der gerechtig⸗ keit bekleidet. Du hast mich durch das bad der wiedergebuhrt und erneuerung des heiligen gei⸗ stes neu gebohren, aus einem suͤn⸗ der einen gerechten gemachet: in⸗ dem ich in deinen tod getaufet, der frucht deines todes theil⸗ haftig worden, deinem gehor⸗ sam und verdienste einverlei— bet, und demnach aus einem kin⸗ de des zorns ein kind der gnade worden bin. Du hast mich aus ei⸗ nem armen, elenden, verlohrnen menschen⸗kinde zu GOttes kinde gemacht, mir den heiligen geist der kindschaft gegeben, durch welchen wir rufen: Abba lieber vater! hast mich dadurch in deinen ewigen gnaden⸗bund auf⸗ genommen, und dich mit mir verbunden durch deine verheis⸗ sung, mein vater zu seyn in ewigkeit; hast mir auch das kin⸗ des⸗recht, nemlich das ewige himmlische erbe und die seligkeit gegeben. Summa, mir ist in der heiligen taufe das hoͤchste gut, Gottes lieber sohn mit al⸗ len seinen wolthaten geschenket. Christus ist mein mit allem was er ist und hat. Was kann mir nun die suͤnde thun? Ist doch Chri⸗ stus meine gerechtigkeit. Was kann mir der tod thun? Ist doch Christus mein leben. Was kann mir der teufel thun? Christus ist ch meine staͤrke und sieg. Was kann mir die welt thun? Christus hat sie uͤberwunden. Ja mein HErr Christus hat mich schon selig ge⸗ macht, und mir alle seligkeit in der heiligen taufe 2ee. ö nüge. ö W feish Aheilt taufe chrseh/ uu Wairke; Aund lei eln wer Mͤtbet, det ahasgsein ollichdit/ Mahein yst Rahlhets ein Fhindiz al⸗ Hhigweinst Msschtsruͤcht Ral neuen Wcctur zfr. Ashtihichbes An he Mich hichan Acak der et sligkei Aslhen dad Imnhit ew den durl Immtemeh Hucht hrec Ashͤer mit s, nochmii ch sndern Atteuent As ridet al Kaicrerla⸗ Mulde wel 0 si,auch Ahadenm 44 P. à h R n e „ 4 An H LEII ec HA IINW A nich N H 4 3 nty Mci Danksagung fuͤr die Offenbahrung des goͤttlichen Wortes. 20 darum warte ich der künftigen herrlichkeit in geduld: Was kann mir armuht, elend, ereuz, ver⸗ folgung und verachtung schaden, bin ich doch schon selig; die gůter der gnaden habe ich alle in und mit Christo empfangen, nun war⸗ te ich nur auf die guͤter der herr⸗ lichkeit. Weil ich aber, o mein HERR JEsu Christe! durch die taufe mit dir gestorben und be⸗ graben bin; so hilf mir, weil ich noch im fleische lebe, daß ich nicht nach dem fleische lebe, sondern daß meine taufe taͤglich in mir sruchtbar sey, und die toͤdtung des fleisches wirke; daß ich durch herz⸗ liche reu und leid täglich mit dir sterbe; denn wer taͤglich in ihm selbst stirbet, der hat allezeit einen neuen aufang seines lebens in dir. Und weil ich dir, mein HErr und Obottl als ein pfropfreis dem bau⸗ me des lebens einverleibet bin; so laß mich in dir, als einen reben am lebendigen weinstocke, frucht brin⸗ gen, nicht fruͤchte des alten, son⸗ dern des neuen menschen, der neuen ereatur; fruͤchte des geistes, daß ich taͤglich bedenke, daß ich zu einem neuen leben getaufet sey: ja daß ich dich angezogen habe als ein geschenk der ewigen gerechtig⸗ keit und seligkeit, und als ein i neues leben dadurch du in mir und ich in dir ewiglich leben und bleiben moͤge. Ja laß u bund, den du mit mir gemacht Ja laß mich den hast, nimmermehr vergessen, den⸗ 3 jselben nicht brechen noch verlaͤug⸗ nen, weder mit dem herzen und munde, noch mit einem gottlosen leben; sondern laß mich dessen ö lederzeit freuen und troͤsten, und darauf wider alle anfechtung mich sicherlich verlassen, daß ich in die⸗ sem bunde, welcher ewig fest und gewiß ist, auch ewig bleihen und selig werden moͤge, amen. Danksagung fuͤr die Of⸗ senbahrung des goͤttlichen preise Ich preise dich, vater 32. und HErr himmels und der erden! daß du dein heili⸗ ges wort, das liebe evangelium, und in demselben deinen einge⸗ bohrnen sohn, JEsum Christum/ in welchem alle schaͤtze der weis⸗ heit und der erkenntniß verborgen liegen, uns unmuͤndigen und verachteten offenbahret hast, wel⸗ ches doch den weisen und klugen dieser welt unbekannt ist. Ja va⸗ ter! es ist also wolgefaͤllig gewe⸗ sen vor dir. Um solche deine wolthat will ich dich allezeit lo⸗ ben, und mein lebelang dir dan⸗ ken, daß du mich von christlichen eltern hast lassen gebohren wer⸗ den, durch welche ich mit deiner huͤlfe zu dem rechten seligmachen⸗ den glauben und zu der neuen ge⸗ buhrt aus dem wasser und geiste kommen bin. Ich preise dich, daß du die finsterniß meines her⸗ zens mit dem glanze deines goͤtt⸗ lichen lichtes erleuchtet, und mich von aller falschen lehre und ab⸗ göͤtterey errettet hast; auf daß ich ein miterbe und mitgenoß dei⸗ ner verheissung in Christo durch das evangelium sey, welches uns den unerforschlichen reichthum deinet gnade verkuͤndiget, und jedermann erleuchtet, daß wir er⸗ kennen, welches da sey die gemein⸗ schaft des geheimnisses, das vor der zeit her verborgen gewesen ist. Du hast uns gesegnet mit allerley geistlichem segen in himmlischen guͤtern durch Christum; wie du uns denn erwaͤhlet hast durch den⸗ selben, ehe der welt grund gele⸗ get war; und hast uns wissen las⸗ sen das geheimniß deines willens nach deinem wolgefallen und sel⸗ el⸗ 30 Danksagung fuͤr die goͤttliche Vorsorge. selbige durch ihn hervor gebracht/ daß es geprediget wuͤrde, jezt da die zeit erfuͤllet ist; durch welchen wir hoͤren das wort der wahrheit, nemlich das evangelium von un⸗ serer seligkeit; durch welchen wir auch haben freudigkeit und zugang in aller zuversicht, durch den glau⸗ ben an dich. Denn auser dem⸗ elben ist sonst in keinem andern heil ist auch kein anderer name den menschen gegeben, darinnen sie sollen selig werden, denn al⸗ lein in dem namen JEsu, welcher ist der weg, die wahrheit und das leben, die thuͤr und pforte zum himmelreich, der mit dem voll⸗ kommenen opfer seines unbefleck⸗ ten leibes uns eine ewige erloͤ⸗ sung, ohne alle unsere werke und verdienst, erworben hat. Den⸗ selben hast du von den todten auf⸗ erwecket, und gesetzet zu deiner rechten im himmel, uͤber alle fuͤr⸗ stenthuͤmer, gewalt, macht, herr⸗ schaft, und alles was genennet werden mag/ nicht allein in dieser welt, sondern auch in der zukuͤnf⸗ tigen. Ich bitte dich, du wollest uns bey solchem heilwaͤrtigen glauben und erkenntniß fest erhaͤl⸗ ten. Denn dich erkennen, und deine macht wissen, ist eine wur⸗ zel des lebens! auf daß unser glau⸗ be, den wir mit einander haben, in uns kraͤftig werde, durch er⸗ kenntniß alle des guten, das wir haben in Christo JEsu, unserm HErrn, amen. Danksagung fuͤr die goͤttliche Vorsorge. 33 Ich lobe, HErr! deinen ² namen/ und danke dir mit herz und munde, der du al⸗ lenthalben jedermann odem gie⸗ best; und gemachet hast, daß von einem blute aller menschen ge⸗ ———— schlecht auf dem ganzen erdboden wohnen, und ihnen ein ziel ge⸗ setzet, wie lang und breit sie woh⸗ nen sollen, damit sie dich den HErrn suchen. macht bin; denn deine haͤnde ha⸗ ben mich gearbeitet, und gema alles, was ich um und um 10 Du hast mich aus leimen gemacht, und wirst mich wieder zur erde machen. O wie wunderbarlich sind, HErr! deine werke, und das erkennet meine seele wol. Ich er⸗ kenne, HErr! daß du GOtt bis, du hast uns gemacht, und nicht wir selbst. Ich danke dir auch, daß du mich von mutterleibe an lebendig erhalten, und mir alles gutes gethan hast. Hilf, daß ich dich mein lebelang vor augen und im herzen habe; mein anlie⸗ gen auf dich werfe, und fest hosfe/ du werdest mich und uns alle ver⸗ sorgen, denn du bist unser vater; wir sind thon, du bist unser toͤpfer: wir sind alle deiner haͤnde werk. Gedenke denn, daß wir staub seyn. Thue deine hand nicht von mir, und verlaß mich nicht. In deiner hand ist ja alles, die seele alles dessen, das da lebet/ und der geist alles fleisches eines jegli⸗ chen. Du hast auch alles geord⸗ net mit maaß, zahl und gewichte. Deine vorsicht, vater! regieret es/ und du erbarmest dich uͤber alle deine werke, sorgest auch für alle gleich. HErr! meine wege sind in deiner hand. Du bist meine zuversicht, HErr, HErr! meine hoffnung von meiner jugend an: du willt auch, daß allen menschen geholfen werde; denn du bist der heiland aller menschen. So sey nun, mein GOtt! auch mit mit; gib mir ferner, was mir zum un⸗ terhalt dieses zeitlichen lebens noͤthig ist. Ich werfe alle Iiet orge Ich danke dir, daß auch ich so wunderbarlich 0 D — hich, obeist Iurrafe , Drum adich tun mein hatm , aberal s voch d Matt sch, L undunmer Hiht in me sih dtau w. Hummer vo Mich für g Myynich von o l hahe dein Mhuns deit: . Dandele; In Gott, Ishn. Laß! nicht hin. acd mit une Hert! i nur dic sch nach hi Wucglleig hist uld mein th schauchdeinet Vchote gedt Agdarnacht Ih chte, in e Ahteodienste, Isheebigich Vaus heiner schden HErt uddir met heil ihh —— Austhun 41 Barnh . dul Higk Iuh „Eu O IXI X. hU fl I AA XINI AA. W 19 H. Naa Ri Huu IN. h N.II H/ e 1. e Us e H HO di MNX 2 0 Danksagung fuͤr GOttes Barmherzigkeit. 31 sorge auf dich, denn du sorgest fuͤr mich. Beweise auch an mir deine wunderliche guͤte; du heiland de⸗ rer, die dir vertrauen. Laß mich nicht versuchet werden uͤber mein vermoͤgen/ nimm mich auch nicht weg in der helfte meiner tage. Die haare auf meinem haupte sind gezaͤhlet, darum fuͤrchte ich mich nicht: auf dich habe ich mich ver⸗ lassen von meiner mutter leibe an. Du hast mich wunderbarlich gefuͤhret, aber alles wol gemacht; ich hoffe noch darauf, ja mein herz freuet sich, daß du so gnaͤdig bist, und immer hilfest. Verlaß mich nicht in meinem alter, und wenn ich grau werde; thue deine hand nimmer von mir ab. Be⸗ wahre mich fuͤr allem uͤbel/ und errette mich von allem boͤsen. Ach HErr! 2— deine wohnung unter uns, daß uns deine seele nicht ver⸗ werfe. Wandele ferner unter uns/ sey unser GOtt, und laß uns dein volk seyn. Laß den bund deines friedens nicht hinfallen, und wenn es abend mit uns werden will/ so bleibe, HErr! bey mir. Denn wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach himmel und erde, denn du allein bist meines herzens trost und mein theil. Hilf aber, daß ich auch deinen bund halte, an deine gebote gedenke, und mein lebelang darnach thue, dich fuͤrch⸗ te und ehre, in einem vernuͤnfti⸗ gen gottesdienste, daß ich den tod nicht sehe ewiglich, und mich nie⸗ mand aus deiner hand reisse; so will ich den HErrn loben, weil ich lebe, und dir meinem GOtt lob⸗ singen, weil ich hie bin, amen. Danksagung fuͤr GOt⸗ tes Barmherzigkeit. 3 du heiligste dreyfel⸗ 4. tigkeit! wahre einig⸗ keit, unterschiedlich in dreyen per⸗ sonen, und doch einig im wesen, ein HErr und ein GOtt in glei⸗ cher maiestaͤt und herrlichkeit!!: Wir beten dich an, wir ehren, lo⸗ ben/ yreisen dich, wir danken dir vom grunde unserer herzen fuͤr al⸗ le deine wolthaten, die du uns er⸗ zeiget hast. Denn es ist ja billig und recht, und ist heilsam, daß wir dir, o heiliger vater! an al⸗ len orten und zu jeder zeit dank sagen, durch JEsum Christum un⸗ sern HErrn, welchen da loben die eugel, und welchen alle chore der himmlischen heerschaaren, die ge⸗ waltigen und fuͤrsten im himmel und alle kraͤfte der erden anbeten, welchen auch absonderlich deine heilige christliche kirche in dem ganzen umkreis der welt mit ho⸗ hem gezeugniß ohne unterlaß lo⸗ bet und preiset. Mit denselben wollest du auch unsere stimme zu⸗ lassen, und dieses unser gebet, lob und danksagung annehmen, die wir jetzo fuͤr deine grosse barmher⸗ zigkeit thun, welche, so hoch der himmel uͤber der erden ist, ůͤber uns alle morgen neu aufgehet. Denn da wir todt waren in suͤn⸗ den, hast du uns in Christo leben⸗ dig gemacht/ und den uͤberschweng⸗ lichen reichthum deiner gnaden durch deine guͤte uͤber uns erzeiget. O wie ist die barmherzigkeit des Hrrn so groß, und laͤßt sich gnaͤ⸗ dig finden denen, so sich zu ihm bekehren! Wer kann seine barm⸗ herzigkeit erzaͤhlen? Sie ist ja so groß, als er selber ist. Er strafet und zuͤchtiget, er lehret und pfle⸗ get uns, wie ein hirt seine heerde. Er erbarmet sich aller, die sich ziehen lassen und GOttes wort fleissig hoͤren. Wie sich ein vater üͤber kinder erbarmet, so erbarmet sich der HErr uͤber die, so ihn fuͤrchten. Wo ist solch ein G Ott, wie 32² Danksagung, daß uns Gott in Noth erhalten. wie du bist? der die sünde vergie⸗ bet, und erlaͤsset die missethat den übrigen seines erbtheils: der sei⸗ nen zorn nicht ewiglich haͤlt, son⸗ dern sich uuserer wieder erbarmet unsere missethat daͤmpfet, und alle unsere suͤnde in die tiefe des meeres wirft. Solche deine guͤte und uͤber alle maaß reiche barm⸗ herzigkeit wollen wir ruͤhmen und verkuͤndigen, von geschlecht zu geschlecht, und dich preisen, daß du gnaͤdig und barmherzig, ge⸗ duldig und von grosser guͤte und treue bist. Wir bitten dich, laß uns arme sünder bey dir auch barmherzigkeit erlangen, durch JIEsum Christum, unsern HErrn, amen. 24 Danksagung, daß uns Gott in mancherley Noht und Gefahr erhalten und behuͤtet hat. Lube den HErrn, meine 3 5. seele, und was in mir ist seinen heiligen namen! Lobe den HErrn, meine seele, und vergiß nicht/ was er dir gutes gethan hat! Der dir alle deine süͤnde vergiebet, und heilet alle deine gebrechen: Der dein leben vom verderben erloͤset, der dich eroͤnet mit gna⸗ de und barmherzigkeit. Mein Gott! ich danke dir, daß du mei⸗ nen gang erhalten hast auf deinen fußsteigen, daß meine tritte nicht gegleitet haben. Du hast deine wunderbare guͤte an mir bewiesen wider die, so sich gegen deine rech⸗ te hand gesetzet haben, du heiland derer, die dir vertrauen. Du hast mich behuͤtet, wie einen augapfel im auge, du hast mich beschirmet unter dem schatten deiner fluͤgel fuͤr den gottlosen, fuͤr meinen feinden, die um und um nach mei⸗ ner seele trachten. Darum wi ich schauen dein antlitz in ch tigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem bilde. Du, HERR! erleuchtest mich; der HErr, mein GTT, ma⸗ chet meine finsterniß lichte. Ach, mein GOT! du hast mich in meiner noht oft erhoͤret, dein na⸗ me haͤt mich oft geschuͤtzet; du hast mir oft huͤlfe gesandt von dei⸗ nem heiligthum, und mich aus zion gestaͤrket. Darum ruͤhme ich, daß du mir hilfest, und in dei⸗ nem namen werfe ich das panier auf. Du hast mich mit deinem segen uͤberschuͤttet, und erfreuet mit freuden deines antlitzes! Du hast das elend der armen nicht verschmaͤhet, und dein antlitz vor mir nicht verborgen, und da ich zu dir schrie, hast du mir aus⸗ geholfen. Du getreuer hirt hast mir, deinem armen schaͤflein, nie etwas mangeln lassen/hast mich al⸗ lezeit auf gruͤner aue deines göͤtt⸗ lichen worts geweidet, und zum frischen trost⸗bruͤnnlein Israels gefuͤhret. Du hast allezeit meine seele erguicket, und mich auf rech⸗ ter strasse gefuͤhret um deines na⸗ mens willen. Und ob ich gleich ost im finstern thale des ereuzes und in maͤncherley gefahr gewandelt habe: so habe ich doch kein unglück gefurchtet, denn du bist allezeit bey mir gewesen; dein stecken und stab hat mich allezeit getrostet; du hast vor mir einen tisch bereitet gegen meine feinde. Du hast mein haupt mit dem himmlischen freuden⸗ole deines heiligen geistes gesalbet, und mir deinen goͤtt⸗ lichen trost und raht voll einge⸗ schenket. Du hast mir gutes und barmherzigkeit mein lebelang fol⸗ gen lassen, daß ich hoffe zu blei⸗ ben in deinem hause immer und ewiglich. Ach HErr! iheh huffl We, Wh L WRhl Mett Anou Auh gleit is dei Alldet l. Iü figtltt shen, Eit W techen sost/ und d nlat als mi Oamn deh d duele, shch tit das Wasnsnch afchten la Lihet hendi etden het sch run zuf r HErr th. Aser hat meit hegisen ihraͤten/ Wien. Ich MhEten im I. Wie Mlltgelten al Heran mirt. sschen kelch! sht verschlu lun mein! Aunich I und zör s die ihte Aht otter! L sls noht u P mch he S XI an 0 han 13 Su Iuich TI W LAIIA Misse 8/½uh I.I e Whl Rahn XIIII II III II in bendigen. Dauksaͤgung fuͤr die gnaͤdige Erhoͤrung des Gebets. 33 meine seele aus der hoͤlle gefuͤhret; du hast mich lebendig erhalten/ da andere in die hoͤlle fuhren. Du hast mich unterwiesen und mir den weg gezeiget, den ich habe wandeln sollen; du haß mich mit deinen augen geleitet. Ach GOtt. wie theuer ist deine guͤte, daß menschen⸗kinder unter dem schat⸗ ten deiner fluͤgel trauen und zu⸗ flucht finden. Sie werden trun⸗ ken von den reichen gütern dei⸗ nes hauses, und du traͤnkest sie h mit wollust als mit einem stro⸗ hun me. bendige quelle, lichte sehen wir das licht. Mein Denn bey dir ist die le⸗ und in deinem Gott! du hast mich viel und gros⸗ se angst erfahren lassen; du hast mich wieder lebendig gemacht und aus der erden heraus geholet. Darum sey nun zufrieden, meine seele! der HErr thut dir gutes: denn er hat meine seele aus dem tode gerissen, meine augen von den thraͤnen, meine fuͤsse bvom gleiten. Ich will wandeln vor dem HErrn im lande der le⸗ Wie soll ich dem HErrn vergelten alle seine wol⸗ that /die er an mir thut? Ich will den heilsamen kelch nehmen, und des HErrn namen predigen. Ach, mein GOtt! wie oft hast du mich für dem bruͤllenden loͤven„ dem teufel, bewahret, daß er meine seele nicht verschlungen! wie oft hat der satan mein begehret, daß er mich sichten moͤgte, wie den weizen! Du aber, mein HErr JEsu Christe, mein fuͤrsprecher! hast für mich gebeten, daß mein dlaube nicht aufgehoͤret hat. Wie oft hast du mich von den luͤgen⸗ maͤulern und zaͤnkischen leuten I errettet, die ihre zunge schaͤrfen, wie eine otter! Wie oft hast du mich aus noht und gefahr geris⸗ sen und mich bedecket in deiner huͤtte zur boͤsen zeit, und mich heimlich verborgen in deinem ge⸗ zelte fuͤr jedermannes trotz! Wie oft hast du mich fur zorn, rach⸗ gier und andern fleischlichen lůͤ⸗ sten bewahret, daß ich nicht schrecklich gefallen bin! Ja, wie oft bin ich gefallen, und du hast mich nicht weggeworfen, sondern mich bey meiner hand gehalten, und mich wieder aufgerichtet. Ach Gott! wie kann ich dir gnugsam fur deine gnaͤdige huͤlfe, erret⸗ tung, staͤrke und trost danken? Wie oft hast du deinen engeln uͤber mir befehl gethan, daß sie mich behuͤtet haben auf allen meinen wegen, daß sie mich auf den haͤnden tragen müssen, und ich meinen he. Helet einen stein gestossen habe. Gelobet seyst du, o mein HErr und GOtt! der du allein wunder thust; gelobet sey dein heiliger name ewiglich, und alle lande muͤssen deiner ehre voll werden, amen. Dank sagung fuͤr die gnaͤ⸗ dige Eibigerd des Ge⸗ ets. 3 6. Her GoOtt! du geden⸗ kest ja noch an mich, und verlaͤssest nicht, die dich an⸗ rufen, und dich lieben; denn du erhoͤrest gebet, darum koͤmmet alles fleisch zu dir. Du hast auch mich zur angenehmen zeit erhoͤ⸗ ret/ und mir am tage des heils geholfen. Ich sprach in meinem zagen: ich bin von deinen augen verstossenʒ dennoch hoͤrtest du mei⸗ nes flehens stimme, da ich zu dir schrie. Ich danke dir, daß du meine stimme und mein flehen er⸗ hoͤrest/ und dein ohr zu mir nei⸗ gest! darum will ich dich mein le⸗ belang anrufen. Denn wenn ich rufe, werde ich inne, daß du mein e GoOtt 343 Gebet um rechtschaffene Busse. gebet ..— Gott bist. Mein herz ist froͤlich in dem HErrn, der mich erhoͤret hat zur zeit meiner truͤbsal. HErr! ich lobe deinen namen ohne un⸗ terlaß; ich preise dich und danke dir, denn mein gebet ist erhoͤ⸗ ret. Vater! ich danke dir, dab M! dumich erhörer haß,ͤich weiß, daß n du mich allezeit erhoͤrst. Gelo⸗Aa bet sey GOtt, der mein gebet 91200 nicht verwirft, noch seine gůte von ihe uns wendet, amen. A III. Gebete vor und nach der Beichte. Um rechtschaffene Busse. 0 ch sondern daß ich jetzo diesen tag Ich wein mtkenne 4.—— Walses HErr! so werde ich heil. Hilf du 0 fel mir, so ist mir geholfen. Siehe v ich bin wie ein Lerietes und dü 1 verlohrnes schaaf; suche deinen knecht,(deine magd) auf daß ich deine gebote nicht vergesse. Be⸗ schneide du die vorhaut meines n herjens. Entsundige mich, daß ne ich rein werde, wasche mich, daß a ich schneeweiß werde. Schaffe in uen mir GoOtt ein reines herz, und hunden gib mir einen neuen gewissen geist. si Verwirf mich nicht von deinem ul angesichte„ und nimm deinen hei⸗ Aahteliß ligen geist nicht von nir. O lie⸗lwes ber GOtt! siehe mich so gnaͤdig an, c wie du angesehen hast die buß⸗ich n fertige sünderinn, als sie zu deinen euen m fuͤssen lag, und herzlich uber ihre au dei missethat weinete: und wie den Mdes er zoͤlluer im tempel, als er an seine A du brust schlug, und um gnade bat. lichen Verleihe mir ernstliche reue und i eilt leid uͤber meine suͤnde, auch einen en an! wahren glauben, mit rechter zu⸗ Dutt versicht auf deine gnade, dazu In dein meinem GOtt und HErrn, zu be. kehren: daß ich meine busse nicht Ge⸗ 0 I IteH MN shH I H MXY A RsH* IIhI N hat E A π1. cht 4 0 HE OE V 1 sht—4 N ½ 55 I lich bereue, als es wol seyn sollte. Ach HErr! du stellest unsere un⸗ erkannte sünde ins licht vor dei⸗ nem angesichte. Gib mir die groͤsse und mannigfaltigkeit meiner suͤn⸗ den zu erkennen, stelle sie mir in diesem leben unter die augen, daͤmit sie mir nicht am juͤngsten age unter die augen gestellet, und Gebet um wahre Erkenntniß der Sünden. 35⁵ Gebet um wahre Er⸗ kenntniß der Suͤnden. 8 O heiliger und gerech⸗ 3 ter GOtt, barmher⸗ ziger vater! ich bekenne und kla⸗ ge dir meine angebohrne blind⸗ heit, daß ich meine suͤnde nicht so vollkommen erkenne, noch so herz⸗ ich dadurch vor engeln und men⸗ schen zu schanden werden moͤge. Ach HErr! du siehest und weißt meines herzens haͤrtigkeit, die mir angebohren ist; nimm diesel⸗ be von mir hinweg, und erweiche mein herz durch dein heiliges wort, daß ich meine suͤnde in⸗ niglich bereuen moͤge. O HErr JEsu! der du dein heiliges blut am stamme des ereuzes vergossen hast, auf daß du mein herz da⸗ durch erweichen moͤgtest 3 laß dieses dein heiliges blut und theures leiden an mir nicht ver⸗ lohren seyn. Du treuer lehrer hast in den tagen deines fleisches ge⸗ rufen: Thut busse; du wollest jetzo auch kraͤftiglich in mein herz ru⸗ fen: Thue busse, und bereue dei⸗ ne fuͤnde! Du stehest vor der thuͤr meines herzens, und klopfest an; ach! gib gnade, daß ich deine stim⸗ me hoͤre, daß ich nicht mein her; verschliesse, sondern die thuͤr auf⸗ thue. O heiliger geist! der du in tauben⸗gestalt uͤber Christum herab gefahren bist; gib mir auch/ daß ich in wahrer reu und leid uͤber meine süͤnde girren moͤge wie eine taube. O du ewiges himmlisches licht! erleuchte mein finsteres herz, daß ich in deinem lichte die finsterniß meiner suͤnden erkennen und herzlich bereuen moͤge, amen. Gebet um Vergebung der Suͤnden. 3 O barmherziger GoOtt, 9. ewiger vater! groß sind meine sunden, viel und maͤch⸗ tis sind meine missethaten, unzaͤh⸗ lig sind meine uͤbertretungen: denn alle mein dichten und trach⸗ ten von jugend auf ist nur zum boͤsen geneiget. Ach HErr! wer kann merken, wie oft er fehle! Siehe, ich erkenne meine misse⸗ that und meine sunde ist immer vor mir. Allein an dir habe ich gesuͤndiget, und uͤbel vor dir ge⸗ than, auf daß du recht behaltest in deinen worten, und rein blei⸗ best wenn du gerichtet wirst. Ich bitte aber deine unaussprechliche barmherzigkeit, gehe nicht ins ge⸗ richt mit deinem knechte,(mit deiner magd) denn vor dir ist kein lebendiger gerecht. Wenn du, HErr! willt suͤnde zurechnen, HErr! wer wird bestehen? Denn siehe, auf tausend kann dir der mensch nicht eines antworten; sin⸗ temahl alle unsere gerechtigkeit vor dir ist wie ein beflecktes kleid. Derohalben erbarme dich meiner nest deiner guͤte, und tilge mei⸗ ne suͤnde nach deiner grossen barm⸗ herzigkeit. Wasche mich wol von meiner missethat, und reinige mich von aller meiner suͤnde um deines namens willen. HErr! sey mir gnaͤdig, heile meine seele, denn ich habe leider! an dir ge⸗ sündiget. Gedenke, HErr! an deine barmherzigkeit, und an dei⸗ ne guͤte, die von der welt her ge⸗ wesen ist. Gedenke nicht der 2 sůn⸗ Gebet um Vergebung der Suͤnden. suͤnven meiner jugend, noch mei⸗ ner uͤbertretung: gedenke aber meiner nach deiner grossen barm⸗ herzigkeit, um deiner guͤte willen. Gedenke auch, daß wir fleisch sind, ein wind, der dahin faͤhret und nicht wieder koͤmmet; und laß ab von deinem zorn und grimm uͤber uns. O guͤtiger GOtt! ich bekenne ja, daß nicht meine werke noch mein verdienst meine suͤnden austilgen moͤgen; sondern allein das heilige leiden und sterben IE⸗ su Christi, des unbefleckten lam⸗ mes, ist eine reiche bezahlung fuͤr unsere mishandlungen; und sein blut⸗vergiessen zur vergebung un⸗ serer sunden, ist eine abwaschung und reinigung unserer seelen. Auf solches vertrauen und auf solche hoffnung rufe ich zu dir, du wol⸗ lestmir meine uͤbertretungen aus gnaden vergeben, die sunde be⸗ decken, und meine missethat mir nicht zurechnen. Verzeihe mir auch die verborgene fehler, auf daß meine betruͤbte seele, und die gebeine, welche sehr erschrocken sind, wiederum erfreuet und ge⸗ troͤstet werden. Denn dein ist die barmherzigkeit und vergebung: bey dir ist gnade und viel er⸗ loͤfung. OHErr! erhöͤre die stim⸗ me meines flehens, und verachte nicht das heulen meines herzens um JEsu Christi deines lieben sohnes willen, amen. Noch ein Gebet um Vergebung der Suͤnden. Joel. II, 12. 13. 14. o spricht der HErr: 40. S Bekehret euch zu mir von ganzem herzen, mit fa⸗ sten, mit weinen, mit klagen. Zer⸗ reisset eure herzen, und nicht eure kleider, und bekehret euch zu dem HErrn euren GOtt, denn er ist gnadig, barmherzig/ geduldig und von grosser guͤte, und reuet ihn bald der strafe. Wer weiß/ es mag ihn wiederum gereuen und einen segen hinter sich lassen. Hui du hast gesaget: Wer zu mir koͤmmet, den werde ich nicht hinaus stossen; auf solche deine verheissung komme ich zu dir, und glaͤube festiglich, ich wer⸗ de nicht hinaus gestossen werden. Ich komme aber, weil ich muͤh⸗ selig und beladen bin. Es druͤcket und beschweret mich der suͤnden las. welche ich in demuͤhtiger beichte vor deinem angesicht nie⸗ derlege. Ach vater! ich habe ge⸗ suͤndiget in dem himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wehrt, daß ich dein kind heisse. Ach! wie oft habe ich dich belei⸗ diget und zum zorne gereizet. Ich mag nicht alle meine suͤnde er⸗ zaͤhlen; es gereuet mich, daß ich sie begangen habe; ich schaͤme mich, viel worte davon zu machen. Dis einige sage ich, und bekenne es gerne, daß ich viel und grosse ö strafen verdienet habe, welche ich mit meinen kraͤften nicht abwen⸗ den kann. Du aber bist gnaͤ⸗ dig und barmherzig, und von grosser guͤte. Darum trete ich mit freuden zu deinem gnaden⸗ stuhle, und begehre demuͤhtiglich gnade. Erlaß mir/o GOtt! was ich dir schuldig bin: ich kann nicht zahlen aus unvermoͤgen; du aber kannst es mir erlassen aus gnade. Gehe nicht, ach gehe nicht mit deinem knechte(mit deiner magd) ins gerichte! Rechne mir die suͤn⸗ de nicht zu, die ich entweder aus wisent oder aus irrthum und un⸗ wissenheit begangen habe. Siehe an das blut deines sohnes: das⸗ selbe ist vergossen fur die säder er II Wel . 4. W se What m Inh du Wich. WMindig AWscheei Mil der gt Uihte un RN ich d oltmen . Mug ht/ die; Ishertung 1 xum l. Eghe me ch in he Moch die heinen, thun/ de den gla . Hoͤre Holtlinen M du in nägest! a hennt H⸗Stuhle lächt ott Nu E shht deine giebes h mit dei V ich nu o heter Ahergebur Aberlang u auch worte ge „belderht +.un rei Ichen gua Aalsuchen neine y dargege Wenofan 0 DEIE —.— Wih 7H W Iten„ EII Tigh / h i NIsi a HE H h it. eH h 0 RX I e 1 f N II ich WHN 1 6 0 4 l Gebet wenn man zum Beicht⸗Stuhle treten will. 3 der welt. Ich bin auch in der welt/ unꝰ bin ein suͤnder; darum Leipr din hel mich gaich Ach Err! du hast mich geschlagen/ verbinde mich: du hast mich zer⸗ rissen, heile mich. Gib mir glau⸗ ben mit bestaͤndigkeit, daß ich an deinem tische ein wuͤrdiger gast sey, und in der gottseligkeit zu⸗ nehme. Fuͤhre und regiere mich hinfort, daß ich das gute, so ich mir vorgenommen, ins werk rich⸗ ten moͤge. Beuge das herz zur gottesfurcht, die ohren zur fleis⸗ sigen aufmerkung deines wortes, die zunge zum lobe deines na⸗ mens. Segne meine arbeit, ver⸗ leihe frieden im hause und oͤffent⸗ lich/ wende ab die aͤrgernisse/ be⸗ huͤte die meinen, und regiere al⸗ les unser thun, daß es dir ange⸗ nehm/ und den glaͤubigen heilsam seyn moͤge. Hoͤre mein seufzen, omein GOtt!ja erhöre es, daß ich in dir, und du in mir seyn und bleiben moͤgest! amen. Gebet wenn man zum Beicht⸗Stuhle treten will. lUmaͤchtiger, ewiger 41 270 GoOtt, bater unsers HErrn JEsu Christi! der du dem donner deines heiligen wor⸗ tes kraft giebest: du hast mir mein herz mit deinem gesetze ge⸗ rüͤhret, daß ich nun meine suͤn⸗ den erkenne, bereue, und nach der gnaͤdigen vergebung derselben ein herzliches verlangen habe. Dar⸗ um hast du auch nebst dem ge⸗ predigten worte geordnet, daß ich armer, verderbter, suͤndhafter mensch zum reichthum deiner himmlischen gnade kommen und hergebung suchen soll. So gehe ich nun hin, meine suͤnde dir zu be⸗ kennen, dargegen trost und abso⸗ lution zu empfangen. Bitte dero⸗ wegen, du wollest in mir eine rechte andacht, begierde und ver⸗ langen nach deiner gnade anzuͤn⸗ den, und mir einen festen glau⸗ ben an deine verheissung geben; daß, ob ich wol schwach und ver⸗ zagt bin, ich mich dennoch solches nicht irren lasse, sondern die ver⸗ gebung der sünden mit starkem glauben ergreife, und dadurch zum rechten vaterlande komme, amen. O HErr JEsu Christe, mein erloͤser! du hast deiner lie⸗ ben kirche hier auf erden, und ih⸗ ren getreuen dienern, das heilige amt der schluͤssel hinterlassen, mit angehefteter verheissung: was sie in kraft derselben loͤsen oder bin⸗ den werden/ das solle auch im him⸗ mel geloͤset oder gebunden seyn. Fuͤr dieses gnadenreiche mittel fage ich dir ewiges lob, ehre und preis/ und bitte von grunde mei⸗ nes herzeus; weil ich als ein ar⸗ mer gebundener suͤnder dieses loͤ⸗ se⸗schluͤssels beduͤrfig bin„ damit ich von allen süůnden und von den banden der hoͤllen befreyet wer⸗ de: du wollest desselben kraft durch meinen beichtvater troͤst⸗ lich an mir kund machen, und mich von allen meinen suͤnden um deines blutes und todes wil⸗ len gnaͤdig entbinden; darneben mir deinen heiligen geist verlei⸗ hen, daß ich die heilige absolution in rechtem glauben, in ungezwei⸗ felter zuversicht, gutem vorsatz, brüderlicher liebe und dankbar⸗ keit fasse„ und endlich ewig selig werde, amen. O Gott heiliger geist, barm⸗ herziger GOtt! dieweil ich auf erkenntniß meiner suͤnden zu staͤrkung meines glaubens, jezt gleich zuͤr beichte gehe, allda 7. ver⸗ 38 Von der Busse und Bekenntniß der Sunden. vergebung meiner sunden zu em⸗ pfangen; so bitte ich dich von herzen, erwecke in mir ein herz⸗ liches verlangen nach diesem ft heilsamen und troͤstlichen gnaden⸗ werke. Gib mir auch dessen kraft und nutzen wol zu erkennen, daß alles dasjenige, was der diener deines wortes in der ab⸗ d solution auf deinen befehl mit mir redet und handelt, so gewiß und wahr sey als wenn es von dir selbst vom himmel geschaͤhe, und du mich selbst von meinen Desser r zahletest. Laß mich essen in aller widerwaͤrtigkeit, anfechtung und noht troͤsten und mich fest dar auf verlassen. O GOtt hetliger geist! absolbire, wasche, reinige, staͤrke und erhalte mich auch jetzo durch deine grundlose gůͤte und kraft, auf daß ich die grosse gnade mit freuden und danksagung erkenne, und gewiß glaube, weil ich von allen suͤnden entbunden bin, daß ich nicht uͤbel fahren noch verlohren werden koͤn⸗ ne; daju verhelfe mir das theure verdienst JIEsu Christi, unsers erloͤsers, amen. Beichten und Bekennt⸗ nisse der Sůnden. — 2 E 7 Eine gemeine oͤffentliche Beichte. lieber HErr, du gros⸗ 42. O ser und erschreckli⸗ cher GOtt! der du deinen bund und gnade haͤltest denen, die dich lieben und deine gebote halten: wir haben gesuͤndiget und un⸗ recht gethan: wir sind gottlos gewesen, und von deinen gebo⸗ ten und rechten gewichen. Ver⸗ sundiget haben wir uns an dir unserm GoOtt mit unglauben und mistrauen, mit ungehorsam und halsstarrigkeit. Wir haben uns oftmahls zu viel auf men⸗ chen, oder auf andere vergaͤngliche dinge verlassen. Wir haben dich nicht allezeit uͤber alles geliebet wie wir sollten, noch deinen hei⸗ ligen namen gnugsam geehret; en schuldigen gottesdienst, und was demselben angehoͤrig, ha⸗ ben wir mannigmahl versaͤumet, oder nicht, wie uns wol gebuͤh⸗ ret haͤtte, in acht genommen. Versuͤndiget haben wir uns auch oft an unserm naͤchsten, und den⸗ selben nicht geliebet wie uns selbst; seinen nutzen nicht allezeit befoͤrdert, wie wir billig gesollt; seinen schaden nicht allezeit ab⸗ gewendet, wo wir wol gekonnt haͤt⸗ ten. Und, o lieber GOtt! wie oft, wie unbesonnen, hahen wir wider unsern naͤchsten gesůndiget mit bosen, hoffaͤrtigen, neidischen, zornigen, argwoͤhnischen, schmaͤh⸗ ligen gedanken, worten, geber⸗ den und werken. Versuͤndiget haben wir uns zum oͤftern an uns selbst, mit boͤsen begierden, lusten und mancherley unbesonnenem vornehmen. Summa, wir haben sehr misgehandelt, und unserer sünden sind mehr, denn daß sie gezaͤhlet werden moͤgen. Diesel⸗ be sind uns aber, o HErr und GOtt! von herzen leid, und uns duͤrstet nach deiner barmherzig⸗ keit und vergebung. Darum beugen wir nun die knie unserer herzen vor dir, und bitten dich, HErr! um gnade. Ach HErr! wir haben gesuͤndiget, und er⸗ kennen unsere missethaten. Wir bitten und flehen, vergib uns, o HErr! vergib uns! Laß uns nicht in unsern sunden verderben, son⸗ dern erbarme dich unser; habe geduld mit uns, und hilf uns elenden und unwuͤrdig en, er ĩ⸗ dtni t— Usti d. nsg . Lole hohhe/ Weh, dii Hbirges ulden/ i Ichaten.v i u neue 4 And ssnicht v hit 4*— Mige gei V uns slelhtet.! shen geist nhe sold slin deing Wdeine tos Wann fleists Ker odasfe mit gart Herr un uas für Ubeißt,“ hun koͤnn. Rer in v Ag und L sem wolke Nt wol, Aubollbr; 0 hib de Wl daß sen, Urr Isben. N. sst auf ei Vltben zy Altn; nl. Ahlgnisen, Heiligl R dit ⸗ h ieber udemnes l h H Wuht LI II etht L.I t 4 n XI in. 4% h 9½ Hen H De I VEm I H, Wae HL.N (h 10⁰8½% F Eine Privat⸗Beichte. 3⁰ deiner groffen barmherzigkeit! so wollen wir unser lebelang dich In loben. Entsuͤndige uns, unser Gott! mit dem theuren blute IJesu Christi, daß wir rein wer⸗ den; wasche uns, daß wir schnee⸗ weiß werden. Laß uns horen freu⸗ de und wonne, daß die gebeine froͤ⸗ In werden, die du zerschlagen hast.— unsern sünden, und tilge alle un⸗ Verbirge dein antlitz vor sere missethaten. Schaffe in uns, Gott, ein reines herz, und gib uns einen neuen gewissen geist. Verwirf uns nicht von deinem angesichte, und nimm deinen hei⸗ ligen geist nicht von uns. Troͤste uns wieder mit deiner huͤlfe/ und der freudige geist enthalte uns. Bekehre du uns, HErr! so wer⸗ den wir bekehret. Gib je laͤnger je mehr deinen geist in unsere herzen, und mache solche menschen aus uns, die in deinen geboten wan⸗ deln, und deine rechte halten. Du hast geboten odapn zu halten dei⸗ ne befehle: o daß unser leben dei⸗ ne rechte mit ganzem ernst hielte! Nun HErr unser Leschbpf du weißt/ was fuͤr ein geschoͤyf wir seyn: du a daß wir ohne dich nichts thun koͤnnen. Du bist es allein, der in uns wirket beide das wollen und das vollbringen, nach deinem wolgefallen. Wollen haben wir wol, aber das gute je⸗ desmahl zu vollbringen, finden wir nicht. So gib du uns denn, lie⸗ ber vater! daß wir es vollhrin⸗ gen koͤnnen„ und nach deinem willen leben. Neige doch unser herz nicht auf etwas boͤses, ein gottloses leben zu fuͤhren mit den uͤbelthaͤtern; neige es aber zu deinen zeugnissen, damit wir dir dienen in heiligkeit und gerech⸗ tigkeit, die dir gefallig ist. Er⸗s hoͤre uns, lieber himmlischer va⸗ ter! um deines lieben sohnes un⸗ sers mittlers und erloͤsers willen amen. Eine Privat⸗Beichte. Ich armer suͤndiger 43. mensch bekenne und klage meinem lieben GOtt, daß ich in suͤnden empfangen und ge⸗ bohren bin /also/daß in mir von na⸗ tur nichts gutes, sondern lauter suͤnde wohnet; und daß dieselbe angebohrne sůnde mich leider! oft zu falle gebracht in wirkliche suͤn⸗ de, mit gedanken, worten und werken, wider die erste und ande⸗ re tafel des gesetzes GOttes. Ich erkenne und bekenne auch, daß ich den reizungen des satans, der welt und meines eigenen fleisches nicht allezeit mit gehoͤrigem fleisse wi⸗ derstrebet; sondern leider oft die fuͤnde in mir herrschen lassen und dadurch den heiligen geist betruͤ⸗ bet habe. Ja wenn ich gleich einen guten vorsatz habe/ so haͤn⸗ get mir doch das boͤse allezeit an, daß ich zum guten unwillig, kalt/ faul und uͤberdruͤssig, ium boͤsen aber leider! sehr geneigt und wil⸗ lig bin. Der glaube ist schwach⸗ die liebe ist kalt. Ich erkenne und weiß auch, daß solcher mei⸗ ner suͤnden sold GOttes zorn und der ewige tod sen. Derohalben gereuen mich meine sunden, und sind mir leid; allein das beklage ich daß ich dieselben, wenn ich 1 gleich erkenne, mir nicht so eid seyn lasse, wie ich billig sollte, und wie mein lieber GOtt von mir haben will. Weil aber JE⸗ sus Ehristus in die welt kommen ist, die fuͤnder selig zu machen, und mein frommer treuer GOtt pricht: So wahr ich lebe, ich will nicht den tod des suͤnders sondern daß er sich bekehre und lebe: so c 4 wende 4⁰ Danksagung nach der Absolution. wende ich mich in wahrem glau⸗ ben zu meinem lieben mittler und erloͤser JEsu Christo; und bitte Gott den himmlischen vater, daß er meinen schwachen glauben st staͤrke, mir um desselben seines lieben sohnes willen, aus gnaden alle meine sünden vergebe, mir durch seinen heiligen geist, wahre busse und bestaͤndige besserung des lebens verleihe, und mich in meinem guten vorsatze durch seine kraft staͤkken, und bis an mein en⸗ de erhalten wolle, amen. Danksagung nach der Absolution. Ich will den HErrn lo⸗ 44. ben allezeit, sein lob soll immerdar in meinem munde seyn. Meine seele soll sich ruͤhmen des HErrn, daß die elenden hoͤ⸗ ren, und sich freuen. O daß ich dir von ganzem herzen danken, und dich mit vollem munde lo⸗ ben koͤunte! Nun merke ich, daß der HErr nahe ist bey denen, die zerbrochenes herzens sind, und de⸗ nen hilft, die ein zerschlagenes gemuͤht haben. O wie ist die barmherzigkeit des HErrn so groß, und laͤsset sich gnaͤdig finden de⸗ nen, die sich zu ihm bekehren! Denn da ich den HErrn suchte, antwortete er mir, und errettete mich aus aller meiner furcht. Er hat meine seele beym leben erhal⸗ ten. Er hat meine traurigkeit in freuden verwandelt. Er hat mei⸗ ne finsterniß licht gemachet. Dar⸗ um lobe den HErrn meine seele, und vergiß nicht, was er dir gu⸗ tes gethan hat: der dir alle deine sünde vergiebet, und heilet alle deine gebrechen; der dein leben vom verderhen erloͤset, der dich croͤnet mit rone gnade und barmher⸗ zigkeit. Er handelt nicht mit uns nach unsern sünden, und vergilt uns nicht nach unserer missethat: ondern so ferne der morgen ist vom abend, laͤsset er unsere uͤber⸗ tretung von uns seyn. Wie sich ein vater uͤber seine kinder erbar⸗ met; so erbarmet sich der HErr uͤber die, so ihn fuͤrchten. Dar⸗ um freue ich mich, und bin froͤlich in dir, und lobe deinen namen⸗ du allerhoͤchster! Laß mich noch ferner vor deinen augen gnade fin⸗ den. Weise mir, HErr! deinen weg, daß ich wandele in deiner wahrheit. Erhalte mein herz bey dem einigen, daß ich deinen na⸗ men fuͤrchte. Lehre mich thun nach deinem wolgefallen: denn du bist mein GOtt, dein guter geist fuͤhre mich auf ebener bahn. Erhalte meinen gang auf deinen fußsteigen, daß meine tritte nicht gleiten. Ruͤste mich aus mit kraft aus der hoͤhe, und mache meine wege ohne wandel, damit ich glau⸗ ben und gut gewissen behalte, und in deiner gnade bleiben moͤge: das bitte ich um JEsu Christi deines lieben sohnes meines eini⸗ gen erloͤsers und heilandes willen, amen. Danksagung fuͤr die Busse und Bekehrung. Ich danke dir mein 45. GoOtt! daß du mein hartes und unbußfertiges herz zu dir bekehret, das steinerne herz aus meinem fleische weggenom⸗ men, und mir ein fleischern herz und einen neuen gewissen geist ge⸗ geben hast. Von mir selber habe ich zwar in sunden und schuld fallen koͤnnen, aber von mir selbst konnte konr kene 1 Amogen hne guen e und Ahimmliste Herheben; If Hanchg ch zrick Naber all Vektändeit Mig ein harder uszso wen hun, At und di du aber unsch beket Ahekehret hdurch d hhuser; set hin/ hüfte. / und Anucht: nn u sti Ahabe id hikehr Hsiht iu ummer WHhittef W haͤt oh D I Rht naht II e K. 3. 0 Danksagung fuͤr die Busse und Bekehrung 41 konnte ich zur busse nicht wieder auferstehen. Irren und des rech⸗ ten weges fehlen konnte ich wol durch mich selbst; aber durch niemanden, als durch dich, konn⸗ te ich wieder auf den rechten weg kommen. Gleichwie derjenige, so von mutterleibe an krumm und lahm gebohren wird, durch natůͤrliche kraͤfte und mittel nicht zurechte gebracht werden mag; sondern deine goͤttliche allmacht muß ihn aufrichten und rich⸗ tig wandeln machen; also war auch meine seele gleichsam krumm, zu allem boͤsen, und al⸗ lein zur liebe zeitlicher dinge ge⸗ neigt; sie konnte sich derowegen durch keine menschliche kraft noch vermoͤgen, sondern allein durch deine gnade wieder zu dei⸗ ner liebe und zum verlangen der ewigen himmlischen guͤter aufrich⸗ ten und erheben. Ich konnte mich wol mit mancherley sunden sehr schaͤndlich zurichten und verder⸗ benz du aber allein konntest mich wieder veraͤndern und erneuern. So wenig ein mohr seine haut, oder ein parder seine flecken wan⸗ deln kannz so wenig konnte ich auch gutes thun, weil ich des boͤsen gewohnet und der suͤnde ergeben war. Du aber, o mein GOtt! hast mich bekehret und siehe, ich bin bekehret worden. Nach⸗ dem ich durch dich bekehret ward/ that ich busse: und nachdem i gewitziget bin, schlage ich mi auf die huͤfte. Ich war in suͤn⸗ den todt, und du hast mich leben⸗ dig gemacht: so viel ein todter thun kann zu seiner auferweckung, so viel habe ich thun koͤnnen zu meiner bekehrung. Haͤttest du mich nicht zu dir gezogen; ich waͤre nimmermehr zu dir kom⸗ men. Haͤttest du mich nicht er⸗ wecket, so haͤtte ich mich nimmer⸗ mehr zu dir aufgerichtet. Haͤt⸗ test du mich nicht erleuchtet, ich haͤtte dich nie erkannt. Meine sůnden waren mir suͤsser denn ho⸗ nig und honigseim; daß sie mir aber nunmehr herbe und bitter sind, das habe ich dir zu dan⸗ ken, der du mir des geistes vor⸗ schmack verliehen hast, daß ich nun alles nach dem geiste rich⸗ ten kann. Die guten werke wa⸗ ren mir bitterer als galle und wermuht: daß sie mir aber nun⸗ mehr lieb und augenehm seyn, habe ich auch dir allein zu danken, der du den fleischlichen sinn von mir genommen, und mir deinen guten und gewissen geist mitge⸗ theilet hast. Ich gieng in der irre wie ein schaaf, und folgete mei⸗ nem wege in der ungerechtigkeit: du aber, als der gute und getreue hirte, hast mich gesuchet und zu der heerde der heiligen zurucke gebracht. Ach ich habe dich spaͤte kennen lernen, du wahrhaftiges ewiges licht! Denn es schwebete eine dicke finstre wolke der welt⸗ lichen eitelkeit vor meinen augen, die mich verhinderte, daß ich dich, o seliges licht! nicht sehen konnte. Ja spaͤt habe ich dich ken⸗ nen lernen: denn ich war blind/ und liebete die blindheit, wan⸗ delte auch in den werken der finsterniß nach der hoͤllischen fin⸗ sterniß hinzu. Du aber mein erleuchter und seligmacher hast mich gesuchet/ da ich dich nicht anrief: da ich von dir abgewen⸗ det war, hast du dich zu mir ge⸗ wandt und mich bekehret. Wie du in der schoͤpfung das licht aus der finsterniß hiessest hervor leuchten; also hast du die kraͤfti⸗ gen worte zu mir geredet: Es wer⸗ de licht, und ein heller schein in⸗ wendig in diesem herzen! und siehe, es ward hell und licht dar⸗ e 5 innen, +Danksagung daß GOtt so lange auf die Busse gewartet. innen/ und ich sahe dein licht, und erkannte meine blindheit. Fuͤr sol⸗ che unaussprechliche wolthat will test zich deinen namen preisen immer und ewiglich, amen. Danksagung daß Gott uf die Busse und Bekeh⸗ rung so Hat gewartet at 10 armherziger, gnaͤdi⸗ 46. B ger GoOtt und va⸗ ter, dir bin ich schuldig immer und ewiglich lob und dank zu sagen, daß du mit so grosser guͤte und langmuht auf meine bekeh⸗ rung warten wollen, und mich von dem wege der suͤnden zur ge⸗ meinschaft deines ewigen reiches gebracht hast. O wie groß ist deine geduld und langmuht, daß du mich, unangesehen ich es wol tausendmahl verdienet, den⸗ noch nicht gar von deinem an⸗ gesichte hast verstossen und zur hoͤlle stuͤrzen wollen! Dargegen, wie so unzaͤhlig viel leute hat doch der tod dahin gerissen, ehe sie wahre busse gethan haben! Wie viel suͤnder hat der teufel ver⸗ stocket, und ihnen die herzen ver⸗ härtet, daß sie keine vergebung der sunden vor ihrem ende erlanget haben: Von solchen leuten hat mich nicht meine eigene bessere natur, oder die werke meiner ge⸗ rechtigkeit, sondern allein deine langmuhtige gnade und güte un⸗ terschieden, und meiner mehr denn jener verschonet. Meine schuld ist nicht geringer, sondern deine gnade ist groͤsser und uͤberschweng⸗ licher uͤber mir gewesen. Dein mitleiden und erbarmen stritte gleichsam mit meinem jammer und elende. Ich fuhr fort mit bweigerte mich erharmen. Ich hielt mit meiner bekehrung zurucke, und du hiel⸗ est zuruͤcke mit deiner ganz ge⸗ rechten strafe. Ich gieng in der irre, und du riefest mir. Ich zu kommen, und du wartetest auf mich. Diese deine grosse guͤte, o geduldiger lieber vater! kann ich nimmer⸗ mehr gnugsam ruͤhmen und prei⸗ sen. Diese deine langmuht, o gü⸗ tiger GOtt! kann 10 durch keiner⸗ ley verdienst jemahls vergelten. Du hast mich behuͤtet fuͤr unzaͤh⸗ ligen suͤnden, darein ich mich we⸗ gen meines verderbten fleisches, durch reizung der boͤsen welt und verführung des leidigen sa⸗ tans, so wol als andere, haͤtte stürzen köͤnnen. Ja, du hast mich nicht allein fuͤr vielen sün⸗ den behuͤtet, daß ich nicht darein gefallen bin; sondern hast auch bey denenselben, darein ich lei⸗ der! gefallen bin, meine busse und bekehrung geduldig erwar⸗ tet. Deine guͤte und gnade ist weit groͤsser denn meine sünde und bosheit. Ich suͤndigte, und du thatest, als saͤhest du es nicht. Ich enthielt mich nicht von al⸗ lerley gottlosigkeit: du aber ent⸗ hieltest dich von den verdienten schlaͤgen und plagen. Ich blieb lange in meiner ungerechtigkeit, und du bliebest viel laͤnger in dei⸗ ner erbarmung. Was hatte ich damahls gutes gethan? Ganz nichts, sondern noch darzu sehr viel boͤses. Es war meine suͤnde und uͤbertretung nicht allein viel und mannigfaltig, sondern auch über macht groß und schwer, ja fast uͤber alle maassen abscheulich und erschrecklich. Darum habe ich es allein deiner gnade und guͤ⸗ te zu danken, daß du mit solcher langmuht und geduld auf meine sũndigen/ und du fuhrest fort mit bekehrung hast warten, und meine arme Hhen. heis/ Iallich el Iel lebel Helust Whsündlie W hilf/ Wan deirk Mhlide, u eures vo steudig V amen. Hert A slize hin meines Gebe un iass 8 Wl 0 unde In Vhsih, 4 E II Iigv 9 +J s as e I x I Vent i à sthdt Pih AIet in l I 4* arme seele aus so viel suͤnden⸗strik⸗ ken befreyen und los machen wol⸗ len. Dir/ und herrlichkeit, von nun an bis in ewigkeit, amen. Gebet um Befsferung des Lebens. 43 HErr! sey lob, ehre Gebet um Besserung des Lebens zu der heiligen Dreyeinigkeit. Gott! ich habe dit * zugesaget froͤmmer zu werden, hilf du mir es vollen⸗ den„ gib mir das wollen und das vollbringen. Gib mir deinen heiligen Geist, der mich meiner zusage taͤglich erinnere und zum gottseligen leben antreibe. Laß alle funden⸗lust alle uͤppige lie⸗ be und verkehrte gedanken, und alles was suͤndlich ist, in mir ster⸗ ben; und hilf, daß ich mich mein lebelang an deiner huld und gna⸗ de ergetze, mich an deiner liebe saͤttige mich an deiner treue halte/ mich nach deinem worte richte, durch deine gnade christlich lebe, geduldig leide, und auf des HErrn FEsu theures verdienst selig ster⸗ de, und freudig in den himmel eingehe amen. Ac HErr IEsu! äͤndere und veinige hinfuͤhro die hartsin⸗ zens mit deinem heiligen blute, daß es gebessert werde. Ruͤhre es mit der kraft des heiligen Geistes/ daß es hinfuͤhro lust gewinne, dir zu dienen, und dich nach dei⸗ nen geboten zu ehren. Hilf auch, o HErr JEsu! daß ich alles so viel immer moͤglich, verrichte, was du mir befohlen hast; und dich und deinen heiligen willen mehr liebe, als die ganze welt; und daß ich endlich zu der ge⸗ wuͤnschten ewigkeit gelange, wo ich in wahrer gerechtigkeit und heiligkeit dir ohne unterlaß diene, und endlich aus gnaden selig wer⸗ de, amen. O HErr Gott heiliger Geist! leite, regiere und fuͤhre mi auf ebener bahn; bewahre mi fuͤr allen suͤnden und lastern/ damit ich nicht auf das neue in Gottes ungnade und zorn falle, und mir also nicht zeitli⸗ ches und ewiges unheil auf leib und seele muhtwillig iuziehe, und mich an dem leibe und blute meines HErrn JEsu Christi nicht selber schuldig mache. Ach du heiliger guter Geist! erhalte mei⸗ nen gang auf deinen fußsteigen, daß meine tritte nicht gleiten, hilf mir aber zur ewigen selig⸗ nige art meines verderbten her⸗ keit/ amen. V. Gebete vor⸗ und nach dem heiligen Abendmahl. Gebet um die Gaben, welche zur wuͤrdigen Ge⸗ niessung des heiligen Abendmahls noͤhtig sind. Siehe, hier komme ich, augen/ du liebhaber 48. mein heiland! auf deine holdselige einladung. Laß mich gnade finden vor des lebens Denn wer bin ich, daß du mir so freundlich rufest? Waͤre ich deinen gleich heiliger als die engel, so waͤre 44 Gebet um wahre Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. waͤre ich doch darum dieser mahl⸗ zeit nicht wuͤrdig; wie sollte ich denn wuͤrdig seyn, nachdem i unreiner lippen„ ein greuel und schnoͤde bin: es sey denn, daß du mich wuͤrdig machest. Derowe⸗ gen komme mir zuvor mit deiner gnade, und bereite mich. Du hast ia gesaget: wer zu dir komme, den wollest du nicht hinaus stos⸗ sen; so nimm dich doch nun mei⸗ ner seelen an, nach deiner gros⸗ sen barmherzigkeit. Gedenke, mein JEsu! daß ich von mir selbst zwar viel boͤses, aber nichts gutes habe: und hilf mir um deiner guͤte willen. Siehe doch, wie arm und elend ich bin. Ge⸗ denke an deine treue, du hei⸗ land der welt, und erfuͤlle mein herz mit gnade. Wie gerne wollte ich mit brünstiger andacht und gebührender ehrerhietigkeit im voͤlligen glauhen erscheinen; aber wo ist das vollbringen, wenn ich es nicht von dir erlange? du anfaͤnger und vollender meines glaubens! Darum gib mir, was dir wolgefaͤllig ist. Nimm gnaͤ⸗ diglich von mir, was dir misfaͤl⸗ let; oder bedecke es zum wenig⸗ sten, ich bitte dich demuͤhtiglich, mit dem rocke deiner barmher⸗ zigkeit. Wol der seelen, die dir angenehm ist! Eroͤffne mir die augen, daß ich sehe die wunder an deiner einsetzung. Erwecke mein herz, und entledige mich von allen fremden gedanken. Staͤrke meinen glauben, mehre meine hoffnung entzünde meine be⸗ gierde, mache meine andacht bruͤn⸗ stig, reinige mich von aller un⸗ reinigkeit, und heilige mich durch und durch, auf daß ich in freu⸗ diger zuversicht hinzutrete, mit reinem munde und heiligem her⸗ ner amet Gebet um wahre Vor⸗ bereitung zum wuͤrdigen Ge⸗ nuß des heiligen Abend⸗ mahls. I. an die Cor. XI, 28. 29. Der mensch pruͤfe sich selbst, und also esse er von diesem brote, und trinke von diesem kelche. Denn welcher unwurdig isffet und trinket, der isset und trin⸗ ket ihm selber das gericht, da⸗ mit/ daß er nicht unterscheidet den leib des HErrn. Err Gott zebaoth, 49. du heiliger in Israel! ich weiß fast wol, und muß bekeu⸗ nen, daß ich nicht wehrt bin meinen mund aufzuthun, und das hochwuͤrdige saerament des leibes und blutes deines lieben sohnes JEsu Christi ju empfan⸗ gen; denn ich bin ein suͤndiger mensch, ein armer wurm und eine elende made, ein fliegendes blatt und dürrer halm, erde und asche, die wie ein wind dahin faͤhret und nicht wieder kommt; ja ich bin unreiner lippen„ in suͤnden empfangen und gebohren und freylich nicht wehrt des irdischen brotes; geschweige, daß ich sollte geschickt seyn, diese himmlische mahlzeit wuͤrdiglich zu geniessen. Ich glaͤube aber von herzen, und hoffe festiglich, du werdest als mein barmherziger vater, mich unwuͤrdigen mit deiner gna⸗ de wuͤrdig machen; denn du bist der GOtt, der allein vermag rein und heilig zu machen das, was von zen nehme, und mit herzlicher begierde esse und trinke zu mei⸗ unreinem saamen koͤmmet. Aus suͤndern kannst du gerechte he⸗ hei⸗ seelen leben, heil und segen. . We Wh, htli Hsllden. dl 5 Sh E Wigkeit! halleds Maletho! huchwelk srid Nle/ die u A shd/ „. Ich hin aue lter d Waingehef skeiner a Aich dein se wo Rusche einl Wgist! d Vber all⸗ Aaen duͤr sshünde m Hallichen! h hurst shliler se hraches H mich be h der u Ihh ents NHᷣEtrn Wohnung seise, luig bin Raung ul sätkn %d zun ep sern lei christi Alssas w Gebet vor dem heiligen Abendmahl. 45⁵ eilige menschen machen darum G3. 15 büte ich dich, erbarme dich mei⸗ Gebet vor dem heiligen ner nach deiner grossen barmher⸗ zigkeit! vergib mir meine misse⸗ that/ und reinige mich von allen meinen suͤnden. O HErr JEsu Christe! der du am stamme des ereuzes fuͤr meine und der gan⸗ zen welt suͤnde deinen allerhei⸗ ligsten leib gegeben, und dein theures rosinfarbenes blut vergos⸗ sen hast; ich komme zu dir auf deine würdigkeit, auf deine grosse liebe gegen alle bußfertige sunder, auf deine allerholdseligste verheis⸗ sung, durch welche du alle zu dir rufest, und sprichst: Kommet her zu mir alle, die ihr muͤhselig und beladen seyd, ich will euch er⸗ quicken. Ich habe es nicht ver⸗ dienet„ bin auch nicht wuͤrdig, daß du unter das dach meines herzens eingehest. Darum kom⸗ me ich in keiner andern zuversicht/ als weil ich deine suͤsse worte ge⸗ hoͤret habe, womit du mich zu diesem tische einladest. O GOtt heiliger geist! du maͤchtiger und reicher geber alles guten, komme mir armen duͤrftigen zu huͤlfe/ und entzünde mein herz mit ei⸗ nem herzlichen verlangen, hun⸗ ger und durst nach der ewigen speise meiner seelen. Erleuchte mein schwaches fleisch und blut/ daß ich mich bey dieser heiligen handlung der unnuͤtzen gedanken und sorgen entschlage, damit ich meinem HErrn Christo JEsu eine heilige wohnung bereite, und diese kostbare speise, nicht anders als ich schuldig bin, mit gebuͤhrlicher ehrerbietung und herzlicher an⸗ dacht zu staͤrkung meines glau⸗ bens, und zum troste meiner ar⸗ men seele empfangen moͤge, um des bittern leidens und sterbens JEsu Christi meines heilandes und erloͤsers willen, amen. Abendmahl. 0 Hei JEsu Christe! 5* ewiger sohn GOt⸗ tes! du hast in wahrer mensch⸗ heit für uns den tod erlitten, und uns von suͤnden und der ewigen verdammniß erloͤset: und da⸗ mit wir solcher deiner treu nim⸗ mermehr vergessen moͤgen, hast du in dem lezten abendmahl uns ein ewiges gedaͤchtniß des aufgerichteten neuen bundes ge⸗ stiftet, darinnen der suͤnde der glaͤubigen nun und in ewigkeit nicht mehr soll gedacht werden: indem du uns verordnet und ver⸗ schaffet hast deinen wahrhaftigen leib mit dem gesegneten brote zu essen, und dein heiliges blut mit dem gesegneten weine zu trinken; sammt angehefteter verheissung der vergebung unserer sünden,/wel⸗ che du uns hiemit versiegelst; und deren du unsere herzen hiedurch vergewisserst. Wir arme elende menschen kommen zu dir, dem brunnen aller gnaden und barm⸗ herzigkeit, und bitten dich, du wollest alle unsere suͤnden und flecken abwischen, und unsere seele reinigen und erquicken, auf daß wir mit wahrer reu und leid, in rechtem festen glauben, mit schul⸗ diger ehrerbietung und gebuͤhrli⸗ cher hochachtung, geschickt und wuͤrdig deinen allerheiligsten leib und blut zu unserer seligkeit em⸗ pfangen. Hilf, daß durch dieses geheimniß des neuen testamentes der glaube in uns gemehret, die hoffnung gestaͤrket, die liebe ent⸗ zundet, das schwache gewissen ge⸗ troͤstet, alle anfechtungen uͤber⸗ wunden, und wir in unserm her⸗ zen deiner goͤttlichen huld, und der ewigwaͤhrenden erloͤsung un⸗ serer seelen alleuthalben Eaed un 4⁰ Gebet im hinzugehen zu dem H. Abendmahl. und versiegelt werden, damit wir also die uͤberschwengliche gnade, welche in diesem sacramente ver⸗ borgen ist, empfinden. O guͤti⸗ ger HErr! gib uns erleuchtete au⸗ gen unsers verstandes, daß wir erkennen moͤgen, welches da sey der reichthum deines herrlichen abendmahls, in welchem du uns nebst deinem leibe und blute ver⸗ gebung der sünden, wahre gerech⸗ tigkeit, und alle himmlische guͤter ertheilest; auf daß wir oft mit herzlicher begierde und verlangen dis heilige saerament wuͤrdig em⸗ sch pfahen, deine suͤssigkeit schmecken, deine liebe empfinden, und durch dieselbe wiederum gegen dich ent⸗ zuͤndet werden. Nimm von uns weg, alles was dir misfaͤllet, und uns hindert oder von dir wendet, und gib uns/ was uns zu dir keh⸗ ret und foͤrdert, damit wir der fruͤchte des heilwaͤrtigen tisches theilhaftig, und unsere hungerige und durstige seelen allhier auf er⸗ den mit deinem allerheiligsten lei⸗ be und blute, zu ihrem sonderba⸗ ren troste und grosser freudigkeit gespeiset und getraͤnket werden, und wir auch in jenem leben das himmel⸗brot mit dir ewiglich es⸗ sen moͤgen, amen. Gebet im hinzugehen zum heiligen Abendmahl. 1 O Gott vater im him⸗ mel, erbarme dich üͤber mich! und sey mir gnaͤdig/ deinem kinde, welches anjetzo mit kindli⸗ cher furcht zu deinem heiligen al⸗ tar koͤmmet. Laß mich deiner himmlischen mahlfzeit geniessen, wie du sie mir bereitet hast, nem⸗ lich zu meiner seelen seligkeit. Ott sohn der welt hei⸗ land, erbarme dich uͤber mich! und laß mich jetzo bey deinem heiligen abendmahl einen dir angenehmen gast seyn. Gib mir was du ver⸗ heissen hast, und laß mich nehmen was mir von dir beschieden ist, lenes nach deiner wahrheit, und dieses zu meiner gerechtigkeit. O Gott heiliger geist, erbar⸗ me dich uͤber mich! und verleihe mir deine gnade, daß ich dieses heilige saerament wuͤrdig empfan⸗ ge/ damit meinen schwachen glau⸗ ben staͤrke, mein kaltes herz mit liebe entzünde, mein bloͤdes ge⸗ wissen troͤste meine hoffnung erfri⸗ sche, mein süͤndhaftes leben bes⸗ sere und darauf selig werde! O HeErr hilf, o HErr laß wol ge⸗ lingen! amen. ö O HErr YEsu Christe! dieweil du dein fleisch und blut fuͤr meine sunde an das ereuz gegeben: so bitte ich dich von herzen, verlei⸗ he mir deine gnade und kraft, daß ich das saerament deines leibes und blutes, als meinen himm⸗ lischen zehr⸗pfennig, mit recht⸗ schaffenem und starken glauben zu meiner seelen heil und seligkeit wuͤrdiglich geniessen moͤge, amen. Ach GOtt! sey mir armen suͤn⸗ der gnaͤdig. HErr IEsu! du sohn des hochgelobten GOttes, erbarme dich meiner. HErr JEsu! du lamm Gottes, das da traͤget die sünde der welt, erbarme dich meiner. HErr JEsu! laß mich dein abendmahl wuͤrdig und fruchtbar⸗ lich geniessen, amen. Seufzer bey dem Ge⸗ brauche des heiligen Abend⸗ mahls, und zwar bey Rei⸗ chung des gesegneten Brotes. ey mir willkommen 5 2. S du suͤsser HErr JEsu Christel 4 Holder hiehle. sram alteolel sichat 6 Aeshw: Attemtod I ur Y. 10 laß! hhhen. WEsu U 0 sitke un u glau Vahen. Mechu Alcten ! Vus nit dem Hcheiligste Winsaere Mgesegnet afiche ar Vttinken lich am hergeb laß mi Hehen. REIUE fatke u Hunn glau hen. —— W Mal Rm Le ti wied Stand ö D⁰ *0 C Usfarbe Dein di Hsirke m Mahore kene h Iul dtn I m Nuen ir Vfeunh s III Isr Bebet bey waͤhrender Communion. 4² Christe! mit der edlen speise deines allerheiligsten leibes, den du mir iezt im saeramente des altars mit dem gesegneten brote, auf un⸗ begreifliche art, jedoch wahrhaftig zu essen giebest, wie du ihn fuͤr mich in den bittern tod des ereuzes ge⸗ geben hast zur vergebung meiner sünde; das laß mir zum ewigen leben gedeyen. HErr JEsu Christe! dein heili⸗ ger leib staͤrke und bewahre mich im rechten glauben zum ewigen lehen, amen. Bey Reichung des gese⸗ gneten Kelches. Sen mir willkommen 53. Odu füsser HErr IEsu Christe! mit dem edlen tranke dei⸗ nes allerheiligsten blutes, das du mir jetzo im saeramente des altars mit dem gesegneten weine, auf unbegreifliche art, jedoch wahr⸗ haftig zu trinken giebest, wie du es fuͤr mich am ereuze vergossen hast, zur vergebung meiner sün⸗ den; das laß mir zum ewigen le⸗ ben gedeyen. HErr JEsu Christe! dein heili⸗ ges blut staͤrke und bewahre mich im rechten glauben zum ewigen leben, amen. Wenn man nach em⸗ pfangenem Leibe und Vlute Christi wieder in seinen Stand getreten. ein heiliger leib, JVEsu 54. D Christe! speise mich. Dein rosinfarbenes blut tranke mich. Dein bitteres leiden und sterben staͤrke mich. HErr JEsu Christe! erhoͤremich. Verbirge mich in deine heilige wunden/ laß mich von dir nimmer geschieden werden. Eerette mich vom boͤsen feinde, erhalte mich in wahrem glauben, aufdaß ich dich mit allen auserwaͤhlten ewiglich lobe und preise, amen. BeywaͤhrenderCommu⸗ nion, auch fuͤr diejenigen, so nicht zum heiligen Abend⸗ mahl gehen. Esihla, lieber himmli⸗ 5 5 scher vater! das opfer deines sohnes nicht weniger kraͤf⸗ tig/ soudern eben so guͤltig und so theuer vor deinen augen geach⸗ tet, als es an dem tage war, da der heilige leib gegeisselt und geereu⸗ ziget wurde, und da das theure blut aus seiner seite floß. So ist ja auch allhier in diesem saera⸗ mente derselbige leib und dassel⸗ bige blut gegenwaͤrtig, welches damahls das opfer fuͤr meine suͤnde worden ist. Darum bitte ich dich nun durch den tod deines sohnes. durch seinen heiligen leib und blut/ sey mir und allen armen suͤn⸗ dern gnaͤdig und barmherzig. Wir haben zwar, lieber HErr und GoOttldie wir hie beysammen sind, insgesammt schwerlich und vielfaͤl⸗ tig an dir gesuͤndiget, und fehlen noch alle tage mannigfaltig. Aber dein lieber sohn ist ja die voll⸗ kommene versoͤhnung worden fuͤr unsere und fuͤr der ganzen welt sünde. Er hat sich selbst dargege⸗ ben fuͤr uns zur gabe und opfer, dir, o GOtt! zu einem suͤssen ge⸗ ruch. Wir wissen auch im him⸗ mel und auf erden kein ander lose⸗ geld noch opfer zu finden als diesen deinen eingebohrnen sohn, welchen wir dir jetzo in wahrem glauben und kindlicher zuversicht vortragen. So wissen wir auch keinen andern mittler und fünce er 48 Danksagung nach dem heiligen Abendmahl. cher/ zwischen dich und uns zu stel⸗ len, als diesen einigen. HErr! dei⸗ nes sohnes heiliger leib, der an das holz des ereuzes fuͤr uns gehenket ist, wie auch das rosinfarbene blut, das aus seinen haͤnden und füͤssen und aus seiner eroͤffneten seite geflossen ist, bringen wir in herzlicher reu und ungefaͤrb⸗ tem glauben vor dich. Das voll⸗ kommene versoͤhn⸗opfer, das un⸗ chuldige unbefleckte lamm, das so willig fuͤr uus schlachten/ und der ganzen welt suͤnde auf sich werfen lassen, und getragen hat, wirst du, o HErr! nicht verach⸗ ten/ sondern sein ereuz, sein lei⸗ den und sterben fuͤr unserer vaͤter missethat, und fuͤr die von uns selbst begangene suͤnden zur gnug⸗ sam voͤlligen bezaͤhlung gnaͤdiglich annehmen. Das trauen wir von ganzem herzen, und sprechen in solchem glauben: HErr, laß uns nicht verderben! laß an uns ar⸗ men verlohrnen und verirreten schaafen seine theure wunden, seine bittere schmerzen, seine schreckliche augst, marter und pein, und das so mildiglich vergossene unschul⸗ dige heilige blut, den todes⸗kampf und blutigen schweiß, die thraͤ⸗ uen, und das angst⸗geschrey, den schmaͤhligen und schmerzlichen tod, nicht umsonst noch verlohren seyn. Ach das blut deines lieben sohnes, unsers heilandes IEsu Christi, wasche und mache uns rein von allen unsern süͤnden! Sein heiliger leib sey unsere staͤr⸗ kung und kraft, und das theure und hrilige blut sey ein trost und labsal unserer seelen in unserer letzten todes⸗stunde. Ja alles, was wir an leib und seele beduͤr⸗ fen, das bitten und begehren wir von dir durch den tod deines detigung des heiligen leibes, der hier im saeramente genosfen; und durch die vergiessung des theuren und allerheiligsten blu⸗ tes, so hier jetzund ausgetheilet und getrunken wird. Du weißt, HErr! all unser anliegen, und in was fuͤr noht und gefahr wir stecken; was uns mangelt und noht thut, ist dir unverborgen. So erhoͤre uns doch in dieser stun⸗ de/ und verweigere uns nicht, was wir so flehendlich durch den tod deines sohnes und durch seinen gecreuzigten leib und vergossenes blut von dir bitten. Hilf auch, o HErr! durch denselben tod, und durch diesen leib und blut, allen elenden, armen, betruͤbten, trau⸗ rigen, verlassenen und trostlosen, auch den irrenden und verfuhrten ehristen, und allen denen, fuͤr die wir bey dir bitten muͤssen. Laß ih⸗ nen deines sohnes tod und leiden in allen ihren noͤhten zu statten kommen/ und hilf endlich uns al⸗ len zu deinem ewigen und unver⸗ gaͤnglichen reiche, amen Danksagung nach Ge⸗ niessung des heiligen Abendmahls. Psalm CXI, I. 2. 3. 4. C. Ich danke dem HErrn von gan⸗ zem herzen, im raht der from⸗ men und in der gemeine. Groß sind die werke des HErrn, wer ihr achtet, der hat eitel lust daran. Was er ordnet, das ist sohnes, welchen wir hie verkuͤn⸗ digen; und durch die marter und loͤblich und herrlich, und seine gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein gedaͤchtniß gestiftet seiner wunder, der gnaͤdige und barmherzige HErr. Er giebt speise denen, so ihn fuͤrchten; er bund. ewiglich an seinen und. ö Barm h guten Huldteg Iualtt solder Mubeote Vtunke hes ged und Wch elth haft Afinder llit. L Rests ho fatke sche geg Hith der she/ ihm von hinderü tage Ahme/ t ults leb. einet ohlich 1 N II ö WShem D Wi 6 Ae ah 44 Wanh Ousan ichtth I 74 I Tisch Di Wler / bittg, h ch + t Deh Petthn lh Vhh R e 2— Wbrn 10⁰⁷ II te Danksagung nach dem heiligen Abendmahl. 40 armherziger, ewiger 56. B GOtt! lob, ehre und preis sey deiner goͤttlichen maje⸗ at, für die uͤberschwengliche gnade und guͤte, daß du mich aber⸗ mahl mit dem wahren leibe und blute deines geliebten sohnes JEsu Christi gespeiset und ge⸗ traͤnket hast; wodurch ich mit dir nun ganz und gar wieder versoͤh⸗ net und zu frieden gestellet bin. Ich bitte dich von grunde meines herzens, verleihe mir deinen hei⸗ ligen und guten geist, der mich erleuchte und regiere, daß ich die⸗ ser grossen wolthat nimmermehr bergesse; sondern daß, so oft ich von diesem brot esse/ und von die⸗ sem kelche trinke, ich an den tod deines sohnes gedenke, denselben verkuͤndige, und erzaͤhle, was du mir dadurch erworben und zuwe⸗ ge gebracht hast, nemlich verge⸗ bung der suͤnden, ewiges leben und seligkeit. Laß mir/ o treuer Gott! dieses hochwuͤrdige saera⸗ ment eine starke anreizung seyn zu der liebe gegen meinen naͤch⸗ sten, daß ich denselben als mich selbst liebe, ihm seine gebrechen und fehler von herzen vergebe; damit ich in der uͤbung der gottse⸗ lihkeit von tage zu tage wachse und zunehme, und nach vollen⸗ dung meines lebens das liebliche wesen zu deiner rechten immer ame ewiglich geniessen moͤge, amen. Noch eine Danksagung nach dem heiligen Abend⸗ mahle. Nun wird mein GOtt 57.⁷ und vater mein ver⸗ schonen. Nun wird JEsus Chri⸗ siuus in und bey mir wohnen. ue in u ir wohnen. Nun hilft mir der heilige Geist zu der 5nnn Denn ich habe den ERR gesehen, sein heiliges abendmahl empfangen, und mei⸗ ne seele ist genesen, amen. Zu Gott dem vater. llmaͤchtiger Gott, himmli⸗ A scher vater! ich sage dir herz⸗ lich lob und dank, daß du mir armen suͤnder nicht allein aus gnaden, um deines geliebten soh⸗ nes JEsu Christi willen, alle mei⸗ ne suͤnde verziehen, sondern mir auch darauf seinen leib und blut im heiligen abendmahl zum pfan⸗ de gegeben 100 Wie haͤttest du mich besser troͤsten koͤnnen? Wie haͤttest du mich mehr deiner gnade versichern, und der verheissung des ewigen lebens vergewissern koͤnnen? Ach! verleihe mir deine gnade, daß ich dieses nimmermehr aus meinem herzen lasse, sondern alle augenblicke bedenke, daß ich in Christo gnade, vergebung der sünden, leben und seligkeit habe. Gib, daß es meinen schwachen glauben staͤrke, mein bloͤdes ge⸗ wissen troͤste, mein gemuͤht er⸗ quicke, und zu allen guten in mir kraft schaffe. Du wollest dir auch meinen leib und seele allezeit be⸗ fohlen seyn lassen; und so es zu deinem lobe und meiner seelen heil gereichet, mich auch an dem leibe wie an der seele gesund erhal⸗ ten; wo aber nicht/ mir doch be⸗ staͤndigen glauben, christliche ge⸗ duld und hoffnung, bis ans ende geben/ auf daß ich nach deiner ver⸗ heissung durch JEsum Christum, dessen leib und blut ich darauf em⸗ pfangen habe, die freude des ewi⸗ gen lebens einnehmen und besitzen moͤge, amen. Zu JEsu Christo. Oene JEsu Christe, du treuer Immanuel! dir sey lob und ehre, daß du mich wuͤrdig geschaͤtzet hast, zu deinem heiligen d abend⸗ 50 Danksagung nach dem heiligen Abendmahl abendmahl zu kommen, und mir ist mir armen menschen anietzo darinnen nicht nur brot und wein, wiederfahren! wie wol hast du sondern auch deinen wahren leib mich geweidet; wie reichlich hast und dein wahres blut zum unter⸗ du mich gespeiset, und wie gnaͤ⸗ pfande des ewigen lebens gege⸗ diglich haͤst du mich getraͤnket! ben hast. Ich bitte dich von grun⸗Wie hatte ich doch immermehr de meines herzeus, laß an mir dazu kommen koͤnnen, wenn du armen süͤnder auch in gnaden er⸗ mich nicht dahin berufen haͤttest? fuͤllet werden, was du gesaget Wie haͤtte ich daran glauben koͤn⸗ hast: Wer mein fleisch isset, und nen, wenn du mir nicht davon ge⸗ trinket mein blut, der bleibet in prediget haͤttest? Wie haͤtte ich mir, und ich in ihm. Ach HErr! IEsum Christum einen HErrn in dir bin ich gerecht, heilig, uennen koͤnnen, wenn du mich fromm, ein kind und erbe des nicht erleuchtet haͤttest? Und wie ewigen lebens; aber auser dir ist haͤtte ich sein heiliges abendmahl keine verheissung, keine guade, würdiglich empfangen koͤnnen, keine vergebung der suͤnden, keine wenn du mich nicht darzu bereitet gerechtigkeit, kein leben, keine se⸗ ligkeit. Darum halte ich mich an dich/ ich senke mich ganz in dich, ich lege tast in deine eroͤff⸗ nete seite, und lasse dich nicht, du segnest mich denn ewiglich. Ich bin zwar fuͤr mich selbst nacket und bloß, mangele des ruhms, den ich vor GOLT haben sollte; aber mit wahrem glauben kleide ich mich in deine kleider des heils, und ziehe an den rock der gerech⸗ tigkeit„ und komme damit zu dei⸗ nem vater, nicht zweifelnd, er werde mich auch fuͤr sein kind und erbe aus gnaden auf⸗ und anneh⸗ men: und wie sollte mir es feh⸗ len? denn du, HErr Christ! woh⸗ nest in mir und ich in dir: der va⸗ ter hat dich lieb, und hat dir alles in deine haͤnde gegeben; und wer an dich glaͤubet/ der hat das ewige leben. Verleihe mir nun auch dei⸗ ne gnadenreiche einwohnung, in dem glauben bestaͤndigkeit, und in der hoffnung freudigkeit, so werde ich gewiß auch die ewige seligkeit in und bey dir finden, amen! HErr IEsu, amen. Zu GOYtt dem heiligen Geiste. O heiliger Geist, HErr GOtt! welch eine grosse gnaͤde haͤttest? Ach du edler troͤster! ich danke dir von grunde meines her⸗ zens, daß du nach dem willen des vaters, und nach der verheissung meines heilaͤndes Christi mich lehrest, troͤstest, bereitest, und in alle wahrheit fuͤhrest. Ich bitte auch ferner demuͤhtiglich; komm heiliger Geist, HErre GOTT! komm jeꝛt und allezeit zu mir, und erfuͤlle mit deiner gnade mein herz/mein gemuͤhte, meine sinnen, und alle meine gedanken. Erhal⸗ te das licht des glaubens in mei⸗ nem verstande, entzuͤnde bruͤnsii⸗ ge liebe in meinem herzen, erwek⸗ ke friede und versohnlichkeit in lanrgen, ohren, zucht in meinen augen, psalmen und lob⸗gesaͤnge auf meiner zunge, das gebet in meinem munde, heiligen beruf unter meinen haͤnden, und den weg des HErrn unter meinen fuͤs⸗ sen. Verlaß mich auch in der ge⸗ genwaͤrtigen noht und truͤbseligen zeit nicht mit deinem troste: denn ich bin dessen hoch benoͤhtiget. Hilf durch deine kraft meiner schwachheit auf, denn ich bin de⸗ ren sehr beduͤrftig; und stehe mir mit deiner gnade bis an das ende bey, als welches die letzte, 5 un geh. Fae schal Wend uld Walcben Whdntek fische htelich K uudit d — Im Ianchtu. much desl Rahls ez G. I/l „II deitk 0/ und e ssche zu Rlen zuh Kicht inn shet, wiet Iahg richte Ahhigen. Men heiz se und tt. W., Laß 1 AMhutch den % ͤdurch ind dürs lich ffͤt heuchele Wuht hest Mitdeinl yumiit ofen tnge net Aleugne, l/ dein und dir Hib mir nenenff Ie, die we Akindig Ind was 13 i al Il IR I2RI II 8 lach t A shh % Vl e ii 5 II h II Gebet um Erhaltung der erlaͤngten Gnade. 51 und groͤsseste noht ist. Darum hilf, daß ich schande und tod nicht fuͤrchte, sondern allezeit bestaͤn⸗ dig bleibe, und die truͤbsal mich nicht abtreiben lasse. O HErr! bereite mich durch deine kraft, und staͤrke des fleisches bloͤdigkeit, daß ich hie ritterlich ringe, durch tod und leben zu dir dringe, amen. Gebet um Erhaltung und Vermehrung der durch den Gebrauch des heiligen Abend⸗ mahls erlaͤngten Gnade. un/ mein heiland! in 58. N deiner kraft will ich hingehen, und was noch uͤbrig ist im fleische zu leben, nach dei— nem willen zubringen. Weil es aber nicht in eines menschen kraft stehet, wie er wandele und seinen gang richte; so gib du mir das vollbringen. Regiere mich durch deinen heiligen Geist, laß deine gůte und treue mich allwege behuͤten. Laß mich empfinden, daß du durch den glauben in mir wohnest, durch die liebe in mir lebest, und durch die hoffnung mich taͤglich staͤrkest. Gib, daß ich ohne heucheley in sanftmuht und demuht bestaͤndig einher ge⸗ he/ damit dein leben je laͤnger je mehr an mir offenbahr werde. Gib mir alle tage neue kraft, daß ich mich verleugne, die welt ver⸗ schmaͤhe, dein ereuz auf mich nehme, und dir bestaͤndig nach⸗ folge. Gib mir muht und staͤrke, daß ich meinen feinden getrost wi⸗ derstrehe, die werke des teufels in mir hestandig toͤdte, auch die welt, und was in der welt ist, als terlich ringe, und durch augen⸗lust, fleisches ⸗lust und hof⸗ faͤrtiges wesen, großmuͤhtig un⸗ tertrete. Laß meine seele an allen geistlichen und uͤbernatuͤrlichen kraͤften zunehmen. Laß mich wachsen an den fruͤchten des gei⸗ stes, laß mich wachsen an der gnaͤde und erkenntniß, laß mich wachsen in dem glauben und in der liebe, laß mich wachsen in einem unbefleckten leibe, laß mich wachsen in allen stuͤcken an dir, meinem haupte, bis ich endlich ge⸗ lange an das maaß deines voll⸗ kommenen alters. Laß mich fruchtbar seyn in allen guten wer⸗ ken, und gib gnade, daß ich im glauben bringe tugend, und in der tugend bescheidenheit, in der be⸗ scheidenheit maͤssigkeit, in der mäs⸗ sigkeit geduld, in der geduld gott⸗ seligkeit, in der gottseligkeit bruͤ⸗ derliche liebe, und in der bruͤder⸗ lichen liebe gemeine liebe. In summa, vollfuͤhre das gute werk, welches du in mir angefangen hast; bleibe in mir, und laß mich in dir bleiben, mein heil! denn wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach himmel und erden, wenn mir gleich leib und seele verschmachtet, so bist du doch, o Gott! meines herzens trost und mein theil. Laß mich in deiner liebe und erkenntniß zunehmen, daß ich im glauben bleibe, und dir im geiste so diene, daß ich hie rit⸗ den tod zu dir in das leben dringe, wo freude die fuͤlle, und liebliches we⸗ sen zu deiner rechten ewiglich ist. Da ich denn mit allen auserwaͤhl⸗ ten vor deinem throne stehen und singen werde: Lob, preis und dank, und weisbeit, und kraft und staͤrcke sey unserm GOtt von ewigkeit zu ewigkeit, amen. d 2 V. Ge⸗ 52 Gebet um den heiligen Gest und seine Gaben. V. Gebete um Zuwendung alles guten und um Abwendu Gebet um den heiligen Geist und seine Gaben. ch heiliger, himmli⸗ 59. A scher lieber vater! ich klage und bekenne dir, daß ich von natur ungeistlich, unheilig, ungoͤttlich bin, und mich mehr mein fleisch und blut und des boͤsen geistes trieb, als deinen heil'gen geist habe fuͤhren lassen. Ach vergib mir die suͤnde, und erbarme dich meiner: Wende von mir die schwere strafe, die du allen denen draͤuest, so deinem heiligen geiste widerstreben; denn die den geist Christi nicht haben, die sind nicht sein; ind nur diese sind Got⸗ tes kinder, die der geist GOttes treibet. Darum gib mir deinen heiligen geist, nach der verheis⸗ sung deines lieben sohues, da er spricht: Weil ihr, die ihr boͤse seyd, euren kindern gute gaben geben koͤnnet, wie vielmehr wird der himmlische vater den heili⸗ gen geist geben allen, die ihn darum bitten. Laß denselben deinen werthen heiligen geist meinen leib, geist und seele heili⸗ gen zum gebere, und den tempel meines herzens reinigen von al⸗ ler unsauberkeit, und darinnen anzůnden das feuer der goͤttlichen liebe und bruͤustigen andacht; das licht deines goͤttlichen erkenntni⸗ ses, das boͤse zu meiden; die gna⸗ ng alles boͤsen. goͤttlichen staͤrke, den teufel, die welt, und alle menschen⸗furcht zu überwinden. Gib mir den geist der wahrheit/ der mich lehre; den geist des trostes, der mich erquik⸗ ke; den geist der freudigkeit, der mich erfreue; den geist der wie⸗ dergebuhrt, der mich erneure; das siegel GOttes, durch welches ich bekraͤftiget werde im glauben; das pfand des ewigen erbes, welches meine hoffnung staͤrke. Schreibe durch deinen goͤttlichen finger dein gesetz in die tafel mei⸗ nes herzens, deinen willen in liebe und leid zu vollbringen. Gib mir den geist der kindschaft GOttes, der in meinem herzen zeuge, daß ich GOttes kind sey. Geuß aus deine liebe in mein herz durch dei⸗ nen heiligen geist; zünde durch denselben in mir an eine heilige begierde und verlangen nach himmlischen dingen und nach dem ewigen leben. O Gott heiliger geist! der du die ruchlosen fleuchst fuͤr und für, aber dich in die heilige seelen giebest, und ma⸗ chest propheten und Gottes freun⸗ de; mache mein herz zu einem le⸗ bendigen opfer, das im feuer dei⸗ ner liebe brenne, und dadurch ganz erfuͤllet werde, so daß alle meine fleischliche begierden durch dis heilige feuer voͤllig getilget werden. Komm in mein herz du goͤttliches licht, du goͤttliches de des verstandes, meines berufes treulich zu warten; die himmli⸗ sche goͤttliche weisheit, das hoͤch⸗ feuer, du goͤttliche liebe, du himmlischer trost, du süsser gast meiner seelen, du goͤttliche zierde, ste gut zu lieben; die heiligkeit du göttliche kraft. Treibe von mir der furcht Ottes, dir wol zu alles was fleischlich ist, und gib gefallen; die herzhaftigkeit der mir dagegen was goͤttlich ist. Ma⸗ kraft SOttes, mein creuz gedul⸗ che mich zur wohnung und zum dig zu tragen; die tapferkeit der heiligthum GOttes. Du himm⸗ lisch gbet — Alle, IanChris Aib. Wsltdeshe Achtud sshe sb Ihteund shesttle, d sit denn Hfsternt hte setle Mseldust duetha du leht ü ergy Ugiebst kr Mleib unt Illeibeste Assele: z Mir/ und Hund etvig L Ieh kecht Enab Unntniß! 9 leh welchet uoch wech Austernißi vollkomn Wommen Vhlaube nid öu wolle Aist red deines üthein hei Merhalten, Iahren; Alst erkennt aualler geiß ndauf Hrn, wuͤr gfallen, Ile gute Wit derselt Ulitket w h dei +% * 0 — 2 0 Vc Det INn 1 7 23 u eh Vether II 0 ö V Vhth . yustt t I +27 All Ve Räi I ½ 0 Ichh 7 10 0, n 460. H Gebet um den rechten seligmachenden Glauben. 33 lisches taͤublein, der du uͤber mei⸗ nem HErrn Christo in seiner taufe eruhet hast: gib mir heilige kind⸗ liche einfalt des herzens,daß mich, was sehlecht und recht ist, behuͤte. Du goͤttliche salbung und 9.5 den ⸗oͤl, lehre und troͤste mich. O eine selige seele, die dich zum ein⸗ wohner hat! denn du erleuchtest der seelen finsterniß, du heilest die verwundete seele, du troͤstest die traurige seele,du staͤrkest die schwa⸗ che seele, du erhaͤltest die strauch⸗ lende seele, du lehrest die demuͤhti⸗ ge seele, du erguickest die muͤde 90 du giebst kraft den sterben⸗ en/ wenn leib und seele sich schei⸗ den; du bleibest ewiglich bey der glaͤubigen seele: zeige dieses alles auch an mir, und bleibe auch bey mir nun und ewiglich, amen. Um den rechten seligma⸗ chenden Glauben und Er⸗ kenntniß Christi. ERR, allmäͤchtiger Gott ein vater des lichts, bey welchem keine veraͤn⸗ derung noch wechsel des lichtes und der finsterniß ist, von dem alle gute und vollkommene gaben zu uns herab kommen: ich bitte dich, weil der glaube nicht jedermannes ding ist, du wollest durch deinen heiligen geist rechtschaffene er⸗ kenntniß deines sohnes JIESu Christi in mein herz pflanzen und darinnen erhalten, auch von tage zu tage mehren; daß ich erfuͤllet werde mit erkenntniß deines wil⸗ lens/ in aller geistlichen weisheit und verstand; auf daß ich dir, mei⸗ nem HErrn, würdiglich wandele zu allem gefallen, und fruchtbar sey in allen guten werken, und wachse in derselben erkenntniß/ und gestaͤrket werde mit aller kraft nach deiner herrlichen macht, in aller geduld und lang⸗ muͤhtigkeit mit freuden. Gib mir kraft, nach dem reichthum deiner herrlichkeit, stark zu werden an dem inwendigen menschen, daß Christus durch den glauben in meinem herzen wohne. Olieber Gott! dieweil niemand deinen sohn kennet, denn nur der vater/ und niemand kennet dich vater, denn nur derselbige dein sohn, und wem es der sohn offenbah⸗ ren will; so bitte ich dich, ziehe du mich zu ihm, und er fuͤhre mich zu dir. Gib mir erkenntniß dei⸗ nes heils, die da ist in vergebung der suͤnden. Komme meinem schwachen glauben zu +25 auf daß er zunehme, und ich in dir eingewurzelt und erbauet, darzu fest und unbeweglich sey. O from⸗ mer GOtt! der du das fuͤnklein des glaubens in mir angezündet, und das gute werk in mir ange⸗ fangen hast; ich schreye zu dir, du wollest es auch vollfuͤhren bis an das ende, daß ich je mehr und mehr reich werde in allerley er⸗ kenntniß und erfahrung; auf daß ich lauter und unanstoͤssig sey/ bis auf den tag Christi, erfüllet mit fruͤchten der gerechtigkeit, die zu deiner ehre geschehen. Erhalte was du in mir gewirket hast auf daß mein glaube im ereuz und anfechtung nicht abnehme. Ma⸗ che mich bestaͤndig in wahrer christlicher bekenntniß des glau⸗ bens, damit ich das vorgesetzte ziel der seligkeit erreiche. Behute mich, mein GOtt! daß ich unter so viel irrthuͤmern und spaltungen dieser welt nicht verfuͤhret werde. Andraey mich fuͤr aberglauben, und allem falschen gottesdienste, daß ich in keinem articul des heiligen glaubens irre oder zwei⸗ fele. Darzu gib auch gnade, daß derselbe mein glaube nicht todt, d 3 werklos 5⁴ Gebet um die Wiedergebuhrt. werklos oder unkraͤftig, sondern thaͤtig und geschaͤftig sey, der durch die liebe ausbreche/ auf daß ich das ende des glaubens, nemlich st der seelen seligkeit, ge, amen. Gebet um die Wieder⸗ Wnder enter k iebster vater, hei⸗ 6 1I A liger GOtt! dir sey demuͤhtigst dank gesagt, daß du nicht nur so willig bist, uns von natur verdammten zorn⸗kindern die macht zu geben, in kraft des verdienstes deines sohnes deine kinder zu werden; sondern uns alle bereits in der heiligen taufe wiedergebohren hast. Ach! daß wir aber solches edle gut noch alle bey und an uns haͤtten, und wir nicht besorgen muͤßten, daß derer viele waͤren, die aus dem gnaͤden ⸗stande der wieder⸗ gebuhrt gefallen sind, und dir nicht mehr in dem neuen wesen des geistes dienen. Gelobet aber sey deine grosse barmherzigkeit, daß du allen solche gnade wieder anbietest. Ach! so rufe denn dieje⸗ nigen zur busse, welche deine gna⸗ de bisher von sich gestossen haben, und lasse sie aufs neue wiederge⸗ bohren werden, bis daß Christus eine gestalt in ihnen gewinne. Wo du aber noch den unbergaͤng⸗ lichen saamen deines geistes in ults hast, so erhalte ihn ferner. Nimm boͤllig von uns hinweg/was noch von dem steinernen herzen bey uns übrig ist, daß unsere her⸗ zen ganz fleischern, und geneigt zu deinen geboten werden. Schrei⸗ davon hrin⸗ be dein gesetz mit lebendigen buch⸗ staben deines geistes in unsere seelen, und mache uns demselben gleich gesinnet. Damit auch dein himmlisches licht alle finsterniß aus unserm verstande vertreibe, die begierde des guten alle boͤse nei⸗ gungen in dem willen uͤberwinde, und den alten Adam in uns tilge; olaß uns in taͤglicher erneuerung einhergehen und zunehmen, bis alles an uns neu werde, und wir durch jene wiedergebuhrt in die beilige stadt des neuen Jerusa⸗ lems wohin nichts des alten ein⸗ gelassen wird, eingehen, und dir und dem lamme das neue lied singen, das ewig nie veraltet, amen. Gebet um die Recht sertigung. 62 H 5Oir, u gerechter SOtt, lieber vater! wie koͤnnen wir deine guͤte und barmherzigkeit gnugsam preisen, daß/ da wir die wahre anerschaf⸗ fene gerechtigkeit, in der wir sonst vor dir haͤtten bestehen sollen, selbst verlohren haben; du dich unserer doch erbarmet, und von deinem rechte gegen uns gleich⸗ sam nachgelassen; hingegen diese gnaden⸗ordnung gemachet hast, daß du uns aus lauter guͤte, ohne unsere werke und verdienst/ durch den glauben rechtfertigen, uns die sunde vergeben, und die gerechtigkeit deines lieben soh⸗ nes vor deinem gerichte zurech⸗ nen und schenken wollest. Ach grosse weisheit, daß du uns ei⸗ ne solche gerechtigkeit schenkest, die keine menschliche vernunft haͤtte erfinden koͤnnen! Ach un⸗ ermaͤßliche guͤte, daß du uns ei⸗ ne solche theure gabe der gerech⸗ tigkeit selbst anbietest, deinen ohn dazu gemacht, und uns den⸗ selben geschenket hast, auch noch ferner in uns, was darzu noͤhti ist wirken willt!O welch ein gewis⸗ ser trost, indem wir unseres heils versichert sind! Vergib 220 ö ich 10 E IWirbl adesede Wubik n hel V Ahale Hlen del⸗l; inssch behig: cht sos Aaalwit! Wssedeine! Mlchte, Vlhte del aetken, danks uz 1%Hwomihz Mhehen. Klches l auch de / die u IWfruster „Oih daß solchs 4 Rdeinen g Httutta Awilligerl icket, nocz IWttost ge hreih duz deines 1 Rluchtabe Nf wir wꝛ Ach aus thnnen, gung se Iuld allen %/ nd vi ste sunde! „Litke al Iun seeler ist di ssung, o Hsehen n nserem hurch d uken seyr Ahtenderg Rum E 14 — D E n Tilthe Nn Aan Wicn 14 I Im alht ——— I Die Si l H h c I e DM e RI /N i . % 13˙⁰j⁰ D st Gebet um den geistlichen Frieden. 35 dislich/ daß wir bisher so undank⸗ bar gegen diese deine gnaͤde gewe⸗ sen sind, da wir uns theils nicht be⸗ muͤhet haben, dieses geheimniß, daran uns doch alles lieget, recht⸗ schaffen zu lernen; theils wol gar solche gnaden-lehre zum muht⸗ willen und zur sicherheit misbrau⸗ chet, zum wenuigsten deiner gna⸗ de uns nicht so sorgfaͤltig bedie⸗ net haben als wir sollten. Erhal⸗ te doch diese deine reine evangeli⸗ sche trost⸗lehre, und gib, daß die trostlose lehre der rechtfertigung aus den werken, uns dieselbe um unsers undanks willen nicht ent⸗ reisse als womit die feinde der gnade umgehen. Ja laß vielmehr das licht solches deines gnaden⸗ eyangelii auch denjenigen helle aufgehen, die noch jezt in irr⸗ thum und finsterniß des zweifels ecken. Gib deinen predigern weisheit, solche lehre der recht⸗ fertigung deinen gemeinden alle⸗ zeit also vorzutragen, daß weder der muhtwilligen suͤnder sicher⸗ heit gestaͤrket, noch auch der from⸗ men seelen trost geschwaͤchet wer⸗ de. Schreib du aber selbst die wahrheit deines wortes mit le⸗ bendigen buchstaben in unser aller herzen, daß wir wahrhaftig, und vornemlich aus eigener erfah⸗ rung, erkennen, was die wahre rechtfertigung sey. Wirke und staͤrke in uns allen wahre busse und glauben, und vergib uns also ss alle unsere sünde vor deinem ge⸗ richte. Wirke aber auch ferner in unsern seelen durch deinen heiligen geist die gerechtigkeit der heiligung, ohne welche dich niemand sehen wird: daß man auch an unserem leben erkenne, wie wir durch deine gnade ge⸗ recht worden seyn: ja erfuͤlle uns mit fruͤchten der gerechtigkeit, die durch JEsum Christum in uns geschehen, zu deiner ehre und lo⸗ be, bis wir in kraft der gerechtig⸗ keit deines sohnes in jene ewigkeit eingehen, und daselbst in vollkom⸗ menster gerechtigkeit, nach able⸗ gung aller flecken, bey dir pran⸗ gen, und in deiner anschauung dir, gerechter GOtt! ahnlich werden. Ach lieber vater! erfuͤl⸗ le alles dieses in uns allen um der erworbenen gerechtigkeit JEsu Christi willen, amen. Gebet um den geistli⸗ chen Frieden. 6 Gerecdter barmherziger 3* vater du GOtt des friedens! wir sagen dir herzlich dank, daß, da wir von dir lei⸗ der! durch die suͤnde abgewichen und deine feinde worden sind, da⸗ her du auch wol ursach gehabt hattest, uns ewig als deine feinde zu strafen und von dir zu stossen/ du dich dennoch unser erhar⸗ met, und durch deinen sohn uns, deine feinde, dir hast versoͤh⸗ nen lassen; auch uns stets auf das freundlichste durch das amt der versoͤhnung zu deiner voͤlligen freundschaft und zu deren genuß einladest, und bereit bist deinen frieden in unsere herzen zu geben. Vergib uns gnaͤdiglich unsern schaͤndlichen undank, da wir uns doft aufs neue wiederum gegen dich feindselig bezeiget,deinen zorn mit muhtwilligen sůͤnden gereizet/ und also den frieden gebrochen ha⸗ ben. Aber gelobet sey deine barm⸗ herzigkeit, daß du dennoch auf deiner seite den frieden und des⸗ sen bund nicht gaͤnzlich aufgeho⸗ ben hast, sondern uns noch immer wieder darzu gelangen laͤssest. Ach⸗ laß denn die kraft deiner stimme, die uns rufet uns mit dir versoh⸗ nen d4 56 Um die Gnade GoOttes ein heiliges Leben zu fuͤhren. nen zu lassen, also in unsere seelen eindringen, daß wir den heiligen entschluß fassen, nimmermehr etwas feindliches wider dich zussch begehen. Wirke also deinen frieden in unsern seelen, daß wir darinnen mit freudigem ver⸗ trauen, deiner gegen uns tragen⸗st den liebe und treue versichert, und dadurch unser gewissen zu einer heiligen ruhe gebracht werde, sich allezeit gegen dich des besten zu versehen. Befriedige aber auch unsere seelen in dir, daß wir, we⸗ gen der versicherung deiner gnade, mit allem zufrieden seyn, und in dir, es mag auch aͤuserlich um uns stehen, wie es will ruhen lernen. Lehre uns auf unser herz achtung geben/uns fuͤr allem zů hůten, was einiger maaßen unsern frieden stoͤhren wollte; sonderlich daß wir alle süͤnden meiden, die das gewis⸗ sen verletzen, und deinen frieden s. aufheben: hingegen lehre uns un⸗ sern frieden mit einem heiligen wandel befestigen. Stelle uns stets vor augen, wie guͤtig du ge⸗ gen uns gesinnet seyst, und wie wir in dir alles, und daher uͤber⸗ fluͤssig genug haben: auch wie dein wille zu allen zeiten der beste und besser als der unsrige sey, damit wir diesen recht verleugnen ler⸗ nen, der uns sonst in unruhe setzen wuͤrde. Laß uns die geistliche guͤ⸗ ter uͤber alles halten, und nim⸗ mermehr die herzen au einige ir⸗ dische dinge haͤngen, wodurch wir uns in unruhe setzen. Laß uns fuͤr aller vermessenheit und vorwitz, auch fuͤr unnoͤhtigen geschaͤften und gesellschaften, uns sorgfaͤltig huͤten, auf daß wir uns nicht selber deines friedens verlustig machen. anfemh laß uns streben nach der anftmuht, demuht und geduld, zu bewahrung deines friedens. Wende ferner alle hindernisse die⸗ 78— N Hiewe, ser deiner theuren gabe von uns 10 slilis ab: stille sonderlich in dem leiden 197 die augehende unruhe bald, und unt haffe vielmehr dadurch eine 105 friedsame frucht der gerechtigkeit, Igige! wenn du uns nach deinem willen hichn wirst geuͤbet haben. Lehre uns alle l orgen wegen des kuͤnftigen, und de was dieses leben angehet, schlech⸗ N geis terdinges auf dich und deine vaͤ⸗ lsher V. terliche vorsorge werfen; damit he sie unns den frieden unsers herzens nige nicht nehmen. Jadrucke du selbst ing us die edle gabe deines friedens in en unsere seelen, die uns keine erea⸗. 57 tun geben kann. Nun dein friede, aagen welcher hoͤher ist denn alle ver⸗— 1 nunft, bewahre unsere herzen Eurch und sinne in Christo Jesu im elauben und liebe, bis du uns endlich mit freuden zu dem ewi⸗ Hnt den frieden und der unzerstöͤhrli= ase chen ruhe, zu deinem ewigen prei⸗ oulit % fahren lasfest, Ach, erhöre hu uns, lieber vater! um deines soh⸗ Rülln nes unsers friedens⸗fuͤrstens JE⸗ Rn ů su willen Lamen. I u wolg ö 3 saht inn Um die Gnade GOttes II in Rejl; RaE sM⸗e mei ein heiliges beben zu fuͤhren. ndenn 6 H.bern vater, barm⸗ Anich/ l +. herziger, gerechter alt him SOtt! du bist heilig und gerecht, myndeze ich aber bin von unreinen lippen, nintzeige und muß mich schaͤmen. Dir be⸗ Inihe. kenne ich meine unart und vielfaͤl⸗ umtt ich tige schwere gebrechen und sün⸗ Ichn den, und bitte dich um gnaͤdige Mhaft miez vergebung derselben im namen ch, denn; JESu Christi deines sohnes. Uhsogibe Und dieweil du mich erschaffen ih'u Hast zu guten werken in Christo n l JEsu, auch durch desselben theu⸗ ulggalle, res blut mich erloͤset zu deinem(van68 bunde, und mich zur hoffnung des laheznn ewigen lebens berufen, und uns süt erdo allen befohlen hast, wir sollen 2 5 ohuld nier iü — Gebet um wahre Weisheit. 5⁷ lig seyn, dieweil du heilig bist; so bin ich freilich schuldig, dir, o mein GOtt! zu dienen in heilig⸗ keit und gerechtigkeit, die dir wol⸗ gefaͤllig ist; auf daß ich also mich dankbar erzeige gegen deine grosse gůͤte daß ich meines berufes und meiner erwaͤhlung desto gewisser werde, und damit ich meinen naͤchsten dir gewinnen, und ich 195756 selber zu dir in dein heili⸗ ges, herrliches und ewiges reich kommen moͤge. Ach mein GOtt! wollen habe ich wol, aber das gute vollbringen finde ich nicht! Du aber, o HErr! der du das wollen gegeben hast, gib auch das vollbringen nach deinem wol⸗ gefallen durch deinen heiligen geist um Christi willen. GOtt, der du verheissen hast: nen meine furcht in das herz ge⸗ nen, daß sie nicht von mir wei⸗ chen: ich will ihnen einerley her; und wesen geben/ daß sie mich furchten sollen ihr lebelang, auf daß es ihnen und ihren kindern nach ihnen wolgehe; gib auch mir deine furcht in mein herz, daß ich dich kindlich fuͤrchte, und dir hei⸗ liglich diene mein lebelang; damit es mir und den meinigen wol gehe. Staͤrke mich, lieber vater! da⸗ mit ich alle hindernisse und boͤse anreizungen des satans, der welt und meines eigenen fleisches über⸗ winden moͤge. Laß mich nicht mir selbst/ damit ich nicht mich selbst verderbe. Ich ergebe mich dir, denn du hast mich erschaffen: Ich bin dein, denn du hast mich erloͤ⸗ set. Ach so gib mir doch die gna⸗ de, daß ich auch dir heiliglich diene, und allerdings nach dei⸗ nem wolgefallen lebe! Behuͤte mich, mein GOtt! fuͤr heucheley und gleißners⸗werken. Gott/ der Ich will ih⸗ du in das verborgene siehest, und herzen und nieren prufest/ der du alle unsere gedanken erforschest, und an den tag bringest auch was im finstern verborgen ist; heilige, erleuchte und reinige mein herz durch deinen heiligen geist, da⸗ mit ich allezeit redlich, aufrichtig und ohne falsch, als vor deinem angesichte waͤndele, nicht auf men⸗ schen, sondern auf dich, den rich⸗ ter aller gedanken, sehe, und dir wolgefallen moͤge. Weil ich guch als ein schwacher mensch vielfaͤltig strauchele und sündige, so wirf mich doch nicht weg, lieber valer! sondern erhalte mich mit deiner starken hand. Richte mich auf, und verleihe mir eine herzliche, bestaͤndige besserung, ungefarbten glauben, und froͤliche hoffnung. Bekehre auch sonst andere, die zu bekehren sind, damit dein heiliger name in allen landen geehret wer⸗ de, und deine augen an den men⸗ schen⸗kindern ihre lust sehen. Heiliger vater, du GOTT des friedens! heilige uns durch und durch, daß unser ganzer geist, sammt seel und leib, unstraͤflich behalten werden, bis auf die zu⸗ kunft unseres HErrn JEsu Chri⸗ sti. Du bist getreu, der du uns rufest; so thue es nun, HErr/ um dein selbst, und um des theuren verdienstes Christi Jesu willen, amen. Gebet um wahre nn du ewiger, unver⸗ 65. Achanglcher, unlicht barer und allein weiser GOTT! ach HErr JEsu Christe, du ewige weisheit und himmlischer raht GOttes! o GHtt heiliger geist, du brunn der goͤttlichen weisheit! ich bekenne und klage dir meines herzens angebohrne blindheit und thorheit, daß ich von natur nicht d 5 tůͤch⸗ 58 Gebet um wahre Weisheit. tuͤchtig bin, etwas gutes zu ge⸗ denken oder raht zu finden von mir selbst, daß ich auch ganz keine sk lust noch liebe zu deiner goͤttlichen weisheit; sondern mehr gefallen an der fleischlichen thorheit und eitelkeit dieser welt habe, wel⸗ che die welt⸗kinder loben. Ach vergib mir diese grosse sunde, und wende die strafe von mir, die du denen draͤuest, die wie rosse und maͤuler sind, welchen man zaum und gebiß in das maul legen muß, wenn sie nicht zu dir wollen; imgleichen da du bezeugest, du habest an niemanden gefallen, er bleibe denn in der weisheit. Ach HErr! fuͤhre du mich auf dem wege der weisheit, der du die weisen regierest; denn in deiner hand sind beide wir selbst und unsere reden, darzu alle klugheit und kunst in allerley geschaͤften. Lehre mich deine weisheit, die aller kunste weisheit ist; gib mir den geist der weisheit, der ver⸗ laltig⸗„heilig„ einig, mannig⸗ altig/ scharf, behende, beredt/ rein, klar, sanft, freundlich, erustlich, frey, wolthaͤtig, leut⸗ selig, fest, gewiß und sicher ist, welcher sich in die heilige seelen giebt, propheten und freunde Gottes machet, und alles wol regieret. Laß diese deine weis⸗ heit meine braut seyn, und laß mich ihre schoͤnheit lieb gewin⸗ nen; denn sie ist herrliches adels,f. ihr wesen ist bey GOtt, und der HeErr aller dinge hat sie lieb. Sie ist der himmlische raht im er⸗ kenntniß Gottes, und ein angeber seiner werke, ihre arbeit ist eitel tugend; sie lehret zucht, gerechtig⸗ keit und staͤrke: sie ist ein troͤster in sorgen und traurigkeit. Ein lüngling hat durch dieselbe herr⸗ iichkeit bey dem volke, und ehre bey den alten: sie machet einen ——— unsterblichen namen, und ein ewiges gedaͤchtniß bey den nach⸗ ommen. O Gott mein vater und HErr aller guͤte! der du alle dinge durch dein wort gemachet, und den menschen durch deine weisheit bereitet hast, daß er herrschen soll uͤber die ereaturen, daß er die welt regiere mit gerech⸗ kigkeit, und richte mit rechtem herzen: gib mir die weisheit, die stets um deinen thron ist; denn ich bin ein schwacher mensch, und kurzes lebens, und zu geringe in erkenntniß dessen, was recht ist: und wenn einer gleich unter den menschen⸗kindern vollkommen waͤre, so gilt er doch nichts, wo er ohne die weisheit ist, die von dir koͤmmet. Sende sie herab aus deinem heiligen himmel, aus dem throne deiner herrlichkeit; sende sie, daß sie bey mir sey, und mit mir arbeite, daß ich er⸗ kenne, was dir wolgefalle, denn sie weiß und verstehet alles: laß sie mich leiten in meinen wer⸗ ken, und mich behalten durch ihre heiligkeit, so werden dir meine werke angenehm und dei⸗ nes rahts wurdig seyn; denn welcher mensch weiß GOTTes raht, und wer kann denken, was GOtt will? denn der sterblichen menschen gedanken sind mißlich, und ihre anschlaͤge sind gefaͤhr⸗ lich; denn der sterbliche leib be⸗ chweret die seele, und die irdi⸗ sche huͤtte druͤcket den zerstreue⸗ ten sinn. Wir treffen das kaum, was auf erden ist, und erfinden schwerlich, was unter haͤnden ist; wer will denn erforschen, was im himmel ist, wer will GOTTes raht erfahren? Es sey denn, daß du weisheit gebest, und deinen heiligen geist aus der hoͤhe sen⸗ dest, daß also das thun auf erden richtig werde, und die 93* x⸗ Aawahlet tolefs, Mer leutt Aachtez AMtufe hl; suselben! RWettas sr, künsz guntersch! Hauch alle Hscheiden Hurtheil hes teuf Me/ und Wentfliehe Anftige g und derste nig und Mxf ich ing „Ddenn da: Hahfang der Hie ehreu: lhicht betr dilgen ht und g! l det fiust iht finstern in dein hn du lie il det u BE * W h RD We Isch h lhhz + Io MVM II Hech I Wihsti De e ser th N.I . NIi auf das kuͤnftige gedenken,kluͤglich 1 sorgen und verstehen moͤge, was gegenwaͤrtig und künftig werden kann: daß ich in allen dingen dich furchte, denn das ist die wurze und der anfang der weisheit, daß ich mich die ehre und eitelkeit die⸗ ser welt nicht betriegen lasse, und a in allen dingen erkennen moͤge/ was recht und gut ist; daß ich nicht aus der finsterniß licht, und um Verleugnung sein selbst und alles Welt⸗Wesens. 59 lernen, was dir gefaͤllet, und sie durch die weisheit selig werden. Darum gib mir, lieber vater! daß ich meines herzens gedanken zu dir richte, eh ich etwas anfan⸗ ge, und um deinetwillen in dir, zu dir, durch dich, alles thue, was dir wolgefaͤllet: daß ich in allen dingen deinen willen durch das ge⸗ bet erforsche, und mit dir raͤht⸗ schlage und raht nehme: daß ich darnach erwaͤhle, was recht ist, und dir wolgefaͤllet: daß ich auch anderer leute raht hoͤre und ihn nicht verachte, daß ich auch in meinem berufe bleibe/ und nicht auser demselben noch über mein bermoͤgen etwas vornehme: auch zeit und ort, kuͤnftiges und gegen⸗ waͤrtiges unterscheiden lerne. Leh⸗ re mich auch alle geister prüfen und unterscheiden, und die raht⸗ schlaͤge beurtheilen; daß ich den stricken des teufels und seiner werk⸗z euge, und den netzen ihres irrthums entfliehen moͤge: daß ich aus licht finsterniß mache; daß ich ewig in deiner liebe bleiben moͤge, denn du liebest niemanden, ohne der in der weisheit bleibet, amen. Um Verleugnung sein selbst und alles Welt⸗ Wesens bekenne von ganzem herzen, daß die blinde liebe meiner selbst und dieses irdischen wesens und le⸗ bens mir leider! noch allzusehr anklebet. Ach! wie schwer koͤm⸗ met es unserm fleische an, das ir⸗ disch gesinnet ist, sich des irdi⸗ schen, davon es genommen ist, zu entschlagen und zu enthalten! Ja mein lieber GOtt! das fleisch/ die suͤndliche natur, sehnet sich immer nach der erden; und wenn die noht koͤmmet, so bemuͤhet es sich, die liebe deines namens, deiner wahrheit, deiner ehre also zu drehen, zu mittlen und zu thei⸗ len, daß ich gleichwol auch hey dem irdischen ruhig bleiben moͤge. Ach wie gar eitel, schaͤdlich und thoͤricht sind alle solche gedanken und anschlaͤge! Mache mich, mein heiland! durch die kraft deines heiligen geistes davon frey. Staͤr⸗ ke und wapne mein herz mit ei⸗ nem solchen sinne, daß ich, dir zu gefallen und um deinetwillen, mich selbst verleugnen, alle welt⸗ liche ehre verachten, meinem eige⸗ nen willen absagen, aller welt freundschaft hintan setzen, den raub meiner gůter mit freuden er⸗ dulden, die weltliche gesellschaft und lust meiden, auch mein le⸗ ben, wenn es dein wille ist, getrost lassen moͤge. Ach verzeihe mir es, mein GOtt! daß ich bisher das vergaͤngliche wesen so sehr ge⸗ liebet hahe. Ich weiß, HErr! daß ich dein jůͤnger nicht seyn kann 10 verleugne mich denn selhst, un alles was in der welt ist. Gib, daß ich hinfüͤhro mich desto eif⸗ riger dir als dem hoͤchsten gute, und meinem einigen troste, erge⸗ be. Zeuch mich nach dir, daß ich aller ehre, freude, lust, freund⸗ schaft und allen gůtern dieser welt absage, und meine gedanken, 7 66 Ac HErr JEsu, mein eiuiger heiland! ich sinn und willen allein nach dir rich⸗ 60 richte, dir zu dienen, und deinen Um Toͤdͤtung des alten Menschen. —— ist, gelüstet wider den geist: und namen ohne unterlaß hier zeitlich den geist wider das fleisch. Der und dort ewig zu preisen, amen. Um Toͤdtung des alten Menschen und der Geschaͤffte des suͤndlichen Fleisches. 67. unsers HErrn JEsu Christi! ich rufe dich au, und bitte dich im namen desselben deines einigen und geliebten sohnes, durch den heiligen geist, daß du die ereu⸗ zigung und toͤdtung des alten menschen, welcher ich taͤglich be⸗ darf, kraͤftiglich in mir wirken wollest, damit ich nach dem in⸗ wendigen menschen in mir stark und maͤchtig werde. Es wohnet leider! o mein HErr und GOtt! in meinem fleische nichts gutes/ sondern die leidige suͤnde. So verleihe mir doch wider dieselbe deines geistes kraft, damit ich sie nicht stark werden, noch uͤber mich herrschen lasse. Du, HErr! stel⸗ lest ja sonst unsere unerkannte suͤnde ins licht vor deinem ange⸗ sichte; ach so stelle sie doch auch meinem herzen ins licht, damit ich sie sehen, bereuen, und die vergebung in herzlicher demuht bey dir suchen moͤge. Ich bin noch nicht frey von der süͤnde, die in mir wohnet; gib aber, o HErr! daß ich frey sey von ihrer herr⸗ schaft, schuld und verdammniß. Das gesetz der suůnden in meinen gliedern streitet wider das gesetz in meinem wiedergebohrnen und er⸗ neuertem gemuͤhte. Verleihe mir aber dagegen deines geistes gna⸗ de, dadurch ich solches gesetz uͤber⸗ winden und gefangen nehmen moͤge, damit es mich nicht gefan⸗ gen nehme. Das fleisch, eiliger und barmher⸗ ziger GOtt, vater geist zwar ist willig, aber das fleisch ist schwach; verleihe dannenher meinem geiste deine kraft und staͤrke, damit er die bösen be⸗ gierden des sündlichen fleisches überwaͤltigen koͤnne. Du, HErr, allein mußt mich durch deinen geist an dem inwendigen menschen staͤrken, damit ich nicht kraftlos werde und unterliege. O wie ist es so ein harter und beschwerli⸗ cher kampf, wider sein fleisch, das ist wider sich selbst, zu streiten! O wie schwer und muͤhselig faͤllet es, diesen einheimischen feind zu überwinden! Warlich, wo du, HERR! in dem kampfe mit der kraft aus der höhe mich nicht aus⸗ ruͤstest, so muß ich nohtwendig der grausamen gewalt und list die⸗ ses taͤglichen einheimischen fein⸗ des gewonnen geben. Ach HErr, unterdruͤcke, ereuzige und toͤdte diesen alten verderblichen men⸗ schen und seine irrigen luͤste in mir, auf daß ich seiner liebkosenden betruͤglichkeit und verfuͤhrung entfliehen moͤge! Laß mich taͤglich in mir selbst sterben, damit ich durch das süͤndliche fleisch an dem wahrhaftigen leben, das in Chri⸗ sto deinem sohne ist, nicht gehin⸗ dert oder davon getrennet wer⸗ de. Ach zuͤnde in meinem herzen das heilige feuer deines guten geistes an, auf daß dadurch alle unziemliche begierden und mein eigener boͤser wille unterdruͤcket und gaͤnzlich getilget, hingegen nur heilige triebe und neigungen darinnen angezuͤndet werden. Denn/ Hrrl die nach dem fleische leben, moͤgen dir nicht gefallen, noch das reich der herrlichkeit er⸗ ben. Laß derowegen mein suͤndli⸗ ches fleisch sterben, damit ich von so in mir deinem reiche nicht ausgeschlossen wer⸗ gchels Hlhachx alstt W d. aheh, di Wadeienn , iht fe I stent Iuchuno me Aiuben 3 Hufbaßids ande Mier Angottes Idernahen das hx Werige. h. ggerk ISindz (Iiligets „et un Imdunschs Hhe beflec ; darumt tuhmes/ u dein gee hsehlet me , mit wo At deinemt lh. Owie! sslistzwar h. Ats zu th sihnac; Asten in mij . Erank al N auserli. Wich will vahl; so Yuicht will Mlfäͤltiz. h eitele, Muhken auf Ae unnüͤtz Al wie of Ilgar verk Ihachtigkei I 7. I Peu ih * ah Is 1 Rli h „Iinh ihr Phihen M I I I E.A e Ant Wchsthd Gebet wider die taͤglichen Suͤnden⸗Faͤlle. 61 werde. Die nach dem fleische le⸗flaͤtiges kleid; was will denn erst ben, die muͤssen sterben; die aber durch den geist des fleisches ge⸗ schaͤffte toͤdten, die werden leben; darum auch diejenigen, so Christo angehoͤren, ihr fleisch ereuzigen sammt den luͤsten und begierden. So laß mich nun/ o du geereuzigter HErr JEsu! mein fleisch recht⸗ schaffen betaͤuben, ereuzigen und toͤdten, auf daß ich hinfuͤhro nicht den luͤsten der menschen, sondern dem willen GOttes deines vaters lebe, und dermahleins mit dir die ewige ruhe, das himm lische leben und die ewige seligkeit besitzen % moͤge! amen. Gebet gegen die taͤgli⸗ chen Suͤnden⸗Faͤlle. 6 Mter richte gerech⸗ 8. ter richter! vor dir ist niemand unschuldig, niemand ist von der befleckung der suͤnden befreyet; darum mangele ich auch des ruhmes, den ich billig mit vor dein gerichte bringen sollte; es fehlet mir das kleid der unschuld, mit welchem ich ange⸗ l zogen, vor deinem antlitz erschei⸗ nen sollte. O wie oft sündige ich! der geist ist zwar bisweilen willig was gutes zu thun, aber das ö bulente schwach; gestaͤrket wird wo mensch, kraͤnk aber lieget dar⸗ nieder der aͤuserliche; denn das gute, das ich will, das thue ich nicht allemahl; sondern das boͤse, das ich nicht will, das thue ich leider! vielfaͤltig. Ach wie oft stei⸗ zu zeiten in mir der inwendige gen bey mir eitele, boͤse und gott⸗ lose gedanken auf: wie oft ent⸗ fahren mir unnütze und schaͤndli⸗ meine ungerechtigkeit seyn? Dar⸗ um darf ich mich freilich nimmer⸗ mehr unterstehen, mit meiner ei⸗ genen gerechtigkeit vor dir aufzu⸗ treten; sondern ich demuͤhtige mich vor deinem richter⸗stuhle, und rufe aus der tiefe zu dir: HErr! so du willt sunde zurech⸗ nen, wer wird bestehen? Wenn du mit mir in das gerichte gehen wolltest, wo wuͤrde ich bleiben? Wo du mich nach der schaͤrfe dei⸗ ner gerechtigkeit auf die probe setzen wolltest, wie konnte ich vor dir beharren? Haͤttest du lust mit mir zu hadern, und wolltest genaue rechnung meines lebens, thuns und lassens von mir fodern; so köͤnnte ich dir auf tausend nicht ei⸗ nes antworten. Deswegen will ich, zu meiner entschuldigung, den mund nicht aufthun, sondern vielmehr erkennen, daß ich auch dieser meiner taͤglichen suͤnden⸗ faͤlle halber den ewigen tod ver⸗ dienet haͤtte. Damit aber dersel⸗ be an mir keine macht haben moͤ⸗ ge, so stelle ich dir, heiliger va⸗ ter! fuͤr diese meine taͤgliche suͤn⸗ den ⸗faͤlle das theure blut deines sohnes dar, das er auf dem altare des ereuzes vergossen hat, das reiniget mich von allen und also auch von diesen meinen suͤnden. Laß mir dieses vollkommene loͤse⸗ geld deines sohnes zur vergebung aller meiner suͤnden gedeyen! amen. Gebet um ein gutes ö Gewissen. Asch Gott aller herzen⸗ 69. A kuͤndiger! wie hast che worte; wie oft verunreinigen du das gewissen des menschen so mich wol gar verkehrte werker alle wunderbarlich gemacht und zum meine gerechtigkeit ist wie ein un⸗ zeugen des guten und bösen 2— brd⸗ 0² Gebet um ein gutes Gewissen. ordnet, und mit furcht und freu⸗ digkeit, mit freude und leid wun⸗ derbarlich begabet; daß es alle menschen der gerechtigkeit erinne⸗ re, und einen jeden uͤberzeuge/ daß du ein gerechter Gott seyst, vor welchem sich jedermann fürch— ten muͤsse: daß du auch uͤberall gegenwaͤrtig seyst, vor welchem sich niemand verbergen koͤnne. Denn so man sich fuͤr seinem eige⸗ nen gewissen nicht verbergen kann, welches nur ein richter und innerlicher unbetrieglicher zeuge eines einigen menschlichen herzens ist; wie sollte man sich vor dem allwissenden GOtt verbergen, der ein richter ist aller menschlichen herzen? Ach! wie oft habe ich mei⸗ nem eigenen gewissen widerstre⸗ bet/ und bin demselben nicht gefol⸗ get/ ob mich es gleich erinnert und gestrafet hat! Ich habe einen gros⸗ sen, schweren und unruhigen zeu⸗ gen wider mich selbst erwecket. Ach, mein GOtt! du wahrer und einiger seelen⸗arzt, der du heilest die zerbrochenes herzens sind, und verbindest ihre schmerzen, heile mich, HErr! denn meine gebeine sind erschrocken, und meine seele ist sehr erschrocken. Ach! reinige mein gewissen, HErr JEsu! mit deinem blute von den todten wer⸗ ken meiner sünde, zu dienen dem lebendigen GOtt. Heile die wun⸗ den meines gewissens, die mir schmerzlich wehe thun; geuß dein gnaden⸗oͤhl hinein, als den rechten seelen⸗balsam, nemlich deinen heiligen geist, der mich troͤste, und mir die seelen⸗schmerzen lin⸗ dere, daß ich nicht allzusehr er⸗ Deinen daß nicht die furcht vor deinem gestrengen gerichte mich in verzweifelung stürze. Dilge die handschrift, die wider mich ist, mit deinem blute aus: schreibe in die tafel meines herzens und gewissens, die ich zerbrochen habe, deine gnade, vergebung der suͤn⸗ den, gerechtigkeit, den glauben, die liebe, die lebendige hoffnung, geduld und gebet; daß in meinem gewissen, als in einem spiegel, deine gerechtigkeit leuchte, die mir aus gnaden durch den glau⸗ ben geschenket ist. Deine edle bluts⸗tröpflein zieren meine seele als der schoͤnste schmuck; die kraft deines heiligen opfers, leidens und todes erquicke mein gewissen. Ach, du edler weinstock! bluͤhe in meinem herzen und gewissen, und vertreibe durch deinen le⸗ bensgeruch allen hoͤllischen schlan⸗ gen⸗gift; tödte den nagenden her⸗ zens⸗wurm, und stille die anklage der sůnden und des gesetzes in mir. Laß mein gewissen den rechten freuden⸗wein des heiligen geistes schmecken, daß ich mich in dir allein erquicke und erfreue. O meines herzens einige freude und ruhe! in mir selbst muß ich er⸗ schrecken und verzagen; in dir aber erfreuet und erquicket sich mein betruͤbtes gewissen. Ach! laß mich empfinden, was David saget: darum freuet sich mein herz und meine ehre ist froͤlich. Ach! laß dein licht, das in mir ist, den glauben, die liebe, die hof⸗ nung und deine erkenntniß in mir nicht finster werden und erloͤschen; sondern laß es in dir, und durch dich leuchten und helle werden, daß es mir leib und seele erleuchte wie ein blitz; daß ich mit freudi⸗ gem geiste vor dir erscheinen, und vor deinem angesichte bestehen moͤge. Ach! wie ist ein gut ge⸗ wissen eine grosse freudigkeit vor GOtt und menschen wie freudig sind die heiligen maͤrtyrer, um der gerechtigkeit und wahrheit willen gelitten haben, zum tode gegangen! Wer kann mich fln⸗ A⸗ 66 amicen Abkr Alichte duhegen l, Hlekübtt/ Wsh Ahsfettig assen das Vldesen shlitfehe Whin E Wanich : und Asgebissets Achdurch A n behalt sheiligte! Illreiles 3 er efle Atrde/ Alecket. Es uis schat Is ich an jelz uige, al she meines hahtet GO Mfieren piz Aemgewisses Ammel un; lchkeit des Apeben!“ ist det hil Rebissen if Nhklich ha hacht/ daß seinen. Iis ihm s Anuß. U Albenmit;! Merdie arg RMpohilfm. Iten kamp shide ed ind dat ah nöͤge. Ankines igen del I ist ISM V I II I II l II id s e N Ineeth H WSIl 4 a R l ossz A 4 D klagen, wenn mich mein gewiffen Gebet um die Nachfolge Christi. 03 losspricht? Wer kann mich betruͤ⸗ ben, wenn mich mein gewissen er⸗ freuet? Dargegen aber, wer kann mich erfreuen, wenn mich mein gewissen betruͤbet, ohne du allein, o meines herzens freudel wer kann mich rechtfertigen, wenn mich mein gewissen verdammet? als An du allein, o mein Erlöser IEsu Christe! in dessen verdienst meine gerechtigkeit stehet und gegrundet Ach mein HErr und mein ist.* GOtt! laß mich diesen schatz wol AH2 bewahren: und wenn durch dein blut mein gewissen gereiniget ist; so laß mich durch deine gnade das⸗ selbe rein behalten, daß ich in dieses geheiligte und reine gefaͤß nichts unreines lege, damit es nicht wieder beflecket und verun⸗ reiniget werde, sonst ist leib und seele beflecket. Laß mich aber ei⸗ nen guten schatz hinein sammlen, welchen ich an jenem tage hervor bringen moͤge, als aus einem gu⸗ ten schatze meines herzens. Ach du gerechter GOtt! der du her⸗ zen und nieren pruͤfest, wie hast du in dem gewissen des menschen, beides himmel und hoͤlle und die unsterblichkeit der seelen zu er⸗ kennen gegeben! denn ein gut gewissen ist der himmel, und ein boͤses gewissen ist die hoͤlle: so wunderbarlich haͤst du das gewis⸗ sen gemacht, daß ein jeder mensch eutweder seinen himmel oder sei⸗ ne hoͤlle in ihm selbst haben und tragen muß. Und weil wir in diesem leben mit fleisch und blut, auch wider die arge welt, kaͤmpfen muͤssen: so hilf mir, lieber GOtt! einen guten kamps kaͤmpfen, daß ich diese beide edlen schaͤtze, den glauben und das gute gewissen behalten moͤge. Laß mich durch die ruhe meines gewissens die ru⸗ he des ewigen lebens, friede und freude in dir, o mein YErr und mein GOtt! schmecken; so wird mich keine schmnach der welt be⸗ truͤben, kein verlust des zeitlichen traurig machen, kein verl aͤumder beleidigen, keine furcht erschrek⸗ ken, keine gewalt verletzen, keine sunde verdammen, kein teufel mit seinen feurigen pfeilen uͤber⸗ winden, amen. Um die Nachfolge 25.710. u holdseliger, 70. A freundlicher und lieb⸗ reicher HErr JEsu Christe! du sanftmuͤhtiges und geduldiges herz! wie ein schoͤnes tugendrei⸗ ches exempel eines heiligen lebens hast du uns gelassen, daß wir nach⸗ olgen sollen deinen fußstapfen. Du bist ein unbefleckter spiegel aller tugenden, ein vollkommenes vorbild der heiligkeit, eine unta⸗ delhafte regel der froͤmmigkeit, eine gewisse richtschnur der ge⸗ rechtigkeit. Ach! wie ist doch mein suͤndliches leben deinem heiligen leben so ungleich! Ich sollte in dir als eine neue ereatur leben; so lebe ich mehr in der alten ereatur, nem lich in Adam, als in dir, mei⸗ nem lieben HErrn JIEsu Christo, Ich sollte nach dem geiste leben, e lebe ich leider! nach dem fleische und weiß doch, was die schrift sa⸗ get: Wo ihr nach dem fleische le⸗ bet, so werdet ihr sterben muͤssen. Ach, du freundlichster heiland! vergib mir meine sͤnde, decke zu meine gebrechen, uͤbersiehe meine missethat, verbirge deine heilige augen vor meiner unreinigkeit, verwirf mich nicht von deinem angesicht, verstoß mich nicht aus deinem hause, als einen un⸗ reinen und aussaͤtzigen. Tilge aus in meinem herzen alle hoffart, als 04 Gebet um die Liebe Gottes. als des teufels unkraut; und pflanze in mich deine demuht, als die wurzel und den grund der tugend. Reute in mir alle rach⸗ gier voͤllig aus, und gib mir dei⸗ ne edle sanftmuht. Ach du hei⸗ ligstes vorbild aller tugenden! schmuͤcke mein herz mit reinem glauben, mit feuriger liebe, mit lebendiger hoffuung, mit heiliger andacht/ mit kindlicher furcht. O du meine ewige zuversicht! meine liebe, meine hoffnung, meine ehre, meine zierde; dein leben ist ja nichts anders gewesen, als liebe, luß dreee und demuht: darum aß dieses dein edles leben auch in mir seyn, daß ich dein tugend⸗ haftes leben auch in meinem leben zeige. Laß mich einen geist, einen leib und eine seele mit dir seyn, auf daß ich in dir und du in mir lebest. Lebe du in mir und nicht ich selbst, laß mich dir leben, und nicht mir selbst. Gib, daß ich dich also erkenne und lieb habe, daß ich auch also wandele, gleichwie du gewandelt hast. Bist du mein licht, so leuchte in mir: bist du meine zierde, so schmuͤcke mich choͤn: hist du meine bim ieh so er⸗ reue mich in dir; bin ich deine wohnung, so besitze mich allein; laß mich allein dein werkzeug seyn, daß mein leib, meine seele, und mein geist heilig sey. Du einiger weg, leite mich; du ewige wahrheit, lehre mich; du ewiges leben, erquicke mich. Laß mich ja nicht des boͤsen geistes werk⸗ zeug seyn, daß er nicht seine bos⸗ heit, luͤgen, hoffart, geiz, zorn, unsauberkeit durch mich und in mir ausůͤbe und vollbringe; denn das ist des satans bild, davon du mich, o du schoͤnes vollkommenes ebenbild GOttes! erloͤsen wol⸗ lest. Erneure aber meinen leib, geist und seele taͤglich nach deinem bilde, bis ich vollkommen werde. Laß mich der welt absterben, auf daß ich in dir lebe; laß mich mit dir auferstehen, auf daß ich mit dir gen himmel fahre; laß mich mit dir geereuziget werden, auf daß ich zu dir in deine herrlichkeit einge⸗ hen moͤge, amen. Gebet um die Liebe GOttes. 71. du liebreicher Gott/ freundlicher und gnaͤ⸗ diger vater! du ursprung und brunnquell aller liebe, aller freundlichkeit, gůte, gnade und barmherzigkeit! Ich klage und be⸗ kenne dir schmerzlich, daß in mei⸗ nem herzen die goͤttliche liebe, mit welcher ich dich uͤber alle dinge lieben sollte, durch die erb⸗suͤnde so gar erloschen und erstorben ist, daß ich von natur mehr geneigt bin zu mir selbst, zu meiner eige⸗ nen liebe und zu der liebe der ereaturen, als zu dir, meinem lie⸗ ben GOtt und vater; und daß ich demnach dich, meinen lieben Gott und vater, meinen erloͤser JEsum Christum und den heili⸗ gen geist, meinen wahren troͤster nicht rechtschaffen und uͤber alle dinge geliebet habe; da du doch das hoͤchste und ewige gut selber bist, welches uͤber alle dinge geliebet werden sollte. Ach! vergib mir solche schwere sunde und grosse thorheit; und wende die schwere strafe von mir ab, da geschrieben stehet: Wer IEsum Christum nicht lieb hat, der sey verfluchet. Tilge aber in mir aus alle unor⸗ dentliche liebe, die welt⸗ und erea⸗ turen⸗liebe,/die eigene ehre, die au⸗ gen ⸗Aust, die fleisches⸗lust, das hof⸗ faͤrtige leben, welches die herzen der menschen von dir abreisset. Zuͤnde aber dagegen in mir an die rein sachtiokeiz hhaupt g Anewiel Hon V Iallmnanset Wnutenel Vlche Wcgenberh? Wum deiilk Nutes wy M heti/ Itwetfer Ate hal Re thul sihetdie we Herr A Wints hen ltes hetz;! befleckter le. D shuͤhtes et Ruhte. D keaft st Ks⸗kraͤte uch, um d Launterla ind alles gfillet, is ans er Hen ist d und we ͤdenn erf se thut. se lieben Allge,und: Vinen ge Hit an di lach d Audindeir M/ in di daf ich Ae I R I Iuh hr 41 90 0 Dt Wuh 0 Iur ichyr At/ HDim Alers fht I Gebet um die kindliche Furcht GOttes. 65 reine und unbefleckte flamme der liebe, daß ich dich um dein selbst willen, als das hoͤchste gut, als die ewige liebe, als die hoͤchste freundlichkeit, als die holdselige lieblichkeit, als die uͤberschwengli⸗ che guͤtigkeit, als die wesentliche heiligkeit, als die lauterste weis⸗ heit, gerechtigkeit und wahrheit/ und uͤberhaupt als alles gute/ und als einen ewigen ursprung al⸗ les guten, von herzen lieb habe; nicht sowol in ansehung der beloh⸗ nung,/ des nutzeus, und der ver⸗ geltung, welche du mir aus gna⸗ den deswegen verheissen hast; als vielmehr um dein selbst als des hoͤchsten gutes willen: daß ich dir mein herz, willen und ver⸗ stand unterwerfe, mit freuden deine gebote halte und deinen willen gerne thue: denn darin⸗ nen bestehet die wahre liebe gegen dich. O HErr JEsu! die reine liebe deines herzens entzuͤnde mein kaltes herz; die zarte liebe deiner unbefleckten seele erleuchte meine seele. Die liebe deines edlen gemuͤhtes erfuͤlle mir sinn und gemuͤhte. Die liebe deiner ottlichen kraft staͤrke meine seele und leibes⸗kraͤfte in deiner liebe; daß ich auch, um deiner liebe wil⸗ len, alles unterlasse was dir mis⸗ faͤlet, und alles thue und leide was dir gefaͤllet, und darinnen beharre bis ans ende; denn dich also lieben ist die 2 et, er weisheit, und wer sie siehet, der liebet sie; denn er siehet, wie grosse wunder sie thut. Gib daß mich auch deine liebe zu dir ziehe, mit dir vereinige, und mit dir, meinem In BErrn, einen geist mache, daß ich allezeit an dich gedenke, von dir rede, nach dir hungere und duͤrste/ und in deiner liebe gesaͤtti⸗ get werde, in dir bleibe und du in mir; daß ich durch solche liebe alle menschen in dir und um dei⸗ net willen als mich selbst liebe; daß ich aus erbarmender liebe meinen feinden vergebe, dieselben liebe, fuͤr sie bitte, ihnen wol thue, und sie also mit guͤte uͤber⸗ winde; und das alles um der grossen liebe willen meines lieben vaters im himmel, meines er⸗ barmers; um der vollkommenen liebe willen GOttes des sohnes, meines erloͤsers; und um der in⸗ bruͤnstigen feurigen liebe willen GoOttes des heiligen geistes, mei⸗ i. einigen und wahren troͤsters, men. Gebet um die kindliche Furcht GOttes. Err, du grosser und — 2. H erschrecklicher GOtt, der du himmel, erde, meer, und alles was darinnen ist, gemacht hast! dich soll billig fuͤrchten alles was da lebet: denn groß ist deine guͤte, die du verheissen hast denen, die nicht auf menschen, sondern auf dich trauen. Groß und wun⸗ dersam sind deine werke, HErr allmaͤchtiger GOtt! gerecht und wahrhaftig sind deine wege, du könig der heiligen! Wer sollte dich nicht fuͤrchten, HErr, und deinen namen nicht preisen? denn du bist allein heilig. Aber ach HErr! wie gar verderbt sind wir von natur, daß wir so leicht und gerne ohne gottesfurcht in eitelem wesen da⸗ chhin wandeln, dein wort und gesetz, deine liebe und wolthaten/ ja deine gerichte und strafen aus den augen setzen, und den lůsten des fleisches, wie auch den verfuͤhrungen der welt, leider! allzuviel folgen. Ich bekenne auch in diesem stuͤcke mei⸗ ne uͤbertretungen vor dir, und bit⸗ te dich in dem namen Christi. e el⸗ 6⁰ Gedet um bestaͤndige Hoffnung. deines sohnes um vergebung · Und dieweil ich mir selbst in diesem elende nicht helfen kann, so wol⸗ lest du, HErr! durch deinen hei⸗ ligen geist die fleischliche sicherheit von mir austilgen, und mein herz zur wahren gottesfurcht lenken, daß ich dich allezeit vor augen ha⸗ be, fuͤr sünden mich huͤte, und dich nicht als meinen feind, son⸗ dern als meinen vater fuͤrchte und ehre. Weise mir, HErr! deinen weg, daß ich wandele in deiner wahrheit. Erhalte mein hers bey dem einigen, daß ich dei⸗ nen namen fuͤrchte, und in sol⸗ cher kindlichen furcht, und festem vertrauen auf deine guůte, bis an das ende bestaͤndig bleibe, amen. Gebet um bestaͤndige Hoffnung. 73.8 armherziger gnaͤdiger 5Gottl ich bekenne vor dir, wie es die wahrheit erfordert, daß alles in dieser welt ganz eitel und vergaͤnglich ist, und daß dem⸗ nach alle diejenige unweislich han⸗ deln/ und sich selbst mit thörichter hoffnung betriegen, welche sich auf menschen, auf geld und gut, oder sonst auf irgend etwas irdisches verlassen. Denn es ist freilich nicht anders, als ob man auf traͤu⸗ me halten, nach dem schatten greifen, oder den wind haschen wollte. Gelobet aber seyst du, va⸗ ter unsers HErrn SEsu Christi! daß du uns nach deiner grossen barmherzigkeit wiedergebohren hast zu einer lebendigen hoffnung, durch die auferstehung JEsu Chri⸗ sti von den todten, zu einem un⸗ vergaͤnglichen, unbefleckten und unverwelklichen erbe, das behal⸗ ten wird im himmel, uns, die wir aus Gottes macht durch den glauben bewahret werden zur se⸗ ligkeit. Denn nun wissen wir ar⸗ me menschen, worauf wir unsere hoffnung setzen sollen; nemlich nicht auf irdische dinge, sondern allein auf deine grundlose barm⸗ herzigkeit in Christo JEsu unserm heilande. Darum, HErr mein Gott! schuͤtte ich jetzund mein her; vor dir aus, und bezeuge, daß ich, mit hintansetzung aller ir⸗ dischen zuflucht, meine hoffnung ganz und gar auf deine güte und allmacht setze. Du bist der all⸗ maͤchtige und allein weise GOtt, darum weiß ich, du kannst wol hel⸗ fen: du bist mein gnaͤdiger vater um Christi willen, darum hoffe ich auf deine vaͤterliche guͤte, du wirst mich nicht verlassen. Es ist la keiner jemahls zu schanden wor⸗ den, der auf dich gehoffet hat; und dein wort versichert uns, die hoff⸗ nung der elenden werde nicht ver⸗ lohren seyn ewiglich. So laß denn auch mich nicht zu schanden wer⸗ den uͤber meiner hoffnung, son⸗ dern erweise an mir deine grosse guͤte. Ja, HErr! erhalte und staͤrke in mir eben diese hoffnung/ die ich auf dich gesetzet habe: denn ich fuͤhle und bekenne, daß mein suͤndhaftes fleisch und blut allzu⸗ sehr auf irdischen und vergaͤngli⸗ chen trost siehet, und sich deswegen eine hoffnung machet, die doch nichtig und umsonst ist. Vergib mir, mein GoOtt! solche meine sunde. Tilge aus meinem herzen alle faͤlsche betruͤgliche hoffnung/ die wie ein traum vergehet, wie ein schatten verschwindet, und wie der wind dahin faͤhret. Nimm auch von mir alle vergebliche, un⸗ glaͤubige und herzfressende sorge, und gib die gnade und kraft deines heiligen geistes, daß ich im festen glauben bestaͤndig auf dich hoffe⸗ deiner grundlosen barmherzig/ keit iHegne Walfichtaf und also uhes heil⸗ n gutel Aliglich ul Mundveth sh damit! I bu Inich mis Amglaube up habe/d sligen ge willen/ ——— Amm Hetzens H lihe Vtt ez i und ir denn die⸗ Mefümes hnkann, d unf auch in ld blate Vs bal kleinmü Hang, hal Ah/ bal Mlteibet. Aund des Isinlebet A nit gra Aim herrde⸗ sanachet Wabniß, ket/ d Iacheg, un inen und ö I NN n il 0 Uhn I It Pihh Vichet deht n Dict u aihe I 2 0.n ch Gebet um dis Ruhe des Herzens in GOtt. 67 keit, unaussprechlichen guͤte, und unfehlbaren verheissung gaͤnzlich vertraue, und deine gnaden⸗huͤl⸗ fe ungezweifelt erwarte. Staͤrke und wapne mein herz, o Gott! daß ich den listigen aulaͤufen des satans in steter hoffnung auf dich, getrost begegne, die feurige pfeile seiner anfechtungen ritterlich aus⸗ schlage, und also, nach dem exem⸗ pel meines heilandes JEsu Chri⸗ sti, einen guten kampf kaͤmpfen/ und seliglich uͤberwinden moͤge. Lindere und verkürze mir auch die truͤbsal, damit ich sie ertragen koͤn⸗ ne. Ja du GOtt der hoffnung! erfuͤlle mich mit aller freude und friede im glauben, daß ich voͤllige hoffnung habe, durch die kraft dei⸗ nes heiligen geistes, um JEsu Christi willen, amen. Gebet um die Ruhe des Herzens Gott. immlischer vater, hei⸗ 74. H liger und barmher⸗ zigerwz Ott! es ist ja diese welt voll unruhe und truͤbseliger verwir⸗ rung: denn die gottlosen sind wie ein ungestuͤmes meer, das nicht stille seyn kann, und dessen wellen koht und unflaht auswerfen. So ist auch in unserm eigenen el und blute lauter unruhe/ we zweifelung, bald zur vergeblichen Edemnt„ bald zur aͤngstlichen orge antreibet. Ach der grossen eitelkeit und des elendes, daß der mensch sein lebetage so vielschmer⸗ zen hat mit graͤmen und leid, daß auch sein herz des nachts nicht ru⸗ het! das machet alles unsere suůnde und verderbniß, dadurch der frie⸗ de gehoben, die gewissens⸗ruhe aufgehoben, und hingegen unru⸗ he, graͤmen und herzeleid in uns e uns bald zur sicherheit, vertrauen auf deine guͤte, damit bald zur kleinmuͤhtigkeit oder ver⸗ augerichtet worden ist. Ich bitte dich, barmherziger lieber vater! vergib mir meine sůnde, und tilge meine missethaten, um deines lieben sohnes JEsu Christi willen. Erwecke auch in mir friede und freude in dem heiligen geiste, daß ich aus erkenntniß und empfin⸗ dung deiner gnaden, in allen zu⸗ faͤllen dieses elenden lebens, allein deiner harmherzigkeit mich troͤste und erfreue; ja daß ich in meinem ganzen leben mich deiner vaͤterli⸗ chen und allein weisen vorsehung gaͤnzlich ergebez in meinem berufe, was mir gebuͤhret, nach meinem besten vermoͤgen fleissig verrichte, und im uͤbrigen dir alles befehle, und deine huͤlfe und goͤttlichen segen in kindlicher zuversicht er⸗ warte, auch daruͤber geduldig 05 und mit freuden aus deiner han annehme, was du mir nach dei⸗ nem heiligen allein weisen willen zuschickest. Ach wie wol ist dem menschen, der senemPerzen ruhe und friede in seinem herzen hat · Hilf mir, lieber GOtt! daß ich solche ruhe in allem elende em⸗ pfinden moͤge. Lroͤste mich mit deiner huͤlfe, und dein freudiger geist enthalte mich. O HErr, mein Gott! auf dich bin ich ia gewor⸗ fen von mutterleibe. Meines her⸗ zeus lust stehet zu deinem namen: erhalte mich in stetem kindlichen ich alle feurige pfeile des satans, alle anfechtung des gewissens, ja auch alle versuchungen der welt und meines eigenen fleisches rit⸗ terlich und mit freuden uͤberwin⸗ den/ und die verheissene erone der ehren erlangen moͤge, amen. Gebet um die Erhaltung der christlichen Kirche. vater aller barmhev⸗ 0 7* zigkeit, der du dir dei⸗ — ne 68 Gebet um die Erhaltung der christlichen Kirche. ne heilige gemeine und kirche auf erden duͤrch dein wort und den heiligen geist sammlest und er⸗ haͤltest; ich bitte dich, du wollest deine kleine heerde,das arme haͤuf⸗ lein, so dein wort durch deine gna⸗ de angenommen hat,/ ehret und be⸗ foͤrdert/ bey der rechten, erkannten/ reinen und allein seligmachenden Denne auch bey dem rechten ge⸗ rauche der heiligen saeramente, wider alle pforten der hoͤllen, wi⸗ der alles wuͤten und toben des lei⸗ digen teufels, wider alle bosheit und tyranney der argen welt, be⸗ staͤndig und fest erhalten. Erhalte dein schifflein sam̃t deinen christen mitten auf dem ungestuͤmen mee⸗ re, unter allen wellen und wasser⸗ wogen, daß es nicht sinke kuch un⸗ tergehe. Laß deine liebe kirche fest und unbeweglich guf dem grund⸗ fels stehen, darauf sie gebauet ist. O Gott zebaoth! wende dich doch/ schaue vom himmel, und siehe an und suche heim deinen weinstock, und halte ihn im bau, den deine rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erwaͤhlet hast, auf daß sein gewaͤchs ausgebreitet, und seine zweige groß werden. Nimm uns, deine schaafe, in deinen schutz, daß uns niemand aus dei⸗ h ner hand reisse. Behuͤte uns fuͤr allen denjenigen, welche die ver⸗ tilgung der rechten lehre, und die aufricht ung und bestaͤtigung der schaͤndl ichen abgoͤtterey su⸗ chen. Laß dein liebes wort, das helle und unwandelbare licht, so uns jezt scheinet, nicht unterge⸗ druͤcket oder ausgeloͤschet werden; sondern thue huͤlfe durch deinen grossen und ausgestreckten arm, und erhalte deine kirche und ge⸗ meine unter so viel anstoͤssen in der welt„ auf daß du unter uns hie auf erden auch ein volk habest, das dich erkenne, ehre und anbe⸗ te, und deinem heiligen namen mit reinem herzen diene. Ach HErr! schone deines volkes, und laß uns nicht entgelten unsere sünden, der du die missethat vor⸗ mahls vergeben hast deinem volke, und alle ihre suͤnde bedecket; der du vormahls hast allen deinen zorn aufgehaben, und dich gewen⸗ det von dem grimme deines jorns troͤste uns, GoOtt unser heiland! und laß ab von deiner ungnade über uns. Beschütze deine chri— stenheit, welche sich auf dich al⸗ lein verlaͤsset, daß die pforten der hoͤllen sie nicht uͤberwaͤltigen. Sey und bleibe du mitten unter uns, und weiche nicht von deiner gemeine: thue solches um deines namens willen, daß derselbe nicht entheiliget werde; ja thue es um JIEsu Christi deines lieben sohnes willen, amen. Gebet um rechtschaffene Liebe. 76 O HErr JEsu Christe, deslebendigen GOt⸗ tes sohn! du spiegel der goͤttli⸗ chen majestaͤt und ewigen klar⸗ eit, der du uns geliebet hast bis in den tod, und aus brüͤnstiger lie⸗ be am ereuze fuͤr uns arme sůnder gestorben bist, uns damit von dem ewigen tode erloͤset, und ein vor⸗ bild der rechten inbruͤnstigen liebe gelassen hast, wie wir uns unter einander erzeigen sollen: ich bitte dich durch deine grosse treue, du wollest unsere kalte herzen mit dem feuer deiner goͤttlichen liebe erw irmen, daß wir dich wahren Gott, mit dem vater und dem heiligen Geiste in einem ewigen und unzertrennlichen wesen, uͤber alle dinge, und von ganzem her⸗ zen lieb haben; und aus Rche iebe Aeriche Vhde anl thenich. soldern iet sey/ nder nie nit der Iit der the sl lieben. eiligen uß wit n such unser sle thun Lundberfol Wallen dii Aan. Ot Ahn Unswe shast„ und amt allet! Iul/ auf d IN¹ vollkon ufbͤsen. Rer von h ue du ur s wir die nichtv cht nun oleidigem daß wir d slem glau stg m in dir in uns, noch le Wllckenthr Iu Aat ö— I Hh ch Ae Hi I N.I I I H Niohn II „ 50% fesh XI lA Wficht VIER JJ ce iA A ch 0%/M II l un — V I H Y II H ½ L Ohu i Gebet um Geduld in Leidens⸗Zeit. 609 liebe dein wort und gebot hal⸗ ten: daß wir uns auch nach deinem neuen gebote und exempel unter einander herzlich lieben, und da⸗ mit/ als deinerechtschaffene juͤn⸗ ger und wahre christen, bewei⸗ sen, daß wir wiedergebohren sind, nicht aus vergaͤnglichem/ seonten, aus dem unvergaͤnglichen saamen/ nemlich aus dem lebendigen wor⸗ te, das da ewiglich bleibet. Ver⸗ leihe/ daß sich ein jeder christ des andern, als glieder eines leibes, mit brüͤderlicher liebe und herz⸗ licher treue annehme; und daß solche liebe nicht falsch oder er⸗ dichtet, sondern rechtschaffen und ungefaͤrbet sey, daß wir uns un⸗ ter einander nicht nur mit wor⸗ ten und mit der zunge, sondern auch mit der that und mit der wahrheit lieben. Entzuͤnde durch deinen heiligen geist unsere her⸗ zen, daß wir nach deinem vor⸗ bilde auch unsere feinde lieben, und gutes thun denen, die uns hassen und verfolgen und dir die rache in allen dingen mit geduld übergeben. O du sohn GOttes! nimm von uns weg allen haß, neid, seindschaft, und laß alle bitter⸗ feit/sammt aller bosheit/ferne von uns seyn, auf daß wir nicht dos band der vollkommenheit trennen und aufloͤsen. Hilf, daß wir einander von herzen verzeihen, gleich wie du uns vergeben hast; und daß wir die sonne uͤber unse⸗ rem zorne nicht untergehen lassen, auch nicht raum geben dem laste⸗ rer und leidigem boͤsewicht. Gib gnade, daß wir dirdienen in recht⸗ schaffenem glauben/ der durch die liebe kraͤftig und thatig ist auf daß wir in dir ewiglich bleiden und du in uns, also, daß uns we⸗H der tod noch leben, weder engel noch fuͤrstenthum, noch gewalt/ weder gegenwaͤrtiges noch zukuͤnf⸗ tiges, weder hohes noch tiefes noch keine andere ereatur von dei⸗ ner ewig⸗waͤhrenden liebe schei⸗ den koͤnne/ der du lebest und regie⸗ rest mit dem vater und heiligen geiste in ewigkeit, amen. Gebet um Geduld in Nun9h»Zeit. maͤchtiger, guͤtiger 77½⁰ Gᷣott! der du bist ei⸗ ne staͤrke der schwachen/ ein heil der kranken, eine kraft der muͤhseli⸗ gen/ ein trost der betruͤbten, eine freude der traurigen, eine zuflucht der verlassenen, eine huͤlfe der an⸗ gefochtenen, ein leben der ster⸗ benden, ein GOtt der geduld und alles trostes: du siehest und weis⸗ sest, daß wir von natur schwach/ bloͤde und verzagt seyn, und im ereuze ohne deine goͤttliche huͤlfe und beystand nicht bestehen koͤnnen. Derowegen rufe ich zu dir, wenn du mir krankheit/ oder sonst widerwaͤrtigkeit, nach dei⸗ nem goͤttlichen willen und wolge⸗ fallen, zuschickest; du wolleß mich darunter fest im glauben, und be⸗ standig in der geduld erhalten. Verleih mir gnade, daß ich deine vaͤterliche hand und zuͤchtigung mit sanftem geiste und stillem her⸗ zen ertragen moͤge. Gib mir ge⸗ duld in leidens⸗zeit, welche mir hoch von noͤhten ist, und lehre mich, daß ich dir, meinem GOtt, stille halte, wenn es mir⸗ uͤbel ge⸗ het,, damit ich die truͤbsal nicht achte fuͤr ein zeichen deiner ungna⸗ de/ und in meinem herzen nicht et⸗ wa wider dich murre, oder sonst ungeduldig werde; sondern la mich erkennen, daß, welchen du⸗/ Erri lieb hast/ denfelben du auch zuchtigest zu seiner besserung, denn die trubsal bringet geduld, geduld aber bringet erfahrung, er⸗ fahrung 7⁰ Gebet um wahre Gottseligkeit. fahrung bringet hoffnung, hoff⸗ nung aber laͤsset nicht zu schanden werden/ und selig ist der mann, den du, Sott! strafest oder zuͤchti⸗ gest. Darum soll sich niemand weigern der zuͤchtigung des all⸗ maͤchtigen: denn du verletzest und verbindest: du zerschmeissest, und deine hand heilet. Aus sechs truͤbsalen wirst du mich erretten, und in Früöhren. E wird mich kein uͤbel ruͤhren. So hilf nun, ewiger barmherziger GOtt! daß ich meine seele mit geduld fasse, und in gewisser hoffnung unabge⸗ wendet stets an dir bleibe: auf daß ich mit kindlicher zuversicht dein vaͤterliches her, welches unter dem ereuze verborgen ist, erkennen moͤge: mit allerley kraft maͤchtig gestaͤrket werde, 101 der gros⸗ sen macht deiner herrlichkeit, und mit aller geduld und langmuht, in aller anfechtung und widerwaͤr⸗ tigkeit, gewapnet stehe, und froͤlich mit dankbarem gemuͤhte in aller noht, sammt allen deinen glaͤubi⸗ gen, dich preisen möͤgez auf daß/wie ich mit Christo JEsu deinem lieben sohne, allhie leide, also auch mit ihm zur ewigen herrlichkeit erha⸗ ben werde, amen. Gebet um wahre Gott— Alein m erleih mir, allmaͤch⸗ 78. V tiger und barmherzi⸗ ger GOtt! daß ich nach demjeni⸗ gen, was dir wolgefaͤllig ist, fleis⸗ sig und inbruͤnstig verlangen tra⸗ ge/ weislich und verstaͤndlich dar⸗ nach forsche, es wahrhaftig und eigentlich erkenne, es rechtschaf⸗ 1.. und vollkoͤmmlich ins werk stel⸗ e. Richte und lenke meinen stand zu deines namens lob und ehre; und was du von mir for⸗ derst, das ich thun soll, darzu gib deine gnade, daß ich es recht wisse und verstehe, auch durch deine kraft koͤnne und vermoͤge: gib, daß ich es also ins werk richten moͤge, wie sich es geziemet, und wie es meiner seele zu ihrer selig⸗ keit nuͤtzlich und heilsam ist. Ver⸗ leihe mir deine gnade, daß der weg, den ich zu dir wandele, sicher, richtig und vollkommen sey; ich auch davon im gluͤck und ungluͤck nicht abweiche; daß ich bey guten tagen mich nicht erhebe, und in bösen tagen nicht verzage: daß ich dir dank sage, wenu es mir wol ge⸗ het, und geduldig sey, wenn mir es üͤbel gehet; daß mich nichts er⸗ freue/ als das allein, so mich zu dir leitet: und mich nichts betruͤbe, ohne allein das, so mich von dir ab⸗ fuͤhret. Laß mich alles thun aus liebe zu dir: und was zu deinem dienste und ehren nicht gereichet, laß mich als ein lauter todtes werk achten. Laß mich nicht nur aus gewohnheit gutes thun, sondern alles zu dir richten mit herzlicher andacht. Laß alles, was vergaͤng⸗ lich ist, vor meinen augen gerin⸗ ge scheinen; und alles, was dein ist, mir lieber seyn, als das an⸗ dere alles. Laß mich einen eckel haben für allem, was ohne dich ist; und laß mich nichts begehren, was nicht zu deiner ehre oder zu des naͤchsten nutz gereiche. Laß mich mein ganzes herz zu dir rich⸗ ten, und meine maͤngel und ge⸗ brechen mit einem guten vorsatze der besserung bereuen. Hilf mein GOtt! daß ich sey demuͤhtig ohne heucheley, froͤlich ohne leichtsin⸗ nigkeit, traurig ohne zagen, wahr⸗ haftig ohne betrug. Laß mich dich fuͤrchten ohne zweifel, auf dich hoffen ohne vermessenheit, zuͤch⸗ tig seyn ohne unreinigkeit, den naͤchsten strafen ohne rachgier, ihn lieben ohne falschheit, ihm er⸗ baulich Ahliches l. Rilickeit! til steyr Ruches kei Hshilgen! das 1 aun und bes fund/ d Dih zu se Uflden; silez eiuer uj eine d ich deinet& Aufen reiz schaten tr⸗ Llis ich! der herz —— um k hurs. heil alla sher vot⸗ Mdir von „Ldaß ich: Im gewese; Alen; sond gehorsan Kih meine Ich lieher se schwere s vnd gi im kind ic wand Amlische WMSglomon hchte,( MX LXVI LXL.M HN S 1279 R1H i X et + Widil II Ries„ Oe AI IUI Wih u I V V— 10 IHi II i III ö I ken ohne h seyn ohne widerspenstigkeit, gedul⸗ dig ohne murren. Gib mir, o du 6% gnädigster vater! ein munteres und wachendes herz, welches keine unnütze sorgen und gedanken von 0 dir abfuͤhren; ein uubewegliches in herz/ das keine boͤse neigungen und begierden zu sich ziehen; ein un⸗ Pacle überwindliches herz, Gebet um den heiligen Gehorsam. 71 baulich seyn mit worten und wer⸗ ochmuht, gehorsam — Herwindliches herz, das keine widerwaͤrtigkeit muͤde oder matt mache; ein freyes und lebendiges herz/ welches keine boͤse lust bin⸗ den und zwingen konne; ein rich⸗ tiges herz; das kein boͤser vorsatz krͤmmen und beugen moͤge. Gib mir verstand, dich zu erkennen; fleiß, dich zu suchen; weisheit dich zu finden; einen wandel, so dir gefalle; einen glauben/ so dir vertraue; eine bestaͤndigkeit, so sicherlich deiner warte; laß mie deine strafen reizen zur busse, dei⸗ ne wolthaten treiben zur dank⸗ barkeit, bis ich deiner freude ge⸗ niesse in der herrlichen ewigkeit/ amen. Gebet um heiligen Ge⸗ horsam. O heiliger gerechter/ 79. allmaͤchtiger GOtt, himimlischer vater! ich bekenne und klage dir von grunde meines herzens/ daß ich dir nicht allezeit gehorsam gewesen, als ich billig seyn sollen; sondern daß manches mahl ungehorsam und widerspen⸗ stigkeit in meinem herzen aufstei⸗ get. Ach lieber vater! verzeihe mir diese schwere suůnde des unge⸗ horsams, und gih gnade, daß i forthin im kindlichen gehorsam gegen dich wandele. Ich rufe zu dir, himmlischer vater! mit dem koͤnige Salomon; du wollest dei⸗; du zerstreuest die ˙4 nem knechte,(deiner magd) ein gehorsames hert geben. Solches mein demuͤhtiges gebet wollest du gnaͤdig erhͤren, und dir es so/ wie des Salomonis gebet, gefal⸗ len lassen. O HErr JEsu Christe: der du uns einen klaren spiegel und ein heiliges exempel eines vallkommenen gehorsams vorge⸗ stellet, indem du deinem himmli⸗ schen vater gehorsam worden bis zum tode, ja zum tode am creu⸗ ze; du wollest auch in meinem herzen solchen gehorsam wirken, daß ich in die heilige fußstapfen deines gehorsams treten moge. Du hast allen denen, die dir gehorsam sind, ewige seligkeit versprochen, ach! verleihe mir deine gnade; daß ich diesen schatz der ewigen se⸗ ligkeit ja nicht durch ungehorsam verscherze. O heiliger geist! der du von GOtt gegeben wirst denen, ch die ihm gehorchen; tilge aus mei⸗ nem herzen allen ungehorsam, und pflanze in mich die himmli⸗ sche frucht des gehorsams, auf daß ich auch deiner gnade und gůͤ⸗ ter moͤge theilhaftig werden. Du bist ein geist des glaubens; du wollest auch in mir den gehorsam des glaubens wirken. Du hist ein geist der heiligung: du wollest in mir den gehorsam eines heiligen lebens wirken, zur ehre GOttes und erlaͤngung meiner ewigen se⸗ ligkeit, amen. Gebet um Demuht. 8 0 DO allmaͤchtiger GOtt! weil dir ein hoffaͤrti⸗ ges herz ein greuel ist, und nicht ungestraft bleiben mag: denn wer ch zu grunde gehen soll, der wird zu⸗ vor stolz/ und stolzer muht koͤmmt vor dem falle: ja du, HErr ze⸗ baoth.! hast allezeit den hochmuht geschandet und endlich gestuͤrzet. hoffaͤrtig sind in ihres 7³ Gedet um christliche Sanftmuht. ihres herzens sinn, aber den de⸗ mühtigen giebst du gnade, und er⸗ ebest die niedrigen aus dem stau⸗ e; so bitte ich dich, verleihe mir rechtschaffene christliche demuht, daß ich lerne von herzen demuͤh⸗ tig seyn, nach dem exempel mei⸗ nes HErrn JIEsu Christi, welcher, ob er wol in goͤttlicher gestalt war, f. nicht für einen raub hielt, GYtt gleich seyn; sondern er aͤu⸗ ser te sich selbst, und nahm knechts gestalt an: er erniedrigte sich selbst, auf daß wir durch ihn zum ewigen leben erhoͤhet wuͤrden, auch solche demuht von ihm ler⸗ nen mögten. I8 mich fuͤr aller geistlichen und fleischlichen hoffart, laß sie nicht in meinem herzen noch in meinen worten herrschen: sintemahl sie ein anfang ist alles verderbens; denn hoch⸗ muht thut nimmer gut, und kann nichts denn arges daraus erwach⸗ sen; und wer darinnen stecket/ der richtet viel greuel an. Verleihe mir gnade zu bedenken, daß ich nichts als ein schaͤndlicher koht sey. Was will sich denn die arme erde und asche erheben? darzu was hilft einem der reichthum sammt dem hochmuht? es faͤhret ja al⸗ les dahin wie ein schatte. O lieber GOtt bewahre mich fuͤr al⸗ lee hoffart und vermessenheit, welche nichts gutes, sondern ei⸗ nen jammer nach dem andern an⸗ richtet. Laß mich nicht aufgebla⸗ sen und uͤbermuͤhtig werden in ga⸗ ben, die du mir mittheilest, auf daß ich dieselbigen nicht misbrau⸗ che, noch jemanden vor mir ver⸗ achte: denn wir haben ja nichts von uns selber, sondern alles, was wir haben, das koͤmmet von dir; wie kann sich denn jemand ruhmen, als ob er es nicht empfangen haͤt⸗ te? Darum hilf, daß niemand wei⸗ büͤhret zu halten sondern daß wir von uns maͤssiglich halten, unse⸗ re sünde erkennen, und ein zer⸗ knirschtes und zerbrochenes herz haben, welches du nicht verach⸗ ten wirst. Behuͤte mich auch fuͤr den ruhmraͤhtigen, daß ich nicht der stolzen spott, und der hof⸗ aͤrtigen verachtung werde: laß mich von ihnen nicht untertreten werden. Gib, daß wir uns alle⸗ sammt demuͤhtigen unter deine gewaltige hand, auf daß du uns er⸗ hoͤhest zu deiner zeit, amen. Gebet um christliche Sanftmuht. guͤtiger 5EnR und 8 I. O GoOtt! der du uns so leutselig zur busse einladest, und so langmuͤhtig auf unsere bekeh⸗ rung wartest: goͤnne und gib mir den reichthum deiner langmuht und sanftmuht. Ach HErr! wenn mir das allergeringste von mei⸗ nem nachsten zuwider geschiehet; so gehet leider! oft das feuer des jorns und der rachgier in meinem herzen an. Darum bitte ich de⸗ mühtiglich, du wollest diese schnoͤ⸗ de begierde meines suͤndlichen fleisches durch deinen geist toͤdten. O wie viel harte worte, und wie viel haͤrtere schlaͤge, ja die aller⸗ haͤrteste pein und schmerzen hat dein lieber sohn, mein heiland, meinetwegen erlitten! und hat, da ihm gefluchet ward, nicht wie⸗ der gefluchet; sondern alles dem heimgestellet, der da recht richtet. Was ist es denn fuͤr ein hochmuht und widerspenstigkeit von mir, daß ich elender sterblicher mensch, ich arme erde und asche, nicht ein⸗ mahl ein hartes woͤrtlein vertra⸗ ter von sich halte, denn sich es ge⸗ gen, und die von dem naͤchsten mir zugefuͤgte beleidigung und scaicht ni .2— 6 uf 1 I Alchter Aierte Anlt, U. 0 Ae Acn seht 6 chuler I Witd; Ruthte ur Alsssn; fit sl trel süt ogltiget,s Aitiglis Aihdenn,A hell einet Wld hinck n des himz Whungb! Augeshich munes gle Aabarmunt U Hett, Attenl nein sslefehler! ch auch vo Whebungni Midiger o aser lang Vib mir saust Rheinen u Was zuwi Hse: sond Magier, a silden hüt suborsicht umnuht ge Hheschwin Aemahle huiger Väherant II I D E UH H. 1H d + 10 R nis Cach LXXI H Dul sch ohln E IIH Gebet um Billigreit und Barmherzigkeit. 7³3 nicht mit sanftmuͤhtigem herzen erdulden und uͤberwinden kann? Ach du liebster HErr JIEsu! du schreiest ja uͤberlaut: lernet, ler⸗ net von mir, denn ich bin sanft⸗ muͤhtig, und von herzen demuͤh⸗ Wtig! So rufe ich dich nun an mit flehendlichem seufzen; nimm mich auf in die schule des heiligen gei⸗ stes, da man ein thaͤter deines wortes wird; daß ich darinnen von dir rechte wahrhaftige sanft⸗ muht wol fassen und lernen moͤge. Ach mit wie so mannigfaltigen und schweren suͤnden erzürne ich dich/ o guͤtiger vater, deren ver⸗ gebung ich taͤglich bedarf! Wie dürfte ich denn, der ich ein mensch bin„ gegen einen menschen zorn halten, und hingegen von dir, dem HErrn des himmels und der er⸗ den, vergebung bitten? Das wollte ja ein ungeschickter handel seyn: gegen meines gleichen begehre ich keine erbarmung zu üben; aber von dir, o HErr, duͤrfte ich verzei⸗ hung bitten! nein, wo ich dem naͤch⸗ sten seine fehler nicht vergebe, so ann ich auch von dir meiner suͤn⸗ den vergebung nicht hoffen. Dar⸗ um,/ o gnaͤdiger vater! der du bist von grosser langmuht und erbar⸗ mung, gib mir den geist der ge⸗ duld und sanftmuht, damit ich wider meinen naͤchsten, wenn er mir etwas zuwider thut, keinen zorn fasse: sondern mich fuͤr eifer und rachgier, als fuͤr meiner see⸗ len feinden hüte: oder da ich ja aus unvorsichtigkeit einen zorn und unmuht gefasset, daß ich den⸗ selben geschwind ablege. Laß die sonne niemahls uͤber meinem zor⸗ ne untergehen, damit sie nicht zum zeugniß meines grimmes wegschei⸗ de. Laß mich auch nicht im zornesp einschlafen, damit solcher schlaf mich zornigen menschen nicht dem tode uͤberantworte. Und wenn ich ja wider meinen feind zuͤrnen und rache ůͤben will; so gib, daß ich wider meinen eigenen zorn, und also wider mich selbst zuͤrne und ergrimme: denn der zorn ist ia einer von meinen groͤßten und gefaͤhrlichsten feinden; weil er meine seele toͤdten, und mich dem ewigen tode und verdammniß uͤbergeben will. Gib auch, daß ich meinen mund bewahre, und mei⸗ nen gang in allen meinen wegen klüglich fuͤhre und richte, auf daß ich meinen naͤchsten weder mit worten noch mit werken beleidige. O HErr JEsu Christe! du leutse⸗ liger, sauftmuͤhtiger und freund— licher lieber heiland! gib, daß ich vor allen dingen den fußstapfen deiner sonderbaren sanftmuht und geduld richtig nachfolge, und mit aufrichtigem treuen herzen meinen naͤchsten liebe, und un⸗ straͤflich sey vor GOtt und unserm vater auf deine zukunft sammt al⸗ len deinen heiligen, amen. Gebet um Billigkeit und Barmherzigkeit gegen den Naͤchsten. armherziger GOT, 8 2. B langmuͤhtiger, lieb⸗ reicher vater! wir arme suͤndliche menschen bekennen dir unseres herzens angebohrne unart und haͤrtigkeit, daß wir leider! zur unbarmherzigkeit, haß, feind⸗ schaft, ungerechtigkeit, unbillig⸗ keit und eigennutz von natur ge⸗ neigt sind; und damit an un⸗ serem naͤchsten uns mannigfaltig versůndiget haben, mit ihm derge⸗ stalt nicht mitleiden gehabt, noch ihm so willig vergeben noch beyge⸗ rungen, wie wir sollten. Wir haben leichtlich gerichtet und ver⸗ dammet, ungern vergeben, spar⸗ sam und nachlaͤssig gegeben. Ach 5 HErr 74 Gebet um die Versoͤhnlichkeit. HErr barmherziger vater! ver⸗ gib uns diese schwere sünden, um deines lieben sohnes JEsu Chri⸗ sti willen; und laß ja nicht hin⸗ wieder nach deinem gerechten gerichte unbarmherzigkeit oder strenges recht wider uns ergehen.f Gib uns allesammt mitleidige er⸗ barmende herzen, welche da des naͤchsten elend jammere; damit wir ja seine betruͤbniß nicht groͤsser machen, sondern so viel moͤglich sie lindern helfen; daß wir uns der fremdlinge, der witwen und waisen erbarmen, und allerwe⸗ gen nach vermoͤgen gerne helfen. Ach lieber GOtt! du hast gefal⸗ len an barmherzigkeit, und nicht am opfer:so laß uns doch allesammt anziehen herzliches erbarmen, freundlichkeit, demuht, sanft⸗ muht, geduld, daß wir ja gerne vergeben, gleichwie uns Chri⸗ stus vergeben hat. Gib, daß wir allenthalben in worten und wer⸗ ken gegen unsern naͤchsten also handeln, wie wir wollen, daß man mit uns handeln soll; und unsere sachen also einrichten, daß wir nie⸗ manden unrecht thun. Regiere uns durch deinen heiligen geist, daß wir vorsichtiglich wandeln, nicht zu weit greifen, noch jemand übervortheilen im handel. Neige unsere herzen zu deinen zeugnis⸗ sen, und ja nicht zum geiz, welcher eine wurzel ist alles uͤbels. Gib uns erbarmende und mitleidende herzen, daß wir dem duͤrftigen gern mittheilen, und wol zu thun nimmermehr vergessen. Laß ja, o HErr! eh herzen durch die schaͤndliche liebe des zeitlichen nimmermehr bethoͤret werden; sondern gib, daß wir alles fuͤr koht achten, gegen der uͤber⸗ schwenglichen erkenntniß JEsu Christiʒ und unser zeitliches nicht auf das fleisch, sondern auf den geist saͤen, auf daß wir nicht von dem fleische das verderben, son⸗ dern von dem geiste das ewige le⸗ ben ernten moͤgen. So wirst du uns, HErr! erretten zur boͤsen zeit, und nicht geben in unserer einde willen. Insonderheit wirst du uns barmherzigkeit bey dir finden lassen an jenem tage und in unserer letzten noht; und wirst nach deiner grossen barmherzigkeit uns aushelfen zu deinem himmli⸗ schen reiche. Dir sey ehre von ewigkeit zu ewigkeit, amen. Gebet um die Ver⸗ sohnlichkeit. 8 3 Gadiger GO und 3² vater! ich beklage meine unart vor dir, wie ich so traͤge bin denen zu vergeben, die mich beleidiget haben. Du haͤttest ursach mich deswegen von dei⸗ nem angesichte zu verwerfen, und mir auch nicht zu vergeben: aber du bist GOtt und nicht ein mensch; bey dir ist gnade und viel vergebung/ weil deine wege nicht wie unsere wege sind. Darum ver⸗ gib und tilge in mir, mein GOtt! soͤlche unversoͤhnlichkeit. Lehre mich bedenken, wie ich dich so oft, taͤglich und stundlich beleidi⸗ ge, und doch vergebung von dir hoffe; daß ich + nach deinem exempel meinem bruder, der an mir suͤndiget, voll liebe und sanft⸗ muht, nicht nur siebenmahl, son⸗ dern siebenzigmahl siebenmahl vergebe. Gib mir gnade, die strafe recht zu betrachten, die du den un⸗ ver soͤhnlichen draͤuest, welchen du auch nicht vergeben, sondern sie in den kerker werfen willt, bis sie den letzten heller bezahlen. Laß mich auch das exempel Christi, meines HErrn, der fuͤr seine fein⸗ de und ereuziger bat, zur wahren und 6 ar Whman I t ö 0 nichr Isle sih. averde Iaelebe Wicben! Mhsetn: Iu St Oed Ait hoͤr I worte! RMache, ndersat Mein brül AHschen er! aulsend⸗k s ell/ und laste lung brit Hhat uns u fuß/ m mit be Whach zeit Rhit verl⸗ Richthum dnahru Merechtigt Mer he Aih worte OShacht. shshleicht Aalhen na Hlafen, sok Ahrüllend sh versc kennen, Gebet um Sieg uͤber den Satan. 0 —— — 14 N 7 und herzlichen versoͤhnung bewe⸗ gen, daß ich meinem bruder seine 2 u sehler von herzen vergeben moͤge. 0h Endlich laß mich auch der verge⸗ Ih bung meiner sünden theilhaftig und gewiß werden: laß mich in % deiner gnade leben, und in dersel⸗ ben selig sterben, durch JEsum Christum unsern HErrn, amen. N, e Gebet um Sieg über 19 den Satan. starker„ gutiger GoOtt, himmlischer hoͤren aus deinem „daß der teufel, IAd D ge unser widersacher/ um uns her⸗ V It II A 5 * 7* ll I 0 A Se III e H9 V It H l 14% Wa H ah 1 An als ein brüllender loͤde und su⸗ Dit chet uns zu verschlingen. OHErr: I wer kann entfliehen? denn siehe, N wachet ohne unterlaß, und 60 ruhet nicht; wir aber, aus traͤgheit unsers fleisches, wachen nicht em⸗ /%sig genug, daß wir ihm durch dei⸗ nehülse widerstand thun moͤgten. So eröffne nun unsere augen, daß X waltigen und listigen feind wir haben; da wir nicht mit fleische und blute, sondern mit dem sa⸗ tan, der ein fuͤrst dieser welt ist/ zu kaͤmpfen haben. Erbarme dich unser, du getreuer GOtt! mache uns wacker und stark in der macht deiner staͤrke. Thue uns an mit deiner ruͤstung, daß wir bestehen koͤnnen gegen die listige anlaͤufe des teufels; ziehe uns an deinen harnisch, umguͤrte unsere lenden mit wahrheit, lege uns an den krebs der gerechtigkeit, und hilf, daß wir gestiefelt seyn mit dem evaͤngelio des friedens. Vor al⸗ len dingen aber gib in unsere her⸗ zen den schild des glaubens/ mit welchem wir ausloͤschen koͤnnen alle feurige pfeile des boͤsewichts. Setze uns auf den helm des heils und reiche uns das geistliche schwert, welches ist dein seligma⸗ chendes wort; damit wollen wir thaten thun, und mit dir wollen wir unsern wider sacher, den teu⸗ fel, ritterlich überwinden, und in deinem namen zuruͤck schlagen. So du uns beystehest, fuͤrchten wir uns nicht, wenn gleich die welt unterginge, und die berge mitten ins meer suͤnken: denn du bist unser helfer, der du lebest und regierest in ewigkeit, amen. Gebet um Regierun der Zunge, daß man mit der Rede nicht suͤndigen moͤge. Hsch HErr, du heiliger, 8 9 A wahrhaftiger und ge⸗ treuer GOtt, lieber himmlischer vater! ich bekenne und klage dir von grunde meines herzens, daß ich armer elender mensch neben andern vielen sünden auch damit wir erkennen, was für einen ge⸗ deine gebote sehr uͤbertreten 2. 7 Gebet um Regierung der Zunge. daß ich meine zunge und mund nicht recht und vorsichtig regie⸗ ret, auch in meinen worten und geberden die wahrheit, aufrich⸗ tigkeit, glimpf und verschwiegen— heit, wie auch den rechten ehrer⸗ bietigen gebrauch deines hohen und heiligen namens nicht ge— vuͤhrlich in acht genommen habe. Ach! wie oft habe ich, mein GOtt! mit meiner zunge die unwahrheit geredet,oder meinen naͤchsten ver⸗ unglimpfet, unbesonnener weise verachtet, oder unguͤtlich von ihm geurtheilet! Wie oft habe ich deinen namen misbraucht/ und vergeblich gefuͤhret, auch wol gar im zorn, oder sonst geschwo⸗ ren, gefluchet, und dem yaͤchsten boͤses gewuͤnschet! Das ist mir al⸗ les von grunde meines herzens leid. Ja HErr! du kennest mei⸗ nes herens grund, du weißt, daß mir es herzlich leid ist: ach! so vergib mir doch alle solche meine sunde um JEsu Christi willen. Erleuchte meinen verstand, daß ich erkenne, wie hoch und heilig deine majestaͤt sey. Ruͤhre mein und unser aller herzen, daß wir aus kindlicher furcht uns fuͤr al⸗ lem 8, önd fi deines heiligen namens, und fuͤr allem leichtfer⸗ tigen schwoͤren, fluchen und boͤsen wuͤnschen von herzen huͤten und vorsehen. Regiere mich auch durch deinen heiligen und guten geist, welcher ein geist der wahr⸗ heit ist, daß ich die zeit meines lebens mich alles luͤgens, verach⸗ tens/ verrahtens, afterredens, ver⸗ leumdens und aller falschheit enthalte und schaͤme; der wahrheit aber und des glimpfes mit allem ernste mich befleisse und alles zum besten wenden helfe; und gegen meinen naͤchsten mich auch im reden also verhalte, wie ich wollte, daß man mir thun moͤgte. Lehre mich ein schloß an meinen mund legen, und ein fest siegel auf mein maul druͤcken, daß ich dadurch nicht zu falle komme, und meine zunge mich nicht verderbe. Dein wort saget ja ausdruͤcklich: die narren haben ihr herz im maule, aber die weisen haben ihren mund im herzen: wo viel worte sind, da gehet es ohne süͤnde nicht ab; wer aber seine lippen haͤlt, der ist klug: und wer seinen mund be⸗ wahret, der bewahret sein leben, wer aber mit seinem munde her⸗ aus faͤhret, der koͤmmt in schrek⸗ ken. So lehre mich nun auch die edle tugend der verschwiegen⸗ heit, und daß ich kein unnuͤtzes faules geschwaͤtz aus meinem munde gehen lasse, sondern was gut und nützlich zur besserung ist, da es noht thut, daß es holdselig sey zu hoͤren. Thue meinen mund auf, daß meine lippen deinen ruhm verkuͤndigen. Laß mich al⸗ lenthalben deines namens ehre suchen, dich recht erkennen, loben und preisen, darneben meinem naͤchsten aus christlicher liebe al⸗ les gute von herzen goͤnnen und wuͤnschen, ja auch diejenige se⸗ gnen, die mir fluchen, und für die bitten, so mich beleidigen. Gib, daß ich die wahrheit von ganzem ge⸗ mühte liebe, und kein falsch her; habe, sondern treu und wahrhaf⸗ tig sey in allen meinen zusagen. Staͤrke mich durch die kraft dei⸗ nes heiligen geistes, daß ich den listigen und geschwinden verfuͤh⸗ rungen des boͤsen feindes, welcher ein vater der lügen ist, kraͤftiglich widerstehe. Pflanze hergegen in mein herz treue und aufrichtig⸗ keit, damit ich ein gutes freudi⸗ ges gewissen vor dir habe, und jedermann redlich unter die augen gehe. Gib, lieber himmlischer vater! daß wir allesammt, aus be⸗ trach⸗ .„ l Net* 0 + be +—— U uun n/ N r Amiches Ihm wort Udeine? Aherken nt und ¹ ked cht im ssurtden u shninfs hen nam Hütüt ude in de 0 chren/ an bhe i heilig/ ANHErt gege! shes An Nermh V muͤh H. du w. ssche nicht Mlich gan Mund aue Aeuget h dhlut! zs eigen Men noch Wfeißtes IWadit/ di Atlenntn Wafenbah Alges wo Mnicht n⸗ Aursande Huch nic H bof Ant den! euze 4 — Gebet gegen des Fl eisches Anfechtung.* 4˙ er hochheiligen ma⸗ fuͤr aller gotteslaͤ⸗ llem misbrauch dei⸗ Hum i t sin H Y M.XI H X E Gebet gegen des Flei⸗ 1 sches Anfechtung. 0 ů W armherziger, sanft⸗ 12 86. B muͤhtiger GOtt, ewi⸗ a ger vater: du weißt, daß in mei⸗ dem fleische nichts gutes wohnet! Il etil sintemahl ich ganz in sunden em⸗ n dfangen und aue sůndlichem sag⸗ wen gezeuget bin: dariu mein h kleisch und blut also verderbet ist, dah ich aus eigener vernunft nicht 77 vernehmen noch verstehen kann/ 1 iu was des geistes GOttes ist: ich rufe zu dir, du wollest mir das rechte erkenntniß deines lieben sohnes offenbahren, auf daß ich dein heiliges wort und die geistli⸗ che dinge nicht nach meinem fleisch⸗ Ish lichen verstande richte oder beur⸗ theile, auch nicht fleischlich gesin⸗ net sey. Gib, daß ich meinen leib betaͤube,das boͤse fleisch zwinge, und heiliger geist regiere, und ich dem⸗ selben in waͤhrer gerechtigkeit fol⸗ ge; weil ich und alle, die Christo deinem sohne angehoͤren, nicht fleischlich, sondern geistlich seyn sollen, und schuldner sind, nicht chdem fleische, sondern nach dem geiste zu leben; auf daß wir nicht an der seele sterben muͤssen. Nachdem aber das fleisch allwege wider den geist, und den geist wi⸗ der das fleisch geluͤstet, und die⸗ selbigen stets wider einander seyn, und im kampfe liegen; so hilf, o getreuer GOtt! daß der heili⸗ ge geist, welchen du mir in mei⸗ ner heiligen taufe und durch dein liebes wort geschenket hast, in mir uͤber das fleisch herrsche und die oberhand gewinne, und ich demselben allezeit unter⸗ worfen sey; 115 durch seine kraft des fleisches geschaͤffte mit allen begierden und wolluͤsten toͤdten moͤge, daß ich hinfort nicht nach meinem eigenen willen in eitel⸗ keit meines sinnes wandele. Laß mich nicht von sunden und werken des fleisches gefangen noch uͤber⸗ wunden werden. Und wenn ich ja bisweilen vom fleisch und blute übereilet werden, oder aus schwachheit in süͤnden fallen und straucheln sollte; so gib gnade, daß ich durch deine goͤttliche huͤlfe, und durch die kraft des heiligen geistes, mich endlich wieder auf⸗ richten moͤge. Ver leihe, daß mein leib nicht geil, frech und unge⸗ zaͤhmet werde; sondern daß ich ihn betaͤube durch ein nuͤchternes und maͤssiges leben, und ihn unter das ioch deiner gebote bezwinge, auf daß ich mich durch deine gnade reinige von aller befleckung des eisches und gemuͤhtes, und fort⸗ fahre mit der heiligung in deiner es sammt den luͤsten und begier⸗ den ereuzige; also, daß mich dein furcht; damit mein geist sammt der seelen und dem leibe auih, ich ehal⸗ 7 8 behalten werde auf die zukunft unseres HErrn JEsu Christi/ zur ewigen herrlichkeit, amen. Noch gegen des Fleisches Anfechtung, boͤse Gedan⸗ ken und Lüste. 0 Het und gerechter 87. GOtt, barmherziger lieber vater! dir vetenne und kla⸗ ge ich die grosse unart meines ver⸗ kehrten fleisches, und die unrei⸗ nigkeit meines herzens, aus wel⸗ chem, als aus einer giftigen quelle,allerley boͤse luͤste entsprin⸗ gen, die wider die seele streiten. Ach HErr! wie oft, wie geschwind uͤbereilet und bethoͤret mich ein boͤser gedanke, eine verkehrte lust, und unterstehet sich mein herz ein⸗ zunehmen, und zur sunde zu ver⸗ leiten! Herzlich leid ist mir sol⸗ ches, und ich habe keinen gefal⸗ len an den boͤsen gedanken und luͤsten des fleisches. S ; So ver⸗ wirf mich doch nicht von deinem angesichte, o mein GOtt! und nimm deinen heiligen geist nicht von mir. Schaffe aber in mir ein reines herz, und gib mir einen neuen gewissen geist/ damit ich die vergaͤngliche lust der welt fliehe, und nicht nach meinen luͤsten wan⸗ dele; sondern meinen willen bre⸗ che, und deinem allein guten wil⸗ len von herzen gehorche. Ver⸗ gib mir auch, o HErr! meine verborgene fehler um Christi wil⸗ len, und wapne mich durch deinen geist/ daß ich ja die suͤnde in mei⸗ nem sterblichen leibe nimmer⸗ mehr herrschen lasse„ihr gehor⸗ ber zu leisten in ihren luͤsten; son⸗ ern daß ich dir lebe im glauben und rechtschaffener heiligkeit. Re⸗ giere mich allezeit, daß ich von herzen alle dinge fliehe, durch Gebet gegen des Fleisches Anfechtung. welche des fleisches lust angereizet und entzuͤndet wird, und daß ie mich hingegen zu deinen zeugnis⸗ sen halte, und alle meine lust an deinen geboten habe: sonderlich aber daß ich allezeit bedenke, wie so eine grosse unaussprechliche und ewige pein auf die kurze und elende lust dieses lebens erfolgen werde; damit ich desto lieber aller fleischlichen lust widerstrebe, und allein trachte nach dem, das dro⸗ ben ist, da mein heiland IEsus Christus ist; damit ich dermahleins allezeit bey ihm seyn moͤge, da ich mit rechter himmlischer wollust, als mit einem strome, werde ge⸗ traͤnket werden; da ewige freude uber meinem haupte seyn, freude und wonne mich ergreifen und al⸗ ler schmerz und herzeleid weg muͤs⸗ sen wird. Dahin hilf, o vater! mir und allen frommen herzen, um JEsu Christi willen, amen. Gebet um sein selbst Erkenntniß. ch mein lieber himm⸗ 88. A lischer vater von welchem alle weisheit und alle er⸗ kenntniß koͤmmet: gib mir weis⸗ heit, daß ich mich selbst recht er⸗ kenne, wer ich von natur sey wo⸗ her ich sey/ und was ich seyn wer⸗ de. Von natur bin ich leider! ein armer suͤnder, voll unreinig⸗ keit; ich bin aus suͤndlichem saa⸗ men gezeuget, und meine mutter hat mich in sünden empfangen: über dis bin ich annoch im elende, auser dem rechten vaterlande, im hause der sͤnder, und werde dem tode und den wuͤrmern zu theil werden. Aus gnaden aber bin ich dein liebes kind, von oben herab gebohren aus dem wastn un Hebel — lgen ge: Wrandent N reichk 0 Aulerde. ule dir, Mkünftt uh deinte . Gib/ dl ahliz/ l Hafh/ det Mhen jedet! sther vate l gegebe gade? ht dinges che seele Ingen be se seele Iingen k sezum gu / und ves Ichigen to Munsete Nir diese heben, det Aben wii Ih mein. hast mich Alumente sihen geif Abiedergeb Ihe/ daßi khe in Ackeit. Hhdenke, Wlben ges auf daß Aultshmah Usts bede h himm Amdgehe siht itd sin fle ts d athichtve it dch aum tmpt WAü Refst Wfeshl ID Aul x ö W H Ai Das a 0 fest Wan M 8 uI i + i Ilee it H imn 14 in Hint M HMX AX 1 e uu —.— — RT e + in —— 54 3½ 16 68 0 Wch enn A e rit Y ke in mir nicht verhindere. Gebet um treue Verrichtung seines Borufes. 7⁰ und heiligen geiste: bin hie im reiche der gnaden, und glaube, daß ich in das reich der herrlichkeit kommen werde. Ach mein GOtt! ich danke dir, daß du mich zu einem vernünftigen menschen, und nach deinem ebenbilde ge⸗ schaffen. Gib, daß ich freundlich/ sanftmuͤhtig liebreich, guͤtig/ barmherzig, demühtig und mil⸗ de sey gegen jedermann. Du hast mir, lieber vater! eine unsterb⸗ liche seele gegeben: gib mir nun auch die gnade, daß ich nicht sterbliche dinge suche, und meine unsterbliche seele nicht mit sterb⸗ lichen dingen beschwere: denn wer seine seele mit eitel sterb⸗ lichen dingen beschweret, der macht sie zum guten immer unge⸗ schickter, und versenket sie endlich in den ewigen tod. Ach wie viel seinde hat unsere arme seele! und wenn wir dieselbe dem HErrn wieder geben, der sie uns gegeben hat, so haben wir hie wol gestrit⸗ ten. Ach mein HErr JEsu Chri⸗ ste! du hast mich durch dein wort und saeramente und durch dei⸗ nen heiligen geist zu einer neuen ereatur wiedergebohren. Gib mir die gnade, daß ich in der neuen gebuhrt lebe in rechtschaffener gerechtigkeit. Gib mir gnade, daß ich bedenke, daß ich zum ewigen leben geschaffen und erloͤ⸗ set sey, auf daß ich die zeitliche wollust verschmaͤhen lerne. das ich stets bedenke, daß ich zu goͤttlichen himmlischen dingen er⸗ leuchtet und geheiliget bin, da⸗ mit ich nicht irdisch gesinnet sey; Gib/ sondern mein fleisch zwingen ler⸗ ne, auf daß es die goͤttlichen 615 tb/ daß ich stets bedenke, daß du mich zu deinem tempel und wohnung geheiliget hast, auf daß ich mich durch die fleischlichen luͤste nicht verunreinige; sondern daß ich thue was dir wolgefaͤllt, und ich dein werkzeug sey, dadurch du deinen heiligen willen vollbringen moͤ⸗ gest. Gib, daß in mir nichts sey, als was dein ist, und was du in mir wirkest. O mein GOtt! be⸗ halte und bewahre deinen stuhl, deinen sitz und wohnung in mei⸗ nem herzen, auf daß ich in dir, und du in mir ewig bleibest, auf daß nicht ich sondern mein HErr Christus in mir lebe; und daß was ich hie im fleische lebe, ich im glauben des sohnes GOttes leben moͤge, der mich geliebet, und sich selbst fuͤr mich dargege⸗ ben hat. Darum gib, daß ich als ein rebe in dir, dem lebendi⸗ gen weinstocke bleiben, und gute fruͤchte bringen moͤge, daß ich in dir gruͤne wie ein yalm⸗baum/ und wachse im glauben, wie eine eeder auf dem geistlichen Libano/ und daß ich gepflanzet bleibe im hause des HErrn, und in den vor⸗ hoͤfen meines GOttes gruͤnen moͤge, damit ich verkuͤndige, wie du/ o mein HErr und GOtt! so fromm bist/ und ist kein unrecht an dir, amen. Gebet um treue Ver⸗ richtung seines Berufes. 8 Allmn Wtiger ewiger 9. Gott, himmlischer vater! ich bekenne und klage dir von grunde meines herzens, daß ich in meinem stande und be⸗ rufe nicht so treulich und fleissig gearbeitet, als ich billig thun sol⸗ len; daß ich manchesmahl traͤge gewesen zu dem, was ich haͤtte thun sollen. Ach lieber vater! ver zeihe mir diese sunde, und gid gnade, daß ich forthin die w erke meines berufs mit treuem fleisse verrichte; sende die weisheit herab von 8⁰ Gebet um des Leibes Nahr ung und Unterhalt. von deinem heiligen himmel und aus dem throne deiner herrlich⸗ keit; sende sie, daß sie bey mir sey/ und mit mir arbeite, daß ich er⸗ kenne, was dir wolgefalle. HErr JEsu Christe! der du uns so treulich und fleissig vermahnet hast, wir sollen in den weinberg Gottes gehen und darinnen ar⸗ beiten; wir sollen handeln, bis du wiederkommen wirst: bist uns auch selber mit deinem exempel vorgegangen, indem du das werk, dar zu dich dein himmlischer vater auf erden gesandt hatte, mit gros⸗ em fleisse verrichtet hast; gib gna⸗ e und segen, daß ich deiner ge⸗ treuen vermahnung, und deinem heiligen exempel folge, in meinem ande und berufe fleissig arbeite, und des goͤttlichen segens und ge⸗ deyens dabey erwarte. O heiliger geist! daͤmpfe und bezwingein mir mein fuͤndliches fleisch, welches immerdar zum mussiggange, zur trägheit und faulheit geneigt ist. Hilf, daß ich bruͤnstig im geiste sey, und den weg meines berufs und der goͤttlichen gebote mit freudigkeit laufen moͤge. Segne meine arbeit, und regiere niein herz also, daß ich alle mein thun und arbeit zu GOttes ehren und des naͤchsten nutz richten, und end⸗ lich in die ewige ruhe und freude nach der muͤhseligen arbeit dieses lebens/ eingehen moͤge, durch JE⸗ sum Christum meinen treuen hei⸗ land, amen. Gebet um des Leibes Nahrung und Unterhalt. Ich danke dir, du koͤnig 90.8 der ehren und HErr himmels und der erden! daß du mich die ganze zeit meines lebens/ von jugend an bis auf diese ge⸗ genwaͤrtige stunde so vaͤterlich er⸗ naͤhret hast, und mir alle tage speise, trank und kleider verschaf⸗ fest; mich mit aller nohtdurft und nahrung des leibes und le⸗ O bens reichlich und taͤglich versor⸗ gest. Denn siehe, nacket und bloß, dürftig und elend bin ich auf diese welt kommen: du aber bescherest mir, was zu meiner unterhaltung noͤhtig ist. Aller solcher deiner wolthaten beken⸗ ne ich mich ganz unwuͤrdig und habe deren keine verdienet. HErr mein GOtt! groß sind deine wun⸗ der der gnade, die du an uns he⸗ weisest, dir ist nichts gleich: ich will sie verkuͤndigen, und davon sagen. Uund wiewol sie nicht zu zaͤhlen sind, so will ich doch dein lob nicht verschweigen; sondern deine gůte verkündigen den kin⸗ des⸗kindern, und von deiner treu sagen den nachkommen, weil ich hie bin. Ich bitte dich, du wollest mich hinfort auch nicht ver lassen, sondern mir speise und trank, nahrung und kleider be⸗ scheren; denn du weissest, daß wir solcher deiner gaben, zu die⸗ sem zeitlichen leben, nicht entbeh⸗ ren koͤnnen, auch solche uns en ber, ohne dich, nicht zu erwerben vermoͤgen; sondern wenn du gie⸗ best, so sammlen wir, und wenn du deine hand aufthust, so wird alles was da lebet, mit wolgefallen ge⸗ saͤttiget. Desgleichen verleih auch/ daß wir deine milde gaben nicht misbrauchen zur suͤnde, uns nicht damit uͤberschuͤtten, noch unsere herzen beschweren mit fres⸗ sen und saufen, und mit sorgen der nahrung: damit wir nicht dem mammon dienen, und in versu⸗ chung und stricke des satans, und viel thoͤrichter und schaͤdlicher luͤ⸗ ste fallen, welche die menschen ins verderben und in die verdammniß versenken. Behůte uns fůͤr Woien i0 nd unt argegs Xgib goes the u m liebes Aatit wer Achen bi IN gabe Alts eirs ultselis iset in E Nextn, ar.A t um 18 Eni BitizS Vdem Aet zu le. Hschreite s Vhestimmz Men stel he hast diz shhellda Wyicht atz alle ung uuch unde igehet. , welchs hit eine 0Khald ve cdoch nun He mit m. Wlben ein Iß. Sit and brei shit wie W hschet leb Whdenker Gebet um ein seliges Ende. 81 N.A N 10 schaffen. Dargegen aber, o gütiger W 601 gib gnade, daß wir alle „llunsere sorge und anliegen auf un dich unsern lieben vater im him— s mel jederzeit werfen, und uns an endem taͤglichen brote, und an dei⸗ ner milden gabe begnüͤgen lassen, Hun sintemahl es ein grosser gewinn Shshist, wer gottselig ist, und ihm be⸗ 4/ Mgnügen laͤsset in Christo JEsu un⸗ esihferm HErrn, amen. II— %% Gebet um ein seliges HI Al Ende. EX guͤtiger GOtt! du hast + n I. O dem menschen ein i Msswziel gesetzet zu leben, welches er Ihnicht uͤberschreiten kann: denn er A Iysfihat seine bestimmte zeit, die zahl AlsAsiseiner monden stehet bey dir. Alle auh uunsere tage hast du gezaͤhlet, wel⸗ hal hiche doch schnell dahin fahren, wie noluhein strohm, nicht anders als floͤgen nie„Hihsie dahin: alle unsere jahre sind nil noullwie ein rauch und schatten, der 1%˙ plolich vergehet. Der mensch n dnist wie gras, welches bald verdor— Uithret, und wie eine blume auf dem M felde, die bald verwelket. So K erlehre mich doch nun erkennen, daß hes ein ende mit mir haben muß, uüdaß mein leben ein ziel hat, und vehhich davon muß. Siehe, meine tage hllind einer hand breit bey dir, und mein leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle menschen, die doch so sicher leben! Ja HErr! Uynlehre mich bedenken, daß ich ster⸗ Waben muß, und allhier in dieser Iilgrimschaft keine bleibende stat⸗ 2 ste habe. Thue mir kund mein kurzes und vergaͤngliches wesen, I ich oft und viel an mein ende ö I gedenke, auf daß ich in dieser welt nicht mir selbst, sondern dir lebe und sterbe; damit ich im wahren glauben den tag meiner heim⸗ fahrt, und der erscheinung deines sohnes JEsu Christi wacker und froͤlich erwarte, und derselben mit heiligem wandel und gottseligem wesen freudig und geschickt entge⸗ gen eile. Begnade mich mit ei⸗ nem seligen abschiede, wenn mein stůndlein herzu nahetz daß ich selig sterbe, und ein vernünftiges ende nehme, daß mir verstand und sinne nicht verruͤcket werden, und ich nicht aberwitzig rede, oder laͤ⸗ ster⸗worte wider dich, meinen sühre. und wider meine seligkeit uͤhre. Behuͤte mich auch für ei⸗ nem böͤsen schnellen tode, und füͤr der ewigen verdammniß. Laß mich nicht ploͤzlich und unversehens von meinem lezten stuͤndlein uͤberfallen werden, sondern daß ich mich zuvor mit wahrer busse und rechtem glauben bereite; und wenn dasselbige koͤmmet, so mache mich freudig und unverzagt zu dem zeitlichen tode, der mir nur die thuͤr aufthut zum ewigen le⸗ ben; und laß mich deinen diener alsdenn in friede fahren, denn meine augen haben deinen hei⸗ land gesehen, welchen du bereitet hast, vor allen voͤlkern, ein licht zu erleuchten die heiden, und zum preis deines volkes Israel. Gib, daß mein leztes wort sey, welches dein lieber sohn am ereuze gespro⸗ chen: Vater, in deine haͤnde be⸗ fehle ich meinen geist. Und wenn ich nicht mehr reden kann, so er⸗ hoͤre doch mein leztes seufzen, durch IEsum Christum, amen. Noch um ein seliges Ende. Err JEsu Christe! der 92. H du durch deinen 5en f en Gebet um ein seliges Ende. den tod uͤberwunden, und durch dein leiden ihm den stachel ge⸗ nommen hast, also, daß der tod uns nur eine thuͤr zu dem himmel, und ein eingang zu der ewigen se⸗ ligkeit worden ist: erbarme dich meiner, und insonderheit in mei⸗ ner lezten todes⸗stunde; so dann nimm dich ja, lieber HErr! mei⸗ ner armen seele herzlich an. Laß mich doch deine gnade alle tage meines lebens regieren und lei⸗ ten, damit ich in starkem glau⸗ ben und heiligem wandel auf deine zukunft warte, und fertig und bereit sey zu dir einzugehen, zu welcher zeit du auch kommest und mich abforderst. Ach HErr! laß mich doch nicht unversehens noch allzu schleunig sterben, son⸗ dern nach gemeiner weise der men⸗ schen, aber mit rechts affenem glauben und wahrer gottseligkeit; auf daß alle, die mich sterben se⸗ hen, deine sonderbare gnade an mir erkennen, und dieselbe mei⸗ netwegen preisen. Ach HErr! laß mich doch bis an meinen lezten seufzer bey vollem verstande; und verleihe ja, daß ich sterbe des to⸗ des der gerechten! Gib, daß ie vorher alles zum ende gebracht habe, was ich dir angelobet und versprochen; und daß ja niemand nach mir zuruͤck bleibe, den ich ge⸗ druͤcket oder dem ich unrecht ge⸗ than haͤtte. Walte mit deiner gnade über diejenigen, so ich hin⸗ terlasse; und gib/ daß wir an dem orte der ruhe und erquickung wie⸗ derum zusammen kommen. Er⸗ halte mich, o HErr! in friede und in der einigkeit deiner kirchen und gemeine, und segne mein todten⸗ bette mit einem treuen, weisen und trostreichen seel⸗sorger, oder mit einem andern treuen und ver⸗ staͤndigen christen, wie denn auch mit dem beystande und geleite deiner heiligen engel, mit würdi⸗ ger geniessung deines allerheilig⸗ sten abendmahls, mit starkem glaͤuben, mit fester hoffnung, mit geduld und mit bruͤnstiger liebe gegen dich, meinen GOtt, und ge⸗ gen alle menschen. Dir befehle ich meine seele, o HErr! als eine theure kostbare beylage, nimm sie auf in deine arme, und laß sie da warten auf den tag deines grossen gerichtes, und laß sie alsdenn mit dem leibe der vollkommenen klar⸗ heit und herrlichkeit, deines ewis gen und himmlischen reiches theil⸗ haftig werden, laß mir dieses alles aus gnaden wiederfahren, HErr JIEsu, amen. Testament eines from— men Christen, alle Wochen oder alle Monate zu sprechen oder zu betrachten. Bormhersiger GOTT: 93. himmlischer vater, dieweil ich weiß, daß ich einmahl sterben werde, weiß aber nicht, wenn es geschehen soll, sondern muß alle augenblicke gewaͤrtig hseyn, daß ich durch den zeitlichen tod von dir abgefordert werden koͤnne: so treibet mich die hoͤchste noht daß ich mich, weil ich noch odem in mir habe, zum sterben be⸗ reite, und mein testament aufrich⸗ te, solches wirst du, o GOtt! nicht verachten. Derowegen danke ich dir vor allen dingen, allmaͤchtiger GOttl für alle deine gaben, die du mir die ganze zeit meines lebens bis hieher geschenket hast; daß du mir einen menschlichen leib, und eine vernünftige seele gegeben, auserlichen guͤtern der seelen, des leibes und des lebens gezieret hast. Insonderheit sage ich dir in ewigkeit von grunde meines 5 zen auch mich mit innerlichen und 6 lt helde! Mshles Ihn Hkert Mficheint Mhrberde lhe Mich wif un habe/ lhnlich Weund! Huerscht und va est/ di Ahem ve Mh geth Men verdt 1. Iu solo Hich ger Ran he; Mheilige Mee ewi Mliebest heines h eit und Iam geho Iharkeit yiel i⸗ Heit kant Meit vol sff mir Mchtif Mgtis,, VHlieber! ch hekent N nill, shiit bin m vate h wird n grade line Wund ged s defen Ihalles h 0 heinen hie t ahe, w Wwid. de. — Testament eines frommen Christen. 83 5—. 5 zens lob, preis und dank fuͤr die nl seligmachende erkenntniß deines Austz lieben sohnes JEsu Christi. In ae l derselben bekenne ich hiemit vor 14³ mun dir/ daß ich ein armer sunder bin, i wegen der verderbten natur, auch W% wegen täglicher wirklicher sün⸗ 4 l den, die ich wissend und unwissend on begangen habe, über welche alle 5 den ich schmerzlich leid trage; jedoch WAih aber traue und baue ich, mit kind⸗ licher zuversicht, auf deine grund⸗ ½ r Sirno⸗ und vaͤterliche gnade, in Ehristo JEsu, der fr meine sünde al mit seinem verdienste vollkom⸗ men genug gethan, und die strafe IAih der ewigen verdammniß aufgeho⸗ un ben hat. In solchem wahren glau⸗ ben bin ich gewiß, daß du mich At durch dein heiliges wort und 0s 0 durch die heiligen saeramente, als ein kind des ewigen lebens, anneh⸗ IEH A mest und liebest: darauf ich auch, in kraft deines heiligen geistes, dir 94² Zul in heiligkeit und gerechtigkeit, in fündlichem gehorsam und schuldi⸗ Ieiger dankbarkeit hie zeitlich dienen Nwill, so viel ich wegen meiner nah Iha schwachheit kann, bis ich dich dort Iui„Uich in ewigkeit vollkommen preise: Ihh n dazu hilf mir, mein getreuer H chGOtt! in Christo JEsu, durch den Ienheiligen geist, amen. yn Dis, lieber GOtt! ist meines Aglaubens bekenntniß, in welchem Iutsich leben will, so lange du willt; esh auch bereit bin zu sterben, wenn Hnnes deinem vaͤterlichen willen ge⸗ Vih faͤlig seyn wird. Darauf sey dir hin deine gnade und allmacht be⸗ a hfohlen meine seele, vernunft, sinnen und gedanken, mein leib, % und alle dessen glieder, mein le⸗ mu Ui ben, und alles was ich hin. Re⸗ t diere mich, weil ich lebe, und %% U zwinge meinen willen, damit er % sich dir nie widersetze, noch et⸗ 0 was begehe, was deinen heiligen —0 ů A geboten zuwider ist, es sey was es wolle. Lebe in mir, wenn i sterbe; und wenn nun meine seele aus diesem meinem leibe, als aus ihrer herberge, reisen wird: so nimm meinen geist in deine haͤnde zu den himmlischen freu⸗ den; den leib aber laß in die erde verscharret werden, und verleihe ihm am juͤngsten tage eine froͤliche auferstehung zum ewigen leben. Und damit mir zu meiner reise aus diesem leben nichts hinderli⸗ ches vorfalle; so habe ich schon wegen des irdischen richtigkeit gemachet. Ich sage derohalben in meinem herzen ab den zeitli⸗ chen gütern, allen weltlichen an⸗ gelegenheiten, und kuͤrzlich allem, was meinen seligen abschied nicht befoͤrdert, und nur in diese weit gehoͤret. Nacket und ohne sorge bin ich aus meiner mutter leibe kommen; nacket und ohne sorge des zeitlichen will ich meinen ab⸗ schied wieder nehmen. Alle meine freunde und verwandten gesegne ich und befehle sie, o mein GoOtt! in deinen schutz und schirm, du wirst sie wol versor⸗ gen. Allen meinen feinden ver⸗ gebe und verzeihe ich alles, was sie mir uͤbels gethan haben, sie er⸗ kennen gleich ihre sünde, oder nicht; und habe ich wider keinen einzigen menschen auf der ganzen erde haß, neid, oder einigen widerwillen; sondern goͤnne von herzen jedermann alles gute, und bitte meinen GOtt, er wolle al⸗ lenthalben bey allen menschen mit seiner vaͤterlichen gnade woh⸗ nen. Hingegen bitte ich jeder⸗ mann, den ich jemahls mit wor⸗ ten oder mit werken moͤgte belei⸗ diget, geaͤrgert, oder wol gar verfuͤhret haben, er wolle mir aus bruͤderlicher liebe, um un⸗ sers allgemeinen bruders Christt Zese willen, meine gebrechen 2 zn 8⁴ Testament eines frommen Christen. zu gute halten und verzeihen, stiget, dieses testament mündlich gleich wie uns GOtt der himmli⸗und in eigener person nicht gnug⸗ sche vater unsere schuld und mis⸗sam aussprechen und wiederholen sethat gnaͤdig vergiebet. Daraufkoͤnnte, oder ich mich der schmerzen nehme ich nun einen christlichen halber ungeduldig erzeigen, oder abschied von meinen freunden aus heftigkeit der hitze irre reden und von allen menschen; begebe sollte, oder wie sich die faͤlle sonst mich auch alles zeitlichen, was ereignen moͤgten; welches doch mir unser HErr GOtt in dieser Gott nach dem reichthum seiner welt anvertrauet hat, und ver⸗unaussprechlichen barmherzigkeit lasse willig und bereit alles, was abwenden, und mich mit einem zu diesem leben gehoͤret. Schließ⸗wolversehenen, friedlichen, froͤli⸗ lich, lieber GT! ist hier uchen, getrosten und sanften christ— meine seele, und wartet, wenn lichen ende in allen gnaden segnen sie nach deinem willen in Abra⸗wolle: so bezeuge ich doch vor dem hams schooß, ja in die arme mel⸗ angeschte meines schoͤpfers, erloͤ— nes lieben heilandes JEsu Chri⸗ sers und heiligmachers, jezt als sti soll getragen werden. Hier ist sodann und sodann als jezt, auf al⸗ der leib, welcher sanft zur ruhe in le begebnisse, wie sie namen haben mein kaͤmmerlein soll beygesetzet moͤgen, daß dasselbe gegen und wi⸗ werden. Mache mich bereit und der meinen willen geschehe, und komme alsdenn, lieber vater! so daß diese jezt abgelegte bitte und soll mir keine zeit zu fruͤh seyn, aus anbefehlung meiner seelen meine der zeit in die ewigkeit zu gehen. endliche schluß⸗bitte in meinem Dis, lieber GOtt! ist mein 20 herzen seyn und bleiben solle; ja, stament und lezter wille, welchen daß ich auf diese maasse, und durch⸗ ich mit wolbedachtem rahte mei⸗ aus nicht anders, mit dem beystan⸗ nes herzens gestellet, dir demüh⸗ de Gottes des heiligen geistes jeßt tig zu deinen fuͤssen lege, darauf oder wenn und wie es dem all⸗ ich auch das heilige saerament des maͤchtigen gefaͤllet, leben und ster⸗ altars, welches von meinem ben, meinen HErrn und seligma⸗ HErrn Christo zu staͤrkung mei⸗ cher JEsum Christum allzeit in nes glaubens und zur versiche⸗ meinen gedanken fest haben und rung des ewigen lebens eingesetzet behalten, auch in seine blut⸗trie⸗ ist, verschiedentlich empfangen fende wunden bestaͤndig einge⸗ habe, auch noch ferner, nach dei⸗schlossen seyn und bleiben wolle, nem willen, empfangen will: mit Das geschehe und werde wahr! bewissem vorsatze, fest und steif, Amen, erhoͤre mich GOtt vater, gestaͤndig und unverbruͤchlich da⸗ sohn und heiliger geist, amen bey zu Aubeytdie Dieses 9—7—.— ment will ich die zeit meines le⸗ Rer 156675 bens, so lange ein lebendiger Gebet bom juͤngsten geist in mir ist, stets in meinem Gerichte. herzen wiederholen, auf daß es Aln„ewiger nimmermehr aus meinem ge⸗ 94. und barmherziger daͤchtniß falle. Wenn es aber ge⸗ Gott, lieber himmlischer vater! schehen sollte, daß ich durch ge⸗ wir sagen dir lob und dank, daß sehwinde zufaͤlle überetlet, oder] du uns nicht allein das leibliche durch groͤsse der krankheit geaͤng⸗ und zeitliche leben gegeben 16⸗ is⸗ lt 10 himlt Whenin! hnd de hen has Iess El uht ul, dnl uls il elichkeil Dit erk! s wir! ihe offen geiwes Hrstehett lhekeitet . Wil Metziger! Hiuns u. sohnes schen undz Ithnadigla uch dein Daß Wil! ,Was zh n und sez Mͤon tag! Iuntniß d / gottes: Huld zung e vesen! leugne lhteten h. schigkeit* Rsen GO. WEA Neur! ven hler gross wir uhe welt; Mliche leb shiten un 1 6 foy Illassen lit die ah, uuser he un sczseyn sh an! Wa 14 i 428 l ien V . 1H NEI A IA A AX. H HIA XIIII AIWii ineh h XI. Whe WXI.I Reet Ac Niih Vui Ai NHH HerN A nichtt I ,H en Het1 l V 004% 7 9 1 I 1 u v M* Gebet vom juͤngsten Gerichte. 85 bishero erhalten; sondern uns bestaͤndig bleiben; auf daß wir der⸗ auch. das himmlische und ewige mahleins das erfreuliche antlitz Habn leben in deinem worte geof⸗Hunsers liebsten braͤutigams IEsu enbaret und darinnen gnaͤdiglich Christi mit freuden sehen, ihm versprochen hast, daß dein lieber als die klugen jungfrauen, wenn 600 JEsus Ehristus, dem du er nun zur himmlischen hochzeit as gericht uͤbergeben, wieder⸗ aufbricht, mit den brennenden kommen, und nachdem er dasselbe lampen des glaubens und der gehalten, uns in das reich der ewi⸗ liebe, voll freuden entgegen gehen, gen herrlichkeit zu sich nehmen und aus der sterblichkeit in die un⸗ solle. Wir erkennen, lieber va⸗sterblichkeit, aus der schwachheit ter! daß wir gegen solche gna-in die kraft, aus dem leid in die denreiche offenbahrung nie recht freude, aus dem irdischen in das dankbar gewesen, noch uns zu shimmlische, mit ihm eingehen und dem bevorstehenden lezten gerich⸗versetzet werden moͤgen. Ach laß te so zubereitet haben, wie sich es uns doch, du frommer GOtt und gebuͤhret. Wir bitten dich aber,. vater! nimmermehr sicher wer⸗ obarmherziger GOtt und HErr!den, noch der zukunft deines soh⸗ du wollest uns um desselben deines nes und dieses grossen gerichtes lieben sohnes JEsu Christi wil⸗Uvergessen: deun er wird ja ploͤilich len solchen undank und unacht kommen wie ein blitz, und unver⸗ samkeit gnaͤdiglich verzeihen; und sehens, wie ein dieb in der nacht, uns durch deinen geist also re⸗(und mit grossem schrecken wider gieren, daß wir ja in zeiten be⸗die gottlosen; weil himmel und denken, was zu unserer ewigen serde in einander fallen, und das wolfahrt und seligkeit dienet; da⸗feuer die ganze welt verbrennen mit wir von tage zu tage in wah⸗soll. So behüte uns nun⸗ du from⸗ rer erkenntniß deines sohnes, insmer GOtt! daß wir unsere herzen glauben, gottesfurcht, hoffnung ja nicht beschweren mit fressen und geduld zunehmen, alles un⸗und saufen, mit unreinigkeit und gottliche wesen und die weltliche fleisches⸗lust, oder mit sorgen lͤste verleugnen; und also mit der nahrung damit dieser tag des aufgerichteten häuptern und grose grossen gerichtes nicht schnel und ser freudigkeit, die erscheinung wie ein fall⸗strick uber uns kommez des grossen GOttes und unseres sondern laß uns allezeit wacker heilandes JEsu Christi erwarten. seyn und beten, auf daß wir wür⸗ Ich HErr: verleihe uns doch, dig werden mögen zu entsliehn nach deiner grossen erbarmung, diesolchen erschrecklichen dingen, und s gnade, daß wir diese boͤse gefaͤhr⸗zu stehen vor des menschen sohn. liche arge welt, und das elende Hilf uns, HErr! durch deines gei⸗ kuͤmmerliche leben von herzen ge⸗stes kraft, daß wir allemahl mit ringe schaͤtzen und verachten, und, heiligem wandel und gottseligem wenn du es forderst, gern und wesen geschickt und bereit seyn, willig verlassen; daß wir doch, dieund also auf diese zukunft des ta⸗ geringe zeit dieses kurzen lebens ges des HErrn warten und ihr hindurch, unserer seligkeit halber, freudig entgegen eilen. Und weil gerne muͤhe und fleiß anwenden, wir nach deiner verheissung eines auch, wo es seyn soll, willig leiden,neuen himmels und einer neuen und' also bis an das ende treu und! erde, darinnen gerechtigkeit ch f 3 Uet, 8⁵ Gebet vom ewigen Leben. net, warten sollen; so gib ja vor allen dingen, daß wir fleiß anwen⸗ den, damit wir vor deinem sohne unserm heilande unbeflecket und unstraͤflich in frieden erfunden werden, und mit allen deinen aus⸗ erwaͤhlten den erfreulichen aus—⸗ spruch anhoͤren moͤgen: Kommet her, ihr gesegneten meines va⸗ ters! ererbet das reich, welches euch von anbeginn der welt berei⸗ tet gewesen. Gib, daß wir darauf sammt allen gerechten in das ewi⸗ ge leben eingehen. Das verleihe uns, lieber himmlischer vater! um deines allerliebsten sohnes JEsu Christi, unsers HErrn und hei— landes willen, amen. Gebet vom ewigen Leben. Err mein Gott! ich 95. erkenne die eitelkeit, und das nichtige wesen der welt, und dieses zeitlichen lebens. Es ist ja lauter elend, suͤnde, schwach⸗ heit, gefahr, widerwaͤrtigkeit, sorge, furcht, hoffnung/ und zulezt der tod, ja muͤhe und arbeit, wo es am besten ist. Ach wie wol ist dem, der uͤberwunden hat und selig abgeschieden ist. Ich habe es bisher nicht erkannt, wie sich es gebuͤhret; ich habe nach dem himmlischen gute nicht also ge⸗ trachtet, wie ich sollte. Vergib mir es, mein GOtt! und habe ge⸗ duld mit mir. Dir ergebe ich mich nun, o HErr! von ganzem herzen. Du hast mich geheiliget, und zur seligen hoffnung und gemein⸗ schaft des ewigen lebens gebracht. Ich haͤtte zwar viel sorgen, die mich sehr plagen moͤgten, aber ich lade sie ab in deinen schooß. Ich schůtte mein herz vor dir aus, denn du bist meine zuversicht. Dir be⸗ fehle ich mein leben, meinen leib 00 E und seele. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach him⸗ scalth mel und erden; wenn mir gleich leib und seele verschmachtet, so bist Mfsster du doch, o GOtt! meines her⸗ Ahsso zeus trost und mein theil. Was asheth ist dieser zeit leiden? es ist doch n nicht wehrt der herrlichkeit, die an htofehh uns soll offenbahret werden. Ach d wenn werde ich dahin kommen, anmen. daß ich dein angesicht sehe, mein mich it GOtt! da ich von deiner gerech⸗ Ald. tigkeit werde fatt werden: da ich hr e in sichern wohnungen und in stol⸗ utdm zer ruhe seyn werde: da alle thraͤ andere nen von meinen augen werden ab⸗ ude unt gewischet werden: da aller schmerz Aehanni und herzeleid wird weg muͤssen, hgott und freude und wonne wird uͤber ottlobe meinem haupte seyn: da mein leib nnich hal verklaͤret und aͤhnlich seyn wird sehmt dem herrlichen leibe JEsu Chri⸗ inlicht sti: da ich den engeln gleich seyn, zn. und leuchten werde wie die sonne ich in deinem reiche: da ich dich, o wttseligk mein GOtt und mein 4 Peu rel bleil von angesicht zu angesichte sehen, ih bey und mich mit unaussprechlicher uind dich ewiger freude freuen werde: da ich iglich bey dir meinem GOtt /bey den lie⸗herr Je ben engeln, bey der gemeine der—.— erstgebohrnen, die im himmel an⸗ geschrieben sind, bey den geistern It nach der vollkommen⸗gerechten alle⸗ uyg zeit seyn und bleiben werde. Ach( bur wie gut wohnen wird da seyn in„Oss deinem, als meines vaters, hause! Anichtig welches ein haus voll heiligkeit shen s und gerechtigkeit, ein haus voll nan freude und wonne, ja ein haus aumz voll leben und ewiger seligkeit ist. inn Ach vater! nimm mich zu dir; ach sanf: 0 HErr JEsu! komme bald, und sönden zeuch mich zu dir, auf daß ich sey 1 wo du bist, und deine herrlichkeit an sehe, die dir der vater gegeben hat. Ach HErr Gott heiliger Iunm geist! laß nich unterdeß bis an an mein seliges ende allezeit 095 sh 8 + E ö le 0 ö H 2 Sih AX U O WA sH A nun INuh HIH G N.I H ben iH AC I MI AI IH Wh LXIA en S u M N.I 0 Dl AN Vnl N hi ½ II hl 1 MI UI vorschmack A und herrlichkeit empfinden! Ich I Gebet nach der Ordnung des Vater Unsers. 8² dieser ewigen freude weiß zwar, daß ich von der obrig⸗ keit der finsterniß erloͤset, und ammt Christo in das himmlische wesen versetzet bin: ich weiß, daß ich ein kind GOttes bin, aber es ist noch nicht offenbahr, was ich seyn werdezes wird aber offenbahr wer⸗ den, wenn mein HErr JEsus kom⸗ men und mich in sein reich zu sich nehmen wird. Ach komme doch bald, HErr JEsu! der tag deiner zukunft wird mir ein tag des tro⸗ stes, ein tag der erquickung, ein tag der freude und des wollebens seyn; wie kann ich seliger seyn/als wenn ich GOtt sehen, GOtt hoͤ⸗ ren, GOtt loben, GOtt in mir und um mich haben, ja mit GOtt ewiglich seyn werde? da wird Gott mein licht, mein heil, mein leben seyn. Hilf mir, mein GoOtt! daß ich im glauben und in der gottseligkeit bestaͤndig sey/ und getreu bleibe bis in den tod, damit ich bey dir seyn, mit dir leben, und dich in himmlischer freude ewiglich loben moͤge, amen, HErr JEsu! amen. Gebet nach der Ord⸗ nung des Vater Unsers. 6 O barmherziger himm⸗ 9 D lischer vater, ewiger und allmaͤchtiger GOtt! der du uns bishero so gnaͤdiglich erhaͤl⸗ ten hast, und auch als ein getreuer vater und allmaͤchtiger GOtt uns noch ferner alles gute geben willt und kannst: wir arme sünder bit⸗ ten dich,in dem namenEsu Chri— sti deines sohnes, du wollest uns erleuchten durch dein wort und wahrheit, daß wir dich recht er⸗ kennen, und mit herz und munde, mit worten und werken, im thun und ungluͤck, leben und sterben, dich heiligen, ehren, loben und preisen. Regiere und fuͤhre uns durch deinen guten und heiligen geist: bleibe bey uns mit dem rei⸗ che deiner gnaden, und breite es unter uns aus; bis du auch endlich am juͤngsten tage mit dem reiche deiner unendlichen herrlichkeit zu uns koͤmmest/ und uns in die ewige freude und herrlichkeit einfuͤhrest. Erhalte unterdeß bey uns das heilige predig amt, und den rei⸗ nen gottesdienst: verleihe uns deine gnade, daß wir alle, und ein jeder insonderheit, beides in un⸗ serm gaͤnzen christenthume und gemeinem leben, wie auch in un⸗ serem sonderbaren amte und be⸗ rufe, als fromme christen, treu und fleissig seyn, und in demselben deinen willen allhie auf erden also verrichten, wie die heilige engel im himmel thun. Versorge uns auch, o lieber vater! mit aller leiblichen nohtdurft, und gib uns den lieben frieden. Wende ab die wolverdienten strafen des krie⸗ ges, der theurung, der feuers⸗ und wassers⸗noht, und mancher⸗ ley krankheiten, und segne uns nach deinem gnaͤdigen willen; da⸗ mit wir dir in unserm göttlichen berufe desto ungehinderter und besser dienen koͤnnen. Erhalte und regiere auch alle christliche obrigkeit. Erbarme dich, o HErr: des ganzen landes, und sonderlich deiner lieben glaͤubigen, und be⸗ schuͤtze dieselben in aller noht und gefahr. Vergib uns alle un⸗ sere sůnde um Christi willen, wie wir denn auch durch deine gnade das zeugniß in unsern herzen ha⸗ ben, daß wir unserm naͤchsten verzeihen, und in christlicher liebe und einigkeit zu leben begehren. Du wollest uns, o HErr! nicht und lassen, in Liebe und leid, gluͤck—— versuchung auflegen, 0 88 Gebet fuͤr die drey Haupt-Staͤnde. wir ertragen koͤnnen, damit wir nicht versinken; sondern staͤrke du unsere herzen, und hilf uns uͤber⸗ winden. Erloͤse uns auch endlich von aller gewalt und von allen an⸗ laͤufen des boͤsewichts und aller seiner werkzeuge; und hilf uns aus zu deinem himmlischen reiche. Denn du, HErr! bist unser koͤ⸗ nig, dessen kraft unendlich, und dessen herrlichkeit ewig ist. Dar⸗ um vertrauen wir dir, daß du als ein allmaͤchtiger GoOtt koͤnnest, und als unser lieber vater auch wollest uns erhoͤren, gewaͤhren und helfen, um deines eingebohr⸗ nen allerliebsten sohnes JEsu Christi willen, amen. Gebet fuͤr die drey Haupt⸗-Staͤnde und gemeine Wolfahrt. 7 Allmächtiger GoOtt und 9 vater unseres HErrn IEsu Christi, ein HErr himmels und der erden! wir danken dir von herzen für deine gnade, liebe und treue, die du uns bisher erwiesen; insonderheit, daß du dein heiliges wort und den rei⸗ nen gottesdienst unter uns erhal—⸗ ten hast: und bitten dich herz⸗ lich, du wollest deine heilige ehristliche kirche, mit ihren die— nern, waͤchtern und hirten, durch deinen heiligen geist regieren, daß sie bey der rechtschaffenen weide deines seligmachenden wor⸗ tes erhalten werden moͤge, da⸗ durch der wahre glaube, und die liebe gegen dich und alle menschen in uns erwachse und zunehme. Du wollest auch der weltlichen obrigkeit, dem roͤmischen kaiser, allen ehristlichen koͤnigen, ehur⸗ fuͤrsten und herren, gedanken des sriedens geben, und das loͤbliche haus Braunschweig und Lüne— burg dabey in gnaͤden erhalten und beschirmen; insonderheit aber unserm geliebtesten Koͤni⸗ ge, Churfürsten und Landes⸗ Herrn, Dero Koͤniglichen Ge— mahlin, dem Prinzen von Wal— lis, wie auch dem gesammten Koͤniglichen, Chur- und Fuͤrstli⸗ chen hause, alles wahre woler⸗ gehen, langes leben, bestaͤndige gesundheit, gluͤckliche regierung, und deinen zeitlichen und ewigen segen verleihen: auch deroselben geheimten⸗ und andern raͤhten, geistlichen und weltlichen, sammt allen Koͤniglichen Churfuͤrstlichen beamten und bedienten im lande, (wie auch buͤrgermeistern und raht dieser stadt) wollest du mit dem geiste der weisheit und des rahtes beystehen, gnade, einigkeit und gewissenhaften fleiß geben, die unterthanen nach deinem goͤttlichen willen und wolgefallen zu regieren, auf daß die gerech⸗ tigkeit befoͤrdert, die bosheit ge⸗ hindert und gestrafet werde, da⸗ mit wir in stiller ruhe und gu⸗ tem friede, als ehristen gebuͤhret, unser leben fuͤhren und vollenden moͤgen. Laß dir auch in gnaden befohlen seyn die loͤbliche Georg⸗ Augustus⸗Universitaͤt zu Goͤttin⸗ gen, wie auch die schulen insge⸗ sammt, damit solche dem ganzen lande und deiner kirche zum be⸗ sten bey gutem wolstande erhalten werden, und viele tuͤchtige und ge⸗ schickte maͤnner zu deinem dienste und zu des vaterlandes wolfahrt auferziehen und darstellen moͤgen. Wir bitten dich ferner, lieber himmlischer vater! fuͤr den haus⸗ stand und alle die darzu gehoͤren; Gib gottesfuͤrchtige ehe- leute, eltern und herren, haheudee, inder, . i und Ichtnig! Huhsete Mablasen. W friedli Ihhde, o sdhassi Mkaͤnzet nd ma Hand, bl stebels Uen ortet he han „Du wo chet bater / und al Is atmul nden, hi Kfahr un sind/ Vheiliger Heit willet Mn sind, liden, n Iihösten, When vaͤte M und er slt auch“ RNe zur le ehh, mit f. Iund guten Alahten u Hllsere he int dem lo hntes, se Hhpit zre Asin sunde Wind alle Atnet hab hotteuer! wuulef u slen, no Wunn ure kinder, eine wolgezogene jugend/ ehrliche und gewissenhafte zuͤnfte, kauf⸗leute und handwerker/ frommes und getreues gesinde, redliche arbeiter und tageloͤhner, und segne alle ehrliche handthie⸗ rung/nahrung und gewerbe. Gib, daß alle unsere feinde und wider⸗ sacher ablassen, und sich begeben mit uns friedlich zu leben: steure und wehre, o du starker GOtt! In allen friedhaͤssigen leuten: schaffe unsern graͤnzen bestaͤndigen frie-⸗ den; und mache des raubens, plünderns, blutvergiessens und alles frevels und feindseligkeit an allen orten durch deine all⸗ maͤchtige hand ein gnaͤdiges In ende. Du wollest auch, gnaͤdi⸗ ger lieber vater! alle witwen und waisen, und alle diejenigen, so in truͤbsal, armuht, krankheit, kin⸗ des⸗banden, hungers⸗noht, krie⸗ ges⸗gefahr und andern anfech⸗ tungen sind, auch die, so um deines heiligen namens und der wahrheit willen angefochten und gefangen sind, oder sonst verfol⸗ gung leid ö geiste troͤsten, daß sie solches alles als deinen vaͤterlichen willen auf⸗ nehmen und erkennen. Du wol⸗ lest uns auch alle fruͤchte der er⸗ den, die zur leiblichen nohtdurft gehoͤren, mit fruchtbarer erwach⸗ sung und gutem bequemen gewit⸗ ten und gedeyen lasfen, ter gera auch unsere berg⸗ und salz⸗werke, sammt dem loͤblichen brauwesen jedes ortes, segnen und erhalten. Und ob wir zwar mit unsern uͤber⸗ haͤuften suͤnden deinen gerechten zorn und allerhand strafen wol verdienet haben; so bitten wir doch o treuer barmherziger vater! du wollest unserer suͤnden nicht gedenken, noch uns unsere uͤber⸗ tretung zurechnen; sondern viel⸗ leiden, mit deinem heiligen denk seyn, deine strafe und zorn⸗ ruhte von uns abwenden, und uns fuͤr grossem ungluͤck und her⸗ zeleid, wie auch fuͤr alle dem, so uns sammt und sonders an leib und seele schaͤdlich seyn mag, vaͤ⸗ terlich behůten. Auch bitten wir dich um alles, darum du, ewiger Gott! gebeten seyn willt, daß du uns solches gnaͤdiglich verleihen wollest, durch das bittere leiden und sterben deines lieben sohnes JEsu Christi, welcher mit dir und dem heiligen geiste lebet und regieret in gleicher macht und eh⸗ ren, wahrer GOtt und mensch, unser mittler, hochgelobet in ewigkeit, amen. Gebet frommer Unter⸗ thanen fuͤr ihre Obrigkeit. 98 O allmaͤchtiger GOtt, himmlischer vater, du HErr aller herren, und koͤnig aller koͤnige! wir danken dir von grunde unserer seelen, daß du uns christliche und gottselige obrigkeit gegeben, und unter derselben schutz und schirm uns bisher gnaͤ⸗ dig erhalten hast: und bitten dich herzlich, du wollest dieselbe bey bestaͤndiger leibes⸗gesundheit und langem leben erhalten, sie durch die wache deiner heiligen engel ferner bewahren; und sie vornem⸗ lich mit deinem guten geiste also leiten und führen, damit sie erken⸗ ne, daß sie allein von dir ihr amt habe, und demnach gehalten sey, die person des gerechten vorzu⸗ ziehen, und den armen und dürt⸗ tigen zu ihrem rechte zu verhel⸗ fen. O HErr JEsu Christe! du bist die weisheit GOttes, durch f5 wel⸗ 9⁰ Gebet in Krieges Noht. welche die koͤnige regieren, und die rahts⸗herren das recht fest sez⸗ zen: verleihe deine gnade, daß wir allesammt diese deine heilige und ulpen orduung erkennen, und unserer lieben obrigkeit schuldi⸗ gen gehorsam leisten. Du himm⸗ lischer friede⸗fuͤrst! gib gnade, daß wir unter ihrem schutz ein geru— higes, stilles und friedsames leben fuͤhren moͤgen, in aller gottselig— keit und ehrbarkeit. O heiliger geist! der du bist ein geist der staͤrke und der kraft, ruͤste unsere liebe obrigkeit aus mit weisheit und staͤrke, daß sie ihr hohes amt auch in der kirche GOttes recht fuͤhre, daß sie die thore weit und die thuͤre in der welt hoch mache/ damit der koͤnig der ehren Chri⸗ stus IEsus in ihrem lande mit seinem gnaden⸗reiche einziehe. Du freudiger geist! erhalte alle christ⸗ liche fuͤrsten und regenten, daß sie christliche gedanken haben, und darüber halten; zur ehre deines goͤttlichen namens und zu der un⸗ terthanen zeitlichen und ewigen wolfahrt, amen. Gebet in Krieges⸗ Noht. Her erti vater! un⸗ 99. ser herz haͤlt dir vor dein wort: Ihr 100 mein antlitz suchen: darum suchen wir nun, HErr! dein antlitz. Verbirge dein antlitz nicht vor uns, verstosse dei⸗ ne kinder nicht in deinem zorne— Wir wissen nicht was wir thun sollen, sondern unsere augen sehen nach dir: dein name heisset HErr zebaoth, groß von raht und maͤch⸗ tig von thaͤt; bey dir allein, HErr! findet man huͤlfe, und segen uͤber dein volk. So sey uns nun gnaͤ⸗ dig, HErr! sey uns gnaͤdig: denn auf dich trauet unsere seele, und unter dem schatten deiner fluͤgel haben wir zuflucht, bis daß das ungluck voruͤber gehe. HErr! kehre dich doch wieder zu uns, und sey deinen knechten gnaͤdig. Fuͤlle uns fruͤh mit deiner gnade, so wollen wir ruͤhmen und froͤ— lich seyn unser lebelang. Erfreue uns wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange unglück leiden; und der HErr unser GOtt sey uns freund⸗ lich, und foͤrdere das werk un⸗ serer haͤnde. Ach HErr! unsere missethaten haben es ja verdie— net, aber hilf doch um deines namens willen; so wollen wir dir ein freuden⸗opfer thun, und dei⸗ nem namen danken, daß er so troͤstlich ist, amen. Noch ein Gebet in 2 0 rr du gerechter 1 00. H GoOtt! wir beken⸗ nen vor deinem heiligen ange⸗ sichte, daß wir die schwere strafe des langwierigen krieges und der verwuͤstung, mit unsern viel⸗ faͤltigen groben suͤnden wol ver⸗ schuldet und verdienet haben. Denn ach! wir haben ja deiner grossen und uͤberhaͤuften woltha⸗ ten undankbarlich vergessen, deine gnaͤdige heimsuchung schaͤndlich verachtet, des lieben guͤldenen friedens, und deines so reichen jaͤhrlichen segens zur wollust, hoffart, uͤppigkeit, oder zum geiz und anderer ungerechtigkeit boͤslich misbrauchet, das gebet versaͤumet, dein wort hindan ge⸗ setzet, mit haß und neid, hader und zwietracht, hochmuht und verachtung, mit unrecht und frevel uns unter einander belei⸗ diget und aufgefressen; haben uns auch an die strafen, mit welchen du uns lange vorher ge⸗ draͤuet, — + Vs Hinben hn ges Amhes l. hr Y& Asthetl Odeleg %jde Ageängstt getö m lasses in dein daß dies uder se Rul. W Hertlei Rade mer shz und! Müber u U gnaͤd, Hrmhere ssen at Mio⸗bares grosse nicht Mn, sont hlehten u ns nun h busse! ulserer ½ und n len zeugr einen Mt, un elköni Rbes die Mftfegen: Illich ge Alls, und h, Hil hameker shl iber lstom u. uch. D R 4 GII FI 4 II R.I IH Mn 5½ ET 4 0 6 —— 110 h Iyul 18 f h x von uns hinweg genommen und uns dahin gegeben, daß wir I 2 Keben raub seyn muͤssen. 2 das land siehet allenthalben jaͤm⸗ merlich und elend aus, der fluch frisset es, und seine einwohner werden geaͤngstiget, beraubet, ver⸗ ejaget und getöͤdtet. Ein solches berderben lassest du, gerechter Gott! in deinem zorne uͤber uns ergehen, daß die menschen sich un⸗ Gebet in Krieges⸗Noth. 91 — draͤuet, wenig gekehret. Darum hast du nun auch deinen frieden lieber HERR und GoOtt! ter einander selbst auffressen und verzehren. Willt du uns denn aber, o HErr! ewig verstossen, und keine gnade mehr erzeigen? ist es denn gan; und gar aus mit dei⸗ ner gůͤte uber uns? hast du denn vergessen gnaͤdig zu seyn, und deine barmherzigkeit aus zorn verschlossen? ach nein: du bist ja gnaͤdig, barmherzig, geduldig und von grosser guͤte und treue. Du hast nicht lust an der suͤnder verderben, sondern willt, daß sie sich bekehren und leben; so be⸗ kehre uns nun, o HErr! und gib uns busse zum leben. Sey gnaͤdig unserer missethat, die da groß ist; und neige unsere herzen zu deinen zeugnissen, daß wir in allen deinen wegen wandeln, und alle deine gebote und rechte halten. Du bist ja der HErr, niemand mehr, der den frieden machet: du nimmst den fuͤrsten und den muht, und bist erschrecklich unter den koͤnigen auf erden: du zerstreuest die voͤlker, die da gerne kriegen: ach! so habe doch nun endlich gedanken des friedens uͤber uns, und nicht gedanken des leidens. rten, it wir auf deine gebote merken, so wirst du den frieden uͤber uns ausbreiten wie — einen strom und wie einen ergosse⸗ nen bach. Du, HErr! gedenkest la und fragest nach dem vergosse⸗ nen blute, und vergissest nicht des schreyens der armen: ach! so hoͤre doch von deiner heiligen hoͤhe, und siehe an unsern jam⸗ mer und elend. Erhoͤre doch das aͤngstliche seufzen, die heisse thraͤ⸗ nen, das erbarmliche winseln und wehklagen so vieler verlasse⸗ nen und bekuͤmmerten herzen; und laß sie erfahren, daß du noch richter auf erden und ein schild seyst denen, die dir vertrauen. Um deines namens willen er⸗ leuchte die herzen der hohen haͤupter der christenheit, daß sie doch den grossen jammer und das herzeleid so vieler hundert tausend christen zu herzen neh⸗ men, und die feindschaft fahren lassen, die ein solches verderben und solche veroͤdung stiftet, und ganze laͤnder und reiche mit mord, brand, frevel, tyranney, und allen schanden und lastern anfuͤllet. Ach GOtt! laß doch nicht zu, daß kirchen und schu⸗ len bey uns untergehen; son⸗ dern laß einen segen uͤbrig, daß wir dir noch in ruhe und friede dienen, und ein jedweder seines berufs mit stillem wesen warten, und das seinige schaffen koͤnne. Behuͤte uns fuͤr der giftigen seuche der pestilenz, fuͤr mis⸗ wachs, theurer zeit, und fuͤr al⸗ len andern verderblichen land⸗ plagen. Befiehl deinen engeln, den heiligen waͤchtern und himm⸗ lischen heerschaaren, daß sie sich rings um uns her lagern, und uns aushelfen. Erbarme dich sonst auch aller andern bekuͤmmerten herzen in andern reichen und lan⸗ den, die in gleicher noht und ge⸗ fahr stecken. Troͤste und staͤrke alle arme, gefangene, kranke, ange⸗ fochtene und nohtleidende chri⸗ sten. Hilf allen verlassenen wit⸗ wen 9² Gebet in Pest⸗Zeiten und Sterbens⸗Laͤuften. wen, waisen, unmündigen und saͤuglingen, welche in diesen zei⸗ ten grosse unbarmherzigkeit, fre⸗ vel, und tyranney erfahren muͤs⸗ sen: zeige ihnen und uns allen dein heil, wie du weißt, daß es uns nuͤtzlich und selig ist, um deines allerliebsten sohnes JEsu Christi, unsers einigen mittlers und erloͤ⸗ sers willen, amen. Gebet in Pest-Zeiten oder andern Sterbens⸗ Aurmach tt allmaͤchtiger GOtt! 101. ch bonte dir her⸗ lich, daß du mich von jugend auf bis hieher gnaͤdiglich und vaͤ⸗ terlich erhalten, und so maͤchtig beschuͤtzet; ja mich auch durch dein seligmachendes wort zur hoffnung des ewigen lebens beru— fen hast. Ach mein GOtt! ich be⸗ kenne von herzen, daß ich nicht weniger als andere dich mit suͤn⸗ den erzuͤrnet, und die jetzo grassi⸗ rende plage der giftigen seuchen und kraukheiten wol verdienet habe. Du bist wahrhaftig in dei⸗ nen draͤuungen, und gerecht in allen deinen gerichten; wir aber muͤssen uns schaͤmen; denn wir haben deine gebote uͤbertreten, und vielfaͤltig gesuͤndiget. Da⸗ her trifft uns nun auch der fluch, den du uns gedraͤuet hast. Wir haben mit unsern stinkenden suͤnden die luft vergiftet; daher treffen uns nunmehr billig die pfeile der krankheiten. Aber, ach HErr! du bist ja barmherzig, gnaͤ⸗ dig/geduldig und von grosser guͤte! Handele doch nicht mit uns nach unsern suͤnden, und vergilt uns nicht nach unsern missethaten, sondern sey uns gnaͤdig um JEsu Christi willen. Entsuͤndige uns mit dem theuren blute Christi, wasche uns, daß wir schnee⸗weiß werden. Heilige und regiere uns auch durch deinen geist, daß wir von herzen busse thun, und dir in deine arme fallen. Du bist meine zuversicht, meine burg, mein GoOtt, auf den ich hoffe. Er— rette mich von dem stricke des jaͤ⸗ gers, und von der schaͤdlichen pe⸗ stilenz, decke mich mit deinen sit⸗ tigen, daß ich nicht erschrecken muͤsse fuͤr dem grauen des nachts, für den pfeilen die des tages flie⸗ gen, fuͤr der pestilenz die im fin⸗ stern schleichet, fuͤr der seuche die im mittage verderbet. Behuͤte mich, daß mir kein uͤbels begegne, und keine plage zu meiner huͤtten sich nahe. Befsiehl deinen engeln uͤber mir, daß sie mich behuͤten auf allen meinen wegen, daß sie mich auf den haͤnden tragen, und ich meinen fuß nicht an einen stein stosse. Ich begehre dein, so hilf mir doch: ich kenne deinen namen, so beschuͤtze mich: ich rufe dich an, HErr! so erhoͤre mich. Sey bey mir in der noht, reiß mich heraus, und zeige mir dein heil. Ist es aber dein wille, mich heimzusuchen, oder gar aus diesem leben abzufordern; so verleihe mir bestaͤndigkeit im glauben, kraͤftigen trost, und eine froͤliche hoffnung und ge—⸗ duld, durch die kraͤft deines hei⸗ ligen geistes. Lindere mir die schmerzen, verkuͤrze die todes⸗ quahl, wende ab des satans ge—⸗ walt, und nimm du meine seele auf in deine haͤnde, um JEsu Christi meines erloͤsers und selig⸗ machers willen, amen. Gebet in Theurung und Bungers⸗Moht. 1 O2. Ac HErr, du grosser und gewaltiger GOtt, 0 —2 V, Kch! H Mr ulsere⸗ heriset. Atoht Asndet, Hhibdlichk lichen hal Mhast dis lassen! than, sten ge! Whetzen el eden.! Ilein fünl itnicht; gedank Heils de sschwend Id mnoh get: t. A„, den „ den das 31 geliel rGOtt: shen sege M wie eis hemach Mit verl. sstt land nd hast Verderb Agnadig, unden, Erhöre selige Verde ko lhte erh Aund auf ach dei W lant und me Hnnlein die füh vnul g d seg ünn dus v I VIul —— —— Z—2 —— ———— V 1 ö . * Gebet in Theurung und Hungers⸗Noht. 93 — Gott, reich uͤber alle, die dich A anrufen! wir bekennen dir von Pan grunde unserer herzen, daß wir ss die eingerissene theurung und Alehungers⸗noht mit unsern vielfaͤl⸗ Vnin tigen suͤnden, und sonderlich mit n dem schaͤndlichen misbrauche dei— Ausner herrlichen gaben, sehr wol Denn du, — — n Der —.— lerey und unordentlichem leben entheiliget: theils haben wir gegeizet, den naͤchsten uͤbervor⸗ N theilet, den armen verlassen, und nur das zeitliche gut gesu— Ichet und geliebet. Darum, o gerechter GOtt! hast du uns bil⸗ Mlig solchen segen entzogen, den It himmel wie eisen, und die erde wie erz gemachet, unsere muͤhe und arbeit verlohren seyn lassen, Aoh daß unser land sein gewaͤchs nicht ih giebt, und hast den vorraͤht des brotes verderbet. Ach HErr! l sey uns gnaͤdig, und vergib uns ht unsere sünden, um JEsu Christi ilhh willen. Erhoͤre doch den himmel, 3daß derselbige die erde erhoͤre, nalh und die erde korn, most und an⸗ h dere fruͤchte erhoͤre. Thue deine in milde hand auf, und saͤttige uns hih wieder nach deinem wolgefaͤllen. Suche das land heim, und waͤs⸗ n sere es, und mache es fruchtbar: — deine brünnlein, HErr! haben ja 0 wassers die fuͤlle. Ach! laß das getraide wol gerahten, baue das Mht s — H — land, und segne sein gewaͤchs, und eroͤne das jahr mit deinem gute, und laß deine fußstapfen trie⸗ fen von fett. GoOtt, der du rufen kannst dem, das nicht ist, daß es sey: der du dem vieh sein futter giebest, den jungen raben, die dich anrufen; laß doch uns men⸗ schen, die wir nach deinem eben—⸗ bilde geschaffen, auf deinen na— men getauft, ja mit dem theuren blute JEsu Christi deines sohnes erkauft sind, nicht verschmach—⸗ ten. Deine augen sehen ja auf die, so dich fuͤrchten, und auf deine guͤte hoffen, daß du ihre seele errettest vom tode, und ernehrest sie in der theurung; ach, so siehe doch bey dieser schweren theuren zeit in guaden auf uns. Siehe, lieber GOtt! wie unsere ange⸗ sichter verfallen, unsere leiber verschmachten, und unsere her⸗ zen abgemattet sind. Erquicke uns doch wieder, denn unser aller auigen sehen auf dich. Thue doch die fenster des himmels auf, und uͤberschuͤtte uns wieder mit deinem segen. HErr JIEsu! dich hat ja des volks herzlich gejam— mert, das nur etliche tage bey dir verharret, und hunger gelitten hatte; so laß dich doch auch unser elend jammern, die wir jetzo theurung und kummer leiden. Hebe doch wieder an zu segnen die haͤnde deiner knechte: denn was du, HERR! segnest, das ist ge⸗ segnet ewiglich. Verleihe auch uns allen wahre herzliche busse, und regiere uns durch deinen geist, daß wir deine vaͤterliche guͤte hinfuͤhro besser erkennen, und deine gaben und wolthaten mit groͤsserer dankbaͤrkeit gebrau⸗ chen, zu deiner ehre, zu unserm unterhaͤlt, und zu des armen dürftigen naͤchsten erquickung. Vor allen dingen aber speise uns mit dem geistlichen brote deines heiligen worts zu unserer 1 eit; 94 Gebet eines Reisenden. keit; und gib, daß wir der zeitli⸗ chen nahrung also gebrauchen/ daß wir derselben ja nicht mis⸗ brauchen: sondern allezeit vor⸗ nemlich traͤchten nach dem, das droben ist, da JEsus Christus ist, damit wir dermahleins mit ihm seiner himmlischen guͤter ge⸗ niessen moͤgen in alle ewigkeit, amen. Gebet eines Reisenden. immlischer vater/ 10 3.H barmherziger ge— treuer GOtt! ich danke dir herz⸗ lich, daß du mich bisher so gnaͤ⸗ diglich behuͤtet, und mir so viel gu⸗ tes an leib und seele erzeiget hast. Ich bitte dich, o HErr! sey mir armen suͤnder gnaͤdig, und ver⸗ zeihe mir alle meine missethaten um JEsu Christi willen. Heilige und erneure mich ie laͤnger je mehr durch die kraft deines heiligen geistes, damit ich mein leben taͤglich bessere, in deinen wegen wandle, und dir diene in heiligkeit und gerechtigkeit, die dir gefaͤllig ist. Heiliger vater! leite und fuͤhre mich ferner auf dieser reise durch den schutz deiner lieben engel, daß ich fur moͤrdern und raͤubern, fuͤr giftiger luft und boͤsen seuchen, fuͤr streit und unfall sicher sey. Gib mir, o HErr! nahrung und kleidung, fuhre mich den rechten weg, den ich wandeln soll, und gib deinen segen zu meinem vorhaben, damit alles zu deiner ehre, und zum ge⸗ meinen besten, wie auch zu mei⸗ ner und der meinigen zeitlichen und ewigen wolfahrt gereichen moͤge. Erhalte und bewahre un⸗ terdessen auch alle die meinigen, und was du mir beschehret hast; und gib, daß wir einander gesund und mit freuden wieder sehen moͤgen. Sonderlich bitte ich dich, mein GOtt! bewahre mich fuͤr aller list und bosheit des hoͤllischen feindes und seiner werkzeuge. Er⸗ halte und staͤrke in mir den wah⸗ ren seligmachenden glaͤuben, die liebe, geduld und hoffnung: und gib, daß ich die wallfahrt dieses le⸗ bens getrost und mit unverleztem gewissen verrichten, seliglich en⸗ den, und froͤlich in das himmlische vaterland eingehen moͤge. Dir, o HErr! befehle ich meinen aus⸗ gang und eingang von nun an bis in ewigkeit, durch JEsum Chri⸗ stum, amen. Gebet in Noth und Ichnn ö du grundguͤtiger I 04. A GOtt, du vater der barmherzigkeit und GOtt al⸗ les trostes! ich klage und be⸗ kenne dir mit reuendem und zer⸗ brochenem herzen voll demuht, daß ich nicht allein die truͤbsal, so du mir aufgeleget hast, sondern noch viel groͤssere strafen mit meinen suͤnden wol verdienet habe; dar⸗ um will ich deinen zorn tragen, denn ich habe wider dich gesuͤndi⸗ get. Ich erkenne und weiß auch/ daß du es bist, der mir dieses lei⸗ den zugeschicket, und daß es von deiner hand herkomme. Ach HErr! laß deine hand nicht zu schwer auf mir seyn, daß ich nicht ver⸗ gehe. Ich will den kelch gern trinken, den du mir, lieber vater! eingeschenket hast: laß ihn nur nicht einen kelch deines zorns, sondern deiner gnade seyn. Sey, lieber vater! meiner schwachheit eingedenk, und strafe mich nicht in deinem zorn, und zuͤchtige mich nicht in deinem grimme: sey mir gnaͤdig, denn ich bin schwach: uͤbe nicht deine gewalt wider Roet V +5 Achsch Whahege I ch Wee Is IU lck ult so dese he de % liht sdert hr sel Asande en li N men Mil ert Vethalt llide Met/ he usch get Vlbend Kgefüh us: l oe ind Hel, da Rade! mit h lind deine Whachen Vtöcht krbri Acht vol ereuz Ihlten t. W l dir Mim er Aich d indes D + IX. H H7 Dil +2 4 00 Micher IE Al N. EPN H Mins IN W aFI/ M I N am W % LI N I XV b0 0 I Van * 0 0 00 N. I 1 Gebet in Noht und Truͤbsal. 9⁵ der ich ein schwacher halm bin; ich kann deine gewalt und zorn nicht ertragen, ich fuͤrchte mich fuͤr dei⸗ ner hohen maiestaͤt; ich beuge die knie meines herzens vor dir, und bitte um gnade, laß mich in die⸗ sem ungluͤcke nicht verderben. Ach vater! so es ja dein wille ist, daß ich dieses leiden tragen soll; so bvollbringe deinen heiligen willen an mir, nicht zu meinem verder⸗ ben, sondern mir zum besten und zu meiner seligkeit. Du hast ja nicht lust an der suͤnder tode, und hast deinen lieben sohn nicht ge⸗ sandt die menschen zu verderben, sondern zu erhalten. Ach lieber vater! erhalte mich unter dieser last des leidens. Du hast mich verwundet, heile mich wieder: du hast mich getödtet, mache mich wieder lebendig: du hast mich in die hoͤlle gefuͤhret, fuͤhre mich wie⸗ der heraus: laß mir das licht dei⸗ ner gnade in der finsterniß wieder aufgehen, daß ich meine lust an deiner gnade sehe. Du hast meine wunden mit scharfem weine ge⸗ waschen, lindre nun dieselbe mit dem oͤle deiner gnade. Laß mei⸗ nen schwachen glauben, das glim⸗ mende toͤchtlein, nicht ausloͤ⸗ schen, zerbrich das zerbrochene rohr nicht vollends. Gib daß ich dich im ereuze so herzlich liebe, als in guten tagen; und das ver⸗ trauen zu dir habe, du werdest mitten im ereuze ein vater⸗herz gegen mich dein armes kind be⸗ halten. Staͤrke meine hoffnung, daß sie nicht zweifele, meine ge⸗ duld, daß sie nicht wanke noch zage. Mache mir diesen bittern kelch heilsam und süsse, daß ich das ereuz denselben getrost von deiner hand nicht erbarme uͤber den sohn ih⸗ res leibes? und ob sie gleich des⸗ selben vergesse, will ich doch dein nimmermehr vergessen; siehe! in die haͤnde hab ich dich gezeichnet. Dieses deines wortes wollest du, HErr. eingedenk seyn, und meiner nie vergessen. Ach! staͤrke meine hoffnung, lieber vaster! denn du hast gesagt: es sollen nicht zu schanden werden alle die auf dich hoffen. HErr! auf dich traue ich, laß mich nimmermiehr zu schan— den werden. Erre tte mich durch deine gerechtigkein, neige deine ohren zu mir, eilend/hilf mir. Sey mir ein starker fels und eine burg, daß du mir helfest, denn du bist mein fels und meine burg. Um deines namens willen wollest du mich leiten un d führen, du wollest mich aus dem netze ziehen, denn du bist meinte staͤrke. Ich begehre dein, HEur! darum wol⸗ lest du mir aushelfen; ich kenne deinen namen, da rum wollest du mich schuͤtzen: ich rufe dich an, du wollest mich erhoͤren. Sey du bey mir in meiner noht, reiß mich heraus, und mache mich zu ehren; saͤttige mich mit langem leben, und zeige mir dein heil, amen. Gebet eines Kranken. 10 5 D ven himmlischer var er! du bist ja ein getreuer GOtt, und laͤssest nie⸗ mand uͤber sein vermoͤgen ver⸗ sucht werden; sondern schaffest, daß die versuchung so ein ende ge⸗ winne, daß wir sie ertragen moͤ⸗ gen. Ich bitte dich in meinen gros⸗ sen noͤhten und schmerzen, laß mir ereuz nicht zu schwer werden. Staͤrke mich, daß ich es mit ge⸗ aunehme, und deinen namen an⸗ duld ertragen moͤge, und an deiner rufe. Ach, lieber vater! du hast barmherzigkeit nimmermehr ver⸗ ja gesaget: kann auch eine mutter ihres kindes vergessen, daß sie sich Pzage. O Christe! des lebendigen GoOttes sohn, der du des ereu⸗ zes 9⁵ Gebet eines Kranken. zes pein fur mich gelitten hast, und in christlicher geduld bestaͤn⸗ und endlich für meine suͤnde ge⸗ dig bleibe. Laß mich nicht ver⸗ storben bist, zu dir rufe ich aus sucht werden uͤber mein vermoͤ⸗ meines herzens grunde! erbarme gen, sondern mache den schmerzen dich uͤber mich sündigen meuschen; und der anfechtung so ein ende, vergib mir alle meine mishande⸗ daß ich es ertragen koͤnne. Ist die lungen, die ich wider dich in mei⸗ krankheit nicht zum tode, so segne nem ganzen leben gethan habe. die ordentliche mittel und arze—⸗ Erhalte mich im waͤhren glauben ney, die du beschehrest; und hilf bis au mein ende. O GOtt hei⸗ mir gnaͤdiglich, daß ich hinfort liger geist! du wahrer troͤster in mein leben bessern, deiner wol⸗ aller noht; erhalte mich in der thaten nimmermehr vergessen, geduld und herzlichen anrufung sondern deinen namen mit freu⸗ GoOttes; heilige mich mit wahrer den preisen moͤge, so lange ich lebe. zuversicht, und weiche nicht von Ist es aber dein wille, daß ich von mir in meiner lezten noht. Leite dieser krankheit nicht aufstehen, mich aus diesein jammerthaͤle in sondern diese welt gesegnen soll, das rechte vaterland, amen. so geschehe dein wille. Ich weiß doch, 91 160 6 wend 4055 und 5 ö er wird mich hernach aus der er⸗ Noch ein Gebet eines den auferwecken, und ich werde Krainken. darnach mit dieser meiner haut 106 Br un ewiger umgeben werden, und werde in Goᷣtt, und lieber meinem fleische GOtt sehen, und vater! ich bekeune dir von her⸗ meine augen werden ihn schauen, zen, daß ich diese leibes⸗schwach, und kein fremder. Ich habe lust heit mit meinen suͤnden, leider abzuscheiden, und bey Christo mei⸗ mehr als zu viel verdienet, und nem HErrn zu seyn, welches mir meiner gesunden tage sehr mis⸗ auch viel besser waͤre. Darum brauchet habe. Ich habe dir hie bin ich, HErr! mache es mit freilich nicht gedienet, wie ich mir, wie dir es gefaͤllet. Ver⸗ schuldig war; sondern mehr der laß mich nur nicht, damit ich dich welt, dem fleische und mir selbst nicht verlasse; und erloͤse mich gelebet als dir: das ist mir, HErr! endlich von allem übel, und hilf von herzen leid. Ich bitte dich mir aus zu deinem ewigen himm⸗ aber in dem namen JEsu Christi, lischen reiche, um JEsu Christi vergib mir doch alle meine suͤnden willen, amen. Eendend weäken u. Dubpel mch erbens willen, und strafe mi 3 nicht in deinem zorne; sondern Gebet eines Kranken laß mir diese leibes⸗schwachheit der sich des Todes ver⸗ nur eine vaͤterliche zuͤchtigung siehet. seyn. Lindere mir aber doch auch 10 Err GOtt, lieber meine schmerzen: hilf die last tra⸗ 7. vater! ich merke, gen, die du mir auferleget hast, daß meine zeit fast dahin ist, und und laß deine kraft in mir schwa⸗G mein leben bald wird abgerissen chen maͤchtig seyn. Troͤste und staͤr⸗werden: nun dein wille geschehe. ke mich auch durch deinen geist, Aber weil mein herz noht leidet, damit ich im waͤhren glauben, und meine schwachheit und 1.— gro boh mt heden ust i sthauge hallt! t me siilenz llihen Hattkeit chen ge rwind —ꝛß7.— ein l, de hen 9•9 Iue sel Ainde,d Hethar l arm ich n ank hin lbelch hhaf; bist Vtt. Mder du Ahes da Ardum ashen u sh dich Vsydet Ahh, die! Ahat, dein l erbo Asceleb hle sie I ahlte Augdet When le Hulder glan Whelige Gebet eines Kranken. 9² groß ist, daraus du allein helfen kannst; ach HErr! so lindre und verkuͤrze mir die todes⸗schmerzen! Laß ab von mir, daß ich erquicket werde, ehe denn ich hinfahre, und nicht mehr hie sey. Mir ist um trost sehr bange, ach HErr! nimm dich meiner seelen herzlich an; vergib mir meine suͤnde um JEsu Christi willen; staͤrke meinen glau⸗ ben, verleihe mir trost, geduld und beeheitiaen geit durch die kraft es heiligen geistes, und hilf mir selig uüͤberwinden, amen. Noch ein Gebet eines Kranken, der sich zum Ster⸗ ben Larer al 57 vater aller gnade! 108. O erbarme dich uͤber meine arme seele. Vergib mir alle meine sünde, die ich leider! wi⸗ der dich gethan habe. Verachte nicht dein armes geschoͤpf, ver⸗ schmaͤhe mich nicht, der ich deiner haͤnde werk bin. Laß den nicht um⸗ kommen,/ welchen du gemacht und geschaffen hast; denn auf dich hof⸗ se ich, du bist meine huͤlfe und nein GOtt. O Christe, wahrer heiland! der du bist das lam̃ GOt⸗ tes, welches da traͤgt die sunde der welt; der du mich mit deinem blu⸗ amiihl te gewaschen und gereiniget hast: eh Ich bitte dich durch dein bitteres Nkeiden, sonderlich aber durch die schmerzen, die du zu der stunde em⸗ — jfunden hast, da deine alleredelste Ul seele von deinem heiligsten leibe II Hhchei en, N Jumahe uman it il i Ait nicht uit het geget Anilk. Y. erlöe Memac II, M Aeset nud l, h R errden iun Ṽ.. J odtehch hh, litt“ ch 0 t Huh Nausgieng, erbarme dich über mei⸗ nearme seele bey ihrem ausgange, . und führe sie zum ewigen leben. 00%% 0 GOtt heiliger geist, du suͤsfer V ³ ttost: erhalte mein herz wider alle anfechtung des boͤsen feindesz staͤr⸗ ke meinen glauben, daß ich eine hergebung der suͤnden und ein ewi⸗ ges leben glaͤube. So befehle ich ö + nun, o heilige dreyeinigkeit mei⸗ nen geist in deine haͤnde. Du treuer GOtt! du hast mich erloͤ⸗ set, der du lebest und regierest in ewigkeit, amen. Gebet der Umstehenden fuͤr den Sterbenden. armherziger/ lieber 1 09. B GOtt und vater, der du tod und leben in deinen haͤnden hast! weil du dieses dein kind so schwerlich heimgesuchet; so bitten wir dich in dem namen JE⸗ su Christi, im wahren glaubenauf seine theure verheissung, sey uns und diesem armen kranken men⸗ schen um Christi willen gnaͤdig. Verzeihe ihm und uns allen unse⸗ re sunden; heilige und staͤrke uns, und sonderlich diese kranke person, mit der kraft deines heiligen gei⸗ stes. Ach gnaͤdiger GOtt, du va⸗ ter der barmherzigkeit! siehe das geaͤngstigte herz/ die matte seele, die ierschlagene glieder in gnaden an, und komme bald mit deiner huͤlfe. Sey du durch deine kraft in sei⸗ ner schwachheit maͤchtig. Lindere und verkuͤrze ihm die grosse angst und schmerzen; troͤste ihn, du ge⸗ waltiger troͤster, hilf du starker nohthelfer, und zeige uns und ihm dein heil. Erhalte in ihm den wahren glauben, bestaͤndige hoff⸗ nung und geduld: und so es ja dein wille ist, ihn sterben zu las⸗ sen; so hilf ihm selig überwinden, durch die kraft des heiligen geistes zum ewigen leben, um JIEsu Chri⸗ sti willen, amen. Danksagung eines, der von seiner Krankheit wieder Aere in 19,601t rr, mein 110. H mein tros, mein erretter, mein einiger nohthelfer! dir danke ich von grunde meines herzens, fuͤr deine unausspr echli⸗ 9 che 98 Rann Gebet bey Donner und Ungewitter. che vielfaͤltige wolthaten, mir armen fuͤnder erzeiget hast: sonder lich aber daß du in meiner grossen noht/ krankheit und elen⸗ de mich in gnaden angesehen, mein herz gestaͤrket, mein ge⸗ bet erhoͤret, und mir so vater⸗ lich wiederum aufgeholfen hast. danke dir, HERR! daß du jornig uͤber mich gewesen bist, und dein zorn sich so gewendet hat, daß du mich nun wiederum troͤstest. Ach wie gut ist mir es, daß du mich gedemuͤhtiget hast Du hast, o lieber vater! mich gezuchtiget, damit ich nicht mit der gottlosen welt verdammet werde. Um trost war mir sehr bange, aber, HErr! du hast dich meiner seelen herzlich angenommen: wie soll ich dir ver⸗ gelten alle das gute, das du an mir gethan hast? Ich will dir dan⸗ ken mein lebelang, und deinen ruhm verküͤndigen fuͤr und für. Da ich dich, HErr! suchte, ant⸗ wortetest du mir, und errettetest mich aus meiner noht. Du ver⸗ laͤssest die nicht, die dich suchen. Du'erhoͤrest gebet, darum köm⸗ met alles fleisch zu dir. Du bist nahe denen, die zerbrochenes her⸗ zens sind, und hilfest denen, die zerschlagene gemuͤhter haben. Ach, mein GOTct verleihe mir eine biedraft bestaͤndige busse, durch ie kraft des heiligen geistes, um JEsu Christi willen: Damit ich hinfort nicht mehr fuͤndige, auf daß mir nicht etwas aͤrgers widerfahre; sondern daß ich mich mein lebelang fuͤr solcher betruͤbniß meiner 11—0 huͤte. Beschuͤtze mich auch hinfort durch deine heilige engel, daß sie mi bewahren auf allen meinen wegen. und dieweil ich doch endlich dieses leben werde gesegnen und sterben muͤssenz so erhalte und vermehre in mir den wahren seligmachen⸗ die du den glauben, gottesfurcht, geduld und trost; damit ich ritterli kaͤmpfen, selig üͤberwinden un froͤlich in dein himmlisches reich eingehen moͤge, dich, o vater aller barmherzigkeit! sammt deinem sohne und heiligem geiste, den eini⸗ gen wahren GO TT, cpiglich zu preisen. Dir, oallerhoͤchster Gott! sey lob, ehre und dank gesagt in alle ewigkeit, amen. Gebet bey grossem Don⸗ ner erer u grosser und er⸗ 1I1 O schrecklicher Gott! dem feuer, hagel, schnee, dampf und sturm⸗winde dienen müssen; der du auf den wolken faͤhrest, wie auf einem wagen, und deinen donner mit hagel und blitzen aus⸗ laͤssest. Wir arme menschen müß⸗ ten ja in einem augenblicke ver⸗ derben, wenn du deine donner⸗ strahlen auf uns gehen liessest. Denn die erde bebet, und wird beweget, die grund ⸗feste der berge regen sich, und beben, wenn du zornig bist. HErr! wir sehen, und hoͤren deine grosse macht, und entsetzen uns vor dem erschreckli⸗ chen prasseln deines donners. Ach! gedenke nicht unserer suůnden und missethaten; sondern sey uns gna⸗ dig/ um deines sohnes JEsu Chri⸗ sti willen. Verfolge uns doch nicht mit deinem wetter, und zerschmet⸗ tere uns nicht mit deinen donner schlaͤgen; bewahre uns leib und seele, haus, hof, viehe, und die lieben fruͤchte auf dem felde. Be⸗ hůte uns fuͤr grausamen schrecken und einem boͤsen schnellen tode. ch Nimm von uns alle kleinmuͤbtig⸗ keit und unglaͤubige furcht. Er⸗ halte und staͤrke in uns den wahren glauben, herzliche bußfertigkeit, froͤliche hoffnung und geduld, da⸗ mit wir bereit seyn, wenn es will wi Ait in Aitst, ind Hren mü E in dei? llet, sat IWisto, en einigi eit prei RMagun — N 2.B. hr von! Idas ung! adet, um Ulkt hastz gosse ma RHonner n Mflassen. Ails arme: n du Hesi un Hi! Wie hroch an und mac ihLAch5 Ale hetze e nehr Iun und e Apandeln, scher füge sil sherh Tauht Herze sht ber suer unt . Schter Ubdeinen! disr güss Uun erdb Klsche Rides sh — A Nh R HI1 sin II RI I ihe 6 H Rsse ilt s Rair astů H H eull ugcho VI AU A Danksagung nach dem Ungewitter. 9 wille ist, aus diesem leben selig abzuscheiden. Nimm uns/o HErr! unter den schatten deiner fluͤgel, bis das ungewitter voruͤber gehe; und behuͤte uns, daß wir die don⸗ ner⸗stimme deines grimmigen zorns, womit du die gott losen der⸗ mahleins in das hoͤllische feuer weisen wirst, in ewigkeit nimmer⸗ mehr hoören muͤssen, sondern nim̃ uns auf in dein reich, daß wir dich/ vater, sammt deinem sohne Jsu Christo, und dem heiligen geiste, den einigen wahren GOtt, in ewigkeit preisen moͤgen, amen. Danksagung nach dem Mue armherziger, ge⸗ 112. B treuer GOtt! ich danke dir von ganzem herzen, daß du das ungewitter so gnaͤdig abgewendet, und uns so vaͤterlich berschonet hast. Du hast uns deine grosse macht gezeiget, und deinen donner mit hagel und blit⸗ en ausgelassen. O wie bald waͤre es um uns arme menschen gesche⸗ Wsgl ben, wenn du deine strahlen auf uns schiessen und uns zerstreuen wolltest! Wie sollte doch ein mensch noch an deiner goͤttlichen macht und maͤchtigen vorsehung weifeln? Ach HErr! regiere doch unser aller herzen, daß wir dich je Ilänger je mehr recht erkennen, fuͤrchten und ehren, in deinen wegen wandeln, unter dem schat⸗ ten deiner fluͤgel zuflucht suchen, und alle sicherheit und gottloses h wefen von herzen meiden; damit %/du nicht uͤber uns dermahleins blitz, feuer und schwefel regnen lassest. Schrecklich ist es, wenn du uns deinen donner hoͤren, dei⸗ ne wasser⸗güsse und hagel sehen, In und dein erdbeben fuͤhlen laͤssest. Wie viel schrecklicher wird seyn der tag des juͤngsten ge richts denn x wenn der HErr JEsus mit feuer⸗ flammen, mit einem feld⸗geschrey und mit der stimme des erz⸗engels kommen wird? Wenn die himmel vom feuer zergehen, und die ele⸗ mente fuͤr hitze zerschmelzen wer⸗ den 7 Hilf, lieber GOtt! daß wir geschickt seyn mit heiligem wan⸗ del und gottseligem wesen; da⸗ muit wir unbefleckt und unsträͤf⸗ lich erfunden werden, und mit freuden in das reich der ewigen herrlichkeit zu dir eingehen moͤ⸗ gen, amen. Danksagung nach erhal. tener lwachnder maͤchtiger Gott, 11 3. A Herr himmels und der erden! der du uns reichlich allerley zu geniessen darreichest! wir deine geschoͤpfe bekennen vor dir in tiefster ehrfurcht: daß wir ohne deine gabe und segen gar nichts haben, noch das geringste hervor bringen koͤnnen; aber wenn du deine milde hand auf⸗ thust, so sammlen wir, wenn du segen herab schuͤttest, so werden menschen und vieh auf erdenmit wolgefaͤllen gesaͤttiget. Deiner uͤberschwenglichen gůte haben wir es zu danken, daß du unser land auch in diesem jahre so heimgesu⸗ chet hast, daß es sein gewaͤchs gege⸗ ben. Du hast abermals deine gnaͤ⸗ dige verheissung erfuͤllet, daß, so lange die erde stehe, nicht aufhoͤ⸗ ren solle saamen und ernte, frost und hitze, sommer und winter, tag und nacht. Du hast, o brunnquell alles guten! die arbeit derer ge⸗ segnet, welche das feld bauen. Durch deine segens⸗kraft muß der acker das brot, so des menscheu herz staͤrket, hervorbringen und geben. Wenn du von oben herab die berge befeuchtest, und das land voll fruͤchte machest, die du Hed; 9 2 est: 100 Danksagung nach erhaltener guter Ernte. fest: wenn du gras wachsen laͤssest für das vieh, und saat zu nutz den menschen; wenn du vom himmel herab regen und fruchtbare zeiten giebest: wenn du deine sonne uͤber döse und gute aufgehen, und uͤber gerechte und ungerechte regnen laͤssest; so wird alles, o gnaͤdiger vater im himmel! durch deine gnaden⸗strahlen erquicket und er⸗ freuet. Ach du einiger hoͤchster be⸗ herrscher des ganzen. erdbodens! wir bekeunen, daß wir nicht alle⸗ mahl so leben, als es unser beruf erfordert, noch deine gaben so anwenden, als wir billig sollten. Aber, HErr, HErr! du hist den⸗ noch barmherzig und gnaͤdig/ ge⸗ duldig und von grosser guͤte und treue. Wolltest du uns nicht eher gutes thun, bis wir aufhoͤrten zu sundigen, so muͤßten wir ver⸗ suͤnde gerathen, und von dir wei⸗ chen; sondern daß wir maͤssig es⸗ sen, trinken und uns kleiden, und sparsam haushalten, den armen und duͤrftigen die schuldige liebes⸗ werke gern erzeigen, nicht weni— ger auch von dem bescherten segen, was zur erhaltung der kirchen und schülen erfordert wird, willig dar⸗ legen, und also von unserm gute, und einkommen dich ehren. Ver⸗ huͤte, daß niemand, dessen feld wol getragen, deine gaben zum geitze und vertrauen auf das Bend e misbrauche, noch zum schaͤndli⸗ chen wucher und beschweruns der armen. Der uͤberfluß muͤsse uns nicht zum stolz und hochmuth, noch der mangel zum bittern neid und misgunst gegen die beguͤterten verleiten. Gib, daß wir uns an dem begnuͤgen lassen, das da ist, schmachten und verderben. So aber lockest du uns mit deinen vielfaͤltigen wolthaten zum auf⸗ richtigen gehorsam: darum ist es ein werk deiner goͤttlichen gnade, daß du nicht ablaͤssest noch aufhoͤ⸗ rest uns iu segnen. Am gegenwar⸗ tigen tage erkennen, ehren und preisen wir insgesammt, o gnaͤdi⸗ ger vater! solche deine erhaltende und verschonende guͤte, nach wel⸗ cher du auch dieses jahr mit dei⸗ nem gute geeroͤnet hast. Wir bit⸗ ten dich/lieber himmlischer vater! du wollest durch deinen heiligen geist uns allezeit regieren, und anade geben, daß wir dir nicht nur mit dem munde danken; son⸗ dern auch mit unserm ganzen wan⸗ del und ehristlichen leben dich im kindlichen gehorsam ehren, loben und preisen. Behuͤte uns, daß wir diese deine geschenke und gaben nicht misbrauchen zur uͤppigkeit und wollust, zum fressen und sau⸗ fen, und dergleichen unordentli⸗ und allezeit an den grossen gewinn desjenigen gedenken, der gottselig ist und ihmbegnuͤgen laͤsset. Wenn wir denn also den misbrauch mei⸗ den, uns dankbar gegen dich, un⸗ sern milden wolthaͤter und lieb⸗ reich gegen unsern naͤchsten erwei⸗ sen/ und unsre arbeit mit fleiß und gebete ehristlich verrichten; so zweifeln wir nicht, du werdest das/ was uns deine milde hand so gnaͤ⸗ dig geschenket hat, vaͤterlich be⸗ wahren, auch krieg, krankheiten und seuchen unter menschen und vieh, feuers⸗ und wassers⸗ noht, und andere plagen in gnaden von uns abwenden; deinen uns ver⸗ liehenen segen uns in friede/ ruhe und gesundͤheit geniessen lassen, und, was uns sonst noͤhtig und nuͤtzlich seyn moͤgte, uns gnaͤdig⸗ lich verleihen; bis wir endlich, nachdem alle beschwerliche arbeit vollbracht ist, zur ewigen ruhe kommen: dazu wollest du uns ver⸗ helfen durch unsern HErrn und chem wesen, wodurch wir unsere herzen beschweren, in mancherley heiland JIEsum Christum, 2 ft Ehh stte 400 sol und A. dlines? I du l u Israel Alsek, hen lem eingz HWur gerez Henden rx slig K Aer nichts shen; se shen heil Ien volkel loch tes Hald saeraz Hein, dafs Uten. N solche! Runen g such bey's eine wr Du bin hlet, nia Ihten, tod un; M hir niit de, wen: hen: un d seele; lͤdoch, G. — tlost! idu als ein Rine k higen alz hilf Waheoftel, 1 Gebet auf Advent. VI. Dank⸗-Gebete auf di VI. uf die vornehmste 101 . ö 7 I Feste im Jahre. Ocbet auf Loren venferertetirrenthen x 2⁷ dem Einzuge Christi in un⸗ nem gehorsam gefangen nehmen. hi. sere Herzen. Hilf, daß wir dir den weg zu un⸗ 1 iun II Orn JEsu Chri⸗ 1020 herzen bereiten, die thore Nh 24. ste! du koͤnig der weit und die thuͤren in der welt 144 ehren, ein sohn des lebendigen hoch machen, daß wir mit danken . 3hn. 60ttes und Davids! du bist im vor dein angesicht kommen, und R namen deines vaters in die welt immerdar sagen: Hochgelobet sey Iin kommen; du hast dich als ein kö⸗[GOtt: Hilf, daß wir dich oͤfent⸗ e nig van Israel, als ein gerechter lich und ungescheuet mit jenem Xiiel unnd helfer, bey deinen volke in volke vor der neit bekennen, und te Jerusalem eingestellet,daß dit das⸗allezeit in christlicher bereitschaft n Kelbige zur gerechtigkeit brachtest, erfunden werden, dir in heiligkeit Ute deine elenden rettetest, und sie von und gerechtigkeit unser lebelang Uu sünden selig machtest: weil sie zu dienen. Laß uns dir handrei⸗ N dich qoer nicht auf⸗ und angenom⸗chung von unserem vermoͤgen Iih men haben; so hast du dich zu thun, und deinen geistlichen ein⸗ %/uns armen heiden gewendet, daß zug, so viel uns moͤglich, beför⸗ wir dein volk seyn sollten. Du dern; auch im falle der noht dei⸗ Vziehest noch taͤglich in deinem nethalben gerne alles verlassen, 60 worte und saeramenten bey deiner der du um unsert willen so arm eirchen ein, dafür wir dir von her⸗Iworden, daß du eine eselinn ent⸗ ezen danken. Wir bitten dich, daß lehnen muͤssen, und am stamme Aih du uns solche deine guade recht des ereuzes in deinem hoͤchsten Nn erkennen gebest. Ach HErr! durste nicht einen trunk wassers iziehe auch bey uns ein, und ma⸗ bekommen köͤnnen. Gib, daß wir n che dir eine wohnung in unsern also in deiner leiten zukunft das Aherzen. Du bist ja unser heiland ende des glaubens, nemlich der W%J und helfer, nicht allein in leibli⸗seelen seligkeit davon bringen, die .%¾% chen noͤhten, sondern zufoͤrderst du uns durch dein eigen blut so Igegen tod und teufel: darum theuer erworben hast. Indessen Hfragen wir nichts nach himmel bleibe, o HErr! mit deinem wor⸗ H und erde, wenn wir nur dich beyte und mit der reinen wahrheit N* uns haben: und wenn uns gleich auch in diesem nunmehr ange⸗ Wuh leib und seele verschmachtet, so tretenen kirchen⸗-jahre bey uns, bist du doch, GOtt! allezeit unserswie du das verwichene bey uns 0% herzens trost und unser theil. geblieben bist. Breite deine wahr⸗ 3% Gott ist ja unser vater, darum heit je langer je weiter aus/ und wirst du als ein vater die tochter segne die arbeit getreuer lehrer ů Zion, deine kirche, nicht lassen: und prediger. Beschuͤtze, regiere und du, o Jesu kann und'mußt und segne unsere und alle andere sie schuͤtzen als ihr machtiger koͤᷣ⸗christliche obrigkeit, sammt dero nig. So hilf nun, daß wir auch, rathen und getreuen dienern. x wie die apostel, uns dir im vollen du starker fer: Hilf, HErr JEsu, 3 49.————————————— 102 Gebet von der Gebuhrt des Sohnes GoOttes. fer! daß sie alle mit einander, und wir sammt ihnen, dir von herzen dienen, das reich deiner wahrheit befoͤrdern, und alles, was wir ver⸗ moͤgen, dir zu ehren unterlegen und ausbreiten: daß unser chri⸗ stenthum allewege gruͤne, als ein .— palm⸗zweig/ und wir durch eine kraft alle schmach, verfol⸗ gungund truͤbsal dieser welt äber⸗ winden; bis wir— mit dir/ unserm koͤnige, den seligen und froͤlichen eintritt in das himmli⸗ sche reich der ewigen herrlichkeit thun. Amen, HERR Christe IJIEsu! amen. Gebet von der Gebuhrt des Sohnes GOttes am Christ⸗-Dage. I1 allmaͤchtiger GoOtt, 5. himmlischer vater! wir danken dir von grunde un⸗ serer herzen, daß du aus lauter wolgefallen und unaussprechli⸗ cher liebe deinen eingebohrnen sohn IEsum Christum, den glanz deiner herrlichkeit und das eben⸗ bild deines wesens, in diese welt gesandt hast, welcher unser armes fleisch und blut an sich genom⸗ men, und uns in allem gleich wor⸗ den ist, ausgenommen die sünde; auf daß er uns von sunden, tod, teufel und hoͤlle erloͤsete, und mit sich in das reich der ewigen selig⸗ keit versetzete. Dis alles, o hoͤch⸗ ster GOtt! hat deine herzliche varmherzigkeit gethan, durch wel—⸗ che uns besuchet hat der aufgang aus der hoͤhe, auf daß er erscheine denen, die da sitzen in finsterniß nud schatten des todes, und richte unsere füsse auf den weg des frie⸗ dens! So erfuͤlle nun, Woerher unser aller herzen mit deiner gnade; und gib, daß wir solche deine grosse liebe und barmherzig⸗ keit dankbarlich erkennen, nicht uns, sondern dir leben, dir ver⸗ trauen, dich lieben und loben un⸗ ser lebelang. Gib auch, daß wir in allem ereuze und truͤbsal unsers einigen heilandes, seligmachers und getreuen hirten JEsu Christi uns troͤsten, und daß wir alles, was in der welt ist, getrost hindan setzen, und es, gegen der uͤber⸗ schwenglichen erkenntniß deines lieben sohnes, fuͤr koht achten moͤ⸗ gen. Erhalte auch bey uns und unsern nachkommen dein heiliges seligmachendes wort, sende treue diener in deine ernte. Wir bitten auch fuͤr alle menschen, insonder⸗ heit aber fuͤr unsere christliche obrigkeit. Regiere sie durch dei⸗ nen geist, daß sie zufoͤrderst und vor allen dingen bey ihrer regie⸗ rung/ so viel an ihnen ist, das reich unsers einigen ewigen koͤniges JEsu Christi befoͤrdern und aus⸗ breiten, und ja ihren stand und wandel auf dieser welt also fuͤh⸗ ren, damit sie dermahleins mit ihm im himmelreiche in alle ewig⸗ keit herrschen moͤge. Siehe auch deine arme bedraͤngte kirche und kleine heerde in gnaden an; komme ihr zu huͤlfe, und errette sie end⸗ lich aus den grossen noͤhten, die sie betroffen haben. Troͤste sie, HErr! durch deinen geist, nachdem du weißt, daß es ihre nohtdurft er⸗ fordert, auf daß sie sich deiner guͤte erfreuen, und deinen namen ewig preisen moͤge. Laß heute in den herzen aller angefochtenen, kranken, verfolgten, witwen, waisen, und aller andern, so in noht und truͤbsal stecken, eine troͤstliche Christ⸗Ffreude aufgehen: Auch die, welche deinen sohn JE⸗ sum Christum noch nicht erkennen noch ehren, bringe an das licht deiner wahrheit, damit sie sammt uns und allen auserwaͤhlten en⸗ geln und menschen dich loben, der W Eh ube! Waenwis 11.— Hlet a MPhres OI .Her hfalket!l herzene s mie her etha hdas vei n a W vielz nihtiget le Agemlic uler gnai ristu lande ge; Atffüllet! ndt hast llichen Heshalt al Rhesetze v Wrsam wo: Nm tol Hso für v nd un⸗ herdien Ni erken Mhem her; Wäabgew Auc die Non juge allthaten , unde ben; skest, de Iunden, u Uhngerecht Ihtten dich in de Wfur heiland. Iln neue Mhischren 2 lihj ausit Il h sgh Anülß Wuh R e, AItet , 4 Haah EIU Vht U 6 e ANustv/ He ls hey ih, f t cuh Dpdetth Tihnail Nemt Wiicheilt I. E ILU entt 6 ench e l Gebet am Neuen Jahrs⸗Tage. 1og —— dir zu lobe im wahren glauben, und mit herzlicher freudigkeit sin⸗ gen möͤgen: Ehre sey G Ott in der hoͤhe, friede auf erden, und den menschen ein wolgefallen, amen. Gebet am Neuen .»Tage. 5Err himmels und 116.O der erden, du gros⸗ ser und starker Gott! wir sagen dir von herzen lob und dank, daß du uns nicht allein erschaf⸗ sen/ bisher erhalten, und sonder⸗ lich auch das vergangene jahr so gnaͤdig und vaͤterlich beschuͤtzet, und uns so viel unzaͤhlbare wol⸗ thaten erzeiget hast; sondern auch und vornemlich, daß du uns aus lauter gnaden deinen sohn/ Vsum Christum, zum erloͤser und heilande geschenket/ und da die zeit erfüͤllet war, ihn in die welt gesandt hast, welcher sich sei⸗ ner goͤttlichen gestalt geaͤusert/ kuechts⸗gestalt an sich genommen, sich dem gesetze unterworfen, und dir gehorsam worden ist, bis zum tode, ja zum tode am creuze, da⸗ mit er also fuͤr uns das gesetz er⸗ füllete, und uns von dem fluche, den wir verdienet hatten, erloͤ⸗ sete. Wir erkennen und bekennen hon ganzem herzen, daß wir nicht allein das abgewichene jahr, son— dern auch die ganze zeit unsers lebens von jugend auf fuͤr solche deine wolthaten sehr undankbar gewesen, und dich vielfaͤltig er⸗ uͤrnet haben; daß du ja wol ur⸗ sach haͤttest, deine guade von uns Rabzuwenden, und uns nach deiner trengen gerechtigkeit zu bestrafen. Wir bitten dich aber, himmlischer vater! in dem namen deines sohnes JEsu Christi, unsers ei⸗ nigen heilandes, du wollest uns mit dem neuen iahre neue gnade wiederfahren lassen, unsere alte bisher begangene suͤnden uns aus gnaden um JEsu Christi willen schenken, und sie mit dem alten jahre zuruͤck, ja in die tiefe des meeres werfen, und derselben nimmermehr gedenken. Gib uns auch mit dem neuen jahre neue kraft, dir in heiligkeit und gerech⸗ tigkeit zu dienen. Erleuchte aufs neue unsern verstand, deinen wil⸗ len und geheimniß zu erkennen; lenke und erneure unsern willen zu einem neuen und heiligen ge⸗ horsam, auf daß wir es genug seyn lassen, daß wir die vergan⸗ gene zeit in suͤnden und eitelem wandel zugebraͤcht haben; u d was noch hinterstelliger zeit im fleische ist, nicht uns, nicht der welt, nicht den sleisches⸗luͤsten, sondern dir leben, und auf deinen wegen gehen. Beschneide du, o HErr! durch deinen geist unser aller herzen, und reinige sie von aller ungerechtigkeit und boͤsen luͤsten. Gib uns, nach deiner ver⸗ heissung, einerley herz und wesen, daß wir dich fürchten unser lebe⸗ lang, auf daß es uns und unsern kindern nach uns wol gehe. Erhal⸗ te ins kunftige bey uns und unsern nachkommen dein heiliges wort: Gib auch in diesem und in den fol⸗ genden jahren deinen segen zu den fruͤchten der erde; wende alle wol⸗ verdiente land⸗plagen gnaͤdig ab, und sey uns noch ferner gnaͤdig. Laß dir auch unsere christliche herrschaften und obrigkeiten in deinen vaͤterlichen schutz befoh⸗ len seyn regiere und segne ihre anschlaͤge, ihr thun und lassen, daß es zur ausbreitung deiner eh⸗ re, zu fortpflanzung der goͤttlichen wahrheit, und zu des vaterlan⸗ des wolfahrt gereiche. Dafern auch in dem neuen jahre neues creuz und truͤbsal erfolgen sollte; so wollest du, o GOtt! uns mit 6 4 neuem 10ꝗ Am Dage der Offenbarung Christi. neuem troste, staͤrke und geduld wapnen, und durch deine kraft in unserer schwachheit maͤchtig seyn; damit wir uͤberwinden, al⸗ les wol ausrichten, und wider alle anfechtungen das feld behal⸗ ten moͤgen. Laß doch dieses kuͤnf⸗ tige neue jahr deiner armen be⸗ draͤngten kirchen, und allen be⸗ truͤbten, angefochtenen, verfolg⸗ ten, oder sonst nohtleidenden her⸗ zen, ein trost⸗ und freuden⸗reiches froͤliches erloͤsungs⸗jahr seyn. Und wenn wir die zeit unsers elenden lebens in dieser welt nach deiner bestimmung erfuͤllet haben; so hilf uns getrost hindurch in das rechte neue himmlische ewige ju⸗ bel⸗jahr, um deines allerliebsten sohnes unsers ewigen heilandes JEsu Christi willen, amen. Am Tage der Offenba⸗ rung Christi. 17 998 allmaͤchtiger Gott, himmlischer vater! wir danken dir herzlich, daß du auch uns, die wir aus dem hei⸗ denthum herkommen, das licht und den hellen stern deiner wahr⸗ heit, zur seligmachenden erkennt⸗ niß JEsu Christi deines sohnes, hast leuchten lassen. Wir bitten dich barmherziger GOtt! erhalte dasselbige licht bey uns, und gib, daß wir ihm folgen, dich, und den du gesandt hast, JEsumChristum, ie laͤnger je mehr erkennen, und im wahren glauben und rechter gottseligkeit dir dienen; daß wir dir auch das bewaͤhrte koͤstliche gold des bestaͤndigen glaubens, den weihrauch des inbruͤnstigen gebets, und die myrrhen der ge⸗ duld in allem ereuze, mit aufrichti⸗ gen und freudigen herzen opfern. Verzeihe uns auch, o HErrl unsere bisher begangene suͤnden, und lei⸗ te uns durch deinen heiligen geist, daß wir von den vorigen irrwegen unserer suͤnden abweichen, und durch einen andern weg in unser ewiges himmlisches vater⸗ land eingehen. Warne und bewahre uns, o du treuer menschen⸗huͤter! fuͤr allen unsern verfolgern und widersachern, und verhüͤte alles unheil. Laß dir sonderlich unsere liebe obrigkeit, als deinen aug⸗ apfel in deinen vaͤterlichen schutz befohlen seyn: erhalte sie gnaͤ⸗ dig, und schuͤtze sie an leib und seele. Gib,/ daß durch sie die gerech⸗ tigkeit und wahrheit befoͤrdert, die bosheit aber gehindert und be⸗ strafet werde. Segne diese ganze christliche gemeine, und uͤber⸗ schuͤtte sie mit vaͤterlicher bestaͤn. diger gnade. Segne die fruͤchte des landes; troͤste alle arme, kranke, verfolgte und betruͤbte herzen. Erbarme dich unser, o HERR! verzeihe uns um Christi willen alle unsere sunde, und wende die wol⸗ verdiente strafe des krieges und blutvergiessens gnaͤdiglich ab. Decke uns mit deinen fittigen, und bewahre uns durch deine hei— lige engel. Wende allen jammer und verwuͤstung ab, gib, daß wir in steter bereitschaft, busse, glau⸗ ben und geduld erfunden werden/ und wuͤrdig seyn moͤgen endlich zu stehen vor des menschen sohn/ und mit ihm in die ewige seligkeit ein⸗ zugehen, amen; HErr JEsu, amen. Gebet am Tage der Rei⸗ nigung Mariaͤ. 1 Err JEsu Christe, du II 8 H gewuͤnschtes hellleuch⸗ tendes licht der heiden, der du heute dem HErrn im tempel dar⸗ gestellet bist! wir danken dir, daß du unserntwegen dich unter das gesetz gethan; und bitten dich, er⸗ leuchte uns, daß wir uns dir 2 6 — e Ihundditt mel . Res Wctur uni huch de. Wurch deinh in uns Haf deites ts thatt Istte glau . Erleu⸗ N licht in Ihitlmne Aeund fr; t in den shet gr Nukandi Achsen ei e gesent llibe d ulschlich . Hilf Mliebe/d l gtme hetteit Hasteuen. Wempfan t, sünde MN wird Ahstig sey. Achrise, hit da harmensch. tanen, Oslgmach uus def Wrun ver Icheigen sssen we dun mens⸗ uten r Iibey Siwü Sunch Sh Ifusech, N ehi LVsA uhshh Ilahchet 00 Irgesihrh „ teulthh Dae AIe ban Vounset l 4 0 Oude 0 Nnocsh Regig t RIcRM ast, W e oeshen 0 EN — Gebet am Tage der Verkündigung Mariaͤ. 105 ben zu einem opfer, das lebendig/ heilig und dir wolgefaͤllig sey, auch deinen tempel oft mit andacht besuchen. Reinige unsere sünd— liche natur und unser verkehrtes herz durch deinen heiligen geist und durch dein unschuldiges blut. Zünde in uns an das licht der er⸗ kenntniß deines goͤttlichen willens und eines thaͤtigen glaubens, dich in unsere glaubens⸗arme fest zu fassen. Erleuchte unsere augen, daß wir nicht im tode entschlafen, sondern vielmehr mit Simeon ei⸗ ne stille und froͤliche hinfahrt aus der welt in den himmel erlangen. Amen, o HErr IEsu! amen. Gebet am Tage der Lir 11 bün rr tt himmli⸗ 119.H scher vater! wir dan⸗ ken dir, daß du deine troͤstliche verheissung erfuͤllet, uns deinen allerliebsten einigen sohn zum heilande gesendet, und denselben in dem leibe der jungfrau Mariaͤ hast menschliche natur annehmen lassen. Hilf, daß wir uns solcher deiner liebe, die du hierinnen ge⸗ gen uns arme suͤnder erwiesen hast, jederzeit von herzen troͤsten und erfreuen. Laß deines sohnes heilige empfaͤngniß unsere unrei⸗ nigkeit, sünde und missethat til⸗ gen, daß wir deiner gnade wieder theilhaftig seyn moͤgen. O HErr JEsu Christe, GOttes und Maria sohn! wir danken dir, daß du unsere menschliche natur an dich genommen, und unser heiland und seligmacher worden bist. Wir freuen uns dessen von herzen, und sind nun versichert, daß du uns, als dein eigen fleisch und blut, nie verlassen werdest. Du bist ja darum mensch worden, daß du uns helfen moͤgtest: daher ver⸗ tritt uns bey deinem himmlischen vater. Schuͤtze und erhalte uns wider welt, sůnde, teufel, tod und hoölle, und laß uns in deinem rei⸗ che mit dir leben, und dir dienen in ewiger gerechtigkeit, unschuld und seligkeit. O GoOtt heiliger geist! der du durch deine kraft die em⸗ pfaͤnguiß des sohnes gewirket hast, hilf, daß wir uns deiner unend— lichen kraft und macht jederzeit troͤsten, dir mit wahrem glauben, willigem gehorsam und herzlicher demuht jederzeit anhangen, und also die frucht der seligmachenden menschwerdung Christi, nemlich die ewige freude im himmel, da⸗ von bringen und erhalten moͤgen, amen. V. Gebet am gruͤnen Donnerstage. ch liebster JIEsu, 1 20. A treuer hirte der du deine schaafe mit deinem flei⸗ sche speisest und mit deinem blute traͤnkest; dir sey fuͤr deine un⸗ aussprechliche liebe ewig dank gesaget, daß du dich fuͤr unsere suͤnde und um unserer seligkeit willen in den tod, und zu dessen versicherung uns deinen leib und blut zu essen und zu trinken gegeben, und, uns damit deiner goͤttlichen natur theilhaftig zu machen, verordnet hast. Ach! frei⸗ lich eine grosse liebe, daß du nicht nur in uns wohnen, sondern dich, als unsere himmlische speise und trank, innigst mit uns vereinigen willt. Dir sey dank, daß du auch bisher solches dein heiliges saera⸗ ment in deiner kirche wider des sataus gewalt, list und verfuͤh⸗ rung, sowol was die wahre lehre davon, als was den rechten ge⸗ brauch desselben anlanget, erhal⸗ ten, auch uns bereits zu vielen mahlen zu solchem deinen gnaden⸗ 8 5 tische 100 Danksagung fuͤr das Leiden JEsu am stillen Freytage. tische gelassen hast. Vergib aber gnaͤdiglich, daß solche deine hei⸗ lige ordnung so oft verkehret, und nicht allezeit von allen denen, die sich bey deinem mahle einge⸗ funden haben, gehoͤriger fleiß, wuͤrdig dabey zu erscheinen, ange⸗ wendet; ja so gar auch nach⸗ mahls dein theurer leib und blut oft verunehret, und misbrau⸗ chet, dadurch aber dein gerichte gereizet worden ist, daß du uns solches theure gut mit recht ent⸗ ziehen koͤnutest. Laß aber auch hier gnade fuͤr recht ergehen, und er⸗ halte uns dein heiliges saerament und dessen reinen gebrauch so lan⸗ ge, bis du selber koͤmmest. Steure dem satan, daß derselbe die wuͤrdi⸗ ge geniessung auf keine weise hin⸗ dere, und also verursache, daß das⸗ jenige, was von dir zu unserem heil verordnet worden, zu der seelen verderben gereiche. Richte darge⸗ gen deine kirche also ein, daß die⸗ ses heilige sacrament von allem misbrauche der unwuͤrdigen ge⸗ rettet, hingegen die wahre wur⸗ digkeit bey allen befoͤrdert werde. Wirke auch, treuer heiland! deine gnade in uns, so oft wir uns zu dei⸗ nem tischẽ nahen, daß du uns alle⸗ zeit durch deinen heiligen geist herzlich zur wahren wuͤrdigkeit be⸗ reitest, uns selbst nach dem gesetze und evangelio aufrichtig zu pruͤ⸗ fen, ia uns selbst zu richten und zu verdammen, damit wir nicht von dir gerichtet, sondern durch deine gnade losgesprochen werden. Gib uns auch die gnade, nicht nur dei⸗ nen leib und blut zu essen und zu trinken, sondern auch deinen leib im wahren glauben und herz⸗ licher ehrerbietung zu unterschei⸗ den, ja dein gedaͤchtniß in dem glauben zu begehen. So oft wir aber dieses pfandes unsers heils gewuͤrdiget werden; so sey kraͤftig in uns, daß wir dabey deinen tod wuͤrdiglich verkuͤndi⸗ gen, die wolthaten, die aus dei⸗ nem leiden auf uns fliessen, in dem heiligen saeramente dankbarlich erkennen, deinem exempel, im liebreichen gehorsam gegen dich und deinen vater, in aufrichtiger liebe gegen unsern naͤchsten, und in williger geduld in allem leiden/ freudig nachfolgen. Laß also un⸗ sern innern menschen durch diese seelen⸗speise stets wachsen und zu⸗ nehmen an dir, unserm hochgelob⸗ ten haupte: und fuͤhre uns end⸗ lich, erfuͤllet mit fruͤchten der ge⸗ rechtigkeit, so du in uns wirkes, zu deinem himmels⸗saale, wo du, nachdem du uns durch den vor⸗ schmaͤck jener freuden hier schon erquicket hast, uns mit dir selbst in ewigkeit saͤttigen wirst. Ach ha⸗ ben wir dich, und giebst du dich uns ganz, so haben wir genug, amen. Dir sey für deine liebe und guͤte ewig preis, sammt dem vater und heiligen geiste, amen. Danksagung fuͤr die Er⸗ loͤsung oder fuͤr das Leiden Christi 1 stillen Frey⸗ age ge. Ich danke dir, HERR 12I. Sæsu Christe, wahrer Gott und mensch! daß du mich armen suͤnder und verdammten menschen, ohne alle meine werke, berdienst und wuͤrdigkeit, durch dein heiliges leiden, sterben und blutvergiessen erloͤset hast. O HErr JEsu Christe, wie groß ist dein leiden! wie schwer ist deine pein! wie viel ist deiner marter! wie tief sind deine wunden! wie bitter und schmerzlich ist dein tod! wie unaussprechlich ist deine lie⸗ he, wodurch du mich mit deinem lieben vater versoͤhnet hast! da 31 0 .. . shah . Isbseu „0 du= Wsllgern L Ah il die Ie undes sirmich Hz Ohtt g ingereex dern vE hat h berklas iut/ berhnz Wi das N Wen. Ti willent netet s⸗ gegeiss 0/ und 1 vorden e er keind Denn de HAte und! Iun und auch eis i hat, helch tis Auegen n Aumter di und als sie auf Wsͤssen! Nr it h kiden Issehn; f Asen vo guch! che u Rhte, da Danksagung am heiligen Oster-Tage. 107 BMu AII— e shRam oͤlberge blutigen schweiß fuͤr grosser angst geschwitzet, daß die ah bluts⸗tropfen auf die erde gefal⸗ Rund len, und du darauf von allen deinen juͤngern verlassen worden, Zunnöund dich in die haͤnde der schnöͤ⸗ Tsuns den juͤden und gottlosen schaar willig für mich gegeben hast, wel⸗ Alshche dich hart gebunden, und von hhh einem ungerechten richter zu sHdem andern unbarmherzig ge⸗ hhhl führet hat! Daselbst bist du hhhhsh faͤlschlich verklaget, verurtheilet, esnh herspeyet, verhoͤhnet, und mit sislß faͤusten in das angesicht geschla⸗ Mslitag, gen worden. Du bist um unserer h missethat willen verwundet, und h um unserer sunde willen zu⸗ uuhh schlagen, gegeisselt, mit dornen h geeroͤnet, und jaͤmmerlich zuge— Süintn richtet worden, wie ein armer VifV wurm, der keinem menschen aͤhn⸗ d lich ist. Denn du warest der aller⸗ berachteste und unwehrteste, voll schmerzen und krankheit, also, thtdaß es auch ein heidnisch herz Iin,erbarmet hat, daß es gesaget: —.— Siehe, welch ein mensch ist das! Afh Du bist wegen meiner mishande⸗ Asl üngen unter die übelthäter ge⸗ urechnet, und als ein fluch mitten plh zwischen sie aufgehenket, an haͤn⸗ dden und fuͤssen mit naͤgeln durch⸗ graben, darzu in deinem hoͤchsten I durste mit essig und galle getraͤn⸗ 7 ket worden: und mit grossen n schmerzen hast du deinen geist el dufgegeben, auf daß du meine schuld bezahletest, und ich durch deine wunden geheilet wuͤrde. Für alle diese deine marter und „bein sage ich dir lob und dank, —5 173 1 Wen laß dein chh ver⸗ ut mich dessen von herzen troͤste und * ruͤhme, auch desselben gedaͤchtniß 3 also begehe, und es solcher maassen betrachte, daß alle boͤse luͤste da⸗ durch in mir ausgeloͤschet und ge⸗ dampfet, dargegen alle tugenden eingepflanzet und gemehret wer⸗ den; auf daß ich der suͤnden ab⸗ gestorben der gerechtigkeit lebe, und deinem mir gelassenen vor⸗ bilde nachfolge, in deine fußstapfen trete, das uͤbel mit geduld ertra⸗ ge, und das unrecht mit gutem gewissen leide. Das gib und ver⸗ leihe mir nun, o HErr JIEsu! um deines heiligen theuren verdien⸗ stes willen, amen. Danksagung fuͤr di sieghafte Auferstehung IEsu Christi, am heiligen Aere Ehrng Err JEsu Christe, 12 2. H du uͤberwinder des todes und zerstoͤhrer der hoͤllen! wir sagen dir herzlich dank fuͤr deine sieghafte froͤliche auferste⸗ hung, dadurch du dem tode die macht genommen, und ein ewi⸗ ges und unvergaͤngliches wesen wieder an das licht gebracht hast. Du hast dich als einen allmaͤchtigen HErrn bewiesen, der die schluͤssel der hoͤllen und des todes hat, der da aufschleußt und niemand zuschleußt. Du wa⸗ rest todt, und siehe, nun lebest du von ewigkeit zu ewigkeit. Du hast dein volk vom tode er⸗ rettet und aus der hoͤllen erloͤset, daß wir nun mit freudigkeit sagen koͤnnen: Tod, wo ist dein stachel? Hoͤlle, wo ist dein sieg? Dir sey dank, daß du uns den sieg gegeben hast: denn du bist dem tode ein gift, und der hoͤllen eine pestilenz gewesen/du hast den tod verschlun⸗ gen ewiglich; darum freuet sich unser herz, und unsere ehre ist froͤlich. Denn GOtt hat deine seele nicht in der hoͤlle gelassen, und nicht zugegeben, daß Hateher iger 108 Danksagung fuͤr die Himmelfahrt Christi. liger die verwesung sehe. Du bist eine kleine zeit von GOtt verlas⸗ sen gewesen, aber nun mit ehren und schmuck geeroͤnet worden: Du bist aus der angst und gerichte hinweg gerissen, wer will deines lebens laͤnge ausreden? Der stein, den die bauleute verwor⸗ fen hatten, ist zum eckstein wor⸗ den: das ist von dem HErrn ge— schehen, und ist ein wunder vor unsern augen. Man singet mit freuden in den huͤtten der gerech⸗ ten: die rechte des HErrn be⸗ haͤlt den sieg, die rechte des HErrn ist erhoͤhet, die rechte des HErrn behaͤlt den sieg. Ach HErr JIEsu! du bist hervor gebrochen, wie die schoͤne morgenroͤhte, majestaͤti⸗ scher weise bist du auferstanden in einem erdbeben. Deine heilige en⸗ gel eroͤffnen und zeigen uns das grab, und sagen: Was sucht ihr den lebendigen bey den todten? kommet her, sehet die staͤtte, da der HErr gelegen. O du freund⸗ licher leutseliger HErr! du er⸗ scheinest der Maria Magdalena und Petro, und sprichst: Gehe hin, und sage meinen brudern: ich fahre auf zu meinem vater, und zu eurem vater, zu meinem GOtt, und zu eurem GOtt. Du wirst ein pilgrim nach Emmaus, und legest deinen betruͤbten jüngern alle schrift aus, du koͤmmest zu den apo⸗ steln in dem verschlossenen hause, zeigest ihnen haͤnde und fuͤsse, deine offene seite und wunden⸗maale, und heilest damit die wunden ih⸗ res unglaubens, issest mit ihnen aus liebe und zum zeugniß, daß du wahrhaftig lebest, auf daß du sie speisest mit den fruͤchten deiner auferstehung; denn du theilest dieselben fruͤchte aus durch deinen edlen frieden, welcher alle himm⸗ lische guͤter in sich begreift. Wir bitten dich, lieber HErr! gib uns die gnade des deiner e geistes, daß wir die kraft deiner auferste⸗ hung, und den bestaͤndigen trost in unsern herzen empfinden, daß nunmehr weder suͤnde noch ver⸗ dammniß, weder fluch noch tod, weder satan noch hoͤlle, einige macht und anspruch an uns habe. Laß uns auch, o HErr! mit dir durch wahre busse auferstehen; laß uns theil haben an der ersten auf⸗ erstehung, auf daß der andere tod an uns nicht macht habe. Erwecke auch am juͤngsten tage, durch die kraft deiner auferstehung, unsere leiber zum ewigen leben; damit unser nichtiger, verweslicher, sterblicher leib unverweslichkeit, unsterblichkeit, kraft und ehre an⸗ ziehe, und wir aͤhnlich seyn dei— nem verklaͤrten leibe; denn unser leben ist jetzo bey dir verborgen; wenn du aber, unser leben, offen⸗ bar werden wirst, so werden wir auch mit dir offenbar werden in der herrlichkeit. Das verleihe uns, o HErr JEsu Christe! durch deine siegreiche auferstehung, und um deines namens ehre willen, amen. e 0 Danksagung fuͤr die D, er 8 5 rr JEsu Christe, 123 H du allmaͤchtiger sie⸗ ges⸗fuͤrst: der du dich durch deine sieghafte und froͤliche himmel⸗ fahrt zur rechten der majestaͤt und kraft GOttes gesetzet, und alle deine feinde, suͤnde, tod, teu⸗ fel, hoͤlle und welt zum schemel deiner fůüsse geleget hast: wie sollen wir diesen triumph, diesen sieg diese herrlichkeit, diesen deinen hohen namen gnugsam und wür, diglich ruͤhmen Und preisen Denn nachdem du die reinigung unserer sunde durch dich 25.— — I Hlgehe sit Ht Poorden a n hoͤhe Hlatbeth Mhelhat: sshe dich ammlisc lter de Wcusgeitof hu hast Ihhen, d Ale kräft Hauch h gen slege set und ste oͤf und ei Amachet Mer GOt , und d len.4 lbbsing Ngen GL Mltausens ail die höl Iuß gefang hhen emp l, du di shel und Il gewalt: l was in Uunnet we um ha salget, di Rishledeß, I4. Du hi haupt,! siig gieder lost, sar sheershle aasge hbhei 10 W Thalgeliße 0 51 Al geistlie c end Aulate un Danksagung für die Himmelfahrt Christi. 109 * S machet hast, hast du dich in den 3 2* himmel gesetzet, zur rechten der Smajestat GBttes, und bist so viel besser worden als die engel, so viel ahgar einen hoͤhern namen du vor shnihnen ererbet hast. Denn zu wel⸗ hchem engel hat GOtt jemahls ge⸗ * sagt: setze dich zu meiner rechten? Ihah Dein himmlischer vater hat dir Sufel alles unter deine fuͤsse gethan, „Iuhll nichts ausgenommen, als nur sich selbst: du hast dir die engel, die gewaltigen, die fuͤrstenthümer und alle kraͤfte unterthan ge⸗ macht, auch hast du in diesem herrlichen siege die hoͤllische fuͤr⸗ tenthuͤmer und gewaltige aus⸗ gezogen, sie oͤffentlich schau ge— tragen, und einen triumph aus ihnen gemachet durch dich selbst. Du starker GOtt faͤhrest auf mit jauchzen, und du HErr mit hel⸗ ler posaunen. Lobsinget unserm 60tt, lobsinget ihm kluͤglich! derer wagen GOttes ist viel tau⸗ sendmahl tausend. Du bist aufge⸗ fͤhren in die hoͤhe, und hast das gefaͤngniß gefangen gefuͤhret. Du hast gaben empfangen für die menschen, du bist erhoͤhet uͤber alle engel und fürstenthuͤmer, über alle gewalt und macht, und uͤber alles was in dieser und jener welt genennet werden mag. GOtt hat dich zum haupte deiner ge⸗ meine gesetzet, die da ist dein leib, und die fuͤlle deß, der alles in allem erfüllet. Du bist unser ewiges einiges haupt, das seinen leib und seine glieder mit leben, licht, kraft, trost, staͤrke, sieg, friede und freude erfuͤllet. Du bist un⸗ ser ewiger hoherpriester, salbest % üns mit deinem heiligen geiste, 0 giebst evangelisten, apostel, pro⸗ f 33% pheten, hirten und lehrer, auf daß dein geistlicher leib erbauet % werde. Ach sende treue und fleis⸗ ö 060 sge bauleute und erfuͤlle sie mit 0 0 II EDA LI h i IN Siattih oslhh HSNN Hen III IN 0 DD 1 I E — N dem geiste der weisheit und des verstandes! Du hast ein ewiges ho⸗ hes priesterthum, darum kannst du allezeit selig machen, und deren gebet erhoͤren, die zu dir kommen, und dich anrufen. Du hast uns durch deine himmelfahrt den rich⸗ tigen weg zum himmel gezeiget, das paradies eroͤffnet, und die staͤtte im himmel bereitet. Weil du nun als unser haupt im him⸗ mel bist; so werden auch wir, dei— ne glieder, gewiß nicht draussen bleiben; du wirst uns alle nachho⸗ len, auf daß wir seyn wo du bist, daß wir deine herrlichkeit sehen. Durch deine himmelfahrt ist un⸗ sere selige hoffnung bestaͤtiget. daß wir gewiß zu dir kommen wer⸗ den; es ist auch unsere gerechtig⸗ keit dadurch bekraͤftiget; denn du erscheinest nun vor deinem himm⸗ lischen vater, zum zeugniß, daß du durch dein blut in das allerhei⸗ ligste eingegangen bist, und eine ewige erloͤsung erfunden, und die ewige gerechtigkeit wieder ge⸗ bracht hast. Zeuch uns nach dir, daß wir mit unsern gemuͤhtern bey dir im himmlischen wesen und leben wandeln und wohnen moͤgen; daß wir allda unser aller haben, wo 401 schatz ist, und suchen, was droben, und nicht was auf erden ist, und uns nach dem strecken, was zukuͤnftig ist; zeuch uns nach dir, so laufen wir. Gib uns fluͤgel der himmlischen morgenroͤhte, und des heiligen verlangens nach dir, daß wir zu dir fliehen. O wenn werden wir dahin kommen, daß wir dein an⸗ gesicht sehen, und mit dir auf⸗ fahren zu deinem vater, und zu unserm vater zu deinem GOtt und zu unserm GOtt! Komm, HErr IEsu! und nimm uns zu dir, amen amen. Dank⸗ 110 Danksagung am Pfingst⸗Feste. e 2 Danksagung fuͤr die Wolthaten des heiligen Geistes en Irheilger OC heilie 1 24. O geist! der du von dem vater und dem sohne aus⸗ gehest, mit ihnen in einem goͤtt⸗ lichen und unzertheilten wesen gleich ewig bist! wir beten dich an/ wir ehren, loben und preisen dich/ und danken dir von grunde unse⸗ rer herzen fuͤr alle deine woltha⸗ ten; sonderlich daß du uns durch deine gnade zum heiligen christli⸗ lichen glauben berufen und ge⸗ bracht; dich selbst unseren seelen in der taufe eingegossen hast, und noch ohne aufhoͤren deine werke in uns wirkest. Wir bit⸗ ten dich, weil wir nicht aus eige⸗ ner vernunft noch kraft an JE⸗ sum Christum unsern HERRN glaͤuben, oder zu ihm kommen koͤnnen; du wollest uns lehren, in alle wahrheit leiten und fuͤhren, den wahren glauben in uns erhal⸗ ten und vermehren, mit rechtem verstande deines wortes begaben, uns in wahrer aurufung und rech⸗ tem vertrauen heiligen, uns in⸗ nerlichen frieden des gewissens mit ewig waͤhrendem troste, nebst aller freudigkeit und bestaͤndigkeit geben und schenken. Schreibe du IEsum Christum in unsere her⸗ zen, der du der lebendige finger Gottes bist: vergewissere uns mit deinem zeugniß, troͤste uns wider alle furcht und bloͤdigkeit des flei⸗ sches; sey du unser treuer bey⸗ stand wider des boͤsen feindes an⸗ klagung; staͤrke uns wider die verzagung, auf daß wir also im glauben durch deine gnade der verheissung vergewissert und ver⸗ siegelt werden; denn du bist das pfand unseres erbes zu unserer erloͤsung. Verleihe uns auch rech⸗ te andacht zu unserm seufen und gebet, daß wir mit wahrer zu⸗ versicht und kindlichem vertrauen schreyen und sprechen: Abba, lie⸗ ber vater! Gib uns rechte einfalt des herzens, ohne alle galle und bitterkeit, der du in gestalt einer tauben uͤber unserem HErrn JE su Christo am Jordan in seiner heiligen taufe erschienen bist. Ent⸗ zuͤnde in uns das feuer der herzli⸗ chen inbruͤnstigen liebe, der du dich in feurigen zungen uͤber den heiligen aposteln hast sehen lassen, damit wir die salbung empfangen. Erneure uns an dem inwendigen menschen, daß wir durch dich, der du durch das wort und die sacra⸗ mente kraͤftig bist/ je mehr und mehr wiedergebohren, und nach dem innerlichen menschen von ta⸗ ge zu tage erneuert werden. Be⸗ huͤte uns fuͤr abgöͤtterey und lüͤ⸗ gen, fuͤr irrthum und unglauben, und fuͤr aller bosheit und gottlo⸗ sem wesen, nimm hinweg die un⸗ reinigkeit unsers gemuͤhtes. Laß die fuͤndlichen luͤste in unserm sterblichen leibe nicht kraͤftig wer⸗ den; sondern mache du deine woh⸗ nung in uns, und herrsche in allen unsern gliedern; begleite uns auch endlich in das rechte ewige vater⸗ land, auf daß wir daselbst in voll⸗ kommner heiligkeit dich, sammt dem vater und sohne, von angesicht zu angesicht anschauen, und ewig⸗ lich loben und preisen moͤgen, amen. Dank sagung fuͤr die Of⸗ fenbarung der heiligen daher u allerheiligste 1 2 5. O hochgelobte, unzer⸗ theilte dreyeinigkeit, du ewiges/ unendliches, unbegreifliches,geist⸗ liches und einiges wesen, oret i8 Zussht —2 Iet 1 Huk Iau de! aal uu VUsthet, l 00dt dent gschi Hm Heinetz Iheiliget ˙tt; ason der! Ihis, dich pisen i. slet allerl. Ihte hater! Hheiset int ein lieb⸗ Ach als un Meeh und e einem n Mh vird er af zu me lem vate % und zt Olt sohn! Merson d sst, aus d Wbatets! . Gott! yr Gott o licht vo ch ebenb Wogters, shleit I Wund ewit d ende a Waallege undn Anen u llchen a Aadm welg siinderfl I und vo Inket gesa ngchen suubis un Keh itun lden⸗st Hl, eiig r Vsthheh Ischh A e Hiffihn eh aum t ituh Wss,ip. hht e h Rh anuhh Ichettul Imsih f Iucthhe Aah Wochtt l lit H AI Ihuuhs Danksagung fuͤr die Offenbarung der heiligen Dreyeinigkeit I111 tis in personen! wir sagen dir lob, ehre und dank fuͤr die goͤttliche offeubarung deiner heiligen er— kenntniß, in welcher das ewige leben stehet, nemlich, daß wir dich, GOtt den vater, und wel⸗ chen du gesandt hast, IEsum Christum deinen lieben sohn, in kraft des heiligen geistes, erken⸗ nen. O GOtt vater! der du die erste person der heiligen dreyei⸗ nigkeit bist, dich erkennen, lieben, ehren, preisen und beten wir an, als unsern allerliebsten vater, der der rechte vater ist uͤber alles, was kinder heisset im himmel und auf erden. Dein lieber sohn hat befoh⸗ len, dich als unsern lieben vater anzurufen, und gesaget: Was ihr ihn in meinem namen bitten wer⸗ det, das wird er euch geben; Ich fahre auf zu meinem vater, und ju eurem vater, zu meinem Ott, und zu eurem Gott. O Gott sohn! der du bist die andere person der heiligen drey⸗ einigkeit, aus dem goͤttlichen we⸗ sen des vaters von ewigkeit her gezeuget. GOtt von GOtt, wahr⸗ haftiger GOtt vom wahrhaftigen Ott, licht vom lichte, du we⸗ seutliches ebenbild deines himm⸗ lischen vaters, du glanz seiner herrlichkeit, du wahrhaftiger GOtt und ewiges leben, du an⸗ fang und ende aller dinge, durch welchen alles geschaffen, beide das sichtbare und unsichtbare, beide die thronen und herrschaften, durch welchen alle dinge gemacht sind, und in welchem alles bestehet. Du bist in der fulle der zeit mensch worden, und von deinem himmli⸗ schen vater gesandt zu suchen und selis zu machen, was verlohren war; du bist unser fleisch und blut worden, bist unser erloͤser, fuͤrsre⸗ cher, gnaden⸗stuhl, hoherpriester, mittler, einiges versoͤhn⸗opfer, und seligmacher, G0 und mensch in einer person; du sitzest auf dem stuhle der herrlichkeit zur rechten der maiestaͤt GOttes, hoͤ⸗ rest unser gebet und seufzen, und bist bey uns alle tage bis an das ende der welt: dir sagen wir auch für deine grosse liebe, leiden und tod, auferstehung und himmel— fahrt, lob, ehre und dank. GOtt heiliger geist, ewiger und allmaͤch⸗ tiger GOtt! gleich ewig und all⸗ maͤchtig mit dem vater und dem sohne, der du ausgehest, und von dem vater und dem sohne, als ein geist des vaters und des soh⸗ nes, gesandt wirst, und uns zu tem⸗ peln und wohnungen der heiligen dreyeinigkeit machest, der du uns neu gebierest, erleuchtest, heiligest und trostest, du bist unser einiger, allerliebster und allerhoͤchster troͤ— ster, der ewiglich bey uns bleibet, wenn uns die ganze welt und alle ereaturen verlassen: dir sagen wir lob und dank für die wiederge⸗ buhrt, erleuchtung und heiligung. O du heilige dreyeinigkeit, un⸗ terschiedlich nach den personen, unzertrennlich nach dem wesen, GOtt vater, sohn und heiliger geist eines goͤttlichen wesens, einer ewigen gottheit! wir be⸗ kennen orey unterschiedene per⸗ sonen, gleich ewig, gleich allmaͤch⸗ tig, gleich heilig, gleich herrlich, gleich unermaͤßlich: darum sin⸗ gen wir mit den Seraphim: hei⸗ lig, heilig, heilig ist GOtt der HErr zebaoth! heilig ist GOtt der vater, heilig ist Gott der sohn, heilig ist GOtt der heilige geist, und sagen mit Paulo: von ihm, in ihm, und durch ihn sind alle dinge: ihm sey ehre und preis in ewigkeit, amen. O du heilige dreyeinigkeit! komme zu uns, und mache woh⸗ nung bey uns. Du bist ja uͤber—5 alle, 112 Gebet am Tage Johannis des Taͤufers. alle, durch uns alle, und in uns allen. Ach GOtt vater, du ewige liebe und barmherzigkeit, du uner⸗ —— 6 brunn aller guͤtigkeit! ch GOtt sohn, unsere ewige ge⸗ rechtigkeit, weisheit, heiligkeit und erloͤsung, unser licht, unser heil, unser leben und seligkeit! Ach Gott heiliger geist, unser einiger und ewiger rast friede, freude, staͤrke und kraft! vereinige uns mit dir, besitze und bewohne unser herz, bewahre uus wie einen aug⸗ apfel im auge, beschirme uns unter dem schatten deiner fluͤgel, segue uns, erleuchte uns, troͤste uns in unserer lezten noht, nimm unsere seelen zu dir, erwecke unsern leib am juͤnsten tage zur ewigen freude, nud laß uns deine herr⸗ lichkeit ewiglich sehen, amen. Gebet am Tage Johan⸗ nis des Hersed—— elobet sey der HErr/ 1 26.G der GOtt Israel! denn er hat besuchet und erloͤset sein volk. Wir danken dir/ o aller⸗ liebster vater! daß du uns mit der sendung deines lieben sohnes in gnaden heimgesuchet hast. O du ewiger GOtt! der du die engel im himmel und deine auserwaͤhlte auf erden mit heiligkeit begnadet und erfuͤllet hast; wir danken dir demuͤhtiglich, daß du uns zu der gemeinschaft der heiligen berufen hast. Hilf, daß wir taͤglich in der gottesfuͤrcht waͤchsen und zuneh⸗ men, und in der gemeinschaft der heiligen ewiglich bleiben moͤgen. Im hause Zacharia und Elisabeth war grosse freude uͤber der gebuhrt Johaͤnnis des taͤufers; ach du ewi⸗ ger GOtt! gib uns die rechte geist⸗ liche seelen⸗freude in unsere her⸗ zen, daß wir uns über deiner gros⸗ sen uns reichlich erzeigten barm⸗ berzigkeit im leben und sterben freuen, und dir allezeit dafuͤr dan⸗ ken. Und gleichwie du Zachariam und Johannem den kaͤufer mit dem heiligen geiste erleuchtet, und bestaͤndig im glauben erhalten hast; also erflle uns, alle ehrist⸗ liche haus-vaͤter und haus-muͤt⸗ ter, sammt ihren kindern und ge⸗ sinde, mit deiner gnade. Erhalte uns bey der rechten seligmachen⸗ den lehre Johannis, daß wir dei— nen sohn IEsum Christum, der da ist das lamm GOttes, welches der welt suͤnde traͤget, allezeit mit wahrem glauben anschauen. Ach HErr zebaoth, bewahre uns fuͤr unglauben! Du aufgerichtetes horn des heils, beschuͤtze uns! Er— rette uns von unsern feinden; gib/ daß wir dir dieuen in heiligkeit und gerechtigkeit, die dir gefaͤllig ist. Zacharias und Elisabeth leben jetzund in den himmlischen freu⸗ den; ach! gib und verleihe, o allerliebster vater! daß wir nach diesem zeitlichen leben die ewige himmels-⸗ und engel⸗freude erlan⸗ gen moͤgen. Wenn unser todes⸗ stuͤndlein kommen wird, so laß Gott den heiligen geist uns mund und herzen regieren, uns des HErrn Christi und seines theuren verdienstes troͤsten, und dermahleins auch mit Zacharia⸗ Elisabeth, Johanne dem taͤufer und allen glaͤubigen im ewigen le⸗ ben mit engel-zungen singen: Hochgelobet und gepreiset sey Gott sammt seinem eingebohr⸗ nen sohne und dem heiligen geiste immer und ewiglich, amen. Gebet am Tage der Heimsuchung Mariaͤ. Umaͤchtiger guͤtiger I 2. 601t und vater! wir danken dir von herzen, daß du nach deiner oen Rande ar⸗ Abraham und seinem saamen ge⸗ schehen I it/ V d 0 Kschle aheholl, shsswet! ent sch efül hligen. Aspose lia Uhurmhet! yen nal. leben shssen. E dß wiit Hbten jl shen, dier hat, n. ah selig! hettach, itderfe Ihn geistert Auun besus dd allen glaube Abile der Maller et Ahen it. ott!a ahre! st deinem. Ane dien sl. Behü si hofart, hllt deine: i nicht p Aastebet! siheg sch Rheine ma ue lirc sun ihtem sledriget! ht auf de Wan vetla Agden. hunge j Halheschen Arocht ushen w Wghacht EN h durch ihn leben sollen. ten dich, erfuͤlle uns mit dem lichte schaff — Gebet am Tage Michaelis. 113 schehen ist, uns barmherzigkeit bewiesen, und dem ganzen mensch⸗ lichen geschlechte durch deinen sohn aufgeholfen hast, welchen du in diese welt gesandt, daß wir Wir bit⸗ deines heiligen geistes, daß wir deine grosse liebe und unermaͤß⸗ liche barmherzigkeit erkennen, und deinen namen mit unserem ganzen leben heiligen, loben und preisen. Gib auch, guͤtiger Gott! daß wir dem exempel der hochgelobten jungfrau Maria nachfolgen, die deinem worte ge⸗ glaͤubet hat, weswegen sie von Elisabeth selig gepriesen worden, und in betrachtung der gnade, die ihr wiederfahren, eines de⸗ muͤhtigen geistes gewesen ist, ihre freundinn besuchet, ihr gedienet 105 und allen ehristen zum vor⸗ ilde des glaubens an dein wort, jum vorbilde der liebe, der de⸗ muht und aller ehristlichen tugen⸗ den worden ist. Gib uns, lieber HErr GOtt! auch einen rechten glauben, wahre liebe und demuht, sdaß wir deinem worte, welches ll uns deine diener verkuͤndigen, glaͤuben. Behuͤte und bewahre uns fuͤr hoffart, daß die weisen dieser welt deinem worte in ihrer weisheit nicht widerstreben, und nicht zerstreuet werden; daß die gewaltigen sich nicht wider deine hand, deine macht, deinen raht, und deine kirche setzen, nicht von ihrem throne gestossen und und erniedriget werden; daß sie sich nicht auf den vergaͤnglichen reichthum verlassen und ledig ge⸗ lassen werden. Du hast die arme und niedrige jungfrau Maria gnaͤdig angesehen; und da sie vor der welt verachtet, und von kei⸗ nem ansehen war, sie zu hohen dih ů 11 ehren gebracht; du hast Aroie Beunt: ereaturen, deinen heili⸗ dinge an ihr gethan: deine guͤte und barmherzigkeit waͤhret noch immerdar bey denen, die dich kindlich fuͤrchten. Du erhoͤhest die niedrigen, und erfuͤllest die hungrigen mit guͤtern; hilf uns, affe und mache, daß wir auch unter den gottesfuͤrchtigen, unter den niedrigen und hungrigen seyn, die du zu seiner zeit erhoͤhen, und mit den reichen guͤtern deines hauses saͤttigen wollest, damit unsere seele dich erhebe und alles, was in uns ist, deinen heiligen namen lobe, amen. Am Michaelis-Tage, Danksagung fuͤr den Schutz der heiligen Engel. ch du gerechter 128. A.Gt, du beschtr⸗ mer und erhalter des menschlichen geschlechts, du HErr der heer⸗ schafent. durch welchen alles ge⸗ schaffen ist beide das sichtbare und unsichtbare, die thronen und die herrschaften! wie hast du die men⸗ schen so lieb, daß du ihnen von kindheit auf deine heilige engel die starke helden und heilige waͤchter zugeordnet hast, welche sich als das heer GOttes um die⸗ jenigen herlagern muͤssen, die deinen namen fuͤrchten; durch welche du auch die drey haupt⸗ staͤnde auf erden, so du selbst ge⸗ ordnet hast, beschuͤtzest. Ach lie⸗ ber getreuer GOtt! was ist der mensch, daß du ihn so achtest? Dir sagen wir einmuͤhtig lob und dank, daß du diese dienstbare gei⸗ ster, die vor deinem throne ste⸗ hen/ und dir tag und nacht dienen, noch immerfort zum dienst um derer willen aussendest, so die se⸗ ligkeit ererben sollen; und bitten dich herzlich, du wolleß diesen geh 11⁴4 Gebet am Reformations-Feste. gen engeln, auch uͤber uns be⸗ fehl thun, daß sie uns behuten auf allen unsern wegen: daß sie uns auf den haͤnden tragen, damit wir uusern fuß nicht an einen stein stossen, daß wir auf löͤwen und ottern gehen, und auf die jungen loͤwen und drachen treten. Ach HErr! treibe alle boͤse unsau⸗ bere geister von uns hinweg, welche luͤgner und moͤrder vom anfange sind. Behuͤte uns fuͤr ihrem grimm und wuͤten, fuͤr ihren lü⸗ gen und laͤsterungen, fuͤr ihrer argen list und betrug. Wehre dem luͤgen⸗geiste in aller falschen pro⸗ pheten und lehrer munde, dem mord⸗geiste in allen tyrannen/ dem hoffarts⸗ und unflahts⸗geiste im haus⸗stande. Laß uns hinge⸗ gen deine heilige engel leiten, daß sie uns, die unserigen, un alles was wir haben, allezeit be⸗ wahren, daß der boͤse feind an uns und den unsrigen keine macht fin⸗ den moͤge. Laß uns allesammt in deiner furcht leben, dein wort und evangelium lieb haben, welches auch die engel zu ber unt geluͤstet. Gib in aller sünder und unbuß⸗ fertiger leute herzen wahre ernst⸗ liche busse, auf daß die engel Gottes im himmel sich ihrer freuen moͤgen. Laß uns allezeit inbruͤnstig beten und ohne un⸗ terlaß deinen namen von gan⸗ zem herzen loben; wie deine engel im himmel dich allezeit yreisen, und gegen einander das heilig, heilig, heilig ist GOtt der HErr der heerschaaren! immerfort singen. Und wenn wir von die⸗ ser welt scheiden muͤssen, so laß doch deine liebe engel unsere seelen auffassen, und sie in Abrahams schooß tragen, bis wir endlich in der auferstehung an jenem tage ihnen, den heiligen engeln, gleich werden, in ihrer erfreu⸗ lichen gesellschaft ewig bey dir seyn und woͤhnen moͤgen, durch deinen lieben sohn JEsum Chri⸗ stum, der uns solches alles theuer versprochen und erworben hat, amen. Gebet am Reforma⸗ tions⸗Feste. gnaͤdiger GOtt, du 1 29. Orer des lichts! der du willst, daß allen menschengehol⸗ fen werde, und sie zur erkenntniß der wahrheit kommenz wir preisen an dem heutigen tage deine gnade undwahrheit, daß du dein allein se⸗ ligmachendes evangelisches wort in seiner reinigkeit und lauter⸗ keit, bey der gesegneten reforma⸗ tion, wieder ans licht gebracht; dauch unser land bald dadurch er⸗ leuchtet und uns solches bisher maͤchtig und gnaͤdig erhalten hast. Ach HErr/du gnaͤdiger und barm⸗ herziger GOtt! die reine lehre nach deinem worte, der rechte ge⸗ brauch der heiligen saeramente nach deiner einsetzung, nebst der freyen ungehinderten bekenntniß der wahrheit, sind ja die groͤßten wolthaten, die du deinem volke erzeigest. Diese theure gaben hast du uns und unseren vorfahren, durch den dienst Lutheri und seiner treuen gehülfen, wiederum ge⸗ schenket; da vorhin dein wort lange zeit sehr theuer, unbekannt und verdeckt worden war, daher unwissenheit, aberglaube und irr⸗ thum allenthalben in deiner ehri⸗ stenheit herrschten. Dagegen ken⸗ neu wir durch deine gnade den richtigen weg zum leben, wie wahrhaftig bußfertige durch den glaͤuben an unsern einigen mitt⸗ ler, ohne eigene genugthuung, ver⸗ gebung der suůͤnden und freudigen zugang zu dir erlangen. Wüden — Wache Ehtt Wuffi U. Halsden gi. Melel„ al rhhent, 0 und ay sh sruch schsndft hhlicher ge schln götte slligkeit: c, enih lng de hstichtig Rauch di Ilg im to⸗ Hssobald sen und; uniß has Agemacht Wfahren Ahaten. Ich grof Vlisherig chso biel hl iu da n müsser Mnicht be Ald geae Molmehr n lt, ungl Aund gott Muchet unt c hätten Run d! sden⸗gů Retegnahn 5.7 rdern u VNshren is heliger“ sut herder suht und re 10 vergib llt uns, Rüchrif gtteuer Am gite Wegtut eh I ri AC hend 1 Kst t 4 NAt nieds AE Rseh XI. ihh un E TI Rined EIII HN Hhaftt EI W 5 +1 uns aufrichtig bemüͤhen. Gebet am Reformations ⸗Feste. 115 ben eine lehre, dabey wir in der rede Christi bleiben, und erbauet sind auf den grund der apostel und propheten, auch die gelegenheit und freyheit, dein festes prophe⸗ tisches und apostolisches wort in unserer sprache zu lesen. Unsre gewissen sind frey von dem zwange menschlicher gebote und allem ver⸗ geblichen gottesdienste. An un⸗ serer seligkeit duͤrfen wir nicht jweifeln, wenn wir in der erkann⸗ ten ordnung des heils zu beharren Ja wir haben auch die freudigkeit und hoffnung im tode, daß deine glaͤu⸗ bigen alsobald zur ruhe kommen. In diesen und andern schaͤtzen der erkenntniß hast du unsre kinder reicher gemacht, als unsre erwach⸗ sene vorfahren in jenen finstern zeiten waren. Für diese unaus-⸗ sprechlich grosse wolthaten und deren bisherige erhaltung sind wir umn so viel mehr schuldig, dir, oGoOtt! zu danken, je mehr wir bekennen muͤssen, daß diese grossen vorzuͤge nicht von allen unter uns gebuͤhrend geachtet worden, son⸗ dern vielmehr manche durch kalt⸗ sinnigkeit, unglauben, unbußfer⸗ tigkeit und gottloses leben sie ge⸗ mißbrauchet und verachtet haben. % Dadurch haͤtten wir ja wol ver⸗ schuldet, daß du diese theure heils⸗ und gnaden⸗guͤter auch von uns wieder wegnaͤhmest, wie nach dei⸗ nem gerechten gerichte verschiede⸗ nen laͤndern und staͤdten schon wiederfahren ist. Wir erkennen aber, o heiliger GOtt! dieses ein⸗ gerissene verderben mit schaam, wehmuht und reue, und bitten de⸗ muͤhtig, vergib es, und habe ge⸗ duld mit uns, um unsers heilan⸗ des JEsu Christi willen. Erzeige uns, o getreuer vater! auch fer⸗ ner deine guͤte, sonderlich durch fernere erhaltung der reinen lehre unter uns und unsern nachkom⸗ men. Thue wol an deinem evange⸗ lischen zion; gib demselben friede, daß sich deine gemeine baue und in deiner furcht nach dem lichte wandele. Gib, daß dein name sehr erhoͤhet sey bey den maͤchti⸗ gen der erden: Erhalte in deiner wahrheit alle diejenigen, welche dieselbe noch erkennen. Bewahre uns vor allen falschen lehren, daß sie uns von der lauterkeit und dem rechtschaffenen wesen in Christo JEsu nicht abziehen. Steure und wehre auch den feinden und aber⸗ glaͤubischen verfolgern der evan⸗ gelischen wahrheit, daß sie weder durch list noch gewalt uns scha⸗ den. Verhuͤte aber auch in gna⸗ den, daß die schaͤdliche gleichguͤl⸗ tigkeit in der religion nicht statt des grausamen verfolgungs-gei⸗ stes, noch der unglaube statt des blinden aberglaubens einreissen, sondern laß deine ehristenheit bey⸗ des die wahrheit und den frieden in liebe suchen. Weil es aber dein heiliger wille ist, daß die, so dein wort haben, auch im gehorsam des glaubens darnach leben sollen, so mache uns von herzen gehorsam dem vorbilde der lehre, welchem wir ergeben sind. Komm auch mit deinem kraͤftigen troste und beystande allen zu huͤlfe, die um deines namens und wortes willen verfolgung leiden. Gib ihnen ge⸗ duld und standhaftigkeit, und schaffe nach deiner weisheit ihnen schutz und errettung. Erleuchte üͤbrigens und bekehre alle, die noch im irrthum stecken, auf daß sie mit uns dir/ o GOtt! in reinem glau⸗ ben und mit gutem gewissen die⸗ nen, und dich ewig loben und prei⸗ sen moͤgen. Das thue alles in gnaden um unsers einigen haup⸗ tes JEsu Christi willen, amen. h 2 116 Buß⸗Tages⸗Gebete. Buß⸗Tages⸗Gebet. armherziger, gnaͤ⸗ 1I 3 O. B diger GOtt und vater! wir arme suͤndige men⸗ chen kommen mit demuͤhtigem Heen zu dir; dir, o HErr! unsere unwürdigkeit und sünde zu be⸗ kennen, deine gnade zu suchen, und uns in deinen schutz und schirm zu ergeben. Ach lieber Gott und vater! wir muͤssen ja dekennen, daß wir deine vielfaͤl⸗ tige gutthaten, die du uns an leib und seele erwiesen hast, und noch taͤglich erweisest, leider! wenig wahrgenommen, und dir dafuͤr nicht von herzen und in der that gedanket haben. Wol die mei⸗ sten unter uns haben deine guͤte und gnade schaͤndlich misbrau⸗ chet; dein wort, welches du uns reichlich vortragen lassen, entwe⸗ der geringe geschaͤtzet, oder gar berachtet, und nicht hoͤren wol⸗ len; oder da sie es gehoret, es nicht mit sanftmuht angenommen, noch nach demselben in deiner furcht zu leben und rechtschaffene fruͤchte zu bringen sich beflissen; also daß auch der ungehorsam gegen dich und dein wort nur immer groͤsser worden, und allerhand ungerechtigkeit und suͤnden auch bey uns uͤberhand genommen ha⸗ ben: wie solches offenbar und am tage ist, und wir vor dir, du all⸗ wissender und allgegenwaͤrtiger Gott! nicht leugnen koͤnnen. Deswegen muͤssen wir ja gestehen, daß du, HErr! als ein gerechter richter, dem gottloses wesen nicht gefaͤllet, ursache genug haͤttest, und uns nicht unrecht thaͤtest, wenn du die verdiente strafen uͤber uns kommen liessest, uns gar zu vertilgen. Aber wir kehren uns zu dir, o getreuer barmherziger GoOtt! wir beugen die knie unse⸗ rer herzen vor dir, und bitten dich demuͤhtig um gnade. Wir bitten und flehen, vergib uns, ach HErr! vergib uns, und sey gnaͤdig un⸗ serer missethat die da groß ist. Wende dich nicht wieder von uns wegen unserer suͤnde, sondern ver⸗ gib uns dieselbe um deines lieben sohnes JIEsu Christi, unsers eini⸗ gen mittlers und heilandes willen. Gib ja, gnaͤdiger vater! um un⸗ sers grossen undankes willen alche zu, daß grausame voͤlker und solche seinde und tyrannen über deine arme ehristenheit macht bekom⸗ men, die deinen namen nicht kennen, oder sonst die wahrheit des heiligen evangelii anfeinden und verfolgen, daß sie sich nicht ruͤhmen und„ Dn wo ist nun ihr GoOtt? Hilf, daß wir dich desto⸗ mehr fuͤrchten, und uns befleissi⸗ gen, nach unserem berufe und dem evangelio wuͤrdiglich zu wandeln: damit wir deine kinder, welche dein sohn Christus JEsus zum frieden berufen, und dazu so theuer erkaufet hat, allhier im friede leben, und dir unserm GOtt unser lebelang in heiligkeit und gerechtigkeit dienen, die dir gefaͤ⸗ lig ist. Erhalte uns zu dem ende immerdar bey deinem heiligen worte, denn das ist unsers her⸗ zeus freude und trost. Laß uns dadurch mit erkenntniß deines willens in allerley geistlicher weis⸗ heit und verstand erfuͤllet werden, dir wuͤrdiglich zu wandeln zu al⸗ lem gefallen und fruchtbar zu seyn in allen guten werken. Behuͤte uns fuͤr falscher lehre und aller verfuͤhrung: sende tüchtige fromme und treue diener in deine kirchen⸗und schul⸗ernte, und gib reichen segen und gedeyen zu aller ihrer arbeit. Laß dir sonderlich unsere liebe obrigkeit befohlen seyn; gib derselben den geist der weisheit, des verstandes und 105 1 uhtz Ine uuh 4 z ehre sist gesuc . Besch Hud tidel hache.d uthre feñ x Wonrinnenl.= Ihtewohn Aalander He shit und Muns auchs nrafen un d. Imaufrulk; Hhöblichem Mit, füt st, insonz niieckender Heten. Eis ngen und Wimunglam At stecken? * dieselbed Iu geist, 1 Murechte. Athen die Arübten utn den und! Tolect auf die Woen h für die An 1. H9 udi von gar Wnnen fün schn Chrt Whnn betordn WWärrein ger n, sei Halsen undau von dem Rsllte. Wir Whuvolleß I al II A H AA bh e IB. 0 He hg s m HB ichtn ELL XXV rit I MXII * eh In HUI 2/ Ei Colleeten oder kurze KirchenGebete. 117 ner furcht; und verleihe gnade, daß durch sie allenthalben deines namens ehre und die gemeine wolfahrt gesuchet und befoͤrdert werde. Beschirme uns und das ganze land wider alles unheil und ubel. Mache, o GOtt! die riegel unserer thore feste, und segne deine kinder darinnen. Laß in unserem lande ehre wohnen, daß guͤte und treue einander begegne, und ge⸗ rechtigkeit und friede sich kuͤssen. Behuͤte uns auch/ lieber vater! fuͤr neuen strafen und plagen, fuͤr in⸗ nerlichem aufruhr und zwietracht/ füͤr schaͤdlichem miswachs und theurer zeit, fuͤr feuer⸗ und was⸗ sers-noht, insonderheit fuͤr gifti⸗ gen ansteckenden seuchen und krankheiten. Erbarme dich und aller irrigen und verfuͤhrten, un aller so im unglauben und unbuß⸗ schehre stecken; erleuchte und ekehre dieselbe durch deinen heiligen geist, und bringe sie wieder zurechte. Laß dir auch zu herzen gehen die angst und gefahr aller betruͤbten und traurigen, al⸗ ler elenden und nohtleidenden, auch derer, so anderswo betruͤbet gedrenget und geplaget werden. Zeige ihnen und uns allen dein heil, wie du, frommer GOtt! weis⸗ sest, daß es uns sammt und son⸗ ders nuͤtzlich und selig seyn mag. Weil du aber deine huͤlfe und gnade denen verheissest, die sich in rechter bußfertigkeit und wahrem glauben zu dir wenden; so bitten wir dich von herzen, erneure und bekehre du uns je mehr und mehr durch die kraͤft deines heili⸗ gen geistes. Erhalte und ver⸗ mehre in uns den wahren glau⸗ ben, herzliche busse, bestaͤndige 1zen. und geduld in allem eiden. Lehre uns thun nach dei⸗ nem wolgefallen, denn du bist unser GOtt, dein guter geist fuͤhre uns auf ebener bahn. Dieses alles und was wir sonst an leib und seele beduͤrfen, wollest du uns, o himm⸗ lischer vater! geben und verlei⸗ hen, um JEsu Christi deines lie⸗ nes sohnes willen, in kraft und gemeinschaft des heiligen geistes, du wahrer GOtt, hochgelobet in ewigkeit! amen. VII. Collecten oder kurze Kirchen⸗Gebete auf die Auf Advent, Danksa⸗ gaung fuͤr die Ankunft Christi. Err GoOtt himm li⸗ 1 3 I. scher vater! wir danten dir von ganzem herzen/ daß du uns armen fündern zum troste deinen sohn Christum zu einem gesalbten verordnet und gesandt hast, daß er ein gerechter koͤnig und heiland seyn, sein volk von suͤn⸗ den erlöͤsen und aus des teufels ty⸗ ranney, von dem ewigen tode er⸗ retten sollte. Wir bitten dich von herzen, du wollest uns durch deinen heiligen geist also erleuchten, re⸗ vornehmsten Feste im Jahre. gieren und fuͤhren, daß wir diesen gerechten koͤnig und heiland wahr⸗ haftig erkennen, uns an ihn allein halten, uns an seiner geringen ge⸗ stalt, an seinem verachteten worte und reiche nicht aͤrgernz sondern in einem gerechten vertrauen auf ihn ewig selig werden moͤgen; durch denselben deinen sohn JEsum Christum unsern HErrn, amen. Am Christ-Tage, von der Gebuhrt des Sohnes Ottes. ilf, lieb ERR 132. His lieber H 0 Gott! daß wir der 3 beiligen 118 Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebete. heiligen geduhrt deines lieben soh⸗ nes theilhaftig werden, und von unserer sundlichen gebuhrt erledi⸗ get, dir in der neuen gebuhrt die⸗ nen: durch denselben deinen lie⸗ ben sohn JEsum Christum unsern HErrn, amen. Danksagung fuͤr die Ge⸗ buhrt Christi. Err GoOtt himmli⸗ 13 3. Hfher vater! wir dan⸗ ken dir fuͤr deine grosse gnade und barmherzigkeit, daß du deinen eingebohrnen sohn in unser fleisch kommen, und uns durch ihn von sunden und dem ewigen tode gnaͤ⸗ diglich hast erloͤsen lassen. Wir bitten dich, erleuchte unsere her⸗ zen durch deinen heiligen geist, daß wir dir fuͤr solche deine gnade dankbar seyn, uns derselben in aller noht und anfechtung troͤsten, und dermaͤhleins dadurch ewig selig werden moͤgen: durch den⸗ selben deinen sohn unsern HErrn IEsum Christum, amen. Noch fuͤr die Gebuhrt Christi. HErr Gott, gnaͤ⸗ 1 34. rater der du in der fuͤlle der zeit deinen sohn hast mensch werden lassen, daß er unser fleisch und blut an sich ge⸗ nommen, und unser bruder wor⸗ den ist: wir danken deiner wahr⸗ heit und vaͤterlichen guͤte, daß du uns diesen heiland geschenket, und uns durch seine gebuhrt von suͤn⸗ den, tod, teufel und hoͤlle errettet hast; und bitten dich von herzen, du wollest uns in der rechten er⸗ kenntniß dieses unsers erloͤsers bis an unser ende erhalten, auf daß wir uns uͤber seine gebuhrt mit allen heiligen engeln freuen, und ihn mit dir und dem heiligen gei⸗ ste in seiner herrlichkeit ewiglich anschauen moͤgen, amen. Am neuen Jahrs⸗Tage. (auch sonst Hude Humiin ieber himmlischer 1 3 5. A vater! wir sind zu geringe aller barmherzigkeit und aller treue, die du(in dem vergan⸗ genen jahre, und die ganze zeit unsers lebens) an deinen unnuͤtzen knechten und maͤgden gethan hast. Vergib uns unsere viele sunden und missethaten, und erhalte un⸗ sern gang auf deinen sußsteigen, daß unsere tritte(in diesem neuen jahre) nicht gleiten. Bewahre und segne unsere liebe obrigkeit und herrschaft, und alle die ihre stelle vertreten. Gib gnaͤdiges gedeyen zu dem dienste deines wortes. Laß die kinder⸗zucht und nahrung, und was wir sonst gutes schaffen, wol gerahten. Laß uns allesammt ein stilles und ruhiges leben fuͤh⸗ ren, und dir unserem HErrn und Gᷣott dabey mit lust und freuden unsers herzens dienen; durch IEsum Christum deinen sohn, unsern HErrn, amen. Noch am neuen Jahre von der Beschneidung WHeno t hi rr GOtt himm⸗ 1 36. lischer vater! wir danken dir fuͤr deine vaͤterliche gnade, daß du dich der armen sünder angenommen, und deinen sohn Christum, ihnen zu gut, unter das gesetz gethan hast, daß er mit seinem vollkommenen ge⸗ horsam deinen gerechten zorn stil⸗ len, und unsern ungehorsam hei⸗ len mögte. Wir bitten dich, du wollest durch deinen heiligen geist unsere herzen also erleuchten, daß wir uns solches gehorsams wider unsere sh 10 . hs heilihY hott l endle gen deinen ur ausan E —— Rasch I Hoel + V. 96 Hentgebon um den 2 auch 4 luch das Ichel wortz ts liebñ Hasen; wiz Igen, dia Wheiligensz nd begab: sWlichte ds wandels lscht unse euen, Ulg Alt erhalt Ihen dein Mamen. 0s Fe gung! 0. 9. u sohn u lt haßt,! nd der hir hitt Ruhttzen d d oterlik lugch, auch MWditfünde, Adigen sa hadlich ewi Wurh den RenheErrn, auf die vornehmsten Feste. 119 unsere suͤnde und das boͤse gewis⸗ lt troͤsten koͤnnen, und durch die Auf das Festder Verkuͤn⸗ ulfe des heiligen geistes auch an⸗ digung Mariaͤ. sungen, gehorsame kinder zu wer⸗ I Err GOtt himmli⸗ den, und endlich die ewige selig⸗ 3 scher vater! wir keit erlangen moͤgen; durch den⸗ danken dir fuͤr deine unaussprech⸗ selben deinen sohn Christum JIE- liche gnade, daß du uns arme süͤn⸗ sum unsern HErrn, amen. soh so unser seisch deshick deinen sohn in unser fleisch geschicket und Auf das Fest der Erschei⸗ ihn um unsernt willen mensch Uenenung oder Offenbarun hast werden lassen. Wir bitten ö Iͤ G. dich von ganzem herzen, du wol⸗ ii lest uns durch deinen heiligen geist i i⸗ Uiud 1 37 Gr Sot hinmun guade verleihen daß wir uns sei⸗ n: dernen eir scher vater der du ner menschwerdung, seines lei⸗ n deinen eingebohrnen sohn Jesum dens und sterdens trösten, ihn für Chriftum den heiden offenbaret, unsern HErrn und ewigen könig ert und uns auch in diesen leßtenser erkennen und annehmen, und Dehiasten durch das selige licht deines durch ihn mit dir und dem heili⸗ Fh göͤttlichen wortes zu der erkennt⸗ gen geiste, ewig leben und selig Sae niß deines lieben sohnes hast kom⸗werden moͤgen amen II m horten wir Olen 15 Durh 14— NiS zem herzen, du wollest uns dur 4 iie deinen heiligen geist also begna⸗ Am gruͤnen Donners⸗ Hiit den und begaben, daß wir nach tage. h solchem lichte deiner wahrheit im⸗ 140 DOHeue JEsu Christe, Nihe merdar wandeln, uns mit ganzer 4„*, du liebhaber des le⸗ i aihl zuversicht unsers heilandes alle⸗bens, der du denen, die dich sr⸗ zeit erfreuen, und also zur ewigen chen, das brot des lebens bist! wir ahh seligkeit erhalten werden; durch bitten dich, sey auch im heiligen Wdenselben deinen sohn, unsern abendmahl die rechte speise und der ein⸗e + Day, daß wir ch et, V Auf das Fest der Reini⸗ guten und zu einem dir wolgefal⸗ gung Mariaͤ. ligen leben gestaͤrket werden, und Err GOtt himmli⸗ in dir allhie leben und volle gnuͤge N. 3 8. Hscher vater der du sinden, auch dermahleins oor dei⸗ V deinen sohn uns zum heilande nem throne im himmel ewiglich N Ma bereitet hast, daß er der heiden erfreuet werden um deiner 44 ih liht und der juden preis seyn grundlosen aute und darmherzig⸗ sollte: wir bitten dich, erleuchte keit willen, amen. unsere herzen, daß wir deine gna⸗ de und vaͤterlichen willen in w. Von dem Leiden Christi. erkennen, auch hülfe und schutz armherziger, ewiger wider die fuͤnde, verdammniß und 1 u 1— GOtt und vater! den leidigen satan an ihm haben, der du deines einigen sohnes nicht und endlich ewig selig werden moͤ⸗ verschouete sondern ihn fuͤr uns gen; durch denselben deinen sohn alle dahin gegeben hast, daß er un⸗ unsern HErrn, amen. sere sünde am eronie tragen sollte: h 4 verleihe 12⁰ verleihe uns, daß unsere herzen in solchem glauben nimmermehr er⸗ schrecken noch verzagen; sondern fest darauf vertrauen, daß er alle unsere suͤnde hinweg, und die strafe auf sich genommen/ auf daß wir friede haͤtten. Laß uns auch, lieber vater! dieser grossen erloͤ⸗ sung nimmermehr undankbarlich vergessen; sondern den sunden, die dein sohn so theuer fuͤr uns ge⸗ buͤsset hat, absterben, und der ge⸗ rechtigkeit leben; durch denselben deinen lieben sohn IEsum Chri⸗ stum unsern HErrn, amen. Noch von dem Leiden Christi. 142. barmherziger, gnaͤ⸗ diger GOtt und vater! wir danken dir von herzen, daß du deinen lieben sohn JEsum Christum für uns den schmaͤhli⸗ chen tod des ereuzes hast leiden, und ihn unsere suͤnde an seinem leibe auf dem holze tragen lassen, auf daß wir durch seine wunden — werden moͤgten; und bitten ich demuͤhtiglich, gib, daß wir uns solches seines leidens und sterbens wider alle anfechtung des teufels, der welt, und unsers flei⸗ sches kraͤftiglich troͤsten, nach sei⸗ nem exempel, in allerley ereuz und leiden, geduld, und gegen unsern naͤchsten herzliche liebe und treue beweisen; und, nachdem wir so theuer erloͤset worden, nimmer⸗ mehr sicher oder vermessen wer⸗ den; sondern, als deine kinder, al⸗ lezeit in deiner furcht und liebe wandeln moͤgen, bis wir endlich von allem uͤbel erloset, ewig selig werden; durch 19— deinen lieben sohn unsern HErrn, amen. Noch vomLeidenChristi. Umaͤchtiger Gott, I 4 3 Aeuiger vater! der du Collecten oder kurze Kirchen ⸗Gebete. deinen sohn fuͤr uns des erenzes pein hast leiden lassen, auf daß du uns von des feindes gewalt erret⸗ ten moͤgtest; verleih uns, daß wir das gedaͤchtniß seines leidens also dankbaͤrlich begehen, daß wir da⸗ durch die vergebung der sünden und erloͤsung vom ewigen tode er⸗ langen, und dermahleins durch den zeitlichen tod zu dir in das ewige leben dringen moͤgen; durch denselben deinen sohn IEsum Christum unsern HErrn, amen. Am stillen Freytage, von der 68 5⁰ Emn t ö rr JEsu Chri⸗ ö 4½1 O ste, wir danken dir von herzen fuͤr deine schmaͤhliche croͤnung und unschuldiges leiden; und bitten dich demüͤhtiglich, du wollest uns deine unschuld zu gute kommen lassen, unsere blut⸗ rohte sünden mit deinem purpur⸗ mantel bedecken, und uns mit guade und barmherzigkeit eroͤnen, auch unsere füsse auf den weg des friedens und des ewigen heils rich⸗ ten; daß wir endlich durch dich zu der erone der ehren im lande der lebendigen gelangen, und vor dei⸗ nem throne, mit einem weissen kleide angethan, dich ewiglich preisen moͤgen; um deines heili⸗ gen und unschuldigen leidens wil⸗ len, amen. Am heiligen Ostertage/ von der Auferstehung Christi. Err GOtt himmli⸗ I. 5. scher vater! der du deinen eingebohrnen sohn um un⸗ serer suͤnde willen dahin gegeben, und um unserer gerechtigkeit wil⸗ len wieder auferwecket hast: hilf/ daß wir als glieder seines leibes an ihm, unserm haupte und lebens⸗ fuͤrsten, fest hangen, und der⸗ mahleins —5 100 3 lhderg mt Whes Htt dd Allent elligen Auldherz E sch bbnh ö hun N . A, mlschet ye d deinle el tod Hurch seint H„gteche Ahiederge! Irgewals hem re sollen; Vilches t l, und i slde und shen, un Aalfersteh scht uns det füe WMunden i gahettlich Y und h Ilgen; d MJEn My emer Vandbi vater * 1 06 Ment Ri 1(u Ain RI WI Ae 10 I. W,ͤ 0 H4 WI sh Ai I 1 W R. u A u A En nA LXLII I I 11 4 Dah uH auf die vorneh msten Feste. 121 mahleins in der herrlichen aufer⸗ stehung der gerechten an jenem ta⸗ ge/ mit freudigkeit vor ihm erschei⸗ nen, und mit ihm in sein ewiges reich eingehen mögen, da er als ein sieghafter uͤberwinder aller seiner und unserer feinde, mit dir und dem heiligen geiste in ewigkeit lebet und herrschet, amen. Noch von der Auferste⸗ hung 9153550 951 Mllmaͤchtiger 1 46. A und barmherziger himmlischer vater! der du durch den tod deines sohnes die sünde und den tod zunichte gemachet, und durch seine auferstehung, un⸗ cenn gerechtigkeit und ewiges eben wiedergebracht hast, daß wir von der gewalt des teufels erloͤset/ in deinem reiche leben und dir dienen sollen; verleih uns, daß wir solches von ganzem herzen glaͤuben, und in solchem glauben der suͤnde und dem alten menschen absterben, und zu einem neuen leben auf erstehen; auf daß wir hin⸗ fort nicht uns selbst, sondern dem⸗ selben, der fuͤr uns gestorben und auferstanden ist, leben, und an jenem herrlichen tage zur ewigen freude und herrlichkeit auferste⸗ hen moͤgen; durch denselben dei⸗ nen sohn JEsum Chritum unsern HErrn, amen. Am Himmelfahrts⸗ Derr den eh Err JEsu Chri⸗ 147. O fle, on sohn des allmaͤchtigen GOttes! der du nun forthin nicht mehr auf erden arm und elend bist, ondern zur rechten deines vaters, als ein gewaltiger HErr, uͤber alles was im himmel und auf erden ist, herrschest und regierest; wir bitten dich, du wol⸗ lest uns bey deinem vater ohne un⸗ terlaß vertreten, uns deinen heili⸗ gen geist senden, fromme und ge⸗ treue lehrer und vorsteher deiner gemeine geben, dem satan und al⸗ len feinden deiner kirche wehren, und dein reich gewaltiglich be⸗ schuͤtzen und erhalten, bis daß alle deine feinde zu deinen fuͤssen lie⸗ gen, und wir auch sůnde, tod und teufel durch dich und deines gei⸗ stes kraft uͤberwinden, amen. Am Pfingst⸗Tage, von der Heiligung. Err GOtt, lieber 1 48. vater! der du(an diesem tage) deiner glaͤubigen herzen durch den heiligen geist (erleuchtet und gelehret hast;) erleuchtest und lehrest; gib uns, daß wir auch durch denselben geist rechten verstand haben, und uns seines trostes und seiner kraft zu aller zeit freuen, um JEsu Christi unsers HErrn willen, amen. Noch von der Heiligung. Err JEsu Chri-⸗ 149. O 5, du 5 des allmachtigen GOttes! wir bitten dich, du wollest deinen heiligen geist durch dein wort in unsere herzen geben, daß derselbe uns allezeit nach deinem heiligen wil⸗ len regiere und fuͤhre/ in allerley ungluͤck und anfechtung troͤste, und in deiner wahrheit wider al⸗ len irrthum leite und erhalte, auf daß wir im glauben fest be⸗ stehen, in deiner liebe und guten werken zunehmen, und durch eine gewisse hoffnung auf deine erworbene und geschenkte gnaͤde ewig selig werden moͤgen; der du mit dem vater und heiligem geiste regierest von ewigkeit zu ewigkeit, amen. Am ———— 12³ Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebete. ö üf fechten mag, beschuͤtzen, damit wi Am Tage der heiligen die drey personen der gottheit 0 Dreieinigkeit. Awachti ö ewiger, allmaͤchti⸗ 5 0. ger, einiger GOtt, du heilige dreyeinigkeit! der du allenthalben gegenwaͤrtig bist,al⸗ les kraͤftiglich erhaͤltest, erfuͤllest und regierest: du hast uns, da wir nichts waren, erschaffen, und da wir verlohren waren, uns aus gros⸗ ser guͤte erlöͤset, uns auch zu sol⸗ chem deinem erkenntniß erleuch⸗ tet. Wir danken deiner goͤttlichen majestaͤt und herrlichkeit für alle deine hohe werke und grosse wol⸗ thaten; auch insonderheit daß du uns gelehret hast, im rechten glau⸗ ben zu wissen und zu bekennen, daß du in dreyen personen von glei⸗ cher macht und ehren, ein einiger, ewiger GOtt, und dafür anzube⸗ ten bist: und bitten dich herzlich, du wollest solches erkenntniß dei⸗ nes heiligen namens in unsern herzen erhalten und vermehren, und deine gnade und treu noch fer⸗ ner an uns groß machen, auf daß wir mit allen engeln und auser⸗ waͤhlten dich, GOtt vater, sohn und heiligen geist, den einigen wahren GOtt, immerfort ehren und preisen moͤgen; der du lebest und regierest von ewigkeit iu ewig⸗ keit, amen. Noch am Tage der heili⸗ gen Eiumabcen, maͤchtiger, ewiger 1 5 I. ASGott! der du uns arme menschen gelehret hast, im rechten glauben zu wissen und zu bekennen, daß du in dreyen perso⸗ nen, von gleicher macht und ehren/ ein einiger, ewiger GOtt, und dafuͤr anzubeten bist: wir bitten dich, du wollest uns bey solchem glauben allezeit sest erhalten, wi⸗ der einigkeit des goͤttlichen we— sens hier, und dort in der ewigkeit recht anbeten, ruͤhmen und preisen moͤgen, amen. Am Feste Johannis des 81855 rr GOtt himmli⸗ 1 5 2. scher vater! der du durch den heiligen taͤufer Johan⸗ nem, uns allen zum troste, hast be⸗ zeugen lassen, daß JIEsus Christus das wahre unschuldige lamm sey, welches der ganzen welt suͤnde tragen sollte, in welchem auch alle glaͤubigen das ewige leben erlan⸗ gen werden; wir bitten dich von herzen, du wollest uns durch deinen heiligen geist erleuchten, daß wir uns solches zeugnisses von unserm heilande JIEsu Christo allezeit troͤ⸗ sten und erfreuen, im rechten glau⸗ ben darinnen bestaͤndig beharren, und endlich mit Johanne dem taͤu⸗ fer und allen glaͤubigen die ewige seligkeit erlangen moͤgen; durch denselben deinen sohn JEsum Christum unsern HErrn, amen. Am Feste der Heimsu⸗ 9 rr GOtt himmli⸗ 1 5 3. scher vater! wir danken dir fuͤr alle geistliche und leibliche wolthaten, die du uns so reichlich hast wiederfahren lassen; und bitten dich, behuͤte uns für hoffart und sicherheit, daß wit nicht in undankbarkeit und suͤn⸗ den gerahten, und deine huld ver⸗ lieren; weil weder weisheit und gewalt noch reichthum denen hel⸗ fen soll, die dich nicht fuͤrchten. Gib uns aber ein solches herz, das in deiner furcht bleibe, und der alles, was uns dargegen an⸗an deinem wort hange; auf daß wir ——— ie. Alis, d² Aulde fef ktinen hen, dan Reheisse I deit Ailigem s ein en liger . Mio MScht ö 0 .N Il dit vor e heili ustern er s, daß shrchti, salen en heili seg un Rit erha 0. Haeit siicche wich ů — ———— ö WuN ö RAIN e — 2 IH N h e C HHD DA A IH X. ö EN e Oh III i X.N LIV I Fitthe R 11 10 * .* auf die vornehmsten Feste. 123 wir deinen segen erhalten, und endlich selig werden moͤgen: durch deinen sohn IEsum Christum un⸗ sern HErrn, amen. Am Feste Johannis, und der Heimsuchung Mariaͤ. HErr JEsu Christe/ 154.O du sohn des ewi⸗ gen GOttes! wir danken dir von herzen/ daß du durch deine mensch⸗ werdung, leiden, ereuz und tod uns eine ewige erloͤsung erworben, und uns von sunde, tod, teufel und hoͤlle errettet hast; und bitten dich, regiere uns durch deinen hei⸗ ligen geist, daß wir solches bis an unser ende festiglich glaͤuben; auch dir im reinen gewissen hier zeitlich also dienen, daß wir an jenem tage das verheissene ewige erbe em⸗ pfangen; der du mit dem vater und heiligem geiste lebest und re⸗ gierest, ein ewiger, allmaͤchtiger/ und einiger GOtt, in ewigkeit, amen. Am Michaelis⸗Tage, vom Schutze der heiligen Eün umaͤchtiger HErr 1 5 5. A Gott vater! wir danken dir von ganzem herzen, daß du deine heilige engel zu dienstba⸗ ren geistern erschaffen und verord⸗ net hast, daß sie sich rings um die gottesfuͤrchtigen her lagern und sie auf allen ihren wegen behuͤten muͤssen, damit sie vom teufel und der gottlosen welt nicht beleidiget werden. Wir bitten dich von herzen, du wolles uns durch deinen heiligen geist im rechten glauben und in wahrer gottes⸗ furcht erhalten, damit wir in dem geleite und schutze dieser himlischen heerschaaren und hei⸗ ligen waͤchter allezeit seyn und bleiben moͤgen, auf daß wir all⸗ hier an leib und seele, sam̃t allem was wir haben, wol bewahret, dir allezeit ungehindert dienen, und dermahleins zu ihnen in dein reich versammlet werden: um dei⸗ nes lieben sohnes JIEsu Christi unsers HErrn willen, amen. Noch vom Schutze der heiligen 1615. Err GOtt himmli⸗ 1 56. scher vater! wir danken dir fuͤr deine vaͤterliche barmherzigkeit und treue, daß du deine liebe engel darzu verordnet hast/ daß sie auf uns sehen, und uns gegen des leidigen sataus vorneh⸗ men und list schuͤtzen sollen; und bitten dich, erleuchte unsere herzen und sinne durch deinen heiligen geist dermaassen/ daß wir bestaͤndig in deiner furcht und kindlicher de⸗ muht bleiben, und wider deinen willen nichts vornehmen; auf daß wir in allerley zufaͤllen und noͤhten die zuversicht behalten mogen, daß deine liebe engel um uns, und um alles, was wir haben, eine starke und feste mauer machen werden; damit uns weder der sa⸗ tan noch die arge welt schaden koͤnne, und wir durch das geleite der heiligen engel sicher und un⸗ gehindert zum ewigen leben ge⸗ langen, und unsere seelen in der stunde des todes in den schooß Abrahams getragen werden; um deines lieben sohnes JEsu Christi unsers HErrn willen, amen. Am Reformations⸗ aercht GoOtt maͤchtiger 1 57.— barmherziger va⸗ ter! der du das licht aus der sin⸗ sterniß hervor gehen lassen; wir danken dir herzlich, daß du dich unsrer 12⁴ Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebete. unsrer und unsrer vorfaͤhren, die in finsterniß und schatten des to⸗ des sassen, erbarmet, und uns durch den treuen dienst Lutheri und seiner gehuͤlfen, zum lichte des evangelii gebracht hast; wir bitten dich, vertreibe durch deines heiligen Geistes erleuchtung alle finsternisse aus aller menschen see⸗ len; erhalte uns deine lehre in der wiederhergestellten lauterkeit; bewahre uns vor undank, schaͤnd⸗ lichem ruͤckfall, und vor der list und gewalt aller feinde, daß wir ruhig leben und auch wuͤrdig dem evangelio wandeln moͤgen: um JIEsu Christi unsers seligmachers willen, amen. VIII. Andere Collecten oder kurze Kirchen⸗ Nach der Communion. ir danken dir, all⸗ 1 58. W maͤchtiger HErr Gott! daß du uns durch diese heilsame gabe erquicket hast; und bitten deine barmherzigkeit, daß du uns solches gedeyen lassest/ zu starkem glauben gegen dich, und zu brünstiger liebe unter uns allen, um IEsu Christi unsers HErrn willen, amen. Noch nach der Com⸗ munion. 159 O allmaͤchtiger ewiger * Gott! wir sagen deiner goͤttlichen mildigkeit lob und dank/ daß du uns jetzo mit dem heilsamen fleische und blute dei⸗ nes sohnes JEsu Christi gespeiset st und getraͤnket hast; und bitten demuͤhtiglich, du wollest dadurch gnaͤdiglich in uns wirken, daß wir deiner goͤttlichen gnade, der ver⸗ gebung aller suͤnden, der vereini⸗ gung mit Christo und des ewigen lebens, welches alles du uns in diesem heiligen saeramente kraͤf⸗ tiglich versiegelst, im festen glau⸗ ben und ungezweifelter hoffnung versichert seyn und bleiben. Wol⸗ lest uns auch damit wider die listigen anlaͤufe des teufels stark und unuͤberwindlich machen; und wie wir alle eines brotes und Gebete. kelches theilhaftig worden sind, also mit dem bande der liebe uns untereinander verknuͤpfen; damit wir in einem sinn und einerley meinung fest aneinander halten, und mit der that und wahrheit uns untereinander bis an das ende lieben; durch JEsum Christum deinen lieben sohn un⸗ sern HErrn, amen. Um Erhoͤrung des iumachti maͤchtiger, ewiger 1 60. Aconet der du uns durch deinen sohn vergebung un⸗ serer sünden, gerechtigkeit und ewiges leben verheissen hast; wir bitten dich, du wollest unsere her⸗ zen durch deinen heiligen geist al⸗ o fuͤhren und erwecken, daß wir solche huͤlfe durch taͤgliches gebet, und sonderlich in aller anfech⸗ tung/ bey ihm suchen, und durch festen glauben auf seine zusagung und auf sein wort gewiß finden und erlangen: durch denselben deinen sohn unsern HErrn JEsum Christum, der mit dir und dem heiligen geiste lebet und regieret in ewigkeit, amen. UmErhorung in Gefahr süm t 16r GOttund machtiger un I 61. Alnate der du der oen en ststen Ohr hettü Ascht bera 0 gebet/ K soht vord A gnadt s wol v chel,wide Rurch den lsoͤtet v Hlllr anfte heiner g Hlltgeit lo Aum deil s amsen. m der 2.9 I muht verke sch sn ffiede, Hgeben kar Mah deine r unser Sh ill Ahen; du vaen sol . siseßt si shen; son hat verde undich her mi. Idigli sut um In hiser u, un J Iun pillen W i in e Colleeten oder kurze Kirchen-Gebete. 125⁵5 den seufzen nicht verschmaͤhest, und der betruͤbten herzen verlan⸗ gen nicht verachtest; siehe doch an unser gebet, welches wir in unse⸗ rer noht vor dich bringen, und er⸗ höͤre uns gnaͤdiglich, daß alles, was uns so wol vom teufel als von menschen widerstrebet, zunichte, und durch den raht deiner guͤtig⸗ keit zerstoͤret werde; auf daß wir, von aller anfechtung unversehret, dir in deiner gemeine danken und dich allezeit loben; durch JEsum Christum deinen sohn unsern HErrn, amen. Um den Frieden. Err GOtt himmli⸗ 1 6 2. scher vater! der du heiligen muht, guten raht, und rechte werke schaffest; gib deinen dienern friede, welchen die welt nicht geben kann, auf daß unsere herzen an deinen geboten hangen, und wir unsere zeit, durch dei⸗ nen schutz, still und sicher fuͤr fein⸗ den leben; durch IEsum Chri⸗ stum deinen sohn unsern HErrn, amen. Um Vergebung der Suͤnden. Err GOtt himmli⸗ 1 6 3. Hcher vater! der du nicht lust hast an der armen suͤnder tode, laͤssest sie auch nicht gerne verderben; sondern willt, daß sie bekehret werden und leben; wir bitten dich herzlich, du wollest die wolverdiente strafen unserer suͤn⸗ den gnaͤdiglich abwenden, und uns hinfort deine barmherzigkeit zu unserer besserung mildiglich ver⸗ leihen, um JEsu Christi unsers HErrn willen, amen. Noch um Vergebung der t Err, du grosser 1 64. AGOtt unsere suůn⸗ den sind groß, und wie eine schwe⸗ re last uns zu schwer worden: dar⸗ um beugen wir vor dir die knie unserer herzen, und bitten um gnade und vergebung. So vergib uns nun, o HErr! und laß uns nicht in unsern sünden verderben; sondern hilf uns elenden und unwürdigen nach deiner grossen barmherzigkeit. Ach GOtt! laß doch das theure verdienst deines lieben sohnes JIEsu Christi an uns armen elenden sündern nicht ver⸗ lohren seyn; gib deinen geist je laͤn⸗ ger je mehr in unsere herzen, und mache solche leute aus uns, die in deinen geboten wandeln, und deine rechte halten; um desselben deines lieben sohnes unsers HErrn und heilandes willen, amen. Noch um Vergebung der Anherh 6011 armherziger GOtt, 1 6 5.B lieber himmlischer vater! der du nahe bist denen, die zerbrochenes herzens sind: du sie⸗ hest, wie leid uns unsere suͤnden seyn, und wie wir uns von herzen zu bessern begehren. So vergib uns doch unsere missethaten, und laß uns durch die kraft des heiligen geistes freude und wonne empfin⸗ den, daß die gebeine froͤlich werden, die du zerschlagen hast. Wir hof⸗ fen ja darauf, daß du so gnaͤdig bist, und unser herz freuet sich, daß du so gerne hilfest; darum sey doch uns armen süͤndern gnaͤdig und barmherzig. Erfreue uns wieder mit deiner gnade, so wollen wir rühmen und froͤlich seyn unser lebelang. Neige unsere herzen nicht auf etwas boͤses, ein gott lo⸗ ses 9———————.——————————— 12 Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebete. ses wesen zu fuͤhren mit den übel⸗ thaͤtern; neige sie aber zu deinen zeugnissen, auf daß wir deine ge⸗ ote bewahren, und thun, was dir gefaͤllig ist; durch Esum Chri⸗ stum deinen lieben sohn/ unsern HErrn, amen. Suͤnden. HErr JEsu Chri— 66.Of, du sohn GOt⸗ tes des allerhoͤchsten! wir bitten dich von herzen, du wollest uns arme süͤnder gnaͤdig ansehen mit den augen deiner güͤte und barm⸗ herzigkeit, mit welchen du ange⸗ ehen hast Petrum, der dich ver⸗ leugnete, die grosse sůnderinn im hause des pharisaͤers, und den schaͤcher am ereuze. Gib uns auch, lieber HErr und erloͤser! daß wir unsere sunden mit Petro bitterlich beweinen, mit der gros⸗ sen suͤnderinn dich herzlich lieben, und dich einst mit dem schaͤcher in deinem paradiese immer und ewiglich loben und preisen; um deines heiligen namens und theu⸗ ren leidens willen, amen. Daß uns Gott mit der ewigen Strafe verschone wolle. erschone, HErr! 67. V verschone unserer suünde: und wiewol den sündern ewige strafe gebuͤhret; so bitten wir doch von ganzem herzen, laß uns alles zu einer zeitlichen gnaͤdi⸗ gen strafe und ertraͤglichen zůͤch⸗ tigung kommen, was wir zum ewigen verderben gar wol verdie⸗ net haben; durch JEsum Chri⸗ stum deinen sohn unsern HErrn. amen. Um Linderung der Stra⸗ fen/ und um Staͤrke in . E Ott b rr tt, himmli⸗ 16 5 scher vater! du weis⸗ sest, daß wir aus menschlicher schwachheit in so maͤncher und grosser gefahr die uns auf erden befaͤllet ohue deinen beystand nicht bleiben noch bestehen moͤgen. Ver⸗ leih uns beides an leib und seele kraͤfte, daß wir alles, so uns um un⸗ serer sůnde willen quaͤhlet und an⸗ ficht, durch deine huͤlfe überwin⸗ den, und durch deine starke hand davon gewaltig errettet werden; um JEsu Christi unsers HErrn willen, amen. Um die Wiedergebuhrt und Kindschaft GOttes. Znaͤdiger GOtt, I 69. G himmlischer vater! wir sind von natur fleisch, vom flei⸗ sche gebohren, und nicht geistlich gesinnet; es sey denn, daß du uns deinen geist gebest, der unseren seelen das geistliche leben mit⸗ theile. Ach! so gib uns doch dei⸗ nen guten geist, daß er unsere her⸗ zen, unsern verstand, willen und begierden aͤndere, uns neue geist⸗ liche lebens⸗kraͤfte mittheile, und uns zu kindern GOttes wieder⸗ gebaͤhre, die dir, als ihrem lieb⸗ reichen vater, in kindlicher surcht, liebe, vertrauen und ge⸗ horsam heilig und williglich die⸗ nen; um deines heiligen kindes JEsu Christi willen, amen. Um die Rechtfertigung. erechter und gnaͤ⸗ 170. diger GOtt! vor welchem unsere eigene gerechtig⸗ keit und verdienst nicht bestehen mag/ sondern aus dessen gnade wir ohne unser verdienst durch Carid⸗ erlöͤ⸗ —— Wg Het anken d hiflche Il dicht Ihuns dls han geric Vsllo U uachle u Huunsere vchle ul die tt lelt de HUhrist, Islen giie sh leben Ylh stin Aberdiett den! und di +7 1.9 Abet soß deiner Ihen wol h so hitt scnamen shen sohr Heilige Win alle a guter sshre. Ichen dur luns mi damit! Ihh, Chr Akchtet huten v Whae 0 iu diet 72. Hen i Wt shlit und btite au Wnn! G N. IA E e N W A W a I I Rin 50 122 0 5t. NX I XX Colleeten oder kurze Kirchen Gebete. 127⁷ erloͤsung gerecht werden sollen; wir danken dir fuͤr diese deine un⸗ ermaͤßliche barmherzigkeit; und bitten dich von ganzem herzen, sprich uns bußfertige suͤnder vor deinem gerichte von unserer ble⸗ den⸗-schuld und strafe los und le⸗ dig; rechne uns uusere missethaten nicht zu unserer verdamniß zuz son⸗ dern rechne uns vielmehr an deren stelle zu die theuer⸗erworbene ge⸗ rechtigkeit deines lieben sohnes Esu Christi, und laß uns um des⸗ sen willen gnade, vergebung der suͤnden, leben und seligkeit erlan⸗ gen, um seines vollguͤltigen und hohen verdienstes willen, amen. Um den heiligen Geist und Anr Hith. Err Gott himmli⸗ *7 I. scher vater! weil dein lieber sohn versprochen hat/ daß du deinen heiligen geist de⸗ nen geben wollest, die dich darum bitten; so bitten wir dich herzlich in dem namen JEsu Christi deines geliebten sohnes, du wollest uns deinen heiligen geist geben, daß er uns in alle wahrheit leite, uns zu allem guten antreibe, regiere und fuͤhre. Heilige uns durch denselben durch und durch, und erfuͤlle uns mit seinen heiligungs⸗ gaben, damit wir als deine kinder wandeln, Christo angehoͤren, und deine rechte halten moͤgen; um der theuren verheissung und fuͤr⸗ bitte deines geliebten sohnes JE⸗ su Christi willen, amen. Um die Erleuchtung. eiliger und gnaͤdiger 172.H 60tt und vater! du/ HErr! bist G Ott, der uns er⸗ leuchtet: gib uns den geist der weisheit und der offenbarung und erleuchtete augen unsers verstan⸗ des, daß wir dich in deinem lichte recht erkennen, uns von der fin⸗ sterniß zu dem lichte, und von der gewalt des satans zu dir bekehren, auch als kinder des lichtes wan⸗ deln und dir gefaͤllig leben moͤgen; um deines eingebohrnen sohnes unsers HErrn willen, amen. Um den wahren bestaͤndi⸗ gen Glauben. Err GOtt himmli⸗ 1 00 3. H scher vater! der du aus vaͤterlicher liebe uns armen sundern deinen sohn geschenket hast, daß wir an ihn glaͤuben, und durch solchen glauben selig wer⸗ den sollen: wir bitten dich, gib deinen heiligen geist in unsere her⸗ zen, der unsern schwachen glauben allezeit staͤrke; damit wir in an⸗ fechtung an deinen verheissungen aus unglauben niemahls zweifeln; sondern uns im leben und sterben von ganzem herzen darauf verlas⸗ sen, und durch solchen glauben alles uͤberwinden moͤgen; um des⸗ selben deines lieben sohnes JE⸗ su Christi unsers HErrn willen, amen. Um die Vereinigung mit Nellger GOtt eiliger und I 74. Hbeiand JEsu Chri⸗ ste! der du als die himmlische weisheit nicht in eine boshaftige seele koͤmmest, auch nicht in einem leibe wohnest, welcher der sünde unterworfen ist: reinige und hei⸗ lige unsere herzen durch dein worr und deinen geist, daß wir dich uͤber alles lieben und dein wort halten. Ach! mache uns dadurch zu dei⸗ nen heiligen tempeln, und zu dei⸗ ner bestaͤndigen wohnung, und laß uns mit dir im glauben und in der liebe vereinigt seyn und bleiben, um deiner ewigen liebe willen, amen. Um 128 Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebete. Um die Erneuerung. llmaͤchtiger, heiliger 7 5 Acotr und vater! der du das alte suͤndliche wegnimmst/ und das neue in uns schaffest: wir bitten dich, gib uns die kraft dei⸗ nes heiligen geistes⸗daß wir den al⸗ ten menschen, der sich durch boͤse lůste in irrthum verderbet, taͤglich ablegen; hingegen unsere herzen in heiligkeit und gerechtigkeit im⸗ mer mehr und mehr erneuren, in der wahren lehre fester werden/ und im gottseligen leben von tage zu tage zunehmen, durch unsern leh⸗ rer und heiland JEsum Christum/ amen. Um die Gnade GOttes ein heiliges beben zu fuͤhren. eiliger vater, barm⸗ I 76. H herziger und gerech⸗ ter GOtt· du hast uns befohlen, wir sollen heilig seyn, weil du heilig bist; hast uns auch deswegen durch deinen eingebohrnen sohn aus der hand unserer feinde erloͤset, daß wir dir unser lebelang ohne furcht dienen sollen in heiligkeit und ge⸗ rechtigkeit, die dir gefaͤllig ist. Ach HErr, unser GOtt! wir sind aus fündlichem saamen gezeuget, und allesamt in sunden empfangen und gebohren. Wollen haben wir wol, aber das gute zu vollbringen, fin⸗ den wir nicht. So gehe nun, HErr! nicht ins gericht mit dei⸗ nen knechten und maͤgden, denn vor dir ist kein lebendiger gerecht. Reinige und heilige uns aber in deiner wahrheit, damit unser geist, sam̃t seele und leib auf die zukunft unsers HErrn JEsu Christi un⸗ struaͤlich behalten werde; um besselben deines lieben sohnes, unsers HErrn und heilandes wil⸗ len, amen. Gottes ein heiliges beben zu fuͤhren. I Err du heiliger und gerechter GOtt! der du gesaget hast, du wollest dein ge⸗ setz in unser herz geben, und in un⸗ sern sinn schreiben; gib, daß wir dich herzlich fuͤrchten, und in al? leu deinen geboten untadelich einher gehen. Behuͤte uns, o Gᷣott! fuͤr heucheley und gleis⸗ ners⸗werken. HErr! der du ins verborgene siehest, und herzen und nieren pruͤfest, erleuchte uns durch deinen heiligen geist, daß wir allezeit redlich, aufrichtig und ohne falsch vor deinem angesichte wandeln, und in allem unsern thun und lassen nicht auf men⸗ schen, sondern auf dich, den rich⸗ ter aller gedanken, sehen; auf daß wir dir wolgefallen, und an jenem herrlichen tage freudigkeit haben/ und nicht zu schanden werden moͤ⸗ gen; um deines lieben sohnes IEsu Christi unsers HErrn wil⸗ len, amen. Um einen christlichen Circh rr GOtt himmli⸗ I 76. scher vater! der du uns elende menschen durch das se⸗ lige licht deines wortes zu der er⸗ kenntniß deines lieben sohnes JE⸗ su Christi hast kommen lassen; wir bitten dich von ganzem herzen, du wollest uns durch deinen heiligen geist also regieren, daß wir nach solchem lichte immerdar wan⸗ deln, uns mit ganzer zuversicht unsers heilandes allezeit erfreuen, und also zur ewigen seligkeit er⸗ halten werden moͤgen; durch den⸗ selben deinen lieben sohn unsern HErrn, amen. m 2——— cttle 70.2 Ahalle, he well Vhemag, s dei ssch wiedet n heil h ticht! uch dei In JI Ngillen, ttlic den li 0.H. ich, du: Astin un seiner gn sherhalte iten un Ahlden u / und d Heilsan uuh Ie Mrrn, an —— „ Da ND 2090 AAR MII N. u IH e a + 2/ 1 I iI A IA H WHEMitti II I N re H I IIIA A mI A O Iel. I . Colleeten oder kurze Kirchen-Gebete. 129 Um gottliche Regierung. llmaͤchtiger HErr 1 79. AchHerder du bist ein beschuͤtzer aller, die auf dich hof⸗ fen; ohne welches gnade niemand etwas vermag, noch vor dir gilt. Laß uns deine barmherzigkeit reichlich wiederfahren, auf daß wir durch dein heiliges eingeben den⸗ ken was recht ist, und dasselbige auch durch deine kraft vollbrin⸗ gen, um JEsu Christi unsers HErrn willen, amen. Um goͤttliche Regierung und den Cur dt hin Err GOtt himmli⸗ I 80. H scher vater! wir bitten dich, du wollest deinen hei⸗ ligen geist in unsere herzen geben, uns in deiner gnade und wahrheit ewiglich erhalten, in aller anfech⸗ tung behuͤten und troͤsten, fuͤr un⸗ sern feinden und verfolgern be⸗ wahren, und deiner armen chri⸗ senheit heilsamen frieden verlei⸗ hen, durch JEsum Christum un⸗ sern HErrn, amen. Um die Liebe zu GOtt. x naͤdiger GOtt, lieb⸗ 180. Greicher vater! der du uns in Christo JIEsu vor der welt Rgeliebet hast, und uns mit allerley gütern an seel und leib taͤglich und reichlich uͤberschuͤttest: verlei⸗ ö 0 uns, daß dein geist in unsern erzen rechtschaffene liebe anzuͤn⸗ de, daß wir dich, deine guͤte und wolthaten erkennen, dich von ganzen herzen uͤber alles lieben, und alles/was in der welt ist, gegen dich fuͤr nichts achten, und also deiner ewigen liebe faͤhig werden, Num deines lieben sohnes JEsu Christi willen, amen. Um die Liebe gegen den Naͤchsten. 182. wiger GOtt und va⸗ ter! wir danken dir von herzen, daß du uns durch dein wort gelehret hast, wie wit mit einander allhie wandeln, und un⸗ serem naͤchsten dienen sollen; wir bitten dich, gib deinen heiligen geist in unsere herzen, daß er die rechte herzliche liebe in uns an⸗ zuͤnde, und uns fuͤr alle dem, das der liebe entgegen ist, behuͤte und bewahre; auf daß wir nach deinem willen leben, und unserm naͤchsten alle liebes⸗dienste und huͤlfe gern und willig beweisen; allen zorn, ungeduld und rachgier fallen und fahren lassen, der welt spott und verachtung geduldig leiden; un⸗ sern feinden von herzen vergeben, und also in rechter liebe und un⸗ gefaͤrbtem glauben von tage zu tage zunehmen, und bis ans ende bestaͤndig darinnen verharren; durch IEsum Christum deinen sohn unsern HErrn, amen. Um die Hoffnung des 5 1.— armherziger gnaͤ⸗ 1 8 3·9 diger GOtt und va⸗ ter! wir loben, ehren und preisen dich von grunde unserer herzen, daß du uns nach deiner grossen barmherzigkeit zu der lebendigen hoffnung eines unvergaͤnglichen, unbefleckten und unverwelklichen erbes durch die auferstehung JE⸗ su Christi wiedergebohren und an⸗ genommen hast; und bitten dich demuͤhtiglich, troͤste, staͤrke und regiere uns durch deinen heiligen geist, daß wir uns keine truͤhsal noch anfechtung von dir abwen⸗ dig machen lassen; sondern durch die hoffnung des ewigen lebens alles mit geduld uͤberwinden, und 2 zu⸗ ——— 13⁰ Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebete. zulezt auch das ende unsers glau⸗gen namens ehre und um Christi bens, die ewige seligkeit, davon willen, amen. bringen moͤgen; durch denselben deinen sohn JIEsum Christum un⸗ seru HErrn, amen. 0 Um wahreGottesfurcht ö erechter,/starker un 84. G eifriger GOtt/ lie⸗ ber himmlischer vater! erhalte unser herz bey dem einigen, da wir deinen namen fuͤrchten, und ernstlich zu aller zeit und an allen orten sorgfalt tragen, dich im ge⸗ ringsten auch nicht mit einer suͤn⸗ de zu beleidigen. Laß uns alle un⸗ sere worte und werke zuvor wol be⸗ denken, deine allgegenwart, allwis⸗ senheit, zorn und straf⸗gerechtig⸗ keit uns stets vor augen stellen, und uns huͤten, daß wir nicht in ei⸗ ne suͤnde willigen, und wider eines deiner gebote handeln; sondern dich vielmehr in deiner furcht, als deine kinder, allezeit ehren, dir dienen und gehorchen moͤgen; der du unser HErr und Gott bist, hochgelobet in ewigkeit, amen. Um Vertrauen auf Gott. maͤchtiger, guͤtiger 18 5 A und wahrhaftiger GOtt! wol dem menschen, der sich auf dich verlaͤsset, denn du bist ei⸗ ne zuflocht aller derer, die dir fe⸗ stiglich vertrauen. Tilge in uns al⸗ len unglauben, mistrauen, zwei⸗ sel und kleinmuͤhtigkeit, wie au alle sicherheit und vermessenheit. Laß uns unser vertrauen nicht auf andere menschen,noch auf ehre, ge⸗ walt, ansehen, gut und reichthum setzen; sondern dir als dem leben⸗ digen, unsterblichen, allmaͤchtigen, weisen, guͤtigen und wahrhaftigen GoOtt sest vertrauen, und von dir allerley gei stliche und leibliche ga⸗ ben huͤlse, errettung, deystand und segen erlangen, um deines heili⸗ Um rechte Heiligung des AErr 5 100 rr t himmli⸗ I 86. H scher vater! wir bit⸗ ten dich, du wollest uns durch dei⸗ nen heiligen geist also regieren und fuͤhren, daß wir als die wahr⸗ 6haftige anbeter dich im geiste uud in der wahrheit heute und allezeit anheten, dein wort mit ganzem herzen hoͤren und annehmen, und den sabbath recht heiligen; damit wir durch dein wort und durch die anrufung deines namens auch ge⸗ heiliget werden, auf JEsum Chri⸗ stum deinen sohn alles unser ver⸗ trauen und hoffnung im tode und leben setzen, uns fuͤr allem arger⸗ niß huͤten, uns von aller beflek kung des fleisches und geistes rei⸗ nigen, und mit unserer heiligung in deiner furcht immer fortfah⸗ ren, bis wir endlich aus gnaden ewig selig werden; durch densel⸗ ben deinen lieben sohn JEsum Christum unsern HErrn, amen. Um kraͤftige Wirkung des gepredigten und angehoͤrten Wortes Goᷣottes. ewiger, barmherni⸗ I 87. O ger GOtt und va⸗ ter! wir danken dir herzlich, daß du uns dein heiliges evangelium chgeoffenbaret, und uns bisher treue diener desselben gegeben hast; und bitten demuͤhtiglich, staͤrke und re⸗ giere uns durch deinen heiligen geist, damit dein liebes wort viel frucht in uns schaffe, und wir in erkenntniß deines willens, um glauben, in der liebe, geduld,sanft⸗ muht und demuht taͤglich zuneh⸗ men, und bis an das ende bestaͤn⸗ dig dabey verharren, auch die 10 unse⸗ 6 — Re walfal Ahie bürt Wchmil fnuneh 6 Ilangel sohnesk I, drchl Iussenn HR ——.—7j die gy, ů 10 0% Alme 2 0 AW chistenl. Wsngest 9 a un sch, daß es Ihlndir inr3 tund ga Mst, dung 151 6 Rslts HEi yamen. diaz . ar 6 ö ausd aller Aalkeit s shhalenz Mhonderh Ides:hert shaultboni igiere sig Igib i ae glhs rung, 7 Ihanen in Tuung tlangez Wpit* Ihnenderz Ilgen ug h deiten! — dun mse In Frcden 0 0.— Hathg A h de ode theg 11 IXV H WIXI tu, N 0 un fl Hüig! lr ir dun U ubalt, Khscb Ranlh LI amitd ul nß N de Woch Wobibg ber 190. Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebete. 131 unserer wallfahrt zu deinem gefal⸗ len allhie wuͤr diglich wandelnzdaß wir endlich mit allen heiligen die selige hoffnung, die uns beygele⸗ get ist, erlangen, und in das reich deines sohnes versetzet werden moͤgen, durch denselben deinen sohn, unsern HErrn, amen. Fuͤr die gemeine Chri— 188. stenheit. llmaͤchtiger„ ewiger Gott! der du die ganze christenheit durch deinen heiligen geist heiligest und reini⸗ gest; erhöͤre unser gebet, und gib gnadiglich, daß sie mit allen ihren gliedern dir in reinem glauben, in heiligkeit und gerechtigkeit, so dir gefaͤllig ist, durch deine gnade die⸗ ne; um JEsu Christi deines soh⸗ nes unsers HErrn und heilandes willen, amen. Fuͤr die weltliche Obrigkeit. ö armherziger himm⸗ ö 189.B lischer vater, in wel⸗ ches hand aller menschen gewalt und ohrigkeit stehet wir bitten, sey gnaͤdig allen christlichen regen⸗ ten, insonderheit unserm koͤnige und landes⸗herrn, wie auch allen, die gewalt von ihm haben; erleuch⸗ te und regiere sie durch deinen hei⸗ ligen geist, gib ihnen weisheit, ver⸗ stand, eine glückliche und friedli⸗ che regierung, auf daß sie alle ihre unterthanen in gottesfurcht, in friede und ruhe schuͤtzen und regie⸗ ren. Verlaͤngere ihnen ihre tage, auf daß wir unter ihrer herrschaft sammt ihnen deinen goͤttlichen na⸗ men heiligen und preisen moͤgen; durch deinen lieben sohn JEsum Christum unsern HErrn, amen. Um Friede und Einigkeit. wiger, allmaͤchtiger GOtt, ein HErr him⸗ mels und der erden! durch wel⸗ ches geist alles regieret, durch wel⸗ ches vorsehung alle dinge geordnet werden; der du bist ein GOtt des friedens, von welchem alle einig⸗ keit zu uns koͤmmet: wir bitten dich/ du wollest uns alle un sere sun⸗ de vergeben, und uns mit deinem goͤttlichen frieden und einigkeit begnaden/ damit wir dir in rechter furcht dienen, zu lob und preise deines namens; durch IEsum Christum unsern HErrn, amen. Fuͤr Bekuͤmmerte und ewi⸗ Lallmacht allmaͤchtiger, 191. O ger GOtt! ein trost der traurigen und eine staͤrke der schwachen! laß vor dein angesicht gnaͤdiglich kommen die bitte aller derer, so in bekummerniß und an⸗ fechtung zu dir seufzen und schrei⸗ en; auf daß jedermann in der noth deine goͤttliche hülfe empfinde und dich dafuͤr ewiglich lobe und preise, durch IEsum Christum unsern HErrn, amen. Um Trost und Errettung im— 7 aminer, maͤchtiger, ewiger 19 2. A Sott, eber binm⸗ lischer vater! der du uns deine kinder aus vaͤterlicher wolmei⸗ nung allhie auf erden unter das creuz stellest, und allerley leiden uͤber uns ergehen laͤssest, der sun⸗ de damit zu wehren und uns zur busse, glauben, hoffnung und em⸗ sigem gebete zu reizen: wir bitten dich, du wollest uns durch deinen heiligen geist in aller anfechtung und noht staͤrken und troͤsten, un⸗ ser gebet erhoͤren, und gnaͤdige huͤlfe verschaffen; auf daß wir nicht von dir weichen noch verzagen, son⸗ dern deine vaͤterliche gnade und beystand reichlich empfinden, und i 2 dich 13² Colleeten oder kurz e Kirchen⸗Gebete. dich mit allen heiligen hier und dort ewiglich loben und preisen moͤgen; durch JEsum Christum/ deinen sohn unsern HErrn, amen. 3 ‚ Um Dankbarkeit fuͤr die Wolthaten GOttes. llmaͤchtiger HErr 193. Sott, bimmlischer vater! von dem wir ohne unter⸗ laß allerley gutes ganz überfluͤssig empfangen, und noch taͤglich fuͤr allem übel gnaͤdiglich behuͤtet werden; wir bitten dich laß uns solches alles durch deinen geist mit ganzem herien in rechtem glauben erkennen, auf daß wir deiner mil⸗ den guͤte und barmherzigkeit hier und dort ewiglich danken und dich loben, durch deinen lieben sohn IEsum Christum unsern HErru, amen. Gegen des Teufels An⸗ 6 1Ott bi rr t himm⸗ 94. lischer vater! du weiffest in was fuͤr grosser gefahr wir alle augenblicke wegen des lei⸗ digen satans schweben, und daß wir ohne deine gnaͤdige hülfe, schutz und schirm gegen die listige anlaͤufe des grausamen feindes nicht bestehen koͤnnen: darum bitten wir dich von grunde unse⸗ rer herzen, du wollest uns mit deinem worte und heiligen geiste wider den boͤsen feind ausruͤsten, auf daß wir in dir stark seyn, und in der macht deiner staͤrke alle feu⸗ rige pfeile des boͤsewichts ausloͤ⸗ schen; auch wenn das boͤse stuͤnd⸗ lein koͤmmt, uns mit dem schwer⸗ te des geistes wehren, alles wol ausrichten und das seld behal⸗ ten moͤgen; durch deinen sohn IJIEsum Christum unsern HErrn, Amen. Um die Toͤdtung des Hleisches und Erneuerung des Geistes. ter! wir sagen dir lob, ehre und preis, daß du uns arme verlohr⸗ ne suͤnder durch das blut deines sohnes gereiniget, und zu neuen menschen und erben des ewigen lebens gemacht hast: und bitten dich, regiere uns durch deinen heiligen geist, daß wir die werke des alten verderbten menschen, als da sind allerley suͤnden und unreinigkeit, ablegen, und dar⸗ gegen den neuen menschen, der nach deinem bilde geschaffen is, mit seinen guten werken anzie⸗ hen, und also im heiligen unstraͤr⸗ lichen leben, mit gutem froͤlichen gewissen hie zeitlich vor dir wan⸗ deln, und endlich dort ewig selig werden; durch JEsum Christum deinen lieben sohn, unsern Errn, amen. Um einen heiligen Wan⸗ del nach Ru uicht„Bunde. maͤchtiger, barm⸗ 96. A herziger GOtt und vater! wir danken dir von her⸗ zen, daß du uns in der heiligen taufe, um deines lieben sohnes JE⸗ su Christi willen, alle suͤnde der⸗ geben, uns gerechtigkeit, den hei⸗ ligen geist, und ein ewiges leben geschenket hast: und bitten dich/ du wollest uns durch denselben deinen heiligen geist bis an unser ende also regieren, daß wir solche deine vaͤterliche gnade an uns nicht verlohren seyn lassen; son⸗ dern wie wir in der taufe zugesaget haben, also auch dem teufel und der suͤnde mit allen ihren luͤsten von tage zu tage je laͤnger je mehr absagen und absterben; Rahe, aber armherziger, ewi⸗ 195. B ger GOtt und va⸗ sieitdee V. Hlltheilis& I R dus und dies, Whissen, it begt hendig A Mlsey/ E nsihe Jert Wngehers Mhet und x Ien mö st und Hetinew. —— N die MWiehstbarks ö ar Duhs Wchund da scichegünz Whurch de m En Rakkit derg I gesezerz etden der fhmen hatg ae, egiu RWulgen geigz Auster do a tudes r RMindtrasß Ideilkergze V V. 13 I N ö 109 Ihr sollet heilig seyn, denn ich bin Colleeten oder kurze Kirchen-Gebete. 133 .— Mglaber dir und deiner gerechtigkeit leben, bis wir endlich durch den tod von aller sünde gaͤnzlich be⸗ lreyet, ewig selig werden; durch sum Christum deinen sohn un⸗ 0 smn HErrn, amen. Um Keuschheit und Rei⸗ nigkeit des Herzens. 0 Err! der du befoh⸗ 5 len und gesagt hast: — V [eilig; der du das anschauen (60ttes und die seligkeit nur de⸗ nen verheissen, die reines herzens nd: laß uns alle unreine lüste und begierden ernstlich fliehen, und reinige unsere herzen von al⸗ ihen V bel I WAd 15 f0 X 10 nuch! * II titi v Wh och ö 3 XI Hslt 6 110 lebefleckung des fleisches und des tisies. Gib, daß wir auch unse⸗ uleiber dir begeben zum opfer/ uun da lebendig, heilig und dir zolgefaͤllig sey/ damit wir in das simmlische Jerusalem, wo kein uureines eingehen wird, gelangen, und dir hier und dort mit reinem histe dienen moͤgen; der du bist in reiner und heiliger Gott/ hochgelobet in ewigkeit, amen. Pider die Knechtschaft und Dienstbarkeit der 1.— armherziger II 98. B und vater! wir sa⸗ eendir lob und dank für deine un⸗ e I N M — 000 DI —. 179 1. ö 7 0 uugenommen hast: und bitten dich Palund des todes gefaugen werren. sondern in der christlichen freyheit und in deiner gnade bis an unser ö * ende verharren, und dir ohne knechtische furcht unser lebelang dienen in heiligkeit und gerechtig⸗ keit die dir gefaͤllig ist, um dessel⸗ ben deines lieben sohnes JEsu Christi willen, amen. Um die Vermehrung der Wane 255 t hi x rr t himmli⸗ 1 99. scher vater wir dan⸗ ken dir von herzen, daß du uns zu maͤncherley aͤmtern berufen, und dazu nohtduͤrftige gaben durch deinen heiligen geist mitgetheilet hast: und hitten demuͤhtiglich/ du wollest solche gaben um unsers un⸗ dankes und misbrauches willen nicht von uns nehmen, sondern sie in uns vermehren; und uns durch deinen heiligen geist lehren, leiten und fuͤhren, daß wir uns in unse⸗ rem berufe allezeit treu und fleissig erweisen, alles in deiner furcht an⸗ fangen und vollenden, und alle deine gnade und gaben zu deinen ehren, zu des naͤchsten dienste und unserer eigenen wolfahrt recht gebrauchen, und als deine treue haushalter und diener hie zeitlich erfunden, und hernach dort ewig selig werden moͤgen; durch deinen sohn JIEsum Chri⸗ stum unsern HErrn, amen. Um den rechten Ge⸗ brauch der Gliedmaassen unsers Leibes. maͤchtiger, ewiger 209. A Gott, du gnaͤdiger schoͤpfer aller dinge! wir danken dir, daß du uns einen gesunden leib gegeben, und unsere zungen/ ohren und andere gliedmaassenfuͤr dem boͤsen feinde behutet hast: und bitten dich, gib uns deine gnade daß wir unsere ohren, zunge, und i 3 alle 13—— Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebete. alle glieder unsers leibes, nach deinem heiligen willen recht ge⸗ brauchen; mit unsern ohren dein wort fleissig höͤren und wol merken: und mit unserm munde und zun⸗ gen deine gnade preisen und ruͤh⸗ men,/ auch niemand damit aͤrgern, sondern jedermann dadurch bessern und erbauen moͤgen. Laß uns, lie⸗ ber HErr und GOtt! unsere leiber und glieder allesam̃t begeben zum opfer, das da lebendig/ heilig, und dir wolgefaͤllig sey; auf daß wir dich, sowol an un serm leibe, als an unserm geiste immerfort ehren und yreisen; um deines lieben soh⸗ nes JEsu Christi willen, amen. Um Bereitschaft zum 5ciet 9.56f.(ͤtt: ieber HErr 20 I. wecke uns auf, daß wir bereit seyn, wenn dein lieber sohn koͤmmt, ihn mit freuden zu empfangen, und dir mit reinem herzen zu dienen, durch denselben deinen sohn IEsum Christum unsern HErrn, amen. Noch um Bereitschaft zum 2051f rr GOtt himm⸗ 202.0 lischer vater! wir bitten dich, gib uns deinen heili⸗ gen geist, daß wir nach deinem hei⸗ ligen willen unsere lenden recht umgürten; unser fleisch und blut zaͤhmen und betaͤuben; in dem lichte deines wortes ohne anstoß wandeln, auch das licht eines rech⸗ ten glaubens und heiligen lebens vor den menschen scheinen und leuchten lassen, und als treue die⸗ ner auf die zukunft deines lieben sohnes alle stunden und augen⸗ blicke warten; damit wir an je⸗ nem grossen tage mit freuden von ihm zum ewigen himmlischen freuden⸗leben eingehen moͤgen. Das gib uns, o lieber himmlischer vater! durch denselben deinen sohn JIEsum Christum unsern HErrn, amen. Um ein seliges Ende. allmaͤchtiger GOtt, 203. Olcber bnmlishen vater! der du durch den tod deines lieben sohnes die sunde und den tod zunichte gemachet, uns durch sein heiliges blut von suͤnden ge⸗ reiniget, und durch seine siegreiche auferstehung, unschuld und ewiges leben wiedergebracht hast; daß wir in deinem reiche vor dir ewiglich leben sollen: gib, daß wir solches von ganzem herzen glaͤuben, uns in solchem glauben mit heiligem leben und wandel zu einem seligen ende bereiten, und bis an unser ende also glaͤuben und leben, damit wir der froͤlichen auferstehung un⸗ serer leiber am jüͤngsten tage mit freuden erwarten moͤgen: durch denselben deinen sohn IEsum Christum unsern HErrn, amen. Noch um hlige 9 maͤchtiger rr, 204. A ewiger und barm⸗ herziger GOtt! der du durch den tod uns aus dieser suͤndigen welt zu dir forderst und hinweg nimmstz daß wir durch stetiges suͤndigen nicht verderben; sondern in dei⸗ nem reiche die vollkommene hei⸗ ligkeit und gerechtigkeit deiner auserwaͤhlten erlangen und be⸗ sitzen moͤgen: wir bitten dich, du wollest uns solches recht erkennen und glaͤuben lassen; auf daß wir uns unsers abschiedes herzlich freuen, und dem berufe zu deinem ewigen reiche gern und willig fol⸗ gen; durch JEsum Christum dei⸗ ihm empfangen werden, und mit nen sohn unsern HErrn, ch 6 I+ 05 N hn erk ung vof V Ratung vog shthastn! ö 0 uh dei in sl AucEChtik ů X. lten U. dern en; tage u AWalrerden si en sohn Riuherrn/& +—— Iudns ez 0 6 5 J Mirer h lbendi 3 uhens H / daß A Idelt urs M und ge und yos hoshtt und e Vundes, ais un 77.95 Il und! IHNe ubeg IInzen erg süchten zů belchen f htunge Uum de Rch, durz I 205. und keuns Al dich du ime Lunl wiß behalten, Gebet am Hagel⸗Feier. Noch um ein seliges Ende. Umaͤchtiger ewiger Gott! der du durch deinen sohn vergebung der suͤnden rettung von dem ewigen tode zugesaget hast: wir bitten dich/ staͤr⸗ durch deinen heiligen geist, wir in solchem vertrauen au rch Christum taͤglich zuneh⸗ d die hoffnung fest und ge⸗ daß wir nicht ster⸗ ntschlafen, und am juͤngsten tage zum ewigen leben er⸗ wecket werden sollen; durch densel⸗ hen deinen sohn JEsum Christum unsern HErrn, amen. Um das ewige Leben. armherziger, ewi⸗ 206. B ger GOtt und va⸗ ter! der du uns in Christo JEsu zu einer lebendigen hoffnung des ewigen lebens berufen hast: ver⸗ leihe uns, daß wir durch deinen geist die welt und alle lüste dieses lebens bestreiten; unser flei ereuzigen und toͤdten; und nach dem, was droben ist, am ersten trachten; bis wir im glauben, hoffnung und geduld alles uͤber⸗ winden, und vor deinem angesich⸗ te geeroͤnet und ewiglich erfreuet werden, um JEsu Christi unsers seligmachers willen, amen. Gebet um die Fruͤchte des Landes, an dem so geuann⸗ ten Hagel⸗Feier. daß men, un ben, sondern e fdiges gewitter/ daß sch land. T segnen, daß es seine fruͤchte und bermogen gebe; sintemahl wir von uns selber nicht ein koͤrnlein aus der erde hervor bringen oder dem⸗ selben helfen kͤnnen, wo du nicht das gedeyen giebest. Darum ver⸗ leihe den lieben fruͤchten ein gnaͤ⸗ i sie H und wol gerahten. Behůte sie fuͤr hagel und ungewitter, für verhee⸗ rung, fuͤr allem ungeziefer und schaden. Laß das land nicht feiren in deinem zorne, laß es nicht wüste liegen, und unfruchtbar bleiben. Schließ den himmel in deinem grimme um unserer suͤnde willen nicht zu, daß er nicht wie eisen, und die erde so hart wie erz werde; son⸗ dern gib uns fruͤh⸗ und spat⸗regen, darzu fruchtbare zeiten, suche das land heim, und waͤssere es, und mache es sehr reich. Gottes bruͤnn⸗ lein hat ja wasser die fuͤlle; o Herr! so laß doch unser getreide wol ge⸗ rahten, denn also baue du das raͤnke unsere furchen und befeuchte sein gepfluͤgtes mit re⸗ gen; mache es weich, und segne sein gewaͤchs. Erdne das jahr mit deinem gute, daß deine fußstapfen von fette triefen; so werden unse⸗ re wohnungen auch fett werden, daß sie triefen, und die huͤgel um⸗ her werden lustig seyn, die anger werden voll schaafe seyn„ und die auen werden dicke mit korn su⸗ hen, daß man jauchzet und sin⸗ get. So laß dir, lieber GOtt! den lieben saamen, und alle fruͤch⸗ te des ganzen erdreichs in deinen Err allmaͤchtiger 207. H Gott, ein koͤnig himmels und der erden; der du durch deine uͤberschwengliche guͤte den ganzen erd dboden mit aller⸗ ley fruͤchten zierest und erfuͤllest/ von welchen menschen und vieh ihre nahrung haben: wi dich um deiner r bitten harmherzigkeit guaͤdigen schutz befohlen seyn; erhalte sie in frost, kaͤlte, eis/ schnee und wind, hitze und duͤrre, in regen und allem vorfallenden wetter, daß sie nicht beschaͤdiget werden. Behuͤte uns fuͤr mis⸗ wachs, theurung, hunger und kummer. Siehe, wir bekennen un⸗ willen, du wollest unser land sere suͤnde mit reuendem herien i 4 und 13 nohtdurft versorgen, auf daß wir in allen dingen deine goͤttliche kraft und milde hand mit danksa⸗ gung erkennen, und dich preisen: der du uns an leib und seele hier zeitlich und dort ewiglich reichlich ernehrest, amen. •„ Um ein gnaͤdiges Ge⸗ 4 umachti x rr allmaͤchtiger 208. H Gott! der du al⸗ les, was da ist, reg ierest und er⸗ nehtest, ohne welches gnade nichts geschehen kann:gib uns deinen kin⸗ dern, lieber vater! ein gnaͤdiges gewitter und warmen sonnen⸗ schein,(und fruchtbaren regen) auf daß unser land durch deinen segen mit fruͤchten erfüllet werde, und die fruͤchte, so du uns aus gna⸗ den beschehrest, nicht verderben, sondern sein trocken eingesammlet werden, und wir unser taͤgliches brot und nohtdurft davon haben moͤgen: so wollen wir dich gnaͤdi⸗ gen GOtt und vater dafuͤr loben und preisen, durch deinen sohn, IEsum Christum unsern HErrn, amen. Bey anhaltenden Regen 7 uchtt maͤchtiger, darm⸗ 209. A herziger Gott, himmlischer vater! wir haben es mit unsern suͤnden wol verschul⸗ det, daß du uns jetzo mit vielem üͤberfluͤssigen regen und betruͤbten nassen wetter strafest und heimsu⸗ chest,(daß du den himmel wie eisen, und die erde wie erz ma⸗ Um eine gluͤckliche 96 umaͤchti ö rr allmaͤchti⸗ 21 0.0 ger GOtt und va⸗ ter unsers wrilich JEsu Christi! du machest froͤlich was da lebet beide des morgens und abends; du bauest das land,segnest sein ge⸗ waͤchs, laͤssest das getreide wol ge⸗ rahten, und eroͤnest das jghr mit deinem gute: und hast auch dieses jahr unser land heimgesuchet, reich gemacht, und das getreide wol ge⸗ rahten lassen. Wir sind auch jetzo an der arbeit, diesen deinen segen einzusam̃len, und in unsern nutzen zu verwenden: darum bitten wir dich herzlich, weil dir wind und meer gehorsam ist, die wolken sich kehren wohin du willt, und thun, was du ihnen gebeutest; du wollest zu dieser ernte⸗arbeit beguemes wetter und bestaͤndigen sonnen⸗ schein geben, und das angesicht der erden froͤlich seyn, auch nach dem regen⸗wetter die sonne wieder scheinen lassen; damit allerhand feld⸗ und garten⸗fruͤchte fuͤr allem schaden behuͤtet, ihre vollige reife erlangen, von uns mit grossem nutzen in gutem frieden und si⸗ cherheit trocken eingesamlet, auch von uns und den unsrigen aus deiner milden hand genommen, zur — ans Asahng 2 Hun. Iluißtli Iichel br IWhocht e hbtote le sitke,— Herdbode Isctunsenn Wshreieneee lsches has Aben,& slund Ishen: LS OOtt In uns Nun dess hst, u shit, an. —— lulagget I slterlich Iwüm hines las⸗ ssiwileng Hebesen, sin nich Mhet, ol V 91050 * V ö OU6 8 —— * RN Hla H i Ieh I1 sh M. 1α WI. EX N X I WilR hH A h We HX Rach I*0 V„N YMI H W Gebet vor und nach der Ernte. 13²⁷ zur nohtdurft unseres leibes mit danksagung gebrauchet, und in guter gesundheit genossen werden. Du weißt, lieber vater. daß wir des taͤglichen brotes und deines erde⸗ segens hoch beduͤrfen; weil du es also geordnet hast, daß der mensch vom brote lebe, und sein herz da⸗ mit staͤrke, daß auch das vieh aus dem erdboden seine nahrung ha⸗ be: darum goͤnne uns auch fur dieses jahr deinen gezeigten segen/ und wie du angefangen hast uns zu segnen, so segne uns ferner. Gib uns unsere speise zu seiner zeit, thue deine milde hand auf, und saͤttige uns mit deinem gute. HErr! du erhoͤrest das gebet, dar⸗ um kommt alles fleisch zu dir: hoͤre auch jezt unser gebet, und vernimm unser schreien, daß wir hiebey dein vaͤterliches herz erkennen, und ur⸗ sach haben, dich fuͤr deine wolthat zu loben und iu preisen, so lange wir leben; darzu hilf uns, lieb⸗ reicher GOtt! und gib uns was wir von uns selber nicht vermoͤ⸗ gen; denn dein ist das reich, und die kraft, und die herrlichkeit in ewigkeit, amen. Danksagung nach der Ernte. 2II. armherziger gnaͤdiger Gott und vater! wir danken dir herzlich fuͤr deinen reichen segen, den du uns bisher auf dem felde und sonst taͤglich aus vaͤterlicher guͤte mitgetheilet sie zu deinen ehren, zu des naͤchsten besten und unserer nohtdurft also anwenden, damit wir auch hin⸗ fort deinen segen und gnaͤdige be⸗ nedeyung in allem, was wir beduͤr⸗ fen, allezeit verspüren, dasjenige, was du beschehrest, in friede und ruhe geniessen, und zugleich mit allerley geistlichem segen in himm⸗ lischen güͤtern gesegnet werden; durch JEsum Christum deinen sohn unsern HErrn, amen. Das Vater Unser. nach attr 957 ater unser,(unser * 1 2. Bocker der du bist 5 himmel! geheiliget werde dein na⸗ me: dein reich komme: dein wille geschehe, wie im himmel, also auch auf erden: unser taͤglich brot gib uns heute: und vergib uns unsere schuld, als wir vergeben unsern schuldigern: und fuͤhre uns nicht in versuchung: sondern erloͤse uns von dem boͤsen. Denn dein ist das reich, und die kraft, und die herr⸗ lichkeit, in ewigkeit, amen. Der Segen des HErrn, welchen der Diener GOttes uͤber die christliche Gemeine der Herr Ran ig er HErr segne di 21 3. D und behuͤte dich! der HErr lasse sein angesicht leuch⸗ ten uͤber dir„ und sey dir gnaͤdis: der HErr hebe sein angesicht uͤber hast; und bitten dich, verzeihe uns dich Und gebe dir friede. um deines lieben sohnes JEsu Christi willen, daß wir so undank⸗ dar gewesen, und dir und unserem naͤchsten nicht treulicher damit gedienet, sondern denselben zum oͤftern zur suͤnde misbrauchet ha⸗ ben. Hilf durch deinen heiligen geist, daß wir hinsort alle deine gaben mit dank annehmen, und Seufzer von der christli⸗ chen Gemeine hierauf zu Ie deied 6 er friede Gottes, 214. welcher hoͤher ist denn alle vernunft, bewahre un⸗ sere herzen und sinne in Christo JEsu, amen. IX. An⸗ 138 Antiphonen vor den Kirchen⸗Colleeten. IX. Antiphonen, oder gebraͤuchliche Verse vor den Kirchen-Collecten. Zu aller Zeit. 1.) ittet, so werdet ihr neh⸗ men, Halleluja! Daß eure freude vollkommen sey. Halleluia! 2.) Rufe mich an in der zeit der noht, So will ich dich erretten, und du sollt mich preisen. 3.) Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, Halleluja! Klopfet an, so wird euch aufge than. Halleluja! 4.) Der HErr denke an uns und segne uns, Halleluja! Er segne die den HErrn fuͤrchten beide kleine und grosse. Hall. 5.) Bey dem HErrn findet man huͤlfe, Halleluja. Und deinen segen über dein volk. Halleluja! Auf Sonn⸗ und Fest⸗Tage. 6.) Der HErr sey mit euch, Und mit deinem geiste. Nach der Communion. 7.) Danket dem HErrn, denn er ist freundlich, Und seine guͤte waͤhret ewiglich. 8.) Lobe den HErrn meine seele, Halleluja! Und was in mir ist seinen heili⸗ gen namen. Halleluja! 9) Schmecket und sehet wie freundlich der HErr ist, Hall. Wol dem, der auf ihn trauet. Halleluja! Auf Advent. 10.) Bereitet dem HErrn den weg, Halleluia! Machet seine steige richtig. Hall. 11.) Machet die thore weit und die Auf Weihnachten. 12.) Euch ist heute der heiland gebohren, Halleluja! Welcher ist Christus der HErr in der stadt David. Hallelujal 13.) Ein kind ist uns gebohren, Halleluja! Ein sohn ist uns gegeben. Hall. 14.) Das wort ward fleisch, Hall. Und wohnet unter uns. Hallel. 16.) Kündlich-groß ist das gott⸗ selige geheimniß, Halleluja! Gott ist offenbaret im fleische. Halleluja! 16.) Christus koͤmmt her aus den vaͤtern nach dem fleische, Hall. Welcher ist GOtt uͤber alles ge⸗ lobet in ewigkeit. Halleluja! Am Neuen Jahrs⸗Tage. 17.) HErr, eroͤne das jahr mit deinem gute, Halleluja! Und laß deine fußstapfen triefen von fett. Halleluja! 18.) Die guͤte des HErrn ist, daß wir nicht gar auͤs sind, Hall. und seine barmherzigkeit hat noch kein ende. Halleluja! Am Feste der Erscheinung C risti. 19.) Es wird ein stern aus Jacob aufgehen, Halleluja! und ein seepter aus Israel auf⸗ kommen. Halleluja. Das volk so im finstern wan⸗ delt, siehet ein grosses licht/ Halleluja! IUnd uͤber die, so da wohnen in finsterniß, scheinet es helle. Hall. V.) Lobet den HErrn alle hei⸗ den, Halleluja! und preiset ihn alle voͤlker. Hall. Auf Maria Reinigung. 20.) thuͤren in der welt hoch, Hall. 21.) Bald wird kommen in seinem Daß der koͤniag der ehren ein⸗ ziehe. Halleluja! tempel der HErr, den ihr ichet, Halleluja. suchet, H und 1 — IWen sehegeh= Hett, H 7%½— Rantin Oah meinks Tel eilss Jur Ihtitus sthat vi un H. schlage Destrafg bir fhe⸗ Idutch Es Mgehei— Hir hast einerte Whast m Men m ott has l nicht Iern haltz Min gess Wristus ssgeors; dem Asdaß wir.& ö seh der ga Nari⸗ S Eiehe, hcange Meinen uud sie A Hlleluje u grünen ost iz sset, unne slinket, dlt ihr de 10 Iin süs VGStche,dys Hallelui' Maches. Haleluj Lu Christur Willen dz hH 1 i i iH lH9dQI M Sun Ris et.) Ue tth R/ W I l RNN N. Dinl I AI en Rich f6 stins v + il εα ist Imes th ,f Antiphonen vor den Kirchen-Colleeten. 139 Und der engel des bundes, deß ihr begehret. Halleluja. 23.) HErr, nun laͤssest du deinen diener in friede fahren, Hall. Denn meine augen haben dei⸗ nen heiland gesehen. Hallel. Zur Fasten⸗ZJeit. 24.) Christus ist um unserer mis⸗ sethat willen verwunder, Und um unserer sünde willen zuschlagen. 25.) Die strafe liegt auf ihm, auf daß wir friede haͤtten, Und durch seine wunden sind wir geheilet. 20.) Mir hast du arbeit gemacht in deinen sůnden, Und hast mir muͤhe gemacht in deinen missethaten. 27.) Gott hat seines eigenen soh⸗ nes nicht verschonet; Sondern hat ihn fuͤr uns alle dahin gegeben. 28.) Christus hat unsere suͤnde selbst geopfert an seinem leibe auf dem holze, Auf daß wir, der sunden abgestor⸗ ben, der gerechtigkeit leben. Auf Maria Verkündigung. 20.) Siehe, eine jungfrau wird schwanger seyn, Halleluja! Und einen sohn gebaͤhren, den wird sie heissen Immanuel. Halleluja. Am grünen Donnerstage. 30.) So oft ihr von diesem brote esset, und von diesem kelche trinket/ Sollt ihr des HErren tod ver⸗ kuͤndigen. Am stillen Freytage. 31.) Siehe, das ist GOttes lamm, Halleluja! Und um unserer gerechtigkeit willen auferwecket. Hallel. 33.) Christus von den todten er⸗ wecket, stirbet hinfort nim⸗ mer, Halleluja! ö Der tod wird hinfort uͤber ihn nicht herrschen. Halleluja! 34.) Christus hat dem tode die macht genommen, Halleluja! Und das leben und ein unver⸗ gaͤngliches wesen an das licht gebracht. Halleluja! 36.) Ich weiß, daß mein erloͤser lebet, Halleluja! Und er wird mich hernach aus der erden auferwecken. Hall. Am Zagel⸗Feier, auch sonst um gutes Gewitter. 36.) HErr, erzeige uns deine gna⸗ de und guͤte, Halleluia! Daß unser land sein gewaͤchs gebe. Halleluja! 37.) Aller augen warten auf dich, HErr, Halleluja! Und du giebest ihnen ihre speise zu seiner zeit. Hallelnja! 38.) HErr, du feuchtest die berge von oben her, Halleluja! Du machest das land voll fruͤch⸗ te, die du schaffest. Halleluja! Auf Himmelfahrt. 39.) Gott faͤhret auf mit jauch⸗ zen, Halleluja! Und der HErr mit heller posau⸗ nen. Halleluja. 40.) Ich fahre auf zu meinem va⸗ ter und zu eurem vater, Hall. Zu meinem GOtt, und zu eu⸗ rem GOtt. Halleluja. Auf Pfingsten. 41.) Ich will meinen geist aus⸗ giessen uͤber alles fleisch, Hall. Den geist der gnade und des Welches der welt suͤnde traͤgt. gebets. Halleluja! 42.) Schaffe in uns, Gott, ein reines herz, Halleluja! 32.) Christus ist um unserer suͤnde Ind gib uns einen neuen ge⸗ willen dahin gegeben, Hall. wissen geist. Halleluja! 43.) Al⸗ 140 Autiphonen vor den Kirchen⸗Colleeten. 43.) Also hat GOtt die welt ge⸗ liebet, Halleluja! Daß er seinen eingebohrnen sohn gab. Halleluja! 44.) HErr, lehre uns thun nach deinem wolgefallen, denn du bist unser GOtt, Dein guter geist fuͤhre uns auf ebener bahn. Auf Trinitatis⸗Fest. 45.) Wir loben GOtt den vater, sohn und heiligen geist, Hall. Und preisen ihn von nun an bis in ewigkeit. Halleluja! 46.) Heilig, heilig, heilig ist der Err zebgoth, Halleluia! Alle lande sind seiner ehre voll. Halleluia. Auf Johannis⸗Tag. 4².) Siehe ich sende meinen engel vor dir her, Hallelusa— Der deinen weg vor dir berei⸗ ten soll. Halleluja! 48.) Gelobet sey der HErr, der Gott Israel, Halleluja! Denn er hat besuchet und erloͤ⸗ set sein volk. Halleluja! Siehe auch Num. 10. Auf Maria Heimsuchung. 49.) Meine seele erhebet den HErrn, Halleluia! Und mein geist freuet sich GOt⸗ tes meines heilandes. Hall. 50.) GoOtt stoͤsset die gewaltigen vom stuhle, Halleluja! Und erhebet die niedrigen. Hall. 51.) Es wird eine ruhteaufgehen von dem stamme Isai, Hallel. Und ein zweig aus seiner wurzel wird frucht bringen. Hallel. Auf Michaelis⸗Tag. 52.) Der HErr hat seinen engeln befohlen uͤber dir, Halleluja! Daß sie dich behuͤten auf allen deinen wegen. Halleluja. An Buß⸗Tagen, und zu andern Zeiten. Um Vergebung der Sünden. 04.) SErr, handle nicht mit uns nach unsern suͤnden, Und vergilt uns nicht nach un⸗ serer missethat. 6.) Wir haben gesuͤndiget mit unsern vaͤtern, Wir haben misgehandelt und sind gottlos gewesen. 6.) Hilf uns, HErr unser helfer! 1n deines namens ehre wil⸗ en. Errette uns, und vergib uns unsere sünde um deines na⸗ meus willen. 57.) HErr, gehe nicht ins gerichte mit deinen knechten und maͤgden. Denn vor dir ist kein lebendiger gerecht. 68.) GOtt! sey uns gnaͤdig nach deiner gůͤte/ Und tilge unsere suͤnde nach dei⸗ ner grossen barmherzigkeit. In gemeiner Noht. 99.) GoOtt, gib friede in deinem lande, Gluͤck und heil zu allem stande. 60.) HErr, hilf uns deinem volke und segne dein erbe, Hallel. und weide sie und erhoͤhe sie ewiglich. Halleluja. Siehe Num. 42. und 44. Um göttliche Regierung und den heiligen Geist. Um Erhaltung des göttlichen Wortes. 61.) Heiliger vater! heilige uns in deiner wahrheit, Denn dein wort ist die wahrheit. 53.) Der engel des HErrn lagert sich um die her, so ihn fuͤrch⸗ ten, Halleluia! 390 Und hilfet ihnen aus.Halleluja! alleluja! Dein wort ist unsers herzens freude und trost. Halleluja! 63.) Dein 6².) Hasel erhalte uns dein wort, 9 * — Oamn u LuchtelE o eil hel. +. lnge der X * Hhiss hur hen abg E o der glxE Irden n dank der x/ Ell Hottgekz igkeit, Hn Whilft Iuf. 5 Im Glaus HEtt, n glau se wohn Odurch H lt und g Liehe-H stes, W Wbeyeig m dases Ver segit RMdetvigle Iymeine TLe böttliche will Ageichlez M meinem Mlllich hinz — Ahnseuntagn . aben montag I eng ieagg H abeng 4 1 H i L IR. V+ 41 RH 1 I t + AIX use gen / Wü I AX + i/ Ride d lch. I II. 1240* 0 8 270 Helht H. EI AI. Antiphonen vor den Kirchen⸗Colleeten. 141 63) Dein wort ist meines fusses leuchte, Halleluja! Und ein licht auf meinen we⸗ gen. Halleluja! Klage der Kirche über wenig eilige. 64.) Hilf, HErr! die heiligen ha⸗ ben abgenommen, Und der glaͤubigen ist wenig un⸗ ter den menschen⸗Lindern. Dank der Kirche für ihre Erhaltung. 65.) Gott gedenket der barmher⸗ zigkeit, Halleluja! uUnd hilft seinem diener Israel auf. Halleluja. Um Glauben und Liebe. 60.) HErr, laß Christum durch den glauben in unsern her⸗ zen wohnen, Und durch die liebe fest gewur⸗ zelt und gegruͤndet werden. 67.) Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn bruͤder eintraͤch⸗ tig bey einander wohnen. Denn daselbst verheisset der HErr segen und leben immer und ewiglich. 6 Allgemeine Danksagungen für göttliche Wolthaten. ch will den HErrn loben so lange ich lebe, Halleluja! Und meinem GoOtt lohsingen weil ich hie bin. Halleluja! 69.) Hanlenn mit mir den HErrn Halleluja! Und lasset uns mit einander sei⸗ nen namen erhoͤhen. Hallel. 70.) Freuet euch des HErrn, ihr gerechten, Halleluja! Die frommen sollen ihn schön vreisen. Halleluja! 71.) Der name des HErrn sey ge⸗ lobet und gebenedeyet, Hall. Von nun an bis in ewigkeit. Hall. Siehe auch Num. 7. und 8. Vom Tode und Sterben. 72.) In deine haͤnde befehle ich meinen geist, Halleluja! Du hast mich erloͤset, HErr, du getreuer GOtt. Halleluja! 73.) Selig sind die todten, die in dem HErrn sterben von nun an, Ja der geist spricht, daß sie ru⸗ hen von aller ihrer arbeit. 74.) HErr, lehre uns bedenken, daß wir sterben muͤssen/ 95 1 wir klug und selig wer⸗ Ciehe auch Num. 23. und 35. Vom jüngsten Gerichte. 76.) Siehe der HErr koͤmmt mit viel tausend heiligen, Hall. Gericht zu halten uͤber alle. Hall. Vom ewigen Leben. 76.) Vor dir ist freude die fuͤlle, Halleluja! Und lieblich wesen zu deiner rechten ewiglich. Halleluja! Register des Gebet⸗Buches. I. Wochen-Morgen- und Abend⸗Gebete. 1 Gedetum die gnade, GOtt wolgefaͤllig zu beten 3 3 Um dets erhoͤrung des ge⸗ 3 Am sonntage morgen⸗gebet 4 ⸗ abend⸗gebet 5 Am montage morgen⸗gebet abend⸗gebet r Am dienstage morgen⸗gebet 8 abend⸗ gebet 2 9Am be morgen ⸗=ge⸗ et 10 6 abend⸗gebet 16 II Am donnerstage morgen⸗ be⸗ 11 ⸗ abend⸗-gebet 13 Am freytage morgen⸗gebet 14„ abend⸗geber 1 5 Am sonnabend morgen⸗gebet 14 16 abend⸗ gebet 15 17 Gebet nach dem morgen⸗ und abend⸗gebete 16 142 Register des Gebet⸗Buchs. 18 Wochen⸗ gebet in den mon⸗ tags-betstunden 17 19 Morgen⸗gebet, wenn man beichten will 18 20 Abend ⸗ gebet nach der be ichte 21 Morgen⸗gebet eines eom⸗ munieanten 20 22 Abend⸗-gebet desselben 22 23 eni gebet eines kran⸗ 23 24 Abend⸗ gebet desselben 24 25 Gebet, wenn man zur kirche gehen will 24 26 Gebet in der kirche 26 27½ Gebet, wenn man aus der kirche gehen will 26 28 Gebet, wenn man aus der kir⸗ che nach hause koͤmmet 26 II. Bolrbaten 60 fůr die Wolthaten GOttes. nn fuͤr die schör ung 30 ⸗ für die erloͤsung 31 ·„für die eilige raufe 28 32„ fuͤr die offenbahrung des goͤttlichen wortes 29 33— rae die goͤttliche 2235 rge 334 fur GᷣOttes bambe zigkeit 35 ⸗„daß uns GOtt in nohi und gefahr erhalten 32 36 ⸗ 4tbet die erhoͤrung 235 gebets III. Gebete vor und nach der Beichte. 37 Um rechtschaffene busse 34 38 Um wahre erkenntniß der suͤnden 37 491 Um vergebung der 37 40 sünden 41 Wenn man daotbehi, treten will 42 915 gemeine Iffentliche heichte 38 43 Eine privat⸗beichte 39 44 Danksagung nach der abso—⸗ lution 4⁰ 47 Danksagung fuͤr die busse 340 bekehrung 3 daß Gott auf die bekeh rung so lange gewartet 42 47 Um besserung des lebens 43 19[IV. Gebete vor und nach dem heil. Abendmahl. 48 Um wuͤrdige geniessung des abendmahls 4 49 Um wahre vorbereitung zum wuͤrdigen genuß 10 Vor dem heiligen abend⸗ mahl 4. 40 71 Im hingehen zum heiligen abendmahl 4⁵ 9² apret bey reichung des brotes 46 ⸗bey reichung des kelches 47 0 Wenn man nach empfange⸗ nem abendmahl in sei⸗ nen stand getreten 4⁷ τ Waͤhrend der eommunion, auch fuͤr die, so nicht zum ahendmahl gehen 4⁷ 66 Danksagungen nach dem ge⸗ 97 nuß des abendmahls 48.40 8 Um erhaltung und vermeh⸗ rung der durch das abend⸗ mahl erlaͤngten gnade 51 V. Gebete um zuwendung alles guten und abwen⸗ dung alles bösen. 9 Um den heiligen geist und seine gaben 5² 60 um den glauben und— 85 niß Christi 61 Um die wiedergebuhrt 45 62 Um die rechtsertigung 54 63 Um den geistlichen frieden 55 64 Um die gnade ein heiliges le⸗ ben zu fuͤhren 56 3666 Um die wahre weisheit 57 66 Um verleugnung sein selbst 30 67 Um toͤdtung des alten 650. schen 68 Gegen dit tãgliche suͤnd en⸗ faͤlle 61 69 Um ein gutes gewissen 61 70 Um die nachfolge Christi 63 — —— 2 In die indens i6 Aunbeste Iundiert erhahs firch I techt Augedults n wahrn Anheilig“ su dem. nchtist Ambarmte⸗ naͤchs Ih ershl Rastgüs Ankegiete i dih Ri UHU hh treuen heruf“ üdes le S meusths amen y riste Ium jünges Ium ewig Uuch der r Unser Usdie dra emen i die o Eines RRH AXI 10 VU ELX IX u IE Ren Kh u Hut ith II In mih Hett II . 5ö 9001 dell! nißH WI RIU IuI! Iif RN 90 HN Register des Gebet⸗Buchs. 71 Um die liebe GOttes 6⁴ 220 Eines kranken der sich des ur 5355 10 todes versiehet 96.97 . 109 Der umstehenden fuͤr den 73 Um bestaͤndige hoffnung 60 sterbenden 9⁷ I Um die ruhe des herzens 67 1ro Danksagung fuͤr die gene⸗ 75 Um Rie der christlichen sung 9² 820 Fenenen⸗ 60 111 Wegeedifter donner und 1 76 Um rechtschaffene lie Bungevnio in leidens ⸗zeit 59112 Danksagung nach dem unge⸗ 78 Um wahre gottseligkeit 70 witter 99 70 Um heiligen gehorsam 71113 ⸗nach erhaltener guten 80 Um demuht 7¹ ernte 9⁰ 8¹ Um chrisliche sanftmuht 72 VI. Gebete auf die vor⸗ 82 Um Rachften gegen den vehulndd Seste im Jahre sten 73 114 Auf advent 101 83 Um pershnlichkeit +1½6 Am tchrist⸗tage 102 9 un dederungberzuge 70 116 Am neuen⸗jahrs⸗-tage 103 5 regierung derz 117 Am tage der offenbahrung 8⁰ Wacan 90 fleisches mustch,, Chrisi 92——6 104 II1S8 An Mariaͤ reinigung 104 8² Gegen ol gedanken 119 AnMariaͤ verkuͤndigung 105 lu 120 Am gruͤnen donnerstage 105 88 Um sein elbf erkenntniß 21 Am stillen freytage 100 89 Um treue verrichtung seines 122 Am oster⸗feste 107 berufs 77 123 Am waen 108 Um ein seliges ende 81u Am feste der heiligen dreyei⸗ nigkeit 110 3 2—— eines.e 16 Am Johannis⸗tage 12 127 An Mariaͤ heimsuͤchung 112 4 Vom jüngsten gerichte 84 12s Am Michaelis⸗feste 113 95 Vom ewigen leben 86½9 Am Reformations⸗feste 114 90 Nach Burere des e 3% Buß⸗tages⸗gebet 110 VII. Collecten oder kurze Auf die drey haupt-staͤnde und⸗ 2 shemeine Loht z3Rirchen⸗Gebete auf die 98 Fuͤr die obrigkeit 89 vornehmsten Feste. 00 krte noht 22 advent 117 100 In ber aus boe ö li 6; Am christ⸗seste 117 1o1 In 107 Auiten und herbene⸗ 13⁴4 auften ö 126 102 In Tpßt und hungers⸗ Au neuen⸗jahre⸗rage 1u8 oht 97 17. das fest der erscheinn 103 Eines reisenden 94 Christi 119 104 In noht und truͤbsal 94 138 Auf Marid reinigung 119 100 Eines kranken 95. 4 139 Auf Mariaͤ verkuüͤndigung I 119 140 Am gruͤnen donnerstage 119 120 144 Register des Gebet-Buchs. 4⁴1—— 183 Um die hoffnung 142 Vom leiden Christi 119184 Um wahre gottesfurcht 130 143 184h Um das vertrauen 144 Von der eroͤnung Christi 110 146 Am oster⸗feste 120 147 Auf himmelfahrt 121 165 Am pfingst⸗feste 121 1001 Am feste der heiligen drey⸗ 2—4 einigkeit 122 162 Auf Johannis-tag 122 163 Auf Mariaͤ heimsuchung 122 164 Auf Johannis und Mariaͤ heimsuchung 123 1654 Auf Michaelis 177 Am Reformations⸗-feste 123 VIII. Andere Collecten oder kurze Kirchen⸗Gebete. 205 Nach der communion 124 123 1 160 Um erhoͤrung des gebets 124 161 Um erhoͤrung in gefahr 124 10 frieden 125 133 4941 Um vergebung der 2— 6 Otles 293—5 1955 166 suͤnden 125 200 Um rechten gebrauch der 1669 126 gliedmaassen 133 167 Um Wart von 5 9—1 Um bereitschaft zum juͤng⸗ I 165 b m 0 Hral 126 2980 sten gerichte 134 269 Um die wiedergebuhr 126 m 170 Um die rechtfertigung 126 495 115 171 Um den heiligen geist 127 206 Um das ewige leben 135 172 Um die erleuchtung 127207 Gebet am hagel⸗feyer 135 73 Um den wahren glauben 127 174 Um vereinigung mit GOtt 127 I28 IS 17½ Um die erneuerung Um ein heiliges leben 175 Um ehristlichen wandel s 179 Um goͤttliche regierung 129 180 Um den frieden 129 181 Um die liebe zu GOtt 129 182 Um die liebe gegen den naͤch⸗ sten 129 EN D E. 9511 50 186 Um belligung des babathe 187 Um wirkung des Rprediaten wortes 130 188 Fuͤr—0 gemeine ehristen⸗ 131 189 Fuͤr die Sbriukett 331 190 Um friede und einigkeit 13¹ 191 Fuͤr be und trau⸗ 192 Um troß und rettung in und ungluͤck 193 Um dankbarteit fuͤr Som- wolthaten 194 Bannn 48 teufels aufech⸗ 132 199½% Um 10tutt des fleisches 132 196 Um ein heiliges leben nach dem tauf⸗bunde 143 197 Um keuschheit 198 n 950 knechtschaft 7 208*— 295 um gnaͤdiges gewitter 16 210 Um gluͤckliche ernte 130 2½1 Danksagung nach der ernte 137⁷ 212 Das Vater Unser ² 213 Der segen des HErrn 37 214 Seufzer nach dem segen 37 IX. Die Antiphonen vor den Rirchen⸗Collecten. 13 Biblische ö 0 I.H Episteln n d Ebangelien auf alle Sonn⸗ und Fest⸗Tage, nebst den so wie die aus den vier Evangelisten zusammengezogene Geschichte von dem Leiden, Sterben und Auferstehen unsers Herrn Jesu Christi, und die Beschreibung der Zerstörung Jerusalems. Hannover, 1846. Gedruckt und zu bekommen bei P. L. Schlüter. Festlichen Vorlesungenʒ — eisten Nr Exs Nm Er til di nemlisa funde Ashlafe; sin Euhmen rhrm hn eym Mllegen die anleg. Mset un ei hifen, ich 8 Iu il siehet a Wunnn 227 Such hulh e Cap. Nse bιε Miep; Wsht 16 Wa inin eg a chh mhemgh in 10 ihr; 8 Asem mien wremng Am ersten Advent⸗Sonnt. Epistel, Roͤm. Cap. 13/v. xr. bis ra. Leil wir solches wissen, nemlich die zeit, daß die stunde da ist, aufzustehen vom schlafe; sintemahl unser heil jezt naͤher ist, denn da wir es glaͤu⸗ beten; die nacht ist vergangen, der tag aber herbey kommen: so lasset uns abiegen die werke der finster⸗ niß, und anlegen die waffen des lichts. Lasset uns ehrbarlich wan⸗ deln, als am tage, nicht in fressen und saufen, uicht in kammern und unzucht, nicht in hader und neid: sondern ziehet an den HErrn JE⸗ 0 Christum, und wartet des lei⸗ es, doch also, daß er nicht geil werde. Evangelium, Matth. Cap. 21, v. I. bis 9. Va sie nahe bey Jerusalem ka⸗ men, gen Bethphage an den Oelberg; sandte JEsus seiner jüͤn⸗ ger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den flecken, der vor euch liegt/ und bald werdet ihr eine eselinn finden angebunden und ein fuͤllen bey ihr; loͤset sie auf, und fuͤhret sie zu mir; und so euch je⸗ mand etwas wird sagen, so sprecht: Der HErr bedarf ihr; so bald wird er sie euch lassen. Das geschahe aber alles, auf daß erfuͤllet würde, das gesaget ist durch den propheten, der da spricht: Saget der tochter Zion, siehe, dein koͤnig koͤmmt zu dir sanftmuͤhtig, und reitet auf einem esel, und auf einem füllen der last⸗ baren eselinn. Die junger giengen hin, und thaten, wie ihnen JEsus befohlen hatte und brachten die eselinn und das füllen, und legten ihre kleider drauf, und satzten ihn drauf. Aber viel volk breitete die kleider auf den weg; die andern hieben zweige von den baͤumen, und streueten sie auf den weg. Das volk aber, das vorgieng und nach⸗ folgete,/ schrie und sprach: Hosian⸗ na, dem sohue David! gelobet sey der da koͤmmt in dem namen des HErrn, Hosianna in der hoͤhe! Vorlesung, Vormitt. Ps. 40, v. 6. bis 18. Hue mein GOtt, groß sind dei⸗ ne wunder, und deine gedan⸗ ken, die du an uns beweisest; dir ist nichts gleich: ich will sie verkuͤndi⸗ gen, und davon sagen, wiewol sie nicht zu zaͤhlen sind. Opfer und speis⸗opfer gefallen dir nicht, aber die ohren hast du mir aufgethan: du willt weder brand⸗opfer noch A 2 suͤ nd⸗ 4 Episteln und Eyvangelien fuͤnd⸗opfer. Da sprach ich: siehe, aber ein jeglicher unter uns also, ich komme, im buch ist von mir ge⸗ daß er seinem naͤchsten gefalle zum schrieben; Deinen willen, mein guten, zur besserung: denn auch Gott, thue ich gerne, und dein ge⸗Christus nicht an ihm selber gefal⸗ setz habe ich in meinem herten. Ich will predigen die gerechtigkeit in der grossen gemeine: siehe/ ich will mir meinen mund nicht stopfen lassen, HErr, das weissest du. Deine gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem herzen, von deiner wahr⸗ heit und von deinem heil rede ich/ ich verhele deine guͤte und treue nicht vor der grossen gemeine. Du aber, HErr, wolltest deine barm⸗ herzigkeit von mir nicht wenden: laß deine guͤte und treue allewege mich behuͤten. Denn es hat mich umgeben leiden ohne zahl; es ha⸗ ben mich meine suͤnden ergriffen, daß ich nicht sehen kann: ihrer ist mehr denn haar auf meinem haupt/ nud mein herz hat mich ver⸗ lassen. Laß dirs gefallen, HErr, daß du mich errettest: eile, HErr, mir zu helfen. Schaͤmen muͤssen sich, und zu schanden werden, die mir nach meiner seele stehen, daß sie die umbringen: zuruͤck muͤssen ie fallen, und zu schanden werden, die mir uͤbels goͤnnen. Sie müssen in ihrer schande erschrecken, die über mich schreien: da, da. Es muͤssen sich freuen und froͤhlich seyn alle, die nach dir fragen; und die dein heil lieben, muͤssen sagen allewege: der HErr sey hoch gelo⸗ bet. Denn ich bin arm und elend, der HErr aber sorget fuͤr mich: du bist mein helfer und erretter; mein Gott, verzeuch nicht. Am andern Advents⸗Soñt. Epistel, Roͤm. Cap. 16, v. I. bis 13. ir, die wir stark sind, sol⸗ —ken der schwachen gebrech⸗ lichkeit tragen, und nicht gefallen an uns selber haben. Es stelle sich len hatte; sondern wie geschrieben stehet: die schmach derer, die dich schmaͤhen, sind uͤber mich gefal— len. Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur lehre geschrie⸗ ben, auf daß wir durch geduld und trost der schrift hoffnung haben. GOtt aber der geduld und des tro⸗ stes gebe euch, daß ihr einerley ge⸗ sinnet seyd unter einander, nach IEsu Christo: auf daß ihr ein⸗ muͤhtiglich mit einem munde lobet Gott und den vater unsers HErrn IEsu Christi. Darum nehmet 90— unter einander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu GOttes lobe. Ich sage aber, daß JEsus Christus sey ein diener gewesen der beschneidung, um der wahrheit willen GOttes/ zu besta⸗ tigen die verheissung den vaͤtern geschehen: daß die heiden aber GOtt loben, um der barmherzig⸗ keit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den heiden, und deinem namen singen. Und abermahl spricht er: Freuet euch, ihr heiden, mit seinem volke! Und abermahl: Lobet den 5HErrn, alle heiden, und preiset ihn alle voͤlker. Und abermahl spricht Jesaias: Es wird seyn die wurzel Jesse, und der auferstehen wird zuherrschen uͤber die heiden, auf den werden die heiden hoffen. SOtt aber der hoffnung erfuͤlle euch mit aller freude und friede im glauben, daß ihr voͤllige hof⸗ nung habet, durch die krast des heiligen geistes. Evangelium, Lue. Cap. 21, v. 25. bis 36. s sprach zu seinen juͤngern: * 5 werden zeichen 2210 en Nan det f Ixen/ und Ien bangeg und di Hogen we! nenschen r Alt furchts I die kosd I denn aus, heregen E M berden Hshn kona Foser kras In aber di shel, so sesg Hhaxpter⸗ lsung ue I ein gleng Wiigenbaurg sause ezt a I an ihneng VHsommet Idahn ihr da Wwiset, sihe it. HWs geschl à I, dis dal Ruu und( her mei „ Mer hz nicht 6 esen unde uder nahmg stng schnelg un falgerichg Valle, die. In nun t— Nß ihrra Wentfiehe Icchen soll, Inenschen s WMX I W rifl 16 10 u 1U IMII I 10 E hil de del/ 0 h u II Dohl EI II 04 l 7H nebst den Festlichen Vorlesungen. hen an der sonne und mond und sternen, und auf erden wird den leuten bange seyn, und werden zagen, und das meer und die was⸗ serwogen werden brausen. Und die menschen werden verschmach⸗ ten fuͤr furcht und fuͤr warten der dinge, die kommen sollen auf er⸗ den: denn auch der himmel kraͤfte sich bewegen werden. Und als⸗ denn werden sie sehen des men⸗ schen sohn kommen in den wolken mit grosser kraft und herrlichkeit. enn aber dieses anfaͤhet zu ge⸗ schehen, so sehet auf, und hebet eure haͤupter auf, darum daß sich eure erloͤsung nahet. Und er sagete ihnen ein gleichniß: Sehet an den feigenbaum, und alle haͤume; wenn sie jezt ausschlagen, so sehet ihr es an ihnen, und merket, daß jezt der sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dis alles sehet ange⸗ hen, so wisset, daß das reich GOt⸗ tes nahe ist. Warlich, ich sage euch: dis geschlecht wird nicht ver⸗ gehen, bis daß es alles geschehe. Himmel und erde werden verge⸗ hen, aber meine worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure herzen nicht beschweret werden mit fressen und saufen, und mit sorgen der nahrung, und komme dieser tag schnell uͤber euch: Denn wie ein fallstrick wird er lommen/ über alle, die auf erden wohnen. So seyd nun wacker allezeit, und betet, daß ihr wuͤrdig werden moͤ⸗ get, zu entfliehen diesem allen, das geschehen soll, und zu stehen vor des menschen sohn. statt dessen: Das Svangelium vom 26. Sonnt. nach Trinitat. Malth. Cap. 25, v. 31. bis 465. wenn solches in demselhen Jah⸗ re ausgefallen. Am dritten Advents⸗Solft. Epistel, Cor. Cap. 4, v. I. bis 7. Jafuͤr halte uns jedermann, nemlich für Christi diener und haushaͤlter uͤber GOttes geheim⸗ nisse. Nun suchet man nicht mehr an den haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist es ein geringes/ daß ich von euch gerichtet werde, oder von einem menschlichen tage: auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir wol nichts bewußt, aber darinnen bin ich nicht gerechtfertiget; der HErr ist es aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der zeit. bis der HErr komme, welcher auch wird an das licht bringen, was im finstern verborgen ist, und den raht der herzen offenbaren: alsdenn wird einem jeglichen von GOtt loh wiederfahren. Solches aber, lieben bruͤder! habe ich auf mich und Apollo gedeutet, um euret wil⸗ len, daß ihr an uns lernet, daß nie⸗ mand hoͤher von sich halte, denn jezt geschrieben ist, auf daß sich nicht einer wider den andern um jemandes willen aufblase: denn wer hat dich vorgezogen? Was hast du aber, das du nicht empfan⸗ gen hast? So du es aber empfan⸗ gen hast/ was ruͤhmest du dich denn, als der es nicht empfangen haͤtte ꝛ Svangelium, Matth. Cap. 11/ v. 2. bis ro. Ja Johannes im gefaͤngniß die werke Christi hoͤrete, sandte er seiner juͤnger zween, und ließ ihm sagen: Bist du, der da kom⸗ men soll, oder sollen wir eines an⸗ dern warten? IJEsus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin, und saget Johanni wieder, was ihr sehe⸗ und hoͤret: Die blinden sehen, die lahmen gehen, die aussaͤ⸗ A higen 6 Episteln und tzigen werden rein, und die tauben hoͤren, die todten stehen auf, und den armen wird das evangelium geprediget: und selig ist, der sich nicht an mir aͤrgert. Da die hin⸗ gingen, feng JEsus an zu reden zu dem volke von Johanne: Was seyd ihr hinaus gegangen in die wuͤste, zu sehen? wolltet ihr ein rohr sehen? das der wind hin und her wehet? oder was seyd ihr hinaus gegangen zu sehen? woll-⸗ tet ihr einen menschen in weichen kleidern sehen? Siehe, die da weiche kleider tragen, sind in der koͤnige haͤuser. Oder was seyd ihr hinaus gegangen zu sehen? woll⸗ tet ihr einen propheten sehen? ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein prophet; denn dieser ist es„ von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen engel vor dir her, der deinen weg vor dir bereiten soll. Epistel, Am vierten Advents⸗Soñt. Philipp. Cap. 4, v. 4. bis 9. Fuege euch in dem Herrn alle— wege und abermahl sage ich? Freuet euch. Eure lindigkeit las⸗ set kund seyn allen meuschen. Der Hrr ist nahe, sorget nichts; son⸗ dern in allen dingen lasset eure bitte im gebet und flehen mit danksagung vor GOtt kund wer⸗ den. Und der friede GOttes, wel⸗ cher höher ist, denn alle veruunft, bewahret eure herzen und sinne in Christo JIEsu. Weiter lieben bruͤ⸗ der! was wahrhaftig ist, was ehr⸗ bar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine tugend, ist etwa ein lob, dem denket nach. Welches ihr auch ge⸗ lernet, ünd empfangen, und gehoͤ⸗ Evangelien, Evangelium, Joh Cap. X, v. 19. bis 34. Dis ist das zeugniß Johannis, da die Jüden sandten von Je— rusalem priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekaunte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? bist du Elias? Er sprach: Ich bin es nicht. Bist du ein prophet? Und er ant⸗ wortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß wir antwort geben denen, die uns gesandt haben; was sagest du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine stimme eines predigers in der wůsten, richtet den weg des HErrn, wie der prophet Esaias gesagt hat. Und die gesandt wa⸗ ren, die waren von den Phari⸗ saͤeru, und fragten ihn, und spra⸗ chen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elias, noch ein prophet? Johannes antwortete ihnen, und sprach: Ich taufe mit wasser; aber er ist mitten unter euch ge⸗ treten, den ihr nicht kennet. Der ist es, der nach mir kom⸗ men wird, welcher vor mir ge⸗ wesen ist, deß ich nicht werth bin, daß ich seine schuhriemen aufloͤse. Dis geschahe zu Bethabara, jen⸗ seit des Jordans, da Johannes taufete. Des andern tages siehet Johannes JEsum zu ihm kommen, Und spricht: Siehe, das ist GOttes lam, welches der welt sůnde traͤgt. Dieser ist es, von dem ich gesagt ha⸗ de: Nach mir komt ein Mann/ wel⸗ cher vor mir gewesen ist: denn er war ehe, denn ich. Und ich kannte ihn nicht; sondern auf daß er offen. bar wuͤrde in Israel, darum bin ich ret, und gesehen habet an mir, das thut, so wird der HErr des friedens mit euch seyn. kommen, zu taufen mit wasser. Und Johannes jeugete, und soreche 7 ahe/ 1 — % dßderg 8 Wulbevon E n Audit W 2 / Hrselb 4690* Ihenb saht E sel, desebE igen gest h, und zeugg Wbsohn. — ersten Epe At. Cap. 1. Merscht IndeGOttek Achtiget ul Ihhen das ud die wen V,gebecht E= leser we Iistlge hoff Hur herrlie Ind sichrisi, des Kan Hat/ bon aller sigte ihns Mhtnthum, l wetken. gct o hucgieng g Iunn ging, E Mliest, eini ein as Galllts ö ÜAx: Uh in due — nebst den Festlichen Vorlesungen. 7 Min sahe, daß der geist herab fuhr, wie war: auf daß er sich schaͤtzen lieffe Aheine taube vom himmel, und blieb mit Maria, seinem vertrauten slhnauf ihm. Und ich kannte ihn nicht; weibe, die war schwanger. Und iashn aber der mich sandte zu taufen mit als sie daselbst waren, kam die zeit, bi wasser, derselbige sprach zu mir: daß sie gebaͤhren sollte; und sie ge⸗ SUeber welchen du sehen wirst den bahr ihren ersten sohn, und wickelte ihgeist herab fahren, und auf ihm ihn in windeln, und legte ihn in „lhe bleiben, derselbige ist es, der mit seine krippe: denn sie hatten sonst Adßdem heiligen geiste taufet. Und ich keinen raum in der herberge. und tt sahe es, und zeugete, daß dieser ist es waren hirten in derselbigen ge⸗ e Sttes sohn. Pe Pie bniet selde Wachts r⸗ S8— iden, die huͤteten des nachts ihrer n Am ersten Christ⸗Tage. heerde. Und siehe des HErrn engel Au Epistel, Laee steuche 5 ahese, undest ö üt. Cap. 2/ 6. II. bitz 14. Errn leuchtete um sie; und sie ⁰ Let, furchten sich sehr. Und der engel 186 3 ist erschienen die heilsame! R K ö Svade Gttes allen menschen, WPrach zu ihnen: Fürchtet euch NWr 1e Wuhn und züchtiget uns, daß wir sollen nicht 1 abenndeit⸗ euch l verleugnen das ungöttliche we⸗ Pertahhent Eurd Pennenchmit ö‚ nu, und die weltlichen luͤste, und uos e e III e e ün heute der heiland gebohren, wel⸗ AWAUnt uͤchti recht und gottselig le⸗ 9597 ö 21 24 dieser welt: u W n Wl auf die selige hoffnung und erschei⸗Ikadt Dauid: und das hadet zum Uun önung der herrlichkeit des groffen zeichen: ihr werdet finden das kind 10 GoOttes und unsers heilandes in windeln gewickelt, und— N. in uun uniei Nande ö 25519 Aud alsbal %SSsu Christi, der sich selbßt für krippe liegen. Und alsbald war Ithl uus gegeben hat, auf daß er uns.—1t Hem el din enet rer erlösete von aller ungerechtigkeit, en Stt deid wrach 118 00 25 und reinigte ihm selbst ein volk 6˙ inder hön„undiedearnz h um eigenchum, das fleissig ware dert ddehnennsenen erden, und den menschen ein wol⸗ werken. 5und ö Iuiin 3Edan⸗ gefallen. Und dadie engel von ih⸗ IN vangenum, nen gen himmel fuhren, sprachen Vithes Luc. Cap. 2, v. 1. bis 20. die hirten unter einander: Lasset P.at Es gegab sich zu der zeit, daß uns gehen gen Bethlehem, und die 14 ein gebot von dem kaiser geschichte sehen, die da geschehen ien Augusto ausgieng, daß alle welt ist, die uns der HErr kund gethan uchl geschaͤtzet wuͤrde. Und diese scha⸗ hat. Und sie kamen eilend, und fun⸗ gung war die allererste, und ge⸗ den beide Mariam und Joseph, A schahe zu der zeit, da Cyrenius dazu das kind in der krippen lie⸗ landpfleger in Syrien war; und gend. Da sie es aber gesehen hat⸗ 1 jedermann ging, daß er sich ten, breiteten sie das wort aus, wel⸗ 0 Sat 885. Du ahre ich ch ant ches zu e kinde ge⸗ tadt. Da machte sich auch auf sagt war. Und alle, vor die es kam, Joseph aus Galiläa, aus der stadt wunderten sich der rede, die ihnen Näzareth, in das juͤdische land, ie hirten gesagt hatten. Maria 0* zur stadt David, die da heisset aber behielt alle diese worte, und 0 ö Bethlehem; darum, daß er von bewegte sie in ihrem herzen. Und + 2 dem hause und geschlechte Davids die hirten kehrten wieder um, A 3 prei⸗ 8 Episteln und Evangelien, preiseten und lobeten GOtt, um len wir uns auch unter einander alles, das sie gehoͤret und gesehen lieben. Niemand hat GOtt jemals hatten, wie denn zu ihnen gesagt gesehen. So wir uns unter einan⸗ war. der lieben, so bleibet GOtt in uns, Vorlesungen, Vorm. Joh. Cap. 4, v. bis 16. (Thr lieben! glaͤubet nicht einem V jeglichen geiste; sondern pru⸗ set die geister, ob sie von GOtt sind: denn es sind viele falsche propheten ausgegangen in die welt. Daran sollt ihr den geist GOttes erkennen: Ein jeglicher geist, der da bekennet, daßJEsuscChristus ist in das fleisch kommen, der ist von GOtt. Und ein jeg licher geist, der da nicht beken⸗ net, daß JEsus Christus ist in das 2 fleisch kommen, der ist nicht von GoOtt. Und das ist der geist des wi⸗ derchrists, von welchem ihr habet gehoͤret, daß er kommen werde, und ist letzt schon in der welt. Kindlein! ihr seyd von GOtt, und habt jene uͤberwunden: denn der in euch ist, ist groͤsser, denn der in der welt ist. Sie sind von der welt, darum re⸗ den sie von der welt, und die welt hoͤret sie. Wir sind von GOtt, und wer GOtt erkennet, der hoͤret uns, welcher nicht von GoOtt ist, der hoͤ⸗ ret uns nicht. Daran erkennen wir den geist der wahrheit, und den geist des irrthums. Ihr lieben! las⸗ set uns unter einander lieb haben: denn die liebe ist von GOtt, und wer lieb hat, der ist von GOtt ge⸗ bohren, und kennet GOtt. Wer nicht lieb hat, der kennet GOtt nicht: denn GOtt ist die liebe.Dar⸗ an ist erschienen die liebe Gotte gegen uns, daß GOtt seinen einge⸗ bohrnen sohn gesandt hat in die welt, daß wir durch ihn leben sol⸗ len. Dariñen stehet die liebe, nicht, daß wir GOtt geliebet habenz son⸗ den, daß er uns geliebet hat, und gesandt seinen sohn zur versoͤh⸗ nung fuͤr unsere sünde. Ihr lieben! hat uns GOtt also geliebet, so sol⸗ und seine liebe ist voͤllig in uns. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben, und er in uns, daß er uns von seinem geiste gegeben hat. Und wir haben gesehen, und zeu⸗ gen, daß der vater den sohn gesandt hat zum heiland der welt. Welcher nun bekennet, daß IEsus Gottes sohn ist, in dem bleibet GOtt, und r in GOtt. Und wir haben er⸗ kannt und geglaͤubet die liebe, die GoOtt zu uns hat. * * Nachm. Hebr. Cap. 2, v. I. bis 18. Wir sollen desto mehr wahrneh— men des wortes, das wir hoͤ⸗ ren, daß wir nicht dahin fahren: Denn so das wort fest worden ist, das durch die engel geredet ist, und eine jegliche uͤbertretung und un⸗ gehorsam hat empfangen seinen rechten lohn: Wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche selig⸗ keit nicht achten? Welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den HErrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es gehöret haben. Und Gott hat ihr zeugniß gegeben mit zeichen, wundern und mancherley kraͤften, und mit austheilung des heiligen geistes nach seinem wil⸗ len: Denn er hat nicht den engeln untergethan die zukünftige welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem orte, und spricht: Was ist der mensch, daß du sein ge⸗ denkest, und des menschen sohn, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn eine kleine zeit der engel mangeln lassen, mit preis und ehre hast du ihn geeroͤnet, und hast ihn gesetzet uͤber die werke deiner haͤnde. Alles hast du untergethan zu seinen fuͤs⸗ sen. Indem, daß er ihm alles hat untergethan, hat er nichts gelassen daß — 63.383 Uhnnicht A snir E Vlstertha Hlaile at hen uit R h leiden hnugunde Hes Huadeen Hchkte: De Wc willen⸗ den alle Ander häss sht, daß enEs slit durch j Sintel Hommen,besg nda gehenz chawet er heissees Vekkündigs un hruͤderng aheine dir Rhahl: Ich safihn sezer VWa, ich us e irGOtt geg hul diekin; astetzglei Horden, V. ho die machge ts gewalt lz und erlz des todes A che seyn mue iut rithend F dej saat Asch. Dahes n Hrüger Wauf daß lume WumRINX Wersch Er Heun dahg Nad esuch Ie Unen, die —— Wsppepten i Eplez at Hy. chen gorige Iuhl Irgg .— h, I In * I 16 nt *— * 10 I I Isih I ͤ Kei I** W R 5 61 Ih nebst den Festlichen Vorlesungen. daß ihm nicht unterthan sey; jezt se geredet hat zu den vaͤtern durch aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles unterthan sey. Den aber, der eine kleine zeit der engel gemangelt hat, sehen wir, daß es JEsus ist/ durch leiden des todes geeroͤnet mit preis und ehren, auf daß er von GOttes gnaͤden für alle den tod schmeckete: Wae es ziemete dem, um deß willen alle dinge sind, und durch den alle dinge sind, der da viele kinder har zur herrlichkeit gefuͤhret, daß er den herzogen ihrer seligkeit durch leiden vollkommen machte; Sintemahl sie alle von ei⸗ nem kommen, beide der da heiliget, und die da ge heiliget werden. Dar⸗ um schaͤmet er sich auch nicht, sie bruͤder zu heissen, und spricht: Ich will verkündigen deinen namen meinen bruͤdern, und mitten in der gemeine dir lob singen. Und abermahl: Ich will mein vertrau⸗ en auf ihn setzen. Und abermahl: Siehe da, ich und die kinder, wel⸗ che mir GOtt gegeben hat. Nach⸗ dem nun die kinder fleisch und blut haben, ist ers gleichermaassen theil⸗ haftig worden, auf daß er durch den tod die macht naͤhme dem, der des todes gewalt hatte, das ist dem teufel; und erloͤsete die, so durch furcht des todes im gauzen leben knechte seyn mußten. Denn er nimmt nirgend die engel an sich; sondern den saamen Abrahaͤnimt er an sich. Daher mußte er aller dinge seinen bruͤdern gleich wer—⸗ die propheten, hat er am lezten in diesen tagen zu uns geredet durch den sohn, welchen er gesetzet hat zum erben uͤber alles, durch wel⸗ chen er auch die welt gemacht hat. Welcher, sintemahl er ist der glanz seiner herrlichkeit, und das eben⸗ bild seines wesens, und traͤget alle dinge mit seinem kraͤftigen worte, und hat gemacht die reit igung unsrer sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzet zu der rechten der majestaͤt in der hoͤhe So viel bes⸗ ser worden, denn die engel, so gar viel einen hoͤhern namen er vor ih⸗ nen ererbet hat. Denn zu wel⸗ chem 257 hat er jemahls gesa⸗ get: Du bist mein sohn, heute habe ich dich gez zeuget? Und aber⸗ mahl: ich werde sein vater seyn, und er wird mein sohn seyn. Und abermahl, da er einführet den ers⸗ gebohrnen in die welt, spricht er: Und es sollen ihn alle engel GOt⸗ tes anbeten. Von den engeln spricht er zwar: Er machet seine engel geister, und seine diener feuer⸗flammen; aber von dem soh⸗ ne: GOtt dein stuhl waͤhret von ewigkeit zu ewigkeit; das seepter deines reichs ist ein richtiges seepter. Du hast geliebet die ge⸗ rechtigkeit, und gehasset die unge⸗ rechtigkeit: darum hat dich, o GOtt; gesalbet dein GOtt, mit dem oͤle der freuden, uͤber deine genossen. Und: Du, HErr⸗hast den, auf daß er barmherzig wuͤrde, von anfang die erde gegruͤt idet, und ein treuer hoͤherpriester vor GoOtt,. ver soͤhnen die sünde des volks. hat/ und versucht ist, kann er hel⸗ fen denen, die versucht werden. Am zweyten Christ⸗Tage. Epistel, Hebr. Cap. 1, v. I. bis 14. und die himmel sind deiner haͤnde werke: dieselbige werden verge⸗ Denn darinnen er gelit tenhen, du aber wirst bleiben; und sie werden alle veralten wie ein kleid, wan ideln. dachdem vorzeiten GOtt man⸗ er jemahls gesaget: nigmahl und maͤncherley wei⸗ und wie ein Ditie wirst 95 sie wandeln, und sie werden sich ver⸗ Du aber bist derse lbige, und deine jahre werden nicht auf⸗ hoͤren. Zu welchem engel aber hat Setze dich zu A 5 mei⸗ 10 Episteln und Evangelien, meiner rechten, bis ich lege deine feinde zum schemel deiner fusse! Sind sie nicht allzumahl dienst⸗ bare geister, ausgesandt zum dienst, um derer willen, die ererben sollen die seligkeit? ö Evangelium, Joh. Cap. X, v. I. bis 18. en anfaug war das wort, und das wort war bey GOtt, und Gott war das wort: dasselbige war im aufang bey GOtt. Alle dinge sind durch dasselbige ge⸗5 macht, und ohne basselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das leben, und das seben war das licht der menschen. Und das licht scheinet in der fin⸗ sterniß, und die finsterniß habens nicht begriffen. Es war ein meunsch von GOtt gesandt, der hieß Jo— hannes; derselbige kam zum zeug⸗ niß, daß er von dem lichte zeugete/ auf daß sie alle durch ihn glaͤu⸗ beten. Er war nicht das licht, sondern daß er zeugete von dem lichte. Das war das wahrhaftige licht, welches alle menschen er⸗ leuchtet, die in diese welt kommen. Es war in der welt, und die welt ist durch dasselbige gemacht; und die welt kannte es nicht. Er kam in sein eigenthum, und die seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viel ihn aber aufnahmen, denen gab er macht, GOttes kinder zu werden, die an seinen namen glaͤuben; wel⸗ che nicht von dem gebluͤte, noch von dem willen eines mannes, son⸗ dern von GOtt gebohren sind. Und das wort ward fleisch, und wohnete unter uns, und wir sahen seine herrlichkeit, eine herrlichkeit als des eingebohrnen sohnes vom vater, voller gnade und wahrheit. Johannes zeuget von ihm, rufet und spricht: Dieser war es von dem ich gesagt habe: nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist: denn er war ehe, denn ich. Und von seiner fuͤlle haben wir alle ge⸗ genommen gnade um gnade: Denn das gesetz ist durch Mosen gegeben, die gnade und wahrheit ist durch IEsum Christum worden. Nie⸗ mand hat GOtt je gesehen, der eingebohrne sohn, der in des va⸗ ters schooß ist, der hat es uns ver⸗ kuͤndiget. Vorlesungen, Vormitt. Roͤm. C. 8, v. 28. bis 39. ir wissen, daß denen, die GOtt lieben, alle dinge zum besten dienen, die nach dem vorsatze beru⸗ fen sind: Denn welche er zuvor ver—⸗ sehen hat, die hat er auch verord⸗ net, daß sie gleich seyn sollten dem ebenbilde seines sohnes, auf daß derselbige der erstgebohrne sey un⸗ ter vielen bruͤdern. Welche er aber verordnet hat, die hat er auch be—⸗ rufen; welche er aber berafen hat, die hat er auch gerecht gemacht; welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir denn weiter sa⸗ gen? Ist GOtt fuͤr uns, wer mag wider uns seyn! Welcher auch sei⸗ nes eigenen sohnes nicht hat ver⸗ schonet; sondern hat ihn fuͤr uns alle dahin gegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die auserwaͤhlten GOt⸗ tes beschuldigen? GOtt ist hie, der da gerecht machet. Wer will verdammen? Christus ist hie, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur rech⸗ ten GOttes, und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der liebe Gottes? trübsahl? oder angst? oder verfolgung? oder hunger? oder bloͤsse? oder faͤhrlichkeit? oder schwert? Wie geschrieben stehet: Um deinet willen werden wir ge⸗ toͤdtet den ganzen tag, wir sind ge⸗ achtet fuͤr schlacht⸗schaafe. 9099. in em I. Sal Alats IN wilen 18 Henn ich X 00 noch Kee Iiriatha 22 Iahenträttit Acder hohe Vandere u in hon der io est E Unitt. 1 his Cap Wiler ug uhrheit, yyttselige geis Iahret imH Mgliste erscbßeer haihet den H IWwͤlt, au en sleit. Des⸗ ch, daß in es etliche Ihhl, und aag Hen geister r n* ardner sinde stem gew siken ehelich wen diespe A elhat, nges den gläng sehahtheit s nttur501 E hlherthersichge Wempfangereg FIcheiltget uut und gehm Aansilchevd guber die e ,Mfttioget Haatbene ungees Wuasher du Ihs. Der Ahrteis⸗ V. Wh ane hungi i ltsligkti 7 Wen Ih lh IIIII YAM Sh V m X N . m I III UIni XI H he 13 HU II I II A n IHI HMA dem allen uͤberwinden wir weit, um deß willen, der uns geliebet hat: Denn ich bin gewiß, daß we⸗ der tod noch leben, weder engel noch fuͤrstenthum, noch gewalt, we⸗ der gegenwaͤrtiges noch zukuͤnfti⸗ ges, weder hohes noch tiefes, noch keine andere ereatur, mag uns scheiden von der liebe GOttes, die in Christo JEsu ist, uuserm HErru. * Nachmitt. 1 Tim. Cap. 3, v. 15. bis Cap. 4, v. 16. pfeiler und grund⸗ feste der wahrheit, und kuͤndlich groß ist das gottselige geheimniß: GOtt ist offenbahret im fleisch, gerechtferti— get im geiste,erschienen den engeln, geprediget den heiden, geglaͤubet von der welt, aufgenommen in die herrlichkeit. Der geist aber saget deutlich, daß in den lezten zeiten werden etliche von dem glaͤuben abtreten, und anhangen den ver⸗ fuͤhrischen geistern, und lehren der teufel, durch die, so in gleisnerey luͤgen⸗redner sind, und brandmah⸗ le in ihrem gewissen haben, und verbieten ehelich zu werden, und zu meiden die speise, die GOtt ge⸗ schaffen hat, zů nehmen mit dank⸗ sagung, den glaͤubigen und denen, die die wahrheit erkennen: Denn alle ereatur GOttes ist gut, und nichts verwerflich, das mit danksa⸗ gung empfangen wird: denn es wird geheiliget durch das wort GOttes und gebet. Wenn du den bruͤdern solches vorhaͤltest, so wirst du ein guter diener JEsu Christi seyn, auferzogen n den worten des glaubens und der guten lehre, bey welcher du immerdar gewe— sen bist. Der ungeistlichen aber und altvettelischen fabeln ent— schlage dich. Uebe dich selbst aber an der gottseligkeit: Denn die leib⸗ liche uͤbung ist wenig nuͤtze; aber die gottseligkeit ist zu allen dingen nebst den Festlichen Vorlesungen. II nuͤtze, und hat die verheissung dieses und des zukünftigen lebens. Das ist je gewißlich wahr, und ein theuer werthes wort. Denn dahin arbeiten wir auch, und werden ge— schmaͤhet, daß wir auf den lebendi⸗ gen GOtt gehoffet haben, welcher ist der heilaͤnd aller menschen, son⸗ derlich aber der glaͤubigen. Solches gebeut und lehre. Niemand ver— achte deine jugendz sondern sey ein vorbild den glaͤubigen, im worte, im wandel, in der liebe, im geiste, im glauben,in der keuschheit.Halte an mit lesen, mit ermahnen, mit lehren, bis ich komme. Laß nicht aus der acht die gabe, die dir gege⸗ ben ist durch die weissagung, mit handauflegung der aͤltesten. Sol⸗ ches wartedamit gehe um, auf daß dein zunehmen in allen dingen of⸗ fenbahr sey. Habe acht auf dich selbst, und auf die lehre; beharre in diesen stuͤcken: denn wo du sol⸗ ches thust, wirst du dich selbst selig machen, und die dich hoͤren. lin Sonnrage nach dem Christ⸗Tage. Epistel, vom Tage Stephani. Ap. Gesch. Cap 6, v. 8. bis 16. und Cap. 7, v. ca. bis go. Stephanus voll glaubens und kraͤfte, that wunder und große zeichen unter dem volke. Da stunden etliche auf von der schule, die da heisset der Libertiner, und der Cyrener, und der Alexanderer, und derer, die aus Cilieia und Asia waren, und befragten sich mit Stephano; und sie vermochten nicht wider zu stehen der weisheit und dem geiste, aus welchem er redete. Da richteten sie zu et⸗ liche maͤnner, die sprachen: Wir haben ihn gehoͤret laͤster⸗worte reden wider Mosen und wider Gott. Und bewegten das 238 un 12 Epifteln und Evangelien, und die aͤltesten und schristgelehr⸗ ten, und traten herzu, und rissen ihn hin, und fuͤhreten ihn vor den raht, und stelleten falsche zeugen dar, die sprachen: Dieser mensch hoͤret nicht auf zu reden laͤster⸗ worte wider diese heilige staͤtte und das gesetz; denn wir haben ihn hoͤren sagen: IEsus von Na⸗ zareth wird diese staͤtte zerstoͤren, und aͤndern die sitten,die uns Mo⸗ ses gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle die im rahte sassen, und sa⸗ hen sein angesicht,wie eines engels angesicht. Da sie solches hoͤreten, gieng es ihnen durch das herz/ und bissen die zaͤhne zusammen uͤber ihn. Als er aber voll heiligen gei⸗ stes war, sahe er auf gen himmel, und sahe die herrlichkeit GOttes, und IEsum stehen zur rechten Ottes, und sprach: Siehe, ich sehe den himmel offen, und des menschen sohn zur rechten GOttes stehen. Sie schrien aber laut, und hielten ihre ohren zu, und stur⸗ meten einmühtiglich zu ihm ein, stiessen ihn zur stadt hinaus, und steinigten ihn. Und die zeugen legten ab ihre kleider zu den füͤssen eines juͤnglinges, der hieß Sau⸗ lus. Und steinigten Stephanum, der anrief und sprach: HErr IEsu, nimm meinen geist auf! Er kniete aber nieder und schrie laut: HErr! behalte ihnen diese sünde nicht. Und als er das gesaget, entschlief er. Evangelium, Matth. Cap. 23/ v. 34. bis 39. Esus sprach zu den Pharisoͤern Wund schriftgelehrten, und ober⸗ sten der Juůden: Siehe, ich sende zu euch propheten und weise, und schristgelehrten, und derselben werdet ihr etliche toͤdten und ereuzigen, und etliche werdet ihr geisseln in euren schulen, und wer⸗ V det sie verfolgen von einer stadt zu der andern, auf daß uͤber euch komme alle das gerechte blut, das vergossen ist auf erden, von dem blute an des gerechten Abels, bis auf das blut Zachariaͤ, Barachiaͤ sohn, welchen ihr getoͤdtet habet zwischen dem tempel und altar. Warlich ich sage euch, daß solches alles wird uͤber dis geschlechte kommen. Jerusalem! Jerusalem! die du toͤdtest die propheten, und steinigest die zu dir gesandt sind, wie oft habe ich deine kinder ver⸗ sammlen wollen, wie eine henne bersammlet ihre kuͤchlein unter ihre fluͤgel? und ihr habet nicht ge⸗ wollt. Siehe, euer haus soll euch wůͤste gelassen werden; denn ich sa⸗ ge euch: Ihr werdet mich von jezt an nicht sehen, bis ihr syrechet: Gelobet sey der da koͤmmt im na⸗ men des HErrn. Vorlesungen, Vormittags. Ps. 90. Han GoOtt, du bist unsere zu⸗ flucht fuͤr und fuͤr. Ehe denn die berge worden, und die erde, und die welt geschaffen worden: bist du, GoOtt, von ewigkeit zu ewig⸗ keit. Der du die menschen laͤssest sterben, und sprichst: Kommet wie⸗ der, menschen⸗kinder. Deñ tausend jahr sind vor dir wie der tag, der gestern vergangen ist, und wie eine nacht⸗wache. Du laͤssest sie dahin wie ein schlaf: gleich wie ein gras, das doch bald welk wird; das da fruͤhe bluͤhet, und bald welk wird, und des abends abgehauen wird, und verdorret. Das machet dein zorn, daß wir so vergehen: und dein grimm, daß wir so ploͤtzlich dahin müssen. Denn unsere misse⸗ that stellest du vor dich, unsere un⸗ erkannte suͤnde ins licht vor dei⸗ nem angesicht. Darum fahren alle un⸗ fahren wie einen strohm, und sind * I. N su tihe d 15 Hit hrint? Vangeschwvel Ischentig ia Ist, so siid lstlich IWundarbent Htschnelde Ver gle etlrnestPE A solchen Wuns beden sose, aUH Hert/ keh S h, und sor I. Füllene % wolle Ahseyn n Vss nun r Ihcngeplass ungluͤcks Hlchten dei Ar alh E HulsersO 15 forder e shseh uns, Ise w ale v ö‚ 10 Lehnitter Du Rf sclhest mich. eissstdo; hedanken o slin okt acgt Hihermni E AahnunderRi W i5 shtt gühn Auda. He W Ifügel de. hel deng Asschean üth 2 nebst den Festlichen Vorlesungen 13 INI— 3 unsere tage dahin, durch deinen Iu zorn: wir bringen unsere jahre zu, wie ein geschwäͤtz. Unser leben wah⸗ ret siebenzig jahr; und wenus hoch RN kommt, so sinds achtzig jahr; und 0 ihsh wenns köstlich gewesen ist, so ists hemühe und arbeit gewesen: denn es ahsh, faͤhret schnell dahin, als flögen wir lhl“ davon. Wer glaͤubets aber, daß du Nso sehr zuͤrnest? und wer fuͤrchtet Wlen sich vor solchem deinem grimm? deni Lehre uns bedenken, daß wir ster⸗ ah ben muͤssen, auf daß wir klug wer⸗ y den. HErr, kehre dich doch wieder h zu uns, und sey deinen knechten li gnadig. Fuͤlle uns fruͤhe mit deiner ihrsl gnade, so wollen wir ruͤhmen und le froͤhlich seyn unser lebenlang. Er⸗ Ueefreue uns nun wieder, nachdem du an uns so lange plagest: nachdem wir lhso lange unglück leiden. Zeige dei⸗ nel nen knechten deine werke, und dei⸗ 18 ne ehre ihren kindern. Und der Osuh HErr,/unser GOtt, sey uns freund— e lich: und foͤrdere das werk unserer haͤnde bey uns, ja das werk unse⸗ Wusi rer haͤnde wolle er foͤrdern. XI• I Nachmittags. Ps. 139. 5W Err, du erforschest mich, und t kennest mich. Ich sitze oder stehe NShauf, so weissest du es: du verstehest + blesmeine gedanken von ferne. Ich gehe oder liege: so bist du um mich, und siehest alle meine wege. Denn siehe, es ist kein wort auf meiner zunge, das du, HErr, nicht alles wissest. Du schaffest es, was ich vor oder hernach thue: und haͤltest deine hand uͤber mir. Solches erkentniß ist mir zu wunderlich und zu hoch, ich kanns nicht begreifen. Wo soll ich hingehen vor deinem geist? und wo soll ich hinfliehen vor deinem angesicht? Fuͤhre ich gen himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die hoͤlle: siehe, so bist du auch da. Naͤh⸗ me ich fluͤgel der morgen⸗roͤthe, und bliebe am aͤusersten meer: So wuͤrde mich doch deine hand da⸗ selbst fuͤhren, und deine rechte mich halten. Spraͤche ich, finsterniß moͤ— gen mich decken: so muß die nacht auch licht um mich seyn. Denn auch finsterniß nicht finster ist bey dir, und die nacht leuchtet wie der tag: finsterniß ist wie das licht. Denn du hast meine nieren in dei⸗ ner gewalt, du warest uͤber mir in mutterleibe. Ich danke dir daruͤ⸗ ber, daß ich wunderbarlich gemacht bin: wunderbarlich sind deine wer— ke, und das erkennet meine seele wohl. Es war dir mein gebeine nicht verholen: da ich im verborge— nen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der erde. Deine au⸗ gen sahen mich, da ich noch unbe⸗ reitet war: und waren alle tage auf dein buch geschrieben, die noch werden solten, und derselben kei⸗ ner da war. Aber wie koͤstlich sind vor mir, GOtt, deine gedanken? Wie ist ihr so eine grosse summa? Solt ich sie zaͤhlen, so wuͤrde ihrer mehr seyn, denn des sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bey dir. Ach GOtt, daß du toͤdtest die gott⸗ losen; und die blutgierigen von mir weichen muͤssen. Deñ sie reden von dir laͤsterlich, und deine feinde erheben sich ohn ursach. Ich hasse ja, HErr, die dich hassen: und ver⸗ dreußt mich auf sie, daß sie sich wie⸗ der dich setzen. Ich hasse sie in rech⸗ tem ernst:darum sind sie mir feind. Erforsche mich, GOtt, und erfaͤhre mein herztpruͤfe mich, und erfahre, wie ichs meine. Und siehe, ob ich auf boͤsem wege bin: und leite mich aͤuf ewigem wege. Am Neuen⸗Jahrs⸗Tage. Epistel, Galat. Cap. 3, v. 23. bis C. 4, v. 7. Fhe denn der glaube kam, wurden wir unter dem gesetze ver⸗ 14 Episteln und Evangelien, verwahret und beschlossen auf den glauben, der da sollte offenbaret werden. Also ist das gesetz unser zuchtmeister gewesen auf Chri⸗ stum, daß wir durch den glauben gerecht wuͤrden. Nun aber der glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem zuchtmeister. Denn ihr seyd alle GOttes kinder durch den glauben an Christo JE⸗ su: denn wie viel eurer getauft sind, die haben Christum angezo⸗ gen. Hie ist kein Jude noch Grieche/ hie ist kein knecht noch freyer, hie ist kein mann noch weib; denn ihr seyd allzumahl einer in Christo IJEsu. Seyd ihr aber Christi, so seyd ihr ja Abrahams saamen, und nach der verheissung erben. Ich sage aber, so lange der erbe ein kind ist, so ist unter ihm und einem knechte kein unter⸗ schied, ob er wol ein herr ist aller guͤter: sondern er ist unter den vormuͤndern und pflegern, bis auf die bestimmte zeit vom vater. Al⸗ so auch wir, da wir kinder wa⸗ ren, waren wir gefangen unter den aͤußerlichen satzungen. Da aber die zeit erfuͤlet ward, sandte Gott seinen sohn, gebohren von einem weibe, und unter das gesetz gethan, auf daß er die, so unter dem gesetze waren, erloͤsete, daß wir die kindschaft empfingen. Weil ihr denn kinder seyd, hat Gᷣott gesandt den geist seines soh⸗ nes in eure herzen, der schreiet: Abba lieber Vater! Also ist nun hie kein knecht mehr, sondern eitel kinder: Sind es aber kinder, so sind es auch erben GOttes durch Christum. Evangelium, Luc. Cap. 1, v. 2I. Di acht tage um waren, daß K. das kind beschnitten wuͤrde, da ward sein name genennet IE⸗ dem engel, ehe denn er im murtter⸗ leibe empfangen ward. Vorlesungen, Vormittags. Ps. 33. reuet euch des HErrn, ihr ge—⸗ rechten: die frommen sollen ihn schoͤn preisen. Danket dem HErrn mit haͤrfen, und lobsinget ihm auf dem psalter von zehen saiten. Sin⸗ get ihm ein neues lied, machets gut auf saitenspielen mit schalle. Denn des HErrn wort ist wahrhaftig: und was er zusaget, das haͤlt er gewiß. Er liebet gerechtigkeit und gericht, die erde ist voll der guͤte des eErrn. Der himmel ist durchs wort des HErrn gemacht, und alle sein heer durch den geist seines mundes. Er haͤlt das wasfer im meer zusammen, wie in einem schlauch: und leget die tiefe ins verborgene. Allle welt fuͤrchte den HErrn: und vor ihm scheue sich alles, was auf dem erdboden woh⸗ net. Denn so er spricht, so ge⸗ schichts: so er gebeut, so stehets da. Der HErr macht zu nicht der danken der voͤlker. Aber der rath des BErrn bleibet ewiglich, seines herzens gedanken fuͤr und fuͤr. Wol dem volk, des der HErr ein GOtt ist: das volk, das er zum erbe er⸗ waͤhlet hat. Der HErr schauet vom himmel, und siehet aller menschen kinder:Von seinem festen thron sie⸗ het er auf alle, die auf erden woh⸗ nen. Er lenket ihnen allen das herz, er merket auf alle ihre werke. Einem koͤnige hilft nichtseine gros⸗ se macht, ein riese wird nicht erret⸗ tet durch seine grosse kraft. Rosse helfen auch nicht, und ihre grosse staͤrke errettet nicht. Siehe, des HErrn auge siehet auf die, so ihn ürchten, die auf seine guͤte hoffen. Daß er ihre seele errette vom tode, Und ernehre sie in der theurung. sus, welcher genennet war von Un⸗ heiden rath, und wendet die ge⸗ sunsere usteert ktsunsauf Dite gůte, Ihauf. Nechm Oalseh: Vulh et lehuta Se dalltunen lesadensei ale vͤlk, 2 0 sutten rahträtg auf yy, G 5 4 U ale ne. + seh Holl E lstt gande Mhrudlich 7 deng e Ceshn Wragg. Hir ong donlh Vobchhz Iiihe eslich Nunst Pit ih shet, ger „ih Shimm In gan tch dan lt d WII legeth ench ot ihs. reneh t sil Khehet Omach et. x ectch assh 15⁰ t en V NWe + **.* 2—2—24.—.——.— ; ethh das ist gewißlich wahr. nebst den Festlichen Vorlesungen. 15 Unsere seele harret auf den HErrn, er ist unsere huͤlfe und schild. Denn unser herz freuet sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen namen. Deine guͤte, HErr, sey uͤber uns/ wie wir auf dich hoffen. * E Nachmittags. Ps. 67. Gotelsey uns gnaͤdig, und segne uns; er lasse uns sein antlitz leuchten, Sela: Daß wir auf er— den erkennen seinen weg, unter al⸗ len heiden sein heil. Es danken dir, SOtt, die voͤlker: es danken dir alle voͤlker. Die voͤlker freuen sich und jauchzen, daß du die leute recht richtest, und regierest die leute auf erden, Sela. Es danken dir, GOtt, die voͤlker, es danken dir alle voͤlker. Das land gibt sein gewachs: es segne uns GOtt, un⸗ ser GOtt. Es segne uns Gott, und alle welt fuͤrchte ihn. Auf das Fest der Erschein. Christi, so am Sonnt. nach dem Neuen Jahre gefeyert wird. Eyistel, Tit. Cap. 3, v. 3. bis 8. rlr waren auch weyland un— Wẽ weise, ungehorsame, irrige, dienende den lͤsten und mancher⸗ ley wolluͤsten, und wandelten in bosheit und neid, und hasseten uns unter einander. Da aber erschien die freundlichkeit und leutseligkeit Gottes unsers heilandes, nicht um der werke willen der gerechtig⸗ keit, die wir gethan hatten: son⸗ dern nach seiner baͤrmherzigkeit, machte er uns selig durch das bad der wiedergebuhrt und erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat uͤber uns reichlich durchJEsum Christum unsern hei⸗ land; auf daß wir durch desselben gnade gerecht, und erben seyn des ewigen lebens nach der hoffnung; Solches will ich, daß du fes lehrest, auf daß die, so an GOtt glaͤubig sind wor⸗ den, in einem staͤnde guter werke funden werden. Solches ist gut und nuͤtz den menschen. * oder: Die Ep. vom 1. Sonnt. nach dem Feste derErscheinung Christi, wenn es auf diesem Sonntag faͤllt Evangelium, Matth. Cap. 2, v. 1. bis 11. HDaJeEsus gebohren war zu Bethlehem im juͤdischen lan⸗ de, zur zeit des koͤniges Herodis, siehe! da kamen die weisen vom morgenlande gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugebohrne könig der juden? wir haben seinen stern gesehen im morgeulande, und sind kommen ihn anzubeten. D das der koͤnig Herodes hoͤrete, er⸗ schrack er, und mit ihm das ganze Jerusalem, und ließ versammlen alle hohepriester und schriftgelehr⸗ ten unter dem volke, und erforsch⸗ te von ihnen, wo Christus sollte ge⸗ bohren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im juͤdischen lande; denn also sehet geschrie⸗ ben durch den propheten: Und du Bethlehem im juͤdischen lande, bist mit nichten die kleineste unter den fuͤrsten Juda; denn aus dir soll mir kommen der herzog, der über mein volk Israel ein HErr sey. Da berief Herodes die wei⸗ sen heimlich, und erlernte mit fleiß von ihnen, wenn der stern erschie⸗ nen ware, und weisete sie gen Bethlehem, und sprach: Ziehet hin, und forschet fleißig nach dem kindlein; und wenn ihr es findet, so saget mir es wieder, daß ich auch komme, und es anbete. Als sie nun den koͤnig gehoͤret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der stern, den sie im morgenkande gesehen hatten, gieng vor ihnen hin bis daß er kam und stund oben* a 16 Episteln und Evangelien, da das kin dlein war. Da sie den stern sahen, wurden sie hoch er⸗ freuet, und giengen in das haus, und sunden das kindlein mit Ma⸗ ria seiner mutter, und fielen nieder und beteten es an, und thaten ihre schaͤtze auf und schenketen ihm gold, weyhrauch und myrrhen. Und Gott befahl ihnen im trau⸗ me, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und zogen durch einen andern weg wieder in ihr land. Vorlesungen, Vormitt. Eph. Cap. z, v. 4. bis 22. ott, der da reich ist von barm⸗ herzigkeit, durch seine grosse liebe, damit er uns geliebet hat, da wir todt waren in den sůnden/ hat er uns samt Christo lebendig ge— macht: denn aus gnaden seyd ihr selig worden; Und hat uns samt ihm auferwecket, und samt ihm in das himmlische wesen gesetzet, in Christo IEsu, auf daß er erzeigete in den zukuͤnftigen zeiten den uͤber⸗ schwaͤnglichen reichthum seiner gnaͤde, durch seine guͤte uͤber uns inChristo Esu: Denn aus gnaden seyd ihr selig worden, durch den glauben, und dasselbige nicht aus euch, GOttes gabe ist esz nicht aus den werken, auf daß sich nicht je⸗ mand ruͤhme: Denn wir sind sein werk, geschaffen inChristo JEsu zu guten werken, zu welchen GOtt uns zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln sollen. Darum gedenket daran, daß ihr, die ihr weyland nach dem fleische heiden gewesen seyd, und die vorhaut ge⸗ nennet wurdet, von denen, die ge⸗ nennet sind die beschneidung nach dem fleische, die mit der hand ge⸗ schiehet, daß ihr zu derselbigen zeit waret ohne Christo, fremde und nung hattet, und waret ohneGOtt in der welt. Nun aber, da ihr in Christo JIEsu seyd, und weyland ferne gewesen, seyd nun nahe wor⸗ den durch das blut Christi: Denn er ist unser friede, der aus beiden eines hat gemacht, und hat abge—⸗ brochen den zaun, der dazwischen war, in dem, daß er durch sein fleisch wegnahm die feindschaft, nemlich das gesetz, so in geboten gestellet war, auf daß er aus zween einen neuen menschen in ihm sel⸗ ber schaffete, und friede machte. Und daß er beide versoͤhnete mit Gott in einem leibe, durch das kreuz, und hat die feindschaft ge⸗ toͤdtet durch sich selbst, und ist kom⸗ men, hat verkuͤndiget im ebangelio den frieden, euch, die ihr ferne wa⸗ ret, und denen, die nahe waren: Denn durch ihn haben wir den zu⸗ gang alle beide in einem geiste zum vater. So seyd ihr nun nicht mehr gaͤste und fremdlinge, sondern buͤrger mit den heiligen, und GoOttes hausgenssen, erbauet auf den grund der apostel und pro⸗ pheten, da IEsus Christus der eckstein ist: auf welchem der ganze bau in einander gefuͤget, waͤchset zu einem heiligen tempel in dem Hrrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet, zu einer behau⸗ sung Gottes im geiste. Nachmitt. Jes. 42, v. I. bis 12. iehe, das ist mein knecht, ich er⸗ halte ihn: und mein auser⸗ waͤhlter, an welchem meine seele wolgefallen hat. Ich habe ihm mei⸗ nen geist gegeben, er wird das recht unter die heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine stimme wird man nicht hoͤren auf den gassen. Das zerstossene rohr wird er nicht zerbrechen, und das ausser der buͤrgerschaft Israel, und fremde von den testamenten der verheißung, daher ihr keine hoff⸗ glimmendetocht wird er nicht aus⸗ loͤschen: er wird das recht wahrhat⸗ tiglich shlich halte mürtssch Lo Nß ek aufete Iud dieihsel sch Matttl. Ert derdi susbreitt de r gatbachte; al ütden 6 Ner Hetthab tochthakeit/ u ger Nnd gefg hehuͤtt, nd ntet das vol der heiden d uges d lin enen aus der Ind dieosshe hem kerker, J. heiisnant t keingyanden tuhmden gitze nen sol vart erkandige ge gehet, lse ih get dem hEttt uhn ist an det Reehfihtenwn N isselu, und Len, Juftt a hie Rhr uͤrften, de s/ ie lsen voy . Husset si schch/ und s sseh herkünt Iusl.Son N rs E Num. Cup NM —• 19 ö .— I e X . IIU I I 4 Gr 3 0 h HD II 11 X %½ A /0 en ch nebst den Festlichen Vorlesungen. 17 tiglich halten lehren. Er wird nicht muͤrrisch noch greulich seyn, auf daß er auf erden das recht anrichte: und die iuseln werden auf sein ge⸗ setz warten. So spricht GOtt, der HErr; der die himmel schaffet und ausbreitet, der die erde machet und ihr gewaͤchse; der dem volk, so dar⸗ auf ist, den odem gibt; und den geist denen, die darauf gehen: Ich der HErr, habe dir gerufen mit ge— rechtigkeit, und habe dich bey dei⸗ ner hand gefasset; und habe dich behuͤtet, und habe dich zum bund unter das volk gegeben, zum licht 0 der heiden; daß du sollt oͤffnen die augen der blinden, und die gefan⸗ genen aus dem gefaͤngniß fuͤhren, und die da sitzen im finsterniß, aus welches sey euer vernuͤnftiger got⸗ tesdienst. Und stellet euch nicht dieser welt gleich; sondern veraͤn⸗ dert euch durch verneuerung eures sinnes, auf daß ihr pruͤfen moͤget, welches da sey der gute, der wol⸗ gefaͤllige, und der vollkommene GOttes wille. Denn ich sage durch die guade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß nie⸗ mand weiter von ihm halte, denn sich es gebuͤhret zu halten; sondern daß er von ihm maͤssiglich halte, ein jeglicher, nach dem GOtt aus⸗ getheilet hat das maaß des glau⸗ bens. Denn gleicher weise, als wir in einem leibe viele glieder haben, aber alle glieder nicht einerley geschaͤfte haben: also dem kerker. Ich der HErr, das ist sind wir viele ein leib in Christo, mein name: und will meine ehre aber unter einander ist einer des keinem andern geben, noch meinen andern glied; und haben mancher⸗ ruhm den goͤtzen. Siehe, was kom⸗ ley gaben, nach der gnade, die uns Jo ermahne euch lieben bruͤ⸗ Sottes, daß ihr eure leiber be⸗ gebet zum opfer, das da lebendig, beilis und GOtt wohlgefaͤllig sey, men soll, verkuͤndige ich zu vor, und ver kuͤndige neues: ehe denn es auf⸗ gehet, lasse ichs zuch hoͤren. Sin⸗ get dem HErrn ein neues lied, sein ruhm ist an der welt ende: die im meer fahren, und was darinnen ist: die inseln, und die darinnen woh⸗ nen. Rufet laut, ihr wuͤsten und die staͤdte darinnen: sammt den doͤrfern, da Kedar wohnet. Es jauchzen, die im felsen wohnen: und rufen von den hoͤhen der ber⸗ ge. Lasset sie dem HErrn die ehre gehen, und seinen ruhm in den inseln verkuͤndigen. Am 1. Sonntage nach dem Feste der Erscheinung Christi. Epistel, Roͤm. Cap. 12, v. I. bis 6. der! durch die barmheriigkeit gegeben ist. Evangelium, Lue. Cap. 2, v. 41. bis 52. FJeEsu eltern giengen alle jahr V gen Jerusalem auf das oster⸗ sest. Und da er zwoͤlf jahr alt war, giengen sie hinauf gen Jeru⸗ salem, nach ängevollen des festes. Und da die tage vollendet waren⸗ und sie wieder zu hause giengen; blieb das kind JEsus zu Jerusa⸗ lem, und seine eltern wußten es nicht. Sie meineten aber, er waͤre unter den gefaͤhrten, und kamen eine tagereise, und suchten ihn un⸗ ter den gefreundten und bekann⸗ ten. Und da sie ihn nicht funden, giengen sie wiederum gen Jerusa⸗ lem, und suchten ihn. Und es be⸗ gab sich nach dreyen tagen, funden sie ihn im tempel sitzen mitten un⸗ ter den lehrern, daß er ihnen zuhöͤr rete, und sie fragete. Und alle die ihm iuhoͤreten, verwunderten sich seines verstandes und seiner ant⸗ B wort⸗ 18 Episteln und Evangelien, wort. Und da sie ihn sahen, ent⸗ satzten sie sich; und seine mutter sprach zu ihm: Mein sohn, warum hast du uns das gethan 8 bmie dein vater und ich haben dich mit schmerten gesuchet. Under sprach ziu ihnen: Was ist es, daß ihr mich gesuchet habet? wisset ihr nicht/ daß ich seyn muß in dem, das mei⸗ nes vaters ist? Und sie verstunden das wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er gieng mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth/ und war ihnen unterthan. Und seine mutter behielt alle diese worte in ihrem herzen. Und J&⸗ sus nahm zu an weisheit/ alter, und gnade bey GOrt und den menschen. Am ꝛ2. Sonntage nach dem Feste der Erscheinung Christi. Epistel, Roͤm. Cap. 12, v. 6. bis 16. Wir haben mancherley gaben, nach der gnade, die uns ge⸗ geben ist. Hat jemand weissagung, so sey sie dem glauben aͤhnlich. Hat jemand ein amt, so warte er des amtes. Lehret jemand, so warte er der lehre. Ermahnet je⸗ mand, so warte er des ermahnens. Giebt jemand, so gebe er einfaͤl⸗ tiglich. Regieret jemand, so sey er sorgfaͤltig. Uebet jemand barm⸗ herzigkeit, so thue er es mit lust. Die liebe sey nicht falsch. Hasset das arge, hanget dem guten an. Die bruͤderliche liebe unter einan⸗ der sey herzlich. Einer komme dem andern mit ehrerbietung zu⸗ vor. Seyd nicht traͤge, was ihr thun sollet. Seyd bruͤnstig im gei⸗ ste. Schicket euch in die zeit. Seyd froͤlich in hoffnung, geduldig in truͤbsal. Haltet an am gebet. Segnet die euch verfolgen: segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den froͤlichen, und weinet mit den weinenden. Habt einer⸗ ley sinn unter einander. Trach— tet nicht nach hohen dingen, son⸗ dern haltet euch herunter zu den niedrigen. Evangelium, Joh. Cap. 2, v. I. bis 1r. Er ward eine hochzeit zu Cana in Galilaͤa, und die mutter JEsu war da; JEsus aber und seine jůn⸗ ger wurden auch auf die hochzeit geladen. Und da es an wein ge⸗ brach, spricht die mutter JEsu zu ihm: Sie haben nicht wein. IEsus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? meine stunde ist noch nicht kommen. Seine mut⸗ ter spricht zuů den dienern: Was er euch saget, das thut. Es waren aber allda sechs steinerne wasser⸗ kruͤge gesetzet/ nach der weise der jůͤdischen reinigung, und giengen ie in einen zwey oder drey maaß. JEsus spricht zu ihnen: Fuͤllet die wasserkrüge mit wasser; und sie fuͤleten sie bis oben an. Und er spricht zu ihnen: Schoͤpfet nun und bringet es dem speisemeister; und sie brachten es. Als aber der speisemeister kostete den wein, der wasser gewesen war, und wußte nicht von wannen er kam,(die die⸗ ner aber wußten es, die das was⸗ ser geschoͤpfet hatten) rufet der speisemeister dem braͤutigam, und spricht zu ihm: Jedermann giebt zum ersten guten wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdenn den geringern: du hast den guten wein bisher behalten. Das ist das erste ieichen, das JEsus that, ge⸗ schehen u Cana inGalilaͤa, und of⸗ Nehmet euch der heiligen noht⸗ durft an. Herberget gerne. fenbarete seine herrlichkeit. Und seine jůͤnger glaͤubeten an ihn. Am I In3. Sh Ffe de 10. Nm. Ca S H ergeli Hn, Fled Rhen E nlh so dE Rtleumes sac slbet schem gebx Wot) u Die ral Iahlien,sy V idanenf Ustet andudas. füelohlen a I. Lß diss Ri sun e 4 Car Mtih. Na JEsu gieug, Ish. Und lteiligen hand rach: Rulliget: senem S Nis ptat sltsfiem uige diaes str die gonn Whgt, e Waber Iese Rumtraten, hat ihn sz ufhecht F Aachig Lsus prag Aumen unz N hauptum ach n SI — Vach N Durn Shuh N Pietuh Ychth eds Nahr h h Hh Wuch h a L.I. Ro nebst den Festlichen Vorlesungen. 19 Am 3. Sonntage nach dem Feste der Erscheinung Christi. Epistel, Roͤm. Cap. 12, v. 17. bis 21. e euch nicht selbst fuͤr klug. Vergeltet niemand boͤses mit k boͤsem. Fleissiget euch der ehrbar⸗ keit gegen jedermann. Ist es moͤglich/ so viel an euch ist/so habet mit allen menschen friede. Raͤchet euch selber nicht, meine liebsten sondern gebet raum dem zorne (GOttes ʒ) denn es stehet geschrie⸗ ben: Die rache ist mein, ich will vergelten, spricht der HErr. So nun deinen feind hungert/ so speise ihn; duͤrstet ihn, so traͤnke ihn: wenn du das thust, so wirst du feu⸗ rige kohlen auf sein haupt samm⸗ len. Laß dich nicht das boͤse uͤber⸗ winden, sondern uͤberwinde das boͤse mit gutem. Evangelium, Matth. Cap. 8, v. I. bis 13. Da JEsus vom berge herab gieng, folgete ihm viel volks nach. Und siehe, ein aussaͤtziger kam, und betete ihn an, und sprach: HErr, so du willt, kannst du mich wol reinigen. Und JEsus streckte seine hand aus, rührete ihn an, und sprach: Ich will es thun, sey gereiniget: und alsbald ward er von seinem aussatze rein. Und JEsus sprach zu ihm: Siehe zu, sage es niemand, sondern gehe hin und zeige dich dem priester, und opfere die gabe, die Moses befoh⸗ len hat, zu einem zeugniß uͤber sie. Da aber JEsus eingieng zu Caper⸗ naum, trat ein hauptmann zu ihm, der bat ihn, und sprach: HErr! mein knecht liegt zu hause, und ist gichtbruͤchig/ und hat grosse quahl. JEsus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. sprach: HErr! ich bin nicht wehrt, daß du unter mein dach gehest; sondern sprich nur ein wort, so wird mein knecht gesund: denn ich bin ein mensch/ darzu der obrigkeit unterthan, und habe unter mir riegs⸗knechte. Noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin, so gehet er, und zum andern: Komm her, so koͤmmet er, und zu meinem knechte: Thue das, so thut er es. Da das JEsus hoͤrete, verwun⸗ derte er sich, und sprach zu denen, die ihm nachfolgeten: Warlich ich sage euch, solchen glauben habe ich in Israel nicht funden. Aber ich sage euch: viele werden kom—⸗ men vom morgen und vom abend, und mit Abraham und Isaae und Jacob im himmelreiche sitzen; aber die kinder des reichs werden ausgestossen in die aͤuserste finster⸗ niß hinaus, da wird seyn heulen und zaͤhnklappen. Und JEsus syrach ju dem hauptmann: Gehe hin, dir geschehe wie du geglaͤubet hast. Und sein kuecht ward gesund zu derselbigen stunde. Am A4. Sonntage nach dem Feste der Erscheimung Christi. Epistel, Roͤm. Cap. 13, v. I. bis 10. FTedermann sey unterthan der obrigkeit, die gewalt uͤber ihn hat: denn es ist keine obrigkeit, oh⸗ ne von GOtt; wo aber eine obrig⸗ keit ist/ die ist von GOtt verordnet. Wer sich nun wider die obrigkeit setzet, der widerstrebet GOttes ordnung; die aber widerstreben, werden uͤber sich ein urtheil em⸗ pfahen: Denn die gewaltigen sind nicht den guten werken; sondern den boͤsen zu fuͤrchten. Willt du dich aber nicht fuͤrchten vor der obrigkeit, so thue gutes, so wirst du Der hauptmann antwortete und lob von derselbigen haben; denn B 2 sie 20 Episteln und Evangelien, sie ist GOttes dienerinn, dir zu gut. Thust du aber boͤses/so fuͤrchte dich: denn sie traͤget das schwert nicht umsonst, sie ist GOttes die⸗ nerinn, eine raͤcherinn zur strafe uͤber den, der boͤses thut. So seyd nun aus noht unterthan, nicht al⸗ lein um der strafe willen; sondern auch um des gewisseus willen. De⸗ rohalben muͤsset ihr auch schoß ge⸗ ben: denn sie sind GOttes diener, die solchen schutz sollen handha— ben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seyd, schoß, dem der schoß gebuͤhret, zoll, dem der zoll gebuͤhret, furcht, dem die furcht gebuͤhret, ehre,dem die ehre gebuͤh⸗ ret. Seyd niemand nichts schul⸗ dig denn daß ihr euch unter ein⸗ ander liebet, denn wer den andern liebet, der hat das gesetz erfuͤllet. Denn das da gesaget ist: Du sollt nicht ehebrechen; Du sollt nicht toͤdten; Du sollt nicht stehlen; Du sollt nicht faͤlsch zeugniß ge⸗ ben; Dich soll nichts geluͤsten; und so ein ander gebot mehr ist, das wird in diesem worte ver⸗ fasset: Du sollt deinen naͤchsten lieben als dich selbst. Die liebe thut dem naͤchsten nichts boͤses. So ist nun die liebe des gesetzes erfuͤllung. Evangelium, Matth. Cap. 8, v. 23. bis 27. JEsus trat in das schiff, und sei⸗ V ne juͤnger folgeten ihm. Und siehe, da erhub sich ein groß unge⸗ stuͤm im meere, also, daß auch das schifflein mit wellen bedecket ward, und er schlief. Und die juͤnger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und sprachen: HErr, hilf uns, wir verderben. Da sagte er zu ihnen: Ihr kleinglaͤubige, warum seyd ihr so furchtsam? und stund auf, und bedraͤuete den wind und das meer; da ward es ganz stille. Die menschen aber verwun— derten sich, und sprachen: Was ist das fuͤr ein maun, daß ihm wind und meer gehorsam ist. Am 5. Sonntage nach dem Feste der Erscheinung Christi. Epistel, Col. Cap. 3, v. 13. bis Cap. 4, v. I. Z'wah an, als die auser⸗ waͤhlte GOttes, heilige und geliebte, herzliches erbarmen, freundlichkeit, demuht, sanst⸗ muht, geduld; Und vertrage einer den andern, und vergebet euch unter einander, jemand klage hat wider den andern: gleichwie Christus euch vergeben ber Gehe auch ihr. Ueber alles aber ziehet an die liebe, die da ist das band der vollrommenheit: und der friede Gottes regiere in euren herzen, zu welchem ihr auch berufen seyd in einem leibe, und seyd dankbar. Lasset das wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit ysalmen und lobgesaͤngen, und geistlichen lieblichen liedern, und singet dem HErrn in eurem her⸗ zen. Und alles was ihr thut, mit worten oder mit werken, das thut u alles in dem namen des HErrn JEsu,und danket GOtt und dem vater durch ihn. Ihr weiber, send nus unterthan euren maͤnnern in dem HErrn, wie sich es gebuͤhret. Ihr maͤnner, liebet eure weiber, und seyd nicht bitter gegen sie. Ihr kinder, seyd gehorsam den eltern in allen dingen: denn das ist dem HErrn gefaͤllig. Ihr vaͤter, erbit⸗ tert eure kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden. Ihr knechte, seyd gehorsam in allen dingen eu— ren leiblichen herren, nicht mit dienste vor augen, als den men⸗ schen zu gefallen; sondern mit f al⸗ Iltakeirdesz 10 A. u von helr dnicht dertz t/Waß iht A. Ralen werdes 11 denn ilA 1 dirdenpf Itsa hj . udlglich ist ehheh, und z Iuq Henn Cbas Mii. heß, det gut Relackt siet E shlisen, kz etz unhaut y d ging dat daht kuche u Istodschaus 0— Eu 1 181 5 nebst den Festlichen Vorlesungen. 2T — ö 1— faͤltigkeit des herzens, und mit got⸗gleichniß vom unkraut auf dem ak⸗ tesfurcht. Alles, was ihr thut, das thut von herzen, als dem HErrn, und nicht dem menschen, und wis⸗ set, daß ihr von dem HErrn em— che pfahen werdet die vergeltung des 0, erbes; denn ihr dienet dem HErrn psch Christo. Wer aber unrecht thut, der wird empfahen, was er unrecht gethan hat, und gilt kein ansehen der person. Ihr herren, was recht und gleich ist, das beweiset den kuechten, und wisset, daß ihr auch h einen HErrn im himmel habt⸗ Evangelium, Matth. Cap. 3, v. 24. bis 30. und v. 36. bis 43. IEsus sprach: Das himmel⸗ WVreich ist gleich einem men⸗ Bufh schen, der guten saamen auf sei⸗ nen acker saͤete. Da aber die leu⸗ el te schliefen, kam sein feind und u saͤete unkraut zwischen den weizen, Aau und gieng davon. Da nun das ah raut wuchs und frucht brachte; ilch da fand sich auch das unkraut. Da chul traten die knechte zu dem haus⸗ H vater, und sprachen: HErr, hast Githel du nicht guten saamen auf deinen macker gesaͤet? woher hat er denn 13 uh das unkraut? Er sprach zu ihnen: e Das hat der feind gethan. Da Aemenh sprachen die knechte: Willt du h denn, daß wir hingehen und es ausgaͤten? Er sprach: Nein; auf We ih daß ihr nicht zugleich den weizen oh mit ausraufet, so ihr das unkraut S ausgaͤtet: Lasset beydes mit ein⸗ Jich ander wachsen bis zu der ernte, Iun und um die ernte⸗zeit will ich zu V den schnittern sagen: Sammlet zu⸗ ver das unkraut, und bindet es in 14 shl bündlein, daß man es verbrenne, 2 aber den weizen sammlet mir in ü meine scheuren. Da ließ JIEsus 1 uh Sui —— EM n V andet V x ö 2%0 0 ö ker. Er antwortete und sprach zů ihnen: Des menschen sohn ist es, der da guten saamen saͤet. Der ak⸗ ker ist die welt. Der gute saame sind die kinder des reichs. Das un⸗ kraut sind die kinder der bosheit. Der seind, der sie saͤet, ist der teu⸗ fel. Die ernte ist das ende der welt. Die schnitter sind die engel. Gleichwie man nun das unkraut ausgaͤtet, und mit feuer verbren⸗ net; so wird es auch am ende dieser welt gehen. Des menschen sohn wird seine engel senden, und sie werden sammlen aus seinem rei— che alle aͤrgernisse, und die da un⸗ recht thun; und werden sie in den feuer⸗ofen werfen, da wird seyn heulen und zaͤhnklappen: Denn werden die gerechten leuchten, wie die sonne, in ihres vaters reich. Wer ohren hat zů hoͤren, der hoͤre! Am 6. Sonntage nach dem Feste der Erscheinung Christi. Epistel, 2 Petr. Cap. 1, v. 16. bis 21. ir haben nicht den klugen fa⸗ Wẽĩ beln gefolget, da wir euch kund gethan haben die kraft und zukunft unsers HErrn JEsu Chri⸗ sti; sondern wir haben seine herr⸗ lichkeit selber gesehen, da er em⸗ pfieng von GOtt dem vater ehre und preis, durch eine stimme, die zu ihm geschahe von der grossen herrlichkeit, dermaaͤssen: Dis ist mein lieber sohn, an dem ich wol⸗ gefallen habe. Und diese stimme haben wir gehoͤret, vom himmel bracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen berge. Wir haben ein festes prophetisch wort, und ihr thut wol, daß ihr darauf achtet, das volk von sich, und kam heim. als auf ein licht, das da scheinet in Und seine juͤnger traten zu ihm, einem dunkeln orte, bis der tag 18 10 und sprachen: Deute uns. und der Morgenstern HI I ause 2² Episteln und Evangelien, aufgehe in euren herzen. Und das sollt ihr fuͤr das erste wissen, daß keine weissagung in der schrift geschiehet aus eigener auslegung. Denn es ist noch nie keine weissa⸗ gung aus menschlichen willen her⸗ vorgebracht; sondern die heilige menschen GOttes haben geredet, getrieben von dem heiligen geist. Evangelium, Matth. Cap. 17/ v. I. bis 9. Esus nahm zu sich Petrum und N Jacobum und Johannem sei⸗ nen druder, und fuͤhrte sie beyseits auf einen hohen berg. Und ward verklaͤret vor ihnen, und sein ange⸗ sicht leuchtete wie die sonue; und seine kleider wurden weiß als ein licht. Und siehe, da erschien ihnen Moses und Elias, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu IEsu: HErr, hier is. gut seyn; willt du, so wollen wir hie drey huͤtten machen, dir eine, Mosi eine, und Elias eine. Da er noch also redete, siehe, da uͤber⸗ schattete sie eine lichte wolke. Und siehe eine stimme aus der wolken sprach: Dis ist mein lieber sohn, an welchem ich wolgefallen habe, den sollt ihr hoͤren. Da das die juͤnger hoͤreten, fielen sie auf ihr angesicht, und erschracken sehr. IEsus aber trat zu ihuen/ ruͤhrete sie an, und sprach: Stehet auf, und fuͤrchtet euch nicht. Da sie aber ihre augen aufhuben, sahen sie nie⸗ mand, denn JEsum alleine. Und da sie vom berge herab giengen, gebot ihnen JEsus, und sprach: Ihr sollet dis gesicht niemand sa⸗ gen, bis des menschen sohn von den todten auferstanden ist. Am Sonnt. Septuagesimaä. Epistel, Cor. Cap. 9, v. 24. bis 27. Wisset ihr nicht, daß die, so in den schranken laufen, die lau⸗ fen alle; aber einer erlanget das kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kaͤmpfet, enthaͤlt sich alles dinges, jene also, daß sie eine ver⸗ gaͤngliche erone empfangen, wir aber eine unvergaͤngliche. Ich laufe aber also, nicht als auf das ungewisse: ich fechte also, nicht als der in die luft streichet; sondern ich betaͤube meinen leib, und zaͤhme ihn, daß ich nicht den andern pre⸗ dige, und selbst verwerflich werde. Evangelium, Matth. C. 19, v. 27. bis C. 20, v. 16. etrus sprach zu IEsu: Siehe, Vwir haben alles verlassen, und ind dir nachgefolget, was wird uns dafür? IEsus aber sprach zu ihnen: Warlich ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seyd nachgefolget, in der wiedergebuhrt, da des menschen sohn wird sitzen auf dem stuhle seiner herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwoͤlf stuͤhlen/ und richten die zwoͤlf geschlechte Israel. Und wer verlaͤsset haͤu⸗ er, oder bruͤder, oder schwestern, oder vater/ oder mutter, oder weib, oder kinder, oder aͤcker um meines namens willen, der wird es hun⸗ dertfaͤltig nehmen, und das ewige leben ererben. Aber viele, die da sind die ersten, werden die lezten, und die lezten werden die ersten seyn. Das himmelreich ist gleich einem haus⸗vater, der am morgen ausgieng arbeiter zu miethen in seinen weinberg. Und da er mit den arbeitern eins ward um einen Hein feit zum tagelohn, sandte er ie in seinen weinberg. Und gieng aus um die dritte stunde, und sahe andere an dem markte muͤssig ste hen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den weinberg, ich will euch geben, was recht ist; und sie Siengen hin. Abermahl gieng ⁷ a um die 0 Iud the** Valstesund I Psund andt Ostach iu he den ga r Ihnchen u Wald geding i. Gehet II. hg/ und E Fll euch& hend watd Y Miglberges V den H Wadm lohn, Whhe, bis zugh uche, so um Wlchttegten, Acsinen gie Mstlkamen, Wl Rehr en Ashfengen a huschen. Ee ssffeigt, mu Rulsagtet Ns hen habes A hitze gg Ahluottete alg astrihnetg leli nicht unt nit e Aochen!. ö heht hin Alletengeben Iscbich nichhg 0 Will, mid Iiu baumze z n? 1½ afen ö—5 sthn. 8 Il, aber w. * X.2 t IIi ö e I in ntt I NI th W t hne HIIm I. H AI HXI IH elhe EI ichst H eyd 4eehuh Hicdstz III. N.I. X LDen HhH W Im l Wet I1H /N0 ll Nel Wi uch 0. ½ II nebst den Festlichen Vorlesungen. 23 er aus um die sechste und neunte stunde, und thaͤt gleich also. Um die eilfte stunde aber gieng er aus, und fand andere muͤssig stehen, und sprach zu ihnen: Was stehet h ihr hie den ganzen tag müssig! Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den weinberg, und was recht seyn wird, soll euch werden. Da es nun abend ward, sprach der HErr des weinberges zu seinem schaff⸗ ner: Rufe den arbeitern, und gib ihnen den lohn, und hebe an von dem lezten, bis zu dem ersten. Da kamen die, so um die eilfte stunde gedinget waren, und empfieng ein jeglicher seinen groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie wuͤrden mehr empfangen: und sie empfiengen auch ein jeglicher seinen groschen. Und da sie den empfiengen, murreten sie wider den haus⸗vater, und sprachen: Diese leiten haben nur eine stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des tages last und hitze getragen haben. Er antwortete aber, und sagte zu einem unter ihnen: Mein freund, ich thue dir nicht unrecht: bist du nicht mit mir eins worden um einen groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin. Ich will aber diesen leiten geben, gleich wie dir; oder hab ich nicht macht zu thun, was ich will, mit dem meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so guͤtig bin Also werden die lezten die ersten, und die ersten die letten seyn. berufen, aber wenig sind auser⸗ Denn viel sind waͤhlet. Am Sonnt. Sexagesimä. Epistel, 2 Cor. Cap. 12, v. I. bis 10. Es is mir das ruͤhmen nichts nuͤtze; doch will ich kommen auf die gesichte und offendarungen des HErrn: Ich kenne einen men⸗ schen in Christo, vor vierzehen jahren,(ist er jn dem leibe gewe⸗ sen, so weiß ich es nicht; oder ist er ausser dem leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht: GOtt weiß es,) derselbige ward entzuͤcket bis in den dritten himmel. Und ich kenne denselbigen menschen,(ob er in dem leibe oder ausser dem leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es.) Er ward entzuͤk⸗ ket in das paradies, und hoͤrete unaussprechliche worte, welche kein mensch sagen kann: davon will ich mich ruͤhmen; von mir selbst aber will ich mich nichts ruͤh⸗ men, ohne meiner schwachheit: und so ich mich ruͤhmen wollte, thaͤt ich darum nicht thoͤrlich; denn ich wollte die wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht jemand mich hoͤher ach⸗ te, denn er an mir siehet, oder von mir hoͤret. Und auf daß ich mich nicht der hohen offenbarun⸗ gen uͤberhebe, ist mir gegeben ein pfahl in das fleisch, nemlich des sataus engel, der mich mit faͤusten schlage, auf daß ich mich nicht üͤberhebe: dafüͤr ich dreymahl dem HErrn geflehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir ge⸗ saget: Laß dir an meiner gnade genuͤgen; denn meine kraft ist in den schwachen maͤchtig. Darum will ich mich am allerliebsten ruͤh⸗ men meiner schwachheit, auf daß die kraft Christi bey mir wohne. Darum bin ich gutes muhts in schwachheiten, in schmachen in noͤhten, in verfolgungen, in aͤng⸗ sten, um Christus willen: denn weñ ich schwach bin, so bin ich stark. Evangelium, Luc. Cap. 8, v. 4. bis 16. D. viel volks bey einander war und aus den staͤdten iu B 4 ihm 24 Episteln und Evangelien, ihm elleten, sprach JEsus durch ein gleichniß: Es gieng ein saͤe⸗ mann aus, zu saen seinen saamen; und indem er saͤete, fiel etliches an den weg, und ward vertreten und die voͤgel unter dem himmel fras⸗ en es auf. Und etliches fiel auf en fels; und da es aufgieng, ver⸗ dorrete es, darum, daß es nicht saft hatte. Und etliches fiel mit— len unter die dornen, und die dor⸗ nen giengen mit auf, und erstick⸗ ten es. Und etliches siel auf ein gut land; und es gieng auf, und trug hundertfaͤltige frucht. Da er das sagte, rief er: Wer ohren hat zu hoͤren, der hoͤre. Es fragten ihn aber seine junger, und spra⸗ chen, was diese gleichniß waͤre? Er aber sprach: Euch ist gegeben zu wissen das geheimniß des rei⸗ ches GOttes; den andern aber in gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hoͤren. Das ist aber die gleichniß: Der saame ist das wort GOttes. Die aber an dem wege sind, das sind die es hoͤren; darnach koͤmmt der teufel, und nimmt das wort von ihrem herzen, auf daß sie nicht glaͤuben und selig werden. Die aber auf dem fels, sind die, wenn sie es hoͤren, nehmen sie das wort mit freuden an; und die haben nicht wurzel, eine zeitlang glaͤuben sie, und zu der zeit der anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die dornen fiel, sind die, so es hoͤren, und gehen hin unter den sorgen, reichthum und wollust dieses le⸗ bens, und ersticken, und bringen keine frucht. Das aber auf dem guten lande, sind die das wort hoͤren und behalten in einem fei⸗ nen guten herzen, und bringen frucht in geduld. Am Sonntaͤge Quinqua⸗ gesimä, oder Esto mihi. Epistel, 1Cor. Cap. 13, v. I. bis 1z. Weun ich mit menschen⸗ und mit engel⸗zungen redete, und haͤtte der liebe nicht; so waͤre ich ein thoͤnend erz, oder eine klingen⸗ de schelle. Und wenn ich weissa⸗ gen koͤnnte und wüßte alle geheim⸗ nisse, und alle erkenntniß, und berce allen glauben, also, daß ich erge versetzete, und haͤtte der liebe nicht; so waͤre ich nichts. Und wenn ich alle meine haabe den armen gaͤbe, und liesse meinen leib brennen, und haͤtte der liebe nicht; so waͤre mir es nichts nuͤtze. Die liebe ist langmuͤhtig und freund⸗ lich, die liebe eifert nicht, die liebe treibet nicht muht willen, sie blaͤ⸗ het sich nicht, sie stellet sich nicht ungebaͤrdig, sie suchet nicht das ihre, sie laͤsset sich nicht erbittern, sie trachtet nicht nach schaden, sie freuet sich nicht der ungerechtig⸗ keit, sie freuet sich aber der wahr⸗ heit, sie vertraͤget alles, sie glaͤubet alles, sie hoffet alles, sie duldet al⸗ les. Die liebe hoͤret nimmer auf, so doch die weissagungen aufhoͤren werden, und die sprachen aufhören werden, und das erkenntniß auf⸗ hoͤren wird. Denn unser wissen ist stuͤckwerk, und unser weissagen ist stuͤckwerk. Wenn aber kommen wird das vollkommene, so wird das stuͤckwerk aufhoͤren. Da ich ein kind war, da redete ich wie ein kind: und war klug wie ein kind, und hatte kindische anschlaͤge: da ich aber ein mann ward, that ich ab, was kindisch war. Wir sehen jezt durch einen spiegel in einem dunkeln worte, dann aber von an⸗ gesicht zu angesicht. Jezt erkenne ich es stuͤckweise, dann aber 9200 0 erlent fehlet din. glabe⸗ 7 W uuser ihuen. CE Lle, Cd E Haht! 0 Inl pit Rhen Hif und s witde eß doz gel rpheten zos; Dunnetutde eh den seden sphttet ind giz Pphhtteedeng esschrundteh kej n kird Hef. Giabet lied. und die bhhen und y gesaget var. v daltt nahe blsnderamwen ersberhytttes hij Hittg/ sos vite! Da beß 0. . Undettiig Di. sohn Ds niin! Dirgg SWraurteni sber schrilz Mid erbag Rht fund s Issühren. — age Il Mx sst, 2Z.——S Srt.— EI‚e‚eeeeeee‚‚te‚‚e— ——2 niin b Een AII ytedet HelInichtze N EX II AT sch ie sl Vnich tach eh sel Wch u (2H ta IA L X. I 14 Ai di H XII NII . e N I 2 II nebst den Festlichen Vorlesungen. 25 ich es erkennen, gleich wie ich er⸗ kennet bin. Nun aber bleibet glaube, hoffnung, liebe, diese drey; aber die liebe ist die groͤsseste unter ihnen. Evangelium, Lue. Cap. 18, v. 31. bis 43. Esus nahm zu sich die zwoͤlfe, und sprach ju ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet wer⸗ den, das geschrieben ist durch die propheten von des menschen sohn. Denn er wird uͤberantwortet wer⸗ den den heiden, und er wird ver⸗ spottet und geschmaͤhet und ver⸗ speyet werden, und sie werden ihn geisseln und toͤdten; und am drit⸗ ten tage wird er wieder auferste⸗ hen. Sie aber vernahmen der kei⸗ nes, und die rede war ihnen ver⸗ borgen, und wußten nicht was das gesaget war. Es geschahe aber, da er nahe zu Jerichv kam, saß ein blinder am wege, und bettelte. Da er aber höͤrete das volk, das durch⸗ hin gieug/ forschete er, was das waͤre? Da verkuͤndigten sie ihm: JEsus von Nazareth gienge voruͤ⸗ der. Und er rief und sprach: JEsu, du sohn David, erbarme dich mein! Die aber vorne an giengen, bedraͤueten ihn, er sollte schweigen; er aber schrie vielmehr: Du sohn David, erbarme dich mein! JIEsus aber stund stille, und hieß ihn zu sich fuͤhren. Da sie ihn aber nahe bey ihn brachten, fragte er ihn, und sprach: Was willt du, daß ich dir thun soll? Er sprach: Oerr daß ich sehen moͤge. Und JEsus sprach zu ihm: Sey sehend, dein glaube hat dir geholfen. Und als⸗ bald ward er sehend, und folgete ihm nach, und preisete GoOtt. Und alles volk, das solches sahe, lobete GOtt. Vorlesungen, Vormitt. An diesem und den folgenden Sonntagen in der Fa⸗ sten; ein Stuͤck der Leidens⸗Ge⸗ schichte JEsu Christi; Ausser am Feste der Empfaͤngniß Chri⸗ sti, auf Judiea, da solches Nach⸗ mittags vorgelesen werden kañ. Nachm. Matth. Cap. 16, v. 13. oder 21. bis 28. IEsus kam in die gegend der stadt Caͤsarea Philippi, und fragte seine zuͤnger, und sprach: Wer sagen die leute, daß des menschen sohn sey? Sie spra⸗ chen: Etliche sagen: du seyst Jo⸗ hannes der taͤufer; die andern, du seyst Elias; etliche, du seyst Jeremias, oder der propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer saget denn ihr, daß ich sey? Da antwortete Simon Petrus, und sprach: Du bist Christus, des lehendigen GOttes sohn. Und IEsus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du Simon, Jonaͤ sohn! denn fleisch und blut hat dir das nicht offenbaret, sondern mein vater im himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen felsen will ich bauen meine gemeine, und die pforten der hoͤllen sollen sie nicht uͤberwaͤl⸗ tigen: und will dir des himmel⸗ reichs schluͤssel geben; alles, was du auf erden binden wirst, soll auch im himmel gebunden seyn: und alles was du auf erden loͤsen wirst, soll auch im himmel los seyn. Da verbot er seinen juͤngern, daß sie niemand sagen sollten, daß er Je⸗ sus der Christ waͤre. E on der zeit an fing JEsus an, und zeigete seinen juͤngern, wie er muͤßte hin gen Jerusalem gehen, und viel leiden von den altesten, und hohenpriestern und B 5 schrift⸗ 2 Episteln und Evangelien, schriftgeleyrten, und getoͤdtet wer⸗ den, und am dritten taͤge auferste⸗ ben. Und Petrus nahm ihn zu sich/ fuhr ihn an, und sprach: HErr, schone dein selbst, das wiederfahre dir nur nicht. Aber er wandte sich um, und sprach zu Petro: Hebe dich, Satan, von mir, du bist mir aͤrgerlich: denn du meinest nicht, was goͤttlich, sondern was mensch⸗ lich ist. Da sprach JEsus zu seinen jüngern: Will mir jemand nach⸗ folgen, der verleugne sich selbst, und nehme sein ereuz auf sich, und folge mir: Denn wer sein leben er⸗ halten will,der wird es verliehrenz wer aber sein leben verleuret um meinet willen, der wird es finden. Was huͤlfe es dem menschen, so er die ganze welt gewoͤnne, und nah⸗ me doch schaden an seiner seele? Oder was kann der mensch geben, damit er seine seele wieder loͤse? Denn es wird je geschehen, daß des menschen sohn komme in der herr⸗ lichkeit seines vaters, mit seinen engeln, und alsdenn wird er ver⸗ gelten einem jeglichen nach seinen werken. Wahrlich, ich sage euch: Es stehen etliche hie, die nicht schmecken werden den tod, bis daß sie des menschen sohn kommen se⸗ hen in seinem reiche. Am 1. Sonntage in der Fa sten, genannt Invocavit. Epistel, 2 Cor. Cap. 6, v. I. bis 10. Wir ermahnen euch, als mithel⸗ ser, daß ihr nicht vergeblich die gnade GOttes empfahet. Denn er spricht: Ich habe dich in der an⸗ genehmen zeit erhoͤret, und habe dir am tage des heils geholfen. Sehet, jezt ist die angenehme zeit, jezt ist der tag des heils. Lasset uns aber niemand irgend ein aͤrgerniß geben, auf daß unser amt nicht ver⸗ laͤstert werde: Leweie in allen din⸗ gen lasset uns beweisen, als die die⸗ ner GOttes in grosser geduld, in truͤbsalen, in noͤhten, in aͤngsten, in schlaͤgen, in gefaͤngnissen, in auf⸗ ruhren, in arbeit, in wachen, in fasten, in keuschheit, in erkenntniß, in laugmuht, in freundlichkeit in dem heiligen geiste, in ungefaͤrb⸗ ter liebe, in dem worte der wahr⸗ heit, in der kraft GOttes, durch waffen der gerechtigkeit zur rech⸗ ten und zur linken, durch ehre und schande, durch boͤse geruͤchte, und gute geruͤchte, als die verfuͤhrer, und doch wahrhaftig; als die un⸗ bekannten, und doch bekannt; als die sterbenden, und siehe, wir leben; als die gezuͤchtigten, und doch nicht ertoͤdtet; als die traurigen, aber allezeit froͤlich; als die armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts inne haben, und doch alles haben. Evangelium, Matth. Cap. 4, v. I. bis rr. IEsus ward vom geiste in die — wuͤste gefuͤhret, auf daß er von dem teufel versuchet wuͤrde. Und da er vierzig tage und vierzig naͤchte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der versucher trat ʒu ihm, und sprach: Bist du GOttes sohn, so sprich, daß diese steine brot werden. Und er antwortete und sprach: Es stehet geschrieben: der mensch le⸗ bet nicht vom brote allein, sondern von einem jeglichen worte, das durch den mund Gottes gehet. Da fuͤhrete ihn der teufel mit sich in die heilige stadt, und stellete ihn auf die zinne des tempels, und sprach zu ihm: Bist du GOttes sohn, so laß dich hinab, denn es ste⸗ het geschrieben: Er wird seinen engeln uͤber dir befehl thun, und sie werden dich auf den haͤnden tra⸗ gen/ um, u ist Ralleß ihn sshe Nimn 0 Neltten i Rahn.W 166.. Cay. 8 vott hi thocheit des udehz u66 Hiden/ it es Y Uunm es fthet Iunichte n M teisen, un Wficdigen w. W sud die E Mschiftethr Atweisen“ seheit Weet Macht! Dentg Ahihrepeishe Pheit nicht eg Oterohldur Aseig unagh Ahlen.Sinterz hsetdenunh heit fagen i illlh kraft, st Denn UR — gust eit, uz ö‚ e i Sit gh RI Wäse gn Wals N. I doch H dsh iWie tran Rl X inne II AN. I 4/0 tet, er H ite R ttthth ie UN 0 ö lErt IA A h , e hte E A Iu wanth W. astigzi 1½ ͤten AA EXTXI NH XII 4 N 14 606 I nebst den Festlichen Vorlesungen. gen, auf daß du deinen fuß nicht an einen stein stossest. Da sprach IJEsus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollt GOtt deinen HErrn nicht versuchen. Wiederum fuͤhrete ihn der teufel mit sich auf einen sehr hohen berg, und zeigete ihm alle reiche der welt und ihre herrlichkeit, und sprach zu ihm: Dis alles will ich dir geben, so du niederfaͤllest, und mich anbetest. Da sprach JEsus zu ihm: Hebe dich weg von mir, satan! denn es stehet geschrieben: Du sollt anbeten GOtt, deinen HErrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der teufel: und siehe da traten die engel iu ihm/ und dieneten ihm. Nachm. Vorlesung, 1Cor. Cap. 1, v. 18. bis 31. Das u eee ist eine thorheit denen, die verlohren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gottes⸗kraft: Denn es stehet geschrieben: Ich will zunichte machen die weisheit der weisen, und den verstand der verstaͤndigen will ich verwerfen. Wo sind die klugen? Wo sind die schriftgelehrten? Wo sind die weltweisen? Hat nicht GOtt die weisheit dieser welt zur thorheit gemacht? Denn dieweil die welt durch ihre weisheit GOtt in seiner weisheit nicht erkannte, gefiel es Gotte wohl, durch thoͤrichte pre⸗ digt ben⸗ zu machen die, so daran glaͤuben. Sintemal die juͤden zei⸗ chen fordern, und die griechen nach weisheit fragen. Wir aber predi⸗ gen den geereuzigtenChristum, den juden ein aͤrgerniß, und den grie⸗ chen eine thorheit: Denen aber, die berufen sind, beyde juͤden und griechen, predigen wir Christum goͤttliche kraft, und goͤttliche weis⸗ heit: Denn die goͤttliche thorheit ist weiser, denn die menschen sind; und die goͤttliche schwachheit ist staͤrker, denn die menschen sind. Sehet an,/ lieben bruͤder! euren be⸗ ruf/ nicht viel weise nach dem flei⸗ sche, nicht viel gewaltige, nicht viel edle sind berufen; sondern was thoͤricht ist vor der welt, das hat GoOtt erwaͤhlet, daß er die wei⸗ sen zu schanden mache; und was schwach ist vor der welt, das hat GOtt erwaͤhlet, daß er zu schanden mache, was stark ist; und das unedle vor der welt, und das verachtete hat GOtt er⸗ waͤhlet, und das da nichts ist, daß er zunichte mache, was etwas ist; auf daß sich vor ihm kein fleisch ruͤhme. Von welchem auch ihr her⸗ kommt in Christo IEsu, welcher uns gemacht ist von GOtt zur weisheit, und zur gerechtigkeit, und zur heiligung, und zur erloͤsung, auf daß,(wie geschrieben stehet,) wer sich ruͤhmet, der ruͤhme sich des HErrn. Am andern Sonntage in der Fasten, oder Reminiscere. Epistel, 1 Thess. Cap. 4, v. I. bis 12. Lund bruͤder, wir bitten euch, und ermahnen in dem HErrn JEsu, nachdem ihr von uns em⸗ pfangen habet, wie ihr sollet wan⸗ deln und GOtt gefallen, daß ihr immer voͤlliger werdet. Denn ihr wisset, welche gebote wir euch gegeben haben, durch den HErrn IEsum. Denn das ist der wille GOttes, eure heiligung, daß ihr meidet die hurerey, und ein jeg⸗ licher unter euch wisse sein faß zu behalten in heiligung und eh⸗ ren, nicht in der lust⸗ seuche, wie die heiden, die von GOtt nichts wissen: und daß niemand zu weit greife, 28 Episteln und Evangelien, greife, noch vervortheile seinen bruder im handel: denn der HErr ist raͤcher uͤber das alles, wie wir euch zuvor gesaget und bezeuget haben. Denn GOtt hat uns nicht berufen zur unreinigkeit, sondern zur heiligung. Wer nun verachtet, der verachtet nicht menschen, son⸗ dern GOtt, der seinen heiligen eist gegeben hat in euch. Von der bruderlichen liebe aber ist nicht noth euch zu schreiben: denn ihr seyd selbst von GOtt gelehret, euch unter einander zu lieben. Und das thut ihr auch an allen brüdern, die in ganz Macedonia sind. Wir er⸗ mahnen euch aber, lieben bruͤder daß ihr noch voͤlliger werdet, und ringet darnach, daß ihr stille seyd, und das eure schaffet, und arbeitet mit euren eignen haͤnden, wie wir euch geboten haben, auf daß ihr ehrbarlich wandelt gegen die, die draussen sind, und ihrer keines be⸗ duͤrfet. Evangelium, Matth. Cap. 16, v. 21. bis 28. JEsus gieng aus von dannen, I und entwich in die gegend Tyri und Sidon: und siehe, ein Cananaͤisch weib gieng aus der⸗ selbigen grenze, und schrie ihm nach und sprach: Ach HErr, du sohn David! erbarme dich mein, meine tochter wird vom teufel uͤbel geplaget! und er antwortete ihr kein wort. Da traten zu ihm seine juͤnger, baten ihn und spra⸗ chen: Laß sie doch von dir, denn sie schreyet uns nach. Er auͤtwor⸗ tete aber, und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlohrnen schaafen von dem hau⸗ se Israel. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: HErr, hilf mir! aber er ant wortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den kindern ihr brot nehme, und werfe es vor die hunde. Sie sprach: Ja HErr! aber doch essen die huͤndlein von den brosamen, die von ihrer herren tische fallen. Da antwortete JEsus, und sprach zu ihr: O weib! dein glaube ist groß, dir geschehe wie du willt. Und ihre tochter ward gesund zu derselbigen stunde. Nachm. Vorlesung. 2 Cor. Cap. 5, v. 14. bis 21. D. liebe Christi dringet uns al⸗ so, sintemahl wir halten, daß, so einer fuͤr alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum fur sie alle gestorben, auf daß die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben; sondern dem, der fuͤr sie gestorben und auferstanden ist. Darum von nun an kennen wir niemand nach dem fleische. Und ob wir auch Christum gekannt ha⸗ ben nach dem fleische, so kennen wir ihn doch jezt nicht mehr. Darum ist jemand in Christo, so ist er eine neue creatur; das alte ist vergan⸗ gen, siehe! es ist alles neu worden; Aber das alles von GOtt, der uns mit ihm selber versoͤhnet hat durch JEsum Christum, und das amt ge⸗ geben, das die versoͤhnung predi⸗ get: Denn GoOtt war in Christo, und versoͤhnete die welt mit ihm selber, und rechnete ihnen ihre suͤn⸗ de nicht zu, und hat unter uns auf⸗ gerichtet das wort von der versoͤh⸗ nung. So sind wir nun botschafter an Christus statt: denn GOtt ver⸗ mahnet durch uns. So bitten wir nun an Christus statt: Lasset euch bersoͤhnen mit GOtt. Denn er hat den, der von keiner suͤnde wußte, fuͤr uns zur suͤnde gemacht, auf daß wir wuͤrden in ihm die ge⸗ rechtigkeit, die vor Gott gilt. Am — 757 M 3. SUM heten, x En Sf En GOtt N 4 libenx Wndelebk imgelehe MWgeben für se/ Holt I bh. Hunnth mhigket, He Aeuch geage 8 hliger afchelx. Vrte und latt h/ vich e schdern nieln Tem uus solt e 40 uket, oda 110 belchen nst) ethe hat ay WGottez. L Wiühren mit e tq zdenn um di R4 iam Gott . ungaubeß Uht Hee mitz Uet reilandft⸗ hiht enich Uudeltwedieg N. such l Mcket u gig Mrheit Enunsg Uu. Qh. I½ Wis trehei ih Iursn 8 ö Hotlhz /5 f 4 7 EI I e I ce 4 Ashtt z N fei smg 0 dschessol 404 tneht s%% Halltzn Alond RI atsehn. II t x NII M tihn I tu H Ett don Pitruhh deul 486, att Ott iner % et she nebst den Festlichen Vorlesungen. 29 Am 3. Sonntage in der Fasten, oder Oeult. Epistel, Ephes. Cap. 6, v. I. bis 9. Sod Gottes nachfolger, als die lieben kinder, und wan⸗ delt in der liebe, gleich wie Chri⸗ stus uns geliebet hat, und sich selbst dargegeben fuͤr uns, zur gabe und opfer, GOtt zu einem suͤssen ge⸗ ruch. Hurerey aber und alle un⸗ reinigkeit, oder geiz lasset nicht von euch gesaget werden, wie den heiligen zustehet, auch schandbare worte und narreutheidung, oder scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein hurer, oder unreiner, oder geiziger(welcher ist ein goͤtzen⸗die⸗ ner) erbe hat an dem reiche Christi und GOttes. Lasset euch niemand verfuͤhren mit vergeblichen wor⸗ ten; denn um dieser willen koͤmmt der zorn GOttes uͤber die kinder des unglaubens. Darum seyd nicht ihre mitgenossen: denn ihr waret weiland finsterniß, nun aber seyd ihr ein licht in dem HErrn. Wandelt wie die kinder des lichts. Die frucht des geistes ist allerley guͤtigkeit und gerechtigkeit, und wahrheit. Evangelium, Lue. Cap. 11, v. 14. bis 28. J* sus trieb einen teufel aus, der war stumm, und es geschahe, da der teufel ausfuhr, da redete der stumme, und das volk verwun⸗ derte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibet die teu⸗ fel aus durch beelzebub, den ober⸗ sten der teufel. Die andern aber versuchten ihn und begehrten ein zeichen von ihm im himmel. Er aber vernahm ihre gedanken, und sprach zu ihnen: Ein jeglich reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wuͤste, und ein haus faͤllet uͤber das andere. Ist denn der satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein reich beste⸗ hen? dieweil ihr saget: Ich treibe die teufel aus durch beelzehub. So aber ich die teufel durch beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure kinder aus? darum werden sie eure richter seyn. So ich aber durch GOttes finger die teufel austreibe, so koͤmmt je das reich GoOttes zu euch. Wenn ein star⸗ ker gewapneter seinen pallast be⸗ wahret; so bleibet das seine mit frieden. Wenn aber ein staͤrkerer üͤber ihn koͤmmt, und uͤberwindet ihn; so nimmt er ihm seinen har⸗ nisch, darauf er sich verließ, und theilet den raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammlet, der zerstreuet. Wenn der unsau⸗ bere geist von dem menschen aus⸗ faͤhret; so durchwandelt er duͤrre staͤte, suchet ruhe, und findet ihrer nicht; so spricht er: Ich will wie—⸗ der umkehren in mein haus, dar⸗ aus ich gegangen bin. Und wenn er koͤmmt, so findet er es mit be⸗ semen geiehret und geschmuͤcket. Dann gehet er hin, und nimmt sieben geister zu sich, die aͤrger sind denn er selbst; und wenn sie hin⸗ ein kommen, wohnen sie da, und wird hernach mit demselbigen menschen aͤrger denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein weib im volk die stim⸗ me, und sprach iu ihm: Selig ist der leib, der dich getragen hat, und die bruͤsse, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die GOttes wort hoͤren und bewahren. Nachm. 30⁰ Episteln und Evangelien, Nachm. Vorlesung. Hebr. Cap. 12, v. 1. bis 15. Lasset uns ablegen die sünde, so uns immer anklebet, und trage machet, und lasset uns laufen durch geduld in dem kampfe, der uns ver⸗ ordnet ist; und aufsehen auf JE⸗ sum, den anfaͤnger und vollen⸗ der des glaubens, welcher, da er wol haͤtte moͤgen freude haben, er⸗ duldete er das ereuz, und achtete der schande nicht, und ist gesessen zur rechten auf dem stuhle SOttes. Gedenket an den, der ein solches widersprechen von den suͤndern wi⸗ der sich erduldet hat, daß ihr nicht in eurem muthe matt werdet, und ablasset: denn ihr habt noch nicht bis aufs blut widerstanden, uͤber dem kaͤmpfen wider die sunde; und habt bereits vergessen des trostes, der zu euch redet, als zu den kin⸗ dern: Mein sohn, achte nicht ge⸗ ringe die zuͤchtigung des HErrn, und verzage nicht, wenn du von ihm gestrafet wirst: denn welchen der HErr lieb hat, den zuͤchtiget er; er staͤupet aber einen jeglichen sohn, den er aufnimmt. So ihr die zuͤchtigung erduldet, so erbeut sich euch GOtt als kindern: denn wo ist ein sohn, den der vater nicht zůchtiget? seyd ihr aber ohne zuͤch⸗ tigung, welcher sie alle sind theil⸗ haftig worden/ so seyd ihr bastarte, Und nicht kinder. Auch so wir ha⸗ ben unsere leibliche vaͤter zu zuch⸗ tigern gehabt, und sie geschenet, sollten wir denn nicht vielmehr unterthan seyn dem geistlichen va⸗ ter, daß wir lehen? und jene zwar haben uns gezuͤchtiget wenige tage nach ihrem duͤnken; dieser aber zu nutz, auf daß wir seine heiligung erlangen. Alle zuͤchtigung aber, wenn sie da ist, duͤnket sie uns nicht freude, sondern traurigkeit zu seyn; aber darnach wird sie geben eine friedsame frucht der gerech⸗ tigkeit denen, die dadurch geuͤbet sind. Darum richtet wieder auf die laͤßigen haͤnde, und die muͤden knie; und thut gewisse tritte mit euren fuͤssen, daß nicht jemand strauchele wie ein lahmer; sondern vielmehr gesund werde. Jaget nach dem friede gegen jederman, und der heiligung, ohne welche wird nie⸗ mand den HErrn sehen. Und sehet darauf, daß nicht jemand GOttes gnade versaͤume, daß nicht etwa ei— ne bittere wurzel aufwachse, und unfriede anrichte, und viele durch dieselbige verunreiniget werden. Am 4. Soneag in der Fasten, oder Latare. Epistel, Hebr. Cap. 9, v. II. bis 16. COalt ist kommen, daß er sey ein hoherpriester der zu⸗ künftigen guͤter, durch eine groͤs⸗ sere und vollkommenere huͤtte, die nicht mit der hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist; auch nicht durch der boͤcke oder kaͤlber blut, sondern er ist durch sein eigen blut einmahl in das hei⸗ lige eingegangen, und hat eine ewige erloͤsung erfunden. Denn so der ochsen und der boͤcke blut, und die asche von der kuhe gesprenget, heiliget die unreinen zu der leib⸗ lichen reinigkeit: wie vielmehr wird das blut Christi/der sich selbst ohn allen waudel durch den heili— gen geist GOtt geopfert hat, unser gewissen reinigen von den todten werken, zu dienen dem lebendi⸗ gen GOtt? Und darum ist er auch ein mittler des neuen testaments, auf daß durch den tod/so geschehen ist zur erloͤsung von den uͤbertre⸗ tungen /(die unter dem ersten testa⸗ mente woren/ die, so berufen sind/ das verheissene ewige erbe em— pfahen. Evan⸗ 22 Evj Ih. Calv Esus syr! „Wialchert tsinde I die walt Abetihr u Hbttiß,der d Rcum hiret u niht rose elen de Judt ihR Sgel Düsen Sunn dch teuft! Ihhabekenc chre masheny chket nich; in ehke/ritaben Uldrrichttt.“ ahe euch: St wißd halten,; niht sehen E chsn die Jude au Hir de Mhraham ist g Hten, und ahand mein: des tog sicht! Bftdu mehrt Maham, wwet ump die ptoph wss machs dut suß antvortet hesehte, sy is Cgist aber m. Het, welchen Xott, U schabtt kenn asfeuete sie Waen muihm figfehral Hethen? Jes 2 148 EA Seenth 46 14 teeden r X.I Dh H N INI istt, /H iHe N N d NA IE I ch u ttt II I/ FHIX. 06 E T II NHii ö ut Nai N 1„ 7 ö uh nebst den Festlichen Vorlesungen. 31 Evangelium,‚ Joh. Cap. 8, v. 46. bis g9. Esus sprach zu den Juden: Welcher unter euch kann mich einer süͤnde zeihen? So ich euch aber die wahrheit sage, warum glaͤubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hoͤret GOttes wort: darum hoͤret ihr nicht; denn ihr seyd nicht von GOtt. Da antwor⸗ teten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Saͤmariter bist, und hast den teufel? IEsus antwortete: Ich habe keinen teufel, sondern ich ehre meinen vater, und ihr verun⸗ ehret mich; ich suche nicht meine ehre, es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Warlich, warlich ich sage euch: So jemand mein wort wird halten, der wird den tod nicht sehen ewiglich. Da spra⸗ chen die Juden zu ihm: Nun er⸗ kennen wir, daß du den teufel hast; Abraham ist gestorben und die pro⸗ pheten, und du sprichst: So jemand mein wort haͤlt, der wird den tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser vater Abraham, welcher gestorben ist? und die proͤpheten sind gestorben: was machst du aus dir selbst? IE⸗ sus antwortete: So ich mich sel⸗ ber ehre, so ist meine ehre nichts. Es ist aber mein vater, der mich ehret, welchen ihr sprechet: er sey euer GOtt/ und kennet ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und so ie wuͤrde sagen, ich kenne sein nicht/ so würde ich ein luͤgner, gleich wie ihr seyd; aber ich kenne ihn und halte sein wort. Abraham euer vater ward froh, daß er meinen tag sehen sollte, und er sahe ihn, und freuete sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht funfzig jahr alt und haß Abraham gesehen? JIEsus sprach zu ihnen: Warlich, waͤrlich ich sage euch: ehe denn Abraham war, bin ich. Da huben sie steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber JEsus verbarg sich, und gieng zum tem⸗ pel hinaus. Nachm. Vorlesung. Joh. Cap. 17. JEsus hub seine augen auf gen * himmel, und sprach: Vater, die stunde ist hie, daß du deinen sohn verklaͤrest, auf daß dich dein sohn auch verklaͤre. Gleichwie du ihm macht hast gegeben uͤber alles fleisch, auf daß er das ewige leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige leben, daß sie dich, daß du allein wahrerOtt bist, und den du gesandt hast JE-⸗ sum Christum, erkennen. Ich habe dich verklaͤret auf erden, und vol⸗ lendet das werk, das du mir gege⸗ ben hast, das ich thun sollte. Und nun verklaͤre mich, du vater, bey dir selbst, mit der klarheit, die ich bey dir hatte, ehe die welt war. Ich habe deinen namen offenbaret den menschen, die du mir von der welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein wort behalten. Nun wissen sie, daß alles, was du mirge⸗ geben hast, sey von dir: Denn die worte, die du mir gegeben hast, ha⸗ be ich ihnen gegeben, und sie haben es angenommen, und erkañt wahr⸗ haftig, daß ich von dir ausgegan⸗— hjgen bin, und glaͤuben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte fuͤr sie, und bitte nicht fuͤr die welt; sondern fuͤr die, die du mir gegeben hast: denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein, und ich bin in ih⸗ nen verklaͤret. Und ich bin nicht mehr in der welt; sie aber sind in der welt, und ich komme zu dir. Heiliger vater! erhalte sie in dei⸗ nem 3² Episteln und Evangelien, nem namen, die du mir gegeben hast, daß sie eines seyn, gleich wie wir. Dieweil ich bey ihnen war in der welt, erhielt ich sie in deinem namen. Die du mir gegeben hast, die habe ich bewahret, und ist kei⸗ ner von ihnen verlohren, ohne das verlohrne kind, daß die schrift er⸗ fuͤllet wuͤrde. Nun aber komme ich zu dir, und rede solches in der welt, auf daß sie in ihnen haben meine freude vollkommen. Ich habe ih⸗ nen gegeben dein wort, und die welt hasset sie: denn sie sind nicht von der welt, wie denn auch ich nicht von der welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der welt neh⸗ mest; sondern daß du sie bewahrest vor dem uͤbel. Sie sind nicht von der welt, gleich wie auch ich nicht von der welt bin. Heilige sie in dei⸗ ner wahrheit, dein wort ist die wahrheit. Gleich wie du mich ge— Deaohpn in die welt, so sende ich ie auch in die well. Ich heilige mich selbst fuͤr sie, auf daß auch sie geheiliget seyn in der wahrheit. Ich bitte aber nicht allein fuͤr sie; sondern auch fuͤr die, so durch ihr wort an mich glaͤuben werden, auf daß sie alle eines seyn, gleich wie du, vater! in mir, und ich in dir, daß auch sie in uns eines seyn, auf daß die welt glaͤube, du habest mich gesandt. Und ich habe ihnen gege⸗ ben die herrlichkeit, die du mir ge⸗ geben hast, daß sie eines seyn, gleich wie wir eines sind/ich in ihnen, und du in mir, auf daß sie vollkommen seyn in eines, und die welt erkenne, daß du mich gesandt hast, und lie⸗ best sie, gleich wie du mich liebest. Vater! ich will, daß, wo ich bin, auch die bey mir seyn, die du mir gegeben hast, daß sie meine herr⸗ lichkeit sehen, die du mir gegeben hast: denn du hast mich geliebet, ehe denn die welt gegruͤndet ward. Gerechter vater! die welt kennet dich nicht, ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich ge⸗ sandt hast. Und ich habe ihnen deinen namen kund gethan, und will ihnen kund thun, auf daß die liebe, damit du mich liebest, sey in ihnen, und ich in ihnen. Auf das Kest der Empfäng⸗ niß Christi, oder der Verkün⸗ digung Mariâ, so am fuͤnften Sonntage in der Fasten, oder Judira, gefeiert wird. Epistel, Jes. Cap. 7, v. 10. bis 16. Der HErr redete abermahl zu has und sprach: Fordere dir ein zeichen von dem.)Errn deinem Gott, es sey unten in der hoͤlle, oder droben in der hoͤhe. Aber Ahas sprach: Ich will es nicht fordern, daß ich den HErrn nicht versuche. Da sprach er: Wolan, so hoͤret ihr von dem hause David: Ist es euch zu wenig/ daß ihr die leute be⸗ leidiget, ihr muͤsset auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der HErr selbst ein zeichen ge⸗ ben: Siehe, eine jungfrau ist schwaͤnger, und wird einen sohn gebaͤhren, den wird sie heissen Im— manuel. Butter und honig wird er essen, daß er wisse boͤses zu ver⸗ werfen, und gutes zu erwaͤhlen. Evangelium, Lue. Cap. I, v. 26. bis 38. Der engel Gabriel ward gesandt von Gott in eine stadt in Ga⸗ lilaͤa, die heisset Nazareth, zu einer jungfrau, die vertrauet war einem manne, mit namen Joseph, vom hause David; und die jungfrau hieß Maria. Und der engel kam ju ihr hinein, und sprach: Ge⸗ grüsset seyst du, holdselige, der HeErr ist mit dir, du gebenedeyete unter den weibern. Da sie aber Ihn sahe, erschrack sie über 12 96. daß; ll r: Hütcht u hast gua Siehe/ durt n leibe/ u es namel her 110 b ͤchsten 1 60tt derhe inez yattts hird Einkon Jacopetigl teichs wird porach Miti ll deszugh einem mant mtwortett. heilige Hait nen/ und d pirddich ͤbe as helige,! vird wird werden. Und gefreundi if tinem sohnei het jlt im se eschrey is d Nenn ey G moͤgich.Mat he, schbin de⸗ Heschehe itz her engelschi ⁰ Min wir ͤül huth den Ms ftiede mitt neun Hehit auch: auben zu Aashir sehe Hoftungd nebst den Festlichen Vorlesungen. 5 I *, dahh P Itn ist das; Und der engel sprach zu ihr: Fuͤrchte dich nicht, Maria, du hast gnaͤde bey GOtt funden. e GStt der HErr wird ihm denstuhl in Na, un seines vaters David geben; und er Sdee z wird ein koͤnig seyn uͤber das haus Aft Jacob ewiglich, und seines koͤnig⸗ üsscl, reichs wird kein ende seyn. Da WMSENUPrach Maria zu dem engel: Wie s Elldas jugehen sintemahl ich von 10 gakeinem manne weiß. Der engel ahantwortete, und sprach zu ihr: Der HDensheilige Geißt wird über dich kom⸗ % itähmen, und die kraft des hoͤchsten hihl wird dich überschatten: darum auch 1%li das heilige, das von dir gebohren wird, wird GOttes sohn genennet Doch werden. Und siehe, Elisabeth deine Fus u gefreundiñ ist auch schwanger mit sieh einem sohne in ihrem alter, und ge⸗ üsstuhet jezt im sechsten monat, die im dn geschrey ist, daß sie unfruchtbar sey; Sshtdenn bey Gott ist kein ding un⸗ 6ehmoͤglich. Maria aber sprach: Sie⸗ g hn he, ich bin des HErrn magd, mir Ur itdsh geschehe, wie du gesaget hast: und Wll der engel schied von ihr. M Vorlesungen, (hül porm. Roͤm. Cap.§, b. I. bis 2r. chlug Wenn Nachmittags ein Stuͤck % der Passion, oder die Cpistel vor⸗ gelefen wird; Sonst bis v. 1u. 1 El Dälse,., 8 die andre Tva Halste. +—— Nun wir sind gerecht worden hei ang“durch den glauben, so haben wir friede mit GOtt, durch unsern errn JEsum Sprist. Durch wel⸗ un chen wir auch einen zugang haben 0 im glauben zu dieser gnade, dar in⸗ * nen wir stehen, und ruͤhmen uns V 1. der hoffnung der zuküͤnftigen herr⸗ „ rede, und dachte: welch ein gruß Siehe, du wirst schwanger werden uh im leibe, und einen sohn gebaͤhren, U h des namen sollt du JEsus heissen: — der wird groß, und ein sohn des Mdatz hochsten genennet werden: und lichkeit, die GOtt geben soll. Nicht allein aber das, soudern wir ruͤh⸗ men uns auch der truͤbsalen, die⸗ weil wir wissen, daß trübsal ge— duld bringet; geduld aber bringet erfahrung, erfahrung aber bringet hoffuung; hoffnung aber laͤsset nicht zu schanden werden: denn die liebe GOttes ist ausgegossen in uuser herz durch den heiligen geist, welcher uns gegeben ist: Denn auch Christus, da wir noch schwach waren, nach der zeit, ist fuͤr uns gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um des rechtes wil⸗ len; um etwas gutes willen dürfte vielleicht jemand sterben. Darum preiset GOtt seine liebe gegen uns, daß Christus fuͤr uns gestorben ist, da wir noch suͤuder waren. So werden wir je vielmehr durch ihn behalten werden vor dem zorn, nachdem wir durch sein blut ge⸗ recht worden sind: Denn so wir GoOtt versoͤhnet sind, durch den tod seines sohnes, da wir noch feinde waren, vielmehr werden wir selig werden durch sein le⸗ ben, so wir nun versoͤhnet sind. Nicht allein aber das sondern wir ruͤhmen uns auch GOttes, durch unsern HErrnIEsumChrist, durch welchen wir nun die versoͤhnung empfangen haben. ** * Di wie durch einen menschen die suͤnde ist kom̃en in die welt, und der tod durch die suͤnde, und ist also der tod zu allen menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündiget haben: Denn die sunde war wol in der welt, bis auf das gesetz; aber wo kein gesetz ist/ da achtet man der suͤnde nicht; Sondern der tod herrschete von Adam an bis auf Mosen, auch uͤber die,die nicht gesundiget haben, mit gleicher uͤbertretung/ wie Adam, C welcher 34 Episteln und Evangelien, welcher ist ein bild deß, der zukünf⸗ tig warz Aber nicht hält sichs mit der gabe, wie mit der sünde: denn so an eines suͤnde viele gestorben sind, so in vielmehr GOttes gnade und gabe vielen reichlich wieder⸗ fahren, durch die gnade des eini⸗ gen menschen JEsu Christi. Und nicht ist die gabe allein uͤber eine sünde, wie durch des einigen suͤn⸗ ders einige suͤnde alles verderben: denn das urtheil ist kommen aus einer suͤnde zur verdammnißz die gabe aber hilft auch aus vielen fuͤnden zur gerechtigkeit. Denn so um des einigen suͤnde willen der tod geherrschet hat durch den ei⸗ nen; vielmehr werden die, so da empfahen die fuͤlle der gnade der gabe zur gerechtigkeit, herrschen im leben, durch einen, IEsum Christ. Wie nun durch eines suͤnde die verdammniß uͤber alle men⸗ schen kommen ist:also ist auch durch eines gerechtigkeit die recht ferti⸗ gung des lebens uͤber alle men⸗ schen kommen: Denn gleich wie durch eines menschen ungehorsam viele sunder worden sind: also auch durch eines gehorsam werden vie⸗ le gerechte. Das gesetz aber ist ne⸗ ben einkommen, auf daß die suͤnde maͤchtiger wuͤrde. Wo aber die suͤn⸗ de maͤchtig worden ist, da ist doch die gnade viel maͤchtiger worden; Auf daß, gleich wie die suͤnde ge⸗ herrschet hat zu dem tode:also auch herrsche die gnade durch die ge⸗ rechtigkeit zum ewigen leben, durch JEsumChrist, unsern HErrn. Am Palm⸗Sonntage. Euyistel, Philip. Cap. 2, v. c. dis 13. Eid jeglicher sey gesinnet, wie IEsus Christus auch war. Welcher, ob er wol in goͤttlicher Sondern aͤusserte sich selbst, und nahm knechts gestalt an, ward gleich wieein ander mensch, und an geberden als ein mensch erfunden. Er erniedrigte sich selbst, und ward gehorsam bis zum tode, ja zum tode am ereuze. Darum hat ihn auch GOtt erhoͤhet, und hat ihm einen namen gegeben, der uber alle namen ist: daß in dem namen JEsu sich beugen sollen alle derer knie, die im himmel und auf erden, und unter der erden sind; und alle zungen bekennen sollen, daß IEsus Christus der HErr sey, zur ehre GOttes des baters. Also, meine liebsten, wie ihr allezeit seyd gehorsam gewesen, nicht allein in meiner gegenwaͤr⸗ tigkeitzsondern auch nun vielmehr in meinem abwesen, schaffet, daß ihr selig werdet mit furcht und zit⸗ tern: Denn Gott ist es, der in euch wirket, beide das wollen und das vollbringen, nach seinem wol⸗ gefallen. Statt des Evangelii, Jes. Cap. 53, welches auch Mach⸗ mittags vorgelesen wird. So spricht der HErr! Siehe, mein knecht wird weislich hun; und wird erhoͤhet, und sehr hoch erhaben seyn: Daß sich viel uͤber dir aͤrgern werden; weil sei⸗ ne gestalt haͤßlicher ist, denn ande⸗ rer leute; und sein ansehen, denn der menschen kinder. Aber also wird er viel heiden besprengen,daß auch koͤnige werden ihren mund gegen ihm zuhalten. Denn wel⸗ chen nichts davon verkuͤndiget is, dieselben werdens mit lust sehen: und die nichts davon gehoͤret ha⸗ ben, die werdens merken. Aber wem wird der arm des HErrn of⸗ gestalt war, hielt er es nicht fͤr einen raub, GoOtt gleich seyn. fenbahret? Denn er scheußt auf vor ihm wie ein reis, und wie eine wur⸗ wer glaͤubet unserer predigt? und Iurel dun tte keile“ en n 2 sill, die 1— der ab nehrtefe/ Eunkheit: E Run das a un dathig Hachtet. Fs hankheit, Ratzen. I sschenderl Ashlageng Mer er is Rilenerre sunde riler t liegtauz laͤtten: uie ind wit ged Ioeritte A x eauf seixk Mf unser v gefraft s. hat er se wie ein He ank gefül chaf, das d cheter, u hufthut. 1 getichtz anes leb eun er i audigentn sssethat g at. Undiz Ittloser, liher: ni schen und Iind * Yasz emg me I I s I N2 i HaDril Oi HIi H 4 Ah 1—ã7 * W 5.% Vueit H i me ItH Vauch HA f 61 t I ELX ih XXII Mi Oehhh ETIN ꝗNe RiA Hl h H e, RII I H Mllel, Il ih h V. Vh 100 10 V nebst den Festlichen Vorlesungen. wurzel aus duͤrrem erdreich. Er hatte keine gestalt noch schoͤne:wir sfahen ihn, aoer da war keine ge⸗ stalt, die uns gefallen haͤtte. Er war der allerverachteste und un⸗ wehrteste, voller schmerzen und krankheit: er war so verachtet, daß man das angesicht vor ihm ver⸗ barg; darum haben wir ihn nichts geachtet. Fuͤrwahr er trug unsere krankheit, und lud auf sich unsere schmerzen. Wir aber hielten ihn fůr den, der geplaget und von Ott geschlagen und gemartert waͤre. Aber er ist um unserer missethat willen verwundet, und um unserer sunde willen zerschlagen. Die stra⸗ fe liegt auf ihm, auf daß wir friede haͤtten: und durch seine wunden sind wir geheilet. Wir giengen alle in der irre wie schafe, ein jeglicher sahe auf seinen weg: aber der. HErr warf unser aller suͤnde auf ihn. Da er gestraft und gemartert ward/ thaͤt er seinen mund nicht auf: wie ein lamm, das zur schlacht— bank geführet wird; und wie ein schaf, das verstummet vor seinem scherer, und seinen mund nicht aufthut. Er ist aber aus der angst und gericht genommen, wer will seines lebens laͤnge ausreden? Denn er ist aus dem lande der le⸗ bendigen weggerissen, da er um die missethat meines volks geplaget war. Und er ist begraben wie ein gottloser, und gestorben wie ein reicher: wiewol er niemand un⸗ recht gethan hat, noch betrug in seinem munde gewest ist. Aber der HErr wollte ihn also zerschlagen mit krankheit. Wenn er sein le⸗ ben zum schuld⸗opfer gegeben hat: so wird er samen haben, und in die laͤnge leben, und des HErrn vornehmen wird durch seine hand durch sein erkenntniß wird er, mein knecht, der gerechte, viel ge⸗ recht machen; denn er traͤget ihre sůnden. Darum will ich ihm grosse menge zur beute geben, und er soll die starken zum raube haben: dar⸗ um, daß er sein leben in den tod gegeben hat, und den uͤbelthaͤtern gleich gerechnet ist, und er vieler suͤnde getragen hat, und fuͤr die uͤbelthaͤter gebeten. WoNachmittags uͤber die Pas⸗ sion geprediget wird, ist Vor⸗ mittags die Epistel zu erklaͤren. Am gruͤnen Donnerstage. Epistel, 1 Cor. Cap. n, v. 23 bis 32. ich habe es von dem HErrn empfangen, das ich euch ge⸗ geben habe: denn der HErr JE⸗ sus, in der nacht da er verrathen ward, nahm er das brot, dankete und brach es, und sprach: Neh⸗ met, esset, das ist mein leib, der fuͤr euch gebrochen wird, solches thut iu meinem gedaͤchtniß. Desselbi⸗ gen gleichen auch den kelch, nach dem abendmahl, und sprach: Die⸗ ser kelch ist das neue testament in meinem dlute; solches thut, so oft ihr es irinket, zu meinem ge⸗ daͤchtniß. Denn so oft ihr von diesem brote esset und von diesem kelche trinket, sollt ihr des HErrn tod verkuͤndigen, bis daß er koͤmmt. Welcher nun un wuͤr⸗ dig von diesem brote isset, oder von dem kelche des HErrn trinket, der ist schuldig an dem leibe und blute des HErrn. Der mensch pruͤfe aber sich selbst, und also esse er von diesem brote, und trinke von diesem kelche. Denn welcher un⸗ wuͤrdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber das gericht, fortgehen. Darum, daß seine seele gearbeitet hat, wird er seine lust sehen und die fuͤlle haben: und damit, daß er nicht unterscheidet den leib des HErrn. Darum sind C 2 auch 36 Episteln und Evangelien, auch so viel schwache und kranke unter euch, und ein gut theil schla⸗ fen. Denn so wir uns selber rich⸗ teten, so wuͤrden wir nicht gerich⸗ tet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir von dem HErrn gezuͤchtiget, auf daß wir nicht sam̃t der welt verdammet werden. Evangelium, Joh. Cap. 13, v. I. bis 16. or dem seste der ostern, da JEsus erkannte, daß seine zeit kommen war, daß er aus die⸗ ser welt gienge zum vater; wie er hatte geliebet die seinen, die in der welt waren, so liebete er sie bis an das ende. Und nach dem abend⸗ essen, da schon der teufel hatte dem Juda Simonis Ischarioth in das herz gegeben, daß er ihn verriethe, wußte JEsus, daß ihm der vater hatte alles in seine haͤnde gegeben, und daß er von GOtt kommen war, und zu GOtt gieng: stund er von dem abendmaͤhl auf, legete seine kleider ab, und nahm einen schurz und umgürtete sich. Dar⸗ nach goß er wasser in ein becken, hub an, den juͤngern die fuͤsse zu waschen, und trockuete sie mit dem schurz, damit er umguͤrtet war. Da kam er zu Simon Petro, und derselbe sprach zu ihm: HErr, soll⸗ test du mir meine fuͤsse waschen? JEsus antwortete und sprach zu ihm: Was ich thue, das weissest du jezt nicht, du wirst es aber her⸗ nach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollt du mir die fuͤsse waschen. JEsus ant⸗ wortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein theil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: HeErr, nicht die fuͤsse allein, sondern auch die haͤnde und das haupt. Spricht JEsus zu ihm: Wer gewaschen ist, der darf nicht, denn die fuͤsse waschen, son⸗ dern er ist ganz rein; und ihr sey d rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen verraͤther wol, darum sprach er: Ihr seyd nicht alle rein. Da er nun ihre fuͤsse gewaschen hatte, nahm er seine kleider und setzte sich wieder nieder, und sprach abermahl zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch gethan habe? Ihr heisset mich meister und herr, und saget recht daran, denn ich bin es auch. So nun ich, euer herr und meister, euch die füsse gewa⸗ schen habe, so sollet ihr auch euch unter einaͤnder die fuͤsse waschen. Ein beyspiel habe ich euch gege⸗ ben, daß ihr thut, wie ich euch ge⸗ than habe. Vorlesungen, Joh. Cap. 6, v. 47. bis 58. JEsus sprach: Wahrlich, wahr⸗ lich, ich sage euch: Wer an mich glaͤubet, der hat das ewige leben. Ich bin das brot des lebens. Eure vater haben manna gegessen in der wuͤste, und sind gestorben. Dis ist das brot, das vom himmel kommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. Ich bin das lebendige brot, vom himmel kommen; wer von diesem brot essen wird, der wird leben in ewigkeit. Und das brot, das ich geben werde, ist mein fleisch, welches ich geben werde fuͤr das leben der welt. Da zankten die juden unter einander, und sprachen: Wie kan dieser uns sein fleisch zu essen geben IEsus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das fleisch des menschen sohns/und trinken sein blut, so habt ihr kein leben in euch. Wer mein fleisch isset, und trinket mein blut, der hat das ewige leben, und ich werde ihn am jüngsten tage auferwecken: Denn mein fleisch ist die rechte speise, und mein blut ist der n r — tunk. W tunket me Hit/ und iaz sindt hat da Icn 5 nr Wich alch leben H— Nen it: nic Humana“ HHu. Der da Icenin ewis zem her nen und in sind diewerts Est achttt, da hhtrlich: uß bhibet ewigg dsctuiß ges dt onadieg Met. Erg firchten: sanen bunz gh seine ge 0 lldaß er! 2 huden. Dah sind wahrheg bott snd dht erhalte Mogeschehn I sendet II. er veg ksizlich ble Ariß sein sein 2 5N Enn is Piß eineft 4 en N sier in eh X H e s I Osuh N, W ih ge t et süt II NIn Dom s HHIi H V eth E E XI t R Ban I 0 0 4 d A I Ei I IN D — I nebst den Festlichen Vorlesungen. 37 trank. Wer mein fleisch isset, und trinket mein blut, der bleibet in mir/ und ich in ihm. Wie mich ge⸗ sandt hat der lebendige vater, und ich lebe um des vaters willen:also, wer mich isset, derselbige wird auch leben um meinet willen. Dis ist das brot, das vom himmel kom⸗ men ist: nicht, wie eure vaͤter ha⸗ ben manna gessen, und sind gestor⸗ ben. Wer dis brot isset, der wird leben in ewigkeit. * 4* oder: Ps. III. ch danke dem HErrn von gan⸗ zem herzen, im raht der from⸗ men und in der gemeine. Groß sind die werke des HErrn; wer ih⸗ rer achtet, der hat eitel lust daran. Was er ordnet, das ist löblich und herrlich: und seine gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein ge⸗ daͤchtniß gestiftet seiner wunder, der gnaͤdige und barmherzige HErr. Er giebt speise denen, so ihn fuͤrchten: er gedenket ewiglich an seinen bund. Er laͤsset verkuͤndi⸗ gen seine gewaltige thaten seinem volk/ daß er ihnen gebe das erbe der heiden. Die werke seiner haͤnde sind wahrheit und recht, alle seine gebote sind rechtschaffen. Sie wer⸗ den erhalten immer und ewiglich, und geschehen treulich und redlich. Er sendet eine erloͤsung seinem volk: er verheisset, daß sein bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein name. Die furcht des HErrn ist der weisheit anfang; das ist eine feine klugheit; wer dar⸗ nach thut, des lob bleibet ewiglich. Am ersten Oster⸗Tage. Epistel, 1Cor. Cap. 6, v. 6. bis 8. uer ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig sauer⸗ teig den ganzen teig versaͤuert? Darum feg et den alten sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer teig seyd, gleich wie ihr ungesaͤuert seyd. Denn wir haben auch ein osterlamm, das ist Christus, fuͤr uns geopfert. Darum lasset uns ostern halten, nicht im alten sauer⸗ teige, auch nicht im sauerteige der bosheit und schalkheit, sondern iu dem suͤßteige der lauterkeit und wahrheit. Evangelium, Mare. Cap. 16, v. 1. bis 8. D der sabbath vergangen war, kauften Maria Magdalena, und Maria Jacobi und Salome speeerey, auf daß sie kaͤmen und sal⸗ beten IEsum. Und sie kamen zum grabe an einem sabbather sehr fruͤhe, da die sonue aufgieng. Und sie sprachen unter einander: Wer waͤlzet uns den stein von des grabes thuͤr? Und sie sahen da⸗ hin und wurden gewahr, daß ber stein abgewaͤlzet war; denn er war sehr groß. Und sie giengen hinein in das grab und sahen ei⸗ nen juͤngling zur rechten hand sitzen, der hatte ein lang weiß kleid an; und sie entsatzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht: ihr suchet JEsum von Nazareth, den geereutigten; er ist auferstanden, und ist nicht hie, siehe da die staͤtte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und saget es seinen jüngern und Petro, daß er vor euch hingehen wird in Galilaͤa, da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesaget hat. Und sie giengen schnell heraus, und flohen von dem grabe; denn es war sie zittern und entsetzen ankommen, und sagten niemand nichts; denn sie furchten sich. Vorlesungen, Vormitt. Matth Cap. 28. Ann abend des sabbaths/welcher anbricht am morgen des ersten O C 3 feyer⸗ 38 Episteln und Evangelien feyertags der sabbathen kam Ma⸗ ria Magdalena, und die andere Maria, das grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein groß erdbeben: denn der engel des HErrn kam vom himmel herab/ trat hinzu, und waͤl⸗ zete den stein von der thuͤr, und satz⸗ te sich darauf. Und seine gestalt war wie der blitz, und sein kleid weiß als der schnee. Die huͤter er⸗ schraken vor furcht, und wurden als waͤren sie todt. Aber der engel antwortete, und sprach zu den wei⸗ bern: Fuͤrchtet euch nicht,ich weiß, daß ihr FEsum den gekreuzigten suchet. Er ist nicht hie, er ist aufer⸗ standen, wie er gesagt hat. Kom⸗ met her/ und sehet die staͤtte, da der HErr gelegen hat. Und gehet ei⸗ lend hin, und saget es seinen jün⸗ gern, daß er auferstanden sey von den todten. Und siehe, er wird vor euch hingehen in Galilaͤam, da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesaget. Und sie gien⸗ gen eilend zum grabe hinaus, mit furcht und grosser freude, und lie⸗ fen, daß sie es seinen juͤngern ver⸗ kuͤndigten. Und da sie giengen, sei⸗ nen juͤngern zu verkuͤndigen, siehe, da begegnete ihnen JEsus, und sprach: Seyd gegruͤsset. Und sie traten zu ihm, und griffen an seine fuͤsse undfielen vor ihm nieder. Da sprach JEsus zu ihnen: Fuͤrchtet euch uicht, gehet hin, und verkuͤndi⸗ get es meinen bruͤdern, daß sie ge⸗ hen in Galilaͤam, daselbst werden sie mich sehen. Da sie aber hingien⸗ gen/ siehe, dakamen etliche von den huͤtern in die stadt, und verkuͤndis⸗ ten den hohenpriestern alles, was geschehen war. Und sie kamen zu⸗ sammen mit den aͤlteßen, und hiel⸗ ten einen rath, und gaben den kriegs⸗knechten geldes genug, und kamendes Saget: Seine jünger amen des nachte, und stahlen ihn, dieweil wir schliefen. Und wo es wuͤrde auskommen bey dem land⸗ pfleger, wollen wir ihn stillen, und schaffen, daß ihr sicher seyd. Und sie nahmen das geld, und thaͤten, wie sie gelehret waren. Solches is eine gemeine rede worden bey den juͤden, bis auf den heutigen tag. Aber die eilf juͤnger giengen inGa⸗ lilaͤhm auf einen berg, dahin J&⸗ sus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder etliche aber zweifelten. Und JE⸗ sus trat zu ihnen/ redete mit ihnen, und sprach: Mir ist gegeben alle gewalt im himmel und auf erden. Darum gehet hin, und lehret alle voͤlker, und taufet sie im namen des vaters, und des sohus, und des hei⸗ ligen geistes. Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bey euch alle tage, bis an der welt ende. ** * Nachm. 1Petr. Cap. 1, v. 3. bis 21. Gan sey GOtt und der va⸗ ter unsers HErrn JEsu Chri⸗ sti, der uns nach seiner grossen barmherzigkeit wiedergebohren hat zu einer lebendigen hoffnung, durch die auferstehung JEsu Chri⸗ sti von den todten, iu einem unvergaͤuglichen und unbefleckten und unverwelklichen erbe, das be⸗ halten wird im himmel, euch, die ihr aus GOttes macht durch den glauben bewahret werdet zur selig⸗ keit, welche zubereitet ist, daß sie offenbar werde iu der lezten zeit/ in welcher ihr euch freuen werdet/ die ihr jest eine kleine zeit(wo es seyn soll) traurig seyd in man⸗ cherley aufechtungen, auf daß euer glaube rechtschaffen, und viel köft, licher erfunden werde, denn das vergaͤngliche gold, das durch das feuer bewaͤhret wird, zu lobe, wenn nun offen⸗ wel⸗ chen preis und ehre, baret wird JEsus Christus, —7 au iht hube N Hl,wier Itdet il; Ahisthle stade/ Ui hens duoo Hlelen sehts Iget hat schet dert& Hufigen d habe r aftelchen tite di 9 Har/ mdEr den, Ne Hertlike Aebitet x icht hut R Wanrs siget ist die fium vs n heiliz Hndt/ wis et zu schz die lendis süchterni Rant auf Eenn wilts Müch e der, vnd N. en lüstchs m der g ig st set Hrem wz thtieben aun ich l b0 eanseheh liles segte mwaun it furct nicht m odet gol;; ateln ne weise; blute Er O4 1 .9 /HIti %H Mescht e ges e Dhe tch e ILII X ihte SOseun eh ttatt A tüt l m IN itsem AX. Khlhhs LXLXI „N Wichth E EX . u Vottt Nm. EI ö 4 IU Aelhi hR Wthuth eh x III umt cche nm C r rl „ 10 V nebst den Festlichen Vorlesungen. 3⁰ chen ihr nicht gesehen, und doch lieb habet, und nun an ihn glaͤu⸗ bet, wiewol ihr ihn nicht sehet; so werdet ihr euch freuen mit un⸗ aussprechlicher und herrlicher freude, und das ende eures glau⸗ bens davon bringen, nemlich der seelen seligkeit. Nach welcher se⸗ ligkeit haben gesuchet und gefor⸗ schet die propheten, die von der zu⸗ kunftigen gnade auf euch geweis⸗ saget haben: Und haben geforschet, auf welche und welcherley zeit deu⸗ tete der geist Christi, der in ihnen war, und zuvor bezeuget hat die leiden, die in Christo sind, und die herrlichkeit darnach; welchen es offenbaret ist, denn sie habens nicht ihnen selbst, sondern uns dar⸗ gethan: welch es euch nun verkuͤn⸗ diget ist durch die, so euch das eban⸗ gelium verkuͤndiget haben, durch den heiligen geist vom himmel ge⸗ sandt, welches auch die engel gelu⸗ stet zu schauen. Darum so beguͤrtet die lenden eures gemuͤhts, seyd nuͤchtern, und setzet eure hoffnung ganz auf die gnade, die euch ange⸗ boten wird durch die offenbarung JEsu Christi; Als gehorsame kin⸗ der, und stellet euch nicht gleich wie vorhin, da ihr in unwissenheit nach den luͤsten lebetet; sondern nach dem/ der euch berufen hat, und hei⸗ lig ist, seyd auch ihr heilig in allem eurem wandel. Denn es stehet ge⸗ schrieben: Ihr sollt heilig seyn, denn ich bin heilig. Und sintemahl ihr den zum vater anrufet, der oh⸗ ne ansehen der person richtet, nach eines jehlichen werk; so fuͤhret eu⸗ ren wandel, so lange ihr hie wallet, mit furchten: Und wisset, daß ihr nicht mit vergaͤnglichem silber oder golde erloͤset seyd von eurem eiteln wandel, nach vaͤterlicher weise; sondern mit dem theuren blute Christi, als eines unschul⸗ digen und unbefleckten lammes. Der zwar zuvor versehen ist, ehe der welt grund geleget ward, aber offenbaret zu den lezten zeiten um euret willen: die ihr durch ihn glaͤubet an GOtt, der ihn aufer⸗ wecket hat von den todten, auf daß ihr glaͤuben und hoffnung zu GOtt haben moͤgtet. Am andern Oster-Tage. Epistel, Ap. Gesch. Cap. 10, v. 34. bis 41. Pand that seinen mund auf, und sprach: Nun erfahre ich mit der wahrheit, daß GOtt die person nicht ansiehet; son⸗ dern in allerley volk, wer ihn fuͤrchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wol von der predigt, die GOtt zu den kin⸗ dern Israel gesandt hat, und ver⸗ kundigen lassen den frieden durch IEsum Christum(welcher ist ein DErr über alles) die durch das ganze jůdi sche land geschehen ist, und angegangen in Galilaͤa na der taufe, die Johannes predigte; wie GOtt denselben IEsum von Nazareth gesalbet hat mit dem heiligen geiste und kraft; der um⸗ her gezogen ist, und hat wol ge⸗ than, und gesund gemacht alle, die vom teufel überwaͤltiget waren, denn GOtt war mit ihm. Und wir sind zeugen alles deß, daß er gethan hat im jůdischen lande und zu Jerusalem: den haben sie ge⸗ tödtet und an ein holz gehangen. Denselbigen hat GOtt auferwek⸗ ket am dritten tage, und ihn lassen offenbar werden, nicht allem volke, sondern uns, den vorerwaͤhlten zeugen von GOtt, die wir mit ihm gegessen und getrunken ha⸗ ben, nachdem er auferstanden ist von den todten. C 4 Evan⸗ 4⁰ Episteln und Evangelien, Evangelium, Luc. Cap. 24, v. 13. bis 36. Zwsden aus den juͤngern JEsu giengen an dem tage seiner auf⸗ erstehung in einen flecken, der war von Jerusalem sechzig feldweges weit, deß namen heisset Emmaus. Und sie redeten mit einander von allen diesen geschichten. Und es geschahe, da sie so redeten, und be⸗ fragten sich mit einander, nahete IEsus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber ihre augen wur— den gehalten, daß sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fuͤr reden, die ihr zwischen euch handelt unterwe— ges, und seyd traurig? Da ant— wortete einer mit namen Cleo— phas, und sprach zu ihm: Bist du allein unter den fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen tagen darinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Wel⸗ ches! Sie aber sprachen zu ihm: Das von JEsu von Nazareth, welcher war ein prophet, maͤchtig von thaten und worten, vor GOtt und allem volke, wie ihn unsere hohepriester und obersten uͤberant— wortet haben zum verdammniß des todes, und geereuziget; wir aber hoffeten, er sollte Israel er⸗ loͤsen: und uͤber das alles ist heute der dritte tag, daß solches geschehen ist. Auch haben uns er⸗ schrecket etliche weiber der unsern, pheten geredet haben. Mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner herrlichkeit eingehen? Und fieng an von Mose und allen propheten, und legte ihnen alle schrift aus, die von ihm gesaget waren. Und sie kamen nahe zu dem flecken, da sie hingiengen: und er stellete sich, als wollte er voͤrder gehen; und sie noͤhtigten ihn, und sprachen: Bleibe bey uns, denn es will abend werden, und der tag hat sich geneiget. Und er gieng hinein, bey ihnen zu bleiben. Und es geschahe, da er mit ihnen zu tische saß, nahm er das brot, dankete, brach es, und gab es Eaecer Da wurden ihre augen geoͤffnet, und erkenneten ihn, und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen unter einander: Brannte nicht unser herz in uns, da er mit uns redete auf dem wege, als er uns die schrift oͤffnete? Und sie stunden auf zu derselbigen stunde, kehreten wieder gen Jerusalem, und funden die eilfe versammlet, und die bey ihnen waren, welche sprachen: Der HErr ist wahrhaf⸗ tig auferstanden, und Simoni erschienen. Und sie erzaͤhleten ihnen, was auf dem wege gesche⸗ hen war, und wie er von ihnen erkannt waͤre an dem, da er das brot brach. Vorlesungen, Vorm. ICor. Cap. 16, v. I. bis 22. die sind fruͤhe bey dem grabe ge⸗ Iv erinnere euch, lieben bruͤder! wesen, haben seinen leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein gesicht der engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und et⸗ liche unter uns giengen hin zum des evangelii, das ich euch ver⸗ kuͤndiget habe, welches ihr auch an⸗ genommen habt, in welchem ihr auch stehet. Durch welches ihr auch selig werdet, welcher gestalt ich es grabe, und funden es also, wie die euch verkuͤndiget habe/ so ihr es be⸗ weiber sagten, aber ihn funden sie halten habt, es ware denn, daß ihr nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr thoren und traͤges herzens, zu glaͤuben alle dem, das die pro⸗ es umsonst geglaͤubet haͤttet. Denn ich habe euch zufoͤrderst gegeben, welches ich auch empfangen Dögh hGh soke snden er heg ahsserstands nach der se sehen word! niach von de en geschent sünf hundet dartrrochv sigd entschl. m05 woh uoch von g tin nach alk ass einer un hen wordeng gste unt ich nicht u. apostel heifs gemeine He Mer vonn ddoichbingg il nicht vel dern ich ho denn sie alz Ghm Gsey nun Wen uit, Aäldet. Es Met wird/ len aufersan kliche utz lung det tt, (her die aiß schts; so s ufersfand sicht auferz ehigtbergz Haube vergs Ler auch eiz ttes,daßnn it hätten, hecket, 94 sitt,snt Huferßehend uch nicht sus abern, huer lauhn EIM Wetdeng D 4 +* / ch Ar iyng X.I tuWMin H en r RH ft Reu Detech ud eilfe ReH A e n He ett duft, i. n 10 fl „N dehy ru t e IutH et E. Osuh 4 R. 1 b.. I RI e Im A/ h Achen V nebst den Festlichen Vorlesungen. 41 daß Christus gestorben sey fuͤr un⸗ sere suͤnden nach der schrift; Und daß er begraben sey, und daß er auserstanden sey am dritten tage nach der schrift; Und daß er ge⸗ sehen worden ist von Kephas, dar⸗ nach von den zwoͤlfen. Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fuͤnf hundert bruͤdern auf einmahl, derer noch viele leben; etliche aber sind entschlafen. Darnach ist er gesehen worden von Jaeobo, dar— nach von allen aposteln. Am lez⸗ ten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen gebuhrt, gese—⸗ hen worden. Denn ich bin der ge⸗ ringste unter den aposteln, als der ich nicht wehrt bin, daß ich ein apostel heisse, darum, daß ich die gemeine Gottes verfolget habe. Aber von GOttes gnade bin ich, das ich bin, und seine gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen; son⸗ dern ich habe vielmehr gearbeitet, denn sie alle; nicht aber ich, son⸗ dern GOttes gnade, die mit mir ist. Es sey nun ich oder jene, also pre⸗ digen wir, und also habt ihr ge⸗ glaͤubet. So aber Christus gepre⸗ diget wird, daß er sey von den tod⸗ ten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch: Die auferste-⸗ hung der todten sey nichts? Ist aber die auferstehung der todten nichts; so is auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere predigt vergeblich; so ist auch euer glaube vergeblich. Wir würden aber auch erfunden falsche zeugen Gottes, daßwir widerGOtt gezeu⸗ get haͤtten, er haͤtte Christum auf— erwecket, den er nicht auferwecket haͤtte, sintemahl die todten nicht auferstehen: Denn so die todten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Chri⸗ stus aber nicht auferstanden, so is euer glaube eitel, so seyd ihr noch in euren sünden. So sind auch die, so in Christo entschlafen sind, ver⸗ lohren. Hoffen wir allein in die— sem leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter allen men⸗ schen. Nun aber ist Christus auf⸗ erstanden von den todten, und der erstling worden unter denen, die da schlafen. Sintemahl durch ei⸗ nen menschen der tod, und durch einen menschen die auferstehung der todten kommt: Denn gleich⸗ wie sie in Adam alle sterben: also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden. Nachm. 1 Cor. C. 16,/ v. 30. bis 38. Manle jemand sagen: Wie wer⸗ den die todten auferstehen? und mit welcherley leibe werden sie kommen? Du narr, das du saͤe st, wird nicht lebendig, es sterbe denn. Und das du saͤest, ist ja nicht der leib, der werden soll: sondern(in blos korn, nemlich weizen, oder der andern eins. GOtt aber giebt ihm einen leib, wie er will: und einem jeglichen von den samen seinen eigenen leib. Nicht ist alles fleisch einerley fleisch: sondern ein ander fleisch ist der menschen, ein anders des viehes, ein anders der fische, ein anders der voͤgel. Und es sind himmlische koͤrper, und ir⸗ dische koͤrper. Aber eine andere herrlichkeit haben die himlischen, und eine andere die irdischen. Eine andere klarheit hat die sonne, eine andere klarheit hat der mond, eine andere klarheit haben die sterne: deñ ein stern uͤbertrifft den andern nach der klarheit. Also auch die auferstehung der todten. Es wird gesaͤet verweslich, und wird aufer⸗ stehen unverweslich. Es wird ge⸗ saͤet in unehre, und wird H hen in herrlichkeit. Es wird gesaͤet in schwachheit, und wird auferste⸗ hen in kraft. Es wird gesaͤet ein C 5 na⸗ 42 Episteln und Evangelien, natuͤrlicher leib, und wird aufer⸗ stehen ein geistlicher leib. Hat man einen natuͤrlichen leib, so hat man auch einen geistlichen leib. Wie es geschrieben stehet: Der erste mensch Adam ist gemacht ins natuͤrliche leben, und der letzte Bdam ins geistliche leben; Aber der geistli⸗ che leib ist nicht der erste; sondern der natuͤrliche, darnach der geistli⸗ che. Der erste mensch ist von der er⸗ de, und irdisch; der andere meusch ist der HErr vom himmel. Wel⸗ cherley der irdische ist, solcherley sind auch die irdischen, und wel⸗ cherley der himmlische ist, solcher⸗ let sind auchdie himmlischen. Und wie wir getragen haben das bild des irdischen: also werden wir auch tragen das bild des himmli⸗ sichen. Davon sage ich aber, lieben hruͤder! daß fleisch und blut nicht kuͤnnen das reich GOttes ererben, alich wird das verwesliche nicht er⸗ den das unverwesliche. Siehe, ich sage euch ein geheimniß: Wir wer⸗ den nicht alle entschlafen, wir wer⸗ den ab er alle verwandelt werden. Und dasselbige ploͤtzlich in einem augenblick, zur zeit der letzten po⸗ aune: denn es wird die posaune challen, und die todten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden: Denn dis verwesliche muß anziehen das unverwesliche, und dis sterbliche muß anziehen die unsterblichkeit. Wenn aber dis verwesliche wird anziehen das unverwesliche, und dis sterbliche wird anziehen die un⸗ sterblichkeit: denn wird erfuͤllet werden das wort, das geschrieben stehet: Der tod ist verschlungen in den sieg. Tod, wo ist dein stachel? hoͤlle, wo ist dein sieg? Aber der stachel des todes ist die sünde; die kraft aber der suͤnde ist das gesetz. Gott aber sey dank, der uns den sieg gegeben hat, durch unsern HErrn JEsum Christum. Darum, meine lieben bruͤder! seyd feste nn⸗ beweglich, und nehmet immer zu in dem werke des HErrn, sintemahl ihr wisset, daß eure arbeit nicht vergeblich ist in dem HErrn. Am ersten Sonntage nach Ostern, Quasimodogeniti genannt. Epistel, 1 5d. alanbe 5 Jesuss er da glaͤubet, daß JEsus sey Woer Christ, der ist von GOtt gebohren. Und wer da liebet den, der ihn gebohren hat: der liehet auch den, der von ihm gebohren is. Daran erkennen wir, daß wir Gottes kinder lieben: wenn wir Gᷣott lieben, und seine gebote halten. Denn das ist die liebe zu GoOtt, daß wir seine gebote halten: und seine gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von GOtt geboh⸗ ren ist, uͤberwindet die welt; und unser glaube ist der sieg, der die welt uͤberwunden hat. Wer ist aber, der die welt uͤberwindet, ohne der da glaͤubet, daß IEsus Gottes sohn ist? Dieser ist es der da koͤmmt mit wasser und blut, IEsus Christus; nicht mit wasser allein, sondern mit wasser und blute. Und der Geist ist es, der da zeuget, daß geist wahrheit ist. Denn drey sind, die da zeugen im himmel; der vater, das wort und der heilige geist, und diese drey sind eins. Und drey sind die da zeugen auf erden: der geiff, und das wasser, und das blut/ und die drey sind beysammen. So wir der menschen zeugniß annehmen; so ist GOttes zeugniß groͤsser: denn GOttes zeugniß ist das, das er gezeuget hat von seinem sohne. Wer da glaͤubet an den sohn Gottes, der hat solches zeugniß bey ihm. Wer GOtt nicht* —..— der mache er glaͤubet GOttien das ist da das epigt solches ll Wer dens das lebe: nicht hat Solche die iht gla sohnte set, Mhih und daß ih des sohnes 70 JYh. E Al oheh N N und V 6 ren/ aus kampeste und shricht mit zuch! zeigete er seing seitt froh, daß Da stuh, nen Fried wie mich d so sinde id sagete/ bli Herrn! iu hnen:“ seinsen hand un lege me mahl, und seitessit, Und über 11 ttj . — —— Dse ah Wod 0HH hat EXIII dun er u Oe Plithen Ott Hund el l NXI I NX I AXI Hih%H et ᷓ Hen „ eltt N Wa 100 . has l I . X I I. LI U N. ‚ 8 der machet ihn zum luͤgner: denn er gläubet nicht dem zeugniß, das Gott zeuget von seinem sohn. Und das ist das zeugniß, daß uns GoOtt das ewige leben hat gegeben: und solches leben ist in seinem sohn. und daß ihr glaͤubet an den namen nebst den Festlich e u Vorlesungen. Wer den sohn GoOttes hat, der hat das leben: wer den sohn GOttes nicht hat, der hat das leben nicht. Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glaͤubet an den namen des sohnes GOttes: auf daß ihr wis⸗ set, daß ihr das ewige leben habet, des sohnes GOttes. Evangelium, Joh. Cap. 20, v. 19. bis 31. Ar abend desselbigen sabbaths, da die juͤnger versammlet, und die thuͤren verschlossen wa⸗ ren, aus furcht vor den juden; kam JIEsus und trat mitten ein, und spricht zu ihnen: Friede sey mit euch! Und als er das sagete, zeigete er ihnen die haͤnde und seine seite; da wurden die juͤnger froh, daß sie den HErrn sahen. Da sprach IEsus abermahl zu ih⸗ nen: Friede sey mit euch! Gleich wie mich der vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagete, blies er sie an, und spricht zu ihnen: Nehmet hin den hei⸗ ligen geist: welchen ihr die sunde erlasset, denen sind sie erlassen: und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der zwoͤlfen einer, der da heisset zwilling, war nicht bey ihnen, da IEsus kam. Da sagten die an⸗ dern juͤnger zu ihm: Wir haben den HErrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sey denn, daß ich in seinen haͤnden sehe die naͤgelmahl/ und lege meine finger in die naͤgel⸗ mahl, und lege meine hand in mahl seine juͤnger drinnen, und Thomas mit ihnen: koͤmmt IE⸗ sus, da die thuͤren verschlossen wa⸗ ren, und tritt mitten ein, und spricht: Friede sey mit euch. Dar⸗ nach spricht er zu Thoma: Reiche deine finger her, und siehe meine haͤnde; und reiche deine hand her, und lege sie in meine seite, und sey nicht unglaͤubig, sondern glaͤubig. Thomas autwortete und sprach zu ihm: Mein HErr und mein Gott! Spricht JEsus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thoma, so glaͤubest du: selig sind, die nicht sehen, und doch glaͤuben. Auch viel andere zeichen that JE⸗ sus vor seinen jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem buche; diese aber sind geschrieben; daß ihr glaͤubet, IEsus sey Christus, der sohn GOttes, und daß ihr durch den glauben das leben habt in seinem namen. Am andern Sonntage nach Ostern, misericordias Do⸗ mini genannt. Epistel, 1 Petr. Cap. 2, v. 19. bis 25. as ist gnade, so jemand um des gewissens willen zu GOtt das uͤbel vertraͤgt, und leidet das unrecht. Denn was ist das fuͤr ein ruhm, so ihr um missethat willen streiche leidet? Aber wenn ihr um wolthat willen leidet und erduldet, das ist gnade bey GOtt. Denn da⸗ zu seyd ihr berufen, sintemahl auch Christus gelitten hat fuͤr uns, und uns ein vorbild gelassen, daß ihr sollet nachfolgen seinen fußtapfen, Welcher keine suͤnde gethan hat, ist auch kein betrug in seinem munde erfunden; welcher nicht wieder schalt, da er gescholten seine seite, will ichs nicht glaͤuben. Und uͤber acht tage waren aber⸗ ward, nicht draͤuete, da er litte; er stellete es aber dem heim, da U 44 Episteln und Evangelien, da recht richtet. Welcher unsere suůnden selbst geopfert hat an sei⸗ nem leibe auf dem holze, auf daß wir der suͤnde abgestorben, der ge⸗ rechtigkeit leben: durch welches wunden ihr seyd heil worden. Denn ihr waret wie die irrende schafe, aber ihr seyd nun bekeh⸗ tet zu dem hirten und bischof eu⸗ rer seelen. Evangelium, Joh. Cap. 10, v. 12. bis 18. JEsus sprach: Ich bin ein guter V hirte, ein guter hirte laͤsset sein leben fuͤr die schafe: ein mietling aber, der nicht hirte ist, deß die scha⸗ fe nicht eigen sind, siehet den wolf kommen, und verlaͤsset die schafe, und fleucht; und der wolf erha⸗ schet und zerstreuet die schafe. Der mietling aber fleucht, denn er ist ein mietling, und achtet der schafe nicht. Ich bin ein guter hirte, und erkenne die meinen, und bin be⸗ kannt den meinen; wie mich mein vater kennet, und ich kenne den va⸗ ter, und ich lasse mein leben fuͤr die schafe. Und ich habe noch andere schafe, die sind nicht aus diesem stalle, und dieselbige muß ich her⸗ fuͤhren, und sie werden meine stimme hoͤren, und wird eine heer⸗ de und ein hirte werden. Darum liebet mich mein vater, daß ich mein leben lasse, auf daß ichs wie⸗ der nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich habe es macht zu lassen, und habe es macht wieder zu nehmen. Solches gebot habe ich empfangen von meinem vater. Am dritten Sonntage nach Ostern, Jubilate genannt. Epistel, Petr. Cap., v. 1u. bis 18. Lieben bruͤder, ich ermahne euch, als die fremdlinge und pil⸗ grimm: enthaltet euch von fleisch⸗ lichen luͤsten, welche wider die seele streiten; und fuͤhret einen guten wandel unter den heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von uͤbelthaͤtern, eure gute werke sehen und GOtt preisen, wenn es nun an den tag kommen wird. Seyd unterthan aller menschlichen ord⸗ nung, um des HErrn willen, es sey dem koͤnige, als dem obersten; oder den hauptleuten, als den ge⸗ sandten von ihm, zur rache uͤber die uͤbelthaͤter, und zu lobe den frommen. Denn das ist der wille GOttes, daß ihr mit wolthun ver⸗ stopfet die unwissenheit der thoͤ⸗ richten meuschen, als die freyen, und nicht als haͤttet ihr die frey⸗ heit zum deckel der bosheit, son⸗ dern als die knechte GOttes. Thut ehre jedermann. Habet die brüder lieb. Fuͤrchtet Gott: ehret den koͤnig. Ihr knechte, seyd unterthan mit aller furcht den herren, nicht allein den guͤtigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. Evangelium, Joh. Cap. 16, v. 16. bis 23. JEsus sprach zu seinen juͤngern: O ueber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein kleines, so werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum vater. Da sprachen etliche unter seinen jüngern unter einander: Was ist das? das er saget zu uns: Ueber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ich zum vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, das er saget: uͤber ein klei⸗ nes? wir wissen nicht was er re⸗ det. Da merkte JEsus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraget ihr unter ein⸗ —— Ruape, ibersein k nichnicht fleines/ so Wahrlich, Ir verde aber die M aber wetde 1.— kehret wetd sie gabient, deunshre su sie aher dae denkck sie n um der fte mensch zut Und ihr ha keit, abet i⸗ hen, und el und eure fte euch sehmen gen tshe we frageh. ——— Am bierte Ofern, I Ihe. Can 0 ist N sechtung dem er hewi kronedesleh GOtt verhe lieb haben.! er bersucht v versuht wer nicht kin her hersuchet nie seglicher pird hon stintte⸗ nd 1**0 Nie lu empf se diesünde. se vollendet lod. kret! ulle güte gat mene gabef Ion dem 9 W 10 Dd AII 10%% A NI EIH sht t h un Weri E chtt un u ilh ell hth Ras Awile H u Re RI-H¹US. h b.( P Khet It 0 I 010 nebst den Festlichen Vorlesungen. 45 einander, daß ich gesagt habe: uͤber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen aber die welt wird sich freuen, ihr aber werdet traurig seyn: doch eure traurigkeit soll in freude ver⸗s kehret werden. Ein weib, wenn sie gebieret, so hat sie traurigkeit, denn ihre stunde ist kommen: wenn sie aber das kind gebohren hat, denket sie nicht mehr an die angst, um der freude willen, daß der mensch zur welt gebohren ist. Und ihr habt auch nun traurig— keit, aber ich will euch wieder se⸗ hen, und euer herz soll sich freuen, und eure freude soll niemand von euch nehmen; und an demselbi⸗ gen tage werdet ihr mich nichts fragen. Am vierten Sonntage nach Ostern, Cantate genannt. Epistel, Jac. Cap. 1, v. 12. bis 21. elig ist der mann, der die an⸗ fechtung erduldet: denn nach⸗ dem er bewaͤhret ist, wird er die krone des lebens empfahen; welche Gott verheissen hat denen, die ihn lieb haben. Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von GOtt versucht werde. Denn Gott ist nicht ein versucher zum boͤsen, er versuchet niemand: sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen lust gereizet und gelocket wird. Darnach wenn die lust empfangen hat, gebiehret sie die sůnde: die sunde aber, wenn sie vollendet ist, gebiehret sie den tod. Irret nicht/ lieben bruͤder! alle gute gabe, und alle vollkom⸗ welchem is keine veraͤnderung noch wechsel des lichtes und fin⸗ sterniß. Er hat uns gezeuget nach seinem willen, durch das wort der wahrheit, auf daß wir waͤren erstlinge seiner ereaturen. Dar⸗ um, lieben bruͤder! ein jeglicher mensch sey schuell zu hoͤren, lang⸗ am aber zu reden, und langsam zum jorn: denn des menschen zorn thut nicht, was vor GOtt recht ist. Darum so leget ab alle un⸗ sauberkeit, und alle bosheit, und nehmet das wort an mit sanft— muht, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure seelen selig machen. Evangelium, Joh. Cap. 16, v. g. bis 16. JeEsus sprach zu seinen juͤn⸗ 11. gern: Nun gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fraget mich: wo gehest du hin? sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer herz voll traͤurens worden. Aber ich sage euch die wahrheit: es ist euch gut, daß ich hingehe; denn so ich nicht hingehe, so koͤmmt der troͤster nicht zu euch: so ich aber hingehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige koͤmmt, der wird die welt strafen um die suͤnde, und um die gerech⸗ tigkeit, und um das gericht: um die sůnde, daß sie nicht glaͤuben an mich; um die gerechtigkeit aber, daß ich zum vater gehe, und ihr mich fort nicht sehet; um das ge⸗ richt, daß der fuͤrst dieser welt ge⸗ richtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr koͤnnet es jezt nicht tragen: wenn aber je⸗ ner, der geist der wahrheit kom⸗ men wird, der wird euch in alle wahrheit leiten. Denn er wird mene gabe koͤmmt von oben herab, nicht von ihm selber reden, son⸗ von dem vater des lichtes, bei dern was er hoͤren wird, das wird br 46 Episteln und Evangelien, er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkuͤndigen. Der⸗ selbige wird mich verklaͤren, denn von dem meinen wird er es neh⸗ men, und euch verkuͤndigen. Alles was der vater hat, das ist mein, darum habe ich gesagt: er wird es von dem meinen nehmen, und euch verkündigen. Am fůͤnften Sonntage nach Ostern, Rogate genannt. Epistel, Jae. Cap. 1, v. 27. bis 27. eyd thaͤter des wortes, und nicht hörer allein, damit ihr euch selbst betruͤget. Denn so je⸗ mand ist ein hoͤrer des wortes, und nicht ein thaͤter; der i gleich einem manne, der sein leib⸗ lich angesicht im spiegel beschauet: denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von stund an da⸗ von, und verg isset, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommene gesetz der frey⸗ heit, und darinnen beharret, und ist nicht ein vergeßlicher hoͤrer, sondern ein thaͤter; derselbige wird selig seyn in seiner that. So aber sich jemand unter euch laͤsset duͤnken, er diene GOtt, und haͤlt seine zunge nicht im zaum, son⸗ dern verfuͤhret sein herz, deß got⸗ tesdienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter gottesdienst vor GOtt dem vater ist der: die waisen und witwen in ihrer truͤbsal besuchen, und sich von der welt unbefleckt behalten. Evangelium, Joh. Cap. 16, v. 33. bis 33. IEsus sprach iu seinen juͤngern: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: so ihr den vater etwas bit⸗ ten werdet in meinem namen, so wird er es euch gehen. Bisher habt ihr nichts gebeten in mei— nem namen: bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure freude vollkom⸗ men sey. Solches habe ich zu euch durch sprichwort geredet; es koͤmmt aber die zeit, daß ich nicht mehr durch sprichwort mit euch reden werde, sondern euch frey heraus verkuͤndigen von meinem vater. An demselbigen tage wer⸗ det ihr bitten in meinem namen: und ich sage euch nicht, daß ich den vater fuͤr euch bitten will: denn er selbst, der vater, hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebet und glaͤubet, daß ich von GOtt ausgegangen bin. Ich bin vom vater ausgegangen, und kommen in die welt, wiederum verlasse ich stdie welt, und gehe zum vater. Sprechen zu ihm seine juͤnger: Siehe, nun redest du frey heraus, und sagest kein sprichwort; nun wissen wir, daß du alle dinge weissest, und bedarfst nicht, daß dich jemand frage: darum glaͤu⸗ ben wir, daß du von GoOtt aus⸗ gegangen bist. IEsus antwortete ihnen: Jezt glaͤubet ihr. Siche, es kommt die stunde; und ist schon kommen, daß ihr zerstreuet werdet, ein jeglicher in das seine, und mich alleine lasset: aber ich bin nicht alleine, denn der vater ist bey mit. Solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mir friede habet. In der welt habt ihr angst: aber seyd getrost, ich habe die welt uͤber— wunden. 15— Am Tage der Himmelfahrt Christi. Epistel, Apost. Gesch. Cap. 1/ v. I. bis 1I. Die erste rede habe ich iwar ge⸗ than, lieber Theophile, von alle dem, das JIEsus anfiens/ be! e zu thun und zu lehren, bis an ˙ tag, da er aufgenommen U0 redete mib Gottes. leh hatt nicht vn deim partes degbaters ret spract Johannes setj iht añ gen geiste lange nach; so Zusams ahtec wirst duaus richtendas abek in ihn nicht u welche der! behalten h/ det die lta. empfahen, meß mird/: ger seyn st gamt Judin bis an das: er solches g hohen zuse nahm ihn weg Und genhimme den hey iht weissin kliid tent Mr! wag stehtt mel: Dii euch ist auf wird komn habt gen h Liche somn e 1. ish AGi I Hchct h/A d ht sch dorj i UH Rund Wiest ut Di m Sotzt e 33 s lt I,N I NII rtich I I nebst den Festlichen Vorlesungen. 4⁷ nachdem er den aposteln, welche er hatte erwaͤhlet, durch den heiligen geist befehl gethan hatte: welchen er sich nach seinem leiden lebendig erzeiget hatte durch mancherley erweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierz ig tage lang, und redete mit ihnen von dem reiche Gortes. Und als er sie versamm⸗ let hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, son⸗ dern warteten auf die verheissung des vaters: welche ihr habt gehoͤ⸗ % xet(sprach er) von mir. Johannes hat mit wasser getau⸗ set; ihr aber sollet mit dem heili⸗ gen geiste getaufet werden, nicht lange nach diesen tagen. Die aber, Denn so zusammen kommen waren, fragten ihn, und sprachen: HErr! wirst du auf diese zeit wieder auf⸗ richten das reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebühret euch nicht zu wissen zeit oder stunde, welche der vater seiner macht vor⸗ behalten hat; Sondern ihr wer— det die kraft des heiligen geistes empfahen, welcher auf euch kom⸗— men wird, und werdet meine zeu⸗ gen seyn zu Jerusalem, und in ganz Judaͤa und Samaria, und bis an das ende der erden. Und da er solches gesaget, ward er aufge⸗ hoben zusehens, und eine wolke nahm ihn auf vor ihren augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen himmel fahren, siehe da stun⸗ den bey ihnen zween maͤnner in weissen kleidern, welche auch sag⸗ ten: Ihr maͤnner von Galilaͤa, was stehet ihr und sehet gen him⸗ mel? Dieser JIEsus, welcher von euch ist aufgꝛnommen gen himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen himmel sahren. Evangelium, Mare. Cap. 16, v. 14. bis 20. Da die eilfe zu tische saßen, offenbarte sich JEsus, und schalt ihren unglauben, und ih⸗ res herzens haͤrtigkeit, daß sie nicht geglaͤubet hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden; und er sprach zu ihnen: Gehet hun in alle welt, und prediget das evangelium aller ereatur. Wer da glaͤubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber ni cht glaͤubet, der wird verdammnet werden. Die zeichen aber, die da folgen werden, denen die da glaͤu⸗ ben, sind die: In meinem namen werden sie teufel austreiben, mit neuen zungen reden, schlangen ver⸗ treiben: und so sie etwas toͤdtliches trinken, wirds ihnen nicht scha⸗ den: auf die kranken werden sie die haͤnde legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und der HErr, nachdem er mit ihnen geredet hat⸗ te, ward er aufgehoben gen him⸗ mel, und sitzet zur rechten hand Gottes. Sie aber giengen hin, und predigten an allen orten, und der HErr wirkete mit ihnen, und bekraͤftigte das wort durch mit⸗ folgende zeichen. Vorlesungen, Vormitt. Hebr. Cap. 4, v. 14. bis Cap. 4, v. 9. Dene wir einen grossen ho⸗ henpriester haben, JIEsum, den sohn GOttes, der gen himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem bekenntnisse: Denn wir ha⸗ ben nicht einen hohenpriester, der nicht koͤnnte mitleiden haben mit unserer schwachheit; sondern der versucht ist allenthalben, gleich wie wir, doch ohne suͤnde. Darunm las⸗ set uns hinzutreten mit freudig⸗ keit zu dem gnadenstuhle, auf daß wir barmherzigkeit empfahen, und guade finden auf die zeit, wenn uns huͤlfe noth seyn wird: Denn ein jeglicher hoherpriester, der aus den menschen genommen wird, der wird 48 Episteln und Evangelien, wird gesetzt fuͤr die menschen gegen GoOtt, auf daß er opfere gaben und opfer fuͤr die suͤnde, der da koͤunte mit leiden uͤber die da unwissend sind, und irren, nachdem er auch sel bst umgeben ist mit schwachheit. Darum muß er auch, gleichwie für das volk, also auch fuͤr sich selbst, opfern fuͤr die sunde, und niemand ninimt ihm selbst die ehre; sonderu der auch berufen sey von GOtt, gleich wie der Aaron: Also auch Christus hat sich nicht selbst in die ehre gesetzt, daß er hoherpriester wuͤrde, sondern der ju ihm gesagt hat: Du bist mein sohn, heute ha⸗ be ich dich gezeuget. Wie er auch am andern orte spricht: Du bist ein priester in ewigkeit, nach der ord⸗ nung Melchisedeck. Und er hat am tage seines fleisches gebet und fle⸗ hen mit starkem geschrey und thraͤ⸗ nen geopfert, zu dem, der ihm von dem tode koͤnnte aushelfen, und ist auch erhoͤret, darum, daß er GOtt in ehren hatte. Und wiewol er Gottes sohn war, hat er doch an dem, das er litte, gehorsam geler⸗ net. Und da er ist vollendet, ist er worden allen, die ihm gehorsam sind, eine ursache zur ewigen seligkeit. 4 * Nachm. Hebr. Cap. 9, v. 24. bis Cap. 10, v. 14. Christus ist nicht eingegangen in das heilige, so mit haͤnden ge⸗ macht ist,(welches ist ein gegen⸗ bild des rechtschaffenen,) sondern in den himmel selbst, nun zu er⸗ scheinen vor dem angesichte GOt⸗ tes fuͤr uns. Auch nicht, daß er sich oftmahls opfere, Wiah wie der ho⸗ hepriester gehet alle jahr in das hei⸗ lige mit fremden blute 3 Sonst haͤtte er oft muͤssen leiden vom an-⸗ fang der welt her. Nun aber am ende der welt ist er einmahl er⸗ schienen, durch sein eigen opfer, die suͤnde aufzuheben. Und wie den menschen ist gesetzt, einmahl zu sterben, darnach aber das gericht: Also ist Christus einmahl geopfert, wegzunehmen vieler suͤnde. Zum andernmahl aber wird er ohne suͤnde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur seligkeit. Denn das gesetz hatte den schatten von den zukuͤnftigen guͤtern, nicht das we⸗ sen der gůter selbst. Alle jahr muß man opfern, immer einerley opfer, und kann nicht, die da vpfern, voll⸗ kommen machen. Sonst haͤtte das opfern aufgehoͤret, wo die, so am Gottesdienste sind, kein gewissen mehr haͤtten von den sünden, wenn sie einmahl gereiniget waͤren. Sondern es geschiehet nur durch dieselbigen ein gedaͤchtniß der suͤu⸗ den alle jahr: Denn es ist unmoͤg⸗ lich, durch ochsen-und bocks⸗blut sünden wegnehmen. Darum, da er in die welt kommt, spricht er: O⸗ pfer und gaben hast du nicht ge⸗ wollt, den leib aber hast du mir zu⸗ bereitet. Brand-opfer und suͤnd⸗ opfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme, im buche stehet vornehmlich von mir ge⸗ schrieben, daß ich thun soll, GOtt, deinen willen. Droben, als er ge⸗ sagt hatte: Opfer und gaben, brand⸗opfer und süͤnd⸗opfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht,(welche nach dem gesetze ge⸗ opfert werden,) da sprach er: Sie⸗ he, ich komme zu thun, GOtt, dei⸗ nen willen. Da hebet er das erste auf, daß er das andere einsetze. In welchem willen wir sind geheiliget, einmahl geschehen durch das opfer des leibes JEsu Christi. Und ein jeglicher priester ist eingesetzt, das er alle tage Gottesdienst pflege, und oftmahls einerley opfer thue, welche nimmermehr koͤnnen die suͤnde abnehmen; Dieser aber, da er .—— er hat eit opfert/ 5 nun jut wartet feinde zut leget wet opfer hat die geheil —1 Amschhf Oslern hett So m gebe aber habe bruͤnstige decket aug Seyd gaf ne murpel ein liche er empfang haushalter GOites: er es tede jemand ti thue/ aloa GOltbatt dingn 6 durch Pi sey 90 in zu 0 E Josl. Eay J 16 f gan: men hird, werde von wah eitd der mird werdet aut von ansat Solches ha daß ßhr en Nerh au eg . Ga er, tn . iH rdenst Wereh 0 Tchicht EXI HH en d 0 en. Se IH s IRN Hhasl Wh sc NNrich. S omm i H th u H h ue I dettt c0 U1 I Prastt U etsh Dh I E Wal Des Oeht WUH bel X ö Il.* I II. 19 1. nebst den Festlichen Vorlesungen. 40 er hat ein opfer fuͤr die sůnde ge⸗ opfert, das ewiglich gilt, sitzet er nun zur rechten GOttes, und wartet hinfort, bis daß seine feinde zum schemel seiner fuͤsse ge⸗ leget werden: Denn mit einem opfer hat er in ewigkeit vollendet, die geheiliget werden. Am sechsten Sonntage nach Ostern, Exaudi genannt. Epistel, 1Petr. Cap. 4, v. s. bis r. eyd maͤssig und nuͤchtern zum gebet: vor allen dingen aber habet unter einander eine bruͤnstige liebe; denn die liebe decket auch der suͤnden menge. Seyd gastfrey unter einander oh⸗ ne murmeln, und dienet einander, ein jeglicher mit der gabe, die er empfangen hat, als die guten haushalter der mancherley gnade Gottes: so jemand redet, daß er es rede als GOttes wort: so jemand ein amt hat, daß er es thue, als aus dem vermoͤgen, das Gott darreichet, auf daß in allen dingen Gott gepreiset werde durch JIEsum Christum, welchem sey ehre und gewalt, von ewigkeit zu ewigkeit, amen. Evangelium, Joh. Cap. 16, v. 26. bis C. 16, v. 4. Idenn sprach zu seinen juͤn⸗ gern: wenn der troͤster kom⸗ men wird, welchen ich euch senden werde vom vater, der geist der wahrheit, der vom vater ausgehet, der wird zeugen von mir: und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seyd von anfang bey mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht aͤrgert. Sie werden euch in den bann thun: es koͤmmt aber die ieit, daß, wer euch toͤdtet, wird meinen, er thue GOtt einen dienst daran. Und solches werden sie euch darum thun, da sie weder meinen vater noch wich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich es euch gesaget habe. Solches aber habe ich euch von anfang nicht gesaget, denn ich war bey euch. Am ersten Pfingst⸗Tage. Epistel, Ap. Gesch. Cap. 2, v. 1. bis 18. Als der tag der pfingsten erfuͤllet war, waren die juͤnger des HErrn alle einmuͤhtig bey einan⸗ der. Und es geschahe schnell ein brausen vom himmel, als eines ge⸗ waltigen windes, und erfuͤllete das ganze haus, da sie sassen. Und man sahe an ihnen die zungen zertheilet, als waͤren sie feurig; und er satzte sich auf einen jeglichen unter ih⸗ nen, und wurden alle voll des hei⸗ ligen geistes: und fingen an iu pre⸗ digen mit andern zungen, nach⸗ dem der geist ihnen gab auszuspre⸗ chen. Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfuͤrchtige maͤnner, aus al⸗ lerley volk, das unter dem him⸗ mel ist. Da nun diese stimme geschahe, kam die menge zusam⸗ men, und wurden bestuͤrzt: denn es hoͤrete ein jeglicher, daß sie mit seiner syrache redeten. Sie ent⸗ satzten sich aber alle, verwunder⸗ ten sich, und sprachen unter ein⸗ ander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galilaͤa? wie hoͤren wir denn ein jeglicher seine syrache, darinnen wir geboh⸗ ren sind?(Parther, und Meder, und Elamiter, und die wir wohnen in moelg, otamia, und in Judaͤa, und Cappadocia, Wonto und Asia, Phrygia und en der Li⸗ lia, Egypten, und an den enden der Li⸗ byen bey Cyrenen, und auslaͤnder von D Rom, 50 Episteln und Evangelien, Rom, Juden und Judengenossen, Cretet und Araber:) wir hoͤren sie mit un⸗ sern jungen die grossen thaten Gottes reden. Sie entsatzten sich aber alle, und wurden irre, und sprachen einer ju dem andern: Was will das werden? Die an⸗ dern aber hatten es ihren spott, und sprachen: Sie sind voll süsses weins. Da tratPetrus auf mit den eilfen, hub auf seine stimme, und redete zu ihnen; Ihr Juͤden, lieben maͤnner, und alle, die ihr zu Jeru⸗ salem wohnet, das sey euch kund gethan, und lasset meine worte zu euren ohren eingehen: Denn diese sind nicht trunken, wie ihr waͤhnet/ sintemal es ist die dritte stunde am tagez Sondern das ist es/ das durch den propheten Joel zuvor gesagt ist: Und es soll geschehen in den letz⸗ ten tagen, spricht GOtt: Ich will ausgiessen von meinem geiste auf alles fleisch, und eure soͤhne und eure toͤchter sollen weissagen, und eure juͤnglinge sollen gesichte se⸗ hen, und eure aͤltesten sollen traͤu⸗ me haben. Und auf meine knechte, und auf meine maͤgde will ich in denselbigen tagen von meinem gei⸗ ste ausgiessen, und sie sollen weissa⸗ gen. Evangelium, Joh. Cap. 14, v. 16. bis 31. Esus sprach iu seinen juͤugern: Liedet ihr mich, so haltet mei⸗ ne gebote. Und ich will den vater bitten, und er soll euch einen an⸗ dern troͤster geben, daß er bey euch bleibe ewiglich, den geist der wahr⸗ heit, welchen die welt nicht kann empfahen: Denn sie siehet ihn nicht, und kennet ihn nicht, ihr aber kennet ihn: denn er bleibet bey euch, und wird in euch seyn. Ich will euch nicht waisen lassen, ich komme zu euch. Es ist noch um ein kleines/ so wird mich die welt nicht mehr sehen, ihr aber sollt mich se⸗ hen: denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An demselbigen tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem vater bin, und ihr in mir, und ich in euch. Wer meine gebo⸗ te hat, und halt sie, der ist es, der mich liebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem vater gelie⸗ bet werden, und ich werde ihn lie⸗ ben, und mich ihm offeubaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischarioth: HErr! was ist es, daß du uns dich willt offenbaren, und nicht der welt? IEsus antworte⸗ te/ und sprach iu ihm: Wer mich liebet, der wird mein wort hal⸗ ten; und mein vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen, und wohnung bey ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der haͤlt meine worte nicht: und das wort, das ihr hoͤret, ist nicht mein, sondern des vaters, der mich gesandt hat. Solches habe ich iu euch geredet, weil ich bey euch gewe⸗ sen bin. Aber der troͤster, der heilige geist, welchen mein vater enden wird in meinem namen, derselbige wird es euch alles leh⸗ ren, und euch erinnern alles deß, das ich euch gesaget habe. Den frieden lasse ich euch, meinen frie⸗ den gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die welt giebt. Euer herz erschrecke nicht, und fuͤrchte sich nicht. Ihr habt gehöret, daß ich euch gesaget habe: Ich gehe hin, und komme wieder iu euch. Haͤttet ihr mich lieb, so wuͤrdet ihr euch freuen, daß ich gesaget ed habe: ich gehe zum vater; denn der vater ist groͤsser denn ich. Und nun habe ich es ouch gesaget, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es nun geschehen wird, daß ihr glaͤubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel mit euch reden: denn es koͤmmt der fürst dieser welt, hat —— hat nichte die velt e liebe,und! vater gebo lasset uto . Vorm. Gra vou61 demhettu bet 6 6⁰⁰ HEinN 1 egen in hin Christum. A let hat dute welt grund solltensehn vor ihm ino beroßhlet ihm selbe, nach dem we lens3 u0 l gnade, dutc genehm gem an melchem sung durch verghung reichthun se uns keichlid durch alenl heit. Und ha Kehemuh 1 0 seyn ii sit, die nir nebst den Festlichen Vorlesungen. 51 1 N eh, MX ö 1 110 vater geboten hat, stehet auf, und Dun lasset unus von hinnen gehen. 0 h Vorlesungen, uc Ainn Vorm. Eph. Cap. 1, v. z bis 23. s A ichng Vihn nätf J Jit 00 Guadesed mit euch, und friede von GOtt, unserm vater, und dem HErrn JEsu Christo. Gelo— It f bet sey GOtt und der vater unsers 3% PᷣErrn VEsu Chriti, der uns ge⸗ h fegnet hat mit allerley geistlichem —1 Phn segen in himmlischen gütern durch % Christum. Wie er uns denn erwaͤh⸗ let hat durch denselbigen, ehe der %/%% rch welt grund geleget war, daß wir WaenWohin sollten seyn heilig und unstraͤflich nVadt: vor ihm in der liebe; und hat uns A, t verordnet zur kindschaft gegen h1tH ihm selbst, lgen IEsum Christ/ Hh nach dem wolgefallen seines wil⸗ AMlens; zu lobe seiner herrlichen u. 3chegnade, durch welche er uns hat an⸗ Woh n genehm gemacht in dem geliebten, an welchem wir haben die erloͤ⸗ Wh ent sung durch sein blut, nemlich die Wn lin vergebung der sünde, nach dem 30 eiunh reichthum seiner gnade: Welche Wn s uns reichlich wiederfahren ist, Bihl Eil durch allerley weisheit und klug⸗ dauht heit. Und Pheinen wissen lassen daß b. Mgeheimniß seines willens, nach sei⸗ n eit nem wolgefallen, und hat dassel⸗ %ichte bige hervorgebracht durch ihn, daß 010 S es geprediget wuͤrde, da die zeit 100 Diahl erfüllet war, auf daß alle diuge Kean 0 zusammen unter ein haͤupt ver⸗ h kasfet würden in Christo bey⸗ Hi de das im himmel und auch auf II erden ist, durch ihn selbst; durch a: Vß welchen wir auch zum erbtheil antt e kommen sind, die wir zuvor ver⸗ uhih Aanl ordnet sind nach dem vorsatze deß, I der alle dinge wuͤrket nach dem V rathe seines willens, auf daß wir Ke in etwas seyn zu lobe seiner herrlich⸗ W ih keit, die wir juvor auf Christum 1 —— hat nichts an mir. Aber auf daß hoffen. Durch welchen auch ihr die welt erkenne,daß ich den vater gehoͤret habet das wort der wahr⸗ liebe, und ich also thue, wie mir der heit, nemlich das evangelium von eurer seligkeit, durch welchen ihr auch, da ihr glaͤubetet, versiegelt worden seyd mit dem heiligen gei⸗ ste der verheissung; welcher ist das pfand unsers erbens zu unserer er⸗ loͤsung, daß wir sein eigenthum wuͤrden, zu lobe seiner herrlichkeit. Darum auch ich, nachdem ich ge⸗ hoͤret habe von dem glauben bey euch an den HErrn JEsum, und von eurer liebe zu allen heiligen, hoͤre ich nicht auf zu danken fůͤr euch, und gedenke eurer in meinem gebete: Daß der GOtt unsers HErrn Jsu Christi, der vater der herrlichkeit, gebe euch den geist der weisheit und der offenharung, zu seiner selbst erkenntniß, und er⸗ leuchtete augen eures verstaͤndnis⸗ ses, daß ihr erkennen moͤget, welche da sey die hoffnung eures berufes. und welcher da sey der reichthum seines herrlichen erbes an seinen drrrni und welche da sey die uͤ⸗ erschwaͤngliche groͤsse seiner kraft an uns, die wir glaͤuben, nach der wuͤrkung seiner maͤchtigen staͤrke, welche er gewuͤrket hat in Christo, da er ihn von den todten aufer⸗ wecket hat, und gesetzet zu seiner rechten im himmel, über alle fuͤr⸗ stenthum, gewalt, macht, herr⸗ schaft, und alles, was genannt mag werden, nicht allein in dieser welt, sondern auch in der zukunftigen. Und hat alle dinge unter seine fuͤße gethan, und hat ihn gesetzet zum haupte der gemeine uͤber alles; welche da ist sein leib, nemlich die fuͤlle deß, der alles in allen erfuͤllet. * Nachm. Roͤm. Cap. 8, v. 1 bis n. Es ist nichts verdammliches an denen, die in Christo JEsu sind, die nicht nach dem fleische wan⸗ deln; sondern nach dem geiste. D 2 Denn 5² Episteln und Evangelien, Denn das gesetz des geistes, der da ordnet von GOtr ein richter der le⸗ lebendig macht in Christo IEsu, bendigen und der todten. Von die⸗ hat mich frey gemacht von dem ge⸗ sem zeugen alle propheten, daß setze der süͤnden und des todes. durch seinen namen alle, die a.ihn Denn das dem gesetze unmöglich glaͤuben, vergebung der sunden war,(sintemahl es durch das empfahen sollen. Da Petrus noch fleisch zeschwachet ward/) das thaͤt diese worte redete, fiel der heilige GOtt, und sandte seinen sohn in geist auf alle, die dem worte zu⸗ der gestalt des suͤndlichen fleisches, hoͤreten. Und die glaͤubigen aus und verdammte die sünde im flei⸗der beschneidung, die mit Petro e durch fuͤnde; auf daß die ge⸗ fechtigkert vom gesetze erfordert, zu uns erfuͤllet wurde, die wir nun nicht nach u Danert nach dem geiste: Denn die dem fleische wandeln, a fleischlich sind, die sind fleisch⸗ kommen waren, entsatzten sich, daß auch auf die heiden die gabe des heiligen geistes ausgegossen ward. Denn sie hoͤreten, daß sie mit zungen redeten, und GOtt hoch preiseten. Da antwortete lich gesinnet; die aber geistlich Petrus: Mag auch jemand das sind, die sind geistlich gesinnet. Aber fleischlich gesinnet seyn, ist der tod, und geistlich gesinnet seyn, ist leben und friede: Denn fleisch⸗ lich gesinnet seyn, ist eine feind⸗ Honi: wider GOtt, sintemahl es em gesetze GOttes nicht unter⸗ than ist: denn es vermag es auch nicht. Die aber fleischlich sind, moͤ⸗ gen GOtte nicht gefallen. Ihr aber seyd nicht fleischlich; sondern geistlich, so anders Gottes geist in euch wohnet. Wer aber Chri⸗ stus geist nicht hat, der ist nicht sein. So aber Christus in euch ist/ b ist der leib war todt um der sün⸗ e willen; der geist aber ist das le⸗ ben um der gerechtigkeit willen. So nun der geist deß, der JEsum von den todten auferwecket hat, in euch wohnet, so wird auch dersel⸗ bige, der Christum von den todten auferwecket hat, eure sterbliche lei⸗ ber lebendig machen, um deß wil⸗ len, daß sein geist in euch wohnet Am andern Pfingst⸗Tage. Epistel, Ap. Gesch. Cap. 10, v. 42. bis 48. Puus sprach: Der HErr hat uns geboten iu predigen dem volke, und zu zeugen, daß er ist ver⸗ wasser wehren, daß diese nicht ge⸗ taufet werden, die den heiligen geist empfangen haben, gleich wie auch wir? Und befahl/ sie zu taufen in dem namen des HErrn. Evangelium, Joh. Cap. 3, v. 16. bis 2r. J07 sprach zu Nieodemo: Al⸗ so hat GOtt die welt gelie⸗ bet, daß er 4 eingebohrnen sohn gab; auf daß alle, die an ihn glaͤuben, nicht verlohren werden, sondern das ewige leben haben. Denn Gott hat seinen sohn nicht gesandt in die welt, daß er die welt richte, sondern daß die welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaͤubet, der wird nicht eerich⸗ tet; wer aber nicht glaͤubet, der ist schon gerichtet, denn er glaͤubet nicht an den namen des einge⸗ bohrnen sohnes GOttes. Das ist aber das gericht, daß das licht in die welt kommen ist, und die men⸗ schen liebeten die finsterniß mehr, denn das licht, denn ihre werke waren boͤse. Wer arges thut, der hasset das licht, und koͤmmt nich an das licht, auf daß seine werke nicht gestrafet werden. Wer 1* die an d licht har therden, gethan. vornitt Liedenl kam ich! ten, oder ho verkündigen Dens ich hi daß cch etth ohneallin⸗ geerewzigter mit schuac und mit geo wort undm in vernünt cher eishei bah urth aß ler gla men shen ne GOltes Eraf reden/ das hey den vollt weisheit dit der ohetfend fennt 990 heimlichen HOttes, ue hat hor dert lichkeit. D obersten dies denn wo si hatt sie det keit sicht ger heschtichen f e geschmha set at, ud serdkomnen gat denen, ber hat ese — zingn geist chet alle di t sottheit. 0 was i ser geist des ste Alsoah nebst den Festlichen Vorlesungen. 53 die wahrheit thut, der koͤmmt an das licht, daß seine werke offen⸗ bar werden, denn sie sind in GOtt gethan. Vorlesungen, Vormittags. 1 Cor. Cav. 2. Licben bruͤderlda ich zu euch kam/ kam ich nicht mit hohen wor⸗ ten, oder hoher weisheit, euch zu verkuͤndigen die goͤttliche predigt: Denn ich hielte mich nicht dafuͤr, daß ich etwas wuͤßte unter euch, ohne allein JEsum Christum, den geereuzigten. Und ich war bey euch mit schwachheit und mit furcht, und mit grossem zittern. Und mein wort und meine predigt war nicht in vernünftigen reden menschli⸗ cher weisheit; sondern in bewei— dah des geistes und der kraft: auf aß euer glaube bestehe nicht auf menschen weisheit, sondern auf Gᷣottes kraft. Da wir aber von Mreden, das ist dennoch weisheit %/hey den vollkommenen; nicht eine D h weisheit dieser welt, auch nicht ½t N der obersten dieser welt, welche ver⸗ ö 1 gell gehen; sondern wir reden von der Aahl ush heimlichen verborgenen weisheit Ottes, welche GOtt verordnet An ill hat vor der welt, zu unserer herr⸗ Il sil lichkeit. Welche keiner von den hn„lobersten dieser welt erkannt hat: Inch Eel denn wo sie die erkaunt haͤtten, W as haͤtten sie den HErrn der herrlich⸗ l nih keit nicht gecreuziget; sondern wie t geschrieben stehet: Das kein au⸗ n nnge gesehen hat, und kein ohr gehoͤ⸗ I en pet hat, und in keines menschen I bt hert kommen ist,das GOtt bereitet % hat denen, die ihn lieben. Uns ö ö% aber hat es GOtt offenbaret durch wit it seinen geist: denn der geit erfor⸗ all schet alle dinge, auch die tiefe der M gottheit. Denn welcher mensch ö 0 weiß, was im menschen ist, ohne ulder geist des menschen, der in ihm . 00 A Lete/f sL diedz Hdie g IE UN„, e dVie eh Faiste h.HAse in Metehn . d A IXIAD XII LXVI ud muf Ar den —— (Aselh ist? Also auch weiß niemand/ was . in GoOtt iß, ohne der geist GOt⸗ tes. Wir aber haben nicht empfan⸗ gen den geist der welt; sondern den geist aus GOtt, daß wir wissen kön⸗ nen, was uns von GOtt gegeben ist. Welches wir auch reden, nicht mit worten, welche menschliche weisheit lehren kannz sondern mit worten, die der heilige geist lehret, und richten geistliche sachen geis⸗ lich. Der natürliche mensch aber vernimmt nichts vom geiste GOt⸗ tes, es ist ihm eine thoͤrheit, und kann es nicht erkennen: denn es muß geistlich gerichtet seyn. Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet: Den wer hat des HErrn sinn erkannt? oder wer will ihn unterweisen r Wir aber haben Christi sinn. * Nachmitt. Apost. Gesch. Cap. 2, v. 32. bis 47. Paam sprach: GOtt hat JE⸗ sum auferwecket, des sind wir alle zeugen. Nun er durch die rechte Gottes erhoͤhet ist, und empfan⸗ gen hat die verheissung des heili⸗ gen geistes vom vater: hat er aus⸗ gegossen dies, das ihr sehet und hoͤret. Denn David ist nicht gen himmel gefahren. Er spricht aberz Der HErr hat gesagt zu meinem HErrn: Setze dich zu meiner rech⸗ ten, bis daß ich deine feinde lege zum schemel deiner fuͤsse. So wisse nun das ganze haus Israel gewiß, daß GOtt diesen JEsum, den ihr gecreuziger habt, zu einem HErrn und Christ gemacht hat. Da sie aber das hoͤreten, gieng es ihnen durchs herz, und sprachen zu Petro, und zu den andern aposteln: Ihr maͤnner, lieben bruͤder, was sollen wir thun? Petrus sprach zu ihnen: Thut busse, und lasse sich ein jeg li⸗ cher taufen auf den namen JEsu Christi, zuꝛ vergebung der suͤnde; so werdet ihr empfahen die gabe D3 des 9————————————— 58⁴4 Episteln und Evangelien, des heiligen geistes. Denn euer und eurer kinder ist diese verheissung: und aller, die ferue sind, welche Gott, unser HErr, herzu rufen wird. Auch mit viel andern worten bezeugete er, und ermahnete, und sprach: Lasset euch helfen von diesen unartigen leuten. Die nun sein wort gerne annahmen, liessen sich taufen: und wurden hinzu gethan an dem tage bey drey tausend see⸗ len. Sie blieben aber bestaͤndig in der apostel lehre, und in der ge⸗ meinschaft, und im brot⸗brechen, und im gebet. Es kam auch alle seelen furcht an: und geschahen viel wunder und zeichen durch die apo⸗ stel. Alle aber, die glaͤubig waren worden, waren bey einander, und hielten alle dinge gemein. Ihre guͤter und habe verkauften sie: und theileten sie aus unter alle, nach⸗ dem jedermann noth war. Und sie waren taͤglich und stets bey einau⸗ der einmuͤhtig im tempel, und bra⸗ chen das brot hin und her in haͤu⸗ sern: nahmen die speise, und lobe⸗ ten Gott mit freuden und einfaͤl⸗ tigem herzen, und hatten gnade bey dem ganzen volk. Der HErr aber thaͤt hinzu taͤglich, die da selig wurden, zu der gemeine. Am Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Roͤm. Cap. 11, v. 33. bis 36. O welch eine tiefe des reich⸗ thums, beide der weisheit und erkenntniß GOttes! wie gar unbegreiflich sind seine gerichte, und unerforschlich seine wege! Denn wer hat des HErrn sinn er⸗ kannt? oder wer ist sein rahtgeber gewesen? oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde Evangelium, Joh. Cap. 3, v. I. bis 16. Es war ein mensch unter den pharisaͤern, mit namen Ni⸗ codemus, ein oberster unter den Juden, der kam zu JEsu bey der nacht, und sprach iu ihm: Mei⸗ ster, wir wissen, daß du bist ein lehrer von GOtt kommen, denn niemand kann die zeichen thun, die du thust, es sey denn GoOtt mit ihm. JEsus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahr⸗ lich ich sage dir; Es sey denn, daß jemand von neuen gebohren wer⸗ de, kann er das reich GOttes nicht sehen. Nicodemus spricht zu ihm: Wie kann ein mensch ge⸗ bohren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner mutter leib gehen und gebohren werden? JeéEsus antwortete: Wahrlich/ wahrlich ich sage dit; es sey denn, daß jemand gebohren werde aus dem wasser und geiste so kann er nicht in das reich Got⸗ tes kommen. Was vom fleische gebohren wird, das ist fleisch/ und was vom geiste gebohren wird. das ist geist. Laß dich es nicht wundern, daß ich dir gesaget habe: Ihr muͤsset von neuen gebohren werden. Der wind blaͤset wo er will, und du hoͤrest sein sausen wol, aber du weißt nicht von wannen er koͤmmt, und wohin er saͤhret; also ist ein jeglicher, der aus dem geiste gebohren ist. Nicodemus antwortete, und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? JEsus antwortete, und sprach zu ihm: Bist du ein meister in Israel, und weissest das nicht? Wahrlich,wahr⸗ lich ich sage dir: wir reden, wa wir wissen, und zeugen, was wir wieder vergolten? Denn von ihm, und durch ihn, und in ihm sind alle dinge. Ihm sey ehre in ewig⸗ keit, amen. gesehen haben, und ihr nehmet unser zeugniß Inichie 6h Hil ihr nicht, wenn ich euch von ir⸗ 0 cht, dischen ihr glit himmis und mel, he nieden k — 0 also höhets an ihseg werdeh, haben. 5 Vorm.“ Ehl Hen nicht.. glaͤubith nes Hlets nungeh so wollli gehe hin ten. n die ffätt doch viee mir sehm wo ich bin. das wisset ihr auh. mas HE 11 den meg u ihm Ich ma mand iom durch nich netet/ son vatek. In 5 0 zu ihm P. uns den y s JEsss spr ch be lich nicht siehst, pprißhst du III 2.— eh E 3/HH W 5 t Dit git HN den +.E ann WE ULIIE au ueng 0 ds N Michdt I annh Reu A/ en i withen ad Vaihen u Ess l& l Ai 1⁴4 was Im Atih in t f ken. Und ob ich nebst den Festlichen Vorlesungen. 35 dischen dingen sage: wie wuͤrdet himmlischen dingen sagen wuͤrde? Und niemand faͤhret gen him⸗ mel, denn der vom himmel her⸗ nieder kommen ist, nemlich des W fohn, der im himmel Ist. sten eine schlange erhoͤhet hat: Und wie Moses in der wuͤ⸗ also muß des menschen sohn er⸗ hoͤhet werden, auf daß alle, die an ihn glaͤuben, nicht verlohren werden, sondern das ewige leben haben. Vorlesungen, Vorm. Joh. Cap. 14, v. 1. bis 17. Esus sprach zu seinen juͤn⸗ gern: Euer herz erschrecke nicht. Glaͤubet ihr an GOtt, so glaͤubet ihr auch an mich. In mei⸗ nes vaters hause sind viele woh⸗ nungen. Wenn es nicht so waͤre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin, euch die staͤtte zu berei⸗ en. U hingienge, euch die staͤtte zu bereiten, will ich doch wieder kommen, und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seyd, wo ich bin. Und wo ich hingehe, ö das wisset ihr, und den weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Tho⸗ mas: HErr! wir wissen nicht, wo du hingehest, und wie koͤnnen wir den weg wissen! JEsus spricht u ihm: Ich bin der weg, und dit wahrheit, und das leben; nie— mand kommt zum vater, denn durch mich. Wenn ihr mich ken⸗ netet, so kennetet ihr auch meinen vater. Und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: HErr! zeige uns den vater, so genuͤget uns. JEsus spricht zu ihm: So lange bin ich bey euch, und du kennest mich nicht? Philippe, wer mich siehet, der siehet den vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den vater!? Glaͤubest du nicht, daß ich ihr glaͤuben, wenn ich euch von im vater, und der vater in mir ist? Die worte, die ich ju euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der vater aber, der in mir wohnet, derselbige thut die werke. Glaͤubet mir, daß ich im vater, und der va⸗ ter in mir ist? Wo nicht, so glaͤu⸗ bet mir doch um der werke willen. Wahrlich' wahrlich! ich sage euch: Wer an mich glaͤubet, der wird die werke auch thun, die ich thue, und wird groͤssere, denn diese thun: denn ich gehe zum vater. Und was ihr bitten werdet in meinem na⸗ men, das will ich thun, aufdaß der vater geehret werde in dem sohne. Was ihr bitten werdet in meinem namen, das will ich thun. Liebet ihr mich, so haltet meine gebote. Und ich will den vater bitten, und er soll euch einen andern troͤster geben, daß er bey euch bleibe ewig⸗ lich, den geist der wahrheit, wel⸗ chen die welt nicht kann empfahen: denn sie siehet ihn nicht, und ken⸗ net ihn nicht, ihr aber kennet ihn: denn er bleibet bey euch, und wird in euch seyn. * E Nachm. B. Mos. C. 6,/ v. I. bis 10 Di sind die gesetze, und gebote und rechte, die der HErr, euer GOtt, geboten hat: daß ihr sie lernen und thun sollt im lande, dahin ihr ziehet, dasselbe einzu⸗ nehmen: Daß du den HErrn, dei⸗ nen Gott, fuͤrchtest, und haltest alle seine rechte und gebote, die ich dir gebiete, du und deine kinder, und deine kindes⸗kinder, alle eure lebtage, auf daß ihr lange lebet. Israel, du sollt hoͤren und behal⸗ ten, daß du es thust: daß dirs wol gehe, und sehr vermehret wer⸗ dest; wie der HErr, deiner vaͤt er GoOtt, dir geredt hat, ein land, da milch und honig innen fleusst. D Hoͤre, 56 Episteln und Evangelien, oͤre, Israel, der HErr, unser Ott, ist ein einiger HErr. Und du sollt den HErrn, deinen GOtt, lieb haben von ganzem herzen/von ganzer seele, von allem vermoͤgen. Und diese worte, die ich dir heute gebiete, sollt du ʒu herzen nehmen, und sollt sie deinen kindern schaͤr⸗ fen: und davon reden, wenn du in deinem hause sitzest, oder auf dem wege gehest, wenn du dich nie⸗ derlegest, oder aufstehest. Und sollt sie binden zum zeichen auf deine hand, und sollen dir ein denkmahl vor deinen augen seyn. Und sollt sie uͤber deines hauses pfosten schreiben, und an die thore. Wenn dich nun der HErr, dein Gott, in das land bringen wird, das er deinen vaͤtern, Abraham, Isaae und Jacob, geschworen hat, dir zu geben, grosse und feine staͤdte, die du nicht gebauet hast; und haͤuser alles guts voll, die du nicht gefuͤl⸗ let hast, und ausgehauene brun⸗ nen/ die du nicht Adgederer hast, und weinberge und oͤhlberge, die du nicht gepflanzet hast, daß du es⸗ sest und satt wirst: so huͤte dich, daß du nicht des HErrn vergessest, der dich aus Egyptenland, aus dem diensthause, gefuͤhret hat; sondern sollt den HErrn, deinen Gott, fuͤrchten, und ihm dienen, und bey seinem namen schwoͤren. Und sollt nicht andern goͤttern nachfolgen, der voͤlker, die um euch her sind. Denn der HErr, dein GOtt, ist ein eifriger Ott unter dir: daß nicht der zorn des OErrn, deines Gttes, uͤber dich ergrimme, und vertilge dich von der erde. oder: Jes. Cap. 48, v. 10. bis 21. So spricht der HErr: Siehe, — ich will dich laͤutern, aber dich wie silber: sondern ich will dich auserwaͤhlt machen im ofen des elendes. Um meinet willen, ja um meinet willen, will ichs thun, daß ich nicht gelaͤstert werde: denn ich will meine ehre keinem andern lassen. Hoͤre mir zu, Ja⸗ cob; und du Israel, mein beruse⸗ ner: Ich bins, ich bin der erste, dazu auch der leite. Meine hand hat den erdboden gegruͤndet, und meine rechte hand hat den himmel umspannet: was ich rufe, das stehet alles da. Sammlet euch alle, und hoͤret: Wer ist unter diesen, der solches verkuͤndigen kann? Der HeErr liebet ihn: darum wird er seinen willen an Babel, und seinen arm an den Chaldaͤern beweisen. Ich, ja ich habe es ge⸗ sagt, ich habe ihm gerufen: ich will ihn auch kommen lassen, und sein weg soll ihm gelingen. Tretet her zu mir, und hoͤret dis: ich habs nicht im verborgenen zuvor geredt. Von der zeit an, da es ge⸗ redt wird, bin ich da: und nun sendet mich der HErr HErr, und sein geist. So spricht der HErr, dein erloͤser, der heilige in Israel: Ich bin der HErr, dein Gott, der dich lehret, was nuͤtzlich ist; und leitet dich auf dem wege, den du gehest. O daß du auf meine ge⸗ bote merktest: so wurde dein frie⸗ de seyn wie ein wasser⸗strom, und deine gerechtigkeit wie meeres⸗ wellen; und dein saame wuͤrde seyn Ileibeon und das gewaͤchse deines leibes wie desselbigen kies; des name nicht wuͤrde ausgerottet noch vertilget vor mir. Gehet aus von Babel, eolcch von den Chal⸗ daͤern mit Diahert schall: ver⸗ kuͤndiget und lasset solches hoͤren/ bringets aus bis an der welt ende: sprechet, der HErr hat seinen knecht Jacob erloͤset. Sie hatten keinen durst, da er sie leitete in der wuͤsten; er ließ ihnen wasser aus dem felsen fliessen: er riß den 90 swafen Hoftlosen heß keine 4. An 0 6 Feste 6 1 — Gb— Ott ist 6 det lieR Dcan ist X auf daß wis amt tage hleich vie R in diesertr den liebe, hetteibetb frcht hat Me 100 E liee. Lasr er hat unsy⸗ mand sori und hasset ra ein lügner der nicht li lamn er G4 sehete Unge von ihm, daß det au Er Lue. Cx W mann putpur und S und lebete ax frenden. Ee nit namen eiiser thür hegehrte üz hrcsamen/ x schi fielen: E imd leckteng behhb sich ale und ward ge iu Abrahantz ahr fah äii Iuni tgth Iine . Mic h . 6 get m ö 2 N E 1Siin H2 ind ni Udilln CX 0. 0 MI IX AI IX sic Abots I H, IIN 0E RiI EA it N XN HH a H n NE.N h Rel Z IuH rsat e su Hest WHh IIX RI 100½ H nebst den Festlichen Vorlesungen. 57 daß wafsfer heraus rann. Aber die gottlosen, spricht der HErr, ba⸗ ben keinen friede. Am 1. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit, oder Trinitatis. Epistel, 1Joh. Cap. 4, v. 16. bis 21. Gott ist die liebe, und wer in der liebe bleibet, der bleibet in GOtt, und GoOtt in ihm. Daran ist die liebe voͤllig bey uns, auf daß wir eine freudigkeit haben am tage des gerichtes. Denn gleich wie er ist, so sind auch wir in dieser welt. Furcht ist nicht in der liebe, sondern die voͤllige lie⸗ be treibet die furcht aus: denn die furcht hat pein: wer sich aber fuͤrchtet, der ist nicht voͤllig in der liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebet. So je⸗ mand spricht: Ich liebe GOtt, und hasset seinen bruder, der ist ein luͤgner; denn wer seinen bru⸗ der nicht liebet, den er siehet, wie kann er GOtt lieben, den er nicht siehet? Und dis gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet, daß der auch seinen bruder liebe. Evangelium, Luc. Cap. 16, v. 19. bis 31. TEsus sprach: Es war ein reicher mann, der kleidete sich mit puͤrpur und koͤstlichem leinwand, und lebete alle tage herrlich und in freuden. Es war aber ein armer, mit namen Lazarus, der lag vor seiner thuͤr voller schwaͤren; und begehrte sich zu sfaͤttigen von den brosamen, die von des reichen ti⸗ sche fielen: doch kamen die hunde, und leckten ihm seine schwaͤren. Es begab sich aber, daß der arme starb, und ward getragen von den engeln in Abrahams schooß. Der reiche aber starb auch, und ward begra⸗ ben: als er nun in der hoͤlle und in der quahl war, hub er seine au⸗ gen auf, und sahe Abraham von ferne, und Lazarum in seinem schoosse, rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und sende Lazarum, daß er das aͤuserste seines singers in das wasser tauche, und kuͤhle meine zunge, denn ich leide pein in dieser flamme. Abra⸗ ham aber sprach: Gedenke, sohn, daß du dein gutes empfangen hast in deinem leben, und Lazarus dar⸗ gegen hat boͤses empfangen: nun aber wird er getroͤstet, und du wirst gepeiniget. Und uͤber dis alles ist zwischen uns und euch eine grosse kluft befestiget, daß, die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, koͤnnen nicht, und auch nicht von dannen zu uns heruͤber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich, vater, daß du ihn sendest in meines vaters haus: denn ich habe noch fuͤnf bruͤder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen ort der quahl. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die pro⸗ pheten; laß sie dieselbigen hoͤren. Er aber sprach: Nein, vater Abra⸗ ham, sondern wenn einer von den todten zu ihnen gienge, so wuͤrden sie busse thun. Er sprach zu ihm: Hoͤren sie Mosen und die prophe⸗ ten nicht, so werden sie auch nicht glaͤuben, ob jemand von den todten auferstuͤnde. Am 2. Sonntage nach dem Feste der Drepyeinigkeit. Epistel, 1Joh. Cap. 3, v. 3. bis 24. Verwundert euch nicht, meine bruͤder, ob euch die welt has⸗ set. Wir wissen, daß wir aus dem tode in das leben kommen sind, denn wir lieben die bruͤder. Wer D 5 den 58 Episteln und Evangelien, den bruder nicht liebet, der bleibet im tode. Wer seinen bruder has⸗ set/ der ist ein todtschlaͤger, und ihr wisset, daß ein todtschlaͤger nicht hat das ewige leben bey ihm bleibend. Daran haben wir er⸗ kannt die liebe, daß er sein leben fuͤr uns gelassen hat, und wir sol⸗ len auch das leben fuͤr die bruͤder lassen. Wenn aber jemand dieser welt guͤter hat, und siehet seinen bruder darben, und schleußt sein herz vor ihm zu, wie bleibet die liebe GOttes bey ihm? Meine kindlein, lasset uns nicht lieben mit worten, noch mit der zunge; sondern mit der that und mit der wahrheit. Daran erkennen wir, daß wir aus der wahrheit sind, und koͤnnen unser herz vor ihm stillen, daß,/ so uns.— herz verdammet/ daß Gott groͤsser ist denn unser herz/ und erkennet alle dinge. Ihr lieben/ so uns unser herz nicht ver⸗ dammet, so haben wir eine freu⸗ digkeit zu GOtt. Und was wir bitten, werden wir von ihm neh⸗ men: denn wir halten seine gebo⸗ te, und thun, was vor ihm gefaͤl⸗ lig ist. Und das ist sein gebot, daß wir glaͤuben an den namen seines sohnes JEsu Christi, und lieben uns unter einander, wie er uns ein gebot gegeben hat. Und wer seine gebote haͤlt, der bleibet in ihm, und er in ihm. Und daran erken⸗ nen wir, daß er in uns bleibet, an dem geiste, den er uns gegeben hat. Evangelium, Matth. Cap. 22, v. I. bis 1a. IEsus sprach: Das himmel⸗ reich ist gleich einem koͤnige, der seinem sohne hochzeit machte: und sandte seine knechte aus, daß sie den Huier zur hochzeit rufe⸗ ten; und sie wollten nicht kom⸗ men. Abermahl sandte er andere knechte aus, und sprach: Saget den gaͤsten: siehe, meine mahl⸗ zeit habe ich bereitet, meine ochsen und mein mast⸗vieh ist geschlach⸗ tet, und alles bereit, kommet zur hochieit. Aber sie verachteten das, und giengen hin, einer auf seinen acker, der andere zu seiner handthierung. Etliche aber grif⸗ fen seine knechte, hoͤhneten und toͤdteten sie. Da das der koͤnig hoͤ⸗ rete, ward er zornig, und schickte seine heere aus, und brachte diese moͤrder um, und zuͤndete ihre stadt an. Da sprach er zu seinen knechten: Die hochzeit ist zwar bereitet, aber die gaͤste waren es nicht wehrt: darum gehet hin auf die strassen, und ladet zur hoch⸗ zeit, wen ihr findet. Und die knechte giengen aus auf die stras⸗ sen, und brachten zusammen, wen sie funden, boͤse und gute; und die tische wurden alle voll. Da gieng der könig hinein die gaͤste zu bese⸗ hen, und sahe allda einen men⸗ schen, der hatte kein hochzeitlich kleid an, und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du herein kom⸗ men, und hast doch kein hochzeit⸗ lich Kleid an? Er aber verstumme⸗ te. Da sprach der koͤnig zu seinen dienern: Bindet ihm haͤnde und fuͤsse, und werfet ihn in das aͤus⸗ serste finsterniß hinaus, da wird seyn heulen und zaͤhnklappen. Denn viele sind berufen, aber we⸗ nig sind auserwaͤhlet. oder: Luc. Cap. 14, v. 16. bis 24. FTEsus sprach: Es war ein mensch, der machte ein groß abendmahl, und lud viele darzu: und sandte seine knechte aus zur stunde des abendmahls, zu sagen den geladenen: Kommet, denn es ist alles bereit. Und sie siengen an alle nach einander sich zu entschul⸗ digen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen acker gekauft/ 190 mu m hinzichk mich. J habef und ich henʒ icht mich. Hade einl kann ich R kiecht i herrn wieZ hert ornad khechte: 70 füͤhre dio und laht Und der e ist gesche hast es Und der! r to: Gehe 6 an. Nj sih hetein kin elch aber g die gelad r schmecketn ** An 3. H Feste — Petw Assn der sst an de Rae ** 7 U ö 5 Vittt/, h V N. M l a Nei Etlh ES, I düöh NA FN Cracht V Cochsh „ de gi rihs un ast ladet n Oit. 1 ö Sub U es M g EH l. Hirg 3 diegz Hg 8 XI I n EI. EX Hell Ahieh U 2H. s nebst den Festlichen Vorlesungen. 50 muß hinaus gehen, und ihn bese⸗ hen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fuͤnf joch ochsen gekauft, und ich gehe jezt hin sie zu bese⸗ hen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der knecht kam und sagte das seinem herrn wieder; da ward der haus⸗ herr zornig, und sprach zu seinem knechte: Gehe aus bald auf die strassen und gassen der stadt, und fuͤhre die armen, und kruͤppel, und lahmen, und blinden herein. Und der knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast, es ist aber noch raum da. Und der herr sprach zu dem knech⸗ te: Gehe aus auf die land⸗strassen/ und an die zaͤune, und nöhtige sie herein zu kommen, auf daß mein beu, voll werde: ich sage euch aber, daß der maͤnner keiner, die geladen sind, mein abendmahl schmecken wird. Am 3. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, 1Petr. Cap. c, v. c. bis n. Asunmt seyd untereinan⸗ der unterthan, und haltet fest an der demuth: denn GOtt widerstehet den hoffaͤrtigen; aber den demuͤthigen giebt er gnade. So demühtiget euch nun unter die gewaltige hand GOttes, daß er euch erhoͤhe zu seiner zeit. Alle eure sorge werfet auf ihn, denn er sorget fuͤr euch. Seyd nuͤchtern und wachet, denn euer widersacher der teufel gehet um⸗ her wie ein bruͤllender loͤve, und suchet welchen er verschlinge, dem widerstehet fest im glauben; und wisset, daß eben dieselbige leiden uͤber eure bruͤder in der welt gehen. Der Gott aber aller gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen herrlichkeit in Christo JEsu, der⸗ selbige wird euch, die ihr eine klei⸗ ne zeit leidet, vollbereiten, staͤrken, kraͤstigen, gründen. Demselbigen sey ehre und macht von ewigkeit zu ewigkeit, amen. Evangelium, Lue. Cap. 16, v. I. bis 10. 2s naheten zu IEsu allerley — zbvͤllner und suͤnder, daß sie ihn hoͤreten. Und die pharisaͤer und schriftgelehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die suͤn⸗ der an, und isset mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dis gleichniß, und sprach: Welcher mensch ist unter euch„ der hundert schaafe hat, und so er der eines verlieret, der nicht lasse die neun und neun⸗ zig in der wuͤsten, und hingehe nach dem verlohrnen, bis daß er es finde? Und wenn er es gefunden hat, le leget er es auf seine achseln mit freuden. Und wenn er heim koͤmmt, rufet er seinen freunden und nachbarn, und spricht zu ih⸗ nen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein schaaf gefunden, das verlohren war. Ich sage euch: also wird auch freude im himmel seyn uͤber einen suͤnder, der busse thut, vor neun und neunzig ge⸗ rechten, die der busse nicht be⸗ duͤrfen. Oder welch weib ist, die zehen groschen hat, so sie der einen verlieret, die nicht ein licht an⸗ zuͤnde, und kehre das haus, und suche mit fleiß, bis daß sie ihn finde? und wenn sie ihn gefunden hat, rufet sie ihren freundinnen und nachbarinnen, und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen groschen funden, den ich verlohren hatte. Also auch, sage ich euch, wird freude seyn vor den engeln Gottes, uͤber einen suͤnder, der busse thut. Am 60 Episteln und Evangelien, Am 4. Sonntage nach dem Feste der Drepyeinigkeit, Epistel, Roͤm. Cap. 8, v. 18. bis 27. Ich halte es dafuͤr, daß dieser Aeit leiden der herrlichkeit nicht wehrt sey/ die an uns soll of⸗ fenbaret werden. Denn das aͤngst⸗ liche harren der ereatur wartet auf die offenbarung der kinder GOt⸗ tes. Sintemahl die ereatur un⸗ terworfen ist der eitelkeit, ohne ihren willen, sondern um deß wil⸗ len, der sie unterworfen hat auf hoffnung. Denn auch die ereatur frey werden wird von dem dienste des vergaͤnglichen wesens, zu der herrlichen freyheit der kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle ereatur sehnet sich mit uns, und aͤngstet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des gei⸗ stes erstlinge, sehnen uns auch bey uns selbst nach der kindschaft, und warten auf unsers leibes er⸗ loͤsung. Denn wir sind wol selig/ doch in der hoffnung. Die hoff⸗ nung aber, die man siehet, ist nicht hoffnung: denn wie kann man deß hoffen, das man siehet? So wir aber deß hoffen, das wir nicht sehen, so warten wir sein durch geduld. Desselbigen gleichen auch der geist hilft unserer schwachheit auf:denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich es gebuͤhret; sondern der geist selbst vertritt uns aufs beste, mit unaussprechlichen seufzen. Der aber die herzen for⸗ schet, der weiß, was des geistes sinn sey: denn er vertritt die heili⸗ gen, nach dem, das GOtt gefaͤllet. Evangelium, Luc. Cap. 6, v. 31. bis 42. Idis sprach: Wie ihr wollet, daß euch die leute thun sollen: also thut ihnen gleich auch ihr. Und so ihr liebet, die euch lieben, was danks habt ihr davon? Denn die suͤnder lieben auch ihre liebha⸗ ber. Und wenn ihr euren wolthaͤ⸗ tern wol thut, was danks habt ihr davon? Denn die suͤnder thun das⸗ selbige auch. Und wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen: was danks habt ihr davon? Denn die sunder leihen den suͤndern auch, auf daß sie gleiches wieder nehmen. Doch aber liebet eure feinde 3 thut wol und leihet, daß ihr nichts da⸗ fuͤr hoffet: so wird euer lohn groß seyn, und werdet kinder des aller⸗ höchsten seyn; denn er ist guͤtig uͤber die undankbaren und boshaf⸗ tigen. Darum seyd barmherzig/ wie auch euer vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdam⸗ met nicht, so werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll, gedruͤckt, gerüttelt und uͤberfluͤssig maaß wird man in euren schooß geben: denn eben mit dem maasse, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und JEsus sagte ihnen ein gleichniß; Mag auch ein blin⸗ der einem blinden den weg wei⸗ sen? werden sie nicht alle beyde in die grube fallen? Der juͤnger ist nicht uͤber seinen meister; wenn der juͤnger ist wie sein meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber den splitter in deines bru⸗ ders auge, und des balkens in dei⸗ nem auge wirst du nicht gewahr? oder wie kannst du sagen zu dei⸗ nem bruder: Halt stille, bruder, ich will den splitter aus deinem auge ziehen, und du siehest selbst nicht den balken in deinem auge? Du heuchler, zeuch zuvor den bal⸗ ken aus deinem auge, und siehe denn, daß du den splitter aus dei⸗ nes bruders auge ziehest. 1 in —— Im 5. 10 gesutd e ⁵⁰⁷ mi herziß/ K nicht di sheltuatss dern dar A daß ihr H ihr den s; Ihen wi dir schw e uüchts h. yen, da A nende gutes:( ihm nach Meten ss usd seinx Des angEe; shet ause und wer h/ so ihr e und oh iin schtigkeiße 1 Fütne tzoten ni— Heiliget kuren he ann ser Gere shiße unm she ius en iht shiffe'8 ar/ und 2 ig vom shte sich em schifh choret z imon: „en h .N RI fau A h dem H hh Tzundt n ie e .N lH A ttin LXL I l I al eH I N.I EIX H Tt HI IX e D OH A XX IXX Nenh 0 10 nebst den Festlichen Vorlesungen. 61 Am 5. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Petr. Cap. 3, v. s. bis 16. Seyd allesammt gleich gesinnet, mitleidig, bruͤderlich, barm⸗ herzig, freundlich. Vergeltet nicht boͤses mit boͤsem, oder scheltwort mit scheltwort; son⸗ dern dargegen segnet, und wisset, daß ihr darzu berufen seyd, daß ihr den segen ererbet. Denn wer leben will, und gute tage sehen, der schweige seine zunge, daß sie nichts boͤses rede, und seine lip⸗ pen, daß sie nicht triegen: er wende sich vom boͤsen, und thue gutes: er suche friede und jage ihm nach. Denn die augen des HErrn sehen auf die gerechten, und seine ohren auf ihr gebet. Das angesicht aber des HErrn siehet auf die, die da boͤses thun. Und wer ist/ der euch schaden koͤnn⸗ te, so ihr dem guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der ge⸗ rechtigkeit willen, so seyd ihr doch selig. Furchtet euch aber vor ihrem trotzen nicht, und erschrecket nicht. Heiliget aber GOtt den HErrn in euren herzen. Evangelium, Lue. Cap. 6, v. I. bis u. Eꝰ begab sich, da sich das volk zu JIEsu drang, zu hoͤren das wort GOttes, und er stund am see Geuezareth, und sahe zwey schiffe am see stehen; die fischer aber waren ausgetreten, und wu⸗ schen ihre netze. Trat er in der schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein we⸗ nig vom lande fuͤhrete: und er satzte sich und lehrete das volk aus dem schiffe. Und als er hatte auf⸗ gehoͤret zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die hoͤhe, und werfet eure netze aus, daß ihr einen zug thut. Und Simon antwor⸗ tete, und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze nacht gearbei⸗ tet, und nichts gefangen: aber auf dein wort will ich das netz aus⸗ werfen. Und da sie das thaten, beschlossen sie eine große menge fische, und ihr netz zerriß. Und sie winketen ihren gesellen, die in dem andern schiffe waren, daß sie kaͤ⸗ men und hůlfen ihnen ziehen: und sie kamen und fuͤlleten beyde schiffe voll, also, daß sie sunken. Da das Simon Petrus sahe, fiel er JEsu zu den knien, und sprach: HErr, gehe von mir hinaus, ich bin ein suͤndiger mensch: denn es war ihm ein schrecken ankommen, und allen die mit ihm waren, uͤber diesen fischzug, den sie miteinander ge⸗ than hatten; desselbigen gleichen auch Jacobum aund Johannem, die soͤhne Zebedaͤi, Simonis gesel⸗ len. Und JEsus sprach zu Simon: Fuͤrchte dich nicht, denn von nun an wirst du menschen fahen. Und sie fuͤhreten die schiffe zu lande, und verließen alles, und folgeten ihm nach. Am 6. Sonntage nach dem Feste der Drepeinigkeit. Epistel, Roͤm. Cap. 6, v. 3. bis 14. Wiset ihr nicht, daß alle, die wir in JEsum Christum ge⸗ tauft sind, die sind in seinen tod getauft? So sind wir je mit ihm begraben durch die taufe in den tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferwecket von den todten, durch die herrlichkeit des vaters, also sollen auch wir in einem neuen leben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzet werden zu gleichem tode, so werden wir auch der auferstehung gleich seyn: Weil 62 Episteln und Evangelien, weil wir wissen, daß unser alter mensch sam̃t ihm geereuziget ist, auf daß der suͤndliche leib aufhoͤre, daß wir hinfort der suͤnde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der suͤn⸗ de. Sind wir aber mit Christo ge⸗ storben, so glaͤuben wir, daß wir auch mit ihm leben werden; und wissen, daß Christus von den todten erwecket, hinfort nicht stir⸗ bet, der tod wird hinfort uͤber ihn nicht herrschen. Denn daß er ge⸗ storben ist, das ist er der sůnde ge⸗ storben zu einem mahl; daß er aber lebet, das lebet er GOtt. Also auch ihr, haltet euch dafuͤr/ daß ihr der süͤnde gestorben seyd, und lebet GOtt in Christo JEsu unserm HErrn. So lasset nun die sünde nicht herrschen in eurem sterblichen leibe, ihr gehorsam iu leisten in seinen lüsten. Auch be⸗ gebet nicht der suͤnde eure glieder zu waffen der ungerechtigkeit; son⸗ dern begebet euch selbst GOtt, als die da aus den todten lebendig sind, und eure glieder GOtte zu waffen der gerechtigkeit: Denn die suͤnde wird nicht herrschen koͤnnen uͤber euch, sintemahl ihr nicht unter dem gesetze seyd; son⸗ dern unter der gnade. Evangelium, Matth. Cap. 6, v. 17. bis 26. Esus sprach: Ihr sollt nicht waͤhnen, daß ich kommen bin, das gesetz oder die propheten auf⸗ zuloͤsen. Ich bin nicht kommen aufzuloͤsen, sondern zu erfuͤllen: Denn ich sage euch: wahrlich, bis daß himmel und erde zergehe, wird nicht zergehen der kleineste buch⸗ stabe, noch ein tittel vom gesetze, bis daß es alles geschehe. Wer nun eines von diesen kleinesten geboten aufloͤset, und lehret die leute also, der wird der kleineste heissen im himmelreich; wer es aber thut und lehret, der wird groß heissen im himmelreich. Denn ich sage euch: Es sey denn eure gerechtigkeit besser, denn der schriftgelehrten und pharisaͤer, so werdet ihr nicht in das him⸗ melreich kommen. Ihr habt ge⸗ höret; daß zu deu alten gesaget ist: Du sollt nicht toͤdten, wer aber toͤdtet, der soll des gerich⸗ tes schuldig seyn. Ich aber sa⸗ ge euch: wer mit seinem bruder zuͤrnet, der ist des gerichtes schul⸗ dig. Wer aber zu seinem bruder saget: Racha, der ist des raths schuldig. Wer aber saget: Du narr, der ist des hoͤllischen feuers schuldig. Darum, wenn du deine gabe auf den altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein bruder etwas wider dich habez so laß allda vor dem altar deine ga⸗ be, und gehe zuvor hin, und ver⸗ soͤhne dich mit deinem bruder, und alsdenn komm und opfere deine gabe. Sey willfertig dei⸗ nem widersacher bald, dieweil du noch bey ihm auf dem wege bist, auf daß dich der widersacher nicht dermahleins uͤberautworte dem richter, und der richter üͤberant⸗ worte dich dem diener, und werdest in den kerker geworsen. Ich sage dir: wahrlich, du wirst nicht von dannen heraus kommen, bis du auch den lezten heller be⸗ zahlest. Am 7. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Roͤm. Cap. 6/ v. 16. bis 23. Sonen wir suͤndigen, dieweil wir nicht unter dem gesetz, sondern unter der gnade sind? das sey ferne! Wisset ihr nicht, wel⸗ chem ihr euch begebet zu knechten in gehorsam/ deß knechte seyd ihr/ dem ihr gehorsam seyd: es 30 r —— der süͤnde hofsam il sen aber g. det fünde gehorsam/ votbilde de ergeben sent worden seht iht kuechtez keit. 30 8 rehen, umtz les eltes fk euße glied e dishste derr eiher ungas dern: alsog glseder Ams kest, daß sehe da iht det da watet i tiket. A. def zeit fü eh kit sches defselbigen abet seyd tx Gottes iht eure Wirdet; da Kehen. De densold; g das ewige IE. Unserm Hes H Mate. a Auder zeg und* hif Msus zs id sprach nert ded Iun drey Ie IId habene Leun ich. in liess L In wegen/ liche wa an Heiue jür Ucher nen rnisen — N 9 i Ar ih it g W A HH r. 9 NIach . M U 0 6 —* H3 H —— I W-i! 0. uf 4* ** MX * 14 Hichtth Hu. A it sih hsli i, en i Sadttht e De dhh yum: II I leben. Denn der tod ist der suͤn⸗ lund den sold; aber die gabe GOttes ist 0 N — nebst den Festlichen Vorlesungen 63 der suͤnde zum tode, oder dem ge⸗ horsam zur gerechtigkeit. GOtt sey aber gedanket, daß ihr knechte der suͤnde gewesen seyd: aber nun gehorsam worden von herzen dem vorbilde der lehre, welchem ihr ergeben seyd. Denn nun ihr 100 worden seyd von der suͤnde, seyd ihr knechte worden der gerechtig— keit. Ich muß menschlich davon reden, um der schwachheit wil⸗ len eures fleisches. Gleichwie ihr eure glieder begeben habet zum dienste der unreinigkeit, und von einer ungerechtigkeit zu der an— dern: also begebet nun auch eure glieder zum dienste der gerechtig⸗ keit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der suͤnden knechte waret, da waret ihr frey von der gerech⸗ tigkeit. Was hattet ihr nun zu der zeit fuͤr frucht? welcher ihr euch jezt schaͤmet: denn das ende derselbigen ist der tod. Nun ihr aber seyd von der suͤnde frey, und Gottes knechte worden, habet ihr eure frucht, daß ihr heilig werdet; das ende aber das ewige das ewige leben, in Christo JEsu, unserm HErrn. Evangelium, Mare. Cap. 8, v. I. bis 9. Ju der zeit, da viel volks da war, und hatten nichts zu essen, rief JEsus seine juͤnger zu sich, und sprach iu ihnen: Mich jam⸗ mert des volks, denn sie haben nun drey tage bey mir verharret, und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir eim liesse gehen, wuͤrden sie auf em wege verschmachten: denn etliche waren von ferne kommen. Seine juͤnger antworteten ihm: Woher nehmen wir brot hier in der wuͤsten, daß wir sie saͤttigen? Und er fragte sie: Wie viel habt ihr brote? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem volke, daß sie sich auf die erde lagerten. Und er nahm die sieben brote, und dan⸗ kete und brach sie, und gab sie sei⸗ nen juͤngern, daß sie dieselbigen vorlegeten; und sie legten dem volke vor. Und hatten ein wenig fischlein: und er dankete, und hieß dieselbigen auch vortragen. Sie assen aber und wurden satt, und huben die uͤbrigen brocken auf, sieben koͤrbe. Und ihrer waren bey vier tausend/ die da gessen hatten: und er ließ sie von sich. oder: Joh. Cap. 6, v. I. bis 1t. JéEsus fuhr weg uͤber das meer an der stadt Tiberias in Gali⸗ laͤn. Und es zog ihm viel volks nach, darum, daß sie die zeichen sahen, die er an den kranken thaͤt. JEsus aber gieng hinauf auf ei— nen berg, und satzte sich daselbst mit seinen juͤngern. Es war aber nahe die ostern, der jůden fest. Da hub JEsus seine augen auf, und siehet, daß viel volks zu ihm kom̃t, und spricht zu Philippo: Wo kau⸗ fen wir brot, daß diese essen? Das sagte er aber ihn zu versuchen: denn er wuste wol, was er thun wollte. Philippus antwortete ihm: zwey hundert pfennige werth brots ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner juͤn⸗ ger, Andreas, der bruder Simo⸗ nis Petri: Es ist ein knabe hie, der hat fuͤnf gersten⸗brot, und ween fische; aber was ist das un⸗ ter so viele? JEsus aber sprach: Schaffet, daß sich das volk lagere. Es war aber viel gras an dem orte. Da lagerten sich bey fuͤnf tausend mann. JEsus aber nahm die brote, dankete und gab sie den jun⸗ 64 Episteln und Evangelien, juͤngern, die juͤnger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbi⸗ gen gleichen auch von den fischem wie viel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen juͤn⸗ gern: Sammlet die uͤbrigen brok⸗ ken, daß nichts umkomme. Da sammleten sie, und fuͤlleten zwoͤlf koͤrbe mit brocken, von den fünf gersten⸗broten die uͤberblieben denen/ die gespeiset worden. Da nun die menschen das zeichen sa⸗ hen, das JEsus thaͤt, sprachen sie: Das ist wahrlich der prophet, der in die welt kommen soll. Da JE⸗ sus nun merkte, daß sie kommen wuͤrden, und ihn haschen, daß sie ihn zum koͤnige machten, entwich er abermahl auf den berg, er selbst alleine. Am 8d. Sonntage nach dem Feste der Dreieinigkeit. Epistel, Roͤm. Cap. 8, v. 12. bis 17. Wit sind, lieben brůder, schuld⸗ ner, nicht dem fleische, daß wir nach dem fleische le⸗ ben: denn wo ihr nach dem flei⸗ sche lebet, so werdet ihr sterben muͤssen; wo ihr aber durch den geist des fleisches geschaͤfte toͤdtet, so werdet ihr leben. Denn wel⸗ che der geist GOttes treibet, die sind GOttes kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtlichen geis empfangen, daß ihr euch aber⸗ mahl fuͤrchten muͤßtet; sondern ihr habt einen kindlichen geist em⸗ pfangen, durch welchen wir ru⸗ fen: Abba, lieber vater. Dersel⸗ bige geist giebt zeugniß unserm geiste/daß wir GOttes kinder sind Sind wir denn kinder, so sind wir auch erben, nemlich GOttes erben, und miterben Christi; so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zu der herrlichkeit er⸗ baben werden. Evangelium, Matth. Cap. 7, v. 13. bis 29. Esus sprach: Gehet ein durch D die enge pforte: denn die pforte ist weit, und der weg ist breit, der zur verdammniß abfuͤhret, und ihrer sind viel, die darauf wan⸗ deln. Und die pforte ist enge, und der weg ist schmal, der zum leben fuͤhret, und wenig ist ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor, vor den falschen propheten, die in schafs⸗ kleidern zu euch kommen: inwen⸗ dig aber sind sie reissende woͤlfe; an ihren fruͤchten sollet ihr sie er⸗ kennen. Kann man auch trau⸗ ben lesen von den dornen? oder feigen von den disteln? Also, ein jeglicher guter baum bringet gute fruͤchte; aber ein fauler baum bringet arge fruͤchte. Ein guter baum kann nicht arge fruͤchte brin⸗ gen, und ein fauler baum kann nicht gute fruͤchte bringen. Ein jeglicher baum, der nicht gute fruͤchte bringet, wird abgehauen, und in das feuer geworfen; darum an ihren fruͤchten sollet ihr sie er⸗ kennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HErr, HErr, in das himmelreich kommen, son⸗ dern die den willen thun meines vaters im himmel. Es werden viele ju mir sagen an jenem tage: HErr, HErr, haben wir nicht in deinem namen geweissaget? Ha⸗ ben wir nicht in deinem namen teufel ausgetrierben? Haben wir nicht in deinem namen viele tha⸗ ten gethan? Dann werde ich ih⸗ nen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weichet alle von mir, ihr uͤbelthaͤter. Darum, wer diese meine rede hoͤret/ und thut sie, den vergleiche ich einem klugen man⸗ ne, der sein haus auf einen felsen bauete. Da nun ein platz⸗regen ö fiel, und ein gewaͤsser kam/ en —— heten die win das aus, sel 0 Hat aufeil Ind wer dies undthut sen thoͤzichten ma haut aufden s ein platztegel gewasser ud Indffisen an mndthit iner es Higab sich/l volladet hatt holl uͤbet sein redigte gethal die schtistgelth Am y. Gon Feste der! E fttinth. Ca JP wilteuchl hNberhalten, sind alle unter! und sind alled gen, Und sind getquft, mit d demmeer. Und! heifliche speises alle einerley ge truhkenzstettn Reilichen see wescher war Eh let hielen hatte Hefcllen; denn shligen in det! 111 vorbil uns nicht Hstn, Hahnn De det auch leih wie knet Htieben feh schsieder zu ef nastund aufft — E We II N A H gifi H. W„Wuh 0l, x CX uuu Ist IH s u. Hi hen un XXI Her unhi WH Uin sl hn 3 WyRi WN EXI chei i der MX RH e I sl D / un bn VH. V RUH d 210 n 1 14 10 I 1 us 10⁰ X. 1 In Und wer diese meine rede hoͤret, 00 thoͤrichten manne gleich, der sein Werdet auch nicht abgoͤttische, ö geschrieben stehet: Das volk setzte aher auch Christum nebst den Festlichen Vorlesungen. 65 heten die winde, und stiessen an das haus, fiel es doch nicht: denn es war auf einen felsen gegruͤndet. und thut sie nicht, der ist einem haus auf den sand bauete. Da nun ein platz⸗regen fiel, und kam ein gewaͤsser, und weheten die winde, und stiessen an das haus, da fiel es, und thaͤt einen grossen fall. und es begab sich, da JIEsus diese rede vollendet hatte, entsatzte sich das volk uͤber seiner lehre: denn er predigte gewaltig, und nicht wie die schriftgelehrten. Am 9. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, 1 Corinth. Cap. 10, v. I. bis 13. (Ich will euch/lieben bruͤder, nicht . verhalten, daß unsere vaͤter sind alle unter der wolke gewesen, und sind alle durchs meer gegaͤ— gen. Und sind alle unter Mosen getauft, mit der wolke und mit dem meer. Und haben alle einerley geistliche speise gessen; und haben alle einerley geistlichen trank ge⸗ trunken; sie trunken aber von dem geistlichen fels, der mit folgete, welcher war Christus. Aber an ih⸗ rer vielen hatte GOtt keinen wol⸗ gefallen: denn sie sind niederge⸗ schlagen in der wuͤste. Das ist aber uns zum vorbilde geschehen, daß wir uns nicht geluͤsten lassen des boͤsen, gleich wie jene geluͤstet hat. gleich wie jener etliche wurden, als sich nieder iu essen und zu trinken, und stund auf zu spielen. Auch las⸗ set uns nicht hurerey treiben, wie etliche unter ihnen hurerey trie⸗ ben, und fielen auf einen tag drey und zwanzig tausend. Lasset uns nicht ver⸗ suchen, wie etliche von jenen ihn versuchten, und wurden von den schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleich wie jener etliche murreten, und wurden umge⸗ bracht durch den verderber. Sol⸗ ches alles wiederfuhr ihnen jum vorbilde. Es ist aber geschrieben uns zur warnung, auf welche das ende der welt kommen ist. Dar⸗ um, wer sich laͤßt dunken, er stehe, mag wol zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menschliche versuchung betreten. Aber GOtt ist getreu, der euch nicht laͤsset versuchen uͤber euer vermoͤgen, sondern machet, daß die versuchung so ein ende gewinne, daß ihr es koͤnnet ertragen. Evangelium, Lue. Cap. 16, v. I. bis 12. IEsus sprach zu seinen juͤngern: V Es war ein reicher mann, der hatte einen haushalter, der ward vor ihm beruͤchtiget, als haͤtte er ihm seine guͤter umbracht. Und er forderte ihn, und sprach zu ihm: Wie hoͤre ich das von dir? Thue rechnung von deinem haus⸗ halten: denn du kannst hinfort nicht mehr haushalter seyn. Der haushalter sprach bey sich selbst: Was soll ich thun? mein herr nimmt das amt von mir; graben mag ich nicht, so schaͤme ich mich zu betteln. Ich weiß wol, was ich thun will, wenn ich nun von dem amte gesetzet werde, daß sie mich in ihre Hallen nehmen. und er rief zu sich alle schuldner seines herrn, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem herrn schuldig? Er sprach: Hundert tonnen oͤls. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen brief, setze dich, und schreib flugs funfzig. Darnach sprach er zu dem andern: Du 20 wie viel bist du wuler 66 Episteln und Evangelia. Er sprach: Hundert malter wei⸗ zen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen brief Und schreib achtzig. Und der Herr lobete den ungerech⸗ ten haushalter, daß er klüglich ge⸗ than hatte; denn die kinder dieser welt sind kluͤger, denn die kinder des lichts, in ihrem geschlechte. Und ich sage euch: Machet euch freunde mit dem ungerechten mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewige huͤtten. Wer im geringsten treu ist, der ist auch im großen treu, und wer im geringsten an⸗ recht ist, der ist auch im großen un⸗ techt⸗ So ihr nun in dem unge⸗ rechten mammon nicht treu seyd/ wer will euch das wahrhaftige vertrauen? Und so ihr in dem fremden nicht treu seyd, wer will euch geben dasjenige, das euer ist? Am 1⁰0. Sonntage nachdem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, I. Corinth. Cap. 12, v. I. bis 12. Vin den geistlichen gaben will ich euch/ lieben bruͤder, nicht verhalten; Ihr wisset, daß ihr heiden seyd gewesen, und hinge⸗ gangen zu den stummen goͤtzen, wie ihr gefuͤhret wurdet. Darum thue ich euch kund, daß niemand IEsum verfluchet, der durch den geist GOttes redet. Und niemand kann JEsum einen HErrn heissen, ohne durch den heiligen geist. Es sind mancherley gaben/ aber es ist ein geist: und es sind mancher⸗ ley aͤmter aber es ist ein HErr: und es sind mancherley kraͤfte, aber es ist ein GOtt, der da wirket alles in allen. In einem jeglichen erzeigen sich die gaben des geistes zum gemeinen nutzen. Einem wird gegeben durch den geist zu reden von der weisheit; dem an⸗ dern wird gegeben zu reden von nhemi rren der erkenntniß, nach demselbigen meshe öl geist; einem andern der glaube in 1400 demselbigen geist; einem andern alle die gabe gesund zu machen in H.— demselbigen geist; einem andern 5. wunder zu thun, einem andern Ami.8 weissagung, einem andern geister Jeste& zu unterscheiden, einem anderrn mancherley sprachen, einem an⸗ I. Can. dern die sprachen auszulegen. Dis Iich ums aber alles wirket derselbige einige I der, do geist, und theilet einem jeglichen euch berküg seines zu, nachdem er will. Denn ihr uch 8⸗ gleich wie ein leib ist, und hat doch Wuen iht viele glieder; alle glieder aber ei⸗ ches ihr a nes leibes, wiewol ihrer viele chergetalt;, sind, sind sie doch ein leib; also habe, soiß auch Christus. 11 denne 5 ö llürbet h⸗ Evangelium, euch wosd Luce. Cap. 19, v. 41. bis 48. ich guch en Als IEsus nahe bey Jerusalem. kam/ sahe er die stadt an, und sundeo naer weinete uͤber sie, und sprach: annen Wenn du es wüßtest, so wuͤrdest erstnden e du auch bedenken zu dieser deiner nach der sez zeit was zu deinem frieden dienet: hen worde E Aber nun ist es vor deinen augen hach von 8 verborgen. Denn es wird die seit fie gise r uͤber dich kommen, daß deine fein⸗ dend füngez de werden um dich, und deine kin⸗ Anmahl, A der mit dir, eine wagenburg schla⸗ tlihe abegn gen, dich belagern, und an allen lach ist 66 orten aͤngsten: und werden dich Napho, de schleifen, und keinen stein auf kell; am dem andern lassen: darum, daß ir duch voßß, du nicht erkennet hast die zeit, Ben gebuhr Ie darinnen du heimgesuchet bist ich lin der Und er gieng in den tempel, undiposteln Y sieng an auszutreiben, die darin⸗in, daßiie nen verkauften und kauften, undin daß sprach zu ihnen: Es stehet Wme g schrieben: Mein Haus ist ein bet⸗aden bi⸗ haus, ihr aber habt es gemacht fise gnad Per zur moͤrder⸗grube. Und er lehslchgewesen rete taͤglich im tempel. Aber die seht gearpy hohenpriester und schriftgelehren aher te iht ten, und die vornehmsten im volkengde, die e trachteten ihm nach, daß sie ihn 1 um⸗ nebst den Festlichen Vorlesungen. 67 numdraächten/ und funden nicht, isan wie sie ihm thun sollten: denn ete alles Volk hieng ihm an, und n hoͤrete ihn. aitz. Su Am 11. Sonntage nach dem i Feste der Drepeinigkeit. Epistel, Rund I. Cor. Cap. 15, v. I. bis 10. Ich erinnere euch, lieben bruͤ⸗ ½ der, des evangelii, das ich —— euch verkuͤndiget habe, welches „le ihr auch angenommen habet, in in welchem ihr auch stehet, durch wel— llh ches ihr auch selig werdet, wel⸗ Elhschergestalt ich es euch verkundiget ahs habe, so ihr es behalten habet; es mware denn, daß ihr es umsonst ge⸗ glaͤubet haͤttet. Denn ich habe euch zuvorderst gegeben, welches Iich auch empfangen habe, daß ih Christus gestorben sey für unsere nl sünde, nach der schrift; und daß 2 Aser begraben sey, und daß er auf⸗ m„Arstt erstanden sey am dritten tage, 11 anh nach der schrift; Und daß er gese⸗ * unt hen worden ist von Kephas, dar⸗ I nach von den zwoͤlfen. Darnach uns ist er gesehen worden von mehr udenn fünfhundert brüdern auf einmahl, derer noch viele leben, etliche aber sind entschlafen. Dar— Ienl nach ist er gesehen worden von Jacobo, darnach von allen apo⸗ steln; am lezten nach allen, if er auch von mir als einer unzeiti⸗ s gen gebuhrt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den aposteln, als der ich nicht wehrt bin, daß ich ein apostel heisse, dar⸗ um, daß ich die gemeine GOttes verfolget habe. Aber von GOttes gnaden bin ich, das ich bin, und seine gnade an mir ist nicht vergeb⸗ lichgewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet, denn sie alle; nicht aber ich, sondern GOttes gnade, die mit mir ist. Evangelium, Luc. Cap. 18, v. 9. bis 14. QJEsus sagte zu etlichen, die sich selbst vermassen, daß sie fromm waͤren, und verachteten die an⸗ dern, ein solch gleichniß: Es giengen zween Menschen hinauf in den tempel zu beten, einer ein pharisaͤer, der andere ein zoͤllner. Der pharisaͤer stund, und betete bey sich selbst also: Ich danke dir, GoOtt, daß ich nicht bin wie ande⸗ re leute, raͤuber, ungerechte, ehe⸗ brecher, oder auch wie dieser zoͤll⸗ ner: ich faste zweymahl in der wo⸗ chen, und gebe den zehenden von allem, das ich habe. Und der zoͤll⸗ ner stund von ferne, wollte auch seine augen nicht aufheben gen himmel; sondern schlug an seine brust, und sprach: GOtt sey mir sunder gnaͤdig! Ich sage euch: Dieser gieng hinab gerechtfertiget in sein Haus, vor jenem. Denn wer sich selbst erhoͤhet, der wird er⸗ niedriget werden, und wer sich selbst erniedriget, der wird erhoͤhet werden. Am 12. Sonntage nach dem Feste der Drepyeinigkeit. Epistel, 2. Corinth. Cap. 3, v. A bis g. solch vertrauen haben wir Ein ö st durch Christum zu Gott: nicht daß wir tuͤchtig sind, von uns selber etwas zu denken, als von uns selber; sondern daß wir tuͤchtig sind, ist von GOtt: wel⸗ cher auch uns tuůchtig gemacht hat, das amt zu fuͤhren des neuen testa⸗ mentes,/ nicht des buchstabens, son⸗ dern des geistes. Denn der buch⸗ stabe toͤdtet, aber der geist machet lebendig. So aber das amt, das durch die buchstaben toͤdtet, und in die steine ist gebildet, klarheit hatte, also, daß die kinder Israel E 2 nicht 68 Episteln und Evangelien, nicht konnten ansehen das ange⸗ sicht Mosis, um der klarheit willen seines angesichtes, die doch auf⸗ hoͤret: wie sollte nicht vielmehr das amt, das den geist giebt, klarheit haben. Denn so das amt, das die verdammniß prediget, klarheit hat; vielmehr hat das amt das die gerechtigkeit prediget, uͤberschwengliche klaͤrheit. Evangelium, Marei Cap. 7, v. 31. bis 37. Da IJEsus wieder ausgieng von den grenzen Tyri und Sidon, kam er an das Galilaͤische meer, mitten unter die grenze der zehen staͤdte. Und sie brachten zu ihm einen tauben, der stumm war; und sie baten ihn, daß er die hand auf ihn legete. Und er nahm ihn von dem volke beson⸗ ders, und legete ihm die finger in die ohren, und spuͤtzete, und ruͤhrete seine zunge, und sahe auf gen himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephatha, das ist: Thue dich auf. Und alsobald thaten sich seine ohren auf, und das band seiner zungen ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbrei⸗ teten, und verwunderten sich uͤber die maasse, und sprachen: Er hat alles wol gemacht, die tauben macht er hoͤrend, und die sprach⸗ losen redend. Am 13. Sonnta ge nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Gal. Cap. 3, v. 3. bis 22. Cbristus hat uns erloͤset von dem fluche des gesetzes, da er ward ein fluch fuͤr uns;(denn es stehet geschrieben: Verflucht ist jedermann, der am holz haͤnget;) ach get zu. bol sig Auf daß der segen Abrahaͤ unter V die heiden kaͤme in Christo JEsu, und wir also den verheissenen geist empfiengen durch den glau⸗ ben. Lieben bruͤder, ich will nach menschlicher weise reden: ver⸗ tet man doch eines menschen testament nicht, wenn es bestaͤti⸗ ist, und thut auch nichts dar⸗ Nun ist ja die verheissung Abraham und seinem samen zu⸗ gesaget: er spricht nicht, durch die samen, als durch viele, sondern als durch einen: durch deinen sa⸗ men, welcher ist Christus. Ich sa⸗ ge aber davon: das testament, das Gott zuvor bestaͤtiget ist auf Christum, wird nicht aufgehaben, daß die verheissung sollte durch das gesetz aufhoͤren, welches gege⸗ ben ist uͤber vierhundert und dreys⸗ jahr hernach. Denn so das erbe durch das gesetz erworben wuͤrde, so wuͤrde es nicht durch verheissung gegeben; GOtt aber hat es Abraham durch verheis⸗ sung frey geschenket. denn das gesetz! Es ist darzu kom⸗ men um der sunde willen, bis der same kaͤme, dem die verheissung geschehen ist, und ist gestellet von den engeln, durch die hand des mittlers. Ei nicht eines einigen mittler: GOtt aber ist einig. Wie? ist denn das gesetz wider Gottes verheissun⸗ gen? Das sey ferne. Wenn aber ein gesetz gegeben waͤre, das da koͤnnte Was soll Ein mittler aber ist lebendig machen, so kaͤme die ge⸗ 6 rechtigkeit wahrhaftig aus dem gesetze. Aber die schrift hat es alles beschlossen unter die sunde, auf daß die verheissung kaͤme durch den glauben an JEsum Christum/ ge⸗ geben denen, die da glaͤuben. Evangelium, Luc. Cap. 10, v. 23. bis 42. Esus wandte sich iu seinen juͤngern, und sprach inson⸗ derheit: — dheit: EH da sehen, ⁴³ ahe euch: I. nige wolte ls und haben/ höxen, dal 0 nicht ge Vd stund ein sch suthte Ihu, wWas nuß i ehige llbenx splach u ih ö gischri E⸗ Ehantwort solt Gott bon ganzen. selle/ von al ganzem gem nathften als soiach suihng anttwortet; lehen. Er a dechtsertigen Der ist. O antwoy sprach: Es Neng von I Fficho, unso hes die vogegz alihn, undte liesen ihn e segab schabag llißster diesgx Ih und da sg lusber. 1½ auß ein gebig sitte, und sa Ud. Ein Sig und kam dr sht„jamme. Wach 4 und go Ah un stte ihn ingz schet sein.* voschen, undse Oduas Mithdien.e ö 4 nebst den Fest lichen Vorlesungen. 69 ———— NIe I derheit: Selig sind die augen, die Wen'n dane uc das 5—— und 19— hsage euch: viel propheten und koͤ⸗ nige wollten sehen, das ihr sehet, 1 und haben es nicht gesehen; und W hoͤren, das ihr hoͤret, und haben ** an. es nicht gehoͤret. Und siehe, da dah gtund ein schriftgelehrter auf, ver⸗ h fuchte ihn, und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das c ewige leben ererbe? Er aber l Prach in ihm: Wie seehet im ge, uhsetze geschrieben? wie liesest du? eh Er antwortete und sprach: Du iSduthsollt GOtt deinen HErrn lieben von ganzem herzen7 von ganzer al ssche seele, von allen kraͤften, und von sügiganzem gemühte; und deinen 45 390 chsten als dich selbst. Er aber Ai uuln sprach zu ihm: Du hast recht ge⸗ shth n Nantwortet; thue das, so wirst du ileben. Er aber wollte sich selbst de Iun: Werit und sprach 10 Fer Heste Phezssu: Wer ist denn mein naͤchster? V 1 651 Ee waß in meusth der l sprach: war ein mensch, der mn 2 erich von 3d ßel unt 9171 gen WeJericho, und fiel unter die moͤr⸗ WI Inlder, die zogen ihn aus, und schlu⸗ NID uessen 99 Abtopt Uegen. 66 uhhliessen ihn halbtodt liegen. E g— obegab sich aber ohngefehr, daß ein In onmpriester dieselbige strasse hinab Wiil lgog j und da er ihn sahe, gieng er % th vorüber. Desselbigen gleichen Kt bauch ein Levit, da er kam bey die HN N statte, und sahe ihn, gieng er vor⸗ A 19 den/ und goß darein oͤl und wein, M h und hub ihn auf sein thier, und hhh I führete ihn in die herberge, und M pflegete sein. Des andern tages e reisete er, und jog heraus zween groschen, und gab sie dem wirthe, h4 und sprach iu ihm! Pflege sein, V und so du was mehr wirst darthun, will ich dir es heiahlen, wenn ich wieder komme. Welcher duͤnket dich, der unter diesen dreyen der naͤchsle sey gewesen dem, der un⸗ ter die moͤrder gefallen war? Er sprach: Der die barmherzigkeit an ihm that. Da sprach JEsus zu ihm: So gehe hin, und thue des⸗ gleichen. Es begab sich aber, da sie wandelten, gieng er in einen markt. Da war ein weib, mit na⸗ men Martha, die nahm ihn auf in ihr haus. Und sie hatte eine schwe⸗ ster, die hieß Maria, die satzte sich zu JEsu fuͤssen, und hoͤrete seiner rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: HErr, fragest du nicht darnach, daß mich meine schwester laͤsset al⸗ leine dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife. JIEsus aber antwortete, und sprach zu ihr: Martha! Martha! du hast viel sorge und mühe, eines aber ist noth. Maria hat das gute theil erwaͤhlet, das soll nicht von ihr genommen werden. Am 14. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Gal. Cap. 6, v. 16. bis 24. Ich sage: wandelt im geiste, so „J werdet ihr die luͤste des flei⸗ sches nicht vollbringen. Denn das fleisch geluͤstet wider den geist, und den geist wider das fleisch: dieselbige sind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Regieret euch aber der geist, so seyd ihr nicht unter dem gesetze. Offenbar aber sind die werke des fleisches, als da sind: ehebruch, hurerey, unreinigkeit, unzucht, abgoͤtterey, zauberey, feindschaft, hader, neid, zorn, zank, zwie⸗ tracht, rotten, haß, mord, sau⸗ fen, fressen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor gesa⸗ E 3 get, 70 Episteln und Evangelia, get, und sage noch zuvor, daß die solches thun, werden das rei Gᷣttes nicht ererben. Die frucht aber des geistes ist liebe, freude, friede, geduld/ freundlichkeit, guͤ⸗ tigkeit, glaube, sanftmuht, keusch⸗ heit: wider solche ist das gesetz nicht. Welche aber Christum an⸗ gehoͤren, die creuzigen ihr fleisch sammt den luͤsten und begierden. Evangelium, Lue. Cap. 17, v. 1I. bis 19. E· begab sich, da IEsus rei⸗ sete gen Jerusalem, zog er mitten durch Samariam und Galilaͤam. Und als er in einen markt kam, begegneten ihm zehen aussaͤtzige maͤnner, die stunden von ferne, und erhuben ihre stim⸗ me, und sprachen: JEsu, lieber meister, erbarme dich unser! Und da er sie sahe, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den priestern. Und es geschahe, da sie hingiengen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er 5— daß er gesund worden war, ehrete er um, und preisete Gott mit lauter stimme, und fiel auf sein angesicht zu seinen fuͤssen, und dankete ihm; und das war ein Samariter. IEsus aber antwortete, und sprach: Sind ihrer nicht zehen rein worden? wo sind aber die neune? Hat sich sonst keiner funden, der wieder umkehrete, und gaͤbe GOtt die eh⸗ re/denn dieser fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein glaube hat dir geholfen. Am 15. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Gal. Cap. 5, v. 25. bis C. 0, v. 10. Se wir im geiste leben, so lasset uns auch im geiste wandeln. Lasset uns nicht eiteler ehre geizig seyn, uns unter einander zu ent⸗ chsruͤsten und zu hassen. Lieben bruͤ⸗ der! so ein mensch etwa von einem fehl uͤbereilet wuͤrde, so helfet ihm wieder zurechte mit sanftmuͤhti⸗ gem geiste, die ihr geistlich seyd; und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Ei⸗ ner trage des andern rilt so wer⸗ det ihr das gesetz Christi erfuͤllen. So aber sich jemand laͤßt duͤnken, er sey etwas, so er doch nichts ist, der betruͤget sich selbst. Ein jegli⸗ cher aber pruͤfe sein selbst werk, und alsdenn wird er an ihm selber ruhm haben, und nicht an einem andern; denn ein jeglicher wird seine last tragen. Der aber un⸗ terrichtet wird mit dem worte, der theile mit allerley gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, GOtt laͤßt sich nicht spot⸗ ten; denn was der mensch süet, das wird er ernten. Wer auf sein fleisch saͤet, der wird von dem flei⸗ sche das verderben ernten. Wer aber auf den geist saͤet, der wird von dem geiste das ewige leben ernten. Lasset uns aber gutes thun, und nicht mude werden: denn zu seiner zeit werden wir auch ernten ohne aufhoͤren. Als wir denn nun zeit haben, so lasset uns gutes thun an jedermann, allermeist aber an den glaubens-genossen. Evangelium, Matth. Cap. 6, v. 19. bis 34. TEsus sprach zu seinen Juͤngern: Ihr sollt euch nicht schaͤtze sammlen auf erden, da sie die mot⸗ ten und der rost fressen, und da die diebe nach graben und stehlen. Sammlet euch aber schaͤtze im himmel, da sie weder motten no rost fressen, und da die diebe nicht nach graben, noch stehlen: denn wo euer schatz ist, da ist auch euer herz. Das auge ist des leibes licht, wenn — wenn dein wird dein Wenn ah ist, sowit seyn. Wil dir iss fin denn die! Niemand nen, eltt sen, udde er 11 den uden net jicht mammon, Sorzet n dresan nichtfürn hen herde meht/ dun leib mehra Sehft die mel nu/ si 10 sie! schelven, Dnn 10 enn nicht Welt laͤnge eise er 10 um sorget Schauct di wie sie vac auch spiun euch, daß seinkr hert gewisen ss So denn G feld also k. stehst, und geworsen u nicht vihh ö Sisse x R D i HI Vichsh AScn n NI A H„alt a Ii SN N sel EB t Ninit IH I H nt H A , II N a 0„I N H1 I XI. WS . 0 Iet A Kah t nebst den Festlichen Vorlesungen. 7I wenn dein auge einfaͤltig ist, so wird dein ganzer leib lichte seyn. Wenn aber dein Auge ein schalk ist, so wird dein ganzer leib finster seyn. Weun aber das licht, das in dir ist, finsterniß ist, wie groß wird denn die finsterniß selber seyn? Niemand kann zween herren die⸗ nen, entweder er wird einen has⸗ sen, und den andern lieben; oder er wird einem anhangen, und den andern verachten. Ihr koͤn⸗ net nicht Gott dienen und dem mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fuͤr euer leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fuͤr euren leib, was ihr anzie⸗ hen werdet. Ist nicht das leben mehr, denn die speise? und der leib mehr, denn die kleidung? Sehet die voͤgel unter dem him⸗ mel an, sie saͤen nicht, sie ernten nicht, sie sammlen nicht in die scheuren, und euer himmlischer vater naͤhret sie doch. Seyd ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner laͤnge eine elle zusetzen moͤge, ob er gleich darum sür di Und war⸗ um sorget ihr fuͤr die kleidung? Schauet die lilien auf dem felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht/ auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben eines. So denn Gott das gras auf dem felde also kleidet, das doch heute stehet, und morgen in den ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun? o ihr kleinglaͤubigen! Darum sollet ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die heiden, denn euer himmlischer vater weiß/ daß ihr deß alles beduͤrfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche GOttes/ und nach seiner gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht fuͤr den an⸗ dern morgen, denn der morgende tag wird fuͤr das seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher tag seine eigene plage habe. Amiõ. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Eyhes. Cap. 3, v. 8. bis 21. ir, dem allergeringsten unter allen heiligen, ist gegeben diese gnade, unter die heiden zu verkuͤndigen den unerforschlichen reichthum Christi, und zu erleuch⸗ ten jedermann, welche da sey die gemeinschaft des geheimnisses, das von der welt her in GOtt verbor⸗ gen gewesen ist, der alle dinge ge⸗ schaffen hat durch TEsum Christ, auf daß jezt kund wuͤrde den fuͤr⸗ stenthuͤmern und herrschaften in dem himmel, an der gemeine, die mannigfaltige weisheit GOt⸗ tes. Nach dem vorsatze von der welt her, welche er beweiset hat in Christo JEsu, unserm HErrn, durch welchen wir haben reudig⸗ keit und zugang in aller zuver⸗ sicht, durch den glauben an ihn. Darum bitte ich/ daß ihr nicht müde werdet, um meiner truͤb⸗ salen willen, die ich füͤr euch leide, welche euch eine ehre sind. Derohalben beuge ich mein knie gegen den vater unsers HErrn IEsu Christi, der der rechte va⸗ ter ist uͤber alles, was da kinder heisset im himmel und auf er den, daß er euch kraft gebe nach dem reichthum seiner herrlichkeit, stark zu werden durch seinen geist an dem inwendigen menschen, und Christum zu wohnen durch den glauben in euren herzen und durch die liebe eingewurzelt und gegruͤndet zu werden auf daß ihr E 4 begrei⸗ 72 Episteln und Evangelien, begreifen möget mit allen heili⸗ delt, wie sich es gebuhret en⸗ gen, welches da sey die breite, rem berufe, darinnen ihr beru⸗ und die laͤnge, und die tiefe, und fen seyd, mit aller demuht und die hoͤhe; auch erkennen, daß, sanftmuht, mit geduld; und ver⸗ Christum lieb haben, viel besser traget einer den andern in der lie⸗ ist, denn alles wissen, auf daß ihr be; Erfuͤllet werdet mit allerley GOt⸗ tes⸗fuͤlle. Dem aber, der uͤber⸗ schwenglich thun kann uͤber alles, Das wir bitten oder verstehen, nach Der kraft, die da in uns wirket, dem sey ehre in der gemeine, die in Christo JEsu ist, zu aller zeit, von ewigkeit zu ewigkeit, amen. Evangelium, Luc. Cap. 7, v. 1r. bis 17. Es begab sich, daß JEsus in eine stadt, mit namen Nain, gieng, und seiner juͤnger gien⸗ gen viel mit ihm, und viel volks. Als er aber nahe an das stadt⸗ thor kam, siehe, da trug man einen todten heraus, der ein ei— niger sohn war seiner mutter, And sie war eine witwe, und viel volks aus der stadt gieng mit ihr. Und da sie der HErr sahe jammer⸗ te ihn derselbigen, und sprach zu ihr: Weine nicht! und trat hinzu und ruͤhrete den sarg an, und die träger stunden. Und er sprach: Juͤngling, ich sage dir, stehe auf. Und der todte richtete sich auf, und fieng an zu reden, und er gab ihn seiner mutter. Und es kam sie alle eine furcht an, und preiseten Gott, und sprachen: Es ist ein grosser prophet unter uns aufge-⸗ Randen, und GOtt hat sein volk heimgesuchet. Und diese rede von Ihm erscholl in das ganze jůdische Land, u. in alle umliegende laͤnder. —— Am 17. Gonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Ephes. Cav. 4, v. I. bis 6. und seyd fleissig zu halten die einigkeit im geiste, durch das band des friedens. Ein leib und ein geist/ wie ihr auch berufen seyd auf einerley hoffnung eures berufs. Ein HeErr, ein glaube, eine taufe, ein GOtt und vater unser aller, der da ist uͤber euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. Evangelium, Lue. Cap. 14, v. 1. bis n. Es begab sich, daß JEsus kam — in ein haus eines obersten der pharisaͤer, auf einen sabbath, das brot zu essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein mensch vor ihm, der war wasserfuͤchtig. Und JEsus antwortete, und sag⸗ te zu den schriftgelehrten und pha⸗ risaͤern, und sprach: Ist es auch recht auf den sabbath heilen? Sie aber schwiegen stille; und er grif ihn an, und heilete ihn, und ließ ihn gehen, und antwortete, und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein ochse oder esel in den brunnen faͤllet, und er nicht alsbald ihn heraus ziehet am sabbath⸗tage? Und sie konnten ihm darauf nicht wieder antwort geben. Er sagte aber ein gleichniß zu den gaͤsten, da er merkete, wie sie erwaͤhlten oben an zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von jemand geladen wirst zur hochzeit, so setze dich nicht oben an, daß nicht etwa ein ehrlicher, denn du, von ihm geladen sey; und so denn koͤmmt, der dich und ihn geladen hat, spreche zu dir: weiche diesem, und du muͤssest denn mit schaam unten an sitzen. Ich gefangener in dem HErrn ermahne euch, daß ihr wan⸗ Sondern wenn du geladen lü o gehe 9 30 W dich gelad Freund,k D dir zutisc selbstethil werden; driget/ de Am 15. Kste d 100t. 9ch danl kuren 60stes, Christo N ihn qnalle an aller niß. Wie Chrsyine also/ daß bet an ithe tet nur au sers Hem auch wird das onde/ auf An ta Chrisi. 2 durch welt der geme JEsiu He likth. D die; Psu maul ziin ten se sh nen/ ein suchte ihn, im Ae im geseh! ihm Duf HErkn vo ganzzer see muͤhse; di groͤßfe gh dem gleich 1 Aaude Oh S ater i II hal 1„ Seuchil Iin . HH o. I N. Lintsch sit Vensch eH½ o ste Ai „ Di nas Pil s Attetz, Rnss Wehtttn /HAN:7 aufgith hi schi le; „IHih gehe S dtach n tuch seit e e cht aH n hn Wath Uad Rurau Swich Ets it Raitt I rah l unch et In j H WMAA W / W/ I. Vden Ex EAH f* 0 nebst den Festlichen Vorlesungen. 73 so gehe hin, und setze dich unten sten lieben, als dich selbst. In die⸗ an, auf daß, wenn da koͤmmt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund, ruͤcke hinauf! dann wirst du ehre haben vor denen, die mit dir zu tische sitzen. Denn wer sich selbst erhoͤhet, der soll erniedriget werden; und wer sich selbst ernie⸗ driget, der soll erhoͤhet werden. Am 18. Sonntage nach dem Feste der Drepeinigkeit. Epistel, 1 Cor. Cap. I v. 4. bis 9. J0 danke meinem GOtt allezeit eurenthalben, für die gnade 60ttes, die euch gegeben ist in Christo JEsu; daß ihr seyd durch ihn an allen stuͤcken reich gemachet, an aller lehre, und in aller erkennt⸗ niß. Wie denn die predigt von Christo in euch kraͤftig worden ist/ also, daß ihr keinen mangel ha⸗ bet an irgend einer gabe, und war⸗ tet nur auf die offenbarung un⸗ sers HErrn IEsu Christi, welcher auch wird euch fest behalten bis an das ende, daß ihr unstraͤflich seyd auf den tag unsers HErrn JEsu 2—7 Denn Gott ist getreu, durch welchen ihr berufen seyd, zu der gemeinschaft seines sohnes JEsu Christi unsers HErrn. Evangelium, Matth. Cap. 22, v. 34. bis 46. De die pharisaͤer hoͤreten, daß IJEsus den saddueaͤern das maul gestopfet hatte, versammle⸗ ten sie sich. Und einer unter ih⸗ nen, ein schriftgelehrter, ver⸗ suchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das vornehmste gebot im gesetz? JEsus aber sprach zu ihm: Du sollt lieben GOtt deinen HErrn von ganzem herzen, von ganzer seele und von ganzem ge⸗ muͤhte; dis ist das vornehmste und groͤßte gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollt deinen naͤch⸗ sen zweyen geboten hanget das ganze gesetz und die propheten. Da nun die pharisaͤer bey einander waren, fragte sie JIEsus, und sprach: Wie duͤnket euch um Chri⸗ sto? weß sohn ist er? Sie spra⸗ chen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im geiste einen HErrn? da er saget: Der HErr zu meinem HErrn: setze dich zu meiner rech⸗ ten, bis daß ich lege deine feinde um schemel deiner fuͤsse. So nun David ihn einen HErrn nennet, wie ist er denn sein sohn? Und nie⸗ mand konnte ihm ein wort antwor⸗ ten, und durfte auch niemand von dem tage an hinfort ihn fragen. Am 19. Sonntage nach dem Feste der DVreyeinigkeit. Epistel, Ephes. Cap. a, v. 7. bis 3ꝛ. Ich sage und zeuge in dem — HErrn, daß ihr nicht mehr wandelt, wie die andern heiden wandeln in der eitelkeit ihres sin⸗ nes; welcher verstand verfinstert ist, und sind entfremdet von dem leben, das aus GOtt ist, durch die unwissenheit so in ihnen ist, durch die blindheit ihres herzens: welche ruchlos sind, und ergeben sich der unzucht, und treiben allerley un⸗ reinigkeit sammt dem geize. Ihr aber habt Christum nicht also ge⸗ lernet, so ihr anders von ihm ge⸗ hoͤret habt, und in ihm gelehret seyd, wie in JEsu ein rechtschaffen wesen ist. So leget nun von euch ab, nach dem vorigen wandel, den alten menschen, der durch luͤste in irrthum sich verderbet; erneuert euch aber im geiste eures gemuͤh⸗ tes, und ziehet den neuen men⸗ schen an, der nach GOtt geschaf⸗ fen ist, in rechtschaffener gerechtig⸗ keit und heiligkeit. Darum leget E 5 die “.E‚..‚—————— 74 Episteln und Evangelia, die luͤgen ab, und redet die wahr⸗ heit, ein jeglicher mit seinem naͤch⸗ stenz sintemahl wir unter einander glieder sind. Zuͤrnet und suͤndiget nicht; lasset die sonne nicht uͤber eurem zorne untergehen: gebet auch nicht raum dem laͤsterer. Wer gestohlen hat/ der stehle nicht mehr, sondern arbeite, und schaf⸗ fe mit den haͤnden etwas gutes, auf daß er habe zu geben den duͤrf⸗ tigen. Lasset kein faul geschwaͤtz aus eurem munde gehen; sondern was nuͤtzlich zur besserung ist, da es noht thut, daß es holdselig sey zu hoͤren; und betruͤbet nicht den heiligen Geist GOttes, damit ihr versiegelt seyd auf den tag der er⸗ loͤsung. Alle bitterkeit, und grimm, und zorn, und geschrey, und laͤste⸗ rung, sey ferne von euch, sammt aller bosheit. Seyd aber unter einander freundlich, herzlich, und vergebet einer dem andern, gleich wie GOtt euch vergeben hat in Christo. ö Evangelium, Matth. Cap. 9, v. I. bis 8. TEsus trat in das schiff, und FIfuhr wieder uͤber das Meer und kam in seine stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen gicht⸗ bruͤchigen/ der lag auf einem bette. Da nun JEsus ihren glauben sa⸗ he, sprach er zu dem gichtbruͤchi⸗ gen: sey getrost mein sohn, deine fuͤnden sind dir vergeben. Und sie⸗ he, etliche unter den schriftgelehr⸗ ten sprachen bey sich selbst: Dieser laͤttert GOtt. Da aber IEsus ihre gedanken sahe, sprach er: War⸗ um denket ihr so arges in eurem herzen? Welches ist leichter zu sa⸗ gen: Dir sind deine suͤnden ver⸗ geben, oder zu sagen: Stehe auf und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des menschen sohn macht habe auf erden, die suͤnde zu vergeben, sprach er zu dem gicht⸗ bruͤchigen: Stehe auf, hebe dein bette auf und gehe heim. Und er stund auf und gieng heim. Da das volk das sahe, verwunderte es sich, und preisete GoOtt, der solche macht den menschen gegeben hat. Auf das S§est der Reforma⸗ tion, so am 20. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit gefeyert wird. Epistel, Ephes. Cap. 5, v. 8. bis 21. TIThr waret weiland finsterniß; . nun aber seyd ihr ein licht in dem HErrn. Wandelt wie die kin⸗ der des lichts. Die frucht des Gei⸗ stes ist allerley guͤtigkeit, und ge⸗ rechtigkeit, und wahrheit. Und pruͤfet, was da sey wolgefaͤllig dem HErrn. Und habet nicht gemein⸗ schaft mit den unfruchtbaren werken der Finsterniß, strafet sie aber vielmehr: denn was heimlich von ihnen geschiehet, das ist auch schaͤndlich zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom lichte gestrafet wird: denn alles, was offenbar wird, das ist licht. Darum spricht er: Wache auf, der du schlaͤfest, und stehe auf von den todten, so wird dich Christus er⸗ leuchten. So sehet nun zu, wie ihr vorsichtiglich waͤndelt, nicht als die unweisen, sondern als die weisen; nesit döse euch in die zeit, denn es ist boͤse zeit. Darum werdet nicht unverstaͤndig, son⸗ dern verstaͤndig, was da sey des HErrn wille: und saufet euch nicht voll weins, daraus ein unordent⸗ lich wesen folget; sondern werdet voll geistes, und redet unter einan⸗ der von psalmen und lob⸗gesaͤngen, und geistlichen liedern. Singet und spielet dem HErrn in eurem her⸗ zen, und saget dank allezeit fuͤr al⸗ les GOtt und dem vater, in dem namen und lastt daskccht ich Ruulu beschnede stus kein mahl ein schneiden ganze ge Iht habt ihrdurch wollt, un fallen. L durch den keiß dern in Christ schuüdun sondern d liebe thil Wer hat wahtheit Ehlchube det auch h saherteig teig.. dem HEr ders gosn irte mach txggen, e aher/ lieb schueidun lede ich! hitte das⸗ gchoͤctt.? ahch gusge vyrstoͤhren dir, seyd len sehet: hit dem Indern d em ander den in ei Rem Lich sslbsß. Eo an2 nm ese rrepet Inh 6 F. 8. harct 3 f abeh En th lcht Cl Meh et Iet,N I . IMN u nit! af Wi elnch w Huen I ½/ Rm feubg A sit nih E rtitd 8I l ett % 1„%1 0 u.& Wschti H e Nunes. Hil Mül HX 4ͤfl Heils/ NA I4 vesen fl estee,M Hussclgd J— nebst den Festlichen Vorlesungen. 7⁵ namen unsers HErrn IEsu Chri— sti; und seyd uͤnter einander un⸗ terthan in 9 furcht GOttes. oder: Spist. Gal. Cap. 5, v. I. bis 15. Beleder in der freyheit, damit uns Christus befreyet hat: und lasset euch nicht wiederum in das knechtische joch fangen. Siehe, ich Paulus sage euch: Wo ihr eug beschneiden lasset, so ist euch Chri⸗ stus kein nuͤtze. Ich zeuge aber— mahl einem jeden, der sich be⸗ schneiden laͤsset, daß er no das ganze gesetz schuldig ist zu thun. Ihr habt Christum verlohren, die ihr durch das gesetz gerecht werden wollt, und seyd von der gnade ge⸗ fallen. Wir aber warten im geiste durch den glauben der gerechtig⸗ keit, der man hoffen muß: Denn in Christo IEsu gilt weder be⸗ schneidung noch vorhaut etwas; sondern der glaube, der durch die liebe thaͤtig 60 Ihr liefet fein. Wer hat eu aüfgehalten, der wahrheit nicht zu gehorchen? Solch uͤberreden ist nicht von dem, der euch berufen hat. Ein wenig sauerteig versaͤuert den ganzen teig. Ich versehe mich zu euch in dem HErrn, ihr werdet nicht an⸗ ders gefinnet seyn. Wer euch aber irre machet, der wird sein urtheil tragen, er sey, wer er wolle. J aber, lieben bruͤder, so ich die be⸗ schneidung noch predige, warum leide ich denn verfolgung? So haͤtte das aͤrgerniß des ereuzes auf⸗ gehoͤret. Wollte Gott! daß sie auch ausgerottet wuͤrden, die euch verstoͤhren. Ihr aber, lieben bruͤ⸗ der, seyd zur freyheit berufen, al⸗ lein sehet zu, daß ihr durch die frey⸗ heit dem fleische nicht raum gebet, Duaun durch die liebe diene einer em andern: denn alle gesetze wer⸗ den in einem worte erfüͤllet, in dem: Liebe deinen naͤchsten als dich selbst. So ihr euch aber unter ein⸗ ander beisset und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht unter einander verzehret werdet. Statt des Evangelii, Ps. 119, v. 29. bis 52. Err! wende von mir den fal⸗ schen weg, und goͤnne mir dein gesetz. Ich habe den weg der wahr⸗ chheit erwaͤhlet, deine rechte habe ich vor mich gestellet. Ich hange an deinen zeugnissen: HErr, laß mich nicht zu schanden werden. Wenn du mein herz troͤstest, so laufe ich den weg deiner gebote. Zeige mir, HErr, den weg deiner rechte: dast ich sie bewahre bis ans ende. Un⸗ terweise mich: daß ich bewahre dein gesetz, und halte es von gan⸗ zem herzen. Fuͤhre mich auf dem steige deiner gebote: denn ich habe lust dazu. Neige mein herz zu dei⸗ nen zeugnissen, und nicht zum geiz. Wende meine augen ab, daß sie nicht sehen nach unnuͤtzer lehre; sondern erquicke mich auf deinem wege. Laß deinen knecht dein gebot festiglich fuͤr dein wort halten, daß ich dich fuͤrchte. Wende von mir die schmach, die ich scheue; denn deine rechte sind lieblich. Siehe, ich begehre deiner befehle: erguicke mich mit deiner gerechtig⸗ keit. HErr, laß mir deine gnade chwiederfaͤhren, deine huͤlfe nach dei⸗ nem wort. Daß ich antworten moͤ⸗ ge meinem laͤsterer; denn ich ver⸗ lasse mich auf dein wort. Und nim̃ ja nicht von meinem munde das wort der wahrheit; denn ich hoffe auf deine rechte. Ich will dein ge⸗ setz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wandle froͤhlich; denn ich suche deine befehle. Ich rede von deinen zeugnissen vor koͤ⸗ nigen, und schaͤme mich nicht. Und habe lust an deinen geboten, und sind mir lieb. Und hebe meine haͤn⸗ de auf zu deinen geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen rechten. 7⁵ Episteln und Evangelien, rechten. Gedenke deinem knechte an dein wort, auf welches du mich läͤssest hoffen. Das ist mein trost in meinem elende; denn dein wort erquicket mich. Die stolzen haben ihren spott an mir; dennoch wei⸗ che ich nicht von deinem gesetz. HErr, wenn ich gedenke, wie du von der welt her gerichtet hast: so werde ich getroͤstet. Vorlesungen, vorm. Matth. CIr, v. 20. bis 30. ÆEsus fing an, die staͤdte zu schel⸗ + ten, in welchen am meisten seiner thaten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert. Wehe dir, Chorazin; wehe dir, Bethsaida! waͤren solche thaten zu Tyro und Sidon geschehen, als bey euch geschehen sind: sie haͤtten vor zeiten im sack und in der asche busse gethan. Doch ich sage euch: Es wird Tyro und Sidon ertraͤgli⸗ cher ergehen am juͤngsten gericht, denn euch. Und du Capernaum, die du bist erhaben bis an den him⸗ mel, du wirst bis in die hoͤlle hin⸗ unter gestossen werden. Denn so zu Sodoma die thaten geschehen waͤ⸗ ren/ die bey dir geschehen sind: sie stunde noch heutiges tages. Doch ich sage euch: Es wird der Sodo⸗ mer lande ertraͤglicher ergehen am juͤngsten gericht, denn dir. Zu der⸗ selbigen zeit antwortete JEsus, und sprach: Ich preise dich, vater und HErr himmels und der erden, daß du solches den weisen und klu⸗ gen verborgen hast, und hast es den unmundigen offenbaret. Ja vater, denn es ist also wolgefaͤllig gewesen vor dir. Alle dinge sind mir uͤber⸗ geben von meinem vater. Und nie⸗ mand kennet den sohn, denn nur der vater: und niemand kennet den vater, denn nur der sohn, und wem es der sohn will offenbaren. Kommet her zu mir alle, die ihr muͤhselig und beladen seyd, ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein joch, und lernet von mir, denn ich bin sanftmuͤhtig und von herzen demuͤhtig: so werdet ihr ruhe finden fuͤr eure seelen. Denn mein joch ist sanft, und meine last ist leicht. Nachm. 1Cor. Cap. 3. I aut euc bruͤder! konnte nicht mit euch reden als mit geist⸗ lichen; sondern als mit fleischli⸗ chen, wie mit jungen kindern in Christo. Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht speise: denn ihr konntet noch nicht, auch koͤnnet ihr jetzt nicht, dieweil ihr noch fleischlich seyd: denn sinte⸗ mahl eifer, und zank, und zwie⸗ tracht unter euch sind, seyd ihr denn nicht fleischlich, und wandelt nach menschlicher weise? Denn so einer saget: Ich bin Paulisch; der andere aber: Ich bin Apol⸗ lisch, seyd ihr denn nicht fleisch⸗ lich? Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollo? Diener sind sie, durch welche ihr seyd glaͤubig worden und dasselbige, wie der HErr ei⸗ nem jeglichen gegeben hat. Ich habe gepflanzet, Apollo hat begos⸗ sen; aber GOtt hat das gedeyen gegeben. So ist nun weder der da pflanzet, noch der da begeußt, et⸗ was; sondern GOtt, der das ge⸗ deyen giebt. Der aber pflanzet, und der da begeußt, ist einer wie der andere. Ein jeglicher aber wird seinen lohn empfaͤhen nach seiner arbeit: Denn wir sind GOttes mitarbeiter; ihr seyd GOttes ackerwerk, und GOttes gebaͤu. Ich von GOttes gnade, die mir gegeben ist, habe den grund gelegt/ als ein weiser baumeister, ein an⸗ derer bauet darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. Einen andern grund kann zwar niemand legen, ausser dem, der ge⸗ leget ist, welcher ist VEsus Christ. So aber jemand auf diesen banet 0 — hauetgld/ Fopel ahen—* tag Wird e 10 dutchs den/ und l chen ketk wilhrel. W. ben, fet s uw et l aRnd ulder deßf sabs witd; ab dutches Nß ihr. Ge det geis Ke Go jemand Virderbe un: de Hiilgrs ri sch s uch dün Mide einnn eñ noͤge rei welt veis) GOtt; den De theise klucheit. Herr veiß Ih st eitl sich nieman istalle euer WMolloest 8sey l drß Hegenn alles Ghis, Ele Anꝛl. Kse de net u Dhi 8. 0 scchn in n e en AVA Un Amf in h NLesiht Rcd I ich AXII x de ichi: d set A tel dIid It H Rusch Itit sih bi Hert Ito N nih D IHT eihrRi Nschs At det Flich VS Safah ue chet A u. EI 00 l E giett. Iia — dden 4* WIN R 1 Weitt N marl, 12 1 Hehii an vei et Hult she; ö UsEI ihen nebst den Festlichen Vorlesungen. 212 bauet gold, silber, edelstein, holz, heu, stoppeln, so wird eines jegli⸗ chen werk offenbar werden, der tag wird es klar machen; denn es wird durchs feuer offenbar wer⸗ den, und welcherley eines jegli⸗ chen werk sey, wird das feuer be⸗ waͤhren. Wird jemands werk blei⸗ ben, daß er darauf gebauet hat, so wird er lohn empfahen. Wird aber jemands werk verbrennen, so wird er deß schaden leiden;er aber selbst wird selig werden, so doch, als durchs feuer. Wisset ihr nicht/ daß ihr GOttes tempel seyd, und der geist GOttes in euch wohnet. So jemand den tempel GOttes verderbet, den wird GOtt verder⸗ hen: denn der tempel GOttes ist heilig; der seyd ihr. Niemand be⸗ truͤge sich selbst. Welcher sich un⸗ ter euch duͤnket weise zu seyn, der werde ein narr in dieser welt, daß er moͤge weise seyn: Denn dieser welt weisheit ist thorheit bey Gᷣtt; denn es stehet geschrieben: Die weisen erhaschet er in ihrer klugheit. Und abermahl: Der HErr weiß der weisen gedanken, daß sie eitel sind. Darum ruͤhme sich niemand eines menschen. Es ist alles euer. Es sey Paulus oder Apollo/ es sey Kephas oder die welt, es sey das lehen oder der tod/ es sey das gegeuwaͤrtige oder das iukunf⸗ tige, alles ist euer. Ihr aber seyd Christi, Christus aber ist GOttes. Am 21. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Ephes. Cap. 6, v. 10. bis 20. Merne bruͤder, seyd stark in dem HErrn, und in der macht seiner staͤrke. Ziehet an den harnisch GOttes, daß ihr be⸗ stehen koͤnnet gegen die listigen anlaͤufe des teufels. Denn wir haben nicht mit fleisch und blut zu kaͤmpfen, sondern mit fuͤrsten und gewaltigen, nemlich mit den herren der welt, die in der finster⸗ niß dieser welt herrschen, mit den boͤsen geistern unter dem himmel. Um deß willen so ergreifet den harnisch GOttes, auf daß ihr, wenn das boͤse stuͤndlein koͤmmt, widerstand thun, und alles wol ausrichten und das feld behalten moͤget. So stehet nun, umguͤr⸗ tet eure lenden mit wahrheit, und angezogen mit dem krebs der gerechtigkeit, und an den beinen gestiefelt, als fertig zu treiben das evangelium des friedens, damit ihr bereitet seyd. Vor allen dingen aber ergreifet den schild des glau⸗ bens, mit welchem ihr ausloͤschen koͤnnet alle feurige pfeile des boͤse⸗ wichts. Und nehmet den helm des heils, und das schwert des geistes, welches ist das wort GOttes. Und betet stets in allem anliegen, mit bitten und flehen im geiste, und wachet dazu mit allem anhalten und flehen fuͤr alle heiligen, und fuͤr mich, auf daß mir gegeben wer⸗ de das wort mit freudigem auf⸗ thun meines mundes, daß ich moͤ⸗ ge kund machen das geheimniß des evangelii; welches bote ich bin in der kette, auf daß ich darin freudig handeln moͤge, und reden, wie sich es gebuͤhret. Evangelium Joh. Cap. 4, v. 47. bis 54. Ei war ein koͤnigischer, deß sohn lag krank zu Capernaum: dieser hoͤrete, daß JEsus kam aus Judda in Galilaͤam, und gieng hin zu ihm, und bat ihn/ daß er hinab kaͤme, und huͤlfe seinem sohne, denn er war todtkrank. Und Esus sprach u ihm: Wenn ihr nicht zeichen und wunder se⸗ het, so glaͤubet ihr nicht. Der koͤnigische sprach qu ihm: HErr: komm hi nab, ehe denn mein kind stirbet. — 78 Episteln und Evangelia. stirbet. IEsus spricht zu ihm: Gehe hin/ dein sohn lebet. Der mensch glaͤubete dem worte, das JEsus zu ihm sagte, und gieng hin. Und indem er hinab gieng, begeg⸗ neten ihm seine knechte, verkuͤn⸗ digten ihm, und sprachen: Dein kind lebet. Da forschet er von ih⸗ nen die stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie bente zu ihm: Gestern um die jebente stunde verließ ihn das fie⸗ ber. Da merkte der vater, daß es um die stunde waͤre, in welcher JE⸗ sus zu ihm gesagt hatte: dein sohn lebet. Und er glaͤubete mit seinem gaͤnzen hause. Das ist nun das an⸗ dere zeichen, das JE sus that, da er aus Judaͤa in Galilaam kam., Amꝛ⁊. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Phil. Cap. I, v. Z. bis II. Ich danke meinem GOtt, so oft ich euer gedenke,(welches ich allezeit thue in allem meinem gebet fuͤr euch alle, und thue das gebet mit freuden) uͤber eurer gemeinschaft am evangelio, vom ersten tage gn, bisher. Und bin desselbigen in guter zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute werk, der werde es auch vollfuͤhren, bis an den tag JEsu Christi. Wie es denn mu Dils ist, daß ich dermassen von euch al⸗ len halte, darum, daß ich euch in meinem herzen habe, in diesem meinem gefangniß, darinnen ich das evangelium verantworte und bekraͤftige; als die ihr alle mit mir der gnade theilhaftig seyd. Denn Gott ist mein zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von herzens⸗grunde, in JEsu Christo: und daselbst um bete ich, daß eure liebe je mehr und mehr reich werde in allerley erkenntniß und erfah⸗ rung; daß ihr pruͤfen moͤget, was das beste sey, auf daß i0 seyd lau⸗ ter und unanstoͤssig, bis auf den tag Christi, erfuͤllet mit fruͤchten der gerechtigkeit, die durch JE⸗ sum Christum geschehen in euch zur ehre und lobe GOttes. Evangelium, Matth. Cap. 18, v. 21 bis 35. Pewie sprach zu JEsu: HErr: wie oft muß ich meinem bru⸗ der, der an mir fündiget, ver⸗ geben? Ists genug sieben mahl? JEsus sprach zu ihm: Ich sage dir,/ nicht sieben mahl, sondern sieben— zig mahl sieben mahl. Darum ist das himmelreich gleich einem köͤ⸗ nige, der mit seinen knechten rech⸗ nen wollte. Und als er anfieng zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehentausend pfundschul⸗ dig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der herr verkaufen ihn, und sein weib, und seine kin⸗ der, und alles was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nie⸗ der, und betete ihn an, und sprach: Herr, habe geduld mit mir, ich will dir es alles bezahlen. Dajammerte den herrn desselbi⸗ gen knechtes, und ließ ihn los, und die schuld erließ er ihm auch. Da gieng derselbige knecht hin⸗ aus, und fand einen seiner mit⸗ knechte, der war ihm hundert groschen schuldig, und er griff ihn an, und wuͤrgete ihn, und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist, da fiel sein mit⸗ knecht nieder, und bat ihn, und sprach: Habe geduld mit mir/ ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern gieng hin/ und warf ihn in das gefaͤngniß, bis daß er bezahlete, was er schuldig war. Da aber seine mitknechte solches sahen, wurden sie sehr be⸗ truͤbt, und kamen, und brachten vor ihren herrn, alles, was sich be⸗ geben hatte. Da forderte ihn sein hert —— herr vot Du schl habßich mich ba nicht a mitknec erbarme ward j6 teté ihn bezoͤhlte digstar hinnli ihrslicht zen, ei seie fe Amez Kest V II erteuht Hetth, les hab achtees seum ge her neggered seheʒ so beh gh 0 ger em glo 0 ih sl NSsche I I sondg IH l. Es Tleicht H XXV „ IN A beg HE1H 4 ch HU Pin 0 — — nebst den Festlichen Vorlesungen. 70 herr vor sich, und sprach zu ihm: Du schalksknecht, alle diese schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest. Solltest du denn dich nicht auch erbarmen uͤber deinen mitknecht, wie ich mich uͤber dich erbarmet habe? Und sein herr ward zornig, und uͤberantwor⸗ tete ihn den peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schul⸗ dig war. Also wird euch mein himmlischer vaͤter auch thun, so ihr nicht vergebet von euren her⸗ zen, ein jeglicher seinem bruder seine fehle. Amẽg. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Phil. Cap. 3, v. 8. bis 21. Ich achte es alles fuͤr schaden 10 gegen der uͤberschwaͤnglichen erkenntniß Christi JEsu meines HErrn, um welches willen ich al⸗ les habe für schaden gerechnet, und achte es fuͤr dreck, auf daß ich Ehri⸗ gum gewinne, und in ihm erfun⸗ den werde; daß ich nicht habe mei⸗ ne gerechtigkeit, die aus dem ge⸗ setze; sondern die durch den glau⸗ ben an Christum kommt, nemlich die gerechtigkeit, die von GOtt dem glauben zugerechnet wird, zu erkennen ihn, und die kraft seiner auferstehung/ und die gemeinschaft seiner leiden, daß ich seinem tode aͤhnlich werde, damit ich entgegen komme, zur auferstehung der tod⸗ ten; Nicht, daß ich es schon ergrif⸗ fen habe, oder schon vollkommen sey; ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen moͤgte, nach dem ich von Christo Jsu ergriffen bin. Meine bruͤder? ich schaͤtze mich felbst noch nicht, daß ich es ergrif⸗ fen habe. Eines aber sage ich/ ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, das da vornen ist. Und jage nach dem vorgesteck⸗ ten ziele, nach dem kleinod, wel⸗ ches vorhaͤlt die himmlische beru⸗ fung GOttes in Christo JEsu. Wie viel nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnet seyn, und sollet ihr sonst etwas hal⸗ ten, das lasset euch GOtt offenba⸗ ren. Doch soferne, daß wir nach einer regel, darein wir kommen sind, wandeln, und gleich gesin⸗ net seyn. Folget mir/lieben bruͤder, und sehet auf die, die also wan⸗ deln, wie ihr uns habet zum vor⸗ bilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesaget habe; nun aber sage ich auch mit wei⸗ nen, die feinde des ereuzes Christiʒ Welcher ende ist das verdammniß, welchen der bauch ihr gott ist, und ihre ehre zu schanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind. Unser wandel aber ist im himmel, von dannen wir auch warten des hei⸗ landes JEsu Christi des HErrn, welcher unsern nichtigen leib ver⸗ klaͤren wird, daß er ahnlich wer— de seinem verklaͤrten leibe, nach der wirkung, damit er kann auch alle dinge ihm unterthaͤnig machen. Evangelium, Matth. Cap. 22, v. 15. his 33. Dnten er giengen hin, und hielten einen raht, wie sie IEsum fiengen in seiner rede, und sandten zu ihm hre juͤnger, sammt Herodis dienern, und spra⸗ chen: Meister, wir wissen/ daß du wahrhaftig bist, und lehrest den weg Gottes recht; und du fragest nach niemand, denn du achtest nicht das ansehen der menschen. Darum sage uns, was duͤnket dich? Ist es recht, daß man dem kaiser sins gebe, oder nicht? Da nun IEsus merkete ihre schalkheit, prach er: Ihr heuchler, was ver⸗ suchet ihr mich? Weiset mir die zins⸗muͤnze. Und sie reichten ihm einen groschen dar. Und er sprach zu 80⁰ Episteln und Evangelien, zu ihnen: Weß ist das bild +7 die uͤberschrift? Sie sprachen iu ihm: des kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem kaiser, was des kaisers ist, und GOtt, was Gottes ist. Da sie das hoͤre⸗ ten, verwunderten sie sich; und liessen ihn, und giengen davon. An demselbigen tage traten zu ihm die Sadducger, die da halten, es sey kein auferstehen, und fragten ihn, und sprachen: Meister! Mo⸗ ses hat gesagt: So einer stirbt, und hat nicht kinder, so soll sein bruder sein weib freyen, und seinem bru⸗ der samen erwecken. Nun sind bey uns gewesen sieben bruͤder. Der erste freyete, und starb, und dieweil er nicht samen hatte, ließ er sein weib seinem hruder. Des⸗ selbigen gleichen der andere, und der dritte, bis an den siebenden. Zuletzt nach allen starb auch das weib. Nun in der auferstehung, welches weib wird sie seyn unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. JEsus aber antwortete, und sprach zu ihnen: Ihr irret, und wisset die schrift nicht, noch die kraft GOttes. In der aufer⸗ stehung werden sie weder freyen, noch sich freyen lassen, sondern sie sind gleich, wie die engel GOttes im himmel. Habt ihr aber nicht gelesen von der todten auferste⸗ hung, das euch gesagt ist von GOtt, da er spricht: Ich bin der GOtt Abraham, und der Gott Isaae, und der GOtt Jacob: GOtt aber ist nicht ein GOtt der todten, son⸗ dern der lebendigen. Und da sol⸗ ches das volk hoͤrete, entsatzten sie sich uͤber seiner lehre. Am 24. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, Coloss. Cap. 1, v. 9. bis 14. erfuͤllet werdet mit erkennt niß sei⸗ nes willens in allerley geistlicher weisheit und verstand; daß ihr wandelt wuͤrdiglich dem HErrn zu allem gefallen, und fruchtbar seyd in allen guten werken, und wachset in der erkenntniß GOttes, und ge⸗ staͤrket werdet mit aller kraft, nach seiner herrlichen macht, in aller geduld und langmuͤhtigkeit, mit freuden; Und danksaget dem va⸗ ter, der uns tuͤchtig gemachet hat zu dem erbtheile der heiligen im lichte; welcher uns errettet hat von der obrigkeit der finster⸗ niß, und hat uns versetzet in das reich seines lieben sohnes, an welchem wir haben die erloͤsung durch sein blut, nemlich die ver⸗ gebung der suͤnden. Evangelium, Matth. Cap. 9, v. 18. bis 16. Es kam der obersten einer, und fiel vor JEsu nieder, und sprach: HErr, meine tochter ist jezt gestorben; aber komm, und lege deine hand auf sie, so wird sie lebendig. Und JEsus stund auf und folgete ihm nach, und seine jůͤnger. Und siehe, ein weib/ das zwoͤlf jahr den blutgang ge⸗ habt, trat von hinten zu ihm, und rührete seines kleides saum an; denn sie sprach bey sich selbst: Moͤgte ich nur sein kleid anrüh⸗ ren, so wuͤrde ich gesund. Da wendete sich JEsus um, und sahe sie, und sprach: Sey getrost, mei⸗ ne tochter, dein glaube hat dir ge⸗ holfen. Und das weib ward ge⸗ sund zu derselbigen stunde. Und als er in des obersten haus kam, und sahe die pfeiffer und das ge⸗ tuͤmmel des volks; sprach er zu ihnen: Weichet, denn das maͤgd⸗ lein ist nicht todt, sondern es schlaͤft. Und sie verlachten ihn. Wir hoͤren nicht auf fuͤr euch zu beten und zu bitten, daß ihr Als aber das volk ausgetrieben war/ wars ie sie hey de maͤgdlein schaletei Amꝛ5. Feste 1 Dhs⸗ (Mit wo W del, denq die nicht ttau dern/ di 4n gestothen wird G0l sinddutch ren. Denn ein vort wit leben! zukusst de nicht vorkt Denn er se einenn seld des etpent GOttes 6 himsel, u werhen au nach wit, bleihen, x selbigen wolfen,d der lust, HErrn set laser ter snandt . IGsus + I W gesahet is Dassiel, gen ftaͤtte merfe dare die etge, is. Und: der feige —— E nühth Cx Sicht Aeile I AN Sheith IndH salg Aen sh I.II W . Allh Ith.. b. u H stn EX I. IT ortget in iie us st udis E dN XXT. Iuzet ehe MXV. I tal z intil hU HX HI nebst den Festlichen Vorlesungen. 81 war, gieng er hinein, und ergriff sie bey der hand; da stund das Iwer seinem hause iu holen. Und wer auf dem felde ist, der kehre maͤgdlein auf. Und dis geruͤcht er⸗ nicht um, seine kleider zu holen. schallete in dasselbige ganze land. Am ꝛ5. Sonntage nach den Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, 1 Thess. Cap. 4, v. 13. bis 18. Wir wollen euch, lieben bruͤ⸗ der, nicht verhalten von denen die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seyd, wie die an⸗ dern, die keine hoffnung haben. Denn so wir glaͤuben, daß JEsus gestorben und auferstanden ist, also wird GOtt auch,die da entschlafen sind durch JEsum, mit ihm fuͤh⸗ ren. Denn das sagen wir euch, als ein wort des HErrn, daß wir, die wir leben und uͤberbleiben in der zukunft des HErrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der HErr, wird mit einem feldgeschrey und der stimme des erz⸗engels, und mit der posaune Gottes hernieder kommen vom himmel, und die todten in Christo werden auferstehen iu erst: dar⸗ nach wir, die wir leben und uͤber⸗ bleiben, werden zugleich mit den⸗ selbigen hingeruͤcket werden in den wolken, dem HErrn entgegen in der luft, und werden also bey dem HErrn seyn allezeit. So troͤstet euch nun mit diesen worten un⸗ ter einander. Evangelium, Matth. Cap. 24, v. 16. bis 28. JSsus sprach zu seinen juͤn⸗ gern: Wenn ihr sehen werdet den greuel der verwuͤstung, davon gesaget ist durch den propheten Daniel, daß er stehe an der heili⸗ gen staͤtte;(wer das lieset, der merke darauf!) alsdenn fliehe auf die berge, wer im juͤdischen lande ist. Und wer auf dem dache isl, der steige nicht hernieder/ etwas Wehe aber den schwangern und saͤugern zu der zeit. Bittet aber⸗ daß eure flucht nicht geschehe im winter, oder am sabbath; denn es wird alsdenn eine grosse truͤb⸗ sal seyn, als nicht gewesen ist vom anfange der welt bis hieher, und als auch nicht werden wird. Und wo diese tage nicht würden ver⸗ kuͤrzet, so wuͤrde kein mensch se⸗ lig; aber um der auserwaͤhlten willen werden die tage verkuͤrzet. So alsdenn jemand zu euch wird sagen: Siehe, hie ist Christus, oder da; so sollet ihr es nicht glaͤu⸗ ben. Denn es werden falsche Chri⸗ sti, und falsche propheten ausste⸗ hen, und grosse zeichen und wun⸗ der thun, daß verfuͤhret werden in den irrthum,(wo es moͤglich waͤre,) auch die auserwaͤhlten. Siehe, ich habe es euch zuvor ge⸗ saget; darum wenn sie zu euch sa⸗ gen werden: Siehe, er ist in der wuͤsten, so gehet nicht hinaus: Siehe, er ist in der kammer, so glaͤubet es nicht. Denn gleich wie der blitz aufgehet vom aufgan⸗ ge, und scheinet bis zum nieder⸗ gange; also wird auch seyn die zu⸗ kunft des menschen sohnes. Wo aber ein aas ist, da sammlen sich die adler. Am 26. Sonntage nach dem Feste der Dreyeinigkeit. Epistel, 2 Thess. Cap. 1, v. 3. bis 10. Wit sollen GOtt danken alle⸗ zeit um euch, lieben brü⸗ der, wie es billig ist; denn euer glaube waͤchset sehr, und die liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt zu gegen einander; also, daß wir uns euer ruͤhmen unter den ö gemeinen GoOttes, von eurer ge⸗ F duld 1 82 Episteln und Evangelien, duld und glaͤuben, in allen euren verfolgungen und truͤbsalen, die ihr duldet. Welches anzeiget, daß GoOtt recht richten wird, und ihr wuͤrdig werdet zum reiche Gottes, uͤber welchem ihr auch leidet. Nachdem es recht ist bey Gott, zu vergelten truͤbsal de⸗ nen, die euch truͤbsal anlegen; euch aber, die ihr truͤbsal leidet, ruhe mit uns, wenn nun der HErr IEsus wird offenbahret werden vom himmel, sammt den engeln seiner kraft, und mit feuer⸗flam⸗ men, rache zu geben uͤber die, so Gott nicht erkennen, und uͤber die, so nicht gehorsam sind dem evange⸗ lio unsers HErrn JEsu Christi: welche werden pein leiden, das ewige verderben, von dem auge⸗ sichte des HErrn und von seiner herrlichen macht; wenn er kom⸗ men wird, daß er herrlich erschei⸗ ne mit seinen heiligen, und wun⸗ derbar mit allen glaͤubigen; denn 164915 zeugniß an euch von dem⸗ selbigen tage habet ihr geglaͤubet. Evangelium, Matth. Cap. 20, v. 31. bis 46. I sprach zu seinen juͤngern: Wenn des menschen sohn kommen wird in seiner herrlich— keit, und alle heilige engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem stuhle seiner herrlichkeit: und werden vor ihm alle voͤlker ver⸗ sammlet werden: und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein hirte die schafe von den boͤcken scheidet; und wird die schafe zu seiner rechten stellen, und die boͤcke iu der linken. Da wird denn der koͤnig sagen zu denen zu seiner rechten: Kommet her, ihr geseg⸗ neten meines vaters, ererbet das reich, das euch bereitet ist von anbeginn der welt: denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habet mich gespeiset; ich bin durstig ge⸗ wesen, und ihr habet mich ge⸗ traͤnket; ich bin ein gast gewesen, und ihr habet mich beherberget; ich bin nackend gewesen, und ihr habet mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habet mich besuchet; ich bin gefaugen gewe⸗ sen, und ihr seyd zu mir kommen. Denn werden ihm die gerechten antworten und sagen: HErr, wenn haben wir dich hungrig gesehen, und haben dich gespeiset? oder durstig, und haben dich getraͤn⸗ ket? Wenn haben wir dich einen gast gesehen, und beherberget? oder nackend, und haben dich be⸗ kleidet? Wenn haben wir dich krank, oder gefangen gesehen, und sind zu dir kommen? Und der koͤ nig wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch, was ihr gethan habet einem unter die⸗ sen meinen geringsten bruͤdern, das habet ihr mir gethan. Denn wird er auch sagen iu denen zu der linken: Gehet hin von mir, ihr verfluchten, in das ewige seuer⸗ das bereitet ist dem teufel und sei⸗ nen engeln. Ich bin hungrig ge⸗ wesen, und ihr habet mich nicht ge⸗ speiset; ich bin durstig gewesen, und ihr habet mich nicht getraͤn⸗ ket; ich bin ein gast gewesen, und ihr habet mich nicht beherberget; ich bin nackend gewesen, und ihr habet mich nicht bekleidet, ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habet mich nicht besuchet. Da werden sieihmauchantworten und sagen: HErr, wenn haben wir dich hungrig, oder durstig, oder einen gast, oder nackend, oder krank, oder gefangen gesehen, und haben dir nicht gedienet? Denn wird er ih⸗ nen antworten und sagen: War⸗ lich ich sage euch, was ihr nicht ge⸗ than habet ꝛinem unter diesen ge⸗ ringsten, das habet ihr mir auch nicht gethan. Und sie werden in die ewige vein gehen; aber die ge⸗ rechten in das ewige leben. ————— Am 2. S6 Fest Pett. E Misset de Mi dell wer den sogtt genen lifenn Wo if die v kunst/ denn entshlafen f wie ei vom gewasen is. wollen se ni himmel vot die erdenuon bestanden du dennoch natd durch dihelh fluht Heheth⸗ in Regun werdzn durch daß se umst am sage des dammnß der Eines aber se ihr lseben, d Ehs i, wj tausehh nhrty verieuchtsich 8 etliche füre sondern et hit will nicht, d verdt/ sondet iur buse kehr HEr g in dehnacht, mel dergihen! rachen; diere en vhr hiher .de und dit u und, wetdens s alles sol he denn gesh am handeli in haß ihr er jukunft he weschem di hehen, und fershnd nebst den Festlichen Vorlesungen. Dad i Am 27. Sonntage nach dem ng Feste der Breyeinigkeit. Ne Epistel, I petr. Cap. 3, v. 3. bis. n D Wiset das auf das erste, daß nA i in den lezten tagen kommen IElgen werden spoͤtter, die nach ihren ei⸗ genen luͤsten Ren, und sagen: geht Wo ist die verheissung seiner zu⸗ hen kunft? denn nachdem die vater I 1. entschlafen sind, bleibet es alles, I in wie es vom anfange der ereatur 10 l gewesen ist. Aber muhtwillens sh wollen sie nicht wissen, daß der e himmel vor jeiten auch war, dazu Sie erde aus wasser, und im wasser il bestanden durch GOttes wort; Duntlofeleid zu der zeit die welt „Aichse durch dieselbigen mit der sünd⸗ Heltfluht verderbet. Also auch der Mihl Ei ush himmel jetzund, und die erde schil ir Wwerden durch sein wort gesparet, unuhdaß sie zum feuer behalten werden a— gottiosen Weuß Hen. aanl dendammniß der gottlosen menschen. nintt Eines aber sey euch unverhalten, l busihr lieben, daß ein tag vor dem Vunl Whetto Errn ist, wie tausend jahr, und Mnitausend jahr wie ein tag. Der HErr u uich swerteucht nicht die verheissung, wie % altes etliche fuͤr einen verzug achten: hDicht sondern er hat geduld mit uns, und n Wetllhtwill nicht, daß jemand verlohren 1 ellwerde, sondern daß sich jedermann u nur busse kehre. Es wird aber des 41½%Errn tag kommen als ein dieb amin der nacht, in welchem die him⸗ uhmel zergehen werden mit grossem Inihkrachen: die elemente aber wer⸗ 0% slden vor hitze lerschmelten, und die 11— And und 9⸗ Rerhr⸗ die + sind, werden verbrennen. So nun KX. as alles soll zergehen, wie sollet hlihr denn geschickt seyn mit heili⸗ 1 Uht ngem wandel und gottseligem we⸗ hen? daß ihr warket und eilet zu 0% sder iukunft des kages des HErrn, ein welchem die himmel vom feuer siergehen, und die elemente vor hitze zerschmelzen werden. Wir F warten aber eines neuen him— mels, und einer neuen erden, nach seiner verheissung, in welchen ge⸗ rechtigkeit wohnet. Darum,/ meine lieben, dieweil ihr darauf warten sollet; so thut fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unstraͤflich im frieden erfunden werdet. Evangelium, Matth. Cap. 26, v. I. bis 1z. JEsus sprach zu seinen jün⸗ — gern: Das himmelreich wird gleich seyn zehen jungfrauen, die ihre lampen nahmen, und gien⸗ gen aus dem braͤutigam entge⸗ gen: aber fuͤnfe unter ihnen wa⸗ ren thoͤricht, und fünfe waren klug. Die thoͤrichten nahmen ihre lampen, aber sie nahmen nicht oͤl mit sich; die klugen aber nahmen oͤl in ihren gefaͤssen, sammt ihren lampen. Da nun der braͤutigam verzog, wurden sie alle schlaͤfrig, und entschliefen. Zur mitternacht aber ward ein geschrey: Siehe, der braͤutigam koͤmmt, gehet aus ihm entgegen. Da stunden diese ijungfrauen alle auf, und schmuͤck⸗ ten ihre lampen: die thoͤrichten aber sprachen zu den klugen: Ge⸗ bet uns von eurem oͤle, denn un⸗ sere lampen verloͤschen. Da ant⸗ worteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche: gehet aber hin zu den kraͤmern, und kaufet fuͤr euch selbst. Und da sie hingiengen zu kaufen, kam der braͤutigam, und welche bereit waren, giengen mit ihm hinein zur hochzeit, und die thuͤr ward verschlossen. Zulezt kamen auch die anderen jungfrau⸗ en, und L HErr, HErr, thue uns auf. Er antwortete aber und sprach: Warlich ich sage euch, ich kenne euer nicht. Dar⸗ um wachet, denn ihr wisset weder tag noch stunde, in welcher des menschen sohn. wird. 8⁴4 Episteln„Evangelia und Vorlesungen an dene n Festen, welche, wenn sie nicht auf Sonntage fallen, an dem naͤchstfolgenden gefeyert werden. Am Seste der Darstellung JEsu im Tempel, oder der Reinigung Maria. Die Epistel desselben Sonntags; oder, Malach. Cap.3, v. I. bis s5. iehe, ich will meinen engel senden, der vor mir her den weg bereiten soll: und bald wird kommen zu seinem tempel der HErr, den ihr suchet/ und der engel des bundes, deß ihr begehret. Siehe er koͤmmt, spricht der HErr Zebaoth. Wer wird aber den tag seiner zukunft erleiden moͤgen? Und wer wird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das feuer eines goldschmiedes, und wie die seife der waͤscher. Er wird sitzen und schmelzen, und das sil⸗ ber reinigen; Er wird die kinder Levi reinigen und laͤutern, wie gold und suͤber. Denn werden sie dem HErrn speis⸗opfer bringen in gerechtigkeit, und wird dem HErrn wolgefallen das speis⸗ opfer Juda und Jerusalem, wie vorhin, und vor langen jahren. Und ich will zu euch kommen, und euch strafen, und will ein schneller zeuge seyn wider die zauberer, ehebrecher und meineidigen: und wider die, so gewalt und unrecht thun den tageloͤhnern, witwen Evangelium, Luc. Cap. 2, v. 22. bis 40. Dadisetageihrerreinigungnach dem gesetze Mosis kamen, brachten Maria und Joseph das kind FEsum gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstelleten dem HErrn, (wie denn geschrieben stehet in dem gesetze des HErrn: allerley maͤnn⸗ lein, das zum ersten die mutter bricht, soll dem HErrn geheiliget heissen) und daß sie gaͤben das opfer, nach dem gesaget ist in dem gesetze des HErrn, ein paar tur⸗ tel⸗tauben, oder zwo junge tau⸗ ben. Und siehe, ein mensch war zu Jerusalem, mit namen Si⸗ meon, und derselbige mensch war fromm und gottesfuͤrchtig, und wartete auf den trost Israel; und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine antwort worden von dem heiligen Geiste, er sollte den tod nicht sehen, er haͤtte denn zu⸗ und kam aus anregen des geistes in den tempel. Und da die eltern das kind JEsum in den tempel brach⸗ ten, daß sie fuͤr ihn thaͤten, wie man pfleget nach dem gesetze; da nahm er ihn auf seine arme, und lobete GOtt, und sprach: HErr, nun laͤssest du deinen diener im frieden fahren, wie du gesaget hast; denn meine augen haben deinen heiland gesehen, welchen du berei⸗ und waisen; und den itn tet hast vor allen voͤlkern: ein licht druͤcken, und mich nicht fuͤrchten, spricht der HErr Zebaoth. iu erleuchten die heiden, und zum preise deines volkes Israel. ah vor den Christ des HErrn gesehen; 1 Ei seinson sich 0 UndSir zu Mar. diestti undauf und zu e sprochen schhhend auf daß b fenhat v prosheti Phanuel wan wol sieben ja ihret jun eingwitt ren, dit! dienete tag undn hinh ind pressete d vonihm! sungg da sie es nach dem reten sie ihrq sad kinj wuch geistevul tes gnade Vorm. 1 06 do AÆswirg sehchhabe wir bischa haͤnde betz leben; nen und zeugen, In leben, das bendem v nen.) Was 1— dat uf daß au schaft haht schaft seh Episteln und Evangelien, nebst den Festlichen Vorlesungen. 8s sein vater und mutter wunderten seinem sohne, JEsu Christo. Und sich deß, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie, und sprach zu Maria seiner mutter: Siehe, dieser wird gesetzet zu einem fall und auferstehen vieler in Israel, und zu einem zeichen, dem wider⸗ sprochen wird,(und es wird ein ss schwert durch deine seele dringen,) auf daß vieler herzen gedanken of— fenbar werden. Und es war eine prophetin Hanna, eine tochter Phanuel, vom geschlechte Aser, die war wol betaget, und hatte gelebet sieben jahre mit ihrem manne, nach ihrer jungfrauschaft. Und war nun eine witwe bey vierund achtzig jah⸗ ren, die kam nimmer vom tempel, dienete GOtt mit ieieb und beten tag und nacht. Dieselbe trat auch hinzu zu derselbigen stunde, und preisete den HErrn, und redete von ihm zu allen, die auf die erloͤ⸗ sung zu Jernsalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten, nach dem gesetze des HErrn, keh⸗ reten sie wieder in Galilaͤam zu ihrer stadt Nazareth. Aber das kind wuchs, und ward stark im geiste, voller weisheit, und GOt⸗ tes gnade war bey ihm. Vorlesungen, Vorm. 1 Joh. Cap. 1, v. 1. bis 10. as da von anfang war, das wir gehoͤret haben, das wir ge⸗ sehen haben mit unsern augen, das wir beschauet haben, und unsere haͤnde betastet haben, vom wort des lebens;(und das leben ist erschie⸗ nen: und wir haben gesehen, und ö zeugen, und verkuͤndigen euch das leben, das ewig ist; welches war bey dem vater, und ist uns erschie⸗ nen. Was ir gesehen und gehoͤret haben, das verkündigen wir euch, auf daß auch ihr mit uns gemein⸗ schaft habt; und unsere gemein⸗ schaft sey mit dem vater und mit solches schreiben wir euch, auf daß eure freude voͤllig sey. Und das ist die verkündigung, die wir von ihm gehoͤret haben, und euch verkuͤndi— gen: daß Gott ein licht ist, und in ihm ist keine finsterniß. So wir sagen, daß wir gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln im fin⸗ sterniß: so luͤgen wir, und thun nicht die wahrheit. So wir aber im licht wandeln, wie er im licht ist: so haben wir gemeinschaft un⸗ ter einander; und das blut JEsu Christi, seines sohnes, machet uns rein von aller suͤnde. So wir sa⸗ gen, wir haben keine sunde; so verfuͤhren wir uns selbst, und die wahrheit ist nicht in uns. So wir aber unsere suͤnde bekennen; so ist er treu und gerecht, daß er uns die suͤnde vergiebet, und reiniget uns bon aller untugend. So wir sa⸗ gen, wir haben nicht gesuͤndiget; so machen wir ihn zum luͤgner, und sein wort ist nicht in uns. * Nachm. Col. Cap. 2, V. I. bis 23. Ich lasse euch wissen, welch einen — kampf ich habe um euch, und um die zu Laodicea, und alle, die meine per son im fleische nicht gese⸗ hen haben, auf daß ihre herzen er⸗ mahnet, und zusammen gefasset werden in der liebe, zu allem reich⸗ thum des gewissen verstandes, zu erkennen das geheimniß GOttes und des vaters, und Christi; in welchem verborgen liegen alle schaͤtze der weisheit und der er⸗ kenntniß. Ich sage aber davon, daß euch niemand betruͤge mit ver⸗ nuͤnftigen reden. Denn ob ich wol nach dem fleische nicht da bin, so bin ich aber im geiste bey euch, freue mich, und sehe eure ordnung⸗ und euren festen glauben an Chir⸗ um. Wie ihr nun angenommen F 3 habt 86 Episteln und Evangelien, habt den HErrn Christum JIEsum, so wandelt in ihm; und seyd ge⸗ wurzelt und erbauet in ihm, und seyd feste im glauben, wie ihr geleh⸗ ret seyd, und seyd in demselbigen reichlich dankbar. Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die philosophia und lose verfuͤhrung, nach der menschen lehre, und nach der welt satzungen, und nicht nach Christo: denn in ihm wohnet die ganze fuͤlle der gottheit leibhaftig; und ihr seyd vollkommen in ihm, welcher ist das haupt aller fuͤrsten⸗ thuͤmer und oberkeit: in welchem ihr auch beschnitten seyd, mit der beschneidung ohne haͤnde, durch ablegung des sundlichen leibes im fleische, nemlich mit der beschnei⸗ dung Christi, in dem, daß ihr mit ihm begraben seyd durch die taufe: in welchem ihr auch seyd auferstan—⸗ den durch den glauben, den GOtt wuͤrket, welcher ihn auferwecket hat von den todten. Und hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr todt waret in den suͤnden, und in der vorhaut eures fleisches, und hat uns geschenket alle suͤnde, und ausgetilget die handschrift, so wider uns war, welche durch satzungen entstund, und uns ent— gegen war, und hat sie aus dem mittel gethan, und an das ereuz geheftet; und hat ausgezogen die fuͤrstenthuͤme und die gewaltigen, und sie schau getragen oͤffentlich, und einen triumph aus ihnen ge⸗ macht durch sich selbst. So lasset nun niemand euch gewissen ma⸗ chen über speise, oder uͤber trank, oder uͤber bestimmten feyer⸗tagen, oder neumonden, oder sabbather, welches ist der schatten von dem, das zukünftig war; aber der koͤr⸗ per selbst ist in Christo. Lasset euch niemand das ziel verruͤcken, der uach eigener wahl einher gehet in demuht und geistlichkeit der engel, deß er nie keines gesehen hat, und ist ohne sache aufgeblasen in sei⸗ nem fleischlichen sinne, und haͤlt sich nicht an dem haupte, aus wel⸗ chem der ganze leib durch gelenke und fugen handreichung empfaͤhet, und an einander sich enthaͤlt, und also waͤchset zur goͤttlichen groͤsse. So ihr denn nun abgestorben seyd mitChristo den satzungen der welt, was lasset ihr euch denn fangen mit satzungen, als lebetet ihr noch in der welt? Die da sagen: Du sollt das nicht angreifen, du sollt das nicht kosten, du sollt das nicht anruͤhren, welches sich doch alles unter haͤnden verzehret, und ist menschen gebote und lehre, welche haben einen schein der weisheit, durch selbsterwaͤhlte geistlichkeit und demuth, und dadurch, daß sie des leibes nicht verschonen, und dem fleische nicht seine ehre thun zu seiner nothdurft. Am Seste Johannis des Täufers. Epistel, Jesaia Cap. 40, v. I. bis 8. Troßer, troͤtet mein volk, spricht euer GOtt, redet mit Jerusalem freundlich, und predi⸗ get ihr, daß ihre ritterschaft ein ende hat: denn ihre missethat ist vergehen, denn sie hat zweyfaͤlti⸗ ges empfangen von der hand des HErrn, um alle ihre suͤnde. Es ist eine stimme eines predigers in der wuͤsten: Bereitet dem HErrn den weg, machet auf dem gefilde eine ebene bahn unserem GOtt. Alle thale sollen erhoͤhet werden, und alle berge und huͤgel sollen er⸗ niedriget werden: und was un⸗ gleich ist, soll eben, und was 50 kericht ist, soll schlecht werden. Denn die herrlichkeit des HErrn soll offenbaret werden, unt asch ei eisth m dahde spricht ei er shrach Alles flei guͤtz ist! felde. D me verpe geist blast das heu. blusht het un sst Ge Ta Euc. Elisabe gebal baht eintt barn und der Hett: ihr getha sich nit i am achten schnliden sen ihn uo rias, M tete und iin t annin niemand i der glso he seinem va heissen la taͤflein, ö heisstt Y wunherten 0 sein aufgsthan, bete Hott furcht he diese geshj dem gaune alle, diee herzen, nest u, wi A, 2— Ie FDusl sn Ail A un h c rschg nebsi den Festlichen Vorlesungen. 87 fleisch mit einander wird sehen, daß des HErrn mund redet. Es spricht eine stimme: Predige. Und er sprach: Was soll ich predigen? Alles fleisch ist heu, und alle seine guͤte ist wie eine blume auf dem felde. Das heu verdorret, die blu⸗ me verwelket! denn des HErrn lobet sey der HErr, der Gott Israel, denn er hat desuchet und erloͤset sein volk: und hat uns auf⸗ gerichtet ein horn des heils in dem hause seines dieners Davids; als er vor zeiten geredet hat durch den mund seiner heiligen propheten: daß er uns errettete von unsern uchhe at MEuch R ie RIIAI HH bus hrg 3 Des so IHetteh 5II Rein y geist blaͤset darein. Ja, das volk ist feinden, und von der hand aller das heu. Das heu verdorret, die die uns hassen: und die barmher⸗ blume verwelket; aber das wort zigkeit erseigete unsern vatern, unsers GOttes bleibet ewialich. 12—— gedachte 80. 405.5 heiligen ium bund, und an den eyd, den er ge⸗ Svangelium, schworen hat unserm vater Abra⸗ Luc. Cap. r, v. 67. bis 30. ham, uns zu geben: daß wir, er⸗ Elisabeth kam ihre ieit, daß sie loͤfet aus der hand unsrer feinde, gebaͤhren sollte, und sie ge⸗ ihm dieneten ohne furcht unser le⸗ bahr einen sohn. Und ihre nach⸗bhelang, in heiligkeit und gerech⸗ barn und gefreundte hoͤreten, daß tigkeit, die ihm gefaͤllig ist. Und der HErr grosse barmherzigkeit an du kindlein wirst ein prophet des ihr gethan hatte, und freueten hächsten heissen: du wirst vor dem sich mit ihr. uUnd es begab sich 5Errn hergehen, daß du seinen am achten tage kamen sie zu be⸗ weg bereitest„ und erkenntniß des schneiden das kindlein, und hies⸗heils gebest seinem volke, die da sen ihn nach seinem vater Zacha⸗ ist in vergebung ihrer sünde, durch rias. Ader seine mutter autwor⸗ die herzliche barmherzigkeit un⸗ tete und sprach: Mit nichten, sers GOttes, durch welche uns ö ö——— er soll Johannes heissen. desuchet hat der aufgang aus der nd sie sprachen iu ihr: Ist doch höͤhe: auf daß er erscheine denen, Inl on niemand in deiner freundschaft, die da sitzen im finsterniß und Ri A itt t der also heisse. Und sie winketen schatten des todes, und richte un⸗ Wt seinem vater, wie er ihn wollte sere füsse auf den weg des frie⸗ Wlt l heissen lassen? Und er forderte ein dens. Und das kindlein wuchs, iE ü schrieb und sprach: Er und ward stark im geist, und war 7. itet heisset Johannes. Und sie ve⸗ in der wuͤsten, bis daß er sollte I wunderten sich alle. Und alsbald hersor treten vor das volk Israel. L ward sein mund und seine zunge Vorl n H aufgethan, und redete, und lo⸗ orlesungen, . ith bete GOtt. Und es kam eine Vorm. Lue. Cap. 3, v. z. bis xx. 21. l furcht uͤber alle nachbarn: und Dee und Caiphas Hohe⸗ rhin e diese geschichte ward ruchtbar auf priester waren, da geschah der 1037H 1 dem ganzen jüdischen gebirge. Und befehl GOttes zu Johannes, Za⸗ uh alle, die es hoͤreten, nahmen es zu charias sohn in der wuͤste. Und er eherzen, und sprachen: Was mei⸗ kam in alle gegend um den jordan, R v. nest du, will aus dem kindlein wer⸗ und predigte die taufe der busse, I N den? denn die hand des HErru zur vergebung der sunde. Wie ge⸗ %/ war mit ihm. Und sein vater Za⸗ schrieben siehet in dem buch der scl charias ward des heiligen Geistes rede Jesalas, des propheten, der voll, weissagete und sprach: Ge⸗ da sagt: Es ist eine stimme eines , IIdeh + 7 0 nn§ 4 pre⸗ ihlte A Hte Ht sal l urft. H Fohei I setz — 88 Episteln und Evangelien, predigers in der wuͤste: Bereitet den weg des HErrn, und machet seine steige richtig. Alle thale sol⸗ len voll werden, und gllehe und huͤgel sollen erniedriget werden, und was krum̃ ist, soll richtig wer—⸗ den, und was uneben ist, soll schlechter weg werden. Und alles fleisch wird den heiland GOttes sehen. Da sprach er zu dem volke, das hinaus gieng, daß es sich von ihm taufen liesse: Ihr otternge— zuͤchte! wer hat denn euch gewei— set, daß ihr dem zukuͤnftigen zorn entrinnen werdet? Sehet zu, thut rechtschaffene fruͤchte der busse, und nehmet euch nicht vor, zu sa⸗ gen: Wir haben Abraham zum vater: denn ich sage euch, GoOtt kann demAbraham aus diesen stei⸗ nen kinder erwecken. Es ist schon die axt den baͤumen an die wurzel gelegt. Welcher baum nicht gute fruͤchte bringet, wird abgehauen und in das feuer geworfen. Und das volk fragte ihn, und sprach: Was sollen wir denn thun? Er antwortete, und sprach zu ihnen: Wer ʒween roͤcke hat, der gebe dem, der keinen hat, und wer speise hat, der thue auch also. Es kamen auch die zoͤllner, daß sie sich taufen lies⸗ sen, und sprachen zu ihm: Meister! was sollen denn wir thun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. Da fragten ihn auch die kriegs⸗leute, und spra⸗ chen: Was sollen denn wir thun? Und er sprach zu ihnen: Thut nie-⸗ mand gewaͤlt noch unrecht, und lasset euch begnuͤgen an eurem sol⸗ de. Als aber das volk im wahn war, und dachten alle in ihrem her⸗ zen von Johanne, ob er vielleicht Christus waͤre, antwortete Johan⸗ nes/ und sprach zu allen: Ich tau⸗ fe euch mit wasser; es kommt aber ein staͤrkerer nach mir, dem ich nicht gnugsam bin, daß ich die rie⸗ men seiner schuh aufloͤse, der wird euch mit dem heiligen geiste und mit feuer taufen. In desselben hand ist die wurf⸗schaufel, und er wird seine tenne fegen, und wird den weitzen in seine scheure samm⸗ len, und die spreu wird er mit ewi⸗ gem feuer verbrennen. Und viel anders mehr vermaͤhnete und ver⸗ kündigte er dem volke. Herodes aber, der vierfuͤrst, da er von ihm gestrafet ward, um Herodias wil—⸗ len, seines bruders weib, und um alles uͤbels willen, das Herodes thaͤt; über das alles legte er Jo⸗ hannem gefangen. Und es begab sich, da sich alles volk taufen ließ, und JEsus auch getauft war, und betete, daß sich der himmel auf⸗ thaͤt, und der heilige geist fuhr her⸗ nieder in leiblicher gestaͤlt auf ihn, wie eine taube, und eine stimme kam aus dem himmel, die sprach: Du bist mein lieber sohn, an dem ich wohlgefallen habe. ** Nachm. Jes. Cap. 40. Also nebst der vorstehenden Fest⸗Epistel v. I. bis 8. auch das folgende v. 9. bis 31. Zem du predigerinn, steige auf einen hohen berg! Jerusalem, du predigerinn, hebe deine stimme auf mit macht; hebe auf, und fuͤrchte dich nicht: sage den staͤdten Juda: Siehe, da ist euer GOtt. Denn siehe, der HErr HErr kom̃t gewaltiglich: und sein arm wird herrschen. Siehe, sein lohn ist bey ihm: und seine vergeltung ist vor ihm. Er wird seine heerde weiden, wie ein hirte: er wird die laͤmmer in seine arme sammlen und in sei⸗ nem busen tragen, und die schaf⸗ muͤtter fuͤhren. Wer misset die wasser mit der faust, und fasset den himmel mit der spannen, und be⸗ greifet die erde mit einem drey⸗ ling, und wieget die berge —— nemn gel ner waa geist des geher u get et l geht in rechts: niß/ m des s sind gen eimsthl leis sol hesie in DirLib feuet, zum hea vok ihn tiges un wollt i) odet m ihl ihm gesst t schnidtt silhene wer en waͤhlet und shr 11 6 stadigf reßshti mahlst nicht de erhen! erden; sind wit mah aue 0 I=I— NCush uH Wie .. ee N IXI N h H ,e Hih HH ud 2 EXX NX I us ouhe X II „NIRaht X Aiu AWitgi HH un EI I KXII tusi 1 nebst den Festlichen Vorlesungen. 89 nem gewicht und die huͤgel mit ei⸗ ner waage! Wer unterrichtet den geist des HErrn, und welcher rath⸗ geber unterweiset ihn? Wen fra⸗ gel er um raht, der ihm verstand gebe und lehre ihn den weg des rechts: und lehre ihn die erkennt⸗ niß, und unterweise ihn den weg des verstandes? Siehe, die heiden sind geachtet wie ein tropfen, so im eimer bleibet: und wie ein scherf⸗ lein, so in der waage bleibet. Sie⸗ he, die inseln sind wie ein staͤublein. Der Libanon waͤre zu geringe zum feuer, und seine thiere zu geringe zum brand⸗opfer. Alle heiden sind vor ihm nichts, und wie ein nich⸗ tiges und eiteles geachtet. Wem wollt ihr denn GOtt nachbilden? oder was fuͤr ein gleichniß wollt ihr ihm zurichten? Der meister geußt wol ein bild, und der gold⸗ schmidt uͤberguͤldet es, und machet silberne ketten daran. Desgleichen wer eine arme habe vermag, der waͤhlet ein holz, das nicht faulet: und suchet einen klugen meister dazu, der ein bild fertige, das be⸗ staͤndig sey. Wisset ihr nicht? hoͤ⸗ ret ihr nicht? ist es euch nicht vor⸗ mahls verkuͤndiget? habt ihr es nicht verstanden von anbeginn der erden? Er sitzet uͤber dem kreis der erden; und die darauf wohnen, sind wie heuschrecken: der den him⸗ mel ausdehnt wie ein duͤnnes fellz und breitet sie aus wie eine huͤtte, da man inne wohnet. Der die fuͤr⸗ sten zu nichte machet, und die rich⸗ ter auf erden eitel machet: als haͤtte ihr stamm weder pflanzen,H noch saamen, noch wurzel in der erden; daß sie, wo ein wind unter sie wehet, verdorren, und sie ein wind⸗wirbel wie stoppeln wegfuͤh⸗ ret. Wem wollt ihr denn mich nachbilden, dem ich gleich sey: spricht der heilige? Hebet eure augen in die hoͤhe, und sehet: wer hat solche dinge geschaffen, und uͤhret ihr heer bey der zahl her⸗ aus? Der sie alle mit namen ru⸗ fet: vermögen und starke kraft ist so groß, daß nicht an einem feh⸗ len kann. Warum sprichst du denn, Jacob; und du, Israel, sagest: Mein weg ist dem HErrn verbor⸗ gen, und mein recht gehet vor mei⸗ nemGott uͤber? Weissest du nicht? hast du nicht gehoͤret? Der HErr, der ewige GOtt, der die enden der erde geschaffen hat, wird nicht muͤde noch matt: sein verstand ist unausforschlich. Er giebt dem muͤden kraft, und staͤrke genug dem unvermoͤgenden. Die knaben werden muͤde und matt, und die juͤnglinge fallen. Aber die auf den HErrn harren kriegen neue kraft: daß sie auffahren mit fluͤgeln wie adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht muͤde werden. Am Seste der Heimsuchung mMaria. Epistel, Jes. Cap. 11, v. 1. bis c. s wird eine ruhte aufgehen von dem stamme Isai, und ein zweig aus seiner wurzel wird frucht hringen; auf welchem wird ruhen der geist des HErrn, der geist der weisheit und des verstan⸗ des, der geist des rahts und der staͤrke, der geist der erkenntniß und der furcht des HErrn, und sein riechen wird seyn in der furcht des Errn. Er wird nicht richten, nachdem seine augen sehen, noch strafen, nachdem seine ohren hoͤ⸗ ren; sondern wird mit gerechtig⸗ keit richten die armen, und mit ge⸗ richte strafen die elenden im lande; und wird mit dem stabe seines mundes die erde schlagen, und mit dem oden seiner lippen den gottlo⸗ F 5 sen 9⁰ Episteln und Evangelien, sen toͤdten. Gerechtigkeit wird die gurt seiner lenden seyn, und der glaube die gurt seiner nieren. Evangelium, Lue. Cap. 1, v. 39. bis g6. Morin stund auf in den tagen, und gieng auf das gebir—⸗ ge eilend zu der stadt Juda, und kam in das haus Zachariaͤ, und gruͤssete Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den gruß Ma⸗ rià hoͤrete, huͤpfete das kind in ihrem leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll und rief laut, und sprach: Gebenedeyet bist du unter den weibern, und gebenedeyet ist die frucht deines leibes. Und woher kömmt mir das, daß die mutter meines HErrn zu mir koͤmmt? Siehe, da ich die stim⸗ me deines grusses hoͤrete, huͤpfete mit freuden das kind in meinem leibe. Und o selig bist du, die du geglaubet haß! denn es wird vol⸗ lendet werden, was dir gesaget ist von dem HErrn. Und Maria sprach: Meine seele erhebet den HErrn, und mein geist freuet sich Gottes meines heilandes; denn er hat seine elende magd angese⸗ hen: Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle kindes⸗kin⸗ der. Denn er hat grosse dinge an mir gethan, der da maͤchtig ist/ und deß name heilig ist: und seine barmherzigkeit waͤhret immer fuͤr und fuͤr bey denen, die ihn fuͤrch⸗ ten. Er übet gewalt mit seinem arm, und zerstreuet die hoffaͤrtig sind in ihres herzens sinn. Er stoͤs⸗ set die gewaltigen vom stuhle, und erhebet die niedrigen. Die hun⸗ gerigen fuͤllet er mit guͤtern, und laͤsset die reichen leer. Er denket der darmherzigkeit, und hilst sei⸗ nem diener Israel auf. Wie er geredet hat unsern vaͤtern, Abra⸗ ham und seinem saamen ewiglich. Und Maria blieb bey ihr bey drey monate, darnach kehrete sie wie⸗ derum heim. Vorlesungen, Vormittags, Ps. 144. Ich will dich erhoͤhen, mein . GOtt, du koͤnig, und deinen namen loben immer und ewiglich. Ich will dich taͤglich loben, und deinen namen ruͤhmen immer und ewiglich. Der HErr ist groß, und sehr loͤblich/ und seine groͤsse ist un⸗ aussprechlich. Kindes⸗kinder wer⸗ den deine werke preisen, und von deiner gewalt sagen, Ich will re⸗ den von deiner herrlichen schoͤnen pracht, und von deinen wundern. Daß man solle reden von deinen herrlichen thaten, und daß man erzaͤhle deine herrlichkeit. Daß man preise deine grosse guͤte, und deine gerechtigkeit ruͤhme. Gnaͤ⸗ dig und barmherzig ist der HErr, geduldig und von grosser gůte. Der Err ist allen guͤtig, und erbarmet ich aller seiner werke. Es sollen dir danken, HErr, alle deine werke, und deine heiligen dich loben. Und die ehre deines koͤnigreichs ruͤh⸗ men, und von deiner gewalt reden. Daß den menschenkindern deine gewalt kund werde, und die ver⸗ ehrliche pracht deines koͤnigreichs. Dein reich ist ein ewiges reich, und deine herrschaft waͤhret fuͤr und fuͤr. Der HErr erhaͤlt alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Aller augen warten auf dich, und du giebest ih⸗ nen ihre speise zu seiner zeit. Du thust deine haud auf, und erfuͤllest alles, was lebet, mit wolgefallen. Der HeErr ist gerecht in allen sei⸗ nen wegen, und heilig in allen sei⸗ nen werken. Der HErr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit ernst anrufen. Er thut, was die gottesfuͤrchtigen begehren, und hoͤret ihr schreyen, nchnen. ihnen. 4— ihnen. O ihnicht gottlosen Herml lobe stine und ewih Vachmi öů chid d Vund glleine; O0tt Ist Ich. Dirg gewalt/ het Denn alee, quf etden das nichy V alles um obe thum unde sheftlhet al sthit ktast Hund stehet et fsck zu mach Hit danken Mmen dein was hin ich dap tiir sol fteywiligzu, Denn zon di und von dei Mögegeben.“ linge und gi Met alle Un He ein schat Alten. Hert Nen haüfen; Hen, dit ein ha Hellgen namen bme und heiß, meng, Irufef, und a augenehm. d 8 Mus auft mlig ggchez radengeshh horhanden Hegeben hat.= Rter raf E un Tii ch Deh A RH Veeun IN N LXII m meinn u AN AX II A IR MU Isoi HI IH t. Wih AI. AM nebst den Festlichen Vorlesungen. 91 ihnen. Der HErr behuͤtet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle gottlosen. Mein mund soll des HErrn lob sagen, und alles fleisch lobe seinen heiligen namen immer und ewiglich. VNachmitt. 1 Chron. Cap. 30, v. 10. bis 18. abid der koͤnig lobeteꝗ GOtt und sprach vor der ganzen gemeine: Gelobet seyst du HErr GoOtt Israel, unsers vaters ewig⸗ lich. Dir gebuͤhrt die majestaͤt und gewalt, herrlichkeit, sieg und dank. Denn alles, was im himmel und auf erden ist, das ist dein. Dein ist das reich, und du bist erhöhet uͤber alles zum obersten. Dein ist reich⸗ thum und ehre vor dir, du herr⸗ schest uͤber alles: in deiner hand stehet kraft und macht, in deiner hand stehet es, jedermann groß und stark zu machen. Nun, unser GOtt wir danken dir, und ruͤhmen den namen deiner herrlichkeit. Denn was hin ich! Was ist mein volk, daß wir sollten vermoͤgen kraft, freywillig zu geben, wie dies gehet? Denn von dir ists alles kommen, und von deiner hand haben wir dirs gegeben. Denn wir sind fremd⸗ linge und gaͤste vor dir, wie unsere vaͤter alle. Unser leben auf erden ist wie ein schatten, und ist kein auf⸗ halten. HErr unser GOtt, allen diesen haufen, den wir geschickt ha⸗ ben, dir ein haus zu bauen, deinem heiligen namen, ist von deiner hand kommen, und ist alles dein. Ich weiß/ mein GOtt, daß du das herz pruͤfest, und aufrichtigkeit ist dir angenehm. Darum habe ich dis al⸗ les aus aufrichtigem herzen frey⸗ willig gegeben, und habe jetzt mit freuden gesehen dein volk, das hier vorhanden ist, daß es dir freywillig gegeben hat. HErr Gott unserer vaͤter Abraham Isaak und Israel, bewahre ewiglich solchen sinn und gedanken im herzen deines volks, und schicke ihre herzen zu dir. Am Feste der Engel oder Michaelis. Statt der Epistel, Pf. 34. ch will den HErrn loben allezeit, sein lob soll immerdar in mei⸗ nem munde seyn. Meine seele soll sich ruͤhmen des HErrn, daß die elenden hoͤren, und sich freuen. Preiset mit mir den HErrn, und lasset uns mit einander seinen na⸗ men erhoͤhen. Da ich den HErrn suchte, antwortete er mir, und errettete mich aus aller meiner furcht. Welche ihn ansehen und anlauffen, derer angesicht wird nicht zu schanden. Da dieser elen⸗ de rief, hoͤrete der HErr, und half ihm aus allen seinen noͤhten. Der engel des HErrn lagert sich um die her, so ihn fuͤrchten, und hilft ihnen aus. Schmecket und sehet, wie freundlich der HErr ist; wol dem, der auf ihn traͤuet. Fuͤrchtet den. HErrn,/ ihr seine heiligenz denn die ihn fuͤrchten, haben keinen mangel. Die reichen muͤssen darben und hungern z aber die den HErrn suchen, haben keinen mangel an irgend einem gute. Kommet her, kinder, hoͤret mir zu; ich will euch die furcht des HErrn lehren. Wer ist, der gut leben begehret, und gern gute tage haͤtte? Behuͤte deine zunge vor boͤsem, und deine lippen, daß sie nicht falsch reden. Laß vom bösen, und thue gutesz suche friede und jage ihm nach. Die augen des HErrn sehen auf die gerechten; und seine ohren auf ihr schreyen: Das antlitz aber des HErrn stehet uͤber die, so boͤses thun, daß er ihr gedaͤchtniß ausrotte von der erde. Wenn die gerechten schreyen, se hoͤret der HErr, und errettet sie aus 92 Episteln und Evangelien, aus aller ihrer noht. Der HErr ist nahe bey denen, die zerbrochenes herzens sind; und hilft denen, die zerschlagen gemuͤht haben. Der gerechte muß viel leiden; aber der HErr hilft ihm aus dem allen. Er bewahret ihm alle seine gebeine, daß derer nicht eins zerbrochen wird. Den gottlosen wird das un⸗ gluͤck todten; und die den gerech⸗ ten hassen, werden schuld haben. Der HErr erloͤset die seele seiner knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine schuld haben. Evangelium, Matth. Cap. 18, v. I. bis 11. ie juͤnger traten zu JEsu und sprachen: Wer ist doch der groͤsseste im himmelreich? JEsus rief ein kind zu sich, und stellete es mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch: es sey denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die kinder, so werdet ihr nicht in das himmel⸗ reich kommen. Wer sich nun selbst erniedriget, wie dies kind, der ist der groͤsseste im himmelreich. Und wer ein solches kind aufnimmt in meinem namen, der nimmt mich auf. Wer aber aͤrgert dieser geringsten einen, die an mich glaͤu⸗ ben; dem waͤre besser, daß ein muͤhlstein an seinen hals gehaͤnget wuͤrde, und er ersaͤufet wuͤrde im meer, da es am tiefsten ist. Wehe der welt der aͤrgerniß haͤlben! es muß ja aͤrgerniß kommen: doch wehe dem menschen, durch wel⸗ chen aͤrgerniß koͤmmt! So aber deine hand oder dein fuß dich aͤr⸗ gert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir: es ist dir besser, daß du zum leben lahm oder ein krüppel eingehest; denn daß du zwo haͤnde, oder zween fusse habest, und wer⸗ dest in das ewige feuer geworsen. Und so dich dein auge aͤrgert, reiß es aus, und wirf es von dir: Es ist dir besser, daß du einaͤugig zum leben eingehest; denn daß du zwey augen habest, und werdest in das hoͤllische feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von die⸗ sen kleinen verachtet; denn ich sage euch: ihre engel im himmel sehen allezeit das angesicht meines vaters im himmel. Denn des men⸗ schen sohn ist kommen, selig zu ma⸗ chen, das verlohren ist. Vorlesungen, Vormittags, Ps. 10z. I den HErrn, meine seele: und was in mir ist, seinen hei⸗ ligen namen. Lobe den HErrn, meine seele: und vergiß nicht, was er dir gutes gethan hat. Der dir alle deine suͤnde vergiebet, und hei⸗ let alle deine gebrechen; der dein leben vom verderben erloͤset, der dich kroͤnet mit gnade und barm⸗ herzigkeit; der deinen mund froͤ⸗ lich macht, und du wieder jung wirst, wie ein adler. Der HErr schaffet gerechtigkeit und gericht allen, die unrecht leiden. Er hat seine wege Mose wissen lassen, den kindern Israel sein thun. Barm⸗ herzig und gnaͤdig ist der HErr, geduldig und von grosser guͤte. Er wird nicht immer hadern, noch ewiglich zorn halten. Er handelt nicht mit uns nach unsern suͤnden, und vergilt uns nicht nach unserer missethat. Denn so hoch der him⸗ mel uͤber der erden ist, laͤßt er sei⸗ ne gnade walten über die, so ihn fuͤrchten. So fern der morgen ist vom abend, laͤßt er unsere uͤbertre⸗ tung von uns seyn. Wie sich ein vater uͤber kinder erbarmet, so er⸗ barmet sich der HErr uͤber die, so ihn fuͤrchten. Denn er kennet, was für ein gemaͤcht wir sind; er ge⸗ denket daran, daß wir staub sind. Ein mensch ist in seinem leben wie gras, er bluͤhet wie ꝛine blume auf dem selde; wenn der wind daruͤ⸗ ber gehet, so ist sie nimmer da, 12 ihre sit Diegnad vonfii so 0 0 tighhit au nen die! gedenken dargacht nen sthlt seiisich bet yn g stathenhe augichte meseines alld sein⸗ ner/ die i bet den an allen Lohe den. Nochmi —* L. Hett, herklich)! tiseshn das du at detshimm Wübef 0 fähhef an einkm wag sittigendt nehan diesger zu dad erdre bobkn/ do ai du 6, b und naser Abst und sie, von di dahin. Di vor/ und d nebst den Festlichen Vorlesungen. 9³ ihre staͤtte kennet sie nicht mehr. Die gnade aber des HErrn waͤhret von ewigkeit zu ewigkeit, uͤber die so ihn fuͤrchten, und seine gerech⸗ tigkeit auf kindes kind; bey de⸗ nen, die seinen bund halten, und gedenken an seine gebote, daß sie darnach thun. Der HErr hat sei⸗ nen stuhl im himmel bereitet, und sein reich herrschet uͤber alles. Lo⸗ bet den HErrn, ihr seine engel, ihr starken helden, die ihr seinen befehl ausrichtet; daß man hoͤre die stim⸗ me seines wortes. Lobet den HErrn alle seine heerschaaren, seine die⸗ ner, die ihr seinen willen thut. Lo⸗ bet den HErrn alle seine werke, an allen orten seiner herrschaft. Lobe den HErrn meine seele. ** * Nachmitt. Ps. 104, v. I. bis 16. und v. 24. bis 37. obe den HErrn, meine seele. HErr, mein GOtt, du bist sehr herrlich, du bist schoͤn und praͤch⸗ tig geschmuͤckt. Licht ist dein kleid, das du an hast; du breitest aus den himmel wie einen teppich. Du woͤlbest es oben mit wasser: du faͤhrest auf den wolken, wie auf einem wagen; und gehest auf den fittigen des windes. Der du machst deine engel zu winden, und deine diener zu feuerflammen. Der du das erdreich gruͤndest auf seinen boden, daß es bleibet immer und ewiglich. Mit der tiefe deckest du es, wie mit einem kleide: und wasser stehen uͤber den bergen. Aber von deinem schelten fliehen sie, von deinem donner fahren sie dahin. Die berge gehen hoch her— vor, und die breiten setzen sich her⸗ unter; zum ort, den du ihnen ge⸗ gruͤndet hast. Du hast eine grenze gesetzt, daruͤber kommen sie nicht: und muͤssen nicht wiederum das erdreich bedecken. Du laͤssest brun⸗ nen quellen in den gruͤnden, daß die wasser zwischen den bergen hin⸗ fliessen: daß alle thiere auf dem felde trinken, und das wild seinen durst loͤsche. An denselben sitzen die voͤgel des himmels, und singen unter den zweigen. Du feuchtest die berge von oben her: du machest das land voll fruͤchte, die du schaf⸗ fest. Du laͤssest gras wachsen fuͤr das vieh, und saat zu nutz den menschen: daß du brot aus der erden bringest; und daß der wein erfreue des menschen herz, und seine gestalt schon werde vom oͤl; und das brot des menschen herz staͤrke. HErr, wie sind deine werke so groß und viel? du hast sie alle weislich geordnet, und die erde ist voll deiner guͤter. Das meer, das so groß und weit ist, da wim⸗ melts ohne zahl, beide groß und kleine thiere. Daselbst gehen die schiffe: da sind walfische, die du ge⸗ macht hast, daß sie darinnen scher⸗ zen. Es wartet alles auf dich, daß du ihnen speise gebest zu seiner zeit. Wenn du ihnen giebst, so sammeln sie: wenn du deine hand aufthust, so werden sie mit gut gesaͤttiget. Verbirgest du dein angesicht, so er⸗ schrecken sie: du nimmst weg ihren odem, so vergehen sie, und wer⸗ den wieder zu staub. Du laͤssest aus deinen odem, so werden sie geschaffen: und verneuerst die ge⸗ stalt der erden. Die ehre des HErrn ist ewig: der HErr hat wohlgefallen an seinen werken. Er schauet die erde an, so bebet sie: er ruͤhret die berge au, so rau⸗ chen sie. Ich will dem HErrn sin⸗ gen mein lebenlang: und meinen Gott loben, so lange ich bin. Meine rede muͤsse ihm wol gefal⸗ len: Ich freue mich des HErrn. Der suͤnder muͤsse ein ende werden auf erden, und die gottlosen nicht mehr seyn. Lobe den HErrn mei⸗ ne seele. Halleluja. Die 9⁴ Die Geschichte des Leidens, Sterbens und der Auferstehung unsers HErrn und Heilandes IEsu Christi, aus den vier Evangelisten zusammen gezogen. 1. Abthrilung. Dasbeiden JEsu am Oelberge. LeNaJesus und seine juͤnger, (nach dem genuß des oster⸗ ö lamms und der einsetzung des heiligen abendmahls,/)den lob⸗ gesang gesprochen hatten, gieng er hinaus, nach seiner gewohn⸗ heit, uᷣber den bach Kidron, an den oͤlberg. Es folgeten ihm aber sei⸗ ne juͤnger nach. Da sprach JEsus zu ihnen: In dieser nacht wer⸗ det ihr euch alle aͤrgern an mir/ denn es stehet geschrieben: Ich werde den hirten schlagen, und die schaafe der heerde werden sich zer⸗ streuen. Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen in Ga⸗ lilaͤam. Petrus aber antwortete, und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an dir aͤrgerten, so will ich mich doch nimmermehr aͤr⸗ gern. JEsus sprach iu ihm: War⸗ lich, ich sage dir, heute in dieser nacht, ehe denn der hahn zweymahl f kraͤhet, wirst du mich dreymahl verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte, so wollte ich dich nicht verleugnen. Desselbigen gleichen sagten auch alle juͤnger. Da kam JEsus mit ihnen zu einem hofe, der hieß Gethsemane, da war ein garten, darein gieng JEsus und seine juͤnger. Judas aber, der ihn verrieth, wußte den ort auch: Denn JEsus versamm⸗ lete sich oft dafelbst mit seiney jungern. Da sprach IEsus zu ihnen: Setzet euch hie) bis daß ich dort hingehe und bete. Und er nahm zu sich Petrum, und Jaco⸗ bum, und Johannem, die sween soͤhne Zebedaͤl, und sieng an zu trauren, zu zittern und zu zagen, und sprach zu ihnen: Meine seele⸗ ist betruͤbt bis in den tod, bleibet hie, wachet mit mir, und betet, guf daß ihr nicht in anfechtung fallet. Und er riß sich von ihnen bey einem steinwurf, und kniete nieder, fiel auf sein angesicht auf die erde, und betete, daß, so es moͤglich waͤre, die stunde voruͤber gienge, und sprach: Abba, mein vater es ist dir alles moͤglich, uͤberhebe mich dieses kelchs, doch nicht, was ich will, sondern was du willt. Und er kam zu seinen juͤn⸗ gern, und fand sie schlafend, und prach zu Petro: Simon, schlaͤ⸗ fest du? vermoͤchtest du nicht eine stunde mit mir zu wachen? Wa⸗ chet und betet, daß ihr nicht in an⸗ fechtung fallet. Der geist ist wil⸗ lig, aber das fleisch ist schwach. Zum andern mahl gieng er hin, betete und sprach: Mein vater! ist es nicht moͤglich, daß dieser kelch von mir gehe? ich trinke ihn denn; so geschehe dein wille. Und er kam, und fand sie ⸗ A⸗ — schlaf vollse sie sie, betese deted E voms Und e rang/ war st troph NI und s Ind s And s6 let 9 Es is komn wird i haͤnd⸗ zehen nahe aicht j un am 4 da + die sch priestg aͤlteste giengt chuch wen nun R begegn aus, 3 uchet JEsu 120 as ab — Die Geschichte von dem Leiden und Sterben ꝛc. 9⁵ V schlafend, denn ihre augen waren voll schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er ließ * sie, und gieng abermahl hin, und N Veel betete zum dritten mahl, und re⸗ dete dieselbigen worte. 9 N Es erschien ihm aber ein engel 171 vom himmel, und staͤrkete ihn. H%½eih Und er stund auf vom gebet, Es ist genug. Sehet, die stunde ist ommen, und des menschen sohn % n wird überantwortet in der sunder aß haͤnde; stehet auf, und lasset uns h zehen, siehe, der mich verraͤht, ist Vach ie en; UKahe, betet aber, auf daß ihr Wal dell gicht in anfechtung fallet. waah in, Und alsbald da er noch redete, WHtam Judas, der zwoͤlfen einer, ssh da er hatte zu sich genommen utf die schaar und diener der hohen⸗ HfH inpriester und pharisaͤer, der Itetz ältesten und schriftgelehrten, esugieng vor ihnen her, und kam ch: dahin mit fackeln, lampen, mit ahschwerten und mit stangen. Als len tsehnun JEsus wußte alles, was ihm . llbegegnen sollte, gieng er hin⸗ W aus, und sprach zu ihnen: Wen Lh uchet ihr! Sie antworteten ihm: Esum von Nazareth. IEsus 5H—h I zu ihnen: Ich bins. Ju⸗ II. as aber, der ihn verrieht, stůnd n zut auch bey ihnen. Als nun JEsus zu ihnen sprach: Ich bins, wi⸗ iH-Herchen sie zuruͤck, und fielen zu bo⸗ 0f ris den. Da fragte er sie abermahl: e Wen suchet ihr? Sie aber spra⸗ Und es kam⸗ daß er mit dem tode rang, und betete heftiger. Es war aber sein schweiß wie bluts⸗ tropfen, die fielen auf die erde. 04fr und kam zu seinen zuͤngern, und 11*1 WDt Ind sie schlafend fuͤr traurigkeit, IH und sprach zu ihnen: Ach! wol⸗ un On let ihr nun schlafen und ruhen! W + cu „ . 1 Nchen: JEsum von Nazareth. J⸗ 10 2 96 sus antwortete: Ich habe euch Iun gesagt, daß ichs seyz suchet ihr —7—2— Ih mich, so lasset diefe gehen. ö öste I Auf daß das wort erfuͤllet würde, welches er sagte: Ich habe der keinen verlohren, die du mir ge⸗ geben hast. Der verraͤhter aber hat⸗ te ihnen ein zeichen gegeben, und gesaget: Welchen ich kuͤssen werde, der ist es, den greifet, und fuͤhret ihn gewiß. Und alsobald trat er zu JEsu, ihn zu kuͤssen, und sprach: Begrusset seyst du, Rabbi! und kůssete ihn. JEsus aber sprach zu ihm: Mein freund! wgrum bist du kommen? Juda, verraͤhtest du des menschen sohn mit einem kuß? Da traten sie hinzu, und legten die haͤnde an JEsum, und griffen ihn. Da aber sahen, die um ihn wa⸗ ren, was da werden wollte, spra⸗ chen sie zu ihm: HErr! sollen wir mit dem schwert drein schlagen? Da hatte Simon Petrus ein schwert, und zog es aus, und schlus nach des hohenpriesters knecht, und hieb ihm sein recht ohr ab. Und der knecht hieß Malchus. IEsus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so ferne machen. Und zu Petro: Stecke dein schwert in die scheide; denn wer das schwert nimmt, der soll durch das schwert umkommen. Oder meinest du, daß ich nicht koͤnnte meinen vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwoͤlf legionen engel? Wie wuͤrde aber die schrift erfuͤlet: Es muß also geschehen? Soll ich den kelch nicht trinken, den mir mein vater gegeben hat? Und er ruͤhrete sein ohr an, und heilete ihn. Zu der stunde sprach JEsus zu den hohenpriestern und hauptleu⸗ ten des tempels, und den aͤltesten, die uͤber ihn kommen waren: Ihr seyd als zu einem moͤrder mit schwerten und mit stangen aus⸗ gegangen mich zu fahen; bin ich doch taͤglich bey euch gewesen und habe gelehret im tempel und e. a⸗ 96 Die Geschichte von dem Leiden und Sterben habet keine hand an mich geleget. Aber dies ist eure stunde, und die macht der finsterniß, auf daß die schrift erfuͤllet werde. Da ver⸗ liessen ihn alle junger, und flohen. Und es war ein juͤngling, der folg⸗ te ihm nach/ der war mit leinwand gekleidet auf der bloßen haut, und die jůͤnglinge griffen ihn, er aber ließ den leinwand fahren, und flo⸗ he blos von ihnen. 2. Abtheilung. Das Leiden Jésu vor dem geist⸗ lichen Gerichte. Die schaar aber und der ober⸗ hauptmann und die diener der Juͤden nahmen JIEsum, und bunden ihn, fuͤhreten ihn aufs erste zu Hannas, der war Caiphas schwaͤher, welcher des jahrs hoher⸗ priester war. Es war aber Cgi⸗ phas, der den Jüͤden rieht/es waͤre gut, daß ein mensch wuͤrde umge⸗ bracht fuͤr das volk. Und sie fuͤhr⸗ ten ihn zu dem hohenpriester Cai⸗ phas, dahin alle hohenpriester und schriftgelehrten und aͤltesten sich versammlet hatten. Simon Petrus aber folgete JE⸗ su von ferne, und ein anderer juͤn⸗ ger bis an den pallast des hohen⸗ priesters. Derselbe juͤnger war dem hohenpriester bekannt, und gieng mit JEsu hinein in des ho⸗ henpriesters pallast. Petrus aber stund draussen vor der thuͤr. Da gieng der andere juͤnger, der dem hohenpriester bekannt war, hin⸗ aus, und redete mit der thuͤrhuͤ⸗ terinn, und fuhrete Petrum hin⸗ ein. Es hatten aber die knechte und diener ein kohl⸗feuer gemacht danieden mitten im pallast; denn es war kalt, und waͤrmeten sich. Petrus aber satzte sich mitten un⸗ ter sie, und waͤrmete sich, auf daß er saͤhe, wo es hinaus wollte. Aber der hohepriester fragete Jesum um seine jůͤnger und um seine lehre. IEsus antwortete: Ich habe frey oͤffentlich geredet vor der welt, ich habe allezeit ge⸗ lehret in der schule, und in dem tempel, da alle Juͤden zusammen kommen, und habe nichts im verborgenen geredet. Was fragest du mich darum? Frage die darum, die gehoͤret haben, was ich zu ihnen geredet habez siehe, dieselbi⸗ gen wissen, was ich gesaget habe. Als er aber solches redete, gab der diener einer, die dabey stunden, JEsu einen backenstreich, und sprach: Solltest du dem hohenprie⸗ ster also antworten? IEsus ant⸗ wortete: Habe ich uͤbel geredet, so beweise es, daß es unrecht sey, habe ich aber recht geredet, was schlaͤgest du mich? Und Hannas hatte ihn gebunden gesandt zu der hohenpriester Caiphas. Die hohenpriester aber und die aͤltesten, und der ganze raht such⸗ ten falsch zeugniß wider IEsum, auf daß sie ihn zum tode brachten und funden keines, wiewol viele falsche zeugen heriu traten: denn ihre zeugnisse stimmeten nicht uͤberein. Zulezt traten herzu zween fal sche zeugen, und sprachen: Wir haben gehoͤret, daß er sagte: Ich kann und will den tempel GOttes, der mit haͤnden gemacht ist, abbre⸗ chen, und in dreyen tagen einen andern bauen, der nicht mit haͤn⸗ den gemacht ist. Ihr zeugniß aber stimmete noch nicht uͤberein. Und der hohepriester stund auf unter sie und fragte Esum, und sprach: Antwortest du nichts zu dem, das diese wider dich zeugen? JEsus aber schwieg stille, und antwortete nichts. Da fragte ihn der hohe⸗ priester abermahl, und sprach zu ihm: Ich beschwoͤre dich bey dem lebendigen GOtt, daß du uns sa⸗ gest, ob du seyst Ehriius, der sohu des hochgelobten GOttes? JEsus sprach: Du sagest es, ich bin 30 0 doch werde sohn kraft, deß Il priest Er ha foh w igt rung Gie ab sirihe Dem tchyve l N H Oiden ,% Sahe. rt. V AI Schin A, Rad Vsch, Ris STh gesh Rchg Editchet 4 ½ H bei! t Atmn 110 iht aas Ian 4H e HMXIVI MWbcH IIHH C MW I MEL II Indd A HH ut W 14 fthn WHMH + Wüon Ai, 0. XI Ue unsers HErrn und Heilandes IEsu Christi. 97 doch sage ich euch: von nun an werdet ihr sehen des menschen sohn sitzen zur rechten hand der kraft, und kommen in den wolken des himmels. Da zerriß der hohe⸗ priester seine kieider, und sprach: Er hat GOtt gelaͤstert, was duͤr⸗ fen wir weiter zeugniß? Siehe, jezt habet ihr seine gotteslaͤste⸗ rung gehoͤret, was dunket euch? Sie aber verdam̃ten ihn alle, und sprachen: Er ist des todes schuldig. Die maͤnner aber, die Jésum hiel⸗ P ten, verspotteten ihn, und speyeten aus in sein angesicht, und schlugen ihn mit faͤusten; etliche aber ver⸗ deckten ihn, und die knechte schlu⸗ gen ihn ins angesicht/ u. sprachen: Weissage uns, Christe, wer ists, der dich schlug? Und viel andere laͤsterung sagten sie wider ihn. Simon Petrus aber war,(wie vorhin erzaͤhlet worden,) draussen im pallast; da kam des hohenprie⸗ sters maͤgde eine, die thuͤrhuͤterin; und da siepetrum unter den knech⸗ ten bey dem feuer sahe; schauete sie ihn an, und syrach zu ihm: Und du warest auch mit dem IEsu aus Galilaͤg. Er aber verlaͤugnete vor ihnen allen und sprach: Weib lich bins nicht, ich kenne ihn nicht, ich weiß auch nicht, was du sagest. Und er gieng hinaus in den vorhof, und der hahn kraͤhete. Und als er zur thuͤr hinaus gieng, sahe ihn nebst der vorigen, eine andere magd, die sprachen zu denen, die dabey stun⸗ den: Dieser war auch mit dem JEsu von Nazareth. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner jůn⸗ ger einer? Und ein anderer sprach: Du bist auch der einer. Und er leugnete abermahl, und sprach: Mensch/ ich bins nicht, und schwur darzu; ich kenne des menschen nicht. Und uͤber eine kleine weile bey einer stunde bekraͤftigte es ein anderer, mit denen, die dabey stun⸗ den, und sprachen: Warlich, du bist auch der einer: denn du bist ein Galilaͤer, und deine sprache ver⸗ raͤht dich; Spricht des hohenprie⸗ sters knechte einer, ein gefreunter des, dem Petrus das ohr abgehau⸗ en hatte: Sahe ich dich nicht im garten bey ihm? Da fieng er an sich zu verfluchen und zu schwoͤ⸗ ren: Ich kenne des menschen nicht, von dem ihr saget. Und alsbald, da er noch redete, kraͤhete der hahn zum andern mahl. Und der HErr wandte sich um, und sahe zetrum an. Da gedachte Petrus an das wort JEsu, das er zu ihm gesaget hatte: Ehe der hahn zwey mahl kraͤhet, wirst du mich drey mahl verleugnen, und er gieng hinaus, und weinete bitterlich. Des morgens aber versammel⸗ ten sich alle hohenpriester, schrift⸗ gelehrten und die aͤltesten des volks, darzu der ganze raht, und hielten einen raht uͤber JEsum, daß sie ihn toͤdteten. Und fuͤhr⸗ ten ihn hinauf vor ihren raht, und sprachen: Bist du Christus? sage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaͤu⸗ bet ihrs nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und lasset mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des menschen sohn sitzen zur rechten hand der kraft GOttes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes sohn? Er aber sprach iu ihnen: Ihr sa⸗ gets, denn ich bins. Sie aber sprachen: Was duͤrfen wir wei⸗ ter zeugniß? Wir habens selber gehoͤret aus seinem munde. 3. Abtheilung. Das Leiden JIEsu vor dem weltlichen Gerichte. Und der gante haufe stund auf, und bunden JEsum, füͤhreten ihn von Caipha vor das richthaus, und uͤberantworteten ihn dem landpfleger Pontio Pilato, und es war noch fruͤhe. 98 Die Geschichte von dem Leiden und Sterben Da das sahe Judas, der ihn ver⸗ rahten hatte, daß er verdammet war zum tode, gereuete es ihn, und brachte herwieder die dreyssig silberlinge den hohenpriestern und den aͤltesten, und sprach: Ich habe ubel gethan, daß ich unschuldig blut: verrathen habe. Sie spra⸗ chen Was gehet uns das an? da siehe du zu. Und er warf die sil⸗ berlinge in den tempel, hub sich davon, gieng hin, und erhenkete lich selbst, und ist mitten entzwey geborsten, und sein eingeweide aus⸗ geschuͤttet. Aber die hohenpriester nahmen die silberlinge, und spra⸗ chen: Es taugt nicht, daß wir sie in den gottes⸗kasten legen: denn es ist blut⸗geld. Sie hielten aber einen raht, und kauften eines toͤ⸗ pfers acker darum, zum begraͤbniß der pilger. Und es ist kund worden allen, die zu Jerusalem wohnen, also, daß derselbige acker genennet wird auf ihre sprache: Akelda⸗ ma, das ist, ein blut⸗acker, bis auf den heutigen tag. Da ist erfuͤllet, das gesaget ist durchden propheten Jeremiam, da er spricht: Sie ha⸗ den genommen dreissig silberlin⸗ ge, damit bezaͤhlet ward der ver⸗ kaufte, welchen sie kauften von den kindern Israel, und haben sie gegeben um einen toͤpfers⸗ acker, als mir der HErr befohlen hat. Die Juͤden aber giengen nicht in das richt· haus, guf daß sie nicht unrein wuͤrden, sondern die ostern essen moͤgten. Da gieng Pilatus zu ihnen herausund sprach: Was bringet ihr fuͤr eine klage wider diesen menschen? Sie ant⸗ worteten und sprachen zu ihm: Waͤre dieser nicht ein uͤbelthaͤter wir haͤtten dir ihn nicht uberant⸗ wortet. Da sprach Pilatus zu ih⸗ nen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem gesetz. Da lurinn miem Juden zu ihm: Wir uͤrfen niemand toͤdten. Auf daß erfuͤllet würde das wort JEsu/ welches er sagete, da er deutete, welches todes er sterben wuͤrde. Da fingen an die hohenpriester und die nachra ihn hart zu ver⸗ klagen, und sprachen: Diesen fin⸗ den wir, daß er das volk abwen⸗ det, und verbeut den schoß dem Kaiser zu geben, und spricht: Er sey Christus, ein Koͤnig. Da gieng Pilatus wieder hinein in das richt⸗haus, und rief JEsum, und fragte ihn und sprach: Bist du der Juden koͤnig? Jesus aber stund vor dem landpfleger, und antwor⸗ tete: Redest du das von dir selbst, oder haben es dir andere von mir gesaget Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein volk und die hohenpriester haben dich mir uͤber⸗ antwortet, was hast du gethan? IJEsus antwortete: Mein reich ist nicht von dieser welt, waͤre mein reich von dieser welt, meine diener wuͤrden darob kaͤmpfen, daß ich den Juden nicht uͤberant⸗ wortet wuͤrde. Aber nun ist mein reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du den⸗ noch ein koͤnig? JEsus antworte⸗ te: Du sagest es/ich bin ein königz ich bin darzu gebohren, und auf die welt kommen, daß ich die wahrheit zeugen soll, wer aus der wahrheit ist, der höret meine stim⸗ me. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist wahrheit? Und da er das gesh get,/ gieng er wieder hinaus zu de Juden, und spricht zu ihnen: Ich finde keine schuld an ihm. Und die hohenpriester und aͤltesten be⸗ schuldigten ihn hart; er aber ant⸗ wortete nichts. Da fragte ihn Pilatus abermahl, und sprach: Antwortest du nichts! Hoͤrest du nicht, wie hart sie dich ver⸗ klagen? Und er antwortete ihm nicht auf ein wort mehr, alse daß sich auch der landpfleger sehr verwunderte. Sie aber hielten an und sprachen: Er hat das r rxr⸗ uR 4 dah erkre Hil Iand I f— kete/ waͤte Unte ber 11 Qerl FEsu henn schen 31 eiche frage wotte henpr ten stl 7 f⸗6e — 8 kle der zu den Ni mit ein qquand Die hoh Hen,un 33 en Das vol habe ih finde ai Whtn Hes au eich u manhat des tade ich ihn Aufda landpfe volkeeir welchen aherzus eien sor hitß Bat eifes au Heschahe, Iej in ö U Ee —+—+18— 90 2 te/ N r stethz AX * ihnh N Ice t da y M Dat den KIII NV bu hiih NIA iN vesetr iH e I ihR Tul ImuH e V % NI Imu keine, die ihr ihn beschuldiget, He⸗ % Aodes auch nicht: Denn ich habe unsers HErrn und Heilandes JIEsu Christi. 99 erreget damit/ daß er gelehret hat hin und her im ganzen juͤdischen lande, und hat in Galilaͤa ange⸗ fangen bis hieher.— Da aber Pilatus Galilaͤam hoͤ⸗ rete, fragete er: ob er aus Galilaͤa waͤre? Und als er vernahm, daß er unter Herodis obrigkeit gehoͤrete, uͤbersandte er ihn zu Herodes, wel⸗ cher in denselbigen tagen auch zu Jerusalem war. Da aber Herodes IJEsum sahe, ward er sehr froh: denn er haͤtte ihn laͤngst gerne ge⸗ sehen: denn er hatte viel von ihm gehoͤret, und hoffete, er wuͤrde ein zeichen von ihm sehen. Und er fragete ihn mancherley; er ant⸗— wortete ihm aber nichts. Die ho⸗ henpriester aber und schriftgelehr⸗ ten stunden, und verklageten ihn hart. Aber Herodes mit seinem hof-⸗gesinde verachtete und ver⸗ spottete ihn, legte ihm ein weis⸗ ses kleid an, und sandte ihn wie⸗ der zu Pilato. Auf den tag wur— den Pilatus und Herodes freunde mit einander:denn zuvorwaren sie einander feind. Pilatus aber rief die hohenpriester und die ober—⸗ sten, und das volk zusammen/ und sprach zu ihnen: Ihr habet diesen menschen zu mir bracht, als der das volk abwendet, und siehe, ich habe ihn vor euch verhoͤret, und finde an dem menschen der sachen euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn bracht/ das des todes wehrt sey, darum will ich ihn zuͤchtigen und losgeben. Auf das oster⸗fest aber mußte der landpfleger nach gewohnheit dem volke einen gefangenen losgeben, welchen sie begehrten. Er hatte aber zu der zeit einen gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hieß Barrabas, welcher war um eines aufruhrs, der in der stadt geschahe, und um eines mords wil⸗ len in das gefaͤngniß geworfen. Uad das volk gieng hinauf, und bat, daß er thaͤt, wie er pflegete. Und da sie versammlet waren, sprach Pilatus zu ihnen: Ihr habet eine gewohnheit, daß ich euch einen losgebe auf ostern, welchen wollet ihr, daß ich euch losgebe, Barra⸗ bam, oder JIEsum, den koͤnig der Juden, von dem gesagt wird: Er sey Christus? Denn er wußte wol, daß ihn die hohenpriester aus neid uͤberantwortet hatten. Und da er auf dem richtstuhl saß, schickte sein weib zu ihm, und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem gerechten: denn ich habe heute viel erlitten im traum von seinetwegen. Aber die hohenpriester und aͤl⸗ testen uͤberredeten und reizeten das volk, daß sie um Barrabas bitten sollten, und IEsum um⸗ braͤchten. Da antwortete nun der landpfleger, und sprach zu ih⸗ nen: Welchen wollet ihr unter diesen zween, den ich euch soll losgeben? Da 002˙ der ganze haufe und sprach: Hinweg mit diesem, und gieb uns Barrabam los. Da rief Pilatus abermahl zu ihnen, und wollte JEsum los lassen, und sprach: Was soll ich denn machen mit JEsu, von dem gesagt wird: Er sey Christus, und den ihr beschuldiget, er sey ein koͤnig der Juden? Sie schrien abermahl: Kreuzige, kreuzige ihn. Er aber sprach zum drittenmahl zu ihnen: Was hat er denn uͤbels gethan? Ich finde keine ursach des todes an ihm, darum will ich ihn zuͤchtigen und loslassen. Aber sie lagen ihm an mit grossem geschrey/ und forderten, daß er gekreuzigt wuͤrde, und ihr und der hohenprie⸗ ster geschrey nahm uͤberhand. Da aber Pilatus sah, daß er nichts schaffete, sondern daß viel ein groͤsser getuͤmmel ward, ge⸗ dacht er dem volke genug zu thun, G 2 uud 10⁰ Die Geschichte von dem Leiden und Sterben und urtheilete, daß ihre bitte ge⸗I wannen bist du? Aber Dasz gab schehe; nahm wasser, und wusch ihm keine antwort. die haͤnde vor dem volke und sprach: Ich bin unschuldig an dem blute dieses gerechten, sehet ihr zu. Da antwortete das ganze yolk, und sprach: Sein blut komme über uns, und uͤber unsere kinder. Da gab er ihnen Barrabam los, der uͤm aufruhrs und mords wil⸗ len war ins gefaͤngniß geworfen, um welchen sie baten; aber JEsum ließ er geisseln, und uͤberantwor⸗ tete ihn,daß er gekreuziget wuͤrde. Da nahmen die kriegesknechte des landpflegers JIEsum zu sich in das richthaus, und riefen zu⸗ sammen die ganze schaar, und zogen ihn aus, und legten ihm ei⸗ nen purpur⸗mantel an, und floch⸗ ten eine erone von dornen, und setz⸗ ten sie auf sein haupt, und gaben ihm ein rohr in seine rechte hand, und beugeten die knie vor ihm, spotteten ihn, und sprachen: Ge⸗ gruͤsset seyst du, der Juden koͤnig! und gaben ihm backenstreiche, spei⸗ eten ihn an, und nahmen das rohr, und schlugen damit sein haupt. Da gieng Pilatus wieder her⸗ aus, und sprach zu ihnen: Sehet, ich fuͤhre ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Ichuld an ihm finde. Also gieng JEsus heraus, und trug eine dornen⸗ erone und purpur⸗kleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein mensch! Da ihn die hohenpriester und die diener sahen, schrien sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn. Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin, und kreuziget ihn: denn ich finde keine schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein gesetz, und nach dem l01 soll er sterben, denn er hat sich selbst zu SOttes sohn gemacht. Da Pilatus das wort hoͤrete, fuͤrchtete er sich noch mehr, und gieng wieder hinein in das richt⸗ haus, und spricht zu JEsu: Von ö a sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weissest du nicht, daß ich macht habe dich zu kreuzigen, und macht habe dich los zu ge⸗ ben? IEsus antwortete: Du haͤttest keine macht uͤber mich⸗ wenn sie dir nicht waͤre von oben herab gegeben, darum, der mich dir uͤberantwortet hat, der hats groͤssere sünde. Von dem an trach⸗ tete Pilatus, wie er ihn los liesse. Die Juden aber schrien, und spra⸗ chen: Laͤssest du diesen los, so bist du des kaͤisers freund nicht: denn wer sich selbst zum koͤnige macht, der ist wider den kaiser. Da Pilatus das wort hoͤrete, fuͤhrete er IEsum heraus, und satzte sich auf den richt⸗stuhl, an der staͤtte, die da heisset Hochpfla⸗ ster, auf hebraͤisch aber Gabba⸗ tha. Es war aber der ruͤst⸗tag in ostern, um die sechste stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer koͤnig. Sie schrien aber: Weg, weg mit dem, kreuzige ihn. Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren koͤnig kreuzigen? Die hohenpriester antworteten: Wir haben keinen koͤnig, denn den kaiser. Da uͤberantwortete er ihn, daß er gekreuziget wuͤrde. 4. Abtheilung. Die Kreuzigung und der Tod JEsu a nahmen die kriegsknechte JEsum,(den sie verspottet hatten,) zogen ihm den mantel aus, und zogen ihm seine eigene kleider an, und fuͤhreten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten; und er trug sein kreu. Und indem sie hinaus giengen, funden sie einen menschen, der fuͤruͤber gieng, von Cyrene, mit namen Simon, der vom felde kam, der ein vater Alexandri und Ruffi war, den iwun⸗ zwungen au hu d 0 fl guoset e die klagte Vs a Ihnen/ An bon Nes nich su selhy/ und Sa sehe R i we Cdliasad die laber ben, Ande süͤget ho anfahen/ gen: Ralt den Rigll so nan da v Hil at Esd wurd shtet pter uj sse mi deh. Ind f fitte/ dit Holhatha, Schebalsih ynhen in Natt shm ktinken. Und seit und dieste⸗ kilen nir r Iken, IE Y natd d Hsaget: E Ugttechne Wun Heeg wisericht, Pin a shriti unf ben usth sache siits Wce k Iuden hrt lase Me fätte n ² Nfub 0mur gee shechihen AVN V NIE Asch 6 Susscg ui HfH IEI Matt AUu MI schH Att Wuf e EIn et indi Wicht l AAAAII. 4 n W. — n N 2 6 10 19 0% HAI 00 95 h A 60/ H1„ 1 24 0 101%% unsers HErrn und Hei landes JEsu Christi. 101 zwungen sie, und legten das kreut auf ihn, daß ers IEsu nachtruͤge. Es folgete ihm aber nach ein grosser haufe volks und weiber, die klagten und beweineten ihn. JEsus aber wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr toͤchter von Jerusalem, weinet nicht uͤber mich/ sondern weinet uͤber euch selbst, und über eurz kinder; Denn siehe, es wird die zeit kom⸗ men/ in welcher man sagen wird: Selig sind die unfruchtbaren, und die leiber, die nicht gebohren ha⸗ ben, und die bruͤste, die nicht ge⸗ saͤuget haben: Denn werden sie anfahen, ziu sagen zu den ber⸗ gen: Fallet uͤber uns, und iu den huͤgeln: Decket uns: Denn so man das thut am gruͤnen holz/ was will am duͤrren werden? Es wurden aber auch hinge⸗ fuͤhret zween andere uͤbelthaͤter, daß sie mit ihm abgethan wuͤr⸗ den. Und sie brachten ihn an die staͤtte, die da heißt auf ebraͤisch Golgatha, das ist verdeutschet, Schedelstaͤdt, und sie gaben ihm myrrhen in wein zu trinken; und da ers schmeckte, wollte ers nicht trinken. Und sie kreuzigten ihn daselbst/ und die zween uͤbelthaͤter mit ihm, einen lur rechten, und einen zur linken, XEsum aber mitten inne. Da ward die schrift erfullet, die da saget: Er ist unter die uͤbeltha⸗ ter gerechnet. JEsus aber sprach: Vater, vergieb ihnen: Denn sie wissen nicht, was sie thun. Pilatus aber schried eine uͤber⸗ schrift, und setzte sie auf das kreuz, oben zu seinem haupt, als die ur⸗ sache seines todes: Es war aber geschrieben: JEsus von Naꝛareth/ der Juden Koͤnig. Diese uͤber⸗ schrift lasen viele Juden: Denn die staͤtte war nahe bey der stadt, da SEsus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebraͤische, griechische und lateinische sprache. Da sprachen die hohenpriester der Juden zu Pilato: Schreib nicht der Juden Koͤnig, sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Ju⸗ den Koͤnig. Pilatus antworte⸗ te: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Und die kriegsknechte, da sie IEsum gekreuziget hatten, nah⸗ men seine kleider, und machten vier theile, einem seglichen kriegs⸗ knechte ein theil, dariu auch den rock. Der rock aber war unge⸗ nehet, von oden an gewirket, durch und durch. Da sprachen sie unter einander: Laßt uns den nicht zertheilen, sondern drum losen, weß er seyn soll. Auf daß erfullet wuͤrde die schrift, die da saget: Sie haben meine kleider unter sich getheilet, und haben uͤber meinen rock das loos geworfen; solches thaten die kriegsknechte. Und sie sassen allda, und hüteten sein. Es war aber um die dritte stunde, da sie ihn kreuzigten. Und das volk stund, und sahe zu. Die aber voruͤber giengen, laͤ⸗ sterten ihn, und schuͤttelten ihre koͤpfe, und sprachen: Pfui dich/ wie fein jerbrichst du den tem⸗ pel, und bauest ihn in dreyen tagen, hilf dir selber. Bist du GOttes sohn, so steige herab vom kreuz. Desgleichen auch die hohenpriester verspotteten ihn un⸗ ter einander, mit den schriftge⸗ lehrten und aͤltesten, ammt dem volke, un sprachen: Er hat an⸗ dern geholfen, und kann ihm sel⸗ ber nicht helfen. Ist er Christ/ der koͤnig von Israel, der aus⸗ erwaͤhlte GOttes, so heife er ihm selber, und steige nun vom kreuz, auf daß wirs sehen, und glaͤuben ihm. Er hat GOtt ver⸗ trauet, der erloͤse ihn nun, luͤ⸗ stet es ihn: Denn er hat gesagt: Ich bin GOttes sohn. Es ver⸗ G 3 spot⸗ 102 Die Geschichte von dem Leiden und Sterben tpotteten ihn auch die kriegsknech—⸗ te, traten zu ihm, und brachten ihm essig/ und sprachen: Bist du der Juden Koͤnig, so hilf dir selber. Aber der uͤbelthaͤter einer, die da gehenket waren, laͤsterte ihn, und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst, und uns. Da antwortete der andere, strafete ihn, und sprach: Und du fuͤrch— test dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher verdammniß bist: Und zwar wir sind billig drinnen: Denn wir empfahen, was unsre thaten wehrt sind, dieser aber hat nichts ungeschick— tes gehaͤndelt, und sprach zu IE—⸗ su: HErr, gedenke an mich, wenn du in dein reich kommest. Und JEsus sprach zu ihm: Wahr⸗ lich ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese seyn. Es stund aber bey dem kreuze JEsu seine mutter, und seiner mutter schwester Maria, Cleo-⸗ phas weib, und Maria Magda⸗ lena. Da nun JEsus seine mut⸗ ter sahe, und den juͤnger dabey stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner mutter: Weib! Siehe, das ist dein sohn. Darnach spricht er zu dem junger: Siehe, das ist deine mutter. Und von stund an nahm sie der juͤnger zu sich. Und von der sechsten stunde an ward eine finsterniß uͤber das gan⸗ ze land, bis an die neunte stunde, und die sonne verlohr ihren schein. Und um die neunte stunde rief JEsus laut, und sprach Eli, Eli, Lama Asabthani! Das ist: Mein Gott, mein GOtt, warum hast du mich verlassen? Etliche aber, die da stunden, da sie das hoͤre⸗ ten, sprachen sie: Siehe, er ru⸗ fet den Elias. Darnach als JEsus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die schrift erfuͤllet wuͤrde, spricht er: Mich duͤrstet. Da stund ein gefaͤß voll essig, Und bald lief einer unter n nahm einen schwamm, und fuͤllet ihn mit essig, und steckte ihn auf ein rohr von ysop, und hielts ihm dar zum munde, und traͤnkete ihn, und sprach mit den andern: Halt, laß sehen, ob Elias komme, und ihn herab nehme. Da nun JEsus den essig genommen hatte, dmin er: Es ist vollbracht. Und abermahl rief er laͤut, und sprach: Vater, ich befehle meinen geist in deine haͤnde. Und als er das gesaget, neigete er das haupt, und gab seinen geist auf. Und siehe da, der vorhang im tempel zerriß in zwey stuͤcke, von oben an bis unten aus, und die erde erbebete, und die felsen zer⸗ rissen, und die graͤber thaten sich auf, und stunden auf viele lei⸗ ber der heiligen, die da schlie— fen, und giengen aus den graͤ⸗ bern nach seiner auferstehung, und kamen in die heilige stadt, und erschienen vielen. Aber der hauptmann, der da⸗ bey stund gegen ihm uͤber, und die bey ihm waren, und bewahr— ten JEsum, da sie sahen, daß er mit solchem geschrey verschied, und sahen das erdbeben, und was da geschah, erschracken sie sehr, und preiseten GOtt, und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer mensch, und GoOttes sohn gewesen. Und alles volk, das dabey war, und zusah, da sie sa— hen, was da geschah, schlugen sie an ihre brust, und wandten wieder um. Es stunden aber alle seine verwandten von ferne und viele weiber, die ihm aus Galilaͤa waren nachgefolget, unter welchen war Mariag Magdalena, und Mariades kleinen Jacobs und Joses mutter, und Salome, die mutter der kin⸗ der Zebedaͤi, und viele andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem ge⸗ gangen waren, und hatten ihm gedienet, und sahen das hunDie Di ö — Dit dd det tis/ Keichnamtes Abbath ibe Aabbathstez Hlatu uud seeal da kamel aud lnc Id an chllhihet! f tamen hon se ihm de! her kiiher⸗ stie sitef Alabad ger Hetalt. Hd ethotes he niß staht, Merdiewa Kachihrgläl Kshchel, d Mitde: Ihtf hrechen, And Iuddteschrf I.welchen Vunache Vug Hor /sabbath Mahn on 6r Jdenn Hat ein rath. ser mann, AhGOttt Rötgewillt m deh Ar NI urcht vudn 85/ und ge t,daß ett Lachnam J6 wunderte f Warund tie srogte ihn: mate! hn Iln demhal Eun si II 13 67 0 I unsers HErrn und Heilandes JEsu Christi. 103 Die Juden aber, dieweil es der ruͤst⸗ tag war, daß nicht die leichname am kreuze blieben den sabbath uͤber,(denn desselbigen sabbathstag war groß) baten sie Pilatum, daß ihre beine gebrochen und sie abgenommen wuͤrden. Da kamen die krieges⸗Enechte, und brachen dem ersten die beine und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu SEsu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die beine nicht; sondern der krieges⸗knechte einer oͤffnete seine seite mit einem speer, un alsbald gieng blut und wasser heraus. Und der das gesehen hat/ der hat es bezeuget, und sein zeug⸗[ niß ist wahr, und derselbige weiß, daß er die wahrheit saget/ auf da auch ihr glaͤubet: denn solches i geschehen, daß die schrift erfuͤllet wuͤrde: Ihr sollt ihm kein bein zer⸗ brechen. Undabermahl spricht eine andere schrift: Sie werden sehen/ in welchen sie gestochen haben. 5. Abtheilung. Die Begraͤbniß JEsu. Das⸗t am abend, weil es der ruͤst⸗tag war/ welcher ist der vor⸗sabbath, kam ein reicher mann von Arimathia, der stadt der Juden, mit namen Joseph/der war ein rathsherr, ein guͤter from⸗ mer mann, welcher auch auf das reich GOttes wartete; der hatte nicht gewilliget in ihren rath und handel; denn er war ein jun⸗ er IEsu, doch heimlich, aus furcht vor den Juden. Der waͤgte es, und gieng zu Pilato, und bat, daß er moͤgte abnehmen den leichnam JEsu. Pilatus aber ver⸗ wunderte sich, daß er schon todt war/ und rief den hauptmann,/ und fragte ihn: ob er laͤngst gestorhen waͤre? Und als er es erkundet man sollte Joseph den leichnam IEsu geben. Und Joseph kaufte ein lein⸗ wand. Es kam aber auch Nicode⸗ mus, der vormahls bey der nacht zu JEsu kommen war, und brachte myrrhen und aloen unter einan⸗ der, bey hundert pfunden. Da nahmen sie den leichnam JEsu, und wickelten ihn in ein rein lein⸗ wand, und bunden ihn in leinene tuͤcher mit speeereyen, wie die Ju⸗ den pflgeten zu begraben. Es war aber an derstaͤtte,da er gekreuziget ward, ein garte, und in dem gar⸗ dten ein neu grab, das war Josephs welches erhatte lassen in einen fel⸗ sen hauen, in welches niemand je geleget war. Daselbst hin legten sie Jesum um des ruͤst⸗tages wil⸗ 6len der Juden, dieweil der sabbath stlanbrach, und das grab nahe war/ und waͤlzeten einen grossen stein vor die thuͤr des grabes, und gien⸗ gen davon. Es waren aber allda Maria Maͤgdalena, und Maria Joses, und die weiber, die mit Esu kommen waren aus Gali⸗ saa, die folgeten nach, satzten sich gegen das grab, und beschaueten,/ wohin und wie sein leib geleget ward. Sie kehreten aber um, und bereiteten speeerey und salben und den sabbath uͤber waren sie stille nach dem gesetz. Des andern tages, der da fol⸗ gete nach dem ruͤst⸗tage, kamen die hohenpriester und pharisaer saͤmmtlich zu Pilato, und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser verfuͤhrer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreyen tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das grab verwahre bis an den dritten tag, auf daß nicht sei⸗ ne juͤnger kommen und stehlen ihn, und sagen zu dem volke; er ist auferstaͤnden von den todten, Und werde der letzte betrug arger von dem hauptmann; befahl er, denn der erste. Pilatus sprach iu G 4 ihnen: 124 Die Geschichte von der Auferstehung und Himmelfahrt ihnen: Da habet ihr die huͤter, gehet hin, und verwahret es, wie ihr wisset. Sie giengen hin, und verwahreten das grab mit huͤtern, und versiegelten den stein. 6. Abtheilung. Die Auferstehung und Him⸗ melfahrt u. Zur erraregder Siane ist das in denen Evangelien und Vorlesungen hieyon enthaltene nur dem Inbalt nach angeführet; das übrige aber in harmonischer Ordnung ausführ⸗ lich beygefuͤget worden. ls die im vorigen abschnitt be⸗ nannten gottseligen weiber, und etliche mit ihnen, an dem er⸗ sten sabbather(d. i. wochentage) mit dem anbruch des tages sich nach dem grabe JIEsu begaben, um ihn mit den zubereiteten specerey⸗ en zu salben: wird noch vor ihrer ankunft das grab JEsu, bey seiner auferstehung, unter einem erdbe⸗ ben, durch einen engel, zur grossen bestuͤrzung der huͤter eroͤffnet. Siehe das Evangelium und die vormittagige Vorlesung am ersten Oster⸗Tage, ver⸗ glichen mit Luc. 24, I. Unter ihnen kommt MariaMag⸗ dalena zu dem grabe, und siehet, daß der stein vom grabe hinweg war. Da laͤuft sie, kommt zu Si⸗ mon Petro und zu dem andern juͤnger, welchen JEsus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den HErrn weggenommen aus dem grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Auch die uͤbrigen weiber sehen den stein abgewaͤlzet, und gehen hinein in das grab, wo sie den leib JEsu nicht finden; aber zu ver⸗ schiedenen mahlen durch engel die versicherung seiner auferstehung und den auftrag erhalten, solche seinen juͤngern zu verkuͤndigen. Siehe das Evangelium und die Vorlesung des ersten Unterdessen gieng Petrus und der andere juͤnger auf die von der Maria Magdalena erhaltene nach⸗ richt hinaus, und kamen zum gra⸗ be. Es liefen aber die zween mit einander, und der andere juͤnger lief zuvor, schneller denn Petrus, und kam zuerst zum grabe. Gucket hinein, und siehet die leinen ge⸗ leget, er gieng aber nicht hinein. Da kam Simon Petrus ihm nach, und gieng hinein in das grab, und siehet die leinen gelegt, und das schweißtuch, das IEsu um das haupt gebunden war, nicht bey die leinen gelegt, sondern beyseits ein⸗ gewickelt an einen besondern ort; und es nahm ihn wunder, wie das zugienge. Da gieng auch der ande— re jünger hinein, der am ersten zum grabe kam, und sahe und glaubete es. Denn sie wußten dieschrift noch nicht, daß er von den todten aufer⸗ stehen muͤßte. Da giengen die juͤn⸗ ger wieder zusammen. JEsus aber, da er auferstanden war, fruͤh am ersten tage der sabba⸗ ther, erschien er am ersten der Ma⸗ ria Magdalena, von welcher er sieben teufel ausgetrieben hatte. Diese Maria nemlich(die Petro und dem andern juͤnger gefolget und bey deren weggehen zuruͤck ge⸗ blieben war) stund vor dem grabe, und weinete draussen. Als sie nun weinete, guckte sie in das grab, und siehet zween engel in weissen kleidern sitzen, einen zum haupten, und den andern zum fuͤssen, da sie den leichnam IEsu hingelegt hat⸗ ten. Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben mei⸗ nen HErrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt ha⸗ ben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zuruͤck, und siehet JIEsum stehen, und weiß nicht, daß es JE⸗ sus ist. Spricht JEsus zu ihr: Yster⸗Tages, verglichen mit Weib, was weinest dus wen suchest Eue. 24, 2. bis 11. du? — due stel und syri ihn ueg Hast du, IMhohl Mria ytichti set,mes Nͤhren noch nch Utet. tüdern uf zun hatet l rem 64 Lonnt Herl di. Hie dalt Ic hah olches! Distlt lchett Haubet Olele fung d hie sthe llb se sie ter Lugem At auc Noheur R0 Aenʒ ab hun Hlt ve seß mih A Mi IN I eettuth KihH tage H N E raff Ati M II VD ehen N neh el. N. % e Here un An III 7. i unsers HErrn und Heilandes JEsu Christi. 105 du? sie meinet, es sey der gaͤrtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn hohlen. Spricht JEsus zu ihr: Maria. Da wandte sie sich um, und spricht zu ihm: Rabbuni, das heis⸗ set, meister. Spricht IEsus zu ihr: Ruͤhre mich nicht an? denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem vater. Geh aber hin zu meinen bruͤdern, und sage ihnen: ich fahre auf zu meinem vater und zu eurem vater, zu meinem GOtt und zu eu⸗ rem GOtt. Maria Magdalena koͤmmt und verkuͤndigt den juͤn⸗ gern, die mit ihm gewesen waren, die da leide trugen und weineten: Ich habe den HErrn gesehen, und olches hat er zu mir gesagt. Und dieselbigen, da sie hoͤreten, daß er lebete und waͤre ihr erschienen, glaubeten sie nicht. Gleich nach dieser ersten erschei⸗ nung des HErrn JEsu geschahe die zweyte den uͤbrigen weibern, als sie auf dem wege waren, um die verkuͤndigung der engel den juͤngern anzuzeigen. Zu welcher zeit auch die huͤter des grabes den hohenpriestern von demjenigen, was geschehen war, nachricht brin⸗ gen; aber von selbigen durch beste⸗ chung zur verfaͤlschung der wahr⸗ heit verleitet werden. Siehe die Vorlesung am er⸗ sten Oster⸗Tage. JEsus offenbarete sich hierauf noch an dem tage seiner auferste⸗ hung den zween juͤngern die nach Emmaus giengen. Nach dem Evangelio des 2ten Oster⸗LTages; wo zugleich die nach I Cor. 15, v. 8. dem Petro besonders geschehene Erscheinung tewebner wird. Und am.abend desselbigen tages seinen versammleten juͤngern, Siehe den ersten Theil des Evangelii am ersten Sonn⸗ tage nach Ostern, vergl. mit Mare. 16, 14. Luc. 24, 36⸗49. denen er acht tage darauf, im Beyseyn des Thomas zum andern mahle erscheinet. Siehe den andern Theil des Evangelii am ersten Sonn⸗ tage nach Ostern. Darnach offenbarete sich JEsus abermahls den juͤngern an dem meer bey Tiberias. Er offenbarete sich aber also: Es waren bey ein⸗ ander Simon Petrus und Tho-⸗ mas, der da heisset zwilling, und Nathangel von Cana in Galilaͤa, und die soͤhne Zebedaͤi und andere zween seiner juͤnger. Spricht Si⸗ mon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie giengen hinaus, und traten in das schiff alsobald, und in derselbigen nacht siengen sie nichts. Da es aber jezt morgen war, stund JEsus am ufer, aber die juͤnger wußtens nicht, daß es JEsus war. Spricht JEsus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen! Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ih⸗ nen: Werfet das netz zur rechten des schiffs, so werdet ihr finden. Da wurfen sie, und konntens nicht mehr ziehen vor der menge der fische. Da spricht der juͤnger, wel⸗ chen JEsus lieb hatte, zu Petro: Es ist der HErr. Da Simon Pe⸗ trus hoͤrete, daß es der HErr war, gurtete er das Hemd um sich/(denn er war nacket) und warf sich ins meer. Die andern juͤnger aber ka⸗ men auf dem schiffe,(denn sie wa⸗ ren nicht fern vom lande, sondern bey zwey hundert ellen) und zogen das netz mit den fischen. Als sie nun austraten auf das land, sahen sie kohlen gelegt, und fische darauf⸗ und brot. Spricht JEsus zu ihnen: Bringet her von den fischen, die ihr jezt gefangen habt. Simon Pe⸗ trus stieg hinein und zog das ne⸗ G 5 aus *—— preisen wuͤrde. 106 Die Geschichte von der Auferstehung und Himmelfahrt ꝛe. aufs land voll grosser fische, hun⸗ dert und drey und funfzig. Und wiewol ihrer so viel waren, zerriß doch das netz nicht. Spricht JEsus zu ihnen: Kommt und haltet das mahl. Niemand aber unter den jůͤngern durfte ihn fragen, wer bist du? denn sie wußtens, daß es der HErr war. Da koͤmmt JEsus, und nimmt das brot, und giebts ihnen, desselbigen gleichen auch die fische. Das ist nun das dritte mahl, daß JEsus offenbaret ist seinen juͤn⸗ gern, nachdem er von den todten auferstanden ist. Nachdem sie nun das mahl gehalten hatten, spricht IEsus zu Simon Petro: Simon Johanna, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, HErr, du weissest, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine laͤmmer. Spricht er zum andern mahl zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, SErr, du weissest, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Wei⸗ de meine schafe. Spricht er zum dritten mahi zu ihm: Simon Jo⸗ hanna, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum dritten mahl zu ihm sagte, hast du mich lieb, und sprach zu ihm: HErr, du weissest alle dinge, du weissest, daß ich dich lieb habe. Spricht JEsus zu ihm: Weide meine schafe. Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Da du juͤnger warest, guͤrtetest du dich selbst, und wandeltest, wo du hin wolltest. Wenn du aber alt wirst, wirst du deine haͤnde aus⸗ strecken, und ein anderer wird dich guͤrten, und fuͤhren, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber zu deuten, mit welchem tode er GOtt ö Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach. Petrus aber wandte sich um, und sahe den juͤnger folgen, yelchen JEsus lieb hatte, der auch an seiner brust am abend-⸗essen ge⸗ legen war, und gesagt hatte: HErr, wer ists, der dich verraͤpRh? Da Pe⸗ trus diesen sahe, spricht er zu JE⸗ su: HErr, was soll aber dieser? IEsus spricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? folge du mir nach. Da gieng eine rede aus un⸗ ter den bruͤdern: Dieser juͤnger stirbt nicht. Und JEsus sprach nicht zu ihm: Er stirbt nicht, son⸗ dern, so ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Dies ist der jůnger, der von diesen dingen zeuget, und hat dies ge⸗ schrieben. Und wir wissen, daß sein zeugniß wahrhaftig ist. Hieraͤuf erfolgete die offenba— rung des erloͤsers auf einem berge in Galilaͤa. Nach der Vorlesung am risten Oster⸗Tage, vergl. mit dem Evang. am Simmelf. Tage. Wohin auch wahrscheinlich die nach ICor. 15, v. 6. mehr denn fuͤnfhundert bruͤdern wiederfah— rene Erscheinung gehoͤret. Nach selbiger ist er gesehen wor⸗ den von Jacobo; Darnach von allen Aposteln, Siehe die Epistel am IIten Sonnt. nach Trinitat. bey seiner Himmelfahrt. Er fuͤhrete sie nemlich hinaus bis gen Bethania, und hub die haͤnde auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ih— nen, und fuhr gen him̃el. Sie aber beteten ihn an, und kehreten wie⸗ der gen Jerusalem mitgrosser freu⸗ de. Und waren allewege im tem⸗ pel, preiseten und lobeten GOtt. Siehe auch das Evangelium und die Epistel am Simmel⸗ fahrts⸗Tage; Und in Ansehung der dem Paulo nach der vor hin angezogenen Epistel gesche⸗ henen sehr merkwuͤrdigen Offenba⸗ rung, Apost. Gesch. Cap. 9. Die leidigene zutothen hännhiche Lenus und Richs, de dautmahl schet de hattlich und wieg schulbung lichebolk. Mschuldig Niu Ht Pseph bot dem a Gottes llen die lige dav m Jud. In gughr Deh. Ma heilgeng Hang ult Hlaubish cher gebt nit einer atern. Hungen! Hinden Deusalet ard mi. an Heschleun h rch l IEi XL. A.R IUA Naf 1Drth ng I Isiit 10 Di Beschreibung von der Zerstoͤhrung Jerusalems. Is das vormahls von GOtt so ausserordentlich begna⸗ digte volk der Juden das maaß seiner gehaͤuften suͤnden durch die verwerfung und kreuzi⸗ gung des unter ihnen erschiene— nen Heilandes der welt erfüllet hatte; so naͤherte sich dasselbe demjenigen erschrecklichen straf⸗ gerichte immer merklicher, welches durch die propheten und den mit⸗ leidigen erloͤser selbst mit thraͤnen zuvor verkuͤndiget war, und in der gaͤnzlichen zerstoͤhrung Jerusa⸗ lems und des ganzen Juͤdischen reichs, der welt ein belehrendes denkmahl vor augen legte: wie schwer der zorn GOttes gegen be⸗ harrliche veraͤchter seiner gnade, und wie groß insonderheit die ver⸗ schuldung sey, die dieses unglück⸗ liche volk durch die vergiessung des unschuldigen und heiligen blutes JEsu Christi auf sich geladen. Josephus erzaͤhlet verschiedene vor dem ausbruche dieser gerichte Gottes hergegangene zeichen; allein die sicherste und naͤheste an⸗ zeige davon war wol das sich in dem Juͤdischen reich immer wei⸗ ter aůsbreitende gaͤnzliche verder⸗ ben. Man verließ nun voͤllig die heiligen gesetze GOttes, setzte die ganze religion nur in eine aber⸗ glaͤubische beobachtung aͤusserli⸗ cher gebraͤuche, und uͤberließ sich mit einem frechen leichtsinn allen sst lastern. Daher nahmen unord— nungen und spaltungen in allen staͤnden immer mehr uͤberhand; Jerusalem und das ganze land waͤrd mit raͤubern und moͤrdern angefuͤllet, und die ganze nation beschleunigte ihren untergang durch ihre eigene zerruͤttung mehr, als die gewaͤlt der Roͤmer. Diese beherrschten seit den zei⸗ ten JEsuChristi das Juͤdische land durch landpfleger, welche durch geiz und haͤrte das Roͤmische joch den Juden noch unertraͤglicher machken. Geßius Florus, der zu⸗ lezt diese stelle verwaltete, über⸗ traf hierin alle seine vorgaͤnger. Er befoͤrderte alle unordnungen, auch selbst die oͤffentlichen raͤube— reyen, wenn er nur seine unersaͤtt⸗ liche gewinnsucht dabey befriedi⸗ gen konnte; vergriff sich sogar an dem schatz des tempels, und war recht geflissen, das volk immer mehr wider die Roͤmer aufzubrin⸗ gen. Hieraus entstanden in meh⸗ reren gegenden des landes sehr blutige empoͤrungen, und Florus ließ selbst bey einem aufstande in Jerusalem uͤber 3000 Juden erschlagen, und viele der angese⸗ hensten geisseln und kreuzigen. Die Juden suchten zwar in diesen be⸗ draͤngnissen bey dem Syrischen statt halter Cestius Gallus huͤlfe; allein Florus wußte nicht nur sol⸗ che zu vereiteln, sondern auch die unruhen also zu vermehren, daß endlich Cestius genoͤthiget ward— mit einem heere anzuruͤcken. Nach vielen verwuͤstungen drang er mit selbigem in Jerusalem, schloß die Juden in dem innern theil der adt und dem tempel ein, und wuͤrde dem kriege ein endegemacht haben, wenn nicht die Judenschwe— rern gerichten waͤren aufbehalten gewesen. So aber verleitete Flo⸗ rus den Cestius durch list und ver⸗ raͤt herey zur verzoͤgerung/ die Ju⸗ den 108 Die Beschreibung von der Zerstoͤhrung Jerusalems. den gewannen zeit zur gegenwehr, schlagen wurden. Josephus ge⸗ und noͤhtigten sogar den Syri⸗ schen statthalter mit einem sehr betraͤchtlichen verlust zum abzuge. Dieser anscheinende vortheil ver⸗ mehrte ihnen zu ihrem ungluͤck den muht: Die damahls fast allge⸗ meine erwartung eines irdischen erretters und maͤchtigen beherr⸗ schv staͤrkte ihre eitele hofnung, ich von der beherrschung der Roͤ⸗ mer zu befreyen, und der krieg wi⸗ der selbigeward mit grosser heftig⸗ keit beschlossen. Man machte dazu uͤberall die staͤrksten zurüstungen/ waͤhlte in Jerusalem den Joseph einen sohn Gorions, nebst dem ho⸗ henpriester Ananus, in Idumdga den Eleazar, und in GalilaͤaJose⸗ phum einen sehr verstaͤndigen und tapfern mann, der diese geschichte hinterlassen hat, zu anfuͤhrern; und fing die feindseligkeiten in verschiedenen gegenden, doch meh⸗ rentheils mit sehr grossem verlust an; wie denn allein vor der stadt Ascalon uͤber 18000 Juden ihr leben einbuͤßten. Die Christen hergegen waren der warnung ihres Heilandes ein⸗ gedenk, und seiten sich durch ihre flucht in die benachbarte stadt Pella in sicherheit. Als der Roͤmische kaiser Nero diesen allgemeinen aufstand der Judischen nation erfuhr, trug er dem Vespasianus, einem sehr er⸗ fahrnen feldherrn, den krieg wider die Juden auf; der nebst seinem sohn/ dem Titus, mit einem zahl⸗ reichen heere den anfang dessel⸗ ben in Galilaͤm machte. Josephus hatte daselbst Looooo mann ver⸗ sammlet; allein das schrecken zerstreuete solche sogleich bey der ankunft der Roͤmer, und Josephus ward genoͤhtiget, mit dem rest sei⸗ ner truppen sich in die festung Jo⸗ tapata zu werfen; welche nach einer tapfern vertheidigung ero⸗ bert, und 40000 Juden dabey er⸗ rieht selbst in die gefangenschaft der Roͤmer; erhielt aber durch die fuͤrsprache des Titus, und weil er dem Vespasian die kuͤnftige gelan⸗ gung zur kaiserlichen würde vor⸗ her sagte, sein leben, und nach der erfuͤllung dieser seiner vermuh⸗ tung auch die freyheit. Vespasian bemachtigte sich gar bald des gan⸗ zen Galilaͤa; wobey viele tausen⸗ de erschlagen, oder als leibeigene verkauft, oder sonst in eine elende selaverey gefuͤhret wurden. In Jerusalem und den uͤbrigen ge⸗ genden des Juͤdischen landes haͤuf⸗ te sich gleichfals aufruhr und elend. Die parthey derer, die auf den krieg drungen, veruͤbte gegen diejenigen, die zum frieden rieh⸗ ten, die aͤussersten gewaltthaͤtigkei⸗ ten. Mit ihnen verband sich unter der anführung des Elegzar eine andere art von raͤubern, die Zelo⸗ ten oder eiferer genannt wurden, weil sie unter dem vorgeben eines besondern eifers fuͤr religion und freiheit die groͤßten grausamkei⸗ ten begiengen; und pluͤnderung und mord breiteten sich allenthal⸗ ben aus. Der hohepriester Ana⸗ nus suchte in Jerusalem die⸗ ser boͤsen rotte einhalt zu thun; als aber Johannes von Giscala, ein sehr beruͤchtigter boͤsewicht, nach Daselbn ar kam, und die Ze⸗ loten daselbst auf seine seite brach⸗ te, auch 20000 Idumaͤer in die stadt zog so ward die parthey des Ananus uberwaͤltiget, und dieser hohepriester, den Josephus als einen der besten maͤnner der da⸗ mahligen zeit beschreibet, nebst 12000 der vornehmsten einwoh⸗ ner getoͤdtet. Vespasianus eroberte in dem folgenden jahre unter vielem blutvergiessen die um Jerusalem liegenden festen oͤrter, und naͤherte sich darauf dieser hauptstadt des Jüͤdi⸗ — Vdi. derlg dart unbet allein aths selbt hie Nom Peiit linge d d 12 mit! herst Weite 1 icht fotts Kauseeh ua III 0 IDI 1H l WX NHl Hienzes u Herdteg 3 . Nl schtel+ HIA WI WA l XI I*4 Ir Die Beschreibung von der Zerstoͤhrung Jerusalems. 109 Zuͤdischen landes. derlangte, daß er solche, bey der darin herrschenden uneinigkeit, unverzuͤglich angreifen moͤgte; allein der Roͤmische feldherr hielt rathsamer, einem volke, das sich selbst aufrieb, und welches GOtt, wie er sagte, in die haͤnde der Roͤmer geben wuͤrde, zur eigenen beförderung seines unterganges laͤngern raum iu lassen. Der tod des Nero, und die darauf er⸗ folgenden m. veraͤnderungen mit dem Roͤmischen kaiserthum, verzoͤgerten die belagerung noch weiter; und als Vespasian selbst zum kaiser erwaͤhlt ward, begab er sich nach Rom, und uͤberließ die fortsetzung des krieges dem Titus. Die durch die unerhoͤrten grau⸗ samkeiten des Johannis und der Zeloten aͤusserst beaͤngstigten ein⸗ wohner in Jerusalem hatten in dieser jeit ein neues heer von rau⸗ bern, unter einem anfuͤhrer na⸗ mens Simon, in die stadt gelas⸗ sen, um durch sie von jenen unge⸗ heuern befreyet zu werden; allein diese abermahlige verblendung vergroͤsserte nur ihr elend. Denn dieser Simon, der hereits in Idu⸗ maͤa die fuͤrchterlichsten verwuͤ⸗ stungen angerichtet, uͤbertraf an⸗ noch den Johannes an grausam⸗ keit und blutbegierde: zwang den⸗ selben, sich in den tempel zurück zu ziehen, und da auch dessen parthey sich trennte, und ein theil dersel⸗ ben unter dem Eleazar den innern tempel behauptete: so bekriegten diese drey raͤuberische haufen sich unter einander auf das heftigste, opferten eine große menge der einwohner ihrer wuht auf, ver⸗ darben durch raub und brand den in der stadt besindlichen vorraht der lebensmittel, und legten da⸗ durch den grund zu der bald nach⸗ her erfolgenden erschrecklichen hungersnoth. Sein heer 11i einer solchen verfassung ruͤck⸗ DTitus im siebenzigsten jahre nach Christi geburt im anfange des Aprils mit seinem wolgeruͤsteten heere, und in begleituns des Jo⸗ sephus, vor die stadt Jerusalem. Selbige war mit einer dreyfachen sehr starken mauer und vielen thuͤrmen versehen, und faßte, ausser dem sehr befestigten tem⸗ pel, die burg Autonia und andere feste schloͤsser in sich. Die feyer des oster⸗festes hatte auch da⸗ mahls eine ungewoͤhnliche menge Juden in derselben versammlet, wodurch sowol die hungers⸗noht desto geschwinder vermehret, als auch der. der ganzen nation ruhende fluch um so deutlicher of⸗ fenbar wurde. Bey dem anfan⸗ ge der belagerung vereinigten sich zwar die drey aufruͤhrerischen rot⸗ ten zum tapfern widerstande ge⸗ gen die Romer/fuͤgten ihnen durch heftige ausfaͤlle vielen schaden zu, und setzten bey einem derselben selbst den Titus in die aͤusserste gefahr; Allein jene vereinigung dauerte nicht laͤnge. Johannes uberwaͤltigte durch list und ge⸗ walt die parthey des Eleaiar/ und bemaͤchtigte sich unter vielem blutvergiessen des ganzen tem⸗ pels. Die vertheidigung der stadt war also zwischen ihm und dem Si⸗ mon getheilet; die aber gleichfalls nicht aufhoͤrten, sich unter einan⸗ der zu bekriegen, so bald nur die Roͤmer ihnen einige ruhe liessen. Nachdem Titus den Juden ver⸗ geblich den frieden anbieten las⸗ sen, ward die belagerung mit gros⸗ sem eifer fortgesezt, und gegen das ende des Aprils die erste mauer, und fuͤns tage nachher die andere eingenommen; und obwol die Ju⸗ den sich der leztern wieder bemaͤch⸗ tigten, ward solche doch nach einer dreytaͤgen bestuͤrmung mit einer grossen niederlage der Juden 1* 16 110 Die Beschreibung von der Zerstoͤhrung Jerusalems. lig behauptet. Wenige tage nach— her ward der angrif auf die burg Antoniam gerichtet. Titus ließ nach seiner guͤtigen und mit— leidigen gesinnung die belagerten abermahls durch den Josephum zur uͤbergabe ermahnen; allein, ob dieser gleich durch eine sehr nachdruͤckliche rede und mit thraͤ⸗ nen sie zu bewegen suchte, so wur— den doch alle vorstellungen nur mit schimpfworten und sogar mit pfeilen erwiedert. Viele ein⸗ wohner suchten indeß durch die flucht ihre errettung, und erhiel⸗ ten auch solche, wenn sie der wach⸗ samkeit und den schwertern der besatzung zu entgehen vermogten, durch die gelindigkeit des Titus. Die aber als gefangene in die haͤn⸗ de der Roͤmer fielen, wurden in so grosser menge in dem angesichte der stadt gekreuziget, daß nach Jo⸗ sephi ausdruck es zulezt an raum und holz zu kreuzen mangelte. Ein gewiß sehr merkwuͤrdiger anblick vor einer stadt, deren einwohner die kreuzigungChristi demPilatus mit der groͤßten wuth abgedrun⸗ gen hatten! Titus ließ inzwischen diese grausamkeit zu, um zu versu⸗ chen, ob vielleicht die furcht vor einer gleichen bestrafung die hart⸗ naͤckigkeit der belagerten uͤber⸗ winden moͤgte. Aber so wenig die⸗ ses, als die bereits sehr zuneh⸗ mende hungers-noth, noch auch die wiederholten warnungen des Roͤmischen feldherrn, die stadt, den tempel und ihr eigenes leben zu retten, vermogten etwas bey diesen gaͤnzlich verstockten auszu⸗ richten; sie erklaͤrten vielmehr dem Tito selbst mit untermengter verschmaͤhung, daß sie lieber ster⸗ ben, als sich ergeben wollten, und beriefen sich dabey frech auf den schutz Gottes, dessen veraͤchter sie doch waren. ö Die fortsetzung ihrer verzweif⸗ lungsvollen gegenwehr noͤthigt endlich den Titus, die stadt mit ei⸗ ner mauer voͤllig einzuschliessen. Hiedurch ward dasjenige aufs ge⸗ naueste erfuͤllet, was Christus vor⸗ her geweissaget, und die erschreck⸗ lichste hungers-noth, nebst al⸗ lem damit verbundenen aͤussersten elend nahm nun voͤllig uͤberhand. Ausgezehrte menschen suchten bey tausenden vergeblich ihre erhaltung. Die bewaffneten raͤuber fielen in die haͤuser, be⸗ maͤchtigten sich aller nahrungs— mittel, und quaͤlten mit den ent⸗ setzlichsten martern alle und jede, auf welche nuͤr der verdacht eini— ger verbergung fiel. Die eltern rissen ihren kindern, und diese ih⸗ ren eltern und geschwistern den lezten bissen aus dem munde. Vie⸗ le, die diesem jammer durch die flucht zu den Roͤmern zu entrinnen suchten, wurden von den soldaten in der vermuthung, daß sie Gold verschlungen, lebendig aufge— schnitten. Man suchte durch die unnatuͤrlichsten mittel die stillung des hungers, und eine bemittelte mutter, die durch diese plage zur aussersten verzweifelung gebracht war, schlachtete und kochte ihr ei⸗ genes kind, und bot, da sie einen theil desselben verzehret, den grau⸗ samen kriegesknechten die andere haͤlfte dar. Alle strassen waren mit leichen bedeckt, und das sterben war so haͤufig,daß vom 14ten Aprik bis zum ersten Julius 11588o lei⸗ chen zu einem thore hinaus ge⸗ bracht, undoooooo uͤber die mauer geworfen wurden. Titus ward durch diese erschrecklichen umstaͤn⸗ de aͤusserst geruͤhrt, und bezeugte mit gen himmel gehobenen haͤn⸗ den, daß er an diesen unnatuͤr⸗ lichen grausamkeiten unschuldig sey, und solche unerhoͤrte greuel! unter den truͤmmern der stadt be⸗ graben werden muͤßten. Nach⸗ legealasen bedesz ging ergnr& g befchl musg das nac um baͤude des aber kar vermegt U vecherkerr gal der3 in dee nihe de⸗ NSN— n en ah udds V Vyth, nt A dent hN Woöl WMI uschh uf 1 Leth se 0 iH A die N8 24 ül In l chad nd , RN. M N HI l Et WI 10 V i Die Beschreibung von der Zerstoͤhrung Jerusalems. III Nachdem die burg Antonia unter vielem blutvergiessen er⸗ obert und voͤllig niedergerissen war, mußte nun auch der sowohl durch seine lage als die staͤrksten mauern ausnehmend feste tempel angegriffen werden/ zu welcher zeit denn auch das taͤgliche opfer in demselben aufhoͤrte. Titus, der fuͤr dieses herrliche gebaͤude und fuͤr den gottesdienst der Juden ei⸗ ne bewuͤndernswuͤrdige ehrerbie⸗ tung aͤusserte, ließ sich dessen er⸗ haltung mit der aͤussersten sorg⸗ falt angelegen seyn, und ermuͤ⸗ dete nicht, sowol in eigener person, als durch den Jose hus, den Jo⸗ han nes mit seinem gottlosen haͤu⸗ fen durch wiederhohlte ruͤhrende h vorstellungen zu bewegen, daß sie ml durch ihren fortgesezten frevel das heiligthum GOttes nicht entwei— hen, vielmehr durch eine endliche uͤbergabe es dem nahen untergan⸗ ge entreissen moͤgten: versprach ihnen auch die ungestoͤrte fort⸗ setzung ihres gottesdienstes. Al⸗ inlein diese bösewichter verschmaͤhe⸗ ten dieses alles, besetzten die thore des tempels mit krieges⸗maschi⸗ nen, und machten denselben durch raub und blutvergiessen, nach Christi worten, nun voͤllig zur Ie moͤrder⸗grube. Daher sahe sich Ti⸗ tus endlich genoͤhtiget, die aͤusser⸗ ste gewalt zu gebrauchen, und nach verschiedeuen abgeschlagenen stuͤr⸗ men an die thore desselben feuer legen zu lassen, welches denn alle bedeckte gaͤnge um den tempel ergriff. Er gab zwar sogleich den befehl, das feuer zu loͤschen, um das noch unversehrte haupt-⸗ge⸗ baͤude des tempels zu erhalten; aber keine menschliche vorsicht vermogte den rathschluß GOttes eu verhindern. Ein heftiger aus⸗ jall der Juden zog das gefechte in die naͤhe des tempels, und ein Roͤmischer soldat warf aus eige⸗ nem antriebe, oder vielmehr von einer hoͤhern hand geleitet, einen feurigen brand in ein fenster der an den tempel gebaueten zimmer. Sogleich breitete sich das feuer in diese neben⸗gebaͤude aus. Ti⸗ tus eilte alsbald den brand zu loͤschen z aber seine befehle wurden nicht vernommen. Die Roͤmi⸗ schen legionen drangen wuͤhtend auf den tempel zu, unterhielten die immer weiter um sich greifen⸗ den flammen, und erfuͤllten alles mit blut und leichen. Titus be⸗ gab sich mit einigen seiner heer⸗ fuͤhrer selbst in den tempel, besahs dessen heiligthum und die darin befindlichen geraͤthe, und fand/daß die pracht alle nachrichten davon weit uͤbertraͤfe. Er erneuerte die eifrigsten bemuͤhungen, dieses innere des tempels zu rettenz aber vergeblich; der ganze tempel ward, wie Josephus bemerkt, an eben dem tage, da der erste von den Babyloniern verbrandt wor⸗ den, durch die flammen voͤllig ver⸗ zehret. Ein allgemeiner raub und die blutigste niederlage verbreite⸗ te sich ohne einiges verschonen in dem ganzen raum des tempels. Die römischen soldaten pflanzten an das oͤstliche thor desselben ihre krieges⸗zeichen, brachten daselbst ihre heidnischen opfer und riefen den Titus als sieger aus. Eine anzahl priester, so auf einer mauer des tempels ihre sicherheit gesucht flehete vergeblich um ihr lebenz Titus antwortete: die zeit der be⸗ gnadigung sey geendet, und sie muͤsten nunmehro mit ihrem tem⸗ pel umkommen. Die aufruͤhrer hatten sich in⸗ zwischen mit gewaffneter hand den weg aus dem tempel geoͤffnet, und verlangten eine unterredung mit dem Titus. Dieser erbot sich⸗ ihnen das leben zu schenken, wenn 112 Die Beschreibung von der Zerstoͤhrung Jerusalems. wenn sie sogleich die waffen nie⸗ derlegen und sich ergeben wuͤrdenz als sie sich aber dessen, unter der vorschuͤtzung eines eides, weiger⸗ ten, und einen freien abzug ver⸗ langten, versagte er ihnen alle gnadezůͤbergab die untere stadt der pluͤnderung und dem feuer, und griff den noch uͤbrigen obern theil derselben an, in welchen sich die saͤmtlichen aufruͤhrer unter dem Simon und Johannes gezo⸗ gen hatten. So bald die Roͤmi⸗ schen maschinen auch hie die mauer durchbrochen, uͤberstel diese hartnaͤckigen die muhtloseste ver⸗ wirrung. Voll furcht und schrecken verliessen sie die von ihnen besei⸗ ten sehr festen thuͤrme, versuchten vergeblich durch die Roͤmischen verschanzungen zu entkommen⸗ und verbargen sich endlich in un⸗ terirdische hoͤlen. Die Roͤmer be⸗ maͤchtigten sich also auch der gan⸗ zen obern stadt, plunderten selbi⸗ ge, und zuͤndeten sie nach der ent⸗ sezlichsten niederlage unter den einwohnern mit feuer an. Dieses geschahe am Sten September des jahres 70 nach Christi geburt. Als Titus in die nun voͤllig er⸗ oberte stadt gieng, und die unge⸗ meine festigkeit ihrer mauren und thuͤrme bewunderte; brach er in dieses ihm ruͤhmliche gestaͤndniß aus: Wir haben mit GOttes hey⸗ stand krieg gefuͤhret; es ist GOtt, der die Juden aus diesen festun⸗ gen herausgetrieben hat: denn was wuͤrden menschliche haͤnde und maschinen gegen solche thüͤr⸗ me vermoͤgen? Gleich nach der eroberung wur⸗s den die noch uͤbrigen aufruͤhrer saͤmtlich getoͤdtet. Die ansehn⸗ lichsten jünglinge wurden zum triumph des Titus, die übrigen gefangenen aber zu denRoͤmischen schauspielen oder zu schweren ar⸗ beiten bestimmet: die, so unter 17 jahren, wurden verkauft. Die zahl aller in dem gaͤnzen kriege ge⸗ fangenen rechnet Josephus auf 97⁰⁰⁰, und der in der belagerung umgekommenen auf IIOOOoo, ausser der grossen menge, die sonst in diesem kriege ihr leben ver⸗ lohren; und macht jene grosse an⸗ zahl aus der unter dem Cestius berechneten zahl der oßer⸗laͤmmer begreiflich. Simon und Johannes geriehten aus ihren hoͤlen endlich auch in die haͤnde der Roͤmer. Sie wurden gleichfals zum triumph des Titus art ehalten, und nach selbigem der erste zum tode, der andere aber zeitlebens zum ge⸗ faͤngniß verurtheilet. Die saͤmtlichen uͤberbleibsel der stadt, ausser dreyen thuͤrmen und einem theil der mauer, wurden auf Titi befehl dem erdboden gleich gemacht. Jerusalem ward also nach Christi weissagung voͤl⸗ lis geschleifet. 2 Wie nun diese merkwuͤrdige geschichte, nebst der ganz son⸗ derbaren erhaltung der Juͤdi⸗ schen nation bey ihrer grossen zer⸗ streuung, die goͤttlichkeit der lehre IEsu ausnehmend besaͤtiget; so muß einem jeden, der solche be⸗ kennet, bey einer mitleidigen er⸗ wegung dieser gerichte GOttes, jene warnung des Apostels stets wichtig bleiben: Sey nicht stolz sondern fuͤrchte dich. Hat GOtt der natuͤrlichen zweige nicht ver⸗ schonet, daß er vielleicht dein auch nicht verschone. Darum chaue die gute und den ernstGOt⸗ tes: den ernst an denen, die ge⸗ fallen sind; die guͤte aber an dir, so ferne du an der guͤte bleibest; sonst wirst du auch abge⸗ hauen werden. Ind Frig reto Dem D me de dem bers berd heil emad Ch leifel " ₁ พาร์ ท bleib fürd irlid DA cht C 1td mit BAU bármel ufol Apoft gem l aber C. Wohl dem der den 1 ***** N fürchtet und auf seinen Wegen gehet. 1864 LEG WY Gesang Buch. 0 cm Blue White 6 1 2 Cyan Grey 1 3 4 8 5 Green Grey 2 6 L auf GOTT 7 fo wird die's wohl Colour& Grey Control Chart Yellow Grey 3 8 9 Red Grey 4 9 10 Magenta Black 1