— x R. V. * V— 7 7+* 2 — * F. 7 *. . ö‚ V VI * . „* 2 — * I —— —* 3 +. 258 71 — 0 — . 24 * 2 * — — 4* 47 * . 527%½% 7 AAAA I 77 17* + 4 7—— 5 V N 7 *6 11* 4 UV 117 IINI 7 7 ů * 5 7 446065/5 4W9 + 14 Fν 1 hn, Nu i En v. dahe e .. 65 0 9 7 I᷑ V IMVII 7* + 2 +. V Fuen u —* + 1 6 5 . * 1 * druckts Oder: Erbauliches In welchem hey nahe an Tausend der besten alten und neuen nit Sprüchen Heiliger Schrift 4 4 uber jeglichem Liede, wie auch mit den bekandtesten Melodeyen, enthalten, nebst einem geistreichen zum bierten mal herausgegeben. deuckts und verlegts Ehristian Ragoczy, 1758. — ꝗꝗ- Lasset da ter euch wohnen, in aller Weidheit. — Coloss. 3. v. 16. Lehret und vermahner euch Psalmen und Lob⸗Gesaͤngen, und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem Errn in eurem Sertzen. selbst mit Sirach 47. v. 9⸗„12. uͤr ein jegliches Werck danckte er dem Heiligen, dem Söchsten mit einem schoͤnen Liede. Er sang von gan⸗ tzem Hertzen, und liebete den, der ihn gemacht hatte. Er stiftete Saͤnger bey dem Altar, und ließ sie seine susse Lieder singen. Und oͤrd⸗ nete die Feyertage herrlich zu halten, und daß man die Jahr⸗Feste durch das gantze Jahr schoͤn begehen sol⸗ re, mit Loben den Nahmen des * Errn, und mit Singen des Mor⸗ gens im Beiligthum. ↄ Wort Christi reichlich un⸗ 7 De * cher Wa zu befoͤrd unsers G Evangel. lodeyen nt auch glei— von dem wurden, unter and Gehar el. Johan Berlin 17 der ersten Fleiß in thun die? eken, und Iur Freud hes alles l ses gegeuw Cs sehen die! 2 — ges⸗Zeiten! ders jede go Dara Nhres vom halten die J bsungs⸗We chen Wesen, Darna Hlaubens.L. zung, wie es der Fassun 3. Wat he; so hat n ssche Lieder lich genau — — 2— Sae Dem cChristlichen Leser Gnade und n⸗ Friede von GOtt! it. 10. 0li ö ur ———— 2. ö ö Die zu unserer Zeit durch GoOttes Gnade in grosser Menge V verhandene Vieder werden entweder in oͤffentlicher Rire I Heu⸗Versammiung, oder nut privatim gebrauchet und Oꝰ gesungen. Es sind auch Chyistliche und geistreiche L. ö ö— eines der allerbequemzsten Mittel, ote Ertäumturh gottlü⸗ n. cher Wahrheit, und die auß derselben fliessende wahre Gottyeligteit, zu befoͤrdern: Sie sind ferner nicht anders aulzusehen, als ein Stuck unsers Gottesdienstes, und als ein allgemeines Beauntniß der remmen ECoangelischen Religivn, und durch die liebliche und angenehme Me⸗ lodeyen wird die Anbacht eines Cykisten erweckel und vermehret. Daß m auch gleich Antangs die Lieder, wolche AuMimehro in tettscher Syrache nvon dem el. Luthero und andern geistreichen Maͤnnern herausgegeben wurden, der Resormation krefliche Diensle 991 la unter andern auf eine seyr erbaulich und zugleich getehrte Art And Wei⸗ ee beschrieben von dei sel. Herrn D. Spenern in esner 2 sel. Johann Crügers Gesanbuchs, mit grober Schrift C Berlin 1701. Der sel. Lutherus selbst hat deswegen in V ö er ersten Evangelischen teulschen Gesangbücher der Buchdrucker E Fleiß lu Herausgebung dererselben geruͤhmet und gesaget: 5 Ithun die Buchdrucker Lhr wohl daran, daß sie gute Lieder fleiß cken, und niit allerleh Zierde den Leuten augenehm machen, damit sie Rur Freude des Glaubens gereitzet werden, und gerne singen.“ AIdhes alles hat denn auch mich bewogen, nieiner Profeßion gemaß, die⸗ ses gegenwaͤrtige neule Gesang⸗Buch zu drucken und he 2. Cs Wionendarinfolgende Orynung beliebet worden. Voran dedhen die RMorgen⸗ Tisch und Abend⸗Lieder/ weil solches die Ta⸗ ges⸗Zeiten sind, da Gristliche Hausbaͤter mit den Ihrigen, und beson⸗ ders ede gottselige Seele ihre Andachten anstellen.—t% ODarauf solgen die Festlieder nach der Oldnung des Kirchen⸗ nahres vom Advent bis Michael. Hierinnen sind hauptfuchlich ent⸗ halten die JEsus Lieder von seiner Per vn, Aenitern, Staͤnden, Er⸗ nerr und allen uͤbrigen Heils Gutern, wie auch vom goͤttli⸗ chen Wesen, Versonen, Eigenschaften und Wercken. Daarnach ind gesetzet die Lieder, welche die vornehmst⸗ christliche Hlaubens Lehren und Lebens⸗Pflichten in sich fasfen in ung, wie es der Zusammenhang der christlichen Lehre ersordert und der Fassung auch einfaͤltiger Ehristen am bequen sten ist ö . 3. Was anlanget die uͤber die Liedengesetzte biblüsche Kern⸗Spruͤt lichet man dabey in Absehen gehabtan ieigen: Wie die Prist⸗ che Lieder aus GoOttes Wort herstammen und mit demselben ahhe L 4 RAeder 14 ö 4. Die äSRRRR —.— Vorrede. 4. Die Melodeyen uͤber die Lieder sind fleißig ausgesucht und man hat sonderlich die alten und bekandtesten erwahset, um auch denen zu Hulfe zu kommen, die in der Musik nicht erfahren sind. Aus eben diesen Grunde hat man ein Melodeyen Register anzuhangen fuͤr uͤber⸗ fluͤßig und unnoͤthig geachtet. Die Autores so viel man deren hat fin⸗ den koͤnnen sind den Liebhabern zu Gefallen am Ende der Lieder mit Angefuͤhret.— 5. Daß man den kleinen Druck beybehalten, solches ist um deswil⸗ len nothwendig worden, weil man fuͤr wenigen Kosten ein vollstaͤn⸗ diges Gesang⸗Buch liesern wollen. Sintemal so klein auch das For⸗ mat ist die Liebhaber erbaulicher Lieder dennoch 960 folglich fast an die tausend auserlesener Lieder beysammen haben, und so groß auch diese Anzahl der Lieder ist, dennoch dis gantze Gesang⸗Buch fuͤr 4 Gr. anschaffen und nutzen koͤnnen. ö 6. Vom rechten Gebrauch des Gesang⸗Buchs schreibt D. Rogal also: Must du in der Versammlung beymeoͤffentlichen Gottesdienste seyn, oder auch sonsten ausser demselben zu Hause solche Lieder singen, die sich auf deinen Zustand nicht schicken; und fuͤhlest, daß du das nicht im Hertzen besitzest, was du mit dem Munde doch singen must; so seus⸗ ze inniglich zum HErrn deinen GOtt, daß er dich doch auch der Gnade wuͤrdigen moͤge, die er andern verliehen; und glaube, daß er sie dir nicht versagen wolle, wenn er dich nur im Stande finden wird, darin⸗ nen du derselben kanst theilhaftig werden. Darum begib dich in die Irdnung der wahren Busse und Bekehrung zu GoOtt: so kanst du dessen gewiß seyn, daß alle Verheissungen GOt⸗ tes in deinem Hertzen Ja und Amen werden sollen; und du wirst da⸗ von froͤhlich in Hofnung singen koͤnnen, was du bey dir eben noch nicht jetzo in Erfuͤllung findest. 58 Dancke Gtt, daß er zu unsern Zeiten den Geist der Gnaden uͤber seine Knechte so reichlich ausgegossen hat, daß sie dir so Lehr, und Trost⸗ reiche Lieder koͤnnen in die Haͤnde geben, daher siehe diese Lieder an als ein Gescheuck vom HErrn, und wann du deine Erquickung darinnen sindest: so laß es dir gleich viel seyn, wer der Urheher davon sey, denn das Gute so darinnen ist, komt nicht von ihnen, sondern vom HErrn, den du dafuͤr auf deinem Anaesichte zu loben schuldig bist. Preise GoOtt, daß er dir solch eine feine Anzahl guter Lieder gege⸗ ben, daß du darunter die Wahl treffen und das Beste heraus nehmen kanst. Vielleicht wird dasjenige, so dir heute nicht schmecket, morgen dir die suͤsseste Speise werden, wenn der HErr deinen Zustand aͤndert, und ihn so einrichtet, daß dieses deine Nahrung werden kan. So gebrauche dich denn dieser Arbeit zu deiner Lehre und zu dei⸗ nem Unterricht, zum Trost und zur Erquickung, zur kraͤftigen Ermun⸗ terung und Erweckung, zur Staͤrckung deines Glaubens und deiner Hofnung, zum Lobe und jum Preise GOttes. Der GOtt aller Gna⸗ den segne dieses Buch, daß es gereiche zu seines heiligen Namens Lob, und zu aller, die es brauchen, Heiliaung, Erwockung, Trost und ewiger Seligkeit, um IEsu Christi willen, Wnen. Prentzlau, den 1oten December 1787. ö ö 6 1. Re. * ö 4 Adve Wel Gesang ul WMor 2 Tis 3 Abei 5Wey 6 Neu 7 Fest 8 Fest 9 Feste 10 Leide 11Beg 12 Ostei 13 Von ICsu 14 Pfin 15 Fest 9 16 Feste 17 Fest9 18 Fest? 19 Von 23 Vou! 26 Von 20 Pon sorge! 21 Von Unsch 22 Von Suͤnd dessen 4 Von 25 Von JEsu 27 Von 28 Von — 29 Von oder 30 Von maͤhl 31 Von Gnad 32 Bon GOtt 33 Von d 34 Vond mahl 13 Von der Himmelfahrt 18 Fest Michaelis 19 Von der Schoͤpfung 20 Von der goͤttlichen Vor⸗ e4 Von der Gnadenwahl 33 Von der heil. Taufe I. Register, Welches anzeiget die Ordnung derer in diesen Gesangbuche vorkommenden Tiruln wie solche nach einander folgen, und an welchem Blat oder Pagina der Anfang eines jedweden Tituls zu finden ist. Morgen⸗Lieder 2 Tisch⸗Lieder 15 Abend⸗Lieder 20 Advents⸗Lieder 31 Weyhnachts⸗Lieder 38 Neu Jahrs⸗Lieder 5⁰0 Fest der Erscheinung JEsu 8 Fest der Reinigung Marid 63 9 Fest Marid Verkuͤndigung 66 10 Leiden und Sterben JEsu 69 11 Begraͤbniß JEsu 107 12 Oster⸗Lieder 111 ICsu Christi 127 14 Pfingst⸗Lieder ö 33 1I5 Fest Trinitatis 148 392 16 Fest Johannis des Taͤufers 15/ 17 Fest Mariaͤ Heimsuchung 159 159 163 sorge und Regierung 167 21 Von dem Stande der Unschuld 184 22 Von dem Stande der Suͤnde 187 23 Vonu dem Gnaden⸗Stande dessen Ursprung. 197. 588. 79 209 25 Von der Erloͤsung durch IeEsum Christum 26 Von der Berufung 214 219 2/ Von der goͤttl. Erleuchtung 2325 28 Von der Wiedergeburt 29 Von der Rechtfertigung 236 oder Vergebung der Sünde 244 30 Von der geistlichen Ver⸗ muaͤhlung 2 31 Von der Erhaltung im Gnaden⸗Stande 32 Von dem heiligen Worte GoOttes ö 34 Von dem heiligen Abend⸗ mahl — 75 Von goͤttl. Strafgerichte 298 36 Bey schwerem Ungewitter 301 37 Bey nasser und duͤrrerZeit 302 38 Bey Krieges⸗Zeiten 303 39 Bey Pest und Sterbens⸗ Laͤusten 307 40 Bey allerley Kranckheiten 310 41 Von goͤttlichen leiblichen Wohlthaten 313 42 Nach abgewandten Unge⸗ wittern 313 43 Nach erlangten Sonnen⸗ schein 314 44 Nach erlangten Regen 314 Nach erlangten Frieden 315 46 Nach uͤberstandener Pest 317 47 Nach wieder erlangter Gesundheit 318 48 Von der Busse und Bekeh⸗ rung zu GOtt 319 49 Von dem wahren Glauben 340 50 Von der Begierde zu GOtt und JEsu 353 51 Von der Freudigkeit des Glaubens 363. 185 ½ Von guten Wercken oder Christl. Leben und Wandel 372 53 Von der Liebe zu GOtt und JEsu 37 54 Von der Furcht GOttes 396 Von der Machfolge Christi 398 56 Von der Hofnung 57 Von der Demuth gegen GOtt 58 Von dem Lobe Gottes 9. Von der Geduld und Ge⸗ lassenheit 417 60 Von der bruͤderlichen Lie⸗ be der Kinder GOttes 430 6Von der allgemeinen Liebe 434 62 Von der Verlaͤugnung 435 63 Von der Maͤßigkeit und Keuschheit 4⁰4 4⁰5 6 46 64. Von der Beharrung im Guten 2 7 ö ö ö ö Register auf die Sonn⸗ und Festtage. 66 Von der taͤglichen Ernene⸗ rung und Wachsthu nim Guten 457. 51 66 Von der Christen Creutz und Anfechtung 47 67 Vom Gebet 486 68 Von der geistlichen Wach⸗ samkeit 49 69 Vom geistlichen Kampf und Sieg 5⁰⁰ 70 Von der christlichen Kir⸗ che dero Gliedern und Staͤnden 52 — 71 92 Obrigkeitlichen Stan⸗ 729 7² Wiegen⸗ Lied 73⁴4 3 Reise⸗Lieder 735 74 Vom Gnaden ⸗Stande 336 75 Vom Tode 940 76 Von der Auferstehung 383 77 Von dem juͤngsten Gericht und Ende Welt 57²2 78 Von der Hoͤlle und 2555 dammniß 79 Von der Seligkeit und ewigen Leben 57S. 587 11. Register der Gesaͤnge so mit den Ebangeliis und Episteln uͤbereinkommen. Am 1 Sonntage des Advents, Matth. 21, 179. Auf, auf, ihr R zeichsgenossen 31 Morg. ayð Schritt zur 356 14, 11714. ilf daß 456 vedler 165 8 M. 230 Hi mir mein 50 GOtt mein Geh auf meine Heil peht— Welch Mache d Am ich me 2 Sonnt Wu. 1 13. n gendidig 269 ch gehoffet HErr 403 gel bemlit Freuden 158 nutage des Advents, Matth. 11½ 210. HErr Chti s der einge Gottes 43 — 5. He GOtt dein goͤrtlich 271 Rht Ott wie manches H. 460 Ergqnicke mich du Heil der 19³ I GOtt 6lar mich io trete Epistel, 1 Cor. 4, 1: Wer C Ott dewan ht 37 Ein veste Burg ist unser G. 365 IEsu meine Liebe, die ich 262 Am 4 Inn 1 des Advente, Joh. 197728. Mit Ernst r Menschen 3 Es sprscht derunmeisen N und 523 Was frag ich nach der Welt 442 Cprist unser; Err zumt Jord. 27⁰ O Gott da ich gar keinen 278 Du Volek das du getaufet 47 276 Epistel, Phꝛlipp. 4, 4˙ IEsu meine Freude, meturs 441 Mein JEsn suͤsse Seelen⸗Lust 387 Ich freu mich in dem HErrn 239 An Esum dencken oste und 380 Befiehl du deine Woge und 167. Am 1 heili gen Christ⸗ CTCage, ö Luc. 2,1 474. Die Weyhnachts⸗Lieder 38 Ich sreue mi sch in dir und 201 Cins st Noth/ ach HErr, dis 439 leucht mich, HEtr, mein 229 ins Hertzens JEsu meine 339 Epistei, Ditum 2, 1114. Lob sey dem allerhaͤchtenczOtt 34. Vrr Christ der einge GOttes 43 Ade du suͤsse Welt, ich 438 367 Laß uns doch nieht begehren r ö Am 2 Der Tas HErr& HErr Wohl de Epistg Komtlaf Schatz uͤ Wenn m Am 31 4 Gelobet s Lobt 630 Ich wil di Eypist Geh auf Llaßt uns Wir singe Am Sont L᷑ Die Weyl Meines Le Konimn 6 Epistel, 1ts Es ist das Nun freute Christ unse Ach sehet n Die Neu-d Ach Eiutt 0tt Lob. x IEsu sü Wsus ist d aßt uns mi Esumeine Ritten wir halet wilic Evpistel, z ist das H GOtt da Rein'm lie Am So Ta Matth. Mat Hrist unser Gott da Reinem lieben GOtt ergeb 345 Gott da ich gar keinen 278 Register auf die Sonn⸗ und Fest⸗Tage. Am dꝛheiligen Christ⸗Tage, Matth. 23, 1439. Der Tag der ist so Freuden 39 Err Gott dich lobemalle 161 OHErre Gott dein goͤttlich 271 Wohldem Menschen der 275 Epistel, Ap. Gesch. 6, seg. Komt laßt euch den HErren 588 Schatz uͤber alle Schaͤtze 361 Wenn mein Stuͤndlein vorh. 567 Am z heiligen Christ⸗Cage, Joh. 1, 114. 4 Gelobet seyst du JEsn Ehrist 43 Lobt GOtt ihr Christen 44 Ich wil dich lieben meine S. 383 . Epistel, Ebraͤer I,I. Iꝛ. Beh auf meins Hertzens M. 230 Kkaßt uns mit Erust detracht. 67 Wir singen dir Immanuel 49 Im Sont. nach dem Christ⸗Feft, *— Lued 2, 33.40.—* Die Weyhnachts⸗Lieder 38 Meines Lebens beste Freude 53 Konim Esu meine Lust 387 Epistel, Titum 3, 447. item Gal. 4, 1 7. ko ist das Heil uns kommen 246 Nun freut euch lieben Christ. 203 Ehrist unser HErr zum Jord. 276 lsch sehet welche Lieb und 236 Am Neuen Jahrs⸗Tage. I. Luea 2, 21. Die Neu-⸗Jahrs⸗Lieder. 90 lch Eiu dessen Treu 50 Ott Lob ein Schritt zur 356 DEsu suͤß wer dein gedenckt 5 Esus ist der schoͤnste Name 53 aßtuns mit Ernst betrachten 67 Esu meiner Seelen Rah 5 Ritten wir im Leben sind 356 halet wil ich dir geben 565 Epistel, Galat. 3, 3237229. ist das Heil uns kommen 246 GOtt da ich gar keinen 278 Am Sonntage nach dem Neuen Jahre, Matth. 3, 1317. item .. Matth. 2, 13:223. hrist unser HErr zum Jord. 276 Was fuͤrchst du Feind Herodis 61 Dreyeinigkeit der Gottheit 149 Rett o HErr Esu rett dein 327 Wenn wir in hoͤchsten Noͤthen 30 Freunde stellt das Weinen 144 Epistel, 1 Petri, 12714. Sey getren in deinem Leiden 4892 Sey Ott getren halt seinen 452 Ach Gott wie manches 460 Kommt laßt euch den HErren 8 Aufs Fest der Erscheinung Christi. ů Matth. 2, 1 I2. Die Fest⸗Lieder. 78 Du unbegreiflich hoͤchstes 36 An JEsunndencken oft und 386 Wollt ihr den HErren finden 445 Geh auf meins Hertzens M. 230 HErr Eurmerue Ruh, ach 382 Ich habe, JEsu, dich in 382 Epistel Jes. 60, 177 6. Gelobet seyst du JEsu Christ 42 Gott sey gelobt mit Freuden 152 Am 1 Sonnutag nach der Erscheinung Christi, Lued 2,41⸗152. Dis sind die heilgen zehn Geb. 264 Wo GOtt zum Haus nicht 534 O JEsu Christ mein schoͤnstes 204 Zion klagt mit Angst und 486 Epistel, Roͤm. 12, 1⸗6. Was giebst du denn o meine 418 Mein GOtt das Hertz ich 377 Esu meiner Seelen Leben 201 Mein GOtt ach lehre mich ga/ Am 2 Sonni. nach Epiphan. Johann 2, 17411. Was flirchst du eind Herodis 61 Wo Gott zum Haus nicht 334 Besiehl du deine Wege und 46/ Wunderlich ist GOttes 185 Gib dich zufrieden und sey 420 Der HErr ist mein getreuer 264 Wie nur den lisben 6tt 439 Wie schuͤn ists doch HErr 333 Epistel, Roͤm. 12,716. O Gott du frommer GOtt 372 Hilf mir mein Gott hilf das 456 Allein zu dir HErr JEsu 244 Meine Seel ist stille zu Ott 425 —X4 Am * I... 2..—— *— ö ** HRN ö IA + ö N ö x 4 ö ö V. ů Register auf die Sonn⸗ und gest⸗Tage. Amz Sonnt. nach Epiphan. Matth. 8,1⸗713. Erbarm dich mein o HErre 326 Durch Adams Fall ist gantz 249 Ich hab mein Sach Gott 550 IEsu Krast der bloͤden Hertz. 194 Epistel, Roͤm. 12, 1721. Ich ruf zu dir HErr JEsu 261 Vater Unser im Himmelreich 493 Dis sind die heilgen zehn Geb. 264 Wenn einer alle Ding verst. 434 Wer bin ich o HErr Zebaoth 195 Am 4 Sonnt. nach Epiphan. Matth. 3, 23: 27. Wo Gott der HErr nicht 529 Waͤrtz Ott nicht mit uns diese 528 Wer ist wohl wie du, JEsu 56 S Fren dich sehr, o meine Seele 43 Epistel, Roͤm. 13,810. Es ist das Heil uns kommen 246 Allein zu dir HErr JEsu 244 O himmlische Barmhertzigk. 434 Am Sonnt. nach Epiphan. Matth. 13, 247½30. O HErre GOtt dein goͤttlich 27 Durch Adeams Fall ist gantz 245 GOtt der Vater wohn uns 150 Wesch eine Sorg und Furcht 397 Mache dich mein Geist bereit 497 Ach treuer GOtt wie noͤthig 495 Es woll uns GOtt genaͤdig 265 Epistel, Coloss. 3, 12717. Komt laßt euch den HErren 588 Ach IEsu dessen Treu 50 Wohl dem Menschen der. 275 Sieh wie lieblich und wie 432 Am 6 Sonnt. nach Epiphan. Matth. 17, 179. HErr Christ der eingeOttes 43 Nun freut ouch lieben Christ. 203 Wie schoͤn leucht uns der M. 258 O JEsu mein Bruͤutigam 25 Wo mein Schatz liegt ist mein 362 Epistel, 2 Petri 1, 16⸗21. Die Lieder uͤber das Evangelium. Durch Adams Fall ist gantz 245 O heilger Geist kehr bey uus 141 Schwing dich aufzu deinem 369 Am Fest Mariaͤ Reinigung, Luc. a, 2253 32. Die Fest Lieder Am Sonntag Huinquage sima Mit Fried und Freud ich fahr y Ach lieben Christen seyd getr. 307 Du o schoͤnes Weltgebäude 354 eh auf meins Hertzens 230 Epistel, Mal. 3, 1⸗4. Wie wird doch so gering die 65 Erbarm dich mein o HErre 326 GOtt sey Danck in aller Welt 32 OEsu Christ du hoͤchstes 333 HErr Christ der einge GOttes 43 Am Sonntage Septuagesima, Matth. 20, 1716. Es ist das Heil uns kommen 246 Komt her zu mir spricht 469 Aus tiefer Noth schrey ich 322 Ich ruf zu dir HErr JEsu 261 Sey getreu in deinem Leiden 452 Hilf GOtt wie hat die Eitelk. 192 Meine Sorgen, Angst und 470 Epistel, 1 Cor. 9, 24 ꝛc. ꝛc. Welch eine Sorg und Furcht 397 JEsu hilf siegen du Fuͤrste 50 Auf Christen Meusch, auf goo Es kostet de tapnert zu seyn§706 Ein Christ ein tapfrerKrieges 504 Am Sonntage Sexagesimaͤ/ ö Lucd 8,47715. OHErre Gott dein goͤttl. 271 Es woll uns GOtt genaͤdig 26 Wohl dem Menschen der nicht 277 GOtt der Vater wohn uns 170 Wir Menschen sind zu dem 274 O Mensch wie ist dein Hertz 272 Epistel, 2 Cor. 11, 19. ꝛc. Komt her zu mir spricht 469 Ach GStt wie manches Hertz. 400 Ich ruf zu dir HErr JEsu 261 Ach treuer GOtt barmhertz. 464 Mensch druͤckt dein Creutz 472 Ach was sind wir ohne JEsu 189 HErr allerhoͤchster GSott 342 oder Esto mihiỹʒß Luei 18, 31 843. Die Paßions⸗Lieder 69 Fließt ihr Augen fließt von 74 Ach was sind wir ohne JEsu 189 O JEsu Christ meins Lebens 399h Epistel, 1 Cor. 13, 1π43z. Allein zu dir HErr Jesu 244 Komt N Komt laß Wenn eit GSteh dor 1 Son 9 Goᷣtt de Ein veste JIEsu me Was me Ade du st Treuer Episte Ach G0 Ist GOt Vater un IEsus is Mein Hi 2 Sol Ma Gott de Aus tiest HErr J Sollt es Wunder Geduld Besiehl Wer nu Es ist de Weg me Epif Erbarm Diß sind Meunsche Ach hoͤc Heiligst 2 0 2 64 Gott de Ein vest In dich Ich ruf Treuer IJEsu de Vater u Epi Hilf mit ch GO Register auf die Sonu⸗ und Fest⸗Tage. Komt laßt euch den HErren 388 Wenn einer alle Ding verst. 434 Steh doch Seele steh doch 226 1 Sonntage in der Fasten Invocavit, Matth. 4, 111. Gott der Vater wohn uns 180 Ein veste Burg ist unser GOtt 365 IEsu meine Freude, meines 441 Was mein GOtt wil das 428 Ade du suͤsse Welt ich schw. 435 Treuer GOtt ich muß dirs 488 Epistel, 2 Cor. 6, 17 10. Ach GOtt wie manches Hertz. 460 Ist GOtt fuͤr mich so trete 367 Vater unser im Himmelr. 493 IJEsus ist mein Freuden⸗Leb. 331 Mein Hertze sey zufrieden 424 2 Sonntage in der Fasten, Reminiscere, Matth. 15, 217 28. Gott der Vater wohn uns 150 Aus tieser Noth schrey ich zu 323 HErr JIEsu Christ ich schrey 465 Sollt es gleich bisweilen 37⁰0 Wunderlich ist GOttes 48 Geduld ist euch von noͤthen 419 Besiehl du deine Wege und 167 Wer nur den lieben Gott 429 Es ist das Heil uns kommen 246 Weg mein Hertz mit den 213 Epistel, 1 Thess. 4, 177. Erbarm dich mein o HErre 326 Diß sind die heilgen zehn 264 Menschen Kinder lernet eben 396 Ach hoͤchster GOtt verleihe 373 Heiligster JEsu Heiligungsg. 400 3 Sonntage in der Fasten, Oculi, ö Lueaͤit, 14 28. Gott der Vater wohn uns 150 Ein veste Burg ist unserOtt 365 In dich hab ich gehoffet HErr 403 Ich ruf zu dir HErr JEsu 261 Treuer Gott ich muß dir 480 IEsu der du meine Seele 222 Vater unser im Himmelreich 493 Epistel, Ephes. 5, 1719. Hilf mir mein GOtt hilf daß 456 Ach Gott gieb du uns deine 372 Weh mir daß ich so oft und 339 Wenn meine Suͤnd mich 105 Hertzliebster JEsu was hast 759 4 Sonntage in der Fasten, Caͤrare, Joh. 6, 1%½15. Warum betrubst du dich 271 Wer nur den lieben GOott 429 Lobet den HErren den maͤcht. 412 Der HErr der aller Enden a62 Alles ist an GOttes Segen 167 Keinen hat GOtt verlassen 176 Meine Hofnung stehet veste 404 Du bist ein Mensch daß weist 169 Befiehl du deine Wege und 167 pistel, Gal. 4, 21731. Es ist das Heil uns kommen 246 Dis sind die heilgen zehn Geb. 264 Wo GOtt der HErr nicht 329 Du sagst ich bin ein Christ 522 Am FestMarid verkuündigung. Lucaͤ/ 26:38. Die Fest⸗Lieder. 66 Nun sreut euch lieben Christ. 203 Wie schoͤn leuchtet der Morg. 258 Lob sey dem allerhoͤchsten G. 34 Nun kom der Heyden Heiland 35 Eypistel, Jesaia 2, 1013. Die Lieder uͤber das Evangelium. Wir singen dir Immanuel 49 Wohlan alle die ihr durstig 219 Heut ist uns der Tag erschien. 66 5 Sonntage in der Fasten, 95 Judica, Joh. 8, 46 89. O Lamm Gottes unschuldig 98 Wo Gott der HErr nicht 329 Waͤr GOtt nicht mit uns 528 Es spricht der Unweisen M. 3223 HErr deine Treue ist so groß 324 O HErre GOtt dein goͤttlich 271 HErr sur Christ wahr 370 Heiligster JEsu Heiligungs 400 Epistel, Ebraer 11, 1127156. Wo soll ich fliehen hin weil 340 Ein Laͤmmlein geht uünd 73 Die Seele Christi heilge mich 72 IEsu du mein Trost und 22 L5 Am Alle Menschen muͤssen sterben 7 Ach GOtt vom Himmel sieh gar 4.—.— Register ant die Sonn, und Fest Tage. Am Sonntage Palmarum, Matth. 21, 179. Die Lieder uͤber das Evangelium am 1Sonntage des Advents. Sieh hie bin ich Ehren⸗Noͤnig 492 Nun freut euch lieben Christ. 203 O nir armen uͤnder 9 Du sagst ich bin ein Christ 522 Epistel, Philipper 2,11. Hertzliebster JEsu was hast 77 Kolaer wirrult Heiligungsg. 490 Folget mir ruft uns das Lehen 398 O Lamm Gottes hoch erhaben 96 Siehe mein getreuer Knecht 151 Preis, Lob, Ehr, Ruhm und 416 Am gruͤnen Donnerstage, Joh. 13, 1715. Erbarm dich mein o HErre 325 Epistel, 1 Cor. 11, 46. ꝛc. Die Lieder vom heil. Abendm. 28 Ach kom du suͤsser Hertzens 23 Am Char⸗Freytage, Die Paßious⸗Lieder 6 Mitten wir im Leben sind 55 Epistel, Jesais v3. Die Papions Lieber 9 Esu Christ meins Lehens 759 Am ersten Oster Cage, Mare. 16, 148. Die Oster⸗Lieber. 111 Heut ist des HErren Ruhetag 269 Epistel, 1 Cor., 678. Christ lag in Todes-Banden 113 Christo dem Oster⸗Laͤmmelein 113 Mein Esu schoͤnstes Leben 120 Wu Ledens⸗Brodt HErr 283 Am zweyten Oster Tage, Luca 24, 13 33J. Die Oster-Lieder ö 111 Ach bleib bey uns HErr 263 O JEsu suß wer dein gedenckt 85 huein und doch nicht gantz 436 An JEsum dencken oft und 380 Epistel, Act. 10, 342143. Die Oster⸗Lieder 11 IJEsus meine Zuversicht 57¹ Seelen⸗Brautigam, IEsu 205 Anm dritten Oster⸗Cage. Lueca aa, 367147 Die Oßer⸗ Kieder 111 Mime Stel kom in Nir Wund. 391 Epistel, Aet. 13, 26/37 Hertzliebster JEsu was hast 73 Wit dancken dir HErr JEsu 126 Sey froͤhlich alles weit und 124 Am ersten Sonnt. nach Ostern, oder Quasimodogeniti, Joh. 20, 19:23. Die vorigen Oster Gesaͤnge II1 Nun lob mein Seel den 4¹5 Illein zu dir HErr JEsu 244 Hentzlich lieb hab ich dich 0 383 Mett o HErr JEsu rett dein 327 Epistel, 1 Joh. Y/ 410. In dich hab ich gehoffet 40½ Die Seele Christi heilge 73 O GOttes Sohn HErr 348 Halleluja, Lob, Preis und 409 Am 2 Sonntag nach Ostern, oder Miseric. Domini, Joah. 10, 127 16. Der HErr der aller Enden 263 Hortzliebster JEsu was hast 79 Der HErr ist mein getreuer 264 Dich Err JEsu Christ 58 IEfsu der du meine Seele 222 Ursprung des Lebens 361 Guter Hirte wilt du nicht 221 Ihr armen Sünder komt zu 22 Epistel, 1 Petri 2, 21128. Alle die vorigen Lieder, und Ihr armen Suͤnder komt 224. Fulget mir ruft uns das Leben 308 Heiligster JsuHeitigungsg. 400 Wo ist mein Schaͤstein das ꝛa⸗ Am dritten Sonnt. nachostern, oder Jubilartec Joh. 16, 16 23. Komt her zu mir spricht 469 VonGott wit ich nicht lassen 472 Sollt es gleich bisweilen 37⁰ S Gottes Sohn von Ewigk. 4/% Zion klagt mit Angst und 486 Epistel, 1 Petri 2, 11720. Hilf mir mein GOtt hilf 45 HErrChrist der einge Ottes 43 Das Elend weist du GOtt 455 Am vierten Sonnt. nachstern oder Cantate, Johann. 16, 715. Nun freut euch lieben Christ. ꝛ20z O Got⸗ 8 GOtten Wo 6t OGOttd O Heilger Epistel Hilf mir! Es woll u Aufs Fes Am fünfee ö Joh Vater unse O Vater u OGott de Eiebe die d un auf! Mein G Episte Es woll un Ade du suͤ⸗ Du sagst ich Wir Mens O Mensch Esu kom! reuer Vo . Mani Die Fest⸗L Nun freut Wenn mein Freu dich se Du Volckd Episte Die Lieder Am( Se 2 Joha Brunnquel Kom Heilie HErre G Ein veste Bi Waͤr GOtt Vo Gotte Epistel, ater unse Allein zu de Sey Lob u Venn eine Sieh wie Ach bet we Register auf die Sonn⸗ und Fest? Tage. 8 GOttes Sohn von Ewigk. 476 O Heilger Geist kehr bey uns 441 Wo Gott der HErr nicht 329 Lpistel, Jacobi 1, 17121. 9G0ttdu frommer GOtt 378 Hilf mir mein Ott hilf 486 Es woll uns GOtt genaͤdig 265 Aim funften Sonnt. nachcstern oder Nogate, Joh. 16, 2330. Vater unser im Himmelr. 493 O Vater unser GOtt es ist 491 Gott der du in Liebesbr. 492 kiebe die du mich zum Bilde 187 Nunmn(5 t d⸗ Seel verz. 368 Nein Gott das Hertz ich 377 Eypistei, Jac. 1, 2271½7. Es woll uns GOtt genaͤdig 2 Ade du suͤsse Welt ich schw. 3 Du sagst ich bin ein Christ Wir Menschen sind zu dem 3 O Mensch wie ist dein Hertz 2 VEsu kom mit deinem Bater 2 Teeuer Vater deine Liebe 2 Aufs Fest ders immelfahr Christi, Marei 16, 14: 20. Die Fest⸗Lieber Nun freut euch lieben Christ. Wenn mein Stuͤndlein vorh. Freu dich sehr o meine Seele 3 ODu Volck daß du getausfet 2 . Epistel, Act. I, 1 11. Die Lieder uͤber das Evangelinm. Am( Sonntag nach Gsteyn, eder Exaudi, Johann. 18, 26. de. Brunnquell eller Guüter 133 Kom Heiliger Geist HErre 138 Erre Gott dein goͤttlich 71 Ein veste Burg ist unser GOtt 365 Vaͤr Gote nicht mit uns es Wo Gott der HErr nicht 3a? Epistel, 1 Petr. 4,8411. Bater unser im Himmelr. 493 Allein zu dir HErr IEsu 244 Sey Lob und Ehr dem 417 Venn einer alle Diug verst. 434 Sieh wie siablich und wie 432 dch bet wer boten kan 486 4*— *+* Auf das Pfingst⸗Fest, Johan. I4, 23431. — ee 3923 Sins ist noth ach Herr dis 439 Hertzeus JEsu meine Wonne 138 Epastel, Aet. 2, 11113. Pfingst⸗Lieder und Sieh wie lieblich und wie 432 Am 2. Pfingst⸗Tage, 3. 0oh. 3, 10½1. Also hat 6Ott die Weit 197 Meinen JEsum laß ich nicht 451 Dich HErr JEsu Christ 58v Solt ich meinem GYtt nicht 207 Liebe die du mich zum Bilde 187 Sey hochgelobt barmhertzger 206 Hast du Angst im Hertzen 326 Nun freut euch lieben 203 Nun biten wir dem H. Geist 140 Neberarosse-Wundergüte 350 Ursprung wahrer Freude 144 Eyistel, Act. 10, 42 48. Die Piingst⸗Lieder Ain z. Ofingst⸗Tage, J0h. 10, 12:11. Der Herr ist mein getreuer 264 Lasset uns dem HCrren preisen 12 Der Herr der aller Enden 263 Epistel, Aet. 8, 14; 17. Die Pfingst⸗Lieder 133 Aufs Fest Lrinitatis, Joh. 3,115. Erbarm dich mein o HErre 326 Chrest unser. OErr zum ordan 276 Wir Mensechen sind zu dem 274 Ach mein JEsu weich Verd. 189 HErr Gott dich lotzen wir 409 Wir glaͤuben all an einem 157 Epistel, Röm. 11, 377136. Sey Lob und Eor dem hoͤchst. 417 Dreyeinigkeit der Gottheit 149 Grosser SoOtt der mich 15⁰0 HErr aller Weisheits⸗Quel 231 Wunderbarer Koͤnig 41g Am 1. Sonnt nach Trinit. Luc. 16, 1931. ö Kommt her zu mir srricht 463 Hertzlich lieb hab ich dich o Ui. 13 ö ö Register auf die Sonn⸗ und Fest⸗Tage. Hiff GoOtt wi e hat die Eitelk. 193 Eywistel, Jes. 70½1. ꝛ1c. UAm 6. Was wilt du armerErd denkloß 194 Lob.sey dem alerhäc chsten 34 M ODas Elend weist du Gott 455 Gelobet sey der HErre GoOtt 157 Dis sind d — 79 7 urle auch 438Nan fren uchebenohe 8 n 5 Menseh wi Sen wen Se hwh ne an. dem wach Kehun. Sgönd 22 74 2„ wistel, Joh. 4, 16 4%21. Oi Es ist das i ů is sind die Heltgen zehn 264½. a. de Solt ich meinem GOtt nicht 207 N rtena 68. 2—4— G8lt d Gott du froͤmmer GOtt 378 r Liebe die du mich zum Bllde 187 HErr JEf init Vater unser in Himmelreich 493 Am 20.1% nach Trinit. Wenn einer alle Ding verst. 54 Hoͤchster ue. 14, 16 1 24. Christi To Kommt her zu mir spricht 469Epistel, Roͤm. 8, 1877½2 Am 7 S Wachet auf ruft uns die 499 Von GOtt will ich nicht 1493 9 Der Herr ist mein getreuer 364 Err deine Treue ist zu groß d?“ Warum be Es spricht der Unwei sen Mund 723 Die Zeit ist nunmehr nah 576 50. dem Seelig, seelig, seelig sinddie 29%. Meusch druͤckt dein Creutz 472 Der HErr Ach GOtt vom Himmel sieh 32Kommt her zu mir spricht 469 Deno Womit foll ich dich wol loben 208 2 Olt Lob ein Schritt vur 356 Lobet den Epistel, 1 Joh. 3, 131718. 5ICsu, meine Lust, oLeben 360 Nun lob m Allein zu dir HErr JEsu C. 244 Kommt laßt euch den Herren 588 O JEsu Christ mein schoͤnstes 204 IEsu allerliebster Bruder 532 O himmlische Barmhertzigk. 4³⁴ Am 3. Sonnt. nach Trinit. 3 Lue. 15,1710. Weg mein Hertz mit den 213 Weh mir daß ich so oft und 339 JEsu der du meine Seele 222 So wahr ich lebe spricht dein 338 Aus tiefer Noth schrey ich. 323 Ihr armen Sünder komt zu 224 Wo ist mein Schaflein 227 IEsus nimt die Suͤnder an 223 Epistel, 1 Petri 5, 67 11 Befiehl du en Wege 167 Du bist ein Mensch, das weist 169 Ach Treuer GOtt wie noͤthig 495 Welch eine Sorg und Furcht 397 Vater unser im Himmelreich 493 Gott der Vater wohn uns 150 Mache dich mein Geist bereit 49/ Aufs Fest Johannis des Taͤuffers, Lue. 1, 57 80. 20 Fest⸗Lieder 157 Nan lobt dich in der Stille 413 Run lob mein Seel dem 413 Aufs Fest der Seimsuchung Maria, Lue. 1, 29 716 Die Fest⸗Lieder 159 Christum wir sollen loben 39 Nun freut euch lieben Christen 203 HErr GoOtt dich loben wir 409 Allein GOtt in der Hoͤh sey 14 Epistel, Es. II, 1⸗ Wie schoͤn leucht uns der 258 Lobt GOtt ihr Christen 44 HErr Christ der einge GOttes 43 Am 5. Sonnt. nach Trinit. Luc. y, 1⸗1I. Wo Gott zum Haus nicht Es woll uns GOtt genaͤdig Wer nur den lieben GOtt In gllen meinen Thaten 7³34 265 429 175 Vater unser im Himmelreich 493 Warum sbetrübst du dich mein 37¹ Danck sey GOtt in der Hoͤbhe 4 Epistel, 1 Petri 3, 8⸗ 1y. O Gott du stomimer 77 378 Ein feste Burg ist unse 365 Ist Gott fuͤr mich so luete 367 Ich ruf zu dir HErr JEsu C. 261 Sieh wie lieblich und wie fein 432 Hilf mir mein ie hilf daß 486 Am Epistel, Mein GOl Ach was ha Ach GOtte Wer weiß n Treuer Bat Am 8. S Ma Crhalt uns. Ach GOtt! Es spricht Vater unser Komm heil Wohl dem 001 hat d Epistel O Heilger E O GOtt der Konimeo ko Ist GOtt fi Wachet auf Ringe recht Am 9 Se Lu AchGOtt tl O Gott du 68 lie! ilf GOtt! ist gewiß Komt laßt e enSS 1 Register auf die Sonn; und Festtage. Am 6. Sonnt. nach Trinit. Matth. 5, 20726. Dis sind die heilgen zehn 264 Mensch wilt du leben seliglich 271 Komt laßt euch den HErren 588 O Gott du frommer Ott 378 Es ist das Heil uns kommen 246 Epistel, Roͤm. 6, 3:11. Wo soll ich fliehen hin 34⁰ O Gott da ich gar keinen 278 HeErr JEsu Gnaden⸗Sonne 233 Hoͤchster Priester der du dich 440 Christi Tod ist Adams Leben 433 Am 7 Sonnt. nach Trinit. Mare. 8, 179. Warum betruͤbst dudich mein 371 Wohl dem der in Gottes 534 Der HErr ist mein getreuer 264 Vonbꝛ Ott wil ich nicht lassen 483 Lobet den HErren, denn er 17 Nun lob mein Seel dem 415 Epistel, Roͤm. 6, 19723. Mein GOtt das Hertz ich 377 Ach was hab ich ausgerichtet 320 Ach GOtt es hat mich gantz 187 Wer weiß wie nahe mir mein 68 Treuer Vater deine Liebe 242 Am 8. Sonnt. nach Trinit. Matth. 7/15:23. Erhalt uns HErr bey deinem 260 Ach GOtt vom Himmel sieh 321 Es spricht der Unweisen 523 Viter unser im Himmelreich 493 Komm heiliger Geist HErre 138 Wohl dem Meuschen der 275 Gdtt hat das Evangelium 373 Epistel, Roͤm. 8, 12717. O Heilger Geist kehr bey uns 141 O Gott der du in Liebes 492 Konimo komm du Geist des 139 Ist GOtt fuͤr mich so trete 36/ Wachet auf ihr lieben Hertzen 488 Ringe recht wenn GOttes 515 Am 9 Sonnt. nach Trinit. Luc. 16, 179. AchSOtt thu dich erbarmen 298 Gott du frommer GoOtt 378 Herhlich lieb hab ich dich o 383 Hilf Gott wie hat die 193 Es ist gewißlich an der Zeit 372 Komt laßt euch den HErren 588 AehOtt und HErr wie groß 319 Ach was hab ich ausgerichtet 320 Ach was soll ich Suͤnder 320 Epistel, 1 Cor. 10, 613. Vater unser im Himmelr. 493 Ach lreuer GOtt wie noͤthig 495 Schau lieber GOtt, wie meine 18 Keuscher JEsu hoch vom Adel 446 Mache dich mein Geist bereit 497 Welch eine Sorg und Furcht 39/ Am 10 Sonnt. nach Trint. Luc. 19,41½48. Du weinest fuͤr Jerusalem 22 An Wasserfluͤssen Babylon FaT Ach GOtt thu dich erbarmen 298 Ach GOtt vom Himmrel sieh rer Nimm von uns HErr du 300 Wend ab deinen Zorn grosser 304 Du Friedens⸗Fuͤrst HErr 304 Epistel, 1 Cor. 12, 1%1. Vater unser im Himmelreich 492 Komm Heilger Geist HErre 138 Nun hitten wir den Heilgen 140 O HeilgerGeist kehr bey uns ar An JEsum dencken ost und 38 Am 11. Sonut. nach Crinit. Luc.18,9,14. Allein zu dir HErr JEsu C. 244 Ich armer Mensch ich armer 330 Erbarm dich mein o. HErre 326 O JEsu Christ du hoͤchstes 332 Hast du Angst im Hortzen 3326 HErr ich habe mißge handelt 327 Wo soll ich fliehen hin 34 Epistel, 1 Cor. 13,1 10. IEsu meinesgebens Leben 34 Nun freut euch liebenChristen 203 IEsus meine Zuversicht 571 Wie schoͤn leuchtet der 258 Am 12. Sonnt. nach Trintt. Mare. 7, 31737. Der HErr hat allen wohl 168 Nun lob mein Seel dem 415 Sey Lob und Ehr dem 417 Durch Adams Fall ist gantz 247 Steh doch Seele steh doch 226 Gott der wirds wohl machen 173 Ach was sind wir ohne JEsu 183 Epistel, 2 Cor. 3,4 ⸗79. Dis sind die heilgen jehn Geb. 1— ö * 1 4 4 46 7 2 Es ist das Heil uns kommen ꝛ O HErre GOtt dein goͤttlich a: Nun sfreut euch lieben Christ. 20 Es wol uns GoOtt genaͤdig 2⸗ 1 * 5 V 7 Der HErr is mein getreuer 264 Geh auf meins Hertzens 230 Am 13. Sonnt. nach Trinik: Luc. 10, 237: 37. O Gottes Sohn von Ewigk. 476 HeErr Christ der einge 43 Wer ist wohl wie du 56 Dis sind die heilgen zehn 364 Seelig, seelig, seelig sind, die 3 Wenn einer alle Ding verst. 424 Meines Lebeus beste Freude 53 Epistel, Gal. 3, 152. Allein zu dir HErr IEsu 244 Ich ruf zu bir HErr JEsu C. v61 Die Lieder uͤber das Evangelium und Epistel am 12. Sonn⸗ tage nach Trinitatis. Am 14. Sonmnk. nach Trinit. Lue. 17, 110. Durch AdamFall ist gantz 245 Erbarm dich mein o HErre 326 Ach Gott es hat mich gantz 187 JEsu meine Liebe 26² Ach JEsu nde ssen Treu. 0 Welch eine Eorg und Furcht 397 Sey Lob und Ehr dem 4¹⁷ Wer wohl at if ist und 165 Dis sind die heilgen zehn 264 Vater unser im Himmelr. 493 Hilf mir mein! GOtt hilf 456 Hertzliebster JEsu was hast 79 O du allersuͤst' Freude 14⁰ Am iF. Sont. nach Trinit. Matth. 6, 24 34. Warum betrusst du dich mein 3/ Du bist ein Mer isch das weist 169 Befiehl du deine Wege 167 Wer nur den lieben Gott 429 Meine Hoffnung stehet feste 44 Es spricht derunweisen M. z2 Register auf die Sonn; und Festtage. Die Liebe leidet nicht Gesell. 538 Leinen hat GOtt verlassen 176 Ach meine Seel kan ihre 353 1 ů Epistel, Gal. 5, 25. 26. L. 6, 1% 16. Zilf mir mein Gott hilfdaß 496 Schwiug bich auf zu deinem 369 Wenn einer alle Bing verst. 434 O Heilger Geist kehr dey uns 141 Am 16. Sonnt nach Trinit. Lue. v, 11,. 17. Die Lieder vom Tode und der Auferstehung§40 u. 569 O du dreyeinger GOtt den 53 Hertzlich lieb hab ich dich o 383 Was mein GOtt wil das 428 Allein zu dir HErr IEsu C. 244 Auf meinen lieben GOtt 384 Ach bet wer beten kan 48⁶ Epistel, Ephes. 3,132721. Vater unser im Himmelr. 493 Ein Laͤmmlein geht und traͤgt 73 HErr IEsu ewges Licht 234 O JEsu meine Lust 360 Am Tage Si. Michgelis, Matth. 18, 111. Die Fest⸗ Lieder 159 Hertzlich lieb hab ich dich o 383 Alls meines Hertzens Grunde 3 Nul lob mein Seel dem 415 HErr GOtt dich loben wir 405 Folget mir ruft uns dasLeben 398 Spistel, Offenb. Joh. 12,712. Ein feste Burg ist unser 365 Christ der du bist der helle 20 JIEsu meine Freube 44I Wer Gott vertraut hat wohl 372 Am 17. Sonnt. nach Trinit; Lue. 14, 1 11. Dis sind die heilgen zehn 264 Wo Gott der HErr nicht Ja9 Waͤr GOtt nicht mit uns 328 Wer ist wel wie du ö 5 Komt laßt euch den HErren 88 Herr Eh Allein; Heiligste Was wi Epist Nun bit O du al Allein z Was gig Am 18. E Es ist da Waͤr G² Episte Nun lob Von G Ach G69 Ich ruf Laß mi Am 19. Durch A Erbarm Aus tiefe Nun lod Weg me Episte Gott Hilf mir O Gott O himml Am 5— — Gott ha Es sprich Ich wil Du Lebe Wie schoͤ Episte ch blei Heut ist Welch ei Gottn Register auf die Sonn⸗ und Festtage. 8.. ——— Heiligster JEsu Heiligungs 400 HErr aller Weisheit Quell 231 Was wilt du armer Erdenk. 194 Epistel, Ephes. 4, 1 6. Nun bitten wir den Heilgen 140 O du allersuͤßste Frede 140 Allein zu dir HErr JEsu 24½4 Was giebst du denn o 4¹5⁸ Am 18. Sonnt nach Trinit. Matth. 18, 34.246. Herr Christ der einge Ottes 43 Es ist das Heil uns kommen 246 War Gott nicht mit uns 528 Allein zu dir HErr IEsu 244 Epistel, 1 Eor. 1, 479. Nun lob mein Seel dem 413 Von Gott wil ich nicht 453 ů ö 0 Sott mein Schoͤpfer edlor 165 Ach Gott wie manches 460 Ich ruf zu dir HErr JEsu 261 Laß mich dein seyn und 252 Am 19. Sonnt. nach Trinit. Matth. 9, 1% 8. Durch Adams Fall ist gantz 245 Erbarm dich mein o HErre 336 2—* tieser Noth schrey ich 3a3 Nun lod mein Seel dem 413 Weg mein Hertz mit den 213 Epistel, Eöhes. 4,22729. . GoOtt du frommer 3738 Hilf mir mein Gott hilf 456 O Gott da ich gar keinen 278 O himmlische Barmhertzigk. 434 Am 20. Sonnt. nach Trinit. Matth. 22, 11 4. Gott hat das Evangelium 573 Es spricht der Unweisen za 3 Ich wil von meiner Misset. 331 Du Lebensbrodt HErr 283 Wie schoͤn leuchtet der M. 258 Epistel, Ephes. v, 152231. Lch bleib bey uns SErr 263 Heut ist des HErren Ruhe 269 Welch eine Sorg und Lobe dem HErren den 4¹² Am 21. Sonnt. nach Trinit. Joh. 4, 4754. Ich hab mein Sach GOtt Auf meinem lieben Gott 364 Was mein GOtt will das 428 Wer GOtt vertraut hat 372 Meine Seel ist stille zu 425 Spistel, Ephes. 6, 10=17. Ich ruf zu dir HErr JEsu C. 261 Vater unser im Himmelr. 493 Ein feste Burg ist unser 36 Mache dich mein Geist 497 Du bist ja JEsu meine 502 Am 22. Sonnt. nach Trinit. .. Matth. 18, 23.435. Allein zu dir HErr JEsu C. 2 Ich rus zu dir Heerr Esu E. 3 Aus tiefer Noth schrey ich 3 Erbarm dich mein o 3 Vater unser im Himmelr. 403 Wenn meine Sünd mich Fur deinen Thron tret ich 2 Wo soll ich fliehen hin 340 Evistel, Phil. t, 3321I. Es woll uns GOit genaͤdig 265 Das Elend weist du. GOtt 455 O Gottes Sohn HErr 348 Unser Herrscher unser Koͤnig 418 Am 23. Sonnt. nach Trinit. Matth ꝛ2, 1522. Erhalt uns HErr bey⸗ ꝛ Wo Gott der HErr nicht 5a⸗ Waͤr GOtt niecht mit uns 528 Ach GOtt vom Himmel sieh 521 Mein Gott das Hertz ich 377 Was giebst du denn o meine 418 All Obrigkeit Gott setzet 529 Epistel, Phil. 3, 17721. Kommt her zu mir spricht 463 Was mich auf dieser Welt 444 Auf hinauf zu deinet 363 JEsu meine Freude 4 . * Register auf die Sonn; und Festtage. Die Liebe leidet nicht 438⁸ Ade du suͤsse Welt 4³5 Komm JéEsu meine Lust 378 Am ag. Sonnt. nach Trinit. Matth. 9, I8 26. Mitten wir im Leben sind 536 Wenn mein Stuͤndlein vorh. 76/ Durch Adams Fall ist 245 Warum sollt ich mich denn 371 Sey Lob und Ehr dem hoͤchst. 417 JEsu Kraft der bloͤden Hertz. 194 Epistel, Col. 1, 14. Ich ruf zu dir HErr IEsu C. 261 Nun freut euch lieben Christ. 203 HErr Christ der einge GOt. 43 HErr JEsu ewges Licht 234 Am a2 Sonnt. nach Trinit. Matth. 24, 1518. Es ist gewißlich an der Zeit 72 Ath GOtt thu dich erbarmen 298 »Ach'ls Ott vom Himmel 521 GOtt hat das Evangelium 373 Nim von uns HErr da 30⁰ Epistel, 1 Thess. 4, 132448. Alle Menschen muͤssen sterbens/ Wenn mein Stuͤndlein vorh. 67 IEsus meine Zuversicht und 771 Hertzlich lieb hab ich dicho 383 Wachet auf ruft uns die St. 499 Gott Lob ein Schritt zur 356 Am 26 Sonnt. nach Trinit. Matth. 28, 31746. Es ist gewißlich an der Zeit 372 Konnt her zu mir spricht GOt. 469 Die Zeit istnunmehr nah 57 Ach lieben Christen seyd 307 O JEsu meine Lust o Leben 360 Epistel, 1 Thess. 1,3 10. Erhalt uns HErr bey deinem 2660 Erwach o Mensch erwache 299 Meuschenkinder lernet eben 396 Die Lieder uͤbers Evangelium. Am 27 Sonnt. nach Trinit. Matth. az, 12113. Wie schoͤn leuchtet der Morg. 238 Der Braͤutgam wird bald 2 Seelen⸗Braͤutigam, JEsu 20 GOtt Lob ein Schritt zur 356 Epistel, 1 Petr. 37 3 177. Die Lieder uͤber das Evangelium am ꝛgund 26 Sont. nach Trin. Leben no Ps. 136, I. Mel.) 1 7 ste dich be die Wach so haͤtte di Schlaf er 2. Dir, dir, mein mein Gen ar seyn. läglich at hat einge 3. Du ten, wie s 1 ich di than ann inge: D Nim hin, Rir ergeb 4. Nur AInm Namen JEsu! Amen. 0 Morgen Pf. 136, 26. Dancket dem GOtt. 2. Mel. Besiehl du deine Wege. Vuf, auf, mein Geist! zu loben, auf, auf, und werd erhitzt! bedencke, wie von oben der Hoͤch⸗ ö 36 ste dich beschuͤtzt: Haͤtt er dir nicht die Wache der Engel zugeschickt, so haͤtte dich der Drache im tiefen Schlaf erstickt.. 2. Dir, dir und deinerHuͤte, dir, dir, mein GOtt allein, dir, dir soll mein Gemuͤthe von Hertzen dauck⸗ gar seyn. Denn du hast mir mein Leben noch bis daher erlaͤngt, und läglich auch darneben viel Wohl⸗ hat eingeschenckt. 3. Du HErr der Himmels⸗Zel⸗ ten, wie soll ich nach Gebuͤhr, wie poll ich dir vergelten, was du ge⸗ than an mir? Ich bin zwar zu ge⸗ linge;: Doch nim dis Opfer hin: Nim hin, was ich dir bringe, ein'n vir ergebnen Sinn. . Nur weg mit Horn und Klau⸗ en! Ich opfre Hertz und Brust! Ein kindliches Vertrauen, das, gacs ist deine Lust: Das, das laß 0 gefallen, wie schlecht es immer 97 So ist dennoch vor allen Diß Opfer gut gemeynt. Verneihe mir die Suͤnde, die Lieder. ich bisher veruͤht, und die ich itzt empfinde, wie sie mein Hertz be⸗ trübt; Verzeihe mir, und dampfe all üppige Begier, mit der ich taͤg⸗ lich kaͤmpfe: OHErr! verzeihe mir. 6. Send auch auf meinen We⸗ gen mir deinen Engel zu, und sprich du selbst den Segen zu al⸗ lem, was ich thu. HErr, sende du mir Kraͤfte, von deiner Him⸗ mels⸗Hoͤh, auf daß all mein Ge⸗ schaͤfte gewunscht von statten geh. Gib mir vor allen Dingen ge⸗ trosten Muth und Geist, diß freu⸗ dig zu vollbringen, was mein Be⸗ ruf mich heißt Laß mich in gu⸗ ten Tagen nicht uͤbermuthig seyn, und laß mich auch nicht zagen, dringt gleich ein Creutz herein. 8. Hilf, daß in meinem Stande ich thu, was dir gefaͤllt, auch laß mich nicht in Schande gerathen vor der Welt: Richt, HErr, mein gantzes Leben nach deinem Willen ein; Laß guch mein Haus darne⸗ ben von dir gesegnet seyn. 9. Gih/ daß im Creutz und Gluůͤ⸗ cke ich stets so leben mag/ daß ich all Augenblicke denck an den letz⸗ ten Tag; Und waun der wird ein⸗ brechen, so gib, daß ich erfreut, von Hertzen könne sprechen: Rom, HErr! ich bin bexeit. A Rom. ——— —————— — ů II 2 Morgen Lieder. Roͤm. 13, 12. Die Nacht ist verg. 3. Mel. Komt her zu mir, spricht. us, auf, mein Hertz! zu GOtt dich schwing, mit Freuden deinem Schoͤpfer sing, weil schon die Nacht vergangen: Gleichwie vom Schlaf sich jetzt aufricht't der Leib, so laß der Seele nicht den Suͤnden⸗Schlaf anhangen. 2. Sieh, wie mit frischer Wa⸗ ckerheit der gantze Erdkreiß ist be⸗ reit, des Schoͤpfers Macht zu eh⸗ ren; ja, was sein gantzer Raum beschleußt, mit hochster Muͤhe sich befleißt, des Schoͤpfers Ehr zu mehren.— 3. Was soll denn diese Traͤgheit seyn, die nur, mein Hertz, bey dir allein noch gleichwol wird gespu⸗ ret? O! sey nicht dummer wie das Wild/ du bist ja mit des Schoͤ⸗ pfers Bild von ihme selbst gezieret. 4. Nun, HErr, du schaffest, daß dis Licht, das jetzt schwach durch die Wolcken bricht, bald voͤllig wird aufgehen; O! laß auch in dem Hertzen mein aufgehen deiner Weisheit⸗Schein, daß ich dich moͤg verstehen. 5. Auch Gras und Blumen du jetzt schmuͤckst, da du mit deinem Thau erquickst das duͤrre Land der Erden: wann auch dein Geist mein Hertz befeucht't mit deiner Gnad, so wird es leicht von Tu⸗ gend fruchtbar werden. 6. Ja ie Hrr, daß ich diesen Tag nach deinem Wort so enden mag, damit ich dir gefalle, wenn dort der ew'ge Tag anbricht, da du, o schoͤnes Freuden⸗Licht, wirst scheinen uͤberalle ö 1 Mose 32, 10. Ich bin zu gering. 3. Mel. Der lieben Sonnen L. A Seel! und dancke deinem HErrn, aus reinem Hertzens⸗ Grund, das helle Licht vertreibt die Stern, in dieser Morgenstun⸗ de, die Sonn entdecket dir der Guͤ⸗ te Gottes Zier, die sich u GOt⸗ tes Kinder Schau bespiegelt in dem Morgen⸗Thau. 2. Sprich: Gott, ich bin nicht nug darzu, die Gnade zu erzaͤh⸗ en, die du durch sichre Leibesru erzeigt hast meiner Seelen: ich kan nicht zeigen an, was du mir Guts gethan, nebst andern, die auch trauen dir, und eines Glau⸗ beus sind mit mir. 3. Nun meiner Seelen Huͤly und Schutz, ich ruͤhme deine Treue, die deinen Kindern komt zu Nutz, die alle Morgen neue: ich danck hertzinniglich, daß du so Rendi mich, und auch die Mei⸗ nen, diese Nacht, durch deinen Engel, hast bewacht. 4. Gib, liebster Ott, daß fer⸗ ner auch ich heute Christlich wand⸗ le, und meiner Pflicht also ge⸗ hrauch, daß, was ich thů und hand⸗ le, gereiche mehr und mehr zu deis nes Namens Ehr, zu meiner See⸗ len Heil und Schutz, und meines Naͤchsten Dienst und Nutz. 5. Behuͤte mich vor alle dem, was Leib und Seele kraͤncket; Hin⸗ gegen gib, was angenehm, was deinen Segen schencket: wend ab Gefahr und Noth, Krieg, Hun⸗ ger, Feu'r und Tod; schickst du mir aber Creutz mit zu, so gib Ge⸗ duld, Trost, Hülf und Ruh. 6. Ich wil gern alles nehmen an, zu Lieb und auch zu Leide, weil dei— ne Hand es andern kan, und wen⸗ den Leid in Freude. Dein Hertz auf mich gericht't, kan mich ver⸗ lassen nicht; Denn wer im Glau⸗ ben komt zu dir, der ist gesegnet fuͤr und fuͤr. 7. Nun dir sey alles heimge⸗ stellt, Seel, Leib, Stand, Gut und Leben, mach alles, wie es dir ge⸗ faͤllt, dir hab ich es ergeben, be⸗ wahre Stadt und Land, Lehr⸗ Wehr⸗ und auch Naͤhr⸗Stand, er⸗ halte Wort und Sacrament, gib ein vernuͤnftig selig 31 * 2. 4. ————— Thron, dir zu Lob, Preis und Eh⸗ ben, und weichen nicht von mir, dor hoͤs Zeind hier in diesem Jam⸗ Morgen⸗Lieder⸗ 2 3. Mein HErr und GOtt, dich laß ich nicht, dir lieg ich hier zu u üssen, bis mir dein Mund den egen spricht, der alles kan durch⸗ suͤssen, wenn mich dein Himmel tränckt, und mir viel Guts ein⸗ schenckt, wenn mich dein En Gnaden⸗Geist aus meines JIEsu Wunden speistt. 9. Hierauf nehm ich mit Freu⸗ den an, was mir ist uehner dein Geist mich fuͤhr auf ebner Bahn, bis du mich wirst einholen ins schoͤne Paradeis, zu deinem Lob und Preis, so wird der Tag in Gott verbracht, Anfang und En⸗ de gut gemacht. M. C. Scriver. Ps. 34,d. DerEngel des HErrn ꝛe. 4. Mel. Von GOtt will ich nicht Aue meines Hertzens Grunde, sag ich dir Lob und Danck, in dieser Morgen⸗Stunde, dazu mein Lebenlang, o Gott! in deinem ren, durch Christum, unsern HEr⸗ ren, dein'n eingebornen Sohn. 2. Daß du mich aus Genaden in g 11 vergangnen Nacht, vor G fahr und allem Schaden behu⸗ tet und bewacht. Ich bitt demuͤ⸗ thiglich: Wollst mir mein Suͤnd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzuͤrnet dich. 3. Du wollest auch behuͤten mich gnaͤdig diesen Tag, vors Teu⸗ sels List und Wüͤten, vor Suͤnden und vor Schmach, vor Feu'r und Wassers⸗Noth, vor Armuth und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor— schnellen Tod. 4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind, in deine Hand thu geben, da⸗ u mein Hausgesind, als dein Ge⸗ Herme und Gab, mein Eltern und erwandten, mein' Bruͤder und Bekandten, und alles, was ich 96 5. Dein'n Engel laß auch blei⸗ den Satan zu vertreiben, auf daß merthal, sein' Tuͤck an mir nicht und bring mich nicht zu Fall. 6. GOtt will ich lassen rathen, der alle Ding vermag, er segne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach: Denn ich ihm heimge⸗ stellt mein Leib, mein Seel, mein Leben, sey)GOtt dem HErrn erge⸗ ben, er machs, wies Hie efaͤllt. 7. Darauf so sprec ich: Amen, und zweifle nicht daran, GOtt wird es all's Hrauftn ihm wohl⸗ gefallen lahn. Dr mein Hand, greif an das Werck mit Freuden, dazu mich GOtt be⸗ Stand. Joh. Matthesius. Ephes. 5, 14. Wache auf, der du. Mel. Christus der uns selig. hriste, wahres Seelen⸗Licht, deiner Christen Sonne, o du klares Angesicht, der betruͤbten Wonne! deiner Guͤte Lieblichkeit ist neu alle Morgen, in dir bin ich recht erfreut, darf nicht uͤbrig sor⸗ en Schlaf; der du bist das Leben, neues Leben in mir schaf, denn du hast gegeben dieser Welt das Son⸗ nen Licht, welches all erfreuet, du wirst mich ja lassen nicht taͤglich unerneuet. 3. Ohne Licht sieht man kein Licht: ohne Gottes Leuchten sieht kein MenscheChristum nicht, der uns muß befeuchten mit dem hellen Himmels⸗Thau seiner suͤs sen Lehre; drum, HErr Christe, kiln mich schau, und dich zu mir ehre. 4. Kehre zu mir deine Guͤt, sreundlich mich anblicke, daß mein innerstes Gemuͤth in dir sich ergui cke, und die suͤsse Himmels⸗Lust mit Begierde schmecke, sonsten sey mir nichts bewust, so da Freud erwecke. 5. Laß ja ferne von mir seyn A 2 Dos be, Leib und Seel nicht betruͤbe, rauf streck ich aus scheiden in mein'm Beruf und 2. Wecke mich vom Suͤnden⸗ C99CCE‚D‚‚‚——‚—‚———— Morgen 4 Lieder. Hoffart, Augenweide, Fleisches⸗ Last und allen Schein, JESll, mir verleide, damit sich die Welt ergoͤtzt, zu ihr'r selbst Verderhen: denn was sie fuͤrs beste schaͤtzt, machet ewig sterben. 6. Nun, so bleibe stets mein Licht, JEsu, meine Freude, bis der frohe Tag aubricht, da nach allem Leide, ich in weisser Klei⸗ der⸗Pracht werde freudig sprin⸗ gen, und daß Ott es wohl ge⸗ macht, ohn Aufhoͤren singen. Ps. 121, 4. Siehe, der Huͤter J. 6. Mel. Sertzlich thut mich v. Dem sey Gott in der Hoͤhe, in dieser Morgen⸗Stund, durch den ich wied'r aufstehe vom Schlaf frisch und gesund? Mich hatte zwar gebunden mit Finster⸗ niß die Nacht, ich hab sie uber⸗ wunden mit GOtt, der mich be⸗ wacht. 2. Wied'rum thu ich dich bit⸗ ten, o Schutz⸗HErr Israel! du wollst treulich behuͤten den Tag mein Leib und Seel. All Corist⸗ lich Oberkeiten, unsr' Schulen und Gemein, in diesen boͤsen Zei⸗ ten laß dir befohlen seyn. 3. Erhalt uns durch dein Guͤ⸗ te bey g'sunder reiner Lehr, vor Ketzerey behuͤte, streit für dein Wort und Ehr, daß wir mit unserm Sagmen immer in ei⸗ nem Geist sprechen: des HEr⸗ ren Namen sey groß und hoch gepreist. 4. Dem Leibe gieb darneben Nahrung und guten Fried, ein gsund und maͤßig Lehen, dazu ein froͤhlich G'muͤth, daß wir in allen Standen Tugend und Ehrbarkeit lieben, und Fleiß drauf wenden, als rechte Christen⸗Leut. 5. Gib mildiglich deinn Se; gen, daß wir nach dein in Geheiß wandeln auf guten Wegen, thun unser Amt mit Fleiß, daß ein tro setze, so geht die Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zn Ehren, und der Gemein zu Nutz, das will der Satan wehren, mit List und grossem Trutz; doch kan ers HeErr JEsu Christ, herrschest in allen Dingen, und unser Bey⸗ stand bist. der Weinstock selbst bist du, daran wir wachsen und kleben, und brin⸗ gen Frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben, und wachsen im⸗ mermehr: dein guter Geist uns treibe zu Wercken deinerEhr. 7. M. DucHeilige Dreyfaltigkeit. as walt GOtt Vater und ger Geist ins Himmels Thron: Man dauckt dir, eh' die Sonn gaufgeht, wanus Licht anbricht, man vor dir steht. gen früh in rechter Andacht mei⸗ nie Knie, und ruf zu dir mit hel⸗ ler Stimm; Dein' Ohren neig, mein Red vernimm! ö 3. Ich ruͤhm von Hertzen dei⸗ ne Guͤt, weil du mich gnaͤdig hast behuͤt't, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Friede zu⸗ gebrächt. 4. Ich schlief, und wust nicht, wie mir wir, so chlich der Teu⸗ sel um mich her, den hat, HErt, deine Macht vertrieb'n, daß ich vor ihm in Ruh geblieb' n. 5. Mein GOtt, ich bitt durch Christi Blut, nim mich auch die⸗ sen Tag in Hut: latb deine lie⸗ Gefaͤhrten seyn. Seel regier, und mich mit seinen rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kan. jeder sein Netze auswerf, und auf dein Wort sein'n Trost mit Pe⸗ 7. Gib, daß ich meine Werck und nicht vollbringen, weil du, 7. Wir sind die zarten Reben, Pf. 143, 10. HErr lehre mich. GoOtt Sohn, Gott Heil'⸗. 3. Drum beug ich diesen Mor⸗ be Engelein mein' Waͤchter und 6. Dein Geist mein Leib und Gaben zier, er fuͤhr mich heut auf Dienf ** 5*. der ir mich f Opfer Glaub in Gottesfurcht erweckt, Morgen ⸗Lieder. 5 und Pflicht, mit Freuden diesen Tog verricht, zu deinem Lob und meinem Nutz, und meinem Naͤch⸗ sten thue Guts. ö 8. Hilf, daß ich zu regieren wiß meine Augen, Ohren, Haͤnd und Fuͤß, mein Lipypen, Mund und gantzen Leib, alle boͤs' Begierde von mir treib. 7. Bewahr mein Hertz vor Suͤnd und Schand, daß ich vom Ubel abgewandt, mein Seel mit Sůnden nicht beschwer, und mein Gewissen nicht versehr. 10. Behůt mich heut und alle⸗ zeit, vor Schaden, Schand und Hertzeleid, trit zwischen mich und meine Feind, so sichtbar und un⸗ sichtbar seynd. 11. Mein Aus⸗und Eingang heut bewahr, daß mir kein Boͤses wiederfahr; behuͤte mich vor schnellem Tod, und hilf mir, wo mir Hüulf ist noth. Matth. 22,21. Gebet Gotte, was. 8. Mel. Erschienen ist der h. D Tag bricht an, und zeiget sich, o meine Seele! geh in dich, wie du geschlasen diese Nacht, ob du auch oft an GOtt gedacht, wann du erwacht. 2. Dann GOtt sieht ins Ver⸗ borgne hin, pruͤft auch im Schlafe Hertz und Sinn, er eifert, wann du nicht zuerst ihm, wann du aus dem Schlaf auffaͤhrst, dein'n Dienst gewaͤhrst. 3. Drum walts GOtt Vater, der im Geist, durch Christum, mich stets beten heißst: Dir wil ich Opfer bringen, eh ich zJum Beruf und Arbeit geh, wenn ich aufsteh. 4. Was sol ich aber vopfern dir? Ist doch vor alles deinan mir, ja eben das ist mein Gewinn, wenn alles, wie ich schuldig bin, dir gebe hin. F. Ich gebe dir die Seele hin, ach! richte dein Reich auf darin, daß sie mit Tugend angesteckt, der 6. Ich geb und opfre dir mein Hertz, ach nims, und ziehs in Lieb aufwaͤrts, daß ich mich stets im Geist erheb, an dem, was irdisch ist, nicht kleb, nach GOtt nur streb. 7. Ich opfre dir gantz meinen Will'n, laß mich auch deinen Will'n erfuͤlln, daß in Geduld, ohn Unterlaß, ich Gutes thu, das Boͤse haß, und Suͤnde laß. 8. Sinn und Verstand, und was ich denck, ich dirzum Morgenopfer schenck, hilf, daß kein boͤser An⸗ chlag mir einkom, und was im Sinn ich fuͤhr, gefalle dir. 9. Ich vyfre dir die Zung und Mund, und mache mit dir diesen Bund, daß heute diesen Tag und fort von mir kein Fluch noch fal⸗ sches Wyͤrt nicht werd gehoͤrt. 10. Die Wercke, was ich laß und thu, besehl ich dir, regier sie nu zu deiner Ehr, des Nachsten Rutz, des Vaterlandes Trost und Schutz, der Boͤsen Trutz. II. Daß ich dir gantz geopfert auf, heut und den gaͤntzen Lebens⸗ Lauf, des Fleisches suͤndliche Be⸗ gier verlaͤugne, gantz absterbe mir, und lebe dir.. I32. Sey du stets bey mir, und in mir, mit deinem Heilgen Geist mich fuͤhr, durch deiner lieben Engel⸗Schaar vor allen Schaden und Gefahr mich heut bewahr. 13. Verleih der Nahrung und Gewerb, Gedeyen, Segen ohn Verderb, daß alles dir zu Lob und Danck, was ich in dem Beruf anfang, gut End erlang. 14. Auf daß ich ehrbar, und in Ruh, mein Leben moͤge bringen zu, die Lebens Nothdurft mir be⸗ scher, daß Armuth nicht mein Hertz beschwer, mich ehrlich naͤhr. 15. Ein froͤlich Hertz, gesunden Leib gieb mir, und auch ein rom⸗ nies Weib: hilf, daß ich den Feind uͤberwind mit Sanftmuth, und bleib unbefleckt. W find hey dem Gesind. 13 16. Er⸗ ——— . Morgen⸗Lieder. 156. Erhalt auch unser Vaterland in guter Ruh und Friedenstand, wend ab Aufruhr, Brand, Krieg und Streit, Pest, Hunger, Kum⸗ mer, theure Zeit, und ander Leid. 17. Der Obrigkeit gib Staͤrck und Witz, daß sie dein arme Kir⸗ che schuͤtz, die dich und uns verfol⸗ Re HErr, durch deinen starcken rm bekehr, und ihnen wehr. 18. Erloͤse, wer unschuldig itzt um deinet will'n gefangen sitzt: Beschütze, die falsch sind verklagt, troͤst alle, die geaͤngst't, geplagt sind und verjagt. 19. Den Armen gib ihr Kleid und Brod, die Krancken, und wer leidet Noth, mit deinem Trost be⸗ selige, die Witwen, Waisen, Fremdlinge vertheidige. 20. In Summa, was dir lieb, uns gut, gib uns an Seele, Leib und Gut, wie du wilt, sey dirs heimgestellt: Nur nim uns selig von der Welt, wann dirs gefaͤllt. Ps. 19, I. Die Himmel erzaͤhlen ꝛc. 2. M. Du heilige Dreyfaltigkeit. D.. Sonn leucht itzt her⸗ fuͤr, froͤlich vom Schlaf auf⸗ stehen wir: GoOtt Lob! der uns heͤut diese Nacht behuͤt't hat vor des Deufels Macht. 2. HErr Christ, den Tag uns auch behuͤt vor Suͤnd und Schand, durch deine Guͤt, laß deine liebe Engelein unser Huͤter und Waͤch⸗ ter seyn. 3. Daß unser Hertz im Gehorsam leb, dein'm Wort und Will'n nicht widerstreb, daß wir dich stets vor Augen han, in allem, was wir heben an. 4. Laß unser Werck gerathen wohl, was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Muͤh und Hund gereich zu dein'm Lob, Ehr un Prois. Nic. Hermann. 4. Mos. 6, 24. 26. Der HErr ꝛe. 10. Mel. Fur deinen Thron tret u heilige Dreyfaltigkeit, du hochgelobte Einigkeit, GOtt Vater, Sohn und Heil' ger Geist, heut diesen Tag mir Beystand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Boͤses widerfahr, daß mich der Satan nicht verletz, noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Guͤte mich er⸗ quick, des heilgen Geistes Glantz und Schein erleucht mein's fin⸗ stern Hertzens Schrein. 4. Mein Schoͤpfer! steh mir kraͤf⸗ tig bey, v mein Erloͤser! bey min sey, o Troͤster werth, weich nicht von mir, mein Hertz mit deinen Gaben zier. 5. HErr,/ segne und behuͤte mich! erleuchte mich, BErr, giaädiglich HErr, heb auf mich dein? rich und deinen Frieden auf mich richt. Ps. 119,76.77. Deine Gnade ꝛe. Inge⸗ II. Mel. O Gtt du frommer. Di weist, Dreyeinger GOtt, wie ich bey fruͤhem Morgen mich habe gleich gelegt in deine Gnad und Sorgen, an deiner Va⸗ ter Lieb und JEsu Blut hang ich/ du wirst mich beut nicht loß, ich halte veste dicꝙcch 2. Es bleib auf ewig dir mein Alles hingegeben, die Meinen, groß und klein, mit Gut, Blut, Leib und Leben, auch Lehr⸗Wehr⸗ und Nehr⸗Stand, laß deine Guͤt und Treu bey einem jeden seyn auch diesen Morgen neu. 3. Pest, Theurung, Krieg und gib, was gefallig dir, und nutzli Brand, und alles Leid abtreibe, Seel und Leibe, dein Wort 1 Sacrament erhalt, und in uns wohn, so haben auf der Welt wir einen Himmel schon. 4. Wonn wir nur haben dich mit deinem Geist und Gaben, und koͤn⸗ nen andem Leib und JEsu Blut uns laben, so leben wir vergnuͤgt, be⸗ freyt von Noth und Trug, und ben en Morgen Lieder. 7 ben selig auch: wir haben alles nug. I 5 Roch eins, HErr, bitt ich dich, je laͤnger ich muß leben, je laͤnger laß mich doch dein Hertz und. Hand umgeben, heb, trag errette mich,/ regiere fuͤhr und schůtz, und hilf, daß etwas ich dir und dem Naͤch⸗ sten nütz. ö 6. Nach dem Eid, den du hast in meiner Tauf bekommen, und darauf ich so oft das Abendmahl genommen, laß dencken, reden, thun mich, wie es ist dein Will, und mich mit Glaubens⸗Frucht, Lieb und Geduld erfuͤll. ö 7. Erhalt mir den Verstand, Gesichte und Gehoͤre, und laß michs bis in Tod gebrauchen dir zur Ehre; wil was bethoͤren mich, diut meine Sinnen zu, damit in ir allein ich habe Fried und Ruh. 8. Aus JEsu Lieb und Tod und theures Biutvergiessen, laß leben mich hinfort, und auch mein End beschliessen, darbey hilf, daß mir ets ins Hertz und Ohren schallt: hu Buß, glaub', bet und wach, ich JEsus komme bald. 9. Nun, GO TT! da hast du mich, kom mir nie von der Sei⸗ ten, machs mit mir, wie du wilt, im Leben, Leid und Scheiden, vor, in und nach dem Tod bleib du mein Heifersmann, du weißst, daß ohne dich ich mir nieht helfen kan. 10. Drum hilf mir, und laß mich ein selges End erreichen, und bes mir allezeit ein Gnad⸗ und Lie⸗ es⸗Zeichen: Zieh mich nur gantz und gar in deine Lieb hinein, bleib so dabey du mein, und ich hinwie⸗ der deiu. ‚ II. Gewiß gelingt es mir, wie mirs bisher gelungen, es sey dir immer drauf in Vorrath Lob ge⸗ sungen, ich geb, so gut ich kan dir Ehre, Preis und Ruhm, und sage noch einmal: Ich bleib dein Ei⸗ genthum. Just. Gesenius. Es. 60, 1. Mache dich auf, werde. 12. Mel. Es ist das Seil uns k. Er hebe dich, o meine Seel! die Finsterniß vergehet: der HErr erscheint in Israel, sein Licht am Himmel stehet. Erhebe dich aus deinem Schlaf, daß er was Gutes in bir schaf, indem er dich er⸗ leuchtet. ö 2. IniLicht muß alles rege seyn, und sich zur Arbeit wenden: im Licht singt fruͤh das Voͤgelein, im Licht wil es vollenden: So soll der Mensch in Gottes Licht auf⸗ heben billig sein Gesicht zu dem, der ihn erleuchtet. 3. Laßt uns an unsre Arbeit gehn, den HErren zu erheben, laßt uns, indem wir auferstehn, beweisen, daß wir leben; Laßt uns in diesem Gnaden⸗Schein nicht eine Stunde mußig seyn, Gott ists, der uns erleuchtet. 4. Ein Tag geht nach dem an⸗ dern fort, und unser Werck bleibt liegen: ach hilf uns, HErr, du treu⸗ er Hort! daß wir uns nicht be⸗ truͤgen. Gib, daß wir greifen an das Werck, gib Gnade, Segen, Kraft und Staͤrck, im Licht, das uns erleuchtet. ö 5. Du zeigst, was zu verrichten seh auf unsern Glaubens⸗Wegen, so hilf uns nun, und steh uns bey, verleihe deinen Segen, daß das Geschaͤft von deiner Hand vollfuͤh⸗ ret werd in alle Land, wozu du uns erleuchtet. 6. Ich flehe, HErr, mach mich bereit zu dem, das dir gefaͤllig, daß ich recht brauch der Gnaden⸗Zeit, so flehen auch einhellig, die Kin⸗ der, die im Geist geborn, und die sich fuͤrchten vor dem Zorn, nach⸗ dem du sie erleuchtet. 7. Das Licht des Glaubens sey in mir ein Licht der Kraft und Staͤrcke, es sey die Demuth meine Zier, die Lieb das Werck der Wer⸗ cke, die Weisheit fließt in diesen A 4 Grund, 8 Morgen⸗Lieder. Grund, und oͤfnet beydes Hertz und Mund, dieweil die Seel er⸗ leuchtet. 8. HErr,/ bleib bey mir/du ew'ges Licht! daß ich stets gehe vichtig, erfreu mich durch dein Angeficht, mach mich zum Guten tuͤchtig, bis ich erreich die guͤldue Stadt, die deine Hand gegruͤndet hat, und etviglich erleuchtet. J. Langemar. Ebr., 16. Lasset uns hinzu treten. I3. Mel. Wenn wir in hoͤchsten. n deinen Thron tret ich hier⸗ mit, o HSott! und dich demuͤ⸗ thig bitt: wend dein so gnaͤdig Angesicht von mir, dem armen Sunder, nicht. z. Du hast mich, o GOtt Vater mild, gemacht nach deinem Eben⸗ bild. In dir web, schweb und lebe ich, vergehen must ich ohne dich. 3. Errettet hast du mich gar oft gantz wunderlich und unverhoft, da nur ein Schritt, ja nur ein Haar mir zwischen Tod und Le⸗ ben war. 4. Verstand und Ehr hab ich von dir, des Lebens Nothdurst giebst du mir, dazu auch einen treuen Freund, der mich in Glůck und Ungluͤck meynt. 5. GOtt Sohn, du hast mich durch dein Blut erloͤset von der Hoͤllen⸗Glut, das schwer' Gesetz fur mich erfuͤllt, dumit des Vaters Zorn gestillt. (6. Wenn Suͤnd und Satan mich anklagt, und mir das Hertz imLeib verzagt, alsdann brauchst du dein Mittler⸗Amt, daß mich der Varer nicht verdammt. . Du bist ntein Fuͤrsprach alle⸗ zeit, mein Heil, mein Trost, und meine Freud; Ich kan durch dein Verdienst allein hier ruhig, und dort selig seyn. 8. Gott.Heil ger Geist, du hoͤch⸗ ste Kraft, des Gnade in mir alles schaft! Ist etwas Guts am Leben mein, so ist es wahrlich lauter dein. 9. Dein ißs, daß ich GOtt recht ertenn, ihn meinen HErrn und Vaͤter nenn, sein wahres Wort und Saerament behalt und lieb bis gn mein End. ů 10. Daß ich vest in Anfechtung steh, und nicht in Truͤbsal unter⸗ geh, daß ich m Hertzen Trost em⸗ pfind, zuletzt mit Freuden über⸗ wind. II. Drum danck ich dir mit Hertz und Mund, o GOtt! in die: ser Morgen⸗(Mittags⸗Abend⸗)„ Stund, fuͤr alle Guͤte, Treu und Gnad, die meine Seel empfan⸗ gen hat. 12. Und bitt, daß deine znaden⸗ Hand bleib uͤber mir heut ausge⸗ spannt: Mein Amt, Gut, Ehr, Freund, Leib und Seel, in deinen Schutz ich dir befehl. ö 13. Hilse daß ich sey von. Hertzen from, damit mein gantzes Chri⸗ stenthum aufrichtig und recht⸗ schaffen sey, nicht Augenschein und Heucheley. ö V I4. Exlaß mich meiner Suͤnden⸗ Schuld, und hab mit deinm Kuecht(Magd) Geduld: Zuͤnd in mir Glauben an und Lieb, zu jes nem Leben Hofnung gieb. 4 15. Ein seligs Ende mir bescher, am juͤngsten Tag erweck mich, HErr, daß ich dich schaue ewig⸗ lich: Amen, Amen, erhoͤre mich. Just. Gesenius. Col.3,1. Seyd ihr nun mitChristo. 14. Mel. Rom, o łom du Geist. 3Ott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn, und Heilger Geist, der es Tag und Nacht laͤßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heist, dessen starcke Hand die Welt, und was drinnen ist, erhaͤtt. 2. GOtt ich dancke dir von Her⸗ tzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Noth und Schmertzen, hast hehuͤtet und be⸗ wacht, daß des boͤsen Feindes List — DI— 2—9—— mein nicht maͤchtig worden ise 3. Lat — te meinen Gang nar ——b:;—'—— WMorgen⸗Lieder. 29 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden itzt mit dieser Nacht ver⸗ gehn. O1 HErrEsu, laß mich fin⸗ den deine Wunden offen stehn, da alleine Hůlf und Rath ist fuͤr mei⸗ ne Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Mor⸗ en, geistlich auferstehen mag/ und uͤr meine Seele sorgen, daß, wann nun dein grosser Tag uns erscheint, und dein Gericht, ich dafuͤr er⸗ schrecke nicht. W 5. Fůͤhre mich, v HErr, und lei⸗ inen nach deinem Wort, sey und bleibe du auch heu⸗ te niein Beschuͤtzer und mein Hort! nirgends als von dir allein kan ich recht bewahret seyn. 6. Meinen Leih und meine See⸗ le, samt den Sinnen und Verstand, grosser GOtt, ich dir befehle unter deine starcke Hand. HErr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nim mich auf dein Eigenthum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des boͤsen Feindes Macht, List und Anschlaͤg von mir wende, und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage naeh dem Himmel zu. Heinr. Alberti. Matth. 10, 32. Wer mich bekennet. 15. Mel. Herzlich thut mich verl. Ich danck dir, lieber HErre, daß m. du mich hast bewahrt in dieser Nacht so gefaͤhre, darin ich lag so hart, mit Finsterniß umfangen, azu in grosser Noth, daraus ich bin entgangen, halfst du mir, HEr⸗ re GOtt! 2. Mit Danck wil ich dich loben, o du, mein Gott und HErr! im Himmel hoch dort oben; Den Tag mir auch gewaͤhr, warum ich dich thu bitten, und auch dein Will mag seyn, leit mich in deinen Sit⸗ ten, und brich den Willen mein. 3. Daß ich, HErr, nicht abwei⸗ che wwichme rechten Bahn, der Feind mich nicht erschleiche, damit ich irr moͤcht gahn; Ethalt mich durch dein' Guͤte, das bitt ich fleis⸗ sig dich, vors Teufels List und Wůͤ⸗ ten, damit er setzt an mich. 4. Den Glauben mir verleihe an dein n Sohn JEsum Christ; Mein Sůͤnd mir auch verꝛeihe al⸗ hie zu dieser Frist: Du wirst mirs nicht versagen, wie du vorheissen hast, daß er mein Suͤnd thu tra⸗ gen, und loͤs mich von der Last. . Die Hofnung mir auch giebe, die nicht verderben laͤßt, dazu Christliche Liebe zu dem, der mich verletzt, daß ich ihm Guts erzeige, such nicht darinn das Mein, und lieb ihn als mich eigen, nach all dem Willen dein. 6. Dein Wort laß mich beken⸗ nen vor dieser argen Welt, auch mich dein'n Diener nennen, nicht fuͤrchtn Gewalt noch Geld, daß mich bald moͤcht ableiten von dei⸗ ner Wahrheit klar, wollst mich auch nicht abscheiden von der Christlichen Schaar. 7. Laß mich den Dag vollenden, zu Lob dem Namen dein, und mich nicht von dir wenden, ans End bestaͤndig seyn: Behut mir Leih und Leben, dazu die Fruͤcht im Land. Was du mir hast gegeben, steht all's in deiner Hand. 3. HErrchrist, dir Lob ich sage, fuͤr deine Wohlthat all, die du mir all mein Tage erzeigt hast überall: Dein'n Namen wil ich yreisen, der du allein bist gut: Mit deinem Leib mich speise, traͤnck mich mit deinem Blut. 9. Dein ist allein die Ehre, dein ist allein der Ruhm, die Nach dir niemand wehre, dein Segen zu uns kom, daß wir im Fried ein⸗ schlafen, mit Guaden zu uns eil, gib uns des Glaubens Waffen, vors Teufels list ge Pfeil. Johann Rohlroß. Ps. 92/ 2. Es ist ein koͤslich Ding. 16. M. Ach kom, du susser Herz. danck dir schon durch deinen Sohn, o Gott! suͤr deine A 5 Guͤte, 10 Morgen ⸗Lieder. *— v———— Hüte daß du mich heint in dieser fur die Gnade, fur das Leben, und 90⁷/. Nacht so gnaͤdig hast hehuͤtet. ¶ was sie mir zugewendt; Ach zieh daßt . In welcher Nacht ich lag so von mir, Eis ins Grab, diese deine die L hart mit Finsterniß umfangen, von Haͤnd nicht ab. leb, all mein'n Sünd'n geplaget ward, 4. Sie sinds ja, darein gegra: ich it die ich mein Tag begangen. hen steht mein Nam' mit deinem 1Pet 3. Drum bitt ich dich aus Her⸗Blut, die mich selbst bereitet ha⸗ 18.1 tzens⸗Grund, du wollest mir verge⸗ ben, mich geeront mit Himmels⸗ Tet ben all meine Suͤnd, die ich be⸗ Gut, ja sie sinds, die bis anjetzt— gunt in meinem gantzen Leben. mich versorget und beschuͤtzt. klare 4. Und wollest inich auch diesen F. Laß sie weiter mich umsassen, mein Tag in deinen Schutz erhalten,weil ich ihrer eigen bin, laß sie schör daß mir der Feind nicht schaden mich, mich sie nicht lassen, dieses 4 mag, mit Listen mannigfalten. sist und bleibt mein Sinn: Satan, gantz 5 Regier mich nach dem Wil, dir entsage ich, JEsu, dir ergeb Ach len dein, laß mich in Sund nicht ich mich. Lauf fallen, auf daß dir moͤg das Leben 6. Nehmt mich drauf ihr JE⸗ 3• mein, und all mein Thun gefallen.¶ sus⸗Haͤnde, schließt mich in des Gele 6. Denn ich befehl dir Leib und Vaters Hertz, und in IEsus Blut zwin Seel, und all's in deine Hande, inbehende, in sein Leiden, Tod und schne meiner Angst und Ungefaͤll, HErr, Schmertz, in des hoͤchsten Troͤsters 3 mir dein Hulfe sende. Hand schliest mich, und die mir hend 7. Auf daß der Fuͤrste diesersverwandt. deine Welt kein Macht an mir nicht fin⸗ 7. Achlmit Segen ob mir waltet, auch de; dann wo mich nicht deinznad im Gebete staͤrcket mich, in dem I. erhaͤltist er mir viel zu gschwinde. Glauben mich erhaltet, und, da Sin 8. Ich hab es all mein Tag ge⸗ GOtt gefalle ich, macht much laß hoͤrt, Menschen⸗Huͤlf sey verloh⸗HGOttes Geistes voll, leben, leiden, Sun ren, drum steh mir bey, du treuer sterben wohl. ö 6. Gott, zur Hülf bist du erkohren. 8. Macht mich los von meinen die! 9. Allein Gott in der Hoh sey]Süͤnden, laßt mich einen gnaͤdgen dich Preis, samt seinem ein gen Soh⸗[GOtt, und ein gut Gewissen fin⸗ den? ö ne, in Einigkeit des Heil genden: jagt weg Schrecken, Angst 7. Geists, der herrscht ins Himmels⸗Hund Noth, steht mir bey, damit und Throne. Mich. Pratorius. ja hier nichts verdammlichs sey be in Joh. 10,28.29. Niemand sol meine an mir. uͤb/ 0 Z. Mel. Gœtt des immels und 9. Seyd ihr alles mir in allen, 8. —• Guͤte hat kein Ende, sie meine Huͤlfe, was ich thu, mein Saf x ist alle Morgen neu, das be⸗Stab, wenn ich bin gefallen, mein und 0 weisen JESus Haͤnde, die da. Schutz, wenn ich geh zur Ruh, mein boch ich nicht bier daß ich leb; meine Freude, wenn ich wach, 7. och ich nicht hier, sondern Chri⸗mein Artzt, wenn ich kranck und Sch stus lebt in mirt. chwach. ö dam 2. JIEsus Haͤnde, die da sorgen, 10. Seyd mein Leben, weil ich era daß auf eine gute Nacht folget lebe, und verbleibet ja bey mir, 10 letzt ein guter Morgen, da man wenn ich meinen Geist aufgebe, mir sieht, wie GOttes Macht mich, dieden ich euch befehle hier: Macht Lebe Meinen, Haab und Gut, hat be⸗ihn alles Leides los, und tragt ihn tzens schuͤtzt durch JEsu Blut. in Abrams Schooß. wil 3. JEsu! dir sey Danck gege⸗ II. Ich indeß bin voll Vergnu · 1 hen fuͤr die Treue deiner Haͤnd, gen rey und Izieh deine gra⸗ nem ha⸗ nels⸗ jetzt sen, sie eses —.—.— Mor gen⸗Lieder. 11 leb, oder sterbe nu, weiß ich, daß gen, halt es fuͤr die groͤste Freud, daß in euch verschlossen liegen ich die Meinen, Land und Leut. J ich in euch ruh. 1Pet. 2,1.2. So leget nun von euch 18. Mel. Ich danck dir schon. Tetzt leuchtet schon vom Him— mels⸗Thron die Sonn mit klarem Scheine, und wil kurtzum, mein Christenthum soll leuchten schoͤn und reine.—— 2. O hoͤchster GOtt! ich bin gantz todt, zu üben gute Wercke: Ach! weck mich auf, und mich im Lauf des Christenthumes staͤrcke. 3. Halt mich allzeit in deinm Geleit, daß ich mein Fleisch be⸗ zwinge, durch alle Faͤll in dir gar schnell zum Christen Leben dringe. 4. Anfang und End regier be⸗ hend, laß alles wohl gelingen; zu deiner Ehr, des Naͤchsten Lehr, auch meine Zung erklingen. 5. Nim alles hin aus meinem Sinn, was dir nicht mag behagen:· laß mich geschwind all meine Sůnd bekennen und beklagen. 6. Nach deinem Rath gib auch die That, daß meine Seele liebe dich gar allein, im Glauben rein, den Naͤchsten nicht betruͤbe. 2. Es ist auch noth, mein HErr und GOtt, daß ich bestaͤndig blei⸗ be in solcher Lieb, auch mich drin uͤb, und wie ein Blum bekleibe. 8. So gib nun Kraft und suͤssen Saft, daß ich viel Fruͤchte trage, und jederman, so viel ich kan, mit meinem Dienst behage. 9. Richt meine Tritt, und alle Schritt, auf deine rechte Stege, damit ich nicht, wie oft geschicht, gerath in Irrewege. 10. Ach ja! mein HErr, von mir abkehr das falsche Christen⸗ Leben, da nur der Mund, ohn Her⸗ tzens⸗Grund, Wort ohne That wil geben. dadurch er kan an jederman be⸗ weisen seine Tuͤcke. I2. Er weiß fast wohl, daß kurtz lich soll die Welt ein Ende haben, der Antichrist, und was sein ist, zur Hoͤllen muͤssen traben. 13. Drum wil er sehr, durch fal⸗ sche Lehr, und aͤrgerliches Leben, der gantzen Welt, wies ihm ge⸗ faͤllt, die letzten Stoͤsse geben. 14. Ach liebes Hertz! es ist kein Schertz, seußz uͤber alle Greuel, die Satan stellt, und manehen faͤllt, vermeide solche Scheuel. 15. Lieb immerfort das reine Wort, und richt darnach dein Le⸗ ben, die Sgerament bis an dein End dir Kraͤfte werden geben. 16. Du grosser GOtt, wend alle Noth, daß ich an Christum glaͤu⸗ be, mich ferner uͤb in steter Lieb, und ewig dein verbleibe. Tim. 6, 17. GoOtt giebt uns allerl. 19: M. Hertzliebster JEsu was. In dieser Morgen⸗Stund wil ich V dich loben, o GOtt, mein Va⸗ ter, in dem Himmel oben! was du fuͤr Gnade mir stets thust erwei⸗ sen, wil ich nun yreisen. ö 2. Du hast mich an das Tags⸗ Licht lassen kommen, und durch die Cauf in dein Reich aufgenom⸗ men, und laͤffest mich in deinem Sohn entbinden von Schuld und Suͤnden. 3. Du giebest mir den Heil gen Geist darneben, daß er mich lehr und fuͤhr in meinem Leben, damit ich lern auf dich alleine schauen, und dir vertrauen. 4. Du hast mich allzeit vaͤterlich ernaͤhret, was ich bedurft, mir im⸗ merzu bescheret, und wenn mich Noth und Unglück hat beruͤhret, bald draus gefuͤhret. 2 5. Jetzt hast du auch durch deine Engelschaaren mich laßen heint in dieser Nacht bewahren, daß mich darin kein Unfall hat erschre⸗ 11. Die Heucheley und Truͤge⸗ rey sind lauter Teufels⸗Stricke, cket, noch ausgewecket. 6. „AIEEIErtEeFeetFsFFt* * E Morgen⸗ Lieder. 6. O HErr! mit meinem Mun⸗ de und Gemuͤthe erzaͤhl und ruͤhm ich solche grosse Guͤte, die ich em⸗ pfangen hab an allen Enden, aus delnen Haͤnden. 7. Ich bitt, du wollest uͤber mir fort wasten, und mich auch heute diesen Tag erhalten, daß Satan nicht, durch seine List und Pfeile, mieh uͤbereite. 8. Hilf, daß ich bleib, wie zu⸗ steht frommen Christen, rein von der Welt, und ihren boͤsen Luͤsten, daß ich auch meinen eignen boͤsen Willen nicht moͤg erfüllen. 9. HErr, laß in deinen Schutz seyn eingeschlossen, Leib, Ceele, Freunde, Feinde, Haus zenossen, und was ich sonst durch deine mil⸗ de Gabe, auf Erden habe. 10. Die Obrigkeit erhalt ben gu⸗ tem Stande, gib Friede, Gluͤck und Heil im gantzenxande: Behuͤt uns allerseits, o HErr, gus Gna⸗ den, vor Schand und Schaden. 11. ODu wollest auch an diesem Tag mich staͤrcken, durch deine Kraft, in mein's Berufes Wer⸗ cken, auf daß ich moge in denselben allen dir wohlgefallen. 12. Zuletzt verleih, wenn ich aus diesem Leiden, es sey heut oder morgen, werd abscheiden, daß ich guf Christi Tod mag froͤlich ster⸗ ben, den Himmel erben. *3. So bin ich denn an Leib und Seel genesen, und wohl auf dieser Welt althie gewesen; Dort habe ich das rechte Kleinod funden, hier überwunden. I4. Daß hilf mir, Vater, der du mit dem Sohne und Heil gem Geist, regierst in einem Throne: gib, daß ich dessen, was ich jetzt be⸗ gehret, ja werd gewaͤhret. J. Ses. Ps. 119,72. Das Gesetz deines ꝛce. 2. Wůst mancher hier auf Er⸗ den, daß ihm solch Gold moͤcht werden, wie fruůͤh wuͤrd er aufste⸗ hen, sich nach dem Gold umsehen. 3. Doch wer wil fruͤh arbeiten, findt Gold zu rechten Zeiten: Zum Gold komt man mit Graben, durch Fleiß man Gold kan haben. 4. Was aber ists mit Golde, wenn es noch bleiben wolte; ver⸗ gings nicht mit denZeiten, moͤchts doch noch was bedeuten. Y. Nun aber diese Erde, wie hoch geschaͤtzt sie werde, muß blei⸗ hen doch hierunten, allwo man sie gefunden. 6. So lieb ich) Ott, der hleibet, wenn alles Goild zerstaubet, such in der Morgenstunde nur GOtt mit Hertz und Munde. 7. Und wenn ich GOtt hab ei⸗ geu, muß Gold mein seyn imglei⸗ chen, weil ich den hab, der machen kan Gold aus allen Sachen. 8. Sein Segen, mein Hertz, sie⸗ he! macht reich ohn alle Muͤho, er ist der HErr der Erden, woraus er Gold laͤst werden. 9. Gold ist ein stummer Goͤtze, wie hoch man es gleich sehaͤtze, so kan es doch nicht rathen dem, der mit Sůnd beladen. 10. Hingegen komt geloffen, zeigt sein Trost⸗Hertze offen, mein IEsus, spricht zur Sgelen, daß sie nichts mehr sol quaͤlen. II. Gold wirst guf meinen Ruͤ⸗ cken die Sorg, und laͤst ihn drů⸗ cken; GOtt aber nimts auf seinen, nur, daß er schon des meinen. 12. Drum wil mit Gott ichs halten, ihm bringen glsobalden, wie ich hierdurch zusage, die Erst⸗ ling meiner Tage. ö 13. Früh wil er an mich den⸗ cken, und neue Guͤte schencken, 20., Mel. Wach auf mein Herr fruͤh deuck ich sein auch wieder, Van spricht: Die Morgenstun⸗Ibring ihm Lob⸗ und Dancklieder. de die habe Gold im Munde; wenus aber alle Morgen Gold Beten, wil ich den Dag aut regnet, was nutzt Sorgen? 7— 14. Mit solchem Danck und reten, 10 167 — Schl wo i Erd denn und uf Er⸗ moͤcht nufste⸗ sehen. eiten, Zum so hat die Morgenstunde denn troͤst ich mich GOttes Holde, und 5az. Mel. Von Ett will ich. aben, hen. olde, „ ver⸗ oͤchts ——— 156.5 **—— Morgen ⸗Lieder. 13 recht Gold in dem Munde. I5. Fält Maugel vor amGolde, ale Moth Gott ichen eigen, muß alle Noth entweichen. Erz wenn ich nur dich ha⸗ be/ frag ich nach keiner Gabe, ver⸗ schmacht mir Leib und Seele, bleibst du der, den ich waͤhle. Ps. 73, 14. Und bin geplagt taͤgl. 21. Mel. Wer nur den lieben G. ein Bott, nun ist es wieder Morgen, die Nacht vollen; det ihren Lauf, nun wachen alle meine Sorgen auf einmal mit mir wieder auf: die Ruh ist aus, der Schlaf 6 hin, und ich seh wieder/ wo ich bin. ö ö 2. Ich bin noch immer auf der Erde/ wo jeder Tag sein Elend hat, denn ich auch immer aͤlter werde, und häͤuft sich Suͤnd und Misse⸗ that, miein GOtt, von dessen Brodt ich zehr, ach wenn ich dir nur nuͤ⸗ tze war. ö 3. Ohn Zweifel siehst du mich aufstehen, regier mich heut in die⸗ ser Welt, ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen, machs, lieber GOtt, wie dirs gefallt, schließ mich, in deine Vorsicht ein, dein will ich todt und lebend seyn. 4. Vergib mir, Vater, alle Suͤn⸗ den, die ich mit aus dem Bette hring, und kaß mich vor dir nade finden, erhoͤre, was ich bet und sing; denn wenn ich nur bey dir wohl steh, so acht ich gar nicht, geh. wie mirs 5. Hilf mir mnallen Sachen ra⸗ then, denn ich bin selber mir nicht klug, behüte mich vor Missetha⸗ ten, vor hoͤser Menschen List und Trug, laß mich den Tag wol legen an, und gutes schaffen, wo ich kan. 6. Behuͤte mir mein Leib und Leben, mein Weib und Kind, mein Haab und Gut, und laß den Him⸗ mel Segen geben, wann meine les wohl verricht, du wirst es thun, ich zweifle nicht. ö 4 Casp. Neumann. Matth. 6, 33. Trachtet am ersten. Gott ich thu dir dancken, da du durch deine Guͤt uch 1—5 vors Teufels Wancken in die⸗ r Nacht behuͤt; Also, daß er mich fein hat muͤssen lassen schlafen, und mir mit seinen Waffen nicht koͤn⸗ nen schaͤdlich seyn 2. Beschütze mich auch heute, vor grosser Angst und Noth, vor Gottsvergeßnen Leuten, vyr boͤsen schnellen Tod, vor Sünden und vor Schand, vor Wunden und vor Schlaͤgen, vor ungerechten Segen, vor Wasser und vor Brand. 3. An meinemGeist mich staͤrke, so wohl auch an dem Leib, daß ich meins Anites Wercke mit allen Freuden treib, und thu nach mei⸗ ner Pflicht, so viel als mir befoh⸗ len/ bis daß du mich wirst holen zu deinem hellen kicht⸗ 4. Mein G'sichte mir verleihe bis an mein letztes End und gnaͤdig benedeye, die Arbeit meiner Haͤnd, damit ich anch was hab/ fur mich in schweren Zeiten, und davon ar⸗ men Leuten tan geben eine Gab. 5. Vor allem mich regꝛere mit deinem Gnaden⸗Geist, daß ich mein G dancken fuͤhre im Himmiel allermeist, und ja nicht gant und gar sey mit dem Goitz besossen, und schaͤndlich mog vergessen des lieben Himmels? Klar. 6. Exhalt mir Leib und Leben, so lang es dir gefalt, und thu mir, HErr, nur geben den Schatz in jener Welt; So gjitt mir alles gleich und bin es woy zufrieden, ob ich ichon nicht hienieden bin vor den Menschen reich. 7. O HErr, hilf mir vollenden mein saure Lebens⸗Zeit, tyn mir dein Hülfe senden, und sey nicht allzuweir, wann ich heimschlasen Hand das ihre thut, gib, daß ich al⸗ geh/ 2N. tzen Tag, das so Keuscoheit, mit Geduld,durch dei⸗ 14 Morgen⸗Lieder. geh, auf daß ich friedlich fahre, und mit der Christenschaare zumLeben aufersteh. B. Ringwald. Roͤm. 12, 1. Begebet eure Leiber. 22. M. O&Ott du frommer G. JEsu,/ suͤssesxichti nun ist die Nacht vergangen, nun hat dein Guadenglantz aufs neue mich unrfangen, nun ist was an mir ist, vom Schlafe gufgeweckt, und hat nun in Begierd zu dir sich ausgestreckt. 2. Was sol ich dir hann nun mein Gott fuͤr Opfer schencken? Ich wil mich gantz und gar in dei⸗ ne Buad einsencken, mit Leib, mit Soel, mit Geist heut diesen gan⸗ 14 mein Opfer seyn, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe, da mein GOtt, da hast du meine Seele, sie sey dein Eigeuthum, mit ihr dich heut ver⸗ mahle in deiner Liebes⸗Krast, da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklaͤren allermeist. 4. Da sey denn auch mein Leib ium Tempel dir ergeben, zurWoh⸗ nung und zum Haus, ach allerlieb⸗ stes Leben! ach! wohn, ach leb in mir! beweg und rege mich! so hat Geist, Seel und Leib mit dir ver⸗ einigt sich. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider den 2 laß meiner See⸗ len seyn dein Bildniß eingepraͤget, im guͤldnen GlaubensSchmuck, in der Gerechtigkeit, so allen See⸗ len ist das rechte Ehren⸗Kleid. 6. Mein JEsu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit nes Geistes Triebe, auch mit der Demuth mich vor allem kleide an, o bin ich wohlgeschmuͤckt und ia nichts bessers h mein G0 D, zu aller Stund. 5. Achtsegne, was ich thu, ja re⸗ de und gedencke, durch deines Gei⸗ stes Kraft, es also führ und lencke, daß alles nur gescheh zu deines verruͤckt verbleib deinEigenthum. Joachim gange. Ps.91,I. Wer unter demSchirm. Woch auf, mein Herz, und singe, dem Schoͤpfer aller Dinge, dem Geber aller Guter, dem from⸗ men Menschen Huͤter. 2. Heint/als die duncklenSchat⸗ ten mich gantz umgeben hatten, hat Satan mein begehret, GOtt aber hats gewaͤhret. 3. Ja, Vater, als er suchte, daß er mich fressen moͤchte, war ich in deinem Schoosse, dein Fluͤgel mich umschlosse. 8 . Du sprachst: Mein Kind/nun liege, trotz dem, der dich betriege: Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du solt die Sonne schauen. ö . Oein Wort das ist eschehen, ich kan das Licht noch ehen, vor Roth bin ich befreyet, dein Schutz hat mich verneuet. 3. Du wilt einOpfer haben, hie bring ich meine Gaben, mein Weyhrauch, Farr und Widder, sind mein Gebet und Lieder. 7. Die wirst du nicht verschmaͤ⸗ hen, du kanst ins Hertze sehen, und weist wohl, 95 zur Gabe ich abe. 8. So wolst du nun vollenden dein Werck an mir, und senden, der mich an diesem Tage auf sei⸗ nen Händen trage. 2. Sprich ja zu meinen Thaten, hilf selbst das Beste rathen/ den öͤstlich Emniroch ö .Laß mir doch diesen Tag stets vor den Augen schweben, daß dein Allgegenwart mich wie die Luft Thun, durch Hertz, durch Sinn und Mund, dich lobe inniglich, Anfang, Mitt'l und Ende, ach HErr! zum Besten wende. 10. Mit Segen mich beschuͤtte, mein Hertz sey deine Huͤtte, dein Aungeben, auf daß mein gantzes Wort ey meine Speise, bis ich gen Himmel reise. P. Gerhard. Klagl. Namens erhlerh und daß ich un⸗ 24. M. Nun last uns GGtt dem πιπ⁷νπιι⁰ι⁰ρνπ Klagl. Jer 25. Mel. Wie scl gen des Himt nun verga sich herft 1 u 0 . 2. Du, auch auft und saͤum Lob zu bri bists, den man billi innig klin Preis/ Fro weiten r meinen H 3. Ich heit, sah *. lchkeit ic des Deuft Hol des mir nach schwerlich entnomm du mir nit 4»w. Allei in aller A hast mich der Feind Schutz u des sey get mein Blu **—— 25 * 4 Ounales Danckes⸗ D I. Pet. 5 7 e A AHich si . An den jung halt, wir 3. Om άπ?ì ⁰ππ⁷⁰⁰⁰n⁰. Stund. u, ja re⸗ es Gei⸗ lencke, deines ich un⸗ ithum. Lange. chirm. t dem singe, Dinge, from⸗ Schat⸗ atten, Gott , daß 1 in Fluͤgel d/nun iege: auen, ehen, vor chutz / hie mein dder, Morgen.Lieder. ö 15 Flagl.Jer.2,33. Die Gute des H. J. Wel. G Seil. Geist kehr bey Lied hoͤren. man billig musicirt, dem man laͤst innig klingen, mit Fleiß, Danek, ——.— 0 st nicht, mit was Gefaͤhr⸗ „ lie des sey gebenedeyet. Mein Muth, mein Blut + nun singen, sol nun ppringen, all mein Leben, sol dir Danckes⸗Lieder geben. * ie schoͤn leucht uns der Mor⸗ genstern vom Firmament des Himmels fern, die Nacht ist nun vergangenz all Creatur macht sich herfuͤr, des edlen Lichtes 1 und Zier:mit Freuden zu empfangen: was lebt, was schwebt hoch in Luͤften, tief in Kluͤften, laͤst zu Ehren seinem GOtt ein Danck⸗ 2. Du, o mein Hertz! dich auch aufricht, erheb dein Stim, und saͤume nicht, dem HErrn dein Lob zu bringen. Denn, HErr, du bists, dem Lob gebůͤhrt, und dem Preis, Freuden⸗Saiten, daß von weiten man kan hoͤren, dich, o meinen Heiland, ehren. 3. Ich lag in stoltzer Sicher⸗ keit ich diese Nacht umgeben, des Teufels List und Buͤberey, die Hoͤll, des Todes Tyranney, stund mir nach Leib und Leben, daß ud schwerlich, waͤr entkommen, und entnommin diesen Banden, wenn du mir nicht beygestanden. 4. Allein, vJEsu, meine Freud, in aller Angst und Traurigkeit, du hast mich heint befreyet; Du hast der Feinde Macht gewehrt, mir Schutz und sanfte Ruh beschert, 5. Ey mein. HErr, suͤsser Lebens⸗ Hort, laß ferner deiner Gnaden⸗ Pfort mir heut auch offen bleiben, sey meine Burg und vestes Schloß, und laß kein feindliches Geschoß daraus mich nimmer treiben: Stell dich fuͤr mich hin, zu kaͤm⸗ pfen, und zu daͤmpfen Pfeil und Eisen, wann der Feind wil Macht beweisen. 6. Geuß deiner Gnaden reichen Strahl auf mich vom hohen Him⸗ mels Saal, mein Hertz in mir ver⸗ neue: Dein guter Geist mich leit und fuͤhr, daß ich nach meiner AmtsGebůhr zu thun mich inni freue. Gib Rath und That, las mein Sinnen und Beginnen stets lud wenden, seinen Lauf in dir zu enden. 7. Wend Unfall ab, kans anders seyn, wo nicht, so geb ich mich dar⸗ ein, ich wil nicht widerstreben. Doch kom, o suͤsser Morgenthau! mein Hertz erfrisch, daß ich dir trau/ und bleib im Creutz ergeben, bis ich endlich, nach dem Leiden, zu den Freuden werd erhoben, da ich dich wil ewig loben. ö 8. Indeß mein Hertze, sing und spring, in allem Creutz sey gnter Ding, der Himmel steht dir offen, laß Schwermuth dich nicht neh⸗ men ein, denck, daß die liebsten Kinderlein allzeit das Ungluͤck troffen: drum so sey froh, glaͤube veste, daß das Beste, so bringt Frommen, wir in jener Welt be⸗ kommen. Burch. Wiesenmayer. Tisch I. Pet. 5,7. Alle eure Sorge werf. 20. Mel. Daucket dem. 3Errn ꝛc. suf lasset uns dem HErren froͤ⸗ lich singen, was an uns ist, soll ihm Danck⸗Opfer bringen. 2. Aus seiner Hand, die auch den jungen Raben schaft Unter⸗ halt, wir Guts empfangen haben. 3. O milder Gott! in deinen Lieder. reichen Schaͤczen kan unser Leib sich noͤhren und ergoͤtzen. 4. Das Himmel⸗Brodt, die fri⸗ sche Lebensguelle, sind unsre Lust und Staͤrck auf alle Faͤll. . Mir preisen dich davor, und unser Leben soll dir allein seyn danckbar und ergeben.* * 6. Ach es sey erhoͤret. Amen. — men Leben, bey Christo schweben. 16. 6. Ach! stelle nicht vor Augen unsre Suͤnden, laß Vater, uns nur Guad und Beßrung finden. „. Erwecke doch ein herkliches Erbarmen, zund in uns an diedie⸗ be zu den Armen. — 28, D! laß mit Danck und ruhi⸗ Rent Gewissen uns deiner ůͤt und Friedens doch geniessen. 9. Auf daß wir stets mit sehnli⸗ chem Verlangen an deiner Lieb und Himmnels⸗Wollust hangen. 10. So singen wir in IEsu Christi Namen, v grosser GOtt! 1Tim. 6, 8. Wenn wir Nahrung. 37.. Hertzliebster JEsu, was. Muft lobt den HERRNN, und banckt für seine Gaben, die wir von ihm aus Znad empfangen haben, itzt an dem Tisch, und wo wir aller Enden uns sonst hin⸗ wenden. . Er hat ans Licht uns alle las⸗ sen kommen, und durch die Tauf in sein Reich aufgenommen, ver⸗ gibt uus auch,durch seines Sohnes Dulden, der Suͤnden Schulden. 3. Sein guter Heist ists, der uns selbst regieret, straft, unterweist, erhaͤlt und eraftig fuͤhret, auf daß wir vest im Creus, ohn alles Grau⸗ en, ihm koͤnnen trauen. 20 4. Er pflegt uns auch, durch sei⸗ ner Engel⸗Schaaren, zu Tag und Nacht vorlUnfall zu bewahren, da⸗ mit der Feind an uns den boͤsen Willen nicht moͤg erfuͤllen . Als Vater wil er seine Kinder nahren, und ihnen Hülf in aller Noth bescheren: ja laßt gewiß all ihre Feind auf Erden zu schanden werden. 6. Derhalben seyd getrost in Gott, ihr Frommen, denn 95 sollt Schutz und Brod genug bekom⸗ men/ und uͤber dis, nach diesem ar⸗ . Deß dancket ihin von gantzem 7 WIEN, uns helf, als seinen lieben Erben, einst selig sterben. ö 3. Go siiid wir recht an Leib und Seel genesen, und reich geuug in dieser Welt getvesen; so haben wir den besten Schatz gefunden, und uͤberwunden. Luc. 1, 73. Die Hungrigen fuͤllet. 28. Mel. Wenn wir in hoͤchsten, anckt dem HErrn heut und Vallezeit, groß ist sein Guͤt und Mildigkeit, all's Fleisch er speiset und erhaͤlt, denn sein Geschoͤpf ihm wohlgefaͤllt. 2. Wann über uns sein Antliß leucht r, der Reg'n und Thau diẽ Erd befeucht, alsdann waͤchst alles Laub und Gras, sein Werek treibt er ohn Unterlaß. ö 3. Wann er aufthut sein milde Hand, so waͤchst die Fuͤll in allem Land, daß sich des freuet jeder⸗ mann, kein Mensch noch Vieh darf Mangel han. ö 4. Er hat kein Lust am starcken Held, kein Pracht noch Macht ihm wohlgefällt, es ist sein Will, daß man ihm trau, von gantzen Her⸗ tzen auf ihn bau. „Billig wird er von uns ge⸗ preist, daß er uns reichlich hat ge⸗ speist. O Vater! fuͤr dein Gu⸗ tigkeit sag'n wir dir Danck in Ewigkeit. 6. Ach HERR! gib uns ein fruchtbar Jahr, den lieben Korn⸗ Bau uns bewahr, vor Cheurung, Hunger, Seuch und Streit, be⸗ huͤt uns, HErr, zu aller Zeit. 7. Unser lieber Bater du bist, st weil Christus unser Bruder ist, drum tiauen wir allein auf dich, und woͤll'n dich preisen ewiglich. Nic. Seermann. Roͤm. 10/ 12. GOtt ist reich uͤber. 29. Mel. Was Lobes soll'n wir. D e den HErren, denn er ist sehr freundlich, und seine Guůͤt und Wahrheit bleibet ewig⸗ Hertzens⸗Grunde, und bittet ihn in all und jeder Stunde, daß er 2. D guͤtigen turen g 3. Grunde Danck Ewigke 4. De milder? dein' ele . De lich zugl. ben in se 8. Zu Lũ sur Nan prech vo nicht lassc um dein 3. Also HErr, un Christo ga machen fei meiden, st⸗ und leben 5 laß dein 9 dein Will d lich. ö 3— 2. Det —— Erben, eib und uug in ö haben funden, füllet. chsten, ut und 6 att rspeiset 'eschöpf Antliß hau die hst alles ck treibt —.— ——— in milde in allem t jeder⸗ h Vieh starcken acht ihm Bill, daß zen Her⸗ uns ge⸗ hat ge⸗ ein Gu⸗ panck in uns ein en Korn⸗ eurung, 2. Det Tisch⸗Lieder. 17 2. Der, als ein barmhertziger, guͤtiger GOtt, uns duͤrftige Crea⸗ turen gespeiset hat. 3. Singet ihm aus Hertzens⸗ Grunde mit Innigkeit: Lob und Danck sey dir GOtt Vater, in Ewigkeit.*. 4. Der du uns, als ein reicher, milder Vater, speisest und kleidest dein' elende Kinder. 5. Verleih, daß wir dich recht lernen Hopler u 6 Een dir ewi⸗ en Schoͤpfer uns sehnen. 6. Durch JEsum Christum dei⸗ nen allerliebsten Sohn, welcher unser Mittler ist worden vor dei— nem Thron. Der helf uns allensamt froͤ⸗ lich zugleiche, und mach uns Er⸗ ben in sein's Vaters Reiche. 8. Zu Lob undEhren Pecenr heil' en Namen, wer das begehrt, der prech von Hertzen, Amen. ö Mich. weiß. 1Tim. 4,4. Alle Creatur GOttes. 30. Mel. Err Christ der einig. Err GOtt, nun sey gepreiset, wir sag'n dir grossen Danck, du hast un? wohl gespeiset, und ge⸗ ben guten Tranck, dein' Mil⸗ digkeit zu mercken, und unsern Glaub'n zu staͤrcken, daß du seyst unser GOtt. 2. Ob wir solch's hab'n genom⸗ men mit Lust und Uebermaß, da⸗ durch wir moͤchten kommen viel⸗ leicht in deinen Haß: so wollst dus uns aus Gnaden, o HErr! nicht lassen schaden, durch Chri⸗ stum deinen Sohn. 3. Also wollst allzeit naͤhren, HErr, unser Seel und Geist, in Christo gantz bekehren, und in dir machen feist, daß wir den Hunger meiden, starck seyn in allen Leiden, und leben ewiglich. 4. O Vater aller Frommen! geheiligt werd dein Nam, laß dein Reich zu uns kommen dein Will der mach uns zahm, gib Brodt, vergib die Suͤnde, kein Arg's das Hertz entzuͤnde, loͤs uns aus aller Noth. D. N. Selneccer. Ps. 146, 2. Ich wil den HKrrn lob. 31. In eigener Melodey. Lobet en HErren:y denn er ist sehr freundlich, es ist sehr koͤst⸗ lich unsern GOtt zu loben sein Lob ist schoͤn und lieblich anzuho⸗ ren. Lobet den HErren, 2. Singt geg'n einander /: dem HErren mit Dancken, lobt ihn mit Harfen, unsern GOott, den werthen 1 denn er ist maͤchtig, und von grossen Kraͤften. Lobet den HErren ,.:· 3. Er kan den Himmel /: mit Wolcken bedecken, und giebt den Regen, wenn er wil auf Erden,/: er laͤst Gras wachsen hoch auf duͤr⸗ ren Bergen. Lobet den HErren ꝛ.: 4. Der allem Fleische giebet seine Speise, dem Vieh sein Fut⸗ ter, vaͤterlicher Weisen den jun⸗ gen Raben, wenn sie ihn anrufen. Lobet den HErren 2, 5. Er hat kein' Luste: an der Staͤrck des Rosses, noch Wohlge⸗ fallen an jemandes Beinen er hat Gefall'n an den'n, die auf ihn trauen. Lobet den HErren:/ 6. Dancket dem HErren Schoͤpfer aller Dinge, der Brunn des Lebens thut aus ihm entsprin⸗ gen;: gar hoch vom Himmel her aus seinem Hertzen. Lobet den ꝛc. 7. OJEsu Christe:,: Sohn des Allerhoͤchsten! gib du die Gnade allen frommenChristen/ daß wir dein'n Namen ewig preisen Amen! Lobet den HErren:,: D. N.Sel. Ps.34,9. Schmecket und sehet, wie. 32. M. Sertzliebster JEsu, was. Lobt und erhebt des grossen Gottes Guͤte, die uns erzeigt sein Vaͤterlich Gemuͤthe, indem er reichlich unsern Tisch besetzet, und uns ergoͤtzet. ö 2. Wie, solte das nicht uns die Hofnung mehren, weil er uns pflegt Tisch⸗Lieder. pflegt so treulich zu ernaͤhren, daß wir nach Wunsch auch von ihm werden haben des Geistes Gaben? 3. Die uns im Glauben veste werden gruͤnden, das Hertz mit Liebe gegen ihn entzunden, die Seel in Andacht, durch Gebet und Singen, hinaufwaͤrts schwingen. 4. Den Trieb zum Guten in uns kraͤftig staͤrcken, und uns erfuͤllen mit viel Geistes⸗Wercken, daß, ohne Heucheln, wir der Kranck— und Armen uns stets er barmen. . Daß wir in Unschuld unsern Wandel fuͤhren, mit Treu und De⸗ hügantzer Seelen dancken dir, und muth alle Thaten zieren, zugleie der Welt⸗Lust und dem Fleisch ab⸗ sterben, als GOttes Erben. 6. Und so im Vorschmack seiner Ruh geniessen, bis wir in Christo unser Leben schliessen, und aus Genaden zu ihm aufgenommen, zur Freuden kommen.* . Die er bereitet denen, die ihn lieben, die er uns selbst hat durch sein Blut verschrieben; darauf wir eintzig und alleine bauen, und vest vertrauen. 8. Nun ihm, samt Vater und dem Heil'gen Geiste, dem GOtt, dem alle Welt den Dienst stets lei⸗ ste, sey jetzt und ewig Lob und Danck gesungen, mit Hertz und Zungen.* Lue. 14, 15. Selig ist, der das ꝛc. 33. Mel. Nun freut euch lieben. Mun ist die Mahlzeit vollen⸗ (bracht, wir haben schon ge⸗ gessen, mein G Ott, du hast es wohl gemacht, nachdem du zugemessen jetzt jedem sein bescheiden Theil, und mildiglich vor kurtzer Weil uns allesamt gespeiset. 2. Wie groß ist deine Freund⸗ lichkeit! wie herrlich deine Guͤte, die da versorgt zur jeden Zeit den Leib und das Gemuͤthe! Du Le⸗ bens⸗Freund, du Menschen⸗Lust, du hast fuͤr alle Rath gewust, und uns sehr wohl gelabet. 3. Des Himmels Fenster oͤfnest du, und schenckest milden Regen: Du schleußt die Erde auf und zu, und giebst uns deinen Segen: Die Kost ist da auf dein Geheiß; wen solte das zu deinem Preis, o Vn⸗ ter! nicht bewegen? ö 4. Dem Viehe giebst du Futter satt, und speisest auch die Raben, wenn sie noch bloß, jung, schwach und matt, und keine Nahrung ha⸗ ben. HErr, du thust auf die mil⸗ de Hand, und saͤttigest das gantze Land mit grossem Wohlgefallen. . Fuͤr solche Gutthat wollen wir, wie liebe Kinder muͤssen, von deine Mahlzeit schliessen, mit ei⸗ nein Danck⸗ und Lob⸗Gedicht; O treuer GOtt, verschmaͤh es nicht, laß es dir wohlgefalleen. 6. Vergib uns unsre Missethat, und gib, was wir begehren, schaff uns, o Vater! ferner Rath, daß wir uns ehrlich naͤhren, verleihe kuͤnftig gute Zeit, Gluͤck, Nah⸗ rung, Fried und Einigkeit, Ge⸗ sundheit, Heil und Segen. 7. Laß endlich bey des Lammes Tisch in deinem Reich uns essen, wo tausend Gaben, mild und frisch du selbst uns wirst zumessen; da wird man schmecken Freud und Ehr, und wir, HErr, wollen nim⸗ mermehr zu preisen dich aufhoͤren. Matth. 6, 26. Euer Himmlischer. 34. In eigener Melodey. un lobet alle GOtt, den HEr⸗ ren Zebaoth, der uns sowol gespeiset, ja diese Stund erweiset, daß seine Guͤt und Treue, mehr, als wir wuͤrdig seyn, sich alle Tag erneue, ja schenckt uns haͤufig ein. —— 2. Wir, die wir waren matt, sind nunmehr starck und satt, die⸗ weil er hat gegeben die Nahrung unserm Leben, darzu uns armen Kindern sein uͤberreiche Hand, (wiewol so grossen Suͤndern,)/ aus Gnaden zugewandt. 3. Wir sagen dir, HErr, A1 —5 + e fuͤr de du mi schene wartet treuli und 7 4.7 du saͤt Erden schwel Thiere daß all Huͤlfo V. H du gef die R. haben ren di du ja glaͤubi 6. E reichest rung u ja die trauen auf die so wan 7. VN dazu vr das nie Trotz b wissen, Sohn i er den 8. S ter! au zu erwe preisen, len zu b mit an gesund. 49. bitten f fuͤhro ti schen, n Leib, ur Seel er xich. 10. C Die Klü durch de S egen: nd zu, : Die wen o Va⸗ Futter daben, hwach ng ha⸗ ie mil⸗ antze allen. wollen n, von r, und mit ei⸗ ht; O nicht, sethat, scha h, daß erleihe Nah⸗ t, Ge⸗ Sehhn, essen, ofrisch/ en; da id und nnim⸗ hoͤren. lischer. dey. HEr⸗ sowol weiset, mehr, lle Tag fig ein. matt, Itt, die⸗ ahrung armen Hand, HNaus Danck, fuͤr rung und die Huͤlle; du giebst uns — Tisch⸗Cieder. 19 fuͤr deine Speis und Tranck, die du mit Wohlgefallen so treulich schenckest allen, die deine Guͤt er⸗ warten, und in der Niedrigkeit dir treulich nachzuarten, sind Tag und Nacht bereit. 4. Dein Segen macht uns reich, du saͤttigest zugleich das, was auf Erden lebet, und in den Luͤften schwebet, du giebst den wilden Thieren ihr Futter Heu und Gras, daß alles Fleisch muß spuͤren dein Huͤlf ohn Unterlaß. 5. HErr, alles ist dein Gast, was du geschaffen hast; du speisest ja die Raben, die keinen Glauben haben: wie soltest du nicht hoͤ⸗ ren die Menschen insgemein, die du ja laͤssest kehren zu dir, und glaͤubig seyn? 6. Es mangelt nichts bey dir, du reichest uns herfuͤr Brodt, Nah⸗ ja die Fuͤlle, doch denen, die dir trauen, nicht denen, welche gar auf dieses Eitle bauen, das doch so wandelbar. ö 7. Wer stoltz und praͤchtig ist, dazu voll Trug und List, dem wird das nicht gewaͤhret, was er durch Trotz begehret: nur denen, die da wissen, mit Furcht des Menschen Sohn in dieserZeit zu kuͤssen, giebt er den Gnadenlohn. 8. So treten wir heran, o Va⸗ ter! auf den Plan, uns danckbar zu erweisen, und deine Macht zu preisen, hernach um Christus wil⸗ len zu bitten diese Stund, uns da⸗ mit anzufuͤllen, was nuͤtz ist und gesund. 9. Dir geben wir die Ehr, und bitten ferner sehr, wenn wir hin⸗ fuͤhro tischen, so wollest du erfri⸗ schen, mit deinen edlen Gaben, den Leib, und auch zugleich die arme 3ach erlaben, so sind wir doppelt rei 10. Gib uns des Leibes Noth, Die Kleidung und das Broͤdt, alles ist gelegen, sonst nuͤtzet kein Begiessen. Dein Wort, HErr, hilft uns wol die Speise zu genies⸗ sen, welch' uns erhalten soll. II. Nun, HERR, ich zweifle nicht, du giebst, was mir gebricht,‚ behuͤte mich fuͤr Sorgen, fuͤr Kla⸗ gen heut und morgen, und was man Geitzen nennet: hat doch ein jeder Tag, wie Christus selbst be⸗ kennet, sein' eigne Sorg und Plag. 12. Ich wil mein Lebenlang dir sagen Lob und Danck, daß du mir hast bescheret viel mehr, als ich be⸗ gehret. Ach GOott! was werd ich haben, nach dieser boͤsen Zeit? viel wunder schoͤne Gaben dort in der Ewigkeit. ö 99 Ps. 104,28. Wenn du ihnen giebest 35. Mel. zweyerley bitt ich von. Sinarn wir aue Hertzensgrund, loben GD mit unserm Mund, wie er sein Gůt an uns be⸗ weist, so hat er uns auch gespeist, wie er Thier und Voͤg'l ernaͤhrt, so hat er uns auch beschert, welch's wir jetzund hab' n verzehrt. 2. Lob'n wir ihn als seine Knecht, das sind wir ihm schuldig von Recht, erkenn'n, wie er uns hat ge⸗ liebt, dem Menschen aus Gnaden giebt, daß er von Bein, Fleisch und von Haut, artlich ist zusamm'n gebaut, daß er des Tages Licht an⸗ schaut. 3. Alsbald der Mensch sein Le⸗ ben hat, seine Kuͤche vor ihm staht in dem Leib der Mutter sein ist er zugerichtet fein; ob es ist ein klei⸗ nes Kind, Mangel doch an nichts nicht find't, bis es auf die Welt herkoͤmmt. 4. GOtt hat die Erd schoͤn zuge⸗ richt't, laͤßts an Nahrung man⸗ geln nicht, Berg und Thal die macht er naß, daß dem Vieh auch waͤchst sein Gras; aus der Erden Wein und Brodt schaffet Gott, und giebts uns satt, daß der Mensch sein Leben hat. ö durch deinen reichen Segen, dran —————— 5. Das 2 Abend⸗Lieder. 2 5. Das Wasser das muß geben Eusch die laͤßt GOtt tragen zu isch, Eyer von Voͤgeln eingelegt, werden Junge daraus geheckt, muͤssen der Menschen Speise seyn, Hirsche, Schaafe, Rinder und Schwein schaffet GOtt, und 6. Wir dancken sehr, und bitten ihn, daß er uns geb des Geistes Sinn, daß wir solches recht ver⸗ stehn, stets nach sein'n Geboten gehn, seinen Namen machen groß in Christo ohn Unterlaß, so sing'n wir recht das Gratias. D. Georg Zaͤemann. giebts allein. Abend⸗ Lieder. Ps. 39,§. HErr, lehre doch mich. 35. M. Ach was soll ich Sunder A˖ mein JEsu] sieh'/ ich trete, da der Tag nun nehr sich neigt, und die Finsterniß sich zeigt, hin zu deinem Thron, und bete: Neige du zu deinem Sinn auch mein Hertz und Sinnen hin. z. Meine Tage gehn geschwinde, wie ein Pfeil, zur Ewigkeit, und die allerlaͤngste Zeit saußt vorbey, als wie die Winde, fleußt dahin, als wie ein Fluß mit dem schnel⸗ sten Wasserguß. ö 3. Und, mein JEsu! sieh ich Ar⸗ mer, nehme mich doch nicht in se acht, daß ich dich bey Tag und Nacht hertzlich suchte. Mein Er⸗ barmer! mancher Tag geht so da⸗ hin, daß ich nicht recht wacker bin. . Ach! ich muß A. schaͤmen, du erhaͤlt'st, du schuͤtzest mich, Tag und Nacht so gnaͤdig⸗ lich, und ich wil mich nicht begue— men, daß ich ohne Heucheley dir dafuͤr recht danckbar sey. 5. Nun ich komme mit Verlan⸗ gen, o mein Hertzens⸗Freund! zu dir, neige du dein Licht zu mir, da der Tag nunmehr vergangen: sen du selbst mein Sonnen⸗Licht, daß durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zaͤhlen, die du mir noch goͤnnen wilt: mein Hertz sey mit dir erfuͤllt, so wird mich nichts koͤnnen quaͤlen: denn wo du bist Tag und Licht, schaden uns die Naͤchte nicht. Nun, mein theurer Heiland, wache, wache du in dieser Nacht, schuͤtze mich mit deiner Macht, deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam seyn, ob ich gleich jetzt schlafe ein. Lev. Joh. Schlicht. Hohel. 5, 2. Ich schlafe, aber m. 37. M. Du heilige Dreyfaltigk. hrist! der du bist der helle Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag, du leuchtest uns vom Vater her, und bist des Lichtes Prediger. 2. Ach! lieber HErr, behuͤt uns heint in dieser Nacht fuͤrm boͤsen Eun, und laß uns in dir ruhen eyn. 3. Ob schon die Augen schlafen ein, so laß das Hertz doch wacker seyn, halt uͤber uns dein' rechte Hand, daß wir nicht fall'n in Suͤnd und Schand. 4. Wir bitten dich, HErr JEsu Christ, behuͤt uns fuͤr des Teufels List, der stets nach unsrer Seelen tracht't, daß er an uns hab keine Macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut, erworben durch dein theures Blut, das war des ew'gen Vaters Rath, als er uns dir geschenket hat. 6. Befiehl deinmEngel, daß er kom, und uns bewach deinkigen⸗ thum, gib uns die lieben Waͤchter 8 9.0 wir fuͤrm Satan haben Ruh. seyn. Du heilige Dreyeinigkeit, wir loben dich in Ewigkeit. ein, daß wir fuͤrm Satan sicher 7. So schlafen wir im Namen dein, dieweil die Engel hey uns Joh. — 3 bitten eistes t ver⸗ boten ngroß sing'n amen huns gkeit, Joh. ———— ———— wohl, und glaͤntzt mit Licht und Abend⸗Lieder. 2 oh. 8, 12. Ich bin das Licht der 25 Mel. Die SeeleChristi heilge Chuche„der du bist Tag und Licht, vor dir ist, BErr, verbor⸗ gen nichts, du vaͤterlicher Lichtes W lehr uns den Weg der Wahrheit gantz 2. Wir bitten dein goͤttliche Macht, beschirm uns, HErr, in dieser Nacht, bewahr uns, HErr, fuͤr allem Leid, GOtt Vater der Barmhertzigkeit. 3. Vertreib den schwerenSchlaf HErr Christ, daß uns nicht schad des Feindes List, das Fleisch in Zuͤchten reine sey, so sind wir aller Sorgen frey. 4. So unsre Augen schlafen ein, so laß das Hertz doch wacker seyn, beschirm uns GOttes rechte Hand⸗ und loͤß uns von der Suͤnden Band. ö 5. Beschirmer, HErr, der Chri— stenheit, dein Hulf allzeit sey uns bereit. Hilf uns, HErr GOtt, aus aller Noth, durch dein' heil'ge fuͤnf Wunden roth. 6. Gedencke, HErr, der schwe— ren Zeit, darin der Leib gefangen leit; der Seelen, die du hast erloͤst, gieb, HErr JEsu, deinen Trost. 7. GoOtt Vater sey Lob, Ehr und Preis, dazu auch seinem Soh⸗ ne weis', des heilgen Geistes Gu⸗ an. von nun an bis in Ewig⸗ eit. Ps. 18, 2. 3. Hertzlich lieb hab ich 32.Mel,. Auf Seel und dancke ꝛc. Din lieben Sonnen Licht und Pracht hat nun den Lauf voll⸗ fuͤhret, die Welt hat sich zur Ruh babrrt thu, Seel, was dir ge⸗ ühret; trit an die Himmels; Thuͤr, und sing ein Lied Sinnaus deine Augen, Hertz und Sinn au JEsum lepn gerichtet hin. 2. Ihr hellen Sternen leuchtet Strahlen; Ihr macht die Nacht Mich. Weiß. f mein Hertz die ew'ge Himmels⸗ Lertzp, mein JEsus, meiner Seelen Ruhm, mein Schutz, mein Schatz, mein Sigenthum. 2— 3. Der Schlaf wird fallen diest Nacht auf Menschen und auf Thieren: doch einer ist, der droben wacht/ bey dem kein Schlaf zu su⸗ ren. Es schlummert, JEsu, nicht, dein Aug auf mich gericht t. drum soll mein Hertz auch rachend seyn, daß WEsus wache nicht allein. 4. Berschmaͤhe nicht das schlech⸗ te Lied, daß ich dir, JEsu, singe; in meinem Hertzen ist kein Fried, eh ich es zu dir bringe: ich bringe, was ich kan, ach! nim es gnaͤdig an, es ist doch hertzlich gut ge⸗ meynt, o JEsu! meiner Seelen⸗ reund. . Mit dir wilich zu Bette gehn, dir wil ich mich befehlen: du wirst, mein Huͤter, auf mich sehn rathen meiner Seelen. Ich fürch⸗ te keine Noth, kein Hoͤlle, Weft noch DTod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. ö 6. Ihr Hoͤllengeister packet euch, hier habt ihr nichts zu schaffen, dis Haus gehoͤrt in JEsus Reich, last es gantz sicher schlafenz der Engel starcke Wacht, haͤlt es in guter acht, ihr Heer und Lager ist sein Schutz, drum sey auch allen Teu— eln Trutz. . So wil ich denn nun schlafen ein, JEsu, in deinen Armen: dein Aufsicht soll die Decke seyn; mein Bette dein Erbarmen; mein Kuͤs⸗ sen deine Brust; mein Traum die suͤsse Lust, die aus dem Wort des Lebens fleust, und dein Geist in mein Hertz eingeust. . So oft die Nacht mein Ader schlaͤgt, soll dich mein Geist umfan⸗ gen: so vielmal sich das Hertz be⸗ wegt, soll dis seyn mein Verlan⸗ des Prachtes voll: doch noch zu tausendmalen scheint heller in! gen,. ich mit lautem Schall moͤg rufen uͤberall: O JEsu, JEt B 3 6i su 22 Abend⸗Lieder. su! du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 9. Nun, matter Leib schick dich zur Ruh, und schlaf fein sanft und stille! ihr müden Augen, schliest euch zu, denn das ist GOttes Wil⸗ le schliest aber dis mit ein: HErr Esu, ich bin dein; so ist der Schluß recht wohl gemacht. Nun, liebster JEsu, gute Nacht. . Beriver. Offenb. 21,23. Die Stadt bedarf. 4. M.O Traurigkeit,o Zertzel. Der Tag ist hin, mein Geist und Sinn sehnt sich nach jenem Tage, der uns voͤllig machen wird frey von aller Plage. 5 2. Die Nacht ist da, sey du mir nah, JEsu, mit hellen Kertzen: Treib der Sunden Dunckelheit weg aus meinem Hertzen. 3. Der SonnenLicht uns jetzt gebricht; o unerschafne Sonne, brich mit deinem Licht hervor, mir zur Freud und Wonne. 4., Des Monden Schein faͤllt nun herein, die Finsterniß zu min⸗ dern: ach! daß nichts veraͤnder⸗ lichs meinen Lauf moͤgt hindern. P. Das Sternen Heer zu GOt⸗ tes Ehr am blauen Himmel wim⸗ mert; wohl dem, der in jener Welt gleich den Sternen schummert. 6. Was sich geregt und vor be⸗ wegt, ruht jetzt von seinen Wer⸗ Kud laß mich, HErr, in stiller Ruh dein Werck in mir mercken. . Ein jeder wil bey solcher Still d der süssen Ruhe pflegen; laß die kcen JEsu, bald sich egen. N 8. Ich selbst, wil auch nach mei⸗ nem Brauch, nun in mein Betlein eigen; Laß mein Hertz zu deinem slch, als zum Betlein neigen. 9Halt du die Wach, damit kein Ach und Schmertz den Geist beruͤh⸗ re, sende deiner Engel⸗Schaar, die mein Betlein ziere. 10. Wenn aber soll der Wechsel wol der Tag und Naͤchte weichen? Wenn der Tag anbrechen wird, dem kein Tag zu gleichen. II. In jener Welt, da diese faͤllt, die Zibn noch macht weinen, soll Sterne scheinen. 12. Alsdann wird nicht der Son⸗ nen Licht Jerusalem verlieren: denn das Lamm ist selbst daseicht, das die Stadt wird zieren. 13. Halleluja! ey waͤr ich da, da alles lieblich klinget, da man ohn Abwechselung, heilig, heilig singet.... 14. OJEsu du, mein Huͤlf und Ruh! laß mich dahin gelangen, daß ich moͤg in deinem Glantz vor dir ewig prangen. J.A. Freylingh. Lue. 24, 29. Bleib bey uns HErr. 41. Mel. Die Sonn hat sich mit er Tag ist hin, mein JEsu/ bey mir bleibe, o Seelen⸗Licht! der SuͤndenNacht vertreibe: geh auf in mir, Glantz der Gerechtig⸗ keit! erleuchte mich, ach HErr! denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Danck sey dir, mein Gott, gesungen; dir sey die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rath, ob ichs gleich nicht versteh: du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 60— 3. Nuür eines ist, das mich em⸗ pfindlich quaͤlet: Bestaͤndigkeit im Guten mir noch fehlet, das weist du wohl, oHertzenskundiger, ich strauchle noch, wie einunmuͤn⸗ iger. 4. Vergib es, HErr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teu⸗ fel, Suͤnd hat mich von dir geriß⸗ sen: es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. . Israels Schutz, mein Huͤter und mein Hirte! zu meinem Tr dein sieghast Schwerdt umguͤrte, Macht, wenn Belial nach meiner Seelen tracht t. noch heller siebenmal Mond und 6. Du bewahre mich durch deine grosse 1 * mein helle ist la mein ch durch! gehen macht 6. N nem N rufe mi denn di meinen 7. 7 schlaf in zu mein Amen! Jaͤchte Offenb. 43. Mel ie Gle soll, auf wird, efaͤllt, en, soll id und Son⸗ lieren: Licht, ch da, a man heilig Ilf und angen, utz vor —.— HeErr. bey su/ bey Licht! mir „Teu⸗ geris Umich d: du Huͤter Trost guͤrte, grosse neiner 6. Du ———— chwrhend ich selber stelle mir die meinen Nutz bedacht. schlaf in JEsu Namen, sprich du Offenb. J.21,23. Und die Stadt ꝛc. 43. Mel. Der Tag ist hin, mein Abend⸗-Lieder. · 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen, ach! laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; o Lebens⸗Sonnherquicke meinen Sinn, dich laß ich nicht, mein Fels! der Tag ist hin. ö oach. Neander. Col. 2, 14. JEsus hat ausgetilget 42. M. O Gott du frommer G. D. Nacht ist vor der Thuͤr, und liegt schon auf der Erden: mein JEsu, trit herfuͤr, und laß es helle werden. Bey dir, o JEsulein! ist lauter Sonnenschein. ö 2. Gib deinen Gnadenschein in mein verfinstert Hertze, laß in mir brennend seyn die schoͤne Glau— benskertze, vertreib die Suͤnden⸗ Nacht, die mir viel Kummer macht. 3. Ich habe manchen Tag inEi⸗ telkeit vertrieben, du hast den Ueberschlag gemacht und aufge⸗ were Rechnung fuͤr.* 4. Solt etwa meine Schuld noch aufgeschrieben stehen, so laß durch deine Huld dieselbe doch ver⸗ gehen: dein Rosinfarbes Blut macht alle Rechnung gut. 3. Ich wil mit dir, mein Hort! aufs neue mich verbinden, zu sol⸗ gen deinem Wort, zu fliehn den Wust der Sünden. Dein Geist zu, bringt Menschen, Vieh und alle Welt zur Ruh. 2. Ich preise dich, du HErr der Naͤcht und Tage, daß du mich heut fuͤr aller Noth und Plage, durch deine Hand und hochberuͤhmte Macht hast unverletzt und frey hindurch gebracht. 3. Vergib, wo ich bey Tage so Hepef, daß ich nach dem was fin⸗ ster ist, gestrebet: laß alle Schuld, durch deinen Gnadenschein, in E⸗ wigkeit bey dir verloschenseyn. 4. Schaff, daß niein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der truͤben Nacht vertraue, und daß der Leih auf diesan schwe⸗ ren Tag sich seiner Kraft sein fanst erholen mag. ö 9. Vergoͤnne, daß der lieben Engel⸗-Schaaren mich vor der Macht der Finsterniß bewahren, auf daß ich fuͤr der List und Tyran⸗ ney der argen Feind' im Schlafe sicher sey. 6. HErr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken, und in die Ruh des tiefen Grabs verstecken, so blicke mich mit deinen Augen au, daraus ich Licht inm Tode neh⸗ men kan. ö 7. Und laß hernach zugleich mit allen Frommen, mich zu dem mich stets regier, und mich zum Glantz des andern Lebeus kom⸗ Guten fuͤhr. 2 K. 6. Wolan, ich lege mich in dei— nem Namen nieder, des Morgens rufe mich zu meiner Arbeit wieder; denn du bist Tag und Nacht auf 7. Ich schlafe, wache du; ich men, da du uns hast den grossen Dag bestimt/ dem keine Nacht sein Licht und Ps. 121, 4. F. Siehe, der Huͤter ꝛc. 44. M. Werde munter mein S. err, es ist von meinem Leben wiederum ein Tag dahin, leh⸗ larheit nimt. D. Jos. Stegemann. zu meiner Ruh, ein kraͤftig Ja und sre mich nun Achtung geben, vb ich Amen! und also stell ich dich zum from gewesen bin, zeige mirs auch Zachter uͤber mich. D. CZiegler. selber an, so ich was nicht recht ge⸗ ie Sonn hat sich mit ihrem than, und hilf jetzt in allen Sachen guten Feyerabend machen. ö 2. Freylich wirst du manches fin⸗ Glantz gewendet, und, was sie den, mas dir nicht gefallen hat: soll, auf diesen Tag vollendet, diel B4 denn — dunckle Nacht drin tallenchalb. Abend ⸗Lieder. denn ich bin noch voller Suͤnden, mit Gedancken, Wort und That, und vom Morgen bis jetzund pfle⸗ get Hertze, Hand und Mund, so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kan zaͤhlen. 3. Aber, o du GOtt der naden, Hann einmal Geduld, ich bin reylich schwer beladen, doch ver— gib mir alle Schuld: Deine grosse Vater⸗Treu werde diesen Abend neu, so wil ich nach deinenWillen kuͤnftig mehr, als heut erfuͤllen. 4. Heilige mir das Gemuͤthe, daß der Schlaf nicht suͤndlich sey,/ decke mich mit deiner Guͤte, auch dein Engel steh mir bey, loͤsche Feu'r und Lichter aus, und bewah⸗ re sonst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Ungluͤck dürfe weinen. . Steure den gottlosenLeuten, die im Finstern Boͤses thun, solte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn: so zersto⸗ re du den Rath, und verhindere die That, wend auch alles andre Schrecken, was der Satan kan er⸗ wecken. ö 6. HErr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bey uns Abend wird: denn du bleibest ewig mun— ter, und bist wie ein guter. Hirt, der auch in der finstern Nacht uͤber sei⸗ ne Heerde wacht: darum hilf uns deinen Schaafen, daß wir alle si— cher schlafen. 7. Laß mich denn gesund erwa⸗ chen, wenn es rechte Zeit wird seyn, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein, oder hast du, en Tode sh Hesen bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Haͤn⸗ de. ö Oaul Serhard. Lue. 16, 2. Thue Rechnung von ꝛc. 45. M. O Gott du frommer S. Hert, mein GoOtt, lehre mich stets meine Tage zaͤhlen, auf vor Fehlen, ein Stuͤck ist wieder heut von meinem Leben hin, und deinem Richterstuhl ein guts ich naher bin. 2. Da ich von Wort und Werck, von meinem gantzen Leben, ja von Gedancken auch dir Rechenschaft soll geben: hilf, daß mit meiner Seel, zu einer guten Ruh, ich hier dir erst mit Reu, durch Christum, Rechnung thu. 3. Kom, meine Seele, kom, wir wollen uns selbst richten, auf unser heutges Thun gar g'nau dencken und tichten: schon deiner selber nicht, ach untersuch mit Fleiß, und dencke, daß es GOtt, und dein Ge⸗ wissen weiß. 4. Fang von dem Morgen an, von Tage bis zu Nachte, und nach einander doch dis folgende be⸗ trachte, ob du hast mit Gebet ge⸗ fangen an den Tag, gelobet deinen GOtt, bey jedem Glockenschlag!? . Ob du gedancket heut vor Christi Tod und Leiden, an Heil⸗ gen Geist gedacht, und deine Tauf mit Freuden, GOtt uͤber all's ge⸗ liebt, den Naͤchsten gleich als dich, gewesen treu und fromm, und nie⸗ mand aͤrgerlich? 6. Ob du kein faul Geschwaͤtz, kein Fluchen angefangen, wo du gewesen bist, mit wem du umge⸗ angen, ob du geliebt, gehoͤrt, ge⸗ esen GOttes Wort, dich darnach hast gericht, stets und an allem Ort? 7. Ob, als vor GOttes Aug, im Glauben du gewandelt, mit Fleiß und Willen GOtt zuwieder nie ge⸗ handelt? Ob du auch wiederholt den Leruah dieulteEidenn dich ergoͤtzet hab die alte Suͤndenlust? 8. Ob du habst ohne Danck die Gottes Gab empfangen, dem Geitz und eitler Ehr unbillig ange⸗ hangen, die dir Gott vorgesetzt, geliebet und geehrt, ihr und des 9. Ob Naͤchsten Fehl ium besten hast ge⸗ daß ich werde klug, und huͤte mich— Gehli ö *— —— 14. thun, d 9. etwas Gut ladet, ihn faͤ tigkeit I1. mit i mißbr Gluůck 12. und lei wigk I3. werder wissen fehlet? Mund steckt 1 das H. ich 2 zu Fu laͤuba ey mir stum gi 15.K Abend⸗Lieder. 25 in, und ö 9. Ob deinem Naͤchsten du in ö Suͤnde, die uns scheidt/laß nie uns uts ich etwas je geschadet, mit seinem wieder scheiden: durch deines Gei⸗ Gut und Blut dich sůndlich nie be⸗ ses Kraft, 0 ich nun bis ins Werck, ladet, habst seinen Nutz gesucht, Grab, GOtt alle Folge zu, und al⸗ „ia von ihn faͤlschlich nie gericht't, den Ar⸗len Süͤnden ab. nschaft men wohl gethan, niemand ver⸗ 17. Lehr mich, meinOtt, nin meiner lassen nicht? Ithun nach deinem Wohlgefallen, ich hier 10. Ob du bist keusch gewest, in und nimmer wissentlich in ein'ge ristum, Wort, Gedanck u und Wercken, in Suͤnde fallen: Regier und fuͤhre Ebß: und Trincken dich stets maͤßig mich, daß stets in Gluͤck und Noth om,wir lassen mercken, demüthig dich be⸗ich besier fuͤrchte dich, und halte uf unser zeigt, geduldig in dem Leid, gesu⸗dein Gebot. ů dencken chet Gottes Ehr, geliebt Gerech— 18.Nun JEsu Blut hat mir die r selber„tigkeit? Suͤnde gantz durchstrichen, mit eiß/und 11. Ob du dich GOtt gelassen, meinem lieben GOtt auf ewig ein Ge⸗ mit ihm gewest zufrieden, nicht mich verglichen, die Rechnung ab⸗ mißbraucht GOttes Guͤt, Zeit, gelegt fuͤr mich o koͤstlich gut, wie gen an, Gluͤck und Gab hienieden? In wird der Schlaf heut seyn so sauft no nach Summa; so gelebt, daß du dabey auf JEsu Blut. nde be⸗ gewolt, daß dein Gott dich so19. Mein Hertz ist mir nun ebet ge⸗ findt, wenn er jetzt kommen sollt? leicht, ich lebe oder sterbe, durch t deinen 13. Die Pruͤfung ist gescheyhn, IEsum ich gewiß das Himmel⸗ schlag? und leider! so befunden: es sey der reich ererbe, vor Christi Richter⸗ eut vor grosse GOtt beleidigt alle Stun⸗stuhl ob ich werd offenbar,so fuͤrcht an Heil. den, vielZeit sey mißgebraucht, ge⸗ich mich nunmehr durch Christi ie Tauf Haccht sehr wenig heur an 55 5, Blut kein Haar. all's ge⸗ ein Wort, Tod, End,Gericht und 1 Mos. 1,3. 4. v. Gott sprach: Es ls dich, wigkeit. 4/46.M. Alle Menschen muͤssen st. nd nie⸗ 13. Es kan die Sunde hier nicht Err und GO TT der Tag und ö werden ach,⸗teiet denn wer kan Naͤchte, der du schlaͤfst noch schwaͤtz, wissen doch, wie oft und viel er schlummerst nichtl schaue, wie dein wo du fehlet? die Seel, Leib, Aug, Ohr, arm Gemaͤchte jetzt, nach seiner umge⸗ Rund, Hand, Fuß voll Suͤnde Kindes⸗Pflicht, da der Abend ist⸗ oͤrt, ge⸗ steckt und mir, wenn ichs bedenck, geworden, und der Tag sich hat ge⸗ darnach das Hertz im Leib erschreckt. neigt, samt der Deinen gantzen nallem 14. Nun nimmer, nimmer Orden, sich vor deinem Throne ö thun, das ist die groͤste Busse; dom beugt. lug, im ich gesuͤndget hab, dem fall ich jetzt! 2. Vater! ich bin zu geringe al⸗ hit Fleiß x zu Fusse, ich schlage nun in mich, ler Treu und Gutigkeit, die Du, nie ge⸗ laͤub an GOtt mit Begier: GOtt Wesen aller Dinge, mir in meiner derholt sey mir Sunder doch durch Chri⸗ Lebens⸗Zeit, und auch heute hast nddich fstum gnaͤdig hier! ů erwiesen: O! daß ich recht dauck⸗ denlust? I5. Sieh, ich getroͤste mich bloß bar waͤr HErr, dein Nam sey hoch nck die deines Gnaden Thrones, und gepriesen? Dein Hertz ferner zu „‚ dem wasch mich aus dem Strohm des mir kehr. igange. Blutes deines Sohnes zmit dem, 3. Siehe nicht an mein Verbre— gesetzt, was er gebuͤst, ich hier zu diesem chen, ach gedencke nicht der nd des Mahl dir meine Rechnung thu, Schuld, die dein strenges Recht hast ge. und meine Schuld bezahl. koͤnt raͤchen, habe doch mit mir Ge⸗ ů Rid mich nicht, duld; schaue an des Sohnes 9.0bich hull mich in dein Leiden, die! B 24 — 5 Wun⸗ —.—.7 —— ohne 26 Abend⸗ Lieder. Wunden, dadurch ich versoͤhnet bin, dadurch ich Erloͤsung funden, und das Leben mein Gewinn. 4. Ich verlange frey zu werden durch das reinegammes⸗Blut, von der Suͤnden⸗Last Beschwerden, von der finstern Schlangen⸗Brut.Ach! Hrt, reinge mein Gewissen, Leib und Seel dir heilig sey, dein Geist mache mich geflissen, dir zu dienen e. v. Laß mich nicht dahinten blei⸗ ben, laß mich nicht zuruͤcke sehn, dein Geist muͤsse mich st ts trei⸗ ben, unverzuͤglich fortzugehn, ja mit schnellem Schrit zu laufen zu dem Kleinod, das das Lamm, uns mit Blute zu erkaufen, ist ge⸗ bracht ans Creutzes⸗Stam. 6. Drauf wil ich mich schlafen legen, laß mich dir emipfohlen seyn. Vater! goͤnne mir den Segen, der am veib und Geiste rein, mich auch in der Nacht bewahre: Deine Gnade sey mein Schild, bis ich meinen Schatz nachfahre, und er⸗ wach nach seinem Bild. 17 J. A. Freylingshausen. Ps. 124. Wo der HErr nicht das 47. M. Du heilige Dreyfaltigk. Hdenus ist der Sonnenschein, die finstre Nacht bricht starck herein: leucht uns, HErr Christ, du wahres Licht, laß uns im Fin⸗ stern wandeln nicht. 2. Dir sey Danck, daß du uns den Tag fuͤr Schad'n, Gefahr und mancher Plag, durch deine Engel hast behuͤt, aus Gnad und vaͤter⸗ licher Guͤt. 3. Womit wir hab'n erzuͤrnet dich, dasselb, verzeih uns gnaͤdig⸗ lich, und rechn es unser Seel nicht u, laß uns schlafen in Fried und h. 4. Durch dein Engel die Wach bestell, daß uns der boͤse Feind nicht faͤll, fuͤr Schreck'n, Gespenst und Feuers⸗Noth, behuͤt uns heunt, otreuer GOtt! Nic. Hermann. daß du au Matth. 6, 34. Es ist genug,daß ein 48. M. Nun freut euch lieben ꝛ2c. Ich dank dir, Vater, daß du hast die Nachzeit bey dem Tage er⸗ schaffen, frey von Sorg und Last von Arbeit und von Plage: daß man inStill sie bringe zu und Vieh und Menschen ihre Ruh zur Leibes Nothdurft haben. 2. HErr, deine Weisheit, Guͤt und Macht ist nimmer auszugruͤn⸗ den: du hast es alles wohl bedacht/ wie wir es stets empfinden. Gib, daß ichs ja je mehr und mehr er⸗ kenne, und dein Lob und Ehr bey Tag und Nacht ausbreite. 3. Jetzt preis' ich dich insonder⸗ heit, daß du aus lauter Gnaden mich und die Meinen hast auch heut bewahrt fuͤr allem Schaden. HErr, deine Treu verhuͤtet hat, daß ich in Schand und Missethat nicht groͤblich bin gerathen. 4. Dabey ich doch nicht laugnen kan, viel Guts hab ich gelassen; beßeot: aber das gethan, das du befiehlst zu hassen; ich habe nicht so immerfort, wie mir gebeut dein —51 Wort, untadelich gewan⸗ elt. . Was aber noch versehen ist, und wo ich ausgeschritten, das hat versoͤhnet JEsus Christ, da er am Creutz gelitten. Um dessen willen mir verzeih all meine Sünde, und verleih, daß ich mich taͤglich beßre. 6. Nun stehet fort, HErr! zu. dir, mein hertzliches Verlangen, 00 wollest seyn bey mir, jetzt, da der Tag vergangen, mein Leib und Seele, Sinn und Muth, samt allem, was mir nuͤtz und gut, in dieser Nacht behuͤten. 7. Du wollest fuͤr den argen Feind in deinen Schuz mich fassen, daß er, und die sein Anhang seynd⸗ zu fried mich muͤssen lassen; mich auch fuͤr schnellem boͤsem Tod, fuͤr 7 Feuer, und fuͤrWassers⸗Noth, und allem Leid beschirmen. 8. Er⸗ ——— umgebe . hand,z mir im weil de Ruh; Morger mich vi 2. von He wil au mein Le sen Tag daß min wieder 3.2 mir ga boͤser Li Beschů Hrr, als ein liegen + richt es Lust, di auch d Seite nicht m H, „daß ein ieben ꝛc. ß du hast Tage er⸗ ind Last ge: daß indVieh ir Leibes it, Guͤt zugruͤn⸗ bedacht, n. Gib, nehr er⸗ Ehr bey isonder⸗ Znaden ist auch chaden. tet hat, issethat ö gugnen lassen; das du e nicht ut dein. gewaͤn⸗ hen ist, das hat rer am willen pe, und beßre. rr! zu. angen, mir/ h,und 8. Er⸗ —————— tret, wenn ich zuvor hab durchs Ge⸗ bet dir meine Werck befohlen. Abend⸗ Lieder. 2 8. Erhalt durch deine Gnaden⸗ hand, zu deines NamensEhren, die mir im Glauben seyn verwandt, und sonst mir angehoͤren: Gib, daß die Nacht und immerdar dein heilger Engel uns bewahr, fuͤr Un⸗ fall, Noth und Schaden. 9. HErr, laß mich ruhig schla⸗ fen ein, hilf, daß mich nichts er⸗ schrecke: und wenn die rechte Zeit wird seyn, alsdeun mich wieder wecke, daß ich an meine Arbeit 10. Verschmaͤh, v GOtt, mein Vater, nicht mein Seufzen, Bitt und Flehen! Laß, Pauch mich, du wahres Licht, dich auch im Fin— stern sehen! O heilger Geist, am letzten End mit deinem Trost dich zu mir wend, daß ich drauf sanft einschlafe. Just SGesenius. Luc. 12, 20. Diese Nacht wird man 49. In eigener Melodey. ein Augen schließ ich itzt in Gottes Namen zu, die— weil der muͤde Leib begehret seine Ruh; weiß aber nicht, ob ich den Morgen werd erleben, es moͤchte mich vielleicht der Tod noch heunt umgeben. 439— 2. Drum sag ich dir, o GOtt! von Hertzen Lob und Danck, ich wil auch solches thun hinfort mein Lebelang: weil du mich die⸗ sen Tag hast wollen so bewahren daß mir kein Ungeluͤck hat koͤnnen wiederfahren. 3. Du hast des Teufels List von mir gantz abgekehrt, der, als ein boͤser Loͤw, zu fressen mich begehrt. Beschuͤtz auch diese Nacht mich, HOErr, durch deine Waffen, wann, als ein Todtes Bild, der Leib wird liegen schlafen. 4. Regiere mein Gemuͤth, und richt es gantz zu dir, daß keine böse Lust, durch Traͤume, mich beruͤhr, auch deinen Engel mir an meine Seite setze, daß mich der Satan nicht mit seiner List verletze. 5. Also wann morgens ich das Tagelicht erblick, ich mich gar wil⸗ lig dann zu deinem Lobe schick. Ihr Sorgen weichet hin: du aber, Err, verleihe den Gliedern ihre Ruh, daß mir der Schlaf gedeye. 6. Und so ja diese Nacht mein Ende kaͤm herdey/so hilf,.daß ich in C dir v JEsul wacker sey, auf daß ich ö seliglich und sanft von hinnen scheide, dann fuͤhre meine Seel hin⸗ auf zur Himmels⸗Freude. Matth. 23, 37. Wie oft habe ich O. M. In allen meinen Thaten. Nun ruhen alle Woͤlder, Vieh, Menschen, Stadt und Felder, es schlaͤft fast alle Welt; ihr aber, meine Sinnen, auf! auf! ihr sollt beginnen, was eurem Schopfer wohlgefaͤllt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht des Tages Feind Fahr hin! ein andre Sonne, mein JEsus, mei⸗ ne Wonne, gar hell in meinem Hertzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, die guͤldnen Sternen prangen am blauen Himmels⸗Saal: Also werd ich auch stehen, wenn mich wird heissen gehen mein GOtt aus die⸗ sem Jammerthal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schue, das Bild der Sterblichkeit, die zieh ich aus; dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. ö . Das Haupt, die Fuͤß und Haͤn⸗ de sind sfroh, daß nun zumEnde die Arbeit kommen sey. Hertz, freu dich, du sollt werden vom Elend dieser Erden, und von der Suͤu⸗ den Arbeit frey. 6. Nun geht ihr matten Glie⸗ der, geht hin, und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt. Es kom⸗ men Stund und Zeiten, daß man Bettlein in der Erd. 2. euch wird bereiten zar Ruh ein 7. Mein * +——— 2*8— 2— πνππ⁷ππ⁰⁰ι— rim di. I . Abend ⸗Lieder. 7. MeinAugen stehn verdrossen, im Huy sind sie geschlossen; wo bleibt dennLeib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, sey gut fuͤr allen Schaden, du Aug und Waͤch⸗ ter Israel. 8. Breit aus die Fluͤgel beyde, o IEsu, meine Freude, und nimm dein Küchsein ein: Wil Satan mich verschlingen, so laß die Eng⸗ lein singen: Dis Kind soll unver⸗ letzet seyn. 2— 9. Auch euch, ihr meine Lieben, muß heinte nicht betruͤben ein Un⸗ fall noch Gefahr, GOtt laß euch ruhig schlafen, stell euch die sichre Waffen unis Bett, und seiner Hel⸗ don⸗Schaar. P. Gerhard. Jac. 1, 17. Bey Gott ist keine Veraͤnderung noch Wechsel des I. Mel. Mein Sott das Hertz. Non sich der Tag geendet hat, und keine Sonn mehr scheint, schlaͤft vieles, was sich abgematt, und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein GOtt, hast kei⸗ ne Rast, du schläfst noch schlum— merst nicht, die Finsterniß ist dir verhast, weil du bist selbst dasLicht. 3. Gedencke, HErr, doch auch an mich in dieser schwarzen Nacht, und schencke mir genaͤdiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Wend abdes Satans Wuͤte⸗ rer, durch deiner Engel⸗Schaar, so bin ich aller Sorgen frey, und bringt mir nichts Gefahr. 5. Zwar fuͤhl ich wol der Suͤn⸗ den⸗Schuld, die mich bey dir klagt an; doch aber deines Sohnes Huld hat gnug fuͤr mich gethan. 6. Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vors Gericht,ich kan ja nicht verlohren seyn in sol⸗ 25 cher Zuversicht. 7. Drauf thu ich meine Augen iu, und schlafe froͤlich ein, mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wolte traurig seyn? 8. Weicht nichtige Gedancken hin, wo ihr habt euren Lauf, ich baue jetzt in meinem Sinn GOT einen Tempel auf. 9. Soll diese Nacht die letzte seyn in diesem Jammerthal, so fuͤhr mich, HErr, im Himmiel ein, zur Auserwaͤhlten Schaar. 10. Und also leb und sterb ich dir, o HErr GOtt Zebaoth, im Tod und Leben hilf du mir, aus al⸗ ler Angst und Noth. ö D. J. Fr. Sertzog. Beschluß⸗Lied der Wochen. Ebr. 4, 9. Es ist noch eine Ruhe 52. Mel. Wer nur den lieben. So wird die Woche nun beß⸗ schlossen, da sich die Nacht zur Ruhe neigt; und gleichwol ist kein Tag verflossen, der nicht von GOttes Gnade zeugt: denn er hat mich nach seiner Macht, an Leib und Seele wohl bedacht. 2. Wer weiß, was mir vor Un⸗ geluͤke mehr als zu nah gewesen istʒ man fuͤhlt die schnellen Todes⸗ Stricke, des Satans und des Flei⸗ sches List, wenn GOott mit seiner Engel Hut im Wachen nicht das beste thut. 75 ö 3. Jedoch mit was vor einem Leben hab ich den treuen GoTT belohnt? Er hat mir Zeit genug gegeben, er hat der Schwachheit noch verschoͤnt; Allein je mehr die Gnad gewinnt, je mehr hab ich den Tod verdient. ö 4. Ach GOtt! ich beichte mei⸗ ne Suͤnde, nimm mich um JEsu willen an, daß ich an diesem Le⸗ bens Kinde Trost und Vergebung finden kan: Jetzt scheinet noch die Gnaden⸗Zeit zu eines Sunders Seligkeit. 5, Laß mich die neue Woch er⸗ blicken, daß ich ins neue veben geh, und als ein Christ in allen Stuͤcken auf deinen Willen vost besteh, daß ich von groben Suͤnden frey, und in acht Tagen froͤmmer sey. 6. Behüͤte mich vor schnoͤden Leuten, dabeh man Eie ernt: ö lernt: 2 streiten, acht, di⸗ acht, die macht. —*——————— — das die Fi he auf zu sortcht m spricht: . Fin sen, und e die die macht, de wo nicht meine Kr 3. Ach Seele aus heit hinz ich mir zu der Finst Schmertze 4. Den Leiden, ale ist/ ef uuns gefüh der Liebe/ mit uns ge F. Aber bas die To foͤrdert ihr de kan esg Wollust ist bist. 6. Laß n ken,die so k daß ich fr Reisse weg welche ma mein Hertz x 7. 231 ů ö nGOE die letzte erthal, so umel ein, . sterb ich aoth, im r/ aus al⸗ ertzog. achen ine Ruhe nlieben. nun be⸗ se Nacht leichwol der nicht t: denn dacht, au cht rvor Un⸗ vesen ist; Todes⸗ des Flei⸗ it seiner icht das reinem G0 t genug bachheit nehr die hab ich hte mei⸗ n JEsu sem Le⸗ gebung ioch die unders zoch er⸗ en geh, tuͤcken eh, daß y/ und noͤden zuͤnden lernt: — Abend ⸗Lieder. 22 lernt: Wil mich die boͤse Lust be⸗ streiten, so gib, daß sich mein Geist entfernt, und alle Suͤßigkeit ver⸗ mnch die uns der Hoͤllen dienstbar macht. 7. Also wil 1c en, so lange sich die Zunge regt: ein hoher Name soll erklingen, weil Tag und Nacht die Zeit be⸗ wegt; doch hilf mir in den Him⸗ mel ein, da wird es ewig Sonntag seyn. M. E. Neumeister. ö — Joh. 3, 19. Das ist aber das ꝛe. Ps. 32,y. Ich 3. Mel. Ach was soll ich Suͤnd. 564. Mel. Wohl dem Renschen. Urrrschafne Lebens⸗Sonne, rahle meinen Sinn, spricht: Der Tag ist hin. . Finster ist mein gantzes We⸗ sen, und Egyptens dunckle Nacht, die die Hoͤll herfuͤr gebracht, macht, daß ich nicht kan gene en, wo nicht deiner Klarheit Schein meine Kraͤfte nimmet ein. 3. Ach! drum dringet meine Seele aus der Süͤnden Dunckel⸗ heit hin zu deiner Heiterkeit, die ich mir zum Trost erwaͤhle, wenn der Finsterniß Verdruß ich mit Schmertzen leiden muß. 4. Denn die Suͤnde bringt uns Leiden, als die aus dem Abgrund ist, von dem, der durch seine List, uus gefuͤhret in ein Scheiden von der Liebe, die so zart sich ehmals mit uns geyaart. . Aber dein Licht ist das Leben, das die Todten wecket auf, und be⸗ foͤrdert ihren Lauf. O was Freu⸗ de kan es geben! nichts ali lauter il. ist, wo du Licht und Leben i 6. Laß mich diese Wolsust schme⸗ ken,die so keusch und sauber macht, daß ich fremdes gar uicht acht'. Reisse weg die Suͤnden⸗Decken, ————— — ů ö mein Hertz nicht erfuͤllet gautz. 7. O! daß doch der Abend ka⸗ dein Lob besin⸗ Licht vom unerschaffnen Licht, das die Finsterniß durchbricht! ges des he auf zu meiner Wonne, und be⸗ schon welche machen, daß dein Glantz sch me, da es soll so lichte seyn, und des Geistes heller Schein uns dir machte recht begueme: ja, was mehr, daß ich im Sinn hoͤren moͤcht: die Nacht ist hin! 8. Nunmehr ist der Tag er⸗ schienen, der nicht seines gleichen hat! da der guͤldnen GOttes Stadt soll zur Sonn und Leuchte dienen das LammGottes, Gloria! Auf! Triumph! der Dag ist da! I. A. Freylingshausen. wil dem HErrn. Ulse muͤdendolugenlieder schliet⸗ en sich itzt schlafrig zu, und eibes matte Glieder grussen die Abend⸗Ruh: denn die da man dunkle finstre Nacht hat des hellen Tages Pracht in der tieffen See verdecket, und die Sternen auf⸗ gestecket. 2. Ach! bedenck, eh du gehst schlafen, du, o meines Leibes,Gast, ob du den, der dich erschaffen, heu⸗ te nicht erzuͤrnet hast? Thu, ach! thu bey Zeiten Buß, geh und fall ihm bald zu Fuß, und bitt ihn daß er gus Gnaden, dich der Strafe woll entladen. 3. Sprich: HErr, dir ist un⸗ verholen, daß ich diesen Dag ver⸗ bracht, anders, als du mir befoh⸗ len/ ja, ich habe nicht betrach't mei⸗ nes Amtes Ziel und Zweck, habe gleichfalls deinen Weg schaͤndlich, o meinGOtt! verlassen, bin gefolgt der Wollust Strassen. 4. Ach HErr! laß mich Gnad erlangen, gib mir nicht verdienten Lohn, laß mich deine Huld um⸗ fangen, sieh an deinen lieben Sohn, der fuͤr mich genug gethan, Vater nim den Buͤrgen an! dier ser hat fuͤr mich erduldet, wa⸗s mein Unart hat verschuldet. Oeffne deiner Guͤte zenster, sende deine Wach herab, aß die chwartzen Nachtgespenster, daß des Todes finstres Grab, daß das UÜbel, —— m:, 30 ö Abend⸗Aieder. Ubel, so bey Nacht unsern Leib zu faͤllen tracht't, mich nicht mit dem Netz umdecke, noch ein boͤser Traum erschrecke. nicht wancken, in dir schlaf ich gut und wohl: gib mir heilige Gedan⸗ cken, und bin ich gleich Schlafens voll; so laß doch den Geist in mir zu dir wachen fuͤr und fuͤr, bis die Morgenroͤth angehet, und man von dem Bett aufstehet. dessen Nam uns theu'r und werth: dein Reich komm, dein Will geschehe: unser Brodt werd uns beschert: und vergib uns un⸗ sre Schuld, schenk uns deine Gnad und Huld: laß uns nicht Versu⸗ chung toͤdten: hilf uns, HErr, aus allen Noͤthen. J. Franck. Ps.36, 8. Wie theuer ist deine Guͤt 53 H. wohl dem Menschen der Werde munter, meinemuͤthe, Vund ihrSinnen, geht herfür, daß ihr preiset GOttes Guͤte, die er hat gethan an mir, da er mich den gantzen Tag fuͤr so mancher Sorg und Plag hat erhalten und beschuͤtzet, daß mich Satan nicht beschmuͤtzet. 2. Lob und Danck sey dir gesun⸗ gen, Vater der Barmhertzigkeit, daß mir ist mein Werck gelungen, daß du mich vor allem Leid, und fuͤr Suͤnden mancher Art, so ge⸗ treulich hast bewahrt, auch die Feind hinweg getrieben, daß ich unbeschaͤdigt blieben. 3. Keine Klugheit kan ausrech⸗ nen deine Guͤt und Wunderthat, ja kein Redner kan aussyrechen, was dein Huld erwiesen hat: dei⸗ ner Wohlthat ist zuviel, sie hat weder Maß noch Ziel; ja du hast mich so gefuͤhret, daß mich Satan nicht beruhret. 4. Dieser Tag ist nun vergan⸗ gen, die betruͤbte Nacht bricht an, es ist hin der Sonnen Prangen, so uns all erfreuen kau: stehe mir, o XXXXX Kinder, Vater! bey, daß dein Glantz stets Feind ur bey mir sey, und mein kaltes Hertz. Hrecke. erhitze, ob ich gleich im Finstern 6. Laß mich, HErr, von dirssi itze. 5. HErr, verzeihe mir aus Gna, den alle Suͤnd und Missethat, die mein armes Hertz beladen, und so gar vergiftet hat, daß auch Satan durch sein Spiel mich zur Hoͤllen stuͤrtzen wil, da kanst du allein er, retten, strafe nicht mein Uebertre⸗ 2. Vater, droben in der Hoͤhe,t ö hat uns doch dein Sohn vergli— chen, durch sein Angst und Todes⸗ Pein, ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad und Huld ist viel groͤsser, als die Suͤn⸗ de, die ich stets in mir befinde. 7. O du Licht der frommenSee⸗ len, o du Glantz der Ewigkeit! dir wil ich mich gantz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bey mir, da es nun⸗ mehr dunckel schier, da ich mich so sehr betruͤbe, troͤste mich mit dei⸗ ner Liebe. 8. Schuͤtze mich fuͤrs Teufels Netzen, fuͤr der Macht der Finster⸗ niß, die mir manche Nacht zuse ⸗ tzen, und erzeigen viel Verdrieß. Laß mich dich, o wahreseicht, nim⸗ mermehr verlieren nicht, wenn ich dich nur hab im Hertzen, fuͤrcht ich nicht der Seelen Schmertzen. 9. Wenn mein Augen schon sich schliessen, und ermuͤdet schlafen ein, muß mein Hertz dennoch ge⸗ flissen und auf dich gerichtet seyn; meiner Seelen mit Begier, traͤn⸗ me stets, o GOtt! von dir, daß ich vest an dir bekleibe, und auch schla⸗ fend dein verbleibe. ö 10. Laß mich diese Nacht em⸗ pfinden, eine sanft und suͤsse Ruh, alles Uebel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und See⸗ le, Muth und Blut, Weib und ö Kin⸗- en.——. 6. Bin ich gleich von dir gewi⸗ chen, stell ich mich doch wieder ein, deinen —611.9 het unver dermann fuͤr, laßt ihm Hosi Begier. + 2. An der Koͤni Angst un ist schon d Ort hoch wir ihn fi mahl, Ta 3. Au ten, det sroͤlich ih der Morg in der Not speisen, er und daͤmp 4. Nu der: Der wenn ihr vollen Last bedacht, u gar nicht giebt auf a V. Sey nen, der K den Weg il alles schlee es gut, dr gen, welch mit unerse Advents⸗Lieder. 31 e mu,Kinder, Haab und Gut, Freunde, sterben, noch an Leib und Seel antz stees Feind und Hausgenossen seynd in verderben. tes Hertz deinen Schutz geschlossen. 12. O du grosser GOtt!l erhoͤre, Finstern II. Ach! bewahre mich fuͤrwas dein Kind gebeten hat: IC⸗ Schrecken, schuͤtze mich fuͤr Ueber⸗ us Gnar fall, laß mich Kranckheit nicht auf⸗ su, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rath; und mein Hort, du werther Geist, der du Freund und Troͤster heist, hoͤre doch mein sehnlichs Flehen! A⸗ men/ ja/ es soll geschehen. J. Rist. that, die wecken, treib hinweg des Krieges⸗ / und so Schall, wend ab Feu'r und Was⸗ h Satan sers⸗Noth, Pestilentz und schnellen r Hoͤllen Tod: laß mich nicht in Suͤnden allein er⸗ lebertre⸗ ir gewi⸗ eder ein, Lue. I, 31. 33. Du wirst einen S. u vergli⸗ 56. M. Von Gott wil ich nicht d Todes⸗ uf! auf! ihr Reichsgenossen, icht die der Koͤnig komt heran, empfa⸗ iad und het unverdroffen den grossen?Wun⸗ ie Suͤn⸗ dermann: Ihr Christen, geht her⸗ nde. fuͤr, laßt uns fuͤr allen Dingen, nen See⸗ ihm Hosianna singen, mit heiliger keit! dir Begier. len diese.. Auf!ihr betruͤbten Hertzen, ibe doch, der Koͤnig ist gar nah, hinweg all es nun Angst und Schmertzen, der Helfer mich so ist schon da. Seht, wie so mancher mit dei⸗ Ort hoch mostlich ist zu nennen, da mwir ihn finden koͤnnen, im Nacht⸗ Teufels mahl, Tauf und Wort. Finster? 3. Auf! auf Ehr viel Geplag⸗ icht zuse“ ten, det Koͤnig ist nicht fern, seyd zerdrieß. froͤlich ihr Verzagten, dort komt cht,nin der Morgen⸗Stern, der HErr wil wennie in der Noth mit reichem Trost euch urchti speisen, er wil euch Huͤlf erweisen, tzen. und daͤmpfen gar den Tod. chon sich 4. Nun hoͤrt ihr frechen Suͤn⸗ schlafen der: noch ge⸗ wenn tet seyn; vollen Der Koͤnig mercket drauf, ihr verlohrne Kinder, im Laster⸗Lauf, auf Arges seyd er, krän⸗ bedacht, und thut es ohne Sorgen, „daß ich gar nichts ist ihm verborgen, er ich schla. giebt auf alles acht. . Seyd fromm, ihr Untertha⸗ icht em: nen, der Koͤnig ist gerecht, last uns sse Ruh, den Weg ihm bahnen, und machen en, decke alles schlecht: Fuͤrwahr er meynt nd See⸗ es gut, drum lasset uns die Pla⸗ zeib und gen, welch' er uns schikt, ertragen, Advents⸗Lieder, von der ö ins Fleisch. Zukunft Christi 6. Und wenn gleich Krieg und Flammen uns alle rauben hin, Geduld! weil ihm zusammen ge⸗ hoͤrt doch der Gewinn, wenn gleich ein fruͤher Tod uns, die uns lieb, genommen, wohlan, so sind sie kommen ins Lehen aus der Roth. 7. Frisch auf in GOtt, ihr Ar⸗ men! der Koͤnig sorgt für euch, er wil durch sein Erbarmen euch machen groß und reich: Der an ein Thier gedacht, der wird auch euch ernaͤhren, was Menschen nur begehren, das steht in seine Macht 8. Hat endlich uns betroffen viel Creutz, laͤst er doch nicht die, welch auf ihn stets hoffen mit vech⸗ ter Zuversicht. Von GOtt komt alles her, der laͤsset auch im Ster⸗ ben die Seinen nicht verderben, sein Hand ist nicht ꝛu schwer. 9. Frisch auf! ihr hochbetruͤb⸗ te, der Koͤnig kommt mit Macht: An uns, sein Hertzgeliebte, hat er schon laͤngst gedacht: Nun wird kein Angst, noch Pein, noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns GOtt aus Gnaben laͤst seine Kin⸗ der seyen. ö 10. So lauft mit schnellen Schritten, den Koͤnig zu besehn, dieweil er kommt geritten, starck, herrlich, sanft und schoͤn. Nun tretet all heran, den Heiland zu be⸗ grůssen, der alles Creutz versuͤssen, Kin⸗ swit unerschrocknem Muth. und uns erloͤsen kan. 11. Der Lue.4, 19. Zu predigen das angen. erneut, da dir aufs neu das Heil⸗ mehr als vor; das Wort, das dem 32 Advents⸗Aieder. II. Der Koͤnig wil bedencken, sich in der Welt vergangen, das die welch ẽr herzlich liebt, mit koͤst⸗ reuet dich: der Koͤnig ist erfreut: Er geht dir nach, er kommet dich zu schauen, und sich mit dir in 41911 Geschencken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort, o Koͤnig hoch erhoben! wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. ö 12. Nun, HErr, du giebst uns reichlich, ob wir gleich arm und schwach, du liebest unvergleichlich du jagst dem Suͤnder nach: Drum wollen wir allein die Stimmen . erschwingen, dir Hosianna ingen, und ewig danckbar seyn. Johann Rist. . M. Vater Unser im Himmel. uf, meine Seele! sey erfreut, das Kirchen-Jahr wird nun Wort klingt, das dich erneut, das dich verjuͤngt, ja das aus GOtt dich neu gebiert, und selbst zu Gott ins Leben fuͤhrt. 2. Der Geist aus GOtt erfuͤlle dich, dein innerstes erneue sich, daß ich, vom alten Menschen frey, antz rein, gantz neu und heilig ey: damit mein Mund auch oͤfne ich, und GOtt lobsinge stetiglich. 3. So wird auch Aen Pöten mein Ohr, das Wort zu hoͤren das Leben giebt, der darnach thut, und Glauben uͤbt. Ach JEsul gib, daß dis in mir zur Frucht gedeye fuͤr und fuͤr. Phil. v. Zesen. Offenb. 3, 21. Wer uͤberwindet. 58. In eigner Melodey. An Zion, auf! auf Tochter saͤu⸗ me nicht! dein Koͤnig komt, dich freundlich zu umarmen; Er hrennt aus Lieb, aus Mitleid und Erbarmen: Halt dich bereit, da⸗ mit nicht Oel gebricht. Laß alle⸗ zeit die laubens⸗Lampe brennen, dein Auge muß itzt keine Schlaf⸗ sucht kennen. 2.Gs ist genug, es ist schon lange Zeit, daß dein Gemuͤth den Luͤsten nachgehangen, und daß dein Fuß Gnaden zu vertrauen. 3. So zeige dann, daß Ernst vor⸗ Luane sey, ergib dich ihm, ver⸗ eugne deinen Willen; die Eselin und das verzogne Fuͤllen, die lose ab, und fuͤhre sie herbey. Der Koͤs nig weiß sie beyde so zu zwingen, daß sie dich nicht in ferner Unheil bringen. 4. Nuf! Tochter, auf! des Koͤ— nigs Glantz bricht an, geh ihm her⸗ aus entgegen auf erdcchm Beut ihm das Hertz, da er di fassen: Breit dein Gewand, streu Palmen auf die Bahn. Wir wol⸗ len ihn, da er sich uns wil nahen, von ferne noch mit Lobgesang emm. pfahen. . Kom, edler Held, du Held, aus Davids Stamni, kom, kom zu uns, die wir so sehnlich hoffen; dir stehet Hertz und Geist und alles of⸗ fen. Kom von dem HErrn, kom werther Braͤutigam, wir wollen dir ein Hosianna singen; Ach kom! und laß es alles wohl gelingen. Ps. 33. 3. Des HErrn Wort ist. 9. Mel. Nun kom der Heyden. G sey danck in aller Welt der sein Wort bestaͤndig haͤlt, und der Suͤnder Trost und Rath zu uns her gesendet hat. 2. Was der alten Vaͤter Schaar hochster Wunsch und und Sehnen war, und was sie gepropheceyt, ist erfuͤllt nach Herrlichkeit. 3. Zions Huͤlf und Abrams Lohn, Jacobs Heil der Jungfraun Sohn, der wohl zwey gestammte Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sey willkommen, o mein Heil! dir Hosanna, v mein Theil?ꝰ richte du auch eine Bahn dir in meinem Hertzen an.* 5. Zeuch, du Ehren⸗Koͤnig ein, es gehoͤret dir allein: mach 18 wil um⸗ q wie du Suͤnd 6. U war vi fahr: Sanuftt weil ie und der hoch ar 2 eufels nim hint 7. Ha o erniet erderbe ters Ehe 8. Si Gunst, Brunst, igen, das st erfreut: imet dich lit dir in Ernst vor⸗ ihm, ver⸗ hie Eselin die loöse Der Ko⸗ zwingen, ier Unheil des Koͤ ihm her⸗ sen: Beut wil um⸗ and, streu Wir wol⸗ il nahen, sang em⸗ du Held, u, kom zu ffen; dir d alles oft rrn, kom r wollen Ach komt ngen. Wort ist. Heyden. 97— ůig haͤlt, ind Rath rSchaar Sehnen ůeceyt, ist Abrams ngfraun stammte gestellt. o mein n Theil! n dir in oͤnig ein, nach es/ Wie — ters Ehenbild! von der Zukunft Christi ins Fleisch. 33 wie du gerne thust, rein von allem SündenWust. 6. Und gleichwie dein Zukunft war voller Sanstmuth, ohn Gr⸗ fahr: also sey auch jederzeit deine Sanftmuth mir bereit. 240 . Troͤste, troͤste meinen Sinn, weil ich schwach und bloͤde bin, und des Satans schlaue List sich so hoch an mir vermist. 8. Trit den Schlangenkopf ent⸗ wey, daß ich, aller Aengsten frey, ir im Glauben um und an selig bleibe zugethan. 2. Daß, wenn du, o Lebensfuͤrst praͤchtig wieder kommen wirst, ic dir moͤg entgegen gehn, und vor dir gerecht bestehn. Seur. Seld. Joh. 3, 17. GOtt hat seinen Sohn 6o. Mel. Nun kom der Seyden osianna! unser Hort, GOttes H ewigliches Wort, welches alle Ding erhaͤlt, hat im Fleisch sich eingestellt. ne n 2. Der, denGG Ott im Paradieß, nach dem Suͤnden Fall verhieß, wird zu Trost der gantzen Welt, von dem Engel angemeidt. 3. O du Schlangentreter du!d komst du endlich noch herzu, auf den auer Frommen Schaar bis daher vertroͤstet war. 4. O du Saamen Segensvoll, wie thist du der Welt so wohl, daß da zur gewunschten Zeit Gnade bringst und Seligkeit! .Hosianna! starcker Held, dem der Voͤleker Schaar zufaͤllt; o du heilger Guadenthron, GoOttes und Marien Sohnn 6. Kom, o kom, und mach uns Deuf Todesstachel brich entzwey, eufels Macht nim hinweg der 5. Hast du do Derniedrigt, daß du mich vom erderben loͤsen wilt, o du Va⸗ 8. Suͤsser Hort! durch deine Gunst, laß des strengen Eifers⸗ leg in den Koth, öllen Noth! deshalben dich E straft, seyn gestillt und abgeschaft. 9. Laß dein Volck erloͤset seyn von der schweren Hoͤllen Pein, weil es deiner Zukunft sich jetzt er⸗ srruet inniglich. 107 10. Alsdenn wollen wir mit Lust ruhmen, was du an uns thust⸗ und das Hosianna dir froͤlich sin⸗ gen fuͤr und fuͤr. 4 1I. Vater, Sohn und Heilger Geist, unser Hertz und Muͤnd be⸗ weist, nach Vermoͤgen, was es kan, nim du solehes gnaͤdig an. Zach. 9, h. Siehe, dein Koͤnig komt : Mel. Christus der uns selig. diebes Hertz, bedencke doch dei⸗ nes IEsu grosse Guͤte, richte dich jetzt freudig auf, und erwacke dein Gemüthe, IEsus komt dit als ein Koͤnig, der sich deinen Hel⸗ fer nennt, und sich durch dis Wort dir also selbst zu deinem Heil ver⸗ pfaͤndt. 4** z. Als ein Heifer, dir zu gut, ist er in die Welt gekommen: als dein Helfer ist er auch in den Him⸗ mel aufgenommen: als ein Helfer herr cht er jetzo unter uns imiona⸗ den⸗Reich: als ein Helfer wird er kymmen, und uns ihin selbst ma⸗ chen gleich. 97—— 3. Da er sich nun Helfer nennt/ und zwar nicht im blossenRamen, sondern zeigets in der That, was er saget, das ist Amen: Was be⸗ kuͤmmerst du dich ofte, suchest Huͤl· se hie und da? der sich deinen Hel⸗ nah. 5 ist dir allenthalben na 5—— Er wil helsen allezeit, was dich druͤckt, darsst du ihm klagen⸗ stoͤst dir Noth und Mangel zu, du darfsts ihm nur kindlich sagen; du hast einen solchen Helfer, dei von wigkeit dich liebt; der die Neh auch selbst erfahren, und im Lei⸗ geuͤbt. 17 den sich ö 2 es nicht allein, sondern nimit es so zu Hertzen, daß Brunst, damit GOtt die Sünde er dich nicht lassen kan, wenn du 7 E ö schreyst . 34 AUAdwents-Lieder. schreyst in deinen Schmertzen, er pricht: es bricht mir das Hertze, aß ich mich erbarmen muß, und dann giebt er zur Versichrung ei⸗ nen suͤssen Gnaden⸗Kuß. 6. Nun, mein IEsu, weil du dich selbsten unsern Helfer nennest, und zu deinem Hertzen uns freyen Zutrit hertzlich goͤnnest; so kom ich, und falle nieder hier vor dei⸗ nemGnaden⸗Thron, du kanst dich nun selbst nicht leugnen, hilf mir grosser GOttes Sohns. . Hilf mir allzeit ritterlich rin⸗ gen in den Glaubenskaͤmpfen, hilf mir auch mein Fleisch und Blut, durch dein Creutz und Leiden, daͤm⸗ pfen: Hilf, daß ich moͤg uͤberwin⸗ den, wie du uͤberwunden hast; hilf mit endlich selig sterben, und ab⸗ legen alle Last. 8. So wil ich dich, meinen GOtt, stets als einen Helfer prei⸗ sen: ich wil auch durch deine Guad hier schon in der That er⸗ weisen, daß ich einen Helfer habe, der da herrscht in aller Welt, und auf welchem gantz alleine meine Hofnung bleibt gestelllt. 9. Halleluja! Dauck sey GOtt, der uns diese Gnad erzeiget, und auf uns, sein armes Volck, seine Huld so reichlich neiget, daß er sei⸗ nen Sohn uns schencket, der uns nicht verlassen kan. Amen, Amen, Halleluja! singe mit mir jeder⸗ mann..86 1. Joh. 4, 9. Daran nel Hochde 62. Mel. Vom Himmel hoch da Gob sey dem allerhoͤchsten Gott, Ader unser sich erbarmet hat, ge⸗ sandt sein'n allerliebsten Sohn, aus ihm gebohrn im hoͤchsten Thrun..—— . Auf daß er nuser Heiland wuͤrd, uns freyte von der Suͤnden⸗ Buͤrd, und durch sein Gnad und Wahrheit, fuͤhrte zur ewigen 4.— 227 3.O grossetzngd und Guͤtigkeitt o tiefe Lieb und Mildigkeit! GOtt thut ein Werck, das ihm kein Mann, auch kein Engel, verdan⸗ cken kan. 4. Der Schoͤpfer aller Creatur nimt an sich unsere Natur, ver⸗ achtet nicht ein armes Weib, zu werden Mensch in ihrem Leib. g. Des Vaters Wort von E⸗ wigkeit, wird Fleisch in aller Rei nigkeit: Das A und O, Anfang und End, giebt sich fuͤr uns in groß Elend. x 6. Was ist der Mensch? was ist sein Thun? daß Gott fuͤr ihn giebt seinen Sohn; was darf unser das hoͤchste Gut, daß es so unsert⸗ halben thut? 7. O weh dem Volck, das dich veracht, der Gnad sich nicht theil⸗ haftig macht, nicht hoͤren wil des Sohnes Stim! denn auf ihn blei⸗ bet GOttes Grim. 28 .—— 8. O Mensch! wie daß du's nicht verstehst? und dein m Koͤnig entgegen gehst, der dir so gantz demuͤthig koͤmt, und sich so treu⸗ lich dein annimt. 9. Ey! nim ihn heut mit Freu⸗ den an, bereit ihm deines Hertzens Bahn, auf daß er kom in dein Ge⸗ muͤth, und du geniessest seiner Guͤt. 769. ‚ 0 10. Unterwirf ihm deine Ver⸗ nunft in dieser Gnadenreichen Zu⸗ kunft; untergib seiner Herrlichkeit die Werck deiner Gerechtigkeit. I1. Wo du dis thust, so. ist er dein, bewahrt dich fuͤr der Hoͤllen⸗ 5 wo nicht, sy sieh dich eben u mels⸗ Thuͤr. 2. Sein erste Zukunft in die Welt ist in sanftmuͤthiger Gestalt: die andre wird erschrecklich seyn, den Gottlosen zů grosser Pein. 13. Die aber jetzt in Christo stehn, werdon aͤlsdenn zur Freude bapsteke besitzen der Engel Choͤr, daß sie kein Uebel mehr beruͤhr. 14. Den Vater in dem hoͤchsten — Thron, / denn er schleust dir des Himt Matth 6⁴ nen Doe waͤhrer 3. ihm kei verdan⸗ Creatur tur, ver⸗ Weib, zu n Leib. t von E⸗ uler Rei⸗ Anfang uns in was ist t fuͤr ihn arf unser so unsert⸗ das die icht theil⸗ wil des f ihn blei⸗ daß du's m Koͤnig so gantz so treu⸗ nit Freu⸗ Hertzens dein Ge⸗ st seiner ine Ver⸗ ichen Zu⸗ A.——————. rrlichkeit Itigkeit.“ so. ist er r. Hoͤllen⸗ dich eben des Him⸗ t in die Gestalt: ich seyn, bein. Christo Freude el Choͤr/ rrühr. hoͤchsten Thron, ö Advenhs Lieder. Thron, samt seinem eingebohrnen Sohn, dem Heilgen Geist in glei⸗ cher Weis sey ewiglich Danck, Ehr und Preih. Michgel Weiß. Es. 40,3. Bereitet dem HErrn den 63. M. Von GOtt wil ich nicht. Mi Ernst, ihr Menschenkin⸗ der, das Hertz in euch bo⸗ stellt, damit das Heil der Huͤnder, der grosse Wunder⸗Held, den GoOtt, aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben gesendet und gegeben, bey allen kehre ein. 2. Bereitet doch fein tuͤchtig den Weg den grossen Gast: macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt: macht alle Bahnen recht: die Thal laßt seyn ethöͤhet; macht niedrig, was hoch stehet; sucht er auf dieser Welt: im ho⸗ hen Himmels ⸗Throne ist ihm sein Reich bestellt. Er wil hier seine Macht und Majestaͤt verhuͤllen, bis er des Vaters Willen im Lei⸗ den hat vollbracht. 90 4. Ihr grossen Potentaten, nehmt diesen Koͤnig au, wann ihr euch wollet rathen/ und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel fuͤhrt; sonst wo ihr ihn verachtet, und nur nach Hoheit trachtet, euch GoOttes Zorn dann rührt. V. Ihl Armen und Elenden in dieser boͤsen Zeit, die ihr an allen Enden můͤst haben Angst und Leid/ seyd dennoch wohlgemuth! Laßt eure Lieder klingen, und thut dem KLoͤnig singen, der ist eu'r hochstes was krum ist/ gleich und schlecht. ¶ Gut 3. Ein Hertz, das Demuth lii⸗ bet, bey GOtt am hoͤchsten steht: ein Hertz, das. Hochmuth uͤbet, mit Angst zu Grunde geht: ein Hertz/ das richtig ist, und folget GOttes Leiten, das kan sich recht bereiten, zu dem komt JEsus Christ. 4. Ach mache du mich Armen in H Erdcr Gnaden⸗Zeit, aus Guͤte und Erbarmen, HErr JEsu, selbst be⸗ reit: Zeuch in mein Hertz hinein, vom Stall und von der Krippen, so werden Hertz und Lippen dir Gut. ö 6. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herklichkeit, und all eu'r Klag und Weinen verwandelen in Freud. Er ist, der helsen kan, halt eure Lampen fertig, und seyd stets sein gewaͤrtig, er ist schon auf der Bahn. M. Mich. Schirmer. aggai 2, 8. Ja alle Heyden wil . SOrr sey Bank in aller welt. land, der Jungfrauen Kind erkannt, des sich wundert alle benar GOE solch Geburt ihm 1 4 4* ewig danckbar seyn. Val. Thilo. best Matth. 20, 28. Des Menschen M. Von GoOtt wil ich nicht. NII jauchzet all ihr Frommen in dieser Gnaden⸗Zeit: weil unser Heil ist kommen, der Err der Herrlichkeit, zwar vhne Stoltz und Pracht, doch maͤchtig zu verheeren, und gaͤntzlich zu zer⸗ stoͤhren des TeufelsList und Macht. 2. Er koͤmmt zu uns geritten auf einem Efelein, und stellt sich in die Mitten fuͤr uns zum Opfer ein: er bringt kein zeitlich Gut; er G wil allein erwerben, durch sei⸗ nen Dod und Sterben, was ewig waͤhren thut. 3. Kein Seepter, keine Krone noch vom Fleisch/ allein von dem Heilgen Geist ist Gottes Wort woroͤn ein Mensch und bluͤht ein Flucht Weibes⸗Fleischh. 3. Der Jungfraum Leih schwan⸗ ger ward/ doch b ö rein bewahrt/ leucht hervor mauch Tugend schon, GOtt da war in sei⸗ nem Thron.** 4. aonalichencen Kammer sein, demKoͤniglichen Saal so rein, Ott von Art und Mensch ein Held, sein'n Weg er zu lauffen eilt. 3. Sein Lauf kam vom Vater — kehrt wieder zum Vater, fuhr 3 Non komm der Heyden Hei⸗ 2. Nicht von MannsBlut bleibt Keuschheit —.—————— ————— —————————— SIIII————— SSS— fuhr hinunter zu der Hoͤll/ ut wieder zu GOttes Stuhl. 6. Der du bist dem Vater gleich, fuͤhr hinaus den Sieg ins Fleisch, daß dein ewge Gotts⸗Gewalt in uns das kranck Fleisch erhalt. 7. Dein Krippen glaͤntzt hell und klar, die Nacht giebt ein neu Licht dar, Dunckel muß nicht kom⸗ men drein, der Glaub bleibt immer im Schein. ö . Lob sey GOtt dem Vater thon, Lob seh 117 seinm ein gen Sohn, Lob sey VOtt dem heilgen Geist, immer und in Ewigkeit. Der zymnus S. Ambrosii. Offenb. 3, 29. Siehe ich stehe vor der Thuͤr und klopfe an: So je⸗ niand meine Stimme hoͤren wird, und die Thuͤr aufthun zu dem werde ich eingehen, und dasgAbendmahl mit ihm halten, und er mit mir. 266, Mel. Fren dich sehr, o meine. arum wilst du draussen ste⸗ hen, du Gesegneter des HErrn? Laßdir, ber mir einzuge⸗ hen, wohlgefallen,du mein Sternl Du, niein IEsu, mieine Freud, Helfer in der rechten Zeit! Hilf, o Heiland! meinem Hertzen von den Wunden, die mich schinertzen. . Meine Wunden sind der Jam⸗ mer, welchen oftmals Tag und Nacht des Gesetzes starcker Ham⸗ zuer mir mit srinem Schrecken macht. O der schweren Donner⸗ Stim! die mir GOttes Zorn und Grim also tief ins Hertze schlaͤget, daß sich all mein Blut beweget. 3. Dazu komt des Teufels Luͤ⸗ gen, der mir alle Gnad absagt, als muͤst ich nun ewig liegen in der Hoͤllen, die ihn plagt: Ja auch, was noch aͤrger ist, so zumartert und zufrißt mich mein eigenes Gewissen mit vergiften Schlan⸗ gen⸗Bissen.* . Wilich dann mein Elend lin⸗ dern, und erleichtern meine Noth, ö bey der Welt und ihren Kindern, 36 Advents⸗Lieder und fall ich vollends in den Koth: Sa/⸗ ist Trost, der mich betruͤbt, Freude die mein Ungluͤck liebt, Helser, die mir Hertzleid machen, gute Freun⸗ de, die mein lachen. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht Kraftloß war: Habh ich Hoheit; die ist fluchtig: Hab ich Reichthum zwas ists mehr, als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie werth? Was ist, das mich heut er⸗ freuet, das mich morgen nicht ge⸗ reuet.. e 6. Aller Trost, und alle Freude ruht in dir, HErr JEsu Christ; Dein Erfrenen ist die Weide, da man sich recht froͤlich ißt. Leuchte mir, o Freuden⸗Licht hehe mir mein Hertze bricht: Laß mich, Hrr, an dir erquicken, JESu, kom, laß dich erblickoo. : Freu dich, Hertz! du bist erhoͤ⸗ ret, jetzb jeucht er bey dinein, sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen seyn, und bereite dich ihm zu, gib dich gantz ʒu siner Ruh/ oͤfne dein Gemuͤth und See⸗ 304 4. was dich druͤck und quale.. 227 8. Siehst du, wie sich alles so⸗ tzet, was dir vor zuwider stund; bem Bue wie er dich ergetzet mit em Zucker süssen Mund, ey wie laͤst der grosse Drach all sein Thun und Toben nach: er muß aus dem Portheil ziehen, und in sei⸗ nen Absgrund fliehen. 9 Nun du hast ein süͤsses Leben, alles, was du willst, ist dein: Ehri⸗ stus, der sich dir ergeben, legt sein Reichthum bey dir ein. Seine Gnad it deine Kron, uud du bist sein Stuhl und Throu er hat dich in sich geschlossen, nennt dich sei⸗ nen Hausgenossen. 10. Seines Himmels guͤldne Decke spaunt er um dich rings her⸗ um, daß dich dort nicht mehr er⸗ schrecke deined Feindeslingestum, seine seine e ten dorthi auf de — S 2 — men, n scheint, nomme nieint; treu, ist daß dun dort en —— — I. Tim. Wort men ii selig z ECv. M. te uni aller We Seelen 3 mir selbst was dich wissend se 2. Deit und gruͤn wil dir i meinen S grunen, i⸗ eken un es kan un . Was meinem T und Seele eid?. nen, da F d bist du, ud hast m . Ich la Noͤmnst, ut th: Daß „Freude lfer, die eFreun· nichtig, oß waͤr: lüchtig: vas ists marmer heut er⸗ nicht ge⸗ ist sie Freude Christ; eide, da Leuchte ehe mir aß mich, IESu, bist erho⸗ ein, sein heiß ihn dhereite zu seiner ind See⸗ alles ses rstund⸗z ehhet mit „ey wie in Thun uß aus d in sei⸗ Leben, in: Chri⸗ legt sein Seine d du bist hat dich dich sei⸗ guͤldne nas her⸗ In er⸗ gestum, seine Advents Lieder. 37 seine Engel stellen sich dir zur Seis stund in Spott und Schanden, du ten: wenn du dich hier wilst oder komst, und machst mich groß, und dorthin wenden, tragen sie dich auf den Haͤnden. 11. Was du Boͤses hast began⸗ gen, das ist alles abgeschaft: GOt⸗ tes Liebe nimt gefangen deiner Suͤnden Macht und Kraft: Chri⸗ sti Sieg behaͤlt das Feld, und was Boͤses in der Welt sich wil wider dich erregen, wird zu lauter Gluͤck und Segen. 12. Alles dient zu deinem From⸗ men, was dir boͤs und schaͤdlich scheint, weil dich Christus ange⸗ nommen, und es treulich mit dir nieint; Bleibst du deme wieder treu, ists gewiß, und bleibt dabey, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. * ö Paul Gerhard. I. Tim. 1, 15. Das ist je gewißlich wahr, und ein theuer werthes Wort, daß JEsusChristus kom⸗ maen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen. ö . M. Hertzlich thut mich verl. ö Wi. soll ich dich empfangen, Mund wie begegn' ich dir?o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier! O JEsu! JEsul setze mir selbst die Fackel bey, damit, was dich ergoͤtze, mir kund und wissend sey. urn 2. Dein Zion streut dir Palmen und gruͤne Zweige hin: und ich wil dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn, mein Herte soll dir gruͤnen, im steten Lob und Preis, und deinem Namen dienen, so gut es kan und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leibs ud Seele sassen in ihrem groͤsten eid? Als mir das Reich genom⸗ nen, da Fried und Freude lacht, nud hast mich froh gemacht. Ich lag in schweren Banden, koͤmst, und machst nrich los z ich hebst mich hoch zu Ehren, und schenckst mir grosses Gut, daß si nicht laͤst verzehren, wie irdis⸗ Reichthum thut. . Nichts, nichts hat dich getrie⸗ ben zu mir vom Himmels Zelt, als das geliebte Lieben, womit du alle Welt, in ihren tausend Plagen und grossen Jammer ⸗Last, die kein Mund kau aussagen, so vest um⸗ fangen hastt. 6. Das schreib dir in dein Her⸗ tze, du hochberruͤbtes Heer, bey denen Gram und Schmertze sich haͤuft je mehr und mehr: seyd un⸗ verzagt, ihr habet die Huͤlfe vor der Thür; der eure Hertzen labet und troͤstet, steht allhier. 7. Ihr duͤrft euch nicht bemuͤ hen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er koͤmt, er koͤmt mit Willen, ist voller Lieb undLust, all Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewust. 1 8. Auch duͤrft ihr nicht erschre⸗ cken vor eurer Sunden⸗Schuld; Nein, JEsus wil sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er koͤmnt, er koͤmt den Suͤndern zu wahrem Trost und Heil, schaft, daß bey GOttes Kindern verbleib ihr Erb und Theil. ö 9. Was fragt ihr nach dem Schreyen der Feind' und ihrer Tuͤck? Der HErr wird sie zerstreu⸗ en in einem Augenblick. Er koͤmt, er koͤmt, ein Koͤnig, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seynd. 10. Er komt zum Weltgerichte/ zum Fluch, dem, der ihn fucht;“ mit Gnad und suͤssem Lichte, dem, der ihn liebt und sucht. Ach kom, à bist du, mein Heil, kommen, ach kom, o Soune! und hohl uns Alzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freuden⸗Saal. ö Paul Gerhard. C 3 Weyh⸗ I 2— Weyhnachts⸗Lieder, erben. 9—0 IEsu Ebr. 2, 6. Er nimt nirgend die E. 68. Mel. Liebster WEsu wir sind Idam hat im Paradies seinen Bund mit GOtt gebrochen: Gott, der ihn doch nicht verstieß, hat un koiureuseenen Famen, Und nun koͤmt in seinem Namen, der verlangte Weibes⸗Saamen. 2. Kom, mein Helfer in der Noth! kom, o Heiland aller Sun⸗ der! du wirstgensch/ und bist auch GOtt, fuͤr uns arme Menschen⸗ Kinder: Denn wer koͤnte sonst er⸗ retten, wenn wir keinen JEsum haͤtten? 4½½. Aber GOttl was bin ich doch, daß durdeinen Sohn mir giebest? reicht die Guade schon so hoch, wenn du deine Feinde liebest Zwas wird sie denn tuͤnftig geben denen, die in Christo leben? 4. Daß du Menschen hast ge⸗ macht, hat dich ja vor dem gereu⸗ et: wer hats denn zuwege bracht, daß sich nun dein Hertze freuet, wenn man deinen Sohn auf Er⸗ den sieht zu einem Menschen werden ¶I. Ist die Krippe nicht zu schlecht? Ist der Stall nicht zu geringe? Wird mein Gott ein armer Knecht, daß er mir den Segen bringe? O HErr JEsu! dein Be⸗ ginnen uͤbersteiget alle Sinnen. 6. Nimst du nicht die Engel an, die sich auch von dir verlohren? was hat denn der Mensch gethan, daß du nur fuͤr ihn gebohren? Was kan Fleisch und Blut dir geben, daß wir sollen ewig leben? 6. Auf mein Hertz! hier ist dein Gott, heiß ihn tausendmal will⸗ kommen: Deine Suͤnde, deinen Tod hat er schon auf fich genom⸗ men: kuͤnftig wird er fuͤr dich sterben, und du wirst den Himmel Weyhnachts⸗ Lieder, von der Ge Christi. In e 8. Drum so dancke, wer da kan, Gott, dem Vater aller Gnaden; betet seinen Heiland an, der uns hilft aus allem Schaden: Ehre sey Gott in der Hoͤhe, und des Sa⸗ tans Reich vergehe. 69. M. Singen wir aus ertzen ls Christus gebohren war, nd sungen mit Haufen schoͤnꝛ Gottes Sohn ist Mensch gebohrn, hat versoͤhnt seins Vaters Zorn: 3. Die Hirten erschracken gantz von der Engel hallem Glantz, hoͤr⸗ ten froͤlich neue Maͤhr, daß Chri⸗ us vorhanden war. Sohn ist Mensch gebohrn ꝛce. — eingehuͤllt in Windelein, wie der Engel hat vermeldt/ welches traͤgt die gantze Welt. GOttes Sohn ist Mensch gebohrn, hat versoͤhnt des Vaters Zorn: Freu sich dem ꝛc. 4. Sie funden das Kindlein zart liegen in der Krippen hart/ bey dem Vieh im finstern Stall, welch's Sohn ist Mensch gebohrn ꝛc. 5. Aus der Mutter Brust so GoOttes Sohn ist Mensch ꝛc4. last uns preisen allezeit, in Gottes⸗ furcht und Glanben rein, mit Ge⸗ duld gehorsam seyn. Gottes Sohn ist Mensch gebohrn, hat ver⸗ soͤhnt seins Vaters Zorn: Freu ist kommen zu suchen und selig ꝛ6 —— 70. M Luc. 2, 14. CEhre sey GOtt in der rein, naͤhret sich das Kindelein, welch's durch sein goͤttliche Kraft allem Vieh sein Futter schaft. burt freute sich der Engel Schaar, Ehr sey GOtt im hoͤchsten Thron. Freu sich dem sein Sůnd ist leid. Gottes 3. Sie suchten das Kindelein, die Stern geschaffen all. GOttes 6. Solch grosse Barmhertzigkeit sich, dem sein Sund ist leib. mich. Weiß Luc. 19, 10. Des Menschen Sohl aus des 22——— dazu w' der alt du mir urt er da kan, Gnaden; der uns Ehre sey des Sa⸗ tt in der sHertzen ren war, Schaar, en schoͤnꝛ nThron. gebohrn, rs Zorn: vist leid. cken gantz lantz, hoͤr? daß Chri⸗ GoOttes nre rindelein, n, wie der ches traͤgt 6 Sohn ist rsoͤhnt des dem ꝛc. dlein zart Brust so chꝛe. hertzigkeit in Gottes⸗ n, mit Ge⸗ 6ft rn, hat ver⸗ Freu W nd selig 70. M von der Geburt JEsu Christi. 39 70. M. Allein Gœtt in der Zoͤh. uf! freuet euch von Hertzens⸗ Grund, ihr, die ihr war't ver⸗ lohren: nun wird das grosse Wun⸗ der kund, daß GOtt ist Mensch ge⸗ bohren; Er bringt das Heil von o⸗ ben her, da alles noch im Tode wuͤr, wenn er nicht waͤr erschienen. 2. Er ist das Wort, so alles schaft, das alles haͤlt und traͤget; der schoͤne Glautz, die ew' geKraft, ohn welches sich nichts reget. Und dis ist, was uns koͤmt zu gut; nun kan er unser Fleisch uud Blut ver⸗ soͤhnen und erneuen. 3. Er ist des ewgen Vaters dochln von Ewigkeit gezeuget: doch sieh, wie er von seinem Thron zu uns hernieder steiget, mit un⸗ serm schwachen Fleisch sich paart, auf daß in uns die goͤtlich Art můg angerichtet werden. 10 4. Der Menschen Haufe lag im Grab, zum Guten gantz erstorben: drum komt das Leben selbst herab, daß die, so gantz verdorben im schoͤnen Rock des Heils verhuͤllt, mit neuer Lebenskraft erfuͤllt, den Tod besiegen koͤnnen. . Und weil die Welt mit finstrer Nacht gantz uͤberdecket stunde; weil sie nicht selbst aus eigner Macht das Licht erwecken kunte: so komt das unumschraͤnckte Licht, und wil mit hellem Angesicht in aller Hertzen leuchten. 6. Wie bleibst du denn, o Men⸗ schenkind in deinen Suͤnden lie⸗ gen? wie bist du doch so starr und blind, und laͤst dich so betruͤgen? Ey folge deiner Traͤgheit nicht: er wil dir Leben, Kraft und Licht aus seiner Fuͤlle schencken. . Hier ist mein Hertz, o JEsu Christ, der du bist Licht undLeben, ach! mach es, wie dein Hertze ist, dazu wil ich dirs geben: Ach heil der alten Schlangen⸗Biß, treib aus des Todes⸗Finsterniß, so bist Rom. 9/ y. Christus koͤmt her aus 71. M. Vom mllento hoch da. hristum wir sollen loben schon, der reinen Magd Marien Sohn, so weit die liebe Sonne acht. und an aller Welt Ende reicht. 2. Der selge Schoͤpfer aller Ding zog an ein's Knechts Gestalt ge⸗ ring, daß er das Fleisch durchs Fleisch erwuͤrb, und sein Geschoͤyf nicht all's verdürb. 8 3. Die sich int Gnad vom Him⸗ mel groß sich in die keusche Rut⸗ ter goß, ein Maͤgdlein trutzein heimlich Pfand, das der Natur war unbekandt. HAint 4. Das zuͤchtig Haus des Her⸗ tzens zart, gar bald ein Tempel Ottes ward; die kein Mann ruͤhret noch erkannt, von Gottes Wort man schwanger fand. 5. Die edle Mutter hat gebohrn, den Gabriel verhieß zuvoru, den Sanet Johann mit Springen ꝛeigt/da er noch lag in Mutter Leib. 6. Er lag im Heu mit Armuth groß, die Krippen hart ihn nicht verdroß: es war ein kleine Milch sein Speis, der nie kein Voͤglein hungern ließ.— 7. Des Himmels Chor sich fuen⸗ en drob, und die Engel singen Gott Lob, den armen Hirten wird vermeldt der Hirt und Schoͤpfer aller Welt. ö 5. Lob, Ehr und Danck sey dir gesagt, Christ, gebohrn von der reinen Magd, mit Vater und dem Heilgen Geist, von nun an bis in wigkeit. D. M. Luther. Joh. 8, 58. Abraham euer Vater. 2. In eigener Melodey. D.ũ Tag der ist so Freudenreich aller Creature: Denn Got⸗ tes Sohn vom Himmelreich uͤber die Nature, von einer Jungfrau ist gebohrn: Maria, du bist auser⸗ kohrn, daß du Mutter werdest. du mir Meusch worden. WMas geschah so wundorlich, GOr⸗ tes 40 weyhnachts⸗Lieder, tes anh vom Himmetreich der ist Mensch gebohren. Ein Kindelein so loͤbelich ist uns gebohren heute, von einer Jungfrau suberlich,zu Trost uns armen Leutoͤn Waͤr uns das Kind⸗ lein nicht gebohrn, so waͤrn wir all⸗ zumal verlohrn, das Heil ist unser aller. Ey du sälthdemn Christ, der Tod oH du Menseh gebohren bist, behut uns für der Holle. 3. Als die Sonn durchscheint das Glas mit ihrem klarenSchei⸗ ne/ und doch nicht versehret das, so mereket allgemeine: zu gleicher Weis gebohren ward von einer Jungfrau rein und zart GOttes Sohn, der werthe. In einer Kriyy ward er gelegt, grosse Marter fuͤr uns tragt allhier auf dieser Erden. 4. Die Hirten auf dem Felde warn erfuhren neue Maͤhre von den Engelischen Schaarn, wie Christ gebohren waͤre, ein Koͤnig über alle Könge groß: Herodes Die Red gar sehr verdroß, aussaudt er seine Boten. Ey! wie gar ein falsche List erdacht er wieder JE⸗ sum Christ, die Kindlein ließ er toͤdten. D. M. Auther. Joh. 1, 14. Das Wort ward Fleisch. Z. M. Nun dancket alle Ytt. u wesentliches Worr, vöom An⸗ fang her gewesen, du GOtt von Gott gezeugt, von Ewigkeit erlesen zum Heil der gantzen Welt, o mein HErr JEsu Christ, will— kommen, der duů mir zum Heil ge⸗ bohren bist. ö 3. Kom, o selbstaͤndiges Wort, und sprich in meiner Seelen, daß mirs in Ewigkeit an Trost nicht solle fehlen: im Glauben wohn in mir, und weiche nimmer nicht, laß mich auch nicht von dir ab⸗ weichen schoͤnstes Licht. 3. Du, wesentliches Wort, warst bey GOtt, eh geleget der Grund der grossen Welt, da sich dein Hertz beweget zur Liebe gegen mir: ja du warst selber GOtt, damit du machst im Fieisch Suͤnd, Hoͤll und Tod zu Sport. 4. Was hat,/ o JEsu, dich von An⸗ fang doch bewogen/ was hat vons Himmelsthron dich in die Welt gezogen? Ach! deine grosse Lieb, und meine grosse Noth, hat deine Glut entflamt, die staͤrcker als der To . Du bist das Wort, wodurch die gantze Weͤlt formiret, denn alle gefuͤhret; ach! so bin ich, mein Heil/ auch dein Geschoͤpf und Gab, der alles, was ich bin, von dir em⸗ pfaugen habh. ö 6. Gib, daß ich dir zum Dienst mein gantzes Hertz ergebe, auch dir allein zum Preis auf dieser Erden lebe. Ja, JEsu, laß mein Hertz gantz neu geschaffen seyn, und dir bis in den Tod gewidmet seyn allein. +.— . Laß nichtes in mir seyn, was du nicht hast geschaffen, reut alles Unkraut aus, und brich des Fein⸗ des Waffen. Was boͤs, ist nicht von dir, das hat der Feind gethanz du aber fuͤhr mein Hertz und Fuß auf ebner Bahn. Licht des Lebens, ach! laß an mir dein'n Glautz, mein GOtt, nicht seyn vergebens! Weil du dasLicht der Welt, so sey meinvebens⸗Licht, o JEsu! bis mir dort dein Son⸗ nen⸗Licht anbricht. L. Laurentti. Tob. 9/2. Wenn ich mich dir selbst 7⁴. M. Du bist ein Mensch, das Enmunrre dich, miein schwacher Geist, und trage groß Verlan⸗ gen, ein kleines Kind, das Vater heist, mit Freuden zu empfangen. und menschlich Wesen an si uahm, dadurch dieelt mit Treu⸗ en als seine Braut zu freyen. Dinge sind durch dich ans Licht 8. Das Leben ist in dir, und alles — —7 Dis ist die Nacht, darin es kam,. 2. Willkomm'n, o süsser Braͤutiꝰ⸗ gam, du Koͤnig aller Ehren! wil⸗ komm'n/o JEsuSOttes Lam lich wil von der Seburt JEsu Christi. 1d, Hoͤll h von An⸗ hat vons sse Lieb, hat deine er als der wodurch denn alle ser Erden ein Hertz u, und dir met seyn seyn, was usch, das schwacher Verlan⸗ as Vater es kam, an sich mit Treu⸗ e:yen. „Braͤuti⸗ ren! wil Lam lich wil mil dein Lob vermehren: ich wil dir all mein Lebenlang von Her⸗ tzen sagen Preis und Dauck, daß du, da wir verlohren, fuͤr uns bist Mensch gebohren. 3. O grosser GS Ott! wie kont es seyn, dein Himmelreich zu lassen, zu kommen in die Welt hinein, da nichts denn Neid und Hassen? wie kontest du die grosse Macht, dein Koͤnigreich, die Freuden⸗Pracht, ja dein erwůnschtes Leben, fuͤr sol⸗ che Feind hingeben]/ 4. Ist doch, HErr JEsu, deine Braut gantz arm und voller Schanden, noch hast du sie dir selbst vertraut, am Creutz in To⸗ des⸗Banden! Ist sie doch nichts, als Ueberdrieß, Fluch, Unflat, Tod und Finsterniß; noch darfst du ih⸗ rentwegen den Seepter nieder⸗ legen.* 5. Du Fuͤrst und Herrscher die⸗ ser Welt, du Friedens⸗Wieder⸗ bringer, du kluger Rath und tapf⸗ rer Held, du starcker Hoͤllenzwin⸗ ger] wie ist es moͤglich, daß du dich erniedrigest so jaͤmmerlich, als waͤrest du im Orden der Bettler Mensch geworden. 6. O grosses Werck o Wunder⸗ Nacht, dergleichen nie gefunden! du hast den Heiland hergebracht, der alles uͤberwunden: du hast ge⸗ bracht den starcken Mann, der Feu'r und Wolcken zwingen kan, vor dem die Himmel zittern, und alle Berg erschüͤttern. 7. O liebes Kind lo suͤsser Knab! holdselig von Geberden, niein Bru⸗ der, den ich lieber hab, als alle Schaͤtz auf Erden! Kom Schoͤn⸗ ster, in mein Hertz hinein, kom ei⸗ lend, laß die Krippen seyn: kom, kom, ich wil bey Zeiten dein Lager dir bereiten. 8. Sag an, mein Hertzens Braͤu⸗ tigam, mein Hofnung, Freud und Leben, mein edler Zweig aus Ja⸗ eobs: Stam, was soll ich dir doch geben? Ach nim von mir Leib, Seel und Geist, ja alles, was Mensch ist und heist: ich wil mich gantz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben. ů 2. Lob, Preis und Danck, HErr JEsu Christ, sey dir von mir ge⸗ sungen, daß du mein Bruder wor⸗ den bist, und hast die Welt bezwun⸗ en; Hilf/ daß ich deine Guͤtigkeit ets preis' in dieser Gnaden⸗Zeit, und moͤg hernach dort oben in C⸗ wigkeit dich loben. Joh. Rist. Phil. 4 4. Freuet euch in dem H. In oigener Melodey. reuet euch, ihr Christen alle, freue sich, wer immer kan, Gott hat viel an uns gethan. Freuet euch mit Shaencht Schalle, daß er uns so hoch geacht, sich mit uns befreundt gemacht. Freude, Freude, uͤber Freude; Christus wehret allemveide( Wonne, Won⸗ ne, über Wonne! Er ist die Gena⸗ den⸗Sonne. ö 2. Siehe, siehe, meine Seele, wie dein Heiland koͤmt zu dir, brennt in Liebe fuͤr und fuͤr, daß er in der Krippen⸗Hoͤle harte lieget, dir zuů gut, dich zu loͤsen durch sein Blut. Freude, Freude uͤber ꝛe. 3. JEsu! wie soll ich dir dan⸗ cken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herruͤhr: So laß mich von dir nicht wancken; Nim mich dir zu eigen hin: So empfin⸗ det Hertz und Sinn. Freude zꝛe. 4. JIEsu, nim dich deiner Glie⸗ der ferner in Genaden an, scheu⸗ cke, was man bitten kan, zů erqui⸗ cken deine Bruͤder: Gib der gan⸗ tzen Christen · Schaar Friede und und ein seligs Jahr! Freude, Freu⸗ de, uͤber Freude! Christus wehret allem eide: Wonne, Wonne uͤber Wonne! Er ist die Genaden⸗Son⸗ ne. M. Christian Reymann. Luc. 2, 10.11. Siehe, ich verkuͤnd. 76. Mel. Warum sollt ich mich. Fues soll mein Hertze springen dieser Zeit, da vor rend alle C Eugel er nicht Mensch worden: Haͤtt' er Lust zu unserm Schaden, ey so den, der von Liebe brennet, schaut 2 Weyhnachts⸗Lieder, Engel singen: Hoͤrt, hoͤrt, wie mit vollen Choren alle Luft laute ruft: Christus ist gebohren! 3. Heute geht aus seiner Kam⸗ mer Gottes Held, der die Welt reist aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir Mensch, zu gute: GOttes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Solt uns GOtt nun koͤnnen hassen, der uns giebt, was er liebt über alle massen? GOtt giebt, un⸗ serm Leid zu wehren, seinem Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 10. Wer sich fuͤhlt beschwert im Hertzen, wer empfindt seine Suͤnd und Gewissens⸗Schmertzen, sey getrost hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergisten Wunden. II. Die ihr arm seyd und elen⸗ de, komt herbey, fuͤllet frey eures Glaubens Haͤnde: Hier sind alle wüt⸗ Gaben, und das Gold, da ihr olt euer Hertz mit laben. I2. Suͤsses Heil, laß dich umfan⸗ gen, laß mich dir, meine Zier, un⸗ verruͤckt anhangen: du bist meines Lebens Leben, nun kan ich mich 4. Solte von uns senn gekehret, der sein Reich und zugleich sich felbst uns verehret? Solt uns Gottes Sohn nicht lieben, der itzt koͤmt, von uns nimt, was uns wil betruͤben?* 5. Haͤtte vor der Meuscheu Or⸗ den unser Heil einen Greu'l, waͤr wuͤrd unsre Buͤrd er nicht auf sich laden. 6. Er nimt auf sich, was aufEr⸗ den wir gethan, giebt sich an, un⸗ ser Lam zů werdenʒ unser Lam/ has fuͤr uns stirbet, und bey GOtt, fuͤr * Tod, Gnad und Fried erwir⸗ et.. muia 7. Nun, er liegt in seiner Krip⸗ yen, ruft zu sich, mich und dich, spricht mit suͤssen Lippen: Lasse fahrn, olieben Bruͤder! was euch guaͤlt, was euch fehlt, ich bring al les wieder. 8. Ey,/ so komt/ und last uns lau⸗ fen, stellt euch ein, Groß und Klein, eilt mit grossen Haufen; Liebt den Stern, der euch gern Licht und Labsal goͤnnet. ö 9. Die ihr schwebt in grossen Leiden, sehet, hier ist die Thuͤr zn den wahren Freuden: Fast ihn wohl, er wird euch fuͤhren an den Ort, da hinfort euch kein Crentz wird ruͤhren. durch dich wohl zufrieden geben. 1. Meine Schuld kan mich nicht drůcken, denn du hast meine Last all auf deinen Ruͤcken, kein Fleck ist an mir zu finden, ich bin gar rein und klar aller meiner Suͤnden. 14. Ich hin rein um deinet wil⸗ len, du giebst guug Ehr und Schtuuck, mich darein zu huͤllen: Ich wil dich ins Hertze schliessen, o mein Ruhm, edle Blum, laß dich recht geniessen. 15. Ich wil dich mit Fleiß be⸗ wahren, ich wil dir, leben hier, dir mil ich abfahren. Mit dir wil ich endlich schweben, voller Freud, ohne Zeit, dort im andern Leben. Paul Serhard. 2. Cor. 8, 9. Ihr wisset die Gnade In eigener MRelodey. Gudet seyst du, JEsu Christ, daß du Mensch gebohren bist von einer Jungfrau, das ist wahr, deß freuet sich der Engel⸗Schaan, Kyrieleis. 2. Des ew'gen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt: in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ew'ge Gut, Kyrieleis. 3. Den aller Welt ⸗Kreiß nie be⸗ schloß, der lirgt inMarien Schooß, er ist einKindlein worden klein, der alle Ding erhaͤlt allein. Kyrieleis. 4. Das 1 ö vert im Suͤnd n, sey der in rgisten id elen⸗ y eures ind alle da ihr umfan⸗ ier, un⸗ meines ch mich heben. umich t meine yn, kein ich bin meiner et wil⸗ yr und huͤllen: essen, o aß dich leiß be⸗ en bist wahr, schaan, einig ypen ch und ew'ge nie be⸗ doß, tu, der ieleis. Das von der Seburt JEsu Christi. 42 4. Das emwꝰge Licht geht daher⸗ ein, giebt der Welt einin neuen Schein: es leucht wohl mitten in der Nacht, und uns des Lichtes Kinder macht, Kyrieleis. 5. Der Sohn des Vaters, GOtt von Art, ein Gast in der Welt hie ward: Er fuͤhrt uns aus dem Jammerthal, und macht uns Erb'n in seinem Saal, Kyrieleis. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm, und in dem Himmel mache reich, und seinen lieben Engeln gleich, Kyr. . Das hat er alles uns gethan, een grosse Lieb zu zeigen an: deß reut sich alle Christenheit, und danckt ihm deß in Ewigkeit, Ky⸗ rieleis. D. M. Auther. Joh. 17,3. Das ist das ewigeveben 78. M. Err Gott nun sey gep. Err Christ, der ein ge GOttes Sohn Vaters in Ewigkeit, aus seinem Hertzen hi: Cris leichwie geschrieben steht: Er ist er Morgensterne, sein'n Glantz streckt er so ferne vor andern Ster⸗ nen klar. 2. Füͤr uns ein Mensch gebohren im letzten Theil der Zeit, derMut⸗ ter unverlohren ihr Jungfraͤulich Keuschheit; den Tod füͤr uns zer⸗ brochen, den Himmel aufgeschloß sen, das Leben wiederbracht. 3. Laß uns in deiner Liebe und Erkaͤntniß nehmen zu, daß wir im Glauben bleiben, und dienen im Geist so, daß wir hie moͤgen schmecken dein Sůßigkeit im Her⸗ tzen, und duͤrsten stets nach dir. 4. Du Schöopfer aller Dinge, du vaͤterliche Kraft, regierst von End zu Ende, kraͤftig aus eigner Macht: das Hertz uns zu dir wen⸗ de, und kehr ab unsre Sinne, daß sie nicht irr n von dirt. 5. Ertoͤdt uns durch dein Guͤte, erweck uns durch dein' Gnad: den alten Menschen kraͤncke, daß der neu leben mag wohl hier auf dieser Erden, den Sinn und all Begehr⸗ den und Gedancken haben zu dir. Hohel. 3, 3. Habt ihr nicht ges. 79. M. Mir nach spricht Christ. ier liegt, den meine Seele liebt, nun darf ich nicht mehr klagen, wenn mich die schnoͤde Welt betruͤbt, mir anthut Schmach und Plagen: im Herzen lieget mir dis Kind, bey dem man Trost und Rettung findt. 2. Es scheint ja zwar ein schwa⸗ ches Kind, liegt als in einer Krip⸗ pen, im Stall, und wo man Un⸗ flath findt, doch seine suͤsse Lippen, die blasen aus in mir den Geist, der mir den Weg zum Leben weist. 3. Raͤum auf, mein Hertz, nim willig an dein Ereutz, das dir ge⸗ bühret, dis Kind, das dich erfreu⸗ en kan, und deine Seele zieret! O drůͤck es vest an deine Brust, und laß es siets seyn deine Lust. 4. O wachse doch, du werthes Kind, in mir nach deiner Guͤte Kindin dem man einig findt, das trͤstliche Gemuthe; Laß mi auswachsen auch in dir, und mi mit deiner Tugend zier. g. Du hast dich ja in Ewigkeit allhie mit mir vermaͤhlet, und mir daraufGerechtigkeit und Unschuld zugezaͤhlet: Drum scheu ich dein Gerichte nicht, weil du im Tode bist mein Licht. ö ö 6. So nimst du nun dagegen an das alles, was ich habe: Du zahlst, was ich nicht zahlen kan, und holst mich aus dem Grabe. Fuͤr Duͤrt⸗ tigkeit giebst du mir dich, und mit dir alles ewiglich. . Du wirst schwach, daß ich sey ein Mann, hier ritterlich zu kam⸗ pfen, du ninist inein gantzes Elend an, um meine Noth zu daͤmpfen. Ich kan es alles sagen nicht, was du mir worden bist, mein Licht. 8. Du bist mein All's, was wil ich mehr in diesem kurtzen veben? Dort werde schanen ich dein Ehr, wenn daß du mir wirst geben, das, 1½0½ was Weyhnachts⸗Lieder, was ich hie in Furcht und Voth, muß suchen bis in meinen Tod. 9. Dis eine wil ich bitten noch: Du wollest von mir wenden dis schwer⸗gespante Suͤnden⸗Joch, und dis mein Elend enden: Ach laß mich weiter nicht dran ziehn, und ja der Lust⸗ Seuch bald ent⸗ fliehn. ö 10.So werd ich voller Trost und Freud in meinem Elend werden, vergessen all mein gantzes Leid, und zeitliche Beschwerden, wenn auch du koͤmmest zum Gericht, wirst du mich deun verdammen nicht.——. 11. Das hilf uns allen, o HErr Christ, der du dazu gebohren, und unser einger Heiland bist, daß nie⸗ niand sey verlohren, der sich be⸗ kehrt, und dir vertraut, und in ihm deine Liebe baut. ö Ebr. 10, 5. 6. 7. Darum, da er in 80. Niel. Lobe den Erren, den Kuaust du nun, JEsu, vom Him⸗ Wmel herunter auf Erden Soll nun der Himmel und Erde verei⸗ uget werden? Ewiger GOtt! kan dich mein Jammer und Noth bringen zu Menschen⸗Geberden. 3. Was ich in Adam und Eva durch Sterben verlohren, hast du mir, JEsu, durchLeben undveiden erkohren; gutiger GOtt! alle mein 19% hre Noth endet ich, da du gebohren.. 15 Teufel, Tod, Hoͤlle, die zuͤr⸗ nen, und halten zusammen, wollen mich Suͤnder verschlingen und gaͤutzlich verdammen: Maͤchtiger GOtt! wende den Jammer und Noth, tilge die hoͤllischen Flam⸗ men. 4 4. Gib mir, o JEsu! nur heili⸗ ge gute Gedancken, halte die Glie⸗ der des Leibes in heiligen Schran⸗ cken: Heiliger GOtt! laß mich nach deinem Gebot hertzlich im Glauben dir dancken. g. Fuͤhre mich endlich, o JEsu! ins ewige Leben, welches du allen, die glaͤuben, versprochen zu geben, da ich bey GOtt, ohne Noth, Jammer und Tod, ewig in Freu⸗ den kan schweben. ö ö M. C. F. Nachtenhoͤfer. Phil. 2, 5. JIEsus Christus, ob er 81. Mel. Ich singe dir mit Hertz Lobt 60 DT, ihr Christen allzu⸗ gleich, in seinem hoͤchsten Throͤn, der heut aufschleust sein Himmelreich, und schenckt uns sei⸗ nen Sohn, und schenckt uns seinen Sohn. . Er koͤmt aus seines Vaters Schooß, und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß, in einem Krippelein. 3. Er aͤussert sich all seiner G'walt, wird niedrig und gering, und nimt an sich ein's Knechtsge⸗ stalt, der Schoͤpser aller Ding. 4. Er liegt an seiner Mutter⸗ Brust, ihr Milch die ist sein Speis/ an dem die Engel sehn ihr Lust/ denn er ist Davids Reis, m: F. Das aus sein'm Stam ent⸗ spriessen sollt in dieser letzten Zeit/ durch welchen Gott aufrichten wolt sein Reich, die Christenheit 6. Er wechselt mit uns wunder⸗ lich/ Kuebe und Blut nimt er an, und giebt uns in sein's Vaters Reich, die klare Gottheit dran, . Er wird ein Knecht, und ich ein Herr: das mag ein Wechsel seyn! wie koͤnt es doch seyn freund⸗ licher das Hertze JIEsulein 2:, 8. Heut schleust er wieder auf die Thuͤr zum schoͤnen Paradeis, derCherub steht nicht mehr dafür: Gott sey Lob, Ehr und Preis.: Nic. Jerrmann. Ebr. 2, 17. Er muste allerding ꝛc. 3a. M. Wir Christen⸗Ceut habn Os Nen Christ, dein Kripplein ist mein Varadies, da meine Seele weidet. Hier ist der Ort, hier liegt das Wort, mit unserm Fleisch persöͤnlich angekleidet. 2. Dem Meer und Wind gehor⸗ v. ut ae ui n und wé niix un mein 7. 2 du auck laß di Gotte so kans muß di 8. G hoch er gefüͤhre nicht n ligkeit —9.—4 dein Fl Wolcke sich/ Lie in Angs 15.— dahin, len Tr⸗ her, un Kripple sinden. IR b u geben, Noth/ u Freu⸗ nhoͤser. , ob er it Hertz in allzu⸗ oͤchsten ist sein uns sei⸗ s seinen Vaters indlein Speis/ hr Lust/ 7 V am ent⸗ n Zeit/ ichten heit 2: Under⸗ er an, Vaters von der Seburt JeEsu Christi. 45 sam sind, giebt sich zum Dienst, und wird ein Knecht der Sünder. Du Gottes Sohn wirst Erd und Thon, gering und schwach, wie andre Menschenkinder. 3. Du hoͤchstes e, hebst unser Blut in deinem Tyron hoch uͤber alle Höhen. Du ew'ge Kraft, machst Bruͤderschaft mit uns, die wir wie Dampf und Rauch verge⸗ En. 4. Was wil und nun zuwider thun der Seelen⸗FJeind mit allem Gift und Gallen? Was wirft er mir und andern fuͤr, daß Adam ist, und wir mit ihm gefallen? mein Freund, mein Fleisch und Blut, hoch in dem Himmel dro⸗ ben. Was du gefalit, das hat der Held aus Jacobs Stam zu grosser Ehr erhoben. 190 Sein Licht und Heil macht alles heil: Der Himmels⸗Schatz bringt allen Schaden wieder: Der Freuden⸗Quell, Immanuel, H t Teufel, Hoͤll und all ihr bich darnieder. ö . Drum frommer Christ, wer du auch bist sey gutes Muths, und laß dich nichts betrüben: weil Gottes Kind dich ihm verbindt, so kans nicht anders seyn, GOtt muß dich lieben.— 8. Gedencke doch, wie nerdich 6 0 er uͤber allen Jamimer die gefüͤhret, der Engel Heer ist selbst nicht mehr, als eben du, mit Se⸗ ligkeit gezieret. . Du sichest ja fuͤr Augen da dein Fleisch und Blut die Luft und Wolcken lencken. Was wil doch sich/(ich frage dich/) erheben, dich in Angst und Furcht zu sencken? 10. Dein bloͤder Sinn geht oft dahin, ruft Ach und Weh! laͤst al⸗ len Trost verschwinden. Komin her, und richt dein Angesicht zum Kripplein Christi, da da wirst dus sinden. ö 11. Wirst du geplagt; sey un⸗I verzagt, dein Bruder wird dein Bitten nicht verschmaͤhen: Sein Hertz ist weich und Gnaden⸗reich, h unser Leid nicht vhne Thranen sehen. 12. Trit zu ihm zu, such Huͤlf und Ruh er wirds so machen, daß du ihm wirst dancken: Er weiß und kennt, was beist und brent, versteht wohl, wie zu Muthe sey dem Krancken. 3. Denn eben druͤm hat er den Grim des Creutzes guch am Leibe wollen tragen, daß seine Pein ihm moͤchte seyn ein unverruͤckt' Erin⸗ ö frung unsrer Plagen. Schweig, arger Feind, da sitzt 4. Mit einem Wort: Er ist die Pfort zu dieses und des andern Lebens Freuden: Er macht be⸗ hend ein selges End an alle dem, was fromme Christen leiden. . Laß aller Welt ihr Gut und Gesd, und siehe nur, daß dieser vest haͤlt, und nicht laͤst, den ehrt und kroͤnt er dort an Seel und Leibe. Haul Gerhard. 1. Joh. 4, 14. Wir haben gesehen. 3. M. Mein fFreund zerschuielzt .. die den Himmel hat errissen, die sich zuů mir ins Clend ur dich de was fuͤr ein Trieb hat dich bewegen müssen, der dich zu mir ins Jammerthal verwieß? Die Liebe hat es selbst gethan, sie schaut als Mutter mich in meinem Jammer an. 2. Die Liebe ist so groß in deinem Hertzen, daß du für mich das groͤste Wunder thust: Die Liebe macht dir meinetwegen Schmer⸗ en, daß, mir zu gut, du unter Dornen ruhst. O unerhoͤrter Lle⸗ bes⸗Grad! der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesencket hat. 3. Die Liebe ist mein Anver⸗ wandter worden, mein Bruder ist selöst die Barmhertzigkeit, der Gottheit Quell lebr nun in meinen Orden, die Ewigkeit vermaͤhlt sich mit 2—.——.. ——‚.‚.‚..8383 —.p—— Schatz dir bleibe: Wer den hie 46 wWeßyhnachts Lieder/ mit der Zeit, das Leben selbst ist Mensch gebohrn, der Glantz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verlohrn. . In ihm wird nun die Mensch⸗ heit gusgesoͤhnet, die Reinigkeit der Seelen wiederbracht, sie wird, als Braut der Gottheit, nun ge⸗ kroͤnet, da sie der Himmel selbst so angelacht; die Menschheit wird nun gantz erneut, und als ein rei⸗ ner Thron der Gottheit einge⸗ weyht. 25* 5. Sie Weisheit spielt nun wie⸗ der auf der Erden, dadurch das aradies im Menschen gruͤnt: nun oͤnnen wir aus Gott gebohren werden, weil die Geburt des HEr⸗ ren dazu dient: die wohlgebohrne Seele spuͤrt, daß sie ein ander nun ein Wohlgefallen spuhr. Eyhes. 3, 7. Und Christum zu w. trautes liebes JIEsulein, o Gott und Mensch, o Bruͤ⸗ derlein! daß du vom Himmel kommen bist, dein Lieb und Treu die Ursach ist. 5⁵ 2. Nimst an dich unser Fleisch und Blut, doch ohne Suͤnd', uns elend ein, auf daß wir reich und elig sc ö in acht, die du vom Himmel hast gebracht; laß unser Leib dein Kripplein seyn, und unser Hertz dein Kaͤmmerlein. ö 4. Steh bey in Noth, dem Teu⸗ Geist aus ihrem Ursprung ruͤhrt. 6. Kein Elend kan nun unser Hertz besiegen, Immanuel ist bey uns in der Noth: Ich darf ja nur die Gnaden⸗Quelle ruͤgen, so dient mir selbst das Elend und der Tod: der Jammer haͤngt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schaͤdlich werden kan. 7. Die Suͤnde kan mich auch von uns kehr, bis wir bey dik in ew'ger Freud bewahret seyn vor allem Leid Ebr. 2, 14. Wie die Kinderfleisch ö 8J. M. Ach was soll ich Suͤnder — denn des Vaters Wort und „Licht, das er aus sich selber spricht, bringet das Verlohrne wohl ist mir! daß ich in Christo 84. Mel. Vom Simmel hoch da. all'n zu gut, koͤmst zu uns arm und ö 8. eyn. +3 3. Lehr uns dein Wohlthat habin fel wehr, auch der Welt: Bosheit eyd ufrieden, lieben Bruͤber, nicht mehr verdammen, dieweil sie wieder, und in unser Fleisch und selbst durch ihn verdammet ist: Bein kleidet ihn die Lebe ein. was schaden nun der Seelen ihre 2. Hoͤret wie der Engel Orden 5. den, di zu des derum uns u der se 6. N sich ni lauter diesem und Pu gemae 7. N dringet Wille g ju erh uh, o . M.8 86. Me ns Vbohi auserko und wꝛ helf aus ist wund haben koͤnnen schenckt weggene und Mis Suͤnd u Flammen, weil Christi Blut und Wasser in sie fliest Immanuel loͤscht ihren Trieb, er last die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. 8. Ich habe eichhum.G Leben funden, viel Reichthum, Ehr und Wollust schenckt er mir, ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, den ich in mit mit Liebes⸗Wir⸗ ckung spuͤr; ich bin vergnuͤgt und gantz gestillt, weil mich der lautre Strom aus seiner Lieb erfuͤllt. 9.Auf, auf, mein Geist! vergiß die Trauer⸗Lieder, erfreue dich in In Liebes-Macht, des Him⸗B mels Kraft und Glantz bestrahlt dich wieder, und der Verlust ist voͤllig wiederbracht. O ewig,ewig in den Luͤften sich erfreun, und wie halb erstaunet seyn, daß das Wort 6 Fleisch geworden daß man Ottes liebes Kind unter Adams Kindern findt. die Creaturen traͤgt, wurde auch, wie wir, formiret, und der alle Ding erfuͤllt, wird in Windeln eingehuͤllt. 4 4. Werde auch in uns gebohren, und erleuchte du uns gantz, o du durchgebrochner Glantz! und dein Bild, das wir verlohren, kehre wieder bey uns ein, daß wir Men⸗ schen GOttes seyn. ö * 3. Der die Himmel aufgefuͤhret, und der Erden Grund gelegt, der ewig sey 3. Fre stenheit, wigkeit; List, dav Sey fo rein, zu Kindlein Es. 9, G. F. M. 5 ö 14 ns ist, ‚ Uem mit die L und wie auf, o Sc durch die men Me s 2. Esf von der Seburt JEsu Christi. 47 ————— 5. Uns verlaͤngt auf dieser Er⸗ den, durch der Liehe Wunderkraft, zu des Lichtes Buͤrgerschaft wie⸗ derum gebracht zu werden, daß uns unser Vaterland künftig wie⸗ der sey bekandt. ö 6. Wir verehren diese Liebe, die sich nun mit uns gepaart, o wie lauter und wie zart branntest du in diesem Triebe, da du uns an Licht und Pracht deinen Engeln gleich gemacht. 7. Nun dein Paradiefisch Leben dringet wieder in uns vor, und der Wille geht empor, deinen Namen zu erheben, wir geniessen deiner Ruh, o wie selig sind wir nu!/ %D. Chr. Fr. Richter. 1. M. 8/ 29. Dieser wird uns tr. 86. Mel. Vater Unser im Him. Uns ist ein Kindlein heut ge⸗ bohrn, von einer Jungfrau auserkohrn: Ein wahrer Mensch und wahrer Gott, daß er uns helf aus aller Noth: Sein Nam ist wunderbar und Rath durch ihn haben wir funden Gua. 2. Was haͤt uns GOtt mehr koͤnnen thun, dann daß er uns schenckt seinen Sohn? der von uns Seel Azu gehn aufGOttesWegen: ey unverzagt! Immanuel wird sei⸗ weggenommen hat all unsre Suͤnd und Missethat: Exloͤst uns von der Suüͤnd und Pein, darin wir solten ewig seyn. 32 ö 3. Freu dich, du werthe Chri⸗ stenheit, und danck es GOtt in E⸗ wigkeit; Haß aber alle Sund und List, davon du theu'r erloͤset bist: Sey fortan gottsfuͤrchtig und rein, zu Ehr'n dem neugeboͤhrnen Kindlein: ö Es. 9/ 6. Uns ist ein Kind gebohren 87. M. Allein GSOrt in der oͤh Un ist, uns ist ein Rind gebohrn, ein Sohn ist uns gegeben, da⸗ mit die Welt nicht wuͤrd verlohrn, und wieder moͤchte leben: merck auf, o Seele, schaue an, was GOtt durch diefes Kind gethan uns ar⸗ men Menschen ⸗Kindern. 3. Es spielt in seinemAngesicht, Vaters Klarheit, Lieb und Licht, er ist die wahre Sonne, die in der Finsterniß aufgeht, darin die gan⸗ ze Welt jetzt steht, um solche zu er⸗ leuchten. 3. Dis Kind hat maͤnnlich aufgo⸗ fast auf seinen zarten Rucken der gautzen Herrschaft schwere Last, und was uns pflegt zu druͤcken; ist etwas, das euch druͤckt und plagt, seyd nur getrost und unverzagt, er hats schon abgenommen. 4. Sein Name heisset Wunder⸗ bar: Gott wird ein Mensch, o Wunder! mit ihm komt auch die Engel⸗Schaar, macht sich in Luͤf⸗ ten munter: Nun soll durch dieses Wunderkind, das uns durch sich mit GOtt verbindt, die Welt ver⸗ soͤhnet werden. 5. Bist du, der Rath von noͤthen hat; wil dirs an Weisheit fehlen: dis Kind heist Rarh, ist groß von Thatz wenn du dich wirst vermaͤh⸗ len mit ihm/ wird er in Noth und Pein dein treuer Rath und Leit⸗ Stern seyn, der dich am besten fuͤhret. ö 5 6. Fehlt dirs an Kraft, o liebe ne Kraft beylegen: Er heissot Kraft, der alles thut, macht feurig Hertzen, Sinn und Muth, und staͤrcket die Krastlosen. 7. Fehlt dirs an Muth und Ta⸗ pferkeit, die Feinde zu bekriegen hier ist der Held, der in dem Streit dich nicht laͤst unterliegen: wer ihn hie an die Spitze stellt, der sieget und behaͤlt das Feld, er wird die Feind zerstreuen. 12˙45 8. Ein ewig Vater heist dis Kind, ein Vater der Verlohrnen, der solche wieder sucht gelind, nracht sie zu Neugebohrnenz er hat ein vaͤterlich Gemuͤth, voll Va⸗ ter Liebe, Treu unb Gůt' die ewig, ewig, waͤhret. ö r 9. Den mit reicher Lust und Wonne, des ——————————— ———..————— 5..—.—.—.—— —.—.———.—— 4 Weyhnachts⸗Lieder, 9. Den Frieden⸗Fuͤrsten nennt er sich, der dir den Fried erstreitet, darauf bey seiner Tafel dich zu Friedens⸗Guͤtern leitet: er macht d dein Hertz von Schrecken los, legt dich in seiner Liebe Schooß, da magst du sicher ruhen. ö 10. Drum freue dich, mein Hertz, in ihm, nim an, was GOtt gegeben, erhebe jauchzend deine Stim, preis ihn mit deinem Le⸗ ben. Er giebt sich dir, gib wieder⸗ um dich hin zu seinemEigenthum: so macht dis Kind dich selig. Joh. Erasm. Schmidt. Matth.3, 17. Siehe, eine Stimme 8S. Mel. Vom Himmel kam der Vinm Himmel hoch da kom ich her, ich bring euch gute neue Maͤhr, der guten Maͤhr bring ich Wül. davon ich sing'n und sagen wi 2. Euch ist ein Kindlein heut ge⸗ bohrn, von einer Jungfrau auser⸗ kohrn, ein Kindelein so zart und fein,/das soll eurꝰ Freud und Won⸗ ae seyn“. 3. Es ist der HErr Christ unser Goᷣtt, der wil euch fuͤhr'n aus al⸗ ler Noth, er wil eur Heiland sel⸗ ber seyn, von allen Sünden ma⸗ chen rein. 8* . Er bringt euch alle Seligkeit, die GOtt der Vater hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 3. So mercket nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind ge⸗ legt,das alle Welt erhaͤlt und traͤgt 6. Des last uns alle froͤlich seyn, und mit den Hirten gehn hinein, zu sehen, was Gott hat beschert, uns mit sein'm lieben Sohn ver⸗ ehrt. 10 Merck auf, mein Hertz, und sieh dort hin, was liegt dort in demKrippelein? Wes ist das schoͤ⸗ ne Kindelein? Es ist das liebe IE⸗ ulein. 8. Bis willkommen, du edler Gast, den Suͤnder nicht verschma het hast, und komst ins Elend her zu——80 wie soll ich immer dancken ir 9. Ach HErr, du Schoͤpfer aller Ding! wie bist du worden so ge⸗ ring, daß du da liegst auf duͤrren Graß,davon ein Rind und Esel aß 10. Und waͤr die Welt vielmal so weit, von Edelgestein und Gold bereit't; so waͤr sie dit doch viel u klein, zu seyn ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Sei⸗ den dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du Koͤnig so groß und reich herprangst, als waͤrs dein Himmelreich 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie al⸗ ler Welt, Macht, Ehr und Gut, fuͤr dir nichts gilt, nichts hilft, noch thut. ö ö 13. Ach mein hertzliebes JEsu⸗ lein! mach dir ein rein sanft Bet⸗ telein, zu ruhn in meines Hertzens⸗ Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 4. Davon ich allezeit frölich sey, zu springen, singen nmer frey, das rechte Susaninne schon, mit Hertzens⸗Lust den suͤssen Thon. V. Lob, Ehr sey Gott im hoͤch sien Thron, der uns schenckt seinen eingen Sohn, des freuet sich der EngelSchaar, und singet uns solch neues Jahr. D. M. Auther. Matth. 2,6. Du Bethlehem img. 87. Mel. Vom Simmel hoch da. om Himmel kam der Engel— Schaar, erschien den Hirten offenbar, sie sagten ihn'n: ein Kindlein zart, das liegt dort in der Krippen hart. 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkundigt hat, es ist der HErre JEsuscChrist, der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig froͤlich seyn, daß GOtt mit euch ist wor/ den ein, er ist gebohrn eu'r* ö un ... — sicht, an, de Trvst G bohren, kroͤst't, werden 2. Eit selbst w wahrer Jungfra von GO zu erloh 3. Die stus brin in diese ist GOtt ist, der u dammen 4. Di dem Ges⸗ der uns daß wir d der Euͤt chen Buůͤ . Ha singen wi Grunde; macht so sen soll'n Lue. 10, die da verschma⸗ Elend her r dancken oͤpfer aller rden so ge⸗ uf duͤrren Esel aß lt vielmal und Gold och viel zu Viegelein. d die Seie Heu und Koͤnig so ugst, als en dir/die ir, wie al⸗ und Gut, hts hilft, Hertzens⸗ er vergesse ckt seinen t sich der uns solch von der Seburt IlEsu Christi. 4² und Blut, eu'r Bruder ist das ewge Gut.—— 4. Was kan euch thun die Suͤnd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren GOtt, last zuͤrnen Teüfel und die Hoͤll, GOtts Sohn ist worden eu'r Gesell. 5. Er kan und wil euch lassen nicht, setzt nur auf ihn eur Zuver⸗ sicht, es moͤgen euch viel fechten ban dem sey Trotz, ders nicht lassen an. 6. Zuletzt muͤst ihr doch haben recht, ihr seyd nun worden GOtt's Geschlecht, des dancket GOtt in Ewigkeit, geduldig, froͤlich alle⸗ zeit. D. M. Auther. Luc. 1, 46. Meine Seele erhebet 50. M. O JEsu Christ dein Kr. Wie Christen⸗Leut hab'n je⸗ tzund Freud, weil uns zu Trvst GOtt's Sohn ist Mensch ge⸗ bohren, hat uns erlöst, wer sich des troͤftt, und glaͤubet vest söl nicht werden verlohren. ö 2. Ein Wunder⸗Freud! GOtt selbst wird heut von Maria ein wahrer Mensch gebohren. Ein Jungfran zart sein Mutter ward, von Gott dem MErren selbst da⸗ zu erkohren. ö ö Die Sůnd macht leid, Chri⸗ stus bringt Frend, weil er zu uns in diese Welt gekommen. Mit uns ist GOtt nun in der Noth; Wer ist, der uns als Christen kan ver⸗ bammen 4. Drum sag ich Danck, mit dem Grsang,/ Christo dem HErrn, der uns zu gut Mensch worden, daß wir durch ihn nun all loß seyn der Suͤnden⸗Last und untragli⸗ chen Buͤrden. J. Halleluja, gelobt sey SOtt! singen wir all aus unsers Hertzens⸗ Grunde; Denn Gott hat heut ge⸗ macht solch Freud, der wir verge⸗ sen soll'n zu biner Stunde. ö M. C. Fugger. Lue. 10, 23. Selig ind die Augen, die da sehen, das ihr sehet Denn . M. Erschienen ist der herrl. Wit singen dir, Immanuel, du Lebens⸗ Zuͤrst und Gnaden⸗ Quell, du Himmels⸗Brunn und Morgen⸗Stern, du Jungfrauen Sohn, HErr aller Herrn. Hallel. 2. Wir singen dir in deinem Heer, aus aller Kraft, Lob, Preis undéhr, daß du, o lang gewuͤnsch⸗ ter Gast! dich nunmehr eingestel⸗ let hast. Hallelua. 3. Von Anfang,/ da die Welt ge⸗ macht, hat so manch Hertz nach dir gewacht, dich hat gehoft so lange Sche der Vaͤter⸗ und Propheten⸗ Schagr. Halleluja. ö 4. Vor andern hat dein hoch be⸗ gehrt der Hirt und Koͤnig deiner Heerd/ der Mann, der dir so wohl gefiel, wenn er dir sang auf Sai⸗ tenspiel. Halleluja. V. Ach! daß der HErr aus Zion kaͤm, und unsre Bande von uns naͤhm! ach daß die Hülfe rllch herein! so wuͤrde Jaeob froͤli seyn. Halleluia. 6. Nun bist du da, da liegest du, haͤltst da im Kripplein deine Ruh ꝛ Bist klein, und machst doch alles groß/ bekleid st die Weit, und komst doch bloß. Halleluja. g. Du kehrst in fremder Hau⸗ sung ein, und sind doch alle Him⸗ mel dein; lrinckst Milch aus einer Menschen; Brust, und bist doch selbst der Engel Lust. Hallel. 8. Du hast dem Meer sein Ziel gesteckt, und wirst mit Windeln zugedeckt, bist Gott, und liegst auf Hen und Strohz wirst Mensch, und bist das A und O. Hallel. 9. Du bist der Ursprung aller Freud, und duldest so viel Hertze⸗ leid; Bist aller Heyden Trost und Licht; suchst selber Trost, und findst ihn nicht. Hallel. 10. Du bist der suͤsse Menschen⸗ Freund, doch sind dir so viel Men⸗ — feind, Herobis 2 haͤlt ich fuͤr Greul, und dist doch D nicht —D————mm—‚———————————————— a———=gaHAAaa———— 3——————— 50 Neu⸗Jahrs⸗Lieder, und — V nichts als lauter Heil. Hallelaja. 1. Ich aber dein geringster Knecht, ich sag es frey, und meyn es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben wil. Halleluig. ů 12. Der Will ist da, die Krast ist klein, doch wird dir nicht zuwider seyn. Mein armes Hertz, und was es kau/wirst du innaden nehmen an. Halleluja. 13. Hast du doch selbst dich schwy ch gemacht, erwaͤhltesi, was die Welt veracht'r; warst arm und duͤrftig, nahmst vorlieb da, wo der Mangel dich hintrieb. Hal. IA. Du schliefst ja auf der Erden Gchvoß, so war dein Kripplein auch nicht groß, der Stall, das Heu, das dich umsing, war alles schlecht und sehr gering. Hallel. 15. Darum so hab ich guten Muth, du wwirst auch halten mir vor gut, v i dein from⸗ mer Sinn macht, baß ich so voll + Trostes bin. Halleluja. 16. Bin ich gleich Suͤnd unda⸗ ster vol, hab ich gelebt nicht wie ich sollʒ ey koͤmst du doch deswegen her, daß sich der Suͤnder zu dir kehr. Hallel. 17 Haͤt ich nicht auf mir Suͤn⸗ den⸗Schuld; hat ich kein Theil an deiner Huld; vergeblich waͤrst du mir gehohrn, wenn ich noch waͤr in GOttes Zorn. Halleluja. 19. So saß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jam⸗ mers frey: Du traͤgst den Zorn, du wuͤrgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Noth. Hall. 19. Du bist mein Haupt hinwie ⸗ derum bin ich dein Glied und Ei⸗ genthum, und wil, so viel dein Geist mir giebt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja. 20. Ich wil dein Halleluja hier mit Freuden singen fuͤr und fuͤr, und dort in deinem Ehren⸗Saal, soll schallen ohne Zeit und Zahl, Halleluja. ö Paul Serhard. Neu⸗Jahrs⸗Lieder, und von JEsu Namen und Aemtern. Matth. 1,21. Sie wird einen Sohn 92. M. O Gott du frommer G. A JEsu! dessenTreu, im Him⸗ mel und auf Erden, durch kei⸗ nes Mensehen Mund kan gnug ge⸗ priesen werden: Ich dancke dir, daß du ein wahrer Mensch ge⸗ bohrn, hast von mir abgewandt, daß ich nicht bin verlohrn. 2. Fuͤrnemlich wird in mir all Hertzens⸗Angst gestillet, wenn mich dein suͤsser Nam mit seinem Trost erfuüͤllet: Kein LTrost so lieb⸗ lich ist, als den mir giebt dein Nam, der suͤsse JEsus⸗ Nam, o Fuͤrst aus Davids/Stam! 3. O JEsu! hoͤchster Schatz, du kanst nur Frende bringen; es kan nichts lieblichers, als JEsus⸗ Name klingen. Ich kan nicht trau⸗ rig seyn, weil JEsus heist so viel, als Heiland oder Held, der selig machen wil. ö 4. Wenn Satan sich bey mir mit Anfechtung wil regen, ist JE⸗ sus Name mir zum Trost, Schutz, Fried und Segen, zur Weisheit und Artzney in aller Angst und Noth, daß ich nicht fuͤrchten darf den Teufel und den Tod. Daß ich ein Zorn⸗Kind bin, das macht die schnoͤde Sunde, dein J Esus⸗Nam macht mich zu einem Gnaden⸗Kinde: Er nimt von mir hinweg die Schuld und Missethat, bringt mir die Selig⸗ x keit und deines Vaters Gnab. 6 Ey nun so heilge mich, beun ich bin gantz beffecket, dein heil ger IEsus⸗Nam, der alle Suͤnd zude⸗ cket: Er kehre ab den Fluch, den R Segen ——————— richten h Gegen durch h heit en 7. E kommein 9. lang ich in meinn richtig h bey mit gebe Kra 10. Il heute au bring ich der Hand der Anfe duch urch iht 11.01 bir wil i sterben w ererben d das du e⸗ verklaͤrt wir Christ, da ahr behr 2. Wir des Nater D0 wollst serner be 3. Ent; Im Wor —.8 d undLg⸗ icht wie eswegen r zu dir ir Suͤn⸗ Theil an waͤrst du och waͤr lja. iun ohne les Jam⸗ en Zorn, kehrst in h. Hall. t hinwie⸗ und Ei⸗ biel dein enen dit, luja. luja hier und fuͤr, en⸗-Saal, nd Zahl, derhard. su ist IJE⸗ Veisheit igst und en darf ind bin, mich zu Er nimt ild und ab. „ denn heil'ger d zude⸗ ch/ den Seoen Schutz, Suͤnde, der selig bey mir Selig⸗ f R von IEsu Namen und Vemtern. 7¹ Segen zu mir wend, auf daß da⸗ durch bey mir sich alle Schwach⸗ heit end. 44Z57. ö 7. Er sey mein Licht, das mich in Finsterniß erleuchte, er sey des Himmels Thau, der mich in Hitz anfeuchte, er sey mein Schirm und Schild, mein Schatten, Schloß und Hut, mein Reichthum, Ehr und Ruhm, er sey mein hoͤchstes t ut. 8. Er sey mein Himmels Weg, die Wahrheit und das Leben, er wolle mir zuletzt aus Gnaden die⸗ ses geben, daß ich alsdann in ihm dis Leben Hene wohl, wenn mei⸗ ne Sterbens⸗Zeit und Stunde kommen soll. ö 9. Imiuittelst helf er mir, so lang ich hie noch wandle, daß ich in meinem Thun, treu und auf⸗ richtig handle. Er stehe mir stets bey mit seines Geistes Gab, und gehe Kraft, wenn ich was zu ver⸗ richten hab.*. 10, In JEsu Namen bin ich heute aufgestanden, in ihm voll⸗ hring ich heut, was mir komt un⸗ ter Handen, in seinem Namen ist der Anfang schön gemacht, das Mittel und der Schluß wird auch durch ihn vollbracht. I1. Dir leb ich, und in dir, in bir wil ich auch sterben; HErr, sterben wil ich dir, in dir wil ich ererben das ewge Himmelreich, das du erworben mir: Von dir verklaͤrt wil ich dit dienen fuͤr und ür. Joh. HSeermann. 2 Cor. 5, 17. Ist jemand in Christo VMel. Vom Simmel hoch da. D. alte Jahr vergangen ist, wir dancken dir, HErr IEsu Christ, daß du ung in so grosser Ge⸗ ahr behutet hast dis gantze Jahr. 2. Wir bitten dich ewigen Sohn des Naters in dem hoͤchsten Thron, du wollst dein arme Christenheit serner bewahren allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heil⸗ sm Wort, welchs ist der Seelen Trost und Hort, süͤr falscher Lehr, Abgoͤtterey, behüt uns, HErz und steh uns bey. 4. Hilf, daß wer von der Suͤnd ablahn, und from zu werden fan⸗ gen an; kein'er Sünd im alten Jahr gedenck, ein Gnaden ⸗reich Neu⸗Jahr uns schenck: „Christo zu leben, seliglich zu sterben, und hernach froͤlich am jüngsten Tag wieder aufzustehn, mit dir im Himmel einzugehn. 6. Zu dancken und zu loben dich, mit allenEngeln ewiglich. O IEt su: unsern Glauben mehr, zu dei⸗ nes Namens Lob und Ehr. Joh. Steuerlein. Ps./3,a3. Dennoch bleibe ich stets 24½. Mel. Was mein SOtt will D IEsulein soll doch mein Trost, mein Heiland seyn und bleiben, der mich geliebet und erloͤst, kein G walt soll mich abtrei⸗ ben; Ihm thu ich mich gantz wil⸗ liglich von Hertzensgrund erehen, es mag mix seyn weh vder fein, mag sterben oder leben. 2. Mit meinem lieben JEsulein wil ich gar wohl bestehen/ wenn ich mitten durch Noth und Pein, nach GOttes Will'n soll ben an Was wil mir denn wohl haben an Welt, Deufel, Tod und Suͤnde? beym JEsulein, dem Heiland mein, ich allzeit Rettung finde. 3. Auf dis mein liebes JIEsu⸗ lein, wil ich vor GOtt selbst treten, vor allen Feinden sicher seyn, mein Seele wohl zu retten; Zum Leben sein zu gehen ein, und lieblich an zuschauen den Heiland schoͤn, den 0 gesehn, alhier allein im Glau⸗ en. Ps. 6I2. Du kroͤnest das dahr ꝛc. 93 M. Von Sott wil ich nicht Har mir GOtt s Gůte preisen, ihr Christen insgemein, mit Gsang und andern We sen Ich allzeit danckbar seyn, fuͤrnem in der Zeit, da sich das Jahr thut ienden, Barth. Selder. enden, die Sonn sich zu uns wen⸗ den, das neu Jahr ist nicht weit. 2. Erustlich last nus betrachten des HErren reiche Gnad, und so gering nicht achten sein unzaͤhlig Wolthat: stets fuͤhren zu Gemuͤth, wie er dis Jahr hat geben allNoth⸗ durft diesem Lehen, und uns fuͤr Leid behuͤt't. 3. Lehr⸗Amt, Schul, Kirch, er⸗ halten in gutem Fried und Ruh; Nahrung für Jung und Alten be⸗ scheret auch dain, und gar mit mil⸗ der Hand sein' Güter ausgespen⸗ det, Verwusiung abgewendet von dieser Stadt und Land. 4. Er hat unser verschonet aus vaͤterlicher Gnad: wenn er uns haͤt belohnet all unsre Missethat, mit gleicher Straf und Pein, wir waͤren laͤngst gestorben, in man⸗ cher Noth verdorben, dieweil wir Sünder seyn. 5. Nach Vaters Art und Treu⸗ en er uns so gnaͤdig ist: wenn wir die Suͤnd bereuen, glaͤuben an JE⸗ sum Christ, hertzlich ohn Heuche⸗ ley, thut er all Sund vergeben, lindert die Straf darneben, steht uns in Noͤthen bey. ö 6. All solch dein Guͤt wir prei⸗ sen, Vater ins Himmelsthron, die du uns thust erweisen durch Chri— stum, deinen Sohn, und bitten ferner dich: gib uns ein friedlich Jahre, vor allem Leid bewahre, und naͤhr uns mildiglich. D. Daul Eberus. Es. 40, 31. Die auf den HErrn ꝛc. 96. M. Werde munter mein G. ilf, HErr JEsu, laß gelingen, 2 hilf, das neue Jahr geht an, laß es neue Kraͤfte bringen, daß aufs neu ich wandeln kan: laß mich dir befoͤhlen seyn, auch dar⸗ neben all das Mein; neues Heil und neues Leben wollst du mir aus Gnaden geben. 3. Laß dis feyn ein Jahr der Gnaden, laß mich hassen meine Suͤnd: hilf/ daß sie mix nimmer „ Neu Jahrs Lieder, und schaden, sondern bald Verzeihung findt; auch durch deine Gnad ver⸗ leih, daß ich hertzlich sie bereu, HErr, in dir: denn du, meinLeben, kanst die Suͤnde mir vergeben. 3. Droͤste mich mit deinerLiehe, nim o GOtt, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betruͤbe, und voll Angst und Zagen bin: wenn ich gleich schlaf oder wach, siehst du, HErr, auf meine Sach; staͤr⸗ cke mich in meinen Noͤthen, daß mich Sůͤnd und Tod nicht toͤdten. 4. HErr, du wollest Gnade ge⸗ ben, daß dis Jahr mir heilig sey, und ich christlich moͤge leben, vhne Trug und Heucheley: ich auch meinen Naͤchsten lieb, und densel⸗ ben nicht betruͤb, damit ich allhier auf Erden moͤge from und selig werden. JEsu, laß mich froͤlich enden dieses angefangne Jahr: trage mich auf deinen Haͤnden, halte bey mir in Gefahr: steh mir bey in aller Noth, auch verlaß mi nicht im Tod, daß ich freudig die kan fassen, wenn ich soll die Welt Johann Rist. verlassen. *— I. Cor. I, 30. JEsusChristus ist ꝛe. M. Nun kom der Feyden. Esu, meiner Seelen⸗Ruh, und 4. mein bester Schatz darzu, alles bist du mir allein, sollst auch forner alles seyn. 3. Liebet jemand in der Welt ed⸗ le Schaͤtze, Gold und Geld; JE⸗ sus und sein theures Blut, ist mir mehr, denn alles Gut. 3. Stellen meine Feinde sich oͤffentlich gleich wider mich: JE⸗ sus reist aus aller Noth, tilget Teufel, Hoͤll und Tod. 4. Bin ich kranck, und ist kein Mann, der die Schwachheit lin⸗ dern kan: JEsus wil mein Artzt 6 Pein, und mein treuer Helfer ayn. ö Bin ich nackend, arm und bloß, und mein Vorrath ist nicht groß; meiner g hin an e hertzlieb mal noch . Or immer li Trost im hil. 2, 9 erhoͤhet . M. J Esus i ler, die huldreich, den GOtt Seiner gr kein Nam ö 2. JIEsu meine Ar Nsus ist Rand zu Aue w eufel al 3. JEsu der Gesun JIEsus hilf ö groß Menschen — Jerzeihung Gnad ver sie bereu, ieinLeben, rgeben. inerLiebe, lehen hin, truͤbe, und in: wenn ach, siehst dach; star then, daß ht toͤdten. Inade ge⸗ eilig sey, ben, vhne ich auch nd densel⸗ ich allhier und selig lich enden r: trage en, halte mir bey laß bich udig die die Welt nn Rist. stus ist ꝛc. eyden g. Nuh, und rʒu, alles ich ferner Welt ed⸗ eld; IE t, ist mit inde sich ch: ioet h, tilget d ist kein heit lin⸗ ein Artzt Helfer Irm und ist nicht groß; von JEsu Namen und Aemtern 12 groß; JEsus hilft zu rechter Zeit meiner grossen Dürftigkeit. 6. Muß ich in das Elend fort, hin an einen sremden Ort; JEsus sorget selbst fuͤr mich, schuͤtzet mich gantz wunderlich. 7. Muß ich dulden Hohn und Spyot, wider GOtt und sein Ge⸗ bot; JEsus giebt mir Kraft und Macht, daß ich allen Spot nicht acht., 8. Hat der Bienen Honig Saft und der Zucker suͤsse Kraft: mein hertzliebster JEsu Christ tausend⸗ mal noch fuͤsser istt. 9. Drum, o JEsu, wil ich dich, immer lieben vestiglich; du o JE⸗ su! sollst allein meiner Seelen alles seyn. I0. JEsus, was durch Ohren hricht, VEsus, was das Auge sieht, ISsus, was die Zunge schmeckt, und wornach die Hand sich streckt. I. JEsus sey mein Speis und Tranck, JEsus sey mein Lobge⸗ sang, Esus sey mein gantzes All, Jsus sey meen Freudenschall. 12. Endlich latz du hoͤchstes Zut, Jesu, laß dein theures Hlut, dei⸗ ne Wunden, deine Pein, meinen Ttost im Tode seyn. ö 4 L. Backmeister. Phil. 2, 9. 10. GOtt hat JEsum erhoͤhet, und ihm einen Namen . M. JEsus meine zuversicht JEsus ist der schoͤnste Nam, al⸗ Vler, die vom Himmel kommen, huldreich, praͤchtig, tugendsam, den GOtt selber angenommen: Seiner grossen Lieblichkeit gleicht kein Name weit und breit. 2. JEsus ist das Heil der Welt, meine Artzney vor die Suͤnden. Nsus ist ein starcker Held, unsre ö Nund zu uͤberwinden; wo nur Esus wird gehoͤrt, wird der eufel hald zerstoͤhrt. 3. Esus ist der Weisen Stein, der Gesundheit giebt und Leben. JNEsus hilft von aller Pein, die den Menschen kan umgeben. Lege JE⸗ ‚ ö sunt nur auss Hertz, so verliert sich aller Schmertz. JEsus ist mein ew' ger Sehatz, und ein Abgrund alles Guten. Nsus ist ein Freuden⸗Platz, voller süssen Himmels⸗Fluthen. JEsus ißt ein kühler Thau, der erfrischet Feld und Au. . IEsus ist der suͤsse Brunn, der die Seelen recht erquicket. JE⸗ sus ist die ewge Sonn, deren Strahl uns gantz entzuͤcket. Wilt du froh und freudig seyn, laß ihn nur zu dir hinein. 6. JEsus ist der beste Thon, den mir alle Welt kan singen, ja ich bin im Himmel schoͤn wenn ich IEsum hoͤr erklingen. JEsus ist mein's Hertzens⸗Freud, meine ew ge Seligkeit. 7. JEsus ist mein Himmel⸗ Brodt,das mir schmeckt, wie ichs begehre: Er erhalt nuch vor dem Dod, staͤrckt mich, daß ich ewig le⸗ be: Zucker ist er mir im Mund, Balsam, wenn ich bin verundt. 8. JIEsus ist dor Lebens Baum voller edler Tugend⸗Fruͤchte; wenn er findt im Hertzel Raum, wird das Unkraut gantz zunichte: alles Gift und Unheil weicht, das sein Schatten nur erreicht. 9. JIEsus ist das hoͤchste Gut, in dem Himmel und auf Erden, IE sus Name mache mir Muth, daß ich nicht kan traurig mi derliehste sus Name sol allein mir der liebste Name seyn. Joh. Angelus Phil. 3,8. Ich achte es alles fuͤr ꝛc. 99.: M. Gott des Himmels und Moe Lebens beste Frende ist der. Himmel/ GOttes Thron, meiner Seelen Trost und Weide ist mein JEsus GOttes Sohn; was mein Hertze recht erfreut, ist in jener Herrlichkeit. ö 2. Andre moͤgen sich erquicken an den Gutern dieser Welt, ich wil nach dem Himmel blicken, und in JEsu seyn gesellt: denn der Er⸗ D 3 den 4 Ren? Jahrs⸗ Qleder, und den Gut vergeht, JEsus und sein Reich besteht. W. 3. Reicher kan ich nirgends wer⸗ den, als ich schon inJ Esu bin alle atze dieser Erden sind ein schnoͤder Angst⸗Gewin. IEsus ist das rechte Gut, das der Seelen fanfte thut. 4. Glaͤntzet gleich das Weltge⸗ prange, ist es lieblich anzusehn, wart es doch nicht in die Lange, und ist bald damit gescheyn; ploͤtz lich pfleget aus zu seyn dieses Le⸗ bens Glantz und Schein. 5. Aber dyrt des Himmels⸗Ga— en, die mein JIEsus innen hat, koͤnnen Hertz und Seele laben, machen ewig reich und sat, und Henrte zu keiner Zeit jenesbebens Herr ichkeit. ö 6. Rost und Motten, Naub und Feuer schaden auch der Freude nicht, die mein JEsus, mein Ge⸗ treuer, und sein Himmel mir vei⸗ pricht: dort ist alles ausgemertzt, 2. Seele kranckt und Hmertzt. 7. Einen Tag beyd 6 viel hesser als die Welt tausen ahr in Freuden nů Vyn gestellt zu des HErren rechter Etund bleibt ein auserwaͤhlter and. ö 8.. Crincken, Essen, Tantzen, Springen, labet meine Seele nicht; D Irongeuich rin⸗ en, und au miseyn gerichtẽt, 1 der Seelen schoͤnste Zier, geht auch aller Freude fur. . Achl so goͤnne mir die Freude, Iesu, die dein Himmel hegt: sey u selber meine Weide, die mich hier und dort verpflegt, und an dir recht froh zu seyn, nim mich in den Himmel ein. Sal. Aiskow. Col. 2,11. In welchem ihr auch ꝛe. D. M. Wer nur den lieden G. Noechdem das alte Jahr verflos⸗ Esu sitzen/i sen, und wir, die GOtt nun⸗5 mehr verneut, desselben Gnad aufs nen genosson, so sind wir hil⸗ ——— sssäsa2aäaXLLLIII uʒ aber ewig lig hoͤchst erfreut, daß uns derselbe Gluck und Leben so reichlich bi hieher gegeben. ö 2— Der geb uns lauter nen Kraͤste, damit der Will, wieauch Verstand, sich ves an ihm allein anhefte, und nimmermehr end abgewandt, Er geb uns auch ben euen Willen, sein neu Gebot nun zu erfuͤllen. 3. Er laß aufs neu sein Licht aufgehen, gleichwie die Soun eht hoͤher steigt: sein Gnadenglantz bleib ob uns stehen, bis sich dis Welt zum Ende neigt; damit wir wie die From men handeln, und immersort am Tage wandeln. 1 Der Name, den er selbst ber kommen, als er fuͤr uns beschnitt ten ward, durch den wir unser Heil vernommen, sey unser Heil zur Lebensfahrt, der sey der Schmuck für unsre Krone, und zier uns vor des Hoͤchsten Throne. . Er lehr uns unser Hertz be⸗ schneiden von allem, das uns von ihm trenntz erfuͤll uns mit erneur ten Freuden, die nie kein weltlich Hertz erkent: damit, was alt, in uns ersterbe, und unser Geist sein Reich ererbe. C. R. v. Rosenroth. I. Sam./ 12. Bis hieher hat der 101. Mel. Wach auf mein Hertz Nu. last uns gehn und tretem mit Singen und mit Beten, zum HErrn, der unserm Leben bis hieher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin, und wan⸗ dern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeyen vom alten bis zum neuen. 3. Durch so viel Angst und Pla⸗ gen, durch Erieann und durch Za⸗ gen, durch Krieg und grosse Schre⸗ cken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Muͤt tern in schweren Ungewittern, die Kindlein hier auf Erden mit Fleis bewachet werden: — g. Also auch, und nieht Wügh o meine⸗ fort Pforten auf so Frieden 1. E en zu rossen Gnaden und Ha 13. gib froͤli truͤbten Schwer I4. MI fuͤll un. uns hin zum Hi 15. der Chri neuen J Matth. 102. M II Or mird aber all ber bist. 2. 2 —— ins derselbe eichlich biz auter nen H, wieauch ihm ahein mehr werd us auch den neu Gebot sein Licht Sonn jetzt iadenglantz dis sich dis damit wir ndeln, und andeln. r selbst bei s beschnit⸗ wir unser unser Heil rsey der trone, und en Throne. r Hertz be⸗ as uns von nit erneu⸗ in weltlich vas alt, in r Geist sein osenroth. her hat der ein Hertz ud treten nit Beten, erm Leben en. und wan⸗/ im andern, vom glten und Pla⸗ —— uen Muͤt Ittern, de mit Fleij t mindey lä naeuen Jahre. von IeEsu Namen und Aemtern. 7 laͤtt GOtt ihm seine Kinder, wenn Noth und Truͤbsal blitzen, in sei⸗ nem Schoosse sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens! fuͤrwahr es ist vergebens mit un⸗ serm Thun und Machen, wo nicht dein' Augen wachen. ö 7. Gelobt sey deine Treue, die alle Morgen neue: Lob sey den starcken Haͤnden, die alles Hertz⸗ leid wenden. ö 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in allem Creutz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen, die sich von Hertzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Hertz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammer⸗ Pforten, und laß an allen Orten, auf so viel Blutyergiessen, die Friedens⸗Stroͤme fliessen. 1I. Sprich deinen milden Se⸗ en zu allen unsern Wegen; laß rossen und auch Kleinen die Gnaden⸗Sonne scheinen. I2. Sey der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berather, der Un⸗ versorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. ö ö I3. Hilf gnaͤbig allenKrancken, gib froͤliche Gedancken den hochbe— truͤbten Seelen, die sich mit Schwermuth guaͤlen. 14. Und endlich was das Meiste, fuͤll uns mit deinem Geiste, der uns hie herrlich ziere, und dort zum Himmel fuͤhre. 15. Das alles wollst du geben, o meines Leheus Leben, mir und der Christen⸗Schaare, zum sel' gen Paul Gerhard. Matth. 11,28. Kommet her zu ꝛc. 102. Mel. JEsu Christ meins O ICESu suͤß! wer dein ge⸗ denckt, deß Hertz mit Freud mird uͤberschwemt; noch suͤsser 145 alles ist, wo du, o JEsn, sel⸗ bist. und Wonn, des Lebens Brunn, und wahre Sonn: dir gleichet nichts auf dieser Erd, in dir ist, was man je begehrt. 3. IJEsu/ dein Lieb ist mehr denn suͤß, nichts ist darin, das ein Ver⸗ drieß: viel tausendmal ists, wie ich sag,edler, als man aussprechen mag.* 4. IEsu, du Quell der Guͤtig⸗ keit, ein Hofnung bist all unsrer Freud, ein süͤsser Fluß und Gna⸗ den⸗Brunn, des Hertzens wahre Freud und Wonn. 5. Dein Lieb, o suͤsser JESU Christ, des Hertzens beste Labung ist: sie machet satt, doch ohn Ver⸗ druß, der Hunger waͤchst im Ue⸗ berfluß. ö 6. J᷑su, du engelische Zier, wie süß in Ohren klingst du mir; du Wunder⸗Honig in dem Mund, inen bessern Erunck mein Hertz ipfund. . JIEsu, du hoͤchste Guͤtigkkit, Freud, du bist die unbegreiflich Guͤt, dein' Lieb umfaͤhet mein Gemüth. 2 8. Esum lieb haben ist sehr Mit/ wohl dem, der sonst nichto su⸗ chen thut: mür selber wil ich ster⸗ ben ab, daß ich in ihm das Leben hab. 1 9. Esu, o meine Suͤßigkeit, du Trost der Seel, die zu dir schreyt: die heissen Thraͤnen suchen dich, das Hertz zu dir schreyt taniglich 10. Ja, wo ich bin, um was Re⸗ vier, so wolt ich, JEsus waͤr hey mir: Freud uͤber Freud, wenn ich ihn fuͤnd, selig, wenn ich ihn hal⸗ ten kuͤnt. ö II. Was ich gesucht, das seh ich nun, was ich begehrt, das hab ich schon: Vor Lieb, o JEsu, bin ich chwach, mein Hertz das flammt und schreyt dir nach. 12. Wer dich, oJEsu, also kebt, — 2. JEsu, du Hertzens Frend der bleibt gewiß wohl unbetruͤbt: D nichts mein's Hertzens Lust und beste 1 36 Nen ⸗Jahrs: CLieder, und nichts ist, daß diese Lieb verzehr, sie—— 10 und brennt je laͤng'r je mehr. ö 13. JEsu, du Blum und Jung⸗ fraun Sohn, du Lieb und unser Gnaden Thron, dir sey Lob, Ehr/ wie sichs geziemt, dein Reich kein Ende nimmer nimt. Lust, HErr, mein Begierd ist dir bewust:auf dich ist all mein Ruhm 2981. JEsu, du Heiland aller elt. 15. Du Brunnquel der Barm⸗1 hertzigkeit, dein Glantz erstreckt sich weit und breit: der Traurig⸗ leit Gewoͤlck vertreib, das Licht der Glorie bey uns bleib. 16. Dein Lob im Himmel hoch erklingt, kein Chor ist, der nicht von dir singt, JEsus erfreut die antze Welt, die er bey GOtt in Srie gestellt. 17. JEsus im 141 regieren thut, der uͤbertrift all zeitlich Gut: der Fried bewahr mein Hertz und Di so lang ich hier auf Erden in. Ig. Und wenn ich ende meinen Lauf, so 91 mich ju dir hinauf, daß ich da Fried und Freud dir genieß in Ewigkeit. ö— JEsu, erhoͤre meine Bitt! IEsu, verschmaͤh mein Seufzen nicht JEsu, mein Hofnung steht zu dirlo IEsu, JEsu, hilf du mir. Mart. Mollerus. Ps. 73.25. Ach HErr, wenn ich nur 103. M. Seelen Braͤutigam ꝛc. Woer ist wol, wie du, JEsu suͤsse Ruh, unter vielen auserkoh⸗ ren, Leben derer, die verlohren, und ihr Licht dazu, JIEsu, suͤsse uh. 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Noth zu erloͤsen, hat debecket, cket, meine Schulden zugedecket, und mich aus der Noth hat ge⸗ mhrt zu Gott.—— 3. Glantz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erloͤser uns 14. In dir mein Hertz hat seine Hel geschencket, und in unser Fleisch versencket in der Dent der Zeit, Glantz der Herrlichkeit. Grosser Sieges⸗Held, Tod, Suͤnd, Hoͤll und Welt, alle Kraft des grossen Drachen hast du woll'n zu Schanden machen, durch i deines Bluts, o e 3. Hoͤchste Majestat, Koͤnig und Prophet, deinen Seepter wil ich kuͤssen, ich wil sitzen dir zu Zuͤs lent. Maria that, hoͤchste R stes Licht erkennen, stets in deiner thum, allerschoͤnster Ruhm. 7. Zeuch mich gantz in dich, daß vor Liebe ich gantz zerrinne und zerschmeltze, und auf dich mein — tar estat. 6. Laß mich deinen Ruhm, als dein Eigenthum, durch des Ge Liebe brennen, als dein Eigen⸗ —— Elend waͤltze, das stets druͤcket mich, zeuch mich gantz in dich. V. Deiner Sauftmuth Schild, deiner Demuth Bild mir anlege in mich praͤge, daß kein Zorn no Stoltz sich rege, vor dir sonst nichts gilt, als dein eigen Bild. 9. Steure meinen Sinn, der zur Welt wil hin, daß ich nicht moͤg von dir wancken, sondern bleiben in den Schrancken, sey du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 10. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverruͤckt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf, foͤrdre meinen Lauf.* 1I. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen moͤg und beten, frendig vor dein Antlitz treten, ungefaͤrbte Lieb in die Seele gieb. 12. Wenn der Wellen Macht in der truͤben Nacht wil des Hertzens Schiflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken: habe auf mich acht, Huͤter in der Nacht. 13. Einen Helden⸗Muth, der da Gut * ö ö ‚ Gut un len laf hasse/ dur 14. wollst Orden, f 0 olget ste lebe mehr: öoben he verlohr bedeng wichne leit un luͤhrt 1 Fleisch der Zeit, d, Tod, lle Kraft hast du en, durch Bluts, o Koͤnig epter wil ir zu Zuͤs⸗ hste Mas ühm, als des Gei in deiner Eigen⸗ zm. dich, daß inne und ich mein druͤcket dich Schild, ranlege orn no dir sonst Bild. der zur cht moͤg bleiben du mein inn. b in die n moͤg Antlitz in die Macht in ertzens u deine uf mich der da Gut uf, daß ckt zu dir seinem foͤrdre ———————ꝛꝛß7—ß—ß———— von JEsu Namen und Aemter. 37 es, IE Gut und Blut gern um deinet wil⸗ len lasse, und des Fleisches Luͤste hasse, gib mir, hoͤchstes Gut! durch dein theures Blut. 14. Solls zum Sterben gehn, wollst du bey mir stehn, mich durchs Todes⸗Thal begleiten, und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rech⸗ ten stehn. J. A. Freylinghausen. Roͤm. 2,29. Die Beschneidung des 104. M. Von GOtt wil ich nicht er sich im Geist beschneidet, und als ein wahrer Christ, des Fleisches Toͤdtung leidet, die so hochnoͤthig ist, der wird dem Heiland gleich, der auch beschnit⸗ ten worden, und trit in Creutzes⸗ Orden, in seinem Gnaden⸗Reich. 2. Wer so dis Jahr anhebet, der folget Christi Lehr, weil er imGei⸗ ste lebet, und nicht im Fleische mehr: Er ist ein Gotteskind, von oben her gebohren, das alles, was verlohren, in seinem JEsu findt. 3. Doch, wie muß dis Beschnei⸗ den im Geist, o Mensch, geschehn? Du must die Suͤnde meiden menn da wilt JEsum sehn. Das Mittel ist die Buß, wodurch das steinern Herze in wahrer Reu und Schmer⸗ tze zerknirschet werden muß. 4. Ach! gib zu solchem Wercke, in diesem neuen Jahr, HErr JE⸗ su, Kraft und Staͤrcke, daß sich hald offenbar dein himlische Ge⸗ stalt in vielen tausend Seelen, die sich mit dir vermaͤhlen: Ja, thu su, bald. 3. Ich seufze mit Verlangen und tausende mit mir, daß ich di moͤg empfangen, mein allerschoͤn⸗ ste Zier. Wenn ich dich hab allein, was wil ich mehr auf Erden? Es muß mir alles werden, und alles nuͤtzlich seyn. 6. Ach! ihr verstockten Suͤnder, bedencket Jahr und Zeit! ihr abge⸗ wichnen Kinder, die ihr in Eitel⸗ keit und Wollust zugebracht, ach! luͤhrt euch GOttes Guͤte doch ein⸗ — mal zu Gemuͤthe, und nehmt die Zeit in acht. à 7. Beschneidet eure Hertzen, und fallet GOtt zu Fuß, in wahrer Ren und Schmertzen: es wird die Her⸗ tzens ⸗Buß, so glaͤubig sol geschehn, das Vater⸗Hertz bewegen, daß man wird vielen Segen in diesem Jahre sehn. 3. Ja, mein HErr JEsu, gebe, daß deine Christen⸗Schaar mit dir im Geist so lebe, in diesem neuen Jahr, daß sie in keiner Noth sich moͤge von dir scheiden: staͤrck sie im Creutz und Leiden, durch dei⸗ nen bittern Tod. 9. So wollen wir dich preisen, die gantze Lebens? Zeit, und unsre Pflicht erweisen in alle Ewigkeit, da du wirst offenbar, und wir mit allenFrommen, nach diesemLeben, kommen ins ewige neue Jahr. Laur. Laurentii. Ap. Ges. 4, 12. Es ist in keinem ꝛe. 105. M. Nun freut euch lieben WMir Menschen sind in Adam schon gefallen und verdor⸗ ben, dadurch wir den gerechten Lohn des Todes uns erworben: das macht, daß man un? Suͤnder neunt, die sich aus eiguer Schuld etrennt, von GOtt, dem wahren eben. 2. Dis ist der Name, der uns macht vor GOtt zu Spot und Schande, der uns um unsern Schmuck gebracht, gelegt in Strick und Bande: mit luch und Finsterniß bedeckt, und uns mit Tod und Hoͤlle schreckt; o Jam⸗ mer⸗voller Name! 3. Niemand war in der gantzen Welt, der uns durch seinenRamen befreyen kont, denn nur der Held der als des Weibes⸗Saamen, sich bey uns in der Fuͤll der Zeit, aus der verborgnen Ewigkeit im Fleisch hat eingestehet. 4. Sein Name heisset JEsus Christ, von GOtt selbst so genen⸗ D net, 72 Aufs Fest der Erscheinung Christi, net, der mir und dir, und wer es ist, dis grosse Heil gegoͤnnet; ach nim es ungesaͤumet an, es freue fich, wer immer kan, des Freuden⸗ vollen Namens. 5. Dis ist der Name, der uns bringt vor GOtt aufs neu zu Eh⸗ ren, der, wie das Chor der Engel singt, uns Freude lan bescheren, der uns in Fried und Freyheit setzt, mit Gnad und Gaben uns er⸗ getzt, und in den Himmel hebet. 6. Denn JEsus ists, der unsre Schuld, samt aller Straf und Plagen, Lo unerhoͤrte Lieb und uld!] hat willig wollen tragen: rwar gerecht, und ließ doch sich zur Suͤnde machen, daß du dich in ihm gerecht koͤnt'st nennen. . So heist er denn nicht JEsus nur, er ist auch, was er heisset, in⸗ dem er unsere Natur aus allem Jammer reisset: die That stimt mit dem Namen ein/ wies billig auch bey uns sollt seyn, er heist, Priester ist nun da, dem es so wohl gelinget, daß er des HErren Dem⸗ pel baut, an welchen man ihn Eckstein liegen. daran wir konten nehmen Theil zur Seligkeit und Leben: nur JE⸗ sein Name! ohn GOttes Glantz und Gnaden⸗ Licht bleibt es unaufgeschlossen. II. Laß mich empfinden deine Kraft und innre Gůßigkeiten, und was er sonsten Gutes schaft, la sich in mir ausbreiten, so wird der und ist auch JEsus. 8. Er ist der rechte Josua, der die Last in Lust verkehrt, so bin ich felig, Amen. Aufs Fest der Erscheinung Christi, oder von den Weisen aus Morgenland. oh. 5, 39. 40. Suchet in der S. — 3 Kun freut euch lieben Chr. A wie erschrickt die boͤse Welt vor GOttes Freund und Kin⸗ dern! wie wird ihr Angesicht ver⸗ tellt, wenn sie nicht kan verhin⸗ ern, daß sie im Glauben fahren fort, des HErren Werck an allem Ort zu treiben und zu bauen. 2. Herodes und Jerusalem er⸗ schrecken, wenn sie hoͤren, daß JE⸗ sus ist zu an doch gebohren, da ihr Lehren do chrift davon, daß hier des Aller⸗ hochsten Sohn gebohren solte wer⸗ eu. ů 3. Sie wissen dieses aus dem Wort Herodi anzupreisen; doch zeuget aus derd gehen sie nicht an den Ort, den sie doch selbst anweisen. So geht es noch: wie mancher weiß des HEr⸗ ren Wahrheit und Geheiß, thut doch nicht nach dem Wissen. 4. Wer bleibet in Jerusalem, im Stoltz und Pracht des Lebens, und sacht nicht nach Bethlehem, der ucht sein Heil vergebens; auch wer die Schrift von aussen nennt/ und thut nicht, was er wahr er⸗ kennt, wird JEsum nimmer fin⸗ en. . Die Weisen forschen so lang nach, bis sie das Haus erblicken, wo sie an der gesuchten Sach sich in der That erquicken. Ach! daß wir moͤchten thun, wie sie, und sparen uns zur Ruhe bringet; er, als der selbsten schaut als Grund⸗ und 9. Drum ist in keinem andern Heil, ist auch kein Nam' gegeben, sus ist derselbe Mann, der uns das Leben schencken kan. Gelobet sey⸗ 10.O Namel werde doch in mit durch GoOttes Geist verklaͤret: denn was verborgen liegt in dir, kein menschlich Hertz erfaͤhret: Vernunft kan es begreifen nicht, Suͤnden⸗Noͤth gewehrt, so wird ö ————— und o swaren wir du 6. He wenn last es um de sus ist wir so 7.6 sey di bringe Unser en, d all, 14 ini Leb 8. bar di daß ich im Ha chen deines so lan⸗ 9.— heit, GoOtt Heyde daß di nehme den le! Pf. 45 107. Ai m uͤr, · Berie Thuͤr 2.( land, deines sen M — er, als der es so wohl rren Tem— man ihn Und⸗ und m andern 5 :nur Je r uns das jelobet sey ch in mit erklaͤret: gt in dir, erfaͤhret: fen nicht, Gnaden⸗ lossen. iten, und wird der so wird o bin ich oder m, der auch nennt, ahr ere⸗ ler fin⸗ so lang licken, Ich sich hdaß , und sparen * den deine ö ——————————————————— oder von den weisen aus Morgenland. 87 sparen weder Zeit noch Muͤh, bis wir dis Heil gefunden. 6. Herodes sraget heimlich nach, wenn dieser Stern erschienen: und ob ers thate nur aus Rach, so last es dazu dienen, daß wir nur um des Sternes Schein, der JE⸗ süs ist, bekümmert seyn, so lang wir forschen koͤnnen. 7. Gold, Zeyhrauch, Myrrhen sey die Gab, die u ir zum Opfer bringen, samt Seel und Leib, als unser Haab, so wird es uns gelin⸗ en, daß 1—5 Fußfall GOtt ge⸗ fall, und Esus sich zu uns gesellt inĩ Leben und im Serben. 8. HErr JEsu, der du wunder⸗ bar die Heyden hast gezogen, gib, daß ich, wie die Heyden⸗Schaar, im Hertzen werd bewogen, zu su⸗ chon dich, und nichtes mehr, zu deines Namens Preis und Ehr, so lang ich leb auf Erden, 9. Ja preis„o werthe Christen: heit, wie dir es heut gebůhret, daß GoOtt aus der Unwissenheit die Heyden hat Leinrei:und dencke, daß die Finsterniß ein boͤses Ende nehmen muß, weun man als Hey⸗ den lebet. Laur. Laurentu. Ps. 4, II. 12. Vergiß deines V. 107. M. Loht Gtt ihr Christen A, Seele, guf! und saume nicht, es bricht das Licht her⸗ ur, der Wunder; Stern giebt dir Bericht, der Held sey vor der Thuͤr ö 2. Geh weg aus deinem Vater⸗ land, zu suchen solchen HErrn, laß deine Augen seyn gewandt auf die⸗ sen Morgenstern„;: 3. Gib acht auf diesen hellen Schein, der hier aufgangen ist, er fuͤhret dich zum Kindelein, das heisset IEsus Christ: ů 4. Ex ist der Held aus Davibs Stam, die theure Sarons⸗Blum, das rechte aͤchte GOttes Lam, Israels Preis und Ruhm 1/ . Drum hoͤre, mercke, sey be⸗ veit, verlaß des Vaters Haus, die Freundschaft, deine Eigenheit, geh von dir selbsten aus 6. Und mache dich behende auf, befreyt von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf, bis du dis Kindlein hast 7. Du/ ou bit selbst das Bethle⸗ hem, die rechte Davids: Stadt, wenn du dein Hertze machst bet guem zu solcher grossen Gnad: 8. Da findest du das Lebens; Brodt, das dich erlaben kan, vor deiner Seelen Hungers Noth das allerbeste Mann' 9. Nim mahr, miein Hertz, doch deiner Sach oß giengst du gann allein, und forsche weiter fleisig nach, und such das Kindelein 10. Halt dich im Glauben an das Wokt, das vest ist und gewiß, das fuhret dich zum Lichie fort aus aller Finsterniß II. In solchem Lichte siehet man das wahre Licht allein; ein armes Menschenkind das kan nur davon Zeuge seyn 2 2. Johannes selbst, ders treu⸗ lich meynt, der zeuget ja von sich/ daß er sey nur des Braͤutgamis Freund zu solchem nahe dich Iz. Ersinche du vor seinem Glantz in tiefne Demuth ein, und laß dein Hertz erleuchten gantz von solchem Freu en⸗Schein: 14. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar mit Geiste, Leib und Seel, und singe mit der Engel⸗ Schaar: Hier ist Immanuel 15. O wunder hare Süßigkeit, die dieser Anblick giebt dem, dessen Hertz dazu bereit, und dieses Kindlein liebt 16. Die Engel in des Himmels⸗ Saal die freuen stch darob, die Kinder GOttes alzumal die brin⸗ gen hier östehn 75 17. So sieh und schmeck, wie suͤß die Lust, die hier verborgen liegt, in deine en Liches Brost, die alles Leid beslegt/ 18. Geniesse Jn euch, ihrOttes Kinder! koͤnnen uns nun Gottes Kinder 66 Aufs Fest der Erscheinung Christt, 13. Geniesse hier das Engel⸗ Brod, die süsse Himmels⸗Kost, und lobe hertzlich deinen GOtt bey diesem Himmels⸗Most 19. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort/ wo man um Leben gehtz hier ist des Paradieses Pfort, die wie⸗ der offen steht 20. Hier fallen alle Sorgen hin, zur Lust wird alle Pein: es wird erfreuet Hertz und Sinn in diesem JEsulein: 21. Hier ist in allem Ueberfluß, was einem nur behagt, da ist kein Kummer noch Verdruß, der vor das Hertz zernagt 22. Mit GOtt und allen Seli⸗ gen hast du Gemeinschaft hier, der Ort ist wol am gluͤcklichsten, da wohnet GOtt in dir 23. Der zeigt dir einen andern Weg, als du vorher erkannt, den stillen Ruh⸗und Friedens Steg zum ew'gen Vaterland: 24. Denselben geh' und folge dann, und kehre nicht zuruͤck, He⸗ er spricht/so geht seinWort schnell, wie Blitz und Donner fort, das durchdringet Geist und Leben, das kan Trost und Leben geben. Macht, so wird er euch geben kommen, den Frommen. der Beschirmer a unser Schutz und er Frommen, uns noch wird immer neu; So wird er euch allen geben, hier und dort mit ihm zu leben. ö 109. In bekandter Melodey. rodi es zu zeigen an, der heget ei⸗ nen Wiet 25. Er wil das Kindlein bringen um, die edle GOttes⸗Frucht, den theuren Schatz, dein Eigenthum er dir zu rauben sucht 26. Laß toben, würgen, wie er wil, dir wiederfaͤhrt kein Leid, geh du die Lebens⸗Bahn in Still, zur frohen Ewigkeit:: Mich. Muͤller Gal. I, XF. 16. Da es aber GOtt 108. M. Werde munter meind. preiset mit mirGOttes Macht: n. N euch ihr armen Suͤnder! S aßt der Welt den Stoltz und Pracht: Freut euch, daß euch Gott regiert, und zu seiner Kir⸗ chen fuͤhrt, daß wir ärme Heyden nennen. 2. Seine Herrschaft sich erstre⸗ cket uͤber alles, was da lebt, seine daß ich zu dir eile, nicht ver⸗ weile, JEsu, rufe mich. 2. Nicht Jerusalem, sondern Bethlehem, Hat bescheret, was uns naͤhret, nicht Jerusalem. 3. Werthes Bethlehem, du bist angenehm, aus dir kommet, was uns frommet, wertes Bethlehem. 4. Du bist, wie man spricht,nun die Kleinste nicht! allen Leuten, auch den Heyden, bringst du Heil und Licht. Zeige mir den Steern, der mich aus der Fern von den Heiden lehr abscheiden, zeige mir den Stern. 6. So werd, IEsu, ich bald, bald finden dich; Andachts⸗Rer⸗ brin Reu im Hertzen glaͤubig ringe ich.** . Ach verschmaͤh mich nicht! gib doch, daß dein Licht nun und immer in mir schimmer, ach ver⸗ schmaͤh mich nicht! Hand schuͤtzt und bedecket, was sich reget, lebt und schwebt. Wenu 8. Schoͤnstes Wunder⸗Kind, hilf, 2. Nun, ihr Sünder hier auf Erden! wolt ihrs endlich haben gut, wolt ihr GOttes Kinder wer⸗ den, ey! so aͤndert Sinn und Muth; Preiset GOttes Gut und Kraft, daß ihr auch iu ihm koͤnnt und euch freuen mit 4. Aller Heyden Trost ist kom. men, JEsus, ler aler rermnnnt +Schutz und Zuversicht: Preiset seine Guͤt und Treu, die D. Johann Olearius. Joh. 12, 20. 21. Etliche Griechen Idas Aufe mich von der Welt, 2——.— hilf, daf ne, die Wundet 9. Sü mir dat dich zul Es. v/ 110. M Creatur regen d Suͤnd 1 hochste einlegen 3. Ko sen⸗Sck treten, d voll Gl kommen und fall so muß HeErren ihn 2 0 Hantzer e 62 92 W schenk, a Myrrhet daran g Verwirr der ich ni ne Pflick ben, dock kan, daft HErr, di 5 80 Muth ar ort schnell, fort, das Leben, das Hen. hier auf ich haben uder wer⸗ Zinn und Guͤt und ich geben hm koͤnnt euen mit t ist kom⸗ en⸗Licht, ommen, versicht: oder von den Weisen aus Morgenland. 61 ilf, daß ich entzuͤndt in dir bren⸗ —8 dich—5 nenne, schoͤnstes Wunder⸗Kind! 702. Sůsser Liebes⸗Blick, gonne mir das Gluͤck, hier und droben dich zu loben, suͤsser Liebes⸗Blick. Es. y/ 6. 7. Suchet den HErrn. 110. M. Ein Lamlein geht und Kunt, laßt uns unser JEsulein Wbesuchen jetzt mit Freuden, und samt den Weisen thaͤtig seyn, denn dis wird unser Leiden verkeh⸗ ren bald in Lieb und Lust, es ist uus ja kein Schatz bewust, der froli⸗ cher kan machen ein Hertz, das hochbekuͤmmert ist, als unser reu, die eu; So hier und learius. Friechen lodey. 2 Welt, icht ver⸗ sondern et, was em. set, was Aehem. cht, nun Leuten, u Heil rn, der Heiden ir den bald,/ 8,Ker⸗ laͤubig nicht! nund ch ver⸗ Kind hilf, Heiland JEsus Christ, der staͤr⸗ cket auch die Schwachen. 2. Was acht ich Reichthum, Ehr und Pracht, was Schwelgen, Tantzen, Springen? Ey das ver⸗ geht in einer Nacht, kan auch wol Hertzleid bringen; die rechte Lust bestehet nur in GOtt, nicht in der Creatur, nur GOtt kan Freud er⸗ regen dem Schwachen, welchen Suͤnd und Tod oft fuͤhren in die hoͤchste Noth, ja schier der Hoͤll einlegen. 3. Komt, last uns mit der Wei⸗ sen⸗Schaar fuͤr dieses Kindlein treten, dasselbe mitten in Gefahr voll Glaubens anzubeten: wer kommen wil, der kom jetzt fruͤh, und fall in Demuth auf die Knie, so muß man Ehr erweisen dem YErren aller Herrlichkeit, und ihn in dieser Gnaden⸗Zeit von gantzer Seelen preisen. 4. Wo bleiben aber die Ge⸗ schenk, als Weyhrauch, Gold und Myrrhen? Ach GOtt! wenn ich daran gedenck, empfind ich ein Verwirren in meinem Sinn, als der ich nicht erwogen disfalls mei⸗ ne Pflicht, das Kindlein zu bega⸗ an, dafüͤr wirst du ja nehmen an, Yrr, diese schlechte Gaben. V. Ich wil hinfort mit freyen ben, doch was ich nicht verrichten freyen ¶bringt sein Himmelreich. Muth an denen Lieborweisen,die!—— dürstig sind; auch soll mein Gut die Diener JIEsu speisen: dann toeil du, liebster Gyttes Sohn, uns giebst so grosten Gnaden⸗ Lohn, wie svilten wir nicht geben auch das, was dein, nicht unser ist, nach diesem aber laß, HErr Christ, mit dir uns ewig leben. Luc. 2, 30. 31. 33. MeineAugen II1. HI. In dich hab ich gehoffer Seeht auf, ihr Christen, es ist Zeit, steht auf, erwegt mit Lust und Freud, was GBott an uns gewendet: sein'n lieben Sohn vons Himmels⸗Thron ins Jam⸗ merthal gesendet. 2. Nicht nur den Juden gantz allein, die sein's Gebluts und Stammes seyn, sondern guch al⸗ len Heyden ist aufgericht't das grosse Licht, das sie erleucht't mit Freuden. 3: Der Heiden Erstling' wun⸗ derlich durch einen Stern er holt zu sich, daß sie den Heiland schau⸗ en, und ihren HErrn mit Andacht ehrn, im glaͤubigen Vertrauen. 4. Ihr, die ihr Heyden seyd ge⸗ west, begeht mit Danck der Heiden Fest, last eure Stimmen kungen; laßt ihm zu Ehr'n, euch froͤlich hoͤrnmit Freuden⸗vollen Singen. 5. Du aber, o HErr JEsu Christ, der du auch unser Heiland bist, in Gnaden ob uns walle, und uns hinfort an diesein Ort bey dei⸗ nem Licht erhalte. 6. Dein Glantz all' Finsterniß vertreib, dein Geist und Wort stets bey uns bleib, leit uns auf deinen Wegen, daß dein Gesicht und herrlich Licht wir ewig schau⸗ en moͤgen. Joh. 14, 21. Wer mich liebet der 112. Mel. Christum wir sollen Wis fuͤrchst dueind, Herodes, sehr, daß uns gebonꝛn koͤmt Christ, der HErr? Er sucht kein sterblich Koͤnigreich, der zu uns 2. Dem — 62 Aufs Fest der Erscheinung Ehristi. 2. Bem Stern die Weisen fol⸗ gen nach, solch Licht zum rechten Licht sle bracht; sie zeugen mit den Gaben drey, dis Kind GOT&, Mensch und Koͤnig sey. 3. Die Tauf im Jordan an sich nahm das himmensche GOttes Lam, dadurch, der nie kein Sunde 1 von Suͤnden uus gewaschen gaak. 4. Ein Wunderwerck da neu ge⸗ schah, sechs steinern Krüge man da sah, vol Wassers, das verlohr sein' Art, rother Wein, durch sein Wort draus ward. cke/ die nur fragen in der Welt: Wo ist Reichthum, Gut und Geld? wo ist Ansehn hey dem Glücke; wo ist Wollus, Ruhm und Ehr? und nach solcher Thorheit mehr. und in ihremm Wandel blind, die sen Schatz verschertzen, und erwah Noth und Dod. fragen, wenn man nur zur Kirchen geht, und in der Versamlung steht, 5. Lob, Ehr und Danck sey dir oder eine Beicht hersagen, und g. Ach! wie weit sind die zurw 6. Ja unselig sind die Hertzen, also beschaffen sind, weil sie die⸗ len einen Koth, der nichts hilst in 7. Auch heist nicht nach ö gesagt Christ, gebohen von der rei⸗ darauf zum Nachtmahl gehn, nen Magd, mit Vater und dem meynend daun sey gnug geschehn. Heil'gen Geist, von nun an bis in 3. Nein, wenn dis in deinem Ewigkeit. verd. D. M. Luther, Leben nach Gewohnheit nur get 2. Pet. 1, 19. Wir haben ein vestes schicht, so ists noch nicht auoͤge⸗ prophetisches Wort, und ihr richt t: du must dich GOtt gantz thut wol vaß ihr darguf achtet, ergeben, und im Glauben Nacht als auf ein Licht, das da scheinet und Tag deinem JEsu folgen in einem duncklen Ort, bis der nach. Tag anbreche, und dor Morgen⸗ 9. Denn so laͤßt er sich bald fin⸗ stern aufgehe in euren Hertzen. den in demTempel, bey der Beicht, I13. MN. Ach was sol ich Sunder in dem Nachtmahl, und er zeigt, Wer im Hertzen wil erfahren, dat die vorbegangnen Sünden ö und darum bemuͤhet ist, daß sind vergeben, und sein Blut reiß der Koͤnig JEsus Christ, sich in nigt Seele, Geist und Muth. ihm moͤg offenbaren, der muß su⸗ 1o. Denn so kan man freudig chen in der Schrift, bis er diesen treten zu dem Gnadenstuhl und Schatz autrift. ö CThron, und den König in der Kron, 2. Er muß gehen mit den Wei als ein treuer Knecht, anbeten, sen, bis der Morgenstern aufgeht, der nichts suchet auf der Welt, als und im Hertzen stille steht, so kan was seinem HErrn gefallt. nian sich selig preisen: weil des II. Esu, laß mich auf der Er⸗ Erren Angesicht glaͤntzt von den nichtes suchen, ols allein, daß Klarheit, Recht und Licht. du moͤgest dey mir seyn, und ich dir 3. Denn wogEsus ist gebohren, da erweiset sich gar bald seine got⸗ liche Gestalt, die im Hertzen war vexlohren: seine Klarheit spiegelt sich in der Seelen kraͤstiglich. 4. Alles Fragen, glles Sagen ist von diesem IEsulein, und von dessen Gnadenschein, dem sie fort und fort nachjagen, bis die Seole in der That biesen Schntz gesun⸗ hen hat. moͤg aͤhnlich werden in dem Leben 10 Zeit, und in jener Ewig⸗ Lit. IZ. So wil ich mit alen Weisen/ die die Welt vor Thoren acht't, dich aubeten Dag und Nacht, und dich loben, ruͤhmten, preisen, lieb⸗ ster IEsu, und vor dir christlich wandeln für und fůr. Laur. Laurentit. NVuso Ap. Ge IIA. M Anas was macht, nigt hat der Tha men, un dar, dien als bey 2 wo der E Fleisch wird J 4. S Hertz, ze und S die Schu wohnt e ihn, G& henskraf v. Oi ters Th— rien Se bringen, gantzen dargeste ipwingen 6. Ac Jannt u mels⸗ die Su und a GOtt a Gnade 7. Br Lieb, zur Trieb, schmaͤh und Froͤ HErr z Huld a 8. Lafß d die zurth Weil: Wo ind Geld? m Gluͤcke; und Ehr? elt mehr. e Hertzen, blind, die eil sie die⸗ inderwaͤh⸗ ts hilft in iach Jest Kirchen Ang steht, Aufs Fest der Reinigung MariEa. 63 Nufs Fest der Reinigung Maria. gen, und hlgehn, geschehn, udeinem +ι.. und nur ge. wo der Geist nicht triumphirt, und ht auoͤge/ Ott gantz en Nacht su folgen bald fin⸗ Beicht, er zeigt, Sünden Blut kei, Nuth. freudig uhl und buen Welt/ sich willig selbst hat derKron, anbeten, Welt, als lt. f der Er⸗ ein, daß d ich dir in Leben Ewig⸗ Weisen, acht't, ct/ und en/ lieb⸗ hristlich wentit. Nufs Ap. Ges. 15, 9. Er reinigte ihre H. IIA. Mel. Bomt her zu mir spr. A daß ein jeder nehm in acht/ WMwas heut Maria wohl ge⸗ macht, die nicht zum Tempel ka⸗ me, eh ihre Zeit der Reinigung, nach des Gesetzes Ordenung er— fuͤllt, ein Ende nahme. 3. Wenn man das Hertz gerei⸗ nigt hat, nach GOttes Willen in der That, alsdeun wilEsus kom⸗ men, und sich im Tempel stellen dar,/ dieweil er nicht wird offenbar, als bey den wahren Frommen. 3. Gedencke nicht, daß JEsus Christ im Hertzen gegenwaͤrtig ist/ wo Fleisch und Blut regieret; nein, Fleisch und Blut gefangen fuͤhrt/ wird JEsus nicht gespuͤhret. 4. Sein Temyel ist ein reines Hertz, zerknirscht von wahrer Reu und Schmertz; und da sein Blut die Schwellen gezeichnet, ach! da wohnt er gern, und da kan man ihn, GOtt den HErrn, in Glau⸗ benskraft darstellen. 5. Dann kan man vor des Va⸗ ters Thron, als GOttes und Ma⸗ rien Sohn, ihn, als ein Opfer, bringen, der fuͤr die Schuld der argestellt, und GOttes Hertz be⸗ jwingen. ö 6. Ach! stell, mein Hertz, dich gantz und gar dem grossen Him⸗ mels⸗ HErren dar, und laß zuruͤck die Suͤnden. Verlaß die Welt, und all ihr Thun, und such in Gott allein zu ruhn, so wirst du Gnade finden. 5. Bring Tauben Einfalt, reine Lieb, zum Opfer, nach des Geistes Trieh, GOtt wird dich nicht ver⸗ schmaͤhen: Bring Laͤmleins Art und Froͤmmigkeit, das wird der HErr zu jederzeit mit Gnad und Huld ansehen. 8. Laß opfern die verkehrte Welt dem Satan Wollust, Gold und Geld, und was das Fleisch erden⸗ cket: Es wird der Dienst nach dieser Beit belohut mit Onaal in Ewig⸗ keit, die ihr wirb eingeschencket. 9. Hergegen, wer, wie Simeon, GOtt fuͤrchtet, und des Hoͤchsten Sohn zum Heil verlangt zu haben, der voll des Heil'gen Geistes ist, und wartet auf den HErrenchrist, der opfert rechte Gaben. 10. Der kan mit Simeon zuletzt hinfahren, wo er sich ergetzt in Hriede, Freud und Wonne: Wer seinen Heiland hat gesehn im Glauben, kan in Fried hingehn, zu schauen seine Sonne. II. Ach! daß ich doch voll Gei⸗ stes waͤr, erfuͤllet mit dem Liebes⸗ Meer, das sich ergießt von oben: so wuůͤvd ich auch mit Simeon im Frieden bald zu GOttes Thron nach Hertzens Wunsch erhoben. 12. ErrJEsu, mache mich be⸗ reit, daß ich der Hertzens⸗Reinig⸗ keit moͤg emsiglich nachstreben, bis du mich, wenn es bir gefaͤllt, aus dieser Welt zum Himmels⸗ Zelt in Frieden wirst erheben. Matth. 5,8. Selig sind, die reines IIy. Mel. Von Simmel Hd da Nich bitt ich trantes JEsulein, kom zu mir in mein Hertz hin⸗ ein, daß ich an dir hab Lust und Heut. wie Simeon im Tempel heut. 2. Denn du mein Heil und Le⸗ ben bist, so mir von GOtt gegeben ist, ach!lreinige Hertz, Sinn und Muth, und mache mich, wie du bist, gutt. 3. Zeig mir die Bahn mit deit nem Licht, daß ich ja fehl des Him⸗ mels nicht: wend ab von mur all Straf und Pein, und laß mich gantz dein eigen seyn. . Dein Antlitz sey auf mich ge⸗ richtt, im Tod und Leben weiche nicht, 6⁴ Aufs Fest der Reinigung Mariä. ů so wil ich gern aus dieser Welt zu dir hinfahr'n, wenn dirs gefaͤllt. Varth. Selder. I. Joh. I, 7. Das Blut JEsu Chr. 116. Mel. Nun freut euch lieben Utt Lob! mein JEsus macht mich rein von allen meinen Suͤnden, was er hůst, muß bezah⸗ let seyn, nun kan mich nicht niehr binden der Sunden⸗Gtrick, desd Teufels Macht, drum mein Glaub Holl und Zod verlacht, weil IC⸗ lus ist mein Leben. 2. Was traur' ich denn? es lebt ja uoch, der das Gesetz erfuͤllet, der onech den Tod und Creutzes⸗Joch den Vaters Zorn gestillet; was er hat, Das ist alles mein, wie koͤnt doch groͤsser Reichthum seyn, als den mir IEsus schencket. 3. Weil Jtksus mich von Suͤn⸗ den rein, durch sein Verdienst wil machen, daß ich loß aller Ouaal. und Pein, nicht fuͤrcht des Todes Rachen/ so troͤst mich seine Heilig⸗ keit, sein Unschuld, Heil und Se⸗ ligkeit, ist mein Schatz und mein Leben. 4. So kan ich auch mit Fried und Freud, wie Simeon, mein Le⸗ ben beschliessen, frey von allem Leid, mich meihem Gott ergeben; So bald ich thu mein' Angen zu,. so wird mein Tod, mein Schlaf und Ruh, ich seh des Himmels Freude. . Wie werd ich denn so froͤlich seyn, tveun ich die Welt verlassen, wenn mich die Himmels⸗Geister⸗ lein gefuͤhrt zur Lebens⸗Strassen: Wenn ich erblick die Swigkeit, wenn ich erlaug die Seligleit die mir mein GOtt bereitet. 6. Hilf GOtt, daß ich sey stets bereit, laß mich nichts von dir wenden, bring mich zu deiner Herrlichteit, hilf seliglich vollen⸗ den, iom bald, hilf mir aus aller Noth, hilf mir, Herr, durch dein Blut und Cod, ja kom, HErr JEsu! Amen. Phil., 23. Ich habe Lust abzush, werd ir 117.½ Ael. Was mein Gott wil den Ene Err Gott, nun schleuß den— — Himmel auf, mein Zeit Macht, End sich neiget, ich hab vollendel meinen Lauf, des sich mein Seel sehr sreuet/ hab gnug gelitten, mich mud gestritten, schick mich fein zu zur ewgen Ruh: laß fahren, was auf Erdenʒ wil lieber selig werden. Vaters, 2. Wie du mir, HErr, befohlen hast, hab ich mit wahrem Glauben mein n lieben Heiland aufgefast in mein Arm dich zu schauen. Hoffzu bestehn, wil frisch eingehn, auom Thraͤnenthal in Freüden⸗Saal; laß fahren, was auf Erden wil lieber selig werden. 3. Laß mich nur, HErr, wie Siz meon, im Frieden zu dir fahren, bun befehl mich Christo,deinemSohn, der wird mich wohl bewahren, zuletzt e wird mich recht fuͤhren, im Hin- 1. mel zieren mit Ehr und Kron, faht nicht st drauf davon. Laß fahren, was auf Gold i Erden, wil lieber selig werden. drum so Ebr. 1,3. Welcher IEsus ist der. 13. 118. M. Nun kom der Heyden. füͤrPein Mun so darf ich stehen nicht, Tilgst Err, vor deinem Angesicht; HErr, Ach! ich bin ja nimmer rein, kont„14. ich denn dein Kind wolseyn!? schwach 2. Meine Laster mannigfalt Sol ie scheiden gleichsam mit Gewalt, Gott! mich, o grosser GOtt! von dir, 15. sůndhaft bin ich fuͤr und fuͤrn. an, ja Doch wil ich zu JEsu gehn, kan, di bloß auf seine Gůte sehn, die mich in das von der Missethat durch sein Blut Lue. 2, erloͤset hat. 25 I9.N . Dieses Blut das reinigt mich von den Schulden kraftiglich, weil ne es ist vvn Liebe heiß, macht es alle vor lan Suͤnde weiß. gnet, fah 5. Vater, habe doch Geduld! brochen Zur Bezahlung meiner Schuld 2. D stell ich mit Marien dir deinen ken B Sohn im Glauben fͤn. len Boͤ 6. Schaue deinen Koͤnig an, der Ein H so hoch mich setzen kan, daß ich. ein Tri werd 3.E — Lust abzusch. 1Ott wil schleuß den ein Zeit zu ib vollendet mein Seel elitten, mich mich fein zů fahren, was elig werden. rr, befohlen em Glauben aufgefast in uen. Hoff zu jehn, ausm den⸗Saal; Erden wil Aufs Fest der Reinigung Mariaͤ. 6v werd in seinem Reich kuͤnftig seyn den Engeln gleich. 7. Dieser Held ist reich von Macht, der sein armes Volck be⸗ dacht; Hoherpriester noch dazu, der den Suͤndern schaffet Ruh. 8. Ach! er ist von Lieb erhitzt, der, weil er zur Rechten sitzt seines Vaters, gnaͤdig spricht: Straf, HErr, dis Geschoͤpfe nicht. 9. O der grossen Liebesbrunst! oder unerhoͤrten Gunst! die so starck an uns gedeuckt, daß sie sich uns selber schenckt. 19. GOttes Reich ist theu'r er⸗ kauft; Doch, wer glaͤubt, und wird getauft, soll, samt andern, insge⸗ inein Buͤrger in demselben seyn. rr/ wie Si dir fahren, inemSohn, bewahren, u/ im Him⸗ Kron, fahr en, was auf werden. sus ist der. er Seyden. ehen nicht, Angesichtz rein, koͤnt seyn? mannigfalt t Gewalt, von dir, id für. Esu gehn n, die mich ch sein Blut einigt mich tiglich, weil jacht es alle h Geduld! ner Schuld dir deinen I. oͤnig an, der auu daß ich werd 11. Nun, mein GOtt, ich wolte ern, mit Maria, nah und fern, bungen du von meiner Haab auch zuletzt ein Opfer⸗Gab. ö 12. Aber Reichthum darf man nicht stellen vor dein Angesicht; Gold ist dir nur lauter Schertz, drum so bring ich dir mein Hertz. 13. Dis mein Hertz klagt sehr uͤrPein, wie ein Turteltaͤubelein; ilgst du nicht die Missethat, Hrr, so weiß ich keinen Rath. 14. Wie das Taͤublein blöd und schwach kirren muß, so ruf ich achl Sol ich dich stets zornig sehn, Ott! so muß ich schnell vergehn. 15. Wohl, so flieg ich Himmel an, ja dein Hand mich schuͤtzen kan, die mich fuͤhret aus der Zeit in das Haus der Ewigkeit. Lue. 2, 29. HErr, nun lassest du ꝛc. 119. M. Auf meinen lieben Sott O HErr, nun laͤssest du zu dei⸗ ner Friedens Ruh, den, der hor langen Jahren dir hat gedie⸗ net, fahren, und haͤltst ihm unver⸗ hrochen, was du zuvor verspꝛochen. 2. Denn ich hab angeblickt den welchen du geschickt, daß er von al⸗ len Boͤfen soll alle Welt erloͤsen; Ein Heil der Menschenkinder, ein Trost der armen Suͤnder. 3. Ein Licht, das immerdar der Heyden Volck und Schaar er⸗ leuchten soll zumLeben; EinPreis, der uns gegeben, daß Israel auf Erden dadurch beruͤhmt soll wer⸗ den. C. v. Stocken. 1. Cor. 6, 11. Ihr seyd abgewasch 120. M. O SOtt du frommer&. Wois wird doch so gering die Reinigung im Hertzen ge⸗ halten, als ein Ding, damit sich asse schertzen! Es meint die eitle Welt, sie sey gereinigt schon, wenn sie einst niederfaͤllt zum Schein vor GOttes Thron. 2. Wenn zur gewohnten Zeit man wil zum Nachtmahl gehen, so macht man sich bereit nit Be⸗ ten und mit Flehen, bis daß das Werck vorbey: drauf faͤngt man wieder an zu suͤndigen aufs neu, wenn, wie und wo man kan. 3. Indessen meint die Welt, sie sey gereinigt worden, weil sie sich eingestellt nach GOttes Will und Ordenʒ sie bleibt bey ihrem Wahn/ und wer ihr anders sagt/ ist auf der Irrthums⸗Bahn. Ach! das sey Gott geklagt.* 4. Wie ist die Reinigung doch viel ein ander Wesen, und die Er⸗ neuerung! es muß, wer sie erle⸗ sen, stets kaͤmpfen: ach! wie viel findt da ein Gotteskind zu bessern, ehsind. Ziel der Suͤnden Maͤn⸗ gel sind.—0— 5. Das Hertz ist eine Quell, aus welchet nichtes fliesset, als Bos⸗ heit, die sich schnell in Wort und Werck ergiesset: wer nicht die Quelle leert, und stopft dem Brun⸗ nen zu, wird nimmer recht bekehrt, und komt niemals zur Ruh. 6. Es fehlt an Mitteln nicht, Gott hat sie gnug gegeben wenn man nur wil, 3ach Pflicht, des HErren Wort nachleben; allein es wil die Welt nicht an die Creu⸗ tzigung, und weil das Creutz miß⸗ faͤllt, folgt keine Besserung. 7. Es lan des HErren Aug der E Schlan —* RIEE 9—— 66 Aufs Fest Maria Verkuͤndigung, oder ö Schlaͤngen⸗Gist nicht leiden, es siehet, was nicht taug: drum muß man alles meiden, auch den ge⸗ ringsten Schein; es muß durch IEsn Blut das Hertze werden rein, denn ist der Wandel gut. 8. HErr IEsu, der du mich diß hast erkennen lassen, gib, daß ich fuͤr und fuͤr moͤg alle Suͤnde haß sen, und in der Reinigung zuneh⸗ men bis ans End, bis ich die Heit ligung durch deine Kraft vollend. Aufs Fest MariaͤVerkuͤndigung, oder der u Empfaͤngniß und MenschwerdungIEsu. 2. Cor. 62. Ich habe dich in der.] werden gusgebreitet, drum singen 121. MNel. Was mein SOtt wil. uf! freue dich, o Christenheit, dis ist der Tag des HErren! Der Anfang unsrer Seligkeit, den Gott ihm nah und ferren nach sei⸗ nem Rath erwaͤhlet hat, GOtt laß es wohl gelingen! Hilf uns mit Fleiß zu deinemPreis ein froͤlichs ied zu singen.. 2. GOtt ist gerecht in seinem Wort, was er einmal zusaget, das ist gewiß an allem Ort, obschon die Welt verzaget: Des Hoͤchsten Sohn, der Gnaden⸗Thron, komt itzund nach Verlangen: O Wun⸗ derthat! Maria hat den grossen Gast empfangen. 3. Vom Engel Gabriel sie hoͤrt, sie soll den Sohn gebaͤhren, der alle Welt zu GOtt bekehrt, den Koͤnig aller Ehren: Das Jungfraͤulein, so keusch und rein, erschrack ob den Gesichten, glaubt doch demWort, denckt also fort: GOtt wird es wohl verrichten. 4. Wohl uns der Gnadenreichen Zeit, daß wir erlangt den Orden, daß du, oGOtt, vonEwigkeit, bist unser Bruder worden! Wir bitten dich demuͤthiglich, lehr uns auf dein Wort bauen, bis wir zugleith in deinem Reich, das Wunder selbst anschauen. Ps. 118, 14. Dis ist der Tag, den 122. Mel. Mir nach spricht Chr. De ist der Tag der Froͤlichkeit, den Gott selbst hat bereitet, an welchem seine Guͤtigkeit soll heut mit Lust die Leut: HErr, dit sey Preis in Ewigkeit! z. Heut hat der HErr den Jam⸗ merstand der gantzen Welt gewen⸗ det, den Menschen zumErloͤsungs⸗ Pfand sein liebes Kind gesendet, drum singen heut mitLust diexent HErr, dir sey Preis in Ewigkeit! 3. Heut ist des grimmen Todes ⸗ Macht, der durch ein Weib gekom⸗ men, vom Weibes⸗Saamen um⸗ gebracht, und gantz von uns gey nommen, drum singen heut mit Lust die Leut: HErr, dir sey Preis in Ewigkeit! und dem gleicht,* Sonne he leucht't. 4. Nu Regen 0 ab, auch! 5. Nu Hoͤhe mi eint: Eh Ehe, Allr heit Freu uns Arm Erbarme 4. Heut ist aus grosser Lieb und Treu der wahre GOtt Mensch worden, bleibt, wie er war, und nimt darbey an sich der Menschen Orden, drum singen heut mit Lust die Leut: HErr, dir sey Preis in de/ Ewigkeit! ö 5. Wer wolte dann sein Hertz wol heut zur Froͤlichkeit nicht len⸗ cken, den Anfang seiner Seligkeit mit Andacht nicht bedeucken? J6 singet heut mit Lust ihr Leut: HErr, dir sey Preis in Ewigkeit! sh Lue. 1,78. 79. Durch die hertzliche 123. M. VErr ich habe inißgeh. uns der Tag erschienen, worauf Adam schon so oft, wie auch Jaeob, und, 05— ihnen/ aller Vaͤter Schaar gehoft, dran 5 sich Abraham erquicket, als er ihn im Geist erblicket. 3. O des Tages, voller 2537* —.———“““tt—t——““F““t“t“T“t—— gesflͤch Empfaͤngniß und Menschwerdung JEsu. 67 du mich diß zib, daß ich Sůnde haß gung zuneh⸗ ich die Hei aft vollend. oder der JEsu. rum singen HErr, dir rr den Jam⸗ Welt gewen⸗ Erloͤsungs⸗ d gesendet, ust diexeut n Ewigkeit! men Todes⸗ Beib gekom⸗ 5aamen um— von uns ge⸗ en heut mit dir sey Preiz er Lieb und Ott Mensch er war, und r Menschen eut mit Lust ey Preis in n sein Hert it nicht len⸗ er Seligkeit deucken? Ja st ihr Leut: Ewigkeit! die hertzliche be mißgeh. erschienen, chon so oft, samt ihnen, ehoft, dran cket, als er ler Wonne! und und dem soust kein Tag nicht gleicht, weil von Aubegin die Sonne hat nun dieses Rund er⸗ leucht't. O der hoch gewuͤnschten Stunden! die sich nunmehr ein⸗ gefunden. 3.O du Anfang unster Frenden, sen gegruͤst, gewunschtes Licht! als mit dem uns armen Heyben jetzt ein neuer Trost anbricht, und vor welchem wir ehdessen stets in lau⸗ ter Nacht gesessen. 4. Nunmehr trieft ein Heiles⸗ Regen oben durch den Himmel ab, auch die Wolcken schuͤtten Se⸗ gen und Gerechtigkeit herab: GOttes Sohn komt selbst auf Er⸗ den, ein wahrhafter Mensch zu werden.** 5. Nunmehr wird die hoͤchste Hoͤhe mit dem tiefsten Thal ver⸗ eint: Ehre nimt die Schmach zur EChe, Allmacht wird der Schwach⸗ heit Freund, Herrlichkeit koͤmt zu uns Armen, und aus Rache wird Erbarmen. 6. Jungftau, Mutter, Keusch⸗ heits⸗Krone, du gebenedeytes Weibl vor des Allerhochsten Soh⸗ ne wird dein unbefleckter Leib heut zum Ehren⸗Thron erlesen, du em⸗se pfaͤngst ein ewig Wesen. ö 7. Er, der Vater, wird zum Kin⸗ de/Tochter, du must Mutter seyn: Selbst das Heil wird hier zur Suͤnde: du empfaͤngst und bleibst doch rein. Jungfrau bleiben, schwanger gehen, kan alhier bey⸗ sammen stehen. ö 8. O Geheimniß! dessen glei⸗ chen man auf Erden nie gesehn! Dieses ist ein Wunderzeichen, das von Gott ist heut geschehn, wel⸗ ches kein vernuͤnftig Sinnen kan begreifen noch gewinnen. 9. Vater, und doch Kind darne⸗ hen, unser Bruder, Fleisch und Blut, ach! was koͤnnen wir dir ge⸗ ben fur dis allzugrosse Gut? Hilf, daß wir mit Hertz und Sinnen geistlich dich empfangen koͤnnen. Joh. 1,5I. Warlich, ich sage euch: 124. M. Freuet euch ihr Christen Kemt vom Himmel hoch her⸗ unter, o ihr Engel ziehet aus, komt vom guͤldnenSternen Haus, und beschauet dieses Wunder. Mutter seyn, und Jungfrau doch, ist euch und uns alluhoch: dar⸗ um freuet euch, ihr Lieben, GOtt ist GOtt im Himmel blieben, hat sich wahrer Mensch erwiesen ꝛ ewig sey er drum gepriesen. 2. Seht den HErren euren Koͤ⸗ nig, wie er sich so niedrig wagt. seucket sich in eine Magd: ja, es ist ihm viel zu wenig, er wird unser aller Knecht, und erwirbt uns Kinder⸗Recht: darum freuet euch, ihr Lieben! Gott ist doch wol GOtt geblieben, hat sich unsern Knecht erwiesen 3 ewig sey er drum gepriesen. 3. Ach! der Himmel stehet of⸗ fen, GOtt thut einen Gnadenblick zu der Menschen Heil und Gluͤckꝛ Nun mehr last uns alle hoffen, die Erloͤsung nahet sich, GOtt erloͤst uns ewiglich: darum freuet euch, ihr Lisbeu, GOtt ist immer GOtt geblieben, hat Erloͤser sich erwiet en; ewig sey er drum gepriesen. 4. Laufet Sonne, Mond und Sternen, und begruͤsset unsern Stand, GOtt ist uns mit Blut verwandt; ihr muͤst halten euch von fernen: wir, wir gehn zu un⸗ serm Blut, das uns ewig Gutes thut: darum freuet euch, ihr Lie⸗ ben! Gott ist wahrer GOtt ga⸗ blieben, hat sich Fleisch und Blut erwiesen; ewig sey er drum ge⸗ priesen. Ebr. 7/ag.26. Daher er auch selig 125. M. Err Christ, der einig Lit uns mit Ernst betrachten den Grund der Seligkeit, und uͤberaus groß achten den, der uns hat befreyt von Suͤnden, Tod und Hoͤllen, der sterbend auch zu faͤl⸗ len, den Satan war bereit. E a. Des 2. Der JEsus ward genennet, als er empfangen ist, der wird von uns bekennet, daß er sey JEsus Christ, der uns macht frey von Suͤnden, und laͤst die Seel em⸗ pfinden viel Trost zu jeder Frist. 3. Er solte Christus heissen, der Heilgnd aller Welt, und Satans Reich zerreissen, bald, als ein tapf⸗ rer Held das Hoͤllen⸗Schloß zer⸗ stoͤhren, dadurch den Himmel mehren, und thun, was ihm gefaͤlt. 4. Es solte JEsus währen der Suͤnd und Missethat, Gerechtig⸗ keit hescheren, und, als des Va⸗ ters Rath, in Sieg den Tod ver⸗ schlingen, auch alles wiederbrin⸗ gen, was man verlohren hat. 5. Von GoOtt ist ihm gegeben der Seepter in die Hand, sein Koͤ⸗ nigreich darneben, daß er in sol⸗ chem Stand uns geistlich soll re⸗ gieren, und durch sein Leiden fuͤh⸗ ren ins wahre Freuden⸗Land. 6. Der ist von GOtt erkohren zum Hohenpriesterthum. Er selbst hat ihm geschworen, daß er mit grossem Ruhm ein solches Anit be⸗ dienen, und ewiglich soll gruͤnen, als Sarons schoͤnste Blum. 7. Er wird auch HErr genennet/ dem alles unterthan, wodurch man frey bekennet, daß er ohn ei⸗ teln Wahn, auch GOtt sey nach dem Wesen, durch den wir bloß genesen in dieser Ungluͤcks⸗Bahn, 8. Muß doch die Schrift bezeu⸗ gen/ daß er Jehova heist, dem alle Knie sich beugen, den alle Welt hoch preist: ja, dem von allenZun⸗ gen wird Ehr und Danckgesun⸗ gen, so weit die Sonne reist. 9. Sein Stuhl muß ewig dau⸗ ren, sein Seepter stehet vest, samt Zions starcken Mauren er ist aufs allerbest mit Freuden⸗Oel gezieret, hoch ist er aufgefuͤhret, der nie sein Volck verlaͤst. ů 10. Ist GOtt nun offenbaret im Fleisch, so glaͤuben wir, daß der, so uns bewahret, und segnet fuͤr und fuͤr, sey GOtt und Mensch zu nen⸗ nen: es lassen sich nicht trennen der GOtt und Mensch allhier. II. Durch JEsum ist bereitet die gantze Welt, er hat den Him⸗ 63 Aufs Fest Mariaͤ verkuͤndigung, oder der Empfaͤngniß ꝛc. mel ausgebreitet; es ist durch sei⸗ nen Rath der Engel⸗Heer erschaf⸗ en, ein Heer das ohne Waffen 611 A gehn, wer 12. Er, IEsus, kan erwecken die b oft grosse Wunder that. Todten kraͤftiglich, er weiß ein Ziel zu stecken dem staͤrcksten Wuͤ⸗ terich?Er pruͤfet Hertz und Nie⸗ ren, wil die zum Himmel fuͤhren, die selbst verleugnen sich. 13. Laßt uns zusammen treten, des Allerhoͤchsten Sohn in De⸗ muth anzubeten, denn ihm istja die Kron und Ehr und Macht ge⸗ geben: Gib HErr, nach diesemke⸗ ben auch uns den Gnaden⸗Lohn. .Joh. Risk. Gal. 4, 19. Meine lieben Kinder 126. Mei. Es ist das Zeil uns. hat ——939—9—9———— und Gerer ret bleibet . Es wissen, un set gleich nissen, so stehn, und en. 6. Bald bar, wenn Vom 1 Cor. 1,2 Achh u chl m A 91 0 Creutze Suͤnde raͤ⸗ selbst verd der Rath, O grosser Koͤnig, JEsu Christ, der du vom Geist empfangen in der Jungfrauen Leibe bist, ach! laß mich Gnad erlangen, daß ich gebohren werd im Geist, und, was der Name JEsus heist, im Herzen wol erwaͤge. 2. Du heissest JEsus, weil du mich machst selig von den Suͤnden, und ich als meinen Heiland, dich in Noͤthen moͤge finden; kein Nahm ist sonst, zum Heil der Welt, von Gott im hohen Himmels Zelt, als JEsus, auserkohren. 3. Er ist des Allerhoͤchsten Sohn, den GOtt wil hoch erheben auf sei nes Vaters Davids Thron, deß Reich wil er ihm geben, und ihm zum Koͤnig setzen ein, weß Koͤnig⸗ reich kein End wird seyn, dazu wird er empfangen. 4. O JEsu! laß dein Reich in mir gantz vest gepflantzet werden, daß du in mir, und ich in dir so le⸗ ben moͤg auf Erden, daß dieses Reich in Heiligkeit, im Tund ö un 3. Auch gen, und d da der To Kron und gniß ꝛc. Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 69 sch zu nen⸗ ht trennen allhier. ist bereitet den Him⸗ durch sei⸗ er erschaf⸗ . Waffen rweiß ein cksten Wuͤ⸗ und Nie⸗ el fuͤhren, nen treten, hu in De⸗ ihm ist ja Macht ge⸗ wecken die h diesemle⸗ den⸗Lohn. Foh. Rist. hen Kinder Zeil uns. Esu Christ, empfaugen be bist, ach! en, daß ich t, und, was und Gerechtigkeit, moͤg unverstoͤ⸗ ret bleiben. ö 5. Es ist ja doch in uns dein Reich, wils gleich die Welt nicht wissen, und wird dis Reich gehas⸗ set gleich vom Reich der Finster⸗ nissen, so wird es dennoch veste stehn, und nicht im Hertzen unter⸗ gehn, wenn gleich die Feinde to⸗ en. 6. Bald wird es werden offen⸗ bar, wenn JEsus wird einbrechen, und sich als Richter stellen dar, sich wider die zu raͤchen, die hier sein Reich gefochten an, und mit Ver⸗ folgung, Fluch und Bann verfolgt die Reichs⸗Genossen. 7. HErr IEsu, mache mich be⸗ reit, und hilf mir uͤberwinden, daß ich dein Gnadenreich ausbreit, und dorten moͤge finden das Reich der frohen Ewigkeit, das man dort erbet nach dem Streit: Ach! laß es bald erscheinen. Vom Leiden und Sterben IEsu Christi. 1Cor. 1,22.24. Wir yredigen den. 127. Mel. Gott des Simmels. ch! mein Hertz, was soll ich — 06 tübt! dein GOtt am Creutze stirbt! heisset das die Suͤnde raͤchen, wenn der Fromme selbst verdirbt? o wie seltsam ist im Herzen 18, weil du enSuͤnden, and, dich in kein Nahm Welt, von imels Zelt, n. sten Sohn, ben auf sei⸗ Thron, deß nu, und ihm veß Koͤnig⸗ seyn, dazu n Reich in zet werden, in dir so le⸗ daß dieses Glauben und n Rath, der mein Heil erfunden at. 2. Welcher Mensch hat so viel Liebe, daß er stirbt fuͤr seinen Feind? Aber GOtt aus eignem Triebe, hat es doch so gut gemeint, daß sein eingebohrner Sohn, fuͤr mich leidet Spott und Hohn. 3. Auch die Felsen sind zersprun⸗ gen, und des Tages Licht verging, da der Tod mit ihm gerungen, und er hey den Moͤrdern hing. Drum ist er doch mehr als Stein, der nicht wolte traurig seyn. 4. Heyden ist das ein Gelaͤchter, und den Juͤden Aergerniß; Aber, Pfsu, du Gerechter, mir bist du, wie Honig, suͤß. Ja dein Ereutz ist unser Ruhm, und, der Christen Eigenthum. F. Stirb, mein Heiland, daß wir leben! lebe, daß ich selig sterb! denn du bist fuͤr mich gegeben, daß ich Armer nicht verderb. Deine Kron und jeder Dorn hat die Sta⸗ chel GOttes Zorn. ö 6. Deine Ketten, und die Ban⸗ — der auf dich gespeyte Koth; ine Schlaͤge, Schmach und Schande, deine Wunden und der Tod: das sind Fruͤchte meiner Schuld, die du traͤgest mit Geduld. 7. Also zahlst du fremde Suͤn⸗ den, und versoͤhnest meinen GOtt: Darum werd ich uͤberwinden Hoͤl⸗ le, Teusel und den Tod: Denn dein Blut ist so viel werth, daß es allen Fluch verzehrt. 8. O! wie soll ich das vergelten, was mein Gott an mir gethan? Wenn gleich in viel tausend Wel⸗ ten jeder sagte, was er kan; Doch wird, JEsu, deine Pein ewig un⸗ aussprechlich seyn. 9. HErr, hie bin ich, dein Erloͤ⸗ ster, welcher dir zu Fusse faͤllt, du alleine bist mein Troͤster, drum verlach ich alle Welt. Habe dauck, mein HErr und Gott, ich bin dein bis in den Tod. Joh. 19/J. Also ging JEsus heraus 128. Mel. O Sœtt du frommer. A“ sehet, welch ein Mensch! Ach seht, was Angst und Schmertzen steht unser JEsus aus fuͤr uns in seinem Hertzen! Schmertzto grosse Peini o Marter, Angst und Noth! o weh! mein JC⸗ sus ist betruͤbt bis in den Tod. 2. Ach sehet, welch ein Mensch! Wie muß sich JEsus quaͤlen! Die Schmertzen seiner Seel sind hie nicht zu erzaͤhlen: Er traurert, zittert, zagt, fuͤr grosser Hertzens⸗ Pein 20 Vom Leiden und Sterben Jesu Christi. ö Pein, ach! seht den Jammer an er muß des Todes seyn. ö 3. Ach sehet, welch ein Mensch! der mit dem Tode ringet, seht! wie sein theures Blut aus seinem Leibe dringet! Wie hertzlich fle⸗ het er; Ach Vater! nim von mir den bittern Creutzes⸗Tod, wenn es gefaͤllet dir. 4. Ach sehet, welch ein Mensch! der gantz und gar verlassen, den auch sein Jünger selbst nun faͤnget an zu hassen, der boͤse Judas der verraͤth den HErren Christ mit einem falschen Kuß, o boͤse Teu⸗ fels⸗List! 5. Ach sehet, welch ein Mensch! der nie hat Boͤse's begangen, den greift man mit Gewalt, den nim⸗ mer man gefangen, gleich einem Moͤrder, und fuͤhrt ihn gebunden fort, in Hohenpriesters Haus, da hoͤrt man Laͤster⸗Wort. 6. Ach sehet, welch ein Mensch! seht, wie sie den verklagen, der gantz mblen ist, von welchen niemand sagen kan eine Missethat, von dem wird ein Geschrey, daß der, der selbst ist GOtt, ein Gottes⸗ Laͤstrer ö 7. Ach sehet, welch ein Mensch! Ach seht die grossen Plagen, die JIEsus leiden muß, ach seht! er wird geschlagen mit Fäusten ins Gesicht. O Schande, Spott und Hohn! sie speyen ins Gesicht dem wahren GOttes Sohn. 8. Ach sehet, welch ein Mensch! den man gehunden hringet in des Landpflegers Haus, ach seht! wie auf ihn dringet der Juͤden Grau⸗ Pilate, Barrabam gib los, nim diesen hin. ö ö 9. Ach sehet, welch ein Mensch! o Marter, Angst und Plagen ach sehet! JEsus wird mit Geisseln hart geschlagen. Ach seht den blut gen Leib, ach seht die Wun⸗ den an! ach seht! er wird hennali, daß er kaum lehen kan. uns erloͤset von dem ew' gen Hol 129. In eigener Melodey. Setwein, o Christen⸗Mensch! 10. Ach sehet, welch ein Menschl seht, wie die! boͤsen Rotten den Errn der Herrlichkeit verhoͤnen und verspotten: Sie kroͤnen ihm ein Hauyt mit einer Dyruenkron, und neigen sich vor ihm, aus lau⸗ ter Spott und Hohn. 1. Ach sehet, welch ein Menschl ach lasset Thraͤnen fliessen, last eu ⸗ re Augen sich, gleich einer Fluth, ergiessen: Ach seht has Elend an! seht, unser HErr und Gott, der Heiland JEsus, traͤgt das Creuz zu seinem Tod. ů ö 12. Ach sehet, welch ein Mensch. o Mlagen uͤber Plagen! ach sehetl IEsus, ach! wird an das Ereuz geschlagen. Er ruft fuͤr grosset Pein und Schmertzen aͤngstiglicht Mein GOtt! mein GOtt! mein GoOtt! warum verlaͤßt du mich. 13. Ach sehet, welch ein Mensch! oweh! weh meinem Hertzen! 9 weh! ach ich vergeh fuͤr grosst Angst und Schmertzen. O Jam⸗ mer! ach! o weh! o Schmertzl o grosse Noth! oweh! o weh! weh! ach! JEsua, ach! ist todt. 14. Ach sehet, welch ein Menschl der für uns Menschen stirbet, der uns das Leben durch den bittern Tod erwirbet, der uns durch seine Pein befreyt von aller Noth, det len⸗Tod. 15. O JEsu! dir sey Danck, daß du fuͤr uns gestorben, und hast, durch deinen Tod, das Leben uns erworben, fuͤhr uns durch deinen Dod ins ew'ge Leben ein, so wollen samkeit; 050 auch dort dir ewig danckbat amkeit; sie ruften tereutzge ihn!¶ seyn.* Ebr. 9, 12. Auch nicht durch der Boͤcke oder Kaͤlber Blut, ꝛe. selbst deine eigne Noth, vor Schmertz un Hertzeleid, und nicht des HErren Hi üud— die von Natur gantz elend sind u schmach, — schwach/ st wol hunde 2. Drun mir den g unsrer Suͤ versoͤhnen fuͤhrt in denn einm wird ihm! 3. Er h noch mit Priester, a Vaters M Blut, und zur Heilt Crem ein 4. Ein f unsre Seet Opfer nie den Tod; so gekostet unschuldig ucht 5. Nun des Sohn wit zu dir gib uns di 1Cor. 2, 131. M. Cris kein ward fuͤr Dieb ge lose Leut, verlacht, wie denn 2. In —— in Menscht Rotten den tverhoͤnen rroͤnen ihm dyrnenkron, m/ aus lau⸗ ein Meuschl ssen, last eu⸗ iner Fluth, Clendanl GoOtt, der das Creutz ein Mensch! Rach sehetl das Ereutz fuͤr grosset aͤngstiglich: Ott! mein 5t du mich! ein Mensch! Hertzen! O fuͤr grosset O Jam⸗ Schmertzl o weh! ch! ist todt. ein Menschl stirbet, der den bittern durch seine Noth, der w'gen Hoͤl⸗ Danck, daß „und hast, 5 Leben uns urch deinen u, so wollen ig dauckbat t durch der Blut, ꝛc. lodey. en⸗Mensch! Noth, vor zeleid, und denn wir, nd sind und schwach, Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 7* schwach, sind Ursach seiner Noth wol hundert tausendfach. ö 2. Drum konst, und schaut mit mir den grosse Bischof an, der unsrer Suͤnden Schuld vor GOtt versoͤhnen kan: der ist es, der uns fuͤhrt in jenes Freuden⸗Reich, denn einmal ist, noch war, noch wird ihm niemand gleich. 3. Er hat mit Rindern⸗ nicht, noch mit der Kaͤlber⸗Blut, als Priester, ausgesoͤhnt des strengen Vaters Muth: es muß sein eigen Blut, und zwar mit grosser Pein, zur Heilung unsrer Seel, am Creut ein Opfer seyn. 4. Ein solcher Priester war fuͤr unsre Seelen⸗Noth, der nach dem Opfer nicht mehr fürchten darf den Tod; der unsre Schwachheit so gekostet und versucht, und doch Euthr. ist, und bleibet unver⸗ ucht. . Nun, Vater, nim denn an des Sohnes bittern Tod, so ost wir zu dir schreyn in unsrer Suͤn⸗ den⸗Noth: schaff uns durch dei⸗ nen Geist beyzeiten Huͤlf und Rath/ wenn die Begierd uns reitzt zu Fall und Missethat. Joh. 1/½29. Siehe, das ist GOttes. 130. In bekandter Melodey. naaah Lamm Gottes! der du traͤgst die Suͤnde derWelt, Erbarm dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes! der du traͤgst die Suͤnde der Welt, erbarm dich unser! ö 3. Christe, du Lamm Gottes! der du traͤgst die Suͤnde der Welt, gib uns deinen Frieden! Amen. 1Cor. 2, 2. Ich hielte mich nicht. 131. M. Ciebes Hertz bedencke. Cbius, der uns selig macht, kein Boͤs's hat begangen, der ward fuͤr uns in der Nacht, als ein Dieb gefangen, geführt vor gott⸗ lose Leut, und faͤlschlich verklaget, verlacht, verhoͤhnt und verspeyt, wie denn die Schrift saget. 2. In der ersten Tages⸗Stund! ward er unbescheiden, als ein Moͤr⸗ der dargestellt Pilato, dem Hey⸗ den, der ihn unschuldig befand, ohn Ursach des Todes, ihn derhal⸗ ben von sich sandt zum Koͤnig Herodes. 3. Um drey ward der GOttes Sohn mit Geisseln geschmissen, und sein Haupt mit einer Kron von Dornen zerrissen, gekleidet zu Hohn und Spott, ward er sehr ge⸗ schlagen, und das Creutz zu seinem Tod must er selber tragen. ö 4. Um sechs ward er nackt und bloß an das Creutz geschlagen, an dem er sein Blut vergoy, betet mit Wehklagen. Die Zuseher spotten sein, auch die bey ihm hingen, bis die Sonn auch ihren Schein ent⸗ zog solchen Dingen. 5. Jéesus schrye zur neunten Stund, klaget sich verlassen, bald ward Gall in seinen Mund mit Eßig gelassen; da gab er auf sei⸗ nen Geist, und die Erd erbebet; des Tempels Vorhang zureiß, und manch Fels zerkloͤbet. 6. Da man hat zur Vesper⸗Zeit die Schaͤcher zerbiochen, ward IEsus in seine Seit mit ein'm Speer gestochen, daraus Blut und Wasser rann, die Schrift zu erfuͤllen, wie Johannes zeiget an, nur um unsernt willen. 7. Da der Tag sein Ende nahm, der Abend war kommen, ward JE⸗ sus vom Creutzes ⸗Stamm durch Iypseph genommen, herrlich, nach Juͤdischer Art, in ein Grab gele⸗ get allda mit Huͤtern verwahrt, wie Matthaͤus zeuget. 3. O hilf, Christe, GOttes Sohn! durch dein bitter Leiden, daß wir, dir stets unterthan, all' Untugend meiden; deinen Tod und sein' Ursach fruchtbarlich be⸗ dencken, dafuͤr, wiewol arm und schwach, dir Danck-Opfer schen⸗ cken. Michael Weiß. Luc. 72 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. Luc. 23, 34. JEsus sprach: Vater. 122. Ni. In dich hab ich gehoffet aJEsus an demCreuße stund, und ihm sein Leichnam ward verwundt, so gar mit bittern Schmertzen, die sieben Wort, die Jesus sprach, betracht in deinem P. Iun ersen prac er uß E Zum ersten sprach er suͤßig⸗ lich zů seinem Vat'r im Himmel⸗ reich, mit Kraͤften und mit Sin⸗ nen: Vergib ihn'n, Vat' r, sie wis⸗ sen nicht, was sie an mir beginnen. 3. Zum andern denck sein'r Schacher har et die GOtt am Schaͤcher hat erzeigt, sprach er gar gnädiglichen: Fuͤrwahr, du wirst heut bey mir seyn in meines Vaters Reiche.* Zum dritten denck seiner gros⸗ sen Noth, laß dir die Wort nicht eyn ein Spott: Weib, schau ein'n Sohn gar eben; Johan⸗ nes nim deiner Mutter wahr, sollt ihr gar eben pflegen. 5. Nun mercket, was das viert Wort was: Mich duͤrst't so hart vhn Unterlaß, schrey Gott mit lauter Stimme; das menschlich Heil thaͤt er begehrn, der Naͤgel ward er empfindend. 6. Zum fünften gedenck seiner Bitterkeit, die GOtt am heilgen Creutz ausschreyt: Mein GOtt, wie hast du mich verlassen! das Elend, das ich leiden muß, das ist gantz uͤber die Massen. . Das sechst war gar ein kraͤf⸗ tigs Wort, das mancher Suͤnder auch gehoͤrt aus sein m goͤttliehen Munde: Es ist vollbracht mein Leiden groß, wol hier zu dieser Stunde. 3. Zum sieb'nden 119 ich mich, Vat'r, in deine Haͤndꝰ, dein'n Heilgen Geist du zu mir send in meinen letzten Zeiten, wenn sich mein Seel vom Leib abscheid, und mag nicht langer beiten. 9. Wer GOttes Mart'r in Eh⸗ ven hat, und oft gedenckt der sieben urhre —— —— Wort, des wil GOtt eb n yflegen, wol hier auf Erd mit seiner Gnad, und dort im ew'gen Leben. ö D. Vinc. Schmuck, Hohel. 8,6. Liebe ist starck wie der. 123· M. Freu dich sehr/ o meine Der am Creutz ist meine Liebe, meine Lieb ist JEsus Chris, weg ihr argen Seelen⸗Diebe, Sa⸗ tan, Welt und Fleisches⸗List! En⸗ re Lieb ist nicht von GOtt, eur⸗ Lieb ist gar der Tod: der an Creutz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben uͤbe. 2. Der am Creutz ist meine An be: Frevler, was befremdet dich, daß ich mich im Glauben uͤbe? E sus gab sich selbst fuͤr mich, so wir Joh. 17, 19 134. M. ie Se sein sich, sein verwundt Seel gesu 2. Das Stoß des ten floß, d sein Blut und Mut er mein Friedens⸗Schild, aber ni auch mein Lebens⸗Bild! Der n. 3. Der am Creutz ist meine Lin be: Suͤnde, du verliehrst den Sturm, weh mir, wenn ich den he⸗ truͤbe, der statt meiner ward ein Wurm, ereutzigtꝰ ich nicht Goh tes Sohn? traͤt ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am ꝛe. 4. Der am Creutz ist meine Lie be: schweig Gewissen! niemand mahnt: GOtt preist seine Liebes Triebe, wenn mir von der Hand⸗ schrift ahnt: Schau, wie mein Hals⸗Buͤrge zahlt, GOttes Blut hat sie durchmahlt. Der am ꝛc. 5. Der am Creuß ist meine lie/ be: drum Tyranne, foltre, stoß! Hunger, Bloͤsse, Henckers⸗Die be, nichts mach mich von JEsu los: Nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fuͤrstenthum: Der am ꝛ. 6. Der am Creutz ist meine Lie⸗ dich, laß ein, daß i eyn. x6 5. Ruf be: kom Tod, kom mein bester Freund, wann ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein JEsus mit vereint, da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seelen Braͤuti; gam: Der am Creutz ist meine uͤbe. Paul Gerhard * ·— Liebe, weil ich mich in e * Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 73 eben pflegen, einer Gnad, eben. Schmuck, arck wie der. ehr/ o meint meine Liebe, Esus Chris, Diebe, Sa⸗ es⸗List! Eu⸗ Gott, eure d: der am be, weil jch e meine Lie⸗ remdet dich, en uͤbe? IE nich, so wirh schild, aber ld! Der. meine Lie liehrst den in ich den he⸗ er ward ein nicht Got nicht sein am ꝛc. meine Lie⸗ niemand seine Liebes der Hand⸗ wie mein Ottes Blut der am ꝛc. tmeine Lie oltre, stoß! nckers⸗Die⸗ von JEfsu nicht Gold, nicht, kein Ie. t meine Lie⸗ mein bester ein Staub JEsus mit ich GOttes n Braͤuti ist meine n Glauben Gerhard. JGH Joh. 17, 19. Ich heilige mich t10 134. M. Nun last uns den Leib. ie Seele Christi heil'ge mich, sein Geist versencke mich in sich, sein Leichnam, der fuͤr mich verwundt, der mach mir Leib und Seel gesund. 2. Das Wasser, welches auf den Stoß des Speers aus seiner Sei— ten floß, das sey mein Bad, und all sein Blut erquicke mir Hertz Sinn und Muth. 3. Der Schweiß von seinem Angesicht laß mich nicht kommen ins Gericht, sein gantzes Leiden, Creutz und Pein, das wolle meine Staͤrcke seyn. ö 4.O JEsu Christ, erhoͤre mich, nim und verbirg mich gantz in dich, laß mich in deine Wunden an daß ich fuͤrm Feind kan sicher eyn. 5. Ruf mir in meiner letzten Noth, und setz mich neben dich, mein GOtt, daß ich mit deinen Heil'gen all'n moͤg ewiglich dein Lob erschallen. Hohel. z, 13. Seine Lippen sind. 133. M. Mir nach, spricht Chr. D gruͤner Zweig, du edler Reis, du Honig⸗reiche Bluͤ⸗ the, du aufgethanes Paradeis, gewaͤhr mir eine Bitte: Laß mei— ne Seel ein Bienelein auf deinen Rosen⸗Wunden seyn. 2. Ich sehne mich nach ihrem Saft, ich suche sie mit Schmer⸗ 7 weil sie ertheilen Staͤrck und raft den abgematt ten Hertzen: Drum laß mich, wie ein Biene⸗ n auf diesen Rosen⸗Wunden eyn. 3. Ihr uͤbertreflicher Geruch ist ein Geruch zum Leben: ver⸗ treibt den Gift, verjagt den Fluch, und macht den Geist erheben. Drum laß mich, wie ein Biene⸗ lein, auf deinen Rosenwunden seyn. 4. Ich nahe mich mit Hertz und Mund, sie tausendmal zu kuͤssen; laß mich zu jeder Zeit und Stund den Honig⸗Saft geniessen; laß meine Seel ein Bienelein aüf dei⸗ nen Rosen⸗Wunden senn. 5. Ach! ach wie suͤß ist dieser Thau! wie lieblich meiner Seele! wie gut ists, seyn auf solcher Au und solcher Blume⸗Hoͤle! laß mich doch stets ein Bienelein auf diesen Rosen⸗Wunden seyn. ů 6. Nim mein Gemuͤthe, Geist und Sinn, Leib,/Seel, und was ich Un, 3 nim alles gaͤntzlich von mir hin, gib mir nur diese Gabe, daß ich mag stets ein Bienelein, HErr Christ, auf deinen Wunden seyn. Es. 83, 7. Da er gestraft und gem. 136. M. An Wasser⸗Fluͤssen B. End d geht, und trͤͤgt die Schuld, der Welt und ihrer Kinder, es geht, und busset in Ge⸗ duld die Süͤnden aller Suͤnder; es geht dahin, wird matt und kranck, ergiebt sich auf die Wuͤrge⸗ Banck, entzieht sich allerFreuden; es nimt auf sich Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Creutz und Tod, und spricht: Ich wils gern leiden. 2. Das Luͤmmlein ist der grosse Freund und Heiland unsrer See⸗ len, den, den hat GOtt zum Sun⸗ den⸗Feind und Soͤhner wollen waͤhlen: Geh hin, mein Kind, und nim dich an der Kinder, die ich ausgethan zur Straf und Zor⸗ nes⸗Ruthen; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kanst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja von Hertzen⸗ Grund, leg auf, ich wils gern tra⸗ gen: mein Wollen haͤngt an dei⸗ nem Mund, mein Wircken ist dein Sagen. O Wunder⸗Lieb! o Lie⸗ bes⸗Macht! du kanst, was nie kein Mensch gedacht, 6Ott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Lie⸗ be, du bist starck, du streckest den ins Grab und Garg, vor dem die Felsen springen. E 4. Du — gest so viel Gutes? 74 Vom geiden und Sterben Jesu Christti. 3. Du marterst ihm anCreutzes⸗ Stam mit Naͤgeln und mitSpies⸗ sen, du schlachtest ihn, als wie ein Lamm, machst Hertz und Adern fliessen, das Hertze mit der Seuf⸗ zer Kraft, die Adern mit den edlen Saft des Purpur⸗rothen Blutes. O suͤsses Lamm! was soll ich dir erweisen dafuͤr, daß du mir erzei⸗ 5. Mein Lebetage wil ich dich aus meinem Sinn nieht lassen: dich wil ich stets, gleichwie du mich, mit Liebes⸗Armen fassen: Du sollt seyn meines Hertzens Licht, und wenn mein Hertz in Stuͤrken bricht, sollt du mein Her⸗ te bleiben. Ich wil mich dir, mein hoͤchster Ruhm, hiemit zu deinem Eigenthum bestaͤndiglich verschreiben. ö 6. Ich wil von deiner Lieblich⸗ keit bey Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir, nach Moͤg⸗L lichkeit, zum Freuden⸗Opfer brin⸗ gen: mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen fuͤr und für in Danckbarkeit ergiessen; und was du mir zu gut gethan, das wil ich stets, so tief ich kan, in mein Gedaͤchtniß schliessen. 7. Erweitre dich, mein Her⸗ zens⸗Schrein du sollt ein Schatz⸗ Haus werden der Schaͤtze, die viel groͤsser seyn, als Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia, weg Calmus, Myrrhen, Casia! ich hab ein bessers funden. Mein grosser Schatz, HErr JEsu Christ, ist dieses, was geslossen ist aus deines Leibes Wunden. 8. Das soll und wil ich mir zu Nutz zu allen Zeiten machen: im Streite soll es seyn mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen; in Froͤlichkeit mein Saitenspiel; Und wenn mir nichts mehr schmecken wil, soll mich dis Manna speisen: Irn Durst solls seyn mein Wasser⸗ Gesell, zu Haus und auch auf Reisen. 9. Was schadet mir des Todes Bift? dein Blut das ist mein Le⸗ ben; Wenn mich der Sonnen Hů tze trift, so kan mirs Schatten ge⸗ ben: Setzt mir der Schwermuthe Schmertzen zu, so find ich bey dir meine Ruh, als auf dem Bett ein Krancker; und wenn des Creu⸗ tzes Ungestum mein Schiflein trei. bet uͤm und uͤm, so bist du denn mein Ancker. ö 10. Wenn endlich ich soll treten welcher ich wil vor den Thron des dem er mich auvertraut, als eine wohlgeschmuͤckte Braut, an dei⸗ ner Seiten stehen. P. Serhard. ue. 23, 28. Weinet nicht uͤber m. 137. M. Freu dich sehr, o meine. Fial ihr Augen, fließt von 8 Thraͤnen, und beweinet eure Schuld; brich, mein Hertz, von Seußzen, Sehnen, weil einvamm⸗ lein in Geduld, nach Jerusalem zum Tod, ach! zum Tod, fuͤr dei⸗ ne Noth, und der gontzen Welt hinwandelt: denck, ach! wie hast du gehandelt? 2. Es soll nun vollendet werden, warum auf diese Erden ist gekom⸗ men JEsus Christ: schauet nun des Hachsten Sohn in demveiden, Schmach und Hohn, in den Wun⸗ den, in den Schmertzen, und nehmt alles wol zu Hertzen. 3. Es wird in der Suͤnder Haͤn⸗ de überlieffert GOttes Lamm, daß sich dein Verderben wende: Jüůd und Heyden sind ihm gram, und verwerfen diesen Stein, der ihr Eckstein sollte seyn. Ach! dis lei⸗ det der Gerechte fuͤr die boͤsen Suͤnden⸗Knechte. guell in Einsamkeit mein Sprach⸗ 4. ICE. ein in deines Reiches Freuden, so dienet ha laß dis Blut mein Purpur seyn, duldet, w ich wil mich darein kleiden; es soll schuldet. seyn meines Hauptes Kron, in 6. Er hoͤchsten Vaters gehen, und dir, was davon geschrieben ist, und 4. JEs Benden macht, und Scha ausgelach Faustense Grimm u ieh Süt Lieb ergr 5. Laß behre und diese Tha bewege si frer Stat 2 dar: ken? Schaar Bild/ da mild, un hauen:: anschaue . Also du verru aber nun in trager sus, und hadt, 30 ckt, zer noch Ziel 8. End syrochen gehn, un Heht er ehn. zaͤhlt, I waͤhlt; fluchten ruchten. 9. Fo deinem auf dem mit We ter auf suͤr die erbarm Armen ———— — — o auch au des Todes ist mein Le⸗ Sonnen Hi⸗ Pchatten ge⸗ hwermuths ich bey dir m Bett ein des Creu⸗ chiflein trei ist du denn Freuden, so Arpur seyn, den; es soll Kron, in Thron des u, und dir, It, als eine t, AN dei⸗ Serhard. t uͤber u. o meine. fließt von einet eure Hertz, von einLamm⸗ Jerusalem d/ fůr dei⸗ tzen Welt wie hast t werden, Nist, und st gekom⸗ auet nun meeiden, hen Wun⸗ zen, und en. der Haͤn⸗ mm, daß de: Juͤd am, und der ihr dis lei⸗ ie boͤsen 4.. —— Vom Leiden und Srerben JEsu Christi. 75 soll treten 4. IEsus steht in Strick und Banden, dessen Hand die Welt ge⸗ macht, bey Verachtung, Spott und Schanden, und wird hoͤhnisch ausgelacht, Backenstreich und Faͤustenschlag, Juͤd und Heyden Grimm und Rach duldet er fuͤr deine Suͤnden; wer kan solche Lieb ergruͤnden? 5. Laß es dir zu Hertzen gehen, behre und bekehre dich. Wer kan diese That ansehen, daß man nicht bewege sich? JEsus steht an uu⸗ ster Statt, was der Mensch ver⸗ dienet hat, buͤsset JEsus, und er⸗ duldet, was der Suͤnder hat ver⸗ chuldet. ö 6. Er haͤlt seinen heil gen Ruͤ⸗ ken Geissel, Ruth und Peitschen dar: Wer kan dis ohn Ren erbli⸗ cken? Wenn die rohe Juden⸗ Schaar Hand anlegt an GOttes Bild/ das so freundlich, from und mild, und doch nackend wird ge⸗ hauen: Wer kan solchen Greu'l anschauen? ö . Also sollt man dir begegnen, du verruchtes Menschen⸗Hertz; aber nun koͤmt dich zu segnen, und zu tragen deinen Schmertz, JE⸗ sus, und entbloͤsset sich, und wird dort so jaͤmmerlich abgestraft, zer⸗ hackt, zerschlagen, daß kein Maaß noch Ziel der Plagen. 8. Endlich wird der Schluß ge⸗ sprochen, JEsus muß zum Tode gehn, und der Stab wird abgebro⸗ chen, es hilft hie kein Bitten, Flehn. Barrabas wird losge⸗ zaͤhlt, JEsus wird zum Creutz er⸗ waͤhlt; weg mit diesem, den Ver⸗ fluchten! ruft der Haufe der Ver⸗ ruchten. ö 9. Folge denn zur Schaͤdelstaͤtte deinem JIEsu traurig nach; aber auf dem Wege bete, bet im Geist mit Weh und Ach! daß der Va⸗ ter auf sein Kind, als den Buͤrgen für die Suͤnd/ sehen woll, und sich erbarmen uͤber dich Elend und Armen. 10. Muß ich, JEsu, dich denn sehen am verfsuchten Creutzes⸗ Pfahl, ach! so laß ich ͤbergehen, meine Thraͤnen sonder Zahl. Ach erbarm dich GOttes Tamm! das da haͤngt am Ereutzeg⸗Stamm: ach erbarm dich! weil dein Leiden mir gedeyen soll zur Freuden. II. Ich wil dir ein Opfer geben, Seel und Leib ist meine Gab; IE⸗ su! nim dis arme Leben, weil ich ja nichts bessers hab! Todt in mir⸗ was dir mißfaͤllt, leb in mir auf dieser Welt; laß mich mit dir le⸗ ben sterben, und dein Reich im Himmel erben. 12. Tausendmal sey dir gesun⸗ gen, liebster JEsu, Preis und Ruhm, daß du Hoͤll und Tod be⸗ zwungen: Nun, ich bin dein Ei⸗ genthum, und du meine Freud und Wonn! moͤgt ich dich, o schoͤnste Sonn! bald in deiner Krone sehen! Kom, dein Leiden ist geschehen. Laur. Laurentii. IPet. 2, 24. Christus hat unsere. 139. Ml. Ach SOtt und HErr. — Bruͤnnlein sind, daraus mir rinnt Fried, Hell, Trost, Freud und Leben: In Angst und Noth, bis in den Tod, mir solche Labsal geben. 2. Die Quell du bist, HErr, JEsu Christ, die Bruͤnnlein dei⸗ ner Wunden, daraus ich mich lab innerlich in heissen Creutzes⸗ Stunden. ö 3. Laß mir stets seyn das Leiden dein ein Spiegel, Regel, Riegel, daß ich nach dir mein Fleisch re⸗ gier, und laß ihm nicht den Zuͤgel. 4. OGOttes Lamm! o Liebes⸗ Flamm! o meiner Seelen Freu⸗ de, nim hin die Suͤnd, das Hertz hende. daß mich van dir nichts cheide. v. So werde ich recht seliglich den Lebens Lauf vollbringen, und froͤlich hier, GOtt, mid dir das — rechte Vollbracht singen. ö 1 Pot. 7 vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 1 Pet. 2, 21. Christus hat gelitten. 129. M. Mir nach, spricht Chr. G. Laͤmmlein, JEsn Christ, der du all Angst und Plagen, all's Ungemach zu jeder Frist geduldig hast getragen; verleih mir auch zur Leidens⸗Zeit Geduld und alle Tapferkeit. . Du hast gelitten, daß auch ich dir folgen soll und leiden, daß ich mein Creutze williglich ertragen soll mit Freuden; Ach moͤcht ich doch in Creutz uud Pein geduldig wie ein Laͤmmlein seyn. 3. Ich wuͤnsche mir von Her⸗ tzen⸗Grund, um dich geschlacht't zu werden, und was noch mehr, zu jeder Stund geereutzigt steh'n auf Erden; doch aber wuͤnsch ich auch dabey, daß ich ein Laͤmmlein IEsu sey. 4. Laß kommen alles Creutz und Pein, laß kommen alle Plagen; laß mich veracht't, verspottet seyn, verwundt und hart geschlagen: Laß aber auch in aller Pein mich ein geduldigs Laͤmmlein seyn. Ich weiß, man kan ohn Creutz und Leid zur Freude nicht gelan⸗ en, weil du in deiner Herrlichkeit elhst bist durchs Creutz gegangen: Wer nicht mit dir leid tCreutz und 47 kan auch mit dir nicht elig seyn. Joh. Angelus. Ebr. 13, 12. 13. IEsus, auf daß 140. Mel. Anwasser⸗Fluͤssen B. Gemusset seyst du, meine Kron, und Koͤnig aller Frommen, der du zu Trost von deinem Thron uns armen Suͤndern kommen. O wahrer Mensch! o wahrer Gott! o Helfer! voller Hohn und Spott, den du doch nicht ver⸗ schuldest: ach! wie so arm, wie nackt und bloß haͤugst du am Creutz! wie schwer und groß ist dein Schmertz, den du duldest! 2. Es fliesset deines Blutes Bach mit gantzem vollen Haufen; dein Leib ist auch mit Ungemach Lust, damit du mich erfuͤllet, dr O unumschreuckte Majestaͤt! wñ komts, daß dirs so klaͤglich gehti das macht dein Huld und Treue; Wer danckt dir deß? Wer ist del Mann, der sich, wie du, fuͤr um gethan, fuͤr dich zu sterben freue 3. Was soll ich dir doch immen mehr, o Liebster! dafuͤr geben, daß dein Hertz sich so ho und sehr bemuͤht hat um mein Leben! Du rettest mich durch deinen Tod, von mehr als einer Todes⸗Noth, und machst mich sicher wohnen. Laß Hoͤll und Teufel boͤse seyn, was schad'ts? sie muͤssen dennoch mein und meiner Seelen schonen. 4. Fuͤr grosser Lieb und heil ich dich an mein Hertz und Bru so wird mein Leid gestillet, deinen Augen wol bekannt, und das ist dir ja keine Schand, ein kranckes Hertz zu laben. Ach! bleib mir hold und gutes Muths, bis mich die Stroͤme deines Bluts gantz rein gewaschen haben. VSey du mein Schatz und hoͤch⸗ ste Freudꝰ, ich wil dein Diener blei⸗ ben, und deines Creutzes Hertze⸗ leid wil ich in mein Hertz schreiben. Verleihe du mir Kraft und Macht/ damit, was ich bey mir bedacht, ich moͤg ins Werck auch setzen: so wirst du,/ Schoͤnster, meinen Sinn, und alles, was ich hab und bin, ohn Un⸗ terlaß ergetzen. Paul Serhard. Roͤm. 7,/8. Darum preiset Gott. 141. M. Nun dancket alle SoOtt. G Ge Lieb, o Lieb, Geheimniß⸗voll! die jedes Adams Kind mit Lust bewundern soll: weil selbst der Engel Aug' nichts liebers ja gesehn, als GOttes liebsten Sohn an unsrer Stelle stehn. 2. Wir Frevler hatten uns, aus unsrer eignen Schuld und Satans Schlangen List, des srommen Va⸗ ters Huld unwerth gemacht, dazu gantz durch und durch belaufen. b ————.— Janimersta derey? Wi gel, keine E tes Zorn zu Natur. 4. Drum des Va tere lantz und Gchmach u sich belegen um so zu ze raubet hat. F. Er nir die Schuld 96 sich, und b zum Loͤse⸗ fremdes ni Gold: diß daß uns G 6. So ab durch GOt mit GOtt, sind; und durch seine durch des derum erst 7. Nun vechtigkeit unsrer Sch Cheil, das und sein g die Liebe gleich. 8. Mein nim im Gl dir dein B Inub u Ruh u Fried in di 9. Erke ihm schuld allem, wa must du/ a Eigenthut ihm ergebe 10. OK mein Her 4 rajestaͤt! wi äglich geht! und Treue; Wer ist det du, fuͤr um erben freue doch immen afuͤr geben so hoch n tein Leben! deinen Tod, odes⸗Noth, er wohnen. boͤse seyn en dennoch nd balae nd heil⸗ ullet, drld und Brust, estillet, dao kannt, und Schand, ein Ach! bleib duths, bis ines Bluts Wlrin 90 3 Uund hoͤch⸗ 299— blei⸗ tzes Hertze⸗ schreiben. und Macht, bedacht, ich en: so wirst Sinn, und in, ohn Un⸗ Serhard. 'iset GOtt. alle SOtt. eb, o Lieb, die jedes hewundern ngel Aug' als GOttes rer Stelle nuns, aus id Satans nmen Va⸗ MaufLeib ö und vom Leiden und Sterben JEsu Christt. 27 und Seel gehaͤuft Verdammniß, Fluch und Tod. 3. Und nun, wer konte uns Ver⸗ hrecher machen frey von solchem Jammerstand und finstern Sela⸗ derey? Wir selber nicht, kein En⸗ gel, keine Creatur; Nein! Got⸗ tes Zorn zu still'n, war uber die atur. 4. Drum komt das ew'ge Wort, des Vaters liebster Sohn, sein Glantz und Ebenbild, und laͤst mit Schmach und Hohn gantz willig sich belegen, an der Suͤnder statt, um so zu zahlen, was er nicht ge⸗ raubet hat. 5. Er nimt, als GOttes Lamm, die Schuld der gantzen Welt auf sich, und bringt dafur sein Blut zum Loͤse-Geld; sein Blut, kein fremdes nicht, nicht Silber oder Gold: diß konte gar nichts thun, daß uns GOtt wuͤrde hold. 6. So aber ruͤhmen wir, daß wir durch GOttes Kind, und also selbst mit GOtt, durch GOtt, versoͤhnet sind; und daß, was Adam hat, burth seinen Fall verschertzt, uns durch des Sohnes Tod wird wie⸗ derum ersetzt.„ 7. Nun haben wir in ihm Ge⸗ rechtigkeit und Heil, Vergebung unsrer Schuld, ja selbst zu unserm Theil, das allerhoͤchste Gut, GOtt und sein gantzes Reich: so macht die Liebe uns der Liebe wieder gleich. 8. Mein Geist, erwecke dich, und nim im Glauben an den Schatz, den dir dein Buͤrge und Erloͤsersmann theu'r erworben hat; so kriegst u Ruh und Rast, so herrscht der Fried in dir, so faͤllt weg alle Last. 9. Erkenne aber auch, was du ihm schuldig bist: dich selbst, mit allem, was nur in und an dir ist, must du, als sein von ihm erkauftes Eigenthum, zum gantzen Opfer ihm ergeben wiederum. 10. O Liebe! drucke dis tief in mein Hertz hinein, und laß zu glei⸗ genommen. chem Tod mit dir gepflantzet seyn den edlen Geist, damit auf jenem grossen Tag des Lebens Herrlich⸗ keit ihn auch bekleiden mag. Gal. 6,14. Durch Christum isi inn 142. M. Hrr ich habe mißgeh. ute Nacht, ihr eitle Freuden! gute Nacht, du falscheWelt! Sehet doch, welch Angst und Lei⸗ den jetzt aussteht der Lebens⸗Held! wie er zittert, wie er ringet, daß sein Blut auch von ihm dringet. 2. Wie? soll ich denn Wollust pflegen, und, o schnoͤde Welt! muit dir gehen auf den breiten Wegen der verderblichen Begier? Nein, ich wil nun JEsu leben, und euch gute Nacht jetzt geben. 3. Ich mag euch durchaus nicht hoͤren, die ihr bald ein frommes Hertz mit dem Ansehn koͤnn't be⸗ thoͤren; Hebet euch nur hinter⸗ werts! Ihr sollt mich nicht mehr verblenden, noch von JEsu mich abwenden. ö** 4. Besser ists, mit JIEsu leiden Hohn, Verachtung, Schmach und pott, als von ihm seyn abgeschei⸗ den, und bey der gottlosen Rott 51r in grossen Ehren sitzen, und ort in der Hoͤllen schwitzen. 5. Weg mit Hoffart, Stoltz und Prangen! weg mit allem Ueber⸗ muth! Meines Heilands Haupt und Wangen triessen uͤberall von Blut, und dem Schutz⸗HErrn al⸗ ler Frommen sind die Kleider selbst 6. Ach! das Haupt muß Dor⸗ nen tragen, und die Glieder pran⸗ gen noch: Ja, der HErr* Bloͤsse klagen, und der Knecht stol⸗ tziret doch: O du falsch beschoͤntes Gleissen! wer kan dich doch heilis heissen? 7. Weiche Schwelgen! weiche Sauffen! denn dein Wesen macht, daß mich Furcht und Schrecken uͤberlguffen, wenn ich nur bedenck, wie sich, auch zu ihrem grossen ö Schaden, Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. Schaden,/ viel in Wollust uͤberla⸗ n. 8. Und dem Schoͤpfer aller Din⸗ ge hats so gut nicht koͤnnen seyn, Daß, als er am Cueußz nun hinge, in der schwersten Todes⸗Pein, er, sein matteis Hertz zu laben, möcht ein Cröpflein Wassers haben. g. Drum geb ich euch schnoͤden Sunden hiermit nochmals gute Nacht! weichet fern, und bleibt baͤhinden, ihr habt GOtt die Angst gemacht, daß er klaget ohne Mas⸗ . wie sein GO LL ihn hab ver⸗ assen. ö 10. Daß der Lebons⸗HErr ver⸗ stirbet, und daß er ein Fluch jetzt ist, der den Segen uns erwirbet, das soll mich zu jeder Frist von der Suͤnden⸗Bahn abschrecken, und zu wahrer Buß aufwecken. II. Habe Danck, o Freund der Seelen! für die Angst und Trau⸗ rigkeit, fuͤr die Striemen, Noth und Hualen, fuͤr des Todes Bit⸗ terkeit, die du hast, von Suͤnd und Schanden uns zu retten, auoge standen. I2. Gib, daß wir forthin bereuen unsrer Sůͤnden schwere Last, und die Strase nicht erneuen, die du jetzt bezahlet hast, sondern dir uns gantz ergeben, und nach deinem Willen leben. Col. a, 14. IEsus hat ausgetilget. 143. N. Aus tiefer Noth schrey. Hy IEsu, deine Angst und ein/ und dein betruͤbtes Lei⸗ den, laß mir fuͤr Augen allzeit yn, die Suͤnde zu vermeiden. aß mich an deine grosse Noth, und deinen herben bittern Tod, dieweil ich leze, dencken. 2. Laß deiner Seelen Hoͤllen⸗ Quaal, dein Blutgetonnes Schwi⸗ en und uͤbrigElend allzumal, dar⸗ in du mußtest sitzen, nur ofterma⸗ len fallen ein, und eine starcke War⸗ nung seyn vor mehren Misse⸗ thaten. 3J. Die Wunden alle, die du hast, hab ich dir helfen schlagen, auch eine grosse Suͤnden⸗Last dir auf gelegt zu tragen. Ach liebsiih Heiland! schone mein, laß dies vor Recht gehen. 4. Du hast verlassen deinen Thron, hist in das Glend gangen, vertrugest Schlaͤge, Spott Hohn, mußt st an dem Creuße hangen, auf daß du vor uns schaß test Rath, und unsre schwere Misso that bey GOtt versoͤhnen muͤchtest Drum wil ich jetzt zur Danck barkeit von Hertzen dir lobsinge und wann du zu der Seligkeit mich wirst hinkuͤnftig bringen, so wilich daselbst noch vielmehr, zusamt den gantzen Himmels⸗Heer, dich ewig dafuͤr loben. ö 6. HErr JEsu, deine Angst und Pein, und dein betrübtes Leiden, laß meine letz teZuflucht seyn, wann ich von hier soll scheiden. Ach hilfl daß ich durch deinen Tod fein sanft beschliesse meine Noth, und selig sterbe, Amen. Offenb.7/14. Sie haben ihre Kleid. 144. M. Die SeeleChristi heilge Err JEsu Christ, dein theures Blut ist meiner Seelen hoͤch⸗ stes Gut, das staͤrckt, das labt, das macht allein mein Hertz von allen ö Suͤnden rein. ö 2. Dein Blut mein Schmuck mein Ehren⸗Kleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kan fur GOtt bestehn, und zu der Himmels Freud eingehn. 3. O JEsu Christe, Gottes Sohn, mein os, mein Heil und Gnaden ⸗Thron! dein theures Blut, dein Lebens/ Saft giebt mir stets neue Lebens⸗Kraft. 4. HErr JEsu, in der letzten Noth/ wenn mich schreekt Teufal, Hoͤll und Tod, so laß ja dis mein Schuld vergessen feyn, laß Gnade V ——— 1 Pet. 3,18. 147. M. In ertzliebf solch scharf. as ist die Missethaten Du wi Dorn gekroͤ chlagen und m Eßig un ans Creutz 3. Was is Plagen? Ac ben dich HErr JEsu was du erd 4. Wie n diese Straf fuͤr die Sck zahlt der He seine Knech 5. Der Fr und richtig lebt, der wi Der Mense 40 ist en gefangen. 6, Ich w Sein un Scheitel w ben, dafuͤr! len muͤssen 7. Ogrot Masse! die Rarter⸗St ö Welt in Lu must leiden 8. Ach gi gllen Zeiter solche Tre Menschen. dencken, w. 2ZIch ke nicht errei Erbarmun. kan ich dir Labsal seyn: Dein Blut macht Olearius. 1 Pet. mich von Suͤnden rein. D. Joh. ten im We 10. Dock genehme lAste daͤm — Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 7⁰ 1Het. 3,18. Sint mal auch Christ. ö 145. Nl. In dieser Morgenstund Ach ertzliebster JEsu! was hast n, laß dien. du verbrochen, daß man ein „laß Gnade solch scharf Urtheil hat gesprochen⸗ Was ist die 23½ in hen vor ine Missethaten bist du gerathen?. nd n Z2. Du wirst gegeisselt, und mit Spott und Dorn gekroͤnet, ins Angesicht ge⸗ dem Creult schlagen und verhoͤhnet; du wirst r uns schaf mit Eßig und mit Gall getraͤncket, hwere Mise ans Creutz gehencket. en moͤchtest. 3. Was ist die Ursach aller solcher tzur Danck Plagen Ach! meine Sünden ha⸗ .lobsingen, ben dich geschlagen; ich, ach! ligkeit mich HErr? Esu, habe dis verschuldet, en, so wilich was du erduldet. zufamt den 4. Wie wunderbarlich ist doch r/ dich ewig diese Straft! der gute Hirte leidet fuͤr die Schaafe, die Schuld be⸗ ie Angst und zahlt der HErre der Gerechte, fůr btes Leiden, seine Knechte.— tseyn, wann. Der Fromme stirbt, der recht n. Ach hilf! und richtig wandelt; der Bose Tod fein lebt, der wider GOtt mißhandelt: Noth, und Der Mensch verwirckt den Tod, 4 ist entgangen; GOtt wird n ihreKleid. Hefangen. Wisthruge 6. Ich war von Fuß auf voller dein theures Scen und Suͤnden, bis zu der eelen höch. Scheitel war nichts Gut o zu sin⸗ 8 labt, dal. den, dafür häͤtt ich dort in der Hoͤl⸗ 35 von allen len muͤssen ewiglich buͤssen. Ra se Spilsd 0 10 1ht uldies Schmuck, Masse! die dich gebracht auf diese in Anschu Marter⸗Strasse: Ich lebte mit der cht, daß ich Velt in Lust und Freuden, und du und zu der Must leiden. ö n. ö 8. Ach grosser unichg groß zu te, GOttes ellen Zeiten, wie kan ich gnungsam in Heil und solche Treu ausbreiten? Keins in theures Menschen Hertz vermag es auszu⸗ st giebt mir dencken, was dir zu schencker. . 3Ich kan mit meinen Sinnen der letzten nicht erreichen, womit doch dein eekt Teufel, Erbarmung zu vergleichen; wie ja dis mein kan ich dir denn deine Liebes⸗Tha⸗ Blut macht ten im Werck erstatten? ö — o. Doch ist noch etwas, das dir Olearius. genehme, wenn ich des Fleisches 1 Pet. Wste dämpf und zaͤhme/ daß sie — — lagen, au Last dir auf liebster aufõ neu mein Hertze nicht entzuͤn⸗ den mit alten Suͤnden. II. Weils aber nicht besteht in eignen Kraͤften vest die Begierde an das Creutz zu heften; so gi mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten fuͤhre. 12. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb an dich, die Welt fuͤr nichtes achten: Be⸗ muͤhen werd ich mich, HErr, deit nen Willen stets zu erfuͤllen. 3. Ich werde dir zu Ehren al⸗ les wagen, kein Creutz nicht achten, keine Schmach nochPlagen, nichts von Verfolgung, nichts von To⸗ desschmertzen nehmen zu Hertzen. 14. Dis glles, obs fuͤr schlecht zwar ist zu schaͤtzen, wirst du es doch nicht gar bey Seite setzen; in Gna⸗ den wirst du diß von mir anneh⸗ men, mich nicht beschaͤmen. 1S. Wenn dort, HErr JSSu, wird vor deinem Throne auf mei⸗ nem Haupte stehn die Ehren⸗Kro⸗ ne, so wil ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Danck singen. Joh. zeermann. Luc. 23,42.43. HErr, gedeucke an. 146. Mel. Was mein SOtt wil. Joͤr an, mein Hertz, die sieben Wort, die IEsus ausgespro⸗ chen, da ihm durch Quaal und blut'gen Mord, sein Hertz am Creutz gebrochen, thu auf den Schrein, und schleuß sie ein, als ed⸗ le hohe Gaben, so wirst du Freud in schwerem Leid, und Trost imCreu⸗ tze haben. 2. Sein allererste Sorge war, zu schuͤtzen, die ihn hassen, bat, daß sein GOtt der boͤsen Schaar wolt' ihre Suͤnd erlassen: Vergib, ver⸗ gib, sprach er aus Lieb', o Vater! ihnen allen; ihr keiner ist, der seh und wůst, in was fuͤr That sie fallen. 3. Lehet uns hiermit, wie schoͤn es sey/ die lieben, die uns kraͤncken, und ihnen, ohne Heucheley, all' ihre Hehler schencken: Er zeigt zu⸗ ö gleich, * 2⁰ Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. Ey wie gnaben⸗reich und from ey sein Gemuͤthe, daß auch sein Feind, ders boͤse meynt, bey ihm nichts findt, als Guͤte, 4. Drauf spricht er seine Mutter an, die bey Johanne stunde: Troͤst sie am Creutz, so gut er kan, mit seinem schwachen Munde: Sieh hier, dein Sohn, Weib! der wird schon mein Amt bey dir verwalten: Und, Juͤnger sieh! hier stehet, die du sollt, als Mutter, halten. 5. Ach treues Hertz! so sorgest du fuͤr alle deine Froͤmmen; du siehst, und schauest fleißig zu, wie sie in Truͤbsal kommen, trittst auch mit Rath und treuer 3 n zu ih⸗ nen auf die Seiten, du bringst sie fort, giebst ihnen Ort und Raum bey guten Leuten. 6. Die dritte Red' hast du ge⸗ than dem, der dich, HErr, gebeten: Gedenck, und nim dich meiner an, wenn du nun wirst antreten in dei nem Thron, und Ehr und Kron, als Himmels⸗Furst aufsetzen. Ich wil gewiß im Paradies, sprachst du, dich heut ergoͤtzen. 7. O suͤsses Wort! o Freuden⸗ Stimm! was wil uns nun erschre⸗ cken? Laß gleich den Tod mit gros⸗ sem Grim hergehn aus allen Ecken: Stuͤrmt er gleich sehr, was kan er mehr, als Leib und Seele scheiden? Indessen schwing ich mich, und sorig ins Paradies der Freuden. 8.N g. Nun wol, der Schaͤcher wird mit Freud aus Christi Wort erfuͤl⸗ let: Er aber selbst faͤngt an und schreyt, gleichwie ein Loͤwe bruͤl⸗ let: Eli, mein GOtt! welch Angst und Noth muß ich, dein Kind aus⸗ stehen: Ich rufe, und du schweigst 1 dazu, laͤssst mich zu Grunde gehen. 9. Nim diß zur Folge, frommes Kind, wann GOtt sich grausam stellet, schau, daß du, wann sich Truͤbsal findt, nicht werdest umge⸗ faͤllet, halt steif und vest, der dich jetzt laͤst, wird dich gar bald er⸗ Leben. H9 0 I 6 nur treu, und hall oon und s arbey starck, an mit glaͤub' 2 Schreyen.— 6—0 91 100 Erde 10. Der HErr faͤhrt fort, rust Offenb. 7/L2. laut und hell, klagt, wie ihn Hent 147. Mel. N duͤrste: Mich dürstet! sprach die Ich dancke ew'ge Quell, und edlerLebens Fuͤn V HErr J ste. Was meynt er hier? Er zei hen, die du! get dir, wie matt er sich gettagn empfundst in an deiner Last, die du ihm hast gu die Verdier macht in Suͤnden⸗Tagen. Labsal mein II. Er deutet auch daneben an, mir die Aug wie ihm so hoch verlange, daß disn Ich dan sein Creutz bey jedermann Frucht die du mir U bring, und wohl verfange. Das Zahlung m merck mit Fleiß, wer sich mit Haupt zu m Schweiß der Seelen⸗Angst muß dich auch zu gualen, das ewigevicht schleuß keit ich gerath in nen nicht vom Theil und Heil der Genade spr Seelen. 7 3. Laß n 12. Als nun des Todes finste Gunst aus Nacht begunt herein zu ol Auf daß an sprach GOttes Sohn: Es ist doll dein theuer⸗ bracht, das, was ich sollt vollbris Iucbße gen: Was hier und dar die heilge ihr liebster Schaar der Vaͤter und Propheten mich ewig hat aufgesetzt, wie man zuletzt Ebr. 10, 5. mich ereutzgen wuͤrd und toͤdten, 35 M. Er 13. Ists denn vollbracht, 60 Esu,—5 wilt du nun dich so vergeblich pla gen, als můͤst ein Mensch mit sei nem Thun die Suͤnden⸗Schuld abtragen: Es ist vollbracht! daß mir faͤllt w nim in acht, du darfst hie nichtn dencken dei zu geben, als daß du glaubst, und Angst und, glaͤubig bleibst in deinem gantzen we3— 17 laß mir gebe in Leibs' un 14. Nun endlich red't er noch den mein einmal, schreyt aus, vhn alle Mas Blut, laß sen: Mein Vater! nim in deinen Keiden loͤse Saal das, was ich jetzt muß lassen, G nim meinen Geist, der sich his veißt aus meinem kalten Hertzen. deine Wun Und hiemit wird der grosse Hirt daß er von entbunden aller Schmertzen. 3. Wenn 15. O wolte Gott! daß ich füͤhren au mein End auch also moͤchte enden, Bahn, wol und meinen Geist inGOtles Hand ken, daß ich und treuen Schooß hinsenden. ner Marte uch: jaßj mein. pert, Ren 10 sgestandt ö Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 21 au, und Iul Wort auch werden, so werd ich alaubgg schoͤn und selig gehn zum Vater bon der Erden. Team.6 Offenb. x/ 12. Das Lamm dae Huheht 25•— Nun freut euch lieben. sprach die ch dancke dir fuͤr deinen Tod, Lebens⸗Fuͤn HErr JEsu, und die Schmer⸗ jer? Er zel tzen, die du in deiner letzten Noth ich Harehn empfundst in deinem Hertzen: Laß die Verdienste solcher Pein ein en. 90 mndi Auger Hrachen seyn, wenn mir die Augen brechen. . 6. Ich dancke dir fuͤr deine Huld, ann Frucht die du mir hast erzeiget, da du mit inge. Das Zahlung meiner Schuld dein er sich mit Haupt zu mir geneiget: Ach neig Angst muß dich auch zu mir mein Ott, wenn schleuf keit ich gerath in Todes⸗Noth, daß ich nd Heil de Genade spuͤre. 3. Laß meine Seel in deiner odes finste. Gunst aus ihrem Seibe scheiden: zu dringen, Auf daß an mir nicht sey umsonst Es ist vol dein theuer⸗werthes Leiden: Nim llt vollbrim 6 hinauf zur selben Frist, wo du, ur die heilge ihr liebster IEsu! bist, und laß HPropheten mich ewig leben. nan zuletzt Ebr. 10,29. Wie viel meynet ihr. nd toͤdten. 148. M. Freu dich sehr, o meine. Hracht, was(FEsu, deine heil ge Wunden, geblich pla,. deine Quaal und bittern Tod, isch mit sei laß mir geben alle Stunden, Trost den⸗Schuld in Leibs und Seelen ⸗Noth! wenn racht! daß mir faͤllt was Arges ein, laß mich hie nichtj dencken deiner Pein, daß ich deine läͤubst, und Angst und Schmertzen wohl er⸗ em gantzen weg in meinem Hertzen. ö 4. Wil sich gern in Wollust wei⸗ d't er noch den mein verderbtes Fleisch und n alle Mas Blut, laß mich dencken, daß dein in deinen Leiden loͤschen muß der Hoͤllen nuß lassen, Glut; dringt der Satan ein zu er sich his nur, hilf, daß ich ihm halte fuͤr en Herten. deine Wunden, Magl undgeichen, grosse Hirt daß er von mir muͤsse weichen. ertzen. 3. Wenn die Welt mich wil ver⸗ daß ich fuͤhren auf die breite Suͤnden⸗ chte enden, Bahn, wollst du mich also regie⸗ Otles Hand ken, daß ich alsdann schaue an dei⸗ hinsenden. her Marter Centner⸗Last, die du Drnlerte guoͤgestanden hast, daß ich koͤnn in d Wort ö Andacht bleiben, alle boͤse Lust vertreihen.— 4. Gib fuͤr alles, was mich kraͤn cket, mir aus deinen Wunden Kraft, wenn mein Hertz hinein sich sencket, so gib neuen Lebens. Saft! daß mich staͤrck in allem Leid deines Trostes Suͤßigkeit, weil du mir dein Heil erworben, da du bist fuͤr mich gestorben. 5. Laß auf deinen Tod mich trauen, o mein Gott und Zuver⸗ sicht! laß mich veste darauf bauen, daß den Tod ich schmecke nicht! deine Todes⸗Angst laß mich stets erquicken maͤchtiglich! HErr, laß deinen Tod mir geben Auferste⸗ hung, Heil und Leben! 6. JEsu! deine heil'ge Wun⸗ den, deine Quaal und bittern Tod, laß mir geben alle Stunden Trost in Leibs⸗ und Seelen⸗Noth: son⸗ derlich am letzten End, hilf, daß ich mich zu dir wend, Troͤst in dei⸗ nen Wunden finde, und denn froͤ⸗ lich uͤberwinde M. O. C. Damius. Ebr. 6/ 6. Es ist unmuͤglich, wo sie 149. M. Christus der uns selig. 44 deine Paßion wil ich jetzt bedencken; wollest mir vont Himmels⸗Thron dazu Andacht schencken: In dem Bild itzund er⸗ schein, JIEsu, meinem Hertzen, wie du, unser Heil zu seyn, littest alle Schmertzen. a. Gib/ daß ich recht sehen mag deine Angst und Bande, deine Speichel, Schlaͤg und Schmach, deine Creutzes Schande, deine Geissel, Dornen⸗Kron, Speer⸗ und Naͤgel⸗Wunden, dadurch du o GOttes⸗Sohn! dir mich Hast verbunden. 68 . Laß mich aber nicht allein dei⸗ ne Marter sehen; laß mich auch die Ursach fein und die Frucht vert stehen. Ach! die Ursach war au ich, ich und meine Suͤnde; diese inde.. 5 daß ich Gna⸗ efinde . 4. JE. vom Leiden und Sterben IEfu Christt, 4. IEfu, lehr bedencken mich dis mit Buß und Reue: Hilf, daß ich mit Suͤnden dich martre nicht aufs neue: follt ich darzu ha⸗ benLust, und nicht wollen meiden, was GOlt selber buͤssen must mit so groͤssen Leiden? 35 . Wenn mir meine Suͤnde wil machen heiß die Hoͤlle, JEsu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stel⸗ le, dich und deine Paßion laß mich glaͤubig fassen: Liebst du mich, du GoOttes Sohn, wie kan Gott mich hassen?— 6. Gib auch, JEsu, daß ich gern dir das Creutz nachtrage: Daß ich Demuth von dir lern, und Ge⸗ duld in Plage, daß ich dir geb Lieb' um Lieb. Indeß laß dis Lallen, denn es koͤmt aus reinem Trieb, JEsu, dir gefallen. S. a Bircken. Pet.4,1. WeilChristus imFleisch 150. N. Freu dich sehr, o meine. JElsu, deine tiefe Wunden, deine V Quaal und bittrer Tod, ge⸗ ben mir zu allen Stunden Trost in Leibs⸗ und Seelen⸗Noth: Faͤllt mir etwas Arges ein, denck ich bald an deine Pein, die erlaubt nicht meinem Hertzen, mit der Suͤnden⸗Lust zu schertzen. 2. Wil sich denn in Wollust wei⸗ den mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenck ich an deinLeiden, bald wird alles wieder gut; Koͤmt der Satan, und setzt mir heftig zu, halt ich ihm fuͤr deine)Gnad und Gnaden⸗Zeichen, bald muß er von dannen weichen. ů 3. Wil die Welt mein Hertze fuͤhren auf die breite Wollustbahn, da nichts ist als Jubiliren, alsdenn schau ich emsig an deiner Marker Centner ⸗Last, die du ausgestanden hast, so kan ich in Andacht bleiben, alle boͤse Lust vertreiben. 4. Ja/ fuͤr alles, das mich kraͤn⸗ cket, geben deine Wunden Kraft: Wenn mein Hertz hinein sich fen⸗ cket, krieg ich neuen Lebens⸗Saft: gewiß und gut. Deines Trostes Suͤßigkeit wendt in mir das bittre Leid, der du mu rrme— das Heil erworben, da du bist fi nnni mich gestorben. ö Dlut mac J. Auf dich setz ich mein Ven 5. Ale trauen, du bist meine Zuven keine sicht: Dein Tod hat den Tod zen get. so hauen, daß er mich kan toͤdten fie 5—— nicht; daß ich an dir Echus uz baftsie 01 bringet mir Trost, Schutz und asd lie) Heil; deine Gnade wird mir ge⸗ benAuferstehung, Licht und Leben, 6. Hab ich dich in meinem Hey⸗ tzen, du Brunn aller Guͤtigkeit, s empfind ich keine Schmertzen, auch im letztenampf und Streit; ich verberge mich in dich, welch schle kan verletzen mich? Wer teine Un ich legt in deine Wunden, der hat Denn fein selig uͤberwunden. J. Heerman. 5 n selbste Ebr./14. Wie vielmehr wird das Drun 15I. M. Alle Menschen muͤssen. Bussen: Esu, du mein Trost und Leben, Schuld/ u du geduldigs GOttes⸗Lamm, fehsen sch der du dich fuͤr mich gegeben an an Hul den bittern Ereutzes⸗Stamm, Ereutz gei lindre mir in meinem Hertzen die Heil erwo se herben Seelen⸗Schmertzen; cherthes X Mache durch dein heilig Blut als ste Gut meine Suͤnden gut.. Nun 3. Ach mein GOtt! mein Heil sen! blick und Staͤrcke! schaffe meiner 290 enn mic nieder lieg dein Blut uns ruht. 6. Heilt cke, und d vormals a gab Seel! vielmehr len Rath, denn die todten Suͤnden en, du bif Wercke, und die Blutschuld boͤse. Still den! That, haben sie genug beflecket, den laß! und gerechtenZorn erwecket; aber den, undt doch dein reines Blut macht mich mache mi wieder rein und gut. 9. Gib 3. Mahlet des Gesetzes Spiegel Glauben mir schon Tod und Hoͤlle fuͤr, wei dienst unt chen doch eh' Berg und Huͤgel, Hofnung als, HErr, deine Huld von mir: aler Notl Denn,was du einmal versprochen, einführest bleibet ewig ungebrochen, und det ierest we Bund in deinem Blut ist mir gant Blut, der 4. Zwar es zeigt mir mein Ger 076 Lat wissen Schulden von ndschriten deinen N Pflind; Doch die Handschrift ist dein Reic jerrissen, welche mir entgegen iundr oem di daf mi Iur Brat ich meine —.— „der du mi⸗ a du bist fü mein Ven jeine Zuven, den Tod zen kan toͤdten Echus ud Schutz und wird mir ge⸗ ht und Leben, meinem Her⸗ Guͤtigkeit, sh Schmertzen, fund Streit; dich, welch mich? Wer den, der hat J. Geerman. sehr wird das chen muͤssen. st und Leben, Ittes⸗Lamm, gegeben gn Stamm Hertzen die⸗ Schmertzen; lig Blut alle ste G mein Heil meiner See⸗ ten Suͤnden tschuld boͤstt ug beflecket, wecket; aber t macht mich etzes Spiegel oͤlle fuͤr, wei⸗ und Huͤgel, ld von mit: versprochen, Hhen, und det ist mir gantz ir mein Ge⸗ andichritin andschrift ist sir entgegen tmit deinen Wum ö Oom Leiden und Sterben JEsu Christi. 83 Wunden mich von aller Last ent⸗ bunden, und dein Gnaden-reiches Blut machet meine Schulden gut. 5. Alle Sünden sind gedaͤm⸗ pfet, keine, keine hat die Kraft, ob sie noch so heftig kaͤmpfet, daß sie mich zur Hoͤllen rafft: GOtt du hast sie so besiegt, daß sie gantz dar⸗ nieder liegt, und nunmehro durch dein Blut, Heil und Segen bey uns ruht. 6. Heilte doch das Blut der Boͤ⸗ cke, und die Asche von der Kuh, vormals alle Suͤnden⸗Flecke, und gab Seel und Hertzen Ruh: Wie vielmehr wird Christi Sterben teine Unschuld mir erwerben? Denn sein Opfer und sein Blut ist von selbsten rein und gut. . Drum ists auch kein schlechtes Buͤssen: JIEsus traͤget meine Schuld, und sein heilig Blut⸗ ver⸗ giessen schenckt mir reiche)Gnad und Huld. Gott ist an dem Creutz gestorben, und hat mir sein Heil erworben: Denn sein theuer werthes Blut giebet mir das hoͤch⸗ ut. 8. Nun, du Heiland meiner See⸗ len! blicke mich in Gnaden an, wenn mich Suͤnd und Teufel gua⸗ len, du bists,der mich staͤrcken kan? Still den Blut⸗Fluß meiner Suͤn⸗ den, laß mich wieder Gnade fin⸗ den, und dein Purpur⸗rothes Blut mache mich gerecht und gut. 9. Gib mir auch den wahren Glauben, HErr! auf dein Ver⸗ dienst und Tod, laß mir nicht die Hofnung rauben, bis du mich aus aller Noth in die Himmels⸗Freud einfüͤhrest, und damit der Krone zierest welche durch dein heilig uht. denn auf meinem Haupte ruht. 10. Laß, o Vater aller Ehren! deinen Namen heilig seyn, und dein Reich sich bey mir mehren, schreib mir deinen Willen ein, gib mir Brodt, vergib die Suͤnde, wie ich meinen Feind enthinde, und Sir mr abe nicht, mein Gott Hilf mir aber aus der Noth. Ebr. y/9. Da er ist vollendet/ ist er. 152. Mel. Christus der uns selig. IEsu, meiner Seeleneicht, Freu⸗ Ie meiner Freuden, meines Lebens Zuversicht, nim doch fuͤr dein Leiden diesen schlechten Danck hier an/ so viel meine Seele immer⸗ mehr dir bringen kan in der Schwachheits⸗Hoͤle. 2. Ich erwaͤg es hin und her/ was dich doch bewogen, daß du so viel Hertz⸗Beschwer hast auf dich gezogen, daß du Angst, Gewalt und Noth, Schlaͤgꝰ und Hohn und Banden, Laͤsterung, und Ereutz und Tod willig ausgestanden. 3. GOttes Wohlgewogenheit, Vater⸗Lieb und Guͤte, deines Her⸗ ens Freundlichkeit/ und dein treu muͤthe, JEsu, hat es ausge⸗ bracht, daß kein Mensch verzagte, wann der Suͤnden Meng' und Macht die Gewissen nagte. 4. O du wunderbarer Rath/ den man nie ergruͤndet! o der uner⸗ hoͤrten That, die man nirgends findet! was der Mensch, der Suͤn⸗ denknecht, trotzig hat verbrochen, wird an dem, der doch gerecht, durch und durch gerochen. 5. Meine schnoͤde Lust⸗Begier hat dich so zuschlagen: Diese Kranckheit hab ich dir, Jald auf⸗ getragen: Meine Schuld und Missethat hat dich so verbuͤrget, bis sie dich auch endlich hat un⸗ recht hingewuͤrget. 6. Alle Strafe, der ich war Ta und Nacht verbunden, liegt au dir nun gantz und gar; und durch deine Wunden wird uns Fried und Heil gebracht: Drum wil mir geziemen/ deine starcke Liebes⸗ Macht ewiglich zu ruͤhmen. 7. Laß doch diese Sicherheit gleichfals mein Gewissen, zwischen Angst und Tos, und Streit, kraͤf⸗ tiglich geniessen. Ach! ach mei⸗ 8 nes 0 84 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. * nes Hertzens Hertz! wirf durch deine Schmertzen meine Schmer⸗ tzen hinterwerts fern aus meinem Hertzen. S. Denn wie schnell mein Hertz erschrickt uͤber Straf und Suͤn⸗ den: so schnell wird mein Hertz er⸗ guickt, wenn ichnad' kan finden. IEsu, sieh', ich falle dir mit recht⸗— schaffner Busse, und mit Beffr⸗ rungs⸗Begier, Glaubens-woll zu Fusse. ů ů 9. Nun ich weiß, worauf ich bau, und bey wem ich bleibe, wel⸗ chem Vorsprach ich mich trau, und an wen ich glaͤube. JEsu, du 21 es allein, der mich haͤlt und chützet, wann gleich alle Hoͤllen⸗ Pein auf mich stuͤrmt und blitzet. 10. Ich wil, weil ich mit dir frey werd im Himmel erben, HErr, in deinen Armen treu leben und auch sterben, bis man froͤlich sagen wird, nach den Todes ⸗Banden: Sieh! dein Braͤutgam und dein Hirt, JIEsus ist erstanden. Heinr. Seld. Es. 43, 24. 35. Mir hast du Arbeit 153. M. Alle Renschen muͤssen. Esu, meines Lebens Leben, — JEsu, meines Todes Tod, der du bich fuͤr mich gegeben in die tiefste Seelen⸗Noth, in das aͤusserste Verderben, nur daß ich nicht moͤchte sterben. Tausend, tausendmal sey dir, liebster JEsu, Danck dafuͤr. 2. Du, ach! du hast ausgestan⸗ benLaͤster⸗ Reden Spott und Hohn, Speichel, Schlaͤge, Strick und Banden, du gerechter GoOttes⸗ Sohn, nur mich Armen zu erret⸗ ten, von des Teufels Suͤnden⸗ „Ketten. Tausend, tausendmal ꝛe. 3. Du hast lassen Wunden schla⸗ gen, dich erbaͤrmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen, und zu se⸗ tzon mich in ruh. Ach! du hast, zu meinem Segen, lassen dich mit Fluch belegen. Taniend, 20 Man hat dich sehr hart ver⸗ * ————— hoͤhnet, dich mit grossemSchimps wird das erste belegt, und mit Dornen gar gekroß mehr uns, du net: Was hut dich dazu bewegt! machen, die Daß du moͤchtest mich er oͤzen, seines Leibes mir die Ehren⸗Kron ausshen 4. Aber n Tausend tausendmal sey dir ꝛe. dern, weil wi . Du hast wollen seyn geschla, cher selbst der gen, zu befreyen mich von Pein; daß er in uns faͤlschlich lassen dich anklagen, at men auch w ich koͤnte sicher seyn; daß 0 nun sind G& moͤchte trostreich prangen, hat 5. Hochge du sonder Trost gehangen. Taut ter in dem Hi send, tausendmal sey dir, ꝛe. wie die Suͤnt 6. Du hast dich in Noth gests uns immer cket, hast gelitten mit Geduld, gar HErr! den den herben Tod geschmecket, um wir ewig zu buͤssen meine Schuld; daß ich wuͤrde losgezaͤhler, hast du wollen Es. r3/J. Er i seyn gequaͤlet. Tausend ꝛc. 155. Ri. Ersc 7. Deine Demuth hat gebuͤsset Zst dieser meinen Stoltz und Uebermuth, I Sohn, d dein Tod meinen Tod versuͤsset,es naden ⸗Thr komt alles mir zu gut, dein 60 ner grossen Y otten, dein Verspeyen muß zu let allzumal, Ehren mir gedeyen. Tausend, ꝛe. 2. Ach ja! 8. Nun ich dancke dir von Her' dem schau ic tzen, JEsu, fuͤr gesamte Noth, fuͤr in welcher lat die Wunden, fuͤr die Schmertzen, aller Truͤhsa fuͤr den herben bittern Tod, fuͤr um uns schw dein Zittern, fuͤr dein Zagen, fäͤr 3. Gegrüf dein tausendfaches Plagen; Fuͤr Qlell in dir dein Ach und tiefe Pein wil ich der Liebe Ma ewig danekbar seyn. Joh. Rist. dis Lebens B Rom. x/10. So wir Gott versoͤhnet mein hoͤchster 14. N. Aiebster JEsu, wir sind 4. Ich mae Esus Christus, JOttes Lamm, dit, di GOtt X ist fuͤr unfre Schuld gestorben, mir, ich kom hat bezahlt am Creutzes⸗Stamm, Wunde, wele und die Freyheit uns erworben: Blut aus ra Wer die Suͤnde wohl bereuet, 5. O wer wird durch Christi Tod erfreuet, Fluß! nim h 2.GOtt, der selbst die Liebe ist, bens ⸗Kuß, er preiset seiner Liebe Wunder, daß Mund, und! sein Sohn, HErr JIEsus Christ, gelund bis ar starb fuͤr alle Freund und Suͤnder: 6. Wie he Sind wir durch dis Blut Gerech⸗ Kraft, wie n te/ teift der Zorn nicht mehr die schaft! du Knechte. 43 Wein, kein 3. Ja, da wir versoͤhnet sind, seyn: Du m weil der Sobn ist hingegeben, so v. Du bi 0 5 wird Tanck, du h — v ö ö Vem Leiden und Sterben JEsu Christi. 35 semSchimns wird das erstandne Kind noch viel⸗ in gar gekthn mehr uns, durch sein Leben, selig azu bewegt? machen, die er Bruͤder heißt und ch sseren Lier Leibes Glieder. n aufsetzen. 4. Aber nicht alleine diß, son⸗ sey dir ze. dern, weil wir sind imSohne, wel⸗ seyn geschlaß cher selbst der Sünden Biß heilet, von Pein; daß er in uns wohne: Ey, so ruͤh⸗ iklagen, daß men auch wir Sunder, daß wir 3 daß ich nun sind GOttes Kinder. angen, hat 5. Hochgelobet sagen wir, Va⸗ gen. Tau⸗ ter in dem Himmel oben! Siehe, ir, ꝛe. wie die Suͤnd' allhier noch wil in Noth gests uns immer toben. Wollst, v Heduld, gar HErr! den Geist uns geben, daß mecket, um wir ewig in dir leben. ld; daß ich D. J. J. Breithaupt. st du wollen Es.3/J. Er ist um unser Missethat end ꝛe, I55. N. Erschienen ist der herrl. at gebuͤsset 2 dieser nicht des hoͤchsten Uebermuth, I Sohn, der Suͤnder Heil und versuͤsset, s Fnaden⸗Thron, dem man in sei⸗ t, dein Ver⸗ ner grossen Quaal die Ripyen zaͤh⸗ en muß zu set allzumal, am Creutzes⸗Pfahl? ausend/ ꝛc. ist m ulei ir von Her⸗ dem schau ich in die Seit hinein, e Noth, für in welcher lauter Honig klebt, das Schmertzen, aller Trühsal wiederstrebt, das Tod, fuͤr um uns schwebt. Zagen, fuͤb 3. Gegrüsset seyst du, schoͤnste agen; Fuͤr QOuell, in dir erscheinet treflich hell ein wil ich der Liebe Macht, die rothe Fluth, Joh, Rist. des Lebens Brunn, ein edles Blut, kversohnet mein hoͤchstes Gut. u,/wir sind. Ich mache mich in Furcht zu tes Lamm, dir du GOttes⸗Lamm, verzeih es gestorben, mir, ich kom allein zu sehen an die ð⸗Stamm, Wunde, welch' uns heilen kan, da erworben: Blut aus rann. hl bereuet, 5. O werther Riß! o susser erfreuet, Fluß! nim hin von mir den Glau⸗ ie Liebe ist, hensKuß, eroͤfne mir dadurch den under/daß Mund, und laß mich werden bald sus Christ, gesund bis auf den Grund. dSünder:(6. Wie heilsam ist doch deine ut Gerech, Kraft, wie treflich deine Eigen— t mehr die schaft! du riechest edler als der Wein, kein Gift kan vor dir sicher seyn: Du machst uns rein. 7. Du bist der rechte Lebens⸗ Danck, du heilest mich, wenn ich hnet sind, jegeben, so wird 2. Ach ja i es ist mein JEsulein, Ruth hin kranck: Viel suͤsser Labsal giebst du mir, wenn mich, HErr, dürstet fuͤr und fuͤr allein nach dir. 8. Eröͤfne dich, du Seiten⸗Loch, daß ich dein Hertz boͤgruͤsse doch Ach JEsu! kan es nicht geschehn, daß ich mag in die Hoͤle gehn, dein Hertz zu sehn? 9. HErr, meine Lippen schlies. sen sich, dein Hertz zu küssen säs berlich: Ich dringe mit Gewalt hinein, ich wil in deines Hertzens Schrein verschlossen seyn. 10. O suͤsser Schmack! o Him⸗ mels⸗Brodt! aus Liebe wünsch ich mir den Tod: Wer dich ge⸗ schmeckt, du Heil der Welt, der hat sich selbst schon hingestellt ins Himmels⸗Zelt. ö II. In dieser Hoͤle soll kein Schmertz betruͤben mein zerschla⸗ gnes Hertz, hie fuͤrcht ich nicht der Hoͤllen Glut, des Hoͤchsten Grim, der Sünden Fluth, des Creutzes 12. O JEsu! schließ jetzt meine Seel in diese deine Seiten⸗Hoͤl, und laß mich frey von allem Streit, erheben dich nach dieser Zeit in Ewigkeit. Joh. Rist. Lue. 18, 31.32. Sehet, wir gehen. 156. M. Hertzlich thut mich verl. om, Seele, JEsu Leiden soll mein Ergoͤtzung seyn, daran wil ich mich weiden, da senck ich mich hinein; Ich wil sonst nichts nicht wissen, als meinen JEsum Christ, und lieber alles missen, als daß mein Hertz ihn mißt. 2. Mein Heiland ist gegangen ins Elend, mir zu gut, verrathen und gefangen, gegeisselt bis aufs Blut: geschlagen und verhoͤhnet, versyeyet und verlacht, mit Dor⸗ nen⸗Erantz gekroͤnet, und gar ans Creutz gebracht. 3. Die Haͤnde sind durchgraben mit Naͤgeln, auch bie Fuͤß, die Galle sollt ihn laben, als waͤr es Honig⸗suß; Da hing er ausgedeh⸗ F3 net, 36 Vom Letden und Sterben Jesu Chrisi. VIN net, die wach klebt am Gaum; der sich nach mir gesehnet, der stirbt am Creutzes⸗Baum. 4. Diß weißt du meine Seele, zom, eile JEsu zu: In seiner Wunden⸗Hoͤle ist meine Rast und Ruh; Sein Sterben ist mein Le⸗ ben, sein' Angst erwirbt mir Lust; vom Ereutz wil ich ihn heben, und schliessen in die Brust. Er hat fuͤr mich bezahlet die Schuld, so ich gemacht, sein ro⸗ thes Blut durchmahlet die Hand⸗ schrift. Meine Nacht ist nun in Licht verkehret, durch meines Hei⸗ lands Tod; Weil ihn der Tod versehret, entgeh ich aller Noth. 6. Wenn du dis nicht bedaͤch⸗ test, mein Hertz, so waͤrst du Stein, wenn du nicht Andacht braͤchtest, wuͤrd'st du nicht lebend seyn; Verlasse dich im Glauben aut dei⸗ nen JEsum Christ, den soll dir dur all's, was zuwi⸗ er ist. : Du aber, o mein Leben! mein JEsu! gib mir Kraft, im Geist an ir zu kleben, und deines Blutes⸗ Saft im Hertzen wol zu schmecken; Erhalte mich, mein Held! vorm Tod und Teusels⸗Schrecken, vor Sünden und der Welt. 8. Ich wil sonst nichts nicht wis⸗ als dich, dein Creutz und Pein; die Seele bleibt geflissen, in dir gelehrt zu seyn; mein Guas werd angetriehen, in JEsu Gna und Gunst, dich, JEsu, hertzlich lieben ist meine beste Kunst. Joh. x1, 16. Lasset uns mit ihm. 27. M. Solt ich meinem GGtt. Lasset uns mit Jose ziehen, sei⸗ nem Vorbild folgen nach, in der Welt der Welt entfliehen, auf der Bahn, die er uns bracht, im⸗ merfort zum Himmel reisen, irr⸗ disch noch, doch himmlisch seyn, Rer 0 recht, und leben fein, in er Lieb den Glauben weisen: Treuer IEsu, bleib bey mir, gehe vor, ich folge bir. heiß: Hilf doch ihren Rachen sto pfen, und von deinem Todes semane, d. Schweiß gib mir die Blutrothen Des Tod . Lasset uus mit IEsu leihe chen lauter seinem Vorbild werden gleich mein Hertz Nach dem Leiden folgen Freudeh ungeheissen Armuth hier macht dorten reich auf deinen Thranen⸗Saat die machet lache GOttes S Hofnung troͤstet die Geduld, E“ F. Petris kan leichtlich Gottes Huld aut aber uns dem Regen Sonne machen. J Drum erla su, hier leid ich mit dir, dort thes nach deiner deine Freud mit mir. wil ich denr z. Lasset uns mit JEsu sterben keines ande sein Tod uns vom andern Tod rel 6. O du tet und vom Seel Verderben, von wende vor der ewiglichen Noth. Last uns denn du lei toͤdten, weil wir leben, unser nun auch! Fleisch, ihm sterben ab, so wird en vertritt m uns aus dem Grab in das Him mir GOtt mels Leben heben. IEsu, sierb 7. Zuͤch ich, sterb ich dir, daß ich lebe u Blut, wie und fuͤr. ö‚ schlagen. 4. Lasset uns mit JEsu leben! Gut; Hil Weil er auferstanden ist, muß dal tragen. 1 Grab uns wiedergehen. Jeshh dich, laß n unser Haupt du bist, wir sind de! 8.Stille nes Leibes⸗Glieder: Wo du lebs, den du selb da lehen wir, ach! erkenn uns sil be mein ve und fuͤr, trauter Freund, fuͤr dein mich dure Bruͤder. JEsu, dir ich lebe hien sche michn dorten ewig auch bey dir. zige den bi Roͤm.x/18. Wie duꝛch eines Suͤd. Mei 158.Ni. Jsus meine zuversich laß mich Lighlier Heiland, bist du mein letzten En Ach so schencke mir dein eiden sicht, meir Ich muß auch gestorben seyn: Und de. Hilf n dein Tod gehoͤrt uns beyden. Dar Gott sey! um rechne mir es an, was du selben Lue. 2a/44 hast gethan. I359. Mel. 3. Tod und Hoͤlle macht mit 9 Ieus Vleur Tropfen, daß sie kunstig auch ein Zuaal, un mal lindern meine Todes⸗Quaal Iuch dich 3. Nim die Hetten und das la Band, wenn dich deine Feinde bin deine Ha den, und zerreiß mit starcker Hand Angelaͤnd das Gefaͤngniß meiner Suͤnden 2. Ach! Daß ich ewig los und frey, unte doch, ist allen einden sey.„Schmertz 4. Caiphas, sein boͤser Ratheh chel Centner⸗ vom Leiden und Sterben Jesu Chyisti. 87 ICsu leihe chen lauter falsche Klagen. Was erden gleich mein Hertz verbrochen hat, wil ich Igen Freuden ungeheissen sagen. Hilf mir nur dorben reich aur deinen Thron, o du grosser machet lachen GOottes Sohn! 28 e Geduld, F. Petri Mund verleugnet dich; tes Huld aue aber uns wirst du bekennen; lachen. I Drum erlaube, daß ich mich darf dir/ dort thel nach deinem Namen nennen. So — wil ich denn gantz allein dein, und IEsu sterben keines andern seyn. dern Tod ret 6. O du Wunder der Geduld! erderben, vo wende von mir GOttes Rache; Last uns denn du leidest ohne Schuld, hilf leben, unsen nun auch der boͤsen Sache: Und ab, so wird er vertritt mich im Gericht, wenn in das Him, mir GOtt das Urtheil spricht. IEsu, steb 7. Zuͤchtige mein Fleisch und ß ich lebe s Blut, wie sie dich mit Geisseln 2 schlagen. Kroͤne mich mit deinem IEsu leben Gut; Hilf mir auch mein Creutze mist, muß dai gragen. Und so oft ich denck an ben. Jesh dich, laß mich weinen uͤber mich. wir sind del 8. Stille bey mir allen Schmerz, Wo du lebsl den du selber hast empfunden, La⸗ rkenn uns sul be mein verschmachtes Hertz, heile und, für deint mich durch deine Wunden. Wa⸗ ich lebe hier sche mich mit deinem Blut: Creu⸗ dir. ßzige den boͤsen Muth. heines Sün. 9. Mein GOtt! mein Gott! ne zuversicht laß mich nicht! Ich befehl am hist du mein letzten Ende, mit gewisser Zuver⸗ ir deinLeiden sicht, meinen Geist in deine Haͤn⸗ ben seyn Und de. Hilf mir sagen; Gute Nacht! beyden. Dar GOtt sey Lob! Es ist vollbracht. was du selber Luc.22,44. Und es kam, daß er mit I59. Mel. Wie schoͤn leucht uns. e macht mit 9 ein Heiland, was vor See⸗ in Rachen fto lenweh befaͤllt dich in Geth⸗ nem Dodes semane, darein du bist gegangen? Blut⸗rothen stig auch ain Des Todes Angst, der Hoͤllen stig a Quaal, und alle Bache Belial, die odes⸗Quaal. Ingt dich umfangen, du zagst, du ten und das klagst, zitterst, bebest, und erhebest neFeinde bin deine Haͤnde, zu des Himmels farcker Hand Angelaͤnde. ö ier Suͤnden 2. Ach Vater! sprichst du, siehe d frey, unter——1 ists Sach. Os 101 1 ů mertzens⸗Joch, die groͤste Pein hser Rath, s 9,62 l auf Erden, ists moͤglich, daß die 0 Centner⸗Noth, der Creuteskelch und ew'ge Tod von mir genom⸗ men werden? Bitt ich, hertzlich, doch so ferne du's nicht gerne moͤchtest sehen, mag dein Wille nur Dusschwi 3. Du schwitzest grosse Tropfen Blut/ es brennt dich Gottes Zor⸗ nes Glut, wie Feu'rerhitzte Toͤ⸗ pfe: Du windest dich elendiglich, ein Engel komt und staͤrcket dich, den Schoͤpfer das Geschoͤpfe. Ach! was ist das? Was vor Trauren, was vor Schauren, was voͤr Pla⸗ gen, faͤngt mein JESUS an zu tragen! 4. Ich Suͤnder! warum frag ich noͤch? Seno meine Missetha⸗ ten doch die Ursach aller Schmer⸗ tzen: Ich sollte dieses grosse Leid ohn Unteriaß mit Traurigkeit em⸗ pfinden in dem Hertzen; Zittern, Schuͤttern, und Verzagen in den'n Plagen, die von Flammen in der Hoͤllen gehn zusammen. 5. So hilfst du meiner armen Seel, o trautester Immanuel! von allen ihren Plagen. Dein' uͤbermachte Garten⸗Angst, in der du mit dem Tode rangst, befreyt sie von dem Zagen. Ach! wie kan sie nunmehr singen, nunmehr springen, und dich loben, daß du fie so hoch erhoben. 6Sey ewig drum von mir ge⸗ yreist, und laß mir deinen Fpeuden⸗ Geist das Hertze kraftig staͤrcken, damit ich dir zu Ehren geh in mein betrübt Gethsomaue, und folge deinen Wercken: Bis ich endlich aus dem Leiden in die Freuden moge kommen, da du lebst mit allen Frommen. Gal. 2,19. Ich bin mitChrists geer. 160. In eigener Melodey. J eine Liebe haͤngt am Creutz Ich wil ihn daselbst umfas⸗ sen, und nicht lassen, daß er durch sein theures Blut mache mich ge⸗ recht und gut. z. MeineLiebe haͤngt amCreutz, 8 4 was Vom Lelden und Ste was hang ich denn an den Bruͤsten schnoͤder Luͤsten; waͤre doch die Welt nur mir, und ich auch ge⸗ ereutzigt ihr! 3. Meineviebe haͤngt amCreutz, ich wil seiner stets Inde, Td ud mich kraͤncken Suͤnde, Tod und Se er macht selig mei⸗ e Seel. sihnwilichnt haͤngt am Creutz, auf ihn wil ich froͤlich sterben, und ererben, was mir GOtt hat zube⸗ reit't in der ew'gen Seligkeit. D. A. Tribbecharius. 2 Cor., 14. 15. Die LiebeChristi. 161. M. Liebster JEsu, wir sind eine Seel, ermuntre dich, deines JEsu Lieb bedencke, wie er fuͤr dich giebet sich, darauf deine Andacht lencke: Ach erweg die grosse Treue, und dich deines Nsu freue. 2. Sieh, der wahre Gottes Sohn ist fuͤr dich and Holtz gehaͤn⸗ get, sein Haupt traͤgt die Dornen⸗ Kron, sein Leib ist mit Blut be⸗ sprenget, er laͤßt sich fuͤr dich ver⸗ wunden: Wo ist groͤßre Lieb ge⸗ sunden. 3 Du, du soltest grosse Pein ewig leiden in der Hoͤllen, und von Gott verstossen seyn, wegen vieler Suͤnden⸗Faͤllen: Aber JSuS traͤgt die Suͤnden, und laͤst dich Genade finden. 4. Durch sein Leiden ist gestillt deines GOttes Zorn und Rache, er hat das Gesetz erfuͤllt, gut ge⸗ macht die boͤse Sache, Suͤnde, Teu⸗ fel, Tod umschrencket, und den Himmel dir geschencket. . Was zu thun? o liebes Hertz! Wie sollt du dich recht anstellen? JEsu Leiden ist kein Schertz, seine iebe kein Verstellen: Dencke drauf, was dir oblieget gegen den, der fuͤr dich sieget. ö 6. Ich kan nimmer nimmer⸗ mehr das geringste nur vergelren, er verbindt mich allzusehr: Meine rben JEsu Christ.. ö ihn so schlecht geliebet ja mit Su. 15. Ach! den ihn betruͤbet. Stund, auf 7. Was geschehen, oͤll nun nich ben, dancke hinfort mehr von mir geschehen; Mund, du o mein Schluß sey nun vest gerichtt, nur im Glat einen andern Weg zu gehen: Dan und dein'n auf ich nur JEsum suche, und was walten. ihn betruͤbt, verfluche. Pfs. 22,J. Ie 8. Weg ihr Suͤnden, weg von 162. M. In mir/ euch kan ich an mir nicht lein Mebers den, eurentwegen muß ich hier und 20 dir s⸗ dort von dem seyn gescheiden, zs Jammer⸗K ne welchen ist kein Leben, keine fuhren. 0 Gnade, kein Vergeben. Rnaicht ein M 9. Du, mein JEsu, du mein verliehren. Heil, dir wil ich mich gantz ver 2. Sonst schreiben, daß ich dir, als meinem Held, ein Theil, ewig wil getreu verbleiben, fel fallt, d dir zu leben, dir zu leiden, dir. Kraͤften; sterben, dir zu meiden. schwach un 10. Du, mein JEsu, sollt es ich mich he seyn, den ich mir zum Zweck gese 3. Ich tzet, wie du mein, so wil ich dein lein roth, d bleiben stets und unverletzet, was auf den Ti du liebest, wil ich lieben, und was langen, de dich, soll mich betruͤben. Bhlut, woh 11. Was du wilt, das sey mein 4. Scha Will, dein Wort meines Hertzens Hler lieg al Spiegel, wann du schlaͤgest, halt fuͤr dir, w ich still; Dein Geist bleibt mein winde, da Pfand und Siegel, daß ich soll den Saft, ane Traͤgheit muß ich schelten, daß ich Himmel erben, darauf kan ich froͤn 5. Imd lich sterben. Blut, dan 12. Nun so bleibt es vest dabey: seln thut, IEsus soll es seyn und bleiben, schicket, fl dem ich lehe, des ich sey, nichts soll Kron, un mich von JEsu treiben: Du wirst druͤcket. JEsu, mich nicht lassen, ewig wil 6. Meit ich dich umfassen. geelegt, m 3. Ist bereits schon itzo hier sol“ durchschle chedreud und Ruh zu sinden, wenn meine Fu im Glauben wir mit dir uns mein vierdter L IJEsu, recht verbinden; schenckst. ter flie sse. du schon so viel auf Erden, ey! was 7. Ain wil im Himmel werden.Seit ein 14. Was fuͤrLust und Sußigkeit, weit, dr was fuͤr Freud und Jubiliren, was Deun ui fuͤr Ruhe nach dem Streit, was denn nick fuͤr Ehre wird uns zieren! Ewig, das Blut ewig werd ich loben, wenn ich 8. Wi gantz in GOtt erhoben. 13. roth, drr geschehen; est gerichtt, hehen: Dat he, und was nu/ nich vohh ir nicht lei ich hier und cheiden/ oh⸗ eben, keine „du mein gantz ver⸗ ls meinem verbleiben, iden, dir iu ö su, sollt es Zweck gest⸗ wil ich dein rletzet, was n, und was N. as sey mein es Hertzens laͤgest, halt bleibt mein ich soll den kan ich fro best dabey: id bleiben, Du wirst „ewig wil tzo hier sol⸗ den, wenn uus mein schenckst u/ey] was Züßigkeit, lixen, was 14 was n! Ewig wenn ich 15. 0 2* ia mitSi Suͤn„ oll nun nicht Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 8 15. Ach! ich sreu mich alle Stund, auf diß Freuden⸗wolle Le⸗ ben, dancke dir mit Hertz und Mund, du o JEsu! hasts gegeben, nur im Glauben laß michs halten, und dein'n Geist in mir stets walten. Joh. Casp. Schade. . 22, 7. Ich bin ein Wurm, und. 162. M. In dich hab ich gehoffet. erck auf, o Mensch! was ich dir sag/ jetzt muß ich meine gammer⸗Klag amCreutze fuͤr dich fuͤhren. 90 bin ein Wurm, und nicht ein Mensch: die Kraͤfte sich herliehren. 2. Sonst bin ich zwar der rechte Held, ein Held, den auch kein Ten⸗ fel faͤllt, der Mann von grossen Kraͤften; Jetzt aber werd ich schwach und matt, ans Creutz laß Noth, daß ich durchs Blut sie buͤs⸗ se: Ohn Blut ⸗Vergiessung war sonst nichts,daß sie sich zahlen liesse 9. Mein Blut das ist der Pur⸗ pur⸗Schmuck, darinnen du hast Recht und Fug, fuͤr deinen GOtt zu treten, magst, als ein Priester, schoͤn geziert, fuͤr deine Suͤnde beten. ö. 10. DerKoͤnig traͤgt einurpur⸗ Kleid: mein Purpur⸗Saft hat dir bereit't die Koͤnigliche Krone, die du im Himmel tragen sollt, mit Lust fuͤr meinem Throne. II. Wenn dich die aufgeblasne Welt auch fuͤr ein armes Wuͤrm⸗ lein haͤlt, laß dich das nicht betruͤ⸗ ben; sie hat mirs auch zuvor ge⸗ than, bin doch ein Koͤnig blieben. 12. Trag mit Geduld, Schimpf, ich mich heften. ö 3. Ich bin ein Purpur⸗Wuͤrm⸗ lein roth, das man zerquetscht bis auf den Tod, den Saft nur zu er⸗ langen, der ist mein Rosinfarbes Blut, wohl denen, die es fangen. 4. Schau, wie im Garten ich all⸗ Hler lieg als ein Wuꝛm zerquetscht, fuͤr dir, wie ich mich kruͤmm und winde, da ich fuͤr Angst den xothen Saft, an allen Gliedern finde. . Im Richt⸗Pallast steh ich voll Blut/da man mich henckrisch geist seln thut, da man nach Dornen schicket, flicht eine scharse Marter⸗ Kron, und in mein Haupt sie druͤcket. ö 6. Mein Leib aufs Creutze wird gelegt, mit starcken Naͤgeln man durchschlaͤgt, mein Hand' und meine Füsse, auf daß, als ein ge⸗ vierdter Strom, das Blut herun⸗ ler fliesse. I. Am Creutze hat mir meine Seit ein scharfer Speer geoͤfnet weit, draus Blut und Wasser Deun wie Bin ich, o Mensch! enn nicht ein Wurm, dem man das Blut auszwinget. 8. Wie Binut ist deine Suͤnde roth, drum hats erfordert auch die L. Hohn und Schmach, und uͤbergib GoOtt deine Sach, er meynet dich mit Gnaden, er hat dich lieb, er ehrt dich hoch, steht dir fuͤr allen Schaden. 13. Wenn dich der arge Boͤse⸗ wicht, von wegen deiner Suͤnd an⸗ ficht, zeigt dir, was du verdienet: so zeige du ihm wiederum, womit ich dich verfuüͤhnet. 14. Ob du ein Suͤnden⸗Wurm gleich bist, den Sgtanas mit Grim und List, wil in sein Mord⸗Reich treiben, da Wuͤrm und Motten, ohne Zahl, dein Bette sollen bleiben 15. So bin ich worden dir zu gut, ein Wurmlein, welches durch sein Blut den Hertzens Wurm ge⸗ toͤdtet, daß er dich nicht mehr na⸗ gen darf, weil dich mein Blut durchroͤthet. ö 16. Wenn dir der Tod am letz. ten End auf dein betruͤbtes Her⸗ tze rennt, daß du fuͤr Angst dich mendest, gleich einem Würmlein, hin und her, his du das Leben endest. 12 So nim mich armes Wan melein, zu dir in deinen. Hertzens, 7 Schrein/ vom Leiden und Sterben JEsu Christi. ö Schreing merch auf, wie ich gerun⸗ rden liegend in der Angst, gen/ aufE ö und deinen Tod verschlungen. 19. Wird gleich der Leib der Wuͤrmer Speis, o sey getrost! mit Ehr und Preis wil ich ihn aufer⸗ wecken, daß er auf meinem Ehren⸗ Saal das Freuden⸗Mahl wird schmecken. ö 19. Mit Purpur⸗Kleidern wil ich ihn, nach deines Hertzens⸗ Wunsch,/ lanziehn, die ich dir hab erworben, als ich in meinem Scharlach⸗Roth fuͤr dich am Creutz gestorben. 20. Des sollt du hertzlich troͤsten dich in aller Noth bestaͤndiglich, mein Tod giebt dir das Leben, daz du vor mir kanst ewiglich in Him⸗ mels⸗Freuden schweben. 1. Tim. 2,6. Der sich selbst gegeben 163. Mel. O wir armen Sunder erckt ihr Menschen⸗Kinder, +Gocdes heilgen Rath! da wir waren Suͤnder, voller Missethat, in dies⸗ und jenem Le⸗ ben verdamt zur Straf und Noth; so ward fuͤr uns gegeben der Hei⸗ land in den Tod. Kyrie Eleison! Christe Eleison! Kyrie Eleison! 2. Sonst war nichts vorhanden, das uns machte frey von der Hoͤl⸗ len⸗Banden, von der Tyranney des Feindes, der uns hielte in sei⸗ ner Dienstbarkeit, bis GOttes Sohn erfuͤllte das, was uns G Ott gebeut. KyrieEleison ꝛe. ö 3. Also ist gekommen Christus in die Welt, uns zu Nutz und Frommen, uns zum Loͤsegeld, zum Opfer fuͤr die Suͤnden, daß wir in ihm alleinErloͤsung sollten sinden, und ewig bey ihm seyn. Kyr. Eleis. 4. Solche Schaͤtz und Gnaden theilet GOtt uns mit, wenn wir Ehristum haben, dessen Kraft und Guͤt uns reinigt im Gewissen, mit seinem Geist verneut, und giebt uns zu geniessen das Heil und Se⸗ ligkeit. Kyrie Eleison ꝛe. . Hier ist Trost und Staͤrch wider Suͤnd und Tod, daß man Rettung mercke in der Seelen, Noth, daß wir durch ihn hesiegen Gefahr, Welt, Fleisch und Blut, und in den Himmel kriegen ein un⸗ vergaͤnglich Gut. Kyrie Eleison ꝛe 6. Gib, daß wir dir dancken, Vater, Sohn und Geist, laß unz nimmer wancken, sonbern aller. meist im Glauben vest bestehen, auf deinem Wort beruhn, darnach einher zu gehen, und deinen Wil len thun. Kyrie Eleison ꝛc. Ps. 69, 21. 22. Die Schmach bt. 164. M. Sertzliebster JEsu, w. O daß ich koͤnte Thraͤnen genug vergiessen! Ihr Augen lasset eure Quellen fliessen, auch du mein Hertze, sen nicht gleich dem Steine, ach! weine, weine. 2. Der dir zu gut ist in die Welt gebohren, der deine Seele hat zur Braut erkohren, der nichts vett wircket, wie wir argen Kinder, stirbt als ein Suͤnder. 3. Fuͤr die Verdamten leidet der Gerechte, der fromme. HErre steht fuͤr boͤse Knechte, fuͤr die Befleck⸗ ten muß so schwere Plagen der Reinste tragen. 4. Schau, welch ein Mensch ist, Mensche, dein Erloͤser! Sein hlu⸗ tigs Leiden ruhrt von dir, du Boͤ ser! JEsus wird fuͤr dich in den Tod gegeben, du, du sollst leben. . Dein freches Haupt ist nur auf Stoltz beflissen: Dafuͤr wird sein Haupt jaͤmmerlich zerrissen. Dein Auge suͤndigt: sein's wird hoͤhn'sch verhuͤllet, mit Blut er⸗ ͤllet. 6. Daß du nicht ewig 82 lic moͤchtest tragen, last er si schimpflich ins Gesichte schlagen. Weil dich zum oͤftern eitler Ruhm erfreuet, wird er verspeyet. 7. Dein Ohre laͤst sich von der Welt bethoͤren: Sein's muß der 2 JüdenCreutz'ge! Creutz' ge hoͤren. 2 W * ————— Was deine schuͤldet, ha 8. Mit s sich dein M ce Heiland hen! Eßig im Schwan me. 9. Weil Sammt u dein HErr muth leide mel sollst G binden. 10. Dun Creutz und Creutze de ihm die durchstoch 11 Mit Hertz zerst sen, Hertz Leib ist& men, Ber 12. Fuͤ begangen schmähli⸗ geholfen! verlassen. 13. Leben erk erbaͤrmli moͤge Re kehrt er meinen 294. nd Staͤrck „ daß man er Seelen⸗ hn hesiegen und Blut, gen ein un⸗ Eleison ꝛe. r dancken, st, laß ung dern aller bestehen, n, darnach inen Wil⸗ n ꝛc. hmtach br. JEsu, w. inen genug ugen lasset auch du gleich den deine. ö ndie Welt ele hat zur nichts ver⸗ en Kinder, ö leidet der Erre steht ie Befleck⸗ lagen der Nensch ist, Sein blu⸗ / du Boͤ⸗ h in den st leben. ottist nur fuͤr wird zerrissen. n's wird Blut er⸗ E — —— — — von der muß der je hoͤren. Wa⸗ vom Leiden und Sterben JEsu Christi. E Was deine Zunge Boͤses hat ver⸗ schuldet, hat er erdudet. ö 3. Mit starcken Traͤncken wil sich dein Mund laben: Der kraͤn⸗ cke Heiland kan nicht Wasser ha⸗ ben! Eßig und Galle bietet man im Schwamme dem armen Lam⸗ me.* 9. Weil dich aus Hochmuth, Samm't und Atlas kleiden, muß dein HErr Esus Bloͤß und Ar⸗ muth leiden. Weil du im Him⸗ mel solist Genade finden, laͤst er sich binden. 10. Du wirst befreyt vom ewgen Creutz und Plagen, drum muß sein Creutze dein Erloͤser tragen. Daß ihm die Haͤnd und Fuͤsse sind durchstochen, hast du verbrochen. II Mit einem Speere wird 12 Hertz zerppaltet: weil dir, Ruchlo⸗ sen, Hertz und Sinn erkaltet. Sein Leib ist Eyter, Wunden, Strie⸗ men, Beulen, dich, dich zu heilen. 12. Fuͤr alle Suͤnden, die du je begangen, ist dein HErr Christus schmaͤhlich aufgehgngen. Daß dir geholfen werde hestermassen, ist er verlassen.*** 13. Auf daß du ewig kanst das Leben erben, muß er am Creutze so erbaͤrmlich sterben. Auf daß dir moͤge Raum im Himmel werden, kehrt er zur Erxden. 14. Werthester JEsu, laß mir ehn zu Hertzen, wie du mich lie⸗ bei. Gib durch deine Schmertzen, daß ich moͤg alle Fleisches Luste daͤmpfen, hilf selbst mir kaͤmpsen. 15. Der du zur Ruh ins Grab dich hast gewendet, als mein' Er⸗ loͤsung gaͤntzlich war vollendet. Gib Ruhe, wann man mich, nach meinen Tagen, ins Grab wird tragen. ö 16. Gib suͤsse Ruhe, durch dein bittresLeiden, nim auf mein arme Seel zur Himmels⸗Freuden. Die⸗ selben hast du, Heiland, mir er⸗ worbrn, weil du gestorben. Ephes. v/ 2. Wandelt in der Liebe. 169. M. Alle Menschen muͤssen. du Liebe meiner Liebe, du er⸗ wuͤnschte Seligkeit! die du dich aus hoͤchstem Triebe in das Jammer⸗volle Leid, deines Lei⸗ dens mir zu gute, als ein Schlacht⸗ schaaf einxestellt, und bezahlt mit deinem Blute alle Missethat der Welt. ö 2. Liebe, die mit Schweiß und Thraͤnen an dem Oelberg sich be⸗ truͤbt; Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhoͤrlich vest geliebtz Liebe, die mit allem Willen GOt⸗ tes Zorn und Eifer traͤgt: den, so niemand konte stillen, hat dein Sterben hingelegt. 3. Liebe, die mit starckem Her—⸗ tzen alle Schmach und Hohn ge⸗ hoͤrt; Liebe, die mit Angst und Schmertzen nicht der strengste Tod versehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Kraft und Athem end?; Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt umfangen wolt; Lie⸗ be, die mit Liehs⸗Erbarmen mich zuletzt in hoͤchster Hold ihrem Va⸗ ter uͤberlassen, die selbst starb und Zorn solt sassen, weil mich ihr Ver⸗ dienst vertrat. 3. Liebe, die mit so viel Wun⸗ den gegen mich, als seine Braut, unaufhoͤrlich sich verbunden, und auf ewig anvertraut; Liebe, laß auch meine Schmertzen, meines Lebens Jammer⸗-Pein, in dem Blut⸗verwundten Hertzen, sanft in dir gestillet seyn. 6. Liebe, die fuͤr mich gestorben, und ein immerwaͤhrend Gut, dem Lreutzes⸗Holtz erworben; achl wie denck ich an dein Blut, ach! wie danck ich deinen Wunden, du verwrundte Liebe du! wenn ich in den letzten Stunden sanft in dei ner Seiten ruh. 7.Eis, fuͤr mich bat, daß mich nicht der DIIIII‚I‚TITTTTTTTTTTT— · mel kam, du must gevpfert werden, 52 vem Lelden und Sterben JEm Christi. RLiebe, die sich todt gekraͤncket, und fuͤr mein erkaltes Hertz in ein kaltes Grab gesencket: ach wie danck ich deinem Schmertz! Habe Danck; daß du gestorben, daß ich ewig leben kan, und der Seelen Heil erworben, nim mich ewig lie⸗ bend an. Johann Angelus. Gal. 3,13.14. Christus hat uns ꝛe. 166. M. Was GoOtt chut das ist. Orse GOtt, im Himmels⸗ Thron, hilf, daß ich moͤg er⸗ kennen, wer doch gewesen die Per⸗ son, und wie sie sey zu nennen, die hier fuͤr mich so ritterlich bis in ihr Grab gestritten, als sie den Tod erlitten.** 2. Ach! ist es nicht dein liebes Hertz, dein Kind und Eingebohr⸗ ner? Wie leidet denn so grossen Schmertz, o GOtt! bein Auser⸗ kohrner? Wie kan es seyn, daß sol⸗ che Pein dem Helden wird gege⸗ ben, der allen giebt das Leben. 3. Ja, Vater, ist er nicht der Mann, von dem du selbst gesaget: Er ist es, der mich stillen kau, mein Sohn, der mich hehaget; wie muß denn er itzund so schwer die Buͤr⸗ den auf sich nehmen, den Tod da⸗ durch zu zaͤhmen. ö 4. Ist er nicht selbst die Herr⸗ lichkeit, und wird dennoch verspey⸗ et Ja, ist er nicht der Held im Streit, und wird so leicht zerstreu⸗ et? Ist er nicht GOtt, und leider Spott? Ist er nicht sonder Schul⸗ pen, sind bleicher,als die Klcppen. 14. Ichn 7. O grosse Lieb! jetzt seh ich recht die Wund in deiner Seiten, dadurch du wilt mir armen Knecht ein ewig Mahl bereiten, dis Her⸗ tzen⸗Blut, das hohe Gut, desglei; chen nicht zu finden, befreyet mich von Suͤnden. 8. Dein' Augen, voller Freund lichkeit, der Menschen Luͤst und Wonne, die klaͤrer waren vor der Sch Zeit, als die so klare Sonne, die andern sich nun jaͤmmerlich, die schoͤnsten Lichter schwellen von lau⸗ ter Thraͤnen⸗Quellen. 9. Sie rinnen als ein Wasser⸗ Fluß auf die zuschlagne Glieder, sie fallen wie ein Regen⸗Guß, die zarten Wangen nieder. Ach nichts ist hie, als Angst und Muͤh, es wird mit tausend Plagen der schoͤnste Leib zerschlagen. 10. Du traͤgst die Strafen mei⸗ ner Schuld und schweren Misse⸗ thaten, ja laͤssest dich aus lauter Huld am Pfahl des Creutzes bra⸗ ten. Das thaͤt die Lieb', HErr, die dich trieb, die Suͤnder aus dem Rachen der Hoͤllen frey zu machen. II. O Wunder⸗Werck! der herrlich ist, nimt auf sich unsre Schande, der keusch, gerecht, und sonder List geyriesen wird im Lan⸗ de, traͤgt mit Geduld gantz fremde Schuld, ja, hat sein eignes Leben, fuͤr unsers, hiugegeben. I2. Wie niedrig bist du worden, den, und muß den Tod erdulden?HErr, um unsrer Hoffart willen? 5. O frommes unbeflecktes Lam is schoͤnster Mensch auf Er⸗ den! o Manna! das vom Him— dein Haͤndꝰ und Fůß als die so sůß am letzten End uns laben, die wer⸗ den gantz durchgraben. 6, Dein wuͤrdigs Haupt, v GoOttes Sohn! das wir mit Zit⸗ tern ehren, bedecket eine Stachel⸗ Kron, dein Elend zu vermehren: Dein theurer Mund, der Wahr⸗ heit Grund, die Rosenfarbne Lip⸗ verflucht, du aber bist d Noch hat der Segen mich gesucht auf gar verfluchten Wegen. Ich dein Geisseln, Marter und Be⸗ schwer müst unsre Freyheit stillen. Nur unsre Lust, die Suͤndenwust, gebieret deinem Hertzen, o Hei⸗ land! so viel Schmertzen. 13. Ich bin, HErr dec gantz er Segen: hab allein die hoͤchste Pein mit Suͤnden wohl verdienet: Du hast mich ausgesuͤhnet. 14. Ich len⸗Glut, un da wust alle in solcher Ne re Schatz b Satan must und Tod de 15. Nun! Rach, sein durch so viel Schmach: fuͤllet, des die Noth a men, der Fri I56. HErr dig an, vert die ich nich wie leider!1 ich dich, HE res Blut: V Grab genie Es.0,6. Id dar denen 167. Mel. Haup den, vo Hohn! O bunden, mit O Haupt! f hoͤchster Eh hoͤchst schim du mir! 2. Du ed hnst schrickt Welt⸗Gewi speyt? wie wer hat de sonst kein L schaͤndlich; 3. Die der rbthen und gantz v Todes Mae men, hat al 50 bist duk es⸗Kraft. 4. Nun, ö det, ist alle: es selbst ver gen hast. Armer, der etzt seh ich er Seiten, „dis Her⸗ t/ desgleiz reyet mich er Freund⸗ Lust und Fonne, die nvon lau⸗ Wasser⸗ Glieder, Guß, die h/ es wird schoͤnste afen mei⸗ n Misse⸗ 8 lauter hes bra⸗ „HErr, aus dem machen. rck! der ch unsre cht, und im Lan⸗ fremde 5 Leben, worden, willen? nd Be⸗ t stillen. enwust, o Hei— „ gantz Segen: gesucht Ich in mit Du hast 14. Ich ie Klippen. mien Knecht en vor der rlich, die Ach nichts Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 73 I4. Ich war verkauft zur Hoͤl⸗ len⸗Glut, um so viel boͤser Thaten, da wust allein dein goͤttlich Blut in solcher Noth zu rathen, der theu⸗ te Schatz behielt den Platz, der Satan muste weichen, Suͤnd/ Holl und Tod desgleichen. 15. Nun hoͤret auf des Hoͤchsten Rach, sein Zorn der ist gestillet, durch so viel Schmertzen, Pein und Schmach: Nun ist die Sehrift er⸗ fuͤllet, des HErren Tod hat nun die Noth auf Erden weggenom⸗ men, der Fried ist wiederkommen. 16. HErr JEsu, nim mich gnaͤ⸗ dig an, vertilg in mir die Suͤnde, die ich nicht gantz ertoͤdten kan, wie leider! ich befinde. Eins bitt ich dich, HErr, lasse mich dein theu⸗ res Blut⸗Vergiessen bis in mein Grab geniessen. Es.90/6. Ich hielte meinen Ruͤcken dar denen, die mich schlugen ꝛc. 167. Mel. Hertzlich thut mich. Haupt voll Blut und Wun⸗ den, voll Schmertz und voller Hohn! O Haupt! zum Spott ge⸗ bunden, mit einer Dornen⸗Kron! O Haupt! sonst schon gezieret, mit hoͤchster Ehr und Zier; itzt aber hoͤchst schümpfiret: Gegruͤsset seyft du mir! 3. Du edles Angefichte! davor onst schrickt und scheut das grosse Velt⸗Gewichte, wie bist du so be⸗ speyt? wie bist du so erbleichet? wer hat dein Augen⸗Licht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schaͤndlich zugericht t. 3. Die Farbe deiner Wangen, ber rbthen Lippen Pracht ist hin und gantz vergangen, des blassen Todes Macht hat alles hingenom⸗ men, hat alles hingerast, und da⸗ her bist du kommen von deiner Lei⸗ es⸗Kraft. 4. Nun, was du, HErr, erdul⸗ det/ ist alles meine Last; Ich hab es selbst verschuldet, was du getra⸗ gen hast. Schau her, hie steh ich Gib mir, o mein Erbarmer! den Anblick deiner Gnad. J. Erkenne mich mein Huͤter! mein Hirte nim mich an! von dir Quell aller Guͤter, ist mir viel Guts gethan, dein Mund hat mich gela⸗ bet mit Milch und susser Kost, dein Geist hat mich begabet mit mancher HimmelsLust. 6. Ich wil hie bey dir stehen, ver⸗ achte mich doch nicht, von dir wil ich nicht gehen, wann dir dei nHey⸗ tze bricht; Wann dein Haupt wird erblassen im letzten Todes ⸗Stoß, alsdann wil ich dich fassen in mei⸗ nen Arm und Schooß. 7. Es dient zu meinen Freuden, und koͤmt mir hertzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll: Ach moͤcht ich, o mein Leben! an deinem Ereutze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschehe mir! ů 8. Ich dancke dir von Hertzen, oJEsu, liebster Freund! fuͤr deine Todes⸗Schmertzen, da dus so gut gemeynt: Ach! gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sey. 9. Wenn ich einmal soll scheiden so scheide nicht von mir; wanni den Tod soll leiden, so tritt du dann herfuͤr: Wann mir am allerbaͤng⸗ sten wird um das Hertze seyn, so reiß mich aus den Aengsten, Kraft deiner Angst und Pein. 10. Erscheine mir zum Schilde/ zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde, in dei⸗ ner Creutzes⸗Noth, da wil ich nach dir blicken, da wil ich Glaubens⸗ doll dich vest in mein Hertz druͤ⸗ cken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhard. Tit. a, 14. Der sich selbst fuͤr uns. 168. M. Wie schoͤn leuchtet der. O JEsu Christe, GOttes Lam, mein theurer Seelen⸗Braͤuti⸗ Armer, der Zorn verdienet hat; gam, der du fuͤr mich gelitten, 77 ** 94 Vom Leiden und Sterben Jeesu Christt. du des Leidens schwere Last, an meiner statt, getragen hast, und mit dem Tod gestritten, gib mir an dir doch jetzunder deine Wun⸗ der anzusehen, und im Geiste zu verstehen. 2. Es rauschet uͤber dich mit Macht die gantze Schaar der Hoͤl⸗ len⸗Wacht, das Reich der Finster⸗ nissen geust seinen schwartzen Zorn und Grimm aus uͤber dich mit Un⸗ gestüm, du must anjetzo buͤssen, was du, IEsu, nicht verbrochen, Ie Reuscht du must tragen al⸗ ler Menschen Schmach und Plagen... 3. Der grimme Tod mit seiner Macht ist gaͤntzlich wider dich er⸗ wacht/mit deim must du itzt ringenz O bittrer Zorn! sehr schwer und heiß, dasur die Tropfen Blut, wie Schweiß, aus durch die Adern dringen; Ach! wie druͤckt die Sünden⸗Menge dich so streuge, daß du liegest, und dich, wie ein Wuͤrmlein biegest. 4. Du wirst von der gottlosen Rott, in solcher innrenSeelennoth auch aͤusserlich gefangen; man koͤmt zu dir mit starcker Macht, als einen Moͤrder, in der Nacht, mit Spiessen und mit Stangen: Keine eine Schuld der Suͤnden kan man finden, noch ansagen; und doch wirst du hart geschlagen. 5. Du traͤgest Schlaͤge, Hohn und Spott, Verachtung, Schmach und Speichel⸗Koth, du bist gleich einem Ballen, den man bald wirft, bald stoͤßt, bald schlaͤgt, bald hin, hald wider her bewegt, balb laßt zur Erden falen; Wie ein Wuͤrm⸗ lein auf den Strassen, must du lassen guf dich stehen, uͤber dich mit Fuͤssen gehen. 5 6. Du wirst gar ernstlich ange⸗ klagt, und was ein Lügen⸗Maul aussagt— wider dich, muß gel⸗ ten; die Luͤgen, die sie selbst er⸗ dacht, hat man auf dich ohnUrsach hracht/daß sie dich konren schelten. Lůgen, Truͤgen thun das bestewe man veste haͤlt zusammen, dih Akken an, zum Tode zu verdammen. 1 die W 7. Wgs dir weh thut, versaͤum u man nicht, man speyet dir ins An estellt, so le gesicht, man sehlaͤget dich mi de 1/noch 7 ne, und ni Schmach sehr viel, sie giebt dih nenne. Grimme; die Rotte troibt mit di ihr Spiel, sie legt auf dich den um und uͤmme, was man nur kan hie erdencken, dich zu kraͤncken und zu quaͤlen, an des keinem muß es fehlen. ö 8. Zu mehrer Pein und grossen Hohn, befiehlt man, eine Dornen man giebt ein Rohr in deine Hand/ zum Kleid ein Purpur⸗roth Gh wand, man spricht mit Spott und wa Knien: Gluͤck zu, o du Fuͤrst det Ehren, laß jetzt hoͤren dich ein won nig, o du feiner Juden⸗Koͤnig! . Du must die schwere Creutzes Last, die Last, die aller Welt ver haßt, selbst auf dem Ruͤcken tragen du wirst, gleich einem Boͤsewicht, 14 V picht' nein! mit zween Moͤrdern hingerichtt muß auf Ei und an das Creutz geschlagen; Christe, dein Weh ist ohnmaͤßig Gall und Eßig wird darneben dis in deinem Durst gegeben. 10. Und dis nimst du, o HErt, auf dich, daß du davon befreyes mich, o hertzliches Erbarmen! wie soll ich doch gnug danckbar seyn fur dis dein Leiden, Tod und Pein, die du traͤgst uͤmich Armen? Achl ich wil mich und mein Leben nur ergeben dir zu eigen, und mem k Hertz gantz zu dir neigen. ö II. Ach! hilf doch, daß mein Lebenlang ich dir von Hertzen Lob und Danck, fuͤr solche Gnad erweiz se, daß ich in meinem Lebens /Rest an dir stets hange hart und vest, und deine Wunder preise: Gib mir, nach dir mich zu sehnen, und mit Thraͤnen meine Suͤnden in dein Leiden einzuwinden. 12. Gib mir, o HErr, auf I ner Bahn den suchen? schen Gunst Haupt/ mei Kron dir auf dein Haupt zu ziehen a nen⸗Kron, denn besser — auch sein C Wer Sinn, daf sorthin da de, daß ich Hrr, dir mehr, unt daß mich, dort die Fr einst dir ei Ps. 69, S. trage ic hesicht men. eine Dornen deine Hand en⸗Koͤnig! 7 dur⸗roth G it Spott und du Fuͤrst der dich ein wa⸗ Vom Leiden und Sterben JEsu Christt. 97 das besend ver Bahn dein Leiden stets zu mmen, dich schauen an, den Gang darnach zu richten. Wie du den Himmel und die Welt zu gute mir hindan 29½— gestellt, so laß michs auch vernich⸗ t dich mit kten/ daß mie 3—5 Freu⸗ roiht mit b den, noch das Leiden von dir tren⸗ uf dich da ne, und mich nur den Deinen se giebt dich Renne.—3 manbnptg 13. Du traͤgest Elend, Creutz zu kranckn und Schmach, wie sollt ich mir keinem mij deun Welt, Gemach aufdieser Er⸗ ch ewig weder Freu⸗ den suchen? Sollt ich hier wuͤn⸗ und grossem schen Gunst und Ehr, da du, mein Haupt, mein GOtt und HErr, er⸗ 1 ᷣt zu ziehen traͤgest Schmach und Fluchen? O nein! laͤst mein Haupt und Koͤnig sich so wenig allhier achten, was sollt ich nach Ehren trachten. 14. Der Koͤnig traͤgt die Dor⸗ gen⸗Kron, sollt ich, sein Knecht, denn bessern Lohn, als wie mein HErr, erwarten? Sollt ich mir . Welt d wunschen frohe Zeit, da selbst der üͤcken tragen, u Bosewicht, hingerichtt, HErr der Herrlichkeit, vor Angst Blut schwitzt im Garten? A nein! wer sein Knecht wil werden, geschlagen/ muß auf Erden sich nicht schaͤmen, t ohnmaͤßig, darneben diß eben. du, o HErt, oon befreyest zarmen! wie anckbar seyn od und Pein, Armen? Achl nLeben nur „und mem k gen. „daß mein Hertzen Lob Hnad erweiz Lebens ⸗Rest rt und vest, Neise: Gib ehnen, und Sunden in en. r, auf mei Nes auch sein Creutz auf sich zu nehmen 15. Wer nur der Welt /Lust hier begehrt, der ist, o JEsu! dein nicht werth, Creutz ist der Christen Zeichen: Am Creutze wurden wir erloͤst, drum, wer das Creutze von sich stoͤßt, von dem muß Christus weichen; Singen, Springen, dem Welt ·Leben sich ergeben, stoltz her⸗ chen kan mit Christi Creutz nicht ehen. 16. O Christe, gib mir deinen Sinn, daß ich, wie du, nun auch forthin das Welt⸗Getuͤmmel mei⸗ de, daß ich, JEsu, mein GOtt und HErr, dir ihnlich werde mehr und mehr, und diese Zeit mit leide; daß mich, wenn ich hier mit leide, dort die Freude auch erquicke, und einst dir entgegen ruͤcke. Ps. 69, 8. Denn um deinet willen trage ich Schmach; mein An⸗ hesicht ist voller Schanbe. 169. M. Bertzliebster JEsu was Lamm! das keine Suͤnde je beflecket, das Adams Gift, wie uns, nicht angestecket, dah schoͤn und reiner, als die Seraphi⸗ nen, die dich bedienen. 2. Du bist das Heilge, aus dem Geist empfangen, das man im Schmuck der Unschuld sahe pran⸗ en, der Allerschoͤnste unter Men⸗ chen⸗Kindern, nicht aus den Suͤndern. 3. Wie gehts denn zu, wie soll ich mich drein finden, da es dir geht, als ob du alle Suͤnden ver⸗ üͤbt, und nichts so schnoͤd, als du, auf Erden, koͤnt funden werden? 4. Nicht nur der Abgrund, son⸗ dern auch der Himmel stuͤrmt auf dich zu, man siehet ein Getuͤmmei der Schaaren, die mit hundert tausend Freuden dir machen leiden 5. Da liegest du in Angst, im Schweiß und Blute, wer kans be⸗ greiffen, wie dir sey zu Muthe? Man siehet dich vor GOttes Zorn⸗ Gewittern und Grim erzittern. . Man faͤllt dich an, man fuͤhret dich gefangen, man hoͤhnt, man schlaͤgt, bespeyet deine Wangen, man kroͤnt,man geisselt dich, macht deinem Hertzen viel Quaal und Schmertzen. 7. Ja, was noch mehr, du wirst zum Fluch gemachet, ans Holtz ge⸗ schlagen, und dabey verlachet, von Gott verlassen, und must end⸗ lich schmecken den Tod mit Gchre⸗ cken. 8. Sag an, o Mensch! sind das nicht lauter Plagen, womit man soll den groͤsten Suͤnder schlagen? Warum muß denn die Unschuld selbst, ohn Massen, sich strafen lassen? 9. Das macht, daß sie sich hat fuͤr uns verbuͤrget, drum hat man sie fuͤr mich und dich erwuͤrget: Gott muste so/ sollt er der Schuld⸗ ner schonen, dem Buͤrgen lohnen. 10. Die FFFFIFIFEFIFFFAF——— I++ ——. —. 96 Vom Leiden und Sterban JIEsu Christi. 10. Die Suͤnde kont' nicht blei⸗ ben ungerochen, des Todes Ur⸗ theil war ihr laͤngst gesprochen. Dis must einmal auf der verfluch⸗ ten Erden vollzogen werden. 11. Was Suͤnde sey, und was sie laͤngst verdienet, hat GOtt, eh' ihm der Suͤnder wird versuͤhnet, zumZgeugniß seines Ernstes, wollen zeigen, und nicht mehr schweigen. 12. Hab Dauck, o Lamm! fuͤr deine Wunder⸗Liebe, darinn du dieser Zorn⸗Art strenge Hiebe er⸗ duldet, und was uͤber mich sollt kommen, auf dich genommen. 3. Cuͤrwahr, du trugest meine Noth und Schmertzen, die Strafe lag auf dir und deinem Hertzen: daß du mir koͤntest nad und Fried ertheilen, wirst du voll Beulen. 14. Ich nehme an, mein Heil, was du erworben, und glaube, daß du bist darum gestorben, daß mir, der von der Schuld nunmehr ent⸗ laden, kein Tod soll schaͤden. 15. Ach! staͤrcke nur durch dei⸗ ne Kraft den Glauben, daß er sich diesen Schatz nicht lasse rauben, der nicht vermag mit allem Gut der Erden bezahlet werden. 16. Laß deines Leidens Frucht mich stets geniessen; Laß diesen Quell auf mein Gewissen fliessen: Es muͤsse seyn zu steter Lust und Freude, des Geistes Weide. 17. Die Suͤnde, der an dir ihr Recht geschehen, die muͤsse nun mit Schanden untergehen; es musse an mir, ihr forthin zu die⸗ nen, sich nichts erkuͤhnen. 18. Nur dir, nur dir, mein Lamm, soll seyn mern Leben zum Eigenthum hinwiederum ergeben, wozu du mich, durch deinen Tod und Wunden, so hoch verbunden. 19. Nichts kan und soll hinfort von dir mich scheiden, ich bleibe dein, bis du mich dort wirst wei⸗ den, wo deine Liebe mit verklaͤrten Zungen stets wird besungen. tes eingebohrner Sohn. — Heiland! Noͤm. 6, J. G. So wir aber samt. 150. M. Fren dich sehr, o meine. O Lamm Gottes, hoch erhg. ben, welches der WeltSuͤnde traͤgt! du allein, du kanst uns la ben, wenn uns Noth und Tod he⸗ wegt: Siehe, du bist GOttes E Lamm, siehe, wir vom Suͤnden Statum, ach! wir sind ja Goth tes Feinde, lehr uns werden Got tes Freunde. 2. Bist du nicht der Weg zum Leben? Bist du nicht der Wahr⸗ heit Grund? Hast dich selbst für uns gegeben, daß noch uͤbrig waͤr ein Bund, ein Bund der Barmhey tzigkeit, ein Bund der Gerech⸗ tigkeit. Dein Creutz, dein Blut ist der Segen, so uns bringt zu GoOttes Wegen. 3. O Lamm Gottes hochgelo⸗ bet! GOttes Weisheit, GOttes Kraft, als der Grimm und Zorn getobet, hast du Frieden uns ga⸗ schaft; Bist von Ewigkeit erkohrn, und dazu ein Mensch gehohrn, daß dein ewiges Erbarmen in der Zeit errett uns Anmmen. 4. Wott, o Schoͤpfer aller Din⸗ ge! schaffest auch uns neue Huld: Siehe, sprichst du, wie ich ringe, für der Menschen Suͤnden Sehuld; ja, du hast des Creutzes Pein lassen dein Vergnuͤgen seyn, daß du moͤchtest durch dein Sten ben, Gnad und Heilung uns er⸗ werben. unsre Kraste uͤberall, sind verkehrt. von auss und innen, durch den er⸗ sten Suͤnden⸗Fall; sind vom Gu⸗ ten gantz entleert, und ins Boͤse 13 gekehrt; Alles Tichten, al⸗ es Trachten kan nichts, als nur Gott verachten. 6. Alles dieses hat gebuͤsset Ott Grosser + J. A. Freylingshausen. * 5. Unsre Hertzen, unsre Sinnen, n gegruͤsset, du traͤgst unster Schulden Lohn: Auch ist deiner Wunden Sasft, alles 9—940 v der! Creutz, „bist ein, was nur wenn der 6 Schmertzen im Hertzen. g. Drum, Leiden san Frucht, laß n meiden, daß Sucht zu bed ob ich bleibe mand wirb 2 nicht abstirbt 9. Und w sagen: Sieh ab? Wo ma gen sich ver Hrab. Dei i in mein aß die Suͤn zusterben rer 10. Koni Trauren uͤb nichts mehr ten, was die Siehe dort, dem Creutz. das Lamm vom Leiden und Sterben JEnn Christi. aber sant. Laidens Kraft, uns geschenckt/ den meine. 25 zu binden, und das Fleisch Hoch eiha zu uberwinden. eit Sünde v. O Geheimniß⸗voller Wun⸗ nst uns las der! Creutz, du bist des Lebens d Fod hei Helz, bist der ein ge Trost der t Gottes Euͤnder, daß der Fall nicht mache foltz. Christi Creutz bringt alles ein, was nur mag verlohren seyn, rden Got penn der Geist aus Christ i Echmertzen ereutziget die Welt ln im Hertzen. ö 4 er Wahr g. Drum, o JEsu! laß dein selbst fur Leiden 0 in mir wahre übrig war Frucht, laß mich den Betrug ver⸗ Barmhen meiden, daß ich nicht der Sünden⸗ Gerech. Sucht zu bedecken fülschlich meyn, dein Blut obich bleibe gleich unrein. Nie⸗ bringt zu mand wird Vergebung finden, der nicht abstirbt allen Sünden. hochgel 9. Und wer mag nun von sich t, GOttes sahen: Sieh' ich sterbe der Welt und Zon ab? Wo man nicht in deine Pla⸗ en Uns gel. gen sich versenckt, und in dein iterkohmn, Grab. Dein Toß wil gepflantzet bohrn, daß 0 in mein gantzes Hertz hinein, in der Zeit daß die Suͤnden aller Sinnen aus⸗ ö zusterben recht beginnen. aller Din. 10 Komm, o Zagen, komm, o eue Huld: Lrauren über alfes Bös in mir! ich kinge, nichts mehr foll sort bey mir dau⸗ Sünden, ten, was die Welt erwählet ihr. VCreutzes Siehe dort, wie zu den Bach au dein Sten das Lamm so tief sich neiget, unter ig uns er, Gottes Willen beuget. Z* I. Eile zu mir aus dem Garten, re Sinnen, Gottescamm, mit deinem Sinn, dowerkehrt heich mir meinen Sinn, den har⸗ rch den er. ten, nim gantz meinendaillen hin! vom Gus sey du denn der Engel auch, der ins Böse mir staͤrcke den Gebrauch deines ichten, al.¶ Lidens in dem allen, wo ich möͤge „als nur dir nachwallen. 4— I2. Wil der Welt es nicht gefal⸗ üsset Ot. ken, daß ich iht eneches Grosser ah mich nicht zurück hinfallen, du trägst hinde mich je mehr und mehr, daß Auch ist und durch st ch dir gebunden sey leideene dine Bande fren⸗ baß sie mich durch ihre Netze nicht beruͤcke, noch verletze. I3. JEsu, deine Backenstreiche, deine Wunden ohne Zahl, staͤrcken mich, das ich nicht weiche, zu er⸗ dulden alle Qugal: Du traͤgst falscher Zeugen Haß, Lib mir auch ohn Unterlaß meine Feinde recht zu lieben, deinen Menschen zu bes truͤben. ö 14. Wil der Teufel mich verklaz gen, daß die Sinnen laͤstern G Ott laß mich JEsu, nicht verzagen, hilf durch deinen Hohn und Spott: Durch den Geist der Heiligung daͤmpf in mir die Zweifelung⸗ durch dein heiliges Bekennen laß mich GOtt den Vater nennen. 10, Trotz gesagt dem alten Drachen, des Propheten fal⸗ schen Schein! GOtt reißt mich aus eurem Rachen durch des Soh⸗ nes Schmach und Pein. Hetzet auf mich nur das Thier, das mich laͤngst verschlungen schiet, reitzet auf mich los die Wilden, denen ihr was koͤunt einbilben. 16. Was fuͤr Schmaͤhung, was fuͤr Schlage leidest du, o Heiland mein! sollt ich denn allein so tra⸗ e/ und von ihm geschieden seyn? ein, ich kan, ich wil, ich muß, fgleichwie dort Ignatius, in mit ügen yn, dem Creutzes⸗Wege, ach! Achis⸗ ein Beyspiel erfüͤllen, nichts soll mein Verlangen stillen. 17. Sein Stillschweigen nur ba zwinget meinen Geist in Gottes Schooß, und sein Geist in mir stets ringet, daß ich von mir werde los, gantz vom eignem Willen frey, nichts nicht in der Welt mehr scheu, alle seine Schmach und Plagen, durch ihn willig zu ertragen. I8. O mein GOtt, mein GOtt! er schreyet, hast du mich verlassen gar? Den die boͤse Welt anspeyet, straft der Vater offenbar, da er doch unschuldig ist, und ihn wuͤr⸗ et meine List; Ey! wie gern bin ich 78 vem Leiden und Sterben JEsu Christi,* ich verlassen, sein Verdienst kan GOtt nicht hassen. ö 19. Alter Mensch, dein arges Leben muß so aufgeopfert seyn, din must deinen Geist aufgeben, soll ich anders werden rein. Laß die Welt nur schreyen baß: Sehet, welch ein Meusch ist das! gnug, es fordert Christigehre, daß der Suͤn⸗ den⸗Leib aufhoͤre. . Angenagelt must du sterben, uͤngenagelt immerfort! solch dein Sterben vom Verderben mich be⸗ sreyet hier und dort; Gall und Ebig seyn dein Tranck, JEsu! dir sey Lob und Danck! Lehre mich, wie von der Erde mir nichts, denn die Nothdurft werde. 31. Selig, selig, die das Streu⸗ ben dieser Welt gantz stellen ein, und bald ihren Leib betaͤuben, un⸗ terthaͤnig GOtt zu seyn: Selig ist ihr Ausgang hier, durch Chri⸗ stum sie fuͤr und fuͤWelt und Teu⸗ sel überwinden, Fried und Freud im Geiste finden. 22. O Geheimniß-voller Wun⸗ der! Creutz bringt lauter Selig⸗ keit, Creutz erhebt die armenSuͤn⸗ der inReichthum und Herrlichkeit. Schenckt den Creutz⸗Kelch immer voll! alles, was ich leiden soll, mich nur mehr und mehr bereitet, daß der Geist zum Siege schreitet. 33. JEsu, GOttes Lamm, die Oeinen folgen dir nicht anders nach: Koͤmt dein Geist durchs se⸗ lig' Weinen unter ihres Hertzens⸗ Dach, nirschet recht, so wird balb her Suͤnden⸗ Knecht ein Kind Gottes, dein Miterbe; diß versůsset alles herbe. 24. Drum, wer sich von Christo nennet, und erwaͤhlt des Creutzes⸗ Joch, solchen nichts vom HErren trennet, ist er nur bosprenget noch: Christi Blut sein Eigenthum rei⸗ nigt ihn zum Heiligthum, ihn burchs Leiden stets verklaͤret, ihm das Eybe stets vermehret. dig, wiewol du warst verachtet; 25. O wie sehnet sich n= deinem Tode gleich zu thun 0 Tod: Dere ner Plage, keines Falles fuͤrchtih mich, o JEsu! nun; alles ist e Vortheil mir, was mich nur hu machet dir: Herrlichkeit u emig's Leben wirst du deinen Ii sisein keib! geben. ö nern 26. HERR der Herrlichkah ich dencke stets an deinen theum Mund, lencke meine Sinnen, lin cke, sencke mich in deinen Bunh Nichts mag so gering hie senj, auch ein kleines Troͤpfelein, uat verleugset, was gelitten, win dein Segen uͤberschuͤtten. 27. Nur bestaͤndig seyn im Riy gen, Flehn und Wachen lesn mich, daß ich alles mag vollbri gen, und im Grab auch ehren dich und im Geist auch stehen auf, i ich ende meinen Lauf: da wil ich dort froͤlich singen, dir, Lamm Gottes, Opfer bringen. 28. Ewig wil ich dir Lob sageh, daß du mich erloͤset hast durch dein Leiden, Angst und Plagen, von der schweren Suͤnden Last: Daß dein Blut die Reinigung hat gebracht zur Heiligung, wil ich mit verklan ten Weisen stets in deinem Bilbe pruisen.. 1 Pet. 1, 18. Wisset, daß ihr nicht. 171. In eigener Melodey. O am Stamm des Creutzes ge⸗ schlachtet, allzeit erfunden gedul⸗ Lamm Gottes unschuldig!“ alle Suͤnden hast du getragen, sonst muͤsten wir verzagen. Et⸗ barm dich unser, JEsu! 2. O Lamm Gttes unschul⸗ dig! ꝛe. Erbarm dich unser, oEsul 3. O Lamm Gottes unschul⸗ dig lꝛe. Gib uns beinen Frieden, JEsu! Me. Decius. Ps. 69,/ E. Ich muß bezahlen, das. 174. Mi. Nun ruhen allewaͤlder O Welt! sieh hier dein Leben am Stamm des Creutzes schweß edlen Hertze Schmertzen andern quil 3. Wer h mein Heil/ übel zugerit ein Suͤnder Kinder, vo du nicht. 4. Ich, ic die sich wie Sandes an dir erreget schlaͤget und Heer. 5. Ich bit Haͤnden un uder Hoͤll anden, ut den, das hat 6. Du nit die Lasten, schwerer, a ein Fluch, mir den E muß meine 7. Du se ja laͤssest di und meine dich kroͤnen hoͤhnen, un duld. 8. Du si chen, mich von solche Sterben n eoͤin dem 6 bes⸗Feu'r! Ich b den, all' Ar dir uͤber ho und Seel! „ — h mein Al u thun les fuͤrchtih alles ist e ch nur 3g ichkeit u deinen Di Herrlichkeh nnen theurn Sinnen, lan inen Bund 1g hie senj, pfelein, wl itten, winh. tten. eyn im Rih achen lehn ag vollbrin h ehren dich hen auf, 000 da wil ich dir, Lamm en. ir Lob sageh, st durch deh Uder Holl die Geisseln und die thut gen, von det; t: Daß deiih hat gebrgcht mit verklan inem Bilde aß ihr nicht. delodey. unschuldig! Creutzes 30 inden gedul⸗ t verachtet; u getragen, zagen. Er⸗ su! ö es unschul⸗ nser, oIEsul tes unschul⸗ en Frieden, Ac. Decius. zahlen, das. allewaͤlder dein Leben es Creutzes schwe, Bom Leiden und Sterben JEfu Christt. Larutule. schweben, dein Heil sinckt in den Tod: Der grosse Fuͤrst der Ehren läst willig sich beschweren mit Schlaͤgen, Hohn und grossem Spott. 8 3. Tritt her, und schau mit Fleiß se/ sein keib ist gantz mit Schweisse des Blutes uͤberfuͤllt; aus seinem edlen Hertzen, vor unerschoͤpften Schmertzen, ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so uͤbel zugericht? Du bist ja nicht ein Suͤnber, wie andre Menschen⸗ Kinder, von Missethaten weißst du nicht. 4. Ich, ich und meine Suͤnden, die sich wie Koͤrnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schlaͤget und das betruͤbte Marter⸗ Beer.. Ich bins, ich sollte buͤssen, an haͤnden und an Fuͤssen gebunden Banden, und was du ausgestan⸗ den, das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimst auf deinen Ruͤcken, die Lasten, so mich drucken, viel schwerer, als ein Stein. Du bist ein Fluch, dargegen verehrst du mir den Segen, dein Schmertz muß meine Labung seyn. 7. Du setzest dich zum Buͤrgen, ja laͤssest dich gar wuͤrgen fuͤr mich und meine Schuld; mir laͤssest du dich kroͤnen mit Dornen, die dich and und leidest alles mit Ge⸗ 8. Du springst ins Todes Ra⸗ chen, mich frey und los zu machen von solchem Ungeheur; mein Sterben nimst du abe, vergraͤbst es in dem Grabe o unethoͤrtes Lie⸗ hes Feurr 9. Ich bin, mein Heil, verbun⸗ den, all Augenblick und Stunden, ir uͤber hoch und sehr. Was Leih und Seel vermoͤgen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 10. Nun, ich kan nicht viel ge⸗ ben in biesem armen Leben, eins aber wil ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Hert tzen ruhn. II. Ich wils vor Augen setzen, mich stets daran ergetzen, ich seh auch, wo ich sey: Es soll mir seyn ein Spiehel der Unschuld, und ein Siegel der Lieb und unverfaͤlsch: ten Treu. 12. Wie hestig unsre Suͤnden den frommen Gott entzuͤnden, wie Rach und Eifer gehn, wie grausam seine Ruthen, wie zornig seine Fluthen, wil ich aus diesem Leiden sehn. I3. Ich wil daraus studiren, wie ich mein Hertz soll zieren mit stil⸗ lem sanften Muth, und wie ich die soll lieben, die mich s sehr betru ben mit Wercken, so die Bosheit I4. Wenn boͤse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so wil ich zaͤhmen mich: Das Un⸗ techt wil ich dulden, dem Naͤch⸗ sten seine Schulden verzeihen gern und williglich. 15. Ich wil ans Creutze schla⸗ gen mein Fleisch, und dem absa⸗ gen, was meinem Fleisch geluͤst; was deine Augen hassen, das wil ich fliehn und lassen, so viel mir immer moͤglich ist.— 16. Dein Seufßzen und dein Stoͤhnen, und die viel tausend Thraͤnen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schooß und Haͤnde begleiten zu der ew'gen Ruh. Paul Serhard. Roͤm.&. 34. Wer wil verdammen. 173. In eigener Melodey. O wir armen Suͤnder! unsre Missethat, darinn wir em⸗ pfangen und gebohren sind, hat ge⸗ bracht uns alle in solche grosse 2 Noth, 10⁰0 Vom Leiden und Sterben JEfn Christi. Noth, daß wir unterworfen sind dem ewgen Tod. Kyrie Eleison, Christe Eleison, Kyrie Eleison. 2. Aus dem Tod wir konnten durch unser eigen Werck nimmer werd'n errettet, die Suͤnde war zu starck. Daß wir wuͤrd'n erloͤ⸗ set, so konts nicht anders seyn, denn GOttes Sohn must leiden des Todes bittre Pein. Kyrie Eleison, Christe ꝛc. ö 3. So nicht waͤre kommenChri⸗ stus in die Welt, und an sich ge⸗ nommen unsre arm' Gestalt, und fuͤr unsre Suͤnden gestorben wil⸗ liglich, so haͤtten wir muͤssen ver⸗ dammt seyn ewiglich. Kyrie Eleison, ꝛc. 4.· Solch grosse Gnade und Vaͤ⸗ terliche Gunst hat uns Gott er⸗ zeiget lauter gar umsonst, in Chri⸗ o seinem Sohne, der sich gegeben in den Tod des Creutzes, zu un⸗ eret Seligkeit. Kyrie Eleison ꝛe. 5. Des sollen wir uns troͤsten ge⸗ gen Suͤnd und Tod, und ja nicht verzagen vor der Hoͤllen⸗Glut: Denn wir sind errettet aus aller aͤhrlichkeit, durch Christum un⸗ ern HErren, gelobt in Ewigkeit. Kyrie Eleison, Christe Eleison, ꝛe. 6. Darum woll'n wir loben und dancken allezeit dem Vater und dem Sohne und dem Heilgen Geist, und bitten, daß er wolle be⸗ huͤt'n uns vor Gefahr, und daß wir stets bleiben bey seinem heil⸗⸗ gen Wort. Kyrie Eleison, Chri⸗ ste Eleison, Kyrie Eleison. Hermann Bonnus. Es. 73½4. Fuͤrwahr er trug unsere. 124. Mel. Zion klagt mit Angst. Seꝛ mir tausendmal gegruͤsset, der mich je Ieon jeliebt, IEsu, der du selbst geb Kh womit ich dich betruͤbt: Ach! wie ist mim doch so wohl, wann ich knien und liegen soll an dem Creu⸗ 6 da du stirbest, und um meine Seele wirbestt. a. Ich umfange, hortz und fkůsse der gekraͤnckten Wunden⸗Zahl, und die Purpur⸗rothen Fluͤsse, den ne Fuͤß⸗ und Naͤgel⸗Magl. Ol wer kan doch, schoͤnster Fuͤrst, den so hoch nach mir geduͤrst, deinen Durst und Liebs⸗Veriangen voͤl lig fassen und umfangen? 3. Heile mich, o Heil der Sesß len l wo ich kranck und traurig bin Nim die Schmertzen, die mich qu len, und den gantzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht, und ich selbsten mir gemacht; wird, o Artzt, dein Blut mich ney ue wird sich all mein Jammer etzen. 4. Schreibe deine blut ge Wun den mir, HErr, in das Hertz hin ein, daß sie moͤgen alle Stunden bey mir unvergessen seyn: Du bist doch mein schoͤnstes Gut, da mein gantzes Hertze ruht: Laß mich ets zu deinen Fuͤssen deiner Lich und Gunst geniessen. V. Diese Fuͤsse wil ich halten, auf das Best ich immer kan. Schaue meiner Haͤnde Falten, und mich selbsten freundlich an von des hoͤhen Creutzes⸗Baum, und gib meiner Bitte Raum; sprich: Laß all dein Trauren schwinden: Ich, ich tilge deint Sünden. Paul Gerhard. Ps.22/17. Sie haben meine Haͤnde . Mel. Was mein GOtt wil. Ses wohlgegruͤsset, guter Hirt, und ihr, o heil gen Haͤnde, ö voll Rosen, die man preisen wird, bis an des Himmels Ende, die Rosen, die ich meyn' allhie, sind deine Maal und Plagen, die dir am End in deine Haͤnd am Creu⸗ tze sind geschlagen. 2. Du zahlst mit beyden Haͤnden dar die edle rothe Gulden, und bringst die gantze Menschenschaar dadurch aus allen Schulden. Ach! laß von mir, o Liebster, dir die Haͤnde hertzlich druͤcken, und mit dem Blut, das mir zu gut vergoß sen, mich erauicken.. * r rrarug 3. Wie doch zu, 1 Armen na und Ruh u Ach HErr gier ich A mir 5„n 4. Zeuch Sinn nach ib daß me ey deinen ich mich s ans Creutz Flüshen Fleisches 3. Ich um, aus HErr, deit und Dane darneben! diese dein und Leib, u schlagen, d wird die ge gebricht/d im Tod, k . Dar Laß mich deiner Lieb ich halten, imer kan. de Falten, Undlich an 3zes⸗Baum, te Raum; Trauren tilge deine Serhard. seine Haͤnde GOtt wil. guter Hirt, zen Handt, eisen wird, Ende, die allhie, sind en, die dir dam Creu⸗ den Handen ulden, und schenschaar lden. Ach! r, dir die u, und mit gut—28 5 und Ruh uns ewig zů erwarmen: ö daß mein Hertz nur immerhin HErr, deine Haͤnd, und sage Ruhm Vom Leiden und Sterben Jesu Christi. 101 3. Wie freundlich thust du dich doch zu, und greifft mit beyden Armen nach aller Welt, in Lieb Ach HErr! sieh hier, mit was Be⸗ gier ich Armer zu dir trete! sey mir bereit, und gib mir Freud und Trost, darum ich bete. 4. Zeuch allen meinen Geist und Sinn nach dir und deiner Hoͤhe, ey deinem Creutze stehe: Ja, daß ich mich selbst williglich mit dir ans Creutze binde, und mehr und mehr toͤdt und zerstoͤr in mir des Fleisches Suͤnde. 5. Ich hertz und kuͤsse wieder⸗ um, aus rechten treuen Hertzen, und Danck fur ihre Schmertzen, darneben geb ich, weil ich leb, in diese deine Haͤnde Hertz, Seel und Leib, und also bleib ich dein bis an mein Ende. Paul Gerhard. Ap. Ges. 3, 15. Den Fuͤrsten dese. 176. M. O GOtt du frommer&. Siah an, o Mensch! wie GOtt und Meusch ans Creutz ge⸗ schlagen, durch dessen Macht sonst wird die gantze Welt getragen, der aller Menschenschaar den Brunn des Lebens schenckt, ist duͤrstig, wird fur dich mit Gallen selbst ge⸗ traͤckt. ö 2. Der alle Creatur auf seinem Boden heget, hat nicht, da er fuͤr Angst sein heilig Haupt hinleget, der allein heilig ist, der alles geben kan, wird bloß, ja als ein Fluch, ans Creutz genageit an. 3. Der Cron und Zeyter giebt, traͤgt eine Dornen⸗Krone, wird untern Moͤrdern aufgehangt mit Schand und Hohne, das Labsal leidet Noth, weil ihm selbst Trost gebricht, des Lehens Fuͤrst erblaßt im Tod, kein Wort mehr spricht. 5. Darum bedenck, o Mensch! wie unaussprechlich Leiden em— pindet GOttes Sohn, und lern glaͤub vestiglich, daß Christus dir zu gut vergossen mildiglich sein werthes theures Blut. D. Joh.Olearius. Es. 53, I. Siehe/ mein Knecht w. 12. Mel. Christus der uns selig Siehe! mein getreuer Knecht der wird weislich handeln, ohne Tadel, schlecht und recht, auf der Erde wandeln, sein getreuer frommer Sinn wird in Einfalt ge⸗ hen, und noch dennoch wird man ihn an das Creutz erhoͤhen. 2. Hoch am Creutze wird mein Sohn grosse Marter leiden, und viel werden ihn mit Hoͤhn, als ein Scheusal, meiden: Aber also wird sein Blut auf viel Heyden sprin⸗ gen, und das ewge wahre Gut in ihr Hertze bringen. 3. Koͤn'ge werden ihren Mund gegen ihn zuhalten, und aus in⸗ nerm Hertzengrund ihre Haͤnde falten. Das verblendte taube Heer wird ihn sehn und hoͤren und mit Lust zu seiner Ehr ihren Glau⸗ ben mehren. 4. Aber da, wo Gottes Licht reichlich wird gespuͤret, haͤlt man sich mit nichten nicht, wie es sich gebuͤhret. Denn wer glaͤubt im Juüͤden⸗Land unster Predigt⸗Wor⸗ ten? Wem wird GOttes Arm be⸗ kandt in Israels Orten? 5. Niemand wil fast seinen Rreis ihm hie lassen werdem Denn er scheust auf wie ein Reis/ aus der duͤrren Erden, krauck, ver⸗ dorret, ungestalt, voller Blut und Schmertzen, daher scheut ihn jung und alt, mit verwandtem Hertzen. 6. Ey was hat er denn gethan? Was sind seine Schulden, daß er da fuͤr jedermann solche Schmach muß dulden? Hat er etwan GOtt betruͤbt bey gesunden Tagen, dab er ihm anjetzo giebt seinen Lohn mit Plagen? die Suͤnde meiden, merck und 7. Nein fuͤrwahr, wahrhaftig G 3 nein⸗ 10 vom Leiden und Sterben JEsu Christi. nein, er ist vhne Suͤnden; spndern was die Weit fuͤr Pein billig sollt empfinden, was fuͤr Kranckheit, Angst und Weh uns von recht ge⸗ huͤhret, das ist, was ihm in die Hoͤh an das Creutz gefuͤhret. 5. Daß ihn Gtt so hestig schlaͤgt, thut er unsernt willen, daß er solche Buͤrden traͤgt, da⸗ mit wil er stillen GOttes Zorn und grossen Grim, daß wir Friede haben durch sein Leiden, und in ihm Leib und Seele laben. 9. Wir sinds, die wir in der Irr, als die Schaafe A und noch stets zur Hoͤllen⸗Thůͤr, als die Tol⸗ len, dringen. Aber Gott, der fromm und treu, nimt, was wir verdienen, und legts seinem Soh⸗ ne bey, der muß uns versuͤhnen. 10. Nun er thut es hertzlich gern: Ach des treuen Hertzen! Er nimt an den Zorn des HErrn, mit viel tausend Schmertzen, und ist gllzeit vollGeduld, laͤßt kein Woͤrt⸗ lein hoͤren wider die, so ohne Schuld, ihn so hoch beschweren. 11. Wie ein Laͤmlein sich dahin laͤst zur Schlachtbanck leiten, und hat in dem frommen Sinn gar kein Widerstreiten, laͤßt sich handeln, wie man wil, fangen, binden, zaͤh⸗ men, auch dazu in grosser Still ihm sein Leben nehmen. 12. Also laͤst auch GOttes Lam, ehne Widersprechen, ihm sein Hertz am Creutzes Stam unsert⸗ wegen brechen. Er sinckt in den Tod hinab, den er selbst doch bin⸗ det, weil er sterbend Dod und Grab maͤchtig überwindet. 12. Er wird aus der Angst und Quagl endlich ausgerissen; trit den Feinden allzumal ihren Kopf mit Fuͤssen. Wer wil seines Lebens⸗ Lang immermehr umischraͤncken? Seine Jahr und Tage Meng ist nicht auszudeneken.. I4. Doch ist er wahrhaftig hier fuͤr sein Volck gestorben, und hat voͤllig mir und dir Heil und Gnad erworbenz Koͤmt auch in das Orad hinein herrlich eingehuͤllet, wie die/ so mit Reichthum seyn in der Welt erfuͤllet. 15. Er wird als ein boͤser Mann, fuͤr die Welt gerlaget da er doch noch nie gethan, auch noch nie gey saget, was da boͤß und unrecht waͤr, er hat nie batrogen, nie ven ee GOttes Ehr, sein Mund niß gelogen. ö 16. Ach! er ist fuͤr fremde Suͤnd in den Tod gegeben, auf daß du, o Menschenkind, durch ihn moͤchtest leben, daß er pflame sein Geschlecht, den gerechten Saa⸗ men, der Gott dient, und Opfer braͤcht seinem heilgen Namen. 17. Denn das ist sein' hoͤchste Freud, und des Vaters Wille,daß den Erdkreiß weit und breit sein Erkaͤntniß fuͤlle, damit der gerech⸗ te Knecht, der volkomne Sühner, glaͤubig mach, und recht gerecht alle Suͤndendiener. 18. Grosse Menge wird ihn Gott zur Verehrung schencken, darum, daß er sich mit Spott für uns lassen kraͤncken, da er denen gleich geschaͤtzt, die sehr uͤbertre⸗ ten, auch die, so ihm hoch verletzt, selbst bey GOtt verbeten. Paul Gerhard. Joh. 19, 17. 18. Und JEsus trug 128. M. Was miein SOtt willꝛc. o gehst du nun, mein JEsu, hin, den Tod für mich zu lein den, fuͤr mich, der ich ein Suͤnder bin, der dich betruͤbt mitẽreuden: Wolan! fahr fort, du edler Hort, mein' Augen sollen fliessen, ein Thraͤnen⸗See, mit Ach und Weh, dein Leiden zu begiessen. 2. Ach Sund, dn schaͤdlich Schlangen⸗Gift! wie weit kanst du es bringen! dein Lohn, der Fluch, mich jetzt betrift, in Tod thut er mich zwingen. Jetzt komt die Nacht der Sünden⸗Macht, fremd Schuld muß ich abtragen; 79%½%%%De⸗ * —— Betracht es Kuecht: Nur agen. arder ich zwar der Su an Leib und Haar/ auch e kaubet seyn, nimst du h Blut und 8 Ott, ich bl 4. Was ka HerrJEfu, weiß und fin⸗ wil, weil ich! ster, dir, hier nen gantz ve der Zeit in& eyn und ble Casy goh. 13,I5.“ 9. M. rauter I ann Hilf,— rr. weil du dich du schoͤnste JEsu! geh 2. Der an Msus, der etet/ blute nicht seyn f6. 3.— Ysum, ac Iu den B dreymal de Hin ist die ihn an, dei 59 u! geh ung à. Jc Sohn, JIE get: HEri lohn, wer fraget! vom Leiden und Sterben JEsu Chrlsti. 103 in das Grüh Betracht es recht, du Sünden⸗ vuͤllet, tis Knecht: Nun darfst du nicht mehr eyn in der zagen. öserMe ar der ich, HErr IEsu, sollte eann, war der Sünden Strafe leiden, da er doch an Leib und Seel, an Haut und noch nie gu Haar, auch ewig aller Frenden be⸗ nd unrecht raubet seyn, und leiden Pein, so heu, nie ver nimst du hin die Schulde, dein Mund ui Blut und Tod bringt mich vor Gott, ich bleib in deiner Hulde. r fremde 4. Was kan für solche Liebe dir, egeben, au HErr JEsu, ich wol geben! Ich nd, dur weiß und finde nichts an mir/doch er pflanze mil, weil ich werd leben, mich,Lieb⸗ echten Saa ster, dir, hier nach Gebuhr, zu die⸗ und Opfer nen gantz verschreiben, auch nach in höchste seyn und bleiben. Wille, daß 0 Casp. Fr. Nachtenhoͤser. d breit sein goh. 13, IS. Ein Beyspiel habe ich. der gerech 179. M. JEsus meine zuversicht ne Sühner, cht gerech wird ihn schencken. t Spott für er denen hr uͤbertre⸗ och verletzt, ten. „dem Leiden, in dem Leben: Hilf, HErr, daß wir folgen dir, weil du dich fuͤr uns gegeben. O du schoͤnste Tugend⸗Zier, trauter JEfu! geh uns fuͤr. 2. Der am Oelberg ward erhitzt, Esus, der ist auserkohren, kniet, etet/ blutet, schwitzt, daß wir ja 1 Duß⸗ Gebuhr, Zum 400 — und Buß⸗Gebuͤhr, trauter u! IEsus trug geh uus fuͤr. 2 i Vtt willꝛc. z. Judas, der Verraͤther, kußt nein JEs, Esum, ach! er wird gefangen: mich zu le In den Banden Christus büßt, n Sunder was der Suͤnden⸗Mensch began⸗ tFreuden: gen. Zu des Himmels Freyheits: dler Hort, Thür, trauter JEsu! geh uns fuͤr. iessen, ein 4. Petre! was verleugnest du und Weh, drehmal deinen werthen Meister? .... Hin ist die Gewissens⸗Ruh, schau schaͤdlich ihn an, dein JEsus heist er. In weit kanst Bestandigkeit zu dir, trauter JE⸗ Lohn, der su! geh uns fuͤr. , in Tod F. Ich bin Christus, GOttes Jetzt komt Sohn, JEsus da fuͤr Caiphas sa⸗ u⸗Macht, get: HErr, ich glaub, o Gnaden⸗ abtragen; kohn, wer nach diesem Glauben Boe fraget! Daß auch das bekennen Gerhard Namen, der Zeit in Ewigkeit, dein Diener 9— JEsu! geh uns fuͤr, in wir, trauter JEsu, geh uns fuͤr. 6. IEsus vor Pilato staht, falsch beklaget er da leidet, drauf hin zu Herodes geht, weiß die Un⸗ schuld ihn bekleidet. Ach! in Un 16, 6 dort und hier, trauter JE⸗ su, geh uns fuͤr. 7. O Giftvolle Juden ⸗Schaar, du wilst Barrabam los haben: IE⸗ sum bringst in Lod's⸗Gefahr, Un⸗ danck das sind deine Gaben. In der Daͤnck⸗ und Schul⸗Gebuͤhr, trauter JEsu, geh uns fuͤr. 8. Ach! jetzt traͤgt zu seinem Tod JéEsus selbst die Creutzes⸗ Buͤrde: O daß ich in meiner Noth Simon von Cyrene wuͤrde! In Geduld, o schoͤnste Zier! trauter IEsu, geh uns r. ö 9. Siehe da, das ISsus⸗Bild, ach! jetzt an dem Creutze hanget, Gottes Zorn und Ungnad stillt, zwischen zweyen Moͤrdern pran⸗ get. Durch das Creutz zur Lebens⸗ Thüͤr, trauter su, geh uns für. 10. Jetzt mein Eus gar ver⸗ bleicht, seine Seel vom Leib ab⸗ scheidet, Himmel auf zum Vater weicht, da sie sich in Freuden wei⸗ det. Ach! daß wir nachsolgen dir, trauter JEsu, geh uns fuͤr. Matth. 27, 2. Und bunden ihn. 180. M. Freu dich sehr, o meine. Ur Heiland steht gebunden, voller Striemen, voller Blut, und fuͤhlt so viel neue Wunden, als der Buͤttel Streiche thut. Seht, was seine Liebe kan! und wir den⸗ cken kaum daran/ daß er wegen un⸗ srer Schulden dieses alles muß erdulden.* 2. Da die Welt in Seide pran⸗ get, steht ihr Koͤnig nackt und bloß: Da er anders nichts verlanget, als uns in des VatersSchooß dermal⸗ eins zu fuͤhren ein, lassen wir vom eitlen Schein, lieber als von seinen Schlaͤgen, unsern schnoͤden Sinn bewegen. 3. Lehre mich, Heil der Armen, 4 n, 24 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. JIEsu, deiner Streiche werth, was dadurch fuͤr ein Erbarmen und fuͤr Trost mir wiederfaͤhrt, daß dein Blut, so von dir fleußt, ein be⸗ waͤhrter Balsam heißt, der die alte Suͤnden⸗Beulen kan mit einem Trypfen heilen. 4. Laß mich etwas mit empfin⸗ den, wie dich, deine Geissel schmertzt, wenn mein Ichwere Sünden, JEsu, deine Gunst verschertzt. Schone mei⸗ nes Ruͤckens nicht; doch verbirg nicht dein Gesicht, wenn von mei⸗ ner Strafe Ruthen gar zu sehr die Wunden bluten. 5 5. Wenn ich nach dem alten Bunde, und dem allgemeinen Schluß, endlich in der letzten Stunde mit dem Tode kaͤmpfen muß, denn, o HErr, so zeige bald mir die troͤstliche Bestalt, wie vom Scheitel bis zum Fuͤssen deine Pür⸗ pur⸗Stroͤme sliessen. E. Laß die Seule, die dich hielte, als dein Leib vor grosser Pein, kei⸗ ne Lebens⸗Kraͤfte fuͤhlte, mir die lammen⸗Seule seyn, die mich urch das todte Meer und der Teu⸗ sel finstres Heer, wenn ich soll mit ihnen streiten, mag bis in dein Reich begleiten. 1 Joh. 3, 16. Daran haben wir. 181. M. Alle Menschen muͤssen. weraͤnderliches Wesen! un⸗ begreiflich hoͤchstes Gut! von dem Vater auserlesen, daß du sei⸗ nes Zornes Glut und erweckten Grimm sollt'st stillen, durch dein GOttes Blut so roth, und erfuͤllen seinen Willen im Gehorsam bis zum Tod. 299 2. Ich verehre deine Liebe, un⸗ beflecktes GOttes⸗Lamm! die durch ihre Feuer⸗Triebe dich ge⸗ bracht aus Creutzes⸗Stam: ach! daß ich doch koͤnt durchschauen dein von Lieb durchgluͤhtes Hertz, und im glaͤubigen Vertrauen da⸗ durch lindern meinen Schmertz. 3. Zwar kan ich mich werth Hertz durch Würde, Lamm, das aller Wuͤtt 1 nicht schaͤtzen, daß in meiner S len⸗Pein ich an dir mich soll ergy tzen, ein so armes Würmelein; doch du bist ein Artzt der Schina chen, der betrübten Suͤnder Freund, pflegst den freundlich aun zulachen der mit Petro klaͤglich weint. 4. Drum sieh' nicht auf mein werth! schau hingegen auf die Bürde, die den matten Geist bo schwert. Weißst du doch, dem zu Muthe, welchen druͤckt di Suͤnden⸗Last, weil du selbst im Schweiß und Blute dieses Joch getragen hast. 5. O! wie hat es dich gedruͤcket, Hertzens⸗Laͤmmleiu from mez Schaaf! du bist drunter tief as bücket gangen; aller Jamnier traf deiner Maenschheit zarte Glie⸗ der; unsre Schmach hat dieh ge⸗ höhnt: Aber so hast du uns wieder mit dem Vater ausgesoͤhnt. 6. Laß mich diese Freundschast schmecken, so auf ewig vest gestellt laß dein Blut die Schuld bedecken, das du hast zum LoͤseGeld deinem Vater dargegeben, durch der Lien be Wunder⸗Macht, und dadurch zu bleiben ei du uns das Leben deiner Gottheit wiederbracht. ö 7. Laß dein Hertz mir offen ste⸗ hen, oͤfne deiner Seiten Thuͤr, da hinein soll mein Hertz gehen, wenn ich keine Kraft mehr spuͤr. Wie ein Hirsch in vollem Sprin gen, laß den ausgezehrten Geist hin zu deinen Wunden——u daraus Blut und Wasser sleust. 8. Dieser Balsam muͤsse staͤr⸗ cken Geist und Seele, Marck und Bein: Laß mich neue Kraͤfte mer⸗ cken, dir, o Lammlein! treu zu seyn; zeichne meines Hertzens. Pfosten, daß der Wuͤrger nich nicht ruͤhr, laß mich wahre Frey⸗ 15 kosten, die mich zu der Ruhe, uͤhr. 3.Lam 9. Lam! ben, dir erg derschreibe eehüͤhet wo mich dir ba Engel Orde mag. Gal. I„ 4. V 2. Me besiehe dos aufgemack lieben JE chwerer Ollaß d auch meit am letzte 6. Du auf dich dir wil i daß ich l bestaͤndig und im! 7. Ach aus, und Haus in daß mic ieiner i gebruͤckkt, frommes reundschast vest gestelltz Id bedecken, zeld deinem rch der Lie⸗ nd dadurch er Gottheit ir offen ste. u Thuͤr, da rtz gehen, mehr spuͤr. lem Sprin— ;rten Geist n.0 er fleust. muͤsse staͤr ⸗/ Marck und draͤfte mer⸗ u! treu zu Hertzens⸗ irger mich ahre Frey⸗ der Ruhe 5. Lam] Dom Leiden und Sterben JEsu Christi. 105 ½9. Lam! du hast dich mir erge⸗ %/ ben, dir ergeb ich wieder mich, und berschreibe mich daraeben, dein zu bleiben ewwiglich. Du bist nun erhoͤhet worden; Liebster, zeuch mich dir bald nach, daß ich in der Engel Orden deine Treu besingen mag. J. A. Freylingshausen. Gal. 1, 4. JIEsus, der sich selbst fuͤr 132. Mel. Komt her zu mir spr. Neg,/ weg mit dir, du schnoͤde 2 Welt, weg, weg Ansehen, Lust und Geld, ich wil mich hoͤher schwingen. Mein JEsus haͤngt hier ausgespannt, der hat sein Hertz zu mir gewandt, und der wil fur mich ringen. 3. Was frag ich viel nach Men⸗ schen⸗Gunst? Es ist doch alles gar umsonst, was Sterbliche zusagen. Es ist um einen Tritt gethan, so vweichet von dir jedermann, der zu dir Huld getragen. 3. Hier dieser Freund ist stand⸗ 3 treu, auf daß er dir ein Leben ey, er ist fuͤr dich gestorben, du Gott! hast meiner Suͤndenschuld getilgt in Liebe und Geduld, das Himmelreich erworben. 4. O kom lo kom! oliebe Seel! besiehe doch die Gnaden⸗Hoͤhl der aufgemachten Seiten, und deines lieben IEsu Tod, der dich aus schwerer Suͤnden⸗Noth zur Him⸗ mels⸗Burg kan leiten. 5. Ach mein HErr JEsu! nim mich an, weil ich durch dich allei⸗ ne kan der Laster seyn benommen: O! laß dein Rosinfarbnes Blut auch meiner Seelen, HErr, zu gut am letzten Ende kommen. E. Du sollt ja meine Liebe seyn, auf dich setz ich den Trost allen, dir wil ich mich ergeben. Hilf, daß ich lasse nicht von dir, gib ein bestaͤndig Hertze mir, im Sterben und im Leben. 7. Ach soͤhne mich beym Vater aus, und nim mich aus dem irdnen Haus in deine Himmels⸗Freude, daß mich von deiner Lieb und Huld nicht mehr der geilen Sunden⸗ Schuld und Eitelkeit abscheide. Joh. 3, 5. Und ihr wisset, daß er. 183. Mel. Aus rieser Roth schrey Weun dein hertzliebster Sohn, v GOtt, nicht waͤr auf Er⸗ den kommen, und haͤtt, als ich in Suͤnden todt, mein Fleisch nicht angenommen, so muͤst ich armes Wuͤrmelein zur Hoͤllen wandern in die Pein, um meiner Suͤnde willen. 2. Jetzt aber hab ich Ruh und Rast, darf nimmermehr verzagen, weil er die schwere Suͤnden Last fuͤr mich hat selbst gerragen: Er hat mit dir versoͤhnet mich, da er am Creutz ließ toͤbten sich, auf daß ich selig wuͤrde. 3. Drum ist getrost mein Hertz und Muth, mit Kindlichem Ver⸗ trauen/ auf dis sein Rosinfarbnes Blut wil ich mein Hofnung bau⸗ en, das er fuͤr mich vergossen hat, gewaschen ab die Missethat, und mir das Heil erworben. 4. In seinem Blut erquick ich mich, und kom zu dir mit Freu⸗ den, ich suche Gnad demuͤthiglich, von dir soll mich nichts scheiden. Was mir erworben hat dein Sohn, durch seinen Tod und Marter⸗Kron soll mir kein Teusel rauben.. 5. Nichto hilft mir die Gerech⸗ tigeit, die vom Gesetz herruͤhret: Wer sich im eignen Werck erfreut, wird jaͤmmerlich verfuͤhret: Des HErren JEsu Werck allein, das machts, daß ich kan selig seyn, der ichs mit Glauben fass.. ö Joh. Sermann. Cor.v,21. GOlt hat den, der von 184. Mel. Silf SGtt daß mirs. Wern meine Suͤnd mich kraͤn⸗ cken, o mein HErr JEsu Christl so laß mich wohl bedencken, wie du gestorben hist, und alle mei⸗ ne Schulden⸗Last am Stam des heilgen Creutzes auf dich genom⸗ men hast. 4. 0 106 Vom Leiden und Sterben Jesu Christt. ö V/ 2. O Wunder ohne Massen! wenn mans betrachtet recht/es hat sich martern lassen der HErr fuͤr seine Knecht: Es hat sich selbst der wahre Gott fuͤr mich verlohrnen Menschen Lan dun in den Tod. 3. Was kan mir denn nun scha⸗ den der Sünden grosse Zahl? Ich bin bey GOtt in Gnaden, die Schuld ist allz umal bezahlt durch Christi theures Blut, das ich nicht mehr darf fuͤrchten der Hoͤllen Quaal und Glut. 4. Drum sag ich dir von Her⸗ tzen, jetzt und mein Lebelang, für deine Pein und Schmertzen, o Esu! Lob und Danck, fuͤr deine oth und Angft⸗Geschrey, fuͤr dein unschuldig Sterben, fuͤr deine Lieb und Treu. 5. HErr, laß dein bitter Leiden mich reitzen fur und fuͤr, mit allem Ernst zu meiden, die süͤndliche Be⸗ gier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erloͤset hin. 6. Mein Creutz und meine Pla⸗ gen, sollts auch seyn Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Gib o mein HErr, und GOtt! daß ich verleugne diese Welt, und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern uͤben, was du an mir gethan, und meinen Naͤchsten lieben, gern dienen jeder⸗ mann ohn Eigennutz und Heuchel⸗ Schein, und wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich troͤsten kraͤftiglich in meinen letzten Stunden, und des versi⸗ chern nich, weil ich auf dein Ver⸗ dienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Rom. 6, 11. Haltet euch davor. 185. M. Freu dich sehr, o meine enn Vernunft von Christi Leiden und von dessen Nu⸗ sie viel Klagens fangen an übg Christi Pein und Schmertzen gleichwol gehts ihr nie von Hen tzen. 2. Aber meines Geistes Sehnen zielt atif die Gemeinschaft hin, sten zum Sterben zu gewehnen den s. tief verderbten Sinn. Hier han ich den Myrrhen⸗Strauch nicht nur auf die Brust zum Brauch! In mein Hertz wil ich ihn schluß sen, und ihn nimmer draus ve missen. 3. Dis Geheimniß wird verbon 90 und als Thorheit angesehnz Aher meine groͤste Sorgen sollen Chyisti Tod in mir, durch Erster/ ben fuͤr und fuͤr, in dem Leben aut gehieret, im Gericht den Sieg aus fuͤhret. 4. Drum such ich den Freund im Grunde meines Hertzens, wo er sich aus dem sonst verschloßnen Munde, mir einfloͤßt so suͤßiglich seine gantze Sterbens⸗Kraft, die ein neues Wesen schaft, als die Ro⸗ 6 in dem Lentzen nach dem Tod es Winters glaͤntzen. 5. Wenn ich denn vom Oster⸗ Lamme mit recht bittern Salsen speis', das die beste Liebes⸗Flam⸗ me selbst in mir zu braten weiß: Frag ich nicht erst, wer es sey/ weil ich ihn selbst esse frey, und wenns noch an Kraͤften fehlet, ist er mir zu alls erwaͤhlet. ö 6. Dis drückt mich in Hoffart nieder, in Betruͤbniß haͤlts empor, giebt in SchwachheitStaͤrcke wie⸗ der, aus Verzweiflung ziehts her⸗ Leid in der tiesses Maͤßigkeit: Ja Creutze haͤngt mein Wille. Gim Geheimniß⸗reichexiebe, die ich i auf diß Wunder gehn, das nut vor, haͤlt mich zwischen Lieb und ich find die tiesste Stille, wenn am m Verhorgnen schenckt! oͤf⸗ ticht ·t; Oder komt es hoch, so kan geine Leidens; semals mange mag alls ver. mit bestehen. öm. 2,24. Un 186. MI. Dies Mir dancke &cChrist, sorben bist, hein theures? Macht gerecht 2. Und bitt und GOtt, d. 0 „ Matth. 12, 4 187. M. OL Ac schwert ner Peir Stuͤcken, die, letzt in die Er 2. Ich war tes Sechwerd de schluͤge:; genblick GOt 2. Ich wa hon dieser ga als ein Teuf ben werden. 4. Doch, nu, aus lau nicht betruͤh 5. Du gel ihn ab, wilst der mich h . Mein seyn, da ie ne die geheimen Triebe, wenn gon spricht, wil sie sich von aussen weiden mit dem Trost, den sie er⸗ mein Sinn ans Creutz hindenckt: Keine —— Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 10⁷ Hier han auch nichl „Brauch ihn schlies draus ven ird verbon angesehn; rgen sollen , das nut rch Ersten Leben aut Sieg aus en Freund rtzens, wo 210 o suͤßigli Kraft, die als die Ro⸗ )dem TCod om Oster⸗ rn Salsen bes Flam⸗ ten weiß: sey, weil nd wenns ist er mir n Hoffart to empor, ürcke wie⸗ ehts her⸗ Lieb und keit: Ja wenn am le. Liebe, die nckt! oͤf⸗ e, wenn hoch, so fin geine Leidens⸗Kraft von dir muͤsfe en an üben jemals mangeln mir, ausser mür pchmertzen, wag e von Hen mir bestehen. es Sehnen 186. Nr. Die SeeleChristi heilge aft hin/ste e hnen den s alls vergehen, bleibe du in S. Arnold. Roͤm. ,24. Und werden ohn Verd. ir dancken dir, HErr JEsu Christ, daß du fuͤr uns ge⸗ soͤrben bist, und hast uns durch bein theures Blut, fuͤr GOtt ge⸗ macht gerecht und gut. 2. Und bitten dich, wahr Mensch und GOtt, durch dein heilig fuͤnf Wunden roth, erloͤs uns von dem em'gen Tod, und troͤst uns in der letzten Noth. 3. Behuͤt uns auch fuͤr Suͤnd und Schand, rett uns durch dein allmaͤchtig Hand, daß wir im Creutz geduldig seyn, uns troͤsten deiner schweren Pein. 4. Und schoͤpfen draus die Zu⸗ versicht, daß du uns wirst verlas⸗ sen nicht, sondern gantz treulich bey uns stehn, bis wir durchs Creutz ins Leben gehn. C. Fischer. Matth. 13,40. Wie Jonas war. 187. M. OTraurigkeit, o Hertz. Ac schwerer Stein! Ach Cent⸗ ner Pein! von meinen boͤsen Stuͤcken, die, mein JEsu, dich zu⸗ letzt in die Erde druͤcken. 3. Ich war es werth, daß GOt⸗ tes Sehwerdt mich stracks zu To⸗ de schluͤge: Daß mich keinen Au⸗ genblick GOttes Auge truͤge. 3. Ich war allzeit vermaledeyt hon dieser gantzen Erden, und sollt, als ein Teufels Aaß, nicht begra⸗ ben werden. 4. Doch, JEsu, du verhilfst mir u, aus lauter grosser Liebe, daß mich dieser schwere Fluch ferner nicht betruͤbe. ö 5. Du gehst ins Grab, und nimst ihn ab, wilst mir auch allen Segen, der mich hier und dort erfreut, alda niederlegen. 6. Dein Grab ist mir nun fuͤr und fuͤr ein Beicht Stuhl fuͤr die uden, darinn ich in meiner Angst kan Vergebung finden. . Mein Kirchelein soll drinnen seyn, da ich die suͤssen Lehren, von dem Nutzen deines Bluts wil von dir anhoͤren. 8. Wenn ich fein still im Beten wil mein Hertz vor dir entdecken; So wil ich mich in dein Grab auf V ndenckt: Heine * die Erde strecken. Vom Begraͤbniß Christi. mich jagt, und wil mich gar ver⸗ treiben, so soll dein geliebtes Grab meine Vestung bleiben. 10. Wenn ich kein Geld auf die⸗ ser Welt, und keine Wohnung ha⸗ be: So such ich mir Schatz und Haus behy dir in dem Grabe. II. Macht Kost und Kleid be⸗ truͤbte Zeit: So hebt dein Grab den Jammer. Es soll stets mein Brod⸗Schranck seyn und die Klei⸗ der⸗Kammer. ů 12. Bin ich todt kranck, und ist kein Tranck fuͤr meine matte See⸗ le: Meine Apothecke bleibt deine Grabes⸗Hoͤle. 13. Muß ich, vor Leid, mich manche Zeit die gantze Nacht zu wachen; So wil ich im Grabe hier mir mein Bettgen machen. 14. Bringt denn der Tod die letzte Noth: Er kan mich nicht verderben. Dein Grab soll auch mein Grab seyn: Ich wil froͤlich steiben. I. Hier stehet mir, mein Hort, in dir das Thor des Himmels of⸗ fen. Ich kan auf mein Erbtheil stets ohne Wancken hoffen. 16. Nun habe Danck mein Le⸗ belang fuͤr diese Grabes Schatze. Nim doch hier mit mir vorlieb, bis ichs dort ersetze. 9. Wenn Satan plagt, die Welt 17. Ich lege mich hiemit auf dich 108 vom Begraͤbniß Christi. dich in deinem Grabe nieder. Nim mich gantz, mein JIEsu, hin; Gib mich mir nicht wieder. ö 1S. Auf unsern Stein brenn ich dis ein mit heissen Liebes⸗Flam⸗ men: JEsus und ein treues Hertz liegen hier beysammen. Ebr. 9, 15. Darum ist er auch ein. 188. M. Yrr ich habe mißgeh. A* mein Hertz, geh mit zu Gra⸗ be, dein sehr guter Freund ist todt! Hole was von seiner Haabe, denn er ist der reiche GOtt! Und du wirst nach seinem Sterben ei— nen gantzen Himmel erben. 2. HErr, mein Anfang und mein Ende, ist ja Erde, Staub und Koth. Nim mich auf in deine Haͤnde, und hilf mir aus aller Noth, weil du selbst dahin bist kom⸗ men, wo du mich hast hergenom⸗ men. 3. Ja, verlaß die finstre Hoͤle deiner schwartzen Toͤdten⸗-Gruft, kom und ruh in meiner Seele, die die gantz sehnlich nach dir ruft. Kom und sey mir stets im Sinne, bis ich dich recht lieb gewinne. 4. Oder wilst du zu den Todten, ach so nim mich mit ins Grab! Und weil in den zehn Geboten ich den Fluch verdienet hab: So ver⸗ scharr jetzt meine Suͤnde, daß sie Gott nicht wieder finde. g. Huͤll in deine Grabe⸗Tuͤcher alle meinen Jammer ein, denn wo kan ich anders sicher, als an die⸗ 5 Staͤtte seyn? Dein Verdienst ey meine Decke, daß ich nicht vor Gott erschrecke. 6. Kuͤnftig, wenn ich werde ster⸗ ben, und mein Grab von ferne sehn: Wo mir Fleisch und Bein verderben, wie schon vielen ist ge⸗ schehn; Ach! so laß mich stets er⸗ wegen, daß auch du hast da ge⸗ legen. ů 25⁷ 7. Schaffe selbst die rechten Huͤ⸗ tev, daß mein Grab mit Frieden bleib, und wie aufgehabne Guͤter, so bewahre meinen Leib, bis du su, lebe du in mir. mir in jenem Leben, ihn wirst un lich wieder geben.. Phil. 3, 10. Zu erkennen Christum ————ß— nen sich gantz m hen auf gar sich 4. Weil den 189. M. Wer nur den lieben dnegt, so werd, v⸗ Mandesus stirbt! was soll ich bewegt/ zerreif lebenꝰ mein Haupt erblahh wirst nicht dure Wo bleibt sein Glied? Ach soll ich gen, daß dein ihm den Geist nicht geben, da seht sein Geist von dannen zieht; Ac ja,ich sterbe nun mit dir, meinJe g. Du bist di in acht, daß J 3 ja ga as Grab, w 2. Mein JEsus stirbt, diedlugen Heist, und mit brechen! Ach nim den letzten Biich von mir! Sein Mund verschmacht, was soll ich sprechen? Mein letztes Wort ist JEsus hier! Ach JEsul JEsu laß mich nicht, wenn mit der Tod das Hertze bricht. 3. Mein Esus neigt sein Haupt zur Erden: Welt, gute Nachtlich scheide mit: Soll IEsus eine veiche werden, was schen ich denn den letzten Trit? Ich kuͤsse seinen blaß sen Mund; Er stirbt! so sterbich auch jetzund. 4. Mein JEsus wird ins Grab versencket; O legt ihn in mein Hertze hin! Und daß man immer dran gedencket, daß ich mit ihm gestorben bin, so setzt mir diese Grabschrift bey: Daß JEfus Tod auch mein Tod sey. B. Schmolck. Jvh. 19, 20. Da JEsus den Eßig genommen hatte, sprach er: Es 190. M. Ich ae mein Sach G. Non ist es alles wohl gemacht, Vweil JEsus ruft: Es ist voll⸗ bracht! Er neigt sein Haupt, o Mensch: und stirbt, der dir er⸗ wirbt das Leben, das niemals verdirbt. 2— 2. Erschroͤcklich, daß der HErt erbleicht der Herrlichkeit, dem nie⸗ mand gleicht, der Lebens /Fuͤrstz die Erde kracht und es wird Nacht, weil GOttes Sohn wird umge⸗ bracht. ö 4. Die Sonn verliehret ihren Schein, des Tempels Vorhang. reisset ein, der Heilgen Graͤber oͤß 4. nen 6. Drum so Grab, und st Suͤnden ab, ihm in den Tod must du fühl 7. Ach Vat Sohn erbleit Schmach und shicht für me hab Geduld, nad und Hr 8. Ich wil 17 und 10⁰ ö ihn; Ja ich eyn im Tod⸗ slg schlafen 9. Ertoͤdt, der Schlang Thier, den alt sreb und mit ind dir JEft 10. Solt sath noch m. thwere Joch mir lang ge heiß ich, daß 11. Ich w u der Suͤ in; es hat nir gebrach than die Hit I2. O 3 nich in mei lich! laß mie sort nach d die. Kron er 13. So wi — — — Ghrist, daß! Rs Won Her 2 vom Begraͤbniß Christi. 109 hen auf gar sichtbarlich. —*•* n wirst herz nen sich gantz munderlich, und ste⸗ R n Christun nlieben 8. was soll ich upt erblahtl wirst nicht burch dis Gexicht bewo⸗ Ach sollich ben, da seht zieht? Ach r/ meind gbracht, ja gar jum Tod, 116 6 t.diedlugen Heist ö egten Bid 6. Drum solge JEsu nach ins erschmacht, Nein letztes Ach Jesul wenn mit cht. Iun sein Haupt Nachtlich eineveiche h denn den seinen blas⸗ so sterb ich d ins Grab n in mein nan immer ch mit ihm mir diese JEsus Tod Schmolck. den Ehig ach er: Es Sach G. Agemacht, Es ist voll⸗ Haupt, o der dir er⸗ is niemals der HErr it/dem nie⸗ Füͤrstʒ die ird Nacht, zird umge⸗ hret ihren Vorhan Graͤber 6 ö nen 4. Weil denn die Cregtur sich nigt/ so werd/ v Rensch! hierdurch hewegt/ zerreist ein Fels und du u, daß dein Hertze bricht. 17. Du bist die Schuld, nim dis in acht, daß JEsus ist ans Creutz ö und in rab, weil er aufgab den und mit Geschrey schied ab. Gtab, und stirb dem Greul der Soͤnden ab, gehst du nicht mit ihmin den Tod vom Sündenkoth, must du fuͤhlen Hoͤllen⸗Noth. 7. Ach Vater, ach! dein einger Sohn erbleicht am Creutz mit Schmach und Hohn; Nun dis ge⸗ shicht für meine Schuld, drum Iab Geduld, und zeig in JEsu nad und Huld. 8. Ich wil mit ihm zu Grabe 4* und wo die Unschuld bleibet, chn; Ja ich wil gantz begraben iyn im Tod allein mit Ihm, und llig schlafen ein..2 9. Ertoͤdt, o JEsu, selbst in mir de Schlangen?Brut, das böse Hier/den alten Menschen, daß ich sreb und mich erheb gen Himmel, ind dir JEsu ljeb 10. Solt ich den Suͤnden Un⸗ sath noch mehr hegen? Nein, diß shwere Joch sey abgelegt, es hat mir lang gemachet bang, nun ueiß ich, daß ich Gnad empfang. 11I. Ich will heut abgestorben u der Sund und leben dir al⸗ in;z es hat dein Tod das Lehen mir gebracht herfuͤr, und aufge⸗ than die Himmelsthuͤr. 12. O JEfsu Christe, staͤrcke nich in meinem Vorsatz kraͤstig⸗ lichl laß mich den Kampf so setzen sort nach deinem Wort, daß ich die. Kron erlange dort! I3. So wil ich dich HErr JIEsu und nach dem Streit in Freud und Wonn in Ewigkeit. ö Caur. Laurentii. I. Cor. 15, 3. 4. Daß Christus gest. 191. M. Der Tag ist hin. Oder: Die Sonn hat sich mit ihrem O Lam! das meine Schulden VFast getragen, und als ein Fluch, ist an dasCreutz geschlagen, nun nimt man noch vor Abends dich herab, und traͤgt dich Josephs neues Grab. 2. O troͤstlich Bild! o Gna⸗ den-volles Zeichen! das aber nur der Glaube kan erreichen: der Fluch ist weg; die Erde ist nun rein: zum Zeugniß deß must du begraben seyn. 3. Nun weiß und glaub ich, daß du bist gestorben, daß du den Tod geschmeckt, und mir erworben Get rechtigkeit, daß ich bestehen kan vor GOtt, und daß die Suͤnde ab⸗ gethan. ö 4. Die Schrift kont nicht an dir gebrochen werden, drum muß dein Leib auch ruhen in der Erden: was Daniel und Jonas vorgebildt, seh ich hierin mẽin Heil, an dir erfuͤllt. 5. Du bist das Weitzenkorn, so man verscharret, doch, wenn man nur drey Tage hat geharret, wird man dich aus dem Grabe aufer⸗ stehn und tausendfache Fruͤchte bringen sehn. ů 6. Indeß ist dein Begraͤbniß selbst ein Siegel der Unschuld und der gantzen Welt ein Spiegel wor⸗ innen mit Verwundrung jeder⸗ man ein Vorspiel der Erhoͤhung spuͤren kan. 7. Ich darf nun nicht vor mei⸗ nem Grab erschrecken, da du, mein Heil, dich in das Grab laͤst stret cken; Dein Grab macht meins zur suͤssen Lagerstatt, zum Schlaf⸗ Gemach, zum stillen Ruhe⸗Bett. 8. Mein Heiland, ich bin mit dir schyn begraben, als Seel und hin in christ, daß du fuͤr mich gestorben Iit von Hortzen preisen in derzeit, Leib die Tauf empfangen Ee 1 11⁰0 Vom Begraͤbniß Christi. die Taufe, die auf deinen Tod ge⸗ schehn: Nun laß mich auch mit dir stets auferstehn. Joh. 12, 24. Es sey denn, daß das. 192. In bekandrer Melodey. Traurigkeit! o Hertzeleid! ist das nicht zu beklagen? Sottes Vaters einig Kind wird ins Grab getragen. 2. O grosse Noth! Gott selbst liegt tot, am Creutz ist er gestor⸗ ben, hat dadurch das Himmel— reich uns aus Lieb erworben. 3.O Menschen Kind! nur dei— neSuůnd hat dieses angerichtet, da du durch die Missethat warest gantz vernichtet. 4. Dein Braͤutigam, das Got⸗ tes Lamm, liegt hier mit Blut be⸗ floffen, welches er gantz mildiglich hat fuͤr dich vergossen. 5. O suͤsser Rund! o Glaubens⸗ Grund! wie bist du doch zerschla⸗ gen! alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6. O lieblichs Bild! schoͤn, zart und mild, du Soͤhnlein der Jung⸗ frauen! Niemand kan dein heis⸗ ses Blut, ohne Reu, auschauen. 7. Holdselig ist, zu jeder Frist, der dieses recht bedencket, wie der HErr der Herrlichkeit wird ins Grad gesencket. 3. O JEsu du, mein Huͤlf und Ruh! Ich bitte dich mit Thraͤ⸗ nen: Hilf/ daß ich mich bis ins Grab nach dir moͤge sehnen. Joh Rist. Ebr. 2. 9. IEsus ist durchsLeiden. 193. M. Liebster Esu, wir sind Woede mir/ JEsu! du bist todt! denn man traͤget dich zu Grabe, nunmehr hat es keine Noth, weil ich einen Heiland ha⸗ be, der auch bis zum Grabe kom⸗ men, und sich meiner angenom⸗Sch men. 8. Dieses Grab ist zwar nicht dein, Joseph hat dirs nur geleh⸗ net; doch es muß geborget seyn, wo man fremde Schuld versoͤhnet. Du hast andern Suts erworhen, und bist nicht fuͤr dich gestorhn 3. Drum ist auch der Ort so ran daß noch ntemand dargelegmn Rettung von den Suͤnden ist bi andern nicht zu finden. nicht befreyen; Nur im Blul deiner Wunden hab ich meini Salbung funden. 5. Unsre Fehler waren bloß, nun mehr u sie gantz bedecket, in da Erde finstern Schooß hast du mes Zorn ist aufgehaben, und mit di zugleich begraben. 6. Mund und Augen hast du u, ser Tod ist voller Ruh, und au meiner keine Strafe; Denn i werde mit den Alten, in der Erde Sabbath halten. 7. Schlafe wohl, du grosser Held! deine Feinde sind bezwum gen: dich hat wol der Tod gefaͤlt, aber du hast ihn verschlungen, und das kan mir Hofnung geben, daß wir alle werden leben. 8. Derowegen habe Danck, ich wil mich darauf verlassen, und zu⸗ letzte Sterbeusckranck dich in Hertz und Seele fassen: So denn werd ich auch begraben meinen JEsum bey mir haben. Röm. 5, 6. Christus, da wir noch. 194. M. In dich hab ich gehoffet W'erEsum Christum hertzlich liebt, und seine Seel ihm gautz ergiebt, der sagt in seinem Hertzen: Ich dancke meinem frommen GDtt fuͤr seines Sohnes mertzen.. 2. In aller Welt ist nichts so arg/ Blut⸗Schweiß, Angst, Noth, Tod/ chen: Von ün last dich GOtt durch seinen Sohn los machen. ö 3. Der nen Fluch verstecket; Gottehl! oder Sarg, ja auch der Hoͤllen Ra⸗ Oste Denn aus deiner Kraft allein kon Hein besser v met aller Menschen Segen, und s eumte echt, der fuͤ 4. Nicodemus salbet dich uñ Kuecht, 1—5 viel guten Specereyen; Aber die und diꝛ 165 se koͤnnen mich von Verwesun wie jenem Se Oster Offenb. I,I7. . M. Chr Ar GOtt schwerer yyn mir nehn doch sie liegen nur imSchlase, din mein Schm mein geheim lebt/ und ich! das ist mein. ihn fuͤr Suͤn⸗ 2. Wer wa mir, der mick Wenn oͤfnet! Venn wird! Soll ich aus! hrechen zu d Wer wil m uretten. Duues U einJ IW und Ho und löst died nird auch di eissen aus de zu dem Geist 4. Er ist d daß du moͤg ö seine Kraft, ö lich mit ih Truͤhsal, Ar durch das fi: Freud und Dein uruͤck, weil ind zerreiss h gestorhen Ort so esh Faleintin ft allein kom egen, und dz Oster⸗Lieder, von der Auferstehung Christl. 111 3. Der Hoͤllen warst du ewiglich, des Todes Gift, der Schlangen Gtich, die wolten dich verderben; Kein besser Mittel war dey OOtt/ sein Sohn must fuͤr dich sterben. d lieb iht nden ist in L. Drum lobe nun, und lieb ihn en. bet dich miß Aber dis im Bl r im Blut ich mein en bloß, nuh pecket, in der hast du meß t; Gottel und mit din n hast dusy, chlafe, die , und au . Denn i in der Erde du grosser ind bezwun⸗ Tod gefaͤll, lungen, und geben, daß Danck, ich sen, und zu ck dich in So denn ben meinen ö a wir noch, ich gehoffet um hertzlich Seel ihm t in seinem e meinem jes Sohnes chts so arg, Noth, Tod, Hoͤllen Rg⸗ nlast dich Sohn los 2. Der recht, der fuͤr dich worden ist ein Knecht, so wird er dein gedencken, und dir sein Paradies und Reich, wie jenem Schaͤcher, schencken. Geh mit ihm bis ans Creutz in Tod, und laß dich schrecken kei⸗ ne Noth/ sey mit ihm auch begra⸗ ben: So wirst du hie und ewiglich die Auferstehung haben. ö . Lob, Preis, Danck, Ehr in Eteigkeit, sey dir gedritten Einig, keit in unserm gantzen Leben: Durch JEsuChristi Blut und Tod, ist alle Schuld vergeben. DDNRR JESl enb. 1,17. 18. Fuͤrchte dich nicht —01 M. Christ lag in Todes B. A˖ Gott! mich druͤckt ein schwerer Stein, wer wil ihn vn mir nehmen? Dir ist bekandt mein Schmertz und Pein, und mein geheimes Graͤmen: JEsus lebt, und ich bin todt; ach Vater! das ist meine Noth, und ich kan ihn fuͤr Suͤnden nicht finden. 2. Wer waͤltzet diesen Stein von mir, der mich so hart beschtoeret? Penn oͤfnet sich die Grabesthuͤr? Wenn wird mir Trost gewaͤhtet? brechen zu dem Himmels Licht? Wer wil mich von den Ketten kretten. 3. Betruͤbtes Hertz! verzage licht dein JEsus ist erstanden, der Cod und Hoͤllen⸗Macht zerbricht, und löst die Suͤnden⸗Banden. Er wird auch durch seinen Tod, dich eissen aus dem Sünden⸗Koth, und zu dem Geistes Leben erheben. Er ist darum erstanden heut, u du moͤgst auferstehen, durch seine Kraft, zur Seligkeit, und froͤ⸗ lch mit ihm gehen durch viel Duͤbsal, Angst und Quaal, und durch das finstre Todes ⸗Thal, zur Hien und Wonn erhoben dort oben. Dein JEsus laͤst dich nicht uruͤck, weiler ist vorgegangen, er uisd zerreissen Band und Strick, Soll ich aus dem Tode nicht durch⸗ Oster⸗Lieder, von der Auferstehung Christi. in welchen du gefangen, und dich aus dem Grabe ziehn, ohn alle Sor⸗ gen und Bemuͤh'n, und nehmen deine Schmertzen vom Hertzen. 6. Des HErren Engel sind bey dir, die dich zu JEsu leiten, und auf dem Weg zur Lebens⸗Thuͤr, mit Flammen fuͤr dich streiten. Suchst du den Geereutzigten? so geh hin mit den Heiligen, wo JE⸗ sus ist von Banden erstanden. 7. Er ist nicht in dem Suͤnden⸗ Grab; nein, wer mit ihm erstan⸗ den, und folget seinem Hirtenstab, bey dem ist er verhanden: darum prüf, o Mensch! dein Hertz, thu Buß in wahrer Reu und Schmertz, so ist der Stein gehoben von oben. S. Flieh aus dem Grab ins Him- mels⸗Zelt, da ist dein Heil zu' fin⸗ den, geh aus im Glauben aus der Welt, verlasse, was dahinden; so wird IEsus 7 in Eil dir zeigen, als das beste nach Verlangen, umfangen. 9. O JEsu! laß mich auferstehn im Geist, und mit dir leben, bis du mich selig wirst erhoͤhn, und mit die Krone geben, die mir ist nach dieser Zeit bereit t, im Reich der Herrlichkeit. HErr, hoͤr, und laß mein Flehen geschehen. Laurentius Laurentit. I Cor. 15, 4. Christus ist auferstan⸗ den am dritten Tage, nach det Schrift. 196. heil, und wirst ihn, ——— —————— eE———— 1IL Oster⸗Lieder, 196. In eigener Melodey. io beilig ist der Tag/ daß ihn niemand mit Lob erfüllen mag. Denn der einig GoOttes Sohn, der die Hoͤlle überwand, und den leidigen Teufel darinn band, der hat damit erloͤst die Chri⸗ stenheit, das that GOtt selber. Hyrieleis. Ps.118,Iy. Man singet mit Freud. 19½. M. Mem JEsu schoͤnstes. 0 uf, auf, mein Hertz mit Freu⸗ den! nim wahr, was heut ge⸗ schicht: Wie koͤmt, nach grossem Leiden, nun ein so grosses Licht? Mein Heiland war gelegt, da wo man uns hintraͤgt, wenn von uns unseꝛGeist gen Himmel ist enclet 2. Er war ins Grab⸗gesencket, der Feind trieb groß Geschrey; eh ers vermeint und dencker, ist Chri⸗ wieder frey, und ruft: Vietoria! schwingt froͤlich hie und da sein Faynlein, als ein Held, der Feld und Muth behalt. 3. Der Held steht auf dem Gra⸗ be/ und sieht sich munter ům; Der Feind liegt, und legt abe Gift, Gall und Ungestum: Er wirft zu Chri⸗ sti Fuß sein Hoͤllen⸗Reich und muß selbst in des Siegers Band erge⸗ ben Fuß und Hand. ů 4. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freuden⸗Spiel; nun soll mir nichts mehr grauen vor allem, was mir wil entnehmen meinen Muth, zusamt dem edlen Gut, so mir durch JEsum Christ, aus Lieb erworben istt. 5. Die Hoͤll und ihre Rotten, die kruͤmmen mir kein Haar; der Suͤnden kan ich spotten, bleib all⸗ zeit ohn Gefahr: Der Tod mit seiner Macht wird schlecht bey mir geacht't, er bleibt ein todtes Bild, And waͤr er noch so wild. ů 6. Die Welt ist mir ein Lachen, mit ihrem grossen Zorn, sie zuͤrnt, und kan nichts machen, all Arbeit ist verlohrn, die Truͤbsal truͤbt mir nicht mein Hertz und Angesicht, . das Ungluͤck ist mein Gluͤck, din Nacht mein Sonnen⸗Blick. 7. Ich hang, und bleib auch han gen an Christo, als ein Glied; Vo mein Haupt durch ist gangen, de nimt es mich auch mit: Er reisset Suͤnd und Noth, er reisset dur die Hoͤll, ich bin stets sein Gesell. 8. Er dringt zum Saal der Eh⸗ ren, ich folg ihm immer nach, und darf mich gar nicht kehren an ein tzig Ungemach; es tobe, was da an; mein Heiland ist mein Schilh, der alles Toben stillt. 9. Er bringt mich an die Pfon ten, die in den Himmel fuͤhrt, dzn an mit guͤlduen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhoͤhnt, wird hier auch mit ge⸗ kroͤnt; Wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhoͤht. ö Roͤm. 1,14. Und kraͤftiglich erwins. 198. M. JEsus meinezuversicht Af mein Hertz! des HErnen Lag hat die Nacht der Furcht vertrieben, Christus, der begraben lag, ist im Tode nicht geblieben. JEsus hat die Welt erloͤst. 2. Nunmehr ist er Gottes Sohn, und hat dieses klar erwiesen. Allen Feinden auch zum Hohn sen er dafuͤr hoch gepriesen. Denn es kommet in der That, was sein Mund geredet hat. 3. Unsre Schulden sind wol groß; Aber doch ist Gott ver⸗ gnuͤget; denn mein Buͤrge kom⸗ met los, der für mich im Grabe lieget. Aller Zorn ist abgelehnt, und der Mensch mit GOtt versoͤhut 4. Sterben war der Suͤnden Sold; Nun ist Christus unser Lei ben, der fuͤr mich nicht Geld und Gold, sondern sich hat selbst ch, ben; und sein Auferstehen macht, durch den Tod, durch Welt, durch ruft,d kan, mein Haupt nimt sich mein 5 Nunmehr bin ich recht getroͤsti k YWsum werd Darum liegt! die Meinen au man alle Wet noch, daß Je 6. Ja, wen rust, daß ich w gurcht ich mi ich wil doch! Denn mein S GHrab und Hit 7. Dieser Er wir alle Brut Hertz an mei nicht von mir hat es keine N nicht mehr toꝛ 8. Tod, wo oͤlle/ wo sind GOtt, der steiner der kat unser Fleisch u hertweset seyn. 9. HErr, Ruhm, und r hergebens. 2 Iebene. ebens. Danck bereit, 199. In bek. Ouerall, ter alle d ehn, Christu ihn. Kyriele 2. Waͤr er war die Welt krerstanden ist en JEsum C 3.Halleluzt lhal des soll UGtistus wil Hrieleis. M. Ges. 2, 2 200. In bek hrist lag i Vunsre S daß ich jetzt kein Sterben acht. Ilu dieder erstan 5. Sterbe, wer da sterben kan, acht das Le von der Auferstehung JEsu Christt. 113 Glück, di JEsum werd ich doch behalten. lick. Darum liegt mir wenig dran, ob b auch ham die Meinen auch erkalten. Wenn lied; Vy man alle Welt begraͤbt, weiß ich gangen, da noch, daß IEsus lebt. ö Er reisset 6. Ja, wenn GOtt mich selber elt, durch ruft, daß ich werde sollen sterben: eisurdunh guͤrcht ich mich fuͤr keiner Grust, n Gesell. ich wil doch den Himmel erben. aal der Eh/ Denn mein Simson hat bey Nacht r nach, uu Grab und Himmel aufgemacht. ren an ein. Dieser Erstgebohrne lebt, den be, was du wir alle Bruder nennen; Dessen t sich mein Hertz an meinem klebt, der sich in Schilh, nicht von mir wil trennen. Darum hat es keine Noth, weil nun JEsus 8 füͤhrt, dor⸗ er begraben des Lebens. Dir auch sey viel t geblieben. Danck bereit, itzund und in Ewig⸗ cht getroͤstlket. Paul Gerhard. loͤst. 53 In der Ihr 11 5—— er GOttes 199. In bekandter Melodey. lar amahh, hrist ist erstanden, von der Mar⸗ m Hohn sey Vter alle, des solln wir alle froh u. Denn es nn Ahrieleis wil unser Trost t, was sein sthn. Kyrieleis. 6 War er nicht erstanden, so 1 sind wol waͤr die Welt vergangen, seit daß Gott ver/ ererstanden ist, lon wir den HEr⸗ zuͤrge kom⸗ zn JEsum Christ. Kyrieleis. im Grabe 3.Halleluja, Halleluja, Halle⸗ abgelehnt, Aaja! des solln wir alle froh seyn, tt bersoͤhnt htistus wil unser Trost seyn, e Sunden Hhrieleis. D. M. Quther. 18 Unser Les M. Ges. 2, 24. Den hat Gott. t Geld und 109. In bekandtet Mielodey. selbst gege hrist lag in Todes Banden/ fuͤr E hen wach, unsre Sünd gegeben, der ist en acht. nieder erstanden, und hat uns froͤlich seyn, GOtt loben, und ihm danckbar seyn, und singen Hallet luja, Halleluja. 2. Den Tod niemand bezwint gen kunt, bey allen Menschen Kint dern: Das machet alles unsre Suͤnd, kein Unschuld war zu fin den; Davon kam der Tod so bald/ und nahm uͤber uns Gewalt, hielt uns in seinmReich gefangen. Hall. 3. JEsus Christus, wahr GOt⸗ tes Sohn, an unser statt ist kom men, und hat die Suͤnde abget than, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt, da bleibet nichts denn Tods Ge⸗ stalt, den Stachel hat er verlohren. Halleluia. I„ 4. Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen, das Leben das behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen, die Schrift hat verkuͤndigt das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden. Hallel. 5. Hie ist das rechte Oster⸗Lam, davon GOtt hat geboten, das ist wohl an des Creutzes/ Stam in heist ser Lieb gebraten, des Blut zeich⸗ net unsre Thur, das halt der Glaub dem Tode fuͤr, der Wuͤrger kan uns nicht ruͤhren. Halleluja. 6. So feyren wir das hohe Fest, mit Hertzens Eurer und Wonne, das uns der HBErr erscheinen laͤst, er ist selber die Sonne, der durch seinen Gnaden⸗Glantz erleuchtet unsre Hertzen gantz, der Suͤnden Nacht ist vergangen. Halleluja. . Wir essen und wir leben wohl im rechten Oster⸗Floden, der alte Sauerteig nicht soll seyn bey dem Wort der Gnaden; Christus wil die Koͤste seyn, und speisen unsre Seel allein, der Glaub wil keins andern leben. Hall. D.M. Luther. Ebr. 11, 28. Durch den Glauben. 201. M. Erschienen ist der herrl. ierben kan, acht das Leben, deß wir sollen JEsum Cule dem Oster⸗Laͤmmelein, welchs hat erloͤst sein Schaͤfe⸗ H lein/ 114 Oster Lieder, lein, singt heut die liebe Christen⸗ eit Lob, Ehr sey GOtt in Ewig⸗ eit. Halleluja. 2. Das Lam GOttes mit sein't Unschuld hat uns erworben GOt⸗ tes Huld, den Sünder zuenaden bracht, und zu ein m Himmels⸗ Erbn gemacht. Halleluja. 3. Tod und Leben traten im Kampf, ein starcker Loͤw, ein schwa⸗ ches Lam: Der Tod mehnt, er haͤtt schon gesiegt, weil Christ der HErr im Grabe liegt. Halleluja. 4. Aber es waͤhrte nicht drey Tag, Christus siegt, der Tod un⸗ ten lag/ verlohr all seine Kraft und Macht, Christus erstund aus eig⸗ ner Kraft. Halleluja. 5. Maria sag uns ohne Scheu, wer dir am Weg begegnet sey? Es war mein Heiland JEsus Christ, wahrhaftig er erstanden ist. Hall. 6. Zween Eugel sassu in seinem Grab, desgleichn ich auch gesehen ab sein Gchweiß⸗Duchlein und Leitz gewand, drinn Joseph ihn ver⸗ hullet hat. Halleluja. 7. Aber Christus mein hoͤchster Trost wahrhaftig ist vom Tod er⸗ loͤst. Das Grab ist leer, sein Leib ist hin, am Wege selbst er mir er⸗ schien. Hallelua. S. Er sprach: Maria,geh schnell hin zu meinen Bruͤdern, und sag ihn n sie soll'n in Gglilaͤam gehn, da soll'n sie mich wahrhaftig sehn. Hallelnia. ö 9. Mariengeugniß das ist wahr, GOtt geb, was log der Juͤden⸗ Schagr/wir wissen gewiß, daß JE⸗ suis Chtrist vom Tode auferstanden ist. Hallelnig. 10. JIesu, du wahres Oster⸗ Lamm, hilf uns siegen im Todes⸗ Rampf, steh uhs hey in der letzten Noth/ und schuͤtz uns fuͤr dem ew⸗ gen Cob. Halleluia. N. Serm. Hos. 13, H4. Ich twil sie erloͤsen aus. 20½2. Mel. Nun freut euch lieden. D. Höllen Pforten sind zer⸗ stoͤhrt, der Tod ist nun ver⸗ schlungen, des Satans Reich iß gautz verheert, Lob sey dir Gott! Oberban⸗ der Sünden⸗Macht is abgethan, durch Christum ist die Himmels⸗Bahn uns wieder guß geschlossen. ö 2. Was uns des alten Adams Schuld im Paradies verlohren, das und nochmehr hat Chrift Huld uns wiederum erkohren. Der starcke Held aus Davids Stam hl seines Vaters Zornes Flam ge d loͤscht mit seinem Blute. 3. Heut ist er aus dem Grab hery für mit Otl Macht gebrochen, und stecket auf des Heils Panien, wie er es hat versprochen, er bringt nach wohlgefuͤhrtem Streit uns wieder Frieh und Freudigkeit, u, alle Himmels ⸗Schaͤtze. 4. Drum lasset uns in Froͤlich keit Hertz und Gemuͤth erheben, weil uns ist diese Gnaden⸗Zeit vom Himmel wieder geben: Wit haben Christi Reich und Macht, er ist hinweg, der Tag und Nacht vor Ott uns hat verklaget. . Der alle Welt aubdrt in Noth, liegt in dem Staub der En den; der vormals starcke Seelem Tod hat muͤssen Kraftlos werden, des Lammes Bllit hat ihn bekriegt, sein wahres Zeutzniß obgesiegt, und uns zum Heil erhalten. 6. Wir werden auch nach dieser Zeit, wie Christus, 4——— en, und mit ihm in die Herrlichkeit und Himmels⸗Freud eingehen; denn wo das Haupt gebliehen ist, da můͤssen auch, wie Panlus liest, die andern Glieder wohnen. 1 M. Mich. Schirmer. Col. 2, 15. Er hat ausgezogen die. 203. M. Veus triumphiretSOt. Erschienen ist der herrlich Tag/ dran sich niemand gnug freu⸗ en mag,/ Christ, miser HErr, heut triumphiert, all seine Feind gei fangen fuͤhrt. Halleluia. 2. Die alte Schlang, die La l ——ß— und Tod, d Angst und 5 IEsus Chr. erstanden is 3. Am S cerey, kame drey/ daß sie der von den Halleluja. amN im Leib ihr Brechen w 7. Unse Held, Chr wen faͤllt, hintraͤgt/ d walt erleg . Jone Tag, so le auch lag; TDod kein' behalten! 9.Sein sahren lal gwann ih seine Ma⸗ wiederbra I0. Heu Land, aut Band, da lein essen Wein. H II. Ai Brodt, d· hebot. uns seyn, ben rein. IA. Di uͤber gehr — Reich ů 16 Reichf din GOll u. Macht iu. istum ist dir wieder auß lten Adamz verlohren, hat Christ rkohren. Der bsStam hat Flam ge⸗ te. mGrab her gebrochen, eils Panier, 5 en, er bringt Streit uns udigkeit, · in Froͤlich ith erhebeh, Hnaden⸗Zeit geben: Wir und Macht, gund Nacht laget. audder in taub der Ern scke Seelen⸗ tlos werden, ihn bekriegt, 5 obgesiegt, alten. h nach dieset auserstehen, Herrlichkeit d eingehen; zeblieben ist, Panlus liest, zhnen. Schirmer. gezogen die. phiret SOt. errlich Tag/ id gnug freu⸗ HErr, heut ne Feind ge⸗ ia. 9/ die Suͤnd unid von der Auserstehung JEsu Christi. 115 und Tod, die Hoͤll, all Jammer, ngst und Noth/ hat uͤberwunden ICsus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja. 3. Am Sabbath fruͤh mit Spe⸗ cerey, kamen zum Grab Marien drey, daß sie salbten Marien Sohn, der von dem Tod erstanden schon. Halleluja. 4. Wen sucht ihr da? Der En⸗ gel sprach, Christ ist erstanden, der hie lagz hier seht ihr die Schweiß⸗ Tuͤchelein: Geht hin, 7 bald den Jüngern sein. Halleluja. . Der Juͤnger Furcht und Her⸗ eleid wird heut verkehvt in lauter grend; so bald sie nur den HEr⸗ ren sah'n, verschwand ihr Trauren, Furcht und Zag'n. Halleluja. 6. Der HErr hielt ein steund⸗ lich Gespraͤch mit zween Juͤngern auf dem Weg, fuͤr Freud das Hertz im Leib ihn'n brannt, am Brodt⸗ Brechen ward er erkannt. Hallel. 7. Unser. der theure Held, Christus, den starcken Loͤ⸗ wen faͤllt, der Hoͤllen Pforten er hintraͤgt, dem Teufel all sein' Ge⸗ walt erlegt. Halleluja. g. Jonas im Wallsisch war drey Tag, so lang Christus im Grab auch lag; Denn laͤnger ihn der Tod kein Stund in seinem Rach'n behalten kunt. Hallelujg. 9. Sein'n Raub der Tod must sahren lahn, das Leben siegt, und wann ihm an, zerstoͤrt ist nun all seine Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja. 10. Heut gehn wit aus Egypten⸗ Land, aus Phargonis Dienst und Band, das rechte Oster⸗Laͤmme⸗ lein essen wir heut im Brodt und Wein. ducch eser r die fs II. Auch essen wir die suͤssen Brodt, die Moses GOttes Volck gebot. Kein Sauerteig soll bey uns seyn, daß wir von Sůnden le⸗ ben rein. Halleluja. ö I4. Der schlagend Engel fuͤr⸗ uͤber geht, kein Erstgeburt er bey uns schlaͤgt, unser Thuͤr⸗Schwell hat Christi Blut bestrichen, das haͤlt uus in Hut. Halleluja. 13. Die Sonn, die Erd, all Cre⸗ atur, und was betruͤbet war zuvor, da der Welt⸗Fuͤrst darnieber lag, das freut sich heut an diesem Tag. Halleluja.*. 14. Drum wir auch billig froͤlich seyn, singen das Halleluwa fein⸗ und loben dich, HErr JEsuchrist: Zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja. Nic. Sermann. Mos. 48,28. Ich habe genug,daß 204. In eigener Melodey. Ich habe gnug! mein JEsus le⸗ bet noch, der mich vergnuͤgen kan, er hat den Zorn des Vaters ausgesoͤhnt, und fuͤr mich gnug gethan: Kan er im Tode nicht verderben, so werd ich auch nicht ewig sterben, ich habe gnug.: 2. Ich habe gnug! mein JE⸗ sus ist mein Haupt, ich bin sein theures Glied, das neigte sich mit grossem Angst⸗Geschrey, als er am Creutz unn Nun hat ers wieder aufgerichtet, und meinen Tod zugleich vernichtet. Ich ha⸗ be gnug. . Ich habe gnug! mein JEsus ist mein HErr, und theurer Le⸗ bens⸗Fuͤrst, der hat ein Hertz, das nach der Menschen Heil undWohl⸗ ergehen duͤrst. Wo sich der HErr hat hinbegeben, da soll der Diener gleichfals leben. Ich habe gnug. 4. Ich habe gnug! mein IEsus ist mein Glantz und heller Son⸗: nenschein. Diß Freuden⸗Licht laͤst keinen ohne Trost, und unver⸗ gnüͤget seyn: Denn von derselben Oster Sonne koͤmt Leben, Selig⸗ . Ich habe gnug! nur zeu mich/ HErr, nach dir, damit i aufersteh, weil du aufstehst, un endlich wöhl vergnügt zu deiner Frend eingehst. Zeuch mich aus H a 8* dieser kelt und Wonne. Ich habe gnug. 116 Oster⸗Lieder, dieser Leibes⸗Hole, so ruffet die er⸗ freute Seele: Ich habe gnug l 1 Cor. 5, 7. Fegt den alten Sauert. 2059. M. Erschienen ist der herrl. Tegt aus, fegt aus, fegt fleißi V aus, der alte Sauerteig mu raus, ihr muͤßt seyn heilig, from und rein, ein neuer Teig můßt ihr nun seyn, Halleluja. 3. Wit haben auch ein Oster⸗ Lamm, das fuͤr uns hing ans Creu⸗ ges-Stam, das Sünden⸗Opfer, JEsus Christ, der heut vom Tod erstanden ist, Halleluja. 3. Drunm last uns unsre Ostern heut recht feyren in Gerechtigkeit, ber Sauerteig findt keine statt, wo man recht Oster⸗Freude hat, Hall. ———„ barn Mehduh un Dgriede Grah, arinn ich Ruh und Frieden hab, ein'n Grif,& Halleluja, Halleluia. emne n 3. In kurtzem wach ich froͤlih wil halten, w. auf, mein Oster⸗Tag ist schon in 14. Und d Lauf, Hall. Hall. Ich wach auf, den sey, das durch des HErren Stim, veracht frey. Hall. H den Zod mit seinem Grim. Halg hezeugt es k luja, Halleluja. machis offer 6. Am Creutz laͤst Christus I. 15. Lebt 6 fentlich, vor allem Volcke toͤdten hetrübt? Je sich. Hallel. Hallel. Da er durchs hertzlich lieb Todes⸗Kercker bricht, laͤst ers die mir gleich all Menschen sehen hut uicht vyndn daß ich Chr 7. Sein Reich ist nicht von din Halleluja, ser Welt, ein groß Gepraͤng ihn 16. Er na nicht gefaͤllt, Hallel. Hallel. Was stet mich, ster schlecht und niedrig geht herein, sich, Hall. so tief, mein 4. Weg Bosheit, Schalckheit, Buͤberey, der Suͤßteig kan nicht stehn dabey, der Glaub bringt wahre Lauterkeit, das ist das rech⸗ te Oster⸗Kleid. Halleluja. 5. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, samt Heilgen Geist, in ei⸗ nem Thron, der Heiligen Dreyei⸗ nigkeit sey Ehr und Preis in Ewig⸗ keit. Halleluja. D. J. Oleartus. 2 Tim. 1, 10. H.— hat dem. 206. M. Lebt Christus, was bin Fan Morgens, da die Sonn aufgeht, mein Heiland, Chri⸗ ö stus,aufersteht, Hallelua, Hallelu⸗ ö ja. Vertrieben ist der Suͤnden⸗ Nacht, Licht, Heil und Leben wie⸗ derbracht. Halleluja, Halleluja. 2. Wann ich des Nachts oft lieg in Noth verschlossen, gleich als waͤr ich todt, Hall. Hall. Laͤst du mir fruͤh die Gnaden⸗Sonn aufgehn, nach Trauren, Freud und Wonn. Halleluja, Halleluja. 3. Nicht mehr, als nur drey Tage lang, bat mein Heiland den Todes Zwang, Hall. Hall. Den dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegs⸗Fahn sehwingt. Hall. Halleluja. 4. Jetzt ist der Tag/ da mich die Welt am Creutz mit Schmach ge⸗ fangen haͤlt, Hall. Hall. Drauf soll ihm das Allerliebste seyn. Hal⸗ leluja, Halleluja. 8. Hier ist noch nicht recht kund gemacht, was er aus seinem Grab gebracht, Hall. Hall. Der grosse Schatz, die reiche Beut, drauffich ein Christ so hertzlich freut. Hab leluja, Halleluja. 9. Der Jungste Tag wirds zei gen an, was er fuͤr Thaten hat gi than, Hallel. Hallel. Wie er der Schlaͤugen Kopf zerknickt, die Hoͤll zerstoͤrt, den Tod zerdruͤckt. Halle luja, Halleluia. 10. Da werd ich Christi Hert⸗ lichkeit anschauen ewig voller Freud. Hall.Hall. Ich werde sehn, wie alle Feind zur Hoͤllen⸗Peen ge⸗ stůrtzet seynd. Hall. Halleluja. 11. Der HErr den Tod zu Bo⸗ den schlaͤgt, da er selbst todt, und sich nicht regt. Hall. Hall. Gebt aus dem Grab in eigner Kraft, Tod Teufel, Hoͤll an ihm nichts schaft. Halleluja, Halleluja. ů 12. O Wunder groß! o starcker Held! wo ist ein Feind, den er nicht faͤllt? Hall. Hall. KeinAngst⸗ Gtein liegt so schwer auf mir, er waͤltzt ihn von des Hertzens⸗Thuͤr. Halleluja, Hallelma. I3. Kein Creutz und Truͤbsal 0 0 ö 0 da muß ich sein's Leibes 17. Durch Kraft, kom i schaft, Hall. ich mit 30t schat ist ga 18. Mein zen sich, GO hen mich, He die mir ist be ind Trauri 19. Fuͤr d Held, HEr e Welt. Ha wir mit gre deinen Ruh ja, Halleluj Offenb. ,. 200. M. Ce sanden sch ja, Mit 9e Ewigkeit, Macht ze grosser Kra pflegt zu t der seinen — dem Grah, rieden hab. ich froͤlch st schon in wach auf, im, veracht Christus öf olcke toͤdten a er durchz last ers die all. Hall. die⸗ Hal⸗ Der grosse t, drauf sich freut. Halb g wirds sei aten hat ga⸗ Wie er der ickt, die Hoͤl uͤckt. Halle⸗ hristi Hent wig voller werde sehn/ len⸗Pein ge⸗ alleluja. Tod zu Bo⸗ st todt, und Hall. Gebt rKraft, Tod ichts schast. o starcker nd, den er KeinAngst. auf mir/ er zens⸗CThuͤr. Truͤbsalit ö so von der Auferstehung JEsu Christi. 117 so tief, mein Heiland chut darein einn Grif, Hall. Hall. Fuͤhrt mich heraus mit seiner Hand, wer mich wil halten, wird zu schand. Hall.:/: 14. Und daß der HErr erstan⸗ den sey, das ist von allem Zweifel frey. Hall. Hall. Der Engel selbst bezeugt es klar, das leere Grab machts offenbar. Hall. Hall. 1J. Lebt Christus, was bin ich hetruͤbt? Ich weiß, daß er mich hertzlich liebt, Hall. Hall. Wann mir gleich alle Welt stuͤrb ar gab⸗ daß ich Christum bey mir hab. Halleluja, Hallelujg. 16. Er naͤhrt, er schuͤtzt, er troͤ⸗ stet mich, sterb ich, so nimt er mich u sich, Hall. Hall. Wo er sitzt lebt, — da muß ich hin, weil ich ein Glied sein's Leibes bin. Hall. Hall. 17. Durch seine Auferstehungs⸗ Kraft, kom ich zur Engel⸗Bruͤder⸗ schaft, Hall. Hall. Durch ihn bin ich mit ZOtt versoͤhnt, die Feind⸗ schaft ist gantz abgelehnt. Hall. 18. Mein Hertz darf nicht entse⸗ zen sich, GOtt und die Engel lie⸗ hen mich, Hall. Hall. DieFreude, die mir ist bereit, vertreibetFurcht und Traurigkeit. Hall. Hall. 19. Fuͤr diesen Trost, o grosser Held, HErr JEsu! danckt dir al⸗ le Welt. Hall. Hall. Dort wollen wir mit groͤsserm Fleiß, erheben deinen Ruhm und Preis. Hallelu⸗ 3u, Halleluja. J. Hermann. Offenb. ,v. Weine nicht: Siehe. 207. M. CLebt Christus, was bin eut triumphiret GOttes Sohn, der von dem Tod er⸗ standen schon, Halleluja, Hallelu⸗ u, Mit grosser Macht und Herr⸗ lichkeit, des danck'n wir ihm in Ewigkeit, Halleluja, Halleluja. 3. Dem Deufel hat er seine Macht zerstoͤhrt, verheert mit grosser Kraft, Hall. Hall. Wie plegt zu thun ein starcker Held, der seinen Feind gewaltig faͤllt. Halleluja, Halleluia. 3. O suͤsser HErre JEsu Christ, der du der Suͤnder Heiland bist, Hall. Hall. Fuͤhr uns, durch dein' Barmhertzigkeit, mit Freuden in dein' Herrlichkeit. Hall. Hall. 4. Hie ist doch nichto,denn Angst und Noth, er glaͤubet, und haͤlt dein Gebot, Hall. Hall. Der Welt ist er ein Hohn und Spott, muß leiden oft ein'n schnoͤden Tod. Halleluja, Halleluja. g. Nun kan uns kein Feind scha⸗ den mehr, ob er 950 murrt, ists ohn Gefaͤhr, Hall. Hall. Er liegt im Koth der arge Feind, dageg'n wir GOttes Kinder seynd. Hall. /: 6. Dafuͤr dancken wir alle gleich, und sehnen uns ins Himmelreich. Hall. Hall. Es ist am End, GOtt helf uns alln! so singen wir mit grossem Schall. Hall. Hall. 7. GOtt dem Vater im hoͤch⸗ sten Thron, samt seinem einge⸗ bohrnen Sohn, Hall. Hall. Dem Heilgen Geist in gleicher Weis' in Ewigleit sey Lob und Preis. Hall. Halleluja Barth. Gesius. 2 Tim. 2. 8. Halt im Gedaͤchtniß. 208. In bekandter Melodey. FEsus Christus, unser Heiland, V der den Tod uͤberwand, ist auferstanden, die Suͤnd hat er ge⸗ fangen. Kyrie Eleison. 2. Der ohne Suͤnde war geboh⸗ ren, trug fuͤr uns GOrtes Zorn, hat uns versoͤhnet, daß uns GOtt sein; Huld goͤnnet. Kyrie Eleison. 3. Tod, Sund, Deufel, Leben und Gnad, all's in Haͤnden er hat, er kan erretten, alle, die zu ihm tre⸗ ten. Kyrie Cleison. D. M. E. Ephes. 2,4.. GOtt, der da reich. 259. M. Gott deschimmels und Idder der du Thor und Riegel der Verdamniß aufgemacht, und im Grabe Stein und Siegel hast so viel, als nichts, geacht, ma⸗ che doch mein Hertze frey, daß es nicht verschlossen sey. 2. Hehe weg die schweren Stei⸗ ne, die kein Mensch nicht heden 5H 3 tan, πιπ⁰⁰ι⁰π 118 kan, daß mir nichts unmoͤglich scheine, was du hast fuͤr uns ge⸗ than: Bis' ich alles recht und wohl glaube, was ich glauben soll. 3. Thomas mag im Zweifel ste⸗ hen, und Clevyhas traurig seyn: Mir laß alle Furcht vergehen, reiß auch allen Zweifel ein: Und in ei⸗ ner jeden Noth bleihe du mein HeErr und GoOtt. 4. Tod und Teufel sind bezwun⸗ gen, theile nur den Sieg mit mir: Und, wie du bist durchgedrungen, also nim mich auch zu dir, daß ich aus des Satans Macht werde b gantz zu GOtt gebracht. 5. In mir selbst bin ich erstor⸗ ben, wecke mich, mein Heiland, auf, und der Geist, den du erworben, fuͤhre taͤglich meinen Lauf, daß ich auf der guten Bahn fang ein neues Leben an. ö 6. Kůnitig wird die Zeit erschei⸗ nen, da wir selber auserstehn, und zu dir mit Fleisch und Beinen wer⸗ den aus dem Grabe gehn. Ach! verleih, daß dieser Tag ewig mich erfreuen mag. 7. Bringe denn die armen Glie⸗ der, die itzt kranck und elend sind, aus dem Schooß der Erden wieder und verklare mich dein Kind, daß ich in des Vaters Reich werde dei⸗ nem Leibe gleich. 8. Zeige mir die Haͤnd und Fuͤs⸗ se/ welche Thomas hat gesehn, daß ich sie mit Demuth kuͤsse, weil es hier nicht ist geschehn, und her⸗ nach, von Suͤnden frey, ewig dein Gefehrte sey. 1Cor.v/8. Last uns Ostern halten. 210. M. Nun freur euch lieben. Thr Christen, seht daß ihr aus⸗ segt, was sich in euch vonSuͤn⸗ den und altem Sauerteig noch regt, nichts muß sich des mehr fin⸗ den, daß ihr ein neuer Teig möͤgt seyn, der ungesaͤuert sey und rein, ein Teig, der GOtt gesalle. 2. Habt boch darauf genane Acht, daß ihr euch wohl yrobiret, Oster Lieder, —.—9—.— wie ihrs vor GOtt in allem macht und euren Wandel fuͤhret. Ein wenig Sauerteig gar leicht den gantzen Leig fortan durchschleicht, daß er wird gantz durchsauert. 2. Also es mit den Suͤnden ist, wo eine herrschend bleibet, di bletht auch, was zu jeder Frist zum Boͤsen ferner treibet; Das Osten. Lamm im neuen Bund erfordert, daß des Hertzens Grund gantz rein in allem werde. 4. Wer Ostern halten wil, der muß dabey nicht unterlassen, die ittern Salsen wahrer Buß, er muß das Böse hassen, daß Ehri⸗ stus, unser Oster⸗Lamm, fuͤr uns geschlacht't am Creutzes⸗Stam, ihn durch sein Blut rein mache. . Drum last uns nicht im Sau⸗ erteig der Bosheit Ostern n auch nicht in Schalckheit, ob sih gleich uns hat sehr hart besessen; vielmehr last uns die Oster⸗Zeit im suͤssen Teig der Lauterkeit und Waynrr eit Christlich halten. 6. Err Esu, Oster⸗Lamm, verleih uns deine Oster⸗Gaben, daß wir den Frieden, und dabey ein reines Hertze haben! gib, daß in uns dein heiligs Wort der Suͤn⸗ den Sauerteig hinfort je mehr und mehr ausfege. L. Backmeister. Roͤm. 4,24. 25. Sv wir glaͤuben an 2II. Ni. Sollt ich meinenSOtt. Lassetanaden HErren preisen, o thr Christen uͤberall! kommet, daß wir Danck erweisen unserm Gott mit suͤssem Schall, er ist frey von Todes⸗Banden, Simson, der vom Himmel kam, und der Loͤd aus Jnda Stam, Christus JEsus, ist erstanden, nun ist hin der lange Streit; Freue dich, o Christenheit. ö 2. Christus selbst hat uͤberwun⸗ den des ergrimten Todes Macht; der in Tuͤchern lag gebunden, hat die Schlange umgebracht. Sa⸗ tans Reich ist gantz voeheeret, Nn Ehrn Christus hate getilget, und Schloß zerstoͤ srey Geleit: S enheit. 3. Warestd Warest du in du bliebest un nur die Erd et Erden komme die Macht au der bracht, u enommen, skeit Freue 4. Tod/ wo en? Holle, x Satan kunte seine Pfeile w sus ist sein Hoͤllen Seu uUnd Suͤnde Menschen sir feinen tapfer 5. GOtt t wann wi lustt uns ne bend wieder muß ich de mein Hertz der HErr nie wesung in Hoͤllen Eins⸗ 6. Er ist a und mit Eh ist, der sein Lang ausrer der Eckstein ist von dir ö vor Augen Sünder Or den Streit. 9. Hast d Wege einge und erlitten test krancker o hast du d klaͤttes Ang nimmer ni ttwig loben! dem Streit 8. HEr + stern heit, ob sis t besessen; Oster⸗Zeit terkeit und lten. er⸗ Lamm, Gaben, daß dabey ein gib, daß in tder Suͤn⸗ emehr und ickmeister. glaͤuben an nenSott. preisen, o kommet, en unserm hall, er ist „ Simson, und der „Christus iun ist hin ue dich/ o uͤberwun⸗ es Macht; Anden, hat cht. Sa⸗ vocheeret, Chri⸗ von der Auferstehung JEsu Christi. 4 getilget, und dazu Belial sein ö haket. Srer schenckest uns die Se⸗ igkeit. Freue dich, o Christenheit. Satan kunte gar nichts schaffen, seine Pfeile würden stuͤmpf: Chri⸗ stus ist sein Gift gewesen, ja der Hoͤllen Seuch und Pest; Welt und Suͤnde liegen vest, und wir ö Menschen sind genesen, nur durch seinen tapfern Streit: Freue ꝛc. 5. GOtt der heilet unsre Pla⸗ gen/ wann wir nirgend Huͤlfe sehn, 001 uns nach dreyen Tagen le⸗ bend wieder auferstehn, darum muß ich danckbar werden, und mein Hertz ist Freuden,voll, weil der HErr nicht sehen soll die Ver⸗ wesung in der Erden, noch der Hoͤllen Einsamkeit. Freue dich ꝛe. 6. Er ist aus der Angst gerissen, und mit Ehren angethan: Wer ist, der sein Leben wissen, und die Vang ausreden kan? Christus ist ber Eckstein worden: GOtt, das ist von dir geschehn, wie wir itzt vor Augen sehn, wir sind aus der Suͤnder Orden hingerissen durch den Streit. Freue dich, ꝛe. 9. Hast du schon vom Bach am Wege eingenommen einen Trank, und erlitten tausend Schlaͤge, wa⸗ test krancker noch als kranck: Ey, s hast dut doch erhoben dein ver⸗ kläͤrtes Angesitht, stirbest nun und nimmer nicht; Ja, wir werden wig loben dich, HErr JEsu, nach dem Streit. Freue dich, ꝛe. 8. HErr, dis sind die edlen Fruͤchte, die dein; Auferstehung giebt, daß wir treten vor Gerichte, gantz in deine Gunst verliebt. Mer, dis sind die schoͤne Gahen, Gnad und Leben, Freud und Sieg, Trost und Friede nach dem Krieg; v die sollen kraͤstig laben Leib und Seel in allem Leid. Freue dich, ꝛc. 9. Weil nach diesem Fried ich důrste, wie nach Wasser, Tag und Nacht, den du, grosser Friedens⸗ Fuͤrste, durch den Kampf hast wie⸗ derbracht. Ey! so theil jetzt aus die Beute, wie der starcke Sinison that, als er uͤberwunden hat; Laß dich ruͤhmen alle Leute, daß geen⸗ digt sey der Streit. Freue dich, ꝛc. 10. Gib, HErr IcEEsu, deine Gnade, daß wir stets mit Reue sehn, wie so groß sey unser Schade, das wir dir gleich auferstehn: Brich herfuͤr in unsern Hertzen, uͤberwinde Suͤnde, Tod, Teufel, Weit und Hoͤllen⸗Noth, daͤmpf in uns die Angst und Schmertzen, samt der Seelen Traurigkeit. Freue dich, o Christenheit. 11. Meinen Leib wird man ver⸗ bald w. aber gleichwol ewig nicht; ald werd ich das Leben haben, wann das letzte Welt⸗Gericht alle Graͤber wird entdecken, und der Eugel Feld⸗Geschrey zeigen, was fuͤrhanden sey, dehn wird mich mein GOtt gufwecken, Und be⸗ schliessen all mein deld Freue ꝛc. . Dann so werden nieine Glie der, die itzt Staub niid Aschen seyn, unvertweslich lehen wwieher, und er⸗ laugen solchen Schein, bessen glei⸗ chen hie auf Erden nimmermehr iu finden ist; Ja mein Leih, HErr Esu Christ, soll dem deinen aͤhn⸗ lich werden, voller Pracht und Herrlichkeit. Freue dich, o Chri⸗ stenheit.„JDeh: Alst. 1Thess.414. Es wir glauben, daß 212. M. eut triumphirer Got Lern Christus, was bin ich be⸗ truͤbt? Ich weiß, daß er mich 9 4 hertz 119 Oster⸗Ateder, hertzlich liebt, Halleluja, Hallelu⸗ ja. Wenn mir gleich alle Welt tuͤrb ab, gnug, daß ich Christum hey mir hab, Halleluja, Halleluja. 2. Mein JEsus lebt, und schu⸗ tzet mich, darum, mein Hertz, freu allzeit dich, Hall. Hall. Ob sich er⸗ hebt der Boͤsen Rott, sey gutes Muths, nur ihrer spott. Hall. Hall.l 3. Lebt doch mein JEsus in der Hoͤh, trotz dem, der mir entgegen steh, Hall. Hall. Er kan dem Feind begegnen so, daß er der List wird nimmer froh, Hall. Hall. 4: Ich seh auch nicht, warum l ich sollt hetruͤben mich, wenn ich gleich wolt, Hall. Hall. Weil IE⸗ 9 lebt, an den ich glaud, wer ist, der mir dasdeben raubꝛ? Hall. Hall. 5. Er macht ja durch sein Auf⸗ erstehn, daß ich zum Himmel kan eingehn, Hall. Hall. Kein Sünd, kein Tod im Weg' mehr seyn, die Sttasse haͤlt er frey und rein. Hal⸗ leluja, Halleluja. 6. Mein Glaub an JEsum tilgt die Suͤnd, GOtt liebet mich racht als sein Kind, Hall. Hall. IstGOtt versoͤhnt, und nun mein Freund, laß toben Welt und alle Feind. Hall. Hall. 7. O Tod! fuͤr dir fuͤrcht ich mich nicht, dein Macht die Boͤsen nur anficht, Hall. Hall. Mein Le⸗ ben, JIEsus, dich bezwingt, und mich durch dich zum Himmel bringt. Hall. Hall. 8. Wenn ich Trost, Hülf und Gnad begehr mein JEsu, mir dasselb getähr, Hall. Hall. Ic glaͤub an dich, staͤrck meinen Geist, daß du vom Dod erstanden seyst. Hall. Ha 5 12 9. So werd ich nimmer seyn ver⸗ lohrn, so wahr, als du ein Mensch gehohrn, Hall. Hall, Wer an dich laͤubt, und zweifelt nicht, der ommet ja nicht ins Gericht. Hal⸗ leluja, Hallelnja. ů 10. Ich glänb an dich, mein JE⸗ su Christ, daß du fuͤr mich getoͤdtet bist, Hall. Hall. Und auferstanden mir zu gut, daß du mich haltef stets in Hut. Hall. Hallelujg. 11. Wie koͤnt ich denn verlohren seyn, es ist unmoͤglich, nein, ach nein! Hall. Hall. GOtt Lob! der starcke IEsus lebt: mit ihm leht, wer im Glauben schwebt. Halle⸗ uja, Halleluja. 9 12. Ich leb, und werd in Ewig keit mit JEsu leben, o der Freud. Hall. Hall. Des habe Danck, du Lebens⸗Hort, hab Danck, o JEsh hier und dort. Halleluja, Halle⸗ ma. Joh. Casp. Schade. Cor. v,//. Wir haben auch ein. 213. M. Auf, auf mein Sertz nit Men JEsu, schoͤnstes Leben, E du rechtes Oster⸗Lam, det du dich hast gegeben fuͤr mich anz Creutzes⸗Stam, aus heisser Her⸗ tzens⸗Lieb, aus freyem Geisten Trieb, zum Opfer und zur Gab: Mein mattes Hertze lab. 3. O Lamlein ohne Schuldens das laͤst erwuͤrgen sich, und gerne wil erdulden die Straf und Pein fuͤr mich: Du haͤugest an dem Holtz, zu buͤssen meinen Stoltz, du stirbest fuͤr die Welt, die doch von dir nichts haͤlt. 88 3. Hier haͤngt das Heil auf Er⸗ den, mein Schatz und Braͤutigam, hier wil zur Sunde werden ein reit v ——— kan es zwingen Teufel, Tod ur 6. Wie soll dis Laͤmlein w Blut last vergt gen sich? Mei muß die Salse Geist und Au. gach Trost rec . Ich wil di glaͤubig nehm seyn vergessen Vein. Mein Mund zu jedet dancken deine en neu. 8 Herben muß werden so sich finden segt; In suͤss gun seyn ber guf Erd, so la 9. Geguͤrte Guten, und g HErrn zu gel hen sucht: 2 mein Stab/ d zu dir hinau ist mein The 10. Wie s dis Oster⸗La die Bloͤsse de heil und rei cchoͤn und za nes GOttes Lam, das Leben selber stirbt, Gnad, Segen, Fried er⸗ wirbt uns Menschen insgemein, ach last uns danckbar seyn 4. Das Laͤmlein laͤst sich braten cham hohen Creutzes⸗Stam, zu hel⸗ fen und zu rathen uns von der Hoͤl len⸗Flam, sein schones rothes Blut loͤscht aus die heisse Glut, und dam. pfet GOttes Grim Fuͤrbitt Stimm. ö 5. Doch bleibt nicht immer lie⸗ dem geleget ab die Schwachheit, „durch seine gen das Laͤmlein in dem Grab: Es steht auf und wil stegen, nach nimt es an einnreden Mt, im Mu dein Hertzen . Wein hen, und seyr aber JEsum gettost: Ni NEsu, san milder ein, und Wein. 12. Wer den, wen an kan in dir, I mer⸗volles schwach und siarck und sc gedröckt, wi I3. Drun von der Auferstehung JEsu Christi. 121 ——— In uferstandeg kenes zwingen als ein Held, Sünd, nich haltes Teufel, lleluja. Tod und Welt. . Wie soll ich doch geniessen, Roerlohren dis Leämlein wuͤrdiglich, das ein „ nein, ach Blut last vergiessen, ja gar erwin rd in Ewin Ich wil dich, der Freud Danck, du ick, o JE Uja, Halle v. Schade, n auch en. 1Hertz mit stes Leben, Lam, der ir mich ans eisser Her⸗ m Geistes⸗ zur Gab: ab. Schulden uUnd gerhe fund Pein ost an dem Stoltz, du die doch von deil auf Er⸗ draͤutigam, eden ein ei Leben selber Art, „Fried er⸗ insgemein, Ia, sich braten tam, zu hel⸗ on der Hoͤlt rothes Blut it, und dam⸗ durch seine immer lie⸗ dem Grab: stegen, nach chwachheit, Muth/ da tt Lob! dir gen sich? ihm leht, muß bt. Hallen Gei Mein He tz erst kosten die Salsen bittrer Buß, daß Geist rost uocht 0 und sich rost recht sehnt. 973 JEsu/ essen, und glaͤudig nehmen ein, darbey nicht syn vergessen der ausgestandnen ein. Mein Hertze, Hand und Mund zu jeder Zeit und Stund soll hancken deiner Treu, die alle Mor⸗ uneu. 20 Der Sauerteig der Sünden muß werden ausgefegt, die Luͤste, so sich finden bey mir, seyn abge⸗ egt; In fuͤsser Lauterkeit wil sch gun sehn bereit, zu wandeln hie guf Erd, so lang ich leben werd. 9. Geguͤrtet wil ich stehen zum Guͤten, und geschuht, den Weg des Herrn zu gehen, da man was dro⸗ hen sucht: Dein Creutz soll seyn hein Stab, der Erden sag ich ab, iu dir hinauf ich eil, im Himmel it mein Theil. 10. Wie suͤß, o süsse schmecket dis Oster Laͤmmeleini sein Kleid die Blöͤsse decket, sein Blut macht heil und rein: Sein Fleisch so schoͤn und zart, hat rechte Zucker⸗ tt, im Mund gibts süͤssen Saft, demm Hertzen Staͤrck und Kraft. II. Wein, Honig, Manna la⸗ hen, und seynd die beste Kost; die aber JEsum haben, betheuren gar gettost: Michts suͤssers ist als du, IEsu, sanfte Ruh! nichts gehet mulder ein, als dis Brodt, Fleisch und Wein.—— ö 12. Wer steht in schweren Lei⸗ hen, wen angst der Seelenschmertz, fan in dir, JEsu, weiden sein Jani⸗ wer⸗volles Hertz. Wer in sich schwach und matt, wird durch dich starck und satt; Wer geht gebückt, gdröckt, wird in dir wohl erquickt. 13. Drum Laͤmlein Nsu/ speise mit deinem Fleisch und Blut, uns auf der Himmels⸗Reise, und bring uns zu der Hut, wo keinen nicht mehr duͤrst/da du selbst leiten wirst dein Schaͤflein zu der Quell, die selig klar und hell. ö 14. Da GOtt, die Lebens⸗Son⸗ ne, in, durch und an uns scheint, wo MEsus Freud und Wonne dem einschenckt, der geweint, wo jauchtzt, wer hier geaͤchtzt, wo huͤpft, wer yier gelechtzt, der Scha⸗ den wird ersetzt, was war verletzt, ergoͤtzt. I5. Da wollen wir dem Lamme mitten im Vaters Thron, dem Held aus Juda Stamme, dem rechten Davids Sohn, Preis, Eh⸗ re, Lob und Ruhm, Macht, Weis⸗ heit und Reichthum, zusamt Victoria bringen, Halleluja. Joh. Casp. Schade. Col. a, 12. Ihr seyd mit ihm begr. 214. Mel. JEsu, meine Freude. 9 un ist auserstanden, aus des Todes Banden GOtt und Menschen⸗Sohn; IEsus hat ge⸗ sieget, daß nun alles lieget unter seinem Thron. Alle Feind, so viel ihr seynd, hat er guf das Haupt ge⸗ schlagen, ja gar schan getragen. 3. Daß er wollen sterben, war uns zu erwerben Heil und Selig⸗ keit. Nach dem dis geschehen, duͤrfen wir nun sehen, daß vor kur⸗ tzer Zeit er zwar sich wahrhaftig⸗ lich, in den Tod um unser Leben, hab dahin gegeben. ö ö 3. Niemand wird nun finden, daß von unsern Suͤnden, noch was uͤbrig sey; Weil der wiederkom⸗ men, der sie uͤbernommen: Ja in⸗ dem er stey, so ist nun genug zu thun, weil die Zahlung recht be⸗ funden, keiner mehr verbunden. 48. Was wil uns nun schaden, weil wir zu Genaden sind einmal gebracht? Wil der Teufel draͤuen, duͤrfen wir nicht scheuen sein ver⸗ lohrne Macht. Hie ist der vor 57 wel 122 Oster⸗Lieder, welchen er augenblicklich muß er⸗ beben, und hinweg sich heben. . Hoͤlle, wilt du pochen? Der dich hat zerbrochen, stellt sich le⸗ bend dar. Weil du unn den, det und nicht moͤchtest fassen ben, der Buürge war, so hast du fort immer⸗ zu deines Rechtes dich begeben wi⸗ der unser Leben. 6. Laß den Grim erwecken, und die Haͤnd ausstrecken, wider uns den Tod; Denn sein Pfeil und Bogen finden sich betrogen: Es hat keine Noth. Ob er trift, ists hrum kein Gift, sondern muß mit seinen Pfeileu er vielmehr uns heilen. 23.— ö 7. Darum mir nicht grauet, waͤnn mein Geist anschauet, daß noch in das Grab meine müden Glieder werde legen nieder, weil ich dieses hab, daß mein Hort mir biesen Ort selbst mit seinem Leibe weyhe, daß ich ihn nicht scheue. 8. So find all wir Christen dir/ Und deinen Lüsten todt, o Eitel⸗ keit! wie wir uns nun haben las⸗ sen mit begraben, hier in dieser Seit, so wird er, der grosse HErr, uns hervor guch mit sich führen, und niit Kronen zieren. 9. Dann dis sicher stehet, weil das Haupt nun gehet aus dem Grab heraus, muͤssen guch die Glieder sonder Zweifel wieder aus dem Todten⸗Haus wann jetzund die liebe Stund, ihnen wieder giebt das Leben,] zu ihm sich begeben. I0. O der grossen Freude! wer wolt nun das Kleide dieser Sterb⸗ lichkeit nicht getrost ablegen? weil ja doch hingegen, nach so kurtzer Zeit, JEsus Christ bereitet ist, ihn zu kleiden mit der Sonne, in der Himmels⸗Wonne. ö D. Phil. Jac. Spener. Ebr. 13, 20. 21. Der GOtt des ꝛc. 215. M. WasStt thur, das ist O auferstandner Sieges⸗Fürst, du Leben aller Leben! heut bringst du Friede, da du wirst zur Freude uns gegeben: Vor bra die Noth uns in den Tod, jetzt du auferstanden, und frey von des⸗Banden. i 2. Die Last und unsre Suͤndeysteh Schuld ließ dich in Fesseln fallen ja gabest dich aus grosser Huld zun Creutze fuͤr uns allen; nun sih wir frey von Selaverey, darinneh wir gefangen, weil du hervor g gangen. ů 3. Nun bricht uns froͤlich wie der auf die rechte Guaden⸗Sonne die vor erstarb in ihremvauf, gieht Strahlen neuer Wonne; setzt il die Seel mit Freuden⸗Del von dit gesalbet worden, und steht im neu en Orden. ö 8 4. Die Kraft von deiner Mash staͤt bricht selbst durch Grab und Steine: Dein Sieg ists, der un mit erhoͤht zJum Gnaden vollen 0 weil du hervor eru Feind gert * + ud weichen ab 9. Laß uns ud koͤnnen m n. Die Ki Rze du durd Racht, fuͤhr 1 n, daß wir a 2— Es 1 ser, die unser mu aus dieser udir komme den Nacht ha die Welt mit an es zu hesetz I1I. Die N und Geld sch. Riegel, der 2 drůckt selbst Wer waͤltzet — Scheine. Des Todes Wuth der Hoͤllen Glut, hat alle Macht ver loͤhren, und wir sind neu gehohren. 5. O! daß wir diesen theuren Sieg lebendig moͤchten kennen, und Glmndenn bey diesem Krieg im Glauhen moͤchte brennen denn anders nicht kan dieses Licht uns in das Leben fuͤhren, wowir nicht Glauben spüren. ö 6. So brich denn selbst durch unser Hertz, o JEsu, Fuͤrst der Eh⸗ ren! und laß voͤrher die Glaubens Kertz sich in uns Schwachen meh⸗ ren, daß wir in dir die ofne Thur zur ew'gen Ruhe finden, und auf erstehn von Suͤnden. 7. Ach hilf! daß wir zur rechten Zeit zu dir, o JEsu! kommen, mit Specerey der Reu und Leid, die aus dem Grund genommen, daß wir in Eil zu deinem se⸗Salben kauffen. S. Vertreib den Schlaf der Si. In cherheit, daß wir bey fruͤhem Mor, Est gen zu suchen dich stets seyn bereit, O tenn du dich gleich 22— heft. los ge eil in wahrem Glauben lauffen, und Bust den schweren en wir in un 12. HErr lein, du kanst in wir einget zu dem Be Stein, und che deiner Kend nicht 13. Ersck Huͤt, wenn und laß un⸗ zum ersten koͤnnen wir, lechten Oste dir verneur 14. Ach! stehn auch und aus gehn, daß Len, das th Hand zum gehn wir ei n; nun sinh froͤlich wie den⸗Sonnez inLauf, gieht me; jetzt it Del von dit einer Mass Grab und ists, der ung aden ⸗vollen 5 Wuth der Macht ver⸗ sen theuren ten kennen, hiesem Krieg e brennen dieses Licht reu, wo wir . selbst durch urst der Eh⸗ W benmrg hen, daß wir an dir vest kleben. 1 eht im neu und Geld schiebt vor die staͤrcksten &gehohren. Oeon der Auferstehunn Iin Christe 122 und weichen ab vom Suͤndengrab, weil du hervor gebrochen, und un⸗ Feind gerochen. 9. Laß uns doch mit dir aufer⸗ stehn, wir liegen noch im Grabe, und koͤnnen noch das Licht nicht sehn. Die Kraft von deiner Ga⸗ he die du durch Macht uns üm hracht, fuͤhr uns heraus zum Le⸗ 10. Es liegen tausend Huͤter hler, die unser Hertz berennen, daß qpir aus dieser töunen der nicht u dir kommen koͤnnen, der Suͤn⸗ hen⸗Nacht haͤlt selbst die Wacht, die Welt mit ihren Schaͤtzen faͤht an es zu besetzen. ö II. Die Wollust, Sorge, Neid Riegel, der Pharisaͤer dieser Welt druͤckt selbst darauf das Siegel: Wer waltzet ab von diesem Grab den schweren Stein der Suͤnden, den twir in uns empfinden? 12. HErr JEsu, du bist es al⸗ lein, du kanst die Fessel loͤsen, dar⸗ in wir eingewickelt seyn, die Ruͤcher zu dem Boͤsen: Waͤltz ab den Stein, und fuͤhr uns ein zum Rei⸗ che deiner Gnaden, daß uns die Heind nicht schaden. 13. Erscheine uns mit deiner Huͤt, wenn wir in Busse weinen, und laß uns deinen theuren Fried e Glaubens, achen meh, e ofne Thür n, und auf⸗ zur rechten kommen, u und Leid/ genommen, em eil in andBil laf der Si⸗ ühem Mor⸗ seyn bereit, verborgen, uu zum ersten Anblick scheinen: So koͤnnen wir, o Held! mit dir die rechten Ostern feyren, und uns in dir verneuren. ö 14. Ach! laß das wahre Aufer⸗ stehn auch uns in uns erfahren, und aus den Todten⸗Grabern gehn, daß wir den Schatz bewah⸗ len, das theure Pfand, das deine Hand zum Sieg en uns gegeben, so gehn wir ein zum Leben. Just. Zenn. Boͤhmer. Eph. 1, 19. Und welche da sey die. 216. In eigener Melodey. Oel der du dich von Suͤn ⸗ en und des Todes⸗ Banden hett los gemacht, und hist erstan⸗ den, und lebst nun emiglich, ach! gib doch, daß ich dich im Glauben recht fasse, und gaͤntzlich dein Le⸗ ben mein Leben seyn lasse. 3. Dein Tod koͤmt mir zu gut: Wie sollte nicht vielmehr dein Ler⸗ ben mir Seligleit und Gnade ge⸗ ben, weil dein Tod solches thut? Ach! moͤcht ich nur ausser dir al⸗ les verachten, und in dir ersunden zu werden recht trachten. 3. Die Groͤsse jener Krast, so dich hat aus dem Grab' geführet, die ist es auch, die mich regieret, und alles in mir schaft: Ach! laß mich recht mit dir aufstehen von Suͤnden, und Wirckung der maͤch⸗ tigen Staͤrcke enpüͤnden. 4. Ich lebe, doch nicht ich, denn weiĩ du mich dir einverleibest, und auch in meinem Hertzen bleibest, so treibst und regst du mich: Ach laß mich, o Esu! recht eins mit dir werden, im Geiste und Sinne, und gleichen Geberden. 5. Dir, leb ich, und nicht mir, denn weil du dich im Tod und Le⸗ hen mir gantz zu eigen hast gege⸗ hen, so geb ich mich auch dir: ach! nim mich, JEsu! nur gaͤntzlich hinwieder, so werden dich preisen Geist, Seele und Glieder. Joh. Euseb. Schmidt. 1 Cor. 15, 55. Tod, wo ist dein. 217. M. Nun freut euch lieben. Tod! wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hoͤlle? Was kan uns itzt der Teu⸗ fel chun, wie böͤs er sich auch stelle? GOtt sey gedanckt, der uns den Sleg so herrlich hat nach diesem Aben aus Gnad und Gunst ge⸗ gehen. 32. Wie straͤubte sich die alte Schlang, als Christus mit ihr kaͤmpfte, mit List und Macht sie guf ihn daang, jebennoch er sie daͤmpfte; ob sie ihm in die Fersen flicht, so sieget sie darum doch nicht, ber Kopf ist ihr zertreten. 3. W. 124 Oster⸗Lieder... ö 3. Lebendig Christus koͤmt her⸗ füͤt, den Feind nimt er gefangen, zerbricht der Hoͤllen Schloß und Thuͤr, traͤgt weg den Raub mit Prangen; nichts ist, das in dem SiegesLauf den starcken Held lan halten auf, er ist der ULeberwinder. 4. Des Todes Gist, der Hoͤllen Pest ist unser Heiland worden: Wenn Satan auch noch ungern laͤst vom Wuͤten und vom Morden, und da er sonst nichts schaffen kan; nur Tag und Nacht uns klaget an, so ist er doch verworfen. 5. Des HErren Rechte die be⸗ haͤlt den Sieg, und ist erhoͤhet; des HErren Rechte maͤchtig faͤllt, was ihr entgegen stehet. Tod Deufel, Hoͤll, und alle eund, in Christo gantz gedaͤmpfet seynd, ihr Zorn ist Kraftlos worden. 6.Es war getoͤdtetJEsuscChrist, und sieh, er lebet wieder! Weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder; So Haupt empor, ist maͤchtig durch⸗ jemand Christi Worten gläubt, gedrungen, durch deine Bande, dunckel ma im Tod und Grabe der nicht bleibt; ö Er lebt, ob er gleich stirbet. 7. Wer taͤglich hie mit wahrer teu, mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frey, der⸗ selbꝰ ihm nicht angehet; der Tod hat ferner keine Macht, das Leben ist uns wiederbracht, und unver⸗ gaͤnglichs Wesen. 8. Das ist die rechteOster⸗Beut, der wir theilhaflig werden: Fried, Heil, Freud und Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier seyn wir still, und warten fort, bis unser Leib wird aͤhnlich dort Chri⸗ sti verklaͤrtem Leibe. ö 9. Der alte Drach und seine Rott hingegen wird zu Schanden, er⸗ legt ist er mit Schimpf und Spott, da Christus ist erstanden. Des⸗ Hauptes Sieg der Glieder ist, drum kan mit aller Macht und List uns Satan nicht mehr schaden. 10. O Tod! wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hoͤlle! Was kan uns itzt der Teufelthugedaͤmpft, sein wie grausam er sich stelle? Gdumag er ihm au sey gedanckt, der uns den Siegs 7. Nun herrlich hat in diesem Krieg, auluns den Sieg, eben. gegeben, und: Gnad und Gunst ge Backmesstn den Krieg, un Auc. Pf. 16, 10.11. Duwirst meine Seiltkeben erworb 218. Mel. Es ist das Seil uns kund Tod, Wel! Se froͤlich alles weit und breitwas in Noth was vormals war verlohrenwunden. weil heut der HErr der Herrlich oh. 16,22. Un keit, den GOtt selbst auserkohreng19. Mel. Zie zum Suͤnden⸗Buͤsser, der seing rauren JEl Blut am Creutz vergossen uns V ner Juͤnge gut, vom Tod ist auferstanden. du warest tod 2. Wie schoͤn hast du, durch den nessen war 1 ne Macht, du wilder Feind des vandas Leid, von bens, den Lebens-Fürsten umge wieder sahen bracht, dein Stachel ist vergebens gingst ihre So durch ihn alteh⸗ wah schnöͤder heud und We Feind, du haͤttest wahrlich wohl ꝛ. Oft du m gemeynt, er wuͤrd im Staube hst scheinst du bleiben. du ferne von 3. Nein, nein, er traͤgt sein su, mich a alschwartze) durch dein Thor, ja hat im Sieg meine Sonne verschlungen dich selost, dab wet und Wonne. an ihn nur glaͤubt, von dir itzt ein 3.Bald so Gespoͤtte treibt, und spricht: Wo lber, und m ist dein Stachel? licht, das mi 4. Denn deine Macht die ist das eil ich laug hin, und keinen Schaden bringet Unmuth sich dem, der sich stets mit Hertz und leben wieder Sinn zu diesem Fuͤrsten schwinget, s, meine Se der froͤlich spricht: Ich leb, und her meine Wo ihr sollt mit mir lebeñ fuͤr und fuͤ, JEsu, weil ich es euch erworben.(hen, wenn ie 5. Der Tod hat keine Kraft nicht sih mir nicht mehr, ihr duͤrfet ihn nicht scheuen, lig mir nich ich bin sein Siegs⸗Fürst und sein jaß die Char HErr, des sollt ihr euch erfreuenz aß sie bald v dazu so bin ich euer Haupt, drum oster Tag vi werdet ihr, wenn ihr mir glaubt/ eigen bald/ o als Glieder, mit mir leben.. Hier fig 6. Der Hoͤllen Sieg der ist auch teude, Du mein, ich habe sie zerstoͤret: Es lcht; in det darf nicht fuͤrchten ihre Pein, wer hudes niemg mich und mein Wort hoͤret; Und isn 11 ich weil des Teufels Macht und List hl mich be 9 von der Auserstehung JEsu Christi. 127 Teufel thugedaͤmpft, sein Kopf zertreten ist, elef 60 ag er ihm auch nicht schaden. den Siegs 7. Nun Gott sey Danck, der Krieg, dluns den Sieg, durch JEsum, hat ben. gegeben, und uns den Frieden fur ackmeister hen Krieg, und fuͤr den Tod das meineSSeelkeben erworben, der die Suͤnd Heil uns kund Tod, Welt, Teufel, Hoͤll, und it und breitwas in Noth uns stuͤrtzet, uͤber⸗ r verlohtenwunden. Paul Gerhard. er Herrlich oh. 16,aa. Und ihr habt nun auch auserkohrmgrg. Miel. zion klagt mit Angst. „der seincrrauren JEsu, hat umgeben dei⸗ ossen uns V ner Juͤnger treues Hertz, weil rstanden. du warest todt, ihr Leben, unge⸗ u, durch den messen war ihr Schmertz; bald eind des Ledas Leid, von ihnen wich, als sie rsten umge vieder sahen dich: Als du auf— st vergebens gingst ihre Sonne, wurden sie voll schnoͤder Freud und Wonne. ů hrlich wohl! 2. Oft du mir auch untergehest, im Staube st scheinst du mir todt zu seyn, oft ö 92 u ch hein 945 d 2 traͤgt sein Esu, mich allein, daß der Truͤb⸗ chugduc l schwartze Nacht und mich alles ine Baͤnde, dunckel macht. Ohne dich, du hat im Sieg weine Sonne, stirbt mir alle Freud ost, dah wer und Wonne. dir itzt ein 3. Bald so geht die Nacht vor⸗ yricht: Wo ler, und mich grußt das guͤldne licht, das mir denn ist desto lieber, ht die ist das wil ich laug es sahe nicht; aller den bringet unmuth sich begraͤbt, wenn mnein it Hertz und keben wieder lebt. Mit dir, IE⸗ uschwinge,,, meine Sonne, koͤmt mir wie⸗ 10 leb, und hr meine Wonne. fuͤr ben und fuͤ, 4. JEsu, wenn du bist entwi⸗ — chen, wenn ich dich verlobren hab, Kraft nicht sey mir nicht zu lang verblichen, cht scheuen, leg mir nicht zu lang im Grab, rst und sein saf die ud voruber voller Pein, h erfreuenz af sie hald vorüber seyn, laß den aupt, drum Oser Tag voll Wonne dich mir mir glaubt, eigen bald, o Sonne ben.. Hier sich wechseln Leid und der ist auch teude, Dunckel folget nach dem stoͤret: Es lcht; in des Paradieses Weyde e Pein, wer hudes niemals finster nicht. Dort⸗ hoͤret; Und sin ich mich zu dir: JEsu, cht und List sohl mich bald von hier, qus der 99 Nacht zum Haus der Sonne, aus dem Leid zum Land der Wonne. Roͤm. 6, 4. Gleichwie Christus ist. 220. M. Nun freut euch lieben. Woch auf, mein Hertz, die Nacht ist hin, die Gonn ist aufgegangen, ermuntre deinen Geist und Sinn, den Heiland zu umfangen, der heute durch des Todes⸗Thür gebrochen aus dem Grab herfuͤr, der gantzen Welt zur Wonne. ö 2. Steh aus dem Grab der Suͤn⸗ den auf, und such ein neues Keben, vollfuͤhre deinen GlaubensLauf, und laß dein Hertz sich heben gen Himmel, da dein JEsus ist, und such, was droben, als ein Ehrist, der geistlich auferstanden. 3. Vergesse, was dahinben ist, und tracht nach dem, das droben, damit dein Hertz zu jeber Frist zů JEsu sey erhoben: Tritt unter dich die boͤse Welt, und strebe nach sden Zelt, wo JEsus ist zu sinden. 47 4. Quaͤlt dich ein schwerer Sor⸗ gen⸗Stein, dein JEsus wird ihn heben; Es kan ein Christ bey Creu⸗ es⸗Pein in Freud und Wonne le⸗ en, wirf dein Anliegen auf den Mrrn, und sorge nicht, er ist nicht fern/ weil er ist auferstanden. J. Geh mit Maria Magdalen und Salome zum Grabe, die fruͤh dahin aus Liebe gehn, mit ihrer Salbungs⸗Gabe, so wirst du sehn, daß JEsus Christ vom Tod heut auferstanden ist, und nicht im Grab zu finden. ů 6. Es hat der Low aus Juda Stam heut siegreich uberwunden, und das erwuͤrgte GOttes⸗Lamm benund zum Heil erfunden das Le⸗ en und Gerechtigkeit, weil er nach dem vollfuͤhrten Streit die Feinde Schau getragen. . Drum auf, mein Hertz, fang an den Streit, weil IEsus über⸗ wunden, er wird auch uberwinden ö een 126 Oster⸗Lieder, von der Auferstehung Jlesn Christi. weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst, und in ein neues Leben gehst, und Gottim Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Weit noch Tod, noch gar der Hoͤllen Ra⸗ chen, denn MEsus lebt, es hat nicht Moth, er ist noch bey den Schwa⸗ chen und den Geringen in der Welt, als ein gekroͤnter Sieges⸗ Held, drum wirst du uͤberwinden. 9. Ach mein HErr JEsn, der du bist von Todten ausedstanden, er⸗ rett aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß ibir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10. Sey hochgelobt in dieser Zeit von allen GOttes Kindern, AUnd ewig in der Herrlichkeit, von allen Ueberwindern, die uͤberwun⸗ den durch dein Blut, HErr JEsu, gib uns Kraft und Muth, daß wir auch uͤberwinden B. G. W. Sacer Eph. 2,17. Er ist kommen, hat verk. 241. M. Du Friedens,Jürst, H. se lieblich sind doch deine HFuͤß, wie freundlich ist dein Mund Wie troͤstet mich dein Wort so sůß, o meines Glaubens Grund! du gliter Both, du Todes⸗ Tod, du Friedens⸗Wieberbringer . Nun ist des Hoͤchsten Wort erfuͤllt, sey froh, mein gantzer Sinn Nun ist des HEiren Zorn gestillt, nun ist das agen hin, mein IEsus hat an meiner Statt, die Suͤnden⸗Schuld gebuͤssot. 3. Der Friede GOttes herrscht in mir, der über die Vernunft: Mir oͤfnet sich des Himmelsthür, weg/ weg, du Hoͤllen Zunft, du schreckst mich nicht, mein Heilanh spricht: Mit mir soll seyn ber iede. 24. Wann des Gesetzes Donner Enallt, und wenn mir in das Ohr der Fluch aus Mosis Büchern schallt, me ich JEsum vor. Du schreckst mich nicht, mein Hei⸗ land spricht: der Friede. Mit miesuli dieder vo 5. Wenn mich die Welt erbimi Pet. 3, 42. 5 lich plagt, und setzt mir heftig yon einem Ort in andern jagt, ö 323. M. Wie 6 A5 Wunde ler Welt! her Recht HEr e.* 8. Wenn auf mich dringtd grimm'ge Tod, und rufet: Du hi mein! so wil auch in der Todi Noth mein Heiland bey mir seyn Der Tod schreckt nicht, mein Hej land spricht: Mit mir soll seyn y 9. Danck sey dir, o du Fricde Fuͤrst] fuͤr das erworbne Gut, dai du mit wohl erhalten wirst: A dir mein Hertze ruht, und wannet bricht, exschreck ich nicht, ich fuh hin im Friede. wir sind Glied dir auf uns Li Heil, Fried 1 und Kraft, Hertzens-Sas Ommt Br emuͤthe, m hreise, dir L rweise. ½½– +Seuch, 1 Cor.15,%½% GOtt sey Danch den bach dir, hilf 232. Mr. Erschienen ist der herl und für nach Wie dancken dir, HErr Jest En. Laß uns Christ, daß du vom Toden sehn, daß wi standen hist, und hast dem Tuh hirein, all.! zerstoͤrt sein Macht, und uns dil Uuart, Hoff. Leben wiederbracht. Hallelnza. christlich lei 2. Wir bitten dich durch dein wo die Gnad Gnad, nim von uns unser Missh. Sey, J that, und hili uns durch die Gul Schatz, sey bein, daß wir dein reue Dients ser Plaß, d seyn. Hallelmia. sen; laß suc 3. GOtt dem Vater im hoͤchseh it auf Erde Shron, samt seinem eingebohrseh Lit, es ist a Sohn, dem Heil gen Geist in gleh hin, Trüger 3d Precg. Lae 0 arnte e W Liede 6. HErr risti. Von der Simmelfehrt Jeesu Christi. 1a/ mit solsh Fieder von der Himmelfahrt JEsuChristi. Welt erbamn1 Pet. 3, 22. JEsus Christus ist. den⸗Thron, du Sieges⸗Jürst, mir Wie schin leuchtet•½ Held, Davids Sohn, kom, stille dern jagt Hlch Wunder⸗grosser Sieges⸗ das Verlangen: Du, du bist alleu b. Die M N Held, du Sünden⸗Träger al uns zu gat, o Jein! durch dein ein Heilan ler Welt! heut hast du dich gese⸗theures Blut, ins Heiligthum II seyn dern het zur Rechten deines Vaters gegangen: Kom schier, hilf hier! ö Hn Arast, der Feinde Schaar gebracht Denn so sollen, denn so wollen wir ur Haft, bis guf den Tod verletzet: ohn Ende, sroͤlich klopfen in die erd ich un Möchtig, prachtig, triumphirest. Haͤnde. E. C. Homburg. Hir bleibtdn jubilirest, Tod und Leben ist, HErr Joh. 17, a4. Vater, ich wil, daß. Noth schreg Chri b 244. M. Nun freut euch liehen. spricht: M. AmerneNachlahrte allein ede. ich meine Nachfahrt grunde, leges: Zürsten loben, weil du den und allen Zweifel, Angst und Pein tgen wiederbracht, mit Maje⸗hiemit stets uͤbertwinde, denn weil Iu eroben: Suge zur Freude das Haupt im Himmel ist, wird ist erhoben: Singet, klinget, seine Glieder JEsus Christ, zur ruͤhmt und ehret den, so faͤhret aufrechter Zeit nachholen. gen Himmel mit Posaunen und 2. Weil er gezogen Himmel an⸗ Getuͤmmel. und grosse Gab empfangen, mein 3. Du bist das Haupt, hingegen Hertz auch nur im Himmel kan, uir sind Glieder; ja es komt von vnst nirgends, Ruh erlangen: bey mir sehn dir uf uns Licht, Trost undLeben. denn wo mein Schatz gekommen ht, mein Hel Heil, Fried und Freude, Starck hin, da ist auch stets mein Hertz nir soll feyn n und Kraft, Erquickung, Labsal, und Sinn, nach ihm mich sehr o du Fride Hertzens⸗Saft wird uns von dir verlanget.** rbne Gut dun gegeben: Bringe, zwinge mein 3. Ach HErr! laß diese Gnade en wirst: I Gemuͤthe, mein Gebluͤte, daß es mich von deiner Auffahrt spuͤren „und waune hreise, dir Lob, Ehr und Preis daß mit dem wahren Glauben ich licht, ich fahn erweise. mag meine Nachfahrt zieren, und ö uh dir, Biiz daß uns, zeuch uns denn einmal, wenn dirs gefaͤllt, ey Danck den hach dir, hilf, daß wir künftig fr mit Freuden scheiden aus der ist der herrl und für nach deinem Reiche trach Welt: HErr hoͤre diß mein Fle⸗ „HErr JEhh Kn. Laß unser Thun ohn Waͤndel hen. M. Joh. Wegelin. u vom Toden shn, daß wir mit Demuth gehn Col./1. Seyd 0 nun mitChristo ast dem Toh tein, all Uppigkeit verachten: 23J. Yi. Zun freut euch lieben. Aund uns dih art, Hoffart, laß uns meiden, A* bhriggn bedencken wir, Hallelnia. Christlich leiden, wohlergründen, daß Christ gen Himm'l gefah⸗ hdurch dein wo die Gnade sey zu finden. ren, und dancken Gott aus 3 Unser Missh 5. Sey, JEsu, un ser Schutz und hochstr Begier, mit Bitt, er woll urch die Gut Gchatz, sey unser Ruhm und ve= bewahren uns arme Suͤnder hie Areue Dient ser Platz, darauf wir uns verlas⸗[auf Erd, die wir von wegen senz laß suchen uns was droben mancher Gefaͤhrd, vhn Hofnung ter im hoͤchsi it, auf Erden aen G Trug und han kein Troste. eingebohrng lit, es ist auf allen Strassen Lu⸗. Drum sey SoOtt Lob, der Geist in gleh et Trügen, Angst und Plagen,Weg ist gemacht, uns steht der igkeit sez idanagen, die da guaͤlen, stuͤnd⸗ Himmel offen: Christus schleußt Wa.. Bich arme Christen⸗Seelen. auf mit grossem Pracht, vorhin Liede é. HErr IEsu, kom du Gna- war 128 Von der Simmelfahrt JEsu Christi. war all s vesschlossen. Wer glaubt/ des Hertz ist Freuden⸗voll, dabey er sich denn richten soll, dem HEr⸗ ren nachzusolgen. 238 3. Wer nicht folgt, noch sein'n Willen thut, dem ists nicht Ernst zum wird auch dem Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts, soll der seyn recht, so wird auch g'wiß das Leben gegangen in die hoͤchste Freud/ di schlecht zu GOtt im Himmel ge⸗ richtet. 4. Solch Himmelfahrt faͤht in uns an, wenn wir den Vatek fin⸗ den, und fliehen stets der Welt ihr' Bahn, thun uns zu GOttes Kin⸗ dern, die sehn hinauf, und GOtt herab/ an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie zusammen kom⸗ men. hoͤchsten Gut wirs erleben. 6. Ehr sey dem HErren JEsu Christ, der fuͤr uns ist gestorben, und wieder auferstanden ist, des Vaters Huld erworben, daß wir nun nicht in Adams Fall umkom⸗ men, und nicht sterben all, sondern das Leben erben. Joh. 16,7. So ich nicht hingehe. 2426. In bekandter Nielodey. Cb fuhr gen Himmel: was sandt er uns hernieder? Den Troͤster, den Heiligen Geist, zu Trost der armen Christenheit. drungen; Du hast gesieget weit ind br sollich solche Herr⸗ lichkeit, v HErr! in diesem Leben Kyrie Eleis. 2. Halleluja, Halleluja, Halle⸗ luja. Des soll Christus wil Kyrie Eleis. Joh. 14/ 2. 3. aa/. Mel. Es ist das ceil uns. u faͤhrst gen Himmel, IEsu Christ, die Staͤtt mir zu be⸗ 3. Denn wird der Tag erst Freu⸗ den⸗reich, wann uns GOtt zů ihm nehmen, und seinem Sohn wird machen gleich, als wir denn itzt be⸗ kennen, da wird sich finden Freud und Muth, zu ew'ger Zeit beym HErren; denn er ete Freud uns labe. bey JEsu wil ich bleiben: Ob ich sch 7 GOtt woll, daß und breit; wie n wir alle froh seyn, unser Trost seyn. D. M. Auther. Ich gehe hin, euch. gantz wuͤrdiglich erheben? n pr. reiten, auf daß ich bleibe, .. 10 Anseland, d faͤhrst, mein Heiland, in die Hul getragen. auf daß ich in die Hoͤh au diß kan mich recht ergoͤtze 2. Du faͤhrst, mein JEsu, WIh cken an, und dringst dur Himmel, damit ich dir nachfahen stehn auch au kan aus diesem WeltGetümmi Du bist, mein JEsu, aus dem dn Feuer, Erden ch geh 3. Wo JEsus ist, da kom ich hin steht zu JEsu stets mein Sinh nichts soll mich von ihm treiben on duld hie mancht Noth, so werd ich doch nach mei nem Tod bey JEsu recht ergnickth 4. So zage nicht, du meine Sel laß nur den Kummer fahren, und dich nicht allzuschmertzlich gu ich werd nach kurtzen Jahren ge langen aus dem Jammerthal, hin in den schoͤnen Himmels⸗Saal/ d JEsus mich wird troͤsten. D. G. Saͤndel gen haben. Eph. ,20.21. GOtt hat Christum. 228. M. Ermuntre dich, meiin, Di Lebens⸗Furst, HErr Je Christ, der du bist aufgeno men gen Himmel, da dein Vatel ist und die Gemein der Frommen wie soll ich deinen grossen Sieg, den du uns durch den schweren Krieg erworben hast recht preisen, und dir gnugEhr erweisen. 2. Du hast die Hoͤll und Suͤn⸗ den⸗Noth gantz ritterlich bezwun⸗ gen: Du hast den Teufel, Welt uns deine Zli und Tod, durch deinen Tod, ver⸗ D 3. Du hast dich zu der rechten Hand, des Vaters hingesetzet der alles dir hat zugewandt, nachdem du unverletzet die starcken Feind“ hast umgebracht, Triumph und Sieg Gezelt zu fin ——— bun Sieg daraus Ideinen Wage +. Nun lie dich selbst nur Engel muͤssen ch Alzuwarten ko ir willig uut werden. 5. Du stard auf mit Jaue und gleich mit auch mehr, de Du faͤhrest au schallet der nein GOtt, f ich dir auch l. 6. Du bist g hinfuhrend di mit Thraͤnen, het oft die W. sen wir mit sů cker GOtt! di wir so viel Ga Du hast d fahrt die St du hast den W uns zuin Vat denn du, HEr sets in deine! werden ja d guch zu dir ko d. Ist Anse leich, als die werden wir nicht herauss licht lassen so vest vertra dem, was kuz lonnen wir Von der Hinnnelfahrt JEsu Christi. ra9 eibe, wo ieg daraus gemacht, und sie auf 80 1 H dauen Wagen gantz herrlich schau in die Hoh getragen. ů 0 121 70 Nun lieget alles unter dir/ Ltzen. dich selbst nur ausgenymmen, die JCsu, WiI Engel muͤssen fuͤr und fůͤr, dir auf⸗ durch all zuwarten kommen, die Fürsten nachfahrn stehn auch auf der Bahn, und sind „Getuͤmmel Uuwilg uuterthan, Luft, Wasser, us dem hah Feuer, Erden muß dir zu Dienste e Freud/ dih werden. meineSeil, fahren, und rtzlich qush Jahren ge 5. Saͤndel at Christum dich, mein HErr Johl t aufgenom⸗ dein Vatel Frommen Und weil denn du, HErr JEsu Christ, nun leih stets in deiner Wohnung bist, so ossen Sieg; werden ja die Frommen dahin an schwerel auch zu dir Lommen. echt preisen, L. Ist unser Haupt int Himmel⸗ isen. eichrals die Apostel schreiben, so und Suͤn⸗ maden wir den Engeln gleich, ja ich bezwun nicht herausser bleiben; du witst eufel, Welt uns deine Gliederlein, mein GOtt, u Tod, vert nicht lassen von dir seyn, die doch sieget weit so vest vertrauen, dein Herrlichkeit solche Hern in schauen. ö iesem Leben ben? — h de gesetzet/ de t/ nachdem cken Heind' 9. Hilf, daß wir suchen unsern Schatz, nicht hier in diesem Leben, kesondern dort, wo du den Platz wirstOttes Kindern geben. Achi huns streben vest und wohl nach den, was kunftig werden soll, so Unnen wir ergründen, wo dein iumph und Sieh Gejelt zu finden. 10. Zieh uns dir nach, sy l ufen soir, gib uns des Glaubens Fluͤgel/ hilf/ daß wir fliehen weit von hier, auf Israelis Huͤgel. Mein GOtt wenn fahr ich doch dahin, da ie ohn Ende froͤlich bin? Wann werd ich fuͤr dir stehen, dein Am gesicht zu sehen? ö +. Dir ist alles ubergeben, nim dich auch der Deinen an, hilß mir, 120 Von der Simmelfahrt JEsu Christt. 110 droben in des Vaters Haus, da ich werde gegenwaͤrtig bey dir ge⸗ en ein und aus. Denn der Weg jahin bist du: Darum bringe mich zur Ruh, und nim an dem letzten Ende meinen Geist in deine Haͤnde. 6. Komme, wenn es Zeit ist, wie⸗ der, denn du hast es zugesagt, und erl emeine Glieder, die der Tod im Grabe nagt, richte denn die boͤ⸗ se Welt, die dein Wort fuͤr Luͤgen alt: Und nach ausgestandnem eeide, fuͤhr uns ein zu deiner reude. Casp. Neumann. hil. 3, 20. Unser Wandel ist im. 30. M. Erschienen ist der herrl. VErr JEsu Christ, zieh uns dir nach,— wie dein heil'ger Mund versprach: Du wurdest Himmelzan erhoͤht, wohin der unsch der Deinen geht. Hallel. z. Wenn du uns—.— so laufen wir, und richten unsern Weg zu dir: Laß uns im Geist stets fahren auf, und foͤrdre unsern Sieges— Lauf, Halleluja. 3. Doch geht niemand zum Himmel ein, er muß hier vor er⸗ niedrigt seyn; Creutz, Demuth, und des Fleisches Tod sind vor der Auffahrt dein Gebot. Halleluja. 4. Die Reise, die das Haupt ge⸗ than, ist gleichfals seiner Glieder Bahn, wo dieser eines davon weicht, wird die Gemeinschaft nichi erreicht. Halleluia. · Wer standhaft ist, den laͤst du nicht, du giebst In Lehr und Un⸗ terricht, koͤmst selbst, und bietest ihm die Hand, benimmest ihm den Waysen⸗Stand, Halleluja. 6. Dein Abschied, und was einst geschehn, zielt auf ein froͤlich Wie⸗ öftnbar und ward den Jungern offenbar, als Zeit und Trost ver⸗ handen war, Halleluja. 7. Du gingest in die Herrlich⸗ keit, und hast die Wohnung zube⸗ reit t, die ist derõrommenAuffent⸗ halt, und Schutz vor Trübsal und Gewalt, Hallsluis. 8. Die Staͤtt ist ihnen dal stimt, wo Fried und Ruh keinEmh. 1½ nich nimt: Du bist bey ihnen dortun 1156 ch ninn —7 Halleitnn r umgang ist n Smmel wit Ir, H 5 9. Hier suchest du sie freundih Hutemecht heim, dadurch gewinnt ihr Gl He 0 und u and mrägt. 21, ve blahh hera acht und traͤgt es Frucht, die rechig S ist d Glaub und Hofnung sucht, Hul. Na Tbald 10. Du bist in Wort und Zhn z PWelt zu f ten nah, verlangt dich wer, soos I Sauder du da, dieweil dein Thron, ud See hinauf was du bist, zur Rechten deint darb, und 0 Vaters ist, Halleluja. chts ni eohn 11. Durch dich wird Got Katrre en Werck mit Macht im Reich 0 Rsfreundlich Himmels⸗Hoͤh vollbracht, undoy vir durch Chr beherrschest auch die Welt, daßil melsahrt beg les dir zu Fusse faͤllt, Hallei. dir hinauf, 12. Ihr Menschen gebt ihn Muth mit 51 denn Gehoͤr, und achtet Nist uuserm höchf Welt nicht mehr; wer noch an Eyh., 4,. E diesem Untern klebt, gelangtnich Ed. z d. dahin, wo er lebt. Hallel. 13. Hebt euer Aug und Hat mndsed schalle nur 3 1 und sey der Sinnen Ziel gestoct Fagene wo, wenn und was er euch aasselerStim: deckt, Halleluja. öoin 14. Er bringet euch die Selih keit, und mindert euer zeitlih Leid: Wer zu ihm faͤhrt, erkennt sein Licht, und schauet GoOtus gi 1 Angesicht. Halleluja. Ebr. 4, 14. Dieweil wir denn einch 231. Mel. SOtt du frommer, Iliuse betrachten wir,daßChn + grossem Sch Einfluß hoffen. Wer diesen Zu gang kennt, des Hertz ist Freuden voll, denn er schaut Christo nach 6 . M wie er ihm folgen soll. 131 waͤcht. 4. Dis ist die Fahrt vor uns, den Vater bald zu finden, die Bahn rt und iu der Welt zu fliehn, und zu entgehn den Suͤnden: Fahrt nun die Seel hinauf, so faͤhrt der HErr herab, und wo der Vater wohnt, ehts nie vhn Segen ab. 9.9 HErr! bleib stets geneigt, ä zunehmen, wenn acht, unddu us freundlich aufzunehmen; elt, daß ah⸗ ver noch g gelangt nicht llel. g und Hest neuremdhs Ziel gesteck, er euch ent ch die Selih euer zeitlich ährt, erkennt uet Gottis ir denn eing du sfrommer, wir, daßChii mit Bitt// est uns he⸗ h unten stehn t, da uns inn Suͤnd und gebahnt, de offen: Nun den rechten rdiesen Zu⸗ ist Freuden Hristo nach, —— wir durch Christum uns zur Him⸗ melfahrt beguemen: Zeuch uns u dir hinauf, bis wir mit rechtem Muth mit dir vereinigt seyn, als uuserm hoͤchsten Gut. Eph. 4, 8. Er ist auftzefahren in. 3²· M. Vom Simmel hoch da. Non freut euch GOttes Kinder all der HErr faͤhrt auf mit grossem Schall; Lobsinget ihm, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit heller Stim! 2. Die Engel und all Himmels⸗ Heer erzeigenChristo goͤttlichEhr, Ind jauchzen ihm mit frohem 1 ab das thun die lieben En⸗ all. 9 3. Daß unser Heiland JEsus Urist, wahr GOttes Sohn Mensch worden ist, des freuen sich die En⸗ hel fehr, und goͤnnen uns gern sol⸗ 4. Der Hrr hat uns die Staͤtt hereit t, da wir soll'n bleib'n in Ewigkeit; Lobsinget ihm, lobsin⸗ get ihm, lobsinget ihm mit heller tim! Wir sind Erben im Himmel⸗ gleich, das sehn die lieben Engel ern, und dancken mit uns GOtt en HErrn. 6. Es hat mit uns nun keine Huth/ der Satan, Suͤnd und ow'⸗ keich, wir sind den lieben Engeln E ger Tod, allsamt zu Schanden worden sind, durch GOttes und Marien Kind. 7. Den Heil' gen Geist sendt er herab, auf daß er unfre Hertzen lab, und troͤst uns durch das goͤtt⸗ lich Wort, und uns behuͤt fuͤrs Teufels Mord. 8. Also baut er die Christenheit, zur ew gen Freud und Seligkeit: Allein der Gfaub anJEsumChrist, das recht Erkaͤntni Gottes ist. 9. Der Heil ge Geist den Glau⸗ ben staͤrckt; Geduld und Hofnung in uns würckt,erleucht, und macht die Hertzen vest, und uns in Truͤb⸗ sal nicht verlast. ö 10. Was Christus, nach des Va⸗ ters Rath, an Creutzes⸗Stam er⸗ worben hat, das theilet aus der Heil ge Geist, darum er unser Leh⸗ rer heist. ö II. Der Vater hat den Sohn gesandt, der Sohn wird anders nicht erkandt, ohn durch den Heil⸗ gen Geist allein, der muß die Her⸗ tzen machen rein. 12. So manche schoͤne GOttes Gab bringt uns der Heilge Geist herab, und uns fuͤrm Satan wohl bewahrt, solch's schaft des HErren Himmelfahrt. 13. So dancket nun dem lieben HErrn, und lobet seinen Namen gern: Lobsinget mit der Engel Her daß man es in dem Himmel hör. 14. GOtt Vater in der Ewig⸗ keit, es sagt dir deine Christenheit roß Ehr und Danck mit hoͤchstem Flaßen allen ZeitenLob und Preis. 5. HErr IEfu Christe, GOr⸗ tes Sohn, gewaltig, herrlich, praͤchtig, schoͤn, es danckt bir deine Christenheit, von nun an bis in wigkeit. 16. O Heil' ger Geist, du wahrer GOtt, der du uns trost st in allet Noth/ wir ruͤhmen dich, wir loben dich, und sagen dir Danck ewiglich. 32 Joß. —————— 2—————— 13² Von der Simmelsahrt Juesn Christi. Pfingft⸗⸗ Joh. 12, 32. Wenn ich erhoͤhet werde von der Erden, so wil ich sie alle zu mir ziehen. 233. Mel. Ach SOtt und Err. O Christ, der du mür bist —der Liebst auf dieset Erben, gib daß ich gantz in deinem Glantz moͤg aufgezogen werden! 2. Zeuch mich nach dir, so lauf⸗ fen wir, mit hertzlichem Belieben in dem Geruch, der uns den Flu verjagt hat und vertrieben. ö 3. Zeuch mich nach dir, so lauf⸗ sen wir, in deine süsse Wunden, wo in Geheim der Honigseim der Liebe wird gefunden. . Zeuch mich nach dir, so lauf⸗ fen wir/ dein liebstes Hertz zu kuͤs⸗ sen und seinen Sast mit aller Kraft aufs beste zu geniessen. / Zeuch mich in dich, und speise mich, du ausgegoßnes Oele, geuß dich in Schrein meins Hertzens ein, und labe meine Seele. 6. O JEsuChrist, der du mit hist der Liebst auf bieser Erden, gib daß ich gantz in deinem Glantz moͤg aufgezogen werden. ö‚ Joh. 20, 17. Ich fahre auf zu mei⸗ nem Vater, und zu eurem Va⸗ ter, zu meinem GOtt und zu eurem Gott. ö 934⁴.N. Erschienen ist der herrl. Wir dancken dir HErr JEsu Christ, daß du gen Himm gefahren hist, starcker GOtt, Immanuel, staͤrck uns an Leib, aͤrck uns an Seel. Halleluja. 3. Nun freut sich alle Christen heit, und singt und springt ohn al⸗ les Leid. GOtt Lob und Dauck im hoͤchsten Thron, unser Bruder ist GoOttes Sohn. Halleluia. 3. Gen Himmel ist gefahren hoch, und ist doch allzeit bey uns noch, sein Macht und Gewalt un⸗ endlich ist, wahrSOtt undMensch zu aller Frist. Die 4. Ueber all Himmel hoch er⸗ allzeit han. Halleluja. .—— hebt, uͤber all Engel maͤchtih schwebt, uͤber all Menschen er rn giert, und alle Creaturen fuͤhtt. Halleluia. Pimast Pgten 5. Zur Rechten GOtt's des Vn Hiob 33, 4•6 ters groß, hat er all Macht, ohn 233.• In eit alle Maaß, all Ding sind ihm ganz runngue unterthan, GSttes und der Nu Oscher der rien Sohn, Halleluja. 7* ger Wind!& 6. All' Teufel, Welt, Suͤny Ken, dessen Hoͤll und Tod, er alles bertun meinzemiit! den hat: Trotz, wer da wil, eoliahl ue schwache nichts dran, den Sieg muß er doch und Ctuuch ů 2. . Wohl dem, der ihn vertrauel kremder Syr⸗ .—5 ischn ertzens? Se thut und hat in ihnm ein'n flischel Hertzens Muth, Welt, wie dil wilt, wa ttuͤbten, Flar fragt nach dit, nach Christo sehhs les Athems unser Begier. Halleluja. Brunst und e 8. Er ist der HErr, und Unstt hen lieb zut he Trost, der uns durch sein Blut ha 3. Braͤuti erloͤst, das G'faͤngniß er gefangen mich in der hat⸗ daß uns nicht schad der iunh kit Ruh und Tod. Halleluja. mich von den 9. Wir freuen uns aus Hertzunh befreyt: Kor Grund, und fingen frölich u Sonne, küsse dem Mund: Unser Bruder/leishh Vonne. Bein und Blut ist unser ailerhöcll 4. Theure stes Gut. Halleljün.(fomIumich 10. Durch ihn der Himmelui chmacht't, k ser ist, hilf uns, o Bruder, Jesls an kom, m Christ, daß wir nun vest Rauh kenn mein auf dich, und durch dich lebeh ütem gant ewiglich. Halleluja. Ubsal⸗ dich e II. Amen, Amen, HErt Jesh„Wie ei Christ, der du gen Himm i gesch sih nach W. ren bist, erhalt Uns, HErt, beyteh hird geiggt: ner Lehr, des Teufels Tiug in hüthe, Listen wehr. Halleluig. hann es wird 2. Kom, lieber HErr, komp ei n, und im ist Zait,zum letzten Gericht uul cht Strom Herrlichkeit, fuͤhr uns aus diesen 6.Wahren gammerthal in den ewigen Si lusers Thon den⸗Saal. Halleln.ꝗ ELbigkeit, 2 noch ein gib, daß i Ceutz und A iu stellen, u Hllen. — 13. Amen, singen wir n mal/ und fehnen uns ins Himmes Saal, da wir mit deinen Engelel das Amen wollen singen sesl N. Selnecceruo 7. Juͤhre Hallelvja. Schlaf und! Pfingst ind Gang, PfingstNAieder, von des Seiligen Geistes Ausgiessung ꝛc. 133 —— macht chen er mn ren fuͤhrt t's des Vn Hiob 33, 4. 6. Der Geist GOttes. Nact n 5 In delaller ater/ ö d ihm gan runnaue aller Guͤter, Herr⸗ d der Mu scher der Genüther, lebendi⸗ ger Wind! Haan⸗ Aune Werdon Sünd zen, dessen Glantz und Kertzen s Abeun Bem Gemüth entzuͤndt,lehre mei⸗ wil, es linl ve schwache Saiten deine Kraft uß er doch und Lob ausbreiten. ö . mer Suroche Bun 44—77— Iremder Sprachen Bringer, suͤsser un füschg Hertzens Saft, Troͤster der Be⸗ wilt, wer tuͤbten, Flamme der Verliebten, hristo sthll les Athems Kraft, gib mir deine ͤ Eulch 00 dich von Her⸗ un hen lieb zu haben. an Bucle 3. Bräutigam der Seelen, laß er gefangen wich in der Hölen deiner Liebliche⸗ ad der bitil keit Ruh und Zuflucht finden, laß mich von den Winden truͤber Noth us Hettzelh befreyt: Kom herfuͤr, o Gnaden⸗ froͤlich u Sonne, kuͤsse mich mit Trost und uder/Fleich Vonne. ser allerhöcl.. Theure GOttes Gabe, kom, ukom! mich labe, sieh, ich bin ver⸗ Himmelul schmacht't, kom, o mein Verlan⸗ uder, Jesh 1 kom, mein Lieb', gegangen, vest Hahn denn mein Hertze lacht, wird von dich Aebeh geuem gantz erquicket, wenn es, 22 91 Wie emih Inathnet Ert JEsh. 5. Wie ein Hirschlein gehnet, umt 900 10 nach Wasser sehnet, wenn es Err, beyrel kird gejagt: So pflegt mein Ge⸗ 6 Trug un muͤthe, HErr, nach deiner Guͤte, ia. hann es wird geplagt, tief zu seuf⸗ Err, kom, 5 22— im Duͤrren, nach dir rei— ericht un cher Strom zu girren. Wanonn(Wahrer Menschen Schoͤyfer, ewigen Su lusers Thones Toͤpfer, GOtt von . Euyigkeit, Zunder keuscher Liebe, wir noch eih ib, daß ich mich uͤbe, auch im mi. Ereutz und Leid, alles dir anheim nen Engelet in stellen, und mich troͤst in allen singen seil Hall delneccerut en. 7. Fuͤhre meine Sachen, meinen Schlaf und Wachen, meinen Trit Pfingst und Gang, Glieder und Gesichte, Pfingst⸗Lieder, von des Heil. Geistes Aus⸗ giessung, Aemtern und Wuͤrckungen. daß mein arm Gedichte, daß mein schlecht Gesang, Wandel, Werck und Stand, fuͤr allen, dir, o Va⸗t ter, mag gefallen. 8. Laß den Fürst der Hoͤllen nicht mit Lisen faͤllen meiner Ta⸗ ge Lauf, nim nach diesem Leiden mrich zür Himmels⸗Freuden, dei⸗ nen Diener auf, da soll sich mein Mund erheben, dir ein Halleluja geben. Joh. Franck. 2Pet. I, 21. Es ist noch nie keine. 336. In eigener Melodey. ù Geist des HErrn, der du von Gott ausgehst, und selbst, als GOtt, in gleichem Wo⸗ sen stehst: Kraft aus der Hoͤh! kom mich zu uͤberschatten, kom dei⸗ nem Lob und meiner Bitt zu statten. 27* 3. Bethrone mich dein guͤldnes Tempels⸗Haus, und fuͤll es gantz mit Herrlichkeiten aus, ach! heil⸗ e mich, wie du der Heil ge heis⸗ fen, und unsern Sinn der Suͤnd und Welt entreissest. 3. Dein Ruf, Beruf, Erleucht⸗ und Sammelung, hat mich ge⸗ bracht zur auf wurdst du schen auf meine Tauf wurdst du schon ausgegossen, seit dem von dir viel Gnad auf mich geflossen. 4. Dein Amt bestraft die Welt um ihrer Suͤnd: thu weg aus mir, was sich noch Schlimmes findt, kraͤnck und durchrenn, ent⸗ suͤndge meine Sinnen, und schaff in mir neu Leben und Beginnen. . Mach, daß mein Geist vor dir erknirscht erschein, in seinen zrund floͤß Weh⸗ und Demuth ein, durchlaͤutre ihn von allen Ei⸗ telkeiten, daß deinen Trieb nichts koͤnne wiederstreiten. 6. Magneten⸗Trieb, entzeuch mich von der Erd, damit ich folg, J 3 wenn 134 Pfingst⸗Lieder, von des Selligen Geistes wenn ich beweget werd, vereine mich in dem verstaͤrcktenGlauben, die Ritterschaft laß keine Feinde rauben. ö 7. Du goͤttlichs Feu'r, entzuͤnde mein Gebet, wann deine Brunst in meiner Brust entsteht, die An⸗ dacht laß mein Hertz durchdring⸗ lich fuͤhlen, darinnen dir erwecklich sing'n und spielen. 8. Du Weisheit selbst, du Ab⸗ grund ohne End! Vernunft und Kunst ist ohne dir verblendt, gib mir Verstand, und dein gelehrtes Wissen, wie Salomon zu bitten sich beflissen. 9. Im Wort, da sich GOtt hat geoffenbart, weißt du allein die recht Auslegungs⸗Art, aus dir al⸗ lein, durch deine Kraft getrieben, hat der Prophet und Juͤnger es beschrieben. ö 10. Drum Klarheit kom, kom, vnd umleuchte mich, sonst tappet man, und stoͤßt sich jaͤmmerlich; kom Meister, lehr Gott besser zu erkennen, durch dich allein ihn ei⸗ nen HErrn zu nennen. in mir verklaͤren mag, du Stim des HErrn, eroͤfne, was verbor⸗ en, du Finger, deut und zeig den ellen Morgen. 12. WerckMeister, hilf an un⸗ serm Himmels Bau, und vollbe⸗ reit, was ich noͤch niedrig schau, gebrauch mich selbst zum Werck⸗ zeug deiner Gnaden, laß, was du pen,. vollkommentlich gera⸗ en. 13. Der Seele gib den wahren Schmuck und Zier, hab Lust an ihr huͤt. ö 3. Derleih, daß wir dich libenjil und ihrer Sehn⸗Begier, den Bal⸗ sam kan sie nirgend sonsterwar⸗ ten, du sanster West, kom, weh durch meinen Garten. 12. Du Salbungs⸗Oel, verleih vermehrte Kraft, du Hauch von Gott, blas' ein Geruch und Saft, du suͤsser Hort, laß deine Labung spuͤren, und all mein Thun zugleih nachdruͤcklich ruͤhren. ö 15. Gib den Geschmack der Kriß te jener Welt, die fuͤsser sind, g Honig, Wein und Geld, laß a Natur der Gottheit mich genith sen, und sich in mir lebend gan Trost ergiessen. 16. Du Kleinod, syrich der Sen len freundlich zu, dein Kelch heis ja nur Friede, Freud und Ruh/ zeug, daß ich sey ein Kind und Eih vom Himmiel, das Abha schrehl auch unterm Welt⸗Getuͤmmel. 17. Drum der du auch Geist der Verheissung heist, ein theumz Pfand, das mich auf Hofnung speist versiegle mich bis zu del bessern Zeiten, mach mich gemiß der ew'gen Seligkeiten. 18. Nun, Heil'ger Geist, he thronst du mich also, ach! wer is wohl, der mehr begluͤckt und frohn Wirst du mich so mit Gnad und ICor.2, 10. Uns hat es GOtt geof 237. M. Von GoOtt wil ich nicht 11. O Licht vom Licht! gib mir pollkommen Tag, daß JEsus sich Trost verneuren, so kan ich recht ein stetes Pfingst⸗Fest feyren. reur euch, ihr Christen alle Gott schenckt uns seinen Sohn; lobt ihn mit grossem Schalle, er schickt vons Himmels Thron uns seinen werthen Geis, der uns durchs Wort recht lehret des Glaubens Licht vermehret, und uns auf Christum weist. 2. Er laͤsset offenbaren, als unset hoͤchster Hort, uns, die wir Thoren waren, das himmelische Wolt. Wie groß ist seine Guͤt! Nun kon⸗ nen wir ihn kennen, und unsern Vater nennen, der uns allzeit he⸗ o Gott, von grosser Huld! dur Sund dich nicht betruͤben, vergi ebner Bahn, hilf, daß wir dein Wort hoͤren, und thun nach dei nen Lehren, das ist recht wohl gethan. 4. V geist, den . behaͤn uns unser Schuld, fuͤhr uns auf de Creutzes⸗Last ein, mach te, uns mit Himmels⸗Fr. Lue. 1 I„ I 3. 238· M. We Ott, gib denn m Sand; Vatt Segen, traͤn Land; Laß d Gab uͤber m die starcken E nein gantzes 2. Kan ein der doch bos leben Kinder te Gaben nut du heist; L6 Geist, miren laben mit d Gaben 3. IEsu, u dem Va Heist, den u warte, HE Troster ewi hren mich zu stehen, u hen sehen. 4. Heil'ge Frommen, ein, und ser men, laß mi suubre du n les Hertzen was mich k den suͤssen K mir einen mein Fleisch hor GOtt h und Wahrh 6. So w dir zu Ehre Ausgiessung, Aemtern und wuͤrckungen. 135 Pein, mach auf die Himmelsthuͤ te, uns mit einander fuͤhre zur (11 1. So deuucht,diechr⸗ 3. So denn ihr, die ihr. ich derSzu Ag. Kul. emeine „Kelch hef 633 Ott, gib einen milden Regen, und Ruß E) denn mein Hertz ist duͤrr/ wie ch Geist de Hab uͤber mich von oben ab, wie in theuns die starcken Strohme, fliessen, und Hofnunz mein gantzes Hertz durchgiessen. bis zu del 2 23 r Geis 6⸗; soltest du denn, der ach! 19 u te Gaben nur; soltest„ kan ich reht Gaben? feyren. 3. JEsu, der du hinge zangen 60tegerf in dem Vater, sende mir deinen wil ich nich Geist, den mit Verlangen ich er⸗ Hhristen ald, parte, HErr, von dir: Laß den uns seinen Tröster ewiglich bey mir seyn und nit grossen sehren mich, in der Wahrheit vest 16 Himmelz zu stehen, und auf dich im Glau⸗ rthen Geist, hen sehen. recht lehtet.. Heil ger Geist, du Kraft der vermehret, gromtnen, kehre bey mir Armen weist. esn, und sey tausendmal wilkom— ren, als unstt men, laß mich deinen Tempel seyn, rir Shorel smröre du nur selbst das Haus mei⸗ lsche Wost. jes Hertzens, wirf hinaus alles, t! Nun kön, pas mich hier kan scheiden von und unsern gen suͤssen Himmels⸗Freuden. us allzeit be⸗ 90 Dmahen 9 mit mud ee, Haben, mache mich neu, rein un dichlieben, schon, laß mich wahre iebe haben, Zuld! r. und in deiner Gnade stehn: Gib uben, verghl mir einen starcken Muth, heilige ihr uns auf mein Fleisch und Blut, lehre mich aß wu deln vyr GStt hintreten, und im Geist in nach deil und Wahrheit beten. recht wol! 6. So wil ich mich dir ergeben, 4. Viizir iu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nachstreben, bis ich werde kommen hin, da, mit Vater und dem Sohn, dich im hoͤchsten Himmels · Thron ich erhe⸗ en kan und preisen, mit den suͤssen Engels-Weisen. 2Cor.y/v. Der uns aber zu demsel. 239. M. Nun freut euch, lieben. Ott Heil ger Geist, hilf uns mit Grund auf JEsumChri⸗ stum schauen, damit wir in der letz⸗ ten Stund auf seine Wunden bau⸗ sen, die er fuͤr uns, nach GOttes Rath, am heilgen Creutz empfan⸗ gen hat, zu tilgen unsre Suͤnde. 2. Durchs Wort in unsre Her⸗ tzen schein, und thu uns neugebaͤh⸗ ren, daß wir, als GOttes Kinder rein, vom boͤsen Wandel kehren, und in dir bringen Fruͤchte gut, so viel, als unser bloͤder Muth in die⸗ sem Fleisch kan tragen. 3. In Sterhens /Noͤthen bey uns steh, uud hilf uns wohl verschei⸗ den, daß wir sein sanft, ohn alles Weh, hinfahren zu den Freuden, die uns der fromme Vater werth, aus lauter Gnaden hat beschert in Christo, seinem Sohne. Barth. Ringwald. Zach. 12, 10. Ueber das Haus ꝛc. 240. M. Alle Menschen muͤssen. naden⸗Geist, ach sey willkom⸗ men! zeuch in unsre Hertzen ein, da du wohl wirst aufgenom⸗ men/weil wir Trost beduͤrftig seyn: Troͤste diese schwache Glieder,loͤse, was gebunden, wieder; Lencke, was da irrig heist, o du sanfter Gnaden⸗Geist! 2. Zwar kein Mensch lebt auf der Erden, der des Geistes Gaben werth: Soll'n die dem gegeben werden, der mit Suͤnden sich be⸗ schwert? Alles liegt an Christi Gnaden, denn der heilt der Seelen Schaden, der hat uns auch zuge⸗ wandt GOttes Geist, das theure Pfand. 3. Ach! wir waren wilde Ro⸗ 34 ben, 136 Pfingst⸗Cieder, von ben, gaͤntzlich aus der Art gebracht, Tod und Fluch war unser Leben; Nun ist alles gut gemacht: Was uns Suͤnder, was uns Schwachen kan gerecht und selig machen, giebt uns in der Tauf der Geist, der der Geist der Gnaden heist. 4. Nun, du Brunnquell aller Suͤter, Freuden⸗Geist, du Lebens⸗ Wind! ach! besaͤnft ge die Ge⸗ müͤther, daß dein Licht sich drinn entzündt, daß wir Suͤnder, daß wir Armen recht durch deine Huld erwarmen, schmecken deines Tro⸗ 101 Saft, der uns Todten Leben a v. Treuster Beystand unsrer Seelen! Stifter wahrerEinigkeit! Wann uns unste Suͤnden qualen, 10 gib du Zufriedenheit, daß wir in bir Ruhe finden, steure du den Unglüͤcks⸗Winden: Brich herfuͤr du Gnaden⸗Schein daß wir in dir selig seynyn. 6. Wie ein Hirsch nach Wasser schreyet, weun ihn Durst und Hitze plagt: So wird auch mein Hertz erfreuet, wenn mich mein Gewist sen nagt. Gnaden⸗Geist! ach laß dich finden, kom mit mir dich 10 verbinden, daß ich jetzt und al⸗ breit. deinen Ruhm und Lob aus⸗ reit. Joh. 13, 26. Der Troͤster der Heil. 3241. M.Romt her zu mir spricht G Vater sende deinen Geist, den uns dein Sohn erbitten heist, aus deines Himmels⸗Hoͤhe: Wir bitten, wie er uns gelehrt/ gib, daß ja keiner unerhoͤrt, von deinem Throne gehe. ů 2. Kein Menschen⸗Kind, hier auf der Erd, ist dieser edlen Gabe werth, ey uns ist kein verdienen: Hier gilt auch nichts, als Libb und Gnad, die Christus uns verdienet hat mit Buͤssen und Verfuͤhnen. 3. Es jammert deinen Vater⸗ Sinn der grosse Jammer, da wir hin durch Adamis Fall gefallen: Durch dieses Fallen ist die Macht des Seiligen Seistes ö A des boͤsen Gelstes leider bracht.au deh/ wenn alle ihn und auf uns allen. lindert unsrel 4. Wir halten, HErr, an un hindurch ins serm Heil, und sind gewiß, daß trost und froͤl dein Theil in Christo werden blhh 12. Nun, ben, die wir, durch seinen Toduß Guͤt! hoͤr u Blut, des Himmels Erb und hoch ius Gemüth, stes Gut zu 1 treulich glaͤubey Gih deinen 6 . Und das ist auch dein Gnaden kegiere, und Werck, durch deines Geistes Hus ewgen Leben und Staͤrck, weil wir gar nichi Ezech.36/27 vermoͤgen: Wie bald wuͤrd unsth 442. Mel. Glaub und Treu, HErr, wo ius(Feilger G uns nicht stuͤndest bey, sich inde rer, n Asche legen? ö Bekehrer! 6. Dein Geist erhalt des Glun zens Schrei bens ⸗Licht, wenn alle Welt dis gung seyn. wider ficht, mit Sturm und viel 2. Gib, d Wassen: Und wenn auch gleih Iag tntert der Fuͤrst der— 105 1 er u. Ernen un ich legt ins Feld, so kan er dech Her sich legt ins Feld, hn Bahr nichts schaffen. 9 7. Wo Dieser hult, be ist, am Sieg, wo dieser hilft, da wird da Krieg gewißlich wohl ablauffen; selbst Lust v Was ist doch Satans Reich und Stand? wenn Gottes Geist en hebt die Hand, faͤllt alles ubenn J Hauffen. 2 Er reißt der Hoͤllen Band entzwey, er troͤst't, und macht diz Hertze frey von allem, was unz kraͤncket: WennSůunde, Tod und Teufel schreckt, so ist ers, der uns schuͤtzt c deckt, viel besser, als man dencket. 9. Er macht das bittre ale Wort suͤß, ist unser Licht im Finsterniß fuͤhrt uns als seine Schaafe, ha vor uns seinen Schild, und wacht. daß seine Heerd in tieffer Nacht, mit Ruh uud Friede schlafe. x 10. Er lehret uus die Furcht des HErrn, liebt Reinigkeit, und woh⸗ net gern in frommen keuschenSett len; Was niedrig ist, was Tu gend ehrt, was Busse thut und sich bekehrt, das pflegt er zu erwaͤhsen II. Er ist und II treu, er steht uns auch im 6 den, wa den, und, thun mei So len, un behj Ausgiefsung, Aemtern und wuͤrckungen. 1 37 bracht, ij sey, wenn alle Ding abstehen: Er ö ludert unsre letzte Quaal, laͤst uns Elr, an un hindurch ins Himmels⸗Saal ge⸗ viß, daß u trost und froͤlich gehen. werden bl 12. Nun, HErr und Vater aller neu Tod us Guͤt! hoͤr unsern Wunsch, geuß rb und hoch ius Gemuͤth uns allen diese Gabe: lich gläuben Gib deinen Geist, der uns allhier pein Gnaden kegiere, und dort für und fuͤr im Beistes Kus ewgen Leben labe! P. Gerhard. r gar nichti Ezech.36,27. Ich wil meinen Geist wurd unsees 242. Mel. Nun kom der Heyden. Err, wo dh(Jeilger Geist, du Himmels⸗Leh⸗ / fich in di 5 rer, maͤchtger Troͤster und ö Bekehrer! ach! laß meines Her⸗ it des Gluuh tzens⸗Schrein deine ewge Woh⸗ e Welt dus hung seyn. ö n und viele 2. Gib, daß stets, durch heilges auch glech Dencken, sich mein Hertz zu GOtt bst wider un enag lencken: Klopf an meinem kan er doch Hertzen an, wenn ich geh auf fal⸗ Ischer Bahn.—. eist ist, dail 3. Treibe, leite und regiere, da wirdhaf mich zum Guten stetig fuͤhre; gih ablauffen; selbst Lust und Kraft dazu, daß ich 6 Reich un Gottes Willen thu. tes Geist en! 4. Gib mir stetiges Verlangen, alles uͤben JEsu vester anzuhangen, immer ö mehr von Suͤnden rein, heilig, doͤllen Barl ohnbefleckt zu seyn. d machtduh. Hilf, daß ich mich bald betrü n, was uugs be, wenn was Boͤses ich veruͤbe, ide, Tod und. und daß bey mir wahre Reu über ers, der uns besser, alsl mein Versehen sey. Laß mich allezeit erwegen, daß Gott sey bey mir zugegen, der auf ittre Creutz alle Wort und That stets genaue . ö Achtung hat. 7. Laß mich, weil ich leb auf Er⸗ den, wachsam stets erfunden wer⸗ den, und, nach goͤttlichem Geheiß, thun mein Amt mit allem Fleiß. 8. So werd ich durch dieses Fuͤh⸗ ren auch in meinem Hertzen spuͤh⸗ ten, daß du, werther GOttes on. in mir wohnst und kraͤftig 2— — — — — — Furcht des it, und woh⸗ euschenSee— „ was Tu⸗ hut und sich uerwaͤhlen et stets geß h im Tode bey yst. 9. Ich wil stets von gantzer See⸗ len deinen GOttes Ruhm erzaͤh⸗ leu, und samt Vater und demn Sohn preisen dich in deinem Thron.* Joh. 14, 16. Ich wil den Vater. 243. M.Ein veste Burg ist unser Err auf dein Wort solls seyn gewagt, du kanst mirs nicht verdencken; du hast mir einmal zugesagt, den Heilgen Geist zu schencken: Drum koin ich jetzt zu dir, JEsu halte mir, was du ver⸗ heissen hast, du wilst ja diesen Gast, dem gehen, der dich liebet. 2. Hier bin ich, habe meint Lust schmaͤhe diese 35 an dir und deinen Worten, nichtt liebers ist mir sonst bewust; Schleuß auf die Hertzen⸗Pforten, und sende deinen Geist, der ein Troster heist, ein Feur, ein Thau, ein Band, ein Hauch, ein Brunn, ein Pfand, ein Oel, ein Finger Gottes. 3. Kom Troster, hilf, und steh mir bey, kom Feur und mich ent⸗ zunde, kom Thau und mein Erqui⸗ Kung sey, kom Band und selig binde, kom Hauch erweise dich, kom Brunn und netze mich, kom Pfand, wend alles Leid, kom schaf⸗ se in mir Freud, kom Finger GOt⸗ tes nieder. ů 4. Kom Heiliger Geist, wahrer Gaott kom himlisches Verlangen, hilf mir im Leben und im Tod, laß mich an Ghtt vest hangen Mein Hertz mach neu, gib mir wahre Reu, sey meiner Seelen Ruh, sprich mir Betrübten zu, gih Weisheit wohl G Gland laß mich 5. Gib Glauben, laß mich Got⸗ tes Huld durch Sünden ichroer schertzen, gih Lebe, Hofnung und Geduld, gib Demuth meinem Hertzen, gib Andacht im Gebet, wann ich fuͤr GOtt tret, ach laß mir Hertz und Sinn nur richten bloß dahin, woher mir Hulfe 1.9 6. Erxleuchte mir, du liebes ei des Hertzens finstre Hele, pert Wohnung nicht, ö senck 138 Pfingst⸗Lieder, von seuck dich in meine Seele. HErr GOtt, ich bitte dich, staͤrcke, labe mich/ sey meine Kraft, mein Rath, mein Trost, mein Advocat, gib Freude, mach ledendig. . Treib von mir aus den argen Sinn, hilf mir mein Fleisch be⸗ zwingen, und nim den boͤsen Wel⸗ len hin; Gib mir vor allen Din⸗ gen, daß ich mich in der Lieb mei⸗ nes IEsu uͤb, und taͤglich fertig sey, aus dieser Wuͤsteney vor dei⸗ nen Thron zu gehen. Petr. 4, 14. Der Geist, der ein. 244. M. Alle Menschen muͤssen. Hermemn JEsu, meine Wonne! meiner Seelen schoͤnster Theil! meine Freude, meine Son⸗ ne! Meine Zierde, Schmuck und Heil! Mrine Liebe, mein Verlan⸗ gen! du bist zwar von mir gegan⸗ gen, hast verlassen diese Welt, und regierst im Himmels⸗Zelt. . Doch hast du herab geschicket deinen Heil'gen guten Geist, der mich oft mit Trost erquicket, der, weil er ein Troͤster heist, meinem hochbedraͤngten Hertzen, in den groͤsten Seelen⸗Schmertzen, wenn ich nur an ihn gedacht, Trost und Freude hat gemacht. 3. Den 105 mich nun nicht ver⸗ liehren, weil ich leb auf dieserErd: Wenn mich von dir ab wil fuͤhren die gottlose Satans⸗Heerd, o! so wil ich ihn vest halten, und ihn ei— nig lassen walten, ihm nur soll mein Hertz allein ewiglich ergeben seyn. 4. So werd ich ihn nicht betruͤ⸗ ben, so wirst du, mein höchstes Gut, nicht nachlassen mich zu lie⸗ ben; So werd ich, voll Trost und Muth, stets dein Temyel seyn und bleiben, nichts wird hier mich von dir treiben: Ja ich werd auch dort bey dir ewig leben fuͤr und fuͤr. Roͤm. 8, 9. Ihr aber seyd nicht. 247. M. Err JEsuchr.wahrer omm, GOtt Schoͤpfer, Heili⸗ ger Geist, besuch das Hertz der Menschen dein, mit Gnaden ———— des Seiligen Seistes Ar ——— sie fuͤll wie du weist, daß dein dy dah wir nichtẽ choͤpf soll vor dir seyn. denn JEsum 2. Denn du der Troͤster bistg nannt, des Allerhoͤchsten Gahz theu'r, ein geistlich Salb an um gewandt, des Lebens Brunnen Lieb und Feu'r. 3. Du bist mit Gaben mannig falt, der Finger GOttes rechti Hand, des Vaters Wort giebstdh cand. 4. Zuͤnd uns ein Licht an in Verstand, gib uns ins Hertz det Liebe Brunst, des Fleisches Schwachheit dir bekandt, staͤrck allzeit durch dein Kraft und Gunst. 5. Des Feindes List Freib von uns fern, den Frieden schaff bey uns dein Gnad, daß wir deinm Leiten folgen gern, und meyden unsrer Seclen Schad. 6. Den Vater uns wohl kenne lehr, und JEsumChristum, seinen Sohn, daß wir auch geben gleiche Ehr, dir beyder Geist in einem Thron. ů* 7. GOtt, unser Vater, sey allzeit aus Hertzen⸗Grund von uns— preist. Lob sey, HErr JEsu, dir bereit, mit GOtt dem werthen Heil gen Geist. Hymnus Am—⸗ brosi, verd. D. M. Luther. Ap. Ges. 2,4. Und wurden alle voll 246. In eigener Melodey. om Heiliger Geist, HErre Gott, erfl mit deiner Gna⸗ den gut deiner Glaͤubigen Hertz Muth und Sinn, dein brunstig Lieb entzuͤnd in ihn'n. O HErr! durch deines Lichtes Glantz ʒu dem Glauben versamlet hast das Volck aus aller WeltZungen, das sey dir, HErr, zuvob gesungen. Halleluja, Halleluunn. 2. Du heiligesLicht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort, gar bald mit Zungen frey in allen Glauden, un Macht vertr. 3. Du hei Trost, nun hi trost in dein hleiben, died teiben. Kraft uns b Hleisches Bl. litterlich rir Leben zu dir Halleluja. 2Tim. 1, I. 247. M. Ga om, o ko: Wwahrer deine Kraft erfuͤl uns Geist, und dunckeln He 2. Gib in nen Weish treten, fre seufz auch unsre Bit sicht gem und lehr uns GOtt recht erkennen, von 11 50 Vater ihn nennen. O HErr! behuͤt vor fremder 1* 6. Wi um, seinen ben gleiche in einem sey allzeit nuns JIsu, dir werthen nus Am. 1. Luther. n alle voll odey. HErre iner 7 gen Hertz bruͤnstig HErr! 3 zu dem as Volck sey dir, alleluia, el Hort, 62 xt, ennen, nen. O Lehr, dat alb ö 4¹¹ Bruuneg Trost, nun hilf uns froͤlich und ge— Aus glessung, Aemtern und Wuͤrckungen. 13 aß dein 00 daß wit nicht Meister suchen mehr, denn JEsum Christ, mit rechtem Glauden, und ihm aus gantzer sten Gah Macht vertrauen. Hall. Hallel. 3. Du heilige Brunst, suͤsser trost in deinem Dienst bestaͤndig h eiben, die Truhsal uns nicht ab⸗ tes rechta teiben. O HErr! durch dein rt giebstaul Kraft uns bereit, und staͤrck des Hleisches Bloͤdigkeit, daß wir hie itterlich ringen, durch Tod und icht an in Leben zu dir dringen. Halleluia, Halleluja. D. M. Auther. e isches Tim. 1,7. Gott hat uns nicht. 2⁴7. M. GoOtt des Himmels und om, o kom, du Geist desLebens, P wahrer Gott von Ewigkeit! deine Kraft sey nicht vergebens, sie erfuͤll uns jederzeit: So wird Geist, undLicht und Schein in den dunckeln Hertzen seyn. ö 3. Gib in unser Hertz und Sin⸗ nen Weisheit, Rath, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, denn was nur dein Wil⸗ le sucht: dein Erkaͤntniß werde groß, und mach uns vom Irr⸗ thum los. 3. Zeige, HErr, die Wohlfahrts⸗ Stege; das, was in uns ist gethan, taͤmme ferner aus dem Wege, schlecht und recht sey um und an; wircke Reu an Suͤnden statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß uns stets dein Zeugniß fühlen, daß wir GOttes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich Noth und Drangsal sindt; denn des Vaters liebe Ruth ist uns alle Wege gut. * Reitz uns, daß wir zu ihm treten, frey, mit aller Freudigkeit: seusz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit; so wird unsre Bitt erhoͤrt, und die Zuver⸗ sicht gemehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Hertz oft rufen muß: Ach mein Ott, mein GOtt! pie lange? Ey so mache den Be⸗ schluß; sprich der Seelen troͤstlich 8 9— gib Muth, Geduld und uh. 7. O du Geist der Kraft und Staͤrcke, du gewisser neuer Geist! foͤrdre in uns deine Wercke, wenn der Satan auf uns scheust: schenck uns Waffen in den Krieg, und er⸗ halt in uns den Sieg. 8. HErr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben moͤge rauben: Du bist unser Schutz und Eyn nein, laß dein Wort gewisser eyn. 9. Wenn wir endlich sollen ster⸗ ben, so versichre uns je mehr, als des Himmelreiches Erhen, jener Herrlichkeit und Ehr, die uns un⸗ er GOtt erkiest, und nicht auszu⸗ wrechen ist. Ioach. Neander. Joh. 15,26. Wenn aber der CTroͤster 248. M. Von Gott wil ich nicht Kem, Troͤster, kom hernieder vom hohen Himmels⸗Thron, auf Christi Freund und Brüder, kom eilig, kom, und wohn im Her⸗ tzen allermeist, mit deinem Licht und Gaben und Freuden⸗Oel zu laben, kom, werther heilger Geist! 2. Du bist ein Trost der From⸗ men, gieß aus dein heilges Oel, und laß es zu mir kommen, daß sich niein Hertz und Seel ersreuen in⸗ niglich: kom, Trͤͤster, zu erqui⸗ cken die Seelen, die sich buͤcken im Geist demüthiglich. 3. Laß allen Trost verschwinden, den mir die Welt verspricht bey ih⸗ rem Dienst der Süͤnden, der mich doch troͤstet nicht: Was JEsus mir anyreist, den wil ich veste glaͤu⸗ ben, du sollt mein Troͤster bleiben, du,/ o GOtt Heilger Geist. 4. Du kanst mein Hertz erfreu⸗ en, und kraͤftig rüsten aus ja gantz und gar erneuen mein armes Her⸗ tzens⸗Haus: drum kom, mein Gott; sagt das Fleisch niser ö schonster Gast, und bleib im Tod und 140 Pfingst⸗Lieder, von dee Seiligen Geistes und Leben, als Troͤster, mir erge⸗ ben, bis mein Gesicht erblaßt. 5. Der du, als GOtt, ausgehest vom Vater und dem Sohn, und mich im Geist erhoͤhest zu GOttes Stuhl und Thron, kehr ewig bey mir ein, und lehr mich JEsum kennen, ihn meinen HErren nen⸗ nen mit Wahrheit, nicht zum Schein. 6. Du koͤmst ja von dem Vater, der meine Seele liebt, drum sey auch mein Berather; wenn mich die Welt betrübt, so kom, und troͤ⸗ ste mich, und staͤrck im Ereutz und Leiden mein Hertz mit vielen Freu⸗ den, daß es erauicke sich. 7. Ja, zeug in meinem Hertzen von FEsu gantz allein, von seinem Tod und Schmertzen, und seiner Wahrheit Schein, daß ich gantz überzeugt, kein Bild in meiner Geelen, als JEsum, moͤg erwaͤh⸗ len, bis sich mein Hertz ihm gleicht. 3. Leit mich mit deinem Fenger, ↄ Geist, von GOttes Thron! und sey mein Hertz⸗Bezwinger, daß mich kein Schmach noch Hohn, kein Truͤbsal, keine Noth, von mei⸗ nem JEsu scheide, im Creutz sey meine Freude, und Trost bis in den Tod. Joh. 10, I1. Ich bin kommen, daß 249. M. Nun dancker alle GOtt eaß mich, o treuer GOtt, dein liebes Schaͤflein bleiben, laß mich von deiner Heerd ja nimmer⸗ mehr vertreiben, gib mir zu aller Zeit das werthe Lebens⸗Wort, das meine Seel erquickt, und bringt zur Himmels⸗Pfort. 2. Gib, daß auch mein Verstand und Sinn nicht moͤgen wancken, erhalte mich allein in deines Wor⸗ tes Schrancken, verleihe mir im Creutz und Tod Bestaͤndigkeit, daß ich dich loben mag in alle Ewigkeit. Lue. 2, 26. Der Heilige Geist war. 250. In bekandter Melodey. N* bitten wir den Heiligen Geist, um den rechten Glau⸗ ben allermeist, daß er uns behn an unserm Ende, wann wir hein fahren aus diesem Eirde eleis. 2. Du werthes Licht, gib y Ar Eindes, gril dlind ich sey; und vor allen, 40Hrund: 2 eifels frey deinen Schein, lehr uns Jlh esallen. Christ erkennen allein, daß wien ihn glaͤuben, den treuen Heiland der uns bracht hat zu dem reth Vaterland. RKyrieleis. 3. Du suͤsse Liebe, schenck un deine Gunst, laß uns empfindg der Liebe Brunst, daß wir unsun Hertzen einander lieben, und in riede auf einem Sinne bleihe Kyrieleis. 4. Du hoͤchster Troͤster ingla Noth, hilf, daß wir nicht fuͤchten Schand noch Tod, daß in uxs dit Sinne nicht verzagen, wenn de Feind das Leben werd verffagen LTyrieleis. Rom. 15, 13. GOtt aber der host 371. M. Freu dich sehr, o sieine O du allersuͤßste Freude! odu allerschoͤnstes Licht! der dj uns in Lieb und Leide unbesuchet laͤssest nicht: Geist des Hochsten f hoͤchster Fuͤrst, der du halt st, und halten wirst ohn Aufhoͤren all Dinge, hoͤre, hoͤre, was ich. 2. Du hist ja die beste Gabe, die ein Mensche nennen kan; wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wuͤnschen an: Ach eigib dich, kom zu mir in mein Herte, das du dir, da ich in die Welt ge⸗ bohren, selbst zum Tempel auser⸗ kohren. 2 3. Du wirst aus des Himmels Throne, wie ein Regen, ausge⸗ schuͤt, bringst vom Vater und dem Sohne nichts als lauter Set gen mit: Laß doch, o du werther Gast, GOttes Segen, den du hast, und verwaltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele fuͤlen. 4. Du bist weis„ und voll Vert standes, was geheim ist, ist dir kund, zaͤhlst den Staub des +4 Du bist den, wo man feuchst hing Euͤnden, wir und Mist: u den⸗Quell! Rin und hel was du flieh Rerne siehest. * 201 eget, fron 0 Muths, heweget, th Huts: Ach zuch dieser Blauch, daf de siebe, krit truͤbe.* 7. Mein⸗ stioden, wet dem re / wenn der d vertlagnn ber der hon hr/ o mlein reude! odu icht! der du as ich*— ste Gabe, die kan; wenn habe, geb ich Ausgiessung, Aemtern und wuͤrckungen. lat en Heilath den, wo man rein und sauber is, Ach etgib nein Herze, die Velt ge. empel auser⸗ 5Himmels: gen, ausge⸗ Vater und lauter Se— du werther den du hast, nem Willen, fuͤllen. d voll Ver: ist, ist dir Des kleinen San⸗ daß mein Hertz annehme nur al⸗ lein, was von dir komt; was der Satan wil und sucht, wil ich hal⸗ ten als verflucht, ich wil seinen schnoͤden Wegen mich mit Ernst juwiderlegen⸗ 3 Nur allein, daß du mich stuͤr kest, und mir treulich stehest bey: Hilf mein Helfer wo du merckest, daß mir Hulfe noͤthig sey: Brich des boͤsen Fleisches Sinn, nim den ten Willen hin, mach ihn aller; dinges neue, daß mein GOtt sich meiner freue. ů 10. Sey mein Retter, halt mich Leben, wenn ich liege sey mein Grab; wenn ich wieder aufersteh⸗ ey so hilf mir, daß ich geh Udeis du in ew'gen Freuden wirst dein' Auserwaͤhlten weyden.— Haul Serhard. 1Cor. 12,3. Niemand kan IEsum 25½2.. Nun freut euch, lieben. Heilger Geist, du hoͤchstes Gut! in Gott die dritt Per⸗ sone, der du ausgehst in gleichem Muth, vom Vater und dem Soh⸗ ne, bist wahrer GOtt von Ewigi keit, und wirst von aller Christen⸗ heit geehrt und angebetet. 2. Wir bitten dich durch deine Onad, uns lehre recht erkennen Christum, und ihn beyd fruͤh und spat, den HErrn des Lebens nen⸗ nen, dazu ihn hertzlich rufen an, und seine Lehr fuͤr jedetmann bis in den Tod bezeugen. 3. Füͤhr uns mit deiner Kraft gewiß in einem neuen Leben, auf daß wir ja kein Aergerniß empfan gen oder geben, weder mit Lehr Glauben mit der That, fuͤr aller Welt, beweisen. ö ö‚ 4 Theil uns, o HErr! bein Gnade mit, salb uns nit deinem Oele, darzu mit Seuszen uns ver⸗ trit, und troͤst die arme Seele, im Creutz mit deiner suͤssen Gunst, und gib uns wahre GOttes: Brunst, einander recht zu lieben. V. Verleih uns einen frischen Muth, und hilf uns ernstlich kaͤm⸗ yfen, daß wir die Welt und unser Blut mit ihrer Reitzung daͤmpfen, und endlich selig schlafen ein, waͤnn unsre Stund wird kommen seyn, von hinnen abzuscheiden. Joh. 16, 3. Wenn aber jener, der. 253. M. Wie schon leuchtet der. O Heilger Geist! kehr bey uns ein, und laß uns deine Woh⸗ nung seyn, o kom, du Hertzenst Sonne! Du Himmels,Licht, laß eben, wenn ich sincke, sey mein Stab, wenn ich sterbe, sey mein deinen Schein bey uns und in uns ö RaftiE noch boͤsem Rath, sondern den Traftig seyn, zu steter Freud und 143 Pfingst⸗Cieder, von des Zeiligen Geistes Ar Wonne. Sonne, Wonne, him⸗ lisch Leben wilt du Romm wenn wir beten, zu dir kommen wir getreten. 2. Du Quell, draus alle Weis⸗ heit fleußt, die sich in frommeSee⸗ en geußt,/ laß deinen Trost uns hoͤ⸗ ren, daß wir in Glaubens Einig⸗ keit auch koͤnnen aller Christen⸗ heit dein wahres Zeugniß lehren. Hoͤre, lehre, daß wir koͤnnen Hertz und Sinnen dir ergeben, dir zu Lob, und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bey mit dei⸗ nem Rath, und fuhr uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Bestaͤndig⸗ keit, daß wir getreu dir bleiben fuͤr und fuͤr, wenn wir viel leiden muͤssen; Schaue, baue, was zer⸗ rissen, und geflissen, dir zu trauen, und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsam⸗ Kraft empfinden und zur Ritter⸗ schaft dadurch gestaͤreket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz, mit freudigen Geberden; Laß dich reichlich auf une nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Un⸗ gluͤck uͤberwinden. 5. O starcker Fels und Lebens⸗ Hort, laß uns dein Himmeltsuͤsses Wort in unsern Hertzen brennen, daß wir uns moͤgen nimmermehr von deiner Weisheit reichen Lehr und deiner Liebe trennen: Fliesse, giesse deine Güte ins Gemuͤthe, daß wir koͤnuen Christum unsern Heiland nennen. 6. Du füsser Himmels⸗Thau, laß dich in unsre Hertzen kraͤftig⸗ lich, und schenck uns deine Aebe, daß unser Sinn verbunden sey, dem Naͤchsten stets mit Liebes⸗ Treu, und sich darinnen uͤbe. Kein Neid, kein Streit dich betruͤbe, ried und Freude wirst eben. wir fuͤhren unsre Lebens Zeit j Huen, Land unsers Geistes Staͤrcke, daß un I0 Kertzen. hinfort 0 unbewust die Eiest Berckstätt ber des Fleisches Lust, und seine ii meinen Leben ten Wercke. Ruͤhre, fuͤhre un durch dein wer Sinnen nud Beginnen von ö j x Eaden, daß mir Himmale EP0 eu G 0 werden. M. Mich. Schirnn mir, wie ic Roͤm. 8, 14. Welche der Geistth hinach mlehr 254. M. Vom Seiliger Geist⸗ 0* 00 O theurer Troͤster, Heilhi 1n Ich Geist! der du dich in diehn 0 cke mich, tzen geußst, die sich zu dir in di muth kehren, ich flehe dich, mich zu erhoͤren, und mein erkalten aler Schaͤtze. Lerchit, durchs suͤsse Wes deüe ner Guͤt, erwaͤrmen, und es zumn ich ei Hen se 1010 11 Wch i 1 0 treib 15 en feyren. Halleluja, Hallelun 1 2 0 Deb perzen 0 mit Cun Vegen daßg raft des Hertzens harte Eigen Abb Suu)Dammd 79 Kuskn er. deng an unden, damit du dein Haus kün g nest finden: Ach! es ist leiden In Lbe. angefuͤllt mit dem, was Welt und Wollust stillt, es liegt noch vest an Ctreit mit Koth der Erden, wie kans danmn geudigkeit, deine Wohnung werden? Hall⸗ hestehe, und luja, Halleluja. egehe 3. Der Wille liebt die Zeitlich shre mich, keit, und halt die Nacht fuͤr susse Geele sich na Freud, verlast die Ruh, das walft settsehne, m Wesen, und wil durchs Todes aitlehne. H Gift genesen: Dein theures Wont 9.5 Geist erkennt er nicht, ja schmecket niht duß r dir fo des Glaubens Licht, die sanste die Maur de Speise unsrer Seelen, wie kanich Iha, Vate denn, dich Gast, erwaͤhlen 2 Hal quh und§ eiend in des Herden 4. So elend ist des Hertzenz nZu Haus, ach! kehre ein, und fege md ich in aus den Schlam und Koth der Halleluja, Finsternissen,ergäntze,was dasellst Cor. 1,41. serrissen. Zerstör das faule Sün v. N. den⸗Nest, das sich auf Belial vet Areis sey laͤst, und laß mich aus der Knecht⸗ heist schaft gehen, und in der süssen a Geist u Freyheit stehen. Hall. Hallelujg. gessen, und 5. Du edler Pfingst⸗Gast, dring in: Preis — Frisd und Liebe muͤsse Dn ceden. u 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit herzu, und gib der Seelen ihrt nd 8 Huht Dinet, daß d. seine in fuͤhre H1 Feuer dun Kdieghr He die Pfing „Halleiun mit deinn arte Eigen sen Fels der in. Haus kün ist leider 8. Welt und noch vest an ekans dann den? Hallh die Zeitlich cht fuͤr susse „das wahle chs Todess heures Wont mecket nicht die sanste wie kanich hlen? Hal 8 Hertzens „und fege Koth der vas daselbst faule Sun Belial ver⸗ er Knecht/ der suͤssen Halleluja. ast, dring ũeelen ihre 0 , Haß l Ausgiessung, Aemtern und Wuͤrckungen. 142 Ruh: Arbeite selbst an meinem Hertzen, und zunde an die Glau⸗ 0 1 wie ich in Andacht kom zu it, ach! lehre mich von Hertzen heten, in wahrer Kraft vor dich treten. Ich bin gantz laulich, staͤrkke mich, daß Hertz und Seel Mentzuͤnde sich, und bloß in dir das esen setze, so hat es den Schatz —1 Schaͤtze. Hell. Halleitha. ö 7. Leg du mir dieses Zeugniß heh, daß ich ein Kind des Hoͤchsten seh/ treih selbsten mich zu deinen WPegen, daß sich in mir die Luͤste ligen, und ich in wahren Glauben fan das Abba, Vater! stimmen au; geuß aus durch deine staͤrcke Criebe, die Stroͤme GOttes rei⸗ cher Liebe. Hall. Halleluja. 8. Umguͤrte mich in allem Streit mit wahrer Glaubens⸗ hreudigkeit, daß ich in deiner Kraft hestehe, und nicht auf fremde We⸗ egehe. Du Geist der Weisheit, shte mich, daß Hertze, Geist und Soeele sich nach deiner hohen Weis⸗ heit sehne, und von dir alle Macht zutlehne. Halleluja, ½ 9.O Geist, regiere meinenGeist, doh er dir folge allermeist, daß er lie Maur der Suͤnden breche, und Vba, Vater, stetig spreche: Laß guh und Fried im Hertzen seyn, und floͤse deinen Trost hinein, daß keine Suͤnd dich von mir treibe, ind ich in deinem Bunde bleibe. Halleluja, Halleluja. 0or. ,1. 23. GOtt ists aber,der 259. M. Rom Heiliger Geist/c. reis sey dem Vater, der ver⸗ P heist, daß er woll seinen heil⸗ gen Geist uͤber alles Fleisch aus⸗ giessen, und das auch nun erwie⸗ u: Preis sey dir, JEsu, und stets anck, daß du nunmehro hast den Gang zum Vater wohl vollendet, und deinen Geist zu uns gesendet. Halleluja, ,:;: 2. Preis sey, o heilger Geist, dit heut, du wahrer GOtt von Ewig⸗ keit, der du vom Vater und Sohne ausgehst, und aus dem Throne herkoͤmmest in der Junger Haus. und uͤber sie dich geussest aus. Gib dich auch mir zum Leben, wie du den Juͤngern dich gegebeni Hall./: 3. Du Geist der Weisheit, Wahrheit, Kraft der Staͤrcke, Gottesfurcht, Kindschaft, des Friedes, Raths und Liebe, dein Gaben mir doch giebe. Du Geist der Gnaden des Gebets und des Verstandes/ seufze stets in mir, so oft ich bete bey GOtt, o GOtt, mich selbst vertrete! Hall. 4. HErr, meinem Geiste Zeug⸗ niß gib, daß GOtt gewiß mich ha⸗ be lieb, daß ich sein Kind unt Er⸗ be, und drauf hier leb und sterbe. Zum Tempel der Dreyeinigkeit mein Hertze selber wobl bereit: Lehr mich GOtt recht erkennen, und IEsum meinen HErren nen⸗ nen. Halleluja, Halleluja, 5. Erneure in mir GOttes Bild, laß mich erkennen, GOtt mein Schild, was JEsus mir erwiesen, in sein Verdient mich schliessen: Den wahren Glauben mir verleih, und alle Tugenden darbey: staͤrck heile, troͤst, und fuͤhre mich, da ich ja dich nicht verliere! Hall. 6. Du Freuden⸗Oel, mit dir sind wir gesalbet wende dich zu mir, die Welt samt ihren Luͤsten la nicht bey mir einnisten: Was di von mir wil jagen hier, Welt, Suͤnd und Satan treib von mir? Laß mich dich nie betruben, noch was, so dich betruͤbet lieben! Hal⸗ lelujg, Halleluja. 7. Erxhalte mich bey reiner Lehr, das ich nur lebe GOtt zur Ehr, sey meiner Seelen Freude im Todes⸗ Kampf und Streite. Dein* e —— Pfingstvieder, von des Seiligen Seistes At de der sey, wo ich bin, daß er be⸗ wahr mein Hertz und Sinn/daß ich Heb Fried und Treue, und solche Lieb immer verneue! Hall.1 8. Du Fiuger GOttes schreibe du doch JEsum in mein Hertz, und ruh in mir zu allengeiten, in Truͤb⸗ sal, Angst und Leiden: ach! sey mein Beystand immer fort, und bleibe bey mit hier und dort: hilf mir, wenn ich gefallen, und sey mein ales mix in allen! Hall.: 9. Mit dir hat GOtt uns auf das best versiegelt drum versiegle vest, o Hertzens⸗Gast mein Hertze, daß es GOtt nicht verschertze. Laß die Dreyeinigkeit und mich ver⸗ einigt bleiben ewiglich, hier sie im Glauben sehen, und dort ewiglich vor ihr stehen! Hall. Hall. EV 11, 2. Auf welchem wird ruhen 256, M. Err ich habe mißgeh. Strab der Gottheit, Kraͤft der Hoͤhe, Geist der Gnaden, flehe, das zu geben, was mir noth/ laß den Ausfluß deiner Gaben auch mein duͤrres Hertze laben. 2. Glaube, Weisheit, Rath und Staͤrcke/ Furcht, Erkaͤnntniß und Verstand, das sind deiner Gott; heit Wereke, dadurch wirst du uns bekandt, daburch weist du recht zu lehren, wie wir GOtt und JEsum khren. ö* 3. Cheurer Lehrer, GOttes Fin⸗ ger, lehr und schreibe deinen Sinn auch ins Hertz mir, deinem Juͤn⸗ ger, setze dich auf mich auch hin, daß ich dann von deiner Fülle reichlich lern, was sey dein Wille. 4. Laß das Feuer deiner Liebe kuͤhren meine Zung und Mund, daß ich auch mit heissem Triebe Gottes Thaten mache kund, laß es drent mein Hertz entzunden, aus⸗ zubrennen ale Sünden. 5. Leg hingegen meiner Srele deine heil ge Salbung bey, daß mein Leib auch von dem Oele dein geweyhter Tempel sey, bleib nuch bey mir, wenn ich sterbe, daß 2. Da Chris Christi Reich ererbe. antz vollenöre 6. Strahl der Gottheit, Kiu herrlich war der Hoͤhe, Geist der Gnaden, was must erfuͤllet! zer GOtt! hoͤre, wie ich armgsprochen, daß flehe, das zu geben, was mir noth men ward ge laß den Ausfluß deiner Gabel Geist, der Trö! auch mein duͤrres Hertze laben. unser Leben, g Joh. 16, 8 10. Wenn derselbig harneben. 297. Mel. JEsu meine Freudt 3. Drum set Ursrung wahrer Freuden, kom Seel! und in meinem Leiden, und ersteu werthe Pfing mich, strafe meine Suͤnden doch hein Trauren daß ich mag finden, daß du kraͤslig shweret dich lich dich in mir, o werthe Zits guf Christum hast ergossen, daß dein Lieben ic hat die Sund hier aus mag uͤben. mnuß aus Sale 2 Laß nichtLieb erkalten in mih sch erhoͤhen. sondern halten meines HErres 4. Ist dir zu Wort: Lehre mich ergruͤnden dis hiß, ey, laß d Wort laß mich finden hier an mus shricht der G nem Ort, werthes Licht! was mil dieweil sie kan gebricht: Doch laß mich in mas uun Lust, de er nem Klagen gleichwol nicht vena kaum wahren wahrer GOtt, hoͤre wie ich Armer ge Wsirns en. Ieun soll derd 3. Auch wollst du in Zeiten mich ue Hulf ist behutsam leiten alle Wahrheit einuilt du denn daß ich moͤge kaͤmpfen ritterlich] 5. Laͤßt der und dampfen, was mir bringetHrer dir nach Pein: Wann die Suͤnd auf mich lliage nicht, geschwind ihren Stachel scheust, lhen seine B mich staͤrcke, daß ich Trost belh shicht, daß e mercke. ů NauderWahrl 4, Wann ich nun soll sterben, aduldet man und mein gleisch verderben/ da ven shird ihn beler laß mich nicht, trit mir an dieSei chm Segen. te, hilß das ich so streite, daß ich ins. Erschrick Gericht ja nicht kom, o mache gͤth, der Gei n. mich daß ich in diesem Leben apuget kraͤft loß moͤg hier nachstreben. slae nicht er Ap. Ges. 1, 5. Johannes hat mit. suicht er, ist 253. MChrist/ unser„Err zum sich hat beiwe Wẽ traurest du, o Serle dochlEuld, des Ti wie magst du dich so kran en Rampf g cken? Des HErren Guͤte währet luchgedrung noch, dein. GOtt wil dich beschem 7. Soll ab cken mit seinem Geist, als welcher ehn, so mur heut ist reichlich ausgegossen dort srosse Pfingste über Christi Santriirir. also/ sund seine Kra; 8 daß sie genossen, was langst schon siu heilias Lel war beschlossen. Ausgiessung, Aemtern und Wuͤrckungen. 145 erbe, daß i z. Da Christus hatte seinenLauf gantz vollenbracht auf Erden, und ttheit, Kun herrlich war genommen auf, da znaden, waß must erfuͤllet werden, was er ver⸗ ie ich armd sprochen, daß der Geist in Flam⸗ aas mir noth men ward gegeben, dis ist der einer Gabel Geist, der Troͤster heist, der heil'get rtze laben. unser Leben, giebt Lehr und Kraft in derselbig harneben.** eine Freude/ 3. Drum setze alles Leid hindan, reuden, konso Seel! und alles Klagen, der „und ersteul werthe Pfingst⸗Gast trit heran, Sunden doch deia Trauren zu veriggen. Be⸗ aß du kraͤstih shweret dich der Suͤnden⸗Last, verthe Zier guf Christum must du sehen, der in Lieben ich hat die Sünd auf sich gefaßt, der muß aus Salem gehen, und lassen sch erhoͤhen. 4. Ist dir zu starck des Creutzes hih/ ey, laß dich unterrichten, es hier an mahh shricht der Geist, sie sey dir nuͤtz, ht! was miz dieweil sie kan vernichten des Flei⸗ mich in mei un Lust, doch wird die Pein Inicht venal kum waͤhren bis auf Morgen, denn soll der Trost verhanden seyn, die Huͤlf ist unverborgen, was wilt du denn viel sorgen? 5. Laͤßt der Tyrannen giftigs Heer dir nach dem Leben stellen, lerzage nicht, dis stoltze Meer muß ichel scheust lgen seine Wellen. Der Geist Trost ben sricht, daß es Gnade sey, wenn Iun der Wahrheit wegen einChrist soll sterben liduldet mancherley, denn GOtt rben/ da ven uird ihn belegen hernach mit rei⸗ ir an dieSei chm Segen. te, daß ich ins 6. Erschrickst du fuͤr der letzten m/ o mache Nuth, der Geist kan dich erquicken, diesem Leben aeuget kraͤftig, daß der Tod dich eben. sbobenicht ersticken. Wie selig, nes hat mit. sricht er, ist er doch, der Christ⸗ 2.% Err zum lichhat bezwungen der Suünden Seele doch!Sold, des Todes Joch, dem ist dich so kraͤn en Kampf gelungen, und er ist zute währet lurchgedrungen. dich beschen7. Soll aber solches recht ge⸗ als welchet schehn, so muß in diesem Leben der egossen dort hiosse Pfingst⸗Gast bey mir stehn, Keut Lanost ͤ 8 — alten in mit nes HEregs rgruͤnden dit Zeiten mich Zahrheit ein, n ritterlich, mir bringet ind auf mich alsoy snd seine Kraft mir geben, daß i schon von Hertzen liebe, voll Glaubens mich mit Wercken zier, in Tugen⸗ den mich uͤbe, den Naͤchsten nicht betruͤbe. 2 8. Nun, edler Geist, ich zweifle nicht, du wirst mein Hertz erleuch⸗ ten, du Wolcken helles Seelen⸗ Licht kanst saͤuberlich befeuchten mein' duͤrre Zunge, daß sie fre weiß JIEsum recht zu nennen den HErren, dessenGuͤt und Treu kein Ding von uns kan trennen: Ach! laß mich das erkennen. 9. Erinnre mich mein Leben⸗ lang, was GOtt fuͤr mieh gelitten, als er durch seinen Todes⸗Gang so manchen Feind bestritten, so werd ich stets der Suͤnden⸗Gift mit hoͤchstem Fleisse meyden, von dem auch, was nicht recht eintrift, mit Gottes Wort mich scheiden, und alles drüber leiden. 10. O Geist! gib Zeugniß un⸗ serm Geist, daß wir sind GOttes Erben, du werther Hort, hilf al⸗ lermeist, daß wir einst selig sterben, laß eine gute Ritterschaft auch mich auf Erden uͤben, verleih auch meiner Seelen Krast, daß sie, durch dich getrieben, nur Cyristum moͤ⸗ ge lieben. ö 11. O Himmels⸗Flam! erwaͤr⸗ me mir mein Hertz fuͤr allen Din⸗ gen, damit es koͤnne fuͤr und fuͤr dasselbe vollenbringen, was dir, mein Pfingst⸗HErr wohlgefaͤllt, dran staͤrcke mich im Leiden, und wenn ich muß aus dieser Welt zu meinem Schoͤpfer seheiden, so nim mich auf mit Freuden. Joh. 14, 17. Den Geist der Wahrh. 259. Mel. Roni eiliger Geist. er recht die Pfingsten feyren wil, der wird in seinem Her⸗ tzen still; Ruh, Friede, Lieb und Einigkeit sind Zeichen einer sol⸗ chen Zeit, worinn der Heilge Geist regiert: der ist ed, der zur An⸗ n chdacht fuͤhrt, er kan kein Welt⸗Go⸗ Auu heiligs Leben fuͤhr, und Gott.— leiden, wer jenes liebt, muß 146 PfingstAieder, von des Seiligen Geistes A muß dieses meyden, und GOtt al⸗ lein gehorsam seyn. 2. Sein Tempel ist da aufge⸗ vicht't, da dient man ihm, nach rechter Pflicht, da giebt er Klug⸗ heit und Verstand, da wird der Sprachen Grund erkannt, derZun⸗ gen Feuer⸗Eifer glimmt, er zeigt, was niemand sonst vernimt, schenckt das Vermoͤgen, auszuspre⸗ chen, was der Vernunft, dem Witz der Frechen, und aller List zu maͤchtig ist. 3. Nun dieses ist der Geist aus Gott, der Frommen Trost, der Boͤsen Spott: die sich der Suͤn⸗ den⸗Lust entziehn, und Busse thun, emyfangen ihn, auf wem er ruhet, der wird rein; er geht zu keinem Stoltzen ein, verleiht der Demuth reiche Gaben, der geistlich Arme soll sie haben, denn sein Gebet wird nicht verschmaͤht. 4. Es ist der Othem und der Wind, der Seelen anblaͤst und ent⸗ zuͤndt, der von des HErren Mun⸗ de weht, und was erstorben ist, be⸗ lebt: Es ist ein Wort, das neu ge⸗ biert, des Deutung man im Wer⸗ cke spuͤrt, ein Zeugniß, das zum Glauben treibet, und das Gesetz ins Hertz einschreibet, daß jeder⸗ mann es wissen kan. . Es ist dieKraft, die alles regt, ein Strahl, der durch die Felsen schlaͤgt, ein heller Glantz, der uns erleuchtet, ein Licht, dem Nacht und Schatten weichet, ein Lehrer, der gufs Gute dringt, ein Helfer, welcher Staͤrcke bringt, ein Rath, der uns zu rechte weiset, einLabfal, has mit Gnade speiset, und den er⸗ quickt, den Elend druͤckt. 6. Es ist der Ausfluß aus der h, der Weisheit unerschoͤpfte See, einWasser, das vom Unrecht waͤschet, ein Buell, der Durst und Sehnsucht loͤschet, ein Brun⸗ nen, welcher ewig quillt, und das Gemüth mitGuͤtern fuͤllt, ein Vor⸗ rath und verheißner Segen, ein en, Der das Ern ein milder d gen, der das erzieht, was grünl und blüht. Reht, was grin zin wiedrum . Es istein Oel, des Laurashs nahlmut s. zu Koͤnigen und Priestern wen dheunch Die Salbung, die uns mitgeth e ö elegen, let, die Wunden und Verderbns ichtz du heilet, ein Abgrund, drinn A er sein b Wahrheit steckt, die sich demin n kan er ren Aug entdeckt, wogegen Kun Gut und menschlich Wissen der Tu 6. Du waf heit aͤhnlich werden muͤssen; S ichtest unsre machet frey von Heucheley. em Ende 3. Du theurer Gast und hicl suß: Ou ler ster Schatz, sey unser Beystan Uusiedie La und Entsatz, an den sich das Vn trauen haͤlt, wenn uns Versuchun überfaͤllt. Vermehr in uns d Zuversicht, wehr aller Furcht/ y laß uns nicht, daß wir in Ni nicht unterliegen, vielmehr h hertzt den Tod besiegen, wenn in die Zeit das Ende draͤut. Ap. Ges. 19, 2. Habt iht den Hil haut! 2%.½M. Hertzlich thut mich val g. Doch n Vir seufzen mit Verlanges Wéĩ nach dir, du Seelen,us ISunden so bald wir dich empfangen, kom bald wir dich so gar, daß er unser Hertz in Rast, denn waßei—— Christ muß haben, o werther Gast saidre den⸗Oel. 9. Hoͤr auf Dingen dein nach der Ti Himmel gilt 7. Oherrli Schencker gr ich daran ge hast gebracht oͤzen, so ruf ö 0 zů schaͤtz allhier, Leib, Seel und Geist zuln ben, das findet man bey dir. 2. Du richtest unsre Sinnen aus nas schnöde Andacht kraͤftiglich, ja was wus pirst du get Guts beginnen, das koͤmt allein durch dich; dil zierest uns von Shnerrn oben, mit Gaben mancherley, Ann mit zerkn. fuͤr der Feinde Toben haͤltst hi in der Liebes dein Voͤlcklein frey. 10. Wer 3. Wenn wir auf Erden walleh is herrlt che so foͤrderst du den Lauf, und siud sür allen Di wir denn gefallen, hilfst du bah wieder auf: Wenn wir auch Man gel leiden, so giebst du, was un noth, du kroͤnest uns mit Freuden und n den uns Hlt rn 4. Wenn Satan uns laͤst irreh as, als er durch seine List gar leichtlich Eutmüben kan verwirren was schwach und kaß uns Be furchtsam ist Pflegst du vor allhh gend, Ehr Diszir erjagen! Ausgiessung, Aemtern und wuͤrckungen. 14⁷ milder was grün Dingen dein arme Schaͤfelein da⸗ hin Kahil zu bringen, wo selben wohl muß seyn. benh 3 Du bist auf finstern Wegen . Ran herrlich unser Licht, es ist an Verderdn 2 gelegen, daß wir⸗ verderben erderbih nicht; du regest unsern Willen, ptinn N paß er sein bestes thüt, durch Tu⸗ sich demi gend kan er stillen der hösen Luͤste gegen Kun 1 Du lehrest unsre Jugend, hbaß sie die Laster schillt, und strebet nach der Tugend, die bey dem Himmel gilt. 7. O herrliches Geschencke! Ja Schencker groß von Macht! wenn ich daran gedencke, was du mir hast gebracht: So kan ich mich er⸗ Izen, so ruf ich überlaut: o selig zu schaͤtzen, die dieser Gast er⸗ aut! g. Doch wird er nicht gegeben 101 der Lasterhaften Schaar!— stets 7 0— n Suͤnden leben, verschmaͤhet er Hennen au sogar, daß er auch nimmer wohnet werlheru sl einer boͤsen Seel! Was from 1d Geist un Iuel. mit diesem Gna⸗ ey dir 9. Hoͤr auf, o Mensch, zu lieben, 4 1. vas schnoͤde Wollust heist, alsdenn ö 16 II. In hirst du getrieben von einem gu⸗ an a ten Geist, beweine doch mit re enl val Schmertzen, was du zuvor gethan, —½ + umit zerknirschtem Hertzen lauf en haͤltst di in der Woer aher ol—5 2— 3 10. Wer aber soll uns bringen 151 11— hiherrliche Geschenck? GOtt! l* allen Dingen bleib unser einge⸗ 5 auchR enck; HErr JEsu, gib aus Gna⸗ 3n a 4am Irdten 195 n 08n, on Hri⸗ +n rdiesen Gast zu laden, von Her⸗ mit Freuden hen. Pth uuse Seale keb 9 11. Laß unsre Seele lieben nur gar lichli das, was himlisch ist, laß sich im Hhwach un guten uͤben den Leib zu jeder Fristz al laß uns Begierde tragen zur Tu⸗ 11 gend, Ehr und Zucht, so werden hir erjagen des GBeistes edleFrucht. TLa. Laß unsre Augen sehen nach Zions guͤldner Stadt, laß unsre Fuͤsse gehen den theuren Friedens Pfad: Laß unsre Ohren hoͤren das Wort der Seligkeit,/ laß unste Lip⸗ pen lehren nur das, was GOtt gebeut. ö ů 13. Laß uns doch nimmer wan⸗ cken von deiner rechten Bahn, gib heilige Gedancken, steu r allem ful⸗ schen Wahn: Hilf, daß wir hertz⸗ lich hassen, was Suͤnd und Lasted heist, so wird uns nicht verlassen, o Gott! dein guter Geist. Ap. Ges. 9, 31. So hatte nun die 261. M. Selst mir Sottes Suͤte . Brn. zu deinen Thoren, sey meines Hertzens Gast, der du, da ich gebohren, mich neugeboh⸗ ren hast: o hochgeliebter Geist! des Vaters und des Sohnes, mit beyden gleiches Thrones, mit bey⸗ den gleich gepreist!“ 3. Zeuch ein, laß mich empfin⸗ den, und schmecken deine Krast, die Fund. die uns von Suͤnden Huͤlf und Errettung schaft. Ent⸗ sůndꝰge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste, dir Ehr und Dien⸗ ste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht: der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht, und in der auf erstickt, als wie in einer Flu⸗ the, mit dessen Tod und Blüͤte, der uns im Tod erguickt. 4. Du bist das heil ge Oele, da⸗ mit gesalbet ist mein Leib und mei⸗ ne Seele, dem HEReREN JEsu Christ, zum wahren Eigenthum, zum Priester und Propheten, zum Koͤn'ge, den in Noͤthen GOtt schuͤtzt vom Heiligthum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird 366 ft0 dein Singen klinget wohl; Es 10 0 zum Him⸗ mel an, es steigt, und laͤst nicht abe, bis der geholfen habe, der allen helfen kan. 6. K 2 Du 143 Am Feste Trinitatis, oder Seil. Dreyeinigketr, nes Trof voller Zwietracht seyn. 8. Du, HErr, hast selbst in Haͤu⸗ den die gantze weite Welt, kanst Menschen⸗Hertzen wenden, wie dir es wohlgefaͤllt: So gib doch deine Gnad, zum Fried undLiebes⸗Ban⸗ den, verknuͤpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich, und steure dem Hertzleid auf der Erd, bring wie— der, und erneure die Wohlfart dei⸗ ner Heerd. Laß bluͤhen, wie zu⸗ vorn die Laͤnder, so verheeret, die Kirchen, so zerstoͤhret durch Krieg und Feuers⸗Zorn. 6. Du bist ein Geist der Freu⸗ den, von Trauren haͤlt st du nicht, eh ibi uns im Leiden mit dei⸗ tes Licht. Ach ja! wie manches mal hast du mnit suͤssen Worten mir aufgethan die Pfor⸗ ten zum guͤldnen Himmels⸗Saal. . Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit: Wilt nicht, daß uns betruͤbe Zorn, Zanck, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind; wilt, daß durch Liebes⸗Flammen sich wieder thun zusammen, die ———— 10. Beschirm die Policeyen, bol unsers Koͤnigs Thron, daß er und wir gedeyen: schmuͤck, als mit ei ner Kron, die Al mit Froͤmmigke 203. M. ten mit Verstand, it die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend dat Volck im gantzen Land. II. Erfülle die Gemuͤther mit reiner Glaubens⸗Zier, die Hahh. ser und die Güter mit Segen fuͤr und fuͤr: Vertreib den boͤsh Geist, der sich dir widersetzet, undl was dein Hertz ergetzet, aus unsem 12. Gib Freudigkeit und Stan cke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Wercke un taͤglich gnerbeut: Hilf kämpfen ritterlich, damit wir uͤberwinden, und ja zum Dienst der S kein Christ erge be sich. 13. Richt unser gantzes Lehn allzeit nach deinem Sinn, un wenn wirs sollen geben ins Todes Rachen hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns froͤhlich ssen ben, und nach dem Tod ererhen des ew'gen Lebens Haus. Am Feste Trinitatis, oder von der heiligen Dreyeinigkeit, vom goͤttlichen Wesen und Eigenschaften. 3. O IEsu Christ, Sohn einge/ bohrn deines himlischen Vaters, Versoͤhner der'r die war'n ver⸗ lohrn, du Stiller unsers Hades: Lam GoOttes, heil ger HErr und SOtt, nim an die Bitt von unsrer Noth: Erbarm dich unser allet. 4. O Heil' ger Geist, du hoͤchstes Gut, du allerheilsamster Troͤster! fuͤrs Teufels Gewalt fortan behut die JEsus Christus erloͤset, dur grosse Mart'r und bittern Tod, ab⸗ wend all unsern Jammer und wir uns verlassen. D. N. Selneccerus. B. und Brei Ey. Jud. v. 253. Dem Gott, der. 262. In bekandter Melodey. Alem Gott in der Hoͤh sey Ehr, und Danck fuͤr seine Gnade, darum, daß nun und nimmermehr uns ruͤhren kan kein Schade: Ein Wohlgefall'n GOtt an uns hat: Nun ist groß Fried Du Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preis'n, anbeten dich, fuͤr deine Ehr wir dancken, daß du, GOtt Vatet, ewiglich re⸗ gierst ohn alles Wancken. Gantz unermess'n ist deine Macht, fort geschicht, was dein Will hat be⸗ dachtzwohl uns des feinen HErren! 15. Mof er dr Rein kit, die uus weich söttlich 2. Des ben wir 10 Rehn ich, etzu 7 6⁰ E Ehr/ GO Wrr, un En vmn. C. 44½6 44˙· M.ꝰ reyeir 0 licht! a sich u ——51 mitseinem 2. Wir Gonn erw den spaͤter ebt und heit, ist a Dienst ber 3. O re —— schranckte! wol die leffer B Macht! lie groß ij 4. Wer e Weg Mensch w den? Nu weg, nur der ist ga F5. Nur heihem licht in E GOtt heisen w len und 6. Dri uns ohne ngretr ——————— Die Policeyen, ban hron, daß erund mück, als mit ei en mit Verstand, 922 Eucend mit Tugen Land. ö Gemüther mit Zier, die Hauh ter mit Segen rtreib den boͤsen widersetzet, und etzet, aus unsem gkeit und Stan hem Streit, den 1d Wercke um Hilf kaͤmpfen zir uͤberwinden, ist der Suͤnden sich. gantzes Lehen m Sinn, un jeben ins Todes mit uns hier 8 froͤhlich sse⸗ u Tod ererhen Haus. aul Serhard heiligen Wesen „Sohn einge⸗ ischen Vaters, ie war'n ver⸗ sers Hadew: er HErr und schraͤscktes Wesen! wer hat je vom goͤttlichen Wese nund Eigenschaften. 14 B. Mos. 6, 4. Hoͤre Israel, der. . M. Err JEsuChrist, dich er du bist Drey in Einigkeit, ein wahrer GOtt von Ewig⸗ t, die Sonn mit dem Tag von uo weicht, laß uns leuchten dein üttlich Licht.— 2. Des Morgeus, GOtt, dich Uben wir, des Abends auch beten ur dir, unser armes Lied ruhmet lich, jetzund immer und ewiglich. 3. GOtt Vater, dem sey ewig Ehr, GOtt Sohn, der ist der einig HErr, und demTroͤster, Heiligem Gult, don nun an bis in Ewigkeit. HVmn. Ambr. verd. O. W. A. C.. 44, 6. So spricht der HErr. 6. M. Die Sonn hat sich mit. Daauhrer Sn der Gottheit wahrer Spiegel, o Licht vom licht! als dessen Allmachts⸗Fluͤ⸗ lsich um und um durch diesen dkreiß streckt, und alle Welt nit seinem Schirm bedeckt. 2. Wir loben dich, so bald die Sonn erwachet, und wenn sie jetzt hen spaͤten Abend machet: was ebt und webt auf dieser Erden heit, ist alles, HErr, zu deinem Dienst bereit. 3. O reicher Schatz! o unum⸗ wol die Heimlichkeit gelesen? v lffer Brunn! o unerforschte Macht! wie groß! ach GOtt! ie groß ist deine Macht! . Wer kan doch hier, HErr, dei⸗ e Weg erfinden? wie sollt ein Mensch wohl dein Gericht ergruͤn⸗ den? Nur weg, Vernunft, nur weg, nur weg mit dir, dein Witz der ist gar viel zu schlecht gllhier. st/ du hochstes ister Croͤster! fortan behůt erloͤset, dur tern Tod, ab⸗ ainmer und verlassen. Pelneccerus. 5B. . Nur iiumer hin, nur hin mit beinem Dichten, du kanst dich licht in GOttes Weisheit richten, ho GOtt nicht selbst dich unter⸗ weisen wird, so bleibest du verloh⸗ len und verirrt. 6. Drum lehr uns, HErr, o lehr lus ohne Trennen, ininem Drey, und Dreyen Eins erkennen! ach! lehr uns doch, GOtt Vater, Sohn und Geist, daß du Ein GOtt in drey Personen heist. ö 7. Gib, daß von dir diß Wort bey uns stets kiinge: Von ihm/ durch ihn, in ihm sind alle Dinge; dem grossen GOtt sey Ehr in Ewigkeit, Ja, Amen, Ja, singt alle Christenheit. 12 8. Dein Nam ist groß; dein Reich, HErr, in uns wohne; dein Will uns zwing; ernaͤhr uns, und verschone; Versuchung steur; er⸗ loͤs aus boͤser Zeit; dein ist das Reich, die Kraft und Herrlichkeit. %½Joh Franck. IJoh.y//. Drey sind die da zeugen 2059. M. O GOtt du frommer G. udreymal'grosser GOtt, dem Derd und Himmel dienen, dem dreymal heilig singt die Schaar der Seraphinen: du hoͤchste Ma⸗ jestaͤt, du Helfer in der Noth, du aller Herren HEry, Jehovah, Zebaoth. 2. Dich bet ich jetzund an, din Lob und Danck zu lallen, mein Hallelusa laß dir gnaͤdig wohlge⸗ fallen, du allerhoͤchstes Gut und Gnaden volle Sonn, du aller Ga⸗ ben Meer und une xschoͤyster Bron. 3. Mein Schoͤpfer, Mensch und: Vieh/ und alles andre Wesen, laͤst deiner Allmacht Pracht gautz klaͤr⸗ lich an sich lesen; ein jedes Wun⸗ der lobt dich in der All⸗Natur⸗ Stern, Element, Gewoͤlck, und alle Ereatur. sac½. 4. Es muß dich gedermann, den treuen Vater preisen, du fuͤhrest wunderbar, wilst Leih und Seele shern erhoͤrest das Gebet, erfri⸗ chest unsern Muth/ wir sind viel zu gering was deine Treue thut. 5. Heiland, Immanuel, Lamt GOttes ohne Suͤnden mein JE⸗ su! deine Lieb kan kein Verstand ergrunden, das Hallelnja singt dir, als den wahren Christ, das menschliche Geschlecht, das laͤngst erloͤset ist. K3 6. 150 Am Feste Lrinitatis, oder heiligen Dreyeinigkeit, 5. Du nahmest Fleisch an dich, und tratest in die Mitten, trugst unsre Suͤnden⸗Schuld, hast bis aufs Blut gelitten; doch dis dein Blut und Tod erwirbt uns lauter Heih macht daß wir selbst anOtt nun koͤnnen nehmen Theil. 27. O. Joll reiter Kimmen, du Geist voll reiner Flammen, durchs Eyangelium bringst du das Volck zusammen, das Christum kennt und ehrt, du machest alles Licht, giebst neue Feuer⸗Glut, da⸗ mit kein Glaub gebricht. 8. Ach allerhoͤchster Trost, und bester Weisheits⸗Lehrer, Erleuch⸗ ter, Heiliger, Aufrichter und Be⸗ kehrer, dů theilst die Gaben aus, erfuͤllest uns mit Kraft, die der Verderbniß werth, und Gutes in uns schaft. 9.GOtt Vater, Sohn und Geist, priesne Majestaͤt, auf stets zu bene⸗ deyen! laß auf der rechten Bahn uns allezeit bestehn, und durch ein selig's End zu unserm Erb eingehn. 10. Laß, o Dreyeinger Gott! dein Gnaden⸗Antlitz leuchten; dein edler Segens⸗Thau woll un⸗ ser Hertz befeüchten: Wir hoffen ia auf dich, du laͤst uns nicht in Spott, wir singen Gloria! ge⸗st lobt, gelobt sey GOtt. ö Offenb. I,A.. Gnade sey mit euch 266. M. Meine Seel erhebt den Ebie sey GOtt dem Vater, der uns erschaffen hat! Ehre sey ser Harr uns erloͤ⸗ at n 2. Ehre—.—H— dem Heiligen Gelst, der uns geheil get hat! Eh⸗ re sey der heiligen, Hochgelobten Dreyeinigkeit, von nun an bis in Ewigkeit, Hallelui. 1 Cor. 8, 6. So haben wir doch. 267. In bekandter Melodey. Gonl der Vater wohn uns hey, und laß uns nicht verderben; L mach uns aller Suͤnden frey, und hilf uns selig fterben. Fuͤr dem Deufel uns bewahr, halt uns he vestem Glauben, und auf dich la uns bauen, aus Hertzens⸗Grund vertrauen. Dir uns lassen gant und gar, mit allen rechten Chri sten, entfliehn des Teufels Listen, mit Waffen Gottes uns ruͤsten. Amen, Amen, das sey wahr, sh singen wir Halleluja. wer Iue L gehen, de ith: Alle leh, sein e chet von sine Geg und Himi ud hoͤrts as 2. JEsus Christus wohn us 4. D bey, und laß uns nicht verderbenn 3. Der Heilige Geist wohn ung bey, und laß uns nicht ꝛc. D. M. Auther. Es. 45, J. Ich bin der HErr, und. 258. M. Meine Seel erhebt den Gott sey uns gnaͤdig und barm/ hertzig, und geb uns seinen goͤttlichen Segen. 2. Er uns sein Antliz leuchten, daß wir auf Erden en ohn kennen seine Wege. ein GOtt, und Eins in Dreyen, ge⸗ 3. Es segne uns Gott, unser Gott! Es segne uns GOtt, und gebe uns seinen Frieden, Amen. D. M. Auther. Es. 40,28. Weissest du nicht? Has 269. M. Solt ich meinen Gchtt. Geser Gott, der mich erschaß fen hat zu seinem Lob und Preis, laß dein Lob bey mir nicht schlafen, wecke selber meinenßleiß, ets ein Opfer dir zu bringen: denn wer kan so loͤblich seyn, wer so herrlich, heilig, rein, von so ho⸗ hen Wunder⸗Dingen, so gerecht und schoͤn dazu, schoͤnster HErt und Gott, als du? 2. Du bist lauter Guͤt und Wahrheit, welch ein Quell der Freundlichkeit, unaussprechlich hell an Klarheit Licht und Stralen ist dein Kleid: Heil und Recht sind deine Wercke, alle Dinge dei⸗ ner Hand dir von Ewigkeit be⸗ kandt: Deiner Weisheif, deiner Staͤrcke ist nichts gleich, gant nichtes ist vor dir unser Witz und ist. 12140 3. Niemand mag n em dich empt licht lil hebricht, utzuͤnder uh bre uth. 15.— übdich hech nd ich a echten 9 als laute hicht Al och dies Hoͤllen⸗ und Tod 6.Sck langen, ne Tag/ mfange u mag Krone! steh, gar und in d dein Ant werden v.Ni lesen Zei und ein auch m. mnendl. ynder En herschri harren! nig, de nicht v sey dir Ewigke Cyhes. HEr unigkeit, vom goͤttlichen Wesen und Eigenschasten. 151 hr, halt uns 0 ott? Wie ers denckt, so muß es und auf dichla Hertzens/Grund gehen, denn er heißt HErr Zeba⸗ en rechten Chit. kn, sein allsehend Angesicht wei⸗ 8 Deufels Listen, dttes uns rüsten sine E n sey wahn, sh ud Himmel hier und dort, schaut ja. istus wohn un Verm icht verderbenn. mnendlich, also auch seine nade Geist wohn unt licht ꝛc. D. M. Quther, der HErr, und. Seel erhebt den naͤdig und barm/iutzuͤnden. geb uns seinen ins sein Antlt rauf Erden en 96. s Gott, unset uns GOtt, und Frieden, Amen. D. M. Luther. st du nicht? Has meinen Gchn. der mich erschaß seinem Lob und bebey mir nicht her meinengleiß, dir zu bringen: loͤblich seyn/ wer ö 2—21 so 0 ugen, so gerecht 07 HErt zuter Guͤt und ein Quell der unaussprechlich icht und Stralen Heil und Recht „alle Dinge dei⸗ on Emwigkeit be⸗ Weisheit, deiner ts gleich, gantz unser Witz und dag dir widerste hen; ———— z wer ist maͤchtig doch wie iht Alles lauft nach seinem Wil⸗ et von den Menschen nicht; sile Gegenwart kan fuͤllen Erd uud hoͤrt sie fort und fort. 4. Das Vermoͤgen seiner Haͤnde under Ende, und ihm taͤglich im chrauch. Laß miich sehn dich, dich empfinden, du ewiges Heil, glicht! welchem nimmer Glantz gͤticht, laß mich deine Flamm Ach du reine Liebes⸗ gut brenn mir lieblich Hertz und Ruth. . Unersaͤttlich⸗süsse Weyde! gbdich einst zu schmecken mir: o u hoͤchster Trost und bkn sudich alles doch an dir; dukanst uchten Reichthum geben, nichts, ols lauter Armuth ist, da, wo du nicht Alles bist. Ach! was i hoch dieses Leben ohne dich, als Hoͤllen Noth, uͤbertünchtes Grab Ind Tod. ö ö 6. Schatz, du reitzest mein Ver⸗ ungen, ach! wenn romt der schoͤ⸗ Ie Tag, HErr, daß ich dich einst umfangen, und vollkoͤmlich schau⸗ iu mag? daß, o meines Geistes Krone! ich vom eiteln Staube stey, gantz mit dir vereinigt sey, undin deinem Reiche wohne, wo dein Antlitz hell und klar uns soll werden offenbar. . Nun du hast schon laͤngst er⸗ lisen Zeit und Stunde, mir zu gut, ind ein solches lieblichs Wesen auch mit deinem eignen Blut mir herschrieben: unterdessen wil ich harren in Geduld, GOtt, mein Kö⸗ nig, deiner Huld, deines Lobes nicht vergessen. Lob und Preis 270. M. Es ist das heil uns kom. Ott Vater, Ursprung, Quell und Grund der hohen Gott⸗ heit reine, ohn g'wisse Wohnung⸗ Zeit und Stund, von dit gar selbst alleine, von niemand weder auser⸗ kohrn, erdacht, ausgangen no gebohr'n, sondern alles von allem. 2. Du hast gezeuget einen Sohn,x ohn Anfang und ohn Ende, ein sondre, doch dir gleich Person, im Wesen fuͤr dich stehnde, die gar ist deiner Eigenschaft an Weisheit Alter, Ehr und Kraft, und liebest sie von Hertzen. 0 3. Von welcher und von dir sor wol ausgeht noch ein Persone, dir und dem Sohn gleich Ehren voll in ungetheilter Krone, wird GOtt der Vherde Geist genannt, die von euch beyden im Verstand nicht mag getrennet werden. 4. Wir dancken dir, daß du so fein, dich hast im Wort erklaͤret, und an uns in dem Sohne dein, st. dein hoͤchstevieb bewaͤhret, indem, daß er nach deinem Rath, hat muͤs⸗ sen unser Uebelthat in unserm Fleisch bezahlen.* 5. Send deinen Geist uns Ar⸗ men zu, daß er die hohe Sachen durchs Wort in unserm Hertzen thu vest und gewisse machen, auf daß wir solcher tiesen Brunst, an uns geubt aus lauter Gunst, theil⸗ haftig moͤgen werden. 6. HErr JEsu Christ, wahr Mensch und GOtt, des Vaters Bild und Hertze, der du fuͤr uns viel Hohn und Spott, Ia auch des Todes Schmertze gerragen hast, dein Gnad verleih, daß solches nicht verlohren sey an uns betruͤb⸗ ten Suͤndern. 7. GOtt Heil ger Geist, du in· nig' Lieb' im Vater und imSohne, ein? Inbrunst auch uns Menschen sey dir bereit hier und dort in Ewigkeit. Eohes. 1, 17. Der GOtt unsers HerrnJEsuChristi, der Vater. hinauf erhehen. gib sum Freudenreichen Throne, daß wir vergessen dieser Erd, und allermeist unser Gebet in Himm'l K 4 8. 15½2 Am Feste Trinitatis, oder der heiligen Dreyernigkeit, 8S. O digkeit, der du bist Eins in d thu doch der arme die Guad in dir ver dich stets, mit allen Personen ehr und Gott im Wesen. . Dann wie du dich uns hast er⸗ Tlaͤrt, wilt du auch seyn genennet: Wer das nicht glaubt, zum Teufei fährt, dieweil er dich nicht kennet. Der rochte GOtt im Namen heist, GOrt Vater, Sohn, Heiliger Geist, sonst wird gar keiner fun⸗ den. Barth. Ringwald. Offenb. 15, 3. Groß und wunders. . Mel. Wacht auf! ruft uns. Heen ist GOtt der HErre, in Ewigkeit sey ihm die Ehre, Sott Vater, Sohn, Heiliger Geist: Heilig, hochheilig, heilig ist unser GOtt/ Koͤnig, Schatz leihen, daß sie Fleiß in drey preis', als einen atz und Droͤster heist. Gtt selbe ist unser Freund, osuß⸗ se Lieblichkeit Eha! Eyn! stimt an den Thon vor seinem Thron des neuen Lieds und Lobgesangs. . Preis, Ehre, Macht und Staͤrcke sey dir, HErr aller deiner Wercke, o GOtt/ du allerhoͤchstes Sut! dich, o HErr JEsu, wir lo⸗ ben,/ die du zu deiner Ehr erhoben, du hast uns erkauft durch dein lut: nun werden wir erquickt, an deine Brust gedruͤckt, suͤsser JE⸗ 1 Gott ist uns nah/ welch Lieb ist da! lobt unsern HErrn, Hal⸗ uja. 7¹⁵ Es. 6/2.3. Seraphim stunden uber 222. In eigener Melodey. Tesaia, dem Propheten, das ge⸗ ah, daß er im Geist den Gott! du tief Selbstan⸗ in Dreyen, n Christenheit der allein selig, der El sie frey, geg mit grossem Heili GOtt der HErre Zebaoth! Heh lig ist GOtt, der HErre Zebao Heilig ist GOtt, der HErre Zehn Hrren sitzen sah auf einem hohen Thron mit hellem Glantz, feines Kleides Saum den Chor erfuͤllet gantz. Es stundn zween Sera⸗ zhim bey ihm daran, sechs Fluͤgel sah er einen jeden han, mit zween verbargen sie ihr Antlitz klar, mit iween bedeckten sie ihre Fuͤsse gar, orh! sein Ehr die gantze Welt en das Haus auch gantz voll Rauchs 2 In bekandter Melodey. aller Ding ein Schoͤpfer und R bist in dem ho Chlhn ö 3. Kyrie, GOtt Heilger Geist,roß, abscheiden aus diesem Elend, 274⁴:M. Christ unser Err zum nach welcher du uns werth get wir todt du bist das Leben, und hast ler Liebe. du dich ja kund gethan, zum Trost vaͤterlich Gemuͤthe ist voll Erbar⸗ Hertze! 1. füllet hat. Von dem Geschtey und Nebel war. D. M. Aurher Hyrie, Gott Vater inEwigkes, gierer, Eleison. ller Welt Tross, uns Suͤnder allein chsten Thron, zu dit schreyen wir aͤrck uns im Glauben allermeif, Eleison. O Gott, wir ehreu deine Macht acht' t, dich unser zu erbarmen, wir nach deinem Gnaden⸗Rath, dich 2. Wir beten dich als Vater an, der armen Sünder: Dein Zorn men, voll Geduld, voll Langmuth, 3. O JEsu, theurer G te! vor dir, dem rechten Gnaden⸗ und mit den andern iween flogen zittert Schwell und Balcken gat, Ps. 103,8. Gnädig und barmhen V groß ist dein Barmhertzigkeiß, 2. Christe, aller dit hast erloͤst g IJIEsu GOttes Soh aus Hertzen Begiet, eison. wir am letzten End, sroͤlich Cor. 12,4. f. 6. Es sind mancherl. und Gnade zu uns Armen, sind voll Sunden, du voll Gnad, uns zu eigen geben, o Abgrund al⸗ du liebest uns als Kinder, so hast weich deiner Lieb und Huld, dein Treu und Guͤte, o liebreich Vater⸗ Sohn, du Licht, vom wahren Thron, en einander ruftenfhhron, Geschtey: Heilig silh — .— Mitler. V wird te: Du igkeit, wo 5 dein Zna lit fuͤr 115 fluß alles 115 Geist hott! kom, uj laß uns Tod der? In: Ja schle ch in naß uut wir JEst sines Leibes Hade bleibe 6. So ehrel lh, unsern sunt Christo unserm 46 gott dem we un gleicher Hifj der du laß wir in d bort ewig lo! 0s.33,6. 2 V. Mel. heilige Masef lan doch de lob doch u sthr hoch ut dernn une esen une —5 Wir d Gnad, auch ben, in dein Uns offenba nahrer GO i Sohn, siltig und e 3. Du V und Urspru ale Wund deine Mack ter, hast vo gen Sohn Ebenbild e Du he Kreiß, nac * uns Mens Preis, daß Heilig nah —— der 1 baoth! Hel rre Zebao⸗ HErre Zein 3—— „6 Balcken gn voll Raucht M. Auther id harm Nelode ser und M Welt Troi lich hast erlosh unser Mitler hron, zu dit zen Begiet, Geist,tröß, allermeif, End, sroͤlich em Elend, d mancherl. Err zum deine Macht ins Armen, werth ger armen, wir voll Gnad, en, und hast Rath, dich lbgrund al⸗ Vater an, der, so hast „zum Trost Dein Zorn Huld, dein voll Erbar⸗ Langmuth, eich Vater neleben in Swigkeit, nhertzigkeit, vom goͤttlichen Wesen und Eigenschasten. 173 wird Suͤnd und Tod zu⸗ Du bist der Grund der Eligkeit, worauf wir Arme hof, dein Gnaden⸗Brunn steht al⸗ fuͤr unsre Seelen offen; du Iusfluß alles Segens! +.O Geist der Gnaden, wahrer ott! kom, steure dem Verder⸗ Iu laß uns durch Christi Creu⸗ Tod der Welt und uns abster⸗ In: Ja schlag das gantze Hpllen⸗ in unser Seel banieder, da⸗ uit wir Esu Christo gleich, und slles Leibes Glieder, durch deine Hnade bleiben. ö . So ehren wir in einemThron ih, unsern GOtt und Vater, unt Christo deinem lieben Sohn, unserm Heils⸗Erstatter, und Hott dem werthen Heilgen Geist/ lon gleicher Macht und Wesen: hilf⸗der du dreymal heilig heist, uß wir in dir genesen, und dich dut ewig loben. H. 35, 6. Der Himmel ist durchs. vj. Mel. Nun freut euch lieben. D Dreyfaltigkeit, voll Masestaͤt und Ehren! wie un doch deine Christenheit dein lob genung vermehren? du bist shr hoch und wundersam, gantz uubegreiflich ist dein Nam, dein VBesen unerforschlich. 2. Wir dan schte: 45 ö saltig und auch einig. 3. Du deine Macht erweiset. Du, V ter, hast von aller Zeit dein'n ein Ebenbild gezeuget. Du hast gemacht den Erden Kreiß, nach deinem Wohlgefallen er G ahren 09½ n Gnaden⸗ Thron, Preis, daß wir dein Lob erschallen cken dir, daß deine Hnad, auch weil wir hier noch le⸗ len, in deinem Worte so viel hat uus öffenbar gegeben, daß du bist nahrer GOtt, und heist GOttVa⸗ e, Sohn, Heiliger Geist, drey⸗ Vater, aller Dinge Quell ind Ursprung, sey gepreiset, für ale Wunder klar und hell, 14— a⸗ gen Sohn von Ewigkeit, dein uns Menschen drauf in deinem Auch wird durch deines Rundes Wort diß alles immer fort und fort erhalten und regieret. 5. Drum steh, o Vater! ferner bey uns deinen armen Kindern, und alle Schulden uns verzeih, als bußfertigen Sündern: Aus un⸗ sern Noͤthen mannigfalt errette uns,/ und hilf uns bald wie du uns hast versprochen. 6. O JEsu Christe, GOttes Sohn, von Ewigkeit gebohren, uns Menschen auch ins Himmels⸗ Thron zum Mitler auserkohren: durch dich geschicht, was nur ge⸗ schicht, o wahrer GOtt! o wah⸗ res Licht! vom wahren GOtt und Lichte. E v. Du bist des Vaters Ebenbild, und doch vom Himmel kommen; Als eben war die Zeit erfuͤllt, hast du Fleisch angenommen, und uns erworben GOttes Huld, bezahlet unsre Süͤnd und Schuld, durch dein unschuldig Leiden. g. Nun sitzest du zur rechten Hand des Vaters hoch erhoben, heherrschest alle Leut und Land, und daͤmpfst der Feinde Toben: Hilf uns, o wahrer Mensch und Gott! wir wollen dir fuͤr deinen Tod und alle Wohlthat dancken. 9. OHeil'ger Geist! du werthe Kron! Erleuchter unsrer Sinnen! der du vom Vater und dem Sohn ausgehest ohn Beginnen, du hist allmaͤchtig und ohn End, der Va⸗ ter und der Sohn dich sendt, im Glauben uns zu leiten. 10. HᷣErr, du gebierest durch die Tauf uns wiederum aufs neue, hernacher nimst du uns auch auf, wenn du giebst wahre Reue. Durch dich wird unsre Hofnung vest, und wenn uns alle Welt verlaͤst, hleibst du bey uns im Hertzen. II. Wir bitten dich demuͤthig⸗ lich, daß es ja moͤg durchdringen, was wir fuͤr Seufzer ost fuͤr dich in unsrer Noth fuͤrhringen: Und VS weun 7 5 5 7 — * 17½% Am Seste Tuinitaris, odet helligen Dreyeinigkeit, wenn die letzte Stund da ist, so hilf, daß wir auf JEsum Christ getrost und selig sterben. 12. GOtt Vater, Sohn, und Heilger Geist fuͤr alle Gnad und Guͤte sey iinmerdar von uns ge⸗ rreist, mit freudigem Gemüthe. Des Himmels Heer dein Lob er⸗ klingt, und Heilig! Heilig! Heilig singt; Das thun auch wir auf Erden. Justus Gesenius. Eim. 1, 17. GOtt, dem ewigen. 276. M. Christ, unser Err zum meine Seel! erhebe dich, mit Andacht zu betrachten, wie GOtt hat offenbaret sich, und wie man ihn soll achten, daß er der Allerhoͤchste ist im Himmel und auf Erden, und soll geruͤhmt zu je⸗ der Frist, auch angerufen werden, als Ursprung aller Dinge. 2. GOtt, du bist einig fuͤr und fuͤr, nichts sind der Heyden Goͤt⸗ ter, kein Heil und Trost ist ausser dir, kein Helfer und Erretter. Laß mich, o HErr, auf dich allein von antzem Hertzen trauen, dir innig⸗ ich orgeben seyn, auf niemand an⸗ ders bauen, dir, GOtt, allein an⸗ hangen. ö 3.0 HErr, mein Gott, du bist ein Geist, und theilest bey uns al⸗ len an Gaben aus, was geistlich Lahn nach deinem Wohlgefallen. aß mich stets geistlich seyn gesint, daß, wenn ich vor dich trete, ich deine Kraft in mir empfind, und dad urch dich anbete im Geist und in der Wahrheit. 4. Du bist, o GOtt, von Ewig⸗ keit, ohn Anfang und ohn Ende. Gib, daß mein Hertz von aller Brend des Zeitlichen sich wende, auf daß ich moͤge immerdar drum bitten, und drauf dencken, weil al⸗ les hier ist wandelbar, daß du mir dort wollst schencken das unver⸗ gaͤuglich Erbe. ö 5. O Gott! du bist an allem Oꝛrt, und gar nicht zu ermessen: ob einer ist hie oder dort, ist er dir acht t/ die Rache auszuuͤben. Gih daß sich deiner Allmacht 1 den, wie wunder⸗schwer auch is die Noth, weist du doch Rath zu finden. Gib, daß ich dir steth traue zu/ auf dich werf meine Son gen, auch Uebels weder denck noch thu, weil du siehst ins Verborgaz, und pruͤfest Hertz und Nieren. 8. GOtt, du bist heilig und g— recht, du kanst die Suͤnd nicht lel den: wer sagen wil, er sey dein Knecht, der muß das Boͤse mey den. Gib, daß ich mich zu jedin zeit der Heiligkeit befleisse, nacha⸗ ge der Gerechtigkeit, auch dein Gericht gut heisse, ob ichs schon nicht begreiffe. 9. Du bist sehr gnaͤdig, stom und gut, wo sich bekehrt der Sun⸗ der, erbarmist dich, wie ein Vater thut, von Hertzen deiner Kinder. HErr, laß von deiner Lieb und Gnad mich allweg Trost bekom⸗ men, von mir auch meine Misse⸗ that so fern seyn hingenommen, als Morgen ist vom Abend. 10. GOtt, deine Wahrheit stets Aubet und wohl dem, der dit glaͤubet! der Himmel und dieErd vergeht; dein Wort, HErr, ewig bleibet. Gib, das ich furchte dein Gericht, und alles, was du draͤl⸗ est, auch hoffe, was dein Wort ver⸗ spricht, das du mir gern verleih⸗ uud 100 dein sthe kan! nehr, als uͤbe hort, odu w Iln dich wer 7. Voll hoͤchster Weisheit bih scht du, GOtt, niemand kan sie ergruͤß und erkenne 12.6 t, an ich zu 2 ben. Iz. GOtt heibger Ge guf Erden v gepteist, las werden; V graft und Ziten, HEr dein Werck gusbreiten Erden. dich ehrt di denn deine 1. vol g dir zu A smt der E 2. Als 2 Sohn von ssch vor sei or der E hast du die das Licht ethalten. 3. Drur than, als ö und nim d hilf allen a yon deine hest: Hofnung wird nicht zu schanden. II. Mh eilig und gz nd nicht sa e* sey deit 3Boͤse mey⸗ rich zu jedin leisse, nachig t, auch dein b ichs schon naͤdig, stom rt der Sun⸗ ie ein Vater mer Kinder. Lieb und rost bekom⸗ leine Misse⸗ genommen, Abend. ahrheit stets m, der dir und dieErd HErr, ewig fuͤrchte dein as du draͤu⸗ n Wort ver⸗ i0 Iu. Allselig bist du, GOtt, und Uhi ein milder HErr dabey, der nihlich Gutes giebet. Laß mich Wlscht zu und erkennen, und ohn Aufhoͤren bben. hast du dlese Welt, und alles an vom goͤttlichen Wesen und Eigenschasten. 155 ydu thust, was dir geliebet; du nit dem zufrieden seyn, was ist hun heil ger Wille: gib auch, daß hyon dir allein, und deiner Guͤte Ulle, erwarte all's in allem. 12. GOtt, wenn ich dich so kenn ud ah dein Wort zum Grunde sthe, kan ich mich drob erfreuen uehr/ als uͤber alleSchaͤtze, bis ich hort, o du wahres Licht! ohn Lal⸗ (n dich werd nennen, von Ange⸗ Angesicht anschauen 13. GOtt Vater, Sohn, und heilger Geist, der du auch wilt iuf Erden von mir und allen seyn hepteist, laß deinen Ruhm groß werden; Verleih mir Gnade, graft und Staͤrck, daß ich zu allen geiten, HErr, deinen Namen und hein Werck koͤnn mehr und mehr gusbreiten, so lang ich leb auf Eden. N Col. 2, 2. Auf daß ihre Hertzen. 7½½. Nel. Es ist das Heil uns. Vater, GOtt von Ewigkeit, der Gottheit wahre Quelle! hich ehrt die gantze Christenheit, denn deines Thrones Stelle ist hm voller Majestat, daß bil⸗ dir zu Dienste steht der Himmel sunt der Erde. ö 2. Als Vater, hast du deinen Sohn von Ewigkeit gezeuget, daß ssch vor seiner Aetget: Al3 der Chor der Engel neiget: als Vater das Licht gestellt, auch vaͤterlich thalten. 3. Drum bleib noch ferner zuge⸗ than, als Vater, deinen Kindern, Ebenbild, von Ewigkeit gebohren, und endlich, da die Zeit erfuͤllt, als Mittler auserkohren, ein wahrer Gott und Mensch zugleich, der du der Welt dein Himmelreich, durch deinen Tod erworben. 5. Als GOtt, besitzest du den Thron zu deines Vaters Rechten, uns wider allen Neid und Hohn des Teufels zu verfechten. Ach! hilf uns durch dein theures Blut, daß uns dein Vater bleibe gut, und ewiglich gewogen. 6. O Heil' ger Geist, du werther Gast, der Frommen Schatz und Kroͤne! der du den Ausgang ewig hast vom Vater und dem Sohne, du fuͤsser Troͤster, treuster Freund! der du die Deinen wohlgemeynt in alle Wahrheit leitest.—. 1 7. Kom, wahrer GOtt, mit dei⸗ ner Kraft zu deinen Auserwaͤhlten, gib uns den rechten Lebens⸗Saft, und troͤste die Gequaͤlten: Bleib unser Schutz und Zuversicht, der Seelen Schatz und Freuden⸗Licht, und unsers Geistes Leben. 8. O heilige Dreyeinigkeit, Je⸗ hovah der Heerschaaren! der du dich deiner Christenheit hast wol⸗ len offenbaren, daß du mit deinem Namen heist GOtt Vater, Sohn, und Heilger Geist, wir dancken dir mit Freuden. 9. Denn wer dich, GOtt recht weiß und kennt, der hat das rechte Leben, und wer von deiner Liebe brennt, den kanst du bald erheben, daß er nach dieser truͤben Zeit, im Licht der frohen Ewigkeit, dich wesentlich kan schauen. M. Sal. Lischkow. Tim. 6, 15. 16. Welche wird zeig. 278. In eigener Melodey. und nim dich unsrer Wohlfahrt an, hilf allen armen Suͤndern, daß wir von deiner Mildigkeit, zur guten ern verleih⸗ d nicht zu II.W und zur boͤsen Zeit, Trost, Schutz und Nahrung haben. 4. Gott Sohn, des Vaters Seliastes Wesen, unendliche Wonne, Abgrund der aller⸗ vollkommensten Lust, ewige Herr⸗ lichkeit, yraͤchtigste Sonne, der nie Veraͤndrung und Wechsel bewust, laß mich dich loben, bis einst 53. 0 en, 1346Am Feste Trinitatis, oder heiligen Dreyeinigkeit, ohen, wo dich die Eugel und Men⸗ schen besingen, meine verherrlichte Zunge wird klingen. 3. Goͤnnewon ferne doch einige Blicke deiner im Glauben ver⸗ maͤhleten Braut, bis ich die Seele einst sreudig hinschicke, da sie dich, wie du bist, selig beschaut, wenn ich dein Lieben stetig kan uͤben, und mit recht frommen und reinemGe⸗ wissen werd deine Ruhe und Wol⸗ lust geniessen. 3. Der du dich in dir und durch dich erfreuest, eh dieses alles sein Wesen gewann, auch was erqui⸗ ckend ist, jedem verleihest, das sich doch selbsten beleben nicht kan; Heiligste Guͤte, laß mein Gemuͤ⸗ the in dir sich allezeit freudig er⸗ weisen, das dich doch nimmer ge⸗ nugsam kan preisen. 4. Leb ich in Finsterniß, machet dein Glaͤntzen selbest die Todes⸗ Thal mir wieder Licht; Fall ich in Ohumacht, und schwehe in Grentzen sehwerer Verzweifelung, läst du mich nicht. Endlich im Sterben muß ich ererben durch dich und in dir, ein ewiges Leben, das nur das seligste Wesen kan geben. ö 8 3. Schuͤttert die Erde, und don⸗ nert der Himmel, tobet und schnaubet die rasende West, bleibt mir doch mitten in solchem Ge⸗ tuͤmmel noch meine Seligkeit veste gestellt; wenn dein Erbarmen sich last umarmen von dem, ders kluͤg⸗ lichste, seligste Wesen ihm hat ium Felsen und Ruhe erlesen. 5. Wird meine Seele im Glau⸗ mit abe, laͤssest auch schoͤyfe die Macht/ Mutter⸗Leib hin bis dem, den du deiner Gunst wurhl geacht't, zu schaden tauge, 16,N kein Auge, sollt es und Erden durch seligen Christen 8. Bin ich denn selig, es mercken, schreib e Geist mir recht in Sinn im Glauben und feligen mich von der Eitelkeit, wenn i wilt, hin, wo man nach Klagn freudig kan sagen: Seht! l der Schaar der elendesten Sun der machet der sel'ge GOtt selig Kinder. Roͤm. 11,33.36. O welch einedih 279. M. Christ, unser„Err zun Mas alle Weisheit in der Nu bey uns hier kaum kan l len, das last GOtt aus dem Hih mels⸗Zelt in alle Welt erschallh daß er alleine Koͤnig sey hoch uin kan sehen. alle Goͤtter, groß, maͤchtig/freund lich, from und treu, der Frommah Schutz und Retter, ein Weseh, Drey Personen.. 2. GOtt Vater, Sohn und Heilger Geist, heist sein Hochheil⸗ ger Name, so kennt, so nennt, so ruͤhmt und preist ihn der gerechn Sgame: Gott Abraham, Golt Isage, GOtt Jacob, den er liebet⸗ HErr Zebaoth, der Nacht und Tag uns alle Gaben giebet, und Wunder thut alleine. 3. Der Vater hat von Ewigkeit deu Sohn, sein Bild, gezeuget: der Reu auch lichte, dauck ich es, selia⸗ sie Senne, nur dir: wenn ich mein Seuszen gen Himmel an richte, merck ich im Hertzen auch balde, was mir von dir bestimmet, weil schon anglimmet, was mich soll ewig und selig ergetzen, wenn du in deine Ruh mich wirst ein⸗ setzen. ů ö 7. So bist du selig, und theilest Sohn hat in der Full der Zeit in Cleische sich eraͤnget:der Seitt ocht ohne Zeit herfuͤr vom Vater dem Sohne, nit beyden gleicher Chr und Zier, gleich ewig, gleicher Krone, und ungetheilter Staͤrcke. Sieh hier, mein Hertz, das is dein Gut, dein Schatz dem keiner gleichet, das ist dein Freund, det alles thut, was dir um Heil ge, reichet, * 10 Hen Himms⸗ Dernaüns gehen, einen in ynd lern ih 1 0 Erkennt so laß milsind macht d 8 durch deinn niner Liebe, und ussawgen Werekglallhier kein vo keinem 0 neichet, der die daß es söld, für dei zum Grahhhet die ö ilt, und all! mit seinen h mit . Erhebe d Freu hind zu schat siner Kinder 6. Weh a heer, das sie ut GOtt vo Ehr auf Cre⸗ wird gewiß einmal versck ver GOtt v den wird er! seinem heil' 7. Ey nut Held, GOtt: hen, daß al Velt zu dirl luchte, was wieder, war uas uns im utlich veri hem Glaube 8. Auf da ur Himme und dermal. ahn alles En line Koͤnig Goͤtter, GE Auf NII. 1. Bi. N. zelebet Jsrael und erloͤset 2. Und ha Horn des seines Dien 3. Als er nigkeit, ich keinem g t, daß ese is zum Grahh Gunst wuͤrgh tauge, ja, gleich Himm hen, einen in sehen. lig/ so laß ni es durch dein Sinn, unden ligen Werchht keit, wenn i nach Klagn Seht! a ndesten Suh ge GOtt selig elch einei ser Err zun it in der Win kaum kan l us dem Him elt erschallg, sey hoch uͤln ichtig,sreund der Fromma ein Weseh, Sohn und in Hochheil⸗ so nennt/ so der gerechtt aham, GOtt den er liebet/ Nacht und giebet, und zon Ewigkeit ezeuget: der der Zeit in er Geit ocht Vaeter den gleicher vig, gleicher ter Starcke. ertz, das ist dem keiner Freund, det im Heil ge⸗ reichet, shet der dich gebaut nach seinen WBild, f vom goͤttlithen Wesen und Eigenschaften. 157 ür deine Schuld gebuͤsset, ur dich mit wahrem Glauben llt, und all dein Creutz durchsuͤs⸗ mit seinem heilgen Worte. Erhebe dich, steig zu ihm zu, ud lern ihn recht erkennen, denn lch Erkenntniß bringt die Ruh, uud macht die Seele brennen in niner Liebe, die uns naͤhrt zum wigen Freuden⸗Leben, da, was llhier kein Ohr gehört, GOtt hitd zu schauen geben den Augen siner Kinder. 6. Weh aber dem verstockten her, das sich hier selbst verblen⸗ t, GOtt von sich stoͤßt, und seine Ehr auf Creaturen wendet! dem wird gewiß des Himmels⸗Thür umal verschlossen bleiben: denn her GOtt von sich treibt allhier, den wird er dort auch treiben von sinem heil'gen Throne. Heil'ger Geist, der Frommen Schutz und Retter, ein Wesen, drey Personen. Paul Gerhard. 2 Cor. 13, 13. Die Gnade des H. 280. In berandter Melodey. Wie glaͤuben all an einenOtt, Schoͤpfer Himmels und der Erden, der sich zum Vater geben hat, daß wir seine Kinder werden. Er wil uns allzeit ernaͤhren, Leib und Seel auch wol bewahren: Allem Unfall wil er wehren, kein Leid soll uns wiederfahren, er sor⸗ get fuͤr uns, huͤt't und wacht, es steht alles in seiner Macht. g. Wir glaͤuben auch an JEsum Christ, seinen Sohn und unsern HErren, der ewig bey dem Vater ist, gleicher GOtt von Macht und Ebren. Von Maria, der Jung⸗ frauen, ist ein wahrer Mensch ge⸗ bohren, durch den Heilgen Geist im Glauben, fuͤr uns, die wir 7. Ey nun so gib, du grosser held, GOtt Himmiels und der Er⸗ hen, daß alle Menschen in der Velt zu dir bekehret werden: Er⸗ luchte/ was verblendet geht/bring hieder, was verirret, reiß aus, vns uns im Wege steht, und fre⸗ utlich verirret die Schwachen in hem Glauben. 3. Auf daß wir also allzugleich ur Himmels⸗Pforten dringen, und dermaleins in deinem Reie ihn alles Ende singen: daß du al⸗ line Koͤnig seyst, hoch uͤber alle war'n verlohren, amCreutz gestor⸗ ben, und vom Tod wieder aufer⸗ standen ist durch GOtt.— 3. Wir glaͤuben auch an Heil⸗ gen Geist, GOtt mit Vater und dem Sohne, der aller Bloͤden Troͤster heist, uns mit Gaben nieret schoͤne. Die gantze Christenheit auf Erden haͤlt in einem Sinn gar eben: Hier alle Suͤnd vergeben chjwerden, das Fleisch soll uns wieder leben: nach diesem Elend ist be⸗ reit uns ein Leben in Ewigkeit. Eoͤtter, GOtt Vater, Sohn und D. M. Luther. Ni. N. Meine Seele erhebe 6 sey der HErr, der SOtt Isael, denn er hat besucht, und erloͤset sein Volck. z. Und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils, in dem Hause seines Dieners Davids. 3. Als er vor Zeiten geredet hat Aufs Fest Johannis, des Taͤufers. NIIS, 1. Nicht uns, Err, nicht durch den Mund seiner heiliged Drepheten. 4. Daß er uns errette von un sern Feinden, und von der Hand aller, die uns hassen; F. Und die Barmhertzigkeit er⸗ zeigte unsern Vaͤtern, und gedaͤch⸗ te an seinen heiligen Bund, E. Und an den Eid, den er ge⸗ schweren — 2——.— IIIII= —— Vie ————— 1 — — — 158 Aufs Fest Johannis, des Taͤufers. ham, un hat unserm Vater Abra⸗ ham, uns zu geben: 7. Daß wir, erloͤset aus der Hand ulsrer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Lebenlang, 8. In Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit, die ihm gefaͤllig ist. 9. Und du Kindlein wirst ein Prophet des Hoͤchsten heissen: Du3 wirst vor dem HErrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, 10. Und Erkaͤntniß des Heils ge⸗ best seinem Volck, die da ist in Ver⸗ gebung ihrer Suͤnden: 11. Durch die hertzliche Barm⸗ hertzigkeit unsers GOttes, durch welche uns besuchet hat der Auf⸗ gang aus der Hoͤhe. I3. Auf daß er erscheine, denen, die da sitzen in Finsterniß und Schatten des Todes, und richte unsere Fuͤsse auf den Weg des Friedes. ö 13. Lob und Preis sey GOtt dem Vater, uud dem Sohn, und dem Heiligen Geiste, ö 14. Wie er war im Anfang bleibt er jetzt und immerdar, un von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Ps. 39, 2. Ich wil singen von der. 282. M. Von GOtt wil ich nicht Ott sey gelobt mit Freuden der Israel besucht, und auch das Volck der Heyden, das vor⸗ mals war verflucht; Er hat sein Horn erhoͤht, das sich von Heil er⸗ giesset, und alles Leid verfuͤsset, so von der Suͤnd entsteht. 2. Ach! daß sich moͤcht ergies⸗ sen das Heil in meine Seel, und mildig überfliessen des Geistes Freuden⸗Oel, so mir durch dieses Heil, nach GOttes heil'gen Or⸗ den, und dessen Tod geworden auf dieser Welt zu Theil. Was GOtt vormals verspro⸗ Hen durch einen theuren Eid, das at er nie gebrochen, es zeigt die olge Zeit von dem, was GOttes Mund verheisset, ja die Zeiten die werden noch von weiten dir heit machen kund. 4. Er wird äge Volck erretten Feinde Ketten, die i denckt an seinen Bund, den enj weil nun gebohren Meßias ma⸗ chet kund; drum wird er von duluder Wuͤste Hand der Feind und allem Bosens Renschen zu! sein Israel erloͤsen, und bringen——— in den Stand. 6. Auch die im Finstern siten, die wird er fuͤhren aus, gus ihren der Lob⸗Se Todes⸗Pfützen, und bringen in sein Haus: Es wird der Heyden Füll in Herrlichkeit eingehen, und Gadl wird sehen des HErreg Gnaden⸗Will. 7. Da werden sie ihm dienen ehn Furcht ihr Lebenlang, dieweildn Heil erschienen, das sie ohn Furcht und Zwang, in wahrer Heiligkeit, auf dieser gantzen Erden mit Lus verehren werden, und in Gerech⸗ tigkeit. ö 8. Dann wird man GOtt erken⸗ nen, und JEsum Christ allein, als seinen HErren nennen, dieweil sein Nam wird seyn nur einer, und sein Ruhm, wenn Babylon gefallen, wird weit und breit er⸗ schallen in seinem Eigenthum. 9. Gelobet sey der Name des HErren ewiglich! gesegnet sey der Saame der Heiligen, die sich zum Opfer stellen da, nach GOttes Wohlgefallen, und lassen GOtt er⸗ schallen ihr Lob, Halleluja. Es. 40, I. Troͤstet, troͤstet mein. 283. M. Freu dich sehr, o meine. roͤstet, troͤstet meine Lieben, tröͤ stet mein Volck, spricht mein Gott, troͤstet die sich jetzt betri ben, uͤber Feindes Hohn und 7— Spott, wil Jerusalem waßl MRoth/ is Wahvlxdet sie gar f Wih elien Ou huschaft ich w wie vormals i Hes ehn, von Aes 2. Ich nerg hnen widensih tilg ihre stehn: Er wird Barmhertzigkelllicht mehr se 99— noch en in 101 Feinsie fllig Le e sich eraͤugen in dieser gen in diese eaunss reud sol eit. g. Er hat es vest geschworen un Iunn len. Straf er 3. Eine St Au 54 0 1. 34. In eig eine S ren, u ssch SOttes 2. Denn MRagd ange sun an werd gle KindesK 3. Denn et ir gethan, und des Nan 4. Und se hͤhret imme hen, die ihn . Er uͤbe um, und zer IWM,,— Aufs M9i,1r⸗ 235. Mel. 4 us Lieb l heit vi uus Lieb ha husend En⸗ man froͤlich der guten E wohl bewal 2. Sie la ——„ 7 iten die Bahh ladet sie gar freundlich an; denn eheiden hat ein Ende, ihre Rit⸗ olck errettenhrschaft ich wende: ehn, von alla ihnen widen rmherßigket n, wenn Fein dieser leßztey schworen/ un und, den es ih Meßias mo⸗ ird er von der allem Boͤsen und bringen instern sitzen, us, gus ihren bringen in der Heyden ingehen, und es HErren m dienen ehn „dieweil de ie ohn Furcht er Heiligkeit, den mit Lus d in Gerech⸗ GoOtt erken ist allein, alz en, dieweil n nur einer in Babylon ind breit er⸗ enthum. Name des gesegnet sey gen, die sich lach SOttes sen GOtt er⸗ eluja. roͤstet mein. 1/o meine. e Lieben, troͤ spricht mein jetzt betruͤ⸗ Hohn und wohl dran, redet Aufs Fest Maria Seimsuchung. 139 . Ich vergeb all ihre Suͤnden, ih flg ihre Missethat, ich wils h icht mehr sehn, noch finden, was se Straf erwecket hat, sie hat ja swuhfaͤltig Leid 277 empfangen, un Greud soll sich taͤglich nen ver⸗ nehren, und ihr Leid in Freud ver⸗ ken. ö 3. Eine Stimme laͤst sich hoͤren uder Wuͤsten weit und breit, alle Nenschen zu bekehren, macht dem HErrn den Weg bereit, machet Gott ein' ebne Bahn, alle Welt soll heben an, alle Thale zu erhoͤ⸗ hen, daß die Berge niedrig ste⸗ en. 4. Ungleich soll nun eben wer⸗ den, und was hoͤckrich, gleich und schlecht; alle Menschen hier auf Erden sollen leben schlecht und recht: denn des HErren Herrlich⸗ keit, offenbar zu dieser Zeit, macht, daß alles Fleisch kan sehen, wie, was GOtt spricht, muß geschehen. D. Joh. Olearius. der Lob⸗Sesang Mariaͤ. Luc. I. Sam. 2, 1. Mein Hertz ist froͤlich 84. In eigener Melodey. Mene Seel erhebt den HEr⸗ ren, und mein Geist freuet schSOttes meines Heilandes. 3, Denn er hat seine elende Ragd angesehen: Siehe, von sun an werden mich selig preisen lle Kindes⸗Kind, ů . Denn er hat grosse Ding an mir gethan, der da maͤchtig ist, jund des Name heilig ist. 4 Und seine Barmhertzigkeit Hhret immer fuͤr und fuͤr bey de⸗ hen, die ihn fuͤrchten. . Er uͤbet Gewalt mit seinem Aufs Fest Mari — à Heimsuchung. sind in ihres Oewalt Sinn. 6. Er stoͤsset bie Gewaltigen vom Stuhl, und erhebet die Niedrigen. 7. Die Hungrigen hie 5 er mit 11.— und laͤsset die Reichen eer. 8. Er gedencket der Barmher⸗ L keit, und hilft seinem Diener Iael auf. 9. Wie er geredet hat unsern Vaͤtern, Abraham und seinem Saamen ewiglich. 10. Lob und Preis sey GOtt dem Vater, und dem Sohn, und dem Heiligen Geiste. 11. Wie er war im Anfang, bleibt er jetzt und immerdar, und Im, und zerstreuet, die hoffaͤrtig von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. heiligen N9u,, 12. Er hat seinenEngeln 35: Mel. Es ist das Seil uns k. us Lieb laͤst GOtt der Christen⸗ heit viel Gutes widerfahren, dus Lieb hat er ihr zubereit viel nusend Engel⸗Schaaren, darum nan froͤlich singen inag: Heut ist her guten Engel Tag/ die uns gar wohl bewahren. . Sie lagern sich, wenn komt Noth, inEil gefast sich machen, Aufs Fest Michaelis, oder von den Engeln. und reissen die, so furchten GOtt, aus ihrer Feinde Rachen, darum man froͤlich singen mag: Heut ist der guten Engel Tag, die immer fuͤr uns wachen. wohl die Grossen samt den Klei⸗ nen, daß keiner Schaden leiden soll, an Fuͤssen oder Beinen, darum man froͤlich singen mag: 77098 + 3. Sie fuͤhren auf den Strassen 160 Aufs Fest Michaelis, oder der guten Engel Tag, die es treu mit uns meynen. 4. Solch Wohlthat denen wird erzeigt, die nach dem HErren fra⸗ gen, die Engel ihnen sind geneigt, den Satan sie verjagen: Darum man froͤlich singen mag: Heut ist der lieben Engel Tag, die nus zum Himmel tragen. 410 Ps. 103, 20.2 L. Lobet den HErrn. 286. M. Solt ich meinen GSOtt Ebr und Dauck sey dir gesungen grosser GOtt! mit suͤssem Thon, alle Voͤleker, alle Zungen muͤssen stehn vor deinem Thron, und dich unaufhoͤrlich loben, daß du deiner Engel Schaar, welch uns schuͤtzet für Gefahr, deinem Voͤlcklein giebst von oben, ach! wer kan doch wůrdiglich/ HErr der Engel, preisen dich? 2. Diese Geister sind geschaffen, daß sie sollen Nacht und Tag schüͤ⸗ zen uns mit solchen Waffen, die kein Mensch recht kennen mag,die⸗ se Helden muͤssen kaͤmpfen wider das, was in der Welt uns an Leib und Seel nachstellt, sonderlich den Satan daͤmpfen: Ach! wie kan man Wdich Gott, fuͤr solches preisen dich. 3. Zwar es muͤssen auch die Frommen, wenn der HErr sie pruͤ⸗ en wil, in Gefahr und Truͤbsal ommen, und so stehn die Engel still: Aber wenn sie sich gehalten ritterlich, so treten dann auch ihr Engel wieder an, die sowol ihr Amt verwalten: Ach! wie kan man wuͤrdiglich, HErr der Engel, preisen dich? 4. GDtt der sorget fuͤr die Sei⸗ nen vb er erst zwar in Gesahr seine Kinder laͤsset weinen,zeiget er doch offenbar, daß er bald sie wolle ret⸗ ten, er allein weiß unser Best, er, der seine Fuͤrsten laͤst uns zum Dienst und Schutz auftreten:Ach! wie kan man wuͤrdiglich, HErr, fůͤr solches preisen dich ⸗ J. Nicht allein durch tapfnEbr., 14. Si Thaten helfen vielmals sie.. schwind, Engel wissen auch zu nyses stehn vor then, wenn wir gantz verirrer si e unsre D Als Elias gar nicht wuste waglusewn lieber 1 da rieth ihm bald GOttis Renschen Kit Engel, was gestalt seinen Weg nder eines verg nehmen muste, HErr, wie emnilün es auch; man würdiglich, auch fuͤr solche, z. Sie sehn vreisen dich? on in gute 6. Engel koͤnnen uns erfreuenanzurichten wenn wir für des Satans List, udRacht; da f der argen Welt uns scheuen, wie gechꝛind, r das klar zu sehen ist, dort am Junsihreu hin un seph/ dem sie sagten: Feind Heros 3. Wo Ch⸗ des waͤre todt, und samt ihm dezlin Haͤusern Kindleins Noth, daß sie nichtz nach Draͤuen fragten, HErr, wie kan man wuͤrdiglich, auch für sl ches, preisen dich 2. Engel konnen CTrost ertheilen, wenn es scheinet, daß man schin můsse zur Verzweiflung eilen, dinn so treten sie herfuͤr, staͤrcken unste maͤtten Hertzen, wie sie Chuis selbst gethan, als er auf des Le dens Plan fuͤhlte mehr denn tal⸗ send Schmertzen, HErr, wie kan man wuͤrdiglich, auch fuͤr solchn preisen dich? ö ö g. Nun, so wil sichs ja geziemen, daß wir unsre Herrlichkeit, westh uns Gott ertheilet, ruͤhmen, wenn er uns in dieser Zeit solche grosse Fuͤrsten giebet. Helden, die zu Dag und Nacht,/ schůtzen uns durch seine Macht, schauet, wie der Vrr uns liebet! Ach wie kan man wuͤrdiglich, auch für solches prei⸗ sen dich? 4 9. Ehr und Danck sey u ssen gen, grosser GOtt, mit suͤssem Thon, alle Voͤlcker, alle Zungen muͤssen stehn vor deinem Thron, und dich unaufhoͤrlich loben, daß du deiner Engel⸗Schaar, wesch uns schuͤtzen fuͤr Gefahr, sendest taͤglich noch von oben! Laß hinsort uns würdiglich, HErr der Engel, preisen die B. R. Cor. lber nicht scher seyn,n Hher umher nit steter Hr 4. Solcher guch Abram Mne bey vie Lebeccam re den Leitern llitern auf u Elias we slweckt ihn husen, viel aschienen at gosser Fret Utist geboh 66. Bey die In Joseph s. polt ihn bei ihm sagt, zos das soll in hnein jeder 7. Auch b henns gleich Ott der sich schon Engel himmel brin suͤgen ewige MIOA, A. Di AS. M. Du Herr 60 und sol ir dein E von den heiligen Engeln. 161. durch tapf Imals sie ge sen auch zuz verirret sin t wuste wass r.1,14. Sind sie nicht allzumal. v. M. HErr Christ der einige. E ehn vor GOttes Throne, die unsre Diener sind, der in Uuem lieben Sohne liebt aller bald GOttes Renschen Kind, daß er auch nicht seinen Veg nder eines veracht t wil haben, wie Err, wie kanllein es auch je mals ist gebohrn. ch fuͤr n 3. Sie sehn sein Angesichte, und on in guter acht, was er ihn'n uns erfreuensauszurichten befiehlet Tag und atans List, und acht; da sind die lieben Engel s scheuen, mie hishwind, reg'n ihre Fluͤgel, zu dort am Jouhren hin und her. Feind Her samt ihn des aß sie nichtz R/ Err, lit auch für sh rost ertheisen, iß5 man schiet ng eilen, denn staͤrcken unste ie sie Chuss auf des Lah ehr denn tal Err, wie kun ch fuͤr solchn ja geziemen, ichteit, welch dolche gros olche grosse lden, die zu ꝛen uns durch et, wie der wie fan man solches prei⸗ sey dir sen mit sussem alle Zungen nem Thron, h loben, daß haar, wesch fahr, sendest Laß hinsort der Engel, B. R. Cor· 5 3. Wo Christen⸗Leute wohnen i Haͤusern groß und klein, da sie lber nicht koͤnnen vor Feinden sher seyn, wo nicht ein Englisch goer umher wird aufgeschlagen, nit steter Hut und Wach. Solches hat Loth erfahren, guch Abram und sein Knecht, Mne bey vierzig Jahren, so nahm Mbeccam recht, Jacob sah auf den Leitern die Bothen GOttes llitern auf und ab, alle voll. Elias war entschlafen, einEn⸗ llweckt ihn auf: Elisa kriegt zu husen, viel Engel warten drauf: uschtenen auch den Hirten, mit goͤsser Freud sie lehrten, wie Hhlist gebohren waͤr. ö (Bey dieses Kindes Wiegen, dnn Joseph schlafen lag, ein Feind holt ihn bekriegen, ein Engel es in sagt, zog mit in ferne Lande. dus soll in seinem Stande glaͤu⸗ hnein jeder Christ. 7. Auch Lazarus, der Arme, henns gleich zum Sterben koͤmt, Hott der sich sein'r erbarmet, hat sthon Engel bestimt, die ihn gen himmel bringen; des last uns alle sugen ewiges Lob und Preis. Ludw. Selmbold. MIO4/4. Du machest deine Engel. 5. M. Du heilige Dreyfaltigk. Herr GOtt dich loben alle wir, 0 und sollen billig dancken dir, sir dein Geschoͤpf der Engel⸗ Schaar, die um dich schweben im⸗ merdar. 2. Sie glaͤntzen hell und leuch⸗ ten klar, und sehen dich gantz offen⸗ bar, sie hoͤren deine Stim allzeit 2 sind voll goͤttlicher Weis⸗ heit. ö 3. Sie feyren auch und schlafen nicht, ihr Fleiß ist gantz dahin ge⸗ richtt, daß sie, HErr Christe, um dich seyn, und um dein armes Haͤufelein.* 4. Der boͤse Feind und alte Drach brennt stets von Neid, Haß, Zorn und Rach, sein Datum steht allein darguf, wie er zertrenne dei⸗ nen Hauf. 3. Und wie er vor hat bracht in Noth die Welt, fuͤhrt er sie noch in Tod: Kirch, Wort, Gesetz, all' Ehrbarkeit, ist er zu tilgen stets bereit 6. Drun keine Rast noch Ruh er hat, bruͤllt wie ein Loͤw, tracht t fruͤh und spat, legt Garn und Strick/ braucht falsche List, daß er verderb, was Christlich ist. 7. Indessen wacht der Engel Schaar, die Christo folgen immer⸗ dar, beschuͤtzet deine Christenheit, und wehrt des Teufels Listigkeit. 8. Am Daniel wir lernen das, wie er dort unter Loͤwen saß, des⸗ gleichen auch dem frommen Loth der Engel half aus aller Noth. 9. Dermassen auch des Feuers Glut verschont, und keinen Scha⸗ den thut den Knaben in der heissen — — — der Engel ihn'n zu Huͤlfe am 10. Also schuͤtzt)GOtt noch heut zu Tag, fuͤrm Uebel und fuͤr man⸗ cher Plag, uns durch die lieben En⸗ gelein, die uns zu Waͤchtern geben seyn.*„ II. Darum wir billig loben uuch⸗ und dancken dir, GOtt, ewiglich, wie auch der lieben Engel Schaar, dich preiset heut und immerdar. 13. Und bitten dich, du wollst L all⸗ 16³ Aufs Fest Michaelis, oder allzeit dieselben lassen seyn bereit, zu schuͤtzen deine kleine Heerd, die dein Wort treulich haͤlt im Werth. D. Phil. Melanchron. Col. 1,16. Durch ihn[IEsum ist. 289. M. Valet wil ich dir geben. Iun wunderschoͤnen Geister, welch' Anfangs hat gemacht ein noch viel schoͤser Meister, der alles wohl bedacht: Ihr Engel, nach dem Wesen, im grossen Hei⸗ ligthum, ihr Thronen auserlesen, sehr hoch ist euer Ruhm. . Aus nichts seyd ihr erschaffen, und zwar in grosser Meng; ihr sieget ohne Waffen, sehr hell ist eur Gepraͤng: Es ist kein Ort be⸗ wahret so vest, so fern, so woit, den ihr nicht uͤberfahret durch eure Schnelligkeit. 3. Ihr Sadducaͤer schweiget, und glaͤubet doch der Schrift, die klaͤrlich das bezeuget, was diese Lehr betrist, ob wir schon hier nicht sehen der Engel grosse Schaar, daß sie doch gleichwol stehen dort vben offenbar. ö 4. Sehr groß sind ihre Gaben, als Weis heit und Verstand, die sie vom Schoͤpfer haben, der dieses weite Land im Anfang hat berei⸗ tet, woselbst der Engel Zier sich treflich ausgebreitet, und bleibt so fuͤr und füͤr. . Doch soll man sie nicht ehren, wie GOtt, das hoͤchste Gut, und dessen Ruhm versehren, der so viel Thaten thut: sie sind zwar sehr ge⸗ flissen, zu dienen GOtt forthin, doch koͤnnen sie nicht wissen der Menschen Hertz und Sinn. E. Sehr heilig ist ihr Leben, keusch, zuͤchtig und gerecht: die werthen Geister schweben, als edle Tugend⸗Knecht, und koͤnnen nim⸗ mer fallen, nachdem sie kraͤftiglich bestaͤtigt sind in allem, und nie⸗ mals aͤndern sich. 7. O Mensch! wilt du sie ha⸗ ben zu deines Lebens Schutz, so faß auch ihre Gaben, nur from seyn ist dir nutz; wenn sie dich sollen lin ben, so must du fuͤr und fuͤr in Guten dich auch uͤben nach Engel Art und Zier. ö 8. Sie sind auch tapfre Hehon, 5 sehr groß von Kraft und Macht, als viel Erempel melden, dern auch die Schrift gedacht: Ein En⸗ gel konte schlagen, was er im En ger fand; ein Engel machte z gend das gantz Egypten⸗Land. 9. Sie lieben GOtt t Dehsel nen Himmels⸗Kertzen ist andent nichts bewust, als GOtt und un zu dienen; Diß thun ohn Unten laß auch selbst die Cherubienen 6 welch' ein Ehr ist das! 10. Es dienen uns auf Erden dit schnelle Geisterlein, wenn wir ge⸗ bohren werden, und erst des Tagez⸗ Schein in dieser Welt anblickenz sie halten uns ja Schutz, daß un nicht moͤg ersticken des Satant Grim und Trutz. 11. In unserm Thun und Lehm sind diese Helden auch zu diennn uns ergeben, ja folgen dem G brauch, daß sie, wie Kaͤmpfer si⸗ hen, Lo welch ein Huͤlf in Nothlj und auf uns Arme sehen, so gar b in den Tod. 12. Wenn wir zuletzt nun schei den aus dieser schnoͤden Welt, fuͤhren sie mit Freuden uns ind Himmels Zelt, daß wir, zur Ehr erhoben, und aus der Angst be⸗ freyt, den Allerhoͤchsten lohen in seiner Herrlichkeit. 1 Mos. 32, 1. 2. Jacob zog seinen. 290. M. Es ist gewißlich an der. O GoOtt! der du aus Hertzens Grund die Menschen⸗Kinder liebest, und als ein Vater, alle Stund uns sehr viel Gutes giebest Wir dancken dir, daß deine Treu ist bey uns alle Morgen neu, in um serm gantzen Leben. 2. Wir preisen dich insonderheih sie loben GOtt mit Lust; den schor uemLobe haf U bewahren egen seyn, hoch, daß du lischet von ures Gemu ruͤhmen w hancken dirf 5. Es ist Kraft gestan onst waͤren! lesen boͤsen und die Poli sch dabey ten. 6. Ach K deine Gnad hleiben, und Uebelthat d hen: Gib, d syn, demuͤt ISSSV 2 I. 111,2.3 291. Mel. eh aus, Freud ner Zeit, a ben, schauee gier, und st dit sich ause 2. Die Laub, das Staub anrit Mreissen u hen sich viel monis Sei 3. Die L die Luft, da „ daß du die Engel ⸗Schaaren Ä. irer Kluf Vaͤlder. —— dich sollen ie r und fuͤr im en nach Engeh tapfre Helden, t und Macht, nelden, dern acht: Ein En⸗ was er im La⸗ el machte g oten⸗Land. tt vonHertzen, ust; den shl ůen ist anden Ott und uns in ohn Unten⸗ erubienen; 0 5 auf Erden dit wenn wir ge⸗ rst des Tagetz elt anblickenz Hhutz, daß uns des Sataus un und Leben uch zu dienen zen dem G Kaͤmpfer ste ülf in Nothl] en, so gar biz etzt nun schei den Welt, so en uns in des wir, zur Ehr er Angst be⸗ sten lohen in b zog seinen. 1995—5 der. aus Hertzens schen Kinder Vater, alle Zutes giebestt ß deine Treu an neu, in um insonderheih garen zu den sixer Kluft, und macht sich in die Waͤlder. Die hochbegabte Rach' nem von den heiligen Engeln. 163 umLobe hast bereit, auch uns mit bewahren, daß unser Fuß an kei⸗ gen Stein, wenn wir auf unsern Begen seyn, sich stosse und verletze. . Was ist der Mensch, v Vater hoch, daß du sein so gedenckest, und ihm dazu 0 reichlich noch die gros⸗ Gnade schenckest, daß er die Him⸗ hels⸗Geister hat, wenn er nur geht suf rechtem Pfad/ zu seinem Schutz und Huͤtern? 4. HErr, diese grosse Freund⸗ lichkeit und sonderbare Guͤte er⸗ IrHeun uns allezeit ein danck⸗ ares Gemuͤthe: darum, o GOtt! o ruhmen wir die grosse Lieb, und ancken dir fuͤr solche hohe Gnade. 5. Es ist der starcken Helden Kraft gestanden uns zur Seiten, —* waͤren wir schon hingeraft in lesen bosen Zeiten: Die Kirche uud die Polieey, ein jeder auch fuͤr sch dabey ist gnaͤdiglich erhal⸗ 1 RN. 6. Ach HErr! laß uns durch deine Gnad in deiner Furcht ver⸗ lleiben, und ja nicht selbst durch Uebelthat die Engel von uns trei⸗ hen: Gib, daß wir rein und heilig syn, demuͤthig, und ohn Heuch⸗ 21 ler Schein, dem Naͤchsten gerne dienen. 7. Gib auch, daß wir der Engel Amt verrichten dir zu Ehren, und deine Wunder allesamt ausbrei⸗ ten und vermehren, die du uns in der gantzen Welt und deinem Wort hast vorgestellt, voll Weisheit, Macht und Guͤte. 8. Und wie du durch die Engel hast aus Noth uns oft gefuͤhret/ so, daß uns manche schwere Last und Plage nicht beruͤhret: so thu es ferner noch hinfort, befiehl, daß sie an allem Ort um uns sich stets her lagerwn. 9. Laß deine Kirch und unser Land derEngel⸗Schutz empfinden, daß Fried und Heil in allem Stand ein jeder moͤge finden. Laß sie des Teufels Mord und List, und was sein Reich und Anhang ist, durch deine Kraft zerstoͤhren. 10. Zuletzt, laß sie an unserm End hinweg den Satan jagen, und unsre Seel in deine Haͤnd in Abrahams Schooß tragen, da al⸗ les Heer dein Lob erklingt, und Heilig, Heilig, Heilig singt, ohn einiges Aufhoͤren. L.Backmeister. N. II1,2.3. Groß sind die Wercke M. Mel. Bomit her zu mir spr. G²⁰¹ aus, mein Hertz, und suche Freud, in dieser lieben Som⸗ ner Zeit, an deines GOttes Ga⸗ hen, schau an der schoͤnen Gaͤrten giet, und siehe, wie sie mir und it sich ausgeschmuͤcket haben. 2. Die Baͤume stehen voller Iaub, das Erdreich decket seinen Staub anit einem gruͤnen Kleide: Mrreissen und die Tulipan, die zie⸗ hen sich viel schoͤner an, als Saly⸗ monis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Tänblein fleucht aus Von der Schoͤpfung. tigal ergoͤtzt und fuͤllt mit ihrem Schall Berg, Huͤgel, Thal und Felder.—7. 4. Die Glucke fuͤhrt ihr Voͤlck⸗ lein aus, der Storch baut und be⸗ wohnt sein Haus, das Schwaͤlb⸗ lein speist die Jungen: Der schnel⸗ le Hirsch, das leichte Reh, ist froh, und koͤmt aus seiner Hoͤh ius tiefe Gras gesprungen. 5. Die Baͤchlein rauschen in dem Sand, und mahlen sich an ih⸗ rem Rand, mit Schatten⸗reichen Myrthen, die Wiesen liegen hart dabey, und klingen gantz vom Lust⸗ geschrey der Schaaf und iorer 6. Dit irten. L 2222—2— 16⁴4 Von der Schoͤpfung. 6. Die unverdroßne Bienen⸗ Schaar fleucht hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honig⸗Spei⸗ se. Des suͤssen Weinstocks star⸗ cker Saft bringd taͤglich neue Staͤrck und Kraft in seinem schwa⸗ chen Reise. 7. Der Weitzen waͤchset mit Ge⸗ walt, davuͤber jauchzet Jung und Alt, und ruͤhmt die grosse Guͤte deß, der so uͤberfluͤßig labt, und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemuͤthe. 8. Ich selbsten kan und mag nicht zuhn, des grossen GOttes grosses Thun erweckt mir, alle Sinnen, ich singe mit wann alles singt, und lasse, was dem Hoͤchsten klingt, aus meinem Hertzen rinnen. Ach denck ich, bist du hie so schoͤn, und laͤst dus uns so lieblich gehn, auf diesor armen Erden; Was wil doch wol nach dieser Welt dort in dem vesten Himmels⸗ Zelt und guͤldnen Schlosse werden? 10. Welch hohe Lust, welch hel⸗ ler Schein wird wol in Christi Garten seyn! Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Sera⸗ phim mit unverdroßnem Mund und Stim ihr Halleluja singen! 11. O war ich da, ach stuͤnd ich schon, o fuͤsser GOtt, vor deinem Thron, und truͤge meine Palmen! So wolt ich nach der Engel Weis erhoͤhen deines Namens Preis mit tausend schoͤnen Psalmen. 12. Doch gleichwol wil ich weil ich noch hiet trage dieses Leibes Joch, auch nicht gar stille schwei⸗ en, mein Hertze soll sich fort und ort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 3. Hilf mir, und segne meinen Geist mit Segen, der vom Him⸗z mel fleust, daß ich dir stetig bluͤhe! Gib, daß der Sommer deinor Onad, in meiner Seelen frůh und syat viel GlaubensFruͤcht erziehe. 14. Mach in mir deinem Geiste Naum, daß ich dirwerd ein guter Baum, und laß mich wohl bels⸗ ben, verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schoͤne Blum und Pflantze moͤge bleiben. 15. Erwaͤhle mich zum Parg⸗ deis und laß mich bis zur rechten NReis an Leib und Seele grunemjas der rechter so wil ich dir und deiner Ehr al sugt die Na lein, und sonsten keinem mehr, hier der Kloͤten S und dort ewig dienen. I Thon ist Paul Gerhard Gohn. Ps. 4/½/ 3. Du bist der Schoͤnste.. Anmuth 292½. M. Nun kom der Heyden, enn das Ecl K Schoͤnheit hat die Welt/ ichts ist uͤber die mir nicht vor Augen stellt Wiederschall. meinen schoͤnsten JEsum Chriss, seel kom he der der Schoͤnheit Ursprung ist. sich selbsten Wenn die Morgenroͤth enisteht, hein eigen Li und die goͤldne Sonn aufgeht, shgesieht. erinnre ich mich bald seiner him g.Odaß d lischen Gestalt. ueinen Geist 2. Ofte denck ich an sein Licht/ er Strahl d wenn der fruͤbe Tag anbricht;achl sahrb aus O was ist vor Herrlichkeit in den eingEsu, u. Licht der Etvigkeit! Seh ich deun secket Geist u des Mondes Schein, und des. Himn sszderFrist f. mels Sternelein, so gedenck icht. Sal. 12/1 Der diß macht, hat viel tausend 0z. M. Chr groͤßre Pracht. 3. Schau ich in dem Fruͤhliuih X Fuͤrst/i an unsern bunten Wiesen⸗Plan, so sens, wo du bewegt es mich/ zu schrey'n: Ach gunst, so lebt wie muß der Schoͤpfer seyn. Scho 0 bin auch ne gleißt der Garten Ruhm, der ESunden gant erhabnen Liljen Blum; aber noch sgͤlgzt in den viel schoͤner ist meine Lilje, JEsus sit das rechte Christ. ‚* tlcht gesehen 4. Wenn ich sehe, wie so schoͤnz. Darum weiß und roth die Rosen stehn, so n deinem ar gedenck ich: weiß und roth ist mein mir allzeit gi Braͤutigam und GOtt, ja in allen Sthand und Bluͤmelein, wie sie immer moͤgen eines Mun seyn, wird gar hell und klar ver⸗ nicht entfa syurt dessen Schoͤnheit, der sie adurch ich ier.. en Schaar 5. Wenn ich zu dem Quellbrunn schnde. geh, oder bey dem Baͤchlein steh, 3. Bewah so versenckt sich stracks in ihn, als hör, auf diese den reinsten Quell, mein Sinn, alem, dadun ——*. aseußßend in ld ist GOtt In Bräutige 6. Nie wir oder Thau,! Rein Hertz ni und die Schaͤflein machen mich oft heich beschin erseus. ittere — wohl beklei, zu deinem artens schůne moͤge bleiben. „ zum Pars⸗ 5 zur rechten deele gruͤnen, iner Ehr alh ˙m mehr, hier ul Gerhard.Cohn. Anmuth giebt es in der Luft, weun das Schöo wiederruft; aber lÜl, wie des Liebsten er Schoͤnste. der cheyden. at die Welt/ Von der Schoͤpsung. 165 ——— L l 2 ichts ist ubera end inniglich: Ach! wie uld ist GOttes Lam, meiner See⸗ Braͤutigam. 1 Mie wird.Honig oder Most, oder Thau, von mir gekost, daß nein Hertz nicht nach ihm schreyt/ der rechten Süßigkeit. Liebli sugt die Nachtigal, suͤsse klingt Iu Flöten Schall; aber über al⸗ hon ist das Wort: Marien „Augen stellt Giederschall. Ey nun, Schoͤn⸗ ish sseel kom herfuͤr, kom, und zeig ursprung ist,ich selbsten mir; laß mich sehn Esum Christ, oͤth entsteht, naufgeht/ so d seiner him⸗ in sein Licht/ ubricht ʒachl eit in denn Seh ich denn und des Him⸗ gedenck ich: viel tausend m Fruͤhling esen Plau/ so hrey'n: Ach seyn. Scho Ruhm, der 13 aber noch Lilje, JEsus wie so schoͤn sen stehn, so roth ist mein t/ ja in allen nmer moͤgen nd klar ver⸗ eit, der sie ugesicht lecht gesehen. 2. Darum so Schand und Quellbrunn schad ichlein steh/ in ihn, als nein Sinn, hen mich oft erseuf/ schade. 3. Bewahr, hun eigen Licht und dein blosses 3.5Idaß deiner Gottheit Glantz leinen Geist umgebe gantz, und der Strahl der Herrlichkeit mich aheb aus Ort und Zeit. Ach! MeinJEsu, nim doch hin, was mir Rket Geist und Sinn, daß ich dichscken, der nichts mehr schmeckt, lljeder Frist sehe, wie du selber bist. H.. Sal. 12,1. Gedencke an deinen 203. M. Christ unser HErr zum Gott, mein Schoͤpfer, edler⸗ Fuͤrst, und Vater meines Le⸗ hn, wo du mein Leben nicht re⸗ gerst, so leb ich hie vergebens, ja sch bin auch lebendig todt, der Elnden gantz ergeben. Wer sich hlzt in dem Sünden⸗Koth, der at das rechte Leben noch niemals wende deine Gnad uu deinem armen Kinde, und gib Rit allzeit guten Rath zu meyden Sünde. Behuͤte heines Mundes Thuͤr, daß mir nnicht entfahre ein solches Wort ddurch ich dir und deiner from⸗ en Schaare verdrießlich sey und o Vater, mein Ge⸗ Hhr, auf dieser schnoͤden Erde, fuͤr llem, dadurch deine Ehr und Meich beschimpfet werde, laß mich her Lastrer Gall und Gift ja nim⸗ mermehr beruͤhren: Denn wen ein solcher Unflath trift, den pflegt ver zu verfuͤhren, auch wohl gar um⸗ zukehren. ö 4. Regiere meiner Augen ⸗Licht, daß sie nicht Arges treiben: Ein chsunverschaͤmtes Angesicht laß ferne von mir bleiben, was ehrbar ist, was Zucht erhaͤlt, wornach die Englein trachten, was dir beliebt und wohlgefaͤllt, das laß auch mich lach achten, all Ueppigkeit ver⸗ achen. 5. Gib, daß ich mich nicht lasse ein zum Schlemmen und zu Pras⸗ sen; Laß deine Lust mein eigen seyn, die andre fliehn und hassen: Die Lust, die unser 0 der ergoͤtzt, die zeucht uns nach der Hoͤllen, und was die Welt fuͤr Freude schaͤtzt, pflegt Seel und Geist zu faͤlleu, und ewiglich zu quaͤlen. 6. O selig ist, der stets sich naͤhrt mit Himmels⸗Speis und Traͤn⸗ nichts sucht und hoͤrt, auch nichts begehrt zu dencken, als nur, was zu dem Leben bringt, da man bey GOtte lebet, und bey der Schaar, die froͤlich singt, und in der Wol⸗ lust schwebet, die keine Zeit auf⸗ hebet. Paul Gerhard. Ps.107,20.21. Er sandte sein Wort 294. M. Christus der uns selig. W'r wohl auf ist uud gesund, hebe sein Gemuͤthe, und er⸗ hohe seinen Mund zu des Hoͤchsten Guͤte: Last uns dancken Tag und Nacht mit erfreuten Liedern, un⸗ serm GoOtt, der uns bedacht mit gefunden Gliedern. 2. Ein gesundes fristhes Blut hat ein froͤlichs Leben; giebt uns Gott diß einꝰge Gut, ist uns gnug gegeben hie in dieser armen Welt, da die schoͤnsten Gaben, und des guͤldnen Himmels Zelt wir noch kuͤnstig haben. 3. Waͤr ich gleich, wie Croͤsus, reich, haͤtte Baarschaft liegen; * waͤr 166 Von der Schoͤpfung. waͤr ich Alexandern auunt an Tri⸗ umph und Siegen; muͤste gleich⸗ wol siech und schwach Pfuͤhl und Betten druͤcken, wuͤrd auch mich im Ungemach all mein Gut er⸗ guicken? 24 28 4. Stuͤnde gleich mein gautzer Tisch voller Lust und Freude; haͤt⸗ te Wildpret, Wein und Fisch, und die gantze Weyde, die den Hals und Schmack ergoͤtzt, wozu wuͤrd es nuͤtzen, wenn ich dennoch aus⸗ Zer muͤst in Schmertzen si⸗ 3en FV. Haͤtt ich aller Ehren Pracht, saͤß im hoͤchsten Stande; waͤr ich maͤchtig aller Macht, und ein Herr im Lande: Mein Leib aber haͤtte doch auf und angenommen der betruͤbten Kranckheit Joch, was haͤtt ich fuͤr Frommen? 1185 6. Ich erwaͤhl ein Stuͤcklein Brodt, das mir wohl gedeyet, fuͤr des Reichen Goldes⸗Koth, da man Ach! bey schreyet. Schmeckt mir Speis und Mahlzeit wohl, und darf mein nicht schonen, halt ich ein Gerichtlein Kohl hoͤher als Melonen. v. Sammt und Purpur hilft mir nicht mein Elende tragen, wann mich Hauptweh, Stein und Gicht, und die Schwindsucht pla⸗ gen: Lieber wil ich froölich gehn in geringem Kleide, als mit Leid und Aengsten stehn in der schoͤn⸗ sten Seide. 2. Sollt ich stum und Sprach⸗ Igs seyn, oder lahm an Fuͤssen: Sollt ich nicht der Tage⸗Schein banf und geniessen: Sollt ich ge⸗ en spat und fruͤh mit verschloß⸗ nen Ohren, wuͤrd ich wuͤnschen, daß ich nie waͤr also gebohren. Lebt ich ohne Rath und Witz, waͤr im Haupt verirret; haͤtte meiner Seelen Sitz, mein Hertzl in Geschaͤften, die mein Herrse hat gestellt hier in meinem Baß ben, also lang als ihm gefaͤllt, i der Welt zu treiben. uicken, wa shiken, so e Reine Seel 13. Habe Danck, du milde Hand, die du aus dem Throne deilei Himmels mir gesandt diese schosch fener G Krone deiner Gnad und grosen gles beimg Huld, die ich lall mein Tage niy. Er we mals hab um dich verschuldt, u Willen, me doch an mir trage. en; Es hat 4. Gib/ so lang ich bey mir hah dab ihm nie ein lebendigs Hauchen, daß ich sol Uonwil, ͤs che theure Gab auch wohl moͤgt Gott wil, brauchen. Hilf, daß mein gesun,P, Soll ie der Mund und erfreute Sinnen, nilich ihm dir zu aller Zeit und Stund alles nalaffe mi Liebs beginnen.. Uuchts, dae 15. Halte mich bey Staͤrck undi Irdische v. Kraft, wenn ich nun alt werde n Strom bis mein Stuͤndlein hin mich rast in das Grab und Erde; gib min meine LebensZeit ohne sonderm Leide, und dort in der Ewigleit die vollkomne Freude. VI Gerhard. mellenckt, Haul Winden g Bahn, der Bon da dein Fur 2. Dem * ußt, und 10 meinem Bloh hm gefaͤllt, i mach und thu ret: koͤmt de uh, die zun laf und u u milde Hand, chrone deile⸗ dt diese schin⸗ und grossn ein Tage ni erschuldt, und ch bey mir ho en, daß ich h wohl moͤge mein gesun eute Sinnen, „Stund alles Von der goͤttlichen Vorsorge und Regierung. 167 —————— Won der goͤttlichen Vorsorge und Regierung. Gyr. Sal. 10, 22. Der Segen des. 205. Ni. Ach was soll ich Sunder lles ist an GOttes Segen und an seiner Gnad gelegen, uͤber dles Geld und Gut: Wer auf Gott sein' Hofnung setzet, der be⸗ halt. einen freyen helden⸗Muth. 3. Der mich hat bisher ernaͤhret, und so manches Gut bescheret, ist und bleibet ewig mein: Der mich c nunderlich gefuͤhret, und auch lei⸗ tet und regieret, wird forthin wein Helfer seyn. 3. Viel bemuͤhen sich um Sa⸗ chen, die nur Sorg undUnruh ma⸗ chen, und gantz unbestaͤndig sind; Ich begehr nachdem zu ringen, nas Vergnuͤgen pslegt zu bringen, und man itzt gar selten findt. . Hofnung kan das Hertz er⸗ uicken, was ich wuͤnsche, wird sich hicken, so es andersGOtt gefaͤllt. Reine Seele, Leib, und Leben hab ich seiner Gnad ergeben, und ihm lles heimgestellt. Er weiß schon nach seinem Dlllen, mein Verlangen zu erfuͤl⸗ lu; Es hat alles seine Zeit: Ich habihm nicht vorzuschreiben, wie tt wil, so muß es bleiben, wenn Oott wil, bin ich bereit. Soll ich lauger allhier leben, hil ich ihm nicht wiederstreben, ich herlasse mich auf ihn: Ist doch nichts, das lang' bestehet, alles y Staͤrck und in alt werdz hin mich r rde; gib min hue sonderm der Ewigkeit * Gerhard. Von Indische vergehet, und faͤhrt, wie an Strom dahin. M. 37, 5. Befiehl dem HErrn. ö Br thut mich verl. efiehl du deine Wege, und was dein Hertze kraͤuckt, der aller⸗ tzeusten Pflege des, der den Him⸗ mel lenckt, der Wolcken, Luft und Vinden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kan. 2. Dem HErren must du trau⸗ en, wann dirs soll wohl ergehn, auf sein Werck must du schauen, wann dein Werck soll bestehn. MitSor⸗ gen und mit Graͤmen, und mit selbst eigner Pein laͤst GOtt ihm gar nichts nehmen, es muß erbe⸗ ten seyn. Z. Dein ew˖ge Treu und Gnade, o Vater! weiß und steht, was gut sey, oder schade dem sterblichen Ge⸗ bluͤt; und was du denn erlesen, das treibst du starcker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rath gefaͤllt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werck kan nie⸗ mand hindern, dein Arheit kan nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist wilt thun. 5. Und obgleich alle Teusel dir wolten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel GOtt nicht zuruͤcke gehn: was er ihm fuͤrgenommen. und was er haben wil, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, du arme Seele! hoff, und sey unverzagt, GOtt wird dich aus der Hoͤle, da dich derKummer plagt, mit grossen Gnaden rucken. erwarte nur der Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schoͤn⸗ sten Freud. ö 7. Auf! auf! gib deinem Schmertze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Hertze betruͤbt und traurig macht, bist du doch nicht Regente, der alles fuͤh⸗ ren soll, GOtt sitzt im Regimente, und fuͤhret alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und wal⸗ ten, er ist ein weiser Fuͤrst, und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wann er, wie ihm gebühret, mitwunderburem Rath, L 4 die 1686 R Von der goͤttlichen Vorsorge die Sach hinaus bekuͤmmert hat. „9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn, und thun an seinem Theile, als haͤtt in sei⸗ nem Sinn er deiner sich begeben; und solltst du fuͤr und für in Angst und Noöthen schweben, und frag er nichts nach dir. ö 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus ani mind⸗ sten glaͤubst, er wird dein Hertze loͤsen von der so schweren Last, die du zu keinem Boͤsen bisher getra⸗ gen hast. II. Wohl dir, du Kind der Treue! du hast und traͤgst davon, mit Ruhm und Danek' Geschreye, den Sieg und Ehren⸗Kron; Gott giebt dir selbst die Palmen in deine techte Hand, und du singst Freu⸗ den⸗Pfalmen dem, der dein Leid gewandt. ö I2. Mach End, o HErr! mach Ende an aller unser Noth, staͤrck unsre Zuͤß und Haͤnde, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen seyn, so ge⸗ hen unsre Wege gewiß zum Him⸗ mel ein. Paul GSerhard. Mare. 7/ 37. Der HErr hat alles. 227½ Mel. Ermuntre dich mein. er HErr hat alles wohl ge⸗ macht, er wird nichts boͤse machen, Udis, fromme Seele! wohl betracht,] in allen deinen Sachen, in Fried und Leid, innug und Noth, in Kranckheit, Jam⸗ mer, Ereutz und Tod, in Kummer, Angst und Schmerzen; das glaͤub, o Hertz! von Hertzen. 2. Der HErr hat alles wohl ge⸗ macht, noch eh er uns erschaffen, er hat uns mit dem Heil bedacht, das gefuͤhret, die dich unser Wehr und Waffen, ja unser Schild und Rettung ist; Er hat i uns vor der Zeit erkiest; Eh man die Sternen zaͤhlet, da hat er uns erwaͤhlet. 3. Der Herr hat alles wohl ge⸗/ macht, da er ist aufgefahren gen Himmel, da ein Hertz hintracht, macht, Udiß ruͤhme, wer es hoͤrernsh dunsre Her als er uuns hat herfur gebrachtur Welt zu G nach der Hand gemehret, da er dauirendlich ur Menschliche Geschlecht gesegnenlschvollziehen —. daß auch Fruͤchte braͤcht das Erdn fliehen. reich, und was drinnen begriffh wird mit Sinnen.. 10. Der He ocht, auch k 4. Der HErr hat alles wohl geanuun uns macht, da schon der Mensch geftl len, da hat er dennoch fleißig acht auf ihn, und auf uns allen. E rief, und ruft noch mich und dich aus lauter Lieb, und sehnet sich seinen suͤssen Flammen, nachl hier allzusammen. 5. . Der Hrr hat alles wohl gy macht, der uns sein Wort gegehen, davon oft unser Hertze lachtz da ist er unsre Zuversicht, er iul stet uns, und laͤst uns nicht imalln ucht befaͤllt Keeutz und Ingst, in Ti nanu er uns n niemand II. Der. He acht, wann lochimmerzt nacht uns n denalten Me am fromme den eiust erf Wann wir in Aengsten schwehe* unsern Noͤthen, und sollt er uz gleich töͤdten. DNN 6, Der HErr hat alles wohlg. machty da er fuͤr uns gestorhey, und Heil und Leben wiederbracht, und durch sein Blut erworheh. Was wilt du mehr, betruͤhim Geist! Kom her, schau hier, wal Lieben heist! sollt der nicht allsdit geben/der fůr dich giebt seinkeben 7. Der HErr hat alles wohl ge macht, da er vom DTod erstandeh, und aus gantz eigner Kraft und Macht uns von der Hoͤllen Bam den, und ihren Ketten hat desteyt, daß unser Mund getrost gus schreyt: Wo ist der Sieg der Hoͤl len, und 71 Mitgesellen? 8. Der HErr hat alles wohl ge⸗ das Truͤbsal hat erfahren. Er hat die Staͤtt uns da bereit, da wit nach dieser kurtzen Zeit in Freuden ollen schweben, und ewig mit ihm eben. 9. Der HErr hat alles wohl gen macht, wann seinen Geist er sendet zu uns herab, der uns bewacht. und I2. Der. H nacht, wanr —1 und 30 klacht, er de en zu sich lud retten f vr und sie ei hen loben. I3. Der. H nacht, es wi sie seines R muß zur shreyen au Der HErr h disur wir h thig loben. I. Nun hacht, er wi Ertraͤget di drum in a eud und oth, in Heutz unde und Schm danck von Pet. v, 7. 228. Mel. Nn bist e dwol: N 2 2** und Regierung. 169 Rau. — gebracht wͤͤssr Welt zu wer es hoͤrer usre Hertzen wendet von die e Le U e 2 in GOtt hinauf, und daß hret, da er dulun endlich unsern Lauf gautz selig⸗ echt gesegneh aͤcht das Etde mnen begriffn alles wohl ge Menschgest ch fleißig act is allen. E mich und dich sehnet sich il nen, nach unz alles wohl ge Sort gegehen, Hertze lachtz sten schwehen, rsicht, er nu nicht imalln sollt e uz schvollziehen, wann wir un fliehen. Igst, am frommen Willen, den einst erfuͤllen. alles wohl ge us gestorben, wiederbracht/ ut erworben. hr, betruͤhin au hier, wa nicht all sdit ebt seinvehem alles wohl ge od erstanden, Kraft und Höͤllen Bant n hat defreyt, getrost gus Sieg der Hoͤl sellen? alles wohl ge⸗ gefahren ges Ttz hintracht, hren. Er hat ereit, da wit 'it in Freuden ewig mit ihm hel loben. syig loben. Danck von Hertzen. Hlles wohl ge⸗ Heist er sendet ins bewacht, un yyn hin⸗ Io0. Der HErr hat alles wohl ge⸗ hcht, auch wenn er uns betruͤbet, nunn uns die finstre Creutzes⸗ Hacht befaͤllt, und allzeit uͤbet im Geutz und Widerwartigkeit, in in Truͤhsal und im nahn er uns staͤrckt im Glauben, den niemand uns muß rauben. II. Der. HErr hat alles wohl ge⸗ macht, wann er in Lieb und Treue uchimmerzu an uns gedacht, und nacht uns wieder neue, wann er en alten Menschen bricht, und die herkehrten Wege richt't nach sei⸗ den Erd und Himmel scheuet, und Leid, daß wir 12. Der. HErr hat alles wohl ge⸗ hacht, wann er wird wiederkom— nen, und obgleich alles bricht und kocht, er doch wird seine From⸗ nen zu sich aufziehen in die Hoͤh, uud retten sie von allem Weh, da uir und sie erhoben, ihn ewig wer⸗ 13. Der HErr hat alles wohl ge⸗ nucht, es wird kein Sinn erreichen sie seines Ruhmes grosse Pracht, muß zurücke weichen, und shreyen aus mit voller Macht: deryEyr hat alles wohl gemachtl iur wir hier und oben ihn billig lg. Nun hat er alles wohl ge⸗ hacht, er wird nichts boͤse machen; Ertraget dich gar sauft und sacht, drum in all deinen Sachen, in eud und Leid, in Gnuͤg und oth, in Kranckheit, Jammer, Heutz und Tod, inKummer, Angst und Schmertzen gib ihm Lob, D. Seinrich Muͤller. Pet. 5, 7. Alle eure Sorgen werf. 298. Mel. Ermuntre dich mein. Vn bist ein Mensch, das weist du wol: was strebst du denn! nach Dingen, die GOtt der HErr alleine soll und kan zuwege brin⸗ gen? Du faͤhrst mit deinem Witz und Sinn durch so viel tausend Sorgen hin, und deuckst: Wie wils auf Erden doch endlich mit mir werden? 2. Es ist umsonst, du wirstfuͤr⸗ wahr mit allen deinem Dichten, auch nicht ein einges kleines Haar in aller Welt ausrichten, und dient dein Gram sonst nirgend zu, als daß du dich aus deiner Ruh in Angst und Schmertzen stuͤrtzest, und selbst das Leben kuͤrtzest. 3. Wilt du was thun, das Ott gefaͤllt, und dir zum Heil gedeyet; so wirf dein Sorgen auf den Held, gib dein Leben, Thun und Stand nur froͤlich hin in GOttes Hand, so wird er deinen Sachen ein froͤ⸗ lich Ende machen. 4. Wer hat gesoͤrgt, da deine Seel, im Anfang deiner Tage noch in der Mutter Leibes⸗Hoͤhl und. finsterm Kercker lage? Wer hat allda dein Heil bedacht? Was that da aller Menschen Macht, da Geist und Sinn, und Leben dir ward ins Hertz gegeben? Durch wessen Kunst steht dein Gebein in ordentlicher Fuͤlle? Wer gab den Augen Licht und Schein, dem Leibe Haut und Huͤlle? Wer zog die Adern hie und dort, ein˖ jed an ihre Stell und Ort? Wer setzte hin und wieder so viel und schoͤne Glieder? 6. Wo war dein Hertz, Will und Verstand, da sich des Himt mels⸗Decken erstreckten uͤber See und Land, und aller Erden Ecken? Wer brachte Sonn und Mond herfuͤr? Wer machte Kraͤuter, Baͤum und Thier, und hieß sie deinen Willen und Hertzens Lust erfüllen! . Heb auf dein Haupt, schau überall hier unten und dort oben, L wit wie so manchesmal ist doch ge⸗ Von der goͤtelichen Vorsorge wie GOttes Sorg auf allem Fall, fuͤr dich sich hab erhoben! dein Brod, dein Wasser und dein Kleid war eher noch, als du bereit, die Milch die du erst nahmest, war auch schon, da du kamest. 8. Die Windeln, die dich allge— mach umfingen in der Wiegen, dein Bettlein, Kammer, Stub und Dach, und wo du solltest lie⸗ gen, das war ja alles zugericht't, eh als dein Aug und Angesicht er⸗ oͤfnet ward und sahe, was in der Welt geschahe. 9. Noch dennoch soll dein Ange⸗ sicht dein gantzes Leben suͤhren, du traust und glaubest weiter nicht, als was dein Augen spuͤhren; was du beginnst, das soll allein dein Kopf, dein Licht und Meister seyn; was der nicht auserkohren, das haͤltst du als berlohren. 10. Nun siehe doch, wie viel und ꝛst ist schaͤndlich umgeschlagen, was du gewiß und vest gehoft mit Haͤnden zu erjagen! Hingegen, ben was uͤberall kein Mensch, ein Rath, kein Sinnen ihm hat ersinnen koͤnnen. 11. Wie oft bist du in grosse Noth durch eignen. Sin kom⸗ men, da dein verlebter Sinn den Tod, fuͤrs Leben angenommen? Und haͤtte GOtt sein Werck und That ergehen lassen nach dem Rath, indem dus angefangen, du waͤrst zu Grunde gangen. 12. Der aber, der uns ewig liebt, macht gut, was wir verwirren, er⸗ freut, wo wir uns selbst betruͤbt, und fuͤhrt uns, wo wir irren, und dazu treibt ihn sein Gemuth, und die so reine Vater⸗Guͤt, in der uns arme Sunder er traͤgt, als liebe Kinder. 13. Ach wie so oftmals schweigt er still, und thut doch, was uns nuͤtzet, da unterdessen unser Will und Hertz in Aeugsten sitzet, sucht sehn, und mangelt doch des Licht unj eh ich n wil aus der Angst sich winden, udile Welt: kan den Weg nicht sinden. u Bra 14. GOtt aber geht gerade sin sets gegebet auf seinen weisen Wegen, er geht, 2. und bringt uns an den Ort, Aichen! der n Sturm und Wind sich legen teud und chehn oemn waun das Werckgy hich nie ve schehn, so kan alsdann der Meniche Ind Essen t sehu, was der so ihn regieret, in* wenn nem Rath gefuͤhret. st die Sei 15. Drum liebes Hertz, siy hut er mich wohlgemuth, und laß von Sotz 3. GOtt und Gramen, Gott hat ein Heuß, cen! Laß das nimmer ruht, dein Bestes fün und die S zunehmen: Er kans nicht lassen, mit grossem cken, wie seinem Muth zu muthe sey, wann wir uns oftmals kran⸗ cken mit so vergebner Sorgen⸗ Bůrd, als ob er uns nun gaͤnthlich wuͤrd, aus lauter Zorn und Hassen, gantz Huͤlf und Trost los lassen. 17. Das schlag laß dich nicht so liederlich be thoͤren, obgleich nicht allzeit dat geschicht, was Freude kan vermeh⸗ ren, so wird doch wahrlich das ge⸗ schehn, was GOtt dein Vater ausersehn: Was er zu dir wil keh⸗ ren, das wird kein Mensche wehren. ö 18. Thu als ein Kind, und lege dich in deines Vaters Arme bitt ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme: So wird er dich durch seinenZeist, aufWegen, die du itzt nicht weist, nach wohl gehaltnem Ringen, aus allen Sorgen bringen. Paul Gerhard. Sir. 39,21. Alle Wercke des Herrn 299. Mel. JEsu meine Freude. Ott der wirds wohl machen, dem ich alle Sachen allzeit hinweg, und i 4. cen! Er heiner Not agen unte 5. GOtt chen! Maͤc „ er alleze 1/ der sich hertzeleid hergiß den seinen Har benden. 6. GOt We ich ist ai us⸗Jahr rt er und hat lebt und le die Erden. 7. GOt 4 ute ritter Seinen uͤ bielmals heimgestellt. Er hat mich erkoh⸗ vie und dar, und findet nichto, wil ur Freud ren, och des Lich und Regierung. ů 171 uu, eh ich noch gebohren bin auf winden, undise Welt: Hat mir auch, nach sinden. —1 Brauch, was von noͤthen, ht gerade san sils gegeben hier in diesem Leben. egen, er ge 3. GOtt der wirds wohl ma⸗ iden Ort, Auhen! der mir manches Lachen, sich Küm hend und Lust geschenckt: Der das Werckgy lich nie vergessen, der mit Kleid in der Mensch und Essen raͤglich mich bedenckt egieret, iusth duch wenn sast die Creutzes Last st die Seinen ziemlich drücket, s Hertz, sih hat er mich erquicket. aß von Soth 3. GOtt der wirds wohl ma⸗ hat ein Herhj chen! Laß das Wetter krachen, in Bestes für und die Stuͤrme gehn: Wann nicht lassen, mit grossem Grausen alle Wellen geweid ist gu hrausen, wil er bey dir stehn. Jo⸗ allzusammen, men. ennt fuͤrGnad kanst du der⸗ uth zu muthe ftmals kraw⸗ ner Sorgen⸗ nun gaͤntzlich n und Hassen, stlos lassen. hinweg, und iederlich he⸗ t allzeit das kan vermeh⸗ rlich das ge⸗ dein Vater u dir wil keh⸗ Mensche nd, und lege Arme bitt ch dein, wie So wird er „auf Wegen, nach wohl aus allen Gerhard. e des Herrn ne Freude. hlmachen, Hhen allzeit mich erkoh⸗ naß lag im dritten Tag: Schlagt dichunglůck auch daruieder, GOtt ehebt dich wieder. 4. GOtt der wirds wohl ma⸗ heiner Noth. Wenn du wilt ver⸗ ugen unter deinen Plagen, ist der +1 Gott auf den Plan, und lumt dich an: Denn verstaͤubs die Augst geschwinde, wie der Rauch in Winde. 4 5. GOtt der wirds wohl ma⸗ chen! Maͤchtig in den Schwachen I allezeit. Wem hats je gefeh⸗ der sichz Ott erwaͤhlet, in dem hereleid? Drum mein Hertz, hergiß den Schmertz, alles sieht in sinen Haͤnden: GOtt kan alles wenden. . Gott der wirds wohl ma⸗ * Wenn des Todes Nachen ich ist ausgethan: Wenn die Le⸗ zus-Jahre liegen auf der Bahre, rt er Himmel an. Dieser und hat seinen Grund: Die ge⸗ lebt und leben werden, kommen in die Erden. 2. Gott der wirds wohl ma⸗ then, der den alten Drachen daͤm⸗ Et ritterlich; Fuͤhrt er gleich die Seiuen uͤber Stock und Steinen hielmals wunderlich: Sey bereit ren, ur Freud und Leid, GOtt befiehl chen! Er wird selber wachen uͤber nur deine Sachen: Gott der wirds wohl machen. Ernest. Stockmann. Sam. 3, 18. Es ist der HErr, er. 300. M. Nun freut euch lieben. Gott herrschet und halt bey uns haus, was sagst du Mensch darwider? Was schlaͤgst du seinen Willen aus? Leg in den Staub dich nieder, schweig still, laß ihn nur Meister seyn, er ist das Haupt, mir ingemein desselben schwache Glieder. 2* 2. Belegt er dich mit Creutz und Noth, und greift dir nach dem Hertzen, schickt er das Leben und den Tod, laß dir es etwas schmer⸗ tzen; doch hůte dich fuͤr Ungeduld, du moͤchtest sonst durch 25 Schuld dein bestes Heil ver⸗ schertzen. 3. Es bleibt schon so von Alters her, jetzt haͤlt er sich verborgen, als weiß er nichts um dein Beschwer, laͤst immerhin dich sorgen, hat ge⸗ gen dich sich hart gemacht, das waͤhrt vom Abend in die Nacht, und wieder an den Morgen. 4. Iht ist er wieder gnaͤdig dir, giebt Entschaft deinem Leiden, er eget deinen Sack von dir, und guͤr⸗ tet dich mit Freuden, er zůͤchtigt als ein Vater dich, jedoch muß sei⸗ ne Gnade sich darum nicht von dir scheiden. J. Wie wohl ist doch der Mensch daran, der sich in GOttes Wege, in tiefster Demuth schicken kan, ihm aushaͤlt alle Schlaͤge: Dis nimt der hoͤchsten Kunst den Preis. HErr! gib uns, daß sich aller Fleiß auf dis zu lernen lege. Roͤm. 3, 28. Deuen die GOtt lieben 301. In eigener Melodey. Gol kans nicht boͤse meynen! sein Vater⸗Wort detruͤget nicht, darin er mir so vest ver⸗ Augen er wolle mich mit seinen Augen leiten; so folg ich seinem Zug zu allen Zeiten: Ich habt Hert Seee. —— I — ——— 172 Von der goͤttlichen Vorsorge Hertz und guten Muth, Gott mieynts mit seiner Fuͤhrung gut: Er laͤst mich nicht, wenns gleich oft so wil scheinen, GOtt kans nicht boͤse meynen: wils gleich boͤ⸗ se scheinen, GOtt kans nicht boͤs meynen.— ö 2. GOtt kans nicht boͤse mey⸗ nen! niemand ist aut, als er allein! wie kan sein Wille boͤse seyn? Er wil, daß allen soll geholfen werden, macht alles wohl im Himmel und guf Erden. Wer nur sein Werck im Glauben thut, findt, daß ers mit ihm meyne gut: Wohl, wer ihm traut! denn er versaͤumet kei⸗ nen, Gott kaus nicht boͤse meynen, er versaͤumet keinen, GOtt kans nicht boͤse meynen. 3. GOtt kans nicht boͤse mey⸗ nen! er hat mich an das Licht ge⸗ bracht, und taͤglich fuͤr mein Heil gewacht; er wird mich ferner bis ins Alter tragen, und was mir se⸗ lig ist, mir nicht versagen. Ich steh in meines Vaters Hut, GOtt meynts mit seiner Fuͤhrung gut. Er sorgt fuͤr mich, gleichwie von Kindes⸗Beinen, GOtt kans nicht boͤse meynen, wie von Kindes⸗Bei⸗ nen, GOtt kaus nicht boͤse mey⸗ nen. 4. GoOtt kans nicht boͤse mey⸗ nen! der Suͤnden Menge schreckt mich sehr, doch ist die Gute GOt⸗ tes mehr; ich rief: GOtt sey mir armen Suͤnder gnaͤdig! Er sprach: getrost, du bist von Sunden ledig! Mich reinigt Esu theures Blut: Gᷣott meynts mit seiner Fuͤhrung gut. Er macht gerecht, und zaͤhlt mich zu den Seinen: Gott kans nicht boͤse meynen, er kennt schon die Seinen, GOtt kans nicht bose meynen. ö ö 5. Gott kans nicht boͤse mey⸗ nen! wenn ich mir selbst nicht ra⸗ then kan, nimt GOtt sich meiner Sachen an: gnug, ich befehl dem HErren meine Thaten, er wirds wohl machen, und mir treulich ra⸗ gleich, wenn undannen, n é nir gleich, wenno 1 Gott nur thut, GOtt mehatznuflntvor di seiner Führung gut: Er lench eginnen: das Hertz der Grossen und dendeuck und di Kleinen: GOtt kans nicht han und Ruere meynen, er loucket Groß und Rlh und Nieren nen, GOtt kans nicht böse minsih bin allein nen. brgen seyn. 6. GOtt kans nicht boͤse miy suͤhren. nen! was mir nicht gut ist, gans 2. Es ist k⸗ zurück/ das groͤste Ungluͤck in mo Mund, so i⸗ Glück; ich weiß, daß denen, dieldu, HErr, si 60 DT lieben wollen, zum in Grund, was sten alle Dinge dienen sollen. Gollm: Du sch geh es denn durch Glut und Flush ring, wie g Gott meynts mit seiner Fuͤhrun ling, ich kar gut: Den Abend lang wahrt um ten. Wenr das bittre Weinen, GOtt ku Gnad, Vert nicht hoͤse meynen; bald vergehl Huͤlf uud R das Weinen, GOtt kans nichtschlichten. boͤse meynen. 3. Wie di . GStt kans nicht boͤse wh llch, GOt nen! die Welt meynts falsch zun uen, versteh boͤsen Zeit, und wenn mirs woll wich bloß geht, hab ich Neid: Doch miz Wo soll ich die Welt gleich gantz im Argenlig Denn du gen, so wil ich ihre /boͤse Lust hesl Heist, es hilf gen. Trutz bieth ich aller sheinde huͤhr ich get Muth, GOtt meynts mit seiner sauch in die Fuͤhrung gut: Meynts niemand hah, kan din gut, so hab ich dennoch Einen, de 4. Nun g kans nicht boͤse meynen, ich truß ue Hand nii auf den Einen, GOtt kans nicht und all meit boͤse meynen. Vhütich mi 8. GOtt kans nicht boͤse meh Zinster ist u nen! weil ich imveben Christi bin, heimlch wa so ist der Tod auch mein Gewinn: kan dir nicht Ich bin gewiß, daß mein Erloͤset gethan, ger lebet, der mich, sein Glied/ zu sich, dor deinen dem Haupt erhebet: Die Seelt muß ich vo lebt, der Corper ruht, GOtt meynt J. HErr es auch im Tode gut. Er skicht diß wohl, d mich los, wenn JEsus mird eyh ket, und wi scheinen, GOtt kans gicht boß seyn soil, at meynen, Vesus mird eisthemnen, iit: Durch Gott kans nicht boͤse moynen. und Bein, i Pf. 139,J. Du schaffest es, wasz ich sun, dein 2 302. Miel. Am Wasser⸗Flussen. Daich noch Herr(ott, der du erforschet uuschon St — in Lebens“ then. Es gilt mir S mlich, und kennst mich aus ch/. Lin ich 6. Ich da —— gleich, weng Ott meynts mi ut: Er lench Beginnen: kossen und den denck undinnen, und Regierung. 17³3 mein Thun Steh Lassed ut vor dich, Gehn, Stehen uð Shn HDas ich im Bette und dicht, siehst du von fern aus nicht häßund Nuere nicht, du pruͤfest Hertz Groß und Kl nicht boͤse miz buorgen seyn, all mẽine shuͤhren. ht gut 3•0 51 Es ist kein Wort aus meinem inglück ist mah. Mund, daß denen, di icht böse und Rieren: Du kanst auch wenn ich bin allein, und gerne wollt ver ö Weg aus⸗ so ich dir koͤnt verheelen, 9u, HErr, siehst recht des Hertzens ollen, zum heHrund, was steckt in meiner Ses, Aundg 6⁰ Aut und Fln seiner Hahu ang wahrt un n, GOtt kai bald verg t Tans u ö icht boͤse miy nts falsch ii nn mirs wohl 5: Doch mah im Argenlit boͤse Lust beste h aller Heinde its mit seinet huts niemand och Einen, der ynen, ich troh Itt kans nich cht boͤse mon en Cheisti bin, nein Gewim: mein Erlost Glied/ zu sich, t: Die Seele „GOtt mieynt Eessprich sus wird e 5 achen d erscheine emhneh. est eo, was ich zsserFlussen. du erforsche nst mich aus und len: Du schaffest ja, was ich voll⸗ hring, wie groß es ist, und wie ge⸗ ting, ich kans ohn dich nicht rich⸗ ten. Wenn aber du durch deine Hnad, Verstand mir giebst, auch Hoͤlf und Rath, fo kan ich alles chlichten. 3. Wie du die Deinen wunder⸗ lh, v GOtt, hier vflegst zu fuͤh— un, versteh ich nicht, und lasse nich bloß beine Gnad regieren. Vo soll ich hin für deinen Geist? Denn du auch die Gedancken Mist, es hilft vor dir kein Fliehen. hͤhrich gen Himmel, bist du da, iuch in die Hoͤll, trittst du mir hah/ kan dir nich nicht entziehen. 4. Nun grosser GOtt, weil dei⸗ ge Hand mich uͤberall kan finden, und all mein Thun dir ist bekandt, thüt ich mich fuͤr Suͤnden: Denn ginster ist wie Licht bey dir, was tudrrv war, koͤmt klar herfuͤr, ich in dir nicht entgehen. gethau, geredt, gedacht, das wird uur deinen Thron gebracht: Da nuß ich vor dir stehen. 5. HErr, meine Seel erkennt diß wohl, daß du mich hast berei⸗ ket, und wie ein Mensch gestallt seyn soil, aus Mutter⸗Leib gelei— u: Durch deine Vorsorg Fleisch und Bein, und alle Glieder an mir seyn, dein Aug hat mich erwaͤhlet. Da ich noch ungebohren war, hast uschon Stunden, Dag und Jahr, in LebensLauf gezaͤhlet. Ich dancke dir und preise dich Was ich fi fuͤr solche grosse Thaten, und daß du mir so wunderlich an Leib und Seel gerathen. Sehr koͤstlich ist dein Werck an mir, wenn ich er⸗ wach, bin ich bey dir, und warte deiner Gnaden: Ich glaube vest, daß meine Suͤnd durch Christum mir vergeben sind, daß sie mir nichts mehr schaden. 7. Den Vorsatz gib mir, HErr, dabey, daß ich, was bös ist, meyde. Die gottlos Rott fern von mir sey, von Frommen inich nicht scheide: Daß ich nur lieb, was dir gefaͤllt, und hasse, was ist von der Welt, auch ihren Trutz nicht achte: Halt dein Gebot, hoͤr gern dein Wort, im Glauben und in Hofnung fort das Ewige betrachte. ů 8. Erforsch mich, GOtt, ergruͤnd mein Hertz, durchsuch all; mein' Gedancken, und siehe, ob ich hin⸗ terwaͤrts, und auf die Seit woll wancken. Bin ich vielleicht auf boͤsem Weg, so fuͤhr du mich den rechten Steg, der nach dem Him⸗ mel weise, daß ich vom Suͤnden⸗ Dienste frey, und dir, o HErr! ge⸗ faͤllig sey, bis ich von hinnen reise. Henr. Vogther. Ebr. 13,5. Der Wandel sey ohne. 303. Mel. Wer nur den lieben. ch bin der reichste Mensch auf Erden, ich habe gnug, und ha⸗ be viel; ein ander mache sich Be⸗ schwerden, wie er den Mammon inden wil: Wer mehr nicht sucht, als GOtt beschert, dem ist der groͤ⸗ ste Schatz gewaͤhrt. 3. Der Reichthum lieget in Ge⸗ muͤthern, wer sich vergnuͤgt ist nimmer leer. Viel bleiben arm bey grossen Guͤtern, das macht, sie wollen immer mehr; und wer sich selbsten nicht besitzt, hat einen Schatz, der niemand nuͤtzt. 3. Ein Geitzhals hat bey seinem Graͤmen nicht eine Stunde Froͤh⸗ lichkeit: Er hat, und darf sich doch nichts nehmen, weil er sichs immex⸗ 17⁴ Von der goͤttlichen Vorsorge immer selbst verbeut: So wird er von sich selbst verzehrt, und ist nicht eines Hellers werth. 4. Wie froͤhlich aber kan hinge⸗ gen mein Hertz bey der Vergnuͤ⸗ gung seyn. Giebt mir der Him⸗ mel einen Segen, so bild ich mir groß Reichthum ein, und dencke, GOtt giebt einen Tag mehr, als tin Kaͤyserthum„Ruthon 5. Hab ich die Nothdurst mei⸗ nem Leibe, mein Brodt, und auch mein Saltz darzu, so nehm ichs mit der Ueberbleibe, und brauch es in so stiller Ruh. Gott leihet nur sein Eigenthum, zu meinem Nutz und seinem Ruhm. ‚ 6. Das ist mein Wucher in Ge⸗ dancken, der mich nicht leicht be⸗ truͤgen kan; und wollte die Ver⸗ gnuͤgung wancken, so schreibe ich die Losung an: Es gilt dem Hoͤch⸗ sten alles gleich, ch, ein Christe sey arm oder reich. den sterben, weilmir kein Geld am Hertzen klebt. Reichste 1 B. Mos. 33,11.Nim doch den S. 304. MN. Es ist genung, so nim. Ich habe gnug! mein HErr ist — JEsus Christ, ich weiß von keinem mehr; Wer nur sein Knecht und Diener ist, der darf nicht sor⸗ gen sehr. Ich wil gantz meinem SOtt anhangen, und nicht mehr 105 der Welt verlangen, so hab gnug. 2. Ich habe gnug! Ich bin der Sorgen los, und kraͤncke nicht das er re⸗ bedarf: Drum laß ich Wald und 7. Ein Geitzhals gehet zumVer⸗ derben, der nur nach Zeld und Gut gestrebt: Ich aber kan mit Freu⸗ ö en kl So faͤhrt die See⸗ le selig 10 wo ich bey Gott der in. re Ruh: Ich trachte nur des Vi⸗ ters Willen, in Kraft des Geistes, Hertz; ich bin vergnuͤgt, und sitz in GOttes Schooß, der lindert al⸗ len Schmertz; ich sorge nicht mehr fuͤr mein Leben, der Hoͤchste kan mir alles geben: Ich habe gnug. 3. Ich habe gnug! GOtt, der die Voͤgel speist und alle Welt ernaͤhrt, Pott, der das Gras und Blumen wachsen heist, und ihnen Schmoß 2. Es steht beschert, der wird auch acht, 00 ernaͤhren, Nahrung und Kleidnderck get be mir bescheren; Ich habe gung, sch freue, be 4. Ich habe gnug! besitz ihluchts be l schon nicht Geld, es gilt mir alnRath ge den leich, ich habe Gort und ih. Pr dor 0 ich. WDeun alsil Sth Muth/ cken reich. Denn JEsus ist mein lllt/ Schatz und Krone) der mir dulbst steht 61 Himmiel giebt zum Lohne: Ichus de fah habe gnug. 4. So . Ich habe gnug! beschat Mann 135 mir GOtt ein Kleid, und lat wiuschnn u n wohl ergehn, so ist es gut; komt Stande, 10 aber auch die Zeit/daß ich solldd ende stehn: Die Bloͤsse muß mich nicht Ean 10 m erschrocken, mein GBtt wil dahsqI. dastab und Seele decken; ich habe gnug Eiun 6. Jch Habe anug! mein traut s enden, Vater sieht/ er siehet immer schuf Sen chb auf mich, sein Kind, auf diß, was lhbbens sich b mein Gemuͤth, was Seel und La Eum unde ö r ichen luels Thron Voͤgel sorgen, bekuͤmmre mich ger den llitest nuchts um Morgen; heut habuchuhöre mii gnug. 7. Ich habe gnug! und sotg sirtz l ih fuͤr den Geist, das audre fallt nn uasch von zu; nur GOttes Reich, das JG. summe Se sus suchen heist, diß giebt mir wah⸗ Rrechten X deine Kraft⸗ 8. Gib m Iir Hoͤh, au zu erfüllen, drum hab ich gnug. 3. Ich habe gnug! ich lieg an 97 f JEsu Brust und GOttes Vater; lImeo dur Hertz; was wil ich mehr? das gi aun 21 bet mir nur Lust, durchsuͤffel meß Rath wa nen Schmertz. Den Himmel„ 1. 5 habich schon auf Erden; was uilsie 0 Ind bean Welt noch werden? Mlemehre. habe gnug! II. Jer. 1 33. 90 955 HErr/. 1 61 The 305. M. In dich hab ich gehoffet Me. ch weiß, mein GOtt, daß al Ur omem mein Thun und Werck anf deih ir o mein nem Willen ruhn, von dir komt Gluͤck und Segen; was du regierst, das geht und steht auf rechten gu⸗ ten Wegen. 11½ Isto 3. 6i um Mlück, und Regierung. 175 . Es steht in keines Menschen uucht, daß sein Rath werd ins ene,des chlen Marh, der freue, des Hoͤchsten Rath, de ——½ 1 bebe. daß Menschen⸗ ilt mir vun Mth gedeye. 29— 80 301 Aund ha Ost denckt der Mensch in sei⸗ in allen Einhenn Muth, diß ober senes se ihm Esus ist meintth und ist doch weit gefehlet; der mir den sieht er auch fuͤr schaͤdlich an, Lohne: Ihs doch GOtt selbst erwaͤhlet. ohue: Ihfe So faht auch oft ein weiser nug! beschen Rann ein gutes Werck zwar froͤ⸗ „und last wit ichan und bringts doch nicht zum es gut; kont Etande, er baut ein Schloß und aß ich soll ode hnen Schmut ich meinenkei g und Kleid stes Haus, doch nur auf lauterm nuß mich nich Eande. —½. Wie mancher ist in seinem ch habe gulh, un fast uͤber Berg und Spitzen 2mein treut suu, und eh ers sich versiehet, so timmer bu egt er da, und hat sein Fuß ver⸗ auf diß, won lehens si bemuͤhet. Seel und Leiß l.. Drum, lieber Vater, der du ich Wald und Aton und Seepter tragt im Him⸗ imre mich gu mls Thron, und aus den Wol⸗ heut hab ich been hlitzest, vernim mein Wort, uud hoͤre mich vom Stuhle, da du .— . ö mdresülmm st. Pereihe mir das edle Licht, ‚ das sich von deinem Angesicht in 10 157— fummie Seelen strecket, uns da e nur des Vu. rechten Wahrheit Kraft, durch t des Geiste, Weine Kraft erwecket. ö Lich gnng.„. Hib mir Verstand aus dei⸗ Wich lieg an ut Hoͤh, auf daß ich ja nicht ruh Ottes Vater⸗ uund sieh auf meinem eignen Wil⸗ sieg iehr? das gitz lez sey du mein Freund und treu⸗ rchfüset. Rath, was gut ist zu erfuͤllen. )en Himmel 9. Pruͤf alles wohl, und was en; was wil lnt gut, das gib mir ein; was verden? Ich glisch und Blut erwäahler, das lawehre. Der hoͤchste Zweck, „ HErr/ dah, us beste Theil, sey deine Lieb und . 06, dan l deWas dir gefallt das laß auch Werckanfdeß Ait, o meiner Seelen Sonn und von dir komt I gefallen und belieben; was 16 du regiers zuwider, laß mich nicht im rechten g. Werck und That verüben. I. Ists Werck von dir, so hilf 3. Ei unm Wüͤck, jsis Menschen⸗Thun,/I ö so treibs zuruͤck, und aͤndre meine Sinnen. Was du nicht wirckst, pflegt von ihm selbst in kurtzem zu zerrinnen. 12. Sollt aber dein und unset Feind an dem, was dein Hertz gut gemeynt, beginnen sich zu raͤchen, ist das mein Trost, daß seinenzorn du leichtlich koͤnnest brechen. 13. Tritt du zu mir, und mache leicht, was mir sonst fast unmuͤg⸗ lich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen hast, durch Weisheit deiner Haͤnde. 14. Ist gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tieffe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich auch ohn Unterlaß zum Seußen und zum Beten. 15. Wer fleißig betet, und dit traut, wird alles, da ihm sonst vor graut, mit tapfern Muth bezwin⸗ gen, sein Sorgen⸗Stein wird in der Eil in tausend Stuͤcken sprin⸗ gen. 16. Der Weg zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken ausge⸗ fuͤllt; doch wer ihn freudig gehet, koͤmt endlich, HErr, durch deinen Geist, woßFreud und Wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein Kind, was ich bey mir nicht hub und find, hast du zu aller Gnuͤ⸗ ge: so hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt, und herrlich ege. 18. Dein soll seyn aller Ruhm undEhr, ich wil dein Thun je mehr und mehr aus hoch erfreuter Sees len, vor deinem Volck und aller Welt, so lang ich leb, erzaͤhlen. Paul Serhard. 2 Sam. 15, 26. Siehe, hie bin ich. 306. M. Nun ruhen allewaͤlder. In allen meinen Thaten, laß ich den Hoͤchsten rathen, der alles kan und hat: Er muß zu allen Dingen, solls anders wohl gelin⸗ gen, selbst geben guten Rath und That. ů a. Nichti 176 Von der goͤttlichen Vorsorge 2. Nichts ist es spaͤt und fruͤhe, um alle meine Muͤhe, mein Sor⸗ gen ist umsonst, er mags mit mei⸗ nen Sachen nach seinem Willen machen, ich stell es bloß in seine Gunst.—.— ö 3. Es kan mir nichts geschehen, als was er hat versehen, und was mir selig ist, ich nehin es, wie ers giebet, was ihn von mir geliebet, das hab ich willig auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich fuͤr allem Schaden, fuͤr al⸗ lem Uebel schuͤtzt: Leb ich nach seinen Saͤtzen, so wird mich nichts mir nuͤtzt. 2* 5. Er wolle meiner Suͤnden in Gnaden mich entbinden, durch— streichen meine Schuld; Er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urtheil sprechen, und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg ich mich spaͤte nieder, er⸗ wach ich frühe wieder, lieg, oder zieh ich fort; in Schwachheit und in Banden, und was mir stoͤßt zu Handen, so troͤstet mich sein fuͤsses Wort. 7. Hat ers denn so beschlossen, so wil ich unverdrossen an mein Berhaͤngniß gehn: Kein Unfall unter allen wird mir zu schwierig ehm ich wil ihn freudig uͤber⸗ verletzen, auch nichtes fehlen, was ehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, so bald er mir gebeut, es sey heut oder morgen, dafuͤr 91 ich ihn sorgen, er weiß gar wohl die rechte Zeit. 9. So sey nun Seele seine, und traue dem alleine, der dich erschaf⸗ son hat; es gehe, wie es gehe, mein Vater in der Hoͤhe, der weiß zu al⸗ len Sachen Rath. D. Flemming. Ps.y6/ v. Auf GOtt wil ich hoffen. 307. N. Romt her zu mir/spricht st GOtt mein Schild und Hel⸗ fers⸗Mann, was wird seyn, das mir schaden kan, weicht alle meine Feinde, die ihr mir listiglich nachsteht, nur eurer Schmach e Ceinen schuͤ gegen geht, ich habe GOtt z srt, und ge Freunde. ie zeitlich u 2. Ist GOtt mein Trost undgh. Allein ver sicht, kein Leid kan seyn, so mir machs, wi anfsicht weicht alle meine Feindiher armen E die ihr nur sinnet auf Gefahr igen Welt ist achte solches gar kein Haar, Iden; und habe GOtt zum Freunde. Ienn die zeit 3. Ist GOtt mein Schirm ununs nur ew'e mein Panier, kein Ungemach ius z.Treulie schaden mir, weicht alle mumm und nehmen Feinde! die ihr mich aͤngstet unsln meinen betruͤbt, es ist umsonst, was lals mir beka 93248 ich habe GOtt zumprasssch tets bitt mein, er wir 4. Ist GOtt mein Schutz mh ndmein N. treuer Hirt, kein Ungluͤck michh 4. All's ruͤhren wird, weicht alle mein bo koͤmt alle Feinde! die ihr nur stiftet Myssche nicht zur und Pein, es wird zu eurem Shasher Noth; den seyn, ich habe GOtt zn hsen, dertn Freunde. 2/ wenn di 5. Ist GOtt mein Retter uus sler bey m Patron, was acht ich der Mi z. Reichtl Schimpf und Hohn, weicht alel pas sonst de meine Feinde, die ihr mich lastgt ich mein'n e fruͤh und spat, es wird euch nich sbleibet in de ten eure That, ich habe GOtt um hab ich im Freunde. Omristus hei 6. Ist Gott mein Heil, moil schenckt uns Hulf und Kraft, die boͤse Wit 6. Ihn ha nichts an mir schaft, weicht alt weines Her meine Feinde! die ihr auf mich But hat er vergallet seyd, ihr thut euch selbiarm's Wuͤrt gebrannres Leid, ich habe Gon nilosen von: zum Freunde. ie koͤnt ar 7. Ist GOtt mein Beystand in. groͤrre Liebe der Noth was kan mir schaden. Nun s Sund und Tod, weicht alle meihe hauckbar fuͤ Feinde! Tod, Suͤnde, Teuseh mich GOtt Hoͤll und Welt, ihr muͤsset rau was ich hab men doch das Feld, ich habe Gdil wachen, sey zum Freunde. E. C. Homburg ch befehl Ps. 23,3. Kriner wird zu schanden machs/ w 308. Nĩ. Hertzlich thut mich vell g. Amen, Keinen hat GOtt verlassen, d dis schlecht W ihm vertraut allzeit, und olTzurch dein ihn gleich viel hassen, geschichl lmich dein'n ihm doch kein Leid: EDe sch all's auf * — * und Regierung. 127 er Schmach elCeinen schuͤtzen, zuletzt erheben abe Gott zussort, und geben, was kan nützen, ö hieteitlich und auch dort. in Trost undg 2. Allein ichs GOtt heimstelle, an seyn, so munr machs, wie ihm gefaͤllt, zu Nutz meine Feindilher armen Seele: In dieser ar⸗ auf Gefahr, Igen Welt ist doch nur Creutz und kein Haar/ laen; und muß auch also seyn, zreunde. senn die zeitliche Freuden bringt in Schirm uisuns nur ew'ge Pein. Ungemach ius z. Treulich wil ich GOtt bitten, icht alle mum und nehmen zum Beystand, in al⸗ ich aͤngstet unsin meinen Noͤthen, ihm besser, nsonst, was sals mir bekannt; um G'duld wil Ott zumdrossich ses bitten in allm Anliegen mein, er wird mich wohl behuͤten, ein Schutz un lund mein Nothhelfer seyn. ngluͤck michhe 4. All's Gluͤck und Ungeluͤcke icht alle mant hys kömt allein von GOtt, ich wei⸗ ur stiftet Unssche nicht zurucke, und fleh in mei⸗ ju eurem Shas ner Noth; Wie kan er mich dann be GOtt gun hasen, der treu Nothhelfer mein: Jy/wenn die Noth am groͤsten, so in Retter uuh muler bey mir seyn. ich der Nu g. Reichthum und alle Schaͤtze, n, weicht glel pns sonst der Welt gefaͤllt, drauf hr mich lusignl ch mein n Sinn nicht setze, das wird euch tichshleibet in der Welt, ein'n Schat Habe GOtt zim hab ich im Himmel, der JEsus Oristus heist, ist uber alle Schaͤtze, in Heil, meih schenckt uns den Heil'gen Geist. die boͤse Vit 6. Ihn hab ich eingeschlossen in ft, weicht ale weines Hertzens⸗Schrein, sein ihr auf mich Blut hat er vergossen für mich hut euchsselbsarm's Wuͤrmelein, mich damit zu ch habe Gon alosen von ew'ger Angst und Pein; Inie koͤnt auf dieser Erden doch in Behstand ih geößre Liebe seyn ö mir schaden 7. Nun sollt ich mich erzeigen icht alle: meihe hanckbar fuͤr solche Gnad; ich geb ünde, Teufth mich GOtt iu eigen, mit allem, muͤffet nu waß ich hab: Wie ers mit mir wil ich habe Goul nachen, sey ihm all's heimgestellt: C Homburg. Ich befehl ihm all mrein Sachen, d zu schandel umachs/ wies ihm gefaͤllt. hut mich verl g.Amen, nun wil ich schliessen verlassen, de Indtün Liedelein; 6 R/ —— llzeit, und Udurch dein Blutvergiessen laß sen, geschicht Imich dein'n Erben seyn: So hab schalls auf Erden, was mich er⸗ freuet schon: Im Himmel soll mir werden die ew'ge Gnaden⸗ Kron. D. Andr. Resler. Ps. 31, 25. Seyd getrost, und unv. 309. Mel. zion klagt nut Ruri Laß, o Hertze! dein Betruͤben, stelle deine Sorgen ein, war⸗ um soll doch dein Belieben nur bey solchen Sachen seyn, so der Mam⸗ mon und die Welt dir zu schnoͤden Diensten stellt, laß den Himmels⸗ Vater walten, dieser wird dich schon erhalten. 2. Dencke doch, wie manchen Morgen hat dir diß und das ge⸗ fehlt; wie gar ofte du mit Sor⸗ gen, Tag und Stunden abyezaͤhlt, wann die Nahrung kaum gewaͤhrt, was das blosse Maul verzehrt; Gleichwol hat er dich erhalten, darum laß ihn ferner walten. 3. Giebt dir GOtt durch seinen Segen, schon so manches schones Kind/ wird er auch die Mittel le⸗ en, so dazu von noͤthen sind: enn bey dieser edlen Bluͤth blei⸗ bet er zugleich bemuͤht, wie er sol⸗ che moͤg erbalten: Darum laß ihn ferner walten. ö 4. Dieser fromme Vater speiset ja die Voͤglein, Fisch und Wild, der so manche Bluͤmlein weiset, die mit Schoͤnheit angefuͤllt; Warum sollte der denn sich nicht erbarmen uͤber dich? Ach er wil dich ja erhalten: Laß ihn doch nur ferner walten. g. Hat er dich doch selbst erwaͤh⸗ let ihm zurfFreude, Lust und Ruhmz alle deine Haar gezaͤhlet, und ge⸗ setzt zum Eigenthum, ey so wird auch dieser GOtt noch in aller Angst und Noth dich versorgen und erhalten, darum laß ihn er ner walten. ö Ps. v, 11. Ich muß das leiden. 21⁰0. M. Aus tiefer Roth schrey. Moech⸗ lieber GOtt, wie dirs RFcefaͤllt in allen meinen Sa⸗ chen, die Hofnung ist auf dich ge⸗ M elit, —— —— 178 Von der goͤttlichen Vorsorge stellt, du wirsts am besten machen: Ich seh auf deine rechte Hand, da⸗ bey ist mir der Trost hekand, daß sie kan alles aͤndern. 2. Wils vor der Welt unmoͤg⸗ lich sehn, deswegen unverzaget! Was Gott wil, das muß doch ge⸗ schehn: Wohl dem, ders auf ihn waget! Der Hoͤchste kan im Au⸗ genblick, durch seine Hand, mein Angeluͤck in Gluͤck und Heill ver⸗ wandeln. 3. Zwar faͤllt mir oft ein Zweifel vor, der diß und das wil sprechen: Doch du wirst das zerstoßne Rohr lichkeit nicht vollends gar zerbrechen, das Docht des Glaubens, das nur glimmt, und bloß von dir noch Kraͤfte nimt, wirst du nicht gar verloͤschen. ö 4. Gib nur Geduld, und staͤrcke mich, wenn ich in Schwachheit leide, ich halte mich allein an dich, und das ist meine Freude: Die Welt sey Welt, und bleibe Welt, du bist der Schatz, der mir gefaͤllt, da ist mein gantzes Hertze. V. Wenn du mich schlaͤgst, so banck ich dir, und wil die Ruthe kuͤssen: Denn in dem Creutze laͤst du mir dein Vater⸗Hertze wissen, das wallt vor Liebe gegen mich, du sprichst: Mein Kind! ich werde dich nicht lassen noch versaͤumen. 6. Das troͤstet meinen bloͤden Muth, daß ich mich wenig kraͤncke, du machst doch endlich alles gut, und besser als ich dencke: Wer weiß, wie nah die Freuden⸗Zeit, da mir mein Hertzens⸗Wunsch ge⸗ deeyht, und ich im Segen lebe. 7. Drum weiche Sorg und Traurigkeit! Ich bin in GStt zu⸗ frieden: Gott hat mir schon zu rechter Zeit, mein Theil und Heil beschieden. Ist mirs zur Zeit noch unbekandt: So kans des Hoͤchsten rechte Hand, doch bald und froͤhlich aͤndern. B. Weish. 11, 17. Du schonest abor aller, denn sis sinh dein. Tre 0 eoh 10 2* 10.Und: 3. Daß ich koͤnn in der Wahy se/ mein V bo sprechen: Du bist mein My thum, so gt a, Licht und Heil: du heilest al⸗ Preise, un mein Gebrechen, und schences mens Ruhr mir an Christo Theil, du bist mail tigkeit, un allerbester Freund, ders allell igkeit. hertzlich mit mir meynt. II. Du 4. Denn kan ich dich nur Valnl tollbringen nennen, o Abgrund der Barmhen und Versta Lönnen, so muß mir alles un mallen Dit oͤnnen, was man sonst heisfth Pater⸗Ha Creutz und Leid; denn auch dun nicht, wer! Bittre suͤsse ist, wann du, o Golh ashen Er im Hertzen bist.. Legs . Drüm gib daß ich recht kiush auch trage lich glaͤube, und nur fein frischu Feidens⸗Ze unverzagt, jedoch in Demuth/ miz boͤsen Tag zuschreibe, was dein so heiligWon Rath, un; mir sagt. Dein Geist erkliel Semuth,& meinem Geist, was deine Vaten nas falsch Treue heist. fucht. 6. Du unerschafnes hoͤchst 13. Nun Wesen, hast vor der Welt an mich shloffen; gedacht, und da ich gar noch nicht 15 Kr. gewesen, den Liebes⸗vollenSchloh gusgegosse gemacht, daß ich in Christo deih schaft: Se ken Pen. und frey von aller Hih 2 daß en⸗Pein. h. 7. Dein Kind mein JEsus hal klr 13,5. ½ 18 0 Dundt en 0 h². M. v er Zeit, hat Schuld und Straft ich ka abgewendet, und mir geschendl Y m und mehr mein innere Beschassh Gegen⸗ die Seligkeit. Dein Geist dir gicht, wem mir is mach beranmi, der ishi sisen, ist Daß Gott 3. N hib ich oft von das Unterpfand. nur den lieben weist am alln was mir gus inweg mit all weg mit den 510, Hemn iswiei it nur das Beste noch u/ und dir alls in der Wahyf s⸗ bist mein M. : du heilest all 9 und schenchs eil, du bist meit d, ders alllei neynt. dich nur Vann d der Barmhen nir alles an n sonst heisst denn auch dis inn du, o Golh iß ich recht kinh r fein frischun n Demuth, mit n so heiligWont Geist erklüt deine Vaten afnes huͤchsieh Welt an mich h gar noch nicht 5j,wollenSchlhz in Christo dei von aller Hah 6 nein JEsus hat beschlossen Y ld und Strafe mir geschenct hein Geist de unt, der ist hi . und Regierung. 179 J. Ich weiß nicht, was ich sonst sll sagen von der Treu, die ich gul sets verspuͤrt, da du mich hast in meinen Tagen bis hieher wunder⸗ ur gefuͤhrt. Ja dort bey dir in Vater- Hand: Denn hier gilt nicht, wer rennen kan, bloß komts auf dein Erbarmen an. 12. Legst du was auf, so hilfs guch tragen, gib mir Geduld in Leidens Zeit, und sey in gut⸗ und bsen Tagen mein Trost, mein Rath, und meine Freud. Gib Demuth, Einfalt, Lieb undgucht, bh Risch und hoch ist, sey ver⸗ I3. Nun, Amien! es sey vest ge⸗ Hules nur daß des Heilgen Heistes Kraft bleib uͤber mich stets susgegossen, als welche alles Gute aft: So bleibts in Ewigkeit habey, daß du mein und ich deine . Ebr. 13,5. Der HErr hat gesagt. 3iꝛ. M. Von GOtt wil ich nicht. Me kan Gott nicht verlassen, N mein Gott verlast mich licht, wenn ich kein'n Trost kan sussen, ist er mein Zuversicht: Daß GOtt mich nicht verlaͤst, das hab ich oft orfahren, in meinen Kindern⸗Jahren, drum halt ich an ihm vest. 2. Ex ist vyllnad und Staͤrcke, wer sich auf ihn verlaͤst, betrach⸗ tend seine Wercke, der ist genung etroͤtt! Denn seiner Gnaden icht erquicket unsre Hertzen in Aengsten, Kaͤmpfen, Schmertzen, in vester Zuversicht. ö 3. Mich kan auch nicht verlassen, JEsus der theure Mann: Wer ihn nur lernet fassen, des nimmet er sich an, erquicket seine Seel mit seinenLiebes⸗Gaben, inhumacht ihn zu laben aus seiner Wunden⸗ Wilt du dich ihm ergeben,du findest in ihm Ruh, er macht dir süͤß das Leben, drum geh gerade zu⸗ ergreif sein theures Blut, wil dich der Satan schrecken. so wird er di bedecken fuͤr aller Feinde Wuth. 5. Mich kan auch nicht verlassen des HErren werther Geist; Ich wil die Sůnde 1.⁰ und thun, was er mich heist: So wird mich dessen Guͤt mit Mutter⸗Haͤnden leiten, und hier mit Himmels⸗ Freuden erguicken mein Zemuͤth. 6. Er selbst wird durch sein Le⸗ ben ertoͤdten meinen Tod, und vol⸗ le Kraft mir geben, zu dulden Schmach und Spott. In allem, was ich thu, soll er mich stets re⸗ gieren, und endlich mit sich fuͤhren zur Freud und mit zur Ruh. Tim. 6, 6. 7. 8. Es ist ein grosser. 313. In eigener Melodey. Oder: JEsus meine zuversicht Nicht so traurig, nicht so sehr, meine Seele! sey betruͤbt, daß dir GOtt Gluͤck, Gut und Ehr, nicht so viel, wie andern, giebt, nim fuͤr lieb mit deinem Noch⸗ hast du GOtt, so hats nicht dot a. Du, noch eintzig Menschen⸗ Kind, habt ein Recht in diesen Welt, alle diẽ geschaͤffen sind, sinde nur Gaͤst im freniden Zelt; GOtt M 2 ist 180 Von der goͤttlichen Vorsorge ist HERR in seinem Haus, wie er wil, so theilt er aus. 3. Bist du doch darum nicht hier, daß du Duek ubrrrdi sollt, chau den Himmel uͤber dir, da, da ist dein edles Gold, da ist Ehre, da ist Freud, Freud ohn End, Ehr ohne Neid. ů 4. Der ist alber, der sich kraͤnckt um ein Hand voll Eitelkeit, wann ihm GOtt dagegen schenckt Schaͤ⸗ tze der Bestaͤndigkeit, bleibt der Centner dein Gewinn, fahr der Heller immer hin. g. Schaue alle Guͤter an, die dein Hertz fuͤr Guͤter haͤlt, keines mit dir gehen kan, wann du gehest aus der Welt; alles bleibet hinter dir, wann du trittst ins Grabes⸗Thuͤr. 6. Aber was die Seele naͤhrt, GOttes Huld und Christi Blut, wird von keiner Zeit verzehrt, ist und bleibet allzeit gut: Erden⸗ Gut zerfaͤllt und bricht; Seelen⸗ Gut das schwindet nicht. 7. Ach! wie bist du doch so blind, und im Dencken unbedacht, Augen hast du Menschen⸗Kind, und hast doch noch nie betracht deiner Au⸗ gen helles Glas: Siehe, welch ein Schatz ist das! 8. Zaͤhle deine Finger her, und der andern Glieder Zahl; keins ist, das dir unwerth waͤr, ehrst und liebst sie allzumal, keines gaͤbst du weg um Gold, wenn man dirs ab⸗ nehmen wollt. 9. Nun so gehe in den Grund deines Hertzens, das dich lehrt, wie viel Gutes alle Stund dir von oben wird beschert: Du hast mehr als Sand am Meer, und wilst doch noch immer mehr. 10. Wuͤste, der im Himmel lebt, daß dir waͤre nütz und gut, wor⸗ nach so begierlich strebt dein ver⸗ blendtes Fleisch und Blut, wuͤrde seine Froͤmm sen unerfreuutt. 11. GOtt ist deiner Liebe voll, und von gantzem Hertzen treu, igkeit dich nicht las⸗ ———272— wann du wünschest, pruͤft erwohn“ 6, Er hat wie dein Wunsch beschaffen sthn die Gemeit ist dirs gut, so geht ers ein; ish macht zu se dein Schade, spricht er nein. nicht toͤdt d Iz. Unterdessen truͤgt sein Ghes. 7. Er gie dir in deines Rget eich men Wort, daß na/ das die 906 speist, ziert u Vater, der schmuͤckt es herrlich aus, jan Huts besche waͤhlet, dir zum Heil, dich ush 8. Er gi nem Gut und Theil. sein eingebo 13. Ey so richte dich empor/ u es füͤr uns u betruͤbtes Angesicht! laß du zen Bürgen Seufzen, nim hervor deines Gan 9. Diß bens Freuden⸗Licht, das behah waun uns wenn dich die Nacht deines Kum wer seinen mers traurig macht. selb aufs h 14. Setze, als ein Himmel 10. Soll Sohn, deinem Willen Maaß und. so wir ihn g Ziel/ruͤhre stets fuͤr Ottesdhu von noͤthen deines Danckes⸗Saiten⸗Syil, Speis, zun weil dir schon gegeben ist mehmz,, 11. Die als du wurdig bist. die Thierle 15. Fuͤhre deinen Lebensgun Bluͤnilein allzeit GOttes eingedeuck; ie muͤssen wil es koͤmt, nim alles auf, als u 12.Derf wohl bedacht Geschenck; gehthinl ihrer fleiß widrig, laß es gehn, GOtt u Himmels⸗“ Himmel bleibt dir stehn. derben. * Paul Gerhat, 13. O Ap. Gesch. 14, 17. Gott hat ssh daß deine g 314. M. Nun last uns GOtt den lich betrach zun last uns GOttes Guͤte un achten. fuͤhren zu Gemuͤthe, kont, 14. O V lasset uns erwegen des fromma deinem Lol Vaters Segen. lecht vertre 2. Eh wir ans Licht gesetzeh, dich bauen hat er uns hochgeschaͤtzet, und hul 1s. Wan uns eingeschrieben zum Leben un so werden zum Lieben. u diesem 3. Da wir noch sind gelegen, gegeben. ohn Regen und Bewegen, Ii 16. Eh: Menschen⸗Huͤlf und Soͤrgen/ dn zunichte m Mutter auch verborgen. inn seyn 1 4. Hat er allein uns geben dn Sorgen h Glieder und das Leben, ohn einsh. Ine. I, 17. unsern Heller, war Kuchen N zuz. M. und Keller. Hllerl 5. Er hat zu rechter Stung T quell vollkoͤmlich und gesunde, aufts/ in deinem ner Engel Wagen, uns in 1 04 bergebens getragen. 6. Gott un — / pruͤft er wo beschaffen seht t ers ein; isz ht er nein. trüͤgt sein Gas ens⸗Haus Mux speist, ziert un lich aus, ag Heil, dich zuss dich 09 dich empor, di icht! laß da or deines Glah ht, das behal, 91 deines Kum ein Himmelh illen Maaß und GOtteschuh bon noͤthen haben zuͤr Huͤll, jurg Saiten⸗Gyil, 12 ist mehrez, ien Lebensdauf ingedenck; nie es auf, als ein henck; gehtdin und Regierung. 181 — 6. Er hat uns eingenommen in die Gemeind der Frommen, ge⸗ macht zu seinen Erben, die auch nicht toͤbt das Sterben. . Er giebt uns zu erkennen sein Vort, daß wir ihn nennen ein'n Vater, der uns naͤhret, und alles Zuts bescheret. 3. Er giebt für unsre Suͤnde seineingebohrnes Kinde, und last fur uns wuͤrgen, als einen rech⸗ uBuͤrgen. 9. 06 lasset uns bedencken, wann uns die Sorgen kraͤncken, wer seinen chhe hergiebet, der⸗ selb' gufs hoͤchste liebet.. 10. Solit er uns was versagen, wir ihn glaͤubig klagen, was wir Speis, um Laben. I1. Die Voͤgel in den Luͤften, die Thierlein in den Kluͤften, die Bluͤmlein auf den Wegen, uns find muͤsen widerlegen. 13. Der sie so treulich heget, und ihrer fleißig pfleget, sollt einen hn, GOtt u Himmels⸗Erben er dencken zu ver⸗ stehn. aul Gerhaid Gott hat sich tuns GOtt den Ottes Guͤte um derben. ö‚ 13. O Vater! Vater! giebe, daß deine grosse Liebe wir much lich betrachten, und so gering nicht Ottee achten. zemuͤthe, kont, 14. O Vater! uns boschere, zu n des frommei deinem Lob und Ehre, daß wir dir 3Licht gesetzt, chaͤtzet, 91 zum Veben und Hh sind gelegen, Bewegen, n nd Sorgen, dn orgen. uns geben dil ucht vertrauen, und gaͤntzlich auf dich bauen. 3 Ij. Wann wir nun dieses haben, werden uns die Gaben, die wir zu diesem Leben beduͤrfen, wohl gegeben. 16. Eh Himmel und die Erden unichte muͤsten werden, als soll⸗ ten seyn verlassen, die Fleisches Sorgen hassen. eben, ohn einih Jne. 1, 17. Alle gute Gabe und alle var Kuͤchen di echter Stulhy esunde, auf j uns in die Wil 6 * 315. M. Nun dancket alle SOtt. allerliebsterOtt! du Brun⸗ quell meines Lebens, du hast in deinem Wort gesprochen nicht bergebens: Daß du wollst unser drum sprech ich auch zů dir, als meinem Vater ein. 2. Du hast ja vaͤterlich von An⸗ fang mich geleitet, hast uͤber mir den Schirm der Gnaden ausge⸗ breitet, daß für dem Satau ich, daß fuͤr der boͤsen Welt ich sicher meinen Fuß auf deinen Pfad gestent. n e 3. Und ob ich gleichwol auch aus Schwachheit uͤbertreten, so hast du, Vater, doch auf flehentliches Beten, die Schulden ausgeloͤscht, dieweil mein Glaube sich anf —— Sohnes Blut verlaͤsset si⸗ herlich. 4. Nun trau ich ferner vest auf deine grosse Guͤte, du tragst ja ge⸗ en mich ein vaͤterlich Cemuthe, ich liege dir im Schooß, gleichwie ein Mutter⸗Kind, du bist mein Zu⸗ flucht; Schloß, wo stets ich Huͤlse R* 5. Ach! thu mir ferner Guts an Leib und auch der Seelen, eut⸗ ferne, was mein Hertz mag aͤng⸗ sten oder guaͤlen; befriedige mein Hertz mit deinem Freuden⸗Geist, der unser Fuͤhrer und gewisser Troͤster heist. 23 88 6. HErr, sorge selbst fuͤr mich, und gib, was ich soll haben: Aus deiner milden Hand entspringen alle Gaben, die heilsam sind und gut; nichts seh ich sonder dich, was du mir geben wilt, das, das erfreuet mich.. 7. Du weist wohl, was mir dient, dir sey es heimgestellet, ach! schick es, schaff es, wie es dir, mein Gott gefaͤllet, dein Wille der ist mein, mein Wille der ist dein, ach! lasse mich hierin gantz un⸗ geaͤndert seyn. 8. Dir wil ich, weil ich leb, s Err, alleine leben, du wollest mir dazu Kraft und Vermoͤgen geben; dir wil ich, wenn du wilt, auch sterben williglich, in diesem Gott und lieber Vater seyn; Zwecke leit, o treuer Vater mich. M 3 ů 9. Er⸗ 182 Von der goͤttlichen vorsorne „. Erhalte mich zuletzt bey him⸗ lischen Gedancken, laß meine See⸗ le nicht in deiner Liebe wancken, daß sie zum Himmel zu ma neh⸗ men ihre Fahrt, und dort in dei⸗ ner Hand auf ewig ley verwahrt. 10. Laß mich am Juͤngsten Tag auch freudig auferstehen, und dei⸗ ne Herrlichkeit mit allen Heil gen sehen, denn wil ich dich, mein GOtt, erheben immerdar, GOtt b Vater, Sohn und Geist, laß sol⸗ ches werden wahr.— Ps. 3, 23. Wirf dein Anliegen. 316, N. OErr nicht schicke deine oll ich denn mich täglich kraͤn⸗ cken, und aufs kuͤnstige ge⸗ dencken? Soll ich denn niemal mit Ruh Nachts die Augen schlies⸗ sen zu? muß nur immer vor mir stehen, wie mirs einsten wird erge⸗ hen! Da doch durch mein Sor⸗ gerchl. das Geringst wird aus⸗ gericht. 7 3. GOtt, der mich bisher erhal⸗ ren, hoͤret noch nicht auf zu wal⸗ ten; oder sollt er itzt allein dessen müde morden seyn? Ach! so laß ich Sorgen bleihen, GStt allein es heim zu schreiben, da es, wie es utt gefaͤllt, mir zumalen eines gelt. 2. 3. Er isis, der allein verstehet, wenn mirs so und so ergehet, ob dasselbe nutz und gut, oder obs mir Schaden thut! Da sonst wir in unsern Luͤsten uns nicht zu ent schliessen wuͤsten, ofters waͤhlend ohngefehr, was uns nur hochschad⸗ lich waͤr. 4. Soll ich denn stets niedrig leben, und nur an der Erden kle⸗ hen, daß, weun ich zur Ruh mich Eeg/ niemand von mir wissen moͤg: Soll mich solches gar nicht kraͤn⸗ cken, sondern ich dasselb bedencken/ daß ich vieler Sorgen frey, und des Falles sicher sey. ö . Dennoch wil ich auch nicht fliehen, wo er wollte selbsten ziehen, mich hervor aus niederm Stanb; ——— weil ich solches sicher ga 2. Also b Es liegt nur an seinen Gaben, esen, und! wir denn gewiß auch haben, the riesen, wa wir seinen Winck allein im Ben gath über gehorsam seyn. Ich wil and 6. Wil die Armuth meiner Hi en, fondern ten er mit Segen überschüttn yn: Daß d und mit Guͤtern dieser Welt, s shluß endlic es ihm auch heimgestellt. Ich u D. ihm fuͤr solches dancken, und ul Lue. 12, 24. 0 daß niah 3⸗. Wã. W wie sonst viel gethan, ich das Ha Brean auch hange dran. gen, 7.· Ist mir Armuth denn beschiz werts, als ei den, bin ich auch damit Snmri. Mu dient dein weil mir dieses Himmelvest, Ott wil er mich drum nicht verlaͤst. I Roth anneh wil doch ihm freudig singen, Ius 3. GOtt! mein— Opfer bringen, I geben, Seel nach dieser armen Zeit 25 ihm allein e reiche Ewigkeit. dalesschenck 8. Wird Gesundheit mir gah liflnicht, d. ben, soll dieselb in meinem Len z. Sage dazu dienen, daß ich mehr fordmnesen? GOt koͤnne, seine Ehr; daß ich müsih so viel zuge nicht vergrabe, was ich drum eih sch kan erne pfangen habe, damit ich es brauh deß Gottes dahin, wo ich zu beruffen bin. 4. Es ist 9. Soll ich aber Kranckheit Iy Speisen die den,/ wil ich dennoch auch mitzn daß GOtt den, weil mir seine Treu bekanhl,/ Speis und aus des Hoͤchsten Liebes⸗Hand sil del sich ve che Zuͤchtigung annehmen, und heben. mich nicht ohnmaͤßig graͤmen, da. Sorgl solch herbe Artzeney meinem leiden? A Fleisch von noͤthen sey. licht! sold 10. Soll ich viel der Jahre zah Schau die len, und also mich lange gualen, H dern, wie f gescheh des HErren Will, demich die Bäͤum gern auch halte still. Er wird doch 6. Sore Genade geben, daß in diesem Trau Zweigen, n erLeben je zuweilen koͤmt ein Tag sptingt, w der mich noch erfreuen mag. nas er ess 11. Bin ich aber hald fuͤruͤber Nein ach n ist mir solches desto lieber, daß ich Himmels ö von den Suͤnden frey, und in sl v. Ach! chem Stande sey, wo ich meinan Erden, w. Gott in allen Stücken moͤge wohl was uns n gefallen, so hie nicht geschehen kun Gott kan weil die Suͤnd mir haͤnget an. dird nicht 12. ihm seyn und Regierung. 183 —— sicher gauh 12. Also bleibts GOtt heimge⸗ inen Gaben, Mhgjesen, und sein theurer Nam ge⸗ ich haben,wen puesen, was er auch in seinem allein im Ben zath Über mich beschlossen hat. ach wil anders nichts mehr ach⸗ uth meinerhh i, sondern dieses nur betrach⸗ n überschüthn un: Daß den Seinen zum Be⸗ dieser Welt, ssshluß endlich alles frommen muß. estellt. Ich ul D. Phil. Jac. Spener. ancken, und nu eye. 12, 24. Nehmet wahr der R. icken, daß miah zr/. M. Warum sollt ich mich. n, ich das Hunssrarum wilt du doch fuͤr Mor⸗ ö gen, armes Hertz, immer⸗ ith denn beshhn nerts, als ein Heyde sorgen? Wo⸗ audit 000 udient dein taglich Grämen,weil immel⸗oest, dun Ott wil in der Still sich der t verlaͤst. I Roth annehmen? dig singen, Iu 2. GOtt hat dir geschenckt das er bringen, I geben, Seel und Leib, darum bleib Zeit folgt Yhm allein ergeben, er wird ferner lles schencken, traue vest, er ver⸗ ͤheit mir gihh listnicht, die an ihn dencken. meinem Lan 3. Gage nicht: Was soll ich hmehr fordan esen; GOtt hat dir schon allhier daß ich müssh so viel zugemessen, daß der Leib ich drum es it ich es braug eruffen bin. Kranckheit l auch mityeal⸗ Creu bekandt, iebes⸗Hand sil⸗ nnehmen, und ig graͤmen, daß eney meinem sey. der Jahre zah⸗ ichkan ernaͤhren, übriges wird in⸗ deß GOttes Hand bescheren. 4. Es ist mehr, als Tranck und Speisen dieser Leib, darum glaͤub, daß GOtt wird erweisen, daß er Speis und Tranck kan geben dem, del sich vestiglich ihm ergiebt im 2— leiden? JEsus spricht: Sorge licht! sosches thun die Heyden; Schau die Blumen auf den Fel⸗ eben. 3. Sorgst du, wie du dich sollt ange gualen,h. Feru, wie so schoͤn diese stehn, wie Will, demich die Bäum in Waͤldern. Er wird doch! 6. Sorgt ein Vogel auf den u diesem Trau Zweigen, wenn er singt, huͤyft und koͤmt ein Tag springt, wer ihm soll anzeigen, uen mag. has er essen soll und trincken? bald furuͤbet, Mein ach nein! er allein folgt des lieber, daß ih Himmels Wincken ey, und in sol 0 ich meinem Erden, waͤr er da, muͤst uns ja, en moͤge wohll was uns noth ist, werden. Wer geschehen kun GOtt kan im Glauben fassen, der ‚ 7. Ach! der Glaube fehlt auf tet, und zugleich GOttes Reich über alles achtet, der wird wahr⸗ lich nach Verlangen, Speis und Tranck Lebenslang, wie im Schlaf, erlangen.„ 9. Laß die Welt denn sich bemuͤ⸗ hen, immerhin! Ach! mein Sinn soll zuJEsu fliehen, er wird geben, was mir fehlet, ob ers ost unver⸗ hoft eine Weil verhelet. 10. Wil er pruͤfen meinen Glau⸗ hen, und die Gab, die ich hab, mir gar lassen rauben, so muß mir zum Besten kommen, wenn GOtt mir alles schier hat hinweg genom⸗ men. 11. Er kan alles wieder geben, wenn er nimt, so bestimt er sein Wort zum Leben; Ach! wie vie⸗ le fromme Seelen leben so, und sind froh, ohne Sorg und Qualen. 12. Sie befehlen GOtt die Sor⸗ gen, wie er wil, und sind still im⸗ mer im Verborgen; Was GoOtt wil, ist ihr Vergnuͤgen, und wies er ohngefehr wil mit ihnen fuͤgen. 13. Doch kan ihnen nicht versa⸗ gen GOtt ihr Brodt in der Noth, wenn er hoͤrt ihr Klagen: Er koͤmt wahrlich, sie zu troͤsten, eh mans meynt, und erscheint, wenn die Noth am groͤsten. 14. Ihre Sorg ist fuͤr die See⸗ len, und ihr Lauf geht hinauf zu den Felsen⸗Hoͤlen, zu des HErren JEsu Wunden; hier sind sie aller Muͤh, und der Noth entbunden. 15. Nun, HErr JEsu, meine Freude, meine Sonn, meine Wonn, meiner Seelen Weyde! sorge nur fuͤr meine Seelen: So wird mir auch allhier nichts am Leibe fehlen. 16. Alles sey dir unverhohlen: Was mir fehlt, was mich quaͤlt, grosser GOtt! befohlen, sorge du, so wil ich schweigen, und vor dir, nach Gebuͤhr, meine Knie beugen. haͤnget an. dird nicht, wenns gebricht, von ö 12. 0. ihm seyn verlassen. ‚ 17. Ich wil dir mit Freude⸗ ö M 4 dan⸗ 1 3. WerGerechtigkeit nachtrach⸗ liebster JIEsu! Anen. 134 von der goͤttlichen Vorsorge und Regierung. dancken fort und fort, hier und dort, und wil nimmer wancken. Lob und Preis sey deinem Namen! sey mein Theil, Huͤlf und Heit, Laurent. Laurentii. Cor. 9,3. Gott aber kan machen, daß allerley Gnade unter euch. . Mel. Du Seist des Errn. Wis soll ich dir doch gůugsam danckbar seyn, mein liebster GOott, fuͤr deinen Gnadenschein? Du blickst mich an mit allzugrosser Treue, und deine Guͤt ist alle Morgen neue. 2. Ich war ein Kind, und wuste d nichts von mir, du aber zogst, aus Liebe, mich zu dir, du wuschest mich von aller meiner Suͤnde, und nahmst mich an zu deinem Gna⸗ den⸗Kinde. 3. Dein Vater⸗Hertz hab ich ge⸗ nug erkannt, dieweil du so viel Guts an mich gewandt. Du hast mich ja ernaͤhrt, beschutzt, beklei⸗ det, und/ als ein Hirt, sein Schaͤf⸗ lein wohl geweydet. 4. Wie manchmal hab ich doch vor dir geweint, und mich beklagt, daß kaine Huͤlf erscheint; doch, wenn ich dacht, mein waͤre gan boft gesessen. Wenn mich Gefahr und Un⸗ gluͤck hat erschreckt, so hast du mich mit deinem Schirm bedeckt; vft hat die Welt mich hin und her ge⸗ chmissen, du gber hast mich aus er Noth gerissen. lein zugeschickt, so bin ich d80 bald wieder drauf erquickt. bist mein Artzt, mein Trost ud Heil gewesen, daß ich nach Ang und Trauren bin genesen. 2. Wie sollt ich nicht, men Gott, dir ferner traun, und, al ein Kind, auf deine Guͤte bauhs Bekuͤmmert mich der ungewist Morgen, so wil ich dich, o Vaten lassen sorgen. 8. Du zierst das Gras, du spest maunch Voͤgelein: Ich werde die ja nicht geringer seyn; Du wei est schon, was mir gebricht und sehleh dann du hast Tag und Stundel abgezaͤhlet. 51. 2. Und sollte gleich ein Mangel fallen ein, wird er mir doch nie eine Probe seyn. Dein Auge wi alsdann nur wollen schauen, obi dir auch in Noͤthen werde traues. 10. Doch wirst du mich nicht gantz und gar 10 Haler n demn du bist treu, und 14 nicht I schehn, daß man zu sehr versuchet sollte werden, du schaffest Rah, und linderst die Beschwerden. II. Drum werf ich Sorg unh Kummer von mir weg: Denn de mein waͤre gantz ne Treu ist meiner Augen Zwech. Scholhg so hab ich tief in deinem Auf dich wil ich in allen Noͤthmn schauen, so darf mir dann vor iil nem Mangel grauen. 12. Ich folge dem, was mich mein JEsus heist, und sorg um das, was mich zum Himmel weiss denn dieses ist die beste Sorg auf 6. Hast du mir gleich ein Creutz Erden, wie man gerecht und seli moͤge werden. Vom Stande der Unschuld, oder vom goͤttlichen Ebenbilde. Eph. 4, a. Ziehet den neuen M. 319. M. O SoOtt, du frommer. Ver erste Adam war von GOtt sehr schoͤn sormiret, er war mit GOttes Bild an Leib und Seel gezieret. Die Seele war er⸗ füllt mit Licht und Heiligkeit, sie schmeckte GOttes Lieb und Guns zu jeder Zeit. 2. Es war der erste Mensch des schoͤnen GOttes Spiegel, in ihm war ausgedruckt des grossen Got⸗ tes Siegel. Theilhaftig war der Mensch vom S Mralsch der zuch in die ihm finden brack lasterblich hestes Klei 4. Es wi lich ewig L⸗ le war mit ben; seine war GOtt. diesem klel und Muth 5. So ri bete in Fr Noth, noc sschoͤne greuden⸗3 Rensch u die grosse gefallen h. gen, inder nHem Bild erkenn in 7. Ach durch Ado wird ein je Bild gebt Iun Sat dem Sate ihme woh 3. Lobs heinen So liches Bi Leben: 2 uns wiede de abget hersaͤhnt. 9. Nut des Teuft wiederun Seel anr werd ins ich vollko Bild erw ierung. —— o bin ich dy ferquickt. du iein Trost u ich nach Auhs zenesen. h nicht, men raun, und, al e Guͤte baun der ungemist dich, o Vaten Gras, du syei Ich werdei n; Du weissl icht und sehlt, und Stunden ch ein Mangel mir doch nir ein Auge witd schauen, obih werde traue. du mich nicht hmaͤhn, den W jssest nicht ge⸗ aen affest Rat schwerden. ö ich Sorg und eg: Denn del Augen Zweth. allen Noͤthen dann vor il m, was mich und sorg um Himmel weis, este Sorg auf echt und selih er vom ieb und Guns eäMensch des iegel, in ihm grossen Got⸗ aftig war der Mensch 4 vom Stande der Unschuld oder vom goͤttl. Ebenbilde. 187 Mensch der goͤttlichen Ratur und auch in dieser Welt die beste Cre⸗ stur 2 3. Er war gantz Engel rein, und wust von keinen Sünden, man lonte keinen Fehl noch Flecken an chu finden, der Stand der Un⸗ shuld bracht ihm lauterSeligkeit. Unsterblichs Wesen war des Leibes hestes Kleid. 4. Es wohnete in ihm ein goͤtt⸗ lich ewig Leben, sein Leib und See⸗ le war mit Unschuld gantz umge⸗ ben; sein Schatz und bestes Theil war GOtt, sein hoͤchstes Gut, an diesem klebete sein Hertze, Sinn und Muth. 3. So ruhte er in GOtt, und le⸗ hete in Freuden, er hatte keine Noth, noch das geringste Leiden, has schoͤne Paradeis, das war sein Freuden⸗Zelt, er war ein GOttes⸗ Wel und grosser HErr der elt. 6. Ach! lehre mich, meinGOtt, die grosse Lieb erwegen, daß dir gefallen hat uns dein Bild anzule⸗ gen, indem du Adam hast zu dei⸗ hem Bild bereit, gib, daß ich diß erkenn in rechter Danckbarkeit. 7. Ach Schade! daß dis Bild durch Adams Fall verlohren: nun vird ein jeder Mensch nach Adams Bild gebohren; Das ist des Teu⸗ Iun Sas so uns so gar verstellt, dem Satan ahnlich macht, und ihme wohlgefaͤllt. 8. Lob sey dir GOtt, daß du uns heinen Sohn gegeben, dein wesent⸗ liches Bild, in welchem Heil und keben: Der hat dein Ebenbild uns wiederun verdient, die Suͤn⸗ de abgethan, und uns mit dir hersaͤhnt. 9. Nun wollst du, GOtt in mir des Teufels Bild zernichten, hin⸗ wiederum dein Bild in meiner Seel gnrichten; damit ich wieder werd ins Paradies gebracht, wenn ich vollkommen einst nach deinem Bild erwacht. B. Weish. 2,23. Gott hat den. 3320. Mel. Es ist das Heil uns k. Err GOtt, du hast durch deine Macht und Wunder:grosse Guͤte, aus einem Erden⸗Kloß ge⸗ bracht das Menschliche Gebluͤte und es mit aller Heiligkeit nach deinem Ebenbild bereit't, zu dei⸗ nes Namens Ehre. 2. Die Seele war hie ausgeziert in allen ihren Kraͤsten; Den Leib hat keine Noth beruͤhrt, er war zu den Geschaͤften gantz unverdrossen und geschickt, in allen seinemThun begluͤckt, frey von der Suͤnden⸗ Buͤrde. I 3. Kein Irrthum, keine Finster⸗ niß war im Verstand zu finden, er kannte die Natur gewiß, das Dunckle must verschwinden vor diesem hellen Lebens⸗Licht, das alles so genaue richt't, und GOt⸗ tes Guͤt erkannte. 4. Der Wille war mit Heilig⸗ keit und Wahrheit angefuͤllet, und in das unbefleckte Kleid der Un⸗ schuld eingehullet, voll LiebeOt⸗ tes, voller Lust, der nichts als Suͤßigkeit bewust, und reine Him⸗ mels⸗Freude. 5. Man sah hier keine Anmuth nicht, als die in GOtt zu finden, das Hertz war voller Zuversicht, und wuste nichts von Sunden, da⸗ her auch kein Gewissens⸗Schmertz den Menschen druͤckte unterwerts, Furcht war nicht bey der Liebe. 6. Den Leib traf auch nicht Schmertz noch Leid, nichts konnte ihn verletzen, die Speisen, die ihm Gott bereit, genoß er mit Ergoͤ⸗ tzen, die Erde war nom Fluche los er ging in seiner Unschuld bloß, Lde frey von Schaam und ode. 7. So war nun GOttes Eben⸗ bild in Leib und Seel gedrücket, daß man an dieser Creatur den Schoͤpfer selbst erblicket. Wie schön, wie heilig gut und rein er M in —* — I —————— 136 Vom Stande der Unschuld, in sich selber muͤsse seyn, vollkom⸗ men, selig, weise. 8. Hie wollte Vater, Sohn und Geist stets seine Wohnung haben, und werden ewiglich gepreist fuͤr seine milde Gaben: Dis sollte Gottes Ruhstatt seyn, da er wollt gehen aus und ein, und immer darin wandeln. 9. Was man nur herrlich nen⸗ nen mag, und selig ist zu schaͤtzen, das legte dieses Bild an Tag; voll⸗ kommenes Ergetzen bewegte stets den innern Grund der Seelen, Gott mit Hertz und Mund ohn Unterlaß zu loben! 10. Es stimten Seele, Leib und Geist im Wercke selbst zusammen daß GPtt von ihnen ward geprei in heissen Liebes⸗Flammen. Der Wille war nicht vhne Staͤrck, die Liebe zeigte sich im Werck, und war nicht Schein ohn Wesen. I. So heilig, selig, gut und schoͤn war dis Geschoͤpf erschaffen, daß es nur Freude anzusehn in sei⸗ nen kichtes⸗Waffen. O selig, wer dis recht bedenckt, sein Hertze fleis⸗ sig dahin lenckt, daß es sich hier⸗ nach sehnet. 12. Denn jetzt ermangeln wir allzumal des uͤbergrossen Gutes, und liegen unter Tod und Quaal von wegen Fleisch und Blutes, weil wir empfangen und gebohrn in Suͤnd, und unter GOttes Zorn der ewgen Pein sind schuldig. 13. O JEsu hilf uns aus der Noth darein wir sind verfallen, befreye uns von Suͤnd und Tod und von den Feinden allen, die uns gefangen halten noch, zerbrich durch deine Macht ihr Joch zer⸗ reisse unsre Bande. 14. So sey dir denn Lob, Ehr und Macht, fur alle deine Guͤte, Gott Vater, Sohn und Geist, ge⸗ bracht mit Hertz, Seel und Ge⸗ wiederbracht, durch deines Soh nes Gnade. ö 15. O JEsi, theures Ebenbil, des Vaters in dem Himmel, d hast des Vaters Zorn gestillt, 6 uns vom Welt⸗Getuͤmmiel, ma uns hier deinem Bilde gleich und bring uns in dein Freuden⸗Reich und Paradiesisch Leben. 1B. M. 1,26. Lasset uns Menscheh 321. Mel. Ermuntre dich, mein He Dreyeinigkeit, dit du so süß und milde, mi hast geschaffen in der Zeit, zu den nem Ebenbilde; ach! daß ich dich von Hertzengrund, dich lieben moͤchte alle Stund? Drum kom doch, und zeuch ein bey mir, mach Wohnung und bereit mich dir. 3. O Vater, nim gantz kraͤst ein das sehnende Gemuͤthe, ma⸗ es zu deinem innern Schrein, un deiner stillen Huͤtte: Vergib, daß meine Seele sich so oft zerstreutt jammerlich, verfetze sie in deine Ruh, daß nichts in ihr sey, als nur du. ö ö 3. Gott Sohn, erleuchte den Verstand, mit deiner Weisheit Lichte, vergib, daß er sich ost ge⸗ wandt zu eitelem Gedichte: Laß nunmehr nun in deinem Schein, mein eintzigs Schau'n und Wuͤr cken seyn, zeuch ihn, daß er hier allbereit entreisse sich von Or und Zeit. 451 4. O Heilger Geist, du Liebes⸗ Feur! entzände meinen Willen, ärck ihn, kom mir zu Huͤlf und steur, den deinen zu erfuͤllen; ver⸗ gib daß ich so oft gewollt, was suͤndlich ist, und nicht gesollt: vet⸗ leih, daß ich mit reiner Brunst dich innig ewig lieb umsonst. Oheilige Dreyeinigkeit, fuͤhr mich nun gantz von hinnen, richt zu dem Lauf der Ewigkeit all auß⸗ und innre Sinnen: Vereinge muͤthe, daß du uns dir hast gleich mich, und laß mich hier eins mit gemacht, und nun dein Bild hast dir seyn, daß ich mit dir, auch dont sth ——— 1 in der Hueheinigt 1Mos. 6, 2 M 322. M. jebe, die! ner Gi Liebe, die! dem Fall in dir ergeb ic emiglich. 2. Liebe, als ich ers du Mensc leich war r ergeb i⸗ 3. Liebe, und gestor nir hat er Geligkeit! 4. Liebe Licht und Wort: Li ben mir Hort; Lie . Liebe an ihr Jo Liebe, die mein Her be, dir erg beu ewigl 6. Lieb die fuͤr m die das Lo kraͤktiglic geb ich m 7. Liebe aus dem Liebe, die dem Laul Vom Roͤm. 3, 324. M. Aie vert Suͤnden erbt, wo E ist m h deines Soh ures Ebenbilb, n Himmel, d rn gestillt, 06 tuͤmmel, ma ilde gleich un Freuden⸗Reich eben. uns Menschen re dich, mein. heinigkeit, di d milde, mich er Zeit, zu deß Idaß ich dich „dich lieben Drum kom bey mir, mach it mich dir. gantz kraͤtf muͤthe, mac Schrein, und Vergib, daß oft zerstreuet sie in deine ihr sey, als erleuchte den ner Weisheit er sich ost ge hedichte: Laß inem Schein, n und Wuͤr⸗ daß er hier sich von Ort st, du Liebes⸗ inen Willen, zu. Huͤlf und rfuͤllen; ver⸗ zewollt, was t gesollt: vet⸗ iner Brunst umsonst. inigkeit, fuͤht hinuen, richt geit all guß⸗ Vereinge ier eins mit ir, auch dort sey oder vom goͤttlichen Ebenbilde. 187 —7 sth in der Herrlichkeet, o heiligste ODreyeinigkeit! Joh. Angelus. 1Mos. 6, 27. GOtt schuf dem M. 22. M. GOtt des Himmels und Lebe, die du mich zum Bilde dei⸗ ner Gottheit hast gemacht. Hiebe, die du mich so milde nach dem Fall mnit Heil bedacht; Liebe, dit ergeb ich mich, dein zu bleiben wiglich. liebe, die bu mich erkohren eh als ich erschaffen war; Liebe, die du Mensch gebohren, und mir leich warst gantz und gar; Liebe, Hrergeh ich mich/ dein zu ꝛc. 3. Liebe, die fuͤr mich gelitten, Ind gestorben in der Zeit, Liebe, die nir hat erstritten ew' ge Lust und Geligkeit; Liebe, dir ergeb ich ꝛc. 4. Liebe, die du Kraft undLeben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort: Liebe, die sich bloß erge⸗ ben mir zum Heil und Seelen⸗ Hort; Liebe, dir ergeb ich mich, ꝛe. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Kebe, die mich uͤberwunden, und mein Hertz hat gantz dahin; Lie⸗ be, dir ergeb ich mich, dein zu blei⸗ beu ewiglich. 4— 6. Liebe, die mich ewig liebet, die fuͤ meine Seele litt; Liebe, die das Loͤs⸗Geld giebet, und mich be, dir ergeb ich mich, dein zu blei⸗ ben ewiglich. Joh. Angelus. Col. 3, 10. Ziehet den neuen M. 323. Mel. O GoOtt du frommer. Dum Bilde Gottes war der er⸗ ste Mensch formiret, und auf das Herrlichste von seinem GOtt gezieret: Sein Schmuck und sei⸗ ne Zierd war die ⸗Gerechtigkeit, und seine hohe Wuͤrd war lauter Heiligkeit. 2. Er konte seinen GOtt gantz voͤlliglich erkennen, und aus des Hertzens Grund ihn seinen Vater nennen: Des Schoͤpsers gantzen Willn/ sein Wort und sein Geheiß⸗ mit Lust er kont erfuͤlln zu GOttes hohem Preis. ö 3. Der Leib viel schoͤner war, als jemand kont aussprechen, er war frey von dem Tod, fuͤr Kranckheit und Gebrechen: Der Thiere gros⸗ ses Heer, was fleugt gen Himmel an, wie auch die Fisch im Meer, ihm waren unterthan. 4. Durch Ungehorsam ist dis Sünd aber wird uns allen ange⸗ bohren. Daß nun die Menschen⸗ Kind r, so viel ihr immer seyn, vor Gott sind eitel Suͤnd'r und keiner ist mehr rein. 5. Mein Gott! ich bitte dich, kraͤftiglich vertritt; Liebe, dir er⸗(dem alten Menschen steure, im geb ich mich, dein zu bleiben ꝛe. Geiste des Gemuͤths rechtschaffen 7. Liebe, die mich wird erweckenmich erneure: Damit mein gan⸗ aus dem Grab der Sterblichkeit; tzes Leb'n, ohn alle Heucheley, zu Liebe, die mich wird umstecken mit deinem Dienst ergeb'n, und unbet dem Laub der Herrlichkeit; Lie⸗flecket sey. Vom Stande der Suͤnden, oder mensch⸗ lichem Elend und Verderben. Roͤm. 3, 12. Sie sind alle abgew 334. M. Aus tiefer Noth schrey A˖ GOtt! Es hat mich gantz sist vor dejnen Augen bloß, wie tief mein Hertz verdorben. 2. Es ist verdorben mein. Ver⸗ verderbt der Aussatz meiner stand, mit Finsterniß umhuͤllet, Suͤnden, die mir von Adam ange, der Will ist von dir abgewandt, erbt, wo soll ich Rettung sinden? mit Bosheit angefͤllet, und die Es ist mein Elend viel zu groß, und Begierden sind geneigt, die* i Ebenbild verlohren. Die Erb⸗ 188· Vom Stande der Suͤnden, oder die aus dem Hertzen steigt/ im Wer⸗ cke zu vollbringen. 3. Wer kan aussprechen solchen Greu'l, der Leib Und Seel befle⸗ cket? Wer macht uns von dem Unheil heil, das uns hat angeste⸗ cket? Der Tausende bedenckt es nicht, der Sinn ist nicht dahin ge⸗ richt, daß er davon genese. Ich kom zu dir in wahrer Ren, und bitte dich von Hertzen, o JE⸗ su, JEsu! mache frey die Seele von den Schmertzen, und dem, was sie bisher beschwert, und ihre Lebens⸗Kraft verzehrt, sonst muß ich untersincken. 5. Wen sollt ich anders schreyen an, als dich, mein Heil und Leben? Du bist allein der Helfersmann, der mir kan Rettung geben, daß ich von Suͤnden werde rein, und als geheilt vor GOtt erschein, durch deinen Tod und Wunden. 6. Du weist, o JEsu! meine Noth, und kanst, nach deinem Willen, vertreiben diesen meinen Cod, und allen Jammer stillen; ja, HErr, du wilt, ich traue vest, daß du mich nicht in Angst verlaͤst, du heist, und bist ia JEsus. *8 Laur. Laurentii. Roͤm. 7/ 21. So finde ich mir nun. 227. M. Ach GOtt! vom Sim. A* Gott! ist noch dein Geist bey mir, der mir kan Zeugniß geben: Ich sey dein Kind; Ich zweifle schier, wenn ich beschau mein Leben: Nichts ist an mir, das mich entzůndt, in wahrer Buß zu seyn gesinnt, wie du von mir be⸗ gehrest. ö ö 2. Den guten Geist, den du mir hast versprochen, mich zu fuͤhren, zreib ich von mir, und halt fuͤr Last sein himlisches Regieken: Die Run 0 in GOtt, die wahre Ruh, an ich mix nimmer eiguen zu, weil nur mein Fleisch mich leitet. 3. Du bist ein hochterhabner GOtt, der alles wohl regieret, du wie Sündern ja gebühret: Du alles leider! acht ich nicht; di Richter weiß ich, das Gericht uj ich doch nicht erwegen. 4. Die vielenGaben dieser Wa lieb ich mehr, als den Geber, On sundheit, Wollust, Ehr und Gelh, die sind die schnoͤden Traͤber, wo nach ich meine Wuͤnsche stell,d meine Seel die wahre Quell, dich ihren GOtt verlieret. Ich meyne zwar, ich liebe dich, wuͤnsch auch dein Gogen ie ben; was aber scheidet dich und mich/ scheu ich mich nicht zu uͤben: Ich halte dich fuͤr meinen GOtt, wil doch nicht halten entzieh mich deinem Worte. 6. Du gabst, aus Lieb, mir dei nen Sohn, michArmen zu erlöͤsen: Was geb ich dir fuͤr einen Lohn Ich lauffe nach dem Boͤsen. Die Sůnden, die du hast verbannt/ in die bin ich so sehr entbrannt, daß ich dein gar vergesse. 7. Ja, grosser GOtt, es sagn mir der Zeuge, mein Gewissen: Ich geb dir nichts/ich raube dir die Seel, die du gerissen mit solchet Muͤh aus ihrer Noth, ich sturtz s willig in den Tod, verrath sie deit nen Feinden. 8. Die Gaben, die von deiner Hand ich danckbar sollt empfan⸗ gen, die sinds, die mich von dir ge⸗ wandt, die sind nur mein Verlan⸗ gen; mein Geist haft't an der Er⸗ den an/daß er sich nicht mehr zwin⸗ gen kan zum Ursprung seines esens. ö 9. Ach! daß mein Hertz so irtz disch ist, ich habe schon empfunden, daß mich mein Fleisch und Satans List an diese Welt gebunden: Lo' du mich, GOtt, der du mich hast vormals erloͤst von Suͤnden⸗Kast, ach laß dich mein erbarmen! 10. Dein'n guten Geist, den ich nunmehr so lange nicht gefuͤhlet, laß mir doch wieder kommen her, drauest Straf und ew'gen Tod, und Lachen. dein Gehot. — dsteure de gun Unterga ul Schreck ie Seel in! 11. So so Pust mich nachen: A heine 9.— sir und für Heist in mi Erbe. A zu Roͤm. 7, 336. M. Aeuw 120 wé Must: De Erben steck Ichl ich u Ich bin 8 hennen. 2. Wie v gel wie ver der ich zu zum Boͤsen wird mich Suͤnden⸗e 3. Hilf Onaden at heile mein durch deit Tod: Scd Olieder 14.866 ö + Ich stecke in de ich wieder du von ob 55 geb raft ger 5. Sch de, einen ich ja nie Suͤnden! te Tuͤck Geist dae 6. Leh⸗ ringen Ur Blut unt gen, weil; chühret: Duhseure dem, der zielet auf mei Et: E ziele lei⸗ ich nicht; du Untergang und Tod, sonst faͤlt as Gericht vilzul Schrecken, Angst und Noth, gen. en dieser Wgh —. Ehr und Gelh, raber nsche stell, d 13 Quell, dich var, ich liehe in Gegen⸗Lie⸗ idet dich und nicht zu uͤben: neinen Gotz, n dein Gehot, Worte. Lieb, mir dei⸗ en zu erloͤsen: einen Lohni Boͤsen. Die verbannt, in itbrannt, daß n Gewissen: raube dir die nmit solchet ich stürtz si rrath sie dei⸗ e von deiner ollt empfan⸗ h von dir ge⸗ nein Verlan⸗ t an der Er⸗ t mehr zwin⸗ rung seines Hertz so irn empfunden, undSatans inden: Loͤs' du mich hast duͤnden⸗LCast, rmen! heist, den ich ht gefuͤhlet, ommen her, und Lachen. menschlichen Elend und Verderben. 189 hSeel in das Verderben. 1I. So soll der vielen Suͤnden⸗ Hust mich doch nicht Trost⸗los nachen: Des Sünders Reu ist heine Lust, der Engel Freud und Dein guter Geist giebt sir und für ein Zeugniß meinem Heist in mir, daß ich sey GOttes Ebe. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschw. Luneh. 336. M. HErr, ich habe mipgeh. Ar mein JEsu! welch Verder⸗ ben wohnet nicht in meiner Rust: Denn mit andern Adams⸗ Erben steck ich voller Sünden⸗Lust. ach! ich muß dir nur bekennen: Ich bin Fleisch von Fleisch zu Vöm. 7, 44. Ich elender Mensch.d was nicht kan dein Reich ererben, laß in deinem Tod ersterben. 7. Reitze mich durch jene Krone die mir droben beygelegt, daß ie meiner niemals schone, wenn und wo ein Feind sich regt, sondern hilf mir tapfer kaͤmpfen, Teufel, Welt, und Fleisch zu daͤmpfen. 8. Sollt ich eiwa unterliegen, ol so hilf mir wieder auf, und in dei⸗ ner Kraft obsiegen, daß ich meinen Lebens⸗Lauf, unter deinen Sieges⸗ Haͤnden, moͤge ritterlich vollen⸗ en. Joh. 15, 5. Ohne mich konnet ihr. 327. In voriger Melodey. ch! was sind wir ohne JEsu? duͤrftig, jaͤmmerlich und arm: Ach! was sind wir? voller Elend! Ach HErr JEsu, dich erbarm! Laß dich unsre Noth bewegen, die wir nennen. 2. Wie verkehrt sind meine We— gel wie verderbt mein alter Sinn! der ich zu dem Guten traͤge, und um Boͤsen hurtig bin: Ach! wer wird mich von den Ketten dieses Suͤnden⸗Todes retten? dir vor Augen legen. 2. Wir sind nichts ohn dich, HErr JEsu! Hier ist lauter Fin⸗ sterniß, darzu quaͤlet uns gar hef⸗ tig der vergifte Schlangen⸗Biß, dieses Gift steigt zu dem Hertzen, und verursacht steten Schmertzen. 3. Hilf mir durch den Geist der Hnaden aus der angeerbtenNoth: heile meinen Seelen⸗Schaden, durch dein Blut und Creutzes⸗ Tod: Schlage du die Sünden⸗ Glieder meines alten Adams nieder. 4. Ich bin unten von der Erden, secke in dem Suͤnden⸗Grab: Soll ich wieder lebend werden, so must duvon oben ab mich durch deinen Geist gebaͤhren, und mir neue Kraft gewaͤhren. . Schaff in mir ein reines Her⸗ ze/ einen guten Geist gib mir, daß ich ja nicht laͤnger schertze mit der Suͤnden Lust⸗Begier, laß mich ih⸗ te Tuͤck bald mercken, mich im Geist dagegen staͤrcken. 6. Lehr mich wachen, beten, ö ringen und mein boͤses Fleisch und IEsu! sey im Finsterniß das Licht, Bluͤt unters Geistes Joch zu zwin⸗ gen, weil es doch thut nimmer gut; d 3. Ach! ohn dich, getreuer JE⸗ su, schreckt der Teufel und die Hoͤll, die Verdamniß macht mich zittern, da ich steh auf dieser Stell, mein Gewissen ist erwachet, und der Abgrund flammt und krachet. 4. Ohne dich, hertzliebster E⸗ su! komt man nicht durch diese Welt, sie hat fast auf allen Wegen unsern Fuͤssen Netz gestellt, sie kan trotzen, und kan helicheln, und haͤlt uns mit ihrem Schmeicheln. . Ach! wie Kraftlos, Hertzens⸗ JEsu! richten sich die Krancken auf: Unsre Macht ist lauter Ohn⸗ macht in dem muͤdenLebensLauf: Denn man sieht uns, da wir wal⸗ len, oftmals straucheln, oftmals fallen. 6. Darum staͤrck uns, liebster Ifne unsre Hertzens⸗Augen, zeig dein zu erkennen und zu lieben, und zu 190 Vom Stande der Suͤnden, oder dein freundlich Angesicht! Spiel, o Sonn! mit Lebens⸗Blicken, so wird sich das Hertz erquicken. 7. Trit den Satan, starcker JE⸗ su, unter unfern schwachen Fuß: Kom, o HErr! zu mir gegangen, gib mir einen Liebes⸗Kuß, daß ich Himmels⸗Freud verspuͤre, und kein Leid mich mehr beruͤhre. 8. Faß uns an, o suͤsser JEsu! fuͤhr uns durch die Pilger⸗Straß, daß wir auf den rechten Wegen ge⸗ ben fort ohn Unterlaß: Laß uns meyden alle Stricke, und nicht wieder sehn zuruͤcke. 9. Laß den Geist der Kraft, HErr IEsu lgeben unserm Geiste Kraft, daß wir bruͤnstig dir nachwandeln, nach der Liebe Eigenschaft: A HErr! mach uns selber tuͤchtig, so ist unser Leben richtig. 10. Denn wird Lob und Danck, HErr JEsu! schallen aus des Hertzens⸗Grund: Denn wird al⸗ les jubiliren, und dir singen Hertz und Mund: Denn wird auf der gantzen Erden JEsus hochgelobet werden. Qackmann. Roͤm. 3, 23. Sie sind allzumal. 328. In eigener Melodey. Ac wie hat das Gift der Suͤn⸗ den mich an Seel und Leib verderbt, daß nichts Guts an mir zu finden, und daruͤber bin ent⸗ erbt GOttes Bildes und der Ga⸗ ben, so die ersten Eltern haben aus des frommen Schoͤpfers Hand, vormals in den Unschulds⸗ Stand uͤberkommen und erkannt. 2. Mir ist kein Vermoͤgen blie⸗ ben, dich, das hoͤchsteut, oGOtt! fuͤrchten in der Noth, oder dir al⸗ lein zu trauen, und auf deine Macht zu bauen. Ach! die ange⸗ erbte Suͤnd macht mich zum ver⸗ kehrten Kind, an Verstand und Sinnen blind. ö 3. Mein Will ist dir gantz zuwi⸗ der, was du hassest, das geschih leyder! o wie gar verkehret if was du gantz gut bescheret: d zwar wil ich, was da gut, doch das boͤse Fleisch und Blut immer sti nen Willen thut. 4. Ach! ich sag oft, wer wiid loͤsen mich von diesem schwerm Joch? Das mit gar sehr vielen Boͤsen mich beschwert die Stunn noch: Wie ein Brunn sein Wasst quillet, und sich Tag und Nacht nicht stillet, so steigt aus des Hen 3zensGrund, und aus diesem in dem Mund, Suͤnd und Suͤnd fast alle Stund. 5. JEsu, Abgrund aller Güte, der in allem helfen kan, dich rust mein betruͤbt Gemuͤthe aus dez Elends Abgrund an; Du wol diesen Jammer stillen, und mit Gnad und Geist mich fuͤllen; wn sche mich mit deinem Blut, schen cke neuen Sinn und Muth, was verderbt, das mache gut. Joh. Seinr. Calisius. Roͤm. 7, 18. Denñ ich weiß, daß in 229. Mel. Zion klagt mit Angst. A wie wil es endlich werden, ach! wie wil es lauffen al, daß ich stets hang an der Erden, und so wenig Gutes hab? Ja, daß ich im harten Sinn ohne Aen⸗ drung gehe hin? JEsu, mir mein Hertze ruͤhre, und zur wahren Buß es fuͤhre. 2. Ach! ich fuͤhle keine Schmen en, ach! ich bin gantz todt und alt; es gehn mir nicht recht zu Hertzen meine Ren u mannigfalt; ich bin sonder Reu uud Leid, lebe in der Sicherheit: Wer kan mich von diesem—3 sonst, als du/o HErr! erloͤsen? ö 3. Ach! ich kan an dich nicht dencken, wie ich sollt, und gerne wollt; mein Hertz laͤst so bald sich lencken dahin, wo es fliehen sollt, und klebt dem so veste an, was zum Abgrund ziehen kan: Ach HErr, der, was du wilt, das wil er nicht, ja verderbt sein Kraͤft und Glie⸗ hill! . iklbitt ich Pueren L. 4. Sieh, sorben/ und hand, alles und vom G zu wilt, ve heinem Gei mir die Gu Hefahr erk 5. Aber! den einmal Suche G und weil Kom, diem stzt noch st stinen Gei End nicht f 0 Olb ulden, und en, wo es! de/ wie, st ͤlen eile erweilen Heulen. 7. Ach! drum verle Msu, dun mir bieten diesen Tod Suͤnden⸗L Marter W Wunsch e g. Laß m suden Gne Blut, die Suͤnden. hen Mutl Sinn/ da hin dir, nu vas ich lel Ossenb. 22, 330. Mel. er Gne den J Rein Geis doch umso ehrt di —— das geschich verkehret i bescheret: gut, doch das lut immer ssh oft, wer wird sem schwerg r sehr vielen ert die Stund nn sein Wasse g und Nacht aus des Hen aus diesem in nd Suͤnd fas d aller Guͤte, kan, dich rust üthe aus des en Du 55 en, und mit fullen; wan N Blut, schen utt was nr. Calisius. weiß, daß m ́t mit Angst. dlich werden, s lauffen ah, in der Erden, hab? Ja, daß mohne Aem⸗ su, mir mein wahren Buß ine Schmen⸗ ntz todt und icht recht zu mannigfalt; ud Leid, lebe Ber kan mich ist, als du/o in dich nicht „und gerne 0o baid sh fliehen sollt, un, was zum Ach HErr, hill! menschlichen Elend und Verderben. 191 ill bitt ich aus Gnaden mich der Pneren Last entladen. 4. Sieh, mein Geist ist gantz er⸗ sorben, und das Fleisch nimt uͤber⸗ hund, alles ist an mir verdorben, und vom Guten abgewandt, was zu wilt, vermerck ich kaum, lasse Rinem Geist nicht Raum. JEsu, nir die Gnade goͤnne, daß ich die Gesahr erkenne. . Aber wache doch von Suͤn⸗ hen einmal auf, du sichrer Geist! Euche GOtt, weil er zu finden, und weil er dich suchen heist: KLom, dieweil die Gnaden⸗Thuͤr finen Geist erwecken, daß dein End nicht sey mit Schrecken. 6. O!i bedenck das Maaß der chulden, das du hast bisher ge⸗ Iun und was du dafuͤr zu dul⸗ en, wo es laͤnger uͤberlaͤuft: den⸗ ce, wie, statt Christi Ruh, du der Auwe eilest zu, und wie ferneres erweilen Ursach werde haͤrtrer Heulen. 7. Ach! es ist Zeit umzukehren, drum verlaß doch diefen Stand. Msu, du wollst mich erhoͤren, und mir bieten deine Hand: Wecke diesen Todten auf, steure meinen Suͤnden⸗Lauf, HErr, um deiner Marter Willen, wollst du meinen Wunsch erfullen. ö 3. Laß mich durch den Glauben suden Gnad und Huld in deinem Blut, die Abwaschung meiner Suͤnden. Dein Geist staͤrcke mei⸗ nen Muth, und erneure meinen Sinn, daß ich Leib und Seel fort⸗ hin dir, nur dir zum Dienst ergebe, vas ich lebe, nur dir lebe. Joh. Angelus. Issenb. 22, 17. Wen duͤrstet, der. 33⁰. Mel. O GOtt du frommer. er Gnaden⸗Brunn fleust noch, den Jedermann kan trincken; Mein Geist l laß deinen GOtt dir hoch umsonst nicht wincken; Es sehrt dich ja das Wort, das Licht jeht noch stehet offen dir: Laß dich fuͤr deinen Fuß, daß Christus dir allein von Suͤnden helsen muß. 2. Dein Thun ist nicht geschickt zu einem bessern Leben, auf Chri⸗ stum richte dich, der kan dir solches geben. Der hat den Zorn ver⸗ soͤhnt mit seinem theuren Blut, und uns den Weg gebahnt zu Gott, dem hoͤchsten Gut. 3. Die Suͤnden abzuthun, kanst du dir ja nicht trauen, dein lau⸗ be muß allein auf GOttes Huͤlfe bauen. Vernunft geht, wie sie wil, der Satan kan sie drehn: Hilft GOttes Geist dir nicht, so ists um dich geschehu. 4. Nun, HErr, ich fuͤhle Durst nach deiner Gnaden⸗Quelle, wie ein gejagter Hirsch, auf so viel Suͤnden⸗Faͤlle. Wie kom ich aus der Noth, als durch den Gnaden⸗ Saft? Hilf mir durch deinen Geist, in mir ist keine Kraft. 5. Du hast ja zugesagt: Du wollst, die Durst empfinden nach der Gerechtigkeit, befreyn von ih⸗ ren Suͤnden? Nun zeiget mir den Weg dein Sohn, der wahrechrist, nur du must Helser seyn, weil du voll Huͤlfe bist. ö‚ 6. O selig! wilst du mir von die⸗ sem Wasser geben, das traͤncket meinen Geist zu der Gerechten Le⸗ ben: Gib diesen Trunck mir stets du Brunn der Guͤtigkeit! so ist mir immer wohl in Gott⸗Gelas⸗ senheit. B. Weish. 16, 12. Es heilete sie. 331. M. Nun last uns den Leib. DI Adams Fall und Misse⸗ that, die er ehmals veruͤbet hat, ist auf uns kommen Suͤnd und od, samt andrer uͤberhaͤufter Noth. ö ö 2. Wo ist des edlen Bildes Glantz? Wo ist der reinen Un⸗ schuld Krantz? Wo ist des Lebens⸗ Baumes Saft? Ist es nicht alles weggeraft? 3. Da lieg ich nun in meinem Blut, 19⁴ Vom Stande der Suͤnden, oder Blut/ muß suͤhlen GOttes Zornes Ruth, von Fuß bis auf das Haupt S verwundt, an Seel und Leib ist nichts gesund. 4. Wo ist der Artzt, der helfen zan? Ist niemand, der sich mein nimt an? Wo ist die Salb, wo ist das Oel, das heilet meine krancke Seel? 5. Ach! aber ach! nichts hilfet mir? Kein Kraut noch Pflaster nutzet hier, und was die Kunst er⸗ sunden hat; Nur eins ist, das hier findet statt. ö 6, Dein Blut, das, IEsu, deine Huld vergossen hat für meine jchuld, das ist es, das mich heilen kan, ach nun! so nim dich mei⸗ ner an. 7. Das Wasser, das so klar und hell aus deines Hertzens Lebens⸗ Quell geflossen, macht mich hell und rein, macht ruhig, und stillt alle Pein. ö 8. Die Wunden, die man dir gemacht, da man dich hat ans Creutz gebracht, die dienen mir zur Artzeney, und machen mich vom Tode frey. 9. Ey nun, so eile doch herzu, schaff meiner Seelen Huͤlf und Ruh; Gib Oel und Wein mit milden Guß, so weicht die Quaal, so fleucht Verdruß. 10. So spuͤr ich neue Geistes⸗ Kraft, die GOttes Wercke in mir schaft, so dringt ein neues Leben Sch zu dienen dir ohn Heuchel⸗ ein.; II. Ich fasse dich bey deinem Wort, o starcker Fels und Lebens⸗ fort, da du gesagt: Ich bin dein eil, dein Artzt, dein Leben und dein Theil. + 12. Drum leb ich durch dich ewiglich, und ob 10 sterb, so glau⸗ be ich, daß ich doch wieder leben werd, gantz frisch, gesund, und ohn Beschwerd. ö 13. Halleluja, Danck, Kraft nuchl' ich ih mich ein gebracht, BArtzt! jetzt und ua Stund: Mach uns doch du und durch gesund. Iun gerade Matth. 11, 9. Die Blinden sehen Hiemals g 322. M. Wer nur den liebeng Yfad der 2 rquicke mich, du Heil der Siy 8. Wern der, durch dich und deinn Heilen, der. Gnaden⸗Schein, und laß sen Theil! Freund der Mensc hene Kinh Knicht ve owerd ich dein Hertz auf mich gerichtet Kom, und erzeige dein Erbunnn dem Heil⸗ und Huͤlfs⸗beduͤrst gu Armen. 3. Du hist und bleibst der Tus derErden, und der gepriesneWunm ohne Kraft der⸗Mann, durch welchen wir zu Geschaͤfte: rettet werden, der allen Menschen Ebens⸗Sa helfen kan, und uns von allemun Baum aus sern Schaden, durch seine Huhseche Fruͤcht und Krast entladen. I0. Ich 3. Der Blinde kan die Sonmelende, ent sehen, der Taube hoͤrt die Stimm Ruhm: D an: der Lahme muß gerade gehey zu mir sen der Aussatz wird hinweg gethan sium, daßt den Todten hast du Geist und iu Eren ger ae allen Armen Trost g werden. geben. 3 4. Hast du vor diesem solcht Thaten, o HErr! durch deise 0 Hand gestift, so wollest du auchh o rathen dem Schaden, der zetet, daß ge eele trift: Ach! zeige dein was Gute grosse Staͤrcke durch unverdiente mans von Gnaden⸗Wercke. Jiost überles 5. Du weist ja, was wir Men muß man schen taugen, wir sind verblendt,auf man se und sehen nicht: Darum erleucht Kindheit'! meine Augen mit deinem 1½ lelkeit zu und Gnaden⸗Licht, zu sehen, was 2. Die sonst nicht zu sehen, wenn wir II bey, unwij deinem Licht nicht steben. nan schla 6. Eröfne mir, HErr, meiln keymichts Ohren, und mache mich zu deinen Loͤmt mii Knecht: Hie bin ich! du wolll fand, reg. sie durchbohren, daß ich auf ewih zu Hand, treu und recht dir diene, und auf Hertzen: 3 dein Wort mercke, darnach zu thun scharfe R all meine Wercke. Dugend tt J. Ich wanckle auf verlaͤhmtey druß und und Macht, sey von uns allen bir Fuͤssen, und strauchle hie, bah z. Die strauch' menschlichen Elend und Verderben. 193 sehtund ucl doch dun »Blinden sehen r den liebeng u Heil der Si ich und deinn in, und laß, schen ⸗Kinde gerichtet seyn dein Erbarmen ilfs⸗beduͤrst gn leibst der Luus gepriesne Wun welchen wir ey allen Menscheh à von allem un rch seine Huh u kan die Sonm rt die Stimm ß gerade gehn inweg gethanj u Geist und i men Trost gi diesem solch durch deie llest du auchsh haden, der hi zeige deine ch unverdiente was wir Menn sind verblendt/ arum erleuchti deinem Glan zu sehen, w wenn wir in stehen. HErr, meihe nich zu deinem ich! du wolllf ich auf emi diene, und a arnach zu thun hr bir, ulh cHle hie, bo straucht nauchl' ich dort: Laß deine Kraft Ewch einfliessen, daß ich mag gehn gerade fort, und meineTritte liemals gleiten, noch aus dem Pfad der Wahrheit schreiten. g. Wer wil doch meinen Aussatz heilen, der Kranckheit allerschlim⸗ sen Theil? Mein Artzt, du wol⸗ last nicht verweilenz ach heile mich! o mein Leben! fuͤr meine Wunden Pflaster geben. Ich bin gantz todt, und meine Kraͤfte, Will und Verstand sind ohne Kraft, zu thun recht goͤttliche Geschaͤfte: HErr, gib mir neuen Lebens⸗Saft, daß ich gleich einem Baum ausschlage, und tausendfa⸗ che Fruͤchte trage. klende, entbloͤßt von allem eignen Ruhm: Die Friedens⸗Bothschaft zu mir sende, dein suͤsses Evange⸗ llum, daß ich dadurch noch hie auf Erden gerecht und selig moͤge werden. ö Mos. 8, 21. Das Tichten und. 333. M. Ein Aaͤmlein geht und. ilf GOtt! wie hat die Eitel⸗ keit uns Menschen so vernich⸗ tet, daß gar kein Alter, keine Zeit was Gutes fast verrichtet; Ob mans vom Anfang bis zum End bst uberleget, kehrt und wendt, so muß man doch bekennen: Wor⸗ auf man setzet Hertz und Sinn, von Kndheit bis ins Alter hin, sey Ei⸗ lelkeit zu nennen. . Die ersten Jahre gehn vor⸗ bey, unwissend, wie bey Thieren, man schlaͤft, man treibet Kinde⸗ lehmichts weises kan man spuͤren. Loͤmt mit den Kraͤften der Ver⸗ and, regt sich die Bosheit au iu Hand, die steckt ins Knaben Hertzen: Wenn nun die Zucht und scharfe Ruth ihn Unterricht zur Tugend thut, bringts ihm Ver⸗ hruß und Schmertze. 3. Die Jugend fort nach Frey⸗ heit strebt, und suchet hin und wie⸗ der, wo man in Freud und Wollust lebt, mißbraucht gesunde Glieder: Man fäaͤhret zu mit Unbedacht, das Kuͤnstige wird nicht betracht, zum Guten ist man traͤge; Auf Zucht und Tugend man nicht denckt, sein Hertz und Sinn dahin nur lenckt, zu gehen krunmeWege. werd ich heil: Laß deine Wun⸗ 4. Das maͤnnlich Alter folgt darauf, und ruͤhmt sich grosser Thaten, man wil da immer hoch hinauf, und uͤber alle rathen Det Ehrgeitz macht zu Zaͤnck und Stréit gar leicht ein solches Hertz bereit, das sich allein hoch schaͤtzet; Ob auch noch etwas Guts ge⸗ schicht, giebt man doch Gott die Ehre nicht, der wird hindan ge⸗ 10. Ich finde mich arm und se ebet.. . Wenns Alter koͤmmt, so laͤs⸗ set sich der Geitz rechtschaffen bli⸗ cken, da brauchet man sehr meister⸗ lich der Boͤsen Raͤnck und Tuͤcken: Man sorget, und hat wenig Ruhz indem man dencket immerzu das Irrdische zu mehren: Der Leib wird schwach, und voller Noth, doch mag man ungern von dem Tod, und vvn dem Himmel hoͤren. 6. Ach sieh, o GOtt! diß Elend an, und hilf, daß wir beyzeiten ab⸗ treten von der breiten Bahn der Suͤnd und Eitelkeiten. Gib Kraft von oben her, daß wir das fluͤchtig eitle Wesen hier fuͤr nichts, ja schaͤdlich achten, und nach demGu⸗ ten, das uns dort bestaͤndig blei⸗ bet, fort und fort, Zeit unsers Le⸗ bens trachten. 7. Lob sey dem Vater und dem Sohn, und auch dem Heil'gen Geiste, als es im Anfang war und ch nun, der seine Gnad uns leiste, daß wir in diesem Jammerthal von Hertzen scheuen uͤberall der Welt gottloses Wesen, und streben nae der neuen Art, dazu der Mense mhechn ward; wer das begehrt, prech: Amen! W. C. Raͤthel. N Zach. 194 Vom Stande der Sunden, oder Zach. 13, 1. Zu der Zeit wird das. 33⁴4. N. HErr ich habe mißgeh. Jal Kraft der bloͤden Hertzen, Trost in aller Bangigkeit/Lab⸗ sal in den Sunuden Schmertzen, Artzt fuͤr alles Hertzeleid, Pflaster fuͤr die Todes⸗Wunden, das man stets voll Kraft befunden! 2. Meines Hertzens Bruͤnnlein Muillet lauter angebohrnen Wust; Marck und Adern Ruen erfuͤllet durch das Gift der boͤseneust; kein BlutsTropfen ist zu finden, der nicht B, ich sechrn dler pfei ö 3. Ja, ich stecke voller Pfeile durch den Teufel, Fleisch und Welt; eh ich zu dem Helfer eile, werd ich wiederum gefaͤllt, meine Seele muß erliegen, eh sie kan recht Athem kriegen. . Wil ich mich zu dir erheben, wird vor Traͤgheit nichts daraus; wenn dein Geist in mir soll leben, jagt das wilde Fleisch ihn aus, daß ich auch die Quaal der Schulden fort nicht laͤnger kan erdulden. . Drum, du Heil der krancken Suͤnder, Brunn, von dem das Le⸗ ben springt: Selbst das Pflaster und BVerbinder, dessen Cur stets wohl gelingt; du kanst Pein und Schmertzen lindern, ja des Todes Stoß verhindern. 6. Kom, o HErr! und druck in Gnaden mir dein Bild ins Hertz hinein, so wird meinen alten Scha⸗ den durch dein Blut geholfen seynz albt dein Oele meine Wunden, so in ich denn gantz verbunden. . Floͤssest du denn meiner Seele dich, o Helfer! selber ein, so wird meiner Adern Hoͤle voll des neuen Lebens seyn; Ja mein Mund wird voller Weisen deinen Finger ewig preisen. Ch. Rnorr. v. Nosenroth. Sir. 10, 9. Was erhebt sich die. 3357. M. Aus tiefer Noth schrey. as wilt du armer Erden⸗Kloß so sehr mit Hoffart prangen? bist in Suͤnd empfangen, mise Schmertzen kommen auf R Iu terbra Schmert dich im Lehen Aßerfilklehn Hertz,d mit Schmertzen must du scheiden sus ihr Sch 3. Was zierest du den Leib, da lichts wust Haus, da alles Siechthum sth 9. Ja, wa eket, und fuͤllest ihn so zaͤrtlichau sch um ihre mit dem,was ihm wohl schmeckelpttet sie gan Weist di denn nicht, nach kuntashren Nothe Zeit muß er ins Grab und allbenahlur das Loͤse der Wuͤrmer Speise werden? Ind aller K 3. Vielmehr die edle Seele zie shlet. o Mensch! mit Glaubens⸗Wen 10. Denck cken, das Himmel⸗Brodt ihr sthepil du hiel fuͤr, dadurch sie sich kan staͤrckeheher Seelene Denn sie ists,die da/frey vomodshertzet wer im Himmel schweben soll val 0 sehr ve GOtt, und allen lieben Engeln. gun nichts h 4. Du pflegest deines Fleische. Fuut und S wohl, die Seele muß verschmach 11. Wem ten: Ists recht, daß man den gn Mund, Dienst⸗Knecht soll mehr, als den t, nicht h HErrn selbst, achten? Dem Gesf Huund, und gebuͤhrt das Regiment: bey dil haͤtte Gs ist solches umgewendt, das Flessh nd so viel den Geist beherrschet. Spott am 3. Gott selbst, der groͤste Hen hurfen. und Held, des Menschen Sal 13. Darut hochschaͤtzet, und sie weit uͤber ale sjcht, das ul Welt und alle Himmel setzet. 10 füt dich he wen hat er den ein gen Soͤhn, sin Bose must dr hoͤchste Zierde, Freud und Kronin in treulic Creutzes⸗Pein gegeben? Nissethat g 6. Traun! nicht den Himmeh 13. HilfE nicht der Erd ist diß zu gut ergan enlang diß gen; des Menschen Seele theus sirdeine Hu und werth hat diese Gnad empfml mtzfser Oe gen: Die ist das hohe Pfand und sh von Suů Gut, das ohne seines Sohnes Blut hertz bey d nicht kont erloͤset werden. Herr, hoͤve! 7. Ist sie denn nun so hoch ver n GOtt, wie kanst du sie denn hash 103,15.1 sen, und thun, als waͤre es nut 336. Ni. Ack Koth, den man findt auf der Gas Alder bini sen? Gedencke, daß des Hochste EO daß i Sohn gestiegen von des Himmelllnit dir zur Thron, sie hat vom Tod errettet nir macht at 8. Denn, als er sie in schweret ir, mirArn Schuld vom Teufel fand gebun ilt erbarm den, und GOttes Liebe, Gnad und sih seyn verl Dein Elond ist ja viel zu groß, du Huld, Ach Ge —— npfangen, mi en auf die Wel, Leben uͤberfel, ust du scheiden u den Leib, da Siechthum s n so zaͤrtlichgu wohl schmecket cht, nach kurtg ab und allbenns se werden? edle Seele zjeh Hlaubens⸗Wen Brodt ihr sehn h kan staͤrcken: „frey vomdod. heben soll vot eben Engeln. eines Fleischt uß verschmach⸗ daß man den mehr, als den n? Dem Gas nent: bey dit ndt, das Fleisch het er groͤste HEn Nenschen Eal weit uͤber alt mel setzet. 10 zen Sohn, sein id und Kronin ben? den Himmeh, 6 zu gut ergan⸗ n Seele theu Gnad empfan⸗ ohe Pfand und sSohnes Blut erden. in so hoch ver sie denn has waͤre es nut t auf der Gas es Hoͤchstel des Himmeli⸗ Dod errettet. sie in schweret fand gebun ebe, Gnad und menschlichem Elend und Verderben. 199 dun, zerbrach lichts wuste. ohlet. urfen. so treulich sir deine Huld hettz bey dir V.103, 15.16. daß ich huld bey ihr war gantz verschwun⸗ vor Jammer ihm sin Hertz, die Thraͤnen trieb ihm lus ihr Schmertz, davon sie selbst 9. Ja, was noch mehr, so ließ er sch um ihreut willen toͤdten, er⸗ ittet sie gantz kraͤstiglich aus allen hen Noͤthen. Sein Blutschweiß uur das Loͤse⸗Geld, das er, der Hei⸗ und aller Welt, fuͤr sie hat ausge⸗ 10. Denck an das Opfer allezeit, Wil du hie bist auf Erden, und laß der Seelen Seligkeit so nicht ver⸗ Isehr werden, sie war so schreck⸗ jch sehr verwundt, da nst gur nichts heilen kunt, als Christi But und Striemen. uI. Wenn sie des Satans Luͤ⸗ eh Mund, der alles Ungluͤck stif⸗ nicht haͤtte gar bis auf den Hund, und in den Tod vergiftet, haͤtte GOttes Sohn den Tod, Iud so viel Marter, Hohn und Syott am Creutz nicht leiden sie sonst I2. Darum, Mensch! verachte licht, das uͤberschwere Leiden, das für dich hat selbst verricht't, das HAse must du meiden/ schau an wie hat, fuͤr alle deine Nissethat gebuͤsset und bezahlet. 3. Hilf GOtt, daß ich mein Le⸗ heulang diß alles recht bedencke, dir Lob und Danck, sutiefster Demuth schencke; Daß ih von Suͤnden trete ab, mein im Himmel hab. Hrr, hoͤre diß, mein Flehen. Joh. Hermann. Ein Mensch ist in. 36. M. Ach Sott vom Himmel Wer bin ich, o HErr Zebaoth! mich unterfange, hiit dir zu reden in der Noth, die hr macht angst und bange: Weh sl, mir Armen! wo du dich nicht nilt erbarmen uͤber mich, so muß ih seyn verlohren. Hulh. a. Ach GOtt! der ersten Eltern Fall, und was auf mich geerbet, hat mich Elenden uͤberall an Leib unb Seel verderbet: Daß ich aus ei⸗ gnen Kraͤften nu nichts Gutes den⸗ cke oder thu; Ich hab nur Lust zum Argen. 4— 3. Ich bin unreine usch und Erd/ und auch davon gebauet, derWuͤr⸗ mer Speis, und gar nicht werth, daß mich dein Aug anschauet? Hrr, alles diß ist dir bekandt, wo du abziehest deine Hand, kan ich gar nicht bestehen. ö 4. Ein Mensch bin ich zur Welt gebohrn, hab kurtze Zeit zu leben; zum Leiden bin ich auserkohru, mit Unruh gantz umgeben: ch bin wie nichts, und muß davon,i werd zerbrochen gleich wie Thon, wenn du mich hart angreiffest. 5. Ein Bluͤmlein steht im Gar⸗ ten schoͤn, wenn sich der Sommer findet: bald wird es welck, und muß vergehn; ein Schatten schnell verschwindet; die Wasser⸗Blase lich ihr Lan auf, bald aber endet sich ihr Lauf; Nichts anders ist mein Leben. ö 6. Denn man vom Leben kaum mehr findt, als nur den blossen Na⸗ men, es wird beruͤckt oft so ge⸗ schwind, wie Fischevon den Hamen: je mehr es steigt, je mehr es faͤllt, so schnell es fort laͤuft in der Welt, so schnell laͤufts auch zum Ende— 7. Dis wissen wir, doch kan nie⸗ mand die Todes⸗Stunde wissen, es ist und bleibet unbekandt, wenn man wird hingerissen! wer jetzt da stehet jung und starck, muß diesen Abend noch im Sarg vielleicht sein Lager halten. 8. HErr, hilf mir, daͤß ich nicht vergeh, laß mich in dir verbleiben: kein Angst, kein Elend, Schmertz noch Weh laß mich von dir abtrei⸗ ben; ich bin doch dein Geschoͤpf und Werck, du bist mein Heil und meine Staͤrck, drum laß mich nicht verderben. N 2 9. Ge⸗ 126 vom Stande der Suͤnden, oder 9. Gedencke nicht der ersten Schuld, darinn ich bin empfangen: Vergib durch deine Lieb und Huld, was ich hab selbst begangen. Ich beuge, GOtt! vor dir allhie in Demuth meines Hertzens⸗Knie, du wollst dich mein erbarmen! 0. Kom mir zu Hulf, HErr meine Kraft, durch dich werd ic erhalten! Du Lebens⸗Brunn, gib Lebens⸗Saft, mein Hertz laß nicht erkalten. Du bist mein Licht und Herrlichkeit, erscheine mir mit Iuen und Freud, so werd ich in dir leben. ö Matth. 5, 3. Selig sind, die da. 3 n ms 1 6/%½5 Uchies ie ist es moͤglich, es W;‚ Licht, daß, weil vor deinem Angesicht doch alles muß erblas⸗ sen, ich und mein armes Fleise und Blut, dir zu entgehen, einen Muth und Hertze sollte fassen? 2. Wer bin ich mehr, als Erd und Staub? Was ist mein Leib, als Gras und Laub? Was taugt mein gantzes Leben? Was kan ich, wenn ich alles kan? Was hab und trag ich um und an, als was du mir gegeben? 3. Ich bin ein arme Mad und Wurm, ein Strohhalm, den ein kleiner Sturm gar leichtlich hin kan treiben: Wenn deine Hand, die alles traͤgt,. nur ein wenig trist und schlaͤgt, so weiß ich nicht zu bleiben. 4». HErr, ich bin nichts: du aber bist der Mann, der alles hat und ist, in dir steht all mein Wesen; wo du mit deiner Hand mich schreckst, und nicht mit Huld und Gnaden deckst, so mag ich nicht genesen. ö F. Du bist getreu, ich ungerecht, du fromm,/ ich gar ein böser Knecht, und muß mich wahrlich schaͤmen, daß ich bey solchem dmm Dite Stand, aus deiner mil⸗ en Vater⸗Hand, ein ein ges Gut soll nehmen. 6. Ich habe dir von Jugenda nichts anders als Berdruß gerhn seu: Ich b bin Sändenvoll gebohren: luhlechwert; wo du nicht durch deine Treu,mihsgeisen, du wieder machest los und frey, s Echmertz wäͤr ich gantz verlohren. Jnter⸗Her 7. Drum sey das Ruͤhmen sialsu reisfen. von mir, was dir gebuͤhrt, das gasu Der ich ich dir/ du bist allein zu ehren. Nh...— laß, HErr JEsu, meinen Gefß ö und was aus meinem Geiste fleuf, zu 33 Auchwen 139100 2. Auch wenn ich gleich mu. wohl gemacht, so hab ichs doch Die Le nicht selbst verbracht, aus dir ij es entsprungen: Dir sey auch du suͤr Lob und Danck, mein Heiland. goh.3/16.2 all mein Lebenlang, und Lob un 3zy. Mel. reis gesungen. P. Gerhard. Ase hat e ph. 2, 1. Und auch euch, da iu Tdas 338. M. Aus tiefer Noth schran die Welt, Wir Menschen sind lebendg wüͤbt, hat todt, wenn wir in Suͤnde duß er 1 wallen: Wir sehen nicht der Huh den eingen len Moth, bis daß wir drein gesi das ein ge len; Wir leben hin, vhn 1 ing — herth, daß Scheu, gedencken spaͤt an GOts 2. Ach! Treu, so schwebet auf uns allen ges Kind be 2. Ob wir gleich oft aus sih hn, da man schem Wahn der Froͤmmigkeit I heit findt, flissen, jedoch sich niemand uih en: Wie men kan, daß er rein im Gewisfehn Vater⸗Sir Gott ist, und bleibt allein gerechhl shenckt er wir sind doch nur unnuͤtze Knechh. dis Schene als die sich schaͤmen muͤssen. Al dencken 3. Ein jeder muß sich volles z. GOtt Schand den groͤsten Suͤnder ne in Muth u nen, der Suͤnde ist so viel, un zun, sein eit Sgnd, des Zahl nicht zu erkennen 16 Gut, i Es sollt auch mich die grost Schmertzen Schuld von aller Gnade, Lieb un Lod hinein Huld des Allerhoͤchsten trenneheige Pein 4. Ich, ich bin der verlohmesde stoßt G Sohn, dem seine Suͤnde reuen, da 4. Warur nun zu deinem Gnaden⸗Thron I Welt! frey fliehn sich fast wil scheuen. Ahen, und di Vater! ich hab für und fuͤr sehi held aus d oft und viel gesuͤndigt dir, mu deun du w um Erbarmung schreyen. Maut, wie, 5. Ich bin, ach leider! un nich dertraut, di ö werih hmnalliu un —— von Jugend ay zerdruß gerhan zebohren: un deine Treu, mich 5 und frey, s hren. sRuͤhmen fan ebuͤhrt, das gi Izu ehren. Ah.— meinen Gaff m Geiste fleaf, ehren. ich gleich un hab ichs dah cht, aus dir is dir sey guch hi mein Heiland, „ und Lob in P. Gerhard, ch euch, da ihn r Noth schrej sind lebendh wir in Suͤnde n nicht der ga wir drein gesh „ohn Sorgud spaͤt an GOti uf uns allen. h oft augf roͤmmigkeit s niemand nih n im Gewisseh: t allein gerecht innuͤtze Knecht n muͤssen. iuß sich volle n Suͤnder neh ist so viel, wit ht zu erkennen ich die gross znade, Lieb un chsten trennah der verlohm uůͤnde reuen, de aden⸗Thron g il scheuen. 9 r und fuͤr seh — menschlichen Elend und Verderben. 197 Herth, daß ich dein Sohn soll heis⸗ u: Ich bin mit deinem Grim boschtdert; du wollst dich gnaͤdig hisen, du siehest meine Reu und Schmertz, ich weiß, es eilt dein Vater⸗Hertz, nuich aus der Angst reissen. ö 6. Der ich zuvor war gleichsam tod, empfind ein neues Leben, ein neues Kleid, Speis, Tranck und Brodt laͤst du mir nunmehr ge⸗ ben, so wil ich auch ohn falschen Schein, dir, als ein Kind, ge⸗ horsam seyn, und nach dem Him⸗ mel streben. ö Joh. Mich. Dillherr. gh.3516. Also hat GOtt die Welt 539. Mel. Ermuntre dich mein. Ase hat GOtt die Welt geliebt, Udas mercke, wer es hoͤret!] die Welt, die GOtt so hoch be⸗ ulbt, Gott so hoch geehret, daß er sein'n eingebohrnen Sohn, en eingen Schatz, die einge Kron, dus einge Hertz und Leben, mit Willen hingegeben. ů 2. Ach! wie muß doch ein ein⸗ i Kind bey uns hier auf der Er⸗ hen, da man doch nichts, als Bos⸗ seit findt, so sehr geschonet wer⸗ den: Wie hitzt, wie brennt der Vater⸗Sinn, wie giebt und henckt er alles hin, eh als er an Schencken des Ein'gen nur hil deneken. 3. GOtt aber schenckt aus frey⸗ n Muth und treuem milden Her⸗ 6t ein'ges Kind, sein schoͤn⸗ s Gut, in mehr, als tausend Schmertzen, er giebt ihn in den Lud hinein, ja in die Hoͤll und 15 Pein; Zu unerhoͤrtem Lei⸗ de stoͤßt GOtt sein' ein'ge Freude. . Warum doch das? daß du, o Velt! frey wieder moͤchtest ste⸗ len, und durch ein theures Loͤse⸗ Held aus deinem Kercker gehen. digt dir, mi hreyen. ider! un nich wersh Denn du weist wohl, du schnoͤde Haut/ wie, da dich Ott ihm an⸗ etrant, du wider deinen Orden, mnlliu untren worden. Vom Gnaden⸗Stande, ö dessen Ursprung, ö Die Leutseligkeit, oder erbarmende Liebe GOttes und Christi. g. Daruͤber hat dich Suͤnd und Tod, und Satanas Gesellen, iu bittrer Angst und harter Noth, be⸗ schlossen in der Hoͤllen. Und ist hie gar kein andrer Rath, als der, den GOtt gegeben hat; wer den hat, wird dem Haufen der hoͤll⸗ schen Quaal entlaufen. 6. GOtt hat uns seinen Sohn verehrt, daß aller Menschen We⸗ sen, so mit dem ew'gen Fluch be⸗ schwert, durch diesen soll genesen, wen die Verdamniß hat um⸗ schrenckt, der soll durch den, den Gott geschenckt, Erloͤsung, Trost und Gaben des ew'gen Lebens haben. ö‚ 7. Ach mein GOtt, meines Le⸗ bens Grund! wo soll 4 Worte finden? Mit was fuͤr Lobe soll mein Mund dein treues Hertz er⸗ gruͤnden? wie ist dir immermehr m was hast du an der Welt ersehn? daß, die so sehr dich hoͤh⸗ net, du so gar hoch gekroͤnet? 8. Warum behieltst du nicht dein Recht, und liessest ewig pres⸗ sen diejengen, die dein Reich ge⸗ schwaͤcht, und freventlich vergesß⸗ sen? Was hattest du an der fuͤr Lust, von welcher dir doch war be⸗ wust, daß sie fuͤr dein Verschoͤnen, dir schaͤndlich wuͤrde lohnen. 9. Das Hertz im Leibe weinet N 3 mir/ 1938 Von der erbarmenden Liebe mir, fur grossem Leid und Gra⸗ men, wann ich bedencke, wie wir dir so gar schlecht uns beguemen. Die meisten wollen deiner nicht,d und was du ihnen zugericht durch deines Sohnes Buͤssen, das treten sie mit Fuͤssen. ͤ 0. Du frommer Vater, meynst es gut mit allen Menschen⸗Kin⸗ dern, du ordnest deines Sohnes Blut, und reichst es allen Suͤn⸗ dern: Wilst, daß sie mit der Glau⸗ bens⸗Hand das, was du ihnen zu⸗ gewandt, sich voͤllig zu erquicken, vest in ihr Hertze druͤcken. 11. Sieh aber, ist nicht immer⸗ fort dir alle Welt zuwider? Du hauest hier, du bauest dort, die Welt schlaͤgt lalles nieder; Dar⸗ um erlangt sie auch kein Heil, sie stil bleibt im Tod und hat kein Theil am Reiche, da die Frommen, die GOtt gefolgt, hinkommen. 12. An dir, o GoOtt, ist keine Schuld, du, du hast nichts ver⸗ Je schlafen: Der Feind und Hasser deiner Huld ist Ursach deiner Stra⸗ sen: Weil er den Sohn, der ihm so klar und nah ans Hertz gestellet war, auch eintzig helfen sollte, durchaus nicht haben wollte. 13. So fahre hin, du tolle Schaar, ich bleibe bey dem Sohne, dem geb ich mich, deß bin ich gar, und er ist meine Krone. Hab ich den Sohn, so hab ich gnug, sein Treutz und Leiden ist mein Schmuck, sein Angst ist meine Freude, sein Sterben meine Wehde. 14. Ich freue mich, so oft und viel ich dieses Sohns gedencke, diß ist mein Lust, und Sgiten⸗Spiel, wann ich mich heimlich kraͤncke. Wann meine Sünd und Misse⸗ that wil groͤsser seyn, als GOttes Onad, und wann mir meinen Glauben mein eigen Hertz wil rauben. EN . Ey, sprech ich, war mir BOtt geneigt, da wir noch Feinde waren, so wird er ja, der keindh 4. O theu beugt, nicht feindlich mit mir f gohannes st ren, anjetzo, da ich ihm versühn, uug her erw a/ was ich böses je verdient, sehzir die Suͤt Sohn, der nichts verschuldet shuß ich dich wohl fuͤr mich erduldet. I bist: Lat 16. 29136 5 und 19 Ey Im! verzagt! Laß Sorg und Kummalugstes Crell schwinden, der mir das Gulnden. nicht versagt, wird Rath zum gh 5. Gib mi nen finden. Hat GOtt mir seun nit ich sehs Sohn geschenckt, und fuͤr mich in 9ug geseher Thäune dencken mit un csis Hertz, de ast uns dencken] mit ihm nist Meniche alles schencken? chlhen Mensch 17. Ich bin gewiß, und sterhe drauf, nach meines GOttes Wh len; Mein Creutz und gantzerbn bens⸗Lauf wird sich noch froͤhsch Belkang ets erklinge 15 Sch cher werd ie illen. Hie hab ich GOtt u 12 Kmb 45 91753„ tes Stuhl und Thron, da nihsan, imwisc fürwahr mein Leben in eransn mit 0 Freuden schweben. P. Berhaid. ü r. 31½3. Ich habe dich je undiz 340. Mel. Zerfließ mein Geist. Eins Christen Hertz sehnt sh —anach hohen Dingen, ein iun disch Hertz nach dei, was irrdish heist. Halt Gott die Seel, inn sie kein Welt-Geist zwingen, wil Rarers⸗ 205 üugerre und iu ich reist. Gott ist getreu, wenh quenschen⸗ man sich zu ihm wendet: Faͤngt ahen de er wohl an, er mittelt, er mun hich durck Vesen, und ur S801 uu dir such 2. Ja er koͤmt selbst zuvor mit 2.Ach!4 seiner Gnade, er suchet uns, und hitr das Fet wil uns zu sich ziehn: Es schatt ihr und ril der HErr so hoch die arme Maße then Lieber ob sie gleich sollt mit Jona burh Nkohn⸗St ihm fliehn, liebt er sie doch, uu hochmuth wil gantz ungern lassen das Sum Ueget zum? den⸗Kind, er sucht es zu umfassen. keit, der Lie 3. Ach oͤfne mir die Tiefe meinnt 3. Ach! Suͤnden, laß mich auch sehn dil Strahl me Tiefe deiner Guad Laß keinegluh n, so wir mich suchen oder finden, als mu Pnaal des bey dem, der solche fuͤr mich hat uun, wie Ra der da gerufen: Ich wil euch en kennt, wen guicken wenn euch die Suünd in. het, und v ihre Last recht drücken. 1140 R 1 Gottes und Christi. 129 4,de—— ch er keingch O theures Lamm! das dort wahmitmui sihgohannes sahe, wie es von An⸗ ihm versühnt ang her erwuͤrget istnim weg von ie verdient, sin 1—1i1 ind da: Ey g und Aummn ir das Grost Rath zum g Ott mir sein ind fuͤr michsj Wie sollt a mit ihm nigt viß, und sterhe 5 GOttes Wih und gantzerhe h noch froͤhlch ich GOtt uud dort bey Hot ron, da ussh zen in engen H. Herhatd. e dich jeudiz 5 mein Gass. dertz sehnt sich ingen, ein in in, was irrdis die Seel, kun zwingen, weil staͤrckt und u t getreu, wenn zendet: Faͤngt t/er vollendet. lbst zuvor mit ichet uns, und hn: Es schaͤtt ie arme Made mit Jona vor sie doch, und ssen das Süm zu umfassen. ie Tiefe meing auch sehn die Laß keinediuh inden, als nut fuͤr mich hat Hh wil euch en die Sund und N..O — hir die Suͤnd und sey mir nahe, U0er huß ich dich seh und schmecke, wie uu bist: Laß mich durch dich, o Im! recht uͤberwinden mein stes Creutz, die Greuel meiner Suünden. 5. Gib mir ein reines Hertz, da⸗ nit ich sehe, was kein natuͤrlich Iug gesehen hat, gib deine Lieb Is Hertz, daß 10 verstehe, was nie ün Mensch erfahren in der That: luß mich doch vom verborgnen Nanna essen, und dein, o JEsu! uig nicht vergessen. So soll dein ob dann von mir fets erklingen, so lang ich noch in heser Schwachheit bin; dort her werd ich dir ein neu Lied sin⸗ geh, inzwischen nimm diß Lallen un mir hin, bis ich dort werde nit den Seraphinen in deinem Lempel Tag und Nacht dir dienen. Wm. 5, I. Die Liebe Gottes ist. H. M. Ich ruf zu dir HErr J. G1 der du selbst die Liebe bist, im lautern GOttes⸗ Besen, und was von dir entzuͤndet dir suchst ein Liebes⸗Reich im Renschen aufzurichten, und das dichten der Feindschaft wilt zu⸗ geich durch Liebe gar zernichten. . Ach! komme bald, entzuͤnde hier das Feuer deiner Liebe; ver⸗ r und tilge doch in mir die fal⸗ chen Liebes Triebe: Da Zwang, ohn ⸗Sucht, Weichlichkeit und hochmuth mich erreget, und be⸗ heget zum Dienst, zur Freundlich⸗ feit, der Liebe Namen traͤget. 3. Ach! laß nur einen Liebes⸗ Strahl mein todtes Hertz beruͤh⸗ en, so wird es bald die finstre Qugal des grimmen Hasses spu⸗ en, wie Rach und Zorn im Geiste hrennt, wenn man mit Worten lie⸗ het, und vergiehet, wie ungern st, zur Wohnung dir erlesen; der si man sich trennt vom Gelde, wenn man giebet. 4. Besaͤuftige doch diesen Schmertz durch deine suͤsse Liebe, und loͤsche das entbrannte Hertz mit deinem sanften Triebe; Zer⸗ brich das Toben der Natur, daß ich im Liebes Leben lerne schwe⸗ ben, und deiner Liebe ⸗Spur sich in mich koͤnn ergeben. . Was von dir je geschehen ist, ist ja aus Lieb entsproffen, und was du in dir selber bist, hast du in uns eg⸗Wild da du dein Goͤttlichs Lie⸗ es⸗Bild in uns hast eingeaͤtzet, und gesetzet, da, wo du gerne wilt, in Lieb uns hat ergetzet. 6. Da war die goͤttliche Natur im Liebes⸗Spiel zu lesen, da regte sich der Gottheit⸗Spur im sanft⸗ und stillen Wesen, in Dentuths⸗ voller Freundlichkeit; die Mildig⸗ keit und Guͤte im Gemuthe war stets zum Dienst bereit, und stand in voller Bluͤthe. . Die Einfalt gab bestaͤndig Ruh und Freuden⸗reiches Leben, der muntre Geist war immerzu im brennenden Bestreben, nach sei⸗ nem lautern Liebes⸗Saft sich sleis⸗ ig zu ergiessen, auszufliessen, und Gottes Liebes ⸗Kraft in sich nur zu geniessen. ö 8. Nun aber ist der finstre Tod ins Leben eingedrungen, da Haß und Grim in Angst und Noth das Liebes ⸗Spiel verschlungen, da sich der Geist in Eigenheit selbst suchet und erhebet, und erbebet in Un⸗ muth, Zanck, und Streit, wenn man ihm widerstrebet. 9. So ist denn, Gott, dein Lie⸗ bes /Reich ja gantz und gar verhee⸗ ret, und wenn sich noch ein Funcke gleich zum Lieben in uns naͤhret, dadurch der Geist verborgen girrt nach deinem Liebes⸗Leben, bleibt daneben der Haß, der ihn verwirrt/ und an sich selbst macht kleben. 10. Und wenn du mich gleich das N Gesetz 20⁰ von der erbarmenden Liebe —70 durch Liebe heist vollbrin⸗ gen, so stellt der Haß mir doch das Netz/ daß mirs nicht wil gelingen; Ich uͤbe mich, wie viel ich kan, in manchen Ehuchdasgonh mich zu sturcken; seh ich das Hertz denn an, laͤst sich der Haß doch mercken. II. Warum? die Liebe laͤst sich nicht durch kein Gebot erzwingen, nein, sie giebt selbst des Lebens⸗ Licht, dadurch wir sie vollbringen; Nun da, o Gott! du selber bist die Liebe, Licht und Leben, da z geben dein Hertz so willig ist, 0 wil ich an dir kleben. 12. So laß ich dich denn eher nicht, bis du dich mir ergiebest, bis deine Lieb ins Hertze bricht, und du den Haß zerstiebest, bis du mir durch dein ewigs Wort die Liebe tief einpraͤgest, und erregest, und meinen finstern Ort durch deinen Geist bewegest. I. Denn deine Lieb ist offenbar in IEsu Christ erschienen, sein Blut und Geist muß mir fuͤrwahr zum Liebes⸗Leben dienen: Denn da du selbst in Christo bist, so gehn die Liebes⸗Flammen all zusammen durch ihn in meiue Brust, die aus dir selber stammen. 14. Laß mich denn dich, du hoͤch⸗ stes Gut, in Christo recht erken⸗ nen, laß meinen Geist in Liebes⸗ Glut durch deinen Geist entbren⸗ nen, daß Hertz und Seele, Muth und Sinn in dir gantz voͤllig blei⸗ ben und bekleiben, und von der Erden hin sets die Begierden teiben* I. Hilf mir den Naͤchsten so, wie mich die Bruͤder hertzlich lieben; undwiꝛd mein Feind denn jaͤmmer⸗ lich in Noth und Tod getriehen, so lehre mich durch deine Gunst, voll Mitleid und Erbarmen, ihn um⸗ armen/ und durch die reine Brunst guch seinen Geist erwarmen. 15, So wird mein Geist denn die Gubot vollkommen sehön er⸗ füͤllen/ Und wenn mich auch die wird verhuͤllen, so wil an deine Liebes⸗Brust, mit glaͤnbigen Verlangen, ich mich hangen, hiz ich die Liebes Lust recht voͤllig kon umfangen.* ö 1 Joh. 4, 16. GOtt ist die Liebn 34³½. NNun lob mein Seel den Gol ist die wahre Liebe,—5 ohn Maaß und Ende treilt ihr Blick wird dem nicht trüle, 8— 72——272 Süuͤnden⸗Noth mit Schwachhut der sie umfaßt, und in ihr bleibti sie ist darzu erschienen, und Ma⸗ 06 6 kund gemacht, daß sie sich es hedienen, was sie hervor gi bracht: Sie leuchtet aus den Sohne, den er zu uns gesandt, din ist ihr Glantz und Krone, und y Versichrungs⸗Pfand. 2. Er ist ein Mensch gebohrey, der GOttes Hertz und einigs Kind sonst gingen die verlohren, die mit ihm eines Fleisches sind. Siesh⸗ soͤhnet seyn, doch sich ihm wieden geben: Denn er wil nicht allen vom auch ueß sie retten, schenckt auch seinen Geist, damt sie alles haͤtten, was dieser Bund verheist. wo treft ihr etwas groͤssers aui Er hat sich euch verschrieben, und bleibet ewig vest daran; was so⸗ dert er dagegen? Auch eure Lieh und Treu, woran euch selbst gele⸗ gen, er wohnt euch darin bey, ihr Evden viel tausend Schaͤtze graͤbt. er kan die Glut nicht stillen, bis su ihn auch zum Naͤehsten wendi, dem wird er so geneiget, wie er sic selber ist, daß er ihm Dienst ertei get, und keine Pflicht vergist: E ist ein kindlich Zeichen, wenn man desgleichen, der alles Gutes githl len durch ihn leben, und GOttum 3 3. Bedencket dis, ihr Lieben koͤnnet reicher werden, so fern ihy Tod darnach strebt, als welcher hier au 4. Der liebt nach seinem Willen der gegen GOtt in Liebe brennt. die Brüͤder liebt, der Vater thull —— 5. Drum und folget ihr wissetu ten Ungluͤr nach Frey noch hat er nachgegane tigkeit sick wir waren horgekomn esücht. 169. Wc denn er ha immer tret wider ihn uns gefun erkannt, e den, und wollt ihr i was ihm Hertzen br Welt. nen Arme drum sche get willig die Seele — S wil an deint it glaͤubigen h hangen, lih cht voͤllig kon t ist die Lieh, nein Seel den eKLiebe,—5 d Ende treihi, nicht truͤle, in ihr bleibt. ũen, und Men⸗ daß sie sh sie hervor gi⸗ tet aus dem is gesandt, det 3— und Ir isch gebohren, ideinigs Kindz ohren, die mit ind. Siessolh und GOtten, h ihm wieden il nicht allan ie retten, Geist, damst dieser Bund „ihr Lieben! groͤssers anz schrieben, und ran; was so⸗ luch eure Lieh ich selbst gele darin bey, iht eu, so fern ihr Tod elcher hier aif Schaͤtze graͤt. einem Willen Liebe brennt, t stillen, bis si⸗ chsten wendl/ get/ wie er sich Dienst erzei. ht vergist: E en, wenn man er Vater thul Gutes gitbi v. Drun „gesüch denn er hat uns zuerst geliebt, ist der werthe Heil'ge Geist ninit selbst Sottes und Christi. 201 . Drum last uns auf ihn sehen, und folget ihm mit Eifer nach; ihr wisset was geschehen, wir hat⸗ ten Ungluͤck, Süͤnd, und Schmach, nach Freyheit kein Verlangen; noch hat er uns befreyt, er ist uns hachgegangen, und aus Barmher⸗ igkeit sich unser angenommen; wir waren in der Flucht, er ist uns borgekommen, hat unser Heil . ö Ach lasset uns ihn lieben! 6. immer treu geblieben, wie viel ihr wider ihn verübt: Nun hat er uns gefunden, wir ihn im Sohn kukannt, er sich mit uns verbun⸗ den, und wir sind ihm verwandt: wollt ihr ihn alle kennen, so thut, was ihm gefaͤllt: Ach! last die hettzen brennen in Lieb fuͤr aller Welt. n. Joh. 4, 8. Wer nicht lieb hat der 343. M. Nun dancket alle SPtt. G ist die Liebe selbst, von dem die Liebes⸗Gaben, als aus dem schoͤnsten Quell, den ersten Ur⸗ sprung haben, der bleibet vest in Gott,/ wer in der Liebe bleibt, und welchen keine Macht aus JEsu Wunden treibt. 3. Der Vater liebt die Welt, sein vaͤterlich Erbarmen schickt den geliebten Sohn zu uns verlaß⸗ nen Armen, und dieser liebet uns, drum scheut er keine Noth, er traͤ⸗ get williglich so gar den Creutzes⸗ 0— 3. Wie reiche Stroͤme sind von dieser Huld geflossen, die Liebe GOttes ist in unser Hertz gegossen, die Seele ein, so, daß wir nun sein Haus und Tempel worden seyn. 4. Nun wer den Heiland liebt, der haͤlt sein Wort in Ehren, und so verspricht der HErr bey ihm selbst einztarehren: Was muß vor Freud und Lust, die goͤttlich ist, entstehn, wenn Vater, Sohn und . Gott Heil gerGeist, lehr uns die Liebe JEsu kennen, laß unsre Hertzen stets in reiner Liebe bren⸗ nen, und endlich fuͤhr uns dort in jenes Leben ein, wo unsre Liebe wird in dir vollkommen seyn. Heb. 2, 11. Sintemal sie alle von. 34. M. O Gott, du frommer. Ich freue mich in dir, und heisse 33 dich wilkommen, mein liebstes IEsulein! du hast dir vorgenom⸗ — men, mein Bruder stets zu seyn, ach! wie ein suͤsser Thon! wie freundlich sieht er aus, der grosse Gottes Sohn! 2. GOtt senckt die Majestaͤt, sein unbegreiflichs Wesen, in eines Menschen Leib, nun muß die Welt genesen, der Allerhoͤchste GOtt spricht freundlich bey mir ein, wird gar ein kleines Kind, und heist mein JEsulein. 3. Wie lieblich klingt er mir, wie schallt er in die OIhren, er kan durch Stahl und Ertz und harte Felsen bohren, das liebste JEsulein, wer JEsum recht erkennt, der stirbt nicht, wenn er stirbt, so bald er JE⸗ sum nennt.* ö 4. Wohlan! so wil ich mich an dich, o JEsd! halten, und sollte gleich die Welt in tausend Stuͤ⸗ cken spalten, o JEsu! dir, nur dir, dir leb ich gantz allein, auf dich, allein auf dich, mein JEsu, schlaf ich ein. D. C. Ziegler. Joh. 1,16. Vohseiner Fuͤlle haben wir alle genommen Gnade umG. 345. M. Alle Menschen muͤssen. IeEsu, meiner Seelen Leben, meinesHertzens hoͤchsteFreud, dir wil ich mich gantz ergeben jetzo und in Ewigkeit. Meinen Gott wil ich dich nennen, und vor aller Welt bekennen Daß ich dein bin, und du mein,ich wil keines andern seyn. 2. Deine Hand hat mich berei⸗ Geist in eine Seele gehn. tet, dein Mund bließ mir Odem NV ein — Von der erbarmenden Liebe 202 ein: Deine Gnad hat ausgebrei⸗IEsu, in die Hurshe Trutz, daß tet, wie ein Teppich, ob dem mich was von dir scheide! Ichhin Schrein, welcher mich hat erstsdein und du bist mein, ꝛc. verschlossen, darum sag ich unver⸗ 10. Dieses alles ist gegruͤndet drossen: Ich bin dein, und du bist nicht auf meiner Wercke Grund. mein, allerschoͤnstes JEsulein. Dieses, was mein Hertz empfindet, 3. Deine Huͤt hat mich umfan⸗(thu ich allen Menschen kundt gen, als mich erst die Welt em⸗Daß es koͤmt aus deinem Blultz, pfing, dir bin ich sehon angehan⸗ das allein koͤmt mir zu gute. J gen, als ich an den Bruͤsten hing: bin dein und du bist mein, ꝛc. Dein Schooß hat mich angenom II. Drum, ich sterbe, oder lehe, men, wenn ich nur zu dir bin kom⸗bleib ich doch dein Eigenthum an men. Ich bin dein und du bist ꝛc. dich ich mich gaͤntz ergebe, du bist 4. Auf der Kindheit wilden We⸗meiner Seelen Ruhm, meine Zu⸗ gen folgte mir stets deine Guͤt. versicht undFreude, meine Suͤßig Deines Geistes Trieb und Regen keit im Leide. Ich bin dein ꝛe. regte mir oft das Gemuͤth, so ich re. Hoͤre, IEsu, noch ein Fll⸗ etwa ausgetreten, daß ich wieder⸗ hen, schlag mir diese Bitt nichtab: kam mit Beten. Ich bin dein ꝛe. wenn mein' Augen nicht mehr se⸗ 5. Ach! wie oft hat meine Ju⸗ hen, wann ich keine Kraft mehr gend deine Gnaden Hand gesast, hab, mit dem Mund was vornu⸗ wann die Froͤmmigkeit und Tu⸗ tragen, laß mich seufzend doch noch gend war in meinem Sinn ver⸗ haßt: ach! ich waͤre laͤngst gestor⸗ ben ausser dir, und gantz verdor⸗ ben. Ich bin dein und du bist ꝛc. 6. Irr ich, sucht mich deine Lie⸗ be, fall ich, hilfet sie mir auf. Ist es/ daß ich mich betruͤbe, troͤst't sie mich in meinem Lonf. Bin ich arm, giebt sie mir Guͤter. Haßt man mich, ist sie mein Huͤter. Ich bin dein und du bist mein, ꝛc. 7. Schmaͤht man mich, ist sie mein Ehre, trotzt man mich, ist sie mein Trutz. Zweifle ich, ist sie die Lehre: Jagt man mich, ist sie mein Schutz. Niemals hab ich was be⸗ gehret, war es gut, ich bins ge⸗ waͤhret. Ich bin dein und ꝛc. 8. Deiner Liebe Suͤßigkeiten sind in mein Hertz eingefloͤßt. Durch den Blick der Herrlichkei— ten deines Himmels wird getroͤst't, mein Gemuͤth in seinem Zagen. Alles Creutz hilfst du mir tragen. Ich bin dein und du bist mein, ꝛe. 9. Dein Geist zeiget mir das Er⸗ be, das im Himmel beygelegt: ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hintraͤgt: Zu dir, sagen: Ich bin dein, und du bis mein, ich wil keines andern senn. M. Christ. Scriwer. Col. 3, 11. Alles, und in allen Ch. 346. M. Mir nach, spricht Chr. 2 ein Geist srohlocket und mein Sinn ob den Vollkommen⸗ heiten, in denen ich seh JEsum bluͤhn und seyn zu allen Zeiten: O grosse Freud und Froͤhlichkeit ob JEsu grosser Herrlichkeit! 2. Er ist die Weisheit, die im Haus' nur ordnet und regieret; die ewge Klugheit, die durchaus den Seepter weislich fuͤhret. grosse Freud und Froͤhlichkeit ꝛe. 3. Dem Vater ist er gleich an Macht, dem Heilgen Geist an Guͤte; am Wesen eines, und an Pracht, am Adel und Gemuͤthe. O grosse Freud und Froͤhlichkeit ke. 4. Er ist der Gottheit Blum und Glantz, die ewiglichen bluͤhet; der Spiegel, da der Vater gantz sich abgebildet siehet. O grosse ꝛc. v. Er ist das allerltebste Licht des Vaters, und sein Leben; die Schoͤnheit, der er gantz verpflicht, 1—0³⁷0 ver⸗ 0 herbunden eud und 6 Er Meer, dier gegenwaͤrt ausser Ort 7. Unen unsterblich haftig; t. bricht, we Ogrossefr 3. Unn Huld, gere Langmuͤth demüthig. 9. Er i rein, hoͤchf ewiges ein Verstand 10. Er leit, sein hen, sein keit, sein! grosse Fre II. We sendmal n cken; in Zahl verg Ogrosse ð JVsu gro Ephes. 2, 7 In Non fr Vgem sringen, ein mit Li GOtt an seine suͤsse hat ers er 2. Den im Tod Suͤnd m Tag, dari fiel auch i nichts G Suͤnd ha 3. Mei nicht, es der frey licht, er! 28.8 Sottes und Christi. 203 e: Tvutz, da eide! Iin N/ꝛc. ist gegruͤndt Zercke Grund. rtz empfindet, uschen kund! einem Blutt, zu gute. Jh mein, ꝛe. rbe, oder leht, igenthum:n rgebe, du bis n, meine Zu⸗ meine Suͤßig bin deinꝛe. noch ein gle⸗ Bitt nicht ab: nicht mehr s Kraft mehr dwas vorzu⸗ end doch noch und du bist andern seyn, ist. Scriwer. din allen Ch. spricht Chr. cket und mein Vollkommen⸗ seh JEsum len Zeiten: Froöhlichkei rlichkeit! heit, die im nd regieret; ie durchaus fuͤhret. hlichkeit ꝛe. er gleich an n Geist an nes, und an Gemuͤthe. hlichkeit,ꝛe. it Blum und bluͤhet; der er gantz sich grosse ꝛe. obste Li 11* 4 51 nicht, es war mit ihn'n verdorben, Leben; die hz verpflicht, vor⸗ 0 herbunden und ergeben. O grosse 6reud und Froͤhlichkeit ꝛ. 6. Er ist das undurchschifte Meer, die unerschoͤpfte Quelle, all⸗ gegenwaͤrtig ohn Beschwer, auch gusser Ort und Stelle. O grosse ꝛe. 7. Unendlich ist er ohne Grund, unsterblich, ewig, immer wahr⸗ haftig; treu ob seinem Bund, hricht, was er zusagt, nimmer. OgrosseFreud und Froͤhlichkeit ꝛe. 8. Unwandelbar, und voller Huld, gerecht, barmhertzig, guͤtig; Langmuͤthig, gnaͤdig zu der Schuld, reich, groß, und hoͤchst demuͤthig. O grosse ꝛc. 9. Er ist ein Wesen, welches rein, hoͤchst⸗selig, ewig bleibet: ein ewiges einfaͤltigs Ein, welch's kein Verstand ausschreibet. O grosse ꝛe. 10. Er ist ihm selbst die Selig⸗ keit, sein Fried und Freuden⸗Le⸗ hen, sein Himmel, seine Herrlich⸗ keit, sein Leben, sein Erheben. O grosse Freud und Froͤhlichkeit ꝛe. II. Was sing ich? Er ist tau⸗ sendmal mehr, als ich kan geden⸗ ken; in ihm muß aller Weisen Zahl vergehn und sich versencken. Ogrosse Freud und Froͤlichkeit ob Jesu grosser Herrlichkeit! Ephes. 2, 8. Aus Gnaden seyd ihr. 37. In bekandterRelodey. 9 un freut euch lieben Christ'n gemein, und last uns froͤhlich sringen, daß wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe singen, was GOtt an uns gewendet hat, und seine suͤsse Wunderthat, gar theur hat ers erworben. ö 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verlohren, mein Suͤnd mich quaͤlte Nacht und Tag, darin ich war gebohren; Ich siel auch immer tiefer drein, es war nichts Guts am Leben mein, die Suͤnd hat mich besessen. 3. Mein gute Werck die golten der fren Will haßte GOtts Ge⸗ richt, er war zum Gut'n erstorben, die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bey mir blieb, zur Hoͤllen must ich sineken. 4. Da jammerts GOtt in Ewig⸗ keit mein Elend üb'r die Maassen, er dacht an sein Barmhertzigkeit, er wollt mir helfen lassen, er wandt zu mir sein Vater⸗Hertz, es war bey ihm fuͤrwahr kein Schertz, er ließ sein Bestes koͤsten. ů 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hie zu erbar⸗ men, fahr hin meins Hertzens wer⸗ the Kron und sey das Heil der Ar⸗ men, und hilf ihn'n aus der Suͤn⸗ den⸗Noth, erwuͤrg fuͤr sie den bit⸗ tern Tod, und laß sie mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vat'r gehor⸗ sam war, er kam zu mir aufErden, von einer Jungfrau rein und zart, er wollt mein Bruder werden; gar heimlich fuͤhrt er sein Gewalt, er ging in einer arm'n Gestalt, den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir itzt gelingen, ich geb mich selber gantz fuͤr dich, da wil ich fuͤr dich ringen: Denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollt du seyn: Uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergiessen wird man mir mein Blut, darzu mein Leben rau⸗ ben, das leid ich alles dir zu gut, das halt mit vestem Glauben: Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld traͤgt die den dein, da bist du selig wor⸗ en. 9. Gen Himmel zu den Vater mein fahr ich aus diesem Leben, da wil ich seyn der Meister dein, den Geist wil ich dir geben, der dich in Trübsal troͤsten soll, und lehren mich erkennen wohl, und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollt du thun und leh⸗ ren, damit das Reich GOtts werd gemehrt zu Lyb und seinen Ehren . Wpni 9 1 Un 2⁰4 Von der erbarmenden Liebe unde huͤt dich füͤr der Menschen Gatz, davon verdirbt der edle Schatz: Das laß ich dir zuletzte. D. Martin Luther. Joh. a, 19. Lasset uns ihn lieben. 343. Mel. Ich ruf zu dir HErr. O IEsu Christ, mein schoͤnstes Licht, der du in deiner See⸗ len so hoch muich liebest, das ichs nicht aussprechen kan noch zůhlen: Gib, daß mein Hertz dich wieder⸗ um mit Lieben und Verlangen moͤg umfangen, und, als dein Ei⸗ ganthum, nur eintzig an dir han⸗ en 2. Gib, daß sonst nichts in mei⸗ ner Seel als deine Liebe wohne: Gib, daß ich deine Lieb erwaͤhl als meinen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nim alles hin, was mich und dich wil trennen, und nicht goͤnnen, daß all mein Thun und Sinn in deiner Liebe hrennen. 3. Wie freundlich, selig, süͤß und Die ist, JEsu deine Liebe! Wo iese steht kan nichts entstehn, das meinen Geist betruůͤbe. Drum laß nichts anders dencken mich, nichts sehen, fuͤhlen, hoͤren, lieben, ehren, als deine Lieb und dich, der du sie kanst vermehren. 4. O! daß ich dieses hohe Gut moͤgt ewiglich besitzen! o daß in mir dies edle Glut ohn Ende moͤg⸗ te hitzen! ach hilf mir wachen Tag und Nacht, und diesen Schatz be⸗ wahren vor den Schaaren, die wi⸗ der uns mit Macht aus Satans Reiche fahren. 2 5. Mein Heiland, du bist mir zu Lieb in Noth und Tod gegangen, und hast am Creutz, als wie ein Dieb und Moͤrder da gehangen, verhoͤhnt, 1F1¹m und sehr ver⸗ wundt. Ach laß mich deine Wun⸗ den alle Stunden mit Lieb ins Hertzens Grund auch ritzen und verwunden. 6. Dein Blut, das dir vergossen ward, ist köstlich, gut und reine; hart gleich einem Steine. Oln ch deines Blutes Kraft meh hartes Hertze zwin dringen, und dies⸗ mir deine Liebe bringen! 7. O daß mein Hertze ossen stund, und fleißig moͤcht auffan gen, die Troͤpflein Bluts, die mß ne Suͤnd im Garten dir abdran gen! ach! daß sich meiner Augeh Brun aufthat, und mit viel Stah nen heisse Thraͤnen vergoͤsse, we die thun, die sich in Liebe sehnen. 8. O daß ich, wie ein kleines Kind, mit Weinen dir nachginge, so lange, bis drin Hertz entzuͤndt mit Armen mich umfinge, und deine Seel in mein Gemuͤth, in voller suͤsser Liebe sich erhuͤbe, ud also deiner Guͤt ich stets vereinigt bliebe! 9 5 9, Ach! zeuch mein Liebsier mich nach dir! so lauf ich mit den Fuͤssen, ich lauf, und wil dich mit Begier in meinem Hertzen kuüͤssen: Ich wil aus deines Mundes Zier den suͤssn Trost empfinden, der die Suͤnden und alles Ungluͤck hier kan leichtlich uͤberwinden. 10. Mein Trost, mein Schah, mein Licht und Heil, mein hoͤch⸗ stes Gut undLeben, ach! nim mich auf zu deinem Theil, dir hab ich mich ergeben: Denn ausser dir ist lauter Pein, ich find hier uͤberalle nichts denn Galle, nichts kan mir troͤstlich seyn, nichts ist, das mit gefalle.** II. Du aher bist die rechte Ruh, in dir ist Fried und Freude: Gib, IEsu, gib, daß immerzu mein Hertz in dir sich weyde. Sey mei⸗ ne Flamm und brenn in mir; mein Balsam, wollest eilen, lin⸗ dern, heilen den Schmertzen, der allhier mich seuszen macht und heulen!** I2. Was ist, o Schoͤnster, das ich nicht in deiner Liebe habe? Sie ist mein Stern, mein Sonnen⸗ mein Hertz hingegen boser Att, und * Licht, — licht, mein. mein suͤsser Brodt, me Throne, 1 Schutz in a arin ich wi 3. Ach! Atmeichft, bohren? w entzeuchst, n. So gi Gast, wohl moͤge fasser saßt, in En 14. Du liebt, und ih ich no warst du m laß doch f. diese Liebe daß sie mi alen Seit 15. Laß ich steh, H und, wo ie u rechte f eit guten cke lehren Suͤnd, u wieder m 16. Laß Leid, in moͤgen, u brachter! legen, alr Treu, He Luft zuwe srey moͤg Mos. 3 349. Me 83 fuͤr deine reinem 8 Schlam, 2. De Muth un lich mich Brust m wohlgem Steine. D 5 Kraft meih en, wohl durch Lebens⸗Sast, igen! Hertze ofen moͤcht auffan luts, die mej en dir abdrash neiner Augen mit viel Stah Lebe eh WIe Liebe sehnen. ie ein kleines ir nachginge, dertz entzuͤndt imfinge, und ö Gemuͤth, in erhuͤbe, nd tets vereinigt sein Liebsser uf ich mit den wil dich mit ertzen kuͤssen: Mundes Zier inden, der die Ungluͤck hier nden. nein Schah, mein huͤch⸗ ch! nim mich „dir hab ich ausser dir ist hier uͤberalle chts kan mit ist, das mir rechte Ruh, eude: Gib, nerzu mein Sey mei⸗ un in mir; t eilen, lin⸗ nertzen, der macht und oͤnster, das e habe? Sie uSonnen⸗ Aecht, Sottes und Christi. 205 nicht, mein Quell, da ich mich labe, nein suͤsser Wein, mein Himmel⸗ Brodt, mein Kleid vor GOttes Throne, meine Krone, mein Schutz in aller Noth, mein Haus, arin ich wohne. 3. Ach! liebstes Lieb, wenn du utweichst, was hilft mir, seyn ge⸗ bohren? wenn du mir deine Lieb entzeuchst, ist all mein Gut verloh⸗ n. So gib, daß ich dich, meinen Gast, wohl such, und bester massen noͤge fassen, und wenn ich dich ge⸗ saßt, in Ewigkeit nicht lassen. 14. Du hast mich je und je ge⸗ liebt, und 9 6 nach dir gezogen: th ich noch ekwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen. Ach! laß doch ferner edler Hort, mich diese Liebe leiten, und begleiten, daß sie mir immerfort beysteh auf allen Seiten. 3. Wahrer Mensch und GOtt Trost in Noth und Tod! du bi darum Mensch gebohren, zu erso⸗ tzen, was verlohren, durch dein Blut so roth, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens⸗Licht laß verloͤschen nicht, salbe mich mit Freuden⸗Oele, daß hinfort in mei⸗ ner Seele ja verloͤsche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir bleiben fuͤr und fuͤr: Deine Liebe wil ich eh⸗ ren, und in dir dein Lob vermeh⸗ ren, weil ich fuͤr und fuͤr bleiben werd in dir. ö 6. Held aus Davids Stam! deine Liebes⸗Flam mich ernaͤhre, und verwehre, daß die Welt leich nicht versehre, ob sie mir gleie gram, Held aus Davids Stam. 7. Grosser Friede⸗Fuͤrst! wie 15. Laß meinen Stand, darinn ich steh, HErr, deine Liebe zieren, und,/ wo ich etwa irre geh, alsbald hast du geduͤrst t nach der Men⸗ schen Heil und Leben, und dich in den Tod gegeben, da du riesst: u rechte führen; Laß sie mich all Mich duͤrst't! grosser Friedefuͤrst. eit guten Rath und rechte Wer⸗ inet ö x e grosser Lieb, uns den Deinen, die dich kennen, und nach dir sich cke lehren, steuren, wehren der Suͤnd, und nach der That bald wieder mich bekehren. 16. Laß sie seyn meine Freud im Leid, in Schwachheit mein Ver⸗ moͤgen, und wenn ich, nach voll⸗ brachter Zeit, mich soll zur Ruhe kegen, alsdenn laß deine Liebes⸗ Treu, HErr JEsu, mir beystehen, luft zuwehen, daß ich getrost und stey moͤg in dein Reich eingehen. ö Paul Serhard. 5 Mos. 33, 3. Wie hat er[GOtt! 349. Mel. Wer ist wohl wie du. Sechn Braͤutigam, JIESU, GOttes Lam! habe Danck uͤr deine Liebe, die mich zieht aus teinem Triebe, von der Sünden Schlam, JEsu, GOttes Lam! 2. Deine Liebes⸗Glut staͤrcket Muth und Blut: Wenn du freund⸗ lich mich anblickest, und an deine Brust mich druͤckest, macht mich wohlgemuth deine Liebes⸗Glut. mit direrfreu. 8. Deinen Frieden gib, aus so Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gih. 9. Wer der Welt abstirbt, emsig sich bewirbt um den lebendigen Glauben, der wird bald empfind⸗ lich schauen, daß niemand ven dirbt, der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, du mein gantzes Ich! ich wil nimmer⸗ mehr dich lassen, sondern glaubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 225 II. Wenn ich weinen muß, wird dein Thraͤnen⸗Fluß nun die Mei⸗ nen auch begleiten, und zu deinen Wunden leiten, daß mein Thra⸗ nen⸗Fluß sich bald stillen muß. 12. Wenn ich mich gufs neu wiederum erfreu, freuest du dich auch zugleiche, bis ich dort in dei⸗ nemdieiche ewiglich gufs neu mich 3. Hiet 206 Von der erbarmenden Liebe I3. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehren⸗Kron: Hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen: Denn die Ehren⸗Kron folgt auf Spott und Hohn. I4. JEsu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich uͤberwin⸗ de, und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekaͤmpft fuͤr mich. 15. Du mein Preis und Ruhm, werthe Sarous⸗Blum! in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kan gefallen, werthe Sa⸗ rons⸗Blum, du mein Preis und Ruhm. 1 Petr. I, 3. 4. Gelobet sey GOtt. 70. M. Preis, Lob, Ehr, Ruhm. Shey hochgelobt, barmhertz'ger O Gott, der du dich unser an⸗ genommen, und uns in unsrer Seelen⸗Noth mit Huͤlfe bist zu⸗ statten kommen, und schenckest uns von deinem Himmels⸗Thron dein liebes Kind und eingebohrnen Sohn. 97.3 2. Du segnest uns in ihm, dem HErrn, mit überschwenglich⸗rei⸗ chem Segen, und gehest unsrer Armuth gern mit deiner theuren Gnad entgegen: Was sind wir doch, du allerschoͤnstes Gut, daß eine Lieb so grosses an uns thut? 3. Was dringet dich? wir sind ja nur des ersten Adams Suͤnden⸗ Kinder, und sind auch alle von Natur der, und mrenndr op⸗ schnoͤ⸗ de Suͤnder, und fremde vom Ver⸗ heissungs⸗Testament, arm, lahm, und bloß, blind, taub, stumm und elend. 4. Allein, duVater, vollernad, hast unsers Elends dich erbarmet, und uns, nach deinem Gnaden— Rath, in Christo, deinem Sohn, umarmet, daß wir in ihm, wie du zuvor bedacht, nun Kinder sind, und angenehm gemacht. Du laͤssest uns in JEsu Blut unsern Hort, Wort der Wah immer fort und vollkommn bist dure nicht't. durch ihn in uns den lebendigen Glauben, den uns die Welt nicht kan entziehn, noch Satan aus dem — ö edle Fluth Uns von dem Unflat aller Sunden Otiefe Lieb! o Wunder; Guͤtih keit! die unsre Seel von solchiz Se. Du ann ö Du hast uns Menschen dei nen Rath durch IEsum Grisun wissen lassen, damit du, was 0 Othem hat, in ihm zusammen moͤgtest fassen. Er ist der Grund. auf welchem alles steht, was lel geht webt, was lieget, sitzt, u geht. . Er stiftet Frieden zwischen GOtt und uns, da wir noch zeinde waren, und wird, der Welt und Hoͤll zumSpott, den Frieden au O Herrlichkeitl in uus bewahren. daß wir im Frieden stehen: nun Vater duͤrfen wir getrost zum gehen. ö 8. Lebt Christus doch in unz und wir sind auch durch ihn mit GOtt verbunden: Wir haben sei ner Lieb⸗Panier als eine starck Vestung funden: In ihm sind wit voll Ruh und Sicherheit, und Laken. schon die Kraft der S igkeit. 9. Du giebst uns auch das Erhe Theil durch Christum, der es un erworben, als er, der HErr, zu unserm Heil, am bittern Ereußen Stamm gestorben; und sein Ver⸗ dienst und Leiden macht allein,daß dir zum Preis, wir nunmehr et⸗ was seyn. 10. Durch dich, und JEsum, erkennen wir das rheit, und wachsen fort im Lichte, zur en Klarheit: du selbest das wesentliche Licht, das 4— Sohn die Finsterniß ver⸗ und waͤschest durch die I1I. Du, Vater, wirckest auch lbst, Heil, Lebeu und Exloͤsung finden, Hertzen rauben: Er wircket se und unsre —————— und seines eel 12. Du and dur Uchuutcke Brust und gel aufgedr daß wir, zu Erbe seyn thum. 13. Nut lomt von uns eda Macht, daf und Geiste Lieb, in de deinen R Hertz erhoͤl So, in, durch, I len, den du uns mit di daß wir nie Alles gar i Iy. Dri deine Mac lichkeiten, bedacht, vo ausbreiten deine grof kan, was le 16. Jat dich, und e men! Her hebet sich/ Amen. 2 deeymal he Sohu, un sing danckbarft len Dinger meynt. ter Lieben regt, das o die in se Alles Din tes Lieh ii die edle Fluth aller Suͤnden. zunder⸗ Gut el von solchn V Menschen dej sum Christum it du, was 00 m zusammen ist der Grund teht, was le get, sitzt, un eden zwische hir nochgeinde der Welt und Frieden auch Herrlichkeit stehen: nun zum Vater doch in unz, urch ihn mit Vir haben sei eine starck ihm sind wit herheit, und draft der S uch das Erbe⸗ u/ der es unt er HErr, zu ern Creutzes ind sein Ver⸗ ht allein, daß nunmehr et⸗ ind IEsum, ien wir das und wachsen n Lichte, zur t: du selbest Licht/ das nsterniß ver⸗ irckest auch lebendigen Welt nicht an aus dem ircket selbst, und leu, den Sbottes und Christi. 3⁰⁷ und seines Geistes Trieb macht unsre Seel unstraflich in der Lieb. 12. Du hast mit deines Geistes sund durch Christum unsre Seel geschmuͤcket, und ihn auf unsre Brust und Hand, zum vesten Sie⸗ gelaufgedruͤcket, ur Versichrung, daß wir, zu deinem Ruhm, dein Erbe seyn und auch dein Eigen⸗ thum. ö— 13. Nun, was wir sind, das zöͤmt von dir, in Christo hast du uns geschaffen, zum Lobe deiner Racht, daß wir in GOttes Kraft und Geistes Waffen, aus reiner lieb, in deinem Wege gehn, und deinen Ruhm mit Mund und Hertz erhoͤhn.— 14. So, Vater, so bist du bereit in, durch, und um des Sohnes wil⸗ du gezeugt von Ewigkeit, uns mit dir selber zu erfuͤllen, auf daß wir nichts, er aber allerley, ja Ales gar in allen Dingen sey. I. Drum wollen wir, HErr, deine Macht, du Vater aller Herr⸗ lichkeiten, die unsre Seel sowol bedacht, von Hertzen ruͤhmen und ausbreiten. Es ruͤhme dich, und deine grosse That, was ruͤhmen kan, was lebt und Othem hat. 16. Ja treuer GOtt, wir loben dich, und ehren deinen grossen Na⸗ men! Hertz, Seel und Geist er⸗ hebet sich, und singet: Halleluja, Amen. Der Herr ist GOtt, der dreytnal heilig heist, GOtt Vater, Sohn, und auch GOtt Heil'ger Geist. Aud. Andr. Gotter. Roͤm. 8,32. GOtt hat seines eignen 351. M. Lasset uns den Erren ollt ich meinem GOtt nicht singen? sollt ich ihm nicht danckbar seyn! denn ich seh in al⸗ len Dingen, wie so gut ers mit mir meynt. Ist doch nichts, als lau⸗ ter Lieben, das sein treues Hertze regt, das ohn Ende hebt und traͤgt, die in seinem Dienst sich uͤben. Ales Ding waͤhrt seine Zeit, GOt⸗ tes Ljeh in Ewigkeit, 2. Wie ein Adler sein Gefieder uͤber seine Jungen streckt; Also hat auch hin und wieder mich des Hoͤchsten Arm bedeckt, alsobald im Mutter Leibe, da er mir mein Wesen gab, und das Leben, das ich hab, und noch diese Stunde treibe. Alles Ding waͤhrt seine Zeit/ ꝛe. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein! Er giebt ihn fuͤr mich hin, daß er mich vom ew'gen Feuer, durch sein theures Blut ge⸗ winn. O du unergruͤndter Brun⸗ nen! wie wil doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch be⸗ fleißt, deine Tief ergruͤnden koͤn⸗ nen? Alles Ding waͤhrt ꝛc. 4. Seinen Geist, den edlen Fuͤh⸗ rer, giebt er mir in seinem Wort, daß er werbe mein Regierer, durch die Welt zur Himmels⸗Pfort, daß er mir mein Hertz erfuͤlle mit dem hellen Glaubens⸗Licht, das des Todes Macht zerbricht, und die Hoͤlle selbst macht stille. Alles ꝛc. 5. Meiner Seelen Wohlerge⸗ hen hat er ja recht wohl bedacht; wil dem Leihe Noth zustehen, nimt ers gleichfals wohl in Acht; wenn mein Koͤnnen, mein Vermoͤgen nichts vermag, nichts helfen kan, koͤmt mein GOtt/ und hebt mir au sein Vermoͤgen beyzulegen. Alles Ding waͤhrt seine Zeit, GOttes ze. 6. Himmel, Erd, und ihre Heere, hat er mir zum Dienst be⸗ stellt: Wo ich nur mein Aug hin⸗ kehre, sind ich was mich naͤhrt und haͤlt, Thiere, Kraͤuter und Getrey⸗ de, in den Gruͤnden, in der Hoͤh, in den Buͤschen, in der See: uͤber⸗ all ist meine Weyde, Alles ꝛc. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen, und ermuntert mein Ge⸗ muͤth, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Guͤt. Waͤre mein GOtt nicht gewesen, haͤtte mich sein Angesicht nicht begleitet, waͤr ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding ꝛe. ö 8. Wie Von der erbarmenden Liebe 3. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan riun gefuͤhrt, die mich doch mein Lebetage niemals voch bisher geruͤhrt. Gottes Eugel, den er sendet, hat das Boͤ⸗ se, so der Feind anzurichten war gemeynt, in die Ferne weggewen⸗ det. Alles Ding waͤhrt ꝛe. 9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Hertz niemals gantz entzeucht, ob es gleich bisweilen Suͤnde thut, und aus der Bahne weicht; also haͤlt auch mein Verbrechen mir mein frommer GOtt zu gut, wil mein Fehlen mit der Ruth, und nicht mit dem Schwerdte, raͤchen: Alles Ding waͤhrt seine Zeit, ꝛc. 10. Seine Strafen, seine Schlaͤ⸗ ge, ob sie mir gleich bitter seynd, dennoch, wenn ichs recht erwege, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedencke, und mich von der Imgen Welt, die mich hart gefangen haͤlt, durch das Creutze zu ihm lencke. Alles ꝛc. II. Das weiß ich fuͤrwahr, und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn, Christen⸗Creutz hat seine Maasse, und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausge⸗ schneyet, tritt der schoͤne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten kan, erfreuet. Al⸗ les Ding waͤhrt seine Zeit, ꝛe. Iz. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in GOttes Liebe findt, ey so heb ich meine Haͤnde zu dir, Vater, als dein Kind: bitte, wollst mir Gnade 99 u dich, aus aller meiner Macht, zu umfangen Dag und Nacht, hier in meinem gan⸗ tzen Leben, bis ich dich, nach dieser Zeit, lob und lieb in Ewigkeit. Paul Serhard. Ps. 103, 13. Wie sich ein Vater ꝛe. 372. Mi. Alle Menschen muͤssen. Romit soll ich dich wol loben, maͤchtiger HErr Zebaoth! sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott! denn ich kan mit nichts erreichen deine Guad und Liebes⸗Zeichen. x send, tausendmal sey dir, 60 Koͤnig! Danck dafuͤr. 2. HErr, entzuͤnde mein 6 muthe, daß ich deine Wunde Macht, deine Gnade, Tren l denn von deinen Gnaden⸗Güffn Leib und Seele zeugen muͤsty Tausend, tausendmal sey dir, z 3. Denck ich nur Gassen, drauf ich haͤufte Schuß mit Schuld, so moͤcht ich zn Schaam erblassen, vor der Lang muth und Geduld, womit du/ mit Erbarmen. Tausend ꝛc. 4. Ach ja! wenn ich uͤberlegh, mit was Lieb und Guͤtigkeit di durch so viel Wunder⸗Wege, mich gefuͤhrt die Lebens⸗Zeit; so waß ich kein Ziel zu finden, noch din Grund hie zu ergruͤnden. Zun send, tausendmal sey dir, ꝛe. Glut: Denn da mit der Suͤnder Haufen ich nur suchte irrdischuz hiessest du auf diß mich achten, wornach man zuerst soll trachten. Tausend, tausendmal sey dir/e. 6. O! wie hast du meine Seele stets gesucht, zu dir zu ziehn, daß ich aus der Suͤnden⸗Hoͤle moͤchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesoͤhnet haben, und mitKrast zum Leben laben. Tausend, ꝛe. 7. Ja, HErr, lauter Gnad und Wahrheit sind vor deinem Ange⸗ sicht: Du, du trittst hervor in Klarheir, in Gerechtigkeit, G⸗ richt, daß man soll aus deinen Wercken deine Guͤt und Allmacht mercken. Tausend ꝛe. 8. Wie du setzest jedem Dinge, Zeit, Zahl, Maaß, Gewicht und Ziel, damit keinem zu geringe moͤg geschehen, noch zu viel: So hab ich auf tausend Weisen deine Weis⸗ heit auch zu preisen. Tausend ꝛe. 9. Bald n 5. Du, HErr, bist mir nachge laufen, mich zu reissen aus det *— 4 Da. Bald losahheden, kam Ott/ zu mi kreiten, sich haß mein g t an de Guͤte stets erhebe Tag und acht Eend tat 10. Wie iebet, nach t so hast d ich nur der Suͤnden HErr, mein und dich m wenus auck ommen. De II. Mich Gott! mich Armen hast getragen gluͤgeln oft den Thaͤler vunderbar schien alles; heiner Huͤlf 12. Fielen ——..— des sen s. ergossen se ssto, so mich 2. Beruf Per weiß, Gchaar, die Iu? Er spri autaͤhlt; z1 geahlt? R ich trauen 3. Bin i her spricht laster nicht aben. Bit Hlut, 7 kot lut/ ich mu 4. Ach G iomst du m grausam fi herlohren? shen soyn ii Grossa I 4 Zeichen. 2h dir, fuͤr. inde mein 6 deine Wundey ade, Treu un ag und Nacht znaden⸗Guffn eugen muͤsth ial sey dir/ x. rder Sünden haͤufte Schuh noͤcht ich vn vor der Lang womit bu/ o hast getragnn zusend ꝛc. ich uͤberlegt, Guͤtigleit di er⸗Wege, mich Zeit; so wesß iden, noch din unden. T dir, ꝛe. ist mir nachgey eissen aus det it der Suͤndn te irrdischhuh mich achten, t soll trachten, al sey dir/ e. u meine Seele zu ziehn, daß I/Hoͤle moͤchtt hn, die mich und mit Kraft Tausend, ꝛe. ter Gnad und deinem Ange⸗ tst hervor in htigkeit, Ge⸗ Iaus deinen und Allmacht ꝛc. edem Dinge, Gewicht und geringe moͤg iel: So hab n deine Weis⸗ Tausend z. 9. Bald . Gottes und Christi. 2⁰ . Dald mit Lieben, dald mit lihen, kamst du, HErr, mein Ott, zu mir, nur niein Hertze zu keiten, sich gantz zu ergeben dir, . mein gaͤntzliches Verlangen noͤcht en deinem Willen hangen. Tausend, tausend mal sey dir, ꝛc. 10. Wie ein Vater nimt und giebet, nachdems Kindern nuͤtzlich . so hast du mich auch geliebet HErr, mein GOtt, zu jeder Frist, und dich meiner angenommen uenns auch gleich aufs hoͤchste fommen. Tausend, tausendmal ꝛe. 1I. Mich hast du auf Adlers gluͤgeln oft getragen vaͤterlich, in den Thaͤlern, auf den Huͤgeln wunderbar errettet mich; wenn shien alles zu zerrinnen, ward doch Ru Huͤlf ich innen. Tausend ꝛc. 12. Fielen tausend mir zur Sei⸗ ten, und zur Rechten zehnmal mehr, liessest du mich doch beglei⸗ ten durch der Engel starckes Heer, daß den Noͤthen, die mich dran⸗ gen, ich jedennoch bin entgangen. Tausend, tausendmal sey dir, ꝛe. 13. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Guͤtigkeit: und du hast zu mir geneiget, JEsu, dei⸗ neFreundlichkeit; und durch dich, o Geist der Gnaden! werd ich stets noch eingeladen. Tausend ꝛe. 14. Tausendmal sey dir gesun⸗ gen, HBErr, mein GOtt, Preis, Lob und Danck, daß es mir isher ge⸗ lungen: Ach! laß meines Lebens Gang ferner doch, durch JEsus Leiten, nur gehn in dieEwigkeiten. So wil ich dort fuͤr und fuͤr ewig, ewig dancken dir. udw. Andr. Sotter. arii, Noöm. 8, 29. 30. Welche er zuvor. 353.M. Romt her zu mir spricht Es fallen mir Gedancken ein, ob ich auch werde selig seyn? Ob sch auch sey erwaͤhlet? Ob denn des HErren JEsu Blut auch mir hergossen sey zu gut? Ach! diß sto,so mich guaͤlet. 2. Berufen sind wir alle zwar: Per weiß, bin ich auch in der Gchaar, die GOttes Gnade schau⸗ en Er spricht: Es sind nicht viel awahlt; zu welchen bin ich denn ggaͤhlt? Wer sagts? Wem soll ich trauen? ö 3. Bin ich erwaͤhlt, wie man⸗ her spricht; so schadet mir kein hater nicht, den Himmel muß ich etben. Bin ich verdammet zu der Glut, 7 komt kein Glaube mir zu hut, ich muß doch ewig sterben. 4. Ach GOtt! ach Gott! wie iomst du mir so schrecklich und so grausam fuͤr, ach! bin ich denn hrlohren? Ach! soll ich denn ver⸗ shen soyn in Ewigkeit zur Hoͤllen⸗ Von der Gnaden⸗Wahl. Pein? O waͤr ich nie geboren! 5. Ein Hirsch, der seinen Auf⸗ enthalt sucht in dem wild⸗ und wuͤ⸗ sten Wald, ist seliger auf Erden: Er lebet lang, und wann er stirbt, zugleich sein Leid mit ihm ver⸗ dirbt: so gut mag mirs nicht werden.—4 6. O! moͤcht ich nur ein Kiesel⸗ Stein auf unbewohnten Bergen seyn: Haͤtt ich gleich keine Freu⸗ den, haͤtt ich gleich weder Stand und Ehr: Was waͤr es denn nun endlich mehr? So haͤtt ich auch kein Leiden. 0 7. Halt inne, Hertz! und sprich so nicht, Gtt halt getreu, was er verspricht, er sagt ja: du sollt le⸗ beu! Er hat berufen jedermann, den Himmel traͤgt er allen an, die sich nur ihm ergeben. 3. Du bloͤder Mensch/ was zwei⸗ felst du? Gott sehließt den Him⸗ mel keinem zu: Es hat uns GOtt zusammen durch seines Sohnes Blut erwaͤhlt: Wir sind den En⸗ 0 geln mit diesem hat der 210 Von der Snaden⸗Wahl. geln zugezaͤhlt, wenn wir uns nicht verdamnien. 9. Was wunschest du ein Hirsch zu seyn? Ja ein verworfner Kie⸗ selstein? Du bist ein Mensch ge⸗ boren: Dir ist die ew'ge Selig⸗ keit, nebst allen Glaͤubigen bereit: GoOtt hat dich auserkohren. 10. GOtt ist nicht selber wider sich, uns allen ruft er gnaͤdiglich/ sein Will ist unverhelet. Wer glaͤubt, und klaget Hene Schuld, Err Geduld, und macht ihn auserwaͤhlet. II. Der fromme GOtt berufet viel, den meisten ist er nur ein Spiel: Drum muͤssen auch sie blei⸗ ben geschlossen aus des Himmels⸗ Saal: Klein ist der Auserwaͤhl⸗ tenZahl, weil ihrer wenig glaͤuben. 12. GOtt siehet keinen Men⸗ schen an, uns allen hat er kund ge⸗ than, was er von uns wil haben. Der Heilge Geist ist auch bereit, zu foͤrdern unsre Seligkeit, durch seine theure Gaben. 13. GOtt haͤrtet keines Men⸗ schen Sinn, er nimt viel lieber von uns hin, was uns kan ewig hin⸗ dern. Darum, wer sich nicht selbst verstoͤßt, der ist erwaͤhlt, der ist erloͤst, der komt zun Himmels⸗ Kindern. 14. Der treue JIEfus ist das Buch, das allen schweren Suͤnden⸗ Fluch von Grund aus aufgehoben. Hier mercke GOttes Wahl und Rath, hier lerne 0Ottes Gnaden⸗ That, so lebst du ewig droben. 15. Weil GOtt nicht wil des Suͤnders Tod, weil ihn denn jam⸗ mert unsre Noth, wird er mich auch nicht hassen. Ich bin sein Werck und Ehenbild, er ist gerecht, enaͤdig, mild: das wil ich glaͤu⸗ ig fassen. 25 16. Auf GoOtt steht meine Zu⸗ versicht: Getreuer GOtt, dich laß ich nicht, du wirst mich auch nicht lassen. Ich weiß, daß du barm⸗ hertzig bist, durch meijnen Heiland ——r.nininrrrv —.—————— IEsum Christ, geh ich des Hsgeben! mels⸗Strassen Hin ngeben! n I er mich nic 17. Viel Suͤnden hab ich zualn Seiten: gethan: Doch schau ich meinen ul 10 Wsum an, so laͤst von mir diß iu allen Zei Schrecken. Die Suͤnden sind mie hes. 14. G hertzlich leid, doch glaub ich, dis 5. In e du mich zur Freud, wirst gnaͤbh uch weiß, auferwecken. D. S. W. S llebet, ol G. W. Sacer. Joh. 10, 14. Ich bin ein guter piulehet, Hofn it: Ach!“ 354. DAoe Adams Fall ish Oder: Was mein SOtt wil/ daslyngehen, nie Geit kennet mich, des freun sasle bleil sich mein Hertz in meinen stje gewest/e Leibe: Gott kennet mich gar ehsn z Ich sel gentlich, darbey ich vest verbleibe; Fruͤgen: ar Kans anders seyn? Ist er dochshergnügen, mein, mein Vater und meinSchihes thun. pfer: Ich bin sein Thon, das wej Aahr zubraͤc ich schon, er kennet mich, menhind her auf Toͤpfer. umsglich n 2. Gott liebet mich von Enh scher ruhn. keit, in Christo, als den Seines 3 Nichts und dieser Hirt spricht mir zuseren, dav Freud: Ich kenne wohl die Mellperden, aue nen. Gott siehet an, was er 10 ines nicht. than, und wir nicht leisten könn Hauffen, nen: Der mir zu gut, vergoß sil heit die te Blut, sollt der mir Boͤses goͤnnenhh! du wir 3. Ein neu⸗gebornes GOtmn ichts ausge Kind bin ich durch solchen Glal]. Christi ben: Getilget sind all meihe igen last un Suͤnd: Wer wil den Trost mi shen: allei rauben? Daß nun daher meih shuh, und er GOtt und HErr mich kennen muß sllen den und lieben. Ach! seiner Hand sonsten bin ich bekant, darein ich bin Wlonsen Run schrieben. . Durch Christum bin versühl z. Nun d net ich, det mich vor GOtt bekenittrauen, net, und allen Engeln oͤffentlich/ hoͤnung ba ja seine Braut mich nennet. Gosi glich was d laͤsset mir viel Gutes hier, an Lah herz mit gr und Seel, geniessen: Nun kan ichstem lieben diß ia gar gewiß, daß GOtt nich iles Leiden kennet, schliessen. lschad, so 5. Wohl mir, weil mich nun keu Er hat m net GOtt! wohl mir im gantzel und seinen Leben! wohl mir, wenn mich dellhach diesem Feinde Rott und Creutzes⸗Nolhhurch seine uu Punden, ge Von der Gnaden⸗Wahl. 211 ich des Hiuhpngeben! weil mir der Mann, der mich nicht kan verlassen, steht n hab ich zuallur Seiten: In Noth und Tod au ich meinensuts nun nicht noth: wohl mir, von mir deß u allen Zeiten!* unden sind mitsezhes. L.4. GOtt hat uns erwaͤhlet glaub ich, diß hi. In eigener Melodey. „wirst gnabn sich weiß, daß GOtt mich ewig S. W. Sach Yliebet, ob zwar es je Gedancken ein guter hinalhet, Hofnung betruͤge manchen 1. Dil S Ach! 0. 99551 2928 muß Ogashergehen, nicht aberGOttes Wort, ch, des fteunfhus hen, riz in meimnem sstje gewest, der da umsonst gehoft. et mich gar elu. Ich seh sonst all das andre vest verbleibe Fruͤgen: an nichtes ist das recht „Ist er dochshagnuͤgen, kein Creatur mag sol⸗ ind meinSchlsheg thun. Ob ich auch tausend chon, das weß zuhr zubraͤchte, beschwerlich hin et mich, men nd balichn dis und jenes daͤchte, umoͤglich waͤr es doch, auf etwas lich von Euih scher uhn.ns. den Seinetz 3. Nichts findet sich ja auf der richt mir zurden, davon die Seel satt moͤgte wohl die Milpaden, auch selbst der Himmel an, was er gu un es nicht. Nim also alles dis 't leisten Eö Hauffen, nachdem sonst in der ut, vergoß sih het die tollen Thoren lauffen, Boͤses gonneh schl du wirst doch gewahr, daß du rnes GOtten lichts ausg erichtẽt. solchen Glah 4. Christus allein und sein Zu⸗ nd al mahe sihen laͤt uns nicht allerdings ver⸗ den Trost migen: allein bey ihm find ich die n daber meil uh, und er allein weiß recht zu ich kennen — den Hunger meiner Seel, seiner Handstg sonsten zu erfuͤllen in diesem ein ich bin goshusen Rund nichts war genug ů WMee 1.07 en bin verfüh s.Nun dem wil ich denn nur r Gott bekenssttrauen, auf ihn allein mein seln oͤffentlich hafnung bauen. Geschiehet hier nennet. Got geich, was da wil, ruht doch mein shier, an Leih herz mit grossen Freuden auf sei⸗ „Nun kau ichhm lieben Schooß, und weiß, daß aß GOtt nuch lles geiden und Ereutz ihm nich⸗ ‚ lhschad, so bleibt es immer still. mich nun keh EEr hat mich ewig vor erwahlet, ur im gantzellnd seinen Kindern zugezaͤhlet; wenn mich dell uch Creutzes⸗No lurch seinen Tod und werthe uu Punden, genug fuͤr mich gethan, hasselbe bleibt bestehen: niemand diesem hat er in der Zeithek daß ich darin gefunden den theu⸗ ren werthen Schatz der wahren Seligkeit. 6 7. Also sein Tod ist mir das Le⸗ ben, er hat sich selbsten hingegeben, und sein Verdienste mir verehrt: ich bin reich, weil er arm gewesen, nur seine Schmertzen sind mein einiges Genesen, zumal, weil, was er hat, mir insgesamt gehoͤrt. 8. Vergebens also wird es wer⸗ den, Ruh einzubilden auf der Er⸗ den, als nur in seinem liebsten Schooß: Plag ich mich durch das gantze Leben; Pruͤf allen andern Trost, den diese Welt kan geben: O! so bleibt dennoch fort mein Jammer allzugroß. 9. Laß aber ich all anders schwin ⸗ den, tracht einig in ihm Ruh zu finden, so nimt er willig mich hin⸗ ein. Trotz, der mir hier, in die⸗ ser Veste, etwas zuwider thu, in dem aufs allerbeste ich hie versin chert bin, was es auch moͤge seyn. 10. Nichts hab ich hie mich zu befahren: hingegen wird er mich bewahren, ob auch zumalen alle Feind hie und da mich zugleich an⸗ rennen: Er weiß all ihre Macht mit Allmacht zu zertrennen, nichts richten sie hier aus wie grimmig sie auch seynd. 7 11. Ach JEsu!] daß ich hie moͤg bleiben, kein Ungluͤck laß mich hie vertreiben, und laß des Satans ar⸗ ge List nicht etwas an mir ange— winnen, denn wo sonst alle Huͤlf und Trost uns wil zerrinnen, geht niemand leer von dir, dieweil du JEsus bist. 12. Es gehe nun, wie dirs gefaͤl⸗ let, rauh oder wohl, so seys gestel⸗ let, ohn Ausnahm, HErr, in dei⸗ ne Hand: Laß nur mich dabey vest bestehen, daß, wie es mir allbier jemalen wird ergehen, so bleibt mir jederzeit dein Vater⸗Hertz ant. 13. Es bleibt denn in mein Hertz 2 Ae⸗ Von der Bnaden⸗Wahl. geschrieben: Kein Zeit mir raube susLieben, auch nehme solches selbst nicht ab; Mein Glaube bleibt darauf gegruͤndet, weil diß der Fels allein, darauf man Ruhe findet, auf diesen steif ich mich bis in mein liebes Grab. 14. So warte denn, mein Hertz, mit Frenden, solch selig Eude dei⸗ ner Leiden! Ich weiß, die Stund bleibt nicht lang aus:Christus stillt endlich dein Verlangen, ihm selbst zu Lob und Preis, der wird uns bald umfangen, nach hie voll⸗ brachtem Streit, in seines Vaters Haus. Phil. Jac. Spener. 2MPetr. I,10. Thut desto mehrFleiß 356. M. O GOtt, du frommer. hr Ehristen seyd erwaͤhlt zu GoOttes Preis und Ehren, von Anbeginn der Wekt, in Christo unserm HErren. Ihr, die ihr an ihn glaͤubt, wies GOtt hat vorge⸗ sehn und bey der Einfalt bleibt, daß ibr nicht irr moͤgt gehn. 2. Macht eure Wahl nur vest; Seht auf die Kennezeichen, die Gott uns wissen laͤst, daß ihr sie moͤgt erreichen. Wer Christum recht ergreift, den Sunden wie⸗ derstrebt, und zu dem Hampf sich steift, so lang er allhie lebt. 3. Wer auf Gott hertzlich hoft, in seiner Furcht sich uͤbet, und kindlich ihn anruft, ihn und den Naͤchsten liebet, nach GoOtt sich sehnt aufs best, und dann beharrt dabey, sieh! der kan glauben vest, daß er erwaͤhlet sey. 2 Thess. 2/ 13. 14. GOtt hat uns. 3¹In dich hab ich gehoffet Men Geist und Sinn ist hoch erfreut in GOtt, der mich hat benedeyt in Christo, seinem Sohne, den er zum Heil und be⸗ sten Theil gesandt von seinem Thronen ö 3. Er hat mich vor der Welt er⸗ waͤhlt, und seinen Kindern zuge⸗ zaͤhlt, er wird mich nimmer lassen; Die Gnaden⸗Fuͤll giebt, was ich gen sehn, den Ursprung aller Frah wil; sein' Lieb' ist ohne Maafeh hlube ich, 3. Bin ich gleich Suͤnder des beiden. nicht werth/ bleibt seine Huld duch La. Kein unversehrt, sie hebt, sie kraͤgt, sohehoͤrt, was dulbet: Brum trift mich ichis beschert das Zorn⸗Gericht, das ich sunf Glauben, u haͤtt verschuldet. 5 summerme! 4. In Christo siehet er nicht authh rauben. was meinellnart hat gethan, wenThess.„v. ihn mein Glaube fasset, und alh r. WMel. Sůnd, die sich noch sindt, mitEn W' me und Abscheu hasset. danck 5. Ss schenckt er mir auch sasshwarst nen Geist, der mir den Weg zunund Schran Leben weist, sein Lieb ins Hunn denhöͤrt. giesset, die mir mein Leid mihlbecht: ey Traurigkeit vermindert und unsshlecht; ha suͤsset. ketdienet, s 6. Er ist der allerbeste Freunhltttfͤhnet. ders treu und gut mit mir sih, z. Du bi meynt, man findt nicht seinesgall,angesteck chen: wer ihn erkennt, und Von lchesAda nennt, sollt er von dem nasr Schlan weichenG! podu kehrst . Ich habe und behalte ihn, Illsetz Hats geb mich ihm vollkommen sin hͤt, BOtt! vhn ihn wil ich nichts wissen: ws Wbitten nie ich ihn hab zu meiner Gab, kanih. 3. Ex ist j leicht alles missen. Aersich nur: 8. Er ist mein Leben, Trost uh hetz ist zu Licht/ mein Fels, mein Heil, drun Sauftmuth acht ich nicht selbst Himmel unssit einen die Erden: Weil mir ohn ih Auumter 381 nach meinem Sinn, kein Gut u un ist se Theil mag werden. Sierben kre 9. Er ist mein allerhoͤchstesgu,. So wo mein Hertz in seinem Hertzen muhl hil ich keine ich schlafe gantz mit Frieden: Wi dan, daß e bleiben fort/so hier als dort, dsusdem Su eint und ungeschieden. sad ist, w 10. Er segnet mich, wenn mi Imer mir flucht, und wenn der esh Auseiner. o mein Unglück sucht, wirds ihhl lien werde doch nicht gelingen: Er mahhtsein mich fren/und feht mir bey, Gstunnch der ich kan froͤlich singen. sluft: Solt 11. wird mür ewig wohlt. ehn, ich werd ih A Maüst, gehn, ich werd ihn selbst mit uunt nach den? Mein Hertz wird sich, du hnut von ii Hlabh Von der Gnaden⸗Wahl. — ohne Maassen glaube ich, ohn Ende in ihm ch Suͤnder de beiden. seine Huld doch 12. Kein menschlich Ohr es hat t, sie kragt, suhehoͤrt, was mer dan Gott noch rist mich nichlst beschert, ich seh es schon im „das ich sont Glauden, uind feeu mich sehr, daß Alhimmermehr kein Feind es mir het er nicht an hun rauben. ethunnn EChess. 7,. Io. GOtt hat uus nicht fasset, und alh 7. Wiel. r Kurg, 1110 3 sin itGmelreg, mein Hertz, mit den Ge⸗ . 30 mienW dancken, als ob du verstos⸗ er mir auch sishwarst! bleib in GOttes Wort den Weg znlund Schrancken, da du anders re⸗ Lieb ins Hemn hen hoͤst. Bist du bös und un⸗ mein Leid unsherecht: ey so ist GOtt from und indert und unsllecht; hast du Zorn und Tod ö Aherdienet, sincke nicht, GOtt ist —4 erbeste Freuuhlretuühnet... ö uuit 355 un z. Du hist, wie die Menschen al⸗ nicht seinesglal angesteckt mit Suͤnden⸗Hift, unt, 05 Vun, hlches ͤdam mit demFalle, samt von dem naszer Schlangen angestiftt: Aber ö du kehrst zu GOtt, und dich bes⸗ behalte ihn, lsist, hats nicht Noth: Sey ge⸗ kommen hins öst, Ott wird dein Flehen und g ts wissen: wallͤbbitten nicht verschmahen. er Gten 3. Er ist ja kein Baͤr noch Lowe, ö Rnt 2 n Blute Kun sein ben, Trost un Hertz ist zu lauter Treue und zur ein Heil, N Canstmuth angewoͤhnt. GOtt t Himmel unht einen Vater Sinn, unser mir ohn ihn umer jammert ihn, unser Un⸗ „ kein Gurui ist sein Schmertze, unser . 10 60 mabth sein 418 10l erhoͤchstes u,. So wahrhaftig als ich lebe, n 7— ruhh lich keines Sunders Tod, son⸗ tFrieden: Wishun, daß er sich ergebe an mich Fals dort, vusus dem Sünden⸗Koth: GOttes den. steud ist, wenn auf Erd ein Ver⸗ ich, wenn man kiter wiederkehrt, wil nicht, das Henn der Feinh duseiner Heerde das geringst ent⸗ ht, wirds ihn Khen werde.* en: Er mach Y. Kein Hirt kan so sleißig ge⸗ t mir bey, dalhen nach dem Schaaf, das sich ver⸗ en. luust: Soltst du GOttes Hertze r ewig.wohleh then, wie sich da der Kummer selbst mit Whiuft, wie es dürstet, jacht und ung aller Fruh Hennt nach dem, der sich abge⸗ wird sih 53 ihm und auch von den — Glah Seinen, wuͤrdest du vor Liebe weinen. 6. GOtt der liebt nicht nur die Frommen, die in seinem Hause seynd, sondern auch die ihni ge⸗ nommen durch den grimmen Seelen⸗Feind, der dort in der⸗Hoͤl⸗ len sitzt, und der Menschen Hertz erhitzt wider den, der, wenn sich re⸗ get sein Fuß alle Welt beweget. 7. Dennoch bleibt in Liebes⸗ Flammen sein Verlangen allzeit groß, rust und locket uns zusam⸗ men, in den weiten Himmels⸗ Schooß: Wer sich nun da stell/t ein, suchet srey und los zu seyn, aus des Satans Reich und Nachen, der macht GOtt undEngel lachen. 8. GYtt, und alles Heer hoch droben, dem der Himmel schwei⸗ gen muß, wenn sie ihren Schoͤpfer loben, jauchzen uͤber unsre Buß; aber was gesuͤndigt ist, das ver⸗ deckt er, und vergißt, wie wir ihn beleidigt haben, alles, alles ist ver⸗ raben. ö 9Kein See kan sich so ergiessen, kein Grund kan so Grund⸗los seyn, kein Strom so gewaltig fliessen: Gegen GOtt ist alles klein, gegen Gott und seiner Huld, die er uͤber unsre Schuld alle Tage laͤsset schweben durch das gantze Suͤn⸗ den⸗Leben. 10. Nun so ruh, und sey zufrier den, Seele, die du traurig bist! was wilt du dich viel ermuͤden, da es nicht von noͤthen ist? Deiner Suͤnden grysses Heer, wie es schei⸗ net, ist nicht mehr gegen GOttes Hertz zu sagen, als was wir mit Fingern tragen. 1I. Waͤren tausend Welt zu fin⸗ den, von dem Hoͤchsten zugericht t, und du haͤttest alle Suͤnden, so darinnen sind verricht't, waͤr es viel, doch lange nicht so viel, daß das volle Licht seiner Gnaden hier auf Erden dadurch koͤnt erloͤschet werden. O 3 12. Mein 214 Von der Erloͤsung durch JEsum Christum. * 12. Mein GOtt, oͤfne mir die mich Pforten solcher Gnad und Guͤtig⸗dich, keit, laß mich allzeit aller Orten sang schmecken deine Suͤßigkeit: Liebemehr ——— und treih mich an, daß i uns den To so gut ich kan, wiederumun wissen an, und liebe, und ja nun nich than. betruͤbe. Paul Serhard 3. Wir Von der Erloͤsung durch IEsum stum. Chri Zachar. 9, 11, 12. Du laͤssest auch. 379. Mel. OGHrt du frommer. edencke doch, o Mensch! dein Elend und Verderben; um deiner Suͤnden⸗Schuld must du des Todes sterben, du bist ein Kind des Zorns, weil deine Missethat nichts, als nur Fluch und Zorn, bey GOtt verdienet hat. ö 2. Denn da der erste Mensch von Gott ist abgewichen, hat sich gleich Sünd und Tod bey allen eingeschlichen; Daher nun alle Welt im Tod gefangen liegt, und eistlich von der Macht des Teu⸗ fele wird besiegt. 3. Wir werden von Natur von diesem Feind regieret, der uns in seinem Netz und Strick gesangen fuͤhret, in alle Sünden stuͤrtzt, und ius Verderben bringt, ja, wie ein starcker Low gar grausamlich verschlingt. 4. Darneben haͤlt uns auch noch das Gesetz gefangen, und treibt uns an, ob es die Zahlung koͤnn er⸗ langen fuͤr unsre Sunden⸗Schuld: Allein, weil wir zu schwach, so droht es uns den 0.0 und GoOt⸗ tes Zorn und Rach. In unsern Gliedern steckt auch das Gesetz der Sünden, so uns gefangen nimt, und wil uns sich verbinden zu seinem harten Dienst derUngerechtigkeit. Ach! wer ist doch, der uns von diesem Joch befreyt. (. Kan doch ein Bruder nicht den andern aus dem Rachen des Todes und der Hoͤll erloͤsen und der Gnade zuͤrnet hat len⸗Schad Seufzen 1 einger kan von selbst dem Zunm schwere S Gericht entgehn. terlichen 5 7. Doch GOttes Vatershe 4. Du b kan solches nicht ansehen, daß sih bet, was ner Haͤnde⸗Werck soll gar zuGrull heist, du l de gehen; drum giebt er füͤr liebet, un Welt den eingen Sohn dahin, diß reißt; a er sie durch sein Blut erlose uus ser Pein, d gewinn. +* sen seyn. 8. Und durch dis Bundes Bu J. Wir! sind wir nun los gelassen, die ui Kinder, d im Hoͤllen⸗Reich zuvor gesangal segeld, das sassen; Gott hat uns frey s der, er zah macht, erloͤset, und versetzt ins Auf den& nes Sohnes Reich, da Uns in B Wi Tod verletzt. 6. 9. GOtt sey gelobt, der un verschertze durch Christum Sieg gegebenun hast, doch uns erlöset hat, daß wir nun soll chen schm leben in seinem Gnaden⸗Maih, uns diese: von Schuld und Straf befreytp lh durch deit wahrer Heiligkeit, Unschuld un dir hier u Seligkeit. Z Ebr. 1073 10. Er lasse seine Gnad sieh 361. N. ůber uns stets walten, daß wir si 910 die Loͤse⸗Geld in reinem Glauben in Osey ver ten, und, wie Erloͤsete, in wah Satans Freyheit stehn, bis wir uns vil dein Erle srey dort in dem Himmel sehn. dein Trar Es. 4%½2. Kehre dich zu mir, dus GOtt laͤst 360. Mel. Wer nur den liebe du bist fre er Suͤnden Last druͤckt u ihm, dein Hertzen, und beuget sie 2. Zw Hoͤllen zu, die Last gebieret A Sünden, undSchmertzen, sie laͤst uns we Niemand Rast noch Ruh, wir seuszen du Angst, di ter Tag und Nacht, weil wirn Centner⸗ Schuld so groß gemacht. mand ko: 2. Hier kan kein Engel uns dein XEs quicken, kein Meusch reißt ungel selbst die los machen; Es kostet gar zu viel, drum miuß ers lassen stehn, kein solcher Noth, der Himmel wilft Labsal schicken, der Satan di chen unausfhoͤ Von der Erlosung durch JEsum Christum. 215 nich an, daß Auns den Tod, es klagt uns das Ge⸗ „wiederum un wissen an, die Hoͤlle hat sich aufge⸗ Haul Gerhar 3. Wir fliehn zu dir, du GOtt der Gnaden, den unser Thun er⸗ Esum wir klagen uͤber See⸗ ö Ilen⸗Schaden, die Hertzen sind von Seufzen matt, erlaß uns unfre lbst dem Zun schwere Schuld, nach deiner vaͤ⸗ 4. Du bists alleine, der vergie⸗ msehen, daß sl bet, was Missethat und Sunde soll gar zucheul heist, du bist es, der die Meuschen Sohn dahih, an keißt; ach! reiß uns auch aus die⸗ Blut erloͤse u Iusan du siehst, wie wir verlas⸗ en seyn.. s Bundes Bu ͤ. Wir sind dein Erbtheil, deine zuvor gesangn segeld, das gab er dir fuͤr alle Suͤn⸗ it ung frey go der, er zahlte fuͤr die gantze Welt. d versetzt in Auf den Erloͤser bauen wir, und „Wir haben zwar die Gunst elobt, der u berschertzet, die du uns angeboten ieg gegebenun hast, doch, weil uns das Verbre⸗ Gnaden⸗Hach. uns diese Last, erquick uns wieder Straf befreyti durch dein Wort, so dancken wir „Unschuld un dir hier und dort. ine Gnad Iu 361. M. Alle Renschen muͤssen. ten, daß wirsih Freu dich, aͤngstliches Gewissen! m Glauben gil Oey vergnuͤgt und gutes Muths! 5 wir uns vill dein Erloͤser thut dir Guts: Laß Himmel sehn. dein Trauren, laß dein Weinen, hich zu mir, din GOtt laͤst fuͤr dichznade scheinen, ast druͤckt us ihm, deinem IEsulein.* d beuget sie 2. Zwar dich druͤcken deine st gebieret Ah Si eläst uns wi Niemand konte dich verbinden, vir seußzen dil Angst, die nur Verzweiftung stift, cht, weil wix. Centner⸗Last hat dich betreten, uie⸗ gemacht. istum. nd ia nun nich than uͤrnet hat, terlichen Huld. es Vatershen giebt er fuͤr il lebet, und sie aus allen Noͤthen gelassen, dien Kinder, durch Christi theures Loͤ⸗ h, da uns hen iten wieder um zu dir. wir nun soll chen schmertzet, so nim doch von Ebr. 10, 22. Los vom boͤsen Gew. loͤsete, in wahn Gatans Handschrift ist zerrissen, nur den liebe du bisi frey, und sollt stets seyn bey ge. Sunden, und das angeerbte Gift: sie luͤst uns weh mand konte dich erretten! Doch in Engel unzt dein JEsus heilte dich, und nahm isch reißt unzus selbst die Straf auf sich. Himmel wil! 3. Dein verdamliches Verbre⸗ er Satan drü chen sollte Teufel, Hoͤll und Tod sus aber nimt die Noth, die dich ewig sollte druͤcken, selber auf sein Haupt und Ruͤcken, leidet Truͤb⸗ sal, Tod und Pein, daß du moͤgest sicher seyn. 4. GOttes Eifer, Grim und To⸗ ben, so dein Frevel hat erregt, wird von dir hinweg gehoben, und auf GOttes Sohn gelegt, der dich aus gewognem Willen laͤst mit Gnad und Segen fullen, der dir volle Gnuͤge schenckt, sich mit Gall und Myrrhen traͤnckt. 5. GOttes Kind auf seinen Rei⸗ sen, die es bloß fuͤr dich gethan, muste Noth und Unfall speisen, als man kaum erdencken kan, nur da⸗ mit an seinem Zische sich dein Geist und Seel erfrische, da, aus süsser Liebes ⸗Glut, er dich speist mit Leib und Blut. 6. Ja, es stillt der Hoͤllen Flu⸗ theu, die gerechter Grim erregt: Durch sein Leiden, durch sein Blu⸗ ten wird des Naters Sinn bewegt/ daß er um des Sohnes willen/micht wil seine Rach erfullen, die dein Abfall wol verdient, so wirst du mit GOtt versuhnt. 7. Treuster JEsu, Trost und Leben, meiner Seelen bestes Theil! Du bists, der mir Ruh gegeben/ der mein gantz verlohrnes Heil, samt dem Segen wiederbrachte, hilf, daß ich nichts hoͤher achte, weder hier, noch ewig dort, als dich, meinen Schutz und Hort. 8. Nim mein Alles, was ich ha⸗ be, zur Vergeltung deiner Treu: Ists doch dein Geschenck und Ga⸗ de, recht ists, daß ich danckbar sey. Richte Geist, Sinn und Gemuͤthe auf den Reichthum deiner Guͤte, daß sonst nichts, als deine Treu, mir stets im Gedaͤchtniß sey. 9. Tilge meiner Suͤnden Men⸗ ge, hilf, daß mich kein schneller Fall, kein Verderb noch Anstoß dränge, sondern laß mich uͤberall 4 mich unaufhoͤrlich an dir raͤchen, JE⸗ husz deinen Wegen bleiben, laß * 216 Von der Erlosung durch AEsum Ehristum. mich mein Vorlangen treiben nur zu dem, was dir gefaͤllt, und mich dir zu Dienst erhaͤlt. 10. HErr, ich wil zuͤr diese Gu⸗ te, fuͤr so theure Gnad und Hund, mit hoͤchst danckbarem Gemüthe/ mein Vermoͤgen, meine Schuld⸗ dir, mein Heiland, gern abtragen, und dir Lob und Danck stets sagen. Du sollt ewig, ewig seyn niein ertzliebstes JEsulein. I. Rist. Ef.45½17. Israel aber wird eeloͤset. 3%½·: M. Gott, du frommer. Galt ist die Liebe selbst, mitlei⸗ dig, voll Erbharmen, und traͤgt uns mitGGeduld in seinenkie⸗ bes⸗Armen; die Liebe treibet ihn‚ daß er den liebsten Sohn uns zur Erloͤsung giebt, zu einem Gnaden⸗ Thron. 2. Dem Samariter brach sein Hertz in tausend Stuͤcken, als er⸗ nur einen must halb todt zur Erd G erblicken; vielwen'ger konteOtt vor uns voruͤber gehn, als er uns allesamt in unserm Blut must sehn. ö ö 3. Eh er der gantzen Welt wil nach Verdienste lohnen, so wil er lieber nicht des ein gen Sohnes schoͤnen: Er giebt ihn willig hin, daß er fuͤr allo Welt sein theures Blut vergiest zu einem Loͤse⸗Geld. 4. Wir waren in Gewalt des Teufels und der Suͤnden, und soll⸗ ten ewiglich der Hoͤllen Zugal em⸗ pfinden; doch nun sind wir erloͤst durch Christi theures Blut, das ausgeloͤschet hat den Zorn und Feuers⸗Glut. ö . Denn was durch Adamo Fall und eigne Schuld gestorben, hat Christus wiederum vom ew'gen Tod erworben zu seinem Eigeu⸗ thum, daß unter seinem Schut ge⸗ recht und sicher sey vor alter Fein⸗ de Trutz. ö 6. Wie nun durch Adam ist der Fluch auf alle kommen: Also hat Ehristi Blut ihn wieder wegge⸗ nommen/ und die Rechtfertigung des Lebens wiederbracht, als“ denFriedens⸗Bund in seinem Slh gemacht. 7. Des Teusels Dyranney kan uns hinfort nicht binden, weil ir erloͤset sind von allen unsern Si den, da unser JEsus hat den siaz cken Feind hesiegt, der nun ohn alle Kraft zu seinen Fuͤssen liege. 8. Auch Tod und Hoͤlle siuh durch seinen Arm zerstoͤhret, unz was sich jemals nur hat wide GOtt empoͤret. Er hat die Wel erlegt, der Schlaugen Kopf z knickt, vom kuͤuftgen Zorn erlosß, und allem, was uns druͤckt. 9. Er hat sich selbst fuͤr uns zun Loͤsegeld gegeben, und durch sein eigen Blut erworben Heil und Ly ben, gestillet GOttes Zorn, gu loͤscht der Hoͤllen Glut, Gerechti keit gebracht und immerwaͤhresh ut ö 10. Was des Gesetzes Fluch hũ mit Gewalt erzwingen, das in vollkommentlich uns Christi un schuld bringen. O welche Selig keit! daß Esus uns erloͤst; un sind wir schon genug fuͤr alles Eid getroͤst. und Angst beruͤhret; wir werden von dem Dod zum Leben aufm erloͤst uu, 12. GOtt hat diß Loͤsegeld, I weckt, weil JEsus uns unsre Schuld hedeckt. guͤltig angenommen, und wil, dih alles soll zum Sohne wiederkon erlangt die Seligkeit, die dulch bereit t. Es. 59, 20. Denen zu Zion wird u Gom Seele, mit betruͤbten V Bll rothen Ruͤcken, den man vo II. Denn wir sind aus der Gtu ö der Suͤnden ausgefuͤhret, daß un hinfort kein Schmertz, noch Zun scheine men: wer nun zum Sohne komt sein Loͤse⸗Geld den Suͤndern it 363. Miel. Wer nur den lieben cken, und schaue deingen Braut' gam an: Betrachte seinn/ uicht kenut ornen zu WSchll . 99 5 clave, ö slbe Stra ten zugehe luch der gekroͤnet 3.Erzit hest, was schicht. lich fliehet zu sich zie cken dem Ruͤcken n 4„w. Deir che Kron muths⸗vi hohemt gen soll Scheitel yhinen k 5. Erf nen, we — nich. deiner stum. bracht/ Ade Dyranney kanl nden, weil wit n unsern Su hat den sin der nun ohn Fuͤssen 1208 ö nd Hoͤlle suh zerstoͤhret, 15 sur hat widg r hat die Well gen Kopf n en Zorn erlos, 16 druͤckt. st fuͤr uns zum und durch sein u Heil und& tes Zorn, g„ä lut, Gerechtiz mmerwaͤhres Scheitel hoͤhnen, den alle Sera⸗ setzes Fluch iu ugen, das inn 0e W „welche Selig us erloͤst; un für alles Lid Unschuld Streiche fuͤhlen, wie daus der Grast uͤhret, daß u ertz, noch Zorn t; wir werden 1 Leben aufen uns erlost, uy It. bLoͤsegeld, aI u, und wil/ dan ne wiederkon Sohne kout eit, die dulch Suͤndern is u Zion wird u ur den lieben betruͤbten V Haue deinens etrachte seinen Himmel ehrt; selbe Strafe, die sonst den Knech, len zugehoͤrt. Hier laͤst er mit dem gekroͤnet werden. man vor Buil ichl. ge Schlaͤfe legen. 3. Hier stehet wie ein arm= clave, der HErr, den Erd und hier duldet er die⸗ gluch der Erden sein Segenshaupt I. Erzittre, Seele, wenn du sie⸗ hest, was an dem grunen Holtz ga⸗ chicht. Bedeucke, wie du heim⸗ lich fliehest, wenn dich der Himmel zu sich zieht. Hier wird der Ruͤ⸗ cken dem versehret, der Gott den Ruͤcken nie gekehret. 4. Dein eitles Haupt tragt man⸗ che Krone, die es doch billig De⸗ muths⸗voll vor seines Schöpfers hohemTThrone, zu seinen Fuͤssenle⸗ gen soll. Hier laͤst sich dessen phinen kroͤnen. 5. Erschrecke, Seele, vor der Strenge, damit Bott deine Suͤn⸗ den raͤcht! Komt GOttes Sohn in solch Gedraͤnge, was wartet auf en boͤsen Knecht? Muß selbst bie wird man mit dem Suͤnder spie⸗ len? ö 6. Ach Mittler! laß dein Blut mich schuͤtzen, wenn GOttes siren⸗ i Zorn erwacht. Laß du mir ö itzen, wenn ich, was Schlaͤge werth, Von der Erloͤsung durch Esum Christum. drach sicht kennen kan. Kom her, die in seinem Fh Oornen zu erwegen, die sich um sei 217 linder seyn. Denn da auf dich die Geisseln zielen, so werd ich nur die Ruthe fuͤhlen. 8 9. Ich dancke dir mit frohem Hertzen, gerechtes Lamm! fur sol⸗ che Pein: Ich dancke dir fuͤr dei⸗ ne Schmerzen, die meiner Echmer⸗ zeu Pflaster seyn. Ich daucke, daß dich Dornen stechen, von welchen ich kan Trauben brechen. 10. Mach mich so rreu, durch deine Striemen, wie deiner ersten Bothen⸗Schaar, die selbst in Truͤb⸗ sal voller Ruͤhmen, in Schlaͤgen holler Jauchzen war: Die froͤlich und in vollem Springen gestaͤupet von dem Rathe gingen. 11. Erloͤser, lͤge deinen Dornen den Segen⸗reichsten Nachdruck bey: Gib ihnen Kraft, mich anzu⸗ spornen zu einer ungeschminckten Treu: Bis ich dir kan daselbsten dienen, wo Rosen ohne Dornen gruͤnen. J. J. Rambach. 1 Cor. 6, 20. Ihr seyd theuer ꝛe. 364. Wel. O GOtt, du srommer. O du verlohrner Wurm und hoͤchst⸗herdammter Sünder! du bist des Todes werth, wie alle Adams Kinder, in Suͤnden, Zorn und Tod gefesselt und verstrickt, daß dich die schwere gast zur Hoͤl⸗ len niederdruͤckt. ö 2, Doch du bist solcher Noth durch Christi Tod entronnen, der dich erloͤset hat, erworben und ge⸗ wonnen von allen Sünden, Tod, eine Schlaͤge ni vollbracht. Laß deine Dornen mich umzaͤu⸗ nen, wenn Tod und Hoͤlle mir er⸗ und Teufels Tyrauney, damit du ewiglich von ihnen bleibest frey. scheinen. 7. Ich stiehe hier zu deinen Wunden, ich krieche hinter deinen Pfahl, an welchen man dich ange⸗ bunden, wenn auf mich blitzt dez Fluches Strahl. Wil Mosis Stab mich blutig schlagen, wirst du fuͤr mich die Streiche tragen. 3. Gerath ich oft auf krumme Wege, fuͤhrt mich mein Fleisch in Suͤnden ein; So wird mir wegen deiner Schlüge dein Nater nun ge⸗ 3. Was er erloͤset hat, soll nie⸗ mand wieder binden, es soll in Swigkeit los seyn von Fluch und Sünden. Deun was der Sohn erlost, das ist wahrhaftig frey von Hülle, Tod und Pein, und aller Selaverey. 4. Der Weg, wodurch man kan zu solchem Gut gelangen, dariun Erloͤsete vortzOttesThrone pran⸗ gen, ist wo der Mensch mit Welt, Suͤnd⸗ 218 von der Erloͤsung durch JEsum Christum. Sünd, Tod und Teufel kriegt, und sie in wah Krast besiegt. ů 3. Und JEsus hat darum fuͤr alle sich gegeben, daß hinfort nie⸗ mand soll nach eignem Willen le⸗ ben; denn was erloͤset ist, soll ihm nun gann gllein mit Leib, mit Seel und Geintzum Dienst ergeben seyn. 6. Wer nun in Sunden bleibt, auf den bleibt Zorn und Rache: Nichts, nichts ist, das ihn frey von der Verdamniß mache; wer aber von der Suͤnd sich hier zu GOtt bekehrt, der wirdi Christo solbst gee +. O Seele! wilt du nicht nach diesem Kleinod ringen, das dir kan Seligkeit und em' gen Frieden brin⸗ gen? Verlasse doch den schnoͤden Ei ö erloͤst in Zeit und Ewigkeit. 8. Wo nicht, so bleibest du gefes⸗ selt und gebunden, im Kercker ein⸗ gesperrt; drum such in JEsu Wunden doch nur bey Jeiten Schutz, so kanst du sicher seyn, und harfst nicht in der Hoͤll erdulden Quaal und Pein. 9. Beschaue nur mit Fleiß des Huͤchsten Ernst und Güte, o Mensch! und fasse doch in dein Hertz und Gemuͤthe, daß du so theuir erloͤst, damit dein Leib und Seel GOtt preise immerdar, und seinen Ruhm erzahl. 10. Der Tod ist ewiglich durch Christi Tod verschlungen: Ey! hist du nun erloͤst zum Leben durch⸗ gedrungen, so hat der andre Tod an dir kein Recht noch Theil, du findst in JEsu Blut ein immer⸗ waͤhrend Heil. 435 II, Laß mich, o theures Lamm! dein reines Blut auffassen, und al⸗ len falschen Weg der Uebertreter hassen; so werd ich auch dereinst mit derErloͤsten Schaar in deinem hrt. rer Buß und Glaubens⸗ u Ewigkeit von asse do Dienst der itelkeit, so bist du recht x Es. 37, 10. Die Erloͤseten det 365. M. Aus riefer Roth schrez OHerr, mein GOtt i i zwar dich durch mich erzür nen koͤnnen: Wie ich Versoͤhye dich durch mich, kan ich mir aussinnen; doch troͤstet mich liebstes Kind, an dem man sůndhaftigs findt, ist mein worden. II.‚.... „ dej Erlo . Vom Himmel ist er williglh auf Erden zu mir kommen, un hat mein Fleisch und Blut ansich aus grosser Lieb genommen, daß er mich Schwachen heilen mͤͤcht dir wiederum zum Opfer bracht was dich zum Zorn bewogen. 3. Dich hat ein Mensch zum Zorn bewegt, dich must ein Meush versoͤhnen, durch sein Creutz, da er willig tragt, dein'n Grim und Zorn ablehnen, zu deiner Rechteh zeigt er dir jetzt immerdar, wien sich mir mit Freundschaft hat ven bunden. ö 4. Sieh, das ist meine Zuben sicht, diß ist mein gantz Vertrauen, wilt du, gerechter GOtt! mich nicht der Sunden halb auschauen so sieh mich doch in Gnaden an. weil dein Sohn gnug für mich ge⸗ than, und meine Suͤnd gebüsset. 5. Nim wahr, o Vater! deinen Syhn, sey gnaͤdig deinem Knech— te: Kraft seiner Menschwerdung verschon, straf nicht nach strengem Rechte: Wann du fiehst seine Nan gelmaal, laß meine Sünden ohne Zahl darinn verborgen bleiben. 6. Wann du beschaust das Blut so roth, das von ihm ist geflossen, wasch ab damit den Sünden—⸗ Koth, weil ers fr mich vergossen. Weil dich mein Fleisch erzuͤrnet hat/ so laß dich auch sein Leidn zur Gnad hinwiederum bewegen. 7. Groß ist es, was ich oft und — dar Reich dir dienen immer⸗ Ar.* 3 lich den he chhihl keit erwor 8. Gro keit, die riel mit Suͤnden hab verschuldet: Jedoch ich nicht verzagen wil,weil nich Sein UAns damit si nicht Mensch s nicht ine der unser 9. Wer durch Ho Christi wann er Todes N bittre Cr Gottes I0. Ic und Hu Bl,or sollt, sor cher gro schen N iwischen U.2 GOtt! gruͤnder und To den: Le ne Set mein U bleiben 12. K Schutz tet:— nen T schaftr RB. Vi. Liet Christus hat erduldet h 4 ö i0 stum. ——— Erloͤseten den r Noth schrey ichhahl irch mich ain GOtt! ie ich versoͤhge n ich mir nich oͤstet mich, 0 em man nichtz st mein Erloshl ö 2. ader unser Bruder worden. ist er williglhl kommen, un 1d Blut aast nommen, diß heilen maͤchtz Opfer bracht bewogen. Mensch zum ust ein Mensh in Creutz, da 'n Grim und einer Rechten nerdar, wieer schaft hat ven meine Zuber :Vertrauen, GOtt! mich lb auschauen: Gnaden an, für mich ge und gebüsset. ater! deinen inem Knech' uschwerdung ach strengem hst seine Naͤ zunden ohne n bleiben. ust das Blut ist geflossen, »n Suͤnden⸗ ch vergossen. sch erzuͤrnet in Leid'n zur ewegen. ich oft und verschuldet: gen wil, weil t gehorsam⸗ lich lich den bittern Tod, und nur da⸗ Christi wann er Von der Erloͤsung durch JEsum Christum. 219 durch, o treuer GOtt! die Selig⸗ keit erworben. 8. Groß ist mein Ungerechtig⸗ keit, die deinen Zorn erwecket: Sein Unschuld ist das breite Kleid, damit sie wird bedecket: Kein Mensch so grosse Suͤnde findt, die nicht in Christi Tod verschwindt, 9. Wer ist so sehr in aller Welt durch Hoffart aufgeschwellet, den Niedrigung nicht fallt, sie ihm vorstellet? Des Todes Macht so starck ist nicht, der bittre Ereutz ⸗Tod sie zerbricht, den Gottes Sohn erlitten. 10. Ja, wenn man Christi nad und Huld, und aller Menschen Eut,ow auf gleiche Wage legen sollt, so wuͤrde sich befinden ein sol⸗ cher grosser Unterscheid, als zwi— schen Nacht und Tages⸗Zeit, als swischen Hoͤll und Himmel. 11. Darum, o Gnadentreicher GOtt! deß Huld nicht auszu⸗ gründen, um deines Sohnes Blut und Tod, verzeih mir meine Suͤn⸗ den: Laß durch sein Unschuid mei⸗ ne Schuld, durch sein Geduld mein. Ungeduld gaͤntzlich getilget bleiben. 12. Gib seine Demuth mir zum ich darf, so wird kein Urtheil seyn so scharf, das mich verdammen moͤgte. Hiob 33,24. Er soll erloͤset werden. 366. M. Bomt her zu mir spricht Wonad all die ihr durstig seyd, ein Wasser ist euch hie bereit't das Seelen⸗Durst kan stillen; wer davon trinckt, den dür⸗ stet nicht, in Ewigkeit ihm nichts gebricht, es kan den Mund er— fuͤllen. 2. Komt her und kaufet ohne Geld, was euch nicht geben kan die Welt mit allen ihren Schaͤtzen: Fuͤr nichtes geb ich Milch und Wein, dem, der mein Eigenthum wil seyn; ich kan inFreyheit setzen. 3. Diß ist der Zweck von mei⸗ nem Lauf, des Teufels Werck zu loͤsen auf! Ist jemand hart gebun⸗ den, der kom im Glauben her zu mir, ich bin allein des Himmels⸗ Thuͤr, ich habErloͤsung funden 4. Ich, ich, des grossen Vaters Wort, zerstoͤhre den Gefaͤngniß⸗ Ort, ich mache srene Kinder, aus tausenden ich einer bin! Dis ist mein Will und letzter Siun: Daß ich sey Ueberwinder! 6. Mtr, der du an mich hast ge⸗ dacht, erloͤse mich durch deine Macht, mein Fleisch⸗ und Bluts“ Schutz, die mich vor Stoltz behuͤ⸗ tet: Sie Sanftmuth steure mei⸗ neenn Trutz, wann der mit Feind: schaft wuͤtet: Er sey mir alleo was . Mehrere Lieder von der Liedern vom Leiden JEsu, Verwandter: Wie kan ich nahen zum Verderb? Nun JEsus Burg⸗ und ich der Erh? O Gnaden⸗ Bunds⸗Gesandter! Erloͤsung sind zu finden unter den und von der Leurseligkeit GOttes. Von der Lue. 14, 23. Noͤthige sie herein zu. 367. M. Alle Menschen muͤssen. ch! ein Wort von grosser Dreue, das theu'r und anneh⸗ mens werth, ehre ich in tiefster Reue, Lebenslang auf dieser Erd: Hier in diese Welt, ihr Kinder, ein Erloͤser aller Suͤnder, JEsus Chri⸗ Berufung. stus, kommen ist; Trotz nun Welt und Sataus List! 2. Schoͤpfer! ach! ich muß be⸗ kennen jetzt zum Preise deiner Guad: Boͤses war wol nichts zu nennen, ich war dessen foͤhia satt. Leider, ach! vor andern alle Rieß die 220 Von der Berusung. die Zünd ich mir gefallen; aber Iie Parmhertzigkeit sich weit groͤs⸗ ser anerbeut. 3. Christe, drum must ich auch dillig hier als letzten Gnaden — ein Exempel so kanst du mich erquicken. 2. Ich habe manche Sünden⸗ Last bisher auf mich genommen: Denn wenn du mich gelocket hast, so bin ich nicht gekommen, das eitle Wesen war mir lieb, das ich am breiten Wege blieb, und ins Perderben eilte. 3. Drum zeige mir dein suͤsses Joch, damit ich von dir lerne: Denn deine Liebe wallet noch, und hilst von Hertzen gerne. gest einen sauften Muth, und hast die Schulden durch dein Blut de⸗ muͤthig ausgezahlet. 4. Die Sauftmuch troͤstet mei⸗ nen Sinn auch wider Tod und Sůnde, weil ich bey GOtt in Gna⸗ den hin, und alles Labfal finde. Du sagst mir Heil und Leben zu, damit kan ich der Seeleu⸗Ruh, kraft dieser Klarheit, kosten. 5. Ach nung; hilf nur, Esu! du hist gut ge⸗ daß ich so glaͤube, 6 seyn, wie du freundlich, gnaͤdig, willig alle Suͤnder ladest ein; Rufst: Ach komt, ihr bloͤden Tauben! tretet doch herzu im Glauben, zie⸗ het an das Hochzeit⸗Rleid in der Seit. 4. Halleluja! komt ihr Armen, lobt mit mir des Hoͤchsten Guͤt! Last uns preisen sein Erbarmen, eitel Gnade uns jetzt bluͤht. Leben er den Todten schencket, und mit seiner Lieb uns traͤncket. laß uns fuͤr und fuͤr Hallelußa fin⸗ gen dir. Joh. Zenr. Schroͤter. Jer. 31, 25. Ich wil die müden ꝛc. 368. MN. Es ist gewißlich an der A* liebster JEsu! rufe mich, daß ich die Stimm erkenne: Denn Leih und Seel ergiebt dir sich, das Kuͤchlein folgt der Henne. Soll ich in Furcht und Sunden⸗ Pein muͤhselig und beladen seyn, JEsu, Du traͤ⸗ chen Ruhe finden. ö 6. Wer dieses einer Last ver⸗ gleicht, der muß den Glauben fas sen, sy wird dieselbe Feder⸗leicht, sie kan sich tragen lassen. Denn mein und deine Liebe macht, daß man die gantze Last veracht't, dis du am meisten traͤgest. 7. Nun JIEsu, kom zur rechten Zeit mit deinem sansten Joche, daß ich mit keiner Heiligkeit in meinen Wercken poche. Gib mir, daß ich dich lieben kan, damit wird alles leicht gethan, bis ich mit Freuden sterbe. Matth. 22, 4. Saget den Gasten 369. M. Freu dich sehr, o meine. Krone herrschet uͤber alle Welt, der du deinen liebsten Soh⸗ ue eine Hochzeit hast bestellt: Dit sey Danck ohn End und Zahl, daß zu diesem Liebes⸗Mahl, von den mich hast laden lassen. gegen, wer bist du? was deine Pracht? Ich ein Wuͤrmlein an den Wegen, du der Koͤnig grosser Macht: Ich Staub, Erde, Asch und Koth, du der HErr GOtt Ze⸗ baoth; ich ein Schertz und Spiel der Zeiten, du der HERR der Ewigreiten. Ich grund⸗boͤz und gantz ver⸗ dorben, du die hoͤchste Heiligkeit; ich verfinstert und erstorhen, du des Lebens Licht und Freud; ich. krum, und stum und blind, du das Wesen aller Wesen, gautz vollkom⸗ men guserlesen. 4. Und doch laͤssest du mich la⸗ den ʒu dem grossen Hochzeit⸗Mahle soll in des Himmels Saal, mit dem ——— und gleichsam zur Versicherungin deiner Demuth bleibe: Ich sinde Ruh und Trost an dir, drum laß den Nächsten auch au mir derglen ei Ott/ des Scepter, Sruhl und Zaͤnnen, au der Gassen, auch du 2. HErr, wer hin ich? und hin⸗ ein arm elendes Kind, lahm und O der übergrossen Gnaden! ich und dei Laß den sen imm deines truncker 10. 8 zu schm. mchus mich wi lich ruf eile, kor und St ———* mir dergleit ner Last ver⸗ Glauben faß Federzleicht, ssen. Denn e macht, daß 1—— die zur rechten sten Dach ö Heiligkeit in damit wird bis ich mit den Gaͤsten. r/ o meine. Stuhl und über alle ebsten Soh⸗ estellt: Dir d Zahl, daß y, von den n, auch du und hin⸗ was deine irmlein au nig grosser Erde, Asch undes Ze⸗ und Spiel ERR der Hantz ver⸗ Heiligkeit; orhen, du reud; ich. lahm und ud, du das tz vollkom⸗ u mich la⸗ eit⸗Mahle aden! ich Sgal, mit dem ersichetndn— 2— ersicherungin zem lieben GOttes Lam, meinem Nr, drum laß Brodts genug fuͤr seine Von der 221 —— Bernfung. Herrn und Bräutigam, bey der Engel Chor und Reyhen, ewig mich, ach ewig! freuen. F. Felder, Waͤlder, Baͤum und Buͤsche, Huͤgel, Gruͤnde, Berg und Thal: Voͤgel, Thiere, Vieh und Fische, o ihr Engel allzumal! Himmel, Erdr, Land und Meer, üähmet, singet, jauchzet sehr! 1 OOtt laͤst zu dem Mahl der Gna⸗ dayon zu zehren, und den Geist da⸗ mit zu naͤhren. 11. Oeffn', ach oͤffne meine Oh⸗ ren zu der Stimm, die also klingt, die zu deinen Freuden⸗Thoren, o Jerusalem, mich bringt: Laß den, den du theur erkauft, und auf dich selbst ist getauft ja nicht ferner mit den Saͤnen an den Suͤnden⸗Tre⸗ bern kaͤuen. ö 12. Laß der eitlen Welt Getuͤm⸗ den das elende Volck einladen. 6. Wen nun duͤrstet, sol sich la⸗ hen mit der suͤssen Lebens Quell; Wen nun hungert, der soll haben Seel. O ein süsses Mahl und Ort, da sich Gottes Hertz und Wort seiner Braut und Hochzeit⸗Gaͤsten giebt jur Speis und Tranck am besten! 7. O du grosser HErr und Koͤ nigi der du rüfst: Komt, komt herbey! Ach! ich bin, ich bin zu wenig aller deiner Lieb und Treu; Ach lich kan dir nimmermehr dan⸗ Ken gnug, und also sehr, wie i6 shuldig bin, und sollte, und wie ich wol gerne wollte. 8. Laß dir doch diß schwache Lal⸗ len, das ich kaum gefangen an, meiner Zungen wohlgefallen: Weil ichs ja nicht besser kan: Und entzuͤnde Hertz und Mund, aus dem innern Seelen⸗Grund; Laß dein Gnaden⸗Licht durchbre⸗ chen deine Wunder auszusprechen. . Du reichst uns so viele Gaben, und zerbrichst durch deine Macht, den der IJEsum nicht wil haben, und dein theures Mahl veracht. Laß den Lebens Quell in mir flies⸗ sen immerfort aus dit; Laß mich deines Hauses Gaben, truncken werde, laben. zu schmecken, lich ruft: Kom, o Mensch, kom, eile, kom! Kom zum Le bis ich 10. Zeuch du mich, dein Mahl aus der finstern Er⸗ den⸗Kluft; deine Stimme laß mich wecken, die so sehn⸗ und lieb⸗ ö bensquell und Strom! Kom zum Brodt/ mel, die, als Daͤmpfe, bald weg⸗ stiehn, von des Lammes Mahl im Himmel, das stets bleibt, mich nicht abziehn: Kleide, JEsu, in der Zeit mich in dich, mein Hoch⸗ zeit Kleid; daß ich deine Hochzeit⸗ Ehren, moͤge feyren ohn Aufhoͤren. Joh. 10,12. Ich bin ein guter Hirt. 370. M. JEsus meinezuversicht Grer Hirte! wilt du nicht dei⸗ nes Schaͤfleins dich erbar⸗ ten, und, nach deiner Schuld und Pflicht, tragen heim auf deinen Armen? Wilt du mich nicht aus hder Quaal holen in den Freuden⸗ Saal 2. Schau, wie ich verirret bin auf der Wüsten dieser Erden; Kom und bringe mich doch hin zu den Schaafen deiner Hꝛerden/suͤhr mich in den Schaaf Stall ein, wo die heil gen Laͤmmer seyn. 3. Mich verlangt, dich mit der Schaar, die dich lobet, anzuschau⸗ en, die da weidet ohn Gefahr auf den fetten Himmels⸗Auen, die nicht mehr in Furchten steht, und auch nicht mehr irre geht. „Denn ich bin hier sehr be⸗ draͤngt, muß in steten Sorgen le⸗ ben, weil die Feinde mich um⸗ schrenckt, und mit List und Macht umgeben, daß ich armes Schaͤfe⸗ lein keinen Blick kan sicher seyn. 5. O HErr JEsu! laß mich nicht in der Woͤlfe Rachen kom⸗ men, hilf mir, nach der Hirten⸗ Pflicht, daß ich ihnen werd ente nommen. Hole mich, dein Schu⸗ felein, 22˙³ Von der felein, in den ew'gen Schaafstall ein. Joh. Angelus. Matth. 913. Ich bin kommen, die 22J½. Ui. Alle Menschen müssen. IEsu, der du meine Seele hast 4—. durch deinen bittern Tod aus des Teufels finstern Hoͤle und der schweren Suͤnden⸗Noth kraͤftig⸗ lich heraus gerissen, und mich sol⸗ ches lassen wissen, durch dein ange⸗ nehmes Wort: sey doch jetzt, o GOtt! mein Hort. 2. Treulich hast du ja gesuchet P die verlohrnen Schaͤfelein, als sie lieffen gantz verfluchet in der Hoͤl⸗ len⸗Pfühl hinein: Ja du Satans Ueberwinder, hast die hochbetrüb⸗ ten Sunder so gerufen zu ber Buß, daß ich billig kommen muß. 3. Ach! ich bin ein Kind der Suͤnden, ach! ich irre weit und f breit, es ist nichts an mir zu finden, als nur Ungerechtigkeit; all mein ten, heisset Tichten, all mein Trach unsern GOtt verachten. Böslich leb ich gantz und gar/ und sehr gott⸗ los immerdar. 4. HErr, ich muß es ja beken⸗ nen, daß nichts Gutes wohnt in mir: Das zwar, was wir wollen nennen, halt ich meiner Seelen fuͤr; Aber Fleisch und Blut zu iwingen, und das ute zu vollbrin⸗ gen, folget gar nicht, wie es soll, was ich nicht wil, tha ich wol. Aber, HErr! ich kan nicht wissen, wie viel meiner Fehler seyn, mein Gemüth ist gantz zerrissen, durch der Suͤnden Schmertz und Pein, und mein Hertz ist matt von Sorgen, ach! vergib mit, was ver⸗ borgen: rechne nicht die Misse⸗ that, die dich, HErrlerzürnet hat. 6. IEsu, du hast weggenommen meine Schulden durch dein Blut, laß es, o Erloͤser! kommen meiner T Seligkeit zu gut: und dieweil du so zuschlagen, hast die Suͤnd am Creutz getragen, ey! so sprich mich endlich frey, daß ich gantz dein ei⸗ gen sey. Schm Berufung. 7. Weil mich auch der Hoͤllen Schrecken und des Satans Grim. migkeit vielmal pflegen aufzuwe⸗ cken, und zu fuͤhren in den Streit, daß ich schier muß unterliegen, ach! so hilf, HErr JEsu! siegen. O du meine Zuversicht! laß mich ja verzagen nicht. 8. Deine roth⸗gefaͤrbte Wun⸗ den, deine Naͤgel, Kron und Grah, deine Schenckel wenden alle 0 ein und blutigs Schwitzen, deine Striemen, Schlaͤg und Ritzen, deine Marter, Angst und Stich, HErr JEsu! trösten mich. 9. Wenn ich vor Gericht soll tte⸗ ten, da man nicht entfliehen kan/ ach! so wollest du mich retten, und dich meiner nehmen an. Du al⸗ ein, HERR! kanst es stoͤhren, daß ich nicht den Fluch darf hoͤren: Ihr zu meiner lincken Hand, seyd von mir noch nie erkannt. ö 10. Du ergruͤndest meine ertzen, du erkennest meine Pein, es ist nichts in meinem Her⸗ tzen, als dein herber Tod allein; diß mein Hertz mit Leid vermen⸗ get, das dein theures Blut be— sprenget, so am Creutz vergossen ist, geb ich dir, HERRR JESu Ehrii I1. Nun ich weiß, du wirst mit stillen mein Gewissen, das mich plagt; es wird deine Treu erfuͤl⸗ len, was du selber hast gesagt: daß auf dieser weiten verlohren werden, sondern ewig leben wohl, wenn er nur ist Glau⸗ bens⸗voll. ö 12. HErr! ich glaͤube, hilf mir Schwachen, laß mich ja verderben nicht! du, du kanst mich staͤrcker machen, wenn mich Sünd und od anficht: Deiner Guͤte wil ich trauen, bis ich froͤlich werde schau—⸗ en dich, HErr JEsu, nach dem Streit, in der suͤssen Ewigkeit. Johann Rist. Lue vest gebunden, Plagen ab; deine Erden keiner soll Lue.15,2. O Leßen Esus r ein We ben, das l Ruhe, Tro Hoͤre, lauf ninit die S 2. JEsus die von GO sich auf de Boͤsen je b wer nur k 3. JEsu alle, die nur nund Alte, da wil, wird ö 5. 100 pricht von men/ ist ke nein, er l Hore, lauf 6. JEsu denn er ste Gott sie selbst ist M laufe, wer 7. JEsi denn ern! ging, als hat Suͤn Hoͤre, lau 8. IEst laufe, wer 9 JEßs dil sie vor Gesetzes“ Hoͤll und 140. 3 — wascht si Von der Berufung. Dieser, JEsus, nimt die. Esus meine zuversicht ie Suͤnder an: Ach! voll Kraft und Le⸗ 2 233 floͤßt in sie ein neues Leben, wen⸗ det allen Fleiß daran, daß sie ewig an ihm kleben. Hoͤre, laufe, ꝛe. 12. JIEsus nimt die Suͤnder an, — ch der Hoͤlen ue. 18,2. datans Grim372 M. gen aufiuwe FEsus ninit d in den Streit,. J ein Wort, unterliegen Esu! siegen. ht! laß mich faͤrbte Wun⸗ on und Grab, st gebunden, mab; deine witzen, deine und Ritzen, und Stich, ten mich. richt soll tte⸗ tfliehen kan, hretten, und an. Du al⸗ es stoͤhren, darf hoͤren: ö schd dest meine nnest meine leinem Her— Tod allein; eid vermen⸗ 5Blut be—⸗ 6. vergossen RR JESu du wirst mit das mich Treu erfuͤl⸗ jesagt: daß n keiner soll idern ewig ur ist Glau⸗ lbe, hilf mir a verderben ich staͤrcker Sund und zuͤte wil ich erde schau⸗ vigkeit. ann Rist. Lue das 1ν. Iderg ben. uhe, Trost und Freude geben. I1 laufe, wer nur kan, JEsus ninit die Sünder an. 2. JEsus nimt die Sünder an, diẽ von GOtt sich los gerissen, und 50 auf der breiten Bahn alles Posen je beflissen. Hoͤre, laufe, wer nur kan, JIEsus nimt ꝛe. 3. JEsus nimt die Sunder an, alle,die nur zu ihm kommen, Jung und Alte, Frau und Mann, wer dawil, wird aufgenommen. Hoͤre, laufe, wer nur kan, JEsus ꝛe. JIEsus nimt die Suͤnder an mit gautz freundlichen Geberden, weil er wil, daß jedermann soll mit hen/ 5. JEsus nimt die Suͤnder an, syricht von nichts, als von Erbar⸗ men, ist kein grimmiger Tyrann, gein, er laͤuft, sie u umarmen. Hoͤre, laufe, wer nur kan, ꝛc. 6. JEsus nimt die Suͤnder an, denn er steht in ihrem Orden, weil Ott sie so lieb gewann, daß er selbst ist Mensch geworden. Hoͤre, laufe, wer nur kan, JEsus ꝛe. 7. JEsus nimt die Suͤnder an, denner hat fuͤr sie gelitten, er ging, als das Haupt, voran, und hat Suͤnd und Tod bestritten. Hoͤre, laufe, wer nur kan, ze. 3. IEsus nimt die Sunder an, fuͤhret sie, als seine Glieder, in dem Kampfmit auf den Plan, aus dem Tod ins Leben wieder. Hoͤre, laufe, wer nur kan, JEsus ꝛc. 9.JEsus nimt die Suͤnder an, Gesetzes Fluch und Bann, und von Hoͤll und Teufel retten. Hoͤre, ꝛe. 10. JEsus nimt die Suͤnder an, waͤscht sie mit dem Blute reine, das aus seinem Leibe rann, daß er sie mit GOtt vereine. Hoͤre, ꝛe. II. JEsus nimt die Suͤnder an, GOtt versoͤhnet werden. Hoͤreꝛe. twil sie von den Sünden⸗Ketten des die der Seelen Krauckheit fuͤhlen, die nicht auf der Suͤnden⸗Bahn mehr in Fleisches Luͤsten wuͤhlen. Hoͤre, laufe, wer nur kan, ꝛc. 13. JEsus nimt die Suͤnder au, die sich arm am Geiste kennen, die zu diesem Helfers-Mann, voller Glaubens⸗Sehnsucht rennen. Hoͤre, laufe, wer nut kan, ꝛe. 14. JEsus nimt die Suͤnder an, die sein Joch mit Freuden tragen,‚ und so, wie er selbst gethan, willig Blut und Leben wagen. Hoͤre, ꝛc. 15. JEsus nimt die Suͤnder an, die auch dem geringsten Regen, das im Guten hindern kan, sich mit Ernst entgegen legen. Hoͤre, ꝛe. 16. JEsus nimit die Suͤnder an, die/ wenn sie durch List der Schlau⸗ gen sind verleitet daun und wann, recht bekuͤmmert an ihm hangen. Hoͤre, laufe, wer nur kau, ꝛc. 17. JIEsus nimt die Suͤnder an, die das Hertz von allen Dingen ab⸗ gezogen, und so dann immer naͤ⸗ her zu ihm dringen. Hoͤre, ꝛc. I3. JEsus nimt die Suͤnder an: Bist du so, was wilt du zagen? Geh getrost zu ihm hinan, er bo⸗ freyt dich von den Plagen Hoͤre ꝛe. 19. JEsus nimt die Suͤnder an: Wilt du nur kein Suͤnder bleiben, ey, so lauf! er ist der Mann, der den Schaden wil vertreiben. Hoͤre, laufe, wer nur kan, ꝛc. 20. IEsus nimt die Suͤnder an; Aber nicht die frechen Suͤnder, dieer nicht entreissen kan von dem irrd'schen Dreck und Plunder. Hoͤre, laufe, wer nur kan, ꝛ. 21. JIEsus nimt die Suͤnder an: Ach! verlaufner Suͤnder, hoͤre! denn dein ewig Heil haͤngt dran, drum dich nicht im Laufen stoͤhre. Hoͤre, laufe wer nur kan, ꝛc. 2⁴. JEsus nimt die Suͤnder an: Wilt Von der 24 * Berufung. Wilt du laͤnger noch verweilen? Hoͤr, er rufet, was er kan: Komt ihr Sünder! last euch heilen! Hoͤre, laufe, wer nur kan, ꝛc. 22. JEsus nimt die Suͤnder an: Kehre, Sunder, kehre wit der! Eile von der breiten Bahn, wirf dich ihm zu Huͤssen nieder; Hoͤre, lau⸗ se, wer nur kan, JEsus nimt die Suͤnder an. J.. Meussel. Lue. 15, 20. Sein Vater lief, und. 373.WN. Romt her zu mir spricht r armen Sunder, komt zu 1. Hauf, komt eilig, komt, und macht euch auf, muͤhselig und be⸗ laden! Hier oͤfsuet sich das JEsus⸗ Hertz fuͤr alle, die in Ren und Schmertz erkennen ihren Schaden. 2. Es heist: Er nimt die Suͤn⸗ der an, drum komm, dein JEsus wil und kan dich retten und Bmar⸗ men. Kom weinend, kom in wah⸗ rer Buß, und fall im Glauben ihm zuFuß, er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verkaͤst sein Schaͤf⸗ lein nicht, dems in der Irr an Huͤlf gebricht, er sucht es nüt Ver⸗ langen: Er lasset neun und neun⸗ g stehn, und sie gar in der Wuͤ⸗ sten gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste JEsus Christ das Schaͤflein, das verloh⸗ ren ist/ bis daß ers hat gefunden: Sy laß dich finden, liebe Seel, und flieh in JEsu Wunden⸗Hoͤhl, noch sind die Gnaden⸗Stunden. . O JEsu! deine Lieb ist groß: ich kom mühselig nackt und bloß, ach! laß mich Guade finden. Ich bin ein Schaaf, das sich verirrt, ach! nim mich auß, weil ich ver⸗ wirrt im Strick und Netz der Suͤnden. ö 6. Ach wehe mir! daß ich von dir gewichen bin zunn Abgrund schier, ach! laß mich wiederkehren zu deinem Schaafstall, nim mich an, und mach mich froy vom Fluch und Bann, diß ist mein Heꝛtz⸗ Begehren. · Las mich dein Schaͤflein ewig imLeben undimSterben Laß mi dom eitlen Welt⸗Gesind ausgehm dich, mein Schatz, bewerben. 8. Ich und in dem neuendeben, in Heilih ¶ gegeben. 9. Ach! nim dein armes Taͤul⸗ lein ein, und laß es sicher bey dil seyn in deinen Wunden⸗Hoͤlen: bewahre mich vor Suͤnden⸗Werch und gib mir deines Geistes Stanch, an Leib und an der Seelen. Spruͤchw. 1, 20.21. Die Weisheil. 324. M.· Christ unser Err zun Ihr Suͤnder hoͤrt, wer ruft zuch dort in jener stillen Wuͤsten Merckt auf den Wiederhall du Wort: Last euch die Stim entul ruft, zu GOtt sich zu bekehrenz Von Reu erschaͤllt und hallt die Gruft: Wer Ohren hat zu hoͤxen, der hoͤre doch mit mehren! 2. Es ist nichts uͤber diß G⸗ schrey, ihm gleichen keine Lieder: mit allem Fleiß empfangen und gangen. 3. Wird dem Gewissen angs und baug, von wegen vieler Suͤn⸗ den, so komt, und saͤumet euch nicht lang, da koͤnnt ihr Ruhe fin⸗ den. Denn schauet, hier ist Got⸗ tes Lamm, das hat allein getragen die Suͤnden an des Creutzesstam, damit wir nicht verzagen, wenn sit uus wollen ylagen. 4. Wohlan! so kehret wieder um, un me, gebt euch die Schuld, und ů und mich, als GOttes Kind, m Ind Hu ch wil von nun an sagenah R der Suͤnden Lust bis in mein Grab, 375 und Gerechtigkeit, dir dienen h N die kurtze Zeit, die mir zum Hei wil e sten, die euch und eures Gleichen Der angenehmste Klang ist Reu, es kehre zu GOtt wieder ein jeden W der sich schuldig weiß, so wird en Gnad erlangen, ja Ott wird ihn umfangen, ob er gleich irr ge e d folgt des Rufers Stim hab GoOtt den Ruhm, daß er sich nicht ergrim⸗ seyn, du sey mein treuer Hirt alleih aheimme, ugkeit die werden i J so ist meine uher. 7585 sehlose gei 0 dem6 sollen erloͤl den, wie sus, bin er hach ander I. Di nacheilen, von der Berufung. 825 uer Hirt alleih ben:Lab mich esind aus ttes Kind, um zewerben. in au sagengh in meinGrab, ben, in Heilig dir dienen noch mir zum Hei narmes Taͤub⸗ sicher bey dir unden⸗Hoͤlen: unden⸗Werch. ZeistesStanck, Seelen. Die Weisheil. ser Err zun „wer ruft euch illen Wusten Siederhall da e Stim entui ures Gleichen zu bekehren und hallt die hat zu hoͤxen, An des Hrent uht an mich glaͤubet, der ist ge⸗ uͤber di lecht. ö me Rdg 7. Werset alle eure Sorgen auf ehren! keine Lieder: lang ist Reu, eder ein jeden iß, so wird in 3Ott wird ihn hat. z. Nehmet nicht auf euch die wfangen und gleich irr ge⸗ ewissen angs n vieler Suͤn⸗ saͤumet euch ihr Ruhe finn hier ist GOt⸗ lein getragen Creutzesstam, gen, wenn sie kehret wieder Nufers Stim. Schuld, und ß er sich nicht ergrim⸗ gehtyLe Aimm e/ und strafe nach Gerech⸗ lgkeit die grosse Missethaten; hint nun in acht die Znadenzeit, hůͤret euch fůr Schaden, sonst ist euch nicht zu rathen. Hn 5 20. Wo die Suͤnde maͤch. Gomit her zu mir alle, die ihr MNmůhselig und beladen seydl ich wil euch so fußiglich erquicken. . Was plagt ihr euch mit eu⸗ zen Suͤnden, die ihr hasset? sollen sie euch noch laͤnger aufhalten von meiner Liebe? ö 3. Lasset doch meine Gnade ein⸗ mal bey euch groß Und erhoͤhet werden i Ist die Sünde maͤchtig, so ist meine Gnade noch viel mach⸗ 20 Das Gesetz ist wider die Ge⸗ sehlose gerichtet; aber die, so un⸗ er dem Gesetz nach mir seufzen, sollen erloͤset werden. storben; ihr seyd auch ja nicht auf das Gesetz getaufet. 6. Ich bin des Gesetzes Ende: mich, denn ich sorge fuͤr euch; Werfet aber nicht weg euer Ver⸗ trauen, welches grosse Belohnung has/ die euch und euren Vaͤtern zu schwer ist; Ich, ich trage die Suͤn⸗ den der ganzen Welt. 9. Macht euch nicht eigne We⸗ ge: Ich bin der neue lebendige Weg/die Wahrheit und dasLeben. I0. Siehe, ich tilge eure Suͤn⸗ ben, wie eine Wolcke; Ich, JE⸗ sus, bin euer Arzt, was laufet ihr hach andern? 11. Die aber einem andern hacheilen, werden groß Hertzeleid haben: Ich lasse sie muͤde werden in ihren Wegen. 4, Kehret euch gantz iu mir, 375·M. Meine Seele erhebt den . Moses ist ja nicht fuͤr euch ge Geist und sehet allein auf mich: Ich bin der Anfänger und Vollender eu⸗ des Glaubens. H—— 13. Ich wil haben, daß ihr mir ohne Widerrede undzweifel glaͤu⸗ bet; Kinoer sollt ihr seyn, und In glaͤuben. ů I4. Meine Gerechtigkeit ist eu⸗ re Gerechtigkeit; meine Heilig⸗ keit eure Heiligkrit. 15. Es gefaͤllt mir nichts, als mein eigner Schmuck, den ich meiner Braut anlege: Ich kleide ie mit Heil, und mache ihre Klei⸗ er hell in meinem Blut. 16. Das vodet besser, denn das Blut des gerechten Abels. Ich si tze zur Rechten meines Vaters, und vertrete meine Kinder. 17. Wo man meiner hertzlich verlanget, da komme ich so gerne hin; Ich bin gerne bey denenger⸗ schlagenen, und bey den Armen im eist. 18. Ich habe euch ja geliebet, ehe ihr mich geliebet hattet; wie sollte ich denn nicht das Girren meiner Turteltauben hoͤren? 19. Siehe, ich komme, und mei⸗ ne Freude mit mir! niemand kan zuschliessen, wenn ich aufschliesse, und das Hertz erweitere. 20. Wartet auf den HErrn, ihr lieben Leute! Ich warte und ver⸗ ziehe zu eurem Heil mit meiner Huͤlse. 2. Wann ich denn komme, da⸗ hin niemand kemmen koͤnte; so erkennet man, daß ichs alleine sey, und dann hat man mich so bestaͤn⸗ dig lieb. 22. S wahr ich lebe, ich wil meine Traurigen selbst erfreuen; Ich wil es thun, und zu ihnen sar gen: Ich bin euer GOtt. 23. Wie koͤmts, daß die Trauri⸗ gen fuͤr Freuden springen? sie růhꝛ men sich viel von ihrem Braͤuti gam.—.— 3— 24. Er wischet alle Thranen ab von 226 Von der Berufung. von ihren Augen; Er erfreuet, und niemand kan mehr betruͤben. 25. Das verdammende Gese ist dahin mit allen Sünden; i bin nicht ein Suͤnden⸗Diener, son⸗ dern ein Suͤndentilger bey mei⸗ nen Freunden. ö 26. Ich bin ihnen werth wor⸗ den, und sie haben mich nun so lieb . man hoͤtet einen Freu⸗ engesang, wenn ich zu ihnen auf den Bergen huͤpfe. 27. Lobet mich mit Schalle, ihr Kinder Zions, und send froͤlich u⸗ ber eurem Koͤnige. Halleluja. Ehre sey GOtt ꝛe.— Lue. 19,4. Welcher Mensch ist ꝛc. 376. M. Ach was soll ich Suͤnder diebsterEsu! was vor Müh hast du nicht auf mich gewandt, eh ich dich je hab erkannt, bist gelau⸗ sen spat und fruͤh, zu erretten aus der Pein mich, dein armes Scha⸗t felein... 2. Alle deine Herrlichkeit, deine Hoheit, deine Pracht, hast du schlecht ohn mich geacht't: woltest arm seyn in der Zeit, gabst dich selbst in Hohn und Spott/ mir zu helfen aus der Noth. 3. Du verliessest deinen Thron, und das ew'ge Koͤnigreich, wurdest einem Hirten gleich, daß du moͤch⸗ test deinen Lohn, meine Seele, nehmen hin, dir zu einer Koͤnigin. 4. Uber dieses ist bekannt, wie du durch den bittern Tod willig uͤber⸗ gabest GOtt deine Seel zum Un⸗ terpfand, daß dir mein/, als eine Braut, wuͤrd inEwigkeit vertraut. g. Weil denn alles dis geschehn, suͤsser JEsu! und du mich mehr geliebet hast als dich: ey so laß doch mich auch sohn diesen hochge⸗ wuͤnschten Tag, da ich es genies⸗ sen magg.. 6. Laß mich in dein Reich hin⸗ ein, laß mich höͤren deinen Gruß, laß mich Ebter, deinen Kuß, laß mich, Liebster, ewig seyn deine naͤchste Dienerin, deine Bun ren umve und Koͤni Joh. Angche öas dich Es. 6y/ a. Ich reche meine Hande und sich 327. M. HErr ich habe mißgeh Sieb doch, Seele, steh doch iH le/ und besinn dich/wo du hi dencke doch, wo dich dein Wilt der so gar im Eiteln ist, der sognse klebt an der Erde, endlich hinou Himmel leiten werde. Wẽé das du recht betrachtst, drum hu/ r. ehren, so ren. 6 II. EI Haͤnde, l⸗ lauf: Bi de/schwir wirst du d dir erst u 12. W gleiche Noth: viele bis ins Neht treibet, und doch endlich keinen bleibet. 9„ 7. Ach! der Tod hat seine fest auf dich laͤngsten ausgewetzt: Eil, wird: 6 dich zu schicken, eile, eh er gri mag sehe mig an dich setztlaͤst du dich in gt Hirt, u Eitlen finden, ewig wirst dus lassen, de nicht verwinden. sisen. 3. Was dir ewiglich kan dauren, I. Pet. 2, das ist dein und sonst nichts meht; 378. J warum woltst du denn viel trah 0 is sie deine Braul oh. Angeluh wo du hinriy Muͤhe machst erkennest, odn stetig kraͤnarj chts, denn rotht rnach ein Vn gantz und gun eErde uns n⸗ t vom Himmi den Dampfont ch, daß sit ihn n Gut vermah Freuden hoh, erfreuen, um oꝛn. her in den gli n Fische fanj zurm entrisseh rn senckt, und erschlingens chen Dingen: te vorgestreueh todt; bald ein „bis er koͤmtin e bis ins Neht Von der Berufung. 227 ren um vergaͤnglich Gut und Ehr, das dich heute kan erfreuen, und sich morgen muß zerstreuen. 9. Achte dich nicht so geringe, du bist viel zů gůt dazu, daß dir sol⸗ ten solche Dinge nehmen des Ge⸗ mnuůͤthes Ruh. Wilst du auf derEr⸗ immel fliegen? 42— Wilt du dich in Koth ein⸗ lhrn⸗ du bist ja zum Reich er⸗ ohrn: wilt du dich zu GOtt nicht lencken, der dir hat so oft ge⸗ Enen, o du dich nur wilt be⸗ ehren, soll dein Freuen ewig waͤh⸗ ren.——. 22* 11. Iuo reicht dit selbst die Haͤnde, lauf, o Seel, im Glauben lauf: Bitt/ daß er dir Flůgel sen⸗ de/ schwing dich frolich zu ihm auf, wirst du den Erloͤser sehen, so wird dir erst wohl geschehen. Ia. Wirf doch hin, was dich be⸗ schweret, Christus wil dein eigen seyn, der sich gnaͤdig zu dit kehret und dich zu sich ladet ein; Freund⸗ lich wil er den umfangen, der nach ihn nur traͤgt Verlangen. 13.O so hilf du hoͤchste Staͤrcke, und mich also richte zu, daß ich dei⸗ ne Kraft vermercke, daß ich deinen illen thu: Daß ich dich allein etrachte, und der Erden nichts mehr achteeee 4. Ich bin lahm, du must mich shren; ich bin blind, erleuchte mich; ich bin stum, du wollst an⸗ tuͤhren meine Zunge, daß ich dich hier anfangen moͤg zu löͤben, und endlich keinen hat seine Pfeit sgewetzt: Eill le, eh er grim laͤst du dich in ig wirst dus ich kan dauren, st nichts meht denn viel traß en hernach im Himmel oben. I. Hilfst du nicht, so ists gesche⸗ hen, niemand ohn dich helfen bird: Gib, HErr, daß ich dich mag sehen, baß ich sytech i O treu⸗ r Hirt, niemand wird von dir ver⸗ lassen, der dich wird mit Glauben fassen. Paul Gerhard. I. Pet. 2, 2ꝗ. Ihr waret wie die ꝛe. 378. In eigner Nelodey. Woyn mein Schaͤflein, das ich V sobe, das sich so weit von * ö den liegen kanst du nicht zjum mir verirrt, und selbst aus eigner Schuld verwirrt, darum ich mich so sehr betruͤbe; wist ihrs ihr Au⸗ en und ihr Hecken, so sagt mirs, eurem Schoͤpfer an: ich wil sehn, ob ichs kan erwecken, und retten von der Irrebahn. 2. Ach Schaͤfleinl finde dich doch wieder zu dem, zu dem, der dich so hertzlich liebt, und nie was Boͤses hat veruͤbt an dir, der sich gelassen nieder, um dich zu suchen und zu fassen auf seine Achsel sanf tiglich, der nimmermehr dich kan verlassen denn meine Lieb waͤhrt ewiglich. 3. Ich kan dich ja nicht laͤnger wissen, in solcher Abgeschiedenheit, du laͤusst nun hin und her zer⸗ streut, und must die grosse Freude missen, so andre Schaͤflein bey mir finden, die nur in meinem Schoos⸗ se ruhn; da sind sie sicher vor den Winden, die ihnen koͤnnen Scha⸗ den thun. 9—t 4. Du findest eher keinen Frie⸗ den, bis du dich gantz in mich ver⸗ senckt, und dein Hertz hast zu mit gelenckt. Ich bins alleine, der den Muͤden, kan Leben, Kraft, Erqui ckung geben. So komme doͤch nun bald herzu: ach! schone doch mein armes Leben, und schaffe deiner Seelen Ruh⸗. 5. Wilst du, d armes Lam/ nicht hoͤren, laͤufst immer weiter weg von mir? ruf ich doch sehnlich fuͤr und fuͤr, ob du noch wolltest wie⸗ derkehren zu deinem Ursprung, deiner Quelle, aus welcher du go⸗ flossen bist, die ja so lieblich und so helle von Ewigkeit gewesen ist. 6. Kan dich mein Ruffen nicht erweichen, das in der Wuͤsten laut erschallt, und in den Kluften wie⸗ derhallt, so bist du wol techt zu vergleichen den harten Felsen und den Steinen, die doch nein Wort zerschmeissen kan; ach! ich muß vor Erbarmen weinen, e dai 22 Von der Berufung. N daß du mich nicht wilt hoͤren an. Schaͤflein. 7. Wes ist die Stim⸗ me, die ich hoͤre in dieser wilden Wüsteney? es scheint, als obs ein Hirte sey. Er rufet immer: Wien derkehre, solt er mich denn auch ir⸗ gend meinen? ich sehe wol, daß ich verirrt: nun bin ich lahm auf meinen Beinen: achi haͤtt ich mich nicht so verwirrt. Hirte: 3. Ich wil dir keine Ru⸗ he lassen, ich wil dich locken bis du oͤrst, und dich von Hertzen zu mir ehrst; ach! wie wil ich dich dann umfassen, und an mein Hertz gantz sanfte druͤcken: in Liebes⸗-Seilen sollt du ar keruck wird keindeind dich mehr berucken; in meinen Huͤrden solt du stehn. Schaͤflein.. Achlholder Hirt, ich kom gelaufen, so gut ich kan auf dein Geschrey: Du must mich aber machen frey, und selber drin⸗ gen 49 dem Haufen der andern Schaͤslein, die dich kennen, die dich nur ihre Augen ⸗Lust und al⸗ lerliebsten Hirten nennen. Nun, druͤck mich vest an deine Brust! Spruͤchw. 1,10. Mein Kind, wenn 9. Mel. Wo ist der Schoͤnste. uch meinen Geist, o HErr, von hinnen, gantz uutch fe zu dir inauf! Ich sehn mich sehr, den gantzen Lauf nach dir zu thun mit Hertz und Siunen. Regiere mich,ge nach deinem Willen den Führer nur zu folgen schlecht: was kan sonst meinen Hunger stillen, wer itt, der mich veignuͤge recht? 3. Weil aber so viel widerstrebet dem abgewandten Pilgrimsgeist, der jum verheißnen Erbe reist, und gern als ein Gefreyter lebet, so nim mir ab die schwerenLasten der fündlich⸗groben Irdischheit, den Beist laß ich der Stille rasten in dir und deiner Ledigkeit! 3. Ist das Geschoͤpf gleich noch choͤne, von mir muß alls ver⸗ n seyn. Mein Auge dringt in den hinein, nach dem ich mich im Grunde sehne: von andern kansth nichts behalten, dich zieh ich selhj in mich, und du zeuchst mich i dichꝛich laß dich walten, du schleus mir meine Sinnen zu. 4. Zwar sindt mein Geist no manche Speisen, die geistlich un vergnuͤglich sind, darin man auch wol Nahrung findt;doch kani nichts fuͤr besser preisen, als 0 Selbeselbst, du Brod derSeesgs O selig und vollkommen seyn, N dich uum besten Theil erwaͤhln bis sie in dich gesuncken ein! Joh. 6, Es kan Niemand nn 380. M. Err, ich habe mißgeh. Armen deiner grossen Freund chkeit, fmen Christe, deinErban men helfe meiner Bloͤdigkeit, wist du mich nicht zu dir siehen, achi muß ich von dir fliehen. 2.0 du Hirte meiner Gerlul 51 dein verirrtes Schaaf, wan oll ich mich sonst besehlen wal mich aus dem Sundenschlaf, an ter Meister! laß mich laufen, nach 5 mich, zruch mich mithen H i dir, und nach deinem Haufen. ———— mch vo mich vor dir, IEsu Matth. 11 381. Mel Ondir, Zuut ju dir has drucket n last mir ke sie mir nie darunter vor GOt die Himt muͤst ein Err J und Licht mich nich 2. Das schwer, et jusehr: d chen: Ge darum fu mit nicht ter, was mehr da mir Arm 3. Wie ein Wolf den Wald en mach m fuͤllet mit Geheul bey— Nacht; also auch der Saran hull let, um mich, wie ein Lowe wacht HErr, er wil dein Kind verschlin gen, hilf im Glauben ihn beiwiw n. 4. Seelen⸗Moͤrder, alte Schlaw e, Tausendkuͤnstler schüme dich: dich, mir ist nicht bangg ann mein JEsus kroͤstet mich 2 2. 1393 weil er ziehet, muß ich lausen, u wil mich ihm selbst erkausen. len machst du mir, HErrgebaothl doch ich +. in allen Nothen, wan du mich gleich woltest: Aoten. 6. MuttorHertze wil ierbrechtt uͤber ihres Kindes Schmerz; du wirst dich an mir nicht ra + ö Ahster yuste nie 5. Zeuch mich mit den Liebern Seilen, ieuch mich kraͤstig, o mei Gott! ach wie lange, lange Veh sem zab Brast, was vor mir jetz 3. Ke sacht die als mir treuer 1 lein e .mu:: andern kan i zieh ich sehh zeuchst michit lten, du scheus zu. sein Geist noch die geistlichuß arin man auch t doch kani reisen, als d rod der Seelg nmen seyn, i an erwaͤhlen cken ein! n Niemand iu habe mißgeh hmich mitden H hrossen Fremnd iste, deinEthan loͤigkeit, wi riehen, achls hen. neiner Serlinl ˖Schaaf, wen befehlen wid indenschlaf, gu ich laufen, nac em Haufen. IFden Wald e ul bey sinsing der Saran hril in Loͤwe wacht Kind verschlim ben ihn beiwiw der, alte Schlam er schäme dich: Von der goͤttlichen Erleuchtung. 225 ———— du mehr als ubösen Haurt euch nlich 7 Iel 1ch len en, nach ö u, wil ich laufeu. Jeie⸗ Joach. Neander. Ratth.1 1, 29. Nehmet aufeuch. 381. Mel. ertzlich lieb hab ich. udir, HErr JEsu, kommeich, nachdein du mich so suͤßiglich ju dir hast heissen kommen. Mi drücket meiner Sünden⸗Last 5sie last mir keine Ruh noch Rast: wuͤrd sie mir nicht benommen, 0 muͤst darunter ich vergehn, ich konte vor GOtt nicht bestehn, vor dem die Himmel selbst nicht rein, ich müst ein Kind des Todes seyn. Err JEsu Christ, mein Trost uud Licht erquiche mich, nd laß mich nicht.—. 2. Das Suͤnden Joch ist mir zu schwer, es druͤckt den Geist nur all⸗ ö heil, HErr JEsu Christ, und für mich bittn wenn Satan wider mich auftritt. ö 3. Zu dir stebt meine Zuver⸗ sicht, ich weiß von keinem Helfer nicht, ohn 3410 oArtzt der Suͤnder! all andre Helfer sind zuschlecht, du bist allein vor GOtt gerecht, des Todes uͤberwinder, die Freystadt und der sichre Ort, das veste Schloß, der Schild und Hort, der Meitler und der Gnaden⸗Thron, des Vaters Hertz und liebster Sohn. HErr JEsu Christ, das laube ich ach! starck in solchem lauben mich. . Hinfort wil ich nun jederzeit auf mich zu nehmen seyn bereit dein Joch, die sanfte Bürde. Dar⸗ unter find ich Fried und Ruh, ich wachs und nehm imGuten zu, und ob ich drunter würde aus Schwachheit, die dir ist bekannt, ermuͤden, wind doch deine Hand mir immer wieder heisen auf, um zu vollenden meinen Lauf. HErr JEsu Christ, durch dich allein tan ich hier und dort selia seyn. J. A. Freyliughausen. Von der goͤtlichen Erleuchtung. will, Gesundheit, Huͤll und Full. 4. Mein! es ist Seeleu⸗Pein, es dringt durch Marck und Bein; nur diß, diß liegt mir an, daß ich nicht wissen kan, ob ich ein wahrer Ehrist, und du mein JEsus hist. 5. Es ist nicht so gemein, ein Christe seyn, als heissen, ich weiß, daß der allein des Nameng sabig ist/der seine liebste Sůst durch Chri⸗ sti Kraft ierbricht, und lebt ihm selber nicht. 6. Es ist ein Selbsthetrug mit diesem Wahn sich speisen, als ob dis schan genug iur Glaubens⸗ frey die auch ein blinder Heyd Probe sey, daß man von Lastern aus Furcht der Schaude meid. E. Der 430 Von der goͤttlichen Erleuchtung. 7. Der zeigt nur Christum an, der aus ihm selbst gegangen, und seines Fleisches Wahn, Vermoͤgen, Lust und Rath, Gut, Ehr und was er hat, von Hertzen haßt und fericht: Nur JEsus ist mein Licht und duͤrstiges Verlangen: HErr IEsu! sey mein Hort, Versoͤhner, HErr und Schild, und fuͤhr mich, wie du wilt, dein bin/ jch, wie ich bin, nim mich zu eigen hin. 9. Wer dis niche gruͤndlich meynt, des Glaub ist noch untuͤch⸗ tig, der bleibt nach GOttes Feind, sein Hofnungs; Grund ist Sand, und haͤlt zuletzt nicht Stand, der ein ge Gnaden⸗Bund. 10, Hie, sorg ich, fehlt es mir, die Lieb ist noch nicht richtig, die ich, HErr Christ/ zu dir itzt habe: Weil ich doch beynah ein Ehriste noch, die Welt und Lust noch mehr geliebt, als deine Ehr. II. Mein Hertz begreif dich nu, ich muß es redlich wagen, ich kom eh nicht zʒur Ru): Sagst du hier⸗ efaͤllt, rein ab, h so ist die Sach gethan. A2. DuErdwurm soltest du dem Koͤu ge dich versagen, dem alles stehet zu, der allein weis' und reich der alles ist zugleich, der selbst die gantze Welt erschaffen und erhaͤlt. 13. Wenn alles wird vergehn, was Erd und Himmel heget, so bleibt er vest bestehn, sein Wesen nimt nicht ab, die Gottheit weiß kein Grab, und wen er einmal Eud. des Wohlstand nimt kein I4. Wer aber in der Zeit mit ihm sich nicht vertraͤget, der bleibt in Ewigkeit von GOttes Freuden⸗ ö Rergoß er„gantz geschlossen ous, vergoͤß er in dem Weh auch eine Chraͤnen Se. opfr' ich gaͤntzlich Haab und Gut. . Das ist des Glaubens Wort wilt, 25 r HErr! mit ihm mein Hertz erfuüll. mit der Welt, und was dempleisch 8 ‚i ngst Christo an, Ig. Wünscht nun GOtt den Ver⸗ trag, laß ihn dein Jawort schlich ten, o liebe Seel! und sag: Din auf, o mein GOtt! meinen Lauf, und Geis, und Leib und Blut, Lust, Ehrt. 16. Thu, was du wilt mit mir, werd ich nur zugerichtet zu deinem Preis und Zier, ein Faß der Hern lichkeit, mit deinem Heil bekleidt, geheiligt nun und dann: woh mir! so ists gethan. Ps. 80/4. Laß leuchten dein Antliz 333. HErr J. C. meins Cebens Enmane mich, o ewig's Lichtl und laß von deinem Angesicht mein Hertz und Seel mit deinem eyn. ö 2. Ertoͤdt in mir die schnoͤdt Lust, feg aus den alten Suͤnden Wust: ach! ruͤst mich aus mit Lraft und Muth/ zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaf in mir HErr, den neu⸗ en Geist, der dir miteust Gehorsam leist, und nichts sonst, als was du 4/ Auf dich laß meine Sinnen gehn, laß sie nach dem, was dro⸗ hen stehn, bis ich dich schau, ewigs Licht! von Angesicht zu dn osi t.* Foh.1, 9. Dis it das wahrhastihe 384. M. Was mein Gtt wild. eh auf, meins Hertzens Mor, G genstern, und werde mir zur Sonne: Geh auf, und sey von mir nicht fern, du hoͤchste Seelen Wonne. Erleuchte mich gautz inniglich, daß ich in deinem Lichtt noch diesen Tag erblicken mag and, der Schein durchleuchtet und erfuͤlll Glaubens⸗Grund ist dieserf 4 —— hist der S meine See 45. Dub lichkeit, u Leben, de jderzeit 1 schweben: macht M cker: sůͤsse deins Geil Eorer hranen, ach! und Sehnen. denschein cken: ver nem Lich cken. Mos. I 85. M. ¶Vrosse bege lehret zu Schooß baret, wi als Miti. dir ist gelunger 2. Pri Gedanck den Eif Seufzen du ein“ dein liebstes Angesichte. ö 2. Ich wünsche nichts, als dich zu sehn. hab auch sonst kein Verlan genz ach wenn wird es doch nur ge. schehn, daß ich dich werd umfan. gen; du bist das Licht, das miein Gesicht alleine will erblicken, du 0 du bist 1n 25 nthun 3. Koͤ wir ehre Liebe n und Da die thei ‚ von der goͤttlichen Erleuchtung. 231 und sag: Dit auf, o mein f, und Geist, t, Lust, Ehre, wilt mit mir, tet zu deinen Faß der Hemt Heil bekleidt, dann: woh en deinantth eins Lebens ewig's Lichtl lem Angesicht el mit deinem ̃t und erfuͤllt ir die schnoͤde ten Suͤnden nich aus mit streiten wider Err, den neut ust Gehorsam st, als was du rrmit ihn c neine Sinnen dem, was dios dich schau, o9 gesicht zu Au⸗ wahrhaftige Gtt wil d. Hertzens Mor⸗ kund En zur und sey von öchste Seelen mich gautz deinem Lichtt rblicken mag ht e. chts, als dich st kein Verlanz ò doch nur ge⸗ werd umfan cht, das miein NN———— awort schlich bist der Strahl, der allemal kan keben, dein Anblick macht noch jederzeit mi Lob, Ehr, und Dauck und Ruhm 385. M. Liebster Imuranuel 5. Schooß zu uns gekehret, hast offen⸗ als Mitler, den Teufel bezwungen, erblicken, du * bist ö meine Seel erblicken. . Du bist der Hlantz der Herr⸗ sichteit, und giebst der Welt das ch in den Himme schweben: dein Freuden Schein macht meine Bein mir uͤber Zu⸗ cker: suͤsse; dein Mundes Kuß deins erlten Guß macht/ daß ich antz zerfliesse. 4• Wo 1 du, schoͤnster Braͤutit 4 o auserkohrner Knabe? wo ist du, Phir Gotteslam, daß ich 3 mich mit dir labe? kom doch ge⸗ chwind, du Gotteskind! kom, 11 daß ich dich preise, und dir — gus Hertzens⸗Kraft erweise. 5. Der Leib wird mat, die Seel Ii schwach, die Augenstehn voll Thranen, der Mund erblaßt, ruft ach! und ach! das Hertz ist voller Sehnen. O JIEsulein, mein Freu⸗ denschein, dů kanst mich ja erqui⸗ Een: verzeuch doch nicht mit dei⸗ nem Licht, mich gnaͤdig anzubli⸗ Joh. Angelus. kfen. ZJoh.? Mos. 18,19. Einen Propheten. Zrosser Prophete, mein Hertze hegehret, von dir inwendig ge⸗ lehret zu seyn: Du, aus des Vaters daret, wie du und ich ein: Du hast, bir ist das Schlaugenkopftreten gelunagen. 2. Priester in Ewiakeit! meine Gedancken dencken mit brennen⸗ den Eifer an dich, bringe mein die Deinen, die Kind, bin von Thorheit voll. zu schlecht, zu und schwach/ 5. Wenn i kommen waͤr, Seufzen in heilige Schraucken, der du ein Opfer geworden fur mich: du bist als Fuͤrsprach, zum Him⸗ mel gefahren, kanst auch dein Ei⸗ genthum ewig vewahren. 3. Koͤnig der Ehren, dich wollen wir ehren, stimmet ihr Saiten der Liebe mit ein; Lusset das Loben und Dancken nun hoͤren, weil wir die theuer Erkaufete seyn: Herr⸗ solbst verirrt; Ende Y 3. Ja, HErr, bald laͤsset nach. der Welt zu prangen pflegt, daß ist mir wenig beygelegt. viel weiß, und hat nicht mit Fleiß gelernet deine Furcht und Dienst, der hat mehr Schaden als Gewinst. 7. Das Wissen, das ein Men⸗ sche, liebwuͤrdigster Heiland/ als König! Menschen⸗Freundl schuͤtze wenig. 9 . Nun dann so soll auch mein Alles erklingen: ich, als ein Chri— ste, wil treten herbey, wil nicht er⸗ müdet, aus Liebe dir singen, son⸗ dern vermehren das Jubelge⸗ chrey, Ich wil dich, Hertzog des Lebens, verehren Alles, was O⸗ them hat, lobe den HErren. Joachim Neander. 1 Cor 2, 12. Wir haben nicht. 36. Mel. Err J. C. wahrer ERR aller Weisheit Quell und Grund, dir ist all mein Vermoͤgen kund: wo du nicht hilffst, und deine. Gunst, mein Thun und Werck umsonst. 2. Ich leider lals ein Suͤnden ist all Natur zum guten blind: mein Hertze, weun dirs dienen soll, ist ungeschickt und ich bin gar viel handeln dein Ge⸗ setz und Recht: was meinem Naächsten nutz im Land, ist mir verdeckt und unbekandt. 4. Mein Leben ist sehr kurtz ein Luͤftgen, das Was in der auch gleich voll⸗ haͤtt aller Gaben Ruhm und Ehr, und sollt entra⸗ then deiues Lichts, so waͤr ich doch ein lauter Nichts. ö 6. Was hilfts, wenn einer gleich zuvoͤrderst sche fuͤhrt, wird leichtlich in sich wenn unsre Kunst am meisten kan, so stoßt sie aller n an. 3. Wie maͤncher stuͤrtzet seine Seel. 2³² Von der goͤttlichen Erkeuchtung. Seel aus Klugheit, wie Ahito⸗ phel, und nimmt, weil er GOtt nicht recht kennt, durch seinen Witz, ein schrecklich End. . O Gott, mein Vater! keh⸗ ve dich zu meiner Bitt, und hoͤre mich, nimm solche Thorheit von mir hin, und gib mir einen bes⸗ sern Sin. 10. Gib mir die Weisheit, die du liebst, und denen, die dich lie⸗ ben, giebst; die Weisheit, die vor deinem Thron allstets erscheint in ihrer Kron. II. Ich lieb ihr liebes Ange⸗ sicht, sie ist mein's Hertzens Freud und Licht, sie ist die Schoͤnste, die mich haͤlt, und meinen Augen wohlgefaͤllt. 12. Sie ist hochedel auserkohrn, von dir, o. Hoͤchster! selbst ge⸗ bohrn: sie ist der hellen Sonnen Tn an Tugend und an Ga⸗ en reich. 13. Ihr Mnnd ist fuͤß und troͤ Ort, und mich⸗ zur frommen stet schoͤn, wenn uns die Augen übergehn; wenn uns der Kum⸗ mer niederdruͤckt, so ist sies, die das Hertz erguickt. 4 Sie ist voll Ehr und Herr⸗ lichkeit, bewahrt vorm Tod und Kaossen Leid: wer fleißig um sie ampft und wirbt, der bleibet le⸗ hend, wenn er stirbt. Iꝗ. Sie ist des Schoͤpfers naͤch⸗ ster Rath, von Worten maͤchtig und von That, durch sie erfaͤhrt die blinde Welt, was Gott ge⸗ denckt in seinem Zelt. 16. Denn welcher Mensch weiß GOttes Rath? wer ist, der je erfunden hat den Schluß, den er im Himmel schleust! den Weg den er uns wandeln heißt? 17. Die Seele wohnet in der Erd/ und wird durch ihre Last be⸗ schwert: Die Sinnen, hin und her zerstreut, sind ja vom Irr⸗ ahum nicht besreyt. 18. Wer wil erforschen, was Gott setzt, und sagen, mas sein Weisheit gebst. Thron, und gib sie deinem Kind ste reichlich aus in meines armmen Hand die recht Erkaͤnutniß und metl Mi 2——————— Hertz ergoͤtzt es sey denn, da du ewig lebst, daß du uns deiht 19. Drum sende sie von deine und Sohn: Ach schuͤtt, und ge Hertzens Haus. 20. Befsiehl ihr, daß sie mitmi sey, und wo ich gehe, stehe bent bin icyin Arbeit, helfe sie mir un gen meine schwere Muͤn. 21. Gib mir durch ihre weist und Verstand, daß ich an dir alla⸗ ne kleb, und nur nach deinen Willen leb.* 22. Gib mir durch sie Geschich lichkeit, zur Wahrheit laß mih seyn bereit, daß ich nicht mach aut sauer suß, noch aus dem Lichn Finsternisß. ö 23. Gib Lieb und Lust zu deinen Wort, hilf daß ich bleib an meinen Schaar gesell, in ihrem Rath wan Wesen fel. 44 24. Gib auch, daß ich gern j⸗ dermann mit Rath und That/ s 0 ich kan, aus rechter unnn Alschter Treu zu helfen allil willig sey. ů 25. Auf daß in allem/ was ich thu, in deiner Lieh ich nehme u Denn wer sich nicht der Weishel giebt, der bleibt von dir auch lu⸗ geliebt. Paul. Gerhard 1 Joh. 2, 27. Die Salbung, die. 38. M. Nun freut euch lieben Huu wil ich, suͤsser Troͤster, di mit HertzensFreude singey: Ach Heilger Geist! verleihe mij, daß ich jetzt moͤge bringen ein d⸗ pfer, das ohn Heucheley, dir lith und angenehme sey, der du di Hertzen pruͤfest. ö 2. Wie hast du meiner Seelen Noth nichhandd GoOtt, erbat todt, mit Lieb und Huld umat ast du,da ich blind un met net: Iche Wahn du Thorheit mich lehre 3. Ichl lannt, ind host du di mir Erkar res Wort ner Augen mels We Auch au meinen test mich mein rech werde fin 5. J merSt ren, wo wandt, ren: Di Tauß, zu auf, ach 6. Wé Rath u men, da Gnad si DeinSt was me Das ma 7. O neu mit wenn i Reu, X Du hast zu mei bracht, 3. 3 Welt u drum! mich so in mei meiner mand 9. 7 Ruhm beu, d thum Ach! —— sey denn, de du uns deihe sie von dein deinem Kind Utt, und geuß daß sie mit uiz ehe, stehe beht lfe sie mirtn uh. ch ihre west rkänutniß und an dir allei⸗ nach deinem ch.sie Geschich 8. nicht mach auz e dem Lichn. Lust zu deinen eib an meinen zur fromm em Rath mein aß ich gern iÿ hund That/s rechter unnn helfen alliel alleim, was ih ich nehme zu t der Weishei n dir auch un⸗ ul Gerhard. Salbung, die. teuch lieben Ir Troͤster, di Freude singent net: Ich ging in gantz verkehrtem annt, indem ich solte leben; Doch. hast du dich zu mir gewandt und heit laß mich Tauf, zu GOttes Kinde selbsten verleihe mi, Hringen ein d⸗ heley, dir lih / der du di einer Seelen GOtt, erbar rich blind und Huld umar⸗ met; mich seliglich zu fuͤhren: Du nimst Von der goͤttlichen Erleuchtung. Wahn du nahmst dich meiner Thorheit an, und woltest selbst mich lehren. ö 3. Ich habe GOtt nicht recht er⸗ mir Erkantniß geben: Dein theu⸗ tes Wort zu rechter Zeit, hat mei⸗ ner Augen Bloͤdigkeit zum Him⸗ mels Weg erleuchtet. hab ich den Vater lernen kennen; Auch au ich Esum sieherlich nun meinen Heiland neunen: Du lei⸗ test mich mit deiner Haud, daß ich mein rechtes Vaterlaud gewißlich werde finden. 5. Ich waͤr im hoͤchsten Jam⸗ mer⸗ Stand, in Ewigkeit verloh⸗ ren, wo du dich nicht zu mir ge⸗ wandt, und mich aufs neu geboh⸗ ten: Du nahmest mich in meiner auf, ach! laß michs ewig bleiben. 6. Wie oft hin ich auf boͤsen Rath und falschen Weg gekom⸗ men, da gleichwol deine theure Gnad sich meiner angenommen: DeinStrafen unterwieß mich frey was meiner Seelen schadlich sey: Das mag ja Liebe heissen! 7. Du hast mich Armen oft aufs neu mit meinem GoOtt verbunden, wenn ich, durch wahre Buß und Reu, Vergebung hab gefunden: Du hast/wenn ichs so boͤß gemacht zu meinem Heil mich wieder⸗ bracht, und voͤllig ausgesoͤhnet. 8. Ich wuͤrd in dieser Suͤnden⸗ Welt mein Erbtheil bald verlieren, drum hast du dich zu mir gesellt, in meinem Hertzen Platz, damit ja meinen Himmels⸗Schatz mir nie⸗ mand moͤge rauben. 9. Dein ist und bleiht allein der Ruhm, wenn du mir Kraft gege⸗ ben, daß ich im wahren Christen⸗ Raum, auf daß ich, als ein guter Baum, zum Paradieß gedeye. 10. Hab ich in meiner Creutzes⸗ Last, nach Huͤlf und Trost geschry⸗ en, se hast du,usser Seelen⸗Gast, mir oͤfters auch verliehen, daß ich in Hofnung und Geduld, versichert deiner Lieb und Huld, mich einig dir gelassen. II. Ach koͤnnt ich nun auch, wie ich wollt, dich liebser GOtt, recht 4. O böͤchstes Licht l durch dich preisen: Ach! koͤnt ich, wie ich billig follt, mich gegen dich erwei⸗ sen. O Heilger Geist! laß meinen Sinn, so lang ich in der Zeit noch bin, und ewig dis betrachten. I. Kan ich nicht in der Sterb⸗ lichkeit mein Wünschen gar erlan⸗ gen, so wil ich doch, wenn, nach dem Streit, die Ruh ist angegan⸗ gen/ dir, sant dem Bater und dem Sobn, mit Hertzens Lust vor dei⸗ nem Thron, einoͤnach dem andern sngen.. Maluch. 4, 2. Euchaber, die ihr. 388. M. Err Christ, dereinig. F Err JEsu, Gnaden⸗Sonye, wahrhastes Leben⸗ Licht! laß. Lebeu, Licht und Wonue mein bloͤ⸗ des Angesicht, nach deiner Guad erfreuen, und meinen Geist erneu⸗ en, mein GOtt, versag mirs nicht. 2. Vergib mir meine Sunden, und wirff sie hiuter dich, lañ allen Zorn verschwinden, und hilf genaͤ⸗ diglich, laß deine Friedens⸗Gaben mein armes Hertze laben: ach HErr! erhoͤre mich. 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adams⸗Sinn, und laß mich dich erwaͤhlen daß ich mich kuͤnftig hin zu deinem Dinst erge⸗ be, und dir in Ebren lebe, weil ich erloͤset bin. 4. Befoͤrdre dein Erkaͤnntnit in mir, mein Seelen⸗Hort, und oͤf⸗ ne mein Verstaͤndniß durch dein geheiligt Wort, damit ich an di glaͤube, und in der Wahrheit bleit thum dir/mieinem GOtt /lan leben: Ach! nim doch serneri in wir be, zu Trutz der Hoͤllen⸗Pfort. re PPFSFSPSPSPIPIPIPIPIPIPISPIPIPIIIP‚ SFSS..I — ö .m.—.......—..rr. ran r .I.I.I.‚......,I— ——————— 334 Von der gottli chen Erleuchtung. 5. Traͤnck mich an deinen Bruͤ⸗ sten, und ereutzge mein Begier, samt allen boͤsen Luͤsten, auf daß ich fuͤr und für der Guͤnden⸗Welt absterbe, und nach dem Fleisch ver⸗ derbe, hingegen leb in dir. 6. Ach, zuͤnde deine Liebe in meiner Seelen an, daß ich aus in⸗ nerm Tyiebe dich ewig liehen kan, und dir zum Wohlgefallen bestan⸗ dig moͤge wallen auf rechter Le⸗ bens⸗Bahn. 2. Nun, HErr, verleih mir Staͤrcke, verleih mir Kraft und Muth: Denn das sind Gnaden⸗ Wercke, die dein Geist schaft uud thut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist boͤse und nicht gut. 1 8. Darum du GOtt der Gna⸗ den, du Vater aller Treu, wend al⸗ len Seelen Schaden, und mach mich taͤglich neu: gib, daß ich dei⸗ nen Willen gedencke zu erfüllen, und steh mir kraͤftig bey. ö‚. A. Gotter. Sir. 5r, 26. 27. Ich hub meine. 389. In ergner Melodey. Oder: Wo soll ich fliehen hin, weil. * Err JEsu, ewges Licht, das uns von GOtt anbricht! yflantz doch in unsre Hertzan recht helle Glaubens⸗Kertzen, ja nim uns gaͤntzlich ein, du heilger Gna⸗ den⸗Schein. 2. Ein Strahl der Herrlichkeit und Glantz der Ewigkeit wirst du von dem genennet, der dich durch dich erkennet: ach! leucht guch in uns klar, mach dich uns offenbar. 3. Von dir komt lauter Kraft, die Gutes wirkt und schaft: Denn du bist GOttes⸗Spiegel/ sein heili Bild und Siegel, sein Hauchen vol⸗ ler Gnad, und sein geheimer Rath. 4. Hochheilig LebensLicht! dein gnaͤdig Angesicht, und Maje⸗ staͤtisch Wesen leucht uns, daß wir genesen, und werden gantz befreyt aus finstrer Dunckelheit. ö 5. Gih dich in unsern Sinn, deiner Liebe, und deines Gal h wui Triebe, daß wir wahrhastig dein, sehy so wir der Weisheit Kinder seyn. len an. 6. Verneure du uns gautz, durch scht warne deines Lichtes Glantz, daß wir in sicht, und Lichte wandeln, und allzeit thun sie armeS und handeln, was Lichtes⸗Kindem Rur Li ziemt, und deinen Namen ruͤhm, v. Traͤnck uns mit deinen Wein, dein Wasser wasch uns rein salb uns mit deinem Oele, heil un an Leib und Seele, bring uns in ö Licht jur Ruh, du ew'ge Weishest i⸗ du. Barth. Crassellus. Roͤm. 11, 34. Wer hat des He. 390. In eigner Melodey. Jehova ist mein Licht und Gun 6 den⸗Sonne, Jehova ist dis Vollenkommenheit, Jehova istdie reine Seelen Wonne, Jehova si 3. der Brunn voll Heiligkeit: Y diesem Licht kan ich viel Wunden sehn; die Vollenkommenheit is meine Ruh, die Seelen⸗Freud en quicket mich dazu: in Heiligkeit muß ich auch zu ihm gehn.. 2. Jehova ist ein unbegreiflichz Wesen, da mein Verstand sich wis lig in verliert; in seinem Wort ist dieses klar zu lesen, wie wunderbar der kluge Rath regiert. Wer hat den Sinn des Geistes je erkaunt! wer gab dem Rath, der war von Ewigkeit? Vernuuft sey still! die See ist viel zu breit und allzu tieff, okluger Unverstand! 1½ lich, fuͤr 3. Jehova, Grund und Leben aller Anahet du bist fuͤrwahr ein Jac. 3, 15 unzugaͤnglich Licht! Gib, daß in 792. W. Licht mein Wandel mir gelinge, We ach! fuͤhre mich mit deinem An du gesicht. nim unsre Hertzen hit Hendt, br getrennt, Hehn, hilf ö 6. So gleich auf leich, hie gesicht. Du bist ein Licht, du bit em Unv im Licht, allein; du hassest den,det zu nenne Finsternissen liebt, du liebest den, haß ich d der Recht undLicht dir giebt: olah nes Gei mich stets bey deinen Strahlen Sohnes seyn! 27½— 0 ö 31*1 4. Jehova, GOtt mit mir zu laß mich allen Zeiten mit dir ich nun Ge. heines mein 7 EEE— mileinschaft haben kan; wenn du ich wirst mit deinen Augen lei⸗ u, so wirst du mich zu Ehren neh⸗ nen an. O blinde Welt! o Welt! Hsch warne dich: fleuchst du dis Micht, und laͤuffest in der Nacht, us gantz, dur utz, daß wir ud allzeit thun ichtes⸗Kinden tTamen ruͤhm mit deinen asch uns reij Oele/ heil un bring uns in v'ge Weisheit h. Crassellius, ne, Jehova is eiligkeit: N viel Wunder mmenheit ist elen⸗Freud en⸗ in Heiligke gehn.;:; unbegreiflicht stand sich wis inem Wort ist ie wunderbar ert. Wer hat es je erkaunt der war von sey still! die mo allzu tieff, d und Leben fuͤrwahr ein Gib, daß im minx gelinge, deinem An Licht/ du bist assest den, der uliebest den, giebt: o laß n Strahlen mit mir zu mit deinem Geist und Gnaden⸗ Von der goͤttlichen Erkeuchtung. siegrmeSeel ist ewig umgebracht; Rur Licht und Recht vereinigt hOtt und mich. y7 EI 2/ 24. Die, so irrigen Geis 791. M. SErr J. C. meins Le. O JEsu Christe, wahres Licht, erleuchte, die die dich keunen nicht, und hringe sie zu deiner Heerd auf daß ein jeder selig werd. 3. Erfulle die im Irrthum seyn, Schein: auch die, so heimlich fich⸗ let an in ihrem Sinn ein falscher ahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad, und sein verwundt Gewis⸗ en heilz am Himmel laß sie ha⸗ hen Theil. . Den Tanben oͤfne daß Gehoͤr, die Stummen richtig reden lehr, s Hertzens Glauhe sey. 5. Erleuchte, die da sind ver⸗ endt, bring her, die sich von uns getrennt, versamle, die eiseistehn gehn, hilf allen, die imgZweifel stehn 6. So werden sie mit uns zu⸗ gleich auf Erden und im Himmel⸗ leich, hie zeitlich, und dort ewig⸗ lich, suͤr solche Gnade preisen dich 8 Joh. geermann Iate 3, 17. Die Weisheit aber von 92. M. O Gotr du frommer. Weisheit aus der Hoͤh! gib du mir zu erkennen bey mei⸗ zu nennen: Vor allem aber gib, haß ich dich recht verehr, aus dei⸗ nes Geistes Kraft, nach deines Sohnes Lehr. ö auf daß sie alle sagen frey, was ih⸗s hem Unverstand, was Weisheit sey Tugend streben, weil ich dir zuge⸗ sagt: Ich wollte deinen Will n, nach meiner Zaufe Bund, genan durch dich erfuͤlhhn 3. Die Lehr entspringt von dir⸗ sey du mein rechter Lehrer: Bist du der Weisheits Quell, so sey mich mein Bemuͤhn, mein Lesen und Studirn? wilst du mich nicht dadurch zur wahren Tugend fuͤhrn; 4. Mein Dencken und mein Lassen, regiere gantz nach dir: Soll ich was weiters fassen, so gib, daß dirs allein zu Lob und Ruhm gelang, wie ichs in deinem Sohn und dir allein anfang. . Sinck ich unachtsamlich in Schwachheits ⸗Suͤnden nieder, so richte du mich bald durch deine Huͤlfe wieder, daß ich mich stets auf dich mit ofnem Angesicht, und nimmer weg von dir auf diese Welt⸗Bahn richt. Hit 6. Dein theures Pfand, mein Geist, mein Ehre, Gut und Lehen, ey dir, o HErr! allein in deinen Schutz gegeben, mein Hochster! was ich bin, werf ich in deine Haͤnd: Wie du mein Anfaug bist, so bleib auch steto mein End. Joh. 6, 4. Sie werden alle von 393. M. Err nicht schicke deine Jreuster Meister deine Worte sind die rechte Himmels⸗Pfor⸗ te: Deine Lehren sind der Pfad, der uns fuͤhrt zu Gottes⸗Stadt. O wie selig, wer dich hoͤret! wer von dir wil seyn gelehret; Wer zu jeder Zeit und Stund schaut auf deinen treuen Mund. 2. Sprich doch ein in meiner Hoͤle, rede doch zu meiner Seele: Lehre sie halten bis in Tod dei⸗ in dem Lieben üben, und. GOtt 3. Ich leh im Christenthum, ich nun Ge⸗ mein * üͤber alles lieben; meinen Naͤch⸗ laß mich doch Christlich leben, auf; sten gleich wie mich, laß mich lie: heines Sohnes Pfad, nach reineri ben inniglich. 1 3 Lehr auch ihr Vermehrer; was hilft Wort, mein Thun und auch mein ner Liebe Liebs⸗Gebot. Hilf mich 2326 Von der Wiedergeburt. 3. Lehr mich Englische Geber⸗Also werd ich mich entbinden, x den, laß mir deine Demuth wer⸗ der Seelen⸗Ruhe finden 2 Ah den; Geuß mir deine Sanstmuth werd ich ein, mach mich klug in Einsalt sein. Ewigkeit. in der Zeit seyn gelehith Von der Wiedergeburt. . Joh. 3, 1. 2. Sehet, melch eine 394. M. Vater unser un Sim A sehet, welche Lieb und Gnad der Vater uns erzeiget hat, der uns sein Eigenthum erkennt, uns Wuͤrmer seine Kinder nenut; der uns Unwuͤrdigen, aus Huld, er⸗ laͤsset alle Sunden⸗Schuld. a. Dis zwar verstehet nicht die Weit die uns suͤr GOttes Feinde haͤlt, uns hasset, wuͤrgt, belegt mit Spot, und meynt, sie diene drin⸗ nen GOtt; denn sie erkennetOtt nicht recht, drum kennt sie auch nicht sein Geschlecht. 3. Jndessen kan es schaden nicht, wenn uns die boͤse Welt ansicht, vielmehr gedeyt es uns zn gut, weil mwir stehn unter GOttes Hut. Wir ruͤhmen uns auch in der Pein, daß wir des Hoͤchsten Kinder seyn. 4. So jemand fluchet, segnen wir, und tragen GOtt im Beten fuͤr, daß er der Feind' Unwissenheit vergebe nach Barmherzigleit; wie denn ein jedes GOttes⸗Kind ist sei⸗ nem Vater gleich gesinnt. F. Wenn wir denn also Creutz und Schmach dem Sohne GOttes tragen nach, so sind wir in ihm an⸗ genehm, zu allem Guten Werk be⸗ quem: wir werden schon in dieser Zeit die Erben wahrer Seligkrit. 6. Dann zeuget GOttes Geistes Kraft von uusrer Kind⸗ und Erbe⸗ Irh durch welches Zeugniß un⸗ er Geist GOtt Abba, lieber Va⸗ ter, heißt, daß wir in voller Zuver⸗ sicht zu ihm hintreten an das Licht. 7. Der nimmt sich denn auch unser an, wenn unser Mund nicht beten kan, vertritt uns auf das al⸗ Mann ihn, wie er ist, wird schauen an. 399. In eigener Melodey. — läßt, die GOet bersseht; ob glüg machen kund. Welt, und trachten nach dem Him mels⸗Zelt,das droben fuͤr uns sieht bereit, zu wohnen da in Ewigkest. Da unsfe Hofnung wird erfuͤlt, und unser sehnend Hertz gestillt. 9. Ist denn fuͤr uns der grost Gott/ was scheuen wir denn noch den Tod? ist GOtt für uns, da uns losspricht: was kan denn ubnm⸗ ges Gericht ꝰ wer ist der uns von Gott abtrennt, da GOtt fur Lin be zu uns breunt? 10. So bleiht es, daß GOtt un Linder seynd: und noch ist es en schienen nicht, was wir vor GOl in Ewigkeit, und was uns allda s⸗ bereit. ö 4 11. Doch aber wissen wir gen wiß, daß dieses eiuß erscheinen muß, daß wir in GOttes Freuden⸗ Reich seyn ihm und seinen Engeln gleich.Weil da ein jeder Glaubens · 12. Drum, Vater, yreisen wit aufs hest dich, der du uns diß wissen laͤßt. Wir bitten, gib uns deinen Geist, der uns die Wege unten weist, dadurch wir zu dir, Vater, gehn, und vor dir ewiglich bestehn. Matth. 7, 13. 14. Gehet ein durch Dar schmale Weg ist breit genug zum Lebeu, wenn man uur sacht und grad und stille geht, so wird man nicht so leichtlich umgs lerbes wenn er die Seuser gehen wchtz man muß sich recht hinein begs der Mund vor ihm sie nicht kal ke 8. Durch ihn verachten wirdu ser Freund, und wir denn GOltes tes Angesiche dort werden sen 5 elst, er rra er mit ih die Gebr immer Weg wi ger wird ö 8. Ur und Do nur die die Tra Schme — Von der Wiedergeburt. 227 enthinden/ y finden: Als stommen Leben. t seyn gelehrth ——— t. eht; ob gleih rachten wirhit en fuͤr uns sicht ba in Ewigkest wird ersült, Hertz gestill, uns der grosf wir denn noch t für uns, dih kan denn ühn st der uns von Gott für Le daß GOtt um r denn GOus uerde noch ist es en wir vor GOl werden senn 3 uns allda s vissen wir gen uß erscheinen Attes Freuden⸗ seinen Engeln der Glaubens, wird schauen / yreisen wit uns diß wissen d uns deinen Wege unter⸗ dir, Vater, iglich bestehn. het ein durch Melodey. st hreit geuug un man uur tille geht, so htlich umgo recht hinein begs das Hertz nur froͤlich dazu lenckt; s ist der schmale Weg voll Sußig⸗ u sie nicht ka kei nach dem Him r mit ihm im Lichte pranget, der auf eine Zeit verwahrt, er stehet her Christi auch, der eine Geist ur die Fers/ und nicht das Mieben, sd ist er breit genug zum 2. Des HErren Weg ist voller Suͤßigkeiten, wenn man es nur im Hlauben recht bedenckt, denn man man muß sich recht dazu bereiten, ten. ů 3. Wie kan ein Baͤr des Schaa⸗ ses Sauftmuth üben! Kein wil⸗ der Wolf giebt sichin Schrancken ein: Wie kan das Fleisch nach 60Ott gesinnet seyn, und diesen Weg des Geistes lieben? Es kan kein Baͤr des Schaafes Sanftmuth en. 5 Du must erst Geist aus Beist 4——* werden, dann wandelst du des Geistes schmale Bahn, 1.— ist es schwer, und ge⸗ het doch nicht an: weg schnoͤder Sinn, du Schaum der Erden! ich muß erst Geist aus Geist gebohren rden. 5. Wer die Geburt aus Christo hat erlanget, der folgt allein dem HErren treulich nach: Er leider erster tragt erst seine Schmach, eh die Geburt aus Christo hat erlan⸗ et. 5 6. Er wird mit ihm in seinen Tod begraben, er wird im Grab auf und haͤlt die Himmelfahrt, er kriegt darauf des Geistes Gaben, wenn er vorher mit ihm in Tod be⸗ Rraben. ö ö 7. Derselbe Geist, der Christum hier geuͤbet, derselbe uͤbt die Juͤn⸗ alt immer einen Brauch, kein onder Weg wird sonst beliebet, der Jun⸗ ger wird, wie Christus, hier geuͤdet. g. Und obes gleich durch Tod und Dornen gehet, so 948.0 225 ertz, die Traurigkeit laͤßt keinen tieffen Schmertz/ wer nur getrost und ve⸗ ste stehet, ob schon es durch den Tob und Hoͤlle gehet. 9. Das sanfte Joch kan ja nicht harte druͤcken, es wird dadurch das Boͤse nur gedrückt; der Mensch wird frey, damit er uicht erstickt, wer sich nur weiß darein zu schiken, das fanfte Joch kan ja nicht harte druͤcken. 10. Die leichte Last macht nur ein leicht Gemuͤthe, das Hertz hebt sich darunter hoch empor, der Geist kriegt Lust, sein Wandel kommt in Flor, und schmeckt dabey des. HEr⸗ ren Guͤte, die leichte Last macht nur ein leicht Gemuͤthe. II. Zeuch, mich, zeuch mich, dir nach zu laufen; Zeu mich dir nach, zeuch mich, ich bin noch weit! dein schmaler Weg ist voller Suͤßigkeit, das Gute folge uus da mit Hauffen. Zeuch, JEi su! mich, zeuch mich, dir nachzu⸗ lausfen. Chr. Fr. Richter. Col. 3,3. Euer Leben ist verborgen. 326, In eigener Melodey. E glaͤntzet i. inwendi⸗ ges Leben, obgleich sie von aussen die Sonne verbrandt: was ihuen der Koͤnig des Himmels go⸗ geben, ist keinem, als hnen nur sel ber bekant. Was niemand ver⸗ spüret, was niemand beruͤhret, hat ihre erleuchtete Sinnen gezie⸗ ret, und sie zu der goͤttlichen Wuͤr⸗ de gefuͤhret. 2. Sie scheinen von aussen die schlechtesten Leute, ein Schauspiel der Engel, ein Eckel der Welt; und inuerlich sind sie die lieblich⸗ sten Braͤute, der Zierrath, die Kro⸗ ne, die JEsu gefaͤllt Das Wun⸗ der der Zeiten, die hier sich berei⸗ ten, den Koͤnig, der unter den Lilit en weidet, zů küssen, in guͤldenen Stuͤcken gekleidet. 3. Sonst sind sie des Adamt natuͤrliche Kinder, und tragen das Bilde des irdischen auch; sie lei⸗ den am Fleische, wit 1—9 6 der 228 4— Von der wiedergeburr. der, sie essen und triucken, nach noͤ⸗ thigen Brauch. Im leiblichen Gachen, im und Wa⸗ chen, sieht man sie fuͤr andern nichts sonderlichs machen, nur daß . die Thorheit der Welt⸗Lust ver⸗ „Aachen ö 4. Doch innerlich sind sie aus sch Lurchtein Stamme, die Gott u rch sein maͤchtig Wort selber ge⸗ ieugt, ein Funcke und Flaͤmmlein aus goͤttlicher Flamme, die oben Jerusalem freundlich gesaͤugt. Die ngel sind Bruͤder, die ihre Lob⸗ Lieder mit ihnen gar freundlich und lieblich absingen, daß muß denn gantz herrlich, gantz praͤchtig srklingen. . Sie wandeln auf Erden, Und leben im Himmel, sie bleiben ohn⸗ maͤchtig, und schuͤtzen die Welt! Sie schmecken den Frieden bey al⸗ lem Getümmel, sie kriegen, die Aekmsten, was ihnen gesaͤllt. Sie ehen in xeiden, sie bleiben in Freu⸗ en, sie scheinen ertoͤdtet den aͤusse⸗ ren Sinnen, und fuͤhren daß Leben des Glaubens von innen. 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er sich einst/ wie er ist, oͤffentlich stellt, so wer den sie mit ihm als Gotter der Erden, auch herrlich erscheinen, zum Wunder der Welt. Sie wer⸗ den regieren, und ewig floriten, den Himimel, als praͤchtige Lichter, Auszieren, da wird man die Freu⸗ de gar oͤffenbar spuͤren. 7. Frohloke du Erde, unb jauch⸗ zet ihr Huͤgel, dieweil du den goͤtt⸗ lichen Saamen geneußst! Denn das ist Jehovah sein ar er der Siegel, zum Zeugniß, haß er dir noch Segen verheißt. Du solt noch mit ihnen aufs praͤchtigste grüͤ⸗ nen, wenn erst ihr verborgenes Le⸗ hen erscheinet, wornach sich dein Seufzen mit ihnen vereinet. 3. O JEsu! verborgenes Leben der Seelen, du heimliche Zierde die Vernunft in Schrancken, dilf der inneren Welt/ gib heimlichen Wege erwa chl gleich uns die u Teusé verstellt. Hier ubel Demu was noch meinem ch freu aus m hin froͤlich alle und zum Guten gantz verloͤhrn will ich sin Heilger Geist, mein HErr un sein, gant — 2. In ündlich m in ich n Verderben, und kan nicht In Himmel erben. 3. Creibe weg die finstre Nag. Gottes e meiner irrigen Gedancken: Dan erworben Tod, weil e das, was Gott ve pfe das, was Gott racht, halh n 3. All und zuged mehr bes HErren! geschmuͤc Kleid, ge Heil und 4. Daf ich anders nicht als gerne selbstun dir die Weisheit lerne. 4. Was mein Hertze dichtl und tracht, ist von Jugend aufun boͤse; Aber hilf, daß deine Machl mich auch von mir selbst erloßh Und ʒu allen guten Dingen gib mi Wollen und Vollbringen. Schaffe mit ein reines Hern Un daß ich stets an Gott gedenc Ehren tu und mich oft mit Reu un lame Schmertz, uͤber meine Suͤnden gen vor E kraͤncke; Doch nach den betruͤbten in zu erle Stunden, fuͤhre mich in Jest Wunden: 677 6., Pflautze mich daselbst in ihin, als ein Glued an seinem Leibe, und weunn ich sein eigen bin, hil 1 daß ich es auch bleibe, er sey Stol/ und ich die Rebe, daß ich gantz in JEsu lebe su lebe. 1 3 I 7. Hierzü bitt ich diese dreht ö Ghaube/ urch de Iu hist vo Von der wiedergeburt. 439 W. de. 4. Hilf mir reden recht und gewiß vohl, auch zuweilen gar nichts sa⸗ ht, daß wir til gen: Hilf mit beten, wie i hlfmir auch mein Creutze tragen. s selber etwaßl er JEsu, ai W in deinem Sohn un Joh. deinem Thij m Heile feht n ö aus meines Hertzens Grund, ö Iin frölich, GOtt zu Ehren, Jetzt n lebendig th und zu aller Stund. Mit Freuden will ich fingen, zu Lob dem Namell vigkeit erwaͤhln Geistes Gah alles haben. zantz verlohnm nein HErr us mich neugehn Fleisch ist 5. kan nicht gi le fstre Nash dancken: Da tt veracht, hal schrancken, di gerne selbst vn ö 270 Rons„agedeket fein, darf mich nicht lerne. Hertze dicht Jugend aufuu 5 deine Macht ir selbst exloßh Dingen gib mi ingen. in reines Herh 3Ott gedencke, mit Reu und teine Suͤnden den betruͤbten nich in Jeslt daselbst in ihn/ nem Leibe, und bin, hil 1 be/ er sey Stol daß ich gantz in ich diese dreht Glauon, Tod, weil er am Creutz gestorben Heil und G'rechtigkeit. ch soll, enn es Zeit ist, hilf wir sterben, d dabey den Himmel erben. 1. 12. 13. Wie viel ihn auf. 3. Valet will ich dir geben. ch freu mich in dem HErren, 0 7 ein, gantz lieblich soll erklingen ein neues Liedelein. ündlich war all mein Thun: nun in ich neugebohren, in Christo, GOttes Sohn; der hat mit Heil erworben durch seinen bittern fuͤr meine Missethat. ö ö 3. All Sund ist nun vergeben mehr beschaͤmen vor GOtt dem HErren mein. Ich bin gantz neu geschmuͤcket mit einem schoͤnen Aleid, gezieret und gesticket mit 4. Dafuͤr wil ich ihm sagen Lob und Danck allezeit, mit Freud und Ehren tragen dis koͤstliche Ge⸗ schmeid, wil damit herrlich pran⸗ gen vor GOttes Majestaͤt hoff dar⸗ in zu erlangen die ewge Seligkeit. Barth. Seldec. Jac. 1, 18. Er hat uns gezeuget 399. In eigner Melodey. ein Vater, zeuge mich dein Kind, nach deinem Bilde, und schaffe selbst in mir die neue Creatur! laß mich auch guͤtig urn auch heilig, weis und milde, urch deiner Gnaden ⸗Kraft, wir 2. In Sünd war ich verlohten, 2. Mein Licht! erleuchte mich, laß delner Gnaden⸗Strahlen mir dringen in mein Hertz, vertreih die Finsterniß: Ich fall, und irre sonst zu allzu vielen mahlen, ja wer d ich nicht erleucht't, verderb ich gantz Hiß. ö 3. Mein Weg zum Vaterland! ach! ofne mir die Psorte, die mich bringt; du weist ja, daß dein Knecht an einem wüsten Otie schon lang genug gewohnt, und nur nach Freyheit riigt. aller deiner Wahrheit, und bringe meinen Sinn zur rechten Lauter⸗ keit: Vertreib den Lüͤgen-Geist, durch deines Wortes Klahrheit, und mache mich recht vest in allem Kampfund Streit. 5. Mein Leben! leb in mir, und laß mich in dir leben: Ich bin ja ohne dich zum Guten gaͤntzlich todt. Du bist das Lebens⸗Brodt, das eintzig Nahrung giebet kan meinem matten Geist in aller Hun⸗ 6. Mein Laͤmmlein! still und froͤmm, rein, heilig, und unschul⸗ dig, ach! wuͤrcke doch in mir den sanften Laͤmmleins⸗Sinn/ so werd ich auch, wie du, im Leiden recht geduldig/ und lasse mich:um Creut gar willig fuͤhren hin.— 7. Mein Meister! lehre mich, den Vater wohl zů kennen, meil oh⸗ ne dich, o Licht! ich GOtt, daß Licht nicht seh: Ach unterweise mich, ihn Abba recht unennen, daß alle mein Gebet in rechter Brunst gescheh. 8. Mein Hoherpriester! hör nicht auf, fuͤr mich zu beren, ach! ruffe doch mit mir den Vater taͤg⸗ lich an: Laß deinen Heil gen Geist mit Seufzen mich vertreten, wenn ich im harten Kampf selbst nicht miehr beten kan. du hist von Natur. 9. Mein Koͤnig! schutze mich/ ö wenn ins Liebereich im Glauben uͤber⸗ 4. O Wahrheit Nheilge mich in —— 2⁴⁰ von der Wiedergeburt. wenn Satan, Welt und Sünde, so sich in mir noch regt, auf meine Seele stuͤrmit, hilf, daß in deinem Schooß ich allzeit Ruhe finde: Macht beschirmt. 10. Mein Hirte weide mich auf Fleisch und Blut bestr einer gruͤnen Auen, und lagre mich nach aller 495 ein. 2— Eyh. 2/10. Wir si im Durst ans frische Wasser hin: — meine Seel herum; wolt ich aufs Eitle schauen, so bringe bald jurecht den ausgeschweiften Sinn. I1. MeinArzt! bin ich verwundt, sind ausgezehrt die Kraͤfte, so laß den Liebes⸗Fluß, dein theur ver⸗ Huns Blut mich heilen: Laß des eist's Erneurungs⸗Lebenssaͤste mich laben und erfreun, mir staͤr⸗ cken Hertz und Muth. 12. MeinFreund! vertraue dich! GOtt, und kanst zum bestenlen doch besser meinem Hertzen, und cken, worüber wir uns oft laß mich deiner Treu noch mehr versichert seyn, auf daß zu aller Zeit ich meiner Seelen ⸗Schmer⸗ tzen getrost versencken darf in dei⸗ nes Hertzens⸗Schrein. 13. Mein Braͤutgam! liebe mich, und setze mir das Siegel der unverfaͤlschten Lieb, den Geist auf meine Brust, laß deinen Gruß und Kuß mich schmecken: sey mein Spiegel, darin ich mich beschau ens Lust. 14. Mein Ein und Alles 4 laß mit dir mich eins hier werden, so wird mir Alles nichts, du aber al⸗ les seyn. Und nimmet deine Guͤt mich endlich von der Erden, so geh ich Friedens⸗voll in deine Freuden i C. A. Bernstein. Iu nd atodey 4⁰0⁰. neigner Ae odey. Mans pfer bilde mich, dein Werck, nach deinem Willen, nim weg die Hinderniß, vertreib die finstre Nacht, die deine Wir⸗ ung stoͤrt, an mir das zu erfuͤllen was deiner Liebe Rath mir laͤng dat zugedacht. Du laͤssest dich, mein GOtt, Nath, Kraft, allmaͤch⸗ tig nennen; hilf, daß ich auchn aalie mir dich moͤge so erkennen. 20 395 3. Ein Kuͤnstler kiebt seinhWent. 51, 12. das er hat zubereitet, mit Willl“ denn der ist sicher nur, den deine laͤsset er nicht einen Fehler drun 420f ro Wwie mic O 5 ö eitet; Hertzen di reye mich von dem, was mir nuh augerlesen. schaden kan. Du kanst ja nichh Hertz in n von dem, was du selbst machef, der argen hassen: wie soltest du denn mich hefleckt be dein arm Geschoͤpf verlassen) Vor 3. Ein guter Meister weiß,dahl muͤthe du was sich nicht wil schicken, guhein, und l kuͤnstlich abzuthun, er machetglg ne Guͤre u sein: du wirst was hindern kann ö moht asse Zwigtuhm bestrickej nicht lassen ewiglich mir eine Hin drung seyn. Ou bist der u06 n Reg mein Schoͤpfer, siehe, allermeisten kraͤncken. . Mein Schoͤpser, ich wil mih n dir hiemit gantz ergeben, vereil solchen Ge du mich nur, wie du mich haben illig hei wilst: Bey mir ist keine Kiah Ooch auch ist in mir kein Leben, es si heit merck denn, daß du mich mit deinerHuah würf mich erfuͤllst. Was uns von deiner Hand. gen meine begegnet, mag uns scheinen wich deinem Ai immer kan und wil/ du kansts nicht boͤse meynen. ö V 5. Ein Toͤpfer ist vergnügt 5. Nim wenn er sein Handwerck treibeh der Liebe, daß der gelinde Thon nur immet mehr vor stille häͤlt: darum, mein Schoͤyf h.harch seiz dir mein Hertze stille bleibet: Beystand Mach ohne meine Kraft aus b 1e du mie was dir gefaͤllt; Ja wircke selbsti der reinen mir dit dir beliebte Stille: EssteseCor. 6, win. mehr in mir der Eigen 02. I wille. ů 6. Ich weiß, es wird noch einst 00 das Werck den Meister loben: Dl auillt! bist viel treuer ja, als niemand so ergeber dencken kan: Darum erschallt deil gantz erfü Ruhm hier unten und dort oben; nach Ehr Du wendest deine Kraft niemall Recht ha vergebens an. Erwecke meinen selche Geist, im Glauben dich iu 6* ssche daß ich auche erkennen.—— liebt sein Wen tet, mit Wille en Fehler dran siehe, wie mi bestreitet; h I/ was mir no kanst ja nichi sechn machhsher argen Weit sich rein und un⸗ t du denn mich mer eister weiß, il schicken, ö er macheral is hindern kas⸗ wil bestricken, h mir eine Hin bist der west zum bestenlen ir uns oft an en. ertzen dir zur steten Wohnung Uaetiesen, ach lschaf ein reines —.—— m taͤglich deinen Ruhm durch sietes Lob zu mehren. M.51, 12. Schaffe in mir, GOtt. 401. Mel. Wer nur den lieben. O grosser GOtt! du reines Wesen, der du die reinen ertz in mir, ein Hertz, das von befleckt behaͤlt. . Bor allem ni mein Ge⸗ muͤthe durch ungefaͤrbte Busse kein, und laß es, HErr, durch dei ne Guͤte und Christi Blut gewa⸗ chen seyn. Dann mache mich zur Reinigkeit des Lebens fertig und bereit. 3. Regiere mich mit deinem Geiste, der mein getreuer Bey⸗ stand sey, und mir erwuͤnschte er/ ich wil mih rgeben, verein du mich habig ist keine Krash n Leben, es sih nit deiner Gnah on deiner Haud scheinen wiz du kansts nicht ist vergnuͤgt, dwerck treibeth hon nur immer nein Schoͤyf/ stille bleibet; Kraft aus 11 wircke selbst in Stille: Essten mir der Eigen wird noch einst ister loben: Du „als niemand m erschallt dein und dort oben Kraft niemalt ——— Iehten dich iu ehren, und Eund leiste! GOtt stehe mir aus naden bey, und gib mir einen solchen Geist, der neu, gewiß und 5405 Hit. Doch weil ich meine Schwach⸗ eit mercke, mein Vater! so ver⸗ wirf mich nicht, und stoß mich we⸗ en meiner Wercke ja nicht von beinem Angesicht. Laß mich hier in der Gnade stehn, und dort in beinen Himmel gehn. 5. Nim deinen Geist, den Geist der Liebe, ja nun und nimmer⸗ mehr von mir, und leite mich burch seine Triebe, durch seinen Beystand fuͤr und fuͤr. Auch fuͤh⸗ te du mich burch die Zeit hin zu der reinen Ewigkeit. Cor. 6, 17. 18. Gehet aus von. 402. In eigener Melodey. suͤsser Stand!o selig Leben, das aus ber wahren Einfalt Wan wenn sich ein Hertz GOtt dergeben, daß Christi Sinn es gantz erfuͤllt, wenn sich der Geist nach Christi Bilde, in Licht und Recht hat aufgericht, und unter ——— Von der Wledergeburt. 241 2. Was andern schoͤn und lieb⸗ lich scheinet, ist solchen Hertzen Kinderspiel; was nancher vor unschuldig meinet, ist olchen Her⸗ tzen schon zu viel: Warun? Es gilt der Welt absagen; Hier heißts: Ruͤhrt kein Unreines an, das Kleinod laͤst sich nicht erjagen, es sey denn alles abgethan. 3. Die Himmels⸗Kost schmeckt viel zu suͤsse dem Hertzen, das in IEsu lebt, die Braut bewahrt Haupt, Hertz und Fuͤsse, und wo ihr etwas noch anklebt, das zu dem Glantz der Welt gehoͤret, das ist ihr lauter Hoͤllenpein, und wo sie recht in GOtt einkehret, da macht sie sich von allem rein. 4. Die Einfalt Christi schließt die Seele vor allem Welt⸗ Getuͤm⸗ mel zu, da sucht sie in der duncklen Hoͤhle in Horeb GOtt und ihre Ruh, wenn sich das Heuchelvolck in Luͤsten der Welt und ihrer Ei⸗ telkeit, auch wohl bey gutem Schein, wil bruͤsten, fuͤhlt jene harten Kampf und Streit. 5. Die Einfalt weiß von keiner liegt, die reine himlische Begierde hat solche Thorheit schon besiegt, an einem reinen GOttes⸗Kinde glaͤntzt GOttes Name schoͤn und Winde der Welt noch eingenom⸗ men seyn? len Plagen, damit die Welt sich selbst auficht, vom Neid, damit sich andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht, den Schatz, den sie im Hertzen heget, behaͤlt sie wider allen Neid, ist jemand, der Lust dazu rlab. das macht ihr lauter Hertzeleid. 7. O schoͤnes Bild! ein Hertz zu schauen, das sich mit Christi Ein⸗ falt schmückt: Geht hin, ihr thoͤ⸗ richten Jungfrauen, harrt nur, elchem klaren Schilde durch alle siche pobe hricht. ind Zierde, als die im Blute Christi rein, wie koͤnt es denn von eitlem 6. Von Sorgen, Noth, und al⸗ * euch die Nacht beruͤckt, hud ö Von der wiedergeburt. sind die Lampen sonder Oele? Schein ohn, Einfalt und Christi Sinn: Sucht doch was bessers sůr die Seele? und gebt der Welt das Ihre hin.“ 8. Ach JEsu! druͤcke meinem Hertzen den Sinn der lautern Ein⸗ salt ein; reiß aus, obschon mit tausend Schmertzen, der Welt ihr Wesen, Tand und Schein; des alten Drachen Bild und Zeichen trag ich nicht mehr, drum laß mich nur der Einfalt Zier und Schmuck erreichen, das ist die neue Creatur.* Eph. 1,5. Er hat uns verordnet. 403. Mel. Warum sollt ich mich. O was fuͤr ein herrlich Wesen hat ein Christ, der da ist recht in GOtt genesen! der aus ihm ist neu gebohren, und hier schon in dem Sohn ist zum Kind orkohren. 2. Wenn die Seel sich von der Erden gantz losreißt, durch den Geist heilig hier zu werden: so ist das ihr hoher Adel, welchen sie je und je findet ohne Tadel. 3. Irrdsche Seepter, irroͤsche Kronen, sind ein Sand und ein Tand, nebst den hohen Thronen: Eine Seel, die GOtt regieret, hat hier schon eine Kron, die sie ewig intet 4. Koͤstlich ist sie ausgeschmuͤ⸗ cket, reine Seid ist ihr Kleid, hoch ist sie begluͤcket: innerlich glaͤntzt sie von Golde, pranget sehr, lebt in Ehr, denn Gott ist ihr holde. 5. Doch ihr Glantz bleibt hier verdecket vor der Welt, die sie halt, als waͤr sie beflecket: Sie lebt jetzt in Gott verborgen, kriegt oft Hohn hier zum Lohn: Doch sie laͤßt GOtt sorgen. ö 6. Hier steht diese Ros' im Grunde, und ihr Schein bleibet klein bey der Prüfungs⸗Stunde. Man trit sie hier oft mit Fuͤssen, —————*— 7. Christus, der sie hat erwah let, und, als Braut, ihm vertrauß, der sieht, was ihr fehlet: G troͤst't sie im bittern Leiden, füͤhn sie dann auf die Bahn der un gnuͤgsten Freuden. 8. Ihre Hoheit wird vermehrtt bey dem Schmertz, der ihr Heuz hier im Creutz bewaͤhret: Dieset schmuͤcket ihre Krone, die einmal, nach der Quaal, sie bekoͤmt jum Lohneee 9. Ewig wird sie triumphiren, wenn ihr Hirt, Christus, wird in sein Haus sie fuͤhren, und ihroͤf nen alle Schaͤtze, damit sie je und je sich daran ergoͤtze. 10. Dann wird sie kein Leid mehr beugen, und ihr Glantz wird sich gantz offenbarlich zeigen. Sie wird leuchten als die Sonne; GOtt allein wird stets seyn ihnt Freud und Wonne. 11. Denn wird sie mit Christh sitzen auf den Thron, ihre Kron. wird vom Golde blitzen: Deun wird jedermann sie kennen, und sie frey, ohne Schen, hoch von Adel nennen. 8 Ezech. 36, 26. 27. Ich wil meinel, 404. M. Ach was soll ich uͤnder Laus einem heissen Kuudehn ö in Christo auserwaͤhlt: und eh ich zur Welt gebohren, schon zut Kinoschaft auserkohren, und den Deinen zugezahlt. ö 2. Hat mich zwar bisher gese⸗ hen, als ein Faß des Zornes gehen, doch getragen mit Geduld: So, daß du nicht wollen strasen, noch mich aus dem Wege raffen mitten in der Suͤnden⸗Schuld. 3. Da ich dacht, ich waͤr ein Christe, und davon zu reden wuͤste, brauchte Kirch, Altar, dabey sung, und Guts den Armen thate, kei ne grobe Laster hatte, war es doch nur Heucheley. aber GOtt wird den Spott ihr einmal versuͤssen. 4. Todtes Werck, historisch We⸗ sen, TII Vater! deine Liebe, so —.— sen, ist, war und vor Gchatten, Reynen, chelWeine ser Welt. 5. Hieri bis du mich dab ich nut Gnaden⸗Z! HErre, de haben schl 6. Hilf, sage, nicht ge, rein' Sinn: La achten, CI her achter Gewinn. 7. Toͤdt der, mach her, lehr n Aus des dern muß lodern, un 8. Wen ben, zwisch schweben, ehn, wil Wa ichten, a nachten, thrt: We 80 wenr Schaͤtzen heschert. I0o. Wi wieder in mich gern seines Re til Nud umson II. So 90 un Hertz un laß mich Sunde,“ und den —.— sie hat erwah ihm vertraut, r fehlet: E Leiden, fuͤhrt Bahn der un ird vermehret der ihr Her aͤhret: Diesei ie, die einmal, bekoͤmt jun triumphiren, ristus, wird in n, und ihr oͤß mit sie je und sie kein Leh r Glantz wind hzeigen. Sie die Sonne; tets seyn ihit n, ihre Kron, litzen: Denn ennen, und sie och von Adel h wil meinei. UUich Suͤnder eine Liebe, o U KIndehih ö t: und ehi n, schon zur ren, und den bisher gese⸗ Zornes gehen, Zeduld: So, strafen, noch raffen mitten uld. ich waͤr ein nreden wuͤste, r/ dabey sung, en thate, kei⸗ „war es doch historisch WI sen/ Von der Wiedergeburt. 243 sn, ist, was sich die Welt erlesen, Ind vor ihren Christum haͤlt: Gchatten, Bildniß, Schein und Reynen, Judas⸗Kuß und Heu⸗ che⸗Weinen, ist der Glaube die⸗ ser Welt. 5. Hierin hab ich auch G1 Acht lis du mich hast aufgewecket; Ach! daß ich nun wachte recht, und den Gnaden⸗Zug bedaͤchte, wie du, HErre, der Gerechte, mich wilst haben schlecht und recht. 6. Hilf, daß ich dem Feisch ab⸗ sage, nicht nach eitlen Ehren fra⸗ ge)/ rein'ge selbsten Hertz und Sinn: Laß mich diese Welt ver⸗ achten, Christi Schmach viel hoͤ⸗ her achten, als Egyptens Lust⸗ Hewinn. ö 7. Toͤdt des alten Adams Glie⸗ der, mach uns dir zum Opfer wie⸗ her, 1096 1915 m0 Auch und 9 40 3 ms Asch un o⸗ emit Chrish dun unte dennen dern muß der neue Mensch auf⸗ lodern, und in Christo auferstehn. g. Wenn am Eitlen andre kle⸗Th ben, zwischen Lust und Furcht noch schweben, oder blind zur Hoͤllen ehn, wil ich meine Glaubens⸗ lüͤgel schwingen zu den Sternen⸗ ü und aüf meinen Heiland ehn. 9. Wird man gute Werck hoch achten, andrer Wandel sehr be⸗ tnachten, da man sondre Gaben ihrt: Werd ich mich daran erge⸗ 7 wenn mir GOtt mit Christi uccht, nur den Glauben recht eschert. I0o. Wil der Satan seine Disteln wieder in die Rosen uisteln, und mich gerne zu sich ziehn: Zeigt er seines Reiches Schaͤtze, stellt sub⸗ iil und grobe Netze, laß ihn sich umsonst bemuͤhn. 1I. Sollte mich Egypten reuen, und nach ihren Toͤpfen schreyen, Hertz und Geist nach Sodom + laß mich beten, wachen, kaͤmpfen, Sünde, Tod und Hölle daͤmpfen, ind den Anlauf widerstehn. 12. Wird mir Kraft und Muth genommen und wenas soll zum Treffen kommen, ich nur hab den Willen noch: so verleih auch das Vollbringen, Weisheit, Kraft in allen Dingen, und zu tragen Chri⸗ si on 13. Wil die Eigenheit mich faͤl⸗ len oder schlagen Truͤbsals⸗Wel⸗ len auf mein schwaches Schiflein zu, weiß ich, daß es Esum fuͤhret, und er selbst das Steu'r regieret, bringt es auch im Port der Ruh. I4. Wer kein Hehrling wil ver⸗ hleiben, muß sich Christo einver⸗ leiben, und ein guter Rebe seyn? Sorgen, Geitz und Wollust hassen, sich allein dem Heiland lassen, mei⸗ den allen Heuchel⸗Schein. 15. Wer auf seinen Heiland trauet, der hat auf den Fels ge⸗ bauet, und besitzt den Himmel schon, ob er gleich muß zeitlich lei⸗ den, folgt doch Herrlichkeit und Freuden dort vor seines JESU bereiten, wie in Zeit und Ewigkei⸗ ten du dein armes Kind begehrst, du kanst kraͤftgen, staͤrcken, grun⸗ den, Mittel, Zeit und Wege fin⸗ den, da du mir dein Heil gewehrst. 17. Ich wil gerne halken stille, meine Heilgung sey dein Wilie, laß mein Hertze bruͤnstig seyn, dich, mein Heiland, zu umfangen, und dir ewig anzuhangen, seh du mein, ich bleibe dein. I8. Wird mich Babel gleich ver. nichten, wil mich auch selbst Zion richten, trag ich solches mit Ge⸗ duld/ und wil mich da bey vergnuͤ⸗ gen, wann ich nur kan sicher liegen unter meines Heilands Huld. 19. JEsu, was du angefangen, das erwart ich mit Verlangen, ach! versieg'l es doch einmal! laß mich durch deinnGeist auf Erden starck am innern Menschen werden, salb mich mit dem Freuden⸗Oel. Q 2 320. Ich ron. 16. HErr, du wollst mich selbst 244 Von der Rechtsertigung, oder 20. Ich wil nach der Stille stre⸗ ben, und an deiner Liebe kleben, ib ein vestes Hertze nur, daß ich Lets ausfrichtig handle, lauterlich in Liebe wandle, als durch Goͤtt⸗ liche Natur! 21. GErr, bekehr doch auch die Meinen, schreib sie zu der Zahl der Deinen,zeige ihn'n dein Angesicht! ziehe sie von oben kraͤftig, sey durch deinen Geist geschaͤftig, bringe sie zum rechten Licht. 7 22. Ja, laß auch die andem Heerden bald herzu gefuͤhret wen den, und viel tausend Seelen senn, die dich ihren Hirten nennen, un in rechter Wahrheit kennen, eins mit dir gehn Himmel ein. 23. Daß wir kuͤnstig allesam met, wenn die Hochzeit anbenah⸗ met, und der Braͤutigam allda, helle Glaubens Lampen bringen, und dem Lamm ein Lob⸗Lied sin, gen: Halleluja! Gloria. Von der Rechtfertigung, oder Verge⸗ bung der Rom. 3, 25. Welchen GOtt hat. 405. In eigener Melodey. llein zu dir, HErr JEsu Christ, mein Hofnung steht auf Er⸗ den, ich weiß, daß du mein Troͤster bist, kein Trost mag mir sonst wer⸗ den; Von Anbeginn ist nichts er⸗ kohrn, auf Erden war kein Mensch ebohrn, der mir aus Noͤthen hel⸗ en kan, ich ruf dich an, zu dem ich mein Vertrauen hab. a. Mein Sund sind schwer und ubergroß und reuen mich vonHer⸗ zen, derselben mach mich guit und los, durch deinen Tod und Schmer⸗ tzen, und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug fuͤr mich ge⸗ than, so werd ich quit der Suͤnden⸗ Last. HErr, halt mir vest, weß du dich mir versprochen hast. 3. Gib mit nach dein'r Barm⸗ hertzigkeit den wahren Christen Glauben, auf daß ich deine Suͤs⸗ sigteit moͤg inniglich anschauen, fuͤr allen Dingen lieben dich, und meinen Naͤchsten gleich als mich, am letzten End dein Huͤlf mir send/ damit behend/ des Teufels List fich von mir wend. 4. Ehr sey GOtt in dem Hoͤch⸗ sten Thron, dem Vater aller Guͤte und JEsu Christ, sein m liebsten Sohñ der uns allzeit behuͤte, und GOtt dem Heiligen Geiste, der Sunden. uns sein Huͤlf allzeit leiste, dams wir ihn gefaͤllig seyn, hier in diesn eit, und folgends in der Ewih eit. D. Joh. Chiomusus, Schneesing.] Col.1,14. An welchem wir haben 406. Mel. Zerfließ mein Geist. Bond Geist, den Zorn und Suͤnde druͤcket, den Mosiß Fluch in Furcht und Zittern setzt, der keinen Weg zu seinem Heil en blicket, der in der Angst sich für verlohren schaͤtzt: Laß Sinai und Horeb stehn, kom mit auf Golga⸗ tha, ein Wunder anzusehn. 2. Hier steht ein Creutz, daran ein Laͤmmlein haͤnget, das aoh Schuld, und doch die Schulden traͤgt, das in die Schaar der Suͤn der sich gemenget, und gleich wohl nichts von eigner Bosheit hegt, ein Laͤmlein ohne Trug und List, das heilig, und doch auch der groͤ ste Suͤnder ist.—1. 3. Was Adam hat im Paradies verbrochen, was eine Welt voll Menschen Boͤses thut, ist diesem Lamm gerichtlich u dielr ür Fuͤr ihre Schuld sagt dieser Buͤr⸗ Uebelthaͤter an. ge gut, als haͤtt er solche selbst ꝛ than, und nim met die Person der 4. Da er demnach die Sůͤnd auf sich chgener ich genon der Kinde setz mit se Diß ruͤhr nerschlag grund stu des Himn Adern gl F. Doc und das Tod an se weil er si ben, und Schulter Segen u Lebens⸗K senckt. 6. Bels Wunder von Fluc Moses w rauben,d ein in sein mel blickt GOttes dich gnu 7. So s te Schla der alten Zorn und und bang Zorn une vom Fluc — gen gieb. S.Auf Glauben Schatz u lab sich verwende hier ist Dein S mein; 2 ewig eige Roͤm. Y. ch die anden gefuͤhret wen d Seelen seyn — 815 ruͤhret ihn mit seinem Don⸗ n nennen, und it kennen, einst nel ein. inftig allesam⸗ hieit anbenah utigam allda, npen bringen, uLob⸗Lied sin Moria. Verge it leiste, dams „hier in diest in der Ewi . Chiomusus, chneesing.] em wir haben 6 mein Geist. den Zorn und et, den Mosis d Zittern setzt, einem Heil en Angst sich für Laß Sinai und nit auf Golga/ nzusehn. Creutz, daran get, das aoh die Schulden haar der Suͤmn 0 Glaubens⸗Haͤnden. Nim diesen nd gleich wohl Bosheit hegt, rug und List, auch der groͤ⸗ ne Welt voll ut, ist diesem zugesprochen. gt dieser Buͤr⸗ olche selbst ge. die Person der Hlit Wesen, dasselb Gift ist auf uns ge⸗ die Sund auf sich ohn GOttes Trost, der uns erlöͤst grund stürmt auf ihn: Er Vergebung der Suͤnden. 245 sich genommen, die auf dem Haupt der Kinder Adams lag, ist das Ge⸗ itz mit seinem Fluch gekommen; Hoͤll und Ab⸗ j fuͤhlt des Himmels Zorn in Marck und Adern gluͤhn. g. Doch oril er selbst der Segen und das Leben, wird Fluch und Tod an seinem Creutz besiegt: Ja weil er sich fuͤr uns in Tod gege⸗ ben, und unser Fluch auf seinen Schultern liegt; So wird sein Segen uns gescheuckt, und seine Lebens⸗Kraft in unsern Tod ge⸗ enckt. ö; 6. Beladner Geist, kanst du dis Wunder glauben, so bist du gantz von Fluch und Suͤnde los. Kein Moses wird dir deinen Frieden rauben, dein Mittler schließt dich ein in seinen Schooß. Der Him⸗ mel blickt dich freundlich an, weil üchan Waerhan dein, der fuͤr dich gnug gethan. . So schaue dann auf die erhoͤh⸗ te Schlange, wenn dich der Bi der alten Schlange quaͤlt. Macht Zorn und Tod dir annoch angst und bange, gedenck an den, den nerschlag. Tod, Zorn und Tod entseelt, der dich dom Fluche los geliebt, und seinen Segens⸗Schatz, dir gantz in ei⸗ gen giebt. 8. Auf! greif dann zu mit vollen Schatz mit tiefster Demuth hin. laß sich von ihm dein Auge nicht verwenden, sprich: Theures Lam, hier ist mein Hertz und Sinn. t im Paradies Dein Sieg und Segen bleibet mein; Das meine soll dafuͤr dir ewig eigen seyn. Roͤm. 5, 19. Wie durch eines M. 40⁰7. Mel. Was mein SOtt wil. Dirch Adams Fall ist gantz ver⸗ derbt menschlich Natur und erbt, daß wir nicht kont'n genesen hat von dem grossen Schaden, darein die Schlang Evam be⸗ inden Gottes Zorn auf sich zu 0 en. 2. Weil denn die Schlang Evam hat bracht, daß sie ist abge⸗ fallen von GOttes Wort, das sie veracht't, dadurch sie in uns allen bracht hat den Tod, so war je noth, daß uns auch Gott sollt geben sein'n lieben Sohn, den Gnaden⸗ Thron, in dem wir moͤchten leben. 3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld in Adam all verhoͤhnet; also hat uns ein fremde Huld in Christo all versoͤhnet: und wie wir all, durch Adams Fall, sind ewigs Tods gestorben: Also hat Gott durch Christi Tod verneurt, was war verdorben. 4. So er uns denn sein n Sohn geschenckt, da wir sein Feind noch waren, der fuͤr uns ist ans Creutz gehenckt, getoͤdt't, gen Himm'l gefahren, dadurch wir seyn vom Tod und Pein erloͤst, so wir ver⸗ trauen in diesem Hort, des Vaters ßWort: wem wolt fuͤr Sterben grauen?*0 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahrheit und das Le⸗ ben, des Vaters Rath und ew'ges Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn vest sollen glauben, darum uns bald kein Macht noch G'walt aus seiner Hand wird rauben. 6. Der Mensch ist gottlos und verflucht, sein Heil ist auch noch ferren, der Trost bey einem Men⸗ schen sucht, und nicht bey GOtt dem HErren: Denn wer ihm wil ein ander Ziel, ohn diesen Troͤster stecken, den mag gar bald des Teuf'is Gewalt, mit seiner List erschrecken. 7. Wer hofft in GOtt, und dem vertraut, wird nimmermehr zu Schanden: Denn wer auf diesen Felsen baut, ob ihm gleich geht zu 23 Handen Handen viel Unfals hie, hab ich doch nie den Menschen sehen fal⸗ len, der sich verlast auf GOttes Aen er hilft sein'n Glaͤub'gen allen. 8. Ich bitt, o HErr! aus Her⸗ tzens Grund, du wollst nicht von mir nehmen dein heil'ges Wort aus meinem Mund, so wird mich nicht besehaͤmen mein Suͤnd und Schuld: Denn in dein? Huld se ich all mein Vertrauen! wer ssch nun vest darauf verlaͤst, der wird den Lod nicht schauen. 9. Mein'n Fuͤssen ist dein heil'⸗ ges Wort ein brennende Lucerne, ein Licht, das mir den Weg weist sort: So dieser Morgensterne in uns aufgeht, so bald versteht der Mensch die hohen Gaben, die Gottes Geist den'n gewiß ver⸗ heist, die Hofnung darin haben. Laz. Spengler. Roͤm. 3,28. So halten wir es nun. 40. M. Sey ALob und Ehr dem s ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Guͤte, die Werck die helfen nimmermehr, sie moͤgen nicht behüten: Der Glaub sieht JEsum Christum an, der hat gnug fuͤr uns all' gethan, er ist der Mittler worden. a. Was Gott im G setz geboten hat, da man es nicht kont halten, erhub sich Zorn und grosse Noth für GOtt so mannigfalten, vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom G'setz erfordert aller⸗ meist, es war mit uns verlohren. 3. Es war ein falscher Wahn dabey, GOtt haͤtt sein Gesetz druͤm eben, als ob wir moͤchten selber ey nach seinem Willen leben: So ist es nur ein Spiegel zart, der uns anzeigt, der Suͤnden Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht moͤglich war, dieselbig⸗ Art aud eignen Kraͤsten lassen, wiewol es oft versuchet ward, doch mehrt sich Suͤnd ohn Massen: Denn Gleißners Werck GOtt Von der Rechtfertigung, oder — hoch verdamt, und jedem Fleisc der Suͤnden Schand allzeit wan angebohren Noch must' das Gesetz ersül let seyn, sonst waͤr'n wir all verdon ben, darum schickt Gott seinn Sohn herein, der selber Menschis worden, das gantz Gesetz hat e erfuͤllt, damit seins Raters Zom gestillt, der uͤber uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfuͤlletis, durch den, der es kont halten: G lerne nun ein frommer Christ des Glauhens recht Gestalten, nichn mehr denn lieber HErre mein, dein Tod soll mir das Leben senn, du hast fuͤr mich bezahlet. ů 7. Daran ich keinen Zweisl trag dein Wort kan nicht hetth gen; nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer li⸗ gen. Wer glaͤubt an dich und wird getauft, demselben ist du Himmel erkauft, daß er nicht werd verlohren. 8. Er ist gerecht vor GOtt as lein, der diesen Glauden fasstt: Der Glaub gibt uns von ihm din Schein, so er die Werck nicht li set. Mit Gott der Glaub is wohl daran, dem Naͤchsten wind. die Lieb Guts thun, bist du aut Gott gebohren. 9. Es wird die Suͤnd durcht Gsetz erkannt, und schlaͤgt dan en G'wissen nieder, das Evangeliun koͤmt zu Hand, und staͤrckt de Suͤnder wieder; Es spricht: Nu kreuch zum Creutz herzu, im Gstz ist weder Rast noch Ruh, mit allei seinen Wercken. 19. Die Werck die komm'n ge wißlich her aus einem rechiin Glauben; dann der nicht rechttz Glaube waͤr, dem man die Wertk wolt rauben: Doch macht alleil der Glaub gerecht, die Wercke sind des Naͤchsten Knecht, dabey winn Glauben mercken. 11. Die Hofnung wart't. I —— rechten 3 zusaget, zur Freud Tage. hesten ist, orge List, trauen. 12. nicht, laß Denn wo wil er n Wort laß dein Her laß dir do 13.Se that will⸗ Heiligem erfuͤllen, hat, zu E gheiligt 14. Se auf Erd e Throne. heut uns verschone Schuldg Versuch Uebel, A Hertz, un Schmer . Lie ster Soh soͤhnet,! Syott u gelehnet mich erf Traurig labet. . 5 mir des cke, daß vermei jedem F d allzeit 25 Gott seim lber Menschit aß kein Mensch u nimmer l an dich m iselben ist du vor Gott al lauden fasset: us von ihm den Lerck nicht li der Glaub is Naͤchsten win in, bist du au Sünd durcht nd schlaͤgt daß is Evangelium ind staͤrckt den o spricht: Nun herzu, im Gssth Ruh, mit allei —— 1 die kommẽn gi⸗ einem rechten r nicht rechtn nan die Werck H macht allein die Wercke sid ht, dabey win ing wart't der 2 Gesetz hat tr r Vergebung der Suͤnden. 247 rechten Zeit, was GOttes Wort zusaget, wann das geschehen soll zur Freud, setzt GOtt kein g'wisse Tage. Er weiß wohl, wenns am hesten ist, und braucht an uns kein aͤrge List, das soll'n wir ihm ver⸗ uen. 12. Obs sichs anließ als wolt er nicht, laß dich es nicht erschrecken; Denn wo er ist am besten mit, da wil er nichts entdecken. Sein Wort laß dir gewisser seyn, und ob dein Hertz spraͤch lauter nein, so laß dir doch nicht grauen. 3. Seyrob undEhr mit hohem 5 S hrmit hoh Preis, um dieser Wohl—⸗ that willen, GOtt Vater, Sohn, Heiligem Geist, der woll in Gnad erfuͤllen, was er in uns ang fangen hat, zu Ehren seiner Majestaͤt, das gheiligt werd sein Name. 14. Sein Reich zukom, sein Will daß er uihl auf Erd gescheh wie ins Himmels Throne. Das taͤglich Brodt ja heut uns werd, wollst unser Schuld berschonen, als wir auch unsern Schuldgern thun, laß uns nicht in Versuchung stehn, loͤs' uns vom Uebel, Amen. ö Paul Spergtus. Rom. 3, 26 Daß GOtt zu diesen. 409. M. Aus tieser Noth schrey. erechter GOtt! ich bin be⸗ truͤbt von wegen meiner Suͤnden, die ich vielfaͤltig ausge⸗ ubt; Doch laß mich Gnade fin⸗ den: Gib selbst ein bußfertig Hertz, und einem solchen Suͤnden⸗ Schmertz, dabey ich nicht verzage. 2. Liebreicher GOtt! dein lieb⸗ ster Sohn hat mich ja schon ver⸗ soͤhnet, und durch sein Ereutz, Tod, Syott und Hohn, die Strafen ab⸗ gelehnet: Das ist mein Trost, der mich erfreut, der mich erquickt in Traurigkeit, der meine Seele labet. 3. O frommer Gott! verleihe mir des Geistes Kraft und Staͤr⸗ cke, daß ich mit Eyfer fuͤr und fur vermeide Fleisches ⸗Wercke: Hin⸗ gegen der Gottseligkeit, nachijage je und allezeit, nach deinem Wohl⸗ gefallen. ö 4. Getreuer GOtt! so wirst du auch in Gnaden an mich dencken, und mir, nach deinem Vater⸗ Brauch, erwuͤnschte Wohlfahrt schencken. Ach ja, mein GOtt! gib Fried und Ruh, zuletzt den Hinimel auch dazu, um Christi willen, Amen. Roͤm. 5, 1. Nun wir denn sind. 419. M. Christus der uns selig. Liebner IEsu, Trost der Hertzen, denen ihre Seelen schmertzen, ein'ges Heil der gantzen Welt! Wann ich bey mir uͤberschlage, was fuͤr Schuld ich an mir trage, die dein Buch verzeichnet haͤlt, ach! so kan ich nicht. ersehen, wie ich kuͤnftig soll bestehen. 2. Von Geburt bin ich ein Suͤn⸗ der, und von meinem Thun nicht minder, weg ist meiner Seeleu⸗ Zier, dein Bild hab ich gantz ver⸗ lohren, und des Teufels Bild er⸗ kohren, nichtes ist mehr Guts an mir, ja, noch alle Dag und Stun⸗ *— mach ich groͤsser meine Wun⸗ den. 3. HErr! mo soll ich mich hin⸗ wenden? dein Zorn druͤckt mich al⸗ ler Enden, in mir hab ich keine Ruh, um mich ist der Welt Ge⸗ tuͤmmel, oben schrecket mich der Himmel, Satan syricht den Fluch darzu: Und mich duͤnckt, daß selbst die Erde uͤber mich schon Klaͤger werde. 4. Ach! du frommer Süͤnden⸗ Buͤsser, du getreuster Blut⸗-Ver⸗ giesser, JEsu, kom mir hier zu statt, sey mein Huͤlf und mein Be⸗ rather, sprich mich los vor deinem Vater, und streich aus mein Uebel⸗ that, hast du wollen fuͤr mich bůs⸗ sen, so laß mich des auch geniessen. 5. Zwar ich muß es gern geste⸗ hen, daß ich groͤblich mich verse⸗ hen, und verdient der Hoͤllenvohn, 2 4 aber Von der Rechtfertigung, oder aber sieh, ich komme wieder, fall, vIEsu! vor dir nieder, ich, dein laug verlohrner Sohn, und ersn⸗ che dich mit Thraͤnen, laß dich wiederum versoͤhnen. . Ist im Himmel groͤßre Fren⸗ de, wann ein Sünder kehrt mit Leide wieder zu der rechten Bahn, als um neun und neuntzig From⸗ me, ach! so nim mich, wenn ich komme, wieder zu Genaden an: Was ich bisher hab begangen, wil ich an zu bessern fangen. . Weicht hinfort ihr Suͤnden⸗ Geister, dann mein heil ger See⸗ len⸗Meister, IEsus, wohnt allein bey mir, ohn ihn war ich gantz ver⸗ lohren, durch ihn bin ich neu ge⸗ bohren, in ihm leb ich fuͤr und fuͤr, mit ihm geh werd ewig selig werden. Luc. 18,13. GOtt sey mir Suͤnder. 2II. In eigener Melodev. Oder Du bist ja. NEsu, meine Freude. Nein JEsu! dem die Seraphi⸗ nen im Glantz der Hoͤchsten Majestat, selbst mit bedecktem Antlitz dienen, wenn dein Befehl an sie ergeht; wie sollten bloͤde Fleisches⸗Augen, die der verbaß⸗ ten Suͤnden⸗Nacht mit ihrem Schatren truͤb gemacht, dein hel⸗ les Licht zu schauen taugen? 2. Doch goͤnne meinen Glau⸗ bens⸗Blicken den Eingang in dein Heiligthum, und laß mich deine Gnad erquicken, zu meinem Heil und deinem Ruhm: Reich deinen Scepter meiner Seele, die si ch, wie Esther vor dir neigt, und dir, als deine Braut, sich zeiat; sprich: Ja, du bist, die ich erwahle 3.· Sey gnaͤdig, JEsu vollerGuͤ⸗ te, dem Hertzen, das nach Gnade lechtzt! hoͤr, wie die Zung in dem Gemuͤthe: Gott sey mir Armen gnaͤdig! aͤchtt. Ich weiß, du kanst mich nicht vorstossen: Wie koͤntest du ungnaͤdig seyn dem, den dein Blut von Schuld und Pein ich ein zur Erden, und 4. Ich fall in deine Gnadg bens Kuß: Gerechter Koni wende, wende die Gnade zu u Hertzens⸗Buß. Ich bin gerech durch deine Wunden, es ist nich sträflichs mehr an mir; Bin ah ich versoͤhnt mit dir, so bleib auch mit dir verbunden. S. Ach! laß mich deine Vai heit leiten, und nim ihr Licht nich von mir weg: Stell deine Gun liebtem Steg bestaͤndig bis g und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aush Hoͤhe, und staͤrcke mich durch dein Macht, daß ich im Glauben sih und stehe, wann Staͤrck und Y der Feinde wacht: so wird dil Gnaden⸗Reich auf Erden, das un gar mit Kronen ziert, auch in n ausgebreitet werden. WM. Christ. Deßler. Roͤm. 8, 1. So ist nun nichts Y. 412. M. Freu dich sehr, o meine erloͤst, da es so reich geflossen? Nist kan mich forthin vn dammen, ich bin JNeah ö Haͤnde, und bitte mit dem Glun mir zur Seiten, daß ich auf dirhe zu deiner Ehre fuͤhrt, und endll — verleibt, Flammen kreibt, sei mein, ich sein, der h den, ja ic 2.— gen, teh, der hat r jetzund w was verle auf JEft gebühret ö fuͤhret. Ende wandle, damit ich auch 3. dieser Zeit, in Lieb und Hertzen Freundlichkeit, nach deinem Won 3.Es! mals Ru kam in ei schreckt! Donner Gottes lisch Leb geben. 4. In den, wie Vergebung der Sunden. 249 deine Gnadeh derleibt, ich empfind der Liebe Christus kan nicht muͤhig seyn, mit dem Glal Klammen, welche alle Furcht ver⸗ Glaube ist kein blosser Schein; echter Koͤnig treibt, sein Verdienst und Tod ist ich wil nicht mehr sleischlich han⸗ e' Gnade zu de mein, ich bin durch den Glauben deln, sondern in dem Geiste wan⸗ Ich bin gerog sein, der hat mich mit ihm verbun⸗deln.—— den, es ist nichz den, ja ich ruh in seinen Wunden. 3. Liebster GOtt, hilf in Gena⸗ mir; Bin ahn 2. Satan, wilst du mich verkla⸗ den, daß ich stets in JEsu sey, so dit, so bleib shh gen, sieh, ich halte Christum fuͤr, wird mir kein Leiden schaden, und unden. der hat meine Schuld getragen, ich bin vom Fluche frey: Sind ich deine Wih jetzund wohnet er in mir: Moses, die Feinde gleich erbost, Christi m ihr Licht nih was verlangest du? Geh nur gleich Kraft briugt suͤssen Drost, wil sich tell deine Gundl auf JEsum zu, alles, was dir sonst gleich das Sterben finden, JEsu aß ich auf ditk gebuͤhret, hat der Heiland abge⸗ Blut hilft uͤberwinden. staͤndig bis au fuͤret. ö ö Ebr. 10, 19. So wir denn nun hab. mit ich auch 3. Es hat meine arme Seele ost⸗ 413. In eigener Melodey. eb und Hertzu mals Ruh bey dir gesucht, doch, sie O IEsulein, du bist das Heil, ich deinem Wun kam in eine Hoͤle, da man nur er⸗ dadurch man an dem Him⸗ e. schreckt und ucht, deine scharffe mel Theil, und Seligkeit mag er⸗ Waffen aushe Donner⸗Stim zeugte nur von ben; wer dich verfehlt, und andre mich durch den GOttes Grim, du erforderst him- waͤhlt, muß ewiglich verderben. Stürck wn lisch Leben, und kaust keine Kraͤste O IEsulem! dein Blut macht aͤrck und geben. rein, durch dich wil ich imHimmel 4: so wird dul 4. In der Buß hab ichs empfun⸗ gehen ein, du sollt allein mein Hel⸗ Erden, das uul deu, wie so scharf dein Stachel ist: fer seyn, o IEsulein! hrt, und endlll Ich lag, als ein Knecht, gebunden, z. Du bist allein von GOtt be⸗ ert, auch in u welchen alle Welt vergißt, in dem stellt zu einem Heil der gantzen en.„Mund war lauter Ach! in dem Welt: Wer an dich glaubt, soll Hertz wil dihl Aug ein Thraͤnen⸗Bach, keine leben: Drum halt ich mich, mein 6„ HErr, zudi Hulf war zu ergründen, Men⸗ Heil, an dich, denn du bist mir ge⸗ ist du aus Ll schen⸗Trost must wohl verschwin⸗ geben. O Esulein! dein Blut des Himmiel macht rein, durch dich wil ꝛc. ie Kron: 8 3. Wenn ich gerath in Angst und Hertz, v Leben Schmertz, so soll sich mein betruͤb⸗ dimmel seymbi tes Hertz zu keinem andern wen⸗ u faͤllt ein, mit den. Sprich du zu mir: Ich helẽ mmel heben. den. 5. Doch ich bin nicht gantz ver⸗ zuget, Christus JEsus wird mein Theil, der hat alle Pein verjaget, sein Verdienst gab lauter Heil, das war Oel auf meinen Schmertz, en. se dir, ich habe dich in Haͤnden. O aauf zu dir in JEsulein! dein Blut macht ze. 4.O JEsulein! du Lebensfürst, ich weiß, daß du mich nimmer wirst vergebens lassen weinen, du bist bereit, und hoͤchsterfreut, mit Huͤlfe zu erscheinen. O IEsulein! dein Blut macht rein ꝛc. g. Kom, siehe mich mit Gnaden an, und was ich wider dich gethan, das wollst du uͤbersehen; ich trage dir mein Elend fuͤr, du wirst es nicht verschmaͤhen. O JEsulein? dein Blut macht rein ꝛc. 6. Schlaͤgt gleich ein Ungluͤck 5— auf in Lieb hetahl ichts diese Fren mich nun ganz dich fuͤrchten ang in mir daß d wenn dasselb schlaͤgt, so sol waͤhren. christ. Deßler. nun nichts V. sehr/ o meine h forthin vn bin Jesua Vell Lebens⸗Balsam auf das Hertz, er verwandelt das Getuͤmmel in den allerschoͤnsten Himmel. ö 6. Jetzund steh ich in dem Glau⸗ ben, und zugleich in GOttes Huld, nichts kan mir den Frieden rau⸗ ben, nach der abgefuͤhrten Schuld. Alle Suͤnd ist abgethan, GOT sieht mich in Gnaden an, ich kan jetzt das Leben hoffen, und der Himmel steht mir offen. ö 7. Ich werd auch der Welt ent⸗ rissen, GOttes Geist ist mir ge⸗ schenckt, der erneuert mein Ge⸗ wissen, daß es auf das Gute denckt. Von der Rechtfertigung, oder auf mich zu, so weiß ich schon, wo vergehn. Schutz und Ruh, wo süsser Trost zu sinden: Beym IEsulein muß alle Pein und Hertzeus⸗Angst ver⸗ O JeéEsulein! dein schwinden. O Blut macht rein, durch dich ꝛc. 7. Nichts sokl von dir mich wei⸗ sen ab, ich geh nicht eher in mein Grab, ich wil nicht Abschied neh⸗ men, bis du mich vest ins Hertz ge⸗ preßt, du wirst mich nicht beschaͤ⸗ O JIEfulein! dein Blut macht rein, durch dich wil ich in Himmel gehen ein, du syllt allein men. mein Helfer seyn, o JEsulein! Ap. Ges. 3, 19. So thut Busse und 414. Mel. OGoœtt, du frommer. IEsu, voller Kraft! o Hei— land voller Guͤte! Laß deine Lieb und Kraft erfuͤllen mein Ge⸗ muͤthe: Ich weiß sonst keinen Trost auf bieser gantzen Welt, wo sich nicht deine Gnad mir Ar⸗ men zugesellt. 2. Botruͤbt ist mir mein Her von wegen meiner Suͤnde, die i mit Traurigkeit und tiefster Reu empfinde: O! wie hat doch das Gist, das auf uns ist geerbt, aufs allergraͤulichste uns durch und durch verderbt. 3 Wie oft hat mir dein Wort das Boͤse untersaget, und mein Gewissen mich mit Aengsten an⸗ geklaget! wie oft hat mich dein Wort bald so, bald so geschreckt, und mein Verderben mir im Grunde aufgedeckt. Doch bleib ich immer noch in meinem Elend liegen, und kan nicht uͤber mich und meine Suͤnde siegen; Mich schliesset ihre Macht in ihre Felsen ein; Ich soll ein Selav der Lust und meines Flei⸗ sches seyn. ö 5. O JIEsu! der du hast die Finsterniß der Hoͤllen, durch Blut und Dod besiegt, du kanst die Fein⸗ de faͤllen, die jetzo wider mich und meine Seele stehn: sprich nur ein Wort, so muß ihr Trotz und Macht — 6. Ach! laß mir offen stahn g Quelle deiner Wunden, Wun hab ich doch schon die Sunden überwunden: Dem Bater binf ia durch dich schon ausgesoͤhnt.de mich nun seine Enad durch dei Verdienst bekroͤnt. . Dis glaub ich: fuͤhl ich schu die Menge meiner Sunden, drüch mich gleich ihre Last, muß gleich Zorn emüͤnden, so weis boch, du hast schon solehen Zun gestillt, der Sünden Macht en stoͤrt, und das Gesetz erfuͤllt. 8* wende mich zu dir, der du mich kanst erguicken, laß du mich deine Huld und Freundlichkeit u quicken, so weicht die Unruh wey der Sünden Macht zerbricht/ ich finde Fried und Ruh in deinen Angesicht. 9. Nun du, mein Heiland/ di kanst mich doch nicht verlassen, di meines Glaubens Arm dich uher zu umsassen; Schließ ewig mich in dich und deine Liebe ein: Dein wil ich hier und dort, und keinst andern seyn. Dan. 9, 24. So wird dem Ueberth. —.— richtet, wie grausamlich da dich tet, es ist fuͤrwahr hie gantz und sind all in Satans Rachen. fallen gar zu schwer, da haben sie verlohren, durch Satans Kunst, des Himmels Gunst, so, daß sie muͤssen sterben an Leib und Seel, ins Teufels Hoͤhl, auch jaͤmmer⸗ lich verderben. 3. Gleich aber, wie wir durch die net; So hat uns Christus Lieb 45. Miel. Was mein SGtt wil. heran, du Menschen Kind, und werd jetzt recht he die Suͤnd aus Adam hat vernich gar kein Unterscheid zu machen, Juͤd oder Heyd, o grosses Leidi 2. Ach! alle sind sie Lugenerin Suͤnden ja gebohren, welch ihnen Schuld abschenlich sind verhoͤhy und und Huld oͤhnet: itz und licht vert Verdienst de gehet. 4. Der macht zur daß er we dennoch eschehn, hauter Li⸗ Sohn trt Vaͤterlic 5. 92 Frist, o cken, hin nicht ist, mercken, hes⸗Bru sehen der aus der stehen. 6. Es der Me —ñ— unden, dadunt n die Sünhgh m Vater binic autsgesoͤhnt dj nad durch dash fuͤhl ich scho Sunden,drng Last, muß den, so weisi n solehen Zun en Macht zen etz erfuͤllt. ch iu dir, derdu n, laß du mic eundlichkeit n die Unruh wez t zerbricht, i uh in deinen n Heiland/ di t verlassen/ di lrm dich uheh ieß ewig mich ebe ein: Dein rt, und keinee ddem Ueberti. ein SOtt wil, du Menschen jetzt recht be mlich da dich n hat vernich/ hie gantz und d zu machen, grosses Leibl achen. ie Lůgener, in „welch ihnen da haben sie atans Kunst, so, daß sie ib und Seel, uch jaͤmmer— wir durch die sind verhoͤh Hristus Lieb und ö und Huld auch nun mit GOtt ver⸗ roffen stohn gj de Vaͤterlichs Gemüͤthe. GOttes Sohn, der Gnadenthron, 416. Miel. Sertzlich thut mich Woa lacht ihr Babels⸗Kinder, daß nun mein. Hertze springt, Vergebung der Suͤnden. 251 aͤhnet: o grosses Werck! das itz und Staͤrck im Menschen nicht verstehet, demnach es bloß, Verdienstes los, aus GOttes Gna⸗ ehet. 4. Der Vater hat den Sohn ge⸗ macht zur Suͤnd, ob er wol wuste, daß er war rein, o wohl bedacht! dennoch er sterben muste, diß ist eschehn, wie leicht zu sehn, aus huter Lieb und Guͤte, ja GOttes Sohn trug Straf und Hohn: o 5. Hinweg, hinweg zu dieser und jetzo viel geschwinder, als vor⸗ mals, Psalmen singt? das Was⸗ ser ist verflossen, mir ist die Gna⸗ den⸗Thuͤr nun wieder aufgeschtos. sen: GTT zuͤrnet nicht mit mir. 2. Ihr sichre, stoltze Seelen habt mich durch euren Spott noch mehr gedacht zu quaͤlen, allein der trene GOtt, der mir das Hertz zurissen, haͤlt mir nun wieder fur den Trost: Wollt ihr ihn wissen: GOtt zuͤr⸗ net nicht mit mir. 3. Wie sicher war mein Leben, als ich in Babel war! ich war der Frist, Mensch! mit deinen Wer⸗ cken, hinweg, hinweg, was GOtt nicht ist, hie kan man gar nichts mercken, als lauter Gunst und Lie⸗ bes⸗Brunst denn GOtt hat ange⸗ sehen des Menschen Noth, wor⸗ aus der Tod fuͤr ewig sollt ent⸗ stehen.** 6. Es sollte durch Gerechtigkeit der Mensch erloͤset werden, die sand sich nicht in dieser Zeit, kein Frommer lebt auf Erden, drum ist wahrer Mensch erschienen, der kont allein, von Suͤnden rein, den Himmel uns verdienen. 7. Der Vater weltzte Suͤnd und Straf auf den, der nichts verbro⸗ chen, das Unrecht ward an diesem Schaaf, o Liob!o Treu! gerochen, durch solche Pein des Sohns al⸗ lein ist GOttes Zorn vergnuͤget, auch Teufel, Hoͤll und Tod sind schnell durchChristus Tod besieget. 8. Lob, Ehr und Danck HErr JEsu Christ, sey dir von mir ge— ungen, daß du zur Sünde worden bist, und hast dadurch bezwungen des Satans Macht, so Tag und Nacht uns suchte zu verderben; Auf Hertz und Siun! die Straf ist hin, jetzt kan ich froͤlich sterben Es. 27, 4. GOtt zuͤrnet nicht mit Lust ergeben, und stund doch inGe⸗ fahr des Todes und der Hoͤlle; Viel besser sprech ich hier an der Versoͤhnungs⸗Stelle: Gott zuͤr⸗ net nicht mit mir. 4. Zwar haben meine Suͤnden mich schrecklich zugericht, allein Gott laͤst mich finden sein gnaͤdig Angesicht, in meines 10 Blute, darin ich mich verliehr, koͤmt mir das Wort zu gute: GOtt zuͤrnet nicht mit mir. 5. Vorhin ging ich gebuͤcket, mein Hertz war sehr betruͤbt; Nun hat mich GOtt erquicket, der mich in Christo liebt, nun tritt die Freu⸗ den⸗Sonne, nach kurtzer Pein herr fuͤr, ich schrey mit Hertzens⸗Won⸗ ne: GOtt zuͤrnet nicht mit mir. 6. Ach! wuͤstet ihrs, ihr Spoͤt. ter, was das vor Freude bringt/ wenn JEsus, mein Erretter, mir recht ins Hertze dringt, ihr wuͤrdet mir nicht goͤnnen der Christen hoͤchste Zier, in Wahrheit sagen koͤnnen: GOtt zuͤrnet nicht mir mir. 7. So lacht ihr Babels⸗Kinder, mich armen Suͤnder, HErrcChrist, durch deinen Geist nur in dem Stande bleiben, bis an die Gra⸗ „bes⸗Thür zu reden und zu schrei⸗ ben: God zuͤrnet nicht mit mir. Gal. bis euch der Fluch hinreist, laß du 252 Von der geistlichen Vermaͤhlung, Gal. 2, 16. Weil wir wissen, daß der Mensch durch des Gesetzes. 417. M. Aus tiefer Noth schrey. er kan vor dir, o HErr! be⸗ stehn? Es ist mit uns ver⸗ lohren, wo du wilt ins Gerichte gehn mit denen, die gebohren, so kan auf tausend niemand nicht ein Woͤrtlein bringen an das Licht; es heist: Du bist verfluchet. 3. Un moͤglich ist nun, daß man kan recht halten dein Gesetze, denn dieses wil von jedermann, daß kein Mensch es verletze: Wer auch in allem nicht verbleibt, der ist ver⸗ lucht, wie Moses schreibt: Thu das, so wirst du leben. 3. Nun haben wir den ersten Bund, wie Adam, uͤberschritten, — Erfahrung lehret all Stund, da wir dein Recht bestritten. bleiben also in dem Tod, wo nich ein Bürg in dieser Noth ein git lich Mittel findet. ö 4. Wahrhaftige Gerechtigkeit ist liederlich verschertzet: Die Schlang hat in der ersten Zeit be JEsu, nim dich unser an, du bis ein GOtt, der helfen kan, und dan um Mensch geworden. . HErr, unsere Gerechtigkeit, die nur vor GOtt bestehet, bist du allein, du bist bereit zu rusen. Mein Hertz flehet; Darum mein Glaube zu dir spricht: Cerechter mein Gewissen naget. Von der geistlichen Vereinigung Hos. 2, 19. 20. Ich wil mich mit. 418. M. Es ist gewißlich an der. Al Seele, JEsus, Gottes Lamm, hat dich zur Braut er⸗ waͤhlet; Er hat mit dir, als Braͤu⸗ tigam/ o Gnade! sich vermaͤhlet: Er brenut fuͤr Liebe gegen dich, Een keusches Herze sehnet sich nach euscher Gegen⸗Liebe. g. Er liebet nicht aufkurtze Zeit, nein, so ist nicht sein Lieben; er wil an dir in Ewigkeit recht treue Liehe uͤben. Bleib du ihm auch im Lieben treu, und augenblicklich sie erneu! sein Lieben wird nicht wancken. 3. Er wil sich in Gerechtigkeit mit dir nach Wunsch vertrauen; er ist ohnunterlaß bereit, dich gnaͤdig anzuschanen: Er meynets recht, und schencket sich selbst zur Ge⸗ rechtigkeit, die dich als dein Ge⸗ wand soll kleiden. 4. Er sucht an dir Barmherügt keit und Gnade zu beweisen: Er giebet, was dein Hertz erfreut, wil dich mit Manna speisen. Wer ihn Vermaͤhlung, oder mit GOTT. nur liebet, hat es gut, er staͤrckt und labet Sinn und Muth: bey ihm ist lauter Himmel. 5. Du darfst dich seiner Liebes⸗ Brunst im Glauben nur vertrau⸗ en: Du kanst auf seine grosse Gunst mehr, als auf Felsen, bau⸗ en. nicht: was er verspricht, geschiehet. 6. Du wirst ihn erstlich in der Noth als deinen HErren kennen; i auch selbst der Schrecken⸗volle Tod Ales wird dich nicht von ihm trennen: Da wird er dich zum Himmels⸗ sei Saal, als seine Brant, zum Hoch⸗ zeit⸗Mahl geschmuͤckt und herilich uͤhren. — 7. Ach Seele! liebe wiederum den, der dich hertzlich liebet: Er⸗ gib dich dem zum Eigenthum, der an dir Gnade uͤbet: Ach! faß ih tief in deine Brust, und laß dich nicht die schnoͤde Lust der eitlen Welt verleiten. 8. Ach! zuͤnde mich, o JEsu! an trogen! ach das schmertzet! HErrs⸗ HErr, verlaß mich nicht, wann 2. Er ist die Wahrheit und das Licht, er weiß von keiner Falschheit u/ dich inn Wilmich stets mi inem — meine Seel ich dir ga ine Braut oh. 19,5. 19. M. M. ein Blu ment, hen, daß mi u sich wen! 2 um Schooß, un gen bloß, u sencket. 2. So th CTreu! dein und ören shey/ dir ein die reiffe, sü heib ich eit wohn in dei Que rin daß nichts 4. Du bi nur, ohn die ovoller rei nuß meiche 6. Drum MWh, kom Triften, nir ein Den Mit dir si nein schoͤn henn du bist 0 deiner oder Vereinigung mit SOtt. 29³ I Stund, ih, dich inniglich zu liehen, laß tritten. Müch l meiden, was dich kan an Zod, wo nichtmeinem Thun betruͤben! nim Noth ein gtzmeine Seel und Sinnen ein, laß mich dir gantz ergeben seyn, und Gerechtigkoldeine Braut verbleiben. hertzet: DieFoh. 15, f. Ich bin der Weinstock. ersten Zeit bus9. M. Nun freur euch lieben. nertzet HErein Blut, HErr, ist mein Ele⸗ ser an, du bit ment, darinn ich nur kan le⸗ kau, und dann hen, daß mich kein Schmack sonst den. uu sich wend, als dieser Saft der Zerechtigkeit, Reben. Sy leb ich in des Vaters stehet, bistu Schooß, und bleib von allen Din⸗ eit zu rusen. gen bloß, und bin in Gott ver⸗ Darum mein ssencket. ö t: Gerechter 2. So thu an mir, o Hirten⸗ nicht, wann Creu! dein Amt in allen Dingen, t. und mache mich vom Fremden — shey/ dir eintzig Frucht zu bringen, die reiffe, sfuͤß und heilsam sind, so g/ oder hei ich ein gehorsam Kind, und wohn in deinem Namen. 3. Kom selbst, o volle Lebens⸗ Quell, dring ein in meine Seele, daß nichts aus Adams Fall mich fll, und durch die Sunde qugle. Du must in allem Alles seyn, soll anders deine Schoͤpfung rein und herrlich wieder werden. ut, er staͤrckt — bey einer Liebes⸗ nur vertrau⸗ seine grosse Felsen, bau⸗ heit und das nur, ohn dich ist lauter Hoͤlle, gib, er Falschheit daß sich mir die rechte Spur zu dir t,geschiehet. gantz offen stelle, zu dringen tief in stlich in der ssich hinein, und unverruͤckt bey ren kennen; lir zů seyn, mein Leben und mein envolleTod Ales. ö hm trennen: 5. Da ist nur Ruh und Sicher⸗ u Himmels⸗ eit, da mangelt kein Vergnuͤgen: „zum Hoch⸗ Da hast du mir die Staͤtt bereit't/ und herrlich uo ich soll sanfte liegen, und sau⸗ — deiner Weisheit Brust, die ist ovoller reiner Lust, daß alles ihr nuß meichen 6Drum eile bruͤnstig, muntres MWh, kom! spring auf deinen Triften, nim auf dir, der du je und e wiederum liebet: Er⸗ enthum, der sch! faß— ind laß di tder eitlen se Mit dir soll alle Creutzes⸗Pein 5,o JEsu! nein schoͤnster Rosengarten seyn, an enn du bist selbst der Himmel. —— 4. Du bist der Wiederbringer ein Denckmaal wollen stiften. 7. Bist du, mein Schatz, nicht immerdar der Ursprung reiner Frende, ein lautrer Strom, Cry⸗ stallen klar, darin ich mich gern weibe, und trinck inLust und Liebs⸗ Begier, bleib ewig unbewegt in mir, ini Band der ewgen Ehe. Offenb. Joh. 22,17. Und der Geist. 4⁴⁰0.M. Hertzlich thut mich verl. Err IEsu, Lebens⸗Sonne, hbertzliebster Seelen⸗Freund, mein Braͤutigam und Wonne/ sehr gut ist es gemeint: Drum komme, kom, und eile! kom! es ist hohe Zeit, ach kom! dich nicht verweile, mach deine Braut bereit. 2. Die Braut ist meine Seele, weil ich, HErr JEsu, dich zum lieb⸗ sten Schatz erwaͤhle, die trachtet inniglich dahin, wo sie verliebet, sie seufzet ohn Verdruß, bis ihr der Liebste giebet den ersten Himmels⸗ uß. 3. Du hast ja durch Verpfaͤnden sie dir zur liebsten Braut, mit Tren gegebnen Haͤnden, vermaͤhlet und vertraut: Schoͤn hast du sie ge⸗ kleidet, den Braut/ Schmuck zuge⸗ richt't, dich hoch und vest vereidet, von ihr zu lassen nicht. ‚ 4. Ach liebster Freund! ach blei⸗ be! ach weiche niucht von ihr! sie dir vest einverleibe, verein ge sie mit dir, ach Bruder! nicht ver⸗ schmaͤhe die Schwester, deine Braut, hilf, daß sie dort bald sehe, worauf sie hie gebaut. Es. 61, 10. Ich freue mich im. 421. M. Ihr Rinder des Hoͤchst. ertz lfreue dich solcher hoͤchst⸗ seligen Stunden, da du dich mit JEsu auf ewig verbunden: Er hat mich zu seiner Braut selber erwaͤhlt, sich mit mir, als Braͤuti⸗ gam, ewig vermaͤhlt, mein Hertze muß gegen ihn flammen und bren⸗ nen, in Liebe mein Ein und mein Alles ihn 4—1 Nichts muͤsse mich ewig von seiner Huld tren⸗ nen. a. Ach 2. Ach süssester Braͤutigam! was fuͤr ein Lieben gedenckest du an mir Elenden zu uͤben? Gewiß, nicht nur Jahre, nicht Stunden noch Zeit, woriun sich das sterbli⸗ che Leben erfreut, verloben in E⸗ wigkeit und im Gerichte, dis, giebt der Liebe das rechte Gewichte, worauf ich ja billig mein gantzes Hertz richte. 4 3., Selbst deine Gerechtigkeit giebst du zum Kleide, wie koͤstlich, wie reine, wie weiß ist die Seide, scheid worinn du dich, Braͤutigam, mit mir vertraust, und wich, als die Deine, in Schoͤnheit anschaust; Genade, Barmhertzigkeit ist mei⸗ ne Crone, unendliche Klarheit, worinnen ich wohne, zur Rechten des Braͤutigams dort auf dem Thrönr... 4. Dich wil ich alleine, mein Seelen⸗Freund, haben, du, du kanst das Hertze vollkommen recht laben mit himlischer Wollust, als mit einer Fluth: Lebendige Quel⸗ le, bey dir ist es gut! Hier wil ich mir ewige Huͤtten erbauen, und unter den Fluͤgeln der Gnade ver⸗ trauen, bis daß du mich fuͤhrest zum seligen Schauen. . So lang ich indessen hier un⸗ ten muß wallen, sey dieses die Lo⸗ sung, nur dir zu gefallen. Verleid mir die stinckende Liebe der Welt die schon so viel tausend betrüglich efaͤllt: Fort Augen⸗Lust, Flei⸗ sches Lust, hoffaͤrtig Wesen, des Teufels Braut hat dich zum Thei⸗ le erlesen, die Liebe des Hoͤchsten macht mein Hertz genesen. 6. Ach Braͤutigam! giesse die Fluthen der Liebe stets in mich, da⸗ mit ich aus innigem Triebe, ohn Unterlaß in dich, mein Leben, ein⸗ dring, und gleich einem Adler, mich Himmelwaͤrts schwingz Welt, Teufel und Sůnde, die moͤ⸗ en denn wuͤten, ich sitze und ruhe im suͤssesten Frieden, mein Haus Von der geistlichen Vermaͤhlung, ——— noth, ———— ist dort oben, und nicht mehr iz nieden. 7. In Noͤthen soll ich dich llh meinen HErren kennen, das Stun l ö ben soll mich und dich nimmen mehr treunen; Wo du bleibst, dy ö oleibe ich auch unverruͤkt dir gleih einem Siegel, aufs Herze gedruth hier unten in Truͤbsal und man cherley Leiden, dort oben in Glons und ewigen Freuden, du mein und ich deine, nichts muͤsse un eiden. 8. Nun Theureste, siehe, din Brautgam der Seelen hat mitdt auf ewig sich wollen vermaͤhlen Du giebst ihm das Ja⸗Wort ganh williglich hin, o dringe nur fernet mit redlichem Sinn tief in die He meinschaft des, welcher sein Lebey, aus flammender Liebe dem Lod ůͤbergeben, nur dich aus dem Toht ins Leben zu heben. 9. Was wilt du, so lange dull⸗ best, wohl uͤben? Nur JEsum, den Braͤutgam, hertzinnig zu liebent nur 4* ist koͤstlich, dis Eine th, das andere Schade un wuͤrklicher Tod. Nun Amen! 0 mannel, ja es geschehe! Ach! sit⸗ cke du selbsten dein Lamm aus det Hohe, bis ich dich dort oben ör deinem Thron sehN. Matth. 25,1. Das Himmelreich. 4½½. M. Nun komt der Heyden. Liebster Braͤut gam! denikst du nicht an die theure Liehesz Pflicht, da du dich mit tausend Wunden meiner Seelen hast den bunden. 40 3. Denckst du nicht an deinen Spott? an das Creutz und an die Noth, und an deiner Seelen Lei den, da sie sollte von dir scheiden! 3. Weißst du wohl, daß deine Pein mein Erloͤsung sollte seyn⸗ Und wie muß ich dann auf Erden noch so lang gequaͤlet werden! 4. Bin ich dir, als deine Braut schon verlobet und vertraut,* —— um laßst du hes Trauer u. 8. Nim Reich, mae gleich: Mi rHoͤle, J Seele, Hohel. Sal 423. In eie JEsu& ein Li Wmein unter den weiden, ist Gezelten ge haͤtte gebu 2.Er ruf te den Sck fuͤr lauten Kummer: mit Seufz Hertze zer Thraͤnen. 5. Wo soll ich ihn heimliches luffe und f Hassen: Heliebte 4. Ich naͤchtlicher der antwo Wunden. mein Tr. dursten di guch pluͤn 3. Ihr oder Vereinigung mit GOtt. 25 nicht mehr hie bes Trauer: Hoͤle. oll ich dich L' Bin ich dein, — mein, warum laͤßst dur dich nimmen o du bleibst, dr rrůkt dir gleich Herze gedrutz bsal und mam oben in Glorz den, du meith hts muͤsse uj ste, siehe, der len hat mit dit n vermaͤhlen Ja⸗Wort gauh inge nur fernet tief in die Ge her sein Lebeh, iebe dem Loß aus dem Tode so lange dulh ir JEsum, den nig zu liebent h, dis Eine is Schade un in Amenl 0 he! Ach! statz Lamm aus det dort oben or Himmelreich. tder Heyden. m! denekst du heure Liehes⸗ mit tausend eelen hast ven nicht alsbald Ich vergehe vor Verl il 7. kamm — doch, Dencke Een, deine Braut zur ten. leich: 2Hle, Sesu, Sräut kele. Hohel. Sal. 2, 16. Me hatte gebuͤhrli hertze zerschmeltzet hraͤnen. 3. Wo soll ich ihn soll ich ihn finden? w cht an deinen autz und an die er Seelen Lei dir scheiden hl, daß deine ig sollte seyn: mn auf Erden t werden? s deine Braut hertraut, war⸗ um Heliebte verlassen. haͤchtlichen Stunden guch pluͤndern. 6. Ich verschmachte mmlaßst du meineSeele in des Lei⸗ und du bist nich allein? Varum wilt du mich, mein Leben, zu dir erheben? fuͤr Be⸗ ger, die mein Hertze hat nach dir: angen, dich Gottes sehn und zu unifaugen. 0 daß du bist mein Braͤuti⸗ gam: Denke, daß dirs wil gebuüh⸗ Ruh zu fůͤh⸗ 8. Nim mich, Liebster, in dein Reich, mach mich den Erwaͤhlten Nim mich aus der Trau⸗ gam meiner J. Schöͤfler. inFreund ist 443. In eigener Melodey. Oder: O JEsu Christ, meinus Lebens. ein Liebster, mein Schoͤnster, N mein Troͤster imveiden, der unter den Rosen stets pfleget zu weiden, ist heimlich von meinen Gezelten gegangen, o! daß ich ihn ö empfangen. Er rufte so frenndlich, ich lieb⸗ te den Schlummer, nun sterb ich fuͤr lauter Hertz schmertzenden Kummer: Ich winsel und girre mit Seufzen und Sehnen, mein in blutigen suchen? wo o soll ich sein heimliches Lager ergrunden? Ich luffe und schreye auf Strassen und Hassen: Mein Liebster hat seine 4. Ich fragte die Waͤchter bey die Moͤr⸗ der antworten muit Schlaͤgen und Wunden. Ich meynte, sie wuͤrden mein Trauren vermindern, dursten die Raͤuber den Schleyer so 5. Ihr Toͤchter Jerusalems, liebste Gespielen! komt, suchet mir meinen Geliebten im Kuͤhlen, und wenn ihr ihn sindet, denxieb⸗ sten vor allen, sagt, daß ich vor Lie⸗ be in Kranckheit gefallen. 6. So rief ich, so sucht ich aus allem Vermoͤgen, und siehe, da kam mir mein Liebster entgegen; Ich war nun ein wenig von ihnen gegangen, da wurd ich von mei⸗ nem Liebhabertempfangen. v. Willkommen ihr ewig ge⸗ priesene Stunden! Ich habe mein Leben nun wieder gefunden, ich habe den, den ich von Hertzengrund liebe: wie wallet die Seele vom seligem Triebe!l g. Wie sollt ich nicht immer vor Freuden frohlocken? Ich hoͤre des Freundes holdseliges Locken: Er huͤpfet auf Bergen, er springet auf Hugelu, nun kan ich in seinem Ge⸗ sichte mich spiegeln. 9. Ihr Toͤchter Jerusalem, ist es jetzunder nicht euren lieb⸗aug⸗ lenden Augen ein Wunder? Be⸗ fremdet euch, daß ich euch also be⸗ schworen: so sehet ihn, den ich vor tausend erkohren. 1 10. Seht, dessen Abwesen mich hoͤchlich bekuͤmmert, wie roͤthlich sein Liljenweiß Angesicht schim⸗ mert j was schließt ihr aus seinen lebhaftigen Farben? Ich wolt ihn i Himmel und Erden nicht dar⸗ en. II. Zeigt einen, der meinen Ge⸗ liebten zu gleichen; dem Haupte muß selbsten das feinste Gold wei⸗ chen, des Salomons Schaͤtze in Ophir gegraben; die krausen Haar⸗Locken sind schwaͤrtzer, als Raben. 3 12. Wie strahlen die lieblenden Augen von ferne, sie funckeln so helle, wie himlische Sterne: Die Backen sind Bette, mit Wuͤrtzen besetzet, die Lippen sind Rosen von Myrrhen benetzet. 13. Die Haͤnde darinnen mein Name 256 Von der geistlichen Vermaͤhlung, Name gepraͤget, sind uͤber und uͤber mit Tuͤrckis beleget: Die zarten Gliedmassen sind herrlich geschmuͤcket, wie Helfenbein un⸗ ter Saphiren vorblicket. 14 Ich muß mich in seinem Be⸗ loben verweilen: Die Beine sind steifer, denn marmelne Saͤulen, ge⸗ gruͤndet, gespuͤndet auf guͤldenen Fuͤssen( Wen wolte sein Anblick nicht alles versuͤssen? 15. Sein Anblick erfreuet, wie sich Libanons Hoͤhen, auf welchen die Waͤlder von Cedern⸗Holtz stehen. Kein Redner kan seine Holdselig⸗ keit zaͤhlen, sie stroͤmet aus seiner Hertzfreundlichen Kehlen. 16. Ein solcher ists, den ich r allen erkohren: ein solcher ists, den ich vor hatte verlohren: Ein sol⸗ cher ists, den ich von Hertzengrund liebe, dem ich mich zu Ehren im Glauben stets uͤbe. I7. Ich hab ihn, ich halt ihn, ich wil ihn nicht lassen, ich wil ihn umarmen, ich wil ihn umfas⸗ sen: Ich wil ihn ins Zimmer zur Mutter heimfuͤhren, da werd ich erst voͤllige Gnade verspuͤhren. 18. Mein Augen⸗Trost meiner Gedancken Lust Spiegel, o setze mein Hertze auf dein Hertz zum Siegel! Nichts daͤmpfet, nichts loͤschet die himlische Flamme: Ich olge mit meinen Gespielen dem Lamme. ů Joh. 3, 29. Wer die Braut hat. 424. In eigener Melodey. Oder: IEsu Christ, meins Lebens. Non freut euch, ihr Hirten! ach freuet euch mit mir, ich habe den seligsten Braͤutigam hier! o gluͤckliche Stunden! nu hab ich gefunden, den welchen ich suchte mit steter Begier. + 7 2. O theurester JEsu! wie suͤs⸗ se bist dul was bringst du der See⸗ len fuͤr selige Ruh! o JEsu mein Leben! was soll ich dir geben? weit suͤsser, als Honigseim bist du mir nu. 3. O Liebster! du nieches kraͤftig, so gut, erquickest die Se le, Leih, Leben und Blut, du kiin gest so schoͤne, wie Engel⸗Gethoͤnt, du setzest in Jauchzen den traurj gen Muth. 4. Mein JEsu, wie herrlich b weisest du dich! wie innig, mit goͤttlich erfreuest du mich! O him lische Sonne! o ewige Wonne nun alle mein Leben ergiebet di ich. 5. O Liebe! o! bleibe doch im mer bey mir, mein Himmel, meih Jauchtzen, mein goͤttliche Zierll f ich wil dich stets preisen mit hem lichen Weisen, mit Singen und Klingen und Thoͤnen von dir. 6. Mein JEsus! nim alles und jedes, was mein, zu deiner ge wuͤnschten Belustigung ein: Me Hertze soll werden dein Himmi auf Erden, mein JEsu wie kans du den anders wo seyn. I Corinth. 6, 17. Wer aber dem. 4²5. M. Ach was soll ich Suͤnd. wie selig sind die Seelenl O die mit JEsu sich vermaͤhlen, die sein sanfter Liebes⸗Wind so ge⸗ waltiglich getrieben, daß sie gantz daselbst geblieben, wo sich ihr Mo gnet befindt.. 2. Denn wer fasset ihre Wuͤrde, die bey dieser Leibes ⸗Bůrde sich in ihnen schon befindt? Alle Himmel Chr. Reymann. sind zu wenig fuͤr die Seelen, die der Koͤnig so vortreflich angezuͤndt. 3. Wenn die Seraphin sich de⸗ O JEsu E wie Braut, in der Wunder⸗vollen Kro⸗ cken, und vor seiner Macht erschre⸗ cken, wird er doch von seiner ne, auf dem glorioͤsen Throne, oh. ne Decke angeschaut. 4. Sonst erfreut man sich mit Zittern, und bedienet mitErschuͤt tern dieses Koͤnigs Heiligkeit; Aber wer mit ihm vertrauet wird/ wenn er sein Antlitz schauet, doch gar sanftiglich erfreut. 5. Wenn Jehovah man genen⸗ ne kennet als Braut. sten Weser lesen, gar; 6. Sie i Diamante den Glantz durch un Stroͤme a Koͤnigin e 7. Drur lieben, un uͤben des eyn? mu leiden, sich den, brine tin. 8. Sche Bitte, mi the, einen als dir ve freudig ab und irrdi licken, cken, daß ö 10. Oht bis die Ze bis er sick werd in se ser Lieb er ochzeit ratth.9 4²6. In er Lieben da cken und v ich habe sreuen un 2. Dul teichlich Bruͤste de keichliche! Ebn duen scher Freu zu riechest f ickest die Seh Blut, du klim. ngel⸗Gethoͤnt, en den traurß yie herrlich h ie innig, wiz mich! O him vige Wonne! nergiebet dit leibe doch im gimmel, mein oͤttliche Zier! eisen mit hem Singen und n von dir. nim alles un zu deiner ge ing ein: Meih dein Himma Esu wie kans n. Ser aber dem. oll ich Suͤnd. die Seelen! ch vermaͤhlen, 8.Wind so ge⸗ „daß sie galz o sich ihr M/ t ihre Wuͤrde, Bůrde sich in Alle Himmel ie Seelen, die ch angezuͤndt. ayhin sich de⸗ Nacht erschre⸗ h von seiner er⸗vollen Kro⸗ n Throne, ohi man sich mit t mitErschůͤt⸗ 3Heiligkeit; rtrauet wird, schauet, doch ut. man genen⸗ ne oder Vereinigung mit SOtt. het, wird nichts hoͤhers mehr er⸗ lennet als die Herrlichkeit der Braut. Sie wird mit dem hoͤch⸗ sten Wesen, das sie sich zur Lust er⸗ lesen, gar zu einem Geist vertraut. 6. Sie ist edler, als Carfunckel, Diamanten sind zu dunckel für den Glautz der Herrlichkeit, die sie durch un) durch erfuͤllet, der wie Stroͤme aus ihr quillet, der die Koͤnigin erfreut. 7. Drum wer wollte sonst was lieben, und sich nicht bestaͤndig uͤben des Monarchen Braut zu seyn? muß man gleich dabey viel leiden, sich von allen Dingen schei⸗ den, bringts ein Tag doch wieder ein. ö 8. Schencke, HErr, auf meine Bitte, mir ein goͤttliches Gemũͤ⸗ the, einen koͤniglichen Geist, mich, als dir verlobt, zu tragen, allem sreudig abzusagen, was nur Welt, und irrdisch heist. 9. So wil ich mich selbst nicht achten, sollte gleich der Leib ver⸗ schmachten, bleib ich JEsu doch aen Sollt ich keinen LTrost er⸗ licken, wil ich mich damit erqui⸗ cken, daß ich meines JEsu sey. 10. Ohne Fuͤhlen wil ich trauen bis die Zeit komt, ihn zu schauen, bis er sich u mir gesellt, bis ich werd in seinen Arnien in gar suͤs⸗ ser Lieb erwarmen, und er mit mir ochzeit haͤlt. D. C. Fr. Richter. ratth. 9, 18. Wie koͤnnen die. 426. In eigener Melodey. Oder: JEsu Christ meins Lebens. JIEsu! mein Braͤut' gam, —wie ist mir so wohl! dein lieben das macht mich gautzttrun⸗ cken und voll: O selige Stunden! ich habe gesunden, was ewig er⸗ steuen und saͤttigen soll. 2. Du hast mich, o JEsu! recht teichlich erquickt, und an die Trost⸗ Bruste der Liebe gedruͤckt, mich leichlich beschencket, mit Wollust Eenrrend auch selig mit himli⸗ scher Freude beghückt. 3. Nun HertzensGeltobter, ich bin nicht mehr mein, denn was ich bin um und um alles ist dein, mein Lieben und Hassen hab ich dir ge⸗ lassen, diß alles wuͤrckt in mir dein goͤttlicher Wein. 4. Was ist es, das hier und dort mich noch ansicht, der Eltern, der Bruͤder, der Kinder Gesicht? weg/ weg, ihr Verwandten! wegFreund und Bekandten! schweigt alle nur stille, ich kenn euch ja nicht. 5. Komt, jauchzet ihr From: men, frohlocket mit mir, ich habe die Quelle der Freuden selbst hier: Komt lasset uns springen, und sin⸗ gen, und klingen, ja gaͤntzlich ent⸗ brennen in Liebes⸗Begier. 6. O Liebster! wie hast du mein Hertze verwundt, wie hat mich dein heiliges Feuer entzundt! ach! schauet die Flammen, sie schlagen zusammen, nicht Himmel, noch Erden weiß, was ich empfind. 7. Trotz Teufel, Welt, Hoͤlle, Fleisch, Suͤnde und Tod, ich furch⸗ te kein Truͤbsal, kein Leiden noch Noth/ wil JEsus mich lieben, was kan mich betruͤben? All's, was mir entgegen, muß werden zu Spott. 8. Weg Kronen, weg, Seepter, weg Hoheit, weg Welt/wegReich⸗ thum, weg Schaͤtze, weg Guͤter, weg Geld, wegWollust, wegPran⸗ en! mein eintzigs Verlangen ist Isus der Schoͤnste, im himli⸗ schen Zelt. 9. Wann nimst du, o Liebster! mich gaͤntzlich zu dir? wie lang, achn wie lang soll ich warten all⸗ hier? Wenn seh ich, o Wonnel dich ewige Sonne, o JEsu! Schoͤnster! o einige ier! Off. Joh. 19, 9. Selig sind, die. 447. In eigener Melodey. Liehster JEfu, liebstes Leben, der du bist das GOttes Lam, das die Guͤnde auf sich nahm/ dir hah ich mich gautz ergeben:/ dich wil ich den Braͤut gam nennen, den We 359 —— a58 von der geistlichen Vermaͤhlung/ ich bin ja deine Braut,die du ewig dir vertraut, nichts:,:): nichts —1 unste Liebe trennen. Selig, elig, selig sind, die zu dem Abend⸗ mahl der Hochzeit des Lammes be⸗ rufen find. ů 2. Laß mich diese Kuͤhnheit üben hier in meinem Christen⸗ thum, daß nur. sey mein Ruhm, daß kein Unfall, kein Be⸗ truͤben:„ mich durch Schrecken koͤnn abziehen von der Lieb, damit ich dir bin verpflichtet fur und fuͤr, all':/: alle Lust der Welt zu flie⸗ hen. Selig, selig, selig sind/ ꝛc. 3. Laß durch deine Gnad gesche⸗ hen, daß mir niemals Oel gebricht; gib, daß meines Glaubens Licht nimmer moͤg in mir ichmuck 7 laß die Lampen seyn geschmuͤcket, durch Gebet und Wachsamkeit, und das in der Dunkelheit sie 1/ sie stets scheint und helle blicket. Selig, selig, selig sind, die zu ꝛe. 4. Laß den Schlaf nicht uͤber⸗ winden meine Augen, sondern gib, daß durch deines Geistes Trieb du mich wachend moͤgest finden und mit hertzlichem Verlangen wartend, wenn 2—— ruft, hoch *. von der gestirnten Luft: Auf ,1) auf! der Braͤutgam koͤmt gegan⸗ gen. Selig, selig, selig sind, ꝛe. . Laß mich dir entgegen gehen, wenn du mir entgegen koͤmst, daß du mich zu dir einnimst, da ich dich soll ewig sehen:/ JEsu! du wollst mich verneuen, daß bey deinem Abendmahl in der Auserwaͤhlten ahl ich ½ 75½ ich mich ewig onn' erfreuen. Selig, selig, selig sind, die zu dem Abendmahl der Hochzeit des Lammes berufen sind. Joh. Angelus. Joh. 14, 23. Wer mich liebet der 428. M. Ach! was sol ich Suͤnder Wer ich meinen JIEsum habe, und an deiner Brust mich labe, fuͤrcht ich keine Noth und Pein: Wer ihn liebet, wer ihn gennet, wer weiß, wie sein Hertze brennet, der kan niemals trauniz seyn. 2. Wo ich sitze, wo ich stehe, wo ich liege, wo ich gehe, weicht mein ö Er ist mit stets an der Seiten, wil nuich ͤber all begleiten; Ich bin seine Lus JEsus nicht von mir. und Zier. 3. Er hat mich zur Braut erkoh ren, eh ich sollte seyn verlohren, můͤst wit wi die gantze Welt. Achi was sollt mich denu betruͤben, da mich der so hoch wil lieben, der jn alles traͤgt und haͤlt. 4. Er hat sich mit mir verbun⸗ den, nichtes, nichtes wird gefun⸗ den,das ihn von mir trennen thutz Er mein Braͤutgam und mein Laͤ nig, achtet sonsten alles wenig zich bin ihm se in liebstes Gut. 5. Darum froͤlich, immer sio lich! weil ich bin in JEsu selig, ͤ6 ich bin sein, und er ist mein: Sish gen, springen, jubiliren, und in JEsu teiumphiren, soll nur mein Geschaͤste seyn. Offenb. 22,16. Ich bin die Wurtel 429. Mel. O eilger Geist kehr. Wie schoͤn leucht't uns der Mor⸗ genstern, voll Gnad und Wahrheit von dem HErrn, die susse Wurtzel Jesse. Du Sohn Davids aus Jacobs Stam, mein Koͤnig und mein Brautigam, haft mir mein Hertz besessen, lieblich, freundlich, schoͤn und herrlich, groß und ehrlich, reich von Gahen, hoch und sehr praͤchtig erhaben. 3. Ey meine Perle du werthe Kron, wahr'r GOttes und Marien Sohn, ein hochgebohrner Koͤnig! Mein Hertz heist dich ein Lilium: Dein suͤsses Evangelium ist lauter Milch und Honig: Ey mein Bluͤmlein, Hosianna! himlisch Manna, das wir essen, deiner kan ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du heller Jaspis und Ru⸗ bin, die Flamme deiner 7 un 3 und erfret an deinet lebendige den⸗Sche Aeugelei anblicken trautes Geist/ dei stelldenr moͤge m schoͤnen! Liebe we jubiliret Freuder deiner n 2Cor. 1 33⁰. ie hfüse 0 4. 66 2. mals traurig ich stehe, wo „weicht mein Er ist mir il mich uͤber in seine Lust Braut erkoh n verlohren, e Welt. Achi betruͤben, da ieben, der jn mir verbun⸗ wird gefun⸗ rennen thutz ind mein La⸗ Ewenig zich zut. „immer sta⸗ IJEsu selig, ͤ6 mein: Sist iren, und in oll nur mein ndiedurtel Geist kehr. uns der Mor⸗ Gnad und HErrn, die Du Sohn Stam, mein utigam, hast sen, lieblich, ud herrlich, von Gaben, gerhaben. e du werthe zund Marien rner Koͤnig! ein Lilium: um ist lauter Ey mein a! himlisch n, deiner kan n mein Herz pis und Ru⸗ einer Liebe; und oder Vereinigung mit SOtt. 259 und erfreu mich/ daß ich doch bleib an deinem auserwaͤhlten Leib ein lebendige Ribbe. Nach dir ist mir, gratiosa Coli Rosa, kranck und glimmet: Mein Hertz durch Liebe verwundet. VonGott komt mir einFreu⸗ den ⸗Schein, wenn du mit deinem Aeugelein mich freundlich thust anblicken. O HErr JIEsu! mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich in⸗ nerlich erguicken. Nim mich freundlich in dein Arme, daß ich warme werd von Gnaden: Auf dein Wort kom ich geladen. 3. HErr GOtt Vater mein star⸗ cker Held! du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn gelie⸗ bet: Dein Sohn hat mich ihm elbst vertraut, er ist mein Schatz, ich bin sein Braut, sehr hoch in ihm erfreuet. Eya! Eya! him⸗ lisch Leben wird er geben mir dort oben. Ewig soll mein Hertz ihn loben.. ö 6. Zwingt die Saiten in Citha⸗ ra, und last Nech Musieg gantz steudenreich erschallen, daß ich moͤge mit JEsulein, dem wunder⸗ schoͤnen Brautgam mein, in steter Liebe wallen. Singet, springet, judiliret, triumphiret, danckt dem Sten groß ist der Koͤnig der ren 7. Wie bin ich doch so hertzlich froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis, aufnehmen in das Para⸗ deis, deß klopf ich in die Hande. Amen! Amen! kom du schoͤne Freuden⸗Krone, bleib nicht lange! deiner wart ich mit Verlangen. D. hil. Nicolai. Cor. 11,3. Ich habe euch vertr. 36. M. Meine Seele erhebet. Wie viel suͤsse Namen hat doch zunfer Heiland: doch ist keiner o* der suͤsse Braͤutigam. 2. ist alles nud in allen Chri⸗ stus; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.* 3.Er ist der Grantz der Herrlich⸗ keit, und das Ebenbild desWesens GOttes; Er ist das Wort, das vom Anfang war, das bey GOtt, und GOtt war.. 4. Weil er denn so hoch ist, wer durfte zu ihm kommen? Was ist die Creatur gegen den Schoͤpfer? Er hat sich genannt unsern HErrn und unsern Koͤnig; aher wer duͤrfte anruͤhren den Saum seines Kleides? 6. Er ist der Fürst und Hertzog des Lebens, wir sind seine Unter thanen, und gehen unter seinem 22½ 7. Doch ist keine Gleichheit zwi⸗ schen uns und ihm: Wir haͤtten nicht duͤrfen also zu ihm nahen. 8. Er ist unser Lehrer und Men ster zaber dann sind wir nur Schů⸗ ler, und haben noch vor ihm. 9. Ist er unser Hoherpriester und unser Erloͤser; hat er unsere Suͤnde geypfert, und uns erloset durch sein Blut: 10. So haben wir zwar dadurch eine ewige Erloͤsung, und sind se⸗ lig in der Hofnung; doch sehen wir noch nicht, was wir in ihm werden sollen. ö 11. Der Name des Hirten ist ein suͤsser Name; Wie hat doch dieser pute Hirte seine Schaafe ge⸗ liebet! ů 12. Er sprach: Suchet ihr mich, so lasset diese gehen, Wir sind Schaafe seiner Werde; und er läͤsset sein Leben fuͤr die Schaafe. 13. Doch kan man die Vereini⸗ gung mit ihm untor diesem Bilde nicht finden: das Schaaf vermaͤh⸗ let sich nicht mit dem Hirten. 14. Er ist der Erstgebohrne un⸗ ter den Brüdern, und er schaͤmet sich nicht, uns seine Bruͤder zu bert ne Furcht j. Doch 26⁰0 Von der Erhaltung I. Doch ist es nicht so hoch, als der Name des Braͤutigams; ein Mann wird seinen Bruder, ja Vat'r und Mutter verlassen, und an seinem Weibe hangen. 16. Er hat noch mehr suͤsse Na⸗ men, den ich liebe, ihr Toͤchter Je⸗ rusalems; wo ich hingehe, da fin⸗ det ihr die Fußstaffen meines Eh⸗ gemahls. 2 17. Er ist das Brobt desvebens, das meine 25 deb speiset: Er ist der Baum des Lebens, unter dessen Schatten ich sitze. 13. Seine Frucht ist meiner Kehlen so suͤsse 3 Er erquicket mich mit Blumen, und labet mich mit Aepfeln. 77. 19. Er ist der Weinstock, ich bin ein Rebe an ihm; sein goͤttlicher Saft dringet durch mich, und mei⸗ ne Narde riechet durch ihn. 20. Er ist der Weg, die Wahr⸗ heit und das Leben; Er ist das wahrhastige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die da kom⸗ men in diese Welt. 5 21. Er ist das A und O, der An⸗ fang und das Ende; Er ist, und war, und ist zukuͤnftig. 32. Was soll ich sagen? Er ist es gar, was ich sehe und dencke; Go ist Alles, und in allemChristus. 23. Doch wird in diesen allen meine Liebe noch nicht ersattiget: Ich wil ihn haben, ich wil ihn gantz aben und besitzen. 24. Dazu hat er mir selbst die Hofnung gegeben: Er hat sich mit mir verlobet in Gerechtigkeit, 25. Es ist noch zu wenig, daß er mein Haupt und ich sein Gsied bin; Er ist mein Mann und Braͤutigam. 26. Das, das druͤcket aus, was ich so hoch liebe und verlange, das, das saͤttiget meine unendliche Begierde. 99 27. Da hab ich erst alle Titul und Namen zu meinem Eigen⸗ thum; Ist er Koͤnig, so bin ich seine Koͤnigin: I 28. Denn die Braut des Lamms hat alles gleich mit ihrem Braͤuti⸗ gam: Alles was sein ist, das ist mein, und ich komme in seine Guͤter. ö 29. Ich bin aus ihm, und komme wieder zu ihm; ich bin mit ihm eins, gleichwie er und der Vater eins sind. ö 30. Es sind nicht mehr zwen sondern einer; Er ist mein und ich bin sein. 3l. Hoͤrets ihr Thronen und ihr Fuͤrstenthümer! sehets, wie mich liebet mein Mann, das suͤse Lam. 32. Wer die Braut hat, ist der Braͤutigam, und die den Bräuti⸗ gam hat, die ist die Braut. 33. Schmuͤcket euch schoͤn, ihr Jungfrauen des Lammes! Liebet, liebet ihn, ihrErstlinge seinerLiebe! und euer GOtt; und der ist euer Mann und Braͤutigam. ö Ehre sey GOtt dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen ꝛce. Von der Erhaltung im Gnaden⸗Stande. Gs. 41L, 10. Fuͤrchte dich nicht, ich. ler Herren bist, beschirm dein ar— 4»31. M. Christ, der du bist der. me Eigat uns, HErr, bey deinem in Wort, und steur des Pabsts Christenheit, daß sie dich lob Ewigteit.. 3. GOtt Heilger Geist, du Troͤ⸗ und Turcken Mord, die JEsum ster werth, gib dein'm Volck einer⸗ Christum, deinen Sohn, wollen von seinem Thron. 2. Beweiß dein Macht, 22 IEsu Christ, der du'ein Horr al⸗ stuͤrtzen ley Sinn aüf Erd, steh bey uns in der letzten Noth, gleit uns ins Le⸗ ben aus dem Tod. ö 4. Ihr 34. Er ist euer Koͤnig, euer HErr die sich gerunge schlafen wenn sie kennen, taͤglich den, un erechtigkeit,. enig, daß er sein Gsied rann und et aus, was rlange, das, unendliche alle Zitul nem Eigen⸗ so bin ich ihm, und. ich bin er und der ehr zwey lein und ich nen und ihr 5„ wie mich suͤsse Lam. hat, ist der en Bräuti⸗ W. schon, ihr ies! Liebet, einerLiebel euer HErr er ist euer 1. Vater und Heiligen ꝛc. tande. m dein ar⸗ ie dich lob st/ du Troͤ zolck einer⸗ bey uns in ns ins Le⸗ 4. Ihr 751 werden itzt muͤde, un im Snaden · Stande. — 4. Ihr Anschlaͤg, HErr, zunichte mach/ laß sie treffen die boͤse Sach/ und stuͤrtz sie in die Grub hinein, die sie machen den Christen dein. 5. Syo werden sie erkennen doch, daß du, unser GOtt, lebest noch, und hilfst gewaltig deiner Schaar, die sich auf dich verlassen gar. „D. Martin Auther. Joh. 17, II. Heiliger Vater erhalte. 432. Mi. Liebster Immanuel, H. Nrosser Immanuel! schaue von Voben auf dein erloͤstes, erkauf⸗ tes Geschlecht: Siehe doch, wie die Tyrannen noch toben, wie sie verkehren die Wahrheit und Recht: Luͤgen und Irrthum muß gelten —0 auf Erden, Unschuld und Wahr⸗ heit muß Ketzerey werden. 2. Seelen, die sonsteu sehr eifrig chlafen fast ein, scheints doch, als wenn sie der Arge bezwungen, weil sie so eifrig im Kampf nicht mehr seyn; Menschen⸗Furcht pflegt man als Weisheit zu preisen, Lau⸗ lichkeit soll nun Verleugnung gar heissen. 3. Kinder, die bis zur Geburt sind gekommen, sterben, weil Kraft zu gebaͤhren gebricht: Juͤnglin⸗ gen werden die Kraͤfte genommen, voͤllig zu brechen durchs Finstre aus Licht. Alles wird irre, weil Argwohn regieret, und auch ein⸗ faltige Hertzen verfuͤhret. 4. Schmertzlich erfahret man, wie sich itzt trennen Kinder der Muͤtter die droben gebiert, wie guch die Bruͤder einander nicht kennen, hertzliche Freundschaft sich laͤglich verliert; Viele sich schei— den, und viele sich spalten, weil man die Liebe so laͤsset erkalten. 5. Lange, ach lange! schon seuf⸗ zen die Deinen, daß man uns Frey⸗ heit und Freudigkeit kraͤnckt, mit dir, o Heiland! es treulich zu mei⸗ nen, recht zu gebrauchen, was du uns geschenckt. Woll'n wir dir dienen in heiliger Stille, sagt man: Es soy das nur eigener Wille. 6. Daß wir nun sollen fein balde vergessen, was du so theuer verheis⸗ sen vft hast, last man uns aus den Fleisch⸗Toͤpfen noch essen, doppelt darneben die taͤgliche Last. Man wil die Hofuung der Huͤlfe so rau⸗ ben, daͤmpfet die Seufter, und schwaͤchet den Glauben. ů 7. Weildenn die Armen so seuf⸗ zen und stoͤhnen, wollest du, Wsu, dich machen bald guf, retten von allen, die trotzig uns hoͤhnen, und uns aufhalten in unserem Lauf, kraͤftig und freudig die Wabrheit zu lehren, wollest du scheucken, dem Vater zu Ehren. 8. Willige Opfer wird dir als⸗ denn bringen, nach dem Trium⸗ d phe, die heilige Schaar, liebliche Lieder da werden erklingen, weil nun angehet das selige Jahr, wel⸗ ches zu Zions Errettung bestim⸗ met, und uns zur voͤlligen Freude einnimmet. ö ö Es.42,3. Das zustossene Rohr wird 433. Mel. O JEsu Christ meins. ch ruf zu dir BErrJEsuChrist, ich bitt, erhoͤr mein Klagen, verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht verzagen, den rechten Glauben, HErr/ ich meyn, den wollest du mir geben, dir zu leben, meinm Naͤchsten nuͤtz iu seyn, dein Wort zu halten eben. 2. Ich bitt noch mehr, o HErre Gott? du kanst es mir wohl ge⸗ ben, daß ich nicht wieder werd zu Spott, die Hofnung gib darneben, voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir moͤg vertrauen, und nicht bauen auf alles dis mein Thun, sonst wuͤrds mich ewig reuen. ů grund mein˖n Feinden moͤg verge⸗ ben, verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Le⸗ ben: Dein Wort mein Speis laß R 3 2— allweg 261 3. Verleih, daß ich aus Hertzen⸗ * Von der Erhaltung allweg seyn, damit mein' Seel zu nehren, mich zu wehren, wenn Unglck geht daher, das mich bald moͤcht abkehren. 4.„Laß mich kein“ Lust noch Furcht von dir in dieser Welt ab⸗ wenden, bestaͤndig seyn ans End gib mir,/ du hasts allein in Haͤnden, und wem du's giebst, der hats um⸗ sonst, es mag niemand ererben, noch erwerben durch Wercke dei— ne Guad, die uns errett't vom Sterben. 3 25 . Ich lieg im Streit, und wi⸗ berstreb, hilf, ndeine Christ! dem Schwachen, an deiner Gnad allein ich kleb, du kanst mich staͤrcker ma⸗ chen; koͤmt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umsto⸗ Sund sen, du kanst massen, daß mirs nicht bring Gefahr, ich weiß, du wirsts nicht lassen. D.PaulSperatus. Pf. 116,8. 9. Du hast meine Seel. 434. Mel. JEsu, meine Freude. Tesu, meine Liebe, die ich oft 4.— betruͤbe hier in dieser Welt, dir danckt mein Gemuͤthe, wegen deiner Guͤte, die mich noch erhaͤlt, die mir oft gar unverhoft hat ge⸗ holfen in dem Klagen, Noth, Leid, Angst und Zagen. 2. Nun ich wil dran dencken, wenn ich werd in Kraͤncken und in Aengsten seyn; wo ich werde ste⸗ hen, wo ich werde gehen, wil ich dencken dein, ich wil dir, HErr, fuͤr und fuͤr dauckbar seyn in meinem Hertzen, dencken dieser Schmerzen. 3. Ich bat dich mit Thraͤnen, mit Leid, Angst und Sehnen, mein Aug und Gesicht hub ich auf, und schrie, beugte meine Knie, stund auch aufgericht't, ich deln hin und her, mein Sinn war ekuͤmmert, und voll Sorgen, durch die Nacht am Morgen. 4. Ich, als ich nicht sahe, daß du mir so nahe, sprach zu dir im Sinn: Ich kan nicht mehr beten, kom, mein Heil! getreten, sonst uck ich dahin, ja ich sinck! Ex, sorach dein Winck, halt, meinst du, daß ich nicht lebe, noch fort um dich schwebe? ö ů v. Ich war noch im Glauhen, den mir doch zu rauben Satan war bemüͤht, der die armen Seelen in des LeibesHölen vielmals nach sich zieht; Ich sprach doch; Ich glaͤube noch! Glaͤubt' ich/ nicht wollt ich nicht beten, noch vor di hintreten.— 6. HErr! wer seine Sünd anspeyet, ruft dich hertzlich an aus getreuem Hertzen, dessen grosse Schmertzen wirst du, HeErr, alsdann, wenn er ves glaͤubt, dich nicht laͤst, als die dei⸗ le, selbst empfinden, tilgen seine nden. 7. Drum, o meine Liebe! die ich oft betruͤbe hie in dieser Welt, dir danckt mein Gemuͤthe, wegen deiner Guͤte, die mich noch erhaͤlt, die mir ost gar unverhost hat ge⸗ holfen in dem Klagen, Noth, Leid, Angst und Zagen. Joh. Verndr. Phil. 1, 6. Und hin desselbigen in. 335. M. Serzlich thut mich verl. aß mich dein seyn und bleiben, du treuer GOtt und HEgg, von dir laß mich nicht treiben, halt mich bey reiner Lehr: HErr, laß mich nur nicht wancken, gib mir Bestaͤndigkeit, dafür wil ich dit dancken in alle Ewigkeit. Nic. Selneccerus. Es. 49, I5. 16. Kan auch ein Weib. 436•/In eigener Melodey. Vergiß mein nicht, daß ich dein nicht vergesse, und meiner Pflicht, die ich, o Wurtzel Jesse! dir schuldig bin. Erneue stets mein Hertz der unzaͤhlbaren Gunst und Lieblichkeiten, die bu mir un⸗ gesucht hast wollen zubereiten, du wirst, was mir hinfort gebricht, vergessen nicht. 2. Verliehr mich nicht, mein Hirt, aus deinen Armen, aus dei/ nem Schooß, aus deiner Huld Er⸗ ö armen, 3. SErr un zu dir schreyrt, .9.— barmen, nig⸗suͤsser ren, Locke ich bey di am Morg Amt verr Ve Hefahr f ter: 01 dein Lieb: um mittt daß keine Heer mie Auge, da laß mich 4. Ver kanst du nichts, a von Gua mitleidig ne Schw A* bl Cht worden das helle loschen 2. In! tl, dat eit, daß crament ser End 3. 0 erhari/ kalt, gib nem Wi lem Ort 4. Erl Wort, u und M Gnad ui Muth u 5. Ack zu, auf viel Ser lt, meinst du, noch fort um im Glauben, NSatan war en Seelen in elmals nach h doch 3 Jch ot' ich/ nicht noch vor di — dir schreyet, 1, ruft dich uem Hertzen, tzen wirstdu, enn er vest st, als die dei⸗ tilgen seine e Liebe! die diesek Welt, uͤthe, wegen noch erhal, rhost hat ge⸗ Noth, Leid, Joh. Arnde. esselbigen in. it mich verl. und bleiben, ind HERR, treiben, halt Err, laß ken, gib mir wil ich dir keit. deneccerus. ich ein Weib. Telodey. daß ich dein und meiner urtzel Jesse! Erneue stets baren Gunst bu mir un⸗ lbereiten, du rt gebricht, nicht, mein ien, aus dei⸗ ner Huld Er⸗ armen, 43⁷7. J harmen, von deiner Weid und Ho⸗ HErr und bester Lehrer! bey der im Snaden⸗Stande. 263 nig⸗süfsen Kost; aus deinem Fuͤh⸗ ren, Locken, Warnen, Sorgen, das ich bey dir genieß vom Abend bis am Morgen, so lang dein Stab sein Amt verricht, verliehr mich nicht. 3. Verlaß mich nicht, mein Wer wollt bey solcher Treu an der Vollendung zagen? dein Hertz, das dir so ofte bricht, verstoͤßt mich nicht.. 5. Vergiß auch nicht, HERgr, deiner Reichsgenossen, auf die dein Blut in voller Kraft geflossen: O fasse sie in deiner Liebesbrunst: Gefahr so vieler Friedens⸗Stöh⸗ gib, daß dein Zion sich bald deiner rer: O wach du selbst, und laß dein Liebs⸗Panier mich rings her⸗ freue, und jederman dir stift' ein Denckmaal deiner Treue: Daß um mit tausend Schilden decken, keines der so theuren Pflicht ver⸗ daß keines Feindes Macht und Heer mich kan erschrecken. Dein Auge, das auf mich gericht, ver⸗ laß mich uich gesse nicht. 6. Vergiß mein nicht! und wer koͤntdich vergessen? Man kan ja das Geheimniß nicht ermessen, . 4. Verstoß mich nicht! doch wie daß du in mir, und ich in dir soll kanst du verstossen, du weist von seyn. Wie sollt ich nicht an dich, nichts, als Lieb und Liebekosen, du an mich dencken, da du mich von Gnad und Huld, daß dein mitleidig Thun dich zwinget, mei⸗ wilst in dich, und dich in mich ver⸗ sencken. Du wirst mein ewiglich, ne Schwachheit stets zu tragen. mein Licht, vergessen nicht. Vom heiligen Worte Gottes. Zach. 14/7. Und wird ein Tag seyn. neigener Melodey. der: Die Seele Christi heilge. ch bleib bey uns, HErr JEsu Christ, weil es nun Abend worden ist, dein goͤttlichs Wort, das helle Licht, laß ja bey uns aus⸗ loͤschen nicht. 2. In dieser schweren betruͤbten fut verleih uns, HErr, Bestandig⸗ eit, daß wir dein Wort und Sa⸗ crament rein b'halten bis an un⸗ ser End. D* 3.5Ete JEsu, hilf, dein Kirch erhatt/ wir sind ja sicher, faul und kalt, gib Gluͤck und Heil zu dei⸗ nem Wort, damit es schall an al⸗ lem Ort. 4. Erhalt uns nur bey deinem Wort, und wehr des Teufels Trug und Mord, gib deiner Kirchen Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Gednuld. 5. Ach GOtt! es Ktene: uͤbel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh, rey auf einen Hauffen komm'n herbey. 6. Den stoltzen Geistern wehre doch, die sich mit G'walt erheben hoch, und bringen stets was neues her, zu faͤlschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, HEtr IEsu c 5 nicht unser, sondern dein ja ist, darum so steh du denen bey, die sich auf dich verlassen frey. 8. Dein Wort ist unsers Her⸗ tzeus Trutz, und deiner Kirchen wahrer Schutz dabey erhalt uns, lieber HErr, daß wir nichts an⸗ ders suchen mehr. ö 9. Gib, daß wir leb'n nach dei⸗ nem Wort, und darauf ferner fah⸗ ren fort, von hinnen aus dem Jam⸗ merthal, zu dir in deinem Him⸗ mels⸗Saal. Nic. Selneccerus. Ps.23,2. Er weidet mich auf einer. 438. M. Wach auf, mein Hertz. Der HErr, der aller Enden, ra⸗ giert mit seinen Haͤnden, der Brunn der ewgen Guͤter, der ist niel Serten und viel Schwerme⸗imein Hirt und Hüter. 2. 264 Vom heiligen worte SOttes. 2. So lang ich diesen habe, fehlt mirs an keiner Gabe, der Reich⸗ thum seiner Fuͤlle giebt mir die Fuͤll und Hülle. 3. Er laͤsset mich mit Freuden auf gruͤner Auen weiden, fuhrt mich zum frischen Quellen, schaft Rath in schweren Faͤllen. 4. Wann meine Seele zaget, und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Noth zu ruͤcken. ö . Er lehrt mich thun und lassen jührt mich auf rechter Strassen, laͤst Furcht und Angst sich stillen, um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor andern im finstern Thal muß wandern, uͤrcht ich doch keine Tuͤcke, bin rey fuͤrm Ungeluͤcke. 7. Denn du stehst mir zur Sei⸗ ten schůtzst mich fuͤr boͤsen Leuten, dein Stab, HErr, und dein Ste⸗ Cen benimt mir all mein Schre⸗ en. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wann mir meinFeind viel Schmer⸗ tzen erweckt in meinem Hertzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Fa und fuͤllest meine Seele, die eer und durstig sasse, mit vollge⸗ schencktem Maasse. 10. Barmhertzigkeit und Gutes wird mein Hertz gutes Muthes, voll Luist, voll Frsud und Lachen, so lang ich lebe, machen. I1. Ich wil dein Diener bleiben, und dein Lob hertzlich treiben, im Hause, da du wohnest, und From⸗ seyn wohl belohnest. 12. Ich wil dich hie auf Erden, und dort, da wir dich werden selbst schau'n im Himmel droben, hoch preisen, sing'n und loben. ö Paul Gerhard. Ps.23,I. Der HErr ist mein Hirte. 2²½· M. Nun freut euch lieben. D Err ist mein getreuer Hirt, haͤlt miah in seiner Hute, darum mir gar nichts man⸗ geln wird, irgends an einemGute Er gibt mir Weid ohn Unterlaß, darauf waͤchst das wohlschmeckend Gras seines heilsamen Wortes. 2. Zum reinen Wasser er nich weist, daß mich erquicken thur, das ist sein fron⸗heiliger Geist, di mich macht wohlgemuthe, er füh⸗ ret mich auf rechter Straß in seinh Geboten ohn Ablaß von wegen sth nes Namens. 3. Ob ich wandre im finstem Thal, fuͤrcht ich kein Ungeluͤcke,m Verfolgung, Leiden, Truͤbsal,und dieser Welt boͤs Tücke, deun du bis bey mir stetiglich, dein Stab und Stecken troͤsten mich, auf dein Wort ich mich lasse. 4. Du b'reitest fuͤr mir einen Tisch, fuͤr Feinden allenthalben, kei machst wein Hertz unverzagt um frisch, mein Haupt thust du min salben mit deinem Geist, dem ren⸗ den⸗Oel, und schenckest voll ein meiner Seel deiner geistlichen Freuden. ö ö 5. Viel Zutes und Barmhertzih keit lauffen mir nach im Leben, und ich werd bleiben allezeit im Haut des HErren eben, auf Erd in det Christlich'n Gemein, und nach dem Tode werd ich seyn bey Chiß sto meinem HErren. Wolffgang Mosel. Mos.6,6.7. Die Gebote, dieich. 440.In eigener Melodey. Dis sind die heil'gen Zehn Ge⸗ bot, die uns 90 unser HEr⸗ re Gytt, durch Mosen, seinen Diener tren, hoch auf dem Berge Sinai. Kyrieleis. 2. Ich bin allein dein GOtt und HErr, kein Goͤtter syllt du haben mehr; du sollt mir gantz vertrau ⸗ en dich, von Hertzen ⸗Grunde lie⸗ ben mich. Kyrieleis. 3. Du sollt nicht fuhren zu Un ehrn den Namen Gottes deinez Hrrn, du sollt nicht preisen recht noch gut, ohn was GOtt selber redt und thut. Kyrieleis. 4.Du —— 4. Du den Tag, tuhen me Thun lass Werck in 5. Du seyn dem dein, und . Du lich, nich dich, Ge Muth, u das Gut. thun dei die in di 9. Di seyn, nie bein, ei ten du, zu. Kyr 10. 2 Weib u noch eit wünsche ernen echt le 12.2 sus Cht den ist! verlohr ur Autlitz leucht — neinem Gute; ohn Unterlaß, ohlschmeckend zen Wortes. Zasser er nich rquicken thus, iger Geist, di muthe, er füh⸗ Straß in seing von wegen sth re im finstein Ungeluͤckem „Truͤbsal und e,/ denn du bis dein Stab und ich, auf dein ur mir einen allenthalben, unverzagt un thust du mir eist, dem ren ickest voll ein jer geistlichen Barmhertziz im Leben, und Lzeit im Haut uf Erd in det in, und nach 9 bey Chrñ gang Mosel. hebote, dieich. Melodey. gen Zehn Ge⸗ üb unser HEiz Nosen, seinen zuf dem Berge ein GOtt und sollt du haben gantz vertrau/ 1/Grunde lie⸗ . fuhren zu Un⸗ 5Ottes deines t preisen recht Ott selber redt 4 Vem heiligen worte Scttes. 269 4. Du sollt heil'gen den sieben⸗ den Tag, daß du und dein Haus ruhen mag, du sollt von dein m Thun lassen ab, damit GOtt sein Werck in dir hab. Kyrieleis. 5. Du sollt ehrn und gehorsam seyn dem Vater und der Mutter dein, und wo dein Hand ihn'n die⸗ nen kan, so wirst du langes Leben han. Kyrieleis. 6. Du sollt nicht toͤdten zornig⸗ lich/ nicht hassen, noch selbst raͤchen dich, Geduld haben und sanften Muth, und auch dem Feind thun das Gut. Kyrieleis. Y. Dein' Eh sollt du bewahren rein, daß auch dein Hertz kein au⸗ dre meyn, und halten keusch das Leben dein, mit Zucht und Maͤßig⸗ keit fein. Kyrieleis. 3. Du sollt nicht stehlen Geld noch Gut, nicht wuchern jemands Schweiß noch Blut, du sollt auf⸗ thun dein milde Hand den Armen, die in deinem Land. Kyrieleis. 9. Du sollt kein falscher Zeuge seyn, nicht luͤgen auf den Naͤchsten bein, ein Unschuld sollt auch ret⸗ ten du, und seine Schande decken iu. Kyrieleis. 10. Du sollt dein's Naͤchsten Weib und Haus begehren nicht, noch erwas draus. Du sollt ihm wünschen alles Guts, wie dir dein Hertze selber thut. Kyrieleis. II. Die G'bot all uns gegeben sind, daß du dein Suͤnd, o Men⸗ kenen woht erkennen sollt, und ernen wohl, wie man vor GOtt 12. Das helf uns der HErr JE⸗ sus Christ, der unser Mittler wor⸗ den ist! Es ist mit unserm Thun verlohrn, verdienen doch nur eitel Zorn. Kyrieleis. D.M. Luther. Ps. 67, 2. 3. GOtt lasse uns sein. 441. In bekandter Melodey. 5 woll uns GOtt genaͤdig seyn, und seinen Segen geben, sein Autlitz uns mit hellem Schein er⸗ recht leben soll. Kyrieleis: — erkennen seine Werck, und was ihm lieb auf Erden, und JEsus Ehristus Heil und Staͤrck bekandt den Heyden werde, und sie zu GOtt bekehre. 2. So dancken, GOtt, und loben dich die Heyden uͤberalle, und alle Welt die freue sich, und sing mit grossem Schalle, daß du aufErden Richter bist, und laͤt die Sand nicht walten, dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volck er⸗ halten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es dancke Gott und lobe dich das Volck in guten Thaten, das Land bring Frucht, und beßre sich, dein Wort laß wohl gerathen. Uns segne Vater und der Sohn, uns segue GOtt der Heil' ge Geist, dem alle Welt die Ehre thut, vor ihm sich fuͤrchtet allermeist. Nun sprecht von Hertzen: Amen. D. Martin auther. Ps. I, 3. Der ist wie ein Baum. 442. MN. Freu dich sehr, o meine. Gt, mein Vater, laß mich meiden allen Weg, der mich verfuͤhrt, und mich an dem Worte weiden, das uns geistlich neu ge⸗ Baum, der im Paradies findt Raum, wenn ich soll von dieser Erden durch den Tod versetzet werden. Luc. 21, 33. Himmel und Erden. 443. Mel. OGOtt, du frommer. Ott selbsten hat diß Wort der waͤhrt durch seinen Geist, und in die Seel verriegelt, Recht muß doch bleiben Recht: Haͤlts gleich die Welt fuͤr Schertz, so faͤllet ihm doch zu ein sedes glaͤubig Hertz. 2. Ihr Menschen, drauet mir mit vielerhande Plagen, wo ich nach eurer Lust euch nicht bald wil behagen, ihr wollt mir, wie ihr sagt, benehmen Amt und Ehr, und machen, daß kein Kind mich nicht leucht zum ew'gen Leben, daß wir soll achten mehr. R 5 3. Doch biehrt, daß ich gruͤne, wie ein Wahrheit vest versiegelt, be⸗ 366 vom heiligen Worte Gtes. 3. Doch diß bewegt mich nicht: Wie sollt ich denn betrachten, was mir ein Mensch gebeut? und un⸗ terdeß verachten des HErren sein Gebot? so muͤste dieses Haupt vom Hoͤren seyn entbloͤßt, voͤn Sinnen seyn beraubt. 4. Sollt ich vom Wahrheits⸗ Grund nnich lassen abefuͤhren, war ich das Elendst' nicht denn unter allen Thieren? Ein wanckelbares Faß! Mein Rohr, ein leicht zerbrochnes Nein! das ist ungeraͤumt: GOut, verhuͤte das! 5. Laß kommen, was da wil, laß Re Spoͤtter rasen, laß schwartze achred auch mit vollem Munde 0 blasen ihr toͤdtliches Vergift, laß Kinder, Mann und Weib mir tre⸗ ten auf den Kopf, mir speyen auf den Leib. ö 6. Werd ich schon von der Schmach an alleni Ort besprun⸗ gen, gebissen von dem Neid, gesto⸗ chen von den Zungen, der Schimpf werf Eiter aus, und der Verdruß spey Gall, der Welt Schand oder Ehr, bewegt mich nichts mit all. 7. Uuschuld veracht Gefahr: Laß auch den Hencker kommen, zu plagen meinen Leib, es dient zu meinem Frommen; ist IEsus meine Kraft, hab ich ein treues Hertz, so bleib ich wohlgemuüth auch mitten in dem Schmertz. 8. Entweder wird mein GT die Pein von mir abwenden, wo nicht, so wird er mir drinn staͤrcken meine Lenden, und geben Geistes Muth, daß mitten in der Pein, Ldem Hencker zum Verdruß,] ich froͤlich moͤge seyn. 9. Und so dann jemand fragt: Warum muß dieser leiden? Wo ich noch reden kan, wil ich ihm diß bescheiden: Drum, daß er lieber wollt erfahren Spott und Pein, als wider seine Treu ein Luͤgen⸗ Redner seyoy). 10. Diß steht in mir; gesetzt, gruͤnd't, wird mich schon lassen mein Mund und Hertz die Wahn heit sollt verliehren, viel lieber sil mein Leib ohn Haupt seyn darge streckt, als meine Seele mit Trel⸗ losigkeit befleckt. 11I. Mein Glaub auf Gott ge⸗ schmecken das Leben in dem Toh, 111 ich nicht werd erschrecen fürm Urtheil, das man faͤllt u daͤmpfen meinen Muth: C Wahrheits⸗Zeug schweigt nicht, wie sonst ein Suͤnder thut. 12. Nun seht! das ist mein schaͤtzen, und alles Zeitliche dersel ben nachzusetzen, wil ich denn wan —— ab, was 0 TT, mein treuer Handen schicken wird. I3. Ich hab auf Ott vertraut, in GOtt hab ich begonnen, mit GOtt den Streit geführt, mit GOtt hab ich gewonnen, Gott stell ichs ferner heim: Was acht ich Schmach und Spott; wie kaus dem uͤbel geh'n, der sich verlaͤst auf GoOtt? 14. Ich wil von nun fortan in meinem gantzen Leben, nach Got tes reinem Wort zu handeln mich ergeben, zu seyn in meinem Thun demüthig und gerecht, zu werden durch den Geist ein frommer treu⸗ er Knecht. . Drum was ich vormals hab geredet und geschrieben, dabey bin ich, GOtt Lob! bis hieher noch geblieben, und bleib jetzt auch da⸗ bey, und hoffe treu zu seyn, bis IEsus meine Sael zur Freude ühret ein. 444. In bekandrer Melodey. V Err JEsu Christ, dich zu uns wend, deinn Heil gen Geist du zu uns send! mit Huͤlf und Gnaden uns regier, und uns den Weg zur Wahrheit fuͤhr. 2. Thu auf den Mund zum Lobe ich wollt den Tod erkuhren, eh daß Schluß: Die Wahrheit hoch u P. irt, mir immer dieses Fallo u Ap. Gesch. 16,14. Und ein gottesf. dein H dein, bereit sein! den den Verstat werd wohl! 3. Bis n Heer: Hei HErr! un gesicht, in gem Licht. 4. Ehr' s⸗ Sohn, den nem Thron einigkeit Ewigkeit 120 wo de Leben einet 3. Aus fuͤhrt uns unser Flus wird get Dein vers⸗ eigt und oͤ dein Geist und sich in 3. Ach! bange, wer List, der de zum Betr Menschen krumme 2 Verfuͤhre hen stets 4. Ach Kraͤfte, re wey; Hi Geschaͤfte tig sey!; und Lauf auf, daß n an den Le 5. Wen Oahn d6 ahn, un Vom heiligen Worte Sottes. 267 dertz die Wahh dein, bereit das Hertz zur Andacht 4 a den Glauben mehr, staͤrck upt seyn darhe⸗ zeele mit Treu den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekandt. 3. Bis wir singen mit GOttes Vauf S3Ott gu Heer: Heilig, heilig ist GOtt der h schon lassen nin dem Tod, rd erschreckn man faͤllt, u Muth: Ei chweigt nicht, Ethut. das ist mein hrheit hoch eitliche dersel lich denn war⸗ mein treuer —00 Falls zu rd. Ott vertraut, egonnen, mit gefuͤhrt, mit nnen, Gott : Was acht vott; wie kaus ich verlaͤst au nun sortan in n/ nach Got handeln mich neinem Thun ht, zu werden rommer treu⸗ vormals hab en, dabey bin hieher noch jetzt auch da⸗ zu seyn, bis zur Freude dein gottesf. Melodey. dich zu uns Heil'gen Geist it Huͤlf und und uns den ihr. ind zum Lobe dein, HErr! und schauen dich von An⸗ gesicht, in ew'ger Freud und sel'⸗ gem Licht. 4. Ehrꝰ sey dem Vater und dem Sohn, dem Heil'gen Geist in ei⸗ gem Thron: Der heiligen Drey⸗ einigkeit sey Lob und Preis in Ewigkeit! H. W. zu Sachsen. Ps. 119, 294. Wo dein Gesetz u. 445. YN. Freu dich sehr, o meine. Err! Israels Hirt( und Hü⸗ ter, deiner Kirchen Fels und Grund; lauter unschaͤtzbare Guͤ⸗ ter floͤßt dein Wort in Hertz und dund: Ja ein Strom voll Suͤs⸗ sigkeit theilt sich mit von Zeit zu 120 wo dein Wort zum Heil und Leben einen theuren Ruf gegeben. 2. Aus dem ewigen Verderben fuͤhrt uns deines Wortes Kraft, unser Fluch und unser Sterben wird getilgt und weggeschaft; Dein verschloßnes Himmelsreich eigt und oͤfnet sich zugleich, wann dein Geist diß Wort aufschliesset, und sich in das Hertz ergiesset. 3. Ach! wie ist uns angst und bange, wenn man sieht des Satans zuni Betrug geschaͤftig ist, der der Renschen Hertz bethoͤrt, und sie kumme Wege lehrt, daß sie des Verfuͤhrers Willen zum Verder⸗ hen stets erfuͤllen. wey; Hilf, daß sein Werck und Geschaͤfte an uns Menschen nich⸗ und Lauf baue dein Reich in uns auf, daß wir stets als gruͤne Reben, an den Lebens Weinstock kleben. 5. Wen Vernunft und Witz be⸗ List, der da, als die alte Schlange, tig sey! Deines Wortes Kraft trogen, daß er weicht von ebner die entstehn aus falschem Wahn; Dem laß deines Wortes Schein also uͤberzeugend seyn, daß er sich des Irrthums schaͤme, nach der Wahrheit sich bequene. 6. Wen Verwahrlosung bedruͤ⸗ cket suͤndlicher Unwissenheit, daß ihn hin und wieder rücket Frech⸗ heit, Zweifel, Bangigkeit; Führe den zur Wahrheit an, die Gewiß⸗ heit geben kan: GOttes Wort ist Seelen⸗Speise, und macht auch die Albern weise. ö 7. Wen die Welt mit falschen Netzen ihrek Lust keraonch hält, daß ihn das nur wil ergoͤtzen, was dem argen Fleisch gefaͤllt; Dessen Augen und Gesicht oͤsne durch des Wortes Licht, daß er Satans Ren⸗ cke scheue, sich aus seinem Retz befreye. 3. Wer mit schweren Aerger⸗ nissen sich und andre hat befleckt, dessen schlasendes Gewiisen werde dürch dein Wort erweckt: Und wenn er mit Reu und Leid aͤngstig⸗ lich nach Huͤlfe schreyt, so laß sei⸗ nen Glauben finden die Verge⸗ bung aller Suͤnden. 9. Wer mit Anfechtung bela—⸗ den, da Gewiffens⸗Angst ihn nagt, dat erkannt den Srelen⸗Schaden, boͤsen Fuͤrsatz abgesagt; Dem ein Glaube duͤncket schwach, dit doch klaͤglich schreyet nach: Dem laß nach dem bittern Weinen deines Trostes Sonne scheinen. 10. Wer den Stand der Gna⸗ den schmecket, und in deiner Liebe Iruht, daß dein Zorn ihn nicht mehr . Ach! zerbrich des Feindes Kraͤfte, reiß die Bande selbst ent schrecket, weil ihn tilget Christi daß der Glaub ein gut Gewissen zu bewahren sey geflissen. 11. Wo man auch beym Gna⸗ den⸗Stande den erwünschten Wachsthum spürt, und der Baum im guten Lande schoͤn mit Früch⸗ ahn, und hat Lehren eingesogen, ten est geziert; Da gib deines Wor⸗ 2 tes Blut: Da verhuͤte Sicherhrit, dein Wort wuͤrcke Wachsamkeit, 268 Vont heiligen worte Sottes. tes Krast, mit d en fernern Lebens⸗ Saft: Hilf in gut und boͤsen Ta⸗ gen da viel tausend Fruͤchte tragen. 12. Wer vor andern ist beschwe⸗ und das Elend bauen muß, ret sich vom Thraͤnen⸗Brodt hie 100, ret, wie ein armer Lazarus: Ach! dem floͤsse kraͤftig ein deines Tro⸗ stes Atottuerden weil sein Reich⸗ thum wohl verwahret, und auf je⸗ ne Welt gesparet. 13. Zen denn auch der Tod er⸗ schrecket durch besorgte Bitterkeit, oder wird mit Furcht bedecket, wegen dieser boͤsen Zeit: Ach! dem oͤfne durch dein Wort jenen Iehrit Freuden⸗Ort, wo kein Tod mehr ist zu finden, Angst und Thraͤnen gantz verschwinden. 14. Endlich laß di 6 Manna die⸗ nen allen und für allerley; wo dis Paradies kan gruͤnen, macht es uns von Kummer frey; Diesor Segen von dem Wort macht uns selig hier und dort: GOtt, drum laß dein Wort erschallen, und ge⸗ segnet seyn bey allen! 2 Cim. 3, 16.17. Alle Schrift von. 446. M. Durch Adams Fall ist. Zebaoth! dein heilges Wort, welchs du uns hast ge⸗ geben, daß wir darnach an allem Ort, soll'n richten Lehr und Leben, ist worden kund aus deinem Mund, und in derSchrift beschrie— ben rein, schlecht und recht, durch deine Knecht, vom heiligen Geist getrieben.— Dis Wort, welchs itt in Schnnter steht, ist vest und unbe⸗ weglich: Der Himmel und die Erd vergeht, Gotts Wort bleibt aber ewig. Kein Hoͤll, kein Plag/. noch juͤngster Tag, wird es koͤnnen vernichten; Drum denen soll seyn Ewig wohl, die sich darnach recht Tichten. 3. Es ist vollkommen, hell und klar, ein Richtschnur reiner Lehre: Es zeigt uns auch gantz offenbar, Gott, seinen Dienst und Ehre, uns dein Wort vest halten, und Ps.119,9. Wie wird ein Juͤngling. und wie man bol hie leben wohr Lieb, Hofnung, Glauber übeh Drum fort und fort wir dießt Wort von Hertzen sollen lieben. 4. Im Creutz giebts Luft, MH Traurigkeit zeigt es die ß Freuden vert gesset Stelle: Dem Suͤnder, dem seit ibt eure& Suͤnd'n sind leid, fuhrt e6 U 1 vor der Gnaden⸗Quelle; Wib PTrost g Haleluia. Hand/ macht auch bekannt, 0 3——0 6 man soll willig sterben, und wiewsgnie vor 5 gleich das Himmelreich duich l Hein H. Christum zu ererben. u Sünde 5. Sieh! solcher Nutz, 0 grofß Hallelnja. Kraft, die nimmer ist zu schähenhe, Gantz des HErrn Wort in uns smnütga, doch und schaft; Darum wir sollensehuen Stim, en uräck Gold, Geid, id mint 9051 die Welt sonst herrlich pflegt za nt achten, und jederzeit in Lieb undte Nu Leid, nach dieser Perle trachteg z, 6. Nun, HErr, erhalt deinehh ligs Wort: Laß uns sein Krafhg emyfinden, den'n Feinden steurah nlleluj allem Ort, und laß es frey vense; und als kuͤnd gen: So wollen wir dit fütset'er den und fuͤr von gantzem Hertzen dalehn jert, und cken. HErr, unser Hort! Lah Ih,mit; 0 66 6. Er 290 huth/ wie sit, uns te unden kehrt. 7. Deückt Ihenist di Hhist, dadur aller luja. 10er vor ihtt, mit thüt uns fü ojederzeit, 1.4/3.4. N rut ist der nicht wancken. 4½.MRun dancket alle Ott. i ertzliebster JEsu Christ, wir He dancken deiner Guͤte, daß du so willig bist in uusrer ersten Blt the, zu schencken solchen Sinn, der sich nach deinem beugt! Ach um aben cht; hin, was uns von dir! abze 2. Hab Danck fuͤr deine uhtl und all z r an hr, alni. —5 mehr und mehr, und unser Hertz erfreue, durch deinen Gug⸗ n u den⸗Schein: Hilf, daß wir neh, lrewauf. men zu im Guten; fuͤhr 1— 9. Der is zuletze in deine Ruh. Ior, und he 3. Wir wollen nun hi nsor Uszchgar, die deinem Dienste leben, gehorchen sht, und deinem Wort, das du niis hast guhpibt. Hgl gehen: Verleih Bestaͤndioket 10. Leibh ieß, sich sel — —.— Vom heiligen Worte OOttes. 269 hie leben nohlchat uns fuͤr Ruͤckfall: Regier fort wir dl jederzeit, bekehr uns allzumal. ilen Heber 14/3:4. Und zwar da die Werke. giebts Eos A E e der herrl. Se ides dEen Ruhe La, der Demsel vergesset aller Sorg und Plag, „führt eo zubeibt eure Wochen⸗Arbeit nicht, i Wrosg n r des Hoͤchsten Angesicht. 6 halleluia. Wbennn r ber, md fuut aukrui nelkeich buntts vor GOttes Majestaͤt allbie, en,. Duutzist sein Heiligthum und Haus, ö Nuß, ogtas her— 90 liebt, gehoͤrt hinaus. 7% alleluja. 7— un wur 3. Ganutz unertraͤglich ist sein n wir sollenstshint doch hört er gern der Ar⸗ Geld, und n u Stim, deswegen lobt ihn al⸗ l 0 B160 Wun der Christen rechtes 5 e t, Halleluuya. perle nagln Rhmt unfers GOttes Mei⸗ eralt demht ⸗That, da er aus nichts geschaf⸗ uns sein Kuaflat den Himmel und die gantze einden steur un Velt und was dieselbe in sich haͤlt. iß es frey verst als er sie genug gezi sreh Arl 5. Und als er sie genug geziert, 1 Hergen dupt er den Menschen drauf for⸗ Hort! kuhlet, und ihn nach seinem Eben⸗ st halten udlznit Weisheit und Verstand witet 1 atrmitde Gbelen Erkennt mit danckbarem Ge⸗ ker lee on üh wie er allein durch seine su Christ, wil uns taͤglich schützet und er⸗ Guͤte 90 ö ubiht, und manches Ungluͤck von rer ersten Bld kehrt. Halleluja. Hhen Sim dert Deuckt auch, daß heut ge⸗ ugt! A ch 0 chen ist die Auferstehung JEsu 3 uns von dir dadurch die wahreFreudig⸗ uns von dirssit in aller Noth uns ist bereit, Wleluja. ö 1 deine Lehr,g Der von den Juůden ward ver⸗ reue, erleuchtchet, mit Mördern schändlich hr, und unset ngebracht, daß seine Lehr hatt Hdeinen Gnassugen Laus, und mit ihm müste „daß wir nehehiren auf. Halleluia. fuͤhr 19 ein 15 110 ißt erstent 9.— e, und hat erfreut soin kleine un hinfort Uszcgar, die bis ans Ende ihn ge⸗ sen, gehorchen sht, und seinethalben war be⸗ dul uns hast geldt. Hallelnja. ö Bestaͤndigkei. 10. Leibhaftig er sich ihnen ieß, sich sehen, hoͤrn und fuͤhlen ließ, damit versichert waͤr ihr Sin, des Todes Macht sey nun dahin. Halleluja. II. Drum wollen wir begehn mit Fleiß den Tag nach recht Christlicher Weis', wir wollen aufthun unsern Mund, und sagen das von Hertzen Grund. Hallel. 13. O GOtt! der du den Erden⸗ Kreiß erschaffen hast zu deinem Preis, uns auch bewahrt so man⸗ ches Jahr, in vieler Truͤbsal und Gefahr. Halleluja. 13. Hilf, daß wir alle deine Werck, voll Weisheit, Guͤte, Kraft und Staͤrck, erkennen, und je mehr und mehr ausbreiten deines Namens Ehr. Halleluja. 14. O liebster Heiland, JESU Christ! der du vom Tod erstanden bist, kicht unsre Hertzen auf zu dir, daß sich der Suͤndenschlaf verliehr. Halleluja. ö 15. Gib deiner Auferstehung Krast, daß dieser Trost ja bey uns haft und wir uns drauf verlassen Vest, wann uns nun alle Welt ver⸗ laͤst. Hallelua. 16. O Heil'ger Geist! laß uns dein Wort so hoͤren heut und im⸗ merfort, daß sich in uns, durch dei⸗ ne Lehr, Glaub, Lieb und Hoft nung reichlich mehr. Halleluja. 17 Erleuchte uns, du wahres Licht, entzeuch uns deine Gnade nicht, all unser Thun auch so r⸗ gier, daß wir GOtt preisen fuͤr und fuͤr. Halleluja. N. Selneccerus. Ebr. 4, 10. Wer zu seiner Ruhe k. 449. MN. Wie schoͤn leuchtet der Ich wil, o Vater! allezeit erhe⸗ ben deine Guͤtigkeit, daß du von so viel Jahren mich hast behůr tet wunderbar: Wie ichs mein Lebtag immerdar, auch diese Woch erfahren. Singet, bringet GOtt dem HErren, nah und ferren, Dauck und Ehre: Jedermann sein Lob verniehre. * 3. Du fuͤhrst durch binen en, 1** 5 a⁰ Vom heiligen worte GOttes. den⸗Schein aus aller Truͤbsal, Noth und Pein, den, der nur zu dir schreyet. Durch Christum giebst du deinen Geist, der uns den Weg zur Busse weist, und inner⸗ lich erfreuet. Laß mich, bitt ich, deine Guͤte im Gemuͤthe fort em⸗ pfinden, ohn Anfechtung meiner Suͤnden. 3. Sieh ja dasselbe nicht mehr an, was ich hab wider dich gethan in naͤchst verwichnen Tagen; Nim zur Versoͤhnung Christi Biut, der uns gelitten hat zu gut, und voͤl⸗ lig abgetragen, was sich taͤglich noch vor Suͤnden in uns finden: f Drum wir Schwachen zu dem Gnaden⸗Thron uns machen. 4. Mein Leib, mein Seel, und gli das Mein laß dir, oHErr! be⸗ fohlen seyn, ich wil dir all's erge⸗fuͤl ben. Wend ab Noth, Angn und Hertzeleid, du Vater der Barm⸗ hertzigkeit, in meinem gantzen Le⸗ ben, daß ich froͤlich deinen Willen mog erfüllen, stets dich lieben, auch die Lieb am Naͤchsten uͤben. v. Gib, daß znir dieser Ruhetag die inure Ruh befoͤrde n mag/ durch deines Wortes Starcke! Daß mir dasselb durchs Hertze dring, und hundertfaͤltig Fruͤchte bring, bes Glaubens rechte Wer⸗ cke: Von dir laß mir Brünlein fliessen, sich ergiessen, daß ich blei⸗ be ein Neiß, das in dir bekleibe. 6. Verleihe, daß in dieser Welt mein Hofnung sey auf dich gestellt, und ich dir gantz vertraue: Daß ich die wahre Ruh und Freud er⸗ lange, dort ohn einig Leid, wenn ich Vott immer schaue. Durch dich werd ich grosse Gaben ewig haben bey dir oben: Deinen Na⸗ men wil ich loben. Luc. 24 4. Und er IEsus]oͤfnetel 4. W. Err, ich habe mißgeh. IEsu, kom mit deinem Vater, 16. kom zu mir, ich liebe dich, kom, o trener m er Seelen⸗Rather! Heil ger Geist, besitze mich, laß michn o Orepeintgz Wesn Mhnneenn zur Wohnung seyn erlesen. dei Fahre artz WoitESu, dinns meßr alt Worte vollen Glauben stellen 0 er werd denn esist dis rechte Pforte zudn dein Frirde suͤssen Seelen⸗Ruh: Nieman 16 8 kan den Drost ergründen, der in aft dei deine nd r. n n3 n„„„chherten. 3. Sende nun, o Vater! sendr e 1. Nun deinen Geist von deinem Thran den 366 der mein Hertz zu dem nur wendn Himi 90l was dein allerliebster Sohn, de l dein dr 0 Wort ich angehoͤret, uns bohlllen meine einegl Willen lehret. Jsum lie 4. Von mir selbst kan ichs uiht 13. JEsu, assen, mein Hertz ist verfiusiat hurch den 2 gantz, ich geh auf den Irrthumtz hohl mich,! Strassen, wo nicht deines Geiseß zu folge Glans den verblendten Samn g wil gern ahrer und zur hellen Wahrhe jir von hin uͤhret. ö ö . Zůnd doch an die Liebes en 51. tzen, und durchhitze Geist und K Muth, werther Geist! laß unten dich und Hertzen brennen in der reiuen en; Lencke Glut, schaf, daß deine heilge iam die füs men schlagen uͤber uns zusammen. 5 die He 6. Führe mir stets zu Gemnuthe, tz was mir JEsus zugesagt, daß ich taue seiner Güte, wann vielleicht emit 6 der Zweifel fragt: Ob auf meilt zicht deines Bitt und Flehen Huͤlf und Retn it hellem! tung werd ergehen?; gecken, thu 7. Es fan keine Noth nicht h sahß in une ben, meil mein JEsus wohnt in 3. Odu G mir/ ich genie sse seiner Gahen, die licht vom Li sein Geist mir stellet fuͤr, wenn ich ul mach ihn beständig liebe, und in seinem se Hertzen 35,½ Wer nach seinem Wort nicht aß HErr J lebet, und ihn nicht von. 533 liebt, nur nach schnoder Wollust Offenb.22,I. strebet, der muß ewig seyn betruͤht, A Mel. Gott wird nicht in ihm mehi N. wohnen, sondern ihn mit Zorn hey ohnen. ch: ⸗Mein Hertz, du darsst nicht lu di erschrecken, Esus ist dein Ausent hhrieleis. halt/ denn sein Friede wird dich den a Dein G cken wider aller Feind!. Vom heiligen Worte GOttes. 27¹ r vergeblich auf dich stuͤrmet, artsent Rg ein riede dich beschirmet. SSI, 10. Fahre hin mit deinem Frie— lben t Lennde,—1 als feind⸗gesinnte Welk! te! f lel ysener werd ich zeitlich muͤde, weil Pforteiude hein Friede bald zerfaͤllt. Got⸗ ih: Niemas deen I. aut. Got⸗ und. 10 ut die Hertzen: Wen. dernles Fried ersreut die He en Schmertzen. ö einem Erg 1. Nan ll weder Angst noch mün bruh Riden JEsu, keine Macht noch 10 Sohn, 9 lit mich von deinerLiebe scheiden, dret Ohn, dalneil dein Friede bey mir ist, ja es hore Uns hoh shllen ebaewiun nichts, als E½ Esum, liebgewinnen. 11 ichs nicht 91. IJEsu, der du vorgegangen Verfistit hurch den Tod zum Vater hin, — Nes Gestg dah mich, der ich mit Verlangen dten Sum sg dilsgern aufstehen, und mit ch wil gern aufstehen, und mit len Wahrhel zir von— 90n68 10 6 ieHes, Ioh. S, 47. Wer von Gott ist, der. 92 500%71 0 f M. Zun SOtt Lob, es ist. ist! laß unsr Liebster IEsu! wir sind hier, u der iuen dich und dein Wort anzuhoͤ⸗ heilgeglam feh Lencke Sinnen und Begier s zusammen uuf die süssen Himmels⸗Lehren, zu Gemutht gaß die Hertzen von der Erden esagt daßt Hantz zu dir gezogen werden. Hun viel ach 3. Unser Wissen und Verstand Ob auf meile k.it Finsterniß umhuͤllet, wo alf und R 9zicht deines Geistes Glantz uns eih nit Uu,mnd dichten afdu ; gencken, thun und dichten must du abs wuhm u Abi in uns verrichten. er Gab 9i. O du Glantz der Herrlichkeit, für went icht icht vom Licht, aus GOtt geboh⸗ 110 sei ul mach uns allesamt bereit, nd in seinem Ir Biiter Hehn nd Oore n: t Mser Bitten, Flehn und Singen 00u Heen hjHErr JEsu, wohl gelingen. öder Wollus d M. Tob. Clausniger. seyn detrübt Iffenb. 22,14. Selig sind, die seine m meht AaMel. Diß sind die heingen. 10 900 ensch, wilt du leben seliglich, mit Zorn 0 ln 30 buden 9. 1165 Icht sch: sollt du hatten die zehn Ge⸗ dein Knenn ht, die uns geboten unser Ott. wird dich de⸗ Ahrieleis. ind' Gewalt, det 3. Dein Gott und HErr allein Welt! dein Friede bringet mehr/ aus dein maoͤttlichenMum bin ich, kein ander GOtt muß ir⸗ ren dich, trauen soll mir das Her⸗ tze dein, mein eigen Reiche sollt du seyn. Kyrieleis. 3. Du sollt mein'n Namen eh⸗ ren schon, und in der Noth mich ruffen an; du sollt heil gen den Sabbath:Tag, auf daß ich in dir wircken mag. Kyrieleis. 4. Dem Vater und der Mutter dein sollt du, nach mir, gehorsam seyn; Niemand toͤdten, noch zor⸗ nig seyn, und deine Ehe halten vein. Kyrieleis. 5. Du sollt ein'm andern steh⸗ len nicht; auf niemand Falsches zeugen nicht, dein's Naͤchsten Weib auch nicht begehrn, und all sein's Gutes gern entbehrn. Ky⸗ rieleis. D. M. Auther. JIoh. E, 68. HErr, wohin sollen. S. M. Ciebster JEsu, wir sind Nnsde Lob! eo ist vollbracht Singen, Beten, Lehren, Ho⸗ ren: GOtt hat albes wohl gemacht, drum last uns sein Lob vermehren: Unser GOtt sey hoch gepreiset, daß er uns so herrlich speiset. 3. Weil der Gottesdienst ist aus, und uns mitgetheilt der Segen, so gehn wir mit Freud nach Haus, wandeln fein auf GOttes Wegen. Sottes Geist uns ferner leite, und uns alle wohl bereite. 3. UnsernAusgang segne Gott, unsern Eingang gleichermassen: Segne unser taͤglich Brodt, segne unser Thun und Lassen: Segne uns mit sel'gem Sterben, und mach uns zu Himmels⸗Erben. Hartm. Schenck. Ps. 119, 13. Oesne mir die Augen. 4½4. In eigener Melodey. Oder: was mein Gott wil das O HErre Gott, dein goͤttlich Wort ist lang verdunckelt blieben, bis durch dein Gnad uns ist gesagt, was Paulus hat ge⸗ schrieben, und andere Apostel de, ⁴ Vom heiligen Worte Sottes. de, deß danck ich dir mit Fleiß, daß wir erlebet hab'n die Stunde. 3. Daß es mit Macht an Tag ist bracht, wie klaͤrlich ist vor Au⸗ gen. Ach GOtt, mein HErr, er⸗ barm dich der, die dich noch jetzt verlaͤugnen, und achten sehr auf Menschen⸗Lehr, darin sie doch ver⸗ derben deins Worts Verstand mach ihn'n bekannt daß sie nicht ewig sterben.; 3. Wilt du nun fein gut Christe seyn, so must du erstlich glaͤuben, setz dein Vertrau'n, darauf vest bau, Hofnung und Lieb im Glau⸗ ben, allein durch Christ, zu aller Frist, den Nächsten lieb darneben, das G'wissen frey, rein Hertz dabey, das kein Ereatur kan geben. ö 4. Allein, HErr, du must sol⸗ ches thun, doch gar aus lauter Gnaden, wer sich des troͤst't, der ist erloͤst, und kan ihm niemand schaden, ob wolten gleich Pabst, Kayser, Reich, sie und dein Wort vertreiben, ist doch ihr Macht gegen dir nichts g'acht't, sie werdens wohl laß'n bleiben. v. Hilf, HErre GOtt, in dieser Noth, daß sich auch die bekehren, die nichts betracht'n, dein Wort veracht'n, und wollens auch nicht lehren. Sie sprechen schlecht: Es sey nicht, und habens nie gelesen, auch nie gehoͤrt das edle Wort; Ists nicht ein teuflisch Wesen! 6. Ich glaͤub g'wiß gar, daß es sey wahr, was Paulus uns thut schreiben: Eh muß geschehn, und all's vergehn dein goͤttlichs Wort soll bleiben in Ewigkeit, waͤr es auch leid viel'n hart verstockten Hertzen. Kehr'n sie nicht um, wer⸗ den sie drum leiden gar grosse Schmertzen. ö 7. GOtt ist mein HErr, so bin ich der, dem Sterben komit zu gute, dadurch du hast aus aller Last er⸗ loͤst mit deinem Blute: Des danck dir, drum wirst du mir, nach ein'r Verheissung geben, wasi dich bitt, versag mirs nicht im Tal 6. Oft ist und auch im Leben. boll, mit E 8. HErr, ich hoff je, du werdaslebet es in die in keiner Noth verlassen, Rbird der dein Wort recht, als treue Knechtsticket ga im Hertz'n und Glauben fasseynicht einme giebst ihn'n bereit die Seligkeisil beklaget und laͤst sie nicht verderben. I. So ge HErr! durch dich, bitt ich, Hlum Geld t mich froͤlich und selig sterben. muͤhet, un! D. M. Authaser Welt ni Lue. 8,1g. Das aber auf dem gulashet, da kan 455.M. Es spricht der Unweisevo man de D Mensch! wie ist dein Henjsatt, der S bestellt? Hab Achtung aus 3. Doch dein Leben: was traͤgt fuͤr Frughlgutes Land dein Hertzens⸗Feld, sinds Dornaiden, das G oder Reben? Denn aus der Fruchl bekandt, de kennt man die Saat, auch wer bu den der Sa Land besaͤet hat, GOtt oder dullegt, noch Verderber. raͤgt, das si 3. Ist nun dein Hertz dem V 9. Wer gleich, und einer Neben⸗Stuns doch, und p en, da auf den breiten Lastersteh dieweil es die Voͤgel alles frassen, ach prüst muß sich ke dich! es ist kein Schertz, ist sobogeit vergel wandt dein armes Hertz, so bit Wauf kein gu zu beklagen. must du et 3. Deun ist der Saame wegg 10. HErt raft, vertreten und gefressen, te seyn zer hast du keine Glaubens⸗Kraft noch hen, damit Seelen⸗Speiß zu essen, fallt din lin, und la ins Ohr der Saame nur, und nicht die mir im ins Hertz, ist deine Spur zum Lg ich sie ben gantz vertreten. üͤnsch ich 4. Ist anch dein Hertze Felsen Art, verhaͤrtet durch die Suͤnden, er. 23, 28 so ist der Saame schlecht verwahrt 4r6, II. auf solchen Felsen⸗Gruͤnden; eih(BSollt ick Felsen⸗Stein hat keinen Sast.— schen drum hat der Saame keine Krast. Teleb in m zu spriessen und zu schiessen. Aey so viel . So lang noch nicht zerknirscht euer Zeu. dein Hertz, und vom Gesetz zen 2. Sollt schlagen, durch wahre Busse, Reusherschweig und Schmertz, so kans nichtFruͤch Jaeob te tragen: Bedenck es wohl, undssichs vor thue Buß, glaub vest, und fabesbeils Men GoOtt zu Fuß, so ist dein Heih 3. Sollt genesen. sen heuch * Vom heiligen Worte SGttes. 52 nicht im do ie, du werde verlassen,. treue Knecht lauben fasse die Selig 0 aus der Fruch auch wer diß Ott oder gi ertz dem V Neben⸗Struh ten Lasterste en, ach 431 hertz, ist sobs ertz/ so bist d Saame weggh )gefressen, ns Kraft noh ssen, damit der Saame dring hin⸗ ssen, faͤllt di nur, und nicht Spur zum Hertze Folsen die Suͤnden, lecht verwahn dründen; eil keinen Sast, Diesen. hiessen. cht zerknirscht m Gesetz zen re Busse/ Rel is nicht Fruͤch es wohl, und est, und fale ist dein Heih 6. Oft um Geld und Reichthum ist be⸗ heh dtt mit Aug und Hertzen sie⸗ auf dem Huleh ey so viel Heuchel Schein, ein 6. Oft ist das Hertz auch Dornen boll, mit Sorgen angefuͤllet, oft lehet es in Reichthum wohl, da wird der Saam verhuͤllet, ja er listicket gantz und gar, und wird hicht einmal offenbar; das ist wol beklagen. B . So geht es, wenn man nur muͤhet, und der nach Wollust die⸗ et/ da kan kein Gutes haben statt vo man der Wollust nicht wird satt, der Saame muß ersticken. 8. Doch ist, GOtt Lob! noch gutes Land auf dieser Welt zu fin⸗ hen, das GOtt dem Errn allein hekandt, da in den Hertzensgruͤn⸗ hen der Saame, den GOtt einge⸗ legt, noch hundertfaͤltig Fruͤchte sraͤgt, das sind die rechten Hertzen. 9. Wer Ohren hat, der hoͤre hoch und pruͤfe sich vhn Heucheln, muß sich keiner schmeicheln. Die geit vergeht, das Ende naht, faͤllt auf kein gutes Land die Saat, so must du ewig sterben. 10.HErr JESu, laß mein Her⸗ ze seyn zerknirschet und zuschla⸗ lin, und laß ihn Fruͤchte tragen, die mir im Himmel solgen nach, e ich sie finde tausendfach, das hunsch ich mit Verlangen. Laur. Laurentii. Fer. 23, 28. 29. Ein Prophet, der. 66. M. O JEsu Christ meins. Se ich qus Furcht fuͤr Men⸗ schen⸗Kindern, des Geistes Alleb in mir verhindern, und nicht neuer Zeuge GOttes seyn? 2. Sollt ich des Hoͤchsten Wort lekschweigen, und nicht dem Hau⸗ Igeob zeigen, wie schaͤndlich schs vor GOtt verstellt, darum heils Menschen nicht gefaͤllt? 3. Sollt ich den falschen Chri⸗ dieweil es heute heisset uoͤch, hie Sp sn heucheln, und der gottlosen Rotte schmeicheln, um eine Hand voll zeitlich Korn, und zu entfliehn der Menschen Zorn? 4. Sollt ich die Bosen selig prei⸗ sen, die weder Licht noch Glauben weisen, um derer Gunst und Lie⸗ bes⸗Wind, die doch nur Feinde GOttes sind. 500 . Sollt ich die) Gottes Kinder nennen die weder GOtt noch Chri⸗ um kennen, die bey. der Wahr⸗ heit hellen Schein, so arg, als blin. de ehbenseyhn E, Wer sind die denn, die mich berlassen, und mich, als ein Feg⸗ Opfer, hassen? wer sind sie, die so zorniglich ihr Hertz verbittern wider mich? . Es sind nur Menschen, die mit Suͤnden und losen Stricken sich verbinden, ein Nichts, ein Gras, ein schnoͤdes Heu, ein Dampf, und leicht geschatzte rett. 8. So hoch sie sind in ihren Sin⸗ nen, so werden sie doch endlich in⸗ nen, daß all ihr Thun zur Hollen faͤhrt, und nur auf kurtze Zeit 8 hie waͤhrt. 9. Wer bin ich denn, den sie veta schmaͤhen? ists denn auf mich nur angesehen? ists GOtt nicht, der mich reden heißt? und treibt mich nicht sein werther Geist: 10. Wes ist das Amt, das ich hier trage? wer foderts, daß ie ihnen sage? ists nicht des grossen Gottes Münd, der thut durch mich sich ihnen khund. I. Ey! syllt mein GOtt mich alich nicht schuͤtzen, wenn sie mit Wuͤten auf mich blitzen? sollt des⸗ sen Huld in aller Pein mir nicht ein suͤsses Labsal seyn? 12. Dll kennst mich ja, du Men⸗ Lie chmödenl daß mirs nicht um ie schnoͤden Guͤter zu thun, noch um die Gunst der Welt, die man⸗ chen so gefangen haͤlt. 1. 13. Die Liebe Christi, die mich dringet, 7— Vom heiligen Worte Sottes. dringet, die ists, die mich im Gei⸗ ste zwinget, mit Ruffen, Locken, Bitten, Flehn, der Menschen See⸗ len nachiugehn. 14. Darüber wil ich gerne lei⸗ den, kein Creutz noch Spott der Boͤsen meiden: sey du mix nur, bey Hohn und Spott, nicht schreck⸗ lich, du getreuer GOtt. 15. Hier ist mein Blut, mein armes Leben, soll ichs bey deinem Wort hingeben, ja HErr, dein Will gescheh an mir, bring nur dadurch viel Guts herfuͤr. 16. Ich weiß, dein Wort wird endlich siegen das finstre Reich muß unten liegen, den Sieg wird man in kurtzen sehn, sollts auch durch Maͤrtrer Blut geschehn. 17. Ach! staͤrcke mich doch auch, mein Retter, damit durch alle Oonner⸗Wetter mein Zeugniß vest und freudig sey. Es ist ge⸗ wagt! GoOtt steh mir bey. ö J. C. Schade. Ps. 19, 107 12. Die Rechte des H. 4%. M. Sott des Simmels und heures Wort aus GO TTes Munde, das mir lauter Ho⸗ nig traͤgt, dich allein hab ich zum Srunde meiner Seligkeit gelegt: In dir treff ich alles an, was zu Gott mich fuͤhren kan. 2. Wil ich einen Vorschmack ha⸗ ben, welcher nach dem Himmel schmeckt, so kanst du mich herrlich laben, weil bey dir ein Tisch ge⸗ deckt, der mir lauter Manna schenckt, und mit Lebens⸗Wasser traͤnckt. 3. Du, mein Paradies auf Er⸗ den, schleuß mich stets im Glauben ein, laß mich taͤglich kluͤger wer⸗ den, daß dein heller Gnadenschein mir bis in die Seele dringt, und die Frucht des Lebens bringt. 4. Geist derjnaden der im Wor⸗ te mich an Gottes Bruͤste legt, ofte mir des Himmels⸗Pforte, daß mein Geist hier recht erwegt, was vor Schaͤtze GOttes Hand durch sein Wort ihm zugesandt. 5. Lasse mich in diesen Schram cken sonder eitle Sorgen seyn. ein st mich mit den Gedanchen in ein stilles Wesen ein, daß die Welt mich 950 nicht stoͤhrt, wenn mein Hertz dich reden hoͤrt. 6. Gib dem Saam⸗Korn eingg Acker, der Rache mir die schuldiz bleibt. Mache mir die Augen wacker, und was hier dein Fingn schreibt, peaͤge mir im Hertzen ein laß den Zweifel ferne seyn. 7 Was ich lese, laß mich men cken, was du sagest, laß mich thun. Wird dein Wort den Glauhen staͤrcken, laß es nicht dabey beruhn, sondern gib daß auch dabey ihn das Leben aͤhnlich sev. 8. Hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Schnure gehn. Was ich hier zum Grunde lege, müsse wie ein Felsen stehn, daß mein Geist auch Rath und Thar in den groͤsten Noͤthen hat. 9. Laß dein Wort mir einen Spiegel in der Folge JEsu seyn. Druͤcke drauf ein Gnaden⸗Siegel, 17 den Schatz im Hertzen ein, aß ich vest im Glauden steh, bis ich dort zum Schauen geh. Jac.1, 21. 22. Leget ab alle Unsaub 458. M. Es ist das Seil uns l. ir Menschen sind zu dem/ Gott! was geistlich ist, un tuͤchtig: Dein Wesen, Wille und Gebot ist viel zu hoch und wichtig: Wir wissen und verstehens nicht, wo uns dein goͤttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht weiset. 2. Drum sind vor Zeiten ans gesandt Propheten, deine Knechte, daß durch dieselbe wuͤrd bekannt dein heilger Wil und Rechte: Zum letzten ist dein einger Sohn, o Va⸗ ter! von des Himmels⸗Thron selbst kommen, uns zu lehren. 3. Fuͤr solches Heil sey, HErr, gepreist, laß uns dabey verbleiben: Und gis uns drinen Heidench —— daß wir de ilb annel anftmut rend, al Renschen. 4. Hilf, Hauf uns de: Denn nen, drau ein Ende. Donner K uns haft, wohne. 5. Oefn Hertz, daß sen, in Lieb Schmertz, lassen: D allein des? seyn, Fruc 6. Am so fort von Im Fels Wort die men: Dei uen faͤllt, dieser Wel 7. Ach h den gleich Lande, une leich in un Viel Fruͤc bewahren hilf uns und böse L 9. Dein weg seyn! sen, erhal tein: Hilf sen Kraft, —— ugesandt. iesen Schran Sorgen seyn. en Gedancken ein, daß die t stoͤhrt, wenn en hoͤrt. m⸗Korn einen nicht schulbiz ir die Auges er dein Fingen mHertzen ei eseyn. laß mich men woh laß mich thun. den Glauhen dabey beruhn, ch dabey ihn Z. meine Wege ichnure gehh. Grunde lege, en stehn, daß ath und Thal n hat. rt mir einen je JEsu seyn. laden⸗Siegel, u Hertzen ein, uden steh, bis in geh. ib alle Unsaub Seil uns l nd zu dem/ eistlich ist, un⸗ en, Wille und und 16 michh stehens nicht, h Wort und nicht weiset. r Zeiten aus Hdeine Knechte, vuͤrd bekannt Nechte: Zum Sohn, o Va⸗ mels⸗Thron lehren. il sey, HErr, U Ienchenh eil genGei bai Vom heiligen Worte Sottes. 279 daß wir dem Worte glaͤuben, das⸗ elb annehmen jederzeit mit zanftmuth, Ehre, Lieb und Wne als GOttes, nicht der enschen. 4. Hilf, daß der lose Spoͤtter⸗ hauf uns nicht vom Wort abwen⸗ de: Denn ihr Gespoͤtt, samt ih⸗ nen, drauf mit Schrecken nimt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich in uns ohne. Oefn' uns die Ohren und das Hertz, daß wir das Wort recht fas⸗ sen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmertz, es aus der Acht nicht lassen: Daß wir nicht Hoͤrer nur allein des Wortes, sondern Thaͤter seyn, Frucht hundertfaͤltig brin⸗ on. 6. Am Weg der Saame wird so fort vom Teufel hingenommen: Vort die Wurtzeln nicht bekom⸗ men: Der Saam, so in die Dor⸗ uen faͤllt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. 7. Ach hilj, HErr, daß wir wer⸗ den gleich dem guten fruchtbarn Londe, und seyn an guten Wercken leich in unserm Amt und Stande: Viel Fruͤchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld, infeinen guten Hertzen. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, den Weg der Suͤnder mei⸗ den: Gib, daß wir halten vest an di, in Anfechtung und Leiden; Rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Welt⸗-Sorg uͤberall und boͤse Luͤste daͤmpfen. 9. Dein Wort, o HErr, laß all⸗ weg seyn die Leuchte unsern Fuͤs⸗ sen, erhalt es bey uns klar und lein: Hilf, daß wir draus genies⸗ su Kraft,Rath und Lrost in aller S Im Fels und Steinen kan das Noth/ daß wir im Leben und im Tod bestaͤndig darauf trauen. 10. GOtt Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbrei ten: Hilf JEsu, daß uns deine Lehr erleuchten moͤg und leiten: O Heilger Geist, dein goͤttlich Wort laß in uns wuͤrcken fort und fort, Glaub, Lieb, Geduld und Hofnung. D. Just. Gesenius. Ps. I, I. Wohl dem, der nicht w. 479. Mel. Werde munter mein. Wobl dem Menschen, der nicht wandelt in gottloser Leute Rath; wohl dem, der nicht un⸗ recht handelt, noch tritt auf der Suͤnder Pfad, der der Spoͤtter Freundschaft fleucht! und von ihr'n Gesellen weicht! der hinges gen hertzlich ehret, was uns GOtt vom Himmel lehret. 2. Wohl dem, der mit Lust und Freude das Gesetz des Hoͤchsten treibt, und hier, als auf süͤsser Wei⸗ de, Cag und Nacht bestaͤndig bleibt, dessen Segen waͤchst und bluͤht, wie ein Palm⸗Baum, den man sieht bey den Fluͤssen an der Seiten, seine frische Zweig aus⸗ breiten. 3. Also sag ich, wird auch gruͤ⸗ nen der in GOttes Wort sich uͤbt: Luft und Sonne wird ihm dienen, bis er reiffe Fruͤchte giebt; seine Blaͤtter werden alt, und doch nie⸗ mals ungestalt: God T giebt Gluͤck zu seinen Thaten, was er macht, muß wohl gerathen. 4. Aber, wen die Suͤnd erfreuet, mit dem gehts viel anders zu, er wird, wie die Sprou, zerstreuet von dem Wind im schnellen Nu. Wo der HERR sein Haͤuflein richt't, da bleibt kein Gottloser nicht. Summa: Gott liebt al⸗ le Frommen, und wer boͤs ist, muß umkommen. Haul Gerhard. Von 2* —2.—— 276 Von der heiligen Taufe. Von der heiligen Taufe. Matth. 28,19. Gehet hin, und leh. 460. In eigener Melodey. Oder: Es woll uns GSOtt gen. Cbdi unser HErr, zum Jor— dan kam, nach seines Vaters Willen, von Sauet Johanns die Taufe nahm, sein Wort und Amt zu erfuͤllen, da wollt er stiften uns ein Bad, zů waschen uns vonSuͤn⸗ den, ersaͤuffen auch den bittern Tod durch sein selbst Blut, und Wunden, es galt ein neues Leben. 2. So hoͤrt und mercket alle wohl, was GOtt selbst heist die FTaufe, und was ein Christe glaͤu⸗ ben soll, zu meiden Ketzer⸗Haufe: GOdTT spricht, und wil, daß Wasser sey, doch nicht allein schlecht Wasser, sein heil ges Wort ist auch dabey, mit rechtem Geist ohn Maassen, der ist allhier der Taͤufer. 3. Solchs hat er uns bewiesen klar mit Bildern und mit Wor⸗ ten, des VatersStimm man ofsen⸗ bar daselbst am Jordan hoͤrte; Er sprach: Diß ist mein lieber Sohn, an dem ich hab Gefallen; den wil ich euch befohlen han, daß ihr ihn hoͤrt in allen, und folget seiner Lehre. 4. Auch GOttes Sohn hie sel⸗ ber steht in seiner zarten Mensch⸗ seit, der Heilge Geist hernieder aͤhrt, in Tauben⸗Bild gekleidet, daß wir nicht sollen zweifeln dran, wann wir getaufet werden, all dreypersoͤn'n getaufet han, damit bey uns auf Erden zu wohnen sich begeben. J. Sein'n Juͤngern heißt der HErre Christ: Geht hin, all' Welt zu lehren, daß, die verlohrn in Suͤnden sind, sich solln zur Bus⸗ se kehren: Wer glaͤubet und sich taufen laͤst, soll dadurch selig wer⸗ den, ein neugebohrner Mensch er heist der nicht mehr koͤnne sterbes das Himmelreich soll erben. 6. Wer nicht glaͤubt dieser groß sen Gnad, der bleibt in seinen Sun den, und ist verdamt zum ew'gen Tod, tief in der Hoͤllen Gruͤndeh Nichts hilft sein eigne Heiligkeiß all sein Thun ist verlohren, dieEih Suͤnd machts zur Nichtigkeit, darin er ist gebohren, vermag ihm selbst nicht helfen. 7. Das Aug allein das Wassir sieht, wie Menschen Wasser gieß sen, der Glaub im Geist die Krast versteht des Blutes JEsu Christ. und ist fuͤr ihm ein rotheFluth/ vo Christi Blut gefaͤrbet, die allen Schaͤden heilen thut, von Adam angeerbet, auch von uns selbst begangen. D. M. Luther. Mare. 16,16. Wer da glaͤubet und. 461. Mel. Es ist das Heil unsk. u Volck, das du getaufet bis, und deinen GOtt erkennes, auch nach dem Namen JESI Christ dich und die deinen nennes, nims wohl in acht und denck dran, wie viel dir Gutes sey gethañ am Tage deiner Taufe. 2. Du warst, noch eh du wurdst gebohrn, und an das Licht geso⸗ geil, verdamt, verstossen und ven lohrn, darum, daß du gesogen aus deiner Eltern Fleisch und Blut, ein Art, die sich vom hoͤchstenGut, dem ew'gen GOtt, stets wendet. 3. Dein Leib und Seel war mit der Suͤnd, als einem Gift, durch⸗ krochen, und du warst nicht mehr Gottes Kind, nachdem der Bund gebrochen, den unser Schoͤpfer auft gericht't, da er uns seines Bundes icht und herrlichs Kleid ertheilte. 4. Der Zorn, der Fluch, der ew'ge Tod, und was in diesen al⸗ len enthalten ist, fuͤr Angst und Noth, das war auf dich gefallen; Du warst des Satans Selav und Knecht, Knecht, d seinem Re angen. Das auf, und st der; das Tauf erse Adam hat was wir se unserm be 6. Es n den los/ ut oß, dit ne: daß e Kron, der Sohn eret 7. Wa deyt, und gen, das neut, den stirbt der mehr, hie ihr Heer liegen. 5. Hier stum an, den mit d than, ur Hier wa Blut, un: und gut i 9.— 0 Bad! o man in de Kein Sir hast rech und die h durch sei I0o. Du ser nicht, ben. W Munde f leben den Gei Namen. ben, die schert, un — Von der heiligen Tause. 277 bt dieser giaßse E Heiligkeiß hren, die Eih⸗ Nichtigkei, „vermag ihn 70 — Fnecht, der hielt dich vest, nach seinem Recht, in seinem Reich ge— önne sterbe, fang En. ö 5. Das alles hebt auf einmal u, und schlaͤgt, und druͤckt es nie⸗ erz das Wasser⸗Bad der heil' gen Tauf ersetzt dargegen wieder, was Adam hat verderbt gemacht, und was wir selbsten durchgebracht bey unserm boͤsen Wesen. 6. Es macht diß Bad von Suͤn⸗ en los, und giebt die rechte Schoͤ⸗ e; Sie Satans Kercker vor be⸗ schloß, die werden srey, und Soͤh⸗ ne: daß der da traͤgt die hoͤchste Kron, der laͤst sie, was sein eigner Sohn ererbt, auch mit ihm erben. 7. Was von Natur vermale— 21, Die ale deyt, und mit dem Fluch umfan⸗ gen, das wird hier in der Tauf er⸗ 9 ö % en W eut, den Segen zu erlangen. Hie n uns selbi n M. Auchet. glaͤubet und, stirbt der Tod, und wurgt nicht mehr, hie bricht die Hoͤll, und all 5 Heil uns“ ihr Heer muß uns zun Fuͤssen getaufet bist, tt erkennes, men IJESI inen nennes, und dencke —5 sey getha e eh du wurdst 6 Licht gejo⸗ ssen und ver gesogen auz und Blut, oͤchsten Gut, tets wendet. deel war mit Gi ft, durch⸗ ö t nicht mehr mder Bund choͤpfer auf⸗ nes Bundez liegen. 8. Hier ziehn wir JEsum Chri⸗ stum an, und decken unsre Schan⸗ den mit dem, was er fuͤr uns ge⸗ than, und willig ausgestanden. Hier waͤscht uns sein hoch⸗theures Blut, und macht uns heilig, from und gut in seines Vaters Augen. 9. O grosses Werck! o heilges Bad! o Wasser, dessen gleichen man in der gantzen Welt nicht hatl Kein Sinn kan diß erreichen. Du hast recht eine Wunder⸗Kraft, und die hat der, so alles schaft, dir durch sein Wort geschencket. I0. Du bist kein schlechtes Was⸗ ser nicht, wie's unsre Brunnen ge⸗ ben. Was GOd mit seinem stz Kben spricht, das hast du in dir eben Du bist ein Wasser, das en Geist des Allerhoͤchsten in sich HFluch, dt schleußt, und seinen grossen in diesen al Angst und ch gefallen; Selav und Knecht, Namen. II. Das halt, o Mensch! in al⸗ lem werth, und dancke fuͤr die Ga⸗Vat hen, die dein GOtt dir darinn be⸗ schert, und die uns alle laben, wann nichts mehr sonst uns laben wil, die laß, bis daß des Todes Ziel dich trift, nicht ungepriesen. I2. Brauch alles wohl; und weil du bist nun rein in Christo worden, so leb. und thu auch als ein Christ, und halte Christi Or⸗ den, bis daß dort in der ewgen Freud e dir das Ehr⸗und Freu⸗ den⸗Kleid mit eigner Hand anlege. Paul Serhard. Eyh. x/28. 26. Christus hat geliebet 462. Mel. Nun freut euch lieben. Ott Vater, Sohn und Heil⸗ ger Geist, du GOtt von gros⸗ ser Guͤte! sey jetzt und immerdar gepreist mit danckbarem Gemũů⸗ the, daß du aus unverdienter Gnad mich durch das heilge Wasserbad von Suͤnden abgewaschen. 2. HErr, ich bekenne, daß ich bin gezeugt aus Sunden Saamen, ein Kind des Zorus, das immer⸗ hin entheiligt deinen Namen: Ich weiß, daß von Natur ich leb ohn deine Furcht, und widerstreb, Gott, deinem Wort und Willen. 3. Du aber hast/ o Vater! mich, da ich war gantz verlohren, zu dir gezogen gnaͤdiglich, und wieder neu gebohren, durchs Wasserbad der heilgen Tauf, daß ich in mei⸗ nem Lebens⸗Lauf mich deiner Lieb kan troͤsten. 8 4.HErr JEsuChrist, dein theu⸗ res Blut waͤscht mich von meinen Sünden, Kraft dessen macht die Wasser⸗Fluth denselben Fluch ver⸗ schwinden, den ich hab von Natur verschuldt, sie setzet mich ins Va⸗ ters Huld, die Adam hat verscher⸗ et. ö ä F. O Heil'ger Geist! ich dancke dir fuͤr diese edle Gabe, daß ich nun innerlich in mir dein kraͤftig Zeug⸗ niß habe, dadurch ich meinen Schoͤpfer kan getrost und freudig ruffen an, und sagen: Abba, ater! 6. Weil in der Tauf auch JE⸗ S 3 3 sus — 27 Von der heiligen Taufe. sus Shrist von mir ist angezogen, so hilf, daß durch des Satans List, ich nimmer werd betrogen: Denn die nun GOttes Tempel seind, die bl bleiben fuͤr den boͤsen Feind in dei⸗ ner Gnade sicher. 7. O HErr! an diese Sicher— heit, die du mir wollen schencken, f laß mich jetzund und allezeit in meiner Noth gedencken, daß ich dadurch ein Hertze faß, und immer mich darauf verlaß, daß du mir Gnad versprochen. 8. Ich hab auch bey dem Was⸗ ser⸗Bad mich dir zum Dienst ver⸗ bunden; Drum gibh, daß keine Suͤnden⸗That in mir werd herr⸗ schend sunden: Gib, daß fuͤr dei⸗ ne Güt und Treu, ich den Gehor⸗ sam stets erneu, den ich da ange⸗ lobet. AUnd, so ich was aus Schwach⸗ heit thu, das wollst du mir verzei⸗ hen, und mir es ja nicht rechnen zu/ die Gnade auch verleihen, daß ich an dir bestaͤndig bleib, bis du die Seele von dem Leib zu dir hin⸗ auf wirst nehmen. D. Just. Sesenius. Petr. 3,21. Welche nun auch uns 463. Mel. OG JEsu Christ meins. Menn Christ! nim deine Tauf in acht, erweg stets ihre Kraft und Macht, weil sie dich waͤscht vom Laster⸗Koth, so fleuch die Sůnd mehr, als den Tod. 2. Sie ist ein vest geschloßner Bund, da guts Gewissen findet Grund: Wann du nicht wilt meineydig seyn, hatt stetig dein Gewissen rein.* 3. Bedenck, sie sey ein geistlich Grab, da du der Süͤnd gestorben ab: Drum steh mit deinem Hei⸗ Lauf auf, zu einem neuen Lebens⸗ auf. 4. Wann du hoͤrst, daß sie heilig sey, und mach dich Schuld und Strafen frey, so halt dich vest an 4* 2 Gnad und Liebe. . Sie zeucht dir an ein en Kleid, den Braut⸗Rock der G rechtigkeit, wodurch die Schand eibt zugedeckt, wann er nich wird aufs neu befleckt. 6. Sie ist das Wasserbad inI Wort/ das sollt du hoͤren sort un ort, stopf ja dafuͤr dein Ohr nich zu, verlangst du deiner Seeleurh. Z. Sie toͤdt das Fleisch duug GOttes Geist, den birt, daß erut. Beystand leist, er wirckt die Biß und Sünden⸗Reu, durch ihn wiz auch dein Wandel neu. 5, So oft die Tauf verrichnt. wird, von dir, dem Hoͤchsten Dang gebuͤhrt, mit Bitt, daß er du Schatz bewahr, der in der Tun gerkicht dir war. 9. Mit dieser Tauf am letztnn End, des Teufels Anklag von di wend; Sag, du seyst frey vonaß lem Fluch: dein Nahm steh ij dem Lebens⸗Buch. Magnus Sesenthal Gal.3, 26.27. Ihr seyd alle GOtte 46⁴· M. Christ unser⸗ Err zum. O Gott, da ich gar keinen Rath fuͤr meine Seel kont finden, hast du mich durch das Wasserbad gewaschen, rein von Suͤnden, de bey du klaͤrlich hast erweist, durch ein sichtbares Zeichen, o Vater, Sohn, und Heilger Geist! es seh nichts zu vergleichen, mit deinet 2. Denn willig und von Hertzen. Grund, so bald ich zu dir kommen, hast du mich auf in deinen Bund/ zum Kind auch angenommen: Du hattest Ursach mich vielmehr zu strafen und zu hassen, und hast, o grosser GOtt! so sehr, heruntet dich gelassen, den Bund mit mir zu stiften. 435—* 3. Dadurch hin ich nun als ein Kind versichert deiner Gnadey, solches Heil, was unrein ist, das meid in Eil. ö verleih, giebst du dich trete GOtt, von len bete, m erbietung HErrn u ö 5. Ich sagt, au und diese kan gege bin,& und wied ich rechte Pren. oͤhlen. 6 6. Der ab, der n Luͤsten, d widerstre angen a en, mit cken drar len, dure 7. GO be, mich und fre Als dein haß, die Gut zu t das En dein Re Noͤm. 6 465. Oui mi du se grossen rettet l den⸗La itt, daß erdit irckt die Bu urch ihn wiß ꝛeu. auf verrichtetl oͤchsten Dang „ daß er den in der Tus glebst du mir, und wenn ich vor sagt, au uf am letzten nklag von dir st frey von g⸗ rahm steh 0 Zesenthal d alle GOtte⸗ reᷣ Err zum. r keinen Rath kont finden, is Wasserbab Suͤnden, dan rweist, durch u, o Vater, Geist! es seh „ mit deinet von Hertzen. dir kommen, einen Bund, ö aenommen: ich vielmehr ö sen, und hast, hr, heruntet ind mit mir nun als ein er Gnadey, hheit an mir r nicht scha⸗ ö Kindschast giebil Von der heiligen TaussfstNe. 279 dich trete, mein Hertz ausschuͤtte, GOtt, vor dir, nach deinem Wil⸗ len bete, werd ich allzeit erhoͤret. 4. Hingegen hab ich mich ver⸗ i yicht, ich woll ein gut Gewissen fort bey des Glaubens Zuversicht zu haben seyn beflissen; Dich, Va⸗ ter, Sohn und Geist allzeit fuͤr meinen GOtt erkennen, und samt der werthen Christenheit, mit Ehr⸗ ö erbietung neunen, den ein'gen HErrn und Vater. 5. Ich hab den boͤsen Feind ent⸗ allen seinen Wercken, und dieser Bund, der ihn verjagt/ kan gegen ihn mich staͤrcken. Ich bin, o GOtt! dein Tempel nu, und wieder neu gebohren, auf daß ich rechte Wercke thu, dazu ich bin erkohren, und die du selbst be⸗ ohlen. 6. Der alte Mensch muß sterben ab, der neue aber leben, den boͤsen Luͤsten, die ich hab, muß ich stets widerstreben, ich muß dem Guten angen an, verrichten deinen Wil⸗ en, mit Fleiß und Sorgfalt den⸗ cken dran, daß ich ihn moͤg erfuͤl⸗ len, durch deine Kraft und Staͤrke. 7. GOtt Vater, Sohn und Geist perleih, daß ich vest an dich glaͤu⸗ be, mich meines Tauf⸗Bunds troͤst und freu, darin bestaͤndig bleibe: Als dein Kind Teufels⸗Wercke haß, die boͤsen Luͤste daͤmpse, das Gut zu thun nie werde laß, bis an das End hier kaͤmpfe, und dort dein Reich ererbe. J. Seerman. Roͤm. 6, 3. Wisset ihr nicht, daß. 465. Niel. Es ist das Heil uns. O IEsu Christ! ich preise dich mit froͤlichem Gemuͤthe, daß du mich so genaͤdiglich, nach deiner grossen Guͤte, durch deine Taufer⸗ rettet hast von aller meiner Suͤn⸗ den⸗Last, und mir dein Heil ge⸗ schencket. 2 2. So bald mein Haupt dein Wasser⸗Guß begonte zu begiessen, ba ließst du deinen Liebes⸗Fluß auch in mein Hertze fliessen: Ein göͤttlichs Leben gabst du mir, dein Geist verhand mein Hertz mit dir, ich ward aus GOtt gebohren. 3. Du wuschest meine Seelt ab von allen Suͤnden Flecken, und liessest also in ein Grab des Flei⸗ sches Macht verstecken: Es ward in deinem Tod getaucht, was Sa⸗ tanas vorher gebraucht, ins Elend mich zu bringen. 4. So stelletest du heilig dar, vor deines Vaters Throne, und vor der Ausermaͤhlten Schaar, mich in der schoͤnen Kroͤne der goͤttlichen Gerechtigkeit, du wur⸗ dest selbst mein Ehren⸗Kleid, dar⸗ in ich konte prangen. F. Kein Engel war so schoͤn, als ich, da ich dich angezogen, ich prangte mehr als koͤniglich; Du wurdest selbst bewogen, mich nun zu nennen deine Braut, im Glau⸗ ben ward ich dir vertraut: So hoch ward ich erhoben. ö 6. Da ward mir auch zugleich das Recht zu deinem Reich gege⸗ ben: Ich war vom Goͤttlichem Geschlecht, du wurdest selbst mein Leben: Weil ich an deinem Leibe ward ein Glied, und nun nach dei⸗ ner Art mein Leben koͤnte fuͤhren. 7. Doch muste diß verborgen seyn, die Schoͤnheit ward verde⸗ cket, da man mich also tauchte ein, und unters Creutz verstecket; Es muste nun ans Leiden gehn, bis ich auch kuͤnftig koͤnte stehn in offen⸗ barer Klarheit. 8. So war es zu derselben Stund, als ich ward aufgenom⸗ men in diesen heil'gen Gnaden⸗ Bund, und in die Zahl der From⸗ men. Wie ist es aber nun mit mir? Mein Heiland! soll ich itzo dir nicht gleichfals zugehoͤren? 9. Ach ja! es ist noch dieser Bund mein Siegel im Gewissen, das mich versichert alle Stund, wie du noch seyst gaflissen, mich zu S 4 erhal⸗ 38⁰ Von der heiligen Taufe. erhalten, Wen kan noch stets die Frage stellen an: Bin ich nicht, Gott, dein eigen? I0. Hast du mich nicht zu dei⸗ nem Kind in deinem Sohn erwaͤh⸗ let? Hast du mich nicht von aller Sůnd in Gnaden losgezaͤhlet? Ist nicht dein Bund ein ew'ger Bund⸗ Hat solchen nicht dein treuer Mund mit einem Eid versiegelt? 11. Geht mich nicht auch das alles an, was Christus mir erwor⸗ ben? Hat ers nicht mir zu gut ge⸗ zhan? Ist er mir nicht gestorben? Ist sein Verdieust mir nicht ge⸗ chenckt, da ich im Glauben ward versenckt in seine Gnad und Zuͤte? 12. Druln bleib ich ja dein Ei⸗ genthum, das du dir nicht last neh⸗ men: Der Sünden Macht wird wiederum mich nimmermehr be⸗ schäͤmen. Du wilst, und kanst den lassen nicht, der auf dich seine Zu⸗ Versicht von gantzem Hertzen setzet. I3 Zwar hab ich auch durch vie⸗ le Schuld den Gnaden⸗Bund zer⸗ rissen/ bin unwerth worden deiner Huld, doch hin ich nun beflissen, daß durch die Busse dieser Bund hevestigt werde, weil der Grund bey dir noch veste stehet. 4. Ich steh im Kampfe wider mich, mein Fleisch und Blut zu ꝛiwingen: der Geist kampft in mir ritterlich, wenn Luͤste auf mich dringen; Laͤst mir der Satan kei⸗ ne Ruh, stuͤrmt auch die Welt mit auf mich zu, so geb ich nicht ge⸗ wonnen. 1 15. Denn, weil ich nun getau⸗ set bin mit deinem Liehes Feuer, das ganz durchgluͤet meinen Sinn, ist mir sehr werth und theuer dein goͤttlichs Wort, das weiset mir, wie ich soll fliehen fuͤr und fuͤr, was dir nicht wohlgefallet. 16, Gib nun, daß deine Lieb in mir stets treibe mein Gemuͤthe, daß ich mich sehne stets nach dir, und mich fuͤr Suͤnden huͤte. Du Liebe, thust mir viel zu gut: G6 daß ein jeder Tropfen Blut hau deiner Liebe walle, C. Noirsch Joh. 3, v. Warlich, warlich, ich 466. M. Romt, last euch den Weg du schnoͤder Schlangen. ö Saamen, Suͤnde, Furcht und Traurigkeit! denn Christi Namen, als ein ward, fand ich in dem W waren Vater, Sohn un Geist; Und mir ward des Vatesz Gnad, was der Sohn hat, was der Geist im Worte leh⸗ ret, als ein theu'r Geschenck ven ehret. ‚ 3. GOtt hat nichts un sprochen, was er sagt, das trist mir ein, und der Schluß bleibt unge⸗ brochen: sollt mir das nicht ttot⸗ lich seyn? Wer an seinen JEsum glaͤubt, und hey seiner Tause hleibt, ist zur Seligkeit versehen, und das soll an mir geschehen. 4. Doch, wer hat dem Gnaden⸗ Bunde recht und Christlich nach⸗ gelebt? Wer hat in der Stunde keiner Gnade strebt? Bin ich auch, al Kind, GOttes Willen nachgesint? Hab ich Christum angezogen, und bin doch der Welt gewogen? 3. Heisset dieses neu gebohren, wenn das Fleisch bey Kräften bleibt? Oder, bin ich unverlohten, wenn mich Satans Wille treibt! Ja,/ dieweil das hoͤchste Gut in der Glaubens⸗Kraft beruht: Ach! so wird der Trost zu nichte; Denn wo sind die Glaubens⸗Fruͤchte? 6. Freylich sind es g chen, was die Taufe nüͤtzt und giebt: Denn sie kan ans selig mat ö chen, daß uns keine S ich trage Glied dr Christenheit. Gott hat nichtsn mir gespart, und als ich getaust ‚ f asserbade, Christi Blut und alle Gnade. 2. Sollt mir diß nicht wieden fahren, was der Gnaden Bund verheist? Ach! die hohen Zeugen d Heilger erworhen isonst yet⸗ Gnaden⸗ wiedere 3 GOttes rosse Sa⸗ chuld bel truͤht: truͤbt: de und den dieser kar 14 Ps. 23,. ch G heis JEsus h dem Tis sus bitt' wir aller und No Himmel 3.3%0 sen, und heisset d Omeinl ist an ke Seelen⸗ gesehen, ben 3. HH ben unse wir moͤck aller Qu muͤthe, lein, no te auch Du gieb daß wir den tief sonst we 5. Ac ten, on und wil weil vor Genade erfrisch, Von der heiligen Taufse.—— 281 Ezu gut: Gh fen Blut 90 C. Roitsch. warlich, ich. k euch den h. Schlangest unde, Furcht eun ich dun ein Glied din hat nichtog s ich getauft Wasserbade, e Gnade. nicht wieder naden Bund hohen Zeugen und Heilger ddes Vatess hn erworben m Worte leh⸗ heschenck ven umsonst vet⸗ das trist mit bleibt unge⸗ as nicht ttoͤst einen JEsum Liner Tause eit versehen, zeschehen. dem Gnaden⸗ hristlich nach⸗ der Gnaden⸗ ade wieder⸗ „ als Gottes nachgesint? gezogen, und wogen? eu gebohren, bey Kraͤsten unverlohren, Wille treibt! ste Gut in der iht; Ach! so ichte; Denn fubt: dennoch, wer zurͤcke flt, dieser kan in solchen Sunden wet der GOtt noch Hinimel finden. gewiß, auf deiner Seiten wanckt und den Schatz verächtlich haͤltder Bund des Friedens nicht; Doch, wer sich zu weit vergeht, bis die Todes⸗Noth entsteht, moͤcht . Qsu, gib mir noch in Zeiten die Buß zu lange sparen: IEsu! deines Geistes Unterricht! Denn laß miehs nicht erfahren. X, ö Ps. 23½ J. Du bereit stvor mir ein. 46/7. M. Freu dich sehr, o meine. N Gnad über alle Guaden: l heisset das nicht Guͤtigkeit? JEsus hat uns selost geladen zu dem Tisch, den er bereit t. IEt sus bitt't uns selbst zu Gast, daß wir aller Sorgen⸗Last, aller Suͤnd und Noth entnommen, zu dem Himmel moͤchten kommen. 2. JEsus Christus wil uns spei⸗ ö beh und auch selbst die Koͤste seyn heisset das nicht Gnad erweisen! Omein liebstes JEsulein! solches ist an keinem Ort, o mein liebster Seelen⸗Hort! sonst gehoͤret noch gesehen, solches ist noch nie gesche⸗ en. 3. Hast du dich doch schon gege⸗ ben unsertwegen in den Tod, daß wir moͤchten wieder leben frey vn gller Quaal und Noth; aber dei⸗ ner Liebe Macht hat dich auch da⸗ hin gebracht, daß du deinen Leib uns schenckest, und mit deinem Blute kraͤnckest. ö 4. Hier sieht man dein treu Ge⸗ muͤthe, du bist sonst der Artzt al⸗ lein, noch wilst du aus lauter Guͤ⸗ te auch die Artzney selbsten seyn; Du giebst dich selbst uns zu Theil, daß wir moͤchten werden heil von den tiefen Seelen⸗Wunden, die sonst waren unverbunden. 5. Ach! zu dir kom ich geschrit⸗ 3jFruchte? ten, o mein liebster JEsu Christ! groffe Sa und wil dich im Glauhen hitten, se nuͤtzt und. weil vor mich bereitet ist jetzo dein ans selig ma. Genadentisch, daß ich meine Seel Schuld be. erfrisch, und vor Hunger nicht der⸗ üht: 2 3 ö V. Wom heiligen Abendmahl. Zehe, wenn mir deine Kraft ent stehe. ö ö 6. Ach! so wollest du mich la⸗ ben mit dem rechten Himmel⸗ Brodt/ und mit reichem Trost be⸗ gaben, wider Hoͤlle, wider Tod: Ach! laß deine Lebens⸗Quell auch mich machen weiß und hell: Traͤn⸗ cke mich, eh ich ersterbe, und vor grossem Durst verderbe. — 7 7. Dir wil ich anjetzo schicken ach! das wollest du erguicken, weil es fast vergeht vor Schmertz; O mein Artzt! du kaͤnst allein mich von Suͤnden machen rein, du al⸗ Sunden Eiter Beulen. Joh. 6, 70.. Diß ist das Brodt. 468. Mel. Ich danck dir schon. A* kom, du suͤsser Hertzensgast! du Labsal meiner Seele, bey der du deine Wohnung hast in die⸗ ser Jammer Hoͤle. ä 2. Reut aus du theures Glau⸗ bens⸗Pfand, was nicht dein eigen heisset. Ach! beut dem Willen doch die Hand, der sich der Welt enrreifset. ö 3. Es schaut dein holder Gna⸗ den⸗Blick die Suͤnden⸗Gruft im Hertzen, und zeucht sich dennoch nicht zuruͤck, er sieht auf Christi Schmertzen. 4. Ich oͤfne dir Hertz, Seel und Sinn, mit bruͤnstigem Verlangen, dich, meine Ruh, und mein Ge⸗ winn, recht freudig zu empfangen. 5. Kom, kom, und halt dein Abendmahl mit deinem schwachen Kinde, mein gantz muͤd und mattes Hertz leine kanst mich heilen von der 282 Vom heiligen Abendmahl. Kinde, auf daß dein Wunder⸗suͤs⸗ 30 3. mich inniglich ent⸗ nde. 6. Dein Manna schmeckt nach Himmels-Lust, bein Brunnquell fleußt ins Leben: Davon das, was uns nicht bewust, zu schmecken wird gegeben. 7. Es ist wol ein verborgner Schetz, doch bringt er Heil und Leben, er daͤmpft die Suͤnd, und Lebrn. Platz, die Andacht zu er⸗ eben. 8. So kehrt GOtt zu der See⸗ len ein, mit allen seinen Guͤtern, und machet seine Kraft gemein den himlischen Gemüthern. 9. Da liegt des Teufels Macht zerstreut, die Welt ist uberwun⸗ den: Es fuͤhrt des Geistes Freu⸗ digkeit die Sünden⸗Lust gebunden. 1I0. GOtt zeigt, was zu erwar⸗ ten sey auf wenig 1 dienen Heseln den, wenn wir von diesen Fesseln frey, die Freyheit so gefunden. 11. Da, da verbindt sich Seel und GoOtt in recht vertrauter Lie⸗ be: Was nicht ist goͤttlich, wird zu Spott vor diesem Himmels⸗ Triebe.. 12. Wie leicht ist da des Hei⸗ lands Joch, wie sanft ist seine Buͤr⸗ de! Ach! spricht die Seel, daß ich itzt doch ein Himmels⸗Buͤrger wuͤrde. 13. Mein Gott, wenn zeuchst du mich zu dir, wenn werd ich da⸗ hin kommen, daß ich dein Antlitz fuͤr und für anschaue mit den Frommen. 14. Ich glaube doch, ich werde sehn das Gut im Freuden⸗Him⸗ mel, und dort fuͤr deinem Throne Kol nach diesem Welt⸗Getuͤm⸗ m 15. Du Geist der Gnaden steh mir bey, und laß mich ja nicht fal⸗ len! Mach meinen Gang gewiß und frey, ach! leite mich in allen. 16. Ach! streite wider meinen und wenn ers gleich aufs aͤr meynt, kanst du nicht unterllehnt 17. Drum nim mein Hertz dit gaͤntzlich ein, und staͤrck es aus der Hoͤhe: Dann werd ich voͤllig selig seyn, wenn ich dich ewig sehe. I Mos. 14, 18. Melchisedech, der. 469. M. Nun freut euch lieben. Au. auf! mein Geist, ermun V tre dich, die Nacht ist nun ven gangen; mein JEsus koͤmt, und langen, mit seinem Leib, und theu⸗ Sunde thut, wil er mich heuten quicken. 2. Steh auf, und iß, das Leben Brodt wird dir heut aufgetragen, der sel ge Tranck, so Rosin⸗roth, und heilet alle Plagen, den beut dir JEsus selber dar, trinck froͤlich, so kan die Gefahr der Hoͤllen dil nicht schaden. 3. Doch wirf zuvor das Suͤnden Kleid von dir, das sehr beflecket, nim den Rock der Gerechtigkeit, der deine Schande decket, den Heill gen Geist ruf eifrig an, der deine Seele heilgen kan, daß er dich wohl bereite. 4. So wird alsdann das Got⸗ tes⸗Lamm auch gerne bey dir woh⸗ nen, und als ein treuer Braͤuti⸗ gam dich seine Braut belohnen, du sollt, mein Hertz, sein Him⸗ mel seyn, da wil er prachtig ziehen ein, und ewig in dir bleiben. 5. Nun, HErr, der du mein Hertze weist, zu dir komm ich ge⸗ schritten, du wollest, nebst dem bitten, daß ja mein Glaub aufhoͤre nicht, und ich dis Mahl nicht zum moͤge. ö ů 6. Ihr Wim komt, und fuͤhret mich zu diesem Tisch der Gnaden! trotz, daß Suͤnd, Tod und Hoͤlle sich itzt regen, mir zu schaden, FJeind/ so kan und werd ich siegen, mein JEsus komt, zuruͤcke 91. wecket mich/ er ruft mich mit Vun rem Blut, das gnug fuͤr meine Heil gen Geist, den Vater fuͤr mich Gericht, unwuͤrdig brauchen ,.-Ll, er eilt zu Teufel, h der habet hungrig laben; lich, du w daß ich r 2. Auf mich die ertheilet barme suche n Gnader 7. M mir, —— aufs gigst t unterliegen. nein Hertz dir rckees aus det ich voͤllig selg vig fehe. hisedech, de. teuch lieben. zeist, ermum ht ist nun ven is koͤmt, un nich mit Ven ib, und theu 9 fuͤr meine mich heuten „das Lebent⸗ aufgetragen, No sin:roth, en, den beut trinck froͤlich, r Hoͤllen dil das Suͤnden⸗ hr beflecket, erechtigkeit, ket, den Heil⸗ n, der deine daß er dich n das Got/ bey dir woh⸗ uer Braͤutit it belohnen, sein Him⸗ ichtig ziehen diben. er du mein mm ich ge⸗ nebst dem ter fuͤr mich aub aufhoͤre nicht zum 3brauchen und fuͤhret er Gnaden! und Hoͤlle zu schaden, uͤcke prallt, tr ö Vom heiligen Abendmahl. 283 er eilt zu mir, zu Boden fallt, ihr eufel, hier ist JEsus. 9 D. J. F. Meyer. Joh. 6, 48. Ich bin das Brodt des 470. M. Nun freur euch lieben. u Lebens⸗Brodt, HErr JEsu Christ, mag dich ein Suͤn⸗ der haben, der nach dem Himmel hungrig ist, und sich mit dir wil laben; So bitt ich dich demuͤthig⸗ lich, du wollest recht bereiten mich, daß ich recht wuͤrdig werde. 2. Auf gruͤner Auen wollest du mich diesen Tag, HErr, loiten, den frischen Wassern fuͤhren zu, den Tisch fuͤr mich bereiten: Ich bin zwar suͤndlich, matt und krank, doch laß mich deinen Gnaden⸗ Tranck aus deinem Becher schme⸗ cken. 3. Du Zucker suͤsses Himmel⸗ Brodt du wollest mir verleihen, daß ich in meiner Seelen ⸗Noth zu dir mag kindlich schreyen: Dein Glaubens⸗Rock bedecke mich, auf daß ich moͤge wuͤrdiglich an deiner Tafel sitzen. ‚ 4. Dilg allen Haß und Bitter⸗ keit, o Err! aus meinem Her⸗ tzen: Laß mich die Sünd in dieser Zeit bereuen ja mit Schmertzen; Du heiß⸗gebratnes Oster⸗Lamm, du meiner Seelen Braͤutigam, laß mich dich recht geniessen. . Zwar bin ich deiner Gunst nicht werth, als der ich itzt erschei⸗ ne, mit Suͤnden allzuviel be⸗ schwert, die schmertzlich ich bewei— ne: In solcher Truͤbsal troͤstet mich, HErr JEsu, daß du gnaä⸗ diglich der Suͤnder dich erbarmest. 6. Ich bin ein Mensch, voll Suͤnden⸗Grind, laß deine Hand mich heilen: Erleuchte mich, denn ich bin blind, du kanst mir Gnad ertheilen! Ich bin verdamt, er⸗ barme dich: Ich bin verlohren, suche mich, und hilf aus lauter Gnaden. 7. Mein Braͤutigam, kom, kom iu mir/ und wohn in moinem Her⸗ tzen! Laß mich dich lieben fuͤr und fuͤr, auch in den Seelen ⸗Schmer⸗ zen: Ach! laß doch deine Suͤßig⸗ eit fuͤr meine Seele seyn bereit, und stille ihren Jammer. 8. Du Lebens⸗Brodt, HERd² JEsu Christ, kom, selbst dich mir zu schencken! o Blut! das du ver⸗ gossen bist, kom eiligst, mich zu traͤncken: Ich bleib in dir, du bleibst in mir,drum wirst du, guͤld⸗ ne Himmels⸗Thuͤr, auch mich dort auferwecken. I. Rist. Ps. 111, 4. 5. Er hat ein Gedaͤcht. 471. In eigner Melodey. G)tt fey gelobet und gebene⸗ deyet, der uns selber hat ges speiset mit seinemFleische und mit seinem Blute, das gib uns, HErr GoOtt, zu gute. Kyrieleison. 2. GOtt geb uns allen seiner Gnaden Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen, in rechter Lieb und bruͤderlicher Treue, daß uns die Speis' nicht gereue. Kyrieleison. D. Martin Auther. Joh. 6, 55. Wer mein Fleisch isset. 2. M. Wie schoͤn leucht t uns. 5H⁰ JEsu! dir sey Preis und Danck fuͤr diese Seelenspeis und Tranck, damit du uns bega⸗ bet: Im Brodt und Wein dein Leib und Blut komt uns wahrhaf⸗ tig wohl zu gut, und unsre Hertzen labet, daß wir in dir, und nach al⸗ lem Wohlgefallen heilis leben, solches wollest du uns geben. 2. Du kehrest, o Immanuel! ja selber ein in unsre Seel, dir Woh⸗ nung da zu machen; Drum uns ein solches Hertz verleih, das von der Weltlieb ledig sey, und allen eitlen Sachen: Bleibe, treibe un⸗ sre Sinnen und Beginnen, daß wir trachten, alles Irrdsche zu verachten. 3. Ach HErr! laß uns doch nehmen nicht dein werthes Nacht⸗ mahl zum Gericht! Ein jeder recht bedencke, daß wir mit diesem Le⸗ bens⸗ ö ö sre Noth, der Fels des Heils uns traͤncke: Zuͤchtig, tuͤchtig dich dort oben stets zu loben, bis wir werden zu dir kommen von der Erden. ö 4. O! daß wir solcher Seligkeit erwarten moͤchten allezeit in Hof⸗ nung und Vertrauen, und folgends aus dem Jammerthal eingehen in den Himmels⸗Saal,/ da wir GOtt werden schauen, troͤstlich, koͤstlich, uns, als Gaͤste, auf das beste hey ihm laben, und gantz volle Gnuͤge haben. 5. Das gib du uns von deinem Thron, o JEsu Christe, Gottes Sohn! gibs durch dein bitter Lei— den: Dasselbe, weil wir leben hier, laß uns betrachten fuͤr und fuͤr, und alles Boͤse meiden. Amen! Amen! Hilf uns kaͤmpfen, hilf uns daͤmpfen alle Suͤnden hilf uns froͤlich uͤberwinden! D. Bernh. Derschow. Baruch 2,18. Eine Seele, die sehr. 473. M. Schmuͤcke dich, o liebe. Henew Weh mich hat getrof⸗ fen, keine Freud hab ich zu hoffen, aller Trost wil mir ver⸗ schwinden, bey Erkenntniß meiner Suͤnden, die jetzt mein Gewissen nagen, das Gemuͤthe heftig pla⸗ gen, die mich unter Augen schelten, und mir draͤuen das Vergelten. 3. Gott, suͤr dem kein Suͤnder bleibet, der die Boͤsen von sich trei⸗ bet, der sie in den Abgrund sencket, wo sich alle Pein hinlencket, wil sein Antlitz von mir wenden, da ich denn von seinen Haͤnden muß er⸗ warten das Verderboen, und werd ewig muͤssen sterben. 3. Doch o Esu! Mensch gebo⸗ ren, du bist mir zum Heil erkohren, tilge meine Sünden⸗Schulden, und was du hast muͤssen dulden, durch dein Leiden, Angst und Vom heiligen Abendmahl. bens⸗Brodt im Glanben stillen un⸗ Wun Schmertzen, das laß Pdine mir zu Hertzen. Heile mich durch deine den, wo die Suͤnder Heil 71⁰ Spe LeLegeece merner Sunden, Eebend, Un 4. Wasehe meiner Sünden gle, bens zu de cken, die mir GOttes Zorn erwe⸗ Ach HErr cken, mit dem Purpur deines Blu⸗ Träncke m tes, der erlanget mir viel Gutes: das verge⸗ Er erleichtert, was mich drücket, als meinet und, was geistlich todt, erqnuicket, hast laffen er vertilget, was mich krancket; II. Kon Freude, Freude, die er schencket. Hertzen,! 5. JEu, Tilger meiner Süx, Schmeltz den, durch dich kan ich Gnade sin denWun den, und fuͤr meinem Gott beste⸗ pfunden. hen, ja zur Seligkeit eingehen; leiten schn Weil du selbst auf dich genommen, Trage mi was mir solt zur Strafe kommen. gichts Be Du kanst in den Abgrund senckeou, 12. Leh und der Suͤnden nicht gedencken. let, wie de 6. Mußtich mich gleich für dih Lehre fert schenen, und mich schaͤmen mit Wandel; Bereuen, grosser Ott! der Sün. mal kan b den wegen, die sich im Gewissen Welt soll regen, die mir keine Ruhe lafsen, aus dem! und das Hertze so umfassen, daßes ren Freud voller Angst und Beben, sich uu ICor. 10 dir nicht kan erheben. 47½4. Mi. 5. So mag ich doch für dich tr EIch fail ten, und erhoͤrlich zu dir beten, mite weil mein JEsus, mein Vertreter, Buß; Ic mein Erloͤser und Erretter, gna tes Lam dig mir hat zugestellet, was dem Sund hi Vater wohlgefaͤllet: Hierdurch 2. Ich wird nun zugedecket, was da un, tes Hert rein und befleckeet.. grossen 6 8. Das wil ich zurZahlung brin⸗ deine Lei gen, es muß solches mir gelingen, Ealbe se Vater, laß es dir gefallen, und das 3. Ich Gnaden⸗Wort erschallen: Sey Gast, da getrost, du schwacher Sünder! ich, gefast;& der Vater meiner Kinder, laß er. und wile gehen dasErbarmen, sasse dich nit 4 Hie Gnaden⸗Armen. Brode/ d 9. Liebster JEsu, Freund der tes Tod Seelen, für dir ist kein Trost zu Fluch de waͤhlen, dich wil ich mit Liebe bin⸗ Aben den und mich veste auf dich guuͤn— Iß den, kom, und troͤste mein Gemü, sten Prei the aus der Quellen deiner Gute, gel,Spei fuͤhre die betruͤbte Seele aus der Iu Dauck Jammervollen Hoͤle.„ gelTran ö 10. Speise Ich — Suͤnder Heil Suͤnden Fle⸗ Zorn ertwe. Tdeines Blu⸗ viel Gutes: nich druͤcket, ot, erquicket, ich kräncket schencket. neiner Suͤn⸗ h Gnade fin Gott beste⸗ it eingehen; genommen, afe kommen. Aund sencken, t gedenckeh. eich fuͤr dich chaͤmen mit t! der Sün⸗ m Gewissen Nuhe lassen, ssen, daßei ben, sich zu fuͤr dich tta⸗ dir beten, uVertreter, retter, gna⸗ t, was dem Hierdurch was da un⸗ ihlung brin⸗ ir gelingen, len, und das ullen: Sey zünder lich, ider, laß er. asse dich mit Freund der in Trost zu it Liebe bin⸗ dich gruͤn⸗ iein Gemuͤ⸗ einer Guͤte, ꝛele aus der 10, Speist 10. Speise mich, du Brodt des Hbebeus,/ laß mich jetzo nicht verge⸗ bens zu der hohen Tafel treten; HErr! hoͤre du mein Beten: Träncke mich mit deinem Blute, das vergesen mir gute, da du bich⸗ als meinen Buͤrgen, grausamlich hast lassen würgen. 11. Kom, und wohn in meinem Hertzen, kom, und lindre meine Gchmertzen, die ich von den Suͤn⸗ den Wunden bis anhero hab em⸗ pfunden. Laß mich deine Suͤßig⸗ eiten schmecken ja zu allen Zeiten. Trage mich in deiner Liebe, daß nichts Boͤses mich betruͤbe. 12. Lehre thun, wie dirs gefaͤl⸗ let, wie dein Geist mir fuͤrgestelletz Lehre ferner alle Sinnen, meinen Wandel zu beginnen, wie ich ein⸗ mal kan bestehen, wenn ich aus der Welt soll gehen, aus der Welt, aus dem Getuͤmmel, in den wah⸗ ren Freuden⸗Himmel. 1C0t. 10,3. 4. Und haben alle einerl 47%4. M. Wenn wir in hoͤchsten. J fall HErr JEsu, dir 30 Fuß/ mit Glauben, mit Gebet und Buß; Ich beug die Knie vorGOt⸗ tes Lamm, der aller Menschen Suͤnd hinnahm.* . Ich bring dir ein zerknirseh⸗ tes Hertz, das fuͤhlt der Suͤnden denes Schmertz; Doch, JEsu, eine Leidens⸗Pein kan dessen beste Salbe seyn. II 3. Ich bin heut meines JEsu Gast, dazu mach dich mein Hertz gefast; Er ladet dich zur Tafel ein/ und wil doch selbst die Speise seyn. 4. Hier reicht er mir den Leib im Brodt, der fuͤr mich litt des Creu⸗ tzes Tod, er reicht bie Rosin⸗Farbe Kape des Bluts, im Wein und eben⸗Blut. . Iß,/ trinck und sag dem Hoͤch⸗ sten Preis, fuͤr diese mehr als Eu⸗ iu Diuck, Auch sage deinem IE⸗ U Danck, fuͤr diesen mehr als En⸗ deanc Ich glaͤub und weiß/was ich Vom heiligen Abendmahl. 285 hie seh, ob ich es gleich gar nicht versteh: Ich, der ich an len matt werd hie von meinemJC⸗ an der See⸗ su satrtt. ö 7. Seyd, GOttes Engel, seyd bereit, zu chauen diese Heimlich⸗ keit: Der sitzt zu GOttes rechten Hand, ist hie Kraft Testamentes⸗ Band.. 8. Der dort ist in der Herrlich⸗ keit, sich hier im Segens⸗Brodt anbeut, der dort ist in der hoͤchsten Kraft giebt sich hier in dem Trau⸗ ben⸗Saft. ö 9. Wie das gescheh, das weiß ich 12 Er wil, das dis Geheim⸗ niß⸗Licht ich gar nicht nach Ver⸗ nunft anschau; gnug ists, daß ich den Worten trau. 10. Sey froh, mein Hertz, weil dir bekandt, daß GOttes Dieners schlechte Hand, dir reichet so ein heilig Pfand, zu dein und GOttes vestem Band. 11. Der Tisch giebt meiner See⸗ len Kraft, und Himmel⸗ suͤssen Le⸗ bens⸗Saft; Die Speis koͤmt mei⸗ ner Seel zu gut, giebt Trost und Leben, Staͤrck und Muth. ö 12. Es deckt den Tisch der War⸗ heit Mund, zur Seligkeit gewissem Grund: Hie wird mein Leib und Seel erquickt, und bleibt auf ewig recht begluͤckt. 13. OEsu! laß mich nimmer gehn von diesem Tisch, da du zu sehn; Die Welt soll gern verges⸗ eñ seyn, wenn ich mich da kan fin⸗ den ein. ö‚ 14. Bis endlich du mein Him⸗ mels⸗Fuͤrst, mich in den Himmel nehmen wirst, da mir wird ewig Ehr geschehn, und ich gnug hab an dir zu sehn. Es. 65/ 13. Siehe meine Knechte. 275. M. Aus tieser Noth schrey. Ich kom itzt als ein armer Gast, s KErr, zu deinem Tische, den du fuͤr mich bereitet hast, ch er mein Hertz erfrische, wann 0 er ů I HII2 IR. I 111 A: V 14 I N V 16 169 1 V + UI —————— 236 Vom heiligen Abendmahl. der Seelen Hunger nagt, wenn mich der Durst des Geistes plagt, bis ich den Schweiß abwische. 2. Nun sprichst du Seelen⸗Bi⸗ schof dort, ich bin das Brodt zum Leben, dis Brodt treibt auch den Hunger fort, den sonst nichts mag auftzeben, ich bin der Brunn, wer glaͤubt an mich, den wird der Durst nicht ewiglich im Hertzen Sti⸗ che geben. ö 3. Drum fuͤhre mich, o treuer Hirt, auf deine Himmels⸗Auen, bis meine Seel erquicket wird, wann du sie 11 schauen die Stroͤme deiner Guͤtigkeit, die du fur alle hast bereit, so deiner Hut sich trauen. 4. Ich armes Schaͤflein suche dich, auf deiner gruͤnen Weyde, dein Lebens⸗Manna speise mich, zu Crost in allem Leide, es traͤncke mich dein theures Blut, auf daß mich ja kein falsches Gut von dei⸗ ner Liebe scheide. 5. Gleichwie des Hirsches mat⸗ tes Hertz nach frischem Wasser schreyet, so schreyet auch mein Seelen⸗Schmertz, ach! laß mich seyn befreyet, von meiner schweren Suͤnden⸗Pein, und schencke mir die Trost⸗Fluth ein, damit ist mir gedienet.. 6. Fuͤr allen Oingen wirck in mir ein ungefaͤrbte Reue, daß, wie fuͤr einem wilden Thier, ich mich fuͤr Suͤnden scheue: Wirf mir den Rock des Glaubens an, der dein Verdienst ergreisen kan, damit mein Hertz sich freue. 7. Entzuͤnd in mir der Andacht Brunst, daß ich die Welt verlasse, und deine Treu und Brudergunst in dieser Speise fasse, daß durch dein Lieben Lieb in mir zu meinem Naͤchsten wachs herfuͤr, und ich fort niemand hasse. 8. Auch fuͤhre mich nun selbst von mir, bey mir ist nichts denn Sterben; Nim aber mich, oHErr! in mir ist lauter Hoͤllen⸗Pein, in dir ist nichts als selig seyn, mit 35 len Himmels⸗Erben. Erneure mich, o Lebensstab! mit deines Geistes Gaben, laß mi die Sünde dancken ab, die mi sonst pflegt zu laben, regiere mei nen traͤgen Sinn, daß er die Lusie werfe hin, die er sonst pflegt zu haben. 10. So kom nun, o mein See⸗ len⸗Schatz! und laß dich freund⸗ lich kuͤssen, mein Hertze giebt dir Raum und Platz, und wil von kei nem wissen, als nur von dir, mein Braͤutigam, dieweil du mich am Creutzes⸗Stamm aus Noth und Tod gerissen. II. Hab, liebster Heiland, gros⸗ sen Dauck, fuͤr deine Suͤßigkeiten, ich bin füͤr lauter Liebe kranck, drum wart ich auf die Zeiten, in sanit den Auserwaͤhlten, wirst zur Himmels⸗Tafel leiten. M. Justus Sieber. 476. M. OTraurigbeit, o Herz, ch trete frisch zu GOttes Tisch: Hilf, Vater, hilf mit Gnaden, daß miur keine Missethat hierbey moͤge schaden! 255 3. Ich leugne nicht, was mir den: Reu fuͤr Suͤnden pflegst du ja, frommer GOtt, zu dulden. 3. Wenus noͤthig faͤllt, durch Loͤse-Geld die Handschrift zu ver⸗ nichten, wird der HErr der Herr⸗ lichteit diß fuͤr mich entrichten. 4. Drauf stell ich dir, mich, JE⸗ su, fuͤr, in kindlichem Vertrauen, JEsu, den Cherubin luͤstet anzu⸗ schauen. 5. Dein Leib und Blut, das mir zu gut gebrochen und vergossen, wird, o tiefe Wunderthat! hier am Tisch genossen. 2 6. Ich soll jetzund mit Seel und in din, hey dir ist kein Verderben; Mund, Fein Witz kan das ermes⸗ sen welchen du, o Lebens⸗Fuͤrst! mich Cor. 10,16. Der gesegnete Kelch gebricht, ich beichte meine Schul ———— unbegreifli das wir nic 8. Verm merhin, we hleichen; mermehr weichen. 9. Dert mich nicht. truͤgen; E schen Kind 10. Ver Christi Toi Teufel mi Punet rege 1I. So noch früh, cen, suͤr Blut, dir/ Joh. 6, 3. 47.Mel. Ich wil I mein Gott, dein mir thust b gantzes Lei geben. 2. 30 U. dein Leib, meines H Trost in deine Gabe laben. 3. Vern stand wird Gchand, d trauen, ar hauen, was schehn, soll 4 Hier lar⸗ ant auter Lieb Heil erwor he finden, den. . Gott ch noch i seyn, mit al⸗ Lebensstabl en, laß mi b, die mi regiere meñ er die Luͤste ist pflegt zu o mein See⸗ dich freund⸗ ze giebt dir wil von ken on dir, mein du mich am Noth und eiland, groß uͤßigkeiten, iebe kranck, e Zeiten, in uͤrst! mich n, wirst zur n. us Sieber. gnete Kelch eit, o Herz. Ittes Tisch: lit Gnaden, hat hierbey 9 t, was mir eine Schub n pflegst du dulden. faͤllt, durch rift zu ver⸗ r der Herr⸗ trichten. mich, JE⸗ Vertrauen, uͤstet anzu⸗ it, das mir vergossen, that! hier Seel und das ermes⸗ 10 sen, Vom heiligen Äbendmahl. 287 unbegreiflich essen. 7. O gruͤble nicht! wie diß ge⸗ schicht, noch ob es mag geschehen; Gott kan uͤberschwenglich thun, das wir nicht verstehen. 3. Vernunft und Sinn laß im⸗ merhin, was muͤglich scheint, ver⸗ hleichen; ich wil nun und nim⸗ mermehr von dem Buchstab weichen.* 9. Der diß verspricht, betreugt mich nicht, und kan mich nicht ba⸗ truͤgen: GOTT ist keines Men⸗ schen Kind, daß er koͤnne luͤgen. 10. Verleih, o GOtt! durch hristi Tod, daß weder Welt noch Teufel mir in diesem Glaubens⸗ Punet rege neuen Zweifel. noch früͤh, ermuͤden sonder Wan⸗ cken, suͤr dein theu'r⸗vergoßnes Blut, dir, mein GOtt, zu dancken. Joh. 6, y3. Werdet ihr nicht essen. 4⁷7. Mel, Auf meinen lieben G. ch wil zu aller Stund, aus V meines Hertzens⸗Grund, Gott, deine Guͤte preisen, die du mir thust beweisen. Ich wil mein gantzes Leben zu deinem Lob er⸗ ben. 2. JEsu, mein hoͤchstes Gut! dein Leib, dein wahres Blut ist meines H hn Gaben mein Leib und Seele aben. 3. Vernunft, Witz und Ver⸗ sand wird hier zu Spott und Schand, der Wahrheit muß man kauen, auf Gottes Wort vest hauen, was GOtt spricht, muß ge⸗ schehn, sollt alle Welt vergehn. „4. Hier ist das GOltes Lamm, runs ans Creutzes⸗Stamm aus auter Lieb gestorben, dadurch das Heil erworben, hrer kanst du Gna⸗ I Vergebung aller Süͤn⸗ . Gott Lob vor seine Treu, die soch immer neu in sejnom Hertzens Freude, mein Loh CTrost in allem Leide, weil diese len⸗Pemn In sen,] JEsu Christi werthes Fleisch Nachtmahl finde: Weicht Teu⸗ fel, Tod und Sünde, GoOtt wil mir Trost und Leben hier und dort ewig geben. D. J. Olegrius. 1 Cor 11,28. 29. Der Mensch aber 28. In bekandter Melodey. Esus Christus, unser Heiland, der von uns den GOttes Zorn wandt, durch das bitter Leiden sein, half er uns aus der Hoͤllen⸗ Pein.. ö 2. Daß wir nimmer des verges⸗ sen, gab er uns seinn Leib zu essen, verborgen im Brodt so klein, und zu trincken sein Blut im Wein. 3. Wer sich zu dem Tisch wil machen, der hab wohl Acht auf sei⸗ ne Sachen, wer unwuͤrdig hinzu preisen, daß er dich so wohl thut speisen, und fuͤr deine Misserhat in den Tod sein'n Sohn gegeben hat. 5. Du sollt glauben, und nicht wancken, daß diß sey ein Speis der Krancken, den'n ihr Hertz von Sünden schwer, und fuͤr Angst ist betruͤbet sehr. ů 6. Solch groß Gnad und Barm⸗ e Arbeit. Ist dir wohl, so bleib avon, daß du nicht kriegest boͤsen n bn. ö 7. Er spricht selber: Komt ihr Armen, laßt mich uͤber euch erbar⸗ men, kein Artzt ist dem Starcken noth/ sein; Kunst wird an ihm gar ein Spott. ö. 8. Haͤttst du dir was koͤnn'n er⸗ werben, was duͤrst ich denn fuͤr dich sterben? Dieser Tisch auch dir Wult. gilt, so du dir selber helfen — ilt.— 9. Glaͤubst du das von Hertzen⸗ Grunde, und bekennest mit dem Munde, so bist du recht wohl ge⸗ schickt, und die Speis deine Seel erquickt. ö t 10. Die Frucht soll auch nicht ö auet en Zw geht, fuͤr das Leben den Tod em⸗ II. So wil ich nie, noch spat, pfaͤht. ö V 4. Du sollt GOtt den Vater hertigkeit sucht ein Hertz in grose z8 Vom heilige ausbleiben, deinen Naͤchsten sollt du lieben, daß er dein geniessen kan, wie dein GOe an dir hat gethan. D. M. Luther. Es. 55, 3. Neiget eure Ohren her. 479. M. Wer nur den lieben G. Lah irrdische Geschufte stoͤhen, auf Seele! mache dich bereit: Ich wil zu GOttes Tische gehen: doch pruͤfe deine Wuͤrdigkeit, ob du dich als ein rochter Gast, zum Abendmahl geschicket hast. a. Es wil mit fast der Muth ver⸗ schwinden, ob ich dabey erscheinen kan? Denn ich befinde sehr viel Suͤnden, womit ich wider Gott gethan: Kein Suͤnder soll zur d fel nicht hingeh'n vor GOtt Angesicht. ö 3. Daß GOtt erbarm! wgs soll ich sagen? Ich Suͤnder muß ver⸗ lohren soyn? Doch nein; ich darf auch nicht verzagen, GOtt setzt den Tischideswegen ein, daß er den Suͤndern Trost und Kraft bey ih⸗ rer Busse reichlich schaft. I Wie wohl ist mir in GOtt zu Muthe! Gott tilget meine Mis⸗ ethat: Ich wasche mich in JEstt Blute, das meine Schuld gebuͤsset hat, mein Glaube kriegt von ihm das Kleid des Heils und der Ge⸗ rechtigkeit. 4 5. In diesem Schmucke wil ich gehen, als GOttes auserwaͤhltes Kind, und selig an dem Orte ste⸗ hen, wo andre Himmels; Gaste ind: Weil ich mit JESu ange⸗ than, sieht GOtt nuch seibst als IEsum an. ů 6. Ach! wie erquicket mich die Speise, die meine Seele hier ge⸗ nießt: Da IEsus wunderbarer Weise, dit theure Speise selber ist. Ach siehe! wie dich ZEsus liebt, der dir sich selbst zu eigen giebt. 7. Ich kan nur Brodt und Wein erblicken; doch sieht der Glaub ein hoͤher Gut: In, mit/ und un⸗ ter beyden Stucken ist Christi wah⸗ rer Veih und Blut. Er sagt es s Da⸗ nAbendmahl. selbst, er ist getreu; Drum bleisl Fen Ii mein Glaube vest darbey. sten Ueke, 8. Ich habe weder Furcht noch Zweifel: Die Gnade GOttes 0 mit mir. Kom Hoͤlle, Tod, und alle Teufel, trotz! werft mir meß, fnde mein ne Sünden für: Ich hin gerach, Zuversicht ich bin nun rein, an mir kan nichu gerichtet; Verdammlichs seyn..„schbleibei 9. Weil JEsus mir sein Fleish ich nimme gegeben, das allesgebensUrspruny 6, Hiek ist/ so muß mein Fleisch auch win des Himn der leben, ob solches die Veruch du wirstn sung frißt: Das ist mein Trostund dieser Eite Glaubens Ziel, drauf leb und strh erlangen, ich, weun Gott wil⸗ HFreuden u 10. Mein JEsus ist fuͤr mich 6 Seelen⸗N storben, mein IEfus lebet auch. Dir fuͤr mich: Mein IEsus hat meil wil warter Heil erworben, Parauf festeh ih iport ar vestiglich, und schliesse mich inihnl ter Freud hinein, mein Ireund ist mein und hen, und ich bin sein. ö e Joh. 8,33. Diß in das Broptool nem Heilt 45⁰.HHerglich thut mich verl Joh. 6, 34 Mit froͤhlichem Gemuthe, 481.. Herr JEsu! preis!“ ein dich, und daucke deiner Guͤte, ei Chr du gelabet mich mit deinemfFlessch ders Heiln und Blute, daß ich vereinigt bil hertzlicher mit dir, dem hoͤchstem Gute: d verdancken heiliger Gewinn!. Erloͤf . Ich habe nun empfangen dus werth, das theure Liebes Pfand, wornach ich gehrt: I trug Verlangen, daß mich in gun Sünden⸗ tem Stand wird immer mehr er, gut gesinn halten, auch meine Seel erguickt: 3. Mein Nun laß ich den es walten, det sethat, di inich mit Lieb anblickt. Gnad': De 3. O Schoͤnster! meine Wol iil, und sch ne/ wie freundlich bist du mir! O Ruh. schoͤnste Lebens Sonne! was 4. Meir schenck ich dir dafuͤr? Mein Heil, Braut, du mein Licht, mein Leben! ich bin traut, mit ohndem gantz dein, du hast dich igkeit, vo nuür gegeben, wilt ewig meine seyn.. Mit! 4. Laß doch im Hertzen schwe— hen die Gegen ⸗Lieb und Pflicht/ daß ich hinfort mein Leben zu dei⸗ nen Ehren richt, und w e auch mich Heucheley 5. OHit de! entwe des Teufel 6, Zu de mich/ ù se —*. Drum blelh beo9. Furcht noe e GOttes is le, Tod, und erft mir mei bin gerecht, nit kan nichl . I i sein Fleisch ensUrsprung sch auch wi 5 die Verwen ein Trost un fleb undster t fuͤr mich g 8 lebet auch us hat mein uf besteh ich mich in ihm ist mein und Brodthol it mich verl. Gemuͤthe/ 1 preis' ich er Guͤte, het einemßhlessch ereinigt bin m Gute: npfangen das wornach ich mich in gut ner mehr er⸗ eel erquickt: walten, del t. meine Wol du mir! O onne! was Mein Heil/ zen! ich bin du hast dich g meine seyn. rtzen schwen ind Pflicht, Leben zu den neinenNaͤch/ sten Vom heiligen Abendmall. 33 sten liebe, im Creutz geduldig sey, auch mich im Guten ube, ohn alle Heucheley. ö 3. OHimmels-Brodt und Freu⸗ de!l entweiche mir doch nicht, ich finde meine Weide, in Glaubens⸗ Zuversicht: All mein Thun sey erichtet zu deines Namens Ehr, ich bleibe dir verpflichtet, dich laß ich nimmermehr. 6. Hie kan ich schon empfinden des Himmels Wonn und Freud, du wirst mich auch enthinden von dieser Eitelkeit; Laß mich dasZiel erlangen, da, JEsu, ich und du in Freuden uns empfangen, in süsser Seelen⸗ Ruh. v. Dir wil ich mich vertrauen wil warten auch der Zert, dein Alit⸗ litz dort anschauen, in auserwaht⸗ tel Freud: Da wil ich rüstig ste⸗ hen, und singen Lob und Ruhm, und deinen Preis erhoͤhen in dei⸗ nem Heiligthum. Joh. 6, 34. HErr, gib uns alleweg 481. W. DieSeelechristi heilge Mchig und GOtt,/ o JEsu Corist! daß du des Suͤn⸗ ders Heiland bist, rufst ihn mit hertzlicher Begier: wie kan ich das verdancken dir 5 2. Erloͤser, ich bins zwar nicht werth, daß deine Liebe mich be⸗ gehrt: Ich bin ein Mensch, ein Suͤnden⸗Kind, wie bist du doch so gut gesinnt! 3. Mein Hertze steckt voll Mis⸗ sethat, du bietest mir an deine Gnad: Du deckest meine Suͤnden 9, schaffst mir wahre Seelen⸗ uh. 8 4. Mein' arme Seel ist deine Braut, du, du hast dich ihr ja ver⸗ traut, mitLieb und mit Barmher⸗ higkeit, von Anfang uͤber allezeit. J. Mit Liebe, derer suͤsser Brand weit staͤrcker, als des Todes Hand, mit Liebe, so der List und Macht des Teufels und der Hoͤllen lacht. 6, Zu deiner Mahlzeit rufst du mich, vu setzest mir recht koͤniglich, die allerbeste Speise sůr/ ja, HErr/ du saͤttigst mich mit dirt. 7. Vor rin verdien ich nicht Dis. Edr! veil aber du snich rufft so sehr, so kom ich/ Als eis kleiner Wcheich drbche Heehret. hast. S. Mich drucket eine Suͤnden⸗ Voth, du fuͤhrest maͤchtig gus dem Tyd; Krahck bin sch, du biß Artze⸗ ney; gefaugen bin ich,du bist feey. . Ich hin befleckt, dir reinigst mich; ich bin verletzt, du heils den Stich! Ich leb in Bloͤß und Hun⸗ gers⸗Norh, du bist mein Kleid und Himmel⸗Brod. 10. Ach JEsu! dir ist wohl be⸗ kannt mein Elend und betruͤbter Stand; Am aller besten siehest du, was mir so heftig setzet j u. II, Drum stell ich mich itzt 928 dir ein, du JEsu, sollst niein Hel⸗ fer seyn: Ich bins nicht werth, das sag ich noch, bedarf es aber hoͤchlich doccht. 12. O JESu] du mein Trost und Ruhm, laß mir diß Leih dein ligthum, laß deinen Leib, dein theures Blut, seyn meiner Soelen Heil und Gut. 3. Hertzliebster JEsu, laß doch nicht mich solches nehmen zum Gericht, ach! gib, daß ich an deit nem Leib ein lebend Gliedmaß is öleibt i Joh. 6, y. Mein Fleisch ist die. 48M. Wer nur den lieben G. ein JEsu, der du vor dem Scheiden in deiner letzten Trauer⸗Nacht uns hast die Früch⸗ te deiner Leiden in einem Testa⸗ ment vermacht: Es preisen glaͤu⸗ bige Gemuͤther dich, Stifter die⸗ ser hohen Guͤter. . So oft wir dieses Mahl ge⸗ niessen, wird dein Gedaͤchtniß bey uns neu: Man kan aus frischen Proben schliessen, wie bruͤnstig dei⸗ ne Liebe sey. Dein Blut, dein Tod und deine Schmertzen ver⸗ 4*0. sich in unsern Hertzen. * 290.. Vom heiligen Abendmahl. 3. Es wird deim zitternden Ge wiss⸗ Dar user Siegel aufge drückt, daß unser Schuld Brie sey zerrissel, daß ünsre Handschrift sey zerstückt, daß wir Vergebung unsrer Suͤnden in deinen blut ger Wunden finden 4. Das Band wird vester zuge⸗ zogen, das dich und uns zusammen fuͤgt; Die Freundschaft, die wir sonst gepflogen, fuͤhlt, wie sie neue Stützen kriegt. Wir werden mehr in solchen Stunden mit dir zu einem Geist verbunden. . Diß Brodt kan wahre Nah⸗ rung geben, diß Blut erquicket un⸗ sern Geist: Es miehrt sich unser inn'res Leben, wenn unser Glaube dich geneußt. Wir fuͤhlen neur Kraft und Staͤrcke in unserm Kampf und Glaubens⸗Wercke. 6. Wir treten in genau're Ban⸗ de mit deines Leibes Gliedern ein, mit denen wir in salchem Stande ein Hertz und eine Seele seyn. Der Geist muß mehr zusammen fliessen, da wir ein Fleisch und Blut geniessen. 7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, daß unfer Fleisch, das Schwachheit voll, einst herr; lich aus dem Staube grünen, und unverweslich werden soll, ja, daß du uns ein ewig Leben nach diesem kurtzen werdest geben. 8. O theures Lamm! so edle Gaben hast du in dieses Mahl ge⸗ legt. Da wir dich selbst zur Speise haben, wie wohl ist unser Geist verpflegt! Diß Mahl ist un⸗ ter allen Leiden, ein wahrer Vor⸗ schmack jener Freuden. Dir sey Lob, Ehr und Preis geiungen! Ein solcher hoher Lie— bes: Schein verdient, daß aller En⸗ el Zungen zu dessen Ruhm ge⸗ schäftig seyn. Wird unser Geist ju dir erhoben, so wird er dich vol⸗ komner loben. Ebr. 12,24. Ihr seyd kommen zu dem Blute der Besprenguns 193. Miel. Meinen JEsum laß V einen JEsum laß ich nicht, meine Seel ist nun genesen, selig ist das heutgebicht, da iche⸗ iu Gast gewesen, drum ruft zeht mein Hertz, und spricht: Meinen IEsum laß ich nicht. . Meinen Esum laß ich nicht weiler mich so bruͤnstig liebet, und sich in mein Hertze flicht, ja sich mir zu eigen giebet, und sich eniß mir verspricht, meinen IEsun laß ich nicht. ö 3. Err, dein Leib und theuren Blut, JEsu, das ich jetzt genossen staͤrckt mich, und macht alles gus daß ich hinfort nicht verstessen bin von GOttes Angesicht: Meiney Wsum laß ich nicht. . Wohl mir, daß mich nichte niehr druͤckt, ach! wie wohl ist mit geschehen, meine Seel ist ganzen quickt, weil ich, PEsu, dich 90 hen, IEsu, meine Zuver sicht, dih mein JEsu, laß ich nicht. 5. Mose, donner nur nicht mehh fur mich ists Gesetz exruͤllet, W sus GOtt des Vaters Ehr, hat din grossen Zorn gestillet, und den Werck mit Blut geschlicht: Mj nen JIEsum laß ich nicht. 6. Dich, Lamm GOttes, laf ich nicht, weil du traͤgst auf den nem Ruͤcken meiner Sünden Quaal und Gicht, die mich N men solten druͤcken, wenn mich meine Suͤnd ansicht, laß ich dich Lamm Gottes nicht. 5. Meinen JEsum laß ich nicht⸗ er ist nun mein Bruder worden trotz, daß Welt und Satan sorichh ich sey noch in ihrenorden: Neis mein JEsus ist mein Licht, dich niein Bruder, laß ich nicht. 8. Mein Gewissen, stille 20 deine Handschrift ist zerrissen, sus, der so jaͤmmerlich ward ge martert und zerschmissen, der vei tritt mich vor Gericht: Meinen IEsum laß ich nicht. ö 9. Romt/ 9. Kon mirHohn, tes Erbe? tes Sohn wenn ich f Gut absp laß ich nie 10. Tod zwey/ Chri den, vond du mich trotz, daß weil ich J II. Hö Glut ist: JEsus is gantz rein und mich meinen J 12. IE er hat sic ein Braͤut Feind gle ich, daß n ich JEsun I3. Laß nicht, we jum End. Hertze bri Haͤnde m bens Licht ich nicht. 14. Und weil mein aus des Ti starcker guch mein Wsum la 2 Cor. 12, 464. Mel erck me de Hand, guffetzet und dich mit seinen fuͤr allen Seelen gr hen, die si IJEsum laß laß ich nicht, i nun genesen, icht, da ichgE rum ruft jetzt icht: Meinen n laß ich nicht hh, icht, ja st und sich ewig inen IEsum! ib und theurey jetzt genossh acht alles guß⸗ verstessen bin sicht: Meine t.. ß mich nichts lie wohlifunt eel ist gantzey Esu, dich gest uversicht, dich nicht. ur nicht meht⸗ erfuͤllet, W es Ehr, hat dil llet, und diß schlicht: Mij licht. GOttes, loß ͤ traͤgst auf den iner Sünde die mich M n, wenn mich , laß ich dich t. n laß ich nichh uder worden Satan spricht Orden: Neihh in Licht, dich chnicht. en, stille dich zerrissen, JH lich ward ge lissen, der ven icht: Meinen 9. Romt,/ Vom heiligen Abendmahl. 291 9. Komt, ihr Teufel! sprecht tes Erbe? Freylich, JEsus, GOt⸗ tes Sohn, bleibt mein Erbtheil, wenn ich sterbe, trotz, wer mir diß Gut abspricht! Meinen JIEsum laß ich nicht. 10. Tod! dein Stachel ist ent⸗ zwey/ Christus ist dein Gift dir wor⸗ den, von dir bin ich ewig frey, weil du mich nicht kanst ermorden, trotz, daß mich dein Stachel sticht, weil ich JEsum lasse nicht. II. Hoͤlle, schweig! denn deine Glut ist nun voͤllig ausgeloͤschet, JEsus ist es, dessen Blut mich gaͤntz rein von Suͤnden wäschet, und mich frey vom Feuer 4 meinen JIEsum laß ich nicht. 12. IEsus ist und bleibet mein, er hat sich mit mir verlobet, wie ein Braͤutham, ich bin sein, ob der Feind gleich greulich tobet, weiß ich, daß mir nichts geschicht, weil ich JEsum lasse nicht. I3. Laß mich auch, mein JEsu, nicht, wenn es mit mir komt jum Ende, wenn mir Sinn und Hertze bricht, JEsu, nim in deine Haͤnde meinen Geist, mein's Le⸗ bens⸗Licht: Meinen JEsum laß ch nicht. ů 14. Und deß bin ich auch gewiß, weil mein JEsus mir verheissen, aus des Todes Finsterniß mich mit starcker Hand zu reissen; drum guch meine Seele spricht: Amen! Jsum laß ich nicht. D. Joh. Fridr. Mayer. Cor. 12,13. Wir sind durch einen 464. Mel. Nun lob mein Seel. erck auf, o mein Gemuͤthe! merck auf des HErren mil de Hand, der dir, aus lauter Guͤte, aufsetzet ein unschaͤtzbar Pfand, und dich 1 aus Gnaden, mit seinem Leib und Blut, als das für allen Schaden den frommen Seelen gut, weil die in JEsu blei⸗ hen, die so gespeiset sind, und sie esind. 2. Otrefliches Erbarmen! was bin ich, Staub und Erden⸗Kloß, daß sich jetzt giebt mir Armen, ein HeErr, der maͤchtig, reich und groß was bin ich, Asch und Erde, daß so ein grosser Schatz mir vor⸗ getragen werde, und in mir sucht Platz? O Lieb! o Liebes⸗Flam⸗ men! wie lodert ihr herfuͤr, und schlagt um mich zusammen, daß ich schon brenn in mir. 3. Es lernet zwar die Seele in mir durch deines Geistes Trieb, daß GOtt mit ihm vermaͤhle, und daß ich ihm sey hertzlich lieb; doch seh ich hier viel besser, daß du mir sonst verwandt, die Liebe scheint ja groͤsser, je groͤsser ist das Pfand, dein Leib, dein Blut, mein Leben, wird mir zur Speis und Tranck, drum ist die Schuld meh eben, dit mich stets machet kranck. 4. Was soll ich nun verzagen, und bis zum Tode traurig seyn, mich mit Verzweiflung plagen, und in der Truͤbsal gehen ein, mein HErr ist ia gestorben, und hat das Leben mir, durch seinen Tod erwor⸗ ben, er hat der Hoͤllen⸗Thuͤr, wie Simson, weggetragen, drum poch ich auf dein Blut, und faß in truü⸗ ben Tagen, durch IEsum, einen Muth. ö‚ J. Doch lehre mich bedencken, mein GOtt! mit was fuͤr Demuth ich mich billig sollte lencken, an die⸗ sem Tisch zu nehmen dich, ich bin ja nirgend reine, und dir ist keiner gleich, mir fehlts an Tugend⸗ Scheine, und du bist Tugendreich, drum was ich noch nicht habe, das borg ich itzt allhier, an dieser gros⸗ sen Gabe hangt meiner Seelenzier. 6. Ach! laß mir im Gemuͤthe der wahren Andacht Lieb aufgehn, laß auch, nach deiner Güte des Glaubens⸗Glantz in mir entstehn, daß Liebe wachs und bluͤhe, daß + 2 De⸗ 141 nicht mag vertreiben das hoͤllische mir Hohn, fragt: Ob ich sey SOt⸗G 292 Vom heiligen Abendmahl. Demuth fruchtbar sey, die Hos⸗ nung aufwerts fliehe, und ich fort werde frey vom Fallstrick eitler Dinge, die manches Hertz ver⸗ fuͤhrt, und nach dem Schatze rin⸗ ge, der Zions Buͤrger ziert. 7. Dein Fleisch und Blut ist meine, drauf leb und sterb ich/ wenn du wilt, mein Fleisch und Blut ist deine, drum werd dein P Will in ihm erfuͤllt, regier es, daß nicht Sünde und Laster nisteln Himmel-Brodt und das Amen, und ruf mir zu m. 2. Hilfed Namen: Du Suͤnder, Suͤnden sey getroͤst:* 3.Nun werd ichs wohl genieh sen, in deiner Lieb zerfliessen, maih u („Bee ein, glaub, daß mir gegeben denge und Blut zum Leben, drum I mich wuͤrdig, wuͤrdig seyn. s. 22, 27. Die Elenden solleh 486. M. O JEsu Christ mein, IJESu! du mein Braͤut 0. Pert die sichtbar Den guten durch deine 1I. Meit und Pflicht Willen rich ne Tag in? drein, gleichwie es sonst geschwin⸗ de zum Argen yflegt zu 1u⸗ du aber kanst es staͤrcken, daß es thu Widerstand des Teufels List und Wercken, durch dieses theure gam, der du aus Lieb ant Creutzes Stamm fuͤr mich den Tod gelitten hast, genommen weg der Suͤnden Last. 2. Ich kom zu deinem Abend. lich bringe 12. Bis Fuͤrst! zu! wirst, daß i Pfand. ö 8. Verleih auch durch die Spei⸗ se, daß ich in Widerwaͤrtigkeit mich allzeit starck erweise, daß ich in unglückhafter Zeit geduldig mich erzeige, daß nicht im Creutz an mir Verzagung sich ereige, ja, daß ich kuͤnftig dir bestaͤndiglich anhange, bis daß das Kleinod ich, nach meinem Lauf erlange: Das bitt ich fleißig dich. 30. Es. 5y/ I. Woͤhlan! alle, die ihr. 48˙M. Nun ruhen alle waͤlder Nin kom ich eingeladen zum Abendmahl der Gnaden, mein Heiland, JEsu Christ! und scheue mich zu treten vor meinem Gott zu beten, weil in mir Sün⸗ de, Sunde ist. 2. Ich bin ein armer Suͤnder, wie alle Menschen⸗Kinder, gestehe meine Suͤnd, und bin sehr ausge⸗ schritten, doch hilf, o JEsu! bit⸗ 3ud auf daß ich Gnade, Gnade nd. Ich mil nun wiederkehren, hilf allem Unfall wehren, vergib mir meine Schuld, du bist fuͤr mich gestorben, hast mir das Heil er⸗ worben, drum scheuck mir deine, deine Huld. 4. In deine blut ge Wunden hab ich mich eingefunden, dadur ich bin exloͤft, mein JEsu spric mahl/ verderbt durch manchm an deiner Suͤnden⸗Fall, ich bin kranck, un rein, nackt und bloß, blind und arm, ach! mich nicht verstoß. 3. Du bist der Arzt, du bist dul Licht/ du bist der HErr, dem nichtz gebricht; Du bist der Brunndet Heiligkeit, du bist das rechte Hoch zeit⸗Kleid. ö 4. Darum, HErr JEsu, bitti dich, in meiner Schwachheit hes mich: Was unrein ist, das macht rein, durch deinen hellen Gnaden Schein. 5. Exleuchte mein verfinstet Hertz, zuͤnd an die schoͤne Glan bens„Kertz, mein Armuth in Reichthum verkehr, und meinen Fleische steur und wehr. 6. Auf daß ich dich, du wahlt Brodt der Engel, wahrer Mensch und Gott, mit solcher Ehrerbis tung nehm, wie dir es ruͤhmlich mir beguem. 7. Loͤsch alle Laster aus in mit⸗ mein Hertz mit Lieb und Glaubel zier, und was sonst ist von Tugend Chr. das pflantz in mir zu deine Ehr habe nun Iunn und eib und S der deine, meine, o m 2. Das wird mir; Nun werde mein Gewi ihmJEsum mand nehn haͤmen, de 3. O wa mit GOtt weiß von ke ket keine P hin, im He doch muß ie JEsii bir 4. Hier is lllerbestes gnem Trie wandt. Vi, 495 Geld: Hie 8. Gib, was uns nütz zu Sel lebens, das und Leib; was schaͤdlich ist, sen 10 von mir treib, kom in mein Hert ach laß mich mit dir vereinigt bleibihedie vhne fuͤr und fuͤr. p.Hisseerue oon — üf mir zu mi der, Suͤndg 3 wohl genits rfliessen, masj un d Wein, ich zen deinsleish en, drum a g seyn. lenden solleh. Christ meim mein Braͤut aus Lieb aug ur mich den enommen weg einem Abend/ irch mancheh in kranck/ un oß, blind und cht verstoß. zt, du bist du rr, dem nichtz der Brunndet as rechte Hoch JEsu, bitt wachheit hes ist, das macht hellen Gnaden ein verfinstett schoͤne Glaw Ar muth il „und meinen ehr. ich, du wahlt zahrer Meusch cher Ehrerhis res ruͤhmlich, er aus in mit/ Vom heiligen Abendmahl. 9. Hilf, daß durch deiner Mahl⸗ eit Kraft das Boͤs) in mir werd abgeschaft, erlassen alle Suͤnd und Schuld, erlangt des Vaters Gnad d Huld.* 10. Vertreibe alle meine Feind, die sichtbar und unsichtbar seynd. Den guten Fuͤrsatz, den ich fuͤhr, durch deinenheist mach vest in mir 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht, nach deinem heil'gen Willen richt. Ach! laß mich mei⸗ ne Tag in Ruh und Friede Christ⸗ lich bringen zu. 12. Bis du mich, o du Lebens⸗ Fuͤrst! zu dir in Himmel nehmen wirst, daß ich bey dir dort ewiglich an deiner Tafel freue mich. Joh. Seermann. Ps. 116, 13. 13. Wie soll ich dem. 457. M. Von SOtt wil ich nicht. O JESU! mein Veriangen, was thust du mir zu gut: Ich habe nun empfangen dein eigen Iunn und Blut. Des freut sich eib und Seel; Denn ich bin wie⸗ der deine, und du bist auch nun meine, o mein Immanuel! 2. Das Opfer unsrer Suͤnden wird mir zur Speis' und Trauck; Nun werd ich Huͤlfe finden, wenn mein Gewisfen kranck. Ich halt ihmJEsum fuͤr: Den kan mir nie⸗ mand nehmen, der Teufel muß sich shaͤmen, der Tod hat nichtsan mir. 3. O was ist das fuͤr Frende mit GOtt verbunden seyn! Ich leiß von keinem Leide, mich schre⸗ ket keine Pein. Ja nehmet alles hin, im Himmel und auf Erden! doch muß ich selig werden, weil ich JEsu bin. 4. Hier ist von seiner Liebe, mein und Glauben ist von Tugend mir zu deinen nütz zu Sei aͤdlich ist, sen in mein ei reinigt.90 he, die vhne Maaß und Ziel: Bin * allerbestes Pfand das er aus ei⸗ wandt. Hier ist mein Loͤse, Held: Hier ist mein Brodt des lebens,das eß ich nicht vergebens, den Disch hat GOtt bestellt. V. Ach HErr! das sind ja Din⸗ gnem Triebe mir Armen zuge⸗ ich nicht zu geringe? Ist dir es JEsu, nein! Denn ich soll das ge⸗ niessen, daß du hast sterben muͤssen, dein Tod soll meine seyn. 6. Die Welt war dir gehaͤßig, und suchte deinen Tod; Da kriegtst du Gall und Eßig, auch in der letzten Noth. Das war dern Labsal gar: Und mir wilst du das Leben in deinem Blute geben, das schon verlohren war. 7. Ich preise dich von Hertzen, mein Heiland und mein Gott! fuͤr alle deine Schmertzen, und den Oster⸗Lamm! daß du, was ich ver⸗ schuldet, so willig hast erduldet, an deines Ereutzes Stamm. 8. An dich wil ich gedencken, so lang ich dencken kan. Die Welt mit ihren Raͤncken ist bey mir aus⸗ gethan. Mein Auffenthalt bist du; Drum schick ich Hertz und Seele zu deiner Wunden Hoͤle, daselbstist meine Ruh. Ap. Gesch. 2,46.47. Sie waren. O JEsu! meine Wonne, du meiner Seelen Sonne, du Freundlichster aufErden, laß mich dir dauckbar werden! Z. Wie kan ich gnugsam schaͤtzen diß Himmel'suß Ergoͤtzen, und die⸗ se theure Gaben, welch' uns ge⸗ staͤrcket haben! 3. Wie soll ichs dir verdancken, gespeiset und getraͤncket, ja selbst dich mir geschencket! 4. Ich lobe dich von Hertzen, fuͤr alle deine Schmertzen, fuͤr deine Schlaͤg und Wunden, der du so viel empfunden.* 5. Dir dauck ich fuͤr dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir danck ich suͤr dein Sehnen, und heiß⸗vergoßne Thraͤnen. 6. Dir danck ich fuͤr dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir + 3 danck nicht zu viel? Doch mein HErr so bittern Tod. Hab Danck, mein 488. M. Nun laßt unsGOtt den o HErr! daß du mich Krancken SDSSRR 22 Vom heiligen Abendmahl. danck ich fuͤr dein Sterben, das mich dein Reich laͤst erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemü⸗ the dein uͤbergroͤsse Guͤte: diß theure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. HErr, laß mich nicht verges⸗ sen, daß du mir zugemessen die kraͤftge Himmels⸗Speise, wofur mein Hertz dich yreise. 9. Du wollest ja die Sunde, welch ich annoch empfinde, aus meinem Fleische treiben, und kraͤf⸗ tig in mir bleiben. 10. Nun bin ich los gezaͤhlet von Suͤnden, und vermaͤhlet mit dir, mein Liebstes Leben: Was Ranst du werthers geben? II. Laß, Schoͤnster, meine See⸗ le doch stets in dieser Hoͤle des Lei⸗ bes mit Verlangen an deiner Lie⸗ be hangen. 12. Laß mich die Suͤnde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten, und von der Welt abtreten. 13. Im Handeln, Wandeln, Es⸗ sen, laß nimmer mich vergessen, wie treflich ich begluͤcket, und himlisch bin erquicket. 14. Nun kan ich nicht verder⸗ ben: Orauf wil ich selig sterben, und freudig auferstehen, o JEsu! dich zu sehen. Joh. Rist. Luc. 22, 19. Das thut zu meinem. 489. M. O Gott, du frommer. O JEsu! wilst du noch so gnaͤ⸗ dig an mich dencken und mei⸗ ner Seele dich im Abendmahle schencken? Laß dein Gedaͤchtniß auch in mir lebendig seyn, da ich dein Fleisch und Blut empfang im Brodt und Wein. 2. Ich Suͤnder war von GOtt, und GoOtt von mir geschieden; So druͤckte mich der Fluch, so hatt ich keinen Frieden: Denn das Gesetze stieß mich in die Hoͤll hin⸗ ein, und da sollt ich verdammt mit Leib und Seele seyn. 3.Ich konte nimmermehr nichts zur Versoͤhnung setzen: Kein Mensch, kein Engel aueh, kein Gold mit allen Schaͤtzen, bezahlte meine Schuld, noch riß mich aus der Noth: Mein letztes Urtheil war nichts, als der ew ge Tod. 4. Doch du, mein Heiland, bist an meine Statt gekommien, der Suͤnden Straf und Schuld has du auf dich genommen, du truget Gottes Zorn, du littest Hoͤllen⸗ Pein, daß ich in dir gerecht und selig sollte seen. 5. GOtt Lob! es ist geschehn: Ich habe nun das Leben; Denn du hast Leib und Blut zum Opfer hingegeben, und Gott ist ganz versoͤhnt. Was du, mein JeEs, du, in deiner Kraft gethan, dis rechnest du mir zu. 6. Mein Glaube haͤlt dich ves; Und dich nicht zu vergessen, giebs du mir, mit dem Brodt, den wa ren Leib zu essen, den Leib, der sir mich starb; doch nicht den Lah allein, dein Blut, dein wahrnt Blut, trink ich auch mit dem Weih. 7. Geschah dein Opfer gleich sis vor zwey tausend Jahren, so muß ich dessen Kraft doch jetzo nochen fahren: Denn dein Verdienst is mir so selig, frisch und neu, als oht erst diesen Tag von dir erworhen sey. 3. Ach! nun ich dancke dir, ich dancke dir von Hertzen, fuͤr deine Huld und Treu, fuͤr deine Pein und Schmertzen, fuͤr deinen then⸗ ren Tod, fuͤr deinen Leib und Blutz Recht hertzlich preis' ich dich, mein allerhoͤchstes Gut. 9. Laß deine Liebe doch in Marh und Seele dringen, hilf mir meil suͤndlich Fleisch, mit allen Luͤsteh zwingen: Halt meine Seele reih mein Hertze sey dein Haus, und wirf, was weltlich ist, durch dis nen Geist hinaus. 10. Laß mich bußfertig stets deinem Dische kommen, und* — dig alleme Frommen, rufst, daß Denn geh deinen Fre Ossenb. 19, 490. In b S muͤ⸗ laß Hoͤhle: ko gen, fange Denn der Gnaden, u den, der de ten, wil itz 2 Eile, deinem Bi da mit d Aopft an de Oeffn' ihn ten, red ih ten: Kom küssen, laß missen. 3. Zwa Waaren Geld zu spe die Gaben nicht habet wercks⸗Gr. nod ist zuf un Sche au bezahl 4. Ach! muͤthe, M deiner Güͤr oft mit Th Kost zu seh mich zu di des Leben stets, daß n GOtt mit 5. Beyd tern laͤsset Das Gehei die unerfo daß ich frůl Groͤsse dei wol ein Me Allmacht ö . 6 K etzen: Kein auch, kein itzen, bezahlte rler iten Bte theil ew'g Cod. Heiland, bit kommen, der Schuld hast en, du trugest ittest Hoͤllen, gerecht und ist geschehn: eben; Denn ut zum Opfer Ott ist ganz mein JEst, gethan, das haͤlt dich ves rgessen, giebst odt, den waß⸗ Leib, der sit mi sicht den Lash dein wahrst nit dem Wen pfer gleichsat ahren, so mi jetzo nocheh Verdienst s d neu, als oh⸗ dir erworhen dancke dir, ich tzen, fuͤr deist uͤr deine Pein ir deinen then Leib und Blutz eis' ich dich, Gut. doch in Mart hilf mir mein it allen Luͤsth ine Seele reis ein Haus, un ist, durch de Vom heiligen Abendmahl. 295 dig allemal, bis du, mit allen Frommen, mich in den Himmel rufst, daß ich soll bep dir seyn: Denn geh ich hoch vergnuͤgt zu deinen Freuden ein. Offenb. 19,8. Es ward ihr gegeben 90. 10 bekandter Melodey. S muͤcke dich, o liebe Seele! laß die dunckle Saͤnden⸗ Hoͤhle: kom ans helle Licht gegan— gen, fange herrlich an zu praugen! Denn der HEre, voll Heil und Onaden, wil mich itzt zu Gaste la⸗ den, der den Himmel kan verwal⸗ ten, wil itzt Herberg in dir halten. 2 Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Braͤutigam entgegen, der da mit dem Gnaden⸗Hammer lopft an deine Hertzens⸗Kammer: Oeffn' ihm bald die Geistes⸗Pfor⸗ ten, red ihn an mit schoͤnen Wor⸗ ten: Kom, mein Liebster, laß dich kuͤssen, laß mich deiuer nicht mehr ssen. 3. Zwar in Kaufung theurer Waaren pflegt man sonst kein Geld zu sparen; Aber du wilt fuͤr die Gaben deiner Huld kein Geld nicht haben, weil in allen Berg⸗ wercks⸗Gruͤnden kein solch Klei— nod ist zu finden, das die Blutge— lÜte Schaalen, und diß Manna au bezahlen. 4. Ach! wie hungert mein Ge⸗ muthe, Menschen⸗Freund! nach deiner Güte: Ach! wie pfleg ich ost mit Thraͤnen mich nach dieser Kost zu sehnen: Ach! wie pfleget mich zu duͤrsten nach dem Tranck des Lebens⸗Fursten: Wuͤnsche stets, daß mein Gebeine sich durch GOtt mit GOtt vereine. 5. Beydes Lachen und auch Zit⸗ tern laͤsset sich in mir itzt wittern: DasGeheimniß dieser Speise, und die unerforschte Weise machet, daß ich fruͤh vermercke, HErr, die Groͤsse deiner Wercke. Ist auch ßfertig stets men, und* wol ein Mensch zu finden, der dein' Allmacht sollt ergrunden? 6. Nein, Vernunft die muß hie weichen, kan diß Wunder nicht er⸗ reichen, daß diß Brodt nie wird verzehret, ob es gleich viel tausend naͤhret, und daß mit dem Saft der Reben uns wird Christi Blut ge⸗ Eetend O der grossen Heimlich⸗ eiten! die nur GOttes Geist kan deuten 2. JEsu, meine Lebens⸗Sonne, JEsu, meine Freud und Wonne, IJEsu, du mein gantz Beginnen, Lebens⸗Quell und Licht der Sin⸗ nen! hier fall ich zů deinen Fuͤs⸗ sen, laß mich wuͤrdiglich geniessen dieser deiner Himmels⸗Speise, mir zum Heil und dir zum Preise. 3. HErr/es hat dein treues Lie⸗ ben dich vom Himmel rab getrie⸗ ben, daß du willig hast dein Leben in den Tod fuͤr uns gegeben, und darzu gantz unverdrossen, HErr, dein Blut fuͤr uns vergossen, das uns itzt kan kraͤstig trancken, dei⸗ ner Liebe zu gedencken. 9. JEsu, wahres Brodt des Le⸗ beus! hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens, oder mir vielleicht zum Schaden, sey zu deinem Lisch gela⸗ den! Laß mich durch diß Seelen⸗ Essen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie itzt auf Erden, moͤg ein Gast im Himmel werden. ö Joh. Franuck. Spr. Sal. 9, 5. 6. Komt, zehret. 491. M. Du, o schoͤnes Weltg. Nerde munter, mein Gemü⸗ the! und erfreue dich, mein Geist! da sich deines JEsu Guͤte uͤberschwenglich an dir preist: Ach! mein Hertz soll hier auf Erden ihm ein Gnaden⸗Himmel werden: Denn er zieht im Brodt und Wein, durch sein Nachtmahl drinnen ein. . Solche Lieb ist nicht zu finden die so treu und bruͤnstig waͤr: i ein Abgrund zu ergruͤnden, diese Liebe nimmermehr. Liebe, die kein Sinn erreichet, der nichts, als sie selber gleichet, da sie Stanb T 4 und 3365»Vom heiligen Abendmahl. und Aschen liebt, und sich ihn nzu eigen A 3. Es wird mir sein Leib tath hen, der am Creutze fuͤr mich starb: Heil, Gerechtigkeit undLeben, und was er noch mehr erwarb, hab ich nun zum Eigenthume, und in sol⸗ chem Schmuck und Ruhme erb ich auch, nach dieser Zeit, die ge⸗ wisse Seligkeit. 4. Jetzt hab ich sein Blut ge⸗ tyuncken, das aus seinen Wunden floß: War ich sonst in Angst ver⸗ suucken, da mir GOtt sein Hertz verschloß; Ey so bin ich nun ver⸗ soͤhnet, daß mich seine Gnade kroͤ⸗ net, und sein suͤsser Liebes⸗Kuß mich, sein Kind, erquicken muß. 5. Welt! ich mag dich nicht mehr kennen, meinen JEsum kenn ich nux/ ja in ihm wil ich mich nen⸗ nen eine neue Creatur, wo kein Greuel alter Suͤnden itzt und küͤnf⸗ tig mehr zu finden, ihm soll das Gewissen rein, und das Lehen hei⸗ lig seyn. 6. 97 JEsus, nichts als JEsus, ist, das mich vergnügen muß: Arm ist ausser ihm ein Na⸗ bal, reich mit ihin eingalarus. Ihn wil ich vor allen Schaͤtzen, mir zum Schatz und Segen setzen: Denn so hab ich reich und satt, mehr, als Erd und Himmel hat. . Bleib, mein JEsus/ bleib im Hertzen, mit dir gcht ich keine Noth, du besiegest Creutz und Schmertzen, und du toͤdtest selbst den Tod: Also kan ich nicht ver⸗ derben, ich mag leben oder sterben, jetzt und ewig bist du mein, und ich leb und sterbe dein. M. Erdm. Neumeister. Ps. 107, 8. 9. Die sollen dem. HEr. 49½2. MNun lob mein Seel den. Wice wohl hast du gelabet olieb⸗ ster IEsu! deinen Gast, ja mich so reich begabet, daß ich itzt fuͤhle Freud und Rast Owunder⸗ same Syeise! o süsser Lebeus⸗ Tranck! o Liehs⸗Mahl, das ich werthe Brydt des Lebens, das sehr ini Giguben moͤchte fassen, und di vermaͤhlet seyn. preise mit einem Lobgesang! in dem es hat erquicket mein Leben, Hertz und Muth, mein Geist dir hat erblicket das allerhoͤchste Gut. Err! in deinen Gnadensaal, das selhst hab ich heruͤhꝛet dein edleGu ter allzumal, du hast mir nicht ven gebens geschencket mildiglich da ergoͤtzet mich; Du hast mir zugg lassen, daß ich den Seelen⸗Wei 3. Bey dir hab ich gegessen diꝛ Speise der Unsterblichkeit, du has mir voll gemessen den edlen Kelch, der mich erfreut: Ach GOtt! hast erzeiget mir Armen solche Gunst daß billig itzt sich neigt mein Hertz fuͤr Liebes Bruns: Du hast mich lassen schmecken da koͤstlich Engel⸗Brodt, hinfort iin mich nicht schrecken Welt, Teufh Suͤnd und Tod. 4. So lang ich leb auf Erden preis ich dich, liebster JEsu, wos daß du mich laͤssest werden vondi und durch dich satt und voll. I hast mich selbst getrancket mit di nem theuren Blut, und dich zu mn gelencket, o unvergleichlich Gul nun werd ich ja nicht sterben, wis mich gespeiset hat, der nimma kan verderben, mein Trost, Schuß Huͤlf und Rath. ö J. Wie kan ichs aber fase HErr JEsu, daß du mit Begst dich hast so tief gelassen vom Hinh mels⸗Saal herab zu mir? Dl Schoͤpfer aller Dinge, besuchsi deinen Knecht, ach hilft daß i⸗ dir bringe ein Hertz, das from un 2. Du hast mich itzt gefuͤhret, schlecht, das glaͤubig dir vertrahh damit nach dieser Zeit ich ja dis Antlitz schaue dort in der Ewigkel 6. Du bist, der ewig bleibet/ i aber bin dem Schatten gleich, dij bald ein Wind vertreibet: HEn ich bin arm, und du hist reich: 90 bist sehr g recht gilt! Gemüthe Noch kor mir, dem geb ich di. fallen ka 7. Eing en, ein schet ist gen, meit Frist: ten, dem deiner G doch in meiner= jetzund de gen, HE Mund. 8. Hil edlen Se aufhoͤrli⸗ stets zu spůͤren ke welche y dieser Ze gehren, dann nie deiner L tümmel Ich seuf rechten! de leben denn di der Wo Joh. 422³. erflit Blu nach lat habe je den, die matt. ser Que und hel Vomn heiligen Abmdmahl. 29² bgesang! in mein Leben, sein Geist dit rhoͤchste Gut. zt gefuͤhret/ nadensaal, da t dein edleGu mir nicht ven nildiglich da beus, das sehr hast mir zugn Seelen⸗Wei fassen, und dit h gegessen dis chkeit, du hast nedlen Kelch, ch GOtt! di Armen solche tzt sich neiget ebes Brunsti schmecken da t, hinfort ka Welt, Teufth eb auf Erden er JEsu, wohs werden von di und voll. I aͤncket mit di und dich zu m leichlich Gu t sterben, wil „der nimmet üTrost, Schüh 5 aber fasseh bist sehr groß von Güte, kein Un⸗ rech gilt bey dir j ich/ boshaft von Gemuthe, kan sehlen fuͤr und fuͤr: Noch kommest du hernieder zu mir, dem Suͤnden⸗Mann; Was geb ich 2 doch wieder, das dir ge⸗ allen kan? An 0 7. Ein Hertz durch Reu jerschla⸗ en,ein Hertz, das gantz zerknir⸗ schet is, das weiß ich, wird beha⸗ gen, mein Heiland, dir zu jeder Frist: Du wirst es nicht verach⸗ ten, demnach ich emsig bin, nach deiner Gunst zu trachten: Nim doch in Gnaden hin das Opfer meiner Zungen, denn billig wird jetzund dein theurer Ruhm besun⸗ gen, HErr Gott, durch meinen Mund. 8. Hilf ja, daß diß Geniessen des edlen Schatzes schaff in mir ein un⸗ aufhoͤrlichs Büssen, daß ich mich stets zu dir: Laß mich hinführo spuͤren kein andre Lieblichkeit, als welche pflegt zu ruͤhren von dir in dieser Zeit: Laß mich ja nichts he⸗ gehren, als deine Lieb und Gunst: dann niemand kan entbehren hie deiner Liebe Brunstt 9. Wohl mir! ich bin versehen mit Himmels⸗Speis und Engel⸗ Tranck: Nun wil ich froͤhlich ste⸗ hen, zu singen dir Lob, Ehr und Danck. Fahr hin, du Welt⸗Ge⸗ tuͤmmel! du bist ein eitler Tand: Ich seufze nach dem Himmel, dem kechten Vaterland, in dem ich wer⸗ u. mit Begit issen vom Hilh zu mir? Dl inge, befuch hilf! daß das from un gdir vertrauh Zeit ich ja del in der Ewiglel wig bleibet/ i tten gleich, di treibet: HEnn ibist reich: 0 *— Dul der Wollust Uebersluß. J. Rist. de leben, ohnungluͤk und Verdruß, denn du, GOtt, wirst mir geben 1 Joh. 5, 6. Dieser ists, der da. 93. M. Mein Freund zerschm. erfließ, mein Geist, in JESI Blut und Wunden, und trinck, nach langem Durst, dich satt! fü habe jetzt die Quelle wieder fun⸗ den, die Seelen labt, die můd und matt. Eil, wie ein Hivsch, zu die⸗ ser Quell, die kraͤftig, lieblich, sůß te fiesset, und unser Hertz und See durchsuͤsset.. Die Welt hat nichts, das dir ein Absal waͤre, sie traͤnckt mit Gift om Hoͤllen⸗Pful, darum dich bald um Strom des Lebens keh⸗ re, di lauter fleußt fuͤr GOttes Stuh, hier wird das Innerste ver⸗ gnüͤgl das sonsten als verschmach⸗ tet ligt, hier wirckt ein Balsam aller Laͤfte mit Kraft in alle See⸗ len⸗Küfte. ö 3. Cyey aus, wo du noch etwas hast ir Munde, das nach den eit⸗ len Wssern schmeckt, daß der Ery⸗ stall fliß in dem reinen Grunde, den Gottes Bruͤnnlein dir ent; deckt: dermische nicht GOtt und die Wet, weil dieses nie zusammen haͤlt; s haben reinen Sinn und Augen ie Kinder, die die Gnade saugen.. 4. Un, o wie schoͤn! wie unaus⸗ sprechlis guillet die Himmels⸗ Lust in nser Hertz, wenn GOtt den Dust in seiner Liebe stillet, und inus stroͤmet niderwerts das kan kein eischlich Auge sehn, viel⸗ weniger as Werck verstehn, das GOtt in iller Seelen thut, wenn sie von ihen Wercken ruht. . De Mensch sieht GOtt mit beil ger furcht und Zittern, in Kraͤften der alle Kraft, da er in uns das Ird'sche wil zersplittern, das uns hilt in gemeiner Haft: Doch koͤmnet er so lieblich suͤß, daß diese Pin ist kein Verdrieß/ er haͤlt uns nit verborgnen Haͤn⸗ den, daß ur uns gerne zu ihm wenden. 6. HErr deine Lieb kan sonst unmeglich ragen die Creatur, die soooll nd; denn ob sie wol hie hat ein Whlbehagen, wenn du sie blickest at geschwind, so muß doch, venn en Stral entsteht von deiner hohen Maiestaͤt, was sterb⸗ Elisa sich vepecken. und hell aus JEsu Hertz und Sei⸗ 0 isi vor di erschrecken, und mit T„ 7. Doch —— —. 2 — EE 279 Von goͤttlichen alzemeinen Straf⸗Gerichten, 7. Doch offenbarst du dih in grosser Wonne, die deinem dind ertraͤglich faͤllt, du spielst in uns, o Freuden⸗reiche, Sonne, als Son⸗ ne in der neuen Welt, wir sichen nur die Morgen⸗Roͤth, da doch dein Licht stets hoͤher geht, bo uns nach Hertzens ⸗Lust erschienn dein volles Licht der Blut⸗Rubilen. 8. Ein Strom von diesen Basser kan vertreiben Egyptens dike Fin⸗ sterniß, die Kraft kan man ucht re⸗ den oder schreiben, die n mir macht das Hertz gewiß; wi fuͤhlen deinen starcken Geist, de deine grosse Liebe preist in reinerlarheit vhne Mackel, als eine rein Wahr⸗ heits ⸗Fackel. ö 9. Mein Heiland! hienkan ich mich recht erkennen, daf ich bin eine schlechte Mad, ei faules Holtz, nichts werth, als zu ver⸗ brennen, und doch erhaͤltnich dei— ne Gnad, dein Licht zeig mir den kleinsten Staub der Suden, die ich sonst nicht glaub, di legt den Stoltz fein bey mir nider, ad fuͤhrt mich zu der Demith wieder. land, dich erkennen, wie Gnaden⸗ reich dein Angeficht, du fegst den Staub von deiner lieben Tennen, und giebest mir, was mir gebricht, niein Elend nimst du von mir ab, und giebst dich mir zum sichern Stab, und wenn ich nicht weiß fortzugehen, so muß ein neues icht aufgehen. 11. Je treuer ich dich in dem Glauben halte, je klaͤrer wird dein Licht verklaͤrt, und waun ich dann die frohen Haͤnde falte, die Serl der Liebe Krast erfaͤhrt, dann huͤ⸗ pfet sie im Liebes⸗Trieb, und hat dich, HErr, inbruͤnstig lieb, und gaͤbe dir wol tausend Welten, die treue Liebe zu vergelten. 12. O HErr, laß mich dein An⸗ gesicht oft sehen, ich weiß sonst nichts, das mich vergnuͤgt, ach! laß doch bald die schwartze Wolck vergehen, wenn sie mit vor den Sinnen liegt. Du Freundlichster, du bist uns nah, wenn man dich sucht, so bist du da, du haͤltst dich immer zu den Dei⸗ nen, darum must du mir oft er⸗ 10. Nun hier kan ich nein Hei⸗ scheinen. Von goͤttlichen allgemeinen Strafgerich⸗ ten, odewon gemeinen Noͤthen. Ezech. 20,37. Ich wileuch wohl. 494. In eigener Mlodey. A GOtt, thu dig erbarmen, durch Christum dinen Sohn, uͤb'r Reich und uͤb'r die Armen, hilf daß wir Busse t un, und sich ein jed'r erkennen thit, ich farcht, Gott hat gebundenein Ruith, er wil uns damit strafn, den Hirten mit den Sehaafer es sol ihm kein'r entlaufen. ö 2. GOtt hat un lang gerusen durch seine treue Knecht, unsr' Ohrn sind ab'r nict offen, arum geschicht uns rertt, sein Straf habn wir itzt in dem Land, ich * fuͤrcht ihr'r sind mehr vor der Hand; Gott woll sie von uns wenden, und seine Gnade senden, es steht in seinen Haͤnden. 3. Es geschehn groß Wunder⸗ Zeichen, noch sehlagn wir all's in Wind, die uns sollten erweichen, so gar sind wir verblendt, daß wir erkenn'n die Wahrheit nicht, wie uns itzt GOttes Wort bericht'tt, daß wir uns daran kehrten, und seiner Gnad begehrten, nicht so dawider sperr'ten. 4. Aerger ists nie gewefen von ö Anbe⸗ Aubegint wohl leser meldt: K Erden ist Tuͤck und men zwi GSchweiß Groschen F. Wer treibt die ihrem Se muth un wirds die daß dich! sonst bist sel auser bohren. 6. Ge das zeigt 610 05 Sigur, nicht, d spricht: waͤhren, und zehr lehren. werf sie geschehe dahin und sei nicht ne daraus es sey ke 8. D Baum hannes kurtz. en nir rloͤser Gute, ja fuͤr d 9. C nun er dabeye daß erf Christt Nieme spricht die Wi en, — wie Gnadey⸗ du fegst den ben Tennen, mir gebricht, von mir ab, zum sichern henicht weiß in neuesicht dich in dem rer wird dein aun ich dann ste, die Seel xt, dann huͤr ieb, und hat ig lieb, und Welten, die En. ich dein An⸗ weiß sonst gnuͤgt, ach! schwartze nn sie mir iegt. Du st uns nah, so bist du da/ zu den Dei⸗ mir oft er⸗ fgerich⸗ n. 5 uLand, ich hr vor der sie von uns ꝛade senden, iden. oß Wunder⸗ wir all's in merweichen, ndt, daß wir it nicht, wie rt bericht't, ehrten, und en, nicht so es sey kein GOtte. jewefen von Anbe⸗ eder von gemeinen Noͤthen. 29 Anbegin der Welt, ein jeder mags wohl lesen, was Christus hat ge⸗ meldt: Kein Lieb noch Glaub auf Erden ist, ein jeder braucht sein Tuͤck und List, der Reich den Ar⸗ men zwinget, und ihm sein n Schweiß abdringet, daß tur sein Groschen klinget. 5. Wer kan alles ermessen, was treibt die Welt mit Macht, mit ihrem Sauffn und Fressen, Hoch⸗ muth und grossem Pracht, GOtt wirds die dange leiden nicht, schau, daß dich nicht erhasch sein Gericht, sonst bist ewig verlohren, demTeu⸗ fel auserkohren, waͤr besser nie ge⸗ bohren. 6. GOtt eilt gewiß zum Ende, das zeigt all Creatur, er wird kom⸗ men behende, des habn wir schoͤn Figur, das glaͤubet der Gottlose nicht, der wol in seinen Hertzen spricht: Es kan noch lang Zeit waͤhren, wir wollen schlemm'n und zehren. Der Teufel thut sies lehren. ů 7. Die Welt laͤst nun nicht abe, das wild⸗viel koͤpsig Thier, man werf sie dann ins Grabe, es wird geschehen schier: Der Leufel hats dahin gebracht, daß man GOtt und sein Wort veracht't, fragt nicht nach sein'm Gebote, treibt daraus nur ein Spotte, sagt wol, 8. Die Axt ist schon geleget dem Baum an seine Wurtz, als uns Jo⸗ hannes zeiget, ins Feuer muß er kurtz. Wohl dem, der es zu Her⸗ en nimt, und wacht, wann sein rloͤser komt, liebt allezeit das Gute, der wird seyn wol behuͤtet ja fuͤr der Hoͤllen⸗Glute. 9. Christus sein Propheceye ist nun erfuͤllet gar, ein jeder merck dabeye, und nehm sein eben wahr, daß er sein Leben anders schick, und Christum in sein Hertze druͤck: Niemand weiß welche Stunde, spricht GOtt aus seinem Munde, 10. Solchs alles ist verborgen vor der Gottlosen Sinn, das sieht man alle Morgen, wie laͤuft die Welt dahin, daß ste nur krieg das zeitlich Gut, das Ew'ge ste verges⸗ sen thut, daran wil niemand den⸗ cken, thut Leib und Seel versen⸗ cken, manch'n Christen thut es kraͤncken. 2277 II. Gott hat in seiner Hute all, die er hat erweckt, erkaust durch Christi Blute, am Creutz hoch aus⸗ gestreckt, da er uns all erloͤset hat vomTeufel, Suͤnd und ewgen Tod, ist salbst fuͤr uns gestorben des Va⸗ ters Huld erworben, sonst warn wir all verdorben. 12. Dis Lied sey itzt gesungen zu Trost der Christenheit den Alten mit den Jungen: Und dem sein Suͤnd ist leid, der bitt GOtt alle⸗ zeit um Gnad, daß er nimmer in Suͤnden bad, der helf uns allzu⸗ sammen, zu lobe seinem Namen, durch JEsum Christum, Amen. ö Erasmus Alhertus. Es.x7/17. I8. Ich war zornig uͤber. 495. M. Ach Gtt thu dich erb. Erpwach, o Mensch, erwache, steh auf vom Suͤnden⸗Schlaf! es komt des Hoͤchsten Rache, und sei⸗ ne schwere Straf, mit Schrecken und mit Ungestuͤm, und sucht die Suͤnder heim im Grimm, die auf der Erden wohnen: der HErr wird zornig lohnen, und nur der Frommen schonen. 2. Drum fallet GOtt zu Fusse, ihr Menschen groß und klein, thut rechte wahre Busse, stellt alle Bos⸗ heit ein. Seyd auf den grossen Tag bereit mit Glauben und Gott⸗ seligkeit; so trift euch kein Ver⸗ derben, so koͤnnt ihr selig sterben, und GOttes Reich ererben. 3. Ach! nehmet dis zu Hertzen, die ihr erloͤset seyd durch Christi Blut und Schmertzen, bekehrt euch in der Zeit. Sagt allem ab, was zeitlich ist, und ebt alleine die Welt wird gehn zu Grunde. IJE- ———7 300 Von gottlichen allgemeinen Straf Gerichren 5ꝛe. IEsum Christ; thut, was derselb euch lehret, denn wer ihn so nicht ehret, der wird im Zorn verzehret. 4. Bekehre du uns HErre, so werden wir bekehrt: ach! fuͤhr uns aus der Irre zu deiner from⸗ men Heerd. Verzeih, was wir bisher gethan; nim uns durch Christum wieder an mlaß deinen Geist uns leiten, daß wir zu allen Zeiten dein heiligs Lob ausbreiten. Dan. 9, 19. Denn wir liegen vor. 406. M. Vater Unser im Himm. Nich von uns HErr, du treuer GOtt, die schwere Straf und grosse Noth, die wir mit Suͤnden ohne Zahl verdienet haben allzu ⸗ mal; Behuͤt vor Krieg und theu⸗ rer Zeit, vor Seuchen, Feur und grossem Leid. 2. Erbarm dich deiner boͤsen Knecht, wir bittennad und nicht das Recht: Denn so du HErr den rechten Lohn uns geben wollst nach unserm Thun, so muͤst die gantze Welt vergehn, und koͤnt kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach! HErr GOtt, durch die Treue dein, mit Trost nnd Rer⸗ tung uns erschein, beweis an uns dein grosse Gnad, und straf uns nicht auf frischer That, wohn uns mit deiner Guͤte bey, dein Zorn und Grimm fern von uns sey. 4. Warum wilt du so zornig eyn uͤber uns arme Wuͤrmelein? Weist du denn nicht, o grosser GoOtt, daß wir nichts sind, als Erd und Koth? Es ist ja vor deinm Angesicht unsre Schwachheit ver⸗ borgen nicht. 5. Die Sund hat uns verderbet sehr, der Teufel plagt uns noch viel⸗ mehr, die Welt, auch unserFleisch und Blut uus allezeit verfuͤhren thut; solch Elend kennst du HErr allein, ach laß uns dir befohlen eyn! Wunden roth, die sind ja fuͤr dis gautze Welt die Zahlung und das Loͤse⸗Geld, des troͤsten wir uns alle⸗ zeit, und hoffen auf Barmherz tzigkeit. 8 7 7, Leit uns mit deiner rechten Hand, und segne unser Stadt (Dorf) und Land, gib uns allzeit dein heilges Wort, behuͤt fuͤrs Teu⸗ fels List und Mord, verleih ein sel ges Stundelein, auf daß wir ewig Ps. 50, 15. Ruffe mich an in der. 497. M. DieSeelechristi heilge enn wir in hoͤchsten Noͤthen seyn, und wissen nicht, wo aus noch ein, und sinden weder Huͤlf noch Rath/ vb wir gleich sor⸗ gen fruͤh und spat. 2. So ist das unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein, dich anrufen, o treuer GOtt! um Rettung aus der Angst und Noth. 3. Und heben unser Augn und Hertz zu dir, in wahrer Reu und Sehmertz, und suchen der Suͤnd Vergebung, und aller Strafen Linderung; ö I. Die du verheissest gnaͤdiglich allen, die darum bitten dich, im Namen deines Sohns JESu Christ, der unser Heil und Fuͤrspre⸗ cher ist. ö . Drum kommen wir, o HEr— re GOtt! und klagen dir all unsre Noth, weil wir itzt stehn verlassen gar, in grosser Truͤbsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Suͤnde groß, wrich uns derselben auscona⸗ den loß, steh uns in unserm Elend frey mach uns von allen Plagen rey. ö v. Auf daß von Hertzen koͤnnen wir nachmals mit Freuden dan⸗ cken dir, gehorsam seyn nach deit nem Wort, dich allzeit preisen hier 6. Gedenck an deins Sohns bit⸗ und dort. Paul Eberus. Bey ö tern Tod, steh an sein heilg⸗ suͤnf ö bey dir seyn. Barth. Ringwald. s.18,13. 55 Mel. chGOt Grim, Wolken ge Donner⸗S chen von d deMensche grosse Mas und Schr Himmel b 2. Oer nicht regt schuͤttert schnaubest Grund, u Arm ist sta wann du und wirfst her/mit Zi 3. Wir luͤgst m und Sche Volck, dat so hoffen n 4. Wit gends hin alle Welt, ten fliehn, stellt. W. Gnad, di geht, die hat, die jer 5. Wir merthal, lieben S Himmels unser sche hertzigkeit wie versch hertzlich l Gnad und 6. Laß Blitz, wa verehrt,f 7 2e. —————— heilg suͤnf ja fuͤr die 10 und das ir Uns alle⸗ Barmher⸗ ier rechten ser Stadt uns allzeit t fuͤrs Teu⸗ leih ein sel 6 wir ewig ingwald. an in der. 'isti heilge n Noͤthen nicht, wo den weder gleich sor⸗ rost allein, nogemein, Ott! um ind Noth. Augn und Reu und der Suͤnd Strafen gnaͤdiglich ndich, imn JESU idFürspre⸗ ir, o HEr⸗ r all unste verlassen nGefahr. re Suͤnde nausGna⸗ rm Elend »n Plagen en koͤnnen uden dan⸗ nach dei— reisen hier Eberus. Bey Wolken gehst, und deine schwere Und Schrecken sind, dieweil der Himmel blitzt und kracht. GOtt, mit unsern Suͤnden niemand gehorchen wil; doch weil wir deine Kinder seynd, dein Volk Himmels⸗Saal, um seinetwillen hertzigkeit, straf uns ja nicht, wie Bey schwerem *—— Ungewitrer. 301 Bey schwerem Pf. 18,13. Vom Glantz vor ihmꝛe. 408. Mel. Erbarm dich mein ꝛc. chGOttl wie schroͤcklich ist dein Grim, wanů du starck auf den Donner⸗Stim mit starckem Kra⸗ chen von dir stoͤßt. Wir arme bloͤ⸗ de Menschen⸗Kind, erkennen deine grosse Macht. Drum wir in Furcht 3. Der Erd⸗Ball, der sich sonst nicht regt, in grosser Furcht er⸗ schüttert sich! Wann du nur schnaubest, wird bewegt der Berge Grund, und fuͤrchtet dich. Dein Arm ist stark, dein Hand ist schwer/ wann du im Zorn sie hebest auf. und wirfst die Strahlen hin und her, mit Zittern treten wir zu hauf, 3. Wir haͤtten wohl verdient, 0unh und viel, daß du uns schluͤgst mit Grim zu todt, weil fast und Schaafe deiner Weid, das Volck, das seine Schuld beweint, so hoffen wir Barmhertzigkeit. 4. Wir wissen nichts und nir⸗ gends hin, wann wir durchliefen alle Welt, zu wen wir sicher moͤch⸗ ten fliehn, allCreatur zur Rach sich stellt. Wir wissen nichts als deine Gnad, die alle Morgen neu auf geht, die groß ist, und kein Ende hat, die jedermann stets offen steht. 5. Wir schreyen aus dem Jam⸗ merthal, durch Christum deinen lieben Sohn, hinauf zu dir ins unser schon. O Vater der Barm⸗ wir verschuldt, uns ist die Suͤnde hertzlich leid, kehr dich zu uns mit Gnad und Huld. 6. Laß nicht anzuͤnden deinen Blitz, was du an Nahrung hast herehrt, fuͤr Donner⸗ Schlaͤgen Ungewitter. uns beschuͤtz, laß unsern Leib seyn unversehrt: Sey du bey uns in unser Noth, zu dem all Hosnung ist gericht! behůt vor boͤsem schnel⸗ lem Tod, mit deiner Huͤlf verlaß uns nicht. 7. Bedacke du mit deiner Hand Leib, Leben, Haus, Vieh, Gut und Haab, erhalt die Fruͤcht durch Feld und Land, und was sonst mehr ist deine Gab, fuͤr Schlossen, Hagel, Wasserfluth/ fuͤr Feur und anderm Wetter⸗Schad, hait uns, o GOtt, in deiner Hut wir wollen ruͤh⸗ men deine Gnad. 8. Du bist allein der HErt und Gott, dem Donner, Blitz, Feur, Luft und Wind, dem alles stehet zu Gebot, und seinen Willen tyut geschwind. Ach! HErr! wo ist dir jemand gleich, im Himmel und in aller Welt? Wer hat ein solch gewaltig Reich, dem alle stracks zu Fusse fallt?? ö 9. Drum sprich ein Wort, so weichet bald des schwerenWetters Grausamkeit; Dein Wort durch⸗ dringet mit Gewalt, drum uns zu retten sey bereit. Ach komm! Ach komm! und itzt beweis, daß du der rechte Helffer seyst, so wollen wir dir singen Preis, samt Christo und dem heilgen Geist. 1 B. Mos. 18, aa. 23. Abraham. 499. In eigener Melodey. O grosser G0TT von Macht, und reich von Guͤtigkeit! milt du das gantze Land strafen mit rimmigkeit? Vielleicht moͤchten noch Fronime seyn, die thaͤten nach dem Willen dein; drum wollest du verschonen, nicht nach den Wer⸗ cken lohnen. 2. O grosser GOtt von Ehr, dis ferne sey von dir, daß Boͤs und Fromm zugleich die strenge Straf beruͤhr, der moͤchten etwa funfzig seyn, die thaͤten nach dem Willon dein z 2⁰0² Bey schwerem Ungewitter. ö 4—————ß7..— dein, drum wollest du verschonen, nicht nach dem Wercken lohnen. 3.. O grosser GOtt von Rath, laß die Barmhertzigkeit ergehen, und halt ein mit der Gerechtigkeit, der moͤchten fuͤnf und viertzig seyn, die thaͤten nach dem Willen dein: drum wollest du verschonen, nicht nach den Wercken lohnen. 4. Ogrosser GOtt von Staͤrck, schau an das arme Land, und wen⸗ de von der Straf dein ausgestreckte Hand, der moͤchten etwa viertzig eun, die thaͤten nach dem Willen ein; drum wollest du verschonen nicht nach den Wercken lohnen. 5. O grosser GOtt von Kraft, laß doch erweichen dich, weil das elend Gebet so oft erholet sich, der moͤchten etwa dreißig seyn, die thaͤten nach dem Willen dein: drum wollest du verschonen, nicht nach den Wercken lohnen. 6. O grosser GOtt von Gnad, erhoͤr auch diese Stim, und in deinm hohen Thron das Seufzen tief vernim; der moͤchten etwa zwantzig seyn, die thaͤten nach den dreit, die Willen dein: Drum wollest du den, weil si verschonen, nicht nach dem Wen keit und Ne cken lohnen. Segen HE 7. O grosser GOtt von That, Armen, sick schau, wie die arme Erd von del. wil fast ga ner Mildigkeit noch einen Wunsch 3. Dasn begehrt: der moͤchten etwa zehen und gantz v seyn, die thaͤten nach dem Willen nen Zorn e dein; drum wollest du verschonen, in Noͤthen nicht nach den Wercken lohnen. sen zeigen! 8. O großer Gott von Lob! die Busse n wann ja das Maaß erfüllt der Himmel n Suͤnden, und aus Zorn uns gar 4. Doch verderben wilt; so moͤchten doch Treu, die d die Kinderlein thun nach dem rech und wohne ten Willen dein; drum wollest du wir dich kit verschonen und nicht nach Suͤß so hart fic den lohnen. und saufte 9. O grosser GOtt von Treul bist ja unst weil vor dir niemand gilt, als dein I. Gib! Sohn JEsus Christ, der deinn mels⸗Saal Zorn gestillt: So sieh doch an die Sonne, uni Wunden seyn, sein Marter Angt empfinden und schwere Pein um seinet willen alle Welt schone, uns nicht nach Suͤnden dir kein lohne. J. M. Meyfahrt. und auf L 6113 17 2 Lim Bey nasser und duͤrrer Zeit. 502. Nel. 1. B. Kon. d, 35. Wenn der Him. Denn dein ist ja der Himmel allein HO er e Mel. Ach lieben Christen. ohn dich kan es nicht regnen.— Sche A HErre du gerechter Gott, wir habens wohl verdienet mit unser Suͤnd und Missethat, daß unser Feld nicht gruͤnet, daß Menschen und Vieh traurig seyn. Wann du zuschleust den Himmel dein, so muͤssen wir verschmachten. 2. HErr! unsre Sund beken⸗ nen wir, die wollit du uns verzei⸗ hen, all unsre Hofnung steht zu dir, Trost, Hülf thu uns verleihen; Gib uns Regen und Segen dein, um deines Nameuns Willn allein, Err, unser GOtt und Troͤster. 3. Gedencke HErr an deinen Bund, um deines Namens wil⸗ len, bitten wir dich aus Hertzen⸗ zrund, und thu unsre Noth stillen vym Himmel mit demdeegen dein: 4. Kein ander Goͤtz vermag es Erden: D nicht, daß er solt Regen gebent merdar in Den Himmel hast du zugericht, den, dazu a darinnen thust du schweben: Al samt Rett maͤchtig ist der Name dein, solchs Noth reich alles kaust du thun allein, HEir 2. Giber unser GOtt und Troͤster. nenschein, Joh. Seermann. barn Reg I. B. Mos. 8, 3. Und die Brunn. 51. Mel. Wo GOtt der Err. O Gott der du das Firmament mit Wolcken thust bedecken: Ps. 60, 13. Der du imgleichen kanst behend Oz. W. A das Sonnen⸗Licht erwecken, halt Ach G doch den vielen Regen ein, und gib Eedich uns wieder Sonnenschein, daß un Wir bitten ser Land sich freue. uns durch a. Die Felder trauren weg und die grosse reit, Dmπ⁷π½ππ—⁷——e en nach dem wollest da h dem Wen⸗ von That, rd von dei nen Wunsch etwa zehen dem Willen verschonen, en lohnen. t von Lob! erfuͤllt der rn uns gar oͤchten doch ch dem rech⸗ u wollest du nach Suͤn⸗ von Treu! zilt, als dein der deinen doch an die darter Angs seinet willen ch Suͤnden Meyfahrt. t. mmel allein gnen. z vermag es gen geben: zugericht, beben: All⸗ dein, solchs llein, HErr er. Heermann. die Brunn. der HErr. Firmament st bedecken: inst behend wecken, halt ein, und gib ein, daß un⸗ en weit und breit, Noth reichlichen uͤberkommen. Bey nasser und duͤrrer zeit. breit, die Fruͤchte leiden Scha⸗ den, weil sie von vieler Feuchtig⸗ keit und Naͤsse sind beladen: Dein Segen HErr, den du gezeigt uns Armen, sich zur Erden neigt, und wil fast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Missethat/ und gantz verkehrtes Leben, so dei⸗ nen Zorn entzundet hat, daß wir in Noͤthen schweben. Wir müs⸗ sen zeigen unsre Schuld, weil wir die Busse nicht gewollt, so muß der Himmel weinen. 4— 4. Doch deucke wieder an d Treu, die du uns hast verspr und wohne uns in Gnaden bey, die wir dich kindlich suchen. Wie haͤlt so hart sich dieser Zeit dein Hertz und sanfte Freundlichkeit? Du bist ja unser Vater 5. Gib uns von deinem Him⸗ mels⸗Saal dein klares Licht und Sonne, und laß uns wieder uͤberall empfinden Frend und Wonne, daß alle Welt erkenne srey, daß ausser dir kein Segen sey im Himmel und auf Erden. Ps. 6/ 10. Du suchest das Land heim, und waͤsserst es, und. 502½2. Mel. Wo GOtt der Err. O HErr Gott, der du deiner Schaar hast zugesagt auf Erden: Daß sie von dir soll im⸗ merdar im Creutz getroͤstet wer⸗ den, dazu auch das taͤgliche Brodt, samt Rettung aus der Angst und 2. Gib reine Luft, warm Son⸗ nenschein, gut Thau und frucht⸗ barn Regen, damit die Fruͤchte! wechsen foin, durch deinen milden Sigen, die hie zu Lande fruͤh und spit, der Ackermann geworfen hat aif dein Wort in die Erden. 3. Ohn dich ist sonst all unsre Kinst, Fleiß, Arbeit und Vermoͤ⸗ gen vergebens, wo du deine Gunst nicht geben wirst zum Pfluͤgen, und allen Saamen wecken auf, daß er wohl reiff und seinen Lauf mit gutm Gewinn erlansge. 4. Mrr straf uns nicht in dei⸗ nem Zorn, gedenck an deine Guͤte: Den Weinstock und das liebe Korn us gnaͤdiglich behuͤte fuͤr Hagel, W und Schlag⸗ suͤr Mehl⸗Thau, und was schaden mag den Fruͤchten insgemeine. . Fuͤr grosser Duͤrre uns be⸗ wahr, vergib uns unsre Suͤnde, damit nicht etwa mit Gefahr das Wetter was anzuͤnde. Halt auch das Erdreich nicht zu naß, auf daß wir moͤgen Scheun und Faß durch deinen Segen fuͤllen. 6. Gib gnaͤdig, was uns deine Hand itzt thut gar reichlich wei⸗ sen; Und thu damit im gantzen Land all Creaturen speisen, so wird dich loben Groß und Klein, die Alten und die Kinderlein, und was auf Erden lebet. 7. Wir trauen dir, o HErre Gott, dein Gnade laß uns walten: Du weist wol was uns mangeln thut, hast lange hausgehalten, und wirst noch ferner so regiern, daß man wird deinen Segen spuͤhrn, und deinen Namen preisen. B. Ringwald. Bey Kriegs⸗Zeiten. Ps. 60, 13. 14. Schaffe uns Beyst. 503. M. Ach Gœtt vom Himmel Ach Gott wir treten hier vor dich mit traurigem Gemuͤthe: Wir bitten dich demuͤthiglich, rett uns durch deine Gute. Schau an die grosse Kriegs Gefahr, die bey uns anhaͤlt immerdar, uns draͤuet zu verderben. 2. Gedeucke Vater! itzt nicht mehr, daß wirs verdienet haben, und sonderlich, daß wir so sehr ge⸗ schaͤndet deine Gaben. Wir ha⸗ ben sie viel Jahr und Zeit, zum Pracht, * 303 3⁰⁴ Sey Triedes Zeiten. Pracht, zur Wollust, Ueppigkit, und Schwelgerey gebrauchet. 3. Es ist von uns der Nebm⸗ Christ gedruͤcket und betrogem, durch Rechtes⸗Schein, Gewilt und List, ist ihm das Sein ento⸗ gen; Darum sich nun die Strafe findt, ja unsre unuerkandte Suͤnd, Err! wird uns vergolten. 4. In0 uns solche Misser that, um JEsu Christi willen, der fuͤr uns deinen Eiser hat am Creu⸗ tze wollen stillen, die Schuld ist da auf ihn gelegt, er ist das Lamm, das fuͤr uns traͤgt, die Suͤnd und Suͤnden⸗Strafe. 5. Um dessen n hilf ur nu, erhoͤre unser Klagen, schick uns den Frieden wieder zu, nach so viel schweren Plagen. HErr, unser Land sieht elend aus, man haͤlt sehr uͤbel drinnen haus, es ist voll Noth und Jammer. 6. Der Koͤnge Hertzen Rath und Sinn, hast du ja in den Haͤn⸗ den, du kanst sie auch allein dahin, wo dirs beliebet, wenden. Ach! neige du sie selbst dazu, daß sie doch stiften Fried und Ruh, und allen Jammer steuren. 7. O HErr, wir fallen dir zu guß, und bitten dich darneben, du wollest durch die wahre Buß auch bessern unser Leben, daß wir nicht selbst an unserm Theil, ver⸗ Ineden dieses grosse Heil, und Frieden baldrerlangen. . Breit aus um unser Reich und Land, die Fluͤgel deiner Gna⸗ den, beschuͤtz und segne jeden Stand, wend Ungluͤck ab und Schaden, so werden wir dich je⸗ derzeit, fuͤr solche Gnad und Guͤ⸗ tigkeit, samt unsern Kindern preisen. 9. Dis alles, Vater, werde wahr, du wollest es erfuͤllen, erhoͤr und hilf uns immerdar, umJEsuChri⸗ sti willen! Denn dein, o HErr, ist allezeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit, das Reich, die Macht und Ehre! Willen hilf uns ⁰4. In bekandter Melodey. und wahrer Gott, ein starcker und im Tod, drum wir allein im Nahmen dein zu deinem Vater schreyen. ů ö ö 2. Recht grosse Noͤth uns stoͤsset an, von Krieg und Ungemach, dar⸗ aus uns niemand helfen kan, denn du, drum fuͤhr die Sach; Deinn Vater bitt, daß er ja nicht imgorn mit uns woll fahren. 3. Gedenck, HErr, itzund al dein Amt, daß du ein Friod⸗Furst bist, und hilf uns gnaͤdig allesamt itzt, und zu dieser Frist, laß uns hin⸗ fort dein goͤttlich Wort, im Fied noch laͤnger schallen. 2 4., Verdienet habn wir alles wohl, und leidens mit. Gedulh, doch deine Guad groͤsser seyn soll denn unsre Suͤnd und Schuldt Darum vergib nach deiner Lieh, die du vest zů uns tragest. 5. Es ist großElend und Gefaht, wo ser ius lu regiert: Aber viel groͤsser ists fuͤrwahr, wo Krieg ges fuͤhret wird, da wird veracht l/ und nicht betracht't, was recht und loͤblich waͤrce. 6. Da fragt man nicht nachEhk⸗ barkeit, nach Zucht und nach Ge⸗ richt, dein Wort liegt auch zu sol cher Zeit, und geht im Schwange nicht; Drum hilf uns, HErt, treib von uns fern Krieg und all schaͤdlich Wesen. 7. Exleucht auch unser Sinn und Hertz durch den Geist deinet Gnad, daß wir nicht treiben draus ein'n Schertz, der unsern Seelen schad. O JEsu 9. kar allein du bist, der solchs wohl kan auorich⸗ ten. Ludw. Selmbold. Offenb. E, 4. Es ging heraus ein. Gi Fried, o frommer treuer GoOtt,/ Joh. 16, 33. Solches hab ich mit, Nothehelfer du bist, im Lebed 505. Mel. Was mein GOtt wil. Gott, du wend ab die D Friedens: Fuͤrst, HErr Je vauhüt al su Christ, wahrer Mensch Feind mits die Voͤlcke nen Sohn 2.00b 3. Gib! HErr/ du E es langet den Gotte ches der meynt, wil ten, drum Tlt frey, potte, 3. Gib§ Heilger G Bloͤden, d allzeit leist. veroͤden, d. Glauben st und Reue, Volck besch reue. .35, 3. S 506. M. He Err ur Scha ihren Noͤtt bey Tag un te hoffen, ur 2. Mach dich hassen, Macht verl mit Gnade dichs erbar 3. Uns s Unsre Fein eunn we je müssen; derlegen, k 4. Wir h— uus vertrat Menschen⸗ dir wir wo kaͤmpfen/ di v. Du bi untertreten leine Haͤr —.— Nelodey. rer Mensch ein starcket im Leben ir allein im nem Vater h uns stoͤsset zemach, dar⸗ n kau, denn ch;. Deinn icht imgZomn „itzund ah Fribd⸗Fur dig allesamt laß uns hin⸗ rt/ im Fried 1 wir alles lit. Geduld, er seyn soll, d Schuld: deiner Lieh, est. 2 undGefaht, Aber viel vo Krieg ge⸗ d verachtt, was recht ht nachEht⸗ id nach Ge auch zu sol⸗ Schwange ins, HErt, rieg und all unser Sinn Geist deiner eiben draus sern Seelen st, allein du dan auorich. Helmbold. heraus ein. GOtt wil. mer treuer Gott, Bey Rrieges ⸗Zeiten. —.—— 300 GOtt, bu Vater aller Gnaden, wend ab die groß AEchadel, Der verhüt al! unsern Schaden, der geind mit Macht dahin nur tracht, die Voͤlcker zu verheeren, die dei⸗ nen Sohn den Heiland from, er⸗ .00 und ehren. 2. Gi Fried, 0 JEsu, lieber HErr, du Schuͤtzer deiner Heerde, es langet an dein Amt und Ehr/ den Gottesdienst so werthe, sol⸗ ches der Feind, mit Ernst itzt meynt, wils hindern und ausrot⸗ ten, drum steh uns bey, HERR JEsu frey, die Feinde mach zu Spotte. 3. Gib Fried, o HErr GOTT Heilger Geist, du Troͤster aller Bloͤden, dein Huͤlf uns itzt und allzeit leist, laß dein Kirch nicht veroͤden, das Gebet erweck, den Glauben staͤrck, gib wahre Buß und Reue, die Feinde stuͤrtz, dein Volck beschuͤtz, auf daß sichs ewig reue. .35%3. Sprich zu meiner Seele. 506.MI. Hertzliebster JEsu, was. — unser GOtt, laß nicht iu Schanden werden die, so in hren Noͤthen und Beschwerden/ bey Tag und Nacht auf deine Guͤ⸗ te hoffen, und zu dir ruffen.„ 2. Mache zu schanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Racht verlassen. Ach kehre dich mit Guaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen. 3. Uns schaffe Beystand wider uusre Feinde, wenn du ein Wort Heun werden sie hald Freunde, je muͤssen Wehr und Waffen nie⸗ derlegen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand dem wir lus vertrauen, vergebens ist auf Menschen Hülfe bauen. Mit bir wir wollen Thaten thun und käͤmpfen/ die Feinde daͤmpfen. 5. Du bist der Held, der sie kan untertreten, und das bedraͤngte lleine Haͤuflein retten. Wir traun auf dich, wir schreyn in JE⸗ su Namen: Hilf, Helfer, Amen. Joh. Seermann. Ez. 22,30. Ich suchte unter ihnen, O/. M. Singen wir aus Zerz. I reuer Waͤchter Israel, des sich freuet Leib und Seel, der du weissest alles Leid deiner armen Christenheit, o du Waͤchter, der du nicht schlafst noch schlummerst, escht richt dein huͤlfreiches An⸗ gesicht.* 2. Schau, wie grosse Noth und Quaal trist dein Volck jetzt uber⸗ all, taͤglich wird der Truͤbsal mehr, hilf, ach hilf, schuͤtz deine Ehr,/ wir verderben, wir vergehn, nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bey uns wirst stehn. 3. Hoherpriester IEsu Christ, der du eingegangen bist in den heil⸗ gen Ort zu GOtt, durch dein Creutz und bittern Tod, uns versoͤhnt mit deinem Blut, ausgeloͤscht der Hoͤllen⸗Glut, wiederbracht das hoͤchste Gut. I 4. Sitzt auch heut ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser Mittler und Pacron, seine hoͤchste Freud und Kron, den er in dem Hertzen traͤgt, wie sich selbst zn lieben pflegt, dem er keiß ue Bitt abschlaͤgt. Klaͤglich schreyen wir zu dir, klopfen an die Gnaden? Thuͤr, wir, die du mit hoͤchstem Ruhm dir erkauft zum Eigenthum, dei⸗ nes Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feur itzt brennt, und schier alle Welt durchrennt. 6. Zeig ihm deine Wunden roth, red, von deinem Creutz und Tod, und was du mehr hast gethan, zeig ihm unserut wegen an, sage: Daß du unsre Schuld hast bezahlet in Geduld, uns erlanget Gnad und Huld. 7. JEsu, der du IEus heist, als ein JEsus Huͤlfe leist, hilf mit dei⸗ ner 22 Hand, Menschen Huͤlf hat 306 hat sich gewandt, eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde dafür grau, und mit Zittern sie anschau. 8. Liebster Schatz, Emanuel, du Beschuͤtzer meinen Seel, GOTe mit uns in aller Noth, neben uns und in uns GOtt, GOtt fuͤr uns zu aller Zeit, trotz dem, der uns thut ein Leid, Gottes Straf ist ihm bereit. 9. Deines Vaters starcker Arm kom, und unser dich erbarm, laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Koppel trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren HErren nenn. 10. Andre trauen ihrer Kraft, ihrem Gluͤck und Ritterschaft: Deinechristen sehn auf dich, trau⸗ en dir sich vestiglich, laß sie werden nicht zu Schand, bleib ihr Helfer und Beystand, sind sie dir doch G gantz bekandt. ů 11. Gürte dein Schwerdt an die Seit, als ein Held, und fuͤr sie streit, und zerschmettre deine Feind, so viel ihr auf Erden seynd, auf die Haͤlse tritt du ihn u, ler sie dir zun Schemel hin,/ und brick ihren stoltzen Sinn. 12. Ou bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuren kan, der da zubricht, der die nicht, der die Waffen gar ver⸗ breunt, und der Monschen Hertzen wendt, daß der Krieg gewenn ein nd. 13. IEln, wahrer Friede⸗Fuͤrst, der der Schlangen hast zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bey GOtt, gieb uns Frieden gnaͤdig⸗ lich, so wird dein Volck freuen sich, dafůr preisen ewig dich. ö Joh. Heermann. Tim. 2, 2. Fuͤr die Koͤnige und fur alle Obrigkeit, guf daß wir ein geruhiges und stilles ꝛe. Bey Briegs Zeiten. Spieß und Schwerdt die Bogen macht zu . In eigener Melodey. 5 uns Frieden gnaͤdig⸗ lich, HErr GOtt zu unsern Zeiten, es ist doch ja kein ander nicht, der fuͤr uns koͤnke streiten, denn du unßer GOtt alleine. Gib unserm Koͤnige und aller Obrig— keit Fried und gut Regiment, dal wir unter ihnen ein geruhig und stilles Leben fuͤhren moͤgen, in al⸗ ser Gottseligkeit und Ehrbarkeit, D. M. Auther. Amen. Dan. 9, 16. Ach HErr, um aller deiner Gerechtigkeit willen, wende ab deinen Zorn und ꝛc 509. M. Herzliebster JEsu, was. end ab deinen Zorn, lieber GoOtt, mit Gnaden, und laß nicht wuͤten deine blutge Ru⸗ unsern Mistethaten, sondern nach dienste strafen, wer koͤnte deinen Grim und Zorn ertragen? Alle muͤst vergehen, was du hast ge⸗ schaffen, vor deinen Plagen. 3. Vergib, HErr, gnaͤdig unstz grosse Schulde, laß uͤber uns das Recht der Gnade tpalten, denn ku zu schonen pflegst nach grosser Hulde, uns zu erhalten. 4. Sind wir doch arme Wuͤrm⸗ lein, Staub und Erden, mut Erb⸗ Sünd, Schwachheit, Noth und Tod beladen: Warum sollen wir gar zunichte werden, im Zorn ohn Gnaden? F. Sieh an deins SohnesCkeut und bitter Leiden, der uns erloͤset hat mit seinem Blute, eroͤfnen lassen auch sein Hertz und Seiten, der Welt zu gute. 6. Darum, ach Vater, laß uns nicht verderben, dein Gnad und geben: Mach Izu leben, Himmelreiches Erben, mit dir D. Paul the: Richt uns nicht streng, nach uͤte. 75 2. Denn so du woltest nach Ver⸗ Boy 2 Pi. 91. 5 51⁰0. M ch G wer 3. In nicht, w Zorn⸗Ge ser Mun Hertzeng Sam. 5II. Me Ac lie wie! uns del last uns Straf uu solchs m niemand 2. In wir, o 6 denn unst wir une wir in di Elend, T der Freut 3. Ke du HEr⸗ durch dei 4. We ten sehr d Esmuste Geist dinch Chrisimn wellst un Sinnee uns samt ihm des Simeon kennt, C man selig V. Deir dein Leib, MäAä odey. ugnaͤdig⸗ zu unsern kein ander le streiten, leine. Gib ller Obrig⸗ iment, daß ruhig und gen, in al⸗ Ehrbarkeit, I. Kuther. r, um aller 'it willen, orn und ꝛ JEfu, was. zorn, lieber iaden, und blutge Rur⸗ streng, nach udern nach srnach Ver. oͤnte deinen agen? Alls du hast ge⸗ lagen. naͤdig unser ber uns das en, denn du ach grosser n. me W * 1 en, mit Erb⸗ „Noth und mi sollen wir m Zorn ohn oͤhnes Cteutz uns eroͤset ne, eroͤsnen und Seiten, ter, laß unz 1Gnad und wellst uns unt ihm des m, mit dir ul Ebervus. Bey Bey pest und Sterbens Aausten. —.——.— Ps. 91, 7. Ob tausend fallen zu ꝛc. FIO. M. Wenn wir in hoͤchsten. ch GOtt in Guaden von uns wend dis grosse Creutz und in Gesahr.. 2. Behüt uns deine Kinderlein, um Cyristi unsers HErren Pein, fuͤr Pestilentz und schnellem Tod, und laß uns nicht in dieser Noth. 3. In dieser Noth ach laß uns nicht, wend von uns, HErr, dein Zorn⸗Gericht, daß dir lobsinge un⸗ ser Mund, für deinen Schutz aus Hertzengrund. B. Ringwald. Sam. 24, 14. Laß uns in die H. . Mel. Wo COtt der HErr. Ac lieben Christen seyd getrost, wie thut ihr so verzagen? weil uns der HErr heimsuchen thut, last uxs von Hertzen sagen: Die Straf wir wol verdienet han, solchs muß bekennen jedermann, niemand darf sich ausschliessen. 2. In deine Haͤnd uns geben wir, o GOtt, di lieber Vater; wir uns nicht gerathen. Weil wir in dieser Huͤtten seyn, ist nur Elend, Truͤbsal und Pein, bey dir der Freud wir warten. 3. Kein Frucht das Weitzen⸗ Koͤrnlein bringt, es fall denn in die Erde, so muß auch unser irrd'scher eh et koͤmt zu der Herrlichkeit, dit ber HErr Ehrist, uns hast bereit durch deinen Gang zum Vater. 4. Was wollen wir denn fuͤrch⸗ ten sehr den Tod auf diesetErden? Es mus einmal gestorben 103 0 ohl ist hie gewesen, weleher wie Simeon entschlaͤft, sein Suͤnd er⸗ kennt, Christum ergreift, so muß man selig sterben. 5. Dein Seel bedenck, bewahr Bey Pest und Sterbens⸗Laͤuften. groß Elend, damit wir sind umge⸗ hen gar, und stehn all Aug'nblick denn unser Wandel ist bey dir; hie ssch Leib zu Staub und Aschen werden, gen; sein Engel deine Waͤchter seyn, behuͤten dich fuͤrm Argen, ja wie ein Henn ihr Küchelein be⸗ deckt mit ihren Fluͤgelein, so thut der HErr uns Armen. 6. Wir wachen oder schlafen ein, so sind wir ja des HErren, auf Christum wir getaufet seyn, der kan dem Satan wehren. Durch Adam auf uns komt der Tod,Chri⸗ stus hilft uus aus aller Noth, drum loben wir den HErren. J. Sigas. Ps. 70, 7. S. Das macht dein Zorn. 5a. M. Aus tieser Noth schrexy. O frommer und getreuer GOtk, aller die auf dich hoffen, es hat uns eine schwere Noth durch deine Hand getroffen, dein Zorn der druͤckt uns mit Gewalt, und wirst die Menschen jung und alt mit Pestilentz darnieder. 2. Du bist gerecht, und dein Ge⸗ richt kan unser keiner strafen: Von wegen unser Suͤnd geschicht, daß wii so schnell entschlafen, ja unsre grosse Missethat, dich so gar hoch ehnesen. hat, dein Pfeil in uns zu hiessen. ö 3. O HErt, vergib, und straf uns nicht im Zorn so gar geschwin⸗ de, kehr doch das Vater Angesicht zu deinem lieben Kinde, laß sin⸗ cken den gerechten Grim, uns wie⸗ der zu Genadẽn annim, um deines Namens willen 4. Gieh, HErr, wie wir betruͤ⸗ bet gehn, Kraftlos mit Furcht um— geben, in Augst und grossen Sor⸗ r stehn, und in viel Kummer schweben, die Nachtbarschaft sich fuͤr uns scheut, ein jeder fuͤr uns laͤust und fleucht, als waͤren wir verbannet. 5. Lehr Amt und andre Ord/ nung mehr alt nicht in vyllem Sechwaͤnge, all unsre Nahrung welcket sehr, uns ist von Hertzen dein Leib, laß GoOtt den Vater sor⸗ bauge, und wissen woher aus noch K e 30⁸ Bey Pest und Sterbens /Laͤuften. ein, o Vater! sieh doch gnaͤdig drein, und thu uns wieder troͤsten. 6. Laß ab von uns mit deiner Ruth/ nim sie von unsern Ruͤcken⸗ Was hast du Nutz an unsermBlut, wanns thut der Tod hinzuͤcken/ Ein todtercoͤrper dich nicht preist, noch jemand zum Erkaͤntniß weist deines heiligen Namens. 7. Erzeig uns Gnad, o frommer HErr, thu deinen Grimm aufhe⸗ ben, und sey mit deiner Huͤlf nicht sern, du hast jaxust zum Leben, und bist ein GOtt von Wahrheit vest, der seinen Zorn bald fahren laͤst, wann man dich hertzlich bittet. 3. O JEsu Christe unset Heil, thu alles Ungluͤck wenden; nim doch den Bogen und die Pfeil aus deines Vaters Haͤnden; Heiß den Verderber hoͤren auf, daß er nicht so geschwinde lauf, zu wuͤrgen dei⸗ ne Bruͤder... 9. Dein Will gescheh, wir bitten all, in Noth uns nicht verlasse; Hilf uns nach deinem Wohlge⸗ fall'n, du weist die rechte Maasse, und wirst wol deine Zeit ersehn, wann uns hierinn soll Huͤlf ge⸗ schehn, das wolln wir dir ver⸗ trauen. 10. O Heilger Geist, mit deiner Kraft, die sterben sollen, staͤrcke, daß man des Glaubens Ritter⸗ schaft an ihrem End vernercke, und sie also mit Fried und Freud nehmen einen sanften Abscheid, in Christo unserm HErren. ö Baͤrth. Ringwald. Ps. 91, 9. Der HErr ist derne Zuv. 513. Mel. Wo Sott der Err. er in dem Sehutz des Höch⸗ sten ist, und sich Ott thut ergeben; der spricht: Du HErr! mein Zuflucht bist, mein GOtt, Hofnung und Leben: Der du wirst ja erretten mich vons Teufels Strick genaͤdiglich, und von der Pestilentzz. ö 2. Mit seinen Flugeln deckt er dich, auf ihn sollt dů vertrauen, sein Wahrheit schätzt dich Fal tiglich, daß dich bey Nacht kein Grauen, noch Betruͤbniß erschre⸗ cken mag, auch kein Pfeil, der da fleugt bey Tag, weil dir sein Wort thut leuchtden. N 3. Kein Pestilentz dir schaden kan, die in dem Finstern schleichet; Kein Seuch noch Ktanckheit ruͤhrt dich an, die im Mittag ummstrei⸗ chet. Ob tausend stuͤrben dir zur Seit, und zehen tausend ander⸗ treffen. 4. Ja weit: Soll es dich doch nicht du wirst auch noch Lust und Freud mit deinen Augen sehen an der Gottlosen Hertzeleid, wann Vergeltung wird geschehen: Weil der HErr ist dein Zuversicht, und dir der Hoͤchst seinn Schutz ber. spricht, drum, daß du ihm vin trauest. J. Kein Uebels wird begegiie dir, kein Plag dein Haus wird ruͤ ren, denn er sein n Engeln fuͤr und fůr befiehlet dich zu fuͤhren, und zu behüͤten fur Unfall, auf Haͤnden tragen uͤberall, daß koin Stein dein Fuß letze. 6. Auf Loͤw'n und Ottern wirst du gehn, und treten auf die Dra/ chen: Auf jungen Loͤwen wirst du stehn, ihr Zaͤhn und Gift verlan chen: Denn dir der keines schat den kan, kein Seuch koͤmt dem vom andern an, der auf GOtt thut ver⸗ trauen. 7. Er begehrt mein aus Hertzen⸗ Grund, und hoft auf meine Guͤte/ drum helf ich ihm zu aller Stund, ich wil ihn wol behuͤten: Ich wil allzeit sein Helfer seyn, drum daß er kennt den Namen mein: Deß soͤll er sirh ja troͤsten. 8. Er ruft mich an, als seinen GOtt, drum wil ich ihn erhoͤren: Ich bin bey ihm in aller Noth, ich wil ihm Huͤlf gewaͤhren: Zu Eh⸗ ven ich ihn bringen wil, langs Leb'n ihm geben ohne Ziel, mein Heil wil ich ihm zeigen. 5 Ehr verheisset heit wilz be veissen versicht! shan se meisse 2. Ach bepe u ie Pest schleunig Seuch u hat man— es recht 3. Der fen gleich heit, schl er kalt ur gedachte als das E und Reu es nicht 4. Nu seyn, ich gesuͤndig wwuͤrdig mancher in dieser Die Sck 5. Ich Wort m yft hatu guten S fel, Wol welchen! haben m 6. Ach und Gut wir habe dich g'wal⸗ Nacht kein niß erschre⸗ feih der da sein Wort ir schaden schleichet3. Eheit ruͤhrt ag Umstrei⸗ kben dir zur end ander⸗ doch nicht noch Lust lugen sehen eleid, wann ehen: Weil. ersicht, und Schutz ver⸗ u ihm ver⸗ d begegtlen is wird ruͤh⸗ elu fuͤr und ren, und zu iuf Haͤnden uᷣStein dein 'dttern wirst zuf die Ora⸗ hen wirst du Gift verla keines schat ntdem vom tt thut ver⸗ mus Hertzen⸗ neine Guͤte/ ller Stund, n: Ich wil „drum daß mein: Deß „als soinen on erhoͤren: »r Noth, ich m: Zu Eh⸗ „langsLeb'n mein Heil 9.Ehr Bey pest und Sterbens⸗Laͤusten. 9. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, und auch dem Heilgen Geiste: Als es im Anfang war und nun, der uns sein Gnade lei⸗ ste, daß wir wandeln in seinem Pfad, daß uns der arge Feind nicht schad. Wer das begehrt, sprech: Amen. Seb. Heyden. Fer. 2, 1). Das ist deiner Bosheit. FI4. M. O JEsuChrist du hoͤch. Woi troͤstlich hat dein treuer Mund, o liebster GOtt, verheissen, daß, wenn uns Kranck⸗ heit wil zu Grund und in die Gru⸗ be reissen, und wir mit rechter Zu⸗ versicht vor dich zu treten saͤumen nicht, du wollst uns nicht zer⸗ schmeissen. 13— 2. Ach! HErr, wir haben diese Plag uns auf den Hals gezogen; ie Pest ist leider! diese Tag uns schleunig zugeflogen. Es hat die Seuch uns unbeo das Grab hat manchen schou bedeckt, eh man es recht erwogen. 3. Der Tod wil, uns, den Schaa⸗ fen gleich, durch Hitz und Kranck— heit, schlachten; sehr viele macht er kalt und bleich, die nicht daran gedachten. Pest ist noch schneller als das Schwerdt das ohne Scheu nnnd Reu verzehrt; noch wil man es nicht achten. 4. Nun mag ich nicht verstocket seyn, ich wil mich schuldig nennen: gesuͤndigt hab ich dir allein, bin rdig drum zu brennen, wie mancher schon durch seine Ruth, in dieser Pest und Kranckheit thut. Die Schuld muß ich bekennen. 5. Ich habe nicht dein goͤttlichs Wort mit Andacht angehoͤret; oft hat mir ein verkehrter Ort den guten Sinn verstoͤhret. Der Teu⸗ fel, Wollust, Fleisch und Welt, von welchen uns wird nachgestellt, die haben mich bethoͤret. 6. Ach GOtt! wir hahen Geld und Gut fuͤr alles nur begehret: wir haben unserm frechen Muth und Süͤnden nicht gewehret. Diß ist nun worden Pest und Gift, das Uunsre schwaͤche Leiber trist, ja Marck und Bein verzehret. 7. Wir haben diesen Maden⸗ Sack sehr herrlich ausgeschmuͤ⸗ cket, der kurtz heruach gar sehr er⸗ schratk, als ihn der Schmertz ge⸗ druͤcket. Wo dienet nun die Hof⸗ fart zu? der krancke Leib liegt ohne Ruh, auch bis ins Grab gebuͤcket. 8. Wir haben unser gantzes Land und Haͤuser oft beflecket mit Un⸗ zucht, Greuel, Suͤnd und Schand: Es hat uns nicht erschrecket des Hoͤchsten Wort und Donner⸗ Stimm. Ist es denn Wunder, daß dein Grimm uns hat so an⸗ gestecket? 9. Nun, treuer GOtt, wir koͤn⸗ nen nicht des Unrechts uns ent⸗ freyen: Wir kommen vor dein Angesicht, um Trost dich anzu⸗ schreyen. Es dringet uns der grosse Schmertz, wir bringen ein zerschlagnes Hertz, das bittet um Verzeihen. 10, Auf unsern Knien liegen wir, und unsre Augen weinen. Es schreyen Tag und Nacht zu dir die Grossen samt den Kleinen. Ver⸗ gib uns doch die Missethat, die dich so hart erzuͤrnet hat; laß dei⸗ ne Gnad uns scheinen. 11. Nim von uns diese scharfe Ruth, hoͤr auf uns so zu plagen. HErr, straf uns als ein Vater thut, damit wir nicht verzagen. Im Glauben hab ich dich gefaßt, hilf mir und andern diese Last itzt gnaͤdig auch ertragen. 12. Du bist noch Helfer in der Noth, bey dir ist Rath zu finden: du kanst die Kranckheit, ja den Tod, gantz siegreich uͤerwinden: du schlaͤgst zu Zeiten eine Beul, und kanst jedoch dieselb in Eil, als unser Artzt, verbinden. 13. Nun, HErr, bezeichne Thor und Thuͤr mit Christi Blut und U 3 Ster⸗ 310 Bey allerley Wanerheinn. * daß, wenn der Würger und laß uns bald gesunde Leiber geht herfuͤr, wir nicht durch ihn und Gestait durch deine Güt verderben. Sey gnädig, HeErr, ererben. Bey allerley Kranckheiten. Hiob 33,20.24. Gerchtn 5. Dis eine bitt ich, heile nur I. M. Aus tiefer Noth schrey. die? Wunden mer! ier Seelen, wann ie Kranckheit du gerechter gleich an Leiblichen die Cur und GOtt, die ich jetzt an mir allẽ Mittel fehlen: Dann ledt der spuͤre, die sagt mir, daß ich mei⸗¶ Geist in dir, mein Gott, so soll de nen Tod stets in und bey mir spuͤh⸗Mund auch in dem Tod doch dein re; Dann jede Stunde, jede Zeitne Guͤte preisen. erinnert mich der Sterblichkeit,1 Petri 4, 19. Welche da loiden. und spricht: Denck an dein Ende! 74 M. Christus der uns selig 2. Oi hast die Schmertzen aufG Ott, den ich als Liebe enne, erlegt/ die jetzt die Glieder tragen, der du Kranckheit auf mich und da mich deine Ruthe schlaͤgt, lgß, und des Leidens Flamm er—⸗ so wilt du damit sagen: Des To⸗regst, daß ich daͤvon hitz und bren⸗ des Ursach ist in dir, dein Leben ne; brenne doch das Boͤse ab, das aber komt von mir, und steht indenGeist bisher gehindert⸗dar der meinen Haͤnden. Liebe Regung mindert, die ich 5 3.So ist es; deine Vaters kert von dir hab. Hand wil mich zum Leiden weisen, In der Schwachheit sey 0 sie sucht dadurch mich aus dem Feäiinenden Schmertzen ser mir Stand der Eitelkeit zu reissen: suͤß; sch ffe, daß ich dich genieß; Wann ich nur endlich muͤrbe bin, wenn die Kranckheit streng und so wird hernach dein treuer Sinn heftig: Denn was itzt den Leib be⸗ der Kranckheit gruͤndlich helfen. wegt, was mein Fleisch und Marck 4. Du giebst den Blinden ihr vorzehret, was den Coͤrper jetzt be Gesicht, die Lahmen heist du ge⸗schweret, hat die Liebe selbsterregt. hen, es muͤssen, wann dein Mund 3. Leiden ist jezt mein Geschäf⸗ nur spricht, auch Todten auferste⸗ te, anders kan ich jetzt nichts thun, — Und also kanst du auch allein als nur in dem Leiden ruhn; Lei⸗ er Artzt von meiner Schwachheit den muͤssen meine dar Leiden wrech wann du ein Wort wirst ist jetzt mein Gewinnst, das ist jent wprechen. des Vaters Wille, den verehr ich . Die Menschen schreiben Mit⸗ sanft und stille; Leiden ist mein tel fuͤr, daß sich die Schmertzen Gottesdienst. SS8 legen: Allein die Huͤlfe komt von 4. GOtt. ich nehms aus deinen dir, und ohne deinen Segen, macht Hauden als einLiebes⸗Zeichen an: uns kein Kraut und Pflaster frey; Wi in solchen Leidens⸗Bahn, Dein Wort, HErr, ist die Artze. willst du meinen Geist vollenden; ney die unsre Schmertzen heilet.a 0 die Labung, die man mir zu 6. Boschliessest du in deinem des deibesSterckung giebet, koͤmt Rath: Ich solle laͤnger leben, so von dir, der mich geliebet, alles kanst du leicht auch in der That, komt, mein Goꝛt, von dir. Kraft zu den Mitteln geben; isten. Laß nur nicht denGeist ermü⸗ ö aber dis dein weiser Schluß, daß den bey des Leihes Mattigkeit, daß ich anjetzo sterben muß, so hin ichs sich zu aller Zeit in dich 691— guch zufrieden. —.— eieb und Angft un! len Auffa he in dir das Hertz 6. Dib scheiden, lichkeit, moͤg auf Denn we wird erre den Coͤrp seinem G 7. Dir ben, und gib, daß dich voͤll weiß ich oder ster! kan verde nigt mic Esra 8,2: 517. N. Ott, G the ler Schl Guten muß: W muͤhn ur ziehn, su⸗ 30. den Jel 4ch Mi und miet der, wei Doch m deine G wohlvert cken von 3. Zw Suͤnden Aeusiy wil sich Schulde was ich Winde weil ich mir zu eine Guͤt heile nur len, wann Cur und in ledt der so sollde doch den da loiden. uns selig. ebe kenne, auf mich Flamm er— und bren⸗ Hse ab, das rt/das der die ich oͤf⸗ eit sey du en sey mir ch geuieß; freng und en Leib be⸗ und Marck per jetzt bes lbseerregt. n Geschaͤf⸗ ichts thun, ruhn; Lei⸗ fte, Leiden das tst jezt verehr ich n ist mein ———————— aus deinen eichen an: ens⸗Bahn, vollenden; nan mir zu iebet, koͤmt iebet, alles dir. Heist ermuͤ, tigkeit, daß dich senck in Lieb Bey allerley Rranckheiten. ———— 311 eieb und Frieden: Laß des Leibes Angst und Schmertz nicht der See— sen Auffahrt hindern, und die Ru⸗ he in dir mindern, unterstütze du das Hertz. 6. Hilf mir, daß ich gantz be⸗ scheiden, gantz in Ruh/ mitFreund⸗ lichkeit, saufte, mit Zufriedenheit moͤg auf meinem Bette leiden. Denn wer hier am Ileische leidt, wird errettet von den Suͤnden, so den Coͤrper oft entzuͤnden, und an seinem Geist erneut. v. Dir empfehl ich nun mein Le⸗ ben, und dem Creutze meinenveib; gib, daß ich mit Freuden bleib an dich voͤllig übergeben; denn so weiß ich vestiglich, ich mag leben oder sterben, daß ich nicht mehr kan verderben, denn die Liebe rei⸗ nigt mich. Chr. Fr. Richter. Esra 8,22. Die Hand unsers GOt. 51⁷. M. Freu dich sehr/ o meine. Gore du hast verschiedne Ru⸗ then, wann dein Liebes vol⸗ ler Schluß Sterbliche zu ihrem Guten zuͤchtigen und schlagen muß: Wann dein freundliches Be⸗ muͤhn uns nicht kau der Welt eut⸗ ziehn, suchest du auf rauhe Weisen uns den Eitlen zu entreissen. 2. Jetzo hast du meine Glieder auch mit einem Creutz beschwert, und miein Leib kiegt hart darnie; der, weil er deine Zucht erfaͤhrt: Doch mein GOtt, ich kenne dich, deine Guͤte suchet mich, und das wohlverdienteveiden sol die Schla— cken von mir scheiden. 3. Zwar die Kranckheit meiner Suͤnden macht mir auch das Aeusire schwer, Tod und Satan wil sich finden, und weist mieine Schulden her: Darum leid ich, was ich soll, dann ich mercke allzu⸗ wol, wie ich bir bey besseru Tagen oͤtters aus der Acht geschlagen. 4. Nun ich laße Sturm und Winde gerne über mich ergehn, weil ich dis dabey befinde, daß es mir zu Nutz geschehn. Deine! Stimene ruft, o HErr, sündige henfort nicht mehr, daß du nach dem Maaß der Sunden nicht was Irgers darft empfinden.—.— 5. Freylich ach, dein treu Ge⸗ müͤthe greift nicht gern mit Stren⸗ ge an, es versucht erst in der Huͤte, ob es nichts gewinnen kan. Dann wer dir gehoͤrsam ist, und den be⸗ sten Theil erkiest, diesen braucht ein ernstes Schrecken, nicht vom Schlafe zu erwecken. 6. Darum wil ich mich bewah⸗ ren, daß ich niemals kuͤnstighin deine Strafe darf erfahren; Laß mich deine Liebe ziehn, dem folgen, was dein Geist mich, o HErr, vollbringen heist, daß Be⸗. truͤbniß meiner Seelen mein Ge⸗ muͤth nie doͤrse quaͤlen. 7. Wann du nun an Talhn — N —**— Hertzen deinen Zweck erhal hast, wirst du auch dem Leib die Schmertzen, dem Gewissen seine Last, weil ich sehr zermalmet bin, wider wissen zu entziehn, und auf glaubiges Vertrauen mich die Hulfe lassen schanen. Ps.39,11.12. Wende deine Plage. 51S. Mel. Zion klagt mit Angst. M.alaed Leibes matte Glieder legt desAllerboͤchsten Sch.uß durch die Kranckheit so darnieder, daß ich kraftlos seußzen muß: Ach der HErr hat seine Hand gaͤntzlich von mir abgewandt, meiner See⸗ len ist fast bange, wo bleibt doch mein Arzt so lange? 2. Warum hat er sich verbor⸗ gen, ist er etwan Unmuths voll, weil ich, leider! alle Morgen neue Schmertzen fuͤhlen soll? Noth und Tod stuͤrnt auf mich zu und benimt mir alle Ruh; Seel und Leib sind voller Beulen. Wer kan solche Wunden heilen? 3. Doch ich darf nicht lange sragen nach der Kranckyeit Quell und Grund: Mein Gewissen kan mir sagen, das macht mein Ver⸗ u brechen .— ʒ2 Bey allerley Rranckheiten. brechen kund. Wer den Scho⸗ yfer hat betruͤbt, und die Eitelkeit geliebt, der muß auch die Frucht der Sünden zum verdienten Lohn empfinden. 4. GOtt ist mir oft nachgelauf⸗ fen, seine Stimme suchte mich, da ich mit dem rohen huch. durch die Sünden⸗Wüste strich. Kom, Verirrter, kom zuruͤck, sprach er, wilt du in dem Strick der verdam⸗ ten Wollust sterhen, und dich ewig⸗ lich verderben? 5. Aber leider! Hertz und Oh⸗ ren waren zu derZeit verstoyft und er hat vor ihren Thoren nur ver⸗ eblich angeklopft. Seine Liebe, ö Eein Bemuhn konte mich nicht zu sich ziehn, noch die gantz bethoͤrte Sinnen durch den suͤssen Ruf ge⸗ winnen. ö 6. Darum muß er endlich schla⸗ gen, wenn man nicht auf Worte gibt, und ich werde durch die Pla⸗ gen seiner Hand, mit Recht be⸗ trübt, weil die Strafe nicht ver⸗ weilt, und noch alle die ereilt, die die Zucht der Weisheit hassen, und den Fels des Heils verlassen. 7. Doch, o Vater, dein Erbar⸗ men strahlt auch bey dem Zorn herfuͤr; DeineGuͤte lockt michAr⸗ men durch die Zuͤchtigung zu dir. Ach! du meinst es dennoch gut, obs dem Fleisch gleich schmertzlich thut, dieses muß durch seine Schul⸗ den billig deine Ruthe dulden. 8. Drum wil ich dieselbe kuͤssen, dann sie komt von deiner Hand: Du wirst schon zu lindern wissen, was du mir hast zugesandt: Zwar es drohet mir der Tod; Doch du Helfer in der Noth kanst auch dis zu deinen Ehren und zu meinem Nutzen kehren. Pf. 30,3.4. HErr, mein GOtt, da. I2. M. ertzlich thut mich verl O Mensch/ du darfst nicht fra⸗ gen/ was dich so kranck ge⸗ so theure Zeit den Suͤnden hinge⸗ ernsten Schluß, den HErrn hin— macht? Dein Hertze wird dirz s gen. Hast du noch nicht bedacht, wie du dein gantzes Leben, und die geben, und diß doch nicht be⸗ reut? 5 2. Du warst der Welt ergeben, mehr als ein roher Heyd. Im Sauß und Schmauß zu leben war deine groͤste Freud; Die Zunge hat gefluchet, die Hand Gewalt geuͤbt, der Fuß Irrweg gesuchet, der Mund Falschheit geliebt. 3. Zorn, Neid und Eigen⸗Rache erfuͤlleten dein Hertz; Hingegen GOttes Sache, war dir ein blosser Schertz. Du hast den HErrn ven⸗ spottet, und seine Stimm veracht, zum Boͤsen dich gerottet; das hat dich kranck gemacht. 4. Nun wil dich GOtt auswe⸗ cken, er suchet deine Seel, du kanst dich nicht verstecken, er weiß den groͤsten Hehl. Darum erkenn beh Zeiten, wo du gefehlet hast, und lasse dich bereiten durch diese — Kranckheits⸗Last.. 5. Es ist sehr gut gemeinet, und komt aus lauter Lieb, ob dir gleich anders scheinet, ists doch ein Van ters-Trieb, daß er durch solche Schlaͤge und durch die scharffe Ruth, den Suͤnden⸗Wust ausfege, sein Ernst koͤmt dir zu gut. 6. Ach! lauffe ihm entgegen, und falle ihm zu Fuß; Ach, laf dein Hertz bewegen, und faß den — fort zu suchen; Ach, fang bey Zeit ten an, die Suͤnde zu verfluchen, geh auf der schmahlen Bahn! . Wirst du diß unterlassen, und wie du sonst gewohnt, die edle Zeit verprassen, da GOtt noch deiner schont: So werden seine Strase fen und sein gerecht Gericht dich unvermerckt hinraffen. Gedeuck an deine Pflicht! ö Von Vor Luc. 17,1 52½0. Mel 6ask He daß duen Zett getr cher Suͤr und dich. erwiesest in Boshe men. 2 schob dit auf die drauf. 3. Da du allei Satans zernichte und Tre reicht,! Hertz zet 4. Se leid'gen te aber inden, ins Ver ber nich s. 107 5. M W. bist schr und Fe gar ver wendet wie wi sen, dei thust d ne Gu hen, sch sehr es ehr e 3.J ird dirs san ht bedacht, en, und die nden hinge⸗ nicht be⸗ Heyd. u leben war Die Zunge nd Gewalt 9. gesuchet, eliebt. igen⸗Rache Hingegen r ein blosser Hrrn ver⸗ um veracht, ottet; das t. Ott auswe⸗ ꝛel, du kanst er weiß den rerkenn beh t hast, und urch diese neinet, und ob dir gleich och ein Vaß urch solche die scharfft gut. mentgegen, 3 Ach, laß ind faß den it ergeben, Im ö ust ausfege, Errn hin— ing bey Zein verfluchen, Bahn! rlassen, und die edle Zeit noch deiner eine Stras⸗ Jericht dich . Gedeuck — Von goͤttlichen leiblichen wohlrhaten. r Luc. 17,15. 16. Einer aber unter. 32½0. Mel. O SOtt du fromnier. Wene dach fuͤr Oanck, o HErr! dir dafür sagen, daß du mich mit Geduld so lange Zeit getragen? Da ich in man⸗ cher Suͤnd und Uebertretung lag uUnd dich, o frommer GOtt! er⸗ zuͤrnte alle Tag. 2. Sehr grosse Lieb und Gnad erwiesest du mir Armen, ich fuhr in Bosheit fort, du aber in Erbar⸗ men. Ich wiederstrebte dir, und schob die Busse auf, du schobest 10 4155 daß sie nicht folgte rauf. 3. Daß ich nun bin bekehrt, hast du allein verrichtet, du hast des Satans Reich und Werck in mir zeruichtet. HErr, deine Guͤt und Treu, die an die Wolcken reicht, hat auch mein steinern Hertz zerbrochen und erweicht. 4. Selbst kont ich allzuviel be⸗ leid'gen dich mit Suͤnden, ich kon⸗ te aber nicht selbst Gnade wieder inden, selbst fallen konte ich, und ins Verderben gehn, ich konte sel⸗ ber nicht von meinem Fal aufstehn. HErr, gepriesen. Von göttlichen leiblichen Wohlthaten. 5. Ou hast mich aucgericht't, und mir den Weg gewiesen, den ich nun wandeln soll, dafuͤr sey, Hriesen. Gott sey ge⸗ lobt, daß ich die alte Suͤnd nun haß, und willig ohne Furcht die todten Wercke laß. 6. Damit ich aber nicht aufs neue wieder falle, so gib mir deie nen Geist, dieweil ich hie noch wal⸗ le, der meine Schwachheit staͤrck, und darin maͤchtig sey, und mein Gemuͤthe stets zu deinem Preis eruen.. 2957 7. Ach leit und fuͤhre mich! so lang ich leb auf Erden, laß mich nicht ohne dich durch mich +W ret werden. Fuͤhr ich mich ohne dich, so werd ich bald verfuͤhrt. Wenn du mich suͤhrest selbst, thu, ich, was mir gebuͤhrt. 8. O Gott! du grosser GOtt! o Vater! hoͤr mein Flehen. O IJEsu! Gottes Sohn, laß deine Krast mich sehen. O werther Heilger Geist, regier mich allezeit, daß ich dir diene hier, und dort in Ewigkeit. D. Justus Sesenius. Nach abgewandtem Ungewitter. Ps. 107, 28. 29. 30. Und sie zum. 521. M. Von Gœtt wil ich nicht Wii haben itzt vernommen, wie du, HErr, Zebaoth, zu uns bist schroͤcklich kommen durchBlitz und Feuers⸗Noth. Wir waͤren gar verzehrt wann du es nicht ge⸗ wendet, und Hülse zugesendet, wie wir von dir begehrt. 2. HErr, deine Macht wir prei— sen, dein Zorn ist uns bekandt, doch thust du uns auch weisen, wie dei— ne Gnaden⸗Hand, die dich anfle⸗ hen, schuͤtzt. Wer sich zu dir be⸗ kehret, der bleibet unbersehret,wie sehr es kracht und blitzt. 3. Ist Truͤbsal da mit Hauffen, so denckst du jederzeit an die, so dich anlauffen, hilfst in Barmher⸗ tzigkeit. Du hast an uns gedacht, wie du des nicht vergessen, der in der Arch gesessen, hast ihn zu Lan⸗ de bracht. ö 4. Das Wetter ist vertrieben durch deine Gnad und Krast, du bist stets bey uns blieben, hast Si⸗ cherheit verschaft, wie du, HERR JEsu Christ, im Schiff dem Meer gedraͤuet, die Juͤnger droh erfreu⸗ et, gewehrt des Teufels List. 5. Du hast Haus, Hof, Leib, Leben, und was ein jeder hat, mit deinem Schutz umgeben, bey uns 5 ö und 314 und unste Stadt; Dein freund⸗len, der denen Zorn kan lich Angesicht laͤtt du uns wieder wahre Gnaden⸗Thron. schauen, die wir uns dir vertrauen mit starcker Zuversicht. 6. Danck Opfer wir dir bringen, Nach erlangtem Sonnenschein. stillen, der 7. Wann du am zuͤngsten Tage, der schon ist angestellt, mit deinem Donner⸗Schlage anzuͤnden wirst dich doche und prei en uns hast so puchs und dem Regen suͤr dis, was du gethan, von deiner die Welt; so streck aus deine bedencke. Huͤlf wir singen, ach nimis in Gna⸗ Hand, und zeuch uns, die wir glaͤn⸗ 2. den an, durch Christum deinen ben an dich, und treu verbleiben, Sonnenich Sohn, um seins Verdienstes wil hinauf ins Vaterland. I. Heerm. Nach erlangtem Sonnenschein. 1 Mos.8,2. Die Brunnen derTief. · M. Auf meinen lieben SOt. un ist der Regen hin, wohlauf mein Hertz und Sinn, sing nach betruͤbtem Leiden, GOtt dei⸗ nem HErrn mit Freuden! GOtt hat sein Hertz gekehret und unsre Bitt erhoͤret. 2. Sein Zorn war sehr entbranut auf uns und un er Land, er sprach: Ihr Menschen⸗Kinder, geht, seyd und bleibet Suͤnder, wollt von der Bosheit⸗Strassen euch gar nicht wenden lassen. 3. Drum soll mein Himmels⸗ Licht sein klares Angesicht in ren mit Lust und Freuden hoͤren. 7. Sieh hie, der Sonnen Zier geht wieder schoͤn herfuͤr, bringt nach dem Schlag und Regen den lieben warmen Segen, und wirckt auf Berg und Thalen mit wunder⸗ lichen Strahlen. 8. Die Erde wird erquickt, und nun wieder leben, und reiffe gruͤch te geben, die Aecker gut Getreyde, die Wiesen, Gras und Weyde. . Die Baͤume werden schon in ihrer Fuͤlle stehn, die Berge wer⸗ deu fliessen und Wein und Oele giessen, das Bienlein wird wohl schwartze truͤbe Decken und dunck⸗ tragen, bey guten warmen Tagen. le Welcken stecken, und fuͤr das hel⸗ le Scheinen nur immer zu euch weinen. 4. Bald aber siel sein Grimm durch unsers Seufzens Stim, das ewige Gemůthe dacht an sein ewge Guͤte, und ließ auf unser Schreh⸗ en ihn seines Zorus gereuen. 5. Die Wolcken flohen weg, der seuchten Winde Steg, daher die Wasser flossen nahm ab, und ward verschlossen; des hohen Him mels Tieffen, die hoͤrten auf zu trieffen. 6. Stoh auf du mattes Feld, aus deinem Trauer⸗Zelt, steh auf, und laß nun wieder die susse Sommer⸗ 10. Davon wird unser Theil das ewge Gut und Heil uns alle⸗ samt zumessen, wir werdens sehn und essen, und mit dem Gut der Erden zur Gung ersattige werden. II. Sein Huͤif ist frem und treu, sein Huld ist immer neu, und laͤst sich leicht versuͤhnen, gibt, was wir sich finden, und nicht nach unsern Suͤnden. 12. Darum so richte nun, o Mensch, auch du dein Thun zu Gottes Lob und Liebe, daß dein Hertz nicht betruͤbe, mit mehrerm Zorn und Schmertze das aller⸗ Lieder, zu deines Schoͤpfers Ehy⸗ Nach erlang . 33. Die sollen dem H. »Nun freut euch lieben. froͤmmste Hertze. D. Serhard. tem Regen. AoerreSOtt, wir loben dich, und was durch Naß erstickt, das wird ö Hand, so nicht verdienen, laͤst gnaͤdiglich Stunden, Fruͤchten f den: Kroͤl nem Gut, Hut, und 3. Du Kind, und dazu deins drum laß Behuͤt un Noth, un Brodt, au 4. Wan Wann di Land, so Wann di wir; Wa herkomt v gluͤck scha 5. Bel GoOtt, m fuͤr aller zu Ehren schuͤtz fi fuͤrsPabf durch JE Is. 65,1 chen,/ u I Me Be gie men, la unsern kom, —3—.— an stillen, der n igsten Tage, mit deinem uͤnden wirst aus deine die wir glaͤu⸗ veroͤleiben, IJ. Seerm. en. iden hoͤren. ꝛonnen Zier fuͤr, bringt Regen den Und wirckt nit wunder⸗ guickt, und t, das wird eiffe hruͤch t Getreyde, Früchten fein erfuͤllet werd gefun⸗ Weyvde. den schon in Berge wer⸗ und Oele wird wohl nen Tagen. nser Theil il uns alle⸗ rdens sehn m Gut der gtwerden. uund treu, u, und laͤst ot, was wir gnaͤdiglich ach unsern te nun, o CThnn zu „daß dein tmehrerm das aller⸗ Serhard. loben dich, und —2 und vrei en deinenNamen, daß du Sinn von irdischen Geschaͤften: 19 hast so gnaͤdiglich unser Ge⸗Nim alsobald dein Saͤyten Spiel wuchs und Saamen befeuchtet mit zur Hand, und sing ein Lied, in dem Regen warm, o hoͤchsterGOtt Geides Glut entbrannt.. dich doch erbarm, und ferner uns 2. Schwing itzt empor die Flä bedencke. gel deiner Sinnen, und vreise 2. Gib fruchtbarn Regn und Gott, der von des Himmels Zin: Sonnenschein zu rechter Zeit und nen hat dein Gebet und Seufzen Stunden, daß unser Land mit angehert. Sorich: Herren⸗HErr, dein Natm ist hochgeehrt. den: Kron du das Jahr mit det 3. Du hoͤrest stets des armen mem Gut, ut unser Feld in guter Volckes Flehen, und pflegest sein Hut, und unsre Furchen traͤncke. Geschrey nicht zu verschmaͤhen: 3. Du weist ja daß wir deine Wir haben kaum dir, grosser Gna⸗ Kind, und hoͤchstgeliebte Erben, den⸗Thron, die Noth geklagt, da dazu deins Sohnes Bruͤder sind, hilffest du uns schon. drum laß uòns nicht verderben. 4. Du siehest an das lechzende Behut uns, HErr, fuͤr Hungers Gefilde, und waͤsserst es gantz gnaͤ⸗ Roth, und gib uns unser taͤglichs diglich und milde: Du giebst Be⸗ Brodt, aus reicher milden Gnade. fehl, daß sich die Wolcken⸗Fluth . Wann du aufthust dein milde ergiessen soll, als wie sie itzt auch Hand, so stehet alls im Segen: thut. ö Wann du gnaͤdig anschaust das L. We ist doch wol ein Gott, Land, so neiget sich der Regen; dir zu vergleichen? Wer hat wol Wann du aufthust, so sammilen je verüdet solche Zeichen, wie du, wir; Wann Schutz und Schirm o Gott? dir muß der Sonnen⸗ Wach erlangtem Regen. herkomt von dir, mag uns kein Un⸗ gluͤck schaden. 5. Behuͤt uns auch, o treuer schein, Wind, Regen, Blitz, stets zu Gebote seon. 6. Nun, grosser HErr, wir dan⸗ Gott, nut allem umsern Saamen, cken deinem Namen; wir daucken fuͤr aller Feind Zewalt und Spott, ihm, daß er Gras, Frucht und Saa⸗ zu Ehren deinem Namen. Be⸗ schuͤtz fuͤrs Tuͤrcken Tyrauney, fuͤrsPabstes Mord und Triegerey, durch JEsum Christum, Amen. Ps. 65/ 11. Du traͤnckest seine Fur⸗ chen, und jeuchtest sein Gepfluͤg. 32½:Mel. Der Tag ist hin, mein. Baer dich, niͤin Hertz, aus allen Kraͤften, entzeuch den men, zu rechter Zeit durch Regen⸗ Thau erquickt, und wieder drauf ein warmies Wetter schickt. 7. Auch bitten wir, laß deinen Gnaden⸗Segen sich ferner noch auf unsreFelder legen, daß wir mit Danck, in Ruh und ungekraͤnckt, geniessen des, was deine Hand uns schenckt. Joh. Franck. Nach erlangtem Frieden. 5s. 46, 9. 10 11. Kommt her, und. uns allhier, so singen wir mit Lust: 523. N.Nun dancket alle SOrt. 7 GOtt, dich loben wir, re⸗ gier, HErr, unsre Stim- Herr Ott, dich loben wir. 2. HErr GOtt, dich loben wir, wir preisen deine Guͤte, wir ruͤh⸗ nien, laß deiues Geistes Glut in men deine Macht, mit hertzlichem unsern Hertzen glimmen, kom, Gemuthe; Es steiget unser Lied kom, o edle Flamm, ach! kom n bis au des Himmels Thur, und tdoͤnt 316 Nach erlangtem Frieden. thoͤnt mit grossem Schall: HErr ö ErrGott, wir loben dich, HEn ö GOtt, wir dancken. 36 GOtt dich loben wir. dir. 3 Err GoOtt, dich loben wir. Joh. Franck fuͤr deine groͤffe Gnaden, daß du Ps. 147/1214. Preise, Jerusalem. das Vater Land von Krieges-Lasta6. M. Auf meinen lieben SOtt entladen, daß du uns blicken laͤst ¶ Kagt unserm GOtte Danck un des guͤldnen Arledenwer; aum 2— jauchzet alles Volck; HErr GOtt mit den Jungen, erhebet eurezun⸗ dich loben wir. gen: den Himinels Koͤnig preiset, 4. HErr Gott, dich loben wir, der uns den Frieden weiset. die wir in laugen Jahren, der Waf⸗ 2. Dir, liebes Vaterland, if, sen schweres Joch und frechen leider! wohl bekandt, wie sehr du Grim erfahren, jetzt ruͤhmet unser bist verheeret, von Zeinden ausge⸗ Mund, mit hertzlicher Begier, zehret; diß Ungluck sich nun en⸗ Gott Lob, wir sind in Ruh! HErr det, weil GoT den Frieden Gott, wir dancken dir. Issendet. 82 ö . HErr Gott, dich loben wir, 3. Ruͤhmt GOtt doch immier⸗ daß du die Pfeil und Wagen, dar, macht sein Lob offenbar, die Schild, Bogen, Spieß und ihr vor war't geplaget, von Haus Schwerdt zerbrochen, und zerschla⸗ und Hof verjaget: GVtt hat nun gen, der Strick ist nun entzwey, Schwerdt und Bygen dem Fein darum so singen wir mit Hertz und de abgezogen. Zung und Mund; HErr GOtt, 4. All unser Lebenlang sagt Gott Lob, Ehr und Danck, der wiet daucken dir... 6. Err GOtt, dich loben wir, den Krieg weggenommen, und daß du uns zwar gestrafet, jedoch Frieden lasset kommen; der durch in deinem Zorn nicht gar hast weg⸗ den Fried erguicket, was vor der vielem Lobgesang, ihr Alten geraffet, es hat die Vater⸗Hand uns deine Gnaden⸗Thuͤr itzt wie⸗ der aufgethan: HErr GOtt, wir dancken dir. 7. HErr GOtt wir dancken dir, daß du, Land, Kirch und Haͤuser, den alten Fuͤrsten Stam und des⸗ sen grune Reiser bisher erhalten hast, gib ferner Gnad allhier, daß auch die Nach⸗Welt sing: HErr GOtt, wir dancken dir. ö 8.HErr GOtt, wir dancken dir, und bitten, du wollst geben, daß wir auch kuͤnftig stets in guter Ru⸗ he leben; Kroͤn uns mit deinem Gut, erfuͤlle nach Gebuͤhr, o Va⸗ ter, unsern Wunsch: HErr Gott, wir dancken dir. 9. HErr Gott, wir dancken dir mit Orgeln und Trompeten, mit Harfen und Pandor, Posaunen, Geigen, Floͤten, und was nur Athem hat,/ erthoͤn itzt ͤr und fuͤr: Krieg gedruͤcket. Aus seiner milden Hand hat Gott uns zugewaudt gantz un⸗ schaͤtbare Gaben, weil wir nun wieder haben den edlen Landes⸗ Friede: Drum lobet seine Guͤte. und dancken ewiglich, daß du mit unsern Plagen Mitleiden hast ge⸗ tragen, und uns in diesem Leben noch Frieden wieder geben. 7. Hilf doch durch deine Treu, daß er bestaͤndig sey: laß uns in unsern Jahren den Krieg nicht mehr erfahren; laß uns im Frie⸗ den sterben, die Himmels ⸗Ruh ererben. 8. Dein Geist uns lehre auch uns die Friedens⸗Zeiten zur Bu und Beßrung leiten, und wir durch neue Sünden nicht neuen Krieg entzuͤnden. 9. HErr 6. Nun, GOtt, wir lohen dich, des Friedens rechten küy aur Bun 9. HErr wollst du laß es seyn 2Sam. 24 527.W. S E Lob ur Preis unser gen/ der ur HErr,/ wer eine Güt erweiset sie darneben: Gesang ri henlang. 2. In d den, warer aller Wel den, wegen wir waren Gott, dur deine Gne wieder au auch mei dich mein 3. Toͤdt sen, gleich! gus des T und ins Le wir lagen Seuche,/ d und unge noch este mein Lebe kobgesan 4. Unst mit Besc zumal hie AUnmut: Gleichwo en, der dein, ert du Mensc Drum so! ruͤhmen d ö dich, HEry . joh. Franck „Jerusalem. liebenGSOtt te Danck unt ig, ihr Alten det euregun oͤnig preiset, veiset. terland, ist, Wie sehr du nden ausge⸗ ich nun en⸗ den Frieden och immer⸗ ffenbar, die „ von Haus Ott hat nun dem Fein⸗ nlang sagt Danck, der umen, und 3der durch vas vor der n Hand hat tgantz un⸗ il wir nun en Landes⸗ seine Guͤte. lohen dich, daß du mit hen hast ge⸗ esem Leben ben. eine Treu, laß uns in trieg nicht ns im Frie⸗ imels /Ruh lehre auch . n zur Buß dwir durch Dancksagung nach uͤberstandener Pest. —....—— 317 wollstt du aus Gnaden thun, laß es seyn Ja und Amen, als⸗ 9. HErr GOtt, dis alles nun dann wir deinen Namen, hier und im Himmel droben, ohn En⸗ de wollen loben. Sam. 24,24. David bauete dem. ½%m. Sollt ich meinen SOtt. NA ihr Christen, singen Lob und Ehre, Danck und Preis unsermGOtt vor allen Din⸗ gen, der uns so zu schüͤtzen weiß! HErr, wer kan dich gnug erheben? Heine Guͤt ist vaͤterlich, deine Lieb erweiset sich, und dein Heil wachet harneben: HErr, es soll meinLob⸗ Gesang ruͤhmen dich mein Le⸗ benlang. 2. In der armen SuͤnderOr⸗ den, waren wir vor kurtzer Zeit, aller Welt zum Scheusal wor⸗ den, wegen unser Eltelkeit: Ach! wir waren gantz vernichtet grosser Gott, durch deinen Grimm, aber deine Gnaden Stimm hat uns wieder aufgerichtet: Drum soll auch mein Lobgesang ruͤhmen dich mein Lebenlang. R 3. Toͤdtlichs Gift hat uns gebis⸗ sen, gleichwol hat uns deine Macht gus des Todes Schlund gerissen, und ins Leben wieberbracht. Ach! wir lagen gantz um sangen mit der Seuche, die wie Fetu braͤnte scharf und ungeheur, endlich sind wir noch eßtgangen. HErr, es soll mein Lebenlang ruͤhmen dich mein kobgesangn. 4. Unsre Seele war umgeben mit Beschwerden ohne Zahl, da— zumal hieß unser Leben: Truübsal, Unmuth, Angst und Quaal. Gleichwol hat uns nicht verschlun⸗ en, der so manchen hingeraft: dein, er war durch deine Kraft, o du Menschen ⸗Freund, bezwungen. uen Krieg 9. HErr ö Drum soll auch mein Lob⸗Gesang ruhmen dich mein Lebenlang. Dancksagung nach uͤberstandenen Pest⸗ und Sterbens⸗Laͤuften. 5. Da wit alle klaͤklich riessen, da wir schrien Tag und Nacht, da wir zu dem HErren lieffen, hat er uns gesund gemacht. Unste Ta⸗ ge sind vergangen Lklagten wir! bie Zeit ist hin! Aber nein, dein treuer Sinn hat zu helfen angefan⸗ gen: Drum soll dis mein Lobt mcht. dich zu preisen, ruhen nicht. 6. Wenn dein Eifer dich bewo⸗ geu, und uns angehauchet haͤtt/ ach so waͤren wir gezogen in die Gruben aus dem Bett! HErr, wie matte Fliegen fallen, waͤren wir den andern gleich hingeruͤckt ins Todes⸗Reich, und nun leb ich doch vor allen: Soll denn nicht mein Lobgesang preisen dich mein Lebenlang? 7. GOtt, wir—* in deiner Huͤt⸗ ten, wohl bedeckt zur boͤsen Zeit, als der Würger wollt ausschuͤtten seine Wuth und Grausamkeit: Deine Guͤt hielt uns verborgen in dem sichern Lebens⸗Zelt, daß wir nunmehr in der Welt wieder walt len ohne Sorgen: Nun es foll mein Lobgesang preisen dich mein Lebenlang.—8— 8. HErr, du schuͤttest nach dem Weinen uͤber uns viel Frend und Wonn: Ach wie lieblich muß doch scheinen nach dem Hagel-Sturm die Sonn! Auf viel Klagen folget Lachen, auf das Stuͤrmen stille Zeit, zuf diel Heulen Froͤlichkeit: Solche Lust kan Ott uns machen. Drum soll auch mein Lobgesang preisen ihn mein Lebenlang. 9. Nun, die Seuch hat aufgeho⸗ ret, laß auch uns, HErr, hoͤren auf, 2 16 Bey wieder erlangter Gesundheit auf, das zu thun, was uns bethoͤ⸗ xet, hie in unserm Lebens⸗Lauf. Ach! daß doch dis Gift der Suͤn⸗ den floͤge mit ber Pest dahin, daß sich stets in unserm Sinn, Ehr und Tugend moͤchte finden: Denn so soll auch mein Gesang ruͤhmen dich mein Lebenlang. 10. Hiif doch, daß wir arme Ma⸗ den die so schwere Schmach und Pein, abermal uns nicht aufladen, laß uns neue Menschen seyn, laß uns unsre Schuld erkennen, laß uns dich voll Freud und Leid bit⸗ ten, und wenn wir befreyt, sroͤl unsern Vater neunen. Denn sol unser Lob⸗Gedicht dich zu preisen ruhen nicht. 1I. Nun du wirst uns uͤherhe⸗ ben, ist es anders HErr diin Will,I dieser Straf, und unser e⸗ ben schliessen lassen in der Still. O bey dir ist Rath zu finden, du kanst helfen in der Noth, du kanst reissen aus dem Tod, ey so hilf denn uͤberwinden, daß, o GOl, mein Lobgesang ruͤhme dich mein Lebenlang. Bey wieder erlangter Gesundheit. Joh. v/ 14. Siehe zu, du bist gesund 2S. M. Ach was soll ich Sund. Inn wahrevebens ⸗Quolle, fließ in mich dein armes Kind, daß die angebohrne Suͤnd meinen och der aͤrgste Gist, den man in der Welt antrift. ben durch der ersten Eltern Lust; sie durchdringet unsre Brust. Ach! wir recht gebohren seyn, stellet sich der Tod schon ein. e bringt uns in alle Noth; durch e sind wir lebend todt. Unsre viele grosse Schmertzen stammen von demuebel her, sie ist unertraͤg⸗ 4. Wilt du dich vor ihr bewah⸗ ren, mache dich zu Christo hin, irst du gar hald erfahren, daß er rzt und Helfer ist, wo du nur ein Krancker bist. ö 5. Er, dein Heiland, ist das be⸗ Er kau, wann die Sunde sehreeet, deiner Seelen Labsal geben. Was unsern Jammer stillt. 6. Wer das Heil der Welt an⸗ D0ch dar Leib nicht faͤlle. Sie ist a. Sie hat uns durchaus verdor⸗ wir sind durch sie gestorben. Eh 3. Sie vergiftet unsre Hertzen, lich schwer. und veraͤndre deinen Sinn; so ben, das die Todten auferweckt. aus seinen Wunden guillt, ist, was siehet so den Meusehen Leben meint, ob es dir gleich nicht so giebt, und dasselbe hertzlich liebt, auch im Glauben zu ihm fliehet, der bekommet in der That wahrt Huͤlfe, guten Rath. 0* 7. Hast du dich mit ihm verbum den/ als dem Wort, das alles heilt, und die Lebens ⸗Kraft mittheilt, o hast du was ausgefunden, das dich recht gesund erhaͤlt, so es ander Gott gefaͤllt. ö 3. Der die Todten auferwecket, sollte der nicht maͤchtig seyn zu be⸗ wahren, wann die Pein hier und da die Menschen schrecket, ja, wann boͤser Seuchen Kraft andrt tausendweis' hinraft! 1 9.% Wil er dir dann Kranckheil schicken, ist es gar nicht boͤß ge⸗ scheint, er wird dich hernach en⸗ quicken, falle zu ihm nur zu Fuß in rechtschafner Hertzens Buß. 10. Bist du aber kranck gewesen/ hat er dich gesund gemacht, und mit Gnaden angelacht, daß du wiederum genesen; ey so denerr doch daran, was der. HErr an din gethan. II. Fliehe deine alte Suͤnden, traue dem Versucher nicht, sein Netz ist auf dich gericht, er wil 310 aufs neue binden. Flicht er di dann wider ein, wird die 6 2 huͤrter seyn. 6163,1. 0 meineSe 29. MI. S ob und 7 groͤsser abermal ist HErr, bie Jahre sind fam auf di Kost bestell nossen, we wohl, ist 1 wens voll. 2. Nacke men aus d bald hast meiner Se lich hast di malganch mals auch gefristet Le mir ges⸗ Mund jetz 3. HEr: net, was oft bin ich ich in der hoͤsen We zur jeden hertzigkeit Schuld be geschehn! setzt Ruͤhr 4. Deir cken, o m groß: hil Een, sie er Von Ps. 38,J. 30. M. A5e und gne Sün helfen kat 3. Lief Zeit, bis und woll freyt, sraͤsch Denn soll ich zu preisen uns uherhe⸗ HErr dein ind unser le⸗ in der Stil. u finden, du oth, du kanst d„ ey so hilf aß, o GOit/ ne dich mein Dheit. xtzlich liebt/ ihm fliehet, Tpat wahrt ihm verbum alles heilt mittheilt, s hen, das dich d es ander auferwecket, g seyn zu be⸗ in hier und hrecket, ja, Rrast andre Kranckheit icht boͤß ge/ ich nicht so hernach er⸗ ur zu Fuß in „Buß. ick gewesen, macht, und ot, daß du hso denees 1 e Sünden, nicht, sein „er wil 210 icht er di die Strafe . Bey wieder erlangter Gesundbeit. 31¹9 (.153, 1.4. Lobe den HCrren meineSeele, und was in mir in. 29. I. Sollt ich meinen Eott ob und Danck sey dir gesungen, grosser GOtt an diesem Tag, abermal ist mirs gelungen, daß ich HErr, bich preisen mag, so viel Jahre sind verflossen, als ich erst Err an din sam auf die Welt, da mir war die Kost bestellt, die so reichlich ich ge⸗ nossen, weil mir nun geschehn so —0 ist mein Mund jetzt Ruͤh⸗ mens voll. 5. 2. Nackend zwar bin ich gekom⸗ men aus der Mutter ⸗Leib herfuͤr, bald hast du dich angenommen meiner Seelen mit Begier, reich⸗ lich hast du mir gegeben, Kleider, Rahrung, Speis und Tranck, ost⸗ mals auch, im Fall ich kranck, mir gefristet Leib und Leben, weil nun mir geschehn so wohl, ist mein Mund jetzt Ruͤhmens voll. 3. HErr ich hab es nicht verdie⸗ ich in der Suͤnden⸗Bahn, mit de hoͤsen Welt gerennet, doch hast du zur jeden Zeit mir erzeigt Barm⸗ hertzigkeit, wann ich nur die Schuld bekennet Weil mir denn geschehn so wohl, ist mein Mund setzt Ruͤhmens voll. 4. Deine Wunder und Gedan⸗ cken, o mein GOtt, sind treflich groß: hilf, daß ich ohn alles Wan⸗ cken, sie erzaͤhle Sorgen los, YPErr/ net, was du Guts an mir gethan, oft bin ich mit dir versuͤrnet, wann wohl, ich kan sie nicht berschweigen, laß sio mich vermelden doch; Kindes⸗ Kinber sollen noch dir deswegen Ehr erzeigen, dann, weil mir ge⸗ sehehn so wohl, ist mein Mund jetzt Rühmens voll. 5. Wilt du nun mein armes Le⸗ ben, hier noch laͤnger fristen mir, ey so wollest du mir geben das, was Noth ist fuͤr und fuͤr: dann wir koͤnnen deiner Gaben nicht entbehren in der Welt, Haägen Kleider, Wohnung Geld, muͤssen wir zur Nothdurft haben, thust du ferner mir so wohl, wird mein Mund stets Ruͤhmens voll. 6. Gib, HErr, daß ich so verzeb⸗ te deine Gaben, Speis und Tranck, daß ich nicht mein Hertz beschwere, noch mich selber mache kranck, laß mich Geitz und Wollust meiden, gib mir einen solchen Muth, der nur dich, das hoͤchste Gut, hertzlich such in Freud und Leiden, thust du kuͤnftig mir so bieibt mein Mund stets Ruͤhmens voll. 7. Alle Sorgen wil ich legen, mein getreuer Gott, auf dich, kroͤne mich init reichem Segen, naͤhre, schuͤtz, erhalte mich, deine Guͤte laß mich Schwachen leiten, und zu jeder Frist geben, was mir nuͤtzlich is, endlich mich auch selig machen, dann geschicht mir ewig wohl, und mein Mund bleibt Ruͤhmens voll. 3— Ps. 38, 5. Meine Suͤnden gehen. 3⁰. M. zeuch uns nach dir, so. A˖ GOtt und HErr, wie groß Aund schwer sind mein began⸗ helfen kan/ n dieser Welt zu finden. 3. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit, bis an det Welt ihr Ende, und wollt los seyn des Creutzes gne Sünden, da ist niemand, der Von der wahren Busse, oder Bekeh⸗ rung zu GOtt. Pein, wuͤrd es sich doch nicht enden.. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet: Ach GOtt! zuͤrn nicht, geh nicht ins Gericht, dein Sohn hat mich versuͤhnet. 4. Solls ja so seyn, daß Straf und 320 Von der wahren Busse, und Pein auf Suͤnden folgen muͤs⸗ sen? So fahr hie fort und schone dort, und laß mich hie wohl buͤssen. 5. Gib HErr, Geduld, vergib die Schuld, verleih ein gehorsam Hertze, laß mich nur nicht, wies vft geschicht, mein Heil murrend verschertzeun. 6. Handle mit mir, wies duͤncket dit, nach deiner Gnad wil ichs lei⸗ den, laß nur nicht mich, dort ewig⸗ lich von dir seyn abgescheiden. 7. Gleich wie sich fein ein Boͤge⸗ lein im holen Baum verstecket, wanns truͤb hergeht, die Luft un⸗ staͤt, Menschen und Vieh erschre⸗ cket. 9. Also, HErr Christ, mein Zu⸗ flucht ist die Hoͤle deiner Wunden, wann Sůnd und Tod mich bracht in Noth, hab ich mich drein ge⸗ funden. 9. Darinn ich bleib, ob schon der Leib und Seel von einander schei⸗ den, so werd ich dort, bey dir, o Gott, seyn in ewigen Freuden. 10. Ehte sey nun GOtt Vater, Sohn und heilgem Geist zusam⸗ men, zweifle auch nicht, weil Chri⸗ stus spricht: Wer glaͤubt, wird selig, Amen. Joh. Goͤldelius. Es. 38, 14. Ich winselte wie ein. g31. M. Ich bin mude mehr zu. 255 was soll ich Suͤnder ma⸗ chen? Ach! was soll ich fan⸗ gen an, mein Gewissen klagt mich an? Es beginnet aufzuwachen; dis ist meine Zuversicht, meinen IEsum laß ich nicht. 2. Zhar es haben meine Suͤn⸗ den, meinen JEsum ost betruͤbt, doch weiß ich, daß er mich liebt, denn er laͤst sich gnaͤdig finden, drum ob mich die Suͤnd anficht, meinen JEsum laß ich nicht. 3. Ob zwar schweres Creutz und Leiden, so bey Christen oft eutsteht, mir sehr nah zu Hertzen geht: Solls mich doch von ihm nicht scheiden, er ist mir ins Hertz ge⸗ richt, meinen JEsum laß ich nicht. 4. Ich weiß wöl, daß unser Ler ben ost nur als ein Nebel ist, deng wir hie zu jeder Frist mit deim To⸗ de sind umgeben, drum obs heute noch geschichr, meinen JEsum laß ich nicht. ö 5. Sterb ich bald/ so kom ich abe von der WeltBeschwerlichkeit, ru⸗ he bis zur vollen Freud, und weiß, daß im finstern Grabe IEsus ist mein helles Licht, meinen JEsum lab ich nicht.. 6. Durch ihn wil ich wieder le ben, denn er wird zur rechten Zeit wecken mich zur Seligkeit, und wird mirs aus Gnaden geben, muß ich schon erst vors Gericht, meinen JIEsum laß ich nicht. ö 7. Drum, o JESu, sollt mein bleiben, bis ich komme, an den Ort, welcher ist des Himmels Pfort: Darum wollest einverleit ben meine Seele deinem Licht, meinen JEsum laß ich nicht. Joh. Flitener. 2Cor.//11. Siehe, dasselbige, daß, 32. M. Freu dich sehr, o meine A. was hab ich ausgerichtet! Ach was hab ich doch gethan Wer ist der die Sache schlichtet! Mein Gewissen klagt mich an. Ich bin selber wider mich, weil ich alsh freventlich mich mit Laster⸗Koth beflecket, und des Hoͤchsten Zorn erwecket. 2. GOtt, ich muß mit Zittern sagen, daß ich sey ein Sůndem Knecht, jetzo fuͤhl ich deine Plagen, aber du, dů bist gerecht. Mein vert berbtes Fleisch und Blut hat das rechte wahre Gut durch des Teu⸗ sels Trieb verachtet, und den Lui sten nachgetrachtet. 3. Vorhin hab ich mich gefren⸗ et meiner schweren Suͤnden Last/ jetzo da mich solcher reuet, hab ich weder Ruh noch Rast; Ach! was mich vorhin ergotzt, hat mich jetzt in Angst gesetzt: Was vorhin den Leib erquicket, ist, das jetzt die See. le druͤcket. 4. So 4. So v den verbo dem verr etzt den Himmels ach nie ha meiner S Rettung 5. GOt en; aber ist mir, me ich so ve werth/ dat erzuͤrnter inrausend zur Hoͤllet 6. Alle von Suͤn eit, da ie en⸗Angst tes Wort Ewigkeit, eine Last: ich nichts mich doch Zorn hat ist, der m atur kan Missethat 8. HEr den, du a kanst mein kanst rett steht nur kan sonst dig mich keit erfre du mich i mich, dei Genade ins Geric fuͤr dir b 10. D deichen f aß Unser Le ebel ist, denn mit dem To⸗ n obs heute JEsum laß Rom ich abe rlichkeit, ru⸗ d/ und weiß, he IEsus ist inen JEsum h wieder 60 rechten Zeit ligkeit, und igeben, muß icht, meinen I/ sollt mein me, an den Himmels st einverlei nem Licht, nicht. . Flitener. selbige, daß. r/ o meine. üsgerichtet! och gethan schlichtet? nich an. Ich weil ich alsd Laster⸗Koth chsten Zorn mit Zittern n Suͤndem ille Plagen, Mein ver⸗ lut hat das ch des Teu⸗ ind den Lu⸗ nich gefren uͤnden Last/ jet, hab ich Ach! wat at mich jetzt vorhin den ltzt die See⸗ 4. So oder Bekehrung zu Scet. 321 4. So viel Jahr bin ich gelaufen den verbosten Irreweg, und mit dem verruchten Haufen ausge⸗ 1 den rechten Steg, der zur Himmels⸗Pforten fuͤhrt: Nie, ach nie hab ich gespuͤrt eine Reue meiner Suͤnden, wo soll ich nun Rettung findeenn 3. GOtt ich soll gen Himmel se⸗ henꝛ aber ich seh unter mich/ wie ist mir, mein GOtt, geschehen, daß ich so verlassen dich? Ich bin werth, daß mich dein Grimm mit erzuͤrnter Donner⸗Stimm moͤcht in tausend Truͤmmern schlagen, ja zur Hollen ewig jagen. 6. Alle Freude sey verfluchet, so von Suͤnden hergeruͤhrt; diese eit, da ich gesuchet, was nur Hoͤl⸗ en⸗Angst gebiehrt, was mir GOt⸗ tes Wort verbeut, sey verflucht in Ewigkeit, ewig sey verflucht die Stunde, da ich Suͤnden⸗Lust em⸗ Hi. . O wie bist du Suͤnde, Suͤnde, eine Last wie Felsen schwer, an mit ich nichts reines finde, wie kraͤnckt mich doch das so sehr! GOtt, dein Zorn hat mich geschreckt, ach! wer ist, der mich versteckt? Keine Ere⸗ atur kan rathen meinen schweren Missethaten. 3 8 4 8. VErr, es steht in deinen Haͤn⸗ den, du alleine hilsst aus Noth, du kanst meinen Jammer wenden, du kanst retten aus dem Tod. Es steht nur allein bey dir, Niemand kan sonst helfen mir, du kanst gnaͤ⸗ dig mich verneuen, und in Ewig⸗ keit erfreuen. 9. Ich verdammeSeel und Glie⸗ der, sprich du sie in Gnaden los, bitklich fall ich vor dir nieder, Rim du mich in deinen Schooß. Staͤrck mich, der ich so geschwaͤcht, laß Genade gehn für Recht, wirst du ins Gerichte gehen, HErr, wer kan fur dir bestehen. 10. Deines Sohnes Marter⸗ dejchen fioll ich iwischen mrir und dir, laß mich hiemit Gnad errei⸗ chen, seinen Tod halt ich dir suͤr⸗ glaͤube steif und vestiglich, daß mein JIEsus auch fuͤr mich hat ge⸗ litten, ist gestorben, ich auch soll seyn unverdorben. II. Du hast uns gewiß verheis⸗ sen hertzliche Barmhertzigkeit, da⸗ fuͤr sollen wir dich preisen; denck an deinen theuren Eyd, der den Suͤndern Trost verspricht; du wilst ihren Tod ja nicht, Leben wilst du ihnen schencken, wenn sie sich nur zu dir lencken. 12. HErr/ laß mieh nun seyn er⸗ hoͤret/ bitt ich, der verlohrne Sohn, der zu seinem Vater kehret, blicke von des Himmels⸗Thron! Ich bring ein zerknirschtes Hertz, voller Reue voller Schmertz, das nach deiner Gnade trachtet, solches hast du nie verachtt. ö 13. Laß die Engel froͤhlich wer⸗ den, daß ein Suͤnder Busse thut, weil ich lebe noch auf Erden, wil ich dis was Fleisch und Blut hat bishero hochgeacht, was mich faͤlschlich angelacht, hassen, fliehen, ernstlich meiden, und mich gaͤntz⸗ lich dir vereiden 14. Wirst du mir zur Seiten ste⸗ hen, durch des guten Geistes Kraft, wil ich nicht, wie vormals gehen den Weg, der zur Hoͤllen raft. Gott ich kehre mich zu dir, kehre du dich zu mir deinen Reutne loben, Amen, auch zu mir, dafuͤr wil ich Amen. D. G. W. Sacer. Jeremia 3, 1. Du hast mit vielen. 533. M. Durch Adams Fall ist. Ac weh! ach weh! wo soll ich hin, fuͤr meinen grossen Suͤn⸗ den? Wo wird mein Geist und todter Sinn das Leben wieder fin⸗ den? Wer giebt mir eine Thraͤ⸗ nen⸗Fluth, daß ich mein Leid be⸗ weine? Wer fuͤllt mein Hertz mit Kraft und Glut, und macht mich wieder reine? 2. Ich hah des Schoͤpfers schön⸗ stos 3²² Von der wahren Busse, stes Bild, mein arme Seel befle⸗ cket, und seiner Gleichniß besten Schild in Koth und Schlamm ge⸗ stecket; Ich hab mich von der Herrlichkeit in Schmach und Spott gefaͤllet! Ach weh! Ach weh! Hertzeleid daß ich mich so verstellet..* 3. Ach weh! ich habe mich von GOtt, dem hoͤchsten Gut, gewen⸗ det! und durch die Suͤnde ihn mit Spott und Unvernunft geschaͤn⸗ det! Ich hab ihn nicht, wie ich det, u von Hertzen⸗Grund gelie⸗ et, und ihm zu Lob, wie er ge⸗ übett mich nicht sehr streng ge⸗ uͤbet! I. Ich hab dem HErrn der Herr⸗ lichkeit sehr lau und kalt gedienet, und ihm durch meine gantze Zeit, mit schlechter Treu gegruͤnet! Ich hab nicht acht auf ihn gehabt/nicht wie ein Knecht geehret, noch auch womit er mich begabt, sein schoͤn⸗ stes Pfund vermehret. . Ich hab, wie ein verstocktes Kind, den Vater, ach! verlassen, und bin gerennet wild und blind, auf meiner Bosheit Gassen! ich habe meine Pflicht und Schuld ihm leider! nicht erzeiget; noch fuͤr die vaͤterliche Huld mich nach Gebuͤhr geneiget. 6. Ich habe meinem besten Freund die Freundschaft aufgesa⸗ get, und ihn, wie tren ers auch ge⸗ meynt von mir hinweg gejaget! Ich habe mich zum Feind gewendt, und hin zum Selaven worden, zum Feind/ der mich doch hat behend guf ewig woll'n ermorden. 7. Ich habe meinen Braͤuti⸗ gam, der mich Ge auserkohren, mein's Hertzens⸗Schatz, das GOt; tes Lamm, elendiglich verlohren! ich hab des Schoͤnsten Angesicht, des Liebsten Kuß verschertzet! dich Himmels⸗Sonn undLebens⸗Licht, verlohren, ach! das schmertzet. 3.0O tausend Weh! o todteLust! wie hast du mich vornichtst! O Ei⸗ telkeit! o Sünden⸗Wust! wie bin ich zugerichtet: Du, du, o Suͤnd! o Seelen⸗Tod! hast mich mir selbst genommen! durch dich bin ich um Vater, GOtt, HErrn, Freund und Braͤut'gam kommen. 9. Ach! ist auch irgend eine Pein, die meiner gleich zu schaͤtenm kan auch ein eintzigs Uebel seyn, das neben mein's zu setzen? Gott ist fuͤr mich aus blosser Huld am Creutzes⸗Stamm gestorben: Und ich hab mich aus eigner Schuld, doch wiederum verdorben! 10. Wem soll ich nun mein Hen⸗ tzeleid und grossen Jammer kla⸗ gen? Wem ol ich meine Traurig⸗ keit und ewgen Schaden sagen Ich bin mir selbst mein Seelen. Gift, mein Tod und Feind gewe⸗ sen Nich hab mir selbst, was mich jetzt trift, das Uebel auserlesen. 11. O ew'ge Guͤt! o grosser Gott! zu dir wend ich mich wie der: Dir klag ich meines Hertzend⸗ Noth/ fur dir werf ich mich niedet dir rüf ich zu, dich schrey ich an um Ablaß meiner Suͤnden; Du bis allein, der helfen kan, und mich vom Tod entbinden.— 12. Es ist mir leid, was ich ge⸗ than, und was ich mißgehandelt: Es reut mich, daß ich auf der Bahn der Suͤnden bin gewandelt. Ach! daß ich doch mein Angesicht von dir je abgewendet, und durch der Ereaturen Lust, so suͤndlich mich gehlendet. 13. Es ist mir leid, ich bin nicht werth dein Antlitz iu erblicken zich bin nicht werth, daß mich die Erd und ihre Fruͤcht erguicken; sedoch vergib, schrey ich zu dir, vergib/x grosse Guͤte, vergib, vergib, vergib es mir, o gnaͤdiges Gemüthe. 14. Du bist ja huldreich, gut und mild, barmhertzig und gelln⸗ de; Du wirst ja deiner Goltheit Bild nicht lassen in der Sünde. Wer wih dich lohon in dem Paag Wer in de Opfer brit eingen Di Iy. So gehn, und chen, wer stehn, und en? Die für dir, u Gar nicht denthier, d 16. Sch gen Sohn, traͤget: SuͤndenL leget: Se tzes Stam: gen, und gam, so li zahlet! V und Sinn, mahlet: 2 bin nun Ke hohren; e stes Wini Ohren. 18. Hin mehr aus d ich werde durch alle wil dich li mein Leib Lobe willi gufgeben. Ps.I30,I.“ 34.N˙. 8 us tief HErre sen; dein mir, und Denn so di Süͤnd und kan, HErr 2. Bey Gnad unde geben: Es umsonst, at sůr dir Nii Wust! wie hast mich mkommen. irgend eine zu schaͤtzem Uebel seyn, tzen? Gott er Huld am orben: Und ler Schuld, rben! in mein Her⸗ ammer kla⸗ ine Traurig aden sagen? jein Seelen⸗ Feind gewes st, was mich uUserlesen. o grosser ch mich wie⸗ ies Hertzens⸗ mich nieder ey ich an um n; Du b „ und mich was ich. ßgehandelt: uf der Bahn ndelt. Ach! igesicht von nd durch der ndlich mich ich bin nicht rblicken zich nich die Erd cken; sedoch dir/ vergib/ ergib, vergib müthe. ldreich, gut g und gelln⸗ ner Gottheit der Suͤnde. ndemPfuhli wer Du bit oder Bekehrung zu GOtt. Wer in demAbgrund preisen? Wer Opfer bringen deinem Stuhl, und ich eingen Dienst erweisen? durch dich 411. tt, HErrn, 15. So du wilst ins Gerichte gehn, und nach den Thaten spre⸗ chen, wer ist, der fuͤr dir wird be⸗ stehn, und sich dem Zorn entbre⸗ chen? Die Him mel sind nicht rein für dir, und deine Heilgen alle: Gar nicht der Mensch, das Suͤn⸗ denthier, der so geneigt zum Falle. 16. Schau an, schau deinen ein⸗ gen Sohn, der meine Schwachheit traͤget: Der meine Pein und Suͤnden⸗Lohn ihm selbst hat aufer⸗ leget: Schau, wie er an des Creu⸗ hes Stamm fuüͤr mich ist angeschla⸗ gen, und als ein treuer Braͤuti⸗ gam, so liebreich sich laͤst plagen. I7. Was wilt du mehr? die Suͤnd ist hin, die Schulden sind be⸗ zahlet! Veraͤndert ist mein Hertz und Sinn, sein Blut hat mich be⸗ mahlet: Ich bin nun Freund, ich hin nun Kind, ich bin nun neu ge⸗ hohren; es muset nun seins Gei⸗ 7 Wind in meines Hertzens hren.. 18. Hinfuͤhrv wer ich nimmer⸗ mehr aus deinendWegen sehreiten! ich werde deines Namens Ehr durch alle Welt ausbreiten: Ich wil dich lieben uͤber mich, ich wil mein Leib und Leben zu deinem Lobe williglich, so oft du wilt, gufgeben. ö Ys. I 30, 1. Aus der Tieffen ruse ich. 34. Ui. Err straf mich nicht. us tiefer Noth schrey ich zu dir, fen; dein gnaͤdig Ohr neig her zu mir, und meiner Bitt sie oͤfne: Denn so du wilt das sehen an, was Suͤnd und Unrecht ist gethan, wer kan, HErr, fuͤr dir bleiben? 2. Bey dir gilt nichts, denn Hnad und Gunst die Suͤnde zu ver⸗ Umsonst, auch in dem bestenLeben; sůr dir Niemand sich ruͤhmen kan, Agenn GOtt, erhoͤr mein Ruf⸗ S geben: Es ist doch unser Thun st es muß dich fuͤrchten jedermann, und deiner Gnade leben. 3. Darum auf GOtt wil hoffen ich/ 6ᷓl mein Verdienst nicht baut en, auf ihn mein Hertz soll„0 sich, und seiner Guͤte krauen, 396 ů mir zusagt sein werthes Wort, das ist mein Trost und treuer Hort, des wil ich allzeit harren. 4. Und ob es waͤhrt bis in die Nacht, und wieder an den Mor⸗ gen; doch soll mein Hertz an GOt⸗ tes Macht verzweiseln nicht noch sorgen. So thuIsrael rechter Art, der aus dem Geist gezeuget ward, und seines GOttes erharte. . Ob bey uns ist der Suͤnden viel, bey SOtt ist vielmehr Gnade, sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sey der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erloͤsen wird aus seinen Suͤnden allen. D. M. Luther. Jer. 3, 12. 13. Kehre wieder du. 35. mchey dir dn auber Hnt, Janck sey dir, du guter Hirt, D der du, da ich war verirrt, mich so treulich hast gesuchet. Denn als GOttes strenger Grim, mich den Sunder hat verfluchet, ruftest du mit sanfter Stimm: 2.· Kom, mein Lamm, ich habe dich je und je gantz inniglich als mein eigen Hertz Lasd die ich hab deine Schulden⸗Last, die dich bil⸗ lig itzt betruͤbet, selbst auf meinen Hals gefaßt. 3. Wie ein Nebel bald ver⸗ schwind't, so vertilg ich deine uͤnd, daß man ihre Spur nicht kennet, und des heissen Eifers Glut, so bis in die Hoͤlle brennet, loͤsch ich aus mit meinem Blut. 4. Was dich druͤcket, das ist mein, was ich habe, das ist dein: Nim nur fuͤr den Tod das Leben, ist der Vater doch versuͤhnt, wir ollt er nicht alles geben, was zu deiner Wohlfahrt dient? n⸗ Kehre, kehre wieder her, we * 2 de/ 3³⁴4 Von der wahren Busse, de dich zu meiner Lehr, laß dich nur das Boͤse reuen, klage deine Thorheit an, lerne um Vergebung schreyen dessen, was du hast ge⸗ than. 6. Bleibe ja nicht Ottes Feind, werde durch mich Kind und Freund: so wird dich die Macht der Hoͤllen, das Gesetz und das Gericht, auch der Satan selbst nicht faͤllen; glaube nur und wan⸗ eke nicht. 7. Aher gent daß forthin du den Fleisch⸗gesinnten Sinn, durch des Geilles Kraft must daͤmpfen, und ohn eigne Schmeicheley, mit den boͤsen Luͤsten kaͤmpsen, daß dein Hertz gantz werde neu. 8. Werd ich dann, nach meinem Brauch, dich zuweilen pruͤfen auch, um dich auserwaͤhlt zu ma⸗ chen, bleib getrost und halte aus, du wirst endlich froͤhlich lachen in des lieben Vaters Haus.— 9. Danck sey dir, du treuer Hirt, du hast mir das Hertz gerühtt, ich wil deine Lehren fassen, ich wil gantz dein eigen seyn, dir wil ich mich uͤberlassen: sey du mein, so bin ich dein. Roͤm. 2, 4. Weissest du nicht, daß. 536. M. Zersließ mein Geist in. Der alles füͤllt, vor dem die Tief⸗ fen zittern, wann nun sein Strahl im Donner angebraunt, vor dessen Stimm die Berge sich erschuͤttern, ja dessen Hand den immel⸗Kreiß umspannt: O Mensch! der wird von dir ent⸗ Frucht; daß dit die Suͤnden fal ehrt, wonn sich dein Hertz von ihm abkehrt, und in den Dingen sucht Belieben, die seinen guren Geist hetruͤben. . Du armer Wurm, du halb verfaulte Made! warum erhebst du dich so dumm und blind? weist du die Pflicht, und suͤndigest auf Gnade! o beßre dich, eh sich sein Grim entzuͤnd. Ist aber dein Verfall so groß, daß du auch bist st Laß dich nur erst nach Gnade bruͤm am Wissen bloß/so kom, und lerne recht betrachten, was dieses seze Den HErrn verachten. 3. Ists nicht genug, daß er dich hat getragen bisher, so lang du lagst im Suͤnden-Wust? daß er dich nicht u Boden hat geschla⸗ gen, und seinen Pfeil gejagt in dei⸗ ne Brust? Verachte GDEe Langmuth nicht, sie harret nur, ob Buß geschicht, und wenn du dich nicht wilt bequemen, wirst du ein End mit Schrecken nehmen. 4. Du bist ein Thon, GOtt aber ist dein Toͤpfer, so darf er ja mit dir thun, was er wil; Soll das Geschoͤpf dem unerschafnen Schoͤs yfer in seiner Ordnung setzen Maaß und Ziel? Drum wirf dich haldin Demuth hin, und untergib ihm deinen Sinn. Wenn du dich in den Staub legst nieder, so giebter dir den Segen wieder. den⸗Zuͤge vos langem her an deiß ner Seel gefucht: Daß nemlich einst dein stoltzer Muth erliege, und dein Gewissen bringe seine len ein, samt der verdienten Hoͤl len⸗Pein, und daß du dich, mit Reu und Schrecken, in JEsu Sei⸗ ten moͤgst verstecken. 6. Denn IEsus ist zum Gna⸗ den⸗Stuhl gesetzet,daß man in ihm Versoͤhnung finden kan. Wer GOttes Ehr mit Suͤnden hat ber. letzet,der trift an ihm den Suͤnden⸗ Büsser an. Nur daß der Glaub ohn Heucheley, mit Reu und Leid verbuünden sey. Dem Hoͤllen Raͤuber wird geraubet, wer also vest an JEsum glaubet. ö 7. Glaub, daß der Tod vor die! sem Lebens Fuͤrsten, samt Suͤnd und Fluch in dir ersterben muß: stig duͤrsten, so mirst du satt aus seinem Ueberfluß. Erbitte dit nuß diesen Gast, so nimt er von dir des ne Last. Wenn du ihm Lofle 0 — 8 +2 ö Das eben ists, was seine Ing all das D das Sein 8. Die an Gerie nichts al bothne Cichten, Thuns V reicht dir keit, Heil, verlangtf Ar Hertzens satz werde nie aus let daß d jeb und! aus Babe in ihm zu moͤg in dit tze in dich 10. Was geruͤstet,! fallen in se Will, der nunmehr Gerichts: tergehn, E stehn. E Erden ei diesem W unbeschrei die Suͤnd hist du do Strafe loi staͤrcket di kitterlich daͤmpfen, faͤmpfen. 12. We empor wil su Demutt se Lust sich mach, daß niederfaͤll sucht dich Jesu Arn oder Bekehrung zu GGtt. Dioses seh: daß er dich so lang du ist? daß er jat geschla⸗ Ejagt in dei⸗ O TTes rret nur, ob enn du dich wirst du ein hmen. GOtt aber f er ja mit 3 Soll das fnen Schoͤ⸗ setzen Maaß dich haldin itergib ihm du dich in so giebt er s seine Gng⸗ her an deiß aß nemlich uth erliege, Hringe seine Suͤnden fal ienten Hoͤh u dich, mit JEsu Sei⸗ zum Gna⸗ man in ihm kan. Wer iden hat ber⸗ den Suͤnden⸗ 6der Glaub deu und Leid em Hoͤllen et, wer also Het. Tod/ vor diez samt Suͤnd terben muß: Gnade bruͤn du satt aus rbitte dir nin r von dir del ihm voffeih hm f all das Deine, so setzt er dir vor all das Seine. 8. Die Mahlzeit ist gar ungleich an Gerichten: Du giebst ihm nichts als Ungerechtigkeit, ver— bothne Greul und unerlaubtes Tichten, der Worte Gift, des Thuns Verdorbenheit. Er aber reicht dir Manna her, Gerechtig⸗ keit, Heil, Krast und Ehr: Ja, er herlangt sich selbst zu geben, wie er ist Wahrheit, Licht und Leben. 9. Er fordert nur, daß deines Hertzens Hertze vom boͤsen Vor⸗ satz werde ausgeleert, und daß du nie aus Suͤnden machest Scher⸗ let daß dit, was ihm beliebt, sey jeb und werth. Er wil, du sollt aus Babel gehn, von nun an nur in ihm zu stehn, daß er sein Werck moͤg in dir treiben, und sein Gese⸗ ze in dich schreiben. 10. Was sich in dir hat gegen ihn geruͤstet, muß nun mit Schanden fallen in sein Nichts: Der Eigen⸗ Will, der sich so sehr gebruͤstet/ soll nunmehr fuͤhln die Flamme des Gerichts: Die Eigenheit muß un⸗ tergehn, Gelassenheit muß aufer⸗ stehn. Es muß die Liebe dieser Erden ein Opfer seiner Liebe werden. 3* 2— 11. Die Seligkeit, die du auf diesem Wege erlangen wirst, ist unbeschreiblich groß: Und wenn die Suͤnd auch wuͤrde in dir rege, bist du doch schon vom Fluch und Strafe los: Ja, JEsu Allmacht staͤrcket dich, daß du wirst koͤnnen kitterlich die 9 wider 5f in dir daͤmpfen, und wider boͤse Luͤste kaͤmpfen.— 12. Wenn Hochmuth sich in dir empor wil schwingen, so setze JE⸗ su Demuth an die Stell: Wil boͤ⸗ se Lust sich in den Willen dringen, mach, daß sie JESu Keuschheit niederfaͤl Wenn Ehr⸗und Geld⸗ sucht dich ficht an, versuch, was Jesu Armuth kan. Winst du Ver⸗ leugnung bey ihm lernen, wird Eigen⸗Lieb sich bald entfernen. 13. So kanst du dann mit Pau⸗ lo freudig sagen: Ich lebe nicht, denn Christus lebt in mir. Kein Feind wird seyn, den du nicht koͤn⸗ test schlagen, dieweil der Held, dein JEsus, ist mit dir. So oft sich regt ein neuer Krieg, gebiehrt sich dir ein neuer Sieg. Wen sollten diese Seligkeiten nicht von der Welt zu JEsu leiten? 14. Laß alfd dich in dein Gewis⸗ sen fuͤhren, o Guͤnden⸗Knecht! und kehre eilend um: Was laͤst du dich den bliuden Wahn regieren, der schwartzes weiß, und schlechtes nennet krͤmm? Erwache bald aus deinem Schlaf, entgehe schnell der Hoͤllen Straf, die stuͤndlich mehret ihre Stuffen, so lang du dir umsonst laͤßst ruffen. I. Wer aber b in seines JIEsu Armen, und an der Brust des Seelen⸗Braͤutgams ruht, mag immer wohl in seiner Lieb erwar⸗ men, bis ihn durchfeure durch und durch die Glut, so wird das Gold von Schlacken rein, und Tugend schmeltzet sich hinein, daraus wird ein Gefaͤß der Ehren, das keine Flamme kan versehren. Lue. 19, 41. 42. JEsus sahe die. 537. Mel. Allein zu dir 3Err J. u weinest fuͤr Jerusalem, HErr JEsu, heisse Zaͤhren, zum Zeugniß, dir sey angenehm, wennSůnder sich belehren. Wenn ich vor dir mit Buß erschein, und uͤber meine Suͤnde wein, abwaͤ⸗ schest du aus lauter Gnad, all 01 so mich bisher geguaͤlet hat. ö 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt von wegen meiner Suͤn⸗ de, zu deinen Thraͤnen ich mich wend, da ich Erquickung finde. Für GOtt sind sie so hochgeschatzt, wer seine Suͤnd hiemit benetzt, den blickt GOtt an mit Guͤtigkeit, * 3 — 326 Von der wahren Busse, zu jederzeit, und sein betruͤbtes Hertz erfreut. 3. Hie muß ich noch im Thraͤ⸗ nen⸗Haus aus grosser Angst oft weinen, der Welt aushalten man⸗ chen Strauß; sie martert stets die Deinen. Auf allen Seiten wo sie kan, faͤngt sie mit mir zu hadern an. Dis troͤstet mich zu aller Frist, HErr JEsu Christ, in Noth du auch gewesen bist. 4. Ja alle meine Seufjierlein und Thraͤnen sind gezaͤhlet, und vb fie gleich unzaͤhlbar seyn, den⸗ noch dir keine fehlet, so oft fuͤr dir sie regen sich, so oft sie auch bewe⸗ gen dich, daß du dich mein erbar⸗ men must, wie dir bewust, denn du mir allzeit Huͤlfe thust. 5. Wer jetzund saͤet Thraͤ nen aus, halt in Geduld GOtt stil⸗ le, wird froͤlich seyn in deinem Haus und erndten reiche Fuͤlle, ja solche Fuͤlle, die kein Mann mit einer Zung aussyrechen kan, und ie da bleibt in Ewigkeit: Mein Creutz und Leid wird werden lau⸗ ter Froͤhlichkeit. 6. Fuͤr diese Thraͤnen danck ich dir, daß du die Freuden⸗Crone, HErr Christ, dadurch erworben mir, bey dir im Himmels⸗Thro⸗ ne: Wenn du mich holen wirst einmal hinauf in deinen Freuden⸗ Saal, dann will ich recht lobsüngen dir, o hoͤchste Zier! fuͤr deine Thraͤ⸗ nen fuͤr und fur. J. Heermann. Ps. 71, 1. Gott, sey mir gnaͤdig. 538. In eihener Melodey. Eitain dich mein, o HErre GoOtt, nach deiner grossn Barmhertzigkeit, wasch ab, mach rein mein Missethat, ich erkenn mein Suͤnd, und ist mir leid: Al⸗ lein ich dir gesuͤndget hab, das ist wider mich stetiglich, das Bos für dir mag nicht bestahn, du bleibst gerecht, ob man urtheilet dich. 2. Sieh, HErr, in Suͤndn bin ich gebohrn, in Suͤnd'n empfing mich mein Mutter, die Wahrheit liebst, thust offenbarn dein'r Weit heit heimliche Guͤter; Bespreng mich, HErr, mit Vsopo, rein werd ich, so du waschest mich, weisser denn Schnee, mein G' hoͤr wird froh, all mein Gebein wird freuen sich. 3. HErr, sieh nicht an die Suͤnde mein, thu ab all Ungerechtigkeit, und mach in mir das Hertze rein, ein'n neuen Geist in mir bereit, verwirf mich nicht von dein m An⸗ gesicht, dein'n Heilgen Geist wend nicht von mir, die Freud deins Heils, HErr, zu mir richt, der willge Geist enthalt mich dir. 4. Die Gottlos'n wil ich deine Weg, die Suͤnder auch darzu leh⸗ ren, daß sie vom boͤsen falschen Steg, zu dir durch dich sich beleh⸗ ren. Beschirm mich, HEgng, meins Heils ein GOtt, fuͤr dem Urtheil durchs Blut bedeut. Mein 5000 verkuͤnd dein rechts Gebot, schaff, daß mein Mund dein Lod ausbreit. 3. Kein leiblich Opfer von mit heischst, ich haͤtt din das auch gege⸗ ben: So nim nun den zerknirscht ten Geist, betruͤbts und traurigs Hertz darneben, verschmaͤh nicht, Gott, das Opfer miein, thu wohl nach deiner Guͤtigkeit dem Beig Zion, da Christen seyn, die vpfern dir Gerechtigkeit. Erh. Hegenwald. Matth. x/. Selig find, die da Leid 539. Mel. JEsu, meine Freude. Her du Angst im Hertzen, und ö empfindest Schmertzen, wes gen deiner Suͤnd? O sey wohl zu frieden, denn du bist hienieden worden GOttes Kind. Gode betruͤbt das, was er liebt, was GOTT wil zur Rechten stellen, fuͤhrt er vor zur Hoͤllen. 2. Wer sich selbst wird richten, den wird GOtt mit nichten brin⸗ gen ins Gericht; GOtt hat drum das Leben seines Sohns gegebi in den L von ewge hleibsn, n 3.60 Wunder fuͤhrt, dr unsern 2 wird geß bey uns Zaͤnner rden. 4. Wil deine Suͤ Schaue! was du k fuͤr, GOt traͤgt unst den, daß wir frey ewger Pe sucht zul nicht lasse 6. Der wird hier ner Suͤn dessen, de sein Kind dein Thu anfangen 7. GOt uns stets uns nicht allen viel dem Lebet des Hoͤch Seiner nicht abt 8. Die uns wohl Christ, we mals wir und frißt laß uns u noch von Ps. 139,7 vor dei ich hin oder Berehrung zu Gort. 32⁷ Hein'r Weiz Bespreng o/ rein werd lich, weisser hoͤr wird wird freuen die Suͤnde rechtigkeit, Hertze rein, mir bereit, dein m An⸗ Geist wend Freud deins rscht, der lich dir. zil ich deine h darzu leh⸗ sen falschen h sich beleh „HEglg, t, fuͤr idem deut. Mein chts Gebot, ud dein 1o fer von mit s auch gegn n zerknirsch ud trauris zmaͤh nicht, n, thu wohl t dem Berg , die opfern zegenwald. „die da Leid ine Freude. hertzen, und mertzen, we⸗ ö 16 wohl zu hienieden d. Goddd liebt, was hten stellen, n. N vird richten, lichten brin⸗ tt hat drum hus gegebel O ————.— in den Tod, daß nicht ich und du, von ewger Ruh sollen abgesondert bleiben/ wenn wir ihm nur glaͤuben 3. GOttes heilge Pflege sind die Wunder⸗Wege, darauf er uns fuͤhrt, drauf wir muͤssen kaͤmpfen, unsern Willen daͤmpfen, kis da wird gespuͤhrt, daß die Buß haͤlt bey uns Fuß, und wir Glaubens⸗ den. werden, hie auf dieser rden. 4. Wilt du Gnade finden, suche deine Suͤnden forthin nicht in dir: Schaue JEsum tragen das, um was du klagen sort wilt fuͤr und fuͤr, GOtt der schlaͤgt den, welcher traͤgt unsrer Suͤnden schwere Buͤr⸗ den, daß wir Kinder würden. 5. Macht der Suͤnden Menge dir die Welt zu enge, GOttes Gnad ist groß. Hier in diesem Leben GOtt uns wil vergeben, daß wir frey und los moͤgen seyn von ewger Pein. Wer die Suͤnd hie sucht zu hassen, den wird GOTT nicht lassen. x 6. Der, den Gott nicht liebet, wird hier nicht betruͤbet wegen sei⸗ ner Suͤnd, alldieweil er bleibet dessen, der ihn treibet, Satanas sein Kind. Schaue nun, wie ist dein Thun? Wirst du wahre Buß anfangen, sollt du Gnad erlangen. 7. GOttes Lieb und Treue bleibt uns stets hier neue; GOtt wirft uns nicht weg, ob wir gleich vor allen viel und sehr gefallen, auf dem Lebens⸗Steg. Hat stets Acht des Hoͤchsten Wacht auf uns: Seiner Liebe Brennen laͤst uns nicht abtrennen. 8. Dieser Liebe Bronnen lehr uns wohl erkennen, o HErr JEsu Christ, wann in unsern Zagen, oft⸗ mals wir beklagen, was uns nagt und frißt: JEsu, du, o einge Ruh, laß uns nicht von dir abscheiden, noch von deinen Freuden. ö Ps. 139,7. S. Wo soll ich hingehen vor deinem Geist? Und wo soll ich hinfliehen vor deinem ꝛce. 54⁰0. M. Ach was sind wir ohne. Err ich habe mißgebandelt, ja mich druͤckt der Suͤnden⸗Last, ich bin nicht den Weg gewandelt, den du mir gezeiget hast, und jetzt wolt ich gern aus Schrecken, mich fuͤr deinen Zorn verstecken. 2. Doch wie koͤnt ich dir entflie⸗ hen? Du wirst allenthalben seyn: Wolt ich uͤber See gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein; haͤtt ich Fluͤgel gleich den Winden, gleichwol wuͤrdest du mich finden. 3. Drum ich muß es nur beken⸗ nen: HErr, ich habe mi darf mich nicht dein Kin nennen, ach nim mich zu Gnaden an! laß die Menge meiner Suͤn⸗ den deinen Zorn nicht gar ent⸗ zuͤnden. ö 4. Koͤnt ein Mensch den Sand gleich zaͤhlen an dem weiten Mit⸗ tel/ Meer: Dennoch wuͤrd es ihm wol fehlen, daß er meiner Suͤn⸗ den⸗Heer, daß er alle mein Gebre⸗ chen sollte wissen auszusprechen. 5. Wein, ach wein jetzt um die Wette meiner beyden Augenbach! o daß ich gnug Zaͤhren hatte zu be⸗ trauren meine Schmaeh/ v daß aus den Thraͤnen⸗Brunnen, kaͤm ein starcker Strom gerunnen. 6. Ach! daß doch die strenge Fluthen ndofeangenm mein Gesicht, und die Augen moͤchten bluten, weil mir Wasser sonst ge⸗ bricht! ach daß sie wie Meeres⸗ Wellen moͤchten in die Hoͤhe schwellen! 435 7. Aber Christe, deine Beulen, kan meine Wunden heilen, loͤschen meiner Sünden Glut, drum wil ich mein Angst zu stillen, mich in deine Wunden huͤllen. 8. Dir wil ich die Last aufbin⸗ den, wirf sie in die tieffe See, wa⸗ sche mich von meinen Suͤnden, mache mich so weiß als Schnee, laß dein'n guten Geist mich trei⸗ X 4 ben, Dan Aund mehy ia ein eintzigs Troͤpflein Blut, das 328 von der wahren Busse/ ben, eintzig stets bey dir zu blei⸗ ben. Joh. Franck. Ps. 6, 4. F. Meine Seel ist sohr. 5I. M. Foiget mir ruft uns das Err/ nicht schicke deine Rache uͤber meine boͤse Gache, ob sie wol durch Uebelthat grossen Zorn verdienet hat. Freylich muß ich es bekenuen, Ursach hast du sehr zu brennen: Doch du wollest jetzt al⸗ Lein Vater, und nicht Richter seyn. 2. Schicke lieber, omir Armen, für den Eifer dein Erbarmen, hei⸗ le mich, denn ich vorhin schwach und lagerhaftig bin, siehe, wie ich ab sey kommen, wie mir alle Kraft benommen, mache, HErr, es ja nicht lang, Marck und Bein ist sterbe; kranck. 3. Fuͤr der Sorgen, Pein und Schmertzen, ist kein Hertz in mei⸗ mem Hertzen; mein Gemuthe, Das dich liebt, ist bis in den Tod betruͤbt. Mein Trost, kanst du noch verweilen? Hat es keine Noth zu eilen? macht denn deine Guͤte sich schwaͤcher, als der Kum⸗ mer mich? 4. Kehre wieder, wiederkehre, eh ich mich in Anast verzehre, reiche deine Hand, o GOtt, meiner See⸗ Ien in der Noth. Zwar du moͤch⸗ test sie wol hassen, weil sie selber dich verlassen: Doch betrachte dis dabey, was dein Heil und Guͤte sey. 29. . Menschen, die nicht mehr im Leben, die deu Geist schon aufgege⸗ ben, wissen nichts von Schuld und Pflicht und gedencken deiner nicht: Denn wer kan dir Ehr er⸗ weisen, wer vermag dich wol zu yreisen, wann er schon liegt ausge⸗ streckt, und im tieffen Grabe steckt: 6. Meine muͤden Seufzer sagen, was der Mund nicht weiß zu kla⸗ gen; durch mein Weinen alle Nacht wird mein Lager naß ge⸗ macht. Meiner Augen heisse Zaͤh⸗ ren, die mir Ruh und Schlaf be⸗ schweren, quellen als ein Wasser⸗ wuh. daß mein Lager schwemmen muß. 7. Von der Pein, die ich empfun⸗ den, sind die Kraͤfte fast verschwun⸗ den. Suͤnden Noth macht die Gestalt mir vor meinen Jahren alt, denn ich muß von allen Sei⸗ ten mit dem losen Hauffen strei⸗ ten, der mir anthut Schmach und Spott, und mich auaͤlt bis auf den Tod. . Nun ihr Uebelthaͤter ziehet, ihr Tyrannen, auf! und fliehet, geht ihr Volck der Eitelkeit hin, woher ihr kommen seyd: Denn der HErr sieht, wenn ich weine, daß ich dis mit Treuen meyne, meine Thraͤnen fliesfen hin in sein Hertz, und beugen ihn. 9. Er, der HErr, hat schon mein Flehen mit Genaden angesehen, mein Gemuͤthe, das mich regt, hat ihm seines auch bewegt; Alsobald ich ihn gebeten, ihm vor Augen bin getreten, hat auch seine Guͤte sich ausgebreitet uͤber mich. 10. Fur der gantzen Welt auf Erden sollen die nun schamroth werden, zittern auch fuͤrGOtt und mir, die mich hassen für und suͤr, weichen muͤssen sie zuruͤcke, yloͤz lich und im Augenblicke, un sehen auch dabey, daß der HErr mein Heiland sey. J. Kruͤger. Spr. Sal. 28, 13. Wer seine Miss. yar. M. O ᷓEsu Christ du hoͤch. H schaue meines Hertzens den, und bin dir zwar darum ver⸗ hast, doch laß mich Gnade finden, ich hele meine Suͤnde nicht, weil dein erschrecklich Zorn⸗Gericht auch das Verborgne strafet. 2. Die Adams Suͤud mich kla⸗ get an, ich bin in Suͤnd empfan⸗ gen, so daß ich nichts als Boͤses kan, drum stehet mein Verlangen zu dir, HErr JIEsu, wasche mich von meinen Suͤnden gnaͤdiglich mit deinem theuren Blute. och Last, ich stecke gantz in Suͤ⸗ 3 Bede zu allen g bey dir di du wilt S um so gi mich vor mein G A4. Se Sorgene ge, laß m und selbst ich nicht zweifle, u ohn Glat V. Di nicht, da wann nu und seine nicht*. gewaltig sich uͤber 6. Dr Gnaden Leben, b ben Soh ben, ut CThat, H Rath un 7. Si ger an, schen/ bl zur Bat loschen, doch ab bens⸗K. und de schwemmen ich empfun ⸗ verschwun⸗ macht die ten Jahren mallen Sei⸗ auffen strei⸗ hmach und ꝛaͤlt bis auf aͤter ziehet, Ind fliehet, itelkeit hin, yd: Denn ich weine, uen meyne, hin in sein . t schon mein angesehen, ich regt, hat t; Alsobald vor Augen seine Guͤte mich. n Welt auf schamroth ir GOtt und ür und fuͤr, ruͤcke, ylotz⸗ e/ unhydoch 6der HErt J. Kruͤger. seine Miss. ist du hoͤch. es Hertzens ntz in Suͤn⸗ darum ver⸗ nade finden, nicht, weil rn⸗Gericht rafet. ud mich kla⸗ ind empfan⸗ 6 als Boͤses Verlangen wasche mich gnaͤdiglich Blute. 3. Bt/ oder Bekehrung zu Sott. 229 Bedencke die Ohnmaͤchtigleit zu allen guten Wercken, es steht bey dir die Stund und Zeit, wenn du wilt Schwachheit staͤrcken, dar⸗ um so gib mir deinen Geist, der mich von Suͤnden zu dir reißt, mein GOtt, und mich aufrichte. . Schließ mich des Vaters Sorgen ein, und richte meine We⸗ ge/ laß mich in deiner Gnade seyn, und selbst das Gut erwege, hilf das ich nicht nach Judas Rath ver⸗ zweifle, und in Miffethat verstockt ohn Glauben sterbe. F. Die Suͤnd ist so gewaltig nicht, daß sie Gnad uͤbersteiget, wann nur ein Hertz hat Zuversicht und seine Buß bezeiget, GOtt wil nicht eines Sunders Tod, er hilst gewaltig aus der Noth, und freut sich uͤber Busse. 6. Drum kom ich HErr zum Gnaden⸗Thron bereue That und Leben, beruf mich auf dein'm lie⸗ ben Sohn, den du zum Heil gege⸗ ben, und seufze wegen meiner Chat, HErr JEsu, gib doch guten Rath und rette meine Seele. v. Sieh mich, wie deinen Juͤn⸗ ger an, such den verlohrnen Gro⸗ schen/ bring dein verirrtes Schaaf zur Bahn, und laß nicht seyn ver⸗ loschen, was zwar nicht breunt, doch aber glimmt, durch Glau⸗ bens⸗Kraft dein Wort vernimmt und deinen Saum anrühret. 8. Nim mich verlohrnen Sohn doch an, wisch ab des Petri Thraͤ⸗ nen, vergib,(was David hat ge— than, merck auf Manasses Seh⸗ nen: Ich Suͤnder schlag an mei⸗ ne Brust, dir JEsu ist alls wohl bewust, GOtt sey mir Suͤnder gaadig. ö 9. Leb ich mein GOtt, so leb ich dir, ich lebe dir zu sterben, du bist mein Vater fuͤr und fuͤr, und laͤst mich nicht verderben, dir sey es alles heimgestellt, mach alles, wie es dir gefaͤllt nach deines Vaters Willen. Ps. 6,2. 3. Ach HErr, straf mich. 543. M. Aus tiefer Noth schrey. Err, straf mich nicht in dei⸗ nem Zorn, das bitt ich dich von Hertzen, ich bin sonst gantz und gar verlohrn, mit dir ist nicht zu schertzen: Ach zuͤcht'g mich nicht in deinem Grimm, weil ich so voll Betrübniß bin, und leide grosse Schmertzen. 2. Sey gnaͤdig mir, denn ich bid schwach, von Hertzen sehr erschro⸗ cken, kein Ruh hab ich bey Tag und Nacht, das Marck im Bein vertrocknet, mein Seel auch sehr betruͤbet ist, daß du, o HErr, so lange bist, auf den ich stets thu hoffen. 3. Ach wende dich, du lieber HErr, errette meine Seele! uch mir durch deine Guͤt und Ehr, i thu mich dir befehlen. Im Tod gedenckt man deiner nicht, in der Hoͤll'n dir kein Danck geschicht, darinn ist nichts, denn Quaͤlen. 4. Von Seufzen ich sehr muͤde bin, mein Bette thu ich schwem⸗ men, betruͤbt ist mir Hertz, Muth und Sinn, nach dir thu ich mich sehnen, die gantze Nacht das Lager mein mit Thraͤnen muß genetzet seyn, das wollst du, HERR, er⸗ kennen. 5. Von Trauren abgenommen hat mein' G'stalt, und ist veraltet, ich werd geaͤngstet fruͤh und spat, Das Hertz im Leib erkaltet. Ach HErr! erhoͤr das Weinen mein, mein Flehn laß nicht vergeblich seyn, im Glauben mich erhalte. 6. Ihr Uebelthaͤter weicht von mir, der HBErr erhoͤrt mein Flehen: Mein Feind zu schanden werden schier; Mein G'bet zu Gott ge⸗ schehen, wird nicht vergeblich seyn fuͤrwahr, das ist gewiß und offenbar, deß thu ich mich ver— sehen. Lndw. Oeler. 5 2 Cor⸗ 2—— 330 Von der wahren Busse, 2 Cor. 7, 10. Die goͤttliche Traur. 54⁴. M. Wer nur den lieben G. Ich armer Mensch, ich armer Suͤnder, steh hier vor GOttes Angesicht. Ach GOtt! achOtt! versahr gelinder, und geh nicht mit mir ins Gericht. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein Erbarmer uͤber mich. ö 2. Wie ist mir doch so hertzlich bange von wegen meiner grossen Suͤnd: Ach daß ich von dir Gnad erlange, ich armes und verlohrnes Kind. Erbarme dich, erbarme ꝛe. 3. Ach hoͤre doch mein seuftend Schreyen, du allerliebstes Vater⸗ Hertz, wollst alle Suͤnden mir ver⸗ zeihen, und lindern meines Her⸗ tzens Schmertz. Erbarme dich, ꝛc. 4. Wie lang soll ich vergeblich klagen, hoͤrst du denn nicht, hoͤrst du denn nicht? Wie kanst du das Geschrey vertragen? Hoͤr, was der arme Suͤnder spricht: Erbar⸗ me dich, erbarme dich, GOtt ꝛe. 5. Wahr ist es, uͤbel steht der Schade, den niemand heilet ausser du: Ach! aber, ach! Genade, Genade, ich lasse dir nicht eher Ruh. Erbarme dich, erbarme ꝛe. 6. Nicht, wie ich hab verschul⸗ det, lohne, und handle nicht nach meiner Suͤnd. O treuer Vater, schone, schone, und nim mich wie⸗ der an zum Kind. Erbarme ꝛc. 7. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben; sprich, daß der arme Suͤnder hoͤr: Geh hin, die Suͤnd ist dir vergeben; nur suͤndige hin⸗ fort nicht mehr. Erbarme ꝛc. 8. Ich zweifle nicht, ich bin er⸗ hoͤret; erhoͤret bin ich Zweifels frey, weil sich der Trost im Hertzen mehret. Drum wil ich enden mein Geschrey: Ich lobe dich, ich lobe dich, GOtt mein Erbarmer uͤber mich. Christ. Titius. Luc. 15,21. Vater, ich habe gesuͤnd. 545. M. Durch Adams Fall ist. Ich armer Suͤnder kom zu dir, kenne dir mit Schmertzen die Suͤn⸗ den all, und jeden Fall, wie ich ihn hab begangen, von Jugend auf mit grossem Hauf, darinn ich bin gefangen. ö 2. Die Suͤnden sind, die ich ge⸗ than, unmoͤglich zu erzaͤhlen; Doch ich sie auch nicht bergen kan, weil sie mich immer quaͤlen. Dein liebster Sohn hat mich davon durch seinen Tod entbunden, den⸗ noch hab ich jetzt lassen mich den Satan neu verwunden. 3. So ist auch mein Undanck⸗ barkeit sehr groß bis auf die Stun⸗ de, ich habe dir zu keiner Zeit ge⸗ danckt von Hertzen Grunde, sür deine Treu, die taͤglich neu, sur deine Lieb und. Güte, die ich an mir gar reichlich spür, und stett trag im Gemuͤthe. 4. Fuͤrnemlich hast du mit Ge⸗ und mir nicht, wie ich schuldt, bald zornig abgelohnet: nichts gespart nach deiner Art, bis ich zu dir bin kommen. 5. Mit deinem Wort hast du gar oft an mein Hertz angeschla⸗ gen, durch deinen Geist mir zuge⸗ ruft, den Himmel angetragen, hast in der That mich fruͤh und spat zur Busse oft bewogen, auch mit Truͤbsal, Angst, Noth und Quaal zu dir hinauf gezogen. 6. Dennoch, daß ich nicht leug⸗ nen kan, wenn du gleich angeklo⸗ pfet, hab ich dir niemals aufge⸗ than, die Ohren zugestopfet, mit Unbedacht dis gantz veracht't, den Ruͤcken zugekehret; doch hast du mich so gnaͤdiglich geduldet, nicht verzehret. 7. Du koͤntest oft mit gutem Recht das Leben mir verkuͤrtzen, und mich, als einen boͤsen Knecht, hinab zur Hoͤllen stuͤrtzen, der ich mit demuͤthigem Hertzen, o ohn duld viel Jahr bisher verschonet, wol ver⸗ Hast fort und fort/o hoͤchster Hort, dich meiner angenommen, hast Gtt! der gnãdig fůr und für/ de. ohn Sche Suͤnden! giebst du: mich nick 8. Wel Pengen ringen; mich kr Bein du len⸗Pein be sie ver werth, da traͤgt und mich nen schaffen; Element ben⸗ so r en⸗Mac kennen, u than, so! O thut rer Angesich mich b— — 2 deine F denn la — — 2 — 2 — 2 15.— oder Bekehrung zu SOtt. und fuͤr, he⸗ zen die Suͤn⸗ wie ich ihn Jugend auf lrinn ich bin d/ die ich ge⸗ u erzaͤhlen; bergen kan, naͤlen. Dein nich davon unden, den⸗ en mich den n. in Undanck⸗ uf die Stun⸗ ner Zeit ge⸗ zrunde, fuͤr ch neu, suͤr die ich an und stets du mit Ge⸗ verschonet/ h wol ver— bgelohnet: chster Hort, men, hast ier Art, bis rt hast du angeschla— mir zuge⸗ ngetragen, srüh und gen, auch Noth und ogen. nicht leug⸗ h angeklo⸗ ils aufge⸗ opfet, mit acht't, den ch hast du ldet, nicht —— tit gutem erkuͤrtzen, n Knecht, u, der ich ohn ohn Scheu, ohn Leid und Reu, in Suͤnden mich verweilet; dennoch giebst du mir Raum und Ruh, hast mich nicht uͤbereilet. ů 8. Wenn diß mein Hertz bey sich bedenckt, moͤcht es in Stuͤcken springen; die grosse Sicherheit mich kraͤnckt, thut Marck und Bein durchdringen. Kein Hoͤl⸗ len Pein so groß mag seyn, ich ha⸗ be sie verschuldet: Ich bin nicht werth/ daß mich die Erd ernaͤhret, traͤgt und duldet. 9. Ich bin nicht werth, daß man mich nennt ein Werck von dir ge⸗ schaffen; werth bin ich, daß all Element zur Strafe mich hinraf⸗ ben⸗ so weit hats bracht der Suͤu⸗ en⸗Macht! ich muß es frey be⸗ lennen, wo du siehst an, was ich ge⸗ than, so muß ich ewig brennen. 10. O Vater der Barmhertzig⸗ keit! dir falle ich zu Fusse, verwirf nicht den, der zu dir schreyt, und thut rechtschafsne Busse. Dein Angesicht mit Gnaden richt auf mich betruͤbten Suͤnder. Gib mir ein'n Blick, der mich erquick, so wird mein Angst bald minder. 11. Eroͤfne mir dein freundlich Hertz, die Quellen wahrer Liebe, vergib die Suͤnd, heil meinen Schmertz, hilf, daß ich mich stets üͤbe in dem, was dir gefaͤllt an mir, und alles Boͤse meide, bis ich zur Schaar der Engel fahr, hinauf in deine Freude. Uoder: da nichts, denn lauter Freude.]) Joh. Heermann. Ap. Gesch. 26, 18. Aufzuthun ihre. 546. M. Aus tiefer Roth schrey. (Ich wil von meiner Missethat —— zum HErren mich bekehren: Du wollest selbst mir Huͤlf und Rath hiezu, o GOtt, bescheren, und deines guten Geistes Kraft, der neue Hertzen in uns schaft, aus Gnaden mir gewaͤhren. 2. Natuͤrlich kan ein Mensch doch nicht sein Elend selbst empfin⸗ den, er ist ohn deines Geistes Licht blind, taub und tod in Suͤnden, verkehrt ist Will, Verstand und Thun, des grossen Jammers kom mich nun, o Vater, zu entbinden. 3. Klopf durch Erkaͤnntniß bey mir an, und fuͤhr mir wohl zu Sin⸗ nen, was Boͤses ich vor dir gethan, du kanst mein Hertz gewinnen, daß ich, aus Kummer und Be⸗ schwer, laß uͤber meine Wangen her viel heisse Thraͤnen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich gewandt den Reichthum deiner Gnaden, mein Leben dauck ich dei⸗ ner Hand, die hat mich uͤberladen, mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brodt; Du machst, daß mir noch keine Noth bis hieher koͤnnen schaden. ů ö. 5. Hast auch in Christo mich er⸗ waͤhlt, tief aus der HoͤllenFluthen, daß niemals mir es hat gefehlt an irgend einem Guten, und, daß ich ja dein Eigen sey, hast du mich auch aus grosser Treu, gestaͤupt mit Vater⸗Ruthen. ö 6. Wer giebt den Kindern, was du mir gegehen, zu geniessen Schenck aber ich Gehorsam dir? das zeiget mein Gewissen, mein Hertz, in welchem nichts gesund, das tausend Sünden⸗Wuͤrme wund bis auf den Tod gebissen. 7. Die Thorhert meiner jungen Jahr, und alle schnoͤde Sachen, verklagen mich zu offenbar: Was soll ich Armer machen? Sie stel⸗ len, HErr, mir vors Gesicht dein unertraͤglich Zorn⸗Gericht, und deiner Hoͤllen⸗Rachen. 8. Ich hege meiner Greuel⸗ Quaal, und schaͤm sie zu bokennen: Es ist ihr weder Maaß noch Zahl, ich weiß sie nicht zu nennen, und ist ihr keiner doch so klein, um wel— ches willen nicht allein ich ewig muͤste brennen. 9. Bisher hab ich in Sicherheit fein uubesorgt geschlafen, gesagt: Es hat noch lange Zeit, GE Td yflegt 33²2 Von der wahren Busse, yflegt nicht bald zu strafen, er faͤh⸗ ret nicht mit unsrer Schuld so streuge sort, es hat Geduld der Hrr mit seinen Schaafen. 10. Dis alles jetzt zugleich er⸗ wacht, mein Hertz wil mir zer⸗ springen, ich sehe deines Donners Macht, dein Feuer auf mich drin⸗ gen: Du regest wider mich zugleich des Satans und der Hoͤllen⸗Reich, die wollen mich verschlingen. II. Die mich verfolgt, die gros⸗ se Noth, faͤhrt schuell ohn Zaum undZůgel. Wo flieh ich hin? du Morgenroth, ertheil mir deine Fluͤgel; Verbirg mich wo, du fer⸗ nes Meer, stuͤrtzt hoch herab, fallt auf mich her, ihr Klippen, Thuͤrm und Huͤgel. I. Ach! nur um sonst, und koͤnt ich auch bis in den Himmel stei⸗ gen, und wieder in der Hoͤllen⸗ Bauch mnich zu verkriechen neigen. Dein Auge dringt durch alles sich, du wirst da meine Schand, und mich der lichten Sonnen zeigen. 13. HErr JEsu, nim mich zu dir ein, ich flieh in deine Wunden, Zwang, den du mir wollst verlei⸗ hen, daß der von aller Suͤnden⸗ List, und dem, was dir zuwider ist, helf ewig mich befreyen. 2— Joh. Angelus. Luc. 15, 18. 19. Ich wil mich ꝛc. /. M. Christus der uns selig. Liebster Vater, ich dein Kind, kom zu dir geeilet, weil ich son⸗ sten niemand find, der mich Ar⸗ men heilet. Meine Wunden sind sehr groß, groß sind meine Suͤn⸗ den, mach mich von denselben los, laß mich Gnade finden. 2. schlecht, und hast Vater⸗Sitten; Ey so hab ich Kinder⸗Recht, und darf kuͤhnlich bitten: Denn den Kindern steht es frey, Vaͤter anzu⸗ flehen, Vater, deine Vaters⸗Tre laß mich Armen sehen. ö 3. Liebster Vater, wilst du dich Vater lassen nennen? Ey so must du lassen mich Vater Sinn erken⸗ nen: Denn das waͤre viel zu schlecht, blossen Namen fuͤhren, und nicht thun nach Vaterorecht/ 7 was sich wil gebuhren. die du, o Heiland, wegen niein, am Creutze hast empfunden, als unser aller Sünden⸗Muͤh, dir, o du GOttes Lamm, ward hie zu tragen aufgebunden. 4. Nun so nim dich meiner an, Buß und Thraͤnen⸗Bahn laß dich doch bewegen. Meine Suͤnden bringen Schmertz, die ich hab be⸗ 14. Wasch mich durch deinen Codes⸗Schweiß und Purpur⸗ro⸗ thes Leiden, und laß mich sauber seyn und weiß, durch deiner Un⸗ schuld Seiden. Von wegen dei⸗ ner Creutzes⸗Last, erquick, was du zermalmet hast, mit deines Tro⸗ stes Freuden. 8.— 15. So angethan wil ich mich hin vor deinen Vater machen, ich weiß, er lencket seinen Sinn, und schaffet Rath mir Schwachen, er weiß was Fleisches Lust und Welt, und Satan uns fuͤr Netze stellt, die uns zu stuͤrtzen wachen. ö 16. Wie werd ich mich mein Lebenlang fuͤr solcher Strase scheu⸗ gangen: Ach! du liebstes Vater⸗ Hertz, laß mich Gnad' erlangen. . Hast du doch in deinem Wort Gnade mir versprochen: Laß mich an der Gnaden⸗Pfort nicht vergeb⸗ lich vochen. Laß der matten Seuf⸗ jer Staͤrck durch die Wolcken drin⸗ gen, und von deinem Himmels⸗ Berg mir Genade bringen. bis dů mir gewaͤhret Gnade, die ich von dir hab inniglich begehret: nicht; ich hange wie die Klett am Kleid, bis ich Gnad von dir erlange. 7. Du bist Gott und heisses en, durch deines guten Geistes gut, Fuͤhrst du vaͤterlich Ge wie die Vaͤter pflegen; meine 6. Ich laß doch nicht eher ab, Segne mich, ich lasse dich eher gut, weil leich wie Kinder. laß mich a sen, laß Brauch d 8. Ach! was ich nach der e gewandel verseuck, ach dersel seyn vers⸗ 9. Kla an, und n der schwe zur Rach cke mitG Aschen, 1 Schuld h Guͤtigkt rechtigk F. Vo hinfort, Zeit gel — oder Bekehrung zu Gtt. * 23³³ ollst verleñ⸗ er Sunden⸗ zuwider ist n. Angelus. wil mich ꝛc. runs selig. dein Kind, weil ich son⸗ mich Ar⸗ zunden sind leine Suͤn⸗ uselben los, erlich Ge⸗ er⸗Sitten; Recht, und Denn den aͤter anzu⸗ aters⸗Treu ilst du dich Ey so must zinn erken⸗ re viel zu en fuͤhren, atersrecht, meiner an, n; meine n laß dich Suͤnden ich hab be⸗ tes Vater⸗ rlangen. nem Wort Laß mich cht vergeb⸗ tten Seuf⸗ lcken drin⸗ Himmels⸗ jen. teher ab, znade, die begehret: dich eher die Klett d von dir d heissest gut, au, und wil mich verdammen, wil bbt,/ und sehr gefuͤndigt wider dich, 1 ..— gut, weil du Gutthat uͤbest und leich wie ein Vater thut, deine Kunder liebest. Dieser Gutthat laß mich auch, Vater⸗Hertz, genies⸗ sen, laß auf mich nach deinem Brauch deine Gnade fliessen. 8. Ach verzeih mir! ach vergib was ich mißgehandelt, weil ich nach der Suͤnden⸗Trieb oftermals gewandelt. Meine Suͤnden ich versenck, HErr in deine Wunden, ach derselben nicht gedenck/ laß sie seyn verschwunden. 9. Klagt mich mein Gewissen der schwartze Hoͤllen⸗Mann dich zur Rach anflammen. En so den⸗ cke mit Geduld, daß ich Staub und Aschen, und das mich von meiner Schuld hab dein Blut gewaschen. Christ. Tirius. 2Sam. 12,13. Ich habe gesuͤndiget 548. M. Nun last uns den Leib. O frommer und getreuerOtt, haͤ ich hab gebroͤchen dein Ge⸗ das ist mir leid und reuet mich. 2. Weil aber du, o gnaͤdger Gott, nicht hast Gefalln an mei⸗ nem Tod, und ist dein hertzliches Begehru, daß ich mich soll zu dir Veehen. 3. Auf dis Wott, lieber Vater from, ich armer Sunder zu bir kom, und bitt dich durch den bit⸗ tern Tod und heilige fuͤnf Wun⸗ den roth ö 4. Deins lieben Sohnes JEsu Christ, der mir zu gut Mensch worden ist, laß deine Gnad und Guͤtigkeit mehr gelten, denn Ge⸗ 454— 27 F. Verschon, o HErr, laß deine Huld zudecken alle meine Schuld, werd ich arm verlohrnes Kind edig und los all meiner Suͤnd. 6. Ich wil, oHErr, nach deinem Wort, mich bessern, leben fromm hinfort, damit ich muüg nach dieser Zeit gelangen zu der Seligkeit. Ps. 51, 5 6. Ich erkenne meine. 549. M. Wenn meinStuͤndiein. IEsu Christ, du hoͤchstes Gut, du Brunnquell aller Gnaden, sieh doch wie ich in mei⸗ nem Muth mit Suͤnden bin hes laden, und in mir hab der Pfeils viel, die im Gewissen ohne Ziel, mich armen Suͤnder druͤcken. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nim sie von meinem Hertzen, dieweil du sie gebuͤsset hast am Holtz mit Todes Schmertzen, auf daß ich nicht fuͤr grossem Weh in meinem Elend untergeh, noch ewiglich verzage. 3. Fuͤrwahr, wenn wir das koͤm⸗ met ein, was ich mein Tag began⸗ gen, so faͤllt mir auf mein Hertz ein Stein, und bin mit Furcht umfan⸗ gen, ja ich weiß weder aus noch ein, und muͤste gantz verlohren seyn, wenn ich dein Wort nicht tte.=in 4. Aber dein heilsam Wort das macht mit seinem suͤssen Singen, daß mir das Hertze wieder lacht, und fast beginnt zů springen; die⸗ weil es alle Gnad verheist denen, so mit zerknirschtem Geist iu dir/ o JEsu, kommen. 5. Dieweil ich denn in meinem Sinn, wie ich mnvor geklaget, auch ein betruͤbter Sunder bin, den sein Gewissen naget, und gerne moͤcht im Blute dein von Suͤnden losgesprochen seyn, wie David und Manasse.. 6. Also kom ich nun auch allhit in meiner Angst geschritten, und thu dich mit gebeugtem Knie von gantzem Hertzen bitten: wus uch mirs doch genaͤdiglich, was i mein Tage wider dich auf Erden hab begangen. mirs doch um deinesNamens vis len, und thu in mir das ahwere Joch der Uebertretune tillen, daß Barth. Ringwald. sich mein Hertz dasrieden geb, 0 ie 7. O HErr mein Gott, vergil, 334 Von der wahren Busse, dir hinfort zu Ehren leb, in kindli⸗ chem Gehorsam. 98. 8. Staͤrck mich mit deinem Freuden⸗Geist, heil mich in deinen Wunden, wasch mich mit deinem Todes⸗Schweiß in meiner letzten Stunden, und nim mich einst, wan dirs gefaͤllt, im rechten Glauben aus der Welt, zu deinen Auser⸗ waͤhlten. 9. Auf daß ich in der ewgen Freud, mit Singn und Jubiliren, reis ewig deine Herrlichkeit, mit Sdrinau und Triumphiren. Er⸗ hoͤr mein Bitt nach deinemWort, nim auf dein Kind, getreuer Hort, JEsu Christe, Amen. Baͤrth. Ringwald. Ap. Gesch. y/31. GOtt hat JEsum . Mel. Was mein GSGtt wil. O IJEsu, meine Zuversicht, — mein Heiland und mein Le⸗ ben, verstoß mich armen Suͤnder nicht, fuͤr den du dich gegeben. Gedencke an dein Blut und Tod, und an dein schmertzlich sterben, ach! hilf mir von der Sünden⸗ Aen und schrecklichem Verder⸗ en. . Du weist ja selbst, was vor ein Wust, und wie viel tausend Süͤnden von der verderbten Adams Lust sich in mir armren fin⸗ den. Da reget sich die Eigenheit, Hoffart und Wollust⸗Liebe, ver⸗ kehrter Will und Eitelkeit, und an⸗ dre Suͤnden⸗Triebe. 3. Des Salans Reieh tobt selbst in mir, und schwaͤcht der Seelen Kraͤste, das Fleisch verhindert fuͤr und fuͤr die goͤttlichen Geschaͤfte. Mein Ohr ist taub, die Zunge stumm, mein Auge kan nicht se hen, Verstand und Urtheil sind zu dumm, das Gute zu verstehen. 4. Ja, HErr, wie kan ich armer doch den Jammer meiner Seelen das Elend in dem Suͤnden⸗Joch, und alle Noth erzuͤhlen? Ich ken⸗ ne mich ja selber nicht, und habe von dem allen fast kein Erkaͤnnt⸗ niß und kein Licht: so tief bin ich gefallen. ö J. O treuer GOtt was fang ich an, bey so verderbtem Wesen 7 In denn nichts, daß mir helfen kan? Wie soll ich doch genesen? Thn Busse, russt du mir zwar zu, und glaube meinem Worte; so oͤfnet sich zu deiner Ruh, die rechte Gna⸗ den⸗Pforte. 6. Allein, wo ist in mir die Krast, dis beydes auszufuͤhren? wo nicht dein Geist, der alles schaft, mein Hertze selbst wil ruͤhren, so bleibt es todt; vermag gar nicht in Bußt se zu zerrinnen, noch wenger kan es Zuversicht, zu deiner Huld ga⸗ winnen. 75 7. Drum stehe du mir selbsten bey, du Abgrund aller Gnadent und mach mein armes Hertze freͤ von diesem Todes⸗Schaden. Ach HErr! verleih, daß ich durch dich mich selbsten recht verstehe, und in das Elend, welches mich verder bet, tief einsehe. 8. Zerschmeltze du mein hartes Hertz, das es wie Wachs zerfliesse, und in wahrhafter Reu und Schmertz die Thranen⸗Fluth ver⸗ giesse. Ach! mach es durch den Glauben vein, und gib gerechte Wercke ja kehre du selbst bey mir ein, omeiner Seelen⸗Sturcke. 9.Zerstoͤhr in mir das Hollen⸗ Reich, schlag Sataus Schild in Stucken, und laß ihn uͤber deinen Zeug sein Schwerdt nicht ferner zuͤcken: Ertoͤdt und zaͤhm das boͤse Fleisch samt dessen Lust⸗Begier⸗ den; mach aber mich recht rein und keusch und voller Glaubens⸗ Zierden. ö 10. Zerbrich die schnoͤde Eigen⸗ heit und meinen boͤsen Willen, und laß mich, was dein Wort gebeut, durch deinen Geist erfuͤllen, eroͤfne Ohren und den Mund, gib deines Worts Verstaͤndniß, und thu mir ö deine Eabg rr Selbst⸗Erk 11. Gib Brust, das laß mich d getreu und in Demut und San schmuͤck m heiligem 2 12.92 ne Kraft k 13. 00 Sohn, ged Wahrheit ne Wercke. in mir seyn Namen de Seelen e Amen. a Petri 3, . W. 2 Suͤn dun tet! Ich Ruh, meir tet; Ich GOtt, o w Noth! we 2.Es ist der ich nick instre waͤ ieß mich v Satan leit lebloses sti un meine oder Bekehrung zu Schtt. 339 n Erkaͤnnt⸗ tief bin ich as fangi Vesen! 0 elfen kan? esen? Thn ar zu, und so ofnet echte Gna⸗ dieKrast, wo nicht haft, mein „ so bleibt cht in Buß Henger kan r Huld ge⸗ ir selbsten Gnadenl Hertze fre den. A durch dich stehe, und ich verder⸗ ein hartes zerfliesse, Reu und Fluth ver⸗ durch den bgerechte st bey mir rcke. 3 Hoͤllen⸗ Schild in ber deinen cht ferner n das boͤse st⸗Begier⸗ recht rein Hlaubens⸗ de Eigen⸗ zillen, und rt gebeut/ en, eroͤfne gib deines d thu mir deine — 0 O ret! Ich finde weder Rast noch deine Wahrheid kund, zu deiner Selbst⸗Erkaͤnntniß 11. Gib deine Furcht in meine Brust, das Gute auszuuͤben, und laß mich dich mit Hertzens⸗Lust, getreu und ewig lieben; Laß mich in Demuth, Maͤßigkeit, Geduld und Sanftmuth prangen, und schmuͤck mein Hertze allezeit mit heiligem Verlangen. 12.O Vater! hilf: denn mei⸗ ne Kraft kan dieses nicht erzwin⸗ en, du aber bist, der in uns schaft as Wollen und Vollbringen. Ach! staͤrcke mich, o treuer GOtt, durch deine Macht in Gnaden, daß Suͤnde, Welt und Hoͤllen⸗ Rott mir niemals koͤnnen schaden. 13. O JEsu, theurer Gottes Sohn, gedencke an mich Armen, du bist der einge Gnaden⸗Thron, ach! goͤnn mir dein Erbarmen: und weil ich gantz erstorben bin, das Gute zu vollführen; so wo du selbst mein Hertz und Sinn durch deinen Geist regieren. 14. O Heilger Geist, mein Trost und Hort, du Geist voll Rraft und Staͤrcke, fuͤhr hanin deiner Wahrheit fort, schaff in mir dei⸗ ne Wercke. Laß deinen Frieden in mir seyn, und schreib den neuen Namen den niemand kennt, der Seelen ein, um JEsu willen, men. ö 2 Petri 3, 9. GOtt hat Geduld mit 55½1. M. Aus tiefer Noth schrey. Suͤnde! Suͤnde! wie hast du mich armes Kind verfuͤh⸗ Ruh/ mein Hertz sich selbst verlie⸗ tet; Ich hab erzuͤrnet meinen Gott/ o weh der Angst! o weh der Noth! wo soll ich Armer bleihen? 2.Es ist wol keine Bosheit nicht, der ich nicht nachgehangen; Das instre waͤhlt ich fuͤr das Licht, und jeß mich von der Schlangen, dem Satan leiten, und vergaß, als ein sebloses stinckend Aaß, des HEr⸗ un meines Gottes. 3 Ich fuͤhlte oftmals GOttes Trieb, von Lastern dcher Utos Dennoch ich immer frecher auf Suͤnden Wegen gehen, ver⸗ ließ mich auf Barmhertzigkeit, und brauchte weidlich dieser Zeit, und meines Fleisches⸗Luͤsten. 4. Nun mein Gewissen in mir wacht, und mich so hart anklaget; Seh ich, und erstlich recht be⸗ tracht, wie gottlos ichs gewaget. Nun seh ichs mit Erstarren an, daß keiner mir jetzt helfen kan, der mich zuvor verleitet. g. Ich werde auch im Hoͤllschen Feuer ein Brandholtz muͤssen wer⸗ den; Denn meiner Suͤnden Un⸗ geheur schreyt wider mich auf Er⸗ den: Ach arme Seel! ach armer Geist! Ach armer Leib! wer nun entreist uns aus der Hoͤllen⸗ Quaalen? 6. Ich darf wol meiner Augen⸗ llst Licht kaum zu dem Himmel wen⸗ den; und habe auch das Hertze nicht, Gebet hinauf zu senden: So hab ich meinen GOtt ver⸗ acht' t, und mich unwuͤrdig selbst gemacht, ach weh! mir armen Suͤnder. 36. 7. Denn Gott, der mich so sehr geliebt, und tausend Gunst erzeis⸗ get, hab ich Verfluchter hart be⸗ trübt: Sollt er noch seyn genei⸗ get der Creatur, die so, wie ich⸗ muthwillig und gantz freventlich unzaͤhlbar ihn verletzeen 8. Ach ja! ich weiß, daß seine Guͤt erbarmens⸗volle Blicke auf ein geaͤngstetes Gemuͤth von sei nem Himmel schicke. Ich weiß, daß er niemals verstoͤßt, der mit dem rothen Blut erloͤst des Hei⸗ lands JEsu Christi. 9. Den groͤsten Suͤndern ruft er zu, daß sie in IEsu Wunden ver⸗ langte Gnad und Himmels⸗Ruh duͤrch Reu und Leid gefunden; Komt, spricht er, alle, die ihr seyd beladen, her? Hier ist bereit, der eure Schulden trage. 10. lieb 33⁵ Von der wahren Busse, 10. Deß troͤst ich mich, und gehe sort zu JEsu meinem Retter, ach JEsu, sey am Himmels⸗Ort mein gnaͤdiger Vertreter! Gedenck, daß ich dein Schaͤflein bin, das sich verlohrn, darum dein Sinn und Hertz so boch betruͤbet. II, HErr JEsu! such und fin⸗ de mich, der ich so lang verlohren; Es hat dein Vater ja drum dich von Ewigkeit erkohren, zu seyn der armen Suͤnder Heil; Ach HErr mein Hort! auch zu mir eil, eh ich sterb und verderbe. 12. Ich glaͤub in meinem Jam⸗ mer⸗Leid, du werdest mich nicht lassen, und mir dein heilges Pur⸗ pur⸗Kleid, auch geben zu umfassen: So werd ich Nackter seyn verhuͤllt, und deines Vaters Zorn gestillt, der mich sonst wird aufreiben. 13. O JEsu, JEsu! mein ge⸗ denck um deiner Marter Willen, und mir der Suͤnden Ablaß chenck; nnd hilf mir zu erfüllen infort, was du an deinem Kuecht erforderst in dem heilgen Recht, durch deines Geistes Beystand. 14. So sag ich allen Suͤnden ab in deiner Kraft, ind werbe getren dir seyn, bis in das Grab ich geh, und in die Erde, und dermaleinst durch dich allein ein Bürger in dem Himmel seyn. Das hilf mir oHErr IEsu! Ap. Gesch. 17, 30.31. Nun gebeut. 552. N. Amwasser⸗Fluͤssen Bad. wüͤster Suͤnder! denckst du nicht, was dein verruchtes keben, an jenem grossen Welt⸗Ge⸗ richt, fuͤr Lohn dir werde geben? Gedenckst du nicht in deinem Muth, an GOttes Zorn und seine Ruth, damit er grimmig draͤuet den Sůndern, die ini tollem Sinn, elebet und von Anbeginn vor ihm sich nicht gescheuet. 2. Vergissest du der Hoͤllen⸗ Glut, darinn die Teufel wohnen, und deiner mit viel Grauß und Wuth/gar nicht wird kaͤnstig schy⸗ ö nen? Von Ewigkeit brennt schon das Feur, darinn dein Leib, das Ungeheur, der Auffenthalt der Suͤnden, die armeSeel, der freche Geist, der nun so mancher Lust ge neust, ihr Ach und finden. 19. 3. Erbarm dich selbsten uͤber dich, und deine arme Seele! dah mit sie nicht so grausamlich in j nem Feur sich quaͤle! Gedencke doch, du Sünden⸗Knecht: Daß GOtt allwissend und gerecht, und deine Laster zaͤhle: Auf! auflen muntre dich mit Fleiß, die Suͤm den⸗Netze bald zerreiß, du arm verwirrte Seele! 4. Gib gute Nacht derEitelkeit, und ihrem wuͤsten Wesen: Vergiß der vorgen Suͤnden⸗Zeit, und su⸗ che dein Genesen, in wahrer Buh ohn Heucheley, ohn Falschheit und ohn Truͤgerey, nach GOttes hes ger Lehre: Eroͤfne deiner Thri⸗ nen⸗Bach, ruf uͤber deine Suͤnde Ach! und ernstlich dieh bekehre. . Noch ist die heilge Himmelh⸗ Thůr fuͤr deine Busse offen: Egist noch heute auch fuͤr dich was Gutz von Gott zu hoffen. Auf! dich zur rechten Reu anschick, versaͤh ne nicht den Gnaden⸗Blick; Noch scheint dir deine Sonne: So wind auf deiner Thraͤuen⸗Guß, erfolgen GOttes Gnaden⸗Fluß, und kuͤns tig ewge Wonne. ö 6. Sprich zu den Suͤnden insheo mein, die dich so tief vergiftet: Komt bey mir nur nicht wiedet ein: Ich hah ein Haus gestistet für GOT in meines Hertzens Saal, entweicht und fliehet allzů⸗ mal, ihr schaͤndliche Verraͤther! Es fliehet meine arme Seel, in der Felßloͤcher tieffe Hoͤhl bey JEs, dem Vertretet. . Ach JEsu! süsses Gnaden Heil! Du Vater deiner Kinder! —.8 Weh! wird kom: Ac du grossi Mann! Ich wei seyn in Schrein, Arien. Und wie sich auch steh ich el oͤsne mir laß mich auch dur mich so, d sterbe al Philem. dich un 53. M Se dein Dier sam, faul GoOttZeb en/ Thöne Sehnen. 2. Ich olerweic mich, ich b duͤrren G und erregt in Versuc 3. Mein macht mi auch die Pfeile nac cherley 2 mlich zu er In stecken. 4. Ach wie ich w. sch doch kr den; B dich im E laxfl.essen. Ach JEsu! zum Erbarmen ei J.Mein fůr mich hetruͤbten Pülder Ich vol was e hin: rennt schoß n Leib, das enthalt der el, der freche icher Lust ge⸗ Weh! wird Absten uͤber Seele! da⸗ mlich in jen Gedencke necht: Daß gerecht, und uf! auflen⸗ ß, die Suͤn⸗ iß, du arm derEitelkeit, sen: Vergiß geit, und sun wahrer Buß deiner Thrs eine Suͤnde h bekehre. ge Himmell⸗ offen: Esis ch was Gutz Auf! dich hick, versuu Blick; Noch ne: So wird zuß, erfol 5, und kuͤns. uͤnden insge ef vergiftet: nicht wieder 3. Herzeld es Hertzen fliehet allzu⸗ Verraͤther! Seel, in det blbey JEslh, ses Gnaden alschheitu). 5Ottes heil iner Kinder! rbarmen eil zunder. Ich kom: oder Bekehrung zu Gott. 3³⁰⁷ kom: Ach komme! nim mich an, du grosser Gnad⸗ und Wunder⸗ Maun! Ich bitte um Erbarmen: 2 weiß, daß noch wird uͤbrig seyn in deinem suͤssen Hertzens⸗ Schrein, ein Trost ⸗Blick fuͤr mich Arnien.* 2—— 8. HErr JEsu, Meer der Gu⸗ tigkeit! Laß deine Gnade fliessen; Und wie ein Strohm in dieser Zeit sich auch auf mich ergiessen. Hie steh ich elend, blind und bloß; Er⸗ oͤfne mir der Liebe Schooß, und laß mich Gnade finden: Fuͤhr auch durch deinen guten Geist mich so, daß i sterbe alen Suͤnden. Philem. v. 10. fort allermeist ab⸗ Joh. Lassenius. 11. So ermahne ich dich um meines Sohnes willen. Straf mich nicht in. Seele. ö Siebe, ich gefallner Knecht vol⸗ Ier Blut und Schlaͤge, ich, dein Diener, bin wol recht lang⸗ sam, faul, und traͤge: Ach mein GottZebaoth! hoͤr/ wein Schrey⸗ eu/ Thoͤnen, und mein aͤngstlichs Sehnen. 2. Ich bin kalt, entzuͤnde mich/ schl vlerweich mich harten! Spei/ mich, ich bin hungerig, feucht mich duͤrren Garten! Satan schlagt, und erregt sehr viel harte Wunden in Versuchungs Stunden. 3. MeinesFleisches Lust⸗Begier macht mir manche Schmertzen, auch die Weit die schiesset mir hfeile nach dem Hertzen: Man, cherley Menschen⸗Scheu sucht mlich zu erschrecken, und in Noth in stecken* 4. Ach koͤnt ich doch JEsu dich, wie ich wolte lieben: O! moͤcht ich doch kraͤftiglich solche Lied aus⸗ üden Düniielch wuͤnsche ich dich im Geist zů kuͤssen, in dir zu lerslessen. Wan Geist weit die Wouust Yul was es sex dich liehen; Doch das Fleicch ist Traͤgheit voll, wil die Herrschaft uͤben: Fleisch und Geist zieht und reist mich auf hey⸗ den Seiten, o da gilt es Streiten. 6. Ach! was mach ich Armer boch? Wer wird mich erretten? Wohin flieb ich endlich noch? Wer wird mich vertreten? HErr mein Heil, kom in Eil, brich des Flei⸗ sches Tuͤcke, die verstrickten Stricke. 4 7. JIEsus. Sieh' ich komme und erfüll, Seele, dein Verlangen, Ia ich kuͤsse dich, und wil dich mit Lieb umfangen: Fleisches⸗Noth, Welt und Tod, ja der Hollen⸗ Banden mache ich zu schanden. 8. Meinen Geist den schenck! dir, der das Fleisch bezwinge, au die Lieb, die dich zu mir zieh und kraftig dringe; Ich heil dich, dich wil ich reingen und entbinden,stae cken, kraͤftgen, gruͤnden. 9.½ Deiner Wunden tiefen Schmertz heilen meine Wundel deine Schlaͤge hat mein Hertz/ d zum Heil empfunden; Trag Ga⸗ duld, alle Schuld soll mein Blut bezwingen, soll mein Blut ver⸗ ing n. e 10. Dieseꝛ reine Purpurschweiß machet alles reine, was nicht rei⸗ ne, das wird weiß, durch dis Blut alleine: Die Natur, CExoatur und dis gantze Wesen soll dadur genesen.* II. Seele. O wie vein ist doch dein Blut, Abie meine Wonne! Schneeweiß ist ie Wunden⸗Fluth, heller denn die Sonne. Bantz und Dei dell und klar werden dore die Deinen durch dein Blut en⸗ scheinen. 9* 12. Danck sey dir, du GOttes: Lamm! daß du üͤberwunden, da an mir am CreugesStammi der Erlösung funden? Ich din bein, 3 dir allein wil ich mich ergeben. m. dir siegen, leben. Andw. Andr GSotter Luech 33⁸ Von der wahren Busse, Ezech. 33, 11. So wahr ich lebe. 57½4. M. Vater Unser im Himm. S wahr ich lebe, spricht dein SGott: Mir ist nicht lieb des Suͤnders Tod: Vielmehr ist das mein Wunsch und Will, daß er von Suͤnden halte still, von sei— ner Bosheit kehre sich, und lebe mit mir ewiglich. . Dis Wort bedenck, o Men⸗ schen Kind, verzweifle nicht in dei⸗ ner Sund; Hie findest du Trost, Heil und Gnad, die GOtt dir zu⸗ gesaget hat, und zwar durch einen theuren Eyd, o selig! dem sein Suͤnd ist leid. ů 3. Doch huͤte dich fuͤr Sicher⸗ heit, nicht denck: Es ist noch lan⸗ ge Zeit, ich wil erst froͤlich seyn auf Erd, und wann ich Lebens muͤde werd, alsdann wil ich bekehran mich, GOtt wird wol mein erbar⸗ men sich. 4. Wahr ists SOtt ist war stets bereit dem Suͤnder mit Barmher⸗ tzigkeit: Doch wer auf Gnade fündget hin, faͤhrt fort in seinem boͤsen Sinn, und seiner Seelen selbst nicht schont, der mird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget GStt, von wegen Ehristi Blut Und Tod, doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis Morgen leben Iund, Daß du must sterben ist dir und, verboͤrgen ist des Todes⸗ Stund. ö 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, eh Morgen zoͤmt, kans aͤn⸗ dern sich. Wer heut ist frisch ge⸗ und und roth, ist morgen kranck, ja wol gar todt, so du nun stirbest ohne Buß, dein Leib und Seel dort brennen muß.——— 7. Hilf, o HErr JIEsu hilf du mir, daß ich itzt komme bald zu dir, und Busse thu den Angenblick, eh mich der schnelle Tod hinruͤck, auf daß ich heut und jederzeit zu mei⸗ ner Heimfahrt sey bereit. Joh. Heermann. Ps.6/v. 8. Ich bin so muͤde von. . M. Mache dich meinGeist. (Etraf mich nicht in deinem lohrn, nach Verdienst nicht lehne, hat die Sünd dich entzuͤndt, losch ab in dem Kamme deines Grim⸗ mes Flamme. 2 2. HErr, wer denckt im Tode dein, wer danekt in der Hoͤlle, rette mich aus jener Pein, der verdam⸗ ten Stelle, daß ich dir fuͤr und sfür dort an jenem Tage, hoͤchster Gott, Lob sage. 14 3.Zeig mir deine Vaters⸗Hub, staͤrck mit Trost mich Schwachen, ach HErr! hab mit mir Gedulh, mein Gebeine krachen, heil die Seel mit dem Oel deiner grossen Gnaden, wend ab allen Schaden. 4. Ach! sieh mein Gebeine an, wie sie all erstarren, meine Selle gar nichtkan deiner Hulfe harren; Ich verschmacht; Tag und Nacht muß mein Lager fliessen von den Thraͤden⸗Guͤssen. von den schweren Plagen! meih Hertz ist der Seufzer satt, die nah Huͤlfe fragen: Wie so lang macht du bang meiner armen Seele i der Schwermuths⸗Hoͤhle. 6. Weicht ihr Feinde, weicht von mir, GOtt der hoͤrt mein Be⸗ ten. Nunmehr darf ich mit Be⸗ gier vor sein Antlitz treten; Taus sel weich, Hoͤlle fleuch, was mich vor gekraͤncket, hat mir GOR geschencket.** 7. Vater, dir sey ewig Preis hit und auch dort oben, wie auchChm ben, Heilger Geist, sey gepreis, hochgeruͤhmt, geehret, daß du mich erhoͤret. J. G. Albinus. Geb. Manasse v. 13.13. Ach HEu Zorn, grosser GOtt, versch⸗ ne, ach! laß mich nicht seyn ver⸗ 5. Ach ich bin so můd und mull sto gleicher Weis, der allzeit zuth nicht bitt wie es mi es schlaͤgt eitle Sün 6 verflu nade su 2. Haf bet mich mich nur croͤst ich JEsu Eri bring ich Hat dein und kan k 3. Sma me mich i Ceigen⸗ Wercke n doch die Vater, Gnade laͤ Wer kan 4. Glei ben, und Tod du hen, wo t aus bös breiten H be laffen ten Sun V. Su wieder, d Hirt, we der, Wi wird: S ein das daß es E dem wüf 6. HE gen, bin cher hin die Busse ich iu di und Gla komme armes Ki Geb. Ma 757. M. B Zion klagt mit Angst. siehest du dein Kind dem niq ater, achl laß Trost erscheinen ch! diet oder Bekehrung zu GSOtt. 37⁰ muͤde von. meinGeist. in deinem tt, verscho⸗ ht seyn ver⸗ nicht lohne, tzundt, loͤsch eines Grim⸗ kt im Tode Hoͤlle, rette der verdam⸗ fuͤr und füͤr e, hoͤchser zaters⸗Huld, Schwachen, mir Gedulh, en, heil die iner grossen en Schaden. Gebeine au, meine Seeke dͤlfe harrenz g und Nacht ssen von den ůd und mut lagen! mein satt, die nach olang machst nen Seele i oͤhle. inde, weicht oͤrt mein Be⸗ fich mit Bi⸗ reten; Teus ch, was mich mir GO wigPreis hit wie auchChm r allzeit zuhh sey geprei, ret, daß du G. Albinus. 13. Ach HEu gi mit Angst⸗ ost erscheinen, nKind denn U i nicht bitterlich mit Petro weinen? wie es mit Manasse spricht: Wie es schlaͤgt an seine Brust? Wie die eitie Sünden⸗Lust wird aus Reue 6 verfluͤchet? Wie es weinend nade suchet? 2. Hast du, Vater, nicht gelie⸗ bet mich vor aller Ewigkeit? So mich nun die Schuld betrubet, troͤst ich mich der Gnaden Zeit: JEsu Ereutz und Dornen Cron bring ich hier vor deinen Thron: Hat dein Sohn nicht das erlitten, und kan kraͤftig fuͤr mich bitten? 3. Zmar du hist gerecht/ ich schaͤ memich derungerechtigkeit, so ich Eeigen⸗Blaͤtter nehme, meiner Wercke nichtig Kleid: Deckt es doch die Blösse nicht. So du, Vater, vor Gericht, Recht für Gnade laͤssest gehen, wer ist rein? Wer kan bestehen? 4. Gleichwol sagst du zu das Le⸗ ben, und wilt nicht der Suͤnder Tod, du wilt schencken und verge⸗ hen, wo verlassen dein Gebot, wo aus bos verderbter Art, auf der breiten Hoͤllen⸗Fahrt, ich mich ha⸗ be lassen finden, in gantz ungebüß⸗ ten Sünden. v. Suche mich dein Schaͤflein wieder, du mein Gott und treuer Hirt, welches irrig auf und nie⸗ der, Woͤlfen sons zum Raube wird: Schließ in JEsu Wunden ein das verscheuchte Taͤubelein, daß es Satan nicht erwische in dem wüsten Welt⸗Gebusche. 6. Err, ich habe zwar verzo⸗ gen, bin nach Nolg Raben Art si⸗ cher hin und her geslogen, hab die Busse lang gesyart: Jetzt thu sch iu dir den Tritt, brishe Reu und Glaͤuben mit. HERR ich komme hoch beladen, nim dein armes Kind zu Gnaden. M. Beni. Praͤtorius. Geb. Manasse v. 5. C. Unertraͤglich V. M. O IEsuchrist du hoͤch. eh mir, daß ich so ost und viel, als waͤr ich gar verblen⸗ det, gesuͤndigt ohne Maaß und Ziel, von GOtt mich abgewendet, der mir doch nichts denn lauter Gnad und Wohlthat sters erwie⸗ sen hat in meinem gantzem Leben. 2. Weh mir! daß ich vor mei⸗ nem GOtt mein Hertz so vest ver⸗ schlossen, darinnen er mein Schutz in Noth zu seyn war unverdrossen L viel Greuel hab ich drein gebracht⸗ es stinckt itzt wie ein garstig Schacht, darin der Satan wohnet. 3. Mich uͤberzeuget Hertz und Sinn ich muß es frey bekennen, daß ich der groͤste Suͤnder bin, darf mich nicht anders nennenꝛ Doch wann ich dich, oGOtt, schau an, mit nichten ich verzweifeln kan, du kanst und willst mir helsen. 4. Groß ist zwar meine Misser that, die mich kisher besessen; Doch ist weit groͤsser deine Gnad/ niemand kan sie ermessen. So groß o grosser GOtt, du bist, so groß ist auch zu aller Frist bey dir die Gnad und Guͤce. ö . Die hast du keinem je versagt, weil diese Welt gestanden. Wer dir vertraut und nicht verzagt, wird nimmermehr zu Schanden. Ich bitt, ich flehich schrey, ich ruf, auf deine Gnad ich wart und hoff⸗ ach laß mich Gnade finden! õ. Ich bin das ungerathne Kind, das sich von dir gewendet, und mit dem frechen Welt /Gesind seinErb⸗ theil hat verschwendet: Dich als desLebens⸗Brodt ohnSchen hind⸗ an Ilen und wie die Saͤu mit Traͤbern sich gefüllet. . Ich habe dir oft widerstrebt, gefolget meinen Luͤsten, und den Begierden nachgelebt, die, was recht ist, verwuͤsten. Das hoͤchsie Gut hah ich veracht, auf dis, was eitlich ist, gedacht, und in der elt hoch praͤnget.* 8. Doch aber bitt ich dich, aus Guad wollst du nicht mehr geden⸗ cken, was ich geuͤbt für Frevel⸗ Shat, 34⁰ von der wahren Busse, oder Bekehrung zu GOtt. That, ins Meer wollst du sie sen⸗ cken. Die Suͤnd erlaß, die Straf abfuͤhr, ein neues Leben schaff in mir, um deines Sohnes willen. Joh. Seermann. Es. 45, 22. Wendet euch zn mir. 558. M. Auf meinen lieben Hort soll ich fliehen hin, weil ich beschweret hin mit vielen grossen Sünden: Wo soll ich Ret; tung finden? Wenn alle Welt herkaͤme, mein Angst sie nicht weg⸗ nehme. 2 2. 0 IEsu voller Gnad, auf dein Gebot und Rath komt mein detruͤbrwhemuthe zu deiner grossen Guͤte Laß du auf mein Gewissen ein Gnaden Troͤpflein fliessen. 3. Ich dein betrubtes Kind, weyff alle meine Sůnd, so viel ihr in mir stecken, und mich so heftig schrecken, in deine tieffe Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, die schoͤne rothe Fluth, wasch ab all meine Suͤnde, mit Trost mein Hertz verbinde, und ihr'r nicht mehr gedencke, ins Meer sie tief versencke.* 2 5. Du bist der, der mich troͤst, weil du mich hast erloͤst, was ich Hel ord. habe, hast du verscharrt im Grabe, da hast du es verschlos⸗ sen, da wirdo auch bleiben muͤssen. 6. Ist meine Bosheit groß, s) werd ich ihr doch los, wann ich dein Blut auffasse, und mich dar⸗ gauf verlasse. Wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald ver⸗ schwindet. 8 . Mir mangelt zwar sehr viel; doch was ich haben wil, ist alles mir zu Gute erlangt mit deinem Blute, damit ich uͤberwinde, Tod, Teufel, Hoͤll und Suͤnde. 8. Und wann des Satans Heer mir gantz entgegen waͤr, darf ich doch nicht verzagen, mit dir kan ich sie schlagen, dein Blut darfich nur zeigen, so muß ihr Trutz bald schweigen. 9. Dein Blut, der edle Saft, hat solche Staͤrck und Kraft, daß auch dein Blut alleine die gantze Well kan reine, ja gar aus Teufels Ru chen srey, los und ledig machen. 10. Darum allein auf dich, HErr Christ, verlaß ich mich, iht kan ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben: Denn du hast mirs erworben, da du fuͤr mich gestorben. ar. II. Fuͤhr auch mein Hertz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich moͤg alles meiden, was mich und dich kan scheiden, und ewig bleibe. J. Heermann. Vom wahren Glauben. Roöm. 1, 17. Im Evangelio wird. V. Y. In dich hab ich gehoffet 9 suf, auf, o Mensch Zeit zu suchen die Gerechtig⸗ keit, die Christus hat erworben, der durch sein Blut gemachet gut, was Satan hat verdorben. 2. Du warst des Schoͤpfers schoͤnstes Bild/ mit Lieb und Licht vou ihm erfuͤllt, als er dich erst for⸗ mirte; und seine Hand in solthem Stand dich, einer Braut gleich, zierte. V ensch! es ist nun 3. Doch sieh, wie durch der! Schlangen List, du bald darauf ge⸗ fallen bist aus diesem schoͤnen Or⸗ den, wie du gantz blind, und voller den. 4. Da liegst du nun in deinem Blut, getrennt von GOtt, dem huchsten Gut, und dessen Licht und Leben, der dir do fuͤr, das glaube mir, des Todes Lohn koͤnt geben. 5. Schau aber den im Glauben an, den GOtt gesetzt zum Helfers; Mann, XEsum, den Sehlangen⸗ ö Troter * ich an deinem Leibe ein Gliedmaß Suͤnd zum Scheusal bist gewort Dreter: de sich; der, 6. Geh hi und sprich Buß: HE den, denckr than, ach! 7. Brin knirschtes den⸗Quaal und mit Ve und den an nicht graue 8. Dis O nehm, und quem an Ch die seine T dich innig; 9. Dessel Blut, so er wird heilen ist der Saft dir giebet a 10, Drun es ist Zeit,e ligkeit, diee so kommestd und bleibest! Petri 1, 2. 460, M. O hristi B soll sey chste Fre nein Zierra kinen anderr 2. Dis K 41504d1 8 s nur so ho diß hohe Gi aten Muth 3. Ich wil dcht, sowol Nacht, daß Int inen atz. 4. Ein kle eut bringt it: Wann yth seyn, 1 uhneeweiß eu 5• Diß ist Ort. —— eit groß, so „wann ich mich dar⸗ zu dir nur bald ver/ y sehr viel; il, ist alles nit deinem inde, Tod, ide. Heer ir, darf ich nit dir kan lut darfich Trutz bald le Saft, hat t, daß auch antze Welt eufels Ra machen. auf dich, ch mich, iht dein Reich nn du has u fuͤr mich Hertz und ꝛeist dahin, eiden, was eiden, und Gliedmaß zeermann. ddaraufge⸗ schoͤnen Or⸗ „und voller bist gewor in deinem Ott, dem n Licht und das glaube ont geben. m Glauben um Helfers Schlaͤngen⸗ Troter: dir giebet alle Stunden. ligkeit, die Christus dir erworben; Vom wahren Slauben. 341 Sreter: der selbst fuͤr dich geopfert sich; der, der ist dein Erretter. 6. Geh hin und falle ihm zu Fuß, und sprich in wahrer Hertzens⸗ Buß: HErr, tilge meine Suͤn⸗ den, denck nicht daran, was ich ge⸗ than, ach! laß mich Gnade finden. 7. Bringst du ein recht zer⸗ knirschtes Hertz, das seiner Sün⸗ den⸗Quaal und Schmertz erfaͤhrt, und mit Vertrauen zu JEsu flieht, und den ansieht, so darf dir fort nicht grauen. 8. Dis Opfer ist GOTaͤnge⸗ nehm, und du bist also recht be⸗ guem an Christi theurenSchaͤtzen, Saft, der Friede, Freud und Leben GOait Doch, daß der alte Adams⸗ Sinn in Christi Sterben gehe hin. Ich freu mich dieses Kleinods hoch/ und kan es nicht begreiffen doch: Ich bin zu schwach in dem in die Hand. 7. O tauch mich doch mit Leib und Seel in deine ofne Wunden⸗ Hoͤl, HErr JEsu! daß vom Aus⸗ satz rein ich schnee⸗weiß moͤg ge⸗ waschen seyn.. . Tilg gaͤntzlich aus die suͤnd⸗ lich Lust aus meinem zarten Hertz und Brust; feg aus den Grundg verneu mich gautz, du edles Blut! die seine Treu dir schencket jrey, dich innig zu ergoͤzen. ö 9. Desseléen rein und theures Blut, sö er vergossen, dir zu gut, wird heilen deine Wunden; dis ist der Saft, der Heil und Kraft du Himmelsglantz! 9. Staͤrck meinen schwachen Glauben mir, du Balsaumt, edle Weinstocks⸗Zier! daß ich der Gna⸗ de maͤchtig werd, und frey von Suͤnd und Tods⸗Beschwerd. 10, Drum auf, o Mensch! denn s ist Zeit, geh, suche die Gerech⸗ so kommest du zum Fried und Ruh, und bleibest unverdorben. Petri 1, 2. Nach der Versehung. 460, M. Y JEsu Christ meins. hristi Bluͤt und Gerecht gkeit soll seyn mein Ruhm und soͤchste Freud, mein Schmuck, nein Zierrath, Preiß und Ehr: kin'n andern wil ich sonsten mehr. 2. Dis Kleinod acht ich mehr 11 Gold: Bleibt mir mrin JE⸗ s nur so hold, daß er mir scheuckt u hohe Gut; so hab ich allzeit gaten Muth. 3. Ich wil von Hertzen seyn be— hacht, sowol bey Dag als auch bey Nacht, daß ich dem rosinfarben Schatz in meiner Seele mache 4. Ein kleines Troͤpflein dieser eut bringt mir die ew'ge Selig⸗ lit: Wann meine Suͤnden blut= yth seyn, macht es mich doch hneeweiß und rein. 10. Nun, JEfu Christ! dein theures Blut, das staͤrck mich, schenck mir neuen Muth, Vorsatz und Nachdruck auch darbey; daß ich dein Temyel ewig sey! Jac. 2, 14. Was hiifts, lieben ꝛe. 561. M. Es spricht derUnweisen er falschen Christen Schaar gedenckt: Sollt ich vor Suͤnd erbeben? Ist Christus doch aus Creutz gehenckt; was darf ich Christlich leben? Er hat fuͤr mich ja gnug gethan; ich stifte, was ich wil und kan, GOtt muß es mir vergeben. ö 2. Die Welt ist solcher Christen voll, die stets beharrn in Suͤnden; da zwar der Glaube gelten soll, die Frucht doch nicht zu finden: Warum? er ist nur in demMund, allein des Hertzens rechter Grund laͤst seine Kraft verschwin⸗ n. 3. Es steht nicht, wie man faͤlsch⸗ lich meynt, der Glaub in unsern Haͤnden, daß man sich weigert, 5 2 5• Diß ist der edle Woinstocks und verneint zu guͤrten seine Len⸗ Y 3 den, * Verstand; der Glaube faßts nur 84² Vom wahren Glauben. den, GOtt anzuftehen in der Zekt, daß er uns aus Barmhertzigbeit den Glauben wolle senden. 4. Es ist nicht gnug, daß jemand lich ein Sünden⸗Kind erkennet, und bleibet gleichwol freventlich von Suͤnden ungetrennet. Denn ob es wol ein wahres Wort, daß Christus ist der Suͤnder Hort, und ihren Artzt sich nennet 5. So meynt er solche Suͤnder doch, die in der Zeit der Gnaden, mit Thraͤnen ihrer Suͤnden⸗Joch ihm auf die Schultern laden. Es heist zwar, komt, ich bin bereit, doch euch, die ihr gekraͤncket seyd, zu heilen euren Schaden. 6. Der Glaub ist keine Kuͤhn⸗ heit nicht, die ruchlos Wesen uͤbet, besondern ette Zuversicht, die Zucht und Demuth liebet; von Gott stets ihre Staͤrcke sucht, mit Flehen und durch gute Frucht sich zu erkennen giebet. 7. Denn wer auf Gnade boͤses thut, mit sicheremGemuͤthe, wird schuldig an des HErren Blut, und zindet Zorn, statt Guͤte. Ein Ar⸗ zeney kan nicht dafuͤr, daß du mit Gift muthwillig dir verderbest das Geblute. 4* 8. Ach! harre ja nicht, bis der Zod schon komt heran getreten; Es ist gefaͤhrlich in der Noth erst wollen lernen beten. Nim dir. an statt der Sicherheit vielmehr Gebet und Wachsamkeit, solch Un Fraut auszugeten. ö 9. Ach! JIEsu! lehr uns deine Huld und Gnade recht erkeunen! erlaß uns unsrer Traͤgheit Schuld, laß unfre Lampen bren⸗ nen: Dein Oel erhalt uns ihren Schein, daß, wenn du koͤmst, und brichst herein, du uns dein Reich koͤnnst goͤunen. Ebr. 11, 1. Es ist der Glaube eine. 562. N Nun freut euch lieben. Jer Glaub ist eine Zuversicht zu GOttes Gnad und Guͤte: Der blosse Beyfall thut r vicht; es muß Hertz und Gemuͤthe durch⸗ aus zu GOtt gerichtet feyn, und gruͤnden sich auf ihn allein, ohn Wancken und ohn Zweifel. 2. Wer sein Hertz also staͤrckt und steift im voͤlligen Vertrauen, und IEsum Christum recht erz⸗ greift, auf sein Verdienst kan bau⸗ en, der hat des Glaubeus rechte fich schieken ohne Grauen. 3. Das aber ist kein Menschen⸗ Werck: GOtt muß es uns get waͤhren; drum bitt, daß er den vermehren: Laß aber auch des Glaubens⸗Schein in guten Wer⸗ cken an dir seyn/sonst ist dein Glau ⸗ be eitel. 4. Es ist ein schaͤndlich boͤser Wahn, des Glaubens sich nur ruͤh⸗ men, und gehen auf der Suͤnder Bahn, daß Christen nicht kan zit men: Wer das thut, der soll wis sen frey, daß sein Glaub nur seh Heucheiey, und werd zur Holl ihn bringen.—0— 5. Drum lasse sich ein frommer Christ mit Ernst seyn angelegen, daß er aufrichtig jeder Frist sich hatt in GOttes Wegen, daß sein Glaub, ohne Heucheley, vor Gott dem HErrn rechtschaffen sey, und vor dem Naͤchsten leuchte. Mare. 9, 2.. Alsbald schyye des. 563. Mel. OGOtt du frommer. 4147 allerhoͤchster GOtt! von dem wir alle Gaben, und was uns nuͤtzlich ist, durch Chrit stum müssen haben: Ich Suͤnder klage dir, daß lerder! ich nicht kan, dich, wie ich gerne wollt, in Glauben beten au. 2. Ich glaͤube ja zwar wol, doch mit sehr schwachen Glauben, den mir noch wil dazu der arge Feind wegrauben: In solcher Noth, v Gott! weil ich auf dich allein ver⸗ ker fe woilest du mein treuer Heh er seyn. ö Achl ö * 2 Art, und kan zur seligen Hinfahrt Glauben staͤrck, und in dir woll 3. Ach! ne Gnabe Schwachh mir zufend Korn gleie klein, so l. stetem 0 4. Icht sey der G und deine Fuͤncklein beus, blas Noth einf sey/ und gi allezeit, di 6. HEr an aus lau arme Wei nrit vielem du mich b schwacher zu Spott. 7. Ach li Petrum h moͤgte ab treten: so du mein NY Wille ja ur 8. Erho mein 6 merck auf Bitte mick Glaubeus⸗ ligkeit, erl dir in Ewi Ps. 27, 9. 564. M. (Ich Erde Ich E dich aurede und HErr! 2. OOtt kaum/ an n Gaum, au hen, die ich 3. GOlut ithe durch⸗ feyn, und allein, ohn I also staͤrckt Bertrauen, recht er— ist kan bau/ deus rechte uHinfahrt ieu. Menschen⸗ es uns ge— haß er den u dir woll auch des zuten Wer⸗ dein Glau ö ͤö sey, und gute Ritterschaft ausuͤbe dlich boͤset allezeit, durch dieses Lichtes Kraft. ich nur ruͤh 6. Err JEsu, blicke du mich er Suünden an aus lauter Gnaden, wie du das icht kanzen arme Weib von Cana das beladen der soll wi unt vielem Unglück war: Vertritt ub nur se) du mich bey GOtt, damit mein ur Höll ihn 1.1— Glaub nicht werde hier Izu Spott. in fromme 7. Ach lieber HErr! wie du fuͤr angelegen, Petrum hast gedeten, daß er nicht er Frist sich mogte ab vom wahren Glauben en, daß sein y, vor GOtt sen sey, und chte. schyye des ufrommer GOttt von 3. Ach! recke du zu mir doch dei⸗ ne Gnaben⸗Haͤnde, bilf meiner Schwachheit auf, und Staͤrckung mir zufende: ob schon dem Senf⸗ Korn gleich, mein Glaube ist sehr klein, so laß ihn doch bey mir in stetem Wachsthum seyn. 4. Ich bin zwar schwach, doch sey der Glaub in mir geschaͤftig, und deine Stirck und Kraft sey in mir Schwachen kraftig: Ach! zeuch n. ich hin zu dir, HErr, meine Zuversicht! auf daß sich mehr in mir des wahren Glaubens Licht. 5. O frommer GOtt, der du ein Fuͤncklein angezündet des Glau⸗ beus, blas es auf, daß, wann sich Noth einfindet, ich wohl geruͤstet treten: so bitte auch fuͤr mich, der du mein Mittler bist, weil es dein Wille ja und mir ersprießlich ist. 8. Erhoͤre mich, mein GOtt! mein GOtt, mich doch erhoͤre! merck auf mein Flehen, und der Bitte mich gewaͤhre, daß ich des V Haben, und Glaubens Ziel, der Seelen See— durch Chrn ligkeit, erlange dort einmal bey Ich Suͤnde ich nicht Ps. 27/9. ne wollt, im ar wol, duch lauben, de arge Feind her Noth, ch allein ver⸗ treuer Heb 3. Achl dir in Ewigkeit. Verbirge dein Antlitz. 564. M. Nun laßt uns den Leib. Ich Erde, was erkühn ich inich? J‚ Ich Staub und Asche darf ich dich aureden oder hoͤren? Dufuͤrst und HErr der Ehren! 2. ODtt ich erstarr und steh gar kaum, an meiner Zunge klebt mein Gaum, auch die Gedancken slie⸗ hen, die ich wil vor dir ziehen. 0 vom wahren Glauben. 3. GOti, es erschrickt mein bloͤx — ren EI 343 der Geist, den meine Noth zu dir hinreißt, mein mattes Hertz erzit⸗ tert, der gantze Leib erschuͤttert. 4. Mein Haupt wird schwach und neigt sich gar, zu Berge stehen alle Haar, auch alle meine Sin⸗ nen gehu allgemach von hinnen. 5. Gantz feurig wird mir mein Gesicht, und das, was meine Zun⸗ ge spricht, kan kaum mein Ohr ver⸗ nehmen, ich bin voll Angst und Schaͤmen. 10. ö Unwuͤrdig bin ich, du gerecht, du schlaͤgest mich, HErr, deinen Knecht, nicht nur die Augen Lie ⸗ der zu deinen Fuͤssen nieber. 7. Du weist, HErr, was ich bit⸗ ten wil, ach! dessen ist bey dir gar viel; ich wil mich gnug zu laben, nur ein Paar Tropfen haben. 8. Laß deinen reichen Gnaden⸗ Quell, zu dem ich mich in Demuth stell, den duͤrren Mund bewaͤssern, so wird sichs mit mir bossern. 9. Die trocknen Lippen lechzen sehr, die Adern aͤchzen mehr und mehr nach dir, du Strom des Le⸗ bens, o! halt sie nicht vergebens. 10. Ach! bin ich dessen ja nicht werth, was meine Seel von der be⸗ gehrt, so hab ichs doch von Noö then, laß mich die Noth nicht toͤdten. ö II. Ach HErr, versagtest du mir das; so muste bald mein Le⸗ bens⸗-Glas zum allerletzten lauffen, und ich jum Todten⸗Hauffen. 12. Ich bin doch dein Geschoͤpf und Kind, ob gleich an mir viel Suünden sind: Bin ich von dir ge⸗ wichen, so sieh mich zu dir kriechen. 13. War ich nicht, wie ich sollte, dein, so wil ichs jetzt und kuͤnfti seyn, HErr, staͤrcke nur den Wil⸗ len, daß ich ihn kau sermllen. 14. Ach! JEsu, wol erseh ich dich, dein suͤsser Anblick troͤstet mich, dein Schweiß, die rothe Tropfen, dein schweres Hertzens Klopsen. 94 15 Dein ⁴⁴ Vom wahren Glauben. 15. Dein in⸗ und aͤusserliches Weh, die Anast die gleichsam ich nych seh, die Geisseln und die Ru⸗ then, und dein so mildes Bluten. 16. Die Ritzen von der Dornen⸗ Kron, der uͤbermachte Spott und Hohn, die Schmertzen von den Stricken, das Crautz auf deinem Rueken. 17. Der spitzgen Naͤgel harter Stahl, der Gallen⸗Trunck, die Seelen⸗Onaal, die fuͤn blutrothe Wunden, die bittre Todesstunden. 18. Der letzte Kampf, das Grab, der Stein, das alles ist zum Theile mein, als auch fuͤr mich erlitten, und fuͤr mich uͤberstritten. 19. Misch dich, purpurfarbes Blut, in meines Hertzens Thraͤ⸗ nen ⸗Fluth, ach laß mich von dir lecken, und tilge meine Flecken. 20. Du Unschuld, du Seidnes Kleid, bedeckest meine Haßlichkeit, umlegest meine Glieder, und zie⸗ rest alle wieder. 21. Ihr werthe Wunden nehmt mich ein, und wollet eine Vestung seyn, daraus ich kan zertrennen was mich hart an wil rennen. 22. Nun ich, nicht ich, mein Heiland du, du gehst mit mir dem Vater zu, ich hang in deinen Ar⸗ men, er muß sich mein erbarmen. 23. O Vater schau auf deinen Sohn, soll ich, so muß er auch da⸗ von, und dein Gesichte meiden, er laͤst mich nicht abscheiden. 24. O Vater ich vergnuͤge mich, dein huldreich Anrlitz zeiget sich, durch deines Sohnes Wunden, der mich ihm hat verbunden. 25. Der Gunaden⸗Blick vermeh⸗ ret sich, und laͤsset mich gantz selig⸗ lich auf sein holdselig wincken, in Ruh und Friede sincken. 36. Nun staͤrck ich mich, und laß mir nicht wegnehmen diese Zuver⸗ sicht, du werdest Vater bleiben, dein Sohu mich ihm einleiben. hertzig und ein Erbarmer. ö Barmhertzigkeit. Jacobi y, 11. Der HErr ist barm⸗ 565. M. Wer nur den lieben G. IIch habe nun den Grund gefun — den, der meinen Ancker ewig haͤlt, wo anders, als in JESu Wunden? da lag er vor der Zeit der Welt: Deu Grund der unbe⸗ weglich steht, wenn Erd und Him mel untergeht. ö 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Dencken uͤbersteigt: Es sind die ofnen Liebes⸗Armen, deß, der sich zu dem Suͤnder neigt; dem allemal das Hertze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verlohren werden, GOtt wil, uns soil ge⸗ holfen seyn: Deswegen kam der Sohn auf Erden, und nahm her⸗ nach den Himmel ein; deswegen klopft er fuͤr und fuͤr so starck an unsers Hertzens Thuͤr. 4. O Aogrund, welcher alle Suͤnden durch Christi Tod ver— schlungen hat! das heist die Wum de recht verbinden, da findet kein Verdammen Statt; weil Christi Blut bestaͤndig schreyt: Barmnn hertzigkeit! Barmhertzigkeit! 3. Darein wil ich mich glaͤubig sencken, dem wil ich mich getrost vertraun; und wenn mich meine Suͤnden kraͤncken, nur bald nach GOttes Hertze schaun: Da fin⸗ det sich zu aller Zeit unendliche Barmhertzigkeit. 4 6. Wird alles andre weggeris⸗ sen, was Seel und Leib erquicken kan; darf ich von keinem Troste wissen, und scheine voͤllig ausge⸗ than; ist die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barmher⸗ tzigkeit. . Beginnt das Irdische zu druͤ⸗ cken, ja haͤuft sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vie— len Stüͤcken mit eitlen Dingen muͤhen muß; ich werde ziemlich sehr zerstreut: so hoff ich auf 3. Muß ich an meinen besten Wiercken, * Vorcken/ bin, viel mereren, s men hin ze Riake so tzigkeit. 9. Es ge len, bey de Er wolle f damit es d stehet es it und auf B 10. Beh bleiben, se traͤgt; dat und treibe bewegt: hoͤchst erf Barmher 2 Tim. 1, 566. M. Ich wei glaul GOttes mich sein seine wer mir das mich am 2. Ach! standen, sey, in J& den der E frey: In betrachte 3. In kommen, Schuld mich G nem liebe su bin ich zum Dier 14 fen zu al ruͤst t, in sterbe, ei mels⸗Erl S. O w Schaͤtze! lieben G. ind gefun⸗ icker ewig n JESU rder Zeit der unbe⸗ und Hims kbarmen, teigt: Es nen, deß, er neigt; richt, wir icht. verlohren 8 soll ges. kam der nahm her⸗ deswegen starck an scher all Tod ver— die Wum indet kein eil Christi Barm⸗ gkeit!“ h glaͤubig ich getrost ich meine bald nach Da fin⸗ mendliche weggeris⸗ erquicken em Troste lig ausge⸗ g. noch so Barmher⸗ che zu drůͤ⸗ umer und och in vie⸗ gentich e ziemli f ich auf nen besten Wercken, * vom wahren Glauben. 345 Wercken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit be⸗ mercken, so faͤllt wol alles Ruͤh⸗ men hin; doch ist auch dieser Tpst bereit; so hoff ich auf Barmher— tzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Wil⸗ len, bey dem so viel Erbarmen ist; Er wolle felbit mein Hertze stillen, damit es das nur nicht vergist: so stehet es in Lieb und Loid in, durch und auf Barmhertzigkeit. 10. Bey diesem Grunde wil ich bleiben, so lange mich die Erde traͤgt; das wil ich dencken, thun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt: So sing ich einstens hoͤchst erfreut: O Abgrund der Barmhertzigkeit!; 2 Tim. 1,12. Ich weiß, an welchen 566. M. Wer nur den lieben S. 45 weiß, ich weiß, an wen ich glaube, ich glanb an JEsum, Gottes Sohn, an JEsum, der mich seine Taube, der mich nennt seine werthe Kron: Der, der hat mir das Heil erworben, da er fuͤr mich am Creutz gestorben. 3. Ach! Ach! ieh habe nun ver⸗ standen, was ich in JEsu worden sey, in JEsu bin ich von den Ban⸗ den der Sünden und des Satans frey: In ihm bin ich von GOtt betrachtet, so heilig als er selbst geachtet. 3. In JEsu bin ich schon voll⸗ kommen, ich bin gantz ohne Schuld und Suͤnd, in ihm hat mich GOtt angenommen, zu sei⸗ nem lieben Gnaden⸗Kind; in JE— su bin ich neu gebohren, undGOtt zum Dienste auserkohren. 4In JEsu bin ich auch geschaf— fen zu guten Werken als einChrist, in ihm bin ich mit Krast und Waf⸗ fen zu allem Kampf wohl ausge⸗ ruͤst t, in IEsu bin ich, wenn ich sterbe, ein Siegesfuͤrst und Him⸗ mels⸗Erbe. 5. Owas für theure Glaubens⸗ Schaͤtze! die ich so lange nicht ge⸗ wust, in welchen ich mich nun er⸗ goͤtze, in welchen meins hoͤchste Lust: Wer ist der, der mich wil an⸗ gagen? Auf JEsum wil ichs mit ihm wagen. Roͤm. 10%4. Christus ist des Gesetz. 967. NI. JEsu Christ meins. KüE drg Drost kan seyn im Schmertz, als daf man GOt⸗ tes Vater⸗Hertz durch seinen Sohn darf sprechen an, der allen Zorn abwenden kan. 2. Wie ofte koͤmt man, durch den Sohn, befoͤrdert vor des Koͤ⸗ nigs Thron: Manch Suͤnder, der den Tod verdient, wird durch des Richters Kind versuͤhnt. 3. So wird auch ein leibeigner Knecht bey seinem Herrn ost bracht zurecht: und wird gestellt auf freyen Fuß, da er sonst ewig dienen muß. . Diß troͤstet mich, o frommer Gott, der ich befleckt mit Suͤn⸗ den⸗Koth, daß ich vor deine Ma⸗ jestaͤt in deines Sohnes Nah⸗ men tret. ö—. . Aus Lieb zu ihm sey gnaͤdig mir, mich aus dem Suͤnden⸗Ker⸗ cker fuͤhr: Des Deufels Bande reiß entzwey, mach meine Seel zum Leben frey. ö 6. Zwar mein Verdienst und Wuͤrdigkeit draͤut mir den Tod und alles Leid: Doch deines Soh⸗ nes Tod und Blut macht mich vor dir gerecht und gut. 9—— 7. Wen koͤut ich sonsten bringen dir, der dein Hertz neigen moͤgt zu mir, als den, der fuͤr die Schuld der Welt ist worden selbst das Loͤse⸗Geld? g. Drum sieh, v GOtt! hie ist dein Sohn, mein einges Heil, und Gnaden-Thron: Der sich selbst aufgeopfert hat, am Creutz, fuͤr meine Missethat. 9. Der nicht versoͤhnet werden darf, ob das Gesetz ist noch so scharf: Er selber hat sein eigen 5* Blut 346 vom wahren Slauben. Blut vergossen reichlich mir zu gut. 10. Und dis sein Opfer ist so groß, daß ich werd aller Sünden los; ein Opfer, das dir wohlge— faͤllt, dadurch versuͤhnt ist alle Welt. 11. Das unbefleerte Lamm ist hier, das meine Suͤnde nahm von mir: Das Lamm, von welchem man kein Wort vor seinem Schaͤ⸗ rer hat gehoͤrt. 12. Der gar nichts uͤbels hat ge⸗ than, den man mit Recht nicht tadeln kan, der hat die schwere Sünden-Last der gantzen Welt Kuf sich gefaßt. 13. Durch seine Wüͤnden sind wir heil, und haben jetzt am Him⸗ mel Theil. Darum, o GOtt! er⸗ barm dich mein, der ich vor dir mit ihm erschein.*. 14. Ach! laß es kommen mir zu statt, was er am Creutz erwor⸗ den hat: Ich setz all meine Hof⸗ nung drauf, hilf meinem schwa⸗ chen Glauben auf. 15. O GoOtt, mein Vater, mich regier; HErr JEsu, hilf mir und mich fuͤhr: O Heilger Geist, mein Hertz anmahn, daß ich stets geh auf rechter Bahn Matth. 12,20. Das zustossene ꝛe. 963. Mel. Zion klagt mit Angst. eiebster JEsu, hoͤr ein Klagen, meiner Seelen Angstgeschrey; Siehe meines Hertzens⸗Zagen, ste⸗ he mir in Noͤthen bey, mich der Sunden Last sehr druͤckt, und mir 5„1 wo nehm Kraͤste um Geschaͤste, dazu ich allen Trost entrückt, Tod und Hol⸗ le mich erschrecken, und des Him⸗ mels Zorn entdecken. ä 2. Esu, kom und hilf mir Ar⸗ men, zeig mir deine suͤsse Huld, du wirst dich ja mein erbarmen, zil⸗ gen meine Sünden⸗Schuld. Deeib den Satan fern von mir, oͤfne mir die Gnaden⸗Thur. In den ties⸗ fenJEsus/Wunden, hab ich allzeit Trost gefünden. und erquickt in allem Leid, wenn mein Glaub und Hofnung sincket, deine Lieb mir hald zuwineket. 4. Deinen suͤssen JEsus⸗Nah⸗ men wil ich in meins Hertzens⸗ Schrein, als den edlen Gnaden⸗ Saamen, schliessen und bewahren rein, dessen Himmel⸗susse Kraft, lieblich Manna, Lebeus⸗Saft, meine Seelr soll stets naͤhren, allen Sunden-Sehmertz verzehren. de, mein HErr JEsus ist bey mir; Weicht ihr Welt und Judas: Freunde, Esum lieb ich fuͤr und für. Geme Treu und Freund⸗ lichkeit mir zu helssen ist bereit, wenn mich Todes-Furcht uniget ben, und sich euden wil meinLeben. 6. JIEsum wil ich stets umfan⸗ gen, Esum lieben allezeit, JEsu wil ich stets auhangen hier in die⸗ ser Sterblichkeit. Wenn der letz⸗ te Tag anhrucht, werd ich sehn sein Angesicht, preisen seine Treu und Gute, eiwig mit frohem Gemuͤthe. Offenb. 21,6. Ich wil den Durstig. 569. Niel. Wo ist meine Sonne. 9 eine Armuth macht mich schreyen zu den Dreuen, der mich segnet und macht reich, JEsu, du biso, den i meyye, da sch weine, damit ich dein Hertz erweich. 2. Ach, wo nehm ich her die 3. Ich bin gan und gar ver⸗ verbunden bin! HErr, mein ar⸗ mes Hertz anseure, und erueure den zerstreuten Geist und Sinn. 3. Sieh es eilt zu deiner Quelle meine Seele, von dem Durst ge⸗ piaizt und matt, du kanst die Be⸗ gierde stilleu, und mich suͤllen daß ich werd erfreut und satt. 4. Treibe ferue, die mich hin⸗ dorn, du kaust mindern der Versu⸗ in chung lauffen, IGsu, liebster Seelen-⸗ Freund, sap mich deine Lieb um. fassen, die es hertzlich mit mir meynt; Deine Liebe mich erfreut, 5. Weichet all ihr Serlen⸗Fein⸗ s chung st. meinen 6 zu spreche und Saft 5. Eil men zu! an deine tieffes S JEsu, ni 6. Du de, auch i und Kun der Aus hast duen 7. Ov des und Süßigke was soll! blethest d Ap. Gese v2o. M. eir n terlich ũ zeigt, un 2. Se an, und verlahn zu mir: soll helfe A 3. Ac Glaub st auch uie nicht se sihlecht 4. De Hertz, ohn Un 5. Ac Pein, u dig sey Hofnur zahlen 7. H. kenn ic Seelen⸗ mit mir h ersreut, id, wenn g sincket, neket. sus⸗Nah⸗ Hertzens⸗ Hnaͤden⸗ hewahren se Kraft, is⸗Saft, ren, allen hren. leu⸗Fein-⸗ beh mir; Judas: fuͤr und Freund— st bereit, ht unige inLeben. umfan⸗ it, IEsu er in die⸗ der letz sehn sein reu und zemuͤthe. Durstig. Sonne. he mich Drruen, htreich, eyye, da in Hertz her die dazu ich nein ar⸗ eure den nn. r Quelle urst ge⸗ die Be⸗ Hlen, daß ich hin⸗ Versu⸗ chung vom wahren Slauden. 34⁷7 chung starcke Kraft, laß nichts meinen Glauben schwaͤchen, bich zu sprechen, so empfind ich Kraft und Saft. 5. Eil mit ausgespannten Ar⸗ men zu mir Armen, druͤcke mich an deine Brust, du erkennst mein tieffes Sehnen utzd die Thraͤnen, IEsu, meines Hertzens Gast. 6. Du bleibst ewig meine Freu⸗ de, auch imLeide, wenn michAngst und Kummer plagt, denn du bist der Auserkohrne, das Verlohrne hast du nimmer weggejagt. 7. O vergnuͤgter Kuß des Mün⸗ des und des Bundes, Zucker⸗uͤsse Suͤßigkeit! Ach! mein GoOtt, was soll ich sagen? Mein Behagen bletbest du in Ewigkeit. Ap. Gesch. 16, 31. Glaͤube an den. 57⁰0. M. O JEsu Christ meins. Meium lieben GOtt ergeb ich mich, weil er allzeit so vaͤ⸗ terlich und gnaͤdig sich mir hat er⸗ zeigt, und stets zu helfen ist geneigt. 2. Sein Huͤlf beut er mir selber an, und spricht: Ich wil dich nicht verlahn: Ruf in der Noth getrod zu mir: Mein Sohn, Christus, ö soll helfen dir. 3. Ach! GoOtt, wie ist mein Glaub so schwach, so wil das Fleisch auch nicht hinnach, demGeist wils nicht seyn unterthan, es wil uur sehlecht den Irrweg gahn. 4. Der Zweifel trift mir oft das Hertz, Gesetzes Fluch erregt viel Schmertz, es treiobt und mahnt ohn Unterlaß, nun forderts dis, nun soderts das. 5. Ach! meine Kraft ist viel zu schwach, denuten recht zu setzen nach; ieh, leider! bin zu sehr ver⸗ derbt, die boͤse Lust hab ich ererbt. 6. O! wie ist das so schwere Pein, nichts haben und viel schul⸗ dig seyn, und da auch gar kein Hofnung ist, daß man muoͤcht zahlen eine Frisdtt. 7. HErr GoOtt! die Schuld be⸗ lenn ich dir, ach geh nicht ins Ge⸗ richt mit mir, ich wil dir bringen rinen Mann, der fuͤr mich hat genug gethan. ö g. O Vater! nim den Buͤrgen an, denn er allein bezahlen kan, mit sein'm Gehorsam und Geduld, was Adam hat und wir verschuldt. 9. Auf ihn setz ich mein Heil und Trost, der mich durch sein Blut hat erloͤst, und nehm au die Oerechtigkeit, die er mir selber anerbeut. ö Io. Die kanst du ja verschmaͤhen nicht, dieweil es ihr an nichts ge⸗ bricht: sein Opfer wollst du sehen an, und was er sonsten hat gethan. 11. Daß ich, durch ihn der Suͤn⸗ den frey, in deinem Reichein Mit⸗ Erb sey, und dir mit allem Him⸗ niels⸗Heer, moͤg ewig singen Preis und Ehr. Hesekiel 16, 6. Ich ging vor dir. 371. M. Nun freut euch lieben. D ich schon war in Suͤnden todt, entsremdet von dem Leben, und lag im Blut in letzter Noth, doch ist mir Heil gegeben, mein JEsus wollte mir beystehn, er konte nicht voruͤber gehn, es brach des Baters Hertze. 2. Ein neuer Mensche lebte bald, und liebt, was ich vor haßte, der Heiland gab mir die Gestalt des Glaubens, so ihn faßte. Es ward erleuchtet mein Verstand, daß ich der Gnaden⸗Reichthum fand, da sah ich GOttes Wege. 3. Mein Wille wollte, was Gott wil, wie war ich so vergnuͤ⸗ get, wenn er nur winckte, schwieg ich still, gleichwie ein Kind sich bie⸗ der Kaberen Weite meidte ich, verborgner Lust entzog ich mich die sonst kein Auge mezet. 7 4. Zorn, Furcht, Verlangen, Ei⸗ fer, Rach, war vor des HEtren Ehre doch nicht vollkommen, son⸗ dern schwach, ich diesos nur begeh⸗ re zu Wassen der Gerechtigkeit, die Glieder waren auch bereit, dir, o mein Heiligmacher. 5 348 Vom wahr en Slauben. 5. HErr meiner Seelen Heili⸗ gung, gib daß dein Licht mir schei⸗ nez wach auf und lobe meine Zung, mein Aug empfindlich weine, da fo viel tausend gehen hin in ihten noch verstockten Sinn, hat JEsus mich geheiligt. 44 Hebr.11, 6. Ohn Glauben ists. 572. N. V. JEsn Christ meins. O Chrine Mensch, merck, wie sichs haͤlt, ohn Glauben GOtt niemand gefaͤllt: Drum, wo du GOtt gefallen wilt, glaub, daß er sey, und Guts vergilt. 2. Denn dein Natur ist so ver⸗ flucht, daß sie auch GOtt den HErrn nicht sucht: Es treibt sie denn der Glaub zu GOtt, den er selbst gibt aus lauter nad. 3. Der ist ein lebendige Kraft, die an GOttes Verheisfung haft, ein' hertzlich starcke Zuversicht, die sich allein auf Christum richt. HErrn allein. in das Hertz, daß er drinn wohn und uns ergoͤtz: Der Glaub hat Gnad und Guͤtigkeit. II. Der Glaub wirckt im Ge⸗ wisson Fried, und troͤst't ein jeglichs traurigs Glied: det Glaub giebt GOtt die Ehr allein, macht, daß wir GOttes Kinder seyy. 12. Der Glaub gebiert ein rechte Lieb und Hofnung durch des Geists Getrieb; der Glaub wuͤrckt Freudigkeit zu Ott, bet kennt und ruft ihn an in Noth. 13. Der Glaub würcktTugend, Kraft und Staͤrck, Gehorsam, traͤgt schoͤne suͤsse Fruͤcht, wie von ein'm guten Baum geschicht. 4. Ein Werckzeug und heilsam Gefaͤß, der Seelen Hand gleich und gemaͤß, damit Christus gefas set wird, und was zu unserm Heil gebuͤhrt. 7 5. Diß Mittel schaft der Heil'ge Geist in unserm Hertzen aller meist, wenn er durchs Wort ein Licht anzuͤndt daraus der Glaub waͤchst und entspringt. 6. Die theure Gab gibt GOtt allein den Menschen, die verord⸗ net seyn, zum ewigen Leben und Heil, welch's er dadurch ihn'n macht zu Theill. 2 7. Der Glaub gebiert ein' rechte Buß, dadurch des Fleisch's Art sterben muß; der Glaub faͤht ein neu Leben an, ergreift das Heilin GOttes Sohn. +*.— 3. Der Glanb findt all's in JEsu Christ, was uns zum Heil vonno⸗ theuist: Der Glaub nimt solchs aus Christi Schooß, und macht Uns seine Mitgenoß. 9. Der Glaub mracht uns gerecht und from/und richtet auf das Chrie stenthum, der Glaub macht unsre! Hertzen fein, wie im Gold leucht't ein Edelstein; der Glaub blickt in ein'm jedem Glied, bewegt zur Zucht, Demuth und Fried. 15. Der Glaub allein G0 wohlgefallt; der Glaub fuͤhrt den Sieg in der Welt; der Glaub er⸗ stattet alle Fehl; der Glaub macht selig Leib und Seel. 16. Lob und Danck sey dem treuen GOtt, der uns den Glaub'n Enen s hat an IEsum Christum einen Sohn, der unser Trost ist und Heilbrunn. 17. Staͤrck uns den Glauben, HErre Gott, daß er uns wachs vis in den Tod, erfuͤlle sein Werck in der Kraft, daß er uͤb' gute Rit⸗ terschaft. ö . Verleih uns auch aus Chri⸗ sti Full, des rechten Glaubens End und Ziel, das ist der Seelen Se⸗ ligkeit, die ewig' Freud und Herr⸗ lichkeit. 2 Thess. 3,2. Der Glaub ist nicht. 573. Mel. Es ist das Heil uns. O GOttes Sohn, HErr JEsu Christ, Hertzen rein, und heiligt uns dem 10. Der Gabbegt Christum all sein Lust und Freud an Christt Furcht und gute Werck; der laub 14. Der Glaub scheint aus dem durch den maͤchtig 2. Lehr Hilf, daß bührt, du vecht fuͤhr Daß sich auf dein 2 jur Gerech ich von mie in lebe F. Den sten sich d san/ auf de bleib allz und was fuͤr Koth 6. War ö Senf Lor kaum mer mich staͤr Rohr nich Tocht au gut Gewi ich so moͤg ter jeder Gerechtig Fruchten 8. HEt uns dem Thristum un wohn laub hat u Christi tim Ge⸗ jeglichs ub giebt icht, daß jert ein g durch Glaub ht. aus dem leucht't blickt in 0 zur 60H ihrt den laub er— b macht dem Raub'n hristum rost ist lauben, wachs Werck ite Rit⸗ 5 Chri⸗ us End len Se⸗ d Herr⸗ st nicht. il uns. + JEsu Grist, vom wahren Glauben. mein lebendiger Driß⸗ Daß man recht koͤnne glaͤu⸗ ben, mcht jedermannes Ding so ist, auch standhaft zu verbleiben; drum hilf du mir von oben her, des wahren Glaubens mich ge⸗ waͤhr, und daß ich drin verharre! 2. Lehr du, und—• mich/ daß ich den Vater keune, da ich, vJEsu Christe, dich den Sohn des Hoͤchsten nenne, daß ich guch ehr den Heilgen Geist, zugleich gelobet und gepreist in dem drey⸗ kingen Wesenn: 3. Laß mich vom grossen Gna⸗ den⸗Heil das wahr Erkanntuiß fin⸗ deu/ wie der nuran dir habe Theil, dem du vergiebst die Günden. Hilf, daß ichs such, wie mirs ge⸗ hührt, du bist der Weg, der mich +* recht fuͤhrt, die Wahrheit und das Leben. 9 4. Gib, daß ich traue deinem Wort,/ ins Hertze es wohl fasso: Daß sich mein Glaube immerfort auf dein Verdsenst verlasse: Daß jur Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Suͤnden bin beschwert, Den Glahben, ti, labtro . Den Glauben, HErr, laß troͤ⸗ sten sich des Bluts, so du vergos⸗ san, auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit eingeschlossen: und durch den Glauhen auch die Welt, und was dieselb am huchsten haͤlt, fuͤr Koth allzeit nur achte. ů . Waͤr auch mein Glaub, wie Senf Lorn klein, und daß man ihn kaum mercke, wollst du doch in mir mnlaͤchtig seyn, daß deine Gnad mich staͤrcke, die das zerbrochne Rohr nicht bricht, das glinmend Tocht auch vollends nicht ausloͤ⸗ schet in den Schwachen. 7. Hilf, daß ich stets sorgfaͤltig sey den Glauben zu behalten, ein gut Gewissen auch dabey, und daß ich so moͤg walten, daß ich sey lau⸗ ter jederzeit, ohn Anstoß, mit „Gerechtigkeit erfüllt und ihren Fruͤchten! 8. HErr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sch immer staͤrcken, daß er sey fruchtbar fuͤr und für/ und reich in guten Wer⸗ cken; daß er sey 100 durch die Lieb, mit Freuden in Geduld sich üb, dem Nachsten fort zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die Kraft, daß vollends bey dem Ende ich uͤbe gute Ritterschaft, zu dir allein mich wende in meiner letz⸗ ten Stund und Noth, des Glau⸗ beus End, durch deinen Tod, die Seligkeit, erlange.. 10. HErr JEsu, der du ange⸗ züͤndt das Fuͤncklein in mir Schwa⸗ chen, was sich vom Glauben in mir findt, du wollst es staͤrcker ma⸗ chen: Was du gefangen an, voll⸗ fuͤhr bis an das End, daß dort bey dir gufélauben folg das Schauent Philem. v. 6. Daß dein Glaube. 4. M. dic liebe dich hertzlich. ey froͤlich im HErren, du hei⸗ lige Seele, du herrliche im Varr. dein Heiland der ieucht dich aus finsterer Hoͤle, und schmückt dich mit Gerechtigkeit, er tilget die Suͤnde mit seinem Blut, daß keine zu finden, die Schaͤden thut: Die Runtzeln, die Mackeln und was da beflecket, das hat er mit koͤstlicher Seide be⸗ decket.. ö 2. O himmlische Zierde! die Sonne der Gnaden geht uͤber dir verklaͤret auf: Die Buͤrde der Suͤnden, damit du beladen, so dich gehemmt im Tugend⸗Lauff', die fallet nun abe, und druͤckt nicht hart, weil JEus im Grabe sie hat verscharr't: Ein lichtes und leich⸗ tes Hertz hast du bekosmmen, nach⸗ dem du das sanfte Joch auf dich genommen. 3. Es freue sich alles von aussen und innen, daß du mit GWnt ver⸗ soͤhnet bist, ach! iebe und lobe mit Hertzen und Sipnen den tr⸗ en Heiland IEsun Christ. hat dich erwaͤhlet, sein Eigen⸗ hum — 3590 Vom wahren Glauben. thum, und ewig vermaͤhlet zu sei⸗ nem diuhm. Trotz Sunde, trotz Deufel, trotz hoͤllische Pforten, du bist nun ein seliges GOttes⸗Kind worden. 4. O herrliche Schaͤtze! oewige Guͤter! so dir dein Heiland hat bescher't, was vormals verlohren, das hat er dir wieder durch seinen Geist und Wort verehrt; Ergreif es im Glauben, es ist ja dein, laß Dir es nicht rauben noch fremde seyn: Es ist dir ja darum so theu⸗ er erworben, drum halte es veste, sonst bist du verdorben. ö Joh. 3, 14. 15. Gleichwie Moses. 575. M. Freu dich sehr, o meine. I'trorasse Wunder⸗Guͤte hast du, GoOtt, an uns gethan, daß dein vaͤterlich Gemüthe uns nun wieder lieben kan. O wie machten wirs so schlimm, und er⸗ weckten deinen Grimm über uns durch unsreSuͤnden, die sich haͤuf⸗ sig bey uns finden. 2. Dennoch wolltest du nicht schlagen, wie wirs hatten wohl ver⸗ dient; lieber mit Gebuld ertra⸗ gen was sich unser Fleisch erkuͤhnt. Ja du suͤchst noch immerzu unser Bestes, unsre Ruh, daß wir nur nicht ewig moͤgen in der Hoͤllen Abgrund liegen. ö 3. Als wir keinen Finger regen konten, die Gerechtigkeit zu erlau⸗ en, brach dein Segen los in frü⸗ er Morgens⸗Zeit, da du, HErr, aus Liebes⸗Brunst uns erwiesen deine Gunst, daß der Treter jener Schlangen, sollt zu rechter Zeit aniangen. 4. Durch desselben Tod und Wuen haben wir statt Weh und Ach! schon das Leben wieder fun⸗ den, wir, die suůͤndlich, kranck und 5 Wenn wir nur im Glau⸗ ens⸗Sinn, zu demselben nahen hin, und auf ihn, als Heiland, schauen, muß verschwindon alles Orauen. gut hast wollen machen, uns zu ret⸗ §. Jene Schlange war der Schatten, du HErr JEsu, bist es ten, du bist der getreue Rnecht, deines GOttes der den Tod, den der Schlangen Biß uns droͤht, von uus gaͤntzlich abgekehret, und das Leben uns bescheret. 6. Nur, wenn wir mit Glau⸗ bens ⸗Augen dich amCreutze schau⸗ en an, und aus deinen Wunden saugen, was uns ewig heilen kan; Dieses rechnet GOtt uns zu, was nicht wir, besondern du, wieder ö recht, den wir dort im Bildniß hat ten deine Schwachen. 7. So hat GOtt die Welt gelie⸗ bet, daß er uns von seinem Thron willig zur Versoͤhnung giebet selbst den eingebohrnen Sohn: Nun, wer au denselben glaͤubt, und da⸗ durch sich ihm zuschreibt, soll in suͤndlächen Beschwerden nimmen⸗ mehr verlohren werden. 8. Gnad und Leben soll er haben, was der Himmel Guts vermag, sůsse Bothschaft soll ihn laben; des Gesetzes Donnerschlag soll ihn treffen nimmermehr. Ach! HErr, dir sey Preis und Ehr, daß wir durch des Sohnes Sterben, sollen ein solch Heil ererben. 9. Durch desselben Blut undvei⸗ den sind wir von der Suͤnde srey, koͤnnen unser Hertz stets weiden an des Vaters Lieb und Treu: Got⸗ tes Friede uns erguickt, und was uns vorhin gedrückt, davon wer⸗ den wir entbunden, wenn wir fliehn zu Christi Wunden. 10. Liebster Vater, gib den Ses gen, daß wir die Gerechtigkeit dei nes Sohns im Hertzen hegen, und ihr ja zu keiner Zeit wiederum ver⸗ lustig gehn; laß uns vest im Glau⸗ ben stehn, und auf deinen Wegen allen wandeln, wie dirs kan ge⸗ fallen. ů à Cor. 13, 5. Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauhen seyd. 1 776. —— 576. Mel. ersuck ihr Ehristussi auch nach Geduld, lichkeit, stets zu di 2. Der Hertzen ti ein Glantz helle Mor⸗ macht Eh neuert H. uns zu Ge 3. Er se Gerechtig es in Eiuf geben; 2 Christo w Gnade h Christ. Er 44. Gott im:; der Zweif wird ver Glaube bi TCag, halt besteht im J. Aus weil ma nimt alle thut nich uns zu nu drum dri Freunde 6. Wi ½ ˙ ebohrne en⸗Thre Wer glo bald in Haß ver! 7. Wi thun wi Droht ei zeigen ih so segnen und Hoh Himmel 8. Se war der su, bist es niß hat/ Knecht, Tod, den droht, hret, und sit Glau⸗ utze schau⸗ Wunden eilen kan; iu, was / wieder ns iu ret Velt gelie⸗ em Thron ebet selbst n: Nun, und da⸗ t, soll iu nimmer⸗ er haben, vermag, aben; des soll ihn h! HErr, daß wib hen, sollen ut und ei⸗ uͤnde srey,/ weiden an en: Got⸗ und was avon wer— venn wir en. ib den Se⸗ hegen, und herum ver— tim Glau⸗ en Wegen s kan gey ench selbst, eyd. 57⁰. bden Se. Wer glaͤubig diß erkennt, wird tigkeit dein zeigen ihm das Leben: Flucht er: und Hohn ist unser bester Trost des 8. Setzt uns GOtt auf die Prob, Vom wahren Slauben. 2—. 371¹ 576. Mel. O Gott du frommer. Baeum euch doch selbst, ob ihr im Glauben stehet, ob Christus in euch ist, ob ihr ihm auch nachgehet in Demuth und Geduld, in Sanftmuth, Freund⸗ lichkeit, in Lieb dem Naͤchsten stets zu dienen seyd bereit. 2. Der Glaube ist ein Licht im Hertzen tief verborgen, bricht als ein Glantz hervor, scheint als der helle Morgen, erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, ver⸗ neuert Hertz und Muth, macht uns zu GOttes Kind. 3. Er schoͤpft aus Christo Heil, Gerechtigkeir und Leben, und thut es in Eiufalt dem Naͤchsten wieder geben; Dieweil er uͤberreich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet JIEsum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was GoOtt im Wort zusaget, drum muß der Zweifel fort, die Schwermuth wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt die Hofnung an den Tag, haͤlt Sturm und Wetter aus, besteht im Ungemach.— 5. Aus Hofuung waͤchst diedieb, weil man aus Gottes Händen nimt alle Dinge an, nicht zuͤrnet, thut nicht schaͤnden; denn alles uns zu nutz, und besten ist gemeynt, drum dringt die Liebe durch, auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind, er—— uns seinen Sohne, sein ein⸗) ebohrnes Kind, zu einem Gna⸗ en⸗Throne, setzt Liebe gegen Haß: bald in Lieb entzuͤndt, die allen Haß verbrennt. 7. Wie uns nun GOtt gethan, thun wir dem Naͤchsten eben: Droht er uns mit dem Tod; wir so segnen wir: in Schande, Spott Himmels Ehren⸗Kron. ein schweres Creutz zu tragen, der Glaube bringt Geduld, macht leichte alle Plagen: Statt Mur⸗ ren, Ungeberd wird das Gebet er⸗ weckt, weil aller Angst und Noth von GOtt ein Ziel gestecktt: 9. Man lernet nur dadurch sein Elend recht verstehen, wie auch des Hoͤchsten Guͤt; Haͤlt an mit Bit⸗ ten/ glehen, verzaget an sich selbst, und trauet Christi Kraft, vernich⸗ tet sich zu Grund, saugt nur aus IEsu Saft. ö 10. Haͤlt sich an sein Verdienst, erlanget Geist und Staͤrcke in sol⸗ cher Zuversicht zu üben gute Wer⸗ cke, steht ab vom Eigensinn, flieht die Vermessenheit haͤlt sich in Gottesfurcht im Glůck und schwo⸗ rer Zeit. 11. So pruͤfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet? Denn Christi Leben ists, wornach der Glaube strebet; erst machet er ge⸗ recht; dann heilig, wircket Lust zu allem guten Werck: Sieh: ob du auch so thust? 3 12. O HErr! so mehre doch in mir den wahren Glauben, so kan mich keine Macht der guten Werck berauben. Wo Licht ist, geht der Schein freywillig darvon aus, du bist mein Ott und HErr, bewahr mich als dein Haus. D. J. Just. Breithaupt. Roöm./ 1. Nun wir sind gerecht. 577. MI. Freu dich sehr, o meine. enn das nagende Gewissen uns der Suͤnden Hand⸗ schrift zeigt, und wir selbst beken⸗ nen muͤssen, was sonst alle Welt Sobrseiurut faͤllt die Nacht des Todes ein/ und laͤst uns nicht ruhig seyn, unsre Ketten sind die Suͤn⸗ en, die uns zu der Hoͤllen binden. 3. Wenn wir denn den Jammer spuͤren, und dabey auf Ehristum sehn, unsre Fessel vor ihm ruͤhren, seufßsend auf und niedergehn: wenn wir uns in seinem Blut Gott, ———— 37 Vom wahren Glauben. Gott, dem allerhoͤchsten Gut, hiu zu seinen Fuͤssen legen, so empfan⸗ gen wir den Segen. 3. Denn die Suͤnden sind gero⸗ chen am verfluchten Creutzes Stamm, als der Richterstab ge⸗ brochen worden uͤber Gottes⸗ Lamm. Wer nun nhüm Mittler liebt, sich im Glauben ihm ergiebt, kan denFriedenchOttes erben, und barf nicht in Suͤnden sterben. 4. chreckt wir so denn in Gna⸗ den/ schreckt uns GOttes Stimme nicht wenn uns solche wil einla⸗ den, zu erscheinen vor Gericht; Syricht er doch uns selbst gerecht, weil der auserwäählte Knecht, Christus allen seinen Willen hat gewollt fuͤr uns erullen. 5. Dorten muste Adam fliehen, ob er schon ein Feigen · Blat um die Bloͤsse kunte ziehen, nach began⸗ gner Missethat; wer hingegen lauben kan, und das Opfer schauet an, das man kroͤnt mit Dorn und Hecken, darf sich ferner nicht verstecken. 6. Denn GOtt hat den Fluch der Erden auf sein heilig Haupt Rlegt, und wir koͤnnen fruchtbar werden, weil er Dorn und Disteln traͤgt; Er bezaͤhlet unsre Schuld, wir geniessen Gnad und Huld, daß wir zu den Gnaden⸗Gaben einen freyen Zugang haben. v. Wer wird uns verdammen wollen? Fehlet uns doch nicht der Ruhm, den wir vor GOtt haben sollen? wir sind GOttes Eigen⸗ thum! splittert gleich an uns die Welt, die GOtt selbsten mißge⸗ faͤllt, bleiben wir doch die Gerech⸗ ten unter allen WeltGeschlechten. 8. Unser Ruhm ist selbst im Lei⸗ den, Trübsal bringet doch Geduld, und verdoppelt nur die Freuden uͤber GOttes Vater⸗Huld; wer sein Creutze taͤglich traͤgt, das ihm GOites Hand auflegt, kan mit JEsu sich verbinden: Denn er ist. am Creutz zu sinden. 9. Trübsal kan uns nicht betru ben; denn weil unsre Namer sind in dem Himmel angeschrieben, trift uns mancher rauher Wind. Also pruͤfet GOtt zuvor, ob wir noch beweglich Rohr, bis wir un⸗ ter Sturm und Wehen, wie die Cedern GoOttes stehen. 10. Unser Ruhm wird ewig bluͤ: hen, wenn einst die verdamte Welt bwird vor ihren Richter knien, die den Frommen nachgestellt; denn wir werden insgesamt, wenn die Welt zur Schmach verdamt, Gott in Ehren⸗Kronen schauen, und bey JEsu Huͤtten bauen. 1I. Diese Hofnung muß h Ex⸗ den unser Himmels Ancker seyn, sie laͤst nicht zu Schanden werden, mitten in der Todes⸗Pein. Die. ses ist die Herrlichkeit, daß wit, nach vollbrachtemStreit, vor dem Lammes Throͤne dienen, und mit Sieges Palmen gruͤnen. ö N. Aronds. Roͤm. 4, v. Dent aber, der nicht. S. M. Durch Adams Fall ist. We fliehst du, armer Suͤnder! bin? Wie ist dir nun zu ra then? Du sprichst, weil 1 beladen bin mit tausend Mist sethaten; So wird mich noch diß schwere Joch bis in die Hoͤlle druͤ⸗ cken: Sey gutes Muths! Viel tausend Guts, soll dich mit Lrost ergquicken. ö 2. Wer hofft in GOtt, und dem vertraut, darf nimmermehr ver⸗ zagen: Er hat auf einen Fels ge⸗ baut, den kan kein Sturm zerschla⸗ gen. Wil Suͤnd und Noth, wil Hoͤll und Tod ihn zur Verzweifs lung treiben; so steht er vest, denn JEsus laͤst ihn ohne Trost nicht bleiben. ů ö 3. Wie koͤnte doch der liebe GoOtt das in sein Hertze bringen, daß wir, in unsrer Seolen⸗Norh, so Hulf'los untergingen? Er iß ja schon durch seinen Sohn, ver⸗ —955 sühns soͤhnet mit auf den in sich GOtt 4. Drui Dunres Fusse: Huld auf Ses Glal chaft, wei en, dassel 2. 2 len, die die en, die st Welt, die sich hält. 3. Ach l! dencken, ur versencken i re Gut, mi Sinn und 4. So ka „5 Diß i und Freude ich schon le hristi Kra e Saft. 6 10 sen,w ig lassen, w — hassen henSinn ai Gewinn. 7. Hierz Starcke, v lech Werck leibe dein, Meine seyn: icht betruͤ⸗ damer sind eschrieben, her Wind. *, ob wir his wir un⸗ n/, wie die dewig bluͤ⸗ amte Welt knien, die ellt; denn wenn die nerdamt, n schauen, auen. I1 neker seyn, en werden/ ein. Die⸗ daß wir, it, vor dem n/ und mit 16 Fall ist. Suͤnder! nun zu ra⸗ weil i end Mist ch noch diß Hoͤlle druͤ hs! Viel mit Srost vest, denn rost nicht der liebe r Meine seyn. Von der Begierde zu Sott und Jesu. 353 soͤhnet mit uns Armen: Wenn wir auf den im Glauben sehn, so muß sich GOtt erbarYmen. 4. Drum, Suͤnder, druͤckt dich deine Schuld? So falle GOtt zu Fusse: Es folgt gewisse Gnad und Huld auf wahre Reu und Busse. ODes Glaubens⸗Kraft, die alles u. zu Schanden werden las⸗ en.—— 3 ö ů . So troͤste dich/ erloͤster Christ! Wie groß auch sey der Schade? Ob gleich die Suͤnde maͤchtig ist. weit maͤchtger ist die Gnade. Denn Christi Blut macht alles gut, was er damit erworben, mißt dir GOtt zu, als waͤrest du, wie 00 weiß GOtt ans Hertz zu fas⸗ Christus selbst gestorben. en, dasselbe bricht, und kan dich Eph. 3, 19. Auch erkennen, daß ꝛc. 579. Mel. O JEsu Christ meins. A Liebster, zeuch mich von der Erden, laß meine Seele imlisch werden, nim, was ist ir⸗ isch, von mir hin, und daͤmpf in mir des Fleisches Sinn. 24 Wie selig sind dieselben See⸗ len, die dich zu ihrer Lust erwaͤh⸗ 900 die sich losreissen von der Velt, die auch lfuͤr uns nichts in sich halltt.. 3. Ach! laß mich dieses wohl be⸗ dencken, und ohn Aushoͤren mich bersencken in dich,das eintzge wah⸗ te Gut, mit Seel und Geist mit Sinn und Muth. 4. So kan ich mich in dir erge⸗ tzen, nichts kan von allen mich ver⸗ letzen, was diese Welt auf mich ge⸗ 1 das Finstre muß mir wer⸗ ben Licht.* . Diß ist die Burg der Ruh und Freude, hier siege ich, wenn ich schon leide, hier kaͤmpfe ich in „O sauge seiner Lie⸗ eSaft. . Drum mil ich mich ihm wil⸗ lig lassen, was irbisch ist, von Her⸗ gen hassen, hergegen richten mei⸗ nen Sinn aüf das was ewig bringt Gewinn. 7. Hieizu gib deines Geistes Stürcke, vernichte nieines Flei⸗ l Wercke, so bin ich stets und Von der Begierde z u GOtt und JEsu. Ps.25/1. Nach dir, HErr, verlang. 580. M. Nun freut euch lieben. A meine Seel kan ihre Ruh im Zeitlichen nicht finden; was ich da vornehm oder thu, wie Rauch pflegt zu verschwinden: Unsterblich ist die Seel, drum muß unsterblich seyn, was ohn Verdruß dieselbe soͤll vergnuͤgen. 2. Mir ist nichts auf der Welt bewust, daß solche Ruh kan geben: Nicht Augen⸗Lust, nicht Fleisches⸗ Lust, nicht hoffaͤrtiges Leben. Drum wil ich auch nicht dencken drauf vielmehr mein Herz zu GOtt binauf und seiner Fuͤlle richten. 3. O hoͤchstes Gut, sey hier und dort mein Reichthum, Lust und Ehre: Gib/ daß in mir sich fort und sort das Sehnen nach dir mehre: Daß ich dich stets vor Au⸗ gen hab, mir selbst und allem ster⸗ be ab, das mich von dir wil ziehen 4. Hilf, daß ich meiuen Wande fuͤhr bey dir im Himmel oben? Da ich werd ewig sayn bey dir, dich schauen und dich loben? So kan mein Hertz zufrieden seyn, und findet, Gott, in dir allein dis wahre Ruh und Freude. . Hierzu gib mir von deinem Thron, o Vater, Gnad und Staͤr⸗ cke. Zerstoͤhr ü JEsu, GOttes Sohn, dos Satans Reich und Wer⸗ Fe. O Heilger Geist, steh du mir bey, daß mein Begehren dis nur une pn und du wirst auch der I 0 + Gott uͤber alles lieben. Ebr. 254 von der Begierde Ebr. 12, 2. Last uns aufsehen auf. 581. M. Wo ist mein Schaͤflein. ö Ac moͤcht ich mein nJEsun sehen, der meine Seel so hertz lich liebt, ob ich ihn gleich so ost betruͤbt; Ach! moͤcht ich aus mir selber gehen zu dem, der mich so kraͤftig ziehet von dieser Welt zu sich hinauf, bey der ich mich so sihr bemühet in meinem gantzen Le⸗ bens⸗Lauf. Ach! moͤcht' ich doch den Lieb⸗ sten kuͤssen, und preisen seine Naͤ⸗ gelmaal, die Müh und Schmer⸗ zen ohne Zahl, die er fuͤr mich er⸗ dulden müssen; Ach! moͤcht ich mich doch niedersetzen zu seinen Fuͤssen in Geduld, und sie mit Lie⸗ bes⸗Thraͤnen aud⸗ dieweil er til⸗ get meine Schuld. nen liebsten JEsum Christ, der mein Lieb und Leben ist 2. Ach! wo bleibst du doch? mein Licht! kom doch fort und saͤum dich nicht, kom doch, wesl mit grossem Schmertz auf dich wart't mein kranckes Hertz. 3. Koͤmst du nicht jeßt alsobalb, meines Lebens Auffenthalt, so ver⸗ geht vor Liebs Begier mein be⸗ truͤbter Geist in mir. . Allzeit weist du, daß ich mich nicht erhalten kan ohn dich, weil du, liebster Esu Christ, meines Lebens Leben bist.* 5. Drum so kom doch bald zu mir, und erfreue dich mit miß, sehleuß mich in die Armen ein, die fuͤr mich verwundet syn. 6. Reich mir deinen suͤsen z. Ach! laß mich mit Johanne Mund, ehu mür deine Liebe kund, liegen an deiner suͤsen Kiebesbrust, druck mich an die zarte Brust, di Und treib aus mir den Suͤnden⸗ mir ewig Wust, laß nicht die Welt mich schaffet Lust. V. Also werd ich dort und hier mehr betriegen, der ich so lang' bin froͤlich singen fuͤr und fuͤr, daß du, nachgegangen, ihr Tand sey mir liebster JEsu Christ, meines Lin gantz unbewust hinfort, damit nur bens Leben bist.** mein Verlangen zu dir geh' JEsu 1 Joh. 2, 15. Habt nicht lieb dir meine Lust. 4. Ja, ich muß noch was groͤs⸗ sers bitten, zieh' mich mein JEsu, 583. M. Alle Menschen muͤssey. u, o schoͤnes Weltgebaͤude, magst gefallen weim du will, gantz in dich, und kom du selber deine scheinbarliche Freude ist uit auch in mich, laß mich nur bloß lauter Angst umhüllt; denen die nach deinen Sitten und heilgen den Himmel hassen, wil ich ihre ½ un kommen, mach mich nur vest durch WeltLust lassen, mich vorlaugt nach dir allein, allerschoͤnstes I. sulein. Willen einher gehen, ja ruf und treib mich stets zu dir, und laß mich nicht zuruͤcke sehen, mein Heiland, so genuͤget mir. ö 5. Ich wil hinfort nun alles las⸗ sen, und solgen dir nur willig nach, auch achten gantz kein Unge⸗ mach; ich wil nun recht mein Le⸗ ben hassen, damit ich moͤge zu dir und der heisse Strahl beschweit, werde durch die Nacht derzehr nen zanft und suͤßse rasten z ich wuͤnsch itzt bey dir zu seyn, alloy 2. Muͤde, die der Arbeit Menge wuͤnschen, daß des Tages ⸗Lange daß sie nach so vielen Lasten, kön fuͤr die ich koͤnte l JEsulein. 4. Andt len, und d. gehn, ihre und da stehu, ich n gel schwing el, ewig oͤustese F. Tauf gen, und Ach wuͤrd Ey so kar mein beste von dieser ewig um JEsulein. 6. Kom, Bruder, k sort, loͤse der, bringe es mag,/ w du kanst m Denn durt zu dem sche . Ach de eute nocl am an de das Haus d ich nut We gel grossen Bottheit IEsulein. u Doch en/ und d Saal jetzt en schat Thraͤnem Faden spin Sinnen u seyn, allerse deinebznad, und fuͤhre mich zu dei⸗ nen Frommen, gib selbst zu allen Rath und That. ö Hohel. Sal. Sage mir an, du, den. 58½2. M. Nun komt der Zeyden. An wann koͤmt die Zeit her⸗ an, daß ich moͤge schauen mei⸗ schoͤnstes IEsulein. 110 3. Ach moͤcht ich in deinen A nien, fo/ wie ich mirs wünseheh wollt, allerliebster Schatz, erwaßz mien/ so wollt ich das finste Gohh das in Ophir wird Lecre yf. 12, 2. X Va· M. N D unbe ꝰ an we nell na⸗ auf lach k⸗ on und Jasu. 35⁵ Thrist, der 2 du doch? Hfort und doch, weil auf dich dertz.. t alsobalb, halt, so ven⸗ mein be⸗ aß ich mich dich, weil ist, meines och it uur, * mit mih nen ein, die 7— Liebe kund, e Brust, N xt und hit fur, daß du, meines Li icht lieb di. hen müssen. zeltgebaͤude, dem du will, reude ist mit denen die wil ich ihie ich vorlangt hoͤnstes JE rbeit Menge Abeschweis, ages⸗Lange Lasten, köi cht 1. ˙ rasten zi seyn, allh in deinen 70 s wünsche chatz, erwaß foi nste Golh arabei ö 5 um dich seyn, allerschoͤnstes α 5 unbegreiflich hoͤchstes Gut, für die Ergotzung haben⸗ wenn ich koͤnte bey dir seyn, allerliebstes JEsulein. 25 4. Andre moͤgen durch die Wel⸗T len, und durch Wind und Klippen gehn, ihren Handel zu bestellen, und da Sturm und Noth aus⸗ stehn, ich wil meine Glaubens⸗Flu⸗ gel schwingen an der Sternen⸗Huͤ⸗ el, ewig da bey dir zu seyn, aller⸗ oustes JEsulein. F. Taufendmal pfleg ich zu sa⸗ gen, und noch tausendmal dazu: Ach wuͤrd ich ins Grab getragen! Ey so kaͤm ich ja zur Ruh, und mein bestes Theil das würde frey von dieser Leibes⸗Burde, je und sulein. 6. Kom, o Tod, du Schlases Brnder, kom und fuͤhre mich nur sort, loͤse meines Schifleins Ru⸗ der/ bringe mich zum sichrenPort, es mag, wer da wil dich scheuen, du kanst mich vielmehr erfreuen; Denn durch dich kom ich hinein, zu dem schoͤnsten JEsulein. . Ach daß ich des Leibes Kercker Lame noch verlassen muͤst, und am an den Sternen⸗Ereker, wo das Haus der Freuden ist, da wollt ich ntt Wortgepraͤnge bey der En⸗ gel grossen Menge, ruͤhmen deiner Bottheit Schein, allerliebstes Esulein., ö ö 8. Doch weil ich die Seelen⸗Au⸗ eu, und den guldnen Himmels⸗ Saal jetzt nicht kan nach Wuͤn⸗ Tün schauen, und muß hie im Thraͤnen Thal noch am Kummer⸗ aden spinnen, ey so sollen meine innen unterdeß doch bey dit seyn, allerschoͤnstes JEsulein. Hf. 6, a. Wie der Hirsch kchreyet. lichkeit, und giebst der Weit das 5⁴. M. Nun last uns den Leib. an welchem klebt mein Hertz und Muih, ich dürst, o Lebenst . Ich bin ein Hirsch, der durstig ist von grosser Hitz; du, JESu, bist fuͤr diesen Hirsch ein Seelen⸗ ranck, erquicke mich, denn ich bin kranck. 3. Ich schreye zu dir ohne Stimm, ich seufßze nuͤr o HERR, vernim, vernim es doch, du Gna⸗ Seel. und labe meine duͤrre ee + ö 4. Ein frisches Wasser fehlet mir, HErr JIEsu, zeuch, zeuch mich nach dir! nach dir ein gros⸗ ser Durst mich treibt, ach waͤr ich dir nur einverleibt. J. Wo bist du denn, o Braͤuti⸗ gam? Wo weidest du, v GOttes: Lamm? An welchem Brunnlein ruhest du? Ich duͤrste, laß mich auch Ich ö 6. Ich kan nicht mehr, ich bin zu schwach,/ ich schreye, duͤrstẽ und ruf dir nach: Der Hirsch muß bald gekuͤhlet seyn, du bist ja sein/ und er ist dein. J. Meander. Ps. 119, 81. MeineSerlverla nget S. Mel. Was mein SOtt wil. Ge auf mein's Hertzens Mor⸗ gen⸗Stern, und werde mir zur Sonne: Geh auf, und sey von mir nicht fern, du hoͤchste Seelen⸗ Wonne. Erleuchte mich gantz in⸗ niglich, daß ich in deinem Lichte noch diesen Tag erblicken mag dein liebstes Angesichte. ö 2. Ich wuͤnsche nichts, als dich zu sehn, hab auch sonst kein Ver⸗ langen; ach! wenn wird es doch nur geschehn, daß ich dich werd umfangen? Du bist das Licht, das mein Gesicht alleine wil erblicken, du bist der Strahl, der allemal kan meine Seel erautcken. 3. Du bist der Glantz der Herr⸗. Leben, dein Anblick macht noch je⸗ derzeit mich in dem Himmelst chwe⸗ ben: Dein Frenden · Schein macht meine Pein mir uͤber Zuckersüsse; telll nach dir, ach hilft ach uiL ach kom zu mürt ö deins Mundes⸗Kuß deins Gelstes e Guß, 356 von der Begierde Ouß, macht, daß ich gantz zer⸗ fliesse. AIel 10 4. Wo bist du/ schoͤnster Brau⸗ tigam, o auserkohrner Knabe? wo bist du, suͤsses GOttes Lamm, daß ich mich mit dir labe? Kom doch geschwind, duch Ottes⸗Kind! kom, kom, daß ich dich vreise, und dir Lob, Ehr und Danck und Ruhm aus Hertzeus⸗Kraft erweise. J. Det Leib wird matt, die Seel schwach, die Augen stehn voll hraͤnen, der Mund verblaßt ruft ach und ach! das Hertz ist voller Sehnen. OIEsulein, mein Freu⸗ denschein, du kanst müch ja erqui⸗ cken: Verzeuch doch nicht mit dei⸗ nem Licht, mich gnaͤdig anzu⸗ blicken! Joh. Angelus. 3 Petr. 3, 11. 12. So nun das alles 886. M. Es ist gewißlich an der Ott Lob, ein Schritt zur Ewigkeit ist abermal vollen⸗ det: Zu dir im Fortgang dieser Zeit mein Hertz sich sehnlich wen⸗ det. O Quell, daraus mein Le⸗ ben fleust, und alle Enade sich er⸗ geust in meine Seel zum Leben. 2. Ich zaͤhle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzulange, is es erscheine, daß ich gar, o Le⸗ ben, dich umfange, damit, was sterblich ist in mir, verschlungen werde gantz in dir, und ich unsterb⸗ lich werde. 27 3. Vom Feuer deiner Liebe gluͤht mein Hertz, daß sich entzuͤn⸗ det was in mir ist, und mein Ge⸗ müth sich so mit dir verbindet, daß du in mir, und ich in dir, und ich doch immer noch allhier wil naͤher in dich dringen 4. Ol daß du selber kämest bald, „ich zahl die Augenblitke, kom doch eh mir das Hertz erkalt, und sich zum Sterben Icent Kom doch in deiner Herrlichkeit! schau, dei⸗ ne Braut hat sich bereit' t, die Len⸗ den sind umguͤrttt 5. Und weil das Oel des Getstes auch selbst von innen nah, und ich in dir zerflossen, so leuchtet mir dez LebensLicht, und meine Lamp' ist zugericht, dich froͤh pfangen. 0 6. Kom, ist die Stimme deiner Braut, kom, rußfet deine From⸗ me, sie ruft und schreyet uͤberlaut: Kom bald, ach ö So komme dann, mein Brautiz Lam Du kennest mich, v GOttes 2905 daß ich dir bin vertranlet. 29740 faͤllt, daß ich mit Hertz und Mun⸗ de dich kommen heisse, und daraus von nun an richte meinen Laut, daß ich dir kom entgegen. 1503 8. Ich bin vergnuͤgt, daß mich nichts kan von deiner Liebe tren nen, und daß ich frey vor jederman dich darf den Braͤutgam nennen, und du, o theurer Lebensj⸗Fuͤrst! Dich selbst mit mir vermahleh wirst und mir dein Erbe schencken 9. Drum preis ich dich ans Danckbarkeit, da der Tag Stund, Jahr,] sich geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt noch mals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an di Pfort Jerusalems dort yben. sig sind, und meine Kuie wancken, so biet mir deine Hand gesahwind in meines Glaubens⸗Schrancken, damit, durch deine Kraft mein Hertz sich staͤrcke, und ich Himmel waͤrts ohn unterlaß aufsteige! 11. Geh Seele! frisch im Glau⸗ ben dran, und sey nur unerschrot cken, laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken: So dir derLauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleucht, mit Fluͤgeln süsser Liebe.* Seele ist zu dir schon aufgeflogen, du hast, weil if i wir anegegossen, du mir „ 12.O JEsu meine du voll Liebe bist, mich gantz zrdit 8agen lich zu ynu JEsu! komme. och sey dir gantz anheim gestellt die rechte Zeit uud Stus de, wiemol ich weiß, daß dirs g.f 10. Wenn auch die Haͤnde lan gezogen: Stund un der Ewigk keit, weil sam handl Gott leb und ausser 4. Nach le hat ma tracht't, u drauffe/ dr da er fleiß den zu sey woran ich in dich, m Zeige mir x sonmec nmag, gaͤntzlich u steren Her 2. Staͤr len von i h/ und ich tet mir des Lamp' ist h zu en me deiner ine From⸗ uͤberlaut: * komme. in Braͤuti 5o GOttes vertraulet. ntz anheim 25 Stull⸗ ö ste aß dirs ge⸗ und Mun⸗ und daraus en Lauf, daß , daß mich Liebe tren⸗ r jederman im uennen, hens/Fuͤrst. vermaͤhleh schencken. hdich ans ag Stund, nd also auch chritt noch reite hurtig lange aͤn die tyben. Haͤnde las lie wancken, Huanchen Schrancken, wraft mein ich Himmek issteige! ch im Glau⸗ r unerschroz üder rechten It ablocken: sam deucht) fleucht, mit Seele ist du hast, weil gantz zn dit gzzogent zu GOtt und JeH. 357 gezogen: Fahr hin, was heisset Stund und Zeit! ich bin schon in der Ewigkeit weil ich in JEsn lebe. Aug. Herm. Franck. Ps. 34/ 3. Meine Seele verlanget. „M.uch was soll ich Zunder Ich wil einsam und gemeinsam mit dem eingen GOtt um⸗ gehn; und die Sinnen halten in⸗ nen, was nicht GOtt ist, lassen stehn, das Getuͤmmel und Ge⸗ wümmal wil sich nicht zu mir ver⸗ ehn.* 4. O du suͤsse, stilleWuͤste, da all das Geschoͤpfe schweigt, da das Hertze oͤhne Schmertze sich zum grossen Schoͤpfer neigt, und der Hande Unteryfande seinem schoͤn⸗ sen JEsu reicht. 3. Mir hier stincket was da blin⸗ cket, nach der eitlen Herrlich⸗ keit, weil ich einsam und gemein⸗ sam handle mit der Ewigkeit: mit Gott leb ich, an GOtt kleb ich in und ausser aller Zeitt. Nach derStille, ohn Gewuͤh⸗ le hat mein Heiland selbst ge⸗ tracht t/ und im Hause, und nicht drauffe/dreyßig ahre zugebracht, da er fleißig, jn das weiß ich, vor Gotts Pforten hat gewacht. . Himlisch Wesen! laß gene⸗ sen mich in deiner Gegenwart und hergegen gantz ablegen Esaus Welt⸗gesinnte Art, die das Brau⸗ sen liebet draussen, und sich nicht vorm Feind bewahrt. Ps. 63, 9. Meine Seele hanget dir. 588. In eigener Melodey. ¶Esu, Jehovah, ich such und ver⸗ lange, mit dir alleine verbun⸗ den zu seyn, reiß mich von allem, woran ich noch hange, setze mich in dich, mein Ursprung/ doch ein: Zeige mir klaͤrlich mein tiefes Ver⸗ derben, alles auch, was dir zuwider seyn mag/ laß mich dir leben, und gaͤntzlich mir sterben, sey du im fin⸗ steren Hertzen mein Tag. 2. Staͤrcke die Kraͤfte der See⸗ len von innen, daß ich die Wir⸗ ckung des Geistes empfind, nim dir gefangen meinReden und Sin⸗ nen, leite doch, JEsu, dein strauch⸗ lendes Kind; ich wil verlieren mich/ wo ich mich finde, gib nur, mein JEsu/Vermoͤgen dazu, gib, daß dürch deine Kraft gaͤntzlich verschwinde, was da verstoͤhret die innere Ruh.„ 3. O! daß mein Leben mit gan⸗ tzem Ernst hielte deine Gebote von Hertzen allezeit, ach! daß mein Sinnen auf JEsum nur zielte, s ich bin, leiber! von dir noch gar weit. JEsu, der du mir das Wol⸗ len gegeben, gib mir doch feruer durch deine Genad, daß ich bezei⸗ ge mit heiligem Leben, mich ein Kind GOttes in fleißiger That. 4. Hoͤre doch, JEsu, mein Seuf⸗ zen und Girren, such doch, mein Hirte, dein irrendes Schads, lab nich in Trauren verfuͤsse die Myrrhen, wecke die Se ele vom suͤndlichen Schlaf, wandle das Wissen in wahres KraftWesen, daß nicht von aussen ich christlich nur schein, rein ge mein Hertze und laß mich genesen, daß ich in Wahr⸗ heit mich nennen kan dein. 5. JEsu, wenn wirst du mich einmal erquicken, sieh doch, wie druͤckt mich die Buͤrde der Sund; soll ich dich, Liebster, nicht troͤstlich erblicken, kom doch, bedraͤue das Meer und den Wind, friedlichster JEsu, ich hoff auf Erxbarmen, birg doch nicht ewig dein Antlitz vor mir, edelster Reichthum der geist⸗ lichen Armen, fuͤll die nothduͤrfti⸗ ge Seele mit dir. 6. Guͤtigster BEsu, vernim doch mein Flehen, sieh wie die hungrige Seele so matt, liebster Immanuel, laß es geschehen, ma 6 mich doch einst mit dir selber recht satt; Je⸗ nes mal, sprachst du: Das Volck moͤcht verschmachten, wenn du ungessen sie von dir ließ't gehn, ewige Liebe! wie wolltst du nicht 3 3.* ach —— —.— .. RRSEEDTE— 255 Von der Begierde achten, wenn du die Seelen ver⸗ hungern sollest sehn? 7. Gnaͤdigster Esu, ich wil nun bloß hangen an der Verheissung und troͤstlichem Wort: Welche da bitten, die sollen empfangen, wie du selbst redest, mein gͤtigster Hort, ach ja! ich wil dir begierig nachschreyen mit der Canitin, und lassen nicht ab, stetes Anhalten wird mich auch nicht reuen, nein, ich laß nicht von dir bis in das Grab. U i Ps. 119, 82. Meine Augen sehnen. Vꝰ. M. Nun komt der Zeyden. Esu/kom doch selbst zu mir, und verbleibe fuͤr und fuͤr: Kom doch, werther Seelen⸗Freund, Liebster, den mein Hertze meynt. 2. Tausendmial beͤgehr ich dich, weil sonst nichts vergnuͤget mich: Tausendmal schrey ich zu dir: JE⸗ su, IEsu! kom zu mir. 3. Keine Lust ist auf der Welt, die mein Hertz zufrieden stellt, dein, o JEsu! bey mir seyn, nenn ich meine Lust allein. 4. Aller Engel Glantz und Pracht, und was ihnen Freude macht, ist mir, suͤsser Seelen⸗Kuß! ohne dich nichts, als Verdruß. . Nim nur alles von mir hiu, ich verandre nicht den Sinn: Du, JEsu, must allein ewig meine Freude seyn. ö 6. Keinem andern sag ich zu daß ich ihm mein Hertz aufthu: Dich alleine laß ich ein, dich alleine nenn ich mein. Dich alleine, GOttes Sohn, heiß ich meine Kron und Lohn. Du fuͤr mich verwundtes Lamm, bist allein mein Braͤntigam. 3. O so kom denn suͤsses Hertz! und vermindre meinen Schmertz. Denn ich schrey doch fuͤr und fuͤr: IEsu, JEsu kom zu mir! 9. Nun ich warte mit Geduld, bitte nur um diese Huld, daß du mir in Todes⸗Pein wollst ein sůs⸗ Lue. 19, 3. 4. Zachaͤus begehrete. 50. In eigener Melodey. JEsu! laß mich mit Verlangen dir anhangen, daß ich an dit habe Theil, o mein Heil 2. JEsu! laß mich meine Suͤn⸗ den recht empfinden, daß ich dei⸗ ner Gnade auch recht gebrauch. 3. JEsu! ich dein Schaͤflein schreye jotzt mit Reue: suche mich, ich bin verirrt, o mein Hirt! 4. JEsu! laß auf mein Gewis⸗ sen dein Blut fliessen, daß ich sey von Schuld und Pein los und rein. 5JeEsu! laß auch deinen Frie⸗ den mich behuͤten, daß mein Herß sür Feinden srey in dir sen. 6VEsu! mache mir auch wie⸗ der Hertz und Glieder, Fuͤsse, Au⸗ gen, Ohren, Mund gantz gesund. 7. JIEsu! ich dein Taublein girrei in der Irre, ach thu auf dein Fensterlein, laß mich ein. 8. JEsu! laß mich deine Ga⸗ ben kraͤftig laben, daß ich nur an deiner Brust suche Lust. 9. IEsn laß mich hior auf E den himlisch werden, daß mein Wandel sey bey dir/ und nicht hier. 10. JEsu! laß mich, deinen Reben, in dir leben, daß ich brin⸗ gen koͤnne Frucht, wie man sucht. II. JEsu! ich, dein Kuͤchlein, nenne dich die Heune; Gnaden⸗ Fluͤgel breiten sich uͤber mich. 12. JIEsu! laß in deinen Ar⸗ men mich erwarmen, ach! zuͤnd an die Liebes⸗Flamm, Braͤutigam! 13. JEsullaß mich mit dir krie⸗ gen und auch siegen, daß ich Teu⸗ fel, Welt und Suͤnd überwind. 14. JEsu! laß aus deinen Schrancken mich nicht wancken, daß ich dich mein Ziel ergreif, ohn Umschweif. E 15. JEsu! laß mich ja lein Lei⸗ den von dir scheiden, daß ich dein mit Seel und Leib ewig bleib. 16. JSSu! laß mir meinen Tod Glauben ja nichts rauben, daß ser JVEsus seyn. Joh. Angelusns. ich —* ich treu GOTE! 17. IE Lallen dit unmuͤndi Joh. 1, 3 9I. MN. Esus i sus i er aus sie meine Lu verzehret seinen Ot Freudene ihm entzi ihm find und was 3. JEst JEsus w Alles, alle in dem S nichts vo mir nich Wollt ihr wie JEsu 4. JE. IJEsu, I JEsu ma den Liebe sum such mich nun Uusch bl eyn. F. Nem nenue mie che michd daß ich an su! nim leine hei gen reisse Braͤutige begehrete. lodey. Verlangen ich an dir HiSie ꝛeine Suͤn⸗ aß ich dei⸗ ebrauch. Schaͤflein suche mich, Hirt! ein Gewis⸗ daß ich sey s und rein. einen Frie⸗ mein Hertz sey. RHIII rauch wie⸗ Fusse, Au⸗ ntz gesund. Taͤublein ch thu auf ich ein. deine Ga⸗ 77½ ierx auf Et⸗ daß mein nicht hier. h/ deinen aß ich brin⸗ man sucht. Küchlein, Gnaden⸗ mich. deinen Ar⸗ ch! zuͤnd an iutigam! nit dir krie⸗ aß ich Teu⸗ herwind. us deinen t wancken, rgreif, ohn ja kein Lei⸗ aß ich dein gbleib. ir meinen uben, daß ich 2—— ich tren sey bis zum Tod dir o 1 X* 17. IEsu! laß mein schwaches Lallen dir gefallen, daß ich, dein unmündig Kind, Gnade find. Joh. 1, 38. JEsus aber wandte. 501. N. Christus der uns selig. Esus ist das schoͤnste Licht, IE⸗ Vsus ist des Vaters Freude, so zu Gott und JIEsu. 359 dir noch an mir klebt, soll nicht im⸗ mer in mir bleiben, JEsus wird es schon vertreiben, wenn er mich in sich erhebt. 7. Ihr Gespielen saget mir, wo ich sinde, den ich meyne? Ach wer bringet mich zu dir? saget ihm ich sey nun seine; sagt, ich sey in ihm entbrannt und mit Liebes⸗Macht er aus sich selber spricht: Er ist durchdrungen; Emenaug wie ich meine Lust und Weide. IEsus gerungen, da ich seinen Zug erkant. ist die fuͤsse Kraft, die mit Liebe 8. Doch ich wil ihn selber sehn, mich entzundet, da mein Hertz al- ich muß JEsum selbor sprechen, leine findet was mir Ruh und und ich weiß, es wird geschehn, es Freude schaft. wird ihm sein Hertze brechen, denn 2. JEsus ist die Lieblichkeit und ich wil nicht eher ruhn, bis ich E⸗ der Seelen Lust⸗Spiel worden, er sum kan umfassen, bis er sich wird verzehrer alles Leid, er erleuchtet sehen lassen, und mir meinen Wil⸗ seinen Orden; IEsus ist mein len thun. 1300 9 7 reuden Spiel, ich bin gantz in 9. Oft hast du mich angeblickt ihm entzuͤndet, weil man alles in und gelabt mit deinen Gaben: ihm findet, was man wünscht, Doch bin ich nicht gnug erauickt, und was man wil. aach! ich muß dich selber haben; 3. JEsus wird von mir gesucht, JEsn, brich in mir herfuͤ, JEsu, JEsus wird von mir begehret: werde mir zur Sonne JEsn, JE⸗ Alles, alles sey verflucht, was mich su! meine Wonne, JElu, ach! er⸗ in dem Suchen stoͤhret; sagt mir gib dich mir. C. F. Richter. nichts von Lust und Welt, sagt Joh.6,98. Dis ist das Brodt, das. mir nichts von guten Tagen: 5o3. N.Ach was soll ichunder Wollt ihr aber ja was sagen, sagt, TéEsu, wahres Lebens Brodt, wie Esus mir gefaͤllt. 4. JEsu, JEsu! meine Ruh! IEsu, IEsu, laß dich sinden! JEsu magst du mich doch nu mit den Liebes Seilen binden. JE⸗ sum such ich nur all in, JEsus soll mich nun besitzen, last die Hoͤllen⸗ ½5 blitzen, kan ich nur in JE⸗ LHhn. F. Nenne mich nur deine Braut, nenne mich nur deine Taube, ma⸗ che mich dir recht vertraut, mache, daß ich an dich glaube, JEsu, JE⸗ su! nim mich auf, ich mil dein al⸗ leine heissen mich von allen Din⸗ gen reissen, so verhindern meinen auf. 6. Sage nicht, o Ereatur! daß ich dir noch sey verbunden: Nun hab ich die reine Spur meines Braͤutigams gefunden; Was von „Labsal in der groͤsten Noth, der du meinen Leib ernaͤhrest, und mir Kost und Tranck bescherest: Speis' doch auch mit Himmels⸗ Gut, das du selbst bist, Geist und Muth. 2. Meiise Serle ist entbrannt, und dürst't wie ein duͤrres Land; du allein kanst sie erfüllen, ihren Durst und Hunger stillen. Denn du bist selbst Speis und Tranck fur uns, die wir matt und kraͤnck. 3. Hier in dieser Wustenen, sind ich nichts als leere Spren: bittre Wasser, herbe Speise, ist die Kost auf meiner Reisc; drum bereite mir den Tisch, dran sich Hertz und Seel erfrisch. 4. Theil in meinem Hertzens⸗ Haus dein verborgues Manna 34 aus, *½ ———— —..— 960 Von der Begierde aus, laß dein Bruͤnulein reichlich fliessen, und sich in mein Inners giessen, daß des Lebens⸗Wasser mich starck und labe suͤßiglich. 5. Denn ein Brosam deiner Kraft, und ein Troͤpflein von dem Saft, der aus deinem Hertzen quil⸗ let, und des Geistes Durst mir stil⸗ let, ist mir lieber als ein Meer des⸗ fen, was die Welt reicht her. 6. Geht die Vorkost suͤsse ein, wie wird nicht die Fuͤll erfreun? thun mir wohl die ersten Gaben, wie wird nicht die Erndte laben! laß mich, bitt ich, o mein Heil, doch guch bald dran haben Theil. 7. Dann bleibt dir in Ewigkeit wahrer Danck und Preis bereit: Hier in diesem armen Leben kan ich dich nicht gnug erheben; aber dort in jenem Reich lob ich dich, den Engeln gleich. Pf.63,2. GOtt, du bist meinGOtt. Y93. M. Nun komit der Heyden. Riebster JEsu, du wirst kommen, zu erfreuen deine Frommen, die bedraͤnget sind allhier, JEsu! mich verlangt nach dir. 2. Ach! so laß mich deine blei⸗ hen, laß mich deinen Geist stets lreiben, daß du allzeit wohnst in mir/ JIEsu mich verlangt nach dir. 3. Richte, VEsu! meine Wege,. hahne du selhst meine Stege, laß mich seußen fuͤr und fuͤr: JEsu ꝛe. 4. Kom doch, JEsu, mein Ver⸗ gnuͤgen! in mein Hertz, laß mich Raicht liegen vor des Fleisches Suͤn⸗ den⸗Thuͤr: JEsu mich verlangt ze. . An dir hanget meine Seele, ohne dich ich mich recht quaͤle, oh⸗ ne dich vergeh ich schier, JEsu ꝛe. 6. Bilde du dein schoͤnes Wesen in mein Hertz, das du erlesen, spie⸗ Nle du dich selbst in mir, JEsů de. . Eya, JEsu! schoͤnste Wonne, schein in mir, du Lebens⸗Sonne,es ist nichts am Leben hier, JEsu ꝛe. . Treufle deineviebes⸗Tropfen, die dein Bild in mir einpfroyfen/ H JEsu mich verlangt nach dir. 9. Halte meine Seele veste, du bist ja der Allerbeste, ach! daß ich dich nicht verlier, su mich ꝛe. 10. Allerliebster Hertzens⸗ Freund! der es eintzig gut ge⸗ meynt, halt mich bis du hriehst her⸗ für: JEsu mich verlangt nach dir. Ps. 143/ C. MeineSeele duͤrstet u. 594. M. O Gchet du frommer. Isu, meine Lust! o Leben meiner Seelen! wenn russt du mich herfuͤr aus dieser Traner⸗ Hoͤlen? Wenn werd ich einst be⸗ freyt dich/ liebster NEsu, sehn, und zu dir in dein Reich mit vollem Spriugen gehn? a. O du niein Auffenthalt/ mein Leben, meine Wonne, mein eintzi ger Gewinn, und rechte Freuden Geist schreut stets, o GOtt/ zu dir wenn werd ich schauen dich, o JE⸗ su meine Ziern!! 3. Ich deuck an jene Zeit, da ich zu deinen Freuden, HErr JESu, werd eingehn, nach lang⸗gewaͤhr⸗ tem Leiden. Wie grosse Frend und Lust wird denn bey mir ent stehn, wann ich in deinem Licht dich ewig werde sehn. 4. Alsdenn so wirst du mich zů deiner rechten stellen, und mir, als deinem Kind, ein guadig Ur⸗ theil faͤllen, mich bringen zu der de schauen an, in alle Ewigieit. 3. Ach! daß ich heute noch vo hinnen moͤchte scheiden, und daß ich kaͤme bald zu jenen Himmels⸗ Freuden. noch die Welt verlassen muͤst, und kaͤme an den Ort, da nichts, als Freude ist. 6. O du mein liebster Schatz! wenn wirst du mich hinfuͤhren zu solcher Herrlichkeit, und mit der Wonne zieren, die du mir hast he⸗ jenem geh durch meines Hertzeng Thüͤr, ö Sonne! mein Hertz, und gautzer Lust, wo deine Herrlichkeit ich wer· Ach! daß ich heute reit? wenn kuͤß ich dein Brust in jenem Fret meine Lust Joh. 4½5. 595. In ebens sue e helle sich al Seelen ein . Du s in trincker nahret, d imlische E en; Er⸗ Quelle her beseligen k 3. Hier mich dürst 7. Du kanst Armen ni wie elend giebst du nur hin. 4. Du s Seele und gabest/ find man dich suͤsset, s springet d kucke dert F. Dru wies deind lich versin Meerd riebe m zum Him mein Hert 6. Wer was schen mit Freu Denn alle vom Kelc cken im Le dort ewig 7. Dru mein JEs Heerden wo Freyud n/Thü ch dir. 005 deste, du daß ich nich ke. Hertz ens· gut en richst her tnach 4W———— rommen. o Leben venn russt r Trauer⸗ heinst be⸗ sehn, und lit vollem halt, meiz nein eintzi Frenden⸗ ud gantzer tt/ zu dir ich/ o IC. zei I/ 50 0 rr JCESu, gigewaͤhr. sse Frend ymitent ⸗ nem Licht du mich zu und mir, gnadig Ur⸗ gen zu der rit ich wer⸗ wigkeit. te noch voß „ und daß Himmels⸗ ich heute. muͤst, z nichts, als ter Schag! nfuͤhren zu nd mit der nir hast he⸗ ne Brust in jenem zu Gott und IEsu. — 361 jenem Freuden⸗Saal, o JESu, meine Lust! M. Avenaxius. Joh. 475. Syricht das Weib zu. 595. In eigener Melodey. D Ursprung des Lebens! o ewi⸗ ges Licht! da niemand ver⸗ Wens sucht was ihm gebricht. Lebend. e Quelle, so lauter und helle Uch aus seineni heiligen Arm⸗ el erglest, und in die begierigen Se einfliest. 3. Du sprichst: Wer begehvet iu trincken von mir/ was ewiglich ö naͤhret) der komme, allhier sind Gaben, die suͤßiglich la⸗ en; Er trete im Glauben zur Quelle heran/ hier ist was ihn m ig beseliden Kan. 3½ Hier kom ich mein Hitte, mich dürstet nach dir; O Liebster! Du a dein Schaͤflein allhier. Du kanst dein Versprechen mir Armen nicht brechen, du siehest, wie elend und duͤrstig ich bin, auch giebst du die Gaben aus Gnaden nur hin. 4. Du süsse Fluth labest Geist, Seele und Muth/ und wen du bo⸗ gabest, findt ewiges Gut. Wenn man dich geniesset, wird alles ver⸗ fuͤsset, es jauchzet, es singet, es springet das Hertz, es weichet zu⸗ kuͤcke der traurige Schmertz. V. Drunt gib mir zu trincken, wies dein Wort verheist, laß gantz lich versincken den sehnenden Geist Meer deiner Liebe; Laß heilige riebe mich immerfort treiben zum Himmlischen hin, es werde mein Hertze gantz truncken darin. 6. Wenn du auch vom Leiden 0 was scheuckest mir ein, so gib/ dir mit Freuden gehorsam zu seyn. Denn alle die, welche mit trincken vom Kelche, den du hast getrun⸗ cken im Leiden allhier, die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch werden, mein JEsu, erquickt, da, wo deine Heerden kein Leiden mehr druͤckt, no Freude die Fuͤlle, wo lieblicheh 3 Stille, wo Wokust, wo Jauchzen, W Herrlichkeit wohnt, wo heili⸗ ges Lebeu wird(Hig belohnt. Sir. 24, 28. 29. Die Weisheit. ⁰v— Y. Valer wil ich dir geben. ( cha, über alle Schaͤtze/ oFE⸗ su! liebüer Schatz, an dem ich mich ergoͤtze, hier hab ich einen Platz in meinem treuen Hertzen, dir Schoͤnster, zugetheilt, weil du mit deinen Schmertzen mir mei⸗ neu Schmertz geheilt. 2. Ach Freude mieiner Freuden! du wahres Himmel⸗Brodt! da⸗ mit ich mich kan weiden, das miei⸗ ne Seelen⸗Noth gantz kraͤftiglich kan stillen, nud mich in Leidens⸗ Zeit erfreulich übersfuͤlen mit —1 und Süßigkeit. Laß, Liebster, mich erblicken i freundlich Angesicht, mein Hertze zu erguicken kom, kom, mein Freuden,Licht, denn ohne dich zu leben ist lauter Hertzeleid, Lor deinen Angen schwehen ist wahre Seligkeit. 3. Qreiche Lebens⸗Quelle, 8 IEß u süͤsse Ruh, du treuerEreutz⸗ Geselle, schlag nach Belieben zu, ich wil geduldig leiden, und soll mich keine Pein, von deiner Liebe scheiden/ noch mir beschwerlich seyn. à. Mein Hertze bleibt ergeben dir immer fuͤr und fuͤr, zu sterben und iu leben/nud wil vielmehr mit dir im tiefsten Feuer schwitzen, als Schoͤnster! ohne dich im Paradie⸗ se suzen/ veracht und jaͤmmerlich. 6. O Herrlichkeit der Erden! dich mag und wi ich nicht, mein Hoist wil himlisch werden, und ist dahin gericht t, wo JEsus wird geschauet, da sehn ich mich hinein, wo JIEsus Huͤtten bauet, denn dort ist gut zu senn 7. Nun, ISu mein Vergnüͤ⸗ gen, kour hole mich iu dir, in dei⸗ neni Schooß zu liegen, kom mei⸗ ner Serlen⸗gZier, und setze 1415 5 36½ aus Gnaden in deine Freuden⸗ Stadt, so kan mür niemand scha⸗ den, so bin ich reith und satt. M. Sal. Uischkow. Ps. 34, 11. Aber die den. HErrn ꝛe. 597. M. Eins ist noth ach Err. e Esu, Ehren⸗Rönig, du mein Schatz, mein Brau⸗ tigam, edler Hort, ach nur ein we⸗ nig richt dein Aug auf mich, mein Lamm. Voll bruͤnstiger Liebe und beissemVerlangen, erwartet mein Hertz, dich, mein Heil, zu umfan⸗ gen, bereite mich/ tilge die fuͤndli⸗ che Art, o Jsu, sey inniglich mit mir gepaart. ö 2. Nichts als dich, HErr, ich er⸗ waͤyhle, reinige nach deinem Sinn, Geist und Leben, Leib und Seele, nim mich dir gantz eigen hin. Er⸗ wecke durch deine heilbringende Gnade/ mein Hertze, zu lauffen im goͤttlichen Pfade, nur dieses allei⸗ ne, was koͤstlich mein HERR IESn, und wuͤr⸗ cke in mir. ö 3. Quelle, die das Leben guillet, deiner Stroͤme Suͤßigkeit, sey mein Labsal, so da stillet Hertzeus⸗ Angst, der Sünden Leid, unendli⸗ cher Ausfluß der gͤttlichen Fülle, verbinde mich mit dir in heiliger Stille. Ruͤck alle Gedancken nur Himmel/ werts hin, tritt unter die Fuͤsse den irdischen Sinn. 4. In dir werd ich ja erguicket mit der reinen Engel⸗Lust! so mich deine Liebe drücket an dein Hertz und deine Brust; Fried, ewige Liebe, Freud, hertzlich Erbarmen das traͤncket, ergoͤtzet und saͤttigt mich Armen, ein volles Meer dei⸗ ner unendlichen Guͤt, mein JEsu, ergeußt sich itzt in mein Gemuth 5. Liebster/ hilf, daß ich auch treulich unverrüͤckt im Glaubens⸗ Lauf dieses Kleinod, das sehr hei⸗ hebe auf! Es lig, still und kiüglich moͤgen alsdenn gleich die Kraͤste der Hoͤllen mit ihrem Anhange sich wider mich stellen, Geist, vor dir, schaff, Von der Begierde Macht, Kerift und Stäͤrcke legt JEsus mir bey, er selber hilst sie⸗ gen und machet mich frey traͤncket, das, was mich ergoͤtzt al⸗ ein, ist in JEsu mir geschencket, koͤnt auch was erwuͤnschter seyn? Stimt alle die Hertzen zufammen im Loben, Licht, Leben, Heis, Gna⸗ de erschei etvon oben. Fur allen hebt Himmelzauf heilige Händ. Gott staͤrckt uns! o JEsu, hilf siegen ohn End. Matth. 6/ 21. Wo euer Schatz ist. 798. M. Jlsu der du meine S. We mein Schatz liegt, ist mein Hertze; was ich lieb, da le⸗ be ich; Wo es licht ist, brennt die Kertze der Begierden bruͤnstiglich. Kan das Schwere von der Erden schon nicht leicht gezogen werden; Ziehet doch mein Liebs Magnet alles, was von ihm ausgeht. 2. Ach! daß meine Seelzerflies⸗ sen und wie Wachs zerschmeltzen koͤnt, wenns die Sonne koͤnt, durchschiessen, daß sie seine Haͤrte wend. O! koͤnt mich die Lieb en weichen, seine Saͤnfte zu erreit chen; Wuͤrde nicht der harte Sinn als zerschmoltzen fallen hin? 3. Kom, o HErr, und sprich die Worte deines Geistes in mir aus; oͤne mir die Liebes⸗Pforte schein ins dunckle Seelen⸗Haus, bis dein Strahl mich gantz durchblitze, und in voller Brunst erhitze, daß ich wie zerflossen ste), und nach deinem Wort ausgeh. 4. IE su, aller Leben Leben, ist doch nichts so starr und hart, dem du nicht kanst Waͤrme geben, daß es werde lind und zart: Wenn es nur sich dir dertrauet, auf dich im Gehorsam schauet; solltst du mich nicht weg von mir ziehen koͤnnen hin zu dir? ö ö 5. O! ich wil so lange flehen, bis ich deinen starcken Zug in mit werde siegend sehen, zů befoͤrdern ö ö meinen 6. Lauter Wollust mich unn ö meinen Fl raphinen, rinnen, u sicht ist an 6. Wie Sohne he daß er ewi in ihm ble IEsu, wi Glieder zu Lieb, dure Leben bis Sohn ver ꝛu Ehren, mir viel gegruͤsset ich wil sor nen geer kůssen. blutigen Haͤnden Drein wi christlich Himmel⸗ 13. Es gleich wů chen JEsu Es möger ner drein IEsu doe Und verbleiber ewig kein . Der schmaͤchti Freuden! Das weiß Arcke legt rihilst sies⸗ ehν N. mich uun ergoͤtzt ali eschencket, hler seyn? zusammen Heil, Gna⸗ Fuͤr allen g96e Hünd. Csül,Hif Schatz ist meine S. t/ ist mein lieb, da le⸗ breunt die uͤnstiglich. der Erden en werden; O3Magnet zgeht. deel zerflies⸗ rschmeltzen nne koͤut, seine Haͤrte die Lieb ein e zu erreit harte Sinn hin? d sprich die in mir aus; forte schein us, bis dein hblitze, und daß ich wit ach deinem n Leben, ist d hart, dem geben, daß Wenn es auf dich im ltst du mich hen koͤnnen unge flehen, Zug in mir zu befoͤrdern meinen zu Gott und JEsu. 363 meinen Flug nach den obern Se⸗ raphinein, die im Liebes⸗Feur zer⸗ rinnen, wenn dein lichtes Ange⸗ sicht ist auf ihrei Dienst gericht. 6. Wie der Vater mich zum Sohne hat gezogen in der Buß, daß er ewig in mir wohne, und ich in ihm bleiben muß; also zeuch, o IEsu, wieder mich und alle deine Glieder zu des Vaters Staͤrck und Lieb, durch erneutenLiebes⸗DTrieb. 7. Denn das neu⸗gebohrne Le⸗ ben, das von dir oJEsu ist, wil sich wieder einergeben, in dich, der du Leben bist. So kan denn der Sohn verklaͤren seinen Vater ihm zu Ehren, wenn er ihm nun wieder giebt gantz vollendet, was er liebt. 8. Vater, kennst du deinen Saa⸗ men, der die pure Gottheit preist? So verklaͤhre deinen Namen, wel⸗ cher JEsus in mir heist, der sich wesentlich ausbreitet in den Geist, den du bereitet dir zur Freude, mir zum Heil; Goͤttlich Leben ist mein Theil.— 0 9. So find ich den Ursprung wie⸗ der, leb in goͤttlicher Natur; ichts zeucht mehr zur Erden nie⸗ der die verneute Creatur. Leib und Seel mag mir vergehen, GOttes Sohn bleibt in mir stehen. Selig, wer in sich so fuͤhlt, wie die Gott⸗ heit in ihm spielt. Von der Freudigkeit des Glaubens. Phil. 3, 7. Aber was mir Gewinn. 599. M. Ich liebe dich hertzlich. HAch! alles, was Himmel und Erden umschliesset, sey von mir viel tausendmal schoͤnstens gegruͤsset: Was hoͤren kan, hoͤre, ich wil sonst nichts wissen, als mei⸗ nen geereutzigten IEsum in küssen. 2. Ich rühme mich eintzig der blutigen Wunden, die IEsus an Haͤnden und Fuͤssen emofunden: Drein wil ich mich wickeln recht christlich zu leben, daß einstens ich Himmel⸗an froͤlich kan streben. 3. Es mag die Welt stuͤrmen, gleich wuͤten und toben, den liebli⸗ chen JEsum wil dennoch ich loben: Es moͤgen gleich Blitzen und Don⸗ ner drein knallen, so wil ich von IEsu doch nimmermehr fallen. 4. Und wenn es schon sollte in Trümmern zergehen, daß nichtes mehr bliebe auf Erden bestehen; so soll doch mein Hertze bey JEsu verbleiben, von welchem mich ewig kein Teufel soll treiben. F. Denn JEsus betrachtet die schmaͤchtige Hertzen, versuͤsset mit Freuden die bittere Schmertzen: Das weiß ich nun alles, drum wil ich nicht lassen von meinem Hertz⸗ JEsu, ich muß ihn mmaffen 6. Ach sehetl mein JEsu koͤnit sreundlich gegangen, und wil mich fuͤr Liebe fast hrünstig umfangen: Pert wolle. o liebliches eben: Wer wollte an JEsu ni immerdax kleben? Wandt 7. Auf JEfum sind alle Gedan⸗ cken gerichtet, dem hab ich mich gaͤnzlich mit allem verpflichtet, üt 9 5 mir euts fuͤr allen er⸗ lesen, so lange mich tr traͤget das 8§. Wenn Augen und Hertze i Tode sich beugen, so wi ich doch endlich mit Seuften bezeugen, daß IEus, nur JEsus, mein JEsus Ooll heissen, von welchem mich ewig kein Teufel soll reissen. Phil. 3, 13. Eines sage ich, ich ꝛc. 600. Mel. Ruhe ist das beste. Al. hinauf zu deiner Freude, meine Seele, Hertz und Sin weg hinweg mit deinem Leide, hin zu deinem JIEsu hin! er ist dein Schatz IeEsus ist dein eintzig Le⸗ ben: Wil die Welt kein'n Ort di geben, bey ihm ist Platz. 2. Fost, nur sort, steig immer weite 364 Von der Freudigkeir des Glaubens. waiter in di Hoͤh zu JEsu aufl an hinan die Glauhens'Leiter, klettre mit geschwindem Lauf! Gott ist dein Schutz. IEsus bleibet dein Beschirmer wider alle Seel⸗Be⸗ stuͤrmer, und bietet trutz. 3. Vest, sein vest dich angehal⸗ ten an die starcke JEsus⸗Treu, laß du, laß du Ott nur walten, seine Guͤt ist taͤglich neu; er meynts recht gut. Wenn die Feinde dich anfallen, muͤssen sie zurucke pral⸗ len, hab guten Muth. 4. Ein, hinein in GOttes Kam⸗ mer, die dir IEsus aufgethan, klag und sag ihm deinen Jam: mer, schreye ihn um Huͤlfe an: Er steht dir bey. Wenn dich alle Menschen hassen, kan und wil er dich nicht lassen, das glaube frey. . Hoch, so hoch du kanst erhe⸗ ben deine Sinnen von der Erd, schwinge dich, dem zu ergeben, was du hast, der dein ist werth! hein JEsus ist, der Imn dich so treu⸗ lich wirbet, und fuͤr dich aus Liebe stirbet, drum du sein bist. 2 6. Auf, hinauf, daß droben su⸗ che, trachte doch allein dahin, wo sch dein IJEsus; sonst verfluche allen schoͤnden Suͤnden Sinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwinden, nur bey JEsu ist zu sinden, die wahre Ruh. IJ. C. Schade. Nahum 1,7. Der HErr ist gütig. 6⁰¹. M. Wo soll ich fliehen hin. Drl meinen lieben GOT trau ich in Angst und Noth, der kan mich allzeit retten aus Truͤbsal, Angst und Noͤthen z mein Ungluͤck kan er wenden, steht all in seinen Handen. 2. Ob mich mein Süͤnd anficht, wil ich verzagen nicht, auf Chri⸗ stum wil ich bauen, und ihm allein vertrauen, ihtn thu ich mich erge⸗ hen im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod ninit hin, ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben, dem thu! I. D em 10 II 4. OQmein HErr IEsu Christ, der du so geduldig bist suͤr mich am Creutz gestorben, hast mir das Heil erworben, auch uns allen zu⸗ gleiche das ewge Himmelreiche, . Erhoͤre guaͤdig mich, mein Trost, das bitt ich dich, hilf mir am letzten Ende, nim mich in deine Himmelischen Freude 6. Amen zu aller Stund, sprech ich aus Hertzengrund, du wollest uns thun leiten, HErr Christ zn allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen! Amen. Sigism. Weingaͤrener. Ps. 6², 2. 3. Meine Sobs le ist stille. 60½. M. Schoͤnster Immanuel. hristen erwarten in allerley maͤchtigen Hand; mitten in stuͤr⸗ mien und tobenden Wellen sind sie gebauet auf felsichtes Land: wenn sie bekummerte Naͤchte bodecken, kan doch ihr Grauen sie wenig er⸗ chrecken.—— ANN 2. Jauchzen dieFeinde zur Rech⸗ ten und Lincken; hauet und fris⸗ set das blinckende Schwerdt; las⸗ sen doch Christen die Haupter Hertzen verklaͤrt: wůten die Fein⸗ de mit Schnauben und Toben, luben. sie GOttes Gerechtigkeit ohen. 3. Geben die Felder den Saa⸗ men nicht wieder hringen die Gar⸗ ten und Auen nichts ein: Schla⸗ gen die Schlossen die Fruͤchte dar⸗ nieder, breunen die Berge vyn hi⸗ tzigen Schein, kan doch ihr Hertze den Frieden erhalten, weil es den Schoͤpfer in allen last walten. 4. Viele verzehren in aͤngstlichen Sorgen Krafte, Gesundheit und Kuͤrtze der Zeit; da doch im Rathe ich mich ergeben, ich terb hrat ö oder morgen, moin Sdel wird Hande, daß ich selig abscheide urt Faͤllen JEsum mit seiner all reundlid Jammer, nicht sincken denen sich JEsus im Lahre aee Luen wo jedem nicht alles die ihr ei Hertzen? F. Zwei . Frer ldest; erqunken Leiden ut leben, so anders kr vrerben. 8. Voͤ Shrisus ristus Leerde Heerde ./ Sei beweiset maͤchtige den Aag en Zage Densnac traue, w sichtbarl 653 * derh n Rel wird su Christ, mich am mir das allen zu⸗ lelreiche, ich, mein hilf miz ch in deine cheide ur ud/ sprech zu wollest Christ zn hir deinen 41 Amen. gartner. le ist stille. zmanuel, allerley seiner al: en in stün en sind sie nd: wenn bodecken, wenig er⸗ I ezur Rech: t und fris⸗ erdt; las⸗ Haͤupter IEsus im u die Fein⸗ Toben, rechtigkeit den Saa⸗ on die Gaͤr⸗ u: Schla⸗ ůͤchte dar⸗ rge von hi⸗ ihr Hertze veil es den zalten. ingstlichen idheit und im Rathe wenn und ö 7¹ LII Hoͤchsten, und meide die amshen Ven der Sreudigkeit des Glaubens. 365 wo jedem sein Ende bereit: sind es nicht alles annoͤthige Sehmertzen, die ihr euch machet, o choͤrichte Hertzen In. . Zweifel und Sorge verstellen die Froͤmmen; Glauben und Hof⸗ fen bringt Ehre bey GOtt. Seele, verlangst du zur Ruhe zu kommen; hoffe, dem himmilischen Feinde zu Spott. Ob auch bie Goͤttliche Hülfe verborgen; traue dem 6. Gutes und alle erwänsche Gaben werden dir, bis man di leget ius Grab, folgen, ja wir lelbst den Himmel noch haben, ey warum sagst du den Sorgen nicht ab? Werdẽ doch in dir recht ruhig und stille; diß ist des Vaters, der droben ist, Wllle. 7. Freue dich, wenn du, statt Blicken, mancherley Jammer, Anfechtung und Not ldest; und wisse, was GOtt wi erquaken, müsse mit IEsu durch Leiden und Tod. Wilst du mit leben, so must du mit sterben, anders kan keiner den Himmel vrerben. 8. Voͤllige Wonne, verklaͤrete Freude, himlische Guter, undenck⸗ iches Heil, werden dir einsten auf ewiger Weide unter den Engeln und Menschen zu theil; welln Christus praͤchlig am Ende wird kommen, und zu sich fammlen die Heerde der Frommen. ö 9. Seine allmaͤchtjge Staͤrcke beweiset in den Ohnmaͤchtigen maͤchtige Kraft: Dann wird al⸗sch leine sein Name gepreiset, wenn er den Zagenden Freudigkeit schaft. Deninach, o JEsu, gib daß ich dir traue wenn ich die Huͤlfe nicht lichtbarlich schane. Ps. 4%, 8. Der HErr Zebaoth ist. 653. In eigener Melodev. Ein veste Burg ist unser GOtt, „ein gute Wehr und Wassen, er hilft uns frey aus aller Noth/ die uns itzt hat betroffen, der alte bose hete Feind, mit Erust ers itzt meynt, groß Macht und viel List sein grau⸗ am Rüstung ist, auf Erdn ist nicht eins glejchen. 2. Mit unser Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald vorloh⸗ ren, es stritt fur uns der rechte Manu, den GOtt hat sel st erkoh⸗ ren. Fragst du, wer er K? Er heist JEsus Christ, der Etre Ze⸗ babth, und ist kein ander GO TT, das Feld muß er behalten. 3. Und weun die Welt voll Teuf⸗ fel waͤr, und wolt'n uns gar ver⸗ schlingen, so fuͤrchten wir uns nicht o sehr, es soll uns doch gelingen: Der Fuͤrste dieser Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nicht das marht, er ist gericht't, ein Woͤrtleiu kan ihn faͤllen. +. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn, und kein n Dauck dazu ha⸗ ben. Er ist bey uns wohl auf den Plan, mit seinen Geist und Gaben. Nehmen sie uns den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib? Laß fahren dahiu, sie habens kein'n Gewinn, das Reich GOttes muß uns blei⸗ ben. D. M. Auther. Ps. 9, 10. 11. Der HErr ist des ꝛc. 6⁰4. Mel. Was mein Gott wil. 4* auf, mein Seel! verzage nicht, GOtt wird sich bein er⸗ barmen, Rath, Huͤlf, wird er dit theilen mit/ er ist eyu Schutz der Armen; Obs oft geht hart; im Rosen ⸗Gart kan man nicht allzeit ii wohl gebaut, den wil er ewig uͤtzen ne 2. Das hat Joseyh der fromme Mann, sehr ost und viel erfahren; vou David, Job, man lesen kan, sie GOtt in ihrer Noth geulddig⸗ lich behuͤtet: Denn wer GD traut/ hat wohl gebaut, wenn noch der Feind so wuͤtet 3. Trotz sey dem Teufel und der Welt,von SOtt mich abzufuͤhren: WE tüin 22• 0 Alf sitzen. Wer GOtt vertraut, hat wie sie in Unfall waren, ar ů ͤ 366 Auf ihn mein Hofnung ist gestellt 0 Gutthat thu ich spuͤhren. Denn er mir hat Gnad, Huͤlf uni Rath in seinem Sohn verheissen: Wer ihm vertraut, hat wohl ge⸗ baut, wer wil mirs anders weisen? 4. Wann boͤse Leut schon spot⸗ ten mein, mich gantz und gar ver⸗ achten, als wollt GOtt nicht mein Helfser seyn, dennoch wil ichs nicht achten; Der Schutz ⸗ HErr mein ist GOtt allein, dem hab ich mich ergeben, dem ich vertrau, vest auf ihn bau der kan mich wol erheben. V. Ob sichs bisweilen schon an⸗ ließ, als wollt mich GOtt nicht schuͤtzen, und haͤtt die Welt mein überdrieß, wollt mich auch dazu trotzen; so weiß ich doch, er wird mich noch zu seiner Zeit nicht las⸗ sen. Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut; wie koͤnnt er mich denn hassen 2 6. Drum freu dich mrine liebe Seell es soll kein Noth nicht ha⸗ bne, Welt, Suͤnd, Tod, Teufel und die Hoͤll soll ewig dir nicht schaden. Denn GOttes Sohn, der Drn, Gur e hat sie all uͤber⸗ wunden, auf GOtt vertrau, vest auf ihn bau, der hilft zu allen Stunden. V 7. Der keinen er verlassen hat, die nach sein im Willen leben, um Gnad, Huͤlf suchen frůͤh und spat, sich gaͤutzlich ihmergeben. Glaub, Lieb, Geduld, bringt GOttes Huld, darzu ein gut Gewissen. Wer Gott vertraut, vest darauf baut, der solls ewig geniessen. 8. Wer aber Huͤlf bey Menschen sucht, und nicht bey GOtt den HErren, derselb ist gottlos und verflucht, komt nimmermehr zu Ehren. Denn Gott allein wil Helfer seyn, in JEiu Christi Na⸗ men. Wer solches glaubt, und Gott vertraut, soll selig werden, Auten. Audw. aerteu, der Cor. 10, 13: GDit ist getreu, der euch nicht 5 Lerluchen üͤber. Von der Freudigkeit des Siaubens· 609˙In eigener Melodey⸗ G ist getreu, der uͤber meine Kraͤfte, mich armes Kind noch niemals hat versucht, viel⸗ leicht geschichts, daß er die Angst⸗ Geschaͤfte des Trauer⸗Geists noch diesen Tag verflucht, mein Hertz — sollt nen* dehen cyhein kurtzer Zeit geschehe GOtt ist getren. 2. GOtt ist getreu, in allen sein nen Wercken, macht er mir gleich die Buͤrde noch so schwer, so kan er mich dabey doch wieder staͤrcken, von ihm allein koͤmt Trost und Lab⸗ sal her, und wenn die Zeit vorhanz den, so machet er mich fvey von al⸗ len Jammer⸗Banden, GoOtt ist getreu. 3. GOtt ist getreu, dem haͤlt jetzt meine Seele sein theures Wort mit vestem Glauben fuͤr: Komt brum mich in eurer Kummerhoͤle, rum komt dein Kind und sucht dich mit Begier, du kanst mieh nun nicht lassen, ich sag es ohne Scheu, du wirst dich selbst nicht hassen/ GOtt ist getreuwu. 4. GOtt ist getreu, er stoͤsset sei ne Kinder im Zorne nicht von sei⸗ nen Augen hin, er zeucht von uns sind wir gleich grosse Suͤnder, die Hand nicht ab, so redlich ist sein Sinn: Drauf kan und wil ich wetten, die Noth sey wie sie sey/ e wird mich doch erretten, GOtt i getreu. 9 2 . Gott ist getreu, der wird mit Trost verschaffen, wenn gleich der Trost bey allen Menschen fehlt, er wird den Geist, der mich mit Trau⸗ er⸗Wafssen, so jaͤmmerlich bis auf die Seele quaͤlt, gar ferne von mir treiben, ich aber werde srey bey meinem JEsu bleiben, Gott ist getreu. ů 6. GStt ist getreu, er mags auch mit mir machen so wunder⸗ lich und scharf er immer wil,/ last er auf mich gleich 10 krat 144105 hen, chen, er h lig still, je ten: so se hilft aus getreu. 7. GO sey euch Wort au ihr bringe Zweifel, Grim und Craurig⸗ vorbey, v Gott ist Roͤm. 8, 606. Me st G60 50 alles ing und sich; ha Freunde, Gott, we de und W 3. Nur ste, ich rr daß GOt mein Fre daß in alle ten steh, Wellen, Weh. 3.Dere de, ist Ch machet, wahre G Leben ist Was Th der Liebe 4. Me mein G wann en duͤrft und tes Aug strengeng gehen, w .Me was mit ists, der scheerwei un ich odey. er meine nes Kind cht, viel die Angst⸗ deists noch ein Hertz vor Huͤlfe heschehen, allen sei nir gleich so kan et staͤrcken, st undLab⸗ it vorhanz ey von alz Goᷣtt ist haͤlt jetzt es Wort r: Komt merhoͤle, und sucht nst mich es ohne xlbst nicht stöͤsset sei t von sei⸗ von uns/ inder, die ch ist sein d wil ich sie sey/ e „Gott i wird mit gleich der n fehlt/ er mitTrau⸗ ch bis auf von mit srey bey Gott ist er mags wunder⸗ rwil, last etter kra⸗ then, sieh; hab ich Von der Freudigkeit des Glaubens. chen, er hat es Macht ich halte wil⸗ lig still, ja wil er mich gleich toͤd⸗ ten: so sag ich doch dabey, GOtt hilft aus allen Noͤthen, GOtt ist getreu. 7. Gott ist getreu, und Trotz sey euch ihr Teufel, daß ihr dis Wort aus meinem Hertzen kra, ihr bringet mir den Trost in keinen Zweifel, und wenn ihr gleich vom Grim und Zorne platzt, das bisgen Traurig⸗machen geht endlich doch vorbey, v wie wil ich noch lachen, Gott ist getreu. ö Roͤm.8, 15 Ist GoOtt fuͤr uns ꝛe. 606. Mel. Sertzlich thut mich ꝛc. QIst Gott fuͤr mich, so trete gleich 0 alles wieder mich, so oft ich ing und bete, weicht alles hinter das Haupt zum Freunde, und bin geliebt von Gott/ was kan mir thun der Fein⸗ de und Widersacher Rottꝰ? 3. Nun weiß und glaub ich ve⸗ ste, ich ruhms auch ohne Scheu, daß GOtt der Hoͤchst und Beste, mein Freund und Vater sey, und daß in allen Faͤllen er mir zur Rech⸗ ten steh, und daͤmpfe Sturm und und was mir bringet 3. Der Grund, da ich mich gruͤn⸗ de, ist Christus und sein Blut, das machet, daß ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd: Was Zhristus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Mein JEsus ist mein Ehre, mein Glantz und helles Licht, wann er nicht in mir waͤre, so duͤrft und koͤnt ich nicht fuͤr GOt⸗ tes Augen stehen, und fuͤr dem gehen, wir Wad muͤste stracks ver⸗ gehen, wie Wachs in Feuers⸗Hitz. J. Mein Jisus⸗hat geloͤschet, was mit sich bringt den Tod, der ists/ der mnich rein waͤschet, niacht scheeweiß, was ist roth. In ihm kan ich mich freuen, hab einen Helden⸗Muth, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Suͤnder thut. 6. Nichts, nichts kan mich ver⸗ dammen, nichts nimmet mir mein Hertz, die Hoͤll und ihre Flammen, die sind mir nur ein Schertz, kein Unheil mich erschrecket, kein Ur⸗ theil mich betruͤbt, weil mich mit Fluͤgeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Hertzen, regieret meinen Sinn, vertreibt mir Sorg und Schmer⸗ tzen, nimt allen Kummer hin, giebt Segen und Gedeyen dem, was er in mir schaft; hilst mir das Abba schreyen aus aller meiner Kraft. 8. Und wann an meinem Orte sich Furcht und Schrecken findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind, mir zwar und meinem Munde; Gott aber wohl doepnehes an des Hertzens⸗ Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch suͤsses Trost Wort zu, wie GOtt dem Huͤlfe leiste, der bey ihm suͤchet Ruh, und wie er hab gebauet, ein edle neue Stadt, da Aug und Hertze schauet, was es geglaubet hatt. 10. Da ist mein Theil mein Er⸗ be mir yraͤchtig zugericht, wann ich gleich fall und sterbe, faͤllt doch mein Himmel nicht: Muß ich auch gleich hie seuchten mit Thraͤ⸗ nen meine ZBeit, mein JEsus und seinLeuchten durch uͤsset alles beid. II. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein hart und schwere Last zu leiden und zu tragen, geraͤth in Hohn und Spott, das Creutz und alle Plagen die sind sein taͤglich Brodt. 2. Das ist mir nicht verborgen Doch bin ich unverzoagt. Dich wil ich lassen sorgen, dem ich mich lugesagt, es koste Leib und Leben, Wien und jäFFFCCFICICSCSCICSITISIIIeeeeeeee—— 2—— 366 Von der Frendigbeit des Glaubens. und alles was ich hab/ an dir wil ich vest kleben, und nimmer laß en ab.. I3. Die Welt die mag zubre⸗ chen, du stehst mir ewiglich, kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich, kein Hun⸗ ger und kein Duͤrsten, kein Ar⸗ muth, keine Pein, kein Zorn der grossen Fuͤrsten soll mir ein Hin⸗ prung seyn. 14: Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und keinLeiden, keinAngst, kein Hertzeleid, was man nur kan erdencken, es sey klein vder grost, der keines soll uich lencken au deinem Arm und Schooß. 15. Mein Hertze geht in Sprin⸗ gen, und kan nicht traurig seyn, ist voller Freud und Siugen, sieht lauter Sonnenschein, die Sonne, die mir lachet, ist mein HErr JE⸗ sus Christ, das, was mich singend machet, ist, was im Himmel ist. H HDaul Gerhard. Ps. 61, 4.§. Dil bist meine Zuv. 6oꝰ² Mel. Ach Schtt und Err. M nm on mein, und ich bin sein, ihm hab ich mich ergeben: In Gluͤck und Freud bin ich bereit dir, JEsu, stets zu leben. . Ich glaub an dich, an dir kleb ich, und wil dich auch nicht lassen, bis du mich wirst, dugebens⸗Fürst, mit deiner Gnad umfassen. 3. Dein gantz Verdienst ist mein Gewinnst: Dein Hoͤllen⸗Angst und Sterben hat mich versoͤhnt, ja gut gekroͤnt zu einem Himmels⸗ Erben: n n* 4. Die Creutzes Last, die du hier hast fuͤr mich aͤuf dich genommen/ macht mich befreyt von allemLeid, das sonst auf mich genmmen. y. Fůr mich hast du dich alis der Ruͤh in diese Welt gegeben, ja gar in Tod, und Hollen⸗Noth, damit ich moͤchte lehen· . Nun werd jch gleich, in dei⸗ nem Reich, den frͤömmen Engelin werden, und sicher seyn von allet Pein, von allen Laft Beschwerden. . Trotz sey dem Tod, und aller Noth! voͤn dir kan mich nichtz wenden. Weil ich forthin ve⸗ wahret bin in deiner Seit und 8. Trotz sey nunmehr des Teus⸗ feloͤ Heer, denn du, du hast—. den, die alte Schlang, die auf mich drang, mich toͤd tlich zu verwunden. Gelll Irgingich zntzertoh Gesell sie gaͤntzlich hat zerstoͤhret: Der Pollen M. t und ö Nacht ist nun gantz umgekehret IO. Trotz aller Welt, hier ist der Held, der fuͤr mich ist gestorben dadurch er hat die guͤldne Stad des Himmels mir erworben. 11. HErr IEsu Christ, alleit du bist mein hoͤchster Schatz auf Erden. Ach! laß mich nicht mein Lebens Licht, von dir geschirden werden Ia. Denn du bist mein, und ich bin dein, dir hab ich mich vrgobes, in Glůck und Freud/ in Creutz und Leid, im Sterben und im Leben. IZJoh. Neuhertz. Ebr. 10, aa Sp lasset uns hinzn 6⁰8. Mel. O Sort du frommer: Men JEsu kom mit mr u dein und meinem Hen ö versoͤhne mich mit ihm, sey Helfer und Einrather, ich halte weilich ö ih dich, auf dich ich einig seh, weil schon weiß wie ich mit dir mein JEsn steh.= 2. Mein Vater, sieh ich kom in meinen Suͤnden Schmertzen, und greif mit glaͤubger Hand nach den nem Vater Hertzen, das ist Erbart mungs⸗vyll, ich weiß, auf meine Buß durch JIEsu Blut mein Hertz i unfehlbar brechen muß. 541 14 3. Es san nicht anders seyn, dein„ Kind hüt dich versͤuͤhnet/ mit dem was er fuͤr mieh gelitten und ver⸗ dienet, du siehest seine Angst, Sehweiß/ Tod und Seitemes n acht und dunckle durchgral mein, me Pein, es erlange, ic gieb sie in JEsu Blu Jae. 4,7.8 09. M. chwir 69 warum lie in der Merckst di Er wil dur Crost den 23. 90 — yn voz aller deschwerden. d/ Und aller mich nichts forthin vei⸗ Seit und rdes Teaß hast gebun die auf mich verwunden. I/weil mein t zerstoͤhret: und dunckle ugekehret. hier ist de t gestorben Idne Sin orben. hrist, alleit Schatz auf h nicht mein geschirden ein, und ich ich vrgeͤbeh, Creutz und im Leben. Neuhertz. uns hinzn frommer. mit mir em Bater, sey Helfer lte michahß seh/ weil ich it dir mein hich komit lertzen, und ndnach dei as istErbart auf meine mein Hertz ra seyn, hein et/ mit dem en und ver⸗ ine Ei iten⸗Sti und ihn mir zur Erloͤsung geben, ich ö — CLrost den sus Ehrist dir erwor⸗ lands dir entruͤckt in den Saal der Von der Freüdigkeit des Glaubens. 369 bie wie noch schreyt das JEsus⸗Blut fuͤr mich. IEsu willen leben, du hast ja selber stelle ihn fuͤr mich, schau diesen Schmertzen⸗Mann in seiner Hei⸗ ligung fuͤr mich, den Suͤnder an. . Er ist mein Eigenthum, es sind um mich zu laben ihm seine Haͤnd und Fuͤß sein Hertz und Stit durchgraben, sein Leiden das ist mein, mein, sein Blut, Tod und Pein, es ist GOtt Lob und Danck der gantze JEsus mein. 6. Er hat bestaͤndig mich bis in den Tod geliebet, liebt mich noch, und zum Pfand sein Leib und Blut mir giebet, er liebet immerdar, und bittet stets fuͤr mich, es ist schon ausgemacht, du must erbar⸗ men dich. 521 . An deiner Vaters Gnad und Lieb JEsus Blut ich hange, ich weiß, daß ich erloͤst der Suͤnden Schuld erlange, ich warte auf Genad/ a gieb sie in dem Nu, ich greif dur IEsu Blut mit beyden Haͤnden zu. Jac. 4,7.8. Widerstehet den Teuf. 609. M. Christus der uns selig. Schwing dich auf zu deinem Gott, du betruͤbte Seele! warum liegst du GOtt zumSpott, in der Schwermuths⸗ Hoͤhle? Merckst du nicht des Satans List? Er wil durch sein Kaͤmpfen, deinen hen, daͤmpfsen. ö 2— Acknch deinen Kopf und Prich: Fleuch, du alte Schlange: Was erneurst du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Hei⸗ 3. Wirsst du mir die Sünde fün; Freuden Wwhüt GWur br öͤhlen, daß mein schenckt, andre zu verdammen, der ö du selbst doch liegst versenckt in der + Ach Vater, laß mich doch um Hoͤ llen Flammen? 4. Hab ich nicht was recht ge⸗ than, ist mirs leid von Hertzen, dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmertzen; denn das ist die Rantzion meiner Missetha⸗ ten; bring ich dis fuͤr GOttes Thron, ist mir wohl gerathen. . Christi Unschuld ist mein Ruhm/ sein Recht meine Krone; sein Verdienst mein Eigenthum, da ich frey in wohne, als in einem vesten Schloß, das kein Feind kan faͤllen, bracht er gleich dafuͤr Ge⸗ schoß und Gefahr der Hoͤllen 6. StürmeTeufel, und du Tod, was koͤnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Noth GOtt mit seiner Gnaden: der GOtt der mir seinen Sohn selbst verehrt aus iebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betruͤbe. 7. Schreye tolle Welt! es sey mir GOtt nicht gewogen. Es ist lauter Taͤuscherey, und im Grund erlogen. Waͤre mir GOtt gram und feind, wuͤrd er seine Gaben, die mein eigen worden seynd, wohl behalten haben. 8. Denn was ist im Himmels⸗ Zelt? Was im tieffen Meere? Was ist Gutes in der Welt, das nicht mir gut waͤre? weme brennt das Sternen,⸗Licht? wozu ist gege⸗ ben Luft uud Wasser? Dient es nicht mir und meinem Leben? 2. Weme wird das Erdreich naß von dem Thau und Regen? Weme grunet Laub und Gras? Woeme füllt der Segen Berg und Thaͤler, Feld und Wald? Wahr⸗ lich mir zur Freude, daß ich mei⸗ nen Auffenthalt hab, und Leibes⸗ Weyde. l 0. Meine Serle lebt in mi durch die urtheil uͤber mir ch bey dir soll ho⸗ 105 0 15 dir die Macht ge⸗ %. 65795 ahr ale A mit ae age hoͤren. trorofnet früh und spar mei, a nen isseLehren, die Cht. 37⁰ nen Geist und Sinnen, daß sie sei⸗ nes Geistes Gnad in sich ziehen koͤnnen. 11. Was sind der Propheten Wort und Apostel Schreiben, als tin Licht am dunckeln Ort, Fackeln die vertreiben meines Hertzens Finsterniß, und in Glaubens⸗Sa⸗ chen das Gewissen fein gewiß, und recht grundvest machen?· 132. Nun auf diesen heilgen Grund, bau ich mein Gemuͤthe, daut wie der Hoͤllen Hund zwar awider wuͤte: Gleichwol muß er lassen stehn, was GOtt aufgerich⸗ tet; Aber schaͤndlich muß ver⸗ gehn, was er selber dichtet. men deines Gottes Preis un Ehr, er wird helfen, Amen. PHauaul Serhard. Ps. 37,39.40. Der HErr hilft den Gerechten, der ist ihre Starcke 6¹⁰0. M. HErr nicht schicke dein Sout es gleich bisweilen schen nen, als wann GOrt verlah die Seinen; O! so glaub und wei ich dis, GOtt hilft endlich noch gu wiß. Huͤlfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilsta doch, wenns noͤthig ist. 2. Gleich wie Baͤter nicht balh geben, wornach ihre Kinder si 13. Ich bin GOttes, GOtt ist mein: Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Creutz herein, mit dem bittern Leide? Laß es dringen; koͤmt es doch von gelieb⸗ ten Haͤnden, bricht und kriegt ge⸗ schwind ein Loch, wann es Gott lwenden. 4. Kinder, die der Vater soll keiten nohl o Guten, die gedeyen selten wohl ohne Zucht und Ru⸗ then. Bin ich denn nun GOttes Kind, warum wil ich fliehen, wann er mich von meiner Suͤnd auf was Guts wil ziehen? 15. Es ist hertzlich gut 3. Wer er hie zoitlich wohl geweint, darf den: Ey! so frag ich nichts dun licht ewig klagen: sondern hat vollkomne Lust dort in ChristiGar⸗ mit der Christen Plagen. ten, dem er einig ist bewust, end⸗ lich zu gewarten. 16. GOttes traurig und mit Thraͤnen: Indeß koͤmt das Freuden⸗Jahr, wornach sie sich sehnen. Denn es komt die Erndte⸗Zeit, da sie Garhen ma⸗ chen, da wird all ihr Gram und Loid laulter Freud und Lachen. 7. Ey so faß, o Christen⸗Hertz, Re mertzen, wirf sie stoͤhlich hinterwarts, laß des Tra⸗ In e die ennnden m 4l Kinder saͤen hier ben; so haͤlt GOtt auch Maaß und Ziel, er giebt wem und wann er wil: Seiner kan ich mich gens sten, wann die Noth am allergih sten; Er ist gegen seinem Kilh mehr als vaͤterlich gesinnt. 3.Crotz den Deufel, trotz den Drachen! Ich kan ihre Macht ven lachen. Trotz dem schweren Crah tzes Joch; GOtt mein Vater bet noch. Trotz des bittern des Zaͤhnen; Trotz der Welt unn allen denen, die mir sind ohn sach seind; GOtt im Himmels mein Freund. 4. Laß die Welt nur immer nas den, wil sie mich nicht laͤnger i nach, Goit ist Richter meinn Sach. Wil sie mich gleich un sich treiben, muß mir doch d Himmel bleiben: Wann ich nun den Himmel krieg, hab ich ali zur Genuͤg. 5. Ich wi ö ihr gar gerne lassh was ich sonsten yfleg iu hassen: E ab ihren Erden⸗Roth, und an mir nuͤr meinen GOtt. Ach HEnn wann ich dich nur habe, sagichg lem andern abe; Legt man mich gleich in das Grab; Gnug/ Hen wann ich dich nur hab. ö(Cbrist. Tiriu Dai 4 99* Von der Freudigreit des Slaubens. und mehr: Gib dem grossen Ny 2 nicht, Dνπππ⁰π⁰π⁷⁰⁰˙ ugrossen No s Preis un Amen. ul Gerhard. Err hilft den ihre Staͤrcke schicke dein isweilen schen Gott verlah laub und weiß idlich noch gu aufgeschoben, aufgehoben; Frist, hilsta ist. ö ter nicht bah e Kinder stuo tauch Masß em und wann ch mich gein vam allergiß seinem Kilh esinnt. ufel, trotz din hre Macht de⸗ chweren Cray nein Vater 6 es bittern Ti der Welt un r sind ohni im Himmel ur immer uu icht laͤnger hi ich nichts dun zichter meint ich gleich un mir doch du Wann ich nu „hab ich alln ar gerne lassuů zu hassen: E doth, und 1j Ott. Ach HEn inn 1n mig egt man mih Gnüg/ Hen Chrit Lien rilt. von der Fueudigkeit der Glaubens. 37¹ Dan. 6, 23. Man spürete keinen. 611. In bekandter Melodey. Woam betruͤbst du dich, miein Hertz? bekuͤmmerst dich und traͤhest Schmertz, nur um das zeitlich Gut? Vertran du deinem HErren Gott, der alle Ding er⸗ schaffen hat.** Er kan und wil dich lassen nicht, er weiß gar wohl was dir ge⸗ bricht, Himmel und Erd ist seyn: Mein Vater und mein HErre GO DT, der mir beysteht in aller Noth? 2* 3. Weil du mein GOtt und Va⸗ ter bist, dein Kind wirst du verlas⸗ I nicht, du vaͤterliches Hertz, ich in ein armer Erden⸗Kloß, auf Er⸗ den weiß ich keinen Trost. 4. Der Reich verlaͤst sich auf sein Gut,/ ich aber wil vertraun mein/ m GOtt/ ob ich gleich werd veracht, so weiß ich, und glaub vestiglich: Wer Gott vertraut, dem man⸗ gelts nicht.—.⁰ . Elia, wer ernaͤhret dich, da es so lang geregnet nicht in so schwer theurer Zeit; Ein Wittwe aus Sidonier Land, zu welcher du von GOtt warst gesandtt. 6. Da er lag untermWacholder⸗ Baum, ein Engel GOttes vom Himmel kam, und bracht ihm Speis und Tranck, er ging gar ei⸗ nen weiten Gang, bis zu den Berg, Horeb genannt. . Des Daniels Gott nicht ver⸗ aß, da er unter den Loͤwen saß, sein n Engel sandt er hin, und ließ ihm Speise bringen gut, durch sei⸗ nen Diener Habaeue. . Joseph in Egypt'n verkaufet ward/ vom Phargo gefangen hart, unn sein'r Gottsfuͤrchtigkeit, GOtt macht ihn zu ein m grossen HErrn/ daß er kont Vat'r und Brůͤder er⸗ naͤhrnn Es ließ auch nicht der treue Gott die drey Maͤnner im Feur⸗ Ofen roth, sein'n Engel sandt er hin, bewahrt sie fuͤr des Feuers Glut, und half ihnen aus aller Noth. 10, Ach GOtt! du bist noch heut so reich, als du bist gewesen ewiglich, mein Vertraun steht gantz zu dir, mach mich an meiner Seelen reich, so hab ich gnug hie und dort ewiglich. ö I. Der zeitlich'n Ehr wil ich gern entbehrn, du wollst mir nur das Ewge gewahrn, das du erwor⸗ ben hast, durch deinen herben bit⸗ tern Tod, das bitt ich dich, mein HErr und Gott. 12. Alles, was ist in dieser Welt, es sey Silber, Gold oder Geld, Reichthum und zeitlich Gut, das waͤhret nur eine kleine Zeit, und hilft doch nicht zur Seligkeit. 13. Ich danck dir Christ, oGOt⸗ tes Sohn! daß du mir solch's er⸗ kennen laßn durch dein goͤttliches Wort, verleih mir auch Bestan⸗ 1 iu meiner Seelen Se⸗ 19 eirs 14. Lob, Ehr und Preis sey dir gesagt fuͤr alle dein erzeigte Wohl⸗ that/ und bitt demüthiglich, laß mich nicht von dein m Angesicht verstossen werden ewiglich. ——— Sans Sachse. Pf. 49/ 6. Warum sollt ich mich. a. M. Frolich foll mein Zerze Waram sole ich mich denn gra⸗ men? Hab ich doch Ehrit stum noch, wer wil mir den neh⸗ men? Wer wil mir den Himmel rauben, den mir schon GOttes Sohn beygelegt im Glauben 2. Nackend lag ich auf den Bo⸗ den/ da ich kam, da ich nahm mei⸗ nen ersten Oden, nackend werd ich auch hinziehen. wenn ich werd von der Erd, als ein Schatten, fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, GOtt al⸗ lein ist es, ders gegeben? Wil ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich wil ihn dennoch fröhlich chreon.. DNAE 4. Schickt 37³² Von guten Wercken, oder 4. Schickt er mir ein Creutz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt,der wird es wenden, er weiß wohl wie er soll, all mein Ungluͤck enden 3. GOtt hat mich bey guten Ta⸗ gen oft ergoͤßzt, sollt ich jetzt auch nicht etwas tragen? Fromm i GOtt und schaͤrst mit Massen sein Gericht, kan mich nicht, gantz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rot⸗ ten koͤnnen mir nichts mehr hier thun als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen, GOtt mein Heil wird in Eil sie zu schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen . ein Christ, wo er ist stets sich assen schauen; Wollt ihn au der Tod u,n Soll der Muth dennoch gut, und fein stille leiben.. 8. Kan uns doch kein Tod nicht tůͤdten, sondern reist unsern Geist aus viel tausend Noͤthen, schleust das Thor des bittern Leiden, und macht Bahn/ da man kan gehn ꝛur Himmels⸗Frenden. 9. Allda wil in süssen Schaͤtzen ich mein Hertz, auf den Schmertz zwiglich ergoͤtzen. Hie ist kein recht Gut zu finden, was die Welt in sich haͤlt, muß im Huy ver⸗ schwinden. 10. Was sind dieses Lebens⸗Gu⸗ ter? Eine Hand voller Sand,Kum⸗ mer der Gemuͤther, dort, dort sind die edlen Zaben, da mein HirtChri⸗ stus wird mich ohn Ende laben. II. HErr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, Niemand kan uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben, uUnd dein Blut mir zu gut, in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich stfasse, und dich nicht, omein Licht! aus dem Hertzen lasse: Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich, und ich dich lieblich werd um⸗ fangen. Paul Gerhard. Ps. 27, I. Der HErr ist meinLicht. 613. M. Was mein GOtt wil. er GOtt vertraut, hat wohl gebaut, im Himmel und auf Erden,/ wer sich verlaͤst auf JEsum Christ, dem muß der Himmel wer⸗ den: Darum auf dich all Hofnung chich gantz vest und steif thu setzen, HErr JEsu Christ, mein Trost du bist in Todesnoth und Schmertzen. 2. Und wenns gleich waͤr dem Teufel sehr und aller Welt zuwi⸗ der: Dennoch so bist du, JeSu Christ, der sie all schlaͤgt darnieder, und wann ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gna⸗ den, so kan fuͤrwahr mir gantz und gar wed'r Tod noch Teufel schaden. 3. Dein troͤst ich mich gantz si. cherlich, denn du kanst mir wohl geben, was mir ist Noth/ du treuer Gott, in diesm und jenem Leben. errette Leib und. Seele, ach hoͤre HErr! diß mein Begehr, und la mein Bitt nicht fehlen. Nicol. Selneecerus. Von guten Wercken, oder Christlichem Leben und Wandel. Titum 3, 14. Laß aber die Unsern lernen, daß sie im Stande ꝛc. 6¹4. M. Romt her zu mir spricht Ass GOtt! gib du uns deine nad, daß wir all Suͤnd und Missethat bußfertiglich erkennen, und glaͤuben vest anJEsumChrist, der unsre Hůlf und Meister ist, wie er sich selbst thut nenne. 2. Hilf, daß wir auch nach dei nem Wort gottselig leben immer⸗ sort zu Ehren deinem Namen; Daß uns dein guter Geist 2˙• Rrane n L au auf ebn durche Ps. 25, 615. N Osch! 2 mi Und da durch d ich, dei in allein der Tod nimmer 2. Gi Reu, un daß ichf meine 3 ich sey o und Tre zeit voll moͤg erl 3. Lös Wust, de hder X ets mie Wort, a chen Di sich allert schwinge 4.Trei Sinn, la ö Rach/ N hin, so ka schon dut DJer ins Elend Gib wahre Reu, mein Hertz erneu, doch wol aͤrgsten d 5. HE ley: Erst bey welch trachten, der Welt auch ninn und gross nde laben. t, Brunn ꝛin/ ich bin scheiden. jein Leben, ut, in den eil ich dich znein Licht! Laß mich, a bu mich, werd um⸗ Gerhard. meinLicht. 5Ott wil. hat wohl iel und auf uf JIEsum mmel wer⸗ Hofnung thu setzen, n Trost du chmertzen. waͤr dem Zelt zuwi⸗ U, JESu darnieder, rhab um und Gna⸗ gantz und el schaden. ch gantz si⸗ mir wohl du treuer lem Leben. Rach, Neid und Zorn nim von mir hin, so kan ich bald vergeben, wenn ——— hertzerneu, ach hoͤre r, und laß neccerus. lichem ter ist/ wie nach deit en immer⸗ Namen; ist• au ——— bey welchem rechte Treue sey, die nimmer steht auf Schrauben, daß ich mich uͤb in wahrer Lieb, und hoff auf deine Guͤte, die mich, o ö ö ö 0 ö ö auch bis ins Grab behuͤte. auch nimmermehr nach hoher Ebr und grossem Namen strebe, heson⸗ Christlichem Leb en und Wandel. 375 auf ebner Bahn zum Himmel fuͤhr, durch Esum Christum, Anien. Sam. Zehner. Ps. 9/4. F. HErr, zeige mir deine. 6159. Mel. Was mein GOtt wil. A*. hoͤchster GOtt, verleihe mir/ daß ich nur dich begehre, und daß ich Christlich fuͤr und fuͤr durch dich mich neu gehaͤhre, daß ich, dein Kind, dich such und find in allen Creutz und Leiden, damit der Tod, noch Hoͤllen⸗Noth, mich nimmer von dir scheiden. 2. Gib meinem Hertzen wahre Reu,/ und Thraͤnen meinen Augen, daß ich forthin oas Boͤse scheu und meine Wercke taugen: Hilf, daß ich sey ohn Heucheley, ein Schutz und Trost der Armen, auch jeder⸗ zeit voll Freundlichkeit, mich ihrer moͤg erbarmen. 3. Losch aus in mir des Fleisches Wust, daß ich in deiner Liebe, nicht der Welt empfinde Lust, und ets mich also uͤbe, nach deinem Wort, an allem Ort, in tugendli⸗ chen Dingen, so wird mein Geist sich allermieist zu dir, HErr JEsu, schwingen. 4. Treib aus von mir den stoltzen Sinn, laß mich in Demuth leben, schon durch List mein Nebenchrist ins Elend mich getrieben, weiß ich st doch wohl, daß man auch soll die aͤrgsten Feinde lieben. 5. HErr, gib mir diese Dreyer⸗ ley: Erst einen vesten Glauben, GDT, suͤr Schand und Spott, Mach vielemReichthum, Gut und Geld, HErr, laß mich ja nicht trachten, gib, daß ich alle Pracht der Welt moͤg inniglich verachten, dern nur nach rechter Spur der wahren Christen lebe. 7. Fuͤr Schmeicheln, List und Heucheley bewahre meine Sin⸗ nen, und laß mich ja durch Gleiß⸗ nerey den Naͤchsten nicht gewin⸗ nen: Laß Ja und Nein miein Ant⸗ wort seyn, darnach man sich zu richten, denn dieses kan bey je⸗ dermann die Sachen leichtlich schlichten. 8. HErr, saͤubre doch von Eitel⸗ keit mein suͤndliches Gemuͤthe, daß ich in dieser kurtzen Zeit fur schnoͤder Lust mich huͤte: Des Hertzens Grund sey wie der Mund, dem Nachsten nicht zu schaden, so werd ich nicht, wie sonst geschicht, mit Schmaͤhen uͤberladen. 9. Gib, daß ich ja den Muͤßig⸗ gang, saͤmt aller Traͤgheit, hasse, dagegen, HErr, mein Lebenlang⸗ mein Arbeit so verfasse, daß ich zur Noth mein taͤglich Brodt mit Eh⸗ ren moͤg erwerben, und wann ich soll, fein sanft und wohl, in dir, HErr JEsu, sterben. 10. Ach! gib mir deinen guten Geist, daß ich die Laster fliehe, und nur um das, was Christlich heist, von Hertzen mich bemuͤhe, so kan kein Leid in dieser Zeit aus deiner Hand mich treiben, besonders ich werd ewiglich bey dir, HErr IJE⸗ u, bleiben. Joh. Rist. 1 Thess.4,1. Weiter lieben Bruͤder 616. M. Ach alles was Himmel. A JEsu, mein Schoͤnster! erquicke mich Armen, ach! zeuch mich, ach! zeuch mich iu dir mit Erbarmen, gib, daß ich gantz bruͤnstig voll Liebe moͤg werden, so lang ich noch leben soll hier auf der Erden. 2. Die Stroͤme des Lebens laß immer starck fliessen, und in mir von Tag sich zu Tage ergiessen, be⸗ schwemm mich mit Fluthen der hohen Genaden, und laß mir im Segen doch alles gerathen. Aa 3 3. Dn 37⁴4 Von guten Wercken, oder 3. Du Vater der Lichter! scheuß deine Lichtsstrahlen tief in mich, dein heiliges Bildniß zu mahlen. Ach! gib mir die Sanstmuth und Demuth fuͤr allen, daß ich moͤg dem HErren, dem Schoͤnsten, ge⸗ fallen. 4. Gerechtigkeit wollst du, o JEsu! mir geben, auf daß ich in riede, und Freude kan leben; die Fruͤchte des Geistes laß allzeit sich nden, bewahr mich vor Wercken es Fleisches, vor Suͤnden. . HErr JEsu! du wollest in Eiebe verbinden, mit deiner hertz⸗ flammenden Lieb mich entzuͤnden, du wollst mich doch einmal recht freundlich anschauen, so geb ich das Hertz dir mit vollem Ver⸗ trauen. 6. HErr JEsu! du Koͤnig und Herrscher der Heyden! ach! laß mich doch werden ein Mitglied der Freuden; ach laß mich den Himmel auf Erden geniessen, das bitterste Leiden kanst du mir ver⸗ suͤssen. ö 7. Im Creutz und Anfechtung laß du mich empfinden die Kraͤfte des Heiligthunis, zu überwinden den Satan, die Welt und die fleischlichen Luͤsten, die alle ver⸗ sammlet sich wider mich ruͤsten. Ps. 119.v. 131. Ich thue meinen. 6/7. M. Nun freut euch lieben. Heda deine Rechte und Gebot, darnach wir sollen leben, wollst du mir o ben: Oanich. ins er geben: Daß ich zum Guten willig sey, mit Sorgfalt und ohn Heucheley, was du be⸗ Hertze selber ge fiehlst, vollbringe. 2. Gib, daß ich dir allein ver⸗ trau, allein dich fuͤrcht und liebe, auf Menschen Huͤlf und Trost nicht bau, in deiner Furcht mich Bund aus deinem Wort erkenne, auch nicht unnuͤtzlich mit dem Mund, HErr, deinen Namen nenne, daß ich bedencke alle Tag, wie starck mich meine Tauf Zusag zu deinem Dienst verbinde. 4. Laß mich am Tage deiner Ruh mit Andacht vor dich treten, die Zeit auch heilig bringen zu mit Dancken und mit Beten; daß ich gern hoͤre, und dafuͤr hertzinnigt lich dich yreise. ö 5. Die Eltern, Lehrer, Obrig⸗ keit, so vorgesetzt mir werden, laß mich ja aß m wohl geh auf Erden: sür ihre Treu und Fleiß laß mich, auch wenn sie werden wunderlich, ge horsam seyn und danckbar. 6. Hilf, daß ich nimmer einge Rach, aus Zorn und Feindschast uͤbe, dem, der mir anthut Trutz und Schmach, verzeihe, und ihn liebe; sein Glüͤck und Wohlfahrt dienen koͤnn, und thu es denn mit Freuden. 7. Unreine Werck der Finster niß laß mich mein Lebtag meiden, daß ich nicht fuͤr die Lust⸗Seuch den; schaff in mir, GOtt, ein rei; nes Hertz daß ich schandbare Wort und Schertz nebst andern Suͤnden fliehe. 4½ g. Gib, HErr, daß ich mich red⸗ Unrecht kehr, auch nichts durch List hinnehme; beit meiner Haͤnd, Pracht und Hoffart. jedem goͤnn, auch schau, ob ich ihm 3. Hilf/ daß ich deinen Gnaden⸗ hab alle Lust an dir, dein Wort ehren allezeit, daß mirs müß der Hoͤllen⸗Quaal dort leit lich naͤhr, und boͤser Raͤnck mich schaͤme, mein Hertz vom Geitz und und von der A. was uͤbrig ist, auf Arme wend, und nicht auf 9. Hilf, daß ich meines Nachsten ö uͤbe, daß grosser Leute Gnad und Glimpfzu retten mich befleisse, von Gunst, Gewalt, Macht, thum, Witz und Kunst, mir 30 Schimpf; zum Abgott werden. Reich ihm abwende Schmach und doch Boͤses nicht gun heisse. Gib, daß ich lieb Aufrich⸗ itigkeit/ tigkeit, zeit an 10. und G gehren thut, reu 3 d lich set dabey, II. ne Rec len, w Kuscht len sc bricht, nicht v 91316 nem T und S Gotte meinen rechter keit: N im Wi n Gnade⸗ rt erkenne, mit dem Namen e alle Tag, auf⸗Zusag inde. age deiner dich treten, ugen zu mit en; daß ich dein Wort hertzinnigg rer, Obrig⸗ werden, laß „ daß mirs : suͤr ihre mich, auch iderlich, gei bar. mmer einge Feindschast nthut Trutz he, und ihn „Wohlfahrt u/ ob ich ihm es denn mit der Finsten tag mieiden, Lust⸗Seuch aal dort lein Ott, ein rei nobare Wort dern Suͤnden ich mich rih/ Räͤnck' mich om Geitz und nichts durch von der At⸗ vas uͤbrig is, nd nicht auf h sbefleisse, von „7 „ ö ines Naͤchsten hmach und ses nicht gun lieb Aufrich⸗ tigkeü/ Christlichem Leben und Wandel. 375 tigkeit, und hab ein Abscheu jeder⸗ zeit an Laͤsterung und Lügen. 10. Laß mich des Nachsten Haus und Gut nicht wunschen noch be⸗ gehren: was aber mir von noͤthen thut, des wollst du mich gewaͤh⸗ ren z. doch, daß es Niemand schaͤd⸗ lich sey, ich auch ein ruhig Hertz dabey, und deine Gunst behalte. 11. Ach! HErr, ich wollte dei⸗ ne Recht, und deinen heilgen Wil⸗ len, wie mir gebuͤhret, deinem Kuecht, ohn Maugel gern erfuͤl⸗ len; so fuͤhle ich, was mir ge⸗ bricht, und wie ich das Geringste nicht vermag aus eignen Kraͤften. I3. Drum gib du mir, von dei⸗ nem Thron, GOtt Vater, Gnad und Staͤrcke; verleih, o JESu, Gottes Sohn, daß ich thu rechte Wercke; o heilger Geist, hilf, daß ich dich von gantzem Hertzen, und als mich, ohn falsch, den Naͤchsten lieben. Paul Serhard. 1 Thess. 3/23. Der Ott des Fried 618. Mel. Mein Salomo, dein. H lehr mich thun nach dei⸗ nem Wohlgefallen, dein gu⸗ ter Geist fuͤhr mich auf ebner Bahn, daß ich dich mehr und mehr erkennen kan, und mit dem Sinn schon in dem Himmel wallen: hilf, daß ich sort und sort am Glauben staͤrcker werd, verlaͤugne stets mich selbst, verlaͤugne Welt und Erd. 2. Kein Heuchel! Schein, kein kalt noch laulicht Wesen, beflecke meinen Geist; Ausvichtigkeit und rechter Ernst sey meine Froͤmmig⸗ keit: Nach deinem Sinn, den wir im Worte lesen, regiere meinen Gang, daß ich durch dein Geleit, geh ohne Finsterniß in Lieb und haͤtlichkeit. 3. Gib, daß ich stets in allem Thun bedencke, ob deine Ehr des⸗ selben Endiweck sey? Ob ich was thu, das mieh am End gereu? Ob ich mich stets nach meinem Taus⸗ Bund lencke? Ob ich auch immer mehr von dir mich heil gen laß? Ja ob vielleicht noch heut der Tob mich mache blaß? 4. Mein Selig seyn laß mich mit Zittern schaffen, mein hochst und einges Gut sey du nur, GOtt; die Eitelkeit sey mir wie schnoͤder Koth; laß mich in diese Welt 121 nicht vergaffen: Gib, daß ich des⸗ seu, was dahinden ist, vergeß, und r.. vorgesteckte Kleinod nur erles'. 5. Daß du, mein GOtt, erfuͤllest all's in allen, und daß du auch all⸗ gegenwaͤrtig bist, und deinem Aug gar nichts verborgen ist; das zieh mich ab, in Suͤnde nicht zu fallen: Dein Name werd mir groß, dein Zorn mir nicht zu Theil, und deine Gnade sey mein Schutz, mein Trost und Heil. ö 6. Auch was du wilt, dafuͤr laß mir nicht grauen, nichts scheuen, und wenn es auch waͤr der Tod: trit du, an meiner Statt, die Feind in Koth: gib daß ich nur allein dir moͤg vertrauen: Ich weiß, du weißt vielmehr die Sorge, die uns plagt, verlaͤst, versclumst uns nicht, gleichwie du zugesagt. ‚ 7. Laß mich hier schon von dei⸗ nen Gutern schmecken, ach! laß schon hier mich speisen deine Krast, bis mich dein Will gar in den Him⸗ mel schaft, da ein Lob wird das an⸗ dere erwecken, da die Vollkom⸗ menheit ist ewge Frend und Licht, da ich in Klarheit schau dein herr⸗ lichs Angesicht. Pf. 121,1. 2. Ich hebe meine Aug. 619. M. Freu dich sehr, o meine. 5⁴ uns, HErr, in allen Din⸗ gen, daß wir unser Amt und Werck wohl anfangen und vollz bringen: Gib uns Weisheit, Kraft und Staͤrck! ohne deine Segens⸗ Hand, ist verlohren Stadt und Land. Hilf uns, HErr, in allen Iugenen und laß alles wohlge⸗ ingen. 2. Hilf uns, HErr, an allen Ow Aa4 ten. 376 Brich der Hoͤ Von guten Wercken, oder ten, wo wir dein beduͤrftig seyn; llen Macht und Pforten, und gib deinem Haͤufe⸗ lein, und der gantzen Christenheit, Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, HErr, in allen Dingen, ꝛc. 3. Hilf uns, HErr, auf allen Seiten, in Geluͤck und Ungeluͤck kaͤmpfen, streiten und arbeiten wi⸗ der Satans List und Tuͤck, wider st Fleisches Lust und Pracht, wider weltlich Ehr und Macht. Hilf uns, HErr, in allen Dingen, ꝛe. 4. Hilf uns, HErr, in allen Noͤ⸗ then, aller Truͤbsal und Gefahr. Alles, was uns koͤnte toͤdten, und verderben gantz und gar, durch dein Haͤnd und deinen Fuß, uns ium besten dienen muß. Hilf unsꝛe. . Hilf uns, HErr, aus allen Fluthen der betruͤbten Krieges⸗ Noth/ wirf einmal die Zornes⸗Ru⸗ then in die Glut die Feuer⸗roth: Laß uns ohne dieses Joch, nur im Friede sterben noch. Hilf uns, ꝛc. 6. Hilf uns, HErr, aus allem Jammer der besorgten Hungers⸗ Noth, die uns fuͤhrt zur Todes⸗ Kammer, und ist aͤrger als der Tod, unser Maͤßlein uns bescher, Ueberfluß und Mangel wehr. Hilf uns, HErr, in allen Dingen, ꝛc. 7. Hilf uns, HErr, aus allem Leiden, in der letzten Todes⸗Noth; Laß uns fahren hin mit Freuden, und durch dich und deinen Tod bald und gluͤcklich kommen fort, zum gewuͤnschten Lebens⸗Port. Hilf uns, HErr, in allen Dingen ꝛe. 8. Hilf uns, HErr, aus allen Aengsten dieser eitel⸗kurtzen Zeit, in das Land, da wir am laͤngsten bleiben in all Ewigkeit: In das schoͤne Paradeis, uns zur Freuden dir zum Preis, Hilf uns, HErr ꝛe. 9. Hilf uns, HErr, aus allen Zweifel in der hoͤchsten Seelen⸗ Angst, die uns Welt, Vernunft und Teufel eingebildet hat vor⸗ Laͤngst: O HErr JEsu/ laß dein Hilf uns, HErr in allen ꝛcc. 10. Hilf uns, HErr, in letzten Zuͤgen, aus der letzten Hoͤllen⸗ der du obgesieget laͤngst! O HErr JEsu, deine Hand leist uns Huͤlfe und Beystand, daß wir dir in al⸗ len Dingen, ewig Lob und Ehre ingen. ö Rinckat IMoser/. Ich bin der allmaͤchtige Iy dancke dir mein GOtt! daß der gerne dir wil hier zu ehren le⸗ ben: Regier nun auch mein Hertz; steh mir bey fruͤh und syat; in al⸗ lem meinem Thun gib selber Rath und That! deine Augen sehen, die alles sehen, was ich thu, was soll geschehen! laß die Gedancken stets auf dieser Probe stehn: GoOtt siehts, GOtt hoͤrts, GOtt strafts du kanst ihmn nicht entgehn: 3. Lehr mich bedencken wohl in allen meinen Sachen: Ists denn auch recht, wenn ichs der Welt Ists recht vor seinem Angesicht? . Ach fuͤhre mich, mein GOtt! und laß ja nicht geschehen, daß ich sollt ohne dich auch einen Schritt fuͤhr, so stuͤrtz ich mich in Tod: fuͤhrst du mich aber, HErr: so hat es keine Noth. 59 5. Laß mich verlassen mich, und von mir selbst entbinden, nicht su⸗ chen mich, nur dich; so werd ich mich doch finden an einem bessern Ort: sucht' ich mich ohne dich/ so wuͤrd ich doch gewiß niemals recht finden mich. mich vielmehr mit Kraͤften deines ů ö Lebens, Wort seyn und bleiben unser Hort. Angst, laß uns ritterlich obsiegen, M. Rinckart. 620. M. Nun dancket alle Stt. du mir hast gegeben den Sinn, 2. Laß mein Vorhaben stets auf — gleich wollte machen? Ists denn auch recht, obs gleich dieMenschen sehen nicht? Ists recht vorOtt? nur gehen! denn wo ich selbst mich 6. Laß deine Gnad an mir doch ja nicht seyn vergebens! erfuͤlle Lebens, Ewigkei obr. ohrn. N. Du 3. De mein H muth le muß all Rache k deine S tzens He 4. Di muß me dein Ge muß ma kuͤssen e deiner 5. Is Mund, 6. Or Lieb, die Wenn Trieben chet, so Suͤßigk terkeit. Christlichem Leben und Wandel. inser Hort. 20 8 in letzten n Hoͤllen⸗ hohsiegen, 10 HErr uns Huͤlfe rdir in al⸗ und Ehre lUlmächtige zOtt! daß den Sinn, u ehren le⸗ nein Hertz; hat; in al⸗ elber Rath »n stets auf alles sehen, geschehen! auf dieser hts, GoOtt kanst ihm en wohl in Ists denn der Welt Ists denn eMenschen vorGOtt? ugesicht? jsein GOtt! en, daß ich en Schritt selbst mich h in Tod: Err: so hat imich, und o werd ich iem bessern hne dich, so emals recht in mir doch 6 erfuͤlle sften deines Lebens, Lebens, so daß ich meine Seel in Ewigkeit erhoͤh, und ich schon jetzt in dir geh, sitze, lieg und steh! 1 Joh. 2, 6. Wer da saget, daß er. 621. M. Mir nach sprichtChrist. Ken Hertzens JEsu, liebster M Schatz, zeuch ein in mein Ge⸗ muͤthe, erwaͤhls zu deinem Tu⸗ gend⸗Platz, ists doch durch deine Guͤte, nachdem dein Geist es neu ohrn. zum Paradiese auser⸗ rn ohrn. 2. Du bist die schoͤnste Tugend⸗ Kraft, die Tugenden gebieret, es ist dein edler Lebens⸗Saft, der diesen Garten zieret; Du bist die edle Lebens⸗Blum, des Geistes hoͤchste Wonn und Ruhm. 3. Dein sanstes Wesen muß mein Hertz, jur wahren Sanst⸗ muth lencken, dein linder Sinn muß allen Schmertz der eignen Rache kraͤncken; Du brichst durch deine Saͤnftigkeit des Felsen⸗Her⸗ tzeus Haͤrtigkeit. 4. Die Tiese deiner Niedrigkeit muß meinen Hochmuth beugen, dein Geist, der voll Demuͤthigkeit, muß meinen Geist hinneigen, zu kuͤssen deine Gnaden⸗Hand, als deiner Hulde Unterpfand. 5. Ists nicht dein reiner holder Mund, der mich die Wahrheit leh⸗ ret? Thut mir nicht deine Zunge Erd kund, wie man im Geist dich ehret? Daß Wort und Werck wahrhaftig sey, nicht Eigenlieb und Heucheley. 6. Du bist die Quelle reicher Lieb, die Seel und Geist anlachet; Wenn deines Geistes Liebes⸗ Trieb mich bruͤnstig liebend ma⸗ chet, so schwimmt mein Hertz in Suͤßigkeit, und daͤmpfet alle Bit⸗ terkeit. 7. Du bist einLaͤmmlein vollGe⸗ duld, daß unser Uebel traͤget, du lehrest, wie man. fremder Schuld ihm selbst mit Lust aufleget, und mitGedult in ꝛeutz und Schmach, stets deiner Voeschrift folge nach. . Dein Hertz ist voller Heilig⸗ Spr. Sal. 23,26. keit, dein Wandel ohne Wandel, dein Thun ist selbst die Reinigkeit, wenn ich in meinem Handel wil heilig handeln und regiern, muß deine Heiligkeit mich ziern. 9. Du richtest mit Gerechtig⸗ keit, dein Seepter ist gerade, daß es in seiner Richtigkeit auch selbst den Feind nicht schade; ist in mir etwas schlecht und recht, so koͤmts von deinem Licht und Recht. 10. Immanuel, du hoͤchstes Gut, was oll ich weiter singen, dein Glantz erfreuet Muth und Blut, du kanst mir alles bringen, du bit der Brunn der Guͤtigkeit, der See⸗ len schoͤnstes Tugend⸗Kleid. 11. Drum fleh ich dieses noch von dir, daß ich in deinem Kleide, mit ewger Ehre, Schmuck und Zier, durch dich zu deiner Freude gezogen werd ins Himmels⸗Saal aus dieses Lebeus Jammerthal. ib mir, mein. 6aa. M. Nun sich der Tag geene ein GOtt, das Hertz ich brin⸗ ge dir zur Gabe und Ge⸗ schenck, du forderst dieses ja von mir, des bin ich eingedenck. 2. Gib mir, mein Sohn, dein Hertz sprichst du, das ist mir lieb und werth, du findest anders auch nicht Ruh im Himmel und auf 3. Nun du, mein Vater, nim es an, mein Hertz, veracht es nicht, ich gebs, so gut ichs geben kan, kebr zu mir dein Gesicht. 4. Zwar ist es voller Suͤnden⸗ Wust und voller Eitelkeit, des Gu⸗ ten aber unbewust, der wahren Froͤmmigkeit. g. Doch aber steht es nun in Reu, erkennt sein'n Uebelstand, und traͤget jetzo vor dem Scheu, davons zuvor Lust fand. ö 6. Hier faͤllt und liegt es dir zu Fuß, und schreyt: Nur schlage zů, zerknirsch, o Vater, daß ich Buß rechtschaffen vor dir thu. 10. Aa 3.Zer⸗ 37 Vom guten wercken, oder . Zermalmi mir meine Haͤrtig⸗ keit, mach muͤrbe meinen Sinn, daß ich in Seufzer, Ren und Leid und Tihraͤnen gantz zerrinn. 8. Go dann nim mich, mein Je⸗ su Christ, tauch mich tief in dein Blut, ich glaub, daß du geereutzigt hist der Welt und mir zu gut. 5. Staͤrck mein sonst schwache Glaubens⸗Hand zu fassen auf dein Blut, als der Vergebung Unter⸗ yfand, das alles machet gut. 10. Scheuck mir nach deiner JEsus⸗Huld Gerechtigkeit und heil, und nim auf dich mein Suͤn⸗ den⸗Schuld und meiner Strafe CTheil.—— 22 II. In dich wollst dut mich klei⸗ den ein, dein Unschuld ziehen an, daß ich von allen Suͤnden rein, vor GOtt bestehen kan. 12. GOtt Heilger Geist, nim du auch mich in die Gemeinschaft ein, ergieß um JEsu willen dich tief in mein Hertz hinein. 13. Dein goͤttlich Licht schůͤtt in mich aus, und Brunst der reinen Lieb, loͤsch FinsternißZaß, Falsch⸗ eit aus, schenck mir stets deinen Trieb. ö 14. Hilf/ daß ich sey von. Hertzen treu im Glauben meinem GOtt, daß mich im Guten nicht mach scheu, der Welt⸗List, Macht und Spoitt. 5. Hils, daß ich sey von Hertzen vest, in Hoffen und Geduld, das, wenn du mich nur nicht verlaß, mich troͤstet deine Huld. 16. Hilf, daß ich sey von Hertzen rein im Lieben, und erweiß, daß mein Thun nicht sey Augenschein, durchs Werck zu deinem Preis. 17. Hilf, daß ich sey von Hertzen schlecht, aufrichtig ohn Betrug, daß meine Wort und Wercke recht, und Niemand schelt ohn Fug. 15. Hilf, daß ich sey don Hertzen Hein, Demuth und Saustmuth halt, daß ich von aller Welt⸗Lieb ztin, vom gall aufstehe bald. 19. Hilf, daß ich sey von Hertzen from, ohn alle Heucheley, damit mein gantzes Christenthum dir wohlgefaͤllig se. 20. Nim gar, oGOtt, zum Tem⸗ pel ein mein Hertz hier in der Zeit, ja laß es auch dein Wohnhauls seyn in jener Ewigkeit. 21. Dir geb ichs gantz zu eigen hin, brauchs wozu dirs gefaͤllt, ich der Deine, nicht der Welt. 22. Drum soll sie nun und nim⸗ mermehr dis richten aus bey mir, sie lock und droh auch noch so sehr, daß ich soll dienen ibhbr. 23. In Ewigkeit geschicht das nicht, du falsche Teufels Braut, 0 wenig mich, GOtt Lob! an⸗ Haut dein glaͤntzend Schlangen⸗ au.* +. 24. Weg Welt, weg Suͤnd, die 0 oiri di mein Hertz, nur JE U, dir ist dis Gescheucke zugericht, behalt es fuͤr und fuͤr. Zaoh. Casp. Schade. Phil. 2,12. GOtt ists, der in euch. 6az. NNun dancket alle GOtt. GOtt, du frommer Gott, du Brunnquell aller Gaben, ohn dem nichts ist, was ist, von dem wir alles hahen, gesunden Leib gib mir, und daß in solchem Leib ein unverletzte Seel und rein Gewissen bleib. 945 ö . Gib, daß ich rhu mit Fleiß, was mir zu thun gebuͤhret, worzu mich dein Beseh in mernem Stande fuͤhret. Gib, daß ichs thue bald zu der Zeit, da ich soll, gerathe wohl. 1. 3. Hilf, daß ich rede stets, wo⸗ mit ich kan bestehen, laß kein un⸗ nutzes Wort aus meinem Munde ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft, und Nachdruck ohn Verdru Hun Lindt sich Ollchenn90 weiß, daß ich der l die Heine bin, und wann ichs thu, so gib, daß es gehen, und wenn in meinem Amt laß mich Helden⸗ nHertzen y/ damit hum dir um Tem⸗ der Zeit, ohnhaus Au eigen falle ch eine bin, t. ind nim⸗ bey mir, hso sehr, hicht das 3„Braut, Lob! an⸗ chlangen⸗ uͤnd, die nur JE⸗ ugericht, Schade. rin euch. lle GSOtt. r Gott, * Gaben, * Den gesunden i solchem und rein ut Fleiß, et, worzu / daß es lets, wo⸗ kein un⸗ n Munde nem Amt so gib den dachdruck chkeit/ so e laß mich nicht verzagen, gib einen Helden⸗Muth, das Creutz hilf sel⸗ ber tragen; Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth überwind, ter. dringen, Christlichem Leben und Wandel. 7. Soll ich in dieser Welt mein Leben hoͤher bringen, durch man⸗ chen sauren Tritt hindurch ins Al⸗ so gib Geduld fuͤr und wenn ich Rath bedarf, auch Suͤnd und Schanden mich be⸗ guten Rath erfind. ö 5. Laß mich in Freud und Leid gleichmüthig in Gedancken, dez muͤthig ohne Falsch, sorgfaltig vh⸗ ne Waucken, aufrichtig, tapfer, keusch, fuͤrsichtig, maͤßig, rein, auch ohn Leichtsertigkeit, getrost und froͤhlich seyn. ö 6. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit als Christlich ist, wilt du mir etwas gebeu an Reichthum, Gut und Geld, so gib auch dis dabey, daß von unrechtem Gut nichts un⸗ termenget sey. wahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 8. Laß mich au meinem End auf Christi Tod abscheiden, die Seele nim zu dir, hinauf zu deinen Freu⸗ den, dem Leib ein Raͤumlein goͤnn bey seiner Freunde Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seiten hab. 9. Wenn du die Todten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab aus⸗ strecken, laß hoͤren deine Stimin, und meinen Leib weck auf, und fuͤhr ihn schon verklaͤrt vumAuser⸗ waͤhlten Hauf. J. Heermann. Von der Liebe zu GOtt und zu IEsu. Luc. 7, 47. Ihr sind viel Suͤnde. 624. M. O JEsu mein Braͤutg. A“ laß dich jetzt finden, kom JeEsu! kom fort! mein Her⸗ tze wil binden dein Hertze, mein Hort! Nach JIEsu ich schreye, den hab ich erwaͤhlt, mein IEsus ist treue, ihm bin ich vermaͤhlt. 2. Trotz dem, der nicht dencket, daß seine ich sey, ich bin nun ver; schencket, es bleibet dabey Nichts bringet mir Schmertzen, weil E⸗ sus ist hier, der traͤgt mich im Her⸗ tzen, ihm dauck ich dafuͤr. ö 3.0 weichet ihr Feinde! mein IEsus ist mein, ihn hab ich jum Freunde, sein bin ich allein, ich bleibe sein eigen, er hat mich er⸗ kauft, sein Blut wird er jeigen, da⸗ mit ich getauft. . Auch kan ich ermessen, daß JEsus mich liebt, weil er mir zu essen sich selbsten dar⸗ iebt, so geb ich nun wieder, was JEsus gehoͤrt, Leib, Seele und Glieder ihn noch⸗ mals verehrt. ne, uns scheidet nun keins, bleib ich gleich auf Erden, so lange er wil, so hab ich den Werthen, dem halte ich still. 6. Ihn kan mir nichts rauben, der Staͤrckste der siegt, an den wil ich glauben, am Hertzen mir liegt, im Schlafen und Wachen ist JE⸗ sus mir nah; Ey! sollt ich nicht lachen, dar IEsus steht da. 7. An JEsu ich klebe, in JIEsu ich ruh, in JEsu ich lebe und ster⸗ be damn. Ich fuche dich, JEsu, und finde dich hier: o JEsu bleib immer, bleib ewig bey mir! Spr. Sal. 8,17. 18. Ich liebe, die. 6² I magt wer nich den lieben. ich sagt mir nichts von Gold A und Schaͤtzen, von Pracht und Schoͤnheit dieser Welt; es kan mich ja kein Ding ergoͤtzen, was mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er wil, ich lie⸗ be JEsum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein 5. Ja. ja,ich bin seine, wir beyde sschoͤnstees Bild/ an dem ich meine sind eins, ich bin nichi mehr nei ub/ ich meine 5 Augen 38⁰0 Von der Liebe zu Gott Augen weyde, und sinde, was mein Hertze stillt. Ein jeder lie⸗ be, was er wil, ich liebe JEsum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Luͤsten, des Fleisches Schoͤnheit dauret nicht, die Zeit kan alles das verwuͤsten, was Mensch en Haͤnde zugericht't; drum lieb ein jeder, was er wil, nur JEsus ist allein mein Ziel. 4. Er ist allein mein Licht und Leben, die Wahrheit selbst das ew'ge Wort: Er ist mein Stamm, und ich sein Reben, er ist der See⸗ len Fels und Hort. Ein jeder lie⸗ be, was er 1 ich bleib bey JEsu, meinem Ziel. 5. Er ist der Koͤnig aller Ehren, er ist der HErr der Herrlichkeit, er kan mir ew'ges Heil gewaͤhren, und retten mich aus allem Streit. Ein jeder liebe was er wil, nur 2.8 ist und bleibt mein Ziel. 6. SeinSchloß kan keine Macht aöhneu⸗ sein Reich vergeht nicht mit der Zeit: Sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein je⸗ der liebe, was er wil, weil JEsus ist mein hoͤchstes Ziel. 7. Sein Reichthum ist nicht zu ergruͤnden; sein allerschoͤnstes Augesicht, und was von Schmuck um ihn zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe was er wil, denn JEsus ist mein hoͤchstes Ziel. g. Er wil mich über all's erhe⸗ ben, und seiner Klarheit machen gleich? Er wird mir so viel Schaͤ⸗ tze geben, daß ich werd unerschoͤ⸗ pflich reich. So lieb nun jeder was er wil, mein JIEsus ist mein bestes Ziel. 9. Muß ich gleich hier sehr viel entbehren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch wol gewaͤhren im Reiche seiner Herr⸗ üchkeit. Drum lieb ich billig in zß der Still nur IEsum meines Her⸗ tzens Ziel. Joh. Angelus, 2 Cor. 5, 9. Daram Heißigen wir. 626. M. Die Seele Cheüt heilge A nJEsum dencken o Hstund viel, beingt! Freud und Wonn ohn Maaß und Ziel, recht aber Honig⸗ suͤsser Art, is seiner Gnaden⸗Ge⸗ genwart. „Nichts liebers meine Zunge singt, nichts reiners meinen hren klingt, nichts suͤssers meinem Her tzen ist, 5 mein hertzliebster IC. sus Cl hrist 3. O IEsu, Hertzens Freud und Wonn! O Lebens⸗Brunn, o wah⸗ re Sonn! ohn dich ist alle Freud unwerth, und was man 6uf der Welt begehrt. 4. O SEsu deine Lieb ist süß, wenn ich sie tief ins Hertze schließ, erquicket sie mich ohne Zahl, viel tausend, tausend, tausendmal. . Ach liebt und lobet doch mit mir den, der uns liebet fuͤr und fur, mit Lieb belohnet lieb allzeit, — höͤrt nicht auf in Ewigkeit. 6. Mein IEsulein liegt mir int Sinn, ich geh und steh, und wo ich bin, twie sroh und selig werd ich seyn, weun os wird seyn und blei⸗ ben mein. 7. An dir mein Hertz hat seine Lust, vollkommen ist die Lieb und Lust,mein muhm ist all auf dich ge⸗ stellt, oJEsu, Heiland aller Welt. Ioh. 16, 27. Er selbst, der Vater. 6³½7. M. Lobe den HErren den. hriste, mein Leben, mein Hof⸗ fen, mein Glauben, meinWal⸗ len, und das, was Christen kan schmecken und teener gefallen, ncht den Sinn, treuer Welt:Hei⸗ land, dahin, Ruhm dir zu bringen vor allen. 2. ich wü ch erheh⸗ du Won⸗ ne, dich wil ich erheben, ich wil mich gaͤntzlich dir schencken und voͤllig hingeben, nimmst du mich hin, ist es mein grosser Gewinn, keiner keiner w ersehen. 4. Het meinLebe fuͤhren, was goͤtt Seele zu J. Frie Glauben Eile zu st hoͤchstes nichts mi ehr: 9 angen. 6. Cen Buͤrden, Gott! alles, wa Christen seyn, lebt der wirde 7. Nur mer und dieChrist sich einf Reichthu lassen? Hohel. S —2—.—— 2. Wa dich, ist& Liebes⸗H dich, mei 6²28. M. u bi uahtoto kan sonst 5 ich m bhen mir. Laß leuch daraus h Gegenlit ö — mie daß ich m und zu JEsu. 381 eines Her⸗ Angelus. zigen wir. isti heilge tund viel, Vonn ohn er Hoͤnig⸗ laden⸗Ge: ne Zunge en Ohren nem Her⸗ bster JE⸗ reud und u, o wah⸗ lle Freud auf der ist suͤß, e schließ, gahl, viel dmal. doch mit fuͤr und b allzeit, igkeit. t mir im d wo ich werd ich und blei⸗ hat seine Lieb und dich ge⸗ ler Welt. r Vater. ren den. iein Hof⸗ einWal⸗ sten kan gefallen, ZeltHei⸗ bringen u Won⸗ ich wil cken und du mich Gewinn, keiner seiner wird kraͤncken mein Leben. 3. Eines, das noͤthig, laß maͤch⸗ tig fuͤr allen bestehen, Ruhe der Soelen, laß alles, was eitel, ver⸗ serner Eintzige Lust ist mir nun erner bewust, Christus mir ewig ersehen. 4. Hertzog des Lebens, du wol⸗ lest mich selber regieren; so, daß meinLeben ich heilig und selig mag fuͤhren, gib du den Geist, reiche, was goͤttlich nur heist, anders die Seele zu zieren. v. Friedens⸗Fuͤrst! laß mich im Glauden dir treulich anhangen; Eile zu stillen dis Wuͤnschen, mein hoͤchstes Verlangen; von dir nichts mehr, Heiland, ich jetzo be⸗ ehr: Nimmi mich dir selber ge⸗ angen. 194 6. Centner⸗schwer sind mir die Burden, wo du nicht wilt tragen, alles, was irdisch ist, trachtet die Christen zu plagen. Laß es denn seyn, lebt man nur Christo gemein, der wirds wol koͤnnen verjagen. 7. Nun, nun, so wil ich auch im⸗ mer und ewiglich hassen Buͤrden, die Christum das Kleinod, nicht in sich einfassen, er soll mir seyn Reichthum und alles allein, Gott! Gott! wer wollte dich lassen? J. W. Belln. v. zinnend. Hohel. Sal. 7, 10. Mein Freund. 628. M. Err Chr ist der einge. ù bist ja gantz mein eigen, nichts soll von dir mich heugen, ich kan sonst Niemands seyn: Dir bih ich mich ergeben, weil du auch dich, mein Leben, hast gantz gege⸗ ben mir. 9 2. Was ich allhier besitze ohn' dich, ist Gall und Pein, dein edle Liebes Hitze ist lauter suͤsser Wein: Laß leuchten ihre Flamme, damit daraus herstamme die Glut der ‚ ———— Gegenlieb. Wenn n . Wie hast du doch so heftig ge⸗ liebt mich armen Staub; Gib, daß ich moͤge kraͤftig dich, edle Lje⸗ be nackt und bloß; Err JEsu, und ich dein, bes⸗Traub', in meiner Brust em⸗ pfinden, und dich mit mir verbin⸗ den durch treue Gegen⸗Brunst. 4. Nim weg aus meinem Her⸗ zen, was deines willens nicht, loͤsch aus die fremden Kertzen durch deiner Wangen Licht: Ich wünsche nie zu kennen ein anders Hertzen⸗Brennen, als deiner Lieb in mir. v. Wie freundlich aus der Mas⸗ sen ist Par Anmuth Blick; m liebreich kan uns fassen und ziehn ihr seiduer Strick: Wie faͤngt mich ihr Ergoͤtzen mit solchen guͤldnen Netzen, gewirckt von lau⸗ ter Huld. 6. Ich wuͤnsche zu behalten diß Kayserthum bey mir, und nimmer zu erkalten in flammender Begier, fuͤr diesen Schatz zu sorgen, des Abends und am Morgen, du hertzliches Gebet. 4 100 7. Ach! follt' ich sie verlieren. aus meinem Seelen⸗Schooß, was koͤnte mich doch zieren? Ich stuͤr⸗ drüm soll gleich Magdalenen, me 301 von dir, Schoͤnen, mit Thranen bitten sie. deiner Liebe Sinn, daß sie mi recht bekehre, wenn ich verirret bin; mich, aucheln hier muß wal⸗ len, im Strauche halt und richt empor. mein Auge 8. OAllerschoͤnster! lehre mich noder Fallen er⸗ 9.Dugindrung meiner Schmer⸗ bon. duStaͤrcke, wenn ich schach 2 0 m troͤste mich von Hertzen au mein geseuft' tes Ach! dein Hau mach in mir bluͤhen den Glaubens⸗ Docht, und gluͤhen, wenn er ver⸗ loͤschen wil. 1 I. Und wenn ich nun soll schei⸗ den von diesem Kummer⸗Plan, so nim mich, durch dein Leiden Er⸗ kausten, freundlich an, bey dir mich ju behalten dort, wo man vom Er⸗ kalten und Scheiden nichts mehr wei. 8 ICok. 28⁴ 1 Cor. 16, 22. So jemand den. 6³9. Mel. erglich lieb hab ich. Heun IEsu Christ, mein Fleisch und Blut, mein Seelen⸗ Schatz, mein hoͤchstes Gut, und aller Sinnen Freude! ich bleibe dennoch stets an dir, so ist auch nichts, das dich von mir, und un⸗ srer Liebe scheide: Du machst mir deinen Weg bekannt, haͤlt st mich bey meiner rechten Hand, regierst und fuͤhrst den Lebens Lauf, und hilfest meiner Schwachheit auf. HErr IEsu Christ, du bist mein Licht:/: ich folge dir, so irr nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der anders nichts beschlos⸗ sen hat, als was mir Segen brin⸗ get: Gehts gleich zu Zeiten wun⸗ derlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl ge⸗ linget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Ge⸗ rechtigkeit. HErr JEsu Christ, ach! voll Begier:, wuͤnsch ich zu seyn, mein GOtt, bey dir. . Mein Alles ist auf dich ge⸗ richt t, hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Er⸗ den: Denn waͤr der Himmel oh⸗ ne dich/so koͤnte keine Lust fuͤr mich in tausend Himmeln werden. Waͤrst du nicht schon auf Erden mein, moͤgt ich auch nicht auf Er⸗ den seyn: Denn auch die gantze weite Welt hat nichts, daß mir, wie du, gefallt. HErr JESu Christ, wo du nicht bist ist nichts, das mir ersreulich ist. 4. Und sollte mir durch Creutz und Noth, durch Marter, durch Gewalt und Tod, auch Seel und Leib verschmachten; diß alles wird/ wenn auch noch mehr, ja gar wie eine Hoͤlle waͤr, mein Glaube nichts nicht achten: Du dist und bleibest doch mein Heil, und mei⸗ nes Hertzens Trost und Theil; so wird und muß durch dich allein VvVon der Atebe zu GSchrt auch Leib und Seele selig seyn. HErrJEsu Ehrist, ich hoffe vest: daß deine Kraft mich nicht verlaͤst. 5. Wer von dir weicht, und auf der Welt dir nicht bestaͤndigGlau⸗ ben haͤlt, muß freylich wohl verder⸗ ben, und kan, weil er die Lust und Pracht des Fleisches hier zum Himmel macht, den Himmel dort nicht erben. Wer Satan solgt, und aͤrgerlich in Sunden huret wider dich, und denckt an keine Busse nicht, den bringst du um durch dein Gericht; HErr JEsu Christ, du bist darbey ½ dem, der dir treu ist, ewig treu. 6. Drum halt ich mich getrost uü dir, du aber haͤltst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich sen tze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zubricht, in 4 und auch im Leide; dein Thun soll alles und allein in meinem Hertz und Munde seyn, bis ich dich kan mit Augen sehn. Ach! moͤchte solches bald geschehn: HErr JEsu Christ! ich warte drauf kom, kom mein Schatz, und nim mich auf. Joh. 14, 15. Liebet ihr mich, so. 630. M. Auf meinen liebenGrt Err JEsu meine Ruh, ach! laß mich immerzu in deiner Liebe brennen, und dich im Hertzen kennen, und preisen deinenNamen mit dem erwaͤhlten Saamen. 2. Hrr, deiner Liebe Kraft, so alles in mir schast, erneure meine Sinnen; mein Thun und mein Beginnen sey nur auf dich gerich⸗ tet/ dir hab ich mich verpflichtet. 3. Verlobe dich mit mir, ich hab mich ja auch dir zu eigen gantz ge⸗ schencket; in dir bleib ich versen. cket: Wir muͤssen uns im Lieben stets mit einander uͤben. 4. Du bist allein mein Heil, und meines Hertzens Theil, ach! gih dich meiner Seelen, thu dich mit mir vermaͤhlen, dir bin ich gantz en e e ren ————.—————————— geben im J. HE meine Fi grosse Gr muͤthe, d und auf 6. Zu mich, o stets an dir abtre selig seyn. offe vest: cht verlaͤst. , und auf ndig Glau⸗ ohl verder⸗ eLust und hier zum mmel dort tan solgt, den huret an keine gst du um Err JEsu dem, der getrost in uch zu mir, e. Ich ses dich, mein hein Thun in meinem hn. Ach! in Tim geschehn: ich warte in Schatz, rmich, so. ebenGott Ruh, ach! uin deiner im Hertzen ien NRamen amen. e Kraft, so ure meine und mein dich gerichh rpflichtet. nir, ich hab n gantz ge⸗ ich versen. im Lieben ich gantz ei⸗ gheben —..—....———— und zu JEsu. 385 geben im Tod und auch im Leben. 5. HErr, deine Freudigkeit sey meine Freud im Leid, und deine grosse Guͤte ruͤhr kraͤftig mein Ge⸗ muͤthe/ daß ich auf dich nur baue, und auf dein Heil nur schaue. 6. Zu deiner Herrlichkeit mach mich, o GOtt! bereit, laß mich stets an dir bleiben, kein Lust von dir abtreiben, kom, gib dich mei⸗ nem Hertzen, zu tilgen dessen Schmertzen 7. Send mir, von deinemThron, du wahrer Gottes Sohn! den Geist der Kraft und Staͤrcke, daß ich ihn stets vermercke in allen meinen Sinnen, er selbst sey mein Beginnen. ö g8. So sey ich fuͤr und fuͤr, HErr, aubefohlen dir: Der alte Adam sterbe, der neue Mensch ererbe das Reich der Kraft und Ehren: Ein Amen laß mich hoͤren! Matth. 22, 37. Du sollt lieben ꝛe. 631. In bekandrer Melodey. HeSer lieb hab ich dich, o HErr, ich bitt, du wollst seyn von mir nicht fern mit deiner Huͤlf und Gnaden; die gantze Welt nicht erfreuet mich nach Himm l und Erden frag ich nicht, wenn ich dich nur kan haben, und wann mir gleich mein Hertz zubricht/ so bist du doch mein Zuversicht, mein Theil und meines Hertzens Trost, der mich durch sein Blut hat er⸗ loͤst, HErr JESu Christ, mein Gptt und HErr, mein GOtt und rr, in Schanden laß mich nim⸗ mermehr. f. 4. Es ist ja, HErt,deinG schenck und Gab, mein Leib/Seel und alls was ich hab in diesem armen Le⸗ ben, damit ichs brauch zum kobe dein, zuNutz und Dienst des Naͤch⸗ sten mein, wollst mix dein Gnade geben: Behuͤt mich, HErr, fuͤr salscher Lehr, des Satans Mord und Kůgen wehr, in allem Creutz erhalte mich, auf daß ichs trag ge⸗ mein HErr und GOtt, mein HErr und GOtt, troͤst mir mein Seel in Todes⸗Noth.. 3. Ach, HErr! laß dein' lieb Engelein am letzten End die See⸗ le mein in Ahrahams Schooß tra⸗ gen, den Leib in sein m Schlaf⸗ Kaͤmmerlein, gar sanft, ohn einge Quaal und Pein, ruhn bis am juͤngsten Tage, alodann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen se⸗ hen dich in aller Freud, o GOttes Sohn, mein Heiland und mein Gnaden⸗Thron. HErr JIESu Christ, erhoͤre mich, erhoͤre mich, ich wil dich preisen ewiglich. ö Mart. Schalling. Ps. 119, 123. Meine Augen sehnen 63a. Mel. Mir nach sprichrChr. Ich habe JEsu, dich in Noth ge⸗ V suchet, und gefunden. Du hast mir Freyheit fuͤr den Tod ge⸗ jeigt in deinen Wunden. Du nimst die Busse gnaͤdig an, und reißt mich von der Sunden⸗Bahn. 2. Mein einiges Verlangen ist, mein JEsu, dich zu lieben: Der du mein Trost und Leben bist in Freud und im Betruͤben. Ich bit⸗ te, laß mich nur allein mit dir recht vest vereinigt seyn. 3. Olliebster JEsu, staͤrcke mich, und dieses mein Verlangen, je mehr und mehr dich inniglich m.t Liebe zu umfangen. Tilg alle Lieb der Welt in mik, ja nim mich mir/ und gib mich dir. ů 4. Laß allezeit erhoͤret seyn mei Wunschen, Flehen, Bitten. Denn deine reiche Hand allein kan Se⸗ gen auf mich schuͤtten. Drum gib, was du, o Segens⸗Fuͤrst, mir gut zu seyn erkennen wirst. Roͤm. 8,38. Wer wil uns scheiden. 623.· M. Ach Seel was Himmel. „it Seele. 70 ch lebe dich hertzlich o JEsu Ian allen, du bist es, 1111• I duidiglich. HErr Jesu Chrig ich mein einzig Gefallen: Jd U0i mer ermüdet dich lieben von 384 Von der Liebe zu Sott vest halten, ich wil dich umfassen, ich wil dich nicht lassen. 2. JEsus. Mein liebstes Kind, solltest du lieber mich haben als andere? Liebest du etwan die Ga⸗ ben? Wie, wenn du vom Lieben nichts solltest geniessen? So moͤch⸗ te.wol etwa die Liebe zerfliessen. 3. Seele. Ich liebe den Geber stell nicht um das Geschencke, so viel ich mich kenne, und wie ich gedencke: Ich hoffe in diesem Theil treu zu bestehen, wenn du, o mein JEsu, die Probe wolltst sehen. 4. JEsus. Wollst du mich so hertzlich und inniglich lieben, und gegen mir deine Treu dennoch ausuͤben, wenn ich dir die Guͤter der Erden entrisse, und in das ver⸗ achtete Armuth verstiesse? 5. Seele. Wer an dir,o JEsu! findt alles Vergnuͤgen, der kan sich in dieses mit leichter Muͤh fů⸗ gen, ich werde mich suͤr den Beguͤ⸗ tersten schaͤtzen, so lange du blei⸗ best mein eintzig Ergoͤtzen. 6. JEsus. Wie aber, wenn ich dir die Ehre ließ nehmen, daß, die dich geehret, sich nachmals dein schaͤnien, wie wuͤrdst du bey Schmach und Verachtung dich halten, es moͤchte die Liebe wol twas erkalten? 7. Seele. Laß Ehre, Gunst, Herrlichkeit immer hinfliehen, laß Mißgunst, Verachtung und Spott mich beziehen, ich wil es geduldig und willig verschmertzen, und nim Hertzen. S8. JEsus. Gefaͤngniß, Band, Marter, Schmertz, Elend und Leiden, das moͤchte die Liebe, so zwischen uns scheiden, wie wuͤrdest du wohl in der Probe bestehen, wenn du fuͤr mich solltest zum To⸗ de hingehen 9. Seele. Ich wollte mich um bich, mein Leben, her schlingen, so koͤnte kein Marter noch Tod mich Lieben und Glauben, so koͤnte mich Niemand des Lebens berauben. 109. JEsus. Wie? wenn ich mich stellte, als wollt ich dich flie⸗ hen, so duͤrft wol die Welt dich mit gegen den, der sich verstellet, ver. ellen. 11. Seele. Du kanst nicht von drum werd ich nicht muͤde, di so muß es zu meiner Verstaͤrckunz nur dienen. 12. JEsus. Ich koͤnte dich Dann wuͤrde man sehen, wie du dich moͤgst stellen, du wuͤrdest aus⸗ hoͤren zu lieben, und hassen den, verlassen. 8* 13. Seele. Ach lieber! wie solltst halten theure Zusagen nicht sol⸗ len, du hast den Bekehrten zu hels⸗ fen versprochen, was du mir beey ⸗ det, wird nimmer gebrochen. I4. Jusus. Wer wollte mich zwingen dich Suͤnder zu lieben, ein' n solchen, der oͤsters mich pflegt zu betruͤben: Ich hasse die Boͤsen, und liebe die Frommen, ein reines Hertz laß ich vor mein Gesicht kommen. 22⁷1 15. Seele. Ich leugne nicht, daß ich gesuͤndiget habe, doch glaͤub ich, dein Blut mich von Suͤnden waͤscht abe; und da du mich wegen der Suͤnden wollst hassen, so wollt ich dein eigne Ge⸗ rechtigkeit fassen. 16. JEsus. Wer dabeh mich fasset, dem ist es gelungen, dein Glaub, meine Liebste, der hat mich bezwungen. Ich lieb dich, ich halt dich, ich wil dich nicht lasson Hitttetttzt 4 heiwingen, ich wollte anhalten mit umfassen. 10•0 e List zů sich ziehen, du wuͤrdest dem, der dich anlocket, vergsellen, dich Hertzen die Menschen betruͤben, der dich nunmehro hatt gaͤntzlich gleichwol verstossen zur Hoͤllen: du das koͤnnen und wollen, und — 17. Se nem Vors mich dure treiben; auch setze HErr. Staͤrcke. 18. J0 bis ans E mer zu le schreibe, dennoch zu lieben, ob Treue und wohl nin Huͤlse zu wancken gleich schienen, ich dich Verbleich 9. Se bis ans nimmer; verschreib ster, woh his du m des⸗Verb Pü.73/ 20 634. We J. cke ne Zier! dem We— der Begi schoͤnstes im Sterb 2. Ich Leben, Freund; erheben, bescheint. Gottes sten Bra 3. Ach kennet/ d du! und nennet, d re Ruh! truͤbt, de geliebt. CG„ 4.J blendet, dich nicht gewendet ne Licht geschehn, ersehn. koͤnte mich rauben. bdich flies rdest dem, ler dich ellet, ver nicht von betruͤben, nuͤde, 10 dreue un schienen, rstaͤrckung oͤnte dich r Hoͤllen: n, wie du urdest aus⸗ assen den, t gaͤntzlich wie solltst ‚len, und nicht sol⸗ en zu hels⸗ mir beey⸗ chen. Gesch ne nicht, be, do mich von ind da du en wollst eigne Ge⸗ n — und zu JEsu. 388 17. Seele. Bestaͤndig bey mei⸗ nem Vorsatze zu bleiben, wollst du mich durch deinen Geist stetig an⸗ treiben; und daß ich denselben auch setze zu Wercke, verleih mir, HErr, Kraͤste und goͤttliche Staͤrcke. 18. JEsus. Im Lieben getren bis ans Ende verbleibe, mich nim⸗ mer zu lassen aufs neu dich ver⸗ schreibe, von dir wil ich, Liebste, wohl nimmermehr weichen, bis ich dich heimhole beym Todes⸗ Verbleichen: 19. Seele. Im Lieben getren bis ans End ich verbleibe, dich nimmer zu lassen aufs neu mich verschreibe, von dir wil ich Lieb⸗ ster, wohl nimmermehr weichen, bis du mich heimholest beym To⸗ des⸗Verbleichen. J. C. Schade. Ps. 73, 28. Das ist meine Freude. 634. Wel. Wer nur den lieben. ch wil dich lieben, meine Staͤr⸗ le; Ich wil dich lieben mei⸗ ne Zier! Ich wii bich lieben mit dem Wereke, und immerwaͤhren⸗ der Begier; Ich wil dich lieben, schoͤnstes Licht, bis mir das Hertz im Sterben bricht. 2. Ich wil dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund; ich wil dich lieben und erheben, so Hch mich dein Glantz bescheint. Ich wil dich lieben Gottes Lamm, als meinen lieb⸗ sten Braͤutigam 3. Ach! daß ich dich so spaͤt er; kennet, du hochbelobte Schoͤnheit du! und dich nicht eher mein ge⸗ nennet, du hoͤchstes Gut und wah⸗ re Ruh! es ist mir leid und bin be⸗ geliebt. 4. Ich lief verirrt und war ver⸗ blendet, ich suchte dich, und fand dich nicht; ich hatte mich von dir trübt, daß ich dich hab so spaͤt geweudet, und liebte daß geschaf⸗ ne Licht; nun aber ist durch di I n/ daß ich dich endlich hab ersehn. . Ich dancke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glautz hat Licht gemacht: Ich dancke dir, du Himmels⸗Wonne, daß du mich froh und frey gemacht: Ich dan⸗ cks dir, du guldner Mund, daß du mich innig machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stes gen, und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn: Erleuchte Leib und Seele gantz, du ewig starcker Himmelse „ Gil 2— 7. Sib meinen Augen suͤsse Thraͤnen, gib meinem Hertzen keusche Brunst; Laß meine Seele sich gewoͤhnen, zu uͤben in der Lie⸗ bes⸗Kunst: Laß meinen Sinn, Geist und Verstand, stets seyn zů dir, mein Schatz, gewandt. 8. Ich wil dich lieben, meine Krone, dich wil ich lieben meinen GOtt; Ich wil dich lieben ohne Lohne, auch in der allergroͤsten Noth; Ich wil dich lieben, schos stes Licht, bis mir das Hertz im Sterben bricht. Joh. Angelus. Joh. 10,27. Meine Schaafe hoͤren. 635. Mel. JEsu der du meine. Ider frommer Menschem Heer⸗ „ den guter und getreuer Hirt, laß mich auch dein Schaͤflein wer⸗ den, das dein Stab und Stimme fuͤhrt: Ach! du hast aus Liel dein Leben fuͤr die Schaafe hinge⸗ geben, und du gabst es auch fuͤr mich, laß mich wieder lieben dich. 2. Heerden ihre Hirten lieben, und ein Hirt liebt seine Heerd: Laß uns auch so Liebe uͤben, du im Himmel, ich auf Erd. Schallet deine Lieb hernieder, soll dir meine schallen wieder; wenn du rufst: Ich liebe zich⸗ ruft mein Hertz: Dich liebe ich. ö 3. Schaafe ihten Hirten kennen, dem sie auch sind wohl bekannt: Laß mich auch nach dir zurennen, wie du kamst iu mir gerannt. Als V b des 386 Von der Liebe zu Gott des Hoͤllen⸗Wolfes Rachen eine Beut gus mir wollt machen,/ riesest du: Ich kenne dich! Ich auch ries: Dich kenne ich. 4. Heerden ihre Hirten hoͤren, solgen ihrer Stimm allein; Hir⸗ ten auch zur Heerd sich kehren, wenn sie schrehyen, groß und klein: Laß mich hůͤren, wenn du schreyest, laß mich laufen, wenn du drauest, laß mich horchen stets auf dich, JEsn, hoͤre du auch mich! F. Hoͤre, JEsu, und erhoͤre mei⸗ ne, deines Schaͤfleins Stimm, mich auch zu dir schreyen lehre, wenn sich nah't des Wolfes Grim. Laß mein Schreyen dir gefallen, deinen Trost herwieder schallen: Wenn ich bete, hoͤre mich; JEsu, sprich: Ich hoͤre dich! 6. Hoͤre, JEsu, und erhoͤre, wenn ich ruf, anklopf und schrey! JEsu! dich von mir nicht kehre, steh mir bald in Gnaden bey! Ja, du hoͤrst; in deinem Namen ist ja alles Ja und Amen. Nun, ich glaub und fuͤhle schon deinen Crost, o GOttes Sohn. Roͤm. 6, 13. Begebet euch selbst. 636. M. Freu dich sehr, o meine. FEsu, JEsu, du meinLeben, E⸗ su meiner Seelen Heil, sage was ich dir soll geben, du mein aus⸗ erwaͤhltes Theil: Ich, ich wil mich selbsten dir, dir, o JEsu mei⸗ ne Zier, gaͤntzlich geben zu leibei⸗ en, nichts soll meinen Vorsatz eugen. a. Ich ergebe dir mein Hertze, die ses soll dein eigen seyn, auch der groͤste Hoͤllen⸗Schmertze, soll mit aller Ouaal und Pein, mich da⸗ von nicht kehren ab, dein ver⸗ bleib ich bis ins Grab, ja ich wil in deinem Lioben, mich ohn Ende treulich uͤben 3. Dir ergeb ich meine Augen, diese sollen fuͤr und fuͤr, wenn sie gleich des Creutzes Laugen beisset, dennoch sehn nach dir, du v JEsu, du mein Licht, machest, daß mir * nichts gebricht, du bist meiner Au? gen Sonne, von dir hab ich Freud und Wonne. 4. Dir ergeb ich mein Gehoͤre, daß dasselbe fort und fort, sich nach nichtes anders kehre, als allein nach deinem Wort, dir ergeb ich meinen Mund, daß er dein Lob mache kund, daß er dir Danckopfer bringe, und mit Ehren⸗Ruhm besiuge. ö V. Dir ergeb ich meine Hände, diese sollen allezeit, deine Werck ohn einig Ende zu verrichten seyn bereit: Dir ergeb ich jeden Tritt, jeder Tritt und jeder Schritt soll geschehen dir zu Ehren, und dein Ehre zu vermehren. 6. Endlich wil ich dir ergeben, alles, was ich hab und bin, JEsus, JEsus, liebstes Leben, nim es gna⸗ dig von mir hin, schlaͤgt gleich Creutz und Ungluͤck drein, sollen doch dein eigen seyn, mein Reden, meine Sinnen, mein Gedancken, mein Beginnen. G. H. v. Ende. 1Joh. v/1. Wer da liebet den, der, 637. In eigener Melodey. FEsu, der du deine Liebe laͤssest durch des Geistes Triebe, in die Hertzen sich ergiessen, und im Glauben dich geniessen. 2. Wer kan sagen und beschrei⸗ ben/was es sey, in dir stets bleiben, dir im Glauben anzuhangen, di in Liebe zu empfangen? 3. Gib uns Kraft, die Suͤßigkei⸗ ten deiner Liebe auszubreiten, auch der Leiden und der Thraͤnen derer, die sich nach dir sehnen. 4. O unendlich hohes Wesen, in dem wir allein genesen, mach uns wuͤrdig dich zu sehen, in dem Himmel einzugehen. 5. Daß, wenn wir dich freudig — * * schauen in den schoͤnen Himmels⸗ Auen, wir dir Halleluja singen: gen. Hilf, HErr! laß es wohl gelin⸗ Cor. mein Fr tziger 6 ne/ mei wil zu! JEsu n * daß mi neiner Au hich Freud in Gehoͤre, t, sich nach als allein rergeb ich rdein Lob Danckvpfer ren⸗Ruhm ne Hände, ine Werck ichten seyn den Tritt, chritt soll „und dein ir ergeben, in, JEsus, im es gnaͤ⸗ laͤgt gleich ein, sollen ine Reden, Bedancken, 3. v. Ende. et den, der. lodey. iebe laͤssest Triebe, in u/ und im d beschrei⸗ ts bleiben, ingen, di 2 Suͤßigkei⸗ zubreiten, Thraͤnen ehnen. s Wesen, sen, mach en, in dem ch freudig Himmels⸗ ja singen: pohl gelin⸗ Cor. ———— * und zu JEsu. 3⁷ 2 Cor. 5/ 2. Und uber demselbigen. 538. Mel. Es rraure wer da wil. Keu⸗ JIEsu, meine Lust, du Freud der Seelen, laß mich nicht laͤnger hie im Elend quaͤlen, ach liebster JEsu, wenn werd ich dich sehen, und zu dir in dein Reich mit Freuden gehen! 2. Kom, kom, mein Aufenthalt, mein Freud und Wonne, mein ein⸗ tziger Gewinn und Gnaben⸗Son⸗ ne, mein Hertz und gantzer Geist, wil zu dir schreyen, wenn wirst du JEsu mich doch eins erfreuen. 3. Wie manche Thraͤnen⸗Fluth hat sich ergossen, aus meiner Au⸗ 1g Quell herab geflossen: Ich leg mich, liebster GOtt, zu deinen Fuͤssen, gewuͤnschte Huͤlfe hoff ich zu geniessen. 4. Ich hab auf dieser Welt nur Ereutz und Leiben, mein Seel ver⸗ langet sehr nach Himmels⸗Freu⸗ den, gar wenig guter Tag hab ich auf Erden, begehr nur aufgeloͤst allhie zu werden. F. Halt still, o liebe Seel, und laß es gehen, dein liebster JEsus wird bald bey dir stehen, steh vest und wancke nicht, behalt im Her⸗ tzen Esum, vest allzeit in Noth und Schmertzen. 6. Laß nur das Trauren seyn, oͤr auf zu klagen, es ist zu schrei⸗ en nicht noch auszusagen, wie uns o wohl geschicht dort in dem Him⸗ mel, da nichts zu hoͤren ist vom Welt⸗Getuͤmmel. n 7. Nur Freud und Seligkeit ist da zu spuͤren, Creutz, Kummer, Anast und Reute pflegt aufzuhoͤ⸗ ten, keins Menschen Hertz hat hie solch Freud berühret, vielweniger ihr Ohr auf Erd gehoͤret. 8. Ihr sind schon viel dahin zur Freuden kommen, sie sind des —1 Last gaͤntzlich entnom⸗ men/ sie ruhen sauft und wohl im Schooß des HErren, die Wonne, Lust und Frend, wird ewig waͤhren. 9. Ach unaussprechlich schoͤn wird es da klingen, die auserwaͤhl⸗ te Schaar m Himmel singen? Heilig ist unser GOtt, den wir an⸗ beten, mit Loben und Gesang stets vor ihm treten. 10. Wenn ich nun gute Nacht einmal sol geben, werd ich auf dein Gebot alls übergeben, das Irdisch und die Welt wil ich verlassen, und nur des Himmels Pfand ins Hertze fassen. II. Ach was füͤr Freud und Lust werd ich empfinden, wenn ich be⸗ freyet bin von allen Suͤndenl mrichr mein Braͤutigam wird mich umfassen, als seine liebs Braut hertzen ohn Massen. Ps. 4, S.. Du erfreuest mein Hertz, . M. Wie schon leuchtet der. 9 ein JEsu, suͤsse Seelen Lust! mir ist nichts ausser dir bes wust, wenn du mein Hertz erquit ckest, dieweil dein Kuß so lieblich ist, daß man auch seiner selbst ver⸗ gißt, wenn du den Geist entzückest, daß ich in dich, aus dem Triebe reiner Liebe, von der Erde uͤber mich WI ha 105. Sürs 2. Was hat ich doch fuͤr Trost und Licht, als ich dein holdes An⸗ gesicht, mein JEsu noch nicht kannte: Wie blind und thoͤricht ging ich hin, da mein verkehrter Fleisches Sinn von Welt⸗Begier⸗ den brannte? Bis mir von dir Licht und Leben ward gegeben, dich zůu kennen, hertzlich gegen dich iu brennen. . Die arme Welt hat zwar den Schein, als waͤr ihr schlechtes Froͤhlich⸗seyn ein herrliches Ver⸗ gnuͤgen; allein wie eilend gehts vorbey, da steht man, daß es Blendwerck sen, wodurch wir uns betruͤgen; drum muß JEsus mit den Schaͤtzen mich ergoͤtzen, die bestehen, wenn die Welt/ Lust muß vergehen. . WerJEsum vest imGlauben haͤlt, der hat die Kraft der audern B h 2 Welt ¹ 383 Von der Liebe zu Gott Welt hier gllbereit zu schmecken; pflegt JEsus gleich zu mancher Zeit bey grosser Hertzens⸗Traurig⸗ keit sein Antlitz zu verdecken, ist doch sein Joch sanft und feiner, als wenn einer guf dem Bette die⸗ ser Welt zu schlafen haͤtte. 5. So weiß ich auch aus deinem Wort, daß du dich, liebster Seelen⸗ Hort! nicht ewiglich versteckest; du thust vor mir die Augen zu, au daß du desto groͤßre Ruh hernac in mir erweckest, wenn ich treulich als ein Rebe an dir klebe, guch im Leide, nicht nur in der suͤssen Freude. 6. Derhalben soll mich keine Noth, mein JEsu! waͤr es auch der Tod, von deinem Dienst ab⸗ schrecken; ich weiß, daß mich dein Hertze liebt, darum so geh ich un⸗ betruͤbt mit dir durch Dorn und Hecken. Plage, schlage, ich bin stille, ists dein Wille mich zu kraͤn⸗ ken, du wirst meiner doch geden⸗ 2 n. . Und sollt ich auch, mein Hort, in mir dein suͤsses Manna nicht all⸗ hier in dieser Zeit empfinden; so wil ich doch zufrieden seyn, und werde deinen Gnaden⸗Schein in jenem Leben finden, da man stets kan, sich zu laben, JEsum haben, stets erblicken, und ihn in die Ar⸗ me druͤcken.— 8. Allein, du holder Menschen⸗ Sohn lich kenne deine Liebe schon, wenn uns die Dornen stechen, dein Hertz, das mich in Trauren setzt, und sich verschleußt, muß doch zuletzt von lauter Liebe bre⸗ chen: drum fuͤllt und guillt in mein Hertze nach dem Schmertze deine Suͤsse, die ich noch allhier geniesse.. 9. Du salbest mich mitFreuden⸗ Oel so, daß sich oͤfters Leib und Seel recht inniglich erfreuen; ich weiß wohl, daß du mich betruͤbst, ich weiß auch, was du denen giebst, die sich davor nicht scheuen. Drumn neuem Dauck berejt. gib den Trieb, unabwendig und bestaͤndig treu— bleiben, und recht vest an dich 1t omne 10. Der Glaub ist eine starcke Hand, und haͤlt dich als ein vestes Band; ach! staͤrcke meinen Glau⸗ ben; Im Glauben kan dich Nie⸗ mand mir, im Glauben kan mich Niemand dir, o starcker JEsu! rauben, weil ich froͤhlich Welt und Drachen kan verlachen, und die Suͤnden durch den Glauben uͤberwinden. J. Neander. I Pet. 1, 8. 9. Welchen ihr nicht. 640. Mel. Ich bin ja HErr in. ein JEsu schoͤnste Seelen Zier, mein Hertze brennet gegen dir, und kuͤsset dich in reiner Liebe. Nach Erd und Himmel frag ich nicht. Mein alles ist zu dir gericht, so gar, daß auch bey solchem Triebe, die Augen voller Thraͤnen stehn, und alle Seufzer aufwerts gehn. ů 2. Du kamst mir ja zuvor mein Lamm, da du am bittern Creutzes⸗ Stamm in reiner Lieb in mir zer⸗ flossest. Wie bruͤnstig war die Lie⸗ bes⸗Glut! Da du dein allertheur⸗ stes Blut, so willig fuͤr mich ver⸗ gossest, und das entzuͤndet nun mein Hertz, es liebet dich auch bey dem Sehmertz. 3. Du hast mi ö schenckt, mich von der Welt zu dir gelenckt, daß ich nun froͤhlich an dich glaube, ich halt dich fuͤr mein Eigenthum, und such in deinem Heil den Ruhm, ich nenue mich nun deine Taube, und gebe, was ich hab und bin, mein JIEsu, dir zu eigen hin. ö 4. Du hast aus grosser Liebes⸗ Huld, noch immerdar mit mir Ge⸗ duld, wann ich aus Fleisches Schwachheit fehle, so bittest du bey GOtt fuͤr mich, dein Geist be⸗ schaͤmt mich innerlich, daß ich den Fehler nicht verhehle, und solche Gnaden⸗Guͤtigkeit macht mich zu Ver⸗ rdeine Huld ge⸗ 4 37 ⁵ Nacht! Ehr und vorhin hat im theures kan mic uiesset n Freud u 6. V Braut, vertrau ben wol laͤngst e mir ver ihn haf Lieb ist! haben? Licht ist ben: 5 Lebr. jebt. 2. Er Liebe h auch m Blut u bau ick nung,? 3.— die We ich ihn, Himm mich/ f lauter 4.8 recht ir gieht d jsLls ndig und zen, und ben. ie starcke ein vestes nen Glau⸗ dich Nie kan mich r Jest! ich Welt hen, und Glauben Zeander. ihr nicht. AErr in. e Seelen brennet in reiner Himmel lles ist zu auch bey en voller Seufter vor mein Creutzes⸗ n mir zer⸗ ar die Lie⸗ llertheur⸗ mich ver⸗ idet nun auch bey Huld ge⸗ ö zelt zu dir oͤhlich an fůr miein n deinem nue mich zebe, was Esu, dir r Liebes⸗ tmirGe⸗ Fleisches ittest du Geist be⸗ 10 lche nd solche t mich zu . Ver⸗ vest, daß dich mein mih nicht verlaͤst, gleich wie du mie und zu JIeEsu. 389 V. Verkehrte Welt nun gute Nacht! Dein Wollust, Reichthum, Ehr und Pracht soll mich nicht wie vorhin bethoͤren. Mein JEsus hat im Hertzen Platz, er ist der theure Seelen Schatz, sein Name kan mich ewig ehren. An ihm ge⸗ niesset meine Brust die allerreinste Freud und Lust. 6. Wo sindet man mol eine Braut, der sich der Braͤutigam vertraut, die seine Treu nicht lie⸗ ben wollte? Mein JEsus hat mich laͤngst erwaͤhlt, und sich auf ewi mir vermaͤhlt, wie kaͤnis, daß ich ihn hassen sollte? Nein! unsre Lieb ist taͤglich neu, ich bleibe mei⸗ nem Schatz getruu. 7. Ach JEsu! mach die Liebe ch nicht yflegst zu lassen, und wenn des Truͤbsals Feuer brennt, und mich die Welt verlassen nenut, so wil ich diesen Wahlspruch fassen: Ich bleibe dein, und du bist mein, es soll die Liebe ewig seyn. Pf. 84, 11. Ein Tag in deinen ꝛc. 641. M. JEsus meine zuver sicht M. IEsum laß ich nicht. Ach! was wollt ich bessers haben? Ruhe, Freude, Trost und Licht ist in seinem Schooß begra⸗ ben: Alles, was Vergnügung U hab ich, weil mich JEsus lebt. 2. Er ist mein, und ich bin sein, Liebe hat uns so verbunden, er ist auch mein Heil allein durch sein Blut und tiefe Wunden. Auf ihn bau ich Felsenwest, voller Hof⸗ nung, die nicht laͤst. 3. Ohne JEsum wurde mir nur die Welt zur Hoͤllen werden; hab ich ihn, so giebt er mir schon den Himmel auf der Erden: Hungert mich, so setzt er mir Brodt, wie lauter Manna, fuͤr. ö 4. Eine Stunde, da man ihn recht ins Hertze sucht zu schliessen, giebt den seligsten Gewinn, Gnad und Friede zu geniessen; ein nach ihm geschickter Blick bringt viel tausend Lust zuruͤck. . O wie wird mein Creutz so klein, weil er mirs selbst hilfet tra⸗ gen, richtet es zum besten ein: Er wil guch nicht immer schlagen: Tach der Ruthe komt die Huld; er begehret nur Geduld. 6. Fuͤhrt er mich gleich wunder⸗ lich rechts und lincks, durch dick und duͤnne, er hat dennoch uͤber mich immer etwas Guts im Sin⸗ ne: Ja es fuͤhrt die Wunderbahn nirgend hin als Himmel an. . Bon der treuen Liebes⸗Hand offenbart sich lauter Liebe; nichts beruht aufunbestand bey demtren⸗ en Liebes⸗Triebe: JEsus immer einerley, er ist und verbleibet tren. 8. Blinde Welt, such immer⸗ hin Rauch und Koth auf dieser Erden! ausser JEsu kan mein Sinn niemals recht vergnuͤget werden. Also bleibts bey dieser Pflicht: Meinen IEsum laß ich nicht. Benj. Schmolck. Col. I, 15. Welcher ist das Ebenb. 642. Mel. Es ist das Zeil uns. Mein Hertzens JIEsu meine wel⸗ an dem ich mich ver⸗ gnuͤge, der ich an deiner Liebes⸗ Brust, mit meinem Hertzen liege, mein Mund hat dir ein Lob be⸗ reit't, weil ich von deiner Freund⸗ lichkeit, so grosses Labsal kriege. 2. Mein Hertze wallt und ist in dich mit heisser Lieb entzuͤndet, es singt, es springt, es freuet sich, so oft es dich empfindet, so oft es dich im Glauben kuͤst, der du dem Her⸗ tzen alles bist, das dich im Glau⸗ ben findet 3. Du bist mein wunder bares Licht, durch welches ich erblicke, mit aufgedecktem Angesicht, dar⸗ an ich mich erquicke: Nim hin, mein Hertz erfuͤll es gantz, s wah⸗ res Licht, durch deinen Glantz, und wei iche nicht zuruͤcke. B b 2 4. Du 350 4. Du bist mein sichrer Him⸗ mels⸗Weg, durch dich steht alles vffen, wer dich versteht, der hat den Steg zur Seligkeit getroffen: Ach laß mich/ liebstes Heil, hinfür doch ja den Himmel ausser dir auf keine Wege hoffen. . Du bist die Wahrheit, dich ullein hab ich mir auzerlesen: Dann ohne dich ist Wort und Schein, in bir ist Kraft und We⸗ sen: Ach! mach mein Hertz doch yollig frey, daß es nur dir ergeben sey, durch den es kan genesen. 6. Du bist mein Leben, deine Kraft soll mich allein regieten, dein Geist, der alles in mir sehaft, Tan Leib und Seele ruhren, daß ich voll Geist und Leben bin, mein JE⸗ su laß mich nun forthin das Leben nicht verliehren. 7. Du bist mein suͤsses Himmel⸗ Brodt, des Vaters hoͤchste Gabe, damit ich mich in Hungers⸗ Noth, als einer Starckung, labe; 5 Brodt! das Kraft und Leben giebt, gib, daß ich was der Welt heliebt, niemals zur Nahrung habe. 8. Du bist mein Trauck, und dei⸗ ne Frucht ist meiner Kehlen suͤsse, wer von dir trinckt, devselbe sucht, daß er dich stets geniesse: OOnelll nach der mein Hertze schreyt, gib, daß der Strehm der Süßigkeit sich gantz in mich ergiesse. 9. Du hist mein allerschoͤnstes Kleid, mein Zierrath, mein Ge⸗ schmeide, du schmuͤckst mich mit Gerechtigkeit, gleich als mit reiner Seide: Ach gib, daß ich die schnoͤ⸗ de Pracht, damit die Welt sich herrlich macht, als einen Unflath meyde. 10. Du bist mein Schloß und lichres Haus, da ich in Freyheit si⸗ tze, da treibet mich kein Feind her⸗ aus, da sticht mich keine Hitze: Ach! laß mich, liebstes JIEsulein, allzeit in dir gefunden seyn, daß deꝛne Huld mich schuůzz. II. Du bist mein treuer See⸗ Von der Liebe zu Gctt len⸗Hirt, und selber auch die Wey⸗ de/du hast mich, da ich war verirrt, geholt mit grosser Freude; Ach! zim dein Schaͤflein nun in acht, damit es weder List noch Macht von detner Heerde scheide. 12. Du bist mein holder Braͤß/ tigam, dich wil ich stets umfassenz mein Hoherpriester, und mein Lamm, das sich hat schlachten las⸗ sen; Mein Koͤnig, der mich gantz besitzt, der mich mit seiner All; macht schützt, wenn mich viel Feinde hassen. ö 13. Du bist mein auserkohrner Freund, der mir mein Hertz be— weget, mein Bruder, der es treu⸗ lich meynt; die Mutter, die mich pfleget; mein Artzt, wenn ich ver⸗ wundet bin; mein Balsam/ meine Waͤrterin, die mich in Schwach⸗ heit traͤget. 14. Du bist mein starcker Held im Streit, mein Pantzer, Schild und Bogen, mein Troͤster in der Traurigkeit, mein Schis in Was⸗ serwogen, mein Ancker, wenn ein Sturm entsteht, mein sichrer Com⸗ paß und Magnet, der mich noch nie betrogen. 49*— 17. Du bist mein Leit ⸗Stern und mein Licht, wann ich im Fin⸗ stern gehe; mein Reichthum, wenn es mir gebricht, in Tiefen meine Hoͤhe: Mein Zucker, wenn es bitter schmeckt, mein vestes Dach, das mich bebeckt, wenn ich im Regen stehe. 16. Du hist mein Garten, da ich mich in stiller Lust ergoͤtze, mein liebstes Bluͤmlein, welches ich dar⸗ ein zur Zierde setze, mein Roͤsgen in dem Creutzes⸗ ⁷ da ich mit Dornen ohne Zahl, den schweren Gang verletze. 17. Du bist mein Trost in Her⸗ tzeleid, mein Lust⸗Syiel, wenn ich lache, mein Tagewerck, das mich erfreut, mein Dencken, wenn ich wache, im Schlaf mein 3915 und eν⁰⁰⁰⁰ι⁰½π⁰⁷⁰π⁰ν und fuͤss den ich Ach! la von deit Joh. 14,/ 643. M ein d Ruh, all bin, o dich, wie he aller dich bese werthen 2. Aut schwinge dir nicht. hast sonst sey dein liebe nut 919 du ig seyn. Ale Verdruß 5. IE reundse y wa Reichtht frey! D schencken die Wey⸗ ur verirrt, de; Ach! Vin acht, ch Macht E. imfassen; nd mein ichten lasß⸗ nich gantz iner All⸗ nich viel erkohrner Hertz be⸗ r es treu⸗ die mich un ich ver⸗ im, meine Schwach⸗ cker Held , Schild ter in der fin Wasß⸗ wenn ein hrer Com⸗ uich noch eit Stern h im Fin⸗ ichthum, in Tiefen ker, wenn in vestes wenn ich en, da ich ße, mein ich dar⸗ n Roͤsgen a ich mit schweren st in Her⸗ wenn ich das mich weun ich Traum und der Bra und zu JEsu. 357 und fuͤsse Ruh, mein Vorhang, den ich immerzu, mir um mein Bette mache. 18. Was soll ich Schoͤnster! wohl von dir noch weiter sagen koͤnnen? Ich wil dich meine Liebs⸗ Begier, mein einig Alles nennen: DSenn,/was ich wil/das bist du mir; Ach! laß mein Hertze fuͤr und fuͤr von deiner Liebe brennen. ů J. C. Lange. Joh. 14/27. Den Frieden laß ich. 643. Mi. Alle Menschen muͤssen. eine Seel kom in die Wun⸗ den Christi ein zur suͤssen Ruh/ allwo Friede wird gesunden, hin, o Taͤublein, fleuch hinzu, gib dich, wie ein Lamm zufrieden, ru⸗ he aller Sorgen loß, da, wohin er den dich beschieden, in dem theuren kans, werthen Schooß. 2. Auf! o Seele von der Erden schwinge dich in JEsu Hertz, lasse dir nichts liebers werden, denn du hast sonst eiteln Schmertz: Einem sey dein Hertz ergeben: JEsum liebe nur allein, nur nach JEsu must du streben, also kaust du ru⸗ hig seyn. ö 3. Als ein liebes Schaͤflein su⸗ che nur auf JEsu Ruͤcken Platz, Sachen dieser Welt verfluche, Gott im Himmel sey dein Schatz. O was wilt du lange achten auf der Guͤter falschen Schein? Pein ists. Darum must du trachten, bey dem liebsten Schatz zu seyn. 4. Hast du Lust dich zu ergoͤtzen, richte dich nach GOttes Wort: IESus liebet ohn Verletzen, IEsus labet hier und dort; Alles ist in ibm zu lieben, er hat allen Ueberfluß, Ruhe, Reichthum ohn Betruͤben, Lebens⸗Gnüge ohn Verdruß. 5. JEsus haͤlt vor andern allen reundschast, sey ihm nur getreu. y was kan dir doch gefallen? Reichthum? davon mach dich Noth. Ey! so must du dich nicht sencken ein in dieser Erden Koth. Es. 48, 18. O daß du auf meine ꝛce. 644. M. Err lehr mich rhun. ein Galomo, dein freundli⸗ ches Regieren stillt alles Weh, das meinen Geist beschwert; wenn sich zu dir mein bloͤdes Her⸗ tze kehrt, so laͤst sich bald dein Irie⸗ dens⸗Geist verspuͤren; dein Gna⸗ den⸗Blick zerschmeltzet meinen Sinn, und nimt die Furcht und frey! Dieser Braͤut gam wil ja schencken in der Welt, was dir ist Unruh von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund giebt solche edle Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen kan: Schau an die Welt, schau ihren Reich⸗ thum an, er kan ja nicht die muͤ⸗ Seelen laben; mein JEsus er thuts im Ueberfluß, wenn alle Welt zuruͤcke stehen muß. 3. O suͤsser Freund, wie wohl ist dem Gemuͤthe, das im Gesetz sich so ermüdet hat, und nun zu dir, dem Seelen⸗Leben, naht, und schmeckt in dir die Wunder⸗⸗ suͤsse Guͤte, die alle Angst, die alle Noth verschlingt, und unsern Geist zur sanften Ruhe bringt. 4. Gewiß, mein Freund, wenn deine Liebes Zeichen mein armes Hertz so sanftiglich durchgehn, so kan in mir ein reines Licht ent⸗ stehn, durch das ich kan das Va⸗ ter⸗Hertz erreichen, in dem man nichts, als nur Vergebung spuͤrt, da eine Gnaden⸗Fluth die andre ührt. 6. Je mehr das Hertz sich zu dem Vater kehret, je mehr es Kraft und Seligkeit geniest, daß es dabey der Eitelkeit vergist, die sonst den Geist gedaͤmpfet und beschweret: je mehr das Hertz den suͤssen Vater schmeckt, je mehr wird es zur Hei⸗ ligkeit erweckt. 6. Der Gnaden⸗Quell, der in der Seele fliesset, der wird in ihr ein Brunn des Lebens seyn, so in das Meer des Lebens springt hin⸗ B b 4 ein, — — ———————.— 2——.——5 3³ Von der Liebe zu Sott ein, und Lebens⸗Stroͤme wieder von sich giesset. Laß Seel in dir diß Wasser seinen Lauf, so geht in dir die Frucht des Geistes auf. 7. Wenn sich in dir des HErren Klarheit spiegelt, die Freundlich⸗ keit aus seinem Angesicht, so wird dadurch das Leben angericht, die Heimlichkeit der Weisheit aufge⸗ siegelt, ja selbst dein Hertz in sol⸗ ches Bild verklaͤrt, und alle Kraft der Sünden abgekehrt. 8. Was dem das 5 unmoͤg⸗ lich war zu geben, das bringt als⸗ denn die Gnade selbst herfuͤr, sie wircket Lust zur Heiligkeit in dir, und aͤndert nach und nach dein gantzes Leben, in dem sie dich aus Kraft in Krafte fuͤhrt, und mit Ge⸗ duld und Langmuth dich regiert. 9.Es muͤsse doch besnche n nur Christum schauen! besuche mich, mein Aufgang aus der Hoh, daß ich das Licht in deinem Lichte seh, und koͤnne schlechterdings der Gnade trauen: Kein Fehler sey so groß und schwer in mir,der mich von solchem Blick der Liebe fuͤhr. 19. Wenn mein Gebrech mich vor dir niederschlaͤget, und deinen Geist der Kindschaft in mir daͤmpft, wenn das Gesetz mit mei⸗ nem Glauben kaͤmpft, und lauter Angst und Furcht in mir erreget; so laß mich doch dein Mutter⸗Her⸗ tze sehn, und neue Kraft und Zu⸗ versicht entstehn. 5 II, So ruh ich nun, mein Heil, in deinen Armen, du selbst sollst mir mein ewger Friede seyn; ich wickle mich in deine Gnade ein; mein Element ist einig dein Er⸗ barmen; und weil du mir mein Ein und Alles bist, so ists 9.5 wenn dich mein Geist geniest. Christ. Fr. Richter. B. der Weish. 3,9. Die ihm vertr. 645. In eigener Melodey. eine Seele wilt du ruhn und dir immer guͤtlich thun; wuͤn chest du dir von Beschwerden und Begierden frey zu werden; liebe JEsum, und sonst nichts, nieine Seele so geschichts. Niemand hat sich je betruͤbt, daß er JIEsum hat geliebt; Nie mand hat je Weh emyfunden, daß ö übunden. Jesum lieben und allein, ist so viel als se⸗ er JEsu sich verbunden. lig seyn. 3. Wer ihn liebt, liebts hoͤchse Gut, das allein vergnuͤgen thut; seine Liebe pflegt zu geben ewge Freud' und ewges Leben: Seine jebe macht die Zeit gleich der suͤssen Ewigkeit. 4. Drum, so du von aller Pein, meine Seel, wuͤnsch' st frey zu seyn, so du suchst dich zu Wiebe und in ewge Ruh zu setzen: Lie und sonst nichts, meine Seele! so geschichts. 5. Liebe Seele, ach! daß du die⸗ se wahre Seelen⸗Ruh doch nicht eher hast erkennet, und dein hoͤch⸗ stes Gut genennet: Laß dirs leid seyn, sey betruͤbt, daß du dieses t so veruͤbt. 6. Schatze weltlich Freud und Lust nur fuͤr Koth der Suͤnden Wust; weil doch nichts von sol⸗ chen Dingen dir kan wahre Ruhe bringen: JEsum lieben, und al⸗ lein, wird die wahre Ruhe seyn. 7. Nun mein JIEsu! schencke mir, daß ich eintzig fuͤr und fuͤr lie von gantzem Hertzen; al⸗ be dich les andre zu verschertzen, und zu lie⸗ ben dich allein, soll mein Wunsch und Wille seyn. 8. Geuß selbst deinen Geist der Lieb', seine Brunst und fuͤssen Trieb, mildiglich in mein Gemuͤ⸗ the: Laß mich schmecken deine Guͤte, dich zu lieben unverruͤckt, der du mir mein Hertz erquickt. 9. Wie mag einer Seelen seyn, deren Liebe zu dir rein, die nichts wünschet und verlanget, als nur dich, dem sie anhanget! mehr als alles bist du ihr, was sie sucht, find t sie in dir. 10. e JEsum ö 10. R Leben,L giebet, sich me 10 er, seu 11. G bleibt/l Daß er an der GoOtt u uns uns 12. 2 2— — — = ² —8 —— II — — — — —.— ů muͤthe — V und zu JEsu 323 u werden; ts 18. iebt; Nie unden, daß IJEsum viel als se bts hoͤchsit eber thut; eben ewge en; Seine gleich der aller Pein, rey zu seyn, 65 und in ebe JEsum Seele! so daß du die⸗ doch nicht dein hoͤch⸗ i6 dirs leid du dieses Freud und r Suͤnden ts von sol⸗ hahre Ruhe en, und al⸗ uschencke und fuͤr lie ertzen; als „und zu lie⸗ ö uhe seyn. in Wunsch u Geist der und suͤssen ꝛein Gemuͤ⸗ cken deine unvernuͤckt, erquickt. eelen seyn, „die nichts et, als nur 16 lu als sie 10. ucht, wollte, ich 10. Ruhe, Fried und Sicherheit, Leben, Lust, Trost, Heil und Freud giebet,JEsu, deine Liebe: O! daß sich mein Geist erhůbe, rein und vest zu lieben dich! hilf, mein Hel⸗ fer, seufte ich. 11. GOtt, die Lieb, in wem er bleibt, lieb zu haben stets antreibt: Daß er in uns, kan man mercken an der Lieb und ihren Wercken: Gott und JEsum lieben heist in uns unsers GOttes Geist. 12. Ach du reine LiebesGlut, brenn in meinem Sinn und Muth! nach der Liebe laß mich ringen, schrey mir zu in allen Dingen: IEsumt liebe nur allein, sonst kanst du nicht selig seyn. Joh. v, 42. Ich kenne euch, daß ꝛe. 646. M. Wie schoͤn leucht uns. O IEsu, JIEsu, GOttes Sohn, mein Bruder und mein Gna⸗ den⸗Thron, mein Schatz, mein Freud und Wonne, du weissest, daß ich rede wahr, vor dir ist alles Son⸗ nen⸗klar, und klaͤrer als die Son⸗ ne; Hertzlich lieb ich mit Gefal⸗ len, dich fuͤr allen, nichts auf Er⸗ der kan noch mag mir lieber wer⸗ en. 2. Diß ist mein Schmeetz und kraͤncket mich, daß ich nicht gnug kan lieben dich, als ich dich lieben te, ich werd von Tag zu Tag entzuͤndt, je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte; von dir laß mir deine Gute ins Ge⸗ muͤthe lieblich fliessen, so wird sich die Lieb ergiessen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich so viel ich kan und wil, dich allzeit lieben koͤnne. Nichts auf der gantzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld, wann ich mich recht besinne, kan mich, ohn dich, gnugsam laben, ich muß haben rei⸗ ne Liebe, die troͤst, wann ich mich betruͤbe.——.— 4. Denn wer dich liebt, den lie⸗ best du, schasfst seinen Hertzen, J. Angelus. wissen; es geh ihm wie es woll auf Erd, wann ihn gleich gantz das Creutz verzehrt, soll er doch dein geniessen, im Gluͤck, ewig; nach dem Leide grosse Freude wird er finden: Alles Trauren muß ver⸗ schwinden. 4*— 3. Kein Ohr hat diß jemals ge⸗ hoͤrt, kein Mensch gesehen noch ge⸗ lehrt, es laͤst sich nicht beschreiben, was denen dort fuͤr Herrlichkeit bey dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben; Gruͤndlich laͤst sich nicht erreichen noch ver⸗ gleichen den Welt⸗Schaͤtzen, dis, was uns dort wird ergoͤtzen. lein, o JEsu, meine Freude seyn, daß ich dich hertzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefaͤllt, und mir dein klares Wort vermeldt, aus Liebe mich stets uͤbe, bis ich end⸗ lich werd abscheiden, und mit Freuden zu dir kommen, aller Truͤbsal gantz entnommen. 7. Da werd ich deine Suͤßigkeit, die jetzt beruͤhmt ist weit und breit, in reiner Liebe schmecken, und sehn dein liebreichs Angesicht mit un⸗ verwandtem Augen Licht, ohn al⸗ le Furcht und Schrecken, reichlich werd ich seyn erquicket, und ge⸗ schmucket, fuͤr dein'm Throne, mit der schoͤnen Himmels⸗Krone. Joh. Seerman. Ps. 132, 14. Diß ist meine Ruhe. 64⁴47. Mel. Auf hinauf zu deiner. Rie ist das beste Gut, das man V haben kan. Stille und ein guter Muth, steiget Himmel an, die suche du. Hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ih⸗ me zu! Gott ist die Ruh. 2. Ruhe suchet jedes Ding, aller⸗ meist ein Christ, mein Hertz, nach derselben ring, wo du immer bist, such Ruh! such Ruh! hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: E ihme zu: Gott ist die Ruh. B b 5 3. Ruhe Fried und Ruh, erfreuest sein Ge⸗ 6. Drum laß ich hillig dis al⸗ oder Kind, findt bey ihm Rubz 4 394 Von der Liebe zu Schtt 3. Ruhe giebet nicht die Welt, ihre Freud und Pracht: Nicht giebt Ruhe Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht: Reicht keines zu: Hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihme zu, Gott ist die Ruh. ö A4. Ruhe giebt die Erde nicht, die ist Kugelrund, den sie in die Hoͤh ericht, stuͤrtzet sie vur Stund, o chlechte Ruh! hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ih⸗ me zu, GOtt ist die Ruh. 5. Ruhe geben kan allein JIE⸗ sus, GOttes Sohn; der uns alle ladet ein vor des Himmels /Thron zur wahren Ruh; hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. 6. Ruhe wer da finden wil, kom⸗ me nur zu mir; Hast du gleich des Leidens viel, ich kans lindern dir, und geben Ruh; Hier und dort ist keine Ruh, als bez GOtt; Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. . Ruhe schenckt er allen gleich, die beladen sind, Klein und Grosse, Arm und Reich, Mann, Weib keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. II, Ruhe labet und erquickt suͤs⸗ siglich ein Hertz, das da druͤckt und fast erstickt Kummer, Creutz und Schmertz, und schreyt: Ach Ruh! Hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. 12. Ruhe komt aus Glauben her, der nur JEsum haͤlt, JEsut machet leicht, was schwer, richtet auf, was faͤllt, sein Geist bringt Ruh; Hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. 13. Ruhe sind ich allermeist, wo Gehorsam blüͤht, ein in GOtt ge⸗ setzter Geist macht ein stillGemuͤth und Seelen⸗Ruh: Hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. 14. Ruhe waͤchset aus Geduld und Pund Hud, der in GOttes Zorn und Huld, und in Lieb und Leid, sich giebt zur Ruh; Hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. hier und dort ist keine Ruh, als bey nn Zu ihme zu, GOtt ist die u h. 8. Ruhe schmecket denen wohl, die schwer sind gedruͤckt, und müh⸗ selig Schmertzeswoll, daß fie fast erstickt, gern sinden Ruh; Hier und dort ist keine Ruh, als bey . Zu ihme zu, GOtt ist die u h. 9. Ruh aus lauter Gnad ver⸗ spricht JEsus treuer Mund, sein so freundlich Angesicht aus des Her⸗ tzens Grund, lockt all herzu; hier Und dort ist keine Ruh, als bey Aub. zu ihme zu, GOtt ist die u uh. 10. Ruhe so gar williglich JE⸗ sus bietet an: Ich wil euch erani⸗ cken, ich, ders am besten kan, als selbst die Rah. Hier und dort ist 15. Ruhe hat, wer williglich Christi sanstes Zoch hingebuͤcket nutmt auf sich, ist es lieblich doch, und schaffet Ruh; hier und dort ist keine Ruh, als bey Gott: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. 16. Ruhe den erst recht ergoͤtzt, der ein Schůler ist, und sich zu den Fuͤssen setzt seines HErren Christ, und lernt die Ruh; Hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. 7. Ruhe nirgends lieber bleibt, als wo Demuth ziert: Was zur Niedrigkeit fein treibt, und her⸗ unter fuͤhrt, giebt wahre Ruh; hier und dort ist keine Ruh, als bey R. zu ihme zu, GOtt ist die u 9. 18. Ruhe springet aus der Quell, wo die Liebe fleust, ist das Hertze klar und hell, sauft und 4 ist. soll sie ey hier und! er ist die keine Rul me zu, 6 Hohel. S 643. II S nes Vergnüt Quell der bittern ter aus d 2. Ach den du Macht d setzt; sch wie ich l nen ⸗Tha 3. So daß ich Leben, de Hast seibs Triebe Hand sel 4. Wo er ja nic Liebster Was die gehaͤget, ziehn der y. De Vernun lernaͤchs kraͤnckt, und die statt Pe Angst v 6. Di dich her Liebe g mein V fangen, keuscher 7. Di Ott: Zu 15 gnickt sus⸗ drůckt und reutz und Ach Ruh! Ruh, als „GOtt ist Glauben lt, JEsus / Lichtet ist bringt ine Ruh, zu, GOtt meist, wo Gott ge⸗ Gemuͤth und dort Ott: Zu . Geduld Gottes Lieb und Hier und Hilliglich gebuͤcket ich doch/ ——— ind dort Gott: rn ergoͤtzt, h zn den Christ, ind dort tt: Zu L bleibt, Bas zur ind her⸗ Ruh; als bey t ist die Vuell, 8Hertze still der Geist, und zu JEsu. 395 Geist, da stroͤhmt die Ruh; hier und dort ist keine Ruh, als bey GoOtt: Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. 9— 19. Ruhe noch mit einemWort, soll sie ewig seyn, wilst du rupen hier und dort, dring zu IEsu kin, er ist die Ruh! Hier und dort ist ieine Ruh, als bey GOtt: Zu ih⸗ me zu, GOtt ist die Ruh. ö J. C. Schade. Hohel. Sal. 1,4. Wir gedencken. 648. In eigener Welodey. Seituste aller Schoͤnen, mei⸗ nes Hertzens Lust, eintziges Vergnuͤgen meiner zarten Brust, Quell der suͤssen Freuden, Drost in bittern Leiden, Hirte, Koͤnig,Ret, ter aus der Sünden⸗Wust! 2. Ach! mein Liebster! schaue den du hast verletzt, durch die Macht der Liebe, in die Gruft ge⸗ setzt schaue, wie ich aͤchze, schaue, wie ich laͤch e schaue wie der Thraͤ⸗ nen⸗Thau die Wangen netzt. 3. Sollt ich drum nicht lieben, daß ich bin gequaͤlt? Lieben ist ja Leben, das uns nicht entseelt; Du bist selbst die Liebe, und die suͤssen Triebe werden uns von deiner Hand selbst zugezaͤhlt. 4. Was ein HZaͤrtner bauet, reist er ja nicht ein, und du solltst mein Liebster! mir so grausam seyn? Was die Erde traͤget, wird von dir gehaͤget, und du solltest mir ent⸗ ziehn den Gnaden⸗Schein? 5. Doch du bist weit holder, als Vernunft es denckt, dann am al⸗ lernaͤchsten, wenn An fechtung kraͤuckt, wenn die Winde sausen, und die Wellen brausen, wird, statt Petri Schif, die Noth und Angst versenckt. 6. Drum so kom, umarme, der dich hertzlich liebt, der sich deiner kiebe gantz zu eigen giebt, stille mein Verlangen, dopple dein Um⸗ fangen, lehre, wie man sich mit keuscher Liebe uͤbt! dein schoͤnstes Bild: gib, daß Glaub, Lieb', Hofnung meine Brust erfuͤllt! Muth, Geduld in Leiden, Demuih gut in Freuden sey das Kleid des Heils, so meine Brust umhüllt. 8. Dein Geist sey mein Maal⸗ Schatz, meiuer Liebe Oel: Deine tiefe Wunden meine sichre Hoͤhl: Dein Wort mein Regirrer: dein Befehl mein Fuͤhrer, bis zur fro⸗ hen Hochzeit schreitet meine Seel. Joh. 5, 3. Das ist die Liebe zu. 649. Mel. Christen erwarten. Schuste Immanuel, Herzog der Froͤmmen, du meiner Seelen Trost, kom, kom nur bald, du hast mir hoͤchster Schaz, mein Hertz genommen, so gautz für Lie⸗ be brennt und nach der wallt, nichts kan auf Erden mir liebers werden, als wenn ich meinen JIE⸗ sum stets behalt. 3. Dein Nam ist Zuckor⸗süß, Honig im Munde, holdselig, lieb⸗ lich, frisch, wie kuͤhler Thau, der Feld und Blumen netzt zur Mor⸗ gen⸗Stunde: Mein IJEsus ist es nur dem ich vertrau. Denn weicht von Hertzen, was mir macht Schmertzen, wenn ich imGlauben dich anbet und schau. 3. Ob mich das Creutze hier gleich zeitlich plaget, wie es bey Christen oft pflegt zu geschehn: Wenn meine Seele nur nach E⸗ su fraget, so kan das Hertze schon auf Rosen gehn. Kein Ungewit⸗ ter ist mir so bitter, mit JEsu kan ichs froͤlich uͤberstehn. 4. Wann Satans List und Macht mich wil verschlingen, wann das Gewissens⸗Buch die Sůnden sagt: Wann auch mit ih⸗ rem Heer mich wil umringen die Hoͤlle, wann der Tod am Hertzen nagt, steh ich doch veste, JEsus der Beste ist, der sie alle burch sein Blut verjagt. . Druck in meinem Hertzen ab 5. Ob mich auch wil die Welt ö verf oh 2. Denn 396 Von der Liebe zu Gott und zu JEsu. verfolgen, hassen, und bin dazu tzes Weh, droht Straf und Hoͤlle 2 Denn veracht bey jedermann, von mei⸗ meinem Rücken, so steig ich glau. get: Ihr nen Freunden auch gaͤutzlich ver⸗big in die Hoͤh', und flieh in deit dieses mir lassen, nimt JEsus meiner doch ner SeitenWunden, da hab ich ni ht wil sich hertzlich an, und staͤrckt michschon den Ort gefunden, wo mich ploͤtziglich Mäden, spricht: Sey zufrieden, kein Fluchj⸗Strahl treffen kan. Trit 3. Seht ich bin dein bester Freund, so hel⸗ alles wider mich zusammen, du sen von mi fen kan. i mein Heil, wer wil verdam, und zur 6. Drum fahret immer hin, ihr men? Die Liebe nimt sich mei noch nich Eitelkeiten, v JEsu, du hist mein, ner an. ö wie bald und ich hin dein, ich wil von der 4. Führst du mich in die Creu y er weinet Welt zu dir bereiten, du sollt in tzes Wüsten, ich soͤlg und lehne I. Nun meinem Hertz und Munde seyn: mich auf dich, du naͤhrest aus den tzen, daß Mein gantzes Leben sey dir erge⸗Wolcken Bruͤsten, und labest aus nachgeleb ben, bis man mich einsten legt ins dem Felsen mich; ich traue dei, fühlt er et Grab hinein... nen Wunder⸗Wegen, sie enden Duaal al Hiob 34,29. Wenn er Friede giebt. sich in Lieh und Segen. Genug, sehrer. . In eigener Melodey. wenn ich dich hey mir hab. Ich F. ach! Wiewoßlis mir, v Freund der weiß, wen du wilt herrlich zieren, ike! weil Serlen! wenn ich in deiner und uͤber Sonn und Steruen fuͤhh rückt imd Liebe ruh. Ich steige aus der ren, den fuͤhrest du zuvor hinab. und giel Schwermuths⸗Hoͤhlen, und eile F. Der Tod mag andern duͤster Hohn, er deinen Armen zu, da⸗ muß die scheinen, mir nicht, weil Seele, nicht ben Nacht des Draurens scheiden, Hertz und Muth in dir, der du 6. Jad wenn mit so angenehmengFreuden verlaͤssest keinen, o allerliebstes Le- daß der e die Liebe strahlt aus deiner Brust. hen! ruh't. Wen kan des We⸗ finstern Hier ist mein Himmel schon auf/ges End erschrecken, wenn er aus rost fi Erden; wer wollte nicht vergnü⸗ Morder⸗vollen Hecken gelanget iti Joch! get werden, der in dir suchet Ruhin die Sicherheit? Mein Licht! 7.˙ und Lust? iue CeinHe,wil ich auch mit Freuden aus cheu, wit 2. Die Welt mag meine Fein⸗dieser finstern Wildniß scheidenzu. Gottes? din heissen, es sey also, ich trau ihr deiner Ruh der Ewigkeit. die Seel nicht, wenn sie mir gleich wil Lie' 6. Wie ist mir denn, o Freund wenn sie erweisen, bey einem freundlichen der Seelen, so. wohl, wenn ich zuwege b Gesicht. In dir vergnügt sich mich lehn auf dich! mich kan. 8. Dri mieine Seele, du bist mein Freund. Weit, Roth und Tod nicht qualen, men sole den ich erwähle; du bleibst mein weil du, mein GOtt! vergnügest noch ent⸗ Lreund, wennFreundschaft weicht. mich. Laß solche Ruh in dem Ge,. ses Feue Der Welt⸗Haß kan mich doch muͤthe,mach deiner unumschraͤck⸗ che bald nicht fallen, weil in den staͤrcksten ten Guͤte, des Himmels süssen Vor⸗ abweiche Unglücks Wellen mir deine Tteu schrracen Weg, Welt, mit al⸗ 9. Last den Ancker reicht.* en Schmeicheleyen, nichts kan als ten in de ½ Wil mich des Mosis Eifer IEsus mich erfreuen. O reicher dem Geit druͤcken, blitzt auf mich des Gese⸗ Trost! Mein Freund ist mein. 9nr, +4* rr, 0* Hiob 28 Von der Furcht Gottes. Cyꝛ. M. 2 Cot. 9, 1. Dieweil wir nun solche Gottesfuͤrchtig leben, und die Hein eg! AN: un warum sollt ich mich. ligung vollenden, 2 en dort in⸗ irt Meulbben Kinder lernet n merfort in der Höͤlle brennen. was mich ich und ihr muͤffen hirt ö dem der Von der Furcht Sottes. 307 fund Hole eig ich glau⸗ flieh in deiz ba hab ich u, wo mich zn kan. Trit ummen, du il verdam⸗ sich mei⸗ n die Creu⸗ und lehne est aus den traue dei, sie enden labest aus Genug, hab. Ich lich zieren, ternen fuͤh⸗ r hinab. ern duͤster eil Seele, ir, der du liebstes Le⸗ des We⸗ nn er aus gelanget ein Licht! uden aus den zu o Freund⸗ ö — wenn ich mich kan tquglen, ergnuͤgest dem Ge⸗ ischraͤnck⸗ issen Vor⸗ lt, mit al⸗ ts kan als O reicher mein. νππιϰ7 d die Hei dort im⸗ inen. 2. Denn 2Denn der heilge GOtt der sa⸗ get: Ihr sollt leon from und rein, dieses mir behaget. Wer es aber nicht wil werden, den werd ich ploͤtzigtich tilgen von der Erden. 3. Seht! wie mancher ist geris⸗ sen von mir schon aus dem Thron, und zur Hoͤll geschmissen, der es st noch nicht haͤtt gemeynet. Ach wie bald ist er kalt worden! nun er weinet! ö 4. Nun beklaget ers von Her⸗ tzen, daß er nicht seiner Pflicht nachgelebt ohn Schertzen; Nun fůͤhlt er es desto schwerer, denn die Quaal allzumal druͤckt ihn desto sbe: F. Ach so flieht des TeufelsStri⸗ ike! weil die Suͤnd, so ihr findt, ruͤckt im Augenblicke euch hinweg/ und giebet klaͤglich Jammer, Hohn, euch zu Lohn. Ist das nicht beweglich! 6. In das ist wol zu bejammern, daß der Geist allermeist muß in Lroft Kammern ohne Gottes rost sich 9½• da er dochChri⸗ sti Joch haͤtte koͤnn'n aufnehmen. 7. Ach wer kan das wol ausspre⸗ chen, wie sich da fern und nah Gbottes Zorn wird raͤchen? Wie die Seel wird aͤngstlich ringen, wenn sie nicht GSttes Licht kan zuwege bringen! 8. Drum so last uns allzusam⸗ men solcher Noth vor dem Tod noch entgehn; die Flammen die⸗ ses Feuers nicht erreichen, wel⸗ che bald dergestalt von der Suͤnd abweichen. ö 9. Last uns JEsum itzt nachtre⸗ ten in der Spur, und ihn nur in dem Geist anbeten: Auch ihm fol⸗ gen in dem Leben, so wird er, unser Err, uns den Himmel geben. iob 28, 28. Die Furcht des ꝛe. 62. M. MErr ich habe mißgeh. eg mit allem was da scheinet 6irrdisch klug in dieser Welt, was mich nicht mit dem vereinet, dem der Kinder Hertz gefaͤllt, wel⸗ cher ist ein GOtt von Machten, unbegreiflich zu hetrachten. 2. Was mich, sag ich, nicht hin⸗ fuͤhret zu dem allerhoͤchsten GOtt. das ist nichts; ja mir gebuͤhret dis zu nennen lauter KHoth; Es sind andre Wissenschaften, die mit E⸗ u mich verhaften. 3. Fragst du, wo dis in bestehet, das mein Hertz so sehr begehrt? Wann ein Mensch in Furchten ge⸗ het und den grossen Schoͤpfer ehrt, das ist Weisheit, das sind Gaben, die nur Himmels⸗Buͤrger haben. 48. Boͤses meiden, Gutes suchen, jagen nach Gottseligkeit, alle Lust der Welt verfluchen, so verschwin⸗ det mit der Zeit, das heist recht: Verstand zu haben, welcher Leib und Seel kan laben. 5. Wilt du dieses jetzt nicht glau⸗ ben, o du falsch heruͤhmte Kuust! wahrlich du wirst doch verstauben, und wo bleibt dann Menschen· Gunst? Ach! wie bald, wie bald verschwindet, was sich nicht auf Christum gruͤndet. 49 W. 1 Petri 1, 17. Sintemal ihr den. 653. Mel. O Gœtt du frosnmer. Welch eine Sorg und Furcht soll nicht bey Christen wat chen, und sie behutsamlich und wohlbedaͤchtig machen! Mit Furcht und Zittern heists, schaft eurer Seelen Heil, wenn kaum der Fromme bleibt, wie dann der ündge Theil? ö 2. Der Satan geht umher und suchet zu verschlingen, legt tausend Netz und Strick in unvermerckten Dingen; Die Welt ist toll, ver⸗ fuͤhrt, und bindt ihr selbst die Rutb, ja gar der aͤrgste Feind ist unser Fleisch und Blut. 3. Man kan so manche Suͤnd un⸗· wissentlich begehen; vor GOtt komt der Gedanck gleich einem Werck zu stehen; ein eintzig reu⸗ digs Schaaf verdirbt den gantzen Stall. Wer steht, der sehe zu, daß er nicht ploͤhlich fall. 4. Jur 358 Von der Furcht GOtres. ———— 4. Ihr sollet, saget GOtt, wie; ich bin, heilig leben mir eure See⸗ len gantz, nicht halb getheilet, ge⸗ hen: Vom Adel und ewalt hab ich nicht viel erwaͤhlt, viel HErr HErrsager sind der Hoͤllen zuge⸗ zaͤhlt. 5. Und wird ein Frommer schlimm, so soll ihm das nichts die⸗ nen, daß er vor solcher Zeit recht⸗ schaffen gut geschienen; Der Knecht, der es nicht thut, den Wil⸗ len aber weiß, macht sich vervielte Schlaͤg durch seiner BosheitFleiß. 6, Ein einger Apfel⸗Biß konnt 10. Des Richters Zukunft wird gleich einem Blitz geschehen, was unrein und gemein, darf nicht in Himmel gehen; Es fuͤhlt die letz te PlagEgypteus erstes Kind; Es wird kein Haus fast seyn, da nicht Verdamte sind. II. HErr Gott! so oft ich dis nach aller Lang bedencke, so schneiß det Angst und Furcht durch Adern und Gelencke, so schauert mir dis Haut, so gellt und klingt das Ohr, so bebet Mund und Hertz und he⸗ bet sich empor. 12. Ich lebe zwar getrost, durch uns so heftig schaden, und Chri, Glauben, Lieb und Hoffen, und stus must sich selbst in GOttes weiß, daß deine Gnad noch allen Zorne baden; ein Bruch an dei, stehet offen, und deine Lieb und ner Tauf spricht dir den Mepneyd Treu mich troͤstet und erhalt; zu: vielleicht koͤmt Tod und Erd in diesem Blick und Nu. ö 7. Man hat genug zu thun, die einge Seel zu reꝛten, wer noch viel anders hat, wie kan er das vertre⸗ ten? Je groͤsser Amt und Gut, und Pfund und Gaben seyn, je ectlch Rechenschaft bild man sich kecklich ein. 8. Die gantze erste Welt must jaͤmmerlich vergehen, acht Seelen sind allein vor GOtt gerecht erse⸗ S0 Nicht zehn Gerechte sind in odoms Nachbarschaft. Des Saamens vierter Theil geht nur in Frucht und Kraft. 9. Es sind nur etliche in Canaan egangen; auch aus den Zwoͤlfen 9085 Judas aufgehangen; der ehnde danckte nur, daß er vom Aussatz rein. Ach! moͤchten fuͤnf 600. klug, und suͤnf nur thoͤricht 2yn. doch fleh ich desto mehr fuͤr mich und alle Welt. 3. Senck deine wahre Furcht in aller Menschen Hertzen, laß niemand mit der Buß und wah⸗ rem Glauben schertzen; Thu al⸗ len Kuͤtzel weg, Traͤgheit, Vermest senheit, Veystockung, Heucheley, Bosheit, Unheiligkeit! 14. Hilf siegen uͤber das, was du schon überwunden, zerstoͤhr des Teufels Reich, laß ihn bald seyn gebunden, daß wir mit Fleiß und Sorg verleugnen, widerstehn, an⸗ halten mit Gebet, entfliehen und entgehn! I. Verleih Geduld und Trost im Kaͤmpfen und im Ringen, sorg⸗ faͤltge Wachsamkeit laß mit Be⸗ stand durchdringen, laß uns in heilget Furcht und in Bekeitschaft stehn, daß wir mit Freudigkeit vor deinen Augen gehn. P. J. Spener. Luc. 9, 23. Da sprach er zu ihnen. 6y4. M. Evrr nicht schicke deine —— mir, ruft uns das Leben, was ihr bittet, wil ich geben; gehet nur den rechten Steg, sol⸗ get, ich bin selbst der Weg! folget V Von der Rachfolge Christi. mir von gantzem Hertzen, ich be⸗ nehm euch alle Schmertzen: Ler⸗ net von mir insgemein, saust und reich von Demuth seyn. 2. Ja, HErr JEsu, 9* V² ren sollt weil ich! . gleichfalk Last auff weiß es nachwan Ab 5. Staͤrcke, cke, dir Ach! me schwach! Wegen/ legen; Licht, st nicht. 4. Zwa wogen, a trogen, u fuͤr, freut Ehr und chen, wo 5. Ach Rennen kennen: Welt nur Geld, ur Leben na geben, f That, o cheu hat 6. Ab lassen, di sen, hilf steif und Wege la wil ichen sind Bet ist klug. nicht w Prangen und Str hertzigke genossen wandeln wie du he 8. HEt fen uuten Won der Nachfolge Chrit. 395 Akunft wird chehen, was urf nicht in ihlt die letz; Kind; Es nu, da nicht oft ich dis e/ so schnei urch Adern ert mit die zt das Ohr, rtz und he⸗ rost, durch offen, und noch allen Lieb und ůd erhalt; fuͤr mich hre Furcht ertzen, laß und wah⸗ Thu al⸗ it,Vermesß Heucheley/ das, was erstoͤhr des bald seyn Fleiß und rstehn, an⸗ iehen und und Trost igen, sorg⸗ mit Be⸗ uns in ekeitschaft digkeit vor .Spener. —,.!·i w-nsꝝ 6 n/ ich be⸗ tzen: Ler⸗ sauft und in Begeh⸗ ven ren sollt ich billig dir gewehren, weitich weiß, daß der kein Christ unter uns zu nennen ist, der sich eichfals yflegt zu schaͤmen, deine Lasauf sich zu nehmen; Ach! ich weiß es gar zu wol, daß man dir nachwandeln soll. 3. Aber, HErr, wo sind' ich Staͤrcke, zu vollbringen gute Wer⸗ cke, dir mit Lust zu folgen nach? Ach! mein GOT, ich bin zu schwach! Geh ich schon auf guten Wegen, muß ich bald mich nieder⸗ legen; Dich zu lieben, o mein uicht. steht in meinen Kraͤften nicht. + 4. Zwar mein Geist wird oft be⸗ wogen, aber bald durchs Fleisch be⸗ trogen, wann die Wollust trit her⸗ fuͤr, freundlich rufend: Folge mir, Ehr und Pracht, samt andern Sa⸗ chen, wollen sich zum Herren ma⸗ chen. Geitz und Ungerechtigkeit kommen auch zu diesem Streit. 5. Ach! wie seh ich doch ein Rennen nach den Guͤtern, die wir kennen: Liebet doch die schnoͤde Welt nur den Reichthum und das Geld, und den HErren, der das Leben nach dem Sterben uns wil geben, folget niemand mit der That, ob mans gleich verspro⸗ chen hat.„. 6. Aber, HErr, ich wil nicht lassen, dich mit Freuden außufas⸗ sen, hilf mir gnaͤdig, staͤrcke mich, steif und vest zu halten dich: Jener Wege laß ich fahren, nur mit dir wil ich mich paaren, jener Wege sind Betrug, wer dir folget, der ist klug. Etw bist vor uns hergegangen, nicht mit grossem Stoltz und Prangen: nicht mit Hader/Zanck und Streit, sondern mit Barm⸗ hertzigkeit. Gib, daß wir als Haus⸗ genossen dir zu folgen unverdrossen wandeln in der Tugend⸗Bahn, wie du hast an uns gethan. 8. HGErr, wie bist du doch gelauf⸗ sen nůtet jenem schnoͤden Haufen damals, als der Suͤnden⸗Macht dich hat an das Creutz gebracht, und ein uͤber⸗grosse Liebe dich fuͤr uns zum Sterben triebe, da dein theur⸗ vergoßnes Blut uns erwarb das hoͤchste Gut. 9. Laß uns auch in solchen Schrancken Christlich laufen son⸗ der Wancken, daß uns Lieb und Freundlichkeit, vest verknuͤpf in dieser Zeit: Niemand seh in die⸗ sem Stůcke wohl zu leben hie zurü⸗ cke, Christus gehet vor uns her; folget, das ist sein Begehr. 10. JEsu, du mein Licht und Leben, deine Schritte sind gan eben, und die Stapfen deiner, halt ich uͤber Houig suß; Hilf, daß ich im Koth der Suͤnden mei⸗ nen Gang nicht lasse finden, zeig, HErr, deinen armen Knecht alle Steg und Wege recht. 1I. Laß mich deine Gnade spuͤh⸗ ren meinen Tritt also zu fuͤhren, daß ich in der Unschuld geh, und nicht hey den Spoͤttern steh: Hilf, daß ich nicht nur in Freuden, son⸗ dern auch im Creutz und Leiden, durch so manchen Kampf und Streit, dir zu folgen sey bereit. La. Laß mich, HErr, doch nicht verdriessen, Angst und Truͤbsal zu geniessen, weil man weiß, daß diese Bahn ist ein rechter Ungluͤcksplan, da man muß in Dornen baden, und mit Elend sich beladen, da dann laufend jedermann gar zu schleunig fallen kan. ö 13. Laß mir doch mein Ziel auf Erden nicht so schnell verruͤcket werden, daß ich ja das Gnaden⸗ Licht in der Zeit verliehre nicht; Gib, daß ich von meiner Jugend bis ins Alter mir die Tugend recht von Hertzen, nicht zum Schein, hoch laß angelegen seyn. I4. Hilf mir, HErr, vor allen Dingen meinen Lauf also vollbrin⸗ gen, daß ich mich in deiner Lieb und der wahren Demuth uͤb; ů Hllf, Hilf, daß ich dir hier Tre e dich dort mit Freuden schaue: Je⸗ nes gib mir in der Zeit, dieses in der Ewigkeit. Joh. Rist. Joh. 17/19. Ich heilige mich selbst 6y5. Mel. Wachet auf ruft uns. HAuedl JEsu, Heiligungs⸗ Quelle, mehr als Crystall rein, klar und helle, du lautrer Strohm der Heiligkeit, aller Glantz der Cherubinen, und Hei⸗ ligkeit der Seraphinen iß gegen dir nur Dunckelbeit. Ein Vor⸗ bild bist du mir, ach! bilde mich nach dir; Du mein Alles, Esu, ey nu, hilf mir daiu, daß ich mag heilig seyn wie duu. 2. O stiller JEsu! wie dein Wil⸗ le dem Willen deines Vaͤters stille und bis zum Tod gehorsam war; also mach auch gleicher massen mein Hertz und Willen dir gelaß en l ach, stille meinen Willen gar; dach mich dir gleich gesinnt, wie ein gehorsam Kind, from und stillet JEsu, ey nu, hilf mir dazu, daß ich fein stille sey wie du. 3. Wachsamer JESu! ohne Schlummer, in grosser Arbeit, Muͤh und Kummer bist du gewe; sen Tag und Nacht: Du mustest taͤglich viel ausstehen, des Nachts lagst du vor GOtt mit Flehen, und hast gebetet und gewacht; Gib mir auch Wachsamkeit, daß ich, dir allzeit wach und bete: JEsu, ey nu, hilf mir dazu, daß ich stets wachsam sey wie du. 4. Guͤtigster JEsu, ach! wie gnaͤdig, wie liebreich, freundlich und gutthaͤtig bist du doch gegen Freund und Feind, dein Sonnen⸗ Glantz, der scheinet allen, dein Re⸗ gen muß auf alle fallen, ob sie dit gleich undanckbar 6 dau Mein Gott, ach lehre mich, damit hier⸗ inuen ich dir nacharte: JIEsu, ey nu, Eoyme—0 daß ich auch gů⸗ tig sey/ wie du. ö 5. Du sanster JEsu! warst un⸗ ——————— Von der Nachfolge Christi. ö geduldig, vorgabst und liesst nicht Nachgier aus: Niemand kan deis ne Sanftmuth messen bey der kein hattst ums Vaters Haus: Mein Heiland! ach verleih mir Sanft⸗ muth, und dabey guten Eifer: JEsu, ey nu, hilf mir darn, daß ich sanftmuͤthig sey wie du. ö . Würdigster JEsu, Ehren Koͤnig! Du suchtest deine Ehre wenig, und wurdest niedrig und gering, du wandelst gantz ertiest auf Erden, in Demuth und in Knechts⸗Geberden, erhubst dich selbst in keinem Ding; HER, solche Demuth lehr mich auch je mehr und mehr stetig uͤben; JE su, ey nu, hilf mir dasu, daß ich da muͤthig sey wie du. 7. O keuscher JEsu! all dein Wesen war zuͤchtig, keusch und auserlesen, voll Tugend, voller Sittsamkeit, Gedancken, Reden, Glieder, Sinnen, Gebaͤrden, Klei⸗ dung und Beginnen war voller lautrer Zuͤchtigkeit: Omein Im⸗ manuel, mach mir Geist, Leib und Seel keusch und zuͤchtig: JEsu, ey nu, hilf mir dazu/ so keusch und rein zu seyn, wie dd. 8. Maͤßiger JEsu! deine Wei⸗ se im Trincken und Genuß der Speise lehrt uns die rechte Maͤßig keit: Den Durst und Hunger dir zu stillen, war statt der Kost, des Vaters Willen und Werck vollen⸗ den, dir bereit't. HErr! hilf mir meinen Leib stets bleib dit stets nuͤchtern: JEsu, ey nu, hilf mir dazu, daß ich stets nuͤchtern sey wie du. 9. Nun liebster JIEsu, liebstes se Leben, mach mich in allem dir recht eben, und deinem heilgem Vorbild gleich, dein Geist und Kraft mich ben durchdringe, daß ich vielzlau⸗ Errn mi ens Fruͤchte bringe, und tuͤchti werd zu deinem Reich. Ach, zen Eifer dich gefressen, als den du Uchtem Woim ö schuldig/ und littest alle Schmach mich gantz zu dir, behalt mich I.. ö un und fuͤr, ey nu, l⸗ bist, eine Joh. La, 656. WI ir set sten alle, die Welt Schalle: Ungema Wandel 2. Ich euch fuͤr Leben: get mir, schweben weise wo wandeln 3„ Me thigkeit, Mein M 4. Ich: lich, ist,; und euer reingen u Seelen 8 euch zu d v. Fall voran, ich Ich kaͤmz Bahn, bi Ein hoͤser stehn, we sieht ange ren. und folgt! und meine 7. So l. hen, und n gern, hey Von der Nachfolge Christi. 401 ließst nicht und fuͤr, treuer Heiland! IEsu, Denn wer nicht kaͤmpft/traͤgt auch nd kan dei⸗ ey nu, laß mich wie du, und wo du sdie Kron des ewgen Lebens nicht bey der kein bist, eins finden Rah. S. A. davon. Joh. Angelus. ais den du Joh. 13, 26. Wer mir dienen wil. ICor.11, 1. Seyd meine Nachfolg. us: Mein 656. Mel. Auf Christen Mensch. 677. In eigener Melodey. nir Sanft⸗ lten Eifer: dazu, daß edu. ö su, Ehren all dein keusch und end, voller en, Reden, arden, Klei war voller mein Im: st, Leib und tig: JEsu, keusch und deine Wein Genuß der chte Maͤßig Hunger dir r Kost, des zerck vollen r! hilf mir nen, daß ich rn: JEsul/ daß ich stets su, liebstes f em dir recht em Vorbild Kraft mich h viellau⸗ und tůchti Ach, zeue alt mich fuͤr und ——.— ir nach, spricht Christus un⸗ ser Held, mir nach ihr Chri⸗ sten alle, verleugnet euch, verlast die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle: Nehmt euer Creutz und Ungemach aufeuch, folgt meinem Wandel nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch fuͤr mit heilgem Tugend⸗ Leben: Wer zu mir komt und fol⸗ get mir, darf nicht im Finstern schweben: Ich bin der Weg, ich d weise In. man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Hertz ist voll Demuͤ⸗ thigkeit, voll Liebe meiner Seele: Mein Mund der fleust zu jederzeit von suͤssem Sanftmuths⸗Oele, mein Geist, Gemuͤthe, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeug euch das, was schaͤd⸗ lich/ ist, zu fliehen und zu meyden, und euer Hertz von arger List zu reingen und zu scheiden, ich bin der Seelen Fels und Hort, und fuͤhr euch zu der Himmels⸗Pfort. v. Fͤllts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite: Ich kaͤmpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein boͤser Knecht, der still darf stehn, wenn er den Feld⸗Herrn sieht angehn. ö 6. Wer seine Seel zu finden meynt, wird sie ohn mich verlieh⸗ ten, wer sie in mir verliehren cheint, wird sie in GOtt einfüh⸗ ren. Wer nicht sein Ereutz nimt und folgt mir, ist mein nicht werth und meiner Zier. . So last uns denn dem lieben rrn mit Leib und Seel nachge⸗ hen, und wohlgemuth, getrost und E gern, hey ihm in Leiden stehen: tilles Lamm und Frieden⸗ Fürst, meine Seele nach dir duͤrst: Ach! wenn wird 9 mein Hirt, doch mein Hertz mit Lam⸗ mes⸗Art von dir umgurt't. 2. Gib, daß ich inLieb und Tren als ein gamm, gehorsam sey/ da mein Sinn lieb gewinn, sich zum ch und gar zu geben hin. 3 Scheucke mir den sanften Geist, der nur Lindigleit beweis't, er in mir sey die Zier und der Ocdunder kostich ist und werth vor dir. + Gib, daß ich mit Tapferkeit dich zu lieben sey bereit: Wenn mich Pein nimmet ein, daß i moͤg ein Lamm und Loͤwe vor dir seyn. Halte mich dir unbelleckt, und bestaͤndig aufgeweckt, nach⸗ juflehn, nachzusehn, und wo du hingehst, getrost dir nachzugehn. 6. Lamm, das uͤberwunden hat, gib mir armen Lamm die Gnad, daß ich hier fuͤr und fuͤr, durch dein au 56 gestaͤrcket, streit und sieg in dir. . Fuͤhrẽ mich, wenn ich einmal wandern muß im finstern Thal, und im Tod, o! mein GOtt, o! so staͤrck und schutze du mich in der Noth. 8. Wenn du wirst auf Sion stehn, muͤse man mich um dich sehn, ohne Pein, weiß und rein, da sollst du mein Lamm, mein Licht und Tempel seyn. Joh. 14, C. Ich bin der Weg/ und. 658. Mel. Wo tst der Schoͤnste. Wo ist der Weg, den ich muß gehen, wenn. ich gen Him⸗ mel kommen soll? Wer ist uuͤn so rbarmungs⸗voll, daß er mich sol⸗ chen laͤsset sehen? Sagt an, ihr Ce Wach⸗ —..—..——— 4⁰² Von der Nachfolge Christi. Waͤchter und ihr Hirten! wo fin⸗ de ich die rechte Spur? Ach! zei⸗ hre sie doch dem Berirrten, ich for⸗ re nichts, ich flehe nur. ö‚ 2. Doch seyd ihr etwa blindevei⸗ ter, so mag ich raun mit eur nicht gehn; auch so ihr pflegt am Weg zu stehn wie Saͤulen, und geht selbst nicht weiter; so kan ich mich euch nicht vertraurn, ich thäte gern gewisse Tritt, und moͤchte die n schauen des, der mich fährt von Schritt zu Schritt. 3. Beweis't ihr aber mit dem Mandel, was ihr mit Mund und Fingern weis t, so seh ich, daß ihr seyd gereist, und schliesse bald mit euch den Handel, ich folge euch, wie ihr dem Wege vorhero selbst gefolget seyd, ich trete ab vom fal⸗ schem Stege und aller Ungerech⸗ nakeit. ö 4. So sagt nun her, ob jener breite der rechte Weg zum Leben tey Ich seh' zwar dort sehr viele ey in lauter Lust und lauter Freu⸗ de; doch glaub ich nicht, daß ihre Seelen in wahrer Ruh und Friede stehn: Sagt, ob sie nicht des Ziels verfehlen, und zu der Hoͤllen schnell hingehn? V. Ich traue dieser engen Pforte und diesem schmalen Wege mehr, ach! wenn ich nur auf solchem waͤr', und folgete dem Lebenswor⸗ te! Ich seh' zwar da viel Dornen⸗ Hecken, hergegen wenig Wande⸗ rer, doch laß ich mich so bald nicht schiecken, ists nicht der rechte Weg? ja der. 6. Wen seh ich aber dort mit Dornen gekroͤnt, und mit der Creutzes ⸗Last, die er so tapfer auf⸗ gefaßt, vor allen andern und von vornen? Ist dieser nicht der Fürst des Lebens, der dieses Weges Mei⸗ ster ist? Ach sagts, ich frage nicht vergebens, ists nicht selbst mein HeErr JEsu Christ? ö . N, ja; last uns auf ihn auf⸗ hBusse ein, sehen ler ists, der ertzgetrene Hirt, der uns auf rechter Strasse fuͤhrt; ich wil ihn wie ein Schaaf nachge⸗ hen: Doch dring ich erst durch diese Pforte der wahren Hertzens⸗ 5 auch sollt' ich erst aus seinem Worte an ihn recht glaͤn⸗ big worden seyn. ö 8. Ach! ach! ich fuͤhl die Last der Suͤnden, wie kom ich durch die enge Thuͤr? nimt Esus nicht die Schuld von mir, laͤst er mich nicht erst Gnade finden, traͤgt er mich nicht auf seinen Rücken, ö zeucht er mich nicht mit Trost, und spricht: kom her, ich wil dich ö wohl erquicken; so bleib' ich lahm, und laufe nicht. 9. Jedoch, ich glaube, daß er eben den Creutzes⸗Weg betreten bat, daß er sich selbst von GOttes Gnad fuͤr mich zum Opfer moͤgte geben; nehm ich ihn dah ich an zur Gabe, so weiß ich, daß ich ihn zugleich auch zum Exempel wirck/ lich habe, ists nicht so sagts, ich frage euch? ö 10. So ists gewiß, werChristum kennet, wie er uns zur Gerechtig, keit und Heiligung von GOtt be⸗ reit't, laͤtt ihn gar willig unzer⸗ trennet; doch nimt er auch die Ordnung gerne mit allem Fleisse ocht in acht; und der ist noch von IEsu ferne, der aus ihm einen Mosen macht. ö 11. Verdienst bringt Krast dem gruͤnen Reben; vor Wahrheit ge⸗ het Gnade her; wenn JIEsus uicht erst fuͤr uns waͤr', so koͤnt er auch in uns nicht leben; wo er nicht erst Gestallt gewinnet, da wird man Im nicht aͤhnlich seyn; sind win ihm nicht erst gleich gesinnet, so ist der Wandel auch nicht rein. 12. Wolan ich wil ihn rechten greiffen, wie ich von ihm ergriffen bin, ihr Treiber packet euch nun hin, ich geh den Weg nun ohn um schweiffen, ich solg dem La * wo es ge von mit was mi be mach 13.3 Lehre er was J mein, i hoͤre: gelassen und Ger 1Cor. 659.J Ià di hil steh, 90 3. N steh mi darin ie streiten gar vie Seiten 4. D Fels, M mein K mein ben, me Noth, . NV ericht' chem E lich St wahr,/ i sö⸗ fals 6. 9 ich dir, weich 1 deine aller N Ende! 7. treueHirt, —— fuͤhrt; aaf nachge⸗ erst durch n Hertzens⸗ ich erst aus recht glaͤu⸗ ihl die east ich dur Esus nicht aͤst er mich u, traͤgt er en Rucken, mit 2475. ich wil die bleib' ich übe, daß Er zeg betreten zon GOttes pfer moͤgte dah ich an „daß ich ihn mpel wirck/ o sagts, ich verChristum r Gerechtig on GOtt be⸗ villig unzer ⸗ er auch die allem Fleisse ist noch von 3 ihm einen it Krast dem Wahrheit gen IEsus nicht nt er auch in er nicht erst a wird man n; sind wir esinnet, so ist trein. ihn recht en ihm ergriffen et euch nun nun ohn um dem Lammt⸗ u ö von der Sofnung. 4⁰ wo es gehet, weil es auch nimmer von mir weicht: Wißt ihr nun, was mich treibet? sehet! Die Lie⸗ be machet alles leicht. 13. Ich wil dem Fuͤrbild seiner Lehre ergeben und gehorsam seyn; was IEsus thut und lehrt, ist mein, ich lerne, was ich seh und hoͤre: Ein Beyspiel hat er mir gelassen in Sanftmuth, Demuth und Geduld; ich geh mit ihm die Leidens⸗Strassen, denn mich er⸗ freut nur 9 Huld. 7 14. Habt Danck, ihr Hirten, und ihr Waͤchter, daß ihr mir habb den Weg gezeigt: Je mehr si nun der Tag geneigt, je mehr i hoͤre das Gelaͤchter der Spoͤtter, die dort ewig heulen, so mehr wil ich, dieweil ich kan, auf diesen schmalen Weg fort eilen: Ich geh mit euch, geht ihr voran. Von der Cor. 13, 13. Nun aber bleibet. 659. In bekandter Melodey. Ià dich hab ich gehoffet, HErr, hilf, daß ich nicht zu Schan⸗ den werd, noch ewiglich zu Spot⸗ te; Das bitt ich dich, erhalte mich in deiner Treu, HErrGotte! 2. Dein gnaͤdig Ohr neig her zu mir, erhoͤr mein Bitt, thu dich herfuͤr, eil bald mich zu erretten, in Angst und Weh, ich lieg oder steh/ hilf mir aus meinen Noͤthen! 3. Mein Gott und Schirmer steh mir bey, sey mir ein Burg, darin ich frey und ritterlich moͤg streiten wid'r meine Feind, der'r gar viel seynd an mir auf beyden Seitenn: 55 4. Du bist mein Staͤrck, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Huͤlf, mein Heil, mein Le⸗ ben, mein starcker GOtt in aller Noth, wer mag dir widerstreben? 3. Mir hat die Welt truglich chemne mit Luͤgen und mit fal⸗ chem Gedicht, viel Netz und heim⸗ lich Stricke: HErr, nim mein wahr, in dieser Gefahr, b'huͤt mich suͤr falschen Tuͤcken. 6. HErr, meinen Geist befehl ich dir, mein GOtt, mein GOtt! weich nicht von mir, nim mich in deine Huͤnde, o wahrer GOtt, aus aller Noth, hilf mir am letzten Ende! . Glori, Lob, Ehr und Herr Hofnung. lichkeit sey GOtt Vater und Sohn bereit, dem Heilgen Geist ut Na⸗ men: Die Goͤttlich Kratt mach uns sieghaft, durch JIEsum Chri⸗ stum, Amen. Adam Reusner. Ps. 22, 5. Unsere Vaͤter hoffeten. 660. M. Arschienen ist der herrl. Goe lebet noch und stirbet nicht: GOtt ist mein Trost und Zuversicht. Ja, wenn die gantze Welt faͤllt ein, soll dis mein nuch. Hoffen seyn: Gott lebet no 2. GOtt lebet noch; was sorg ich denn? So lang ich GOtt den Vater kenn, setz ich die Sorgen au die Seit, und singe froͤhlich alle⸗ zeit: GOtt lebet noch. 3. Stirbt mir allhier ein Vater ab/ bring ich mit Thraͤnen ihn ins Grab: Wenn Kind und Freund hinreist der Tod, so ist mein Trost in solcherNoth: Gott lebet noch?: 4. Mein Hertz, wenn du weist keinen Rath, wenn dich die Noth beklemmet hat, ja dich gesetzt in leelt: Leid, so dencke doch nur al⸗ ezeit; Gott lebet noch. ů 5. GOtt lebet noch, und weiß ar wol, wie er dich recht regieren oll: Dein Vater meynt, und macht es gut, wenn er dich straft; uneh, wohlgemuth! Gott lebet noch. 6. Gott legt dir auf ein schwere Last, ob du's gleich nicht vermu⸗ 482 thet 400 Von der Demuth gegen SOtt. thet hast; Doch hilft er tragen, was dich plagt, und staͤrckt dich, drum sprich unverzagt: Gott le⸗ bet noch. ö 7. Wenn dir nun wird dein Creutze schwer, und drucket dich mit Macht gantz sehr, ja wenn dichs fast zu Boden stost, so hilft dir GOtt, druͤm sey getrost! GOtt lebet noch 3. Mein Vater sorge du fuͤrs sp mich, mein Hofnung steht allein auf dich: Sieh mich mit Hachfin Augen an, daß ich stets froͤlich sin⸗ gen kan: Gott lebet noch. Ps. 6a, 9. Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, schuͤttet eure ꝛc. 661. M. GOtt des Himmels und. Meden ebendi stehet veste auf den lebendigen GOtt, eri mir der allerbeste, der mir beysteht in der Noth, er allein soll es seyn, den ich nur von Hertzen meyn. 2. Gagt mir, wer kan doch ver⸗ trauen auf ein schwaches Men⸗ schen⸗Kind? Wer kan veste Schloͤss ser bauen in der Luft und in den Wind? Es vergeht, nichts besteht was ihr auf der Erden seht. 3. Aber GOttes Güte wahret immer und in Ewigkeit: Vieh und Menschen er ernaͤhret durch erwuͤnschte Jahres Zeit, alles hal seine Gnad dargereichet fruͤh und und mit grossem Ueberfluß? Sei⸗ ne Lieb is unvergleichlich, wie ein starcker Wasserguß; Lust und Erd uns ernahrt, wann es Gottes Gunst begehrt. 5. Dancket nun dem grossen Schoͤpfer, durch den wahren Men⸗ stschen Sohn, der uus wie ein freyer Toͤpfer hat gemacht aus Erd und Thon: Groß von Rath, starck von That, ist, der uns erhalten hat. ö Joach. Neander. Von der Demuth gegen GOtt. Matth. 18, 3. Es sey denn, daß ꝛe. 663. M. Wenn mein Stuͤndlein O HErr! vor dem die Engel sich in tiesster Demuth buͤ⸗ cken, ich wollt auch hertzlich gerne mich dich anzubeten schicken: Laß nur mein Hertz erniedrigt seyn, daß ich nicht dort darf gehen ein, mit Zwang, Angst, Furcht und Zitten. 2. Ich werf mich dir zun Fuͤssen deu ich fleh zu deiner Liebe: Ach! beuge doch den stoltzen Sinn! Laß deines Geistes Triebe in meinem Ruedri⸗ allezeit ur demuͤthigen iedrigkeit mich immerdar an⸗ Weil e n e 3. Laß mich oft in mein Nichts eingehn, und aller Ding vergessen, auf dein Exempel aber sehn, daß ich nicht werd besessen von Lieb der Welt und Creatur, und also stets in deiner Spur den Lebens⸗ Wandel fuͤhre. 4. Du wollest mich dir machen gleich und deinem edlen Leben, damit ich an der Seele reich koͤnn heilge Fruͤchte geben: Mit Glaub, Lieb, Demuth sey erfuͤllt, und al⸗ so hie in deinem Bild stets lebe, und einst sterbe. Petr. 5, v. 6. GOtt widerstehet. 663. M. Ach was sol ich Suͤnder Urshung der Vollkommenheit! Vater der Barmhertzigkeit! der alleine gut zu nennen, den auch davor muß erkennen alles: Ach! ich bitte dieh, Demuth, Demuth lehre mich: 2. Wenn ich mich halt gegen dir/ o wie kom ich mir doch fuͤr! ja laß mich nur recht erkennen, wie nicht sey werth zu neunen, der 1 ein pur lautres Nichts in der Sonne deines Lichts! 3. Als ein Staͤublein bin ich nur, ja die gantze Cyeatur, gegen Dir⸗/ at. 4. Giebet er nicht alles reichlich ——— dir, o gro wir, du d ein lautet lich GOt 4. Du, recht; i Knecht, d Gutes, u nicht thu es thun w herruͤhrt. 5. Dru an,/ weil kan, senck te, Liebe, Friede, in ein; sprie he seyn! 6. Wie wohnt der ist von den liebst dun 7.— weil dochd Gott Gu Bild Chri Vom Ps. 117. Li 664. M. Osuf! me HErrt ben, damit dich schmi Preis ihn! die alle Da 2. Er hat bracht, un! chd der ihn fuͤr sei ches Men⸗ este Schloͤst und in den chts besteht t. ö ite wahret eit: Vieh hret durch it, alles hal t fruͤh und es reichlich fluß? Sei⸗ ich, wie ein st und Erd 6 Gottes em grossen ahren Men⸗ e ein freyer Erd und „ starck von lten hat. Neander. t. dir machen len Leben, reich koͤnn Nit Glaub, It, und al⸗ stets lebe, Hiderstehet. h Suͤnder nmenheit! zertzigkeit! n, den auch lles: Ach! „Demuth halt gegen och fuͤr ja nnen, wie jennen, der hts in der in bin ich ur, gegen dir, Von der Demuth gegen Gott. 40⁰. dir, o grosser Schoͤpfer! Erde sind wir, du der Toͤpfer: Wir Asch, ja ein lauter Koth; du der unermeß⸗ lich GOtt! ö 4. Du, o Gott! bist gantz ge⸗ recht; ich ein gantz unnuͤtzer Knecht, der nie hat gethan was Gutes, und auch wuͤrcklich no nicht thut/ es auch nicht kan, noc es thun wird, weil dis nur von dir herruͤhrt.. F. Drum fleh ich dich hertzlich an, weil ich von mir selbst nicht kan, senck du dich mit deiner Guͤ⸗ te, Liebe, Amich Trost, Freud und schich 92 Friede, in mich, und zieh bey mir ein; sprich: Hier soll mein Ru⸗ he seyn! 6. Wie in stoltzen Hertzen gern wohnt der Satan, und nicht fern ist von denen, die Amuthig u so. ie liebst du nur, die demuͤthig; siehst auf das, was niedrig ist, ob du schon der Hoͤchste bist. 7. Ach! daß ich nicht waͤre traͤg, weil doch diß der naͤchste Weg, bey Gott Gnade zu erlangen, zum waͤhlen diesen Sinn, und zu wur⸗ tzeln tief darinn! 8. Wer den stoltzen Sinn ver⸗ liert, auch sein Hertz in GOtt ein⸗ fuͤhrt, und in Christo recht gewon⸗ neu/ schwimt in einen vollen Bron⸗ nen: Hertzens⸗Demuth gib du mir, JEsu, wie sie ist in dir! 9. Ach! daß ich doch Kraft em⸗ Bild Christi zu gelangen, zu er⸗ pfing, und auch moͤchte so gering stets in meinen Augen bleiben, mich vor eine Null anschreiben! Gottes Schoͤpfung geht aus nichts; sprich: Es werde! so ge⸗ ichts 10. Durch ein volle Wiedeikehr schaf mich recht nach deiner Lehr als ein neugebohrnes Kindlein, das man leget noch in Windlein, welchs nicht von sich selber weiß; so bekomst du allen Preis! 11. Recht! die Ehr gebührt nur GoOtt, und uns nichts als Schand und Spott: Quaͤlet an⸗ dre, die mit Blaͤhung sind behaf⸗ tet, ein Verschmaͤhung; so laß mir, o GOtt! den Ruhm seyn ein rechtes Marterthum. Ps. 117. Lobet den HErrn alle ꝛc. 664. M. Mir nach sprichtChrist. Ysuf! meine Seel, danck deinem HErrn, fuͤr seine tausend Ga⸗ ben, damit er willig, frey und gern dich schmuͤcken wil und laben: Preis ihn fuͤr seine Guͤt und Treu, die alle Dag und Stunden neu. 2. Er hat aus nichts dich herge⸗ bracht, und nach ihm selbst formi— ret; auch dich mit nad und Huld bedacht, da dich die Schlang ver⸗ fuͤhret: Preis' ihn fuͤr seine Guͤt und Treu, die alle Tag und Stun⸗ den neu. 3. Er hat so gar sein's Hertzens Blut fuͤr deine Schuld vergossen⸗ dich von den Banden und der Glut der Hoͤllen los geschlossen: Preis' ihn fuͤr seine Guͤt und Tren, ꝛc. Vom Lobe Gottes und Danckbarkeit. 4. Er hat zum Kind und lieben Sohn dich wieder augenommen, und wil, daß du auch seinen Thron zur Erbschaft sollt bekommen: Preisꝰ ihn fuͤr seine Gut und ꝛe. 3. Er hat fuͤr dich die gantze Welt erschaffen und erbauet, fuͤr dich ist sie so wol bestellt mit allem, was man schauet: Preisꝰ ihn ꝛc. 6. Dir dienet alle Creatur, vor dir muß all's sich neigen, bothmaͤs⸗ sis muß sich die Natur des gan⸗ tzen dir erzeigen: Preisꝰ ihn ꝛc. 7. Dir traͤgt die Erde Brodt und Wein, und Artzeney fuͤr Schmertzen, dir hegt sie Thiere groß und klein, auch Gold in ihrem Hertzen: Preisꝰ ihn fuͤr seine ꝛe. 8. Dort laͤuft und stroͤhmt das Ce 3 Wasser Vem Lobe Gottes und Danckbarkeit. Wasser dir, da stehet es dir stille, bringt Perln, Coralln und andre Zier, und Fisch die Meng und Fuͤl⸗ le: Preis' ihn für seine Guͤt und zen die alle Tag und Stunden eu. 9. Die Luft erquickt dich spat und fruͤh von aussen und von in⸗ nen, die Voͤglein und das Feder⸗ vieh ergetzen deine Sinnen: Preisꝰ ihn fuͤr seine Guͤt und ꝛc. 10. Dir faͤhrt die Sonn des Tags erein auf ihrem guͤldnen Wagen, ir laͤrst der Mond und Sternen⸗ Schein des Abends sich ansagen! Preis ihn fuͤr seine Guͤt und ꝛe. 11. Zu deinem Dienst seind stets bereit der Engel⸗Waͤchter⸗Schaa⸗ ren, sie wachen itzt und allezeit, daß sie dich wohl bewahren: Preis' ihn fůͤr seine Gut und Treu, die ꝛc. 12. Der Himmel ist fur dich ge⸗ macht, mit allen seinen Schaͤtzen, er wird mit seiner Lust und Pracht vor allen dich ergetzen; Preis ihn suͤr seine Guͤt und Treu, die ꝛe. 13. Ach Mensch! ist das nicht grosse Gunst und unerhoͤrte Güte, die dir schon 6 erzeigt umsonst das goͤttliche Gemuͤthe? Preis' ihn fuͤr seine Guͤt und Treu, die ꝛe. 14. Denck, was noch mehr, er fieht nicht an Lwilt du nur Gnade sinden] die Schmach, die du ihm angethan mit tausendfachen Suͤn⸗ den: Preis ihn suͤr seine Guͤt ꝛc. 15. Er giebt so gar sich selbst fuͤr dich, er liebt dich, wie sein Leben, und wil sich endlich ewiglich dir schencken und ergeben: Preis' ihn fuͤr seine Guͤt und Treu, die alle Tag und Stunden neu. Ebr. 13, 8. JIEsusChristus gestern 665. M. Gott des Himmels und anckt dem HErrn ihr GOot⸗ tes⸗Knechte komt erhebet sei⸗ nen Ruhm! Er haͤlt Israels Ge⸗ schlechte doch noch fuͤr sein Eigen⸗ thum. JEsus Christus ist noch heut, gesiern und Ewgkeit. 2. Sprich nicht: Es ist dieser Zeiten nicht noch, wie es vormals war, GOtt macht seine Heimlich⸗ keiten jetzund niemand offenbar: Was er vormals hat gethan, das geht uns anjetzt nicht an. stan Haͤnde sind mit nichten jetzt zu schwach, seine Guͤt' hat auch kein Ende, er ist gnaͤdig nach und nach. JEsus Christus ist noch heut, ge. stern und in Ewigkeit. ö 4. Halte dich in allen Dingen nur an deines GOttes Treu: Laß dich nicht zur Freude bringen, ehe dich desn Gott erfreu; such in aller deiner Noth nichts zum Trost als deinen GOtt. 5. All ihr Knechte GOttes, hoͤ ret, sucht den HErrn in eurer Noth; wer sich zu wem anders kehret als zu ihm, dem wahren Gott, der geh't irr in allem Stuͤck und bereitet Ungeluͤck. 6. Die nur, die dem HErrn ver⸗ trauen, gehen auf der rechten Bahn; die in Angst, in Furcht und Grauen ihn nur einig rusen an, denen wird allein bekanntGOt⸗ tes Herrlichkeit und Hand. 7. Drum dauckt GOtt ihrGOt⸗ tes⸗Knechte, komt erhebet seinen Ruhm! Er haͤlt Israels Geschlech⸗ te doch noch fuͤr sein Eigenthum. JEsus Christus ist noch heut, ge⸗ stern und in Ewigkeit. ö Ps. 100, 1. 2. Jauchzet dem ꝛc. 6⁵6. M. Herzlich thut mich verl. u meine Seele! singe, wohl⸗ auf, und singe schoͤn dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. Ich wil den HEr⸗ ren droben hier preisen auf der Erd, ich wil ihn hertzlich loben, s6 lang ich leben werd. ren, es wird euch nuͤtzlich seyn, las euchdoch nicht bethoͤren die Weh mit ihrem Schein: Verlasse sich ja keiner auf Fuͤrsten 2—65 um 3. Sprich so nicht: Des Hoͤch⸗ 2. Ihr Menschen, last euch leh. Gunst, nichts si 3. We en und f en Gei Erd und schehen und ist schwach 4. Wo nach Jae dem sich beste Th seu, den Sein H bleibt en F. Hie die uner sen die E emacht rde, ö V der Fisck grossen n 6. Hie die niem nen Gute beruh' n. mit Freu eschicht, eiden, d 7. Err iu retten und gieb Hungers the Wan Mahl: u die reißt e 8. Erii erleuchtet sich schwe aufgerich men, und die finder ihm den b Trost und ihn hasser ihr Haus wirft er u s ist dieser s vormals Heimlich-⸗ offenbar: an. Des Hoͤch⸗ ichten jetzt it auch kein und nach. h heut,‚ ge⸗ en Dingen Treu: Laß e bringen, freu; such lichts zum Ottes, hoͤ nin eurer em anders m wahren in allem eluͤck. Errn ver⸗ er rechten in Furcht einig rusen kannt GOt⸗ and. tt ihr GOt⸗ ebet seinen Geschlech⸗ igenthum. ch heut, ge⸗ hzet dem ꝛe. tmich verl. singe, wohl⸗ schoͤn dem, Dienst und il den HEr⸗ sen auf der ich loben, s last euch lehl ich seyn, la ren die Weh Verlasse sich vom Lobe Gottes und Dauckbarkeit. 4⁰⁷ Gunst, weil sie, wie unser einer, nichts sind als nur ein Dunst. 3. Was Meusch ist, muß erblaß⸗ en und sincken in den Tod, er muf en Geis auslaffen, selbst werden Erd und Koth; alda iss dann ge⸗ schehen mit frinem klugen Rath, und ist srey klar zu sehen, wie schwach sey Menschen⸗That. 4. Wohl dem, der eintzig schauet nach Jacobs GOtt und Heil! wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Theil, das hochste Gut erle⸗ sen, den schoͤnsten Schatz geliebt: Sein Hertz und gantzes Wesen bleibt ewig unbetruͤbt. 5. Hier sind die starcken Kraͤfte, die unerschoͤyfte Macht, das wei⸗ sen die Geschaͤfte, die seine Hand emacht: Der Himmel und die rde, mit ihrem gantzen Heer, der Fisch'ꝰ umaͤhlich Heerde im grossen wilden Meer. 6. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Unrecht thun, all de⸗ nen Gutes goͤnnen, die in der Treu beruh'n. Gott haͤlt sein Wort mit Freuden, und was er spricht, eschicht, und wer Gewalt muß eiden, den schuͤtzt er im Gericht. 7. Er weiß viel tausend Weisen, iu retten aus dem Tod. Er naͤhrt, und giebet Speisen, zur Zeit der Hungers⸗Noth, macht schoͤne ro⸗ the Wangen oft bey geringem Mahl: und die da sind gefangen, die reißt er aus der Quaal. 8. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht; und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht. Er liebet alle From⸗ men, und die ihn guͤnstig seynd, die finden, wann sie kommen, an ihm den besten Freund. 9. Er ist der Fremden Huͤtte, die Waͤysen nimt er au, erfüllt der Wittwen Bitte, wird selbst ihr Trost und Mann. Die aber, die 10. Ach! ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm. Der HErr allein ist Koͤnig, ich eine Wiesen⸗Blunt: Jedoch, weil ich gehoͤre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhaͤrd. Ps. 101,1. Von Gnade und Recht. 667. In eigener Melodey. hre sey itzo mit Freuden gesan⸗ Egen! Wuͤnschen und Beten ist kraͤftig gelungen: Den Maje⸗ staͤtischen Koͤnig der Ehren wollen wir preisen nach seinem Begehren. 2. Sagt mir, wem haben wir alles zu dancken? daß wir gekom⸗ men in goͤttliche Schrancken? daß wir das Lebens⸗Brodt haͤufig noch haben? Seynd das nicht GOttes langmüthige Gaben? 3. Freylich, es ist so! Jehovah der lebe! nimmer vergessende Hertzen uns gebe! Lebe Jehovah! dir wollen wir singen, und dir das Opfer der Hertzen darbringen! 4. Elend ist, wer auf die Fuͤrsten vertrauet! Selig ist, wer auf den Maͤchtigen bauet! der ist betro⸗ gen, wer Meuschen anklebet: der ist gesegnet, wer JEsn nur lebet! 5. Es ist nur eine lebendige Quelle, kraͤttig zu staͤrcken die duͤr⸗ stige Seele? Loͤchrichte Brunnen seynd Meuschen Gedaucken, Wol⸗ cken ohn Regen, die hin und her wancken. ö 6. Aber der Heilige bleibet der Meine, und ich in Ewigkeit bleibe der Seine! Ehre sey diesem GOtt hoch in der Hoͤhe! sein allein hei— liger Wille geschehe. Eph. 1, 3. Gelobet sey GOtt und. 668. Mel. OGuott du frommer. Gelcdat sey der HErr, mein GOtt, mein Licht, mein Le⸗ ben, mein Schoͤpfer, der mir hat mein Leib und Seel aegeben, mein Vater, der mich schuͤzt von Mut⸗ RMacht um Guns ihr Haus und wo sie sasseu, das wirft er uͤm und uͤm. ihn hassen, bezahlet er mit Grim; er Leibe an, der alle Augenblick el Guts an mir gethan. Ce4 2 5 „Gelo 4⁰⁸ Vom Aobe GoOttes und Danckbarkeit. 2. Gelobet sey der HErr, mein GOtt, mein Heil, meinLeben, des Vaters liebster Sohn, der sich fuͤr mich gegeben, der mich erloͤset hat, mit seinem theuren Blut, der mir im Glauben schenckt sich selbst, das hoͤchste Gut. 3. Gelobet sey der HErr mein Gott, mein Trost und Leben, des Vaters worther Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Hertz erquickt, der mir giebt neue Kraft, der mir in aller Noth Rath, Trost und Huͤlfe schaft. 4. Gelobet sey der HErr, mein SOtt, der ewig lebet, den alles ruͤhmt und lobt, was in den Luͤf⸗ ten schwebet! Gelobet sey der Err, des Name heilig heist, Ott Vater, GOtt der Sohn, und GOtt der werthe Geist; 5. Dem wir Halleluja mit Freu⸗ den lassen klingen, und mit derEn⸗ gel⸗Schaar das Heilig, Heilig sin⸗ gen, den hertzlich lobt und preist die gantze Christenheit! Gelobet sey mein GOtt in alle Ewigkeit. D. Joh. Olearius. Ps. 39,14. Ich dancke dir daruͤber. 669. Mel. Werde munter mein. Ott/ du bists, der mich erschaf⸗ fen, und gebildet wunderlich: Deine Augen auf mich trafen, ehe noch geworden ich. Leib und Seel hab ich von dir, und den Othem, den ich fuͤhr: Ehe ich noch bin gebohren, hast du mich dir aus⸗ erkohren. 2. Denn die Tage meines Le⸗ bens waren vor geschrieben an auf dein Buch, daß nicht vergebens mir ein Fall hegegnen kan. O! wenn ich zuruͤcke denck, was vor Gaben und Geschenck habe ich von dir empfangen, bin so manchem Leid entgangen. 123 3. HErr, ich muß es ja beken⸗ nen; du bist meines Lebens Kraft; meinen Fels wil ich dich nennen, meinen GoOtt der alles schaft: Du hast mich ans Licht gestellt, und er⸗ halten in der Welt: So viel Jah⸗ ö re, Tag und Stunden, hab ich dei⸗ ne Guͤt empfunden. 4. O wie zart bin ich gefuͤhret, da ich war ein kleines Kind! du hast mich mit Gnad gezieret, und vertilget meine Suͤnd: Durch das Wasserbad im Wort stellt'st du dich mir selbst zum Hort; schlossest mich im Bund der Gna⸗ den, daß kein Feind mir sollte schaden. 5. Vater⸗Liebe muß ich ruͤhmen; wer vergilt die Mutter⸗Treu? Drum wil Kindern wol geziemen, sie darum zu ruͤhmen frey. El⸗ tern und der Lehrer Fleiß die ver⸗ dienen ihren Preis, ob gleich Schwachheit mit einschleichet: Wer hat alles je erreichet? 6. So bin ich, HErr, aufgespros⸗ sen, als ein zartes Reiselein, das vom Regen wird begossen, und er⸗ quickt vom Sonnenschein; das auch Winde hin und her wehen und bewegen hen So hat mich auch, oft vhn hoffen, Hitz und Frost, Liebꝰ, Leid betroffen. 7. Ach! du Fuͤhrer meiner Ju⸗ gend, du hast mir ins Hertz gelegt einen Saamen wahrer Tugend, und dein Bild mir eingepraͤgt, durch dein Wort, so uns erleucht, und aus unsern Hertzen scheucht die verdamten Laster⸗Thiere: dein Geist ferner mich regiere! 8. Freylich ist mir angeerbet Suͤnden⸗Lust und Eigenheit; die Natur liegt gantz verderbet durch den Fall in Eitelkeit; Thorheit steckt den Knaben schon tief im Hertzen, wil davon schwerlich laß⸗ sen, bis die Ruthe komt und zeiget ihm das Gute. 34 9. Drum bitt ich, HErr, nicht gedencke meiner Jugend⸗Schuld und Fehl, vielmehr deine Gnade lencke zu mir, auf daß ich erwaͤhl ö nur was Gut und Recht vor dir: Heilger GOtt, nim nicht von mir deinen deinen und den 10. Stege, gehn: rege, 2 sehn: nicht al mir hal terliege hilft ne Kro die dich wir ins 1Thes 67⁰0. all se mehr, Ewigk allen i heit, K singet: freylic 9—— Mach ebrac et, da kauft, tauft, Heilig und G und de 3. Geist preist, der ur dem e den H eya, d ist Ma 4. Ehr se mehr, stimt 1930 Jah⸗ b ich dei⸗ gefuͤhret, Rind! du jeret, und Durch rt stellt'st m Hort; der Gna⸗ nir sollte raͤhmen; ter⸗T reu? geziemen, rey. El⸗ 30 die ver⸗ gleich acher ushesproß elein, das n/ und er⸗ ein; das er wehen hat mich und Frost, ö neiner Ju⸗ ertz gelegt Tugend, ngepraͤgt, serleucht, uscheucht 05 dein alherbet nheit; die rbet durch Thorheit on tief im werlich las⸗ und zeiget Err, nicht nd⸗Schuld ine Gnade ich erwaͤhl ht vor dir: E ht von mir deinen — vom Lobe GoOttes und Danckdarkeit. 40 deinen Geist, der bey mir bleibe, und den boͤsen Geist vertreibe.— 10. Ich weiß weder Weg' noch Stege/ wie ich ein und aus soll gehn: Weil in mir das Fleisch ist rege, kan ich dein Licht nicht wol sehn: HErr! zeuch deine Hand nicht ab/ denn ich nichts Guts von mir hab, und im Streit muß un⸗ terliegen, wo nicht deine Hand hilft siegen. 11. Soll ich nun noch laͤnger le⸗ ben, zu vollenden meinen Lauf, wollest du mein Hertz erheben, daß ich such und tracht hinauf: Da wo Chri 99 ist mein Schatz, mei⸗ ne Krone, da ist Platz fuͤr mich, und die dich, HErr, lieben. Dir sind 1 Thess. 5, 18. Seyd danckbar in. 67⁰. Mel. Wie schoͤn leucht uns. alleluja, Lob, Preis und Ehr sey unserm GOtt je mehr und mehr, fuͤr alle seine Wercke, von Swigkeit zu Ewigkeit sey in uns allen ihm bereit't Danck, Weis⸗ heit, Kraft und Staͤrcke! Klinget, singet: Heilig, heilig! freylich, wir ins Hertz geschrieben. fpeylich: Heilig ist GOtt, unser Oott der HErre Zebaoth! Halleluia, Preis, Ehr und ö Macht f. sey auch dem GOttes Lam ebracht! in dem wir sind erwaͤh⸗ et, das uns mit seinem Blut er⸗ kauft, damit besprenget und ge⸗ tauft, und sich mit uns vermaͤhlet. Heilig, selig ist die Frenndschaft und Gemeinschaft, die wir haben, und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja, Gott Heilger Geist! Sey ewiglich von uus ge⸗ preist, durch den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Braͤutigam uns zugefuͤhrt, den Hochzeit⸗Tag erkohren. Eya, eya/ da ist Freude, da ist Weyde, da ist Manna, und ein ewig Hosianna! 4. Halleluja, Lob, Preis und Ehr sen unserm Gott je mehr und mehr, und seinem grossenNamen! stimt an mit aller Himmelschaar und singet nun und immerdar mit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet! Heilig, heilig! freylich, freylich: Heilig ist GOtt unser Gott, der HErre Zebaoth. Ebr. 13, 15. So lasset uns nun. 671. In eigener Melodey. Err Gott, dich loben wir, HErr Gott, wir dancken dir. Dich/ GOtt Vater, in Ewigkeit, Ehret die Welt sehn weit und reit: Alle Engel und Himmels⸗Heer, Und was da dienet deiner Ehr, Auch Cherubim und Seraphim Singen immer mit hoher Stim: Heilig ist unser GOtt! Heilig ist unser GOtt! Heilig ist unser GOtt! Der HErre Zebaoth! Dein' goͤttlich Macht und Herr⸗ lichkeit Geht uͤber Himmel wehr Erden Der heiligen zwoͤlf Boten Zahl, Und die lieben Propheten all, Die theuren Maͤrtrer allzumal Loben dich, HErr, 32 1„. Die gantze werthe Christenheit Ruͤhmt dich auf Erden allezeit. Dich, GOtt Vater,— hoͤchsten hron Deinen rechten und eingen Sohn, Den Heilgen Geist Wr 0— Mit rechtem Dienst 56 10 und Du Koͤnig der Ehren Sefuchri, GOtt Vaters ewger Sohn du bist, Der Inngfrau'n Leib nicht hast verschmaͤht. Zu erloͤsen das menschlich Ge⸗ schlecht; Du hast dem Tod we seinẽ Und all Christen uen Himmel Du sitz st zur wine Gottes Ce5 Mit 4¹⁰ Bom Lobe Scheres und Danckbarkeit. Mit aller Ehr ins Vaters Reich. Ein Richter du zukuͤnftig bist Alles, was todt und lebend ist. Nun hilf uns, HErr, den Die— nern dein, Die mit dein · mBlut erloͤset seyn. Laß uns im Himmel haben Theil, Mit dem Heil gen im emgen Heil. Hilf deinem Volck, HErr JIEsu hrist, Und segne was dein Erbtheil ist; Wart und pfleg ihr r zu aller Zeit, Und heb sie hoch in Ewigkeit. Taͤglich, HErr 8 wir loben ö i Und ehrn deinen e stetig⸗ ich. Behuͤt uns and o treuer GOtt, Fuͤr aller Suͤnd und Missethat, Sey uns gnaͤdig, o HErre GOtt, Sey uns gnaͤdig in aller Noth, Zeig uns deine Barmhertzigkeit, Wie unsre Hofnung zu dir steht. Auf dich hoffen wir lieber HErr! In Schanden laß uns nimmer⸗ mehr, Amen! Der Zymnus Ambrosii und Augustini. Verdeutscht durch D. Martin Luther. Ps. 34,2. Ich wil den YErrn loben. 62. M. Lobt GOtt thrChristen Ech singe dir mit Hertz und 10. Mund, HErr meines Her⸗ ens Lust: Ich sing und mach der rden kund, was mir von dir bewustt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seyst, daraus uns allen fruͤh und spat viel Heil und Segen fleußt. 3. Was sind wir doch? Was ha⸗ den wir auf dieser gantzen Erd, das uns, o Vater! nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schoͤne Him⸗ g mels⸗Zelt hoch über uns gesetzt! Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen netzt? 5. Wer waͤrmet uns in Kaͤlt und Frost? Wer schuͤtzt uns fur den Wind? Wer macht es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten sindt? 6. Wer giebt uns Leben und Ge⸗ blůt? Wer haͤlt mit seiner Hand den guͤldnen, werthen/ edlen Fried in unseru Vaterland? 7. Ach HErr, mein GOtt! das koͤmt von dir, du, du must alles thun, du haͤltst die Wach an unsrer Thuͤr, und laͤst uns sicher ruhn. 8. Du naͤhrest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer from und treu, und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, treulich bey. 9. Du straft uns Sünder mit Geduld, und schlaͤgst nicht allzu⸗ sehr, ja endlich nimst du unsre Schuld und wirsst sie in das Meer. 10. Wenn unser Hertze seufꝛt und schreyt, wirst du gar leicht er⸗ weicht, und giebst uns was uns reich erfreut, und dir zu Ehren reicht. ö 11. Du zaͤhlst, wie oft ein Chri⸗ ste wein, und was sein Kummer sey, kein Zaͤhr und Thraͤnlein ist so klein, du hebst und legst es bey. 12. Du fuͤllst des Ledens Man⸗ gel aus mit dem, was ewig steht, und fuͤhrst uns in des Himmels⸗ Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Hertze, sing und spring, nnd habe guten Muth, dein GOtt, der Ursprung aller Ding,/ ist selbst und bleibt dein Gnt. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, dein Glantz und Frers deneicht, dein Schirm undSchild, dein Hülf und Heil, schaft Rath und laͤst dich nicht. 4 15. Was kraͤnckst du dich in dei⸗ nem Sinn, und graͤmst dich Tag und Nacht? Nim deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gend auf versorget und ernaͤhrt? Wie manchen sehweren Unglaͤcks⸗ Lauf hat er zuruͤck gekehrt? 17. Er hat noch niemals was versehn emacht. 8 ö 16. Hat er dich nicht von Jun versehn was er nimit ei weit m 2. sonderl lein du von mi 588 Zeiten und Ge⸗ r Hand mn Fried tt! das ist alles unsrer duhn. Jahr zu m und wir in bey. der mit t allzu⸗ u unsre sMeer. e seufzt eicht er⸗ as uns Ehren n Chri⸗ ummer nlein ist es bey. s Man⸗ ig steht, mmels⸗ utgeht. tze/ sing Muth, g aller in Gut. ein Erb d Frew Schild, t Rath vin dei ch Tag Sorg der dich on Jur rnaͤhrt? muͤcks⸗ ls was“ versehn Vom Lobe Sottes und Danckbarkeit. 411 versehn in seinemRegiment; nein! was er thut und laͤst geschehn, das nimt ein gutes nd. ö 18. Ey nun! so laß ihn ferner thun, und red ihm nicht darein! so wirst du hie in Frieden ruhn, und ewig froͤlich seyn. P. Serhard. Ps. 34, J. 6. 7. Da ich den HErrn. 673.M. Lob sey dem allerhoͤchst. Ich wil, so lang ich lebe hier, den . HErren preisen fuͤr und fuͤr. Viel Gutes hat er mir gethan, weit mehr, denn ich erzaͤhlen kan. 10. Nun seh ich, liebes Vater⸗ Hertz, daß mir deswegen Pein und Schmertz zustosset, daß du fuͤr und —— mich ziehest von der Welt zu ir. II. Drum ich mit Freuden schaue an, wie GOttes Zorn sich wenden kan; wie willig er die Huͤl⸗ se schick, und zrne kaum ein Au⸗ genblick. 12. Und ob es schon was laͤngor scheint; ist es zum Besten stets ge⸗ meynt. Er weiß wol Mittel, Zeit 2. Er hat geholfen uͤberall, und und Rath. Ich habs erfahren in sonderlich zu diesem mal hat er al⸗ lein durch seine Hand das Ungluͤck von mir abgewandt. 3. Niemand mir sonst zu Huͤlfe kam, noch meines Elends sich an⸗ nahm: Auch war der Menschen Huͤlf zu schwach: Darudi befahl ich GOtt die Sach. 4. Ihn ries ich an bey Tag und Nacht, daß seine Weisheit, Guͤt und Macht, mich reissen wollt aus der Gefahr, damit ich gantz umrin— get war. der That. 13. Verleihe, HErr, daß mirs gereich hinfort zur Lehr und Trost zugleich: Wenn mich vielleicht noch in der Welt neu Ungluͤck wie⸗ der uͤberfaͤllt. 14. Gib, daß ich dencke stets, daß du darum mir Truͤbsal schi⸗ ckest zu: Daß wie das Gold ich moͤge seyn, und durch dis Feuer werden rein. ö 15. Daß ich alsbald auch vor dich tret' im Glauben, Hofnun 5. Der Bitte hat er mich ge⸗ und Gebet, anhalte, und nicht las⸗ waͤhrt, und folche Rettung mir be⸗ se ab, bis ich die Huͤlf erlanget hab. schert, daß ich kan sagen: Seine 16. Und wenn die Rettung kom⸗ Treu und Guͤt ist alleMorgen neu. men ist denn du GOtt allzeit gnaͤ⸗ 6. Durch seinen Engel hat er mich aus meiner Noth gewaltig⸗ lich errettet, und zur rechten Zeit von Truͤbsal, Sorg und Furcht befreyt. 7. Groß ist, HErr, deine Wun⸗ derthat, die mich sowol beschuͤtzet hat. Ich wil sie ruͤhmen und da⸗ bey mein Lebenlang dir seyn ge⸗ treu. 8. Ich wil dir sagen Lob und Preis, daß du auf wunderbarer Weis, ohn mein Verdienst, des Creutzes⸗-Last mir gnaͤdig ange— nommen hast. 9. Wiewol ichs hatte grob ver⸗ schuldt, so hat doch deine Lieb und Huld mit vie. Erbarmen mein ver⸗ schont, und nach Verdienst nicht 56 die ihr eyd von Abrams abgelohnt. dig bist] daß ich dir dancke Nacht und Tag, mit Hertz und Munde also sag: 17. HErr Zebaoth, dein grosser Ram ist maͤchtig und gantz wun⸗ dersam: Erschallen muͤsse deine Ehr in allen Landen mehr und mehr. ö Ps. 118, 28. 29. Du bist mein G. 674. In eigener Melodey. Lassit uns den HErren preisen, und vermehren seinen Ruhm! stimmet an die suͤssen Weisen, die ihr seyd sein: Eigenthum! Ewig waͤhret sein Erbarmen, ewig wil er uns umarmen mit der fuͤssenie⸗ bes⸗Huld, nicht gedencken unsrer Schuld. Preiset ewig ,: seinen Sag⸗ iexS — — ————————— —— ——————I———..— vom Lobe Sottes und Danckbarkeit. Saamen: ruühmet ewig seine Wercke, gebet ihm Lob:/ Ehr und Staͤrcke. 3 ö 2. Ehe noch ein Mensch geboh⸗ ren, hat er uns zuvor erkannt, und in Christo auserkohreu, seine Huld uns zugewaudt. Selbst der Him⸗ mel und die Erden muͤssen uns zu Dienste werden, weil wir durch sein liebstes Kind seine Kinder wor⸗ den sind. Ewig solche Gnade waͤhret, die er uns in ihm besche⸗ ret?ꝰ Ewig wollen wir uns uͤben, üͤber alles ihn zu lieben. 3. Ja wir wollen nun mit Freu⸗ den zu dem lieben Vater gehn, uns in seiner Liebe weyden, wie die thun, so vor ihm stehn, heilig, heilig, heilig singen, Halleluja soll erklingen, unserm GOtte und dem Lamm, unserm holden Braͤuti⸗ am. Lasset seinen Ruhm erschal⸗ en, und erzaͤhlt sein Werck vor al⸗ len, daß er awig uns erwaͤhlet, und zu seinem Volck gezaͤhlet. 4. Lernet euren SEsum kennen, der euch theur erkaufet hat; lernet ihn sein likblich nennen euren Bru⸗ der, Freund und Rath, euren star⸗ cken Held im Streiten, eure Lust in Froͤhlichkeiten, euren Trest und euer Heil, euer allerbestes Theil. Ewig solche Guͤte waͤhret, die euch durch ihn wiederfaͤhret: Ewig soll das Lob erklingen, das wir ihm zu Ehren singen. 5. Tretet nur getrost zum Thro⸗ ne, da der Gnaden⸗Stuhl zu sehn: Es kan euch von GOttes Sohne nichts als Lieb und Huld geschehn. Er erwartet mit Verlangen, bis sp er koͤnne uns umfangen, und das allerhoͤchste Gut uns mittheilen durch sein Blut. Grosse Gnad ist da zu finden, er wil sich mit uns verbinden, und soll niemals etwas koͤnnen uns von seiner Liebe tren⸗ nen. 6. Er hat nunmehr selbst die Fülle seiner Gottheit Ise, Lap und es ist sein ernster Wi sist lobe den Namen. nun komme jedermann; keiner soll sich hiebey schaͤmen, sondern Gnad um Gnade nehmen; wer ein hungrig Hertze hat, wird aus seiner Fuͤlle satt. Ewig solche Fůlle waͤhret, die uns so viel Guts bescheret: Wollust, die uns ewig traͤncket, wird uns daraus einge⸗ schencket. ö v. Nun, du Liebster, unser Lal⸗ 210 len, damit wir dir danckbar seyn, laß dir gnaͤdig wohlgefallen, bis wir alle insgemein ewig deine Guͤ⸗ tigkeiten mit gesamten Loh aus⸗ breiten, da wir werden Gloria sin⸗ en und Halleluja. Preis, Ehr, uhm, Danck, Macht und Stär⸗ cke, und was ruͤhmet seine Wercke, werde unserm Gott gegeben; laßt uns ihm zu Ehren leben. Christ. Roitsch. Ps. 147,. Lobet den HErrn, denn. 675. Mel. JZast du denn JEsu. Lobe den HErren, den maͤchtigen Koͤnig der Ehren, meine ge⸗ liebete Seele, das ist mein Begeh⸗ ren. Kommet zu Hauf, Psalter und Harfse wach auf, lasset dieMu⸗ sicam hoͤren. 2. Lobe den HErren, der kuͤnst⸗ lich und sein dich bereitet. Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel Noth hat nicht der gnaͤdige GOtt uͤber die Fluͤgel gebreitet? 3. Lobe den HErren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fuͤchtigen sicher gefuͤhret. Der dich erhaͤlt, wie es dir selber efaͤllt, hast du nicht dieses ver⸗ uͤret? 4. Lobe den HErren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Stroͤmen der Liebe geregnet; Dencke daran, was der Allmaͤchtige kan, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den HErren, was in mir Alles was e/ daß Odem hat, lobe mit Abrahams ö Saamen ehren! und de lang er 2. E von g schnelf, en: G sein N grosse auch n nuütz un ne Fre kleb, u so lang 3. H6 sehr her denn a hast du Du ha wie ver mir ge fuͤr der und pri HEryn keiner sondern u; wer dirdaus . solche el Guts ns ewig 8 einge⸗ iser Lal⸗ 0. ar seyn, len, bis ine Guͤ⸗ ob aus⸗ ria siu⸗ 6, Ehr, Staͤr⸗ Wercke, geben; n. oitsch. „denn. JEsu. chtigen ine ge⸗ Begeh⸗ Psalter die Mu⸗ es ver⸗ deinen her aus en der daran, der dir in mir s was ahams aamen nuuͤtz und gut. N ne Freude, daß ich an ihm stets kleb, und niemals von ihm scheide * du dich eiligst schwingen, und mit ů an lobt dich in der Stille, du schnell, welch' unaufhoͤrlich schrey⸗ Vom Lobe Sottes und Danckbarkeit. 41½3 Saamen. Er ist dein Licht, See⸗ le, vergiß es ja nicht, lobende schliesse mit Amen. J. Neander. Ps. 40, 11. Von deiner Wahrheit. 676. M. Nun lob mein Seel den hocherhabner Zions⸗Gott, des Ruͤhmens ist die Fuͤlle vor dir, o HErr GOtt Zebaoth! du bist doch HErr auf Erden, der From⸗ men Zuversicht; in Truͤbsal und ncht. Deu laͤß st du die Deinen nicht. ehren mein Mund vor jederman, und deinen Ruhm vermehren, so lang er lallen kan. 2. Es muͤssen, HErr, sich freuen von gantzer Seel und jauchzen en: Gelobt sey der GOtt Israel! sein Name werd gepriesen, der grosse Wunder thut: Und der auch mir erwiesen das, was mir so lang ich leb und schweb. 3. Vrr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn als die 3 an kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget, nun, wie vergelt ichs dir? Ach! bleibe mir geneiget, so wil ich fuͤr und fuͤr den Kelch des Heils erheben, und preisen weit und breit dich, HErr, mein GOtt, im Leben und dort in Ewigkeit. Ps. 72, 18. 19. Gelobet sey GOtt. :. M. Wo soll ich fliehen hin. 9 ein Vater, deine Gnad, die du mir fruͤh und spat so reich⸗ lich hast erwiesen, die sey von mir gepriesen; itzt und zu allen Zeiten wil ich dein Lob ausbreiten. 2. Auf! Auf! mein Hertz! em⸗ por; hinauf zum Engel⸗Chor sollt Raht, I. singen: Lob, Preis, Kraft, Macht und Staͤrcke dem HErrn so grosser Wercke. Drum soll dich stuͤndlich Nun, das ist mei⸗Leb 3. Wenn der durch seine Kraft in uns selbst wirckt und schaft, daß wir den Vater kennen, und Her⸗ tzens⸗Abba nennen; so muß uns diese Erden ein schoͤner Himmel werden. 4. O suͤsser JEsu Christ! der du mein Reichthum bist; dich hab ich treu erfunden in schweren Creutzes⸗Stunden: Mich hast du oft erquicket, wenn mich die Last gedruͤcket. . Du gabest mir den Sieg und Waffen in dem Krieg, auch Kraͤfte recht zu kaͤmpfen, halfst mir die Feinde daͤmpfen; und durch Kraft deines Blutes bin ich noch gutes Muthes. 2. 6. Wer Christi Blut ergreist, dem wird auch dargereicht Berge⸗ bung seiner Suͤnden, die sind nicht mehr zu finden; ihm aber wird gegeben Trost, Friede, Freud und eben ö 2. Allein das Hertz muß seyn aufrichtig, redlich, rein: Es muß die Suͤnde hassen, und alle Luͤste lassen, und IEsum einig fassen; sich selbst und Welt verlassen. , Drum Seele! wenn du nun in allen deinem Thun im Lieht vor Gott wirst wandeln, und Christ⸗ gebuͤhrend handeln, so wird dir noch auf Erden viel Guts geschen⸗ cket werden. 9. Viel Gnade, Kraft und Staͤrck in allen deinen Werck: Er wird sich dir verbinden, und gna⸗ dig lassen finden; wirst du nur in ihm bleiben, dich ihm zum Dienst verschreiben. Io. Es wird dich seine Huld taͤg⸗ lich von aller Schuld und innerm Greul der Suͤnden befreyen und entbinden: Denn wo die Suͤnd vergeben, da ist Geist, Kraft und Leben.—9.— 11. Und dafuͤr preiset dich, mein JEsu! inniglich, zu aller Zeit und Stunde, die schwache Zung im Munde 5......———— 414 Vom Lobe Gottes und Danckbarkeit. Munde: Gelobet sey dein Na— men bey mir und allen, Amen. Sir. 50, 24. Nun dancket alle G. 678. M. O Gœtt du frommer G. 7 un dancket alle GOtt mit Her⸗ tzen, Mund und Haͤnden, der rosse Dinge thut an uns und al⸗ en Enden, der uns von Mutter⸗ Leib und Kindes Beinen an unzaͤh⸗ lich viel zu gut, und jetzo noch ge⸗ an. 2. Der ewig reiche GOtt woll uns bey unserm Leben ein immer froͤhlich Hertz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad er⸗ halten fort und fort, und uns aus aller Noth erloͤsen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sey GOtt, dem Vater und dem Sohne, und auch dem Heilgen Geist im hoͤch⸗ sten Himmels⸗Throne, dem Drey⸗ einigen Gott als er ur pruͤnglich war, und ist und bleiben wird itzund und immerdar.. Mart. Rinckart. Ps. 136,3.4. Dancket dem HErrn. 679. M. Lobt Sott ihrChristen Nu dancket all' und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel⸗ Heer im Himmel stets vermeidt. 3. Ermuntert euch, und singt mit Schall GOtt unserm hoͤchsten Gut, der seine Wunder uͤberall, und grosse Dinge thut. 3. Der uns von Mutter⸗Leibe an frisch und gesund erhaͤlt, und, wo kein Mensch nicht helfen kau, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betruͤbt, doch bleibet gutes Muths, die Straf erlaͤst, die Sehuld ver⸗ giebt, und thut uns alles Zuts. 5. Er gebe uns ein froͤhlichs Hertz, ersriche Geis und Sinu, und werf all Angst, Furcht Sorg, und Schmertz ins Meeres⸗Tiefe in. ö 6. Er lasse seinen Frieden ruh'n in Israelis Land; Er gebe Glück zu unserm Thun, und Heil in al⸗ lem Stand'. ö 7. Er lasse seine Liebꝰ und Guͤt⸗ un, bey und mit uns gehin, was aber aͤngstet und bemuh't, gar fer⸗ ne von uns steh'n. 8. So lange dieses geben waͤhr't, sey er stets unser Heil, und wenn wir scheiden von der Erd, bleib' er sters unser Theil. 9. Er drucke, wenn das Hertze bricht, uns unsre Augen zu, und zeig' uns drauf sein Angesicht dort in der ew'gen Ruh'. ů Daul Gerhard. Ps. 103,2. Lobe den HErrn meine. 680. Mel. Wach auf meinhertz. un last uns GOtt dem HEr⸗ ren Danck sagen, und ihn ehren, von wegen seiner Gaben, die wir empfangen haben. 2. Den Leib, die Seel, das Le⸗ ben hat er allein uns geben, diesel— ben zu bewahren, thut er gar nich⸗ tes spahren. 3Nahrung giebt er dem Leibe, die Seele muß uns bleiben, wiewol toͤdtliche Wunden sind kommen von der Suͤnden. 4. Ein Artzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben Ehristus fuͤr uns gestorben, der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl, dient wider allen Un⸗ fall, der Heilge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben die Suͤnd, geschenckt das Loben, im Him mel solln wir haben, o GOtt, wie grosse Gaben. 7. Wir bitten deine Guͤte, wollst uns hinfort behuͤten, uus Grossen mit den Kleinen, du kansts nicht boͤse meynen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, zib ewigliche Freyheit, zu preisen deinen Namen durch JEsumChri⸗ stum, Amen. D. Ludwig Selmbold. Ps. 14/,/ —.—ꝛ————— D—— *———————————————————*———— 4*————— men sei mehren mein/ h und hei errett d in seine Trost Adler g Recht, Reich. 2. Er heilgesd zu sein elt an ein'n; straft ni Gnadet Bloͤden erhaben So sern Unser E 3. W uͤb'r seir der HEEr kindlich arm Ge sind nu Gras zu allndes er weh so der9 das ist il D 4. steht ve bey sein in seiner Bund Himme waltet, gleich, ren, und meinSe Lob ane 5. S. ren, Ge gem Ge yen, wa duιπμπά⁵π⁰ι⁰πe eil in al⸗ und Guͤt' h'n, was gar fer⸗ n waͤhr't, ind wenn bleibꝰ' er 16 Hertze zu, und icht dort zerhard. n meine. inZertz. ˙m HEr⸗ und ihn zaben, die das Le⸗ u, diesel⸗ gar nich⸗ m Leibe, „ wiewol kommen eben, der istus fur das Heil auf, sein allen Un⸗ Glaͤuben n. vergeben Leben, im GOtt, te, wollst Grossen ists nicht Zahrheit, u preisen umChri⸗ Imbold. Ps. 14v/ —— — Vom Lobe SoOttes und Danckbarkeit. 415 M.. 145, 10. Es sollen dir dancken. 681. In eigener Melodey. un lobꝰ, mein' Seel, den HEr⸗ ö ren, was in mir ist den Na⸗ men seiu; Sein Wohlthat thut er mehren, vergiß es nicht, o Hertze mein, hat dir dein Suͤnd vergeben, und heilt dein Schwachheit groß, errett dein armes Leben, uimt dich in seinen Schooß, mit reichem Trost beschuͤttet, verjuͤngt dem Adler gleich: Der Koͤuig schaft Recht, behuͤtet die leiden in seinem Reich.* 2. Er hat uns wissen lassen sein heilges Recht und seinGericht, dar⸗ zu sein Güt ohn Massen, es man⸗ elt an sein'r Erbarmung nicht, ein'n Zorn laͤst er bald fahren, straft nicht nach unser Schuld, die Gnad thut er nicht spahren, den Bloͤden ist er hold, seinGuͤt ist hoch erhaben ob den'n, die fuͤrchten ihn; So sern der Ost vom Aband, ist unser Suͤnd dahin. 3. Wie sich ein Vat'r erbarmet uͤb'r seine junge Kindelein, so thut der HErr uns Armen, so wir ihn kindlich fuͤrchten rein, er kenut das arm Gemaͤchte, GOtt weiß, wir sind nur Staub, gleich wie das Gras zu rechnen, ein Blum und dermeh Laub, der Wind nur druͤ⸗ er wehet, so ist es nimmer da, al⸗ so der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah. 4. Die GOttes Gnad alleine, steht vest und bleibt in Ewigkeit bey seiner liebn Gemeine, die stets in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten, er herrscht im Himmelreich, ihr starcken Engel waltet, und lobt und dient zu⸗ gleich, dem grossen HErrn zu Eh⸗ ren, und treibt sein heilges Wort; meinSeel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 5. Sey Lob und Preis mit Eh⸗ ren, GOtt Vater, Sohn, Heili⸗ gem Geist, der woll in uns vermeh⸗ ren, was er aus Gnaden uns ver⸗ heist, daß wir ihm vest vertrauen, Zaͤntzlich verlaßn auf ihn, yon Her⸗ tzen auf ihn bauen, daß unsr Hertz, Muth und Sinn ihm kindlich thun anhangen, drauf singen wir zur Stund: Amen, wir werdens er⸗ angen, glaͤubens von Hertzen⸗ Grund. Joh. Poliander. Sir. 43, 32: 34. Lobet und preiset. 683.. Wer nur den lieben G. Ol daß ich tausend Zungen haͤtte, und ginen tausendfa⸗ chen Mund: So stimmt ich damit um die Wette vom allertiefsten Hertzens⸗Grund ein Lob⸗Vied nach dem andern an, von dem, was Gott an uns gethan. 3. O! daß doch meine Stimm erschallte bis dahin, wo die Sonne steht, o! daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht. Ach! waͤr ein je⸗ der Puls ein Danck, und jeder Odem ein Gesang. 3. Was schweigt ihr denn ihr meine Kraͤfte? Auf, auf! hraucht allen euren Fleiß, und stehet mun⸗ ter im Geschaͤste zu GOttes, mei⸗ nes HErren, Preis: Mein Leib und Seele schicke dich, und lohe Gott hertzinniglich. 4. Ihr gruͤnen Blaͤtter in den Waͤldern! bewegt und regt euch doch mit mir: Ihr schwancken Graͤsgen in den Feldern, ihr Blu⸗ nien, last doch eure Zier zu GOttes Ruhm belebet seyn, und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach! alles, alles was ein La⸗ ben und einen Othem in sich hat, soll sich mir zum Gehuͤlfen geben, denn mein Vermoͤgen ist zu matt die grossen Wunder zu erhoͤhn, die allenthalben um mich stehu. 6. Dir sey, o allerliebsterVater! unendlich Lob für Seel und Leib, Lob sey dir, mildester Berather, u alen edlen Zeit ⸗Vertreib, den u mir in der gantzen Welt zu mei⸗ nem Nutzen hast bestellt. 4 * 7. Mein Freuden in deinem 41⁶ Vom Lobe Gottes und Danckbarkeit. 7. Mein treuster JEsu! sey gepriesen, daß dein Erbarmungs⸗ volles Hertz sich mir so Hülsreich hat erwiesen, und mich durch Blut und Todes⸗Schmertz von aller Teufel Grausamkeit zu deinemEi⸗ genthum befreyt. ö 8. Auch dir sey ewig Ruhm und Ehre, o heilig werther GOttes Geist/ fuͤr deines Trostes süsse Leh⸗ re, die mich ein Kind des Lebens heist. Denn wo was Guts von mir geschicht, das wuͤrcket nur dein goͤttlichs Licht. 9. Wer überstroͤmet mich mit Segen? Bist du es nicht, oreicher Gott? Wer schuͤtzet mich auf meinen Wegen? Du, du, o star⸗ cker Zebaoth! Du traͤgst mit mei⸗ ner Suͤnden⸗Schuld unsaͤglich gnaͤdige Geduld. 10. Vor andern küß ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast: Wie viel thut sie mir doch in gute,/ und ist mir eine sanstevast: Sie macht mich from, und zeigt dabey, daß ich von deinen Liebsten 2. 12 21. Ich hab es ja mein Lebetage schon so mauch liebesmal gespuͤrt, — Haß du mich unter vieler Plage recht wunderbarlich hast gefuͤhrt: Denn in der groͤssesten Gefahr ward ich dein Trost⸗Licht stets ge⸗ wa r. 83 12.Wie sollt ich nun nicht voller em steten Lobe ehn? Wie sollt ich auch im tief⸗ sten Leiden nicht triumphirend einhergehn? Und siele auch der Himmel ein, so wil ich doch nicht traurig sens. 13. Drum reiß ich mich itzt aus der Hoͤle der schnoͤden Eitelkeiten los, und rufe mit erhoͤhter Seele: Mein GOtt, du bist sehr hoch und groß! Kraft, Ruhm, Preis, Dauck und Herrlichkeit gehoͤrt dir itzt And alleteit. 14. Ich wil von deiner Gäte singen, so lange sich die Zunge regt, ich wil dir sich wein Hert bringen, 5 lange bewegt; kraftlos seyn, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 15. Ach! nim das arme Lob auf Erden, mein GOtt in allen Gna⸗ den hin: Im Himmel soll es bes⸗ ser werden, wenn ich ein schoͤner hoͤhern Chor viel tausend Halle⸗ luja vor. Ioh. Mentzer. uns zů seinem Reich gebracht, und theur erkauft aus allen Zungen: In ihm sind wir zur Seligkeit be⸗ dacht, eh noch der Grund der gan⸗ tzen Welt gemacht. 2. Wie heilig, heilig, heilig schaaren, der uns geliebt in JEsu waren, und seinen Sohn zu eigen in unser Hertz versenckt. 3. Im Weinstock, JEsu, stehen wir gepfroyft, und gantz mit GOtt vereinet, dis ist die hoͤchste Wonn und Zier, ob schon der Unglaub solchs, verneinet, dadurch der Meer versinckt. 4. Ihr sieben Fackeln vor dem reuden Geister, erhebt mit mit uns gesamt in Ewigkeit, seins RTamens Ruhm erschalle weit und breit * Ihm/ der da lebt in Ewigkeit, sey Lob, Ehr, Preis und Danck ge⸗ sungen von seiner Braut der Chris stenheit: Ihn loben Mensch⸗ und Engel⸗Zungen: Es jauchze 161 er ich mein Hertz a wenn der Mund wird Engel bin; Da sing ich dir im Offenb. 5,9. Und sungen ein neu. 683. M. Sey hochgelobt barm. Ponre Lob, Ehr, Ruhm, Danck, Kraft und Macht sey dem er würgten Lamm gesungen: Das ist der HErr der Herren und Heer⸗ Christ, da wir noch seine Feinde uns geschenckt, sein Hertz der Lieb Geist, die LebensQuell stets trinckt, die Seel in GOttesLiebess Thron des Lamms, ihr Himmels Jauchzen GOttesSohn, der unser Koͤnig, Hirt und Meister, lobt ihn 6. Di der heil Die in f sie muͤss dir beste Eicht, vi Welt zer 7. Di ist mit E ren erba fuͤr uns, Wir jaue Preis ur o Licht, Pf. 150, 684. M Gu demGOt dem G mit sein demGO gebt unse 2.Es! in deiner preisen d die alles uer Güte gen Koͤn alles glei die Ehre Schreyet mir vom gedeyen, drum dar dancket E sarm G60 5. Der mor nicht — D⁰ιì⁰⁰rmmimm uden⸗Opfer mein Hertz Mund wird ö ich doch mit eme Lob auf allen Gna⸗ soll es best ein schoͤner ich dir im send Halle⸗ WMentzer. gen ein neu. lobt barm. ühm, Danck, ey dem er⸗ ngen: Das bracht, und n Zungen: Seligkeit be⸗ ind der gas lig, heilig nund Heer⸗ ebt in JEsu eine Feinde hu zu eigen ertz der Lieb 1 Esu, stehen t3z mit GOtt chste Wonn er Unglaub idurch der Zuell stets ttes Liebes⸗ In vor dem v Himmels rhebt mit n, der unser ter, lobt ihn igkeit, seins lle weit und gedeyen, drum danck ach! Gott, u Ewigkeit, d Danck ge⸗ ut der Chri⸗ XX Nensch⸗ und mer nicht von sejnem Volck geschie⸗ auchze ihm der gee der Himmel Him was das Wort je ausgesprochen ehr. ö 0 5. Die hoͤchstgelobte Majestaͤt der heilgen Einheit sey erhoben; Die in sich selber wohnt und steht, sie muͤssen alle Dinge loben. In dir besteht das Freuden Lebens⸗ hilst der uet on fluß, der Schoͤpfer selbst und ueiget Licht, von dessen Blick die duͤstre Welt zerbricht. 7. Des Stadt, die schoͤnste Zion ist mit Edelstein und Perlen⸗Tho⸗ ren erbaut zum Lobe IEsu Cyrist fuͤr uns, die er sich auserkohren, wir jauchzen dir mit Danck, Lob, Preis und Ruhm, o Freud, o Lust, o Licht, o Lebens⸗Blum! Ps. 150, 6. Alles was Odem hat. 684. Mel. Es ist das Zeil uns k. Seg Lob und Ehr dem hoͤchsten Gut, dem Vater aller Guͤte! dem GOtt, der allein Wunder thut, dem Gott, der mein Gemuͤthe mit seinem reichen Trost erfuͤllt, demG Ott, der allen Jantmer stilltz gebt unserm GOtt die Ehre! 2. Es dancken dir die Himmels-⸗ Heer, o Herrscher aller Thronen! und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deines Schoͤpfers Macht, die alles also wohl bedacht; gebt unserm GOtt die Ehre! 3. Was unser GOtt geschaffen hat, das wil er auch erhalten; dar⸗ uͤber wil er fruͤh und spat mit sei⸗ ner Guͤte walten. In seinem gan⸗ tzen Koͤnigreich ist alles recht und alles gleich: Gebt unserm GOtt die Ehre! 39 8 4. Ich rief den HErrn in meiner Noth, ach GOtt, vernim mein Schreyen! Da half mein Helfer mir vom Tod, und ließ mir Trost drum danck ich dir, ach dancket, dancket GOtt mit mir: Gebt un⸗ serm GOtt die Ehre. 5. Der HErr ist noch und nim⸗ Vom Lobe Sottes und Danckbarkeir. Himmels⸗ Heer, und 4¹⁷ den, er bleibet ihre Zuverficht/ jhr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutter⸗Haͤnden leitet er die Sei⸗ nen stetig hin und her: Gebt un⸗ serm GOtt die Ehre! ö 6. Wenn Trost und Huͤll ere mangeln muß, die alle Weit erzei⸗ get; So komt und hilst del Ueber⸗ die Vater⸗Augen deme zu, der son⸗ sten nirgends findet Ruh: Gebt unserm GOtt die Ehre! 7. Ich wil dich all mein Leba⸗ lang, Gott, von nun an ehren. man soll, o GOtt, dein'n Lobge⸗ sang, an allen Orten hoͤren; mein gautzes Hertz ermuntert sich, mein Geist und Leiberfreue dich: Gebt unserm GOtt die Ehre. 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm GOtt die Eh⸗ re, ihr die ihr GOttes Macht bo⸗ kennt, gebt unserm GOtt dieEhre, die falschen Goͤtzen macht zu Spott, der HErr ist GOtt, der Err ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre. 9. So kommet vor sein Anger sicht mit Jauchtzenvollem Sprin gen, bezahlt ihm die gelobte Pflicht, und last uns froͤhlich sin⸗ gen: GOtt hat es alles wohl be⸗ dacht, und alles, alles recht ge⸗ macht: Gebt unserm Gott die Ehre. Joh. Casp. Schade. Ps. 66, 16. Kommet her, hoͤret zu. Mel. Seelen Bräutigam. Valnz ich dein Knecht, ich er⸗ staune reche, wenn ich deine Wunder⸗Wege, ehrerbietig uͤber⸗ lege die du mich gefuͤhrt, seint du mich geruͤhrt. ö; 3. Deine Gnaden⸗ Hand ward mir zugewandt, da ich wenig an dich dachte, und mein Glůcke sel⸗ ber machte; da mir ohne flehn muste guts geschehn. ‚ 3. Ich vermiede dich, du ergrif⸗ sest mich: Deine Liebe war zu D und du warest mir schon d gůnstis, 418 vom Lobe GOttes und Danckbarkeit. guͤnstig, da ich doch der Welt an⸗ noch zugesellt. 4. Dů, du gingst mir nach, da mir Heil gebrach; Ich befand mich üͤberwunden, und schon an dein Joch gebunden, eh ich mich bedacht, und bereit gemacht. 3. Ist noch was bey mir, uͤber⸗ laß ichs dir: Denn es sind ja deine Gaben; wilst du sie nun wieder haben; so mag diß geschehn, was du ausersehn.* 6. Denn ich seh es wol, daß ich glauben soll; glauben, wo gleich nichts zu sehen, glauben, wenn du laͤst geschehen, daß ein harter Schlag mich betreffen mag. 7. Nur laß diß mein Flehn, nicht umsonst geschehn: Du Erloͤser de⸗ rer Deinen, Lringe mich und all die Meinen,/ eilends dahinein, daß wir deine seyn. Ps. 8, 1. 2. HErr unser Herrscher. 686. M. MErr ich habe mißgeh. Uer Herrscher, unser Koͤnig, + unser allerhoͤchstes Gut, herr⸗ lich ist dein grosser Name, weil er Wunder⸗Thaten thut: Loͤblich, nah und auch von fernen, von der Erd bis an die Sternen. 2. Wenig sind zu diesen Zeiten, welche dich von Hertzen- Grund lieben, suchen und begehren; Aus der Saͤugelingen Mund hast du dir ein Lob bereitet, welches deine Macht ausbreitet. 3. Es ist leider, zu beklagen, ja wein bricht das Hertze nicht?! Wann man siehet so viel taufend fallen an dem hellem Licht Ach! wie sicher schlaͤst der Suͤnder, ist es nicht ein grosses Wunder. 4. Unterdessen, HErr, mein Herrscher, wil ich treulich lieben dich: Denn ich weiß, du treuer Vater, daß du heimlich liebest mich: Zeuch mich kraͤftig von der Erden, daß mein Hertz mag him⸗ lisch werden. 5. Hrr, dein Nam ist hoch ge⸗ nuͤhme t/ und in aller Welt bekandt, wo die warmen Sonnen⸗Strahlen 2 Hi nur erleuchten einig Land, da ruft nes Sch Himmel, da ruft Erde; Hochge, aller M lobt Jehovah werde! ses Licht 6. HErr, mein Herrscher, o wie Strahle herrlich ist dein Name meiner mahlen, Seel! drum ich auch vor deinen Stern, Augen singende mich dir befehl, solchen. gib, daß deines Kindes Glieder 3. Od sich dir gantz ergeben wieder. lich, sing 1 Joach. Neander. Lieder, Col. 3, 17. Alles was ihr thut mit. jauchze, 687. Mel. Wer nur den lieben.—. WoO giebst du denn, o meine Seele, Gott, der dir taͤh Vi lich alles giebt? Was ist in deines Ebr. 10, Leibes Hoͤhle, das ihn vergnuͤgt 689. M. und ihm beliebt? Es muß das edul Liebst und Beste seyn, gib ihm, gib wen ihm das Hertz allein. und was 2. Du must, was GOttes ist, euch in d GOtt geben, sag, Seele, wem ge erwaͤhlte buͤhrt das Hertz? dem Teufel nicht toͤd nicht, er haßt das Leben, wo dieser noͤthen,d wohnt, ist Hoͤllen⸗Schmertz, dir, 2. Ged dir, o GOtt, dir soll allein mein ein herbe Hertz aufwaͤrts gewidmet seyn. unsers Ci 3. So nim nun hin was du ver wenig dr langest, die Erst⸗Geburt ohn alle Sinn, im List, das Hertz, damit du, Scho komt aber pfer, prangest, das dir so sauer Hertz und worden ist, dir geb ichs willig, du 3. Gedi allein hast es bezahlt, es ist ja dein, dieweil w 4. Wem sollt ich mein Hertz lie“ in lauterß ber goͤnnen als dem, der mir das vermeynt Seine giebt, dich kan ich meinn klaͤrt: Jc Hertzliebsten nennen, du hast mich die ich ho in den Tod geliebt. Mein Hertz, hoch und dein Hertz, ein Hertz allein, soll 4. Gedr dein, und keines andern seyn. seines Gei J. Leonh. Stoͤberlein. loͤst uns al Ps. 96, S. 9. Bringet her dem H.W der edle w 698. In eigener Melodey. dem Zage Worderbarer enig Herische tragen, di von uns allen, laß dir unset F. Gedi Lob gefallen, deine Vater⸗Guͤte ben, und hast du lassen triefen, ob wir schon das laͤst sie von dir weglieffen: Hilf uns noch ihr Heil u staͤrck uns doch, laß die Zunge sin her Wall, gen, laß die Stimme klingen. gen, last 2. Himm und fuͤrcht — Von der Geduld und Gelassenheit. 41¹9 n⸗Strahlen 2. Himmel! lobe praͤchtig dei⸗ and/ da rufst nes Schoͤpfers Thaten, mehr als e; Hochge. aller Menschen Staaten; Gros⸗ ses Licht der Sonnen, schiesse deine scher, o wie Strahlen, die das grosse Rund be⸗ ime meiner vor deinen dir befehl, solchen HErren. des Glieder 3. O du meine mahlen, lobet gern, Mond und Stern, seyd bereit zu ehren einen Seele, singe/ froͤ den Staub darnieder, er ist GOtt Zebaoth, er ist nur zu loben, hie und ewig drohen. 4. Halleluja bringe, wer den HErren kennet, wer den HErren IEsum liebet! Halleluja singe/ welcher Christum nennet, sich von Hertzen ihm ergiebet, o wohl dir, glaube mir, endlich wirst du dro⸗ wieder. lich, singe, singe deine Glaubens⸗ben ohne Suͤnd ihn loben. „Neander. Lieder, was den Odem holet, 4— ihr thut mit. jauchze, preise, klinge, wirf dich in Joach. Neander. den lieben.—.—— ö—— b.r diun. Von der Geduld und Gelassenheit. ist in deines n vergnuͤgt s muß das gib ihm, gib Gottes ist, ele, wem ge⸗ dem Teufel en, wo dieser hmertz, dir, allein mein met seyn. was du ver⸗ urt ohn alle it du, Schos dir so sauer hs willig, du Ebr. 10, 36. Geduld ist euch noth. 689. M. Von GSOtt wil ich nicht. Geduld ist euch von noͤthen, wenn Sorge, Gram undLeid, erwaͤhlte Zahl, soll euch kein Tod nicht toͤdten, ist euch Geduld von noͤthen, das sag ich noch einmal. 2. Geduld ist Fleisch und Blute euch in das 906 schneidt, o aus⸗ unsers Creutzes Ruthe uns nur ein Sinn, im Gluͤck ist er verwegen, komt aber Sturm und Regen, faͤllt Hertz und Muth dahin. 3. Geduld ist schwer zu leiden, es ist ja dein. dieweil wir irdisch seynd, und nur ein Hertz lier in lauter Freuden bey GOtt ʒzu seyn der mir das vermeynt, der doch sich klar er⸗ uich meinn klart: Ich strafe, die ich liebe, und du hast mich die ich hoch betruͤbe, die hait ich Mein Hertz, hoch und werth. allein, sol 4. Geduld ist GOttes Gabe, und ern seyn. seines Geistes Gut, der zeucht und Stoͤberlein. loͤst uns abe, so bald er in uns ruht, her dem H. der edle wertheGast erloͤst uns von ielodey. dem Zagen, und hilst uns treulich ig, Herrschet tragen, die grosse Buͤrd und Last. laß dir unser F. Geduld komt aus dem Glau⸗ Vater⸗Guͤte ben, und haͤngt an GOttes Wort, ob wir schon das laͤst sie ihr nieht rauben, das ist hilf uns noch/ ihr Heil und Hort das ist ihr ho⸗ die Zunge sin her Wall, da haͤlt sie sich verbor⸗ klingen. gen, laͤst GOtt den Vater sorgen, 2. Him; und fuͤrchtet keinen Fall. und was euch mehr wil toͤbten 3 ein herbes bittres Kraut: Wenn se wenig draut, erschrickt der zarte ssch 6. Geduld setzt ihr Vertrauen auf Christi Tod und Schmertz, macht Satan ihr ein Grauen, 10 faßt sie ihr ein Hertz, und spricht: Zurn immer hin, du wirst mich doch nicht fressen, ich bin zu hoch gesefsen, weil ich ein Christe bin. 2. Geduld ist wol zufrieden mit Gottes weisem Rath, last sich nicht leicht ermüden durch auf⸗ chub seiner Gnad, haͤlt frisch und froͤhlich aus, laͤst sich getrost he⸗ weren, und denckt, wer wils ihm wehren, ist er doch HErr im Haus. 8. Geduld kan lange warten, vertreibt die lange Weil in GOte tes schoͤnen Garten, durchsucht zu ibrem Heil das Paradies der Schrift, und Rem sich frůüh und spaͤte mit eifrigem Gebete fuͤss Sa. tans List und Gistt. 7 Geduld thut GOttes Willen, erfuͤllet sein Gebot, und welß sich wol zu stillen, in aller Feinde Spott, es lache, wems beliebt, wird sie doch nicht zu Schanden, es ist bey ihr vorhanden ein Hertz, das nichts drauf giebt. 8 10. Geduld dient GOtt zu Eh⸗ ten, und laͤst sich nimmermehr von seiner Liebe kehren, und schluͤg er noch so sehr, so st sie doch bedacht, sein heilge Hand zu loben, spricht: Der im Himmel droben, hat alles wohl gemacht. Dd a II. Go⸗ —.. e. 4³⁰ Von der Geduld und Selassenheit. 11. Geduld erhaͤlt das Leben, vermehrt der Jahre Zahl, ver⸗ treibt und daͤmpst darneben Noth, Angst und Hertzens⸗Quaal, ist wie ein schoͤnes Licht, davon, wer an ihr hanget, mit GOttes Huͤlf er⸗ hanget ein froͤhlichs Angesicht. 12. Geduld macht grosse Freu⸗ de, bringt aus dem Himmelsthron ein schoͤnes Halsgeschmeide, dem Hanpt ein edle Kron und koͤnigli⸗ chen Hut, stillt die betrübten Thraͤ⸗ nen, und fullt das heisse Sehnen mit rechtem guten Gut. 13. Geduld ist mein Verlangen, und meines Hertzens Lust, nach der ich oft gegangen: Das ist dir wol bewust, HErr, voller Gnad und Huld, ach gib mir und gewaͤhre mein Bitten, ich begehre nichts anders, als Geduld. 14. Geduld ist meine Bitte, die ich sehr oft iiud viel aus dieser Lei⸗ bes⸗Huͤtte zu dir, HErr, schicken wil. Komt denn der letzte Zug, so gib durch deine Haͤnde auch ein geduldigs Ende, so hab ich schon geuug. daul Gerhard. Ps. 37, v. Sey stilie dem HErrn. 690. In eigener Melodey. Gid dich zufrieden, und sey stille in dem GOtte deines Lebens, in ihm ruht aller Freuden⸗Fuͤlle, vhn ihn muͤhst du dich vergebens; Er ist dein Quell und deine Son⸗ ne, scheint taͤglich hell zu deiner Wonne. Gib dich zu frieden. 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefaͤrbten treuen Her⸗ tzens: Wo er steht, thut dir keinen Schaden auch die Pein des groͤsten Schmertzens, Creutz, Angst und Noth, kan er bald wenden: Ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zu frieden. 3. Wie dirs und andern oft er⸗ gehe, ist ym wahrlich nicht verbor⸗ gen: Er sieht und kennet aus der Hoͤhe der hetruͤbten Hertzen Sor— 272 Er zaͤhlt den Lauf der hrissen shraͤnen, und faßt in Hauf all un⸗ die Rot syr S Hib die di 1 ser Sehnen. Gib dich zu frieden. dichten, 4. Wenn gar kein einger mehr auf Erden, dessen Treue du darsst trauen, alsdenn wil er dein Treu⸗ ster werden, und zu deinem Besten Rmlich Er weiß dein Leid und deimlichs Graͤmen auch weiß er Zeit dirs zu benehmen. Gib dich zu frieden. 5. Er hoͤrt die Seuszer deiner Seelen, und des Hertzens stiklet Klagen: Und was du keinem darsst erzaͤhlen, magst du SOtt gar kühm lich jagen; Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hoͤrt bald und gern der Armen Bitten. Gib dich in frieden. 6. Laß dich dein Elend nicht be. zwingen, halt an GOtt, so wirst du siegen; ob alle Fluthen einher⸗ gingen, dennoch must du oben lien gen. Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat GOtt, dein Fuͤrst, dich schon erhoͤret. Gib dich u frieden. klar und fehlen si dar koͤnt aus von zu friede 12. E· ders wer sen leider der Erde vermeide handen, ö Rnde au ün dai loͤsen, er 7. Was sorgst du für dein armez Banden Boͤsen. Leben, wie dus halten wollst uud naͤhren? Der dir das Leben hal herspring uns samt zu 400 4. Er in tune 8. Sprich nicht: Ich sehe keine kurnen Mittel, wo ich such, i nichts zum ahren, si De ů Eh freuen. besten. Denn das ist GOttes cht kau Mund fell dich zu fris Es. 30, 15 Gib 651. Mei Lwird mit w. to suͤsserdan mit, Gib dich zu frieden. daß 5 un 10. Nim nicht zu Hertzen, 10 3. Du U ost el, — ch zu frieden. einger mehr eue du darfst er dein Treu⸗ inem Besten ꝛin Leid und zuch weiß er n. Gib dich euszer deiner rtzens stikes keinem darsst Ott gar kuͤhç cht sern, steht hald und gern Gib dich zu lend nicht be⸗ Ott, so wirst uthen einher⸗ st du oben lie wirst zu hoch u, dein Fuͤrst, Gib dich zu ür dein armes en wollst und das Leben has Unterhalt be— Hand voll al⸗ nd Land sich Gib dich in Ich sehe keint Kreuen, die hie mit Frieden abge— ist nichts zum freuen. kan brechen, den ewgen henn die Not nich und d ren, da schick fuhren. man gewisse ist desto xih Gih 691. Mei. Liebster Jesu du. 7 2 die Huͤlf in et 6 dennoch end Gaube umen nur bey JEsu bist. Was laugdenket, JEsus liege in demSchlaf, su erdaß der Unglaub leide Straf. Hertzen, 191 3. Du Veraͤchter! GOtt, dein ů Von der Geduld und Gelassenheit. 421. die Rotten deiner Feinde von dir dichten, laß sie nur immer weidlich spotten, GOtt wirds hoͤren und recht richten. Ist GOTT dein Frennd und deiner Sachen? Was kan der Feind, der Mensch groß machen? Gib dich zu frieden. Ii. Hat er doch selbst auch wol das Seine, wann ers sehen koͤnt und wollte. Wo ist ein Gluͤck so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das koͤnte sagen; Ich weiß durch⸗ aus von keinen Plagen? Gib dich zu frieden. 12. Es kan und mag nicht an⸗ ders werden, alle Menschen niuͤs⸗ sen leiden, was webt und lebet auf der Erden, kan das Unglück nicht vermeiden. Des Creutzes Stab schlaͤgt unsre Kenden bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich in frieden. 13. Es ist ein Ruhe⸗Tag fuͤr⸗ handen, da uus unser GOtt wird loͤsen, er wird uns reissen aus den Banden dieses Leibs, und allem Boͤsen. Es wird einmal der Tod herspringen, und aus der Quaal uns saͤmtlich bringen. Gib dich i frieden. I4. Er wird uns bringen zu den Schaaren der Erwaͤhlten und Ge⸗ fahren, sich auch nun im Friede Da sie den Grund, der Mund felbst hoͤren sprechen: Gib dich zu frieden. Paul Serhard. Es. 30, 15. Wenn ihr still bliebet. Ott wils machen, daß die Sa⸗ chen gehen wie es heilsam ist. Laß die Welln sich verstellen, wenn 2 „Wer sich kraͤncket, weil er Iwird mit Klagen nur sich vlagen, — ö Waͤchter, schlaͤfet ja noch schlum⸗ mert nicht. Zu den Hoͤhen außtu⸗ sehen, waͤre deines Glaubens— Pflicht. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vater⸗Hertz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmertz ist ihm auch ein Schmertz. ö Glaub nur veste, daß das Be⸗ ste uͤber dich beschlossen sey. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frey. 6. Laß dir susse seyn die Kuͤsse, die dir JEsus Ruthe giebt. Der sie fuͤhret und regierer, hat nie oh⸗ ne Frucht betruͤbt. 7. Wilt du wancken in Gedan⸗ cken, fall in die Gelassenheit. Leß den sorgen, der auch morgen HErr ist uͤber Leid und Freud. 8. GOttes Haͤnde, sind ohn En⸗ de, sein Vermoͤgen hat kein Ziel. Isto beschwerlich, scheints gefuͤhr⸗ lich! Deinem GOD ists nicht zu viel. 9. Seine Wunder sind der Zun⸗ der, da der Glaube Funcken faͤngt. Alle Thaten sind gerathen jedes⸗ mal, wie ers verhaͤngt. 10. Wann die Stunden sich ge⸗ sunden, bricht die Huͤlf mit Macht herein, und dein Gramen zu be⸗ schum n/ wird es unversehens seyn. 1. Eignen Willen zu erfuͤllen, leidet sichs noch ziemlich wohl: da ist Plage, Noth und Klage, wo man leiden muß und soll. 13. Drum wohl denen, die sich sehnen nach der stillen Willens⸗ Ruh! auf das Wollen faͤllt dem Sollen die Vollbringungs⸗Kraft bald zu. 13. Mehr zu preisen sind die Weisen, die schon in der Uebung stehn: Die das Leiden und die Freuden nur mit Hiobs Aua ansehn. 14. Nun so trage deine Blage fein getrost und mit Geduld: Wer O d 3 das 422 Von der Seduld und Gelassenheit. das Leiden wil vermeiden, haͤuffet seine Suͤnden⸗Schuld. 15. Die da weichen, und das Zeichen ihres Braͤutigams ver⸗ schmaͤhn, muͤssen laufen zu dem Haufen, die zur linken Seitenstehn: 16. Aber denen, die mit Thraͤ⸗ nen kuͤssen ihres JEsu Joch, wird die Krone auͤf dem Throne ihres Heilands werden noch. 7. Amen, Amen! in dem Na⸗ men meines JEsu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wenn, und was er wil. J. D. Serrnschmidt. Ps. 119, 52. HErr/ wenn ich ged.ft 692. Mel. Es ist das Heil uns. Golt herrschet und haͤlt bey uns haus, was sagst du Mensch darwider? Was schlaͤgst du seinen Willen aus? Leg in den Staub dich nieder, schweig still, laß ihn nur Meister seyn, er ist das Haupt, wir insgemein desselben schwache Glieder.—— 2. Belegt er dich mit Creutz und oth, und greist dir nach dem Hertzen, er schickt das Leben und den Tod, laß dir es etwas schmer⸗ tzen; doch huͤte dich fuͤr Ungeduld, du moͤchtest sonst, durch grosse Schuld, dein bestes Heil verscher⸗ en. 3. Er bleibt schon so von Alters her, jetzt haͤlt er sich verborgen, als wiß er nichts um dein Beschwer, laͤst immerhin dich sorgen, hat ge⸗ gen dich sich hart gemacht, das waͤhrt vom Abend in die Nacht, und wieder an den Morgen. 4. Itzt ist er wieder gnaͤdig dir, iebt Endschaft deinem Leiden, er eget deinen Sack von dir, und guͤr⸗ tet dich mit Freuden, er zuͤchtigt als ein Vater dich, jedoch muß sei⸗ ne Gnade sich darum nicht von dir scheiden. 5. Wie wohl ist doch der Mensch daran, der sich in GOttes Wege, in tiefster Deiauth finden kan, ihm aushaͤlt alle Schlaͤgs: Dis nimt der hoͤchsten Kunst den Preis. HErr! gib uns, daß sich aller Fleis auf diß zu lernen lege. Es. 7, 4. Huͤte dich und sey stille. 693. Mel. Wer nur den lieben. Ich bin vergnuͤgt und halte stil le, wenn mich gleich manche Truͤbsal druͤckt, und dencke, daß es Gottes Wille, der mir das Creu⸗ tze zugeschickt, und hat er mir es zu⸗ gefuͤgt, so traͤgt ers mit, ich bin vergnuͤgt. 3** 2. Ich bin vergnuͤgt in allem Leiden, dieweil es doch nicht ewig waͤhrt, es soll mich nichts von IE⸗ u scheiden, weil Leid in Freude wird verzehrt, mein Heiland hat die Angst besiegt der gantzen Welt, ich bin vergnuͤngnnt. 3. Ich bin vergnuͤgt in meinem Hoffen: Denn hilft GOtt gleich nicht, wie ich wil, so hat er schon den Schluß getroffen, er weiß die besteZeit und Ziel/ ich harr auf ihn, denn so betruͤgt die Hofnung nicht, ich bin vergnuͤgt. 4. Ich bin vergnuͤgt in meinem Leben, hab ich nicht viel und man cherley, so glaub ich, daß mir alles geben kan, der mein GOtt und Vater sey, obgleich der Arme un⸗ terliegt, so heist es doch: Ich bin vergnuͤgt.— 5. Ich bin vergnuͤgt, wenn mei ner spotten der Satan und die fal⸗ sche Welt, was schaden mir die ar⸗ gen Rotten, ein frommer Christ behaͤlt das Feld, wenn er sich nur geduldig schmiegt und Demuth ign bin vergnuͤgt. 6. Ich bin vergnuͤgt auch in dem Sterben, wenn nun der Geist vom Coͤrper eilt, ich weiß daß wir die Kron ererben, die uns vor laͤngsten zugetheilt, weil Gott in seinem noch⸗ Ichbinrer nüct. sag ich noch: Ich bin vergnuͤgt. 7. Ich bin vergnügt in Esu Armen, und sauge seine Liebes⸗ Brust/ da kan mein kaltes. Hertz en warmen, warmen Lust, ich siegt, ur vergnuͤg gnung, len? E Truncki Wann e liebt, so er kan al 3. Ja gnung, hab ich! seine Ht reich, un waͤr auf alles wer 4. Ich gnung, kraͤncken Wermut schencken dieses Jo cket, diee 5. Ich gnung, a sterbe; n rung zur Denn Ge Welt/ w ewig gnu Luc. 1, 31 695. M Ich ha Sinn geben: 2 Gewinn, Leben; den Thre gen. O den Preis. ch aller Fleiß nd sey stille. den lieben. nd halte stil eich manche eneke, daß es ir das Creu⸗ er mir es zu. nit, ich bin gt in allem Anicht ewig hts von IE⸗ d in Freude Heiland hat antzen Welt, t in meinem GOtt gleich hat er schon er weiß die arr auf ihn, fnung nicht, t in meinem el und man⸗ aß mir alles GOtt und r Arme un⸗ ch: Ich bin t/ wenn mei und die fal⸗ n mir die ar⸗ imer Christ mer sich nur nd Demuth . auch in dem r Geist vom daß wir die vor laͤngsten t in seinem um sag ich gt. gt in IEsu eine Liebes ltes Hertz en warmen, vergnuͤgt. Von der Seduld — und Gelassenheit. 4²3 warmen, ich achte keine Menschen⸗ Lust, ich habe nun die Welt be⸗ siegt, und bin vollkommen hoch Clem. Thieme. Ps. 146, 5. Wohl dem, des Huͤlfe. der GOtt Jacob ist, des Hofn. 694. Mel. Was GOtt thut, das. Ech habeZ Ott, und habe gnung! was sollt ich bessers haben? Er giebt allein Befriedigung, und kan das Hertze laben. Wer ihn nur hat, hat Rath und That, und wer ihn haͤlt auf Erden, kan nicht gestuͤrtzet werden. 407 2. Ich habe GOtt, und habe gnung, was solit ich mehr begeh⸗ ten? Er kan ja einen Wasser⸗ Teunck in suͤssen Wein verkehren. Wann er nur giebt, was ihm be⸗ liebt, so muß mirs auch gedeyen, er kan allein erfreuen. ů 3. Ich habe GOtt, und habe gnung, wil andern alles lassen; hab ich nur die Versicherung auf seine Huld zu fassen, so bin ich reich, und ob ich gleich der Aermste waͤr auf Erden, GOtt muß mir alles werden. 4. Ich habe GO TL, und habe gnung, was sollt ich mich denn kraͤncken? Wollt er mir gleich den Wermuth⸗Truack in seiner Liebe schencken; so weiß ich doch, daß dieses Joch nur seine Juͤnger druͤ⸗ cket, die er auch wohl erquicket. 5. Ich habe GOtt, und habe gnung, auch wenn ich gleich jetzt sterbe; mein Tod ist die Befoͤrde⸗ rung zum himmelischen Erbe. Denn Gut und Geld bleibt in der Welt, wer selig ist gestorben, hat ewig gnung erworben. Lue. 1, 38. Siehe, ich bin des H. 7. Mel. Was mein SOtt wil. Ich hab in GOttes Hertz und Sinn mein Hertz und Sinn er⸗ geben: Was hoͤse scheint ist mir Gewinn, der Tod selbst ist mein Leben; Ich bin ein Sohn des, der den Thron des Himmels aufgezo⸗ gen. Ob er gleich schlaͤgt, und Ffall Creutz auflegt, bleibt doch sein Hertz gewogen. 2. Das kan mir fehlen nimmer⸗ mehr, mein Vater muß mich lie⸗ ben; Wann er auch gleich mich wirft ins Meer, so wil er mich nur uͤben, und mein Gemuͤth in seiner Gut gewoͤhnen vest zu stehen; Halt ich dann Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhoͤhen. 3. Ich bin ja von mir selber nicht entsyrungen noch sormiret; mein Gott ists, der mich zugericht, an Leib und Seel gezieret; der See⸗ len Sitz mit Sinn und Witz, den Leib mit Fleisch und Beinen. Wer so viel thuͤt, des Hertz und Muth kans nimmer boͤse meynen. 4. Woher wolit ich mein'n Auf⸗ feuthalt auf dieser Erd erlangen? Ich waͤre laͤngsten todt und kalt, wo mich nicht GOtt umfangen mit seinem Arm, der alles warm, gesund und froͤhlich machet. Was er nicht haͤlt das bricht und faͤllt, was er erfreut das lachet. 5. Zu dem ist Weisheit und Ver⸗ stand bey iym ohn alle Massen, Zeit, Ort und Stund ist ihm be⸗ kandt, zu thun und auch zu lassen, er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid, uns seinen Kindern, diene und was er thut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 6. Du denckest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sey mit einer grossen Last dein Gluͤck und Heil beschwe⸗ ret, hast spaͤt und fruͤh viel Sorg und Muͤh an deinen Wunsch zu kommen, und denckest nicht, daß was geschicht, geschicht zu deinem Frommen. 7. Fuͤrwahr der dich geschaffen hat, und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon langst in seinem Rath er⸗ sehen und beschauet, aus wahrer Treu, was dienlich sey dir, und den Deinen allen, laß ihm doch zu, daß er nur thu nach seinem Wohlge⸗ allen. 8. Wanns D 124 Von der Geduld und Gelassenheit. 3. Wanns ihm gesaͤllt, so kan es leyn, er wird dich letzt erfreuen, was du itzt nennest Creutz und Pein, wird dir zum Heil gedeyen. Wart in Gebuld, die Gnad und Huld wird sich doch endlich fin⸗ den, all Angst und Qugal wird auf einmal gleichwie ein Dampf ver⸗ schwinden. 9. Das FJeld kan ohne Ungestuům gar keine Fruͤchte tragen, so faͤllt auch Menschen Wohlfahrt uͤm bey lauter guten Tagen: Die Aloe bringt bittres Weh, macht gleich⸗ wol rothe Wangen; So muß ern Hertz, durch Angst und Schmertz zu seinem Heil gelangen. 10. Ey nun niein GOtt, so fall ich dir getrost in deine Haͤnde nim mich, und mach es du mit mir, bis an mein letztes Ende, wie du wol weist, das meinem Geist dadurch sein Nutz entstehe, und deine Ehr, je—½ und mehr, sich in ihr selbst erhoͤhe. 11. Wilst du mir geben Sonnen⸗ den; nehm iehs an mit Freu⸗ en; gluͤck seyn, wil ichs geduldig leiden, foll mir allhier des Lebeus⸗Thuͤr noch ferner offen stehen, wie du mich fuͤhrst und fuͤhren wirst, so wil ich gern mitgehen. 12. Soll ich denn auch des To⸗ des Weg und finstre Strasse rei⸗ sen? Wolan so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen: Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig moͤge ehren. Paul Gerhard. Roͤm. 15, 4. Was aber zuvor ges. 696. M. Von Gort wil ich nicht Men Hertze sey zufrieden, stell doch dein Trauren ein! du must nicht stracks ermuͤden noch so verzaget seyn, wenn dich ein Un⸗ gluͤck druͤckt; Laß dir es doch in allen mit Freuden wohlgefallen, wie GOtt es mit dir schickt. Solls aber Ereutz und Un⸗ Plagen dein Bestes alleteit; du weist, bey guten Tagen lebst du in Sicherheit; Bist voller Suͤnden⸗ die dich also verleiten, daß du zur Hoͤllen must. Creutz beschweret dich, pflegst du zu GOtt zu eilen, dein Geist er muntert sich, dein Beten hat mehr Kraft, du lernest auf GOtt bauen, ihm in Geduld vertrauen, bis ei dir Huͤlfe schaft. ö 4. Drum sey doch gutes Mu⸗ thes, mein Hertz in deiner Noth, der fromme GOtt: Klag ihm nur deine Pein: Für Ungeduld dich huͤte und hoff auf seine Guͤte, so wirst du selig seyn. ö 5. Laß- deinen GOtt frey ma⸗ chen, und meistre ihn ja nicht: Be⸗ fiehl ihm deine Sachen! er weiß was dir gebricht; und wird nach seiner Treu, durch seine Hand und Thaten dir wissen wohl zu rathen, und Hülfreich stehen bey. ö 6. Da GOtt was lang ausblie⸗ be, must du erwarten sein: Du weist, wie er aus Liebe auch oͤfters wartet dein: Je laͤnger waͤhrt das Leid, je besser es sich endet, und wenn GOtt Huͤlfe sendet, je mehr fie dich erfreut. 7. Darum sollt 1 sorgen in langer Ereutzes⸗Pein: Viel⸗ leicht kan dir schon morgen nach Wunsch geholfen seyn. Gott ist niemals so nah, als wenn die Noth sich mehret; wenn Menschen⸗ Rath aufhoͤret, ist seine Huͤlfe da. 8. Wer GOtt in allen Dingen, getrost vertrauen kan, dem wird es nie mißlingen, GOtt nimt sich sei/ muͤste sein Wort truͤgen; drüm weil GOtt nicht kan luͤgen, hilft er ihm gar gewiß. 9. Es ist niemals geschehen, daß 4. GOtt sucht durch Creutz und ein geplagter Christ, wenn er 90 Gon Lust; haͤngst an den Eitelkeiten, 3. Wenn aber je zuweilen ein weil dadurch so viel Gutes dir thut ner an: Denn wo er ihn verließ, so Gott ge den ist! nicht un er nicht sen in de 10. YN len nim Hat dick um nich kan und Plagen, gen, unt 11.2 faͤllet, s werd ine der Hof driner verleihe en durch 13. 2 cken in! mag Ch tzes Ni ben Peit bet,dem nuͤtz und 13. V sen fuͤr aber zue schwach im Hem all meir sage nae Ps. 116 697. MN. Mer steht, n mit den an, wie geschied geschie 2. M und ver seyn alle keinen le der We wornack sie gar n 3. Ne sie, und von der Geduld und Gelassenheit. 4²25 allezeit; du n lebst du in er Sünden⸗ Eitelkeiten, daß du zur uweilen ein „pflegst du in Geist er⸗ en hat meht ́Ott bauen, auen, bis er gutes Mu⸗ einer Noth, ntes dir thut lag ihm nur geduld dich ne Guͤte, so tt frey ma⸗ a nicht: Be⸗ en! er weiß id wird nach se Hand und Hzu rathen, bey. ang ausblie⸗ u sein: Du auch oͤfters er waͤhrt das endet, und det, je mehr nicht sorgen Pein: Viel norgen 1 n. Gott ist enn die Noth Menschen⸗ ne Huͤlfe da. llen Dingen, dem wird es nimt sich sei⸗ hu verließ, so uͤgen; druͤm luͤgen, hilft schehen, daß wenn er auf Gont Gott geseden, zu Schanden wor⸗ den ist: Gewiß ists, daß sich GOtt nicht unsern Vater nennte, wenn er nicht wollt noch koͤnte uns hel⸗ fen in der Noth. 10. Mein Hertz, von diesem al⸗ len nim Trost in deiner Noth: Hat dich Creutz uͤberfallen, o dar⸗ um nicht stracks todt! dein Vater kan und wil Rath schaffen allen Plagen, wilt du es nicht drauf wa⸗ gen, und ihme halten still. 11. Nun, HErr! was dir ge⸗ saͤllet, so mir begegnen soll, das werd ins Werck gestellet: Ich bin der Hofnung voll, du wirst nach driner Gnad, Geduld und Trost verleihen, zuletzt mich auch erfreu⸗ en durch Huͤlfe mit der That. 12. Du wollest mich nur staͤr⸗ cken in meiner Bloͤdigkeit, daß ich mag Christlich mercken des Creu⸗ tzes Nutzbarkeit, und daß dessel⸗ ben Pein, wie sehr sie auch betrůͤ⸗ bet, demselben, der dich liebet, muß nuͤtz und heilsam seyn. 13. Weil ich dich auch soll yrei, sen fur Creutz und Ungemach; diß aber zu erweisen allhier bin viel zu schwach: So hilf doch, daß ich dir im Himmel einst mitFreuden, fuͤr all mein Creutz und Leiden, danck⸗ sage nach Gehuͤhr. Ps. 116, 7. Sey nun wivrder zufr. 697. Niel. JEfu meine Freude. 9 veine Seel ist stille zu GOtt, dessen Wille mir zu helfen steht, mein Hertz ist vergnuͤget, mit dem, wies GoOtt fuͤget, ninit an, wie es geht, geht es nur zum Himmel zu, und bleibt JEsus un⸗ geschieden, so bin ich zufrieden. 2. Meine Seele 19 Her an dir, und verlanget, GOtt, bey dir zu seyn aller Ort und Zeiten, und mag keinen leiden, der ihr redet ein, von der Welt, Ehr, Lust und Geld, wornach so viel sind beflüssen mag sie gar nichts wissen. 3. Nein,ach nein, nur einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir demect IEsus der Getreue, in em ich mich freue, sich mir gantz ergiebt; er allein, er soll es seyn, dem ich wieder mich ergebe, und ihm eintzig lebe. 4. GSttes Guͤt orwege, und dich glaͤubig lege sauft in seinen Schooß, lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleust im stillen Geist, wer sich weiß in GOtt zu schicken, den kan er erquicken. 5. Meine Seele harret, und sich gantz verscharret, tief in JESu Brust, sie mird starck durch Hoffen, was sie je betroffen traͤget sie mit Lust: Fasset sich gantz maͤnniglich durch Geduld und Glauben veste, am End komt das Beste. 6. Amen es geschiehet, wer zu IJIESu fliehet, wird es recht er⸗ ahrn, wie GOtt seinen Kindern pflegt das Creutz zu mindern und das Gluͤck zu spahrn, bis zu End, alodenn sich wend das zuerst ge⸗ koste Leiden und gehn an die Freuden. M. C. Scriver. Matth. 6, 10. Dein Wille geschehe. 698. Mel. Was Gott thut das. reicher GOtt von Guͤtigkeit, von Gnade und Erbarmen, sehr groß ist deine Guͤtigkeit bey al⸗ len Geistlich Armen. Mein I. ist still, und spricht dein Will, Vater in der Hoͤhe; dein Will al⸗ lein geschehe. 2. Laß leuchten nur dein Ange⸗ sicht, in meinem duncklen Hertzen, da deines theuren Wortes Licht zerstreuet alle Schmertzen, und oͤfuet mir die schoͤne Thuͤr der Gnaden und der Wahrheit, in lauter froher Klarheit. 3. Ach selig und gar heilig ist, wer hierzu kan gelangen, daß du, o Mititler, JEsn Christ, den Wil⸗ len nimst gesangen, und bringst den Sinn zum Vater hin, versoͤhnt mit deinem Blute, da schmeckt man alles Gute. Dd5 4. Denn 4²6 Von der Geduld und Gelassenheit. . Denn Gott ist nicht ein Menschen⸗Kind, was Boͤses zu er⸗ zaͤhlen; Der beste Mensch ist oft⸗ mals blind, und kan gar leichtlich fehlen. Wer aber sich gantz ledig⸗ lich vergnuͤgt in GOttes Wegen, der findet lauter Segen. 5. Drum schaff in mir, o Heil— ger Geist, den wahren Sinn des Sohnes, und gib mir, der du Troͤ⸗ ster heist, die Einfalt deines Thro⸗ nes: Daß ich ja frey vom Wollen sey, und mich dir uͤbergebe, daß dein Will in mir lebe. 6. Zerbrich, o GOtt, des Teu⸗ fels List, der immer wil verhin⸗ dern, daß nicht, was auch dein Rathschluß ist, erscheine deinen Kindern. Stoß ab den Feind, ders boͤse meynt, laß an das Licht st nie kommen, was er zusuͤgt den Frommen.. . Wenn aber deines Friedens⸗ Schein nur zeiget deinen Willen, so wollest du ohn alle Pein auch al⸗ len Zweisel stillen. Versiegle du in tiefster Ruh all Innigkeit der Seelen. Dein Wille sey mein Waͤylen. ö. Ps. 4, 4. Erkennet doch, daß der. 699. Mel. Zerfließ mein Geist. So führst du doch recht selig/ HErr, die Deinen, ja selig, und doch meistens wunderlich; Wie koͤntest du es boͤse mit uns meynen, da deine Treu nicht kan verleugnen sich? Die Wege sind oft krum und doch gerad, darauf du laͤst die Kinder zu dir gehn, da pflegt es wunderseltsam auszu⸗ sehn: Doch triumphiert zuletzt dein hoher Rath. 3. Dein Geist haͤngt nie an menschlichen Gesetzen, so die Ver⸗ nunft und gute Meynung stellt. Den Zweifels⸗Knoten kan dein Schwerdt verletzen, und loͤsen auf, nachdem es dir gefallt. Du reis⸗ sest wol die staͤrcksten Band ent⸗ zwey; was sich entgegen setzt muß sincken hin: Ein Wort bricht oft mag dir nichts taugen, du giebst den allerhaͤrtsten Sinn, dann geht dein Fuß auch durch Umwege skey. 3. Was unser Klugheit wil zu⸗ sammen fuͤgen, theilt dein Ver⸗ stand inOst und Westen aus: Was mancher unter Joch und Last wil biegen, setzt deine Hand frey an der Sternen Haus. Die Welt zerreist, und du verknuͤpfst in Kraft; Sie bricht, du baust: Sie baut du reissest ein. Ihr Glantz muß dir ein dunckler Schatten seyn. Dein Geist bey Todten Kraft und Leben schaft. 4. Wil die Vernunft was from und selig preisen, so hast dus schon aus deinem Buch gethan. Wem aber Niemand wil dis Zeugniß weisen, den fuͤhrst du in der Still elbst Himmel⸗an. Den Tisch der Pharisaͤer laͤst du stehn, und speisest mit den Suͤndern, sprichst sie frey. Wer weiß, was oͤfters deine Absicht sey? Wer kan der tiessten Weisheit Abgrund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen: Was nichts ist, hast du, grosser HErr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm die Kraft und Nachdruck durch den Trieb. Die besten Wercke brangen dir kein Lob, sie sind ver⸗ steckt, der Blinde geht vorbey. Wer Augen hat, sieht sie doch nicht so frey. Die Sachen sind zu klar, der Sinn zu grob. ö 6. O Herrscher! sey von uns gebenedeyet, der du uns toͤdtest und lebendig machst. Wenns uns dein Geist, der Weisheit Schatz, verleihet, so sehn wir erst, wie wohl du fuͤr uns wachst. Die Weisheit spielt bey uns, wir spie⸗ len mit: Bey und zu wohnen ist dir lauter Lust, die reget sich in dei⸗ ner Vater⸗Brust, und gaͤngelt uns ö mit zartem Kinder⸗Schritt. 7. Bald scheinst du uns was har⸗ te anzugreiffen, bald ln mi ———— mit un schichts juschwei wieder wir den du kuͤsse zu, drar Hertzen Zaum d 198.4 . Di schwach und der kan une sen, wie bewand und haͤl Vater⸗ Treu/ n was der dein Se 9. Al nen Wé oͤffentli was sick in Dun Das V gen dar nem Se noch der Klu dadure entsche deiner. 11. widerß Kopf; du die daß ih leg. mir an Thorh wol ge Eι⁷⁷⁰ά⁰9Hέι⁷ dann geht nwege srey. heit wil zu⸗ dein Ver⸗ aus: Was nd Last wil nd frey an Die Welt fst in Kraft; Sie baut lantz muß tten seyn. Kraft und was from st dus schon m. Wem is Zeugniß n der Still Den Tisch stehn, und rn, sprichst was oͤfters er kan der rund sehn? t uichts in nichts ist, recht lieb. ind Ruhm „du giebst ruck durch en Wercke ie sind ver⸗ ht vorbey. t sie doch 9.— sind b. o von uns ius toͤdtest Wenns Weisheit hn wir erst, ichst. Die / wir spie⸗ wohnen ist t sich in dei⸗ aͤngelt uns ö chritt. ö no was har⸗ faͤhrest du mit Von der Seduld und Gelassenheit. 427 mit uns gantz saͤuberlich: Ge⸗ zuschweiffen, so weist dieZucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit bloͤden Augen hin, du kuͤssest uns, wir sagen Beßrung zu, drauf schenckt dein Geist dem Hertzen wieder Ruh, und haͤlt im Zaum den ausgeschweiften Sinn. 8. Du kennest, Vater wohl das schwache Wesen, die Ohnmacht und der Sinnen Unverstand. Man kan uns fast an unsrer Stirn able⸗ sen, wie es um schwache Kinder sey bewandt. Drum greifst du zu und haͤltst und traͤgest sie, brauch Vater⸗Recht, und zeigest Mutter⸗ Treu, wo niemand meynt, daß et⸗ was deine sey, da hegst du selbst dein Schaͤfgen je und se. ö 9. Also gehst du nicht die gemei⸗ nen Wege, dein Fuß wird selten oͤffentlich gesehn, damit du sehst, was sich im Hertzen rege, wenn du in Dunckelheit mit uns wilt gehn. Das Widerspiel legst du vor Au⸗ gen dar, von dem, was du in dei⸗ nem Sinne hast. Wer meynt, er wird am End ein anders oft ge⸗ wahr. 10. O Auge, das nicht Trug noch Heucheln leidet! Gib mir der Klugheit scharfen Unterscheid, dadurch Natur von Gnade wird entscheidet, das eigne Licht von deiner Heiterkeit. Laß doch, mein Hertz, dich niemals meistern nicht: Brich gantz entzwey den Willen, der sich liebt, erweck die Lust, die sich uur dir ergiebt, und tadelt nie dein himlisches Gericht. ö II. Wil etwa die Vernunst dir widersprechen, und schuͤttelt ihren Kopf iu deinem Weg? So wollst du die Bevestung niederbrechen, daß ihre Hoͤh sich nur bey Zeiten leg. Kein fremdes Feuer sich in mir anzuͤnd, das ich vor dich in Thorheit bringen moͤcht, und dir wol gar so zu gefallen daͤcht. Ach 12. So zieh mich daun hinein in deinen Willen, und trag und heg, und fuͤhr dein armes Kind. Dein innres Zeugniß soll den Zweisel stillen, dein Geist die Furcht und Luͤste uͤberwindt. Du bist mein Alles, denn dein Sohn ist mein, dein Geist regt sich gantz kraͤstig⸗ lich in mir, ich brenne nun nach dir in Liebs⸗Begier. Wie oft er⸗ guickt mich deiner Klarheit Schein. 2—2 I3. Drum muß die Creatur mir immer dienen, kein Eugel schaͤmt nun der Gemeinschaft sich, die Geister die von dir vollendet gruͤ⸗ neu, sind meine Bruͤder, und er⸗ warten mich. Wie ost erquicket meinen Geist ein Hertz, das mich und dich, und alle Christen liebt. Ists moͤglich! daß mich etwas noch betrübt? Kom Freuden⸗ Quell! weich ewig aller Schmertz. Mos. 32, 4. Er ist ein Fels, seine. 700. Mel. O reicher GOtt von. gethan, es bleibt gerecht sein Wille, wie er faͤngt meine Sachen an, wil ich ihm halten stille, er ist mein Ott, der in der Noth mich wo weiß zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was GOtt thut, das ist wohl gethan, er wird mich nicht betrie⸗ gen, er fuͤhret mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnügen an semer Huld, und hab Geduld, er wird mein Ungluck wenden, es steht in seinen Haͤnden. 3. Was GoOtt thut, das ist wohl gethan, er wird mich wohl beden⸗ cken, er als ein Arzt und Helfers⸗ mann, wird mir nicht Gift ein⸗ schencken vor Artzeney, GOtt ist getreu, drum wil ich auf ihn bau⸗ en, und seiner Gnade trauen. 4. Was GOtt thut, das ist wohl gethan, er ist wein Licht 2—— er selig! wer dein Licht ergreift und schichts daß unser Sinn sucht aus⸗findt Nas Gott thut, das ist wohl hab den Vorsatz recht gefast, der Wé + 1* IN. II N IN I I I ö ( WI I —— 4²28 Von der Geduld und Gelassenheit. der mir nichts Boͤses goͤnnen kan; ich wil mich ihm ergeben in Freud und Leid, es koͤmt die Zeit, da of⸗ sentlich erscheinet, wie treulich er es meynet. g. Was Gott thut, das ist wohl ethan, muß ich den Kelch gleich schmecken, der ditter ist nach mei⸗ nem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergoͤtzt mit fuͤfem Trost im Her⸗ tzen, da weichen alle Schmertzen. (. Was GOtt töut, das ist wohl. gethan, dabey wil ich verbleiben, es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, so wird ESOtt mich gantz vaͤterlich in seinen Armen halten, drum laß ich ihn nur walten. N. S. Rodigast. Gir. 2, 4. Alles, was dir wiederf. 501. M. Durch Adams Fall ist. Mas mein Gott wil, das gscheh allzeit, sein Will der ist der beste, zu helsen den'n ez ist bereit't, die an ihn glaͤuben veste: Er hilft aus Noth, der fromme Gott, Oiroertraut, vel auiih 5 Wer Gott vertraut, vest auf ihn baut, den wird er nicht verlassen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuverficht, mein Hofnung und mein Leben: Was mein Gott wil, das mir geschicht, wil ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezaͤhlet, er huͤt't und wacht, stets fuͤr uns tracht, auf daß uns ja nichts fehlet. 3. Drum wil ich gern von dieser Welt scheiden nach GOttes Wil⸗ len, zu meinem GOtt, wanns ihm gefaͤllt, wil ich ihm halten stille: Mein arme Seel ich GOtt besehl in meiner letzten Stunden. O. frommer GOtt, Suͤnd, Hoͤll und Zod hast du mir uͤberwunden. 4. Noch eins, HErr, wil ich bitn ten dich, du wirst mirs nicht versa⸗ gen, wann mich der boͤse Geist an⸗ sicht,laß mich doch nicht verzagen, huͤf, steur und wehr, gch GOtt men: Wer das begehrt, dem wird wirds, Ameo Drauf sprech ich froͤhkich, Amen. Albertus, Marggr. zu Br. mein HErr, zu Ehren deinem Na⸗ Judith 8, 16. Wir kennen keinen. 7⁰⁴½. M. Vondott wil ich nicht. Nas wilt du dich betrüben, Vmeine liebe Seel, thu den nür hertzlich lieben, der heist Im— manuel: Vertrau dich ihm al⸗ lein, er wird gut alles machen, und foͤrdern deine Sachen, wie dirs wird selig seyn. 2. Denn Gott verlaͤsset keinen, der sich auf ihn verlalst, er bleibt ge⸗ treu den Seinen, die ihm vertrau en vest. Laͤst sichs an wunderlich? Laß du dir gar nichts grauen, mit Freuden wirst du schauen, wie GOtt wird helfen dir. 3. Auf ihm magst du es wagen, getrost mit frischem Muth, mit ihm wirst du erjagen, was dir ist nutz und gut, denn was yOtt ha⸗ ben wil, das kan niemand verhin⸗ so viel ihr sind im Spiel. 4. Wann auch gleich aus der Hoͤllen der Satan trotziglich, mit seinenRott⸗Gesellen, sich setzte wi⸗ der dich: So muß er doch mit Spott, von seinen Raͤncken lassen, damit er dich wil fassen; Denn dein Werck foͤrdert GOtt. 5. Er richts zu seinen Ehren, und deiner Seligkeit: Solls sehn, kein Mensch kans wehren, wanns ihm waͤr noch so leid: Wils dennGOtt haben nicht? So kans niemand forttreiben, es muß zuruͤcke blei⸗ ben, was GOrt wil das geschicht. 6. Drum ich mich ihm ergebe, dem sey es heimgestellt, nach nichts mehr ich sonst strebe, denn nur was ihm gefaͤllt; Sein Will ist mein Begier, der ist und bleibt der beste, das glaͤub ieh stets und veste. Wohl dem, der glaubt mit mir. Joh. Serrmann. Sir. —— dern aus allen Menschen Kindern, V. 6 Sorgen Weh un wir alle Ungema Creutz u die Tra 3. M le, und guuͤgt/ w Wille, 2 fuͤgt. erwaͤhlt, was unt nuͤtzlich treu erfu tes Weg getreu, u chen Se werden! Zuversick ast er ni heinem Na⸗ t, dem wird fsprech ich ggr. zu Br. en keinen. lich nicht. etruͤben, 6 l, thu den er heist Im, ch ihm al⸗ achen, und „wie dirs er bleibt ge. imvertrau⸗ underlich? rauen, mit aulen, wie es wagen, Nuth, mit was dir ist GOtt ha⸗ ind verhin⸗ ö Kindern, ch aus der iglich, mit h setzte wi⸗ doch mit cken lassen, n; Denn tt. Ehren, und seyn, kein vanns ihm dennGoOtt niemand růͤcke blei⸗ geschicht. zmergebe, Ut, nach rebe, denn Sein Will und bleibt stets und er glaubt cermann. Sir. Sir. 2,6. Vertraue GOtt, so wird. 703. M.Wer weiß wie nahe mir Wer nur den liehen GOtt lußt ö walten, und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderlich er⸗ halten in allem Creutz und Trau⸗ rigkeit. Wer 60Ott dew Aller⸗ hoͤchsten traut, der hat auf keinen Sand gebant. ö 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseuften unser Ungemach“ Wir machen unser Creutz und Leid nur groͤsser durch die Traurigkeit. 3. Man helte nur ein wenig stil⸗ le, uud sey doch in sich selbst ver⸗ guuͤgt, wie unsers GOttes gnaͤdger Wille, wie sein Allwissenheit es fuͤgt. Gott der uns 0 hat aus⸗ 2 erwaͤhlt, der weiß auch gar wohl, was uus feblt. 4. Er kenut die rechtenFreuden⸗ Stunden, er weiß wohl, weun es nuͤtzlich sey, wann er uns nur hat treu erfunden, und mercket keine Heuchelep, so koͤmt GDit eh wirs uns versehn, und laͤsset uns viel Guts geschehn. 5. Denck nicht in deiner Drang⸗ sals⸗Hitze, daß du von GOtt ver⸗ lassen seyst und daß der COtt im Schoosse sitze, der sich mit stetem Gluͤcke speist, die Folge⸗Zeit ver⸗ aͤndert viel, und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja S ott sehr schlechte Sachen, und ist dem Hoͤchsten al⸗ les gleich, den Reichen Aein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; Gott ist der rech⸗ te Wundermann, der bald erhoͤhn, bald stuͤrtzen kan. 5. Siug, baͤt, und geh auf GOt⸗ tes Wegen, verricht das Deine nur getreu, und trau des Himmels rei⸗ chen Segen, so wird er bey dir sst werden neu: Denn welcher seine Zuversicht auf GOtt setzt, den ver⸗ G. Neumarck. last eꝛ nicht, Von der Seduld und Selassenheit. —.———— 49 Klagl. Jer. 3,26. Es ist ein koͤstlich 7⁰⁴4. M. Wie wohl ist mir, o Fr. Wie wohl ist mir in meiner See⸗ len, wenn ich in Gottes Fuͤhrung ruh, ich darf mich nicht mit Sorgen qnaͤleu, ich schliesse nur die Augen zu. Und folg ihm, wie er mich wil fuͤhren, weil ich doch immerdar kan spuͤhren, daß nur sein Rath allein besteht. Und daß nur dieses wird geschehen, was er, und nicht, was ich ersehen, drum laß ichs gehen, wie es geht. 2. Was soll mein Eigensinn mich kraͤncken? Sein Will und Nath wird nur vollbracht. Ich darf/ was kuͤnftig, nicht bedencken; er hat schon selber dran gedacht, und eh ich noch zur Welt gebohren, ja ewig her schon auserkohren: wie er, nach jedem Tritt und Schritt, mich selig durch die Welt wil fuͤhren, und alles mir zum Heil regieren: Drum geh ich im⸗ mier kindlich mit. 3. Ich hab ihm ja mich gantz en⸗ geben, und diß ist auch mein innig Flehn, daß nur sein Will int gan⸗ tzen Leben an mir doch moͤge stets geschehn/ so wird denn nun in mei⸗ nen Jahren mir auch nie etwas widerfahren, als was sein Rath. mir hat erkiest, und dieses, wie es auch geschienen, wird mir zum Heil und Besten dienen, weil, was er thut, stets heilsam ist. 4. Zwar wenn mich meine Suͤn⸗ den kraͤncken, so stellt sich wauche Furcht noch ein, ob Gott nicht werde dran gedencken, und mir ein strenger Richter seyn, und ob ich nicht in fernen Jahren noch erst die Strafe werd erfahren, die ich durch Suͤnde wol verdient; doch nein, es ist ins Meer versencket, daß er nicht ferner dran gedencket, Glut durch Christum schon ver⸗ uhnt. ö 3. Ich muͤste selbst mein Rich⸗ ter werden, mich trift kein Todes⸗; Urthel⸗ 4³⁰ von der Seduld und Selassenheit. Va Urthelspruch: Der HErr vergie⸗ bet hier auf Erden, alsdann so wei⸗ chet Straf und Fluch, und wird mich gleich was treffen koͤnnen, so darf ichs keine Strafe nennen, es ist vielmehr ein Liebes⸗Pfand, es komt von seinen Vater⸗Haͤnden, die werden auch zum besten wen⸗ Lan 25— sich zu meinem Fall ver⸗ and.. ö 6. Ich weiß, er hat mich nicht vergessen, ich lieg ihm ja im Hertz und Sinn: Er hat mein Theil mir zugemessen, dadurch ich schon vergnuͤget bin. Wenn ich in Hof⸗ nung mich recht fasse, und mich ihm kindlich uͤberlasse, ich sren mich da auf seinen Schluß, und weiß wenn alle Wetter toben, daß dennoch was der HERR von oben beschlossen hat, gesche⸗ hen muß. 7. Nur werd ich seinen weisen Schluͤssen, die ja auf lauter Se⸗ gen gehn, auch immer kindlich fol⸗ gen muͤssen, so bleib ich in der Ru⸗ e stehn. Hingegen wenn ich sel⸗ er waͤhle, und seinen Rath dabey verfehle, da krieg ich Unruh, Pein und Quaal: Ich muß durch Scha⸗ den mich belehren, und noch darzu den Vorwurf hoͤren: Sieh, das ist deine einne Wahl. 3. Drum fuͤrcht ich dich, du Ei⸗ en⸗Wille, und wil nur stets gelas⸗ en seyn, ich finde da die groͤste Stille, es stellt sich Freud und Frie⸗ den ein. Da bin ich deun gar wol zufrieden mit dem, was mir mein Gott beschieden, warum? Sein Mill ist nur mein Ziel: Und da i h sonst nichts wil begehren, als was er mir nur wil gewaͤhren: So krieg ich immer, was ich wil. 9. Ich wil nicht dis und das ver⸗ langen, ich wil auch nichts vorhero schaun: Ich nehme die Vernunft gefangen, und wil nur seiner Fuͤh⸗ rung trann. Ich wil in meinem gantzen Leben auf seinen Winck nur Achtung geben: Ich warte, wie ers mit mir sehickt, und wil zu allem mich bequemen, was er denckt mit mir vorzunehmen, so weiß ich, daß mirs stets gegluͤckt. 10, Denn wollt ich gleich mich nicht beguemen; ich muß: Gott faͤhrt mir durch den Sinn, ich seh die scharfe Ruth ihn nehmen, drum, Vater, nim mich willig hin. der Heilat wie von G soͤhnlichke 3. Wer in Wahrl Naͤchsten auf Genu Theil, da da Friede ist und ble 4.· Her bitterm des gross bleibt ve theure X drossen a ihm nimn Doch/ weil sich noch wil Schwacht heit regen, so laß du uͤber mein Vermoͤgen mich nur niemals ver⸗ suchet seyn: Du weist, wie wenig Schwach ertragen, wil gleich der Geist sich willig wagen, dem Flen sche gehts doch bitter ein. II. Drum gib mir Kraft in al⸗ len Dingen, in Wohl und Weh zu jederzeit, nur deinen Willen zu bollbringen, gib mir noch mehr Ge⸗ lassenheit. Wil ich nach eignem Willen gehen, so kom, mir gleich zu widerstehen, und leite mich nach deinem Sinn: Laß mich das beste Theil erwaͤhlen, und nie den rech ten Weg verfehlen, bis ich bey dit daheime bin. Von der Bruͤderlichen Liebe der Kinder GOttes. Eyh. 4, 2. 3. Vertraget einer den. 705. M. Von GoOtt wil ich nicht Ott ist ein GOtt der Liebe, ein Freund der Einigkeit; Er wil, daß man sich uͤbe in dem, was wircket Freud und Fried in einem inn; Der Zwistigkeit absage, sich bruͤderlich vertrage, in Sanft⸗ muth immerhin. 2. Der Satan ist ein Stoͤhret des Friedens, und bedacht, daß ja des Wortes Hoͤrer gantz lasse aus der acht, was wider Haß und ader . er 5. Wer der hasset GOttes3 in solche dirbt, wo der Hoͤlle sesseln, w. 6. Wei Zorn, d wohl! we 7. O C Sinn ein reundscl oͤßTtlichste 36 3 706. J FThr Ki steht folgt mat gungs/ Ti Von der Bruͤderlichen Aiebe der RKinder SOttes. 431 um? Sein el: Und da gehten, als gewaͤhren: as ich wil. Ind das ver⸗ hts vorhers Vernunft seiner Fuͤh⸗ in meinem nen Winck Ich warte, und wil zu u, was er nehmen, so gegluͤckt. gleich mich uß: Gott inn, ich seh nehmen, Schwacht Aber mein iemals ver⸗ wie wenig il gleich der dem Flen in. traft in al⸗ nd Weh zu Willen zu ch mehr Ge⸗ ach eignem mir gleich e mich nach ich das beste ie den rech ich bey dit der* „in Sanft in Stoͤhret acht, daß ja utz lasse aus 5 und Neid der der Heiland treulich lehret; und wie lich 120. abkehret die Unver⸗ Unlichkeit. x 3. Wer hier den Frieden liebet in Wahrheit ohn Verdruß, dem Naͤchsten sich ergiebet, ohnAbsicht auf Genuß, der hat am Himmel Theil, da Fried und Liebe wohnet, da Friede wird belohnet: GOT ist und bleibt sein Heil. 4. Hergegen wer beladen mit bitterm Haß und Zorn, der hat des grossen Schaden, er ist und bleibt verlohrn; Es komt das theure Blut, so Christus unver⸗ drossen aus Liebe hat vergossen, ihin nimmermehr zu gut. 5. Wer seinen Naͤchsten hasset, der hasset selbsten GOtt; Drauf GOttes Zorn ihn fasset, und stuͤrtzt in solche Noth, darinnen er ver⸗ dirbt, woselbsten kein Erretten; der Hoͤllen Band und Ketten ihn fesselu, wenn er stirbt. 6. Wer dieses recht bedencket, der wird der Sonnen⸗Licht, wenn to zur Erd sich lencket, und eh der Glantz gebricht, nicht lassen unter⸗f gehn, bevor sich hab geleget der Zorn, den er geheget; wohl! wohl! wenns ist geschehn. 7. O Christe, steur und wende des Satans Bitterkeit, damit er nicht behende erwecke Zorn und Streit bey denen, die der Geist des Friedes soll regieren, und in der Stille fuͤhren zu dem, was lieblich eist. 8. Hilf uns ja fleißig halten die Einigkeit im Geist, daß über uns moͤg walten dein Segen aller⸗ meist; nach deinem Geist und Sinn einander uns vertragen in reundschaft, und nachjagen dem oͤtlichsten Gewinn. 1 Petri 1, 22. 23. Machet keusch. 7⁰6. In eigener Melodey. Ihr Kinder des Hoͤchsten! wie stehts um die Liebe? Wie solgt man dem wahren Vereini⸗ gungs⸗Triebe? Bleibt ihr auch im Bande der Einigkeit stehn? Ist keine Zertrennung der Geister ge⸗ schehn? Der Vater im Himmiel kan Hertzen erkennen, wir duͤrfen uns Bruͤder ohn Liebe nicht nen⸗ nen, die Flamme des Höoͤchsten muß Lichterloh brennen: 2. So bald wir von oben aufs neue gebohren, so sind wir von Christo zu Bruͤdern erkohren. Ein Vater, ein Glaube, ein Geist, eine Tauf, ein voller zum Himmel ge⸗ richteter Lauf kan unsere Hertzen vollkoͤmlich verbinden, wir koͤnnen nichts anders als Sůüßigkeit fin⸗ den, Verdacht, Neid und Aerger⸗ niß muͤssen verschwinden:/ 3. Die Mutter, die droben ist, haͤlt uns zusammen, und schickt uns herunter die himlischen Flam⸗ men, kein Unterscheid findet hier einige Statt, weil Demuth die Hertzen vereiniget hat. Wo Ei⸗ genheit, Zanck und Haß koͤnnen regieren, da kan man den Funcken der Liebe nicht spuͤhren, noch in den Chor Englischer Thronen ihn uͤhren: laͤst die Verwandten, setzt Bruͤder am hoͤchsten vor allen Bekandten. Wer noch ist bezaubert von Liebe der Welt, und sich in der Falschheit zum Bruder verstellt, den kan sie ohnmoͤglich zum Bruder anneh⸗ men, er muͤst sich denn voͤllig zur Busse beguemen. Sie darf sich des redlichen Sinnes nicht schaͤmen ·· 5. Seht aber, wie selig wir ha⸗ ben erwaͤhlet, die wir sind zum Segen der Bruͤder gezaͤhlet, wir sind die erkaufete seligste Schaar. Ach! lobet den Vater; Denn kurtz er ists gar. Singt ihm mit 4. Oie Zions⸗Gesellschaft ver⸗ vereinigten Hertzen und Munde ohn Loben und Liebe vergeh keine Stunde, wir stehn vor dem HEr⸗ ren, als einer im Bunde 6. Was ich bin mein 23—* * as 4³⁴ von der Bruͤderlichen Liabe der Finder GOttes. V. das bist du auch worden, wir sind au dem himlischen Erbe Consor⸗ ten; Ein jeder vor alle zun Va⸗ terland dringt, die Kirche nach ei⸗ nem stets kampfet und ringt; Wir Ierben bereit seyn vor Bruͤder zu sterben, wie JEsus uns auch so ge· d HErr reichey Segen nachBegehr, macht hat zuů Erben. Ein Glie fühlt und leidet des andern Ver⸗ derben 7. Ach! last uns einander erin⸗ uern und fuͤhren, daß wir nicht die Kronen des Lebens verliehren. Wenn Babel nun truncken wird von Zions Blut, so stehn wir ver⸗ einigt auf unserer Hut. Das Schreyen der Kinder wird warlich erhoͤret durch voͤllige Eintracht wird Babel zerstoͤhret; Wer ist, der verbundenen Geistern was wehret?:/ 3. Drum lasset uns lieben und freuen von Hertzen, versussen ein⸗k ider die leidenden Schmertzen, dringt kraͤftig ihr Geister, in Ei⸗ nes hinein, vermehret die Strahr len, von goͤttlichen Schein, das laͤsset der Vater ihm her lich gefal⸗ len, im Loben kan auch sein Ruhm herrlich erschallen, wenn Kinder, vor Liebe entzuͤndet, nur lallen.) 9. In jener Welt wird es noch beffer hergehen, da wird vor dem Vater die Brüderschaft steßen, im 370 tigsten Zeuer, in seligster rrunst, die ziehet zusammen des Koͤniges Gunst. uch druͤcket zu⸗ sammen die Hertzen und Häude und bittet, daß er Zion Hulfe bald sende; So kennet die Liebe nicht UAnfang noch Ende. Christ. Andr. Bernstein. Ps. 133, I. Siehe, wie fein und. 7. NM. GOtt sey Danck in allo. Se wie lieblich und wie sein ist, wenn Brüder friedlich eyn, wenn ihr Thun einträchtig ist ohne Falschbeit, Trug und List. 3. Wie der edle Balsam fleußt, und sich von dem Haupt ergeust ander weil er von sehr guter Art, in det Aarons gantzen Bart. 3. Der herab fleust in sein Kleid, und erreget Lust und Freud, wie befaͤllt der Thau Hermon auch die Berge zu Zion. 4. Denn daselbst verheist der und das Leben in der Zeit, und auch dort in Ewigkeit. 5. Aber ach! wie ist die Lieb so verloschen, daß kein Trieb mehr auf Erden wird gespuͤhrt, der dez audern Hertze ruͤhrt. ö 6. Jederman lebt fuͤr sich hin in der Welt nach seinemSinn, denskt an keinen andern nicht; Wo bleibt da die Liebes⸗Pflicht? 7. O HErr JEsu, GOTTes Sohn! Schau doch einst von dei. nem Thron, schaue die Zerstreu⸗ ung an/ die kein Mensche bessern an! 3. Sammle grosser Menschen⸗ Hirt, alles was sich hat verwirrt: Laß in deinem Gnaden⸗Schein alles gantz vereinigt seyn. 9. Gieß den Balsam deinen Kraft, der dem Hertzen Leben schaft, tief in unser Hertz hinein, strahl in uns den Freudenschein! 10. Bind zusammen Hertz und Hertz, laß uns trennen keinen Schmertz: Knüpfe selbst durch deine Hand das geheilgte Bruͤ⸗ der⸗Band! ö Geist drey, und doch nur eines heist, werd vereinigt gantz und gar deine gantze Liebes Schaar. 16. Was vor Freude, was Lust, wird uns da nicht seyn be⸗ wust! was sie wünschet und bet gehrt, wird von Gott ihr selbst gewehrt. ö 3.Alles, was bisher verwundt, wird mit Lob aus einem Mund preisen GOttes Liebes⸗Macht/ wenn er alls in Eins gebracht. vor 14. Kraft, Lob, Ehr und Herr. lichkeit 11. So, wie Vater, Sohn und geistliche lichkeit se welcher n ihm laͤst e Joh. 13,1 daß ihr Irrieie WTiei W stet licher Ein liche Liebe an ihrem gruͤnet ur ue, der scheinet d 2. Kon die Brud liebt: de gen verbe ist GOtt Tod. A der Liebe Liebe aut 3. Bed ewige Ve Sohn Heiland: Liebe in du und ie net, hat e ter versuͤl 4. Sin lieben ver mehr seit hat Chri den, und meynt, a Worten heit der cken. V. Wi nung bet Abendm men au schmalen Saal, di Liebe ge Nieman men. 6. Wi Nes. Von der Bruͤderlichen Liebe der Rinder Gottes. 432 Art, in det sein Kleid, Freud, wie non auch die verheist der ach Begehr, rZeit, und st die Lieb so Trieb mehr ihrt, der des ir sich hin in Sinn, denckt Wo bleibt „GOTTes inst von dei⸗ die Zerstreu⸗ nsche bessern r Menschen⸗ at verwirrt: aden⸗Schein W. Isam deinen ertzen Leben hertz hinein, idenschein! en Hertz und men keinen selbst durch eilgte Bruͤ⸗ „Sohn und ch nur eines gantz und gar chaar. Ide, was vor icht seyn be⸗ chet und be— dtt ihr selbst er verwundt, inem Mund ebes⸗Macht/ gebracht. hr und Herr⸗ lichkeit lichkeit sey dem Hoͤchsten allezeit, welcher wie er ist in ein, uns in ihm laͤst eines seyn! m. Muller. Joh. 15, 12. Das ist mein Gebot, daß ihr euch unter einander ꝛe. 705. M. Schoͤnster Immanuel. je ist es so lieblich, wennChri— licher Eintracht stehn, wenn goͤtt⸗ liche Liebe mit hestigen Klammen an ihrem Wandel ist zu sehn! da gruͤnet und bluͤhet, zu ewgerWon⸗ ne, der Goͤttliche Segen; da scheinet die Sonne. 2. Komt, Christen, und lernet die Bruder 1 lieben, denn wer da liebt: der ist von GOtt; Herge⸗ gen verbothenes Hassen verüben, ist GOtt verhaßt und wirckt den Tod. Ach! wollt ihr dem Vater der Liebe gefallen, so muͤsset ihr Liebe ausüben an allen. 3. Bedencket wie hertzlich der ewige Vater euch hat in seinem Sohn geliebt: Wie IJEsus der Heiland und Lebens⸗Erstatter aus Liebe in den Tod sich giebt: Da du und ich hatten die Hoͤlle verdie⸗ net, hat er uns aus Liebe dem Va⸗ ter versuͤhnet. 9 4. Sind Christen die Feinde zu lieben verbunden, so soll man viel⸗ mehr seinem Freund, der mit uns hat Christum im Glauben gefun⸗ den, und der es mit GOtt treulich meynt, aus bruͤnstigen Hertzen mit Worten und Wercken die Wahr⸗ Ken der Liebe stets lassen vermer⸗ en. 5. Wir sind ja auf einerley Hof⸗ nung beruffen zu einem grossen Abendmahl, wir wandeln zusam⸗ men auf einerley Stuffen im schmalen Weg zum Himmels⸗ Saal, drum wil uns eintraͤchtige Liebe geziemen: Ohn diese mag Niemand des Glaubens sich ruͤh⸗ men. 6. Wir wohnen zusammen als geistliche Bruͤder in eines eingen sten zusammen in Bruͤder⸗ Baters Haus: Es machen auch alle verbundene Glieder nur einen Leib in Christo aus: Wie sollten nun Bruͤder und Glieder sich hassen? Eins soll fuͤr das andre das Leben ja lassen. 7. Wir kommen auch alle aus einerley Staube, und haben vor⸗ Sott keinen Ruhm: In Christo, dem Heiland, gilt eintzig der Glau⸗ be: Wer glaubt, der ist sein Eit genthum. Doch wollen wir Chri⸗ sten von Christo uns heissen, muß sich der Glaube durch Liebt beweisen. 3. Ach! zuͤnde, o JEsu, die Her⸗ zen und Seelen mit deinen Liebes⸗ Flammen an, hilf, daß wir, o Lie⸗ be/ zu lieben erwaͤhlen dich, der so viel an uns gethan, und dann auch mit treuem und thaͤtigem Willen die Liebe an Freunden und Fein⸗ den erfuͤllen. Matth. 18, 38. Also wird euch ꝛc. 7⁰9. M. Romt her zu mir spricht Wie ist die Welt so Feindschaft⸗ voll! sie lebt in Rachgier, Streit und Groll, und wil sich nicht versuͤhnen: Man komt zum Altar sonder Scheu, im Heuchel⸗ Glauben, sonder Reu, und meynt doch GOtt zu dienen. 2. Allein, wer opfert sein Ge⸗ schenck, und wird nicht vorher eine gedenck, daß er was Widrigs habe an seinem Bruder, hat kein Theil an JEsu Tod, und ist ein Greul mit seiner Opfer⸗Gabe. 3. Wer seinem Bruder nicht vergiebt, noch ihn von reinem Her⸗ tzen liebt, der kan GOtelnimmer lieben: Er ist aus Cains Mord⸗ Geschlecht, und ein verdamter Suͤnden Knecht, dran GOtt wird Rache uͤben. 4.O Mensch, geh einmal in dein Hertz, und treibe ferner keinen Schertz mit Gottes Wort, im Leben: Der Heiland spricht: Wer nicht lvergiebt dem Naͤchsten, son⸗ dern 4³ Von der allgemeinen Liebe dern Feindschaft uͤbt, wird Satan übergeben. ö 3. Bewahre mich, HErr IEsu Christ, daß meine Seele nicht vergißt, was du mir vorgeschrie⸗ ben; laß mich vergeben sieben⸗ mal, und mehr als zehnfach an der 6. Ihr Menschen⸗Kinder, folget allhier beleidigt hat, drum folgt gehorsam JEsi Rath; Wer diß thut, der wird leben. Von der allgemeinen Liebe gegen den Naͤchsten. aus und weist von Thůr und Pfon⸗ Lue. 6, 36. Sevd barmhertzig wie. 71⁰. Mi. Ach Sott vom Himmiel himlische Barmhertzigkeit! die JEsus uns anpreiset. Ach! wer ist doch zu dieser Zeit, der sich getreu erweiset? der, gleich wie GOtt der Vater ist, barmhertzig ist zu jeder Frist, und das aus Hertzens⸗Grunde. 2 Daß Gottt barmhertzig, spricht der Mund, und wer ist, ders nicht glaͤubet? Allein machtOtt dis also kund, daß ers zur Nachfolg treibet, so ist verschlossen Hertz und Ohr, und wanckt der Glaube wie ein Rohr, weil mans unmoͤg⸗ lich achtet.— 3. Von Gott wil man Barm⸗ hertzigkeit in seinem gantzen Leben ja daß sie moͤge weit und hreit sich üͤber uns erheben; Allein soll man Barmhertzigkeit am Naͤchsten thun, wie GOtt gebeut, so ist nie⸗ mand zu Hause. 4. Ach deucke, daß der Hoͤchste dir Barmhertzigkeit erzeiget, daß dich die Guͤte uͤberfuͤhr und du auch seyst geneiget, zu geben dem, der duͤrstig ist, und gar ein Glied⸗ maß IEsu Christ: Dis ist des HErren Wille. 5. Es wird ein grausames Ge⸗ richt dort uͤber den ergehen, der dieses hat erkannt imicht und laͤst es nicht geschehen: Das Wissen, das entschuldigt nicht, man muß ausuͤben, was Gott spricht, das ist die rechte Liebe. 6, Wit wancher Rriche stosset ten, die Armen, die vor seinem Zahl, und meinen Bruder lieben. wenn er z nach, denn diß ist eine grosse Sach, den Wur ihr muͤsset dem vergeben, der euch er versetz nicht der Fit. Haab au thaͤte nic und Erl brennen nicht die! Haus die Noth mit vielen Wor ten ausschütten, daß ein Felsem Stein daruͤber solt mitleidig seyn; allein man wils nicht hoͤren. 7. Ach! laß mein Hertz barm; hertzig seyn, und nach Vermoͤgen geben aus wahrer Liebe, nicht zum Schein, wenn ihre Stimm erheben die Armen in der Hungers⸗Noth, daß sie an meinem Stuͤcklein f Brodt, o JEsu! sich ersreuen. 3. Hu giebst Barmhertzigkeit ohn End mir Armen auf der Er. den, so laß auch wieder Hertz und Haͤnd mit freundlichem Geberden austheilen, was du mir beschert, daß auch der Arme werd ernaͤhrt durch den bescherten Segen. 9. Ist unbarmhertzig gleich die Welt und hat ihr Hertz verschloß⸗ sen; so laß mich thun, was dir ge⸗ faͤllt, und helfen unverdrossen: Laß mich dem Vater aͤhnlich seyn, der uͤberfluͤßig schencket einBaͤrm⸗ hertzigkeit und Guͤte. 10. Ja, Vater! gib mir solchen Sinn, daß ich von denen Gaben, die du mir giebst, geb andern hin, die Duͤrftigen zu laben; Laß mich, nach deinem Ebenbild, seyn lieb⸗ reich, guͤtig, sanft und mild. Dis bitt ich hertzlich, Amten! A. Laur. 1Cor. 13/4.5. Die Liebe ist langm. ö mit Engel⸗Zungen redte, wenn 71I. M. Es ist das eil uns kom. Wem einer alle Ding verstund, ihm nich 2. Di muth võ daß man Naͤchster kehret al . Di wenn d verheere ten, fah die nimi —.— — ** ———— ider lieben. ider, folget rosse Sach, n, der euch drum folgt Wer biß Dμe½ππ⁰nʃÜ egen rund Pfon vor seinem ielen Wor⸗ ein Felsem leidiz seyn; hoͤren. hertz barm Vermoͤgen nicht zum um erheben gers⸗Noth, Stuͤcklein ersreuen. nhertzigkeit auf der Er⸗ r Hertz und u Geberden ir beschert, erd ernaͤhrt Segen. 9 gleich die tz verschlos was dir ge/ verdrossen: ynlich seyn, t ein Bürm⸗ nen Gaben, andern hin, Laß mich/ „seyn lieb⸗ mild. Dis 11.4.Laur. e ist langm. il uns kom. ng verstünd, den Wunder⸗Glauben haͤtte, daß Haab austheilete den Armen, und sich nicht, ob man viel sagt vom gegen den Naͤchsten. 3. 4 wenn er zugleich weissagen kuͤnnt er versetzte Berge hin, und haͤtte ů05 2905 ent. Sinn, so waͤr es alls vergebens. ö 5 . Wenn einer auch all seine thate nicht dieselbe Gab aus Liebe und Erbarmen: Wenn er sich brennen ließ dabey, und haͤtte nicht die Lieb und Treu, so waͤr es ihm nicht nuͤßzßzz.. 3. Die Lieb ist lauter Sanft⸗ muͤth voͤll, ist guͤtig und gelinde, das man, es komme, wie es woll, nichts bitters an ihr finde. Wenn iner etwas Guts verricht t, so eif⸗ sert und mißgoͤnnt sie nicht; sie thut nichts Ungeschicktes. . Die Lieb nicht er deinen; ist, die Lieb beschimpfet keinen; sie sucht nicht ihren Rutz mit List, sie rathet den Gemeinen; Entruͤst aͤchsten, uͤber den man klagt, sie kehret alls zum Besten. — 2 freut, wo unrecht wird gerichtet, der Wahrheit und Gerechtigkeit von Hertzen sie beypflichtet; des Naͤchsten Maͤngel sie vertraͤgt, bee decket uͤnd zuruͤcke legt, und sie ihm nicht aufruͤcket. 6. Die Lieb vom Nachsten gern das Best ohn Argwohn glaͤubt in allen, sie hoft noch seine Beßrung vest, wenn er in Suͤnd gefallen; wenn man ihr Leid thut, unver⸗ Duld, witduuchd ste alles mit Ges uld/ wird auch dabey nicht muͤde. . Und wenn zuletzt die Wissen⸗ schaft und alles wird aufhoͤren, be⸗ haͤlt die Lieb doch ihre Kraft, und wir dort in der Seligkeit einander in der hoͤchsten Freud vollkoͤmlich werden lieben..... 8. HErr JEsu! du stellst selb⸗ sten dich zum Vorbild wahrer Lies be; verleih daß, dem zu folge, ich die Lieb am Naͤchsten uͤbe; daß ich bey allem, wo ich kan, Lieb, Treu und Huͤlfe jedermann, wie ichs . Die Lieb sich allda nimmer mir wuͤnsch, erweise! Von der Verlaͤugnung sein selbst und der Matth. 19, 27. Siehe, wir haben. 712. M. Wo soll ich fliehen hin. de, du suͤsse Welt, ich schwing insHimmels⸗Zelt, die Fluͤgel meiner Sinnen, und suche zu ge⸗ winnen, was ewiglich bestehet, wenn dieses Rund vergehet. mir solchen 2. Fahr hin mit deinem Gut, das eine kleine Fluth so balde kan verheeren, und eine Glut verzeh⸗ ten, fahr hin mit deinen Schaͤtzen, die nimmer recht ergoͤtzen. 3. Fahr hin mit deiner Lust, sie ist nur Koth und Wust/ und deine 56— vergehen mit den Zeiten: Wgs frag ich nach den Freuden, auf die nur folgetveiden. Welt. von Würmern ist gemacht det Sammet und die Seiden, die dei⸗ nen Leib bekleiden; was mag ger nennet werden, ist lauter Koth und Erden. Fahr hin mit deiner Ehr, was ist dis Hoheit mehr/ als Kummer im Gewinnen, und Hertzleid im Zertinnen? Was frag ich nach den Ehren, die nur das Hertz beschwe⸗ ren. 6, Fahr hin mit deiner Gunst! falsch lieben ist die Kunst, dadurch der wird betrogen, dem du di zeigst gewogen, was frag ich na Wn Lieben, das endlich muß be⸗ trüben. en redte, 4. Fahr hin mit deiner Pracht, 7. Im Himmel ist der Freund, Wweun 1 ꝛEe der wird sich noch vermehren, wenn ————————— 436⁶ Von der Verlaͤugnung sein selbst der mich recht hertzlich meyut, der mir sein Hertze giebet, und mich so bruͤnstig liebet, daß er mich suͤß erguicket, wenn Angst und Truͤb⸗ sal druͤrett. 2. 8. Des Himmels Herrlichkeit ist mir schon zubereit't Mein Name steht geschrieben bey denen, die Gott lieben: Mein Ruhm kan nicht vergehen, so lang GOtt wird bestehen. ů 9. O Zions guͤldne Pracht, wie hoch bist du geacht! Von Perlen 1ere die Pforten, das Gold hat al⸗ ler Orten die Gassen ausgeschmü⸗ cket; Wenn werd ich hingeruͤcket? 10. O suͤsse Himmels⸗Lust, wohl dem, dem du bewust, wenn wir ein Troͤpflein haben, so kan es nus er⸗ laben: Wie wird mit grossen Frenden der volle Strohm uns weiden. ö 11. O theures Himmels⸗Gut, du machest rechten Muth: Was kehren, wer greift Pech ohne Kles 77 Wi ben an. Wie Wütnch denn dahin Woech a begehren, wo man Gott bald ver. die Welt Han kan, Gesellschaft die ver; ihre Lust ichtig scheint, wird ofte nach ses Leid dem Fall beweint. ein Chrif 4. Zu dem kan sich ein Mensch 2. Du verstellen, wer kan in aller Hertzen seiner Ae sehn, man fieht oft heimliche Ge, verwilder sellen, die sich nur nach dem Win Auf! au de drehn, daß der, so voller Zucker und alles war, bald eine Schlange drauf nicht ud gebahr. 5 Dienstbo 5. Drum kan mir niemand hier 3. Ge verdencken, wenn ich in meiner den Hin Einsamkeit, mich also suche zu be⸗ schreucken, daß GOtt Wuen mein bat 1. Hertz erfreut, die Welt ist voller auf! den rug und List, wohl dem, der die Gest GoOtt verbunden ist... als Frer 6. Ein Welt⸗Kind mag Gesell Gewalt. schaft suchen, ich liebe GOtt in 4. Ve stiller Ruh, und solten mir die Nein dem, wa der fluchen, so schließ ich meine den uns; non MI Y 5 7v½. W. 78 werden wir vor Gaben bey dir, Kammer zu, und nehme GOtt mit verheißt HErr JEsu, haben? Mit was vor reichen Schaͤtzen wirst du uns dort ergoͤtzen! I32. Fahr, Welt, fahr immerhin, gen Himmel steht mein Sinn, das Irdisch ich versluche, das Himm⸗ lisch ich nur suche: Ade, du Welt⸗ Getuͤmmel, ich waͤhle mir den Himmel. D. Heinr. Muller. Joh. 3, 29. Der mich gesandt hat. 713. Mel. Wer nur den lieben. llein, und doch nicht gantz allei⸗ ne, bin ich in meiner Einsam⸗ keit, denn wenn ich gantz verlassen scheine, vertreibt mir JEsus mei⸗ ne Zeit, ich bin 0 ihm, und er bey mir, so koͤmt mir nichtes ein⸗ sam fuͤr. ö 2. Kom ich zur Welt, man redt von Sachen, die nur auf Eitelkeit gericht't, da muß sich lassen der verlachen, der etwas von dein Him⸗ mel spricht, drum wuͤnsch ich lie⸗ ber gantz allein, als bey der Welt, ohn GOtt zu senn. ö‚ 3. Verkehrte koͤnnen leicht ver⸗ mir hineiu, so wird der Neid be nen, daß trogen seyn. x 7. Mit Gott red ich in seinem Gomer Worte, und durch sein Wort redt F. Du er mit mir, bet ich an einem stillen und wils Orte, so findet er sich bald zu mir, nichts be brauch ich in meinem Creutze undPein Rath, er ist der mich getroͤstet hat. ben, der 3. Mach ich im Stillen meine Sachen, so hat er seine Hand bey nchte z mir, ich mag nun schlafen oder wa/ 6. Du chen, so stellt er mir sein Bildniß und was füͤr, auch in den Traͤumen spielet du den e er, als wann ich wachend bey ihm JEsus 6 waͤr. Ae 9. Wer wollte denn nun nicht nur 5 bekennen, daß ich stets in Gesell in ihm schaft bin, und wil die Welt mich Du einsam nennen, so thue sie es im den, der merhin, gnug, daß bey mir, wenn hier doe ich allein, GOtt und viel tausend Schmer Engel sehn. Benj. Schmolck. zuoft nu Matth. 11, 12. Von den Tagen. ehr un +I4. Ni. Valet wil ich dir geben. dewend An! guf! mein Geist, betrach⸗ 3. G1 ö le: —— —— ch ohne Kle⸗ denn dahin tt bald ver⸗ aft die ver⸗ dofte nach ein Mensch ller Hertzen imliche Ge⸗ ch dem Win zoller Zucker lange drauf in meine suche zu be⸗ gllein mein elt ist voller ldem, der mag Gesellz be Gott in mir die Neit ßich meine ue GOtt mit er Neid be⸗ ch in seinem n Wort redt einem stillen bald zu mir, em Creutze etroͤstet hat. tillen meine Hand bey fen oder wa⸗ sein Bildniß ümen spielet end bey ihm iemand hier unun nicht 6 in Gesell⸗ e Welt mich ue sie es im: ymir, wenn viel tausend Schmolck. den Tagen. dir geben. ꝛist, betrach⸗ le: und der Welt. 437 te: Wie ists mit dir bewandt? Wach auf! wach auf! verachte die Welt und ihren Tand! denn ihre Lust vergehet, und folget gros⸗ ses Leid; im Gegeutheil bestehet ein Christ in Ewigkeit. 2. Du bist von Ott gebildet zu seiner Aehnlichkeit, nun aber gautz verwildet, und voller Sicherheit. Auf! auf! die Zeit verschwiudet, und alles mit der Zeit; Wer hier nicht uͤberwindet, bleibt in der „Dienstbarkeit. 3. Gewalt und Ernst besieget den Himmel, spricht dein Heil: Wer hier nicht maͤnnlich krieget, hat dorten keinen Theil. Drum auf! denn deine Feinde veraͤndern die Gestalt: Ost thun sie gleich als Freunde, oft brauchen sie Gewalt. 4. Vergleiche dieses Leben mit dem, was GOttes Geist, aus Gna⸗ den uns zu geben, in seinem Wort verherhtz fo wirst du bald erken⸗ nen, daß jenes in der That kein Le⸗ ben sey zu nennen, wie viels auch Goͤnner hat. ů 5. Du suchest Gunst und Ehre, und wilst gesehen seyn, als wenn nichts bessers waͤre in Christi Tod und Pein, der doch, weil er gestor⸗ ben, der hat ein Koͤnigreich und Priesterthum erworben, dem nichts zu schaͤtzen gleich. 6. Du liebest Gold und Gaben, und was der Welt beliebt: Wilst du den Sehatz nicht haben, den JEsus allen giebt, die sich an ihn ergeben, und stets geflissen seyn nur eintzig ihm zu leben, und sich in ihm zu freun. 7. Du waͤhlst dir Lust und Freu⸗ den, der Sinnen Gauckelspiel, die hier doch schon mit Leiden und Schmertzen groß und viel, sich all⸗ zuoft nur enden, und dein Hertz mehr und mehr vom huͤchsten Gu⸗ te wenden, und es verwuͤsten sehr. 8. GOtt ist die rechte Quelle, draus reine Wollust fieußt, die lanter, klar und helle, sich in die Seolen geußt, ohn ihn ist kein Ver⸗ gnuͤgen, was sein Licht nicht an⸗ blickt, das bleibt im Staube liegen und ewig unerquickt. 9. Drum auf mein Geist, laß fahren, was Gott nicht selber heist! weil alles mit den Jahren sich deinem Brauch entreißt; GOtt aber bleibet siehen, wenn ales in der Welt wird fallen und vergehen, was jetzo dir gefaͤllt. 10. Ach mache Hertz und Sin⸗ nen, o GOtt! von allein frey, und gib, daß mein Beginnen aufwaͤrts gerichtet sey. Die Welt kan doch nichts geben, das wahre Ruhe braͤcht: Wer dich zur Ruh und Le⸗ ben erwaͤhlet, der trifts recht. Roͤm. 8, 13. So ihr nach dem Fl. 715. M. ¶ Err ich habe mißgeh. hriat ist Adams Leben, Christi Leben Adams Tod: Denn aus Lieb hat sich gegeben Christus in des Adams Noth; auf daß Adam in ihm stuͤrbe, nicht im andern Tod verdurbe. 2. Adams Tod ist Christi Leben, Adams Leben Christi Tod, Adam muß nach Christo streben, sterben auch mit Hohn und Srott, auf daß er in Christo bleibe, und ersteh im klaren Leibe. 3. Eo wir nun mit Christo sier⸗ ben, seinem Tode werden gleich, werden wir aueh mit ihm erben, herrschen auch in seinem Reich, denn so viel wir Christi haben, g'niessen wir auch seiner Gaben. 4. So wir aber Adams Leben lieben im befleckten Rock, und nicht bleiben gruͤne Reben an dem reinen Weinestock, was hilft Lau⸗ ten, Pfeiffen, Singen, wann wir saule Fruͤchte bringen. 5. O es laͤst sich so nicht machen, wie der alte Adam denckt, Christi Creutz vertreibt das Lachen, weun das Leben wird gekraͤnckt, nicht Ees allein 43² Von der Verlaͤugnung sein selbst allein von Menschen Kinden, son⸗ dern auch Versuchungs⸗Winden. 6. Solches muß im Geist erfah⸗ ren ein recht glaͤubig Christen⸗ Mann, wenn er komt zu seinen Jahren, ja von seiner Jugend an muß er Christi Creutze tragen, nauch im Tode nicht verzagen. 7. Wer wil solche Flukhen zaͤh⸗ len, solche Noth und Thraͤnen⸗ Saat? Ein Gescheidter thuts ver⸗ elen, haͤlt sich vest an GOttes th; Seinen Drost auf Gott er 1 ob ihn schon die Welt verle⸗ e Ret. . Wie gewohnt zu thun die Frommen, die durch Glauben und Geduld endlich iu der Ruhe kom⸗ men, und erlangen GOttes Huld: Also mag ein Christ genesen, lebt an Christi Geist und Wesen. 9. Den er hertzlich liebt und eh⸗ ret, seinem Leben folget nach, mit der Welt sich nicht bethoͤret, weil sie nur bringt Weh und Ach ches ihrer viel nicht glauben, sich des letzten Trosts berauben. 10. Nun wir warten allermas⸗ len, bis uns GOtt hier fodert ab, v daß wir ihm gautz gelassen, fro⸗ lich suchten unser Grab, erstlich zwar in Christi Hertzen, nachmals in der Erd ohn Schmertzen. 11. Denn auch Christi Grab ohn Sorgen und sanft⸗ruhig Bette⸗ lein, ist mit Geist und Wort ver⸗ borgen in des Glaͤubgen Hertzens⸗ Schrein, wer ihn nur von Hertzen liebet, in dem lebt er unbetruͤbet. 12. Wer ihn aber nicht wil ha⸗ ben, und sein Creutz nicht leiden mag, der bleibt in der Hoͤll begra⸗ ben, voller Schrecken, Angst und Plag: Denn wer Christum hier nicht traͤget, den dort GOttes Rache schlaͤget. I3. O hilf, Christe durch dein Leiden, daß wir dir nachfolgen chlecht, durch viel Truͤbsal zu den Freuden, du allein machst nus ge⸗ zecht, durch dein Blut und Mar⸗ wel/d ter Kronen, laß uns ewig in di wohnen. Abr. v. Franckenberg 2 Cor.6,14. Ziehet nicht am fremj 7I6. Mel. Wer nur den lieben Die Liebe leidet nicht Gesellen, im Fall sie treu und redlic brennt, zwo Sonnen moͤgen nicht erhellen beysammen an deim gn mament; Wer Herren die einan der feind, bedienen wil ist keing Freuunds. 2. Was hinckst du denn auf hey den Seiten, o Seel, ist GOtt di HErr dein Schatz? Was habn denn die Eitelkeiten vor einen An spruch, Theil und Platz! Soll en dich nennen seine Braut, kans di nicht andern seyn vertraut. 3. Im Fall du Christum wilst he halten, so halt ihn einig und allein Die gantze Welt soll dir erkalten und nichts als lauter Greuel seyn dein Fleisch muß sterben eh dit Noth der Sterblichkeit dir bring en Tod.„ 4. Warum sollt ich doch dat unifangen, was ich so bald verla sen muß? Was mir nach abgt kürtzten Prangen braͤcht ewigeEch und Verdruß? Sollt ich um ei nen Dunst und Schein ein Schen sal Heilgen Geistes seyn? 5. Die Augen dieser Erden l chen zwar weidlich in der Sterh lichkeit; Beweinen aber in den Rachen der Hoͤllen ihr unendlic Leid, die Engel⸗Traub hergegn traͤnckt den, der mit Thraͤnen his sich kraͤnckt. ö 6. Ach! Gott, wo sind sie, di vor Jahren ergeben aller Eitelkein und in die Welt so bruͤnstig waren verliebt? Des schnoͤden Leiben Kleid sind Wuͤrmer: Ihre Seel sitzt in ewig heisser Glut un schwitzt. ö 7. Die Welt senckt ihre Todte nieder, und weckt sie nimmer win der auf; Mein Schatz ruft sein Todten wieder zum unbeschraͤnch ten Lebe das M nagt der Wé en⸗Kro einen? Eom JEsum kuͤnsch 8. schaf und der gen erjc das alle nem in suchs! was irt dich uͤb und die einet, erschein wendig Alles u 3. W des ein JEsu derließ eintzig Heilan les wa senckt, nem g 4. 2 gen, li laß mi schenek viel— en H. u Lie Wort, was 1 JEsiu 5. 2 —— us ewig in di sranckenberg nicht am frem ur den lieben nicht Geselley, ꝛeu und redlih n moͤgen nicht u an dem Fi⸗ rren die einan wil ist keing u denn auf bey l ist GOtt de Was haber vor einen Ah Platz! Soll en ;raut, kanst di ertraut. ristum wilst he inig und allein ll dir erkalten, r Greuel seyn sterben eh di keit dir briun ich doch dat so bald verlaf r nach abgt aͤcht ewigech t ich um e ein ein Schen seyn? eter Erden l in der Sterh maber in den ihr unendlich raub hergegn tThraͤnen hin vo sind sie, di aller Eitelkeit hruͤnstig waren noͤden Leibel r: Ihre Seel ser Glut un kt ihre Tobte⸗ ie nimmer wi chatz ruft sein unbeschraͤnck I und der Welt. 1 ten Lebens Lauf. Verklaͤrt sie wie das Morgen⸗Roth, wenn jene nagt der andre Tod. 8. Was hab ich denn, o Welt, u schaffen mit deiner leichten Ro⸗ Hr Fleuch hin, und gib sie einen Affen. Laß mir des Creu⸗ hes Dorn und Hohn: Besitz ich IEsum nur allein, ist alles, was zu wuͤnschen, mein. Er. Francisci sder Finx. Luc. 10, 42. Eines aber ist noth. 717. In eigener Melodey. Zins ist Noth. Ach! HErr dis Eine lehre mich erkennen doch, alles andre, wies auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, darunter das Hertze sich naget und plaget, und dennoch kein wahres Vergnuͤ⸗ gen erjaget: Erlang ich das Eine, das alles ersetzt, so werd ich mit ei⸗ nem in allen ergoͤzt. 2. Geele, wilt du dieses finden, suchs bey keiner Creatur: Laß, was irdisch ist, dahinden, schwing dich uber die Natur, wo GO& und die Menschheit in einem ver⸗ einet, und alle vollkommene Fuͤlle erscheinet, da, da ist das beste noth⸗ wendige Theil, mein Ein und mein Alles mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war beflissen auf des einigen Genieß, da sie sich zu IEsu Fussen voller Andacht nie⸗ derließ, ihr Hertze entbrandte, dis eintzig zu hoͤren, was JEsus ihr Heiland sie wollte belehren, ihr Al⸗ les war gaͤntzlich in JEsum ver⸗ senckt, und wurde ihr alles in Ei⸗ nem geschenckt. 4. Also ist auch mein Verlan⸗ gen, liebster JEsu, nur nach dir, laß mich treulich dir anhangen, schencke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum groͤsse⸗ sten Haufen, so wil ich dir dennoch in Liebe nachlausen, denn dein Wort, o JEsu, ist Leben und Geist, was ist wol, das man nicht in JEsm genenst? 5. Aller Weisheit hoͤchste Fuͤlle in dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schrancken fuͤgt, worinnen die Demuth und Einfalt regieret, und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, fuͤhret. Ach! wenn ich nur JEsum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit voll⸗ kommenen Preis. ů 6. Nichts kan ich vor GOtt ja bringen, als nur dich mein hoͤch⸗ stes Gut, JEsu, es muß mir gelin⸗ gen durch dein Rosinfarbes Blut. Die hoͤchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Creutzes gestorben, die Kleider des Heils ich da habe erlangt, wor⸗ innen mein Glaube in Ewigkeit prangt. ö . Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht, du bist ja, den ich erwaͤhle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum goͤttlichen Wandel und Le⸗ ben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben, eutreisse mich aller vergaͤnglichen Lust, dein Leben, sey JESU, mir eintzig bewust. 8. Ja, was soll ich mehr verlan⸗ en? Mich beschwemmt die Gna⸗ en⸗Fluth: Du bist einmal ein⸗ gegangen in das Heilge durch dein Blut. Da hast du die ewge Erloͤsung erfunden, daß ich nun der hoͤllischen Herrschaft ent⸗ bunden. Dein Eingaug die voͤlli⸗ ge Freyheit mir bringt, im kindli⸗ chen Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles Guuͤgen Fried und Freude, jetzo meine Seel ergoͤtzt, wril auf eine frische Weyde mein Hirt, JEsus, mich gesetzt. Nichts suͤssers kan also mein Hertze erla⸗ ben, als wenn ich nur, JIEsu, dich immer soll haben, nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wann ich dich JEEsu, im Glau⸗ ben erblickt. ö 10. Drum auch, IEsu, du allei⸗ Ee4 ö ne 14² Von der Verlaͤugnung sein selbst ne sollt mein Ein und Alles seyn. Prüf, erfahre, wie ichs meyne, tilge allen Heuchel⸗Schein. Sieh ob ich auf boͤsem betrieglichen Stege, und leite mich Hoͤchster, auf ewigem Wege. Gib, daß ich nur alles hier achte fuͤr Koth, und JEsum gewinne, diß Eine ist Noth! J.. Schroͤder. Phil. 3, 13. 14. Ich vergesse, was. 715. In eigener Melodey. Entfernet euch, ihr matten Kraͤf⸗ te, von allem, was noch irdisch Toatt wirf hin die zeitlichen Ge⸗ chuͤfte, mein gnug geplagter muͤ⸗ der Geist. Nun qute Nacht! es ist vollbracht! ich fang ein ander Wesen an, das sie mit nichts ver⸗ mengen kan. 2. Ihr Berg und Thaͤler helft mir singen, besingen meines JEsu Preis, der unter so geringen Din⸗ gen mich doch so lang zu schuͤtzen weiß. Habt gute Nacht, ich hubs bedacht, es ist mir recht hohe Zeit zu fliehen die Vergaͤnglichkeit. 3. Ihr seyd ja wohl, ihr gruͤnen Auen, im Sommer lieblich anzu⸗ sehn: Doch wird man auch an euch bald schauen, wie alle Schoͤn⸗ heit muß vergehn. Drum gute Nacht, nim diß in acht, mein Hertz du liebest von Natur nur allzugern die Creatur. 4. Hast du bisher noch was ge⸗ liebet, das dir hat Zeit und Kraft verzehrt; so sey dann auch nicht mehr betruͤbet, wann dir wird der Genuß gewehrt. Gib gute Nacht, der Braͤutgam wacht, und wil, daß seine Braut ihm bleib ein wohl geschmuͤckt jungfraͤulich Weib. . Nur weg! du schnoͤde Eigen⸗ iebe, du must mein Hertze lassen leer, zu folgen dessen Liebes⸗Trie⸗ be, dem nur gebuͤhrt allein dieEhr. Nnun gute Nacht, was sich selbst acht't: Ich geh nun von mir sel⸗ ber aus, zu ziehn in meines Lieb⸗ sten Haus. 6. Ach reiß mich los von allen Schanden, daß ich dein freyes du List und Macht, die mich so oft betrogen hat, euch fehlt an mir nun Rath und That. 7. Wie süͤß ist doch ein freyer Wandel, in voller Abgezogenheit, wann dieser Welt ihr toller Han⸗ bel uns keine Sorg und Furcht bet reit. Ja gute Nacht, du Lust und Pracht, ich bin bereits in meinem nigin. 5 nen Schooß: Mach mich von al⸗ lem abgeschieden, und von den die Liebe macht, daß ich mich selbst Himmel⸗an. 719. In eigener Melodey. werden. 2— 3. Denn die Liebe nimt nichts hin meinen Willen, meinen Sinn: reiß mein Hertz aus meinem Her⸗ Schmertzen. 4. Trage Holtz auf den Altar, nichts mehr von mir bliebe! J. Also wird es wol geschehn, daß der HBErr es wird ansehn: Al⸗ so werd ich noch auf Erden GOtt ein Liebes Dyfer werden. Banden, von den subtilsten Netzen feey, mach aller Feinde Rath zu Schaͤfgen sey! hab gute Nacht, Sinn verlobte Braut und Kä⸗ 3. Verbirg mich nur in deinem Frieden, und druͤck mich tief in dei⸗ Creaturen bloß; nun gute Nacht,‚ vergessen kan, und sehne nich nur G. A. Ps. I, 19. Die Opfer, die Ott gefallen, sind ein geaͤngster Geist, ein geangstes und zerschlagen ꝛe. Heson Priester, der du dich selbst geopfert hast fuͤr mich, laß doch, bitt ich, noch auf Erden auch mein Hertz dein Opfer an, ioas du, Liebe, nicht gethan: was durch deine Hand nicht gehet, wird zu GoOtt auch nicht erhoͤhet. 3. Drum so toͤdt' und schlachte tzen, sollts auch seyn mit tausend und verbrenn mich gantz und ga 0 ö o du allerliebste Liebe! wenn doch Johann aune —— Lue. 14, 720. Miet FJEsu, Hert ne Zier! ge ist den langt ne mein Bi mir auf werden. 2. Un ich vor d darzu! ich bin! Ruh. in acht, verstun mag er unbewi Schme ich viel su sche 5. Welte Guted weit de ans Lie und Pr Leben, C. V dennen sus, tr lieben, lauter schon b nuoch b su, me —— sten Netzen Fue. 14, 26. So semiand zu mir ꝛc. e Rath zu ein freyes ute Nacht, mich so ost hlt an mir ein freyer ezogenheit, toller Han⸗ »Furcht bet du Lust und in meinem Htief in dei⸗ ich von al⸗ d von den zute Nacht mich selbs e nrich nur G 10ster Geist, schlagen ꝛe. elodey. der du dich st fuͤr mich, auf Erden in Opfer nimt nichts tht gethan: nicht gehet/ ht erhoͤhet. id schlachte inen Sinn: einem Her⸗ nit tausend den Altar, itz und gar wenn doch iebe! geschehn, msehn: Al⸗ rden GOtt und Koͤ⸗ in deinem ——— n. Apgelus. Luc. und der Welt. 720. Mel. Nun ist auferstanden. Esu, meine Freude, meines J Hertzeus Weyde, IEsu, mei— ne Zier! Ach! wie lang, ach lan⸗ ge ist dem Hertzen hauge, und ver⸗ langt nach dir! GOttes Lamm, mein Braͤutigam, ausser dir soll mir auf Erden nichts sonst liebers werden. 2. Unter deinen Schirmen bin ich vor den Stuͤrmen aller Feinde srey. Laß den Satan wittern, laß den Feind erbittern, mir steht E⸗ sus bey. Ob es itzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Suͤnd und Hoͤlle schrecken, JEsus wil mich decken. ͤ 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz des Rachen, Trotz der Furcht darzu! tobe Welt, und springe, ich bin hier und singe in gar sichrer Ruh. GOttes Macht haͤlt mich in acht, Erd und Abgrund muß verstummen, ob sie noch so brum⸗ men. 4. Weg mit allen Schaͤtzen, du bist mein Ergoͤtzen, JEm, meine Lust: Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hoͤren, bleibt mir unbewust; Elend, Noth, Creutz, Schmach und Toͤd soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von JE⸗ su scheiden. 5. Gute Nacht, oWesen, das die Welt erlesen, mir gefaͤllst du nicht. Gute Nacht, ihr Suͤnden, bleibet weit dahinden, komt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stoltz und Pracht, dir sey gantz du Laster⸗ Leben, gute Nacht gegeben. . Weicht, ihr Trauer Geister, denn mein Freuden⸗Meister, W⸗ sus, tritt herein, denen, die GOtt lieben, muß auch ihr Betruben lauter Zucker seyn. Duld ich schon hier Spott und Hohn: Den⸗ noch bist du auch im Leide, IE⸗ su, meine Freude. ö Johann Franck. 44¹ Matth. 16, 24. Da sprach JEsus. 721. Mel. Nun lob mein Seel. Laß uns doch nicht begehren, o liebste Seel! in dieser Zeit das, was dich kan beschweren, ja hin⸗ dern an der Seligkeit. Was wil man Ehre suchen, die doch ver⸗ gaͤnglich ist, ja wol gar zu verflu⸗ chen, als welch in kurtzer Frist uns grausamlich laͤst fallen in Truͤbsal, Angst und Pein? Drum suchen 2 vor allen bey GOtt geehrt zu eyn. 2. Was kan uns Wollust nützen, o wertheSeel in dieser Welt? was kan uns Reichthum schützen, wenn uns der Wurger uͤberfaͤllt? Die rechte Lust ist oben, wo mein HErr IJEsus wohnt, den alle Zungen lo⸗ den, der uns so reich belohnt, daß wir gekroͤnet werden im hohen Himmels⸗Saal, ach! eilt doch non der Erden zu seinem Hochzeit⸗ Mahl. 77 3. Was Pracht, was froͤhlichs Leben? was Reichthum, Ehr und Herrlichkeit? der Himmel kan uns geoen, was uns an Leib und Seelerfreut: In JEsu sich ergoͤ— zen bleibt ewig suß und gut, sein Reich fuͤr alles schaͤtzen, erquicket Geist und Muth: in JIEsu Reich⸗ thum haben, in JIEsu seyn geehrt, kan uns ohn Ende laben, als er uns selbst gelehrt. ö 4. In IEsu hab ich Guͤter, in JEsu had ich Lieb und Lust, wie dir, du Menschen⸗Huter, ist mehr denn allzuwol bewust. Laß mich die Welt verachten, das kraͤnckt mich nicht ein Haar, ich wil nach Ehren trachten, die frey sind von Gefahr; laß mich die Welt nur hassen, ich wil mit Lieb und Treu nur meinen IJEsum fassen, so bleib ich Sorgen frey. ů 6. Die Welt mag mich verflu⸗ chen, ist doch mein Segen JEsus Christ: In IEsu kan ich suchen und finden, was mir nuͤtzlich ist; Eerr Laß 4⁴² Von der verlangnung sein selbst ö N. Laß mich die Welt nur setzen in Augst und Traurigkeit, mein JE⸗ sus kan ergoͤtzen mein Hertz zu aller Zeit: Und sollt ich schon hier ster⸗ beu noch mehr als tausendmal kan ich doch nicht verderben, dort ruͤhrt uns keine Quaal. 6. Das aber kan ich zeugen, das kan ich ruͤhmen Tag und Nacht, daß mir mein GOtt fur kigen sein Koͤnigreich hat zugedacht. Ihr Sterblichen auf Erden, lebt wohl in dieser Welt, ich Rer gekroͤnet werden, mir ist ein Reich bestellt, ich sollt mit GOtt regieren, den Erd und Himmel preisꝰ't, ich soll ein Leben fuͤhren, das unvergaͤng⸗ lich heist. ö 7. O JEsu! meine Freude, wenn koͤmmt die liebe Zeit heran, daß ich von hinnen scheide, daß ich dich hertzlich loben kan? Wenn werd ich doch gezieret mit Klei⸗ dern weiß und hell? wenn werd ich aufgefuͤhret zu dir? ach! laß mich schnell, HErr guͤldne Kronen tragen, welch unvergaͤnglich sind, denn werd ich dir behagen, als dein hertzliebes Kind. Lue. 10,41. Martha, Martha, du. 732. Ni. JEsus meineduversicht Sese, was ermuͤd st du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich, und zu lauter Nichtes werden? suche IEsum und sein Licht, alles andre hilst dir nicht. 3. Sammle den ierstreuten Sinn, laß ihn sich zu GOtt aus⸗ schwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen: Suche JEsum und Uh Licht, alles andre hilft dir. nicht. 3. Du verlanast oft suͤsse Ruh, dein betruͤbtes Hertz zu laben: Eil urLebens⸗Quell hinzu, da kanst du ie reichlich haben: suche JEsum und sein Licht, alles andre hilft ꝛe. 4. Fliehe die unseh ge Pein so das finsire Reich gebieret; laß nur den dein Labsal seyn, der zur Glaudens Freude führet: Suche JEsum und sein Licht, alles. .Ach!es ist ja schlecht genung, daß du sonst viel Zeit verdorben mit nichtswuͤrdigem Gesuch, da⸗ bey du fast bist erstorben! suche JEsum und sein Licht, alles ꝛ. 6. Geh einfaͤltig stets einher laß La GOtt wird aus dem Liebes⸗Meer dich, den Krancken, wohl ergun cken: Suche JEsum und sein ꝛc. 7. Weißt dei nicht, daß diese Welt ein gantz ander Wesen heget, dein Ursprung dir vorleget? suche JEsum und sein Licht. alles ꝛc. . Du bist ja ein Hauch aus GOtt, und aus seinem Geist geß bohren, darum liege nicht im Koth, bist du nicht zum Reich er?⸗ kohren? Suche JEsum und ꝛe. 9. Schwinge dich fein oft im laß, was dich zur Erden reiß'n, woit von dir entfernet stehen: sut 10. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lam⸗ und fromm, sich in reichem Maaß ergiesset: Suche JEsum und sein Licht, alles andre hilft dir ꝛe. 1. Laß dir seine Majestaͤt im⸗ merdar vor Augen schweben: laß mit bruͤnstigem Gebet sich dein Hertz zu ihm erheben: suche JE⸗ sum und sein Licht, alles ꝛe. 12. Sey im uͤbrigen gantz still, du wirst— zum Ziel gelangen: Glaube, daß sein Liebes Will stil⸗ len werde dein Verlangen: drum such JEsum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 200 Joh. 2, 1517. Habt nicht lieb. 723. Mel. O GOtt du frommer. Wos frag ich nach der Welt, und allen ihren Schaͤtzen, wann ich mich nur an dir, Err JEsu, dir nichts das Ziel verruͤckenn; als dem Hoͤchsten wohlgefaͤllt, und Geist uͤber alle Himmels⸗Hoͤhen: che JEsum und sein Licht, alles ꝛe. mes fliesset, auf die, so da keusch IEsu, eintzigt Du, d. srag ick 41 der in nem E Zeit be bleköt; Er ist frag ich 3. 4 Ruhm und der bald de was al lich he was fr 4. 2 Gut, u ret: Suce : Suche alles ꝛc. 8 cht genung, verdorben Gesuch, da rhen! suche alles ꝛ. s einher,laß liebes⸗Meer vohl erqui nd sein ꝛc. daß diese Besen heget, eget? suche alles ꝛc. Hauch aus n Geist geß ecnicht im nu Reich er? und ꝛc. ein ost im els⸗Hoͤhen: den reißen, stehen: sut cht, alles ꝛc. em lautern n des Lam⸗ o da keusch hem Maaß Esum und ilft dir ꝛe. dajestaͤt im⸗ weben: laß t sich dein suche JE⸗ Es e. gantz stilh, gelangen: . Will stil⸗ gen: drum Licht, alles t nicht lieb. frommer. der Welt, Schaͤtzen, dir, HErr Jsu,/ verruͤckenn gefaͤllt, und — und der Welt. 4⁴³ IEsu, kan ergötzen! dich hab ich eintzig mir zur Wellust suͤrgestellt: Du, du bist meine Ruh: Was frag ich nach der Welt! 2. Die Welt ist wie ein Rauch, der in der Luft vergehet, und ei⸗ nem Schatten gleich, der kurtze Zeit bestehet. Mein IEsus aber blekbt, wann alles bricht und falt. Er ist miein starcker Fels; Was frag ich nach der Welt! 3. Die Welt sucht Ehr und Ruhm bey hoch erhabnen Leuten, und denckt nicht einmal drauf, wie bald doch diese gleten. Das aber, was allein mein Hertz fuͤr ruͤhm⸗ lich haͤlt, ist JEsus nur allein; was frag ich nach der Welt! 4. Die Welt sucht Geld und Gut, und kan nicht eher rasten, sie habe denn zuvor den Mammon in den Kasten. Ich weiß ein besser Gut, wornach mein Hertze stellt, ist JESusS nur mein Schatz; was sras ich nach der Welt! 5. Die Welt bekümmert sich, im Fall sie wird verachtet, als wann man ihr mit List nach ihren Ehren trachtet; Ich trage Christi Schmach, so lang es ihm gefaͤnt. Wonn mich mein Heiland ehrt; was frag ich nach der Welt! du bist, der mir gefaͤllt, du, der den Liebes⸗Most mir Liebes⸗Kraucken reichst aus deinem Wunden⸗Kel⸗ ler, der meine Seel erfrischt, die Augen machet heller. 2. Mein ISsu! deine Lieb ist meiner Seelen Lust, wird hier mein Himmel truͤb, ich ruh an dei⸗ ner Bruft, so kan ich meine Sonn in schoͤnster Klarheit sehen, wenn mich die Welt aublitzt, und Truͤb⸗ sals ⸗Winde wehen. 3. Nur du vergnuͤgest mich, o meiner Seelen⸗Licht! in dir er⸗ freuet sich mein Hertz, auch wenn es bricht. Laß mich doch mehr und mehr der Liebe Balsam spuͤh⸗ ren, so wird sich Lieb und Lust der Welt in mir verlieren. 4. Durchstrahle mich doch gantz mit deinem Gnaden⸗Schein, so wird der Erden Glantz mir Nacht und Eckel seyn: Zeig deine Schoͤnheit mir, s Schoͤnster aller Schoͤnen, wenn die geschminckte Welt wil meine Lieb entkroͤnen. 5. Erleuchte mich, mein Licht, wenn mir die Eitelkeit umnebelt das Gesicht mit Sachen dieser Zeit, und laß mich so vergnuͤgt in deiner Liebe stehen, daß ich nichts anders moͤg als dich, mein GOtt, 6. Die Welt kan ihre Lust nicht ansehen. Doch noch dafuͤr wol gar den ve genug erheben, sie daͤrste 6 Himmel Glüuck, 6. Mich hungert nicht nach mich duͤrstet nicht nach geben: Ein andrer haͤtts mit ihr, Ehr, ein einger Liebes⸗Blick von der von sich selbst viel halt: Ich dir ersreut mich mehr, als ob ich liebe meinen GOtt; was frag ich alles Gluͤck des falschen Reich⸗ nach der Welt! tyums haͤtte, und unter Rosen lͤg v. Was frag ich nach der Welt! auf hohem Ehren⸗Bette. im Huy muß sie vergehen, ihr An⸗ sehn kan durchaus dem Tod nicht wiederstehen, die Guͤter muͤssen fort, und alle Lust verfaͤllt bleibt IEsus nur bey mir; was frag ich nach der Welt. M. S. M. Psesserkorn. Matth. 16, 26. Was hulis dem. 7234. M. Mein Augen schließ ich. Woeee ich nach der Weit! sie giebt mir schlechten Tros, 7. Du bist mein huͤchstes Gut, mein Schatz, dem keiner gleicht: Du troͤstest Hertz und Muth, wenn andrer Reichthum weicht. Ich bin in Armuth reich. Wie kan mir auch was fehlen? Wer dich zum Segen hat, den darf kein Mangel quaͤlen. ö 8. Ich mag die Ehre nicht, den Schatten der vergeht, wenn unsrer Tage ——.— —— 411 Von der verlaͤugnung sein selbst Tage Licht beym letzten Abend steht. Genug, mein JEsu, ists, daß du mich, Erde, liebest, und mir mit deiner Lieb Hertz, Kron und Himmel giebest. 9. Ach! laß mich mehr und mehr empfinden Gegen Lieb', und toͤdte und zerstoͤhe, was hindert ih⸗ ren Trieb; Verbittre mir die Welt, daß deine Suͤßigleiten bey desto weiterm Ruhm sich in der Seel ausbreiten! 10. Weg Welt! die schnelle Zeit veraͤndert dich und sich; der Kram derEitelkeit hat keine Waar fuͤr mich. Wilt du mir in der Welt, mein Esu, etwas geben; so gib dich selber mir, mein Theil, mein Heil, mein Leben. Ebr. 11, 25. Und erwaͤhlete viel. I25. M. Mein Gott das Hertz. I as mich auf dieser Welt be⸗ truͤbt, das waͤhret kurtze Zeit: was aber meine Seele liebt, das bleibt in Ewigkeit. Drum sahr, o Welt, mit Ehr und Geld, ö und deiner Wollust hin, in Creutz und Spott kan mir mein GOtt er⸗ quicken Muth und Sinn. 2, Die Thoren⸗Freude dieser Welt, wie suͤß sie immer lacht, hat schleunig ihr Gesicht verstellt, und den in Leid gebracht, der auf sie baut, wer aber traut allein auf Gottes Treu, der siehet schon die Himmels⸗Cron, und freut sich oh⸗ ne Ren. 3. Mein JEsus bleibet meine Freud, was frag ich nach der Welt? Welt ist nur Furcht und Traurig⸗ keit, die letzlich selbst zerfaͤllt: Ich bin ja schon mit GOttes Sohn im Glaͤuben hier vertraut, der droben sitzt, und hier beschuͤtzt sein auser⸗ waͤhlte Braut. ů 4. Ach JEsu! toͤdt in mir die Welt und meinem alten Sinn, der deinem Willen widerbellt: HErr, nim mich selbst nur hin, und binde mich gantz vestiglich an dich, o HErr mein Hort, so irr ich nicht in deinem Licht bis in die Lebens⸗ Pfort. Gal. /24. Welche aber Christum. 226. M. Von Gott wil ich nicht Ner Christum recht wil lieben, muß selbst verleugnen sich, und gaͤntzlich von sich schieben der alten Schlaugen Stich: Ich mey⸗ ne solche Lust, in der wir uns gefal⸗ len, wie Adams Kindern allen die⸗ selb ist wohl bewust. 2. Wer sich nicht selbst wil has⸗ sen, samt seiner Wercke Schein, kan Christum nimmer fassen, noch auch sein Diener seyn; denn wer in Gottes Haus mit gantzer Macht wil dringen, der muß suͤr allen Dingen die Hoffart trei⸗ ben aus. 3. Wie nicht zur Frucht kan werden das edle Weitzen⸗Koru, es sey dann in der Erden durchs Fau⸗ len schier verlohrn: So wil der hoͤchste Ott auch keinem nicht er⸗ scheinen, bis er durch klaͤglichs Weinen wird aller Welt zum Spott. 4. Geh aus von deinem Lande, sprach GOott zu Abraham; O Mensch! in diesem Stande kriech aus demSuͤnden Schlamm. Ach: deucke, wer du bist, und wie du Gott betruͤbest, wo du dich selber liebest; fuͤrwahr kein rechter H. 5. Gleichwie es nie geschehen, daß einer hat zugleich gen Himmel aufgesehen, und nach dem Erden⸗ Reich: So kans auch gar nicht seyn, sich neben GOtt zu setzen, und dem sich gleich zu schaͤtzen: Gott wil die Ehr allein. 6. Das hoͤchste Gut im Leben dem Menschen zugewandt, daß Gott uns hat gegeben, ist Liebe nur genannt: Dis hoͤchste Gut ist GOtt, zu dem sollt du dich keh⸗ ren, ihn hertzlich zu verehren, und nicht des Satans Rott. J. Es heist: Waoͤ du recht mey⸗ uest, nest, ist ö wenn du ö denn viel, Denn at enn er selbst, da . Lab nicht die leicht ju Mist; 2 Uglle en woll es⸗Feur 410./ Erden, und wil nen schn Feur in: gen, sich gen, mit 11.N wie der, nicht soll ber gieb buͤhrt, derselb hin zur 12.O auch Gl samt all Gott u Brünn Riessen, ium sel 3z. Strahlg ein gan Bluͤmke wiedrun Enden: iu GOtt 14. 2 Babel si fuͤr Fre Lebens⸗ hristum. ich nicht il lieben, nen sich, ehen der ch mey⸗ ns gefal⸗ allen die⸗ Eil has⸗ Schein, en, noch senn wer gantzer muß suͤr art trei⸗ cht kan oru, es chs Fau⸗ wil der nicht er⸗ klaͤglichs elt zum nLande, am; O de kriech m. Ach:! wie du ch selber rechter schehen, Himmel Erden⸗ ar nicht u setzen, chaͤtzen: nLeben dt, daß ist Liebe ste Gut ich keh⸗ ren, und cht mey⸗ uest, und der Welt. 445 nest, ist dir an GOttes Statt; wenn du das gleich verneinest, so zeigt es doch die That. Der so sich liebt zu sehr,—3.— GoOtt sich heben, dem Schoͤpfer wider⸗ streben, und raubet ihm die Ehr. 8. Ist GOtt, wie wir bekennen, der Nufang und das Ziel, das A und O zu nennen, was harren wir denn viel, Leib, Leben, Hertz und Muth allein ihm zuzuwenden? Denn er wil uns ja senden sich selbst, das hoͤchste Gut. 9. Laß dich die Lieb entzuͤnden, nicht die verganglich ist,als welche leicht iu finden in faulen Suͤnden⸗ Mist; Ach nein! dis Ungeheur Uge elt verfluchen, wir Chri⸗ en wollen suchen ein besser Lie⸗ bes⸗Feur. 10. Das Feur bleibt nicht auff sich Erden, es schwinget sich hinauf, und wil erhoͤhet werden durch sei⸗ nen schuellen Lauf; das Liabes⸗ Feur in dir soll auch vor allen Din⸗ gen, sich in den Himmel schwin⸗ gen, mit himmilischer Begier. II. Noch wil ich ferner lehren, wie der, so Christum liebt, sich gar nicht soll verehren, als der ihm sel⸗ ber giebt, was Gott allein ge⸗ buͤhrt, wer dessen Lob nicht suchet, derselb pein genhr et, wird hin zur Pein gefuͤhrt. 12. Die schoͤnen Leibes⸗Gaben, auch Gluͤck, Witz, Ehr und Geld, samt allem, was wir haben, hat Gott uns zugestellt; weil diese Bruͤnnelein nun sich aus ihin er⸗ giessen, so muͤssen sie auch fliessen ium selben Meer hinein. 3. Gleichwie der Sonnen⸗ Strahlen, wenn sie mit allem Lau ein gantzes Land bemahlen, vie Bluͤmlein schliessen auf, die suchen wiedrum sehr die Sonn an allen Enden: so mutz man alles wenden zu GOttes Preis und Ehr. ö 14. Als jener Koͤnig lobte die Babel seiner Macht, und gleich fuͤr Freuden tobte, vol Hoffart, Stoltz und Pracht, da ward er toll und wild; das heist sich selber lieben, dis ist, o Mensch, geschrie⸗ ben der Welt zum klaren Bild. 15. Ach! stelle deinen Willen nach GOttes Willen an, der deine Bitt erfuͤllen, und dich erhoͤhen kan; Doch zeig es mit der That, kanst du dich selber zwingen, so wirst du vollenbringen, was GOtt befohlen hat. 5B. Mos. 4, 29. Wenn du den. 7⁴½. 00 uhr d 20. 6 dir geben. Follt ihr den HErren sinden, Wẽ so sucht ihn, weil es Zeit: Wollt ihr den Braͤutgam binden, so thuts, weil ers verleiht; wollt ihr die Kron empfangen, so rennet nach dem Ziel: Wer viel meynt zu pit der sucht und muͤht ich viel. 3. Sucht ihn mit Kinds⸗G⸗ berden im Kripplein auf den Heu. Denn wer kein Kind wil werden, der geht ihũ stracks vorbey: Sucht ihn, den reinen Knaben in der Jungsrauen Schooß. Denn wer dis Gold wil haben, muß seyn von Keuschheit groß. 7* 3. Sucht ihn, soll er sich zeigen, im Wege der Geduld; Wer mei⸗ den kan und schweigen, der findet seine Huld: Sucht ihn in Wuͤste⸗ neyen und Abgeschiedenheit: Die mit der Welt sich freuen, die feh⸗ len seiner weit. · Sucht ihn im Creutz und Lei, den, in Truͤbsal und Elend: Denn durch der Wollust⸗Freuden wird man von ihm getrennt: sucht ihn, wo er im Grabe der Welt gestor⸗ ben ist. Denn wer nicht all'm stirbt abe, wird nicht von ihm erkiest. 5. Sucht ihn im Himmel dro⸗ ben, im Chor der Seraphim. Denn die ihn liebend loben, sind nicht sehr weit von ihm: Sucht ihn in eurem Hertzen mit tlesster. Innigkeit: So werdt ihr guit von Schmertzen, itzt und in Ewigkeit 9 2 ‚ Von 446 ven der mufigken und neuschhei. —— Von der Mätigke Offenb. 14, 4. 5. Diese sinds, die. 730. M. Alle Menschen mussen. deuscher JEsu, hoch von Adel, V unbeflecktes GOttes Lamm, zuͤchtig, heilig, ohne Tadel, du mein reiner Braͤutigam! o du Krone keuscher Jugend, du Lieb⸗ haber reiner Tugend! Ach! ent⸗ ziehe mir doch nicht dein holdse⸗ ligs Angesicht. ö. Darf ich dir in Wehmuth kla⸗ gen meines Hersens Jammer⸗ Stand? Ach! ich schaͤm michs sast zu sagen; doch dir ist es schon hekandt, wie mein gautzes Hertz beflecket, und gantz voll von Un⸗ — stecket: Dieser Greuel, die⸗ ser Gift, mich von Mutter⸗Leib antrift.— 3. Ach! es ist mir angebohren nichts als nur Unreinigkeit, aber du bist auserkohren, unbesudelt ist dein Kleid. An Maria der Jung⸗ frauen laͤst sich nichts Unreines schauen, wenn mann sie gleich schwanger heist, ist es doch vom Heilgen Geistt... 4. Was Naturx in mir verdor⸗ ben, hat der reinen Keuschheit Ruhm deiner Menschheit mir er⸗ worben, weil du bist mein Eigen⸗ thum: O du unbeflecktes Wesen! laß mich doch durch dich genesen: Mehr als Engehreines Lamm, til⸗ ge meinen Suͤnden⸗Schlamm. . Hat was Boͤses angestiftet dieser Abgrund schnoder Lust, und mir Leib und Seel vergiftet, wie dir alles wol bewust, weil Begier⸗ den und Beberden leichtlich ange— flammet werden, wo der reine Gottes Geist, nicht im Hertzen Meister heist. 6.O so wollst du mich vertreten, mein geneigter Gnaden⸗Thron, laß doch seyn zuruck gebeten den hiedurch verdienten Lohn! Soll es nach dem Rechte gehen, o so ists um mich tzeschehen: Dein fur —*—— keusche Lieb it und Keuschheit. 4 ö Verfuͤhrung mich vergoßnes Blut sey fuͤr diese 3. Hilf, Wunden gut. be, o mein 7. Sollen nur dein Antlitzt schauen, die von Hertzen keusch und rein; O! so werden jg mit Grauen sincken hin in Hoͤllew Pein, die aus unverschaͤmten Hen tzen ihre Reinigkeit verschertzen; Drum, HErr Esu, steh mir bey, 14. Ma mach nich dieser Banden frey. Huͤtte, da 8. Ich kan auch nicht zuͤchtig les ein, und h ben! Wenn dein Gnaden⸗Ueber schütte dei fluß mirs nicht wird von oben gej Schein: L ben, o drum fall ich dir Fuß, dü verliehren, wollst ein rein Hertze schaffen, mich zieren: Lat authun mit Keuschheits⸗Waffen allein dein! Ach! mein Heil verstoß mich nicht I. Laß! weg von deinem Angesicht. helt scheide 9. Gib, daß unver faͤlschter Glaut Schaar, be mich vom Unslath mache rein, Heiden; 6 und dein Geist, die reine Taube, zar dir zun nehm mein Hertz zur Wohnung gel, sey mit ein: Laß mich stets in Busse ka aß mich/ a pfen und die boͤsen Luͤste dampfen⸗ keinem, alt auch die neue Creatur zeige mik 16. Mac die Keuschheits ⸗Spur. reue mi 10. Hilf, daß Satan nicht bess uehm, dal tze mich als sein unreines Hauß, ausspeye d. noch mit seiner Glut erhitze, stoß diese Thor ihn voͤllig von wir aus, daß er nicht nichts Uur den Leib anstecke, Geist und Seele Pallast wi nicht beflerke: Halt von seiner Ten hekleidet feley mir auch die Gedancken frey. 17. Hilt 11. Alle schnoͤde Unzucht hangen al Flammen hilf durch deine GOt; ein Leib, at tes⸗Kraft in mir tilgen und ver: faugen dammen: Gib, was Zucht und hleib; Ja Ehre schaft; Meine Lenden, mei lauffe, we ne Nieren, laß den Gurt der Taufe du Keuschheit zieten; Reiner Zweig 18 gewe aus Davids Stamm, sey allein 13. We mein Braͤutigam. bbren, daß 12. Fasse mich mit deiner Liebe und den und vermaͤhle dich mit mir, laß der deuse mein Hertz mit keuschem Tiiebe sed, was d seyn erfuͤlet fuüͤr und fur: Meine keuschheit Sinnen und Gedancken halte stets bleibe rein in Zucht und Schraucken; deine del seyn. ö keusche 12. Nut stets ein rei Ach! verhu ver fuͤhrische ach sehn 0 mich seyn Herrlichkei heit. y fuͤr diene n Antlitzt tzen keusch den jg mit in Hoͤllem imten Hen rschertzen eh mir bey, en frey. t zůchtig le⸗ den⸗Ueber⸗ on oben ges ir Fuß, du affen, mich s⸗Waffen? mich nicht sicht. chter Glaut nache rein⸗ ne Taube, Wohnung husse kaͤm⸗ e dampfen, ů zeige mir nicht besn nes Haus⸗ rhitze, fh aß er nicht und Seele seiner Ten incken frey⸗ Unzuchts⸗ seine GOt⸗ uund ver⸗ Zucht und nden, meiz Gurt der iner Zweig sey allein einer Liebe it mir, la em Triebe ir: Meine halte stets Ren; deine keusche Von der Maͤßigkeit und Veuschheit. 4⁴⁷ Kusche Liebes⸗Glut ist stets vor Verfuͤhrung gut. 13. Hilf, daß ich an deinem Lei⸗ be, d mein auserwaͤhltes Licht, stets ein reinss Glied verblribe: Ach! verhuͤte, daß ich nicht durch ver fuhrische Gederden moͤg ein Glied des Satans werden; Laß mich icht ein rein Gefaͤß, deiner Herrli keit gemao. 4. Mache mich zur saubren Huͤtte, da du stets 1001 aus und ein, und hilf, daß ich nicht ver⸗ schütte deiner Gaben Glantz und Schein: Laß mich das ja nicht Nenmhneen womit du mich wollen jieren: Laß mich dir zum Preis allein dein verschloßner Garte seyn. I. Laß mich Zucht und Keusch⸗ heit scheiden von unsaubrerGeister Schaar, wie auch von unreinen Heiden; Setze du mich gantz und gar dir zum vesten Pfand und Sie⸗ hel, sey mir ein an erepel⸗Sihren b Laß mich,als dein Liebes ⸗Schrein, keinem, als dit offeu seyn. 16. Mach in keuscher Zlaubens⸗ Creue mich dir gaͤntzlich ange⸗ nehm, daß mich nicht als Koth ausspeye dort dein neu Jerusalem, diese Thore, diese Gassen koͤnnen nichts Uẽnreines fassen: Wer den Pailast wil besehn, der muß weiß hekleidet gehn. 17. Hilf, daß ich dir moͤg an⸗ hangen als ein Geist, ein Hertz, ein Leib, auch gantz innig dich um⸗ 11 en, und dir stets vereinigt hleib; Jarecht bruͤnstig dir nach— lauffe, weil schon in der Acken Taufe du zur wahrer Heiligkeit mich gewaschen und geweiht. 13. Weil du meinen Leib wilt ehren, daß er dir ein Temyel sey, und den gaͤntzlich wilt verheeren, 5der denselben bricht entzwey: O so sey, was du geehret, nie durch Un⸗ keuschheit zerstoͤhret: Alles, alles leibe rein, was dir soll ein Tem⸗ pel seyn.. 12. Nun, miein Liebster, der du weydest unter Rosen reiner Zucht, keine Geilheits⸗Nesseln leidest, dein Kuß reine Lippen sucht: Du sollt stets vor andern allen meinen Augen wohlgefallen; Laß dann guch bey mir nichts ein, was dit koͤnte widrig seyn. ö 30. Du hast dich mit mir ver⸗ maͤhlet, dein Geist ist mein Unter⸗ pfand, ach! ich habe dich erwaͤh⸗ let, und mit Hertzen, Mund und Hand deine Treue dir geschworen, dich allein hab ich erkohren; Es wiß alle Creatur, JEsum, JIEsum lieb ich nur. 21. Keuscher IEsu, hoch von Adel, unbeflecktes GOttes⸗Lamm, zuͤchtig, heilig vhne Tadel, du mein reiner Braͤutigam: O du Krone keuscher Jugend, du Lieb⸗ haber reiner Tugend, laß mein End und Anfang seyn: JEsum lieb ich gantz allein. J. Baumg. 1 Petr. 2, 11. Euthaltet euch von. 731. M. Vater Unser inr Himm. Gott! der du mein Vater bist, und schenckest was mir noͤthig ist, mein Leben steht in dei⸗ ner Hand, mein Othem ist dein Gnaden⸗Pfand, du liebtest mich in deinem Sinn, bevor ich etwas worden bin. 2. Ach! kehr dein Anklitz. nun zu mir/und daͤmpf das Fleisch samt der Begier, so mich zum eiteln Hochmuth treibt, der niemals vh⸗ ne Thorheit bleibt; wenn sich der Stoltz in mir erhebt verleih mir, was dem widerstrebt. 3. Laß meine Seele niedrig seyn, und hülle sie in Demuth eiu, du richtest den auf, der sich buͤckt, wer sich erhoͤht, wird unterdruͤckt: Zum Argen sey bey mir kein Raum, halt mein Gemuͤthe vest im Zaum. 4. Besonders wende von mir ab, was mir ein falschVergnuͤgen gab, behuͤte mich vor schnoͤder Lust, reiß die Gedancken aus der 8810 die une fort 14⁸ Von der Beharrung und die unrein sind, und leicht ent⸗ stehn, so bald die Augen irre gehn. . Vertilge mir der Unzucht Gift, das andreSuͤnden uͤbertrist: wer soust verbricht, verschuld sich sehr, ein Hurer fuͤndigt zwiefach mehr, er machet seinen Leib ge⸗ mein, das Hertz zum Sitz der Hoͤllen⸗Pein. 6. Wach über mich bey Tag und Racht, und hintertreib des Feindes Macht, der Ehrbarkeit und keusche Zucht durch boͤse Brunst zu faͤllen sucht, und wenn er eine Glut erweckt, die Seel in das Verderben steckt. v. Entzeuch dem allen meinGe⸗ sicht, was gegen deine Liebe ficht, —— die sey ein Schutz, und ssetet 2—8 Brand, thu Aergernissen Widen 121 wendem siand, schleuß meine Sinnen da, kreu, er sol für zu, versetze mich in heilge Ruh. tzen seyn ve 8. HErr, saubre mich am ist, ste 3 nern Theil, mach meine Seeln 3. Das voͤllig heil die Glieder im Versun sind da, ob chungs⸗Streit zu Waffen der Ge⸗ bringen me rechtigkeit; fuͤhr du an meiner täglich stre Statt den Krieg, und gib mir den und Blut erwuͤnschten Sieg. ESEinn/ wei 9. Wenn deine Furcht den Wan in Christi del zaͤhmt, so ist der Muth nicht 4. Und unverschaͤmt: Ein freches Auge meiner M. weichet sort, das Ohr beliebt kein wil ich ihm geiles Wort, der Mund spricht nem fron nichts, was schandbar heißt: das Schatz, ar wirck in mir durch deinen Geist! in recht ker Von der Beharrung und Bestaͤndigkeint im G Lue. 9,62. Wer seine Hand an den. 73²2. In eigener elodev. F fort: n sahre fort im icht, mache deinen Leuchter helle, laß die erstekiebe nicht, suche stets die Lebens⸗Quelle; Zion dringe durch die enge Pfort, fah⸗ 2. Leide dich:/ Zion leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, sey bis in den Tod ge⸗ treu, staiß auf die Lebens⸗Krone! ion, fuͤhlest du den Schlangen⸗ 5tich, leide dich 2 3. Folge nicht 1. Zion folge nicht der Welt, die dich suchet groß zu machen, achte nicht ihr Gut und Geld, nim nicht an den Stuhl des Drachen; Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, solge nicht ö 4. Pruͤse recht 71 Zion pruͤse recht den Geist, der dich rust zn beyden Seiten, thue nicht, was er dich heist, laß nur deinen Stern dich leiten; Sion, beydes das, was krumm und schlecht, yrüfe recht. 5. Dringe ein:„ Zion dringe ein entzündet . Kom, uten. En und Leben, sey nicht, wie die an mals wan. dern, todt, sey du gleich den gri Pflicht, en nen Reben; Zion in die Kraft in Hertz, so Heuchel⸗Sehein, dringe ein.½ ster, ewigl 6. Brich herfür Zion brich Col. 2,7. herfuͤr in Kraft, weil die Bruden 734. Ntel Liebe brennet, zeige, was der i TEsu m dir schaft, der als deine Braut dich J JEsu kennet: Zion, durch die dir ga fu, meine! gebne Thur, brich herfur.: dil ist ha 7. Halte aus:/ Zion halte dein hertzlich li Treu, laß dich ja nicht laulich su betrübe: den. Auf! das Kleinod rückt mir, unnd b herbey, auf! verlasse was dahin. JEsu den: Zien in dem letzten Kamii ter, Es, und Strauß halte aus. su, Rarck Joh. Eusebius Schmidt BEu, we Ebr. 3,14. Wir sind Christi theilh, derlanget 733. Hi. O SOtt du srommer sulein, na Ja hab ihn dennoch lieb, und komm, arl bleibe an ihm hangen, er ein fomm o li tzig meine Lust, er eintzig meih 3. Koͤm Verlangen; Fall ich schon often gegangen, mals aus meiner Liebes⸗Pflicht hier; klot so trennet solches dochn die treuß hngen ste Liebe nicht. Thuͤr: B 2. Denn haͤtt ich nur die Krast, sen stehen, in GOtt, staͤrcke dich mit Geist die ich mir wůnschen wollte, wensd gehen 7 A meih 5— Bestandigkeit im Guten. 449 „und steter issen Wider⸗ Sinnen da⸗ heilge Ruh. mein Wunsch nach Begier erfuͤl⸗ let werden sollte, gewiß, ich bliebe treu, er sollte noch an mir von Her⸗ tzen seyn vergnuͤgt,eu/ meine hoͤch⸗ nich am in, ste 3 ieine Seele im Versun ffen der Ge⸗ an meinet gib mir den cht den Wan Muth nicht reches Auge beliebt kein eund spricht heißt: dat inen Geist! udigkeit „wie die au eich den gri⸗ die Kraft si nge ein. Zion brich (die Bruden was der in ie Braut dich die dir gů rfuͤr.: on halte deint ht laulich fih dleinod rückt was dahin etzten Kamyf 8.2½ us Schmidt. E.Zier.. 3. Das Wollen und der Muth sind da, ob gleich zu Zeiten Voll⸗ bringen mangeln wil/ drum seh ich taglich streiten in mir mit Fleisch und Blut den Geist gesinnten Sinn/ weil ich nur noch ein Kind in Christi Liebe bing. 4 Und werd ich dermaleins zu ge meiner Mannheit kommen, wie wil ich ihm so tren verbleiben, mei⸗ nem frommen und allerbesten Schatz/ ach gegen ihn allein soll eutzuͤndet seyn . Kom, Liebster, zuͤnde an, ent⸗ zuͤnde die Gedancken, entzuͤnde in recht keuscher Brunst mein Hertz ö mir mein Hertz, so werd ich nie⸗ mals wancken aus meiner Liebes⸗ Pflicht, entzuͤnde gegen dich mein Hertz, so bleib ich treu dir, Lieb⸗ J. C. Schade. ster, ewiglich. Col. 2,7. Und seyd gewurtzelt und. 734. Miel. JEsu meines Lebens. JeEsu meiner Seelen Wonne, Vesu, meine beste Luft, Je⸗ su/meine Freuden⸗Sonne/ JEsu, dir ist ha bewust, wie ich dich so hertzlich liebe, und nusch vhne dich betrühe: Drum, o IEsu, Eom zu mir /und bleib bey mir fuͤr und fuͤr. 2. JEsu, mein Hort und Erret⸗ ter, Esu, meine Zuversicht, IE⸗ 00. starcker Schlangen⸗Treter,, IEsu, meines Lebens Licht: Wie Thristi theilh, derlanget meinem Hertzen, IE⸗ du frommer. och lieb, un angen, er ein omm o liebstes JEsulein. eintzig mein Emen nach dir mit Schmertzen omm, ach komm, ich warte dein! 3. Koͤmmst du? Ja du koͤmmst hschon often gegangen, JEsu, dul bist schon all⸗ iebes⸗Pflicht hier; klopfest selbst und mit Ver⸗ ochn die treu sangen starck an meine Hertzens⸗ x Thͤͤr: Bleib doch nicht so draus⸗ nur die Krast. sen stehen, wilst du wieder von mir wollte, mei gehen ꝛ Ach ich lasse dich durchaus nicht weggehn von meinem Haus⸗ 4. Eh/ warum sollt ich dich las⸗ sen, JEsu, wieder von mir gehn! Meine Wohlfahrt můst ich hassen wann ich liesse dis geschehn Woh⸗ ne doch in meinem Hertzen, so muß alle Noth und Schmertzen wei⸗ chen alsobald von mir, wenn dü JEsu hist allhier. . Ach! nun hab ich endlich fun⸗ den den/ den meine Seele liebt, der sich mit mir hat verbunden, und sich selbst suͤr mich hingiebt: Den wil ich nun vest umfassen, und durchaus nicht von mir lassen, bis er mir den Segen spricht: Mei⸗ nen Esum laß ich nicht. 6. Wohl mir, daß ich JEsunt. habe, o wie veste halt ich ihn, daß er mir das Hertze labe, wenn ich kranck und traurig bin: JEsum hab ich, der mich liebet, und sein Leben fuͤr mich giebet! Ach drum laß ich Msum nicht, wann mis gleich das Hertze bricht. 7. Mußsich alles gleich verlaft sen, was ich hab in dieser Welt, wil ich doch im Hertzen fassen meinen IEsum, der gefaͤllt mir fuͤr allen andern Schaͤtzen/ gn dem ich mich kan ergoͤzen: Er ist meine Zuver⸗ ch. Reinen IEsum laß ith nicht. sen? JEsum laß ich nimmermehr, andrẽ moͤgen JEsum hassen, JE⸗ sum ich allein begehr in den gut und boͤsen 27 daß er mir niein Creutz helf tagen: Weil er ist mein Weg und Licht, laß ich mei⸗ nen JEsum nicht. ö 3.ö Ich sollt in der Höllen liegen immersort und vhne Zahl, und mich wie ein SchlachtSchaaf bie⸗ gen in dem Schwefel⸗fuhl und Qugal: Ja der Tod sollt ewig na⸗ gen mein Gewissen, und mich pla⸗ gen: JEsus aber riß mich raus aus des Satans Folter⸗Haus. f 3. Ach iwer ipyllte JEfum laß⸗ 10.JEsus bat durch Ere ———— 45⁰ Von der Beharrung und den mich gesund gemacht und heil, daran denck ich alle Stunden, drum ist er mein bestes Theil: Denn durch seinen Tod und Ster⸗ den macht er mich zum Himmels⸗ Erben: Und das glaub ich sicher⸗ lich: JEsus machet selig mich. 11.0 wie sollt ich JEsum lassen! Weil er mir so wohl gethan, und mich von der breiten Strassen hat gefuͤhret Himmelan: Jesum wil ich immier lieben in den Freu⸗ den und Betruͤben: IESuM laß ich nicht von mir, weil ich leb auf Erden hier. n 12. Wann die Welt mit ihren Netzen mich zu Boden faͤllen wil, und die andern sich ergoͤtzen an derselben Affenspiel, wil ich mei⸗ nen JEsum fassen in den Arm und ihn nicht lassen, bis daß ich mit ihm zugleich herrschen werd im Himmelreich. 13. Dennoch moͤgen andre mei⸗ den sich in dieser Eitelkeit: Mi l nichts von JEsu scheiden und er ewgen Seligkeit, die mir IE⸗ sus hat erworben, da er ist fuͤr mich gestorben: Drum,» Welt, fahr Wom. wann ich nur bey JE⸗ u bin.* 3 2 14. Wenn ich nur kan JEsum haben, nach dem andern frag ich nicht; Er kan meine Seele laben, und ist meine Zuversicht in den letzten Todes Zuͤgen; wann ich Hülflos da muß liegen und mir bricht der Augen⸗Licht, laß ich meinen JEsum nicht. 15. Sollt ich meinen JEsum lassen? Wer wuͤrd in der letzten Noth auf der finstern Todes; Strassen bey mir stehen, wenn der Tod seine Grausamkeit ausuͤbet, und die Meinigen betruͤbet, und der Teufel mich anficht? Meinen IEsum laß ich nicht. 16. IEium nur wil ich liebha⸗ ben, denn er uͤbertrift das Gold, und all andre theure Gaben, so mit kan der Sůnden ⸗Sold an dor Seelen gar nicht schaden, weil sie von der Suͤnd entladen wann er gleich den Leib ersticht, laß ich den⸗ noch JEsum nicht. 17. JEsus bleibet meine Freu⸗ de, meines Hertzens Trost und Saft; JEsus steuret allem Leide, er ist meines Lebens⸗Kraft, meiner Augen Lust und Sonne, meiner Seelen Schatz und Wonne! d drum laß ich JEsum nicht auz dem Hertzen und Gesicht. 18. JEsus ist der Feinde Schut⸗ cken, JEsus ist der Hoͤllen⸗Zwang, drum wird er mich auferwecken durch Posaunen Hall und Klang, da ich denn erneuert werde ausen stohen von derErde, JEsum schan⸗ en von Gesicht, meinen JEsun laß ich nicht. 19. Ach wie wird mich JEsh Hertzen, meiner Augen Trost un Licht: Alle Thraͤnen, alle Schmen tzen wischen von dem Angesicht/ ch Und mit grossem Jubiliren mich zur Himmels⸗Freud einfuͤhren, drum so hoͤret alle Heer: JEsun laß ich nimmermehr. M. Janus Col. 2, 6. Wie ihr nun angenoh 735. M. Alle Menschen mussen Esus schwebt mir in Gedanh Acken, JEsus liegt mir sien im Sinn, von ihm wil ich nimma wancken, weil ich allhie leb ud bin! er ist meiner Augen Weyde, meines Hertzens hoͤchste Freudi⸗ meiner Seelen schoͤnste Zier; N sum lieb ich fuͤr und fuͤr. 2. JEsus funckelt mir im Hen tzen, wie die guͤldne Sternelein/u vertreibt mir Angst und Schmen tzen, er ist mein und ich bin seih ihn ergreiffe ich mit Frenden wenn ich soll von hinnen scheiden, er ist meines LebensLicht, JEsum laß ich von mir nicht. 3. JIEsu habe ich geschworen il der heilgen Taufe mein, dai wurde nen gebohren, und von Sůnd gewaschen rein, dem 25 10 auch trenl lassen wa Tod, JEs 4. JEst ben, wenn . Jest der am be gne meing sange an, Namen, Amen, so wenn mit ich alt un kruͤmmen Lebens⸗ verduncke meinen J 7. JE mein getr tes soll m gleich H keine Tri reissen ih wenn mi laß ich de 8. JEt JEsu ich ich sterbe best Gen und bleil von ihm! Leben hie mermeht Ebr. 10, 2⁴.³ 3 man mir weit, ein Bestaͤndigkeit im Guten. 47¹ aden, weil sse den wann er laß ich den⸗ meine Freu⸗ Trost und t allem Leide, draft, meiner önne, meiner Wonne! 0 m nicht autz sicht. seinde Schie⸗ oͤllen⸗Zwang, auferwecken IIund Klang, werde ausen JEsum schan inen IEsum mich JEsuß gen Trost un „alle Schmei⸗ n Angesicht; ubiliren mich id einfuͤhren, heer: JEsun M. Janus dun angenonh schen můssen ir in Gedash egt mir sien il ich nimma allhie leb ung lugen Weyde, zchste Freudi, ste Zier; NV d für. mir im Hen Sternelein, et und Schmen ich bin sein, nit Frenden, inen scheiden, Licht, IEsum t. geschworen ij mein, dai »n, und von n, dem wilich auch auch trenlich halten, und in allen lassen walten, sey im Leben oder Tod, JEsus hilft aus aller Noth. 4. IEsum wil ich bey mir ha⸗ ben, wenn ich gehe aus und ein, seines Geistes Trost und Gaben leiten meines Hertzensschrein, wenn ich auch zu Bette gehe, oder wieder auserstehe, bleibet JEsus fruͤh und spat meiner Seelen Schutz und Rath. 5. JEsum wil ich lassen rathen, der am besten helfen kan, er gese⸗ gne meine Thaten, die ich froͤhlich fange an, daß in seinem theuren Namen, alles gluͤcklich sey und Amen, so wird alles werden gut, wenn mir JEsus Huͤlse thut. 6. JEsus meiner Jugend Leiter und Regierer meiner Sinn, wird mir treulich helsen weiter, wenn ich alt und Kraftlos bin, wenn sich kruͤmmen meine Glieder, und die Lebens⸗Sonn geht nieder, wenn verdunckelt mein Gesicht, laß ich meinen JEsum nicht. 7. JEsus soll in allen Leiden, mein Iuche Beystand seyn, nich⸗ tes soll mich von ihm scheiden, sey gleich HertzensAngst und Pein, keine Truͤbsal, keine Schmertzen reissen ihn aus meinem Hertzen, wenn mir auch das Hertze bricht, laß ich dennoch JEsum nicht. S. JEsu leb ich, JEsu sterb ich, JEsu ich leibeigen bin, JEsu wil ich sterben willig, JEsus ist mein best Gewinn, JEsu wil ich seyn und bleiben, Niemand soll mich von ihm treiben, laß ich gleich das Leben hier, JEsum dennoch nim⸗ mermehr. Ebr. 10, 39. Wir aber sind nicht. 736. In eigener Melodey. M ich Ungluͤck nicht wieder⸗ stahn, muß Ungnad han der Welt, fuͤr mein Recht glaͤuben, so weiß ich doch, das ist mein Kunst, GOttes Huld und Gunst, die muß man mir erlauben, GOtt ist nicht weit, ein kleine Zeit er sich ver⸗ birgt, bis er erwuͤrgt, die mich seins Worts berauben. 2. Richt' t, wie ihr wollt, jetzund mein Sach, weil ich bin schwach, und GOtt mich Furcht laͤst finden: So weiß ich, daß kein G'walt bleibt vest, ists allerbest, das Zeit⸗ lich muß verschwinden, das ewge Gut macht rechten Muth, dabey ich bleib, wag Gut und Leib; Gott helf mirs uͤberwinden. 3. All's Ding ein Weil ein Sprichwort ist, HErr JEsuChrist! du wirst mir stehn zur Seiten, und sehen auf das Ungluͤck mein, als waͤr es dein, wanns wider mich wil streiten. Muß ich dann dran, auf dieser Bahn; Welt, wie du wilt, Gott ist mein Schild, er wird mich wohl begleiten. Maria/ K. in Ung. L. Gem. Luc. 22,28. Ihr aber seyds, die ihr. 732. M. JEsus meinezuversicht M JEsum laß ich nicht, weil er sich fuͤr mich gege⸗ ben, so erfordert meine Pflicht, als ein Glied an Ihm zu kleben; Er ist meines Lebens Licht. Meinen JEsum laß ich nicht. 2. JEsum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben, ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab ergeben: Alles ist auf ihn gericht. Meinen JEsum laß ꝛc. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hoͤren, Schmecken, Fuͤhlen, Wei⸗ chen; Laß daß letzte Tages Licht mich auf dieser Welt erreichen, wenn der Lebens⸗Faden bricht, meinen Ghert laß ich nicht. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelan⸗ get, wo fuͤr seinem Angesicht, meit ner Eltern Glaube pranget; mich erfreut sein Angesicht, meinen IEsum laß ich nicht. g. Nicht nach Welt, nach Him⸗ mel nicht meine Seele wuͤnscht und stoͤhnet, JEsum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Ffa Gott — E————8 wPPRPPRPIPIPIIPIII Fr FFE. 5 45½ von der Beharrung und Gott versoͤhnet der mich freyet vom Gericht awinen JEsum laß I Si ich nicht. JEsum laß ich nicht von mit; m8 ihmewig an dor Seiten; Chri⸗ 8 laͤst mich füͤr undi fur zu dem Lebens⸗Baͤchlein leiten; Selig, der mit mir sorspricht? Meinen JEsum laß ich nicht.. mMEhrist. Keymann. Offenb. 2/10Fuͤvchte dich vor der. 738. M. Freu dich sehr omeine. Se getteu in deinem Leiden/ Iasse dich kein Ungemach von der Liebe JEsu scheiden, murre nicht mit Weh und Ache dencke, wie er manche Zeit dir zu helfen war bereir/ da du ihm dein Hertz verschlossen, ob ihn das nicht hab verdrossen? W 2. Sey getreu in deinem Glau⸗ ben, haue deiner Seelen Grund nicht auf zweifelhafte Schrauben/ chosenender U Bund, so ge⸗ chlossen in der Dauf, deinen GOtt nicht wieder auf, fange an ein bes⸗ ser Leben deinem GOT zum Dienst ergeben 3. Sey getreu in deiner Liebe geden GOtt, der dich geliebt, an dem Naͤchsten Gutes übe, ob er dich gleich hart betruͤbt, deucke/ wie dein Heiland that, als er vor die Feinde bat, so must du verzei⸗ hen eben, soll GOtt anders dir vergeben ⁰0 . Sey getreu in deinem Hoffen, hilft GOtt gleich nicht, wie du wilt, er hat bald ein Mittel troffen/ daß dein Wuͤnschen werd erfuͤllt; Hoffe vest, Gott ist schon hier/sein Hertz bricht ihm gegen dir, hoffe nur, GOtt ist vrhanden, Hofnung macht dich nicht zu Schanden. 5. Sey getreu in Todes⸗Noͤ⸗ then, fichte frisch den letzten Zug, follt dich gleich der HErr auch toͤd⸗ ten, das ist ja der letzte Druck, wer da recht mit Jsu ringt/ und wie Jacob ihn beiwingt, der gewißlich auch obsieget, und die Lebens. hat, kein Hάι o dis& 6. Sey aetreu bis an das Ende, Lem dteib Sey hn beständig meCreu aß u sich ergiebt, ihm befehl ich meint wider Pfli Sachen, JESuS wirds zuletzt Waͤr ja de 1 Z. C. Schade bereit, du Ebr. 6,/%½1. Wir begehren aber. wieder auf 739. Mel. Was mein Gtt wil 7. Sey Sund, v getreu, halt seinen Tod, und l Bund, o Mensch! in deinem den: Er n Leben, leg diesen Stein zum ersten Noth dir tr Grund/ bleib ihm allein ergeben, und kam a deuck an den Kauf in deiner Tauf Reich mit a da er sich dir verschrieben bey sei wollt auf d nem Eyd, in Ewigkeit als Vater bleibest unb dich zu lieben.. Wirst . Seh GOtt getreu, laß keinen treu, wirde Wind des Creutzes dich abkehren er dein liebe Ist er dein Vater, du sein Kind, hat verhei was wilt du mehr begehren? Dis zum Gnade höchste Gut macht rechten Muth: dir aufsetzer Kan seine Huld dir werden, nichts ewiglich in s besser ist, mein lieber Christ, im Himmel und auf Erden. Hiob 27, 5. 3. Sey Gott getreu von Jui komt, wil gend auf, laß dich kein Lust noch meiner F Leiden in deinem gantzen Lebens 740. Ine Lauf von seiner Liebe scheiden: Mon GOt Sein alte Treu wird taͤglich neu, O denn e sein Wort steht nicht auf Schrauz suͤhrt mich ben, was er verspricht, das bricht da ich sonst i er nicht, das sollt du kuͤhnlich seine Hand, glauben. Morgen thu 4Sey Gott getreu in deinem gen, sey wo i Stand, darein er dich gesetzet: 3, Wenn si Wann er dich haͤlt mit seiner de und Wol Hand, wer ist, der dich verletzet: findt sich G Wer seine nad zur Brust. Wehr Macht und hat, gus aller Nü 81 3 Bestaͤndigkeit im Suten 47³ ie Lebens⸗ n das Ende, Kampf. lei taͤnde, dul⸗ Dampf, ist doch nicht dem bleibet wohl gerathen. Sey GOtt getreu/ sein liebes Wort standhaftig zu bekennen, steh vest darauf an allem Ort, laß th nicht dich davon nicht trennen: Was so dir wird diese Welt in Armen haͤlt, muß al. riDin jenem les noch vergehen: Sein liebes Wort bleibt ewig fort, ohn alles lich leiden, Wancken stehen. Du man n.vest, und 6. Sey GOtt getreu, als wel eiden, weil cher sich, laͤst treu und gnaͤdig fin⸗ ast den, der den: Streit unter ihin nur ritter⸗ dimCreutzt. lich, laß uͤber dich den Sunden jg lich meine wider Pflicht den Zuͤgel nicht: irds zuletzt Waͤr ja der Fall geschehen, so sey C. Schade hereit, durch Buß bey Zeit nur ehren aber, wieder außzustehen. Stt wil. Sey GOtt getreu bis in den halt seinen Tod, und laß dich nichts abwen; in deinem den: Er wird und kan in aller zum ersten Noth dir treuen Beystand sonden, in ergeben, und kam auch gleich das hoͤllsche einer Tauf Reich mit aller Macht gedrungen, ben bey sen wollt auf dich zu, so glauhe du, du als Vater bleibest unbezwungen. V 3. Wirst du Gott also bleiben laß keinen treu, wird er sich dir erweisen, daß habkehrener dein lieber Vater sey, wie er dir sein Kind, hat verheissen, und eine Kron, hren? Dis zum Gnaden⸗Lohn, im Himmel ten Muth: dir aufsetzen, da wirst du dich fort den, nichts ewiglich in seiner Treu ergoͤtzen. Christ, im M. Franck. n. Hiob 27, 5. Bis daß mein Ende ² von Juh komt, wil ich nicht weichen von Lust noch meiner Froͤmmigkeit. zen Lebens 740. In eigener Melodey. oscheiden? Mon Gott wil ich uicht lassen: laͤglich neu, Odenn er laͤst nicht von mir, uf Schrauz fuͤhrt mich auf rechter Strassen, das bricht da ich sonst irre sehr, er reicht mir hnlich seine Hand, den Abend als den Morgen thut er mich wohl versor⸗ Iin deinem gen, sey wo ich woll im Land. ch gesetzet: 3, Wenn sich der Meuschen Hul⸗ mit seiner de und Wohlthat all verkehrt, so h verletzet: in sich GOtt gar balde, soin zrust Wehr Macht und Gnad bewaͤhrt, hilfet u kůͤ hat, kein Deufel kan ihm schaden; Wo dis Stacket um einen steht/ Deufels listig Art.. 8. Darum, ob i und Schanden, von Ketten und von Banden, und wauns auch war dor⸗Tod.. u ir 3. Aufihn wil ich vertrauen in meiner schweren Zeit, es wird nijr nicht gereuen er wendet alles Leid. Ihm sey es heimgestellt mein Leib, mein Seel/ mein Leben sey GOtt dem HErrn ergeben, er machs wies ihm gefaͤllt 4. Es thut ihin nichts gefallen, denn was mir nuͤtzlich ist, er meynts gut mit uns allen, schenckt uns den HErren Christ, ja seinen lieben Sohn, durch ihn er uns be⸗ scheret, was Leib und Seel ernaͤh⸗ ret, lobt ihn ins Himmels⸗Thron. . Lobt ihn mit Hertz und Mun⸗ de, welchs er uns beydes schenckt, das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenckt, sonst verdirbt alle Zeit/ die wir zubring'n auf Erden, wir sollen selig werden, und lebn in Ensigkeit. s 6. Auch wann die und racht, het mit ihrem Stoltz und Pracht, wed'r Ehr noch Gut bestehet welchs vor war groß geacht, wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben, wenn wir geschla⸗ fen haben, wil uns erwecken ZOtt. . Die Seelbleibt unverlohren, Lelo in Abrams Schooß, der Leib wird neu gebohren, von allen Suüͤnden los, gantz heilig rein und zart, ein Kind und Erb des HEr⸗ ren, daran muß uns nicht irren des 1b.ich schon dulde hie Widerwaͤrtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, komt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll dieselb ohn einig Ende, dirweil ich Christum kenne, mir wiederfah⸗ ren soll. 7½% Unn 9. Das ist des Vaters Wille, der uns erschaffen hat, sein Sohn hat Guts die Fuͤlle erworben uns aus Gnad, und GOtt der Heilgecheist, hat, gus aller Noth, errett von Sünd im Glauben uns regieret, zum Ff 3 Reich 454 vVon der Beharrung und Bestaͤndigkeit im Guten. Reich der Himmel fuͤhret, ihm sey Lob, Ehr und Preis. WM. Ludw. Selmbold. Jubith 8,20. Also sind auch Isaae. 741. M. Wenn wir in hoͤchsten. Wan dich Ungluͤck thut greif⸗ fen an, und Unfall will sein'n Willen han, so ruf zu GO TT im Glauben vest, in keiner Noth er dich verlaͤsttt. 2. Das sollt du ihm vertrauen gar, er ist bey dir in Noth und gbückdem; 00 101 chtuicht an gluͤck dein; es g'schicht nichts ohn den Willen sein. 3. Ob du schon hier hast boͤse Zeit, ein jedermann dich haßt und H neidt, greif zum Gebet, nicht abe⸗ dich Gott steht dir bey, er wil ich han. . Er schuͤtzt dich recht, er schuͤtzt dich wohl, in keiner Noth man zweiseln soll; Gott ist ein Fuͤrst, der retten thut; aus Tvauren macht er Freud und Muth. . Trag nur Geduld im Leiden dein, und befiehl dich stets dem Willen sein, er weiß gar wol die rechte Zeit, wenn er soll wenden Creutz und Leidd. 6. Nicht setz ihm fuͤr Ziel oder Maaß, denn er weiß wol, wie, wenn odr was dir nuͤtzlich ist iu aller Frist, er braucht an dir kein arge List.—* J. All Haar deins Haupts ge⸗ zaͤhlet seynd, es schadt dir nicht dein aͤrgster Feind, er wird an dir zu Schand und Spott, und bringt sich selbst in Angst und Noth. „8. HErr JEsu Christ, das bitt ich dich, in deinem Schutz befehl ich mich: Erhalt mich und Erbe seyn. 9. Amen! Amen, HErr JEsu Christ, weil du fuͤr mich gestorben bist, bescher uns allen ein seligs 905 nim unser Seel in deine * rhalt mich ves im Glauben rein, laß mich dein Kind dein. 4—. 9. Ich bin im Himmel scho Matth. 10, 32. Wer beharret biz ans Ende, der wird selig. 7⁴²2. M. Wo soll ich fliehen hin. Mer seinen JEsum haͤlt, so lang ihn quaͤlt die Welt, und JEsum nicht wil lassen auf seinen Liebes⸗Strassen, der schaut inJE su hier die ofne Himmels⸗Thuͤr. 3. Wer seinen JEsum fast in al ler Creutzes⸗Last, und sie von sei nem Rücken auf JEsum nur ka druͤcken, dem macht sie IEsu leicht, und hat die Ruh erreicht. 3. Wer schwinget seinen Sim zu seinem JEsu hin, und laͤst di Glaubens Fluͤgel gehn uͤber all Huͤgel, der trit die Himmel Bahn mit seinem JEsu an. 4. Wer JEsu Lippen ehrt, um seine Stiftung lehrt, wer JEsu rin ne Wunden auf seine Seel gebun den, dem gehet JEsu Blut, durt Seel, Geist, Blut und Muth. F. Wenn JeEsus alles ist, di recht dem Himmel kuͤst, sein He kan schon auf Erden der Himm IEsu werden, sein Leben ist vn gnügt sein Tod den Tod besiegt. 6. Ich halte JEsum vesi, mei JEsus mich nicht laͤst, die zug chickten Plagen hilft JEsus anh mit tragen, ich flieh gen Himm auf, mein Esus ist mein Lauf. 7. Die Fluͤgel sind zwar schwa ach! JEsu, hilf und wehr, von heissen Creutz geschwaͤrtzet, vi JEsu Hand gehertzet, ich flieh, i flieh allzeit in meines JEsu Sei 8. Ich hoͤre deine Wort, o N su, Lebens⸗Hort! dein Leib un Blut mich staͤrcken in allen mi nen Wercken, du bist, HErr N su! mein, ich bin, HErr JESI o SEsu, meine Kron! in Jc% ich stets schwebe, im Tod mit N su lebe, mein JEsus bleibet u allalles fur und fur. Eerasm. Wih. 0 1 1 Von d Vo Ebr. M. 7⁴3· M. as El lein, und wie m Adams 8 mein Ver kan dich ga deinem Re 2. Meit kehrt in me daß er an was du bef gen, Vater sehr wenig aus den Ar sich in mir dem Nach nicht iu m und suche +. I, Ä tracht, so! den ein Al macht, den den: Den Ehr, auch mehr, mir 5. Dis Grund, dré. daß ich zu von dir wer mir stets nach Wol Gut, und 6. Da ich Lust nichtf wie mirs n ihr allzeit ich nicht s nicht fort oft traͤg un 7. Wen im Sinn, Buten. von der taͤgl. Erneuerung und Wachsthum im Guten. 468 beharret Iit selig. fliehen hin. haͤlt/ so lann ⸗ Welt, und en auf seinen chaut inJ nelsThuͤr. um fast in gl sie von sel sum nur kan t sie JCsus h erreicht. seinen Sim und laͤst di 3n uͤber all Himmels su an. en ehrt, um ver JEsu r Seel gebun Blut, durc d Muth. alles ist, di st, sein Hen der Himm Leben ist yn dod besiegt. m vest/ mei ist, die zug t IEsus ah gen Himmi mein Lauf. zwar schwe wehr, von waͤrtzet, v ich flieh/ i 5 JEsu Sei Wort, o N ein Leib un in allen mi t, HErr N Err JESI mmel scha der 00 ich nicht so fleißig dran, ruf dich on! in 3 Tod mit I bleibet in m. Winte V daß ich zu aller Zeit und Stund Ebr. 12, 1. Lasset uns ablegen die. 743. M. O JEsu Christ du hoͤch. as Elend weist du GoOtt al⸗ lein, das mir ist angeerbet, und wie mir alle Kraͤfte seyn durch Adams Fall verderbet: Denn mein Verstand versinstert ist, ich kan dich gar nicht wie du bist, noch deinem Rath erkennen. ö 2. Mein Wille ist so sehr ver⸗ kehrt in meinem Thun und Lassen, daß er am meisten das begehrt, was du befiehlst zu hassen: Hinge⸗ gen, Vater, was du wilt, bey mir sehr wenig oftmals gilt, ich setz es Von der taͤglichen Erneuerung und Wachsthum im Guten. plen, so tracht ich nicht alsbald da⸗ hin das Feur mit Macht zu daͤm⸗ pfen: Das nimt in mir denn uͤber⸗ hand, daß ich möcht leicht in Sůnd und Schand darüuͤber groͤblich fallen. 8. Ost wil mich auch die arge Welt, die ich doch stets soll fliehen, wenn meinem Fleisch ihr Werek gefaͤllt mit zur Gesellschaft ziehen: Sie wil daß ich auch Uebels thu, und andre reitzen soll darzu, daß sie mit Sünd begehen. ö 9. Ach GOtt! ich hab nach sol⸗ cher Art gar lang mit grossen aus den Augen. sich in mir nicht befinden, daß ich dem Nachsten diene nicht, wenns nicht zu meinem Nutz geschicht, und suche nur das Meine. 4. Ja, wenn ich alles recht be⸗ tracht, so würd gar leicht auf Er⸗ den ein Abgott aus mir selbst ge⸗ macht, dem fort gedient muͤst wer⸗ den: Denn eigne Lieb und eigne Ehr, auch Eigennutz und was des mehr, mir leider! noch anhanget. 5. Dis ist die Wurtzel und der Grund, draus alles Unheil ruͤhret, von dir werd abgefuͤhret; Es steht mir stets mein Hertz und Muth, nach Wollust, Ehre, Geld und Gut, und solchen eiteln Dingen. 6.Da ich mich nun der Sünden⸗ Lust nicht soll gesangen geben, und wie mirs macht dein Wort bewust, ihr allzeit wiederstreben, so denck nicht fort um Hülse an, ich bin oft traͤg und sicher. 7. Wenn mir was Boͤses koͤmt 3. Es geht des alten Adams Trieb nur immerdar zur Suͤnden, das recht Vertrauen, rechte Lieb Schaden, eh ich zu dir bekehret ward, gelebet ausser Gnaden. Ich bin auch noch nicht ohn Gefahr, dieweil mir jetzt und immerdar die Suͤnden⸗Lust anklebet. 10 O HErr! in dieser meiner Noth sieh mich an mit Erbarmen. Komm mir zu Huͤlf, du treuer Gott, und steh mir bey, mir Ar⸗ men; Erleucht durch deine Gnab und Guͤt mein unverstaͤndiges Ge⸗ muͤth, daß ich dich recht erkenne. 11. Den Willen leit nach dei⸗ nem Wort, daß ich dich hertzlich liebe: Dir vest vertrau, und sort und fort in Gottesfurcht mich uͤbe: Daß ich dir meine Tauf⸗ Zusag mit starckem Fuͤrsatz alle Tag aufs neue widerhole. 13. Und weil dir Niemand ohn Gebet bestaͤndig kan anhangen, so ib, daß ich ost vor dich tret, die Gnade zu erlangen. Damit mein gantzes Christenthum, des Naͤch⸗ sten Nutz und deinen Ruhm ohn Heucheley befoͤrdre. 71 13. Gib mir des Geisies Freu⸗ digkeit, daß ich dadurch verachte Geld, Ehr und Wollust dieser Zeit, das Ewige betrachte. Ach im Sinn, dawider ich soll kaͤm⸗ ure mich mir/ und gib mich dir, S mnt daß — 476 Vvoen der raͤglichen Erneuerung 0 daß ich dir leb, und sterbe mir, und meinen boͤsen Luͤsten 14. Des Fleisches und des Gei⸗ stes Krieg ist dis bey Jung und Alten: Laß mich da immerfori den Sieg durch doine Kbaft erhal⸗ ten. HErr, starcke mich, und mich erneu, daß ich stets unver⸗ drossen sey, an diesen Streit zu treten. 15. Fuͤr Stoltz und Ehrsucht mich behuͤt, daß die nicht funden werden in meinem Hertzen und Gemuͤth, in Worten und Geber⸗ den; Hoffart war ja des Teufels Fall: Ach hilf HErr! daß ich uͤberall vest an der Demuth halte. 16. Die Sorg der Nahrung nim von mir, laß mich nicht mehr begehren, denn was ich hab von noͤthen hier, mich ehrlich zu er⸗ gähren: Daß ich auch keinen Zweifel hab, du werdest mich bis in mein Grab mit Unterhalt ver⸗ 7. HErr, gib mir Gnade, daß ich daͤmpf des Fleisches boͤsen Wil⸗ len, und wider mich ja selber kaͤmpf, die Lust nicht zu erfüͤllen, wenns gleich nur in Gedancken waͤr: Hilf auch, daß ich mich nicht heschwer mit Essen oder Trincken. I5ĩ. Gib/ daß ich oft der Hoͤllen⸗ Quaal hierwieder moͤg bedencken, wie haͤufig man die wird einmal für boͤse Lust einschencken: Pech, Schwefel, Jammer ohne Maaß wird folgen dort ohn unterlaß auf kurtze Lust und Freude. 9. Laß mich allzeit fuͤrsichtig seyn, mit wem, und wie ich wan⸗ dle: Daß ich halt mein Gewissen rein in allem, was ich handle, Und achte keines Meuschen Gunst, wenn mich die Welt durch ihre Runst von dir zu sich woil ziehen. 20. Dem boͤsen Geist gib nim⸗ mer zu, mich irgends zu verletzen, und meine Serl aus ihrer Ruh aufs neu in Noth zu sotzun: wenn sich Verfolgung iu nür wendt, laß sie gewinnen so ein End, danmit ichs koͤnn ertragen. 21% Perleih,& Vater, gnäͤdig lich, daß es ja moͤg geschehen, was ich dein Kind, nun bitte dich nit Seuften und mit Flehen, hilf, wenn mir alle Hülf zerrint, daß ich geduldig uberwind in JEun Christi Namen. Christina, geb. Herz. v.Meckl. Dim. 6, 11. Duc Ottes⸗Meusch. 744⁴. Mel. Was mein Gtt wil Hidir oon Herhen un daß nach dir von Hertzen mich verlan⸗ ge: Und ich dich suche mit Begien, wenn mir wird Angst und bange. Verleih, daß ich mit Freuden dich in meiner Angst bald inde. Gib mir den Sinn, daß ich forthin meid alle Schand und Sunde. 2. Hilf, daß ich stets mit Ren und Schmertz mich deiner Gnad ergebe: Hab immer ein zerknirsche tes Hertz, in wahrer Busso lebe; Vor dir erschein, hertzlich bewein all meine Missethaten. Die Haͤnd allzeit laß seyn hereit, dem Duͤrst tigen zu rathen. 3. Die Lust des Fleisches daͤmpf in mir, daß sie nicht uͤberwinde Rechtschafne Lieb und Lust zu dit in meinem Hertzn anzünde, daß ichsn Noth, bis in den Tod, dich und dein Wort bekenne, und auch kͤͤin Trutz noch Eigennutz von desn ner Wahrheit trenne * 4. Behuͤte mich fuͤr Zorn und Grim/ mein Hertz mit Sanftmuth ziere; Auch alle Hoffart von wit nim, zur Demuth mich anfuͤhre. Was sich noch findt von alter Sund, laß mich hinfort ablegen. Tkost, Fried und Freud laß jeder · zeit sich in mir Armen kegen. J. Den Glauben staͤrck, die Lieb serhalt, die Hofnung mache veste, daß ich von dir nicht wancke bald, Bestaͤndigkeit ists Beste: Den Mund bewahr, daß nicht Gefahr Speis durch ihn mir werd erwecket, ck Speif ab leib von 6. Gib, sen in der Daß iche ley und E Leichtfer: Neid laß Verstockt winn, wol 7. Hilf Rath, vo te: Den That, fun hete; Di kan: Das nach dein bis ich vb Offenba, 747.1.— V6s . du zeigt allh dienen, u Baum,i Raum, zi nen. Hertz, da waͤrts vor Verstegle behuͤtem gan mein 2. Mei ser Zeit, breit t/ m so sey mei und laß! mich fals . Brũ ne, wenn in moine Und stets F. Doc heit weis ter Geist 5* D 25 Ruhm, — End/ damit ter, gnadig Hhehen, was itte bich mit lel hen, hilf, zerrint, daß 0 in Jesl ri. v. Meckl tes⸗Mensch. 1Htt wil. tt, daß nach mich verlam mit Begier, und bange. Freuden dich sinde. Gib ich forthin Sunde. ts mit Reu einet Gnad nzerknitschi Busse lebẽ: lich bewein Die Haͤnd dem Bür sche 8 daͤ impj uͤberwinde. Lust zu dit zuͤnde, daß u Tod, dich ie, und auch 158 von del Zorn und Sanftmuth art von mir 1 anfuͤhre. von altet „rt ablegen. E laß jeder⸗ kegen. vek, die Lieb mache veste, vancke bald, jeste: Den icht Gefahr Werweckot, Syeis eke; und wachethum im Suten . v.. Speis ab den Leib, doch daz; er hleib von Geilheit Unbeflecket. 6. Gib/ daß ich treu und fleißig sey in dem, was inir gebůhret: Daß ich auch nicht durch Heuche⸗ ley und Ehr⸗Geitz werd verführet. Leichtfertigkeit, Haß/ Zanck und Neid laß in mir nicht vorbleiben. Verstockten Sinn und Diebs Ge⸗ winn, wollst ferne von mir treiben. 7. Hilf/ daß, ich solge treuem Rath, von falscher Meynung tte⸗ te: Den Armen helfe nut der That, fůr Freund und Heind stels bote; Dien jedermann/ so viel ich kan: Das Bose haß und meide, nach deinem Wort an allem Ort, bis ich von hinnen scheide. ö Joh. Heermann. Oßeubre,i 9. Ich weiß deine Werk. 745½1m. Romt her zu mir pricht w GOtt der Woisheit! der du mir, in deinem Wort ge⸗ zeigt allhier, wie ich dir recht kan dienen, und wie ich/ als ein guter Baum, in deines Gartens weitem Raum, zu deinem Preis sol gru⸗ nen. 92 Ach siehe gnadig an mein Hertz, damit sichs ja nicht hinter⸗ waͤrts von deinem Weg abwende: Versiegle selbst/ was Wahrheit ist, behůte mich fuͤr Trug und List bis an mein letztes Ende. 3. Mein Heiland! weil, in die⸗ sor 3 Zeit, das Boͤse sich so sehr aus⸗/ breit t, mit arger Lehr und Lehen; so seh mein Fuͤhrer und meineicht, und laß doch, o mein JEsu, nicht mich falschem Schein ergeben. 4. Bring selbst nir diese Klug⸗ heit bey, daß dis mein wahres Le⸗ ben sey,/ wenn ich dich recht erken⸗ ne/ wenn ich dich all mein Leb tag, in moinem treuen Hertzen trag, und stets in Liebe breune. . Doch weit du meine Schmae/ heit weist, so bitt ich, daß dein gu⸗ ter Geist mich unterweis und staͤr Fenthum man meinen Glauben Emercke. 120: Laß much/ wie eine Rebe pfle gt/ als die des Weinstocks Hraft nur traͤgt/ mich sehulich um dich winden; Mein Brautgam, laß mich deine Braut, mit der du dich am 7 vurtraut; doch. Gnade vor dir finden. 7. Du bist mein HERR, was hilsts. dem Kuecht, der sicher lebt und ungerecht, das blosse HErr, HErr! sagen? Laß mich nicht, nach des Suͤnders Art, der alles bis ans Ende spart, mein Heil so frech hinwagen. 8. Vielmehr, weil ich auf dich —rbauft) und dir zum Eigenthum erkauft, so soll ich dir auch leben: Ich wil dir alles, was ich hab, eils ohne dis nur deine Gab,, H1— gern zum Opfer geben. 9. Gleichwie ein Baum der Fruchte traͤgt dem, der ihn pflan⸗ tzet und. verpflegt/ so wollst du auch. mich zieren, daß man die wahre Glaubens⸗Frucht, die dein Hertz an den Deinen sucht, au mir stets 17— souͤhren. Ja, wie der eingepfropfte Zueig so bald wird seiuem tamm auch gleich/ in welchem er beklei⸗ bet: Also, mein IGsu, laß in dir mich leben, und sters bluͤhn all⸗ hier, weil ich dir eingerleibet. I. Wenn Stunn und Wetter mir zusotzt, sohalte du mich unver⸗ lett, bapich ni cht vwnn dir weiche: In aller Angst gih Srost und Kraft, die auch imSterbenz reude schast, 111 197 das Ziel erreiche. Nun,/liebster Seeler vFreund, uch weiß, du wirst nnich einst ins Paradeis der 121 dit versetzen: So kom, und bring mich aus der Zeit in deines Retches Herrlich⸗ keit/ zum ewigen Ergetzen. Eph. 4/½½3:Erneuret euch aberi im. Damit allein zu Curten 85 Ruhm, in einem wahren Chriß 7⁴⁵⁷ Mel. Mein Msu dem die. ů rrines autre Auelle, rer D icht 458 Von der raͤglichen Erneuerung o Licht ohn alle Dunckelheit! vor und so beschliessen dieses Leiden. deinen Augen, die so helle, ja hel⸗P 7. Ich bleib an deiner Gna ler als die Heiterkeit des grossen hangen, und sencke mich in 15— Welt⸗Lichts, ist entdecket des Her⸗Bund, des Innern heimlichstes tzens angebohrner Wust, und wie Verlangen ist dir, dem Hertzens ⸗ 10 che schnoͤde Lust den edlen kundger kund; du wirst auch soh man Geist bisher beflecket. ches zu vollbringen, den Geist der 2. Wenn nur ein reines Hertz zu Freud und Willigkeit mir mitzu⸗ schauen gewuͤrdget wird dein An⸗theilen seyn bereit; dafuͤr wil ich gesicht, so komt mir billig an ein Lob Lieder singen. ö Grauen, wenn ich auf mich mein J. A. Freylinghauseu,. Auge richt; mit Wehmuth seh ich Col. 1, 11. Wachset in der Erkaͤntn. mein Verderben; doch aber 747. M. Nun dancket alle SOtt. schrey ich, HErr, zu dir: ein rei⸗ oran sehlts immermehr, nes Hertze schaff in mir! das Boͤ⸗ mein Hertze, daß du bleibes se laß in mir ersterben. nur immer schwach und kranck, 3. Gnug, daß es ist dem Feind und sort dein Klagen treihest? Wer gelungen von dir, mein GOtt, ist denn Schuld daran? Geh in mich abzuziehn; von nun an laß den innern Grund. Durch rech mich unbezwungen dagegen seiner ö tes Forschen wird die Ursach end⸗ List entfliehn, und wapne mich mit lich kund. Kraft und Staͤrcke, durch den 90 2. An Gott sehlts keinmal wissen neuen Geist, darum dein nicht, denn er ist selbst die Liebe, Wort uns bitten heist, in dir zu sein Hertz ist allzeit voll der suͤssen thun all meine Wercke. Liebes⸗Triebe, den Menschen 4. Hat meine Schuld und Ueber⸗ Guts zu thun: Sein Wille blei treten mich unwerth deiner Gunst bet vest, sich mitzutheilen dem, gemacht, so tret ich doch zu dir mit der ihn nur wuͤrcken laͤst. ö Beten, und sage Ach! HErr, hab 3. GOtt ist der ursprung selbst nicht acht auf das, was ich gesuͤn⸗ der theuren Menschen Seelen, wie digt habe, in deinem Zorn verwirf sollt er sich denn wohl vor ihnen so mich nicht von dir und deinem An⸗ verheelen, und seine Kraft ent⸗ gesicht; ein Blick von deiner ziehn? Was er hervor gebracht Huld mich labe. ö wird allezeit sehr hoch und werth 3. Dein Geist, den du mir hast von ihm geacht. gescheneket, das edle theure viebes 4. Hat er doch seinen Sohn füͤr Pfand, das unsern Geist mit Wol dich dahin gegeben, weil du in lust traͤncket, uns fliehen heißt des Ewigkeit in ihm sollt selig leben; Fleisches Tand, laß nicht von mir Was haͤtt er dis bedurst? Es kam genommen werden, vielmehr da⸗ aus freyer Wahl; Was lockte ihn mit versiegelt seyn mein Hertz, zu dir? Gar nichts nicht uͤberall. bis dieser Bau fallt ein, und du F. Nichts Gutes war in dir: mich nimst von dieser Erden. Hingegen war zu finden ein Stru⸗ 6. Weil sich auch noch in mir be⸗ del voller Wuth, und eine Welt findet das Zagen, das die Suͤnde voll Sünden; Ein Greuel⸗volles bringt, wenn sie im Kampf uns Meer, ein Pfuhl voll Hoͤllen⸗Koth;) uͤberwindet, und unter ihre Macht In solcher Heßlichkeit lag deine uns zwingt; so wollst du, HErr, Seele todt. 2.— mit Trost der Freuden, der aus 6. Als ein verworffen Kind lagst dem Brunn des Lebens fleust, ver⸗(du in deinem Blute, nicht eine binden den verwundten Geist, Ere⸗ und nahn men Men Schaden Blut! U GOtt ve Fleisch a 8. Und des Vate vielmald zogen? 5 Gott, de Du bist leraͤrgste 9. A jederzeit ö Ich aber Werck zi I0. N und sien Von Ps. 35, 748. M ch E un drucken thes Wé cken: Jamme mehr be zaͤhlen. 2. Jl ich bin, gen, die die Glie Leben,; muß wi bis daß eses Leiden. iner Gnade ich in ihren heimlichstes n Hertzens/ rst auch sol n Geist der mir mitzu⸗ afür wil ich inghauseu, erErkaͤntn. alle SOtt. nmermehr, du bleibest ind kranck, ꝛibest? Wer 12 Geh in Durch rech⸗ Ursach end⸗ s keinmal die Liebe, der suͤssen Menschen Wille blei⸗ eilen dem, ů rung selbst deelen, wie or ihnen so Kraft ent⸗ gebracht und werth ö Sohn für beil du in lig leben; ö Es kam lockte ihn t uͤberall. r in dir: ein Stru⸗ eine Welt euel⸗volles llen⸗Koth; lag deine Kind lags nicht eine Exe⸗ und Wachsthum im Suten. 455 Creatur that etwas dir zu Gute: wende meinen Fuß vom falschen Die arme Seele trug die Teufels⸗ Heuchel⸗Stege! Du, HErr, er⸗ Larv an sich, dein Zustand durch kennest mich! Erleuchte meinen und durch war gar zu jaͤmmerlich. Sinn, weil ich noch gar zu blind in 7. Da kam der Seelen⸗Freund, deinen Wegen bin. und nahm sich in Genaden des ar⸗ t. Der Seelen Auge laß in mir men Menschen an er heilte deinen einfaͤltig werden, daß es nicht Schaden, mit seinem theuren mehr zugleich sich richte nach der Blut! Und daß er voͤllig dich mit Erden und nach dem Himmel zu: Gott vereinigte, nahm er dein Nim alle Schalckheit weg: Dein Fleisch an sich. 8. Und was hat wohl das Hertz des Vaters so bewogen, daß er so vielmal dich durch seinen Geist ge⸗ zogen? Drum liegt es nicht an Gott, der es gar treulich meynt: Du bist dir heimlich selbst der al⸗ leraͤrgste Feind. 9. Ach ja, mein treuer GOtt! Du bleibest der Gerechte, auch wenn dich richten wil das suͤndli⸗ Du hast mich che Geschlechte. Du jederzeit gesucht in dich zu ziehn: Ich aber nur gesucht dein Gnaden⸗ Werck zu fliehn. Wille sey allein und allezeit mein Zweck! 12. Vollbringe, HERR, dein Werck, daß du hast angefangen: Laß mich durch deinen Geist ein⸗ mal dahin gelangen, wohin dein Wort mich weist, daß ich zur Rei⸗ nigkeit, die deinem Volck gebuͤhrt, gelang in dieser Zeit! 13. So wird mein Leib und Seel und Geist in dir sich freuen, und taͤglich deinen Ruhm und suͤs⸗ ses Lob verneuen; Wohl mir! wird seyn mein Wort, GOtt hat viel Gnad erzeigt; Sein Ruhm ber muß sich heimlich lassen nei⸗ I0. Nun, HErr, erforsche mich, erstrecke sich, so weit der Himmel und sieh auf meine Wege, und sreicht. Christ. Roitsch. Von der Christen Creutz und Anfechtung. Ps. 35, 20. Sie trachten Schaden. den. Ach! maucher, der mich 7⁴48. Mel. O JEsu Christ du h. sonst gekuͤst, ja, wol mein Brodt A Gott! soll mich denn fort auch mit ißt, wil mich mit Fuͤssen und fort die Last des Creutzes treten. 2 druͤcken? So laß dein theuer⸗wer⸗ 4. Wem thu ich was? miein stil⸗ thes Wort mit Troste mich erqui-les Thun ist dir allein gelassen: cken: Dir ist mein Creutz und Die Falschheit aber kan nicht Jammerstand, du lieber Vater, ruhn, mich unverdient zu hassen. mehr bekandt, als ich dirs kan er“ Von Hertzen gerne weich ich ihr, zaͤhlen. so aber steht es nicht bey mir: Ich 2. Ich bin das nicht mehr, was muß der Zeit erwarten. ich bin, vor Menge meiner Pla:. Des Morgends steh ich seuf⸗ gen, die Kraft des Leibes ist dahin, zend auf, und singe Klage⸗Lieder: die Glieder sind zerschlagen: Das Schliest Abends sich des Tages⸗ Leben, das nicht halb mehr mein, Lauf, leg ich mich schlafend nieder: muß wie ein Todes Schatten seyn, Du siehst mein taͤglich Hertzeleid, bis daß ich vollends sterbe. und weist wie oft in Einsamkeit, 3. Ich bin der Welt ein Ueber⸗ich meine Haͤnde ringe. druß, sie wil mich nicht mehr lei⸗ 6. Ach? nirgend ist kein Freu⸗ den: Auch Treu und Unschud sel⸗denEicht, zu welchem ich enre, ehre, 7 460 Von der Christen Creutz und Ansechtung. 7 kehre, und wenn dein Wert noch eintzig nicht mein Trost gewesen waͤre; Ach GOtt! so wär ich gantz gewiß, vor Elend und Be⸗ kuͤmmerniß, auf Erden laͤngst vergangen. 7. So aber troͤstets mich noch stets, und syricht: Halt GOtt nur stille, und vest am Ancken des Ge⸗ bets! Das Creutz ist GOttes Wil⸗ le, und auch zugleich sein Liebes⸗ Kuß, so, daß dir endlich alles muß zu deinem Besten dienen. 3. Ey nun, ich wil geduldig seyn, verschmacht, so gib, o HErr! daß und nicht auf Menschen sehen: Was GOtt im Himmel wil allein, dasselbe mag geschehen. Waͤr auf der Welt kein eintzger Freund, ders mit mir treu und redlich meynt, so wirds doch GOtt wohl machen. 9. Und endlich wird ein sanster Tod mich hier von allem Boͤsen, von Falschheit, Sorge, Muͤh und Noth, zu rechter Zeit erloͤsen: Wie hertzlich freu ich mich darauf, auch heute noch den Lebens⸗Lauf im Glauben zu vollenden? I0. Welt, gute Nacht! ich lasse dir, was du mir nicht gegoͤnnet: Denn da die Seele voll Begier nach ihrem: IESu brennet, so seufzet stuͤndlich nieine Brust: Kom, IEsu, kom! ich habe Lust zu dir von hier zu scheiden. Toh. 12, 13. Weil dil GOtt lieb. 749. M. Vater Unser im Himm. ö Adne wie manches Hertze⸗ leid begegnet mir zu dieser Zeit, der schmale Weg ist Truͤbsals voll, den ich zum Himmel wandern soll, wie schwerlich laͤst sich Fleisch und Blut zwingen zu dem ewigen Gut. 2. Wo soll ich mich denn wen⸗ den hin? Zu dir, BErr JEsu, steht lein Sinn, bey dir mein Hertz rost, Huͤlf und Rath allzeit ge⸗ x stell zu dir, so fuͤhl ich Freud und Trost in mir, wann ieh in Noͤthen bet und sing, so wird mein Hertz wiß gefunden hat: Niemand je⸗ mals verlassen ist, der getraut hat auf esüm Ehrist. 3. Du bist der rechte Wunder⸗ de haͤtt; So wollt ich den Tod mann, das zeigt dein Amt nnd dein Person, welch Wunder⸗Ding hat man erfahrn, da du mein Gott bist Mensch gebohru, und fuͤhrest uns durch deinen Tod gantz wun⸗ de rlich aus aller Notbh.. 4. JIEsu, mein HErr und GOtt allein, wie süͤß ist mir der Nahme dein, es kan kein Trauren seyn so schwer, dein süsser Nahm erfreut vielmehr; Kein Elend mag so bit. ter seyn, dein fuͤsser Nahme line derts fein. 0 . Ob mir gleich Leib und Seel ichs nicht acht; Wann ich dich hab so hab ich wohl, was nrich ewig ersreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kan mir thun Suͤnd, Tod und Hoͤll? . Kein besser Treu auf Erden ist/ denn nur bey dir HErr JIEsu Christ! ich weiß, daß du mich nicht verlaͤst, dein Zusag bleibt mir ewig vest, du bist mein rechter treuer Hirt, der mich ewig behuͤten wird. 7. IEsu, meingreud, mein Ehr und Ruhm, meins Hertzens Schatz und mein Reichthum, ich kans doch ja nicht zeigen an, wie hoch dein Nahm erfreuen kan, wer Glaub und Lieb im Hertzen hat, der wirds erfahren in der That. 8 Drum hab ichs oft und viel geredt, wann ich an dir nichtFreu⸗ wuͤnschen her/ ja daß ich nie geboh⸗ ren waͤr. Denn wer dich nicht im Hertzen hat, den ist fuͤrwahr le⸗ bendig todt. 9. JEsu, du edler Braͤutgam werth/ mein hoͤchste Zierd auf die⸗ ser Erd, an dir allein ich mich er⸗ goͤtz weit uͤber alle guͤldne Schaͤtz. So ost ich nur gedenck an dith, all mein Gemuͤth erfreuet sich. 10. Wann ich mein Hofnung recht recht guter zeugt, das Lebens Vi II. Dru noch das nach; me darzu bere allezeit; recht greif Lauf vollen 12. Hi Fleisch un Schanden mein Hert leb und ster mein Tro O mein He Ebr. 12,6. 75⁰Mm.“ 2 Hertz endet/ ich i und Schm gesendek, diese Last d hast/ und g a. Denn brauch, we den, und w du auch, se Freuden, thust uns m der in die ums ander. 3. Du fuͤ deklich die, Was leben ins Todes gen soll zur der Erd/ un und Staub 4. Das k ter Sohn, Erden, den Thron, mus er ging dur Noth/ ja di Tod drang „. Hat fromm und Von der Christen Creutz und Anfechtung⸗ 46v mit und dein k⸗Ding hat nein Gott und führest gantz wun⸗ und GOtt her Nahme ren seyn so hm erfreut mag so bit⸗ ahme line und Seel Err! daß n 1ch dich mich ewig ich ja mit mir thun zuf Erden Err JEsu mich nicht t mir ewig ter treuer uͤten wird. mein Ehr Hertzens thum, ich nan, wie nkan, wer rtzen hat, That. t und viel lichtFreu⸗ den Tod nie geboh⸗ ich nicht rwahr le⸗ raͤutgam d auf die⸗ mich er⸗ ich. Hofnung reud und Noͤthen ein Hertz Rx recht guter Ding Dein Geist be⸗ zeugt, das solches srey des ewgen Lebens Vorschmack sey. 11I. Drum wil ich, weil ich lebe noch das Creutz dir willig tragen nach; mein GOtt, mach mich darzu bereit, es dient zum Besten allezeit; Hilf mit mein Sach recht greiffen an, daß ich mein' n Lauf vollenden kan. 1177 12. Hilf mir auch zwingen Ileisch und Blut, fuͤr Suͤnd und Schanden mich behuͤt. Erhalt mein Hertz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein, AEsu, mein Trost, hoͤr mein Boͤgier; O mein Heiland waͤr ich bey dir. WMart. Mollerus. Ebr. 12/6. Welchen det HErr lieb. 75⁰½M. Err JEsu Christ ich. A treuer GOtt barmhertzigs Hertz! des Guͤte sich nicht endet, ich weiß, daß mir dis Creutz und Schmertz dein Hand hat zu⸗ gesendek, ja, HErr, ich weiß, daß diese Last du mir aus Lieb ertheilet hast und gar aus keinem Hasse. 3. Denn das ist allzeit dein Ge⸗ brauch, wer Kind ist, muß was lei den, und wen du liebst, den stäͤupst du auch, schickst Trauren fuͤr die Freuden, fuͤhrst uns zur Hoͤlleu, thust uns weh, und fuͤhrst uns wie⸗ der in die Hoͤh, und so geht eins ums ander. in . Du fuͤhrst ja wohl recht wun⸗ deklich die, so dein Hertz ergoͤtzen: Was leben soll, muß erstlich sich ins Todes Hoͤhle setzen, was stei⸗ gen soll zur Ehr empor, liegt auf der End, und muß sich vor im Koth und Staube weltzen. ö 4. Das hat, HErr, dein gelieb⸗ ter Sohn, selbst wohl erfahrn auf . Erden, denn eh er kam zum Chren⸗ Thron/must er geereutzigt werden/ er ging durch Truͤbsal, Angst und Noth/ ja durch den herben bittern Tod drang er zur Himmelsfreude, 5. Hat nun dein Sohn, der echt fromm und techt, so willig sich er⸗ geben, was wil ich armer Suͤnden⸗ Rnecht dir noch viel widerstrehen? Er ist der Spiegel der Geduld, und wer sich sehnt nach seiner Huld, der muß ihm aͤhnlich werden. 6. Ach lieber Vater! wie o schwer ists der Vernunft zu glaͤu⸗ ben, daß du demselben, den du sohr schlaͤgst, solltest guͤnstig bleiben? Wie macht doch Creutz so lange Zeit, wie schwerlich wil sich Lieb und Leid zusammen lassen reimen. . Was ich nicht kan, das gib du mir, o hoͤchstes Gut der From⸗ men/ gib/ daß mir nicht des Glau⸗ bens⸗Zier durch Truͤbfal werd ent⸗ nommen, erhalte mich, v starcker Hort, bevestge mich in deinem Wort, behute mich fuͤr Murren⸗ 8. Bin ich ja schwach, laß deine Treu mir an die Seite treten, hilf daß ich unverdrossen sey zum Ruf⸗ fen, Seufzen, Beten. So lang ein Hertze hoft und glaubt, und im Gebet bestandig bleibt, so lang ists unbezwungen. ö 9. Greif mich auch nicht zu hef⸗ tig an, damit ich nicht vergehe/ du weist wohl, was ich tragen kan, wies um mein Leben stehe/ ich bin ia weder Stahl noch Stein, wie balde geht ein Wind herein, so fall ich hin und sterbe. 2 10. Ach JEsu! der du worden bist mein Heil, mit deinem Blnte/ du weist gar wol was Creutze ist, und wie dem sey zu Muthe dein Creutz und grosses Ungluͤck plagt, drum wirst du, was miein Hertze klagt, gar gern zu Hevtzen fassen. 11. Ich weiß, du wirst in dei⸗ nein Sinn mit mir Mikleiden ha⸗ ben, und mrich, wie ich jetzt duͤrftig bin, mit Gnad und Hülfe laben. Ach staͤrcke meine Iubesern Hand, ach heil und bring in bessernStand das Straucheln meiner Fuͤsse! 12. Sprich meiner Serl ein Hertze zu, und troͤste mich aufs Beste/ deun du bist ja der Muͤden Ruh/ Von der Christen Creutz und Anfechtung. Ruh, der Schwachen Thurn und Veste, ein Schatten fuͤr der Son⸗ nen⸗Hitz, ein Huͤtte, da ich sicher sitz im Sturm und Ungewitter. 13. Und weil ich ja nach deinem Rath hie soll ein wenig leiden, so laß mich auch in deiner Gnad, als wie ein Schaͤflein weiden, daß ich im Glauben die Geduld, und durch Geduld die edle Huld, nach harter Prob erhalte. 14. O Heilger Geist, du Freu⸗ den⸗Oel! das GOtt vom Himmel schicket, erfreue mich, gib meiner Seel, was Marck und Bein erqui⸗ cket, du bist der HErr der Herr⸗ lichkeit, weist, was fuͤr Gnade, Trost und Freud mein in dem Himmel warte. ö I. Ach! laß mich schauen, wie so schoͤn und lieblich sey das Leben, das denen, die durch Truͤbsal gehn, du dermaleinst wirst geben: Ein Leben, gegen welches hier, die gan⸗ tze Welt mit ihrer Zier durchaus nicht zu vergleichen. 16. Daselbst wirst du in ewger Lust, aufs suͤßte mit mir handeln, mein Creutz, das mir und dir be⸗ wust, in Freud und Ehr verwan⸗ deln, da wird mein Weinen lauter Wein, meinalechzen lauter Jauch⸗ zen seyn, das glaͤub ich, hilf mir! Amen. Paul Serhard. 4 Tim. 3, 12. Alle, die gottselig. 751. M. Liebster JEsu wir sind Aul die gottselig hie und un⸗ straͤflich wollen leben, die be⸗ trift viel Angst und Muͤh, muͤssen in Verfolgung schweben; weil die Welt auf allen Wegen sich setzt ih⸗ rem Lauf entgegen. a. Seit die Feindschaft ist gesetzt zwischen Weibs⸗ und Schlangen⸗ Saamen, ist die gantze Welt ver⸗ heizt wider Christi Wort und Nah⸗ men; Ja wil an ihm selbst sich raͤchen, und ihn in die Fersen stechen.*** 3. JEsu! weil dein Leben dann nur Versolgung ist gewesen, folg ich willig deiner Bahn, hab daß Creutz auch auserlesen: Billig wir hier dulden sollen, wenn wir dort mit herrschen wollen. 4. Keiner hat ja Rosen noch oh⸗ ne Dornen abgebrochen; haben dich, den Heiland, doch diese Sta⸗ cheln auch gestochen: Dieses ist mein Ruhm auf Erden, wenn ich dir kan aͤhnlich werden. . Die Propheten insgesamt, die nunmehr den Himmel zieren, wurden auch zum Creutz verdamt, eh sie kunten triumphiren: war nicht der Apostel Leben aller Mar⸗ ter untergeben 6. Folget nach dem engen Steg, der uns zu demLeben weiset: Wesß chet von dem breiten Weg, der un zwar mit Wollust speiset; Aber die Verdammniß zeiget, wenn er sich zum Ende neiget. ö 7. Ueberwichtig ist die Freud, die nach diesem kurtzenLeiden, uns, dort in der Herrlichkeit, Christus Jsus hat bescheiden; deren alleß Creutz auf Erden nicht kan gleich geschaͤtzet werden. Roöm. 8, 17. So wir anders mit. 75½. M. Komt her zu mir spr. A* Leiden solgt die Herrlich keit, Triumph! Triumphl nach kurtzem Streit, so singt die kleine Heerde, die bald der allen treuste Hirt mit grosser Krast erloͤsen wird von ihrer Last⸗Be⸗ schwerde. 2. Ihr zarte Schaͤflein gehet fort, es ruffet euch das ewge Wort mit der bekandten Stimme: Folgt mir auf meinem engen Pfad, und sucht in Demuth meine Gnad, ich schůtz euch vor dem Grimme. 3. Die Welt die raset bis an ihn Ziel, und sammlet ihrer Suͤnden viel. Ey, lasset sie nur sammlen, man wird bald sehn den hohen Pracht erniedrigt, und zu nicht g⸗ macht durch Kinder, die noch stammeln. + Sie s hoͤhnt, sie n sich verbire scheinen, ul Dorn, auck Zorn, wat Steinen. 5. Ihr K gemuth, d Wunder th machet. O manuel, ic und bin vor 6. Bewa Siun, ni Odem hin Staͤrcke. bes⸗Kett, um mein Y Stahl und Allmacht i üͤbermeiste mh auf mie I wunderlich machts⸗H ihr Leid ui umph der ein herrlick Ps. 27, 10. y54. M. etruͤbt mutl jagen: Es gut, all de Klagen, wi lichkeit ver Zeit, das n 2. Harr bewust, da der'r, die e am Schrer men, die n vetlaffn in sie draus 3. Wenn 1 Von der Christen Creutz und Anfechtung. u/ hab daß en noch oh⸗ en; haben diese Sta⸗ Dieses ist „ wenn ich insgesamt, mel zieren, tz verdamt, hiren: war aller Mar⸗ ngenSteg, eiset: Weiß zʒeg, der unt iset; Aber t, wenn er die Freud, Leiden, uns, it, Christus deren alles t kan gleich nders mit. ùmir spr. e Herrlicht Triumphl so singt die d der allen osser Krast er Last⸗Be⸗ iflein gehet ewge Wort nme: Folgt Pfad, und e Gnad, ich imme. t bis an ihr rer Suͤnden ir sammlen, den hohei zu nicht ga⸗ „die noch ——— 463 7⁰4. Sie schimpft, sie schlaͤgt, sie Mutt'r verlaͤßt in deinen grosfen hoͤhnt, sie wuͤrgt, weil euer Vater sich verbirgt; allein er wird er⸗ scheinen, und reuten aus die spitze Dorn, auch schlagen im gerechten Zorn, was Babel zeugt, an Steinen. 5. Ihr Kinder seyd nun wohl⸗ gemuth, denn Gott, der grosse Wunder thut, hat sich schon aufge⸗ machet. Ich bin der HErr Im⸗ manuel, ich gehe her vor Israel, und bin vom Schlaferwachet. 6. Bewafnet euch mit meinem Sinn, nehmt meines Lebens Odem hin, umgürtet euch mit Staͤrcke. Ihr Glieder in der Lie⸗ bes⸗Rett, steht wie die Starcken um miein Bett, und thut die gros⸗ sen Wercke. 8 7. Der Glaube bricht durch Stahl und Stein, und faßt die Allmacht in sich ein, wer wil euch uͤbermeistern? Was ist dem Feu⸗ er leichtes Stroh? der Satan flammt in lichter loh mit allen Gegen⸗Geistern. S. Schaut in der Einfalt nur auf mich, ich fuͤhr die Meinen waunderlich, durch meine All⸗ machts⸗Haͤnde; doch endet sich ihr Leid und Streit in dem Tri⸗ umph der Herrlichkeit, und nimt ein herrlich Ende. Ps. 27, 10. Mein Vater und meine 75⁴. M. Wenn mein Stuͤndlein. Binun Hertz! sey wohlge⸗ muth, thu nicht so gar ver⸗ jagen: Es wird noch alles werden gut, all dein Creutz, Roth und Klagen, wird sich in lauter Froͤh⸗ lichkeit verwandeln in gar kurtzer Zeit, das wirst du wol erfahren. 2. Harr du auf GOtt, weil dir bewust, daß er sich thut erbarmen der'r, die elend, und hat sein Lust am Schreyn und Flehn der Ar⸗ men, die wil er nicht in Ewigkeit verlassn in ihrem Hertzeleid, er wil sie draus erretten. 3· Wenn dich dein Vat r und Noͤthen, so zweifle nicht, vielmehr glaͤub vest, wollt man dich gleich gar toͤdten, daß dich der HEgigt doch nimmet auf, laß dich nicht irren der Welt⸗Lauf, trau du nur Gott alleine. 4. Waͤr gleich noch eins so grot die Noth, laß dich es nicht erschre⸗ cken, es soll doch der Gerecht sein Brodt nicht such'n an einem Ste⸗ cken. Sagt David nicht ich war auch jung, und hab gelebt der Jahr genung, habs doch noch nie gesehen. ů 5. Hier geht es ostmals sehr un⸗ gleich, der Arme muß sich schmie⸗ gen, wer nur Geld hat, und ist sehr reich, vor dem muß man sich bie⸗ gen: Wer nicht hat grosser Herren Gunst, den hilft auch nicht sein be⸗ ste Kunst, er muß darnieder liegen. 6. GOtt aber haͤlt ein andreArt: Was die Welt thut verlachen, und was hie wird gedrucket hart, das pflegt er groß ju machen: Die Stoltzen stoͤsset er vom Stuhl, giebt ihn'n zu Lohn den hoͤllschen Pfuhl, der stets von Schwefel brennet. ‚ 7. Drum, meine Seel! verzage nicht, halt vest an GOtt den HEr⸗ ren, ob dir jetzund Gewalt ge⸗ schicht, halt still, und leid es gerne: Es wird noch kommen wohl die Zeit, daß GOtt heimsuchen wird die Leut, die dich jetzund betruͤben. Andr. Kreutzhelm. 2 Petr. 2,9. Der HErr weiß die. 756. Mel. Es kostet viel einchr. Er wird es thun, der fromme, treue GOtt; er kan ja nicht ohn alle Maaß versuchen, er blei⸗ bet noch ein Vater in der Noth, sein Segen⸗Mund wird seinem Kind nicht fluchen. Ey! hoͤre nur, wie er so freundlich spricht: Verzage nicht. 2. Bedencke sein, daß du beruß⸗ fen bist, in GOttes Reich durch Truͤb⸗ don der Christen Cueun und Anse chtungz so miuß man auch von dir die Pro⸗ ben sehen¶ So lnug es geht nach deinem Fleisch und Blut, stehts noch nicht gut. 3. Du hast genug vom Christen⸗ Creultz gehört, so hast du auch ge⸗ nug davon geiyrochen, doch hafiet mehr, was die Erfahrung lehrt, drum kom getrost zum Creutz her⸗ an gekrochen. Wor dieses fatz, dem wird zuletzt zu Theil Kraft, Trost und Heil.. 4. Eh Joseph steigt auf der E⸗ gypter Thron, muß er zuvor den schwartzen Kercker sehen. Eh David komt zu der verheißnen Kron, muß er mit Schmach im Elend umher gehen. Hisias wird erst nach der Sterbens⸗Noth befreyt vom Toddd 5. Dein IEsus selbst geht dit zum Beyspiel vor, der muste ja auf Erden vieles leiden, eh er sich hub zur Herrlichkeit empor, da er nun hat und giebt die ewge Freuden, wer treulich kaͤmft, bringt auch den guten Lohn zuletzt davon. 6. Drum hoffe nur auf den, der Vater heist, er ist dir gut, auch mitten in dem Jammer: Dein Braͤutgam steht, wenn dich der Kummer beißt, und schaut hinein in deine Hertzens⸗Kammer, da sieht ers wol, wenn du bist Tro⸗ stes bloß und Huͤlse loßß . Und also bricht das Hertz ihm gogen dir, er spricht: Ich muß mich uͤber dich erbarmen, du lie⸗ brs Kind, hast niemand ausser mir, drum halt ich dich in meiner Guͤte Armen. Sey gutes Muths, die aupen 4 60 nah, dein Trost in a. 41 An 17 Ui 1 8. Dir sey gedanckt, du auser; wählter Freund, daß du dein Aug so richtest auf die Deinen, dann voann uns itzt der arge Frieden⸗ Peind so hät gefast, daß wir ver⸗ lohren scheinen, so stůrtzest dů ihn der fließ Träbtal einzugeben. Du glau⸗in der Höllen Schlund zur rech nicht diex best ja, du seyũ ein wahrer Christ/ ten Stund. 05 00 Augen⸗Luf 9. Gib/ daß auch wir, die du so nen sey un innig liebst, dich moͤgen steto in 6. Dam Lieb und Hofnung ehren, weil u men unte ja uicht von Hertzen uns betruͤbch ruhn! De und unser Leid in hreude wilt ver. darmen/ n kohren. So sey dir denn Lob, Thnn noch Ruhm und Dauck gebracht aus al, befleckst, ler Macht. A.errnschmidt, ist; dieste P.119,71. Es ist mir lieb daß. du mein E 758. Mi. Ale Menschen muͤssen, 7. Nun ahre sort mit Lie des,Schlägen beü, undi Vsusser IEsu, liebster Holti dir mit Le Laß sic Träbsals⸗Winde regen geh ichin und bring mich hiedurch an Port luch ich in Ach! ich biete dir den Räcken, dich mirof schlag nur zu, ich habs verschuldt: des Glaub. Creutz und Noti sind Liebes⸗Suß mals gnad cke, Zeichen deiner großsen Huld.. Hor, 2. Ichebin lang von dir gewyß Flehen! a chen, sang war mir das Eitle liehy du dich?— doch bist du mir nachgeschlichem ehen! u weil mich deine Liebe trieb, Liebe, i⸗ 9. Abe die dir Hand und Fusse an den cheu mächt Creutzes Holß gespießt: Liebe, zn krübt: Dr so Honig⸗uͤsse auf die armen Sun Hiehrw n Bt. ½ i X.* . Ach! so dencke nicht/ wie Lan I. 5 3., ge ich dich, Braͤutgam, nicht en 7 91100 kannt, wie ich mich zur alten Err Schlange oft mit Hertz und Sinhi dit, a gewandt, sondern denck an demme mäzm Wunden, die dein heilig Fleish Wier gres dubchrißt, denck an deine Trauen Schn gräss Stunden/ da du Blut fuͤr mich gen chmers, schwitzt. 9 84609 macl Hertz 4. Fege durch die Creutzes Rih 2. und mach es zu deinem Haus* Achl erope selbst die Thüteh mahthe, oen weiz den Sundenstein davont plagt, und Gib/ daß ich dich drinnen spuͤhre berzagt, we du geliebter GOttes Sohn. findeg . Wenn du es nun eingenoms WErr men/so laß gar nichts mehr 2 Noth/ denn ich hab mir fürgenommen cken Ach dein hinfort allein zu seyn. Ich wil GOtt 1 schl selbst mich nicht mehr 2½½½ 229 (un nicht * 1 *. on der Christen Creut und Anfechtung. 4659 Vuur rech. nicht die Welt, nicht Fleisches Lust, uwrerh Augen⸗Lust,Stoltz, fuͤndlich Breu⸗ , du o nen sey mir niemals mehr bewust. zen stets in 4 en, wei men unterm Creutz gar sanfte 5 Peguhs ruhn! Doch vertrag auch mit Er⸗ 6 wilt ber barmen, wenn mein Lassen, oder denn Loh, Thun noch mit Schwachheit sehr cht aus al⸗ beflecket, die dir nicht verborgen Enschnndt ist; diese aber wird verdecket, weil „liteen de, Nunmniltminen dem de en Mössen. 7. Run du sollt mein in dem Le; Lochagen dir mit Leib und Seel ergeben, er e üih kal u Fiel kroeden nde regem, Reh ich in mich selbst hinein? dich ˙n Wicken dlchgirofsenbarst Schencke mit 5 hudt des Glaubens⸗Kertzen, wie du vor⸗ Derschul 0 mals gnadig warrt. ieb en 8. Hoör/ ach hoͤr mein sehnlich 151 gend Flehen! ach! wie lang verbirgst 3 Fir Hen du dich? Hilf mir kaͤmpfen, wider⸗ Wihe en stehen! meine Kraft versliehret 6s. e ich. Aber du bistin den Schwat Lieb, Liebe chen maͤchtig, weun ihr Hertz be⸗ ste u di trubt: Orum magst duu⸗ es mit Liebe d mir machen, JEsu, wir es dir be⸗ menSun liebt. Amad. EM bt weie Lan Pf. 777 J. 4. In der Zeit meiner. cht, wiel al.——ᷣ— OJEsnChrist du hoͤch. „ micht(Herr JEhn Christ, ich schrey zu zur alten H Dir, aus hochbetruͤbter See⸗ Wn Sie Oein Aumacht laß erscheinen Kia dea mirund mich nicht also gunle; 110Heish Viel greser ist die Angst und sür wichen Schmertz, so anficht und turbitt fuͤr mich a wen Hertz, als daß ichs kan er⸗ * RI zaͤhlen... wanted i z. Hrr JEsn Christ, eibarm lertzen lute, dich mein, duͤrch deine grosse Gu⸗ nem Bluteh te: Mit Trost und Rettungeitt n Haun erschein meimm traurigen Ge⸗ die Chüre, müthe, welchs elendiglich wird ge⸗ ein davon; plagt, und so du nicht hilfft, an wen spuͤhreh derzagt, weils keinen Trost kan Sohn. finden AEAR. Wangenon 3. HErr JEsu Christ, groß il nehr hineim die Noth, darin ich jetzt thu ste⸗ Heneumken cken: Ach hilf, mein allerliebster on. Dch nil GOit l schlaf nicht, laß dich erde⸗ hr kennen nicht ‚ en, und im Tod auch meine seyn, such ich in meinem Hertzen, bis du Ruh, daß sie cken, Niemand ist, der mir helfen kan, kein Creatur sich mein nimt mehr an; ich darss auch Niemand 6. Dann wil ich in deinen Ar⸗klagen. 4. HErr JEsuChrist, du bist al⸗ lein niein Hofnung und mein Le⸗ ben. Dram wil ich in die Hande dein mich gantz und gar ergeben: OHEri, laß meine Zuversicht auf dich zu Schanden werden nicht, sonst bin ich gantz verlassen. V. HEir JEsu Christe, Gottes Sohn/ zu bir steht mein Vertrau⸗ en; du bist der rechte Gnaden⸗ Thron, wer nur auf dich thut bau⸗ en, dem stehst du bey in aller Noth, hilfst ihm im Leben aus dem Tod; darauf ich mich verlasse. 6. HErr JEsu Christ, das Elend mein thu gnäaͤdiglich ansohen: Durch die heilig fuͤnf Wunden dein, hoͤr mein Gebet und Flehen welchs Dag und Nacht mit Ang und Schmertz zu dir ausstoͤst mein traurigs Hertz. Ach! laß dichs doch erbarmen.. 7. HErr JEsu Christ wenn ist es Zeit, nach deinem Wohlgefal⸗ len, hilf mir durch dein Barmher⸗ tzigkeitnus meinen Aengsten allen. Zerstohr den Anschlag meiner Feind, die mir zu starck und maͤch⸗ tig seynd: Laß mich nicht unter⸗ — drücken 8. Err ICsu Christ, ich weiß kein'n Rath, dis Elend los zu wer⸗ den, so du nicht hilfst durch deine Gnad, so lang ich leb auf Erden: Wann es denn dir nun je gefaͤllt. daß ich also soll seyn geguaͤlt, sogib mir Kraft und Starck. 9. HErt JEsu Christ, verleih Geduld, hilf mir mein Ereutz er⸗ tragen: Wend nicht von mir ab deine Huld, und so du mich wilt plagen, es zeitlich. hier am Leibe thu, gib nur dernarmen Seelen bort mit dir lebe. 1. HErr JeEsu Christ, das glaͤub ich doch aus meines Hert G tens —— — bens⸗Grunde Du wirst mich wol erhoͤren noch, zu rechter Zeit und hab geruffen an, deß ich mich hertz⸗ machs lieber GOtt, wie dirs ge⸗ und erweichen das Vater⸗Hertz, daß er abwend all Angst und Schmertz, die mich von dir wil Huͤlf erschein allen, allen Elenden, die itzt in grossen Aengsten seyn, ewiglich sagen werden. Ebr. 13, 6. Der HErr ist mein H. 761. M. Err JEsu Christ w. Ginweg mit Furcht und Trau⸗ Angst und Leid: Ich wil nun ha⸗ das hoͤchste Gut. Thron, der mich so liebt, als seine Vlut vergiessen wollen mir zu gut; Er wird mich auch schon bringen Stunde. Denn du hast mich noch nie verlahn, wenn ich dich lich troͤste. ö ö 11. HErr JEsu Christ, du ein⸗ ger Trost, zu dir wil ich mich wen⸗ den: Mein Hertzleid ist dir wol bewust, du kanst und wirst es en⸗ den, in deinen Willen seys gestellt, faͤllt, dein bin und wil ich bleiben. 12. HErr JEsu Christ, die Seufzer mein, so ich vor dich thu bringen, besprenge mit dem Blute dein, damit sie hindurch dringen, trennen. 13. Err JEsu Christ, mit thu dich zu ihnen wenden, mit starcker Hand heraus sie reiß, da⸗ fuͤr sie dir dort Lob und Preis Joh. Schindler. rigkeit, hinweg mit Zweisel, ben guten Muth, und hoffen auf . Mein Trost ist JEsus, GOt⸗ tes Sohn, der in mir setzet seinen Braut, die ihm gantz innig ist ver⸗ mrant. 3. Er hat sein kostbarliches Sein veben gab er in den Tod, daß er mich nur versoͤhnte GOtt. 4. Er hat mir seine Herrlichkeit versprochen, und all ewge Freud; ich ihm ewig treue bin. hin, wo ie F. Ob ich zwar itzo muß allein, * ersetzen dieses kurtze Leid 6. Laß kommen Truͤhsal, Angs und Noth, laß wuͤten Teufel,H und Tod: Wer nur nach GOttt Willen thut, der bleibet ewiß wohlgemuth. 4508, V 7. Ich weiß, er wird in Todel Pein mein treuerFreund und Bn stand seyn; Er wird erfuͤllen mi der That, was er mir zugesag at! 8. Drum wil ich haben gutn Muth, und hoffen auf das hoͤchs Gut, und wenn mir gleich di Hertze bricht, so wil ich doch in 15.5. Ken.— 20 1 B. d. Koͤn. 19/4. Es ist genng⸗ 76a. M.Ach was soll ich Suͤnd II bin můde mehr zu leben j mich liebster GOtt! zu d — in Betruͤbniß schweben. Meh groͤste Lebens⸗Zeit laͤuft dahin Traurigkeit. a. Moͤcht es dir, mei salleu, wollt ich hertzli Grab, da mein Leid ge da mein Schmertzen⸗volles Wu dieses Lebens gantz verschwih 3. Ich verschmachte fast Sorgen, meine milde Thray Fluth, und des Creutzes h Morgen: Furcht, Betruͤbh Angst und Noth, sind mein tah Speis' und Brodt. 4. Seh ich jene boͤs sich in die Welt verliebt, werd innerlich betruͤbt, denn sie meß hoͤnisch spotten, wenn sie schren Seht den Mann! nicht helfen kan. 5. Denn geh ich in meine KI. mer, fall auf meine matte Ki. heul und winsel je und je, und. weine meinen Jammer, mes Dhraͤnen milder Lauf steigel; den Wolcken aüf. 10 gleich wie ein Turtel⸗Taͤnblein 60⁰ muß ich doch im Leben hier taͤhl , meinOtty chmteh schnitten und sein endlichs Ende findt. Glut, sind mein Frühstück Ith bin bose Rotten) schmachter Demgin Gl Sed,mu schuͤttern; worden ist, mel zitter ruͤst, dem sieht mit e — t* 4 2 N 466 Von der Christen Creutz und Anfechtunng. seyn; so wird er doch zu seinergen 6. GO barmen/ Wenn w'i Ach! wer men? Ac wie lang, so bang? 7. Setz der, laß Ruh, allet mich doch endlich do nach diese 8. Doc zet, daß · ich werde cher Noth in der Wi 9. Drur hen, schla liebster G. doch dami verleihe m gner Gnad o. Und illen, n Quaal in Saal, da s leu. Kor gefaͤllt, un Welt. Micha 7j/59 763. Mel nnd ve ter sind mi Ende diese starrt in n Aꝛ. Was du betruͤbt der was i 3. Ach! ug— h zu seinergin e Leid. ruͤbsah, 91 an Teufel, Höl rnach GOtttz bleibet ewiß so vird in Tode eund und Bi d erfuͤllen m mir zugesag h haben guth auf das hoͤchs nir gleich il ich doch u Es ist genng soll ich Sund Hhr zu lebennn GOtt! zu d ben hier taͤgh veben. Mih laͤuft dahih meinGOtt ertzlich gern d geschnitten en⸗vollesWol ntz verschwih Eude findt. nachte fast ilde Thran Creutzes he t/ Betruͤhh ind mein taͤh t. boͤse Rotten/ denn sie mei enn sie schrey dem sein G. hin meine K ine matte KI. je und je, und erliebt, werdd Von der Christen Creutz und Anfechtung. 46⁷ 6. GOtt, wenn wirst du dich er⸗ barmen, ber meine schwere Pein? Wenn wirst du mir gnaͤdig seyn? Ach! wenn wirst du mich umar⸗ men? Ach mein GOtt! wie lang, wie lang, soll mir doch noch seyn bang 7. Setze mich doch einmal nie⸗ der, laß mich kommen doch zur Ruh, allerliebster Vater du, troͤste mich doch einmal wieder, gib mir endlich doch einmal Hertzens Lust nach dieser Quaal. 8. Doch wer weiß wozu es nuͤ⸗ zet/ daß du mich so zuͤchtigest, daß ich werde so geyrest, und vor wel⸗ cher Noth es schuͤtzet! Denn wer in der Welt sich freut, komt oft um die Seligkeit. 9. Drum laß hie die Straf erge⸗ hen, schlage zu und staͤupe fort, liebster Gott! und schone dort, doch damit ichs kan ausstehen, so verleihe mir Geduld, bey verbor⸗ gner Gnad und Huld. 10. Und nim mich nach deinem Willen, nach der ausgestandnen Quaal in den grossen Freuden⸗ Saal, da sich alle Noth wird stil⸗ len. Komme Gott, wenn dirs gefaͤllt, und reiß mich von diefer Welt. G. Neumarck. Micha 7, 9. Ich wil des HErren. 263. Mel. GOtt des Himmels. Ich bin voller Angst und Leiden, * Fruhstuͤk nnd vergeh in Traurigkrit, bit⸗ ter sind mir alle Freuden, lang das Ende dieser Zeit, mein Geblüt er⸗ starrt in mir, und mein Hertz ver⸗ schmachtet schier. 2. Was bedeut deinLamentiren, du betruͤbtes Israel, wessentwegen laͤst du spuren solches Leid in deiner Seel, must du dich verlassen sehn, oder was ist sonst geschehn? 3. Ach! wie sollt ich nicht er⸗ schuͤttern; weil der mein Feind worden ist, vor dem Erd und Him⸗ dammer, mes mel zittern, wenn er sich mit Eifer Lauf steigel cuͤst, dem ich viel iu Leid gethan, * 6.H⁰ sieht mit Grim und Zorn mich an. 48. Billig bist du hochbetruͤbet! weil du traͤgst des HErren Zorn: Denn fuͤr das, was du veruͤhet, sollst du billig seyn verlohrn: O du armer Erden? Wurm! wer hilft dir in diesem Sturm? ö .Ach! ich hab nicht angenom⸗ men den, der mir zu helfen kam, drum auf mich der Fluch ist kom⸗ men, den sonst JEsus auf sich nahm! o der grossen Missethat, die Gott sehr erzuͤrnet hat! 6, Recht man dich unselig nen⸗ net, ja auch aller Gnad unwerth⸗ weil du solches nicht erkennet, und dich Ksalt au Gott gekehrt, alle Angst faͤllt auf dich hin, und zer⸗ nagt dein Hertz und Sinn. 7. Aengstlich klag ich, ja dis schmertzet, und macht mich erst Jammers⸗voll; weil ich habe den verschertzet, der mein Aund O seyn soll. Durch die Suͤnde hab — mir selbst gesperrt die Gnaden⸗ hür. 2 8. Du hast deine Gnaden⸗Son⸗ ne, die dir Licht und Leben giebt, deine Freude, deine Wonne, ar⸗ mes Kind, zwar sehr betruͤbt; Aber glaube, daß dich doch GOtt zur Beßrung zuͤchtigt noch. . Ja ach! wenn nur einst mein Hoffen lief in diesen Hafen ein, da mir JEsus Wunden offen ste⸗ hen, aber ach! der Pein! es sieht ja mein Glaub jetzt nicht seine Naͤ⸗ gel⸗Maal; das sticht! 36 10. Geh nur auch zum Ort der Leiden, geh nur trinck den Myr⸗ then Wein, welchen JEsus dir be⸗ cheiden, biz du gaͤntzlich voll wirst eyn: Denn ein so zerknirschter Geist endlichOttes Huldgeneust. II. Nun so trag ich mein Be⸗ truͤben, schleußt aüch GOtt gleich ju die Hand; Ich bin ja darein ge⸗ schrieben, sein Aug ist auf mich ge⸗ wandt, seine Treue wirckt in mir dis mein Seufzen und Begier. 12. Kom wir wollen gerne trin⸗ 6 606 2 ö ö den 468 cken diesen Leidens Kelch, bis wir gantz in unser Nichts versincken, guellt ihr Augen Thraͤnen hier! Finsterniß ist bey. GOtt Licht, wenn gleich alles Licht gebricht. Pf. 10,12. Stehe auf, HErr6Ott. 764. Mel. Liebster JEsu du ꝛc. Efu! hilf mein Creutz mir tra⸗ gen, wenn in boͤsen Jammer⸗ Tagen mich der arge Feind an⸗ sicht, IEsu! dann vergiß mein nicht.. 5505 . Wann die falsche RottGe, sellen dencken gaͤutzlich mich zu faͤlt len, und mir Rath und nicht.. Z. Wil mich boͤse rust verführen, so laß mir das Hertze ruͤhren das zukuͤnftige Gericht/ und vergiß ja meiner nicht. 2. 4. Komt die Welt mit ihrenTu⸗ tken, und wil mir das Ziel verruͤ⸗ cken durch ihr falsches Wollust; Licht IEsu! so vergiß mein nicht. 5. Wollen auch wol meine Freunde mich nicht anders als die Feinde, hindern auf der Lebens⸗ Bahn JEsu! nim dich meiner an. 6. Fehlets mirs an Kraft zu be; ten, laß mich deinen Geist vertre, ten, staͤrcke meine Zuversicht, und vergiß nur meiner nicht. . Wil auch gleich dei Glaub schwach werden und nicht tragen die Beschwerden, wenn die Drang⸗ fals⸗Hitze sticht, Vesu! so vergiß g miein nicht. 8. Bin ich irgend abgewichen, und hab mich von dir verschlichen, sey mein Wiederkehr und Licht, SeEsu! und vergiß mein nicht. . Wenn ich gaͤntzlich bin ver⸗ lassen, und mich alle Menschen hassen, so sey du mein Zuversicht, IEfui und vergiß mein nicht. 10. Wenn ich Huͤlflos da muß liegen in den letzten Todes⸗Zuͤgen, wenn mein Heriz im Leib zerbricht, JeéEsu! so vergiß mein nicht. „ und mir Rath und TPat ge. bricht, JEsu Christ! vergiß mein 2 Tim. 2, 10. Darum dulde ich Reich der? 765. Mel. JEsu meine Freud ren, und si starcker H mich ergeben vest bis den Tod ihr aller T. Er ist meine Sonne, meine Frel Sterben, b und Woͤnne in der groͤsten Noth 2 Tim. 2,1 o werd ich mit ihm regieren, y omt he zumphiren Kse 3. Die nit JEs leiden, weide schweret n beladen, weckt, werden dort mit Freud helfen tra erndten nach dem Leiden, da in wird er erz Gott ergetzen mit des Himm hie, in me Schaͤtzen. Rnn fruͤh; das die Welt; die ihr oͤfters wen Wanus ge wenn kein Trost erscheinet, wu Willen. euch Creutz befaͤlt: dencket M Gern bey diesem Joch an die Eron i lig seyn, 10 nei Leben, die euch Gott ui schwere Pe eben. deen, so mat 5. Wenn die Suͤnden kraͤnch seyn, darun so laßt uns bedencken, daß, un wer ewgen Gottes Rath, JEsus Straß F. All duldet, und was wir verschuld was lebt: ausgestanden hat: Kaͤmpfen Gras, sein mit ihm allhier,so wird er unsh den; Wer! sen kaͤmpfen, und die Sul nicht wil, daͤmpfen. 20 sels Ziel n 6. Seyd getreu ihr Hertzen. h leiden. des Creutzes Schmerten, bis 6. Heut euer End: IEsus wird euch iu jung und. sten, wenn er den Erlösteniht Her schwach aͤngniß wendt: Auf das Nu sih er agch: ga die Blum ing. Von der Christen Creutz und Anfechtung. 469 dem Welt ⸗ h/ JEsu, in du seh dein Angh Thrist! vergj rum dulde ig meine Freudi eine Ruh, GOtt wird lassen nach einen. 997 Nun, HErr IEsu! staͤrcke, die des Satans⸗Wercke und das Reich der Welt lassen in sich stoͤh⸗ ren, und sich zu dir kehren; sey ihr Leben, dem i starcker Held: Dein Schutz sey est bis den Tiz ihr aller Crutz in demeben und im ie, meine Fral Sterben, bis sie alles erben. Xgroͤsten Noh 2Tim. 2, 11. 12. Das ist je gewißl. seinem Reil 766. In bekandrer Meloder. uregieren, un Kee her zu mir, spricht GOt⸗ tes Sohn, all— Inden t leiden, werde schweret nun, mit Sünden hart U den Stern beladen, ihr Jungen, Alten, su sterben un Frau'n und Rann, ich wil euch n/ wo ihr Ril r. 1—— 10 hab, wil heilen eu⸗ on und Sieg ven Schaden. Meeihel Mn zoc inh neinvnd oben. ist gering, wer mirs nachtraͤgt in änen saen, wi dein Geding, der Holl wirder ent⸗ die der Feind weichen; Ich wil ihm treulich rt mit Frenn helfen tragn, mit meiner Hulf Leiden, dalh reich er erjagn das ewig Himmel⸗ 4 rei 9e. ö 4* Wden, wurd 3. Was ich gethan und g litten it des Himmi hie, in meinem Leben spat und ö fruͤh; das sollt ihr auch erfuͤllen, men Seelen, was ihr gedenckt, ja redt und thut, len bringet di das wird euch alles recht und gut, r öfters wein Wanns geschicht nach HOttes schei Willen. rlhencket 4. Gern wollt die Welt auch se⸗ in die Cron in 10 4.—— en, diealeen llen— ö Ott ui schwere Pein, die alle Christen lei⸗ 910 13 den, so mag es denn nicht anders uͤnden kraͤnch seyn, darum ergib dich nur darein, ncken, daß, m. wer ewge Pein mil meiden. Esus Straf. All Creatur bezeuget das, wir verschuld was lebt im Wasser, Lust und : Kaͤmpfen h Gras, sein Leiden kans nicht mei⸗ o wird er uns9 den; Wer denn inGOttes Nahmn nnd die Su nicht wil, zuletzt muß er des Teu⸗ 70 115 Ziel mit schwerem Gewissen eiden. 76 7 6. Heut ist der Mensch schoͤn jung und lang, sieh! morgen ist Erloͤsten ihr ger schwach und kranck, bald muß Auf das Nu sih er auch gar sterben. die Blumen auf dem Feld, also ihr Hertzen, d hmertzen, bis s wird duch th dem Weinen, euch die Sonne Gleichwie muß auch die schnoͤde Welt nem Huy verderben. 7. Die Welt erzittert ob dem Tod, wann einer liegt in letzter Noth, dann wil er erst from wer⸗ den; einer schaft dis, der ander das, seiur armen Seel er gantz ver⸗ gaß, dieweil er lebt auf Erden. 8. Und wann er nimmer leben mag, so hebt er an ein grosse Klag, wil sich erst 6Ott ergeben. Ich fuͤrcht fuͤrwahr die goͤttlich Gnad, die er allzeit verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schweben. 9. Einm Reichen hilft doch nicht sein Gut, dem Jungen nicht sein stoltzer Muth, er muß aus diesem Mayen, wenn einer haͤtt die gan⸗ tze Welt, Silber und Gold, und alles Geld, noch muß er an den Reihen. ů 10. Dem Glehrten hilst doch nicht sein Kunst, der weltlich Pracht ist gar umsonst, wir muͤssen alle sterben: Wer sich in Christo nicht bereit, weil er lebt in der Gnaden⸗Zeit, ewig muß er ver⸗ derben. I1. Hoͤret und merckt ihr lieben Kind, die jetzo GOtt ergeben sind, last euch die Muͤh nicht renen, halt stets am heilgenGOttes Wort das sey eur Trost und hoͤchster Hort, Gott wird euch schon ersreuen. 12. Nicht uͤbel ihr um uͤbel gebt, schaut, daßihr hier unschuldig lebt, laßt euch die Welt nur aͤffen, gebt Gott die Rach und alle Ehr, den in ei⸗ bengen Steig geht immer her, Gott wird die Welt schon strasen. 13. Waunn es ging nach des Flei⸗ sches Muth, in Gunst, Gesundheit, grossen Gut, wuͤrdt ihr gar bald erkalten: Darum schickt GOtt die Truͤbsal her, damit das Fleisch gezuͤchtigt werd, zur ewgen Freud erhalten. 14. Ist euch das Creutz bitter und schwer, gedenckt, wie heiß die Hoͤlle waͤr, darein die Welt thut BSs5 G g rennen, Von der Christen Creutz und Anfechtung. 7 rennen, mit Leib und Seel muß Leiden seyn, ohn Unterlaß die ew⸗ ge Pein, und mag doch nicht ver⸗ brennen.— 15. Ihr aber werdt nach dieser 10 mit Christo haben ewge reud, dahin sollt ihr gedencken; Es lebt kein Mann der aussprech'n kan die Glorie und den ewgenLohn, den uns der HErr wird schencken. 16. Und was der ewge guͤtge Gott in seinem Wort versprochen hat, geschworn bey seinem Nah⸗ men, das haͤlt und giebt er gwiß fuͤrwahr; der helf uns zu der En⸗ Zel⸗Schaar, durch IEsum Chri⸗ tum, Amen. B. Ringwald. Ps. 126, 5. 6. Die mit Thraͤnen. 767. M. Freu dich sehr o meine. eine Sorgen, Angst und Plagen laufen mit der Zeit zu End; alles Seufzen, alles Kla⸗ gen, das der Err alleine kennt, wird, GOtt Lob! nicht ewig seyn; nach dem Regen wird ein Schein vieler tausend Sonnen⸗Blicken, meinen matten Geist erquicken. Z. Meine Saat, die ich gesaͤet, wird zur Freude wachsen aus; Wenn die Dornen abgemaͤhet, so traͤgt man die Frucht zu Haus: Wann ein Wetter ist vorbey, wird der Himmel wieder frey: Nach dem Kaͤmpfen, nach dem Strei⸗ ten, kommen die Erquickungs⸗ Zeiten.„8 3. Wenn man Rosen wil abbre⸗ chen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen stechen; Es geht alles, wie GOtt will; Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampferreicht; Wil man hier das Kleinod finden, so muß man erst uͤberwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Creutze ist be⸗ setzt; Hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut benetzt: Zu dem Schloß der Ewig⸗ keit komt kein Mensch hin sonder Streit: die in Salems Mauren genug, den Schoͤpfer zu besiegen ——— wohnen, zeigen ihre Dornem milde Blut Kronen. eso tief in= . Es sind wahrlich alle From deinem GS men, die des Himmels Kiarheit seyn. sehn, aus viel Trubsal hergekom. 4. OBra men, darum sietzet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und zun Anaeh Thron, prangend in der Ehren, wird die Li Kron, und mit Palmen ausgezin getrieben? ret, weil sie gluͤcklich triumphiret. sie so weit! 6. GOttes Ordnung stehet vest, nimt mich; und bleibt ewig unverruͤckt, sein aus dem B Freund und Hochzeit⸗Gaͤste wen thau. den nach dem Streit beglückt;„. So ha Israel erhaͤlt den Sieg nach n Maun vert fuͤhrtem Kampf und Krieg, Cann nicht, da an wird nicht gesunden, wo man Dem Leber nicht hat uͤberwunden. luscngen der z. Darum trage deine Ketten ihmi hingel meine Seel, und dulde dich, Goll den Tad h. wird dich gewiß errerten: Zai, mit selostd Gewitter leget sich nach demBiiy 6. In und Donnerschlag folgt ein ang⸗ mein Tod nehmer Tag; Auf den Abeld nur ein We folgt der Morgen, und die Freud innen wird nach den Sorgen. rrieben, we Petri 1,7. Auf daß euer Glaubt seinen Tod 768. Mel. Zersließ mein Geist chmeltzt die Men Freud zerschmeltzt au delt meine N Leeb in seinem Blute, sel mels Freud Leiden ist der Hoͤllen strenge Pein 7. Nuun er loͤscht den Grimm, zerbricht dej den reilt ge Treibers Ruthe, das Leben wirs Creutz, der sich in den Tod hinein Davon zei Schlacke is springt des Todes Schlund: Ei reget, der. macht mein Braͤutigam mich wih Freund, die derum gesund. muß gleich! 2. Er sahe mich in meinem Bll gehn, soble te liegen, sein Hortz entbrandt in seinem Tieg heisser Liebes Macht. Dis n0 8. Dann Freuden se dis hat ihn dald in soichen Triih wels Blitz gebracht,daß er mit GSttes Zun Sinn, die gekaͤmpft, nun hat sein saustessich Wunder⸗ Fe des Grimmes Ouell gedämpft. Hertz wie 3. Du must mit Angst die Fey Wenn sich! ers⸗Macht zerschellen, die derge reckt, so! stalt in deinem Geist geblitzt, des Kleid, und! du geschmeckt die Bitterkeit de„ 2. Da kü öllen, und in dem Kampf dal luͤsse Blicke 9 181 Kar mülh ihrem Lieb re Dorneni h alle From⸗ iels Klarheit al hergekom⸗ nan sie stehn Stuhl und uder Ehren⸗ nen ausgezien triumphiret. ig stehet veste, erruͤckt, seine it⸗Gaͤste wen th eit begluͤcktj dieg nach gei Krieg, Cang⸗ den, wo mah en. 1 deine Ketten, de dich, GOl retten: Dah lach dem Blißh olgt ein angt fden Abeld nd die Freud euer Glaube mein Seist schmeltzt aun m Blute, seit strenge Pein „zerbricht de s Leben wirst n: Davon zen chlund: St gam mich win meinem Blu entbrandt in ht. Dis wal r zu besiegen solchen Trieh GoOttes Zon in saustesdich Igedaͤmpft. Angst die Fen en, die derge st geblitzt, des Bitterkeit de m Kampf das m — Von der Christen Creutz und Anfechtung. milde.Blut ges⸗ chwitzt, du sinckst so tief in Tod hinein, daß du von deinem GOtt must wie geschieden Eyn. 4 OBraͤutgam! dein Geheim⸗ niß⸗volles Lieben, hat dich selbst zum Anathema gemacht. Wie? wird die Lieb auch bis zum Fluch getrieben? Ach ja! der Trieb hat sie so weit gebracht. Das Leben nimt mich wieder an, sonst waͤr ich aus dem Buch des Lebens ausge⸗ an. 4 5 5. So hast du denn, o Tod! den Manun verschlungen, und wustest nicht, daß er das Leben traͤgt? Dem Leben ist der weise Rath ge⸗ lungen; des Todes Trutz wird von ihm hingelegt. Geh ich nun in den Tod hinein, so muß der Tod mir selbst deskebens⸗Wurtzel seyn. 6. In Christi Tod wird nun mein Tod vertrieben, er ist mir nur ein Weg ins Paradies: Dar⸗ innen wird der streuge Sinn zer⸗ rieben, wenn ich sein Blut und einen Tod genieß. Davon zer⸗ Dat meine Haͤrtigkeit, und wan⸗ elt meine Pein in reine Him⸗ wels Lreud.. . Nun wird mein Gold im Lei⸗ den rein gefeget, der Ofen ist das Creutz, der Test das Hertz, die Schlacke ist, was sich in Gliedern reget, der Schmeltzer ist mein reund, die Glut der Schmertz, muß gleich das Gold durchs Feuer gehn, so bleibt es doch verklaͤrt in seinem Tiegel stenn.h. g. Dann bringt mein Geist mit Freuden seine Garben, des Him⸗ mels Blitz durchstrahlet seinen Sinu, die Weisheit spielt in ihren Bunder⸗Farben, da blinckt vas Hertz wie Jaspis und Rubin. Wenn sich der Blick durchaus er⸗ streckt, so kriegt mein Geist sein Kleid, und wird mit Licht bedeckt. 2. Da kuͤssen ihn der Weisheit suͤfe Blicke, da ruht die Seel in ild ihrem Liebes⸗Schooß: Da wird würgten Lamme, daß ich sie dann vom Tod und Suͤnden⸗ Stricke und von dem Dienst der Eitelkeiten los. Wenn sie des Himmels⸗Klarheit ziert, wird sie als Koͤnigin zum Koͤnige gefuͤhrt. 10. Drum scheu ich nicht des Leidens bittre Myrrhen, in Myrr⸗ hen liegt die schoͤnste Balsams⸗ Kraft: Dabey kan mich des Flei⸗ sches Schmertz nicht irren, weil mir das Joch in Christo Ruhe schaft. Die Liebe ging den schma⸗ len Steg, aus Liebe waͤhl ich mir der Liebe Creutzes Weg. 11. Mein Gott! entzund in mir des Creutzes Flamme, laß deß⸗ sen Glut des Geistes Gold durch⸗ gehn, und staͤrcke mich in dem er⸗ verklaͤrt im Tiegel bleibe stehn. Wenn gleich das Fleisch sich klaͤglich stellt: Guug, daß der neue Mensch im Creutz den Sieg erhaͤlt. Chr. Fr. Richter. Ps. 28, 7. Der HErr ist meine ꝛc. 7⁰9. Mel. Warum betruͤbst du. Meu Hertz! warum betrübst du dich/ und wilt in mir so aͤngstiglich voll Gram und Unruh seyn? Ach! stille dich, und dencke doch: Es lebt ja unser HERR Gott nocht. 2. Er lebt, und stirbt auch nim⸗ mermehr; So ist kein Trauren nicht so schwer/das er nicht aͤndern kan: Er pruͤfet aber miitler Zeit die Hofnung und Gelasseuheit. 3. O wie verkehrt ist unser Sinn! Wir betten uns auf Dor⸗ nen hin, wenn wir voll Sorgen seyn: Und koͤnten, wenn wirs woll⸗ ten thun, bey GOTT auf lauter Rosen ruhn. ö 4. Gehts nicht, wie du dirs vor⸗ gestellt; So gehts doch, wie es Gott gefaͤllt, und so gehts immer gut: Denn endlich spuͤhrt mans in der That, wie treulich ers ge⸗ meynet hat. 3 5. Ach! glaͤube, nicht ein Zaͤh⸗ 6924 ren 4⁷ von der Christen Creutz und Anfechtung.,. ren ist, der aus den truͤben Augen fliest, er sieht, und zaͤhlet ihn, ünd macht, daß auf den Thraͤnenguß Wuh der Freuden scheinen muß. ö 6. Kein Menseh, er sey auch, wer er sey, ist von Verdruß und Kummer frey, ein jeder hat sein Theil: Doch haͤngt ein groͤsser Trost daran, wenn man in Un⸗ schuld leiden kan. ö . Es thut zwar weh; doch gib dich drein, Geduld wird hier der Balsam seyn, der alle Wunden heilt: Geduld und unverzagter au. macht endlich alles BVoͤse gut. 9.1.425145 3. Was fehlt dix denn, warum du klagst und dich mit Seufien druͤber plagst? Wirds nicht was Zeitlichs seyn? Ists aber wol der Muͤhe werth, daß dis ein Christ⸗ lich Hertz begehrt?—· 8 9. Du hast ja GOtt, und GOt⸗ 3 tes Wort, den theuren Schatz/ den starcken Hort, bist du denn nicht vergnuͤgt? Wer sich an diesen Reichthum haͤlt, ist reicher, als die gantze Welt. 9—⁷˙1 10. Dein JEsus meynts so treu und gut, und giebt dir selbst sein Fleisch und Blut: Kan wol was groͤssers seyn? Wer dis zu seinem Labsal hat, den machet keine Truͤb⸗ sal matt.· II. Der Himmel ist dir zuge⸗ dacht, durch Christi Testament vermacht, mit aller Herrlichkeit; So laß der Welt, was ihr gehoͤrt⸗ und halt an dem, was GOL be⸗ schert.. ö I2. Was Gott beschert bleibt unverwehrt; Er ists der alles sieht und hoͤrt, was deine Feinde thun: Du wirst, das wird gewiß ge⸗ sehun⸗ noch deine Lust an ihnen ehn. ö I2. Ja, harr und hoffe vest auf ihu, die Hofnung wird voll Segen bluͤhn, der Leib und Seel erfreut: Die Zeit ruͤckt morgen wohl her⸗ an, daß ich ihm froͤhlich danckth ö FI der u Phil. 1, 29. Euch ist gegeben um. and, drun . M. In dich hab ich gehoffet gehen: W. Medsch⸗ druͤckt dein Creuß solgt dem H dich ohne Ziel, ist auch di hestehen. Leidens noch so viel, werd ja nichl„10. Creu zum Rehellen! Staͤrck deine Gericht, u Muth, GOtt meynt es gut, dij das Urthei wird zuletzt erhellen. nnlicht wil an 2. Komist du in Unfall, Angs weicht von und Plag, Verlust, Verfolgung Exeütz hink Spott und Schmach den Creu 11. Kein Weg hergegangen, lach oder weih hetruͤht, dit — 0 seyn, sollst du zum Hel Balt. el„nrn. 0⁰— 74½ llo. Ui 3. Wenn Gott dich schlaͤgta 160 Streit, Geld und Gut, an Ehr, Geruͤchh Zuelle. an Fleisch und Blut, an Seel, 13. Des Muth und Sinnen; Du bist hält GStt an., nicht werth, denn er begehrt hii wie wohl r durch dich zu gewiunen. genunen. wardieter 4. Unmoͤglich ists, mit solche und koͤnt s eug iu gehen ein in GOttg I2. Der Reich, drum wil er von dir neh. Bild ists,de men, was haßt und liebt, freil und stürtzt und bhetruͤbt, zur Reis dich zu h Untergang queinen. nDraug mu 5. Traͤgst du dein Creutz i 14. Dr. Liebe fort, so traͤgt es dich zur Him Eins ist N mels Pfott, da Lust fuͤr ast zů fin 2 neu 6⁰ 8 den. Legst du eins bey, so findl Ereutz und du zwey, und bleibst wol gar da wirbt, der“ hinden. sich selbst k 6. Daß du dein selbst nur en 15. In koͤmst los, so stehe aller Dinge bloh Mann/ na sey, wie es geht zufrieden: Nin alles an, dich nichts an, so ists gethan, ul gen: Was bleibt die Suͤnd vermieden. or haͤlt, m Drum faß dich mit Bestaͤf aus Klager digkeit, stets gleich zu stehn in Ley 16. Dur und Freud, in Rettung und Ve HErr allei derben, in sůß und sau'r, wie eih auch ein,d Maur, im Leben und inm Sterbeh len. Die . Creutz war die Wehr in Chi Gehst du ih sti Hand, als er den Teufel uͤbe men Seelt wand: Wer kan das Creutz gnuu Pf. 25, 2. loben! In allem Krieg erhall 721. M. r den Sieg, wenn Feinde noch Noe 0 tohen. 1% mich 9. Cxehu 1* ng. Von der Christen Creutz und Ansechtung. 47³ hhlich daucken 9, Creutz ist der Weg und enge Pfad, der uns zum Himmel fuͤhrt t gegeben um gerad, drum wollt ihn Christus bich gehoffet gehen: Wer dieses glauht, und dein Creuz folgt dem Haupt, kan für ein Glied elist auch di hestehen. werd ja nichl 10. Creutz ist das Zeichen im Saͤrck deing Gericht, wenn Ehrist der HErr it es gut, di dat ürtheil spricht: Wer dann nicht wil anhöͤren das harte Wort: 1. 8*— Unfall, Angt weicht von mir fort! muß fichzun „Verfolgulg Creuz hinkehreu. ch den Ereuß II. Kein Ungluͤck nie die Seel ach oder weis betruͤbt, die in Geduld zum Ereutz st dutum Hel sich giebt, ihr schadt kein Tod noch Holle. Uuleidsamkeit bringt ste⸗ dich schlaͤgti ten Streit, und ist der Sünden Ebr, Qeruch Auelee ½ an Seel, 4 13. Des Eigenwilles boͤse Art, en: Du biss hält Gott in uns stets Widerpart; begehrt hih wie wohl würde mit uns stehen, unen. war dieser todt, daun lebte GOtt, 6, mit solchel und kont sein Saam aufgehen. iu in GOtt 12. Der Eigenwill, des Satans rvon dir neh Bild ists,der die Seele so verwildt, uN liebt, 10 und stuͤrtzt aus GOttes Wesen in eis'dich zu i Untergang durch Ereutz und Drang muß wieder ste genesen. in Creutz in 14., Drum lehrte Christus: Idich zur Hil Eins ist Noth, und setzt uns auf für Last zu sih ein neu Gebot, durchs Wort vom bey, so finds Einutund Leden. Wer hierum hst wol gar di wirbt, der Suͤnd abstixbt, und von sich selbñ kan scheiden. selbst nur eii I. In dem steht auf ein neuer ler Dinge blol Mann, nach Geist und Kraft der srieden: Nil alles kan, zu GOttes Wohlbeha⸗ sts gethan, uy gen: Was dem gefaͤllt, fuͤr gut mieden. ch mit Bestah qus Klagen. 14 zu stehn in Ley 16. Durchs Creutz gieng unfer tung und Ven HErr allein zu seiner Herrlichkeit sau r/ wie eih auch ein, den Weg must er erwaͤh⸗ idim Sterben len. Die Wahrheit spricht: Wehr in Chil Gehst du ihn nicht, weh deiner ar⸗ n Teufel uͤbh men Seelen! 48 Creutz gui Ps.2v, 2. Mein Gott, ich hoffe. Krieg erhaͤl Zi. M. Wenn wir in hoͤchsten. Feinde noch Ssach dir o HErr! verlanget mich, du bist mein GOtt, ich 9. Cxah ä ö or haͤlt, macht Preis und Danck entstehen kan. hoff auf dich, ich hoff und bin der Zuversicht, du werdest mich be⸗ schamen nicht 2. Der wird zu Schanden der dich schaͤnd't, und sein Gemuͤthe von dir wendt: Der aber, der sich dir ergiebt, und dich recht liebt, bleibt unbetrübt, ö 3. HErr, nim dich meiner See⸗ len an, und fuhre sie die rechte Bahn, laß deine Wahrheit louch⸗ ten mir im Steige, der uns fuͤhrt zu dir. . Denn du bist ja mein einges Licht, sonst weiß ich keinen Helser nicht! Ich harre dein bey Tag und Nacht, was ist, das dich so⸗ säumend macht.— 9. Ach wende, HErr! dein Au⸗ gen ab don dem, was ich gesůndigt hab. Was denckst du an den Suͤn⸗ ö dan den ich gefůͤhrt von Ju⸗ gend auf? 6. Gedenck an deine Guͤtigkeit, und an die grosse Suͤßigkeit, da⸗ mut dein Hertz zu trösten pflegt das/ was sich dir zum Fuͤssen legt. 7.„ Der HErr ist fromm und hertzlich aut dem, der sich pruͤft und Busse thut: Wer seinen Bund und Zeugniß haͤlt, der wird erhalten/ wenn er saͤllt. 4 8. Ein Hertz, das Gott von Hertzen scheut, das wird in seinem Leid erfreut, und wann die Noth am tiefsten steht,so wird sein Erentz zur Wonn erhoͤht. 9. Nun, HERg! ich bin dir wol bekandt, mein Geist der schwebt in deiner Hand, du siehst, wie meine Seele thraͤnt, und sich nach deiner Huͤlfe sehnt. ö 10. Die Augst, so mir mein Hertze dringt, und daraus so viel Seufzer zwingt, ist groß, du aber bist der Mann, dem nichts zu groß 11. Drum sieht mein Auge stets nach dir, und traͤgt dir mein Be⸗ gehren fuͤr. Ach! laß doch, wie 69 3 du 47⁴ von der Christen Creutz und Anfechtung. dnu yflegst zu thun, dein Aug auf meinen Augen ruhn. ä 13. Wenn ich dein darf, so wen; de nicht von mir dein Ang und Augenlicht, laß deiner Antwort Gegenschein mit meinem Beten stimmen ein. 13. Die Welt ist falsch, du bist mein Freund, ders treulich und von Hertzen meynt, der Menschen Gunst steht nur im Mund: Du aber liebst von Hertzen Grund. 14. Zureiß die Netz heb auf die Strick, und brich des Feindes List und Tuck, und wann mein Uu⸗ glück ist fürbey, so gib, daß ich auch danckbar sey⸗. 15. Laß mich in deiner Furcht bestehn, sein schlecht und recht stets einher gehn, gib mir die Einfalt, die dich ehrt, und lieber duldet, als beschwert.* 16. Regier und fuͤhre mich zu dir, auch andre Christen neben mir, nim was dir mißfuͤllt, von nus hin, gib neue Hertzen, neuen inn. 17. Wasch ab all unsern Suͤn⸗ den-Koth, erloͤß aus aller Angst und Noth, und fuͤhr uns hald mit Gnaden ein zum ewgen Fried⸗ und Freuden⸗Schein. PHPaul Gerhard. P. 30, 6. Sein Zorn waͤhrt ein. 772. M. Ach SOtt vomimmel N‚ och dennoch must du drum ö nicht gantz in Traurigkeit versincken, GOtt wird den sussen Trostes⸗Glantz schon wieder lassen hlincken; Steh in Geduld, wart in der Still, und laß GOtt ma⸗ chen, wie er wil, er kans nicht bose machen. 2 Ist denn das unser erstes mal, daß wir betruͤbet werden? Was haben wir, als Angst und Quaal bisher gehabt auf Erden? Wir sind wol mehr so hoch gekraͤnckt, und hat doch GOtt uns drauf ge⸗ schenckt ein Stuͤndlein voller Freuden. 3. So is auch GOttes MN sendet, als sollte drum sein Angen sicht gantz von uns seyn gewendet: Nein, sondern dieses ist sehn Rath, daß der, so ihn verlassen hat, durchs Ungluͤck wiederkehre. 4. Denn das ist unsers Fleische Muth/ wenn wir inFreuden leben, daß wir denn unserm hoͤchsten Git am ersten Urlaub geben: Wir sind von Erd und halten werth viel mehr/ was hier auf dieser Erd/ alh was im Himmel wohnet. . Drumn faͤhrt uns GOtt durch unsern Sinn, und laͤßt uns Weh geschehen, er nimt oft, was uni. lieb dahin, damit wir aufwaͤrtssh hen, und uns zu seiner Guͤt un Macht, die wir bisher nicht gros geacht't, als Kinder wieder sinden 6. Thun wir nun das, ist er bo reit, uns wieder anzunehmel macht aus dem Leide wiede Freud, und Lachen aus dem Grh men, und ist ihm das gar schlecht Kunst; Wen er umfaͤngt mit Lii und Gunst, dem ist geschwind g holfen.* 7. Drum falle, du betruͤhtt Heer, in Demuth vor ihm nieden sorich: HErr, wir geben dir dil Ehr/ ach nim uns Suͤnder wiedt in deine Gnade reiß die Last, di du uns aufgeleget hast, hinweg heil unsern Schaden. ö 3. Denn Gnade gehet doch si Recht, Zorn muß der Liebe wen chen, wenn wir erliegen, muß uth schlecht GOtt sein Erbarmen rej chen, dis ist die Hand, die uns eh haͤlt, wo wir die lassen, bricht um faͤllt all unser Thun in Hauffen. 9. Auf GOttes Liebe must di stehn, und dich nicht lassen falleh wenn auch der Himmel ein sol gehn, und alle Welt zu schellen Gott hat uns Gnade zugesag sein Wort ist klar, wer sich dra wagt, dem kan es nimmer 0 10. * nung nicht, wenn er uns Ungluͤc 10. So Kraft gar Wer ists i Wer theilt thuts, und der Rath! wenn jede II. Deu lich seyn, sen, GOtt mer ein/ sen in unse sein Armi mehr alst 12. Wat Roich, al. chen? Er uns gleick machen; meus Rul Heiligthu geben. Ap. Gesch 773. Ir ur fri nich wird dir was winin helfen koͤr giebt heite frisch hine 2. Bett Schwerm und deine schwere E zerrinnen dir zum Christ. 3. Der nen Weg weiß; Eh muß selbs deu Wine herrscht it mels⸗Helt 4. Dies reit, dure und durg dringen d kan sie faͤ üfleter Sic g. 5Ottes Mey uns Ungluͤck im sein Angen yn gewendet; ist seyn Rath, erlassen hat/ derkehre. isers Fleische sreuden leben, hoͤchsten Gut den: Wir sind n werth viel dieser Erd/ al ohnet. 5 GOtt durch aͤßt uns Weh oft, was uni. ir aufwaͤrtsst; iner Guͤt un her nicht grof wieder sinden das, ist er bo anzunehmeh Leide wieden aus dem Gys s gar schlecht faͤngt mit Lith geschwind g du betruͤhtt or ihm nieden geben dir dil Zuͤnder wiedg 5 die Last, di hast, hinwah n. gehet doch I der Liebe wen egen, muß ui Erbarmen res nd, die uns en sen, bricht un uin Hauffen. Liebe must di ht lassen fallen mmel ein sol elt zu schellen nade zugesagl wer sich drat nimmer sehlel 10.0 Von der Christen Creutz und Anfechtung. 47⁵ Kraft gar keinen Zweifel haben: Wer ists der alle Dinge schaft? Wer theilt aus alle Gaben? GOtt thuts, und das ist auch der Mann, der Rath und That erfinden kan, wenn jedermann verzaget. Il. Deucht dir die Huͤlf unmoͤg⸗ lich seyn, so sollt du gleichwol wis⸗ sen, GOtt raͤumt uns dieses nim⸗ mer ein, daß er sich laß einschlies⸗ sen in unsers Sinnes engen Stall/ sein Arm ist frey/ thut uͤberall viel⸗ mehr als wir verstehen. 12. Was ist sein gantzes werthes Reich, als lauter Wunder⸗Sa⸗ chen? Er hilft und baut, wenn wir uns gleich des gar kein Hofnung machen; Und das ist seines Nah⸗ mens Ruhm, den du, wenn du sein Heiligthum wilt sehen, ihm must geben. Paul Serhard. Ap. Gesch. 20,23. 24. Bande und. 773. In eigener Melodey. ur frisch hinein, es wird so tief nicht seyn! das rothe Meer wird dir schon Platz vergoͤnnen; was wimmerst du? Sollt der nicht helfen koͤnnen, der nach dem Blitz giebt heitern Sonnenschein? Nur frisch hinein! ö 2. Betruͤbter Christ, der du in Schwermuth bist, ermuntre dich und deine schwache Sinnen! das schwere Creutz wird doch einmal zerrinnen gleich einem Fluß, der dir zum Beyspiel ist, betruͤbter Christ. 3. Der Himmels⸗Held hat ei— nen Weg bestellt, den niemand weiß; Eh sein Volck sollte sincken, muß selbst das Meer auf dieses Hel⸗ deu Wincken zur Mauer seyn. Er herrscht imFluthen⸗Feld der Him⸗ mels⸗Held. 30* 4. Die Tapferkeit ist jederzeit be⸗ reit, durch Creutz und Schmach und durch die krause Wellen zu dringen durch, kein Sturm⸗Wind kan sie faͤllen; sie haͤlt uns vest in steter Sicherheit die Tapferkeit. 10. So darsst du auch an seiner 5. Ein Krieges⸗Mann muß ta⸗ pfer halten an es steht nicht wohl, wenn sie nicht wollen stehen, weil sie das End des Krieges nicht er⸗ sehen. Ein Christ ist auch der ta⸗ pfer kaͤmpfen kan, ein Krieges⸗ Mann. 6. Es hoͤret auf ein Ding, so bald sein Lauf zum Ende lauft: Was einmal angefangen, das nimt ein End, der HErr ist vorgegangen, du folge nach, und tritt nur tapfer drauf, es hoͤret auf. 7. Des Creutzes Pein wird ja nicht ewig seyn, es ist ein Kelch der seinen Bogen zeiget, man sieht den Grund, wenn alles ausgeneiget. Drum bilde dir wie suͤssen Neeta ein des Creutzes Pein. 5 8. Die Centner⸗Noth zerbricht der kalte Tod. Hindurch, hin⸗ durch! und folge deinem Zuͤhrer, dein JEsus ist der Erd⸗ und Meer⸗ Regierer, der watet durch, und tritt fuͤr dich in Koth die Centner⸗ Noth. 6 9. Er ist der Hirt, der dich nicht lassen wird, er wird sein Schaaf auf seinen Achseln tragen, es war⸗ tet schon auf dich der Engel⸗Wa⸗ gen zum sichern Schutz und ob du dich verirrt, er ist der Hirt. 10. Auf schwacher Sinn! wirf allen Kummer hin, und schicke dich die Tiese durchzuwaten: Koͤmt schen ein Sturm, dein JE⸗ sus wird dir rathen und helfen aus, der Tod ist dein Gewinn. Auf! schwacher Sin. I. Der Christen Stand ist hier also bewandt, es muß ein Creutz das andre Creutze jagen. So ging es dem, der unser Creutz ge⸗ tragen am Creutzes Stamm. Es ist kein Kinder⸗Tand der Christen⸗ Stand. R 12. Wer wandern soll muß oft⸗ mals Traurens voll durch Berg und Thal, und tiefe Pfuͤtzen drin⸗ gen/ so muß ein Christ auch den ͤ—[kNNfI äf 4²6 Von der Christen Creutz und Anfechtung. dem Himmel ringen, und leiden viel: Der muß oft geben Zoll, der wandern soll. 13. Ach sůsser Christ! wenn du nur bey mir bist, so wil ich auch mein Leben willig enden, zu dir, mein GOtt, wil ich mich gaͤntzlich wenden, und tragen, was mir auf⸗ erleget ist, ach fusser Christ! Roͤm. x/ 3. Wir ruͤhmen uns auch. 774. M. OTraurigkeit, ochertz. Ereutzes⸗Stand! O edles —Pfand! das alle Streiter bindet, deinen suͤssen Honig⸗Saft mein Hertz wol empfindet. 2. O selig ist: wer dein genießt, und mit dir ist gezeichnet, lauter Seegen laͤst du nach, dem, der dich erreichet. 2 3. O edler Schatz! hab ewig Platz bey mir in meinem Hertzen, ich kuͤsn deine Suͤßigkeit mit Lieb⸗ vollen Schmertzeen. 4. O liebster Gast! o fuͤsse Last! Bewaͤhrung aller Frommen! nim hinweg die Ungeduld, Murren laß nicht kommen Ertoͤdt den Leib, die Lust ver⸗ treib, laß deine Macht drein sehen, daß Natur und Eigenheit weichen und vergehen 6. Im Creutz ist Lieb, des Glau⸗ bens Trieb und Hofnung⸗volles Leben, es giebt Trost, versichert auch der Kindschaft darneben. 7. O sanftes Joch! du bleibest doch sehr leicht, wie Christus leh⸗ ret, wer in dessen Kraft dis fuͤhlt, liebet dich und ehret. ö 8. Geheime Ruh! wie bald wirst du bringen die schoͤne Krone, die den Siegern JEsus wird geben dort zum Lohne. 2. . O Zions Kind! ach eil ge⸗ schwind! streck aus die beyden Ar⸗ men, nim darein das Creutz mit Lust, GOtt ist voll Erxbarmen. 10. Ex ist sehr mild/ dein Burg und Schild, dein Schutz HErr undErretter, dein Immanuel und auch im Creutz dein Vertreter. II. Der hats bereits und wirh dein Creutz noch ferner helfen tra⸗ gen, drum wil ich mit Ziong Schaar auch mit Amen sagen. Joh. 16,20. Warlich, warlich, ich. 773. M. Wie schoͤn leucht't uns. HGottes Sohn vouEwigkestl wie selig war dieselbe Zeit, dda man dich hat gesehen! ihr Aut gen voller Herrlichkeit, ihr Ohren voller Lieblichkeit, wie wohl ist euch geschehen! Viele, viele Ma jestaͤten und Propheten wollten schauen, was die Juͤnger kont erbauen. ö 2. Doch wars nur eine kleint Frist, daß solches Licht erschienen ist im Fleisch und Wunder⸗Bls cken: Bald syrach der HErr, bald wird es seyn, so wird euch nicht mehr dieser Schein durchs Ange sicht erquicken, Ein klein Stuͤnd. lein muß ich scheiden, und viel lei den, und entschlafen, ich trag eur Suͤnden⸗Strafen. 3. Zwar ist er drauf erstanden bald, in schoͤner Klarheit und Ge⸗ stalt, war viertzig Tag auf Erden, als er, der eingebohrne Sohn zu seines Vaters hoͤchsten Thron nun sollt erhaben werden: Epa! wer da moͤchte sagen, was fuͤrWagen ihn begleitet, und was uns dort sey bereitet. 001 4. Judessen war nun abermal der Freuden⸗volle Sonnenstrahl den Juͤugern weggenommen; sis blieben aber in der Lehr und seil nem Wort je mehr und mehr, er werde wieder kommen. Selig, ewig die nicht sehen, doch bestehen vest im Glauben, diesen Trost kan niemand rauben. N 5. Drum liebe Seel ermuntte dich, dein PEsus bleibt unsichtbar lich, er ruͤft in deinem Hertzen Ey huͤte dich fuͤrs Teufels Strick! es ist ein kleiner Augenblick, so wirst du mich verschertzen. Wachel lache mit Erzittern und in bitterl Freu/ ìπ⁷ιιιπ Freuden⸗ mag GOt 6. Ein lomo zur wenn und Springen daß unser es ernstlic zu verschl mer, und kaͤmpft de uns erloͤst Lamnt 1 d tzes⸗Stan zertreten. Wunden ist die Kre ten. Mi bin Vich en, Welt . Allei su Christ bist mit de Wie man aus, und Haus wi Stille, A und Vern muß auf 9. Ein ren soll, be tzen voll ut de; bald Welt gebr GOttes N nem Leid daß die P unterm Ze getragen. 10. So mal in gi und Quaal lassen: H. Tod, und Noth/ der Blinder E wenn man In der Na 1I. Du Christus h. ng. ... eits und wird ner helfen tra mit Ziont nen sagen. „warlich, ich leuchr'r uns. vonEwigkeit dieselbe Zeit, hen! ihr Aut eit ihr Ohren wie wohl ist ele, viele Mah heten wollten Juͤnger kont u eine kleine cht erschienen Wunder⸗Bls⸗ er HErr, bald rd euch nicht durchs Angen iklein Stuͤndt und viel lei ich trag eur auf erstanden rheit und Ge ag auf Erden, rne Sohn zu en Thron nun 1: Eya! wer 6 fuͤr Wagen 6 uns dort sey nun abermal Sonnenstrahl nommen; sie Lehr und seiln und mehr, er nen. Selig/ doch bestehen sen Trost kan seel ermuntre bt unsichtbar nem Hertzen! eufels Strick! Augenblick, so rtzen. Wachel und in bittern Freu⸗ Von der Christen Creutz und Anfechtung. 47⁷ Freuden⸗Thraͤnen, solcher Guß mag GOtt verfoͤhnen. 6. Ein weises Wort spricht Sa⸗ lomo zur Welt⸗Lust, was, wie wenn und wo bist du so toll mit Syringen? Wer weiß dann nicht/ daß unser Feind bey schneller Zeit eo ernstlich meynt, und sucht uns zu verschlingen! Immer schiim⸗ mer, und je laͤnger desto strenger kaͤmpft der Boͤse, bis der Vater uns erloset... . Lob sey dir, IEsu GOttes Lamn! daß du zu erst am Creu: tzes⸗Stamm der Schlangen⸗Kopf zertreten. Ich saug aus deinen Wunden Saft, dein Auferstehung ist die Kraft/ dadurch ich lerne be⸗ ten. Mit dir in mir wil ich kaͤm Nin ich wil daͤmpfen alle Suͤn⸗ en, Welt und Satan uͤberwinden. . Allein wie koͤmts, HErr E⸗ su Christ, daß du mir ost so ferne bist mit deinemkicht im Glauben? Wie mancher Seuszer fleugt mir aus, und bringet kein Oel⸗ Blat zu Haus wie Noa seine Tauben! Stille, Wille, laß dein Girren und Verwirten, mein Vertrauen muß auf GOtt ohn Fuͤhlen bauen. 9. Ein Weib, wenn sie gebaͤh⸗ ren soll, befindt sich vieler Schmer⸗ zen voll und weiß von keiner Freu⸗ de; bald wonn der Mensch zur Welt gebracht, gedenckt sie nur an Gottes Maiht, und weiß von kei⸗ nem Leide. Warum? Darum daß die Plage, Angst und Klage unterm Zagen hat die edle Frucht getragen. 8 10. So ist der Glaube manches⸗ mal in grossen Noͤthen, Furcht und Quaal, un d klagt, man sey ver⸗ lassen: Haltinn Gedaͤchtniß JEsu Tod, und dessen Wunder⸗grosse Noth/ der schryet gleichermassen: Blinder Suͤnher, so da meynet, wenn man wein iet, GOtt sey ferne. In der Nacht g ehn auf die Sterne. 11. Durch solchen Weg geht Vaters Sinn/zu dem er hingegan⸗ gen; ein Kleines laͤst er sichlicht sehn, wird aber in dir auferstehn, er haͤlt sich nur gefangen. Auf! auf! sein Lauf ist die Sonue, mei⸗ ne Wonne, nichts denn Segen fol⸗ get mir auf diesen Wegen. 12. Und soll ich mit der Cren⸗ tzes⸗Last, die du mein Heil getra⸗ gen hast, bis in den Tod dich ehren; so ists doch ein geringes Nu, dar⸗ auf denn bald, bald folget Ruh in Freuden vhn Aushoͤren, Endlich werd ich Jubilate und Cantate froͤhlich singen, drum wil ich nun tapfer ringen. 12 13½0 Gottes Sohn in Ewig⸗ keit! wir warten schon der letzten Zeit,/ da wir dich sollen sehen. Ihr Augen voller Herrlichkeit, ihr Oh⸗ sren voller Lieblichkeit, wie wohl wird euch geschehen! lauter,lauter Majestaͤten und Propheten wer⸗ den schauen GOttes Lamm auf Enec, 45 600 dihr, Lue. 6/ 22. Selig seyd ihr, so eu 7⁵s. M. In dich hab ich Hbestr b schon das Creutz, die groͤste AQuaal des Leidens mich druͤckt allzumal, geb ich doch kein'n Rebellen; dein Joch, mein GOtt! ist suůß/ im Spott dein Nahm wird mehr erhellen 2. Wirst du betruͤbt, geneidt, veracht't, gedruckt, verschmaͤht, gehaßt, verlacht? Halt still/ wie dirs auch gehet. Bitt nur Ge⸗ duld von GOttes Huld, der Him⸗ mel offen stehet. 3. Schlaͤgt dir schon GOtt an Geld und Gut, an dein Gerücht, an Fleisch und Blut, ans Hertz und dein fuͤnf Sinnen? Fall GOtt zu Fuß, Lieb leiden muß: Gott thuts, dich zu gewinnen. 4. Dein'n Muth faß mit Be⸗ staͤndigkeit in Süß, in Saur, in Lieb und Leid, in Reichthum und Verderben. Halt dis Gebot in Christus hin, und lenckt zu uns des S Freud und Noth, im Leben und im terben. Ne 2⁴⁴* 5. Creutz 47⁸ 5. Creutz tragen ist der enge Pfad, zum Himmel führt er dich gerad, drum wollt ihn Christus ehen. Wer dieses glaubt und folgt dem Haupt, kan fuͤr ein Glied bestehen. 6. Dis sind die Waffn in Chri⸗ sti Hand, da er den Teufel uber⸗ wand: Kein Mensch kan sie be⸗ schreiben. Die sind bereit zu al⸗ iem Streit im Creutz, die stand⸗ haft bleiben. 7. Nichts unsrer Seelen Scha⸗ den bringt, so lang die Truͤbsal auf uns dringt: Trotz, Tod und Höl⸗ len⸗Geister! Wo Creutz nicht ist, da wird durch List die Welt bald unser Meisterr. 7 3. Wo eigner Will hat üͤber⸗ hand, so sind wir von GOtt abge⸗ wandt. Dann hast du überwun⸗ den, wenn dein Will todt, so schmeckst du GOtt, und hast die Tugend sunden⸗ 9. Dis ist das rechte neu Gebot, das Christus lehrte Mensch und Gott durchs Wort: vom Creutz und Leiden: Dein Lust muß hier und boͤß Begier von dir seyn ab⸗ gescheiden. ö 10. Denn hast du dich zum Geist bekehrt vom Fleisch, und kanst dich unverwehrt in GOttes Willen aͤben, und dancken GOtt imCreutz und Tod, kein Leid wird dich be⸗ truͤben. 11. So ginge durch das Creutz und Leid auch Christus ein zur Herrlichkeit. Ach! diesen Weg erwaͤhle, wie GOttes Sohn; Trittst du davon, Weh deiner ar⸗ men Seelel Hiob 10, 8. Deine Haͤnde haben mich gearbeitet, und gemacht ꝛc. zyg. M. Num sreut euch lieben. JEsn Christe GOttes Sohn du Schopfer aller Dinge, schau doch herab von deinen. Thron, hoͤr, was ich vor dich brin⸗ ge. Du pist, o HErr!] das huͤch. ö sie Gut, ich bin ein Mensch/ der Von der Christen Creutz und Anfechtung. und Asche. ö — ⁊. Du bist sehr herrlich schon 90 der keinmal wil aufhoͤren: Du biß das Licht, ich aber blind: Du bis hat. gantz besessen. ö 3. Du bist die Wahrheit und dz Freud, der Arzt, das Heil und lu ben: Ich eitel, kranck, voll Trau rigkeit, muß schnell den Geist aus geben. Der Leib muß die Vih wesung sehn, es kan in kurtzer Zal geschehn, noch eh ich es gedench 4. Wahr ist es, du hast selbs mich mit deiner Hand bereitet/ Aus MutterLiebe wunderlich anh Tages Licht geleitet. Was hilsi mit aber, daß ich bin, HErr, desl Geschoͤyf? jetzt fahr ich hin, und muß zunichte werden. V. Doch, weil du selbst meih Schoͤpfer bist, wollst du dein Werl nicht hassen, und mich in meinn Angst, HErr Christ, mit Huͤlf un Trost nicht lassen: Du hasses nichts, das du gemacht, vor dir i alles hochgeacht, und werth in des nen Augen 1** 6. Ach schau doch deine Haͤnd an, durch die bin ich formiren dein Hertz den nicht verstossen ka, deß Glaube dich awruͤhret. Diß sind die Haͤnde, dit fuͤr mich mih Naͤgeln haben lasser sich ans Hoh* des Creutzes schlacgen Blut mein Nahmeangeschrieben sieh an die Schrift die mir zu gut in deinen Hander blieben: AW wird sich ja dein loͤbreich Hertzen barmen mein, und allen Schmen in meinem Geiste killen. 8. Ich schrey, lein arme Eren tur, mit Gnaden mich anblicke Du bist mein Arzt; in deiner Ein mit Labsal mich erquicke. Gott, mein Heilend, hilf du 20 U Arges thut, ein Hand voll E eh ich muß ziert, voll Masestät und Ehren Ich bin in Jammer tief geführt, gerecht ich voller Suͤnd, die mich 2 * . Darinnen steht mit deinen HI und bring ichs wag zu reden n 10½ Die bdrꝛinget: Arzte schr Lichtes sr Leben. 4211. O Fuͤrst, wi men, den dürst hilf men: 2 vids Soh meiner f nachschre 12. Ei get mit 00 ö 7 2. Die let gelind ehet wi chunde QVnuaͤlen! Ende bel len behat 3* Die ng. ————— von der Christen Creutz und Ansechtung. 479 wunt won n an I uper. dir, eh Han eh ich muiß gar verderben. nd hte 99. Wos sind doch alle meine tief geluhn TCag? Als nichts sind sie zu rech⸗ oͤren: Duhi nen. Ich armer Mensch, wie daß lind: Du bn ichs wag so keck dich anuprechen⸗ ünd, die mih Du grosser HErr, ach! zuin. 7237½9 ich nichtzennchnie ionene Auund zu reden mich erkühne. .Heil undl üic, Die Noth, o Hert! hat nck, voll Trau kein Gesetz, die mich jetzt hat um⸗ den Geist auf ringet: die machts, daß ich nach muß die Vih Gnaden lechz/ die ist eo, die mich in kurtzer Zel dringet: Der Krancke nach den h es gedench Arzte schreyt, der Blinde sich des du hast selb Wom sreut, der Todte sucht das underichan⸗ II. O JEsu! grosser Lebens⸗ ö Fuͤrst, wollst meiner dich erbar⸗ Was hilsi men, den stets nach deiner Huͤlfe nu, HErr, den an u RIPRI Ar⸗ 7 8 durst hilf mir, HErr, hilf mir Ar⸗ ich hin, un men: O GSttes Uei 1 u selbst mein vids Sohn, erbarm dich mein un auruen meiner schon, hoͤr den, der dir Het. uch in meinn a. Eil nicht so fort, du wahres — Dassg Licht, Hier ist, der auf dich hoffet: ht, vor diru. Stehsill, deir Aunge zuuge richt: wertheiid. Hor den,der dirvachraffet. Mi de deiner Hand mich zu dir leit, daß ich dich/Licht der Ewigkeit, in dei⸗ nen Licht anschane. n Nöm. 8, 18. Ich halte es dafuͤr 8. Mel. Liebster Immauuel. sich in meinn Hdeine Hand ich formiret derstossen ka ruͤhret. Dis Zelig, ja selig! wor willig er⸗ fuͤr mich min 0j 959 ichans traͤget dieser Zeit Leiden, Holh Verachtung und Streit, welches, sen..5*** 4 li it ‚ It deinen nach dieser Verg uglichkeit, pfle; geichriehen get mit sich zu bringen die ewige die mir zu 5 00 Dieser Zeit Leiden nimt — ende hehende; Himmlische Freu⸗ blieben: GW breich Herden de bestehet ohn aude. Perter. Dieser Zeit Leiden das qus⸗ ilennied sergeinde, Diser Sel Keiben ar in arme Eren 1 wie Schnee, schwindet ge⸗ nich anblicke schwinde, wie schwindende Winde; Vunalen der Seelen bringt ewiges in deiner Eun Fgoh. Di 2— m ö Weh. Dieser Zeit Freuden nimt Woih dumth Eude hehende radlen der Ser⸗ 10* ani En beharret ohn Endee ö Zeit Schmertzen im 3. Dieser Hertzen verschmertzen/ stehet gerů⸗ steten Christen wohl an, welche im Hertzen sind brenuende Kertzen, die uns rleuchten die himmlische Bahn. Selig, wer dieser Zeit Schmertzen erduldet, droben im Der. wirds doppelt verschul⸗ 7 1.900— 4. Dieser Zeit Plagen sind leicht zu ertragen, gegen der ewigen Hoͤl⸗ lischen Zuaal; dieser Zeit nagen und Plagen uns jagen hin zu den. Frruden im Himmlischen Saal; dieser Zeit Plagen nimt Ende bo⸗ hende, himmlische Freude behar⸗ ret ohn Ende. g. Endlich, nach dieser Zeit Schmertzen und Leiden, werden wir, welehes gewiß wird geschehn, scheiden aus neiden und leiden zu Freuden, welches kein sterbliches Auge gesehn, die uns dort allen aus Gnaden wird geben Esus, die Wahrheit, der Weg und dasveben. 6. Selig, drum selig, wer willig ertraͤget dieser Zeit Leiden, Ver⸗ achtung undStreit, welches, nach dieser Vergaͤnglichkeit, pfleget mit sich zu bringen die ewige Frend. Selig, wer alles um JEsum er⸗ duldet; droben im Himmel wirds doppelt verschuldet. J. Flirner. Ebr.12,11. Alle Zuͤchtigung, wenn 779. M. Huͤter wird die Nacht. Südadn bey truͤben Tagen, dulde, Plagen, armes Hertz verzage nicht: GOtt kan Last in Lust verkehren, GOtt wil hören, etz auf GOtt die Zuversicht. 2. Alles Creutz wird endli scheiden, dulde Leiden, auf den Sturm solgt Sonnenschein. Soll⸗ te denn dein6z Ott dich hassen, und verlafsen? leide nur die kurtze Poin. 3. Gold wird durch die Glut be⸗ waͤhret, und verklaͤret: Creutz be⸗ waͤhrt des Glaubens Gold: GOtt robiret seine Lieben, durch Beten⸗ hen, GOtt ist den Gepreßten hold. . Er zerbricht des CreutzesKet⸗ 44 — ten, 4⁸⁰ Jac. I, rtt Totu, Irer 78⁰. M. Vater Unser im Zimm. Von der Christen Crentz und Aufechtung. ten, er kan retten: Rufe nur, ge⸗ plagtes Hertz, GOttes Huld wird dich erfreuen nach dem Schrey⸗ en: Freude folgt auf Leid und 3 Schmiertz. Meine Lieben, achtet. — 2. Se soll ich dann noch nehr aus⸗ stehn? OICsu, soll ich dir nachgehn durch deinen schon ge⸗ bahnten Weg, durch Ereutz: und Elend⸗vollen Steg? Ach hilfdann tragen Diobngh Bamit ich sterbend lebe no 295„41 . Hie ist ja nichts als Eitelkeit, 5 hie lebt der Menschein Sicherheit, er dencket wenig au das End, das Augenblicklich her sich wendt, der arme Suͤnder ist zu blind, drum weltzet er sich in der UAnd. 3. O falsche Freude, faht nur hin! du bist verslucht in meinem Sinn: o falsches Lob, verkehrte Lust! mir ist ein ander Lob bewust, das hier besteht in Spott und gauntze Land. Schand/ in Haß und Neid durchs 4. So ist das Leben allezeit ge⸗ wesen, die der Ewigkeit mit Eiser haben nachgedacht; und allenFleiß dahin gebracht, zu drucken aus das Ebenbild des JEsu, welcher unser Schild. 5. Eh, Seele muntre dich dann auf, dis ist der rechte Tugend Lauf, du must allhie gehasset seyn von al⸗ len, und dis nicht allein von Fein⸗ den. Ach! dein naͤchstes Blut, das fuͤhrt dich oft vom hoͤchsten Gut. 2 3 6. Nun Seele! geh mit Freu⸗ den fort, durch Dornen und durch Stachel-Wort, dein Heiland, der die Sanftmuth war, geht vor dir 5 lan er stirbet Kalt 3 fahr sort, so 0 ang es dir gefaͤllt, mich recht zu hassen,falsche Welt!? Jac. 1,12. Selig ist der Mann, der. 281. Mel. Zion klagt mit Angst. Freuer Gort ich muß dir klagen Stand, ob dir wohl sind meih Plagen besser als mir selbst h kandt, grosse Schwachheit ich hi mir in Anfechtung Len. Glam wenn det Satan allen. Glaub wil aus meinem Hertzen raubel 2. Dul GOtt/ dem nichts ist vñ borgen, weist, daß ich nichts u mir hab, nichts von allen meish Sorgen, alles ist, HErr, desh Gab was ich Gutes find an mi das hab ich allein von dit ul den Glauben mir und allen, gieh 3. O mein GStt! fuͤr den trete itzt in meiner groͤssen No mich werden nicht zu Spott/ man zunicht des Teufels Werck, mein schwachen Glauben staͤrck, daß nimmermehr verzage, Christup stets im Hertzen tragg. 4JEfu, Brunnquell allerh den! der du niemand von d oßst, der mit Schwachheit ist h laden, sondern deine Junger troͤl Sollt ihr Glaube noch so klein, w ein kleines Senfkoru seyn, wol du sie doch wuͤrdig schaͤtz grosse Berge zu versetzen. . Laß miich deine Gnade findg der ich bin voll Traurigkeit: h du ͤmir selbst überwinden, so n ich muß in den Streit, mein Glauben taͤglich mehr, deinesG stes Schwerdt verehr, damit i den Feind kan schlagen, alle Pfei vou mir iagen.· 6. Heilger Geist ins Himmel CThrone, gleicher GOtt don Etoih keit mik dem Vater und dem Sof ne, det Betruͤbten Drost un reud, der du in mir angezuͤndi b. viel ich von Glauben find, uͤg mik mit naden walte, ferner de ne Gab erhalte. duledler Hertzens⸗Gast! und dah gute Werck vollende, das dif anige * — du/ wie dirs mag gefalleu. . Deine Hülfe zu mir sende, l fangen hast, blas' das kleine Fuͤnch meines Hertzens Jammer/* 599 —— tem Lauf, gleiche, un reiche. 3. GOt heilige Or kein Erret rechten S Pfeil abdr eit mik Trost ver Verzweiflt 9. Zieht en, die ihm fehlen ete szt in meiner g Roll sinnet fru hoͤre, wie ich sehnlich bete, 5 net fru aß ich moͤg steher muß faͤny de daͤmpfe IO. Re Rinde, de steht, dei schwinde, geht: W mich, daß sith/ er hab das auf di I Du en, mein dem ich L Gott mei nicht!l eyl des Feinde selbst zurr Schimpf 12. Ich ruͤhmen d augd ö gnaͤdig a 1 der Ruhm sey auch hern wiglich d W wack seht, was mg —7—.— yhl sind meiz mir selbst H achheit ich h ostmals spih allen. Glaubh hertzen raubeh m nichts ist yn ich nichts v u allen meis Err, deis 2 0½0 von dix/ ail nd allen, gich jefalleu. tt! fur den i grossen Nos nlich bete, A d zu Spott/ mas Werck, meinn staͤrck, baß d age/ Christin age. quell allerS mand von d wachheit ist h eJunger trof loch so klein, m un seyn, wol dig schaͤtzi esetzen. e Gnade findg⸗ aurigkeit: h winden, so Streit, mein ehr, deines ehr, damit il en, alle Pfel ins Himmel d Ott von Etwih und dem Soß u Drost un nit angezuͤndt iben find, uͤbe alte/ ferner de zu mir sende, Hast! und dat 1 du assge as kle e 4 Don der christen Creus und Anjechtung. 5t lein auf, bis daß nach vollbrach⸗ tem Lauf, ich den Auserwaͤhlten gleiche, und des Glaubens Ziel er⸗ 5. GOtt, graß uͤber alle Goͤtter, heilige Dreyeinigkeit, ausser dir ist kein Erretter, tritt mir selbst zur rechten Seit, wann der Feind die Pfeil abdruͤckt, meine Schwach⸗ eit mit aufruͤckt, wil mir allen Trost verschlingen, und mich in Verzweiflung bringen. Zieh du mich aus seinen Stri; en, die er mir geleget hat, laß ihm fehlen seine Tücken, drauf er sinnet fruͤh und spat, gib Kraft aß ich allen Strauß ritterlich moͤg stehen aus, und so oͤfters ich muß kaͤnpfen, hilf mir meine Fein⸗ e daͤmpfen. ů 10. Reiche deinem schwachen Kinde, das auf matten Fussen steht, deine Gnaden⸗Hand ge⸗ schwinde, bis die Angst fuͤruͤber geht: Wie die Jugend gaͤngle mich, daß der Feind nicht ruͤhme sith/ er hab ein solch Hertz gefaͤllot, das auf dich sein Hofnung stellet. . Du hist meine Huͤlf im Le⸗ ben, mein Fels, meine Zuversicht, dem ich Leib und Seel ergeben: Gott mein GOtt, verzeuch doch nicht! eyle mir zu stehen bey, brich des Feindes Pfeil entzwey, laß ihn selbst zuruͤcke prallen, und mit Schimof zur Hoͤllen fallen 12. Ich wil alle meine Tage ruͤhmen deine starcke Hand, daß u meine Plag und Klage hast so gnaͤdig abgewandt. Nicht nur in der Sterblichkeit soll dein Ruhm seyn gusgebreit! Ich wils auch hernach erweisen, Und dort rwiglich dich preisen. 4 Joh. Heerman. Petr. 4, 12. 13. Ihr lieben lasset. 2S2. M. Freuet euch ihr Christ. achet auf, ihr lieben Hertzen! wachet auf und trett heran: seht, was JEsus hat gethan! Er must durch viel Todes⸗Schmer⸗ E durch so manchen harten Streit gehen ein zur Herrlichkeit. Ach! so schickt euch auch zum ei⸗ den, wer geniessen wil der Freudenz Gebt euch in des Vaters Willen, er wird euren Hunger stillen. 2. Kaͤmpfet denn es wird geboh⸗ ren in dem Creutz die Friedens⸗ Krast, und die wahre Ruh ge⸗ oien Wer nun wil seyn ausen öͤhren, dringe durch die blutge Nacht, so wird er darzu gebracht. Last uns seyn darauf beflissen! Durch viel Creutz und Leiden muͤß sen, die gottsfuͤrchtig wollen leben nach dem Reiche GOttes streben. 3. Wer dem Lamme wil nachge⸗ hen, wo es hingeht allezeit, muß sich wagen in den Streit. Der wird noch auf Zion stehen, der sich iunig ihm ergiebt, und nicht seine Scele liebt. Denn der muß die Seel verliehren, der durchs Ereutz sich nicht last fͤhren, wer sich aber wagt im Streite, wird sie tragen noch zur Beute 29 4. Unsers Hauptes Vater trä⸗ get VatersLisbe gegen die, so ein wenig haben Müͤh unterm Creutz, wenn er sie schlaͤget, und der Kint der ihr Gemüth mit der Liebes Ruthe zieht. Er zerschlaͤgt und reisset nieder, doch heilt er und bauet wieder, toͤdtet und schenckt auch das Leben denen, die sich ihm ergeben.—Z 5. Da der Heiland war auf Er⸗ den, gieng es seinen Juͤngern gut: aber da der Feinde Wuth wollte ar zum Mörder werden an dem⸗ seiben, füͤrchten i die Verlaß nen aͤngstiglich. Endlich haben sie ihr Leben selbst mit Freuden von sich geben, die gefolget GOt⸗ tes Sohne, und erlangt die Mar⸗ ter⸗Krone. 6. Ach! so last uns ihm nachga⸗ hen, da der Abend gehet weg, daß wir bleiben auf dem Steg; durch Hh bit 48 Von der Christen Creutz und Anfechtung. die letzte Wach, wir sehen schon den Blick der Morgenroͤth, da die Sonn von fern aufgeht. Es faͤngt nun bald an iu tagen, wie die Waͤchter alle sagen: Es wird kei⸗ ne Naͤcht mehr kommen, wenn vollendet sind die Frommen! 7. JEsu, du hast dunch dein Lei— den uns geheiligt vor der Stadt! Nun es ist des Vaters Rath, daß wir uns zum Creutz bereiten au der kurtzen Pilgrimischast: Ach! so gib uns allen Kraft, daß wir dei⸗ ne Schmach mit tragen, und wenn uns die Feinde jagen, laß uns, HErꝛ! nur nicht verderben, daß wir GOttes Reich ererben. Pi. 42, 6. Wos betruͤbst du dich. 783. In bekandter Melodey. Wor bist du doch, o Seele! so betruͤbet, da dir der HErr ein Creutz zu tragen giebet? Was graͤm'st du dich so augstiglich, als wuͤrdest du drum nicht von GoOtt geliebet? 2. Vie bist du so unruhig und bekuͤmmert, weil dich diezreuden⸗ Sonne nicht anschimmert? Was sorgest du, bist voll Unruh? da⸗ durch wird ja dein Zustand nur verschlimmert. 3. Was quaͤlst du dich mit Zwei⸗ selmuth und Sorgen, weil dir des HErren Huͤlfe ist verhorgen? ach! wirf auf ihn die Sorgen hin, der dich bisher versorgt, hilft heut und morgen. Er laͤst gewißlich dich nicht Huͤlf⸗los bleiben, und wird zur rechten Zeit die Noth vertreiben: Nach Angst und Leid folgt Lust und Freud, drum sollt du nur ge⸗ duldig seyn und glauben. 3. GOtt thut dir vaͤterlich, als seinem Kinde, sind gleich die Schlaͤ⸗ e hart und nicht gelinde, so trau ihm doch, er liebt dich noch, und schast, daß endlich all dein Leid umgekehret. verschwinde. 6. Halt stille mit Geduld, GOtt meynt es treulich, und seiner Ru then Zucht ist dir gedeylich,deß seh gewiß, und glaͤube diß, das liebe Creutz ist dir sehr gut und heilig. 7. Harr nur und trau auf GOit in allen Leiden, und laß dich keine Noth von ihm abscheiden. Hoͤr was er sagt: Sey unverzagt, mein Kind, ich wil dich mir zum Preis' bereiten. 3. Drum, Seele, sey getrost 10 fGott erhoben, sein Huͤlftreich Antlitz zeigt sich dir von oben: Et ist dein GOtt, hilft dir aus Noth, du sollt ihn hier und dort mit Freu⸗ den loben. ů Lue. 7. 13. Da sie der HErr sahe. 7²⁴. Mel. Straf mich nicht in. Weine nicht, GOtt lebet noch, der dich hertzlich liebet: O dich gleich das schwere 1*5 Fleisch und Blut, betruͤbet, ach! osey nur getreu bis die Trauen Stunden selig uͤberwunden. . Weine nicht, GOtt denckt an dich wenn dus nicht gedenckest: Oftermals verbirgt er sich, so daß du dich kraͤnckest: Das geschicht aber nicht aus des Zornes Triebe, sondern nur aus Liebe! 2 3. Weine nicht, wenn er dein Flehn nicht so bald erhoͤret: Bleih nur vor der Thüͤre stehn, klopfan m Hab Geduld, bis die Huld, deines Vaters eilet und dein Hertze heilet. 4. Weine nicht, wenn seine Hand immer staͤrcker schlaͤget: Dieses ist der beste Stand, wenn sich Creutz erreget. Wenn ein Christ elend ist, denn lebt er beglü cket, und ist recht geschmuͤcket. 5. Weine nicht und nim das — Joch deines JEsu gerne: Wenn Gott schlaͤgt, so liebt er doch: Denn ist er nicht ferne, wonn die let hassen. 2 wenn die und bald 7. Wei dich kran⸗ Sag vien die ihn so dich durch Stricken, S. Wein Gut sich v Gott dien Hertze lert Ziel und tuͤmmel, so 9. Wein chon, ohn selbst dein ihn nur wa ist ja sein: was nur no 10. Wei ö schen Gun Dieser eitle dich oft betr wie der Wi chet, und b 11. Wein Welt laͤstert wenn der Fe du gewoͤhne dorthin zu der dir San I2. Wein hier gantz v Dencke, daß tes Thron lacht, dort g suͤsset, was d 13. Weine der dich ause es gehet, geh Dieser das Bfand d Ouaal uns vielmal unterm Creu⸗ Jesu komm. tze draͤnget, bis er uns unifaͤnget. 6. Weine nicht, er kan dich jn nicht gar lange lassen: Denn er ist am ersten da, wenn er 42½ ö 8 die du ausgei um Geduld,d bet. Weine! 14. Weine! der mit bö ue Eyrn verra ö ig. Von der Christen Creutz und Anfechtung. 4 Dπιπν⁰⁰nrT!w;μι⁰¹⁰⁰—ìẽ eylich, deß se ö n D , 90 5 hassen. Wie ein Kind Liebe findt, und heilig. wenn die Mutter schertzet, zuͤrnt Nacht: rau auf GOnt und bald drauf hertzet. 7. Weine nicht, wenn GO& dich kranck auf das Bette leget: Sag vielmehr der Guͤte Danck, die ihn so beweget, daß er sucht, dich durch Zucht, aus des Sataus Stricken, zu sich hinzuruͤcken. . Weine nicht, wenn Geld und Gut sich von dir entfernet: Weil SOtt dieses alles thut, daß dein ort mitFreu Hertze lernet, wie dem Schatz, ö Ammeß Drandgrrim Himmlel rr sahe. Lummel, sondern dort im Himmel. uch dan 10 9. Weine nicht, GOtt kan dich tt lebet noch, 27 ohne Gold erhalten: Er ist hliebet: Ol lelbst dein grosser Lohn: Laß du laß dich keine eiden. Hoͤr verzagt, mein ir zum Preis sey getrost 6 nHuͤlf⸗reich on oben: Et ir auo Noth, . Weine, weine Tag und Denn der Suͤnder Wein nen, und ihr hertzlich Seuften macht GOttes Huld erscheinen 2 Wenn dein Geist Ren erweist und es erustlich meynet, hast du recht geweinet. ö Roͤm. 8, 33. Wer wil die Auserw. ZSz. M. Alle Menschen muͤssen. Wer wil, was GOtt auserwah⸗ let, und er selbst gerecht ge⸗ macht, ja zu seinen Kindern zaͤhlet, zu verklagen seyn bedacht, weil GOtt, die vor Suͤnden⸗Knechte waren, machet recht Gerechte ꝛ Wer wil nu von deuen je einigeg verdammen hie? 2. Hie ist Christus, der gestor⸗ hwere Joch, ihn nur walten. Korn und Wein ben, darzu auferwecket ist/der hat Aenher, ch ist ja sein: Er wird dir zum Leben, alles selbst erworben, was Kchaubt die Trauey was nur nöͤthig, geben. mden 4.. Weine nicht, wenn Men⸗ Ott denckt an der Schlangen⸗List, dazu sitzt er GoO T zur Rechten, da ihn nie⸗ schen Gunst non dir abgezogen; mand kan anfechten, da bleibt un⸗ gedenckest: Dieser eitle Wahn und Bunst hat ser reund und Zier, und vertrite sch,lodg dich ost betrogen. Menschen sind,uns für und fuür.—5 icht wie der Wind so bald heftig strei⸗ . chet, und bald wieder weichet. e 3. So wird uns denn nun nichts bald n et. strennen von des Hoͤchsten Liebes⸗ I. Weine nicht, wenn dich die Treu, nichtes, was venn er dein Welt laͤstert, schmaͤht und hoͤhnet, kennen? Seine Gunst bleibt ewig hoͤret: Bleih wenn der Feinde Zunge bellt, so sey neu. Wollte Truͤbsal, Creutz und ehn, klopfau du gewoͤhnet, daß dein Sinn, sich Geduld, bis lers eilet und! der dir Sanftmuth lehret. hier gantz vor nichts geschaͤtzet: dorthin zu dem Heiland kehret, uns zu Hertzen? Schreckt uns 12. Weine nicht, wirst du schon lichkeit und Schwerdtes Tod. wenn seine Dencke, daß die Ehr⸗Begier GOt schrieben, durch den gantzen lald er schlaͤget: tes Thron verletzet. Hier ver⸗ gen Dag unsers Lebens hit enn 51. Nu Dag u Rngetrie⸗ Wehn ein ache dort geacht, es wird dir ver ben auf die Schlachtbanck, ez so lebt er beglüß suͤset, was dn hier gebüsset. hmuͤcket. 13. Weine nicht/ du hast ja den, Schade, weil uns bleibet GOttes ; der dich auserwaͤhlet: Laß es, wie Gnade: Ja wir uͤberwi ö das„ Za wir uͤberwinden weitt . 21 WHen ogehet, gehn, bleib nur ungegu Denn GSStt liebt uns allezeit. ebt er doch: let. Dieser Zeit kurtzes Leid ist 16, wonn die das Yfand der Frommen, die zu eben, daß mich keinẽ Todes⸗Art, mterm Creu IEsu kommen. zunifaͤnget. 43, Weine nur um deine Schuld, hier in dieser meiner Fahrt w kan dich 0 Die du ausgeübet, und bitt JEsum E Lanke, uoch n: Denn er um Geduld, der die Menschen lie⸗ das mindste von dem Wercke, das bet. Weine recht, als ein Knecht,i rer scheint zu der mit boͤsen Thaten sei Jein Ghr inen von JEsu Chri hasseey Hym verrathen. 5 2 tzt und zukuͤnst 6˙ scheiden wird De.—teeee.. —————————— 48⁴ Von der Christen Creutz und Ansechtung. 6. Nicht das, was hoch wird ge⸗ halten, noch was tief zu finden steht, kan mich trennen oder spal⸗ ten von demselben, was da geht aus dem innersten Getriebe uusers Gottes seiner Liebe, die in Christo JEsu ist, unserm HErrn zu aller rist. I Petri 4, 16. Leidet er als ein ꝛe. 786. M. Freu dich sehr, o meine. ie nach einer Wasser⸗Quelle ein Hirsch schreyet mit Be⸗ gier, also guch mein arme Seele ruft und schreyt HErr GOtt, zu dir, nach dir, lebendigen GOtt, sie duͤrst und Verlangen hat. wenn soll es doch geschehen, daß ich dein Antlitz mag sehen) 3. Tag und Nacht mir meine ZJaͤhren sind wie ein Speis oder, Brodt, wenn ich das hoͤr mit Be⸗ schweren, das man fragt: Wo ist dein GOtt? Ich schuͤtt denn mein Hertz gar aus, denck wie ich in Gottes Haus geh mit Leuten, die lobsingen, huͤpfen und für Freu⸗ den springen. 3. Mein Seel, was thust du dich kraͤncken, was machst du dir selber Quaal? Hoff zu GOtt, und thu gedencken, ich werd ihm daucken einmal. Der mir hilft, wenn er nur richt auf mich sein klar Ange⸗ sicht, mein GOtt, weh ist meiner Seolen/ die sich gramen thut und qualen. 10. A. Denn ich denk an dich, mein'n HErren jenseit dem Jordaner Land, und dem Berg Hermon so ferren, auch den Berg Misar ge⸗ nannt. Ein Abgrund den andern ruft, wenn uͤber mir in der Luft deine Ungestuͤme brausen, und über dem Haupt hersausen. 5. Alle deine Wasserwogen, dei⸗ ue Wellen allzumal uͤber mich zu⸗ sammen schlagen, doch troͤst ich mich in Truͤbsal, daß du helfen wirst bey Tag, daß ich des Nachts — land, preise, auruf und anbet mu hen, wirt Fleisse. Macht im 6. GOtt, mein Fels! wil ich soll durck denn sagen, wie vergist du mein sfruchtbar so gar, wann mich meine Feine“ Nacht er⸗ ylagen, daß ich traure immerdar?. Kalt Ihr Schmaͤh⸗Wort und falscht Frommen Mund mich bis aufs Gebein ven und Rege wundt: Dann sie taͤglich die R kommen treiben: Schau, wo nun deiy Liehte zur Gott mag bleiben 8. Sche 7. Mein Seel, was thust du dih gung nur kraͤncken? Was machst du dir se hittern K ber Quaal? Hoff zu GOtt, und die thu gedencken: ich werd ihm da theroabe en einmal, der mir sein Heil sicht. Laß di barlich stellt fͤr Augen, und da sich ferner wird hernach erklaͤren alsdenn meinen GOtt und HEh ren. Ambr. Lobwasseh 787. Mel. Sey getrost bey in Mo ist meine Sonne blieben deren Lieben mir sy wohl und sanste that, da sie in den Si nen spielte, und ihn fuͤhlte, was sih Kraft man durch sie hat. ö 2. Aber nun empfind ich Schmich tzen in dem Hertzen, die Vers chung waͤchs't in mir, und ich h gantz matt zu kampfen, und daͤmpfen, weil ich keine Sons, spuͤr.* 3. Ich kan nicht die Welt ert gen, ich wils wagen, vielleicht sih — Tob. 3,23. Nach dem Ungewitten ich meinen Freund, daß die schy re Nacht der Leiden sich muß sch. 7 hen niem⸗ re im Ge Hertze wa Vaters H 30. So! ne in der V sich ein, d durchgeher Lein Theil II. JEst en deinen es Glaube statt vergel gen, weiler Ia. Und Sinne bey meinen S durch deine de, bis ich g den, wenn sein maͤchtig Licht scheint. ö. cken, 4. Seele, schlafe nur im Frieh Rath, herrl du bist muͤde, und findst jetzt cken, diß er Sonne nicht: du must in derEt. Wohl dem, ertragen deine Plagen, bis à seinen Sin Morgenstern anbricht. der wird sic 5. Meide nur der Nacht d tes Obhut f schaͤfte, laß die Kraͤfte zu dem Lih 2. Also gekehret seyn, so wird dir der güh chen, dieses ne Morgen ohne Sorgen endil über die sei wieder treten ein. betruͤbt und sugen mag/ dich, als meinen Hei⸗ (. Weil die kleine Welt wirdsh in 06 l or doch balt 8. 10 anbet mi els! wil ich gist du mein neine Feinde eimmerdar! und falschet 3 Gebein ven iglich die Reh „o nun deih thust du dich chst du dir sel U Gott, und berd ihm dan sein Heil sichh igen, und da nach erklaͤreh ott und HEh Cobwasseh n Ungewitten trost bey th onne bliebens mir so woll ie in den Sih füͤhlte, was sih hat. d ich Schma⸗ n, die Vers ir, und ich bi pfen, und keine Sbnh die Welt ertn vielleicht fit daß die schi sich muß schi chtig Licht nur im Frieh findst jetzt d ust in derEt agen, bis N cht. er Nacht 0 te zu dem Lig rd dir der gi orgen endll⸗ Welt wirdsh ö r doch bald aus dem Koth wil er⸗ hen, wird man sehen Tag und Nacht im Wechsel stehn; denn, soll durch den Thau die Erden fruchtbar werden, muß die kuͤhle Nacht ergehS. 7. Kaͤlk, und Hitze muß den Frommen nuͤtzlich kommen, Wind uUnd Regen hilfet nur; denn es kommen keine Fruͤchte nur bey Liehte zur vollkommenen Natur. 8. Schaue, wie die weise Fuͤ⸗ bitee nur Vergnuͤgung statt des zittern Klagens macht; dancke diesem weisen Vater und Bera⸗ ther, daß er es so wohl bedacht. Laß dir nur den theuren Glau⸗ hen, niemand rauben, und verhar⸗ re im Gebet; schlafe, und dein Hertze wache, deine Sache in des Vaters Haͤnden steht. . So nimt dich die klare Son⸗ ne in der Wonne eigenthuͤmlich in sich ein, da wird dich sein Bli durchgehen, du wirst sehen, da gein Theil wird finster seyn. I. JEsu, gib in dunckeln We⸗ 946 deinen Segen weil die Nacht es Glaubens waͤhrt; hilf mir, statt vergebner Klagen, alles tra⸗ gen, weil es nur die Kraft verzehrt. I2. Und dein Fried erhalt die Sinne bey mir inne, er bewahre meinen Sinn, daß die Nacht durch deine Gnade mir nicht scha. de, bis ich gantz im Lichte bin. 2 Cor., 17. Unsere Truͤbsal, die. 2⁸. M. Sreu dich sehr, o meine. underlich ist GOttes Schi⸗ cken, wunderbarlich ist sein Rath, herrlich ist doch sein Erquit⸗ cken, diß erweist zuletzt die That; Wohl dem, der es recht bedenckt, seinen Sinn zu GOtt nur lenckt, der wird sich in seinem LebenGOt⸗ tes Obhut stets ergeben. 2. Also pflegt es Gott zu ma⸗ chen, dieses ist sein alter Brauch; Aber die sein Augen wachen, die betruͤbt und kraͤnckt er auch; stoͤßt in Jammer, Angst und Noth, die Pon der Christen Creutz und Ansechtung. 485 hoͤhen, hoch versetzen, und an Seel und Geist ergoͤtzen.*9 3. Dis bedenck, du meine See⸗ le! wenn bey dir die Noth bricht ein, und dich ja nicht selbsten qua⸗ le, als solltst du verlassen seyn. Gott spielt mit dir wunderlich, herrlich zu erretten dich, laß dein Hertze nur nicht wancken, du wirst ihm noch einmal dancken. 4. Dencke selbsten nur zurücke, deine Jugend dich es lehrt: O wie manches Ungeluͤcke hat GO schon von dir gekehrt! oͤfters da man haͤtt gebacht, du wuͤrdst in der Creutzes⸗Nacht bleiben liegen, und ersterben, ließ dich GOtt doch nicht verderben. . Nun der grosse GOtt der Er⸗ den, der ist unveraͤnderlich: wolltst du jetzt verzaget werden, als sollt er nicht schuͤtzen dich? Rein! sein werthes Vater⸗Hertz bricht ihm noch in deinem Schmertz,ja wies eine Mutter kraͤncket, so dein Ott an dich gedencket. 6. Also fehlts auch nicht am Koͤnnen, GOtt kan machen was aus nichts, drum laͤst er sich maͤch⸗ tig nennen, wenn er redet, so ge⸗ schichts. Nimt die Noth schon uͤberhand, doch GOtt Mittel sind bekandt, wie er koͤnne dich erloͤsen wider all Vernunft vom Boͤsen. 7. Hoͤr auch, was dir GOtt ver⸗ sprochen hier und dar in seinem Wort, das haͤlt er dir unverbro⸗ chen, so gewiß, als er dein Hort. Himmel und die Erd vergehn, Gottes Wort muß doch bestehn. Drum nur Gottes Zusag traue, auf sein Macht und Gnade baue. 8. Doch, mein Hertz! noch die⸗ ses wisse, GOtt ist auch ein weiser Mann, denck nicht, daß er helfen muͤsse ploͤtzlich, da er helsen kan. Wunderlich fuhrt er die Zeit, wenn er wenden wil das Leid, wenn ers herrlich wil ausfuͤhren, unser Haupt mit naden zieren. 8u 9. Halie 136 Vom 9. Haͤlts GOtt nun vor dir ver⸗ borgen, wenn, wie, wo er helfen wil/ mach dir darum keine Sorgen, sey nur in dem HErren still. Er wil sehen, ob auch vest sich dein Hertz auf ihn verlaͤst: Er wil, daß du ihn wohl kennest, desto mehr auch Vater nennest. 10. Er wil deine Andacht meh⸗ ren, welche sonst fast kalt und todt: Er wil gern das Lob anhoͤren, so du nach erlittner Noth ihm, als der dein Lebens/Fuͤrst, noch erfreu⸗ ter Renb wirst, wenn du troͤstlich wirst erblicken GOttes suͤssestes Exquicken. 11. Drum so lasse GOTT nur walten, ob du manchmal harren must, eyx wird dennoch bey dir hal⸗ ten, deine Noth ist ibm bewust, die er sa genau abmißt, daß auch aller Feinde List dir kein Haͤrlein mag beruͤhren ohne SOtt, sie muß Rergain ‚ Seml 12. Nun, mein JEsu! sey ge⸗ lobet; sreylich bist du mir getreu, vb des Creutzes Meer schon tobet, ist doch deine Hand dabey. Staͤrck Gebet. sen, meiner hat er gantz vergessen. e 2. Der GOtt, der mir bataeh genieksen, sprochen seinen Beystand jederzeit, ben, dure der laͤst sich vergebens suchen itzt in 3. Aus nieiner Traurigkeit. Ach wiler es wird d denn für und sür grausam zuͤrnen dir gegel üͤber mir! kan und wil er sichder das Lebet Armen, itzt nicht, wie vorhin, en Namen i barmen. 4. Nun 3. Zion, du Vielgeliebte! ich werf, sprach zu ihr des HErren Mund, daß er füs zwar du bist itzt die Betruͤbte/Sei ter⸗Hertze und Geist ist dir verwundt; doch mich bete stell alles Trauren ein, wo mages treten. ö ne Mutter seyn, die ihr eigen Kind 5. Ach? a ö geheiligtr +. 420 aus chrer Sorgt dein Rei 4. Ja, weun du gleich muͤchel undäihn— sindest einen solchen Mutter⸗Sinm, die Sünde da die Liebe kan verschwinden,s Den bleib ich doch, wer ich bin, meint 993 Treu Heibt gegen dir,Zion, u aledldeich meineZier!ldu hast mir mein Hug su, 0 110 besessen, deiner kan ich nicht u nei Heme) gessen. ö und Armer 3 uden,det i Wuchte gan 9 enden/der sonst nichts als sm„7.Slun cken kan! Siehe, hier in meinn den Glaub nur meine Zuversicht, daß sie vest Haͤnden hab ich dich geschriebg n m auf dich gericht: Wunderlich an; Wie mag es denn anders sehl 10 serd wirst du's noch schicken, herrlich ich muß ja gedencken dein, deil dein Kind zu erguickon. D. Joh. Weissenborn. Es. 49, 14. Zion aber spricht: Der. 789. M. Treuer Gott ich muß. 3˙⁰ klagt mit Angst und Schmertzen, Zion Gottes werthe Stadt, die er traͤgt in sei⸗ nem Hertzen, die er ihm erwaͤhlet hat; Ach! spricht ste: wie hat mein GOtt mich verlassen in der Noth, und laͤst mich so harte pres⸗ Mauren wil ich bauen, und dih Erbe. fort und fort anschauen..1 6. Du bist mir stes vor den u frül aufstel E e, e gel 2i, Mit Schooß, wie die Kindlein, U nit Veten noch saugen, meine Treu gegnsi mi il groß, dich und mich soil Ein.Eir ilf Zeit, keine Noth, Gefahr u HErr, hilf Streit, ja der Satan selbit n HErr⸗ Hüf scheiden. Bleib getreu in allu Herr hilfn Leiden. Mart. Opih Vom Gebet uenn wemn wenn mein kuc. 18,7. Sollte aber GOit nicht Verstand zerrinnet und man s auf Christun 790. Ni. Auf meinen lieben Soituicht hesinnet. bey GOtt fit * bet' wer beten kan, eh, denn 2. Bet Hertz ohn Unterlaß, AN und droben, der Tod komt an, eh ot fur IEsum glanbig faß, durch dest„D. Mof.1 Angst und Schmertzen, nichts wil gus Mund und Hertzen, eh der sch bleib lutvergiessen, kanst du die 791. Mel. Ne, ntz vergessen mir hat ver⸗ and jederzeit, suchen itzt in Ach wiler zusam zuͤrnen wil er sich deꝛ ie vorhin, en Vielgeliebte! Erren Mund, zetruͤbte, Sei wundt; doch n, wo mag ei ihr eigen Kind ährer Sorgt leich moͤchte Nutter⸗Sinh, rschwinden/ sj ich bin, meil münmeimog mix mein Hen ich nicht ven t den Salal ichts als schun hier in meinn ich geschriebg nn anders sihn zen dein, dei E uen, und dih auen. es vor den M ir in meinn Kindlein, A Treu gegndi mich soll kein „Gefahr u tan selbst nich jetreu in alla Mart. Opij + 10. Du sollt denn seyn geehrt, wenn mein Gebet erhoͤrt, das sich t und man sh u Unterlaß, * es wird dir aufgethan, bitt es wird ich halt an am Gebet, mit Beten nst 034 791. Mel. Sertzlich thut mich. Vom genieffen, und Seel und Leibes⸗Ga⸗ ben, durch seine Fuͤrbitt haben. 3. Aus Vaters⸗Hertz klopf an, dir gegeben, und such, du findst das Leben, wag's nur, in JEsu Namen ist alleꝛs ja und Amen. 4. Nun denn getrost drauf los, ich werf in JEsu Schooß, mich, daß er fuͤr mich spreche, das Va⸗ ter⸗Hertze breche, mein JEsu lehr mich beten, ich wil zum Vater treten. ö 5. Ach Vater durch dein Lamm, geheiligt werd dein Nahm, zukom dein Reich, dein Wille gescheh, und ihn erfuͤlle, gib Brodt vergib die Sůͤnde, daß Kampf und Noth verschwinde. ö 6. Dein Blut das besser redt, als Abels mich vertret, mein JE⸗ su, daß ich finde, Vergebung mei⸗ ner Suͤnde, dich stets im Hertz und Armen, und meines Gotto Erbarmen. 7.——.7 7. Seuf HeilgerGeist fuͤr mich, den Glauben mehr, bitt ich, gib Rurost meinem Geiste, und die⸗ en Trost mir leiste, daß ich sey, und auch sterbe ein GOttes Kind und rbe. 8. Hilf GOtt, daß vest und stet, früh aufstehen, mit Beten schlafen gehen, mit Beten auch arbeite, mit Beten leid und scheide. 9. Ich bet denn fuͤr und fuͤr, Err hilf durch JEsum mir, Err, hilf durch JTEsu Wunden, Her hilf in Todes⸗Stunden, Err hilf mir vor Gerichte, HErr hilf zum ewgen Lichte. auf Christum gruͤndet, und Guade bey GOtt findet, ich wil dich hier und droben, fuͤr diese Gnade loben. 1D. Mos. 18, 3. HErr, hab ichch. sch bleib mit deiner Gnade bey uns, HErr JEsn Christ, daß der, und aus argen S Gebet. 437 uns hinfort nicht schade des bosen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bey uns, Erloͤser werth, daß uns beyd hie und dorte sey) Gut und Heil beschert. 3. Ach! bleib mit deinem Glan⸗ tze hey uns, du werthes Licht, dein Wahrheit uns unischantze damit wir irren nicht. 4. Ach! bleib mit deinem Se⸗ gen, bey uns, du reicher HErr, dein Guad und alls Vermoͤgen in uns reichlich vermehr. 5. Ach!lbleis mit deinem Schu⸗ tze bey uns, du starcker Held, daß uns der Feind nicht trutze, und faͤll die boͤse Welt. 6. Ach! bleib mit deiner Treue bey uns, mein HErr und GOtt, Bestaͤndigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth. D. J. Stegman. Matth. 7, 7. Bittet, so wind euch. 79½. M. Alle Menschen muͤssen. ittet, so wird euch gegeben, was nur euer Hertz begehrt; was zu dies/ und jenem Leben nuͤtz⸗ lich ist, wird euch gewehrt; sucht mit Fleiß, so werd't ihr finden Rath und Trost fuͤr eure Suͤuden; klopft bey GOtt im Glauben an, so wird euch bald gufgethan. 2. Denn wer bittet, der erlan⸗ get, was sein Glaube host und wil; wer Gott sucht und ihm anhan⸗ get,findet seine Gnaden⸗Fuͤll; wer mit rechtem Ernst anklopfet, dem bleibt nimmermehr verstopfet Gottes Ohr, das alles hoͤrt: sein Leid wird in Freud verkehrt. Brodt, der ihm einen Stein zufal⸗ len laͤst in seiner Hungers Noth? Oder so er zu ihm traͤte und um ei⸗ nen Fisch ihn bate, der ihm braͤcht auf seinen Tisch eine Schlang fuͤr einen Fisch? 3. Welcher ist wol von euch al⸗ en, so sein Sohn von ihm heischt 4. So denn ihr, die ihr doch Suͤn⸗ aamen seyd, koͤnnt 44 ——————— schreib sie mir ins Hertz hinein, da⸗ ———— — Guͤte o wird gewiß mein Singen si 6 906 Christi sey, daher ich Abba, lieber 4²⁸ Voem Sebet. v koͤnnt begaben euxe Kinder mit den Guͤtern disser Zeit vielmehr wird, auf euer Bitten, euer GOtt und Vater schůtten uͤber euch den deilgen Geist⸗ den er euch durch mich verheißt. F. IEsu, diß ist deine Lehre, Mit ich niemals aufhoͤre, anzuklo⸗ sen und zu schrey n. Ja du wollst Flbi fuͤr mich bitten, Gnad und Segen auf mich schuͤtten, dafür wil ich fuͤr und fuͤr Halleluia brin⸗ en dir. ö Rom. 3/26. Wir wissen nicht was 793.. In eigener Nieledey. dein Vater⸗Hertz und wallet gant brůͤnstig gegen mir vor heisser Lieb daß mirs die Bitte nicht versagen kau, die ich nach deinem Willen hab getban. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht, und wird ge. wiß von dir erhoͤret, weil es in durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dil Gnad um Gnade hin. . Wohl mir, daß ich dis Zeug niß habe: Drum bin ich vollh Trost und Freudigkeit, und weis Dier dir, Jehovah, wil ich fin⸗ gen! denn wo ist doch ein solcher GOtt, wie du? Dir wil ich meine Lieder bringen, ach! gib mir deines Geistes Kraft darzu, daß ich es thu im Nahmen JEsu flig ul wie es dir durch ihn ge⸗ illig ist a. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir! dein Geist in meinem Hertzen wohne, und mei⸗ ne Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden GOTTes schmeck und fuͤhl, und dir darob im Hertzen sing und spiel. Verleih mir,Hoͤchster, solche recht gethan: So klingt es in meinem Liede, und ich bet di im Geist und Wahrheit an: So heb dein Geist mein Hertz zu dir empor, daß ich dir Pfalmen sing im huͤhern Chor. ‚ 4. Denn der kan mich bey dir vertreten mit Seuftern die gantz unaussprechlich sind, der lehret mich recht glaͤubig beten, giebt eugniß meinem Geist, 4 ich dein Kind und ein MitErbe JEsu Vater, schrey! 5. Wenn dis aus meinem Her⸗ verlange iederzeit, die giebst dun und thust uͤberschwenglich mehh als ich verstehe, bitte und begehn 3. Wohl mir, ich bitt in JEi Nahmen, der mich zu deiner Rech ten selhst vertritt: in ihm ist all und Amen, was ich von dir in seist und Glauben bitt. Woh mir, Lob dir, cherchr in Ewigkeh daß du mir se ligkeit. Barth. Crasseli Pf. 91, 14. 15. Er begehret mei vertrau allein auf GOtt, risch auf, mein Seel! W laß demselben walten, or wird di wohl erhalten, und dich in alt Noͤthen wohl wissen zu erretten 2. Steckst du in Armuth sth oder in Krauckheit schwer, v must auf allen Seiten groß Nu und Kummer leiden, so thun Haßi beten; GOtt wird) wohl erretten. 3. Hast du viel Hertzeleid in ser boͤsen Zeit, und must dich las plagen, sollst du drum nicht ven gen; wenn du wirst fleißig ben wird dich GOtt wohl erretten und steckst in grosser Noth,/ von dermann verlassen, thu ein sii 5 schallet, durch deines Heilgen Listes Kraft und Trieh/ so bricht I Hertze faͤssen; wenn du wirst Nahmen deines Sohns geschicht, daß alle gute Gabe, die ich vonoy i enckest solche an 794. M. Auf meinen liebench 4. Bist du der Welt ein 2 ö sig beten, erketten. q. Dru seyn, der s sey imCret GOtt nur len Noͤthe ret, drum GOtt in derstreber beten, da then. endlich g Noͤthen! 10. Un der Chril leid in al thut hiut sig beten Noͤthen. 11.— du 6 fůͤrm Cr den H& gllen N retten. Vem Seber. 4⁸ wallet gant r hetsserLieb icht versagen inem Willen Geist selbsi nach deinem und wird gen t/ weil es in ous geschicht. ein Kind und hme von dib . ö ich dis Zeug bin ich vollg eit, und weiß die ich von dj die giebst di englich meh e und begehn bitt in Je u deiner Rech in ihm ist alli ich von dir in bitt. Woh D solche 8 kest solche G h. Grasseun begehret mei en liebeng auf GOtt, u en, or wird di d dich in al en zu ů Seel! W 1 Armuth st it schwer, u iten groß Ni en, so thu n Ott wird 9 dertzeleid inh must dich las um nicht ven rst fleißig ben ohl erretten Welt ein 27 ser Noth/ von n, thu ein fii un du wirst ¶ hesser werben, da uns GOtt wird sig beten, wird dich GOTT wohl ertetten. 5. Drum wer ein Christ wil seyu, der schick sich nur dareiu/ und sey im Creutz geduldig, geb sich vor GOtt nur schuldig, der ihn aus al⸗ len Noͤthen gar wohl weiß zu erret⸗ ten. 6. Denn es zu jeder Frist also he⸗ schaffen ist, wenn ein Creutz nur aufhoͤret bald ein anders einkeh⸗ ret, drum must du fleißig beten zu Gott in allen Nöthen. 7. Weil ausserhalb der Noth un⸗ ser Gebet ist todt: So muß GOtt Druͤbsal senden, daß wir uns zu ihm wenden, und allzeit fleißig be· ten/ daß er uns troͤst in Noͤtden. 8 Ein Christ machs wie er wil, so muß er leiden viel wird faͤlsch⸗ lich augegeben, man thut ihm wi⸗ derstreben, drum muß er fleißig Ihen. daß uns GOtt troͤst in Noͤ Hun ö , Denn wer hie in Geduld be⸗ fiehlt GOtt sein Unschuld, der sie an Tag kan bringen, dem wirds endlich geliugen, wenn er in seinen Noöthen nur stets thut fleißig beten 10. Und weil Trübsal und Noth der Christen taͤglich Brodt, Hertz⸗ leid in allen Staͤnden, wo man sich thut hiuwenden, so muß man fleis⸗ sig beten, daß uns GO TT troͤst in Noͤthen. 2 1. Darum, o frommer Christ! du Gott ergeben bist, laß dir fůͤrm Creutz nicht grauen, thu auf den HErren bauen, der dich aus gllen Noͤthen wird wissen zu er⸗ reiteun. 12. Wandle auf GOttes Weg gum Juten sey nicht traͤg, fahr fort, leis dich geduldig, ob du bist f1 unschuldig, und bet hertz ich in Noͤthen, GOtt wird dich wohl erretten. 13. Und obs hier nicht geschicht, sollt du verzagen nicht, es wird nach den Beschwerden im Himmel erretten aus allen unsern Noͤthen. 14. Da deun all unser Leid sich kehren soll in Freud, und wir wer⸗ den zusammen preisen des HEr⸗ ren Namen, befreyt von allen Noͤ⸗ then, vor GOttes Antlitz treten. Tim. 2, I. 2. Go ermahne ich. 726. Die Liraney. Cleison, Eleison, Etore rhöre uns HErr Gort Vater im Hunel nn 696 uber uns. ERe TT Sohn Welr Oelnd, 00„ der Welt Erbarm dich über uns. HErr GOtt Heilger Geist, Erbarm dich über uns. Deusche unslied—— ö erschon uns lieber„ErreGott anreen il uns lieber Erre Sort Fur allen Sünden,— Lür allem Irrthum, Zur des kiede dr 16— ur des Deufels Trug und Li Fuͤr boͤsem schuellen Tod, 600 Fur Pestilentz und theurer Zeit, Für Krieg und Blutvergiessen, Far Aufruht und Zwietracht, Jür Feu'r⸗ und WassersNoth, Fuͤr Hagel und Ungewitter. Dehnr—0. Tod, Behuůt uns lieber Erre E Durch dein heilige Gebunt, I. Durch deinen Todes⸗Namyf und hlutigen Schweiß, Durch dein Creutz und Tod, Durch dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, In unser letzten Noth, Am juͤngsten Gericht, ö Hilf uns lieher Erre Gott. Wir armen Sunder bitten, Du wollest uns erhoͤren lie⸗ ber Erre Gotr. Und deine heilige Christliche Kir⸗ che regieren und suͤhren, Aue Bischoffe, Pfarr⸗ erren sund ½99 Herren!. 49⁰ Vom Gebet. Kirchen Diener im heilsa⸗ men Wort und heiligen Le⸗ ben erhalten, Allen Rotten und Aergernissen wehren, Alle Irrige und Verfuͤhrte wieder bringen, Oen Satan unter unsere Fuͤsse treten, ů Treue Arbeiter in deine Erndte senden, Deinen Geist und Kraft zumWor⸗ te geben, Allen Betruͤbten und Bloͤden helf⸗ sen und sie troͤsten, Erhoͤr uns lieber HErre SOtt. Allen ChristlichenKönigen, Chur⸗ und Fuͤrsten Fried und Ein⸗ tracht geben, Unserm Kayser steten Sieg wider deine Feinde goͤnnen, UnsernLandes⸗Herrn mit allen sei⸗ nen Gewaltigen leiten und schutzen, Unsern Rath und Gemeine segnen und behuͤten, terhoͤr uns lieber Erre Grt. Allen, so in Noth und Gefahr sind/ mit Huͤlf erscheinen. Allen Schwaugern und Saͤugern froͤhliche Frucht und Gedey⸗ en geben, Aller Kinder und Krancken pfle⸗ gen und warten, Alle unschuldig Gefangene los und ledig lassen, Alle Wittwen und Waysen ver⸗ theidigen und versorgen. Aller Menschen dich erbarmen, Unsern Feinden, Verfolgern und Laͤsterern vergeben, und sie bekehren, ö Die Fruͤchte auf dem Lande geben und bewahren, und uns gnaͤdiglich erhoͤren, Erhoͤr uns lieber„HErre Gott. O JEsu Christ, GOttes Sohn, Erhoͤr uns lieber„Erre GOtt. Odu GOttes Lamm, das der Welt Suͤnde traͤgt, Odu GOttes Lamm, das der Welt Suͤnde traͤgt, Erbarm dich uͤber uns! O du GOttes Lamm, daß der Welt Suͤnde traͤgt, Verleih uns steten Fried. Christe, Erhoͤre uns. Kyrie, Eleison. ö Christe, Eleifon. ö Kyrie, Eleison, Amen. D. Mart. Quther, Lue. 11, 9. Ich sage euch auch ꝛr. 796. M. Wer nur den lieben G. Men GOtt ich klopf an deine Pforte, mit meinem Seus zer⸗Hammer an, ich halte mich an deinem Worte: Klopft an, so wird euch aufgethan, ach oͤsne mit die Gnaden⸗Thür, mein JEsus klopfet selbst mit mir. 2. Wer kan was von sich selbet haben, das nicht von dir den Un, sprung hat, du bist der Geber aller Gahen, bey dir ist immer Rath Und That, du bist der Brunn der immer quillt, du bist das Gut, das immer gilt. e 3. Drum kom ich guch mit mei nem Beten, das voller Hertz und Glauben ist, der mich vor dich hat heissen treten, heist mein Erloͤser IEsus Christ, und der in mir das Abba schreyt, ist ja dein Geist der Freudigkeit. ‚ 8 4. Gib Vater, gib nach deinem Willen, was ich dein Kind beduͤrf tig bin, du kanst mir meinen Hun⸗ er stillen, in dir muß aller Segen luͤhn: Boch gib du Geher aller⸗ bent⸗ was meiner Seelen selig eißt. 5. Verleih Bestaͤndigkeit im Glauben, laß meine Liebe bruͤnstis seyn, und wil der Satan druͤber schnauben,so halte die Versuchung ein, damit mein armes Fleisch und —3 dem Feinde nichts zu Willen thut. 6. Erweck in mir ein gut Gewis, — Erbarm dich uͤber uns! das weder Welt noͤch Teufel scheut, scheut, un den bůssen den⸗Zeit, mit Christ Boͤse wied 7. Ums nicht bitte schonen so selbst gelit * wohl, noͤthig ser HErr ver gen, ich se an deiner die macht gleich, un Scheffeln ein Loͤffel 9. Ich! ben, nur mag, laß schweben, be⸗Tag/ d 2 Himme 10. Wi begehren, haben mu gewaͤhren fuͤssen Sek Nahmen und Amet Nehem.; 797. M. ein —441 allezeit: gend kein und Tro macht m sagt mir, 2. Get daß so de und taus 3. Gei bete, un Nrauf, wi das der Welt * uns! daß der Welt en Fried. oͤre uns. son. son. son, Amen. zrt. Luther. euch auch ꝛe. en lieben G. lopf andeine einem Seuß alte mich an opft an, so ach oͤfne mit nein JEsus on sich selbet dir den Ur⸗ Geber aller numer Rath Brunn der as Gut, das uch mit meñ⸗ er Hertz und vor dich hat iein Erloͤser in mir das ein Geist der nach deinem Nind beduͤrs⸗ neinen Hun⸗ aller Segen Geber aller⸗ Seelen selig idigkeit im ebe bruͤnstig itan druͤber Versuchung Fleisch und ts zu Willen gut Gewis⸗ noch Teufel scheut, Vem Gebet. — 797. M. Wer nur den lieben G. —— und tausendfache Fruͤchte bringt. scheut, und laß mich meine Suͤn⸗ den bůssen, noch hie in dieser Gna⸗ den⸗Zeit, durchstreich die Schuld mit Christi Blut, und mach das Boͤse wieder gut.— 7. Ums Creutze darf ich wohl nicht bitten, daß es mich gar ver⸗ schonen soll, hat doch mein JEsus selbst gelitten, und also leid ich bil⸗ 19 wohl, doch wird Geduld gar noͤthig seyn, die wolltest du mir HErr verleihn. 8. Das andre wird sich alles füͤ⸗ gen, ich sey bey dir arm oder reich, an deiner Huld laß mir genuͤgen, die macht mir Glůͤck und Unglůck gleich, und komt mirs nicht mit Scheffeln ein, es wird auch guug ein Loͤffel seyn. 9. Ich bitte nicht um langes Le⸗ ben, nur daß ich Christlich leben mag, laß mir den Tod vor Augen schweben, und meinen letzten Ster⸗ be⸗Tag, damit mein Ausgang aus der Welt den Eingang in den Himmel haͤlt. 1. 10. Wiewohl was wil ich mehr begehren, du weist schon, was ich haben muß,du wirst auch alles mir gewaͤhren, denn JEsus macht den suͤssen Schluß: Ich soll in seinem Nahmen schreyn, so wird es Ja und Amen seyn. B. Schmolck. Nehem. 31, 13. Gedencke meiner. 7 ein lieber GOtt! gedencke meiner im Besten jetzt und allezeit: Denn ausser dir ist nir⸗ gend keiner, der mich mit Rath und Trost erfreut. Dein Wort macht mich voll Zuversicht, und sagt mir, du vergießst mein nicht. 2. Gedencke meiner, wenn ich hoͤre dein suͤsses Evangelium, und mache mir die HimmelsLehre zu Saft und Kraft imChristenthum, daß so dein Saame wohlgelingt, 3. Gedencke meiner, wenn ich bete, und mercke mit Genaden trete, so schleuß dein Hertz und Wohlthat auf; doch gib mir nichts, als dis allein, was mir kan gut und selig seyn. 4. Gedencke meiner, wenn ich falle, und wirf mich nicht im Zor⸗ ne hin: Weil ich, wie andreMen⸗ schen alle, im Fleische schwach und bloͤde bin, so foͤrdre meinen Gang und Stand, durch Kraft und Staͤr⸗ ck deiner Hand. F. Gedencke meiner, wenn ich leide: Wen hab ich sonst, als dich allein, der bey der Menschen Haß und Neide, mein Freund und Troͤ⸗ ster koͤnte seyn? und hab ich dich, so lacht mein Muth, wenn Weir und Teufel boͤse thut. 6. Gedencke meiner auch in al len, woran ich nicht gedencken kan, und blicke mich mit Wohlgefallen in meinem gantzen Leben an; denn giebst du mir, was dir gefaͤllt, so ists um mich recht gut bestellt. 7. Gedencke meiner, wenn ich sterbe, und wenn mich alle Welt vergißt: Versetze mich in jenes Erbe, wo du, mein Theil und Le⸗ ben bist. Denn bleibst du nicht im Himmel mein, so wollt ich nicht gebohren seyn. 3. Ich wil mich uͤber nichts be⸗ truͤben: In deine Haͤnde hast du mich zum Heil und Segen ange⸗ schrieben; drum steht die Hof⸗ nung bloß auf dich, und denckt im Glanben ungetraͤnckt, daß GOtt im besten meiner deuckt. Joh. 4,23. Die wahrhaftigen Anb. 798. Mel. O JEsu Christ du h. O Vater, unser GOtt! es ist unmoͤglich auszusinnen, wie du recht anzurufen bist, man kans nicht eins beginnen: Deshalben geuß, wie du verheist, selbst uͤber uns aus deinen Geist der Gnad und des Gebetes. 2. Daß er bey dir uns kraͤstiglich mit Seufzen moͤg vertreten, so ost Rauf, weil ich in Christo vor dich wir kommen, HErr, fuͤr dich zu au⸗ 38. Wir haben ja di in JEsu Christ empfangen, der mel 47½ Vom Gebet. dancken und zu beten: Laß nicht nur plappern unsern Mund, hilf, uns verzeih, steh uns in der Van suchung bey, erloͤs uns von den E—* daß zu dir aus Hertzen⸗Grund, Uebel grosser GOtt! wir ruffen. 3: Zeuch unser Hertz zu dir hin⸗ auf im Beten und im Singen/und thu uns auch die Lippen auf, ein Oyfer dir zu bringen, das dir ge⸗ salle, wenn allda das Hertz ist mit den Lippen nah, und nicht von dir entfernet. 4. Im Geist und Wahrheit laß zu dir das Hertz uns immer rich⸗ ten, mit Andacht beten fuͤr und fuͤr, ohn fremdes Denck und Tich⸗ ten. Gib uns des Glaubens Zu⸗ versicht, daß wir die Bitte zweiseln nicht durch Christum zu erhalten. 5. Hilf, daß wir keine Zeit und Maaß im Beten dir fuͤrschreiben, anhalten ohne Unterlaß: Bey von 446 dei Hertzen ehret. 1 allein zu bleiben, was ist dein Will, was deine Ehr und unsre Wohlfahrt mehr und mehr befoͤr⸗ — dert hier und ewig. en; auf deine unaussprechlich Guͤt laß eintzig uns vertrauen, ob wir es gleich nicht wurdig seyn, wollst du aus lauter Gnad allein uns doch der Bitt gewaͤhren. 7. Du, Vater, weist, was uns gebricht, weil wir noch seyn im Le⸗ ben, es ist dir auch verborgen nicht, in was Gefahr wir schweben: Um Beystand flehen wir dich an, dein Vater Hertze uus nicht kan verlas⸗ sen deine Kinder e Freudigkeit Gnadenstuhl ist da bereit, die Huͤl⸗ se zu erlangen: Drum laß hier und an allem End uns stets aufhe⸗ hen Wuren Haͤnd, zu dir gen Him⸗ chreyen. 1 *9. Dein Nahm, oGOtt! gehei⸗ ligt werd, dein Reich laß zu uns kommen, dein Will geschehe auf der Erd, gib Fried, Brodt, Nutz und Hrommen, all unsre Suͤnden 10. Dis alles, Vater, werde wahr, du wollest es erfuͤllen, erhor und hilf uns immerdar, um JEsh Christi Willen! denn dein, o. Ern ist allezeit, von Ewigkeit zu Ewig keit, das Reich, die Macht, di Ehre. oh. Angeine. 1Joh./ I4. Das ist die Freudigk 799. Mel. Ein Lammlein geht Gott! der du in Liebes Brunst gantz gegen uns enn brennest, und dich aus unerforsch ter Gunst selbst unsern Vater nenn nest.der du im hohen Himmel bist und alles siehst, was niedrig isß auch uns selbst hast gelehret, wiß man recht kraͤstig beten soll, gih, daß der Mund dich Glaubens vol 2. Laß deines hohen Nahmeng. Ruhm, dem sich die Thronen beu⸗ gen, und dem der Engel Fuͤrsten 6. Laß uns im Hertzen und Ge⸗ muͤth auf nusre Werck nicht bau: dem sich Luft und Erdreich bückt, thum pstegt Ehre zu erzeigen, vor und die erschroͤcklich Hoͤll ern schrickt,. bey uns drey⸗heilig heissen gib reine Lehr, und hilf dazu, dah wir uns, grosser GOtt, wie du, del Heiligkeit besleissen. 3. Vergoͤnn uns, HERR, dein Gnaden⸗Reich auch noch in dien sem Lehen, bis daß wir dermalein jugleich mit dir in Freuden schmen ben: Dein werther Geist der wohn uns bey, daß unser Hertz nicht irdisch sey, er schenck uns seine Ga ben, daß wir in dieser Wanderzeit den Vorschmack suͤsser Ewigkeit und Himmels⸗-Sehnung haben. 4. HErr, was du wilt, und dit gefaͤllt, muß auch vollendet wer den, gleichwie in jener Himmel Welt, alsb bey uns auf Erden. Hilf/ daß wir dir gehorsam seyn, in Lieb und Leid, in Lust und Pein, laß uns, wann du betruͤbest, beden 10 1 daß du, HErr, uns laͤgst und es alst denen, die Gib Brodt, un ret, wend ö Noth/ die ret, daß Wi dis kurtze⸗ all unsre S ab/ und Pe dir uns tr⸗ lassen mag 6. Daß Art durch gar oftme wollst du, Gleichwie grund, de uud Mun geben. ten Geist, ehen d eben. . Ber Muth, w. pfen mit 2 Blut, hilf pfen; Se Mann, ur lich an/ le daß wir b wann der mit grosse 8. Und thal nicht weil nicht und mach bis daß di wir zu d sterblichet werden a . Den Reich nui Untersasse maecht⸗Kr blassen: wird verg doch ewig nem Nah 360 vem Sebet. 55 in der Ven uns von dem Bater, werde rfůͤllen, erhor ar, um JEsh dein, o.HErt keit zu Ewig Macht, dis oh. Angein, die Freudigk umlein geht u in Liebes egen uns enn 6 unerforsch ru Vater nein Himmel bist 8 niedrig ish gelehret, wiß eten soll, gih, laubens⸗vol ehret. n Nahmensz Thronen beu⸗ ngel Fuͤrsten erzeigen, vor rdreich bückt ch' Hoͤll ern heilig heissen hilf dazu, dah t/ wie du, del HERR, dein noch in dien ir dermaleini reuden schwe⸗ eist der wohn Hertz nicht uns seine Gal r Wanderzeit ser Ewigkeit sung haben. wilt, und dit ollendet wer⸗ ner Himmel auf Erden. horsam seyn, ust und Pein, it Uns st/ In und es da rn. pflegst mit enen, die du liebest. 442 V. Gib uns heut unser taͤglich Brodt, und was den Leib ernaͤh⸗ ret, wend ab die schwere Krieges⸗ Noth, die Land und Leut verhee⸗ ret, daß wir gesund mit guter Ruh dis kurtze eben bringen zu/ gesegu all unsre Sachen; treibheurung ab, und Pest⸗Gefahr, hilf, daß wir dir uns trauen gar, und dich nur lassen machen. 6. Daß unsre suͤndig' Adams; Art durch schrekliches Verbrechen, gar oftmals ist dein Widerpart, wollst du, o HErr, nieht ruͤchen; Gleichwie auch wir von Hertzenz grund, denselben, die durch That uud Mund uns Leid anthun, ver⸗ geben. HErr, gib uns einen sanf⸗ ten Geist, der auch denselben Guts beweist, die uns stehn nach dem Leben. 8 ö 7. Verleih auch einen Helden⸗ Muth, wann wir itzt sollen kam⸗ pfen mit Teufel, Welt und unserm Blut, hilf, daß sie uns nicht daͤm⸗ pfen; Sey du der rechte Mittels⸗ Mann, und nim dich unser treu⸗ lich an, lehr unsre Arme kriegen, daß wir behalten Oberhand, und wann der Feind ist uͤbermannt, mit grossen Freuden siegen. 8. Und weil in diesem Jammer⸗ thal nichts Gutes ist zu hoffen, weil nichts als Elend, Muͤh und Quaal allhie wird angetroffen: Go steh uns in dem Unfall bey, und niach uns von demselben frey, bis daß die Zeit wird kommen, daß wir zu deiner Herrlichkeit, aus sterblicher Beschwerlichkeit gantz werden aufgeuommen. 9. Denn dein, HErr, ist das Reich uud Thron, wir sind dein Untersassen, es muß vor deiner All⸗ macht⸗Kron all andre Macht ver⸗ blassen: Ob diese Welt gleich wird vergehn, bleibt deine Kraft doch ewig stehn, Lob,Preis sey dei⸗ nem Nahmen. Weil JESus selbst so bitten heist, und uns die rechte Bet⸗Kunst weist, sind wir erhoͤret, Amen. Joh. Franck. Ps.14„,18.1). Der HErr ist nahe. 800. In eigener Melodey. Sich, hie bin ich, Ehren⸗Koͤnig! lege mich vor deinen Thron, schwache Thraͤnen, kindlich Seh⸗ nen bring ich dir, du Menschen: Sohn; laß dich finden/ von mit/ der 1 100 Doch ouht ö . Sieh doch auf mich, HErr; ich bitt dich, lencke mich nach dei⸗ nem Sinn! dich alleine ich nur meyne, dein erkaufter Erb ich bin laß dich finden 251 gib dich mir⸗ und nim mich hin. 3. Ich begehre nichts, o HErrel als nur deine freye Gnad, die du giebest, den du liebest, und der dich liebt in der That; laß dich' fin⸗ den: der hat alles wer dich hat. 4 Himmels⸗Sonne/Seelen⸗ Wonne, unbeflecktes G.TDes: Lamm, in der Hoͤle mrine Seele ueh f. 027 0 Tuseher 520 laß ich finden:) starcker Hel Davids Stamm. 20 Hoͤr wie klaͤglich wie beweg lich dir die treue Seele singt, wie demuͤthig, wie wehmuͤthig deines Kindes Stimme klingt: Laß dich finden denn mein Hertze zu diß 56. 0 ser Ze. 0 Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichthum, Wollust, Ehr und Freud, seynd nur Schmertzen mei⸗ nem Hertzen, welches sucht die Ewigkeit; laß dich finden, grost ser GOtt mich zubereit. Joach. Neander. Lue. 11,1.2. HErr, lehre uns beten. 801. Mel. Nim von uns Err. Vine Unser im Himmelreich, der du uns alle heissest gleich Bruͤder seyn, und dich rufen an, und wikt das Beten von uns han, gib, daß nicht bet allein der Mund, hilf,daß es geh aus Hertzenzgrund. 2. Gehoiligt werd der Nahme ö dein, 494 vom Gebet. dein, dein Wort bey uns hilf hal⸗ ten rein, daß wir auch leben heilig⸗ lich, nach deinem Nahmen wuͤr⸗ diglich. Behuͤt uns, HErr, fuͤr falscher Lehr, das arm verfuͤhrte Volck bekehr. 3. Es kom dein Reich zu dieser Feit, und dort hernach in Ewig⸗ eit/ der Heilge Geist uns wohne han, auf dein Wort, in dem Nah/ men dein, so sprechen wir dat Amen sein D. M. Auther, Es. v0, 10. Der im Finstern wand. 8d½. M. Freu dich sehr, o meine Wenn dich Ungluͤck hat betre ten, wenn du steckst in Angs und Noth, must du flrißig zu GOt beten: Beten hilft in Noth und bey, mit seinen Gaben mancher⸗ Tod, daß du Gottes Angesicht; ley, des Sataus Zorn und groß auch im Creutz auf dich gerichtt., Gewalt zerbrich fuͤr ihm dein kanst aus seinem Wort erblicken, Kirch erhalt. und dein Hertz mitTrost erquicken 4. Dein Will gescheh, HERR 2. Keiner wird ja nie zu schan Gott, zugleich auf Erden, wie im den, der sich seinem GO T yen Himmelreich, gib uns Geduld in traut, komt dir gleich viel Noth in Leidens⸗Zeit, gehorsam seyn in handen, hast du auf ihn wohl ge Lieb und Leid, wehr und steur al⸗ baut: Obs gleich scheint, als hoͤnt lem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut.— 5. Gib uns heut unser taͤglich Brodt, und was man darf zur Lei⸗ bes⸗Noth, behuͤt uns, HErr, suͤr um fal und Streit, fuͤr Seuchen und suͤr theurer Zeit, daß wir in Geite Friede stehn, der Sorg und eitzes muͤßig gehn. ö 6. All unsre Schuld vergib uns, HERR, daß sie uns nicht betruͤbe mehr, wie wir auch unsern Schul⸗ digern ihr Schuld uud Fehl verge⸗ hen gern, zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Ei⸗ nigkeit. 7. Fuͤhr uns, HErr, in Versu⸗ chung nicht, wenn uns der boͤse Geist anficht, zur lincken und zur nechten Hand hilf uns thun star⸗ cken Widerstand, im Glauben vest und wohl geruͤst, und durch des Heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Uebel uns erloͤs, es sind die Zeit und Tage boͤs/ er⸗ loͤs uns von dem ewgen Tod, und troͤst uns in der letzten Noth, be⸗ scher uns all'n ein se ligs End, nim unsre Seel in deine Haͤnd. 9. Amen, das heist, es werde wahr, staͤrck unsern Glauben im⸗ merdar, auf daß wir ja nicht zwei⸗ er nicht, weiß er doch, was dir ga bricht: Deine Noth must du ihm klagen, und in keinem Creutz ven zagen. 3. Rufen, Schreyen, Klopfen, Beten, ist der Christen beste Kunst: Allzeit glaͤubig vor GOtt treten, findet Huͤlfe, Gnad und Gunst: Wer Gᷣott vest vertrauen kan, ist der allerbeste Mann, und wird all zeit Rettung finden, alles Ungluͤch uͤberwinden. ö 4. Lerne GOttes Weise mercken, die er bey den Seinen haͤlt: Er wil ihren Glauben staͤrcken, wenn sie Ungluͤck uͤberfaͤllt; unser GOtt der lebt ja noch, schweigt er gleich, so hoͤrt er doch: Schrey getrost, du must nicht zagen, dein GOTT kan dir nichts versagen. 5. Laß dich GOttes Wort regie ren, das Geduld und Hofnung lehrt; laß dich keine Furcht ven fuͤhren, wuͤrd die Welt auch um. gekehrt; GOttes Wahrheit ist dein Licht, dein Schutz, Trost und Zuversicht. Trau nur Gott, er kan nicht luͤgen, bet, du wirst ges wiß obsiegen. 296 6. Lob sey GOtt fuͤr seine Gna⸗ de; seine grosse Guͤt und Treu schade, sie Drum wil! mer sagen nem GOtt lich Hallel Joh. 16/23 803. M. D W'e steht NEsn fleht lich, es ge HErren M 2. Doch der seyn, di⸗ chelschein; Haͤnd: zu wendt. 3. Wenn ein Kind, si geschwind, Hungers⸗Y nicht das B Ve Matth 2 6 7 R* treue ist, daf und wachen uns sucht zu chung ist treuer GOt errett uns v z. Unzzil Macht, o 2 der Satan er uns nur wil ja nim nichts, als sre Seelen! 3. Wie m wie heimlie nur stets be uns in— wesentlich 1 und wie er! der trennen. 4. Er suck feln dran, was wir hiemit gebeten macht, daß mir kein Feind nicht und in den e scha d in den e ö 2..— in dem Nah hen wir daz M. Auther, zinstern wand. sehr, o meine, ück hat betre steckst in Angs ribig zu GOn in Noth und es Angesicht, dich gerichtt zort erblicken, rost erquicken, nie zu schan GO DT yen viel Noth in ihn wohl gs eint, als hoͤrt h/ was dir ge must du ihm m Creutz ven hen, Klopfen, u beste Kunst: GOtt treten, und Gunst; rauen kan, ist und wird all alles ungluͤc zeise mercken, en haͤlt: Er aͤrcken, wenn unser Gott eigt er gleich hrey getrost, dein GOTT n. 8 Wort regie⸗ nd Hofnung e Furcht ver⸗ Vom Gebet. 45 ade, sie ist alle Morgen neu: 255 ich mein Lebenlang im⸗ mer sagen Lob und Dauck, miei⸗ nem GOtt in allen Dingen froͤh⸗ lich Halleluja! singen. 721 D. Joh. Olegrius. Joh. 16, 23. Warlich, warlich ich. 503. MI. Du heilige Dreyfaltigk. Wenem e vest imGlauben steht, und in dem Nahmen IEsu fleht; denn warlich, war⸗ lich, es geschicht, was ihm des HErren Mund verspricht. 2. Doch muͤssens GOttes Kin⸗such der seyn, die sonder Trug und Heu⸗ chelschein zu ihm aufheben heil ge Haͤnd: zu solchen er sein Antlitz wendt. 23 3. Wenn zu dem Vater schreyt ein Kind, so hoͤrt darauf sein Ohr geschwind, weuns ihn anspricht in Hungers⸗Noth, versagt er ihm 7. nicht das Brodt. 4. Ein Vater giebet keinen Stein, wenn seine Kinder hungrig seyn nach Brodt, noch tragen sie davon, fuͤr Fische, Schlang und Scorpion. 3. Also, wer GOtt zum Vater hat, der wird erhoͤret in der That; die Suͤnder aber hoͤrt er nicht, er kehrt von ihnen sein Gesicht. 6. Nun der, der von der Suͤnd abtritt, und stellet JEsum in die Mitt, der schmecket seiner Bitte Frucht, er findet, was er hat ge⸗ 1 t. . Drum bet und fleh aus Her⸗ tzeus⸗Grund, im Geist, und nicht nur mit dem Mund, in Glaubens⸗ Kraft und Zuversicht, um alles, woran dirs gebricht. 8. Du aber, JEsu, lehre mich zum Vater beten wuͤrdiglich, dar mit ich dadurch fruͤh und spat in dir erlange Gnad um Gnad. Makth. 26,41. Wachet, und betet. 804. M. Ach SOtt vomczimmel. R* treuer GOtt! wie noͤthig ist, daß wir itzund recht beten und wachen, da des Feindes List uns sucht zu untertreten. Versu⸗ chung ist gar mancherley: Ach treuer GOtt! ach steh uns bey, errett uns von dem allen. z. Unzzingle uns mit deiner Macht, o Abgrund gller Treue! der Satan ist darauf bedacht, wie er uns nur zerstreue, er kan und wil ja nimmer ruhn, er suchet nichts, als Schaden thun, wil un⸗ sre Seelen faͤllen. elt auch um. Wahrheit ist itz, Trost und ur Gott, er du wirst ge⸗ ür seine Gna⸗ it und Treu Feind nicht scha 3. Wie mancherley ist seine List, wie heimlich seine Tüͤcke! da er nur stets bemuͤhet ist, zu bringen uns in Ebuus zu rauben, was du wesentlich uns schon geschenckt, und wie er dich und uns moͤg wie⸗ der trennen. 6. 4. Er suchet uns in Sicherheit ulb in den Schlaf zu bringen, daß ö Von der geistlichen Wachsamkeit. er des Nachts, bey dunckler Zei uns moͤge gar verschlingen. Ac HErr, HErr! gib uns deinen Geist, der uns den Weg zurWahr⸗ heit weist, und uns darinnen fuͤhret. Beschuͤtz uns durch die Wach⸗ samkeit der heiligen Heerschaaren, laß sie um uns stets stehn bereit; Ach! laß uns wiedersahren auch diese Gnad, daß frůh und spat viel Rauch⸗Werck uns zu dem Gebet von dir gegeben werde. 6. Ach! deine Liebe lammt uns an mit neuen Liebes⸗Flammen; fuͤhr du uns auf der Pilgrims⸗ Bahn, daß wir im Geist zusammen vereinigt brennen von dem Trieb der Wunder⸗suͤssen GOttes bieb, und gantz verzehret werden. 7. Ersaͤuffe durch die Liebes⸗ Glut in uns das suͤndlich Wesen: Dann wann du uns gemachet gut, daß wir davon genesen, so bringen elbst gewircket. 1 3.Alsdann sind wir dazu bereit, daß wir theilhastig konnen recht werden noch in dieser Zeit der Gnaden, die du gͤnnen hast wol⸗ len deiner krancken Heerd, die sich durch Liebe selbst veriehrt, und dir en. 14. Den urptun hat die Seel aus dir, sie sehnt sich von der Er⸗ den, und breunet, von der Liebs⸗ Begier verschlungen gantz zu wer⸗ den. O HErr!ach nim untz wie⸗ ich niederl Hhehm in elnjg! Ihr kluͤgen ftohen e und mit Schalle, 2 deum schlafet nicht mehr ein, 806. Miel. sieht die Baume bluͤhen, del sh Maͤche! ne Fruͤhlings⸗Schein verheist“ was ͤber viele chung kom Aber! bem Suͤnd folget bald se; und di moͤchte dick thet findel Wack nieht unset affe; und 6 oft in seine cer schlafe ö Von der geistlichen Wachsamkeit. deinen Freudz ren, und vor des Lamues Thron ich geniessen. mit Jauchzen triuniphiren in eu⸗ Zu Mitternac rer Sieges⸗Kron. cthut mich vn 3. Hier sind die Sieges⸗Pal⸗ h ihr Fromm men, hier ist das weisse Kleid, hier Lampen Schih stehn die Waitzen⸗Halmen imFrie⸗ komman, 0 de, nach dem Streit und nach den ein! Es hats. Wintertagen; Hier gruͤnen dieGe Braͤutigam bein, die dort der Tod erschlagen, tet, kaͤmpft g hier schenckt man Frer en⸗Wein. Mitternach. 9. Hier ist die Stadt der Freu⸗ e Kampen ferh den, Jerusalem der Ort, wo die Oel, und seyos Erlöͤsten weiden, hier ist die sichre bereitet Leißh Pfort, hie sind die guͤldnenGassen, ter Zions schi hie ist das Hochzeit⸗Mahl, hie soll gam ist nah, sch niederlassen die Braut im Ro⸗ deihen, und si sen⸗Tyal. 15 ů 10. O JEsu, meine Wonne! Jungfraun kom bald und mach dich. geh auprempor, n auf, verlangte Sonne, und foͤrdre tit Schalle, deinen Lanf. O JEsu! mach ein zor. Die Ti Ende, und führ uns aus dem „die Hochzell Streit, wir heben Haupt und Haͤn⸗ ihr Reichsgen de nach der Erloͤsungs⸗Zeit. am ist nicht wi Laur. Laurentii. lang verziehn Lue. 21, 36. Seyd wacker allezeit. t mehr ein, m 306. Mel. Straf mich nicht in. bluͤhsn, der sch ache dich, mein Geist, bereit, hein verheist wache, slet und bete! daß „die Abendeh dich nicht die boͤse Zeit unverhoft nen Tag vonzj betrete: denn es ist Satans List YAnckle weicht.—— ben Frommen zur Versu⸗ denn! chung kommen. lt, der iu Aber wache erst recht auf von gelt zu strafen bem Suͤnden⸗Schlafe; denn es O Rach an all folget bald darauf eine langeStra⸗ und die deseh fe; und die Noth, samt den Tod samt den d Iun mden in Suͤnden unvermu⸗ der L Uthet finden. ihm auf Ein 3. Wache auf! sonst kan dich liebt, mit ften nicht unser HERR erleuchten, d seyd niche m wache! sonsten wird sein Licht iesreuden⸗Sth dir noch ferne deuchten: Denn Und der Bra GOtt wil fuͤr die Fuͤll seiner Gna⸗ iberwunden, den⸗Gaben ofne Augen haben. ö 4. Wache! daß dich Satans⸗ List nicht im Schlaf antreffe; weil f sonst n. aiebt,8 er 21. „ in Freud aͤffe; und GOtt giebt, die er liebt, Keben und u0 oft in seine Strafen, wann sie si⸗ Her schlafen. aut⸗* Uld getraͤgeh, yd/ sollt nun n 9. Wache! daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh L damit nie viel von falschen Bruͤr dern unter deinen Gliedern. 6. Wache darzu auch fuͤr dich, fuͤr dein Fleisch und Hertze, damit es nicht liederlich GOttes Gnad verschertze; denn es ist voller List, und kan sich bald heucheln, und in Hoffart schmeicheln. 1 z: Bete aber auch dabey mitten in dem Wachen! denn der HErre muß dich frey von dem allen mat chen, was dich druͤckt und bestrickt, daß du schlaͤfrig bleibest, und sein Werck nicht treibest. 8. Ja er wil gebeten seyn, wenn: er was soll geben, er verlanget un⸗ ser Schreyn, wenn wir wollen lo⸗ ben, und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Suͤnden raͤstig uͤberwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon alles gluͤcklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Ge⸗ bet anflehen; denn er wil uns mit Fuͤll seiner Gunst beschuͤtten, wenn wir glaubend bitten. 10. Drum so last uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Noth und Gefahr immer naͤher treten: Denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird rich⸗ ten, und die Welt vernichten. Freystein. Matth. 28, 10. Und welche bereit. 807. dach 10 mein SOtt wil. Mach auf, mein Seel, was Wẽ schlaͤfest du? dein Braͤut⸗ gam ist vorhanden, kauf Oel, und richt die Lampen zu, daß du nicht stehst mit Schanden, wann er wird in sein Kaͤmmerlein zur Mitternacht eingehen, wirst du ein thoͤricht Jungfrau seyn, bleibst du im Finstern stehen. 2. Merck auf die Uhr des Heu tzens fein, wie viel dieselb geschlar Ji gen, 4⁵⁸ Von der geistlichen wachsamkeit. gen, es kan nicht weit don Zwoͤlfen seyn. Ach weh! du must verza⸗ gen/ wo du nicht dein grob irrdisch Kleid mit Joseph wirst verlassen, und zum Eingang dich machst be⸗ reit, den Braͤutgam zu umfassen. 3. Nur bald der Welt den Ruͤ⸗ cen kehr, und dich zu Christo na⸗ he, schau, wie er hertzlich dein be⸗ gehr, geh hin, und ihn empfahe. Er stehet alsdann auf in dir, wann du bist abgestorben der Eitelkeit, das glaube mir, das Heil hat er Rworben. 4. Das HErr, HErrsagen hilst hier nicht, das Schmeicheln, Heu⸗ cheln, Neigen ist alles nur vergeb⸗ ne Pflicht, das Hertze muß sich beugon. Ohn Dorn kein Rose wachsen pflegt, sein'n Kelch must du auch trincken; wohl dem, der ihm das Creutz nachtraͤgt, er laͤst den nicht versincken. F. Hier lieget nichts an Wissen⸗ schaft, daß Christ fuͤr dich gestor⸗ ben; im Leben steckt allein die Kraft, sonst ists mit dir verdor⸗ ben. Hast du sein Creutz nicht in Begier, hilsts nicht davon viel wissen, drum geißle nur die Suͤnd in dir, soust must du ewig buͤssen. 6. Kehr jg bald um, es ist hoh Zeit, die Uhr geschwind moͤcht schlagen, koͤmst du nicht, weils noch heisset: heut, so treffen dich die Plagen; lebst du der Welt, so bist du todt, und kraͤnckst Christum mit Schmertzen, stirbst du ihr ab, so hats nicht noth, er lebt in dei⸗ nem in deinem Hertzen. ö 7. Ach liebe Seel, bedenck doch das! und willig alles lasse, folg deinem HErrn auf rechter Straß, damit er dich nicht hasse, du kanst nicht dein Gerechtigkeit auf Chri⸗ sti Kerbholtz schneiden, wilt du mit leben in der Freud, so must du mit ihm leiden. 8. Wilt du seyn in der Heilgen Zahl, must du das Zeichen haben, Christi Sinn tragen uͤberall, in dein Hertz eingegraben, du mi ihm folgen treulich nach, dil seinem Will'n ergeben, so wind dir es tausendfach ewgen Leben. Lue. 12, 36. Seyd gleich den Y 000 auf, il tend „Machet aͤuf, ihr faulen Ch W̃ sten! bedeucket, daß elh GOttes Gnad vom tiefsten Sch der Suͤnden⸗Luͤsten zumLeben erwecket hat. Verlasset doch finstre Gruft, und hoͤret, won euch JEsus ruftt Naͤchte entweichen von dem lichen Geschlechte im Wort Hertzen aufgericht. Ach wand doch in solchem Schein,sonst köl ihr keine Christen seyu 3. Wachet! ist der Geist sch willig, so ist das Fleisch doch g zu schwach, drum folgen waß Christen ln dem Geist/ nicht dem Fleische nach; O th re Seelen! werdet klug, und s get doch des Geistes Zug. 4. Wachet! denn die Schlange sucht Tag und Nas mit Macht und List die Mensch in ihr Netz zu fangen, weil wen Zeit vorhanden ist. Ergreiffet di den Glaubens ⸗Schild, und wissh daß nicht Schlafen gilt: 3. Wachet! eh die Todes⸗St de das unvermerckte Ziel erren ihr seht ja, wie der Tod Gesu sowol, als Krancke, hinterschlei schwache Christen mercket diß. 6. Wachet! daß ihr euch ben tet auf jenen grossen Tag HEtrn; denn wie uns Goh Wort bedeutet, so ist derselbe ni⸗ mehr fern. Ach! schicket eun viellsicht komt heut der erste d der Ewigkeit.* 7. Wachet! IEsus hats gel ten, ach folget seiner Eiim l Stini 4 vergelt u f ö 2. Wachet l.denn die Suͤndh 4* len Licht, das GOtt dem menn Der letzte Stoß ist ungewiß: A che F auf. HErr J sianna! den⸗ Ge Abendm raben, du mi ich nach, di jeben, so wird h vergelt n gleich den Meiodey. hra faulen Ch ucket, daß eh utiefsten Schs uzumLeben erlasset doch Id hoͤxet, wan un die Suͤndz en vou dem ANit dem menst im Wort k.. Ach wahhz chein, sonst könn seyn. k der Geist sch Fleisch doch g m folgen wah dem Geist, u nach; O thh et klug, und tes Zug. denn die Tag und Nat ist die Mensch igen, weil wen t. Ergreiffet di child/ und wiss en gilt. die Todes-Stl Ete Ziel erreich der Tod Gesühh e, hinterschleih st ungewiß; A ch ümercket diß, aß ihr euch bes zrossen Tag vie uns GOl o ist derselbe ni⸗ 9schicket eun eut der erste x Esus hats gh seiner Waͤcht Stini ihr klugen ö auf der Br Von der geistlichen Wachsamkeit. 47 Stimm! was schlafet ihr doch wie die Todten? Exmuntert euch, Und kehret um! bedencket doch, was euch Euscht und was GOtt mit und allen saggt. Matth. 25, 13. Wachet, denn ihr. 309. Mel. Seiligster JEsuZeil. Woechet auf! ruft uns die Stim⸗ me, der Waͤchter seht hoch auf der Zinne. Wach auf, du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde. Sie ruffet uns mit hellem Munde: Wo seyd Autaam kom Wohl utgam koͤmt! steht auf, die Lampen nehmt! Hallelu⸗ ja macht euch bereit zu der Hoch⸗ zeit! Ihr müsset ihm entgegen ehn.——. Zion hoͤrt die Waͤchter sin⸗ gen, das Hertz thut ihr fuͤr Freu⸗ den springen, sie wachet, und steht silend auf. Ihr Freund komt vom Himmel praͤchtig, von Gna⸗ deu starck, von Wahrheit maͤchtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun kom du werthe Kron, HErr JEsu, GOttes Sohn! Ho⸗ sianna! wir folgen all zum Freu⸗ den⸗Saal, und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sey dir gesungen, mit Menschen undEnglischen Zungen, mit Harfen und mit Cympeln schon. Von zwoͤlf Perlen sind die Pforten an deiner Stadt, wir sind daͤ Consorten der Engel hoch vor dei⸗ nem Thron. Kein Aug hat je gespuͤrt, kein Ohr hat je gehoͤrt sol⸗ eFreude: Deß sind wir froh, jo! jo! ewig in dulei jubilo. D. Philip Ricolai. Matth. 28, 1. 2. Denn wird das. 310. M. Freu dich sehr, o meine. Wochet, wachet, ihr Jungfrau⸗ en, wacht, det Braͤutgam bricht herein: Lasset euch nicht Lamoen schauen, zeiget eurer ampen; Schein; schmuͤckt euch, schickt euch, macht geschwind, daß e zuch beveit orfind: wollt ihr erst zum Kraͤmern gehen, ey so bleibt ihr haussen stehen. 2. O wie selig ist die Seele, die die Lampe zugericht, daß es ihr da nicht am Oele, wann der Braͤut gam komt, gebricht! das ist eine kluge Braut, die darauf, weils Zeit ist, schaut; die wird bey dem Braͤutgam stehen, und mit ihm zur Hochzeit gehen. 3. O wie thoͤricht sind hingegen, die der Feind alsp beruͤckt, daß ste sich nicht bald drauf legen, daß die Lampen sind geschmuͤckt! Jam⸗ mer! wenn der Brautgam spricht: Gehet hin, ich keun euch nicht; wenn die Gnaden⸗Zeit verflossen und die Himmels⸗Thuͤr verschlos⸗ en. ů ö 4. Gib, mein Braͤutgam, daß mein Hertze sey mit Glaub und Lieb erfuͤllt, und ich nicht die Zeit verschertze, da du Hochzeit halten wilt, sondern wenn dein Tag bricht an/ und die Thuͤr wird aufgethau, ich nach uͤberstandnen Leiden, ein⸗ geh zu den Hochzeit⸗Freuden. 5. Laß mich beten, laß mich wa⸗ chen, bis mein letzter Tag anbricht: Laß mich ja nichts schlafrig ma⸗ chen; bleibe du bey mir, mein Licht; laß stets deiner Gnaden⸗ Sehein leuchten in mein Hertz hinein. 300 die wulcht hilf mit kaͤmpfen, und die falsche Regung mpfen. 6. Deine Liebe laß mich ehren und erheben deinen Ruhm, laß mich stets dein Lob vermehren, als dein werthes Eigenthum, nim doch alle Traͤgheit hin, und er⸗ muntre meinen Sinn: ruͤste mich mit Geistes Waffen; nur was d wilt, laß mich schaffen. 7. Steur dem Fleische, wehr dem Drachen und der bosen Welt dazu! die mich wollen schlafrig machen, und oft stoͤhren meine Ruh: wecke du mich stundlich au und befoͤrdre meinen Lauf, daß ie Ii worde 70⁰ Von der geistlichen Wachsamkeit. werde alle Stunden, klugen Jung⸗ fraun gleich, erfunden. 1Cor. 10,12. Wer sich laͤst duͤnken, er stehe, mag wohl zusehen, daß. 311. M. Alle Menschen müssen. Wer sich duͤncken laͤßt, er stehet, sehe zu, daß er nicht fall: Der Versucher, wo man gehet, schleichet uns nach uͤberall. Si⸗ cherheit hat viel betrogen; Schlaf⸗ Paa thut ja nimmer gut; Wer avon wird uͤberwogen, bindet ihm selbst eine Ruth. a. Wilt du lang darin verwei⸗ len, hoͤr, was dir begegnen kan⸗ Armuth wird dich uͤbereilen, wie ein starcker Krieges Mann. Fal⸗ sche Freyheit ist die Seuche, die da im Mittag verdirbt: wer sein Leben lieb hat, weiche von ihr, eh er gar erstirbt. ‚ 3. Wenn sich Simson niederle⸗ get in den Schooß der Delila; wenn sie sein aufs beste pfleget, ist der Untergang ihm nah. Simon, wenn er sich vermisset, mit dem HErrn in Tod zu gehn, und des Wachens doch vergisset, muß er bald in Thraͤnen stehn. 4. Ist der neue Geist gleich wil⸗ lig, ist das alte Fleisch doch Hin, schlaͤfest du, so traͤgst du illig, statt des Lohns, viel Weh und Ach. Unser Feind steht stets in Waffen, es komt ihm kein Schlumnier an; warum wollten wir denn schlafen? O! das wat nicht wohl gethan. 5. Wohl dem, der mit Furcht und Zittern seine Seligkeit stets schaft; Er ist sicher vor Gewit tern, die die Sichern weggerast. Wohl dem, der stets wacht und floy het auf der schmahlen Pilgrims⸗ Bahn, weil er unbeweglich stehet, wenn der Feind ihn faͤllet an. 6. Wohl dem, der da seine Len. den immer laͤst umguͤrtet seyn, und das Licht in seinen Handen nie verlieret seinen Schein. Wohl dem, der bey Zeit versiehet seint Lampe mit dem Oel, wenn det Braͤutigam verziehet, der errettet seine Seel. ů ö 7. O du Hüter deiner Kinder, der du schlaͤfst noch schlummert winder alles Schlafs, der mich an ficht. Laß mich niemals sicher werden; deine nehmn beschirme mich: Der Versuchung Last⸗Ben schwerden mildre du Reibs gnd diglich. ö ö 8. Sey du Wecker meiner Silh nen, daß sie dir stets wachend feyn, und ich, wenn ich muß von hinen, (wird wiederholt.] Vom geistlichen 1Tim. 6, 12. Kaͤmpfe den guten. 812. M. Mir nach sprichrChrist. g Ar Cbristen⸗Mensch! auf, auf zum Streit! auf, auf zum Ueberwinden! in dieser Welt, in dieser Zeit ist keine Ruh zu finden. Wer nicht wil streiten traͤgt die Kron des ewgen Lebens nicht davon.—3—ᷓ 2. Der Teufel komt mit seiner List, die Welt mit Pracht und Prangen, das Fleisch mit Wollust: wo du bist, ö gen, streitst du nicht, wie ein ta⸗ Kampf und Sieg. gesiut. so bist du hin und schon allt. 3. Gedencke, daß du zu der Fahn deins Feld⸗Herrn hast geschworen Denck ferner, daß du als einMann zum Streit bist auserkohren; deucke, daß ohn Streit und Sieg nie keiner zum Triumph aufstieg. 4 Wie schaͤndlich isis, weun ein Soldat dem Feind denRuͤcken keh/ bist, zu faͤlen dich und fan⸗et: ret, wie schaͤndlich, wenn er seine Stadt verlaͤst, und sich nicht weh · We spottlich, wenn er 1u ö mu ö nicht! mache mich zum Uebern wachend auch mag schlasen ein mit Fleif Feind zu F. Bin hin, die 2 das Fleis Sinu, w get; o e Held vor 6. We den Raut sen, der Baum d Wer uͤbe noch Toꝛ 7. We Laufmit wird der borgness einen w. neuen N 8. We walt, WI mit Mac in einer« uͤberwind zumFeld⸗ 9. We nicht aus vielmehr Licht uni Der Ne Hœrrn si und fern. 10. W Thronen soll glaͤnt Sohn, un ja ewigeh immerda 11. Sc keck und winden; Muth ut moͤgst fin ten umt in Spott Eph. 6,1 813. M uf! der 7 Vom geistlichen RKampf und Sieg. 5⁰r nt ihm Tein mrum wollten O! das war rmit Furcht zeligkeit stets rvor Gewit en weggerast. wacht und sle⸗ en Pilgrims, veglich stehet, faͤllet an. da seine Len/ nguͤrtet seyn, inen Haͤnden Schein. Wohl versiehet seine del, wenn der t, der errettet einer Kinder, schlummers zum Uebern „der mich am liemals sicher icht beschirmt 0 f Last⸗Bo⸗ u selbst gnä rmeiner Sinn wachend feyn, zuß von hinen, schlafen einy d wiederholt.] — Sieg. hin und schon du zu derFahn ist geschworen Hals einMann zerkohren; i6. reit und Sieg imph aufstieg. ists, wenn ein enRuͤcken keh⸗ wenn er seine sich nicht weh⸗ wenn er +7⁷71 mu mit Fleiß aus Zagheit wird dem Feind zu Preis. 5. Bind an, der Teufel ist bald hin, die Welt wird leicht verjaget, das Fleisch muß endlich aus dem he Sinn, wie sehr diehs immer pla⸗ get; o ewge Schande! wenn ein Held vor diesen dreyen Bubenssallt 6. Wer überwindt und kriegt den Raum der Feinde, die vermes⸗ sen, der wird im Paradies vom Baum des ewgen Lebens essen: Wer uͤberwindt, den soll kein Leid noch Tod beruͤhrn in Ewigkeit. 7. Wer überwindt und seinen Lauf mitEhren kan vollenden, dem wird der HErr alsbald darauf ver⸗ borgnes Manna senden, ihm geben einen weissen Stein und einen neuen Nahmen drein. 8. Wer überwindt bekomt Ge⸗ walt, wie Ehristus zu regieren, mit Macht die Voͤlcker mannigfalt in einer Schnur zu fuͤhren: Wer uberwindt, bekomt vom HErrn zum Feld⸗Panier den Morgenstern. 9. Wer überwindt, soll ewig nicht aus GOttes Tempel gehen, vielmehr drinn wie ein Englisch Licht und guͤldne Saͤule stehen: Der Nahme G0TTes unsers HErrn soll leuchten von ihm weit und fern. 10. Wer uͤberwindt, soll auf den Thron mit Christo JEsu sitzen, soll glaͤutzen, wie ein GOTTes Sohn, und wie die Sonne blitzen, ja ewig herrschen und regiern, und immerdar den Himmel ziern. 11. So streit denn wohl, streit keck und kuͤhn, daß du moͤgst uͤber⸗ winden; streng an die Kraͤfte, Muth und Sinn, daß du dis Gut moͤgst finden. Wer nicht wil strei⸗ ten um die Kron, bleibt ewiglich in Spott und Hohn. August Serm. Franck. Eph. 6,10. 11. Seyd starck in dem. 813. Mel. Christi Tod ist Adams uf! ihr Christen, Christi Glie⸗ der! die ihr noch hangt an dem Haupt; auf, wacht auf! er⸗ mannt euch wieder, eh ihr werdet hingeraubt. Satan baut an den Streit Christo und der Christen⸗ it. 2. Auf! folgt Christo eurem Helde, trauet seinem starcker Arm, liegt der Satan gleich zu Felde mit dem gantzen Hoͤllenschwarm; sind doch der noch vielmehr, die da stets sind um uns her. 3. Nur auf Christi Blut gewa⸗ get mit Gebet und Wachsamkeit, dieses machet unverzaget und racht tapfre Krieges CLeut: Christi Blut gibt uns Muth wider alle Teufels⸗Brut. 4. Christi Heeres Creutzes⸗Fah⸗ ne, so da weis und roth gesprengt, ist schon auf den Sieges⸗Plane uns zum Troste ausgehͤngt: Wer hier kriegt, nie erliegt, sondern un⸗ term Creutze siegt. 5. Diesen Sieg hat auch em⸗ pfunden vieler Heilgen starcker Muth, da sie haben uͤberwunden froͤhlich durch des Lammes Blut. Sollten wir denn allhier nicht auch streiten mit Begier? 6. Wer die Selaverey nur lie⸗ bet in der Zeit und Ewigkeit, und den Suͤnden sich ergiebet, der hat weuig Lust zum Streit; Denn die Nacht Satans Macht, hat ihn in den Schlaf gebracht. 7. Aber den die Weisheit lehret, was die Freyheit fuͤr ein Theil, dessen Hertz zu GOtt sich kehret, seinem allerhoͤchsten Heil, sucht allein ohne Schein Christi freyer Knecht zu seyn. 8. Denn, vergnuͤgt auch wohl das Leben, so der Freyheit man⸗ geln muß? Wer sich GOtt nicht gantz ergeben, hat nur Muͤh, Angst und Verdruß; Der, der kriegt recht vergnuͤgt, wer sein Le⸗ ben selbst besiest. 9. Drum auf! last uns über⸗ winden in dem Blute JEsuChrist, 3i 5 und 3⁰3 Vem geistlichen Rampf und Sieg. und an unsre Stirne binden sein Wort, so ein Zeugniß ist, das uns deckt und erweckt, und nach GOt⸗ tes Liebe schmeckt. 10. Unser Leben sey verborgen mit Christo in GOtt allein, auf daß wir an jenem Morgen mit ihm offenbar auch seyn, da das Leid die⸗ ser Zeit werden wird zu lauter Freud. 11. Da Gott seinen treuen Knechten geben wird den Gnaden⸗ Lohn, und die Huͤtten der Gerech⸗ ten stimmen an den Sieges⸗Thon; da fuͤrwahr GOttes Schaar ihn wird loben immerdar. Iiustus Falckner. Gal. 5, 17. Das Fleisch geluͤstet. 814. M. Was mein Gott wil. Dꝰ armer Mensch, laß deinen Sinn nicht eitel Lust verfuͤh⸗ ren, sie reisset zu der Hoͤllen hin, eh man den Weg kan spuͤhren; sie fuͤllt dein Hertz mit Angst und Schmertz, und wenn auch scheint zu küssen ihr Honig⸗Mund, trift doch zur Stund ihr Stachel das Gewissen. 25„ . Du armer Mensch vergiß es nicht, erkenne deine Banden; ob dich die Lust nicht stets anficht, ist sie doch noch vorhanden; ließ sie ein Jahr dich ohn Gefahr, sollt du nicht sicher werden; brichst du ihr Joch, so bleibt sie doch dein alter⸗ Feind auf Erden. 3. Du armer Mensch hast schon zuviel auf deinen Hals geladen, ach! setze heut den Suͤnden Ziel, und mehre nicht den Schaden; doch must du dis,das glaub gewiß, auf GOttes Kraft hloß wagen, und im Gebet ihm fruͤh und spaͤt dein Unvermoͤgen klagen. 4. Sprich: Vater, sieh den Jammer an, den Jammer meiner Suͤnden; weil ich mir selbst nicht helfen kan, und laß mich Gnade finden; Ich bin zu schwach, das ungemach der boͤsen Lust zu daͤm⸗ yfen: erbarme dich, und lehre mich, durch deine Kraft zu kaͤmpfen. 5. Laß mich stets ausgeruͤstet seyn mit deines Geistes Waffen, daß, wenn die Lust sich findet ein, sie nichts an mir moͤg schaffen! Verleihe Sieg in diesem Krieg und laß mich uͤberwinden: Achs wehr und steur all'm Ungeheur, das mich stets sucht zu binden. 6. Wirst du, o Mensch, ihm all so thun, so kanst du kühnlich glau⸗ ben, daß dir, da deine Feind nicht ruhn, den Sieg wird Niemand rauben. Drauf folgt die Krog ium Gnaden Lohn, samt immer gruͤnen Frieden, den GOtt un hat, aus lauter Gnad in seinen Reich beschieden. 2 Cor. 1, f. Gleichwie wir des e. 815. In eigener Melodey. Da bist ja, JEsu! meine Fren de, warum ist denn mein Hertz betruͤbt? Kan denn diereud auch bey dem Leide seyn in dem Hertzen, das dich liebt? Ach jg⸗ mein JEsu! wenn ich uͤhe mein Hertz in deiner suͤssen Liebe, s zeigt sich solche Freud oft an, dil keine Zung aussprechen kan. 2, Weil aber noch nicht gant gedaͤmpfet in mir mein boseh Fleisch und Blut, und noch der Geist darwider kaͤmpfet, wird ost dadurch gekraͤnckt der Muth. Drum leg ich mich vor dir mitßzle hen, mein Heil! Laß Huͤlfe mit geschehen; und staͤrcke mich in diesem Streit, daß ich moͤg uͤben winden weit. 3. Du hast, o Held! mich üben wunden, gib mir auch Ueberwin dungs⸗Kraft, und laß mich in den Kampfes⸗Stunden ersahren, was dein Leiden schaft, dadurch du al⸗ les hast besieget, das unter deinen Fuͤssen lieget, Welt, Suͤnde, Teu⸗ elHoͤll und Tod: Nun mach sil auch an mir zu spott! 1. Ich trau allein auf deine un de, die mir dein Heures Wort ver⸗ —36** oricht. **——2 spricht: Deinen sch Kraft gebri ja angenon zu dir kon Hertz ja we Gnaden⸗ J. Weil Leibe ein E bin, so gib, be/ und in Laß mich! 00 laß f en, besitz dein Leben 0. Gib, 10 weil ig liebt; Leiden sche Glauben 1 viel stärcke her in dich besiegter Freude ser 2 Cor. 12. 216. M.R D sag G01 bis in Tod beu, so wo Zeit, dort lichkeit die 2. Von. nun, o!& len thun, ben, da du gut und bi stets anzut 3. Ach a Blut, mir thut, und de: es ma was gut und traͤge 4. Der hin, wie er und mich schaft daz grosse List daß es ihr 5. So st zu kaͤmpfen Kausgerustet istes Waffen, ich findet ein, noͤg schaffen: z iesem Krieg inden: Ach m Ungeheur, zu binden. ensch, ihm al ühnlich glau⸗ le Feind nicht ird Niemand Igt die Krog samt immer en GOtt un ad in seinen wie wir des L. Melodey. meine Freu st. denn mein denn die Freud seyn in dem iebt? Ach jg⸗ ich uͤbe mein ssen Liebe, so ud oft an, dis chen kan. ch nicht ganz mein boͤseh und noch der mpfet, wird ost der Muth. Hvor dir mitßle iß Huͤlfe muit aͤrcke mich in ich mög uͤben di mich uͤben uch Ueberwin aß mich in den ersahren, waz dadurch du al⸗ unter deinen „Suͤnde, Teu⸗ Nun mach sie 2 auf deine Gna⸗ ures Wort vert Vom geistlichen Rampf und Sieg. 73 soricht: Essagt: Daß nichts den Deinen schade, weils nie an deiner Kraft gebricht. Nun hast du mich ja angenommen, als ich bin flehend ndir kommen: Es hats mein Hertz ja wohl gespuͤhrt, als es dein Gnaden⸗Blick geruͤhrt. . Weil ich denn nun an deinem Leibe ein Glied, wiewol unwuͤrdig bin, so gib, daß ich stets in dir hlei⸗ he, und in mir habe deinen Sinn; Laß mich nicht andre Helfer su⸗ 5 laß falsche Luͤste mich verflu⸗ en, besitze du mein Hertz allein, dein Leben laß mein Leben seyn! 6. Gib, daß ich mich in dir stets 10 weil dein Hertz mich bestaͤn⸗ ig liebt; Doch auch dabey kein Leiden scheue, als weiches meinen Glauben uͤbt, und macht, daß ich viel staͤrcker ringe, und immer naͤ⸗ her in dich dringe, bis endlich nach besiegter Pein in mir wird lauter Freude seyn. Christ. Voitsch. 2 Cor. 12, 9. Laß dir an meiner. 816. M. Romt her zu mir spricht Di sagst mir zu, o frommer GOtt! wenn ich dich liebe bis in Tod, und hasse mir mein ve⸗ ben, so wollst du mir nach dieser Zeit, dort in des Himmels Herr⸗ lichkeit die Lebens⸗Krone geben. 2. Von Hertzen gerne wollt ich nun, o! GOtt! nach deinem Wil⸗ len thun, und dir getreu verblei⸗ ben, da du ja so genaͤdiglich, durch gut und boͤses pflegest mich hierzu stets anzutreiben. 3. Ach aber dis mein Fleisch und Blut, mir Widerstand hierinnen thut, und traͤgt nur Lust zur Suͤn⸗ de: es macht, daß ich zu alle dem, was gut ist, leider! unbequem und traͤge mich befinde. 4. Der Teufel trachtet auch da⸗ hin, wie er mir bose Lust im Sinn, und mich in Suͤnde bringe: Er schaft dazu Gelegenheit, braucht grosse List und Wachsamkeit, bis daß es ihm gelinge. 3—— 5. So sucht die boͤse Welt ja diß, wie sie mir durch viel Aergerniß/ den Fallstrick mag bereiten: Pracht, Ehre, Wollust, Gut und Geld, ists, was sie mir vor Augen stellt, dadurch mich zu verleiten. 6. Nehm ich denn nun gleich oftmals mir, so viel ich kan, was Gutes fuͤr, kan ichs doch nicht vol⸗ leuden; weil mir darinn der arge Feind, Welt, Fleisch und Blut, zu wider seynd, und mich davon ab⸗ wenden. 7. O Gott! wie übel bin ich dran, daß ich das Gute so nicht kan verrichten, wie ich wollte, und oh⸗ le dich nur immer zu das Boͤse wohl mit Freuden thu, so ich nicht wil, noch sollte. 7* 3. Ach HErr! erbarme dich doch mein, und laß mich nicht ver⸗ worfen seyn, gib mir ein ander Hertze, damit ich thu, was dir ge⸗ faͤllt, und nicht mit der gottlosen Welt dein Himmelreich verscherze. 9. Verleihe, daß dein guter Geist mir Huͤlfe, Rath, und Bey⸗ ständ leist in meinem gantzen Le— ben: von ihm ruͤhrts her von ihm allein, daß man hier kan bestaͤn⸗ dig seyn; das wollest du mir geben. 10. Ach! hilf, daß er mich leit und treib, daß ich ja vest und stand⸗ haft bleib in deiner reinen Lehre, und schlechthin glaube deiner Schrift, auf daß Vernunft, und Irrthums Gift mich niemals nicht verkehre. I. Laß mich auch sonst der Chri⸗ sten⸗Pflicht ja nimmermehr ver⸗ gessen nicht, vielmehr recht eifrig streben, damit bey mir dein heilig Wort bring rechte Fruͤchte fort und fort durch ein gottselig Leben! 12. Hilf, daß in schwerer Lei⸗ dens⸗Zeit ich dr mit Glaubens⸗ Freudigkeit geduldig moͤg aushal⸗ ten; und weil doch alle Creutzes Pein muß meiner Seelen heilsam seyn, dich laß in allem walten. 13. Voran, laß in der letzten Ji4 Roth 7⁰4 vom geistlichen Rampf und Sieg. + Noeth von Suͤnde, Teufel, Hoͤll und Tod, mich keinen Anstoß lei⸗ den; daß ich kan mit getrostem Muth,auf deines Sohnes Tod und Blut, aus diesem Elend seheiden. 14. Wenn ich dir so getreu hier leb, auch so getreu den Geist auf⸗ geb, kan ich mich selig schaͤtzen, weil du aus Gnaden mir wirst dort, wie mir verspricht dein heilig Wort, die Lebens⸗Kron aufsetzen. I. Drum bitt ich nochmals fle⸗ hentlich, gib, daß ich bis ans Ende mich dir mag getreu erweisen. Ach! treuer GOtt, ich bitte noch, um Christi willen, gib mirs doch; ich wil dich ewig preisen. Ps.18,38. Ich wil meinenFeinden 817. MN. Was GOtt thut das ist. Ein Christ, ein tapfrer Krieges⸗ Held, voll Geist, voll Kraft und Staͤrcke, verlaͤugnet sich, be⸗ zwingt die Welt, zerstoͤhrt des Sa⸗ tans Wercke, kaͤmpft innerlich und ausser sich, mit Teufel, Welt, und Suͤnden; und kan doch uͤber⸗ winden. 170 . Ich habe mich vorlaͤngst ge⸗ quaͤlt, und gab auch schier verloh⸗ ren, bis GOtt mich zu der Zahl ge⸗ zaͤhlt, die er aus sich gebohren: Wer wil die Kraft, die allez schaft, und Christi Macht ergruͤnden, da⸗ durch wir uͤberwinden. 3. Ich sprach: Ich bin ein schwaches Kind, wie alle Men⸗ schen⸗Kinder, das in sich kein Ver⸗ moͤgen findt, ich bin ein armer Suͤnde“: Ach GOtt! gib Rath, gib Will'n und That, und laß mich Gnade finden, so kan ich uͤberwin⸗ den. ö 4. Ich war ein Mensch voll Ei⸗ gensinn, voll Eigen⸗Lieb und Eh⸗ 2e; Ich lebte nach dem Luͤsten hin, und nicht nach Christi Lehre. Doch Gott sey Ehr, ich bins nicht mehr, ich streite mit den Suͤnden, und wil sie uůͤberwinden. . Komt mir die alte Bosheit ein, und wil noch lieblich schme⸗ cken; Soll JEsu Leiden, Creih und Pein, mich heilsamlich g schrecken: Die süsse Lust in mo ner Brust, die liebsten Busen ⸗Sun den, die wil ich uͤberwinden. 6. Wil Menschen Furcht un Menschen Gunst Leid oder Freun machen, so hert ich dich verschmh te Kunst, verachte Drohen, Lachen Ihr Haß und Gunst ist lauh Dunst, und Blaͤtter auf den Y den, drum wil ich uͤberwinden. 7. Leb ich in steter Traurigli sind wenig gute Stunden in m ner kurtzen Lebens⸗Zeit; Ich hal GOtt gesunden: Der troͤstet mi gar suͤßiglich der kan den Schmah 20 und ich wil uͤberi en. ö 8. Die Welt mit aller Schmat und Hohn, befoͤrdert mich zur g ren; Sie muß au meiner Ehr Kron dieEdelsteine mehren; wen wider mich blutdüͤrstiglich? n hundert tausend stuͤnden, so wol ich uͤberwinden. ö 9. Der Teufel in der Loͤwe Haut wird meine Seele schreckg GoOtt wil das Küchlein, sein Braut, mit Allmachts⸗Fluͤgsh decken: Ist er erbost, ich bing trost: GOtt kan den Satan h. den, und ich kan uͤberwinden. 10. Wil er in falscher Heiligh sich als ein Engel stellen, u sucht durch zugelaßne Freud schwachen Tritt zu faͤllen; Erbi ich nur die Schlangen⸗Spu und geh nicht wie die Blinden⸗ kan ich uͤberwinden. 74 11. Ja muß ich mit dem hol sten Pfand, mit GOtt, wie Jag ringen, so wil ich durch die l benshand den Allerstaͤrcksten zu gen, kan ich zur Stund, aus seinn Mund nicht bald den Trostempf den, noch wil ich uͤberwinden. 13. Haͤlt mir mein GOTT Augen zu, kan ich nicht weiter hen/ als was ich gegenwaͤrtig 6 ö So laß ich die Vernu ausgeschi muß ich! 13. Mi ter ein, ich ben, er sol Das Hat GOtt mi Last auf f hilft mir! 14. Bi bekriegt,! — Lo iegt/ mit fen, ich lie starck ver alles uͤbe 15. De steckt; J pfen; dru ausgestre zu daͤmpf frisch gen binden/ d Roͤm. 8, 818. J uthin allen mein arn den ist. Strick u den; wei auch mei zerschlag, durch der eten vor! 2. Ach ein Sele dein Erb frei, gem aufs net Ach so w ins Gar mach mi ten Rau ausbreit 3. Wa daß ich n macht m nem Chr N vom geistlichen, RKampf und Sieg. v⁰y Leiden, Cieh ⁰ laß ichs gern geschehen. Komt heilsamlich e sse Lust in ma en Busen⸗Su rwinden. en Furcht un eid oder Freuh dich verschmah Drohen,Lacheh zunst ist lauhh er auf den L überwinden. ter Traurigeis 5tunden in m Zeit; Ich has Der troͤstet mi an den Schmah ch wil uͤberun it aller Schmat ert mich zure meiner Ehrs emehren: weh duͤrstiglich? stuͤnden, so wol in der Loͤwe Seele schrecke Küchlein, sein nachts Fluͤghh bost, ich bing den Satan bll berwinden. ilscher Heiligl zel stellen, u aßne Freud faͤllen; Erblh chlangen⸗Spu die Blinden/ en. ö mit dem hoͤl Ott, wie Jal durch die Glh erstaͤrcksten zun tund, aus seinn denTrostempf. Fuberwinden. nein GON hnicht weiter egenwaͤrtig thi ————— die Vernunft mit ihrer Zunft, in ausgeschmuͤckten Gruͤnden, dann muß ich uͤberwinden. 13. Mir geht der Tod nicht bit⸗ ter ein, ich bin schon laͤngst gestor⸗ ben, er soll recht Zuͤcker⸗susse seyn: Das Haus wird nur verdor hen, Gott muß den Gast der Erden⸗ Last auf solche Art entbinden, daß hilft mir uͤberwinden. 14. Bisher hab ich mich selbst bekriegt, und hatte viel zu schaffen; Gott Lob! die Welt ist bald be⸗ siegt, mit meinen Glaubens⸗Waf⸗ fen, ich lieg im Sarg, und bin doch starck vergesse was dahinden, will alles uͤderwinden. 15. Das Kleivod ist mir vorge⸗ steckt; Ich soll nur tapfer kaͤm⸗ pfen; drum bleibt mein Arm stets ausgestreckt, mit GOtt den Feind zu daͤmpfen; nur unverzagt, und frisch gewagt, ich seh die Krone binden, drum wil ich uͤberwinden. Roͤm. 8, 2. Das Gesetz des Geistes. 818. In eigener Melodey. uthinde mich, mein GOtt, von allen meinen Banden, womit mein armer Geist noch so gebun⸗ den ist. Mach des Philisters Strick und Tuͤcke gantz zu Schan⸗ den; weil du mein Joel nur und auch mein Simson bist. Zerbrich, zerschlag, zerreiß, und mach mich durch den Sohn zum recht Gefrey⸗ eten vor deinem Gnaden⸗Thron. 2. Ach GOtt! erst war ich recht ein Selave aller Suͤnden; doch dein Erbarmen hat mich davon srey gemacht. Nun wollen sich aufs neu subtile Stricke finden. Ach so wird doch mein Fuß zuletzt ins Garn gebracht! O Vatet, mach mich frey, stell mich auf wei⸗ ten Raum, daß sich mein Geist ausbreit als wie ein Cedernbaum. 3. Was zieht mich niederwerts, daß ich nicht kan auffliehen? Was macht mich denn so matt in mei⸗ nem Christen⸗Lauf? Ach! welch ein Bley⸗Gewicht seh ich noch in mir liegen! das druͤckt mich un⸗ terwaͤrto und laͤst mich nicht hin⸗ auf: O woher krieg ich Kraft don allen los zu seyn: So frey und los gemacht, als wie ein Voͤgelein. 4. Ach! dieser Todes⸗Leib be⸗ schwert die arme Seele, die Huͤtte druckt den Geist, der drinn gebun⸗ den liegt. O wer macht mich doch frey aus dieser Suͤnden⸗Hoͤle! Daß mein Verlangen Luft und freyen Zugang kriegt. Durch⸗ brecher! brich doch durch, und mach mich voͤllig frey! daß mein Geist nicht, wie ich, mehr so ge⸗ sangen sey 3. Ich weiß, ich liebe dich! doch soll ichs recht bekennen, noch lange nicht so viel als meine Seel be⸗ hader Es ist noch was in mir, ich kan es selbst nicht nennen, das oͤf⸗ ters meinen Geist in deiner Liebe stoͤhrt. Ach find ich, deuck ich oft, doch nur ein Raͤumelein, da ich gantz unverstoͤhrt dich moͤchte lie⸗ bend seyn. 6. Such ich die Einsamkeit, und meyn es da zu finden, so waͤr es sreylich gut, wenn ich da koͤnnt al⸗ lein mich gaͤntzlich von mir selbst und meiner Last entbinden, daß ich auch ohne mich koͤnt recht al⸗ leine seyn; doch nun trag ich mit mix inein arges Fleisch und Blut, das in der Einsamkeit auch nim⸗ mer in mir ruht. 7. Gedancken plagen mich, und tolle Phantaseyen, Zerstreuung mancherley, die Schwermuth der Natur, die komt noch wohl dazu. Ach! wer wird mich befreyen? Wer zeigt zur Freyheit mir die rechte sichre Spuhr? Ich Armer, ach! wie lang soll ich gebunden seyn? Wenn schan ich durchs Ge⸗ setz der vollen Freyheit ein? 8. Die Eigen⸗Liebe regt sich oft in meine Glieder, und stoͤhrt durch ihren Trieb mir oͤsters alle Ruh: IE dis 506 vom geistlichen Rampf und Sieg. * dis schlagt die Frendigkeit der See⸗ E len maͤchtig nieder; Kaum thut das Hertz sich auf, so schleußt sichs wieder zu. Soll Licht und Fin⸗ sterniß denn stets im Wechsel seynꝛ Wenn komit mein volles Licht und steter Sonnenschein? ö 9. Ach Gott! entbinde mich von allen meinen Banden! und was mich noch subtil im Flessch efangen haͤlt. Ist das nicht chon genung, wenn eines nur vor⸗ handen, daß mich noch binden kan in dieser Suͤnden⸗Welt? Soll ich ebunden seyn: so binde deine reu mein armes Hertz, auf daß ich dein Gefangner sey. 10. Wen deine Liebe bindt, ist nicht ein Knecht ber Suͤnden; Er bleibt in Banden auch ein rechter freyer Mann. Mein Abba! so wil ich mich gerne lassen binden, wenn ich dein freyes Kind auf ewig bleiben kan. Nur mach mich von mir frey und von der argen Welt: Daß meine edle Seel, ihr Frey⸗ heits/ Recht behaͤlt!* Lamp. Gedicke. Ebr. 12, 4. Ihr habt noch nicht ꝛe. 319. In eigener Melodey. E kostet viel ein Christ zu seyn, und nach dem Sinn des rei— nen Geistes leben, denn der Natur geht es gar sauer ein, sich immer⸗ dar in Christi Tod zu geben, und ist hier gleich ein Kampf wohl aus⸗ gericht, das machts noch nicht:/ 2. Man muß bier stets auf Schlangen gehn, die ihren Gift in unste Fersen bringen: Da kostets Muͤh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht der Gift kan in die Seele dringen; Wenn mans versucht, so spuͤhrt man mit der Zeit die Wichtigkeit: 3. Doch ist es wohl der Muͤhe werth, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erweget, die ewiglich ein solcher Mensch erfaͤhrt, der sich hier steis aufs Himmlische geleget. shat wohl Muh, die Gnade ader Fode sterbe macht, daß maus nicht achtt uer Mein 4. Man soll ein Kind des Hocht een sten seyn, ein reiner Glautz, ein 3 Duen Licht im grossen Lichte, wie wird len mi der Leib so starck, so hell und rein, füllen; bri o herrlich seyn, so lieblich iim Gel entzwey, ut sichte, dieweil ihn da die weseutil sen frey! che Pracht so schoͤne macht p;: 4.Ich fi 5. Da wird das Kind den Vater iehe und: sehn, im Schauen wird es ihm übe; Nur mit Lust empünden, der lautte die Liebe n⸗ Strohm wird es da gantz durch.Ich m gehn, Und es mit GOtt zu einem Erden dur Geist verhinden. Wer weiß, nal igt werde da im Geiste wird geschehn? Wes fer in dich mags verstehn? 6. Da giebt sich beweglich ihm die Weih 6. Ichw heit gantz, die es hier stets als Muth Henher ‚ ter hat gespuͤhret, sie kroͤnet es mil Menschen ihrem Perien⸗Krantz, und wird das Her als Braut der Seelen zugefuͤhret, muß durch Die Heimlichkeit wird da gantz oß ö fenbar, die in ihr arz 1 3 Ueben 7. Was Gott gelließt, genießt geblieben; es auch, was GOtt besitzt, wird stehst mir ihm in GOtt gegeben, der Him hon mir sel mel steht bereit ihm zum Gen 8. Indef brauch: wie lieblich wird es doch pfen, und mit JEsu leben! nichts hoͤher daͤmpfen, wird an Kraft und Wuͤrde seyn, ersiehst, un als GOtt allein 7: ten ziehst 8. Auf, auf, mein Geist! ermü 9. In H de nicht dich durch die Macht der sagen: Finsterniß zu reissen, was sorget Macht ges du, daß dirs an Kraft gebricht: Ban nich aus i dencke, was fuͤr Kraft uns GOtt in seine Ri verheissen; wie gut wird sich 10. Dri doch nach der Arbeit ruhn, wie ner Seele wohl wirds thun gautz befe! Chr. Friedr. Richter in meinen Cor. 9/ 25. Ein jeglichet aber 6 schon selig 840. Mel. zeuch meinen Geist. II. Wei Hlnede mein Sinn sich vor di gedencke, nieder, mein Geist sucht sei grund sent nen Ursprung wieder; Laß dein angeblickt, erfreuend Angesicht zu meiner Au von dir er⸗ muth senn gericht!!. 2. So z. Schau her, ich fuͤhle mein Streite so Verderben, laß mich in* se Beuto, Todi ö 24 * 307 Vom geistlichen Rampf und Sieg. Ne Ounde abn gede Dronte doch in dei 4 Onade abe Tode sterben; O koͤnte doch in dei⸗ licht achtt: ner Pein die Eigenheit ertodtet Dihd ves Püchs Kan ö er Glautz, eih e3. Du wollest, IEsu! meinen ichte, wie wid Willen mit der Gelassenheit er⸗ „hell und rein, füllen; brich der Natur Gewalt lieblich im Ge entzwey, und mache meinen Wil⸗ on die wesentli sen frey!** e macht, 4. Ich fuͤhle wohl, daß ich dich dind den Vater siebe, und mich in deinem Wege wird es ihm üͤbe; Nur ist von der Unlauterkeit n, der lautte die Liede noch nicht gantz befreyt. a gantz durcht n. Ich muß noch mehr auf dieser 50tt zu einen Erden durch deinen Geist gehei⸗ Wer weiß, tas ligt werden; Der Sinn muß tie⸗ jeschehn? Wer ser in 1ich dehn Fuß muß un⸗ beweglich stehn.— ihm die Weihh 2 Ich weiß mir zwar nicht selbst stets als Muth zu rathen, hie gelten nichts der ie kroͤnet es mil Menschen Thaten; Wer macht utz, und wird das Hertz wohl selber rein es len zugeführet, muß durch dich gewuͤrcket seyn. ird.— os. Doch kenn ich wohl dein treu⸗ ar⸗es Lieben, du bist noch immer treu hießt, genießt geblieben; Ich weiß gewiß, du kt besitzt, wir stehst mir bey, und machst mich ben, der Him von mir selher fre˙n. hm zum Gg 3. Indessen wil ich treulich kaͤm⸗ hwird es doch pfen, und stets die falsche Regung nichts hoͤhet daͤmpfen, bis du dir deine Zeit „Wuͤrde seyn, ersiehst, und mich aus solchen Ne⸗ ** tzen ziehst. ů Geist! ermül 9. In Hofnung kan ich froͤhlich die Macht der sagen: 60 hat der Hoͤllen u, was sorges Macht geschlagen; Gott fuͤhrt tgebricht Bi mich aus dem Kampf und Streit aft uns Gott in seine Ruh und Sicherheit. zut wird sich 10. Drum wil die Sorge mei⸗ eit ruhn, wie ner Seelen dir, meinem Vater, 2 gautz befehlen; ach! drücke tief alh Kaber g Wihz Dm daß ich in dir glicher aber e schon selig bDin. meinen Geist. II. Wenn ich mit Ernst hieran inn sich vor dis gedencke, und mich in deinen Ab⸗ Geist sucht sel grund sencke, so werd ich von dir der; Laß dein angeblickt, und mein Hertz wird t zu meiner Ap von dir erguickt. ů ö 12. So wachst der Eyfer mir im ich fühle mein Streite so schmeck ich stets die füs⸗ lich in +* se Beutẽ/ und fuͤhle, daß es Wahr⸗ heit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. Chr. Fr. Richter. Hos. 12, f. 6. Er kaͤmpfete mit. 821. In Melodey. eele. H5 IEsu! hilf siegen, und laß mich nicht liegen, im Ker⸗ cker der Suͤnden, laß Gnade mich finden, o JEsu! mein Licht, ich lasse dich nicht: e IEsus. I. Ich helse dir siegen, und lasse nicht liegen dich Armen im Kaͤmpfen, ich helfe dir daͤm⸗ pfen der Suͤnden⸗Begier, o glau⸗ be nur mir 7: Seele. 2. Errette die Stele, und gib mir doch Oele! laß mich nur im Wesen der Gottheit gene⸗ 11—— Vesu! hilf mir, ich schreye zu dird/ IEsis. 2. Ich hoͤre dein Fle⸗ hen, und habe gesehen dein Elend im Hertzen, die bittere Schmer⸗ tzen, nun bin ich bereit zu helsen im Streit 7m 5 Seele. 3. Laß mich recht ein⸗ dringen. HErr, laß es gelingen, ach! laß mich nicht fallen, erhoͤre mein Lallen, verstosse mich nicht in deinem Gericht:/ JEsus. 3. Mein Hertze steht offen, durch Glauben und Hoffen wird dir es gelingen, so must du eindringen; Wer glaubet wird nicht vom Vater gerichtt,;: Seele. 4. Wenn du mich wilt hassen, wo wollt ich mich lassen? HErr, lasse die Suͤnden doch ein⸗ sten verschwinden, gib Gnade vor Recht, so bin ich dein Knecht;: IEsus, 4. Wie wollt ich dich hassen, wie koͤnt ich dich lassen ꝛ Ich habe empfunden viel Schmer⸗ tzen und Wunden im Leiden an. mir, aus Liebe zu dir: Seele. 5. HErr, hoͤre mein Girren, und laß mich nicht irren, gib richtige Schritte, und wenn ich dich bitte, verbirge dich nicht, Jsu, mein Licht!/ 3⁰ 0 Vom geistlichen Rampf und Sieg. JIeEsus. 5. Wer mir wird nach⸗ gehen, und auf mich stets sehen, thut richtige Sehritte, und ob er 9in Einbt so irret er nicht, ich in ja sein Licht:, Seele. 6. Gib Einfalt und Wahrheit, die goͤttliche Klarheit durchleuchte mein Hertze, so wei⸗ chet der Schmertze; Ich suche al⸗ lein den goͤttlichen Schein: JEsus. 6. Kehr einwaͤrts die Sinnen, daß moͤgen zerrinnen die Bilode der Dinge, stets baͤte und ringe, so findest du hier die Einfalt in mir:: Seele. 7. Ich warte vom Mor⸗ en zum Abend, und Sorgen stets ugsten die Seele, die Naͤchte ich zaͤhle HErr! komme in Eil, und jeig mir dein Heil:/ JEsus. 7. Durch Warten vom Morgen zum Abend mit Sorgen, kan man mich nicht finden, ich laß mich nicht binden: Sey stille in dir, so komst du zu mir): Seele. 8. HErr, gib mir den Segen: In fiusteren Wegen last du mich ietzt gehen, ich bleibe vest stehen, und ringe mit dir, ergih dich nun mir! 72 Zesus. 8. Die also im Ringen sich um mich vest schwingen, em⸗ pfangen den Segen und Licht auf den Wegen, wie Jacob das Licht bey Pniel anbricht:/: Seele. 9. HErr, laß dich ge⸗ winnen, wenn gleich auch zerrin⸗ nen die Kraͤft und Vermoͤgen, doch hoff ich zu Siegen, ich halte, HErr, dich, ach segne du mich! JEsus. 9. Dir ist es gelungen, du hast mich bezwungen, in Liebe zu geben dir Kraͤfte zum Leben, das glaͤube du mir, ich schencke mich i1/ J. C. Nehring. Offenb Joh. 1a/11. Sie hahen ihn. 3²22. M. Nun komt der Heyden. TEsus ist mein Freuden⸗Licht, wenn er hell in mir anbricht, meiner SeelenRuhe⸗Statt, wenn sie keine Kraft mehr hat. wenn der Teufel mich anfaͤllt, ul gnadiglich: 2. JEsus ist miein starcker Hahssch wurde die Suͤnde groß sich macht, in Trotzen gaatz veracht. ö ben/ m 3. JEsus ist mein vester Si werden. wider Teufel, Babels⸗Krieg, ei 4. Und we meine starcke Wehr wider das in den, hast du damte Heer. von des Se 4. Ach! mein JEsu, laß mi den, von der dir seyn verpfaͤndet flr und s ö laß mich Armen dir allein in z finden, alle f Feind in mir besieg, daß ich ni im Kampf erlieg. schaͤmen. 7. Nach dem Siegen nim ni 6. Wil d auf zu dem auserwählten Hau ckan auf die da du mir den Gnaden Lohn g deine süsse ben wirst, o GOttes Sohn. mit lieber,: 8. Auf ihr Ueberwinder! sh stung und JEsus euch entgegen geht, umsi Haß und S wenig Schmach und Hohn euch Deinen trat gebn die Ehren⸗Kron.. Mußie 9. Halleluja! Gloria! A meines Flei des HErren Tag ist nah, wacht empfinden; haltet euch bereit, itzt komt. wider maͤch Erquickungs⸗Zeit. gen! hilf n Joh. 8, 36. So euch der Sohl les überwir 823. Mel. O ihr auserwaͤhltel Freyheit fin JEsu, JIEsu meine Wonne! AH. Gib Aeslacktes 60STes Lami Starcke, die meiner Seelen Licht und Sonn daß ich rech Bruder, Freund und Brautigal und zu aller deiner Liebe heisse Triebe hall und handle, mich zu dir gezogen, und di ziemen, die Hertz ist mir gewogen. rühmen. 2. Erst war ich ein Kind 9 9. Laß m Suͤnden, gantz verlohren und y und im Gt dammt, konte keinen Retter s seyn! Laßen den bey den Menschen insgesan den, wenn Ich gedachte: Ich verschmacht und Pein! und muß gar des Todes sterbs ererben jene und in Ewigkeit verderben. keiten! So 3. Aber du/ o mein Erloͤser, hu breiten! aus lauter Liehe, mich, der ichi Ebr. 12,1. Geduld il ů vom geistlichen RKampf und Sieg. 50⁰9 ich anfaͤllt, ul gnadiglich: Hast dein Leben hin, 91 7 ichi ö * ben, mir den Himmel zu er⸗ in vester S. Weaden. 7 els⸗Krieg,er! 4. Und weil du vom Tod erstan⸗ rwider das in den, hast du mich auch los gemacht von des Satans schweren Ban⸗ Esu, laß ni den, von der Suͤnden Schuld und 1 für und iü Macht. Nichts von Suͤnden ist zu ir allein in finden, Wchar— 1 den ——— hen, daß ich kan im Friede leben. IEsum suh 5. Wil der Feind mich noch er⸗ u starcker 005 wurde boͤser, frey gemachet ner Frucht, schrecken, so verberg' ich mich in Herquickt, eit 2—2 du kanst mich gantz maͤchtig 14½4 decken; Satan hat nicht Theil u, Siegesfus an mir! Ich umfasse dich, und schickt. dir duͤrst, A lasse deine Gnade mir nicht neh⸗ g/ daß ich ni men: Satan muß sich endlich schaͤmen. iegen nim mi 6. Wil die arge Welt mich lo⸗ wählten Hal ckon auf die breite Wollust⸗Bahn, iaden Lohn g deine suͤsse Gnaden⸗Brocken sind s Sohn.„mir lieber, und es kan deine Lroͤ— erwinder! stung und Erquickung auch den en geht, umst Haß und Spott vernlsen, den die dHohn euch Deinen tragen mussen. on. 7. Muß ich auch die boͤsen Luͤste Gloria! Au meines Fleisches innerlich, starck t nah, wachl empfinden; ach! so ruͤste mich da⸗ itzt komt A wider maͤchtiglich. Hilf mir krie⸗ ö Iisr hilf mir siegen! hilf mir al⸗ uch der Sohl les überwinden, iaß mich wahre userwählte Freyheit finden! ie Wonne!n. Gib mir viele Kraft und Tes Lamm Starcke, die zum Leben noͤthig ist, ht und Soni daß ich rechte gute Wercke wircke, ud Brautigal und zu aller Frist also wandle, thu Triehe habl und handle, wie es denen wil ge⸗ gen, und dis ziemen, die von dir sich Christen gen. rühmen. ein Kind 1 9. Laß mich alles Boͤse meiden lohren und ih und im Guten eifrig Cfleißig! nen Retter ss seyn! Laß mich auch geduldig lei⸗ hen insgesan den, wenn herein dringt Ereutz hwerschmachh und Pein! Laß im Sterben mrich Todes sterbs ererben jenes Reich der Herrlich⸗ erderben. keiten! So wil ich dein Lob aus⸗ in Erloͤser, hi breiten! nich, der ichi Ebr. 12,/1. Lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf der uns. gegeben in den Tod und bittres dad4. M. Liebster Immanuol. IEsu, hilf siegen! du Fuͤrste des Lebens, sieh, wie die Finster⸗ niß dringet herein, wie sie ihr hoͤl⸗ lisches Heer uicht vergebens maͤch⸗ tig auffuͤhret, mir schaͤdlich zu seyn: Satan der sinnet auf aller⸗ hand Raͤncke, wie er mich sichte, verstoͤhre und kraͤncke. erkaufet, rette, wenn Fleisch und Blut, Satan und Welt mich zu beruͤcken gantz grimmig anlaufet, oder auch schmeichlend sich listig verstellt. Wenn Babel wuͤtet von aussen und innen, laß mir, HErr, niemals die Hülse zerrinnen. 3. JEsu, hilf siegen! ach wer muß nicht klagen: HErr, mein Gebrechen ist immer vor mir: Hilf, wenn die Suͤnden der Ju⸗ gend mich nagen, die mein Gewis⸗ sen mir taͤglich haͤlt fuͤr; Ach, laß mich schmecken dein kraͤftigs Ver⸗ suͤhnen, und dis zu meiner Demuͤ⸗ thigung dienen. ‚ 4. JEsu, hilf siegen, wenn in mir die Suͤnde Eigen⸗Lieb, Hof⸗ ö sart und Mißgunst sich regt; wenn ich die Last der Begierden empfin⸗ de, und sich mein tieses Verder⸗ ben darlegt: So hilf, daß ich vor mir selbst mag erroͤthen, und durch dein Leiden mein suͤndlich Fleisch toͤdten. 5. JEsu, hilf siegen! und lege gefangen en uir die Lůste des Flei⸗ sches, und gib, daß bey mir lebe des Geistes Verlangen, aufwerts sich schwingen durch heiligen Trieb; Laß mich eindringen ins goͤttliche Wesen, so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 6. JEsu, hilf siegen! damit auch mein Wille dir HErr, sey gaͤntzlich zu eigen geschenckt, und ich mich stets in dein Wollen ver⸗ huͤlle, wo sich die Seele zur Ruhe hinlenckt„ Laß mich mir sterben, und alle dem Meinen, daß ich mich zaͤhlen kan unter die Deinen. 7. 2. JEsu, hilf siegen! der du mich 510 — vom geislichen Rampf und Sien. . JEsu, hilf siegen in allerley Faͤllen, gib mir die Waffen und Wehre zur Hand, wenn mir die hoͤllischen Feinde nachstellen, dich mir zu rauben, o edelstes Pfand! SGo hilf mir Schwachen mit All⸗ macht und Staͤrcke, daß ich/ oLieb⸗ ster dein Daseyn vermercke. 8. JESu, hilf siegen! wer mag sonst destehen/ wider den listig ver⸗ schmitzeten Feind?ꝰ Wer mag doch dessen Versuchung entgehen, der wie 96910 desdichtes erscheint! ach! HERR, wo du weich st, so. muß ich ja irren, wenn mich der Schlangen List sucht zu verwirren. 9. IEsu, hilf siegen! und laß mich nicht sincken, wenn mich die Kraͤste der Luͤgen aufblehn, und mit dem Scheine der Wahrheit sich schmincken, laß doch viel hel⸗ or dann deine Kraft sehn, steh mir zur Rechten, o Koͤnig und Meister! lehre mich kaͤupfen und pruͤfen die Geister. ů 10.JEfi,hilf siegen imWachen Leb und Beten! Huͤter, du schlaͤfst ja und schlummerst nicht ein: Laß dein Gebet mich unendlich vertre⸗ ten, der du versproͤchen mein Fuͤt⸗ Racht u seyn: Wenn mich die acht mit Ermuden wil decken, wollst du mich, JEsu, ermuntern und wecken! 11. IEsu, hilf iegen wenn al⸗ les verschwindet, und ich mein Nichts und Verderben nur seh; wenn kein Vermoͤgen zu beten sich sindet, wenn ich muß seyn ein ver⸗ schuͤchtertes Reh: Ach HErr/ so wollst du im Grunde der Seelen, dich mit dem innersten Seufzen vermaͤhlen! 13. IEsu, hilf siegen und laß mirs gelingen! daß ich das Zei⸗ chen des Sieges erlang, so wil ich ewig dir Lob und Danck singen, Gein mein Heilaud, mit sroͤhem Gesang. Wie wird dein Nahme da werden omächnn wo du, o Held! dich so machtig erwieson. ist nun vollbracht! Babei, hier in der Zeit; JEsu/ mein 13. IEsu, hilf siegen Lah öhr doch erschallen, daßZion rufet und uber 93930 ist Kang getracht 14 Du h ishero so lang hat gekracht negndern HErr, kom mache ein Endeh seber d Krieges, schmuͤcke dein Ziony zündet; d Palmen des Sieges i die Rr⸗ I. JEsil, hilf siegen! daß Gnade ha wir uns schicken würdig zur 3l sich freuet zeit des Lammes zu gehn, A Das dein Zion mit güldenen Stüch gerbist zur laß Uns den Untergang Bal Er ist zu a einst sehn! doch wohlau! kr fast nicht 2s, so wirds auch bald liegen weun ich Zion! ruͤste dich, JEsus hilsth seiner List 12 Lonter do 15. JEsu, hilf siegen! wal F. Nicht nun komt zum Sterben, mach nen für, mich wuͤrdig, und stetig ben hen: Er f daß ich mich koͤnte kecht nem die Liebe z1 dein Erben dort in der Ewigl dem Gesch Rder 3nn ertz in de su, dir bleib ich ergeben, hilf. sch wolt f mür siegen, mein Heil, Trostem en, Hert,und 16. JEsu hilf siegen! wann. Weiß nun soll scheiden von dieser In warts seit mer⸗ und Leid vollen Welt, on Gelingts du mich tufest, gib daß ichn Bahn, so Freuden zu dir moͤg fahren an, den ed himmlische Zelt. 4,wich, 7. Ost JEsulrecht ritterlich ringen, Sinn, in durch das Leben und Tod zues giebts a dringen. Z.. Schrod er muisse u Ps. 131, 2. Wenn ich ineiné Sei de ninit d 825. M. Nun freut euch lieb auch kurtz Ich hange doch an dir, u Feind das otti und wil nicht 3. Das düolelen ob mich gleich ött*. 0 er Not roth, wil ich dich 395 250 grosse doch hassen⸗ Du hast dich ja in deis sey kein G Wort verschrieben mit zum zi renz er h und Hort, das wirst du mir al verwandel bleiben. Guade ser 2. Mich drengt des Satans 9. Doch und Macht mit Grim auf al nes Licht Setten; Er ist darauf mit EH Grunde; bedacht, wie er mich moͤg erh zage nicht ten zer zielt auf mich fort ann wicher o wieder ei siegen! lah h PZion rufot ht! Babei, gefallen, dien at gekracht/ )e ein Enden e dein Zion ges! siegen! daß uͤrdig zur H ldenen Stuͤch tergang Bah⸗ wohlau! kra bald liegen/ „JEsus hilsti siegen! wan terben, mach ud stetig beig te recht nem n der Ewigl gthen, hin ergeben, hils! si Heil, Trostꝭũyů iegen! wanni don dieser In len Welt, wa⸗ 35 ahren noͤg fahren Laß mich/ g lich tingen/ y und Tod zu H. Schrödt ich einé Se eut euch lieb⸗ han dir, mi wil nicht ch gleich druch ich dich dochin hich ja in deinh nmit zum irst du mir ⸗ des Satans Grim auf al arauf mit E nich moͤg erh ich fort imm Vom geistlichen Rampf und Sieg. 5II zu, zu stoͤhren meiner Seelen Ruh, und uber mich zu siegen. 3. Du hast, o HErr, durch dei⸗ 12 nad, dein Werck in mir ge⸗ gruͤndet! du hast nach deinem Eiebes Rath ein Fuͤncklein ange⸗ zuͤndet; das heisset Glaub, und ist die Kraft, die nur an deiner Gnade haft, und deines Sohns aich Renei 4. Das sucht der Feind mit ar⸗ ger vist zu rauben und zu dampfen: Er ist zu aller Stund geruͤst, und laͤt nicht nach zu kaͤmpfen! und weun ich meyn' ich habe nu von Iamt. List und Raͤncken Ruh, so omt er doch aufs neue. .Nichts konit den aͤussern Sin: nen füͤr, er sucht das Hertz zu bin⸗ den: Er stellet sich vor ihre Thur, die Liebe zu entzuͤnden, die sich an dem Geschoͤpf vergaft, da nur das — deiner Haft, v Schoͤpfer, ich sollt finden. Hertz/ und zeigt die Herrlichkeiten. Er weiß bald vor bald hinter⸗ waͤrts sein Netze auszubreiten: Gelingts ihm nicht auf dieser Bahn, so greiffet ers bald anders an, den edlen Schatz zu rauben. 7. Oft faͤhrt er zu mit tollem Sinn, in einem Sturm zu siegen, es giebts auch fast der Geist dahin, er muͤsse unten liegen; Die Suͤn⸗ de nimt die Sinnen ein, und wil auch kurtzum Meister seyn, dem Feind das Reich zu bauen. 8. Das drengt die Seel in sol⸗ cher Noth mit Seufzen sich zu wehren; der Zweifel komt: Es sey kein GOtt, er wolle nicht erhoͤ⸗ ren; er halte seine Zusag nicht; verwandelt sey sein Angesicht; die Gnade sey verlohren. 9. Doch schimmert noch ein klei⸗eke du. 3. Ich kaͤmpf,ich schrey, ich aͤng⸗ ste mich/ ich bete, und bin erbuͤrm⸗ lich zugericht't: Und wenn ich gleich mit Weinen fuͤr dich 3950 0 nes Licht tief in des Hertzens⸗ Grunde; und ruft herauf: Ver⸗ jage nicht, GOtt hilft zu rechter Stunde: bald reißt das Dunckle wieder ein, die Gnade soll ver⸗ 6. Im Grunde bindet er das bl schertzet seyn, GOtt wolle nicht mehr helfen.—58 10. Es scheint, der Unglaub ha⸗ be Recht, die Hlfs⸗Thur ste nicht offen; des Glaubens⸗Kraft sey gantz geschwaͤcht, auch keine Gnad zu hoffen: Doch siegt das Wort mit seiner Krast, daran sich auch der Glaube haft, und schlüͤgt den Zweifel nieder. 11. Dis Wort zeigt uns des Va⸗ ters Huld/ und seines Sohnes Lie⸗ be; da er gebuͤsset unsre Schuld, und wil aus reinem Triebe sich uns zur Gabe schencken gar, daß weder Suͤnd noch Tods Gefahr uns ewiglich soll schaden. 12. Drum hang ich noch an dir, mein Gott! und wil nicht von dir lassen, ob mich gleich immer druͤckt die Noth, wil ich dich doch um⸗ fassen: Du hast ja dich in deinem Wort verschrieben mir zum Fels Lden das wirst du mir auch eiben. Es.38, IS. O wie wil ich noch reden 826. In eigener Melodey. mmanuel, des Guͤte nicht zu zaͤhlen, der Krancken Artzt, der Bloͤden Heil! verborgner Gott, du Trost betruͤbter Seelen, der geistlich Armen Hertzens⸗ Theil! Da du, JEsu, selber woh⸗ nest, neigst guf ihr Geschrey dein Ohr, und mit viel Geduld verscho⸗ nest das zubrochne Glaubensrohr. 2. Ach siehe doch die Hoͤllen⸗ Angst, den Schmertzen, der so viel Srufzer aus mir zwingt: Ach! steure doch, HErr meinem eignen Hertzen, aus dem die boͤse Quell entsprinat, der mir wil dein Wort vernichten, ach HErr, laß es ihm nicht zu! laß mich nicht den Sa⸗ tan sichten! meinen Glauben staͤr⸗ tund keine Kraft. Vom geistlichen RKampf und Sieg. so trau ich doch mir selber nicht, vb denn diß, warum ich klage, niir auch wol zu Hertzen geht, weil den boͤsen Zweifels Plage aus mir, lei⸗ der! selbst entsteht. 4. Mein Beten ist voll zweifeln⸗ der Gedancken, wenn gleich dein Wort und Trost erschallt, so ist ond bleibt mein Glaube doch voll Wancken, mein—0m½ scheinet todt und kalt: Es ist so voll Angst und Zagen, und gantz in sich selbst verwirrt, ich kan kaum mich selbst vertragen, so gar ist mein Sinn verirrt. 5. Die Wunder, die ich vormals selbst gepriesen, die du von Anfang hast gethan, und die du mir mson⸗ derheit erwiesen, seh ich wie jener Blinder an, der die Menschen sah als Baͤume; Ja, ich halt sie kaum vor dein, und ist mir, als ob mirs traͤume, daß sie je geschehen seyn. 6. Wenn ich mein Hertz mit dei⸗ nem Wort wil stillen, und halt mit viel Thraͤnen mir die suͤsse Schrift, von deines Vaters Willen, und meines JEsu Leiden fuͤr, ists als ob ich Maͤhrlein boͤrte, finde kei⸗ nen Glaubens⸗Saft, und was vor mein Hertze naͤhrte, gibt mir je⸗ %. Wie kan ich doch dem boͤsen Hertzen trauen, das auch dein Wort mir niederreist, den Grund darauf ich soll mein Hoffen bauen, und mich an allen zweifeln heist: Das ich muß zum baten zwingen, und kans mitten ini Geschrey, lei⸗ der! bech nicht dahin bringen, baß es sonder Zweifel sey. ö 3. Erforsche doch, erfahre, wie ichs meyne, durchsuche doch mein boͤses Hertz, und pruͤfe mich, mein GOtt, warum ich weiue, ob dis wahrhaftig sey mein Schmertz, daß mein Glaubens⸗Tocht so wan⸗ cket, daß mein Hertz so laulicht ist, und dir nicht mitündacht dancket, ob du mir mein Alles bist ꝰ 9. Zindst du denn noch bey mir i dich! JEsu, hilf dem Unvermi SSSSSDIEDIee den rechten Willen, daß mein He um den Glauben schreyt, so laß doch das Ungewitter stillen, du in mir regt den Zweifel⸗Strei ist mein Flaube klein und schmath tig, bin ich elend, blind und bla so sey deine Gnade maͤchtig, un in meiner Schwachheit groß. 10. Sollt aber, ach! mein Glo be seyn verblichen, hat sich vin leicht mein Hertz der Welt,/ die m mit ihren Fuͤrsten nachgeschlichg und denen Thoren zugesellt, gantz keinen GOtt nicht glaube ach! so aͤndre meinen Sinn,! michEsu, dir nicht rauben, mic der ich dein eigen bin. 11. Du kanst ja, GOtt, die T ten auferwecken, wie sollt dir den unmoͤglich seyn, des Glaubey Licht auch wieder anzustecken, in ein neu Hertz zu geben ein, daß wider zu dir kehre, treulich u ohn Heucheley, ohneZweifelmu dich ehre, und sich lasse dein Treu. Ehre wils von dir, ich bin ja dij und steh in deinen Haͤnden: W huͤlf dein schmertzlich Leiden min wenn du mich wolltst fallen lassh weil ich Glaubens Krancker nich dich getrost und vest kan fasseh; weil mein Hertze mit mir sicht. 13.Zwar hab ichs wol. heit und mit Suͤnden schon laͤngs oGOtt, verdient, daß ich itzt wes Trost noch Glauben kan empfth den, ach! aber, ach! erbarm — gen, ich wil; wenn ich aber ach dir mein Hertz recht vor soll lege auch mein Wollen ist sehr schwach I4. Ach staͤrcke, HErr, das WI len und das Koͤnnen, und gib mn den gewissen Geist, daß ich mit wieder freudig dein kan nennen und glauben wie dein Wort mich heist, kan ich dich nicht veste 18 u 12. Du kanst, mein Heil, un must meinZagen enden, dein eig ten, desto! 916 0 Hert is mein E I. Trot Inden G oͤsen Fleis guaͤlt, und wancken, d mer ruht, die bleiber Dich/ OEeL doch glaͤub wider mick 16. Kan ntreissest mich von Und laß n und mit in dem Gl frey beker Mach/ o2 2 Tim. 4 827. Mel ebt, ihr Erden. aͤhnlich w den ging z der 77 2. Sehr Veplangot ——————— daß mein He reyt/ so laß ter stillen, d zweifel Streit u und schmach blind und bla emaͤchtig/ un hheit groß. ch! mein Glo⸗ hat sich vn r Welt, dien Hachgeschlichg n zugesellt, A nicht glaubg nen Sinn,! trauben, mich in. Gott, die To ie sollt dir den des Glauben nzustecken, u en ein, daß „treulich u neZweifelmu ch lasse dein nein Heil, un iden, dein eig ich bin ja dis Haͤnden: W ich Leiden mih tst fallen lassh soa Krancker nich vest kan fasseh lit mir ficht. s wol on lang en schon laͤng aß ich itzt web en kan empfih ach! erbarm dem Unvermss n ich aber ach! t vor soll legeh ist sehr schwach Err, das Wi en, und gib m , daß ich mich in kan nennen in Wort mich nicht veste 1 Vom̃ geistlichen Nampf und Sieg · ken, desto vester halt du mich, laß — Hertz nicht gantz erkalten, is mein Glaub erholet sich!“. I. Trotz meines Hertzens zwei⸗ felnden Gedancken, trotz meinem oͤsen Fleisch und Blut, das mich so guaͤlt, und macht mich immer wancken, daß mein Gemuͤthe nim⸗ mer ruht, du sollt doch mein JE⸗ us bleiben, ich wil beten, und an ich, HERR/ wie schwach es ist/ bid Tunch. ist mein Hertz gleich wi er mi 16. Kan ich gleich nicht so, wie ich wuͤnsche, siegen, und fall aus Schwachheit bald zuruͤck, so wil ich doch mit GOtt nicht unterlie⸗ gen, ach IJESu! gib mir einen Blick, wie du dort dem Petro ga⸗ dest, der schoͤn gantz gefallen war: Eurn du meine Seele labest, und ntreissest der Gefahhh. I/: Nur zuͤrne nicht mit deinem chwachen Kinde, und habe,HErr, it mir Geduld, auch rechne mir, was ich in mir befinde, nicht zut Verdammniß und zur Schuld! aß die Sehwachheit mir nicht schaden, weil du kein Verdienst begehrst, sondern doch nur bloß aus Guaden uns die Seligkeit ge⸗ ren 18: Ach laber ach l ists moͤglich, ists dein Wille, so laß den Kelch doch von mir gehn, und mache mich von der Versuchung stille, und laß mich wieder veste stehn, und mit aͤngstlichen Gedancken, in dem Glauben den mein Mund frey bekennet, nicht so wancken; Mach/ v Arzt! mein Hertz gesund. 2 Tim. 4, 6. Ich werde schon ꝛe. 827. Mel. O wie selig seyd ihr. Lest, ihr Christen, so allhier auf Erden, daß ihr Christo moͤget aͤhnlich werden, der aus dem Lei⸗ den ging zum Vater, in das Reich der Freiden... 2. Seht auf die mit eyfrigem Veflangor die ihm nach: und euch sind vorgegangen, schaut an ihr Leben, wie sie euch dazu ein Beyt spiel gebeen. ö 3. Vollenfuͤhret eures Herzogs Lehren, folgt ihm, wo ihr ihm wollt angehoͤren; entsagt dem al⸗ len, was dem Fleisch und Welt noch kan gefallen. ö 4. Opfert euch ihm auf, und eu⸗ re Glieder, fallet unterm Creutze vor ihm nieder; im Creutzes⸗Ort den seyd ihr seine Knecht und Rit ter wbrden ö F. Haltet eüch an ihn, da ihr muͤßt streiten, bleibt bestaͤndig, er steht euch zur Seiten, er hilft euch ringen, giebt euch Kraft den Sieg davon zu bringen. 6. Er wird euch, fals ihr komt abzuscheiden, statt der Noth, mit seiner Ruh bekleiden: ihr habt zů hoffen, was von niemand hier wird angetroffen· . Nur daß ihr im Glauben hier recht kaͤmpfet, und die Suͤnden, euren Feind, stets daͤmpfet, der euch mit Haufen und mit grossem Sturm pflegt anzulaufen. 8. Wer nun gluͤcklich diesen Kampf geendet, und den schweren Kleinods Lauf vollendet, dem wird die Krone der Gerechtigkeit geschenckt zum Lohne. 9. Die bleibt ihm vom HErren beygeleget, der sein Bildniß ihm ins Hertz gepraͤget, er wird ihn lei. — zu dem Brunnen aller Selig⸗ eiten::. 10. Ach! sp lohnt bet Richter allen denen, die ihn lieben, und sich nach ihm sehnen, er kennt die Sei nen, die drauf warten, daß er moͤg erscheinen. Ebr. 10,23. Lasset uus halten an; 828: M. Christus der uns selig. Meen JIEsum der sich hat. durch sein Leiden, Blut un Wunden, aus gantz unverdientet den, der nür Hül uin Tioßtee⸗ en, der mir Huͤlf unnd Trost veri 8 E sprichtz 714 vom geistlichen Rampf und Siexg. spricht, der, wenn alle Treu ver⸗ schwindet, sich bey mir allein be⸗ findet, meinen JEsum laß ich nicht.* a. Zwar es buhlet mir die Welt/ und verspricht mir Pracht und Eh⸗ ren, Hoffart, Wollust, Gut und Geld, meine Seele zu bethoͤren, aber sie ist schon gericht: Weg mit allen solchen Sachen, die nicht koͤn⸗ nen selig machen! meinen JEsum laß ich nichtt 3. Auch der Satan und der Tod muͤht sich VEsum mir zu nehmen, und wil daß in Creutzes ⸗Noth mich desselben solle schaͤmen, aber leine Treu und Pflicht stehet ve⸗ er als die Klippen, und fuͤhrt dis stets auf den Liypen: Meinenꝛc. 4. Ob mir gleich die Ungluͤcks⸗ Fluth alle Hofnung wil verseneken, und dadurch mein Fleisch und Blut gantz von meinem JEsu leucken, ́b sich gleich sein Angesicht nir⸗ gend nicht wil sehen lassen, so wil ich den Schluß doch fassen; Mei⸗ nen JIEsum laß ich nicht. 5. JEsus mag sich immerhin fremd, erzuͤrnt und harte stellen, ich weiß dennoch, daß ich bin seine Braut, die nichts kan fallen, denn ich traue dem Bericht, den er mir selbst hat gegeben, er mein Hei— jand,/ Trost und Leben: Meinen ꝛe. 6. JEsum laß ich nimmermehr, Seus bleibt in meinem Hertzen! Esus meine Freud und Ehr, hei— set alle Seelen Schmertzen, JEsus giebt mir Trost und Licht, JNEsus laͤst mich auch im Sterben, und im Grahe nicht verderben, Sum⸗ ma: JEsus laͤst mich nicht. 7. Deil denn JEsus mich nicht last, so wil ich ihn auch nicht lassen, sondern Glaubens⸗voll und vest in mein Hertz nud Armen fassen, und durch ihn, was mich anficht, alles freudig uͤberwinden, ja das Feld⸗ Geschrey erfinden: Meinen ꝛc. 8. Nun so stuͤrme Suͤnd und Tod, Teufel, Hoͤlle, Creutz und 8—*—.—— —— du nichts er dir gese dem Treib Ruhestatt 3. Ach! den, wil nicht, den Haͤnden, d richt; Ob ten als gef Leiden, es soll dennoch keine Not mich von meinem JEsu scheiden er hleibt meine Zuversicht. Wen mir Hertz und Augen brechen, s6 soll doch die Serle sprechen: Mis nen JEsum laß ich nicht. Joh. 3, 20. So uns unser Hei 829. M. O JEsuChrist du hoͤch Meu Hertz, o Gott! sprich selbst zu mir: Wo wilt di Gnade finden? Der grosse GOlh der zuͤrnt mit dir, von wegen den net Suͤnden, wer GOtt mit seinn Missethat so oft, wie du, beleidig hat, dem ist er gar nicht gnaͤdig 2. Drum gib du mir nach den ner Gnad ein inniglichs Verlah der Eitelk geu, Haß, gegen Sünd und Miss harte druüs that, und Lust dir auzuhangeh in Zeiten daß ich an solchen Zeichen seh, wit schickt: ich noch vest in Glauben steh, a. Ach! an dir, JEsu, bleibe. e, sich ein 3. Ach lehr mich einig und ai durch alle lein von gantzen Hertzen glaͤuboh gebtochen daß du mir wollest gnaͤdig sey Menschen und wohl gewogen bleiben, weiß speich Bern alle meine Traurigkeit, und mach Fort mit e mein Hertz voller Freud, Tros Plagen, w Huͤlfe, Heil und Leben. lichkeit. 4. Soll aber ich mich fernertbl(6. HErt mit solchen Sorgen. 341, eisse die v hilf nach deiner Guͤtigkeit, HEn dencke, da meiner armen Seelen, daß ich in dir im Tod Glanben veste steh, bis diese ihn aus de zen, ringer loͤsüng von zum Ende geh, und gaͤntz errett syirf die S werde. Christ. Bru ichors 1h uns u Micha 2, 13. Es wird ein Durchh des Vaters 830. M. Alle Menschen muͤssen v. Wit O Durchbrecher aller Bandt hor das Fle der du immer bey uns bis du's noͤthig bey dem Schaden Spott um unsrer Abf Schande lauter Lust und Himmil ser Geist d. ist; uͤbe ferner dein Gerichte ul hen, laͤtt di det unsers Adams⸗Sinn, bis un soͤsung fin! dein so treu Gesichte fuͤhret aul Maaß geb dem Kercker hin. V L. Herrs⸗ 2. Ist doch deines Vaters Wil siege, Kon le, daß du endest dieses Werck, hie ment, fuͤhr zu wohnt in dir die Fuͤlle alle ge, mach de Weisheit, Leb und Stoͤrck, Laß doch au ch des vom geistlichen Rampf und Sies. Fiß — ich keine Noh du nichts von dem verlierest, was Esu scheiden 1 5u gescheucket hat, und es von rsicht. Wens dem Treiben füͤhrest zu der suͤssen en brechen Ruhestatt.. rechen: Mih 3. Ach i so must du uns vollen⸗ nicht. den, willst und kaust ja anders 6 unser Heii nicht, denn wir sind in deinen ist du hoc Handen, dein Herßz ist aufuns ge⸗ 3Ott! sprihh sicht; Ob wir wol vor ailen Leu⸗ Wo wilt di ten als gefangen sind geacht, weil grosse Oih des Creutzes Niedrigkeiten uns on wegen del veracht und schnod gemacht. Ott mit seinn 4. Schau doch aber unsre Ket⸗ e du, beleidi ten, da wir mit der Creatur seuf⸗ icht gnadig, zen, eingen, schreyen, beten umEr⸗ mir nach dih joͤsung von Natut, von dem Dienst llichs Verlah der Eitelkeiten, der uns noch so ind und Missh harte drückt, ungeacht der Geist anzuhangeh in Zeiten sich auf etwas Bessers eichen seh, wi schiekt uben steh,. F. Ach! erheb die matten Kraͤf⸗ . e, sich einmal zu reissen los, und einig und ee durch alle Welt⸗Geschafte durch⸗ rtzen glaͤubeh gehrochen stehen bloß; weg mit gnaͤdig seyl Menschen Furcht und Zagen bleiben, weih weich Bernunfts Bedencklichkeit: eit/ und Ero Fort mit Scheu vor Schmach und Fteud, Tros Plagen, weg des Fleisches Zärt⸗ üchet lich fernerbl 6. HErr, zermalmie, brich und 1 3411. Eeisse die verbonte Macht entzwey, tigkeit, Hen dencke, daß ein armer Mensche len, daß ich in dir im Tod gichts nutze sen. Heb bis diese Prg ihn aus den Staub det Guͤnden, gantz erretth wirf die Schlangen⸗Brut hinaus, Brunchorst jaß uns wahre Freyheit finden in rdein Durchb des Vaters Hochzeit⸗Haus. schen muͤssen 5. Wit verlangen keine Ruhe aller Bandt hor das Fleisch in Ewigkeit. Wie r hey uns bish du r noͤthig findst, so thue noch vor 1 Spott un unsrer Abschieds⸗Zeit; Aber un⸗ t und Himnal ser Geist der bindet dich im Glau⸗ Gerichte ul hen, laͤtt dich nicht, bis er die Er⸗ Sinn, bis un lösung findet, da ihm Zeit und te fuͤhret aul Maaß gebricht. e .. Herrscher! herrsche, Sieger! 5Vaters Wil siege, König brauch dein Regi— ses Werck, hiel ment, führe deines Reiches Krie⸗ ie Fulle alle ge, mach der Selaverey ein End! Stoͤrck, d Laß doch aus der Grub die Seelen durch des neuen Vundes Blut; Laß uns laͤnger nicht so quaͤlen, denn du meynsts mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefan⸗ gen in Lust und Gefaͤlligkeit, ach! so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit! Dann die Last treibt uns zu rufen alle schrey⸗ en wir dich an, zeig doch nur die ersten Stuffen der gebrochnen Freyheits Bahhs. io. Ach! wie theur sind wir ein worben, nicht der Men schen Knecht zu seyn; Drum, so wahr du bist gestorben, must du uns auch machen rein, rein und frey und gantz vollkommen, nach dem besten Bild gebildt. Der hat Gnad um Guad genommen, wer aus deiner Fůll sich fuͤlttt 1.Liebe zeuch uns in dein Stert ben laß mit dir geereutzigt seyn, was dein Reich nieht kan ererben; suͤhr ins Paradies uns ein! doch wohl an, du wirst nicht saͤumen/ ws wit nut nicht laͤßig seyn, wer⸗ den wir doch als wir traͤumen, waͤnn die Freyheit bricht herein. Lue 13,44. Ringet darnach, daß. 831. M. Alle Menschen muͤssen. Ringe recht, wenn GOttes Gna⸗ de dich nun ziehet und be⸗ kehrt/ daß dein Geist dich recht ent lade von der Last, die ihm be⸗ schwert. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebens⸗Weg ist schmal; hier bleibt alles im Ge⸗ draͤnge, was nicht zielt vum Him⸗ mels⸗Saal. 9 2. Kaͤmpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in GOttes Reich: wil der Saͤtan widerstre⸗ ben, werde weder matt noch weich. Ringe, daß dein Eifer glůͤe, und die erste Liebe dich von der gantzen Welt abziehe; halbe Liebe haͤll nücht stih. 3. Ringe mit Gebet und Schrey⸗ en, halte damit feurig an; laß dich kelne Zeit gereuen, waͤrs auch Tag und Nacht gethan. Hast du Kk2 denn 116 Vom geistlichen Rampf und Sieg. denn die Perl errungen, dencke ja nicht, daß du nun alles Boͤse hast bezwungen, das uns Schaden pflegt zu thun. 4. Nim mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zittern wahr, hier in dieser Leibes Hoͤle schwebst du taͤglich in Gefahr. Halt ja deine Krone veste, halte maͤnnlich was du hast; recht be⸗ harren ist das Beste; Ruͤckfall ist ein boͤser Gastt. 5. Laß dein Auge ja nicht gaffen nach der schnoͤden Eitelkeit; blei⸗ be Tag und Nacht in Waffen flie⸗ he Traͤg und Sicherheit. Laß dem Fleische nicht den Willen, gib der Lust den Zuͤgel nicht. Wilt du die Begierden fuͤllen, so ver⸗ loͤscht das Znaden⸗Licht. 6. Fleisches Freyheit macht die Seele kalt und sicher, frech und stoltzt; frißt hinweg des Glau⸗ bens⸗Oele, laͤst nichts als ein fau⸗ les Holtz. Wahre Treu fuͤhrt mit der Sünde bis ius Grab bestaͤndig Krieg, richtet sich nach keinem GSitg. sucht in jedem Kampf den ieg. ö 7. Wahre Treu liebt Christi Wege steht behertzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollust⸗Pflege haͤlts sich selber nichts zu gut. Wahre Treu hat viel zu weinen, spricht zum Lachen: Du bist toll: weil es, wenn GOtt wird erschei⸗ nen, lauter Heulen werden soll. 8. Wahre Treu komt dem Ge⸗ tuͤmmel dieser Welt niemals zu nah: Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Hertz allda. Das bedencket wohl ihr Streiter, streitet recht und suͤrch— tet euch; geht doch alle Tage wei⸗ ter, bis ihr komt ins Himmelreich. 9. Denckt bey jedem Augenbli⸗ cke, obs vielleicht der letzte sey; bringt die Lampen ins Geschicke, hohlt stets neues Oel herbey. Liegt nicht alle Welt im Boͤsen? steht nicht Sodom in der Glut! Ser⸗ le, wer soll dich erloͤsen? Eilen, A seyd zum K len ist hier gut. euch die Et 10. Eile wo du jdich errete9 3. Strei und nicht mit verderben will re, eh ihr mach dich los von allen Ketten Baare; ku fleuch als ein gejagtes Wih bens⸗Lauf Lauf der Welt doch aus den Han die Todten den, dring ins stille Zoar ein, eih wird die V daß du moͤgst vollenden, mach hen wir mi dich von allem rein. Lob! wir si 11. Laß dir nichts am Hertz die Welt n. kleben, fleuch vor dem verborgih lange, unde Bann, such in GOtt geheim zul sien schon hen, daß dich nichts beflecken ki ren⸗Kron. Eile, zaͤhle Tag und Stunden, 4. JEsu dein Braͤutgam huͤpft ul und mache springt, und wenn du nun übe du erkauft wunden, dich zum Schauen GY Schaffe in tes bringt. wir uns stet 12. Eile, lauf ihm bald* uns entfalle gen, sprich: Mein Licht ich hu aus auf uns bereit, nun mein Huͤttlein abzuh Liebe fleust gen, mich duͤrst nach der Ewigkeij ten wir getr Mich verlangt bey dir zu wohnen Leben fuͤr u IEsu, theurer GOttes Sohi Phil. 2,12. fuͤhre mich zum Himmels⸗Thn 833. M. Fr nen, setz mir auf die Lebens⸗Kro(Schaffet, ** J. J. Winckle + Kinde 1 Thess. v, S. Wir, die wir des keit: Bauet 832. M. Wachet auf, ruft um der, nur ai Roseteuch. ihr Christen⸗Leun sondern sehe die Feinde suchen euch i nach dem Beute, ja Satan selbst hat eur h mübet euc gehrt. Wapnet euch mit Go moͤget selig tes Worte, und kaͤmpfet frischh 2. Daß u jedem Orte damit ihr bleibet uhen, muͤßt i versehrt. Ist euch der 1el, ugch Blut/ u schnell, hier ist Immannel, Hof gehen; son anna! der Starcke faͤllt, durch mlun thut, d sen Held, ünd wir behalten i lein eures das Feld. ů seyhn, es mias 2. Reinigt euch von euren Hallen uͤbel o sten, besieget sie, die ihr seyd Chy 3. Ihr hat sten, und stehet in des HErnn daß in euch i Kraft. Staͤrcket euch in IGhihr Fleisch v Nahmen, daß ihr nicht strauche daß euch lau wie die Lahmen. Wo ist didaß GOttes Glaubens Eigenschaft? Wer hillein das Gut ermuͤden wil, der schaue auf diser seiner G Ziel/ da ist Hrende, Wohlan! denn Seeler 4 sas· Sꝛlig/ ö Vom geistlichen Rampf und Sieg. 81³ sen? Eilen, N seyd zum Kampf bereit, so kroͤnet eeuch die Ewigkeit. idich erreteh 3. Streitet recht die wenig Jah⸗ rderben will re, eh ihr komt auf die Todten⸗ allen Kette Baare; kurtz, kurtz ist unser Le⸗ ejagtes Wilh aus den Hah die Todten wecken, und Christus Zoar ein, eih wird die Welt erschrecken, so ste⸗ enden, mach hen wir mit Freuden auf. Gott Lob! wir sind versoͤhnt; daß uns hts am Herth die Welt noch hoͤhnt, waͤhrt nicht sem verborgih lange, und GOttes Sohn hat laͤng⸗ tt geheim zuß sten schon uns beygelegt die Eh⸗ beflecken ka ren⸗Kron. 8 o Stunden, 4. JEsu, staͤrcke deine Kinder, huͤpft un und niache die zu Ueberwinder, die du nun übes du erkauft mit deinem Blut. chauen Go Schaffe in uns neues Leben, da 2 wir uns stets zu dir erheben, wenn m bald entg uns entfallen wil derMuth. Geuß Licht ich ii aus auf uns den Geist, dadurch die uͤttlein abzuß Liebe fleust in die Hertzen, so hal⸗ derEwigkeij ten wir getreu an dir, im Lod und dir zu wohneh Leben fuͤr und fuͤr. Ottes Sohi Phil. 2,12. Schaffet, daß ihr selig. dimmels⸗Thu 83. M. Freu dich sehr, o meine. e Lebens⸗Kro(Schaffet, schaffet, Menschen⸗ J. Winckla. Kinder, schaffet eure Selig⸗ die wir des keit: Bauet nicht, wie freche Suͤn⸗ auf, ruft um der, nur auf gegenwaͤrtge Zeit; Christen ⸗Leus sondern schauet uͤber euch, ringet uchen euch Unuach dem Himmelreich, und be⸗ elbst hat eurh mühet euch auf Erden, wie ihr euch mit Go moͤget selig werden. impfet srisch a. Daß nun dieses moͤg gesche⸗ ihr bleibet uhen, muͤßt ihr nicht nach Fleisch h der Feind und Blut, und desselben Neigung, nmanuel, Hof gehen; sondern was GoOtt wil faͤllt, durch d Und thut, das muß einig und al⸗ r behalten mlein eures Lebens Richtschnur seyn, es mag Fleisch und Blut in von euren HMallen uͤbel oder wohlgefallen. ie ihr seyd Ch inen habt Ursach zu bekennen, in des HErm daß in euch noch Suͤnde steckt; daß euch in IEhihr Fleisch von Fleisch zu nennen, nicht straucheldaß euch lauter Elend deckt; und Wo ist didaß GOttes Gnaden⸗Kraft nur al; haft? Wer hillein das Gute schaft; Ja, daß aus⸗ schaue auf diser seiner Gnade, in euch nichts Wohlan!shenn Seelen⸗Schade. ö sil a· Selig, wer im Glauhen kaͤm⸗ bens-Lauf. Wann Gott wird⸗ pfet, selig wer im Kampf besteht, und die Suͤnden in sich daͤmpfet, selig! wer die Welt verschmaͤht. Unter Christi Creutzes⸗Schmach, jaget man dem Frieden nach: Wer den Himmel wil ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich rin⸗ gen, sondern traͤg und laͤßig seyn, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hosnung ein: Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg: Wahren Siegern wird die Krone nur zum beygelegten Lohne. 6. Mit der Welt sich lustig ma⸗ chen, hat beyChristen keine Statt: 5 schwachtd reden, thun und lachen, chwaͤcht den Geist, uud macht ihn matt. Ach! bey Christi Creu⸗ tzes Fahn geht es wahrlich nie⸗ mals an, daß man noch mit fre⸗ chem Hertzen sicher wolle thun und schertzen. 7. Furcht muß man vor GOtt stets tragen, denn der kan mit Loib und Seel uns zur Hoͤllen nieder⸗ schlagen: Er ists, der des Geistes Oel, und nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen giebt. O! so last uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sün⸗ den⸗Glieder, welche Satan in euch regt, in dem Ereutzes⸗Tod dar⸗ nieder, bis ihm seine Macht gelegt. Hauet Haͤnd und Fuͤsse ab, was euch aͤrgert senckt ins Grab, und denckt mehrmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte. 9. Zittern wil ich vor der Suͤn⸗ de, und dabey auf JEsum sehn, bis ich seinen Beystand finde in der Gnade zu bestehn. Ach! mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht! Gib mir deines Geistes Waffen, meine Se⸗ ligkeit zu schaffen. 10. Amen! es geschehe, Amen! Gott versiegle das in mir; auf Ke 3 ö daß 71³⁵ daß ich in JEsu Nahmen so den ehe Hrant un ausfuͤhr. Er, er gebe Kraft und Staͤrck, und re⸗ giere selbst das Werck, daß ich wa⸗ che, bete, ringe, und also zum 699.6, dringe. Eph. 6, 12. Wir haben nicht mit. 224.N. Ach GOtt voni Himmel Ichau, lieber GOtt! wie mei⸗ ne heind, damit ich stets muß kaͤmpfen, so listig und so maͤchtig Pen: daß sie mich leichtlich daͤm⸗ pfen: HERR! wo mich deine Gnad nicht haͤlt, so kan der Teufel, Hoͤll Ileisch und Welt mich leicht in Sünde stuͤrtzen. 2. Der Satanas mit seiner List im Anfang gar suͤß locket, drauf, wenn die Sund begangen ist, das Hertze er verstockot: Er treibt mit Trug und mit Gewalt von einer Sünd zur audern bald, und end⸗ lich in die Hoͤlle 3. Der Welt⸗Art ist auch wohl hewust, wie die kan Anlaß geben iu Augen,Lust, zu Fleisches⸗Lust und hoffaͤrtigem Leben: Wenn aber GOttes Zorn angeht, ein je⸗ der da zurücke steht, die Freund⸗ schaft hat ein nde. 4. Und dennoch wil meinFleisch und Blut von dem ungerne lassen, was ihm so grossen Schaden thut, es wil die Welt nicht hassen, die kurtze Freud gefaͤllt ihm wohl, drum wils nicht, daß ich meiden soll des Teufels Netz und Stricke. : Nun muß ich Armer immer⸗ sort mit diesen Feinden streiten, sie ingsten mich an allem Ort, und ehn mir stets zur Seiten: Der Satan setzt mir hestig zu, die Welt last mir gar keine Ruh⸗miinFleisch nr Suͤnd mich treihet. . Zu dir flieh ich, o treuer Gott, ich weiß sie nicht zu stillen: Hilf, Vater, hilf in dieser Noth, um JEsu Christi Willen. Ver⸗ leih mir deines Geistes Staͤrck, daß meiner Feinde List und Werck dad urch zerstoͤhret werde. Faft je raͤftig blt allen Zeit. gusbreitet 4. HEr Winden,! Meer, son den, ob fie lasse dein als ein hel sonst bleib jch nicht e 5. Laß vi deiner Gn den matte Himmels⸗ meine duͤr me, daß ie vor allen Früͤchte br . Ach! te mein g ziehe nach ne ihm der es goͤttlich 7. Laß diesen deinen guten G mich innerlich regieren, daß icha zeit thu, was du heist, und mi nicht laß verfuͤhren: Daß ich din Argen widersteh, und nicht un deinem Weg abgeh zur Rechth oder Ancken 8. So boͤse Lust noch mann falt mich ansicht, weil ich lebe hilf, daß ich ihr alsobald imAnfth widerstrebe, und daß ich ja verg se nicht die Todes Stunde, 47 den Himmel und N 0 2. Gib⸗ daß ich dencke jedern an diese letzten Dinge, und z durch alle Suͤnden⸗Freud aus nj nem. Hertzen hringe,damit ich m mein Lebelang dir dienen ohi Furcht und Zwang, in willigz Gehorsam. 10. GOtt Vater! deine Kun und Treu laß reichlich michren pfinden. O JEsu Christe, s mir bey, daß ich kan überwindu e ilf, Heilger Geist! in diest alle Eitelk⸗ Krieg, daß ich da immer ein zu dencker Sieg erhalte nach dem ander. Himmelle Matth. 8, 26. Er bedrauete 7. Reisse 835 Miel. Zion klagt mit Angl tzen allen 2 Schütte deines Lichtes Stu der lindert Ilen, o mein Heiland, ul zeigt mir mich laß sie mein Gemüth bemi Die Begi len mit der Klarheit maͤchtigih mein Heil und vertreib durch Heiterkest mich, wen mir alle Dunckelheit, daß ich nih mit dir se vor dir stehen, und dein Gnadi Licht ansehen. 2. Hemme in mir das Zerstun 8z en meiner Sinnen, deine Ku kan mich leicht davon befreyn ach! wenn wird mir Huͤlf schaft? Stehe mir im Kampfe bi daß ich Ueberwinder sey, weil dazu muß die Versuchungs⸗Stunden mil Beste zu tig haben eingefunden. 3. Toͤdte in mir alle Thiereh Begierden, die allzeit mich hestn ten, und vollfuͤhre selbst in m ste zum Sieg den Streit, daß der muß k en guten G ren, daß 10 9 eist, und mis Daß ich dan und nicht vn eh zur Rechih noch mann veil ich lebe/ bald imunfth ß ich ja verg 5Stunde, di nmel und h dencke jedern dinge, und g Freud aus mj „damit ich nn r dienen ohs 9/, in willigz deine Kin lich michꝛen Christe, sth n überwinde ist! in diesn immer einh dem andern bedraͤuete d lagt mit 2— Lichtes Stu Heiland, uh zemüth bemil it maͤchtigsh h Heiterkeit it, daß ich mih d dein Gnadi ir das Zerstey Vom geistlichen Rampf und Sieg. 519 riede je und je in dem Hertzen o wie glaͤnßt die schůͤne Krone von Fusti hluͤh, und mein Mund zu allen Zeiten moͤge deinen Ruhm gusbreiten. 4. HErr, gebeut den starcken Winden, dem Gewi er und dem Meer, so muß sich die Stille fin⸗ den, vb sie brumnzen noch so sehr; lasse deiner Wahrheits⸗Schein als ein helles Licht mir seyn, denn sonst bleib ich schnoͤde Erxde, wenn sch nicht erleuchtet werde. g. Laß von oben auf mich fliessen deiner Gnaden Suͤßigkeit, und den matten Geist geniessen deinen Himmels⸗Thau allzeit: Geuß in meine duͤrre Erd, Lehens⸗Stroͤh⸗ me, daß ich werd seuchtbar, und vor allen Dingen dir moͤg gute Fruͤchte bringen.*— 6. Ach! so heb durch deine Guͤ⸗ te mein gepreßtes Hertz empor, ziehe nach dir mein Gemuͤthe, oͤf⸗ ne ihm des Himmels⸗-Thor, daß es göͤttlich werd erfreut, und flieh alle Eitelkeit, an gar nichtes mehr zu dencken, was nicht kan gen Himmellencken. 7. Reisse weg aus meinem Her⸗ tzen allen Trost der Cregtur; denn der lindert nicht die Schmertzen, zeigt mir auch nicht deine Spur: Die Begierde brennt in mir, o mein Heiland, nur nach dir, laß mich, wenn ich dich gefunden, ewig mit dir seyn verbunden. IJIoh. Christ. Nehring. Phil. 3, 14. Ich jage nach dem ꝛc. 836. M. Alle Menschen muͤssen. n, deine Ku Woen das Kleinod wil erlangen, avon befreyg der muß laufen, was er kan: mir Hülf Wer die Krone wil empfangen, imKampfehh der muß kaͤmpfen als ein Mann, er sey, weil s dazu muß er sich in Zeiten auf das Stunden mal Beste zu bereiten, alles andern den. muͤßig gehn, was ihm kan im We⸗ alle Thiereh ge stehn. eit mich befin 2. Hertzens⸗JIEsu! deine Guͤte selbst in u steckt mir auch ein Kleinod fuͤr, treit, daß di das entzuͤckt mir mein Gemuͤthe, durch den Aushund seiner Zier, dem hohen Ehren⸗Throne! die du in der Herrlichkeit deinen Strei⸗ tern hast bereit, 3. Mich verlaygt von gantzem Hertzen auch nicht weit davon zu seyn, ja ich ziele recht mit Schmer⸗ 3zen auf den Freudenvollen Schein, doch das Lauffen thut mit hange, und der Kampf wird mir zu lange, der Sftersaltft Erdenwust ninit mir oͤfters alle Lust. 4. Mein verdorbner Eigenwille hat bald dis, hald das zu thun, halt im Lauffen vielmal stille, und wil in dem Streite ruhn, Satan macht mich auch fast muͤrbe, daß mir auch der—— verduͤrbe, wo mir deine treue Kraft nicht ge⸗ wuͤnschte Huͤlfe schaft. 5. Drum/ mein JEsu! steh mir Armen in so grosser Schwachheit bey, laß dich meine Noth erbar⸗ men, mache mich von allem frey, was mir wil mein Ziel verruͤcken kom mich selbst recht zuzuschicken/ 105 mir Kraft und Freudigkeit, oͤrdre meinen Lauf und Streit. 6. Es verlohnt sich noch der Muͤhe, ob mirs gleich was sauer wird, wenn ich mich der Welt ent⸗ ziehe, die mich stets zuruͤcke kürrt, deine treue Gnaden⸗Krone ist mir uͤbergnug zu Lohne, wirst du nur mein Beystand seyn, so ist sie in kurtzen mein. Offenb. 21½7. Wer uͤberwindet, der. 837. M. Schoͤnster Immanuel. Christus. Wer uberwindet, soll vom Holtz geniessen, das in dem Paradiese GOttes gruͤnt; Er soll von keinem Tod nochElend wissen, wenn er mir, als dem HErrn des Lebens dient. Ich wil ihn laben mit Himmels⸗Gaben, und er soll haben, was ewig troͤst't. Die glaͤubige Seele. 2. O JEsu, hilf du mir selbst uͤberwinden! jch kaͤmpfe zwar, je⸗ Kk4 doch .+...+DDD 7³⁰ Vom geistlichen Rampf und Sieg. SDoch mit wenig Macht; oft yflegt die Suͤnde mir den Arm zu bin⸗ den, daß in dem Streite fast, das Hertz verschmacht t. Du must mich leiten, selbst helfen streiten, und mich bereiten, wie dirs gefaͤllt. Christus. 3. Wer uͤberwindet, em soll nichts geschehen vom an⸗ ern Tode, der die Seele auaͤlt: Er soll mein Angesicht vormThro⸗ ne sehen, wy das erwaͤhlte Heer mein Lob erzaͤhlt. Nach tapferm Ringen soll er mir singen, und Opfer bringen in Heiligkeit. Seele. 4. OJEsu, hilf du mir selbst überwinden! Mein Glaub ist oftmals schwach, und wuͤrcket nicht: Schick deinen Gnaden⸗ Strahl ihn zu entzuͤnden, vertreib die Finsterniß durch helles Licht. Laß mich recht brennen, im Schrancken rennen, und dich er⸗ Rennen, o Sieges Fuͤrst!“ Christus. c. Wer uberwindet, dem wil ich zu essen vom Manna eben das verborgen liegt: Sein eugniß bleibet auch gar nicht ver⸗ essen, ein neuer Nahme wird ihm den der verstehet, wer hn empfaͤhet, und wen erhoͤhet 6e Lammes Blut. Seele. 6. O JEsu, hilf du mir selbst uͤherwinden! die Welt legt mir ihr falsches Manna vor/darein yerbirget sie das Gift der Sunden; ach! ziehe mich von ihr zu dir em⸗ por. Du wollst verjggen und nie⸗ erschlagen, u agen: Wo ist dein GOtt Christus. 7. Wer uͤberwindet, und haͤlt meine Wercke bis an das Ende mit Bestandigkeit, dem geb ich über Heyden Macht und Staͤr⸗ cke, daß er sie mit der eisern Ruthe weydt, his sie zerschmissen, erken⸗ nen mussen/ daß all ihr Wissen vor mir nichts gilt.* Seele. 8. OJEsu, hilf du mir selbst uͤerwinden! Gib, daß mein Thristenthum recht lauter sey: Laß sich nichts Heydnisch mehrz mir befinden, ach! mache mil voͤm finstern Wesen frey. D must mich lehren, mein Hertz h kehren und das zustoͤhren, un dich betru er. Christus. 9. Wer uͤberwindi soll gantz weiß gekleidet im B. des Lebens eingeschrieben senn Wo seinen Nahmen nichts verti noch scheidet, den ich bekenneny daß er ist mein, vors Vaters Thn ne/ bey dem ich wohne, wird ih die Krone des Heils geschenckt. Seele. 10. O JEsu, hilf dun selbst uͤberwinden! mein Kleid Seelen ist noch schwartz heflech der Wercke unwerth muß Rauch verschwinden, vor dein Augen bleibt ja nichts verdel Ach! mach mich reine, daß ichn 0 Buch erscheine, das en leibt. ö Christus. 11. Wer uͤbern det, soll ein Pfeiler bleiben Dempel meines GOttes fruͤh in spat. Ich wil auf ihn den NI men GTTes schreiben, Jeru lems, das GOtt erwaͤhlet h6 Meins Nahmens Zeichen soll⸗ erreichen und nimmer weich noͤch von mir gehn. Seele. 13. O JEsu, hilf dum selbst uͤberwinden! wie leichtll sincket doch mein Hertz undMuu Du kanst mich vollbereiten, s cken, gruͤnden, ach! wafne mi zum Siege durch dein Blut. kanst den Schwachen gnug Kra machen, daß sie stets wachen in siegreich siid. Christus. 13. Wer uaufm det, soll im Himmel sitzen auf m nem Stuhl, gleichwie ich uh wand: Ich must auch in der V am Creutze schwitzen, nun 500 zu des Vaters rechten Hand, h soll sich laben an Hi Wer lache und Ruhe haben, wer recht 9 Seel w ö ö Seele. selbst uͤbe Zahl ist gr Welt, Tet samt meir ss Ps. I2, 2. 838. Mel 19.8 darei harmen, gen dein, men. haben wa u verloscher Kindern. 2. Sie was eiget nicht eine Wort geg der ander auseul. aussen. 3. 6% Lahr, die ren, darii spricht: wehren? Macht a gilt geme meistern 4. Da uß auf oͤhret, i herein, i⸗ Mein he Plan get an, und s D 5. Da benmal l den: An ten soll d Es wil seyn, da und Sch die Land dnisch mehr⸗ mache mil sen frey. H mein Hertz h zustoͤhren, Ber uͤberwindi leidet im Bun schrieben senn n nichts verti ch bekennenm rs Vaters Thn ohne, wird ih s geschenckt. Esu, hilf du m mein Kleid chwartz beflech verth muß n den, vor dein nichts verdeg eine, daß iche cheine, das en Wer uͤberm iler bleiben iOttes srügdl if ihn den NI. hreiben, Jeru erwaͤhlet h Zeichen soll; mmer weich n. Esu, hilf dun wie leichtl Hertz und Muh ollbereiten, si wafne mi dein Blut. 2 hen gnug Krah sets wachen in Wer uͤbermi el sitzen aufm chwie ich uh nuch in der M zen, nun sitz hten Hand, hi immels⸗Gah. wer recht Seih Von der Christlichen Firche. 5ar Seele. 14. O JEsu, hilf du mir selbst uberwinden! Der Feinde Zahl ist groß, ach! kom geschwind: Welt, Teufel, Fleisch und Blut, samt meinen Suͤnden sind mir zu starck. O HErr, erhoͤr dein Kind! So soll dort oben mein Geist dich lohen, wenn ich erhohen den Sieg erlangt. ö Amad. Creutzberger. Gliedern und Staͤnden. Ps. 12, 2. Hilf HErr, die Heillgen. 838. Mel. Nun sreut euch lieben. A* GOtt vom Himmel sieh darein, und laß dich des er⸗ harmen, wie wenig sind der Heil⸗ gen dein, verlassen sind wir Ar⸗ men. Dein Wort man laͤst nicht haben wahr, der Glaub ist auch verloschen gar bey allen Menschen Kindern. 9 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet, ihr Hertz nicht eines Sinnes ist, in GOttes Wort gegruͤndet; der waͤhlet dis, der ander das, sie treunen uns ohn alle Maaß, und gleissen schoͤn von aussen. ö 3. GOtt woll ausrotten alle Lahr, die falschen Schein uns leh⸗ ren, darzu ihr Zung stoltz offenbar, spricht: Trotz! wer wils uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein; Wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht GOtt: Ich n. auf seyn, die Armey sind zer⸗ oͤhret, ihr Seuszen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhoͤret: Mein heilsam Wort soll auf den Plan getrost und srisch sie greiffen an, und seyn die Kraft der Armen. . Das Silber durchs Feur sie⸗ benmal bewaͤhrt, wird lauter fun⸗ den: An GOttes Wort man war⸗ ten soll desgleichen alle Stunden. Es wil durchs Creutz bewaͤhret seyn, da wird erkannt sein Kraft und Schein, und leuchtt starck in die Lande. 6. Das woll'st du, GOtt! he⸗ wahren rein vor diesem arg'n Ge⸗ schlechte, und laß uns dir befohlen seyn, daß sichs in uns nicht flechte, der gottlos Hauf sich umher findt⸗ wo diese lose Leute sind in deinem Volck erhaben. D. M. Quther. Ps. 137, J. Vergesse ich dein, Jer. 839. M. Ein Lamlein geht und. Ai Wasserfluͤssen Babylon, da sassen wir mit Schmertzen, als wir gedachten an Zion, da weinten wir von Hertzen, wir hin⸗ gen auf, mit schwerem Muth, die Harffen und die Orgeln gut, an ihre Baͤum der Weyden, die drin⸗ nen sind in ihrem Land: Da mu⸗ sten wir viel Schmach und Schand taͤglich von ihnen leiden. Die uus gefangen hielten lang so hart an selben Orten, begehrten von uns ein'n Gesang mit gar spoͤttlichen Woͤrten, und suchten in der Traurigkeit ein froͤhlich Ge⸗ sang in unserm Leid: Ach lieber thut uns singen ein'n Lobgesang, ein Liedlein schon, von den Gedich⸗ ten aus Zion, das froͤhlich thut er⸗ klingen. 3. Wie sollen wir in solchem Zwang und Elend itzt fürhanden, dem HErten singen ein'n Gesan so gar in freinden Landen Jeru⸗ salem, vergeß ich dein, so wolle GOtt der Rechten mein, vergessen in mein m Leben. Wenn ich nicht bleib dein eingedenck, mein Zung sich oben angehenck, und bleih anz Gaumen klebhen. 4· Ja, weun ich nicht mit gan tzem an Jerusalem dich ehre im Aufang deiner Freuden preit —9 10 und immermehre, gedencß 13 44 D Von der Christlichen Rirche, 9 der Kinder Edom sehr am Tag Jerusalem, o HErr, die in ihr'r Bosheit sprechen: Reiß ab, reiß ab zu aller Stund, vertilg sie gar bis auf den Grund, den Boden wolln spir brechen, Ou schnoͤde Tochter Babylon, zerbrochen und zerstoͤhret, wohl dem, der dir wird gebn den Lohn, und dir dawider kehret dein n Uebermuth und Schalckheit groß, und mist dir aüch mit solchem Maaß, wie du uns hast gemessen: Wohl dem, der deine Kinder klein erhascht, und sehlaͤgt sie an ein'n Stein, damit dein werd vergassen. Woltg. Dachstein. Off. Joh. 2, 9. Sie sagen,/ sis sind. 840½ Mel. O Sœtt du frommer. D sagst: Ich bin ein Christ. Wolan! wenn Werck und Leben dir dessen, was du sagst, Be⸗ weiß und Zeugniß geben, so steht es wohl um dich. Ich wünsche, was du sprichst, zu werden alle Tag, nemlich ein guter Christ. 2. Du sagst: Ich bimein Christ. Der ists, der JIEsum kennet, und seinen GOtt und HErrn ihn nicht alleine nennet, sondern thut auch mit Fleiß, was fordert sein Gebot, thust du nicht auch glso, ist, was du sagst, ein Spott. 3. Du sagst: Ich bin einChrist. Wer sichs wil nennen lassen, muß lieben, was ist gut, mit Ernst das Boͤse hassen: Der liehet Christum nicht, der noch die Sünde liebt, ist auch keinChrist, ob er sich gleich den Nahmen giebt. 4. Du sagst: Ich bin einChristz denn ich bin ja besprenget mit Wasser in der Tauf, mit Christi Blut vermenget. Ja wohl! hast iber du gehalten aüch den Bund, en du mit GOtt gemacht in jener naden⸗Stundꝰ 5. Hast du ihn nicht vorlaͤngst gar oft und viel gebrochen? Hast u, gls GOttes Kind, dich, wie du ast bersprochen, in gllem Thun er⸗ seine Wuͤrckung thut? zeigt, dem Guten nachgestrebt. Hat nicht der alte Mensch bishej in dir gelebt? 13 6. Du sagst: Ich bin einChrsst weil GOttes Wort und Lehre ohi gllen Menschen⸗Tand, ich fleisi les und hoͤre. Ja lieber! h6 du auch, was dieses Wort dich lehrt? Nicht ders hoͤrt, sondens thut, der ist bey lzOtt geehrt. . Du sagst: Ich hin ein Chrish ich beichte meine Sünden, iih laß beym Beichtstuͤhl mich gut oftermahlen finden. Findt an sich, mein Freund, ich hitte, sage mir, nach abgelegter Beicht di Beßrung auch bey diy? 8. Ach! du hleihst nach wie von dein Worte, Werck und Sinnesh wird oftmals aͤrger uoch. Deis Vorsaß und Beginnen geht nach dem alten Trieb: Und was no ö gut soll seyn, ist, wenn mans rechl besieht, nur lauter Heuchelschein 0, Du sagst: Ich bin einghrish ich laß mich spein und traͤncken, mit dem, was Christus mir in Abendmaͤhl wil schencken: Wohll aber zeige mir, ob Christi Leib und Blut in dir zur Heiligung auch 10. Du sagst: Ich bin eih Christ, ich bete, les' uͤnd singe, ich geh ius GOttes Haus, sind daß nicht gute Dinge? Sie sind es) aber wenn sie werden so verricht/ daß GOtt auch stets dabey ein ye nes Hertze kriegtt. 11. Du sagst: Ich bin ein Christ Ich kan dirs nicht gestehen, es se⸗ dann, daß ichs werd aus deinen Wandel sehen. Wer sagt, und ruͤhmet, daß er Christum angehoͤß und auch sein Jünger sey, muf wandeln gleich wie er. 12. Bist du ein solcher Christ! So must du seyn gesinnet, wit JEsus Christus war: wann resh ne Liebe rinnet aus deines Hertzen Quell, wann du demuthig bist 90 gewißlick 7.Sas his daß guch des ind Zeu senn nich ohne Se genanut, I6. Ar nad, mi eignem tem boͤso wallen g 2. Eii lezeit ge Namen Gott uns des nachgestreht Mensch bishe bin einChrss, und Lehre ohi Ind, ich fleißs lieber! thuß ses Wort dich. hoͤrt, sondens tt geehrt. bin einChris Suͤnden, unh ihl mich auth Findt abg ich hitte, sageg ter Beicht di diͤr“ nach wie voy und Sinnehh uoch. Deis nen geht g Und was no nn mans rechs Heuchelschein, bin einChriss und traͤncken istus mir in ncken: Wohl hristi Leib un eiligung auch ut? ö Ich bin ein Und singe, ich aus, sind daß Sie sind es n so verrichte/ dabey ein rej bin einChrist. zestehen, es seh d aus deinen Zer sagt, und istum angehoͤt, ger sey, muf er. olcher Christ! gesinnet, wil ar: wann rei murpigditvo nůthig bist von Her deyo Gliedern und Staͤnden. 723 Hertzen, wie der HErr/ so sag: Du seyst ein Christ. in 3. So lang ich aber noch an dir erseh und spuhre, dah Stoltz und Uebermuth dein Sinn und Hertz regiere, wenn an der Sanstmuth⸗ Stell sich zeiget Haß und Neid, so i mschrn gewiß vom Chri⸗ enthum sehr weit. 1—Z0 Sagst du: Ich bin ein Christ, und ruͤhmst dich des mit Freuden, thust aber du auch mehr, gls andre kluge Heyden? Ach! oͤf⸗ ters nicht so viel, was Gutes sie ge⸗ than. Sie werden dorten dich gewißlich klagen an. /. Sag nicht: Ich bin ein Christ, his daß dir Werck und Lehen, guch dessen, was du sagst Beweiß ind Zeügniß geben. Die Wort eyn nicht genug; ein Christ muß ohne Schein, das, was er wird genannt, im Wesen selbsten seyn. 16. Ach mein GOtt! gib Ge⸗ nad, mich ernstlich zu befleissen, in seyn ein wahrer Christ, und nicht nur so zu heissen: Denn wel⸗ cher Nahm und That nicht hat und fuͤhrt zugleich, der kommet nimmermehr zu dir ins Him⸗ melreich. J. C. Schade. 2 Tim. 2, 19. Es trete ab von der. 84I, Mel. Es woll uns Gott. in Christ soll nicht der Mey⸗ nung seyn, daß unser Christen Leben besteh im Namen nur allein, den Christus uns gegeben; und daß man moge immerhin, nach signem Wohlgefallen und angeerb⸗ tem boͤsen Sinn, in diesem Leben wallen aufeitlen Sünden⸗Wegen. 2. Ein wahrer Christ deuckt al⸗ lezeit gebuͤhrend zu erweisen den Namen mit der Thaͤtigkeit, und Gott mit Danck zu preison, der uns des Geistes Kraͤste gab im heil⸗ gen Wasserbade! dem wir auch aulder bis ins Grab stets folgen auf dem Pfade des GOttergeb⸗ nen Lebens. 3· Wir seinen Gtt recht ehrt und liebt, wie einem Kind gebůh⸗ ret, der scheut sich, daß er nichts veruͤht, so ihn vont z Ott abfuͤhret; der Heuchler Art hingegen ist, von aussen fromm zu scheinen, und doch durch boͤse Zuͤck und List, ein anders bey sich meynen, und in der That verrichten. ö 4. Dergleichen Heucheley, o Gott, laß mich doch nimmer trei⸗ ben; in Lieb und Leid, in Noth und Tod, laß mich bestandig bleit ben: gib, daß ich mag vor allen dich, hernach den Naͤchsten lieben, auch selbst diejen gen, welche mich verletzen und betruͤhen, damit ich Christo folge. ä Ich bin ein Mensch, und mei⸗ ne Tritt vermoͤgen fehl zu gehen: Drum richte, JESu, meine Schritt, daß ich bald mag auffte⸗ hen durch Busse, wenn ich etwa fall; halt mein Hertz bey dem ei⸗ nen, daß ich dich fuͤrchte Uberall, bis du mich zu den Deinen wirst in den Himmel nehmen. Ps. 14, 2. Der HErr schauet vom. 842½. In eigener Melodey. Es spricht der Unweisen Mund wohl: Den rechten GOtt wir meynen: Doch ist ihr Hertz Un⸗ glaubens voll, mit That sie ihn ver⸗ neinen, ihr Wesen ist verderbet zwar, vor GOtt ist es ein Greuel gar, es thut ihr keiner kein Gut. 2. GOtt selbst vom Himmel sah herab auf alle Menschen Kinder, zu schauen sie er sich begab, ob er jemand moͤcht finden, der sein n Verstand gerichtet hat, mit Ernst nach GOttes Worten thaͤt, und fragt nach seinem Winlen. 3. Da war niemand aufrechter Bahn, sie aru all ausgeschritten⸗ ein jeder ging nach seinem Wahn, und hielt verlohrneSitten, bae ihr keiner doch kein gut, wiewo gar viel betrog der Muth, ihr Thun sollt GOtt gefallen. 4. Wie lange wolln unwissend sehu⸗ E;νππππιπ. —m 524 Von der Christlichen Rirche, 8 seyn, die solche Muͤh aufladen, und fressen dafuͤr das Volck mein, und naͤhren sich mit Schaden? Es steht ihr Trauen nicht auf GOtt, sie n. ihn nicht in der Noth, sie wolln sich selbst versorgen. F. Darum ist ihr Hertz nimmer still, und steht allzeit in Furchten, Gott bey den Frommen bleiben wil, die ihm im Glauben gehor⸗ chen: Ihr aber schmaͤht des Ar⸗ men Rath, und hoͤhnet alles, was er sagt, daß GOtt sein Trost ist worden. 6. Wer soll Israel, dem Armen, zu Zion Heil erlangen? GOT T wird sich seins Volcks erbarmen, und loͤsen die Gefangen: Das wird er thun durch feinen Sohn, davon wird Jacob Wonne habn, und Israel sich freuen. ö 27—7 D. M. Auther. Matth. 13, 25. Da die veut schlief. 843.· M. Ach was soll ich Sund. Gott, du weißt, in was fuͤr Zei⸗ Oten deine liebe Kirche schwebt, die nach deinem Willen lebt: Ach! as Unkraut aller Seiten, alles rts in allem Stand immermehr nimt überhand. 2. Weil bey Huͤtern, samt den Schagfen, allzugrosse Sicherheit herrscht in dieser letzten Zeit, sat der Feind, indem sie schlafen, auf den Acker da dein Wort wachsen soll, List, Trug und Mord. 3. Hilf, daß deine Diener wa⸗ chen, daß nicht Unkraut, Suͤnd und Schand ploͤtzlich nehmen überhand, hilf du selbst in allen Sachen; gib den Deinen fruͤh und 47 Trost und Huͤlfe, Rath und 1. Chat.. 4. Laß uns deines Wortes Saa⸗ men, Lehr und Leben halten rein, und ein reiner Waitzen seyn, daß swir deinen werthen Nahmen ruͤh⸗ en hier in dieser Zeit, und in alle Epoigtel ö 5. Wenn du endlich selbst wirst herein, sammle uns mit Freude ein, und laß uns mit allen From men in des Lebens⸗Buͤndelein bin dir ewig selig seyn.* Ps. 60, 3. Gott, der du uns vers 844. Mel. Wo GOtt der HErt. Her deine Treue ist zu groß daß wir uns wundern mu sen, wir liegen vor dir arm und bloß zu deinen Gnaden⸗Fuͤssen. Die Bosheit währet immerfort. und du blerbst doch der teue Horh. und wilst uns nicht verderben. 2. Die Suͤnde nimmet uͤben hand, du siehest selbst die Schmnen tzen, die Wunden find dir wohl bekanut der sehr verstockten Herh tzen, die Schulden nehmen taͤglich zu, es haben weder Rast noch Ruh die dir den Ruͤcken kehren. 3. Dein Augr stehet wider dil, so deiner Wege fehlen, und in den gantzen Leben hie den krummen Weg erwaͤhlen, und suchen in dem Suͤnden⸗Wust zu buͤssen ihre Flei sches⸗Lust, nach dem verderbten Willen. 4. Die Ereatur entsetzet sich, und seufzet frey zu werden, sie war tet, und thut aͤngstiglich: der Himmel und dieErden, die deiner Finger Wercke sind, und was sich in denselben findt, beweinen solch Verderben. 11— . Wir hoffen dennoch vest zu dir, du werdest uns erhoͤren, wiy flehen, o GOtt! fuͤr und fuͤr, du wollest doch bekehren die Suͤnden volle blinde Welt, die sich fuͤr so let. haͤlt, da sie zur Hoͤllen eilet. x ö 6. Erbarme dich, o treuerGott, der du die Welt geliebet, die Welt, die gantz in Suͤnden todt, ii, Irr⸗ thum dich betruͤbet; gieb deinem werthen Worte Kraft, daß es in solcher Hertzen haft, die hart find, 2 2 wie die Felsen. 7. Laß doch die Welt erkennen zommen, wenn die Erndte bricht noch/ mit ihren blinden—6 i Brust zu — wie sanft sey denen len ihre wenden si deines Se . Die waͤhlt, die schencke, gehn auf! ne Treue nen Gliel deiner Gi 9. Ein meynt es du bist no du kanst Drum tr ach leite d nunmehr. hoffen, be hen dort das Lamn Ps. 126, 1 845. M. Err ne3 harmen, den⸗Schu Suͤnden⸗ dienet, dy die Suͤn versuͤhnet den⸗Stuh dient/ zu le treten. 3. Do Ordnung schmecken den⸗Tritt cken. Fi se Lust mi 8 mit Freude it allen From Buͤndelein bey r du uns vers tt der HErt. ue ist zu groß, vundern muf dir arm und aden⸗Füssen et immerfort, ser teue Hon, erderben. ehren. het wider dii, n, und in dem den krummen suchen in dem issen ihre Flei n verderbten entsetzet sich, rden/ sie war⸗ stiglich: der en, die deiner und was sich eweinen solch moch vest zu erhoͤren, wix und fuͤr, du die Suͤnden/ ie sich fuͤr so e zur Hoͤllen kreuerGOtt, het, die Welt, todt, in Irr gieb deinem die hart find, zelt erkennen den Kindern, ders Gliedern und Staͤnden 727 wie sanft und angenehm dein Joch sey denen armen Suͤndern, so fuͤh⸗ len ihre Suͤnden⸗Schuld, und wenden sich zu deiner Huld, und deines Sohnes Wunden. 8. Die Heerde, die du hast er⸗ waͤhlt, die setze du zumSegen, und schencke, was ihr annoch fehlt, zu gehn auf techten Wegen: Laß dei⸗ ne Treue, Aug und Hand seyn dei⸗ nen Gliedern wohl bekandt, die deiner Guͤte trauen. 9. Ein Bater und ein Hirte meynt es treulich mit den Seinen; du bist noch mehr, als beyde seynd, du kansts nicht boͤse meynen; Drumi trauen wir allein auf dich; ach leite du uns vaͤterlich nach dei⸗ nem Rath und Willen! I0. Hier sind wir deine Reben schon, und freuen uns darneben, daß du uns die Genaden⸗Kron nunmehro bald wirst geben. Wit hoffen, bald dein Angesicht zu se⸗ hen dort in jenem Licht, da uns das Lamm wird weyden. Ps. 126, I. 2. Wenn der HErt die. 845. M. Aus tiefer Noth schrey. Err GOtt, mein Vater! dei⸗ ne Huld und hertzliches Er⸗ harmen, geg'n alle mit det Suͤn⸗ den⸗Schuld beladne geistlich Ar⸗ men/ erweckt auch mir mein bloͤdes Hertz, in meiner Seelen Angst und Schmertz, Erbarmung nur zu suchen. 2. Ich bin mein GOETT! ein Suͤnden⸗Kind, und habe Zorn ver⸗ dienet, doch weil dein eigner Sohn die Sund verdammt, und mich versuͤhnet, so darf ich ja zum Gna⸗ den ⸗Stuhl, und nicht, wie ich ver⸗ dient, zum Pfuhl der ew'gen Hoͤl⸗ le treten. 3. Doch bringt's die Gnaden⸗ Ordnung mit, was Suͤnde sey/ zu schmecken, und wie ein jeder Suͤn⸗ den Tritt uns ewig werd erschre⸗ cken. Fuͤrwahr der Suͤnden suͤs⸗ se Lust muß ins bekehrten Suͤnders Vit VMust iu Gall und Hoͤlle werden. 4. Dies hat, mein Vater, deine Treu nicht gar vor mir verborgen, mein Hertz traͤgt vor der Suͤnde Scheu, und dies sind meine Sor⸗ gen, wie ich durch Christuni dei⸗ nen Sohn, mag von der Suͤnd und fuͤr den Lohn mein arm Gewissen retten F. Drum faͤllt mein trautster Heiland! dir mein armes Hertz zun Fuͤssen. Seh gnaͤdig JEsu, und laß mich den reichen Tkost ge⸗ niessen, den du am Creutz erwor⸗ ben hast, nimm ab von mir der Suͤnden Last, und laß mich Ru⸗ he finden. 6. Es faßt mein Glaubens⸗Ant cker Grund in deinem theuren Blute, dein ewig⸗wester Gnaden⸗ Bund verspricht mir alles Gute; Zwar schlaͤgt mich mein untreues Hertz, doch wil in wahrer Reu und Sehmertz mich hin zur Gna⸗ de wenden. ö 7. Aus Liebe bist du, HErt! fuͤr mich in Noth und Tod gegangen, man hat gleich den Verfluchten dich ans Creutzes⸗Holtz gehangen. Die Lieb erweckt mir Liebs⸗Be— gier, die blassen Wangen fliessen schier mit heissen Liebes⸗Thraͤnen. 8. Ich hoff ich werde nimmer⸗ mehr an dir zu schanden werden, ach hilf, HErr! mich verlanget sehr von Angst und Hertz⸗Be⸗ schwerden mich voͤllig frey und los zu sehn, und auf der Friedensbahn zu gehn, die mir die Gnade zeiget. 9. Dir danck ichs werther Geist aus GOtt, daß du mein Hertz ge⸗ ruͤhret und mich aus ewger Angst und Noth hast Christo zugefuͤhret. Hier ist mir ewig, ewig wohl, kein Ungemach noch Truͤbsal soll uns von einander scheiden. ö 10. Wie wird ein Juͤngling sei ne Bahn doch nun unstraͤflich wan⸗ deln? wann er nach GOttes Wor⸗ te kan aufrichtig thun und han⸗ deln. Gott Vater, Sohn und 2. Geist ———2—— — Nahmens. Ps. y1, 20. Thue wöhl an Zion. 346. M. Freuet euch ihr Christ. Err! wann wirst du Zion Vbauen, Zion die geliebte Stadt, die sich dir ergeben hat? Ach! soll sie nicht einmal schauen ihre Mauren aufgerichtt? Ja! der HErre laͤßt sie nicht: Freude, Freude uͤber Freude! Christus wehret allem Leide: Wonne, Woönne uͤber Woͤnne! er ist die Genaden⸗Sonne. 2. O wenn soll die Stimm er⸗ schallen, da man rufet uͤberall, in der auserwaͤhlten Zahl: Sie, die Stoltze ist gefallen, mit der stoltzen Huren⸗Pracht, die vormals war hochgeacht't? Fteude, Freude ꝛc. 3. Hoͤre, wie dein Zion klager unter Babels Dienstbarkeit, jeut in dieser finstern Zeit: Doͤch du wirst den, der sie plaget, stuͤrtzen bald durch deinen Geist, der die Frommen singen heist. Freude, ꝛc. 4. Gib nur/ JEsu/ daß wir wa⸗ chen, und im Glauben munter seyn, wenn du koͤmst und brichst herein mit Posaunen und mit Kra⸗ cheu, zu erloͤsen deine Braut/ die du ewig dir vertraut. Freude, ꝛe . Druͤcke uns dein heiligs Sie⸗ gel an die Stirne, an die Hand, dir zu ehren uns zum Pfand, daß wir uns durch Glaubens⸗Fluͤgel koͤnnen schwingen Himmel an, da uns niemand schaden kan. Freu⸗ de/ Freude uͤber Zreude ze. E. Zeichne mit dein'm heilgen Zeichen uns, dein Volck, dein Ei⸗ genthum, schoͤnster JEsů, hoͤchster Ruhm, so wuiß Satan von uns weichen, weichen muß der Suͤn⸗ den⸗Kind, weil wir dein Erkaufte sind. Freude, Freude uber:e. . Ach! wie wird dein Volck dich ehren, wenn es nun entnom⸗ men ist Babels Stoltz, des Thie⸗ tes List o Deinen Ruhm wird es vermehren, und in alle Ewigke Gehorsam dich zu loben seyn bereit. Freudy Lieb in uns Freude uͤber Freüde, Chrisius x.„6. Dirf . Darum, Zion, unbetruͤel hüng geda die Ergquickungs⸗Zeit ist da, un che dem Ki des HErren Huͤlf ist nah; selig sey dir, we der sich ihm ergiebet, und vors mehr wan nem Heiland kan stimmen diesh nur mache Liedlein an: Freude, Freude, uln dir nur da Freude, Christus wehret allen Babel hat Leide! Wonne, Wonne üͤber Woß berfehlet. ne/ er ist die Genaden⸗Sonne. 7. König Ap.Gesch.321. Welcher muß dis man erst el 847% Wel. Aiebster ImmanunWelt unte GHerrlichste Majestat, himms Rechte wir sches Wesen! deine Verhei het dein Zi sung wird immermeht klar, wal Preis und wir bishers in Schriften gelesehl nig! geget wird nun von iunen und ausfeh eiwiges Lel kecht wahr. Lang genug hat un. Gebe det Schatten bedecket, nun winl Sch das Wesen vom Lichte entdecket. 2: Sieht gleich der Blinde nichiz nicht einmal am Tage, stoͤßt sich unhs scheit schliesset bie Augen mehr zu, win Augesicht fruͤsset in A nun sein D knallen. 5. Aber i bohren, hel cker empor ö chenl zr Freude Schluͤssl weit auf: Laß uns mü—— hoch lang tzen, sondern dit lassen den voͤlligeh un⸗ wird ste beschlosseit, kömmt nun ols 10. Vat⸗ Zeiten zu Zeiten geflo son. sten recht lo —. endi thige Geisteialle Unwissende ruͤhl kistatten di te mit Kraft, daß sie nur hoͤrenf uns dein ft, daß sie nur hoͤres fund. He niedrigen Hertzen was schaft: heis i lige, lautre, und zu dir doch zieht alles, daß deinZion ewiglich bluͤht . Süssester Abba, laß alles ha stehen in der Genade, die du en e kannt hast: Laß uns in kindlichen Geiste hingehen zu dir, ohn alle gy setzliche Last: Hilf uns jn 1000 —————————— n oDii½½mS-νι¼⁰: alle Emigke reit. Freudg „Christus. „ unbetruͤben eit ist da, uns ist nah; selih t, Und vor fi. immen dies „Freüde, übi wehret alleuh nne uͤber Wo en⸗Sönne. lcher muß dil Iminanuc ᷣstät, himmu deine Verhessh eht klar, wal risten gelesty n und ausse genug hat un et, nun wilh te entdecket. Babel hat deines Raths immer verfehlet. 5. Koͤnig der Ehren! dich wird nan erst ehren, wenn dir muß alle Welt unterthan seyn, wenn deine Rechte wird Babel zerstoͤhten, ge⸗ et dein Zion zur Herrlichkeit ein. und Danck seh dir, o Koͤ⸗ nig! gegeben, ewige Herrlichkeit, kibiges Leben. Schoͤpter alleine alle vollkomneste licht, d und + n seuch 6 Blinde nichtl licht, bis er im Grimm euch er⸗ Höht sch un Uagel kuͤsset den Sohn/ weil sein mehr zu, winl Augesicht lacht Wahrlich ihr selber zur Pi ntuͤsset in Abgrund verfallen,wenn Kindern de nun sein Donner im Zorne wird Diese erdlickh knallen n. n, wenn sie dj 8. Aber iht Kinder/ aus Zion 9e nur preisen bohten, hebet die Häupter nut wa⸗ er/ schleuß uh Ker empor, glaubet, ihr seyd nun n Davidisches zur Freude erkohren: stimmet die 3 Lieder im hoͤheren Chor! habt ihr doch lange erniedrigt gesessen: Silrat 7 wird bald euere Hoͤhe ermes⸗ sen? 10. Vater, dich wollen wir ein⸗ sten recht loben, jetzo geschichts nur uhl mit lalendem Mund; doch wir eestatten die kleinesten Proben, bis uns dein voͤlliges Wesen wird unge tanes L0be 5 Kaber is schaft: heil Uns gantz inne: Lobe dich selber Dir bochih in unserem Sinne wiglich blühe Eph. 4, 20. 2 L. Ihr habt Christum. laß alles be 8ꝰ: M. Wer nur den lieben G. , die du en. Aein GOtt! ach! lehre mich in kindlichen erkennen den Selbsthetrug / ohn alle gy und Heuchelschein, daß tausend, . Gebet, ihr Menschen, dem wirck in mir, zu deinem Ruhm, mein GOtt, das wahre Christen⸗ thum: 2. Hilf, daß ich dir allein erge⸗ ben und mir gantz abgesaget sey, laß mich mir sterben, dir iu leben, ach! mach in mir, HErr, alles neu. Ach! wirck in mir, zu dei nem Ruhm, mein GOtt ꝛe. 3. Reiß du mein Hertz los von der Erden, und nim mich von mir selber hin, laß einen Geist mit dir mich werden, und gib miß meines Heilands Sinn. Ach wirck in ꝛc. 4. Ach! fuͤhre mir Hertz, Leib und Seele, damit ich Christo folge nach/ daß ich den schmalen Weg erwaͤhle und Ehre such in Christi Schmach. Ach! wirck in mir ꝛc. v. Hilf, daß ich Fleisch und Welt⸗ Geschaͤfte ertoͤdt, und dir herbleibe tteu, daß ich an Christi Creutz mich hefte, und mür die Welt geereützigt sey. Aehl wirckꝛe. 6. Laß meinen Glauben, Hos⸗ nung, Liebe, lebendig, vest und thaͤtig seyn! daß ich bis an mein Sterben uͤbe das Christenthum ohu Heuchlerschein. Acht wirck ꝛ6. 7. So hab ich Tund auf dieser Erde den Himmel und das Para⸗ dies: Wenn ich mit GOtt verei⸗ nigt werde, schmeck ich des Him⸗ mels Lust⸗Genieß. Ach! wirck in mir zu deinem Ruhm, mein GOtt, das wahre Christenthum. Lue. 12, 32. Fuͤrchte dich nicht ꝛc. 850. M. Du heilige Dreyfaltigr. dett, o HErr JEin rett dein Ehr, das Seufzen deiner Kirchen hoͤr: Der Feind Anschlaͤg und Macht zerstoͤhr, die itzt versol⸗ gen deine Lehr. ů 2. Groß ist ihrList, ihr Trotz und Macht, sie fahren hoch daher mit Pracht, all unser Hofnung wird verlacht, wir sind bey ihü'n wie nichts geacht. 3. Vergieb uns unser Missethat, In suͤssen die sich Christen nennen, mit nich⸗ in sos In Eii Older strn, achl. vertilg uus nicht, erieige Gnad, bewoiß 328 Don der Christlichen Nircheß 4 beweiß den Feinden in der That, es gelte wider dich kein Rath. . Steh deinem kleinen Haͤuf⸗ lein behj: Aus Gnaden Fried und Ruh verleih: Laß jedermann er⸗ kennen frey/ daß hie die rechte Kir⸗ he sey.. F. Laß sehn, daß du seyst unser GoOT, der unsre Feinde sotzt zu Spott; wirf ihre Hoffart in den —— und hilf den Deinen aus der oth. s. 2, 1. 2: Warum toben die H. 351. M. Freu dich sehr o meine. ——— Hirte deiner Heerde, dei! ner Glieder starcker Schutz, sieh doch wie die Asch und Erde, hrosser GOtt, init grimmen Trutz zobt und wuͤtet wider dich, und vermißt sich freventlich, deine Kir“ che zu zerstoͤhten und dein Erbtheil zu verheeren a. Du HeErr bist ja uuser Koͤnig, wir sind dein mit Leib und Seel: Menschen⸗Blut ist ja zu wenig wo du nicht Immanuel, zu der Dei⸗ nen Rettung wachst, und dich selbst zu Felde machst, fuͤr dein wahres Wort zu kaͤmpfen, und der Feinde Rott zu daͤmpfen. 3. Es trift deines NahmensEh⸗ re, deiner Wahrheit Heiligthum, Wobe deine Glaubens⸗Lehre, dei⸗ nes Leidens Kraft und Ruhm, und den Dienst, den dit allein, wir zu leisten schuldig seyn, darzu kanst du ja nicht sehweigen: deine Macht⸗Hand wirst du zeigen. 4. Du verlachst der Feinde Tuͤ⸗ cke treibst der boͤsen Rath und Schluß, Muth und Anschlaͤg selbst zuruͤcke,daß er nicht gelingen muß. Die Verfolgung hat ihr Ziel, du verhaͤngst iht nicht zů viel, und pflegst derer nur zu spotten, die, HErr, wider dich sich rotten. . Staͤrcke nur den schwachen Glauben, den bey so betruͤbter eit, Fleisch und Satan uns zu auben, und mit Furcht und Blo⸗ bigksit uns zu schrecken sind be⸗ 6. Hilf den Deinen, und bekehn der Veifolger blindes Heer! di Versolgung steur und wehre, di sie uns nicht sey zu schwer. Ni⸗ dich der Bedraͤngten an, leit au die auf rechter Bahn, die not ietzt, durchs Sataus Luͤgen, sih so ists mit selost um ihr Heil hetruͤgen. 2. Was . Laß uns recht und redlich han Witz anfa deln, und in Tauben⸗Einfalt dih schrecken, uns koben, un⸗ zufaͤllt, in bben, wöo ist, ind selt gantz gelassen, heilig wandel Statt, der und dabey uns kluͤglich hier sah tken: Wan cken in die boͤse Zeit, und suͤr si fen an, so scher Heiligkeit; auch der Feinh dre Bahn, List und Wüten, uns mit Schly den. gen Klugheit huͤcren.. Sie 8. Laß mit Beten und mit V wütaen chen stets uns stehn auf uns vuͤrgen ste Hut, und nur dich, HErt lassh ist bey iIyn machen, s wird alles werden guß kes Wellet JEsus streitet fuͤr uns hiet, un Leib ünd vertritt Uns dort bey dir, bis un wird sich E auf der neuen Erden bey ihm u 4. Sie umphiren werden. hach, Hach Pf. 134, 2. 3. Wo bet HErt nich ten, uhch i 952. In eigener Melodey. auch die e Woia Gott nicht mit uns dil Ach SOtt Zeit, so soll Israel 2. Waͤt GOtt nicht mit uns dien die soein atmes Häuffeinsind, ven Röm. 13)1 achtt von so viel Men 2. M. die au, uns sotzen alle. YObt 1 4.Dah f eisheit kenn kinder schwah ird nicht zuns n/ und bekehn des Heer! gi nd wehre, di chwer. Ni n an, leit aus ahn, die noh s Lüͤgen, sit etruͤgen. nd redlich ha en⸗Einfalt dij ilig waͤndelh glich hier sh t, und für sis uch der Feis no mit Schla nund mit V Thn auf unsth h, HErr lassn es werden gun uns hier, un ey dir/ bis ij n bey ihm iin der HErt nich Melodey. t mit uns dii Israel sageny mit uns dien uͤssu verzagen ufleinsind, ven 1. L2. ornig ihr Sish zugeben, ven ie uns hin mi eben, wir waͤn saͤuft, und uͤhn und mit G ind Danck dil Schlund um ein Vogel des ist ünste Se st entzwey, vn 0 *EEEEEF. ders Giiedern und Staͤnden. 5e eh uns bey/ des G Otis Himmels nd Erden. D. M. Luthet. Pf. 124/ S. Uisere Huͤlfe stehet im. 353. Mel. Wuͤr Gtt nicht mit. Gott der HErt nicht bey * uns haͤlt wenn unste Feinde koben, und er unsrer Sach nicht zufaͤllt, ini Himmel hoch dort bben, wo er Israels Schütz nicht ist, ünd selber bricht der Feindevist, so ists git und verlohren. 2. Was Menschen Krast und Witz anfaͤht, soll uns billig nicht chrecken, er sitzet an der hoͤchsten taͤtt, der wird ihin Rath aufde⸗ cken: Wann sies güfs 50116 greif⸗ fen an, so geht doch G dre Bahn, es steht iũ seinen Haͤu⸗ den. 3. Sie wüten fast ünd fahren pa als wollten sie uns frossen, zu nuͤrgen steht all iht Begeht, Gott ist bey ihn n vergessen. Wie Mee⸗ 466% Wellen einher schlan, nach Leib und Leben sie uns staͤhü, des wird sich SStt erbarnien. 4. Sie stellen uns töit Keßzei hach/ ach unsetmi Blut sie trach⸗ ten, noch rühmen sie sich Christen auch, die GOtt allein größ achten. Ach GOtt! der iheure Name dein, ——. ISISISIIII t ein an⸗ Hülf muß ihrer Schalckheit Deckel seyn, du wirst einmal aufwachen. . Aufsperren sie den Rachen weit, ind wollen uns verschlingen, Lob und Dauck sey GOtt allezeit, es wird ihn'n nicht gelingen, es wird ihr Strick iche kabr gar/ und stürtzen ihre falsche Labr, sie wer⸗ dens GOtt nicht wehren. 6. Ach HErr GOs& wie reich troͤstest du, die gaͤntzlich sind vert lassen, die Gnaden Thür steht nimmer zu, Vernunft kan das nicht sassen! Sie spricht: Es ist hün alls verlohrn, da doch das Cteütz hat neu geboͤhrn, die deiner If erwarten. . Die Feind sind all in deiner Haͤnd, dartu all ihr Gedaucken, ihr. Anschlag ist dir wol bekandt, Hilf nür/ daß wir nicht wancken. Vernunift wider den Glauben sicht, aufs künftig wil sie trauen nicht, da du tpirst selber troͤten. : Den Himmel und auch die Er⸗ den, hast du,„Eir Gott, gegruͤn⸗ det/ dein kicht laß uns hellewerden, das Heitz in utis entiůndet in rech⸗ ter Lieb des Glaubens tein, bis an das End beständig sehn, die Welt laß immier mürren. D. J. Jonas. Roͤm.13/i. Jederman sey untetth. 4. M. Etr Chtist der einig. Al Obtigkeité Stt setzet, als sti⸗ ne tschgge ein; Wer sie dafuͤr nicht schaͤtzet, wird niicht ohũ Strafe seyn. Man soll in Ehren halten, die GOttes Amt verwal⸗ en/ der sie dium Goͤtter nenut. 2. Was sie Amts halbet heissen, muß man nicht megern sich, Ge⸗ horsams sich befleissen, seyn sie gleich wünderlich: GOtt kan ihr Heitz bald lencken, und lehren bedencken, daß sie seyn unter m. 3. Daß sie von ihremeben, und ö Bom Obtigkeitlichen Stande. was durch sie geschicht/einst Ra⸗ chenschaft noch geben dort müssen vor Geticht: Auf daß von ihnen werde ihr anvertraute Heerde ge⸗ liebet und geyflegttt. 4. Durch sie uns GOtt verlei⸗ het den Dit e Schirm und Schutz Wit seyn durch sie be⸗ sreyet fuͤr boͤser Leute Trutz: Es můssen, die uns hassen, zů fried uns dennoch lassen, das schaft die OSbrickeit. . Darumi ihr aͤuch gebuͤhret Schoß, Schatzunig, Dienst und Pflicht: Denn was ihr Amt mit⸗ 11 00 solches wird lhnd ö——— 22.— von der Christlichen Virche, And soll mans auf Begehren, ohn Murren und Beschweren, entrich⸗ ten williglich. ‚ 6. Wenn man zu Dienste stehet für Augen und zum Schein, daß man der Straf entgehet, da ist das Hertz nicht rein: Der hat ein gut Gewissen, des Hertz ist so beflissen, daß es die Obern liebt. . Ach HErr lverleih uns allen, daß wir zu aller Zeit, den Obern zu Dabuir seyn willig und bereit⸗ aß wir ja nicht als Glieder, dem Haupte seyn zuwieder, das fuͤr uns sorgt und wacht. 9. GOtt! der du uns gegeben getrene Oberkeit, gib ihr ein lan⸗ ges Leben, Glück, Fried und Ei⸗ nigkeit! Gib auch die Kraft und Gnade, daß Suͤnde, Schand und Schade, duꝛch sie merd abgewaͤndt. 2 Chron. 19,6./. Er sprach zu den. 395. M. Auf meinen lieben G. J„starcker Gott, und Erre Zebaoth, dich lobet mein Gemuͤthe, daß Gute mich wunderlich von oben, zum Megiment erhoben. 4 2. Mein Mund soll allezeit, fuͤr olche Mildigkeit, von deiner Gna⸗ e singen, und dit ein DanckLird bringen; Es soll mein gantzes Le⸗ hen dir eintzig seyn ergeben. 3. Laß mich ohn Heuchel⸗ Schein, in diesem Stand allein, der Gottesfurcht nachstreben, deine grossn und stets fein Christsich leben, 2——————sñ—ᷓp Lob durch mich sich mehm 7 Ind 5 4. Gib, daß ich ohne Scheu, on dit Gott e Hunst und Tyranney mein Manchun mag recht verwalten, und ö unglück bre chen fleißig auf die Sch nd durch ch moͤge n Glauben halten, das Recht au keinem beuge, gern allen„ Weige 5. Berleihe auch dabey, daß fi bey mir nicht 110 Ansehung N 4. Fromn Personen, dem Unrecht beyzuwi was ich nie uen: Daß ich Recht sprech imgll wider zügef chen den Armen, wie den M yes Amtesg wie du bist: zugesaget haget. die Unterthauen sich gehorsaß ten, den wir stets erweisen: So wil ich, HEn er anthu un⸗ dich preisen, und loben deing nes Tödes G laß auch zu deinen Ehren, dein Ap. Gesch. 20, 28. So habt nun. 356. Mel. Zion klagranit Angst. VErr, mein GOtt, ich muß es klagen, und bekennen rund Vom Lehr⸗Stande. Nahm en,/ so laug ich lebe, Amen ten fronime en. C 7 57 tt 2. Nun fuͤhr ich nicht solch—.671 Eifer, als du mir befohlen haf 10, nd scheu des Satans Trutz und Glhron, der fer/bin entnommen gern der Lashin zu der y heraus, was mit anthut Leid und Mein Hertz steckt voll Furcht usstrauet die& Plagen; Sey mir gnaͤdig, hoͤr mich aus! Ich bositz ein schweres Amt, darinn mancher ist verdamt, und soll Rechnung dafür geben, wie die Menschen Seelen leben Scheu, wider deine Huͤlf userkauft alle On ruchnn dmmh en hrauchen deinen Stab ussen, laß uns Stocken Laode. 1 der Ter „* (sich mehrg T Und darneben emsig beten, hne Schel, ah pit Bott es befehlen,fein, wider ney mein Ah jnanchen Riß so tteten, daß nicht Iten, und uh Unglüͤck brech herein und mit Wa⸗ das Recht aul chen fleißig ganz Achtung geben ern allen 5 auf die Schantz, daß durch Leben und durch Lehren Gottesfurcht sich mͤge mehren. 4. Frommer Vater/ ach verzeihe was ich nicht hab wohl verricht, wider zuigesagte Treue, wider mei⸗ nes Amtes Pflicht, sey mir gnaͤdig, wie du bist: Beßre was verderbet k, augn ist, und erneure mich im Geiste, Deuck, aus Vn daß ich dir Gehorsam leistde. und jemand, 5. Deinem Donner gib die y gib zu venßt Starcke, daß er allieit treffe wohl, d alles sehen, his man dein Gedeyen mercke, is, da gib Nwaun es fruchtet, wie es soll. Laß en zu, und ui mich ohne Heuchel Schein, zů ver⸗ u das laß zurl mahnen machtig seyn durch dein „als was dirh heilsam Wort und Lehre, und die unpersaget, Widersprecher kehre,— der Eugeleihsh 6.. HErr JEsl, liebster Mei⸗ seyn auf all stet, gib mir Weisheit, Rath und id gib mirGnh Mund wider alle stoltze Geister, das ich solluch daß ich deinen Nahmen kund moͤ⸗ ewol gelinge ge machen, an dem Ort, da ich leh; erZeitöriedul de GOttes Wort, Gib, mir, was ander freulh hu zugesaget, daß ich thu, was dir die Feinde mi behaget. 90 „Schand abi 7. Sind doch wirs nicht, die da dabey, daß Ansehung du recht beyzumi⸗ ht sprech imgsh wie den R Buns fliehen, lehren, sondern deines Vaters uch gegen mit Geist, der sich dutch uns laͤsset hoͤ⸗ sich gehorsa ten, den wir bitten allermeist, daß wil ich, HEn er anthu üns mit Kraft, damit dei⸗ „loben deing nes Todes Saft, möge vielen Leu⸗ ch lebe, Amen ken frommen, daß sie willig zů dit — tommen. ö 8. Aüch duledlerGeist des HEr⸗ nieht aaeten GOtt mit Vater und dem h nicht solchh Sohn, gleicher Majestaͤt und Eh⸗ befohlen ulpen, uüd von gleichem hohen Dulitz und GThron, der du uns gefüͤhret hast u gern der Lashin zu der Propheten Last, und ber⸗ voll Furcht ustraulet die Genteine, die GOtt ihni ine Huͤlf utherkauft alleine. e wider Schn nen Stab usen, laß uns aucherschrecken nicht; I15 der Teufel hat gebrauen, was ders Gliedern und Staͤnden. aß uns nicht fuͤrArbeit grau;N * die Welt hat angericht, dampfe stets und schlichte gar, und nimm deiner Knechte wahr, daß wir treu⸗ lich moͤgen walten, deine Huld und Schutz behalten. ů . Fuͤll uns fruͤh mit deiner Onade, gib uns einen tapfern Muth,/ daß nicht jemand auf sich lade irgend eines Christen Blut, sondern sie mit grossem Fleiß, GOtt zu Ehren, Ruͤhn undreis, reisse aus des Teufels Rachen, se⸗ lig sie durch GOtt zu machen. Jer. 13, 19. Wo du dich zu mir. / M. Ach was soll ich Sunder QEsus ist mein Freuden⸗Leben, V JEsus ist mein Lebens⸗Kron, IEsus ist mein Gnaden⸗Thron, ihme thu ich mich ergeben? Mich erhaͤlt sein theures Blut, JEsus ist mein hoͤchstes Gut. ö 4. Ohne IEsum muß ich ster⸗ ben, ohue seiner Onaden⸗Schein hab ich lauter Hoͤllen⸗Pein, Leid und Seele muß verderben, drum sein Tod mir helfen thut, JEsus ist mein hochstes Gut. 3. Hab ich diests Zut im Her⸗ Ben, ey! so hab ich alles wohlwas ich ewig haben soll, daß mir kein⸗ mal hringet Schmertzen, das mit Wen Hochter Muth/ JIEsus ist mein Hoͤchstes Gut. 4. Also wil ich mich verlassen auf den HErten JEsiim Christ, wider alle TeufeltTist, wenn mich Welt und Menschen hassen, wenn mich schreckt der Höͤllen⸗Glut, JEsus ist mein hoͤchstes Gut. . Niemand kan mir Rettung senden, ohne Christ, der Gideon, GOttes eingebohrner Sohn, wel⸗ cher sich wird zu mit wenden, mit der Engel⸗Schaar und Hut. Jé= sus ist mein hoͤchstes GBüut. 6. Nun laß deine Macht mich mercken, hüf dem Sohne deiner eagd, wenn mich Furcht und Schtecken nagt, wollst du deinen Kuecht mich starcken, gib mir dei⸗ 11 ues 332 Von der Christlichen Rirche, nes Geistes Muth. JEsus ist mein hoͤchstes Gut. 7. Ein Geluͤbd wil ich dir ge⸗ ben, dein getreuer Knecht zu seyn, dir am Wort zu dienen rein, gib mir nur ein heilig Leben, gib mir deines Geistes Muth. IE⸗ Sus ist mein hoͤchstes G 8. So wil ich mit Freuden bij⸗ ben in dem Hause deiner Ehr, gn ne huͤten deiner Thuͤr, und esz sen dir verschreiben: Dir soll d nen Geist und Muth: JEsus mein hoͤchstes Gut. A. Früst Vom Haus⸗ und Ehe⸗Stande. Sp. Sal. 17, 17. Ein Freund lieb. 858. M. Du o schoͤnes Weltgeb. FEsu, allerliebster Bruder, ders 40 am besten mit mir meynt, du mein Ancker, Mast und Ruder, und mein treuer Hertzens⸗Freund, der du, ehe was gebohren, dir das Menschen⸗Volck erkohren, auch mich armen Erden⸗Gast dir zur Lieb ersehen hast. 55 Z. Du bist ohne Falsch und Tüͤ⸗ cke/ dein Hertz weiß von keiner vist; Aber wann ich nur erblicke, was hie auf der Erden ist, sind ich alles voller Luůͤgen: Wer am besten kan hetruͤgen, wer am schoͤnsten heu⸗ cheln kan, ist der allerbeste Mann. 3. Ach! wie untreu und verlo⸗ gen ist die Liebe dieser Welt, ist sie jemand wohl gewogen, waͤhrts nicht laͤnger, als sein Geld. Wenn das Gluck uns fuͤgt und gruͤnet, sind wir schoͤn und huͤbsch bedie⸗ net, komt ein wenig Ungestuͤm, kehrt sich alle Freundschaft uͤm. 4. Treib, HErr, von nix, und verhuͤte solchen unbestaͤndgen Sinn! Haͤtt ich aber mein Ge⸗ muͤthe, weil ich auch ein Mensche bin, schon mit diesem Koth be⸗ sprenget, und der Falschheit nach⸗ gehaͤnget; So erkenn ich meine Schuld,/ bitt um Gnad und um Geduld. . Laß mir js nicht wiederfah⸗ ren, was du, HErr, zur Straf und Last, denen, die mit falschen Waa⸗ ven handeln, angedraͤuet hast, da du sprichst, du wollest scheuen, und als Unstath von dir speyen aller Heuchler falschen Muth/ der G fuͤrgiebt, und nicht thut. 6. Gib mir ein hestaͤndigs g tze gegen alle meine Freund, an dann, wann mit Creutz u Schmiertze sie von dir bellg seynd, daß ich mich nieht ihn schame, sondern mich nach dir queme, der du, da wir arm bloß, uns gesetzt in deinen Schi 7. Gib mir auch nach deinn Willen, einen Freund, in dest Treu ich mein Hertze moͤge stilt da mein Mund sich ohne Sh oͤfnen und erklaͤren moͤge, das alles abelege, nach dem Maaß/ mir genuͤgt, was mir auf den g zen liezt.. 8. Laß mich Davids Gluͤck en ben, gib mir einen Jonathan/ mir sein Hertz moͤge geben, auch, wann nun jedermann n nichts Gates mehr wil goͤnnens nicht lasse von mir trennen/ s dern vest in Woht und Weh⸗ ein Felsen bey mir steh. ö 9. HErr, ich bitte dich erwa mit aus aller Menschen Meng/ ne fromme heilge Seele, die dir fein kleb und haͤng, auch mn deinem Sinn und Geiste mir sih Trost und Huͤlfe leiste: Trost/ in der Noth besteht, Huͤlfe, die n Hertzen gehthhh. 10½ Wann die Zung und Min nur liebet, ist die Liebe schlecht stellt; Wer nur gute Worte 9 bet, und den Haß im Hertzen h Wer nur seinen Kuchen schmieil und wanhs Bienlein wicht Eanr, al Ar/ ey! II. Ha Gebrechen nen Freur sprechen, u Feind. V zu schlagen Tagen, rei mir geust dan fleust. 12.w o wie koͤstl wann mit meinen V meines Fr standigs fuͤrchtet,! ein splch S 4h Gu Staͤ/ de ich haͤlt/ d ebe, wan qͤllt. Wi rommen ommen, Lauf: We ihm auf? 14· Nu gefallen, b mein Gra an dich fl Alten, die sammen dero Gliedern und Staͤnden. 733 hoͤchstes Gu lit Freuden hi⸗ deiner Ehr, gn huͤr, und es 1: Dir soll I uth: JEsus t. N. Früst ande. tuth, der G tthut. hestaͤndigs 9 eFreund, ai⸗ it Creutz un on dir beleh ich nieht ihj lich nach dir a wir arm in deinen Schoh ch nach deinn eund, in desl etze moͤge still ich ohne Sch n moͤge, da dem Maaß ir auf den 9 wids Gluͤck n Jonathan, oͤge geben, jedermann n twil goͤnnen s ir trennen, s — Wehl steh. ö tte dich erwis schen Meng/ io,aochn aͤng, auch i Geiste mir s iste: Trost,) Huͤlfe, die u ung und Mun iebe sehlecht. ute Worte g n Hertzen h 3* ein nicht mi füuͤhi fuͤhret, alsdann 92 10 er nach der Thuͤr, ey der bleibe sern von mir. 11. Hab ich Schwachheit und Gebrechen, HErr, so lencke mei⸗ nen Freund, mich in Guͤte zu be⸗ sprechen, und nicht als ein koͤm und Feind. Wer mich freundlich weiß zu schlagen, ist, als der in Freuden⸗ Tagen, reichlich auf mein Haupt mir geust Balfam, der am Jor⸗ dan fleust.*— 12. O wie groß ist meine Haabe! o wie koͤstlich ist mein Gut, JEsu, wann mit dieser Gabe dein Hand meinen Willen thut, daß mich meines Freundes Treue und be⸗ standigs Hertz erfreue. Wer dich fuͤrchtet, liebt und ehrt, dem ist ein solch 11 8 beschert. 1 Gute Freunde sind wie Staͤbe, da der Menschen Gang ich haͤlt, daß der schwache Fuß sich ebe, wann der Leib zu Boden gllt. Wehe dem, der nicht zum rommen solches Stabes weiß zu ommen, der hat einen schweren Lauf: Wann er faͤllt, wer hilft ihm auf? ö ů 14: Nun HErr, laß dirs wohl⸗ gefallen, bleib mein Freund bis in mein Grab, bleib mein Freund, und unter allen mein getreuster staͤrckster Stab! Wann du dich ir wirst verbinden, wird sich chon ein Hertze finden, das durch deinen Geist geruͤhrt, mir was Gutes goͤnnen wird. P. Serhard. Sir. 25, 1. 2. Drey schoͤne Dinge. 859. M. Wie schoͤn leucht't uns. ie schoͤn ist doch HBErr JEsu cChrist, im Stande, da dein Segen ist, im Stande heilger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab und alles Gut so mild herab, aus deiner heilgen Ehe, wenn sich an dich fleißig halten, Jung und Alten, die im Orden eines Lebens einig worden. 3. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn, und unverruͤckt bey⸗ sammen stehn im Bande reiner Treue, da geht das Gluͤck in vol⸗ lem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kan zerschlagen, kan jernagen, was GOtt giebet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Vor allen giebt er seine Fnad, in derer Schooß er fruͤh und spat sein Hochgeliebten heget. Da streckt sein Arm sich taͤglich aus, da faßt er uns, und unser Haus, gleich als ein Vater pfleget. Da muß ein Fluß nach dem andern gehn und wandern, bis sie kommen in das Zelt und Sitz der Frommen. 4. Der Mann wird einem Bau⸗ me gleich, an Aesten schoͤn, an Zweigen reich; das Weib gleich einem Reben, der seine Traͤublein traͤgt und naͤhrt, und sich je mehr und mehr vermehrt mit Fruͤchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannes⸗Sonne, Hauses Wonne, Ehren⸗Krone, GOtt denckt dein bey seinem Throne. 5. Dich, dich hat er ihm auser⸗ kohrn, daß aus dir werd heraus ge⸗ bauet, sein Wunderwerck geht im⸗ merfort, und seines Mundes star⸗ ckes Wort macht, daß ein Auge schauet schoͤne Soͤhne, und die Tocken, die den Rocken fein abspin⸗ nen, und mit Kunst die Zeit ge⸗ winnen.— 6. Sey gutes Muths, wir sind es nicht, die diesen Orden aufge⸗ richt, es ist GOtt, unser Vater: Der hat uns je und je geliebt, und bleibt, wenn unsre Sorg uns truͤbt, der beste Freund und Rather; An⸗ fang, Ausgang aller Sachen, die wohl und weislich lencken. 7. Zwar bleibts nicht aus, es man Leidensvoll die Thraͤnen laͤs set schiessen. Jedennoch, wer sich in Geduld ergiebt, des Leid wird LI3 Got⸗ bohrn das Volck, das sein Reich zu machen wir gedencken, wird er komt ja wohl ein Stündlein, da 337 Von der Christlichen Rirche, — GOttes Huld in grossen Freuden schliessen. Sitze, schwitze nur ein wen„ unser Koͤnig wird beheude machen, daß die Angst sich wende. 8. Wohl her, mein Köͤnig, nah herzu! Gib Rath im Creutz, in Noͤthen Ruh, in Aengsten Trost und Freude. Deß sollst du haben uhm und Preiß: Wir wollen singen bester Weis, und dancken Alle beyde, bis wir bey dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Nah⸗ men ewig loben werden, Amen. Haul Serhard. Pf. 127/3. Siehe, Kinder sind eine. 869. MI. O heilige Dreyfaltigk. s⸗ GoOtt ʒum Haus nicht giebt sein Gunst, arbeitet jeder⸗ icht selbst bewacht, so ist umsons der Wachter Wacht.. 2. Vergebens, daß ihr fruͤh auf,s steht, darzu mit Sorgen schlafen geht, und eß't eu'r Brodt mit Un⸗ gemach; Denn wems GOtt goͤnnt, giebt ers im Schlaf. 3. Nun sind sein' Erben unser Kind, die uns von ihm gegeben 05 Han, 15 Pfeil n Karcken Hand, so ist die Jugend Sott bekandt. 4. Es soll und muß dem gesche⸗ heu wohl, der dieser hat seinen Koͤcher voll, sie werden nicht zu Schand und Spott, fuͤr ihren Feind bewahrt sie Gott. 5. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, samt Heilgem Geist in ei⸗ nem Thron, welch's ihm auch also Lar. eit von nun an bis in Ewig⸗ eit. Pf. 138, 1. 2. Wohl dem, der den. 261. M. Wenn wir in hoͤchsten. ohl dem, der in GOttes — Furcht steht, und auch auf seinen Wegen geht! Dein eigen Hand dich naͤhren soll; so lebst du recht, und geht dir wohl. 2. Dein Weib wird in dein m Hause seyn, wie ein Reben voll findt. oh. Rohlroß. Trauben fein, und deine Kis Die heilig um deinen Tisch, wie Oelshst aus seiner tzen gesund und frisch. 7. Dari 3. Sieh, so reich'r Segen hin bohrn, di dem an, wo in Gottesfurcht! roth: Ve. ein Mann, von ihm laͤst der grimmigr Fluch und Zorn den Meusch quitt und Kindern angehohrn. 8. Mit s 4. Aus Zion wird GOtt segn kroͤnt, aus dich, daß du wirst schauen si der in dein lich das Gluͤck der Stadt Jen und macht lem, fuͤr GOtt in Gnaden a; 9. Er ser nehm.. kein ju Hr F. Fristen wird er das Lih daß Le be dein und stets mit Guͤte bey und halter Hun daß 10 1—0 Iiael un Then 0 Kin nd da rael Fi Theik a 1. und datß Israe Dni 6. Ehr sey dem Vater, und n drum bist e Sohn, und Heilgem Geist 0 1I. Den nem Thron, welch's ihm aucht ter dein be ey bereit, von nun an bit daß sie d Ewigkeit. D. M. Auch ziehn dich —— ied ö Wie gen⸗ L ied. Aunech Matth. 18, 10. Sehet zu, daß derlein. E2. M. Loht GStt ihrChrsi 13 Di No schlaf mein liebes Kih Kinoetein lein, und thu dein Aeugh dein, wie zu, denn GOtt der wil dein Vi wirst dus seyn, drum sehlaf in guter Ruh. 14. Deir 2. Dein Vater ist der li dich, bewa GOtt, und wils auch ewig seh ger Nahn der Leib und Seel dir geben wohl durch die Eltern dein. Am 3. Und da du warst in Sünd, wahr, dac bohrn, wie Menschen Kinder“ geb GOr und lagst darzu in GOttes Zun Jahr ein um Adams Sünd und Fall. 4. Da scheuckt er dir seiun Ri Ps. 39, 1 V. ur allem 15. Am ben Sohn, den gab er dir in d der kam aus Erd vom Himm Thron, half dir aus aller Noth. 63. Me „F. Ein Kindlein klein ward. gebohrn, am Creutz ans Pu goß, damit stillt er seins Vall Zorn, macht dich vou Suͤnden 6. Hoͤr, was dir Christ erwo F 2½½ iist ja, welch —* Du at mit einer 10 fen fau,d 10 büt mit seiner Marter g 0 gen feih * Lere Sliedernn und Standen. 835 . ind deine Kil Die heilig Tauf, das selig Bad, „wie Oelsh aus seiner Seite floß. frisch.. Darxin hist du uun neu ge⸗ 'r Segen han bohrn, durch Chrißi Wunden pttesfurcht koth: Verschlungn ist GOttes — 72 der/ auttt und 00. dein Schuld ist den Meusch auitt und ov6o. ru.„ iug Mitsenemcheid er dich auuch ird GOtt seg kroͤnt, aus lauter Lieb und Treu, st schauen si der in dein zartes Hertzlein stoͤhnt, er Stadt Jen und mgcht dich gantz spanneu. n Gnaden a 9. Er sendt dir auch sein Enge⸗ lein zu Huͤtern Tag und Nacht, rd er das Li daß Le bey deiner Wiegen seyn, it Guͤte bey und halten gute Wacht. rst sehen Kiuh 10. Damit der boͤse Feind kein Israel Fi Theit an deinem Seelchen findt: Das bringt dir alles Christi Heil; Vater, und n drum bist ein seelaes Kind. ö gem Geist iyn I11. Dem Vater und der Mut⸗ ihm aucht ter dein besiehlt er dich mit Hleiß, nun an bis daß sie dein treue Pfleger seyn, D. M. Quth ziehn dich zu GOttes Preis. „Lied. Sehet zu, daß! Ott ihrChri in liebes Kilh sellt sich zu dir sein, wil dein Au⸗ manuelchen seyn und liebes Brü⸗ derlein. 13. Drum Kinoelein, preis GOtt den Bater hu dein Aeugh dein, wie Zacharias Hänselein, so r wil dein Vi wirst du selig sehn. in guter Rui, 14. Der Heilge Geist der segi ter ist der u dich, bewahr dich allezeit, sein heil⸗ auch ewig sih ger Nahm behuͤte dich, schuͤtz dich el dir geben für allem Leid. ö ltern dein. 15. Amen! Amen! ja, das ist arst in Sundt u chen Kinder geb GOtt, daß du von Jahr zu u GOttes Zon Jahr ein gottselig Mensch seyst! r dir Len er dir seinn i9.—.7 ib er dir 02 4* Rrise⸗L iede E. vom Himmi is aller Noth. n klein ward. 55 ehnr Bal H Err IEsu Cyrist, der du selbst 5.. Snd Henincot. d 5 er seins Vatl ia, welches Hend gemnacht das vonSündenn Laud, dazu dis Wasserwogen. ir Christ erul„ 2. Du bist der Mann, der schaf⸗ Marter 910 sen kau, daß wir auf rechten We⸗ Igen sein srieduich gehn, und nini. 12. Dazu das liebe IEsulein ge⸗ un de ö hilgt thun, des Fleisches Luͤfe meiden; Geist der segne ser Hoͤhl hinauf ins Reich der Freuden: da keine Noth, Gewalt noch Dod uns kan von Esu schei⸗ wahr, das sagt der heilge Geist, Ps. 39, 13. Ich bin beyde dein. 863. Mel. Ich dauck dir schon. mer sehn, was uns kau Angst erre⸗ gen. ö 3. Sieh, HErr, ich bin hedacht dahin in deiner Furcht zu reisen: Du wollest mir doch fuͤr und fuͤr die sichre Strassen weisen. 4. Gib Gluͤck und Heil, daß ich in Eil die Reise vollenbringe, und mir mein Werck durch deine Staͤrck, o Vater! wohl gelinge. Laß mich doch heut, HErr! solche Leut auch zu Gefaͤhrten ha⸗ hen, die from, gelind und redlich find/ auch sonst von guten Gaben. 6. Dein Engelein laß mit ins seyn/ auf daß wir sicher gehen, und unfer Land in gutem Stand her⸗ nachmals wieder sehen. 7. HErr! lehr uns auch, daß den Gehrauch des Reisens wir im Leben verstehen rucht, als fromme Kuecht, und nach dem Himmel streben. 8. Laß uns doch nun, wie Pilger und sters durch dich geduldiglich .. Voth, Angst und Trübsal leisen. schlaf, mein liebes 9. Es koimt heruach des Todes⸗ Tag, da wür fort muisen reisep, wenns GOtt gefallt aus dieser Weltyund hir dee duy⸗aor speisen. 1. Doch faͤhrt diẽ· Seel aus die⸗ den.. II. Da darfich nicht ohn einigs Licht, wie hier beiy Nacht oft wen⸗ len. Orusser Ort wo fort und fort mein Danck⸗Lied soll erschallen. 15 Mos. 28) 20. 21. So⸗5)Ott. 364. Mel! Es ist das Henl nus. Gott! im Namem JESn Cbrist, reis'pich nun meine Strassen, miein Hüter, und mein Hitt du bist. diwirß inich nicht verbassen; Mein Leib und Seel hefehl ich dir, mein Ehr und Gut, und was du mir auf dieser Welt bescheret. 1— 38— l 2. Ich 336 Von der Christlichen Kirche, dero Gliedern ze. Ich weiß, daß ich allhier auf Eih bin mit jefahr umfangen, zu Leiner Zeit auch voͤllig werd die Ruh daselbst erlangen: Ich bin m ein Pilgrim, der steis muß fortse⸗ hen seinen Stab 10 Fuß, der nir⸗ gend Doch Fn 60 10 56,6 3. Doch daß ich im⸗ merzu die 32— Ppuch uͤherwinde, his daß ich dort die wahre Ruh und rechte Heimath finde; da ist dennmich ͤh und Sorge aus, da bin ich 1.—18 zu Haus,⸗ alle Unruh hat 15. 4. 90 1⁵ Ruhstatt 900 ich Rier itzund hey 1—4. Wallen: bitt, s HErr! mi 9. 0 ich dir Rte gefallen. Ind mich allieit auf rechter Bahn. u es, he ich fange an, das gne10 u von obe 1. Du weis, HERR, daß es krum wolle erfordert auszureisen: rum wollest du mit deiner Hand die Wege selbst mir weisen: hring — gesund, dahin ich soll, mein rck laß mich verrichten 10 7 gluͤcklich wiederkom 1 1 —6. Wend unterdeß a Unheil gb von meinen Anverwandten, die ich ö esn en hab/ und Hir Lon den Bekandten: Laß sie dir SOtt, hefohlen senn, hilf, daß ch e und 11 as Mein, in gutem Zustan gih auch diß dabey. da ich bahuuf chng se le, alle im: merdar vorsichtig sey, in allem as ich handle: Durch ch deines eilgen Geistes Gnad gib rechte Heit, Verstand! Waasen. mei⸗ nem Thun und Lassen 4 Schick her vor mir dein En⸗ ier. Von der Seligke Standes uͤberhaupt. Rom. 8, 24. Wir sind wohl seli 5 8 0 266. M. Singen—5 aus 4. wonbt, Ghbertöhluch il. u J 1 bin GOltes Bild und Ehi hin sein Kind; was wil Von elein, den Weg mir zubereiten Schr 106 sie mir stets zur Seiten ehn, Ruwigt mie 19 80 mich begleiten. Nin hoch% HErr! in deinen Schuyn, 2. 60 daß bosere Leute List und Trutz mi macht; nimmer koͤnne schaden. bracht: E 9. Nun, Vater! dir end ih mit mir, mich/ du kan Imechahe enden GOt halt bewahr und fuhr mich gnadiglich ich bin G. hier und an allen des. Und ia Sitz ist! hald, wo dirs gefaͤlt, nah 3. GOt dieser Unruh in der Welt/ bey dj mehr/ er g dort Ruh erlangen. alles, wa — Ihbm— sch bin Dancksagung nac 1¹m der Reise. f0 n Sö Mel. Werde munrer mein Christus Ni bab ich⸗ Gott Lob! vol at sich m det meine vorgehabte Ral sich mit nun ist solche gantz geendet, daru Ehristi S viel Lob. Ehr und Preis, Weilnid Auge auf deine Gnaden⸗Hand hat so sich 5. 2 durch das Land wieder bis 1 stoͤhrt, gebuhret jetzt, 9 mein GOit, Ii m gehůͤ ich komm 2. Du mein GOtt, hast mich hij Gulus ö Galeit nchn 2 Engel Schi für mich wache ã91 1. 610 gluͤcklich I Plage rül ch itzt mit Lust u 6, Dru Kend 1 n wie— 115— muth, we 0 05 ih un so 1 8 geth 10 ut, und hertl 1 s, liebt.ja w n 6 Daue erwei len uf, mein uch ich bitte dich, 9•9 GBit, d 1 n ferner deine 4— di Cheil, ste ich bald das Ziel erreiche 4* 2 Thess.! 0 en eit chhat,fühfe wih 8367½:M. aus diesem Leid von der er Lick keit, ich Wewigseh von der Er Gle laß mich—9 elig mbe das 10 NMensch! eit des Gnaden⸗ Nache 2. Ein Chritns 40 mon dene To and: ristus ist meii deine To Schmi de Gliede rn ze. leiten. Ni Seiten seyn, ir zubereiten, einen Scih hard ind Truß mii en. Hüͤlfe h gnädiglic, denn Und sa Welt, nac Welt/ hey di dir ergeb i 4⁵¹ — rete sie tinen nunter mein Lob! volleh gehabte Ras endet, darn eis, weil 0 mir anoch 14* „Schmu pon der Seligkeit des Snaden Standes uͤberhaupt. 537 in Ewigkeit, durch ihn werd ich reut, 3. GOtt 1 mich gerecht ge⸗ macht; Christus hat mir Heil ge⸗ bracht: GBtt zuͤrnt nimmermehr mit mnir, ich bin selig fuͤr und für: Got haͤit mich auf seinem Schooß, ich bin GOttes Hausgenoß, mein Sitz ist im Himmels⸗Schlpß. 3., GOtt verlaßt mich nimmer⸗ mehr/er giebt was ich nur hegehr; alles, was GOtt hat, ist mein; Christi Taufe wascht mich rein: sch bin GSottes Htiligthum⸗Ehri; us niexet mich mit Ruhm/schenckt ich mir zum Eigenthum. Ottes Liebe wohnt in mir, Saie Gngd ist mein Panier: hristus hat mich auserwahlt; Er at sich mit mir vermaͤhlt j er hat ich mit mir vertraut; ich bin Christi Schatz und Braut, Christi Auge auf mich schaut. . Meine Ruh bleibt unge⸗ stoͤhrt, mein Vergnügen ewig aͤhrt, meine Lust vergehet nicht ich komm ber il d ins Gericht: hristus selber ist der Mann, der uͤr mich hat gnug gethan, keine Plage ruhrt mich an. 6. Drum bin ich stets wohlge⸗ muth, weil mich Christus hat in Hut, und sein Hertz mich ewig lebtja weil er sich gantz mit giebt. Af, mein Geist, und nicht verweil, Ott, der selbst dein Gut und Theil, stets zu lieben suͤr dis Heil. 2Thess. 1, 10. Wenn der HErr. 867. M. Nun freut euch lieben. O Licht vom Licht! o Vaters Glantz! Wahrheit und das Leben! der du als GOtt und Rensch dich gantz vum Opfer hin⸗ gegeben fuͤr uns, und darauf deine Macht, aus deines grossen Vaters Kr Hoberhue gersinden du, z. Als Hoherpriester stirbest du, due nig hast du Ae verlassen eine Todes/Ruh, und mit dir dei⸗ ge Glieder der Holl entfuͤhrt: hast Creutzes⸗Tauf, zum Vater fort⸗ gesetzet.* 9395 3. Derselbe hat dich, seinen daß du auf deinem Ehren⸗Thron deine grosse Loͤwen⸗Starck zu Spott und Schanden machen. 4. So hat durch Todes⸗Leiden dich mit Nreis und Schmuck ge⸗ kroͤnet, Gott! dein GOtt, und wunderlich den Stein, so da ver⸗ hoͤhnet, zum Eckstein seiner Kirch baberrt zum Ehren, Haupt, das da beseelt die Glieder seines Leibes. 3. Er hat dir alles unterthan, und dir das Reich beschieden; Doch dieses Niemand laͤugnen kan, daß wir, so da hienieden, dein Reich und deine Herrlichkeit nicht recht erkennen bis zur Zeit der siet benden Posaunen. 6. Da wird das Lehen, das noch jetzt in GOtt sehr tief verborgen ausbrechen wie ein heller Blitz wenn jener liebe Morgen, nae vorgeganguem Abend⸗Licht, wird seyn, und jener Boͤsewicht im Ab⸗ grund starck versiegelt. z. So gehts auch uns, die wir erbaut aus deinem Fleisch und Beinen, die du dir als dein Wei vertraut, und die du als die Dei⸗ m5 Reute Gͤe ar in dir, unbefleckte Gottes Zier, gezeich⸗ net I undn de geieich 8. Wir sind in deinen Tod ge⸗ tauft, und samt dir auch egraben, Lacht, du uns die du Gaben mit Licht, mit Heil mit Gaben, mi Chr und Herrlichkeit erfuͤllt; b3c ist dis alles noch umhüllt mit Suͤnd und Schwachheitswindeln. dir inwendig schon gescht doch sind wir Wssgrpugie 7. weil uns noch taͤglich drüte suchung, S. ö ů 17 chwachheit. Buugg deinen Lauf, nach ausgestandner Sohn, gesetzt zu seiner Rechten, suͤr deine Braut sollt fechten, und ihrer Feinde List und Werck durch 9. Wir sind wohl selig, und von Hier, 1011 ö d 838 Von der Seligkeit 2. und Noth, und dieser Leih Stauh und Koth uoch dermoleinlt muß werden.. 10. Ich selbst sag oft mit jeuer Braut, die du doch dir eruennet: Ich bin sehr U0 auf mich nicht schant, die Sonn hat mich, verbrennet. Mein Jacob und Immanuel!ich bin Lea, und nicht ahel, wie soll ich dirs verheelen? 11. Vielweniger wil mich die Todes Band zerrissen gar mi eigner Hand. 110. 2. Die Schuld der Welt er zahn len sollt, nicht zwar mit Silbe oder Gold, sondern mit seinem theuren Blut, alsbald aufhoͤren Wut Lur ed 2/ Im Himuuel hoch er juhilith sein Heist die gantze Welt regiert: Durch ihn geht fort des Vaten Rath/ wie der Prophet geschrie ben hat. Welt erkennen, und groß gchten, weil ich mich schaͤm, nach Ehr und Geld, und ihrer Lust zu trachten Nenn ich in Demuth mich dein Kind, so wird sie rasend, toll Ind blind, wie Caiphas, der Heuchler. 2. Aso bin ichHErr JEU Christ! mit dir in GOtt verhor⸗ gen, so lange, bis du kommen wirst, und vollends von den Sorgen, dein Zion, die geliebte Braut, darauf dein freundlich Ange schaut, er⸗ losen und befreyen. 13. Dann wil ich dir, o GOttes Lamm! mit Pracht entgegen ge⸗ hen, wie eine Braut dem Braͤuti⸗ azn, und dir zur Rechten stehen, dasel dein Esther frey von dir, am Glaͤsern Meere fuͤr und fuͤr, auf ihrer Harffe spieleen 14. Hier ist des Koͤnigs Tochter zwar inwendig schon gezieret: dort aber wird sie gantz und gar auswendig seyn poliret, mit schon⸗Fwenn du betest, erhoͤr ich dich. gestickter Kleider Schein es wird kRin gleck uoch Matkel senn an ih⸗ rem gantzen Leibe. ö 15. Ach! drum brich auf, mein fiebstes Heil, damit ich dich bald sehe, wenn ich dereinst in meinem ö 5⁰ Theih mit Danjel aufstehe. Hier saim voll, so muß der Fluß auch rie bleib ich doch verborgen mir, und andern/ bis dñ mich zu dir inn Pa⸗ radeis wirst fuͤhren. Roͤm. 5,16. Vlelmehr werden die. 369. M. Nun last uns den Leib. Was hat gethan der heilig Christ? sag an, o Hertz, zu dieser Frist: Er hat des bittern nem Rath sich nun mit niir ver⸗ Hzufrieden 6UN. 4. Er hat mein Hertz zu sich g kehrt, und mit dem hochsten Schatz beehrt. Er hat wohl durch den Glauhen mein gezogen mich in sich gar sein. 5. Ich bin ein edles Pflaͤntzt lein, und trag das Ehren⸗Kkantze lein, und bin ein Furst der Herr, lichkeit, gezieret mit Gerechtigkeit. 6. Der Sonnen Glantz lich schi. men thut vor meinem Licht und Klarheit gut. Es wuͤnschen auch die Engelein: Ach! moͤchten wir so herrsich senoopn. 7. DesVaters Hertz in Lieh ent⸗ brannt hat sich gaͤntzlich ꝛu mir ge⸗ wandt. Er spricht zu mir aus Hertzens⸗Grund: du bist mein Sohn zu asler Stund. 8. Bitt, was du wilt, es ist schon dein, weil du der liebste Erhe mein; In deinem Tempet wohne ich, 9. Und weil Christus nach sein einigt hat, wer wil sagen, daß ich so hold den Heilgen Geist nicht haben sollt? 2 chen wohl. Der Weinstock giebt den Reben Saft, die Rebon habu des Weinstocks Kraft. . Zn dem bin ich ein machtger HErr zu streiten wider Satans in. Sund noch Zorn mich ue G setz muß mich 1 Denn Heer: keiy schrecken l⸗ * 10. Denn ist der Born von Bab 14. Den und Zorn, Gesetzes H an mich! doch das I3. Wet Muth/ so; Bad, dam Bad, dam I4. De wuͤrgen n lich in mie bin in IE Ruh und 1. Fuͤr sag ich di Schall, ac tes Sohn, mein Heil der Zeit, oben! wer me heist, bn en; Ch Oele dein sindo, die 2. Du schlechts, Kinder,R theilhafti Ehr ist d nicht vor geschäftig machen K Hassen/ n des Snaden⸗Standes uͤberhaupt. 7²9 I8. Denn bin ich frey von Suͤnd z. Du bist ein Priester und Pro⸗ und Zorn, was frag ich nach des phet, der vor des Hoͤchsten Throne 11. Gsetzes Horn, damit der Teusel steht, und wird von Gott geleh⸗ mit Silbe, an mich wil? verlohren hat erret. Du bist ein König, dessen zuit seinen doch das Spiel. Macht weit groͤsser ist, als man ld aufhöre 14. Wenn er streitet im hohen gedacht, ob dich gleich niemand Muth,/ so zeig ich ihm des Lammes ehret. Freylich, heillg und so herr⸗ Blut, und halt ihm vor der Taufe lich bist du schwerlich ohne Glau⸗ sen gar mi Welt er 100 Her jubilitz Welt regiert! ad, damit gewinne ich von statt. ben, den dir doch kein Feind kan tdes Vatei 0— Der Tod kan auch mich rauden. 5 Het geschri würgen nicht, ob er gleich moͤrd⸗4. Du bist auch deines JESn Ach in mich sticht. Denn weil ich Braut, hat er sich nicht mit dir rtz zu sich hin in IEsn Christ, der Tod mein vertraut, und dich selbst schön ge⸗ em hochtten Ruh uund Leben ist. ö schmuͤcket? Hat er dir nicht dos ut wohl durch Geistes Pfand von seinem Thron I5. Fur diese Wohlthgt überall sag ich dir Dauck mit frohem zeiogen mich sa herab gesandt, damit du unverruͤ⸗ Schall, ach du, mein lieber GDt⸗cket stuͤndlich, gruͤndlich mit dem les Pflaͤntze ses Sohn, meins Hertzens Freud, Hertzen unter Schmertzen ihm Hren⸗Klantzt miein Heil und Kron!— anhaͤngest, und nach ihm allein ist der Heir Steph. Praͤtorius. verlangest! ö fzerechtigkeit. I Petr. 2, 9. Ihr aber seyd das. I. Du siehst, bedencks! mit antz sih schl. auserwählte Geschlecht, das GOtt im Bund, sein Thron ist dei⸗ m Licht und Koͤnigliche Priesterthum, das nes Hertzens Grund, darinn er uͤnschen auch heilige Velck, das Volck des Wohnung machet. Aus dir macht moͤchten wit Eigenthums, daß ihr verkündiz er sich einen Ruhm, du bist sein hen sollt die Tugend deß, der bestes Eigenthum, darüͤber er tz in Lieb ent⸗ euch beruffen hat von der Fin⸗stets wachet: Was mehr? daß er ich zu mir ge“ sterniß zu seinem wunderbaren aus Erbarmen in den Armen dich zu mir aus Licht. sttets traͤget, und wie eine Mutter u. bist mein 370. M. wie schoͤn leuchter der. heget. 9 Wirrehimrenne dernicher 6. Wer ist, der alles sagen kau, l, es ist schn 1) o Christen⸗Mensch! hier in was dir für Ehre angethan schon e Erbe mein: der Zeit, und noch vielmehr dyrt hier auf dieser Erden? So ists wohne ich, oben! wenn anders was dein Rah⸗ auch noch nicht offenbar, doch ich dich. us nach sei mit miir ver⸗ me heist, dein Wesen und die That ben; und deine Werck dich lo⸗ en; Ehristus JEsus salbt mit bleibts gewiß und ewig wahr, daß du GOtt gleich mirst werden: Deine reine LeibesAugen werden igen, daß ich Dele deine Seele; Geistes Haben taugen, Gott zu sehen, wenn du Geist nicht sinds, die dich so hoch erhaben, wirst verklaͤrt ausstehen. 3. Du bist selbst goͤttliches Ge⸗ 7. O Christen⸗Mensch! bedenek orn von Baß schlechts, der Kindschaft und des den Stand, darein dich GOttes Fluß auch ri KinderRechts mit der NaturGnadon⸗Hand gesetzt, und seine instock giebt theilhaftig. Sieh, welche Lieb und. Wuͤrde: Ruͤhm deine Hohe jeden⸗ 4604 habu ein mächtger ider Satans ch Zorn—. etz muß mich Denn ö ö Ehr ist dis! die Welt haͤlts zwar nicht vor gewiß: Doch vb sie gleich geschäͤftig, immer schlimmer es zu machen mit dem Lachen und dem Hassen, muß sie dir die Ehre lafsen. zeit in aller de ner Niedrigkeit; trag aber auch die Buͤrde. Lebe, strebe, daß dein Adel, ohne Dadel immer bleibe, und vor allen Din⸗ gen glaͤube! Vom 34e vom Tode und Sterben. + 2Sam. 12,23. Nun das Kind todt. 872. M. Wenn mein Stuͤndlein. A lieben Eltern, trauret nicht, mir ist gar wohl geschehen, ich kan nunmehr von Angesicht GOtt meinen HErren sehen. Wornach ihr euch dort unten sehnt, und wie ein Hirsch nach Wasser gehnt, das kan ich jetzt geniessen. 2. Nunmehr steh ich vor Got⸗ tes Thron, mit samt den lieben Engeln, ich trag ein' unverwelckte Kron, und weiß von keinen Maͤn⸗ geln, ja JEsus selbst, o Freuden⸗ Schein, der nennet mich sein Bruͤderlein, Schwesterlein] und setzt mich ihm zur Seiten. 3. Der auserwaͤhlten Seelen⸗ Schaar, die euch dort sind entnom⸗ men, die bieten mir ihr Haͤnde dar, und heissen mich willkommen, sie singen mir im hoͤhern Chor ein ewigs Hosianna vor, und uner⸗ hoͤrter Wonne. 4. Warum betruͤbt ihr euch denn nu, ihr Hertzgeliebten Mei⸗ nen? ach goͤnnet mir doch diese Ruh, und hoͤret auf zu weinen; es ist ja nicht mehr lange Zeit, da wir in dieser Ewigkeit jusammen werden kommen. 3. Wenns moͤglich waͤre.daß ihr koͤnnt auf einen Blick nur schauen, was JEsus mir vor Wonne goͤnnt in diesen Sternen⸗Auen, ihr wuͤr⸗ det mit Verwundern sehn, wie mir nun iß so wohl geschehn, und euer Klagen stillen. 6. Nun liehster Vater, der ihr habt fur mich gesorgt mit Treuen, der GOtt, der die Betruͤbten labt, der woll auch euch erfreuen, habt gute Nacht und glaͤubt dabey, daß 3 ich nun wohl versorget sey, bey mein und eurem Vater. 7. Auch dich, o suͤsses Mutter⸗ wie ein Strom beginnt zu rinnen Vom Stande der funftigen Herrlichfess; 1. Von dessen vorhergehenden Dingen. Vom Tode und Sterben. Hertz, wil ich hiemit gesegnen Gott helfe, daß hinfort keis Schmertz ench moͤge mehr begs⸗ gnen, GOtt geb euch seiner Engih Wach, und helf euch allen endlich nach zu dieser Himmels⸗Frende, Sir. 40, 1. 2. Es ist ein elend jam 873. M. wenn mein Stuͤndlein Ysch wie elend ist unser Zeit all hier auf dieser Erden! Gg bald der Mensch darnieder leiß wir muͤssen alle sterben. Allhil in diesem Jammerthal ist Ril und Arbeit uͤberall, auch wann en wohl gelinget. ö 2. Ach! Adams Fall und Mh sethat solchs alles auf uns erbes O Gott, gib du uns guten Ralhy daß wirs erkennen lernen daß wi so blind und sicher seyn mitten ih Truͤbsal und in Pein, das ist ja erharmen. 3, HErr GOtt, du unser Zu flucht bist, dein Huͤlfe thu um senden, denn du der Deinen nicht vergist, die sich zu dir nur wenden mit deinem Geiste steh uns hen ein selig Stuͤndlein auch verleih, durch JEsum Christum, Amen. sset die dahn Ps. 90, 5. 6. Du laͤssest sie dahii, 874·.In eigener Melodey. wie fichtig, ach wie fluͤch tig it der Menschen Leben wie ein Nebel bald entstehet und bald wiederum vergeher, so ist un ser Lehen, seher. 3. Ach! wie nichtig, ach 0 fluͤchtig sind der Menschen Tage und mit Lauffen nicht haͤlt innen so eilt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach! wie nichtig, ach wit fluͤchtig ist der Menschen Freude Wie sich wechseln Stund und 50 Teh keiten. 25 ten/ Licht. Gtreiten, 4. Ach! fluͤchtig ist wie ein Bl wenn ein r⸗ ist uusre S F. Ach! der ist er sich/ n überworffe trift itzt eit fuͤchtig ist wiè sich eit da, bald do Gluͤcke seh 2. ch fluͤchtig if über den, heut die H man morg 8. Ach! luͤchtig ist nen, wild nen. 3 ist gleich dessen wir sichin Veni Tode und Sterben. I ichfef Dingen. 1. nit gesegnen hinfort kei ge mehr begz seiner Engeh allen endlich nels⸗Frende, ein eiend jaͤm inStündlein, unser Zeit al Erden! Gg arnieder leiß rben. Allhil thal ist Mus auch wann e Fall und Mis uf uns erbeh. 5 guten Rath ernen daß wi oyn mitten i n, das ist ja u du unser Zu ülfe thu un Deinen nicht rnur wenden steh uns ben auch verleih/ um, Amen. Joh. Sigas sest sie dahin Melodey.-. ach wie fluͤch uschen Leben entstehet un jehet, so ist un htig, ach wit euichen 2000 innt zu rinnen cht haͤlt innen uhinnen. htig, gch wit ischen Freude tund und Zei telh ten 4.9.7 Stleiten, so sind unsre Froͤhlich⸗ keiten. 1696684**— 4. Ach! wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Menschen Schoͤne! wie ein Bluͤmlein hald vergehet, wenn ein ranhes Luͤftlein wehet/ so ist uusre Schoͤne sehet! F. Ach! wie nichtig, ach wie Der l ist der Menschen Staͤrcke, er sich, wie ein Loͤw erwiesen, übertoorffen mit den Riesen, den trift itzt ein kleine Druͤsen. 6. Ach! wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Menschen Gluͤcke/ wie sich eine Kůgel drehet, die bald da, bald dorthin stehet, so ist unser Gluͤcke sehetll 20 7. Ach! wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Menschen Ehre, über den, dem man hat muͤssen heut die Haͤnde hoͤflich kuͤssen, geht inan morgen gar mit Fuͤssen. 8. Ach! wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Menschen Wissen, der das Wort ban treflich fuͤhren, und vernuͤnftig discurriren, der muß allen Witz verlieren. . Ach! wie nichtig, ach wie slůͤchtig ist der Menschen Dichten, det, so Kunst hat lieh gewonnen, und manch schoͤnes Werck erson⸗ nen, wild zuletzt vom Tod erron⸗ An 10. Ach! shie nichtig/ ach wie fluͤchtig sind der Menschen Schaͤ⸗ e Es kan Fluth und Glut ent⸗ 1 dadurch eh tbits uns verse⸗ en/ alles niuß zu Boͤden gehen. 11. Ach! wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Menschen Herr⸗ schen, der durch Macht ist hochge⸗ stiegen, muß zuletzt aus Unvermuͤ⸗ gen, in dem Grabe niederliegen. 12. Ach! wie nichtig, ach wie fluͤchtig ist der Menschen Prangen! Det im Purpur hoch vermessen, ist gleich wie ein GOtt gesessen besen wird im Tod vergessen. Ach wie nichtig, ach wie Licht und Dunckel, Fried und —7 das hin und her suchii sind der Menschen 630 ö 5 8 0 chen, alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen. Wer Gott fuͤrchtt, bleibt ewig stehen. Mich. Franck. Offenb. Joh. 14/13. Selig sind die. 375. M. Aiebster JEsu du wirst. Age mder deh ich gehe, sitze, liege, oder stehe, sehn ich mich nach JEsu Christ, der fuͤr mich gestorben isttt. ⁊. Von det boͤsen Welt zu schei⸗ den, nach so vielem Ereutz und Leiden, wann es ihm gefaͤllig ist, bin ich fertig und geruͤst. 3. Wann ich werde mit ihm le⸗ ben, herrschen und in Freuden schweben, o! wie selig werd ich seyn bey den lieben Engelein. 4. Hertzlich werd ich mich er⸗ freuen, wenn mich Christus wird verneuen, und im Himmel fuͤhren ein, praͤchtig da bey ihm zu seyn. Zung und Hertze wird da klin⸗ gen, und dem HErren JEsu sin⸗ gen, ewig werd ich stimmen ein mit den lieben Engelein. 6. Besser Leben werd ich finden, ohne Tod und ohne Suͤnden, o wie selig werd ich seyn bey den lie⸗ ben Engelein. Joh. Angelus. Phil. 1/21. Christus ist mein Leb. 876. M. Zertzlich thur mich verl oen ig n ist meingeben, Ster⸗ ben ist mein Gewinn, dem thu ich mich ergeben, mit Freud fahr ich dahin. Mit Fteud fahr ich von dannen, zu Christ dein Beuder mein, auf daß ich zu ihm komme, und ewig bey ihm sey. 2. Nun hab ich uͤberwunden Creutz, Leiden, Angst und Noth durch sein heilig suůnf Wunden bin ich versoͤhnt mit GOtt. Wenn meine Kraͤste brechen, mein Athem geht schwer aus, und kan kein Wort miehr sprechen; HERR nim mein Seufzen an!. 3. Wann mein Hertz und Ge⸗ dancken zergehen als ein Licht, thut wancken, wenn 8⁴⁴ vom Tode Und Skerbenn. S wenn ihm die Flamm gebricht. Ach laß mich an dir kleben, wie ei⸗ ne Klett am Kléid, und ewig bey dir leben in der himmlischen Freud. 29907 4. Alsdann fein sanft und stille laß mich, HErr, schlafen ein, nach deinem Rath und Willen, wenn komt mein Stuͤndelein. Wohl in des Himmels Throne sing ich Lob, Ehr und Preis, und ewig bey dir wohne, Vater, Sohn, Heil⸗ ger Geist. Simon Graff. Hiob 14, 1. 2. Der Mensch, vom. 277. M. Auf meinen lieben SOtt D.eleid, die auer voller Hertzeleid, die allerbesten Tage sind nimmer ohne Klage, und wo wir Schein⸗Lust finden, ist Angst und Quaal dahinden. . Kein Stand, kein Alter ist fuͤr Wiedergluͤck gefrist, so bald ein Meusch geboͤhren, ist ihm die flicht erkohren, eyn Auoflucht und ohn Meiden, was kommen Tan/ zu leiden.„ 3. Ein jeder fuͤhlt sein Theil, und findt kein ander Heil, daß ihn der Sehuld entziehe, denn daß er sich demuͤhe um ein Trostselig wenden. bey GOttes Gunst zu werben. 4. Solch Sterben ist der Schluß an Unmuth uns Verdruß, die uns mit vollem Haufen stets kommen angelauffen: Oselig wer dem Le⸗ hen das Ende gut kan geben. 5. Der lebt und schwert allzeit in lauter Froͤhlichkeit, da er sein Leben liebet, da ihm kein Ding be⸗ nruͤbet, da er in vvllen Frellden kan seine Seele weiden:: 6. S JEsu Todes Tod, laß uns in Sterbens⸗Noth dein innerli⸗ ches Staͤrcken in uuserm Hertzen mercken, daßz bir bey Lebeus En⸗ den uns freudig zu dir wenden. 7. Spring uns, o Heiland, zu, und gid den Sinnen Ruh, wann uns im letzten Zagen die Holle wird verklagen, daß wir auf dei⸗ Gerechten Kroͤne, die mir wahn Freud erregt, in des Himmels nem Nähmen getrost verscheiden Amen. ö 2 Tim. 4, 7. 8. Ich habe einen gut. 878½ M. Christus der uns selig Einen guten Kampf hab ich auf der Welt gekaͤmöfet! den Gott hat sehr gnaͤdiglich meim Nothgedaͤmpfet, daß ich meine Lebens⸗Lauf seliglich völlendet, und die Seele Himmel⸗auf Goll den HGErrn gesendet. ö 2. Forthin ist mir beygelegt de Throne; Forthin meinesLeben Licht, dem ich hier vettrauet, nein lich GOttes Angesicht meine Ses le schauet. 3. Dleser boͤsen schnoͤden Well jaͤmmerliches Leben mit nun lal ger nicht gefaͤlt: Drum ich mich N ergeben, meinem JEsll, da ich bul izt in lauter Freuden! Denn ein Tod ist mein Gewinn, sein Vei dienst und Leiden. ö 4. Gute Nacht! Ihr mein Freund, alle meine Lieben, alle, die ihr um nlich weint, last euch nicht betruͤben; diesen Abtritt, den ich thu in die Erde nieder, sebant die Sonne geht zur Ruh, koͤmt doch morgen wieder. ö einr. Alberti Jes. 41, 14. Sö fuͤrchte dich nun ⸗ 870. M. Wenn mein Stuͤndlein. Ein Wuͤrmlein bin ich arm und kein, mit Todes⸗Noth umget ben, kein Trost w.iß ich in Malck Bein, im Sterben und im Leben, denn daß du selbst, HErr IEsu Christ, ein arimes Wuͤrmlein wor den bist, ach GOtt! erhor mein Klagen.* 3. Laß mich HErr Christ, an deinem Letb ein grünes Zweiglein bleiben, mit deinem Geist, HErt, — 3. So laß Noth umko: kom mir zu mein Angst Denck, daß ein Glied un in Fried laß 4. Gedene ten Eyd/ da ren, so wahr ich sol nie soll nicht kon Tod ewigli dein Heil w Ach! G te seyn dein ben, ein selgt leihn, ich wi wil dir tra Ott: De oth, die 6. Drum dir mein Se treuer G dein'n Geist und wenn kan/ so nim durch JEsu 2 Tim.4½18 830. M. Fudver und verg sweil dich n te, ruft aus Aus der T. sollt du fal kein Ohr Ewigkeit a xů 2. Tag tuffen zu Gott, wei betroffen, Noth: W dersmann, Aen han, ehen, daß all mein Gesicht, und meines Bleiß bey mir bleib, wann sich mein Seel soll scheiden. Wann mir vergeht L bens ist miehr nicht, allhier auf dieser Erden. 3.6%ds auch Vom Eode und Sterben. 343 st verscheiden abe einen gutt kom m det uns selig f hab ich als möfet!: dens diglich meim iß ich meinet ch völlendet nelsauf GOt beygelegt det ie mir wahn Himmels ieines Lebens ktrauet, nein t meine Sei hnoͤden Well mit nun laͤn⸗ um ich mich sll, da ich hin 1 Denn sein n, sein Vel Ihr meint Lieben, alle/ nt, last euch osen Abtritt, Erde nieder, eht zur Ruh, jeder. ur. Alberti⸗ hté dich nuͤn⸗ Stuͤndlein, ich arm und Noth umge ich in Marck nd im Leben/ HErr JIEsü ürmlein wor⸗ erhoͤt mein ses Zweiglein Geist, HErt, ch meinSeel umir vergeht meines Bleiz allhier auf 3. So laß mich nicht in dieser Noth umkommen noch verzagen, ir zu Hülf, du treuer GOtt mein Augst hilf mir ertragen; Denck, daß ich bin am Leibe dein ein Glied und grüͤnes Zweigelein, in Fried laß nuch hinfahren. 4.Gedenck, HErr/ an den theu⸗ ren Eyd/ da du selbst hast geschwo⸗ reu, i wahr du lebst von Ewigkeit, ich son nicht seyn verlohren, ich soll nicht kommen ins Gericht, den TCod edwiglich schmecken nicht, dein Heil wollst du mir zeigen. Ach! GOtt, laß mir einLeuch⸗ te seyn dein Wort zum ewgen Le⸗ ben, ein selges End wollst mir ver⸗ leihn, ich wil niich dir ergeben, ich wil dir traun mein HERR und GOtt: Denn du verlaͤst in keiner Noth, die deiner Huͤlf erwarten. 6. Drum wil ich nun befehlen dir mein Seel in deine Haͤnde, ach treuer GOtt steh vest bey mir, dein'n Geist nicht von mir wende, und wenn ieh nicht mehr reden kan, so nim den letzten Seuster an, durch JEsum Christum, Amen. Barth. Froͤlich. 2 Tim. 18. Der HErr wird mich 330. Ui. Romt last euch den H. Fun dich sehr/ o meine Seele, und vergiß allNoth und Qugal/ sweil dich uun Christus dein HEr⸗ te, xuft aus diesem Jammerthal; Aus der Truͤbsal, Angst und Leid, sollt du fahren in die Freud, die kein Ohr jemals gehoͤret, und in Ewigkeit auch waͤhret. 2. Tag und Nacht hab ich ge⸗ tuffen zu dem HErren meinen GOtt, weil mich viel Creutz hat betroffen, daß er mir huͤlf aus der Noth: Wie sich sehnt ein Wan⸗ dersmann, daß sein Weg ein End Ren han, so hab ich gewuͤnschet eben, daß sich enden moͤg mein Leben. 3. Denn gleich wie die Rosen sehen unter Dornen spitzig gar: lauter Angst und Gefahr. Wie die Meerrs' Wellen sind, und det ungestuͤme Wind: Also ist allhier auf Ceden unser Lauf voller Be⸗ schwerden. 4., Welt, Tod, Teusel, Suͤnd und Hoͤlie unser eignes Fleisch und Blut, plagen stets hie unser Seele, lassen uns bey keinem Muth. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Creutz sind unsre Tag, wann wir nur gebohren werden findt sich Jammer gnug auf Erden. 5. Wann die Morgenroͤth her. leuchtet, und der Schlaf von uns sich wendt, Sorg und Kummer daher streichet, Muͤh findt sich an allem End: Unsre Thraͤnen sind das Brodt, so wir essen fruͤh und spat, wann die Sonn nicht mehr thut scheinen, ist nur lauter Klag und Weinen. ö 6. Drum HErr Christ, du Mon gensterne, der du ewiglich aufgehst, sey von mir itzund nicht ferne, well mich dein Blut hat erloͤst: Hilf⸗ daß ich mit Fried und Freud moͤg von hinnen fahren heut, ach! se du mein Licht und Strasse, mich mit Beystand nicht verlasse. 7. In dein Seite wil ich fliehen, an mein'n bittern Todes⸗Gang, durch dein. Wunden wil ich ziehen ins himmlische Vaterland, in das schoͤne Paradeis, drein der Schaͤ⸗ cher thaͤt sein Reis', wirst du mich HErr Christ, einfuͤhren und mit ewger Klarheit ieren. S. Ob mir schon die Augen bres chen, das Gehoͤre gar verschwinde, meine Zung nicht mehr kan spres chen, der Verstand sich nicht be⸗ sinnt: Bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Him⸗ mels/ Pfört, du wirst mich innad regieren, auf der rechten Vahn hinfuͤhren. 9. Laß dein' Engel mit mir fah⸗ ren auf Elias Wagen: roth, meine 3.S0 Alsso auch die Ehristen dahen in! Seele wohl bewahren, wie La⸗ Frum in den Himmel, in die Freud, die wie man mich zu meiner Ruh in 744 vom Tode und Sterben. rum nach seinem Tod. Laß sie ruhn in deinem Schooß, und erfuͤl⸗ le sie mit Trost, bis der Leib koͤmt aus der Erden, und sie beyd ver⸗ einigt werden. 5 10. Freu dich sehr, ö meine See⸗ le/ 1ich aller Noth und Quaal, weil dich nun Christus dein HEr⸗ re ruft aus diesem Jamnierthal, buse Freud und Hertlichkeit sollt u sehn in Ewigkeit, mit den En⸗ geln jubiliren, in Ewigkeit trium⸗ phiten. Casp. v. Warnberg. 1 Thess. 4, 13. Wir wollen euch. 881. M. Singen wir aus Zertz. FTreunde, stellt das Weinen ein, was soll doch das Klagen sn 7 Wischet eure Thraͤnen ab, goͤnnet mit das sanfte Grab; Ttauret nicht um meinen Tod, danckt viel⸗ mehr dem lieben GOtt, der mich haft bracht aus aller Noth. 2. Aus dem Kercker geh ich aus, aus dem schnoͤden Thranen⸗Haus da waͤhrt in Ewigkeit, drum klagt doch den Toͤd nicht an, der die Thuͤr niir aufgethan, daß ich da⸗ hin kommen kan. 3. Wie diel Ereutz und Hertze⸗ leid hat man in der Lebens⸗Zeit? Taͤglich ihts erfahret noch, wie euch drückt des Ereutzes Joch, die⸗ ses alles ist vollbracht, da ich gebe gute Nacht, wenn ihi es nut recht Letracht tt:. 4. Bit ich todt, was ist es mehr Klaget darum nicht so sehr: Maln Lomt in dis ittdisch Haus, daß man wieder geh hinaus, ader doͤrt ist uns beréit Friede, Freud und Ge⸗ ligkeit, ohn Aufhoͤren allezeit. v. Sehet doch gettost jetzt zu, das kuͤhle Grab einsenckt) und dabey der Zeit gedenckt, da mein geib mit neuer Zier wird aus die⸗ sem Grabe Rer kommen wieder⸗ um herfuͤr. schet eute Wangen ab, sehet di die Sunde ni mein sanstes Grab mit Lust u soll schon vor Verlangen an: Wohl dem, Leib und Se so sterben kan, wie ich, GOtt e Hertze bebet hab gethan.. Man ka Sir.18,24. Gedencke an dengZol langen in 6 882. Niel. Wer nur den liebg und Huld; Gerechter Gott, nun soll Zorn gefang sterben, nun soll ich in Suͤnden Sch Etwigkeit, und fang erst an m Beten und zu bewerben um meine wahre h und nicht H chetheit; Bishero hab ichs nin 9: So duͤ bedacht, und deinen Zug garmen, und seit veracht. und er mit 2. Nun bin ich holler Nuhsen mir heute: Sorgen, daß es zu lang gespah Drum schrer seh; Ich dachte immer Morgi kan: HErr Morgen, jetzt abet ist die Zeit uj der an. bey; Mein Hertz ist leer und o 10. Ihr S Kraft/ weil keine Hofnung in il betrachten: aͤstt.. ich gethan. . Ich war von ineinemt 60 Keitverache geschaffen, sein liebes Eigenthil eitlen Wahr ju seyit, und ich ließ nich die V sein bald be hintaffen, die nahm mir Her A Ewigkeit. Sinnien ein. Es fuͤhrte di 1 Mos. 34/ 35 aubetin mich gantz nach ihrmn auf, denn illen hin.„ 88z. Mel.& . Mein Heiland wollte mu(SrOtt Lol los machen vyns Teufels und dj men/d Suͤnden Macht, vom Fluch un men ins sch don der Hoͤllen Rachen, ich hah Eltern duͤrf solches nicht geacht; Vielme Freuden sol hab ich die Sund geliebt/ und Y Hoͤchsten sey sum Kaunt war betruͤbt. 50 3. Wie k F. Kaum war ich in die Wil chen? Er re gebohren, so nahm er mich zul chen des Te Kinde an; da hab ich ihm die Ti die itzt wie Onapgethent Eriieht. mir a Grimm ist: ad geͤthan: Er liebte mich vu les uͤbern He Hertzens⸗Grund, und dachte sii. 3. Dis sin an ch Bund. nichts als lar 6. Ich aber bin davon gewichei fen bricht her so hald ich meiner Pflicht vergas GOtt von hi Der Satan ist mir nachgesch entrinnen Nd chon,/ als ich in Sunden sicher sa haͤusten Peit Ich habe mich von SOtt getrennn 4. Kurtz it da ich den Boͤsen nachgerennt. ein bessers n 7. Ich habe noch nicht recht hn in der Ewigl 6., Drum soo stellt das Weinen rrürt daß ich so abgewichen 0 mehr sterben kin, lasset alle Klagen seyn: Wi⸗ Vom Tode und Sterben. 749 —— a ab, sehet dij die Suͤnde nicht vermaledeyet, und mit Lust u soll schon vors Gerichte hin. Mein Zohl dem, Leib und Seel entsetzen sich, das ich, GOttn Hertze bebet jaͤmmerlich. 36. Man kan nicht ohne Buß ge⸗ ke an dengol langen in GOttes Gnade, Lieb ut den liebe und Huld; Ich liege noch im „nun soll Zorn gefangen, und trage meiner soll ich in Suͤnden Schuld. Ach waͤr mein gerst an mi Beten und Geschrey nur redlich eine wahreg und nicht Heuchelev. hab ichs nil 9: So duͤrfte etwa sein Erbar⸗ Zug gar/ men, und seine Gnade offen stehn: .. Und er mit seinen Liebes⸗Armen, Her Buhsen mir heute noch entgegen gehn; lang gesßan Drum schrey und ruf ich was ich imer Moihg kan: HErr JEsu, nim mich Suͤn⸗ ist die Zeit u der an. leer und o 10. Ihr Sterbliche koͤnnt mich ofnung in i0 betrachten: Ey wartet nicht, wie ich gethan. Ach lernet doch bey meinem Go Zeit verachten die Suͤnde und den es Eigenthll eitlen Wahn: Und machet euch niich die V, sein bald bereit auf die so lange mit Hertzi Ewigkeit. fuͤhrte dun 1 Mos. 34, 36. Haltet mich nicht hach ihe auf, denn der HErr hat Gnade. 883. Mel. O Welr ich muß dich. 5 wöllte m(S; Ott Lob die Stund ist kom⸗ eulfels und d men, da ich werd aufgenom⸗ m Fluch un men ins schoͤne Paradeis. Ihr hen, ich hal Eltern dürft nicht klagen, mit 3 Vielmeh Freuden sollt ihr sagen: Dem iebt/ und J Hoͤchsten sey Lob, Ehr und Preis. Htübt. 3. Wie kans GOtt besser ma⸗ in die chen? Er reist mich aus dem Ra⸗ er mich zun chen des Teufels und der Welt, ihm die Til die itzt wie Loͤwen bruͤllen, ihr hat mir vil Grimm ist nicht zu stillen, bis al⸗ ebte mich vol les uͤbern Haufen saͤllt. id dachte ste 3. Dis sind die letzten Tage, da nichts als lauter Plage, mit Hauf⸗ yon gewichei fen bricht herein: Mich nimt nun flicht vergan GOtt von hinnen, und laͤsset mich e nachgesch entrinnen der Roth und uͤber⸗ derben, mein Leben wird seyn lau⸗ ter Freud. . GOtt eilet mit den Seinen, laͤst sie nicht lange weinen in die⸗ sem Thraͤnen⸗Thal. Ein schnell und selig Sterben ist schnell und gluͤcklich erben des schoͤnen Him⸗ mels Ehren⸗Saal. 6. Wie oͤfters wird verfuͤhret manch Kind, an dem man spuͤhret rechtschafne Froͤmmigkeit: Die Welt voll List und Tuͤcke, legt heimlich ihre Stricke, bey Tag und Nacht zu jederzeit. 7. Ihr Netze mag sie stellen, mich wird sie nun nicht faͤllen, sie wird mir thun kein Leid. Denn wer kan den verletzen, den Chri⸗ stus hie wird setzen ins Schloß voll⸗ kommner Sicherheit. 8. Zuvor bracht ich euch Freude, itzt, nun ich von euch scheide, be⸗ truͤbt sich euer Hertz, doch, wann ihrs recht betrachtet, und was Gott thut, hoch achtet, wird sich bald lindern aller Schmertz. 9. Gott zaͤhlet alle Stunden, er schlaͤgt und heilet Wunden, er kennet jedermann. Nichts ist ja je geschehen, was er nicht vorgese⸗ bhar und was er thut, ist wohl ge⸗ han. 4 ů 10. Wann ihr mich werdet fin⸗ den vor GOtt, frey aller Suͤnden, in weisser Seiden stehn, und tra⸗ gen Sieges⸗Palmen in Haͤnden, und mit Psalmen des HErren Lob und Ruhm erhoͤhn. 11. Da werdet ihr euch freuen, es wird euch hertzlich reuen, daß ihr euch so belruͤbt. Wohl dem, der GOttes Willen gedencket zu erfuͤllen, und in Geduld sich ihm ergiebt. 1a. Ade nun seyd gesegnet, was euch itzund begegnet, ist andern Ott getrenn 4. Kurtz ist mein irdisch Leben, hgerennt. ein bessers wird mir geben GOtt nicht rechth in der Ewigkeit, da werd ich nicht en sicher haͤusten Pein. zewichen 0 mehr sterben, in keiner Noth ver⸗ auch geschehn: Viel muͤssens noch erfahren. Nun Gott woll euch bewahren, dort wollen wir uns wieder sehn. ö M m Dan. FPFPFSIISIIIIIISeeeeeee— 346 vom Tode und Sterben. Dan. 12, 13. Du aber, Daniel. Ps. 39, 6. Siehe, meine Tage sih 834. M. Wer nur den lieben G. Gort Lob! es geht nunmehr jum Ende, das meiste Schre⸗ cken ist vollbracht, mein JEsus reicht mir schon die Haͤnde, mein IEsus, der mich selig macht: Welt laß mich gehn, ich reise fort, deunn IcEEsus ist mein letztes Wort. 2. Das ist der Grund von mei⸗ nem Glauben: ich glaͤube, daß mich JEsus liebt, kein Tod soll mir die Freude rauben, wenn JIEsus Trost und Leben giebt, ich fahre wohl und weiß den Ort, denn JE⸗ sus ist mein letztes Wort. 3. Die Hosnung hat mich nie betrogen, ich bin auf seinen Tod getauft, da hab ich JEsum ange⸗ zogen, da hat er mich von GOtt er⸗ kauft, drum JEsus bleibt mein Heil und Hort, sein Nahme sey mein letztes Wort. 4. Wiewol die Suͤnde mich wil kraͤncken, die mir bisher noch ange⸗ klebt? allein ich darf an JEsum deucken, der mich in seinen Tod be— graͤbt, so kom ich an den Lebens⸗ Port und JEsus bleibt mein letz⸗ tes Wort. 5. Mein JEsus hat den Tod be⸗ zwungen, als er am Creutze selbst verschied, da war mein Tod zu⸗ gleich verschlungen. Er ist mein haupt ich bin sein Glied, was JE⸗ us hat, das hab ich dort, drum sey er auch mein letztes Wort. 6. Gedenckt mir nicht an eitle Sachen, der Hoͤchste sorget fuͤr die Welt, befehlt es ihm, er wirds wohl machen! das Licht und Recht den Platz behaͤlt, GOtt wende Jammer, List und Mord, durch IEsum, als mein letztes Wort. 7. Nun freuet euch, es geht zum Ende, mein JEsus ist der letzte Ruhm, wie froͤlich klopf ich in die Haͤnde, wo bleibst du doch mein Eigenthum, ach. JEsus! JEsus sey mein Wort, nun schweig ich still, und fahre fort. ö 885. M. Wenn mein Stundlein Err IEsu Christ, ich wei gar wol, daß ich einmal mus sterben, wenn aber das geschehen soll, und wie ich werd verderben dem Leibe nach, das weiß ich nicht es steht allein in dein'm Gerichh du weist mein letztes Ende. 2. Und weil ich denn, als dir hy wust, durch deines Geistes Gahh, an dir allein die beste Lust in mel nem Hertzen habe, und g'wißlith Hläub daß du allein mich hast u Suͤnden gewaschen rein, und mi dein Reich erworben. 3. So bitt ich dich, HErr JEsl Christ, halt mich bey den Gedan cken, und laß mich ja zu keinn Frist von diesem Glauben wah cken, sondern dabey verharren vesf bis daß die Seel aus ihrem Nes wird in den Himmel fahren. 4. Kans seyn, so gib durch dei ne Hand mir ein vernuͤnftig Endi daß ich mein Seel fein mit L stand befehl in deine Haͤnde, un so im Glauben sauft und froh, auf meinem Bettlein oder Stroh au diesem Elend fahre. 5. Wo du mich aber in dem Felh, durch Raub auf fremder Grentz⸗ in Wassers⸗Noth, Hitz oder Kälh oder durch Pestilentze nach deinen Rath wollst nehmen hin: so richt mich/ HErr, nach meinem Sinn den ich im Leben fuͤhre. ö 6. Wo aber ich aus Schwachheil groß, mich unbescheiden batte/ gieng etwa oder laͤge bloß, und um bescheiden redte, so laß micht HErr, entgelten nicht, weils wi der mein Bewust geschicht, und mich nicht kan besinnen. ö 7. O HErr, gi mir in Todet Pein ein saͤuberlichs Geberde, und 3. Jedoch wil, noch dir ben, sondern bey deinemd glauben, das Lebens, mic sterb, gleich! 9. Derha Sinn mich d denn sieh, d winn: Du und wirst m Klag/ das wi sten Tag zun Eue. 12, 35. 986. M. We Err, wie mir im ben; Allein ab laß mi erben. Er ner Huld, so mir Geduld der beste. mir, HErr, Worte: Bel falscher Lehr, dorte, was d keit, wend a in meinem ge 3.Soll ick Rath von di verleih, oHe daß es gesche Leib und S eErr! ein durch JEsun à Cor. 5, 1 887. Mel. ö Hach nach et ich hie bin u hilf, daß mir das Hertze mein fein sauft gebrochen werde, und wit den ein Licht ohn uͤbrigs Weh, auf dein unschuldig Blut vergeh, daß du 4 füͤr mich vergossen. und Elend, i den von die mich nach er su, kom nur 2. Du hal Suͤnd, Tod, E. E vom Tode und Sterben. 747 ine Tage sinn Stundlen 3. Jedoch ich dich nicht lehren ist, ich wes wil, noch dir mein End fürschrei⸗ heinmalmi ben, sondern dir allweg halten still, das geschehen bey deinem Wort verbleihen, und erd verderben glauben, daß du als ein Fürst des veiß ich nichh Lebens, mich erhalten wirst, ich m'm Gericht sterb, gleich wie ich wolle. Ende. 9. Derhalben ich in meinem nn, als dirh Sinn mich dir thu gantz ergeben, Beistes Gahh denn sieh, der Tod ist mein Ge⸗ te Lust in mn winn: Du aber bist mein Leben, und g'wißlh Und wirst meiun Leih ohn alle n undus sen kag wum ben aufameckn. ei sten Tag zum L er 22 und mih t Tag z Hr HErr Jesl Eue. 12, 38. Lasset eure Lenden ꝛc. den Geaid 986. M. Wenn meinStuͤndlein. ja zu keing MErr, wie du wilt, so schicks mit lauben wahh mir im Leben und im Ster⸗ erharren veß ben; Allein zu dir steht mein Be⸗ 5 ihrem Nes herb laß mich, HErr, nicht ver⸗ [fahtren. derben. Erhalt mich nur in dei; zib durch deß ner Huld, sonst wie du wilt, gib uͤnftig Endz mir Geduld: Dein Will der ist ein mit Ven der beste.— Haͤnde, un. Zucht, Ehr und Treu verleih und froh, au mit, HErr, und Lieb zu deinem r Stroh au Worte: Behut mich, HErr, fuͤr ö dorte, was ient gib mir 10 10 ö celd dorte, was dient zu meiner Selig⸗ er Mreuhh keit, wend ab all Ungerechtigkeit itz oder Kälh in meinem gantzen Leben. nach deinen 3. Soll ich einmal nach deinem hin: so rich Rath von dieser Welt abscheiden, einem Sim verleih, oHErr! mir deine Gnad, e. den. N. Leib und Seel befehl ich dir, o edin ann HErr! ein selges End gib mir, bloß undun durch JEsum Christum, Amen! laß mich Casp. Melissander. 1, weils wu. Cor. z, 1 3. Wir wissen aber, so. eschicht, un. Miel. S Haupt voll Blut. sen. Heuach thut mich verlangen ur in Todes Nnach einem selgen End, weil Heberde, und ich hie bin umfangen mit Trübsal tze mein fein und Elend, ich hab Lust abzuschei⸗ de, und mil den von dieser argen Welt, sehn Beh, auf deih mich nach emngen Freuden, o JE— geh, daß zu su,kom nur hätd. 0. Du hast mich ja erlöset von Eaͤnd/ Tod, Teufel und Hoͤl, es daß es gescheh mit Freuden. Mein T hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hofnung stell, warum sollt mir denn grauen fuͤrm Zod und hoͤllschen G'sind? Weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein selges Kind. 3. Wann gleich suß ist das Le⸗ ben, der Tod sehr bitter mir, wil ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Le⸗ ben, da meine Seel faͤhrt hin, des freu ich mich gar eben, Sterben — ist mein Gewinn. ö 4. Der Leib zwar in der Erden von Wuͤrmern wird verzehrt, doch auferweckt soll werden, durch Chri⸗ stum schon verklaͤrt, wird leuchten, als die Sonne, und leben ohne Noth, in himmlischer Freud und Wonne. Was schadt mir denn der Tod? 5. Ob mich die Welt gleich rei⸗ tzet, laͤnger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier: Doch ich es gar nicht achte, es waͤhrt ein kleine Zeit, das Himmlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Wann ich auch gleich nun scheide von meinen Freunden gut, das mir und ihn'n bringt Leide? Doch troͤstet mich mein Muth, daß wir in groͤssernFreuden zusam⸗ men werden komm'n und bleiben ungescheiden im himmelischen hron. 7. Ob ich auch hinterlasse bes truͤbte Wayselein, der'rNoth mich uͤbermasse jammert im Hertzen mein, wil ich doch gerne sterben, und trauen meinem GOtt, er wird sie wohl versorgen, retten aus al⸗ ler Noth. 3. Was thut ihr so sehr zagen ihr arme Wayselein? Sollt euc Gott Huͤlf versagen, der speist die Raben klein; Frommen Wittwen und Waysen ist GOtt der Vater treu. Trotz dem, der sie beleidet, das glaͤubet ohne Scheu. Mm ⸗ 9. Oe⸗ —— FISs vom Tode und Sterben. 9. Gesegn' euch GOtt der HEr⸗ te, ihr Vielgeliebten mein, lrauret nicht allzusehre uͤber den Abschied mein, bestaͤndig bleibt im Glau⸗ hen, wir werdn in kurtzer Zeit ein⸗ ander wieder schauen, dort in der Ewigkeit. 10. Nun wil ich mich gantz wen⸗ den zu dir, HErr Cyrist allein, gib mir ein seligs Ende, send mir dein Engelein, fuͤhr mich ins ewge Le⸗ ben, das du erwerben hast durch dein Leiden und Sterben und blu⸗ liges Verdienst. ö 11. Hilf, daß ich ja nicht wan⸗ cke von dir HErr JEsu Christ, den schwachen Glauben staͤrcke in mir zu allerfprist, hilf mir ritterlich rin⸗ gen, dein Hand mich halte vest, daß ich mag froͤhlich singen das Cousummatum est. CPnollius. Ps. 79, 9. Hilf uns GOtt unser ꝛe. 388. Ai. DieSeeleChristi heilge ilj, Heifer, hilß in Angst und Noth, erbarm dich mein, o treuer GOtt, ich bin doch ja dein liehes Kind, Drotz Teufel, Welt und aller Suͤnd. ö 2. Ich trau auf dich, meinOtt und HErr, wenn ich dich hab, was wil ich mehr? Ich hab ja dich, HEgiR JESu Christ, du mein Gott und Erloͤser bist. 3. Des freu ich mich von Her⸗ en fein, bin gutes Muths und arre dein, verlaß mich gaͤntzlich auf dein'n Nam''n, hilf Helfer hilf, drauf sprech ich, Amen. ö Mart. Woͤller. Ebr. 13, 14. Wir haben hie keine. 3830. Mel. Sertzlich thut mich. J dab ein Gast auf Erden, und hab hier keinen Stand, der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reis' ich aus und abe; dort in der ewgen Ruh ist GOttes Gnaden⸗Gabe, die schleust all Arleit zu. dencken kan, hab ich so manchen Morgen, so mauche liebe Nacht, mit Kummer und niit Sorgen dei Hertzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manuch harter Sturn erschreckt, hat mir manch Augst erweckt: Verfolgung, Haß und Neiden, o ichs gleich nicht verschuldt, hab ichs doch muͤssen leiden und tig⸗ gen mit Geduld. 4. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir ung noch taͤglich halten, wanns sehlt an guten Rath. Wie muste sich doch schmiegen der Vater Abra⸗ ham, eh als ihm sein Vergnügen und rechte Wohnstatt kam! . Wie manche schwere Buͤrde Blitz, Donner, Wind und Regen 9 Herrscher lol und gar in se! und fuͤr und f hebt und le⸗ wohlgefaͤllt: 10. Zu den en, da wollt Welt bin ick ichs fast můde hie walle, je die meinemG ist Stanck un 11. Die Hi Truͤbsal ist; Gott, und li dein Hertz wi gesEnde an n und was mieh durch deinen 12. Wo ie trug Isage, sein Sohn, und Jacoh, dessen Wuͤrde stieg bis zum Him mels⸗Thron! ie muste del sich plagen! In was fuͤr Weh und Schmertz, in was fuͤr Furchi und Zagen sanck oft sein arme Hertz! C. Die frommen heilgen Seun len, die gingen foͤrt und fort, und anderten mit Quaͤlen ben erstihe wohnten Ort: Sie zogen hin unh wieder, ihr Ereutz war imme groß, bis daß der Tod sie niede segl in des Grabes Schooß. 7. Ich habe mich ergeben in ö wil ich besser leben als solche gross Leut: Es muß ja durchgedrul gen, es muß gelitten seyn. Wi nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. g. So wil ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, do denck ich nicht zu bleiben in diesen sremden Zelt, ich wandre miein da mich ohn alle Massen, meil Vater troͤsten wird. 9. Mein Heimat ist dort obeh 2. Was ist mein gantzes Wesen, von meiner Jugend an, als Muͤh und Noth gewesen? Ss lang ich da aller Engel· Schaar den grosse ö Diin ö 4 gleiches Gluͤck und Leid; Wah Strassen, die zu der Heimat fuͤhl nicht mein re mein Ziel aus dann hinauf, brauchet, das weun ich aus man mich ine 13. Du ab meines Lebet mich, wann dein Angesich gen Wonne, voll, gleich nebst andern 14. Da wi und nicht nur nen, die mi schmücket ha lich singen Thun, und Dingen, in m Joh. Y, 24. 9 890. Mae. ch bin je Macht, Licht gebrach auch das Leb ner Monden⸗ diesem Jam zuts Nacht so manchen ebe Nacht/ Sorgen dei ö nen Wegen merschreckt, und Regen 9 st erweckt; Neiden, oh chuldt, hah en und tra⸗ oben Alten, ad wir uns vanns sehlt e muste sich Zater Abra⸗ Vergnuͤgen kam! vere Buͤrde! „und Jacoh, zum Him muste del. 3 fuͤr Weh fur Furcht. sein arme eilgen Sen nd fort, und ben erstihn ogen hin und war imma, d sie niedeg hobßö. ergeben in Leid; Wah solche grost urchgedrun seyn. Wil üngen, gehl + n. nun treibeh Welt, doch ben in diesen andre nein eimat fuͤhn dassen, meil st dort obeh den grosseh Hin Vom Tode und Sterben. 549 Herrscher loben, der alles gantz und gar in seinen Haͤnden eraͤget, und fuͤr und fuͤr erhalt, auch alles hebt und leget, nach dems ihm wohlgefaͤllt: ‚ 10. Zu dem steht mein Verlan⸗ en, da wollt ich gerne hin: Die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast mude bin. Je laͤnger ich hie walle, je wenger sind ich Lust, die meinem Geist gefalle, das meist ist Stanck und Wust. 9 II. Die Herberg ist zu boͤse, der Truͤbsal ist zu viel, ach kom, mein Gᷣott, und loͤse mein Hertz, wann dein Hertz wil! kom, mach ein sel⸗ gesEnde an meiner Wanderschast, und was mich kraͤnckt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 12. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus; Wann mein Ziel ausgemessen, so trett ich dann hinauf, und was ich hie ge⸗ brauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. 13. Du aber meine Freude, du meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wann ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins Haus der ew⸗ gen Wonne, da ich stets Freuden⸗ voll, gleich als die helle Sonne, nebst andern leuchten soll. 14. Da wil ich immer wohnen, und nicht nur alo ein Gast, bey de⸗ nen, die mit Kronen du ausge⸗ schmücket hast; Da wil ich herr⸗ lich singen von deinem grossen Thun, und frey von schnoöden Dingen, in meinem Erbtheil ruhn. Paul Gerhard. Joh., 24. Warlich, warlich, ich. 790. Met. Mein JEsu schoͤnste. Seele. ch bin ja, HErr, in deiner Macht, du hast mich an das Licht gebracht, du unterhaͤltst mir auch das Leben; Du kennest mei⸗ ner Monden⸗Zahl, weißt, wenn ich diesem Jammerthal auch wieder zutꝛ Nacht muß geden: Wo, wie und wann ich sterben soll, das weist du, Vater, mehr als wol. Goͤttliche Autwort. o recht mein Kind, ergib dich mir, das Leben gab ich An⸗ fangs dir, bis hieher hab ichs auch erhalten, ich bins, der dir den Othem giebt, und wann es mir einmal beliebt, wird auch dein sie⸗ cher Leib erkalten, doch wann du sollt seyn ausgespannt, das steht allein in meiner Hand. Seele. 2. Wenn hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Bein, mit Trost und Rath weiß beyzuspringen? Wer nimt sich meiner Seelen an, wenn nun mein Leben nichts mehr kan, und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinnen Kraft gebricht, thust du es GOtt, mein Heiland, nicht? Goͤttliche Antworr. 2. Ja ich bins, der dich retten kau, und nehm die letzten Seufzer au, die die gepreste Brust laͤst flie⸗ gen, wenn aller Sinnen Kraft ge⸗ bricht, so fehlt doch meine Hülfe nicht, ich Jehovah, ich kan nicht luͤgen, ich komme meinen Wor⸗ ten nach, insonderheit beym letz⸗ ten Ach! Seele. 3. Mich duͤnckt, da lieg ich schon vor mir, in grosser Hitz, ohn Kraft und Zier, mit hoͤchster Hertzens Angst befallen, Gehoͤr und Rede nehmen ab, die Augen werden mir ein Grab! Doch kraͤuckt die Suͤnde mich fuͤr allen: Des Satans Auklag hat nicht Ruh, setzt mir auch mit Versu⸗ chung zu. Söttliche Antwort. 3. Getrost miein Kind, und leide dich, setz deine Hofunga gantz auf mich, dis alles wird uns doch nicht trennen, nimt schon die Kraft von aussen ab, und siehst du nichts als Tod und Grab, dein Geist wird doch nicht sterben koͤnnen, was M m 3 licht ö ö + ——— A. 2 πππ⁷ιìì Vom Tode und Sterben. sicht dich Suͤnd und Satan an, ich bins der dich erretten kan. Seele. 4. Ich hoͤre der Posau⸗ nen Thon, und seh auch den Ge⸗ richts⸗Tag schon, der wird auch mir ein Urtheil faͤllen, hier weiset mein Gewissens⸗Buch, dort aber des Gesetzes Fluch, mich Süͤnden⸗ Kind hinab zur Hoͤllen, da wo man ewig ewig leid'ẽt Mord, Jammer, Angst und Zeter schreyt. Goͤttliche Antwort. 4. Hoͤrst du gleich der Posaunen Thon, und siehst du den Gerichts⸗ Tag schon, getrost, laß dichs doch nicht erschrecken, hier wird mein Leiden und Geduld, dort aber mei⸗ nes Vater Huld dich mit dem Schild der Gnaden decken, ich hab der Hoͤllen Macht geschwaͤcht, im Himmel ist dein Buͤrger⸗Recht. Seele. 5. Kein Geld noch Gut errettet mich: Umsonst erbeut ein Bruder sich, den andern hie erst loß zu machen: Er muß es ewig lassen stehn: Wir werden ewig nicht entgehn; Kriegt einmal uns der Hoͤllen Rachen, wer hilft mir sonst in dieser Noth; Wo du nicht GOtt, du Todes⸗Tod. Göͤttliche Antwort. J. Ja, ja ich GOtt, des Todes⸗ Tod, ich helfe dir aus dieser Noth, wo alle Huͤlfe sonst verschwunden: G Denn freylich hilft kein Geld noch Gut, ja durch vergoßnes Bruder⸗ Blut wird keine Rettung nicht ge⸗ funden, doch wer mich ruft im Glauben an, da hat kein Hoͤll kein Macht daran. Seele. 6. Der Deufel hat nicht Macht an mir, ich habe bloß ge⸗ suͤndigt dir, dir, der du Missethat vergiebest. Was masẽ't sich Sa⸗ zan dessen an? der kein Gesetz mir eben kan, nichts hat an dem, was u, HErr, liebest, er nehme das, was sein jst, hin; Ich weiß, daß ich des HErren bin. Goͤrtliche Antwort. g. Recht so, an dem, was mir vertraut, und nur auf mich Glauben schaut, kan Satan. gestellt, errr kein Antheil suchen. Ich bin ihm 967 der Missethat vergiebt, dem, d ger leb'nani da mich von Hertzen liebt, unde Willen thu Sünden wil verfluchen, ich 2. Mein des Gesetze Pann, und nehn wenn On mich der Meinen an. nicht fuͤr M Seele. 7. HErr JEsu, ich 1 gezaͤhlt 1 theures Gut, bezeug es mit sel groß und kler deinem Blut, daß ich der Suͤn Willen.— nicht gehoͤre: Was schont deh 3. Cs il Satan meiner nicht, und schnt thal, Augs, mich, durch das Zorn⸗Gerich 93 Dol. Komm rette deines Leibes Eh Zeit, voll N. was giebest du mich uuch ewam bedenckt, 5 und hast so viel an mich gewanh„4. Was SGottliche Antwort. Tunckd und 7. Getrost, mein Kind, mil er nackt un theures Blut, kommt freylichi. mit sich. auch mit zu gut, wenn du nur un voch Geld, ner recht begehrest, ach! wenn er hin dich vor dem Satan nicht, in Es hilst druͤcket selbst das Zorn⸗Gerich noch Gut,ke darunter du nicht mehr gehon noch stoltzer er bleibt von mir verflucht, Kraut gewa bannt, dich schützet nieine i mer Christ, den⸗GHand. lich ist. Seele. 8. Nein! nein, ich m gewiß, mein Heil, du laͤssest mich dein wahres Theil, zu tief in d nen Wunden sitzen; Hier lach aller Angst und Noth: Es m jesetz; Hoͤll oder Tod auf mi und Noth. her donnern oder blitzen: Diem.). Man ich lebe, bin ich dein, im Tod ii andern 060 ich keins Fremden feyn. S. Dath und aus en GSöttliche Antwort. gisset unser 3. Wohlan, fuchst du in mir de auch 21 Heil, so sollst du als mein wahn 8 2 7 Theil in meinen Schooß geruss cken 8ul + sigen, hier lache aller Angst un ellzumal,au Noth, es mag Gesetz, Hoͤll dd bens han, m Dod auf dich her donnern oder l tzen, verbleibst du nur im Leb R— mein, im Tod wirst du keinsFren er GOtt, den seyn. E. G. Spens bittre Tod, Hiob 14, 5. Der Mensch hat sein Menschen 21. In eigener Melodey. sragt nich 3.3 hab mein Sach GoOtt heit 5* 10 05 gestl Tag, niein 7 vVom Tode und Sterben. 7 auf mich— Satan au ge 1. Ich bin ebt, dem, Y g liebt, undg er leb'n, nicht wiederstrehn, seinm — chen, ich 2. Mein Zeit und Stund ist, „ und nehn wenn GOtt wil, ich schreib ihm . nicht fuͤr Maaß noch Ziel, es sind IEsu, ich di gezaͤhlt all Haͤrlein mein, beyd g es mit seh groß und klein, faͤllt keines ohn den ch der Suͤnn Willen sein. 6 schont de 3. Es ist allhier ein Jammer⸗ „Und schro thal, Angst, Noth und Trübsal lornGerich überall, des Bleibens ist ein kleine Leibes Ehn Zeit, vol Muͤhseligkeit, und wers fremder Han bedenckt, ist imm'rim Streit. stellt, er machs mit mir, wies und Kle ihm gefaͤllt, soll ich allhie noch laͤu⸗so wil ich mit hinfahrn in Fried, ich gewan 4. Was ist der Mensch? Ein twort. Erdenkloß, von Mutter⸗Leib koͤmt Kind, me er nackt und bloß, bringt nichts it freylich mit sich auf diese Welt, kein Gut in du nur un voch Geld, nimt nichts mit sich, „ach! fuͤn wenn er hinfallt. nnicht, in J. Es hilst kein Reichthum. Geld Zorn⸗Gerich noch Gut, kein Kunst, kein Gunst, iehr gehoͤr noch stoltzer Muth, fuͤrn Tod kein erflucht, Y Kraut gewachsen ist, mein from⸗ nieine G u—1 alles was lebet, sterb⸗ lich i 6. Heut sind wir frisch, gesund u lässest mich und starck, morg'n sind wir todt zu tief in deund li/ gu im Sarg, heut blühn Hier lach wir wie die Rosen roth, bald kranck th: Es mn und todt, ist allenthalben Muͤh dod auf nih und Noth. zen: Dien. 27. Man traͤgt eins nach dem „im Todei andern hin, wohl aus den Aug'n yn. S. Dah und aus dem Siun, die Welt ver⸗ twort. gisset unser bald, sey jung od'r alt, du in mir auch unsrer Ehren mannigfalt. nein, ich wj mein wahn„8. Ach HErr, lehr uns beden, hooß geruhl cken wohl, dah wir sind sterblich er Angst um allzumal, auch wir allhie kein Blei⸗ 6, Hoͤll N bens han, muͤssn all davon gelehrt, sern'oder u Reich, jung, alt oder schoͤn. ur im Lehn 9. Das macht die Suͤnd, o treu⸗ keinsfren er GOtt, dadurch ist komm'n der G.Spene bittre Tod, der nimt und srißt all sch hat sein Menschen Kind, wie er sie findt, telodey. stagt nicht, wes Stands oder Gott hein Ehrn sie sind. gestel„10. Ich hab hie wenig guter Tag, mein taͤglich Brodt ist Muͤh und Klag, wenn mein Gott wil, Sterbn ist mein G'winn, und Willen thu ich mich gantz ergebn. schadt mir nicht. 1I. Und ob mich schon mein Sund ansicht, dennoch wil ich ver⸗ zagen nicht, ich weiß, daß mein ge⸗ treuer GOtt, fuͤr mich in Tod, sein'n liebsten Sohn gegeben hat. 12. Derselbe mein HErr JE⸗ sus Christ fuͤr meine Suͤnd gestoͤr⸗ ben ist, und auferstanden mir zu gut, der Hoͤllen⸗Glut geloͤscht mit seinem theuren Blut. 13. Dem leb und sterb ich alle⸗ zeit, von ihm der bittr Tod mich nicht scheidt, ich leb oder sterb, so bin ich sein, er ist allein der einig Trost und Helser mein. 14. Das ist mein Trost zu aller Zeit, in allem Creutz und Traurig⸗ keit, ich weiß, daß ich am juͤngsten Tag, ohn alle Klag, werd auser⸗ stehn aus meinem Grab. 15. Mein lieber fromm'r getreu⸗ er GOtt all mein Gebein bewah⸗ ren thut, da wird nicht eins vom Leibe mein, sey groß oder klein, umkommen noch verlohren seyn. 16. Mein'n liehen Ott von Angesicht werd ich anschaun, dran zweifl' ich nicht, in ewger Frend und Herrlichkeit, die mir bereit, ihm sey Lob, Preis, in Ewigkeit. 17. O JEsu Christe! GOttes Sohn, der du fuͤr mich hast gnug gethan, ach schleuß mich in die Wunden dein, du bist allein der einge Trost und Helfer mein. 18. Amen, mein lieber frommer Gott! bescher uns all'n einen sel⸗ gen Tod, hilf, daß wir moͤgen all⸗ zugleich bald in dein Reich kom⸗ men und bleiben ewiglich. D. Joh. Pappus. Spr. Sal. 22,3. Der Witzige siehet 892. M. Vater Unser im Zimm. Un Christi Wunden schlaf ich ein, die machen mich von Suͤn⸗ den rein: JaChristi Blut und Ge⸗ M m 1 rech⸗ 32 Vom Tode und Sterben. rechtigkeit das ist mein Schmuck und Ehren⸗Kleid, damit wil ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. à. Mit Fried und Freud ich fahr dahin, ein GOttes Kind ich all⸗ zeit hin. Danck hab, mein Tod! wandre ich mit Christi Biut gerei⸗ nigt ein. HErr JEsu, starck den Glauben mein! D. 5. Eberus. )—:. Kind genennet, was schadet m und gesund des Todes⸗Gift? Mein Richtu noch das Est ist mein Advocat, mein Buͤrg, B— itzt diese Stu zahler und mein Rath. gemessen, e 7. Ich dancke dir von gantzen Hertzen, HErr JEsu, treuerMen bittre Schmertzen, auch mich, du ich damals dein Feind, erloͤset u am Creutzes⸗Stamm genug 96 than, o GOttes Lamm! Sir. 18,22.23. Spare deine Busse Pr. S 823. M. Wer nur den lieben G. Ich wil es nicht wie andre ma⸗ 55. chen, die nimmer auf ihr End bedacht: Ich wil bey Zeiten mei⸗ ne Sachen bestellen, eh die Todes⸗ Nacht mich bringet in die Ewig⸗ — dann ists zu spaͤt; jetzt ist es eit. 2. Ich sehe taͤglich Menschen sterb sterben, und lern dabey die Nich⸗ tigleit: Sie gleichen ja demThon und Scherben, und leben doch in d Sicherheit. Ich mache jetzt den vesten Schluß? Heut leb ich, heu⸗ te thu ich Buß. 3. Mein Vater, lehre mich be⸗ deucken, daß ich unfehlbar sterben muß; Mein Hertz dadurch zur Klugheit lencken, daß ich in steter Reu und Buß, auf meines Hei⸗ lands Wegen geh, und ja nicht bey den Spoͤttern steh. 9/ 4. Wie sollte ich das Eitle lie⸗ ben, das einem Dunst und Nebel gleicht? Wie sollt ich mich um das betrüben, das wie die schnelle Luft hinstreicht? Fort Eitelkeit, ich mag dich nicht, es ist mein. Hertz iu GOtt gericht. 5. Ich wil die Welt und mich verlassen, da ich noch auf der Er⸗ den bin, wil meines JEsu Cren umfassen, das lehrt mich einen bessern Sinn: Dis waͤhl ich mir zum sichern Stab, und eile mit zu meinem Grab. 6. Hab ich dann JEsum recht erkennet, ist Freundschaft unter Vus gestist, werd ich sein Erb und 6z Theil des Lebens von dir wehen r. Sal./ 2. 3. Ein gut Geruͤchn 824. M. Wenn mein Stuͤndlein Keum Sterblicher betracht mich: Du lebst, ich lebt aun Erden. Was du jetzt bist, das un + auch ich, was ich bin, wirst du werden. Du must hernach, it bin vorhin, gedencke nicht in da nem Sinu, daß du nicht duͤrfe erben. 2. Bereite dich, stirb ab der Welt, denck auf die letzten Stum en, wann man den Tod veraͤcht lich haͤlt, wird er sehr oft gesunden Es ist die Reue heut an mir: Vn weiß, vielleicht gilts morgen di ja wohl noch diesen Abend. 3. Sprich nicht: Ich bin noh gar zu jung, ich kan noch langel ben: Ach nein, du bist schon al genung, den Geist von dir zu g ben. Es ist gar bald um dich g than, es sieht der Tod kein Alln an, wie magst du anders denckln 4. Ach! ja es ist wohl Klagen werth, es ist wohl zu beweinen, di mancher nicht sein Heil begehnn daß mancher Mensch darf moh nen: Er sterbe nicht in seinn Bluͤth, da er doch viel Exemn sieht, wie junge Leute sterben. J. So oft du athmest, muß ei und du verlachst des Todes P Itzt wirst du muͤssen gehen. 0 haͤltst dein Grab auf tausen Schritt, und hast dazu kaum einn Tritt, den od tragst du im Busn 6. Syrich nicht: Ich bin 40 — 8 ö schnelle Tod das Brodt ö schen Freund, daß du durch so vil Gterben. du führest mich: Ins ewig Leben b 7. Dein L Schaum, eit ein Schatter ein leerer L duͤrren Mat weuigsten ge iu guter N. gewesen. 8. Indem du kanst se nicht, wan Tod wird 1 denck, ach Zug ein kle dich zun E 7. Du s nicht, so m dern, wann bricht, es 9e Drum laß seyn, dein ein mit dein 10. Ach nicht Noth kehren, wa zeigt den wohl erhoͤr zur Kranc nicht schne wer hilft al II. Zude freut, und wird mit Hoͤllen an sterben, el ewig nicht die Welt! 2. Zur schickt, get Werd ich! es mir auc ich jetzt zu ich jetzt vot dein Lod Vom Tode und Sterben. 553 i, i H ö 6 schadet mi und gesund, mir schmeckt auch Nein Richtn noch das Esten, ach es wird wohl 9. Buͤrg/Bi itt diese Stund, dein Sarg dir ab⸗ von gantzem emessen, es schneidet dir der schnele Tod ja taͤglich in die Hand „treuerMey das Brodt: Bereite dich zum durch so vil uch mich, din d/ erloͤset uih n genug ge m! gut Geruͤcht Stuͤndlein er betracht „ich lebt au bist, das wa zin, wirst du hernach, ich nicht in deh nicht duͤrsfeß stirb ab da letzten Stu Dod veraͤchh oft gesundeh un mir: Wi morgen dis lbend. ö Ich bin noh noch langel bist schon al on dir zu g d um dich g od kein Allh ders dencken ohl Klagen eweinen, dij Heil begehn h darf meh ht in seinh iel Exempi esterben. test, muß ein dir wehein Todes Pfeill gehen. D auf tausend taum einen dù im Busen Ich bin frish 10 I Sterben.— 9. 7. Dein Lebon ist ein Rauch/ ein Schaum, ein Wachs, ein Schnee, ein Schatten, ein Thau, ein Laub, ein leerer Traum, ein Gras auf duͤrren Matten; Wann mans am wenigsten gedacht, so heist es wol, iu guter Nacht, ich bin nun hier wesen. 8. Indem du lebest, lebe so, daß du kanst selig sterben: Du weist nicht, waun? wie? oder wo der Tod wird um dich werben? Ach denck, ach dencke doch zuruͤck, ein Zug ein kleiner Augenblick fuͤhrt dich zun Ewigkeiten. 9. Du seyst dann sertig oder nicht, so must du gleichwol wan⸗ dern, wann deines Lebens Ziel anu⸗ bricht, es geht dir, wie den andern. Drum laß dirs eine Warnung seyn, dein Auferstehn wird uͤber⸗ ein mit deinem Sterben kommen. 10. Ach! dencke nicht, es hat nicht Noth, ich wil mich schon be⸗ kehren, wann mir die Kranckheit zeigt den Tod, GOtt wird mich wohl erhoͤren: Wer weiß, ob du zur Kranckheit koͤmmst, ob du nicht schnell dein Ende nimmst, wer hilft alsdann dir Armen? II. Zudem, wer sich in Suͤnden freut, und auf Genade bauet, der wird mit Unbarmhertzigkeit der Hoͤllen anvertrauet, drum lerne sterben, eh du stirbst, damit du ewig nicht verdirbst, wann GOtt die Welt wird richten. I2. Zum Tode mache dich ge⸗ schickt, gedenck in allen Dingen: Werd ich hieruͤber hingeruͤckt/ soll es mir auch gelingen? Wie koͤnnt ich jetzt u Grabe gehn, wie koͤnnt ich jetzt vor GOtt bestehn, dein Tod zuim Lehen. 13. So wirst du, wann mit Feld⸗ Geschrey, der grosse GOtt wird kommen, von allem Sterben frank und frey, seyn ewig aufgenommen. Bereite dich, auf daß dein Tod beschliesse deine Pein und Noth. O Mensch, gedenck ans Ende. D. G. W. Sacer. 1Cor. 18,4244. Es wird gesaͤet. 395. M. Alle Menschen muͤssen. aß abnehmen alle Glieder, laß verwesen diesen Leib: JEsus giebet alles wieder, wenn ich nur in ihm verbleib, so mag alles von mir fallen; IEsus alles und in allen bleibet meine Zuversicht: JEsum laß ich nimmer nicht. 2. Leibes Huͤtte du magst bre chen: Irdisch Haus fall immer ein: Tod, wilt du mein Hertz durchstechen? Wie GOtt wil es mag drum seyn. Eins weiß ich, und glaub es veste; Was GoOtt thut, das ist das Beste? Alles gut, was mir geschicht. JEsum laß ich nimmer nicht. 3. Meine aͤußre Kraͤfte schwin⸗ don, und die Staͤrck verliehret sich: Dabey kan ich recht empfiuden, wie du, JESu, staͤrckest mich: Wenn die Leibes Giieder beben; Sucht das Hertz sich zu erheben zu Gott, der mein Heil und Licht: JEsum laß ich nimmer nicht. 4. Daß ich taͤglich schwaͤcher werde fpuͤhr ich wol; doch bin ich froh. Denn ich hoffe, schnoͤde Erde, deiner los zu werden so: Mattigkeit laͤst sich zwar spuͤren, Beine wollen nicht mehr fuͤhren, doch ist mein Lauf drauf gerichtt: JEsum laß ich nimmer nicht. 5. Wunderlich sind GOttes Wege, dessen sich mein Hertz er⸗ frent, meinen schwachen Leib ich lege hingestreckt, doch wird ernent meiner Seelen geistlich Leben: Eins nimt Gott, daß er koͤnn ge⸗ mi ben bessers; Dꝛum mir nichts ge⸗ so wird bricht. JEsum laß ich nimmer ꝛc. 11 * 554 Freud ergoͤtztt. 6. In der Welt ist nichts zu fiu den, u. stund Streit, und war mehr die grossu vor Beschwen Sonderlich koͤmt noch 7. Solcher Noth bin ich ent gangen, nichts ist, das mich aͤng. sten kau, Fried und umfaugen, kein Feind kan mi vorechen an, ich bin sicher ewiglich in des HErren Hand, der mich ihm zum Eigenthum erworben, dg er ist am Creutz gestorben. 8. Euch wird, meine liebste ihr euch mehr betruͤben? Weil ihr des versichert seyd, daß ich alle Quaal und Noth uͤberwunden, und bey GOtt mit den Auserwaͤhl⸗ 1 schwebe voller Frend, und ewig ebe. Freunde, die ihr weinet i 2. Derer Tod soll man beklagen, Welt, schutzen wider ce Geiude die dort in der HoͤllenPein müssen GOttes Sohn, der starcke Held leiden alle Plagen, so nur zu erden⸗ Seyd und bleibt ihm nur getreu, cken seyn: Die GOtt aber nimt seine Hnad ist taͤglich ueu! Wet zu sich in den Himmel gleich wie Betruͤbte wil betrüben, der muß mich, und mit lauter Wollust wie die Spreu verstieben. kräucket, wer ist, der sich darob 9. Nun wil ich euch dem befeh⸗ kraͤncket? 0 len, der sich euren Vater nennt, 3. In des HErren JEsu Wun⸗der die Thraͤnen pflegt zu zaͤhlen, den hab ich mich geschlossen ein, da. dem sein Hertz fuͤr Liebe hrennt ich alles reichlich funden, wodurch der wird euch in eurem Leid tro⸗ Freud hat 5. ich kan selig seyn. Er ist die Ge⸗sten, und zu seiner Zeit, in dend rechtigkeit, die vorczOtt gilt jeder⸗da ich bin, führen, vd mithöch jeit. Wer dieselb ergreift im sster Klarheit zieren. Glauben, dem kan nichts den HZim⸗ 10. Da wird unz der Tod nicht mel rauben. scheiden, der uns itzt geschieden 4. Niemand sag, ich sey umkom⸗hat, GOtt selbst wird uns alsdann men, ob ich gleich gestorben bin, weiden, und erfreun in seiner mein GOtt hat mich hingenom⸗Stadt. Ewig, ewig werden wir men; Sterben ist itzt mein Ge⸗Uin dem Paradies allhier mit ein⸗ winn. Vor dem Ungluͤck hat er ander jubiliren, und ein Englisch ö dan: ch kemnd. Itzt Leben fuͤhren. ö ö kan mich iein Truͤbsal pressen, al⸗ Jo Zeer le Angst ist nun vergessen. 7 Marg é ö Leib schlaͤft in sein Mare. 10,1 ind spt zie sind me 80 bin ihre 1 die Kin werdn verlo geboren, dri aDet H set, und hert zeugt mit V mel ihr soll theures Bl. gen Wun Stamm ge FLomt zu gu 3. Drum gen, hringe mit sie Gu es ihnen we ie in seine! en Ruh! 4. Ob sie ihr Seele 6 sind GOtt schnoͤde W Gefahr, un deu, sie lohe dort bey de Ps.90, 12. L 898. M. Fi Se 6 ben, me ben Und en, unter ben das zur eine kleine sind auf E Erde werd . Ich w wiedern, Zeit; Tra dern Saan keit, geht d st einer nach schon man ich wol gek 3. Aber 2—— laͤst in seim gen, sanft un V den grossen die Welt ij e schauet eben kan, den ich setzet/ un Haßet. nichts zu fin ing, Pest und hr die grossen r Beschwen koͤmt noch der Christen liel besser s HAurch diesen bin ich ent 8mich aͤng ud hat mich kan nih her ewiglich „der mich rworben, da hen. ꝛine liebste net in der lle Feinde, urcke Held, nur getreu, neu! Wer der muß, n. dem befeh/ ter nennt, zu zaͤhlen, he hrennt, Leid troͤ⸗ udenOrt, mit hoͤch Tod nicht zeschieden galsdann in seiner erden wir mit ein⸗ Englisch ermann. Mare. füe die Kinderlein, daß sie nicht werdn verlohren, bin ich ein Kind geboren, drum sie mein eigen seyn. zeugt mit Worten suͤsse, der Him⸗ vom Tode und Sterben. S Rake. 10, 14. Da es aber JEsus. 75 M. Vonõ Ott wil ich nichr. Liste die Kindlein kommen zu mir, spricht GOttes Sohn: Sie sind mein Freud und Wonne: ch bin ihr Schild und Kron; auch 3. Der HErr gar freundlich kuͤs⸗ set, und hertzt die Kinderlein: Be⸗ mel ihr soll seyn. Dieweil sein theures Blut, das aus sein heil— gen Wunden, am Creutzes⸗ Stamm geronnen, ihnen auch mt zu gut. 3— 3. Drum nach Christi Verlan⸗ gen, bringet die Kinder her, da⸗ mit sie Gnad erlangen, niemand es ihnen wehr, fuͤhret sie Christo u, er wil sich ihr erbarmen, legt in seine Armen, darinn sie ha⸗ en Auh:. 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, ihr Seele GOtt gefällt, denu sie sind GOttes Erben, lassen die schnoͤde Welt, sie sind srey aller Gefahr, und duͤrffen hier nicht lei⸗ den, sie loben GOtt mit Freuden, dort bey der Engel⸗Schaar. ö dencken, wenn es wird ans Ster⸗ ben gehn, wo wird man den Leib verseneken, wie wirds um die See⸗ le stehn? Ach was Kummer faͤllt mir ein, wessen wird mein Vor⸗ rath seyn? Und wo werden meine 97395 nach einander hin verstie⸗ den? 4. Doch was darf es dieser Sor⸗ gen, soll ich nicht zu JEsu gehn? Lieber heute noch als morgen, denn mein Fleisch wird auserstehn: Ich verzeih es gern der Welt, daß sie alles hier behaͤlt, und bescheide meinen Erben einen GOtt, der nicht kan sterben. 2 5. Herrscher uͤber Tod und Le⸗ ben z mach einmal mein Ende gut, lehre mich den Geist m heuth mit recht wohl gestaltem Muth, hilf, daß ich ein ehrlich Grab ne⸗ ben frommen Christen hab, und auch endlich in der Erde nimmer⸗ miehr zu schanden werde. ö Casp. Neumann. Ps. 31, 6. In deine Haͤnde befehl. 899. Wel. Auf Christen Mensch. achs mit mir, GOtt, nach deiner Guͤt, hilf mir in mei⸗ nem Leiden, was ich dich hitt, ver⸗ sag mir nicht, wenn sich mein Cornel. Becker. Seel soll sehriden, so nimm sie, Se Gott, wenn werd ich ster⸗ ben, meine Zeit laͤuft immer hin. Und des alten Adams Er⸗ ben, unter denen ich auch bin, ha⸗ ben das zum Vater Tyeil, daß sie eine kleine Weil, arm und elend sind auf Erden, und denn selber Erde werden. 3. Ich wil zwar mich auch nicht wiedern, zu beschliessen meine Zeit; Trag ich doch in allen Glie⸗ dern Saamen von der Sterblich⸗ kait, geht doch immer da und dort, einer nach dem andern fort, und schon mancher liegt im Grabe, den ich wol gekennet habe. 3. Aber, GOtt, was werd ich 898. M. Freu dich sehr, o meine. Ps.90, 12. Lehr uns hedencken, daß. HErr, in deine Haͤnd, ist alles gut, wenn gut das End. 2. Gern wil ich folgen lieber HErr, du wirst mich nicht verder⸗ ben, denn du hist ja von mir nicht sern/ ob ich gleich hier muß sterben, verlassen meine lieben Freund, dies herzlich gut mit mir gemeynt. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel sich zu dir schwin⸗ get, in deine Hand sie unversehrt vom Tod ins Leben dringet, hier ist doch nur ein Jammerthal, Angst, Noth, und Truͤbsal uͤberall. 4. Hoͤll, Teufel, Tod, die Welt und Suͤnd, mir nicht mehr moͤgen schaden, bey dir, o HErr, ich Ret⸗ deiner ung sind, ich troͤst mich Gna⸗ der bittern Todes⸗Noth. Kyrie 756 Vom Tode und Sterben. ö Hnad n, dein einger Sohn aus uns aus folcher Norh srey und i Missethe Lieb und Huld, vor mich bezahlt dig machen? das thust du, HEns, ö hat alle Schuld. 5. Warum soll ich denn traurig seyn, weil mirs sowol thut gehen, bekleidt mit Cyristi Unschuld fein, wie eine Braut ich stehe: Gehab. dich wohl, du schnoͤde Welt, bey Gott zu leben mirs gefaͤllt. Joh. Herm. Schein. Josua 23, 14. Siehe, ich gehe heut 200. In eigener Melodey. it Fried und Freud ich fahr dahin, in GOttes Willen, getrost ist mir mein Hertz und Sinn sanft und stille, wie Ott mein Schlaf worden. 2. Das macht Christus, Sottes Sohn, der treue Heiland, den du mich, HErr, hast sehen lahn, und machst bekandt, daß er sey des Lebens Heil, in Noth und auch im Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt mit grossen Gnaden, zu seinem Reich die gantze Welt heissen la⸗ den, durch sein theuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht fuͤr die Heyden zu erleuchten, die dich kennen nicht, und zu weyden, er ist deines Volcks Jrael, der Preis, Ehr, Freud und Wonne. D. M. Lutber. Ps. 90, 10. 11. Unser Leben waͤhret 901. In eigener Melodey. Miden wir im Leben sind, mit dem Tod umfaugen? Wen suchn wir der Huͤlfe thut, daß wir Gnad erlangen? Das bist du, HErr alleine. uns reuet unser Missethat, die dich, HErr, erzuͤr⸗ net hat; Heilger HErre GOtt, heilger starcker GOtt, heilger barmhertziger Heiland, du ewꝛger GOtt, laß uns nicht versincken in Eleison. 2. Mitten in dem Dod anficht alleine. Es jammert detur Barm hertzigkeit unser Eund und grosse Leid. Heilger HErre GOtt, hell ger starcker GOtt, heilger barm hertziger Heiland, du ewiger GOt. laß uns nicht verzagen fuͤr det ties fen Höllen⸗Hlut. Kyrie Eleison. 3. Mitten in der Hoͤllen⸗Angs unser Suͤnd uns rreiben, wo soln leine. rechten Glaubens Trost. ů Eleison. bist Erde, und 902. Die SeleC. un laßt uns denLeib be— graben, daran wir kein'n Zwei⸗ fel haben, er wird am juͤng⸗ sten Tag auf⸗ stehn, und un⸗ verweßlich her⸗ fuͤr gehn. 2. Erd ist er, und von der Er⸗ den, wird auch zur Erde wieder werden, und von der Erd wieder aufstehn, wann Gottes Posaun wird angehn. 3. Die Seele lebt ewig in GOtt, der sie allhie aus lau⸗ wir denn fliehen hin, da wir moͤgen bleiben? Zu dir, HErr Christ, ah Vergossen ist dein th ureh Blut, das gnug für die Suͤnde ö thut, heilger HErreGOtt, heilger mir verheissen hat, der Tod ist starcker Gott, heiliger barmhen giger Heiland, du ewiger GOtt, wahr laß uns nicht entfallen, ö Mo.. 3, 19.Du Antwort des von des Kyorie D. M. Auther. Verstorbenen. 903. mein getreuer Seelen ⸗Hirt, mich wieder auferwecken wird. reylich 2. Ja freyli werd ich nach dem Tod, zu Asche, Erde, Staub u. Koth, doch wird daß schwache Fleisch und Bein, von meinem Gott bewahret seyn. 3. Mein Leih wird hie der Wuͤrmer Spot, die Seele ist bey ter Gnad, von aller Suͤnd und Aus der HoöllenRachen. wer wil meinem Gott, der durch seins Milse⸗ 4 durch sein Sohn erloͤ 4. Sein Jc mer, Trut und Elend/ kommen ein mselg End, er hat tragen Ch; Joch, ist ges ben, u.leber z F. Die S lebt ohn Klag, der! schlaft bis jungsten O an welch Gott ihn klaͤren, und ger Freud! gewaͤhren. 6. Hier i in Angst g sen, dort ö wird er gen in ewger F und Wor leuchten wi helle Sonn 7. Nun l. wir ihn schlasen, gehn all! unsre Stra schicken auch mit a Fleiß, der koͤmmt un gleicher Wé 8. Das h Trost, der i erlost, vont ewger Peit und Ehr a B. d. Weie 9⁰⁴⁷. 7 un lieg und Merlein, ic — frey uud ly st du, HEnp, detur Barmn⸗ d und grossh GOtt, helb eilger barm wiger GOth fuͤr det ties ie Eleison. doͤllen⸗-Angs en, wo solln à wir moͤgen r Christ, ah dein theures die Sunde Ott,/ heilger r barmhen iger GOtt, „ von des ost. Kyrie I. Quther. wort des storbenen. 903. o grabet mich nun er hin, da lang ver⸗ et bin, bis getreuer n⸗Hirt, wieder rwecken Ja freylich ich nach Tod, zu e, Erde, Hu. Koth, vird das he Fleisch dein, von n Gott ret seyn. Nein Leih hie der ser Spot, ele ist beß + Gott, rch seins Misse⸗ vom Tode und Sterben. 5*ꝰ Mi sse that, durch seinen Sohn erloͤset bat. 4.Sein Jam⸗ mer, Trubsal und Elend, i kommen zu ein'm selgen End, er hat ge⸗ tragen Christi Joch, ist gestor⸗ ben, u. lebet noch 5. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis am juͤngsten Tag, an welchem Gott ihn ver⸗ klaͤren, und ew⸗ ger Freud wird gewaͤhren. 6. Hier ist er in Angst gewe⸗ Sohns Tods Bitterkeit, sie erloͤst hat zur Seligkeit. +. Was hier fuͤTruͤbsalmich stverletzt, wird itzt mit Himmels⸗ Lust versetzt, die Welt ist nur ein Jam merthal, dort ist der rech⸗ te Freudensaal. 5. Wenn alle Welt durchFeuꝛ zerbricht, und GOtt wird hal⸗ ten seinGericht, so wird mein Leib verklaͤret stehn, und in das Himmel⸗ reich eingehn. 6.Wie manchs Widerwaͤrtig⸗ sen, dort aber keit, hatt ich in wird er genesen in ewger Freud und Wonne, leuchten wie die helle Sonne. 7. Nun lassen hie schlasen, und gehn all heim unsre Strassen, schicken uns auch mit allem leiß, der Tod oͤmmt uns ja gleicher Weis. wir ihn meiner Lebens⸗ Zeit, nun aber ist mir nichts bewust, denn ewigliche Him-⸗ mels⸗Lust. 7. So last mich nun in sanfter Ruh, nnd geht nach eurer Wo⸗ nung zu; Ein jeder dencke Nacht und Tag, wie er auch selig sterben mag. 8. Das helf uns Christus unser Trost, der uns d urch sein Blut hat erlost, vons Teufels Gewalt und ewger Pein, ih und Ehr allein. m sey Lob, Preis M. Weis. B. d. Weish. 4/13. 14. Er ist bald. 90½⁴. M. Nun laßt uns den Leib. und ruh Nanlieg ich armesWuͤrmelein, in meinem Kaͤm⸗ merlein, ich bin durch einen sanf⸗ ten Tod, entgangen aller Angst und Noth. 2. Was schadet mir, daß mein Gebein muß in das Grab verschar⸗ ret seyn; Mein Seelchen schwe⸗ bet ohne Leid im Himmels⸗Glanz und Herrlichkeit. ö 3. In solchem Schmuck, in sol⸗ cher Zter, prang ich fuͤr GOttes stmeine Lust, mein Labsal, meine beste Kost. 4. Was frag ich nun nach jener Welt? Mein JEsutein mich kuͤßt und haͤlt, in ihm erfreu ich mich allein, ohn ihn kan ich nicht froͤht lich seyrn. g. Mit Weinen war ich erst ge⸗ bohrn; Zum Jauchzen bin ich nun erkohrn? Ich singe mit der Engel⸗Schaar das ewig neue Ju⸗ bel⸗Jahr. 6. Nichts liebers meine Zunge singt, nichts reiners meinen Oh⸗ ren klingt, nichts suͤssers meinem Hertzen ist, als mein hertzliebster JEsus Christ. 7. Drum liebeEltern! hoͤret auf zu klagen me inen kurtzen Lauf, ich bin vollkommen worden bald: Wer selig stirbt ist gnugsam alt. 8. Bedencket meinen Freuden⸗ Stand, und wie es in der Welt be⸗ wandt, bey euch rumoret Krieg und Streit: Hier herrschet Fried und Froͤhlichkest. 9. Wer auf derErden sange lebt, derselb auch lang anSuͤnden klebt: Muß streiten oft mit Fleisch und Blut, das manchem Weh und bange thut. 10. Ja leiden muß er Creutz und Noth, und noch wol einen langen Tod: Hier hab ich schon nach kurtzem Streit, erlangt die Kron der Herrlichkeit. Ii. Wie manches Kind faͤllt sich zu tode, wie manches stirbt in Was⸗ sers Noth, wie leidet manches lan⸗ ge Quaal, eh es koͤmt aus dem Jammerthal. I2. Sollt Thron, allhier; Mein JIEsulein 55 Vom Tode und Sterben. L. ———— nd, der! 12. Sollt es euch denn nicht Heilger Geist, was du Beheih aulhr al troͤstlich seyn, daß ich so sanft ge⸗ nim von nuir.. gefalt. (chlafen ein? Daß mir bas liebe 6. Mein Esus komme mbirs JChue IEsulein verküͤrtzet meine Todes⸗stets vor in seinem Leiden, und sa⸗ am Creutzes“e Pein. ö 97½% Daß mich nichts, nichth, S Lanlm, dei 13. Hrum legt die Hand aufs nichts von ihm soll scheiden Enler Roth euren Mund, und seht auf GOtt, halt mich bey der Hand, der i Llomm mir zu der euch verwundt, der euch zu ieichnet ein, und ruffe stets: Ic Eterbn moch heilen ist bereit, wanns dienet eu⸗ soll necht, nicht verlohren seyn. deinem Reich d rer Seligkeit. 7. Vor Suͤnden, Höͤll und Toh, 3.O Heilge 14. An jenem Tag wir werdenund vor des Satans Schrecken, heist an meine ehn, da vor GOtt groß und kleine mein JEsus sielle sich, er laß stin wir fe 933 eyn, zur himmelischen Chlist— Blut mich decken, und sey ein Wwenn wich 8 96. Freud, mit hochster Ehr Vorschmack Iu der ewgen Se Gwwalt„des und Herrlichkeit. M. Müller. ligkeit, daß ich vor Freud nicht HErr, mein 1 Cor. 15, 31. Ich sterbe taͤglich. fuͤhl des Todes Bitterkeit. Wun wollst . Mel. O GHtt du frommer. 8. Das, was ich hinterlaß, ver ewigbeben. du dreyeinger GOtt, den ich/sorge⸗ schuͤtz und liebe, und gib, Joh. 8,Fl. W mir auserlesen! gedenck an daß infr im Tod, nichts Hindrt 36. 2.— deine Guͤt, die vor der Welt gewe⸗noch bettübe, erhalt mich bey Ven. EIIE en, und sey mir Suͤnder doch, ostand, und einen frischen Muth, Occht me Ott, sters gnaͤdig hier, daß ich daß mitten im Gebet ich sterb auf Zaversicht, an recht Christlich leb und sterbe sauft JEsu Blut. en Gast, unde in dir. 9. Nun ich geb meinen Geist Sünden⸗Last. 2. Ich lege Leib und Seel, o nochmals in deine Haͤnde, und 2. Ich habt Gott! in deine Haͤnde, ach! leh⸗ warte, bis du komm t mit einem Reis⸗ zu dir in re du mich stets gedencken an mein selgen Ende, daß du mir nach dem eis, da ist m Ende, auch ierben, eh ich sterb, Tod selbst drückst die Augen zu, land, daran di und hoͤren alle Stund: Mensch und bis am zuͤngsten Tag schenckst wonndt. du must sterben auch, es ist der al⸗eine sanfte Ruh. 3u zeih d. 19. Ich weiß, durchs Lammes watz,der Leil e Bun beis, durchs Lan 2. Weil Jesus mir zu qut ge. Blut, werd ich schon überwinden, hat. Allein storben, wie gebohren, so glaͤub ich und einen anaͤdgen GOtt im Tod in mir: HErt ar gewiß, ich werd nicht seyn ver⸗und Loben finden, ich halte mich an nim mich zu di ohren, weck mich nur stetig auf, GOtt und meines JEsus Blut, 4. Drum st daß ich bereitet sey, wie du mich ich weiß, Gott macht es schon, eiden dein, in haben wilt, wann mein End komt/mit meinem Eude gut. des⸗Pein, d herbey... Ich sage: Amen! drauf, mich troͤst und 4. Ich traue deiner Treu, durch /in eines JSsus Namen, es sage srep durch deit Esu Blutzvergiessen, und wil gleichfals auch der HEtre, mein 5. Dein B auch weder Zeit noch Ort zumTod Gott, Amen! ach sage ja zu mir, Ruthen frisch ausschliessen; kom wann, wie, wo Dreyeinger Gott! kom du, ach Ren mnir abid du wilt, nur daß ich selig sterb, boarn Sey getrost, mein Kind ich Spott, dein durch JEsus Blut und Tod das komme nu. Joh. Lassenius. mein Ehre, Fr Himmelreich ererb. Ps. 11, 3. 4. Stricke des Lodees. 6 Dein Dur v. So lang allhie ich leb, und 96. I. Vater Unser im Zimm. mich Jab, wa weun ich werd entschlafen, geb ich O HeErre Gott in meiner Stärckung ha GOtt Vater dir, das, was du hast Noth ruf ich zu dir, du hilfest schrey komm n erschaffen, GOtt Sohn, was dumir: Mein Leib und Stel ich dir mich füͤr der erlot, das gey ich wieder dir, Gott hesehl in drine Haͤnd; bein n 401 2. Wann mi Vom Tode und Sterben. 77 —p——————— 110 ö end, der mich bewahr wenn du g cheilgche min aus dieser Welt, wenn ů dirs gefaͤllt. ö Iden mir 1* Efn Christ, gestorben bist 15, undsunn Creutzes⸗Stamm: Du GOt 0 Iden Hihtes Laim, dein Wunden-roth il 9, en ealler Noth, dein theures Blut, ö ft 70 ichge klomm mir zu gut, dein Leldn und Lehets: MW Fterba mach mich zum Erbn, in u 9ů deinemReich dein'nEngeln gleich' Schrerfen 3. O Heilger Geist, ein Troͤste) Schrecken, heist, an meinem End dein'n Trost „ 0 lab seit muir send: Verlaß mich nicht, 2 sey ein moenn wich anficht des Teufe's kend Sei G'walt, des Tods⸗Gestalt. O Lei ucht Herr, mein Hort, nach deinem kit. Wort, wollst du mir geb'n das terlaß,vert ewigbeben. D.nn Selneccerus. nd Rih, Joh. 5, 5r. Warlich, warlich, ich. hts hirdie 507. Ni. O JEsu süß wer dein. ch Muh O JEsu Christ, meins Lebens⸗ 1 an Dcht, mein hoͤchster Trost und sterb auf Zuversicht, auf Erden bin ich nur nen Geit Gast, und druͤckt mich sehr der inde, und Suünden⸗Last. ude, und. Ich hab vor mir ein schwere mut einem Reife, zu dir ins himmlisch Para⸗ Ingen dem deis, da ist mein rechtes Vater⸗ ugen zu, land, daran du dein Blut hast ge⸗ gschenckt wandt. 3. Zu reisen ist mein Hertze unden watz,der Leib gar wenig Kraͤste im Tos hat. Allein mein Seele schreyt un Tod in mir? HErr hohl mich heim, mich an nim mich zu dir. 1e Blut, 4. Orum staͤrck mich durch das es schon, eiden dein, in meiner letzten To⸗ drauf des ⸗Pein, dein Blut⸗Schweiß „ es sag mich troͤst und erguick, mach mich „es sagt srer durch dein Band und Strick. % nein 5. Dein Backen⸗Streich und * mui, Ruthen frisch die Suͤnden⸗Strie⸗ Eind 100 men mir abwisch, dein Hohn und ssenin. Spott, dein Dorne⸗Kron laß seyn Tod mein Ehre, Freud und Wonn. Linen 6. Dein Durst und Gallentranck Meiner mich lab, wann ich sonst keine hilfest Starckung hab; dein Angst⸗Ge— 11 dir schrey komm mir zu gut, bewahr 17* En⸗ mich fuͤr der Hoͤllen⸗Glut. gelꝛ· Vann mein Mund nicht kan reden frey, dein Geist in meinem Seelde schrey: Hilf, daß mein Soel den Him mel find, wenn mei⸗ e Augen werden blind. 8. Dein letztes Wort laß seyn nein Licht, wann mir der Tod das Hertz zerbricht; Behůte mich fuͤr Ungeberd, weun ich mein Haupt zun neigen werd. 9. Dein Creutz laß seyn mein Wander⸗Stab, mein Ruh und Rast dein heilges Grab: Die rei⸗ nen Grabe⸗Tuͤcher dein laß meine Sterbe⸗Kleider seyn. 10. Laß nich durch deine Naͤr gel⸗Maal erblicken die Genaden⸗ Wahl, durch deine aufgespaltne Rar mein arme Seele heim be⸗ 9 elt. 11. Auf deinen Abschied HErr, ich trau, darauf mein letzte Heim⸗ fahrt bau, thumir die Himmels⸗ Thur weit ali/ wann ich beschließ mein's LebensLanf. 12. Ani jüngsten Tag erweck mein'n Leib, hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht tref⸗ se dein Gericht, welchs das er⸗ schrecklich Urtheil syricht. 13. Alsdann mein'n Leib erneu⸗ re gantz, daß er leucht, wie der Sonnen Glautz, und aͤhnlich se deinm klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib.. I4. Wie werd ich dann so froͤh⸗ lich seyn, werd singen mit den En⸗ gelein, und mit der auserwaͤhlten Schaar ewig schauen dein Ant⸗ litz klar! Mart. Boͤhme. Sir. 7, 40. Was du thust, so bed. 908. M. Vater Unser iin Zimm. Mensch, bedencke stets dein End, der Tod auch Leih und Seele trennt. Gehorche Gott, und dich bekehr mit Seinden nicht dein Hertz beschwer: Hie bleibst du nicht, du must davon, wie du hie lebst, ist dort dein Lohn. 4. Wo sind die Kinder diesor Welt mit ibrer Wollust, Pracht 10 und 1⁰0 Vom Tode und Sterben. und Geld? Wo sind, die noch vor wenger Zeit bey uns stoltzierten voller Freud? sie sind dahin, all ihre Haab ist nichts denn Staub und Stanck im Grab. 3. Hieran gedenck, o Men⸗ schen⸗Kind, bedencke, was sie worden sind: Sie waren Men⸗ schen gleich wie du, die meiste Zeit sie brachten zu in Wollust; aber ach! wie schnell sind sie ge⸗ fahren zu der Hoͤll. 4. Hier muß der Leib ins Grab inein, und dort die Seel empfin⸗ en Pein, bis sie der HErr am jüngsten Tag zusammen bringen wird mit Klag, und stuͤrtzen in das Schwefel⸗Feuer zu aller Teufel ungeheur.* F. Denn wie sie hier mit Uep⸗ pigkeit gedient dem Satan, haben beyd an ihre Busse nicht gedacht, und an des andern Todes Macht; so ists auch recht, daß sie zugleich dort leiden Quaal im Teufels eich. 6. Was hilft sie nun ihr Ehr und Gut, ihr Wollust, Pracht und Uebermuth? Wo ist ihr Lachen, Spiel und Schertz? Wo ist ihr stoltzes freches Hertz? Diß alles ist in lauter Pein verwandelt, der kein End wird seyn. 7. Was Gott an ihnen hat ge⸗ than, er auch an dir erweisen kan; edencke Mensch, du bist nur klug, so sey bereit, und warte s zu jederzeit. Netz und Strick: Bist —— Christ, der enget ist. — Frie ö. Im 10. Trau nicht auf deinen sh n 3ld ihi di tzen Leib, das Sünden⸗Rad uit zin selges Ent weiter treib: Wirst du in M Antlitz laß mi heit fahren fort, so faͤhrest du Hollen⸗Pfort: GOtt ist gera wie er hie dich findt. Macht die Welt mit ihrer L veracht; Begierd nach Reih thum oder Ehr laß in mir hen schen nimmermehr: damit ich don in deinem Reich den Engeln Gon tes lebe gleich. J. heermam Roͤm. 14, 8. Leben wir, so leben 909. Mel. Err JEsu Christ O IEsu, GOttes Laͤmmelein sch leb oder sterb, so bin it dein, ich bitt, laß mich mit dir iu gleich ein Erbe seyn in delnen EEE- rd, tritst Erd, und wirst von Erd Reich genaͤhrt: Zur Erden wirst du nach dem Tod auch werden, gleich wie Staub und Koth. ö 3. Merck und behalt dis, was ich sag, vergiß nicht deinen Todes⸗ Tag, wie schnell er brechen wird erein, vielleicht moͤcht es noch eute aune Der Tod mit dir macht keinen Bund: Wie? wenn er kaͤm jetzt diese Stund. . Gewiß isto, daß du sterben must; wenn, wie und wo ist un⸗ 2. Denn was waͤr sonst deit Sterbens; Noth, so viel Striemeh und Wunden⸗roth, wann ich aug nicht der Seligteit geniessen soll in Ewigfeit? 3. Marum haͤttst du dein Leiß und Lebn im Grab verschlossen ung aufgegebn, wann nicht mein Toh durch deinen Tod verjagt sol werd'n, du treuer Ott? ö 4. Darum, o JEsu, sieh mit bey, gewissen Trost und Huͤlf ven bewust An allem Ort, all Au⸗ genpuck wirft aus der Tod sein eih, verlaß den nicht, YHErr—1 6. Ich bitt ort: gerech dein, laß dis er straft die Suͤnd, dort srasth 105 seyn/ so +** „ ö hich/ o HErr i0. V. wa O treuer J Hirte,; Mach mich v ley, und spri en:? Ju alle Tod ünd un ein Aublick g 3. Erschein lil deinen of daß ich soll ser Lieb empfun mir den Nal wann arirs F. Darne GOtt/ du wi sen. und jar dus deinen moͤcht ich do theure Gun Schooß zu 6. Ey un Lamm, mei ben/ mein h EEEr Vom̃ Lödé und Sterben. 8 chrn er mit dein'm Blut be— Asprenget isttte 15 Im Frirde laß mich schlafen uf deinen 0 ein, und in dir haben Rühe fein, Den Rad nih zin selges Ende mir bescher, dein st du in B Antlit laß mich sehen HErr. faͤhrest dun 6. ch hiet durchs bitter Leiden kt ist gerec dein, laß dis mein letztes Wün⸗ dort strast i schen le,o iai ich loben allezeit 1 heh,o HErr GOtt in Ewigkeit. ie Welt moh ö Mart. Mollerus. Froͤmmigi P. 23,4. Ob ich gleich wanderte. H ott, lebt 510. M. Was Bott chur das ist Nann, in I treuer JEin der du bist mein 25 der din I Hirte, Trost und Leben, mein Erd wirdn hester Freund zu seder Frist, dem Hewaͤhrt. ich mich gantz ergeben. Ich bitte „der du mil dich gahtz inniglich, laß mich doch nädiglich i hicht verderben, wenn komt die uLicht: his Zeit zum Sterbern: lle nichtden 2. Steh mir am letzten Ende zelt, die gan boy, Ulld hilf mir überwinden: llt. Mach mich vonmeinen Schulden ich aus allh fiey, und lprich mich los von Sün⸗ t ihrer 10 en: Ju aller Noth sey mir dein nach Reill Tod ünd bGroler Erend Leiden, in mir henh ein Anblick grosser Freuden. amit ich dl z. Erscheine mir zur selben Zeit, ngeln Gol stit deinen öfuen Wunden, die du, Seermam daß ich soll seyn befreyt, aus lauter wir, so leben Lieb empfünden? Dein theures Esu Chrisl Blut kom mir zu gut, und labe Laͤmmeleih menie Seele in ihret matten Hoͤle⸗ , so bin. Und wenn ich nicht mehr spre⸗ mit dir zul chen kan, noch meinen Mund be⸗ in deinen soegen: So nim die schwachen SEeüufzet an, die sich im Hertzen re⸗ „sonst desns gen: Laß flir und für gas suß in Striemes mir den Nahmen JEsus schallen, nn ich auh wann grirs Gehör entfällen. niessen solll F. Darneben bitt ich, tteuer dein Leih sen, and ja nicht in derselben Roti blossen un] aus deinen Armten lassen: Acg mein Tohmoͤcht ich doch auch heute n och die erjagt sol theure Gunst erwerben, in deinem 7 Schooß zu sterben! „sieh mi 6. Ey nun so kom mit deinem Hüͤlf ven] Lammt, mein Hirke, Trost und Le⸗ Herr—0 den/ mein bester Freund und Vraͤn⸗ Gott/ du wollst mich gantz umfas⸗ Leibe scheidt. tigam, dem ich mich gantz ergeben Kom bald 15 mir nim mich mit dir aus diesem See der Leiden ins Reich der eiwgen Freuden. Roͤm 6/23. Der Tod ist der Sunb. 51¹1. M. Nun ruhen allewalder O Welt/ ich muß dich lassen, ich fahr dahin mein Strassen, ins ewge Vaterland/ mein n Geist wil ich aufgeben, dazu mein Leib und Leben setzen in GOties gnaͤdge 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn, kein Bleiben ist auf Erden, das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fah dahin... 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt/ von GOtt gezogen— Schand und Buͤberey,wil ich do nicht verzagen, sondern mit Glau⸗ ben sagen, daß mir mein Suͤnd vergeben sey.... I. Auf GSti siehi miein Vert tiauen, sein Ang'sicht wil ich schauen warlich durch JEsum Christ, der fuͤr mich ist den meit des Vaters Huld erworben, mein Mittlet er auch wot den ist. Die Suͤnd mag mit nicht schaden,eloͤst bin ich aus naden, umsonst durch Christi Blut. Kein W 100 koͤmt mir zu frommem so tbil ich zu ihm kommen, allein duͤrch wahren Glauben gut. 6. Ich bin ein unnuͤtz Knechtẽ⸗ mein Thun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; Umsonst wil er mirs geben/ und nicht nach mein' m Ver⸗ dienst und Wahl. 4.— 7. Drauf wil ich gerne sterben⸗ das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit, hier mag ich nicht mehr bleiben, det Tod thut mich vertreiben, mein Seele sich vom 8. Damit t ich von hinnen/ o Welt/ thu dich besinnen, dann dü NI u ö I V 4 I I ö ————————————— ——————————————— — 562 Vom Tode und Sterben. must auch hernach; Thu dich zu TT bekehren, und von ihm Gnad begehren im Glauben sey du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist nun vorhanden, hoͤr auf von Suͤnd und Schanden, und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen; Sonst all irdische Sachen sollt du gutwil⸗ lig sahren lah.n. 10. Das schenck ich dir am En⸗ de, ach ja zu GoOtt dich wende, zu ihm steht mein Begier. Huͤt dich fuͤr Pein und Schmertzen, nim mein'n Abschied zu Hertzen, meins Bleibens ist jetzt nicht mehr hier. Doh. Sesse. Offenb. 14, 13. Selig sind die T. 912. In eigener Melodey. I. Chor. wie selig seyd ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu GOtt gekommen! ihr seyd entgangen aller Noth, die uns noch haͤlt gefangen. 2. Chor. 1. Ja hoͤchstselig sind wir/ lieben Bruͤder! unser Mund ist voller Freuden⸗Lieder; doch was wir schanen, wird GOtt euch gar bald auch auvertrauen. I. Chor. 3. Muß man hier doch wie im Kercker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben? Was wir hie kennen, ist nur Muͤh und Hertzeleid zu nennen.— 2 Chor. 2. Oihr Lieben! seyd doch ja zufrieden, wuͤnscht nicht Freude, weil ihr seyd hienieden, laßt euren Willen sich nur sauft von GOttes Gnade siillen. I. Chor. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer, sirher und be⸗ freyt von allem Jammer; kein Creutz noch veiden ist euch hinder⸗ lich an euren Freuden. 144 2. Chor. 3. Aber gleichwol musten wir auch kaͤmpfen, da in uns war Suͤnd und Tod zu daͤm⸗ yfen; was euch jeizt quaͤlot, daran hat es uns auchunicht gefr hlet. I. Chor. 4. Christus wischerg all eure Thraͤnen, habt das scho Ohr allhier gedrungen. 2. Chor. 4. Duldet euch nin zur kuͤnftigen Frenden. mel fuͤr die Welt ererben? Wn wolit hie bleiben, sich den Jam mer laͤnger lassen treiben? bey Christo leben; doch koͤnt ihr euch in Geduld ergeben, all eun Streiten lohnet Christus hier mil I. Chor. 6. Komm, o Christel komm, uns auszuspannen, loͤs u auf, und fuͤhr uns bald von dan⸗ frommen Seelen Freud und Wonne. 2. Chor. 6, Ach ihr theum Seelen, eure Krouen, eure Pal⸗ men, eure guͤldne Thronen sind schon bereitet, schaft nur, daß ihr recht zum Siege streitet. Beyde Choͤre. J. Nun, wir wollen beyderseitt dann loben GOttes Lamm, das uns in GOtt erhoben, ein ewgez Leben ist uns beyderseits gewiß gegeben.* Himmels⸗Choͤre! gebt dem hoͤch⸗ sten Gott allein die Ehre! dis Ewigkeiten werden unsers Got⸗ tes Lob ausbreiten. Sim. Dach⸗ B. d. Weish. 3, T. Aber der Gel, 2I3. Ineigener Melodey. SDieg! Sieg mein Kampf isl aus, nun habich meine Kro⸗ ne, hier ist das Wollust⸗Haus, ich steh für HQOttes Throne, in reiner weisser Seiden, so heist mich IE⸗ sus kleiden. 4, Nun nen; bey dir, o Sonne! ist 1 . Lobt ihr Menschen, lobt ihr —— 2. Nun wir ie Stadt/ da — wornach wir uns erst sehnen euch dienStan wird gesungen, was durch keing Dun Penin! Glautz bemal fort bey euren Thraͤnen, bleibt ga Jasp 94080 treu euch Himmel⸗an zu sehnen, weich ein sch eur jetzig Leiden ist der Saames doch der Jub I. Chor. 5. Ach wer wolte den der Cherudi uicht gerne sterben, und den Himn Sekaphinen. 4. Als fie n ju—.— 0 mich druckt 2. Chor. 5. Hreylich ist hier gu Hertz und Si stet Winek hichts, Als süs 5. Wöhl mi Herrlichkeiten. mnit ihm ins ich prang als schränckt mit mit Lust bin ein Kummei 6. Drum E falsch geschmir gantz von mrir dir gewesen, Getuͤmmel, Himme 7. Go hoͤr treuste Mutte Menschen Lat bes⸗Hoͤle, we ondet, und sic 8. Je laͤng mehr es wie Ott wider Suͤnde niehr die Suͤnden, mpfinden! 9. Drum l uhrene N ahren Angst ich von euch mich eusch ge hin mein Leb Lo-. Habt ã sür alle Sore o sput als frr Hagen, haht vom Tode und Sterben. — 563 eWischend SI wischeth Wi—.— bt das schon 3. Nun wird von mir geschaut sehnen; euch durch keine. Bold. sind ausgebaut, hie sieht man Perlen blicken, der Waͤnde Glans bemahlet, was sonst von Jaspis strahle. 3. Ach Wunder:suͤsser Hall, ach welch ein schoͤnes Singen, war doch der b empsudem— 606 7⁷ mit Freud empfingen, die Choͤr an Zn 0 Simnnen nebst taufend Sekaphinen. den Lan 4. Als fie mit froher Lust; mich en: 3 iu den Bräutgam brachten, det histhier gu mich druckt an die Biußt daß 0 x Int Al. Hert und Siune lachten, sein er⸗ en, al run ster Winck und Hrüssen war us hi Uil hichts, Als süsses Kuͤssen. hier m F. Wöhl 5 ich 13 Grännen⸗ 4%% mit ihm ins Himmels Graͤntzen 1 ½ ich prang als eine Braut, um⸗ 5 dan schrͤnckt mit Sieges ⸗Kräntzen, Von dan mit Lust bin ich umschwemmet, ne! ist de jein Kummer mich beklemmet. reud und. 6. Drum Erde gute Nacht, dein falsch geschmuͤcktes Wesen, wird gantz von mir verlacht, ich bin bey dir gewesen, nur weg du Welt⸗ Hetuͤmmel, ich kiese mir den intintenr 7. S hoͤr mit Weinen auf, o treuste Rutter⸗Seele, denckt aller Menschen⸗Lauf geht hin zur Gra⸗ bes⸗Hoͤle, wohl, wer ihn zeitlich ondet, und sich zur Ruhe wendet: 8. Je laͤnger man hie lebt, je⸗ mehr es wiederfaͤhret, daß man Gand unehtet,o. 90 Wetucht uden Suͤnde mehret, o wohl wer nicht 976•6 dis die Sunden, mehr darf bey sich ers GO½ empfunden) un. Dach, 5. Drum liebstes Muttet⸗Hertz, r der Ger, uhren Au Muth zufrieden, laßt Iodex. faghren Angst und Schmertz, daß reing Kro. sch von euch geschieden, der so Haus, ich in reinen mich JE 4, Nun 1. et euch nun n/ bleibt ge⸗ zu sehnen, er Saamen ihr theun eure Pal⸗ ronen sind E. beyderseitt amm, das ein ewget its gewiß n/ lobt ihr dem hoͤch⸗ in mein Leben. To. Habt Danck fuͤr alle Müͤh, für alle Sorg und Plagen, die ihr so sput als fruͤh, fuͤr euer Kind ge⸗ Ragen, habt Danck für. eunen die Stadt, da alle Stuͤcken von pfl mich euch gegeben, nimt wieder Segen, nun will mich GOtt ver⸗ gen.. II. Stellt auch die Thraͤnen ein, ihr Schwestern und Gebruͤder, wenn meine Todten⸗Bein nun werden gruͤnen wieder, da soils gewiß geschehen, daß wir uns wie⸗ der sehen! ö Hiob z/ 26. Und wirst im Alter zu. 914.M. Hertʒlich thut mich verl. Sso hab ich nun vollendet den schweren Lebens⸗Lauf mich gantz u GOtt gewendet, und geh itzt Himmel auf: Sehr matt bin 10 von Thraͤnen, mein Hertz ist schwach von Noth, von Seufzen und von Staͤhnen, drum komm. 6 lieber Tod. 2. In allen meinen Jahren, vo zarter Jugend an, hab ich es wo etfahren, wie schwer die Himmels Bahn: Ich bin auf keinen Rosen gegangen jederzeit, wie etwa die Gotttosen in stoltzer Sicherheit: 3. Was ist der Menschen Leben? Wanns auch aufs allerbest sich koͤnnen hier erhehen so ist es Muͤh gewest, nur lauter Muͤh und Sor⸗ gen, nur lauter Gram und Noth; den Abend als den Morgen drum ist man lieber toddtt 4. Wie oft hab ich geklaget gleichwie einWandersmann ch haͤtt ich Rast! gefraget: Wann kom ich Himmelan? Werd ich noch lauge gehen auf eitler Erden⸗ Tand? Ach! werd ich nicht bald sehen das rechte Vaterlandꝰ? 5. GOtt Lob! nun soll es wer⸗ den, nun ist die Stund herbey, daß ich von dieser Erden soll wer⸗ den los und frey, nun hab ich aus⸗ geklaget, ich hab in meimemStreit mich ritterlich gewaget: Die Kron ist mir bereit. 6. O Liebsten, laßt das Weinen/ es ist ja ohne Noth, GT eilet mit den Seinen, durch einen sel⸗ gen Tod, eh noch viel Trübsal kommen, GOtt weiß, sie drauen Nn schon * 364 vom Tode und Sterben. schoͤn: Wohl dem, der nur gekom⸗ men zum schoͤnen Himmelsthron. 7. Wann ihr euch koͤnnt beden⸗ cken, wann ihr mich lieben wollt, so duͤrst ihr euch nicht kraͤncken, ob diesen Todes⸗Sold: In diesem Welt⸗ Gebaͤude hab ich euch ja ge⸗ liebt, drum goͤnnt mir doch die Freude, die mir mein Heiland hiebt,. 8. Wir werden seyn verbunden, ohn alle Noth und Leid, nach we— nig Zeit und Stunden, dort in der Ewigkeit: Da wird uns GO verneuen, da werden wir uns auch recht mit einander freuen, nach himmelischen Brauchh 9. Ade! nun muß ich scheiden/ zu tausend guter Nacht, zur Him⸗ mels⸗Lust und Freuden. Ihr Lieb⸗ sten feyd bedacht, wie ihr mich wollet finden im schoͤnen Para⸗ deis das Eikel uͤberwinden. Nun gute Nacht, ich reis. JI. Pauli. Es. 57/ 1. Aber der Gerochte kom. . Mel. Hertzlich thut mich. s hab ich obgesieget, mein Lauf ist nun vollbracht. Ich bin gar wohl vergnöget, zu tau⸗ send guter Nacht? Ihr aber mei⸗ ne Lieben, thnt nicht so aͤngstiglich, was wollt ihr euch betruͤben? Stehts doch sehr gut um mich. 2. Denckt, Vater, wi diel Sor⸗ gen, wie manche wache Nacht, wie manchen duͤstern Morgen ein liebes Kind ost macht? Was ihm kau wiederfahren, das fürchtet, der ihn liebt: Den Kummer koͤnt ihr spahren, drum seyd nieht so betruͤbt 3. Auch Mutter, laßt die Zaͤh⸗ ren, stellt euer Klagen ein: Allein GOttes Begehren, daß muß er⸗ fuͤllet soyyn. Darum ihr itzo wei⸗ net, und gar zu klaͤglich thut, das ist sehr wohl gemeynet, GOtt ma⸗ chet alles gut. . Die Frende, die sich reget bey einem Wandersmann, wenn er dit Reis' hinleget, und kommet bfindet ein Schiffer, wenn er scht ein sichern Hafen findet, die ss ich itzt bey mir⸗ Schmertzen, fahr immer imun bar ich freue mich von Hertg taupend Freuden, in meines Sch pfers Hand, da trift, noch rinh kein Leiden, so dieser Welt bekann „ Tie noch auf Erden walh in Irrthumsvoller Zeit, vermi gen kaum zu lallen von srohn Ewigkeit, viel besser wohl gestin ben, als in der Welt gelebt, A Schwachheit ist verdorben, un innen ich geschwebt. ö . Schmuͤckt meinen Sarg uih Kraͤutzen, wie sonst ein Sieng Mann prangt; Ju jenem Himm mels Lenzen hat mieine Seelen langt die ewig grune Krone: Di⸗ werthe Sieges Pracht, rührt hu von GOttes Sohne, der hat mich so bedacht. 4— 11 8. Noch netzet ihr die Wangelh ihr Eltern uͤbor mir, euch hat dii Leid unifangen, das Hertze brichl euch schier? Des Vaters tkell die Mutter stehet truͤbe, und wendi die Augen ab. ö 9m Jeh war euch nur geliehen auf eine kurtze Zeit, wil GO das Leid, und sprecht: GoOtt hal der Mensch ist GOttes Knecht. 0. Seht nicht an meine Jahns/ gedenckt vielmehr zuruͤck, daß ic ein Mensch hie ware, und neden zeitig, von erster Kindheit an. Wie seyd ihr doch so streitig, i. dem, was GOtt gethan? 60 II. Daß ihr mein Grab musst s⸗ hen, zeigt unfern schwachen aß ich erloͤset bin. Ich leb u Liebe, sieht vᷣhnlich in mein Grabl, N recht, bey dir steht Tod und Leben Augenblick, zum Tode reif und gläcklich an: Die Hreude, dienn thut EOttes e nicht zu iu Göttes Will 5. Fahr hin, Angst um alt genung. 13. Schein nen, sag jem. srüh in Gt bleibr' Er eilet mit de nen Himmels⸗ zun den bewe Engeln lacht Nachrufe 13· Jahr w Sareuß der sü Trauet Hoͤle ust. Wann gen desselben du uns wirst u er heute seyn. Es.38,17. dié. M. Chui Iun Bost ist diesem let die alte Ge Macht enther 3. Hier gilt Wer fuͤrckt n Wer hilft die JEsus es nich 3. Ihr spre moͤgen mir/ m doch von NS. Sieg und Ru 4. Syrich, Rusch in sich efehen, eer lich zu sich ziehen, so werffet hin schirye; Sey gegeben, GOtt nimts, du hast g. Auf daß dir e Kron von G 5. Halt mid Hilf mir, nae ob ich nun er ten sev. 6. Bleib je du meines Je mich recht str sten weist. 7. Sprich! len die Kind Das Erbe le Stand/ daß es so balb n ö Pfand und S Vom Tode und Sterben. 361 thut shut GOttes Vater Hand. 6Ott Henn er sehn wird das Leid euch stillen, ich ster⸗ det, die soh benichtzu ungt Wer stirbt nach Gottes Willen, der stirbt schon An Han s rnu 10 2. Schein ich zufruͤh entnom⸗ 90h urn, sag jemand, kan man auch ch leb ufruh in Himmel kommen? ines E tr bleiht— dem Gebrauch: noch 7 Er eilet mit den Seinen zur schoͤ⸗ Belt bekah hen Himmels⸗Pracht: Wer mag Den walln nun den beweinen, der hey den Beit/ vekut Eigeln lacht? von srohn Rachruf der Berrubten. wohl gesin 13 Fahr wohl! o liebe Seele! gelebt, N Ganeuß der suͤssen Lust, uus in der orben, vn TrauecHöle ist nichts davon be⸗ ust. Wann wird doch angelan⸗ Sarg mil gen desselben TagesSchern, daß eude ded ein Sien du uns wirst umfangen? O moͤcht/spri er heute seyn. G. W. Sacer. ne Sech en Es. 38, 17. Siehe, um Trost war. rone: Di 916.U. Chr istus der ist mein. ruͤhrt Iu Auetemte ist mir sehr bange, in er bat nic diesem letzten Streit, den mir die Er—.70 mit voller ie Macht entheu achhekt 0 3. Hier gilt es muthig kaͤmpfen. ertze brich Wer särckt mir meinen Muth? aters ftult 2 Wer hilft die Feinde daͤmpfon, wo mein Gral, JEsug 1 aat n 2 Ihr sprecht zwar nach Ver⸗ Kuidi Bah er doch von JEsu Segen komt aller vil W Sieg und⸗N Ruh. werffet hu 4. Syrich, ewias Wort, und GOtt hat schreye: Sey tren bis in den Tod; enem Him dü 0 Auf daß dir angedeye die Ehren⸗ Kron von Gott! I. Halt mich/ daß ich dich haltz 1 mir, nach deiner Treu! daß, 4* 9. erkalte, ich wohl erhal⸗ 646. Bld Veho mir zur Seitey, du meines JEsu Geist; und lehre Rr 0— n wein. kitreiten, wie du am be⸗ 7. Syrich mir in meiner See⸗ n 5 11 as Erbe laß nicht fehlen, du Hand und Siegel du! 4 8. Wil mich der Tod erwurgen, der mit der Suͤnde schreckt? So eige r mir den Buͤrgen, der selbst den Tod geschmeckt 9. Du Gottes⸗ Iricde staͤrcke mich in der letzten Noͤth: Daß ich dein mm0 mercke auch mitten in dem Tod 10. Wann dieser Lebens⸗Leuch⸗ te es hun an Oel gehricht, mein Dele so befenchte, du selbst des Glaubens⸗Licht. II. Laß dies am Ende funckelu, daß keine Todes⸗Nacht die Son⸗ ne mag verdunckeln, die ewig froͤh⸗ lich macht. 12. Vertritt mich im Gerichte vor GOttes Angesicht! Mach alle ir michte die mir da wider⸗ 13 und endlich so vollende das Werck von meinem Heil; Stell mich in JEsy Haͤnde; hier it mein Erb und Toeil. 14. Ich sterb auf dis Vertrauen, und dring im Glauben ein: Laß JEsu, laß das Schauen, bald ja und Ameu seyn! Spruͤchw. 14, 32. Aber der Ge⸗ rechte ist auch in seinem Tode get. . Mel. Hertzlich thut mich. alerwil ich dir geben, du arge sfalsche Welt, dein suͤndlich boses Leben durchaus mir nicht ge⸗ faͤllt; Im Himmel ist gut woh⸗ nen, dahin steht mein Begier, da wird GOtt ewig lohnen, dem, der ihm dient allhier. 3. Rath nur nach deinem Her⸗ gen, o.JEsu, GOttes Sohn, soll ich hie dulden Schmertzen, hilf mir, HErr Christ, davon, verkuͤrtz mir alles Leiden, staͤrck meinen bloͤ⸗ den Muth, laß mich selig abschei⸗ den, setz mich i in dein Erb⸗Gut. 3. Nmeines Hertzens⸗Grunde dein Nahin und Creutz allein fun⸗ ckelt allzeit uud Stunde drauf kan ich froͤhlich seyn, erschein mir in dem Bilde zum Trost in meiner Nn 3 Noth, 166 Vom Tode und Sterben. Notb, wie du, Herr Christ milde dich hast geblut zu todt. 4. Verbirg mein Seel aus Gna⸗ den in deine ofne Seit, ruͤck sie aus alleni Schaden in deine Herrlich⸗ keit: Der ist mohl hie gewesen, er kommt ins Himmels⸗Schloß, er ist ewig genesen, der bleibt in deinem Schooß. I. Schreib meinen Nam'n aufs este ius Buch des Lebens ein, und — bind mein Seel fein veste ins schöͤ⸗ ne Buͤndelein, der r, die im Hin⸗ S mel grunen, und vor dir leben frey. S so wil ich ewig rühmen, daß dein Hertz treue sey. Val. Serberger. Es 358,I. Bestelle dein Haus, denu. AS. M. Wer nur den lieben G. Wal nichts gemeiners ist, als Sterhen, und bald vielleicht Seider au mir/ so wil ich mich bey Mann, det zum Wohisterben Roͤm. Err Christ, so —— Heublick iu einem selgen Sterhz schick. N 6. Ich gebe dir zu treuen Hay den, HErr, meine Seel dein E geuthum, das Deine mag ich nich entwenden, es bleibet dein zu den nem Rühm: Gib du nur selb Aehtung drauf, HErr JEsu, me nen Geist nim außff. . Bereite mich von aus und in nen/ wie du mich selber hahen wilh den Glaubeu niehr, staͤrck mein innen, und sey fur mich stei Sonn und Schild; Die Sundt fiig, dem Satan wwehr, und iei dich mir mit deinem Heer 8. Ich bitt mir aus ldein heilg Wunden zur Ruh, dein Wort Iun Artzenen, deins Leidens Kraft zun letzten Stunden, das Vater⸗Herz⸗ des Troͤsters Treu, dein Blut zun Kron und Sterbe⸗Kleid, zulehl zuni Grabe deine Seit. 9. Auf diese Weise mag ich sten ben in kurtzen oder uͤber lang, mit ist als einen Himmels⸗Erhen und Gottes Kinde gar nicht banug, di GOttes Lieb, das JEsus⸗Blut machto schon mit meinem Ende aut. 14/9. Denn dazu ist Chrisu 949. M. Wenn meinStundlein enu ich in Todes⸗Nöthen — bin, und weiß kein n Rath zu finden, so nehm ich meine Zu Hucht hin, zu Christi Tod Wunden, darinnen find ich Hus und Rath wid't GOttes Zorn un Missethat, auch wider Tod un 4. Ach liehster Schatz! gedenck Höll doch meiner, und halte bey mir redlich aus, laß allzeit mich genies⸗ sen deiner, und reiß aus aller Noth mich raus, denn ich will habn in diesem Nun mit Niemand, als mit dir zu thun. J. Laß mich absterben meinen Sůnden dürch stete Reu und wah⸗ re Buß, im Glauben mich mit dir perbinden, und lernen daß ich ster⸗ Hoͤlle. ö„ 2. Es ist kein Schmertz, kein Leid, kein Noth, kein Angst und auf Erden, so nicht durch Chriff Wunden⸗roth geheilet könte wen den. Sein Tod mein Leben und Gewinst, mein Hofnung, Zuflucht und Verdienst, mein Schatz, mein Ehr und Krone.* 3. Er streckt am Creutz aul hen muß hamit jch mich all Au⸗ Haͤnd und Wrmichsn 10 — umfangen, se zu einmKuß, langen, sein e daß ich darin, Hertz, sein L 4. Das ist! est, die ur Hielchwie Gr einen Kasten, Suͤndfluth Sein'n: Als den rein die hrone. . Darein sein, und mi leichwie ein im holen B Ungewitter f ich mich find Baum des L 6. Moses hart, daß We sen 3 Also wi mit einem S viel Blut u Gnaden⸗Bru mich im Tod 7. Oewgei Thron! Laß scheiden; O tes Sohn! ⸗ geleiten: O auf die Thr Baum des dem Brunn! 8. Nun fuͤ Ruh und Fre Wunden, n Traurigkeit verschwundet Geel, Gott nen lieben Er Himmels Se Ap. Gesch.// 920. M. enn meir den ist meine Straf HeErr JEsue nicht veriaf meinem letzt jen Sterhg Renen Hh vel dein E lag ich nich dein zu deß ur selba JEsu, mes taͤrck mein mich stein 100 u 9/ m an 10 fhaug, I Ess S lem Eun ein u Rah d ich Hu Zorn und Tod un nertz, Lein ngst so grof rch Chris koͤnte wen Dr und 9/ Zuflu Cahnel Lreutz aul eundlich um Vom Code und Sterben. 567 umfangen, sein Haupt neigt er mir zu ein mKuß, aus hertzlichemVer⸗ langen, sein Seite er eroͤfnen ließ, daß ich darin moͤg schauen suͤß sein Hertz, sein Lieb und Treue. 4. Das ist die Thuͤr der Gnaden hest, die uns stets offen stehet. Gleichwie GOtt Noah bauen last, ein'n Kasten, drein er gehet, zur Sündfluth groß mit all den i% Sein'n: Also sind Christi Wun⸗ den rein die Thuͤr zum Guaden⸗ Thron.. 5. Darein wil ich mich finden sein, und mich darinn verdecken, leichwie ein kleins Waldvoͤgelein im holen Baum verstecken, bis Ungewitter furuͤbergeht, also wil ich mich finden istet zu Christ dem Baum des Lebens. 6. Moses schlug einen Felsen hart, daß Wasser draus that flies⸗ sen; Also wird Christi Seite zart mit einem Speer gerissen, daraus viel Blut und Wasser floß, der Gnaden⸗Brunn sich da ergoß, der mich im Tod erguicket. V. Oewger Vat'r ins Himmels⸗ Thron! Laß mich von hinnen scheiden; O JEsu Christe Got⸗ tes Sohn! Du wollst mich auch geleiten: O Heilger Geist! thu auf die Thür, und mich zum Baum des Lebeus fuͤhr' und zu dem Brunn der Gnaden. 8. Nun fuͤhl ich Schutz, Trost, Ruh und Freud in deinen heiligen Wunden, nun ist alls Leid und Traurigkeit aus meinem Hertzn verschwunden. Fahr hin, mein SGeel, GOtt wartet dein mit sei⸗ nen lieben Engelein, fuͤhrt dich ins Himmels Saale! J. Rohlroß. Ap. Gesch.78. HErr JIEsu nim. 920. M. Hrr straf mich nicht. W'rn mein Stuͤndlein verhan⸗ O den ist, und ich foll fahrn meine Straße, so gleit du mich, OErr JEsu Christ, mit Huͤlf mieh nicht verlasse: Mein Seel an meinem letzten End, besehl ich, HErr, in deine Haͤnd, du wirst sie wohl bewahren. ö 2. Mein Suͤnd mich werden kraͤncken sehr, mein G wissen wird mich nagen, deun ihr sind viel wie Sand ain Meer, doch wil ich nicht verzagen, gedenck'n wil an deinen Tod, HErr JEsu, deine Wunden roth, die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des troͤst ich mich von Hertzen, von dir ich ungeschieden bleib in Todes⸗Noth und Schmertzen, wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewges Leben hast du mir durch deinen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht blei⸗ ben, mein hoͤchster Trost, deinAuf⸗ fahrt ist, Todes⸗Furcht kanst du vertreiben: Denn wo du bist, da kom ich hin, daß ich stets bey dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. ö 5. So fahr ich hin zu ESu Christ, mein Arm thu ich ausstre⸗ cken/ so schlaf ich ein und ruhe fein kein Mensch kan mich aufwecken, denn JEsus Christus, GOttes Sohn, der wird die Himmelsthuͤr aufthun, mich fuͤhrn zum ewigen Leben. Nic. Sermann. Ps. 116, 15. Der Tod seiner Heil. 921. M. Freu dich sehr, o meine. Verde munter, liebe Seele, balde wird es seyn gethan, daß du aus der Leibes⸗Hoͤle dich recht schwingest Himmetzan. All dein Leiden, Creutz und Noth en⸗ det sich nun durch den Tod. Nun⸗ mehr wirst du uͤherwinden, und ein bessers Leben finden. 2. Giehe,/ wie viel Engel schwe— ben, um dein Bette, welche dir das Geleite wollen geben hin bis an die Himmels⸗Thuͤr. Siehe doch, Gott sendet schon her von seinem hohen Thron, den Triumph⸗ und Ehren⸗Wagen, der dich soll gen Himmel tragen. N n 2 ö 3. GOtt —— ————ß—— ——ß7—— Vt Vom Lode und Sterben. 3. GOtt begehret, du sollt Fom⸗ men zu ihm nauf er waxtet dein, und wil dir bey andern Frommen raͤumen deine Stelle ein: Er hat auch das weisse Kleid, und die Kro/hen nen schon bereitt, die du sollt zu ewgenTagen mit der groͤstenFreu⸗ de tragen. 2 4. Drum, o Seele, sey doch fer⸗ tig/ eile, daß du kommest dar, weil da deiner auch gewartig ist der Auserwahlten Schaar, die viel tausend an der Zahl, itzt schon komnien allzumal an die Him RelsShür gegungen, dich mit Freuden zu empfangen. 5.Es sind dabey viel der Dei⸗ Ren, deren Wunsch von Hertzen Ilt, daß du mögest bald erscheinen, woeil du sehr wilkommen bist. Den⸗ ce, wie dir wird er hn, wenn die wirst wieder se der sehn, Hir. 18, 26. Es kan vor Abendz Dir vor vielen Jahren duͤrch den Pr. Sai. 9, 12. Auch weiß der N Tod genommen waren. 252: M. Wer nur den lieben . Diese gugetwählte From⸗ men, auch die Engel werdeh dich heissen tausendmal wilkommen, und dich führen praͤchtiglich hin iu deines Ottes Thyon, allwo sie mit schoͤnen Tyon werden ihren Daner erweisen, und GOtt also herzlich preisen:. 7. Lob ind Preis mit vielen aht ren sen dir, HErr, daß unsre Zahl ich noch täglich muß vermehren, Deporab, daß dieses mal geger Wehrn srommes Kind auch nun⸗ mehr sich bey ung findt: Laß doch bald die andre Froͤmm Welt auch zu uns kommen: . Dein GOtt selbst wil dich em pfangen mit diel Lie lichkeit, dir abwi ö 1 Wangen alle Thranen, so das Leld dir hier ausgenresset hat; Er wird zu derselten statt dir sein himm⸗ lisch Frenden⸗Leben in Besitz auch ewig geben. ö— 9. Da wirst du alsdenn von Sünden, Creutz und Elend wissen — bund Freund⸗ schen von den die Him⸗ hn, welche S egen!. T en qus der st den, und vor 7.½ bis in alle Ewigkeit leb Herrlichteit, die dein erworhen, gls er fuͤr di hen. 5 Angessc h½ in e 0 ö sin st gesh * * nicht: Lauter Wonne winst du sin⸗ shhon langl Vor Sürorelt purchehristi einem End 6 „Ach V uͤnde, mi Chisi zu, d glaubig winẽ rwuͤnschted 4475 Jch wer Wunden ha 800 gebett, Toses-Stun ö W haͤ 8. Nichts suscheide, ui Dod, ich leg ite, und sage ha Joh. 14/ 19 223.5.0 Ebristé 5 ists Denn ich wir von mich vom ig Lebe 63. hat To 6 0 ichg jum Leben ich frage! leben fuͤr 3. G eiß, mei ex wird mir das L 297 tt mi 54. 0 JEsu, de 1 Angessch eben in d u e 6 dich ist ges be Seole febel G01 olche Weis Noth! H. reue dich dn jehr, als 0 wohl mis die wir nüf bleiben hin nnen wisseh folgen di gethan, dale Shsen ni vor Abend. weiß der N en liebend he mir mei die Ze/ her geschwing umen mei 5Ott ich bi ichs nur I0 hts leicht xn am fruͤhs ö weil ich 0 ich in eih Gott ꝛc. stets mej; denn ich eih Sel in J ind ja nich Knen nein Hauh ür allen Faͤllen schicks us bitt ꝛe. Zucker si allen ⸗hiten mir in ben ö Swigkeitshh fin gläuldig winde, das giebt mir recht te, und sage: Mein HERR und vom Tode und Sterhen. 769 fuͤrgestellk: Mein Gtt, ich hitt durchChristi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 6. Ach Vater, deck all meine Suͤnde, mit dem Verdienste Christi zu, darein ich mich veit erwuͤnschte Ruh: Mein GOtt ꝛe. 7. Ich weiß, in JEsu Blut und Wunden hab ich mich schon und wohl gebett, da find ich Trost in Eodes Studen, und alles was sch gerne haͤtt: Mein GOtt ꝛe. g. Pichts ist, das mich vyn JE⸗ su scheide/ nichts ez sen Lehen oder Fod, ich leg die Hand in seine Sei⸗ szein GOtt! Mein Gott ꝛe. Tauf, du bist mir auch daher ge⸗ wogen, hast mich zum Kind ger nommen auf: Mein GOtt ꝛe. 10.ch habe Esn Fleisch geges⸗ sen, ich hab sein Blut getruncken hier, nun kan er meiner nicht ver⸗ gessen, ich bleib in ihm, und er in mir: Mein Gott, ich bitt ꝛe. 11. So kom mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit IJEEu gluͤckt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit IEsu Blut schoͤn ausgeschmuͤckt; Mein ꝛc. 12. Ich leb indeß mit dir ver⸗ gnüͤget, und sterb ohn alle Kuͤm⸗ merniß mir gnuͤget, wie es mein Gott fuͤget, ich glaub und bin es 55ttꝛe. gantz gewiß, durch deine Onad und 9. Ich habe JEsum gugezogen, Christi Blut machst dus mit mei⸗ schon laͤngst in meiner heilgen! nem Ende gut. S. M.Pfefferkorn Von der Auferste Joh. 14/ 19. Ich lebe und ihr sollt. 23. M. IEsus weinezuversicht. Ebristt Leben trostet mich, mir Denn ich glaube sicherlich, er sey mir von GOtt gegeben, daß er mich vom Tod besrey, und mein wig Leben sey. 2. Mit ihm hat es keine Noth, X hat Tod mit Tod bezwungen; hin ich auch durch den Tod schon um Leben durchgedrungen. Tod ich frage nichts nach dir, ich wil leben für und fuͤnn. . Gott sey Lob, ich weiß, ich eiß, mein Erloͤser ist am Leben, er mir d Ich werd froͤhlich guferstehn, meinen Gott mit Augen sehn. 4. Ziehe meine Seel in Sünden⸗Schlaf vertreibe: We ewgen Todes seyn. V. wird noch mit grossem Preiß das Leben wieder geben: Ich ich, JEsu, daß sie. Iaes Hee, dich liebe brüͤnstiglich, ihr den in Sunden schlaͤfet ein, muß des 1 Lebe mit mir, JESu, nun mehr als bruͤderlich; verbunden. Nen 3 hung der Todten. all dein Leben, Leiden, Thun, werd Wists ein gewünschtes Leben: an meiner Seel gefunden, was ich hab, ist alles dein;ʒ was du hast ist alles mein.— Thess.a3.14. Wir wollen euch. 924, Miel. Sertzliebster Jsu. (Gebten Freund, was thut ihr so verzagen, mit vielen Seuf⸗ zen, Heulen und Wehklagen, darum, daß dieser Leih soll in die Erden geleget werden! 2. Wisset ihr nicht, daß sein Stündlein ist kommen? Der VErr hat ihn genaͤdig weggenomi men und aus der 2 ngst, die ihn oftmals gebissen, ganzlich gerissen. 3. Hie hat er muͤss'n in G fahr zu allen Zeiten mit Teufel, Fleisch und hoͤsen Menschen streiten, pirt Hertzeleid erfahren und ertragen mit vielen Klagen.. 4. Nun ist er aller seiner Feinde Doben, und alles Jammers freh und uberhoben, nun mag ihm keit ne Creatur iusetzen, noch ihn vezi tzen. Nun hat er alles Unglück ö über⸗ 77⁰ Von der Auferstehung der Todten. überwunden, den rechten Fried,fuͤr mich am Ereug and 11. Err vergib den besten Schatz gesunden, dar⸗starbst, und mir Leits Ba Rif daß wir r nach er hat, gleich als ein Christ, Huld erwarbst. iz. Bis un gestrebet, dieweil er kLet. 2. Ich bitt durchs bitter Ledn herbey, auch 6 Sein Geist der lebt itzund in dein, du wollst mir Sünder gnaͤ wacker sey, de grosser Freude ist angethan mit ei⸗seyn, wann ich nun kom in Sh vestiglich, bis nein weissen Kleide, und preiset bens⸗Noth, und ringen werde V saich hoch, mit Englischen Gedichte, dem Tod. Hiob 19, 25 Gottes Gerichte. 2900 3. Wann mir vergeht all men 926. W. Wet WTreler sein Leib, der itzt wird Gesicht, und meine Ohren honn. ecch weiß,d bingeleget, is wie ein Korn ins gu⸗nicht! wann meine Zunge nich das soUn te Land gesaet, wird auferstehn in mehr spricht, und mir fuͤr Augs er lebt, und! Kraft mit grossem Preise, himm⸗ mein Hertz zerbricht. ö bas miuß fick lischer Weise. ö 4. Wann mein Verstand sich lebt fürwahr 3• Das wird geschehn, wann nicht besinnt, und mir all mensch. Arm, der a ihm und auch uns allen die lich Huͤlfzerrinnt, so kom, 5 HEn auch den To Stim des grossen GOttes wird Christ mir behend zu Hülf an m. 2. Des di erschallen, der wiederum all unge⸗nem letzten End. freut, und h schiete Sachen wird richtig! F. Und führ mich aus dem Jam. fur dem, der machen. merthal, verkuͤrtz mir auch des To, gleich wie de „ Dann wird er un, wann seie des⸗Gugal, die böͤsen Geister von nimt er glei .e Glocken klingen, wit grosser mir kteih, mit deinem Geist sten. dein, und sc Freud wiedrum zusammen brin bey mir bleib. hinein, was Hin, und prächtigtich mit vielen(. Bis sich die Seel vom Leil 3. Mein Triumphiren zuni Himmel fuͤh abwendt, dann nim sie HErr in werd, in T deine Händ, der Leib hab in der(en, so wird 1646. Dawir dann in gantz himm⸗Erd sein Ruh, bis sich der jngt Erd, herne kischen Geberden, ohn Suͤnd und Dag naht herzu. ö wird m Klag, beynander bleihen werden,„. Ein fföͤhlich Auf rstehung rab, und vom Teufel, Tod und allen Ner⸗ mit verleih, am jüngsten Gricht. hab ein klei gernissen, gar nicht mehr wissen.¶mein Fuͤrsprecher sey, und meiner 0 Dawe „Iun Condern vollkommen, und Sünd nicht mehr gedenck, aus Aund eben di ar Engel reine uns lieben iü ver⸗ Guaden mir das Leben schenck. er an mir laͤrtem Fleisch und Beine, und 8. Wie du hast zugesaget mir in in und wie ewiglich Gott lohn in seiuenn deinem Wort, das trau ich dir: lelcken find Reiche, den Engeln gleiche. Fürwahr, furwahr, euch sage ich, sammen hi 1a. Das wollt ihx mein gelieb⸗ wer mein Wort haͤlt und glaͤubt der haben. Hene iht uue bie. und ran. mich. ö 01 d06 HPert nicht wie die Henden krän⸗ 9. Der wird nicht kommen ins Fird d enen Todten, wana sie Gericht, aueh deusodewinsehnez cheu, wird die begraben kein ofnung haben.scken nicht. Und ob er gieich hie. legt.; 13½% Ott helf, dall wir zur Zeit zeitlich stirbt, wit uichteñ er drum bben, den auch still einschlafen, und von dem gar verdirbt. ö was mehr. HErru samt allen seinen Schaa⸗ 10. Sondern ich wil mit starcker klenben. Een am züngsten Tag zum Leben Hand ihn reissen ans des Todes dleiben. ö auns der Erden erwecket werden.¶ Band und zu mir nehmen in mein 600 Joh. 4 40. Das ist der Dille dez. Reich, da soll er daun mit mir insciuem Fen K 6u Crit,wahr; tugleich.* umamw RR JESll Christ, wahr'r II. In Freud iglich: Mensch und 68bt,der di In Freuden leben ewiglich ö sauiung h⸗ ö lidt st Marter, Angst und. Spott, Dazu hilfuns ja guaͤdiglich. Ach ö HErr —— auch endi eins Vathn bitter Leidn inder guadi uvm in Sth n werde mi eht all mei hren hoͤreh Zunge nicht fuͤr Augs erstand sigh all' mensch⸗ om/ 8 HErr ůͤlf an mai dem Jami uch des Tol Heister von Geist stets vom Leib ²HErr in hab in der der juͤngst f'rstehung u Gricht üd meiner enck, aus schenck. get mir in ich dir: sage ich, d glaͤubt imen ins ig schme⸗ zleich hie Her drum t starcker 3 Todes in mein mit mir wiglich: ch. Ach HErr umkam wird genesen, was die Ver⸗ Von der Auferstehung der Todren. 87 Err vergib all unser Schuld, hilf, daß wir warten in Gebuld. 2. Bis unser Stundlein komt herbey, auch unser Glaub stets wacker sey, dein'm Wort zu trauen hestiglich, bis wir einschlasen se⸗ stch. D.—1 Eberus. Hiob 19, 23 727. Ich weiß, daß. 926. M. Wenn mein Sru üdlein. Ich weiß, daß mein Erloser lebt, das soll mir niemand nehmen, erlebt, und was ih'n widerstrebt, das muß sich endlich schaͤmen, er lebt fuͤrwahr der starcke Held, sein Arm, der alle Feinde allt, hat guch den Tod bezwungen. 3a. Des bin ich hertzlich hocher; freut, und habe gar kein Scheuen ür dem, der alles Fleisch zerstreut, leich wie der Wind die Spreuen, nimt er gleich mich, und mein Gei hein, und scharrt mich in die Gruft hinein, was kan er damit schaden. 3. Mein Heiland lebt ob ich nun werd, in Todes⸗Staub mich stre⸗ en, so wird er mich doch aus der rd, hernachmals auferwecken, wird mich reissen aus dem rab, und aus dem Lager, da ich ab Hine Gorbenduese Da werd ich eben diese Haut, 5 eben diese Glieder, die jetzo je⸗ er an mir schaut, auch was sich in und wieder vön Adern undGe⸗ encken findt, und nieinen Leih zu⸗ salnmen bindt, gantz richtig wie⸗ der haben. t,as alles was der Mensche traͤgt, das Fleisch und seine Kno⸗ chen, wird, wenn er sich hin ster⸗ ben legt, zermalmet und zerbro⸗ chen, von Maden, Motten, und Hee. Doch ul uicht iein fo eer: Doch solls nicht stets so Reben . Es foll doch alles wieder stehn in seinem vorgen Wesen, was nie⸗ derlag, wird GOtt erhoͤhn, was wesung ausgezehrt, wird alles wieder kommen. 7. Das hab ich je und je ge⸗ glaͤubt, und faß ein hest Vertrau⸗ en, ich werde den, der ewig bleibt, in meinem Fleische schauen, ja in dem Fleische, das hier stirbt, und in dem Stanck und Koth verdirbt, darinn werd ich GOtt sehen. 8. Ich selher werd in seinem Licht ihn sehn, und mich erquicken. Mein Auge wird sein Ahgesicht mit grosser Lust erblicken, ich werd ihn mir sehn, mir zur Freud, und werd ihm dienen ohne Zeit, ich sel⸗ ber und kein Fremder. 15 9. Crotz sey nun allem, was mir wil mein Hertze bloͤde machen, waͤrs noch so maͤchtig, groß und viel, kan ich doch froͤhlich lachen, man treibt und spanne noch zu hoch Sarg, Grab und Tod, so bleibet doch Gott mein Erloͤser, leben. Paul Gerhard. Joh. 11, 25. 26. Ich bin die Auf. 927. M. Meinen Esum laß ich. EEsus meine Zuversicht, und — mein Heiland ist im Leben: Dieses weiß ich, sollt ich mich dar⸗ um nicht zusrieden geben? Was die lange Todes⸗Nacht mir auch fuͤr Gedancken macht. 2. JEfus, er mein Heiland lebt, ich werd auch das Leben schauen, seyn, wo mein Erloͤser schwebt, warum sollte mir denn grauen? Laͤsset auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hofnung Band zu genau mit ihm vorhun den, meine starcke Glaubenshand wird in ihm gelegt befunden, daß mich auch kein Todes⸗ Bann ewig von ihm trennen kan. ö 4. Ich hin Fleisch, und muß da⸗ her ach einmal zu Aschen werden das gesteh ich, doch wird 39610 erwecken aus der Erden, daß i saulung hat verheert und die ver⸗ in der Herrlichkeit um ihn seyn moͤg allezeit. ö ö 5. Dann Von der Auferstehung der Todten. Vot 5, Dann wird ehen diese Haut mich umgeben, wie ich glaͤube, Gott wird werden angeschaut, daun von mir in diesem Leibe, und in meinem Fleisch werd ich JEsum sehen ewiglich. 49 2. 6. Dieser meiner Augen⸗Licht wird ihn meinen Heiland kennen, ich, ich selbst kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir seyn algethan ö 27. Was pie kraucket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen, irdisch merd ich ausgesat, himimlisch werd ich anserstehen; Hie geh ich natuͤrlich ein, nach⸗ mals werd ich geistlich seyn. 8. Seyd getrost und hoch erfreut, 2 IEsus traͤgt ench meine G 10keüh gebt nicht Statt der Traur erht ihr/ Ehristus ruft en der, wann die letzte DTrompe klintgt, die auch durch die Grohn dringt. . Lacht der finstern Erden flust, lacht des Todes und der Höllenj denn ihr sollt euch durch die kust eurem Heiland zugesellen: Dam wird Schpachheit und Verdry liegen unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geist en heht von den Lusten dieser Erden, und euch dem schon itzt ergebt, den ihr beygefuͤgt wollt werden, Schickt das Hertze da hinein, wi ihr ewig wuͤnscht zn senn. Casvar Ziegler. ——3 Vam jüngstenczerichtund Offenb. o/12. Ich sahe die Todten. und mi 9²8. M. Nun freut euch lieben. Es ist gewißlich an der Zeit, daß Gottes Sohn wird kommen in seiner grossen Herrlichkeit, zu! richten Boͤß und Frommen, dann wird das Lachen werden theur, penn alles wir wie Petrus davyn schreibet. 2. Posgunen wird man hoͤren gehn, an aller Welt ihr Ende, dar⸗ au bald werden Gerdehn all Todten gar beheude: Die aber noch das Leben han, die wird der HErr von Stunden an verwan⸗ deln und verneuen. ö 3. Darnach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen jung und alt, auf Erden habn getrieben: Da b Duren, was ein jedermann wird oͤren, was er hat gethan in sei⸗ gem gantzen Leben. 4. O Weh demselben, welcher at des HErren Wort verachtet, und nür auf Erden fruh und spat nach grossem Gut getrachtet, vergehn in Heur, h Kom doch, kom doch, groß, und mach uns in Genaden loß von allem Uebel, Amen. Ap. Gesch. 10, 34. Er hat uns geb. 23⁰. M. Nun komt der Jeyden. ö Tuͤrst der Fuͤrsten, ky wird füͤrwahr gar kahl bestehn, 8 ———* rr 1 der Welt. t dem Satan muͤssen geh von Christo in die Hoͤlle. 5. D JEsu, hilf zur selben Zeit von wegen deiner Wunden, 10 ich im Buch der Sel angezeichnet funden denn igkeit werg unden, daran ich auch zweifle nicht, denn du ast ja den Feind gericht't, und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein erschrert sey, wenn du uun wirst ers⸗ heinen, und lis mich aus dem Buche fren darinnen stehn die Deinen, auf da ich samt den Bruͤdern mein, mit dir geh in den Himmel ein, den du Uns hast erworbden. 7. OHuEh lang mit deinem jüͤngsten Tage, den Menschen wird auf Erden ang, von wegen vieler Plage. ch, du Richter Baͤrth. Ringwald. JEsu Christ, ch with rist du machst es ——j— dich meiner& hort hestehen 2: Schrkib Buch/zu des s daß dein Grin wenn du hal 3. Siehe m du Petro hast wie die Mag von hinnen g 4. Wie Ma und Zachao dem Schaͤche bergib mir al . Laß mie stehn, wenn d gehn; Laß Hand, licbste . Laß lni Mund den er kund? Kom: in das Reich 7. Daß iel und mich di Daß ich dei bis in Ewigt Röm. Iue 931In e Ott hat geben, die Welt o nicht hoch,d nichts darna vor dem jur 24. Mant guten Lehr, noch vielm nommen ge Es hat kein 3. Taͤglie Netz, das si setz, damit gern wollte Das ist ein 4. Man um, und w' den sromt. deu lieben sie: Es hat der der Erden Richter ist, dich dich F. Es ist Welt treibt ine Gliedeh Traurigkeiß ift euch wi e. Trompg die Grahn Erdenflust der Hoͤllen rch die kust len Dan 10 Verdruß ö . Geist en. und Zachäo Hofuungszvoll, eser Erden, izt ergebt, Üt werden, hinein, wH n. g Ziegler Welt. geh elben 30 nden, daß Keit werd daran ich „denn du cht't, und icheinen rscheinen, zuche fre n/ auf 00 nein, mit in, den du machst es en Tage, if Erden r Plage. Richter Genaͤden en. ngwald. uns geb. Heyden. i Christ, ist, nim dich Vom juͤngsten Serichte und Endẽ der welt. 37³ dich meiner Seel itzt an, daß ich dort hestehen kän. ö Schrkib mich in das Lebens⸗ Buch zu des suͤssen Otts Geruch, daß dein Grim mich schrecke nicht, wenn du halten wirst Gericht. 3. Siehe mich genaͤdig gn, wie du Petro hast gethan; Laß mich, wie die Magdalen, wohl getrost von hinnen geh.h.. 4. Wie Matthao in dem Zoll, wie dem Schaͤcher sey mir huld, und hergib mir alle Schuld. 5. Laß mich bey den Laͤmmern stehn, wenn dein Richten wird an⸗ gehn; Laß mich deiner rechten Hand, liebster IEsu seyn bekandt. 6. Laß mich hoͤren, wenn dein Mund den erfreuten Spruch thut kund? Komt, die ihr gebenedeyt, in das Keich der Herrlichkeit. 7. Daß ich voller Freuden sey, und mich dir nah sroh und fleh: Daß ich deiner Guͤtigkeit dancke bis in Ewigkeit. 0 Röm. 8, 22. Wir wissen, daß alle. 531½ In eigener Mielodey. Ott hat das Evangelium ge⸗ geben, daß wir werden from/ die Welt acht't solchen Schatz nicht hoch, der mehrer Theil fragt nichts darnach/ das ist ein Zeichen bor dem jüͤngsten CLag. . Man fraͤgt nicht uach der guten Lehr, der Geitz und Wacher noch vielmehr hat uͤberhand ge⸗ nommen gar, noch sprechen sie: Es hat kein Gefahr. Das ist ꝛe. 3. Taͤglich erdenckt man neue Netz, das sind der Gottlosen Ge⸗ fetz, damit sie alles Gut zu sich gern wollten reiss'n gewaltiglich. Das ist ein Zeichen vor ry. 4. Man rühmt das Evangeli⸗ um, und wil doch Niemand wer⸗ den from. Fürwahr mian spott't den lieben Gott: Noch sprerhen sie: Es hat kein Noth. Das ꝛe. 5. Es ist doch eitel Buͤherey, die Welt treibt grosse Schinderey/ als ob kein Gott im Himmel waͤr, deas Armuth muß sich leiden sehr. Das ist ein Zeichen vor den ꝛe. 6. Die Schaͤtz der Rirchen nimt man hin, dab wird ihu'n bringen kein Gewinn, die Armen laͤst man leiden Noth und nimt ihn'n aus dem Mund das Brodt. Das ꝛc. . Die Schaͤtz der Kirchen sind ihr Gist, sie sind von ihnen nicht gestift, noch nehmen sie das Kir⸗ chen Gut/ sieh was der leidgeGeitz nicht thut! Das ist ein ꝛe. ů . Man fragt nach GOtt dem HErrn nicht mehr, die Welt stilickt gantz nach eitel Ehr, dié Hoffart nimt gantz uͤberhand, betruͤgen, luͤgen ist kein Schand. Das ist ꝛe. 9. Wo bleibt die Brüderliche Lieb 2 Die gantze Welt ist voller Dieb, kein Treu noch Glaub ist in der Welt, ein jeder soricht: Haͤtt ich nut Geld. Das ist ein ze. 10. Die Welt wil ihr nicht lassen wehrn, an GOttes Wort wil sich niemand kehrn, sie haben nichts gelernet mehr, denn nur fressen und sauffen sehr. Das ist ꝛe. II. Ihr gröste Kunst ist Bau⸗ quetirn, und in der Buͤberey stu⸗ diru, das kan sie aus der Schasch wohl, die Welt ist aller Schalck⸗ heit voll. Das ist ein ꝛe. 12. Die liebe Sonne kan nicht mehr zusehen und entsetzt sich sehr. Darum verleurt sie ihren Schein; Das mag ein grosse Truͤbsal seyn. Das ist ein Zeichen vor den ꝛc I3. Det Mond und Sterne aͤng⸗ sten sich/ und ihr Gestalt sieht jaͤm⸗ merlichwie gern sie wollten wert den frey, von solcher grossen Buͤ⸗ berey. Das ist ein Zeichen ze. I4. Darum kom lieber HErre Christ, das Erdreich uͤberdruͤßig ist zu tragen solche Hoͤllen⸗ Brand/ drum machs einmal mit ihr ein End, und laß uns sehn den lieben juͤngsten Tag. Erasm⸗Alberus. Von — 7½von der Zell und ewigen verdaminniß. Von der Hoͤll und ewi Marc.9,43.44. Und fahrest in die. Vz. Mel. Erbarm dich mein o. suͤhnt: Dem Boͤsen seine Missh Woh auf, Mensch, Mensch, wach auf, vom tiefen Schlaf der Sicherheit, lañ fahren den got⸗ losen Haus, dem GOtt die Straf hat schon bereit, jetzt lebt er zwar in Freud und Gluͤck, hat keinen Schad noch Schmertz um sich: Bald aber werden seine Tuͤck mit Feu'r vergolten ewiglich. 2. Ach! ach wie tꝛanrig wird es stehn, wie weh wirds thun, welch Angst wirds seyn: Wann die Ver⸗ dammten werden gehn, mit Fureht hinab zur Hoͤllen⸗Pein, wann sie von Gottes Angesicht ver⸗ stossen werden seyn dahin, wo Schmertz and Angst alefs Hertze sticht: Und hollisch Feur ist ihr Gewinn. 4— 3. Sie werden stuͤndlich fort und fort in Ach und Weh, in Angst und Qnaal: fenn abgesondert schweben dort vvn GOtt und sei⸗ nem Freuden⸗Saal, in Jamnꝛer werden sie verschmacht das Elend bauen oynsEnd/ im Pfuhl, da all's fuͤr Hitze kracht, und der mit Pech und Schwesel brennt. 4. Da werden sie im finstern Thal mit Furcht und Schreckniß zittern sehr: Nach Labsal schreyen allzumal, und doch wind ihnen nimmermehr ein einig Troͤpflein dargereicht in ihrem grossen Schmertz und Leid, all Hülf und Rettung von ihn n meicht/ die Marter bleibein Ewigkeit. 5. Es mirddie Pein ohn Unter⸗ laß von nenem sirh stets he bom an/ und ob sie gullen oyne Maaß/ zu bodt sie doch nichtquaͤlen kan, das Feur wird oreiluen immerdar/ wie Fenr mit! Zunder nerschütt: Doch wirdd Miemand verbren nen gar/ oh or sitzt mitton in der Glut. .. Also wird der gerechte GOtt. —————— der alsdann ticht mehr wird vin that vergelten, wie ers har dh drent: Wer sich jetzund macht an dern gleich an Frevelthat, gu Sůͤnd und Schand, der wird au dort ins Teufels Reich erfahrnn gleichen Jammerstand. . Die Ohren werden sons nichts hoͤrn! als Jammer⸗Worh Geschrey und Klag, der Augen Schmertz wird sich vermehrn, Tag die bosen Geister werden schaun, im höchsten Grim it al⸗ er Macht einhanen ihre scharst Klaun in die, so GOttes Rath veracht. N . Ihr Wurm der im Gewissen sitzt, setzt alle seinen Stachel an; ihr Feur das unaus prechlich hi t, von nichts gedaͤmpfet werden kah x sie muͤssen hrennen stetiglich, den Wurn⸗Biß fühlen fuͤr und füt, kein Huͤlf undeindrung fjndet sich, vevschlossen bleiht die Gnaden⸗ Thür. 4— 9. Dampf und Staner wird ins Tenfels Hoͤll auffahren, und un⸗ leidlich seyn: Davon wird leiden geib und Seel, ohn alle Gnad, ohn End der Pein, sie werden sterben, aber aueh/ indem sie sterben, eden . e ö N alles Fleise was da lebet 1 vom ew —.———. 27 ö ö 2*„Huaal: Aus z1 gen Verdammnis anl, kan die Freud nic lich uss thust: 1 dich Guͤnden⸗Lust. 12. O JEsu, erlöset mich mii hast auch mich, loͤset von der du auch warne Vom e wann sie mit Zittern Nacht 0 th. 12, 43. 19 le Mensch es anders werd der muß verwe soll genesen der keit, die den Fr. 2. Darumen wann es mein auch gantz wil bin daruͤber ni in meines JE. nun Erloͤsung Trost in Todes ren JEsu Tod 3. YEsus ist und sein Tod Er hat mit de noch, sie werden leben stets im Rauch, und Augenblicklich sier⸗ Stricken laust, all Fnad und Bar⸗ vorgestellt: EntwederFreude ben doch.— 15. So sohr wird dort die Angst gehüust den Sunder wegen sei⸗ ner Suͤnd: Der jert ins Teufelß nung schlaͤgt in Wind, wer aben sich zu GOtt bokehrt, vvm Woͤsen laͤst und Gutes thut: Ins Paro⸗ bies zu GOtt er fuhrt, wird jauch⸗ zen dort fuͤr guten Murh ⸗ II· Wolan, o Mensch/ du hast die Wahl, GOtt hat dir jetzund oder Quaalz shren Ehren⸗ drum fahr ich hier aus dieser in den schoͤnen da ich werde Dreyeinigkeit 4. Da wird Leben, da vi schon sind mit umgeben, dier Thron, da die alih, all ilig, heilkg, Vater Sol 5. Da die Pe die Propheten 2 . Vom ewigen Leben oder Stande der Serrlichken. 3779 — im was dir Quaol: Aus zweyen ni nmnift mll, kan dich die unaussprech⸗ h wird vay lich chnst 11095 6 6 wig ine Miss; Busse thust: So la 0 an 110 schrecken von der 9 uͤnden⸗Lust. Suhat. 5— O JEsu/ JEsu, der du hast, 1 wird aug erloͤset mich mit deinem Blut: du ich er sahr hast auch mich, das glaube ich er⸗ .—— loset von der Hoͤllen⸗Glut: Der orden son du auch warnest maͤnniglich aus lauter Lieb, aus lauter Guͤt: Ver⸗ leih, daß ich bekehre mich, mit rechtem Ernst fuͤr Suͤnden huͤt. 13. Regiere mich durch deinen Geist, ohn den ich nichts vermag noch kan: Daß er mich leite aller⸗ meist vom Suͤnden⸗Weg auf rech⸗ ter Bahn, vom Boͤsen zur Gerech⸗ tigkeit/ so lang ich lebe in der Weltz Und hohl mich drauf zu deiner Sꝛeud, die kein Betruͤbniß überfaͤllt mer⸗Wont, e AunVom ewigen Leben oder Stande der Vermehen Herrlichkeit selbsten. Nacht und. ö ö er Herden Matth. 12,43. Denn werden die. 1 m. 62. Du o schoͤnes Weltgeb. breschaiss lle Menschen müussen sterben, ttes Rath alles Fleisch vergeht wie Hen, was da levet muß verderben, soll n Gewissen es anders werden neu: DieserLeib tachel ans der muß verwesen, wann er ewig chlich hitzt, soll genesen der so grossen Herrlich⸗ erhen kah, keit,die den Frommen ist bereit. iglich den 2. Darum wil ich dieses Leben, ‚ und fuͤr, wann es meinem Gott beliebt, ündet fich auch gantz willig von mir geben, Gnaden bin daruͤber nicht betruͤbt: Denn in meines 6 f EDen, n hab am wird ing nun Erloͤsung funden, und men und m Crost in Todes⸗Noth ist des HEr⸗ rd keiden ken JEsu Tod. Bnad, ohn z. NEsus ist fuͤr mich gestorben, n sterben, und sein Tod ist mein Gewinn ben, leden Er hat mit das Heil erworben, Istets im drum fahr ich mit Freuden hin, klich sters hier aus diesem Weit Getümmel in den schoͤnen GOttes Himmel, dle Angst da ich werde allezeit sehen die wegen sei Dteyeinigkeit. +* s Teufels4. Da wird seyn das Freuden⸗ undgar, Leben, da viel tausend Seelen wer aben schon sind mit Himmels; Glantz m Wosen umgeben, dienen da vor GOttes ns Parg⸗Thron, da die Seraphinen pran⸗ ird jauch⸗gen, und dag hohe Lied anfangen: Heilig, heilkg, heilig heist, GOtt „ du hast der Vater Sohn und Geist! ir jetzund 3. Da die Patriarchen wohnen, eude oder die Propheten allzumal, wo auf Quaal; Ihren Ehren⸗Thronen sitzet die ge⸗ 6 zwoͤlfte Zahl: Wo in so viel tau⸗ send Jahren alle Frommen hinge⸗ fahren; da wit unserm Gott iu Ehrn ewig Halleluja hoͤrn. 6. Ach Jerusalem, du Schoͤne, ach wie helle glaͤntzest du! Ach wie lieblich Lob⸗Gethoͤne hoͤrt man da in sanfter Ruh, v der grossenFreud und Wonne! Jetzund gehet auf die Sonne, Izund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. . Ach ich habe schon erblicket biese grosse Herrlichkeit, jetzund werd ich schoͤn geschmuͤcket mit dem weissen Himmels/Rleid, mit der güldnen Ehren⸗Ktone, steh ich da für GOttes Throne, schaue sol⸗ che Freude an, die kein Ende neh⸗ men kan. LS. Nun hier wil ich ewig woh⸗ nen,/ liebster Schatz zu guter Nacht, eure Treu wird GOtt belohnen, die ihr habt an mir vollbracht. Liebsten Kinder und Verwaͤndten, Bruͤder, Freunde und Bekandten, lebet wohl zu guter Nacht, GOtt sey Dauck es ist vollbracht. Joh. G. Albinus. Phil. 3, 21. Christus wird unsern. Her tzlich thut mich verl er Vraͤutgam wird bald ruf fen: Komt all ihr Hochzeit⸗ Gaͤst. Hilf GOtt, daß wir nicht schlafen, in Suͤnden schllmmern vest; Bald habn in unsern Haͤu den ——————.— ————— ein: Wir werden alle treten zur muth, Zorn und Zagen, von allerHeil, dem ö Gͤter allek Reichen: All anden Gut vergehet, meinErb⸗Theil dal 9⁰ vom ewigen Leben deesn den die Lampen, Oel und Licht und duͤrfen uns nicht wenden von dei⸗ nem Angesicht 2. Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgethan, die lieben Patriatchen, Propheten mi die Martrer 34b. mit ihm ein grosse 4 3. Die iwerden uns antiehmen, als ihre Bruͤderlein, sich unser gar nicht schaͤmen, uns mengen mitten Rechten JEsu Christ, all unsern 60 anbeten, der unsers Flei⸗ Wes i. ö 4. GDtt wird sich ʒu uns kehren, ein i jeden setzen auf eine guͤldne Kron der Ehren, und hertzen freundlich drauf, wird uns an sein Brust druͤcken, aus Lieb gautz vaͤ⸗ terlich, an Leib und Seel uns schmuͤcken, mit Gaben mildiglich. . Da wird man hoͤren klingen bie rechten Saͤyten⸗Spiel, die MusicKunst wird bringen in Gott der Freuden viel, die Engel werden singen, all Heilgen GOt⸗ tes gleich, mit himmelischen Zun⸗ gen ewig in GOttes Reich. 6. Er wird uns sroͤhlich leiten, ins ewge Paradeis, die Hochꝛeit iu bereiten zu seinem Lob und Preis, da wird seyn Freud und Wonne, in rechter Lieb und Treu, aus GOttes Schatz und Brunnen und taͤglich werden neuu. 7. Also wird GOtt erloͤsen uns gar aus aller Noth, vom Teufel, allen Boͤsen, don Truhsal, Angst und Spott, don Trauren, Weh und Klagen, von Kranekheit, Schmertz und Leid, von Schwer⸗ hasen Zeit. Meelch. Feancke. Ap. Gesch. 3, 26. Auf daß da kom. 936. M. Mo soll ich fliehen hin. Didae ist nanmehr nah, HErr JeEsuf, du bist da, die Wun⸗ beslehet sollen deuten, die sinb, wie witgj sehen, in grosser Zahl geschehen. 3. Was soll ich denn nun thul Ich soll auf dem beruhn, was mir hast verheissen, daß du mih wollest reissen aus meiner Grabtg . von allem andern Jan met. 3. Ach Jsii wie so schoͤl ui mirs alsdann ergehn, du wirst n durch erquicken, wann ich hie v det Erde mich zu dit schwingn werd . Ach was wird doch deindon o fuͤsser Seelen⸗Hort, was wun doch seyn dein Sprechen, wan dein Hertz aus wird brechen,. mir und meinen Bruͤdern, als dij nen Liebes⸗Gliedern?s V. Werd ich denn auch fär Freul in solcher Gnaden Zeit, den A gen ihre Zaͤhren und Thranen koh nen wehren, daß sie mir nicht unn Hauffen aulf meine Wangen Hafen . Was fuͤt ein schones Lich wird mir dein Angesicht, das i in jenem Leben werd erstmal sehn geben? Wie wird mir deine Gun entzuͤcken mein Gemuͤthe 7. Dein Augen, deinen Munh dein Leib der noch verwundt, d wit so vest auf trauen, das werd i alles schauen, auch innig hertzlih Ruͤssen die Maal an Haͤnd un Füssen. 8. Dit ist allein bemüust die ii verfaͤlschte Lust und edle Seeleh Speise in deinem Paradeise, di lanst di wohl beschreiben, ich kan nichts mehr, als glaͤuben. 9. Doch was ich hie geglaͤull das steht gewiß und bleibt/ m Heil, deni gat nicht»seichen dil der die den Lenten dein Ankunft 0. Ach Herk, mein W Gut/ wir wird siah all mrin Big tausend Blicken mich durch u in allen Adern Neu erneuen, mit Lachen, aufmachen. Ii. Kom he v auserwaͤhlt Freude. 12. Ach du ist dein Gold diese Kronen, nen Throönen stellet dem Vo 3. Hie iñ selgen Seelen nichts als S nichts als S Creutz, kein L bittres Sche 14. Halt. Sinn/ halt ei wilst du was Was unbegr muß der Wit . 7 I. 1 I aß ich nicht! lstets gedenck wirst schenckt ner Seelen zaͤhlen.. 3 16. Ach w ich dich aus zu uns komn Heil der Fr Wunsch und test heut ersi 7. Doch mir ziemt nu tig da zu steh zu gehen, daß ge mein Hert 18. Dis gi auf daß dein Unterlaß m dein Tag nie Schreck auf Freude werde + Stande der Serrlichkeit selbsten. 2 wie wit gy geschehen. ui nun thus Uhn, was 0 daß du mich iner Grabeh ündern Jam o schoͤn wih du wirst nih durch ush ich hie doh E schwingen hdein Won t, was with chen, wann brechen, hern, als dii ch färsrulh it, den hraͤnen ko nir nicht in Wangen hoͤnes Lich cht, das ic rstmal sehn deine Güt thei nen Munh/ rwundt, di das werdih nig hertzlich Haͤnd un bust die i dle Seeleh radeise, di en, ich En e geglaͤult leibt/ meis Reichen dil All ander b·Theil di in schoͤnstt ‚n E in allen Adern freuen, und auf das Nen erneuen, wann du mir wirst mit Lachen, die Himmels ⸗Thuͤr ufmachen.. 111.3 II.Womm her, kom und empfind, vauserwaͤhltes Kind, kom schme⸗ cke was vor Gaben ich und mein Vater haben; Kom, wirst du sa⸗ gen, wyde dein Hertz in ewger 12. Ach du so arme Welt, was ist dein Gold und Geld. hie gegen diese Kronen, und mehr als guͤld⸗ nen Thronen; die Christus 0 ge⸗ stellet dem Volck, das ihm ge 165 13. Hie ist der Engel; Land. der selgen Seelen Stand, hie hoͤr ich nichts als Singen, hie seh ich nichts als Springen, hie ist kein Creutz, kein Leiden, kein Tod, kein bittres Scheiden. . Halt ein, mein schwacher Sinn/ halt eiu wo denckst du hin,/ wilst du was grundlos, gruͤnden? muß der Witz sich neigen, und alle Redner schweigen. 1. Dich aber, meine Zier, dich aß ich nicht von mir, dein wil ich stets gedencken, HBErr, der du mir wirst schencken mehr, als mit meit 0 Ku. ich wunschen kan und 1%. Ach wie ist mir so weh, eh ich dich aus der Hoͤh, HErr, sehe iu uns kommen: Ach! daß zum Heil der Frommen, du meinen Wunsch und Willen noch moͤch⸗ test heut er uͤllen. 17. Doch weist du deine Zeit, mir ziemt nur stets bereit und fer⸗ tig da zu stehen, und so zum. HErrn zu gehen, daß alle Stund und Ta⸗ ge mein Hertz sich zu dir trage. 18. Dis gib,HErr, und verleih/ auf daß dein Huld und Treu ohn Unterlaß mich wecke, daß mich dein Tag nicht schrecke, da unser Schreck guf Erden soll Fried und Freude werden. Paul Gerhard. 2 Cor. 12, 4. Er ward entzucket in. das Paradeis, und hoͤrete ꝛc. 937. Nel. Sertzlich ihut mich. Eit Troͤpflein von dem Reben E der suͤssen Ewigkeit kan mehr Erquickung geben, als dieser eit⸗ len Zeit gesamte Wollust⸗Fluͤsse, und wer nach jenen strebt, tritt un⸗ ter seine Fuͤsse, was hier die Welt erhebt. n ö . Wer von dir moͤchte sehen nur einen Blick, Goit, wie wohl würd ihm geschehen, die Welt waͤr ihm ein Spott mit al⸗ mihrem Wesen, so herrlich, und oreln, so lieblich, so erlesen ist del⸗ ner Augen⸗Schein. 3. Deu wahren GoOtt zu schau⸗ en, das ist die Seligkeit, und aller Himmels Auen, ihr schoͤnstes Blumen Kleid. Wie war nach seinem Blicken der Abraham so sroh, wie wünscht er zu erquicken usich an dir A und O. Was unbegreiflich finden? Hier 4. Sprach mit Triumph und Prangen der liebe Jacob nicht: klares Angesicht gesehn und bin ge⸗ nesen? Wie glaͤntzte Moses Haut, als er bey GOtt gewesen und sei⸗ nen Mund geschaut. . Du reichlichste Belohnung der Auserwaͤhlten Zahl, wie lieb⸗ lich ist die Wohnung, da deiner Gottheit Strahl sich offenbarlich zeiget! o herrlich edler Tag, dem diese Sonne steiget, und ihn er⸗ leuchten mag. 23 6. O Licht! das ewig brennet, dem keine Nacht bewust, das kei nen Nebel kennet, Gesellschaft veich an Lust, da GOtt und Engel kommen mit Menschen üͤberein, und ewiglich die Frommen ga⸗ segnet werden seyoy. 7. Vollkommmne Liebe bringet dort immer neue Freud, aus ew⸗ ger Lieb entspringet ein ewgeßroͤh⸗ lichkeit, GOtt selbst ist solche Won⸗ ne, ist solcher Liebe Preis, ist seiner ö Vlu⸗ Ich habe GOttes Wangen und recht beschauen kan. lichket. ö ů Stadt, wodurch ich kan die Welt 77⁸ Vom ewigen Leben oder Blumen Sonne im bunten Para⸗nem satt: Mein Geist genießt di deis. 8. Sein Licht wird in uns leuch⸗ ten sein Oel und Honig⸗Saft soll unsre Lippen feuchten, von seiner Staͤrcke Kraft, mit Weis, und Schoͤnheit iverden wir gautz er⸗ fullet seyn, und spiegeln die Ge⸗ berden in einem hellen Schein. 9. Was wuͤnschest du fuͤt Ga⸗ ben, du wirst sie sinden dort und in dir selbsten haben den Reichthum fort und sört? denn Gott, vor welchem Kronen und Perlen Staub und Spott/ wird selber in uns wohnen, und wir in unserm in 10. Wann werd ich einmal kom⸗ men zu folcher Freuden⸗Qu ll, war ich doch aufgenommen und schon bey dir zur Stell! HErr Christe, nim mein Flehen so lang indessen an, bis ich dich selbst ersehen, und ö Erasmus Francisci. Tob. 2, 17. 18. Wir sind Kinder. 938. M. Wer nur den lieben G. Entreisse dich doch meine Seele! und mach dich von ber Eitel⸗ keit gantz los, verlaß die finstre Hoͤhle, der Suͤnden und sey nur bereit, zu lieben das, was ewig steht, wenn alles Eitle nutergeht. 2. Ergetz dich an den Ewigfei; ten, so wird dein Geist recht woͤhl erfrent! Denn dieses sind dir be⸗ warst du verdorben, das eivgevicht hat dit etworben dein vur veiy sten Zeiten, wann IEsus nuser Hertz bereitt, daß wir im Glau⸗ ben schuuen an, was er vor Guts an uns getyhan. 3. Dis Eitle lan nuich nicht er getzen, weil es ist lauter Huver⸗ stand/das was mich soll in Ruhe se⸗ gen, kst meinem Hertzen wohl be⸗ kandt;: Ich habe Labsal, Tros und Frend an meines JEsu Hervef 4. Ich finde alle mein Vergnuͤ⸗ gen in jener sckoͤnen Himmelo; HimmelsLust, die nur den Sei nen ist bewuut. 5. Und leb ich gleich noch auf din Erden,/ so bin ich doch im Himmal schön: Mein Geist hat JCsun zum Gefehrten, der zeiget mit de chone Kron. Er spricht: Sies has hab ich bereit vor dich in mn ner Herrlichkeit.*00 . O waͤr doch fchon die Zeit ven flossen, daß mich mein JEsus nehn nie auf; So wollte ich gantz un verdrossen beschliessen meitten be behs; Lauf: Mein IEsus bring 2 wich dnnv dahin, aümdo ich ewi sbey dir bin! Ehr. 11, 16. Nun aber begehren. 940. Mel. Wachet auf rust uns. GDit wohut in seiner Himmels Hoͤhe, wil, daß mein Sinn erhoͤhet stehe, und suche das, waß Himmlisch heist; Gott hat gu Erdemich formtiret, mich selbstg hildt und gezieret mit dem mir eingehauchten Geist: Mensch, schque dis wol ein, du sollt nicht rdisch seyn hier auf Erxden; und bist du schon aus Erd und Thon, stammit doch dein Geist von GOn ten Thrdn, weiter gehe, der ewge Aufgang aus der Hoͤhe hat dich erkaust mit seinem Blut; Im Sünden, Fal lohrnes Erb und Gnt; Erwege doch dis Heil, s suche doch dein Theil nicht auf Erden; Dir steht schon in der Zeit. 3. Mein GOtt, du hast mich stammet mein Gemüthe, durch⸗ desiegen, und werden gautz von je⸗ mels Saft: Drum soll kein Erden⸗ ö Lust ‚ 3. Mein Hertz steig auf, und ereit die Ewigkeit, die suche hiet theur erkoͤhren, zur Ewigkeit mich neu gebohren durch deiues ewgen Gejstes Kraft; Dein Geist durch⸗ ußt miein Hertz mit ewger Gute, schenckt Himmels⸗Kost und Him⸗ Lust mir hier Hertz und O schon der uͤsse wgen Freuder 4. Zwar it hienieden best nern Frieden Suͤnd und N Schwerdt des Glaubens⸗Se gen, der Hofn den Tod; Ziw Platz zeigt Schatz nur ve ich schon, diee am Ende doc J. Dein L Weg mir we deinem Rath finstre To Fleisch, samt wird herrlic scheinen, we vollbracht: len⸗Pfand Hand aufgel sehn mich au Leib verklaͤr 6. So me der Erden, chen werder wird uns erl diesen Bau Himmels“ man nich scchaut: Hi mein Hert fleucht von Wort und selgen Freu 7. Da wi troffen, das sen, o selig giebt sich it suͤsser Wor heiligste cenckt sich schoͤne Zier fassen sich Hertz und ⸗ 448, Hier i genieht du den Eis moch auf de Himmel a NSsun get mitr die cht: Sies dich in mo Die Zeit hen IEsus neh/ gautz uuh meillen Le Esus bring 0 ich ewig begehren. ruft une. 2 das,/ waz t hat gub ch solbste/ dem mir Men sch sollt nicht den; Und ind Thoß, 2m 80 auf, und Aufgang rkauft mit ndin Fal Epgevicht vör ver, Erwege doch desn Dir steht uehe hier ast mich keit mich ewgen ist durch⸗ „ durch⸗ er Guͤte/ ud Him⸗ Erden Stande der Serrlichkeit selbsten. νꝗg Lust mir hier mehr seyn bewust; Hertz und Ohren durchdringet schon der fuͤsse Thon von GOttes ewgen Freuden⸗Thron. 4. Zwar in der Pilgrimschaft hienieden bestuͤrmt ost meinen in⸗ nern Frieden viel Ungemach von Suͤnd und Norh; doch hilft das Schwerdt des Geistes siegen, mein Glaubens⸗Schild laͤst nicht erlie⸗ gen, der Hofnungshelm verhoͤhnt den Tod; Zwar auf dem Ringe⸗ Platz zeigt sich mein Erb und Schatz nur von ferne; doch weiß ich schon, die Sieges-Cron trag ich am Ende doch davon. 5. Dein Licht wird auch den Weg mir ½ wenn ich nach deinem Rath soll reisen durch jene finstre Todes⸗Nacht; Mein Fleisch, samt Adern und Gebeinen, wird herrlich aus dem Grab er⸗ scheinen, wenn die Verwesung ist vollbracht: Mein Geist und See⸗ len⸗Pfand verbleibt in deiner Hand aufgehoben; Bis man wird sehn mich auferstehn, an Seel und Leib verklaͤret gehn. 6. So mag dis Haus, das aus der Erden, nur immerhin zerbro⸗ chen werden, ein andres Haus wird uns er baut; GOtt selbst wil diesen Bau vollfuͤhren, mit ewger Himmels⸗Klarheit zieren dran man nichts unvollkommnes schaut: Hinweg was irdisch heist, mein Hertz und gantzer Geist fleucht von hinnen, ergreift dis Wort und ist schon dort an jenem selgen Freuden⸗Ort. 7. Da wird kein Vothang ange⸗ txoffen, das Allerheiligste steht of⸗ fen, o seligste Zufriedenheit! hier giebt sich inniglich zu kuͤssen, mit süsser Wonne zu geniessen, die heiligste Dreyeinigkeit. Es chenckt sich uns allhier der Engel schoͤne Zier; Alle Frommen um⸗ fassen sich recht bruͤderlich. O Hertz und Seele freue dich“ Freude, hier kleidet uns nur weisse Seide der allerreinsten Heiligkeit: Wir tragen lauter güldneKronen, wir sitzen hier auf guldnen Thro⸗ nen, hier wechselt sich gar keine Zeit. Hoͤr auf, mein bloͤder Sinn, wo wilt du endlich hin? Stille! stile! geh ruhig ein, wo GoOtt allein, wird alles und in al⸗ lem seyn. Offenb. Joh. ꝛa, 4. 5. Und sehen. 941. M. Erschienen ist der herrl. ch zieh mich auf den Sabbath an, so reinlich wie ich immer kan, denn meine Seele ist die Braut, die nun dem Heiland wird vertraut. Halleluja. 2. Jetzt koͤmt der Braͤutgam hohlt sie hin, wo sie ist ewig Koͤni⸗ gin. O güldne Stadt ich gruͤsse dich: O Koͤnig sieh ich neige mich! Halleluja. 3. Vor deinem Koͤniglichen Thron ist hingeworffen meine Kron; Jetzt umfaͤngt mich die Herrlichkeit, die mir bereit von Ewigkeit. Halleluja. 4. Von welchen Theilen fang ich an zu schauen diesen Himmels Plan? Hier ist ja alles hoch und groß! Verwundern muß ich mich nur bloß. Halleluaa. Die Stadt ist praͤchtig zuge⸗ richt, hier ist all's durch und durch voll Licht. Man sehe doch wie glaͤnzt das Thor! wie strahlet dort die Mauer vor! Halleluja. 6. Viereckigt liegt die schoͤne Stadt, die so viel grosse Freude hat. Ists moͤglich, daß die alte Stadt mich noch so lang behalten hat? Halleluja. 7. Warum kam ich nicht ehr hie her, mein Theil zu nehm'n an sol⸗ cher Ehr. Ihr Engel fuͤhret mich herum, ich bin des Koͤnigs Eigen⸗ thum. Halleluja. 5 8. Ich sing au h Hallelnja mit, und bin der Sünden gleichfals 8. Hier ist nur lauter Licht und guit/ so zeigt mir alle Herrlichkeit O0 2 die 5⁰ Vom ewigen Leben oder die mir mein Braͤutgam hat be⸗andre an, es glaͤntzt die Brant reit. Halleluja. ihrem Mann. Hallel. 9. Ey wie geschicht mir immer nun? Man sehe was die Engel thun? Sie fuͤhren mich dem Strohm hinan, wo Lebens⸗Holtz man sehen kan. Halleluja. 12. Ach brecht Gesundheits⸗ Blaͤtter ab, daran sich unser Her⸗ tze lab, sie wachsen uns vor unser Haus, sind alle Monath neu her⸗ aus. Halleluaja. II. Stirbt hier kein Menschan diesem Ort? Wie? lebt man denn hier fort und fort? Da ruft der Koönig von dem Thron: Hier ist kein Tod, mein lieber Sohn. Hall. I2. Wer hier lebt, lebt in Ewig⸗ keit. O ewig grosse Himmels⸗ Freud! Fuͤr Freuden bin ich ausser mir, ob solcher schoͤnen Himmels⸗ Zier. Halleluja.. I3. Hier steh ich schuͤn am glaͤ⸗ sern Meer, hoͤrt all ihr Himmels⸗ Buͤrger her. Mein Harffen⸗ Spiel itzt lieblich klingt, ich sing mit, weil hier alles singt. Hallel. . Auf Thabor war es auch wohl schoͤn, o Liebe, dich verklaͤrt zu sehn. Allein die frohe Ewig⸗ keit geht uͤber Thabors kurtze Zeit. Halleluja. 57 ö I. Hier macht ich eine Huͤtten her, wenn nicht die Stadt die Hütte waͤr. Ich bin den Engeln Gottes gleich, in GOttes meines Vgters Reich. Halleluia. 16. Ach wie erguickst du mich mein GOtt, ob aller meiner Last und Noth. Mir ist die Halfte nicht gesagt, von dem was itzt dem Geist behagt. Hallel. ö 7. Kaum kam ich in die neue Welt, in dieses schoͤne Himmels⸗ Zelt, da sind die Thraͤnen abge⸗ wiseht und ich an Leib und Seel erfrischt. Hallelnji. 8. Ich leuchte wie der Son⸗ nen⸗Glantz darob ich mich entsetze gantz. Ein Sonn strahlt hier die 2 2* ö eh mich Ohnmacht niederfällt. Stuffen deine Freundin bald *—————— Geist wuͤnsehe R 1150 Komme gegen auf den Wegen; Wie! yn, wenns en 20. Preis, Lob, Ehr, Ruhn Danck, Kraft und Macht, sey de erwürgten Lamm gebracht. D ists Lamm, dem ich solgend bins Und Blut getat sieht es aus, schau ewig hin. Ha mel ist erkauft. Offenb. v, 16. 17. Sie wird nichl 2. Da wili 9⁴². M. Nun komit der Seyde gen, und aus al om o süsser Braͤutigam, kon in der langen E mein holdes GOttes Lamm len Suͤßigkeit! Kom, mein Alles und mein Eihh„3. Da soll kom und nim mein Hertze ein! da soll alles jul 3. Kom, laß deines Lichtg und an mir reg Strahlen meinen finstern Geist h Pulse schlaͤgt. mahlen. Kom, laß deines 4014. Hierauf bens⸗Kraft staͤreken meinen Eugründen und bensSaft! inden, doch in 3. Kom, laß meine Lust sich sil usendmal dir len ungestoͤhrt nach allem Willeh? 15. Schenck an der Quelle deiner Brust, kom auf Erden, ey! erfuͤlle meine Lust! uel werden? 4. Kom du schoͤnste Wunden Taube ein, laß Freude nim mich auf die volhfen. Weyde, wo man alles blühend Offenb. 21, 10. findt, und die fetten Seelen sind, 943. M. Lasset . Kom, laß Lebens⸗Ströhm(Jefne mir d fliessen und mein mattes Herh y du Schn durchsuͤsfen, fliesse selbst, o Freu Stadt, Licht vo denwein,als das bestevabsal dreinl klohren, eh di 6. Kom zu deinem schwachen hat! Eile, Lieb Kinde, gib ihm einen Trunck ge meine Seele, di schwinde, zeige dich, o Lebensheld, dir hast anver diese Klarheit zi 7. Kom laß deine Braut nicht he Suͤnden⸗Na sincken, kostet dis doch nur ein und finster mas Wineken,kom erweise deine Macht 2. Ich liea se zur Erhoͤhung deiner Pracht. men durch den 8. Kom, ich bin fast kranck von schrenckt, und Ruffen, ruͤcke durch der Wolcken Erharmen wire il geschenckt, die Wollust schmer I. Denn w. schwingen, un Mahl eindring dir/ dich zu sehen füx und sür. 455.„Konast du noch nicht meine Ewigkeit mein⸗ Wonne? Scheine hald oLebens seit. Aber di Sonmel Deine Lirbste und doin Durst, den nicht Geitt uu, saͤttiget in v Stande der Herrlichkeit selbsten. 581 Geist wuͤnsehens nunmehr aller⸗ die Braut y lel. im Licht un eist.. E und gian. Kommen sie dir schon ene⸗ ichh shhigegen auf den rauhen Crentzes⸗ mich beduglggegen; Wie wirds um ihr Eilen er Himmah stehn, wenns nun wird znm Him⸗ Ehr Ruhn welgrore wird Himn ö hr, s ö II. Denn wird Himmelan sich 310 cht 0 N schwingen, und zum Hochzeits⸗ lgendeh Walt eindringen, was mit Feur 19 hin. 90 lund Blut getauft, und um Him⸗ iewird nich uͤlif anhr t widerbri der Zerdg 12. Os wil ich auch widerbrin⸗ 11 am e en, und aus aller Krast besingen/ gam, konin der langen Ewigkeit deiner Keh⸗ i. en Süßigkeit! ersgein Lih 13. Da soll alles tuumphiren, — ein da soll alles jubiliren, was sich in ie Lichte ud an mir regt und die Hertzens⸗ Pulse schlaͤgt. tern Geist hi deines 1 meinen Egathen und sich nun zur Ruhe % srden, doch indessen noch allhier uem sichsil nasendmal dir singen fur:. 5 ond 15. Schenckst du schon so viel ruf kom, itetdend 320 6 19 Him⸗ . nel werden? Nim bald deine 0 Hatan. ein, laß sie ewig bey dir „vollseyn.. ssenb. 21, 10. Und fuͤhrete mich. eelen sind. 943. M. Lasset uns den FErren. „Ströhme„Lefne mir die Perlen⸗Thoren, ir, v ren odu Schmuck der Himmels⸗ 900 N7 tadt, Licht vom Licht zum Licht 0 0r dreinlerkohren, eh die Welt den Anfang . wachen at! Eile, Liebster, heimzufuhren Kabenhen seine Seele, deine Braut, die du ensheld, dir hast anvertraut. Laß mich derfällt. diese Klarheit zieren, wo mich kei⸗ zraut nicht se SuͤndenNacht mehr betruͤbt ch nur ein und finster macht eine Macht 2. Ich lieg schon in deinen Ar⸗ krancr en durch den Glauben vest ge⸗ ö ranck wn chreuckt, und durch deiner Lieb 1 Wolcken Erbarmen wird mir Freude ein, 5 bald zu geschenckt, die nach Himmels o sür. Wohlust schmecket, die du in der icht meine Ewigkeit meiner Seelen hast be⸗ *Lebens eit. Aber diese Lust erwecket und dein Durst, den nichts, mein GOtt als Geist su, sättiget in voller Ruh. 14 Hierauf soll mein Geist sichLe 3. Es verlanget mich zu sehen ohne Decke dein Gesicht, und von Suͤnden frey zu stehen, reines Lammlein, deinem Licht; Doch ich wil dir nichts fuͤrschreiben, und mein Himmel ist schon hier, wirst du meiner Seelen⸗Zier, nur mit mir vereinigt bleiben, denn wie sollt auch ohne dich Himmels Lust vergnuͤgen mich! Z.800 4. Du bist meiner Seelen,Won⸗ e, wenn mich Angst betruͤben wil, mein Hertz nenut dich seine Sonne, und das Sorgen⸗Meer wird still, wenn mir deine Blicke lachen, deren lieb⸗beslaͤntzter Strahl trennet alle Noth und Bnaal, du kanst mich vergnuget machen, in dir hab ich Himmels⸗ 29570 ausser dir Verdruß und eid. ö ö +V. g. Laß mich, Baum des Lebens, bleiben an dir einen treuen Zweig, doe/wenn ihn hier Stuͤrme treiben, staͤrcker werd und hoͤher steig, auch im Glauben Fruͤchte bringe; Und versetz mich nach der Zeit in das Feld der Ewigkeit, da ich mich in dir verzuͤnge, wenn des Leibes wel⸗ ckes Laub wieder gruͤnt aus seinen Stgub. 9. 6. Gieß indessen in die Seele deinen suͤssen Lebens Saft, Leben, dem ich mich vermaͤhle, und laß deinerLiebe Kraft mich gantz Gna⸗ den⸗voll erlaben, bleibe mein, ich bleibe dein, dein wil ich auch ewig seyn. Dich, mein JEsu, wil ich haben; Erd und Himmel acht ich nicht ohne dich mein Trost und Licht. Wolsg. Chr. Deßler. Matth. 25, 21. Ey du frommer und getreuer Knecht, du bist ꝛe. 646. Mi.O Ewigkeit du Donner. O Ewigkeit, du Freudenwort! OFreud, die ewig gehet fort! O Anfang sonder Ende! O Ewig⸗ keit, Zeit vhne Zeit! ich weiß fuͤr grosser Froͤhlichkeit nicht, wo ich mich hinwende: Mein gantz ent⸗ O o 3 zuͤck⸗ 382 Vom ewigen Eeben ober zuͤcktes Hertz ist voll die da kommen soll. 2. Kein Freud ist doch in aller Welt, die endlich nit der Zeit nicht faͤllt, und gar wird aufgeho⸗ ben; die Ewigbeit hat nur kein Ziel, der Freuden unveraͤndert Spiel wird nimmer aufgeschoben; Ja Paulus der bekenuet srey, daß sie gantz unaussprechlich sey. 3.Oewig Freuden⸗voller Gang! O Ewigkeit! perzeuch nicht lang, wir warten dein mit Schmertzen: Drum, wenn ich jene Himmels⸗ der Freude, bringt ihm auf jeden Glocken Schlag, Angst, Kummer, herb Ungemach. HN 8. Ach! was ist das? Es wil der Schein der ewgen Lust nich irdisch seyn, und mit der Zeil si enden! Es wird sich der Erwas szen Schaar in Lieb und Frn immerdar mit grossem Jauchmn wenden, und diese unzerstoͤhn Freud, soll waͤhren bis in Swigin 9. Ach GOtt! barmhertzig un gerecht, wie lohnest du dem fron men Knecht mit triumphirn Pracht zusamt der grossen Freud betracht, erfreu ich mich von Her⸗ tzen. Nichts ist zu finden weit und breit lso lieblich als die Ewig⸗ ö keit. ö 4. Was acht ich irdsche Lust auf Erd; dis alles ist kaum nennens werth/ es kan nicht lange wa Was waͤr es, wenn gleich den schwebt? So wuͤrd ichs nicht begehren: Denn diese Freud saͤllt balde ein, und kan dazu nicht ewig yn. 5. Es ist die Freud ohn alle Quaal, waͤhrt manches Jahr, als ohne Zahl die Menschen sich er⸗ naͤhren, als manchen Stern der Himmel hegt, als manches Laub das Erdreich traͤgt, und Voͤgel sich vermehren; sie bleibet ewig un⸗ verletzt, kein End und Ziel wird ihr gesetzt. 6. Nun aber, wenn du immer⸗ dar viel hundert tausend tausend Jahr in solcher Lust gestanden, und jamt den Engeln solcher Frist mit Freud und Wonn ergoͤtzet bist, ist doch kein Schluß vorhanden: Die Zeit, die Niemand zaͤhlen kan, die faͤnget stets von neuem an. 7. Sucht einer gleich hie in der Welt Ergoͤtzung in sein n Gut und Geld, es ist vergaͤnglich We⸗ sen: Kein Freud ist es, nur lauter Muͤh, und stete Sorgen macht es fruh; ja das, was er verlassen, hren: Tuͤck, und kan doch kaum ein ch einer lebt', und funfzig Jahr in Freu⸗ der uns in Ewigkeir behagt! 2 Wonne! Auf kurtzes Leiden d ser Welt hast du so lange Frend stellt Kom nur, o Gnaden⸗S ne! Nun merck auf dis, o M— schen⸗Kind! sey fromm, es ko der Tod geschwind. 10. Die iroͤsche Lust ist voll Augenblick und laͤnger nicht. goͤtzen; Flieh solche Lust nur al zeit, hier kan man ja in Ewigh die Seel in Freuden setzen: schoͤner Tausch, recht wol gewah 11. So lang ein GOtt im H1 mel lebt, und uͤber alle Wosch schwebt, wird solches Jauchh waͤhren: Kein scharffe Kaͤlt, un, blasse Hitz, kein Angst, kein Fen oder Blitz wird diese Ruh verh ren; Sie bleibet unverruͤckt all so lange GOtt ein Ott wird s 12. Die Freude bleibet imm dar, als Anfangs sie beschaft war/ sie kan sich nicht verminden da ist kein Arbeit, sondern Rh und nimt an Froͤhlichkeit stetz bey jenen frommen Kindern: folget auf die Thraͤnen⸗Saat i Freuden⸗Erndte in der That. 13. Mach auf, betruͤbter Mensh vom Schlaf, ermuntre dich, u laßnes Schaaf! denck auf n domtoteeuene Wach auf! omt die schuͤne Zeit, es komt frohe Ewigkeit, die JEsus ——— wird geben: nicht komnien erwünschterd 4. Die Lr Welt, die nu illt, derFrom 125 ja doch deine Hertzen Erden⸗Lust v Dingen habi Ehristus dir g 5. Du hoc Kind des G schwind vond und schwing! wo hundert mach deiner lebt ein so be ne Freud aus 16. O Ew Wort! O 8 fort! O Anf weiß fuͤr gros wo ich mich mich,/ wenn e in dein Freu Ps. 42, 3. V 947. Mel.“ Es wuͤns Nacht fahren: Ol Jammer me wol bewahr Welt waͤr ei viel anders. 2. Ein H steckt, nach f et: Also ha weckt die Auch mach Schlang, d weinen. 3. Wenn deis, da sch nen, und sir Preis, bekle Wenn holst reich, daß ie 4. Mein grosse Quac den Glocken imer, herb 4898 erwünschter Frenden Tag! 6 Es thih. n Lust nich der Zeit sic der Erwahl und Frie m Jauchi unterstin inSwigkeh müertzig u zu dem fron iumphirn Leiden d 102 Frend zuaden⸗So dis, o Maulh im, es kom ust ist voll mchen ger nicht g Cust nur alh in Ewight setzen: 6 t wol gewa behagt! Ott im Hin 28 Junch Hes Jauchh sfe Kalt, nu⸗ st, kein Fen Ruh verhh erruͤckt all Ott wird sih leibet immj sie beschaft vermindes sondern Mh chkeit steit Rindern: nen⸗Saat der That. uͤbter Menst tre dich, I. enck auf Zach auf! es komt e JEsus W f Wort! O Freude, die da gehet sort! O Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit!“ Ich mich, wenn es dir gefaͤllt/ o IEfu! in dein Freuden⸗Zelt. D. Sigae. „So wuͤnsch ich nun ein gute Jammer macht, GOrt wird mich wol bewahren. Auch macht mir bang die alte weinen. nen, und singen dir Lob, Ehr und — Stande der Serrlichkeit sebbsten. 583 —.—————— wird geben: Wer weis, ob er nicht kommien mag? Kom heut, 14. Die Lust ist Last in dieser Welt, die nur den Ueppigen ge⸗ fällt, deröromme wird sich huͤten: Laß ja doch keine Sicherheit dir deine Hertzens⸗Froͤhlichkeit durch Erden Lust verbieten; wor allen Dingen hab in acht dein Heil, das Christus dir gebracht. 15. Du hocheerloͤstes Menschen⸗ Kind! des Geistes voll, geh ab ge⸗ chwind von diesem Erden⸗Hügel, und schwing dein Hertze dahinein, wo hundert tausend Engel seyn, mach deiner Seelen Fluͤgel: Wo lebt ein so beredter Mann, der je⸗ ne Freud aussprechen kan 16. O Ewigkeit, du Freuden⸗ weiß fuͤr grosser Fröhlichkeit nicht, woich mich hinwende: Nim dir 2 Ps. 42, 3. Wenn werd ich dahin. 94⁴7⁷. Mel. Was traurest du m. — Nacht der Welt, und laß sie fahren: Ob sie mir gleich vir ö pah Ich meynt die Welt waͤr eitel Geld/ vefind es nun viel anders. 2. Ein Hirsch von Hitze ange steckt, nach frischem Wasser schrey⸗ et: Also hat mich zum Durst er⸗ weckt die Welt vermaledeyet; Schlang, daß ich zu SOtt muß 3. Wenn kom ich in dein Para⸗ deis da schon viel Christen woh⸗ Preis, bekleidet mit der Sonnen 5 Wenn holst du mich ins Himmel⸗ reich, daß ich dein Autlitz schaue? 4. Mein Seel hat Noth und harren, gespannet auf dem Jam⸗ merthal, als zoͤg ich schwere Kar⸗ ren: Da treibt ihrn Spott die fal⸗ bher Rott mit mir in meinen Noͤ⸗ then. 2 5. Sie fragen: Wo bleibt nun dein GOtt/ ja daß er dir erscheine? Der Hohn kraͤnckt mir mein Hertz und Blut, daß ich fuͤTruͤhsal wei⸗ ne, ey kom doch bald, mein Auffent⸗ halt, und reiß mich von der Erden. 6. Ey nim mich in den Freuden⸗ Saal, von dir bereitet droben: Da dich die Patriarchen all mit den Propheten loben: und da die Sehaar der Engel klar, um deinen Thron her schweben. 7. Was kraͤnckst du dich, mein arme Seel? Sey still, und thu nicht wancken, GOtt ist mein Burg, mein Tro und Heil, des werd ich ihm no dancken, drück dich, und leidein kleine Zeit nach Angst koͤmt Freud und Wonne. 8. Das Krauitein Patientia waͤchst nicht in allen Garten; Ach Gott! schaff du mirs immerdar, daß ich konn deiner warten, sonst bin ich sehr betrüͤht und schwer, von Angst auf dieser Erden. 9. Ich seh, daß dein Zorn wie ein Fluth dem gantzen Land he⸗ gegnet: Und daß es schrecklich braufen thůt, wo sich dein Grimm erhebet: Die Wellen gar ich auch erfahr, samt deinen Wasserwogen. 10. Darum bin ich der Welt so muͤd/ all Tag und Nacht ich weine, und laß nicht ab, bis deine Güt verheissen mir erscheine. Nun eil doch sort mein treuer Hort, und nim mich hin mit Freuden. 11. Wie lange soll ich traurig seyn, da mich die Foinde plagen? Es ist ein Mord in meinen Bein'n, daß sie gantz hoͤnisch fragen: Sag an, wo ist dein JEsus Christ? Ja daß er dich erloͤse. 12. Geduld, Geduld, du traurge grosse Quaal, daß ich so lang muß Seel, Geduld ist hie von noͤthen! O 8* 2 Bis —————————— aauf den Berg der Freuden, dein wund 734 Vvom ewige U Leben odey Bis uns der lieb Immanuel von Diesen argen Kröten, wol zu sich reiß, ins Paradeis, da werden wir ihm dancken. D. Phil. Nicolai. Offenb. Joh. 14, L. Ich Johannes. Wel. Es ist das Zeil uns k. Vietoria, mein Lamm ist da! * mein Lamm/ mein Licht und haben: Mein Kanzer das dert Joe mich der Schuld und Holt hannes sah, sehr hoch in Freuden schtweben, und mit ihm die erwaͤhl⸗ 1e Schaar, die über hundert tau⸗ send war, auf Zions Berge stehen. . Lamm, du hast mich von Swigkeit geliebt und auserkoh⸗ reu, aus Liebe bist du in der Zeit, o Trost! ein uutes gebohren: Dein treugesinntes Bruder⸗Hertz lud auf sich meine Noth und Schmertz, und zog mich aus dem Famnier. in 3. Du bast mich als ein treuer Hirt, gesucht und auch gefunden, zum Leben hast du mich geführt, zum Heil aus deinen Wunden, auch hast du, mein Immanuel, mich mit des Geistes Freuden⸗Hel Iu deinem Dienst begnadet. 4. Cs ist durch deines Liebes⸗ Treu, das Creutz der Christen Or- den, zum Zeichon, daß ich demne sey, auch mir zum Theile worden, wer dieses Siegel an sich hat, der ist ein Buͤrger jener Stadt, die Gottes Hand gebauet. Ermuntre di auf, auf nun gehts ans Scheiden, verlaß des Leibes feustre Hoͤhl, steig mlein ruft: Nim hin den Krantz den ich vom Leben, Licht und Glantz, dir lieblich hab ge⸗ Een. 50 0 ö . Nun ist des rauhen Windes⸗ Wuth dahin und gantz vergangen, die Platz⸗ und Wetter⸗Regens⸗ Hluth ist weg; die nassen Wan⸗ gen, so dieser herbe Leidens/Fluß benetzet, soll mein Liebes⸗Kuß mit kwgen Dryost abwischen. vk — kom, om du meine Schoͤne, in Freundin, kom mit vollem Lau umir, daß ich dich kroͤne, ma Thron und meine Herrlichteh mein gantzes Reich ist dir bereij du hast nun uͤberwunden. 8. Ich ehre deine Nagelmah o Lainm, mit tausend Kuͤssen, dl Quaal, GOtt Lob, nun gantz enn rissen, kein Flecken Runtzel win verspürt, weil mich so koͤstlich au geziert mein erstgeborner Brudin „9,/ Halleluia! der Kampf un Lauf ist aus, die Feinde siegen mein Lamm geht mur als Somn auf, der Berg ist überstiegen, in Harffen⸗Spieler gonnet mir ait euch, des Himmels schöͤnste Ziel das Lammlein hoch zu preisen. 10. Preis, Lob und Ruhqm. Danck, Kraft und Macht, sen din mein Lamm, gesungen, daß zu mich hast zur Ruh gebracht, in Ruh/ mir ists gelungen, ein Wen nen⸗Krautz bekroͤnt mein Haupt, unendlich mehr als ich geglaudh find ich der Herrlichkeiten.* 11. O hundert tausend Zungen her, Lob, Lob demamm zu singen, auf, Himmel, Meer, auf, auf Ruhm, Danck u bringen stimim an mit mir, macht euch bereit, den, der da lebt u ähreu. ist mir! mein Hertz hobt an u wenn bey dir wilkommen erst wird Erde, Luft und Ewigkeit, aus gantzer Macht I ch, o meine Seel, Eh 2. Ach suͤsses Lamm wie wohl springen noch in dem Leib, wie, 4% Doch w. Weil, mein& den; Se laß: Theil, umgür hen, daß ich; ey alle Auger hn ch zufrier Joh. 14/ 2. IHault ind ditꝛerhe HErr J Geist, der u mels-Zinner Wohnnng m das Eitle lie die stolge W. Lust gefällt micht mehr! ½%½2. Se id baͤude und an, so ist s nuns ihr An Zeit reist a möͤgen noc ale Marm kan auf Erd 3. Die V loben, ich le Mein Lust⸗ oben; dor richt. Je Frommen waͤr ich in mich fuͤr u überkomn 6 seyn weun ich dich selbst in Angen⸗ schein, mein Leben werde nehmen. 13. Ach! Fluͤgel, Flügel, Flüt gel her! hinauf mich gleich zu schwingen/ ich muß dem Koͤnig sei⸗ ne Ehr nun bald vollkonmen brin⸗ gen; kom froher Tag, kom, kom herbey, und mach mich von den . Eo fehe nun beheude auf, Iie * frey, den Schoͤnsten amu⸗ Wauen. 14.Den klingen, wie wird mir da zu muthe Hohel.S 52. 1 3 D⁰3 Ho den; Je Wort, u Wunden mich/ h0 und Lich nicht. Stande der Serrlichkeit selbsten. 13⁹ wilt du mich noch eine 4. O unerhoͤrte Zierlichkeiten, Schoͤne, Toh 14 Doch R wollem Lal. Weil, mein HErr, auf Erden sei die dort an deinen Waͤnden stehn! mich deucht, ich kan jettt schon von Mih en; So laß mich nur an meiuen Herrlichteh st dir benas en.. Theil/ umg uͤrt t und wartend stetweiten die Klarheit deiner Mau⸗ hen, daß ich zur srohen Ewigkeit, ren sehn: Das Glas der Fenster sey alle Augenblick bereit, so/ so sind Rubinen: die Thore Perlen %und Sapphier; das Gold muß Nägelmall bin ich zufrieden. Kuͤssen, N Ph. 14/ 3. In meines Baters überfüßig dir zur Schoͤuheit dei⸗ Hächer dienen. ö nd Hoͤllen un gantz ehh muntzel win ise ind diel Wohnungen. ner?⸗ ieden.„ ½½ Mel. Mein Ilesu dem die.. Dort wůnsch ich mir allein zu u dir erheb ich meine Sinnen leben, und wil mich nun der Eitel⸗ ust gantz de⸗ Toftiichaus HErr JEhu, strcke meurn keit und aller Welt;Lu ner Brudn Geist, der mich zur hohen Hum geben: Wo bleibt die lang⸗ge⸗ ö auserwäblten wünschte Zeit, da ich die Seele Kampf unl mels! Zinnen der ů inde siegeh Wohnung weift: Ich laß jezund OOttes Haͤnden mitFreuden witz als Sonns das Sitle liegen, nuich soll hinfort der lieffern kan? Kom, Tod, ich stiegen, iul die stoltze Welt, und was da ibrer scheu mich nicht, kom an, du must zet mir aiss Lust gefählt, samt ihrer Pracht mir doch mein Leben enden. hͤnste Zinl nicht mehr vergnügen. Du must mich doch zum Him⸗ preisen, 2. Seh ich dis grosse Welt-Get] mel führen, wo mein geliebter nd NRuhn. bäude und aller Häuser Zierrath Heitend ist; wo stetes Woblseyn und du, o grimmer cht/ sen din an, so ist es eine kurtze Freude, die sist zu spuͤhren, daß ul uns ihr Ansehn geben kan. Die Tod nicht bist. Was kan mir hie bracht, in ieit reist alle höhe Mauren, sie dein Stachel schaden 2 werd ich nein Wen moͤgen noch so koͤstlich seyn, und von deiner Hand ermordt; so ein Haupt, alle Marmel⸗Säulen ein, nichts ster ich bier, und lebe dort bey H geglaubi. kan auf Erden ewig dauren. meinem liebsten GOtt in Gnaden. te.. 13. Die Welt mag ihre Schlösser 7: Mein trauter WEsus, mein nd Zunge loben, ich lobe dis Geprangenicht: Perlangen, wird meine Seel in ui singe., Mein Lust⸗ und Wohnharos ist dort. seine Hand, nach meinem Tode „Luft und. oben; dort ist mein Hertze hinge⸗schon empiangen. O wunder⸗ „Dancksu richt. Jerusalem, ü Burg der schoͤned Vaterland! Jerusalem/ mir, macht! Frommen, du GOttesStadt, du siehst enir offen: HErr JEsu, da lebt u war ich in dir; so wuͤrd ich was nim nich nur binein, bey dir Macht mich suͤr und fur ersreuet keichlich wuͤnsch ich allein zu seyn/ auf deine „überkommen. Zukunst wil ich hoffen. dehr auezu—— It an zuu er Leib, wie, ‚ A h 8 26 920 m ert wiß NAI. U al 2757%%½%,* as mich dan und wil ver⸗ azu muthe Hohel. Sal.3,4. Da ich ein wenig. verlaͤst, was z in Angen. 252. In eigener Mieledey. lassen, so haͤltst du doch bey mir de nehmen. Di HErr JEsu Christ, mein vest, Trotz dem, der mich wil au⸗ lgel, Flüt D Hort, hade ich getren erfun. fassen) ich halt dich, halt du mich/ gleich zu den; Ich halt mich zu deinem hait du mich mein Erost undLicht, Koͤnigse“ Wort, und zu deinem theuren ich wil dich ja lassen nicht. umen brin⸗ Wunden, ich halt dich, halt du 3. Du sinckst nimmer, meine kom, kom mich, halt du mich, mein Trost Senl, wenn das Gluͤck zu Boden h von den und Licht, ich wil dich ja lassen sincket, du bist meiner Seelen Heil, isten anzu⸗ nicht. 70.45740 wer dich liebet, nicht erekiudet I4 Deu ö 2 on A's D05 64 6 schon und groß, und was vor Gut ben, und ist ö Ichan, Anmoöglich auszeloden,auch denen, die doch allzeit stehn vor spi⸗ 866 —— ich halt dieh, halt bu mich, halt dn mich, mein Trost und Licht, wil dich ja lassen nicht. 44. 4. roil dich ja lassen nicht. . Wenn mein ich halt di Anhang. Wenn ich gantz entkraͤftet bin, o kanst du mich Schwachen hal⸗ ten, und bestaͤrcken meinen Siun, beine Liob kan nicht erkalten. Ich hollt dich, halt du mich, halt du naich, mein Trost und Licht, ich ertz mir end⸗ lich bricht, in der letzten Todes⸗ Stunden, bist du meine Zuver⸗ sicht, ich ergreiffe deine Wunden * halt du mich, halt du V — ich schen, wer nur sprechen Dienst geweiset: Di⸗ Rinder wh mich, mein Lrost und Licht, ich wil von deiner Wunder Machl wil dich ja lassen nicht. 6. Es mag gehen wie es woll, im Tod, Leben, Creutz und Leiden, nimmermehr, o JEsu! soll mich Ich halt du mich, mein Trost und Licht, ich Herrlichkeit und und dich hier otwas scheiden. Halt dich, halt du mich, wil dich ja lassen nicht. Ps. 149,2 4. Ich wil dich taͤglich. VM. Run sreur euch lieben. 55 dey ich oft in tieffes Leid und und der so herrlich schoͤnen Pracht bis an mein Ende reden.* 7. Und was ich vede wird von mir manch frommes Hertze ken nen man wird dich heben fuͤr und für hoch über alle Sternen Dein und ihoch beruffen werden. B. Wer ist so gnaͤdig, als wie duꝛ Wer kan so viel erdulden? Wer grosse Noth muß gehen, wil sieht mit solcher Langmuth zu so dennoch Gott mit grosser Frend vielen schweren Schulden, die aus und Hertzens⸗Lust erhoͤhen, mein der gautzen weiten Welt ohn Un⸗ GOtt, du Konig, hoͤye mich, ich terlaß bis an das Zelt des hohen wil ohn alles Ende dich und deinen Himmels steigen? ein treues Hertzz so hoch kan lieben, Nahmen loben. I 7— „ Ich wil dir mit her Morgen⸗ seyn, daß uns Roͤth eiv taͤglich Opfer bringen: So oft die liebe Sonn ausgehe, o vfte wil ich singen, Nahmen deiner Macht, das foll auch in der spaten Nacht mein Werck seyn und Geschaͤfte. . Die Welt, die dünckt uns und Gaben sie traͤgt in ihrem Arm und Schooß, das wil ein jeder ha⸗ 6 doch alles lauter nichts, eh als mans recht geneust, Erunde. und geht im Huy zu Grunde. . GOtt ist alleine erog und Es muß da mür doch in den Tag hinein was gar nicht gut ist üben. Gott muß dem grossen nichts anders seyn als gut, drum icust auch seiner Guͤte Fluth auf alle seine Wercke. auch nun all deine Een, voraus die Heil'gen, derer Thun sich haͤlt in deinen Schran⸗ cken, die sollen deiges Reichs Ge⸗ malt und schoͤne Regiments⸗Ge⸗ stalt mit vollem Munde rühmen. 1I. Sie sollen rühnten, daß der Ruhm durch alle Welt erklinge, daß jedermann zum Heiligthum dir Dienst und Opfer bringe. Dein Reich starcke Hand wird in der gantzen Welt bekandl 10. Drum HErr, so sollen dir Wercke dan⸗ ö ö an eder auch sein Kind zu solchn und hält uns, ir und det 1 du bist vaͤterlich err deine milde. satt was al und Lüsten 14. Dun uns Guts dencken z n tes Muth mit Kraͤnd sich Tag ur gaͤntzlich a 8 vergeden. 1v. Ni Seinen u treue, sei gericht, Gehts 9 — cht in 4510 D bereit ei und we schreyt, GoOtt n 1. Laß sun Reich Lanistei en kan, Hkein Mah Ussprechen nicht mo⸗ breiset,so 1h zu soichn Rinder noh Und werdz Chun un Asen. 109 at or mi Veiß gettiß lieben. Ich Ider Macht nen Pracht 4** e mird von Hertze ken ꝛen fuͤr und nen: Dein cke Hand It bekandt en. s wie du? Hen? Wer tuth zu so n, die aus t ohn Un⸗ des hohen les Hertze in lieben, nein was Ote muß ut, drum Fluth auf solen dir cke dan⸗ ö n, derer Schran⸗ ichs Ge⸗ ants⸗Ge⸗ uhmen. daß der erklinge, ligthum ge. Dein Reich und haͤlt uns, wenn wir Anhang. 387 in ewges Reich, dein und Ehr des Hoͤchsten taͤglich sin⸗ gen. Und also thn auch immer sort, was lebt und webt an jedem Ort: das wird GOtt wohlge⸗ fallen paul Serhard. Herrschaft is dir seiber gleich/ der ukein Eud erreichest. 12. Der HErr ist bis in unsern Tod bestaͤndig bey uns allen, er⸗ Paul Ser leichtert unsers Creutzes ⸗Noth, 2 Cor. 5/L. 2. Wir wissen aber, so. ir fallen: Er 95. Mel. Mein Seiland nimt. euret manchen Unglücks⸗Lanf, Ich eilr meiner Hermath zu, und hilft uns wieder sreundlich zum stillen Paradies der Freuz auf, wenn wir sind hingeschlagen. den, umt Hochieit-Saal, zum Ort 13.HᷣErr, aller Augen sind nachder Ruh, zum glaͤsern Meer der dir und deinem Stubl gekehret/ Vaters⸗Haus, enn du bist auch, der alles hier so z; Que väterlich ernaͤhret; du thust auf deine milde Hand, machst sroh und von ihm treu gefundnenKn echten, satt was auf dem Land, im Meer zum. Heer vollendeter 6 und Lüsten schwebet. Mein Aug, das 14. Du meynst es gut, und thuft ranu⸗ schwingt uns Guts auch, da wirs oft nicht dahinan. dencken; wie mancher ist betrüb⸗ 2. Sollt ich mein abgezehrt Ges tes Muths, und frißt sein Hertz. sicht nur stetsauf meine Sinnen mit Kraͤncken, besorgt und fuͤrcht't lencken, daran der Vater· selber sich Tag und Racht, GOtt hab ihn nicht um seines Sohnes Blut wil gaͤntzlich aus der Acht gelassen und dencken: so kriegt ich keine Freu⸗ vergewen. digkeit, und weder Kraft noch 15. Nein! Gott vergißt die Muth im Streit/ ich muͤste mich Seinen nicht, er ist uns viel zu mit Furcht und Zagen, zu meines Heilands Unehr plagen. Nein, treue, sein Hertz ist stets auf uns H gericht, daß er uns letzt erfreue. lieber vor hinauf geschaut, wo mix Gehts gleich bisweisen etwas mein Heiland Hütten baut. schlecht, ist er doch'heilig und ge. 2. Der Pater schuf mich ia da⸗ recht in allen seinen Wegen. Nin, de. Sohn hat mich dazu erkau⸗ 16. Der HErr ist nah und stetsfet, und schrieb mich in das Buch bereit einm jeden, der ihn ehret, der Ruh, als mich darauf sein und wer nur. ernstlich zu ihm Geist getaufet. Nun er wil nicht schreyt, der wird gewiß erhoͤret: muruͤcke gehn z sein Bund und Sie⸗ Gott weiß wohl, wer ihm hold gel bleibt mir stehn, wenn glei und treu, und deme steht er daun der gantze Schwarm der Hoͤllen auch bey, waun ihm die Angst um⸗ mit Ungestüm dagegen bellen: so treibet. Hleibts doch ewig west dabey/ daß 17. Deu'n Frommen wird ich ein Erbe GOttes sey. ö nichts abgesagt, 5Ott thut, was Zwar leugn ich meinenScha⸗ sie begehren, er mißt das Unglück, den nicht, daß ich den Bund mit das sie plagt, und zaͤhlt all ihre ihm gebrochen: Doch beuat es Zaͤhren. Er reißt sie endlich aus mich, mein Hertze bricht, und der Last; Den aber, der sie kraͤnckt komt zerquetscht zu dem gekrs⸗ und haßt, den stuͤrtzt er gantz zu chen, der mir zu aut den Tob ge⸗ Boden. schmeckt, hier wird der Schade zu⸗ 18. Dies alles, und was sonsten gedeckt, in ihm der Gnaden Bund mehr man kan ür Lob erzwangan⸗ erneuel, und ich von aller Schuld das soll mein Mund zum Ruhm befreyet. 000 un, Dernt muich soge ria“ Hast du den frohen Im eh. t ich keinen Fall 11 Mah Denn eilen sie in sh 3. Ich lbe auch: n er Ruh, als Kinder ihre Weit/ und rag'n 0 Hin, der u, hm unter lanter(Glorte Ingn der Suͤnden eneh den neuen Himmels⸗Gast zu hunt Noth versteitt er zer mit so viel gen; sie beten ihn in Demuth m Grruel nde n dem sich so viel flir das, was er mir Huts l 14 Menechen wol⸗und ehl d.n alden zro. Hier lieg ich,wie gebundz ich withend el, bed m uicht,Wie vat Sort werdich zauchentn nig Frücheetre eun frommen R⸗ hm suringen, und eieguicten bñlch nicht Kereägeneze⸗ darum Gloria, und Heilig, Heilig 000 mich in Nesamein, denn.nl 1i0 singen. Angst Kiagen, Jam mehr als Engel inß ich sich in din und Leid verwanden 6. Gesetzt, die letzte Todesnorh, Nuh und Freud. Di sacht uleht, die lete Todesnonh Thranen, die sich hie o., Die miacht meiner blöden Seelen ban⸗ die werden onn wieWerten —05 Ewhndant frommen Vatert 3 14eu* 1 Der mich im Leben seix en Draus 5717 Bold und Pert 7 Ob re Last Pfeile auf mich schicket: Schein, bey GOCS „ 38 ir zur man Hunde bellen hoͤrt, u 221 Lauiche 790 fabrt. durch siu sicherlich: D 3. Da seh ich benn den GOttes ö In selig mir entgegen ei⸗ Hieb ——0 mit aseamer Dmut e treuen Händen dich unaussprech⸗ ** + len. Willkomm'n, willkommeu, dich 4 Woaeen, und ehe du Len gang. n Hrn gantzen Himmel dringt von der vereiheren Geister⸗Chören. Batth. Da werd ich meinen Namen he⸗ Somt Zahl, die muhen muͤhen sich d thun, so lang! 2. Selig sin hen, und sind a lůhmen sich ga GoOtt werd al cken dem auch das Himmelre wird dort zu e selbst gering hi 3. Selig sin da sich göͤttli Die beseuften und andrer deoͤhalben tra Gott mit T sollen noch au dort getrostet 4. Selig sin tzen, da man kan, welche H schmertzen, w mann. Die Rach, und bese diese wil der sich noch das“ . Selig sit ben nach Gere daß auch ihrer kein Gewalt Die da lieber sind aufrichtit Geitz, Betrug die wird GOt . Selig sin sich annehmen mitleidig mit treulich fuͤr huͤlflich sind n muoͤglich mit de der Huͤlf empf hertzigreit erl 7. Selig sit den reines He im Werek, W lieben Zucht u se, welchen nie ne Lust der N Ernst vermeid Gott mit Fr. rohen Pyns n sie in sus hrem Vatih lorie singen ast zu blin Demuth an ts gethan, Ghiend u chzend mit quickend Eilig, Heit gen, Jam— rwaͤndeln . Die Ergiessen, xlen flies⸗ u Vaterz und Per⸗ am mei— le meine ySterb starcken ud kurtz, J eiß auf nicht 30 stHer⸗ deinen e JEi luͤchste ind⸗ zaters seinen brech⸗ he du ver⸗ e da. hen/ und sind allzeit arm im Geist, mann. Anhang. 789 muhen sich darneben Guts zu thun, so lang sie leben. 2. Selig ind, die Demuth ha⸗ kůyhmen sich gar keiner Gaben, daß Gott werd allein gepreist: Dan⸗ cken dem auch fuͤr und fuͤr, denn das Himmelreich ist ihr. GOtt wird dort zu ehren setzen, die sich selbst gering hier schaͤen. 3. Gelig sind die Leꝛds tragen, da sich goͤttlich Trauren findt: Die beseuften und beklagen ihr und andrer Leute Sünd: Die deoͤhalben traurig gehn, oft vor GOtt mit Thraͤnen stehn, dirse sollen noch auf Erden und denn dort getroͤstet werden. 4. Selig sind die frommen Her⸗ tzen, da man Sanftmuth spuͤren kan, welche Hohn und Trutz ver⸗ schmertzen, weichen gerne jeder⸗ Die nicht suchen eigne Rach/ und besehlenOtt die Sach, diese wil der HErr so schuͤtzen, daß sich noch das Land besitzen. 5. Selig sind, die sehnlich stre⸗ ben nach Gerechtigkeit und Treu, daß auch ihrem Thun und Leben kein Gewalt noch Unrecht sey. Die da lieben gleich und recht, sind aufrichtig, from und schlecht, Geitz Betrug und Unrecht hassen, die wird GOtt satt werden lassen. 6, Selig sind, die ausErbarmen sich aunehmen sfremder Noth, sind mitleidig mit den Armen, bitten treulich fuͤr sie GOtt: Die be⸗ hůlflich sind mit Rath, auch wo moͤglich mit der That, werden wie⸗ der Huͤlf empfangen, und Barm⸗ hertzigkeit erlangen. 44101. 7. Selig sind, die sunden wer⸗ den reines Hertzens jederzeit, die im Werck, Wort und Geberden lieben Zucht und Heiligkeit. Die⸗ se, welchen nicht gefaͤllt die unrei⸗ ne Lust der Welt/ sondern sie mit Ernst vermeiden, werden schauen Gott mit Freuden. chen, und drauf sehn ohnunterlaß, daß man moͤg in allen Sachen flie⸗ hen Hadder, Streit und Haß. Die da stiften Fried und Ruh, rathen allerseits darzu, sich auch Friedens selbst befleissen, werden GOttes Kinder heisseen. 9. Selig sind, die muͤssen dulden Schmach, Verfolgung, Aügst und Pein, da sie s doch nicht versehul⸗ den, und gerecht besunden seyn: Ob des Creutzes gleich ist viel, se⸗ tzet GOtt doch Maaß und Ziel, und hernach wird ers belohnen ewig mit der Ehren⸗Kronen. 10. HErr, regier in allen Zeiten meinen Wandel hier auf Erd, daß ich wahrer Seligkeiten aüs Gena⸗ den faͤhig werd. Gib, daß ich mich acht gering, meine Klag ost vor dich bring Sanftiuth auch an Feinden uͤbe, die Gerechtigkeit stets liehe. .· Daß ichArmien hels und dis⸗ ue, immer hab ein reines Her die in Unsried stehn versuͤhne, di auhang in Frend und Schmertz. Vater, hilf von deinem Thron, daß ich glaͤub an deinen Sohn, und. durch deines Geistes Staͤrcke mich befleisse rechter Wercke. * Joh. Seerman. Joh. 6, 37. Alles, was mir mein. M. Ich eile mein er Zeym. 8 Nu Heiland nimt die Sün⸗ der an, die unter ihrer Last der Sünden ne En⸗ gel troͤsten kan, die nirgends—1 und Rettung sinden, den'n selbst die gantze Welt zu klein, die sich und GOtt ein Greuel seyn; den n Moses schon den Stab gebrochen, und sie der Hoͤllen zugesprochen, wird diese Freystadt aufgethan; Mein Heiland nimt die Sunder an, K—— 7 . Sein mehr als muͤtterliches Heytz trieb ihn von seinen Thron auf Erden, ihn drang der Sünder . Selig sind, die Friebe ma/ ö 0 und Schmertzan ihrersstatt EN 390 Anhang. ein Fluch zu werden: Er senckte sich in ihre Noth, und schmeckte den verdienten Tod; nun, da er denn sein eigen Leben zur theuren Zahlung hilgegeben, und seinem Vatet gnug gethan so heißts: Er nimt die Sunder asn. Nun ist sein aufgethaner Schoos ein sichres Schloß geiag⸗ ter Serlen/ er spricht sie von dem Urtheil los, und tilget bald ihr uͤngstlich Unaͤlen: Es wird ihr gantzes Sünden⸗Herr ins uner⸗ gruͤndlich tieffe Meer von seinem reinen Blut versencket, der Geist, der ihnen mird gescheucket, chwingt uͤber sie die Gnaden⸗ Fahn; Mein Heiland nimt die Suͤnder au. 4. So bringt er sie dem Vater hin in seinen Blutbefloßuen Ar; men, das neiget denn den Vater⸗ Sinn zu lauter ewigem Erbar⸗ men: Er nimt sie an an Kindes⸗ statt, ja alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben, und selbst die Thür zum ewgen Leben wird ihnen sroͤhlich aufgethan; Mein Heiland nimt die Sun⸗ der an er . O solltest du sein Hertze sehn! wie sichs nach armen Suͤndern seh⸗ net, sowol wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm thra⸗ net! Wie streckt er sich nach Zoͤll⸗ nern aus, wie eilt er in Zachai Haus, wie sanft siillt er der Mag⸗ dalenen den milben Fluß gepreß⸗ ter Thraͤnen, und denckt nicht, was sie sonst gethan? Mein Hei⸗ land nimt die Suͤnder an. 6. Wie freundlich blickt er Pe⸗ trum an, ob er gleich noch so tief gefallen? nun dis hat er nicht nur gethan, da er auf Erden muste wallen; nein, er ist immer einer⸗ ley, getecht und from, und ewig treu: Und wie er unter Schmat llud Leiden, so ist er auf dem Threon u ö der Freuden, den Suͤndern lieb Uu dir, holdselig nen von sich weist, der sich gebe kriechend angenoͤmmen. Mein Heiland nimt die Su der an. 4 teich zugethan: Mein Heilg Sader, erfuͤll nimt die Sünder an. gier auch uns 2. So komme denn, wer Si Kinder: Zeig der heist, und wen sein Suͤndg SeeleiSchmier V Greul betrübet, zu dem, der ines Liebes⸗Her nen von sich weist, der sich gebellanser Elend se zu ihm begiebet. Wie! wilst nicht stille steher dir im lichten stehn, und ohn sagen kan: G Noth verlohren gehn? WilstAnimt JEsus a der Suͤnden laͤnger dienen? 1 B. F. Kön. 15 dein Erloͤser nun erschienen: 959. Mel. w nein! verlaß die Sünden⸗Bahh as hincket Meln Heiland nimt die S W' len noch der an. der Seit? Fal 8. Konm aur muͤhselig und g das zn erwäht buͤckt, koim nur, so gut du weisst Himmels Ruf. kommen; wenn gleich die Li mit ofnen Aug dich miederdruͤckt, du wirst auh durch die schme jeche omm Siehl 2. Bedenckt, wie sein Hertz dir offen steht, un ser Kronen/ nie wie er dir entgegen geht, wie la und Lust der hat er mit vielem Flehenicbil Gott wil ewi⸗ stig nach dir umgesohen! so k Kampf den E denn armer Wurm heran, Mi selbst ist und di Heiland nimt die Suͤnder an. 0 voll Rah, voll 9. Sprich nicht, ich habs zu gu z. Drum gi gemacht, ich hab die Güͤter seinmn Leben, GOtt Gnaden so lang und schaͤndiih tes Hertz, wer umgebracht, er hat mich oft m recht ergeben, sonst gelsden: Wofern duis un Müh und Se jetzt redlich meinst, und deing zum verdientt Fall mit Ernst beweinst; so sil und dort dies ihm nichts die Haͤnde binden, I 4. Wer al du sollst noch Genade finden 9 Ringen auf hilft, wenn sonst nichts helfen kan; giebt, und de Dingen von. lleedt, der wir 16. Doch sprich auch nicht, H geschaͤtzt, un ist noch Zeit, ich muß erst diese x Elaht gesetzt geniessen, GOtt wird ja eben nichl z. Zerreisse gleich heut die ofnen Gnadel gen, die euck Pforten sehliessen: Nein, weil e Lauf verhinde ruft, so hoͤte du, und greif mit be men bringen, den Haͤnden zu wer seiner Seeleh von neuen au Heuit vertraumet, der hat diehng laßt die falsch den⸗Zeit versaͤumet; ihm wind es geht zum hernach nicht aufgethan, heuu 6. Auf! a kom, hent nimt dich JEsus an. schon enge, ur II. Ach!zeuch uns seldsten recht rauher Steit suͤsser Freund der Welt oft ins SGeuͤndes tan sich gehar 79⁴ ö Auhang. ein Heilg Sinder, erfül mit sehuender Ber sich sein gantzes Reich: Immanu⸗ 5 gler auch uns und alle Adams n, wer SiKinder: Zeig uns bey gepalt ein Sündg Seelen⸗Schmiertz dein ausge palt⸗ dem, der hunes Liebes⸗Hertz; und wenn wir sich gebenlunser Elend sehen, so laß uns ja zie! wilst N nicht stille stehen, bis daß ein jeder 4 Wi agen 35 GOit Lob! auch mich n? Wilst nimt us an. dienen? 115.. Ken. 18,21. Da trat Elia. schienen: 4959. Mel. Wer nur den lieben. nden⸗Bahl CI Las hincket ihr betrogne Seer it die Sh 2len noch immer hin auf bey⸗ der Seit? Fällts euch zu schwer, selig und g das zu erwählen, was euch des t du wallt Himmels Ruf anbeut? Ach! sehts ich die i mit ofnen Augen an, und brechet u twirst auh durch die schmale Bahn. nen. Siil 2. Bedenckt, es sind nicht Kay⸗ sen steht, un ser Kronen, nicht Reichthum, Ehr eht, wie la und Lust der Welt, womit euch hen sich bul GOtt wil ewig lohnen, wenn euer hen! so koh Kampf den Sieg erhaͤlt“ GOtt vran. Mi selbst ist und die Ewigkeit voll Lust, ünder an, voll Rah, voll Seligkeit. habs zu gul. 3. Drum gilt hier kein halbirtes Guͤter seinn Leben, GOtt kronet kein getheil⸗ d schaͤndih tes Hertz, wer JESu sich nicht nich oͤft un vecht ergeben, der macht sich selber ern dus un Müh und Schmertz, und träget umd delun sum verdienten Lohn, hier Quaal inst; so sil und dort die Hoͤll davon. binden, 4. Wer aber mit Gehet und de finden, Ringen auf ewig allen Abschied helfen kan giebt, und den Monarchen aller it die Suh Dingen von Hertzen und alleine ch uich lledt, der wird der Kronen werth ch nicht/ rst diese dal ja eben nichlt. Zerreisset die gelegten Schlin⸗ en Gnadel gen, die euch in diesem schönen dein/ weil Y Lauf verhindern, und zum Saͤu⸗ reif mit bay men bringen, und rafft euch heut einer Seeleh pon neuen auf. Auf! auf! ver— hat die Buch laßt die falsche Ruh; auf! auf! ihm wird es geht zum Himmel zu. tühl gesetzt. than, heu 6. Auf! auf! ist dieser Wea Esus an. schon enge, und voller Dorn und seldsten recht rauher Stein; bringt euch die Freund dir Welt oft ins Gedrange; stellt Sa⸗ Suͤndes tan sich geharnischt ein; erhebet Caahto und auf des Koͤnigs el ist auch bey kuch. ö 7. GoOtt fodert aichts, geliebte Seelen, als daß ihr euch nur zu ihm halt't, und obne heuchlerisch Verhelen vor ihm die schwachen Hande falt't. Er streit't vor euch, er macht euch Bahn; trotz dem, der euch besiegen kan. V. 8. Die Allmacht stehet euch zur Seiten: Die Weisheit haͤlt bey euch die Wach: Die Gottheit selbsten wil euch leiten, solgt nur mit treuen Schritten nach. Wie manche hat nicht diese Hand hin⸗ durch gefuͤhrt ins Vaterland. 9. Nur spart es nicht auf audre Zeiten, es ist schon jetzb viel ver⸗ saͤumt; ihr mehrt euch selbst die Schwürigkeiten, so ihr das uͤsse Heut vertraͤumt. Eilt, eiiet, denn die Gnaden⸗Zeit rennt Zuͤgellos zur Ewigkeit··· I0o. Laßt euch das Fleisch nicht traͤge machen, verfluchet seine Zaͤrtlichkeit, ihr gebt euch ja um eitle Sachen in tausend Můh und Faͤhrlichkeit. Wie, daß ihr um das hoͤchste Gut ss faul, verzagt und sorglos thut 11. Ach sehet nicht das arme Le⸗ ben, und den geringen Hausrath an: Wil Joseph euch doch Gosen geben, und mehr als Erd und Him⸗ mel kan. Wer ist um Thon und Sand betruͤbt, wenn man ihm Gold und Silber giebt? 12. Eilt, saßt einander bey den Haͤnden, seht, wie ist unser Ziel so nah, wie bald wird unser Kawpf sich enden da steht denn unser Koͤ⸗ nig LIEsus] da; er fuͤhrt uns ein zur stillen Ruh, und urcheilt uns das Kleinod zu.— 75 Ps. 146, y. Wohl dem, des Huͤlfe. 560. In eigener Melodey. dobe den. HErren, o meineSeele! ich wil ihn loben bis in Tod: Weil ich noch Stunden auf Erden laͤhle, wil ich lobsingen meinen ö 6³ * 3. Selig/ ja 9e88 der zu nen⸗ 92 GoOtt. Der Leib und Seel gege⸗ ben hat, werde gepriesen fruͤh und syat. Halleluja, Halleluja. . Juͤrsten sind Menschen vom Weib gebohren, und kehren un zu ihrem Staub; ihre Anschlaͤg sind auch verlohren, wenn nun bas Grab nimt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kan, ruffe man GOtt um Hülfe an. Halleluja, Halleluja. nen, des Huͤlfe der GOtt Jacob ist, welcher vom Glauben sich nichts laͤtt trennen, und hoft getrost auf IEsum Christ. Wer diesen HErrntzum Beystand hat, findet am besten Rath und That. Hal⸗ leluja, Halleluja. 3. glaͤub an einen GOtt, u Nichts die gantze Welt, die noch wunderbar erhaͤlt. Sund und Tod gebracht, undi zu Satans Bild gemacht. 900 an, dich dorgen, die sein, eh sie für muß es erst ge ein dummeb hierinn zuvorxe Eingen, Lobr. mehr, als sie 5. Der heilge Geist biet't jeh 3. Wenn ich was all fuͤr Ge Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz: Wittwen und Waͤyson haͤlt er Schutz. Hallelnja, Hallel. 7. Aber der Gottesvergessenen Critte kehrt er mit stareker Hand zurüͤck, daß sie nur machen verkehr⸗ te Schritte, und fallen selbst in ih⸗ ren Strick. Der HErr ist Koͤnig ewiglich: Zion, dein GOtt sorat stets fuͤr dich. Halleluja, Hallel. . Rühmet ihr Menschen den stum glaͤubt, fromm lebt, und Glauben an, und wuͤrckt ihn, habt hab ause; kein Widerstand, wird selbst In he Lebens⸗Zeit uhgelück, alle 4 Wer Gttes Geist stetzu blick, und soo l derstrebt, in Sünd und ohne Bi über meinem se lebt: Ist Satans Kind, du K. Alch! so GOtt nicht kennt, stirbt so, dij was für grosf⸗ es zur Hoͤllen rennt. Mienschen pfle 7. Wer Busse thut, an 1% auch fuͤr Bat from mit— fuͤr ans Ende bleibt, ist GOttes Kinhy vielfaltig mii GOtt selbst ist sein, Firbt selih Genaden, zw. geht zum Himmel ein. herathen. 5. HErr JEsll dir seh Dant. Drum( dafuͤrach schenck den wahten Rregt; dich Glauben mir: So werde ich voh streckt, mein Sunden rein, und hier und dont kuͤgen, wie et recht selig seyn. uunmd verleih, E W. aßoch ahn m 12 dãaß ich ihn di „ —————— De, Sweyrer Anhang. Inn An Eunger gewöhnlichen Lieder, welche oben aus Ver⸗ Gab. N sehen bey ihren gehöͤrigen Titeln uͤbergangen. risti heiwm. Morgen⸗Cide GOtt, Af., 413. HErr, Kruͤhe wolost.I.„. Git dab chmag recht erme⸗ +, Sohn 46 3. MN Fren dich sehr, o meine. gen, was erfordert meine Pflicht: schuf guh n iee“ Was derselben laͤusst eutgegen laß Belt, die FWes walt GSOtt, die Morgen⸗ mich ja beginnen nicht. Meine t. Viätherreibetweg die schar. Sinnen und Verstaud, niche var GOlhthe Nacht, und der Lag räckt an Herr, nach deiner Hand daßi eisheit, Andie State, der da alles munter recht Wein Amt Dawule/ weün Her Fall h macht. Orumn lo muntre ich mich Gewissen stets behalte. cht, und un auf, und meii Hertz gedencket„. Wuͤrd ich etwa heute sehen, nacht. braus, wie ich dir, wein Grtt Lob allerhand Gelegenheit, Sund und Ott in Ehs ühe und den Moegen⸗Seyen Laster zu begehen, so gib, daß ich ohn uns linge. ö ö solche meid! Reitzet mich mein und Mensch.. Loben doch. bald mit dem Fleisch und Blut, igt die Welt dalleru Morgen, dich die kleinen Voͤget mir Ehr und Gut, laß mich ja zu sein, eh sie für das Fukter sorgen,nichts verführen, das mir wuͤrbe traget uuh muß es erst gesungen seyn: Solit nicht gebühren. * 8 icht gebüh urch Crilh kin dummes Thierlein nun, dir]. Wann ich aber was vorneb⸗ n, Tod I hierinn zusor es thun: Nein den me, draus zusorderd heite Ehr, dir persöhn Singen, Lobon, Beten, dab ich und des Naͤchsten Rutzen kame, mehr, als sie vonnöthen. oder sonsten rühmlich wär, so de⸗ hiet t ienh. 3. Wenn jch ronues übersehen,fördre du das Werck, gib darzu den wrahm was all fär Gefährlichkeit, ich 46H Rath, That und Starck: Mue rckt ihn, I habt Hab auszustehen, meine gan⸗Arbeit muß gedepen, wann du .selbst Iu, hekebens Zeit: Ja was nochfürGnade wirs verleihen. Ungelück, alle Stund und Augen⸗⸗n Sh untuͤch eist stete u blick, und so lang ich werde leven,I 9.Bon mit selbst binig untuͤchi dohne Ba über weinem Haupte schweben tig, zu befoͤrdern aueine Hach, die Kind dd 4. Ach! so wuͤrde ich erkennen, Begierden sind nicht richtig, der rbt so, dis was für grosse Gutigkeit du denBeistaud ist viel zu 1 „Menschen pflegst zu gnnen, was Schwach ist Werrnangelhaft, w t/ t, an Chihh auch suͤr Barmhertzigkeit du an und der Leib oft mange haft, meis ebt, und I0 mir—— für und fuͤr, weil du sone Wege auch gefaͤhrlich die Vert Ottes Kint) vielfältig mtir Hülfe sendest in richtung ost beschwerlich. stirbt selig Iunhem wenn ich in Gefahr Indasew.ieh dir pueh bünger M. erathen.** el aules beimge⸗ seh Dang f. Drum so sey all mein Ver⸗ stellt führe mich aufrechter Straß den wahren Rregt; dich zu loben, dran ge⸗ sen, mach es, wie es dir gefallt. erbe ich zan streckt, mein Gebet laß vor dir Segne den geringen Fleiß, lehre er und donl kügen, wie ein Opfer angesteckt mich, was ich nicht wesß, eige „uud verleih, daß dieser Tag, mit min⸗ was ich nicht sehe/ leite mich/ uuoch glücklich werden mag. Ach!wo ich hingehe...„ dãahich ihn doch mit Liebe, undin nn Wird ein Fall mich Abert daaeler Zurcht vririebe. 123,5— so hilf mir ie Hebe, trag und warte mich, soll 191 len, und vor meiner Feinde Hauf. Ist Sefahr heut vor der Thür, sieht mir etwa Ungluck fuͤr, laß mich deine Huͤlf empfinden, ritter⸗ lich zu uͤberwinden. 12. Willt du mir ein Creutz zu⸗ schicken, mach, daß ich es kan aus⸗ stehn: Will es mir nicht allzeit gluͤcken, und nach meinem Willen gehn„ so isis meiner Sunden Schuld, doch gib Hoffnung und Geduld, all mein Ungluͤrk kanst du wenden, und mir wieder Gluͤck zu⸗ seuden I3. Wird mir etwas aufgedich⸗ tet, oder sonst geredet nach, HErr, du hist, der alles richtetydir befehl ich meine Sach, laß mich meiden nur die That, so wird wol der Lu⸗ gen Rath. Und ein gut Gewissen machet, daß man der Verleum⸗ dung lachet. 14. Willt du mich denn etwa heute wersen auf das Krancken⸗ Bett/ so gib, daß ich mich bey Zei⸗ 5 schick zu meiner Ruhe⸗Stat. ich fort, so bitt ich dich, mich füͤr schnellem Tod bewahre, gib, daß ich in Friede fahre. IV. Hierauf will ich nach Ver⸗ 90, meine Arbeit fangen an, u, GOtt Vater, wirst es fuͤgen, daß eß wol gerathen kan: JES Christe, segue du, heilger Geist sprich Ja dazu, HErk, in deinem grossen Namen sey mein End und Aufang, Amen. ö Pf. 3, C. Ich lioge und schlafe und. 63. In bekandter Melodey. —Viter, Sohn, und heilger Geist, der mich erschaffen hat, mir Leib und Seel gegeben, in Mut⸗ Eer Leib das Leben, gesund ohn al⸗ en Schad. 2. 11 2. O treuer GOtt, der du dein'n Sohn ins Himmels Ihron fuͤr uns gegebu in Tod/ der fuͤr uns ist ge⸗ zweyter Anhang. ö schuͤz mich vor des Satans Pfei⸗ ben, mit seinem theuren I 3. Dafür ich dir, aus Hertze Gꝛund, mit Zung und Mund singe mit Begier, und danche mit Schalle, fuͤr deine Wohllsn alle, fruͤh und spat fur und fuͤr. 4. Auch sonderlich sag ich h. Danck mit diesem G'sang, daßdl so gnaͤdiglich, aus lauter G und Güte, mich diese Nacht den tet, durch dein Eng'l sicherlich. . Und bitte dich, du wollstß fort, ach GOtt, mein Hort, senm genaͤdiglich, mich diesen Tag h. huten vors Teufels Macht un Wuͤten, und List tausendfaͤltig, 6. Durch deine Gnad bewah mir, HErr, Leib, Seel und Ehh vergib die Missethat. Vor Gesahn Sünd und Schande, zu Wasti und zu Lande, behůt mich sruͤh u pat. 70 7. All Tritt und Schritt, i GOttes Nam'n, was ich fangay theil mir dein Huͤlse mit, un komm mir fruͤh eutgegen mit G cke, Heil und Segen, mein Bi versag mir nicht 3. All mein Arbeit, in Gollh Nam a, was ich fang an, gereih zur Nutzbarkeit, mein Leib, mas Seel, mein Leben, welchs du un hast gegeben/Iob dich in Ewigtel Ps. 100. Jauchzet dem HEtll. 964. Mel. Aus meines Zertzen Vir, HErr, will ich lobsingn mitHertzen, Zunn und Mulh, dieser Morgen⸗Stund, HEer, re meine Stimm, und thu mig nicht verschmaͤhen, wenn ich mil as walt mein GOtt, GOtt vor dir stehen, ach HErr, meil Wort vernimm. . Jchꝛ bin nicht werth der Gu ten, die du an mir beweist, sonden lich mit Behuͤten so grosse Tueh. geleist; du hast mich diese Nacht mit deinem Schutz umgeben, be huͤtt mein Leib und Leben, durch storben, das Himmelreich erwor⸗ deine grosse Macht. 43% 3. Es ist der Mensch aufereig Reich und ein Danck⸗Opfer bringen ——— gleich wie in erüͤbsal und ben allezeit; nicht waͤr, se heu, nicht lan so grosser Be 4. Nun ab wir fuͤr ein Guͤt uns sch zurecht, die die hilft in wann man hilset sie all F5. Sieh an und sieh mir meine Sůnd verleih, daß mich allezeit seinn Trost! ohn Unterla . Trosts then, daß ie und wann doch werde. dern dieser e moͤge rühm dienen in die 7. A He ben des E Geduld, H. recht'r Best an mein Er moͤg kaͤmpf sches daͤmpf Lauf vollen 8. Gib m. ue Schutz E ich habe, 5 laß auch zu maͤchtig, Un ich wills le wie es geh heimgesteilt Leib, mein Gott, erge gefaͤllt. N au Hu d Mimdig nd dancke ne Wohlthg und fuͤr. „ sag ichss sang, daßdy lauter Gush Nacht dehl sicherlich. du wollst hi Hort, serng esen Tag hi Macht us endfaͤltig, ꝛnad bewah elund Ehy Vor Gesahh „zu Wass lich sruͤh 10 Schritt, i ich fanga e mit, ush gen mit G mein Bll in GoOthn an, gereih Leib, mosh elchs du mi in Ewigkei em HErn Hertzen lobsingn und Mulh, bringen ih HEer, d thit mich nn ich mil oErr, meil rth der Gu eist, sonden rosse Tung diese Nacht ngeben, bo eben, durch auf Erdeh Rii zweyter 21 Anhang. 650v eich wie in einem Streit, mit Truͤbsal und Beschwerden umge⸗ ben allezeit; wo dann dein Hülf nicht waͤr, so müst er bald verge⸗ hen, nicht lang wuͤrd er bestehen in so 010 Beschwer. 1 4. Run aber du gedenckest, was wir für ein Gemaͤcht, darauf dein Guͤt uns schenckest, die hilfet uns zurecht, die hilfet allem Fleisch, die hilft in allen Noͤthen, auch „wann man mich wollt toͤdten, hilfet sie allermeist. 5. Sieh an, HErr, mein Elende, und steh mir ferner bey, vergib mir meine Sünde, dein'n guten Geist verleih, daß er auf rechter Straß mich allezeit thu fuhren, sein u Trost moͤg spuͤhren, ohn Unterlaß. 6. Trosts hab ich hoch vonnoͤ⸗ then, daß ich stets hoff auf GSOtt, und wann er mich sollt toͤdten, itzt und doch werde nicht zu Spott, son⸗ dern dieser Trübsal mich christlich moͤge rühmen, willig den HErren dienen in diesem Jammerthal. 7. Ach HErr, thu nur auch ge⸗ ben des Glauveus Freudigkeit, Geduld, Hoffuung darneben, in recht'r Bestandigkeit, daß ich bis an mein Eud ein'n guten Kampf moͤg kaͤnipfen, die Lust des Flei⸗ sches daͤmpfen, und wohl mein'n Lauf vollend.* z. Gib mir an diesem Tage dei⸗ ne Schutz⸗Eugelein, daß alles was ich habe/ laß auch zu rechter Zeit den Tag des Heiis anbrechen, die Maͤngel und Gebrechen verkehr in Freu⸗ digkeit. 5. 9. Starck bist du, HErt, und maͤchtig, und kanst helfen gar wol, ich wills lassen bedaͤchtig gehn, wie es gehen soll. Dir sey es heimgesteilt, mein Seel, mein Leib, mein Leben, sey dir, mein g Goit, ergeben, machs, wie es dir gefaͤllt. *0 Josua Wegelin. und ich moͤge bewahret seyn Pfalm Las8. gantzz. 965. In bekandter MRelodey. De Tag vertreibt die fünstre Nacht, ihr lieben Christen seyd munt'r und wacht, preiset Gott den HErren. 3. Die Engel singen immerdar, und loben GOTT mit grosser Schaar, der alles regieret. 3. Die Haͤhn und Voͤgel man⸗ cherley, die loben Gott niit ihr m Geschrey, der sie speist und kleidet. 4. Der Himmel Erd und auch das Meer, oͤem HErren geben Lob undEhr, thun sein'n Wohlgefallen. . Alles, was je geschaffen ward, ein jeglich Ding nach seiner Art. preiset seinen Schoͤpfer 5 6. Ey Mensch, du oͤdele Natur, o du vernünftig Creatur, sey nicht so verdrossen.* 7. Gedenck, daß dich der HErt dein GOtt, zu seinem Bild erschast fen hat, daß du ihn erkennest. 8. Und liebest ihn aus Hertzen⸗ Grund, bekennest auch mit deinem Mund, sein alio geniessest. 2 9. Weil du nun seinen Geist ge⸗ kost, und seiner Gnad genossen hast, so danck ihm von Hertzen. 10. Sey munter, eißig, bet und wach, sieh, daß dii stets in dei⸗ ner Sach treu erfunden werdesk. 1. Du weißt nicht, wann der HErte koͤmmt, denn er dir keine Zeit bestimmt, sondern stets heißt wachen. ö ů 12. So uͤb dich nun in seinem Bund, lob ihn mit Hertzen, That und Mund, danck ihm seinet Wohlthaten. 21... 13. Sprich: o Vater in Ewigé keit, ich danck dir aller Guͤtigkeit, mir bisher erzeiget.— 14. DurchSEsumChristum, dei⸗ nen Sohn, welchem samt dir im hoͤchsten Thron all Engel lobsin⸗ en. 15. Hilf HErr, daß ich dich glei cher Weis'/ von nun an allzeit lob — P v 2 und preis, in Ewigkeit, Amen. 95 396 zweyter * — Anhang. Ps. 143/ 10. Lehre mich thun nach. 266. M. Ermuntre dich, mein. Ermuntr⸗ dich nun abermal, du mein betruͤbtes Hertze, weil du geruht von deiner Quaal, und deiner Sorgen Schmertze. Steh in Betruͤbniß froͤlich auf, und rich⸗ te deinen müden Lauff, nach GOt⸗ tes seinem Willen, den laß dein Hertz erfuͤllen. 2. GOtt Vater, Sohn, heili⸗= gem Geist, sey Lob, Preis, Kraft und Ehre, zu uns deꝛ elb itzt aller⸗ meist sein Gnaden⸗Antlitz kehre. Er nehm hinweg aus unserm Muüth das alles, was uns Quaal gauthut, er mindre Creutz und Sorgen, und segn' uns diesen Morgen.* 3. Ich preise dich, du starcker Held, dii allersüßte Liebe, HErr Christ, in dieser boͤsen Welt, da ich mich ost betruͤbe: O aber staͤr⸗O HE Ee mich mit Krast, durch deines Blutes rothen Saft, das laß nuch ewig dencken in Truͤbsal und in Krancken. Vor allen Dingen aber lehr mich thun nach deinem Willen, laß mich, nach dir gegebner Ehr, mein Amebarauferfullen, daß ich ohn Suͤnde dlesen Tag in Emsig⸗ Will'n und Stärcke zu meinem Thun und Werke. Treib ferne weg die Krieges; Noth von unserm Ort und Graͤn e. Schuͤtz uns vor bůͤsem sehnel⸗ len Tod, und Seuch und Pestilen⸗ ze. Richt unsrer Feinde Muth dahin, daß sie uns nicht in ihrem Sinn, noch mit Gewalt versehren; wol aber sich bekehren. 6,Lenck aller Obrigkeiten Hertz, in diesem argen Leben, auf daß sie trachten Himmelwaris, seyn dei⸗ nem Will'n ergeben, und uns nicht rucken gar zu sehr, daß unser ehr sie ja 7. VCaß aber sie den Muͤßi⸗ H an allem Ort vertilgen, daß I beit wieder geh im Schwang/ In Faulen als dey Wik'gen, auf 9 mit Sünden Niemand eß d Brodt, und etwan dein vergi Laß alle deinem Willen mit w gem Fleiß erfuͤllen. zugleich 1 — 2. 8. O Vater, laß bey uns seyn heilig deinen Namen 1.0 omm auch her zu uns dein Reich dein Will sey unser Amen! O taͤglich Brodt! vergib die Suͤnh. allzeit dein Geist hler überwind, in Anfechtung vom Boͤsen, d wollest uns erloͤsen; 9. In deinem Namen geh ich nun, nach deinem heilgen Wille zu greiffen an mein Werck un Thun, das laß mich recht erfüllen sprich deinen reichen Segen dreit und laß mich stels dein eigen seyn den laß HErr, in deinen Han mich mein Leben enden! Ps. 71, 12. Schaffe in mir GOth. 96. M. Nun dancker alle Gont, rschein du Morgenstern, leucht hell in mir, v Sonne! miein it vollbringen mag, gib Gegen,⸗ Heiland, wahres Licht, bawi in mir wohne. Erwarme du mie gantz mit deiner Liebe Schein, und bringe lauter Licht ins neue Heul hinein. + 408 4. Schaff du mirs neu und reih mit dem gewissen Geisie, daß ich dir reinen Dienst in deiner Liebe leiste: Mach deines Lichts mich voll, ver lar den Vater ganz, daß seine Liebes Brunst mich nähr in reinem Glantz. 191 3. So laß miich allezeit in dir be. staͤndig wandeln, und nicht in Fin sterniß noch Heucheley was han⸗ deln. Faß mich mit deiner Hand, dein Auge leite mich, daß ich dir ö solge schlecht, und seh allein auf dich . Laß mich kein ander Bild in meine Seel einlassen, als dich, ihtoufungl den U0 nicht auf uns laden, zu ihrer See⸗ len Schaden. 8 4 mein Elen und Theil, zum Licht eben fassen. Sey du g ö eini und ——— einig Wort,“ und ziehe mi ich immer sel 25/%814. 30 In eis Ich daucke nem 4* Christum, de daß du mich hewahret, ve maucherley dich, wollst hehuͤten auch und Plage. z. Denn Hand befehl darzu mein a liger Engel; und bleib he ten, auf daß nd geschwir 0 mir zu uͤ 3. Den lie perleihe, und lich benedey Stadt und Wort in Ri ger schallen kem Wort! nem Wort v + Ich b dich Vater dein reines le meine B wandten, x sremden La wolt du f alles Gute⸗ ö 5. All', kranck und then nach die wollest sen, aus lar erloͤsen, al HErr, bek iiegesur 369. Mel Lehre de Dehren,l en Name zweyter Anhang. 197 4.— en, daf v einig Wort, eroͤffne mein Gehoͤr, Danck zu seinem Altar bringen. en, daß N. und ziehe mich dir nach, so lauff Lobet den HErren. chwang, ich immer sehr. 2. Der unser Leben, das er uns gen, auf Iu Pf. Ls, 14. HErr, erzeuge uns. gegeben, in dieser Nacht so vaͤter⸗ and eß d 368. In eigener Melodey. lich bedecket, und aus dem Schlaf dein verg. Eich daucke dir, o GOtt, in deie uns froͤlich auferwecket. Lobet len mit ul„Hnem Throne, durch Tesüm Nen enen ö Cphristum, deinen lieben Sohne, 2. Daß unsre Sinnen wir noch uns zugleih daß du mich hast in dieser Nacht brauchen koͤnnen, und Haͤnd und Namen! Ei hewahret, vor Schaden und vor Fusse, Zung und Lippen regen, das dein Reich! mancherley Gefahren und bitte haben wir zu dancken seinem Se⸗ Amen! Ghl dich, wollst mich au esem Tage gen. kobet den HErren. odie Sunhl hehüten auch vor Suͤnden/ Schand 4. Daß Feuers Flammen uns überwind und Plage. Inicht allzusammen mit unsern Boͤsen, 2. Benn ich dir HErr, in deine Haͤusern uUnversehens gesressen, Haͤnd befehle mein Leib und Gut, das macht, daß wir in seinem nen geh ich parzu mein arme Seele: dein heii Schooß gesessen. Lobet den ꝛc. gen Willeh siger Engel zu allen Zeiten, der sey. F. Daß Dieb und Raͤuber unser Werck H und bleib bey mir auf allen Seit] Gut und Leiber nicht angetast t, cht erfüllen ten, auf daß der boͤß Feind, Io arg und grausamlich verletzet, dawi⸗ degen drein und geschwinde,gantz keine Macht der hat sein Engel sich gesetzet. eigen sehn. an mir zu uͤhen inde. Lobet den HErren. Haͤnden ig 3. Den lieben zrieden ferner uns 6. O treuer Huͤter, Brunnquell 11. berleihe, und unsre Nahrung reich, aller Gäter, ach laß doch serner mir GOth lich benedeve; die Pest von unsrer über unser Leben bey Tag und alle Gont. Stadt und Land laß wallen, dein Nacht dein Huld und Gute schwe⸗ iern, leucht Wort in Ruh und Fried noch laͤn⸗ben. Lobet den HErren. nne! mein ger schallen: Theurung vertreib, 7. Gih daß wir heute. HERR „beständi) mit Segen uns erfülle, nach dei durch dein Geleite, auf unsern We⸗ ne du mich hem Wort und vaͤterlichen Willen. gen ungehindert gehen, und uͤber: chein, uu) 4. Ich bitt für die, Gott, so all in deiner Enade stehen. Lobet neue Heih dich Vater nennen, insonderheit den HErren. dein reines Wert bekennen, fuͤr al⸗. Dreib unsern Willen dein u und reih le meine Bluts⸗Freund und Ver⸗ Wort zu erfullen, lehr uns verrich⸗ ie, daß ich wandten, sie seyen hier oder in ten heilige Geschaͤste, und wo wir iner Lieb kremden Landen, vor allem Unfall schwach sind, da gib du uns Kraͤste. ichts mich wollst du sie bewahren, laß ihuen Lobet den HErren. ö gantz, daß Alles Gutes wiederfahren. 9. Richt unste Hertzen, daß wir Hh naͤhr in 5. All', welche sind betrübt, ja nicht schertzen mit deinen Stra⸗ kranck und gefangen, in ihren No⸗ sen, sondern sromm zu werden, vor t in dit b. then nach dir, HErr, verlangen, deiner Zuknust, uns bemuͤhn auf cht in Fin die wollest du von allem ihren Bo⸗ Erden. Lohet den Erren.. was han⸗ sen, aus lauter Guaden endlich gar 10. HErt du wirst ko imen, und ner Hand, erlosen, all arme. Sunder zu dir, all deine Frommen, die sich bekeh⸗ aß ich dir HErr, bekehre, ein seligs End uns ren, gnaͤdig dahin bringen, da alle allein auf insgesamt beschere.„Engel ewig, ewig singen: Lobet . Psalm 98. gantz. Iden HErren. P. Gerhard. rr Bild in 359. Mel. Sertzliebster IEsu. Ps. 36, 8. Wie theuer ist deine ꝛc. als dich/ Lehrr den HErren, alle, die ihn 975. M. Scit des Zimmels und. um Licht ehren, laßt uns mit Freuden sei⸗ Wer willt du, mein Her tz ani du mein nen Namen singen, und Preis und. 9 einig fangen? o vergiß nicht dei⸗ 71535 ner . In bekandrer Melodey. . Sutechend in der Wahrheit: 598 zweyter Anhang. ner Pflicht, laß das eitele Verlan⸗ gen, und vergiß des Lobes nicht, das du Gotte schuldig bist, der dein Leben dir gefrist. 2. Deiner Ruh hast du gepflo⸗ gen, durch die finstre lange Nacht, ais der Feind herum gezogen, und geiuchet, dich mit Macht zu ver— tilgen; aber sieh, GOtt hat dich beschuͤtzet hie. 3. Ey so muß ich billig preisen, dich, o JEsu, der du mir wollen solche Güͤt erweisen, o erzeige für und fuͤr mir dein ewge Lieb und Treu, laß sie stets uns werden neu. 4. Ich will heut mich dir erge⸗ ben, tritt du mir an mieine Seit, laß gnich dir alleine leben, auch ab⸗ wende grosses Leid; gibst du Creutz, so gib Geduld, und vergiß 4 all meine Schuld. .Rette mich aus allen Noͤthen, HErr IEsu, laß mich nicht, waͤnn der Feind mich will ertoͤd⸗ ten, und so etwas mir gebricht, ste⸗ he deiner Gnaden Treu, mir auf allen Seiten bey. 6. Laß mich alles thun im Lie⸗ ben, und nicht sorgen allzusehr, noch im Mangel mich betruͤben, o gib Segen mehr und mehr, daß mein Arbeit wol gedey, und du mich erfindest treu. 2. Weil du grosses rolich rraut hast, wenn man dir hertzlich traut, dienet und dazu in allen Sachen und für. ö 199. . VErr nach deinem Rath ui Wilen leite du mich diesen Ta, daß mein Amt ich recht erfuͤllen und mich dir beguemen mag, auc erhalte meinen Freund und bekeh re meinen Feind.* 194 9. Mich und all mein Anver wandten schuͤtz, auch was mich an gehoͤrt, Hnusgenossen und Bu kandten, den, der deinen Namen ehrt, den erhalte deine Treu, und in aller Noth erfreu. 10. Segne, was ich heut anfan⸗ ge, segne, wann mir flucht mein Feind, troͤste, wann er mir macht bange, wann gefahrlich alles scheint, und man Krieg besorgen muß, halte Friede bey uns Fuß. II. Wasser, Feuer, Pest und Seuchen und was sonsten meht vor Noth sich bey uns hier ein kan schleichen, boͤser und geschwinder Tod, dis heiß, weil du hilfest gern, alles von uns weichen fern. 12. Will der Satan uns verkla⸗ gen, und bey dir drauf halten an, daß er moͤge Leid und Plagen uns so anthun, wie er kan: o so zeig ö ihm deine Pein, raͤume keins Macht ihm ein. 13. Mich erhalte deine Liebe, meiner Liebe gih die That, troͤse wenn ich mich betrüͤbe gib au dieser Bitte statt! wann da koͤmmt auf dich eintzig schaut; so verleih, mein letztes Nu, nimm du mich in ewge Ruh. ö ö ανννν usch Ps. 136, I. Dancket dem HErrn. Jen Vater dort oben, wollen wir nun loben, der uns als ein milder GOtt gnaͤdiglich ge⸗ syeiset hat; und Christum seinen set.* 3. Nimm an dis Danek⸗Opfer, o Vater und Schoͤpfer! so wit deinem Namen thun in Christo dein m liebsten Sohn! laß 01 ö wohl Sohn, durch welehen der Segen kommt, von dem allerhoͤchsten Throu.. Lieder. Dir sey Preis und Klarheit, ö Dancksagung und Herrlichkeit, mein GOtt von Ewigkeit, der du dich erweisest, und uns heut mit deiner Gnad leiblich hast gespeit JeSu, mir, dir zu trauen ssh wohlgefallen, Verdienst zahl 4. Denn ni daß dir nig und Gütigke Schwachheit: Erden, 100 dir vergolten Mi ERR V. Danck/ samit und vergib, uns zu thun O mach un. hie in deiner⸗ en. leden. gpfal 92. M. W obet den I 00 Gnad von ih 11 en Enden, n 25 Er hat Welt laß'n die Tauf in men, er laͤf Sohn entbi Suͤnden. . Durck 5 wehi i Ps. 143/ 2. 775 Mel. Vott! chen, diesen Mo dir ich mic mein Ger Richter! Schulden, mir woller 2. Son duthast m Schranck ö — trauen fsß u Rath und diesen Tah, ht erfuͤllen mag,/ auc und bekeh⸗ ein Ahhen as mich an und Be en Namen Treu, und detut anfan, ucht mein mir macht lich 8 besorgen us Fuf. Pest und sten meht jer ein kan schwinder ilfest gern, Eru. Us verkla⸗ halten an, lagen uns o so zeig me keine ine Liebe, Klarheit, ichkeit, 8 ö it, der du heut mit ast gespeit ick⸗Opfer, Ei so wit n Chriso laß dirs wohl⸗ ö daß dir miog verg und Gütigkeit, Schwachheit; ey, wie mag au zweyter Anhang. 99 —*——4——————— 35 ö‚ wohlgefallen, und ihn mit seinem weist, erhaͤlt und herrlich zier et, Verdienst zahlen für nus allen. 4. Denn nichts ist zu me elten alle Guad erzeigt unsrer Erden, weil alles dein Eigen ist, dir vergolten werden? 5. HERR, nimm an unsern Danck/ samt diesem Lob⸗Gesang, und vergib, was noch gebricht, Uns zu thun nach unsrer Pflicht. mach uns dir eben, daß wir hie in deiner Guad und dort ewig leben. Psalm 2 7 3. gantz. 52. M. Wend ab deinen Zorn. Eobet den HErrn, und danckt Vehm seiner Gaben, die wir aus Gnad von ihm empfangen haben, itzt an den Tisch „und sonst an Al⸗ len Enden, wo wir uns wenden. Er hat uns an das Licht der Welt laß'n kommen, und durch die Tauf in sein Reich aufgenon⸗ helf selig sterben. laͤßt uns auch in seinem 8 So sind wir recht an Leib und von Schuld und und Seel genesen, und veich genug men, er Sohn entbinden, Suͤnder i.„. 3. Durch seinen Geist er uns auch den besten Schatz gefunden, so wohl regieret/ straft, unter⸗ und uͤberwunden⸗ lden, les Grauen, ihm konnen trauen. ner Eugel Schaaren, ung Taa fund Nacht fuͤr Leibs,Gefahr be⸗ auf daß wir vest im Creutz, ohn al⸗ 4. Er thut auch wol/ durch sei⸗ wahren, damit der Feind an uns sein n boͤsen Willen nicht můg erfuͤllen. ö 5. Zudem er auch all seiue Kin⸗ der näͤhret, und ihnen Huͤlf in aller Noth bescheret, und laßt gewiß all ihreFeind auf Erden, zu Schau⸗ den werden. 7 6. Derhalben seyd getrost in Gott, ihr Frommen, denn ihr sollt Schutz und Brodt genug be⸗ kommen, und uͤber dis, nach die⸗ sem armen Leben/ bey Christo schweben. n 7. Deß dancket ihm von gan⸗ tzem Hertzens⸗Grunde, und bittet ihn dabey zu aller Stunde, daß er uns nur als seinen lieben Erben, in dieser Welt gewesen, und haben Ps. 143, 2. Gehe nicht ins Gericht. ö 73. Mel. Werde munrer mein. endet sich die Wo⸗ tausend Dienste, GOtt verspro⸗ cen, und es ist ihr letzter Tag chen, ach Lynicht siner ist gethan. nangebrochen, vor Mit mir boͤsen Knecht geh Licht⸗ Vott! heut diesen Morge dir ich mich selbst verklag: In mntt HErr des Himmels, ins Gericht. nmich, hoͤchster Ob ich bin von dir gewichen, hat r. dich, neue uns doch dein Sohn verglichen. Schulden, samt den alten, mit 4 Hebichmicheeeonseleirlaß a mein Gewisse Richter! stellt vo Abend. mir wollen Rechnung halten. 2. Sonne, die ie guhast meiner 1 angesehen, die ich schwe lich zaͤhlen will. Und was saget de holen wird. Leg in deinem der gesehen mehr Schooß mich niedet/ weun er die u½ Aug in die Gedan⸗ mich bringet wieder. ie ich seh ahgehen, mich darum nicht gefangen, eine Suͤnden viel diese Beut der Woͤlfe seyn, JEsus, .Lieder un In dem Ansang dieser Wo⸗ chel hab ich dir, als Lehen Mannz gen, wie ein bloͤdes Schaͤselein, r.unser Seelenz Hirt, mich zux,Heck⸗ Es 5. Ich trat.in der Siyder Or: Iden, ich bin diese Woche dir kLau. eo Jweyter Anhang. send Schulden schuldig worden, Scheid⸗Brief senden uicht/ duh gellt ꝛ Er heiß wann du rechnen willt mit mir:sie mit Blut erworhen, achtei gen, er heisset Soil ich dein Register sehn, haß sie nicht sehn verdorben. HErr der& nur JEsum bey mir stehn; seine II. chreibe mich zu deinen i Meusch und thenre Blutgoldgulden Zahlen beh/ dlesen Tag mit deinem Bu 3. Willkom meine rothe Schuld n. 2. legten von den siebensi willsmmen 6. Du Allgeber, demne Gabe, die die sechse machen gut, mein d Halls ilt zros du hast gelegt in mich, die mir an⸗ wissen heut befrjed, ich mag 0 Raum ist vit! pertraute Haabe hraucht ich lei, Schulden nicht in die neue Wocht ren zu dewirti der! wider dich. Ach! ich hielte Eingen. JEsu! ach erhor iuun uen Zug an d Ubel haus, stoß mich darum nicht Singen. ö Huaten, so ist! binaus, wollst in Gnaden nicht le. Ich will meiner Feh 4. Lad ab nach Rechte rechnen ab mit dei⸗Schmertzen, dir zutragen in dah die schwert e nem Knechte. Bertze Laß mich mist getrösen vlegst mit u „7. Richter, laß dich Vater nen⸗Hertzen, JEsu, wieder gehn hal sieder Gast: nen Wollst mir heissen, der du bist, aus. Wenn dein Dieljer ledih zu heben, jedt du wirst ja dein Kind noch kennen, Ahlt Seelen, die dir Sunde gualt daß auch vic e, wol ungehorsam ist; Ein Laß auch mich sehn losgesproches dieser Bürde Sohn macht uns alle gut, der nach von del Sünden* Wochen. Denn m deitem Willen chut. GOtt sey 13. Nach sechs Heiner Schöhl gey uns solit Maͤdig, Jesu Britdern, trenn das pfungs⸗Tagen hasi du diesen Tog deiner Weit Haupt nicht von den Gliedern. gerußt. 900 muß auch nach Ruh sern: Zwar . Deine Pflantze du mich nen⸗ sragen, weil die Sünd mich bang ibt nicht nest, aber wo ist ineine Frucht? thut. Und ich zog mich mud geni mehr sie un mein uch drum vicht du kennest,diese Woch am Lebeng, Pflug, Ial Hhien sie. laß mich drum nicht seyn ver⸗ mich heut in meinen Sachen fr 6. HErr, flucht. ZEsus mach mich wieder lich Zeyerabend machen. im Glauben gruͤn, dessen Zweig ich worden bin. 14· Dortmals rieffest du auf Ei ner treulich ilf mir GOtt, ich will als Reben, den: Ihr Belabnen kommt zu deiner Hult eis an diesem Weinstock kleben.¶ mir! Kommt! ihr sollt entbürde. versprochen „ JIElu, Artzt geaͤngster Gei⸗ werden, JEsu, ach! ich komm t wird gleich ster: hier ist eine krancke Seel. dir: Moses Taseln drͤcken mich, Huͤtte diese Hilsmir, JEsu, guter Meister, dir nimm du sie vo mir auf dich, wif. Itzt ich meine Noth befehl. Und menn dis harte Joch zu Stücken, mein durchs Wor du mich recht besiehst, mein Hertz Seel laß Ruh erqulcken.„ wirst durch kobt in Suͤndenist. Ach! so weck 16. In dem Heilbad deinet deinem Zue mich auf, o Leben! wollest mir Wunden laß mich heut gewaschen wirst du mich wiedergeben. sehn, daß ich morgen werd erfum Pracht un 10. Meine Seel zum Buhler⸗ ben dir zu dienen schön und rein, deine Fror Hausen, deine ungetreue Braut, laß den Besen wahrer Buß kehren Eigenthun hat, o JEsu, sich chn, 80ll aus den Mist und Ruß: Daß du Roͤm. 2, 3. Rach freinden umgeschaut. Wollst mich moͤgst morgen ehren in mein M. ihr darum, o mein Licht, einen Hertze einzukehren. v. Bircken. ¶ Kwig 95 —— wund Addents Lieder, von der Zukunft Christi ins Fleisch Hurten m P. 24,7.Machet die Thore weit.zijeren, hurch die der KErr sol diß auf di⸗ ZM. Hefiehl du deme Wege. ziehn, baut prachtig hren/ Thu CFleisch ger ö Erweitert eure Pforten, erhoͤht kem, Helecrt vit Wuinterdh. reundli — des Hertzens Ehhr, und sucht 2. Wer ist, so fragt ein jeder, wet wigkeit, ö aus Auen Orten, hier Graß, dort ist der grosse Held auf den itzt hin angenemt VBhlumen vor, die Strossen mit zu lund wieder der Eingang +* wordeu b selti und gegrt zweyter Anhang.(6⁰¹ ufce I——— 30„ IV uickt,dush dellte Er heißt ihr sonts bald höef, 2. Sey gegrusset! dir geböret hen, achi i en, er heisset Zebgoth, er ist der heut ein Xob⸗Gesang mit Recht: hen. Perr der Ehren, und beydes Weil du ja so hoch geehret unser ö Ott.„euschliches Geschlecht daß du Heinem Bal z. Williommen grosser Koͤnig! solches anvermählet haft der goͤtt⸗ en sieben s willismmen J Es uleinl mein lichen Natur, unsre, die so niedrig It, mein H Haus in zwar zu wenig, meinnur, unsre Menschheit auserwaͤh⸗ ich mag Raum ist vick zu klein, dich HEr⸗ let, und gesetzt auf GOttes Thron, en zu dewirthen, doch weil du der⸗ in der mittlenden Person. uen Zug ar d rimmst zu schlechten 3. Die in Adam gan verder —— Hieten, so ist hier Raum genug. 4*— und geschwaͤrtzt durch Sünde iner 860 4. Lad ab vor meiner Treppen war, so von ihm uns angeerbet. gen in, dah die schwere Eranges⸗Last, die du wird jezt wieder weiß und klar, Ilt getrotenn vflegst mit uun schleppen, gad ab, du klar und rein in dir: von wegen er gehn heh Ueder Saf: Ist ste gleich schwer Adams war sie gantz verflucht: du einer Schöl ger uns solit kehren ein so müssen u, du bist der Mittler wor⸗ diesen Log deiner Weise wir auch gewohnet den, iwischen GOtt und Men⸗ ngch Ruht Zwar Fuͤrsten zu begsten, schen: Du hast den armen Men⸗ mich bangl aidt nicht geringe Müh, doch schen Orden wiederum in Fried 2g We sie uns belasten, je keicher und Ruh, als du wurdest Mensch, Mug, lali. gahlen sie. ö Sachen fl l06 HErr, wer allhier dich heget en. um Glauben und Geduld, wer dei. If bich, wi]. Itzt pflegst du einzukehren Haßt auch wer sein Fleisch und Z— mein Rr enn Und en Hihren an Blut? In sein Sohn nicht mir 47 lest durch Creutzes Zuͤhren an leidt mit bad deiner r eidennt: Dann aber Haut r Hat er mich nicht ihm ver⸗ gewaschen wirst du kommen mit grosser taut: Trotz, der sagt: Ich sex verd erfum Pracht und Ruhm, und fuͤhren verlohren. Stoß mir um dis u und rein, deine Frommen ins himmlisch Felseu⸗Wort, daß GOtt selber ist Zuß kehren Eigenthum. Franck. 5: Daßbu Röm. 2, 3. Das thaͤt GOtt und. zen in mein 37f. M. Sellt ich meinemSOrt. Lehen, leuchtet mir doch selbst das . Bircken.(Ewig sey dir Lob gesungen, odu Licht, wird das Heil doch selbsge⸗ wunderbarer Held! mit dem geben, mir jum Heil: Ach! was Fleisch. Hertzen und der Zungen, daß du gebricht weiter uns! die Quell HErr sol bißt auf diese Weit, mir zu gut ins x hreu⸗Thüt leisch gekommen, und aus lauter merthal, aus dem hohen Himmels· 2e57 D o du Sohn der Saal, uns zu Trost in allem Lei. ieder, wer wigkeit, Fleisch und Blut hast den, meine Lieb und Seligkeit den itzt hin angehommen, und mein, Bruder ist ein Mens⸗ gebohren heut. 6 1— worden bist. Sey willkommen! 2. Odugllerschoͤnstet Kuabe 11 t und gegroßt. PoV 5 6⁰² IZweyter Anhang. du keuscher Jungsraun Sohn! meiner Seelen reichste Haabe!“ meines Glaubens edle Cron! Laß auch neu gebohren werden mich, und fromm, wie du, o Kind, das man in der Krippen findt! Meine beste Freud auf Erden! Laß für diesen Gnaden⸗Schein, mich dir ewig dauckbar seyn. E. Franeisci. Lue. 1,31. Siehe du wirstschwang. 976. M. Was mein Gtt will. Ereu dich du wertheChristenheit, dis ist der Tag des HErren, der Anfang unsrer Seligkeit, den Gott zu seinen Ehren, nach sei⸗ nem Rath, erwahlet hat. OGott, laß wol Weinen hilf uns mit Fleiß, zu deiisem Preis, ein froͤ⸗ lichs Lied zu singen. 2. GoOtt ist gerecht in seinem Wort, was er einmal zusaget, das ist gewiß an allem Ort, ob schon die Welt verzaget; Heut GOttes Sohn, der Gnaden⸗Thron, zu uns auf Erd gelanget. O Wunder groß! Marien Schooß den gros⸗ sen Gast empfanget. 3. Sie hoͤrt vom Engel Gabriel, fie sollt IJEsum gebahren, der gan⸗ tzen Welt Immannel, den maͤch⸗ tig grossen HErren; das Jung⸗ fraͤulein, so keusch und rein, er⸗ schrack ob den Gesichten; doch Gott wuͤrd es wol verrichten. 4. Wohl uns der Gnaden⸗rei⸗ chen Zeit, daß wir erlangt den Or⸗ den, daß du, v GOtt von Ewigkeit, bist unser Bruder worden! wir bitten dich demüthiglich, lehr uns dein'm Wort vertrauen, bis wir. zugleich im Himmelreich das Wunderwerck anschauen. Luc. 19,10. Des Menschen Sohn. 2727. In eigener Nelodey. Gonee Söhn ist kommen, uns alllen zu Frommen, hier alf diese Erden, in armen Geberden, daß er uns 6 Sůnde freye and 18 entbinde. die Todten werden erstehn von der glaͤubt dem Wort, wie sie gehoͤrt, b und lehret die Leute, wie von Suͤnden zur Buß solle den, von Irrthum und Thorhoh ö et. lich ehret.; 4. Des keuden So 6. Dann bald und behendt kommt ihr letztes Ende, da win er vom Boͤsen ihre Seel erloͤsen, und sie mit ihm fuͤhren zu der En gel Choͤren. N 7. Von dannen er kommen, mie denn wird vernommen, wenn nicht zagen⸗ hoͤchste Zi den tragen, nach diesems nach dieser sagen. 130h.7,94. 979. M. V Erden, und zu seinen Fuͤssen sich darstellen muͤssen.——— 8. Da wird er sie scheiden, die Frommen zur Freuden, die Boͤsen zur Hoͤllen, in peinliche Stellen, da sie ewig muͤssen iht Untugend uͤssen. ö Nou Ad Sel IEdr sli deht, See .Ey nun, HErre IEsu, schick Durn undt, unsre Hertzen zu, daß wir alle gichts gesu darinnen verscheiden zur ewigen Moth, uͤbe Freuden. Wichael Weiß. Es. 9, 6.7. Suchet den HErrn, 9½8. M. Nun freut euch lieben. (Such, wer da will, ein ander Ziel, die Seligkeit zu finden; nd Tod. en Grund, helfen 70 * schen Sta kofine anth noch huut mein Hertz allein bedacht soll seyn, Ser 4—r. 100. ö Sein Wort ist wahr, die Werk A sind klar, sein heilger Mund hat Weyhn Kraft und Grund, den Feind uü Joh. 1., 9. uͤberwinden. VI 2. Such, wer da will, Noͤthhel⸗ is ist! ser viel/die uns doch nichts erwor, nen „ V.*00 3¶ beui e wie V 7 ind Thor eit. 0 icht schaͤmnh t annehmals lauben, m denen wi Lieb' 0 fh niessen inii ben, und 006 HEiren in efallen, di n auch von ind behende ide, da wird Seel erloͤsen en iu der En er kommeh, nmen, wenn stehn von der Fuͤssen sich cheiden, die „ die Boͤsen he Stellen, tUntugend su, schick aß wir alle gerfunden, zur ewigen hael Weiß. en HErrn, ö uch lieben. ein ander it zu ½ N ht soll sehyn, 1 gründen. die Werck Mund hat nFeind u 1740.— 9 ll, Mothhel ö ichts erwor⸗ bezyi 7 7*— 1 Uben; hier ist der heh kan, bey dem u Cheil/ u Nr.2 ö Augesicht, nicht ste veich nicht von ur. o hochste Zier, hilf mir mein Lei. den tragen, hilf mir zur. Freud hilf, daß ich mag wig dort Lob 5 n. G. Weissel. 12. Daran ist erschienen. ö Him 10— da. ou Adam her so lauge Zeit, Fleisch vermale— deyt, Seel und Geist bis in Tod Menschen umfangen grosse 1577 Willen thaͤt, er sucht 4 zʒweyter Anhang. Soz Mann, der helfen ie was verdorben! uns wird das Heil durch ihn zu us macht gerecht der treue der fuͤr uns ist gestorben. sucht doch den, laßt al⸗ die ihr das Heil begehs der HErr, und keiner Knecht, 3. Ach les stehn, ret, er ist mehr, der euch das Heil gewaͤhret. U( Stund von Her⸗ ucht ihn all St eus⸗Grund, sucht ihn allein, den wohl wird seyn, dem/ d lich ehret. K. Des Hertzens Cro Fieaden Sonn IEsu, bleiben; nicht von deinem telkeit vertreiben; laß mi in Ehr, dein Wort mie stets vest zu glaͤuben mir nicht du mein lehr, an di „„Wend von laß mich an weich nicht von nur nach diesemLeid, nach dieser Klag dir e sagen. N 1J0h.7/½9 959. M. Vom Himmel war unser verwundt, am gautzen nichts gesund. 2. Uns hatt Noth, uͤber uns herrschte IoU Tod, wir suneken in der H en d war niemand d Grund, un auf aller Me helsen kunt. 3. Gott sah a⸗ einem, der sein schen Staͤt nach er ihn hertz ⸗ nund sollt duHErr doch Licht durch Eit ö bleib du mein Preie, dein Wort mich seissbleiß ö ö hihn'n den Lohn, und durch ihn der dein mich im Creutz ein'n Mann inem Muͤth, fand aber nichts, denn Fleisch und Blur. 4. Denn die rechtschafne Heilig⸗ keit, Wuͤrdigkeit und Gerechtig⸗ keit, hatten sie in Adam verlohrn, aus welchem sie waren gebohrn. 5. Als er jolch groß Siechthum erkannt, und kbinen Artzt noch Helfer fand, dacht er an seine gros⸗ se Lieb, und wie sein Wort wahr⸗ haftig blieb. ö 6. Sprach hertzigkeit thun, ben meinen Sohu, und Heiland sey, si und benedey.— 7. Er schwur ein'n Eyd dem Abraham, auch dem David von sei⸗ nem Stamm, verhieß zu geben nach se : Ich will Barm⸗ duͤr die Welt ge⸗ daß er ihr Arzt egesund mach/ Welt Hülfe thun. g. Er thaͤts auch den Propheten kund, und breitet es aus durch ihren Mund, davon Koͤnig' und fromme Leut sein warteten vor langer Zeit. 9. Ob sie wol, wie ihr Hertz be⸗ gehrt, des Leiblich nicht wurden gewaͤhrt, doch hatten ste im Glau⸗ ben Trost, daß sie sollten werden erlöͤst. e 10. Da aber kam die rechte Zeit⸗ von welcher geob yrophezeyt, las⸗ er ihm eine Jungfrau aus, ein m Mann vertraut von Davids Haus. II. In der würcket GOtt seine Kraft schuf vom Blut ihrer Jung⸗ srauschaft, das rein und benedeyte Kind, dey dem man Gnad und Wahrheit findt. 51 12. OChriste, benedeyte Frucht emysangen xein in aller Zucht, ge⸗ benedey und mach uns frey/ seh unser Trost, Heil und Arzney. er N⸗ u von der Geburt JEsu Christi. Joh. 1, 9. Das war das wahrhaft o. U. Wer nur den lieben H. Daunn des drossen G erschie⸗ Anen des grossen Go TTes Weit⸗ un 970. alle Engel ——— Freundlichkeit; das Kind, dem dienen, bringt Licht in meine Dunckelheit; und dieseß d Himmels⸗Licht weicht hohren hat. Halle⸗Halleluja. 604 zweyter Anhang. nöcht hundert tausend Sonnen lic 2. Laß dich erleuchten meine Seele, versaͤume nicht den Gua⸗ den⸗Schein, der rackt in dieser Guaden⸗Hoͤhle, streckt sich in alle Welt hinein, er treibet weg der Hoͤllen Macht, der Suͤnden, und Ides Creuzes Nachtp 3. Ju dlesem Lichte kanst du se⸗ hen das Licht der klaren Seligkeit, wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurtzer Zeit, wird dieses Licht, mit seinem Schein, dein Himmel und dein Alles senn. 4. Laß nur indessen helle schei⸗ nen dein Glaubens⸗ und dein Lie⸗ bes⸗Licht, mit GOtt must du es treulich meynen, sonst hilft dir diese Sonne nicht: willt du ge⸗ niessen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunckel seyn. J. Drum IEsu, schoͤne Weyh⸗ nachts⸗Sonne, bestrahle mich mit deiner Gunst, dein Licht sey mei⸗ mich die Wephnachte Kuust lehre r mich die Weyhnachts⸗Kunst, wie ich im Lichte wandeln soll, und sey des Weyhnachts Glaubens⸗voll. Ebr. 2, 14. Nachdem die Kinder. 931. In bekandter Melodey. Cin Kind gebohrn Bethle⸗ hem ꝛ des freuet sich Jerusa⸗ lem. Halle⸗Halleluja. 2. Hie liegt etz in dem Kripp⸗; lein ohn Ende ist die Herrschaft sein. Halle⸗Halleluja. ö 3. Das Oechslein und das Ese⸗ lein: erkanneen GOtt den HEr⸗ xen sein. Halle Halleluja. 4. Die Koͤnig' aus Saba ka⸗ nen dar ,3 Gold, Weyrauch, yrrhen bracht n sie dar. Halle⸗ Halegi. . Sein' Mutter ist die reine Magd:,: die ohn ein Mann ge⸗ 6. Die Schlang ihn nicht ver⸗ giften kunt ist worden unser dem Fleisch:/ der Suͤnd nach er uns nicht gleich. Halle⸗Hallel 8. Damit er uns ihm ma gleich v5: und wieder braͤcht GOttes Reich. Halle⸗Hallelun 9. Für solche Gnaden⸗reich Zeit 7 sey Gott gelobt in Eaih keit. Halle⸗Halleluja. V dat, sey nan andie Dreyfa igkeit ½ von nun an bis in Ewi keit. Halle⸗Halleluia. Petrus Dresdensiz Joh. z,2. Dazu ist erschienen de „—— 7. Er ig uns gar gleich 81 7½. Deine W Uund in schlecht hülle meine St chh sind mir selbst! Geist der all sum Christum 3. Ach! dein denn du li egest mich in 65 man kuͤnstig ich GOtt vot in die finstre& 9. Wenn de uf der Men 982. M. Memnen JEsum laß ichtebe das mei tiebster JEsu! sey willkom Ittes und Marien Sohn Gott selbst eit sch bin dein men/ der du selber in Person unst hilf mir, mei Menschheit angenommen; rett 10. Nun ie mich aus aller Noth, o mein Bril schehn, gib ni der, und mein Gott. 2. Wir empfinden alle noch was uns Abam hat verlohren, und auch ich bin in dem Joch seiner Missethat gebohren, aber jetzt hof mn 00. dich, andrer Adam aͤndit . 2. Du hist worden, was ich bin laß mich auch, was du bist, wen das die Menschen ylagt auf Erden, und gieb mir von deinem Heil. mein Erloͤser, auch ein Theil. 4. Aus dem Himmel kommst du her, hilf mir Armen aus der Hoͤl le, nür ein Stall ist dir noch leen, aber gib mir eine Stelle, unter dei nen, die bey dir wohnen werden fuͤr und fuͤr. — Lust, hilf mir, daß es so nicht blei wie in deiner Mutter Leibe, bis tes Ebenbi 1517 6, Itzt bist du ein Menschen Sohn, niache mich zu GOTes Kinde, daß ich stets vor seinem Thron einen Vater an ihm finde, er sez mir auch nicht mehr feind/ Blut ohn Suͤnd. Halle⸗Halleluig. 7. Dein ich gar in werde Got denn ich bin dein naher Zreund. hen, und hin sehn, dieser A ben; hilf aue sage deinem ö Tacobs St den, Son laß die Nach den, nimm das Elend von mir hin, wirf die Str auf die, so be entzuͤckter D 2. Finster und die V über über d des Glantzes Hirten sich burts⸗Fest h — G4 Wund .Steckt mein Hertz voll boͤsr Lunder, an Stall. Du be, mohne selbst in meiner Brus, Sunder/ ur Fall. Laß sen, uns ber 4. Ist es i sof erleucht daß uns deit kel, der du Denn die 3 gen, da der 5. Nun u zwester Anhang. 605 Hleich u Deine Windeln waren flein, ud nach und zu schlecht für folche Glieder, alle⸗Hallel*8 951 ů ülle meine Suͤnden ein, denn sie 44 Ah sind mir selbst Zuwider; und dein I.,alhGi der are kan, iich uns SE⸗ nabenrei sum Christum an. ö enxeich l g. Ach! dein Elend ist sehr groß, obt in Cah dinn du 1095 in der Kripye! tra⸗ gen D gemich in Ottes Schooß, wenn 0 Dreyshiman kunstig mein Gerippe, da bis in Ewiußmich Gott von hinnen ruft, leget Dree in die finstre Bruft schienen dn zuf der Menschen ihren Orden, 658— sam laß ich. hleibe das mein Hanteß Trost, daß rien Sohin Gott selbst ein Mensch ist worden. 22 willkom sch bin dein mit Leib und Seel, HVerson unst hilf mür, mein In manuel! imen; retin 10. Run ich weiß, es wird ge⸗ omein Bilh schehn, gib nur, daß wir alle glaü⸗ 1 all ben, und hinsort durch kein Ver⸗ alle noch fehn, dieser Wohlthat uns berau⸗ lohren, un den; hilfauch, dahich Lebenslang Rerc seine suge deinem Namen Dauck. —2 ietzt huf Ef.60,123. Mache dich auf, werde. Idam andie 5u 3. Mel, GOtt des Zimmels. (Cacobs Stern, du Licht der Er⸗ 4 pif uen den, Sonne der Gerechtigkeit, 1 ist, wer saß die Nacht zum Tage werden, aufEr bith„wirf die Strahlen weit und breit auf Erden auf die, so bey deiner Wiegen in Tbei Heil; entzuͤckter Demuth liegen. den, die du eingebunden hast. Wie die Schafer bey den Hürden, ha⸗ Iunn wir nicht eher Rast, bis daß unser Hert erfaͤbret, was der heilt ge Christ bescheret, b. Ach was sinds vor schoͤne Sa⸗ chen, die bier eingebunden seyn? Daß du uns recht reich willst ma⸗ chen, Lindest du dich selber ein. Das ist hbes eine Buͤrde, die kein Mensch beschreiben wurde. 7. Denn in dieser Buͤrde lieget 9. Wenn der Teufel sich erboßt VatersGnad und Sohnes⸗Huld. Alles, was das Hertz vergnüget, die Erlassung unsrer Schuld, Godte tes Kindstbaft, Heil und Segen. ja der Himmel ist zugegen. . Welt behalte deine Schaͤtze, hier ist unser groͤßter Schatz. Hier ist Freyheit vom Gesetze, hier deꝛ Armen Ruhe⸗Platz, hier das Lab⸗ sal aller Schmertzen, hier das Hertze aller Hertzen. 9. Zwar es ist auch eine Ruthe diesem Zucker beygelegt; doch es ist uns wohl zu Muthe, weil sie uns zum Besten schläͤgt. Sonsten würden wir von Sänden allzu⸗ schwere Buͤrden bind v. 10. Laß die Christ Nacht so ber gehen, daß kein Kind der Finster⸗ niß deiner Huld mag widerstehen, eil. 2. Finsterniß bedeckt die Erde, und mach unser Hertz gewiß, daß lkommsthu und die Völcker Dunckelheit; wir dort, auf sons⸗Höhen, Christt us der Höl aber über deiner Heerde strahlt Tag werden einst begehen. ir noch leer, des Glantzes Herrlichkeit, die den Hoh. Sal. 5, 10716. Mein Freund. e, unter den ien werden burts⸗Fest hat gepriesen. 3. Wunder⸗Kind, wix, deine Hirten sich gewiesen, dein Ge,2 I. Nun freut euch lieben. Ich sieh an deiner Krippen hiet, oSEsulein! mein Leben, ich voll boser ö Kinder, Dun bit uns in deinem komme, bring und scheuckr dir, nicht blei, Stall. bist ja das Heil der was du mir hast gegeben. Nimm Rei Brust, Sünder, und die Stütze vor dem hin, es ist mein Geist un/ Sinn/ eibe, bis Fall. Laß von keinen FinsterniseHerß, Seel und Muth, nimm alt herde Goti sen, uns bey deiner Krippe wissen st es in dem Hertzen dunckel, 2. Du hast mit deiner Lieb er⸗ *—— 4.J Menschen fo kuleucht uns durch dein Licht,suͤllt mein' Adern und Gebluͤte, „GOcTes daß uns dein Geburts Stern fun 20 seinem Aa, der duuch ale Nedel bricht ihm finde, Denn die Racht ist nun vergan nehr feind, ane ö Kreund. gen, da der Tag sich angefangen 5. Nun wir warten auf die Bur dein schoͤner Blantz, dein sussez Bild liegt mir gantz im Gemuͤthe; und wie mag es auch anders seyn? Wie koͤnnt ich dich mein JEsulein, Jaus meinem Hertzen lassen! 3. Da les hin, und laß dirs wohlgefallen. * 606 zweyter Anhang. 3. Da ich noch nicht gehohren war, da bist du mir gebohren, und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kunnt, aecht da ich burch deine Haud gemiacht, da hat dein Hertze schon bedacht, wie du mein wolltest werden. ö R Ich Log in tiefder Todes⸗ 4⁴ die Sonne, bie mir zugebracht Licht, Leben, Frend und Wonne. O Sonne, die das werthe Licht des Glaubeus in n wie schon sind deine Strahlen! Ich sehe dich mit Freuden an/ Unrd kan mich nicht satt sehen; und weil ich nun nicht weiter kan, so thu ich/ was geschehen: O daß miein Sinn ein Abgrund waͤr, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich moͤchte fassen! ö 6. Vergoͤnne mir, o IEsulein, daß ich dein Muͤndlein kusse, das Mündlein, däs den suͤssen Wein, auch Milch und Hoͤnig⸗Fluͤsse weit übertrist in seiner Kraft, es ist voll Labsäl, Staͤrck und Sast, der Marck und Bein erquicket. acht, du warxest mieine Sonne, r zugericht, J. fuͤr edle Kinder grosser Hermp Christ, wie hock hoͤren guldue Wiegen. Ach! Aden, daß du ge uUnd Stroh ist viel zu schlach bist! wie herrlie Sammt, Seiden, Purpur wan Demuth/ so du recht, dis Kindlein drauf zu lanfommen sanstn 11. Nehmt weg das StlTrost betrubter nehmt weg das Heu, ich wilmdes Ueberwinde Blumen holen, daß meines un 3. Daß du, lands Lager sey nuf Rosen und i gͤrst, hast Flei⸗ olen, mit Tulpen, Neleken, Ni men, geringer e marin, aus schoͤnen Gürten ui das ist von Li⸗ ich ihn von vben her bestreueh, wirst dort in 12. Zur Seiten will ich hier uj uns machen dei dar viel weisfe Liljen stecken, Adu koͤmmst zu sollen seiner Aeuglein Paar in daß wir himmil Schlafe gantz bedecken; doch le 4, Du wirst yielleicht das duͤrre Gras dis Kin Welt, und füh lein mehr, als alles das, was i ben, hiedurch hie nenn und dencke aelt des Himm 13. Du fragest nicht nach du wirst gebohren der Welt, noch nach des Leibah daß uns werd Frenden, du hast dich bey uns ei durch dich sin gestellt, an unser Statt zu leideh dicken Finsterr suchst meiner Seeien Herrlichke z. Im harte durch dein selbst eignes Hertzelehh du, bringst uns das will ich dir nicht wehren. ßen, du suchst 14. Eins aber, hoff ich, wirst d Ruh, damit w. mir, mnein Heiland nicht versage, und ewig in i 7. Wenn oft niein Hertz lin Lei⸗ be weint, und keinen Trost lan fin⸗ den, da rust nürs zu: Ich bin drin Freund, ein Tilger deiner Suͤn⸗ den; was traurest du, mein Fleisch und Bein? Du sollt ja auter Din⸗ ge senn, ich zahle deine Schulden. 6. Wer ist der Meister, ber all⸗ hier, nach Würden, kan ausstrei⸗ cheu die Handlein,(odis Kindlein mir beginnet zuzureichen? Der Schnee ist hell, die Milch ist weiß, verlieren doch beyd' ihren Preis, wenn diese Haͤndlein blicken. 9. Wo nehm ich Weisheit und Verstand, mit Lobe zu erhöͤhen die Aenglein, die so unverwandt nach mir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schoͤn tuu o klar, schoͤn ist der guͤldneu Sternen Schaar, sein' Aeuglein sind viel schoͤner. 10. O daß doch so ein lieber daß ich bich möge fuͤr und fuͤru Windeln wick bey und an mir tragen! So 0 daß du uns 1 mich doch dein Kripplein seym schweren Tod komm, kom n und lege bey mir ah 6. Du wein dich, und all deine Freuden.(lein, auf daß! . Zwar sollt ich dencken, wis bist der Groͤst, gering ich dich bewirthen werde, uus alle groß du bist der Schoͤpfer aller Ding land! o Gene ich bin nur Staub und Erde; dog ja GOttes lie bist du ein so lieber Gast, daß di noch nie verschmaͤhet hast den, det dich gerne siehet. P. Serhard, 2 Cor. 8,9. Ihr wisset die Gnade. 983. Mel. Ermuntre dich mein Mein Hertze, schwinge dich *— empor, sey froh und guter Dinge; auf mit dem schoͤnen En gel; Chor, ermuntre dich und singe! weil GOttes eingebohrner Sohn von seinem hohen Himmelsthron ju dir, und allen Frommen, heut ist auf Erden kommen. doch zu uns ser Bruder we . Du bist ein Knecht, ui reich bist du, schlecht, uns? hen; Du nn Leid; vgib, ů wenn mich di dein Creutz di S. O du bat gib, daß ich ich ihm kan Stern soll in der Krippe liegen! Hertzen moͤt 11—6½4 Heilannd, JEsu 2. O frommer 4 Chris, zweyter Anhang. 60⁷ Christ, wie hoch ist doch zu scha⸗ zen, daß du gering und niedrig istl wie herrlich kan ergötzen die urpur wan Demuth, so du bey dir hast! will⸗ varif zirlen fommen fanstmüthiger Gaf, du das Suhl Crost betrübter Suͤnder, des To⸗ ich willuldes Ueberwinder..— meines 5u, 3. Daß du, o theurer Seelen: osen und i Fuͤrst, hast Fleisch an dich genom⸗ Lelcken, Ru men, geriinger als ein Engel wirst, Gürten m bas ist von Liebe kommen: Du bestreueh, wirst dort in dem Ehren⸗Reich lich hier un uns machen deinen Engeln gleich; stecken, Ndu koͤmmst zu uns auf Erden, auf in Paat ih daß wir himmlisch werden. u; doch iil. 4. Du wirst ein Gast in dieser ras dis Kin Welt, und fuͤhrst ein duͤrstigs Le⸗ das, was il ben, hiedurch ist uns das reiche aut des Himmels eingegehen; du ht nach us wirst gebohren in der Nacht, auf des Lelle daß uns werde Licht gebracht, bey uns eil durch dich sind wir gerissen aus tt zu O dicken Finsternissen. 3. Im harten Winter kömmest 6Hertzeleh du, bringstuns den Himmels Len; wehren. ßen, du suchst im dunckein Stalle ich, wirston Ruh, damit wir mochten glaͤntzen, ht versagen und ewig in der Ruhe seyn z in und fur Windeln wickelt man dich ein, en! So 6 daß du uns moͤchtest retten von plein seyn schweren Todes: Ketten. bey miren 6. Du weinst in deinen Winde⸗ euden. lein, auf daß wir ewig lachen: du encken, wi bist der Groͤst, und wirst doch klein, hen werde, uus alle groß zu machen. O Hei— aller Dinc land! o Genaden⸗Thron! du bist Erde; doch ja GOttes liebster Sohn, kommst ast, daß du doch zu uns auf Erden, willst un⸗ ast den, der ser Bruder werden. Serhard.. Du hist ein HErr, und wirst die Gnade. ein Knecht, uns einig zu befreyen dich miein reich bist du, wirst dych arm und vinge dich schlecht, uns Reichthum zu verlei; und gutet hen: Du trägst gebuldig, alles hoͤnen En Leid; ogib, d und singe! wenn mich die Noth wird plagen, ruer Sohn dein Creutz dir moͤg nachtragen. melsthron 8. O du barmherzegs Jesulein, men, heut gib, daß ich mich des Armen, wo ich ihm kan behuͤlflich seyn, von Herrlichkeh ö ogib, daß ich auch jederzeit.f Sanftmuth, gib Vescheidenheit, gib christliche Leutseligkeit, laß mich den Naͤchsten lieben, auch wahre Demuth uͤben. 9. O reicher Heiland scheucke mir, was mir kan ewig nuͤtzen! O starcker HErr! ich hang an dir, du kanst und willst mich schuͤtzen: Wenn alle Menschen ferne stehn, auch wenn mir wird die Seel aust gehn, willst du den Tod hezwin⸗ gen: Dir will ich ewig singen. George wilh. Sacer. Joh. 1,. Im Anfang war das W. 9896. M. Nun ruhen gllewäider. O hochstes Werck der Gnaden? o Werck das auch don Scha⸗ den der Seelen heilen kan] o Bet muth auserkohren, GOtt wird ein Kind gebohren, nimmt unsre wahre Menschheit x. 2. Der Vater hat gezeuget den Sohn, der sich geneiget uns art men Menschen zu, der stets bey GOtt gewesen, kommt itzt, daß wir genesen, und finden bey ihm ewig Rüh. 3. O Wunder⸗doile Sachen, so uns bestürtzet machen! Das Wort von Ewigkeit kommt in der Zeit der Fuͤlle, damit es sich ver⸗ hülle, zu treten an den harten Sereit. 4. Dis Wort ist ohne Schmer! tzen, aus seines Vaters Hertzen, von Ewigkeit gezeügt, bald sieht es in der Mitten, und machet durch sein Bitten den zorngenVa⸗ ter Uùns geneigt. Dis Wort, das wir hoch eh⸗ ren/ hat selbst uns wollen lehren, wie GOites Will es sey, daß es vyn allem Boͤsen uns kraͤstid sollt erloͤsen, und machen ewger Stra⸗ Ereyg,. 9 6, Dis Woͤrt hat uns Gerdurch sein Volck, das uns erquicket durch einen usen Schall, es laͤsset auch mit Haufen die Menschen⸗Kinder tauffenund kraͤstig lehren uͤberall. and, JEsu Hertzen moͤg erbarmen. Gib Christ, 7. Dis Wortt ist in dem* 33.2 er Wühand. der Noden Winder worden auch selbst ein Kindelein, denn, sollt er Gott versuͤhnen, so mußt er, uns zu dienen, selbst Mensch und dazu Erhlich sehn., 3. Gott konnte ja nicht sterben, noch uns das Heil erwerben, haͤtt er nicht Fleisch und Blnt; er spuͤhrt uns gantz verlobren, drum ward er Mensch gebohren, er selbst das allerhoͤchste Gut. 9. Sollt einer Mitler werden im Himmel und auf Erden, so mußt er heydes sehn, denn aller Orten wandeln, mit Gott und Menschen handeln, konnt einer, wahrlich, nicht allein. 10, Dis grosse Wort voͤn oben, das auch die Thronen loben, ist Gott von Ewigkeit, dis hat guch angenoͤmmen das Fleisch der Welt zum Frommen, in der von GOtt bestimmten Zeit. II. Nun kan es recht erkennen das, was wir Schwachheit nen⸗ nen, ja tragen mit Geduld der hochbetruübten Sünder, der ar⸗ men Menschen; Kinder schon laͤngst gemachte Sunden Schuld. Ie, Nun kan es sich der Armen unch bruͤderlich erbarmen, und lie⸗ Lambßen, die Macht der Fehe dampfen, als ein recht starh Wunder⸗Held. gmicht in delner 13. O Work, setz hoch geprieshalz ein Pfand ꝛ du hast uns das erwiesen, wih schworlich mir verstehn, doch nstzch len wir dich loben am meisfehr e. Aut! meit wann dort oben wir deine eunnun wieder gan Harheit sen. Joh. Es. 9/ C. 7. Nns ist ein Kind gi 987. M. Singen wir aus gein underbarer Guaden⸗Thtig GOttes und Marjen Sasssang GOtt und Mensch ein klailhwust die Gron e Kind, das man in der Kripps. Soll ich de ten mich ein Zeit Go wirst dun mit Geduld, d ertze dann deit SiSein Christe, ewig treu verl Aud Ti neuem uus ver zu spott. Aller Welt wird pfthe⸗ An dem Ab bar ja auch deiner Feinde Schath gen, o mein Ne daß du, GOtt! wirst wunderbah Laß der Heyde 3. Taß mir deine Guͤt und Ne gen nimmer s⸗ taͤglich werden immer nen, Goi dich: Prüf in mein GOtt! verlaß mich hüchl meine Nieren wenn mich Noth und Tod anfichl schick mich, daß laß mich deine Herrlichkeit, deih ehe baͤnn ich se Wunder⸗Guͤtigkeit schauen in di Offenb. Joh. 21 den alle Welt, nun kan es tapfer Ewigkeit. BD. Joh. Oleariu sche alles nei 774F917½½1½ 99. M. Sine ** Neu⸗Jahrs⸗Lieder, und von JEsu Namen Idaun d. und Aemitern. à Cok., 17. Ist jemand in Chri⸗ sto/ so ist er eine neue Creatur ꝛc. 923. M. Freu dich sehr, o meine. Abermat ein Jahr verflossen na⸗ her iu der Ewigkeit, wie ein Pfeil wird 4 heninthe verge⸗ het meinr Zeit, vgetreuerZebaoth, unveraͤnderlicher GOct! arh, was soll, was soll ich bringen! deiner Langmuth Danck zu singen. 2. Ich erschrecke, maͤchtig We⸗ sen! Aügst und Furcht bedecket mich, dann mein Beten, Singen, Lesen, ach bas ist so schlüferig, heii thig, v getrenes Vater⸗Hertz1 thig, Hertz 0 ist Wulbe Jah uig, Delth heiiger groser Sen t, Söreru phinem HErr! wehr mir! ich mi bon dent Reue Resehen dann wer kan vor. Gott ser x en ei in i . Schreclich it er j6 ufelh Schn, Sie wi in bie Hand von solchem GOtt di den Rauch, vei rechtfertig zurust allen: Niemias Pilgrimschaft treibe mit mir Spott, irret nicht rast, durch so Wo das geschscht, ich Jehooas z, HErr! leid es nicht, ich bin ein vertehre 6 ů —655 dem Lachen wird 30 Gemüth. H. Aber, du biß auch(anftmh hacht,da doch 6 —. zweyter Anhang. el m Buͤrgen dist du gůtig der ge. Tod. ja so gar der Hoͤllen Noth⸗ echt starhlsuhit des Todes Schmertz, steh ich 4. HErr, dein Nacht mahl, Tauff Richt in deiner Hand angezeichnet 15 ein Pfänd? so du ewig wilst lewahren vor des alten Drachen chaaren?ꝰ? S* . Aut! mein Heri, gib dich nun wieder gantz dem Friedens⸗ ürsten dar, opfre dem der See⸗ Ewiglos ten niich ein Zeitlang plagen nocht Herrlichil Go wirst du mich überschuͤtten stenheit, mit Geduld, machst ö bkeit, deih ehe bänn ich schnell vergebe. auen in Offenb. Joh. 21, g. Siehe l ich ma⸗ Oleariu che alleß neu.* . M. Singen wir aus Herz. Olbermal ist eins dahin, von der is dieses Jahr, wie wir selber, osser Seid wandelbar/ es ist uunmeht bey uns lich i. alt, hoͤret, wie die Zeitung bald I* von deni Neuen Jahr erschallt. an vor U. 2. GOtt sey Lob, daß abermal 10 l faln eins dahin ist von der Zahlunster 100 0 Jahre, die wir sehn schneller, als den Mauch, vergchn, daveneiner n* 9 Pilgrimschaft, aber eins ist hinge⸗ 1 rich aft durchsoschnellergeitensraft Verzebre c.. HErr! wie groß ist deine wund 0 Guͤt; Ach! wie sromm ist dein n wird gi Gemüth. Hast du doch zu Tag und Nacht dieses Jahr an uns ge⸗ 8 Zeiten Anbeginn; abermalScd und Wort, hast du noch an unserm Ort rein erhalten, und dazu den gewünschten Fried und Ruh uns o mildiglich beschert, ja was un⸗ ser Hertz begehrt, hast du reichlich uns gewaͤhrt. ö .—0. sagen wir dir Danck, fuͤr die Kleidung, Speis und Tranck, sür Gesundheit, Ehr und Gut, Lob sey dir, daß auch die lut, noch das Wasser, noch der Wind., uns, die wir so straͤflich siud, nich verderdt so gar geschwind. 6. Zwar du hast uns lassen sehn, was den Sündern muß geschehn, aber deine Gůt und Treu war doch alle Morgen neu. Ach!regier uns Hertz und Sinn, daß wir jetzt zum Andeginn alle Bosheit legen hin. 7. Gute Nacht, vergangnes Jahr, samt der Trübsal und Ges sahr; Gute Nacht, du Sünden⸗ Kleid, decke mich, ofroͤmmigkeit! Suͤsser IEsu! fübre mich zu dem Neuen 4. ich lieb und lobe dich. JIoh. Rist. Luc. 2, 10 14. Der Engel sprach. 99⁰0. M. Vom Simmel hoch da. as neugebohrne Kindelein, das hertze liebe IEsulein, bringt abermal ein Neues Jahr, der auserwaͤhlten Christen⸗ chaar. ö ö 2. Deß freuen sich die En⸗ gelein, die gerne um und bey uns seyn, und singen in den Luͤften srey, daß GST mit uns ver⸗ soͤhnet sey. 3. Ist Goctc versoͤhnt und unser Freund, was kan uns thun der arge Feind? Trotz Teufel und der Hoͤllen⸗Pfort, das JEsulein ist unser Hort. 4. Es bringt das rechte In⸗ bel⸗Jahr, was trauren wir denn immerdar? Frisch auf, jetzt ist es Singens Zeit, das IEsulein wend't alles Leid. saustuuh pacht, da doch wir nur Staub und hend Hoch, uichts beidiener, eis den d M. Cyriac. Schneegaß. 4 Aufs 6¹⁰ ʒweyter Anhang. + Aufs Fe Wei Ott der Inden, GOtt der Herden, aller Völcker Heil Und Licht, Saba sieht den Stern mit Freuden, der von dir am Him⸗ mel spricht, Sem und Japhet kommt von sern, dich zu sehn, du Jacobs⸗Stern. 2. Wir gesellen uns zu denen, die aus Morgen⸗Lande sind, unser Fragen, unser Sehnen ist nach dir, du grosses Kind. Bist du in Je⸗ rusalein? oder nur in Betylehem? 3. Kein Herodes kan uns sagen, wo dein Thron ist aufgericht. Wenn wir die Gelehrten fragen, wissen sie die Weisheit nicht, su⸗ chen wir, o Koͤnig dich, weiset uns die Welt von sich. 4. Doch dein Wort ist Stern und Flamme, und hezeich net Haus und Piah, wo dich, Held aus Ja⸗ cobs Stamme, Tyrus angebetet hat, wo die erste Heydenschaft nur an deinem Glantze haft. 5. Nun wir eilen mit Verlan⸗ gen, wie die Laͤufer Midian, dich Moßias zu umfangen, der den Himmel schercken kan, unsre Knie beugen sih, unser Arm um fasset dich. ö 6. Nimm die ausgethanen Schaͤtze, Schatz der unser Hertz er⸗ sfreut. Deine Mildigkeit ersetze unsrer Haͤnde Duͤrstigkeit; hier ist kein Arabia, es ist lauter Ar⸗ muth da. 7. Nimm vdr Gold und andre Gaben Glaube, Lieb und Hofunng an. Laß dich einen Weyrauch la⸗ ben, den bie Andacht liefern kan. Und als Murrhen geben wir die Geduld und Busse dir. 3. Niium die Opfer in Gena⸗ den von ergebnen Hertzen an, und laß feinen Feind uns schaden, der dich nicht vertragen kan. Wenn st der Erscheinung Christi, oder von des ů sen aus Morgenland. Es.50,317. Die Heyden werden in. Herodes Schwerdt gewetzt, so 991. U1. GOtt deschimmels und. halt uns unverletzt. ö —— glauben und mi bancken dir, o9 g. Schoͤnstes Stalle, sey uns 9. Nun wir gehn von deinn Krippen, laß mit Segen uns un Vom ö dir. Zeig uns Bahn durch Don Eph. v, 25. Chr und Klippen, still der Feind 903. M. Err Mord⸗Begier. Mach uns einn Mis gegrußt Weg bekandt, der uns fuͤhrt in) mer, Gaff Vaterland. hertzigkeit, Auf 10. Ob es Koͤnige gewesen, u Jammer/ Frey⸗ aus Saba kommen seyn, hat um Zeit; allerliebf nicht gewiß gelesen; bieses tus dis gegruͤßt in! gewisser ein, daß, wer hier den 2. Thron der Unterthan, dort ein Koͤnig heisu te, Brunquell kan. ewger Gottheit 4 B. Mose 24, 17. Es wird ai pel der Dreyfalt Stern aus Jacob aufgehen, utze bis gegrüsse 950½2 In eigner Melodey. Lib geküsset. Dommt und laßt un Chrisu 3. Hast bu Vehren, Hertz und Ennen leiden, und so v ihm kehren: Singet froͤlich, l o du Ursprunga uns, hoͤren, werthes Volck du du denn auchf Christeuheit. ö man denn auck 3. Saͤnd und Hoile mag sh einen Stich du grapien, Tod und Teusel magsi 4. Was fuͤr schaͤmen: Wir, die unser Heil i drungen, gus nehmen, werfen allen Kumus⸗Stoß! daß de hin. ö bezwungen, d. 3. Sehet, was hat GOtt geg und bloF; da ben! seinen Sohn zum ew'gene term Leiden vo ben. Dieser kan und will u scheiden. heben aus dem Leid ins Hih. Ach du thi mels Freud. sen, daß du mie 4. Seine Seel ist uns gewogehl und nach so Lieb und Gunst hat ihn gezohen auch dein Hertz uns, die Satanas betrogen, znͤg daß du alles an suchen aus der Hoͤh. Erloͤsung zu v 5. Jacobs Stern ist ausu 6. O du Hoc gangen, stillt das sehnliche Vih meines Hertzet langen, bricht den Kopf der allh ne Ruh in alle Schlangen, und zerstoͤhrt diß ner Liebe, Ruh Hoͤllen Reich. nes Geistes hoͤ 6. Unser Kercker, da wir sassen Seelen beste V und mit Sorgen ohne Masseh 7. Geuß di uns das Hertze selbst abfrassen, i Liebe wie ein entzwey, und wir sind frey. mich, laͤntre 7. O du hochgesegn'te Stundi Abe, dich zu da wir das von Herzene Gu Laß mein Her glau deinem Hertz zweyter Anhang. 6IX von delglauben und mit unserm Munde Hdaucken dir, o IEsulein. ö wetzt, so Htalle, sey uns freundlich, bring g. Schoͤnstes Kindlein in dem erhoͤht. uns alle dahin, da mit suͤssem Paul Serhard. Schalle dich der Engel Heer durch Don Eph. 3, 25. Christus hat geliebet. der Feind 93. M. HErr ich habe mißgeh. h uns eine Bi gegruͤßt du Koͤnigs Kam⸗ 5 fuͤhrt in mer, Gast⸗Haus der Barm⸗ hertzigkeit, Aufenthalt in allem zewesen, HU Jammer, Frey⸗Stadt in der boͤsen n, hat mm Zeit: allerliebstes JEfus⸗Hertze, bieses tus dis gegrͤßt in deinem Schmertze. er hier d 2. Thron der Liebe, Sitz derü⸗ anig heisft te, Brunquell aller Süßigkeit, eqger Gottheit eigne Hütte, Tem⸗ Es wird eh pelder Dreyfaltigkeit, treues Her⸗ ufzehen, tze bis gegruͤsset, und mit wahrer lodey. Lieb geküsset. 18 Chrisu, 3. Hast du denn auch muͤssen Sinnenleiden, und so viel verwunbet seyn! froͤlich, E o du Ursprung aller Freuden, mu Volck d du deun auch fuͤhlen Pein! Muß man denn auch dir, mein Leben, le mag sih einen Stich durchs Hertze geben! elmags 4. Was fuͤr Lieb hat dich ge⸗ ser Heil ai drungen, aus zu stehen soschen u Kum⸗Stoß? daß der Feind wurd recht bezwungen, da du stirbest nackt gs und bloß; da dein Geist muit bit⸗ term Leiden von dem Leibe muste scheiden. v. Ach du thusts, daß ich soll wiß⸗ sen, daß du mich gantz innig liebst; und nach so viel Liebes⸗Kussen hn gezohen auch dein Hertzens Blut hergiebst; ogen, zuh ist anfh nliche Voh pf der alleh rstoͤhrt di Erloͤfung zu vollenden. meines Hertzenn ne Ruh in allem nes Geistes hoͤchste Freude, meiner Seelen beste Weide. 7. Geuß die Flammen beiner Liebe wie ein grosser Strohm in frey. mich, laͤntre mich, daß ich mich te Stundt. Abe, dich zu lieben wuͤrdiglich: no⸗Grund Laß mein Hertze noch auf Erden glau deinem Hertzen aͤbnlich werden. wir sasses ne Masseh c daß du alles an willt wenden, mein laß mich ein, ö nimm niich aus dem 6. O du Hoch'verliebtes Hertze, ö Paradeis; mei⸗ Schmertze, mei, bleibe dir gantz zuniglich vereint. ner Liebe, Ruhm und Preiß; mei und mein Hertz es nicht meͤhr meiue scheint. Deun Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 3. Durch das Blut, das du ver⸗ gossen, liebstes Hertze, laß mich ein, laß mich doch dein'n Haus⸗ getlossen, und Bewohner ewig seyn. Denn ich mag auch bey den Thronen ohne dich, mein Schatz nicht wohnen. 9. Laß mich ein, mit einemWor⸗ te, laß mich ein du freyer Saal; laß mich ein, du enge Psorte, laß mich ein, du Liljen⸗Thal; laß mich ein, denn ich vergehe, wenn ich laͤnger draussen stehe. 10. Ach, mich Armen und Be⸗ truͤbten! daß ich doch nicht da⸗ mals stund, wo das Hertze des Ge⸗ st liebten ward geoͤfnet und ver⸗ wundt! denn es waͤre mir gelun⸗ geu, daß der Speer mir einget drungen. II. Ach, wie wollt ich mich er⸗ goͤtzen! ach, wie wollt ich froͤlich seyn! und mit wahrer Freud er⸗ setzen mein Betruͤbniß, Angst und Pein. Ach wie wollt ich mich versencken, und mein durstigs Hertze trancken! 1a. Laß mich ein, du guͤldne Hoͤ⸗ le, ewger Schoͤuheit Sommer⸗ Hauc! laß mich ein, eh meine Seele fuͤr Verlaugen faͤhret aus! du stiller Himmel, Welt⸗ Ge⸗ tuͤmmel. 1— 13. LTaß nuich ein, auf daß ich dit einverleibe, daß ich wunsche nichts auf Erden, als dein Hertzens Hertz zu werden. Ebr. 4,16. Lasset uns hinzu treten. 994. N. Erschienen ist der herrl. rich durch miein angesochtnes hHertz, brich durch den innern 2a Sees ö 1 + 41 Zweyter 6¹ Anhang. Seelen⸗Schmertz, komm, schaue deinen Bräutigam, den Gnaden⸗ GBrunn, das SOttes Lamm, ans Ereutes⸗Stammm 2. Dein IEsus reicht die Lrme dir, und legt dir Ruh und Leden fuͤr, ie Crone der Gerechtigkeit, den Zugang der uns ist bereit, zur Seligkeit. 54 3. Sey nur getrost und ringe recht, durch Ringen wirst du Ot⸗ tes Knecht, denn aller Anfall leh⸗ ret dich, wie man in ihm gantz rit⸗ terlich bewaffne sich. 4. Die Wunden halt dir IEsus iu, die Sicherheit und sůßte Ruh, darinn der Zuflucht finden kan, der ihn im Glauben siehet an, den Wundermann. 3. Hier ist die Burg fuͤr alle Noth, die Gegen⸗Cur fur Hoͤll und Tod, die Quell, woraus das Leben quillt, das Meer, so Durst und Kummer stiut, mit Gnad erfüllt. 6. Stuͤrmt auf uns die Versu⸗ chung loß, wolan wir treten zn ihm bloß, da staͤrckt uus unser JE⸗ sus Christ, wenn nur das Hertz aufrichtig ist, zu aller Frist. 7. Nun, suͤßter JEsu, meine Ruh, ich eile deinen Wunden zu, mein Hertz und Glaube laͤßt dich nicht, bis auch dein theures Gna⸗ den⸗Licht in mir anhricht. g. Mein Hertz empfindet Sturm und Wuth, auf allen Seiten stroͤhmt die Fluth, ich fuͤhle stets der Sůͤnben Pfeil, drum ich zu dir im Glauben eil, und suche Heil. 9. Zu deinen Wunden fliehe ich, in deiner Seiten staͤrck ich mich, ich jabe mich in deinem Blut, das auch durch deine Liebes⸗Glut, mir koͤmmt zu gut.„ 10. O! unerschoͤpftes Gnaden⸗ Meer, Iraels Ruhm und Zions Ehr! Wie staͤrckt uns deine treue Hand, das auserwaͤhlte Snaden⸗ Pfand und Liebes⸗Band. II. Da haͤngest du aus grosser Huld, für fremde Suͤnd, sür Noth! ach sre Schuld. Nur daß die angmen Schatz ist te fochtne Seel erlang in deiner 8. l uud st ten Hoͤhl, das Gnaden⸗Oel. und Seiden, 12. Du Heilger, wirst vor AStelz und Prae Welt zum Trauer⸗Schauspiel dumein JEsus Leid gestellt und kaufes uns durch dumwird izt umgebre nen Tod, die Freydett aus Nlach schweisset/ d Seelen⸗Noth, dringst uns äset, ach Noth! Sott. ö Noth! IEsulei 13. Es wie sollt ich denn manis todt. rig seyn, ich kehr bey dir, mei 6, Laß, o We JEsu! ein, hier find ich wahngrincken, ach weir Ruh und Rast, weil du auf hichihr lebt, itzund n die Suͤuden⸗Last genomimen haß sincken, der uͤbe 4. Dis ewge Wort traͤgt vollschwebt. Die ti Frast, hie ist die beste Ritter schin die muͤssen kom Wohlan dann JEsu, mein Gaach Noth! ach rinn, dir lie fre ich Hertz. Seelun mein Schatz ist t Sinn, ach! nimmi es hin. 7. IEsulein u Matth. 27, 033. IEsus schrien zeben, hier bin 55˙In bekandter Melodey. um und an, soll si rich entiwey, mein armn degeben, soll heu Hertze, mein armes Hern es kan, so lang brich entwey! ach mein Schmen goch beweget. mein grosser Schmerie, der ist Noth! ach Noth viel und mancherley! der Him Schatz ist todt. mel zittert, die Erde schͤttert, g. JEsulein Noth! ach Noth! ach Nothl blieben, ach! jam Esulein mein Schatz ist todt! Pfahl. Ach!en 2. Aechzet nut ihr stummes ich muß lieben Mauren! ach! sehet euren Schil überall, den mu pfer an! kan euch nicht ihr Stu nicht mehr küs ne dauren, was harte Feisen dal ach Noth! ach ren kan? Die Berge springen, di mein Schatz ist Felsen klingen, ach Noth! ach M. Noth! ach Noth! JEsulein meil 1 Petr: 2, 24. C Schatz ist todt! 3½. M. Achw 3. Seußzet mit ihr stillen Fluͤss, Di du hastf bejammert eures Koͤnigs Fall liebster Je weinet doch gesammte Gusse, ser gegrüsset, o weint doch ihr Quellen äberall des Lebens laß n die Meere brausen, dir Seen saun Seiten, laß mi sen; ach Noth! ach Noth! 10 Noth! JIEsulein mein Schatzz. 2. ö 4. Trauret mit ihr hellen Lich ben, haß ich dig ter, ihr klaren Sterne finstert euchl ben, als an finstert euch, und die Gesichter, da dein Leichna der Herrscher haͤnat itzt blaß und von so manche bleich! die Sonne wimmert! kein Schlag und E Mond mehr schimmert, ⸗Og40 tzen Tag. ach zweyter Anhang. cii nd, Norh! och Noth! JEsulein 6 die angmein Schaß ilt todt. Pfahl. A ich muß lieben in uͤberall, den muß i stummeh mren Scho ihr Stuil nicht mehr küssen. Noth eisen dalh ach Noth! ach Noth! Jsulein etht 20 mein Schatz ist todt. wüssen und Ach Noth! oth! achh M. Dav. Trommer. ulein meil 1 Petr: 2, 24. Christus hat unsere. 6. M. Ach was soll ich Suͤnd. len lust,(er du hast für mich gebͤsset, igs Falll liebster JEsu, sey gegruͤsset, e Gůsse/ stsprich zu mir, mein Heil unde 3. Deine Fusse durchgegraben, koͤnnen mir mein Hertze laben, wenn es sehr betrübet ist, deine Naͤgel werd ich müssen, liedster HEtr, in Demuth kuͤssen; goͤnn es mit iu dieser Frist. 4. Ach es werden tausend Wun⸗ den, an mir selber noch gefunden, ch die der Satan hat gemacht. Heile wich/ du Trost der Frommen, bist du doch vom Himmel kommen, mir zu helsen 23 und Nacdt. 5. Ach, daß deine Gunst mich reitze, daß ich dich am hohen Creu⸗ tze such und sind in meiner Noth? uꝛne nicht mit deiner Aschen, durch dein Blut das kan mich waschen, bin ich gleich nur Staub und Koth. 6. Deine Striemen, Schlag und Schmertzen, laß in meinem talten Hertzen kraͤftig eingedruͤ⸗ cket sehn, das man mich durch deine Wunden ewiglich an dir ver⸗ bunden, liebster Heiland, moͤge sehn.** 7. Ach du wollest mir verzeshen, fro0mmer JEsa, diß mein Schrey⸗ en, mir, der ich ein Suͤnder bin; ja der Aergste von den Grossen. Ach du wollst mich nicht verstossen gantz von deinen Fussen hin. 2. Emsig will ich mich hemü⸗ hen, os ich liegend auf den Knien 2 kuͤssen kan: Hoͤre doch mein kluͤglich Flehen, laß mich ohs ne Trost nicht stehen, schaue mich in Gnaden an. ö ö 9. Sieh auf mich, mein Bochbe⸗ ließter! hoͤre, was dein Hochbe⸗ truͤbter dir zu deinen Fuͤssen ehen: eben: seo gegrüsset, o mein Hertz, Fuͤr n überall des Lebens laß mich stehen dir zur Seen salh ö Seiten, laß mich sehen, was dich sth! ach plaget für ein Schmertz? Schatz ꝛe. 2. HErr, du wollest mir erlau, ellen Licht ben, dich in wahrem Glau⸗ stert euchl den, als am Creutz itzt kennen mag, Gesichter, da dein Leichnam gantz entkleidet, blaß und von so manchem Suͤnder leidet iert! kein Schläg und Schmach den gan ach Nothl tzen Tag. ach Alles ser dir itzt vergeben, was dir armen Sünder plagt. Gal. 6, 14. Esl sey ferne von mir. 907. M. JEsu deine tiese wund. 8 sey serne von mir ruͤbmen/ ohn in Christi Creutz allein. Seine Wunden, seine Striemen, seine Dornen, seine Pein, sind mein schoͤnster Ehren⸗Ruhm, mei⸗ nes Glaubens Eigentzum, meine Q43 Crone 6¹4 Zweyter Anhang. ö. Crone, die mich schmuͤcket, und mein Trost, der mich erquicket. 2. Nuͤhmt, ihr Menschen, enre Schaͤtze, ruͤhmet Geld und Edel⸗ stein. Stricket in des Mammons Netze eurer Seelen Wohlfahrt ein. Mein Scha/ und mein hoͤch⸗ stes Gut bleibet meines IEsu Blut. Wenn ich dieses nur besi⸗ tze, ist mir sonst kein Reichthum nuͤtze. 3. Weg, mit euch, ihr eitlen Luͤ⸗ ste, die ihr Bahn zurHoͤllen macht, reiche, Wollust, deine Bruͤste, dem, der keinen Hiwmel acht. Dieses heiß ich meine Lust, was aus meines JEsu Brust, durch die Wunden ist gerunnen, das sind meine Liebes⸗Brunnen. 4. Welt, behalte Gammt und Seide, prange, wie es dir gefaͤllt: Meines IESu Purpur⸗Kleide weichet alle Pracht der Welt; ich verkleide mich in ihn, Diamanten und Rubin kan sein Blut⸗Schweiß mir gewehren, wenn ich wollte Schmuck begehren. . Laßt euch grosse Titul geben, die ihr hoher Sinnen seyd. Ich verlange nicht zu streben naeh der⸗ gleichen Eitelkeit. Wer mich et⸗ was nennen will, nenue mich des Creutzes Ziel, denn es will mir sonst kein Ruͤhmen, als in Christi Creutz geziemen. 6. Nun, mein JEsu, deine Schmertzen, deine bittre Paßion, deine Seelen⸗Angst im Hertzen, deine scharfe Dornen⸗Cron, deine Bande, deine Noth, deine Wun⸗ den, deinen Tod, nenn ich meinen Ruhm auf Erden, er wird es auch ewig werden. Matth. 26. und 27. gantz. 9798. In berandter Melodey. Mensch, bewein dein Suͤnde ö groß, darum Christus seins Vaters Schooß aͤussert, und kam auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart, fuͤr uns er hie ge⸗ gab, und legt dabey olt Krauckheh und mit hohren ward, er wollt der Mitiler werden. Den Todten er da behn er mit sich ab, bis sich die Zeit herdrange, da Verrather er fuͤr uns geopfert würd, üs merckt eben unser Suͤnden schwere Burd, ulich fangen. an des Creutzes Stange. 6. Als 2. Denn als das Feft der Juͤbn Ding, gar kam, JEsus sein Jünger zu sih guug, und si nahm, gar bald thar er ihnen s te: Wen 4 gen: Des Menschen Sohn vern G'walt? J 3. Zum Hohen⸗Priester er sih fuͤgt, den HErren zu verrathn Schwerdte luͤgt, nahm dreyßig Pfenih nicht trin b'hende: Bald JEsus mit sein macht er ge Juͤngern kam, und aß mit ihnn das Oster⸗Lamm, und thaͤt dassh zu Caipha be enden. Er setzt uns auf ein u und gebund stament, sein'n Tod zu b deuckh Hof hinein, bis ans End, wusch den Juͤngey Juͤnger ein die Fuͤsse, er bild't ihn'n fur V den HErre Liebe schon, und wie sie ihn wüln Jesum hat den verlahn, mit Trost thaͤt en Zeug nund beschliessen. men fuhret 4. Darnach er an den Oelben. Chrif trat, in Furcht und Zittern er di nicht, der bat, ach betet und thut wachen spricht, was Ein'n Steinwurf er bald fuͤrdul Ich b'schw ging, zu seinem Vater auch an mein, sag, fieng: O Bater, thu hie macheh nesein J daß dieser Kelch itzt geh von mi, gen; Ich denn alle Ding sind moͤglich du, Zeit werdt doch es gescheh dein Wille. Soschih ne weitin er zum dritten mahle bat, so ofte zur Nechte zu sein'n Juͤngern trat, sie schle der Bische sen all in Stille. und sprach 5. Er sprach: Schlaft ihr 9.Daße meinem Leid? Es ist gung, dis Er sprac Stund ist bereit, des Menschey wolln wir Sohn wird g'geben, in die Hand Er soil sie der Sünder, steh't auf, der mich ins Angef verraͤth/ der lauret hrauf, nun be, auf ihn ger tet ihr darneben. Als er noch redt/ hunn ver sieh Judas kam, ein ⸗ Moteet ein, und 24 E — — — zwerter Anhang. 615 —— 9 ten er da behn er mit fich nahm, mit Spiessen volt Krauckhah und mit Stangen, ein Zeichen der herdrange, din Verräther gab, welchen ich kuͤß, rt würd, tu merckt eben ab, den sollt ihr weis⸗ vere Burd, u lich fangen. auge. 6. Als IEsus nun wußt alle Fes der Zudt Ding, gar bald er ihn nentgegen Zünger zu sich giug, und sprach zu ihnen mit Gu⸗ dter ihn'n su ͤte: Wen sucht ihr hie mit solcher n Sohn verm G'walt? JEsum, sprach'n sie, und eutz geschlags fielen bald zuruͤck in ihrem Wüten. auf ber Jühm Zudas gab ihm den Kuß behend, ans Haus a der grausam Hauf auf IEsum stlichs Wassh rennk, und fingen ihn mit Grim⸗ übern HErn me, Petrus sein Schwerdt auszu⸗ Unger murnin cket recht, hieb ab das Ohr des Bi— raue gar nich schoss Knecht. IEsus antwortet m oerdriessen ihme: Hriester ersh 7. Ficht nicht, steck ein das zu verrath Schwerdte dein, soll ich den Kelch sig Psenih nicht trincken ein? Den Knecht sus mit sein macht er gesunde. Der Hauf JE⸗ aß mit ihnn sum zu Hannas fuͤhrt, und auch üd thaͤt dassh zu Caiphas da ruͤhrt, gesangen us auf ein Y und gebunden, Petrus folgt in den Hofhinein, durch den bekandten Juͤnger ein'n, verläugn't dreymal ihne den HErren, der Bischof fraget sie ihn wün IEsum hart, sie suchten falsche rost ihaͤt as Zeug n und Rath, ihn zu verdani⸗ men fuͤhren. ö g. Christus antwortet ihnen nicht, der Hohepriester zu ihm spricht, was willt du dazu sagen: Ich b'schwer dich bey denn GOtte mein, sag, bist du Christ der Soh⸗ ne sein? JEsus antwort't ohn Za⸗ geh von mit, gen; Ich bins, und sag, von dieser moͤglich di, Zeit werdt ihr des Menschen Soh⸗ Wille. Solchel ne weit in Wolcken sehen kommen, zur Rechten GoOttes sitzen fein, der Bischof riß ab das Kleid sein, und sprach: Iht habt vernommen, chlaft ihr 9. Daß er gelaͤstert Ott so sehr —. st gung, die Er sprach: Merckt auf! was Menschen wolln wir mehr? Sie sprachen: in die Han) Er soil sierben! und speyten ihm uf, der mich ins Angesicht, viel Backenstreich auf, nun be auf ihn gericht, mit Laͤster-Worten er noch redt/ 810 verdeckten ihn das AntlitzKoth, sein heilges Haͤuyt auch ein, und schlugen ihn mut Faͤusten Aschlugen, Pilatus sprach: Seht rosse Schaat 2• drein, sagt'n: Wer hat dich ge⸗ schlagen? Am Morgen fruh der Haufe gar fragten JEsum mit mancher Gfahr, thaͤten mit ihm bald jagen. 47 15. Und gaben ihn Milats b'hend, als Judas sah, wong us es lendt, thaͤt ihm die Sach yereuen: Das Geld uer bald den Priestern gab, und sprach: Ich sehr gefün⸗ bigt hab, erkannte seine Untreue, erhenckte sich, und barst entzwey, die Hoheupriester beyderley rath⸗ schlagten um das Gelde; eins Toͤpfers Acker kausten sie den Pil⸗ gern zum Begraͤbniß hie, als der Prophete meldet. 11. Als JGaus vor Pilato stund, erhub sich grosse Klag vhn Grund, thäten ihn hart verklagen: Dem Kaysr hat er zuwid'r gethau, und nennet sich auch 5Ottes Sohn, verfuͤhrt das Volck all Tage. Pi⸗ latus ihn viel fragen thaͤt, JEsus aber kein Antwort redt, das nahm Pilatum Wunder, er schickt ihn zu Herodes hin, Herodes freute sich auf ihn, meynt, wollt sehn was be⸗ sonders. 12. Als IEsus nun kein Ant⸗ wort gab, verachtet ihn Herodes drob, schickt ihn Pilato wieder. Pilatus b'rust die Juͤden, sprach: Den Menschen auch Herodes sah, und achtet ihn fuͤr bieder. Ein G'wohnheit ihr allwegen habt, darinn ihr ein'n Gefangnen labt, IEsum will ich losgeben, sie schryen all mit lauter Stimm: IEsum nur an das Creutze nimm⸗ Barrabam laß uns leben. 13. PilatusJEsum geisseln ließ, unter die Schaar ins Richthaus stieß, JEsus ein Purpur truge: Aus Dornen flochten sie ein Cron, die mußte durch sein Haupte gahn, mit ein'm Rohr sie ihn schlugen, und grußt'n ihn ein'n Koͤnig mit Spott, speyten auch in sein Antlitz an 294 den 616 den Mann, in dem ich kein Args finden kan, und hab nicht Stra⸗ sens Fuge. 2 14. Sie schryen all mit lauter Stimm, ereutzige, creutzig, den hinnimm, sonst bist nicht Kaysers reunde. Als nun Pilatus hoͤrt bas Wort, satzt er sich an des Rich⸗ zers Ort, wuich die Hand, wollt seyn ohn Suͤnde, gab ihn'n den Moͤrder Barrabam, bald er JE⸗ sum zu creutzgen nahm, nach ih⸗ rem salschen Willen, sein Kleider sie anthaͤten ihm, und fuͤhrten ihn mit grosser Stimm, das Creutz trug er mit Stillen. Iꝗ. Als sie nun giengen aus mit Zweyrer Anhang. —— — andre viel lästerten Gott: bu der von GOtt kame ꝰ/ 13. Bist du nun GOttes litbn Sohn, steig itzt vom Creutz, dir davon, das thaten auch di Schaͤcher; doch einer sich zun andern kehrt, GEsus Unschuld g ihn da lehrt, sprach: JEsu, deng Mein nachher, o du kömmef ii Reiche dein, er sprach: Heut win du hey mir seyn wohl in dem deise. Ein Finst'eniß ward sechsten Stund, um neun un JEsus schrey von Grund, mit lan ter Stimm, nicht leise: 19. Mein GOtt, mein Goth ihm, zwungen sie Simon in dem trüge. Viei Volcks und Frauen wojnten da, bald JEsus sprach,als er sie sah, thaͤt sich zu ihnen biegen, uUnd sprach: Weinet nicht uber mich, ihr Toͤchter Zion, bewein sich ein jeder und sein Kinder, ihr werdt noch selig sprechen die Un⸗ fruchtbarn und die säugten nie, vor Furcht und Quaal der Sünde. 16. Sie kamen bald zur Sche⸗ delstatt zween Uebesthaͤter da man hat, die man ans Creutz auch schlu⸗ der Hauptmann sprachen: Fuͤrwahr der Frommt Gottes Sohn der zen ge, zur lincken und zur rechten Hand, wie es die Schrift laͤngst hat dekannt IEsus bat, sprach mit get Fuge: Verzeih ihn Vater diese That, keinr weiß, was er hie ge⸗ brach'n die than hat. Pilatus that auch und Latein: JEsas ein Koͤng der Juͤden fein; das that die Priest'r betruͤben. 7. Als JIEsus nun geereutzigt war, sein Kleider sie bald nahmen wahr, und spielten druͤb'r behende. Auch Jesus da sein Mutter sah⸗ dazn Johannem, bald er sprach: Weib, diesen ich dir sende, dis ist dein Sohn. Zum Juͤnger spricht: Das ist dein Mutter laß sie nicht: bald er sie zu sich nahme. Die Hohenpliester trieben Spott, auch ten sie hald Eßig, und gaben ihn Grimm, daß er ihmis Ereutz nach⸗ ser und Blut, ders hat gets gut, die weiter. ö 2. Nachdem als nun der Abend kam, Joseph der Fromme, IEsum nahm vom Creutz, ihn zu begrn ben: Dazu auch Nicodemus kam, viel Aldes und Morrhen nahmp damit sie Jesum haben gewicken in ein Leinwand rein, da war ein Grab in einem Stein, mit einen Felsen neue, darinn sie Esum leß ten schon, ein Stein Wichinng wie laß st du mich/ in Spott brach zu trincken. suchet haͤtt, ist, das ich thaͤt sein Haͤuptliesn da sincken; o Vater! in die Hin de dein, befeyl ich dir den Geish mein/ schreyr er mit lauter Stim me, gab auf sein'n Geist. On Vorhang b'hend im Tempel res entzwey iu End, die Felsen wal chen ihme. ö Als JEsus den vnn a0. Das Erdreich auch erzitten war, die Graͤber wurden offendarz und sein G'sind 9˙ h b1 5 bas ugen ihr Hertz gu chwinde. Als sie den Schachen Bein, war IEsus todt, brachen ihm kein, und stachen auf schreihen Hobraisch, Griechisch sei ein Seiten, es rann daraus Waiß hat gesehen zen Schrift zeugets auch ö wod sprach er: Vollbrach —— M ward gecha mit Reue. 32. Die J Hi Kiag, bewas ten Tag, G'walte, al mer maͤcht Reiche braͤ Gstalte, lich seyn, d Pam fein, Chrisi uns, der Se iu die Hoͤl auch den e 2˙23 danckbar set grosse Pein leben: au Eünden fe Wort so h Nacht dar erzeigen jet hat an un Leid'n unt schen ⸗Kind GOttes 3 thu dich d Matth. 16 9. In 2 Men stun getragen, Creutzesst. plagen. Geduld, 1 schuldt. 2. Den fuͤr die bet bedeucken grossen E doch ged sre Last. 3. Du wie ein L sagen, ul des⸗Kam: 4. Sol letzten N ame ꝰ/ GoOttes lieln om Creutz, Klag, aͤten auch Ii einer sich zun Unschuld g IJEsu, deng kommestin ch: Heut win Ain dem Pann niß ward I im neun uh rund, mit lan se: mein Gou n Spott brach md gaben ihn Esus den vn r: Vollbrach uHdunt ließn in die Hau dir den Geist lauter Stimw. „Geist. Du Cempel raß ie Gelsen wih Auch erzitten. rden osfenhaß osein Gsindi der Fromm Bohn der zun ihr Hertz ga en Schaͤchenn Isus toh d stachen auf daraus Wis t gesehen en zeugets auch iun der Abend hn zu begrn odemus kam, rrhen nahm, ben gewickel V da war ein n, mit einem ICsum leh auch druͤber wald n ptt: M ward gethan, und giengen hin zweyter Anhang. 6¹7 t Reue. m. Die Juͤden fuͤhrten noch ein bewahrtens Grab an drit⸗ ten Tag, IEsus stund auf mit Gwalte, auf daß er uns ja sröm⸗ mer maͤcht, und mit ihm in sein Reiche braͤcht, aus der sundlichen Gitalte, Darum wir vollen fröͤ⸗ lich seyn, daß unser Seligmacher fein, Ehristus hat uͤberwunden für nus, dar Sünden grosse Noth, da⸗ in die Hölle und den Tod, und auch den Teufel bunden. * 23. So laßt uns ihm nun danckbar seyn, daß er fuͤr uns leidt grosse Pein, nach seinem Willen leben: auch laßt uns seyn der Cünden feind, weil urs GOtt's Wort so helle schrint, Tag und Nacht darnach streben; die Lieb erzeigen jebermann, wie Christus hat an uns gethan, mit sein'm Leid'n und Sterben: O Men⸗ schen⸗Kind betracht des recht, wie GoOttes Zorn die Suͤnde schlaͤgt, thu dich dafür bewahren. Matth. 16, 24. Will mir jemand. 999. In eigener Melodey. O Meunsch, schau JEsum Chri⸗ getragen, und sich fuͤr dich am Creutzesstamm erschrecklich lassen plagen. Schau, wie er leidet mit Geduld, und hat doch nichts ver⸗ schuldt. 2. Denn dieses ist die beste Ruh fur die betruͤbte Hertzen, wenn sie bedencken, o JEsu, wie du mit grossen Schmertzen, unschuldig, doch geduldig, hast getragen un⸗ gehst zur Schlachtbanck, wie ein Lamm, ohn alles Wider⸗ sagen, und mich mit deinem To⸗ des⸗Kampf, mit Trauren, Zittern, sre Last. 3. Du — Zagen, dem Teufel aus dem Ra — 405. durch deinen Todes weiß. ö 4. Solch Blut⸗Schweiß in der letzten Noth mein arme Seel er⸗ stum an, der GOttes Zorn quicke; Wann ich soll ringen nrit dem Tod, auch deinen Engel schen cke, der mich wie dich, am Oꝛrle⸗ Berg, mit reichem Troste starck. v. Und daß der Geic der Trau⸗ rigkeit in Angst mich nicht erschre⸗ cke, vom Schlafe schnoͤder Sicher⸗ heit durch deinen Geist mich we⸗ cke; Ich habe manchen Fall ge⸗ than, sieh mich wie Petrum an. 6. Laß nlich beym fremden Feur der Welt auch deinen Jüͤnger nennen; ob man mich schen ver⸗ aͤchtlich haͤlt, dich ungeschent be⸗ kennen, und in Varachtung, Spott und Schmach dir willig folgen nach. 7. Dein Schmertz in Wund und Naͤgelmaal, in Striemen, Beulen, Schlaͤge, sey mir ein Artzn ey wi⸗ der all die Luͤste, die sich regen in meinem argen Fleisch und Blut, das gar nichts gutes thut. ö 8. Die Veitsihen und die Dor⸗ nen⸗Cron laß meiue Wollust stil⸗ len; Laß mich vor deines Vaters Thron, im Purpur ⸗Mantel huͤl⸗ len. Des Glaubens Rohr, das schwach vor sich, nicht vollend gar zerbrich. 90 6. Und wenn ich nun das Creu⸗ tze dir mit Simion soll nachtragen, so gib Geduld und Staͤrcke mir, und laß mich nicht verzagen; obs nienschlich scheinet, als mich Ott verlassen haͤtt in Noth. 10. Damit den Kelch und bit⸗ tern Wein, den deine Hand mir giebet, ich trincke nach dem Willen dein wenn ich auch bin detrübet, mich, wie dort delne Mutter, troͤst, der du mich hast erloͤst. ö 11. Ach HErr, gedencke meiner Noth, Und deine Seit herrecke, wann mich verschlingen will der Tod, daß ich mich drin verstecke, und niemand anders meine Seel, Jals deiner Hand besehl. 12. Das Seiten⸗Wasser, wel⸗ ches rein, mit Hlut vermischt ge⸗ flossen, laß mich zunr Sirges Zei⸗ 24* chen 618 zweyter Anhang. chen seyn, wann letztlich auf mich stossen, Tod, Teufel, GOttes Zorn und Sind; daß ich sie uberwind. 13. Sprich mich fuͤr deinen Va⸗ ter an, daß er mir nicht zurechne, was ich unmissend oft gethan, auch was ich sonst verbreche; weil schon durch deinen Tod völlbracht, was mich verdammlich macht. 14. Denn dein Tod bringt das Leben mir, das hast du mir erwor⸗ ben; daß ich dort ewig lebe dir, bist du fuͤr mich gestorben, und auftrlanden, daß ich sey, wo du itzt herrschest frer. F. In solchem deinem Para⸗ deiß, o JEsu, mein gedencke, auf daß ich dich auf ewig preiß; aus lauter Gnaden schencke, für dieser Welt Drübseligkeit, des Vaters Herrlichkeit. Es. 53, 2. Er hatte keine Gestalt. 100⁰0. N. Ach was soll ich Sund. O so hast du nun dein Leben fur das meine hingegeben, IE⸗ su/ mesne Freud und Ruh! bist dn nun fuͤr mich gestorben, und hast mir das Heil erworben, du ver⸗ Mun wundte Liebe du! ‚ 2. Freylich ja, du bist gestorben, daß du mir das Heil erworben, lie⸗ Funcken von sich geben, ist all ö ser Thun umsonst. ö 6. Ach! was soll ich weiter s gen? Du bist auch so gar zerschh gen, daß mir Hertz und Sent weint: Deine Schultern sind an schmissen, und dein Haupt so zerrissen, daß es scheint. 7. Du bist gantz mit Blut uy flossen, welches du fuͤr mich ven gossen, aus dem tiessten Lebeng Grund, alle Glieder sind zerren cket, und was meyr mein Herse kräͤncket: Dein verliebres Han ist wund. lauter Wundt tzens: o du Hertze meines Hen o daß ich meins Hertzens Lebey moͤchte haben hingegeben, und sür dich verwundet seyn. 2. Weil dirs aber so gefallen, daß du, Treuester, sür allen, mal net wegen das gethan: Will auch ich mich zu dir strecken, und dein theures Blut auflecken, weil mein d sich ruͤhren kan. 10. Deine Wunden will ich küß sen, und das liebste Hertze gruͤsfen, wie ich immer kan und weiß: Dei gest so elende todt; Nicht ein Athem ist zu spühren, nicht ein Glied kanst du mehr ruͤhren; Ach der unerhoͤrten Noth! 3. Deine Lippen sind verblichen, und dein Geist von dir gewichen, alle Kraͤfte sind verzehrt: Alle Rosen deiner Wangen sind verwel⸗ cket und vergangen, alle Schoͤn⸗ heit ist verheert. 4. Dein erfreulich Angesichte, ist uun worden gantz zunichte, dei⸗ ne Stirn ist ungestalt: Ja dein Augen, meine Sonne, sind verlo⸗ schen und zerronnen, alles ist ver⸗ stalt und kalt. Feuer fin⸗ Gewuͤrtz und Myrrhen legen, und ihn ehr'n mit grossem Fleiß. II. Gib nur, wenn ich dich so kasse, daß mir Seel und Geist zetz fliesse, daß mein Hertze werde weich; daß der Balsam deiner Wunden heile meiner Seelen Schrunden, daß mein Geist dein Hertz erreich 12. Deun ich will mich, o mein Leben, in dein offnes Hertz bege⸗ ben, als iden besten Felsen⸗Stein: Weil man vor dem Grimm der Wellen, kan darinnen sicher seyn. Joh. 1,7. Das Blut JEsuChristi. 5. Ach! wo werd ich den, mich hinsuͤhry anzuzunden in der ewgen Liebes⸗Brunst! wenn dein Augen, o mein Leben, keine 67 * ö O theures Blut Crothe Fluth! wie quillst du aus den Wun⸗ 1001. M. OTraurigkeno Serz. ö den, sehrn 3.O der Wunde!o des Schmep tzens! o du Artzney meiner Peihl nen Leichnam will ich pflegen, in Hoͤllen, vor der Welt und ihren — den/ die mit sus hat em 2. Ach the ich muß mit sonsten kan Labsal habe 3. Fleuß ihr Ruh, w get, wann! und nach& 4.0 6 den⸗Thron, lebe, und a eine grüne 5. Jch S gerecht, me Segen, dat Kind mein 6. Ich d Zier, daß d du sterbend bestritten. 7.0 Pel⸗ laß solcher maͤn endlit Grab vers 8. Danr ich soll, ur men, komr mich zu he Matten, b Baum, sil ten. Dei schuͤtzt, r kracht un 2. Keit und kein 2 den; Sei Sinn, wi laden; er noch ein v 3. Er e der Fruck wird dad Lust inni O wie su wer sie v⸗ eben, i 1 222 ist ali den, die mit unerhoͤrter Angst IE⸗ Uich weitersh sus h o gar zerschi rtz und Sesh ultern sind zin Haupt so sehn auter Wundt mit Blut uny fuͤr mich biy jessten Lebeng er sind zerren r mein Her rliebtes Herz des Schmen meines Hen meiner Peihl ertzens Leben zeben, und sür „ so gefallen, ur allen, mei n: Will auch ken, und dein en, weil mein mn. n will ich küß ertze gruͤssen, d weiß: Dell ch pflegen, in n legen, und Fleib. n ich dich so ind Geist zet dertze werde lsam deiner ner Seelen u Geist dein nich, o mein Hertz bege⸗ sen⸗Stein: Grimm der und ihren sicher seyn. EsuChristi. teit o Herz. vrhe Fluth! 5 den Wun⸗ den, ei eine grüne Rebe. Segen, dann ich zweyte rAnhang. 6¹9 at empfunden. 2. Ach theurer Fluß! ach Fluß, ich muß mit dir die Seele laben! sonsten kan sie in der Welt keinen kabsal haben. 3. Fleuß auf sie zu, und schaff ihr Ruh, wenn sie die Suͤnde na⸗ get, wann si esuͤhlet Hoͤllen⸗Angst, und nach Troste fraget. 4. GOttes Sohn, mein Gna⸗ den⸗Thron, du stirbst, auf daß ich lebe, und an dir, o Weinstock, sey 5. Ich Suͤnden⸗Knecht bin nun gerecht, mein Fluch wird mir zum bin des Hoͤchsten Kind meines JEsu wegen. 6. Ich dancke dir, o Himmels Zier, daß du fuͤr mich gelitten, daß du sterbend meinen Tod ritterlich bestritten.. 7.O Pelican lo reiner Schwan! laß solches mich bedencken, bis man endlich meinen Leib wird ins Grab versencken. 8. Dann leb ich wol, gleich wie ich soll, und sterb in deinem Na⸗ men, komm, du theures A und O, mich zu holen, Amen! M. Sim. Dach. Hoh. Sal. 2,3. Ich sitze unter dem. 1003. M. JEsus meine zuvers. S'eig, wer ihm suchet Raum auf den gruͤnen Friedens⸗ Matten, bey des heil'gen Creutzes Baum, sitzend unter seinen Schat⸗ ten. Denn er bleibet wohl be⸗ schuͤtzt, wenns gleich donnert, kracht und blitzt. 2. Keine Sonne brennet ihn, und kein Mond kan ihn nicht scha⸗ den; Sein Gemuͤthe, Hertz und Sinn, wird mit keinem Weh be⸗ laden; er ist sicher, daß nicht Gift, noch ein Unheil ihn betrifft. 3.Er erquicket seine Brust mit der Frucht, die auf ihn stehet; wird dadurch nach Wunsch und Lust inniglich zu GOtt erhöhet. 4. Seine Seele wird getröst, wie ein Schaaf auf srischer Weie den, wenn sie den, der sie er loͤst, so verliebet siehet leiden: Wenn der Balsam auf sie fleust, der sich reichlich da ergeußt. 5. Kommet her ihr allefamt, die ihr schwach und abgemattet, setzt euch unter diesen Stammi, daß er eure Seel beschattet; eilt dem heilgen Creutze zu, denn ihr findt da wahre Ruh. 6. JEsu! laß mich fuͤr und suͤr unter deinem Ereutze bletben: Laß mich keinen Feind von dir, und aus deinem Schatten treiben. Denn dein Ereutz und deine Pein ist mein Trost und Ruh allein. Ps. 71,9711. Entsuͤndige mich mit. 10²3. In bekandter Melodey. erwundter Heiland! sieh nicht an, daß ich so mißgehandelt, und mit den Suͤndern auf der Bahn der Bosheit hab gewandelt; ich konnne nun zu deinen Füssen, und kuͤsse dich mit tausend Kuͤssen. 2. Die Zunge bebt und spricht nicht viel, das Haupt sinckt zu der Erden, die Thraͤnen sagen was ich will, es reden die Geberden: Er⸗ hoͤr mein Hertz, v grosse Guͤte, und das zerknirschete Gemuͤthe. g. Laß mich nur solche nad und Huld, wie Magdalen erlangen, und die Vergebung meiner Schuld aus deinem Mund empfangen: Heiß mich so voller Trosts aufste⸗ hen, und gleich wie sie befriedigt gehen. 4. Ich will dich lieben ohne Maaß und nimmermehr verlassen, mit Hertzens, Thraͤnen machen naß, und als ein Kiud umsassen; ich will dich lieben meine Seele, gib mir nur deiner Wunden Dele. . Ihr armen Fuͤsse send gekuͤßt, die ihr fuͤr mich zerschlagen, die ihr suͤr meine Thaten bößt, und traget ineine Plagen: Hätt ich doch nie gelebt in Zuͤnden, daß ihr O wie suß ist diese Frucht! selig, wer sie recht versucht. nicht duͤrstet dis empfinden. 6. Ver⸗ 6³½⁰ zweyter Anhang. . Verstoßt mich doch nicht, weil mirs leid, weil ich die Schuld betenne; vergeht, weil ich mich alldereit von Hertzen ener nenne: Gebt, daß ich des Verdiensts ge⸗ — 0 das ihr erwerbt, ihr heilgen üsse. Rom. 3, 25. GOtt hat Christum. I04. Mel. Ach Stt vom Him:. Nenn dein hertzliebster Sohn, Wẽ rOtt, nicht waͤr auf Er⸗ den kommen, und häͤtt, als ich in Sünden lodt, mein Lleisch nicht angenommen, so müßt ich armes Würmelein zur Hoͤllen wandern in die hein, um meiner Suͤnde willen. 2. Jeʒt aber hab ich Ruh und Rast, bart nimmermehr verꝛagen, weil er die schwere Sunden⸗Las fuͤr mich hat selbst getragen, er hat mit dir veroͤhnet mich, da er am Cr ich selig wuͤrde. eutz ließ toͤdten sich, auf daß 3. Drum ist getrost mein Im und Much mit kindlichem Vi trauen: Auf dis sein Rosinsah nes Blut will ich mein Hofuum bauen, das er fuͤr mich vergosfh har, gewaschen ab die und mir das Heil erworben. . In seinem Blut erquick ih mich, und komm zu dir miit dren den, ich suche Gnad demuͤrhiglich von dir soll mich nichts scheiden Was mir erworben hat den Sohn, durch seinen Tod und May ter Cron, soll mir kein Teusl nauben. . Nichts hilst mir die Gerech tigkeit, die vom Gesetz herruͤhrn Wer sich im eignen Werck ersreut, wird jaͤmmerlich versühret, de HErren IEsu Werck allein dat machts, daß ich kan selig seyn, da ichs im Glauben fasse. Jaoh. Seermann, ö Oster⸗Lieder, von der Au Joh. 14, 19. Es ist um ein Kleines. I00J. Ui. Uieinen Jesum laß. Esus lebt! so leb ich auch; denn sein Leben ist mein Leben; er hat mir den ersten Hauch hier zum Leben selbst gegeben; mimmt er den nun wie der hin, ey so leb ich doch durch ihn. 2. JESilS lebt! ich bin sein Glied schon in meiner Taufe wor⸗ den: Weil sein Wesen in mir blüͤht, schreib in mich zum Chri⸗ sten⸗Orden. Ich bin goͤttlicher Natur/ lebe doch in JEsu nur. . IEsus ledt! mein Glaube sprichto, der mich vest mit ihm ver⸗ bindet! Ausser diesen hab ich nichts, da mein Hertz das Leben findet. Er ist Kraft unh Gaft in mir, lebet in mir fuͤr unb fuͤr. 4. IEius lebt! drum weg, 6 Welt! weil bey dir mehr Tod als Leoen; welchen deine Luß gefallt, vat des Himeis sich degeben; der lebe recht, der, wenn er ferstehung JEsu Christi. JEsus lebt! nun komm, 6 Tod! mich in JIEsus Schooß u setzen. Dorten wird mich keine Noth/ wo mein JEsus lebt, verlen Beu. JIEsus lebt, so fahr ich hin, ws ich ewig lebend bin. ö Joh. 11,25. 26. Ich bin diedluferst. 10⁰6. M. Vader Unser im im. NI daucket GOrt ihr Chrusten all, und jauchiet ihm mit grossem Schall; dieweil er seiner Gottheit Macht durch seinen Sohn an Tag gebracht: Triumph, Criumph, schrey alle Welt, denn IEsus hat den Feind gefaͤllt. 2. Er ist erstanden von dem Tod, der Lebens⸗Fuͤrst, der wahre GOttz er hat des Seufels Burg zerstoͤhrt, und Gortes Himmelreich ge⸗ mehrt, Triumoh, Triumph/ ꝛc 3. Er ist erschienen wie ein Blitz, Missethahj f und hat bethoͤrt her Feinde Witz, ein Leiden, seitt Haupt ti Hlantz, den und fern. 6. Er ist und herrihe er lebt vol und hörten Preis, Trit 7. Drun Christen all grossem Sa auch aufer reude geh umph die g sus hat den 1Cor. 15,53 1007. M. un hat Lamn das Lehenn au Hoͤll ni ein wahre Triumph, Halleluia. 2. Sein! mehr Biut Schlangen nun zerknin Creutz so sr 3. Der hullt, sein stillt; sein Angst und sein Hertz! 4. Wo if zetzt? Mo Witz? We und Sieg? nun Krieg er hat erwiesen mit der That, was 20. 24t der lebe slirbt, JEsus Leden dort eewirbt. Triumph, schrey alle Welt 401½% 11.07½4 er imvor verkündigt hat. Triumph, Koth geleg Zweyrer Anhang. 6²¹ +.——— b. roß mein mj Er hat nun Aberwunden gar dort und hier, und euer Leid waͤhrt ndlichem Vn ein 1 mein Hofuh mich lut erquick ig dir niit Frey demüthiclich ichts scheidgn en hat dei Tod und May kein Teufl r die Gerech etz herrührn Verck erfreut, kführet, de c allein dab alig seyn, du Heaermann, ö un komm,/ o Schooß u mich keine lebe, verle fahr ich hin Hin, i die Auferst. ser im im. ihr Christen ihm mit eil er seiner E — 2 — 2 — ndemTTod, ahreOttz gerstoͤhrt, lreich y myh, ꝛ:ꝛ ie ein Blitz, inde Witz, That, was Triumph, elt ꝛc. ½ 9%4. zin Leiden, Trübsal und Gefahr; sein Haupt traͤgt schon mit grossem Hlantz, den enig grünen Lörbeer⸗ Cranü. Triumph, Triumph, schrey alle Welr, denn JEsus hat den Feind gefälllt. 5. Die Wunden, die er hier em⸗ pßis, da er ant Creutz genagelt hmg/ die leuchten wie die Morgen⸗ Stern, und strahlen von im weit und sern. Triumph, ꝛ. 6. Er ist nun voller Seligkeit, und herrschet über Ort und Zeit, er lebt voll Freud im Varadeis, und hort mit Lust sein Lod und Preis, Driumph, Triumph, ꝛc. 7. Drum dancket SOtt, ihr Christen all, und jauchtet ihin mit grossem Schall; ibe sollt mit ihm auch auserstehn, und in die ewge Freude gehn. Drum schrey Tri⸗ umph die gantze Welt, denn JE⸗ sus hat den Zeind gesallt. 1Cor. 18,55²½/ Der Tod isl versch. 1007. MN. Vater Unser im HZim. Mun hat das heilge GOttes⸗ emm, dem man am Creutz das Lehen nahm, den schoͤnen Sieg au Hoͤll und Tod behauptet als ein wahrer GOtt. Triumph, Triumph, Vietoria, und ewiges Halleluuia.. 2. Sein Fersen⸗Stich gibt nicht mehr Blut, verschwunden ist der Schlangen⸗Muth, ihr Haupt ist nun zerknirschet gar, das bey dem Ceeutz so freche war. Triumph, ꝛe. 3. Der Drache hat sich einge⸗ huͤllt, sein Trotz und Frevel ist ge⸗ stillt; sein Gift macht ihn selbit Angst und Pein, und dringet auf sein Hertz hinein, Triumph, ꝛe. 4. Wo ist, o Tod, dein Stachel jetzt? Wo habt ihr Teufel euren Witz? Wo ist der Hoͤllen Macht und Sieg? Wer fuͤhret wider uns nun Krieg? Triumph, ꝛe. 5. Das Lamm, das der Welt Suͤnde traͤgt, hat eure Macht in Koth gelegt: Es herrschet kraͤftig fuͤr und fuͤr, Triumph ꝛc. 6. Ja, liebster Heiland! deine Krast hat uns nun Fried und Ruh geschast: Gantz matt sind, die Uns drengen sehr, und gelien fort und sort nichts mehr. Triumph ꝛc. 7. Mas murret ihr, ihr Tensel, uoch? was sperret üch der Hellen⸗ Loch? und dursen GOttes seiner Schaar noch Marter draͤuen und Vefahr. Triumiph, ꝛe. 5 1. Das Laͤmmlein, das erwuͤr⸗ get war, bricht evren Muth und Rachaier gar; der Low aus Juda steht uns bev, und mocht von eu⸗ rem Garn uns frey. Triumph, ꝛc. 9. Der Simson bricht der Höl⸗ len Thůͤr, der kuůͤhne David bricht herfuͤr, der Woliath llegt schon ge⸗ streckt, und die Philister sind er⸗ schreckt. Trinmph/ ꝛc. 10. Du Heiland, on behernter Held, hast aller Feinde Muth ge⸗ faͤllt, indem du aus dem Greb auf⸗ siehst, und wieberum zum Leben gehst. Triuniph, ꝛe. 11. Was wollen swir denn fuͤrch⸗ ten sehr des Tobes Macht das hoͤll'sche Heer! laß ioden, was da will und kan! tritt nur den Hampf srisch mit ihen an. Triumpy,/ ꝛe. 12. Ist deine Macht s Menich, gleich schwach, so hält dein Hei⸗ land hinten nach, durch dessen Kraft wirst du bestehn, und dein Feind muß zu Boden gehn. Tri⸗ umph/ Triumph/ Victoria/ꝛc 13. O Heiland, hilf zu jeder Frist! der du vom Tod erstanden bist; tritt her zu uns in aller Noth, fuͤhr uns ins Leben durch den Tod: Triumph, Triumph, Vietoria, und ewiges Halleluja. ö ICor. 15,%½. Christus ist auserst 1006. In voriger Melodey. riumph, Triumoh! es koͤmmt mit Pracht der Sieges; Fürst heut aus der Schlacht: Wer sei⸗ nes Reiches Unterthan, schau heu⸗ te sein Triumph⸗Fest an. Tri⸗ — umpö, 62² umph, Triumph, Vietoria, und ewiges Halleluja! a. Juͤr Freuden Thal und Wald erklingt, die Erde schoͤnes Blum⸗ Werck bringt: Der Zierath, die Tapecerey zeigt, daß ihr Schoͤpfer Sieger sey, Triumyh, Triumph, Vietoria, und ewiges Halleluja! 3. Die Sonne sich aufs schonste! schiuͤckt, und wieder durch das Blaue blickt, die vor Pech⸗schwartz im Drauer⸗Kleid beschaut den Blut⸗ und Todes⸗Streit. Tri⸗ umph, Triumph, Vietoria, ꝛc. 4. Das stille ramm jetzt nicht mehr schweigt, sich muthig als ein Loͤw erzeigt: Kein harter Fels ihn haͤlt und wingt; Grab, Siegel, Riegel, vor ihm springt. Tri⸗ nmoh, Triumph, Bietoria, ꝛc. 5. Der andre Adam heut er⸗ wacht, nach seiner harten Todes⸗ Nacht, aus seiner Seiten er er⸗ haut uns, seine theu'r⸗erlofte Braut. Triumph, ꝛc. 4. Wie Aarons Ruthe schoͤn ausschlug, am Morgen Blüth' und Mandeln trug; So traͤget Frucht der Seligkeit des Hohen⸗ Priesters Leichnam heut. Tri⸗ Amph, Lriumph, Vietoria, ꝛc. 7. Nun ist die Herrlichkeit er⸗ kaͤmpft, der Suͤnden Pest undGift gedaͤmpst; der schweren Hand⸗ schrift Kluch und Bann vertilgt hier mein Erloͤsers⸗Mann. Til⸗ umah, Triumph, Vietoria ꝛc. 8. Du liebe Seel, bist ausgebuͤrgt, der hllische Tyrann erwürgt, sein RauhsSchloß und geichworne Rott ist gautz zerstoͤhrt, der Tod ein Spott. Triumph, ꝛe. ů 9. Hier liegt der stostze Velial, die Höllen⸗Burger allzumal sind samt dere schwefel⸗Burg zerstoͤhrt, kein Feind sich wider uus euport. Triuniph, Triumph, Vietotia, ꝛe. 10. HErr IEsu, wahrer Sie⸗ geo-grs, wir glaͤuben, daß du scheucken wirst uns deinendrseden, den dn brxacht mit aus dem Eaab Iweyter Anhang. und aus der Schlacht. V den das Lebe umph, Iriumph, Vietoria, ꝛe. weil er nach! 1. Triumph, Tyiumph! dih die Feinde S ehren wir, und wollen durchdih 7. Drum kaͤmpfen hier, daß wir als Reich an den Stre Genossen dort dir folgen durchds wunden: E Sieges-Pfort. Triumph, I. den weit in! umph, Vietoria, und ewiges Hul der Feinde eluja! H. Ammersbah sehst, und in Coloss. 3, I. 2. Seyd ihr nun mi und ZOtt in 1009. U. Nun freut euch liedn z. Scheu Wo auf, mein Hertz, IN noch Tob, Nacht ist hin, die Sounsi Rachen: De aufgegangen, ermuntre deinm nicht Noth, Geist und Sinn, den Heilandj Schwachen, umfaugen, der heute durch di der Welt, a Todes Thür gebrochen aus den—. Grab herfuͤr, der gantzen Weltih Wonne. 3. Steh aus dem Grab d Ps.118,1. 1 Sünden auf, und such ein neun 1010. WM. 2 Leben; vollfuͤhre deinen Gll rch Ole beus⸗Lauf, und laß dein Hertz s JEsu heben gen Hinimel, da dein Jeih und Hertzer s/ und such, was droben, als e sen, willst a Christ, der geistlich auferstanda uns befinder 2. Vergiß nur, was dahinm ge das Hon ist, und tracht nach dem, u a2. Man droben, damit dein Hertz zu jeün in him ilis. Frist u JEsu sey erhoben: Tu auch auf E uuter dich die boͤse Welt, und sun hoͤren. So be nach des Himmels⸗Zelt, ul nichrs süsse IEsus ist zu finden. die Gabe de 4. Qualt dich ein schwerer Sun 3. O J gen⸗Stein, dein JEsus wird ihn der sich bei heben; es kan ein Christ vey Ern milde, wer zes⸗Wein in Freud und Wonne ii wie bist du! ben. Wirf dein Anliegen aufdis Blinden!! HErrn, und sorge nicht, er i sen, wenn nicht sern, weil er ist auferstandei. 4, O J v.Gehemit Maria Magdalh ten Güter und Salome zum Grabe, die su Lebens, du dahin aus Liebe gehn, mit ihm Wo du bif Salbungs⸗Gabe; so wirst du sehn verbleichen daß JEsus Christ vom Tod hei nem Verlar auferstanden ist, und nicht ii F. Die 3 Grab zu sünden. kean es nich 6. Es hat der Loͤd aus Jud niemand ir Stamm heut siegreich uͤberwu Erfahrung den, und das erwuͤrgte GOtte ben getriebe Lamm hat, uns zum Heil, 0 dich, JEsu F— chlacht. A ben das Leben und Gerechtigkeit, Zicteria,. mweil er nach überwundnem Streit Sreumph! dih die Feinde Schau getragen. llen durchdih/ Orum auf, mein Hertz, fang vir als Reich an den Streit, weil JEsus uber⸗ olgen durchih wunden: Er wird auch uͤberwin⸗ rinmph,, Il den weit in dir, weil er gebunden nd ewiges H der Feinde Macht, daß du auf⸗ Ammersbah siohst, und in ein neuesgeben gehst, d ihr nun m und 5Ott im Zlauben dienest. ut euch liede“ 8. Scheu weder Teufel, Welt in Hertz, IN noch Tob, noch gar der Hoöͤllen „ die Sounst Rachen: Dein IEsus lebt, es hat untre deiug nicht Noth, er ist noch bey den en Heilaud Schwachen, und den Geringen in winden. 9. Ach, mein HErr JEsu! der du bist von Todten auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List, und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10. Gey hochgelobt in dieser Zeit von allen GOttes⸗Kindern, und ewig in der Herelichkeit von allen Ueberwindern, die überwun⸗ den durch dein Blut! HErr JE⸗ su! gib uns Krast und Muth, daß ute durch du der Welt, als ein geeroͤnter Sie⸗ wir auch uͤberwinden. chen aus den untzen Welti uch ein neun 1010. M. Ach alles was Himel. deinen Glah rch blofses Gedachtniß, dein, dein Hertz sh IEsu geniessen, kan Sinnen da dein Jeih und Hertzen wie Honig durchsuͤs⸗ roben, als h sen, willst aber du solber bich bey auferstande uns befinden, muß alles, geschwei⸗ was dahing ge das Honig verschwinden. ch dem, un 2. Man singet nichts schoners Hertz zu sun in himmlischen Choͤren, man kan hoben: Trih auch auf Erden nichts lieblichers Velt, und sin hoͤren. So ist auch im Dencken sels⸗Zelt, u nichts süͤssero zu loben, als JEsus, die Gabe des Vaters von oden. schwerer 3: O JEsu, du Hoffnung, des sus wird ih der sich bekehret, wie bist du so rist vey Cuih milde, wenn man dich begehret! nd Wonne wie bist du so guͤtig im Suchen der liegen aufdu Blinden! wie wirst du denn heis⸗ nicht, er i sen, wenn man dich wird finden? auferstande. 4, O IEsu, du Süsse der inne⸗ ia Magdalh ten Guͤter, du Brunnguell des rabe, die su Lebens, du Licht der Gemüther. yn, mit ihm Wo du bist, muß aile die Freude wirst du sehn verbleichen, man kan es mit kei⸗ om Tod hei nem Verlaugen erreichen. nd nicht in 5. Die Zunge verstummet, und eeun es nicht sagen, so kan es auch w aus Jud niemand in Schriften vortragen: ich uͤbernu Erfahrung die lehret vom Glau⸗ rate GOtté ben getrieben, was die ses hedeute, Heil,* dich, JEsu zu liehen. Won der Himmelfahrt Esu Christi. •m Grab Ps.118,1f. 16. Man singet mit Fr. 6. Dich such ich im Bette des Nachts bis am Morgen; wenn ich mich im Zimmer des Hertzens rerborgen. So beinlich als oͤf⸗ fentlich, unter den Hau fen sieht man mich fuͤr Liebe dir, JE⸗ su, nachlaufen. sten Trabe, und suche dich, JEsu, des Morgens im Grabe, da muß ich im Dencken mich kraͤncken und winden, und winseln, dieweil dich kein Auge kan finden. 38.1So will ich das Grab denn mit Thraͤnen begiessen, so soll denn mein Nechzen die Hoͤle durchscbies⸗ sen. Drauf koͤmmst du, da will ich zum Fuͤssen hinknien, die faß ich und bin nicht herunter zu ziehen. 9. Rabbuni, du Koͤnig der himmlischen Wunder, so koͤm nist du, so siegst du noch immer inun⸗ der, oSuͤsse, die mmehr ais weneGor⸗ ten kan laben, wie brennt mein Verlangen dich immer en haben. 10. So bleib denn mein Liebster vor meinem Gesichte; erleuchte mich Armen mit himmlischem Lichte. Treib ferne das Dunckle vom Geist und vom Willeg, mich kleine Welt lieblich mit Lichte * II. Und zu fuͤllen. zweyter Anhang. 6³9 ges⸗Held, drum wirst du uͤber⸗ — 7. Ich geh mit Maria im eisrig. * 4 Zweyter Anhang.— II. Und weichst du, so komm. 2. Der HErr wird aufgem 3 Geistes 9 doch auch wieder zur Seelen, laß men, der gantze Himmel lachtn sie Himn Kuchten die Wahrheit ohn alles ihn gehn ale Frommen, die r n Feuer- 3 Verhelen: So wird sich bas Estle frey gemacht, es holen IEsum hbe ihnen ft der Welt, von mir krennen, ich die lautren Cherubinen, den fülten derer werde vor Liebe beginnen zu bren⸗len Seraphinen muß er willin sum machter — —ß—— Al.„ e, 2. Denn hast du mich, JESu, 3. Wir wissen nun die Sti welches so ge nicht ernßlich geliebet? Wie lieb⸗die unser Haupt erhoͤht, mit Geist nach die lich wie süß ises, meun man sich so sen zur Genuge, wie man i sich uͤberlaͤßt. übet! Viel kausend Ergtzung ist Himmelgeht. Der Heiland 6. Dann d bey dir zu spühren, es kan es ja voran, will uns nicht nach sich Gab wurd di niemand mit Worten aussühren.sen, er zeiget uns die Strassen, ab, so die Hey 23. Ist dern nicht in Lriden macht uns sichre Bahn. d i dein Hertze zerflossen? Hast du 4. Wir sollen himmlisch un nicht bein Blat wie die Stiohme den, der HErre macht uns Pinra vergossen? Daß ich, nun erloͤset, wir gehen von der Erden dortht mich GOtt kan vertrauen, und wo unser Schatz: Ihr Heni Rath, grosse ewig verhoffe sein Antlitz iu macht euch auf, wo Jesas hinm that. schauen.„augen, dahin ey das Verlangh g. Soͤhn v 14. Kommt, Seelen, kommt dahin sey euer LKauf. und Alt hat alle, lernt JEsum erkennen, bes. Laßt uns zum Himmel pih Gewalt weiß ginnet vor Liebe mit mir zu ent⸗gen, mit hertzlicher Begier, Ii gon der Chri byennen: Kommt, laßt uns ihn uns zngleieh auch singen: 0 9. Kuͤnstig süchen, mit Cifer auf Erden, da⸗IEsu, suchen wir, bich, o du Gol nach des Geis mit wir im Suchen noch bruͤnsti⸗tes Sohn, dich Weg, dich wahn tig ist der C ger werden.. eben, dem alle Macht gegehm Welt ist und . Weil er uns geliebet, so laßt dich unsers Hauptes Cron. 10. Künfti uns ihn lieben sonst wird ja die Lie⸗ 6. Ade it deinen Schatzem di Cron und des be durch Lieben getrieben, kommt, Truges⸗wolle Welt, dein Koth in Lohn. Wer laßt uns doch seinem Geruche nicht ergötzen, weist du was stagt, hat un machlausen, und was er gewün⸗gefallt? Der. HErr is nüser Puß II. Eitelket schet, das wuͤnschet mit Haufen! der HErr ist unsre Freude, u Elend, Jar V118,15.16. Man singet mitFr. kostliches Geschmeide, zu ihm gi Schand, nenn 1011. M. Zeuch ein zu deinen. unsre Reis'.„tstenheit, diest G saͤhret auf gen Himmel /. Wenn soll es boch geschehen keit. mit srohem Jubel⸗Schall, Wenn koͤmmt die liehe Beit, du 12. Aber§ mit praͤchtigem Getummel, und wir GOtt wenrden sehen in seim wo man diese mit Posounen Hall. Lobsingt, Herrlichkeit? Du Tag, wem dem Geist f lobsinget GOtt, lobsinat, lobsingtwirst du seyn, daß wir den gen Himmel Pfin mit Freuden, dem Kͤͤnige der land grüssen, daß wir den Heisen 13. Wohl! Heyden, dem HErren Zebaoth. 110 en? Komm, stelle dich doch eil weiß, auf der ö——— heiß; Recht Pfingst Lieder, von des Heil. Geistes Ausgiessung un wann Joel 3,1. Und nach diesem win ich.P2. Alles Fleisch in aller Wel Ap. Gesch. 21 1012. M. Nun komm der Seyd. wird erfuͤllt vom Himmele⸗Zei 1013. M. Di Wheisnerfüllee Freuden⸗Zeit, Jo⸗mit dem Geist durch Wort un AQeut ist da els Trost und Süßigkeit! Tauf in der letzten Zeiten Lauf. I.)der Kird was der Geist vom Geist verheißt, 3. An den undbthen au an ein Glant wird im Psingst⸗Fest uns geleist. was uns Jdel kund gethan:—g Oeistes, den Iweyter Anhang. ö C6ae ———— mn Gleat + Hinneltah: fiele ie Hin a. Iün er 04 Feuer- Zungen zeigten sich, bin Jesum Glher ihnen sichtbarlich, und er⸗ bitzen, den Ufulten derer Mund, die uns Chri⸗ iuß er willh fum machten kund. ö an die Sre Le een redten sie, 93 die Stihhlwelches so geschahe hie, weil der 2——— Geist elt I. 3 aller Sprach + 7 uͤ erlaͤ* 2 58 Heiland se Dann durch diese Geistes 18Etr sich AGab wurd die Wand gebrochen Ve Strasseh, ab, so die Heyden hielt zuruͤck von Amm hn der Juden Geistes⸗Gluͤck. chrr isch uh„ Aller Sprachen aller Mund, Eden danh mühm: nun durch des Geistes Iur„ Grund den, der nach des Geistes 2138 W mut grosse Wunder an uns — 88 Verlangn 3. Soͤhn und Toͤchter, Jung und Alt hat durch SOttoe Geist Emii hui Gewalt weiß zu sagen in der Zeit, Eihen: 4(on der Christen Seligkeit. Angen: Dih 9. Kuͤnftig ist der Christen Ehr, —1 Dul Gol nach des Geistes hoher Lehr: künf⸗ ich wasugis den chrißen Lust, die der acht gegebe Welt ist unbewust. 4* Sron.“ 10. Kunftig ist der Christen Schaten x Eron und des Himmels Gnaden⸗ 4˙0 Kothin Lohn. Wer nach diesen Dingen Duu, Was ul fragt, hat une künftig weißgesagt. er Peih rr. Eitelkeit und Unbestand Freude, al Elend, Jammer, Sünd und / zu ihm all Schand,ennt der Geist der Chri —7 hal. dieses Lebens Herrlich: n Elt. Uhen in ,öAber Frird und guende ist, sehen in seim wo man dieser Welt vergißt, und Tag, iui dem Geist sich zugesellt der im win 75 h Himmel Pfingsten haͤlt. den Heiseh 13. Wohl! so sagen wir dann dich docheil weiß, auf des Geistes Gnad Ge⸗ —— beiß; Rechte Pfinsten wird es iuogiessung seyn, wann uns GOtt fuͤhrt Him⸗ . mel ein. D. J. M. Lange. ualler Well Ap. Gesch.2,1512. Ung als der Tag. Aimmele gal 101z. En. Burch Adams Fallist. ch Wort un Geut ist das rechte Jubel⸗Fest zeiten Lauf. J.)der Kirchen angegangen, dar⸗ ern finge aih an ein Glantz sich sehen laͤßt des ethan:—g Geistes, den empfangen der Jun⸗ ger Schaar, welch offenbar von diesen Himmels⸗Regen benetzet ist: dis, d mein Christ, kan Hertz und Muth bewegen. 2. Auf, meine Seel, auf und vernimm, wie doch in allen Gas⸗ sen gehoͤret wird die Freuden⸗ Stimm: Euch ist die Suͤnd erlas⸗ sen, nun seyd ihr frey, es sind ent⸗ iwey der Hoͤllen starcke Ketten; ein Suͤnder kan für jedermann jetzt auf den Schau⸗ Platz treten. 3. Nun wird das Evangelium auf einen Wunder Wagen des werthen Geistes weit herum ge⸗ fuͤhret und getragen; o welch ein Schatz! der seinen Platz bey from⸗ men Seelen suchet, wer den nicht nimmt, und dem bestimmt, bleibt ewiglich verfluchet. 4. Hier schauet man das Glau⸗ bens Gold, hie wird man frey von Suͤnden, hie laͤßt ein reicher Gna⸗ denhold sich überfluͤßig finden: Hie ist das Brodt, das in der Noth kan unsre Seelen laben, hier fin⸗ den sich fuͤr dich und mich, viel tausend schoͤne Gaben. . Heut hat der grosse Himmels⸗ HERR Herolden ausgesendet, schaut seine tapfre Prediger, die haben sich gewendet an manchen Ort, da klingt ihr Wort: Thut Buß ihr Leut auf Erden, dis ist die Zeit, welch euch befreyt, und laͤsset selig werden. 6. Es laͤßt die wunderschoͤne Braut sich hoͤren auf den Wegen, sie tritt hervor, und schreyet laut: da kommt nun euer Segen, macht auf die Thuͤr, itzt geht herfuͤr der Geist mit Pracht und Ehren, der will in euch sein herrlich Reich er⸗ bauen und vermehren. 7. Seht, hier ist lauter Trost und Licht, seht hier sind Gnaden⸗ Zeichen, hier darf kein Christ sich fuͤrchten nicht, hie muß der Satan weichen, des Hoͤchsten Mund macht einen Bund mit Juͤden und mit Heyden/ trotz jedermann, niun R nichti 026 nichts uns kan von Gottes Liebe scheiden. 8. Ogrosser Tag, o guͤldner Tag, desgleichen nie gesehen? o Tag davon man singen mag, das Wun⸗ der sind geichehen im Him mel⸗ reich, als auch zugleich hie unten auf der Erden! Gott faͤhret auf, des Geistes Lauf muß uns hienie⸗ den werden. 9. Der Juͤngen Zungen gleichen sich den schallenden Posaunen, ihr Haupt⸗Haar brennet wunderlich. Das Volck muß schier erstaunen, es bricht heraus in ihrem Haus ein Wort von grossen Thaten, o welch ein Glant, der himmlisch gantz, ist auf dis Vosck gerathen! 10. Es lassen sich vuft, Feur und zwepter Anhang. Wind voll Wunders sehn und hoͤ⸗ ren, welch ob sie wohl nicht einig sind, hie niemand doch versehhden Trost nic des Windes Krast hat nur gesandurch GOtter daß sich die Schwachen sianch Erben sind n Wer ihn nur hat, kan Trostn Blut an G0t Rath in allem Truͤbsal mercken 9. Verfluch 11. O suͤsser Tag! nun wirdi die diese Leh Geist vom Himmel ausgegost Gottes Zeu der Geist, der uns der Welt den Sinn ver reißt, und uns als Reichs⸗Ouh GOtt art un sen, der Sterblichkeit so gar⸗ sreyt, zu JEiu laͤsset komm Ach! mürd ich bald auch de ue.1j465 5. stalt an diesen Ort genommen. Iol5. Mel. 1a. O guter Geist regiere Di HEr mein Hertz, daß ich dich li hebt/d daß meine Seel im Sünden⸗J ewig lebt, n hinfort sich nimmer uͤbe. H greude, daß laß mich hald des Feurs Geut Heiland is, das himmlisch heißt, empfindg auserkiest, d und alle Noth, ja selbst den leide: durch solches uͤberninden. 2.Er hat ickt, mich ö— Am Zest Trinitatis, oder von der Heil. Dreyeinighi erquickt; n Joh. y.7. Drey sind die da zeugen. 1014. M. tt du frommer. Woseit ist der Ort, an dem wir sind erschienen? Da wir mit GOttes Heer und allen Seraphinen, besingen dessen Lob, der dreymal heilig heißt, ein einig wahrer GOtt, in Vater, Sohn und Geist. 2. Der Vater hat den Sohn von Ewigkeit gezeuget: Daher sich aller Knie vor Sohn und Va⸗ er beuget: Es geht der heilge eist vom Sohn und Vater aus, der uns erbauet hat zu GOtte⸗ Kirchen⸗Haus. . Doch sind sie alle drey ein ei⸗ nig goͤttlich Wesen, die von der Epwigkeit sind Drey in Eins gewe⸗ sen, und die auch drey und eins, auf ewig werden seyn, ob schon es Fleisch und Blut mit nichten ge⸗ hetein. D 4. Deß uͤbersuhret uns der heil⸗ ge Geist im Glauben, und laͤßt sich diese Lehr nicht durch Vernünf⸗ zUum teln rauben. Die GOttes Zeu, Sott der heilge Geist 11157 genschaft, die uns der Himm preisen, aue Libr, Ts häber als Pernuͤst dernan dem, der Wahrheit liebt. an mir gethe . Gott ist die Wahrheit 2 lich πν des Geiste kan nicht irten: 3. Sein. Menschen Unverstand, der yl Macht wir sich zu verwirren. Was bildeist geacht, 64 Denm nun der Ueberwitz hier% seich en n Vernunft ist Aberwitz, die i keit, die ihr GOtt will sehn. eit, nach sei 6. Fort toller Unverstand, 4. Mit sei geben GOtt die Ehre; nach i walt, sturt tes Zeugenschaft ermißt sich V bald, was Lehre; wir solgen diesem nachth schwellet. sich ins selbsten weist in seinn er vom Thri wahren Wort als Vater, 60 25 und Geist. ö 7. Vom Himmel hat gezeh der Vater von dem Sohne, dieser war getauft, und glel von GOttes Throne, am Jord E kennstd diese Stimm erschallte uͤberlai hoͤre, was is ist mein lieber Sohn, wil glaube, daß dem, der auf ihn traut. wenn du! 3. Der Sohn der fuͤhret u und empfl Varer in dem Glauden, u GOttes za noch alle Ns.4571.2 1016. M.& y/ mein laͤsset komm ald auch den Lue.154618 5. Meine Seele erhebet. ist regiere genemmen. ich dich 0 Sünden⸗ r uͤbe. Hx réwinden. reyeinighh sder Himm preisen, au Vernunsti Dtt hat an mir gethan, das wird sich kuͤrtz⸗ t liebt. Bahrheit selh md dert +2 md, der pflh Was bildelst rwitz hier e witz, die in nverstand, re; nach 60 mißt sich un iesem nachh eist in seinn Vater, 60 el hat geseih m Sohne, t, und gleit le, am Jordi Ulte uͤberlan r Sohn, wi aut. fuͤhret un Glauden, un eist laͤßt 2——— durch GOttes Sohn des Vaters hkeit so 10 1015. Mel. Rommt her zu mir. Dei HErren meine Seel er⸗ ewig lebt, mein Geist i Freude, daß GOtt mein GoOtt und Feurs Gem Heiland ist, der mich ihm selber it, empfind auserkiest, die ich hier selbst dendi leide: Zweyter Anhang. Bund preiht, so ehren wir auch ihn, als Vater, Soyn und Geist. Trost nicht rauben, daß wir hebt, der hertzlich liebt und in Geist ist voller Armuth 2. Er hat mit Gnaden ange⸗ lickt, mich seine Magd und recht erquickt; nun wird mich selig ch Kindes Kind und jedermann, denn Gott hat viel lich weisen. IEEE* 3. Sein Nam ist heilig, seiner Macht wird hoch in aller Welt geacht, er bleibet allzeit allen, reich an Guͤt und Barmhertzig⸗ keit, die ihm zu fuͤrchten sind be⸗ keit, nach seinem Wohlgefallen. 4. Mit seinem Arm uͤbt er Ge⸗ walt, stuͤrtzt und zerstreut alles bald, was sich mit Stoltz auf⸗ schwellet. Die Maͤchtigen stoͤßt er vom Thron, und gibt den Fein⸗ 6³/ 10. So deckt das Antlitz zu, denckt an die Seraphinen, laßt uns den wahren GOtt, wie jene, 5Lob dedienen! Singt dreymal heilig ist der HErre Zebaoth: In hVater, Sohn und Geist, ein drey⸗ 8geeinter GOtt! D. J. MI. Lange. Heimsuchung. den ihren Lohn, die er iu Bodem en. 7. Wie er denn hat mit Abras⸗ ham,/ zů dem er in die Huͤtten kam⸗ und seinen Kindes Kindern, durch einem Eid verbunden sich, das wir erhalten ewiglich, er laͤßt sich nichts verhindern. 8. Ich danck dir auch von Her⸗ tzensOr und, o GOtt fuͤr das, was mir dein Mund versprochen hat zu geben. Es ist gewiß, hie wirst du mich erretten, und dort ewig⸗ lich in Freuden lassen schweben. Von der Sch Mr. es. 43/1. 2. Und nun spricht der. 1016. M. Freu dich sehr o meine. y/ mein Hertz, sey unverzaget kennst du Gottes Liebe nicht? hoͤre, was sein Wort dir saget. glaube, daß sein Hertz ihm bricht, wenn du ringest mit dem Tod, und empfind'st betruͤbte Noth! Gottes zarte VaterTreue ist voch alle Stunden neur a. Wie hat er dis vft hewiesen, ja gewiß unzaͤhlig mahl hat er seine kieb gepriesen gegen dich und uͤberall: Ey so traue ihm nur zu, er bringt dich zur ichern Ruh. Gottes zarte VaterTreue ist noch alle Stunden neue. ö‚ 3. Denck an die vergangne Zeit ten, da er seine Gnaden⸗Hand sich ließ uͤber dich ausbreiten, zum ge⸗ Rra wissen 6²28 Zweyter Anhang. wissen Unterpfand seiner ewgen Lieb und Huld: Leide, leide mit Geduld. Gottes zarte Vater; Treue ist noch alle Stunden neue⸗ 4. Er hat dich ans Licht gezo⸗ gen aus dem Leib der dich empfing. Was hat ihm dazu bewogen? dazu bist du zu gering: seine unergruͤnd⸗ te Lieb wars, die ihn dazu antreib. Gottes zarte Vater⸗Treue ist noch alle Stunden neue. . Wer hat dich der Höoͤll ent⸗ rissen? Wer dem Teufel und dem Tod? saget dir nicht dein Gewissen, dein Erretter sey dein Sott:? er entzieht dir jetzt auch nicht sein erbarmend Angesicht. Gottes zarte Vater⸗Treue, ist noch alle Stunden neue. E. Wer hat dich bisher gelei⸗ tet, und gefuͤhrt auf ebner Bahn? wer den Tisch dir zubereitet, und Dir sonst viel Guts gethan? Ists nicht GOtt, der dich erwaͤhlt, und zu seiner Schaar gezaͤhlt? GOttes zarte Vüter⸗Dreue ist noch ꝛc. 7. Er hat dich ihm selbst ver⸗ sohnet, in dem Blute JESu Christ, mit Barmhertzigkeit ge⸗ croͤnet, weil er gantz die Liebe ist: unaussprechlich ist die Gnad, die or dir erwiesen hat. GOttes ꝛc. 3. Christum hat er dir geschen⸗ cket gantz zu deinem Eigenthum, und sein Hertz zu dir gelencket: dis sey denn dein groͤßter Ruhm. Beuge dich vor seinem Thron, er gibt Segen dir zum Lohn. Gottes zarte Vater ⸗Treue ꝛc. 9. Preis und ruͤhm fuͤr allen Dingen solchem Reichthum seiner Guͤt: Du mußt ihm Danck⸗Opfer bringen mit imbrünstigem Ge⸗ muͤth. Stimm ein Lied im Glau⸗ ben an von dem, was er dir gethan. Gottes zarte Vater⸗Treue ꝛe. 10. Schande ists, daß du willst weinen, da du tausend Zeugniß hast, wie GOtt helfe denen Sei⸗ ———2 wenn ein Leiden sie macht bun oder truͤb, ge GOttes zarte Vater⸗Dreur mirs auch li. noch alle Stunden neue. Zwar zaͤ 11. Er betruͤbet nie von Herzn Uben von wenn er zůchtigt die er liebt: Guti keit, di stillt alle ihre Schmerzen, wen 1½* er sie im Creutze uͤbt. Wer u harrt der rechten Zeit, der mi bald von ihm erfreut. GOttes 12. Darum laß dir deinen G ben und die freudge Zuversth 4. Ergoͤtzer keine Nacht des Creutzes rauben Zeiten, beher watte bis dein Licht anbrih.—..— Auf den Blitz und Sonnerscht on d foglt ein angenehmer Tag. 60 Von ö tes zarte Vater⸗Treue ꝛe. Pf.116.7,2. 13. Fteue dich, wenn du nuß 1013. Wel. leiden; denn es folgt ein Gn Koaz be drauf: Du wirst noch in Rosn A 7 Laß 00 weiden, wenn vollendet ist den dich 0 Lauf auf dem rauhen Dorneh mer⸗Hhle, Weg: Werde nur dabey nich über d traͤg. Gottes zarte ꝛc. doch, 14. Sieh, dein Helfer streckt d 91 Armen so gar liebreich nach u Laen aus, reichlich zeigt er sein Erhan Ruͤ men, will dich fuͤhren in seh uderd ck Haus, und nach seiner Lieb und cabnn on Hald, daselsterönen mit Geduh Latsol Hoa, Gottes zarte Vater⸗Treue ꝛc. schweres 00 15. Eile ihm getrost entgegey lebt—I) fahr im Glauben freudig zu eit,„z. und w ninmm von ihm den Segen, so gl ken deiner langestdu iur Rah, er ists, deriß sirchtedich; helfen kan, glaube nur, so ists gu für IIn than. GOttes zarte Vater⸗Treuh gehör Iht ist noch alle Stunden neu. 9•03 160 1 P.. 10,3. Der HErr hatgrosse,(ist doch 1017. M. Wer nur den liebené. sen, ist un Gott weißes alles wohl umm Rallen, hal chen, als der nichts Boͤses I Hur: 1 3 gethan, wer nur sein Weinen nud d 092 Ein Lachen nach Sottes Fügum seht ja uöe fuͤgen kan, der haͤlt im Glück und lebt Kaß 60 noluck Rill, und wil was Gon laß tes Wille will. tern, 11 2. Kan doch kein Unfall mir be⸗ seyn a bi gegnen, es sey denn GOttes Will schw Ut d1 dabey, auch kan mich niemand ant schwellt di nen, wenn sie druͤcket ihre Last; wie er sie mit Trost umfang, ders fegnen, als meines Schoͤpfers hoch/ aahie Vater ⸗Creu, so gehe mirs 360 derh Zweyter Anhang. ie macht bun oder truͤb, geliebts nur Gott, ist nen KR mirs auch lieb. neue. 3 Zwar zaͤhle ich wohl tausend lie vonHergg Agben von meines Schoͤpsers ie er liebt: merzen, we bt. Wer m die ich nicht alle weiß erunvollkommen⸗ sehlbar schliessen daß sey Guͤtigkeit, die u loben in mein mich die Freuden⸗ sche ich des Gluͤckes Schooß, denn schadet nicht zu Zei⸗ ten Leiden, es wuͤrde sonst der Muth so groß, auch pruͤfet GOt⸗ tes Pruͤfestein, was recht bewaͤhr⸗ te Christen seyy.* 5. Drum wuͤnsch ich mir in Creutz und Glücke, Geduld und Demuͤth jederzeit, womit ich mich gehorsam schicke zu wahrer Gott⸗ Gelassenheit, und achte weder Wohl noch Weh, wenn ich in GOttes Gnaden steh. r Tag. G9 reue ꝛe. K was betruͤbst und graͤmst du dich 3001 die Ouͤgal und Kum⸗ hen Dornen mer⸗Hoͤhle/ onih über dich Ey gedenck, gedencke babey nich uber di te ꝛc. doch, GOtt dein Vater lebt ja lfer streckt noch, eich nachdt 2. Liegt das Creutz auf deinen Lsein Erbey Rucken, und will Angst und hren in seh schwere Pein, deins Hoffnung ner Lieb unh. nieder drüͤcken, laß Geduld, dein mit Geduh Labsal seyn, traͤgst du gleich ein Treue ꝛe. schweres Joch, SOtt dein Troͤster ost entgegen, lebt ja noch. udig zu eil.„ 3· Meint der Satan dich iu faͤl⸗ Segen, so ga⸗ len, und will sein verdammtes ists, derdn Heer deiner Seligkeit nachstellen, Ir, so ists gn fürchte dich fuͤr ihm nicht sehr, er Zater⸗Trell gehört ins Hoͤllen Loch, und dein neue. Retter lebt ja noch. hat grosses.„4 Bist du duͤrftig und verlas⸗ en liebené. sen, ist doch Gott dein hoͤchstes wohl zumu Gut, wenn die Menschen neiden, ts Boses ze. hassen, haͤlt dich Leine Huld in Weinen und Hut: Trotz ihr Feinde! sprich ktes Fügung und voch: GOtt mein Erbtheil 1808 099 36 400 65 0 geln schneyen, wit Uwé* E 90 e I ey ‚ tt⸗ .005 tern, laß die Luft voll Teufel Ifall mir be. un 4— die Erde sich erschuͤt⸗ ;Ottes Wi ern, du bil dmandam schwellt die Creutz- See noch Schoͤpfers hoch, ey dein Helfer lebt ja noch. mirs wohl 6. dery und schan froͤlich bist GOttes, er ist 0106 0 Kehre wieder meine Seele, orsorge und Regierung. was betrůbst und graͤmst du dich? Wenn ich GOtt die Noth besehle, bin ich froͤlich innerlich, gehts mir ch doch; Mein Erbar⸗ uͤbel, sag i mer lebt ja noch. ö Joh. Seerd. 1Pet. 3,7. Alle eure Sorge werfet. 1019. M. Christus der uns selig. Serar⸗ mein sorge du, sorge fuͤr mein Sorgen, sorge, IEsu! sorge nu, sorge heut und morgen, sorge fuͤr mich allezeit sorge fuͤr das deine o du Gott der Freundlichkeit! sorge du alleine. 2. Sorge, HErri der Tag an⸗ bricht, fuͤr mein Leib und Seele, sorge, daß ich niemand nicht sie, als dir, befeyle, sorge, lieber Ott. allhier auch fuͤr meine Sinne, sorge daß zu wider dir ich ja nichts beginne. 3. Sorge doch, und laß mir auch dein Wort bis ans Ende, laß mir HErr! den rechten Brauch deiner Saeramente, sorge fuͤr die Obrigkeit, Diener deines Wortes, und dazu fuͤr alle Leut jedes Stands und Ortes. 4. Sorge grosser Menschen, Freund! fur uns deine Kinder, sorge, HERR! fuͤr Freund und Feind, sorge fuͤr uns Sünder, sor⸗ ge fuͤr mein Stuͤcklein Brodt, sor⸗ ge doch fuͤr alle, die da sind mit mir in Noth, sorge, wenn ich falle. 5. Sorge, wenn sich schliessen zu R r 3 mieine SS q— —... ——— . — ——— 630 zweyter Anhang. meine Augen⸗Lieder, sorge, wenn ich bin zur Ruh, und erwache wie⸗d der, sorge fuͤr mein Amt und Stand, Wort, Vernunft und Sichten, fuͤr die Arbeit meiner Haͤnd, Lassen und Verrichten. 6. Sorge fuͤr mein Haab und Gut, Ehr und guten Namen, sor⸗ ge, wenn mür Leides thut die Welt und ihr Saamen, sorge, wenn zu Suͤnd und Spott mich mein Hleisch will leiten, sorge, wenn ich mit dem Tod ringen soll und en. 7. Sorge, HBErr lweun mich sicht Satan auf der Erde, sam Zorg wenn vor dein Gericht ich ges gen; dein 0 dert werde, sorge fuͤr mein Gn ein Stättlein sorge immerforten Gfclagne⸗ 9e fuͤr mich, du bist mein, i Peanch m 0 hier und dorten. den 3 Audamilia Elisaht 4. Ebier ö daß sie fich la Graͤfin zu Schum den nun in Von der Re der Cim. 1, 15. 16. Das ist je gewißl. 1⁰³½⁰. Mel. Liebster JEsu, wir. as ist je gewißlich wahr, das sind theure werthe Worte, d 6 IEsus Christus stellt sich dar, und ist hier an diesem Ort zu den Bo⸗ sen, nicht zu Frommen, in die Welt hernieder kommen. 2. Daß er dort die Suͤnden⸗ Knecht, die schon in des Todes Rachen, moͤchte ledig und ge⸗ recht, und aus Gnaden selig ma⸗ chen, unter welchen ich vor diesem chtfertigung, oder Vergebung Suͤnden. oth versin ö alessgtuche ů sche Zunge mich als der Vornehmst erwien Noth anric 3. Aber darum ist an 5. Was ih Barmhertzigkeit geschehen, sen kan, mu aß andre auch allhier möchi als Heuchle durch die Gnade sehen, wir, an, uns ga auch am boͤsen Aweigeraue Ihr Auge, d Geduld erzeige. und seinen? 4. Daß ich werd an meinn Vom heiligen Worte GOttes. Der 23 Pfalm. 1521. M. Nun sreut euch lieben. er HERR ist mein getreuer Hirt, dem ich mich gantz ver⸗ traue: Zur Weid er mich sein Schaflein, fuͤhrt auf schoͤner gruͤ nen Aue; zum frischen Wasser leitt er mich, mein Seel zu laben kraͤf⸗ tiglich, durchs selih Wort der Gnaden. 2. Er fuͤhret mich auf rechter Bahn, um seines Namens wegen: Ob gleich viel Truͤbsal geht heran, aufs Todes finstern Stegen: So grauet mir doch nicht dafuͤr, mein treuer Hirt ist stets bey mir, sein Steck'n und Stab mich troͤsten. 3. Ein kostlich'n Lisch er mir be⸗ reit,(solls gleich die Feind ver— drie ssen,) schenckt mir voll ein; cke j die du verfluchest, segnen li sucht Splitt Theil ein Exempel denen Leun 6. Sie lat welche an ihm, als ihr Heil, soln wie Loͤweni in den letzten Zeiten veste glaͤß auf die Ele und vertrauen, und ein ewig!“ Seele. W ben schauen. ein Netz: 6 Gesetz, das! palt,un das Oel der Freud uͤber mi Gewalt, un Haupt thut fliessen: Sein G Earihten und Barmhertzigkeit werden n läßt des L folgen allezeit; in seinem Hu sebt ö ich bleibe. ehtund a⸗ Cornelius Bechz—— Der 10 Pfalm. E 94 1022. M. Ach GStt vom in Amen: Err, warum trittest du sosün eertand verbirgest dich in Narh soinden: die dich, HErr, hassen, saͤhen gen sh ch un daß sie uns könten tödten. E spric 6100 treiben allen Uebermuth, was 60De nur thun, heißt recht und gut/ u schau aber muͤssen leiden. ba fel 3. Sie machen eine ganh diese Lod Schaar, und sind bedacht auf A die Noth ce. Ir, HErr, sie rühmen e senen so gar der schlimmsten Bubenst foblen Weysen zweyter Anhang. 631 lia Elisabe iu Schwan —— gebung — reden von dir laͤserlich, und sind ehmst erwien ist an mir eschehen, Ühier moͤchi sehen, wie weige, alle d an meinn denen Leuun hr Heil, solh veste glauhh d ein ewig h Geitz durchtrieben. gorn, doß sie nach niemand fra⸗ gen; dein Wort, daß ihnen nur e. 4. Es blendet sie die Sicherheit, daß sie sich lassen duͤncken, sie wer⸗ den nun in Ewigkeit in keiner Noth versincken. Ihr Mund ist alles Fluchens voll, und ihre fal⸗ sche Zunge soll uns Muͤh und Noth anrichten. 5. Was ihre Macht nicht schaf⸗ sen kan, muß arge List ausrichten; als Heuchler sie sich schmeicheln an, uns gaͤntzlich zu vernichten. Ihr Auge, das vor Bosheit brennt, ind feinen Balken nimmer kennt, sucht Splitter an uns Armen. 6. Sie lauren im Verborgenen, wie Loͤwen in der Hoͤle; sie lauren auf die Elenden, zu haschen ihre Seele. Wo wir hiungehen, liegt ein Netz: Sie aber nennens ein 8. 1d uͤber mi 1: Sein G it werden m seinem Hui lius Beckt salm. tt vom Gin test du so sen in Noͤthen n, saͤhen gen toͤdten. E muth/ was 10—— gut/ wj eine ganh dacht auf Ai ruͤhmen si sen Bubensti i/ segnen le Gesetz, das jedermann verbinde. 7. Man schlaͤgt die Armen mit Gewalt, und floͤset sie zu Boden; man drucket sie so mannigsalt, laͤßt ihnen kaum den Oden; noch setuod Tyrannen Hertz: GOtt eht und achtet nicht den Schmerz er wird ihn nimmer sehen. g. Steh auf, HErr GOtt, heb auf die Hand, die uns kan Huͤlfe senden! Was soll der Stoltzen Un⸗ verstand dich, unsern Schoͤpser, schaͤnden? du hoͤrest was der Thore soricht; wie sollte duch nicht dein Gericht nach unserm Blute fragen! 9. Du siehest ja auf diese Welt, und schauest allen Jammer: Du bauest selbst dein TrostGeielt in diese Todes⸗Kammer. Der Chri⸗ sten Noth ist dir bekannt ʒsie ist he⸗ fohlen deiner Hand; du bist er Weysen Helser. 10. Darum zerbrich der Voͤsen Arm, und such einmal das Noͤse; zerstreue diesen Hoͤllenschwarmm, auf daß dein Volck genese. Ach! rette, Vater, deine Ehr, und schaf⸗ se, daß man nimmermehr ihr gott⸗ los Wesen finde. 11. Nnn Gott ist Koͤnig ewig⸗ lich drum muß die Bosheit fallen. Die Seufzer steigen uber sich, bis sie vor Gott erschallen: Das Ohr des Hoͤchsten mercket auf, und macht dem Rechte Bahn und Lauf: der Mensch wird nicht mehr trotzen. Ps. 25, 4.. HErr zeige mir deine. 1023. N. Wenn wir in hoͤchsten. Gott, du hoͤchster Gnaden⸗ Hord, verleih, daß uns dein goͤttlich Wort von Ohren so zu Hertzen dring, daß es sein Kraft und Schein vollbring. 2. Der einig Glaub. ist diese Kraft, der vest an JEsu Christo haft, die Werck der Lieb sind die⸗ ser Schein, dadurch wir Christi Juͤnger seyn. 3. Verschaff bey uns auch lieber HErr, daß wir durch deinen Geist je mehr in dein'r Erkenntniß neh⸗ men zu, und endlich bey dir fin⸗ den Ruh. Der 1 Psalm. 1024. M. IEsu, meine Freude. S'is sind zu schaͤtzen, die sich stets ergetzen, grosser GOtt? an dir, weiche mit Verlangen, vest an dir zu hangen, streben fuͤr und fuͤr, die dein Wort, mein theurer Hort! auch in tausend Angst⸗Ge⸗ fahren, hoͤren und bewahren. 2. Du willt sie beschützen so ost auf sie blitzen, Satan, Fleisch und Welt; mitten in dem Streiten, willst du Heil bereiten: du schlaͤgst zus dem Feld, was verhetzt, sich widersetzt: Kurtz: du willt steis fuͤr sie wachen, und sie ruhig machen. 3. Ach! wie schlecht betrachten, ach wie frech verachten, diese deit ne Gnad, hier die Erden⸗Kinder, Rr 4 und * 632 zweyter Anhang. und verfuͤhrten Suͤnder, welche Ps. 119,105. Dein Wort ist mein 8. Theur, schnur⸗ gerad, deiner Ehr und rei⸗1026. Mel. JEsu meine Frenn ganglich ist d ner Lehr⸗ suchen stets zu widerstre⸗ ater aller Gnaden, der du fürchtet, der ben, mit verfluchtem Leben. Vgeladen hast an diesemoi kommen. 4. Ach mein GOtt! sie sagen; dein Wort anzuhoͤren, und u 10. Lob ur der nach GOtt will sragen, der ist Weg zu lehren, zu der Himuil Vater, werde unser Spott: Ach, mein GOtt! Pfort zzu uns richt dein Angesich hier auf diese sie schertzen, sprechen wohl im das uns leucht vor unsern Fuͤss; 1B. Mos. 6, Hertzen: Es ist gar kein GOtt; in den Finsternissen. sahe, daß was man draͤut, vor Straf und 2. JIEsu, Trost der Suͤnde 1027. M. D derv, oll uns wenmg Kindern. Kineß⸗ wie deine Kinder klaͤglh enn ich dern, soll uns wenig hindern. nach dir sehn! blick uns an in n W̃bot be . Nun du wirst sie sinden, wenn den, heil den Seelen⸗Schabn o GOtt, ger sie wird entzünden, dein ent denn wir sonst vergehn; Sinn un ichhdaß ich brannter Grimm: diese Worts⸗ Hertz neig Himmel⸗ werts, daßg Kyrieleis. Verächter,diese Mord⸗Geschlech⸗ einig bleib ergeben, ewig dit 2. Ich he ter, werden deine Stimm, davor leben. maehr gelieb Grund und Hoͤllen„Schlund 2. Flamme der Verliebten, i Ehr; Dich yflegt zu zittern, bald vernehmen, ster der Betruͤbten, schoͤnster Hul nicht vertra mit angst vollem Graͤmen. tzens⸗Gast! komm mit deinen du schen⸗ Huͤlf 6. Es wird schon geschehen, daß ben, inniglich zu laben, was dush 3. Ich ha sie werden sehen, welchen sie ver, bes hast: Gib jetzund in dies Bund verg acht t; Gehet, ihr Verruchten! Stund, daß dein Diener uns na Mund, mit. weichet, ihr Verfluchten! die ihr lehren, was uns kan bekehren. betracht't, mich verlacht, wandert sort zur Der 136 Pfalm. Guͤt und 3 Hoͤllen⸗Pfort, ihr sollt leiden, wirst 1036. W. Dancket dem Erren 4. Ich h du sagen, hundert tausend Plagen. Wo Lobes soll'n wir dix, o hathtag in 7. Qaß mich dis hedencken, und I ter? singen? Dein'n Ruh und Plag,d die Sinnen lencken, höchster kan keines Menschen Zung aush und nicht Sott! zu dir: Laß mit diesem bringen. Wohlthat! Hauffen mich nicht rasend Jauf⸗2. Du hast uns wahre Siegt J. Ich he sen sondern mit Begier, dort hin⸗ausgedrucket, darbey wir sei die Eltern, gehn, und eifrig stehn, wo dein Gunst und Guͤte schmecken. Treu und Wort wird recht gelehret, und 3. Dem boͤsen Phargo im Man auch nicht mit Nutz gehoͤret. I lerwuͤrget, Israel in der Wüs Hand. K d. Caß mich nicht verdriessen, in mit Brodt versorget. 6. Ich he das Hertz zů schliessen, was dergeh⸗ 4. Darbey wir sollen lernen geliebt, vi rer sagt: Laß vor allen Dingen, heut und morgen, daß du wilt un betruͤbt: r mich nach diesem ringen, was dir,sern Leib und Seel versorgen. gefangen HErr! behagt: Laß mein Hertz. g. Zu b'weisen deine hohe Wun Rachgier auch in dem Schmertz, dich allein der Wercke, hast du zerknirschl leis. recht zu erkennen, lichterlohe der Hethiter Staͤrcke.. Ichh brennen. 435 56. Darzu ein'n ew'gen Bund nicht Heili 2. Se werd ich mit Freuden,¶mit uns gemachet, wohl dem, de Zum oͤfter und vergnügt abscheiden, von dermit dem Herzen darnach trachtet. Speis, hin düstern Welt: Weil du mein Be, 7. O Vater, deine Reden siub! Weis. 5 gleiter, so find ich die Leiter zu bestaͤndig, Gerichte, Wahrheit, 8. Ich! dem Himmels⸗Zelt, alsobald Wercke deiner Hände verricht, mein Auffenthalt! du hilfst mir 3. Du sendest die Erlosung den Pflicht; hinauf, sonst keiner, komm, ich Gefangnen, und tragest weg den mich gehr warte deiner. Raub mit hohem Prangen. mit Huͤlf 9. Theuh Zzweyter Anhang. Wortist mein 9. Theur, schrecklich, unver⸗ meine Freuh ganglich ist dein Name, wer den den, der du fürchtet, der wird zur. Wahrheit an diesemon kommen. 29 hren, und y 10. Lob und Ehr müsse dir, o der Wuna Pater, werden, in Ewigkeit, auch 633. 9. Ich hab den Laͤstrern gern ge⸗ hoͤrt, nicht all's zum Besten vor⸗ gekehrt: Mich nicht beflissen ie⸗ derzeit, der Wahrheit und Aufrich⸗ tigkeit. Kyrieleis. 10. Ich hab mit Rechtes Schein dein Angesich hier auf dieser Erden. und List, begehrt, was meines unsern Fussh 1B. Mos. 6, 5. Da aber der HErr Naͤchsten ist, was sich an Gütern u. sahe, daß der Menschen ꝛe. bey ihm findt, seinAmt, sein Haus, Land, Vieb, Gesind, Kyrieleis. 11. Ach starcker und ewiger Gott, wer dich veracht und dein Gebot, des Lohn ist Zorn und Un⸗ genad, bis in den dritt⸗ und der Sündg 1027. M. Dis sind die heil. zehn. inder kläglt Wen ich die heilgen zehn Ge⸗ uns an in In XW bot betrachte, die du selbst, len⸗Schabn 9 GOtt, gegeben hast, erschrecke hn; Sinn um ichsdaß ich so sehr erzuͤrnet dich. ge dr werts, daßn Kyrieleis. vierten Grad. Kyrieleis. 1. ewig dit 2. Ich hab die Creatur weit 12. Der aber hat in tausend mehr geliebt, als dich und deine Glied, hier zu erwarten Gnad rliebten, i Ehr; Dich nicht gefuͤrcht't, dir und Fried, der dich HErr, liebt, schoͤnster Hn nicht vertraut, auf mich und Ren⸗ und dein Gesetz, haͤlt über Lust nit deinen y schen⸗Hulf gebaut. Kyrieleis.[und alle Schaz. Kyriekeis. n/ was dul und in diesh ener uns n bekehren. Usalm. dem Erren wir dir, o V Dein'n Rath n Zung auf vahre Siegl o wir seishh mecken. arao im Meh der Wuͤsth . sollen lernen ß du wilt un rsorgen. je hohe Wun ö zerknirschg v'gen Bund ohl dem, der lach trachtet Reden sild e Wahrheit rlöͤsung den gest weg den rangen. 9. Cheuh Güt und Macht. Kyrieleis. 3. Ich habe deinen Nam'n und Bund vergeblich oft geführt im nicht Mund, mit Herzens Andach nicht betracht't, HErr, deine Weisheit, 4. Ich hab zubracht den Sab⸗ bathtag in Wohllust, oder Müh und Plag, dein Wort versaͤumt, und nicht gepreist, was du fuͤr Wohlthat mir beweist. Kyrieleis. 5. Ich habe nicht geehrt allzeit die Eltern, Lehrer, Obrigkeit, ihr Treu und Sorge nicht erkannt, auch nicht gedient mit willger Hand. Kyrieleis. 6. Ich hab den Naͤchsten nicht geliebt, vielmehr geneidet und betruͤbt: Zanck, Hader, Streit gefangen an, durch Zorn und Wu Suͤnd gethan. Kyrie⸗ ei 7. Ich hab unreine Lust gesucht, nicht Heiligkeit geliebt undZucht; Zum oͤftern auch in Tranck und Speis, hindan gesetzet Maaß und Weis. Kyrieleis. 8. Ich hab mein Amt nicht so verricht, wie es erfordert meine Pflicht: Mit Unrecht Gut an mich gebracht, den Armen nicht 12. Solch Vorsatz, leider! ist hier, es wohnet gar nichts Guts in mir, ich habe nicht dar⸗ nach getracht: was du gedraͤut und zugesagt. Kyrieleis. 14. Mein Dichten ist von Ju⸗ gend auf sehr boͤs im gantzen Les bens⸗Lauf, denn ich gantz von der Scheitel bin, verderbt bis auf die Fuß⸗Sohl hin. Kyrieleis. 16. Ach Vater! sieh mein Elend an, verzeihe mir, was ich gethan nimm weg durch deine Guͤt und Huld, die schwere Straf, die ich verschuldt. Kyrieleis. 16. Gedenck, daß dein Sohn JEsus Christ, ein Fluch am Hol⸗ tze worden ist, fuͤr mich und mei⸗ ne Missethat, die er auf sich ge⸗ nommen hat. Kerieleis ö 17. Weil ich denn bin in Chri⸗ sto nun, geschaffen gute Werck zu thun, so gih mir deines Geistes Gab, daß ich vom Boͤsen lasse ab. Kyrieleis. ö 18. Daß ich nach deinem Willen leb, der Suͤnden⸗Lust stets wider⸗ streb, und darnach ringe fort und fort, das ich eingeh zur engen Pfort. Kyrieleis. mit Huͤlf bedacht. Kyrieleis. D. M. Luther. Von 2 Jweyter Anhang. Von der he Joh. x/3. Drey find, die da zeugen. 1028. Mel. Christ unser rr. O welch ein unvergleichlichs Sut, gibst du, HErr! deinen Kindern, das Wasser, und zugleich dein Blut verehrst du denen Suͤn⸗ dern, drey Dinge sind, welch aller⸗ meist auf Erden Zeugniß geben, das Blut, das Wasser, und der leb Geist, die koͤnnen uns erheben zu deinem Freuden ⸗Leben. 2. Dis Saerament ist selbst durch dich geheiligt und beschsos⸗ sen, daß wie du, HErr! bist sicht⸗ barlich mit Wasser gantz begossen im Jordan durch Johannis Hand; soll auch uns rein machen, dein eiligs Blut, das theure Pfand, das lauter Himmels⸗ wircken in uns Schwa hen. 3. Du hast uns durch dis Saera⸗ ment der Kirchen einverleibet, al⸗ so, daß man uns Christen nenut, und in dein Buch itzt schreibet: Dis Wasser⸗Bad hat uns im Wort auch rein gemacht von Suͤnden, dein guter Geist der woll hinfort ie Hertzen recht entzuͤnden, und Lieb in ihnen gruͤnden. 4., Wir sind, HErr! in dein Gnadenreich durch diesen Bund gesetzet, der an uns Leib und Seel zugleich recht inniglich ergetzet, du hast uns durch dis reine Bad so trestich schoͤn bekleidet, dab auch hinsort von deiner Gnad uns selbst der Tod nicht scheidet, noch alles, Sachen kan — iligen Taufe. 5. Aus Hoͤllen⸗Kinder sind y schon dernaden⸗Kinder wond dis ist der Christen schoͤnste Enn und Schmuck in ihrem Orden, Christus selber und sein Blut/s Tod und Sieg darneben ist uu mehr unser eignes Gut, das er m hat gegeben, mit ihm dadurch eben. 6. Er hat uns auch das Kindt Recht der Seligkeit Leschend durch solches ist die Suͤnde schhn ins tiefe Meer versencket, was ii neu Teufel, Hoͤlle, Tod, welch un stets widerstunden? Weil Jeih Christus alle Noth, samt ihne uͤberwunden, nun ist das Heilg funden. ö 7. HErr laß uns doch den Reln gleich auch gute Fruͤchte bringn und aus der Welt nach deinn laß uns durch wahre Ren und Bu auch taͤglich mit dir sterben, den nach der alte Abam muß bis a den Grund verderben, soll mu dein Reich ererben. ö 8. Hil, daß wir diesen Gm den⸗Bund der Taufe nie vergh sen, und sich kein freches Hertz un Mund, zu schaͤnden ihm vermi sen, die Taufe muß in Angst un Pein, ja wenn wir gehn von h nen, HERR! unfer Trost 0 Freude seyn, das heißt, der M entrinnen, den Himmel zu g winnen. ö was uns neidet. Job. Ri Vom heiligen Abendmahl. Matth. 26, 26. Da sie aber assen. 1029. Mel. Ich danck dir schon. Is IEsus Christus in der Nacht, darinn er war verra⸗ then, auf unser Heil gantz war be⸗ dacht, dasselb uns zu erstatten. 2. Da nahm er in die Hand das Brodt, und hrachs mit seinen Fin⸗ gern, sah auf gen Himmel, danch GOtt, und sprach zu seinen Iun gern: 3. Nehmt hin und esst, das mein Leib, der fuͤr euch wird geh ben, und dencket, daß ich eun bleib, im Tod und auch im Leben 4. Deßgleichen nahm er 0 Reich, im Glauben eifrig rinan In Wein in E 401 Nehn inoͤgemein, u efallen. 5. Hier ge 5 Blut. n das ich fuͤr e am Creutz it 6. Hier w gemacht/ in te, im alten schlacht't, ge Hier is ith /dort war Dort warde mich in heit g. Das u den frey, da ö md n abey au m 9. O AE/ suͤr deine T. laß durch di auch mich oh. 7, 37. 1010. Mel ALe JEsu Geine St vollerLiebe mein Sck komm, me den-Most 2. Gey Brodt! S voll Leber und Tod, eben. Tl O u ut. 3. Kuͤf Freund, e Augen, w uͤber solch liebe roth mein Ehs 4. Ach will mich mand tre wir uns e —— en Wein im Kelch, Tinder sind KRinder b schoͤnste Ein rem Orden, sein Blut/s neben ist uu am Creutz itzt *m dadurch, gemacht,in meinem eianen Bln⸗ ch das Kindt it geschenchh reket, was Ein Tod, welch un Weil JE „ samt ihnm st das Heilg. och den Rehn üchte bringg nach deinen eifrig rinon Ren und Bi sterben, den muß bis al hen, soll mu diesen Gm ife nie verg ches Hertz un ihm vermt uin Anast un gehn von hi er Trost un eißt, der Vi mmel zu g Job. Ri ö mmel, danch seinen Inn d esst, das ch wird geh daß ich enn ich im Leben ahm er aut ‚0l inogem le, im fraͤncken, so vit irs thut, zweyter Anhang. 6³5 und sprach zu n, und trincket ein, wollt ihr GBtt recht fallen Hier geb ich euch mein theu⸗ res Blut im Kelche zu geniessen, das ich fuͤr euch, und euch zu gut, werd vergiessen. rd ein neuer Bund allen: Nehmt hi — 6. Hier wi alten ward nur Vieh ge⸗ schlacht't, geholet von der Hute. „. Hier ist der Coͤrper, der bin ich/ dort war Figur und Schatten: Dort ward ein Lamm, hie laß ich mich in heisser Liebe braten. ö g. Das macyt euch aller Sun⸗ den srey, daß sie euch nicht mehr sollt iyr au meinen Tod gedeucken. ir sey ewig Danck, sr deine Treu und Gaben Ach! laß durch diese Speis und Tranck, dabey 9. OAEsu,d und Vlut ist hier dein Pfand; meit nes Hertzen, Mund und Hand. 3. Du bist nun mein Fleisch und Blut, ich ein Glied an deinem Lei⸗ be. Trotz sag ich der Hoͤllen Glut, daß sie mich zum Zweisel treibe. Brief und Siegel hab ich hier, JIEsus wohnet selbst in mir. 6. Gecle, geh mit Freuden beim, denn mein Hertz ist voller Lachen, und mein Mund voll Honigseim uͤber solchen Wunder⸗Sachen. Schau, daß Christi Leib und Blut, auch bey dir die Wuͤrckung thut. 7. Denck an deines JEsu Pein, und an seine Todes⸗Schmertzen. Wandle vor dem Reinen rein⸗ gieb ihm Raum mit Mund und Hertzen. So wirst du im Glauben schoͤn, einst zur Himmels⸗Tafel gehn. Offenb. 21, 6. Ich bin das A und. 1031. M. Ach was soll ich Sun. A und O! Anfang und Ende, nimm mein Hertz in deine auch mich das Leben haben. Joh. Seermann. Joh. 7, 37. Wen da duͤrstet, der ꝛc. 10²0. Mel. M 2 ni, mein Hertze, ruͤste dich! 2Sesus läßt zur Tafel laden. Seine Stimme rust auch mich vollerkiebe, vollernaden: komm, mein Schaͤflein, hier ist Kost, komm, mein Freund, trinck Freu⸗ den⸗Most. 2. Sey willkommen, Himmel⸗ Brodt! Sey willkommen, Tranck voll Leben! Artzney wider Noth und Tod, die mir JEsus Hand ge⸗ eben. Theurer Leib! ach theures sut! meiner Seelen hoͤchstes uüt. 3. Kuͤßt, ihr Livven, meinen Freund, er ist voller Sußigkeiten! Augen, weint fuͤr Freuden, weint über solchekiebesBeuten. IEsus liebe roth und weiß, Leib und Blut mein Ehrenpreiß. 4. Ach so sencke dich in mich, ich will mich in dich versencken; Nie⸗ mand trennt uns sicherlich, weil wir uns einander schencken: Leib ö ö Thon. einen JEsum laß. nicht liegen, h wie ein ö Meister! laß dein Werck ilf mir beten, wa⸗ chen, siegen, bis ich steh vor dei nem Thron. ö 3. O Blut-Braͤnt gam meiner Seelen! du willst dich mit mir vermaͤhlen, nun so nimm das Ja⸗ Wort hin. Welt! sahr hin mit Lust und Schaͤtzen, JEsus soll al⸗ sein ergoͤtzen mich als Braut und Koͤnigin. 3. Kommt ihr Suͤnder, ellt zum Sohne, Christus rufft vom Gna⸗ den⸗Türone: Friede, Friede, sey mit euch! Weg mit eurem Trau er⸗Kleide, ich bin eure Cron und Freude, Suͤnder sind miein Him⸗ melreich. 4. Weinet nicht dem Held zur Schande, der Durchbrecher aller Bande lebt und schwingt die Sie⸗ ges⸗Fahn. Troll dich Welt, Fleisch, alter Brache, IEsus suͤhrt der Bioͤden Sache, wagts getrost auf diesen Mann. ö Jesus, dein Erbar⸗ mel/ Haͤnde, in Töpfer seinen 5. Ich bi Weyde, so huͤpft mir mein Hertz 636 Jweyter Anhang. mer, tritt doch her zu mir, du Ar⸗[1 mer: denn dein Jammer ist mein thuͤrmen, und die Hoͤllen⸗Fn Hoͤr doch auf, mein Schmertz. doch auf, mei Kind, mit Klagen, ich will dich in Himmel tragen, Aalaub, ich hab ein Mutter⸗Her n 6. GOtt, du kommst in meinen 3. Laß wie Sanden rh emnen ̃ er nennen stuͤrmen, GOttes⸗Stadt 0 Rugniß gieb nicht bewegt. zu sterbe nirgend rasten, nimmt es Nohl Kind deerben, den Kasten, bis die Wellenf aic liebt. gelegt. 23. Satan Orden, bist der Sünder Bluts⸗ 14. JEsus haͤngt in seinemd lagen, und at Freund worden, du bist mein und ich bin dein. Dein Creutz, dein Grab, deine Crone, dein Fleisch, Blut, Geist mit dem Throne, das raͤumst du mir alles ein. 7. Du schenekst mir die reine Seide der Gerechtigkeit zum Klei⸗ de, Schuld und Strafe nimmst du hin. Selbst der Richter kan die Suͤnden, auch nicht eine an mir finden: weil ich in dir, JEsu, bin. 8. Ach! wie groß ist mein Ver⸗ derben, doch du schwörest, ich soll nicht sterben, Helfer, hilf! ich flieh zu dir. Alle Suͤnder, die gekom⸗ men, hast du willig angenommen: sehnt sich nicht dein Herz nach mir? 9. Israel, du hast gerungen mit Gott, und sein Hertz bezwungen, auch das Hoͤllen⸗Heer erlegt. Dein te grossen Suͤndern nur zu gu en: J tritt Laalader H und siehst du nicht dein Opfer haugs men als er fuͤr die Sunden, die begangg Gnad in solck glaube, so stiut sich dein Schmei GOtt das H 1. Pfleger aller Himmels⸗ z. Nun de ben, auch Abtruͤnn'ge sollen habn then, wenn dr von dem, was dein Hertz besih tödten, meir Sauer ward dir das Erwerben fur. Daran ben kostet dir kein Sterben, gih Cen, bis ich was mir, doch dir nichts nuͤtzt en. Holeen 16. Wollt ihr eine Quelle u Matth.26,26 sen,da man alles kan geniessen e 1032. Mel. zur Fülle JEsu Christ. Hier Ich weiß ei ein Born fuͤr die Suͤnden, undeh Fund fein, Canaan zu finden, wo nur Mih fallen; es g'l und Honig fleußt. ö tzen mein das 17. Fuͤhre mich durch Dick luh dern Bluͤmle Dunne, du hast allzeit Guts in 2. Das Bl Sinne, es glaͤntzt dein verborgun lich Wort, d. Arm fuͤhrt des HErren Kriege in mir voͤllig ans zum Siege, bis mein Haupt die Crone traͤgt. I0. Wer an eigner Kraft verza⸗ get und auf JEsu Kraft es waget, traͤgt den weissen Stein davon. Alle Teufel moͤgen rasen, Fleisch und Welt zu Sturme blasen, du Kraft, Held, sprichst ihnen Hohn. Offenb. 2, 17. 11. Denck ich an des Lammes fuͤr Freude, suͤsse, sůsse wird sie seyn. Mein Lamm wird mit tau⸗ send Lachen, mir die Himmels⸗ Chuͤr aufmachen, ach kaͤm ich noch heut hinetn. 12, Meister, fuͤhre du die Sache meiner Seele/was ich mache, taugt und gilt doch nichts vor dir. Du weißt auch aus boͤsen Dingen, et⸗ was Guts hervor zu bringen, ma⸗ syrechet allen Feinden Hohn. Die Cronen sind der Sieger Lohn. Pfad. Meine Feinde moͤgen geben; es le chen, künstlich drehen ihre Sachen enge Pfort, eß siegt doch dein hoher Rath. in das ewge 18. Der, den Mosis Strahli z. Er ist de schrecken, muß sich hinter JEsu Pfort, die stecken, der hat das Gesetz erfüll hen: Wer d Wer ihn vor die Spitze stellet, wi hat, und bitt von keinem Feind gefaͤllet: denn sie im Glaub er ist ihr Sonn und Schild: 4 Er spri 19. Sieh! um Trost ist mi her zu mir sehr bange! JEsu, JEsu, wie den; Ich wi lange? Hoͤrst du nicht mein aͤngi Begier, das lich Schreyn? Doch ich weiß, daß all euren Se dein Verweilen anders nichts 5. Nehmt nur ein Eilen: Drum will ich mein Leib, gantz stille seyn. schencken:“ 30. JEsus lebt als Ueberwinden mein Gut de sreuet euch mit mir, ihr Suͤnden daß ihr mei 6. Nehmt ser Held steht uns zur Seiten, last mein Blut, uns durch ihn maͤnnlich streiten, goffen; we Suͤnde thut che, was du wilst, mit mir i 21. Mag mich gleich die uüht euch h zweyter Anhang. 6³⁷ üeneht scht kennen, kan ich doch GOtt gter nennen, wie sein Geist mir 5% Stadt n Aeue giebt. an das Taͤull nich zu sterben, denn ich soll, als 10 es Nosh Kind beerben, meinen Vater, der die Wellesimich liebt. 22. Satan mag mich hart ver⸗ t in seinemdj nagen, und auf mich mit Faͤusten rn nur zu gul schlagen: JES S bleibt mein undtes Heu Wort und Licht. So viel Strim⸗ Opfer haugh men als er Wunden, schreyen die begaugeh Gnad in solchen Stunden, so daß 2—— Schmes GOtt das Hertze bricht. Himmels⸗94 2z. Run dein Name sey in Nöͤ⸗ ge sollen habs then, wenn du mich auch wolltest Hertz besih tödten, meine Zuflucht für und 5Erwerbeuh für. Daran will ich mich erqui⸗ Sterhen, gih ken, bis ich dich selbst werd erbli— ichts nuͤtzt⸗ dken. Hole mich nur balb zu dir! ne Quelle u Matth.26,26728. Da sie aber assen. geniessen,es 1032. Mel. Ich hab mein Sach. rist. Hieri ch weiß ein Bluͤmlein huͤbsch ünden, undeh Fund fein, es thut mir wohl ge⸗ wo nur Milh falen; das Büümhet in den Her⸗ ‚ en mein das Bluͤmelein, fuͤr an⸗ urch Dick un 25 Bluͤmlein allen. zeit Guts in 2.Das Blümlein ist das goͤtt⸗ in verborgug lich Wort, das uns GOtt hat ge⸗ ide mogen i geben; es leucht't uns durch die n ihre Sachen enge Pfort, ja hier und dort wohl her Rath. in das ewge Leben. 95665— sis Strahln z. Er ist der Weg, das Licht die inter JEsum Pfort, die Wahrheit und das Le⸗ Besetz erfull hen: Wer Reu uͤb'r seine Suͤnde ze stellet, wih hat, und bitt't um Gnad, dem sind efaͤllet: denn sie im Glauben vergeben. Schild. 4 Er spricht selber: Kommt rost ist mi her zu mir/ all, die ihr seyd bela⸗ su, wie den; Ich will nach eures Hertz us t mein aͤngsh Begier, das glaͤubet mir, heilen ich weiß, daf all euren Schaden. rs nichts 5. Nehmt hin, und eßt das ist um will ich endea: 50—5 hreid auchan schencken: Ich verschreib euch a leberwindek, mein Gut dabey, das glaͤubet frey, ihr Suͤnden daß ihr mein sollt gedencken. Hohn. Die 6. Nehmt hin, trinckt all, das ist Seiten, laßt mein Blut, das ich fuͤr euch ver⸗ ure lich streiten, gossen; welches genug für eur wie ger Lohn. Sünde thut, so oft ihrs thut 1h bi uig Loeic dis arafen O wie sehn ich 7. Wir bitten dich, HErr JEsu Christ! wohl durch dein bitter Lei⸗ den, weil du fuͤr uns gestorben bist, HErr JEsu Christ! du wollst nicht von uns scheiden. 8. Nimm uns fuͤr deine Kinder an, daß loir dich alle loben: dein Wort bekenn' ein jedermann, auf rechter Bahn, durch JEsum Chri⸗ stum, Amen. Basil. Foͤrtsch. Eue. 10,16742. Wer euch hoͤret, der. 1033, Mel. Ach ie nichtig, ach. Wobl recht wichtig, und recht tuͤchtig ist der Christen Le⸗ ben: Ob gleich Zeit und Welt ver⸗ gehet, alles Oberst unten stehet, lebt doch unser Leben, sehet! 2. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtis sind der Christen Tage, laß des Lebens Lauf zerrinnen: wenn die Sinnen uicht mehr sinnen, fahren wir mit Freud von hinnen. 3. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Freude, wann sich wechseln Freud inLeiden, Licht in Dunckel, Fried in Strei⸗ ten, bleiben unsre Froͤlichkeiten. 4. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Schoͤne, nur der SeelenGlantz bestehet, da, so bald ein Luͤftgen wehet, aller Pracht der Welt vergehet. v.Wohlrecht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Staͤrcke, Wunderi Schlacht⸗Schaaf, die als Riesen siegen, wenn wir sterbend muͤssen Opfer⸗Blut und Geist ausgiessen. 2 6. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Gluͤcke, unser GOtt und Heil bestehet, da der Welt Gluͤck schnell vergehet, wie sich eine Kugel drehet. 7. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Ehre. den die Welt jtzt tritt mit Fuͤssen, wird, wenn sie vergehen muͤssen, dort die Himmels Glori kuͤssen. . Wohlrecht wichtig und recht tuͤchtig ist der Christen Wissen, wenn die Weisen Witz verliehren, pflegt 638 zweyter Anhang. yflegt uns, ohne Diseuriren, Chri⸗ sti Wort zu GOtt zu suͤhren. 9. Wohl recht wichtig und recht tüchtig ist der Christen Dichten, der die Liebe lieb gewonnen, hat in IEsu, seiner Sonnen, mehr als alle Welt erronnen. 10. Wohl recht wichtig und techt tuͤchtig sind der Christen Schaͤtze, wenn hier Glut und Fluth entstehen, Erd und Himmel unter gehen, wird man unsern Reich⸗ch thum sehen? II. Wohl recht wichtig und Hen 2. Warum Fegh Hoͤtter über geng Ach was sit das matte Hertz vergnuͤnen. Bläͤtter, Wi 12. Wohl recht wichtig in lerer Gchei recht tuͤchtig ist der Christen In heisse Zaͤhre gen, die wir hier in Schmach Gnaden keh sessen, werden ahes Leid vergesy 3. Sieh, o. dorten prangen unermesfsen. srauren, wei 13. Wohl recht wi wi recht tuͤchtig sind der E recht tuͤchtig ijt der Christen he schen, hier als schnoͤdes liegen, dorten uͤber alles sie I 51 Von goͤtklichen allgem Ps.145,15721,Aller Augen warten 1034. M. Auf meinen lieben S. Ven dir liebreicher G0 T, koͤmmt unser taͤglich Brodt, so oft dus uns entzogen, hat dich dazu bewogen, die Menge grober Suͤnden, die sich an uns befinden. 2. Ach, brich den Eifer⸗Sinn und nimm die Theurung hin, laß dich so vieler Armen, d milder Ott, erbarmen, laß uns nicht gar verderben, noch durch Broͤdt— Mangel sterben. 3. Wir haͤtteus zwar verdient; doch weil uns hat versuͤhnt, dein Sohn durch Thun und Leiden, so laß bald von uns scheiden, den Hunger der uns naget, die Straf, Hand so uns plaget. 4. Vergiß der alten Schuld, er⸗ zeig uns deine Huld, in diesen theu⸗ ren Zeiten, und scheuck uns armen Leuten, zur Nothdurft deine Ga⸗ ben, den matten Leib zu laben. — einen Straf-Gerichten. unser klaͤglich Weinen, sey gnal deinen Kindern, laß dich Len 300 eachen, m nicht hindern. deneren 6. Dein Vater⸗Nam steht dey 5. Soll da der uns nicht darben laͤßt, wen den? Soll da du daran willst dencken, wirt V.— —44 uns scheucken, den Jungn 11 halten Alten, das Leben zu e Roͤm.8,31.8 7. Hilf, HErr, daß unser Glalh. V. nicht durch des Satans Ralh Vesch moͤg gaͤntzlich untergehen, deun dich ö wollst du uns beystehen, du kans 1955* u1 auf kausend Weisen, uns aimd von wird di Würmer speisen. Iwirdui . Zwar sehreib ich dir nicht 402. Dich! fuͤr: Soll Mangel senn die Thiß Sach 100 aus diesem Jammer-Leben, wi Rach lah ͤ du ein bessers geben: Dir sey g⸗ ird durch heimgestellet, machs HErr, un pchl! dirs gefäͤlet. ind sein 2. Wir habeus wohloerschuhh ue So wa drum gib uns nur Geduld, al sein Wort, chlosst ö en Faß ni gegossen? — 5. Der du die Vogel⸗Schaar, ernaͤhrst, vergiß nicht gar der halb⸗verschmachten Deinen: Hoͤr lang das Elend waͤhret: Wilh Huͤlf uns denn bescheret, so wi Hollen⸗Pft len wir dich loben, hier und in Von de 9.28,16.J Bey nasser und duͤrrer Zeit. Ps.65, 10: 14. Du, o GOtt, suchest. 1635. M. Err ich habe mißg. Ott, des Guͤte sich nicht endet, hast du denn die Vater⸗ Hand, Himmel oben. 1037. Mel. ö ch lLes se gaͤntzlich von uns abgewendetl Gotte Wilt du uns und unser Land, 10 ab: Weil i den viel⸗gedraͤuten Plagen, ganz sen, und so und gar zu Boden schlagen. in gantz ve . Wi Buß gesuͤn Iweyter Anbang. 2. Warum willt du GOtt der über uns so zorneg seyn? wir? Stoppeln, e, Schaum, ein Laß doch unsre noseg e ö nodes Fegs Hötter über alles flduj 5 was sind anügen. Blatter, Wüͤrm wichtig un leerer Schein: La Christen pnn heisse Zaͤbren, deinen Zorn in Schmach Gnaden kehren. Leid vergesũ 3. Sieh, o HErr, das Land muß iermessen. nauren, weil es nicht getraͤncket wichtig un wird, unsre Aecker sind wie Mau⸗ r Christenen ren, so ist alles ausgeduͤrrt, unsre was wir sohn Gruͤnde sind gautz trocken, und die vergehen, un Saat die bleibet stocken. tewig stehen. 4. Ist der Himmel denn ver⸗ —.— scloffen? Soll forthin das Wol⸗ zerichten. denFab nicht mehr werden aus⸗ gegossen? Soll forthin des Him⸗ en, sey gnal mels⸗Naß nicht mehr unser Feld dich den zin ergoͤtzen, nicht mehr unsre Saat Na benetzen?. — 1. 177 7. Soldas and nun Citrher, ** n cken, wirst h den? Soll das Feld nun oͤde steh 6³⁹ Sollen wir samt unsern Heerden gar verschmachten, gar vergehn? Ach BErr!laß dich doch bewegen, laß doch deinen Zorn sich legen. 6. Deucke doch an deinen Bo⸗ gen, den du in die Luft gestellt, als du deinen Bund vollzogen nach der Suͤndfluth erster Welt; du Err, hast noch nie gebrochen, was du vormals hast versprochen. 7. Ja, du hast mit deinem Se⸗ gen uns zu jederzeit beschenckt, hast mit fruͤh⸗ und spatem Regen, unser duͤrres Land getraͤnckt. Denn dein Wort bleibt ewig stehen, muß gleich Erd und Lust vergehen. 8. Drum, o HErr, wir wollen trauen, du wirst unsre Bitt er⸗ hoͤrn, du wirst unsre Felder bauen, und derselben Fruͤchte mehrn. Du wirst uns mit Fuͤlle speisen, daß wir dich drum werden preisen. „ den Junyomn 6 Leben zu% Roͤm.8,31. Ist GOtt fuͤr uns, wer. 1036. Ni. Rommt her zu mir spr. V704 nicht, v Haͤuflein klein, ob schon die Feinde willens seyn, dich gaͤntzlich zu verstoͤhren, und suchen deinen Untergaug, da⸗ von wird dir recht angst und bang, es wird nicht lange waͤhren. 3. Dich troͤste nur, daß deine Sach ist GOttes, dem befiehl die Rach; laß ihn alleine walten: Er wird durch seinen Gideon den er wohl kennt, dir helsen schon, dich Funser Glash. atans Rauh, gehen, drun hen, du kaus. n, uns arn ich dir nicht eon die Thüh Leben, wi 1: Dir sey ch 3 HErr, 10 Bey Krieges⸗Zeiten. anhangen, endlich werden in Hohn und Spott, GOtt ist mit uns, und wir mit GOtt, den Sieg woll'n wir erlangen. 4. Drum sey getrost du kleines eer, streit ritterlich fuͤr GOttes hr, und laß dir ja nicht grauen, er wird den Feinden nehm'n den Muth, daß sie sterben in ihrem Blut, wirst du mit Augen schauen. 5. Ameny, das hilf, HErr JEsu Cbrist, dieweil du unser Schutz; HErr bist, hilf uns durch deinen und sein Wort erhalten. 3. So wahr GOtt Gott ist und sein Wort, muß Teufel Welt und Hoͤllen⸗Pfort, und was dem thut hlverschulhh „Geduld, a ihret: Wilh eret, so wol ‚ Namen; So wollen wir, deine Gemein, dich loben und dir danck⸗ har seyn, und froͤlich singen, Amen. M. J. Altenberg. hier und in —Pf..28,16. Ich bin elend und ohnm. 1037. Mel. SOtt des Zimmels. Ar les scheint, ich sey verlassen. GOttes Hand geht von mir ab: Weil ich keinen Trost kan fas⸗ abgewendetl ser Land, mil Piagen, gans hlagen. in gantz verhaͤrtem Sinn sonder Von der wahren Busse und Bekehrung zu GOtt. 2. Ach! ich fuͤhle keine Reue, und mein Suͤnden ⸗ Hertz ist kalt. Ich erkenne ja ohn Scheue meine Fehler mannigfalt: Und doch son⸗ der Traurigkeit, fuͤhl ich saule Si⸗ sen, und so wenig Andacht hab, ja sch U . Woi Buß gesuͤndigt hin. erheit.*.— 3., Ach! ich kan an Gott nicht dem 640 Zwey ter Anhang. dencken, wie ich sollt und wie ich wollt: Dann mein Geist der laßt sich lencken dahin, wo er fliehen sollt, und klebt dem zu veste an, was zum Abgrund ziehen kan. 4. Ach! weil denn mein Geist erstorben, und mein Fleisch haͤlt uͤberhand; seh ich kaum, was ich erworben, wie ich bin von GOtt gewandt, mein Verderben seh ich kaum, weil ich geb dem Fleische Raum. . Ach! so wach denn auf von Sünden, du mein uberwundner Geist! Suche Gott, weil er zu finden, weil er noch dein Vater heißt. Koume, weil die Gnaden⸗ Thuͤn nun noch stehet offen dir. 6. Ach! bedencke deine Schul de! Schau, wie weit du bist von Gott! Wie du seine Gnad und Hulde hast verworfen und ver⸗ spott; und wie du aus seiner Ruh selbst der Hoͤlle eilest zu. 7. Ach! weil denn noch Zeit zu kehren, so verlaß ich diesen Stand. Du mein JEsu, wollst mich hoͤren, und mir bieten deine Hand! Hilf mir Schwachen, hilf mir auf, steu⸗ re meinem Suͤnden Lauf. 8. Ach! bey dir kan ich ja fin⸗ den, klar in deinem reinen Blut, die Abwaschung meiner Suͤnden. Dieses staͤrcket meinen Muth, dis d erfrischet meinen Sinn, ob ich gleich ein Suͤnder bin. 1 Mos. 18,32: 32. Wilt diz denn. 1038. M. Die Sonn hat sich mit. A. schone doch, o grosser Menschen⸗ Huͤter! Ach istrafe nicht, barmhertziger Gebieter. Ach! rechne nicht, wer kan vordir bestebn. Ach! zuͤrne nicht, ich will doch zu dir gehn. 2. Ach! zuͤrne nicht, in JEsu will ich kommen, hat der nicht, HErr, die Strafe weggenom: men? Er ist am Ereutz ein Fluch fuͤr mich gemacht, an meiner stat hat er es vollenbracht. fangen, und bringe mich auf rech⸗ ten Pfad. Du bist der, der mich finden kan. dein Schaͤflein an. ret, die Welt ist meine Wuͤsteney/ send muß ich schweigen, ich Nach mache mi mich nur zum Gnaden⸗Seem daß man von neigen, auf meinen Mund Mein JEsus nd⸗ ich legen will, und wie Kind geduldig schweigen siill Nun sue „Ach! schone doch, ich binm Lichte aus me Asch und Erden, ein schlecht Tel auf. Blatt, das bald zu Staub u Bewichte, u werden, was nuͤtzet doch zu tre Bildniß dra auf die Blum? Was bin ih serner rͤhme Err? Gedenck an deinen Ruhn nimmt die Anwort Gottes.. Gib, d 6. Ich kan dich nicht, mi Busse auch; Kind, hinfort verlassen, ich u mag, ich fall mit Lieb dich ewiglich umfassn Fusse, ach stift Sey nur getrost, habeinen frihn du hat geun Muth, es ist bezahit durch deim mein JEsus Jsu Blut. Joach. Neande 8. Und ha Luc. 15, 2. Dieser nimmt die& funden,so la 1039. Mel. Wer nur den liebn gehn. Erhe Ahsuͤsses Wort für arme Siu Wunden, 0 der, das man mir heut ih im er schon Hertze schreibt, ob gleich du auf dieser Ba Mund der Satans⸗Kinder, un die sein Gespoͤtt daruber treibt. 9. 9. Trag 8 Wort, Has mich erfreuen kai mucken inn Wein Jesus nimmt die Sii Shas 7 er an. Scha 2. Ich bin auch unter diesn schtuuͤcktes⸗ Haufen, der, JEsu, von dir fein weiß ich, w stund. Doch komm ich dir ih kau: Mein nachgelauffen, es naht sich zu di Suͤnder sal Hertz und Mund. Ach thuß Ind. was du dort gethan. Mein Jd Einsderd sus nimmt die Suͤnder an. RHerr 3. Ein Hirte suchet mit Verlas anad gen, wenn er ein Schaaf verlohrn Ohren gn ö ů I end Stim: hat. Ach eile doch mich zu um a. Aus Suͤnden ge du rechnen, steh ich nicht 3. Aus de denn Nieme Ach IEsu, nimm 4. Ich bin ja leider, sehr verin 3. Ach! rechne nicht, auf tau⸗ da hab ich meinen Fuß verwir sohoͤre, JE 30 der Helfer Zweyter Anhang. 641 veigen, ich Nach mache mich in Gnaden sfrey, naden Seam daß man von mir auch sagen kan: nen Mund Mein JEsus nimt die Suͤnder an ill, und wie 5. Du hattest wol zu dernem weigen sil. Buͤde, als einen Groschen mich nicht, du eprägt. Allein, ich fuͤhrte das ich muß i im Schilde, was lauter Sünd und brennt um Greuel hegt. Ach wie so wenig dohn, der sicß dacht ich dran, mein IEsus nieumt der Buͤrg,h die Suͤnder aͤn. 6. Nun suche mich mit deinem och/ ich binm Lichte aus ein schlechn ckel auf. zu Staub ui Gewichte, doch zu tren Bildniß drauf. Was hin ih serner ruͤhmen deinen Ruhn himmt die Suͤnder an. Ottes. ) nicht, min Busse auch eine Freude machen assen, ich u mag, ich lich umfassen meinemSuͤnden⸗Win; Gib mir ein anderes und drück ein neues t durch dein mein JEsus nimt die Suͤnder an. ach. Neande u ein nimmt die 6 funden, so laß mich nicht verlos ur den lieben gehn. Erhalke mich in deinen uͤr arme Ei Wunden, mein Zugend⸗Klana sey mir heut ii im wer schoͤn. Mein Lauf sey stets b gleich di Kinder, un er treibt. 9. die Suͤnder an. 9. Trag endlich mich auf deinen erfreuen kan Ruͤcken in deinen Stall zur Welt mt die Sih hmaus, und laß mich dort im Schatz erblicken, wo dein ge— unter diesen schmucktes Himmels Haus. Se 6 ich, was dis Trost⸗Wort Mein JEsus nimmt die von dir fein wei n ich dir i kau: iht sich zuͤh Suͤnder an. Ach thuh Pfalm 120. gantz. Mein Jc 104⁰0. In bekandter Melodey. her an. A 8 Tiefen rufe ich, zu dir, tmit Verlal HErr erhoͤre mich: Deine aaf verlohrn Ohren gnaͤdig leih, merck die fle; mich zu um hend Stimm dabey. ich auf rech„2. Aus der Tiefen rufe ich, der, der michl Suͤnden gehen uͤber mich z willt IEsu, nimm du rechnen, HErr! mit mir,o be⸗ steh ich nicht vor dir. . R der hbre rufe 9 chr ie Wuͤsteney denn Niemand hören mich! Ach! abverwirnt so hoͤre. JEsu mein; du wirst ja ach der Helfer seyn. ö r, sehr verin 7. Gib, daß ich dir mit meiner ich fall in Demuth dir zu Fusseach stifte selber denVertrag! beinen frisch du hast genng fuͤr mich gethan, z. Und hast du einmal mich ge⸗ verlohren auf dieser Bahn, wo JEsus nimmt ö 7 plaget, hoͤr, was dit der Hoͤchste 4. Aus der Tiefen rufe ich: Ach! schon lang erbaͤrmiglich Creutz und Leiden halten an; JEsus mich draus retten kan. 5. Aus der Tiesen rufe ich: Warum, Isu,! laͤßt du mich? Ich harr, warte, seufze, Ach! bis zur andern Morgen⸗Wach. 6. Aus der Tiefen rufe ich: JEs sus Gnade troͤstet mich; ob es mir gleich gehet hart, ich doc, der Er⸗ loͤsung wart. ö ö 7. Aus der Tiefen rufe ich: IJE⸗· es sus wird erlösen mich; JEsus Daß man dich machet, daß ich rein werd von al⸗ kan: Mein JIEsus len Sünden seyn. 8. Nunmehr hab ich ausgeruft: IEsus kommet, machet Luft. Seele, schwing dich in die Hoͤh, sage zu der Welt: Ade! G. Ch. Schwaͤmlein. Jerem. 31, 20. Ist nicht Ephraim. 1041. M. Ach was soll ich Suͤnd. ö Bis du Ephraim betruͤbet, daß du Bosheit hast veruͤbet, druͤckt dich deine Missethat, laß darum nicht die Gedancken von des Hoͤchsten Gnade wancken, son⸗ dern folge diesem Rath) 2. Leg' zur Seiten, was dich saget, und was sein Mund selber sprint: Ich bin gnaͤdig und sanft⸗ muͤthig, Vaterhertzig und auch gůtig,ewig waͤhrt mein Zorn auch nicht. 7 3. Ephraim du Hochbetruͤbter! bist du nicht mein Hertzgeliebter, und mein alletraut'ster Sohn, wie sollt ich mich denn verdossen, und im Zorne dich verstossen? O mein Sinn ist weit davon. 4. Hoͤr ich dich so klaͤglich syre⸗ chen, moͤchte mir das Hertze bre⸗ chen, seh ich deinen Thraͤnen⸗Fluß, und der rechten Busse Schmertzen, machst du, daß ich mich von Her⸗ tzen uͤber dich erbarmen muß. .Aher du mußt in dich gehen, und dein Suͤnden Hertz besehen, wie es bisher seinen Spott hat mit S86 meiner 6⁴ Zweyter Anhang. meiner Gunst getrieben, wie dein uppigs Laster⸗Lieben mich betruͤ⸗ bet, deinen GOtt. 6. Deine mir verhaßte Suͤnden, die sich haͤusig bey mir finden, ha⸗ ben mich und dich getrennt, deiner Bosheit schwer Gewichte macht, daß ich mein Angesichte habe von dir abgewandt. 7. Denck nicht etwan, daß mein' Ohren ihre Hoͤrens⸗Kraft verlsh⸗ ren, oder daß mein' Hand verkuͤrtzt, daß sie dir nicht helfen koͤnne, denn mit deinem Laster⸗Sinne hast du selber dich gestuͤrtzt. 8. Aber gib dich nun zufrieden, du bist nicht von mir geschieden, Tehr nur wieder um zu mir, so will ich mich zu dir wenden, alle dein Betruͤbniß enden, und dich lieben fuͤr und für. 9. Such mich nur, weil ich zu finden, klag mir deine schwere Suͤnden, ruf mich, weil ich nah bin, an; weiche von dem Sunden⸗ Wege, tritt vom breiten Laster⸗ Hun. und erkenn, was du ge⸗ than. 16. So will ich mich dein erbar⸗ men, und dich wiederum umar⸗ men, als waͤr es noch nie geschehn, ich will allen deinen Schaden, aus Barmhertzigkeit und Gnaden, als ein Vater, uͤbersehn. 11. Wann auch deine grosse Fehler waͤren wie die Purpur⸗ Maͤhler, und wie Rosin⸗farbnes Blut, sollen sie doch weisser wer⸗ den, als der frische Schnee aufEr⸗ den, oder wie das Wollen⸗Gut. 12. Huͤgel, Berge, starcke Wal⸗ len sollen weichen und zerfallen, aber die Barmhertzigkeit, die ich dir, mein Kind, will reichen, soll in Ewigkeit nicht weichen, sondern waͤhren allezeit. 13. Schau, wie dich der Hoͤch⸗If ste liebet, und was er fur Trost dir giebet, Ephraim, denck ja daran, nimm es danckharlich zu Hertzen, wirf von dir den Hertzens⸗Schmer⸗ Hen, und bereu, was du gethan. ——4..— Joh. 10, ,16. Wahrlich, wahlgh. Ja, 1042. M. Nun dancket alleGN und wirst Dyu bist ein guter Hirt, uh sch im Gi wikst es ewig bleiben, oa Sachen: su, gib, daß ich dis moͤg im dun selbst un tzen glaͤuben: laß hoͤren deih ein, das Stimm, daß ich davon erwach deinem& und als ein Schaͤflein dir gehoran 9. O folge nach. ö‚ ö‚ getreuer 2. Ich kenne deine Stimm, un kein sich höͤr der Fremden keinen, die mas che, selbf ne Seele nicht, sich aber selln wenig 6 meynen; der Mietling haͤlt ohn Glauben dem in Noth bey mir nicht stan der Lehr drum folg ich deiner Stimm u 10. Fi deiner Hirten Hand. gruͤner 2 3. Du bist getreu in Noth,ma mein Gl⸗ Hertz soll sich verlassen auf dich dich scha mein Hirt, und dich mit Glal mich so bens⸗Armen fassen: Bist du meh meinen Hirt, so wird dein Schaaf versh ewiglich get seyn, und auf der Weide gisn Pf. 143, nach Willen aus und ein. 1043. 9 4. Ach! daß ich deine Treuin Füͤr( Hertzen moͤgt erkennen, und mih su, s bis zu dem Tod dein sronmuch meins Schaͤflein nennen: Ach! daß ich selbst gar deine Lieb erwegen moͤgte so, das und viel mich die Hirten Lieb im Creus dort vert auch machte froh. nichtver 5. O! daß ich dir allein, meih dein Bl Hirte, waͤr ergeben, der du sih gllen S mich aus Lieb gelassen hast deih wahrer Leben lo daß mein gantzes Heush gloͤub un und was sich in mir regt, zur JEsuCl gen Liebe wuͤrd, aus dieser ei will mic bewegt. 6. Ach! waͤr ich Schaͤfleins Ach 1044.9 die fich um nichts bemuͤhen, noc(Idroß sorgen, weil sie nicht von ihren.. Hirten fliehen: sie gehen, wo din und Se Hirt sie fuͤhret hie und dort, und gualen, folgen seiner Stimm und Staban hab auf jedem Ort. Gebot u 2:Ol daß ich moͤgt auf dich, Y 2. Se IEsu, mein Anliegen stets wers Lidenl en, und in dir allein mein Herd fuͤse G vergnügen: hergegen stille seys hinab tt und sorgen ferner nicht; weil di aus der als Hirte weißt, was deinem zust. Schaaf gebricht, 8. V. Zweyter Anhang. 6⁴42 Bahrlich, wahnlg 3. Ja,HErr, du willt und kanst dancket allecdo and wirst mich alo machen, daß guter Hirt, u ichim Glauben dir befehle meine 918 bleiben, oa Sachen: du kommst ja von dir 3* moͤg im Im seibst und suͤhrst die Schaͤflein hören dess ein, daß sie ganz unbesorgt in davon erwah deinem Schaaf⸗Stall seyn. ein dir gehoin 9. O JEsu, leite mich, als ein dei getreuer Hirte, der seiner Schaͤf ö 1 Stimm, us kein sich annehm, und sie bewir⸗ n keinen, die mas the, selbst zu der boͤsen Zeit, da „sich aber selln wenig Hirten mehr getreu im miricht 0 u en sind, noch leben nach 71 der Lehr.* einer Stimm u 10. Führ du, o JEsu, mich auf Hand.— gruͤner Weid und Auen, und laß treu in Noth,me mein Glaubens⸗Aug im Leben auf Herlassen auf dich dich schauen, und deine Stimme d dich mit Glah mich so hoͤren, daß ich dich als an Schaaf verg Hirten sseb hier und dort fversoh ewiglichl 5— if der Weide geh Pf. 143, a. Und gehe nicht ins Ger. s und ein. 143. M. Her dᷣlich lieb hab ich. ich deine Treuiy Für(Vor) Gericht, Herr Jc⸗ rkennen, und mih O su, steh ich hie, zu dir beug ich od dein fromme meius Hertzens Knie, kan mir ien: Ach i daß iih felbst gar nicht rathen: Mein groß gen moͤgte so, di und viele Missethat mich hier und nLieb im Creus dort verdammet hat, doch will ich bdH). nicht verzagen. HErrJEsuchrist, dir allein, mesh dein Blut allein macht mich von jeben, der du sih allen Sünden rein, weil ich in gelaffen hast deh wahrer Reu und Buß an dich iein gantzes Heush gloͤub und dir fall zu Fuß. HErr mir regt/ zur FEsuChrist, deß dauck ich dir: Ich d, aus dieser Luh will mich Dir 42 Psaln fůͤr. Der 22. Psalm. h Schaͤfleins 20 1044. M. Die Sonn hat sich mit, ts bemuͤhen, noch Gerß ist die Quaal, o HErr in nicht von ihren meiner Seelen, die Sünd sie gehen, wo dei und Schuld mie mein Gewissen hie und dort, und guglen, weil deinen Grimm ich imm und Staban hab auf mich gebracht, und dein Gebot und Braͤuen nicht betracht. moͤgt auf dich, 2. So muß ich nun in meinem liegen stets wers Leiden leiden, und deine Znad und allein mein Herl füͤsse Gunst entmeiden, ich sinck hinab tief in die Hoͤllen⸗Gruft, rgegen stille seyn die 5 jetzt die matte Seele er nicht; weil di aus der dir t, was deinem zust. * . ö 3. Du siehst, mein Hertz, wie 6. J S daß ich unter sincke, und daß ich jetzt, wo du nicht hilsst, ertrincke, ja weil ich dich verlassen hab all⸗ hier/so werd ich jetzt verlassen auch von dir. 4. Ist denn nun nichts, das meie nen Geist ergoͤtze, das mich aus Angst und rauher Truͤbsal setze? Mein Geist erbleicht, mein Hertz verliehrt das Hertz, und schwellet auf von Reuen und vom Schmertz. F. Die Thraͤnen⸗Fluth bemüht sich weg zu schwemmen die Suͤn⸗ den⸗Last, und deinen Grimm zu hemmen; Was aber hilft die blosz se Thraͤnen- Bach? Sie mehret nur mein schweres Ungemach. 6. Was thu ich nun? Wie? soll ich, HErr, verzagen in solcher Angst, in solchen meinen Plagen? Soll ich, veriagt mit Cain sagen hier, daß grosse Schuld du nicht erlaͤssest mir? 7. Ach nein] ach nein! ich will zu dir mich schwingen, und mit Gebet und Flehen auf dich drin⸗ gen, weil von der Schuld mein Heiland selber spricht, daß er sie deck, und dencke solcher nicht. 8. So will ich nun die Suͤnden⸗ Last hinlegen an solchem Ort, wo abzufliessen pflegen die Gnaden⸗ Stroͤm' aus Christus theurem Blut entsprungen, und vergossen mir zu gut. 9. Hierzu will ich dir Busse⸗ Thraͤulen bringen, die sollen auf die Last der Suͤnden dringen, und fuͤhren sie zu deiner Liebe hin, die ewig kan erquicken Geist und Siñ. 10. Wann sie nun HErr, an deine Lieb hinkommien, so hilf, daß sie bald werd hinweg genommen, versencke da der Suͤnden schwar⸗ tzes Heer, verseuck es, HErr, in dein Erbarmungs⸗Meer. 11. So werd ich dann dich wie⸗ der koͤnnen loben, und achten nichts der Neider grimm' ges To⸗ ben, des Teufels List und meiner Feinde Schaar, du tilgest Noth 5 und 6⁴⁴ zweyter Anhang. ‚ 5 IEIIIISII——4— und Tod dann gantz und gar. en, ach! willt du denn so gar uih fen, der! 12. Dann wird mein Geist sich mir, du lieber Vater, fliehenzAhl ach! ich wiederum erfreuen, weil wegg nicht! ach nicht! hilf, Helfer, do chen, un legt wird seyn dein grimmiges weil du, mein GOtt, kaust helsl sprechen Draͤuen: drauf opfre ich mich dirnoch, und reiß mich aus din Last, J& nun gantz und gar, und fliehe vonNoͤthen 5. De der Sünder losen Schaar.„,Gedencke nicht, wie schual le, wo i 13 Mein HErr, mein Gott,ich mich an dir, mein GOit, ven⸗ waschen dich will ich einig preisen! Doch brochen, wie oftmals ich erzuͤmm yon den wollest du, mein Heil, mich unter⸗ dich, wie manchen Tag und W wie will weisen den Weg, den ich soll gehenchen, ja manches Jahr, hab zugn ich nur fort und nun, und lehre mich nach bracht, daß ich die Schuld nich dem B deinem Wi en thun. recht bedacht, die dich zum Zon hochthe Ps.94,19. Ich hatte viel Bekuͤmm. gereitzet. ö‚ 6. W 1047. In eigner Melodey. 3. Ach! richte mich, gerechin te heree Io bin betruͤbt; und weiß fast Stt/ nicht so wie ichs verdiennt. weil ich nicht, ob ich mein suͤndlich An⸗Hab ich gebrochen dein Gebot, s6 bereue gesicht gen Himmel darf aufhehats dein Sohn versühnet; 30 geangst ben; Ach meine grosse Missethat! glaube vest und traue dir, du wii Blick uch, ach mein suͤndlich Leben, das um seinet willen mir vom Uehs Brudet meinen Gott erzuͤrnet, ach, ach helfen, Amen. Angst.t was hab ich doch veruͤbt! ich bin M. B. Sattlen Jer.3, betrübt. Ps. 1, 3. Gott sey mir gnaͤdig 8. 1048.4 2. Ich bin betruͤbt, der Suͤnden⸗1047. M. AlleMenschen muͤssen. srae Last hat mich mit Stricken so um⸗ Esu lliebster Schatz der From Idie faßt, daß ich nicht kan entkommen, men, schoͤnster Braͤutgam, den di sie hat gleich wie des Meeres GOttes Sohn, sehaue deine Braut wuͤrdie Sand an Menge zugenommen, jetzt kommen, wie sie sich 2½% erschei und trachtet nach der Oberhand, nem Thron zu der Erden niederls Seine ach! ach, was hab ich doch ver⸗ get, und aufihre Brust anschlaͤge, 2. 2 üͤbt! Ich bin betruͤbt. weil ihr hoch betruͤbtes Hertz faͤll dich, vr Ich bin betruͤbt; Ach gehe der schweren Sünden Schmertz. Flecket nicht mit mir, HErr Christ in das 2. Ach es ist nicht zu beschreiben cken, Gericht, du hast Ja fuͤr die Suͤn⸗ die sehr grosse Sünden⸗Schuld! mich: den der gantzen Welt genug ge⸗ ich kan kaum fuͤrWemuth bleiben, wenn! than, ach laß mich Gnade finden,weil, o IEsu, deine Huld gegen 3. 0 und schaue mich mit Gnaden an; mir ist nun verschertzet, welche duld, Ach/ ach was hab ich doch veruͤbt! mich o heftig schmertzet, lieber chen, ich bin berruͤbt. stuͤrh ich tausendmal, als ich litté“ chen, 4. Ich bin betruͤbt; doch troͤstsolche Quaal. die er ich mich, mein Trost, HErrChrist,“ 3. Selbst das Hertz fängt an u. daß fi geht nur auf dich, weil du fuͤr mich bluten, das dein scharf Gesetz zen 4•6 gestorben, du hast mich durch dein bricht, die sehr herbe Thranen meis: theures Blut, das Himmelreich Fluthen, überschwemmen mein gefaͤll erworben, und machest meine Gesicht, alle mein Gebein erzit⸗ sich f Suͤnden gut, drum bin ich, weil tert, weil dein Grimm in mir so geach du dis veruͤbt, nicht mehr betruͤbt.wittert, ach! ich bin lehendig tobt nosser P..25.7. Gedencke nicht der Suͤnd. in so grosser Seelen⸗Noth. stosse I046.H. Aus tiefer Roth schrey. 4. Wilft du mich denn ewig ha F. Ich komm, o hoͤchster GoOrt zu ssen? Deine Lieb und Freundlich itzt n ir, und lieg auf meinen Kni⸗keit wird ja den nicht sterben— Wüt ö en, nest! — denn so gar un dater, fliehen Hhilf, Helfer, doch 5Ott, kaust hessh mich aus dn nicht, wie schu mein GOtt, 0 mals ich erzuͤnmn en Tag und Wh Jahr, hab zugg die Schuld nicht ie dich zum Zon e mich, gerechin ie ichs verdienet en dein Gebot. versühnet; Ic raue dir, du wirs mir vom Uebel M. B. Sattlei, ey mir gnaͤdig n. tenschen muͤssen. Schatz der From ster Braͤutgam, haue deine Braut se sie sich vor dij r Erden niederle⸗ Brust anschlaͤget, uͤbtes Hertz faͤllt nden Schmertz ht zu beschreiben unden⸗Schuld! Wemuth bleiben, ine Huld gegen chertzet, welches chmertzet, lieber nal, als ich litt dertz faͤngt an zu scharf Gesetz zen herbe Thraͤnen⸗ wemmen mein in Gebein erzit⸗ rimm in mir so hin lebendig tobt len⸗Noth. ch denn ewig has. und Freundlich⸗ nicht sterben las⸗ sen, zweyter Anhang. 644 sen, der nach deiner Huͤlfe schret. mahl erscheinen, wozu JEsus rust ach! ich weiß dein Hertz wird bre⸗ chen, und mir Armen Drost ver⸗ sprechen, weil du meine Suͤnden⸗ Last, IEsu, selbst getragen hast. 5. Deine Wunden sind die Quel⸗ le, wo ich soll mein Laster⸗Kleid waschen als ein Schnee so helle hon dem Koth der Eitelkeit. Ach wie will ich mich denn laben! kan ich nur ein Troͤpflein haben von dem Balsam deines Bluts, des ochtheuren Seelen Guts. 6. Wirf dein liebreich Angesich⸗ te her auf dein betruͤbtes Kind, die Luc. 6, 19. Undalles Volk begehrete. weil ich mich itzt zu dir richte, und bereue meine Sünd, laß doch mein geängst Gewissen einen Gnaden Blick geniessen, einen Blick, o Bruder⸗Hertz, so verschwinden Angst und Schmertz. Jer.3, 13. 13. Kehre wieder du abt. 1048. M.Ach was soll ich Sünd⸗ Ieich hekehre dich, ach bekehre. Vich noch heute, und im Glau⸗ ben dich hereite, daß du könnest wüͤrdiglich, bey dem Abendmahl erscheinen, woju JIEsus ruft die Seinen.— 2. Willst du kommen, saͤubre Seinen 1049. M. JEsu, der du meine. Ziebster JEsu, in den Tagen dei⸗ ner Niedrigkeit allhier, hoͤrte man zum Volck dich sagen: Es geht eine Krast von mir. Laß guch deine Kraft ausfliessen, und sich deinen Geist ergiessen, da du in der Herrlichkeit nun regierest weit und breit. 2. Denn dir ist in deine Haͤnde nun gegeben alle Macht; his an aller Welt ihr Ende wird dein Na⸗ me hoch geacht. Alles muß sich vor dir neigen, und was hoch ist, muß sich beugen; selbst der letzte Feind auch muß endlich unter dei⸗ nen Fuß. ö 3. Darum kanst du allen rathen⸗ deine Kraft ist nie zu klein, es be⸗ zeugens deineThaten, die uns auf⸗ geschrieben seyn. Ja du bist des⸗ wegen kommen, weil du dir hast vorgenommen, aller Menschen Heil zu seyn, und zu retten Groß und Klein.* 4 Hier, mein Arzt, steh auch ich Armer, kranck am Geiste, blind dich, von dem Schmuck der Laster⸗ Flecken, die in deinem Fleische ste⸗ cken, Christi Blut kan dich und mich reinigen von allen Zuͤnden, wenn wir Busse bey uns finden. 3. Glaube, Hofnung und Ge⸗ duld, Liebe, Demnth und deralei⸗ chen, sind der Christen wahre Zei⸗ chen, welche stehn in Christi Huld, die er kennt und heisset kommen/ daß sie werden aufgenommen. 4. Solcher Schmuck und Him⸗ meis: Tracht Christo einig wohl⸗ gefaͤllet, wer der Welt hier gleich sich stellet, der wird von ihm nicht geacht't, und von seinen Disch⸗Ge⸗ nossen schimpflich wieder ausge stossen. itzt noch heisset heute, und im Glauben dich bereite, dat du kuͤn⸗ nest wurdiglich dey dem Abend⸗ und bloß; rette mich, o mein Er⸗ harmer, mache mich von Suͤnden los, und von den so vielen Tuͤcken, die mein armes Hertz bestricken; ach Llaß deinen suͤssen Mund zu mir sprechen: Sey gesund. 6. Siehe, meine Seele ruͤhret deinen Saum mit Glauben au, 5. Israel, bekehre dich, weil es wartet, bis sie endlich spuͤhret, was du hast an ihr gethan! an dein Wort will ich mich halten, und in⸗ deß dich lassen walten; laͤugnen kanst du dich doch nicht, da dein Wort mir Heil verspricht, 6. Amen, du wirst mich erhoͤren, daß ich durch dich werde rein, und zu mir dein Antiit kehren, daß ich koͤnne froͤlich seyn: so will ich aus Hertzens Grunde, deine Guͤte mit dem Munde ruͤhmen hier in dieser Zeit bis zur frohen Ewigkeit. S8 83 Ps. +.iiii-.j ......— I. . RNI! IAIF I. . 1 4 ö * +* N n OEN N IAINI N ½%½ 1 WR I. MR V. 0f 7 4 I. N . RIII. I-9N 44 * N I I 1 — — 646 Zweyter Ahanng. 105⁰. M. WTraurigkeit, ochertz O keit! die ich itzt muß em nagt, wegen meiner Sünden. ecken? Ach da Gruft, moͤchte mich bedecken. Raum, drinn ich kan hen/meine Bosheit will mi un den Abgrund treiben. ö 5. Wie werd ich dort, su Wort vor Lust lassen so bethören. 6. O GOctes Sohn, du Gna⸗ den ⸗Thron, ich flieh in deine Wun⸗ den, drin hab ich noch jederzeit Ruh und Rettung funden. 7. Dein heil ges Blut, das mir zu gut am Creutze ward vergossen, st ein Brunn daraus das Heil mint auf mich geflossen. 8. Darum, mein Heil, laß mich it Theil an deinem Gnugthun haben! meine Sunde wird hin⸗ fort in dein Grab begraben. 9. Otreuer Hirt! wann Satan wird mein' Ueppigkeit verklagen, so still ihn durch dein Verdienst, sonst muͤst ich verzagen. Klagl. Jer. 1,20.22. Ach HErr, si. 1071. MI. Christus der uns selig. Scohrecklichs Zittern koͤnmt mich an, alle Glieder beben, schwerlich, daß ich laͤnger kan un⸗ ter Menschen leben, allzuschaͤnd⸗ lich hab ich GOtt, meinen GOtt betruͤbet, weder ihn, noch sein Ge⸗ bot, inniglich geliebet. 3. Satan hat in dieser Zeit, lei⸗ der! mich verblendet, daß ich von der Froͤmmigkeit gar mich abge⸗ Ps.28,171½2. Die Angst meines H. Angst und Leid! o Traurig⸗ ꝓfinden, die itzt mein Gewissen 2., O Furcht und Graus! das Hoͤllen⸗Haus, darnach ich pflegt zu ringen, hat den Rachen aufge⸗ spert, und will mich berschlingen. 3. OAch und Weh! o Schre⸗ fragen. cen⸗See! wo soll ich mich ver⸗ 6 doch die tiefste 4.Der Erdensaum hat keinen Schmertz, sicher blei⸗ men: Mein Gewissen macht mi ch ganz hang, ich kan nicht be strenge Augen sehen. Gottes Richt Stuhl hö⸗ ren! weil ich mich die Fleisches/ da Wort nicht mit Erust geschoh der den Frechen hie And 10 schwere Strafe drauet. 3. HErr, daß endlich dein gn zicht mich nicht konnt erschrechn daß dein Grimm in mir die Pfsch konnte nicht erwecken! daß in nicht daran gedacht, wie Hand kan plagen solche Suͤntg Tag und Nacht, die nach dir nich 4. Ach! wie bebt jetzund mi Hertz, GOtt, ich muß mich schh. men. Denn auf Suͤnde folgton rtz, auf die That das Ge stehen, wil g muß Meiner Suͤnden sind so vil. sie nicht zu zaͤhlen, Salin treibt damit sein Spiel, grausun mich zu quaͤlen, meine Schulden sind so groß, daß kein Menschann Erden mich davon kan machm los, noch mein Bürge werden. 6. Ach! HErr JEsu, wolt ich * 7 7. 5 ich meinen Untergan hernichte mich doc nocht u 1 10. S Nacht pr hat mir meine 2 suud sie! tragen,d ich her,! 1I. GOtt, de ostarcker den ledie ser Quac en, so n 200 und D82N 1052.H1 ack de auf! W der, wa willt di Zeit fle seiner schon Gnade bey dir suchen, fuͤcht Heil, d ich, daß man mich mit Hohn gran fluchen, gleichwoß, e Schuld gar nicht noch d sam wird ver wie ich mein nich will verneinen, ach so merk itztmt Gedult auf mein klaͤglichs Weinen. 7. Ich bekenn es, daß ich zwa schwerlich uͤbertreten, sollte demn drum gantz und gar nuͤtzen nichtz mein Beten? Nein. Wie das; Seht, was die Schrift schrecklich hievon lehret, was die Suͤnder nut betrift,daß sie Gott nicht hoͤret. 5. Aber, HErr, bekehre mich, so wirst du mir Armen rufen wied. rum gnaͤdialich, und dich mein el barmen, lencke doch dein Hertz z mir, hoͤre doch mein Klagen, of⸗ ne mir die Gnaden ⸗Thuͤr, laß mich nicht verzagen. daß ich das verrichtet, was die wendet, und des Allerhoͤchsten Gnade mir verkuͤrtzt, ja Michöwe 9.GOtt, wie bin ich so bestuͤrtzt, 2. E der schr dencken Glut d Zweyter Anhang. 6⁴⁷ — it Ernst geschan gernichtet, aber, HErr, verwirf en hie und 10 ch 900 nicht von deinen An⸗ drauet. gen, ob ich etwan künftig noch Fendlich dein gn moͤcht in etwas taugen. konnt erschrecn 10. Satan, der bey Tag und in mir die Pfihh Nacht pflget zum Fall zu rathen; rwecken! daß i bat mir gar zu leicht gemacht gedacht, Wie deh meine Missethaten. Aber nun en solche Suͤndg sind sie so schwer daß sie nicht zu t, die nach dir nich tragen, huuches dir Ae kri ich her, solches dir zu klagen. bebt jetzund mjů 1. Nun ich ruf: o grosser thmuß mich sch.. GOtt, der du bist sognadig, mach, f Sünde folgtin oftarcker Zebaoth, mich von Sün⸗ ie That das Gul, den ledig, wirst du mich aus die⸗ wissen macht ush serZuaal, mein HErr Jesu, brin⸗ icht bestehen, wul gen, so willlich ohn End und Zah tergang muß un Lob und Danck dir singen. NMatth a4,4391. Darum wachet. uͤnden sind so vil 1052. M. Ach⸗OErr mich armen. zaͤhlen, Satn Wocht auf, hr Meuschen⸗Kin⸗ in Spiel, grausun der, ach wachet, wacht recht meine Schuldn auf! Wacht auf, ihr frechen Sün, 5 kein Menschan der, wach auf, du frecher Hauf! ch Herzen, daß du der Qugal won kan macheh willt du noch lange schlafen, die Bürge werden, Zeit sleucht wie ein Pfeil, wer r JEsu, wolt i. feiner Seel will schaffen ihr ewig dir suchen, fuͤccht. Heil, der eil. ů ch mit Hohtr gral. 2. Eil, wer da kan entrinnen ichen, gleichel, der schweren Höͤllen⸗Pein, hast du Schuld gar nich noch deine Sinnen, o Mensch! ch so merk itzt ui denck was werd seyn, die Feuers⸗ mein klaͤglich Glut der Hoͤllen dort leiden ohne Diel, man kan sichs kaum fuͤrstel⸗ es, daß ich war, sen, der Marter ist zu viel. reten, sollte dem. 3. Zu viel sind alle Schmertzen, gar nuͤtzen nichts zu groß ist ihre Quaal, doch faßts dein. Wie das niemand zu Hertzen, das sieht ichrift schrecklih man überall, wie wills zuletzt ab⸗ die Sünder nun laufen, man lebt in Tag hinein. Ott nicht höret, in Schlemmen, Fressen,Saufen, „bekehre mich, das End kan nicht gut seyn. men rufen wied. und dich mein el — nen, die in die Welt verliebt, und 4. Gut kans nicht seyn bey de⸗ ewig Leiden bringen, und liebest deinen Strick, der dir das Leben raubet, dich toͤdtet und verkehrt, kaum einer dieses glaubet, bis er es selbst erfaͤhrt. 6. Zu spaͤt ist zu erfahren, was Hoͤll und Ewigkeit, ach! willst dus darauf spahren, thu's nicht, heut ist nochZeit, bekehre dich von ent⸗ gehst, denck, denn gilt es nicht Schertzen, wenn eu fuͤrm Rich⸗ ter stehst. 7. Der dir das Urtheil faͤllet; das Leben rund abspricht, zunr Teufel dich gesellet, des ew'gen Tods⸗Gericht, o Zeter! Ach! Weh! Jammer! Welch Heulen wird da seyn, wenn in die Mar⸗ ter? Kammer der Hencker schlept hinein. 3. Dahin wo keine Reue, kein klagen helfen han, die Marter geht aufs neue nach Tausend Jah⸗ ren an; da ist kein Glied so kleine das nicht sein Leiden hat, der Leib der fuͤhit das Seine, die Seel auch sruͤh und spat. 9. In grosser Furcht undSchre⸗ cken, in finstrer Dunckelheit, wird die Verdammten decken Angst⸗ Grauen, Traurigkeit, die Zaͤhne werden klappen fuͤr Frost und gros⸗ ser Hitz, und werden blindlings tappen nach einem frischen Sitz. 10. Sie werden ewpig fallen ins Loch, das keinen Grund, und auf einander Prallen zusammen in den Schlund, sich beissen, fressen⸗ nagen, sich fluchen, laͤstern stets, der Tod wird sie recht nagen, ohn Ende; seht, so gehts. 1I. So geht es den Verfluchten, in ihrem Hoͤllen⸗Loch,den Schlem⸗ mern und Verruchten, ach glaͤu⸗ bets, glaͤubets doch, wollt ihr dar⸗ an noch zweifeln, so wahr ists, so wahr Gott, ihr fahret zu den Leu⸗ feln, wo ihr dis halt suͤr Spott. 14. Wacht auf, und laßt euch boch dein Hertz u. hloß darnach sich sehnen, was, sie nein Klagen, of vordust ausgiebt, Hoffart, Fleisch⸗ uThür, laß mich Augen⸗Luͤste, zu ihrem Zweck ge⸗ *— setzt, achI daß doch mancher buͤß⸗ in ich so bestuͤrtzt, te dafür, das ihm ergetzt. richtet, was die. Ergoͤtzst du dich an Dingen, ktzt, ja 59. oMensch/ ein'n Augenblick, die rathen, thut Buß in diesem Nu, S 8 4 man 648 zweyter Anhang. man warnet euch fuͤr Schaden, kehrt euch zu JEsu zu; daß wie er den frey, und ihr der Hoͤll entlau⸗ fet, er euch sein'n Geist verleih. Roͤm. x/36,39. Wer willunsscheid. 1043. M. wer nur den lieben G. Wern ich betracht mein suͤnd⸗ lichs Wesen, und daß ich doch in Gnaden bin, und wieder⸗ um in GOtt genesen, so freuet sich Herz, Muth und Sinn und spricht: Mein JEsus hats verricht, ich lasse meinen JEsum nicht. 2. Von JEsu will ich nimmer l wancken, der mich geliebet hat vor⸗ bin, und dem ichs einig hab zu dan⸗ cken, daß ich jtzund in Gnaden bin,st daher ihm Mund und Hertz ver⸗ nhrn lasse meinen JEfum nicht. ö 3. Ich laß ihn nicht, ich will ihn halten, es geh mir druͤber, wie es geh, ich lasse meinen JEsum wal⸗ ten, bey dem ich in Genaden steh, was mir auch immer drum ge⸗ ich ich lasse meinen IEsum ni 4. Er laͤßt mich nicht: Sollt ich ihn lassen? O nein, mein JEsus bleibet mein, ich will ihn immer staͤrcker fassen und schliessen in mein Hertz hinein, im Glauben wird es zugericht, im Glauben laß ich IEsum nicht. 4 . Der Satan meint mich zu er⸗ reichen, die Welt kommt auf mich zugerennt, und dieses ist ein rech⸗ tes Zeichen, dabey man einen Chri⸗ sten kennt; ich aber bin ihn'n hoch verpflicht't ich lasse meinen JE⸗ sum nicht. 6. Man mag mich hie und da vertreiben, ich weiß schon einen si⸗ chern Hrt da nan mich wol muß lassen bleiben, das ist mein JEius und sein Wort, mein alles ist auf ihn gericht, ich lasse meinen JE⸗ sum nicht. Kommts gleich mit mir gar bis ans Leben weil ja die Welt nur er gantze Seole liebt, ich le euch erkaufet, euch mach von Suͤn soll ewig seyn, an jenem Bosheit uͤbt, mein JEsus wird mirs wieder geben, auf den Bericht, ich la JIEsum nicht. wir bre. hilft Jei 4. Der doch, und staͤrckt mich wieder Zorn, we 1u, stach Dorn, 1 brannte, ö must, ur 11. Der Juͤngste Tag kan mih Lust zum nicht schrecken, ich dring vomn F. Un zum Leben ein, mein IJEsus M kannt, u mich auferwecken, daß ich g0l dein scht ig se em grossn wandt, Welt Gericht, da laß ich meiug Jesum nicht.. 12 Ich laß ihn nicht in jenn Leben, dort will ich ihm zur E ten stehn, will ewig, ewig an ih kleben, und nimmermehr von IN su gehn, da will ich sehn sein I. nichr. und meinen JEsum laf nicht. ö 13. Da will ich Halleluja singn und Amen in dem hoͤchsten Thon will Ruhm, Danck, Preis und E re hringen, und ewges Lob nn Ottes Thron, will wandeln di in seinen Licht, und meinen J sum lassen nicht. Der 22. Psalm. 1054. Mel. Es ist gewißlich a Woell dem, dem Gott all sei Suͤnd allhier in 9—106 mal, in dich w darinn ben di Denni Vergel v. D lein, ten. len Pe huͤten Christ sethat v. durch bereit Ar geben, den ebt, ich leb und tmuß endlich au aller ihrer Herlt kt mich wiedenn Zorn, weil ich miich nicht erkann⸗ 0 och meinen JEun igste Tag kan mith ich dring vom d mein IEsus WI en, daß ich bey i an jenem grosse da laß ich meiie hn nicht in jenn lich ihm zur wig, ewig an ih imermehr von YN lich sehn sein d inen JEsum lass HHalleluja singe m hoͤchsten Thoh uck, Preis und E ud ewges Lob hi will wandeln di 19 meinen J 2. Psalm. ist gewißlich a em Gott all sei hier in 93 sin seiner nul ben, gleichwie ein Vater seinem ů 7 ind, aus ht, ich lasse mas Ddihn dieselb nicht rechnet zu! wohl ihm te/ 3weyter Anhang. 6A immerfort mit deinen Augen lei⸗ ten, daß ich auf deinen Wegen bleib, und ob der Wahrheit, Gut und Leib, wenus noͤthig ist, zusetze. 9. Seyd nicht, wie Roß und Mäuler sind, die obn Verstand hinleben, und wenn man sie nicht zaͤumt und bindt, halsstarrig wi⸗ derstreben: Vielmehr gehorchet Gottes Stimm, auf daß euch nicht sein wuͤster Grimm an Leib und Seel verderbe. 10. Der Gortlos hat viel Angst und Plag, das macht sein falsch Vertrauen, denn er vermag an feinem Tag des HErrn Gnad an⸗ schauen: Wer aber sich auf GOtt verlaͤßt, den wird die Züt umfa⸗ hen vest, des freut eueh, ihr Ge⸗ rechten. ö 11. Gott Vater, Sohn, hei⸗ liger Geist] dir sey Lob, Preis und Ehre,sr alles,das du uns erweist: daß wir Dorn, hrannte, daß ich zuletzt bekennen must, und sprach: Ich habe keine Lust zum Guten allenthalben. 5. Und da ich solches frey be⸗ kannt, und bat dich uni Genaden, dein schwerer Grimm sich von mir wandt, damit ich war beladen: Du mein Gewissen wieder labt'st, und mir all meine Sůnd vergabst um deines Sohnes willen. 6. Hierum die Heilgen allzu⸗ mal, iur neuen Bund und alten, dich werden bitten überall, und darinn recht behalten, im Glau⸗ ben durch den heiligen Geist: Denn ihr Gerechtigkeit die heibt, Vergebung aller Sünden. 7. Darum so trau ich dir al lein, wenn Tod und Teufel wuͤ⸗ ten. Du wirst mich vor der Hoͤl⸗ len Pein, das glaub ich vest, be⸗ huͤten: Denn dein Sohn, XIus Christus, hat fuͤr alle meine Mis⸗ sethat am Holtz genug bezahlet. v. Mein Hertz wollst du, HErr, durch dein Wort zu deinem Dienst bereiten, und weil ich leb, 16 ch dein Segen sich vermebre, fort spuͤhren deine Guͤt, und stets mit willigem Gemuͤth, dir und dem Naͤchsten dienen. Ps. 8878. Troͤste uns, GOtt, unser. 10956.M. Aus tiefer Noth schrey. ö Wo/ soll ich hin ꝛ wer hilfet mir? wer fuͤhret mich zum Leben ꝛ ö HErr, als nur zu dir, will ich mich hinbegeben: du bist/ der das verlohrne sucht; du seg⸗ nest das, so war verflucht: hilf⸗ IJEsu, dem Clenden! 2. HErr, meine Suͤnden aͤng⸗ sten mich, der Todes⸗Leib mieh pla⸗ get,o Lebens⸗GOtt, erbarme dich, vergib mir, was mich naget; du weißt es wohl, was mir gebricht, ich bin entfernt von deinem Licht! hilf, IEsu, dem Betrühten. 3. Du sprichst: ich soll mich fuͤrchten nicht; du rufst: ich bin das Leben! drum ist mein Trost auf dich gericht't, du kanst mir Gnade geben. Im Tode kans du bey mir stehn, in Noth, als Her⸗ tzog, vor mir gehn: hilf, IEsn, dem Zerknuirschten 15 4. Bist zu niemand, 630⁰ zweyter Anhang. 4. Bist du der Artzt, der Krancke traͤgt? auf dich will ich mich le· N gen; bist du der Hirt, der Schwa⸗ che yslegt? erguicke mich mit Se⸗ gen: ich bin gefaͤhrlich kranck und schwach, heil und verbind, hoͤr an die Klag: hilß, JEsu, dem Zer⸗ schlaanen! 5. Ich thue nicht, HErr, was ich soll, wie kan es doch bestehen⸗ es druͤcket mich, das weißt du wol, wie wird es endlich gehen? Elen⸗ der ich, wer wird mich doch erloͤ⸗ sen von dem Todes⸗Joch? Ich Dancke GoOtt durch Christum. Ps.143,/8. Laß mich fruͤhe hoͤren ꝛc. 1I056. Wol ich mich binm nden o soll ich mich hinwenden, Wĩ in diesem Jammerthal? Wer kan mir Rettung senden, in meiner Seelen„Quaal? Es ist kein Mensch vorkanden, G04 hleibt allein der Mann, der uns von Suͤnden⸗Banden, befreyen will, und kan. ö‚ 2. Ach! schau von deinem Thro⸗ ne, GOtt Vater! schau auf mich, in JEsu deinem Sohne: Mein Hertz ersuchet dich, um Dilgung meiner Sunden: Ach Vater, ach erhůr, und laß mich nade finden, zu deines Namens Ehr. 3. Ich muß zwar wol bekennen, daß ich nicht wuͤrdig sey, mich dei⸗ nen Sohn zu nennen, doch troͤst ich mich hierbey,dat du hast Gnad und Güte, versprochen jedertzeit, dem glaͤubigen Gemüthe, das sei⸗ ne Schuld bereut. . Drum fall ich vor dir nieder, in Demuth auf die Knie, erquicke mich doch wieder, und troͤst mich je und ie, mit diener reichen Gna⸗ de; Vergib mir meine Sünd, auf daß sie mir nicht schade, die⸗ weil ich Reu empfind. . Wie Dabvid sich beklaget, in tiefen Suͤnden ⸗Koth, und wie nen, zur Salbun die Thraͤnen m die Erde setz dir mit Shranen und kuͤssen fuͤr und fuͤr. —— Manasse saget, er steh in gu oth, er sey gekruͤmmt in W ‚ den, die Suͤnde sey so schwer uGalat. 5,6. ihr'r so viel vorhanden, als En weder B am weiten Meer. haut ett 6, So muß ich itzt auch sagn zorꝰ: Mie ich habe wenig Rast ich kan n Dẽ 6⁰ mehr ertragen, der Sͤnden Drecht und Last. HErrChrist! zureißhworben. Bande, tunck Psop in dein Budas Himn wasch mich von Sünd muns verdor Schande, so werd ich wolgemm der Glaub 7. Laß Nord⸗und Suͤd W wehen, zim Garten meiner Biaf darinnen Myrthen stehen, wiehs HErr! selbst bewust, ach! ül uneb werden fliefsen, so, daß von ihm 3ogs. Mei Saft, sich gantze Baͤch' ergiesth Err! zur Seelen Nutz und Krast. 8. Ich bin hier in der Wuͤt gleichwie ein Schaaf, derih durch fündliches Geluüsten; mich, du guter Hirt! ruf un vom Suͤnden⸗Wé und rechtem Pfad, — Ewigkeit. uns Chri ege, auf schlas dich, O bring michm 2. Wie Himmels⸗Stege, durch dein gebauet d Geistes Gnad. 9. Ach! hoͤre mein Begehrn mit Lust und acht es nicht gering, Hen Glantz un zaͤhle meine Zaͤhren, die ich u geht mick Petro bring: Ich will mit Han Genug, t weinen, schau du auf mich zuri jan. laß mir dein Antlitz scheinen uu z. Wie einem Gnaden⸗Blick. und Sch 10. Nimm, wie von Magdal. Wunder⸗ g von mir ai cher zu üd das Sehneh Ehre, Gi sie gethan, mich ass mich aller en, und deine Fuͤsh dich, Ge Fluth benetzey) 4. Kan im Leber Ich, will dir auch hierneben Seele sen Ich will, wie II. mein Hort und Lebens⸗Fuͤrst, zun einander Opfer uͤbergeben, Reu zerknirscht, verachten: Nimms gi mir hin: Ich will dein Heil trachten, so lang ich leb und bin. ein Hertz mil schmacht das wirst du nich mich die aͤdig dol wer di Heil be lle Von Lust alle 0 ö Zwevter Anhang. CyI ——— 1/ er sieh in gekrummt in Y—F— e seh so schwer, ualat.,6. In Christo JEsu, gilt rhanden, als Syu weder Beschneidung noch Vor⸗ 2. haut erwas, sondern der ze. ich itzt auch sagn aos“- Miel. Es ist das Heil uns. Rast ich kan n Dẽr Glaube macht allein ge⸗ „der Sünden urecht an Christum, ders er⸗ rrChrist!zureißh worben. Kein Werek erwirbt Moop in dein Bu das Himmel⸗RNecht, weil alls an von. Sünd nuns verdorben, doch ist ohn Zieb erd ich wolgemm der Glaube todt; Drum willt du und Suͤd ⸗VU Vom wahren Glauben. meiden ewge Noth, so glaͤub, thu Buß, uͤb Liebe. 2. Die Liebe sey des Naͤchsten Knecht, die thu aus gutem Her⸗ tzen, dabey nun glaͤube recht und chlecht, daß bloß durch Christi Schmertzen und seinen Tod du seyst gerecht, und fleuch zu seyn der Suͤnden⸗Knecht. Gott woll uns all bekehren. ö Eten meiner Bu then stehen, wieds bewust, ach! du uneber Ps. 73. 23. 26. „so, daß von ihinoꝛs.Mel. Wer nur den lieben. 6e Bachv ergiesh Err! wenn ich dich nur wer⸗ iz und Krast.„.) de haben, mein bestes Theil er in der Wufeh zu jederzeit, so wird sich Leib und Schaaf, verin Seele laben, hier zeitlich und in 26 Gelüsten slh Ewigkeit. Was geht die Welt er Hirt! ruf uus Christen an? Genug wer Wege, auf schlih dich, GOtt, haben kan. ad, bring michin a. Wie schon und hoch hast du ge, durch dellg gebauet die Sternen⸗Leiche Him⸗ —.—⁷—— mels⸗Stadt, daß sie der Mensch mein Begehnum mit Lust anschauet, die so viel 0. gering, Hen Glantz und. Klarheit hat. Was hren, die ich u geht mich Sternen⸗Klarheit an? ch will mit Han Benug, wer dich, SOtt, haben u auf mich zurich ian. atlig scheinen ul z. Wie reich is doch von Gold Blick. und. Schaͤtzen der Erden grosses die von Magdull Wunder⸗Feld! wie weiß sich man⸗ ing von mir ahl cher zu ergotzen an Reichthum ind das Sehneh Ehre, Gut und Geld. Was geht gethan, mich gi mich alles dieses an? Genug, wer „und deine Füsh dich, GOtt, haben kau. 1:gluth benehn 4. Kan auch ein vestrer Bund nd fuͤr. im Leben, als zwischen Leib und ir auch hiernebehl Seele seyn? Wenn die sich von ebens⸗Fürst, uns einander geben, alsbald Ver⸗ „ ein Hertz mi schmachtung fallet ein. Was geht das wirst du nichl mich ch,6 Leben an? Genug, ums gnaͤdig bul wer dich, Gott, haben kan. ill dein Heil dF. Du, GOtt, a du bist mein ich leb und hin. alleine, meins Hertzeus Trost und beste Freud, des Himmels Glautz weicht deinem Scheine, die Welt; — Von der Begierde zu GOtt und *V IEsu. die Welt uns Christen an? genug wer dich, GOtt, haben kan. 6. Drum hilf, daß ich an dich gedencke in meinemLeben allezeit, und mein Gemüth zum Himmel lencke, entruͤckt der eitlen Eitel⸗ keit. Was geht die Welt uns Christen an?/ Geuug, wer dich, Gott, haben kaan. 1 Cor. 10,13. Es hat euch noch ꝛe. 1059. M. In dich hab ich gehoff. Sey unverzagt, o frommer EChrist, der du im Creutz und Ungluͤck bist, besiehl GOtt deine Sachen; In Noth und Pein Ver⸗ trau gllein auf ihn, er wirds wohl machen. 4* 2. Dein Ungluͤck kommt nicht ohngefehr, es ruͤhret von dem Hoͤchsten her, der hat es so verse⸗ hen. Drum sey nur still, und was 60 will, das laß du nur ge⸗ schehen. 3. Solt auch der Himmel fal⸗ len ein, und die Natur geandert sehn, so kan doch GOtt nicht hase sen, und auch den Mann, der ihm recht kan vertrauen, nicht ver⸗ lassen. 4. Zu dem wird deine Lraurig⸗ keit ja auch nicht waͤhren allezeit: Gott wird dir Freude geben, wo nicht allhie, doch dort. da sie soll ewig ob dir schwehen. 5. Hab immer einen Loͤwen⸗ Von Lust aller Herrlichkeit. Was geht Muth, vertraue Gott, es wird noch 62 noch gut auf alle Truͤhsal werden: Gtt ziehet dich durchs Creutz zu sich gen Himmel, von der Erden. 6. Der liebe GOtt ist so getreu und fromm, daß er dir stehet bey, wenn Unfall sich erreget, auch je⸗ dermaun mehr, als er kan ertra⸗ gen, nicht aufleget. 7. Es haben ia zn aller Zeit die Heiligen in Traurigkeit und Creutz oft muͤssen schwitzen: War⸗ um willt du denn immerzu im! zweyter Anhang. Rosen⸗Garten sitzen? Kehr 8. Bet, hoff und trau auf hsermann, den nen Gott, in allem Jammn sh, nicht al Angst und Noth: Laß, wieeruhhund, wa es gehen. Setz ihm kein Zith Rdt der M er im Spiel, wirst du noch u Ii. Laß k der sehen. h, wann d. 9. 6Ott Vater Sohn ahey dir, An Heilger Geist! Der du einghscht gleich des Trostes heißt, laß alle Tuͤydet sich. empfinden, die traurig seyn u ra. Mäß hilf allein das Boͤse uͤberwindym klein Ur 27*** Ps. 73,25. 26. HErr, wenn ich nur 1060. Mel. Wer nur den lieben. 0 wenn ich dich, mein Ott, nur habe, nach Erd und Him⸗ mel frag ich nicht. Nichts ist, das meine Seele labe, als du, mein GOt:, mein Trost und Licht. Ruͤhmt sich die Welt mit ihrer Sch Lust, ohn dich ist mir kein Trost bewußt. 2. Soll Leib und Seele mir ver⸗ schmachten, ich hoffe doch getrost auf dich nichts will ich alle Plage achten, an dir allein ergnick ich mich. Regt sich auch alles wider M mich, es bleibt dabey, ich liebe 3. Hab ich nur dich, so hab ich alles, was meine Seele wunschen kan; auch fuͤrcht ich mich gar kei⸗ nes Falles, liebst du mich nur was ficht mich an? Drum spricht mein Hertz: Du hist mein Theil, in dit ist meiner Seelen Heil. Benjamin Schmolck. Das güldene A. B C. 1061. Miel. Err JEsu Christ. Alin auf GOtt setz dein Ver⸗ traun, auf Menschen⸗Huͤlf sollt du nicht baun: Gott iss al⸗ lein) der Glauben haͤlt, svnst ist kein Glaub mehr in der Welt. 2. Bewahr dein Eyr, huͤt dich sur Schand, Ehr ist fuͤkwahr dein hoͤchstes Pfand, wirst du die Vom Christlichen Leben und Wandel Durch Zorn endt, daß Rennt. Schantz einmal versehn, ss u3.Nich um deine Ehr geschehn. glermeist, 3. Claff nicht se viel, sondadu nicht we hoͤr mehr, das wird dir gahlden halt n Preis und Ehr, mit Schweigsschickt'n ni sich verredt niemand, Chfft a Om bringt manch'n in Suͤnd lag für d chand. Eech nich 4. DemGroͤßten weich, halt hrichten for gering, daß er dich nicht inludern Wor gluͤck bring, dem Kleinsten aul 15. Pra kein Unrecht thu, so bleibest du luͤberall, de güuter Ruh. —1 Unfall, ma . Erheb dich nicht aus stolhn ner Mann uth, wenn du bekommen IiN Pracht ge groß Gut, es ist dir nicht dam 16. Qu gegebn, daß du dich dadurch sil noch sprick erhebn. bet ohn E 6. Frömmigkeit laß gefall nach dein dir, vielmehr denn Gold, in dich gar b glaͤube mür, wann Geld unds sich von dir scheidt, so weicht din an, er m nicht die Froͤmmigkeit. „2. Gedenck der Arm'n zu jehl der Noth Frist, wann du von GOtt gesenn Willen t bist, sonst dir das wiedersahren s ö was Christus sagt vom reicht ist boͤs, di Maun. 17. Ru stahn, er 18. Si * gottlos, 8. Hat dir jemand was Gutoh hangen than, v sult du allzeit denken dial Schad ke es soll dir seyn von Hertzen I waunz delnem Naͤchsten uͤbel gah recht gets 19.Tre 9. In deiner Jugend sollt Hjederman dich zur Arbeit halten fleißiglich machen hernach gar schwer die Arbeiti sallen th weun du zum Alter komynen bilh 20, Ve 10. A zweyter Anhang. 673 en sitzen? Kehr dich auch nicht an je d isch Ding, all's zeitlich Gut ver⸗ ff und trau aufhemann, der dir vor Augen dienen schwind't gering, darum der in allem Jammin, nicht alles geht von Hertzens⸗Mensch gar weislich thut, der al⸗ oth: Laßß, wie er ushrund, 'etz ihm kein Zihht der Mund. was schoͤn und lieblich lein sucht das ewig Gut. 21. Wann jemand mit dit ha! wirst du noch VI I1. Lab kein Unfall verdriessendern will,(o rath ich, daß du — Iir, wann das Gluͤck wohnet nicht schweigest still, und ihm nicht helf. Vater Sohn nliy dir, Anfang und Ende sind fest auf die Bahn, da er gern wollt Der du einggicht gleick Heißt, laß alle d Wet ich. e traurig seyn, n I2. M / wie dann oft solches ein Ursach han. 22. Perres verließ sich auf sein aßig im Zorn sey allezeit, Heer, drüber ward er geschlagen 8 Boͤse überwindum klein Ursach erheb kein Streit, sehr, wann du must kriegen, GOtt ö urch Zorn das Hertze wird ver; vertrau/ sonst allezeit den Frieden Wandel. lendt, daß niemand recht damitba gesch u. 23. Me laͤng'r, je mehr kehr dich Bennt.* al versehn, s 13. Nicht scham dich, rath ich zu GOtt, daß du nicht kriegst des eschehn. lermeist, daß man dich lehr, was Teufels Spott. Der Mensch cht se viel, sondadu nicht weißt. Wer etwas kan einn solchen Lohn wird han, wie as wird dir gehsden halt man werth, den Unge⸗ r, mit Schwelschicktn niemand begehrt. niemand, Chff 4 Omerck, so einer führt ein Vn in Sünd Uiglag für dir, so sollt du bold der „Sach nicht glaͤuben, auch nicht ßten weich, haltlrichten fort, bis du hoͤrest des au⸗ r dich nicht in udern Wort. ö er im Leben hat getban. 24. Zier all dein Thun mit Red⸗ lichkeit, bedenck zu End den letz⸗ ten Bescheid, denn vor gethan und nach bedacht, hat manchen in groß Leid gebracht. ö Baͤrth. Ringwald. um Kleinsten al. 15. Pracht und Hoffart meid Luc.22.36.39. Meister, welches ist. u, so bleibest dusͤͤberall, daß du nicht kommest zu . Unnfall, mancher waͤr ein behalt? h nicht aus stolher Mann, haͤtt er Hoffart und du bekommen IN Pracht gelahn. st dir nicht dah 16.Quat von Niemand gedenck dich dadurch fl noch sprich, denu tein Reusch le, 1062. Mel. Esu meine Sxeude. Bacharnch aller Liebe, gib, daß ich unch uͤbe, dir beliebt zu eyn: Du bist selbst die Liebe, und geust diesem Triebe deine Regung ein. JIn du Willt der Lebe⸗Bild bet ohn Gebrech, redest du all's vest in Unsre Hertzen praͤgen, nur gkeit laß gefull nach deinem Will'n, wird man ich gar bald wieder still'n. denn Gold, dud ann Geld und6 17. Ruf GOtt in allen Noͤthen idt, so weicht du an, er wird gewißlich dir bey⸗ umigkeit. sahn, er bilsft ein'n jeden aus Her Arm'n zu jea der Noth, der nur nach seinem von GOtt gesegn Willen thut. Iwiederfahrensth Ing. Sieh dich wohl fuͤr, die Zeit sagt vom reichs ist boͤs, die Welt ist falsch und sehr Hgottlos, willt du der Welt viel nand was Gutoh hangen an, ohn Schand und aleit denken deh Schad kommstnicht davon. von Hertzen leH 19.Tracht stets darnach, was Tächsten ühetgch recht gethan, obs schon nichtlobet Jugend syllt Njedermann, es kaus doch keiner um deinet wegen. 2. Dein Gesetze saget jedem, der da fraget, was das Groͤßte sey; denn hier steht geschrieben: Daß man Gott soll lieben ohne Heu⸗ cheley. Dis Gebot thut allen Noth: Wer sich ruͤhmet GOtt zu kennen, muß in Liebe brennen. 3. Ach so laß mein Hertze deiner LiebeKertze itzt und imme seyn. Bau in meiner Seele, deine Lie: bes Hoͤhle, schleuß dich in mir ein. Hoͤchstes Gut, laß Sinn und Muth, dir sich gantz zu eigen ge ⸗ ben, in der Liebe leben. halten fleißiglich machen so, daß jedermann ge 4. Wenn ich mich so uͤbe, steht wer die Arbeiti sallen thu. des Naͤchsten Liebe auch zunaͤchst brennen lter komynen bil ao. Verlaß dich nicht auf irrdabey: Diese beyde Flammen 10. 6⁵⁴ zweyrer Anhang. brennen stets beysammen, Gott und Menschen treu. Gib, daß ich ihn, gleich als mich, ohne List und Rüs und niemals be⸗ Lruͤbe. . Doch weil durchs Gesetze man die Gnaden Schaͤtze nicht erwer⸗ ben kan; weil auch deinen Willen Niemand kan erfuͤllen, oh er viel gethan: So verleih, mir Kraft da⸗ hey, daß mein Glaube das erwaͤh⸗ let, was der Liebe sehlet. 6. Glaub und Liebe muͤssen stets einander kuͤssen, weil sie chwe⸗ stern seyn. Gib, daß ich in beyde meine Seele kleide, ohne falschen an, wenn ich gnug gekaͤmpfetholjaht dir be Fuhre mich die Lebens⸗Bahn Eoch hand dem Himmel aus dem Gushhen, so wirf Endlich zeige mir das Loos inwndlich tri Auserwaͤhlten Schooß. 7. Gefaͤl 4. Mag es doch indessen huhgb ist ein wunderlich mit mir ergehen, d nug ists/ v noch bleib ich stets an dir, demnszaters Gn will ich veste stehen; Ich mushoch nicht: trotz sey aller Pein, dennoch, Iusigen; GO noch selig seyn. theil kan Der 24. Psalm. 8.Spric 1064. Mel. Mein Augen schlisdein Thun D liebe Unschuld du, nian so sey d schlecht wirst du geacht, igreuden⸗v oftmals wird dein Thun von gla hind, wa Schein. Baum und Frucht ist Welt verlacht, du dienest dein still, ur deine Zucht; drum laß mich im Gott, haͤltst dich nach sein nnsie balde ri Glauben bleiben, in der Liebe ten, daräher höhnt man dich u 9.Stoltz, glaͤuben. ů 7. Daß doch alle Christen dein druͤckt dich aller Orten. waͤhrt in d 2. Du gehst geraden las am he Geheimniß wusten, Davids HErr fleuchst von der krummen Bahn die Erd un und Sohn! wer sich dein will nen⸗ ein ander thut sich zu, und wis Menschen nen, muß dich auch erkennen, wah⸗ßein reicher Mann, vermehrt ss gestiegen, rer Gnaden⸗Thron. Halte mir kleines Gut, fuͤllt Kasten, Bodeh und muß dein Wort stets fuͤr, das wird von Scheunen: Du bleibst ein arnn 10. Dat dir alles zeigen, wenn die Welt Tropf und darbest mit den Deinen xecht und will schweigen. 3. Du strafst der boͤsen Wenh Centner L 3. Kan ich auf der Erden nicht und sagst, was unrecht sey/ ein an Gemuͤth e vollkommen werden, wo nur der braucht die Kunst der süͤft eel und Stuͤckwerck ist; so wird jenes Le⸗ Heucheley, die bringt ihmkieb unaus der sa ben zu erkennen geben, was du Duaberb hebt ihn auf die Hoͤhem geiden bri heißt und bist. Glaub ich hier, so werd ich dir, wenn der Glaube darunten stehen. wird zum Schauen, ewiglich ver⸗ u aber bleibst zuruͤck, und mußt. 11. War als armer 4. Du sprichst: Die Tugend seh ißt und dtt trauen. der Christen schoͤnste Cron: Hinisteht sein! Ps./3/23. 24. Dennoch bleib ich ꝛc. gegen haͤlt die Welt von Repuͤrtem Gut 1063. Mel. Meinen JEsum laß. tion, wer diese haben will, sagt st Thraͤnen, Dmenn bleib ich stets an dir, wenn mir alles gleich zuwi⸗ der. Keine Truͤbsal druͤckt in mir, die gefaßte Hofnung nieder, daß, wenn alles bricht und faͤllt, den⸗ noch deine Hand mich haͤlt. 2. Leite mich nach deinem Rath, der wohl wunderlich geschiehet; aber endlich in der That auf die schoͤnste Wohlfahrt siehet. Denn du fuͤhrst es wohl hinaus, sieht es gleich verkehret aus. 3. Nim mich doch mit Ehren der muß gar eben sich schicken in ssch nach 12. Hei leben. Ist das dit Zeit, und gleich von andern 5. Du ruͤhmest viel von Goti, und streichst gewaltig aus den Segen, den er schickt in seiner Kinder Haus: Ist denn nun dem also, so laß doch, sagt man sehen, was dir denn ist für Gut, fu Gluͤck und Heil geschehen. ein hartes Leut, am; GOttes schaͤndlich hrosses P 13. Du gantzem 4 6. Halt vest, o frommes Hertz, halt vest und bleib getreu in Wi⸗ derwaͤrtigkeit, dein— Fuͤsse nie Ihrst, wir die Ott ö zweyter Auhang. 6⁵5 nug gekaͤmpfethyloht dir bey; Laß diesen deine Lebens⸗Bun ch handhaben, schuͤtzen, fuͤh⸗ aus dem Gulun, so wirst du wohl bestehn, und mit das Loos inndlich triumphiren. Schooß. 7. Gefaͤllt du Menschen nicht, doch indessen hußgb ist ein schlechter Schad, all it mir ergehen, hugnug ists, wenn du hast des ewgen sets an dir, denunsßaters Gnad. Ein Mensch kan stehen; Ich musdoch nicht mehr, als irren, fehlen, hein, dennoch, Iusigen; GOtt aber ist gerecht, sein . theil kan nicht truͤgen. 24. Psalm. ö g. Gpricht er nun, du bist niein, ein Augen schlihdein Thun gefaͤllt mir wohl, wol⸗ Unschuld du, nsan so sey dein Hertz getrost und virst du geacht, ickreuden⸗voll, schlag alles in den ein Thun von glhzind, was boͤse Leute dichten, du dienest deinenseh still, und siehe zu, GOtt wird ch nach sein nWossie balde richten. Hhnt man dichu.Stoltz, Lebermuth und Pracht er Orten. ährt in die Laͤnge nicht, wanns st geraden las am hellsten scheinet, faͤllts auf kruͤmmen Bahn die Erd und bricht, und wann des sich zu, und wish Renschen Glück am hoͤchsten ist nu, vermehrt sigestiegen, so stuͤrtzt es unter sich, llt Kasten, Bodeh und muß zu Boden liegen. bleibst ein arum 10. Das ungerechte Sut, wers ꝛst mit den Deinen gecht und wohl besieht, ist lanter der boͤsen Wens CentnerLast, Iunrieh Sinn und nrecht sey, ein a Gemuͤth ohn Unterlaß beschwert, Kunst der suͤssh Seel und Gewissen dringet, und ringt ihmkieb uaus der sanften Ruh in schweres ihn auf die Hoͤhemseiden bringet. zuruͤck, und mush 11. Was hat doch manchermehr 2—— als armer Leute Schweiß? Was Die Tugend sihißt und trincket er? Worinn be⸗ nste Cron: Histsieht sein Preis? Als in geraub⸗ Lelt von Reputatem Gut und armer Wittwen aben will, sagt se hraͤnen, die, wie ein duͤrres Land n sich schickenin sich nach Erquickung sehnen. leich von ander 12. Heißt das nun selig seyn? Itt das die Herrlichkeit? Owelch t viel von Gott, ein hartes Wort, wird uͤber solche waltig aus deibeut, am Tage des Gerichts, aus schickt in seine GOttes Thron erschallen! Wie Ist denn nun dem schaͤndlich wird ihr Ruhm und sagt man sehen, grosses Prahlen fallen. st fär Gut, fü 13. Du aber, der du GOtt von geschehen. gantzem Hertzen ehrst, und deine frommes Hert, Fuͤsse nicht von seinen Wegen bgetreu in Wil kehrst, wirst in der schoͤnen Schaar, in Gode l die Ott mit Manna weidet, her⸗ geh'n mit Lob und Ehr, als einem Rock gekleidet. 2 14. Drum fasse deine Seel ein wenig mit Geduld, fahr immer⸗ sort thuRecht, leb ausser Sunden⸗ Schuld; denck, daß den hoͤchsten Schatz dort in dem andern Leben, des Hoͤchsten milde Hand dir werd aus Gnaden geben. 15. Was hier ist in der Welt, da sey nur unbemüht, wird dirs er⸗ sprießlich seyn, wies GOtt am be⸗ wil sieht, so glaube du gewiß, er wird dir deinen Willen schon ge⸗ ben, und mit Freud all dein Be⸗ gehren stillen. P. Gerhard. Off. Joh. 1,17.18. Ichbin derErste. 1065. M. JEsus meine Zuvers. Einondrrst weiß nur mein Hertz vor der gantzen Welt zu fin⸗ den: Alles werf ich hinterwerts, Noth und Tod muß hier ver⸗ schwinden; JEsus ist mein Trost allein, er wird es auch ewig seyn. 2. Seine Brust ist voller Treu, er ist meiner Seelen Leben, meines Hertzens Artzeney, eine Burg, die mich umgeben; Und betruͤbt er mich gleich noch, so ist er mein Isus doch. 2. Creutz und Leiden sind mir ja Hertz⸗vertraute Liebes⸗Zeichen; er ist auch im Trauren nah, laͤßt es gleich als wollt er weichen; JEsus hat ein treues Hertz nimmt mir endlich allen Schmertz. 4. Geht der Creutz⸗Kelch bitter ein, er kan ihn gar leicht versuͤssen/ bleibt mir nur sein Sonnenschein, o wer fragt nach Regen ⸗Guͤssen? Hab ich ihn, so wachsen mir Rosen in der Wuͤsten hier. 5. Erd ist Erd und kan gewiß nimmermehr mich recht vergnuͤ⸗ gen; Eitelkeit muß uͤber dis, vor der Zeit, wie Staub verfliegen; ob gleich alles gehet draus, nimmt mich doch mein JEsus auf. 6. Bin ich reif zum Tode nun, o wie selig werd ich sterben! Ehri⸗ stus will selbst bey mir ruhn. 70 1 696 Zweyter Anhang. ich also nicht verderben; IEsus soll mein Trost allein noch in mei⸗ nem Grabe seyn. 2 er 104. Pialm. 1066. M. Nun freur euch lieben. Enne dich, o schwacher Mund/ dem hoͤchsten Lob zu singen, der dich so nauchen Tag und Stund in Ruhe zu laͤßt bringen, mein GOtt, der du von Jugend auf geleitet meinen Lebens⸗Lauf, laß mir dis bied gelingen. 2. Hinweg mit aller Eitelkeit, weil mein Hertz GOtt z verlanget hinweg, was gibt und nimmit die Zeit, damit der Weltling pranget. Was sichthar ist, gar schnell ver⸗ geht/ unsichtbar ist, was ewig steht Zeiger⸗Hertz zu leiten. Sohnals in de mal sich mein Hertz bewegt, sunes Lebene es heilig/ heilig schluͤgt, itzt uuhssets heili⸗ allen Zeiten. 16. Hier 9. So wird auf diese feine gen hab/ ui geheiligt GOttes Namen, daslden, das V. Gebet zu seinem Preis, vermGab, und des Glaubens Sadmen! GollSünden, ein Geist, der wohl versteht, hens⸗End Puls und Hertzens⸗-AndachtAGottes 5 und spricht darzu das Amen. entbinden. 10. Von diesem hohen GOt P.. 73, 25. da meine Seel anhanget. 2. Die Voͤgel fliegen in der Luft, die Fisch im Wasser schweben, das Ungeziefer in der Kluft die Thier aufErden lehen so sollder Mensch zu GOttes Ruhm erschaffen, als sein Eigenthum, stets nach dem Himmel streben.—— 4. Gleichwie ein neugebohrnes Kind hängt an der Muͤtter Bruͤy sten in selben seine Nahrung findt, ohn ander Speiß geluͤsten: Also mein Hertz nach GOtt verlangt, und stets an seinem Willen haͤugt in dieser Welte Lüsten. 5. Mein GOtt, der du die Her⸗ tzen kennst, kanst ihre Wort verste⸗ hen, der du mit heilgen Flammen brennst, die Deinen zu erhoͤhen. Halt fuͤr genehm die stumme Spꝛach, indem mein Zuß nun nach und nach mit dir sich will begehen. 6. In dir, o Schoͤpfer aller Ding/ in dir lebt unser Leben, du hast uns einen Denckmahl⸗Ring in unserm Leib gegeben, so viel⸗ mal unser Hertz sich regt, und un ser Puls imbeibe schlaͤgt, soll dein Lob sich erheben. 47— 7. Mein Hertz klopft an die Him⸗ mels Thür, indem es stetig schlaͤ⸗ get, und singet schwingend fur und fuͤr, so oft es sich beweget. O hei⸗ Ruhm soll uns nichts moͤgen sh1067. M. den, noch Welt, Gewalt, noch hüsey wasf stenthum, noch Hunger, Tod wenn Leiden, der heilig, heilig, heiligßes mus m verlaͤngert unste Lebens⸗Fistrotz der 3 wann wir die Suͤude meiden O HErr 11. Gleichwie die bem. Hd. in nen⸗Blum sich nach dem Hihm 2. Ey n kehret, und dieses Garteus Rten? Reic tzens Ruhm von solchem Llhat. Ich naͤhret; so wird von meinem anten, drobe tzen Sinn, und alles, was ich iio mein E und bin, GOtt stetiglich geehmben deiner 12. Was dorten vor dem höh 3. Ey sten Thron die Engel- Schaani Himmel, klingen, das kan mein Hertz MEsum k schwachem Thon auch ihm zu Welt⸗Get ren singen, das heilig, heilig imich betr und fort ist meiner Seelen Hherst ergoͤt und Hort, das kan mir Frell Schatzen. bringen. ne 13. Hingegen hebt all Auge Schmaͤhe hlick, und weist viel Trauer Zise That, chen der Welt⸗Geist, so des Eugehen, o fels Strick nicht dencket zu en rathl En weichen, er wancket Dag und Nah Leben hel vhn Ruh, ihn zieht der Satan Hulgeben. len zu, da viel sind seines gleichn g. Ey wa 14. Das Heilig, Heilig, welch Darum macht die bloͤden Lippen lallawahres Le muß in dem Schlaf auch bey divon dem Nacht in den Geaͤdern walleviel wird Mein Hertz singt tausend, 23— er gi ö zweyter Anhang. S/ t du Gott Lohsnal das Heilig, Heilig ohne Zahl, th. ine die Engel wiederschallen. 15. Ihr meines Lebens Aeder⸗ julhein, hoͤrt nemals auf zu schlagen, NGOtt soll von euch gelobet seyn, zu pfer der Natun gut und boͤsen Tagen. So viel⸗ zu leiten. So nals in der Sterblichkeit ihr mei⸗ Hertz bewegt, snes Lebens Zeiger seyd, sollt ihr ig schluͤgt, itzt uhsets heilis sagen. A 16. Hiedurch ich GOtt vor Au⸗ auf diese feine igen hab, und huͤte mich vor Suͤn⸗ ttes Namen, daßhden, das Wort ist meines Hertzens em Preis, vermiGab, und maeht mich frey von Samen! GollSünden, an meinem heilgen Le⸗ wohl versteht, Heus⸗End wird sich mein Geist in tzens⸗Andachten Gottes Haͤnd mit diesem Wort rzu das Amen. entbinden. seim hohen Golschs. 3, 25. 26. HErr wenn ich nur⸗ nichts moͤgen shros/. M. Auf ihr Christen, Chr. t, Gewalt, noch Es was frag ich nach der Erden? b Hunger, ToduUe wenn Jehovah bey mir ist; lig, heilig, heiligles mus mir der Himmel werden, uste Lebens⸗Histrotz der Welt und Teufels List. Suͤude meiden HErr JEsu, meine Krone, ũie die guͤldne Gakomm, in meinem Hertzen wohne. nach dem Hium 2. Ey was frag ich nach Duca⸗ eses Gartens Hten? Reich genug wer GOtt nur on solchem Lclhat. Ich verachte Ehren⸗Staa⸗ d von meinem aten, droben ist die Ehren⸗Stadt, alles, was ich o mein Schoͤpfer, hilf doch glau⸗ t stetiglich geehul hen deiner armen Turtel-Tauben. rten vor dem hoh 3. Ey was frag ich nach dem Engel⸗Schaal Himmel, Himmels gnug, wer an mein Heitz Esum liebt, Pfuy, du schnoͤdes ou auch ihm zu Welt⸗etuͤmmel, ach wie hast du heilig, heilig smich betruͤbt, nun will ich mich ieiner Seelen Hherst ergoͤtzen in den unsichtbaren kan mir Fre atzen. ö 4. Ey was frag ich nach dem n hebt all Augeh Schmaͤhen? Wenn ich meyde boͤ⸗ tviel TrauerZise That, wie GOtt will, so muß es Geist, so des EAgehen, o der Luͤgen wird wohl ht dencket zu eilrath! Endlich wird der Wahrheit scketTag und NahhLeben hellen Mittags Glantz doch eht der Satan Hilgeben. nd seines gleichel g.Ey was frag ich nach demLsben? lig,Heilig, welch Darum bin ich froͤmmer nicht, den Lippen lalllwahres Lob koͤmmt nur von oben, chlaf auch bey ivon dem der ins Hertze sieht, so Geaͤdern walleviel wird der Mensch nur taugen, t tausend, tausenlals er gilt in GOttes Augen. — Ey was Frag ich nach euch al⸗ len, Himmel Erde, Geld und Ehr? Wenn ich nur kan Go gefallen, ey was will, was will ich mehr, GOtt allein will ich betrach⸗ ten, wenn mir Leib und Seel verschmachten. Philipp. 3, 89. Ich achte es alles fuͤr Schaden, gegen der ꝛe. 1068. M. Christus der uns selig. Zahr nur hin, du schnoͤde Welt, Vfahr aus meinen Sinnen, du sollt doch mit deinem Geld mir nichts abgewinnen, JEsum Chri⸗ stum hab ich mir auserwahlt zu lieben, alles andre, was man hier liebet, kan betruͤben. 2. Was ist aller Reichthum hier? nur ein Stuͤcklein Erde, eine Last, die fuͤr und fuͤr druͤcket mit Be⸗ schwerde, eine Flamme, die das Hertz giftiglich entzündet, eine Dorne, da der Schmertz unsre Seel verwundet. 3. Was ist Ehr und Herrlich⸗ keit? Nur ein Schein und Schaͤ⸗ men, koͤmmt und schwindet mit der Zeit, stuͤrtzet nur in Graͤmen, wenn wir wollen Himmelan, un⸗ sre Fluͤgel schwiugen; muͤssen wit doch mit Haman in die Schande dringen. 4. Deine Wollust ist ein Gist, kuͤnstlich uͤberzogen mit den Zu⸗ cker, wen sie trift, wird durch sie ber trogen! wer sie isset, muß mit Pein in die Hoͤlle fahren, trincken von dem Schwesel⸗Wein, der ver⸗ dammten Schaaren. 5. O du blinde Menschen⸗Seel, magst du das noch lieben, was dich in der Huͤllen Hoͤhl ewig kan be⸗ truͤben, und doch nichts ist als ein Rauch, als ein Dam pf und Schaͤ⸗ men? Auf verfluchter Liebe Brauch, folgt verfluchtes Graͤmen. 6. Bist du nicht vom Himmel her, himmlisch am Gemuͤthe ꝛ kanst geniessen immermehr deines Gottes Guͤte: Wie soll denn das T 0 noch die Begierden 160 t 65⁸ zweyter Anhang. len? Kann das Erden⸗Püncktlein doch nicht den Himmel fuͤllen. 7. Fahr hin, Welt, mit deinem Dreck, du kanst mich nicht laben, JEsus ist mein Lebens ⸗Zweck, wenn ich den mag haben, frag ich nichts nach aller Lust, die der Him⸗ mei heget, alles ist nur Koth und Wust, die das Erdreich traͤget. fsindest du Ruhe und gottlich 8. Ist im Himmel suͤsse Lust, gibt daß Erdreich Schaͤtze, so ist mir doch mehr bewust, wenn ich mich ergoͤtze in dem JEsu der al⸗ lein kan vergnuͤglich laben: Ohne ö den ist lauter Pein, Erd und Himmel haben. 9. Er ist mir, ohne List und T. wuͤnschtes Wollust Meer, mein hoͤchstes Vergnügen, mein Erb und mein Paradeis, mein Schatz und mein Leben, meines Mundes ewge Erloͤsung erfunden, u hoͤchster Preis, er kan mich erheben. 10. Fahr nur Welt, fahr immer hin mit den guͤldnen Schaͤtzen, IESus kan mir meinen Sinn mehr, als Gold ergetzen: Man⸗ gelt Gold so hab ich GOtt/ es wird mir gelingen, sollten auch die Ra⸗ den Broͤdt mir vom Himmel pringen. 11. Bin ich fuͤr der Welt veracht, und werd hie betruͤbet, so bin ich doch werth geacht bey GOtt, und beliebet: Menschen⸗Ehr muß wie ein Dunst, wie ein Schaum ver⸗ gehen: Bleibt mir nur des Him⸗ mels⸗Gunst, will ich doch be— ehen. ö D. H. Muͤller. Roͤm., 1211. Nun wir den sind 1069. Mel. JEsu hilf siegen du. Triede! ach Friede! ach goͤttli⸗ cher Friede, vom Vater durch Cheistum im heiligen Geist, wel⸗ cher der Frommen Hertz Sinn, und Gemuͤthe in Christo zum ewi⸗ gen Leben aufschleußt, den sollen die glaͤubigen Seelen erlangen, die alles verleugnen und JEsu was ich begehr, ruͤgen, mein er⸗Unruhe sich lege. . Richte deswegen, Felolle— bende Seele, dein Hertze W Enn ben zu Jesu hinauß was dasseg giebe u droben bey Christo erwaͤhle, y sch lehret, ui laͤungne dich selbst und den müdasselbige th! schen Lauf, nimm auf dich Wuas sein Wo sanfte Joch Christi hienieden el du Fried denn selig, di heben, und glä einem Wort 9. JEsu, d deus ⸗Herrsch Frieden. ö in. icht Runm dis oSeek, er bringet mit seinem uslich beuabre Blut guldons di azuwege und machet dern uns dochdel gieren, und zum Vater 4. Nun dafuͤr bist du ihm en verbunden, du solst dafuͤr gaͤngl sein eigenthum seyn, weil er Resar 6 4 schleußt dich im Gnaden und I r 2.— dens Bund ein, drum siehe d Gedie ihr du dich ihm gaͤntzlich ergiebestzuh schwert, lieh 15. bestaͤndig von Hertzen MSchraucken, l S., M.derkehrt, we 3. Siehe von allen, die Bundt keyl ich will Genossen, erfordert er herhlsh JEsus wird Liebe und Treu, darum sollsi zuein betrül von dir alles ausstossen, was dal 2 Was so von feindlicher Gegen⸗Parthah Ken, weil u Welt,Teufel und Sünde die uul siebt, ich w du nicht leiden, was JEsn zuwil cken, Satat ist, fliehen und meiden. Irübt, du bi 6. Weißlich und fleißig mih du bist nicht du dich entschlagen der boͤsen d Christus ni sellschaft und sundlichen Roh nichts, wie weiche den weltlichen Luͤsten nacl 3. Wenn jagen, nicht fürchten noch liehl Schatze, al Well gegen 16 achen 8 rnofe en die sih zu solchen Gottlosen gesellen, N dieses Lös fahren mit ihnen hinunter andeutin Hoͤllen. wust, oh sie 7. Kuͤchlein die folgen allei hen, wenn der Henne, sie schreyen und lal haben. fen den Raben nicht nach; al[ 4. Nun auch, Seele, nur JEsu nachrenis ben, daß ie dich aller Gemeinschaft der Boͤll Leiden, To entschlag: So wird auch des alles was anhangen. Heiland sein Kuͤchlein Hichen was er ha Hen, Frichs uf, was dai o erwaͤhle, y⸗ und den ins 1. auf di ti hieniedem und göttlih er Mittler g zertzen, vony dersoͤhnung u o Seele, z und siehe, un sus fuͤr di sem Blut Hachet daß g st du ihm ein dafuͤr gaͤnih n, weil er rfunden, u naden und gus rum siehe, di hergiebestm on Hertzen n, die Bundi t er hertzlh arum sollst ossen, was doj gen⸗Parthh uͤnde die mi JEsu zuwid den. fleißig mu⸗ der boͤsen g dlichen Roh n Luͤsten nac en noch liehe denn die si n gesellen, a hinunter an folgen alleit ehen und l ht nach; all su nachrenns aft der Boͤs d auch de in beschirme U h spas sein Wort verwehret, so fin⸗ Zweyter Anhang. 679 Ille loßstuͤrmen. 8. Liebe und üͤbe, was JEsus bich lehret, und was er dir saget, hasselbige thu: Hasse und lasse, dest du Frieden und ewige Ruh; denn selig, die also sich JIEsu er⸗ geben, und glaͤubig und heilig nach seinem Wort leben. 9. JEsu, du Herzog der Frie⸗ heus Herrschaaren, o Koͤnig von Galem, ach! zeuch uns nach dir, daß wir den Friedens⸗Bund treu⸗ lich bewabren, im Wege des Frie, Huldens dir solgen allhier; ach laß uns doch deinen Geist kraͤftig re⸗ gieren, und dir nach im Frieden zum Vater hinführen. Barth. Crasselius. Philivp. 4, 4. Freuet euch in dem. 1070. Nĩ. Freu dich sehr, o meine. Ge ihr traurige Gedancken, die ihr mir mein Hertz be⸗ schwert, flieht aus meiner Sinnen Schrancken, daß ihr nimmer wie⸗ Herhe im G auf dich Welt, Teufel und auch wieder sein, Teufel, Hoͤlle Dod und Suͤnden kan ich durch ihn üͤberwinden. . Es ist wahr ich bin ein Suͤn⸗ der, aber meines JEsu Blut treibt der Suͤnden Zahl dahinter, und macht mich gerecht und gut, das gerechte GOttes Lamm muste mich aus Creutzes Stamm, durch sein heiliges Verdienen/ bey dem boͤchsten GOtt versühnen. 6. Es ist wahr ich muß auch ster⸗ ben, und durch Todes⸗Thaͤler gehn, aber ich soll nicht verderben, ich soll wieder auferstehn, JEsus hat des Todes Macht durch sein Sterben umgebracht, und ist mir ein Durchgang worden zu der Himmels-Buͤrger Orden. 7. Es ist wahr, der Satan schre⸗ cket, und ist uͤber mich bemuͤht, daß er Angst und Furcht erwecket, die in mir zusammen zieht, aber ich gedenck daran, JEsus ist der starcke Mann, der den Deufel hat geschla⸗ gen, und die Hoͤlle schau getragen. derkehrt, weg mit der Melancho⸗ ley! ich will leben sroh und frey; JEsus wird nach seinem Willen, mein betruͤbtes Hertze stillen. a. Was soll ich mich selber kraͤn⸗ Gen, weil mich doch mein JEsus liebt, ich will stets daran geden⸗ cken, Satan! du magst seyn be⸗ krubt, du bist nicht wie ich getauft‚ du bist nicht wie ich, erkauft, dir ist Christus nicht gestorben, dir ist nichts, wie mir, erworben. 3. Wenn ich sonst gleich alle Schaͤtze, alles Gold und Geld der Well gegen diese Ehre setze, gegen dieses Loͤse⸗Geld, waͤr mir alle Ehr und Lust in der gantzen Welt be⸗ wust, oh sie wuͤrde mich nicht la⸗ ben, wenu ich IEsum nicht sollt haben. 4. 3. IEsus hat durchaus gestuͤr⸗ met die verdammte Finsterniß, er beschuͤtzet noch und schirmet seine Glaͤubige gewiß, fuͤrchte dich nur nicht, mein Sinn, Schlage die Gedancken hin, JEsus wird dich wohl erhalten, laß ihn nur gedul⸗ dig walten. ö 9. JEsu, meiner Seelen⸗Freu⸗ de! gib mir deinen Freuden⸗Geist, der mein muͤdes Hertze weide, wie dein heilsam Wort verheißt, ach! mein Hort, benimm mir doch die⸗ ses schwere Trauer⸗Joch! laß mich seyn in dir zufrieden, und in keiner Zeit, geschieden. 40. Gib, daß ich in dir ersrauet ein geruhig Hertze hab, wolches durch dich gantz erneuet, sich an dir ergoͤtz und lab, sey du meiner Nun wohlan!er ist mir ge⸗ Seelen Hort, und laß durch dein ben, daß ich mich sein freuen kan, heilig Wort deinen Geist mich Leiden, Tod, Verdienst und Leben, wohl erquicken, und darinnen alles was er hat gethan, er und dich erblicken. was er hat ist mein, und ich—— 11. Laß mich Mannduldpir e ö 2* en⸗ 660 Zweyter Anhang. den, die zuweilen sich erregt, laß mich dir zu Ehren leiden, was du mir hast auferlegt, laß mich zwin⸗ gen Fleisch und Blut, und erheben meinen Muth, laß mich dein doch seyn und bleiben, und von dir mich nicht abtreiben. 13. JEsu, laß mich ja nicht fal⸗ len, halte mich in deiner Hand, laß bestaͤndig mich in allen an dir blei⸗ ben unverwandt, laß mich alle Angst und Noth, alle Furcht ja selbst den Tod durch dich froͤhlich überwinden, und des Glaubens Ende finden. Joh. 1, 1928. Und du bist das ꝛe. 1071. M. Wer nur den lieben G. Gii daß ich mich und dich erken⸗ ne, mein IEsu, der du alles weist, und mich nicht eher etwas nenne, bis mich die That im Wer⸗ cke preist, laß mich selbst fragen wer ich sey, und gib das ich beken⸗ ne frey. 3. Wer bin ich denn in meinem Glauben? Die Antwort heisset wohl: ein Christ. Doch dieser Ruhm ist leicht zu rauben, wo man nicht immer Christlich ist. Drum gib mir einen wahren Ruhm auch durch ein thaͤtigs Christenthum. 3. Wer bin ich denn in meinem Stande? Ein Knecht, den(die Magd die) du gemiethest hast; und doch sind deine Liebes⸗Bande mir noch zuweilen eine Last. Ach! gib mir einen treuen Sinn, daß ich kein fauler Baum nicht bin. 4. Wer bin ich denn in meiner Sünde? Ach leider gar ein Höͤl⸗ len⸗Kind. Hilf, daß ich dieses recht empfinde, und mich in Busse zu dir find, weil du allein der Mit⸗ ler bist, der unter uns getreten ist. 5. Wer bin ich denn in meinem Gluͤcke? Ein Ball, der da und dorthin fleucht. Drum warne mich vor seiner Tuͤcke, wie man⸗ cher faͤllt, indem er steigt. Das beste Gluͤck ist in der Welt, wenn man ium Sreunde dich behast. J. G. Olearius. — i5——— 6. Wer bin ich denn in ma Hascht, Ehren 2 Viel schlechter als AHott verlaßt hannes war, der wollte nichtom 2.Verlaͤßt Ruh me hoͤren, und stellte sichlhaab und Gu Demuth dar. Ach! laß miguf Erden, so Hertz doch niedrig seyn, gebilsseyem Muth geht man zum Himmel ein, huͤlf werden, 7. Wer bin ich denn in meimsie noch dort, Leben? Nur eine Stimme, dieniu Wort, geht. Drum laß mich nicht uohn verspri Eiteln kleben, weil mir die Schilsicht: Denn vor Augen steht: GedenckanseSeinen nicht de, was du thust, gedencke, 3. Die S du sterben must. HᷣErr, allzei 3.Wer bin ich denn in meumwie Daniel Leiden? Die Rose, die in Donshoffenbar zu bluͤht. Doch niemand kan Agoseph war Creutze meiden, der um den Hgeichen, aber mel sich bemuht. Johannesall ibr Zuvert die Wuͤsten hier, und ging inshricht Den radies zu dir. Geinen nich 9. Wer bin ich denn in mein 4. Nicht 1 Sterben? Ein Mensch, der dun von GOtt, de den Jordan geht. Der kan Laum ein Tode nicht verderben, der nuriseivm Gebo, deinem Bunde steht. Mein Gul serben, daß wird ein Bethabara, ein heln Wort, also, d gang nach Canaan. wenn er wir' 10. Wer bin ich denn bey dirit richt, damit Himmel? Ein Lamm, das enn verlaͤßt die S Weyde findt, da stoͤhret micht Der Welt⸗Getuͤmmel, da raset ii 1073. WM. Verfolgungs⸗Wind, und wie Cab Dar hier bekannte dich, ach! so bein J GoOtt, du dorten mich. die du an Le 11. Nun weiß ich, wie ich nih nen und Ger soll nennen, ach! schreib es vestmir erzeigt. meinem Sinn, und laß mich dih nad, die im Glauben kennen, bis ich beyoh schlecht, bis im Schauen bin, wo alle Fran z. Laß de men sich erfreun, Elias und I noch ferner hannes seyn. nen Saft u Der 91. Psalm. Adern fliess⸗ 107½. M. Allein zu dir ZErr) Verstand, e GOlt ist mein Heil, Gluͤck, Hil und daß in und Trost, mein Hoffnuhl wissen bleit und Vertrauen, er hat mich du 3. Regier seyn Blut erloͤst, auf ihn will ih ich deinen 3 vest bauen, er hilfet mir aus all Thun, nac Noth, und steht mir bey im Leb len: Dam und Tod, d ah ich diese Wegen gei Tod, drum hab ich Waha deo asen zweyter Anhang. 661 „denn in mahhasicht, und binsiibericht: daß lechter als Aigtt verlaßt die Seinen nicht. ollte nichton 2. Verlaßt mich Welt, Freund, d stellte sichhaab und Gut, und was sonst ist Ach! laß mufErden, so glaub ich doch mit g seyn, gebülseyem Muth, von GOtt soll mir dimmei ein, hͤlf werden, er will uns weder denn in meunthie noch dort, verlassen, wie er uns Stimme, dieuin Wort, durch seinen lieben mich nichtesohn verspricht; er treugt uns mir die Schgicht: Denn Gott verlaßt die SedenckansSeinen nicht. gedencke, N 3. Die Seinen hat der liebe ‚ 6ᷣErr, allzeit aus Noth gerissen, Hdenn in meimwie Daniel und andre mehr/thun „die in Domsoffenbar zu wissen, der sromme mand kan oseph war in Noth, Moses des⸗ r um den Hsugleichen, ab'r zu Gott, hatten sie Johanneslal ibr Zuversicht, das Band zer⸗ nd ging ino bricht: Denn; GOtt verlaͤßt die Seinen nicht.. denn in mein 4. Nicht mehr begehr ich hie nsch, der dun von GOtt, denn daß ich moͤg er⸗ Der kan h werben, ein ehrlich Leb'n nach ben, der nurs sein'm Gebot, und darnach selig t. Mein Eil sterben, daß ich hie leb nach seinem ara, ein HNein Wort, also, daß ich auch lebe dort, wenn er wird jommen zum Ge⸗ denn bey diril nicht, damit man sieht, daß GOtt mm, das enm verlaͤßt die Seinen nicht. P. G. oͤhret micht Der 111 Psalm: da raset iin 1073. M. O SOtt, du frommer. d‚ und wie Cab Danck, mein frommer ach! so bein J Gott, fuͤr deine grosse Guͤte, *— die du an Leih und Seel, an Sin⸗ h/ wie ich nih nen und Gemüthe, von Kindheit hreib es vestienzir erzeigt. Hab Danck für alle laß mich di nad, die mich, und mein Ge⸗ „bis ich beyͤi schlecht, bisher bestraͤhlet hat. vo alle Fron 2. Laß deinen Segens Brunn Elias und Inoch ferner sich ergiessen, und sei⸗ nen Saft und Kraft durch meine Psalnt. Adern fliessen: Gib Weisheit und idir ZErr Verstand, gesunde Seel und Leib, eil, Gluck, Hn und daß in diesem auch ein gut Be⸗ 4. Ach segne mich, mein GOtt! in allen meinen Wereken, laß dei⸗ nen guten Geist zum Guten mich stets staͤrcken, gib, daß ich so mein Thun anfange und beschließ, da⸗ mit ich Nutzen spuͤhr, und keine Hinderniß. 5. Erfuͤlle mein Gemuͤth mit deines Geistes Gaben, daß alle meine Wort auch Kraft und Nach⸗ druck haben: Regiere meine Zung, daß elles mit Bedacht zu seiner Nutzbarkeit allzeit werd vorge⸗ bracht. 6. Gefaͤllt es sonsten dir, in die⸗ sem Kummer⸗Leben, anEhre, Geld und Gut auch etwas mir zu geben, so hilf/ daß solch Geschenck ich also lege an, damit ich ewiglich vor dir bestehen kan. 7. Behüͤͤte Leib und Seel vor Schmach, Gefahr und Suͤnden, und laß bey meiner Schuld mich wieder Gnade finden vor deinem Gnaden⸗Stuhl. Ja, Vater, schuͤ⸗ tze mich vor aller Feinde Macht, und falscher Zungen⸗Stich. 8. Gib mir ein keusches Hertz und heilige Gedancken: Gib, daß ich mit Geduld verbleib in diesen Schrancken, darein du mich gesetzt, daß ich mit jedermann, so weit es Christlich ist, in Friede leben kan. 9. Ja hilf, o starcker GOtt, da⸗ mit ich meine Feinde mit Sanst⸗ muth uͤberwind, und alle Hertzens⸗ Freunde in steten Ehren halt: da⸗ mit ich jederzeit mit allen Kraͤsten such die wahre Seligkeit. 10 Laß endlich meine Seel durch deinen Engels⸗Wagen, zu dir, o treuer GOtt, hinauf im Himmel tragen, gib, daß der blasse Leib werd seiner Ruh gewaͤhrt, und endlich mit der Seel in Ewigkeit lein Hoffnut wissen bleib! at mich dunh 3. Regier und fuͤhre mich, dannit uf ihn will il ich deinen Willen in allen meinem mir aus alli Thun, nach Wunsche moͤg erfuͤl⸗ rbey im Lehi len: Damit ich allemal in deinen verklaͤrt. Ps. 135, 10. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen ꝛce. 1074. N. Wer nur den lieben G. ich diese Wegen geh, und ja zu keiner Zeit versich bey losen Leuten steh. H Err, fuͤhre mich auf rechten Wege; HErr fuhre mich auf Tt3 ebner 662 Iweyter Anhang. ebner Bahn. Auf die fer Welt sind Kummer⸗Stege, auf denen man leicht irren kan: Nur du al⸗ leine fuͤhrest mich, nach deinem Rathe wunderlich. 2. Stell deinen Engel mir zur Seiten, so oste mir ein Unglüͤck bluͤht. Verwahre mich für sol⸗ chen Leuten, von denen man nur Laster sieht. O gib mir, daß ich nimmermehr, ohn deine Furcht zu seyn begehr. 3. Nim mir die Lust zu eitlen Dingen; nichts als die Tugend seh mein Ziel, Gedenck ich etwas zu vollbringen, gib mir nur was dein Wille will: Ein Hertze, das nach dir sich richt, erblickt auch in der Nacht sein Licht. 4. Lockt mich die Welt mit ih⸗ ren Luͤsten, laß meinen Fuß fuͤr⸗ über gehn; haßt mich der Neid als einen Christen, hilf mir im Glauben veste stehn. O halte mich bey reiner Lehr, ob alles mir zuwider waͤr. 5. Regiere Reden, thun und Dencken, richt alles ein, wie dirs gefallt. Nur dir will ich mein Hertze schencken, nur dir, und nicht der eitlen Welt. Bleib du bey mir, und fuͤhre mich, so geth die Reise wohl vor sich. Benj. Schmolck. Der 4 Psalm. 1075. M. O Gott, du frommer. Hemn mn Gott, der du mir dieses Leben, Leib, Seele und Vernunft aus Gnaden hast gegeben: Regiere ferner mich durch deinen guten Geist, daß der in allen Thun mir Kraft und Beystand leist. 2. Hilf, daß ich, allezeit des Flei⸗ sches Luͤste meide; hingegen em⸗ * — meine Ohren stets zu seiner Lahn ueige, im Glauben staͤrcke mich daß ich der argen Welt nicht 05 ge wenn sie mich von deinem Wun abhaͤlt. ö daß ich im Gluͤck demuͤthig muͤg den seyn I. ducchm 5. Verleihe, daß ich stets nach u Sob deinem Reiche ringe, auf daß den Segen sich zu mir herunter dilh ge! Wer nach dem Ewigen sih 9010 werde cher Gewin nichts erfrer allen Dingen tracht, der wird auch dacd. mit dem, was zeitlich ist he acht. 6. Haß, Falschheit, Uebermuth. mir nicht seyn in meinem gantzeh Leben! List, Unrecht, Frevel, Gei und Unbarmherzigkeit sey sem weg von mir, o GOTT, zu allz E. ů 2. Mit deiner rechten Hand, HErr, wollest du mich leiten, un schuͤtzen Dag und Nacht, daß ms ne Tritt nicht gleiten. Du noh lest meine Burg und Schutz in Noͤthen seyn, wenn ich in meinen Amt ausgehe oder ein. ů 8. Zuletzt erloͤse mich von allan Creutz und Leiden, und wenn ich soll eiumal von dieser Welt ah scheiden, so stehe du mir bey ni deiner Guaden⸗Hand, und fuͤhn mich hinauf ius rechte Vaterland Joh. Angelns 1 Cor. 15, 10. Aber von GOttes. 1076. M. Wer nur den lieben G Ich bin ein Mensch von GOtt — Gnaden, o süsses Wort, daß mich ergoͤtzt! ein Mensch, mit siglich des Geistes Werke treibe, und gute Ritterschaft ausuͤbe: auch dabey in Hoffnung iminer Karck und vest gegründet sey. 3. Gieb, daß ich als ein Christ, Sunden zwar beladen, und doch bey GOtt so hoch geschaͤtzt, daß e in seiner Gnade alle Würde geht. ö 2. Ich bin ein Christ von Goth Een Ruhm; Erden, von * und Heucheley daneben, laß jn ai steht, und uͤbel Teufel ttes Eige bin; aut der vi sein zeitlich 2. Denn, mir: Was allhier dem Schmertz. üͤbern Hau Ort des c kein' Klag 3. Sieh Lauf, ist at auf, der und Plag sich ꝛrag; uns stilit, des W nicht . Ilt wie Christus, mich bezeige, und tes Gnaden, in Christo hab 19 10 Aootzt u + zweyter Anhang. 663 u seiner Eehnn, drem; was will mir Welt eh ers vermeynt, faͤhrt sein Gewiun e e 1; will mir Welt eh sah W.i. staͤrcke mih u Ceuset schadens Ich bleize zusamt dem guten Muthe hin; Welt nicht y 60ttes Eigehthum. Durch die⸗ wie ploͤtzlich koͤmmtein Ungestum. deinem Vin Gnade nur allein, kan ich ge⸗ und wirft die grossen Guter uͤm? 2—— hecht und selig seyn. 6. Bist du denn fromm und eein Hert nilhicr ch hin ein Kind von GOttes fleuchst die Welt, und liebs GOtt und gieb/ di Guaden, drum schweigt ihr Kin⸗ mehr, als Gold und Geld, so wird ächsten Liei der diefer Welt. Bin ich gleich dein Ruhm, dein Schmuck und Geduld, wen hier mit Creutz beladen, so wibt Kron in aller Welt zu Spott und ein, und hisf 05 GOtt es also haͤlt. Die Kin⸗ Hohn, denn wer der Welt nicht müthig mih der die in Gnaden stehn, die mus⸗ ur adn kan, den sieht man gantz die Thraͤnen gehn. fuͤr albern an. ich stets mih 3 Eo bin und bleibich hier auf 7. Nun ist es wahr, es steht uns „auf daßbel Ethen, von GOttes Gnaden, was hier die Trübsal täglich vor der eranter dun ich bin; aus Gnaden wird mir Thür, und sindt ein jeder uͤberall Ewigen sih porte werden, ein unaussprechli“ des Creutzes, Noth und bittre der wird auhscher Gewinn. Orum soll mir Quaal. Sollt aber daum der zeitlich ist hu nichts erfreulich seyn, als Licht gar nichts mehr r allein B. Schmolck. seyn? das glaub ich nicht t, Uebermuth. 8 er 90 Pfalm. ö 3. Ein Ehriste der an Christo ben, laß in ai 10½7. i Vater Unser im Zimm. Elebt, und stets im Geist und einem gantze Joact oft bey mir selbst be⸗Glauben lebt, dem kan kein Un⸗ W — Frevel, Gei cht, wenn ich den KLauf der glück, keine Pein im ganzen Leben eit sey femn Ebeharbtt: Ppauch das Le⸗ schädlich seyn; Gehts ihm nicht , zu allh hen dieser Erd uns gut sey, 905 Iuch Weit ‚i so ist ihm den⸗ unschens werth? Und obnoch allzeit wohl. echten Hand Ihtdr wet besser thu, der sich9. Hat er nicht Gold, so hat er ich leiten, n sein zeitlich giebt zur Ruh. Gott, fragt nicht uach boͤser Leu⸗ acht, daß me Denn, Lieber, denck und sage te Spott, verwirft mit Freuden n. Du wohl mir: Was vor ein Stand ist wohl und verlacht der Welt verkehrten nd Schußz ih. allhier dem nicht sein Angst sein Stoltz und Pracht: Sein' Ehr ich in meinen Schmertz und Weh all taͤglich ist: Hoffnung und Geduld, sein 1 Ibern Haupte steh? Ist auch ein Hoheit ist des Hochsten Huld. nich von alln Oet des Kummers frey, und wo10. Es weiß ein Christ, und und wenn ich kein' Klag und Sorge sey'? bleibt dabey, daß GoT sein ser Welt ah 3. Sieh unsern gantzen Lebens⸗Freund und Vater sey, er hau, er mir bey mil Lguf, ist auch ein Tag von Jugend stech, er brenn, er schueid, hier ist nd„ und fuͤhul auf, der nicht sein eigne Quaal nichts, daß uns von ihm scheid;, te Vaterland und Plag auf seinen Ruͤcken mit je mehr er schlaͤgt, je mehr er liobt. h. Augeluß ssch trag; ist nicht die Freude, die pleibt fromm, ob er uns gleich von GOttes uns stillt, auch selbst mit Jam⸗betruͤbt. den lieben mer uͤberfuͤllt? II. Laß alles fallen wie es falt, von Gotn 4. Hat einer Gluͤck und gute wer Christi Lieb' im Herzen halt, Wort, dah. Zeit, hilf G0TT, wie tobt und der ist ein Held und bleibt bestehn, Mensch, mi Kürmt der Neid. Hat eiuer Ehrswenn Erd und Himmel unter⸗ u und doch. und grosse Würd, ach! mit was gehn. Und wenn ihn alle Welt. schatzt, daß eV grosse Last und Buͤrd ist, der fuͤrsverlaßt, haͤtt GOttes Wort ihn t, und uͤbah andern wird geehrt, fuͤr andern steif und vest. gaayuch dabey beschwert. 12. Des Hoͤchsten Wortdamyst ist von G0 F. Ist einer heute qutes Muths, alles Leid, und kehrts in lauter o hab ich di ergott und freut sich seines Guto, Lust undkeud, es nimmt dem un. l6 ö Et4 gluͤck 664 zweyter A nhang. gluͤck alles Gift, daß, obs uns gleich herfolgt und trift, es dennoch un⸗ ser Hertze nie in allzugrosses Trau⸗ ren zie 13. Ey nun, so maͤß'ge deine Klag, ist dieses Leben voller Plag, ists dennoch an der Christen Theil auch voller GOttes Schutz und Heil. Wer G0Ott vertraut und Christum ehrt, der bleibt im Creutz auch unversehrt. ö 14. Gleich wie das Gold durchs Feuer geht, und in dem Ofen wohl besteht, so bleibt ein Christ durch GOttes Gnad, im Elends⸗ Osen ohne Schad. Ein Kind bleibt seines Vaters Kind, obs gleich des Vaters Zucht empfindt. 15. Drum liebes Hertz! sey ohne Scheu, und sieh auf deines Va⸗ ters Treu: Empfindst bu hie auch seine Ruth/ er meynts nicht boͤs, es ist dir gut. Gib dich getrost in seine Haͤnd! es nimmt zuletzt ein gutes End. 16. Leb immer hin, so lang er will, ists Leben schwer, so sey du still, es geht zuletzt in Freuden aus; im Himmel ist ein schoͤnes Haus, da, wer nach Christo hier gestrebt/ mit Christi Engeln ewig lebt. Haul Gerhard. 1 Thim. 2, 4. GOtt will, daß alle. 1078. Mel. Wer nur den lieben. ch halte. GOtt in allen stille, er liebet mich in Freud und Schmertz, wie gut ist GOttes Vaters Wille, wie freundlich sein verliebtes Hertz! er ist mein Hort und meine Zier, was GOts ge⸗ faͤllt, gefaͤle auch mir. 2. Mein Gott weiß alles wohl zu machen, er ist der ewig treue Freund, er laͤßt mich uach dem Weinen lachen, was er thut, das ist wohlgemeynt, sein Lieben waͤh⸗ ret fuͤr und fuͤr: Was Gott ge⸗ saͤllt, aefaͤllt auch mir. tügen, der das nicht will, Wa del 0Ott gesallt, ich denck an meih Christ⸗Gebuͤhr, wasGOtt gesall gefaͤllt auch mir. ö 4. Er will und wird mich ens lieben, er weiß wohl, was u— nuͤtzlich sey, er hat mich in Hand geschrieben, Golde seiner Treu, Wille, weg mit dir, wa gefaͤlt, gefaͤllt auch mir. Wa Mür D5 werde, er will der Seelen Seih keit, drum reiß ich mich von din dort und hier, was GOtt gefz gefaͤllt auch mir. Der 37. Psalm. 1079. Mel GOtt des Zimmelh UIn dem Leben hier auf Erdenit „W doch nichts als Eitelkeit, dh Cyempel, viel Beschwerden, Plagt Klage, Muͤh und Streit, Kun mer, Sorgen, Angst und Nolh Kranckheit, und zuletzt der Tod. 2. O so deucke drauf im Hertzeh srommer Christ, mit allem Fleiß wie du solche Roth und Schmen tzen brechen kannst als Grundeh Eys; Laß aus deinem Hertzen nicht diesen treuen Unterricht: 3. Habe deine Lust am HErren laß ihn seyn dein Hoͤchstes Gut, e ist nah und nicht von ferne, eingu sprechen Trost und Muth, seint Gnad und starcke Hand gehel durch das gautze Land. 4. Augen⸗Lust und schnoͤdeFren de, Ueppigkeit als Wust und Koth/ fuͤr den Augen Gottes meidt⸗ willt du seyn befreyt füͤrm Dob, deinen Leib, das Faß der Ehrn, sollt du nimmermehr versehrn. 5. Nimm dir fuͤr, fuͤr anden allen, daß du thust nur GOtt al⸗ lein mit dem Glauben zu gefallen, voller Lieb, ohn argen Sehein. 3.· Sein Wille bleibet mein Ver⸗ gnügen, so lang ich leb auf dieser Welt was kan mein eigner Wille Beichte deine Suͤnd und Schuld, so bekoͤmmst du GOttes Huld. 6. Nimmer gehe falsch im Han⸗ Chan:, Willt huhn, liebe zucht, als, mit lautemite, weg eigun ua 5 Glste, trag gedg Gott thut ke 5. GOtt will, daß mir geholsagls was er u ser Erde durch wahre Gottgelassg senheit, sein'm Will'n ergeb mihsk mit GOtt w u„ noch ir udeln, der cht. . Eitle Eh Demath li ch dem Hil 3. Stets a nd gluͤckli man in GOt allenthalben uus auch ged 2.0Ott schafft, was er gibt un Krast, und! seguet ihr süllet sie! 5. Drun Mich, hilf dell, icht will, Uulheit, noch im Reden noch im denck an mishGhan: Willtt du vor dem Herren 15Ott gessl ündeln, dermaleins auch selig uhn, liebe Wahrheit, Recht und ird mich enlszucht, als des Seistes rechte ö eEhr und Pracht verach⸗ mit lautemste, Demath lieb und Miedrigkeit, „weg eigin nach dem Himmel ernstlich trach⸗ I Golste, trag geduldig Ereutz und Leid, mir. mir geholsulgls was er nur tragen kan. Seelen 600 2 Stets aus Ende hier geden⸗ mich von guscke, und an Christi Creutz und Hre GottgelgTod, in sein Wunden dichzeinsen⸗ in ergeb mihske, also kommst du aus der Noth, Jweyter Anhang. Gott thut keinem nicht mehr an, GOtt gefalh salm. des Simmeh auf Erdenss Eitelkeit, diß Herden, Plage Streit, Kun und Noth 31der Tod. Fim Hertze allem Fleiß und Schmen s Grundes em Hertzen Uerricht: am HErreh stes Gut, en ferne, einzu Muth, seint 5.— gehgt D. schnoͤdeFren 1 und Kot Ites meidt, furm Tod, der Ehrn, vexsehrn. fuͤr andern ur GOtt al⸗ zu gefallen, en Sehein. ind ESchuld, es Huld. sch im Han Delh, Segen, da wird der Fromme voll von michten In—010 Zeit, zur wuͤnschten Seligkeit. ö 12397 David Boͤhm. Lue. 5, T. Meister wir haben die. 1050. M. Aus tiefer Noth schrey. In GoOttes Namen fang ich an, was mir zu thun gebuͤhret; mit GOtt wird alles wohl gethan, und glücklich ausgefuͤhret, was man in GOttes Namen thut, ist allenthalben recht und gut und kan uns auch gedeyen. 2. GOtt ist der das Vermoͤgen schafft, was Gutes zu vollbringen, er gibt uns Segen Muth und Krast, und laͤßt das Werck gelin⸗ gen, daß uns ein rechter Zug ein⸗ steht, und dergestallt zur Nahrung geht, daß wir Vergnuͤgung haben. 3. Wer erst nach GOttes Reiche tracht, und bleibt auf seinen We⸗ gen, der wird gar leichtlich reich gemacht durch GOttes milden und satt, daß er von feiner Arbeit hat, auch Armen Brodt zu geben. 4. GOtt ist der Frommen Schild und Lohn, er eroͤnet sie mit Gna⸗ den, der boͤsen Welt ihr Spott und Hohn kan ihnen gar nicht schaden, er decket sie mit seiner Hand, und seguet ihre Stadt und Land, er fuͤllet sie mit Freuden. 665 laß du mit deiner Gnade dich bey meiner Arbeit ntercken, gib dein Gedeyen selbst dazu, daß ich in allem, was ich thu, ererbe deinen Segen! 6. Regiere mich mit deinem Geist, den Muͤßiggang zu meiden, auf daß,/ was du mich schaffen heist, gescheh mit lauter Freuden, auch Gebur 10 1903* Dreu auf dein bot gehorsam sey, und meinen Nachten ehe 7. Nun, JIEsu komm und bleib zey mir, die Wercke meiner Haͤn⸗ de, befehl ich liebster Heiland dir, hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit, und hilf, daß ich zu seiner Zeit erwuͤnschten Lohn empfange. Ps.42/ 6112. Was betruͤbst du dich. 10³ 1. M. ¶Err ich habe mißgeh: Mein Seele, laß es gehen, wie Ves in der Welt jetzt geht; Meine Seele laß es stehen, wie es jetzo geht und steht, liebste Seele halte stille, dencke, daß es GOt⸗ ies Wille. ö 2. Ist dir gleich die Welt zuwi⸗ der, und bist deiner Freunde Spott: Druͤcken dich die Feinde nieder, so vertraue deinem Gott, liebste Seele, halte stille,ꝛe. 3. Ist in deiner Hertzens⸗Kam⸗ mer, nichts als lauter Hertzeleid, plaget dich sehr grosser Jammer⸗ hier in dieser Sterblichkeit, liebste Seele halte stille ꝛc. 4. Gott pflegt die getreuen Hertzen, wenn sie durch das Creutz bewaͤhrt, wohl zu troͤsten nach den Schmertzen, und thut was sie nur begehrt, liebste Seele halte stille, ꝛe. 5. Auf den Regen scheint die Sonne, also kommet Lust auf Leid, auf die Angst solgt lauter Wonne, Freude kommt auf Trau⸗ rigkeit, liebste Seele halte stille, ꝛe. 6. Sollt du von der Welt ab⸗ scheiden, scheide nur getrost auf v. Drum, liebster JEsu, staͤrcke mich, hilf mir in meinen Wercken, Gott, GOtt giebt auf das Schei⸗ den Freube, Freude giht er auf die T13 Nolh⸗ 666 Zweyter Anhang. Noth, liebste Seele halte stille, dencke, daß es GOttes Wille. B. Weish. 2, 2325, Gott hat 5 In Ote rschn SoOtt 50 ö ein Gott, erschaßsen hast du M mich zu deinem Freuden⸗ Leben, das weiß und glaub ich ve⸗ stiglich, kan doch nicht recht erhe⸗ ben mein Hertz zu bir, stets fuͤr und fuͤr nach solchen Leben trach⸗ ten; Es ist mir leid, daß in der Zeit ich solches nicht kan achten. 3. Wann Creutz und Truͤbsal koͤmmt heran, so laß mich nicht verzagen; dein Wort ist, das mir helfen kan, mein Tlend leicht zu tragen. Ich weiß ja wohl, wie daß ich soll mit dir, HErr JIEiu leben,; soll ich denn nicht, o du mein Licht! nach solcher Wohl— fahrt streben. 3. Laß Fleisches⸗Welt? und Augen⸗Lust in mir nicht laͤnger walten; ein bessers ist mir ja be⸗ wust, daran ich mich soll halten; Laß meinen Sinn sich schwingen hin zu dir mit Freud und Wonne. Du bist mein Licht und Zuversicht, ja meiner Seelen Sonne. 4. Ach, ach! wann wird mein Braͤutigam mich einmal kommen heissen, wann wird er mich aus diesen Schlamm und eitleu Leben reissen, wann werd ich doch das ichwere Joch von meinen Schul⸗ tern legen! wan wird sich mir doch thun herfuͤr des Himmels Freuden⸗Segen. 5. O moͤcht ich armer doch, be⸗ freyt von aller Angst und Schre⸗ cken dein unaussprechlich Herr⸗ liehkeit in jenem Leben schmecken? 5 suͤsse Kraft! o Lehens⸗Saft, wann werd ich dich empfinden? Komm Ewigkeit mach mich be⸗ reit, das Eikle laß verschwinden. H. H. v. Gersdorf. Rom. 8,33. Denen die ZOtt lieben 1082. Mier. 2 dancket„o laß ein JEsu, wie du willt, so la M mich allzeit wollen, wenn Drübsal, Angst und Leid michs betreffen sollen, so gib daß aln dein Wille werd erfuͤllt, ich und sterbe dein, du willt. 9. Mein z. Mein JEsus, wie du wilhillst du mit soll mich Vepsollgung plageh, iy laß auch di lasse nur mein Hertz im Glallheduldig trage nicht verzagen, es geh mir wie ser Artzt, geh, wenn nur dein Wort musillt, dein bin gilt, so leid ich alle Noth. MiRein JEsu IEsu, wie du willt. 10. Mein 3 Mein ICsu, wie du willt, issoll ich auch ich in Armuth leben, so mach hisweiß du laͤßt gegen du die Seele reich damhen nicht ve ben, gib, daß dein Wort mir un Geele sich in den Hunger anzeit stillt, undrum solls ge nimm sonst alles hin. n wie d sie beweine 15 mit rum hole m — C— 1 mein JEsu, uzEsu, wie 9. JEsu, wie du willt. 11. Mein 4. Mein JEsu, wie du willt so bin ich an ich auf Dornen gehen, so laß nn mir Lieb und hier und dar auch eine Rose stehnm beschieden, war doch dein Weg hier auchmi Wort, dein Dornen angefüllt,drum fuͤhr mis drum sag ich immer hin. Mein JEsu, wie di IEsu, wie d willt 15 1 Petri. 5, 5. Mein IEsu, wie du wilh 1084. Mel. soll ich in Thraͤnen schwimmm 5ur unbet So laß mein Fuͤncklein Trostnichl 16 tze, die gantz und gar verglimmen, hul len Grab, du doch selbst geweint, drun seinem Schn wenns nicht anders gilt, so well Vergnügun ich auch mit dir. Mein Jesl auch sich se! wie du willt. den Schluß 6. Mein JEsu, wie du willt,Ull 2. Nur ich verspottet werden, es geht du Morgen de Frommen ja nicht anders auf das Hertzen ziel Erden, drum wenn mich auch dus mel seine S Welt fuͤr einen Ketzer schilt, H Geduld bef hoͤr ichs willig an. Mein Jeshl was Tröf wie du willt. stets: Rur 7. Mein IEsu, wie du bilhh!h 3. Nur. will mich ein jeder neiden, so 0 immer der michs als dein Kind nur fein ge seyn; wie duldig leiden, hast du doch man Nacht ein che Noth bey mir bisher gestillt) Nedel Se drum lege ferner auf. Mein J su was du willt. I. d 8. Mein JEsu, wie du willh. nimimt mir der Tod die Meinen, so laß mich als ein Christ/ mi Zweyter Anhang. 667 deeid michn sie beweinen, sie sind ja, Herr, Hib daß alnsen dir mit Freuden angefüllt, erfult, ich Kium hole mich nur nach. Mein nein IEsuyutzEsu, wie du willt. ö ö 9. Mein JEsu, wie du willt, „wie du milpillt du mie Kranckheit schlagen, ung plagetj i laß auch dieses Creutz mich gar rtz im Glauhcheduldig tragen, du bist mein be⸗ geh mir wienster Artzt, der alle Schmertzen in Wort mlsillt, dein bin ich frisch und kranck. “Noth. Mildein JEsu wie du wilt. — 10. Mein JEsu, wie du willt, ie du willt, Asoll ich auch endlich sterben, ich u, so mach hiweiß du laͤßt mich auch im Ster⸗ Erreich danußen nicht verderben, wenn meine Wort mir mGeele sich in deine Wunden huͤllt it seilt, undrum solls gestorben seyn. Mein hin. MiJeEsu, wie du willt. * 11. Mein JIEsu, wie du willt, ie du willti so bin ich auch zufrieden, hast du en, so laß ni mir Lieb und Leid, Noth oder Tod ie Rose stehem beschieden, so nehm ichs auf dein hier auchnil Wort, dein Wille werd erfultt, Am fuhr mih drum sag ich noch einmal: Mein JEsu, wie di JEsu, wie du willt. I Petri. 5, 7. Alle eure Sorgen, wie du mil 1084. Mel. Wer nur den lieben. schwimmun ur unbetruͤbt, gequaͤltes Her⸗ in Trostnich tze, die Sorgen sind der See⸗ limmen, hisl ken Grab, wer immer seufzt in weint, drum seinem Schmertze, stirbt taalich der gilt, so nll Vergnuͤgung ab. Wer GOtt und Mein Jes auch sich selbsten liebt, der macht Iden Sehluß; Nur unbetruͤbt. 2. Nur unbetkübt! wenn alle Morgen das Creutze nach dem Hertzen zielt: Wer nur dem Him⸗ mel seine Sorgen in Hoffnung und Geduld befiehtt, der sindet sehon was Troͤstung giebt, und saget stets: Rur unbetrübt. 3. Nur unbetruͤbtl es kan nicht immer der Himmel voll Cometen seyn; wie bald koͤmmt auf der Nacht ein Schimmer, und auf den Nedel Sonnenschein, drum weil das Creutze Wechsel liebt, so schick dich drein: Nur unbetrüht. 4. Nur unbetrübt! Gott kennt die Seinen; wie GOtt es suͤgt, du willt/sl / es geht den ders auf dan nich auch dis zer schilt, Mein Jesh vie du wilh eiden, so 10 nar fein ge⸗ à doch man sher gestillt Mein Jc die du willh, die Mesnen, ist, mit Mys sth lachen nach dem Weinen, wenn deine Last zu Boden liegt. Wohl dem, der sich im Leiden uͤbt, und immer denckt: Nur unbetruͤbt. Joh. 15, 1116. Ich bin ein rechter. 108§. M. Zion klagt mit Angst. O du allertiefste Liebe, die in Christo JIEsu ist, in der ich mich stetig uͤbe, der mein Hertze nicht vergißt! Schencke mir doch deine Kron, und dein Perlein, o mein Lohn, druͤck es doch in meine Seele, die ich dir nun gantz befehle. 2. O du allersuͤßßte Liebe ich bin zwar unrein fuͤr dir, daß ich mich drum stets betruͤbe, und fast schaͤ⸗ me selbst fuͤr mir; Aber du mein HErr und Gott, ach zerbrich durch deinen Tod, was die arme Seel beflecket, und sie ins Verder⸗ ben stecket. 3. Fuͤhre meiner Seelen Duͤr⸗ sten doch durch deinen Tod und Graus, o du Fürst der Sieges Fuͤr⸗ sten, zu dem Thriumphiren aus, o mein GOtt, HErr Zebaoth, schla⸗ ge doch in deinem Tod, mich, den Alten, gautz danieder, daß der Neue lebe wieder. 4. Bist du doch in mir erschie⸗ nen, ey so bleib doch auch in mir, ich will dir ja willig dienen, und dein bleiben fuͤr und fuͤr, fasse mich doch gantz in dich, halt mich in dir festiglich, daß ich nicht von dir kan weichen, laß mich dieses Heil er⸗ reichen. so sey vergnügt. Du wirst schön mir auf, mein Hort, aib du wieder F. Du bist mir gantz auserlesen, o du meiner Seelen Gut, JEsu, ach dein himmlisch Weesen, sey mein Brodt, mein Trauck dein Blut, tranck aus deinen Bruͤnnelein mei⸗ ne Seel, und suͤhre ein deine Lieb in mein Verlangen, laß mich seyn in dir gefangen. 6. Adam ist von dir gewichen, und ich auch in ihm zugleich, drum ist auch mein Bild verblichen und ist todt am Himmelxeich, nun weck es durch dein Wort wieber in Geist 6568 Iweyter Anhang. wieder geben. 7. Es hat jg all deinen From⸗ men zugesagt dein treuer Mund, daß du willst zu ihnen kommen, wohnen in des Hertzens⸗Grund, ja dein suͤsser Mund verheißt de⸗ nen deinen guten Geist, die in dei⸗ ner heilgen Huͤtten suchen dich, und darum bitten. 8. Nun ich fuͤhr in die Zusage meiner Seelen Hunger ein, diß Wort soll mein Lebetage mein Brodt in dem Hunger seyn; Ach vermehre bu in mir, meinen Hun⸗ ger stets nach dir, staͤrcke mich, o suͤsse Liebe, in des Geistes Kraft und Triebe. 9. Weck in dir mich auf zum Leben, daß ich deine Suͤßigkeit moͤge schmecken, und erheben mei⸗ nen Geist aus dieser Zeit; Glaͤu⸗ be doch durch deine Kraft selbst in mir; Ach gib doch Sasft, edler Weinstock deinen Reben, ohne, dich kan ich nicht leben. 10. O du allersuͤßte Liebe, durch die Liebe bitt ich dich, die des Va⸗ ters Zorn vertriebe, und verschlang zur Lieb in sich: Ach verschling auch doch den Zorn, der in mei⸗ ner Seel gebohrn, durch dieselbe grosse Liebe, daß sie sich im Lie⸗ ben uͤbe.. 11. Fuͤhre dich in meinen Wil⸗ len, und mich auch in deinen ein, laß dein Hertz mein Hertze stillen, laß mein Hertz in deinem seyn, dein Gehorsam sey in mir, mein Gehorsam sey in dir, daß ich dir noch auf der Erden muͤge gantz gehorsam werden. 12. Was soll ich mich hier noch Geist und Veben, ich will mich dir — daraus Blue und Wasser rauh meinen Hunger jederzeiten, nimm. dein, sey du auch mein, labe in deinem Leben, an dir bekleben. laß mich u diene, gib doch deiner Rehen Gast daß ich in dir wachs' und grunh aus dir ziehe meine Kraft; Brin durch deine Kraft in mir eine ra te Krast herfuͤr. Ach! laß mich mit Fruͤchte bringen, nach des Vn ters Segen ringen. ö 17. Dich will ich mir auserwah len, denn du bist mein suͤsses Licht leuchte meiner armen Seelen, da weist, daß es ihr gebricht: Wel dis Hleisch und Blut der Mist/ in ein finster Kercker ist; Fuhre st auf rechter Strasse, daß sie von der Irrheit lass. 16. Trif mein Hertz mit deinen Hammer, fuͤhre mich, s JEsnu du, durch des Grimmes Todes⸗Kam⸗ mer ein in deinem Tod und Ruh: Daß mein Leib am Juͤngsten Lag in dir auferstehen mag auf deil Wort, aus deinem Sterben, un ein ewigs Leben erben. 17. Lehre du mich alles halten, was du von mir forderst nun: Laß mich dieh nur lassen walten, seh mein Wissen, Will und Thun, ach, mein Leiter, laß doch mich nin gends gehen ohne dich, denn mich hab ich deinem Namen gautz und gar ergeben, Amen. Sirach 7, 40. Was du thust, so ze. 1086. Mel. Sertzlich thut mich. „Dn gedenck ans Ende, willst du nicht Uebels thun, quaͤlen? Und der Welt anhaͤngig seyn. Nimm du den Durst mei⸗ ner Seelen doch in deine Wunden ein, in die Wunden, da dein Blut, aus Quaal und des Zornes Glut, in der suͤssen Liebe daͤmmte, und der Tod bringt oft behende das al⸗ lerletzte Nun, an einem Augenbli⸗ cke haͤngt ewig Wohl und Weh. rum deucke wohl zuruͤcke, wohin dein Ende geh. wer weiß ob nicht noch heut der den Grimm der Hoͤllen hemmte. 13. Huͤhr in deine hole Geiten, o Fels, dein Taͤublein an, nilg mich gantz und gar darein, ich hildi 14. Edler Weinstock: dem iif 2. O Mensch, gedeuck ans Ende, Tod sich iu dir wende/ drum 119 dich bereit, we nung geben lig alle Christi Blut Wunden, so Roͤm. 12, 972 1057. W. O Pater, densch reitzen Fein gleisch ist blit sieh mir dur en Bundes b sti Bild in r 2. Laß m schnoͤden Ce allein auf di sten gehen; Feind: Re mir, damit nicht lieb a 3. Laß m dieser Welt auch Maaß was mich st berleiden so haͤlt: Dam als dich, a 4. Laß aus deinen nicht hoffen durch mich mich andre che Grimr und Spiel, sey meiner 6. Laß kei mich die d ————— Wasser zum zweyter Anhang. 6⁵9 dch bereit, wennn du sollt Rech⸗ rzeiten, nimm nung geben von dem, was du lein an, nis gethan, damit dein eigen Leben darein, ich hidich nicht verklagen kan. ein, labe mi 3. OMensch, gedenck aus En⸗ lah mich uilde, stirbstets den Sünden ab, gib dich in GOttes Haͤnde, und lock: dem illfuchhte nicht das Grab. Sey serd Reben Sa und grun rir auserwah suͤsses Lichtz n Seelen, du dricht: Wel der Mist is t; Führe ft daß sie voh tz mit deinen JEsu dun Todes⸗Kam⸗ dund Ruhn uͤngsten Tag ag auf deil Sterbeu, und n. alles halten, rstnun: Laß walten, seh dThun, ach, h mich nin „denn mich en gantz und thust, so e. thut mich. ans Ende, lebels thun, ende das al⸗ u Augenbli⸗ und Weh, uͤcke, wohin kans Ende, ch heut det drum mach dich sig aile Stunden, halt dich an Rraft; Buin Mir eine rech lch! laß mih Roͤm. nach des V Christi Blut, stirbst du in JEsu Wunden, so ist dein Ende gut. Benj. Schmolck. 12,97½1. Die Liebe sey nicht 1087. Ni. O Gott du frommer. Pater, sieh wie mich die Lei⸗ denschaft verwirret: Mich keitzen Feind und Welt: mein Fleisch ist bliud und irret: Drum sieh mir durch den Geist des neu⸗ en Bundes bey, und gib, daß Chri⸗ sti Bild in meiner Seelen sey. 3. Laß weine Liebe nicht auf schnoͤden Coͤrpern stehen, und sie allein auf dich und meinen Naͤch⸗ sten gehen; jg wenn er auch mein Feind: Reiß auch das Geld aus mir, damit ich, was mir lieb, nicht lieb als nur in dir. 3. Laß mich kein eitel Ding auf dieser Welt begehren; Gib mir auch Maaß im Tranck, in dem, was mich soll naͤhren, was mich berleiden soll, was mich bey Ehren haͤlt: Damit ich nichts begehr, als dich, auf dieser Welt. 4. Laß meine Hofnung nicht aus deinen Schrancken gehen, nicht hoffen, daß ich koͤnn ohn dich durch mich bestehen, nicht auf des Glückes Gunst, noch meinerFeinde Tod: Und was ich hoffen soll, sey deine Gnad o Gott. V. Laß mich nicht freudig seyn, bloß aus Natur getrieben, nicht in dem Gluͤck allein, nicht wenn mich andre lieben, nicht in der Ra⸗ che Grimm, nicht bey Gewinn und Spiel, nur deine Gnad allein sey meiner Freude Ziel. 6. Laß keinen Haß in mich, wenn mich die Feinde kroͤncken 5 wonn mich die Strafe soll hin auf das Gute leucken; viel minder bloß durch Neid, bey andrer Gluůͤck und Hoͤh: Und gib, daß all mein Haß nur auf die Sunde geh. ö 7. Laß mich in dir gestaͤrckt des Creutzes⸗Last nicht fliehen; wenn man inich lehren will, mich nicht der Zucht entziehen. Gib, daß ich flieh die Welt, Geschwaͤtz und muͤßig seyn, und dis, was fleucht von dir, das laß mich fliehn allein. 8. Bezaͤhm in mir die Furcht, wenn was willi boͤse scheinen, wenn mir der Tod, der Schmertz, Ge⸗ fahr, Verlust des meinen, und sonst dergleichen droht, und laß mich sorgen frey; daß nichts als deinezurcht, in meinem Herzen sey. 9. Laß mich durch Traurigkeit den Kopf nicht niederhencken, wie andre von Natur, und sonst in Noth sich kraͤncken; Mein Trau⸗ ren sey um dis, daß ich dich je be⸗ truͤbt, und daß nicht bey mir ist mein JEsus, der mich liebt. 10. Auf die, so mehr, als ich, laß mich nicht zornig werden; Auch auf die gleichen nicht verstellen die Geberden: Auch nicht wenn Un⸗ fall kommt, und dem der unter mir, dem geh mein Zorn allein mit Glimpf und Beßrung fuͤr. 11. Laß was zu achten ist, mich deinethalben achten, was ich ver⸗ achten soll, nicht voiler Stoltz be⸗ trachten: Laß auch in Demuth mich nicht achten, was ich sey: Und mach mich endlich gar von allen Lastern frey. 12. Wirst du mir nun, o HErr, so helfen uͤberwinden, so wird in mir sich nichts von grober Mensch⸗ heit finden: Fuͤll mich durch dei⸗ nen Sohn so voller Geistes au, daß ich im Glauben dir gleichfoͤrmig dienen kan. 4 Philipp. 2, 12. Schaffet, daß ihr. 1088. M. Alle Menschen muͤssen. achaffet, daß ihr selig werdet, ihr, die jhr wollt selig seyn⸗ euch 67⁰ zweyter Anhang. euch zwar Christlich hie geberdet, doch davon tragt grossen Schein: Dencket, wenn der HErr wird kommen, hie zu richten Boͤs' und Frommen, daß ihr schafft mit Furcht allein, wie ihr moͤget se⸗ lig seyn.—— 2. Schafft mit grosser Furcht und Zittern, o ihr Suͤnder allzu⸗ mal, wenn der juͤngste Tag wird wittern, daß ihr dann der Hoͤllen⸗ Quaal mit erfreuter Seel entge⸗ het, nicht zur Lincken JEsu stehet: Schafft mit Furcht hier insge⸗ mein, daß ihr dann moͤgt selig eyn. ö 3. Schaffet, daß ihr seligwerdet, traut nicht eurem Fleisch und Blut, daß sich heilig hier geberdet, und thut euch doch nimmer gut; Flieht das falsche Christen Leben, bleibt an JEsu veben kleben; dem folgt, schafft hier insgemein, daß ihr moͤget selig seyn. ö 4. 0 HErr, der du durch dein Leiden uns von Suͤnd erloͤset hast, laß uns nicht seyn abgescheiden von dir, Ancker, Steur und Mast! Wir zwar kleben stets an Suͤnden: Aber laß uns Gnade sinden, deine treue Lieb allein schaffe, daß wir selig seyn. ö ö Johan. 16,2a. Ihr habt auch nun. 1089. MNel. Es ist das Heil uns. Wos, Traurigkeit, weich Unge⸗ duld! was soll das Jammer⸗ Klagen? Du hast ja GOTTes Gunad und Huld: Was willt du dich selbst plagen? GoOtt bleibt dein Schutz, dein Licht, dein Heil, dein Trost und Kraft, dein Schatz, dein Theil, und deines Hertzens Freude. 2. Dein Valker ists, der pruͤfet dich; Wenn er sich hat verborgen, halt ihm nur still, glaub vestiglich, er wird dich wohl versorgen. Ruf Trost, Hülf und nur zu ihm; Rath wirst du stets sinden fruͤh und spat: Dein GOtt wird dich nicht lassen. je froͤmmer Kind, je schaͤrfer Rus 3. Gott ist bey dir, er siehtulut, fur alte weiß, was dich druͤckt 900 10——5 Seelen bet; die starcke Hand behalt Rlubfal und dei Preis, zu helfen; der dich liehlhetrost und un vermehrt dir deine Zuversslhas ihm sein daß kein Feind deines Glaubaulsrolich uͤberwi licht in Ewigkeit kan rauben Ueber de 4. Was dein Gott thut dasioyo. M. Fre dir gut, er hilft den schwach W' dem Hertzen; er haͤlt dich stets uß scheuet, ner Hut, er iindert alle Schum seinem GOtt, tzen. Bist du betrübt, so denckalich freuet, zu GOtt, so kan dir weder Schinm wer den Hoͤch noch Spott, ja keine Noth nihl wird erfahrer schaden. alles, was in Sieh doch nur, wie der Huvom Himmel land ist mit Oornen selbst gen 2. Seine K net, wie ihn der Feinde Macht un wie die Rosen List umgeben und gehoͤnet: deun Geschlecht wi gib dich nur geduldig drein, ul ler Gnad und du sein Kind und Erbe seyn, im was diesen A williglich zu folgen. Herrscher alle 6. Was ist ein trüber Augih mit vollen blick, darin ein Creutz dich du Hauser sende cket? wie vielmehr sind der m 3. Das ger den⸗Stück, damit dich GOtt a men steht geir quicket! wie ist doch alles Hergl sollt auch gle leid so gar nichts wenn die Euh men, bleibt! keit der Himmels⸗Freud doch labtl ihr Licht, tr. 7. Schau, wie GOtt, was und macht, haͤlt in Hut zu aller Zeit gepruͤh ner Nacht, 1 ten Weinen, wieder scheit 4. GoOtter Erbarmen l immer vest. Noth der A gehen laͤßt, thut, den w Gut, gnaͤdi als der liebs 5. Wann —— Gebet und Hofnung uͤbet: d Creutz⸗Farb ist die hoͤchste Zih die alle fromme Hertzen hieri dieser Welt bezeichnet. 8 Dich beißt auch dein Gewi sen nicht, weil deine Suͤnden Plagen dein IEsus, deine Zuveh sicht, selbst hat fuͤr dich getragen so bleibst du GOttes liebes Kil. Trotz Teufel, Welt, Holl, Tod un! de W Sůnd l wer ist der dir kan schaden Ten blitzen 9. Drum laß dich nimmermeh der Luft, wi kein Leid von deimem GOtt al zen, wie ein kreiben: Laß Ungeduld und Trah er wird bleil rigkeit aus deinem Hertzen bleh sein Gedäck ben! Laß deine Noth zu aller Zel auf allen dich finden zum Gebet bereit, H Zweig aus darfst du gar nicht zagen. 6. Wann 10. Du hist getauft, das 27 kommen, de dir, er siehtuzlut, für alle Welt gegeben, ist lckt und halhheiner Seelen höchstes Gut, dein and behalt ulabsal und dein Leben. Sey nur der dich liahhetrost und unverzagt! wer glaͤubt, Ine Zuversichpas ihm sein GOtt zusagt, wird tnes Glaubalsfroͤlich uberwinden. kan rauben ueber den 112 Psalm. den schwa ich stets 7 alle Schmah s⸗ 9, der so dencklich freuet, zu erfuͤllen sein Gebot ne Noth nislwird erfahren, wie sich mehrt wie der Halvom Himmel ist gegeben. u selbst gel ꝛ. Seine Kinder werden stehen de Macht un wie die Rosen in der Bluͤth, sein ehuͤnet: duun Geschlecht wird einhergehen vol⸗ 9 drein, un ler Gnad und GOttes Gut, und rbe seyn, ij was diesen Leib erhaͤlt, wird der n. 4. GOttes Gnad, Huld und Erbarmen bleibt den Frommen immer vest. Wohl dem, der die Noth der Armen ihm zu Hortzen ne Sündess gehen laͤßt, und mit Liebe Gules deine Zureh khüt, den wird GOtt, das hoͤchste ch getragen Gut, gnaͤdiglich in seinen Armen, liebes Kish. als der liebste Vater, warmen. öͤll, Todun 5. Wann die schwartzen Wol⸗ kan schaden cken blitzen vor dem Donner in immermeh der Luft, wird er ohne Sorgen si⸗ Gott ah zen, wie ein Taͤublein in der Klust, ound Tray er wird bleiben ewiglich, auch wird 30 sein Gedächtniß sich hie und da zu aller Ze t bereit, Zweig ausbreiten. gen. 6. Wann das Ungluck wird an⸗ das 1— kommen, das die vohen Suͤnder . dein Gemij zweyter Anhang. Hlt ihut dan ꝛoho. M. Freu dich sehr o meine. ohl dem, der den HErren scheuet, und sich fuͤrcht't fuͤr einem GOtt, selig, der sich hertz⸗ seder Schiniulber den Höchsten liebt und ehrt, alles, was in seinem Leben ihm auf allen Seiten, wie die edlen 671 plagt/ bleibt der Muth ihm unbe⸗ nommen, und das Hertze unver⸗ zagt, unverzagt ohn Angst und Pein, bleibt das Hertze, daß sich sein seinem HErrn und GOtt er⸗ giebet, und die, so berlassen liebet. 7. Wer Betrübte gern erfreuet, wird vom Hoͤchsten hoch ergoͤtzt, was die milde Hand ausstreuet, wird vom Himmel wohl ersetzt. Wer viel giebt, erlanget viel: Was sein Hertze wuͤnscht und will, das wird Gott mit gutem Willen schon zu rechter Zeit erfuͤllen. 8. Aber seines Feindes Freude wird er untergehen sehn; Er, der Feind, vor grossem Neide wird zer⸗ beissen feine Zaͤhn, er wird knirꝛ schen und mit Grimm solches Gluͤck mißgoͤnnen ihm, und doch damit gar nichts wehren, sondern sich nur selbst verzehren. 947 Jerem. 17, 78. Gesegnet ist der. 1091½M. Machs mit mir Sort. Woh dem, der sich auf seinen GOtt recht kindlich kan ver⸗ lassen, den mag gleich Sünde, Welt und Tob, und alle Teufel hassen, so bleibt er dennoch wohl vergnuͤgt, wenn er nur GOtt zum Freunde kriegt. 2. Die boͤse Welt mach immer hin mich hie und da befeinden, kan sich nur mein Gemuͤth und Sinn mit meinen Gott befreun⸗ den, so frag ich nichts nach ihrem Haß. Ist GOtt mein Freund, wer thut mir was? 3. Und ob ich gleich daruͤber ost viel Ungluͤck leiden muͤssen, so hat dennoch GOtt unverhoft mich wieder draus gerissen, da lernt ich erst, daß GOtt allein der Menschen beßter Freund muß seyn. 4.· Ja, wenn gleich meiner Suͤm den Schuld sch haͤuft in mir zu⸗ sammen, treibt mich in Angst und Ungeduld, und will mich nur verr dammen, so fuͤrcht ich doch diesel⸗ be nie, denn GOtt mein Freund, vertilget sie. 5. Da⸗ 67⁷ Zweyter Anhang. 5. Dahero trotz der Hoͤllen⸗ Heer, trotz auch des Tobes Ra⸗ chen, trotz aller Welt, mich kan nicht mehr ihr Pochen traurig ma⸗ chen, GOtt ist mein Schutz/ mein Huͤlf und Rath, wohl dem, der Gott zum Freunde hat. Ueber 2 Thimoth. 2. 1092. Mel. Wer ich mit klech ber ohl dem, der sich mit Fleiß be⸗ Wĩ mühet, daß er ein Strei⸗ tor Christi sey. Der nicht am La⸗ ster⸗Seile ziehet, von Hochmuth, nicht lim Glauben Chrssi7. . Was hilit uns Chrisil Reichthum 9 und Keiden, wenn man nicht Am, und alli ins Leiden gehn! Nur nah fürgt beyde Pein sind säß die Freuden, ins Sünden⸗ nach der Schmach steht Pun 3. Laß mic schoͤn. Wer hier nicht feinen hehmen wein dam kranckt, wird Christichlund beschere auch nicht geschenckt. mein taͤglich 8. Was hilft uns Christi Aklein wen ‚ und Sterben, wenn wir une sgut Gemissen nicht sierben ab? Du liebst hein grosses Leben zum Verderden, führs h 4. Sonsten Neid und Wollust frey, der stets die arge Welt bekaͤmpst, und sei⸗ nen eignen Willen daͤmpst. 2. Der heißt allein nur Christi Streiter, wer ihm in allen solget nach; Wenn er soll seyn Weg, Licht und Leiter, der traͤgt auch bil⸗ lig seine Schmach, wer nicht den Oelberg mit ihm steigt; wird Tha⸗ bors Glantz auch nicht gezeigt. 3. Was hilsts, daß Christus hier empfangen, und unser Fleisch theil⸗ haftig ward? Wenn wir nicht auch die Lust nocht in sein Grab. hempfmen diein di weon Fod un Rig l wenn du der Welt nicht steih 2. Win.. d 9. Was hilft sein Loͤsen undu.— freyen, wer mit der Welt im ᷓ Vor de steht? Was hilft, HErr, Hi Haggai, 8. und Meister schreyen, wer i 1094. M. 5 aus Satans Banden geht? MNCsu, du denckr doch der, er sey versühl Fmeiner wer noch der Welt und Suͤnh der du bist ft dient?„. des bittern 10. Was hilft dir Christi will ich mit dazu gelangen, daß GOtt sich in uns offeubahrt; Und soll er in dich kehren ein, so mußt du erst Maria seyn. ö 3. Was hilsts, daß Christus uns gebohren, und uns die Kindschaft wiederbringt? Wenn, da dis Recht schon laͤngst verlohren, man hierzu nicht durch Busse dringt, als Kiud im Geist sich neu gebtehrt, und stets ein zgoͤltlich Leben suͤhrt. 5. Was hilft dem Menschen Christi Lehre, wer der Vernunft ein Selave bleibt? Nach eigner Weisheit, Wahn und Ehre, sein Leben, Thun und Wandel treibt. Ein Christ, der die Verlaͤugnung ehrt, folgt dem nur, was sein JE⸗ sus lehrt.. 6. Was hilft uns Christi Thun und Leben, was Demuth, Lieb und Freundlichkeit? Wenn wir dem Stoltz und Haß ergeben, und schaͤnden seine Heiligkeit. Was erstehen, bleibst du noch in d antzer Sünden⸗Tod? Was hilst dirss 2. Ou bit gen Himmel gehen, klebst du m ben, Seel un an der Erden Koth? Was hi dir sein Trinmpl as N der du dir sein Crinm Gut, de in Trinmph und Sieg? füsh du mit dir nicht selber Krieg? hum anchd 11. Wohlan, so lebe, thu i mein Mund leide, mie JCsus dir ein Vorll z. JEsiu, 9 war. Guch, daß dich seine N das mein E schuld kleide, so bleibst du ind cht! Odu Streiter Schaar: Wer JEs den! Oduf liebt, tracht tnur allein ein Wil alles Traure Bestreiter stets zZu seyn. dest du in lau Spr. Sal. 30, 79. Zweyerley. Komm 1093. M. Singen wir aus Zern Iweyerley hitt ich von dir, i bar 4—— erley trag ich dir fuͤr, dir, di mich mit Fre alles reichlich giebt, was uns diehh mir gnaͤdig und dir beliebt: Gib mein Bul Wunsch, m. ten, das du weist, eh ich sterb, koͤmmi,y mei sich mein Geist aus des Leibtl offen! Banden reißt. 5. JEsu/ v 2. Gib daß ferne von mir seh tzEsu, dieide hilfts nur im Verdienst gllein, und Lügen und Abgoͤtterey; Armull su, aͤume m daß die Maasse hricht, n Phur wen Mel 79˙643• 2* zweyter Anhang.— „ us Ehrissi eichthum gib mir nicht: Allan u man. Im.nd allzu reich, ist nicht gut, Nur nah küͤrtzt beydes gleich unsre Seel ig Freuden, ins Suͤnden⸗Reich. R5 ch steht Pun 3: Laß mich aber o mein Heil! micht eihen dehmen mein hescheiden Theil, rd Christichund deschere mir zus Noth hier nckt. mein täͤglich Bißlein Brobt: Ein ins Christi Rklein wenig da der Muth und ein in wir unt sgut Gewissen ruht Bist fuͤrwahr Du liebst ein grosses Gut. rben, führll, 4. Sonsten möͤcht im Ueherfluß ein Grah. sthempfinden Ueberdruß, dich ver⸗ Tod ein B Kugnen, dir zum Spott, fragen: it nicht in Wer ist HErr und Gott? Denn uhilh hag Hertz ist Frechheit voll, weiß den Chrssij; 2—2 ost nicht, wann ihm ist wohl, wie es sich erheben soll. . Wiederum wanns stehet bloß, und die Armuth wird zu Reut wird es untreu, stielt und ellt nach des Naͤchsten Gut und Geld, thut Gewalt, braucht Raͤnck⸗ und List, ist mit Unrecht ausgerüst, fragt gar nicht, was christlich ist. 6. Ach mein GOtt, mein Schatz, mein Licht, dieser keines ziemt mir nicht, beydes schuͤndet deine Ehr, beydes stürtzt ins 0 llen⸗Meer. Drum so gib mir Fuͤll und Hull, also wie dein Hertze will, nicht. wenigy nicht zu viel. P. Gerh. u Ksen undst.. Welt imgy Won der Liebe zu 4„ HErr, Hit Haggal 2, 3. Da soll benn kommen, ven, wer n 1094. M. HEer ich habe mißgeh. engeht? MeNEu, du mein liebstes Leben, ö sey versühh Imeiner Seelen Brantigam! t und Sa der du bist— mich Eumm, an x„ des bittern Creutzes⸗Stamm, itzt ir Christi u wil ich mit fuͤssen Weisen, dich noch in dn von gantzer Seeie preisen. . ubist O. dit, ber eas gege, 4 n is hen, Seel und Leib, auch Ehr und 0 Hur. der du unfer Leib und Leben Sieg? fühh um durch der Engel⸗Hut, leb. Krieg? drum auch dir allein zu Ehren sich ebe, thu mein Mund soll lassen hoͤren. r ein Vorbi 3. JEsu, Paradies der Freuden, 15 seine U das mein Geist mit Schmerten ibst du in in fucht! O du starcker Trost im Lei, len IEsn den! O du frische Lebens⸗Frucht! ein ein Wel alles Frauren, alles Leiden wen⸗ e 2. dest du in lauter Freuden. Zweyerleyn. Komms ach komm, du Trost vir aus Hetß der Heyden, komm, mein JIEsu, von dir, zch stärcke mich! Komm, erquicke für, dir, d mich mit Freuden, komm und hilf vas uns diehh mir gnaͤdiglich, komm, mein ib mein Bul Wunsch, mein gantzes Hoffen, ich sterb, um kon ui, mei ö 5 56b Leihsofeni. 5. JEsu, richte mein Beginnen 95 Aronun 5 Reie sete dey mir, Je⸗ ey; Armuth su, aͤume mir die Sinnen, JEsu t⸗ an y nur mein Begier, JEsu, 150 Gott und SEsu. mir in Gedancken, JEsu, lasse mich nicht wancken! 6. JEsu, laß mich selig enden meine kurtze Lebens⸗Jahr, trage mich stets + den Haͤnden, halte bey mir in Gefahr, sreudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Joh. Rist. Roͤm. 8,35. Wer will uns scheiden. 1095. Ni. Du o schoͤnes weltgeb. .. 2% meine Sonne, mei⸗ D ner Seelen Eigenthum, mein Vergnuͤgen, Lust undWonne, mei⸗ ne Hoffnung, Ehr und Ruhm, dir hab ich mich gantz erarben, in dem Tod und auch im Leben, du, du⸗ du, du, du, du, du, du bist meiner Seelen Ruh. ö‚ 2. Nichtes soll mich von dir trem nen, nicht Verfolgung, Angst und Noth, ewig will ich dich erkennen, nieinen Heiland, meinen Gott⸗ meinen Fürsten und Erretter, mei nes Leidens Untertreter, so, so so, so, so, so, so, so bin ich vorgnuͤgt und froh. 3. Ach wenn komm ich in den Himmel! zu dit in den Freuden⸗ Gaal, hier in diesem Welt⸗Getuͤnn mel, ist nur Trauren, Creutz und Quaal, Jammer,Truͤbsal, Leiden, Plagen, Schroͤcken, Furcht und ste⸗ un ö tes zweyter Anhang. tes Zagen, ach,ach, ach, ach, ach, ach, ach/ reiß mich aus dem Ungemach. Matth. 26, 39. Doch nicht, wie ich. 1096. Mel. GOtt des Zimmels. QEsus, JIEsus, nichts alsJEsus, 1. soll mein Wunsch seyn und 4. Und vollbringe deinen Wil⸗ len in, durch, und an mir, mein GoOtt. Deinen Willen laß er⸗ fuͤllen, mich im Leben, Freud und Noth, sterben als dein Ebenbild, HErr, wenn, wo und wie du willt. 5. Sey auch, JEsu, stets ge⸗ priesen, daß du dich und viel darzu, mir geschencket und erwiesen, daß ich froͤhlich singe nu: Es geschehe mir, mein Schild, wie du willt, Herr, wie du willt. Der 97 Psalm. 1097. Mel. Ach alles was Sim. Ocsu, du Blume Jungirau⸗ sicher Tugend, du Sühigkeit über die Liebe der Jugend. Ich kan schier nicht weiter, ich muß dir mein Leben, Lob, Ehre, Reich, Herrschaft und Herrlichkeit geben. 3. Komm treflichster Koͤnig, komm uhriligs Gesetze, du Vater unendlicher himmlischer Schaͤtze, schein endlich im Hertzen noch hel⸗ ler verklaͤret, wie ich dich bishero so oftmals begehret. 3. Du bist ja viel heller als Him⸗ duͤrchdringt mit so lieblicher In eisen, denn ne. Nichts Suͤssers kan ala Heldedieni Zunge erquicken nichts Lieberssuhen Vater den ö also die Hertzen bestricken. 12. Nun her 4. Dein Schmack i so iebiz als etwas in nennen, dein Riechnssche Sinnen so treflich als je was zu keunensi der/ so werd ich ergetzet, der du dih Singen und V zur Rechten des Vaters gesezensen: Du woll ist denn nicht geleget der Feinde doch alle bequ Getuͤmmel? Komm, oͤffne doch Stell in der Fr einsten die Reiche der Himmel. Hoh. Sal. 8, 7. Du seyst, wo du wollest, Nohg. In vo solg ich im Glauben, es soll dich JEsu, du noch Himmel noch Erde mir rau gen Gu ben: Du Ehre der Menschen, duder Freuden in Krone der Frommen, ich folge, udu Brunn⸗Ou hast mir mein Hertze genommen himmlischer G. 8. Ihr Buͤrger des Himmelh, Geele, Geist, kommt alle gezogen, macht hoͤhn 2.O laß mich die Thore reibt nieder die Bogenꝛlicher Stille d Triumph! unser HErr hat dalmen und Liebe Reich eingenommen, o IEsu! duwieder zugege Koͤnig, willkommen iwillkommensschicke, noch eit 9. O Koͤnig der Kraͤften! Hhimmlischen 2 Koͤnig der Ehren! nun wird sich 3. Denn, ke dein Siegen und Herrschen ven dein Lob nicht mehren: Nun bleiben die Suͤnden idessen dock zurück und vergeben, nun oͤffnei schweigen, die das Vaterland selbsten das Leben. u dir mieh; 10. Du Brunn vol Erbarmen, du ja bleibeft du Quelle der Deinen, du Licht heucken. das im Laude des Lebens wird 4. Deinxieb scheinen: Nun wirst du die Wol set die Sinn cken des Traurens vertreiben, Beele kan Se und uns mit den Buͤrgern des Das saͤttigt o Lichtes einschreiben. ů schen Gaben 11. Wie werden die Choͤre des derlangen un Himmels dich preisen! was wird 3. Wenn m mel und Sonne: Kein Balsam man dir Danckens und Ruͤhmens will man erwein zweyter Anhang. y ieblicher nneifen, denn JEsus erfreut nun 16 kan alohhie Erde hienieden, und macht mit te Liebersfusnm Vater den ewigen Frieden. icken. ie. Nun herrschet mein. JEsu, ist so liebshgit Frieden und Freuden, da irr⸗ „dein Riechlljsche Sinnen weit weichen und slheiden. Drauf steht nun mein Agt an HMEinn und mein gantzes Begeh⸗ bleibt einih zn, ich weiß auch, mein Heiland, wirst mirs gewehren. 13. Indessen weil du noch beym len, der Lialgater verbieidest, und deine Ne⸗ und Beginsierung unsichtbarlich treibest, so u, mein Piej si auch mein Hertz aus mir selber tein Renngn, ebgen, und dorken dir nach bis elt! Was sshen Himmiel geflogen. 14. Nun kan ich nicht anders komm min ledig hertreten, mit Loben und et, der du dich ingen und Wünschen und Be⸗ ters gesezesen: Du wollst aus aus Gnaden et der Feinh doch alle begquemen, mit dir eine „ffne dochStel in der Freude zu nehmen. r Himmel. Hoh. Sal. 2, 6. 7. Denn Liede ist. du wollest,Hohs. In voriger Melodey. „es soll dich Jsu, du Ursprung der ewi⸗ rde mir rau Nenschen, duher Vergnuͤgum Kraͤften! O m wird sich 3. Denn, kan gleich die Zunge rschen ven dein ob nicht ersteigen, so kan ich die Suͤnden dessen doch gleichwol nicht nun offnet schweigen, die Liehe bewegt mich hu dir mich zu leucken, dieweil zu ja bleibest mein eintzig Ge⸗ üucken. 4. DeinLieben, oJEsu, das spei⸗ t die Sinnen, so bald dir die eele kan Schmack abgewinnen. das saͤttigt ohn Eckel mit himm⸗ lschen Gaben, und macht mehr erlangen und Hunger zu haben. 2 Choͤre den was wird s. Wenn man dich geschmecket, il man mehr essen, wer irin: Ruͤhmens iy exwein cket, dem wird nie genug einge“ messen: Man kan nichts verlan⸗ gen, man kan nichts begehren, als IEsum, daß der doch die Seele soll naͤhren. 6. Wird einer nun truncken mit Lieb uͤberdecket, so kan er erst sagen, wie JIEsus geschmecket, o selig! o selig! dems also gegangen, der hat mehr als immer sein Hertz kan verlangen. 5. O Englische Schoͤnheit ins Auge zu dringen! o lieblicher Klang vor den Ohren zu singen! o Honig im Munde! ô Labsal der Schmertzen! dis alles ist JEsus und Neetar im Hertzen. 8. Viel tausend und tausendmal trag ich Verlangen, und schaue, wenn komint doch mein IEsus KLegangen; wenn kommst du, o Freude mich einmal zu sillen, zu saͤttigen und mit dir selder zu fuͤllen? 9. Es waͤhret so lauge, HErr, eh ich dich kriege, das ich schier ver⸗ schmacht und vor Lirbe krauck lien ge: Doch weiß ich vom Houig der der Heffnung zu sprechen, und Bluͤ⸗ the vom Baume des Lebens zu brechen. 10. Du bleibest mir immer der Gipfel der Guͤte, die liebsten Ge⸗ dancken in meinementuͤthe: Und bleibet viel uͤbrig, das nicht zu er⸗ greiffen, das kan ich nur bloß mit dem Lieben anstreiffen. 1. Doch ist es genug dich, BErr IEsu, zu lieben, nichts weiter zu suchen, dis eintzig zu üben: Da will ich mich meiner gantz selber begeben, dauuit ich, mein Heiland, dir selber kan leben. 12. O suͤssester JEsu, ich lieg in der Hoͤle, ich wart, o du Hoffnung der, seufh enden Seele, ich suche dich emsig mit klaͤglichen Thra⸗ nen, ich schrey in dem Hertzen mit aͤngstlichem Sehnen. ů 3. Ich sey wo ich wolle in Or⸗ ten und Landen, so seusi jch; Ach Nu 2 ö waͤr 676 Iweyter Anhang. waͤr doch mein JIEsus vorhanden! wie werd ich mich sreuen, wenn ich ihn kan finden, wie selig, wenn ich mich mit ihm kan verbinden! 14. Da werd ich ihn haͤlsen, da werd ich ihn küssen, weit suͤsser als koͤnt ich viel Honigs genies⸗ sen, o selig! wenn ich nur den HErren so fange, doch aber, ach leider! es dauert noch lange. 15. Kaum heist es; Ich suchte, nun hab ich gefunden, nun hab ich mich mit dem Geliebten verbun⸗ den, so muß ich schon wieder ab⸗ wesend verschmachten, und bren⸗ nend im Lieben aufs neu nach ihm trachten. 27½0 16, So bleibet die Liebe fein im⸗ mer in Flammen, so schläͤget die Eohe Huccht zusammen: Sie laͤßt sich nicht loͤschen, man kan sie nicht dampfen, sie waͤchset und weiß mit Versuchung zu kaͤmpfen. 17. Sie brennet bestaͤndig in zinerley Zunder, man weiß nicht, wie sůͤsse, wie lleblich vor Wunder! sie schmaͤcket so innig, so tief von Ergoͤtzen, daß einer schon also vor selig iu schaͤtzen. 18. Sie ist wie ein Feuer vom Himmel entbrochen, und hat mir das Marck und die Adern durch⸗ krochen: Es lodert die Seele mit Freuden und kachen da weiß denn mein Geist sich sein lustig zu machen. ö 19. O selige Brunstis entzů⸗ ckendes Feuer! wie kuͤhlend, wie lieblich, wie koͤstlich, wie theuer, wo bin ich? Was sag ich? Wie werd ich getrieben? Ich sage, wie suͤß es sey, JEsum zu lieben. 1 Joh. 4, 16. GOtt ist die Liebe. 1099. N. Was mein Gott will. Vater Hertz! o Liebes⸗ — Brunst! o Brunngquell aller Guaden? 9 Himmel⸗ breite Got⸗ tes Gunst! komm, heile meinen Schaden! komm, komm, nimm Hertz und Sinnen ein, durch⸗ schwemme meine Seele, wasch ab, mach heilig, licht und rein I Ehmn mein dunckle Hertzens⸗Höhle! Scweigen, nu „4, Erlang mir wieder Gomsizu mehrn,n Huld, still seines Grimmes N steigen, daß ie len, loͤsch aus den Brand, dereuiprunst, dich wollt mich brennen in der Hilhlsehen. Aid le treib aus das Boͤse, das in mit unst, und nier Geist macht kalt und truͤbe, u„. Entzůr d' ewges Licht sey meine Zier/ ohin Hlur der JEtu: ste GOttes⸗Liebe! haß nicht der& 3. Zwing Hertz, Gewi chlag über winr Sinn und Muth, zu solgen deuhheine fuͤsse Lie Lehren, und laß mich stets in slhörn in mir n Hut deins Worts VermahnushertzensFlän hoͤrent daͤmpf aus in mir das stuͤsgeit erkalten! de Feur, das aus der Hoͤllen sn 10h. 4, 19. L. met, die ewae Glut komm nii loo. M. Wer steur, die bloß aus kieb entflammilrver seinen 4. Damit entzuͤnde mich, oG Wé lieben,! in Liebe laß mich brennen, hon In Eitelkeit; ihn ner Lieb laß bis im Tod wed t h etruͤben, er b noch Tief mich trennen. Ach lst rauher Zeit. mir/ dich zu lieben bey, mit dein und JEium li Geistes Stärcke: Gih mit, I der den Himm ich ohn Heucheley auf deine I nur mercke! ö 5. Laß dich zu lieben, micheh stehn, nach deinen Liebes⸗Will ps. 23, 17122 in Liebe laß mich schlafen gihl m101. Mi. Ach ach! thu mein Seufzen slil Hch GOtt v Hilf mir, dich lieben, was ich il ein, und mit innigsten Begierden, und un men, wie uͤhe deln bloß die LiebesBahn, dein, gantz tu emgen Liebes⸗Zierden! men. Weil 6. Nach deiner Lieb laß allu nicht helfen! Ach! der Hertzens⸗Pfeile schiesuh des Elendz nach ihr muͤß meiner Thran Gott, erbar Bach mit Stroͤmen sich etgiesu) 2. Denn dein' Liebe bleib mein Siego Zeit, da Chr nier, zu welchem ich geschworen welcher sich sey mein Burg, meinSchild, ui Dein Haͤusle Zier, oͤhn sie bin ich verlohren Weil man iht 7. Nun, Gott der Lieb'li dir zu vern bloß allein will ich mich gantz en Gott! Ach ben, dir sol mein Hertz in einh harmen. seyn, im Sterben und im Leb! 3. Pest. H Nichts soll aus meinem Mul Mord und 2 hinfuͤr, als deine Liebe schalle an allen End ———..—— ——— Es soll kein Wort, das nicht mul unser Land, gericht't sey, mir entfallel. Haͤnden. 2 3. Der Gottes⸗Lieb nictg Himmel sch zweyter Anhang. und resn Ern mein Reden und mein öͤhle! nreen nur diese Flamm in hlag uber mir zusammen: Laß —— illhörn in mir walten, und meines Vermahnushertzens⸗Flammelein zu keiner mir das ssalgeit erkalten! . Höͤllen sersz Joh. 4, 19. Lasset uns ihn lieben. komm mit; 100. M. Wer nur den lieben G. ebenefam We seinen Esum recht will mich, o0 lieben, der achtet nicht die ennen, Hon iyl Kitelkeit; ihn kan kein Ungemach od wedit hetruͤben, er bleibt auch treu bey nen. Achlih uher Zeit. Wer IEsum hat Gib mir, ,N der den Himmel giebt. auf deine I 2598.— eine suͤsse Liebes⸗Bein ohn Auf⸗ ae Wer IEsum liebt, muß alles lassen, was falschen Schein der Liebe macht, nur seinen JEsum muß er fassen, und seyn auf ihn al⸗ lein Ledacht. Wer IEsum hat und JEsum liebt, der liebt, ꝛe. 3. Wer JIEsum liebt, verlangt den Himmel, und ruht an seines JEsu Brust, er laͤßt das boͤse Welt⸗ Getümmel, und seuszet nach der Himmels⸗Lust. Wer JEsum hat ꝛe. 4. Wer JIEsum liebt, der kan nicht sterben, er lebt auch in dem Tode noch. Sein JEsus laͤßt ihn nicht verderben, ob ihn hier druckt der Suͤnden Joch. Wer JEsum hat und JEsum liebt, ꝛc. 5. Wer JEsum liebt, kan sich er⸗ goͤtzen, wann ihn sein liebster JE⸗ sus kuͤßt, wann er ins Leben ihn wird setzen, und alles Hertzeleid versuͤßt. Wer JIEsum hat und und JElum licbt, der lieht den, IEsum liebt, der liebt den, der den Himmel giebt. Von der Pps. 25,1722. Die Angst meines. Ior. M. Ach Gott vom Simm. ch GOtt vom Himmel sieh dar⸗ ein, und laß dich das erbar⸗ men, wie ühel gehts den Heilgen dein, gantz trostlos sind wir Ar⸗ men. Weil Menschen⸗Schutz nicht helfen kan, so nimm du dich des Elends an, und laß dichs, Gott, erbarnmen. 2. Denn das ist die betrübte Zeit, da Christus von gesaget, in welcher sich die Welt sehr sreut: Dein Haͤuflein heult und klaget: Weil man ihm so vielPlag anthut, er Kieb'IA dir zu vermeyntem Dienst, o ich gang ens Gott! Ach laß dichs, GOit, er⸗ ertz in ein barmen. ud im Lebe 3. Pest, Hungers⸗Noth, Krieg, inem Mul Mord und Brand, Angst, Furcht be schalleh an allen Enden, damit gestraft ist anicht + unser Land, sind ja von deinen fallel. Handen. Weil unsre Sund gen ben, michg Liebes⸗Willt schlafen geh deufzen siil n, was ich ii den, und m Bahn, en ob laß all m feile schiest ner Thran sich etgiessn in Siegoͤ⸗ oschibores, Schild, mi erlohren! er Kieb'! —. eb' W Himmel schreyt, das Land uns in! Hoffnung. die Fremd ausspeyt. Ach laß dichs, GOtt, erbarmen. 4. Doch was sind Feuer, Schwerdt und Strang, die nur den Leib beschweren, dann wann sie waͤhren noch so lang, muß ihre Quaal aufhoͤren im Tode. Was die Seel betrifft, ach das ein ewig Hertzleid stift. Ach laß dichs, Gott, erbarmen. 5. Denn dahin ist es kommen nu, daß auch die Seele leidet; der Seelen und Gewissens Ruh nun⸗ mehr sast von uns scheidet, das Wasser an die Seel uns geht, das Schwerdt ihr an die Gurgel steht. Ach laß dichs, GOtt, erbarmen. 6. Die Trübsal waͤchset also sehr mehrt sich in allen Tagen, daß auch dein auserwaͤhltes Heer (waͤrs moͤglich) moͤcht verzagen. Weil man so grossen Abfall spührt derer, die die Vernunst versyunrt. Ach laß dichs, GOtt, erbarmen. uu 3 7. Ge⸗ 677 . 19 44 19 6⁷³ Zweyter Anhang. 7. Geduld winselt, wie lang! wie lang! die Hoffnung sich ver⸗ kehret. Vernnuft die schreyt: Wie bang, wie bang, der Glaube selbst aufhoͤret. Man sieht ja kei⸗ ne Beßrung nicht, vor Angst der Menschen Hertze bricht. Ach laß dichs, GOtt, erbarmen. 8. Du hast ja laͤngst in deine Hand die Deinen eingeschrieben. Sind sie dir denn nicht mehr be⸗ kandt? Wo ist dein Siegel blie⸗ ben? All unsre Thraͤnen zaͤhlst du wohl: Kein Seufjen nicht umsonst seyn soll, du mußt dich unsr'r er⸗ barmen. 43— 5 9. Vater, das bringt die Zusag mit, durch Christi Blut vollzogen, du bist gerecht, zu wandeln nicht, hast keinen nie betrogen: Ob du wohl fuͤhrst in Traurigkeit, hoͤrt drum nicht auf die Guͤtigkeit, du mußt dich unsr'r erbarmen. 10. Denn ob die Schuld zwar übergroß, die wir im Reste blieben, so macht uns Christi Quitung los, die an das Creutz geschrieben. Hat nun der Buͤrge gnug gethan, was willt du uns mehr haben an? Du mußt dich uns'r erbarmen. 11. Erbarmen wirst du dich ge⸗ wiß, nur laß uns nicht verzagen; leg nicht mehr auf, als moͤglich ist barmen. ben mehr, dein Wort muß es s mt bleiben. Nur bleib und erhil und erfrischt bey uns auch die Sacrament ih rechten Brauch, du wirst uns'r erbarmen. 14. Steu'r der Vernunst,A uns Armen zu ertragen. Hilf tra⸗ Amen. gen, denn wir sind zu sch 7 ö ein End all unsers Jammu 1103. M. Si mach. Du wirst dich unsr Ar den N 12. Behuͤt uns vor Vermesh Wonn, auf heit, und unserm Trotz verza Fein, stellt si doch gib aus End Bestaͤndigl ein. M dein'n Geist und Muth verleihl sanck bis zu Steh Paulo in den Banden! dem g'fallnen Petro gnaͤdig f. du wirst dich ihr'r erbarmen. 13. Dein ist die Kraft, dein die Ehr, so wir dein Werck treiben zu deiner Ehr, den Gl Ewigkeit, dem Vater und d Sohue, auch Heilgem Geist, u ler Zeit in unserm Hertzen wohll kraut, häͤttst derselbe GOtt verlaß uns ni wann uns Suͤnd, Fleisch, Wiuy Tod anficht und auch der Teusl eigt nun bi 720 11 t schrickt, ha 11 seine keißt mich au alle seine chwem — zeind, wie Weunt; Du mit Macht gedacht; he Mir zum Fal Vom Lobe GOttes. Der reo Psalm. 2. Sprecht: der HErr ist unser Meister, er hat uns aus nichts gemacht, er hat unsern Leib und Geister an des Licht herfuͤr ge⸗ bracht, wir sind seiner Allmacht Ruhm, seine Schaaf und Eigen⸗ thum. ö und fuͤr. — 0 zweyter Anhang⸗ 629 Der 76 Psalm.„ iloz. M. Singen wir auserz. RAi den Nebel folgt die Sonn, auf das Trauren Freud und vor Vermes auf die schwere bittre Bestaͤndighh Nuth verleh Banden h ro gnaͤdig s erbarmen. 3. Hab ich gefuͤhlst? Hat der Gram mein Hertz zerwuhlt? Hat der Kum⸗ mer mich beschwert? Hat der Sa⸗ tan mich bethoͤrt? Ey so bin ich nunmehr frey; Heil und Ret⸗ tung, Schutz und Treu, steht mir wieder treulich bey. 4. Nun erfahr ich, schnoͤder Feind, wie du's hast mit mir ge⸗ meynt: Du hast wahrlich mich mit Macht in dein Netz zu ziehn gedacht; haͤtt ich dir iu viel ge⸗ lraut, haͤttst du, eh ich zugeschaut, mir zum Fall ein Sieb gebaut. 5. Ich erkenne deine List, da⸗ mit du erfuͤllet bist, du beleugst mir meinen GOtt, und machst seinen Ruhm zu Spott; wann er setzt, Iso wirfst du üm; wann er syricht, verkehrt dein Grimni seine süsse Vater⸗Stimm. 6. Hoff und wart ich alles Guts! Bin ich freh und gutes Muths? Ruͤckst du mir aus meinem Sinn alles gute Sinnen hin. GOtt ist, sprichst du, fern von dir, alles Un⸗ gluͤck bricht herfür, steht und liegt Vernunst, und und R ob, Preis ter und d m Geist, u ertzen wohh aß uns ni Worten, und Dau volh mels und d und heilgh ö ihm bey m vor deiner Thuͤr. nd selbst un 10 uns Kri upreisen sih 7. Heb dich weg, verlogner Mund, hier ist GOtt und GOttes Grund, hier ist GOttes Angesicht, und das schoͤne helle Licht seines 8. GOtt laͤßt keinen traurig stehn, noch mit Schimpf zuruͤcke gehu, der sich ihin zu eigen schenkt, und ihn in sein Hertze senkt. Wer auf GOtt sein Hoffen setzt, findet endlich und zuletzt, was ihn Leih und Seel ergoͤtzt. 9. Koͤmmts nicht heute, wie man will? Sey man nur ein we⸗ nig still; ist doch morgen auch ein Tag, da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit haͤlt ihren Schritt, wann die kommt, komimt unsre Bitt und die Freude reich⸗ lich mit. 4 10. Ach wie oft gedacht ich doch, da mir auch des Truͤhsals Joch auf dem Haupt und 52 saß, und das Leid mein Hertze fraß: Nun ist keine Hosnung mehr, auch kein Ruhen, bis ich kehr in das schwar⸗ tze Todten⸗Meer. 2 11. Aber mein GOtt wandt es bald, hielt und hielt mich derge⸗ stalt, daß ich, was sein Arm ge⸗ than, nimmermehr gnug preisen kan. Da ich weder hie, noch da einen Weg zur Rettung sah/ hait ich seine Huͤlse nah. 12. Als ich furchtsam und ver⸗ zagt, mich selbst in mein Hertze plagt, als ich mauche liebe Na mich mit Wachen kranck gemacht: als mit aller Muth entfiel, tratst du, mein GOtt, selbst ins Spiel, gabst dem Unfall Magß und Ziel. 13. Nun so lang ich in der Welt haben werde Haus und Zelt, soll mir dieser Wunder Schein stets vor meinen Augen seyn; ich will all mein Lebenlang meinen Galtt mit Lob⸗Gesang, hiefür bringen Lob und Dank. 14. Nllen Jammer, allen Schmiertz, den des ewgen Vaters Hertz, mir schon itzo zugezaͤhlt, oder künstig auserwaͤhlt, will ich hier in diesem Lauf mieines Lebeus allzuhauf frisch und froͤlich neu⸗ men auf. J. Frand Segens, seiner Guad, all sein Wort und weiser Nath steht vor mit in voller That. 51 15. Ich willzen i Angsl und un 4 n Nite 15⁶ Iweyter Anhang. Noth/ ich will gehn bis in den Tod, ich will gehn ins Grab hinein, und doch allzeit froͤlich seyn. Wem der Staͤrckste will heystehn, wen der Hoͤchste will erhoͤhn, kan nicht gantz zu Grunde gehn. Paul Gerhard. ö Der 96 Psalm. 1104. Mel. Sertzlich thut mich. Dernerri will ich itzt singen, suͤr seine Wundergnad: Er kan ung wiederbringen, was der verlohren hat, von dem wir sind erzeuget in Suͤnden allzumal: Mein Hertze dem sich beuget, der mich befreyt von Quagl. „2. Mein JEsus meine Sonne, ist meine Staͤrck und Theil, mein Lobgesang und Wonne, mein an⸗ genehmstes Heil, mein GOtt den ich will preisen, als meiner Vaͤter Gott: Dem laßt uns Treu er⸗ weisen, und ehren sein Gebot. 3. Er ist ein Ueberwinder, sein Eatan8 ewig waͤhrt. Wann Satan GOttes Kinder zu wuͤrgen hie begeyrt, so wirft er ihn darnie⸗ der, versenckt im Gnaden⸗Meer der Tauffe, bringet wieder, was kaubt der Suͤnden⸗Heer. . Das rothe Meer der Gnaden bebecket unsre Schuld; wann wir uus drinnen baden, wascht ab uns seine Huld; die Sünde faͤllt zu Hrunde, so uns zu toͤdten s ucht; in kurtzer Zeit und Stunde geht unter was uns flucht. . Es thut sehr grosse Wunder des Hoͤchsten Gnaden⸗Hand; wann unsrer Liebe Zunder von sei— net ist entbrannt, so wird der Tod erleget, der uns zu faͤllen meynt, und der, so unser pfleget, vertilget diesen Feind. 6. Wie Stoöppeln wird verzeh— ret, was uns zu tuͤdten sucht; wir aber hochgeehret. Der Feind koͤmmt in die Flucht, wann daß er will verderben, und jagen eilend nach uns, diEs wir Ehristi Erben, ürtzt GOTT ihn selbst in Schmach. f% Des Geist blaͤst unsern Hy stzen manch schoͤnes Trostedhon 0 ein, in allen unsern Schmertzen g wann Dusssitz lindert unsre Pein; ner, Wind und Wellen entstehy Hoͤllen muß weichen weg von hig, Hoͤllenreich, die vormals uns gehen wir frey durch, der Sieg ul . Nichts unter allen Gottens r ist unserm GOtte gleich. Tuhsg sey hier allen Spoͤttern in Salms Ung uud all mit ihrer xist und Ma ind alle nun verschlungen, un werden nichts geacht't. 7 Sinn. 10, Da dis der Satan hoͤnn kam ihm Erzittern an, sein Zahn sich vermehrte, er raͤumte Feldun Plan Er fiel in Furcht und Schih cken, weil Christi Hand ihn stuͤnh die uns kan sicher decken, und hii bet unverkuͤrtzt. 8— 11. Der bringt uns in den Hin mel, pflantzt uns ins Paradies n gar kein Welt⸗Getummel sort nigen Genieß nicht mehr vermg zu hahen, wo alles unser Leid blel Fenb. vergraben, wo lebet uns end. 12. Wo JEsus unser Koöng wird immer ewig seyn, dem, wi chem viel iu wenig, die Holl un ihre Pein und aller Feinde Meng⸗ hier und sonst überall. Ey sish ihm Lob⸗Gesaͤnge sort ewig al zumal. ö ů Der 71 Psalm. 1195. M. Du o schoͤnes Welirgeh Err, dir trau ich all mein d ge; Laß mich nicht mi Schimof bestehn. Wie ich vonay glaͤub und sage, also laß mixs auh ergehn. Rette mich: Laß deilh Gůte mir erfrischen mein Gemi the, ueige deiner 131 4. Von mein Sagen, mer zu. Vi Magen, höhn thu: Aber di Wenn ich mercke, lau mir, sroͤlich 5. Stoß n Seiten, wer. kommt, da gleiten, und cken ninimt, die Armie, fa me du dich: und halt, bie 6. Mach goͤnnen, die auch mir, ferne, kom Hilf mir. gerne, zeu herfuͤr, da nien, und raͤmen: über mire 3. Mei unsern N Zweyter Anhang. 6E1 ind verniium mein Angst⸗Ge⸗ hrey. 2 Sey mein Aufhalt laß mich sizen bey dir, o mein tarcker Hort. lah mich deinen Schutz beschüͤtzen, und erfülle mir dein Wort, da du hig elbsten meinem Leben dich zum hels und Burg gegeben, hilf mir mer zu. ö Plagen, hoͤhnen, was ich red und hu: Aber du bist meine Staͤrcke, Wenn ich Angst und Trübsal mercke, lauf ich dich an, goͤnne hh mir, sroͤlich stets zu seyn in dir. es Welrgeh all mein du nicht mi ie ich vondi p mirs auc Laß deih iein Gemi Hren⸗/Treh 5. Stoß mich nicht von deiner Seiten, wern mein hohes Alter kommt, da die schwachen Tritte Ileiten, und man Trost von Ste⸗ cken nimimt, da greiff du mir an die Armie, fall ich nieder, so erbar⸗ me du dich: Hils mir in die Hoͤh, und halt, bis ich wieder steb. . Mach es nicht, wie mirs die goͤnnen, die mein abgesagte Feind auch mir, sa sie immer koͤnnen, mit Gewalt zuwider seynd. Spre⸗ chen: Auf, laßt uns ihn fassen, sein GOtt hat ihn gantz verlassen. Jagt und schlagt ihn immer hin, sliemand schützt und rettet ihn, 7. Ach mein Helser! Sey nicht serne, komm und eile doch zu mir. Hilf mir, mein GOtt, hald und gerne, zeuch mich aus der Noth herfuͤr, daß sich meine Feinde schaͤt mien, und fuͤr Hohn und Schande raͤmen: Ich hingegen lustig sey, uͤber mir erwiesne Treu. ö 3. Mein Hertz soll dir allzeit bringen deines Lobs gebuͤhrlichs Theil, auch soll meine Zunge sin⸗ gen taͤglich dein unzaͤhlich Heil. Ich bin starck herein zu gehen, un⸗ erschrocken dar zu stehen, durch des grossen Herrschers Kraft, der die Erd und alles schafft. 9. HErr, ich preise deine Tu⸗ gend, Wahrheit und Gerechtig⸗ keit, die mich noch in meiner In gend hoch ergetzet und etfreut, hast mich als ein Kind ernehret, dein ne Furcht dabey gelehret, oftmals wunderlich bedeckt, daß mein Feind mich nicht erschreckt. 10. Fahre fort, o mein Erhalter, fahre sort und laß mich nicht in den hohen grauen Alter, wann mir Lebens⸗Kraft gebricht: Laß mein Leben in dir leben, bis ich Unterricht kan geben Kindes⸗Kin⸗ dern, daß dein Hand ihnen gleich⸗ sals sey bekandt. 11. GOtt, du bist sehr hoch zu lo⸗ ben, dir ist nirgend etwas gleich, weder hie bey uns, noch droben, in dem Stern, und Engel⸗Reich. Dein Thun ist nicht auszuspre⸗ chen, deinen Rath kan niemand brechen, alles liegt dir in dem 9795— und dein Werck ist alles gybß. 13. Du ergiebñ mich grossen Noͤ⸗ then, giebst auch wieder grosse Freud: Heude laͤßt du mich ertode ten, morgen ist die Lebens⸗Neit, da ermunterst du mich wieder, und erneuerst meine Glieder, holst sie aus der Erden Klust, giebst dem Hertzen wieder Luft. ö 13. Such ich Trost und finde kein nen, bald da werd ich wieder groß. Dein Trost trocknet mir mein Weinen, das mir aus den Augen floß. Ich selbst werde wie gantz neue, sing und klinge deine Treue, meines Lebens einges Ziel, auf der Harff und Saͤyten⸗Spiel. 4. Ich bin durch und durch ent⸗ zuͤndet; Froͤlich ist was in mir ist; alle mein Gebluͤt empfindet dein Aus Heil, 622 Zweyrer Anhang. Heil, das du selber bist. Ich steh in gewunschtem Stande, mein Feind ist voll Scham und Schande, der mein Ungluck hat gesucht, lei⸗ det was er mir geflucht. P.&er. Offenb. Joh. 4, 11. HErr, du bist. 1106. M. Schoͤnster Immannel. t. Formirer der loͤblichen Dinge, der du mich Armen se ferne gebracht, ruͤhr mir die Zunge, damit ich dir singe, und eins beginne nach dusserster Macht. Dich zu erheben, und dir zu leben, weil du mich mit so viel Gnaden bedacht. 2. Dancket ihr Augen dem ewi⸗ gen Lichte, daß ihr so sehend und offen da steht, dancket ihm fuͤr das —— wohsqj Gott liebt, st in Suh saht alle, die dort nicht empfinden, wie sichi Freuden⸗Liedl Strafen der Hoͤllen erhoͤhn. 2. Gott ist . Dancket Gedancken, I lich troͤst, wer stand und du Wille, dancke h wird erloͤst, ie daͤchtniß und Urtheil dazurschun ren; So ba get die Flügel zur ewigen Zull singt, kommit laßt euch nicht halten das zeillh Frende bring Nu, eu'r Lob⸗Gefieder sincke nal gefahren. wieder, bis ihr gelanget, zur him 3. Der fro lischen Ruh. Heer zieht frt 8. Wenn nun das Innere Go Wehr, ja m so gepriesen, stimme das Aeussh Mauren, da! gleichfals mit an, freylich, oh böse Rott, ter! Du hast mir erwiesen tause Hohn und mal mehr als ich aussinnen in kan da daur Nahrung und Huͤlle, Gäter 4. Ach len, das ihr dort ewig net bestehn; wollt ihr erlangte Gesichte, das euch noch dauret und noch nicht vergeht, schauet mit Wonne auf ihn die Sonne, bis er euch unter die Ster⸗ nen erhoͤht. 3. Dancket ihr Ohren dem Worte des Lebens, das ihr verneh⸗ men koͤnnt, was er euch heißt, oͤ⸗ net euch, daß er nicht ruffe verge⸗ bens, laßt euch regieren den ewi⸗ gen Geist, bis ihr koͤnt hoͤren, wie man mit Choͤren dorten ihn ewig erhebet und preißt. 4., Dancke du Riechen dem Schoͤpfer der Nasen. daß dich so mancherley Geist⸗Werck ergoͤßt: Daß er den Lebens⸗Geist in dich ge⸗ blasen, daß er dir Christi Fußsta⸗ vsen vorsetzt, fleißig zu spuͤhren, wie die dich fuͤhren, alles zu mei⸗ den, was ewig verletzt. . Dancke du Zunge vor Reden und Schmecken, werde nicht stum zu erheben die Macht, daß du dein Reden kanst weiter erstrecken, als wie die Thiere das Mund⸗Werck gebracht: lerne die Speisen ein⸗ zig hoch preisen, welche was Chri⸗ sus nur kennet, hoch acht. 6. Daucket ihr Glieder Gott alle vor Fuͤhlen. Haͤnde vors Greif⸗ sen, und Fuͤsse vors Gehn, lasset w Fülle, melden, dis habe ottel keik! Ach se les gethan. seyd, mit . Nun denn du Geber so han Kein Honig licher Gahen, weil du mir gieir binfort des f mehr als ich begehr, laß mich GOottiists, d Augen stets inner mir haben, u 7.0 selges ich nichts mein acht, ais was zis das alle Luf beschert. Mach' mich geringn und diese Li Schoͤpfer der Dinge, bis sich ma. Schoͤnheit etwas in nichtes verkehrt. aber bleibet 10. Und weil denn noch ein gul sich nur h schencke vorhauden, welches dil 6. Der K hoͤher als Himmel und Wil. Geld, ist K nemlich dein Sohn, der uns rein Welt/ wan aus Schanden, und dich nun wiy Wie oft der zufrieden gestellt, welches mi Mann? 10 Weisen nie gnug zu preisen, bisdol bleibt reich Seele zum Engeln gesellt. Schaͤtz ere 11. So nimm denn an was i K., 10 Himmel erklinget, Macht, Reich mir zu, i thum, Weisheit, Kraft, Ehn ihr Ruh, und Preis, Dancksagung und was eriagen: das Engel⸗Volck singet, Ott und. Sinn, all dem Lamme mit ewigem Fleis: hin, in a Alles sprech Amen! wo nur ein in Mut Namen je wird geuennet von chen Zant Kreyse zu Kreyß. F½ iun 1 Baron Rnorr v. Rosenroth. sondern Der 34 Pfalm. ö Tage I1072. Mel. Rommt her zu mir. fulet. Jũ. will erhoͤhen immerfort, und sü 9— I V See 9. 2 preisen meiner Seelen⸗Hort, bie Sund den Wandel doch eintzig drauf sir⸗ ich will ihn hertzlich ehren; Wer ch on hertzlich eh 654 wig wohssj GOtt liebt, stimme mit mir 0 ihr in GSun n, wie sich erhoͤhn. daucken, Y le, dancke i Hdazurschnn ewigen Zul n das zeillih er sincke nis get, iur hinn Innere G0 das Aeussh eylich, o H. iesen tausehh issinnen k e, Gulter du abe GOtt zeber so hem u mir gieht laß michn ir haben, dij „als was di ich gering⸗ bis sich men kehrt. noch ein He welches vil und Welh er uns retlit ich nun win welches mi eisen, bis dy sellt. an was in acht, Reichi rast, Ehle ing und was t, GOtt und igem Fleis: vo nur ein iennet von HreudenLiedlein hoͤren. zweyter Anhang. laßt alle, die betruͤbet seyn, ein Gott isi ein GOtt der reich⸗ lich troͤst, wer ihn nur sucht, der wird erloͤst, ich hab es selbst erfah⸗ ren; So bald man betet oder singt, komimit Heil, und was uns Freude bringt, vom Himmel ab⸗ gefahren. 3. Oer frommen Engel starckes Heer zieht froͤlich an, stellt sich zur Wehr, ja macht sich selbst zur Mauren, da weicht und fleucht die bose Rott, der Satan wird zu Hohn und Spott, kein Ungluͤck kan da dauren.— 4. Ach was ist das fuͤr Suͤßig⸗ keit! Ach schmecket alle, die ihr seyd, mit Sinnen wohl begabet; Kein Honig ist mehr auf der Erd, hinfort des suͤssen Namens werth, GOttists, der uns recht labet. 5. O selges Hertz, o seligs Haus, das alle Lust treibt von sich aus, und diese Lust beliebet, all andre Schoͤnheit wird verruͤckt, der aber bleibet stets geschmuͤckt, wer sich nur GOtt ergiebet. 6. Der Koͤnge Gut, der Fuͤrsten Geld, ist Koth und bleibet in der Welt, wann die Besitzer sterben. Wie oft verarmt ein reicher Mann? Wer Gott vertraut, bleibt reich, und kan die ewgen Schaͤtz ererben. 7. Kommit her, ihr Kinder, hoͤrt mir zu, ich will euch zeigen, wie ihr Ruh, und Wohlfahrt koͤnnt erjagen: Ergebet euch und euren Sinn, zu Gottes Wohlgefallen als ein Zind, des Vaterez in der Hoͤhe: Du wirsts erfahren i in der That, wies dem, der ihm gefolget hat, so treflich wohl ergehe. 10. Den Frommen ist(50T+ wieder fromm, und macher, daß geflossen komm auf uns ull sein Gedeyen; Sein Aug ist unser Sonnen⸗Licht, sein Ohr ist Tag und Nacht gericht zu hoͤren unser Schreyen. P. Gerthard. Der 92 Pfalm 1108. Mel. Ermuntre dich mein. Tehovah, dein Regieren inacht, daß Menschen⸗Witz vergisset, was sonsten ist gar hoch geacht/ wenn er gebuͤhrend misset die Hoͤ⸗ he deiner Maiestaͤt, wie weit sie über alles geht, was auf den hoͤch⸗ sien Thronen trägt die gerecht⸗ sten Cronen. 2. Wo ist, der je sein Regiment mit solcher Macht gefuͤhret? wer ist, der dir sich gleich erkennt, ob er gleich viel regieret? was sich noch sterblich neunen muß, legt Cron und Seepter dir zu Fuß, spricht: wir sind nur Vasallen, so lang dirs wird gefallen. 3. Wie weit erstreckt sich dein Gebiet, das ist noch ungemessen? Was dein Aug irgend wohnen sieht, ist unter dir gesessen. Der allergroͤßte Landes⸗Herr ist ja dein groͤßter Schuldener, der Grosse wie der Kleine, hat auch von dir das Seine. 4. Wie recht sind, Herrscher! die Gericht die du gewaltig ubelt: wie richtis haͤlt doch dein Ge⸗ wicht, damit du Masse giebest, daß hin, in allen euren Tagen. 3. Bewahrt die Zung, habt sol⸗ chen Muth, den Zanck und was jum Zancken thut, nicht reget, alles werde recht erfüllt, wenn gleiches du vergelten willt, wenn Richter! du mit Strafen und kohnen Recht willt schaffen. J. Es gehet alles ordentlich, in keinem wird grirret, nichts gebt den Krebsgang hinter sich, nichts fuͤllet. findet sich verwirret. Erhalten 9. Laß ab von Boͤsen, fleuch schützen ist dein Thun, versor⸗ bie Suͤnd o Mensch, und halt dich gen, ordnen stets wie nun,.* schie sonderu stillet; So werden eure Tage seyn, mit stillem Fried und süssem Schein des Segens uͤber⸗ Rosenroth. m. her zu mir. erfort, und eelen-Hort, hren; Wer Gott 654 schlech oder wichtig Scept er richtig. womit er dir verpflichtet! dein seringster Unterthan, deinenn Thron Seer ter anzubeten. gesichi, brfehl mich deiner Gnade. Kehr deinen Scepter von mir nicht, bin ich gleich eine Made in deinem hochgeseßnen Aug, da ich an Wůrden gar nicht taug, so bist zu wennig. 3. Ich bin ein ungerechter Knecht, und muß die Strenge scheuen: Doch sing ich mit von Onad und Recht, deß sich die Deinen freuen. Du neigst den Scepter her zu mir, ich wag es, daß ich ihn beruͤhr, so bin ich denn in Gnaden, mir wird dein Zorn nicht schaden. 9. Daß macht, der mich bey dir vertrit, den du der Welt gege⸗ ben. Auf diesen gruͤnd ich alle Schrin, die sich zu dir erbeben. Der hellt mich alles Zweisels frey, ö daß ich der Gnaden faͤhig sey, da denen, die du liehest, in ihm dein Reich du giebest. 10. Ich gebe wieder, was ich hab, du wirst es nicht verschma⸗ hen: mein Hertz sey meine Gegen⸗ Gab: Kan es denn nicht bestehen mit seiner eignen Schaͤtzbarkeit, o macht mir doch ein Frey⸗Geleit dein Kind, das drinn verschlossen, das wirst bu nicht verstossen. 11. Sorg/ schuͤtz/ erhalte ferner noch, regiere mit Verschonen! laß unter deinem Liebes⸗Joch in Fried und Freud uns wohnen. Rt Ich sren huuch deiner Huldigung, zwoyter Anhang. so ist dein Ps. 85, 814. HErr er 1109. In berandter Melodg wiederhole dei deh ne, wie du selbl wie GOtt in di 6, Cepriesen sey die hohe Hand, die so rechtschaffen richtet! Wohl dem, ꝛꝛer recht erkennt das Band, 120 reichen Segen, hast du uns gah nield' mich in tiefster Demuth an, vor und wir dir, du zu treten, den hoͤchste Schatz dein W 2. Hier lieg ich auf mein'm An froͤlich unire Herzen es schallt u du doh ein Koͤnig, dem nichtes ist ö — IEsu! wollst uns weisen, 11. Werck in preisen, ohn hiß koͤnn'n wir nichts enden, hein ben, ach hilf, edler Hort, weg all unsre Schn im Land iht Imit Gewalt, schz Gaben giebt dein Geist, treu Ii Christlich die ga dein Himmelreich u mehren, allein dein sollij Ehre seyn.—.— 3. Schntz und Fried im Land Heil in unserm Stande, ist 0 HErr Christ dein Segen mitmn untern Feinden, rettest du Deinen in dir ist Kraft und Leben, Regen ten weit und breit! getreue Obrig keit hast du uns HErr gegehen, ner allermeist, zu lehren, durch dich all's wohl bestahn, recht tügtich Policey, auch Aemig mancherlev, thust du, HErrChusst erhalten bey Jungen und bey M. ten, jeigst uns 5: 2,1 alles auh lauter Gunst. 3. O wie gar vielGaben muß du Haus⸗Stand haben; Gleichwol hab'n wir kein u Mangel. Zwei feln darf hie keiner, denn du, HEnm nicht einen verlaͤßt, so dir anhah gen; Schuh, Kleider. Schaof und Rind, Haus, Acker, Weib und Kind, auch andre Schaͤtz und Ben te theilst du aus, HErr! noch hell te: Christlich„: Hierum min preisen dich. HErr! segne Kirch und Schul, schuͤtz, laß bluͤhn und wachseu Ruh, Fried auf allen Strassen; Nur dir,):, HEn Christ lobsingen wir. Der 91 Psalm. I0. Mel. Preis, Lob, Ehr, ꝛe. und IEsuleins Verbrüderung ½1 laͤßt mich nicht seyn geschlossen 6½ aus seinen Reichs⸗Genossen. Konm. beug dich tief, mein Hertz und Sinn, vors Lam mes Thron in Staub darnieder, gute Gesetz darneden; os kan ze 0 ig u bich iu Fein 2. Wo haͤtt ö tast, wenn d daß wirs erkennm—. oben? V Ruh geichaft ort, mimm kist und Tob⸗ erzen, mach das Brausen wer bezwang len⸗Heers? 3. Was hat besreyt? Dei derb gerissen! Barmherbigt seine Rechte nicht, du Uner tͤglich noch und hell. 4* Hat un gefaßt/ und r Hoffen geor den /Last, da getroffen, m Feinden um von Furcht: 5. Was zu wollt, hat de trieden. Di pel hold/ du ist blieben, d nes Herrlich Vater hat b 6. Du u Lieb' under und Sinuer Geistes Tei mehr lieb yt dem Heist di daß uns kei hen Lauf. 7. So n- hin uns selt haben: Ni Hertz, Mu genthum/ st keite dir e Mund der nen Namer 2. Sind zweyter Anhang. 5 —— IEER 4. r erzeig usg bich Iu seinen Fͤssen hin, und er Melo en, ohn din deu, herpth du uns gig irs erkennn von oben? Wer hat dir er Hort, i Ruh geichaft von deiner Feinde Melodg wiederhole deine Lieder. Erke weisen, don ue, wie du solbst aus dir nichts bist wie GOtt in dir und allen Alles in. Erken⸗ Wo hätti du einen Funcken tast, wenn du sie nicht ertanat d 101 0 so viel Mutter⸗Stadt. Bort, mumml kist und Toben? Wer stillte wol erzen, math das Brausen dieses Meers, und scha 17½½ Imelreich dein soll 6 d im Landt tande, ist gen mittey t du Deinen, ben, Regen treue Obiig rr gegebesn 0s kan ½ ½ ᷣstahn, recht ich Aemia „ErrChuh und bey A :alles aut hen muß de Gleichwul gel. Zwes ndu, HErh dir anhah Schaafund Weib und itz und Ben . noch helt ierum win segne Kirch bluͤhn und auf allen 17* HEn n. d/ Ehr, ꝛe tief, mein vors Lam darnieder, 110 wer dezwang die Macht des Hoͤl⸗ len⸗Heerss 3. Was hat dich vvn dem Strick befreyt? Oein Leben vom Ver⸗ derb gerissen? Wer troͤnt dich mit Barmhbertigkeit, und laͤtzt dich seine Rechte wissen? Bist du es nicht, du unerschöpster Quell! det kͤͤglich noch auf uns fleußt starck und hell. ö Hat uns nicht drine Hand gefaßt, und wider aller Menschen Hoffen gebracht aus aller Sün— den⸗Last, da wir das Ziel der Ruh getroffen, und reichen Fried vor geinden um uns her genlessen stets von Furcht und Zweisel leer! 5. Was zwischen uns sich setzen wollt, hat deine Kraft bald ausge⸗ trieben. Du bleibest deinem Tenu“ pel hold/ duß bis hleher dein Euh ist blieben, daß veste steht des Vater hat bereit. 6. Du üterschüttest uns mit Lieb' und reinigest Hertz, Muth und Sinuen, daß wir aus deines Geistes Trieb dich stets in uus mehr lieb gewinnen. Du drückst demGeist der Reinheit Slegel auf, daß uns kein Koth befleck ben fro⸗ hen Lauf. 7. So nimm dafur zum Opser hin uns selbst, mit allem, was wir ohr nes Herrlichkeit, die dir in uns der ohn dich, was haben wir ohn deine Wercke? Dir, dir gebüh⸗ ret ewiglich Macht, Weisheit, Ehre, Kraft und Staͤrcke. GOtt und dem Lamm, das uns erkauffet hat, wird Lob gesagt im unsrer 9. Gib uns hierzn ein Hertz und Mund, halt deine Einhei oiusam⸗ men, daß unser Geist vo: Lieb ver⸗ wundt, dir stets zuschilk die keu⸗ schen Fiaumen: Mad uns vor dir alsWagen⸗Cherubin, entzund uns siets als Feuer⸗Ser phin. Der 150 Psal n. I111. N. Befiehl du d inerdege. L Ott uusern HKerren in sen nem Heiligthum, zu Lobe sei⸗ nen Ehren, maͤcht her elich seinen Ruhm, lobt ihn im Frmamente, da seine groß Gewaß, und sein starck Regimente iu nigfalt. 2. Cobet mit Hertz! ind Munde all seine Wunder⸗Tho ꝛ, die er zu aller Stunde haͤuffi verrichtet hat, ob seiner Maiestaͤt en und gros. sen Herblichkeit thuts in Lod weit ausbreiten, in alle En gakeit. 3. Lobet ihn froͤlich alle mit der Posaunen⸗Klang, den HErren zu cfallen macht ein lieblich Ger sang. Mit Psalter, Harff und Geigen, sanit andern Justrinnent, mit Paucken, Pfeiffen und Rein gen, preijet sein Lob ehend. . Des HErren Namen alle Lo⸗ bet mit Sdyten⸗Sp iel, mit hellem Cimbeln Schalle macht seines Lo⸗ bes viel, mit Cimleln, die wohl klingen, ruͤhmt sesne Gütigkeit, von seinem Lob thun singen immer und allezeit.. 5. Es soll den HErren loben se on ist nan⸗ haben: Nimm Geist, Secl, Leib, und preisen immerd ar im Himmel Hertz, Muth und Sinn zum Ei⸗hoch dort oben die engelische genthumstatt andrer Haben: Be. Schaar; desgleichen auch auf Er⸗ keite dir ein Lob seldst aus dem den, olles was Odem hat soll sei⸗ Mund der Sauglingen, mach dei⸗PWnBiehnd voll werden, preis'n nen Namen kund. 3. Sind wir doch nichts in uns 6. Amen mit Mund und Her⸗ seine Wunder⸗That. hen 63⁶ zweyter Anhang. gen stzrech t/ o ihr glaͤub'ge Schaar, all Traut igkeit und Schmertzen treibt von euch gantz und gar, send sroͤlich in bem HErren, und lobt ihn allezei t, er wird in Freud ver⸗ behren all euer Hertzeleid. 7.Er wi rd euch reichlich geben, all's was euch noͤthis ist allhirr diesem Leben, und dort zu alg Frist, wird euch gen Himmel sis ren und selig machen gar, thun mit einm Eyd betheuren: Ammn das werde wahr. Joh. Fran Von der Geduld Dier 27 Psalm. 112. M. Zun freut euch lieben. Ott ist mein Licht, er ist mein Heil, das ich erwaͤhlet habe: Er ist die Kraft, dahin ich eil, und meine Seele labe. Was will ich mich denn suͤrchten nun, und wer kan mir doeh Schaͤden thun auf dieser gantzen Erden. 2. Wenn rnich die boͤse Rott an⸗ saͤllt, und will mein Fleisch ver⸗ schlingen, se kan sie dieser starcke Held, gar lͤicht zu Boden brin⸗ gen: Und mann auch gleich ein gantzes Heer um mich und mir entgegen waͤr, mein GOtt kan sie bald schlagenn. ö und Gelassenheit..43 aus meinem Munde gehen: J9 will ihm opfern Danck un ich will sein Lob, so viel ich weiß fuͤr allem Volcke singen. . HErr, mein GOtt, hoͤre un ich schrey, und seuf; in meinen Sinne! Gib daß mein Bitten krastig sen, und dir das Hertz gu⸗ treuer Hort, bestaͤndig fuͤr dein theures Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. S. Nun such ich itzt, ach laß mich nicht entgelten meiner Suͤnden! Ich suche HErr, dein Angesicht, das laß mich gnaͤdig finden! Vert stosse ja nicht deinen Knecht, denn d Preii, winue! Mein Hertz haͤlt dir, 6⁰ 2. Eins bit t ich nur, das haͤtt ich du bists, der mir hilst zurecht, gern, wenn nuirs GOtt wollte ge⸗ bringst mich aus allen Noͤthen. ben, daß ich dey ihm, als meinem 9. Mein Vater, Mutter und HErrn, stets wohnen moͤcht und was hier ist von bekandten Len⸗ leben: Und aille meine Tag und ten, die seynd zu schwach und kom Jahr in sein em Hause bey der chaur der Heiligen zubringen. 4. Da wollt ich meine Hertzens⸗ Freud an seinen Diensten sehen, und ruͤhmen, ꝛvie zur boͤsen Zeit mir so viel Gutt geschehen: Da er mich fleißig hat verdeckt in seiner Huͤtten und versteckt in einem starcken Felsen. 5. Und also naird er ferner noch mich wissen zu regieren, er wird mich schuͤtzen und sehr hoch an si⸗ chre Oerter fuͤhren; Mein Haupt wird uͤber meine Feind, ob sie gleich hoch erhaben seynd, deunoch Muth, und glaube, daß ich werde im Lebens⸗Lande GOttes Gut sehn und auf der Erde. Drum sey getrost und unverzagt, wers nur mit Goit im erhoͤhet bleiben. 6. Dafuͤr will ich denn wieder dort um mit Freuden GoOtt erhoͤhen, sein Ruhm soll in dem Heiliathum nen mir nicht treten an die Seiß ten: Wenn mich verlaͤsset alle Welt, nimmt GOtt mich auf in sein Geielt, da find ich Schutz und Rettung. ö 10. HErr, leite mich auf deiner Bahn, halt mich in deiner Gnadez und nimm dich meiner hertzlich an, daß mir kein Feind nicht scha⸗ de: Sie zeugen faͤlschlich wider mich und thun mir Unrecht troß tziglich, weil sie gar niemand schenen. 11. Noch dennoch hab ich auten lauben wagt, —— agt/ der wird 1.. Gott V ilger Geist, oh ude, der du v tist/ durch ande: Sey vi ieit, von nun a elobet und gep! en armen Sch in GoOtt, Drum seh. ich Noth zufoͤrder tt. ö 2. Und mußi Zeiten was du denn nun? Jc gerne leiden,& nen Schaden t auch in mein aus den lieben 3. Er hat mi chen, daß er n brochen, sein nichtig ein, dr meiner Noth lieben Gott. 4. Laͤßt O1 derderben, ey steif und vest nicht Hungers in Noth verde ich auch in mei auf den lieben 5. Wohlan bleiben dey G Todes-Quaal nich kein Ung sag ich ein fuͤr aller meiner 2 den lieben Ge Petr. 5, 2. 1114. M. Ju eele, war mit so —2+7„— ist allhirr ort zu allg Hen! Himmel fiß n gar, thus ren: Amah 'h. Frana⸗ — il. gehen: J4 ch laß mich Suͤnden! Angesicht, den! Vert necht, denn st zurecht, Noͤthen. dutter und ndten Leu— ch und koͤn ndie Sei⸗ laͤsset alle ich auf in Schutz und auf deinet er Gnade; r hertzlich nicht schas ich wider recht tro⸗ niemand ich auten ich werde ttes Gut er Erde. seyn, ich weiß, er haͤlt mirs unge. den lieben GOtt. Zweyter Anhang. 627 agt, der wird den Sieg erhal⸗ Gott Vater, Sohn und lger Geist, ohn Anfang und ohn ude, der du viel Gutes mir er⸗ kist, durch Allmacht deiner unde: Sey von mir itzt und al⸗ lieit, von nun an bis in Cwigkeit, klobet und geprei . 43, 5. Was betr 3. M. wer nur deu lieben e ch trau auf GOtt in allen Sa- 12 set. Ott. 23 8. 2. Und muß ich gleich zu truͤben Zeͤten was duldeu, ey! was ists denn nun? Ich will es hertzlich gerne leiden, Ott wird mir keis nen Schaden thun, drum seh ich auch in meiner Noth iufoͤrderst aus den lieben GOtt.* 3. Er hat mirs ja so ost verspros chen, daß er mein Helfer wollte brochen, sein Wort trift sonsten nichtig ein, drum seh ich auch in meiner Noth iufoͤrderst auf den lieben GOott. 297 4. Laßt GOtt die Voͤglein nicht verderben, ey nun! so glaub i steif und vest daß er mich auch nicht Hungers sterben noch sonst in Noth verderben laͤbt, drum seh ich auch in meiner Noth zusoͤrderst auf den lieben GOtt. ö 5. Wohlan! ich will bestaͤndig lleiben dey GOtt, in Noth und Todes-Quaal, von Gott soll nich kein Unglück treiben, drum sag ich ein fuͤr alemal: Ich seh in aller meiner Noth zufoͤrderst auf P. Gerh. zu uͤbst du dich. ne k ven S. Geist dagegen schick! denn wer wollt sonst mein nagt/ Ach! niemand hilft wiße, Sorgen, und auaͤlñ dich recht jaͤmmerlich von dem Abend bis zum Morgen? warum deuckst du immerzu darauf, was dir nimmt die Ruh? 2. Haͤng nicht den Gedancken nach, womit Satan dich iu fan⸗ gen wiltens hat, und deine Sach verderben mit Verlangen. Ler⸗ ennen seine Tuͤck, dich im 3. Was ists, das dein Hertze das dir stets im Siune lieget? daß Gott selber fragt, der dich nicht betruͤget. Suchest s hoͤchste Gut? oder ist zur n Muth · 4. Deuckest du an deine Suͤnd, wie du Gott so oft betruͤbet, sprichst du: Ach! daß ich nur fuͤnd den, der mich so sehr geliebet? glaude diese Reu und Leid wird gebaͤhren Froͤhlichkeit. Aber wenn du deinen Sinn hast gekehrt zu dieser Erden; mev⸗ nest, daß sey ein Gewinn, wenn nan reich und groß kan werden: armer Mensch! was wunder ist, daß dich faͤllet Satans List? 6. Hast du nicht geuug an Gott, und willt noch zur Welt hinlauffen? ist es nicht recht Schaud und Spott, an statt Weins die Pfutze sauffen? wer ch Gotthat, ist der nicht reich, groß, und allen Engeln gleich? 7. Ach! ia freylich, denckt mein Hertz, das ist wahr und hoch zü schuͤtzen: Aber gleichwol mancher Schmertz yfleget mich sehr zu ver⸗ letzen, wenn ich leide Satans Pfeil, die er scheußt in schneller Eil. 2. Gerne wollt ich ruhig seyn, und uach Gott alleine streben: siehe, so kommt meine Pein, und beschweret mir das Leben; obgleich Satan durch sein Spiel mir es 1 Petr. 5, 7. Alle eure Sorge ꝛe. I14. M. Jeesus meine Zuvers. mverzagt, Slauben wagt, ele, warum plagst du dich; mit so schweren Cenmer⸗ suͤsse machen will. 9. Nun denn, Seele, sey gesaßt in GOtt, der dis hat verhaͤnget! denck: nach Arbeit komuuet 42* 0 638 zweyter Anhang. vb der Feind dich gleich itzt dran⸗ heben des neuen Gei get. Dis ist deine Präfestund, halt mehr das alte stirdt. 7. Es lebt im Creu 10. Nun serleihe mir Geduld, mein liebster liebster Vater, starck mich Schwa⸗ wo die grßten Dor chen, scheuck mir deine Gnad und Creutzes Joch, Huld: Ich glaub, du wirsis noch wiß mit grossem Heil wohl machen. Gib mir nur ein im Hertzens⸗Grund selig End, und nimm mich in dei⸗stehet vor dem Riß. 3. Drum, Seele, sey zusrum. 2 Roͤmer 3, 28. Denen, die GOtt. und dulde deine Pein; es we 114. Mel. von Gott will ich. sich hienieden bald St blt ich nach deinem Willen, o Sonnenschein; schau⸗ — Gott! gebücket seyn, und Meng, die mit dir auf dem N hier mein Maaß erfuͤllen, das mir und werde ja ni geschencket ein; soll ich des Creu ⸗der Weg ist eng aus, Gott macht dich gesund. ne Haͤnd. tzes Weh, so lang ich lebe, dulden, o ist es mein Verschulden: Oseyn uberhaͤufft u HeErr! dein Will gescheb. was andre tragen, die elend, 3. Dir sind bekannt die Sorgen,und bloß, ja gar die taͤglich druͤcken mich; und Freund und nucht vie Noth verborgen, die in als ein Scheusal hassen, was und aͤussrlich die matten Seelen Hertz empfindt. 10. Ach ja, es dencks ein ion drum sey sie dir befohlen; du und troͤste sich dabey, daß uͤherg weißt, HErr, was mir fehlt. Bruͤder ergeh so mancherlehy 3. Willt du sie mir abnehmen, manche Leidens⸗Art, s man so will ich dancken dir: Soll aber Noth und Schmertzen, die sch sich noch laͤhmen mein Fleisch und srommen Heltzen zugleich Eust-Begier, so fahre fort, mein offenbart. 1 Gott, und schlage kraͤftig nieder, II. Drum sprich Mein H h leide, was meine Schushen te Sunden⸗Rott. dient, weil ich in Lust und Freuh 4. Kan ich es nicht verstehen, mich vormals hab erkühnt zulh warum bald dis, bald das, hat auf der Welt: Du bist gent muͤssen so geschehen, und daß ohn drum richte, und mache gant Unterlaß das Creutz mich hat gernichte, was mich noch von dirh drückt; so wirst du offenbaren, 12. Ich kuͤsse deine Ruthe, und werd ichs wol erfahren, war⸗beuge willig mich bis in den um du's zugeschickt. Aleisch und Blute die Lust gel . Drum will ich seyn gelassen sich, die noch jur Sünde kreih in Einfalt, als ein Kind, und getbis aller Zorn gedampfet, un hen meine Strassen, bis ich den nachdem er bekampset, der Lih il aur dich, men Al in. Hoffnung Herrschaft bleibt. ich, mein IEsu/schauen, 13. So wil ich dich erhebeni und dir die Noth vertrauen, bis allem Creutzes⸗Streit, und dir ö. sam leben ingeit und Ewiglih 6. Ich meiß doch, daß mein Lei,. Wann dis das Creutz gebiett, den mit nuͤtz und selig ist, dieweil hab ich gnug erhalten, nnd i ich lerne meiden der Sünden serner walten dein Schlangen ⸗List; mein Sünden mich fuͤhrt. gudlt: Sie ist dir unverholen, was dir an mir zuwider, die gan⸗ich still auf ich mein Theil erfüll. ö hor Lrib verdirbt, und ich seh sich an⸗ suche ich b. dir laß uim 3. Du mi leben, ich k sruͤh; du n schweben, nie: denn bist, ein P 4. Du n uen fitzen, woͤgen gle Dornen rit Himmelre sür und fuͤ nen spuͤhr 5. Du u Gruͤnden, su! nicht seyn zu fit niß nur L wohl im 7 dir nur Ee 6. Dun Irre, ich le jer? Uar ich girre, bey dir: d und Strei Enigkeit. 7. Dun werde und mein GO mein Gef. und kein der Traur uhn einig . Pist! deine groß, so den ie elend, sun mngen sindgn veklassen, en, was! icks ein In daß uͤber ancherley, t, so mal en, die sschh lugleich ni. Mein Golh Grunden, ich la W f st und Frth ühnt zuült bist geitt ache ganz von dirh 1— + bis in deis Zier? nach dir den rechten Weg, denz wie er es schickt und mit mir Lust gesens ich girre, kein Irre⸗Weg ist nuͤr fuͤgt; wie ers will kehru und wene inde treih bey dir: du magst seyn in Unsried den, sey ihm hiermit gantz heim⸗ mypfet, um und Streit, bey dir ist mir stets gestelt, er mache, wie es ihim ge⸗ t, der Lil Enigkeit. fallt, zum Leben oder Sterben. ö 7. Du magst im Tode seyn; ich 4. Wie GoOtt mich fuͤhrt, so geb h erhebenl werde und kan dich lassen nicht, ich mich in seinen Vater ⸗Willen ꝛ ‚ und dirdh mein GOtt! bey dir ist, weil du scheints der Vernunst gleich wun⸗ idEwigkih. wein Gefährte, nur lauter Leben, derlich, sein Rath wird doch ersül⸗ gebiert,/ und kein Tod: Du maast seyn in len, was er in Liebe hat bedacht, „ und U der Traurigkeit, bey dir ist Freud eh er mich an das Licht gebracht: and, wie ohn einig Keid. ö ich bin ja nicht wein eigen. . Pis du nur, JEsu! mir iur T. Wie Gott mich fuhrt, se 1146. X bleis 6⁰ 3. Du ma leben, ich la F. Du magst ödich neter 36. 3. Wie Gdtt mich suͤhrt, so bin 2 EEÆ Ftt JZ‚‚‚.rr IꝗDIDIDDSDSDEDEDDDSeeeEEEE — ERI....—.— — S Zwevter 69⁰ Anhang. kleib ich treu im Glauben, Hof⸗ sen, Leiden; steht er mit seiner Krast mir bey, was will mich von ihm scheiden? ich fasse in Geduld mich vest, was GoOit mich wieder⸗ fahren laͤßt, muß mir zum besten dienen.— ö 6. Wie Gott mich fuͤhrt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken: Von foruen laͤßt sich GOtt nicht sehn, doch letzt wird ers aufdecken, wie er nach seinem Vaters⸗Rath, mich treu und wohl gefuhret hat; diß sey mein Glaubens,Ancker! Luc. 2a, 42. Nicht wein, sondern. IIIS. M. Durch Adams Fall ist. Wien Gott gefallt, so gesallt mirs auch, und laß mich gar nicht irren, ob mich zu Zeiten beißt der Rauch, und wann sich schon verwirren all Sachen gar, ich weiß fürwahr GOtt wirds zu⸗ letzt wohl richten: Wie ers will hau, so muß es gahn: Solls seyn, so seys ohn Tichten. 2. Wies GOtt gefaͤllt, zufried ich bin, das uͤbrig laß ich fahren; Was nicht soll seyn, stell ich GOtt heim, der will mich recht erfah⸗ ren, ob ich auch will ihm halten still, GOtt wird doch Gnad be⸗ scheren: Ich zweifel nicht: Solls seyn, man spricht, so seys: wer kans GOtt wehren. 3. Wies GOtt gefaͤllt, so gefallt mirs wohl in allen meinen Sa⸗ chen: Was Gott versehen hat einmal wer kan es anders machen? Drum ist umsonst Welt, Witz und Kunst? Es hilft nicht Haar aus⸗ rauffen: Man murr oder beiß, solls seyn, so seys, wird doch sein u — 4. Wies GOtt gefaͤllt, laß ih ergahu, will mich darein ergehem Wollt ich seinm Willen width stahn, so must ich bleiben klehg Denn gewiß färwahr all Taguh Jahr bey GOtt sind ausgezahsg Ich schitk mich drein, e solls seyn, so seys bey mir 5 geschch. euchn ö ergahn, in Lieb und auch im de: Dahin ich mein Sach gefel han, daß sie mir sollen beyde gash len wohl: Drum mich auch Ja oder Nein nicht schrecke Schwartz oder —— wecken. — — — aI — — —— — 4 — —2 E. — — — 8. Wies Gott gefaͤllt, so nehn ichs an, um Geduld will ich ihn hitten: Er ists allein, der helse kan, und wann ich schon waͤr mih ten in Angst und Noth, laͤg gar in Tod; kan er mich wol erretten, Lewaltger Weiß/solls seyn, so seys Ich gewinns, wer nur will wetten Joh. Friederich, Herzog Weg naus laͤuffen. Von der Bruͤderli Uder 1 Cor. 13, 1. segg. zu Sachsen. chen Liebe. Zun gezählt; ui 5. Wies GOtt gefällt, so h IIs Schwa weiß, solls sehn seys; GOtt wird wohl Gnad h gen redte, haͤtt aber sonst dan 1119. MN. O Gott, du frommer. bey enn einer alle Kunst und alle re d Weisheit harte, wenn er aueg mit Monsehen⸗ und mit Engel' d6 t nicht wenn er sic Liebe haff Nutzen ni meinen, Esaia 43,1 1120. MI. ch wer A schrei len, uber d wie lang Wo ist d Bahn? d kan, ach i mehr? M ach wer d 3. Ich k wahren Liebe ni ht, so wah och vor GOtt damit nichtz ericht t. 3. EH drum halt diesem kar ich dir mi Zbweyter Anhanng. 691 gefällt, gH darein ergehe Willen wid Terware wie ein Ertz, das die Lieb hilft jedermann, und sehr helle klinget, sonst aber wendet Schaden ab, wo sie nur id keinen Nutzen immer kan. 7. Die Liebe ist betruͤbt, wenn ein solcher guter Christ, unrecht wird gerichtet, und freu⸗ in der kein Geist et sich, wenn man der Warheit Er wird as Eube mehet ud eisert nicht, die iebe siehet zu, daß keinem Leid zefallt, dass geschicht.*4. rnichts begehl 6. Die Liebe ist nicht stoltz, die hat er geshll Liebe hasset keinen, sucht ihren bleiben genn Nutzen nicht, sie rathet den Ge⸗ ich auch drah meinen, die Liebe zürnet nicht, u bauen, u.——— fest beyflichtet, die Liebe decket auch des Naͤchsten Maͤngel zu, vertraͤget alles gern, und liebet Fried und Ruh. ö 8. Ohn Argwohn glaͤubet sie das Beste nur von allen: Sie hoffet Besserung, wenn jemand ist gefallen, in Sünd und Misso⸗ that, hat sie gleich keine Schuld, so leidet sie dennoch, was moͤglich mit Geduld. 9. Wenn dort die Wissenschaft einmahl wird gantz gufhoͤren, so wird die Liebe doch sich fort und fort vermehren, wenn Glaub und Hoffnung auch vergehet mit der Zeit, so bleibet doch die Lieb in alle Ewigkeit. 1%. HErr JEsu, der du bist ein Vorbild wahrer Liebe, verleihe daß auch ich am Naͤchsten Liebe üͤbe, gib daß ich allezeit von Her⸗ tzen jedermann zu dienen sey bei reit, wo ich nur soll und kan. s seyn, so seyul Esaia 43,16. Fuͤrchte dich nicht. ihnlr 120. M. Allein zu dir, 5Err J. · ö HSele, chon waͤr mih Aer doch bald hinůber waͤr th/ lag garin schrey ich aus Angst der See⸗ wol errettem llen, Uber das rotheCreutzes⸗Meer, seyn, so seys(wie lang muß ich mich qugien! r will wetten Wo ist die Fahrt? Wo ist die rich, Herso Bahn? da ich die Fluthen warten chsen. kan, ach ist deun nirgends Hülfe ——mehr? Mein Gott und HErr! aach wer doch da hinüber war. 0,. ber sonst da 2. Ich bin dey dir, ich helfe dir, ni ht, so wal drum halte ein mit Flehen, aus damit nichts diesem kanst du glauben mir, daß * — Von der Verlal 8 dir muß beystehen, weil ich dich. ignung sein selbst. schon heraus gebracht aus Egy! pten, durch meine Macht, hast du deln das vergessen schrer? sieh, fuͤr und fuͤr bin ich bey dir, und helfe dir. eele. ů 3. Ach wer⸗ doch bald hinuber waͤr/Egypten ist zu rucke, ich dacht, nun haͤtt ich mein Begehr, und zͤß in völlem Gluͤcke. Ach! so geht erst recht an die Noth, auf allen Seiten steht der Tod, ach wie ist mir das Hertz so schwer, mein Ott und HErr! ach wer doch bald hinuͤber waͤr. 6 Rx 2 „Disus. 2 4. Ich bin dey dir, ich fuͤhre dich ö durch 92 Zweyter Auhang. durch alle Ereutzes⸗Wellen, drum zage nicht, hait dich an mich, denn wir sind Reis Gesellen, so kanst du in der tiefsten Fluth noch dennoch haben guten Muth, und sie durch⸗ gehen seliglich. Nux trau auf mich, ich bin beh dir und fuͤhre dich. Seele. waͤr! Ach was sst noch obhanden! Hinter dem rathen Creutzes⸗Meet in jenen wuͤsten Landen, da sehlet Wass/e, Fleisch und Brodt, da ist all Morgen neue Noth, wer ist der mich dadelbst ernaͤhr? Mein GOtt und HErr, ach wer auch da hin⸗ über waͤnd. ö JEsus. 6. Dir in der Wüsten ich bey⸗ steh, dir soll dich alle Morgen ich a er Lieb und Gnaden. der Felsen Wasser, Fleisch das aun riunt, dein Brodt koͤmnt von des Himmels Hoͤh. Ich mit dir geh, dir in der Wuͤsten ich beysteh. Seele. 7. Ach wer doch bald hinuͤber war! den Hunger wollt ich leiden, wenn nur Amalecks grausams Heer ich koͤnte flichn und meiden! Das boͤckend Welt⸗Volck sicht und streitt, der Satau stehet ihm zur Seit, das Fleisch thut dem nieh in neu⸗ und HErr, ach we r doch da hin—⸗ über waͤr. 33 JEsus. 5. Ach wer doch bald hinuͤber E kein Mangel schaden, Dir giebt Wind bringt ich sleugt und Mein GOtt und HErr Geist Gegenwehr, mein GOTTd Feuer, Rauch, Dampf decket/d Niese Donner, Stimm abfilh Verflucht sey jeder der nicht 90 65 ich in 998 Mzachrwerd GOit un Herr, ach wer dochi zurch mie hinüber waͤr.*—1 5 IEsus. Ar 10. Ich selbsn bin des Gesthl 15. Ad hertzlich giaf war! hie bet, von dem ist alles abgewen perselben dieser ra gen. Es juschwer, gerafft nd, wer an mich was Moses droheud schrehh Wer steh in mein Berdien ö hüllt/ hat alles schon in mir ersuh amirt, auch daß er alles halten konm und ande 7 ich Weubemre ich bin IH Mein G1 esetzes Eub. n Seele. 9 9.⁵ 1I. Ach wer doch balb hinuh 16. Leg waͤr! Ach was fuͤr Berg und Brust, ei hen erblick ich, ws ich mich si ö Weg zu sehen gehe mehr zurück als fort, 5 nicht an diesem Il irgend ein Irrlicht mi mein Bli Rehw⸗ e ihn, ch beth Liibe⸗di Mach u sherben n IJIesus⸗X Zeg das kih! 17. Ac die Piort, durch mich kanst dush wär! der gehen. Ich trage dich hin andi nichts d Ott, da du mein Heil sollt sen mehr, a Die Berge muͤssen weichen si Hab ich weil ich der Hoͤchste bey dir bin werde ich hast du einen sichern Port, ich g Hoͤchsten dir fort, ich bin der Weg, dasbih Gott un ie Pfort. 4— hinuͤber ele. ö E ö 14 13. Ach wer doch bald hinüi[ 18. M waͤr! wie hoͤr ich nichts denni Tod, mi kehr, hie ist kein fuͤrcht' da doch da hinuͤber waͤr! IEsus. 12. Ich bin der W 9, Ich hin dein rechter Josua der Amialeck bekriget, seh stehe dit zur Seiten da, ich bins der allzeit sieget, wenn Fleisth, Welt, Teufel bicheustcht, lo helf ich dir und laß dich nicht, sey nur getrost ich bin dir uah, ich Jehovah, ich bin dein nochter Joꝛuua.. ö Seele. . Ach wer doch bald hinuͤher waͤr! itzt Sinai mich schrecket, da 14. Dur JIEsus⸗Kra stes Segen, gen: Daßin zu kommen seywie kan schwer, es durf es niemand i ders Leb geu, die meisten kehren wiederull dir dakur und sagen, es gescheh darum, Rein schne das Land seine Leut verzehh, an mein SOtt und HErr! ach wer di nicht N. da hinuͤber waͤr. Todes 2 IEsus. ö ch mich, durch meih 19. A ft, durch meines Gan wuͤr! A. den ich dir schenck chen. 8 ihn bey des Gesetzes Lehr Blih/ Ritterschaft, kaust alles du 22 00 gel⸗Choͤ ampf decket; Stimm absilh er der nicht hil Zweyter Anhang. 6093 — 2 uuschwer, dich nicht an lose Mau⸗ ler kehr, daß du nicht auch werdst boten lehr. MI——7 ir Lnee M hangerafft, all's wird geschafft ach wer daalzuch mich, durch meine JEsus⸗ us. Krast. S bin des Gest h hertzlich g les abgewen heud schreih Verdienst h n in mir ersl 5 halten koͤm 6 enn ich bin N ö doch da hinuͤher waͤr! nug le. ch balb hi r Berg und g o ich mich gi eg zu sehen ck als fort, an diesem Ol .. Weg das Lich! ich kanst dug dich hin andi Heil sollt sehn u weichen hi e bey dir bim 1 Port, ich 7 Weg, dasbich e. bald hinüll ichts denui ommen sey niemand i ren wiederin hdarum, u it verzehr, ach wer doß . durch moih Vmeines Gah dir schenck lles du verm gei. H. hinuͤber waͤr! geu. Es muß dir bleiben nichts cheu. Dein Name ist heilig unb hhr, du hast geholken bis hieher, ein sestys Ende mir bescher, mein GOtt und HErr, ach wenn ich schon hinuͤber waͤr! JEsus. 20. Ich helse dir hinübet schon, ele. I5. Ach wer doch bald hinuüͤber wur! hie find noch Fleisches⸗Kusto, dieser rauhen Wuͤste. Ich seh daß Hoͤlle, Schlangen, Feur, Murrn, Eckel, Peors Ungeheur, und anderb viele gantz verstoͤhr. Mein GOtt und HErr, ach wer us. 16.Leg' dich an meine IEsus⸗ Brust, eil her in meine Wunden, mein Blut daͤmpft alle Fleisches⸗ Lust, wer sich zu mir gefunden, ist frey von allem Ungeheur, ich schuͤ he ihn, ich wehr und steur, das bleibe⸗dir ja wohl bewußt, wenn sterben mußt, leg' dich an meine IeEsus⸗Brust. Seele. 17. Ach wer doch da hinüber waͤr! den Jordan hab ich sunden, nichts denn der Tod ist uͤbrig mehr, alsdann ist uͤberwunden. die letzte Biit ich hoͤre, ich setz dir auf die Lebens⸗Kron, in Englische derselben ich auch gern entbehr in Lust; Choͤre fuͤhr ich dich igo selig ein, da sollt du bey GOtt ewig seyu, ich bin dein Schild und gros⸗ ser Lohn, ich GOttes Sohn, ich helfe dir hinuͤber schon. Seele. 21. Preis, Ehre und Halleluja sey dir, vGOtt, gesungen, was ich gewünscht, ich schon empfah, GOtt Lob! mir ists gelungen: Der Sieg ist da. Ich seh das Land, du führst mich drein mit starcker Hand dir bin und bleib ich ewig nah. Dir Jehovah, sey Preis und Ehr, Halleluja. Matth. 11, 12. Von den Tagen ꝛc. 1121. M. Valet will ich dir geb. Au auf! mein Geist, betrach⸗ te: wie ists mit dir bewandt? wach guf! wach auf! veuachte die Welt und ihren Tand! denn ihre Lust vergehet, und folget grosses Hab ich hier guten Uebergang, so Leid; im Gegentheil bestehet ein werde ich mit Lob und Danck dem Hoͤchsten geben ewig Ehr, mein Gott und HErr, ach wer doch da art s 18. Mein Tod ist deines Todes Christ in Ewigkeit. ö A2. Du bist von GOtt gebildet zu seiner Aehnlichkeit, nun aber gautz verwildet, und voller Sicherheit. Auf! auf! die Zeit verschwindet, und alles mit der Zeit: wer hier Tod, mein Leben ist dein Leben,nicht uͤberwindet, bleibt in der wie kan der Tod seyn eine Noth, Dienstbarkeit. ders Leben dir muß geben? Laß 3. Gewalt und Ernst besieget dir dafür nicht werden hang, es ist den Himmel, spricht dein Heil: ein schneller Uebergang, sieh nurwer hier nicht maännlich krieget, an meine Wunden roth, so hats hat dorten keinen Theil. Drum nicht Noth, mein Tod ist deines auf! denn deine Feinde veraͤndern CTodes Tod. Seele·· 19. Ach wer doch schon hinuͤler die Gestalt: vft thun sie gleich als Freunde, oft brauchen sie Gewalt. 4. Vergleiche dieses Leben mit waͤr! Ach IEsu! hilf mir Schwa⸗dem, was Ottes Geist, auslzna⸗ chen. Daß ich komm zu der En⸗den uns zu gohen, in soinem Wort gel Choͤr, das kanst du balde ma⸗ verheißt; so wirst du bald erken⸗ X 3 nen, 9 Zweyter Anhang. nen, daß jenes in der That kein Le⸗ ben sey zu nen Goͤnner hat. . Du suchest G uUnd willst gesehen nichts hessers waͤre und Pein, der doch, ben, der hat ein Koͤnigreich und Priesterthum erworben, dem nichts zu schaͤtzen gleich. 6. Du liebest Gold und Gaben, und was der Welt beliebt: willst du den Schatz nicht haben, den JeEsus allen giebt, die sich an ihn ergeben, und stets geflissen seyn gur eintzig ihm zu leben, und sich in ihm zu freun. 7. Du wahlft dir Lust und Freu⸗ den, der Sinnen Gauckelspiel, die hier doch schon mit Leiden und Schmertzen groß und viel, sich all⸗ zuoft nur enden, und dein Hertz mehr und mehr vom hoͤchstenute wenden, und es verwuͤsten sehr. 8. GOtt ist die rechte Quelle, draus reine Wollust fleußt, die lau⸗ ter klar und helle, sich in die See⸗ len geußt/ohn ihn ist kein Vergnu⸗ gen, was sein Licht nicht anblickt, das bleibt im Staube liegen und ewig unerquickt. 9. Drum auf! mein Geift, laß selber unst und Ehre, seyn, als wenn in Christi Tod weil er gestor⸗ nen, wie viels auch 3 ist auch der Alten ihr tagieh ge so viel e, cht 2. Eitelkeit I. Eitelkeit, köͤsh bringt sie sich zieren. Eitelkett! Citelhl het das! trotzig braviren. Brachtihfleben, u clelden ist Liebe der Welt ges zum Ster sich schmuͤcken denChristen ges het die be 3. Litelkeit! Eitelkeit! ga und bau⸗ Pallääste. Eitelkeit! Eitessh empor. lachende Gaͤste. Christen du 4. Ori chen ein ewiges Haus, ihreGahh eile, fuͤhr cken sind nimmer daraus. brich ent; 4. Eitelkeit! Eitelkeit! Kush wirff den zu führen. Eitelkeit! Eitelh Ach! laß fieischlich studiren. Christenh denes Lel streiten den gerst ichen Streit, Bildniß ste studiren was JEsus gebem berklaͤret . Eitelkeit! Eitelkeit! ni und brin ches Essen. Eitelkeit! Eitelhh herfür. GOtt zu vergessen. Christeng g. Keh niessen verborgenes Brodt, uu nen aus i ches ist ihr hochgelobeter Gon daß sie! 6. Eitelkeiti Eitelkeit n nur von i 0 und Springen. Eitelsts lege die Eitelkeit! Spielen und Singt nieder, Ewig im Himmel Halleluja klun verneuter weunn man auf Erden von Eih der verk keit singt.:mehr, u Joh. 2,13. 14. Ich schreibe en Verachte I123. M.Eins ist noth achchn 6. Ste erog unsrer Seeligie men, de euch uns in dein Heil schaft, da men stel sahren, was Gott nicht 3mit den Jahren heißt! weil alle sich deinem Brauch entreißt; eibet stehen, Gott aber ble alles in der Welt wird fallen und vergehen, was jetzo dir gefaͤllt. 10. Ach mache Hertz und Sin⸗ nen, s GOtt! von allem frey, und gib, daß mein Beginnen aufwarts gerichtet sey. Die Welt kan doch nichts geben, das wahre Ruhe braͤcht: wer dich zur Ruh und Seben erwuͤhlet der trifts recht. Prediger Salom. 2 Cap. 1I22. M. Ach alles was Zimm. Eitelkeit Eiteikeit, was wir hier sehen! Sitelkeit, Eite keit! was wir begehen. Hhe Thaten und kinds 1 iches Spie ten, und h als deine wenn willt fuͤhren: dein Hertze itzt dem Vater zum Opfer darsteh und in den hiu und du wieder zu hat uns uͤberwog len wir ge ben, und setz uns zum Eitel⸗finden wir e D Ruh. thum, da du uns die Statt ben ier im Triumph hern lingsKr⸗ Erkaufte sieg prachl in dir zu Laß unsere Bu Feinde z ruͤhren, wir woll Soll aus stehn, un Mannhei 7. Lebe in der Fuͤrst dur tete Natt deis wier len, und Stunde, Gliedern — der Gemeinschaft der Y gehn. 3. Er hat uns zu dir gezog ihm hin: L en, daß an i haͤngt Muth und Sinn. Nun u rue mit dir auch abss dem gantzen netuͤrlichens en-Verderben. Ach! pflau Len ehen u 913 61 wig kein Leben n Or 1091 ö Erden, 3. Aber hier erden kt die Schin seyn, dei ten ihr ra Eitelkeit, elkeit! Eite Hrächtih nChristenge Eitelkeit 11 lkeit! Eitessh ö Christen di Haus, ihreGeh daraus. der Welt ges Isthet Zweyter Auhang. 695 gesh viel Ausflucht überal: Basd macht sie den Willen bange, bald ringt sie die Lust zu Fall. Es blei⸗ Ubet das Leben am Kleinesten os⸗ lleben, und will sich nicht völls Ium Sterben hingeben; Es schü⸗ die beßten Absichten noch vor, und bauet so Hoͤhen und Vestung mpor. 4. Drum, o Schlangentreter! Eeile, fuͤhr des Todes Urtheil aus, —. 5„ 5 Roͤrdersd 05 itelkeit 1 Hu brich entzwey des Moͤrders Pfeile, wirff den Drachen gantz hinaus; lkeit! Eitell Ach! laß sich dein neues eutstau⸗ u. Christens denes Leben in unser verblichenes chen Streith j Esus gebem, Litelkeit! nich Ikeit! Eitelih n. 00 42505 obeter GOtl. Eitelkeit 100 en. Eitelith n und Singg Halleluja klin den von Eit ch schreibe un noth achehn in dein Heil die Staͤtt ben Numph hern e sieg prach unsere Bi ren, wir wol pfer darsteh ischaft der u dir gezogh ihm hin: L n, daß an i inn. Nun INI r auch abl tuͤrlichens Christeng Bildniß eingeben: Erzeig dich herklaͤret und herrlich noch hier, und bringe dein neues Geschoͤpfe herfuͤr. ö 5. Kehre die zerstreuten Sin⸗ nen aus der Vielheit in das Ein, daß sie neuen Raum gewinnen, nur von dir erfuͤllt zu seyn. Ach! lege die Machten der Finsterniß nieder, und bringe des Geistes verneuten Muth wieder, der von der verklaͤrten Menschheit sich mehr, und gegen der Gottheit Veraͤchter sich wehr. ö 6. Stärcke deinen zarten Saa⸗ men, der dein maͤnnlich Alter schaft, daß wir hier in JEsus Na⸗ men stehn für GOtt in Jüng⸗ lings Kraft, den Boͤsewicht voͤllig in dir zu besiegen, daß endlich die Feinde zum Fuͤssen da liegen; Soll aus dem Tode das Leben ent⸗ stehn, und hier noch in voͤlliger Mannheit aufgehn. ö . Lebe dann, und liez und labe in der neuen Creatur, Lebeus⸗ Fuͤrst durch deine Gabe die erstat⸗ tete Natur: Erwecke dein Para⸗ deis wieder im Grunde der See⸗ len, und bringe doch naͤher die Stunde, da du dich in allen den Ach! pflan Gliedern verklaͤrst, sie hier noch de hinzu, son It dieSchn des ewigen Lebens gewahrst. in Leben u. Gänne uns noch Frist auf Erden, Zeugen deiner Kraft zn seyn, deinem Bilde gleich zů wer⸗ den, in bem Tod zu nehmen ein des Lebeus vollkommene Freyheit und Richte, als eines vollendeten Heilands Geschlechte. Der Un⸗ glaub mag dencken, wir hitten zu viel, so hust du doch uͤber der Bitten ihr Ziel. Pf. 73/2328. Dennoch bleibe ich. 1124. MI. Durch Adams Hall ist. Heer ist mein Hertz, HERR, ninmm es hin, dir hab ich mich ergeben: Welt, immersort aus meinem Sinn, mit deinem schnoͤ⸗ den Leben: Dein Thun und Tand bat nicht Bestand, das bin ich worden innen: Drum schwingt aus dir sich mit Begier, mein frey⸗ er Geist von hinnen. 2.GOtt ist mein allerbestes Gut, nach ihm steht mein Verlangen: Ach koͤnnt ich doch mit frohem Muth nur meinem GOtt anhan⸗ gen! Ach daß mir doch das Sün⸗ den⸗Joch vom Hals waͤr abgenom⸗ men, daß ich einmal in seinem Saal des Himmels moͤchte kom⸗ nen. ö 3. Ich sehe doch, daß in der Welt, und allen ihren Sachen, was sie von Guͤter in sich haͤlt, ja gar nichts ist zu machen; Ihr Gut verschwindt wie Staub und Wind. ihr Lust die muß zerstieben, nur Gott mein Schatz, behaͤlt den Platz, und bleibet unvertrieben. 4. Was hab ich denn zuvor ge⸗ than, daß ich den Erden⸗Luͤsten bin allzuschr gehangen an, die doch nur einer Wüsten ich gleiche nun, weil all ihr Thun, wie gut es uns mag duͤncken, macht See⸗ len Noth, und nach den Tod in ewig Pein versincken. 5. Was mag doch wohl die Ur⸗ sach fehn, daß ich mich so bethoͤ⸗ ret? Die Suͤnd hat mich genom⸗ men ein, hat meinen Sinn verkeh⸗ ret, daß ich alhier mich GOtt, von dir hab oͤfters lassen trennen; Dis lasse mich/ ich bitte dich mit steter Reu erkennen. Xx 4 6. Gib 695 Zweyter Anhang. 6, Gib, oaß ich meinen Sinn zn dir hinauf gen Himmel schwinge, mit Lieb und hertzlicher Begier, und mich in keinen Dinge ersreue hier, als nur in dir GOit, meiner SOeelen Lehen, du allermeiß kanst meinemGeist die besteFruͤlle goen. 7. Drum immerhin, was fluͤch⸗ ig ist, ich will es lassen fahren; Gott einig hat mein Hertz durch⸗ süßt, der wird mich wohl bewah⸗ ven, daß ich den Pracht der Welt nicht acht, vielmehr nur ihn ver⸗ lange, mit danckbarm Muth, das hoͤchste Gut, und ewig ihm an⸗ hange. M. Sebast. Franck. Der 12 Psalm. II25. N. An wasserfluͤssenBab. ilf GOtt, wie gehts doch jeo zu/ was sind doch das fuͤr Zei⸗ ten! die Menschen hassen ihre Ruh, und wollen gar nicht leiden, daß man sie lehr den rechten Weg, daß man fsie fuͤhr den schmalen Steg, der nach dem Himmel fuͤh⸗ ret, sie sagen ungescheuet: Nein, wir wollen bleiben, wie wir eyn, sieh, wie das Volck sich zieret. 2. Genug ists nicht, daß sie dein Wort verwersen und verachten, und nach der alten Weise sort den Bauch zu naͤhren trachten sis wollen noch dazu Recht han, das Hroͤßt Unrecht hat der gethan, dor ihnen das verweiset, den halten lie fuͤr ungelehrt, und seine Lehre fuͤr verkehrt, der ihr Thun nicht hoch preiset. 3. Wer will von schwachen Men⸗ schen mehr, als wir sind, wohl be⸗ gohren? man treibt die Sach auch allzusehr, und sagt nur von Be⸗ kehren, ey lieber, laß es, wies vor war, Welt bleibet Welt, das seht Ihr gar, ist Christus doch gestor⸗ ben; wenn wir zuweiln zur Kir; chen gehn, zur Beicht, und bethen beym Auestehn, ists denn so gar verdorben? verleugnen in dem Leben 13 ö mit dem Mund bekennen, sies ten wol fuͤr Ketzerey, daß man wollt bereden freß: Ein 0 muͤßt heilig leben, daß IEsuon sein Geist die Sünd duͤrch Gu ben in uns uͤberwindt, ist n gar nicht eben. ö 5. Drum, ne Ehr, und JEsu, deines 8 nes, laß leuchtan immer N 4 Thrones, daß IEsus Chus Heil und Staͤrck, Genad u Wahrheit, Glaub und Werckll kandt uns allen werden, undul er suͤr, in, mit uns sey, lehr, z wir an ihm haben frey, im mel und auf Erden. 1Joh. 2, 15. Habt nicht lieb 1126. Mel. Die Sonn hatst WMun gute Nacht! Welt⸗Getuͤmmel, mein tze sehnt sich sort nur nach i Himmel, denn deine Lust kun nichts, als Pein und Last, in sti Liebe find ich Ruh und Ras. 2. Mein Heiland ruft, michi zur Braut zu werben, zu seinen und seines Reiches Erben: N ist dem gleich? Ach! nichts dieser Welt, nicht Creatur, n Gold, das sonst gesallt. 3. Sollt ich denn wol mein cke selbst verschertzen? Das ult ich ja wol nimmermehr verschn tzen. Nein! JEsu! dir ergeh mich allein, du sollt nun mein, dein volkommen seyn. 4. Mit dir, mein Schatz u ich mich recht verbinden, un Hertz kan doch sonst keine R sinden; nur deine Lieb mein ses Labsal ist, drum sleuch/ ich liebe JEsum Christ. 5. Er ist mein Lamm, das hil ste Gut auf Erden, das schun Bild so mag gefunden wenn Sein Augen-Licht hemmt 4. Dergleichen Reden suͤhren dit, so sich nach Cyristo nennen, mein Hertz und Sinn, daß fur Ereud nicht bey mir 66. lieber GOtt, retth 0 und mehr durch den Geist den du eil 6. O g alle Her auch die Mensch/ und dei seuckst. 7. Ha ergeben Thun, und mi dir alle 3. M Und we zu der dich sie keit/ ist dir niel du nocl 4. A Herte Gewic 4 meine —.— m Leben je, ekennen, sie erey, daß m 'ßz: Ein Chhl „daß JEsuon ind durch Gh windt, ist n u, deines G m immer m den Geist denn JEsus Chuist „Genad n bund Werchl verden, undul 18 sey, lehr,x frey, im u. 1 nmel, mein t nur nach z eine Lust lun nd Last, inc duh und Raf druft, michi hen, zu seinen Erben: M Ach! nichtz⸗ Creatur, ni saͤllt. nwol mein g en? Das mith mehr verschm u! dir ergebi t nun mein seyn. in Schatz, u rbinden, mi ust keine R Lieb mein s fleuch, hrist. imm, das hi n, das schuh unden weng ht hemmt Sinn, dah mir selan ů Mensch, daß du sein so gedeuckst, lungen, mein Heilaud hat mich Roͤm. 8, 3839. Wer will uns sch. mein Hort, ergeben: Nimm hin den gantzen mich, wie du in deinen lle Herren, GOtt Zebaoth! den uch die Engel ehren, was ist der und deine Lieb in seine Serle enet... 7. Halleluja, es ist mir schon ge⸗ füßiglich bezwungen, drun schnoͤ⸗ de Welt! fahr hin mit deiner Lust, mir ist hinsort nur GOtt allein bewust. 1127. M. Es traure wer da wil. IEsu! du hist mein, und ich will auch dein seyn. Hertz, Seele, Leib, und Leben sey dir, Haͤnden mich kehren willt und wenden, so muͤsse werden ich. 2. Ich müsse nun nicht mehr, obs voͤr geschehen waͤr, nach mei⸗ nem Willen leben, dir muͤssen seyn ergeben mein gantzer Will und Thun, ich muͤsse mich verlassen, und mich selbst an mir hassen, in dir allein zu vuhhn. ö 3. Mein Hertz, was ziehet dich? Und warum zeuchst du mich stets zu der Erden nider? Und seuckest dich stets wieder hin in die Citel⸗ keit, ist denn des Himmels Fleude dir nicht genug zur Weyde, suchst du noch diese Zeit. 4. Ach! JEsu, ziehe mich, metal Hertze sehnet sich, ach sey du mein Gewichte, daß sich zu dir aufrichte Zweyter Anhang. 6. O grosser HErr, hoch uͤber u 69. un nicht finden in diesen leeren Gründen der schnoͤden Eitelkeit: . Wer an der Welt noch haͤnget, und ihre Schaͤtz umfaͤnget, der ist von dir noch weit. 7. Im Himmiel ist dein Thron, o meiner Seelen Lohn! drum wer nach dir will streben, der muß sich auch erheben weit selbsten über sich, weit uͤber seine Sinnen und auch des Himmels Zinnen: Wer diß thut, findet dich. 8. Ey! nun zerschneide doch dis iehe Jammer⸗Joch, das mich zur Erden sencket, und mich von dir ablencket; Schneid ab, schneid ab die Last, so schwing ich mich zum Himmel aus diesem Erd⸗Ge⸗ tuͤmmel, zur Stelle meiner Rast. 9. Schneid ab die Last der Welt die mich hienieden haͤlt, daß ich dich dort mag finden, und vest mit dir verbinden, daß mein Hertz sey bey dir, und stetig bey dir bleibe, auch alles Leid vertreibe mit dir, o meine Zier. 10. Ich will ja williglich um dei⸗ net willen mich verlaͤugnen und nicht kennen, wenn du mich nur willt nennen den allerkleinsten Knecht. Ich will mich selbst ver⸗ lassen, und mich selbst an mir has⸗ sen, und bleiben schlecht und recht. 1I. Die Welt mag immerhin in ihrem stoltzen Sinn mich fuͤr un⸗ witzig schaͤßen, und mich zu unten setzen: Sie mach es wie es will: Sie leg guf mich zu tragen Creutz, mein Centner schwerer Sinn; Truübfal, Angst, nud Plagen: Schneid ab das Bley⸗Gewichte, das aus des Himmels ⸗Lichte mich zeucht zur Erden hin. 5. Hier ist kein Ruhe /Platz; hier find ich keinen Schatz fuͤr meine arme Seele, denn was ich hier er⸗ erwaͤhle, ist von der Eitelkeit; und kan die Seel nicht laben; denn fie wird es nicht haben nach gar Doch will ich halten still. 12. Sie lege heimlich mir die Notze vor der Thuͤr: Sie fluche, laͤstre, schaͤnde, sie wasche ihre Haͤnde, ists Noth in meinem Blut, sie muͤhe sich mein Leben, ins Todes Hand zu geben, sie thue, was sie thut. x 13. Ich bleibe doch an dir, mein geringer Zeit. ö 6. Du, JEsu, bist mein Gut, da meine Seel auf ꝛuht; dich kan ich JEsu fuͤr und fuͤr, mich soll von dir nichts treunen; Ob mir es schon mißgoͤnnen der Teufel und x die 698 Zweyter Anhang. die Welt. Was koͤnnen sie mir schaden, wenn du mit deiner Gna⸗ den dich hast zu mir gesellt? I4. Befestge nur den Sinn, daß ich bestaͤndig bin, behůte mich vor Wancken, und zeuch Sinn und Gedancken, mein JIEiu, stets zu dir. Laß Hertz, Seel und Ver⸗ ugen an der alleine hangen, und eiben fuͤr und fͤr. 15. So frag ich nirgends nach, und sollte gleich ein Krach des Von der Maͤßigkeit und Keusch Roͤm. 12, 1. 2. Ich ermahne euch. 1128. M. O Gtt du frommer. Ott, der du heilig bist, wir soll'n auch heilig leben, und unsre Leiber dir zum Opfer gantz ergeben, das da lebendig ist; ach! wie hat boͤse Lust doch unser Hertz befleckt mit vielemZuͤnden⸗Wust! 2. Vor deinem Richter⸗-Stuhl kan ja kein Mensch bestehen, wenn du die fleischlichen Begierden willt ansehen! zu samt der Eitelkeit, die unser Hertz anficht; ein Graͤu⸗ el sind wir, HErr, vor deinem Angesicht. 3. Drum hilf uns boͤse Lust durch deines Geistes Staͤrcke be⸗ zwingen und mit Ernst stets fliehen Himmels und der Erden alli So hoͤret werden; Und sollte gu Mund d Halu miein Leib und Seel mi chen, sie schmachten, so will ichs dochsul Grund achten, und bletben stets in Aul chen: 16. Denn du, du bist mein Hul mit Fre und meines Hertzens Theil, nu derzeit s Trost in meinenr Zagen, mi 5. Ich Arzt in meinem Plagen, mein kul wohl, w sal in der Pein. Mein Leben, Aul ihr Hert und Sonne, und freuden reil sich nich Wonne. O Jeésu, du bist masl bist der —.— in heit. die, so si 4. Verbinde du dich selbst u 6. De unserm allen A Seelen, daß us dranf, d des schmahlen Wegs zum Leh bleiben, nicht verfehlen nimm weg, un uf ge unrein ist, und wider dein Gehul d damit nichts Suͤndliches uns sih tze in den Tod. ͤ . Ach! laß dein GOttes Bi in uns von neuem prangen, zu di nur und dem Lamm steht unsh gantz Verlaugen, befreye unsehn Geist von schnoͤder Luͤste Peh und laß uns goͤttlicher Na theilhaftig seyn. + 6. Nimm uns zum Tempel ein o HErr! nach Leib und Seelh ach heilg' uns durch und durch und dich mit uns vermaͤhle I Fleisches Wercke: Damit der Glaub und Geist behalte Sieg und Macht, und dein hochheilger Will von uns hier werd vollbracht. seiner Cron. Christo unserm HErrn, dem keh schen Jungfraun⸗Sohn, den uun ein reines Hertz wird schaun i 4 ö—*** Von der Christen Creutz und Anfechtung. Wie lange soll der Sturm und Wind der Hertzens⸗Angst gewah⸗ ren? Wie lange soll mein stoltze Feind, ders niemals gut, stets bost meynt, sich uͤber mich erheben? Pl. 3, 219. Ach HErr, wie ist mein. I1129. M. Ach GOtt vomhimm. A HErr! wie lange willt du mein so 18e und gar verges⸗ sen? Wie lange soll der Sorgen⸗ Stein mich und mein Hertze pres⸗ sen? Wie lange soll dein Angesicht sich von mir wenden? Willt du nicht dich meiner mehr erbar⸗ wmen. 28. Wie lange soll ich armes Kind, der Seelen Ruh entbehren? und Hort, von deiner heilgen Huͤl te, und hoͤre meine Klage⸗Won und hochbetruͤbte Bitte; gib mei⸗ nen Augen Kraft und Macht, und laß des Todes finstre Nacht mich nicht so bald befallen. 3. Ach! schaue doch, meinGOtt 4. Sohj Zweyter Anhang. 699 Erden allih + Sonst wuͤrde meiner Feinde Ind sollte gul Rund des Ruhms kein Eude ma⸗ und Seel ll ichs dochnsh en stets in u bist mein ĩi ens Theil, nul „ Zagen, mal agen, mein n tein Leben, A freuden⸗resh u, du bist maß hheit. dich selben Seelen, daß n g9s zum Leln imm weg, un L er dein Geha liches uns siij Gottes Bisl rangen, zu dis im steht unst Hdefreye unsehz r. Luͤste Pei licher Nath u Tempel ei b und Seelh h und durch vermaͤhle i rin, dem kah ohn, den un rd schaun in Hhtung. Sturm und Ingst gewah mein stoltzer ut, stets bost erheben? „meinGott heilgen Huͤtz Klage⸗Wort te; gib mei Macht, und 4 Nacht mich „ 4. Solls chen, sie würden mein, als der zu Grund und Boden gangen, la⸗ chen: Da liegt der, wuͤrden sie mit Freud herprahlen, der uns je⸗ derzeit so viel zu sehaffen machte. V. Ich kenne sie, und weiß gar wohl, was sie im Schilde fuͤhren; ihr Hortz ist aller Bosheit voll, laͤßt sich nichts Guts regieren; du aber hist der fromme Mann, HERR mein GOtt, der nicht lassen kan die, so sich zu dir halten. 6. Deß troͤst ich mich, und hoffe dranuf, du wirst auch mir fromm bleiben, und aller boͤsen Tücke guf gewaltig hintertreiben. Mein Hertze freut sich, wanns bedenckt, wie gern du stets dein Heil ge⸗ schenckt dem, der sich dir vertrauet. . Das thu ich, HErr, ich traue dir, du bist mein einge Freude, be⸗ wahrest mich, thust wohl an mir, und fuͤhrst mich aus dem Leide; dafüͤr will ich mein Lebenlang, dir manchen schoͤnen Lob⸗Gesang zum Danck und Opfer bringen. Cor. 5, 2. Wir sehnen uns nach. 1130. Mel. Wer nur den lieben. A wie betruͤbt sind fromme Seelen allhier auf dieser Jam⸗ mer⸗Welt, wer kan ihr Leiden all' erzaͤhlen, das sie fast stets gefangen haͤlt? Das schmertzet nun und kraͤncket sehr; ach wenn ich nur im Himmel waͤr! . Ich mag mich, wo ich will, hinwenden, da seh ich nichts, denn tausend Noth, ein jeder hat fein Creutz in Haͤnden, und sein be⸗ scheiden Tdraͤnen⸗Brodt, und das wird immer mehr und mehr; ach wenn ich nur im Himmel waͤr! 3. Im Himmel wird das Creutz der Erden, und was uns hier zů Boden druͤckt, zu lauter guldnen Kronen werden, ach waͤr ich nur schon hingeruͤckt, die liebe Noth ist ziemilich un d. ach wenn ꝛe. 4 Hier kan das Gluͤcke iwar was machen, doch koͤmmt es nich in jedes Haus, den einen macht es stets zu lachen, dem andern preßt es Thraͤnen aus, mich laͤßt es lei⸗ der! all zu leer; ach wenn ich ꝛe. 5. Im Himmel sind die groͤßten Gaben, im Himmel sind wir alle reich; im Himmel kan man alles haben, im Himmel sind wir En⸗ geln gleich; im Himmel ist kein Unglüͤck mehr z ach wenn ich ꝛc. 6. Hier ist der Mensch in stetem Jammer, mit Jammer koͤmmt die Abend⸗Ruh; mit Jammer geht er aus der Kammer, mit Jaumer bringt er alles zu, das macht das Leben ziemlich schwer; ach wenn ich nur in Himmel waͤr! 7. Im Himmel wird sich Nie⸗ mand kraͤncken, im Himmel wird nur Freude seyn, mein JEsus wird uns alle traͤncken mit Zucker⸗suͤs⸗ sem Engel⸗Wein, im Himmel ist kein Jammer mehr; ach wenn ꝛe. 8. Ey nun, mein liebster JEsu, fuͤhre, ey fuͤhre mich nur aus der Welt, schleuß auf die guͤldue Him⸗ mels⸗Thuüre, darauf mein Hertz am meisten haͤlt. Ich achte nun der Welt nicht mehr; ach wenn ich nur im Himmel waͤr! M. G. M. Pfefferkorn. Pf. yo/ 15. Und rufe mich an in der. II31. Mel. Durch Adams Fall. Bocdreder Vater, hoͤchster Gott, gedenck an deine Worte! Du sprichst: Ruff mich an in der Noth, und kloyf an mei⸗ ne Pforte, so will ich die Errettung hier nach deinem Wunsch erweisen, daß du mit Mund und Hertzen⸗ Grund in Freuden mich folt preisen. 23— 2. Bestehl dem HErren fruͤh und spat all deine Weg und Sa⸗ chen! Er weiß zu geben Rath und That, kan alles richtig machen, wirff auf ihn hin, was dir im Sinn liegt, und dein Hertz betruͤbet! Er ist dein Hirt, der wissen wird zu schůͤtzen, was er liebet. ö ů 2. Der SFIIII —.— 7⁰ Der fromme Vater wird sein Kind in seinen Armen sassen, und die gerecht und glaubig sind, nicht sters in Unruy lassen: Drum lie⸗ ben Leut, hofft allizeit auf den, der voͤllig labet dem schüttet zus, was ihr im Haus und auf dem Hertzen habet. 8 4. Ach suͤsser Hort! wie troͤst⸗ Lich klingt, was du versprichst den Frommen! Ich will, wenn Trüb⸗ sal einher dringt, ihm selbst zu Huͤlfe kommen: Er liebet mich, drum will auch ich ihn lieben und beschützen. Er soll bey mir im Schoosse hier, freh aller Sorgen tzen. J. Der HErr ist allen denen nah, die sich zu ihme finden; wenn sie ihm ruffen, steht er da, hilft fröͤ⸗ lich überwinden all Angst und Weh, hebt in die Hoͤh, die schon Darniederliegen. Er macht, und schafft, daß sie viel Kraft und grosse Staͤrcke kriegen. 6. Fuͤrwahr, wer meinen Na⸗ men ehrt, spricht Christus, und vest glaͤubet, deß Bitte wird von Gytt erhoͤrt, sein Hertzenswunsch bekleibet. So tret heran ein Je⸗ dermann! wer bittet, wird em— pfangen, und wer da sucht, der wird die Frucht mit grossem Nutz erlangen. ö . Hoͤrt, was dort jener Richter sagt: Ich muß die Wittwe hoͤren, dieweil sie mich so treibt und plagt; sollt denn Gott sich nicht kehren zu seiner Schaar, die hier und dar bey Tag und Nachte schreyen; ich sag und halt, er wird sie bald aus aller Angst befreyen. 8. Wann der Gerecht in No⸗ then weint, will Gott ihn froͤlich machen, und die zerbrochnes Her⸗ zens seynd, die sollen wieder lachen. Wer fromm will seyn, muß in der Pein und Jammerstraßen wallen; doch steht ihm bey des Hoͤchsten Ereuund hilst ihm aus dent allen. 9. Ich habe dich ein Augenbllck, zweyter Anhang. o liedes Kind, verlassen: F aber, sieh mit grossem Gluͤck un Trost ohn alle Maassen wil 10 bir schon die FreudenCron auss tzen und verehren; dein kurgt 5. Du Kraft/ein du hast eit .iß no⸗ gehaoth Leid soll sich in Freud und emgg gene unt ir Heil verkehren. 10. Ach lieber GOtt! ach Y ter,Hertz! mein Drost von so u Jahren, wie laͤßt du mich so niup chen Schmertz und grosse Augi ersahren? Mein Hertze schma mein Auge wacht und weint sh krauck und trübe; mein Augh sicht verleurt sein Licht von Seuh zen, das ich uͤbe. 7 II. Ach HErr! wie lange wilh du mein so gantz und gar vergh sen! Wie lange soll ich traus seyn, und mein Leid in mich su sen? Wie lang ergrimmt den Hertz, und nimmt dein Aniil meiner Seelen? Wie lange 0 ich Sorgen⸗voll mein Hertz in Leibe qualen 2. ö 12. Willt du verstossen ewiglich und kein Guts Soll dein Wort und Verheissung sich nun gautz zu Grunde neigens Zuͤrnst du so sehr, daß du nichl mehr dein Heil magst zu mir sen den Doch HErr, ich will d halten still, dein Hand kan alll wenden. ů 2. 3. Nach dir, o HErr, verlan get mich, im Jammer dieser Ey den. Mein GOtt! ich harr ud hoff auf dich, laß nicht zu Schan den werden, HER R, deinen Freund, daß nicht mein Feind sich sren und jubilire. Gib mir viel mehr, daß ich mit Ehr erhoben triumphire. 21 14. Ach HErr! du bist um bleibst auch wol getreu in deinen Sinue, darum, wenu ich ja kaͤuh pfen soll, so gib, daß ich gewinne leg auf die Last, die du mir hast be schlossen, aufzulegen: Leg auß doch daß auch nicht das Maaß seh uͤber mein Vermoͤgen. „* mehr erzeigen von Rath, ne Steret 16. Di und Rett loͤmmts d itzt sineket stelle und der fremd wie ein H mit Schit 17. No list du nie grundet; dein Lich det; ja h. Ruh/ bey und bist b aus der I8. Niũ ser Zahl/ te, hilf N mahl gei Hilf, Hel dir Frent nachmale im Himu Ps.37,8 Pflege: schlwer ur Namens zufuͤhren 2. Wei lassen, d. macht; nicht kan zuvor bed hat auser muß es 3. Wi 2 Tage so — rlassen: 8 sem Gluͤch un aasson will sh en Cron aufsh dein kurs zud und engg Ott! ach M. ost von so u mich so mah grosse Ann ertze schma und weint sih ein Ang icht von Sei pie lange wil ud gar vergs Ulich trauh is mich sn grimmt des dein 91 10 zie lange so ein Hertz ih ossen ewiglich chr erzeigens Verheissum unde neigen daß du nich st zu mir seh ich will die ind kan allz Err, verlay er dieser Eh ich harr un. ht zu Schah „R, deinen in Feind sich zib mir vieh Ehr erhoben du bist un eu in deinen ich ja kaͤm ich gewinne mir hast he 1: Leg auf as Maaß sej n. . O und Retter aus Trühfalen; wien mit Schimyf uudge 7⁴¹ Zwegter Anhang. . Du dist ja ungebundner besreyt! Wie leicht wird alle Noth Krast, ein Held, der alles stuͤrtzet; und Plage dir werden in der Eitel⸗ du hast ein Hanb, die alles schafft, keit, wenn du nichts wünschest in die ist noch unver kuͤrtzet. HErr der Welt, als was GOtt will und Zehdoth, wirst du, mein GOtt! ihn gefllt. 35 geneunt in deinen Ehren, bst groß4. Dir wirds an keinem Gute von Rath, und deine That kan kei⸗fehlen, wenn du dein Hertz ge⸗ ne Starcke wehren. woͤhunst und lehrst, nur GOttes 6. Du bist der Troͤcter Israel, Willen zu erwahlen, und deinem eignengllen wehrst, den stets sein eigen Wahlen treugt, so oft ihm gut sein Wollen deucht. lommts denn, daß du meine Seel izt sineken laßt und fallen? Du Wol stels und hast dich als ein Gast,. Gib meinem Hertzen solche der fremd' ist in dem Lande, und Stille, mein JEsu, daß ich sey wie ein Held, dems Hertz eutfaͤllt, verguügt mit allem, was dein ogerSchande. GnadeuzWille mit mir⸗ und mei⸗ Iy. Nein, HErr, ein solcher nem Leben fügt: Nur nimm dich hist du nicht, deß ist mein Hertz ges meisiey Seelen an, so had ich, was gründer; du Kehest vest, der zu ich würschen kan. 2—— dein Licht hier bey uns ange un⸗( Ich weiß, du thusts, sie ist die det; ja hier haͤltst du, HErr, beine Deine, und kostet dir dein theures Ruh/ bey uns, die nach dir heissen, Blut; behalt du dir sie schoͤn und und bist bereit, zu aahem aus der Noth zu reissen. I58. Nun HErr, uach aller die⸗ ser ZJahl, der itzt erzaͤhlten Wor⸗ te, hilf mir, der ich so manches⸗ mahl geklopft an deine Pforte: Hilf, Helfer, uir, so will ich hier dir Freuden⸗Opfer bringen, auch nachmals dort, dir fort und fort, im Himmel herrlich fingen. ö ö‚ Paul Serhard. Ps.37,5. Besiehl dem HErrn deine 1132. Mel. Wer nur den lieben. Beieh! dem HErren deine We⸗ Xꝰ) ge, und mache dich von Sor⸗ gen los; vertraue seiner Vater⸗ Pflege: Vor ihm ist uichts zu schiwer und groß, daß er, zu seines Namens Preis, uicht herrlich aus⸗ zufuͤhren weiß. 2. Wo du ihn nur hast rathen lassen, da hat er alles wohl ge— macht; Deun was dein Dencken nicht kan fassen, das hat er laͤngst zudvor bedacht; wie dis sein Rath tausersehn, so und uicht anders muß es gehn. 3. Wie werden deine Lebeus: Tage so manthes Kummers seyn xZeit uns reine, laß dis dein mir vertrautes Gut, nur eintzig meine Sorge seyn, so trifft mein gantzes Wuͤn⸗ schen=ein.. 4 7. Indeß sey steis mein Heil, geyriesen, uͤr alle Sorgfalt, die da mir, noch eh ich war, schon hast er⸗ wiesen, da du, mein treuer Hirte, dir zum Eigenthum mich hast er⸗ waͤhlt, und deinen Schaasen zu⸗ gezaͤhlt. ö 8. Dir sey auch ewig Lob gege⸗ ben, daß du so unvermuthet hast füͤr mich gesorgt in meinem Leben: So 1751 ich bin der Erden Gast, ist alles liebreich, nuͤtz und gne,was deine Schickung mit mir thut. 9. Dort werd ich deiner Liebe Thaten ert preisen in Vollkom⸗ meuheit, wenn nur mein Wuͤn⸗ schen ist gerathen, daß ich kan in der Ewigkeit erkennen, wie dein Wille mir so gut gewest ist sur und fuͤr.*. ö Ps.126,7.6. Die mit Thraͤuen saͤen. 1133. M. Err sch habe mißg. bun und Christ sind stets vert hunden, Cronen, And wo Dor⸗ nen seyn. Hier siebts Freud⸗ und Trau⸗ 702 Zweyter Anhang. Trauer⸗Stunden, hier kehrt Lust und Jammer ein: Regen⸗Fluth und Sonnen ⸗Flammen, reimen lich oft bald zusammen. 2. Je, was sollt ich denn auf Er⸗ den immer ohne Creutze seyn? soll ich JEsu gleiche werden, so ge⸗ schichts durch Angst und Pein: Thraͤnen ließ er selbsten fliessen, Thraͤnen muß ich auch vergiessen. 3. O du suͤsser Tranck von Murrhen! ob du gleich sehr bit⸗ ter bist: faͤngt mein Hertze an zu girren, faß ich mich doch als ein Chrißt: GOtt hat mir mein Creutz bestimmet, Gott ists, der es von Mir uimmet. . Ruͤhmt ihr Kinder dieser Er⸗ den, Reichthum, Ehre, Gut und Geld, übet euere Geberden; uͤber dem was Mode baͤlt, trotzt auf eu⸗ re Wollust⸗ Weyde: Trubsal ist der Christen Freude. x v. Nun meincz Ott! laß deine Ru⸗ the, nimmer ferne von mir senn; es geschicht mir ja zu gute, Ehre folgt auf Schmach und Pein; rauhe Dornen moͤgen stechen, Ro⸗ sen werd ich dorten brechen. Benjamin Schmolck. sey Msh Muths, mein H1 ut dir gugszz. den, der HE ch/ Todes⸗Joch mit rissen. 4. Mein Au nen frey, Gleiten, das wi Scheu, und rühmen bey den eun Ihne Feini ten; was gar kein Mensch niah nur besche: kan, das hat GOtt gethau, Iuhelden seol M ensch ist Luͤgen woll, GOtt aln Uud getrost weiß gar wohl, wie er sein Walren⸗Crantz soll halten. 3. Was . Ich glaͤube vest in meingn bens? ein Sinn, und was mein Hertze glah lch * Es bet, das red ich auch in Einsilstrebens, hin, wer GOtt vertraut, der blah wach: dre bet, die Welt und boͤse Rott, lact und Wonr deß mir zum Spott, ja plagt mich helle Sonn noch darzu, ich aber steh in Ruh 4. Zwa no Helfer. pflegt zu aufdir, mein Gott u 6. Du stürtzest meiner Feinh Ereutz für Rath, und segnest wann sie schel zuf das ten, wie soll ich doch die Hrash chten si Gnad dir immermehr vergeiten sehen daß wohl Cent Der 116 Psalm! 1134. Mel. Ein veste Burg ist. as ist mir lieb, daß GOtt, mein Hort, so treulich bey mir stehet, wann ich ihn bitte, wird kein Wort in meiner Bitt verschmaͤhet, des sahwartzen To⸗ des Hand, samt der Hoͤllen Band, umfingen uͤberall mein Hertz mit Angst und Qugal; doch hat mir GOtt geholsfen. 2. Ich kam in Jammer und in Noth, und bac— gar zu Grunde, und da ich sanck, rief ich zu GoOtt mit Hertzen und mit Munde! O HErr, ich weiß, du wirst, als der Lebens⸗Fürst schon fuͤhren meine Sach, und wie ich bat und sprach, so ists auch nun geschehen. Ich will, HErr, meines Theili. w den Kelch deines Heils, der volln ziebe. Bitterkeit, doch mir zu Nutz gu F. Dask deyt, gehorsamlich annehmen. zen, das a 7. Was du mir zugemessen haßh nicht wert das will ich gerne leiden, wer fr⸗, 1 de lich traͤgt des Creutzes Last, dem keit, die, hilfst du aus mit Freuden; hu Erden, an weist der Deinen Noth, und haͤlis werden. ihren Tod sehr hoch, sehr lieb und 6. Wohl werth, auch laͤßt du auf der Erh und Plager ihr Blut nicht ungerochen. rings umh 8. So zürne nun gleich alle durchzuschl Welt mit mir, HErr, deinem bet ist mei . Gey wieder froͤh und autz + zweyrer Anhang. 7⁰03 —* 2. Cor. 4. v. 17. 15 thut bir 10 1135.Miel. wer nur den lieben. ist nun geshu(Jer wahren Chriten geutzes 9gebracht,vuD Leben ist eine stete Ritter⸗ t/ er hat migsschaft,darein has ich mich auch er⸗ und Wgeben, ꝛiner 12 Kraft: Gewiß ist, wer ier überwindet, dort Herrlichkeit nun von Chtlohn Ende findet. uß von 1 51 Kein wahrer Christ ist ohne ich sagen ohniheiden gleich wie kein Krieger bey den Luohne Feind: Die Cron iß denuen Mensch nicl nur bescheiden, so in dem Kanpfe t gethau, dushelden seynd: drum nur frisch U, GOtt abgsund getrost gelitten, er sein Wanlren⸗Crantz ertritten . 3. Was ist die Trübsal dieses Le⸗ est in meinen bens? ein kurttes Weh, ein klesues u Hertze glan Ach: Es darf ein wenig Widet; uch in Einsil strebens, so ist hesiegt das Unge⸗ raut, der blumach: drauf folget grosse Freud se. lacht* Eunne. auf truͤbe Nacht die ja plagt mich hele Sonue.. steh 00N0 57 Zwar Fleisch und Blute und Helfer. pflegt zu grauen, es haͤlt das neiner Feinhe Creutz für Überschwer! die aber ann sie scheb zuf das Kunft ge schauen, die ch re Nten sich dafuͤr nicht sehr, sie hr vergeltens sehen daß ein Quentlein Mühe 105 bolg 10. Centuer⸗Freude nach sich tlo, der volle ebe. zu Nutz gn J. Das kan und will ich sicher se⸗ inehmen. tzen, das alles Leiden dieser Zeit emessen hash nicht werth noch wuͤrdig sey zu den, wer stor schaͤten der uͤbergrossen Herrlich⸗ es Last, dem keit, die, nach dem Elend dieser undt. derden an uns soll offenbahret und halts 37 ö ö sehr lieb 6 6. Wohlan! so laß denn Noth auf der Et und Plagen nur dinbeteit wuch chen. rings umher: ich bin bereit mich gleich ber un mein Gen Elaub und Ge⸗ rr, deinem bet ist mein Gewehr: ich kan da⸗ Est mich in bey gar nichts verliebren; mich st mir deine wird noch jene Crone zieren. ich dich, alb 7. Hilf, JEsu, mir im Glau⸗ ich immer ben kaͤmpfen, und durch dein Blut Jedermann, und meine Tauf, Welt, Teufel, Suͤnd und Hoͤlle daͤmpfen, wohl lühr'n und enden meinen Lauf, Gerhard daß, wenn des Glaubens⸗Kampf sen. und bleib darein, durch und so den Ch⸗ geschehen, ich deine Herrlichkeit mag sehen. ‚ Es. 38, 17. Siehe, um Trost war. 1136. M. An Wasser fluͤssen Bab. ir sey es heilger Geist ge⸗ klagt, daß mein Hertz aller⸗ massen sich fuͤr Unruhe, die es plagt, gantz nicht will troͤsten las⸗ sen, ja ob duů gleich, in meiner Last, ir Troͤstung angeboten hast, faß ichs doch nicht zu Hertzen, drum ist mir auch um Trost sehr baug, denn du vertzirgst dich gar zu lang, uud loͤssest mich in Schmer⸗ en. r Gih doch, dab deine Süßiz; keit, mein hartes Hertz erweiche, damit ieh eins in meineis Leid noch deinen Trost erresche, denn was mir Adam angrerbe, das hat mich, leider! so verderbt, daß ich mir selbst gelassen, nicht kan den Trost und deslen Krast, der alles Gutes in mir schaft, in meiner Seele fassen.— — Ach siehe, wie ich ohue dich muͤst ohne Trost verderben, dar⸗ um eyl und erguicke mich, laß mch nicht Trostlos sterben, schau mich nach deiner Guͤt Ran daß ich mit David sagen kan: Ich ward in Angst gesetzet: Jedoch hat deines Wortes Stimm mein arme Seele wiederuͤm mit reichem Trost ere ö‚— 4. Ach laß mich doch nicht wei⸗ ter Schmertz und weiter Kum⸗ nier haben, ach faug doch an mein mattes Hertz mit deinem Trost in laben, verwaͤndle meiue Angst in Ruh, und sprich mir wieder ana⸗ dig zu, setz mich uach diesem Leben in deine Himmels⸗Freuden ein, wo alles voller Lust wird seyn, so will ich dir Danck geben. 1 Christoph Brunchorst. Matth. 8, 23727. Und JIEsys trat. 137. M. Was tt rhůt das. Di emalles erWunder Mann, Ndem alles liegt iu Fuͤssen, der auch mit einem Worte kan das Meer 2⁰ Iweyter Meer in Grentzen schli und wenn die Tiesen bruͤllen, sie bald vermag zu stillen. a. Meiu Hertz ist wie ein sehwan⸗ Ees Both, das auf den Fluthen schwebet, wo es die uͤberhaͤufte Noth hald auf, bald nieder hebet, der Winde Grimm und Ungeguͤm will mir den Schiffbruch draͤuen, ach!sollt ich, HErr,nieht schreyen? T 3. Ein Abgorund ruft den an⸗ dern an, die Fnth will anich bꝛde⸗ ckeu, mein JElu, du bist Stener⸗ mann, ach! laß dich doch erwe⸗ cen, ach schlafe nicht, mein Ancker bricht, HEer, hilf mir! ieh ver⸗ en der e, HErr,hilf wir leh ich slerbe. 4. Ich straude schon, wo deine Hand nicht Mast nud Segel stuͤ⸗ tzet. Ich gruͤsse schon das Nod⸗ ten⸗Land, wo mich dein Wort nicht schützet. Wach auf! wach auf! und slehe drauf, mein Sch hbeginut zu sin denn ertrincken! . Ich bor ein Wort: Glaub ist klein, und muß e geltehen. Die Furcht uimu Wind, ein Wort hemt alle Wellen, daß sie wie sauste Betten sind, und mich in Ruhe stellen. Das ist der Mann, der alles kan, den schwachen Glauben mehren, und die Gefahr zerstoͤhren, 73 7. Wohlau, in meiner Flagge steht: Jh Ott für mich auf Er⸗ beu, muß alles, was mir wider⸗ stoht, durch ihn beruhigt werden. Ihr Wellen stuͤrmt, ich bin be⸗ schumt und kan als in der Wie⸗ gen, auch in dem Schiffe liegen. 3. Hier ist der guten Hornung Popt, doch seh ich schon von wei⸗ ten, wie endlich mein Conpaß niich dort wird gar gus Ufer leiten, 0 n schliessen, der, wenn er spricht, die Stürme bricht, iff Keh, gch! soll ich laͤßt er endlich Bal wo Sturm und Wind verbam n sind, und wo ich in der Stillen 2. Er m man falle er seine A Diruun siehet Ku einem N. ihr Schild und Aucker⸗Bisd, A. 4. Die sie nicht sinckt und srandet, dütte O. dencket z der HErt Wincken an einige „Die ein ander vor und maus ho —— 5 — ů Kreyß de hat er hir Schutz Drum if lich faͤllt ö D pfindet h dem Gei und sollt verstecker weichet r wenn der Felsen ist mein Hertz drum m schon, al 9S0 Gift ant unverme nun es nachdem angestift 0. Es nichts ge auf unse uns selb gnuͤgen so wohl II. E damit das Hertz vom Unslal wyrde rein, fuͤhrt er hinein, 7·H ö Zweyter Anhang. 5og Aubag d Er meynt es wohl! nicht, daß 6 u aan fall en soll, wenn dem Gefühl Airth.i seine Hand entziehet: Nur die pernunft ist blind; Der Glaube al fehet mnn lon 0—5 als 4½%% einem Pol, dermeynt es woht. Wurter⸗ Bi ů 11. Die Hoͤllen⸗Pfort ist oft der mnd srandel duste Ori, in welchem man ge⸗ det. dencket zu versincken; Bald stillt un du hast aih der HErr den Sturm mit einem zen JCsumi Wincken, und es verschwindet auf h muß es ein einigs Wort die Hoͤllen Pfort. hein Enden 5. Die Todten; Zahl sieht man Das hartegnRein andermal in einem Blick schon alles Gran vor und um sich schweben, und eh Feummer⸗Euh maus host, giebt GOtt ein neues vandelt seyn.Leben, daß man sich steht entfernt tman Rosent 151 finstern Thal der Todten⸗ RuE NhZahl. der Warden 6. Der HEtr erhaͤlt den weiten Kreyß der Welt, den Erden⸗Ball hat er hinein gesetzet; durch seinen Schutz bleibt alles unverletzet. Drum ists gewiß, daß keiner gaͤntz⸗ Ulch faͤllt, den er erhaͤlt. .. 7. Die Bitterkeit, die man em⸗ pfindet heut, kan Morgen schon dem Geist wie Honig schmecken, und sollt er auch noch laͤnger sich 3 W verstecken, so bleibt doch wahr, es weichet mit derZeit die Bitterkeit. 8. Dies mercke auch: Was dir der Schlangen⸗Hauch in Adam schon, als Gift, hat eingeblasen, versucht in dir nunmehr sein letz— tes Rasen; Wo Feur entsteht, da Ffindet sich auch Rauch, diß mercke auch. 99— 9So lang dis Gift kein Gegen⸗ Gift antrift, yflegt es gar still und unvermerckt zu toͤdten; wenn aber nun es selber koͤmmt in Noͤthen, nachdem das Wort den Bußkampf angestift, da braust dis Gift. 10. Es folget nicht, das uns da nichts gebꝛicht, wenn wir fein sanft auf unsern Hefen liegen, daß wir uns selbst an unserm Thun ver⸗ gnügen; daß unsrer Seel alsdann so wohl geschicht, das folget nicht. II. Es ist Betrug, wenn man den ersten Flug, womit die Seel sich lieblich auswetts schwinget, (eh noch das Hertz des Creutzes⸗ Dorn durchdringet,) erkennen will vor Christenthums genug das ist Betrug. ö‚ 12. Vor Sicherheit verwahrt der saure Streit, den man in sich mit Fleisch und Blut muß fuͤhren, wenn sich nunmehr die boͤsen Luͤ⸗ ste ruͤhren. Der Streit verwahrt ö OE Seligkeit!) vor Sicher⸗ heit. 13. Man lernt dabey, was vor ein Held man sey/ ob man nicht vor dem Kampf Triumph gesun⸗ gen, und mit der Zungen nur vor⸗ aus gesprungen; Ach! wie man muß im Leiden seyn getreu, lernt man dabey. ‚ 14. Ist uns denn gut derStreit, im Fleisch und Blut, so muͤssen auch die Kraͤfte in den Luͤften uns nuͤtzlich seyn an Statt uns zu ver⸗ giften; Wer nur in GOtt durch Glauben staͤrckt den Muth, dem ist es gut. 15. Und wenn die Welt uns grimmig uͤberfaͤllt, und mit Ver⸗ folgung uns will unterdruͤcken; ja wenn sie gar uns lockt mit Hu⸗ ren Blicken, besieget doch, wer sich zu JIEsu haͤlt, leicht auch die Welt. 16. Mit einem Wort: Es soll die Hoͤllen⸗Pfort samt aller Macht und Listigkeit der Feinde, nichts schaden dem, der JEsum hat zum Freunde. Denn JEsus ist der Seelen Fels und Hort, mit ei⸗ nem Wort. 17. Mit leiden muß, wer dort den Friedens⸗Kuß auf seinem Thron von ihme will erlangen; Wer Cronen sucht, muß vor mit Dornen prangen, dieweil ein Christ, nach ewig ⸗vestem Schluß, mit leiden muß. 18. Drum frisch hinein, lern nur geduldig seyn, o lieber Christ! laß nichts das Ziel verruͤcken, sey stets getrost, es muß dir endlich gluͤcken; Yy Das 7⁰⁶ zweyter Anhang. Das rothe Meer wird lauter Zu⸗ cker⸗Wein; nur frisch hinein. 19.Den Lob⸗Gesang, mit uͤssem Freuden⸗Klang, eilt Moses schon am Ufer vorzusingen; Sieh Mir⸗ jam dort am Reihen froͤlich sprin⸗ gen. So folget dir auf deinem Creutzes⸗Gang der Lob⸗Gesang. 20. Der Jubel⸗Schall giebt ei— nen Gegen⸗Hall von oben her von den verklaͤrten Choͤren: Man kan im Geist die Engel⸗Stimmen hoͤ⸗ ren. Sie ruffen laut; es thoͤnet überall der Jubel⸗Schall. 21. Preis, Lob und Ehr bringt unserm IJEsu her, der durch das Creutz in diese Freude fuͤhret, das Haupt mit Gold, die Palmen zie⸗ ret. Er bleibt erhoͤht, dringt ihm je mehr und mehr Preis, Lob uud Ehr! Der 7. Psalm. 1140. Mel. Sertzlich thut mich. rrette mich, mein Leben, von meiner Feinde Trutz, du wirst ja nicht zugeben, du GOtt, mein Heil und Schutz, daß mich mein Feind verdringt, und lege mich in Staub, noch daß es ihm gelinge, daß ich hie sey sein Raub. 2. Mein Feind geht und treibt Luͤgen, bey allen, wo er kommt; Er trotzt, ich muß mich schmiegen, mein Brodt er mir wegnimmt: Auf mich er pflegt zu bringen, was er mir Boͤses thut. Soll ihm denn stets gelingen, sein Trutz und Uebermuth) 3. In ihm ist keine Liebe, er he⸗ get List und Grimm, er wuͤnscht, daß mich vertriebe dein Zorn, und daß mirs schlimm und ewig elend ginge, daß waͤre seine Lust, das wuͤnscht er aller Dinge, dir ist es baß bewust. ö 4. Er geht und richt mir Scha⸗ den von allen Seiten an, ist noch bey dem in Gnaden, dem ich nie Leid gethan; der so sich pflaͤg zu stellen vor freundlich gegen mir, der sucht mit ihm zu faͤllen n n immerdar und hier. Kanne; 5. Bey Groͤssen und bey Apird die nen, sind diese wider mich, undssez kein es boͤse meinen mit mir, die rolh des Bosg sich und wollen, ich soll falleng 4. Wen wann ich liege dar, soll keinerndu gethal ter allen mich retten aus Gefahhguss neu 6. Ich hab es zwar verdinn giebt er n mit meiner Missethat, daß nsus Chri nicht Huͤlse gruͤnet; doch weißssso an ih diesen Rath: Wer pflegt zu zu, es nig zu kommen, und sich zu dir bekeh dich zu der wird nebst andern Fromm. Gla auch eudlich mit erhoͤrt. tes Sohr 7. Ich will gar gerne tragen ͤLeiden, wirst mich machen frey, wannSpott u mich gnug geschlagen, und uu Gottes Feind viel Geschrey von meinn Gnad, Fall getrieben, wirst du ihn sh erlassen, tzen hin, mich aber wieder liehg schlecht, und troͤsten meinen Sinn. fassen. 3. Wolan, so will ich lu 6. Fuͤ dich, daß du gnaͤdig bist, und wa so groß, du mich erhoben, und von N ren, erg Feindes List nun wirst errettet bloß, obe ben, so will ich alles Leid in den Bitt, un Gunst vergraben, HErr, hilf Seufzen jederzeit. ans We Joh 2,1.2. MeinełKindlein solh Huͤlf ni 1141. M. Was mein Sott u 7. In Trisch auf, mein' Seel, und un schwach F re nicht, dein JEsus lebtn schwind lebet, sein Aug hat er zu dir richt, sein Fittig ob dir schul bet, er ist dein Heil, dein Ni sag: He und Theil, wie kanst du dochii allen Ze trauren? Der treue Hort in s ich gebr nem Wort verspricht sich sehl will ich zur Mauren. 5. At 2. Ohn ist es nicht, es kraͤng dich an zwar, wo so viel Suͤnd begangi Reitzen und es ist leider! allzuwahr, N sicht a wir in Suͤnd empfangen: Disl die W. sieh darauf, daß in der Taufi veracht solche sind geschencket, und düß nicht! gut, durch Christi Blut, gar iis zur boͤ ins Meer gesencket. thoͤren 3. Ja sprichst du: Wenn 9. L nicht aufs neu den Tauf Bul Eil, ir JEsu uͤbertreten; was du versehen haß ö berel zweyter Anhang. 7oy 3911 faͤllen nheren, und dann GOtt abgebeten; hier. ö n und bey g wird dich gern aufnehmen, wenn lit mir, die roll hez Bosen recht will schämen. ich soll fallenh 24. Weun es dich schmertzt, was ar, soll keinerndu gethan, es nimmer zu begehen, ten aus Gefah aufs neue GOtt gelobest an, ver⸗ zwar verdien giebt er was geschehen: Weil IE⸗ sethat, daß Mus Christ, der Mittler ist fur die, et; doch weißssso an ihn glauben. Doch siehe Zer pflegt zu h zu, es nicht mehr thu, der Gnad ich zu dir bekehl dich zu berauben. dern Fromm 5. Glaub vest an IEsum, GOt⸗ erhoͤrt. tes Sohn, daß durch sein Tod und gerne tragen Leiden, durch seine Wunden, n frey, wannSpott und Hohn, nunmehr auf lagen, und ml Gottes Seiten, Gerechtigkeit, irst du ihn sih erlassen, du bist gerecht, wo du ihn r wie der liebg schlecht, im Glauben weist zu en Sinn. fassen. will ich lohh 6. Fuͤhlst du den Glauben nicht g bist, und weß so groß wie du wol moͤchst begeh⸗ „und von I ren, ergib dich GOttes Willen virst errettet bloß, ob er dir woll gewaͤhren die s Leid in den Bitt, und trau, daß er genau dein HErr, hilfn Seuften hoͤr und kenne, halt dich ....ans Wort, bet immerfort, der Kindlein solh Huͤlf nicht Zeit benenne. ein SOtt u 7. Imgleichen, wenn die Liebe Seel, und in schwach, die Hofnung will ver⸗ JEsus lebth. schtvinden, und heißt: Daß doch at er zu dir der Freuden, ach! kein Fuͤhlen ob dir schih und Empfinden; sey in GOtt still, eil, dein A sag: HErr dein Will gescheh zu ist du dochsi allen Zeiten, das Best wird seyn, le Hort in s ich geb mich drein, wie dus schickst, icht sich se will ichs leiden. 3. Auch wenn das Fleisch selbst ht, es kraͤnch dich anficht, die Suͤnde lockt mit und beganghl Reitzen, der Satan dich im Siebe mlzuwahr, df sicht arglistig, wie den Weitzen, angen: Dil die Welt bald lacht, bald haßt, der Tauf i veracht, es scheint, Gott woll ket, und di nicht hoͤren, ja hast wol schwach ö zur boͤsen Sach gar lassen dich be⸗ thoͤren. 9 ö 9. Lauf unverzuͤglich und mit Tauf⸗B Waftheteg Nesu Christo, daß er heil, was sll nur zu Fuß, und thue Buß, er schwach, an dir starck mach, und ö seinen Geist dir gebe, der in dir der mich, und zokein Schertz, und sich dein Hertz Cil, in allen diesen Dingen, zu scheinet zu mißlingen, daß er, was bleib, zum Guten treib, dem Boͤr sen widerstrebe. 10. Gewiß, es ist kein Noth so schwer, so bitter ist kein Leiden, es druͤck das Creutz auch noch so sehr, Schmertz sey auf allen Seiten, der Muth nicht steh, der Leib vergeh; darum doch nicht verzaget, GOtt lebet noch, sitzt nicht zu hoch: Nur frisch auf ihn gewaget. 11. Wohl, wohl, und ewig, ewig wohl! wer steif auf GOtt vertrau⸗ et/ es gehe, wie es mog und soll, er hat sehr vest gebauet, wenn bricht t, die Welt, der Himmel faͤllt, sein ey von meilg Gnad, Heil bereit, die Suͤnde dir Glaub wird doch nicht fallen, das Wahrheits⸗Wort steht fort und fort, GOtt hilft den Seinen allen. 12. Und sollt es auch der Tod gleich seyn, so gib dich doch zufriet den, stell liebe Seel! das Trauren ein, du bleibest ungeschieden von dem, der ist dein JEsus Christ, im Tod ist er dein Leben, was willt du mehr, o freu dich sehr! Be⸗ denck, was dir gegeben. 3 Cor. 4, 17. 18. Unsere Truͤbsal, die zeitlich und leicht ist. 1142. M. Alle Menschen muͤssen. Gluct zu, Creutz! von gantzem Hertzen, komm, du angeneh⸗ mer Gast! dein Schmertz macht mir keinen Schmertzen, deine Last auch keine Last.—.— 2. Creutzes Schmach ist keine Schande, es ist auch kein Schimpf darbey, denn die harten Creutzes⸗ Bande, folgen nicht auf Buͤberey. 3. Sondern sind der Wahrheit Zeichen, vor die auch Sanet Stephanus zu Jerusalem erblei⸗ chen und erbaͤrmlich leiden muß. 4. Hieng doch JEsus unser Le⸗ ben, unser schoͤnster Braͤutigam, welcher sich fuͤr uns gegeben, selb⸗ sten an dem Creutzes⸗Stamm. Und wie ist er doch den Sei⸗ nen in der Ljebe beygethan, wenn Yya sie 708 zweyter Anhang. sie bittre Thraͤnen weinen unter dieser Creutzes⸗Fahn. 6. Alle Zeugen und Bekenner ruͤhmen jene Fesseln noch, und die Bande frommer Maͤnner samt H der Maͤrt'rer Creutzes⸗Joch. 7. Gluͤck zu, Creutz! du lieber Bothe der zukuͤnstigen Herrlich⸗ keit, der Serechten in dem Tode liebliche Zufriedenheit. 8. Komm, du Freundin aller Frommen! Dein Gedaͤchtniß ruht in mir, komm, ich heiß dich 17. Laßt uns vor die Thore/ i in Johannes 2. v. 1. bis 1i. 1143. Mel. Soit des Fimmih Ge und Wirth der fromm⸗ Leute, o! du holder Mi schen⸗Freund, du befindest dl noch heute, wo man dich von tzen meynt;wo du eingeladeni da wird alles Creutz versuͤßt,. Sorgen? 2. Gehe nicht vor mir vorüün a. Mu eh lasß mein Hertz ein Cana sahh al 9. Die ans Creutz geheste Wahr⸗Denn du kehrest doch viel liehn heit sitzt in Majestaͤt jetzund, und bey betruͤbten Seelen ein, als ö mit Begier. ö die Liebe herrscht in Klarheit, die man es mit der Welt, und mit 1 ja willkommen, und umfaß dich zuvor im Leiden stund. rer Wollust haͤlt. 19. Ja im Himmel steht ge⸗ 3. Es gebricht uns oft am bes schrieben der Bekenner werthe wie es dort am Wein gebrach, Zahl, und der Braͤutgam ruft: du machest deinen Gaͤsten oft e Ihr Lieben kommt und halt't das trockenes Gelach, und so heis Hochzeit-Mahl. also denn Cana kein Canatig ö 11.O! wer will nun nicht mit 4. Bitten wir um deine Ga RMII Freuden, Creutz, Verfolgung, ach! so scheints, als wolltes ö Hohn und Spott samt der groͤ nichts mit uns zu schaffen hah⸗ sten Marter leiden, ja den aller⸗ Ja, du sprichst uns harter zu, des l aͤrgsten Tod. Stunde sey nicht da, und dieh sey froölich 1F74 12. Jagt die Stimme doch des noch nicht nah. u Lieben, und ein eintzig Liebens⸗ g. Doch, wenn man es nichtän Scbmerß Wort, aller was uns kan betrůͤben meynet, so ist deine Meynung gih Het die 0 nebenst aller Schande fort. und wenn man hat ausgeweing vrennende 13. Drum so kommt ihr Creu⸗ solgt das suͤsse Trauben ⸗Blh Will tzes Bruͤder! folget unserm Bru⸗Wer zuvor das Wasser trug,süll, Wiit ö der nach; Kommt und singt ihm mit Weine seinen Krun. then neue Lieder mitten in der Todes ⸗ 6. Laß mich deine Weise lernn üguchner 140 Schmach. du kömmst jangsam, aber gu en. di 1 14½ Band und Striemen sind Will die Hülfe sichentfernenall au Eunt uns Kronen, unser Schmuck und mir einen guten Muth, du schenss 2 Eigenthum, und die Kercker sind erstlich Wermuth ⸗Wein, und 6.Rich uns Thronen, Schmach und letzt anch Neetar ein. ae 6f Schande unser Ruhm. 7. Endlich wird die Stuhh dein Ste 16. Kommet! denn die Engel schlagen, die zum helsen ausgesehs den Ste weinen vo Flammen nenden K leider! de soll ich nur 4. Ach ö bringen, wenn uns gleich die] und die Hofuung Palmen tragt undin d. Welt veracht und wir mit dem wenn ich auf das Leid ergoßl demgem Milch und Honig schmecken als war ich in Canaan.„ Mu 2. Wenn ich auch in dieseme ten zeitli ben stets aus Mara trincken mu Codes so wirst du im Himmel geben di Lodes 9 ö Tode ringen, Kraft und Staͤrcke, ö Sieg und Macht. 16. Sehn wir doch den Himmel offen, wann man uns zur Marter zieht. O! erwegt was da zu hof⸗ sen, wo das Auge JEsum sieht. i „ rdie Thore Hutten auh Gott laßt Al do in des Vuhh II I. bis 1i. des Himmih der frommg holder M befindest d dich von eingeladenhs utz versuͤßt, mir voru n Cana st och viel liahg len ein, als m lt, und mitti V zweyter Anhang. 709 —— ger Wollust Ueberfluß, venn mein hertz in jener Welt mit dir ewig zeit haͤlt. ö Hohel. Salom. das 3. Cap. 44. MLobe den Erren den. Die Braut. ast du dann, JIEsu! dein An⸗ gesicht gaͤntzlich verborgen daß ich die Stunden der Naͤchte wuß warten bis morgen? Wie hast du doch, Suͤssester! moͤgen annoch bringen die traurigen Sorgen? Der Braͤutigam. 2. Must du dann Liebste, dich also von Hertzen betruͤben, daß ich ein wenig zu lange bin aussen ge⸗ blieben? Weist du denn nicht wie ich mich habe verpflicht, Liebste, dich ewig zu lieben? 1 Die Braut. ö in gehmngh 3. Meine betruͤbete Geister die Gästen ost h weinen von Hertzen weil nun die und so hess in Canarien. deine Ga ls wollend chaffen hab arter zu, des und die Hul an es nichts Neynung guh ausgeweine auben⸗Bl sser trug, sül trug. Weise lern u, aber gu ntfernen/gi th, du schens Wein, und x die Stun fen ausgest almen tragth Leid ergog hmecken kan aun. in diesem i rincken muß iel geben di⸗ 4 Flammen und Funcken der bren⸗ nenden Kertzen in Liebes-Glut, leider! dein Zuürnen austhut; soll ich nun dieses verschmertzen? Braͤutigam. 4. Ach! du bekuͤmmerte Seele sey froͤlich von Hertzen, stille die traurigen Sorgen und quaͤlende Schmertzen; keine Suͤndfluth til⸗ get die feurige Glut meiner Lieb⸗ brennenden Kertzen. Braut. ö‚ 5. Willt du mich lassen in No⸗ then, o JEsu! verderben? Ey nun so lasse mich, Suͤsser, doch se⸗ liglich sterben, auf daß ich kan, dor⸗ ten, die himmlische Bahn, endlich aus Gnaden ererben. Braͤutigam. 6. Richte dich, Liebste nach mei⸗ nem Gefallen, und glaͤube, daß ich dein Seelen⸗Freund immer und ewig verbleibe, der dich ergoͤtzt, und in den Himmel versetzt, aus dem gemarterten Leibe. Braut. 7. Muß ich in diesem betruͤbe⸗ ten zeitlichem Leben, gleich in des Todes gefaͤnglichen Schrancken stets schweben, so wird mir dort JEsus, am seligen Ort, himmli⸗ sche Freyheit doch geben. Braͤutigam. 8. Traue nur sicher, und bleibe bestaͤndig im Glauben, ob gleich Tod, Teufel und Hoͤlle sich bruͤ⸗ sten und schnauben, sollen sie doch nicht in ihr hoͤllisches Joch dich aus den Haͤnden mir rauben. Braut. 9. Hiermit so wil ich gesegnen die irrdischen Freuden, hiemit so will ich vom zeitlichen Leiden ab⸗ scheiden, ewige Lu st wird mir odort werden bewust, wann mich der Himmel wird weiden. Braͤutigam. 10. Hertzlich verlangende See⸗ le nach himmlischen Freuden, ey nun! so schicke dich selig von hin⸗ nen zu scheiden, troͤste dich mein, daß ich dein Hirte will seyn, und dich erquicken und weiden. Braut. 11. Ade, o Erde, du schoͤnes doch schnoͤdes Gebaͤude: Ade, o Wol⸗ lust, du suͤsse, doch zeitlicheFreude, Ade, o Welt! mir es nicht laͤnger gefaͤllt darum zu JEsu ich scheide. Braͤutigam. ů 12. Ach nun willkommen, mein Erbtheil, vom Vater gegeben, er⸗ be die Schaͤtze des Himmels und ewiges Leben, da du mit mir, vor dis Welt⸗Leiden allhier ewig in Freuden sollt schweben. Der 88. Psalm. 1145. M. Ach GOtt vom Simm. Hal der du vormals hast dein Land mit Gnaden angebli⸗ cket, und des gefangnen Jacobs Band geloͤst und ihn erquicket, der du die Suͤnd und Missethat, die dein Volck vor begangen hat, hast vaͤterlich verziehen. ů 2. HErr, der du deines Eisers Glut zuvor hast abgewendet, und nach dem Zorn das suͤsse Gut der Lieb und Huld gesendet, ach from⸗ mes Hertz! ach unser Heil, 4* Vys 9 Krieges Schluß, der WaffenRuh,deß er diesen Ruhm mag haben wird sich GOtt schon wieder zu 71⁰ zweyter Anhang. weg, und heb auf in der Eil, was Der 13. Psalm. uns betrübt und kräͤncket. 1146. Mel. Aiebster JEsu wi wann du 3. Loͤsch aus, HErr deinen gros⸗ Err, wie lange willt du duhl wann du sen Grimm, im Brunnen deiner mir dein Huͤlfund Trossuns Macht a Gnaden, erfreu und troͤst uns wie⸗Psagen? Soll ich meines Truͤhslh seiner Er derum, nach ausgestandnemScha⸗ Joch immerzu noch laͤnger tram sie deine den. Willt du denn zürnen ewig⸗Sollen deiner Güte Strassa Alles lich, und sollen deine Fluthen sich mein Gesichte nicht bemahlenl ist umrin ohn alles End ergiessen? 2. Soll mein armes Seelelhl ner Sorg 4., Willt du, o Vater, uns denn Tag und Nacht erbaͤrmlich ss er weg, m nicht, nun einmal wieder laben:gen? Soll ich schwere Hertzuh Seel haͤl Und sollen wir in deinem Licht Pein mich so aͤngsten alle Morgas Sturm nicht wieder Freude habene Ach Willt du diese, so mich hasss 6. We geuß aus deines Himmels Haus, uͤber mich sich freuen lassen? hrennt, HErr, deine Güt und Segen aus z. Schaue doch aus deinens bricht, we auf uns, und unsre Haͤuser. Saal, schaue doch vom hoͤhns ne blend: . Ach! daß ich hoͤren sollt das Throne, und erwege meine Ouaus Wort erschallen bald auf Erden, leutchte mich, der ich hie wohnei daß Friede sollt an allem Ort, wodes Clends truben Lande, sieh Christen wohnen, werden, ach!mich vom Todes Bande. daß uns Gott doch sagte zu des 4, Laß dem Feinde ja nicht ⸗ 259½%7* 4. Siel und alles Ungluͤcks, Ende. daß nun meine Lnst und Ruh s 6. Ach! daß doch diese boͤse Zeit in seiner Macht vergraben, di sich stillt in guten Tagen, damit mein Widersacher siege, und uun wir in dem grossen Leid nicht Geist darnieder liege. mochten gantz verzagen! doch ist F. Doch jch hof, und bin ersten ja GOttes Hulfe nah, und seine wegen deiner grossen Guͤte, Gnade stehet da all denen, die ihn mein Hertz ist stets bereit, HE fuͤrchten. mit danckbarem Gemuͤthe 7. Wann wir nur fromm sind, ein'n Lob; Gesang zu singen, den du hilfst in allen Dingen. I. uns wenden, den Krieg und alle Der 121. Psalßm. andre Noth, nach Wunsch, und 1147. M. Nicht so traurig, nich also enden, daß seine Ehr in un⸗ Ich erhebe HErr zu dir mei serm Land, und uͤber alle werd er⸗beyden Augen⸗Licht, mein kannt, ja stetig bey uns wohne. sicht ist fuͤr und fuͤr zu den Ber à. Die Guͤt und Treue werden aufgericht, zů den Bergen da schon einander gruͤssen muͤssen: ab, ich mein Heil und Huͤlfe hah Gerechtigkeit wird einher gehn‚ 2. Meine Huͤlfe koͤmmt all und Friede wird sich kuͤssen: Die von des Hoͤchsten Haͤnden her! Treue wird mit Lust und Freud so künstlich, hübich und fein, H auf Erden blühn, Gerechtigkeit mel, Erde, Luft und Meer, wird von dem Himmel schauen. was in dem allen ist, uns zum „?. Der HErr wird uns viel Gu⸗sten ausgerüstt. ö tes thun, das Land wird Früchte i ͤ geben, und die in seinem Schoosseso mein Hertze! wohl in acht ruhn, die werden davon leben: Wann du gehest, geht er mit/ u Gerechtigkeit wird dennoch stehn, bewahrt dich Tag und Nach Wort, ni und stets in vollem Schwange Sey getrost, das Hoͤllen⸗ 3 Ichl gehn, iur Ehre seines Namens. swird dr schaden amin, g verlassen, 4² N wann du: er dein G 2 (Iobab 9½ doch sperren? Creutzes- des HErr mag der Gott gel da ich die gewandel 2. Ich und Zorr tragen, ir bohrn, ba gen mit Zeit gan GOtt m Zweyter Anhang. ————— Psalm. 4. Siehe, wie sein Auge wacht, ster JEsu wij wann du liegest in der Ruh; es willt du duhl wann du schlaͤfest, koͤmmt mit Hfund Trosthhs Macht auf dein Bett geflogen zu eines Truͤhsͤch seiner Engel guͤldne Schaar, daß Hlanger tragnhs sie deiner nehmen wahr. zute Strah 5Ailes, was du bist und hast, ht bemahlenist umringt mit seiner Hut; dei—⸗ emes Seelelhl ner Sorgen schwere Last, nimmt erbaͤrmlich sl er weg, macht alles gut, Leib und were Hertzu Seel haͤlt er verdeckt, wann dich en alle Morgal Sturm und Wetter schreckt. o mich hassu 6. Wann der Sonnen Hitze uen lassen? hrennt, und des Leibes Kraͤfte Raus deinnl bricht, wann dich Mond undSter⸗ ch vom hohns ne blendt mit dem klaren Ange⸗ e meine Ougi sicht, hat er seine starcke Hand dir ch hie wohneis zum Schatten fuͤrgewandt. Lande, sihs 7. Nun er fahre immer fort, der Bande. getreue fromme Hirt bleibe stets de ja nicht ul dein Schild und Hort, wann dein n mag hahehl Hertz geaͤngstet wird, wann die und Ruh sil Roth wird viel und groß, schließt zergraben, er dich in seinen Schooß. iege, und uu 3. Wann du sitzest, wann du ge. stehest, wann du redest, wann du ind bin erstel hoͤrst, wann du aus dem Hause sen Guͤte, I. gehst, und zuruͤcke wieder kehrst, bereit, Hei wann du trittst aus oder ein, woll namn er dein Gefaͤhrte seyn. P. Gerh. u singen, den Der 86. Psalm. zingen. J.H 1148. M. Was mein GOtt will. Psalm. J5 habs verdient, was will ich raurig, nih doch mich wider GOtt viel zu dir mein sperren? Komm immer her, du Leicht, meing Creutzes-Joch, und bitter Kelch zu den Berhl des HErren, ohn Angst und Pein dergen da sii mag der nicht seyn, der wider 1d Huͤlfe hahl GOtt gehandelt, wie ich gethan, koͤmmt alli da ich die Vahn der schnoͤden Welt aͤnden herii gewandelt. ind fein, Hn 2. Ich will des HErren Straf id Meer, i und Zorn mit willgem Hertzen uns zum N tragen, in Suͤnden bin ich ja ge⸗ erFuͤsse Trl gen mit eitler Freud oft meine ohl in achl Zeit gantz liederlich verzehret, ht er mit, u GOtt meinen Hort, in seinem und Nach Wort, nicht, wie ich soll, geehret. sch Hoͤllen⸗ Hun 3.Ich habe den gebahnten Steg nmermehi verlassen, und geliebet den gotto⸗ 4. Si ö bohrn, bab auch im Suͤnden⸗Wa⸗ vergeßnen Irreweg, drum wird auch nun betruͤbet mein Hertz und Muth durch SOttes Ruth, er haͤlt ein recht Gerichte fuͤr sei⸗ nem Thron, giebt Sold und Lohn mit voͤlligem Gewichte. 4. GOtt ist gerecht, doch auch darbey sehr fromm und voller Guͤte, die Vater Lieb und Mut⸗ ter Treu die wohnt ihm im Ge⸗ müuͤthe, GOtt zuͤrnet nicht, wie wohl geschicht, bey uns hier auf der Erden, da mancher Mann nicht wieder kan zur Suͤhn er⸗ weichet werden.———R— 5. Nein traun, das ist nicht GOttes Sinn, sein Zorn, der hat ein Ende, wann wir uns bessern, faͤllt er hin und macht die stren⸗ gen Haͤnde sanft und gelind, hort auf die Suͤnd hier bey uns heim⸗ zusuchen, GOtt kehrt den Grimm mit Gnaden uͤm, und segnet nach dem Fluchen. 6. Das wird fuͤrwahr auch mir geschehn, es soll ein jeder spuͤren, Gott wird einmal zum Rechten sehn, und meine Sach ausfuͤhren, sein Angesicht, wird mich ans Licht aus meiner Hoͤle bringen, daß seine Treu ich frisch und frey erzaͤhlen moͤg und singen. 7. Drum freut euch nicht, ihr meine Feind, ob ich danieder lie⸗ ge/ denn mein GOtt wird, eh ihr vermeint mir helsen, daß ich sie⸗ ge, sein heilge Hand wird meinen Stand schon wieder veste gruͤn⸗ den, es wird sich Freud und gute Zeit nach truͤben Wetter finden. 8. Ich bin in Noth, und weiß doch nicht von rechter Noth zu sagen, denn GOtt ist meines Her⸗ tzens Licht, wo das ist, muß es tagen auch in der Nacht, da sich die Macht der Finsterniß vermeh⸗ ret, wann dieses Licht mir scheint so bricht und faͤllt, was mich be⸗ weret. 9. Es kommt die Zeit, und ist nicht weit, da will ich jubiliren, der 71¹⁸ zweyter Anhang. der aber, der mich jetzt verspeyt, und Lust hat zu vexiren in meiner Noth: Wo ist dein 6Ott? Der wird mit Schanden stehen, er wird mit Hohn, ich mit der Kron der Ehren davon gehen. P. G. Jerem. 31, 18720. Ich habe wohl. 1149. W. Nun freut euch lieben. Ist Eyhraim nicht meine Kron, und meines Hertzens Wonne, mein trautes Kind, mein theu⸗ rer Sohn, mein Stern und meine Sonne, mein Augen ⸗Lust und edle Blum, mein auserwaͤhltes Eigen— thum, und meiner SeelenFreude? 2. Ich hoͤre seines Seuszens Stimm, und hochbetruͤbtes Kla⸗ gen: Mein GOtt hat mich/pricht Ephraim, gestraft und wohl ge⸗ schlagen; Er sucht mich heim mit harter Zucht, das ist mein Lohn, das ist die Frucht und Nutzen mei⸗ ner Suͤnden! 3. Hoͤr alle Welt! ich bin ge⸗ treu, und halte mein Verspre⸗ chen; was ich geredt, da bleibt es bey, brechen: Das soll mein Ephraim gar bald erfahren, und mich der⸗ gestalt recht aus dem Grund er⸗ kennen. 4. Ich denck noch wohl an mei⸗ nen Eyd, den ich geschworen habe, da ich aus lauter Guͤtigkeit mich mein Wort werd ich nicht 7. Nun kehrt zu mir m Ephraim, sucht Gnad in mas Armen, drum bricht mein 9 gegen ihm, ich muß mich seing barmen. Der Unmuth fallt mit Gewalt, meinEingeweideh und walt in tꝛeuerLied und Gah S. Kommt, alle Sunder! kom zu mir, hereuet eure Suͤnden m suchet Gnad an meiner Thuͤrz sollt sie reichlich sinden. Wer mit Ephraim bekehrt, wird gu mit Ephraim erhoͤrt, und hierm dort getroͤstet. P. Gerhan Micha 7,9. Ich will des HE I50. M. uch GOtt und n Kenm, CreußesLast, du ther Gast, ich wil dich wil muth und Suͤnde wol verschulhe 3. Ich sag es recht: Ich Las Knecht hab oͤfters mißgehand denSuͤnden⸗Pfad durch Misseth von Jugend auf gewandelt. 4. Dadurch hab ich gestuͤth mich in ewiges Verderben; 3 můͤste fort zur Hoͤllen Pfort/ un boͤses Todes sterben. 8 3. Wo deine Gunst und Lieh Brunst nicht vor den Riß geih ihm zu eigen gabe; Ich sprach: Du hast mein Hertz erfuͤllt mit deiner Lieb, ich bin dein Schild, und mills auch ewig bleiben. S. Ich will mit meiner starcken Hand dich, als ein Vater, fuͤhren; dich selbst will ich und auch dein Land auf schoͤnst' und beste zieren; und wirst du mir gehorsam seyn, so soll dich meines Segens Schein ohn alles End erfreuen. 6. Wo du dich aber boͤsen Rath wirst von mir wenden lassen, so will ich deine Missethat heimsu⸗ chen, doch mit Massen; Und wenn du wieder kehrst zu mir, so will ich wieder auch zu dir mich mit Er⸗ ten, und nicht dein Sohn, mi Gnaden ⸗Thron, bey dir mich gebeten.*— 6. Weil du denn bist zu je Frist, mein GOtt! sehr reich vn Guͤte, wo sonst dabey ist vollerg und Busse das Gemuͤthe. 7. So glaub auch ich gantz cherlich, du wirst mich lassen si ren dein Herrlichkeit, und mit! Zeit mir meine Sach ausfuͤhren, 3. Du wirst, mein Gott! a Hohn und Spott ans Licht mit endlich bringen, der Feind Schaar nicht immerdar es lass so gelingen. ö harmen kehren. 9. Drum, CreutzesLast, ko wert Lrinhirulier werther tragen/ e ist/ u Hos. 6, 11571. ömn ko! kehrn zi ter kein Wof Mor rt zu mir Gnad in wast icht mein dun nuß mich seing umuth faͤllt uj Eingeweibel Lieb und Gah Suͤnder! komp ure Sünden/ in ieiner Thuͤrz inden. Wersh kehrt, wird ai D. Gerhan will des HEnn Ott und Hn esLast, durin will dich wil Christ, so froms seine Plagen, r gern den Linen Eyfer di ut mein Freul wol verschulhn cht: Ich Lasth 5 mißgehande durch Misseth⸗ gewandelt. b ich gestuͤch zerderben; R len⸗Pfort, I en. inst und Lieht den Riß geth in Sohn, mil ey dir michli in bist zu jeh sehr reich vu ey ist vollerg muͤthe. tragen, weil jeder Christ, so fromm dessen Macht kein Unglück saͤllt dessen da sein Eifer umgestürtzet, seine Gnad oͤrt, und hierms sei Eif gest zet, mit ergrimmten ö uns, da er uns geschmissen, erbaͤrmlich zugericht, doch dessve, schlaͤgt und plagt, unsers Hertzens Sorge seyn, wir Gott, des wir uns nennen, zweyter Anhang. werther Gast, ich will dich willis er ist, muß haben seine Plagen. Hos. E, 1. 2. Kommt wir wollen. 1151. M. Freu dich sehr, o meine. ommt, ihr traurigenGemüter, kommt, wir wollen wieder⸗ kehrn zu dem HErren, dessen Guͤ⸗ ter kein Verderben kan verzehrn, en Gnade wiederstellt, was bleibt unverkurtzeeete 2. Zwar er hat uns ja zurissen, Angesicht, und sehr Sonne noch nicht leuchtet, mit dem frischen Thau befeuchtet. Paul Serhard. Roüm. ⁊/ Ich sage aber von. 117½. M. Nun laßt uns den L. Meun lieben GOtt ergeb ich +mich, weis er allzeit so vaͤ⸗ terlich und gnaͤdig sich mir hat er⸗ zeigt, ind stets zu helfen ist geneigt. 2. Sein Hulf beut er mir selber an, und spricht: ich wil dich nicht verlahn; Ruf in der Noth getrost zu mir: Mein Sohn, Christus, soll helfen dir. 3. Ach! GOtt, wie ist mein Glaub so schwach, so will das 2272 22725 Eben der uns wird die Wun⸗ wieder heilen gen unverzagt! den unser Suͤnden und verbinden. 3. Alle Noth die mich umfan⸗ gen, springt fuͤr seinen Arm ent⸗ zwey, wenn zwey Tage sind ver⸗ gangen, macht er uns am dritten frey, daß wir, wenn des dritten Licht durch des Himmels Fenster bricht, froͤlich auf erneuter Erden, fuͤr ihm stehn und leben werden. 4. Alsdenn wird man acht drauf haben, und mit grossemFleis⸗ se sehn, was fuͤr Wunder⸗Gnad und Gaben uns von oben her ge⸗ Da wird dieses nur Vii a schehn. moͤgen recht und wohl erkennen. 5. Denn er wird sich zu uns ma⸗ chen, wie die schoͤne Morgenroͤth uͤber welche Lust und Lachen bey der gantzen Welt entsteht, er wird Fleisch auch nicht hinnach, dem Geist wills nicht seyn unterthan, es will nur schlecht den Irrweg gahn. 4. Der Zweifel trist mir oft das Hertz, Gesetzes Fluch erregt viel Schmertz, es treibt und mahnt ohnunterlaß, nun soderts dis nun soderts das. . Ach! meine Kraft ist viel zu chwach, dem Guten recht zu setzen nachz ich leider! bin zu sehr ver⸗ derbt, die boͤse Lust hab ich ererbt. 6. O wie ist das so schoere Pein, nichts haben und viel schuldig seyn, und da auch gar kein Hof⸗ nung ist, daß man moͤcht zahlen eine Frist. 7. HErr GOtt! die Schuld be⸗ kenn ich dir, ach! geh nicht ins Gericht mit mir, ich will dir brin⸗ gen einen Mann, der fuͤr mich hat „Igenug gethan. gen an, denn er allein bezahlen — 3.0 Viter! nimm den Buͤr⸗ ich ich gant kommen uns zur Freud eben zu derkan, mit sein m Gehorsam und nich lassen s rechten Zeit, voller sůsser KraftGeduld, was Adam hat und wir ꝛit, und miti und Segen, wie die fruͤh und spa⸗verschuldt. Iheuhren ten Regen. 9. Auf ihn setz ich mein Heil und in Gott! 6. Ach l.wie will ich dich ergs,Trost, der mich durch sein Blut ans Licht nih tzen, o mein hochgeliebtes Volck!hat erlöͤst, und nehm an die Ge⸗ der Feind Meine Gnade soll dich netzen wie rechtigkeit, die er mir selber an⸗ erdar es lase ein ausgespannte Wolck, eine serbeut. 10. Die kanst du ja verschmaͤhen nicht, dieweil es ihr an nichts ge⸗ Y y 9 bricht: Wolcke die das Feld, wenn der Morgen weckt die Welt/ und die esLast, kom werth⸗ 7¹⁴4 Zweyter Anhang. bricht: sein Opfer wollst du sehen an, und was er sonsten hat geihan. II. Daß ich durch ihn der Sün⸗ den frey, in deinem Reich ein Mitt⸗ Erb sey und dir mit allem Him⸗ mels, Heer, moͤg ewig singenPreis und Ehr. N. Heermann. Der 62. Psalm. I153. M. Du o schoͤnes weltgeb. eine Seel ist in der Stille, troͤstet sich des Hoͤchsten Kraft, dessen Rath und heilger Wille, mir bald Rath und Huͤlfe schafft: Der mehr kan/ als alle Goͤtter, ist mein Hort, mein Heil, mein Retter, daß kein Fall mich stuͤrtzen kan, tret er noch so hef⸗ tig an. —— die Huͤlfe nicht bald heute, sih doch der Muth nicht hin: Eun dern schuͤttet aus dem Hertzen gn res Hertzens Sorg und Schmp tzen, legt sie vor sein Angesich, traut ihm vest und zweiselt nich 7. GOtt kan alles Ungluͤckn den, wirds auch hertzlich gem thun, denen, die sich zu ihm wun den, und auf seine Guͤte rnin ihr Vermoͤgen ist nicht tuͤchih waͤr es gleich noch einst so gun uns zu machen frey und los. fuͤllen Sinnen, Augen, Ohrn kommts zur That, so sind sie todt 2. Meine Hasser, hoͤrt wie lange stellt ihr alle einem nach? Ihr macht meinem Hertzen bange, mir zur Ehr, und euch zur Schmach, geht wie mit zerrißnen Mauren, und mit Waͤnden, die nicht dau⸗ ren, mit mir um, und seyd bedacht, wie ich werde todt gemacht. 3. Ja fuͤrwahr, dis eingeden⸗ cken, die, so mir zuwider seynd, wie will man ihres Thuns und G chen eine Prob und Rechnu machen, nach dem Ausschlag di Gewichts, sind sie weniger den nichts. ö 9. Laßt sie fahren, lieben Kin der da ist schlechter Vortheil bey habt fuͤr allem, was die Suͤndn srechlich treiben, Furcht und Scheu; Laßt euch Eitelkeit nicht sie mir mein Lebeu sencken dahin, fangen, nach dem Nicht'gen nicht da kein Licht mehr scheint: Dar⸗ verlangen: Kaͤm auch Gut und um geht ihr Mund aufs Lügen, Reichthum an, ey, so haͤngt das und das Hertz auflauter Truͤgen: Hertz nicht dran. Gute Wort und falsche Tuͤck ist 10. Wo das Hertz am besten sth⸗ ihr bestes Meister⸗Stück. he,ehrt am besten GOttes Wort 4. Dennoch bleib ich ungeschre⸗Faus der guldnen Himmels⸗ Hoͤhe, cket, und mein Geist ist unverzagt,denn da hoͤr ich fort und fort, daß in dem Gotte, der mich decket,‚ er groß und reich von Kraͤften, wenn die arge Welt mich vlagt; rein und heilig in Geschaͤften, gü⸗ Auf dem harret meine Seele: Dast ig dem, der Gutes thut: Nun der ist Trost, den ich erwahle: Da ist sey mein schoͤnstes Gut. P. Gerh. Schutz, der mir gefallt, und Er⸗Ps. 68, 6. GOtt ist ein Vater der. rettung, die mich haͤlt. 1154⁴4. M. Zion klagt mit Angst. 5. Nimmer, nimmer werd ich Nichtz betruͤbters ist aufErden, fallen, nimmer werd ich unter⸗ gehn, denn hier ist, der mich vors a nichts kan so zu Hertzen gehn, ls wenn arme Wittwen werden, allen, die mich druͤcken, kan er⸗wann verlaßne Waͤysen stehn ohne hoͤhn, bey dem ist mein Heil, mein Vater, bhne Muth, ohne Freund Ehre meine Staͤrcke, meine Weh⸗u ö nd ohne Gut! Wittwen sind ver re. Meine Freud und Zuversicht laß'ne Frauen, wer thut auf die ist nur stets auf GOtt gericht t. Waͤysen schauen? 6. Hoffet allzeit, lieben Leute, hoffet allieit stasck auf ihn, kommt 2. Wo die Zaͤune sind zerluͤcket, jeder⸗ ö Aber Menschen Huͤlf ist nichth 8. Grosse Leute, grosse Thonyy prangen sehr, und sind doch Koh. jedern ein Ki die A Maut sich di Schir den di + 3. leiden 71 7——— jedermann hinuͤber steigt: auch den, der gesehen und versehn alle ein Kind die Fruͤchte pfluͤcket, da Glücks und Unglücks⸗Faͤlle, was die Aeste sind gebeugt. Wo die es sey, das dich ficht an, dencke, Mauren sind zerspalt't, da sindt zweyter Anhang. Dald heute, nicht hin 260 daß es GoOtt gethan. st nicht tuͤchin ch einst so ih rey und los. „grosse Thorehy d sind doch Kuhh, Augen, Ohrnn, so sind sie todiz Thuns und G und Rechnum n Ausschlag di e weniger denn ren, lieben Kin er Vortheil be has die Suͤnde „Furcht und Eitelkeit nicht Nicht'gen nicht auch Gut und „ so haͤngt daz tz am besten sth⸗ Gottes Wort immels-Hoͤhe, t und fort, daß von Kraͤften/ Heschaͤften, guͤn thut: Nun der Zut. P. Gerh. ein Vater der. gt mit Angst. ist aufErden, Hertzen gehn, ttwen werden, ysen stehn ohne „ohne Freund ttwen sind ver⸗ thut auf die sind zerluͤcket, ö jeder⸗ sich der Feind gar bald, leiden Huͤlf ist nichiy Schirm und Schatten der sie oft preßt, und in Nöothen nur schmiegen, andern unter men, waͤr die Noth noch eins so Wittwen Hertz bestricket. J. Wenn sie bleiben in den wancken, weil er sich zu ihnen haͤlt, werden alles Kummers los, da wem der weichet, den die Hitze bald erreichet. 3. Also muͤssen stets die Armen lauter Ungemach; Ihrer wenig sich erbarmen. Wittiwen schreyen Weh und Ach! uͤber den, stecken laͤßt. Waysen muͤssen sich Fuͤssen liegen. ö ö 4. Also muß es hier ergehen in der Welt auch mir und dir: Way⸗ sen müssen traurig stehen, Witt⸗ wen müssen leiden hier. Denn wie koͤnte GOtt denn mein und der Deinen Vater seyn? Sonsten waͤre GOtt nicht Schlicht und der Waͤysen Sachen Schlichter. 5. Zwar der armen Wittwen Thraͤnen fliessen wohl die Backen los: Demuth ihre Seußzer stoͤh⸗ ren bis zu GOttes Sternen⸗ Schloß: Schreyen uͤber diesen Mann, der die Wittwen aͤngsten kan. Bist der hoͤchste GOtt das en⸗ de und der Wittwen Huͤlse sende. 6. Wittwen sind in GOttes Ar⸗ men: Waͤysen sind in GOttes Schooß: Ihrer will er sich erbar⸗ groß. Ein solch ungerechter Mann tastet GOttes Auge an, der die ar⸗ men Waͤysen druͤcket, und der Schrancken, darein sie GOtt hat gestellt, und von ihm nicht abe⸗ sollen sie im Himmels⸗Schloß, soll nicht mehr, wie auf Erden, Wittwen Noth gehoͤret werden. Jesaid 45, 9. 10. Wehe dem, der 1155. M. Ach was soll ich Sund. 2. Kein Gestirn kan dich begluͤ⸗ cken, keine Goͤttin die man mahlt, dich mmit Huld und Haß bestrahlt; GOtt allein schickt alles Schicken. Was auf Erden wird gethan, das thut GOtt der alles kan. 3. Seine Weisheit wust und sa⸗ he alles/ eh es ward und wird, sei⸗ ne Allmacht auch regiert, was ge⸗ schicht, und was geschahe: Guts und Boͤses tret heran, was GOtt thut, ist wohl gethan. 4. GOtt allein kan alles geben, Hoheit, Ehre, Kunst und Haab: Alles kommt von oben ab. GOtt giebt hier in diesem Leben, was er will nach seinem Rath, wem er geben will, der hat. 5. Erden⸗Thon, der Himmels⸗ Toͤpfer alles hat zu machen Macht, hoch und reich arm und veracht. Orum sey gerne was der Schoͤpfer fuͤr ein Seyn dir zuge⸗ dacht, was GOtt macht, ist wohl gemacht. 6. Siehst du ein Gefaͤß der Eh⸗ ren, und du bist ein schlechter Topf, ein verworfner armer Tropf: Laß den Neid dich nicht beschweren. Sey vergnugt, denck in der Still: GOtt giebt, wem er geben will. 7. Hoͤll und Himmel, Tod und Leben, Fluch und Segen beut er an! deine Wahl die selber kan eins von diesen beyden geben. Waͤhle du das Beste dir, GOtt legt Guts und Boͤses fuͤrn. 8. Siehest du in deinem Leben andre groß dich aber klein, bild dir GoOttes Ordnung ein: Nimm die Stell, die er gegeben, es sey Seep⸗ ter oder Pflug. Wer GOtt ist groß genug. 9. Blinde Unvernunft schweig stille! Er, der Glaub im Hertzen Scu mein Gemuͤth, nicht helle, muyre ja nicht wider — 7 Gottes W redt: Laß es gehen, wie es geht; jlle sey dein Wille, fo⸗ ö dre dient/ 716 zweyter Anhang. dre Gott nicht Rechnung an, was Gott thut, ist recht gethan. 10. Fodre nichts, erwart der Gnaden, schreibe GOttdein Glück nicht für. Ach! du moͤchtst er⸗ bitten dir selber deinen bittern Schaden. Ob es deinen Wahn behagt, gut es ist, wanns GTT versagt. ö 11. Nicht wie reich und hoch auf Erden, nein, wie fromm du hast gelebt, dis im Himmel wird erhebt, und vor GOtt gepriesen werden, lebe, wo nicht wohl, hich recht, GOtt gefaͤllt ein schlechte Knecht. 12. Stehe, mein Gemuͤth, steh veste/ laß dich nicht des Unglucks⸗ Grimm, nicht des Gluͤckes Schmeichel⸗Stimm treiben von dem Felsen⸗Neste, setz dein Gluͤck in GoOttes Haͤnd, Und beharre bis aus End. Offenb. Joh. 3, 19. Welche ich lieb. I56. M. AlleRenschen muͤssen. ey mir tausendmal willkom⸗ men, suͤsses Leiden, liebes Creutz: Odu Manna aller From⸗ men, labest du mich allbereits? Ja, mein JIEsus will mich kuͤssen jetzt in seiner Dornen⸗Kron, und mein Abba laͤßt mich wissen, daß ich sey sein lieber Sohn. 2. O! wie kuͤß ich deine Ruthe, Abba, o ich kuͤsse sie! denn sie thut mir viel zu gute, toͤdtet meine Schlange hie. Denn so schlag, o Vater! sehlage nur noch besser meinen Feind, ders ja warlich all mein Tage niemals gut mit mir Sementt 3. I&su, stuͤrm in mir die Hoͤlle der verkehrten Eigenheit. Brich, zermalme und zerschelle alle meine Eitelkeit: So will ich dir froͤlich fingen Lob und Preis, und Gloria, Hertz und Mund soll noch erklin⸗ gen vom Triumph Vietoria. Der 6. Psalm. 1157. M. Du o schoͤnes Weltgeb. und Nacht 7 Soslen gleich n Wasserfluthen meine Thrang seyn geacht? Meine Thranig, Stroͤme giessen, aͤngsten Ha Gemüth und Sinn, daß ich ni weiß, wo ich hin. den Lasten, die wie tausend Cesh ner schwer, ohne Ruh und ehn Rasten, uͤber tiefe Fluth un Meer mein sehr matter Leib s tragen; Hier ist Zittern, hier s. Zagen, hier ist Schreyen, Achun Weh. Ach weh, daß ich unterggh 3. Sey, HErr, gnaͤdig, sons muß fallen ich, und gaͤntzlich un tergehn. Meine Zunge kaum kn lallen, meine Fuͤsse kaum mehr stehn. Mein Hertz fuͤhl ich nohn lich pochen, Marck ist weg auh meinen Knochen, meine Schon heit wird wie Staub, so werdih des Todes Raub. 4. Ach, du grosser HERR, nü lange, ach wie lange soll ich doch eh ich von dir Trost empfange i⸗ he an des Creutzes Joch? Wen de dich, und hilf der Seele, die in ihres Leihhes⸗Hoͤle, findet wedur Ruh noch Rast, von der schwernn Creutzes⸗Last. 5. Drum, um deiner Guͤte wih len, und um deines Namenz Preis, hilf mit Gnaden ⸗Oele ssil len den betruͤbten Angestschweiß, denn wie kann ich dir doch danken, wenn ich lieg in Todes⸗Schranken, wann ich bin gefesselt ein in dem schwartzen Grabes Schrein. 6. Seufzen hat mir ausgesogen meinen besten Lebens⸗Saft, Thra nen siud wie Wasserwogen, aus den Augen hingeraft: Pfuͤtze naß sind meine Betten, und du HErt, willt mich nicht retten, da ich durch die gantze Nacht schwemme fuͤr der Thraͤnen Macht. 7. Trauren hat von mir gerau⸗ bet, was an mir war wohlgestalt, S'ian HErr, die Eifers Ru⸗ Pen auf mich schlagen Tag meine Schoͤnheit ist bestaubet, schwart welche fliessen, gleich wie Wassh 2. Dein Gritum druͤcket gliih ne u mit —— 65*Ü:ꝛ᷑0li..— en gleich dy meine Throng Reine Thrahgg dollen leich wie Wassh 00 aͤngsten 9. daß ich nich im druͤcket gla hie tausend Ceh eRuh und ohn iese Fluth un matter Leib sij Zittern, hier f chreyen, Ach un daß ich untergeh „ gnadig, soss ind gaͤntzlich un Zunge kaum kn isse kaum mash 6 suͤhl ich nehz arck ist weg alt „meine Schon aub, so werd ih ser HER, uH nge soll ich doch, stempfange,n s Joch? Wen der Seele, die hle, findet weder on der schwern einer Guͤte wis eines Nameis laden ⸗Oele ssih Angestschweif, ir doch danken, desSchranken, selt ein in den Schrein. mir ausgesogen us⸗Saft, Thrai sserwogen, aus st: Pfuͤtze naß und du HErt, — Gott, der meiner Seel Vertreter, retten, da ich acht schwemme Macht. hon mir gerau ar wohlgestalt, ist bestaubet, schwarh⸗ zweyter Anhang. 71 artz, veraͤchtlich, runtzlich, — W von allen Ort und En⸗ den sich die Spoͤtter zu mir wen⸗ en, sagen: dieses Menschen Hertz muß ausstehen grossen Schmertz. g. Weichet weg/ihrulebelthaͤter, ihr Verachter, weicht von mir, tritt aus seiner Burg herfur, und der HErr erhoͤrt mein Weinen, denn ich bin auch von den Seinen, nimmet meius Gebets sich an, als ein treuer Helfersmann. 9. Aller Feinde werd ich lachen, wann in einem Augeublick sie mein GOtt wird schand⸗voll ma⸗ chen, treiben hinter sich zuruͤck, ihnen ihre Schalckheit wehren, daß sie muͤssen ruͤckwerts kehren, fallen in die Gruben ein, da die Hoͤllen⸗Geister seyn. M. Sotthelf Treuer. Joh. 16,20,32, Ihr werdet weinen 1158. M. Lobe den Erren deu. oll ich denn JEsu, mein Le⸗ ben in Trauren beschliessen? Soll ich denn Stuͤndlich dieWan⸗ gen mit Thraͤnen begiessen? Willt du mich nicht, JEsu, mein Leben und Licht, lassen der Freude ge⸗ niessen? 2. Schau doch, wie Thraͤnen und Seufzen mein Hertze abna⸗ gen, wie ich muß jaͤmmerlich lei⸗ den und dulden viel Plagen, daß ich fuͤr Noth oͤfters mir wuͤnsche den Tod, der mich zur Ruhe wird jagen. 3 3. Ist doch dis zeitliche, duͤrsti⸗ ge, fluͤchtige Leben immer mit Krieg und Streit haͤufig und ste⸗ tig umgeben, hier ist kein Ruh, IEsu, dir fliehe ich zu, laß mich im Himmel bald schweben. 4. Ich will was zeitlich ist, ger⸗ ne und willig verlassen, waudern mit JESu, dem Heiland, die himmlische Strassen, ewige Ruh fuͤhlet mein Hertze ja nu,thu mich, du zeitliches Leben! Nunmehro werd ich bey JEsu dort ewiglich schweben, freu Seele dich nu! weil du bekommen hast Ruh, dar⸗ zu das ewige Leben. 1 Cor. 10, 13. Es hat euch noch. 1159. M. Auf meinen lieben S. arum betrůbst du dich, und V thust so aͤngstiglich, mein Hertz! als ob dein Zagen und klaͤglichs Jammer⸗Klagen das Leiden koͤnne stillen, und aͤndern Gottes Willen? 2. O mein] es ist gefehlt; dir ist schon zugezaͤhlt des Creutzes Maaß und Meuge; GOtt hat bestimmt die Laͤnge, wie lange seine Plagen du sollst und kanst ertragen. 3. Doch darob dich erfreu, daß dein GOtt ist getreu, und nicht von Hertzen schlaͤget, noch llzuviel aufleget, die Wunden will verbin⸗ den, und helfen überwinden. 4. Sein allerliebster Sehn, der ewge Gnaden ⸗Thron, hat sich um deinetwegen mit mehr denn tau⸗ send Schlaͤgen am Creutze lassen wuͤrgen; o einen theuren Buͤrgen! 5. Er ist versucht wie du, sein Arbeit bringt dir Ruh, sein Ster⸗ ben ist dein Leben: Wirst du dich ihm ergeben, so wird sein heilges Bůssen dir all dein Leid versuͤssen. 6. Von seiner Creutzes Last du kaum ein Spaͤnlein hast, mein Hertz l auf dich zu nehmen: Drum wollst du dich nicht schaͤmen, noch so daruͤber klagen, es JEsu nach⸗ zutragen. 7. Die suͤndliche Vegier, die an⸗ noch wohnt in dir, will in derglei⸗ chen Noͤthen der fromme Bater toͤdten, wie sonst der Eltern Ruthe den Kindern koͤmmt zu gute. 3. Nicht denck, er hasse dich: Gott, der in Christo sich mit dir versoͤhnt, erkennet, den dein Geist Vater nennet, der hat nie unge⸗ wogen die Liebe ausgezogen. o JEsu, nicht lassen. ö F. Ade! du falsche Welt! ade! 9 Nun, JEsu, liebster Hort! ich wandre willig fort durch 9 0 5718 Zweyter Anhang. Thal der Thraͤnen; nur ist mein Wunsch und Sehnen; Laß mich durch Creutz und Leiden bald kom⸗ men zu den Freuden. Der 97. Psalm. 1 Siteilt ist der öm⸗ as. GOtt gefaͤllt, mein from⸗ Wj mes Kind, nimm froͤhlich an, stuͤrmt gleich der Wind und braust, das ales kracht und bricht, so sey getrost deun dir ge⸗ gibt Sommer, Winter, Tag m wuth un Nacht, daß alles davon lebt n tes Gn⸗ lacht, was Gott gefaͤllt. in deine O. Sein Heer, die Stenm wird dei Sonu und Mond, gehn ab u GOtt g zu, wie sie gewohnt; Die Erß 20. 2 keuchtbar, bringt herfür Kum mels2 Del und Most, Brodt, Weinin Reich! Bier, was GOtt gefaͤlt. schmeck 11 Sein ist die Weisheit uy ohn En x schicht, was Gott gefaͤllt. 2. Der beste Will ist GOttes Will, auf diesen ruht man sanft und still; Da gieb dich allzeit frisch hinein, begehre nicht, als nur allein, was Gott gefaͤllt. 3. Der kluͤgste Sinn ist GOttes Sinn, was Menschen sinnen, faͤl⸗ Verstand, ihm ist bewust undul gesallt. bekandt, sowol, wer Boͤses 0 Ziü und ubt, als auch, wer Gutes tu 1161.U und liebt, was Gott gefaͤlt. Nae 12. Sein Haͤuflein ist ihm si Wẽj 7 und werth: So bald es zu zu weidet, Suͤnde kehrt, so winckt er miti mel⸗ B Vater⸗Ruth, und locket, bis un leitet; wieder thut was GOtt gefall. und kuͤl let hin, wird ploͤtzlich kraftlos, muͤd und laß, thut oft was boͤs, und selten das, was GOtt gefaͤllt. 4. Der froͤmmste Muth ist GOt⸗ tes Muth, der niemand Boͤses goͤnnt noch thut, er segnet, wenn 13. Was unserm Hertzen diey sein's u lich sey, daß weiß sein Hertz j 427. U scomm dabey, der keinem jennah groß er Guts versagt, der Guts gesuch, und thr und nachgesagt, was GOtt gesill in Ang 14. Ist dem also, so mag dee darum uns schillt und flucht die boͤse Welt, die nimmer sucht, was Gott gefaͤllt. 5. Das treuste Hertz ist GOttes genehm, und nimm verlieb nil Welt behalten, was ihr wohlgs auch in fuͤllt; du aber, mein Hertz, hl Pein; het. GOtt und dem, was GOtt gefil. 414.5 Hertz, treibt alles Ungluͤck hinter⸗ werts, beschirmt und schuͤtzet Tag und Nacht den, der stets hoch und herrlich acht't, was GOtt gefaͤllt. 6. Ach koͤnnt ich singen, wie ich wohl im Hertzen wuͤnsch, und wie ich soll, so wollt ich oͤfnen meinen Mund, und singen jetzo diese Stund, was Gott gefaͤllt. 7. Ich wollt erzaͤhlen seinen Rath und uͤbergrosse Wunder⸗ that, das suͤsse Heil, die ewge Kraft, die allenthalben wuͤrckt und schaft, was Gott gefaͤllt. 8. Er ist der Herrscher in der Hoͤh, auf ihm steht unser Wohl und Weh, er traͤgt die Welt in seiner Hand, hinwieder traͤgt 15. Laß andre sich mit stolzen thust, Muth erfreuen uͤber grosses 6u 10,50 Du aher, nimm des Creutzes Las und sey geduldig, wenn du hafß was Gott gefaͤllt. 16. Lebst du in Sorg und gio sem Leid, hast lauter Gram un Hertzeleid: Ey, sey zufrieden, trägst du doch in diesem sauem Lebens⸗Joch, was Gott gefallt. 17. Mußt du viel leiden hie und dort, so bleibe vest an deinen Hort, denn alle Welt und Creatu ist unter GOtt, kan nichts, als nun, was Gott gefaͤllt. ö 18. Wirst du veracht't von e dermann, hoͤhnt dich dein Feind und speyt dich an; Sey wohlge muth, denn JEsus Christ erhoͤhnl uns See und Land, was G0 gefaͤllt. 2. Er haͤlt der Elementen Lauf, und damit haͤlt er uns auch auf, dich, weil in dir ist, was Gol gefaͤllt. ö 19. Glaub, Hofnung, Sansh mu 0 6. S — sus Ch ä zweyter Anhang. *———— ——— Sinter, Tag N muth und Geduld, erhalten 6Ot⸗ davon lebt tes Gnad und Huld, die schleuß t gefaͤllt. in deines Hortzens Schreint, so r, die Stemmm wird dein ew'ges Erbe seyn, was nd, gehn ab in gefaͤllt. Alt. ut; Die Enß e, Deh t herfür Kon, 5rodt, Weinul Reich und Kron, schmecken, hoͤren, sehn, 20. Dein Erb ist in des Him⸗ mels; Thron, da ist dein Seepter, da wirst du da wird ie Weisheit u ohn Ende dir geschehn, was GOtt hewust undu wer Boͤses thu wer Gutes tsu Ott gefaͤll lein ist ihm sih bald es zu in vinckt er mithz dlocket, bis mn Ott gefaͤllt m Hertzen diih 6 sein Hertz,i keinem jenah Guts gesuch as GOtt gefaͤll so, so mag as ihr wohlg⸗ iein Hertz, hil um verlieb ni as GOtt gefaͤl ich mit stolgen er grosses Gu 5 Creutzes Laß, wenn du haßß Sorg und gros ter Gram und sey zufrieden, diesem sauren Gott gefaͤllt leiden hie und ost an deinem t und Creatu nichts, als nut, racht't von ien ich dein Feind Sey wohlgz Christ erhoͤht st, was GOll gefaͤllt. P. Serhard. Der 23. Psalm. 1161. M. Mein HSertzens JEsu. W' kan uns kommen an fuͤr Noth, so uns der HErre weidet, und speiset uus mit Him⸗ mel⸗Brodt und auf die Weide leitet; dazu erquicket unsre Seel, und kuͤhlet mit dem Wasser⸗Quell sein's werthen Heilgen Geistes. 2. Uns wegen seines Namens groß er fuͤhrt auf rechter Strassen, und thut zu keiner Zeit Trostlos in Angst und Noth uns lassen; darum wir stetig milthig seyn, auch in des Todes Schatt'n und Pein; Dann uns der HErr bey⸗ stehet. 3. Dein Stab, mit dem du leiten thust, uns troͤstest und auch stra⸗ fa, das Creutz daͤmpfet des Flei⸗ sches Lust, daß es nicht Schaden schaffet dem Geiste durch der Suͤn⸗ den Gift, die alles Boͤse(leider!) stift, und thut sich stetes regen. 4. Du einen Tisch bereitet hast, den stetes wir anschauen, dein's heiligen Wortes werthe Kost, die wir im Hertzen kauen; wenn un⸗ des Feindes List anfaͤllt, dieselb denn unser Seel erhaͤlt, sammt deines Geistes Fuͤlle. V. Dein Guͤte und Barmher⸗ tzigkeit uns HErre folgen werden, von nun an bis in Ewigkeit, daß wir allhier ausErden durch selig⸗ machend Glauben seyn dort ofsen⸗ bar im Saale dein Buͤrger und Hausgenossen. 6. Das helf uns der HErr JE⸗ nung, Sansh nus sus Christ, der unsre Hertzen hauet, durchezlauben, der recht thaͤtig ist. und GOtt den Vater schauet: Durch ihme, samt dem heilgen Geist; auf daß werd dieser Wunsch geleist, sosprecht einmuͤthig, Amen. Hosea 11. Cavp. 1162. M. Anwasserfluͤssen Bab. as soll ich dich, oEphraim, was soll ich aus dir machen, der du so oftmals meinen Grimm hast pflegen zu verlachen? Soll ich dich schuͤtzen, Israel? Soll ich dir deine freche Seel hinfuͤrter noch bewahren: Aus welcher doch von Jugend auf ein solcher grosser Suͤnden⸗Hauf ohn alle Scheu Befahren::··. 2. Sollt ich nicht billig deiner That undveben gleich mich stellen, und dich wie Sodom ohne Gnad, und wie Adama faͤllen? Sollt ich nicht billig meine Glut auf dein verfluchtes Gut und Blut, wie auf Zeboim schuͤtten, dieweil du ja mein Wort und Bahn, fast aͤrger noch, als sie gethan, bis hieher uͤberschritten.* 3. Ja billig sollt ich dich dahin in alles Hertzleid sencken: Allein es will mir nicht zu Sinn, ich hab ein anders Dencken, mein Hertze will durchaus nicht dran, daß dir es thu, wie du gethan, es brennt fuͤr Gnad und Liebe, mich jam⸗ mert dein von Hertzen sehr, und kan nicht sehen, daß das Heer der Hoͤllen dich betrübe. 4. Ich kan und magenicht, wie du wohl verdienet, dich verder⸗ ben, ich bin und bleib Erbar— mens voll, und halte nichts vom Sterben. Denn ich bin GOtt, der treue GOtt, mit nichten ei⸗ ner aus der Rott, der boͤsen Adams⸗Kinder, die ohne Treu und Glauben seytd, und werden ihren Feinden feind, und taͤglich groͤßre Suͤnder. 5. So bin ich nicht, das glaͤnbe mir, und nimms recht zu Gemüͤ⸗ the, ich bin der Heilge unter 977 72⁰0 Zweyter Anhang. der ich, aus lauter Güͤte, fuͤr mei⸗ nen Feinden in den Tod, und in der bittern Creußß Noth, mich, als ein Lamm, will geben: Ich, ich will tragen deine Last, die du mir, Meunsch, gehaͤufet hast, auf daß du moͤgest leben. 6. O heilger HErr, o ewges d Heil, Versoͤhner meiner Suͤn⸗ den, ach heilge mich, und laß mich Theil in, bey und an dir finden, erwecke mich zur wahren Reu, und gieb, daß ich dein edle Treu in vestem Glauhen fasse, auch toͤd⸗ te mich durch deinen Tod, damit ich allen Suͤnden Koth hinfortvon Hertzen hasse. P. Gerhard. Spr. Salom. 3,11.12.MeinKind. 1163. Mel. JEsu, der du meine. Sreie. Wenn wird doch mein JEsus kommen in das wilde Thraͤ⸗ nen⸗Land? Plag und Klag hat zu⸗ genommen, Leid und Neid nimmt uͤberhand! wenn wird mich mein Heiland gruͤssen, mir den bittern Kelch versuͤssen? HErr! du bist mir gar zu lang, nach dir ist mir Angst uno bang. Christus. 2. Braut, wie bist du so versun⸗f cken in dem Meer der Traurigkeit? Ich hab dir eins zugetruncken, liebst du mich, so thu Bescheid, Lieb besteht nicht ohne Leiden, Lieb' und Leid nicht koͤnnen schei⸗ den. Wer nicht leidet, liebet nicht: Liebst du mich, so leide mit. Seele. 3. Ich hab ein schmalen Ruͤcken, warum leiden andre nicht? Ich soll mich zum Creutz fast buͤcken, andre gehen ausgericht't. HErr! erlaube mir zu sagen, daß auch an⸗ dre helfen tragen, mir allein des Creutzes Pein will fast uuertraͤg⸗ lich seyn. *———— fühlet kaum die halbe Las. 2. Wi must dich dem Creutz ergeben Hoͤhl ine dem Sterben und im Leben, mu lange sol Liebe hat kein Ziel, niemals ish sem Badi Lieb' zu viel. alle Tag Seele. Welt in 5. Andre wissen nichts vomi lauter H eu, nur von lauter Lustbaisih haben? aber ich weiß nichts von Freuig 3. Ack nur von lauter Traurigkeit: Saal, u dern gehts nach Wunsch und Mein 5 len, mich kan nichts als Wehin Onaal i stillen; Andre haben lauter u HErr, ich muß leiden ohne Schuld. an meint Christus. sal hier 6. Schan, das Kind dem Nun laß dein trotzet! Schweig, und willigh 4. Erl ergib, ich weiß besser, was dir i mit dein tzet, ich wills haben, nimms in mit ichi lieb: du darfst nichts nach audim fe noch fragen, was ich aufleg solt u Rott nie tragen, es seyl wenig oder u mir und weil ichs also haben will. uͤberall Seele. 5. Jc 7. Nun wolan, ichllbin Zush vest dar den, JEsu, ach! vergib es nul nicht et was ich allzuviel getrieben. Ai kanst a das Creutz erschreckt mich schul Obs gl doch ins Creutz ich mich begehl waͤrest mit dem sterbe ich und lebent abgewe ö hend de 6. M Freud, wie her sus haben will. Christus. 8. So lrecht, also will ichs h ben, jetzt bist du mein(iehsh Kind: Droben will ich dich sch laben hier gedulde rauhen W Leide du: wie ich gelitten, sin te du, wie ich gestritten, drohll folgt die Ehren⸗Kron, groß u praͤchtig ist der Lohn. ö Der 13. Psalm. 1164. Mel. Ein veste Burg die lang, o HErr, wie lang soll dein Hertze mein vergis sen? Wie lange soll ich Jammen voll mein Broͤdt mit Thraͤnen ey wenig oder viel, weil es A Christus. 4. Frisch gewagt, is halb gewon⸗ nen. Wer das Creutz fein hurtig faßt, ist der Plage bald entronnen, — sen? Wie lange willt du nicht n dein Angesicht zu schauen reicht dar? Willt du denn gantz und gi dich nu von mir verhergen. 2. Zweyter Anhang. 721 halbe Last. I. 2. Wie lange soll die Trauer⸗ Teutz ergebmsl Höhl in Sorgen ich besitzen Wie dim Leben nahn lange soll mein arme Seel in die⸗ el, niemals is sem Bade schwitzen? Soll ich denn alle Tag immer lauter Plag; die ele. Welt im Gegentheil nur immer n nichts vomi jauter Heil, nach ihrem Wunsche üter Lustbarkah haben? hts von Freudh 3. Ach schaue doch von deinem raurigkeit: Saal, und siehe, wie ich leide! Bunsch und Y Mein Hertzens⸗Weh dnd grosse hts als Wehisn Quaal ist meiner Feinden Freude. ben lauter Hu HErr, mein getreuer Hort, hoͤr hne Schulb, an meine Wort, die ich durch Truͤb⸗ istus. sal hier gepresset, schuͤt't herfuͤr, Kind dem Vu laß dein Gemuͤth erweichen. 2 und willighe 4.Erleuchte meiner Augen⸗Licht sser, was din i mit deinem Gnuaden⸗Wincke, da⸗ Hen, nimms un mit ich in dem Tode nicht entschla⸗ chts nach audi fe noch vorsincke, gib, daß die boͤse aufleg sollt 0 Rott nicht treib ihren Spott aus venig oder i mir und meinem Fall, als haͤtt ich en will. überall überspielet und verlohren. ele.. 5. Ich steh und hoffe steif und „ichlubin zusl vest darauf, daß du die deinen vergib es mit getrieben. A 'ckt mich schin ich mich begel ich und leben el, weil es Y tus. so will ichs H mein liehsh ill ich dich schh e rauhen Win gelitten, i stritten, droh Kron, groß un. nicht endlich untergehen laͤßt, kanst auch nicht boͤse meynen: Obs gleich bisweilen scheint, als waͤrest du uns seind, und gaͤntzlich end dein Vater⸗Hertze wieder. 6. Mein Hertze lacht fuͤr grosser Freud, wann ich bey mir bedencke, wie hertzlich gern in boͤser Zeit dein Hertz sich zu uns lencke. Der HErr ist frommes Muths, er thut uns alles Guts, das ist mein Lob⸗ Gesang, den ihm zum Ehren⸗ Danck, ich hier und dort will sin⸗ gen. P. Gerhard. Matth. 4, 10. Hebe dich weg von. abgewendt, so findt sich doch be⸗ than, und alle Gnad erwiesen: Ist denn nun dis der Dauck dafur? Wirst du, mein GOtt, also von mir, vor deine Guͤt gepriẽsen? 2. Ach HErr! ich haͤtte wol ver⸗ dient, daß du mich, als ein boͤses Kind, alsbald zur Hoͤllen fiessost, und mich dal bst, bey hoͤchster Quaal, die Gatteslaͤstrung allzu⸗ mal im Feuer bussen liessest. 4. Du aber lehre mich verstehn, daß solches laͤsterlich Schmaͤhn vom boͤsen Geist herruͤhre, daß er durch solche vaͤsterung mich Armen in Verzweifelung, und andre La⸗ ster fuͤhre. 5. Rett dein und meines Hei⸗ lands Ehr, und laß den Teufel nun nicht mehr in meinem Her⸗ tzen schmaͤhen. Ach! gieb, daß ich dem Laͤster⸗Geist, der mich dich nur verlaͤstern heipt, moͤg kraͤstig widerstehen. 6. Verleih, daß ich gleich zu der Zeit, wann sich der boͤse Geist nicht scheut, durch Laͤsterung zu toben, dich moͤg in meines Herzensrund, und aͤusserlich mit meinem Mund, mit hohem Ruhme loben. 7 Ach HErr i ich schreye noch zu dir, laß deinen guten Geist in mir mit seiner Gnade bleiben, ich raͤum ihn gantz mein Hertze ein, das soll sein heilger Tempel seyn, sein Werck darinn zu treiben. gAch heilger Geist! komm, heile mich, daß Satan, der so la⸗ sterlich dich stets geschaͤndet, wei⸗ che. Ach bleib und wuͤrcke du in mir, daß alles, was ich nehme fuͤr, zu GOttes Lob gereiche. Ps. 116½9. Sey nun wieder zufr. hn. Psalm. 1165. Mel. Rommt her zu mir. veste Burg Weẽ denck ich armer Mensch Err, wie lang doch hin, wie komm ich nur re mein vergt auf diesen Sinn Daß ich, zwar llich Jammen. wider Willen, HErr, wider dich, nit Thraͤnen ohn alle Maaß vom boͤsen Geist llt du nicht u schauen reich n gantz und g verbergen. 2. V uͤllen. mein Hertze laß mit Laͤsterung an⸗ 1166. M. Freu dich sehr o meine. 368 gih dich nur zufrieden, Gott ist noch bey dir darinn, du bist nicht von ihm geschieden, er hat einen Vater⸗Sinn: Wenn er straft, so liebt er auch, diß ist 07 sein beliebter Brauch. Zion, lerne 3. Du hast mir ja von Kindheit an, an Leib undSeel viel Guts ge. dich 0 rch warum willt du ich so kraͤncken. i 3. Cres⸗ Zweyter Anhang. 2. Treiben dich die Meeres⸗ Wellen in der wilden tiefen See? Wollen sie dich gar zerschoͤllen? Mußt du ruffen Ach und Weh? Schweigt dein Heiland sti darzu, gleich als in der sanften Ruh? Zi⸗ on, laß dich nicht bewegen, diese Fluth wird sich bald legen. 3. Berge, Felsen moͤgen wei⸗ chen, ob sie noch so veste stehn, ja die gantze Welt desgleichen moͤch⸗ te gar auch untergehn: Dennoch hat es keine Noth, in dem Leben und im Tod: Zion, du kanst doch nicht wancken, aus dem wohlge⸗ faßten Schrancken 4. Muͤssen schon allhie die Thraͤ⸗ nen deine schoͤnste Perlen seyn? Muß das Seufzen und das Stoͤh⸗ nen seyn das heste Liedelein Muß dein Purpur seyn das Blut? Und der Mangel, Haab und Gut? Zi⸗ on, laß dir doch nicht grauen, du kanst deinem GOtt vertrauen. g. Draͤut man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Hertzeleid, ey du wirst doch nicht zu schanden, denck nur an dieEwig⸗ ————.— keit. Sen nur froͤlich, wohlgemi und suͤnd daß der HErr dir solches thut Adaß mit on, Ott wird dich schon staͤfhlandern a dieses mußt du eben mercktn uns kein 6. Freue dich, nun ist das Elrecht, C und der Abend schon herbeynNaͤchstet dich nur in GOttes Haͤnde, 7. In dich nun will machen frey: uns sta die Trübsal, Spott und Hohngil winden, er dir die Freuden ⸗Cron: Zu Satans bu wirst wieder lachen, drum reitzt zu laß die Welt nur machen. Wollust . Halleluia, deine Wonnan und listi ja Zion wird nun groß, denn wider si schͤne Gnaden Sonne nim dich recht in ihren Schooß, g dir einen Freuden⸗Gruß, und rechten Liebes⸗Kuß: Zion, nu nun dein Klagen? Itzt kansth von Freuden sagen. s ist 8.O Ihr Engel, Himmels ⸗i E seyn ben! fleuet euch mit Zion hih teinen Denn die itzt hat wollen steign Natur soll nun leben für und für, unhs immerd freun ohn alle Zahl, in dem sh Doch f nen Himmels⸗Saal. Zion, aller Ze will dich nun scheiden von u O 1Joh. 5 1168.U Lamm und ewgen Freuden? V lein sey Vom Gebet und Wachsamkeit. Matth 6,913. Unser Vater in dem 1167. M. Aus tiefer Noth schrey Glt unser Vater, der du bist im Himmel hoch erhoben: und schauest, was auf Erden ist, von deinem Throne oben, o un⸗ ser Trost und Zuversicht, zu dir ist unser Hertz gericht, erhoͤr uns deine Kinder 2. Hilf, daß wir deinem heilgen Nahm'n die Ehr in allem geben, wie groß du bist und wundersam, mit Freudigkeit erheben, dich, dei⸗ ne Weisheit, Macht und Treu er⸗ kennen, und ohn Heucheley dir und dem Naͤchsten dienen. ö 3. Laß uns in deinem Gnaden⸗ Reich des heilgen Geistes Gaben, sein bescheiden Theil, und daß un dein Wort und dessen Kraft zu⸗ dran genuͤge. leichte! schaud haben. Des Satans Süng kleinste Reich zerstoͤhr, schuͤtz deine Kut lieben, und sie vermehr, in Ewigkeitn Ta Wahrheit. schwer. 4. Dein Will geschehe furm„ 3. fuͤr, im Himmel und auf Ei Hertz, daß unser Will und bof' Beg Gnade dadurch gebrochen werde. M macht leih unsHErr, in Freud Beiton die in ein ruhig Hertz, daß jederzeit, un du willt, uns gefalle. in den 5. Gib uns heut unser taͤgls 4. Brodt, durch Arbeit unsrer Hin mer he de? Pest, Kranckheit, Feur un geblich Wassers⸗Noth, und was son wecke schad't, abweude. Gib gute Sinn, bern, Fried und Heil, auch jeden Dater an, so gleich, Glaub, Lieb und Hofnung 6. Vergib uns aueuneSchn zweyter Anhang. 722 lich wohlgem and fuͤndhaft boͤses Leben, hilf, solches thut— mit Liebe und Geduld wir ich schon flängilardern auch vergeben, ach be an eben mercken uns keine Rach, und laß uns Un⸗ nun ist das Ellrecht, Creutz und Schmach dem schon herbey Nächten auch verzeihen. Dttes Hande, 7. In der Versuchung, HErr, nachen stey:uns staͤcck und hilf uns über⸗ tt und Hohngs winden, das Fleisch, die Welt, des den⸗Cron: Zuu Satans Werck und was uns lachen, drum reitzt zu Suͤnden. Und wann uns ir machen. Woͤllust, Ehr und Geld wird suͤß deine Wonng und listig fuͤrgestellt, wir doch da⸗ 8. Von allem Uebel, Angst· und Noth in Gnaden uns erloͤse, daß uns im Leben und im Tod nicht schaden koͤnn der Boͤse. Gib, daß wir sreudig und getrost, wann uns gleich manches Creutz zustoͤßt, des Glaubens End erhalten. 9. Dieß alles, Vater, werde wahr, du wollest es erfuͤllen, er⸗ hoͤr und hilf uns immerdar um IEsu Christi willen, dann dein, o HErr! ist allezeit von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit, das Reich die in groß, denn wider siegen. Sonne nim Macht, die Ehre. —.— ren Schooß, gi Kuß: 310 und 6 uß: Zion, wus coh.§/ 3. Das ist die Liebe zu G. n? Itzt kunsth 1165— Es kostet viel 80 Kn gen. Hs ist nicht schwer ein Christ zu l, Himmels ⸗u E seyn, und nach dem Sinn des mit Zion hil reinen Geistes leben: zwar der it wollen steth Ratur geht es gar sauer ein, sich und fuͤr, unds immerdar in Christi Tod zu geben; Vom geistlichen Kampf und Sieg. 5. Besitz dein Hertze in Geduldb, wenn du nicht gleich des Vaters Huͤlfe merckest. Versiehst du oft, sieh, daß du dich durch die Gna⸗ de staͤrckest: So ist dein Fehl und Kindliches Versehn, als nicht ge⸗ ahl, in dem sih Doch fuhrt die Gnade selbst zu Wur der den schweren Streit. 2. Du darfst ja nur ein Kind⸗ uFreuden? N lein seyn, du darsst ja nur die leichte Liebe uͤben, o bloͤder Geist! ikeit. schau doch 0 dan iad 1 N br 1kleinste Kind kan ja die Mutter huz deinezg lieben, drum fürchte dich nur fer⸗ in Ewigkeitn ner nicht so sehr, es ist nicht schwer schere un 3. Dein Vater fordert nur das und atn en Heus daß er es selbst mit reiner ind böf' Beg Gnade fuͤlle, der fromme Gott en werde. M macht dir gar keinen Schmertz, Freud undesl die uinlust schaftin dir dein eigner aß jederzeit u Wille: Drum uͤbergib ihn willig falle. in den Tod, so hats nicht noth. 4. Wirf nur denn 1 bne ei mer hin, der nur dein Hertz ver⸗ heit, Feural geblich schwaͤcht und plaget; er⸗ und was soss wecke nur zum Glauben deinen Gib gute Einn, wenn Furcht und Weh dein jeil, auch jeden schwaches Hertze naget; sprich: eil/ und daß un Vater, schau mein Elend gllaͤdig an, so ists gethan. lle unsreSchul un ut unser taͤglh schehn. 9— 6. Laß nur dein Hertz im Glau⸗ ben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsterniß bedecken: dein Vater wird nichts schlimmes mit dir thun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken; Spur, so glaͤube aur. 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, und wirst dein Heil mit grosser Klarheit schauen; was du geglaͤubt, wirst du denn vor dir sehn, drum darsst du nur dem frommen Vater trauen, o Seelel sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist. 3. Auf! Auf mein Geist! was saͤumest du, dich deinem GOtt ganh kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Hertz, geneuß die suͤsse Ruh; im Friede sollt du vor dem Vater schweben; die Sorg und Last wirf nur getrost und kuͤhn allein auf ihn. Von 312 und fehlst aus eigner Schuld, so ja, siehst du endlich ferner keine 7²³ Matth. 10, 16. Ephes. 5, 15. 16. Luc. 1, 17. 1169 Mel. Sollt ich meinen G. inder lernet euch wohl schicken in die Zeit, die boͤse sehr, da sich mit verfluchten Tuͤcken das verdammte Hoͤllen Heer allent halben laͤsset spuͤren in so groß und falscher Kraft, ungerecht und lu genhaft viele viele zu verfuͤhren; Darum schickt euch in die Zeit mit Gebet und Wachsamkeit! 2. Es regiert in jedem Stande schon der Geist vom Wider⸗Christ, Schande, Frevel, Bosheit, Trug zweyter Anhang. ö Von der Christlichen Kirche, Glieder und Stad — ther bint ö damit e sind ersüllt auch daher der Vl nen, eue ühr Bild nicht mehr ehren nochei dep eunk beten. Darum schickt euch inst gZerrütt Zeit mit Geduld und Heisigehh euch al 6. Wer sich von den Bosen na Band d det, der wird jederman zumRan 1. Et wird verlaͤstert, sehr geschaͤndn ter, wap und getreten in den Staub. E kämpfet muß sich verdammen lassen, u euch der der Welt Feg⸗Opser seyn; His hat auf und niedrig, groß und klein, ihng seine R Gott⸗gelassenheit! man sieht lauter Suͤnd und einen Scheusaal hassen. Daum GOtt, schickt euch in die Zeit treu ni ten! Se das ihr 7. Viele bleiben drum zurül 12 V von dem wahren Christenthum ge, die und List; Nun erfullt die Kraft weil sie bey der Welt ihr Glüch seht wi des Drachen alles in der Welt fast gantz, daß der Kopf, der Bauch und Schwantz eine arge Schlange machen. Darum schickt euch in die Zeit mit des Glau⸗ bens Kraͤftigkeit! 3. Weinend muß man dieß be⸗ klagen, die Versuͤhrung ist sehr groß, da in diesen letzten Tagen Satan aller Orten los, dem sich groß und klein ergeben in Lust⸗ verfluchten Suͤnden⸗Dienst, wie bezeugt iyr teuflih Leben. Dar⸗ um schickt euch in die Zeit glaͤu⸗ big mit Gottseligkeit! 4. Solche, die doch boͤse Schlan⸗ gen, und ein rechtes Ottern— G'zuͤcht, machen dennoch vieles Prangen mit dem Mund vom GlaubensLicht, da doch ihr ver⸗ ruchter Wandel, ihr glaubloses Hertz entdeckt, ob sich gleich ihr Schalck versteckt, unter Christi Purpur⸗Mantel. Darum schickt euch in die Zeit mit des Glaubens Thatigkeit! 5. Ach die meisten sind Nahm⸗ Christen itzt in dieser letzten Zeit, die das Heiliathum verwuͤsten. Guͤter, Freundschaft, Ruhm muͤßten in schlagen, und in die Verlaͤugnu gen W gehn, sollten so viel Schmachauh stellt, a 7 schmaͤhligkeit! ö starck! Laßt euch GOttes Won Ehr⸗und Geld⸗Gewinnst, zum „ECbr us sendlist die Schan viel Leg stehn, und das Creutze Ehris nen. 2 tragen. Darum schickt euch ij Zeit, m die Zeit, mit der Welt⸗ Id 13.DO muß di 8. Wachet, stehet vest im Glu ben, halt euch maͤnnlich, und seyh nicht rauben, welches Seel, Geiß, Bein und Marck, gantz durch diis get und abscheidet, ist ein lebag kraͤstig Licht, das des Hertzen Sinnen richt t. schaͤrffer, als ein Schwerdt auch schneidet. Schich euch damit in die Zeit, Jusgerüß zum Kampf und Streit! 9 Guͤrtet munter eure Lenden ziehr den Harnisch GOttes an, Bahn haltet Schwerdt und Schild in Haͤnden, damit man ausloͤsche sein A kan Satans Mord⸗ und Feuen Losung Pfeile, staͤrcket euch durch GOtte der G Macht, wachet, betet Tag un) 2.2 Nacht daß kein Feind euch üben sten g. eile. Schickt euch also in die Zeit thel a mit des Glaubens Tapferkeit. dan ein Co und zu druͤcken sind bereit, alle die zu JEsu treten, und mit Liebe 10. Schliesset euch in veste Glie der durch den Lieb⸗ und Frieden Thal Geist, der die Hertzen und—t99 Gott zweyter Anhang. 7³½9 ————— ind Stond thendiader und zrammen sehleuft dah(damit euch kein Feind mag kren⸗ daher der il nen,euer Sinn ser einerley, daß hrehren nochel pey euch nicht Spalkung sey,noch chickt euch iuss Zerrüttung zu erkennen. Schickt und Heiligklh euch also in die Zeit mit dem den Bosenun Band der Ewigkeit! rman zumRan 1. Leidet euch als gute Strei⸗ sehr geschaͤndeh zer, wapuet euch mit Christi Sinu, den Staub. 6 kumpfet, ringet immer weiter, daß men lassen, ul euch der nichts abgewinn, welcher fer seyn; Hahh hat aut allen Seiten ausgestellet und klein,ihnal seine Rott, die sich setzen mider hassen. Darm GOtt, und euch listiglich beßrei⸗ ie Zeit treu u ten! Schickt euchal oin die Zeit, 18 das ihr uberwindet weit! n drum zurühl 12 Mercket aufdereinde MRen⸗ Christenthun ge, die der Satan an euch hetzt, Belt ihr Glüch seht wie er euch in die laͤnge tau haft, Ehr un sendlistig starck zusetzt, ihrer sind n die Schanz viel Legionen aus der Hoͤll und ar⸗ ie Verlaͤugnuh gen Welt, die er wider euch be⸗ Schmach aus stellt, als die Moͤrder und Spio⸗ Creutze Ehrif nen. Darum schickt euch in die schickt euchi Zeit, meidet schnoͤde Sicherheit! er WeltIn 13.DerGerechte hat vielveiden: ̃; muß durch manche Truͤb sal gehn, et vest im Glun aber GOtt hilst ihm mit Freuden inlich, und se macht ihn auserwahlt und schoͤn GOttes Won durch die Creutz, und Truͤbsals⸗ hes Seel, Geis, Hitzen in dem Elends Fenerherd zantz durch dii siebenmal, wie Gold, bewaͤhrt, daß t, ist ein lebeh er endlich moͤg besitzen, nach voll⸗ des Hertzen brachter Leidens⸗ Zeit, Crone, haͤrffer, als ein Reich und Herrlichkeit. neidet. Schich Pf. 32,8.Ich will dich unterweisen Zeit, ausgeri 1170. M. Wer nur den lieben G. Streit! er nur mit seinem GOtt ver: er eure Lendeth reiset, der findet immer h GOttes an, Bahn gemacht; weil er ihm lau⸗ und Schild ii ter Wege weiset, auf welchen stets ian ausloͤschn sein Auge wacht. Hier gilt die und Feuen Losung fruͤh und spat: Wohl dem, durch GOtteh der GOtt zum Fuhrer hat. etet Tag u 2. Wenn Jacob durch die Wü ind euch uͤber sten gehet, trift er ein liebes Be⸗ also in die Zei thel an. Wenn Israel am Jor⸗ Tapferkeit. dan stehet, zeigt ihm der HErr h in veste Glis ein Canaan. Geht David in das und Friedens/ Thal hinab, so lehnt er sich auf 3. GOtt hat sich gar zu sehr ver⸗ bunden, daß er will bey den Seis nen seyn. Kein Ort wird in der Welt gesunden, er zieht mit ihnen aus und ein, durch Feuer/ und durch Wassors⸗Noth, auch selb⸗ sten mitten durch den Tod. 4. Er leitet uns mit seinen Au⸗ gen, er gaͤngelt uns mit seiner Hand. Wenn Luft und Wetter nicht mehr taugen, so uͤberdeckt uns sein Gewand. Ja seine Liebe kan allein der beste Schirm im Sturme seyn. 5. Er ist uns Wolck⸗ und Feuer⸗ Saͤule, sowol bey Tag als bey der Nacht. Durch ihn wird uns die laͤngste Meile zu einem Schritte nur gemacht Kein Stein wird in den Weg gelegt, den er nicht auf die Seite traͤgt. 6. Er selbst ist Wahrheit, Weg und Leben, und wer ihm solgt, der irret nicht. Er hat die Hend uns drauf gegeben, daß uns bey ihm kein Leid geschicht. Und wenn der Weg voll Drachen waͤr, so geht sein Schutz doch vor uns her. 7. Die Wagenburg ist siets ge⸗ schlagen, die dort um Dothaus Berg gesotzt. Er laͤsset uns auf Haͤnden tragen, daß uns kein Stoß den Fuß verletzt. Die En⸗ gel muͤssen, wo sie gehn, zur Rech⸗ ten und zur Lincken stehn. 8 So wallen wir hier auf der Erden, wo wir nur lauter Pilger seyn; Bis uns das Vaterland wird werden, da gehen wir zum Himmel ein: Ein sanster Tod zeigt uns die Bahn wie man zur Heymath kommen kan. 9. Indessen lassen wir uns fuͤht ren, wie GOttes Hand den Wa⸗ gen lenckt; Weil wir aus seiner Leitung spuͤhren, daß er auf unser Bestes denckt; und ob es wunder⸗ lich gleich scheint, gnug, daß es selig ist gemeint. ‚ 10. Wir reisen, HErr, in dei⸗ n und Gemuͤ Gottes Stab. ther 1 Namen, sey du Gefaͤhrte V3 Weg Zweyter Anhang. Weg und Stab. Die Helden, die zu Jacob kamen, send auch zu un⸗ serm Schutz herab. Mach Aus⸗ und Eingang so begluͤckt, daß uns kein Fall das Ziel verruckt 11. Bleib bey uns, wenns will Abend werden, gib Licht durch dei⸗ ne Gegenwart. Sey unser Leit⸗ Stern hier auf Erden; Und ist der Creuz⸗Steg schwer und hart, so troͤst uns mit der Rosen? Bahn die man dort oben lauffen kan. 13. Wirst du mit uns auf die⸗ statt: Wohl dem, sem Wege durch deinen E tichts 3 und Leitung senn, und auch iu muͤth be sen deine Pflege den Hinterhh uem M nen verleihn; So soll das u mein 0 alemn seyn: Gelobet sey der Hin himmli allein. des Va 13. Wir wollen einen N bauen, der Eben Ezer heissensh Daran soll man die Worte schn en: Gott fuͤhret seine Kun wohl. Und also findt die Losh der GOtt in B. Schmos Fuͤhrer hat. Ephes. 2, 19. So seyd ihr nun nicht I1ZI. In eigener Melodey. o bin ich nun nicht mehr ein fremder Gast, nachdem du mich, o Gott! bekehret hast, ich bin ja auch im heilgen Buͤrger⸗Or⸗ den, ein Glied und Hausgenosse GoOttes worden, doch hab ich noch den Weg vor mir, daß ich von hin⸗ nen geh zu dir, und das, woraufich At vertraue, im Himmel offenba⸗ ret schaue, drum bin ich ein Buͤr⸗ ger und Pilgrim zugleich, und wal⸗R le nach jenem verheissenen Reich. 2. Ich bin nun frey gemacht durch JEsum Christ, und habe Recht zur Stadt, die droben ist, das Erbe ist auch mir vest bey⸗ geleget, wornach mein Hertz ge⸗ wisse Hoffung traͤget, doch hab ich nur allhier das Pfand, uud bin noch nicht im Vaterland, so lang ich in dem Leihe wohne, trag ich noch nicht die Ehren⸗Crone/ so bin ich ein Buͤrger und Pilgrim ꝛe. 3. Gott hat mich lieb und an⸗ genehm geschatzt, der sich an mei⸗ ner Schoͤne selbst ergoͤtzt, ich hab in meinem Heiland alles funden, und ruhe nur allein in seinen Wun⸗ den, doch jag ich immer nach dem Zweck, und halte alles nur fuͤr Dreck, damit ich auch in meinem Wallen dem HErren moͤge wohl⸗ Vom Gnaden⸗Stande. — Stab v mir nie mein 5 3. M ich ini fuͤhl, w dadurck 4. Ich hab in Christi Blut rechtigkeit, der heilge Geist hrnn wahre Fried und Freud, ich s Herr uͤber Teufel, Welt und E den, und kann im Glauben a uͤberwinden, doch sehnet sich mj Hertz zur Ruh, nach meiner ten Heymath zu, denn weil icht se Hutte trage, fühl ich noch m che Noth und Piage, drum binl ein Buͤrger und Pilgrim zuglah und 9.— nach jenem verheisso eich. ö Tit. 3, 3. 4. Wir waren auch u 1172. In eigener Melodey, Wie wohl ist mir, daß ich un Quelle mehr entbunden, von al 8 2 Suͤnd durch Christi Blut u und de Wunden! was ich gesucht sol und L ge mit Begier, das ist mir n 7. durch Christi Tod gegeben, un ruh b der Unsterbliche selbst worden laßt v mein Leben, daß mich hinfort i waͤhle Tod beruͤhr, wie wohl ist mir!) du tol 2. O grosse Freud! die mi sunder mit Lust umhuͤllet, demnach sh sa sanf Will vom Vater ist erfuͤllet, d denno wo er ist, ich sey auch allezeit iun.2 nem Himmels⸗Glantz mit 0 stetsn sehen, wo so viel Fausende derhn Gemt gen Engel stehen und schauen mit; Herrlichkeit in grosser Freud. nicht 3. Ich bin vergnuͤgt! denn di weiß ser Erden Sachen, wie schoͤn s lich n gefallen; so hin jch ein Vůͤrger ꝛe. — ind, die kan jch frey verlach werdt sind, die kan jch frey 1 R. 7²7 zweyter Anhang. — vdeinen G „ und auch ih den Hinterhsz 50 soll das us obet sey der len einen A Ezer heisenin die Worie shn et seine Küßh findt die Loh B. Schmos —— Christi Bluthn eilge Geist hih d Freud, ich s „Welt und E n Glauben alh sehnet sich in lach meiner u denn weil ichh ihl ich nochmn ge, drum bins Pilgrim zugleih nem verheissen waren auch 0 r Melodey mir, daß ich ni unden, von gl hristi Blut ch gesucht sol das ist mir i od gegeben, selbst worden nich hinfort i wohl ist mit! reud! die m t, demnach s ist erfuͤllet, dij uch allezeit iun Blantz mit auh. ausende der he⸗ und schauen seh rosser Freud. nuͤgt! denn di n/ wie schoͤn f frey verlacht nich —4 Vder SOts fuhrt, wich kan kein Slia ichts Irdsches ist, das mein Ge⸗Danck, mein Speis und Tranck. —0 besicgt Ich kan mich kei⸗ 9. Ich schlaf gar suͤß, wenn mich nem Menschen mehr vertrauen,mein IEsus heget, und meinem mein Auge, das will nur, was Haupi die Lincke unterleget, dann himmlisch ist, beschauen, und was hertzet mich die Rechte gar gewißz des Vaters Wille fuͤgt, macht Ich spuͤhr im Schlaf, wie er mit mich vergnuͤgt. Liebekosen mich stets erguickt, er⸗ 3. Er ist mein Hirt, er weidet freut mit Lilien und Rosen weil meine Seeie mit Lebens Brodt, ich so stoltzer Ruh genieß, so schlaf mit Freuden⸗Wein und Oele, aufich suͤß.— gruͤner Au werd ich von ihm 9 10. Wenn ich erwach, bin ich ick noch gantz unverruͤcket bey dir, mein Unfall mehr erschrecken, denn IE⸗ HErr!] o daß ich so entzuͤcket dich sus Christus ist bey mir, men halten moͤcht steis unter meinent Stab und Stecken, ich weiß daß Dach, daß ich dich allzeit fͤnde bey mir nichts mangeln wird. Er ist mir stehen. Laß liebster Braut⸗ mein Hirt. gam! mein Verlangen doch get⸗ 5. Mir wallt das Hertz, wenn schehen, auf daß ich freudig dich ich inkieb erwarmet, oft spůhr und anlach, wenn ich erwach. fuͤhl, wie heiß er mich umarmet., 11. Ich sterbe nicht, nein! son⸗ dern ich werd leben, und deine dadurch mir gleich entfliehet aller erd ö Schmertz, auch Angst und Seuf, Werck verkuͤndigen darneben; ich glaub an dich, und komm nicht zen můͤssen beyde weichen, o wohlle ‚ kein Labsal ist mit diesem zu ver, ins Gericht, und weil du hast den gleichen, weil von der hellen Him:⸗ mels⸗ Kertz mir wallt das Hertz. 6. Ich geh und steh, so bist du mein Begleiter, du machst vor mir die Finsternissen heiter, daß ich in deinem Licht das Licht erseh. Des danck ich dir, du reine Lebens⸗ Quelle! daß du verwehrt, daß mich kein boͤsser Fall nicht faͤlle⸗ und daß ohn Schmertzen, Angst und Weh ich geh und steh. 7. O süsse Ruh! es mag in Un⸗ ruh bleiben, wer sich mit Sorg jaͤßt von der Welt umtreiben, ich waͤhle mir nicht solche Lust wie du, du tolle Welt!i ich hab was bessers sunden; ich bin, o Gluͤck! an JE⸗ sa sanftes Joch gebunden, und lebe dennoch immerzu, in fuͤsser Ruh. 3. Mein Speis' und Lranck ist stets mit Lust gemischet, und mein Gemuͤthwird taͤglich neu erfrischet mit Himmels Kraft, damit ich“ 1 hey, ich nicht erkranck; Ich sorge nicht, er ewig loben, wenn ich in jener neu⸗ weiß wohl was auf Erden mir taͤ⸗en Stadt dort oben. verklaͤrt an⸗ lich noͤthig ist, das laͤßt er reichlich schauen werd dich Eins und Drey. bin ich gleichfals auch zum Leben durchgedrungen. Ich leb und glaub an dich, mein Licht, ich sterbe nicht. 12. So leb ich fort, und kan nun nimmer sterben, denn du erloͤst mein Leben vom Verderben, bis du mich ja hinführest an den Ort, allwo ich uͤberkleidet werde sehen die neue Himmels⸗Braut, Jeru⸗ salem, hergehen, auf daß ich ewig bleibe dort, und lebe fort. 13. In Ewigkeit mit allen Aus⸗ erwaͤhsten, die nun genannt sind deine Neu⸗vermaͤhlten, mit des nen du, was dir vorher bereitt jetzunder willst die Herrlichkeit geniessen, wo die Crystallen⸗kla⸗ re Stroͤhm und Wasser fliessen beym Holtz des Lebens ohne Zeit, in Ewigkeit. 14. Es bleibt dabey, ich will dich werden, und so genieß ich auch mit Ja, ja, ich glaub, es wird nun bald 311 gesches Tod schon laͤngst verschlungen, so zweyter geschehen, daß ich dich, Jehovah! werd loben, preisen, sehen, weil ich Anhang. Idab allen dabey! 7 Banden frey. Coblsh der fro entbur Plag? Vom Tode und Auferstehung. r 2 Sam. 12, 23. Ich werde wol zu. Thraͤuen, erfuͤllet dich mit aun scht 2273. Mel. wenn mein Stuͤndl. den groß, darnach wir uns gn 2.— ö A Gott, ich muß in Traurig⸗sehnen. Du stehest bey der Eins hen at keit mein Leben nun beschlies⸗ Schaar/ lobsingest GOtt freynh Meer, sen, dieweil der Tod von meiner Gefahr, mit süssem Thon u. läcks Seit so eilend hat gerissen mein Schalle. Pohr, treues Hertz, der Tugend Schein,. Der eib der ruht gar sanl hieru deß muß ich izt beraubet seyn, wer und fein, ohn aule Qugal unden werd kan mein Elend wenden. gen, für allem Ungluͤck gronn Angf 2. Wenn ich an ihre(seine) klein,liegt er nunmehr verhorhh 4—1 Freundlichkeit gedenck in meinem kein Beinlein, ja kein Stäubelh nen, Hertzen, die sie(er) mir hat juje, wird dir davon verlohren seh, grun: derzeit in Freud und auch in die Engel dich bewahren. daß r Schmertzen erwiesen gantz bestaͤn⸗ 9. In kurtzer Zeit wird Jeh hoͤrt, diglich niein Creutz und Weinen Chri dich wieder InS bis si mehret sich, fuͤr Angst moͤcht ich und weil du auch sein Schauh zur vergehen. s bist, wird er die Hand aussireah denn 3. Bey wem soll ich auf dieser dich fuͤhren in sein Himmelrash 4. Welt rechtschafnie Liebe finden 7 daß du mit Leib und Seelzugl geta Der meiste Theil nicht Glauben bey ihm sollt ewig bleiben. in st. halt, die Treu will gar verschwin⸗ 10. Du koͤmmst nicht wieden beyr den. Ich glaub und red es ohne zu mir in dis betrübie xeben ausse Scheu: Die best ist doch getraute aber komm hinauf zu dir, da un gen Treu, der muß ich jetzt entrathen.ich mit dir schweben in hoͤchu Stu 4. Fuͤrwahr mir geht ein scharf⸗Freude, Wonn und Lust, die dan zu ses Schwerdt jetzund durch meine Seele taͤglich kost't, drauf i) 5. Seele, die abzuscheiden oft begehrt. mich hertzlich freue. den, aus ihres Leihes Höle. Wo du I. O wie mit grosser Freudh stric nicht, o HErr IEsu Christ, in sol⸗keit woll'n wir einander kennengj Grü chem Creutz mein Troͤster bist,wird uns dann zu keiner Zeit d schic muß ich fuͤr Leid verzagen. bittre Tod mehr trennen. A fuͤht 3.O treucgeliebtes selges Hertz, welche Freude wird dann sen syut zu dir will ich mich wenden, in die⸗ wann ich dich, die(den) ich i Rat lem meinen grosfen Schmertz, ob bewein, mit Freuden werd un tast sich die Angst wollt enden:ich will fangen. 6 betrachten deinen Stand, wie 12. Dis will ich stets in in zun Sott dir alles Creutz gewandt, rigkeit mir zu Gemuͤthe fuͤhru, ich in hoͤchste Freud und Wonne. erwarten in Geduld der Zeit, u der 6. Kein Angst noch Truͤbsal, Christen will gebuͤhren. Go ich Weh und Noth kan dich jetzund alles Trostes steht bey mir, u ich verletzen, im Himmel thut der mich durch deinen Geist regier ew. sromme Gort mit Liebe dich er⸗deines NamensEhre. J. Heern Bit Hoͤtzen; die Seele schaut mit Lust Hebr. 13,14. Wir hahen hier kein und Freud die heilige Drey⸗Einig⸗1174. M. Werde munter meiy Gn Teit, 2 Dich hat dich un 0 I 1 920 2 9 7. Der Hhat dich in sei⸗ tunden, ach wenn konm ig VemSchoob, und wischt dir ah die ö Rf. zweyter Anhang. ö rohe Tag, da ich werden soll Iurtunben aller Pein und aller Piag? Da ich nicht so viel Ver⸗ druß dulden u dempfinden muß, ich da mein Angst uns alles Leiden Esaia 38, 1. Bestelle dein Haus. sich verkehrt in ewge Freuden. 1175. M. wer nur den lieben G. 2. Werd ich doch herum getrie⸗[Westell dein Haus, denn du must ben auf dem Zorn und Sünden⸗— sterben, wer weiß, wenn Meer, und vom Creutz und Un⸗mich die Stimme rust, wir sind lücks Hiehen immerfort verzetzet doch alle Todes Erben, auf jeden Uhr, wie ein Schif, so Segel⸗los,wartet Sarg und Gruft, so bild ich hier und dort kriegt einen Stoß, somir nichts anders ein, es muß ein⸗ werd ich herum gejaget, und mit mal gestorben seyn. Angst und Noth geplaget. 2. Was ist mein Leib? Ein z. Hier sind Klippen, hier Sire⸗ Haus der Suͤnden, ein Ort, wo al⸗ nen, hier ein Strudel und Ab⸗ ler Greuel wohnt, und sollte mich grund, diese koͤnnen sichbeschoͤnen, der Tod so sinden, so wurd ich daß man nicht die List wird kund, wahrlich nicht verschont; drum hoͤrt, wie suͤß die Wollust singt, laß michs räumen in der Zeit, bis sie uns zun Netze bringt, und durch wahre Buß und Suͤnden⸗ Ialn zur Klipp und Wirbel drehen, Leid. 7² du, HErr, mein Leitestern, steh in Noth und Tod nicht fern; und wenn ich von hier abscheide, nimm mich in die ewge Freude. trennen. Acl vird dann sey e(den) ich j euden werd un mmen doch dis ch wenn koͤmm R. denn so ist es gar geschehen. 3. Wie mancher Schmertz pocht 4. O wol dem der schon gelan⸗an die Thuͤre, und jede Kranckheit get an dem sichern Rahe⸗Port, und in stoltzer Freude vranget, dort bey JEsu, seinem Hort. Der ist ausser der Gesahr, darf nicht sor⸗ gen immerdar: Itzo wird ein Sturm entstehen, und das Schif zu Scheitern geyen. 5. Hier ist sichres nicht zu fin⸗ den, man ist stets mit Furcht um⸗ strickt, auf den Bergen, in ben Gruͤnden, ist der Satan gar ge⸗ schickt, unsre Schwachheit zu ver⸗ fuͤhren, er laͤßt keinen Mangel spuͤhrn, wie er so bey Müh als Rasten, uns zu schaden, moͤg an⸗ tasten. 6. Ueber dis, so ist die Erde uns zum Wandern nur gelehnt, wenn ich einst im Himmel werde mit der Lebens⸗Kron bekroͤnt, so hab ich erlangt das Ziel, darum duld ich gerne viel: Himmels Wonne ewge Freuden, machen suͤß die Bitterkeiten. ö 7. Nun, HErr JEsu, gib mir „Gnade, daß ich als ein Pilgrim hier wandle aufdem rechten Pfade, laß mich kleben stets an dir: Sey ist ein Both, wohin ich meinen Fuß nur ruͤhre, begleitet mich der dlasse Tod, mein Leben nimmt im werden ab, ein jeder Schritt suͤhrt mich ins Grab. 4. Drum laß mich stets ans End gedencken, in dieser meiner Sterb⸗ lichkeit: Mein Gott! hilf meine Sinnen lencken, und mache du mich selbst bereit: dein Himmels⸗ Haus sey mir bestellt, wenn hier mein morsches Haus zerfaͤllt. Benj. Schmolck. Hiob 17. v. 1. Das Grab ist da. 1176. Mel. Wer nur den lieben. Da Grab ist da! hier steht mein Bette, da ich den Tod umarmen soll, ach wer sich gut gebettet haͤtte, und schliefe sanft und ruhte wohl, man dencket gar zu wenig dran, daß man so leicht⸗ lich sterben kan.** 2. Das Grab ist da! so heißt es immer, wir gehen ein, wir gehen aus, die Welt ist wol ein schoͤnes Zimmer, doch aber ein geborgtes Haus. Beauemt man sich am 8 hesten 73⁰0 zweyter Anhang. besteu hier, so weiset uns der Tod die Thuͤr. 3. Das Grab ist da! oft bey der Wiegen, wie manches Kind grüßt kaum die Welt, so muß es schon im Sarge liegen, dieweil der Tod nicht Ordnung haͤlt, und alles ohn Erbarmen bricht, die Frucht sey zeitig oder nicht. 3. Das Grab ist da! die besten Jahre sind auch des blassen To⸗ des: Raub, der wirft den Staͤrck⸗ sten auf die Baͤhre, und legt den Schoͤnsten in den Staub, ein jeder Schritt, den man vollbracht, naht sich mit uns zur Grabes Nacht. 5 Das Grab ist da! so bald wir aͤlter, so gehn wir auf den Kirch⸗ hof zu, die Glieder werden im⸗ mer kaͤlter, und sehnen sich selbst nach der Ruh, denn Sterben ist der veste Schluß, der Junge kan, der Alte muß. 6. Das Grab ist da! was sollt ich wehnen daß es noch ferne von mir sey? Denn man begraͤbt ja⸗ den und jenen, und jeder muß an diese Reih, wie nanchen legt man uf die Bahr, der juͤnger und ge⸗ suͤnder war. „. Das Grab ist da! ich will mit Busse dahin stets meine Wallfahrt thun, ich falle dir, mein GOtt, u Fusse, ach laß mich nicht in Suͤn⸗ den ruhn: wer Sünde mit sich nimmt ins Grab, stirbt dir und auch dem Himmel ab. 8. Das Grab ist da! wo nichts soll laben, so muß ich auch im Glauben mich in meines JEsu Wunden grahen, mein Heiland, ich um fasse dich, denn du bist mei⸗ nes Todes Tod, steh bey mir in der letzten Noth. 9. Das Grab ist da! mein kur⸗ tzes Leben soll kuͤnstig desto froͤm⸗ 10. Das Grab ist da! kein Getümmel stoͤhrt mich bey sn n Gedancken nicht, je naͤher Hul mir wa je naͤher Himmel, wer weiß i Roth bald mein Hertze bricht, und au—5 m erschreck ich nicht dafuͤr, m H1 Grab wird mür zur Himmesstiss verloh II. Das Grab ist da! ich su 6. J vielleichte mit einem Fusse din gen, w nen scbon, wie, wann ichs has dein noch erreichte? Die Zeit eilt daß di gel'schnell davon, doch ich bini wollst mierdar bereit, das Grab seyn in Rer he oder weit. 550 12. Das Grab ist da! wegdl 7.2 telkeiten! bey euch vergißtn n nur das Grab, ich will mich bä Wer n o bereiten, daß ich den Tod sih vest a Augen hab, ich bin ein Menschh Ueber heist es ja: Das Grab ist da Ii zum Grab ist da! Benj. Schmoll durch mer seyn, und nicht nach Pracht und Reichthum streben, das ist ein kahlerveichen⸗Stein, die Grab⸗ Schrist, die, die Tugend graͤbt, in meinem Sinn gekraͤncket, dih macht/dab mian auch im Tode lebt.¶ Last ist gar zu schwer. Lue. 23,40½43. Da antwortetehn 3. 177. Mel. Sertzlich thut mihl chen, ie Uhr acht herei, das o mal v de bricht herein, es stelll verbt sich mit Haufen, die Todes Bu verzm ten ein, nunmehr muß ich ersah Heils ren des Richters schwere Hauhs 9. die in den letzten Jahren, ich ll in De der erst erkanunt. die 2. Die Jugend ist in Suͤndey schwe im Argen zugebracht, sie hate, nicht wie die Blinden des Heydenl will! thums gemacht, der Fortgaxf mein meines Lebens war tolle Eil 10 keit, womit ich recht vergeben koͤmn verzehrt die beste Zeit sich 3.60 TT fordert nun im Allin einer die strenge Rechnung ab, uii vern ehts, wie dem Verwalter, dal Zeit, schlechte Autwort gab, die Schu Gei den sind unzaͤhlich, der Abtraghis 1 zu klein, wie koͤnt ich denn nun si die lich und gutes Muthes seyn ich a 4. Ich lieg in tausend Aengshh verli es ist verdienter Lohn, ach! hull ter, ich doch vorlaͤngste mit demyun Troͤ lohrnen Sohn bey Zeiten eing ich lencket, so wuͤrd ich nicht so se Sir 117 189 5. Ount* 0 Adaß du mir die Glaubens⸗Kertze zuweilen zweyter Anhang. 31 ½ Deum fall ich dir zu Fuss⸗, Uen Gnadenreicher Gott, verleih Umir wahre Busse in dieser meiner Noth,/ von deinem Angesichte ver⸗ wirf mich nicht im Zorn, sonst ist durch dein Gerichte die Seligkeit verlohrn. 3 6. Ich will dir nicht verschwei⸗ gen, wovon mein Herzverschmach: dein Wort muß selost bezeugen, ir kund gemacht, du wollst den Sůnder hoͤren, wenn er in Reu und reid durch ernstliches Bekehren sucht deine Guͤtigkeit. 7. Die soll kein Feind uns rau⸗ ben, nicht Teufel, Hoͤll und Welt, wer nur im rechten Glauben sich vest an JEsum haͤlt, der ist der Ueberwinder, der alle Missethat zum Trost der groͤsten Suͤnder durch Blut vertilget hat. 3. Die Handschrift ausgestri⸗ chen, so Adam aufgeerbt, es ist ein⸗ mal verglichen, was dieser hat ver⸗ derbt, man müͤste denn sein Leben verzweifelt stellen an, und sich des Heils begeben, wie Cain hatgethan 9. Wer nun dein Vater Hertze in Demuth recht erkennt, ob gleich schwaͤchlich brennt, den wirst du nicht verlassen, so eine Zuversicht will ich nun gleichfals fassen zu dir mein Lebens⸗Licht. 10. Wenns nun zum Aboruch koͤmmet, daß in der letzten Noth sich Satan unternimmet, durch einen harten Tod, mich irgend zu verwirren; ach! HErr, so ist es Zeit, daß du nicht laͤssest irren des Geistes Freudigkeit. II. Dieß ist die nachste Stuffe, die zu dem Himmel fuͤhrt, gib, daß ich allzeit rufe, wenn sich die Kraft verliehrt, ach! Abba, lieber Va⸗ ter, hilf daß ich uͤberwind, mein Tröster, Rett⸗und Rather/ so sterb ich als ein Kind. Sir. 7/40. Was du thust,/ o bedenke 1178. M. Kommt her zu mir sp. u siehest, Mensch, wie fort und dort, uns gute Nacht muß geben, der Tod halt keinen andern Lauf, er sagt zuletzt die Wohnung auf⸗ uns allen, die wir leben. 2. Bedeuck es weislich in der Zeit, und flieh den Schlaf der Si⸗ cherheit, sey Augenblicklich wa⸗ cker, denn g'wiß, es bloibet dabey nicht, daß man dich hin, aus diesem Licht traͤgt auf den Gottes⸗Acker. 3. Wir werden aus den Graͤbern gehn, und alle vor Gerichte stehn, das Christus selbst wird hegen, wann auf der EngelFeld⸗Geschrey, die Glut das grosse Welt⸗Gebaͤu wird in die Asche legen. 4. Alsdenn wird erstlich aller Welt Belohnung werden zuge⸗ stelt, die Suͤnder sollen büssen, und ihnen ohn Betrug und Schein selbst Klaͤger, Richter, Hencker seyn, verdamt durch ihr Gewissen. 3. Ach GOtt, koͤmmt mir dis urtheil vor, o steigen mir die Haar empor, mein Hertz fuͤhlt Angst und Schrecken, ihr hohen Hugel, heb ich an, ihr Berg, und was sich stuͤr⸗ tzen kan, fallt her, mich zu bedecken. 6.HErr JEsu, meine Zuver⸗ sicht, ach laß dein strenges Zorn-⸗ Gericht, ach laß es mir nicht scha⸗ den! beut an dem Vater den Ver⸗ trag, damit ich freudig kůͤren mag den suͤssen Spruch der Gnaden: v. Gib daß ich mich bey gutem Sinn, und weil ich noch bey Kraͤs⸗ ten bin, zum Sterben fertig halte, und nicht, o JEsu, meine Lust, be⸗ griffen in der Suͤnden⸗Wust, zum ewgen Tod erkalte. S. Dach. Thess.4, 13.14. Wir wollen euch. 1179. Mel. JEsus meine zuvers. Treunde, stellt das Weinen ein, wischt die Thraͤnen von den Wangen, was soll doch das Kla⸗ gangen; Trauret nicht um mei⸗ nen Tod, ich bin srey von aller Noth.* 2. Da mein Leib darnieder fiel, siel auch mit mein Feind danieder, ort der eine hie, der andre meinet gen seyn? das ich von euch wegge· 732 Zweyter meiner Seelen hoͤchstes Ziel, ware la mein Fleisch zuwider, weil mein Leib nun weggerast, ist mir suͤsse Ruh geschaft. 3. Aus dem Kercker geh ich aus, von der Angst und aus dem Jam⸗ mer, bis mich Gott ins Him⸗ mels⸗Haus, rufet aus der Erden⸗ Kammer; Was blagt ihr den Tod so an, der nichts Arges mir gethan. 4. Sagt, was dieses Leben sey? Ist es nicht ein Weg zu nennen, der von Dornen niemahls frey? Alle muͤsset ihr bekennen, daß mein schwerer Gang vollbracht, da ich gebe gute Nacht. J. Was vor Elend und vorLeid, muͤßt ihr taͤglich noch erfahren, die ihr auf der Erden seyd, wie koͤnnt ihr euch gnug verwahren? Der nur bleibet unversehrt, der ins sinsire Grab gekehrt. 6. Bin ich todt, was ist es mehr? 805 bin auf die Welt gekommen, laget ihr denn nun so sehr, daß ich bin hinweg genommen? Man kommt in der Welt ihr Haus, daß man wieder geh hinaus. 7. Ferner hat mein JEsus mir, dort die Seligkeit erworben, geh ich ein zur Grabes ⸗Thuͤr, ich bin dennoch unverdorben; Durch des HErren Auferstehn, werd ich in den Himmel gehn 8. Seht mit munternAngesicht, wie ich werd ins Grab gesencket, denn es ist mein Leben nicht, ewig von mir abgelencket; Es soll mir in jener Welt, schoͤner werden zu— gestellt. 9. Stirbt ein Christ, so stirbt sein Leid, auch sein Tod stirbt mit dem Sterben, ich erwarte nur der Freud, die ich ewig soll ererben; Zeitlichkeft fahr immer hin, weil itzt verewiget bin.* 0. Freunde, stellt das Weinen ein, wischt die Thraͤnen von den Wangen, was. soll doch das Kla⸗ gen seyn, daß ich von euch wegge⸗ Auhang. ˙ Esaia 38,14. Meine Zeit ist doz hinschl. 1180. M. Nun freuteuch liein Schlat Gyplt! laß uns Zeit und Enn der, we keit mit Eruste stets beah erwach cken, daß wir auf die vergann 4. Zeit den Sinn zuruͤcke lende bald v⸗ was wir empfangen, wohl ul aufgeh stehn, und den auch in uns selbig seinem gehn, was Boͤses wir begangen wehet 2. Die Zeit die gegeuwarttgs bluhet laß uns also verwalten, daßt u ihn oh von aller Heuchel-List und Sul liegt e den uns enthalten. In Zuͤchh gung geduldig seyn, im Leiblichg uns maͤßig freun, das Geistich stets suchen. 3. Die Zeit nimmt kuͤnstig g und zu, das G uͤcke koͤm it zugz de, di Noth in einer süssen Ruh dis Leiden eilt behende. Der L raͤumt endlich alles auf, die V und ehr gefuhrter Laut, muß auh zu Grunde gehen.* 4. Wer loͤse lebt, wird ens Weh dort in der Hoͤllen finde ach! Daß ein jeder dem enth durch Reue seiner Suͤnden, da wir so lebten, wie man soll, i wird uns endlich allen wohl in Himmel droben werden. Der 91 Psalm. ö 1131. M.wenn meinStuͤndlein Haur Gott! du bist ja fuͤr und fuͤr die Zuflucht deiner Heen de, du bist gewesen, eh allhier ga legt den Grund zur Erde: vnd do noch kein Berg war bereit, da warst du in der Ewigkeit, o Am fang aller Dinge. 2. Du laͤßt die Menschen in das Thor des Todes haͤufig wandern, du sprichst: Kommt wieder Men schen, vor, und folget jenen an⸗ dern: Denn dir sind Hoͤchster, tausend Jahr, als wie ein Tag, der gestern war, und nunmehr ii vergangen. 4 3. Du laͤßt das schnoͤde Men⸗ schen ⸗Heer, wie einen Strohm, verfliessen, und wie die Schiflein, Eed ichbintrap nicht um meinen od/ ich bin srey von aller Noth. auf dem Meer hey guten 4* ö zweyter Anhang. 713 eine Zeit ist freuteuchl 16 Zeit und En ruste stets bohh uf die vergang zuruͤcke lenche ngen, wohl i uch in uns selbsh wir begangen egegeuwaͤrtigs walten, daß u l⸗List und Suhl ten. In Zuͤchh yn, im Leiblichg. ,„ das Geistlh mmt kuͤnfti Ze koͤmmt* iner suͤssen Ruh hende. Der I les auf, die Mi Laut, muß auh ebt, wird enh Hoͤllen finden der dem entos r Suͤnden, da ie man soll, s6 allen wohl in werden. Pfalm. nein Stuͤndlein u bist ja fuͤr uud cht deiner Heen u, eh allhier go Erde: vnd de var bereit, da wigkeit, o An tenschen in das aufig wandern, ut wieder Men⸗ aet jenen an⸗ sind Hoͤchstet, wie ein Tag, nd nunmehr ist schnoͤde Men⸗ inen Strohm, die Schiflein, guten Wind hiiw nnschliesen: Gleich wie ein un Schut und Traum bey Nacht, hald verdorrt, ein Graß, das itzt ihn ohngesehr ein Wind ruͤhrt, der, wenn der Meusch vom Schlaf erwacht, enttallen und vergessen. 4. Wir sind ein Kraut, das aufgehet, wird aber schnell von seinem Ort entfuͤhret und ver⸗ wehet: So ist ein Mensch: Heut bluͤhet er, und Morgen, wenn liegt er nieder. ö‚ 5. Das macht, HErr, deines Zornes Grimm, daß wir so bald berschwinden: Dein Eifer stoͤßt und wirft uns um von wegen un⸗ srer Suͤnden: Die Suͤnden stellest du fur dich, davon brennt und ent⸗ ruͤstet sich dein allzeit reines Herze. 6. Dis ist das Feur, das uns ver⸗ spat dein Lob mit Danck erzaͤhlen, Erfreu uns, o du hoͤchste Freud! Und gib uns wieder gute Zeit, nach so viel boͤsen Tagen. 11. Bisher hats lauter Creutz geschneyt, laß uns die Sonne schei⸗ nen: Bescher uns Freude nach dem Leid, und Lachen nach dem Weinen Laß deiner Wercke suͤs⸗ sen Schein, HErr! deinen Knech⸗ ten kundbar seyn, und dein Ehr ihren Kindern. 12. Bleib unser GOtt und treu⸗ er Freund, halt uns auf vestem Fusse, und wenn wir etwan irrig Haͤnd, und segne unsre Wercke! Paul Serhard. sehrt das Marck in allen Beinen: Daher kommts, daß der Tod ver⸗ zehrt die Grossen und die Kleinen: Drum fahren unsre Tage hin, wie ein Geschwaͤtze durch den Sinn, wenn wir die Zeit vertreiben. v. Wie lang haͤlt doch dis Leben aus? Gar selten siebzig Jahre: Wenns hoch kommt, werden ach⸗ tzig draus, und wenn man alle Waare, die hier gewonnen, nimmt zu hauf, ist lauter Muͤh von Ju⸗ gend aus, und lauter Angst ge⸗ wesen. 8. Wir rennen, lauffen, sorgen viel, und eh wirs uns versehen, da kommt der Tod, steckt uns das Ziel, und da ists denn geschehen: Wir fliehen eilend und behend, und ist doch niemand, der sein End und GoOttes Zorn bedencke. 9. Lehr uns bedencken, frommer Gott! Das Ende dieser Erden auf daß wir, wenn wir an den Tod gedencken, kluͤger werden: Ach! kehre wieder, kehr uns zu dein An⸗ gesicht, und steh in Ruh mit dei— nen boͤsen Knechten. 10. Erfuͤll uns fruͤh mit deiner Gnad, am Leib und an der See⸗ len, so wollen wir dir früh und Ay. Ges. 7, 58. HErrJEsu nimm. 1182. M. Wach auf mein Hertz. Err JEsu Christ, mein Leben, der du dich hingegeben, der du fuͤr mich gestorben, und mir das Heil erworben. 2. Ich hitte durch dein Leiden, laß nichts von dir mich scheiden: ö Wenn Noth und Dod herdringen, hilf ritterlich mir ringen. 3. Wenn alle meine Sinnen zer⸗ brechen und zerrinnen, die Ohren nicht mehr hoͤren, die Augen mich bethoͤren. 4. Wenn nichts mein Mund will spꝛechen, und mir das Hertz zerbrechen, wenn Menschen Rath verschwindet, Verstand sich nicht mehr findet. 5. Go hilf, HErr Christ, beheu⸗ de, an meinem letzten Ende: Die Todes Quaal versüsse, und hilf, daß ich hie busse. ö 6. Den Satan von mir treibe, daß ich andaͤchtig bleibe, und wenn der Geist geschieden, so nimm ihn auf mit Frieden. 7. Der Leib wird in der Erden wohlaufgehoben werden, bis daß du wirst erscheinen, zu holen heim die Deinen. 8. Als/ seynd, so gib, daß sich mit Busse das Hertze wieder zu dir wend: Auch foͤrdre das Thun unsrer 234 Zzweyter Anhang. 8. Alsdann mir, HErr, beyste⸗ he, nicht ins Gerichte gehe, der Suͤnden nicht gedencke, vielmehr das Leben schencke. 9. Was mir dein Wort ver⸗ dieiben. 10. Er wird es habenFrommen, nicht ins Gerichte kommen, und ob er wuͤrde sterben, soll er nicht gar verderben. 11. Du JEsu, wilt ihn retten, bald aus der Todes Ketten, dein Freuden⸗Reich ihm geben, und mit dir lassen leben. 12. Da wird er in der Woͤune hell leuchten, wie die Sonne. HErr JIEsu, diß Begehren wollst du mir auch gewaͤhren! 13. Mich meiner Schuld be⸗ freyen, Geduld und Trost verlei⸗ hen, den Glauben auch bewahren, bis ich soll zu dir fahren. 1B. d. Koͤn. 19,4. Es ist genug, so. I183. M. Vater unser im Him. Hier lieg ich armes Würme⸗ 608 lein, kan regen weder Hand noch Bein, von Angst mein Hertz im Leib zerspringt, mein Leben mit dem Tode ringt: Vernunst und alle Sinn sind matt, meins Lebens bin ich můd und satt. 2. Darum, HErr JEsu, zu mir eil, vertreib des Teusels feurig Pfeil, der um mich itzt thut bruͤl⸗ len her, aleich wie ein Loͤw und grimmer Baͤr, daß mich von dei⸗ ner Lieb nicht scheid, Aufechtung, Angst und Hertzeleid. 3. HErr, laß mich in dem Reiche dein nur den geringsten Diener seyn, den vesten Glauben mir ver⸗ leih, daß ich gerecht und selig sey, erloͤset durch dein theures Blut von Suͤnden, Tod, und Hoͤllen⸗ Glut. Seel ins Himmels⸗Saal fuͤhren aus dem Jammer und sie da bleib in deir rals dein dur Pfand. ——— wieder werde bracht: Ma Staube, bis denn dieses sa sehne mich nitt Freuden, na ich ons Rosen⸗Feld Weil hrrh Ru und—5 Stunde zum Abschied ist benam 905 Himmel so hoͤre aus meinem Munden Roͤm.14/2.L letztes Testament. 185.WM.— 2. GOtt Vater, meine Sehh Ich hab 0 scheid ich deiner Hand, suͤhr Idem liebf aus dieser Hoͤle, ins rechte N ist kein imm land, du hast sie mir gegebem schieden seyt nim sie wieder hiu/ daß ich imd nicht schader und Leben, nur dein alleine winn, in G 3. Was werd ich Esu, fühn den, fahr ich das dir gefallen kan? ach nim Mein2 du meine Sünden als ein Mly Welt! wa machtniß an? wirf sie in dan Himmel istl Wunden, ins rothe Meer hiuih rrachten ein, so hab ich Heil gefunden, laden, weil! schlafe selig ein. Gottes Frie 4. Dir, o du Geist der Gnahh ich mit Frer laß ich den letzten Blick, werd 5. Ach selt in Schweisse baden, so sieh i hat mir der in n mich zuruck! auch schrey in m wotsdies nem Hertzen, wenn ich kein Guh ligkeit: W. mehr rühr, und stell in meilih schaden, wei Schmertzen, mir nichto, als I in GOttes 8 sum für. ů ich mit Fre 5Ihr Engel nehmt die Th 4. Gesegi nen, von meinen Wangen an, i nen, ihr Lieb weiß, daß euer Sehnen sous saut ihr nich nichts erfreuen kan! wenn L ERner Qua und Seele scheiden, tragt mich i noch heute Abrams Schooß, so bin ich volll acht, inGO Freuden und aller Thraͤnen loß. fahrt mir 6. Euch aber meine Lieben, di ihr mich itzt beweint, euch habeih Roͤm. 8,31. verschrieben, GOtt, eurem besh 1186. In Freund. Drum nehmt den letzth Dein Stu Segen, es wird geschehn, daß u N liegt m werden auf Ziens Wegen einall auch imme 4. HErr, wenn mein Stuͤnd⸗ lein koͤmmt heran, so laß dein En⸗ der wieder sehn. ‚ der Tod n . Zuletzt sey dir, o Erde! mei Noth. Ae gel um mich stahn, daß sie mein blasser Leib vermacht, da mit di mich verlaf wiedij das Vt. zwevter Anbang. 735 umels⸗Saal ln ir inae⸗ 0 was du mir zuge⸗ dem Jammer ib in deiner 0 ucht werde/ bracht: 9 zu. Glaube,bisss Ottes Stimm rust, Hharkmn te chtn der Gut. Er Hhahe Fg Mbleibt nich er* g Das ist mein letzter Wille, zn scheiden.OOtt drücß da Siegel drauf! aus der Wil: uun wart ich in der Stille bis das t Keuden hich meinen Lauf, durch Christi Weiln Eod volende, o geh ich srende⸗ bschied ist b I1n hin, und weiß daß ich ohn Ende, inem Munden denoimneehenwirso seben wi nt en Röm. 14,3. Leben wir, so leben wir. ‚ 1185. M. Sertzlich thut mich v. (Ich hab mich G0T ergeben, dem eehen, n se mir ist kein immer Leben, es muß ge⸗ 0, basichlna schieden seyn, der Tod kan min Hein alleine 3 ichtschaben,er ik nur mein Ge⸗ wich JBein al winn, in GOttes Fried und Gua⸗ kan? ach u Aden, fahr ich mit Freud dahin. den al ein. 2. Mein Wen gehrict fürnber, wirf sie in ii. vWelt! was acht ich dein! der the Mee 7 d Himmel ist mir lieber, da muß ich 5 u den, trachten ein, mich nicht zu sehr be⸗ gefun n 0d Buad 1„ Hei Gottes Fried und Gnaden, fahr Bih wac ich mit Freud dahin. den, sit F. Ach selge Freud und Wonne, dochley in on Uirmir der⸗Herr dene dadr⸗ Kus die Sanne,Leben uud Se⸗ tel ein Guh ligkeit: Was kan mir doch nun ichts 315 schaden, weil ich bey Christo bin? B nehmt die Thin 4. Gesegn euch GOtt ihr Mei- uWangen amih nen, ihrLiebsten allzumal, um mich or Sebnen sous saüt ihr nicht weinen, ich weiß von kan! wenn kih kner Qugal. Den rechten Pfort en, tragt michth noch heute, nehmt fleißig ja in „so bin ich voll acht, inOttesried und Freude, er Thranen loß fahrt mir bald all hernach, meine Lieben,A mM. Joh. Siegfried. int, euch habeih Roͤm. 8,31. Ist GOtt fuͤr uns, wer. Ott, eurem besh 1186. In eigener Melodey. nehmt den letztah oschehn, daß w er, meine Seelh ier Hand, fuͤhr „ins rechte ich mit Freud dahin. ir, o Erde! meit wwiedgh das Vt. * — 2. Hier ist kein Auffenthalt; Mach ihn zu Asch und der Tod hat die Gewalt, er frißt nd würget Jung und Alt; er reißt uns fort aus unserm Orden, Stand und Ort. AchGOtt! wenn mir das Best. ö 3. Kein Rath, kein Artzeney, kein Heulen noch Geschrey, kein Bruder kan mich machen frey; in aller Welt ist nichts, das end⸗ lich mich erhaͤlt. Ach GOtt! weñ alles mich verlaͤßt, so thue du ꝛe. 4. Kein Reichthum, Geld noch Gut, kein kuͤhner Helden-⸗ Muth Wuth; All Ehr und Gunst und Macht fuͤr ihm ist gantz umsonst. Ach GOtt! wenn alles ꝛc. 5. Was Schmertz, was Angst und Pein, o GOtt! wird um mich seyn, wenn nun der Tod wird bre⸗ chen ein! Wer wird alsdenn mit Trost sich meiner nehmen an? Ach Gott! weun alles mich ꝛc. 6. Wenn mein Gewissens Buch, und des Gesetzes Fluch, wenn Sünd und Satan zum Versuch tritt wider mich; wer ist, der mein erbarmet sich? Ach Ott! wenn ꝛc. 7. Wenn Sprach, Verstand und Sinn auf einmal faͤllt dahin, und ich nicht mehr bin, der ich bin; wer in GOttes Fried und Gnaden sahr chreyt mir zu, weun mir der Schmertz laͤßt keine Ruh? Ach Gott! wenn alles mich ꝛe. 8. Wenn meiner Augen⸗Licht mir ferner leuchtet nicht, und mir das Hertz im Leibe bricht fuͤr Angst und Quaal; wer sührt mich durch das fiustre Thal? Ach GOtt! wenn alles mich ꝛce. mir im Todes⸗Pein die beste Huͤlf und Labsal seyn; auf dich will ich zein Stuͤndlein geht dahin, esdie Welt gesegnen ewiglich. Ach u liegt mir in dem Sinn, ich bin ö is Wegen einall auch immer wo ich bin, daß mich der Tod wird setzen in die letzte rde! mel Noth. Ach GOtt! wenn alles ich vollendet meinen Lauf; Ich nacht, damit mich verlaͤßt, so thue du bey mir Gott! wenn alles mich ꝛe. 10. HErr JEsu! nimm mich auf zu dir in Himmel hinauf, wenn ruf zu dir, so lang ein Odem ist i f 9 0 nlir: alles mich verlaͤßt, so thue du bey hilft fuͤr des Todes Grimm und 9. HErr JEin! du allein sollst 736 zweyter Anhang. mir: Ach Gott! wenn alles mich verlaͤßt, so thue du bey mir das Best. Mich. Franck. Sirach ꝛ2, 11. Man soll nicht zu. 187. M. An Wasser fluͤssen B. Men Hertzen Vater, weint ihr noch, und ihr, die mich gebohren? was graͤmt ihr euch? was macht ihr doch? Ich bin ja unverlohren. Ach sollt ihr sehen, wie mirs geht, und wie mich der so hoch erhoͤht, der selbst sich hoch erhoben! Ich weiß ihr wuͤrdet anders thun, und meiner Seelen suͤsses Ruhn mit eurem Munde loben. ö 2. Der saure Kampf, den ich dort hab in eurerWeltempfunden, der ist, durch GOttes Gnad und Gab, allgluͤcklich uͤberwunden. Es ging mir, wie es pflegt zu gehn all denen, die bey Christo stehn, und von der Welt sich scheiden. Wer Christo folgt, der muß mit ihm das Creutz und alles Ungestuͤm, auf seinen Wegen leiden. 3. Nun bin ich durch, GOtt Lob und Dauck, hier kommt ein ander Leben: Hier wird mir, was meinLebenlang ich nicht gesehn, gegeben! Ein gantzer Himmel vol⸗ ler Licht, ein Licht davon mein An⸗ gesicht so schoͤn wird, als die Son⸗ ne; Hie ist ein ewges Freuden⸗ Meer, wohin ich nur die Augen kehr, ist alles voller Wonne. 4. Nun liebt ihr Menschen, wie ihr wollt, des Erdenlebens Guͤte: Was ist darinnen, das mir sollt itzt neigen mein Gemuthe? Was ist das Beste, das ihr liebt? Was giebt die Erde, wann sie giebt, als Angst und bittre Schmertzen? Was ist das guͤldne Gut und Geld? Was bringt der Schein und Pracht der Welt, als Kummer euren Hertzen. 5. Was list der grossen Leute Gunst, als Zunder grosses Neides? Was ist das Wissen vieler Kunst, als Ursprung vieles Leides? denn wer viel weiß der gramt sich viel; 0 und welche andre lehren will Ryennen 7 Se leiden und viel tragen. Sehlushadt dir ni an, Ruhm, Lob und Ehr! Axkennen: Ke Fꝛeud undLustiwas habt ihrmhuts nicht N als Elend, Weh und Klagen? ch zertrenne 6. Nichts ist so schoͤn und ul 2. Fuͤrs erst hestellt, da man hie wohl aufsher alten rotl Drum nimmt 60 DT, was n daß sie kein wohlgefällt, bey Zeiten in diels ihr abgesa nets nicht erdencken. ö 7. Wer selig stirbt, der schluski zu die schwartzen Jammer Thofei Hingegen schwingt er sich ssei Ruh, im guͤldnen Engel⸗Ehn legt Aschen weg, kriegt Freushh Oel, zeucht an das Fleisch,n schmuͤckt die Seel in reiner wa Seiden; Er laͤßt die Erd, undi met ein die Lust, da Christi EAmacht; Trotz selein in lauter Rosen weiden 8. Die Si 8. So gebt, ihr Lieben, Aversuͤhnt, di doch schlecht dahin in Go Dulden: De Willen; sein Rath ist gut, Etir verdient Thun ist schlecht, und wird Schulde 13! wieder stillen den Schmertzes nunmeh Fre er euch gemacht, und hiemi und Hu der euch gute Nacht von euremi 6. Bist du gegoͤnnet. Es koͤmmt die Zuh du mich, me mich und euch vereinigen ubringen, deir in seinem Reich, der euch usich em M mich getrennet. dringen: 2 9. Da will ich eure Treu Erb und Kit Můh und was ihr eurem KruDingen. erwiesen habt, im Himmel hish 7. Das a bald ihr kommt, verdancken; zohl, wann will erzaͤhlen, wie ihr habt eket, wann selbst betruͤht, und mich gelabls und voll des Christo, und fuͤr allen: und Fraͤncket, d den heissen Thraͤnen⸗Fluß ins Vate. ich mit mehr, als einem Kuß Fluthen len euren Hals euch fallen.. Wann Paul. Serhul Ler rege, da Offenb. Joh. 14,13. Selig sindl wenn dein 1188. M. So wuͤnschich nuntschlaͤgt, daß Hanom Ruind 0 149835 icht, wann du den Todhl dr 50 nemm wohlgefalle zweyter Anhang. 7³⁷ dre lehren will en? Sey ohne Furcht, er Itragen. Seht udt hir nicht, lern ihn nur recht b und Ehr! Alxkennen: Kennst du den Tod, so was habt ihr nhats nicht Nor h, all Aungst wird verfühnt, durth seines Sohnes ihr Lieben, ähm, den n, dahin in Goh Rath ist gut, ht, und wird Schulde n; der vor war ser Ou ist en Schmertzen nunmeh Freu d voll sů er Gnad ht, und hiemi und Hu'den ht von eureme im Himmel hil t, verdancken; wie ihr haht hraͤnen⸗Flußn ins Vater land uns aus den als einem Kußn Fluthen lencket. ich fallen. ost du mein A in du den Tod h Pringst zur Ruh/ ung die dir nenm Wohlgefallen. W 9. Wann unsre Feinde um uns her uns bringen in die Mitten Wann Ottern, Loͤwen, Woͤlf und Baͤr ihr Gist auf uns ausschuͤts ten, nimmst du dein S Huͤtten. 5 10. Wanndiese Welt gibt bosen Lohn dem, der dich treulich ehret⸗ so sprichst du: Komm zu mir/mein Sohn, hier hab ich, was dich nahs ret, Lust, Ehr und Freud, die keis ne Zeit in 4d sch verzehret. I1. Alsbald schliest aus der Ens gel⸗Schaar mit Freud in ihren Bogen, und nehmen unsrer Sees len wahr, die, wann sie ausgeflos gen, in ihrer Hut mit stillem Muth zu GOtt koͤmmt angeiogen. 12. Der HErr empfaͤnget seine Braut, und spricht: sey mir wills kommen, du bists, die ich mir ana vertraut, komm, wohne bey den Frommen,ᷓie ich von dir anher i mir aus jener Welt genommen. 13. Du hast behalten Glaub und Treu im Hertzen, da ich wohne, so eb und leg ich dir nun bey die schöne Freuden⸗Krone, ich bin dein Heil, dein Erb und Theil ⸗ tritt her zu meinem Throne. 14. Hie trockn ich deiner Augen Fluth/ hier still ich deine Thraͤnen? Hier setzt sich in dem hoͤchsten Gut dein Seuften, Klag und Sehnen Dein Jammer⸗Meer wird nies mand m̃ehr, als nur in Freud ers wehnen. 8. 15. Hier kleid ich meiner Chris sten Zahl mit reiner weisser Seide⸗ hier springen sie ins Himmelss Gaal, und ist nicht, der sie neide⸗ hier ist kein Tod, kein Creutz und Noth, das gute Freunde scheide. 16. Ach GOtt, mein HErr was will ich doch mich vor dem Tode scheuen? Er ists ja, der mich von dem Joch des Elends will befreyen Er mimmt mich aus dem Marters Haus, das kan mich nicht gereuen. 17. DerTod, der ist mein rothes Aa Wüktr — 2 2— 2——„ ijI„W„ Zweyter Anhang. Meer, dadurch auf trocknemSan⸗ de dein Israel, das fromme Heer, geht zum̃ gelobten Lande,da Misch Aund Wein stets fleußt herein, wie Stroöhm in ihrem Rande. 13 Er ist das guͤldne Himmels⸗ Thor, und des Elia Wagen, dar⸗ nuf mich GOtt zum Engel⸗Chor har bald wird lassen tragen, wann er, der Letzt und Erste, setzt ein End an meinen Tagen. 9. O suͤsse Lust, o edle Ruh, o rommer Seelen Freude, komm, schleuß mir meine Augen zu, daß ich im Tod abscheide hin, da mein Hirt mich leiten wird zur im⸗ mer gruͤnen Weide! 20. Daselbst wird er in vollem Maaß, was hier gefehlt, einbrin⸗ genz dafur wird ihm ohn Unter⸗ laß sein Halleluja klingen. Da will auch ich ihm ewiglich eins nach dem andern singen. P. Gerhard. Der 90. Psalm. 1189.Mel. Ich hab mein Sach. ie leuchtdahin der Menschen Zeit! Wie eilet man zur Ebwigkeit, wie wenis dencken an die Stund von HertzenFrund, wie schweigt hievon der traͤge Mund! 2. Das Leben ist gleich ne Traum, ein nichtes werthu m ser Schaum, im Augenhsh bald vergeht, und nichts Sohn! gib daß ich zaͤhlzErschreckl Tag, und munter wach, das Anicht, d sterbe, sterben mag. trachtet, ja 5. Was hilft die Welt inl dicht, von v Noth? Lust, Ehr und Reich da doch kein in dem Tod? O Mensch, dul daß nicht eit dem Schatten zu, bedeuckt vom Wuͤrg du koͤmmst sonst nicht zu 2. Halt ei ren Ruh. luem Laus⸗ 6. Weg Eit'lkeit, der A hen, daß die Lust, mir ist das hoͤchste Kauf, drun wußt, das such ich nur,daonl hen: Wirn mir: O mein Begier, Hey Loch, den su zuch mein Hertz nach din Satans Je besehen. 3· Merck sem Prach bauen, du Nacht, dere en; der He Tbrone steh! Du unterdessh Hertzen suche dich. Vom juͤngsten Gericht und Ende der Wil Ps. 39,58. HERR lehre doch. 1190. M. Ach Err mich armen. edencke, Mensch, das Ende, bedencke deinen Tod, der Tod koͤmmt ost behende; der heute frisch und roth, kan morgen und geschwinder hinweg geiorhen seyn. Drum bilde dir, o Suͤn⸗ derein taͤslich Sterben ein. Bedencke, Mensch, das En⸗ de/ bedencke das Hericht; Es muͤs⸗ sen alle Staͤnde vor JEsus Ange⸗ sicht, kein Mensch ist ausgenom⸗ men, hier muß ein jeder dran, und wird den Lohn bekommen, nach dem er gethan. Schlund, e cher Grun Grauen. 4. Da fi Sagl, kein der Hoͤllen Augst und Leih. dich nicht Satan blende mit Eitelkeit. Hier ist ein Freuen, dort aber ewiglich mer, es he. klaͤglich Schmertzens Schn Quaal, der ach Suͤnder huͤte dich!. mer, vest ar 4. Bedencke, Mensch, dast Es ist ein bedencke stets die Zeit, dahh ein Schwe nichts abwende von jener. Man lichkeit, damit vor GOttesl sem Ort, ne die Seele wird veroflegth bringen, a ist die Lebens⸗Krone den I Grausen men beygelegt. orund spri . Herr, lehre mich beden u hrst derZeiten letzteZeit, daß,sichn Kora„ At dir iu lencken, mein Hertze seh verschling reit. Lab mich den Fod hi 6. Gede 3. Bedeucke, Mensch, das Ende, ö 6n ff Rich um deinen Richterstuhl: laß nichtes werkhm mich auch nicht verachten der „ im Augenlll Höllen Feuer Pfuhl. ——— seyn, daß dieser Ort foll fassen solch eine Meng, und so viel Pein —— 2———— t, und nichtsH 6. Hilf GOtt, daß ich in Zeiten Menschen Kind, die Hoͤll ist weit⸗ dieses taguch auf meinen letzten Tag mit Busse u, JehovaiIAmich bereiten, und taͤglich sterben du bist, ich traul mag: Herich 1d Hügel fallg sieh miß, o JEsu! bey, daß ich ius 0. wenn ich ¶ Himmels Lichte zu wohnen wuͤr⸗ ser ö g ich in der h. Offenb. 14,%1 L. So jemand das. bre mich, och 1191. M. Ach Gort vom Him. daß ich zaͤhlz Erschrecklich ist es, daß man inter wach, das nicht, der Hollen⸗Pein be⸗ n mag. trachtet, ja daß sie fast als ein Ge. ilft die Welt inl dicht, von vielen wird geachtet; „Ehr und Reich da doch kein Augeublick vergeht, S Mensch, dul daß nicht ein Haüf imSarge sieht, en zu, bedeuck vom Würger abgeschlachtet. sonst nicht zu 2. Halt ein, oMensch! mit dei⸗ ....uem Laus, es ist ja leicht gesche⸗ itelkeit, der hen, daß dich gereut der schlimme das hoͤchste Kauf, drum bleib ein wenig ste⸗ ch ich nur,da hen! Wir wollen erst das Hoͤllen⸗ in Begier, Hen Loch, den Schwefel Pfuhl, des Hertz nach du Satans Joch, mit rechtem Ernst ird da seyn, wi besehen. 55. 0 6, nd bald vor d. 3. Merck auf, der du mit gros⸗ Du unterdessh sem Pracht, hie laͤssest Haͤuser stetig ich mitin bauen, du wirst an jener finstern he dich. Nacht, dergleichen nimmer schau⸗ en 0 und, ein ti ½9½ „Schlund, ein tieffe Pfütz, in wel; e der Wil cher Grund, du fallen wirst mit Angst und Leih Grauen. stan blende mit„ 4. Da findet sich kein schoͤner Hier ist ein E Sagl, kein Vorhaus keine Kam⸗ rt aber ewiglih mer, es heißt und ist ein Ort der mertzens⸗Schi Quaal, den Sataus starcke Klam⸗ huͤte dichl. mer, vest an einander hat verpicht; de,Meusch, daät Es ilt ein Wohnhaus ohne Licht, die Zeit, daßhl ein Schwefel; Loch vall Jammer. ide von jener.Man wird dich auch an die, it vor Ottesh sem Ort, nicht anft zu Wagen vird versflegt!Y bringen, ach nein, du mußt mit „Krone den zu Grausen fort, und in den Ab⸗ gt. grund springen! Es wird, so bald hre mich beden n fährst dabon, wie Dathan, tezeit, daß, sichl Kora, Abiron, die Hoͤlle dich ihr Feld ist groß, die Stadt ist assen. 65 97 7. In diesem Loch ist gar kein Licht noch heller Glantz zu finden, die liebe Sonne scheint hie nicht⸗ man tappet wie die Blinden z Hier leuchtet weder Mond noch Stern, ein Hoͤllen⸗Kind das lebt von sern, in schwaͤrtz verbranns ten Grunden.. 8. Hier schree auf ein dicker Rauch, erschrecklich anzusehen„ ein rechter Pech- und Schwefel⸗ Schmauch, der uͤberall muß ge⸗ hen, ein Schmauch, der billig wird genannt: Angst, Jammer, Marter, Quaal und Brand, da⸗ fuͤr man nicht kan stehen. 9. Wer mag ermessen den Ge⸗ stanck, der hie auch wird erfunt den? der strenge Gift kan machen kranck urploͤtzlich bie Gesunden⸗ er ist wie dicker Koth und Feur⸗ durch ihn wird alles Ungeheur⸗ das stincket, uͤberwunden. 10. Dis grosse Feld hegt einen Brand, der schwartz und traurlg scheinet, doch brennet dis vers fluchte Land, mehr als der Sun⸗ der meynet; Bey diesen Flamt che dort geschehn, die man zuspaͤt beweinet.. ö 1506. fan& Feur ist schreck lich heiß; kan Stein und Stahl verzehren, der ewge Anast⸗ und Todes Schweiß wird die Vert dammten naͤhren; Dis Feur das brennet grausam zwar,verbrennet doch nicht gantz und gar, die, so den Tod begehren. 12. In dieser Praur⸗und Jante mer⸗ Macht ist fanter Angst und Schrecken, ach hoͤret! wie der; „mein Hertze seh verschlingen. 0 den Tod he. Gedenck st nitht. wit kan es Honner kracht, es blitzt an allen⸗ Ecken t Es prasselt siets an dier h NX 2¹⁵ die Suͤnder fuͤhlen lassen? ö breit, von Angst⸗ und Marters Im Tod und vor Gerichte Gassi men kau er sehn, die Plagen, wele sem Ort, die Winde brausen fort und fort, der Hagel bleibt nicht stecken. 13. Ein jeder Suͤnder hat sein Loch, in welchem er muß quaͤlen; Denn unter diesem Teufels⸗Joch, hat einer nicht zu waͤhlen; Man darf nicht schweiffen hin und her, G des Satans Macht faͤllt viel zu schwer, er hat da zu befehlen. 14. Die Stoltzen werden allzu⸗ mahl dort bey einander sitzen, die Saͤuffer werden in der Quaal den süssen Tranck ausschwitzen: Den Schindern wird die Gnade theur, die Hurer wird das Hoͤllen⸗Feur in Ewigkeit erhitzen. 15. Wer ist, der das erdulden kan, was die Verdammten leiden? Ihr freche Suͤnder denckt daran, ihr muͤsset ploͤtzlich scheiden; Ist euch der Kercker hie zu viel? Ach Gott! es ist ein Kinderspiel, dort wird es anders schneiden. 156. Magst du hier nicht gefan⸗ gen seyn? Wie wirst du denn er⸗ kragen,»Menschlder Hoͤllen Angst und Pein, den Rauch, Gestanck, das Klagen; Die Finsterniß, des Donners Macht? Heut ist die Zeit, bald gute Nacht der argen Welt zu sagen. Joh. Rist Jacobi 5,9. Siehe, der Richter ist. 1193. Mel. Dis sind die heilgen. Es sind die Zeichen nunmehr da, daß jetzt der juͤngste Tag ist nah: An dem der Himmel und die Erd durchs Feuer werden soll verzehrt. Kyrie eleis. 2. Das wird erschrecken alle Welt, wenn sie der Fallstrick uͤber⸗ saͤllt, gantz unversehns mit Eil Und Macht: Gleich wie ein Dieb einbricht bey Nacht. Kyrie eleis. 3. Der starcke Sieges⸗Held als⸗ bald wird sehen lassen sein Ge⸗ walt: Durch Trompet⸗ und Po⸗ zweyter Anhang. und klein stracks aus den Gns auferstehn, und fuͤr den Nh werden gehn. Kyrie eleis. . Nieniand sich da verban mi kan, er muß herfuͤr und aush Plan, der muß da kommeng Gericht, der alles hier higti 6.Oa hirnn 601 6—+Äů̈í;.J Da hilft nicht hoher 2.. Muth zuruͤck ist blieben 000 Oun, dar Gut, Gewalt, Truß, Freoh wund. ein End: Da hat sich as eleis. ö 7. Wie 7. Die Gleisnerey gilt dan mder mehr, schmuͤckt man 17 Iuen 129 gleich noch so sehr, der Hell durch dein hier sich bergen mag, da lun Ritterscha der falsche Schein am Tag. 18.Ich rie eleis. Eyd: Ich Da ist gar hell und ote derzeit/ m was allem bier verborgenn begehn, in Was hier bedeckt die Finsih siehn. Ky ist da gautz licht, klar und g⸗ 19. Kon Kyrie eleis. richt, so n 9. Der Richter kennt den men nicht tzens Grund, er achtet nich wenn ich Menschen⸗Mand, ob er jus und Erbar oder nein; Er siehet ob daß 20. Dat ist rein Kyrie eleis. den kan d 10. Dis liegt mir Tag ren an: 2 Nacht im Sinn, weil ich ei wuͤnsch u ser Suͤnder bin: Ich weiß! nach dem was ich machen soll, meinyn 21. We Furcht und Schrecken vol Güt, die! . Zu dir flieh ich, HEm müth, fort Christ, der du der Richter len zu, un bist: Ich suche Rettung, Ruh. Ke und Rath fuͤr alle meine 9 22. Go that. Kyrie eleis. Seit die& 12. Ich falle dir mein h ererben in Fuß, laß mich thun rechtes und da de der Buß, daß sich mein ‚ Kyrie elei steter Reu zum Guten all“— 23. Dah erneu. Kyrie eleis. sort, daß 13. Ach! HErr, der Biti Ort. He gewehr, daß ich mich nicht vn lang mehr abkehr: Damit der Todj nimm mic Kyrie elei 1 saunen⸗ Schall vor sich er fordert allzumahl. Kyrie eleis. 4. Sehr wunderbahrlich wird seun, wenn alle Todten groß den viel, doch hat dein 0un mitlerweil in einger Suͤndi Luc. 21, 21 uͤbereil. Kyrie eleis. 1193.M. 14. Es seyn war meiner H(Es sind drum w ö zweyter Anhang. ½4u1 N Iin Ziel, dein theures rosinfarbes und fur den Olui, kan alles üür mich machen bn. Körte dle Wihgut. Aytie eleis. dand sch daner 15. Auf dich allein verlaß ich 25. Mun daverlan nuch; Ich glaube und weiß sicher⸗ muß 94 omn aush lich,daß du auch meine Schulden⸗ 1— Iui hr Last un. Kpiter 116. getra⸗ n. en hast. Kyrze eleis. um—— 9 5 Ich acht auch keine Suͤnd ů 7 st Ulteben sch gering? Ich lieb dich uͤder alle alt, Trut, K Oing, darum ich alles Bose haß, Alt, Trutz, Ion and ein Gebot zu Hertzen saß. a hat sich allesun Kyrie eleis. 10 neren Wiewohl das Fleisch stets . 67 1 gilt dai widersirebt, und gern nach seinen so seh der sich) Küsten lebt, so daͤmpf ichs doch / 4 durch deine Kraft, daß ich uͤb gute 6 mag, da kun Ritterschaft. Kyrie eleis. chein am Tag. 900 Pu dich furch einen d: Ich woll dich fuͤrchten je⸗ ber hell 958 ofseh derzeit, mit Wissen keine Suͤnd bedeckt die Thol begehn, im guten Vorsatz veste 0 ie Finsih fiehn. Kyrie eleis. icht, klar und g— ö ½½½ rauchr rdam⸗ richt, so wirst du mich verdam⸗ dichter kennt denh men nicht: Du wirst vielmehr, d er achtet nich wenn ich erschein, mein Heiland Mund, ob er ju und Erbarmer seyn. Kyrie eleis. Er siehet ob daͤß 20, Darauf ich denn mit Freu⸗ rie eleis. den kan das naden⸗urtheil hoͤ liegt mir dih ren an: Das wird sein, wie ichs inn, weil ich ein wunsch und such, der ewig Segen bin: Ich weih nach dem Fluch. Kyrie eleis. chen soll meinh 21. Wenn die Berachter deiner Schrecken vol! Güt, die hier versiocken ihr Ge⸗ uder Michte ken tu famoemig⸗ nach der Hoͤl len zu, und ewig, ewig seyn ohn uche Rettung, Ruh. Kerie eleis. ur alle meine 9az. So werde ich zur rechten eleis. Seit die Glorie und die Seligkeit alle dir mein Go ererben in deins Vaters Reich, ch thun rechte und da den Engein leben gleich. aß sich mein ‚ Kyrie eleis. zum Guten allel— 23. Dahin denck ich nun immer⸗ eeleis. sort, daß ich bald sey am selben Err, der Bitl Ort. HErr JEsu machs nicht ich mich nichtuy lang mehr hier: Ich bin bereit, ümit der Tod! nimm mich zu dir. Kyrie eleis. neinger Suͤnd Luc. 21, 28 36. Und es werden Z. ie eleis. 1193. M. Freu dich sehr, o meine. war meiner EH(Es sind schon die letzten Zeiten, hat dein 0un dium mein Hertz bereite dich⸗ weil die Zeichen schon von weiten zum Gericht ereignen sich. Hims mel, Erde, Luft und Meer machen sich als GOttes Heer, auf iur Ra⸗ che, sonder Schonen, uͤber die im Finstern wohnen. 2. Es ist alles fast verdorben in der gantzen Christenheit; Glaub und Liebe sind erstorben, alles lebe in Eitelkeit. Wie es war zu Noaͤ Zeit, so lebt jetzt in Sicherheit der gemeine Hauf der Christen, die im Suͤnden⸗Koth sich bruͤsten. 3. Unverstand und Suͤnden⸗ Le⸗ ben herrschet und nimmt uͤber⸗ hand: die dem Urtheil widerstre⸗ ben sind als Fremdling unbe⸗ kandt, und, wie JEsus selbst, vers acht; Ja ihr Thun steht in Ver, dacht. Wie ist denn der Welt zu rathen bey dergleichen Frevels thaten. ö‚ 4. JEsus wird bald selbst eint brechen, weil sein Heer sich aufge⸗ macht, und sein armes Haͤuflein raͤchen, das zu ihm schreyt Tag und Nacht. Darum hebt das Haupt empor zu des Himmels Thür und Thor, das ihr euer Heil umfahet, weil sich die Ert loͤsung nahet. 5. Weil der Feigenbaum aus⸗ schlaͤget, und anlegt sein Hof⸗ nungs⸗Kleid, so weiß man, daß sich erreget die erwuͤnschte Som⸗ merZeit; Ja die Blaͤtter zeigen sich in den Krommen haͤufiglich. Wer bemerckt der Zeiten Zeichen, wird dis Gleichniß bald erreichen. 6. Waͤchs't das Reich der Zin⸗ sternissen, so waͤchst auch daskich⸗ tes Reich. Jenes wird hald wei⸗ chen muͤssen: Aber der Gerechten Zweig wird in steter Bluͤthe stehn, wenn die Welt wird untergehn. Darum sfreuet euch, ihr From̃en⸗ euer IEsus wird bald kommen. 7. Huͤtet euch, daß nicht mit Fressen und mit Sauffen euer Hertz, noch mit Nahrungs Sorg indessen sey beschwert, als Bley Aaa 3 und 7⁴⁸—— zweyter Aahang. und Ertz, daß nicht komme dieser Tag wie ein Blitz und Donner⸗ schlag uber die aufErden wohnen, ohn Erbarmen und Verschonen. 8. Ja, wir wollen deinen Wor⸗ ten solgen, trauter Seelen⸗Schatz; stoͤhr der Hoͤllen Macht und Pfor⸗ ren, und mach selber Bahn sund Platz, daß dein Zion werd gebaut, und bie schoͤne Himmels⸗Braut, von hen Banden dieser Erden moͤge bald erloͤset werden. 1194. M. wer nur den liebencz. Hbau mein Herz, mit den Ge⸗ danucken, dein IEsus schließt den Him nel auf. Hier laͤufst du yoch in diesen Schrancken; dort ändert sich dein saurer Lguf:? Hin⸗ auf zu 6Ott mit deinem Sinn, denn zu deniselben kommst du hin. 2. Erhlicke nur den Creiß der Erden, us eine rechte Nilgerstadt, die wird einmal verzehret werden, wann diese Zelt ein Ende hat, er⸗ wachst du denn von deiner Ruh, sag an, o Mensch! wo bleibest du? 3. Der Himmel und die weite Hoͤlle sind dir aus GOttes Wort bekannt, in welchem ehmals seine Stelle der Arme und der Reiche saud. Jedoch mit grossem Unter⸗ cheid, der kam ins Wohl, der fuhr ins Leid. ö 4. Willst du nun auch im Him⸗ mel kommen, wo Lazarus in Freu⸗ den saß, und wo sein Mund mit allen Frommien, der Freuden suͤssen Webe aß? So fürchte GOtt und Hleibe rein, hier kaust du schon im immel seyn. . Im Himmel ist das beste Le⸗ hen, der reichen Guͤter Ueberstuß, da will uns GOtt viel Gutes ge⸗ hen, das ewig bey uns bleiben auß Im Himmel wohnet unser eil im Himmel ist das beßte Sheut ö . Gewehne dich dann von der den, Welt /muͤdes, Himmel⸗ Ehrist. Philip. 3,20.4 1. Unser Wandel ist. meinen HErru; doch soll esii —— schon selig werden, und desseh her erlittner Schmertz stelh i schaͤndt, sodann auf einmal ein, so bahhh verblend wirst im. Himmel senn. nen Rußh ö Mi. C. A. Bah Reich ui Offenb. 12,9%14. Und es warde 11. W. 195. Mel. Nun laßt uns den er, und Ibn lieben Christen, ö 10. E en, freut ai sehr; wa⸗ nun, bald wird ershad dund, d6 GOttes Sohn, der unser Bun Hoͤllen ⸗ worden ist, das ist der — liebe i 18. De 4—„ Iu wehrn 2. Der zuͤngste Tag ist nunnh hekehrn; fern, komm, JEsu Christe, lu deinemW HErr! Kein Dag vergeht n Zanck un warten dein, und wollten gu 13. De bald bey dir seyn. zu Fal, chlingen 3. Verrathen ist der Whn f Christ, sein Heucheley und n Seel, Gu List, sind offenbar und gar i den rothe Dag, des fuͤhrt er taͤglich 14. Die se Klag.„ onger ste 4, Du treuer Heiland, I sie muß v Christ, dieweil die Zeit erfuͤssis allen Orte die uns verkuͤndigt Daniel, du nicht trag komm lieber Immanuek⸗ 15. Die 5. Sanet Simeon wart't aul kan der E auf dich, und seiner Zukunstsu und woll sich, er ward auch seiner Bitlg frey, vons waͤhrt, da er sah, was sein hi ranney. begehrt. 6. Dei 6. Er sprach; Nun will ichsy schwert, ben gern, weil ich gesehuhi verkehrt samt uns guf deine 17. Dig wenn du Schall; Schaar, hundert 158. Ey richt, laß gestorben seyn, sondern in fahr ich sein. g. So warten wir nun auchgs Stund, und bitten dich gus g. zensgrund, du wollst nicht aust bleiben lang, und strafn einm die alte Schlang. g. Die alle Welt ermordet rich und kan nicht Luͤgens werdensth gesicht, da die nimm samt ihrervaͤster Schh keit, das und wirf sie in den Schwis keit. Pfuhl. 27— Offenb. 2 9. Dein lieben nnen die n all, wenn doch einmal die W— O 90 Seele bo Reich zergeh, und er in ewgh Rhnd Herd So sollt du hirn zerfall, und wenn des Teufel deroe anden geh. 7 erden, und deh 10.Er i der deinen Nahmen weiß fur grosse Travrigkeit nicht, Schmertz feelt ih sch umal ein, so hahh nmel seyn.. nen Ruhnh, und hindert, daß dein die Zung am Gaumen klebt. . C. A. Noh Reich uicht komm. e i 12. Und es ward 11. Was du befiehlst, das laͤstert das endlich mit der⸗ eit nicht faͤllt⸗ un laßt uns den ö Christen, freut gh sehr; was uns beschert dein milde Ewigkeit hat nur keinziel, sie trei⸗ ld wird erscheuhl Hand, das nehm uns gern der u der unser Bun Höllen Brand.—— ö ist der liebe Ji 18. Der Satan hoͤrt nicht auf Heiland selder spricht: Aus ihs uu wehrn, daß sich so wenig Leut ist kein Erloͤsung nicht. zste Tag ist nunmih bekehrn; Er wendt die Leut von 3.O Ewigkeit du machst mich Esu Christe, lu deinem Wort, und richtet an Haß, bang, o ewig, ewig ist zu lang, hier Dag vergehten Zanck und Mord. Igilt fuͤrwahr kein Scherzen: druͤm⸗ und wollten gn' 13. Der Teufel braͤcht uns gern wenn ich diese lange Nacht, zusamt 13.7 zu Faü und wollt uns gern verder grossen Pein betracht, erschrack en ist der Vün schlingen all, er tracht't nach Leib,ich recht von Hertzen. Nichts ist deucheley und un Seel, Gut und Ehr, HErrEhrist, zu finden weit und breit so schrecks ubar und gar ih den rothen Drachen wehr. lich, als die Ewigkeit. ö rt er taͤglich I 14. Die Welt kan nun nicht 4. Wenn der Verdamumten gros⸗ Ilaͤnger stehn, ist schwach und alt, se Quaal, so manches Jahr als an ter Heiland, I sie muß vergehn; Sie kracht an dergahl, hie Menschen sich ernaͤh⸗ ldie Zeit erfüssasf allen Orten sehr, und kan die Last ren, als manchen Stern der Hime üdigt Dauiel, duß nicht tragen mehr. mel hegt,als manchesdaub dieEr⸗ Inimanuet. 15. Die Creatur nicht laͤngerde traͤgt, noch endlich sollte waͤh⸗ imeon wart't al kan der Eitelkeit seyn unterthan, ren, so waͤre doch der Pein zletzt iner Zukunstim und wolt gern wleder werden ihr recht bestimmtes Ziel gesetzt. uch seiner Bilig frey, vons Teufels Mord und Ty⸗F. Nun aber, wenn du die Ge⸗ h, was sein hi rannev. ö fahr viel hundert tausend, tausend 4. Der Papst hat sie so hart be, Jahr hast klaͤglich ausgestanden, Nun will ichsh schwert, und alle gut Ordnung und von den Teufeln solcher Frist⸗ ö il ich gesehn verkehrt; Drum waͤr sie gern gantz grausamlich gemartert bist. ö doch soll esuh samt uns erloͤst, wir hoffen all ist doch kein Schluß vorhanden. sondern in zuh guf deinen Trost. Die Zeit, so niemand zaͤhlen kan, 11. 17. Die alten Vaͤter warten all, die faͤnget stets von neuen an. wir nun auchh wenn du erscheinst mit grossem 6. Ach GOtt! wie bist du so ge⸗ ö ten dich aushy Schall; Mit aller lieben Engel⸗recht, wie strasst du einen boͤsen é ollst nicht au Schaar, drauf warten wir manch Knecht so hart im Pfuhl der 4 nd strafn einm hundert Jahr. Schmertzen: Auf kurtze Suͤnden ig. 13. Ey lieber HErr, eilzum Ge; dieser Welt hast du so lange Pein ö elt ermordet h richt, laß sehn dein herrlichs An⸗ bestellt, ach! nimm es wohl zu igens werdensh gesicht, das Wesen der Dreyeinig⸗Herzen, betracht es wohl, o Men⸗ hrerLaͤster: Schl keit, das helf uns GOtt in Ewig⸗schen⸗Kind, kurtz ist die Zeit, der den Schwel keit. D. E. Alberus. Dod geschwind. ö 7 Offenb. 20, 10.Und werden gequaͤl.7. Ach sliehe doch des Teufels⸗ n Kinder wan 1196. In bekandrer Melodey.] Strick, die Wollust kan einAugen⸗ inmal die W O.S weldt, das durch di Iblick, und laͤnger nicht ergoͤtzen,— un des Teusel o Schwerdt, das durch diedafuͤr willt du dein armeSeel her⸗ nd er in ewg Seele bohrt, o Anfang sonder En⸗nachmals in des Teusels Höhl deh o Ewigktit Zeit ohne Zeit, ich Mensch! zum Pfande setzen? Ja 100 Vsa schi⸗ 2 3weyter Anhang. schoͤner Tausch, ja wol gewagt, das bey dem Teufeln wird beklagt. 8. So lang ein Gott im Him⸗ Mel lebt, und uͤber alle Wolcken schwebt, wird solche Marter waͤh⸗ ren, es wird sie ylagen Kaͤlt und Hitz, Angst, Hunger, Schrecken, Feur und Blitz, und sie doch nicht verzehren. Dann wird sich enden diese Pein, wenn GoT nicht mehr wird ewig seyn. 9. Wach auf, o Mensch, vom Sunden⸗Schlaf, ermuntre dich, verlohrnes Schaaf, und beßre Hald dein Leben; wach auf, es ist nun hohe Zeit, es koͤmmt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben, vielleicht ist heut der letz⸗ te Tag, wer weiß, wie man noch serben mag. 10. Ach! laß die Wollust dieser Welt, Pracht, Hoffart, Reich⸗ hum, Ehr und Geld, dir laͤnger nicht gebiethen, schau an die gros⸗ se Sicherheit, die salsche Welt und boͤse Zeit, zusamt des Teufels Wuͤ⸗ ten. Vor allen Dingen hab in acht die vorerwehnte lange Nacht. O du verfluchtes Menschen⸗ Kind, von Sinnen toll, von Her⸗ tzen blind, laß ab die Welt zu lie, ben Ach lach! soll denn der Hoͤl⸗ len: Pein, da mehr, denn taufend Hencker, seyn, ohn Ende dich be⸗ trüben? Wo ist ein so beredter Mann, der dieses Werck ausspre⸗ chen kan 12. O Ewigkeit, du Donner⸗ Wort! oSchwerdt, das dung ö Seele hohrt, e Anfang sondenth del o Swigkeit, Zeit ohne ich weiß fuͤr grosser Traumss nicht, wo ich mich hinnan Nimm du mich, wenn es du saͤllt, HErr JEsu, in dein zin den: Zelt. ö Jes. Sir. 7, 40. Was du thush 1197. M. Nun laß une da Suͤnden⸗Mensch, behnn Oden Tod, der letzten G de Angst und Noth, mach mit wahrer Buß bereit, zu i in 14 uue— i 2. Besitzest du die gantze u mit hoͤchster Ehr und allem ersreut es dich ein kleinegeim dienet nicht zur Ewigkeit. 3. Erschallt in deinen ohn nicht: Ihr Todten kommet Gericht? Ist doch der zuu Tag nicht weit, dem sish wird die Ewigkeit. 4. Wenn du begehrest 8 tes Huld, so meid der Sushe schwere Schuld, die wider di Seele streit t, so bist du srey! Ewigkeit. 5. Unzaͤhlig ist der Stenh Heer, die Tropfen und der S am Meer, doch haben sie M Ziel und Zeit, und gleih nicht der Ewigkeit. 6. Besinn und dencke sort u fort, was Ewig fuͤr ein Donn Wort! Ach keiner Zeiten Zeil freyt, die Ewig⸗Ewig„Ewihll Von der Seligkeit und ewigen Leben. Koͤn. 19,4. Es ist gnug, so nimm 1198 M.Freu dich sehr, o meine Ach wer schon im Himmel waͤre, liebster GOtt, bey dir, bey dir! boͤre doch, mein Schoͤpfer, hoͤre, und laß mich nicht laͤnger hier lich muß ja seyn, wo du hist, wo mein Schatz mein JEsus ist: ich muß aus dem Welt⸗Getuͤmmel, weil mein Troͤster in im Himmel. 2. Hier kan ich kein Gnüh sinden in der boͤsen Jammern denn sie ist voll lauter Suͤnden gantz Wesen mir mißfaͤllt, N Verfolgung, Spott und H giebet sie zum besten Lohn: N du schnoͤdes Welt⸗Getuͤmm waͤre ich aus dir im Himmel. 2. Wie wohl wird mir doch/ äschehen wenn jch immer die 90 Joh. Al zeig' mir, Anfang dah — 7—— herdt, das d t, Zeit ohne grosser Traurssi h. mich hinmah ch, wenn es dug Ssu, in dein zn oh. A „Was du thußh nlaß: une den Mensch, behnl der letzten G Noth, mach * bereit, zu iin du die gantze r und allem H ein kleinegesm r Ewigkeit. in deinen ohn odten kommet i doch der jun veit, dem sol Ikeit. begehrest g9 eid der Suͤns „die wider di bist du srey ist der Sten en und der 8 haben sie Mi it, und gleih zkeit. ů d dencke sort u fuͤr ein Donn er Zeiten Zeil Ewig Ewigli im Himmel. ird mir doch/ immer hie 0 Zweyter Anhang. heit kan in drey Hersonen sehen, uUnd der Dreyen⸗Einigkeit! wann ich sehe GOtt, das Licht, GOttes heilig Angesicht: O wer aus dem Welt⸗Getuͤmmel bey GOtt waͤ⸗ re dort im Himmel. 4. Keine Ruhe kan ich haben hier in dieser Zeitlichteit; will Wollust, Geld, Gut, mich laben? weg, weg mit der Eitelkeit; es ist doch nur Unbeffand; ach heim! heim ins Vaterland, heim aus diesem Welt⸗Getuͤmn el, zu der Ruhe in dem Himme. . Dort kan mir kein Feind nicht chaden, keine Angst, Gefahr und doth, denn ich bin in GOttes Gnaden, GOtt in mir, und ich in Gott! da erreiche ich mein Ziel, alsdann will ich, was GOtt will, darum weg, du Welt⸗Getuͤmmel, ich erwaͤhle mir den Himmel. 6.Kranckheit, Hunger, Durst, Frost, Hitze, Sorge, Furcht und steter Streit, machen, daß ich oft hier schwitze, daß sich haͤuffet Leid mit Leid, alles aber hoͤret auf, wenn ich ende meinen Lauf: O was bist du Welt Getümmel? waͤre ich doch nur im Himmel! 7. Wie so ieblich wird es schal⸗ len, wenn ich das Halleluja singe mit den Engeln allen! o wer doch schon waͤre da! Laß indeß meins Hertzens Schrein, mein Gott, deinen Himmel seyn, fuͤhre aus dem Welt⸗Getuͤmmel, dich zu ruͤhmen, mich in Himmel. 8. Bin ich etwan hier in Freu⸗ den; so ist Trauren wol nicht weit. Freude aber ohne Leiden ist dort in der Ewigkeit, weiche Unvollkommenheit! Droben ist die Seligkeit, gute Nach t, du Welt⸗Getuͤmmel, eins und alles ist im Himmel. 2. Soll und muß ich aber wan⸗ deln laͤnger noch in dieser Zeit, so hilf mir stets christlich handeln, mein Gott! mache mich bereit, deig' mir, wie ich leben soll, wie ich sterbe sanft und wohl, und laß die⸗ ses Welt Getuͤmmel mich nicht wenden von den Himmel. 10. Weil du hier mir bist im zwar, aber mein Hertz macht dir Schmertzen, denn es ist so boͤser Art, darum will ich Suͤnden⸗los lieber bald ins Himmels⸗Schloß: ach! nimm aus dem Welt⸗Ge⸗ tuͤmmel, mich zu dir, du bist mein Himmel. ö 11. Strecke deine Arm und Haͤnde zu mir aus, ich will hinein, komm, mein Braͤutgam! komm behende, ich will deine seyn allein, schenck du alle Suͤnden mir, oͤfne doch die Himmels⸗Thuͤr! ich bin aus dem Welt⸗Getůͤmmel, in der Hofnung schon im Himmel. Ludaͤmilia Elisabeth, Graͤsin zu Schwarzb. Joh.§, 24. Wahrlich, wahrlich. 1199. M. Wachet auf, ruft uns. er Tad fuͤhrt uns zum Leben, seyd froͤlich die ihr Gott er⸗ geben, der Tod ist todt und ferne hin, sein Stachel gehet ins Ver⸗ wesen, der Leib steht auf und wird genesen, der Christen Tod ist ihr Gewinn. Was ist es, das hie stirbt? die Sunde nur verdirbt. Hochgelobet sey unser GOtt in TodesNoth, weil in dem Tod der Tod ist todt. 2. Der Feind ist üͤberwunden, der Strick zerreißt, der uns ge⸗ bunden, wir sind von allem Jam⸗ mer los. Nun schaut die Seele ins Unendlich, und Gott ist ihr als Gott recht kenntlich, der in der Majestaͤt ist groß; Seht wie die Seel geziert, wie hoch sie trium⸗ phirt, Vietoria ruft sie duꝛch GOtt was ist der Tod? Der Tod ist nich⸗ tes als ein Spott. 3. Sollt uns der Tod anfechten, da JIEsus sitzt zuOttes Rechten, der von dem Tod erstanden ist z Der HErr kan jtzund nicht mehr sterben, kein Glied kau an demveib Aaas vent 74½ Hertzen, so bin ich im Himmel 746 Zweyter Anhang. verderben, ich bin sein Glied, ein E. Fluͤgel, Fluͤgel, Fluͤgel wahrer Christ, darum ist mir der selbs mich Auszuichwungen u Tod ein rechter Freuden⸗Both: bey GOtt der Engel Heer heilh Erloͤste Seel, du wirst itzund in heilig singen. Wie verlanget nih Gottes Bund von Elend los so sehr! drum so ruf ich mehr un und recht gesund. 4. Wohl auf! du sollt hintreten vor GOttes Stuhl, und den anbe⸗ ten, der heilig, heilig, heilig heißt, dein JEsus traͤgt dich mit Erbar⸗ men, und nimmt dich froͤlich aufwas erblickt, ich seb den Himim offen, ich sehe GOttes Köng die Armen, daß er erquicke deinen Geist; der Tod ist mir und dir die rechte Lebens⸗Thuͤr, GOtt oͤfnet sie. Ey was ist das dich werd nicht blaß/ ich singe GOtt das Gratias. Ps. 55/7. Ohaͤtte ich Fluͤgel wie. 1200. In eigener Melodey. fuͤgel, Fluͤgel, Fluͤgel her, Fluͤt gel gleich den Winden lo! wie wirds der Seelen schwer in dem Leib der Suͤnden, die sie schaut mit Furcht und Graus, daß sie drum aus diesem Haus heut noch wünscht zu gehen aus. 2. Fluͤgel, Fluͤgel, Flügel her! hier ist nicht mein bleiben, ich hab überall nichts mehr hier mir zuzu⸗ schreiben; Mir ist kein Haus zu⸗ gedacht, das mit Haͤnden ist ge macht, sondern seibst des Him⸗ mels Pracht. 3. Cluͤgel, Fluͤgel, Fluͤgel her! will ich dort hin dencken, und von dem mich machen leer, was kan abwerts sencken: Hemmt des Fluges volle Kraft doch noch die Gefangenschaft, drinn der Leib mich haͤlt in haft. 4. Fluͤgel, Fluͤgel, Fluͤgel her! mit wirds lang zu wohnen hrer auf diesem wilden Meer: Doch weil GOtt wird lohnen jedes Thun, so tracht ich gern zu gefallen meinem HErrn, ich sey nahe oder sern. 5. Flügel, Fluͤgel, Fluͤgel her! 5b gleich GOtt zumLeben mir das Pfand, das theur und heer, seinen Geist, gegeben, der im Glauben hier verspricht, was in GOtt und seinem Licht, ist doch noch im Eebausd nicht. mehr: Fluͤgel, Fluͤgel, Fluͤgelhe Offenb. Joh. Cap. 21. ö 1201. M. Wie schoͤn leucht un (Ists, oder ist mein Geist ei zuckt 2. Mein Auge hat i Thron, zur Rechten JESun GOttes Sohn, auf den wir al hoffen, singet, klinget, spielt a scharffen Davids Harffen, jauchh von Hertzen, IEsus stillet as Schmertzen. 2 2. Ich seh, er machet alles unz die Braut faͤhrt zu ihm ohn Scheu, in reiner schoͤner Saih die Kleider sind mit Gold dun stuͤckt, der Bräutgam hat sie sall geschmückt mit theurem Hal Geschmeide. Meister, Geistn Cherubinen, Sergphinen, win schen Glüͤcke, IEsus giebt Liebes⸗Blicke. 3. Der Braut ist nichts alsu bewust, GO sieht an ihin Schoͤnheit Lust, sie glaͤntzet HN die Sonne, man fuͤhrt sie in d⸗ Braut⸗Pallast, ins Freudenha zur stoltzen Rast, zu ihres Koͤnih Wonne. Klagen, Zagen, SI nen Hitze, Donner⸗Blitze, sih verschwunden, GOttes Lanh hat uͤberwunden. 4. GOtt hat sie aus dem Stu erfrischt der Augen⸗Thraͤnench gewischt, GOtt koͤmmt bey ihls wohnen; Er will ihr GOtt siess Volck seon, selbst bey ihr gehh aus und ein; Wie reichlich i Gott lohnen! Tranuet, schall GoOttes Guͤte, GOttes Hüth bey den Kindern, GOit wohnt hi bekehrten Suͤndern. 98 F. Wie heilig ist die neue Stadt. die GOtt und's Lamm zum Den yel hat, zum Grunde die 590 Bothen geht hine bannet se Todten. sind gem wie ein h 6. Die weit und Wonne. dieser Or ne Nacht 7. Von ein Fluß, sen muß waͤssern: Baum zw des Blaͤtt⸗ Gesundhe Knechte, dursten n recht Cry 8. Wie Welt, die vorbehaͤlt werben. Herrlichke auch mir h ererben.“ te, ihr Ges mich auß! 1Cor. 2,9. 1202. Il GOt Lebe himmlisch aus Gnad dir nur la ben sonder von Angst Leben son und muß 2. Es Schmerze digkeit, di zu Hertzer Zanck und des Lag lügel, Fluͤgel ßzuschwingen, 0 Engel Heer heilh. Vie verlanget ih Vruf ich mehr un Flügel, Fluͤgelhn oh. Cap. 21. schoͤn leucht un mein Geist e ein Auge hat h seh den Himmi Gottes Koͤnig chten JESuf, auf den wir a linget, spielt 5Harffen, jauchh Esus stillet aln machet alles na⸗ rt zu ihm ohn r schuͤner Sesh mit Gold dunh tgam hat sie sell theurem Ha Neister, Geisth eraphinen, win Esus giebt ist nichts alse sieht an ihin sie glaͤntzet HM führt sie in de ins Freudenha zu ihres Koͤni en, Zagen, Goh ner⸗Blitze, sih 5Ottes Lang aus dem Stenn enThraͤnench mmt bey ihlh ihr GOtt fiess bey ihr gesl die reichlich i Tranet, schal GOttes Hülh Vtt wohnt hi rn. die neue Stadh/ uude 31 n Ande die zw zweyter Anhang. Bothen 1 gar nichts Gemeines geht hinein, wer greuelt, muß ver⸗ bannet seyn, sein Theil ist bey den Codten. Reine, feine Edelsteine sind gemeine, ihr Licht flimmert, wie ein heller Jasyis schimmert. 6. Die Stadt darf keiner Son⸗ nen nicht, nicht unsers Mondes blasses Licht, das Lamm ist ihre Sonne, ihr Leuchter GOttes Herrlichkeit, die Heyden wandeln weit und breit bey dieses Lichtes Wonne. Ihre Thuͤre, ihre Pforte dieser Orte stehet offen, da ist kei⸗ ne Nacht zu hoffen.. 7. Von GoOttes Stuhle quillt ein Fluß, der mitten auf der Gas⸗ sen muß das Holtz des Lebens wässern: Die Frucht, die der Baum; woͤlff sach traͤgt, und je⸗ des Blaͤttgen, das er hegt, soll die Gesundheit bessern. Knechte, Herren, Fuͤrsten, Kayser dursten nach der Quelle, sie fleußt kecht Crystallen helle. 25 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehaͤlt! kein Meusch kan sie er⸗ werben. O JEsu, HErr der Herrlichkeit! du hast die Staͤtt auch mir bereit, hilf sie mir auch ererben. Weise, preise ihre Kraͤf⸗ te, ihr Geschaͤfte, mir Elenden, laß mich auf den Aublick enden. 1Cor. 2,9. Daß kein Auge gesehen. 1202. In eigener Melgdey. O Gott, was ist das vor ein Leben, was ist das vor ein himmlisch Licht, das du mir willst aus Gnaden geben, wenn ich von dir nur lasse nicht? Es ist ein Le⸗ ben sonder Tod, das nimmer weiß von Angst und Noth: Es ist ein Leben sonder Trauren, das soll und muß ohn Ende dauren. 2. Es ist ein Lehen sonder Schmerzen, es ist voll hoher Wuͤr⸗ digkeit, da boͤse Lust nicht koͤmmt zu Hertzen, da man nicht spuͤret Zanck und Streit, ja da mau we⸗ des Tag und Nacht, auf Krieg Schlechte und Unruh ist bedacht, da man sich vollenkoͤmmlich liebet, und Gott zu loben stetig uͤhet. 3. GOtt, mein Hertz wallet mir vor Freuden, im Fall ich nur get dencke dran, wie deine Klarheit mich bekleiden, und deine Lieb er⸗ getzen kan, wie döͤrstet mich nach diesem Tranck, ich werde vor Ver⸗ langen kranck, ich habe Lust dis zu betrachten, und deine Wunder hoch zu achten. ů + Das ist mein hoͤchste Frend auf Erden, wenn ich, HErr, in deiner Gunst so freundlich mag entzůͤcket werden, und fuͤhlen dei⸗ ner Liebe Brunst, denn bin ich rechter Wollust voll, wenn lich dich, Liebster! kuͤssen soll, so kan ich dir mein armes Leben! und alles was ich hab ergeben. 5. Wie bin ich doch so hoch er⸗ sreuet, wenn ich nur von dir reden mag, wenn meine Seele narh dir schreyet, und sucher dich den gan⸗ tzen Dag, ja wenn ich singen mag von dir o liebster Heyland! fuͤr und fuͤr, so wünsch ich tausend⸗ mahl zu stehen, wo dich die Che⸗ rubinen sehen. 6. Wenn ich mag taͤglich etwas lesen von deiner grossen Herrlich⸗ keit, so kan mein schwacher Geist genesen, der dir zu dienen wird bereit, durch dich, o Heiland, kan allein, mein Elend mir ertraͤglich seyn! Ja, wenn ich mich zu dir mag wenden, so wolt ich gern mein Leben enden. 7. Ich wandle froͤlich auf den Auen, die mir dein Haus gezeiget hat, da kan ich solche Kraͤuter schauen, welch auch der Seelen wissen Rath, da kost ich fuͤr der Suͤnden⸗Gift, dein edles Wort, die werthe Schrift, die schaffet, daß all Angst verschwindet, u. daß mein Geist viel Trost empfindet. 8. O seelges unbeflecktes Leben, o wunder ⸗suͤsses Snaden⸗ Reich⸗ ie lanst du so viel Welust geben. — 7⁴⁸ Zweyter Anhang. ja machen mich den Engeln wollest geben 3 hierzu du n gleich, wie bist du doch ohn alle erschaffen hast, erloͤset von Zeit umgeben mit der Ewigkeit! Suͤnden⸗Last, und auch 0 Wie werd ich mit so suͤssen Weisen in dir des Hoͤchsten Guͤte preisen. 9. O wollte GOtt ich sollt able⸗ gen bald meiner Suͤnden schwere ast, die mir so man he Noth er⸗ regen, ja zu verzweifeln treiben fast: O wollte GOtt, ich sollte des⸗Stich, und was ich wuͤnsche mit Verlangen, die Himmels⸗ Krone bald empfangen. 10. O daß ich von der Hand des HErren sollt ewiglich begabet seyn, so wollt ich meinen Mund aufsperren, und mit den schoͤnen Geisterlein ohn Ende fingen frisch allda das Freuden⸗reich Halleluja. Denn wollt ich Stimm und Schrift verbluͤmen, des HErren Suͤt und Treu zu ruͤhmen. 11. HErr JEsu, laß mich ewig stehen bey deiner Auserwaͤhlten Schaar, HErr IEsu, laß mich sroͤlich sehen, dein Goͤttlich Ant⸗ litz immerdar, mein Heil, mein Trost, mein Zuversicht, komm zei⸗ gemir dein klares Licht, HERR hilf und laß mich uͤberwinden, den Himmel und dich selbst zu finden. Offenb. 22,15. Und er zeiget mir. 1203. Mel. Es ist das Heil uns. GOtt, wer dieses Leben wohl betrachtet, der wird sinden daß es ist allenthalben voll Angst, Elend, Noth und Suͤnden, voll Müh BeschwernißSorg undeeid, voll Schwachheit oder Eitelkeit, auch wo es ist am besten. 2. Nun hab ich leider! so viel Jahr dis niemals recht erwogen; Es hat die Welt mich immerdar mit falschem Schein betrogen. Vergib mir, HErr, durch deine Gnad, auch diese meine Missethat, und andre schwere Suͤnden. 3. Jetzt aber dencke ich daran, und auch an jenes Leben: Ich ruse ich demuͤthig an, daß du mirs Gnad beruffen. 4. Was mich suͤr Sorge hien ficht, die mich noch moͤge g len, will ich, GOtt, meine Zubh sicht, dir gantz und gar besehln versch acht, so 1 0 1„ n verschma o hilf du, HE mich losmachen durch den To⸗*** daß ichs nicht acht, weil ich di⸗ hab im Hertzen. 5. Es ist das Leiden dieser d wie schwer es ist auf Erden, nih werth der grossen Herrlichke, die uns darauf soll werden g wißlich, wer dieselb erlang, gantz uͤberreichen Lohn empfash auf sehr geringe Arbeit. 6. Die Thraͤnen werden allh mahl von Augen abgewischet; stoltze Ruh im Freuden ⸗S das Hertze stets erfrischet; Kun Schmertz, kein Trübsal, keine wird allda mehr zu finden seyn nur lauter Freud und Wonn 7. Der Leib wird leuchten gi und klar, wie Christi Leib versl ret: und ob er schon von Wuͤnm war gefressen und verzehret; wird er doch im Himmelreichn heilgen Engeln Gottes gleith mehr als die Sonne glaͤntzen. 3. Alsdann wird unser Augh Licht GOtt, wie er ist, ansehg von Angesicht zu Angesicht: a wann wird das geschehen, di dieser Huͤtten irdisch Haus In brochen werd, und ich dart geh' in des HErren Freude! 9.O Gott, mein Vater, hih doch mein sehnliches Begehreh und laß mich hier daß Suͤnden Joch nicht laͤnger mehr beschm ren: bring mich bald an denselbi Ort, an welchem ich werd imma fort ohn alle Schwachheit leben 10. OGoOttes Sohn, HErrq su Christ, der du vom Himm kommen, und wiederum zush heus bist den Himmel aufgenon mel; +* lende; i auf; gih Komm b mich/ de auf dich, Gnaden Col.3,4. 1204. J ihr ihr o ihr tra unter eu schlaͤft ut nicht, wa euren B 3. We Oele itzt schmuͤck habet at Er wird men, wa gen: J Wagen 2. W aufs be an, stell ste, daß wie so h ihr euch wie da stoͤhnet N 4. sen/ alle Friede erben Weil d Erqui nun a . E klinsen hierzu du eiben dieser Z auf Erden, nic sen Herrlichkel, soll werden g dieselb erlang, n Lohn empfash Arbeit. en werden alhn abgewischet; Freuden ⸗Ga erfrischet; K rübsal, keinehn zu finden seyn d und Wonn zird leuchten gj risti Leib veril hon von Wuͤrm d verzehret; Himmelreich/ er ist, ansehg Angesicht: ac geschehen, d disch Haus I und ich daral rren Freude! ein Vater, hil iches Begehre r daß Sündel mehr beschun ald an denselbi ch werd imma achheit leben Sohn, HErrq vom Himm wiederum zus Rmel aufgenom men U erlöͤset vanl und auch 0 zweyter Anhang. — men; hol auch mich, nach, und zei⸗ 97 mirdie Racht und Herrlichkeit, die dir der Vater hat gegeben. 11.O heiliger Geist regiere mich, bis ich von hinnen scheide, daß ich empfinde kraͤftiglich den Vor⸗ schmack dieser Freude, die kein Mensch hie erfahren hat, und doch an uns nach GOttes Rath soll offenbahret werden. ö‚ 12. Nun hilf denn, daß ich mei⸗ nen Lauf, HErr JEsu, bald vol⸗ lende; ich sehne mich zu dir hin⸗ auf; gieb mir ein selig Ende. Komm bald, HERR, und erloͤse mich/ denn meine Hofnung steht auf dich, komm IJEsu, komm in Gnaden. Col. 3,4. Wenn aberChristas euer. 1204. In eigener Melodey. O ihr Jungfrauen allzumal! o ihr traͤgen Ueberwinder wer ist unter eurer Zahl, der da saͤumet, schlaͤrt und traͤumet? wißt ihr nicht, was euch gebuͤhret, und was euren Braut⸗Stand zieret. 2. Wachet! wachet! kauffet Oele itzt in dieser Mitternacht, schmuͤckt die Lampen eure Seele, habet auf den Braͤutgam acht: Er wird kommen, hoͤrt ihr From⸗ men, was die Friedens⸗Boten sa⸗ gen: Itzs kommt der Hochzeit⸗ Wagen. 3. Wacht und schmuͤcket euch aufs beste, legt die Feyer Kleider an, stellt euch als die Hochjeit⸗Gaͤ⸗ ste, daß mans an euch sehen kan, wie so hertzlich und so schmertzlich ihr euch nach der Ruhe sehnet, 155 9t⸗ Hertz nach Freyheit net. 4. Nun soll Leib und Seel gene⸗ sen, alles soll in vollem Glanz, Friede, Freude, lieblichs Wesen erben mit im Sieges⸗Krantz. Weil das Hoffen eingetroffen, die Erquickung Zeit erschienen, muß nun 5 24—— uch wirz . Ey, wie lieblich wirds er klinaen in der Rillen Soiskeit! ihr auserwaͤhlten Kinder! ö 7⁴⁹ Engel werden mit drein singen, die sich laͤngst darauf erfreut; da die Schaaren Paar bey Paaren werden ihre Harfen ruͤhren, und die Hochieit praͤchtig zieren. 6. Hoͤrt ihrs nicht von ferne schallen? ach! das ist ein reiner Thon! seht die Harffen Spieler fallen nieder vor des Lammes. Thron, seine Ehren zu vermehren. Ach! wenn ich nur Fluͤgel haͤtte, glaubts, ich eilte um die Wette. 7. Seht, wie Jacobs Rose blůͤ⸗ het ohne Dorn an ihrem Stock, und wie unvergleichlich siehet Jo⸗ seph in dem bunten Rock, und die Brůder, seine Glieder, die sich ler gen zu den Fuͤssen, lassen Freu⸗ den⸗Thraͤnen fliessen. ⁊. Also sehn wir schon von ferne lauter Seligkeiten ein, da wir schoͤner, als die Sterue, leuchten sollen Engelrein: Darum eilet, nicht verweilet, euch inwendig zů vermaͤhlen mit dem Braͤutgam meiner Seelen. 9. Wer dort will als Rosen ste⸗ hen, traͤgt hier zwar die Dornen⸗ Kron, dorten muß er Dorn und Schleen haben abgeleget schon, daß von Sůnden nichts zu finden denn dersleichen Art von Rosen bluͤhen nur im Lande Gosen. 10. Drum so leide, dulde, tra⸗ ge, nach dem stillensammes⸗Sinn, sein geduldig ohne Klage, nimm die Liebes⸗Ruthe hin, stilles Laͤmmlein, frommes Schaͤflein, anders kans nicht seyn auf Erden, morgen kan es besser werden. II. Ruͤhme, jauchze, lebe sroͤr lich, Zion, Braut und Koͤnigin, deine Freude waͤhret ewig in dem. Cbor der Seraphin, da du weiden sollt mit Freuden in viel tausersd Lieblichkeiten: Laß dich darzu wol bereiten! Phil. 1, 23. Ich habe Lust abzusch. 1207.M. Alle Nenschen muͤssen. Woen ade! ich bin dein müde, ich wil nach dem Himm/i — 3 735 zweyter Anhang. zu; da wird seyn der rechte Frie, de und die stoltze Seelen Ruh! Welt bey dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit; in dem Se allezeii Friede, Ruh und Seligkeit. 2. Wenn ich werde dahin kom— men, bin ich aller Kranckheit loß, und der Traurigkeit entnommen, ruhe 555— in GOttes Schooß: In der Welt ist Angst lund Noth, endlich gar der bittre Tod; aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 3. Was ist diese Erden Freu⸗ de? Nebel, Dunst und Hertzeleid; hier auf dieser schwartzen Heyde sind die Laster ausgestreut, Welt bey dir ist Krieg und Streit nichts denn lauter Eitelkeit; in dem Him mel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 4. Unaussprechlich schůͤne fin⸗ get GOttes auserwaͤhlte Schaar, eilig, heilig, heilig klinget in dem Himmel immerdar: Welt bey dit ist Spott und Hohn und ein steter Jammer⸗Dhon aber boͤrt ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 5. Nichts ist hier denn lauter Weinen, keine Freude bleibet nicht; will uns gleich die Sonne scheinen, so verhemmt die Nacht das Licht: Welt bey dir ist Angst und Noth, Sorgen und der bittre od; in dem Himmel allezeit riede, Ruh und Seligkeit. 6. Nun es wirb dennoch gesche, hen, daß ich werd in kurtzer Zeit meinen Heiland wieder sehen in der grossen Herrlichkeit: Denn bey uns ist lauter Noth, Muͤh And Furcht zuletzt; der Tod; aber dort' ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. O: wer nur dahin gelanget, all ihr Thun ist E Ten +. Himmel allezeit Griede⸗ druud und Seligkeit. 8. Zeit, wenn wirst du doch an brechen? Stun den, ol wem schlaget ihr? daß ich mich doth mag besprechen mit dem Schoͤh sten fuͤt und fuͤr: Welt, du has nur Sturm und Streit, lauttt Quaal und Traurigkeit; aben und Seligkeit. 9. Itt will ich mich fertig mo chen, daß mein Thun fund tt bo steh, daß wenn alles wird zerkrn chen, es heist: Komme! und nichti Geh. Welt bey dir ist Angst? Ge⸗ schrey, Sorge, Furcht und tHeu⸗ cheley; in dem Himmel allezei Friede, Ruh und Seligkeit. Joh. Georg Albinus. Offenb. 19,% Lasset uns freuen und 1206. In eigener Melodey. 9 ie schoͤn ist unsers Koͤnigz Braut, wenn man sie nut von 1709 6 ulch ie wie wird sie nicht so herrlich seyn/ so bald sij voͤllig bricht herein: Triumph! wir sehen dich, wir singen dir; wohl dem, der dich empfaͤngt, du Himmels⸗Zier. 2. Sie ist schoͤn ihrem Mann 9e schn zückt, der ihr den Glantz enn gegen schickt. In solchem Zierath faͤhrt die Stabt herab, wenn sie die Zahl voll hat: So wird det Himmel samt derErd verneut, die Creatur von ihrer Last befreyt. 3. Ich sehe schon im Geist zuvor/ wie GOttes Hütte steigt empor; hie wohnt GBtt selbst dem Men— schen bey, sagt, ob dis GOttes Stadt nicht sey? der sein Jerusa lem mit Lust bewohnt, und seinen Buͤrgern nur mit Liebe lohnet. 4. Hier gilt kein weinen mehe⸗ III dort ist allezeit Friede, Freu wie—555 5. Die Bra por der Ze und verneut Gottes Ru Koͤnigs Eig Stern, wil Strahl! w waͤhlten Bu 6. Die al nicht, hier g Licht, weil H lichkeit, des erfreut. Dr Fuß im Lich 66 Koͤn'ge 42 7. Sie ist Inhan w en aut, i scheinend Gl ne Rohr? St pel ist der 3 Lamm, die guug am Br 8. Ich grt Stadt, dieT hat! fuͤhr dei vor, si sie hebe por. Je dich deckt ke ich schoͤn laͤ bracht! 9. Wie fu Schein! ein wie blitzt der er überstrah Folger Jes. Sir. 10, kein klaͤglich Thun, nun. muß Gez 1207. Mel. Aulrenrdrendeanger, w in ver schrey und Schmertzen ruhn: Eünmne n r enat und die Was noch zur alten Welt gehoͤrt, timme schwingt empor: Denn ist gantz tin Grund zerstört, verl Dm se 9 bon? res Laub, de hie Welt hat Krieg und Siteit, kehit Her guf dem Chrone i1 uaa kleben.! zweyter Anhang. 751 eipeit; riede, Frund st du doch au en, o! wen h mich doch dem Schoͤm Welt, du has Streit, laumnt igkeit; aber riede, Freuh ich fertig mu fuͤr GOtt bo wird zerkro iel und nichti st Angst Ges ö ht und Heu umel allezeit eligkeit. org Albinus. us freuen u MWelodey. isers Koͤnigs man sie nut vie wird sse u, so bald sil Triumph! singen dir; üpfaͤngt, du b, wenn sie o wird der verneut, die I* — 2* — igt empor; dem Men⸗ s GOttes ein Jerusa⸗ und seinen e loͤhnet. inen mehr, musß Ge⸗ en ruh'n: It gehoͤrt, stoͤrt, vert hrone 400 rkundigt frey: Seht, Lieben, 0 mein Geist macht alles neu. 6. Die Braut des Lamm's wird vor der Zeit hierzu verwandelt und verneut; und so besitzt sie; Gottes Nuhm, uld bleibt des Koͤnigs Eigenthum. O guͤldner Stern, wie blitzt dein heller Strahl! wer weiß der Auser⸗ waͤhlten Buͤrger Zahl 6. Die alte Sonne scheint da nicht, hier glaͤntzet viel ein ander Licht, weil GOttes groͤßte Herr— lichkeit, des Lammes Leuchte, sie erfreut. Drum geht der Heyden Fuß im Licht umher, hier mehrt der Koͤn'ge Ruhm des Koͤnigs Ebr.* ö 7. Sie ist von purem Gold ge⸗ baut, und was man auf der Gas⸗ sen schaut, ist als ein hell durch⸗ scheinend Glas, als sie der guͤld⸗ ne Rohr⸗Stab maß. Ihr Tem⸗ pel ist der HErr und auch das Lamm, die Braut haͤt Tempels guug am Braͤutigam. . Ich gruͤsse dich, du guͤldne Stadt, dieThor von lauterPerlen hat! fuͤhr deine Mauren hoch her⸗ vor, sie heben deine Macht em⸗ por. Ich schau dich wohl, denn dich deckt keine Nacht. O! daß ich schon laͤngst waͤr dahin ge⸗ bracht! 9. Wie funckelt da der Gruͤnde Schein! ein jeder isß einEdelstein: wie blitzt der Engel hoher Glantz! er überstrahlt die Thore gantz. Da koͤmmt kein Goͤtzen⸗Knecht, kein Hurer ein, ob schon die Thore stets eroͤfnet seyn. Bi 10. Wie freuet sich mein ganzer Sinn, daß ich schon eingeschrieben bin in der verlobten Glieder Zahl, durch meines holden Koͤnigs⸗ Wahl. Wie gerne mach ich mich mit nichts gemein, weil ich ein rei⸗ nes Glied der Braut will seyn. 11. Drum uͤberwindt mein Glaube weit im Geist die alte Nichtigkeit,er wartet auf die neue Stadt, die lauter neue Sachen hat. Im Blut des Lamm's er⸗ erb ich alles mit: Das ist der Sieg, darum ich bitt. 13. Ach wundre sich nur Nie⸗ mand nicht/ dab ich nichts anders mehr verricht! die Braut kan doch sonst nirgends ruh'n sie hat mit ihrem Schmuck zu thun. Wer seinen Hochzeit⸗Tag schon vor sich sieht, der ist um andern Tand nicht mehr bemüht. 13. Wenn ich uun folgends umgekehrt, und klein, als wie ein Kindlein wird, so ist Jerusalem nun mein, denn solche Buͤrger muͤssens seyn. Da fahr ich denn zugleich mit ihr hinab, und was ich sonst dabey fuͤr Ehre hab. 14. Nun ist das Alte voͤllig hin, das Neu' ist da, nach Geistes Sinn. Willkommen, allerliebstessDamm! komm ja fein bald, mein Braͤuti⸗ gam. Triumph! Triumyhi Victorin! und ewiges Hallelisja. Folgendes Lied ist aus Versehen nicht in gehö⸗ riger Ordnung gebracht worden. Vom Jes. Sir. 10,9713. Was erhebetsich 1207. Mel. Sott des Himmels. 9 ensch sag an, was ist dein Le⸗ ben? Eine Blum und duͤr⸗ res' Laub, das ann Zweige kaum Tode. den Staub; Dis bedencke Men⸗ schen ⸗Kind, weil wir alle sterblich sind. 3. Was ist Adel, hochsheschlech⸗ te? Was ist hochgebohren seyn! mag kleben. Und verkreucht sich in Muß der HEyr doch mit dem Knechte 75½ zweyter Anhang. Enechte leiden bittre Todes⸗Pein, ten⸗Bau: Hie ein wohlgeschmüt Kayser, Koͤnig, Edelmann, alle ter Bau nach dem Tod der BRI muͤsfen sie daran. mer Au. 3. Was ist Weisheit, was sind.. Staub und Asche wint Gaben? Was ist hochgelahrte prangen, mit dem Wissen. Kunst? Was hilf Ehr und An⸗Versßand? Mit der Roͤthe dh sehn haben, und bey Herren groß se Gunst? Dringt sich doch der Tod hinein: Nichts hilst klug und weise seyn. 4. Was ist Reichthum? was sind Sehaͤtze? Nur ein glaͤntzend ban Koth. Mensch, darauf ein Hertz nicht setze, sieh die Zeit au und den Tod! Dieser nimmt das Lehen hin, jene frißt Gut und Gewinn. 5. Was istZierlichkeit und Schoͤ⸗ ne! Ach ein weisser Wasser⸗ Schaum, helle Stimm und suͤß Gethoͤne, ach ein leer und nich⸗ tig Traum, Schoͤnheit wie ein Damyf vergeht, und nicht vor dem Tod hesteht. 6. Was ist Jugend, frische Ja⸗ re, in der besten Bluͤthe stehn? Junger Muth und graue Haare müͤssen mit dem Tode gehn: Ist doch hie kein Unterscheid unter jung und alte Leut. „. MenschenToͤchter, Menschen Söͤhne, laßt euch dis gesaget seyn, seyd ihr hoch, weis, reich und schoͤne? Ihr seyd doch nur Tod⸗ — ner Wangen, mit dem Gold deiner Hand? Kan es doch niah helfen dir, wenn der Tod kloss an die Thuͤr. 9. Menschen⸗Kind, nimm dis Hertzen: Hier ist Leben, hier Tod, hier ist Freude, hier sih Schmertzen: ewig Noth, dencke, daß du sterbn must, so erstirbt der Suͤnden ⸗Lun o. Leg ab Mißgunst, Neid un Hassen, Demuth lieb, aß Hofarh Morgel Willt du meiden Anrufung 31 und Sna eilig tig seyn, alles must du andern lassy un⸗ und nackt zur Grube kriechen ein Heute bist du Herr im Haus, mun sere Bitten; gen traͤgt man dich hinaus. hast, so wollte 11. Wer dis kluͤglich wird ern beten. Ich h gen, der wird als ein rechterChis dazu trag, w Falscheund Bosheit von sich H oder wie ich gen, dencken auch zu jeder Frist, ui hitte ich dich. er moͤge sertig seyn, wann seil der Gnaden u letter Tag bricht ein. mein kaltes H 12 Ach! HErrJEsu, wollst Uh nen Verstand lehren, wie, woher, wenn koͤmm bruͤnstiger Ar der Tod? daß wir uns beygeit h Vertrauen, kehren, und entgehn der Seelg Sohnes Vert Noth; weislich und mit klugen mich recht bet Sinn dencken stets ans Ende hin, nen unaussp. selbst bey dir! gnaͤdigen Er Erwecke mei muͤth, daß i meinem Mur und dich nur re, aber das Eondern verl dich, als die ter im Geist heit anrufe merckung me Heucheley un goͤttlicher V Ehre, dazun keit ist. Um — Laͤglicher Morgen⸗ Segen. Christliches et⸗Buͤchlein. n⸗ und Abend⸗Gebete au Tage in der Wochen. Asche wint dem Gold& ö 4 Morge zude, hier sin wohlgeschmul m Wissen un n es doch nich. nd, nimm disg illt du meido f jede uTod der Wi der Roͤthe di der Tod klos Leben, hier „daß du sterhn Anrufung zu Sott, um Seist nes einigen Erloͤsers und Selig⸗ Sünden Lu und Gnade recht zu beten. machers willen, Amen. unst, Neid un eiliger GOtt, barmher⸗[ Taͤglicher Morgen⸗Segen. eb, laß Hofau tziger Vater, weil du.Es egne mich mein GOtt und andern lasseh uns zu beten besohlen Vater, und wasche, heilige und kriechen ein und gelehret, auch un⸗ im Haus, mos sere Bitten zu erhören verheissen h hinaus. hast, so wollte ich auch gerne zu dir lich wird ern beten. Ich bin aber von Natur urechterChis dazu traͤg, weiß auch nicht, was it von sich H oder wie ich beten soil. Darunn] jeder Frist, wi hitte ich dich, gib mir den Geist on, wann seil der Gnaden und des Gebets, der ein. mein kaltes Hertz entzuͤnde, mei⸗ su, wollst un nen Verstand erleuchte, auch in wenn koͤmm bruͤnstiger Andacht und vestem ns beygeit Vertrauen, auf deines lieben n der Seelel Sohnes Verdienst und Furbitte, d mit klugen mich recht beten lehre, ja mit sei⸗ us Ende hin, nen unaussprechlichen Seuszen selbst bey dir vertreten, und einer gnaͤdigen Erhorung versichere. Erwecke meine Seele und Ge⸗ muͤth, daß ich nicht allein mit meinem Munde mich zu dir nahe, und dich nur mit den Lippen eh⸗ re/ aber das Hertz fern von dir sey; Sondern verleihe Gnade, daß ich dich, als die rechtschaffene Anbe⸗ ter im Geist und in der Wahr⸗ heit anrufe mit hertzlicher Auf⸗ merckung meines Gemuͤths, ohne Heucheley und Ehrgeitz, was dein goͤttlicher Wille, dein Lob und Ehre, dazu meiner Seelen Selig⸗ reinige mich in dem Biute JEs su, und durch seinen Geist, Amen. ö‚ Ilbba lieber Vater! ich lobe und yreise dich auch fuͤr diese Nacht, so du mich uͤberleben, und fuͤr diesen Tag, so du mich erleben lassen. Laß das rechte goͤttliche, geistliche und himmlische Leben, das aus dir ist, durch den Gei der Gnaden in mir neu werden damit nicht ich lebe, sondern Chri⸗ stus in mir, und ich im Glauben des Sohnes Gottes stets ver⸗ neuret werde als eine Pflantze der Gerechtigkeit zu gruͤnen und zu blühen dir zum Preise, und auszubrechen in lebendige und dir wohlgefaͤllige Fruͤchte des Geistes meinem Naͤchsteu zu Nutz und Dienst. Ich ergebe mich dir aufs neue, mein Vater, mache mit mir was dir wohlgefaͤllet, rei⸗ nige, laͤutere und bewahre mich, daß ich ein rechtschaffener Christ sey, und zu dem Israel GOttes gehoͤre, uͤber welchem ist Friede und Barmhertzigkeit: Ich begeh⸗ re keine Ehre als deine Kind⸗ schaft; Keinen Reichthum als keit ist. Um JEsu Christi/ mei⸗ die Gerechtigkeit JEsu Christi; Keine 25 2 Eaglicher Morgen? und Abend⸗Segen. ö Keine Wollust als die Gnaden⸗ reiche Beywohnung des Heiligen Geistes. Fuͤr mein Leibliches wirst du wol sorgen, Denn du hast gesagt: Ich wil dich nicht verlassen noch versaͤumen. Doch bewahre mich fuͤr Muͤßiggang, laß mich arbeiten nicht aus Geitz, sondern in hertzlicher Liebe gegen meinem Naͤchsten. Laß deine Barmhertzigkeit sich ausbreiten über alle Menschen, die auf dem Erdboden wohnen, und deine Guͤte uͤber alle deine Geschoͤpfe. Gedencke deiner Kinder, die dich kennen, und in der Einigkeit des Geistes verbunden sind als leben⸗ dige Glieder an ihrem hochgebe— nedeyeten Ober-Haupte JIEsu Christo. Laß unser aller Gebet ein Gebet seyn vor dir durch Chri—⸗ sum, in welchem du uns dir selbst angenehm gemacht hast. Sey du selbst eine ewige Vergeltung allen denen, die mir Liebe beweisen. Meine Beleidiger siehe mit er⸗ barmenden Augen an, und vergib ihnen, gleich wie ich ihnen von Hertzen vergebe. Aile meine An⸗ verwaͤndten lege ich in deine Lie— bes⸗Armen, Kirchen und Schu⸗ len, Obrigkeit und Unterthanen befehle ich dir; mein GOtt, ach! siehe an den elenden Zustand in allen Staͤnden, mache dich auf und hilf uns, das deine Ehre ge⸗ rettet, und des gottlosen Wesens ein Ende werde. Hilf den Ar⸗ men und Elenden, die zu dir schreyen. HErr mein GOtt, ver⸗ schmaͤhe mein Gebet nicht, sen⸗ dern erhoͤre mich um deines lie⸗ ben Sohnes JEsu Christi willen. Amen, das heisset ja, ja es soll also geschehen. ö Taͤglicher Abend /Segen Es segne mich der dreyeinige und ewige GOtt! Ja segne du mich, mein Vater, mit himm⸗ (Schritt nach dem andern 1....——— lischen Guͤtern in Christoe Ich lobe und preise deinass . ligen Nahmen, daß dunh erhoͤret und mein Gebet verschmaͤhet hast, daß ich hin der Morgen⸗Stunde gehng habe vor dein heilig Mgash Zwar ist mir deine wundulhg Güte um meiner Schwas willen noch am meisten vushl gen; Darum kan ich dich nihil voͤllig und kraͤftig loben, h schuldig bin, ja als ich dunh ne Gnade wunsche und vash Doch preise ich dich mit mlin Lippen, wie du mir deine Huh dazu reichest, beydes fuͤr d kannte und unerkannte Wos ten, bis ich dahin gelange, duh. sie alle erkennen, ja dich selbins Angesicht zu Angesicht anschug werde. Woil ich hie bin, wish dich insonderheit preisen sir liebe Creutz, welches du n als einem Jünger Christi tihsh. auflegest, damit meine Seesen den Luͤsten dieser Welt rechtih wehnet und zu dir gewehner in de. Nun ist ja auch die Last zj Tages uͤberwunden und also diesem Elend zuruͤck geleget,l kommen immer naͤher zu un ewigen Herrlichkeit.— hast du Geduld mit uns, undn giebest uns kaͤglich und reicht alle unsere Suͤnden, darum i ich auch einen freyen Zuhn zu dir, mein Vater! in dem x te IEsu, welches mich abgeh schen und gereiniget hat vonn len meinen Sunden. Wie gh ist deine Liebe, daß du mich i aus Gnaden selig gemachet hi Mein Vater! ich' werffe d Gnade nicht weg, ob ich nocht meine Gebrechen und Untust den an mit erkenne. Du woist es meines Hertzens Wunsch u langen ist, voͤllig davon) Verlangen ist/ 9 10 steyet zu n darum die meisten drü derselben n schwingen mit dir ver mer von de reitzet, zu Doch laß wiederfahr mein Chri sey bis ans ne Gnade pfahe zu Wachsthu Nim mich Abba, den Arme, und Schutz ur gel in gle deine Gn meine Au ter Liebe einiget m Satan ke Du bist ja Israel, schlumme lein meir les was d diglich b sondern der Wel schoͤpfe, deiner K Bruͤder Christo? sie auch armien 6 gen, un aufs ner mit ich dir zu E dieses 3 ich mie komme, zur Rul um auf CLaͤglicher Morgen⸗ — Laͤg und Abend· Segen. en. ö ö in Chrispaßh fteyet zu werden, und daß mich, reise deinalh barum die sterbliche Huͤtte am en, daß dush meisten drücket, weil ich mich in in Gebet i derselben nicht recht zu dir aus⸗ daß ich hg schwingen kan, noch mich voͤllig mit dir vereinigen, sondern im⸗ mer von der Sünde die mich an⸗ reizet, zurück gehalten werde. Ooch laß mir nur diese Gnade wiederfahren, mein Vater! daß mein Christenthum rechtschaffen seh bis aus Eude, und daß ich dei⸗ e Gnade nicht vergeblich em⸗ und valuß, pfahe zu meinem taͤglichen dich mit mu Wachsthum, so genuͤger mir. nir deine Huß Nim mich nun zur Ruhe lieber des für N, Abba, denn ich lege mich in deine annte Wosß Arme, und begebe mich unter den gelange, uh; Schutz und Schirm deiner Flü⸗ ja dich selben gel in glaͤubiger Zuversicht auf jesicht anshen deine Hnade. Schliesse du mir hie bin, wu meine Augen zu durch deine Va⸗ preisen sl ter Liebe und bleibe indessen ver⸗ elches du gs einiget mit meinem Geist, daß de r Christi ti. Satan keine Macht an mir sinde. neine Sethen Du bist ja der Huͤter und Waͤchter Welt rechteh Israel, der nicht schläfet noch r gewehnetu schlummert. Du wollest nicht al⸗ ich die Lasthe lein mein Leib und Seel, und al⸗ en und also les was du mir gegeben hast, gnaͤ⸗ m anderten diglich behuͤten und bewahren, uͤck gelegetn sondern auch aller Menschen in läͤher zu u der Welt und aller deiner Ge⸗ keit. Idis schoͤpfe, insonderheit aber aller nit uns, in deiner Kinder, aller meiner Mit⸗ ch und reichhh Brüder und Mit⸗Schwestern in en, darum hal Christo IEsn dich erbarmen und freyen Zuhn sie auch an diesen Abend meines er! in deme armen Gebets mit geuiessen las⸗ mich abga sen. Oefne mir dann wieder au iget hat vo den morgender Tag meine Au⸗ den. Wie gih gen, und erfuͤlle meinen Mund iß du mich aufs neue mit deinem Lobe, da⸗ — Ruhe⸗ und Freuden Tage deinet Kinder, da meine Sonne ewig lich nicht untergehen wird, son⸗ dern in ewiger Wahrheit und Klarheit vor dir leben werde ⸗ Amen. Taͤgliches Gebet eines frommen Christen, nach jedem Morgen⸗ und Abend⸗Se⸗ gen zu sprechen: A⸗ du lieber 6oTT und HErr! Ich lebe, aber ich weiß nicht wie lange: Ich muß sterben, und weiß nicht wann, du mein himmlischer Vater! weist es. Wohlan, soll dieses Stuͤnd⸗ loin oder dieser Tag etwan der letzte Tag(diese Nacht etwan die letzte Nacht) meines Lebeus seyn, HErr, dein Wille geschehe, der ist allein der beste, nach demselben bin ich bereit in wahrem Glau⸗ ben an Christum meinen Erloͤser zu leben und zu sterben. Allein, lieber GOtt, gewaͤhre mich nur dieser Bitte, daß ich nicht moͤge ploͤtzlich in meinen Suͤnden ster⸗ ben und verderben. Gib mir rechtschaffene Erkünk⸗ niß, Reue und Leid uͤber meine begangene Suͤnde, und stelle sie mir noch in diesem Leben fuͤr Au⸗ gen, damit sie mir nicht am jůͤng⸗ sten Tag unter Augen gestellet, und ich dadurch fuͤr Engel und Menschen zu Schanden werden moͤchte! Sondern verleihe mir so viel Zeit und Raum zur Busse, daß ich meine Uebertretung von Hertzen erkennen, bekennen, und derselben Vergebung und Trost aus deinem seligmachenden Work erlangen moͤge! Ach! barmhertziger Vater, ver⸗ gemachet ha mit ich dich so lange preise, und h. werffe dl dir zu Ehren lebe bis der Abend ob ich nochul dieses zeitlichen Lebens, darnach und Untuhs ich mich hertzlich sehne, heran e. Du weiste komme, und du mich ins Grab 6 Wunsch in zur Ruhe legest, und mich wieder⸗ oͤllig 9126 um auferweckest an dem rechten Iij. laß mich nicht, und nim ja deinen Heiligen Geist nicht von mir! Mein Hertz, und meines Hertzens Zuversicht, ist dir, Hertzens⸗ Kuͤndiger! wol bekandt, in der⸗ 4 2 selben Morgen⸗Segen am Sonntage. selben erhalte mich zum ewigen Leben. Laß mich sterben wenn du wilt, verleihe mir nur ein vernünf⸗ tiges sauftes und seliges Ende, Amen! HErr JIEsu! nim meine Seele in deine Haͤnde, und laß sie dir besohlen seyn, Amen. ö HErr JEsu Christ! 51 hoͤchstes 1 Hut, Ich bitt dich durch dein theures Blut, Mach mir mein letztes Ende gut! Oh gleich dasselb ist wunderlich So laß es nur seyn seliglich, IIA Amen. iebster GOtt mich stets regier, Daß mein Fleisch nichts hab an x mir, HErr, dein Geist mich leit und suͤhr 7 Daß ich Gutes nehme fuͤr, Was du milt, hilf wir erfuͤllen, Das bitt ich um Christi willen. sch GOtt der du mein Vater bist, ich bet im Nahmen JE⸗ su Christ, ich bet wie deine Kin⸗ derlein, du wollest mein Heifer und mein Vater seyn, bewahre mich fuͤr Sünd und Schand, mein Hertz fuͤhr stets in deiner Hand, fall ich in Suͤnd so richt mich auf, und fuͤhre meinen Le⸗ bens⸗-Lauf: Ach, Vater! nimm dich unser an, du bist ja der uns helfen kan, sorge du fuͤr uns, ver⸗ las uns nicht, wann Hülf und Nahrung uns gebricht, ist je⸗ mand uaser arger Feind, ist der es mit uns faͤlschlich meynt/ so sey du her beste Freund, der es von Herken mit uns meynt: Ach an maͤchtigkeit, gelobet sey dinne grundlose Guͤte und Barmher⸗ tzigteit, gepreihet sey deine ewige Weishert und Wahrheit, daß du mit deiner Hand bedecket, und unter dem Schatten deiner Fll gel hast sicher ruhen und schlafen lassen, auch fuͤr dem boͤsen Feinde und allen seinen heimlichen Lun gantz vaͤterlich beschirmet. Dan um lobe ich dich um deine Guͤte und um deine Wunder, die du denen Menschen⸗Kindern thust, und wil dich bey der H⸗ meine preisen. Dein Lob soll imt⸗ merdar in meinem Munde seyn. Meine Seele soll allezeit dich mi nen HErrn ruͤhmen, und was in mir ist, deinen heiligen Nahmen preisen, und wil nimmermehr vergessen alles, was du mir Guns gethan hast. So laß nun dir ge⸗ sallen das Lob-Opfer aus moit nem Munde, welches ich dir des Morgens fruͤhe tin Einfaͤltigkeit des Hertzens bringe. Ich ruffe z dir von gantzem Gemüthe, du wollest mich heute diesen Tag auch behůͤten fuͤr aller Gefahr Le bes und der Seelen, und deinen lieben Engeln über mich Befehl thun, daß sie mich behuͤten aufel len meinen Wegen. Umgib mich zuringst mit deinem Schilde, und fuͤhre mich auf dem Steige des ner Gebot, daß ich unstraͤflich wandele in deinem Dienste, wie die Kinder des Tages, zudei Wohlgefallen. Wehre dem boͤsen GDTewend alles Unglück ab, und sey unser Helfer und Stab, Amen. ö MWorgen⸗Segen am Sonntage. Err himmlischer Vater! ewi⸗ ger GOtt! gechonedeyet sey deine goͤttliche Kraft und All⸗ Feinde und allen Aergernissen. dieser Welt, dazu steure meinem Fleische und Blute, daß ich nicht von ihnen überwaͤltiget, etwan groͤblich wider dich handele, und dich mit meinen Suͤnden erzuͤrne. Regiere du mich mit deinem Hei⸗ ligen Geiste, daß ich nichts fuͤr⸗ nehme, thue, rede vder—* eun mich in dieser geraͤhrlichen 01 edecker un Kaut Willen sten und Tücken bewahret, und einem. ** ————— denn allein we Ehren dein sit gereichet. ich ubergebe! eute gantz un mit allem Ve ten, innerlich! che du mich d daß da leben' wohlgefallig! nen vernünft leite. Darut ter, allmaͤchti. dein Eigenth mein Hertz, e daß ich nichte und verstehe. du meine St wil ich mich darauf merck dich loben, ur aufhoͤren, di stum, unsern Um An Got as ist ein HErrn gen deinem N des Morgen: des Abends t kuͤndigen; Le tzens Lust un! mein GOtt, nem Ruhe⸗ zeit dich mitf ben moͤge; stets munter hergegen alle weit von mein Gedaͤch Andacht, laß Tag in den zubringen, 1 nen Luͤsten, Willen lebet Vor d O allmaͤc et sey dein nd Barnien ey deine ewige hrheit, daß du hrlichen Nacht h bedecket, und en deiner Flhn n und schlasen u boͤsen Feinde deimlichen Lun bewahret, und hirmet. Dauz im deine Guͤte under, die du hen⸗Kinder )bey der Ge⸗ ein Lob soll im⸗ Munde seyh. lezeit dich mi n, und was in ligen Nahmen nimmermehr du mir Gunnz aß nun dir ge pfer aus meiß es ich dir di Einfaͤltigkei Ich ruffe zu Hemüthe, du e diesen Tag ler Gefahr Lan „und deinen mich Befihl dehüten aufgh umgib mich Schilde, und u Steige deh ch unstrasih Dienste, wie es, 30 hre dem boͤsen Aergernissen. eure meinem daß ich nicht tiget, etwan handele, und nden erzuͤrne. t deinem Hei⸗ h nichts fuͤr⸗ der gedencke, denn elnem, * Gebete vor und nach der Predigt. denn allein was dir gefaͤllig, und iuEhren deiner goͤttlichen Rase. st gereichet. Siehe, meinOtt; ich übergebe und opfere dir mich eute gantz und gar eigen ach dei⸗ hem Willen mit Leib und Serl, mit allem Vermoͤgen und Kraͤf ten, innerlich und aͤusserlich. Ma⸗ che du mich dir zu einem Opfer, daß da lebendig, heilig und dir wohlgefͤͤllig sey, damit ich dir ei⸗ nen vernünftigen Gottesdienst leite. Darum, du heiliger Va⸗ ter, allmaͤchtiger GOtt! laß mich dein Eigenthum seyn; regiere mein Hertz, Seel und Gemuͤthe, daß ieh nichts, denn dich, wisse und verstehe. HErr! fruͤhe wollest du meine Stinmeme hoͤren, früͤhe wil ich mich zu dir schicken und darauf mercken, frühe wil ich dich loben, und des Abends nicht aufhoͤren, durch IEsum Chri⸗ stum, unsern HErrn, Amen. Um Andacht beym Gottesdienst. as ist ein koͤstlich Ding, dem HErrn daucken, und lobsin⸗ gen deinem Namen, du Hoͤchster, des Morgens deine Gnade und des Abends deine Wahrheit ver⸗ kuͤndigen; Laß das meines Her⸗ tzeus Lust und Freude seyn, HErr mein GOtt, daß ich heute an dei— nem Ruhe-Tage, und sonst alle⸗ zeit dich mit froͤhlichem Munde lo⸗ ben moͤge; Laß mein Hertz heute stets munter und nahe bey dir, hergegen alle irdische Gedancken weit von mir seyn; heilige mein Gedaͤchtniß, bevestige meine Andacht, laß mich diesen gantzen Tag in deier Furcht heiliglich zubringen, und nicht nach mei—⸗ nen Lüͤsten, sondern nach deinem Willen leben, Amen. Vor der Predigt. O allmaͤchtiger GOtt, heiliger Geist, eroͤsne meine und aller Zu⸗ görer Ohren und Hertzen, er⸗ leuchte unsern Verstand, hilf⸗ nicht nur andachtig hoͤren und verstehen, sondern auch fassen und behalten, ja auch thun und vollbringen. Reinige uns, von der Welt⸗Liebe, wende ab fremde Gedancken: Behute mich, daß ich ja nicht mit verkehrtem Hertzen und verstocktem Sinne nur zu meinem Voerderben anhoͤre, noch der Satan diesen edlen Saamen wieder von meinem Hertzen hin⸗ weg reisse; sondern laß mich durch diese Predigt im Glauben staͤrcker, in der Liebe bruͤnstiger im Leben heiliger, in meinem Be⸗ ruf fleißiger, im Gewissen reiner, auch in Geduld und Hofnung be⸗ staͤndiger werden, Amen. Mach der Predigt. Gdiger Vater im Himmel, dir sey hertzlich Danck gesa⸗ get, daß du unsere Seelen mit deinem heiligen Wort jetzo aber⸗ mal reichlich gespeiset, und gleichsam mit himmlischen Man⸗ na gelabet hast. Hilf, daß dieses deines Wortes ausgestreuter Saame, und die Koͤrnlein deiner Gnaden, auf ein gut Land gefal⸗ len, hundertfaͤltige Frucht brin⸗ gen, und wir in der That erwei⸗ sen, was uns anbefohlen, und mit allem Ernst meiden, was verbo⸗ ten worden, zu deiner Ehr, des Nächsten Besserung und unsere Seligkeit. Laß dieses dein kraͤf⸗ tiges Wort unsere Hertzen be⸗ feuchten, wie der Regen und Schnee die Erde befeuchtet und fruchtbar machet: Damit wir Gott recht moͤgen erkennen, an⸗ ruffen, loben und dancken. Ver⸗ siegele es in unsern Gedaucken, daß wir in Glück und Ungluͤck Trost und Huͤlfe daraus haben, und erhalte es bey uns rein und 9 3 lau⸗ Abend⸗Segen am Sonntage. lauter bis ans Ende der Welt. Endlich, wenn Himmel und Er⸗ den vergehen, so laß unsere See⸗ len durch dein Wort, welches nicht vergehen wird, zu deinem ewigen Freuden⸗Leben gnaͤdigst erhal⸗ ten werden, um JESu willen, Amen. Abend⸗Segen am Sonntage. wiger Gott! barmhertziger Vater! ich hebe meine Haͤnde l zu dir auf, wie ein Abend⸗Opfer, und sage dir von Hertzen Lob, Preis und Dauck, daß du mich diesen Tag und die gantze Zeit meines Lebens fuͤr allem Uebel und Unfall durch den Schutz deiner lieben Engel wider den boͤsen Feind gnaͤdiglich beschirmet hast. Ich bitte dich, du wollest mir ver⸗ geben alle meine Suͤnde, wo ich Unrecht gethan habe, und mich beunt diese Nacht ferner mit dei⸗ nen heiligen Engeln umgeben, daß sie sich zurings um mich la⸗ gern, und eine Wagenburg um mich schlagen, daß ich des boͤsen Feindes Fallstricke und arger List moͤge entfliehen. Laß mich, dein armes Geschoͤpf, deiner Guͤte und Barmhertzigkeit besohlen seyn; schütze mich mit deinem ausge⸗ streckten Arm: Denn von Her⸗ zen begehr ich dein des Nachts, darzu mit meinem Geist, in mir wache ich allezeit zu dir. Ich har⸗ re deiner Guͤte, und meine Seele hoffet auf dich wahren GOtt: Denn du bist meine Zuflucht und getreuer Heiland. Siehe, HErr! wir schlafen oder wachen, so sind wir dein; wir leben oder sterben, so bist du ja unser GOtt, der uns Menschen geschaffen hat. Darum schreye ich zu dir: Laß deine Gna⸗ de nicht ferne von mir seyn, be⸗ schirme mich mit deinem Schil⸗ de, erhalte mich, daß ich geruhig⸗ lich liege, und gesund wieder en wache; Decke much in deiner Hut. ten zur bosen Zeit, verbirge nuch heimlich in deinem Gezelt, und erhoͤhe mich auf einen Felsen, 0 werde ich mir nicht grauen sin en. Und ob ich schon wandrein finstern Thal, werd ich kein Um gluͤck fuͤrchten: Denn du bist beh mir; Dein Stecken und Stab tra⸗ ste mich. Verleihe mir deine Gun de, daß mein Leib schlafe, die Set⸗ e aber allezeit zu dir wache, und daß ich dich stets in meinem Hen tzen habe, und du nimmermehr aus meinem Gemüuͤthe kommes. Bewahre mich fuͤr boͤsen schaͤnd. lichen Traͤumen, fuͤr unruhigem Wachen und unnützen Sorgen, fuͤr argen schweren Gedancken, und fuͤr aller Quaal. Siehe, mein GOD! in deinen guaͤdigen Schutz besehle ich dir meinen Lest und Seel, und alle die mir mit Bluts⸗Freundschaft oder sons verwandt seyn. Du getreuer GOtt und Vater! du hast uns gemacht, wir sind deiner Handl Werck, und Schaase deiner Wen de: breite deine Haͤnde uben uns aus, und bedecke uns in die ser Nacht mit deiner Gnade auf allen Seiten, unterlege uns mit deiner Barmhertzigkeit, daß wun an Seel und Leib behuͤtet werden Amen. Morgen⸗Segen am Montage. du unsterblicher God weil du deinem Volck imGe setz geboten, dir alle Morgen ein Brand⸗Opfer zu thun, dich da⸗ mit zu loben, und dir zu dancken fuͤr deinen gnaͤdigen Schutz; S bringe ich dir itzt auch das Loh. Opser, das ist, die Frucht meinen Lippeu, und yreise deinen heil gen Nahmen, daß du mich durch deine grosse Gnade und—0009 haͤtte mich ——— hertzinkeit die lebel und S. Geele behütet Wiedersacher, gantz vaͤter Denn wo du — Beystand un derbet, daß ie moͤgen aufsteh ich dir ja billi Beschuͤtzung. zu dir aus G List Cinden, ür Suüͤnden, * Uebel. K dieser Fruͤh Guade, sint nichts verma diesem Tage deinem Nah he und seligl ren deiner und zu Nut Bewahre me Vernunft, S alle mein Th der hoveh ne aben. deinem Schi fuͤr der Seu verderbet. len meinen und unsicht mit ihren L Bezauber⸗ mit aller iht heit, heim nicht koͤnne schaͤdigen. und HErr n mich fuͤr u und wende! Laß mich 1 und Unkeu behuͤte mic — ind wieder er⸗ in deiner Hutz verbirge nuch Gezelt/ und nen Felsen, s6 ot grauen sas⸗ on wandrein Nich kein Un un du bist bey und Stab tro⸗ ir deine Gun Beschützung. Weiter schreye ich lafe, die Ser ir wache, uud meinem Her⸗ nimmermehr ithe kommest. boͤsen schaͤndt ir unruhigem gautz väterlich erhalten hast. haͤtte mich unzaͤhlich Ungluͤck ver⸗ 3zen Sorgen, Gedanckeh, Siehe, mein en guaͤdigen ir meinen Lesh e die mir mit t oder sonß Du getreuer du hast uns deiner Haͤndt deiner Wein Haͤnde Wa e Uns in dien er Gnade auf lege uns mit keit, daß win huͤtet werden Hen an ge. ö her Godd Volck imGe Morgen en hun, dich da ir zu dancken Schutz; S iuch das Loh⸗ rucht meinen deinen heill u mich durch und Barm hen mit ihren Listen und Tuͤcken, mit Morgen/ Segen am Montage. 7 ————— hertzinkeit diese Nacht fuͤrlallem Uebel und Schaden an Leib und Geele behütet ünd wieder meinen Wiedersacher, den boͤsen Feind, Denn wo du nicht mein Schild und Beystand würest gewesen, so derbet, daß ich nicht gesund haͤtte moͤgen aufstehen. Darum dancke ich dir ja billig für deine gnaͤdige zu dir aus Grund meines Her⸗ tzens, und mein Gebet koͤmmt fruͤ⸗ he für dich, und bitte, du wollest mich mit allem, was mir zustan⸗ dig ist, heut ferner behüten fuͤr der ö List und Gewalt des Teufels, für Sünden, Schanden und al⸗ lem Uebel. Komm du mir zuvor in dieser Früh Stunde mit deiner Guade, sintemal ich ohne dich nichts vermag. Hilf daß ich an diesem Tage alle meine Wercke in deinem Nahmen Christlich anfa⸗ he und seliglich vollfuͤhre, zu Eh⸗ ren deiner goͤttlichen Majestaͤt und zu Nutz meines Naͤchsten. Bewahre meine Seele, Verstand, Vernunft, Sinn und Gedancken, alle mein Thun und Lassen, daß der leidige Teufel mir nicht koͤn⸗ ne schaben. Umringe mich mit deinem Schilde, Beschütze mich fuͤr der Seuche, die im Mittage verderbet. Behuͤte mich fuͤr al⸗ len meinen Feinden, sichtbaren und unsichtbaren, daß sie miich Bezauber ⸗und Vergiftungen, Her en. Hilf daß ich durch dei⸗ ne(Inade das Anze, o mich aͤr⸗ gern will, ausreisse und von mir werffe, durch Abiegung boͤser und unreiner Begierden des Hertzens. Nimm von mir hinweg alles, was dir mißfället und mir schaͤdlich ist; gib mir, was dir wohlgefaͤllet und mir nützlich ist, auf daß ich dir in wahrem Glauben diene. Siehe du treuer GOtt! ich erge⸗ be mich dir heute gantz und gar zu eigen, nach deinem Willen zu le⸗ ben. Mache du mich dir zu einem wohlgefaͤlligen Opfer, daß mein Dienst dir angenehm sey in Chri⸗ sto JEsu deinem lieben Sohn, Amen. Abend⸗Segen am Montage. O du starcker, lebendiger GOtt, Vater unsers HERRN IJEsu Christi! ich daucke dir, daß du mich heut diesen Tag dur deinen gnaͤbigen Schutz fuͤr allem Schaden und Gofahr gnaͤdiglich behütet hast; daß ich nicht bin kommen in Feuers⸗Noth; daß mich Wasser⸗Fluthen nicht er⸗ säuffet haben; daß mich wilde Thiere nicht zerrissen haben; daß ich nicht bin gefallen in die Schaͤrffe des Schwerdts; daß mich die Feinde nicht ermordet, und boͤse Leute nicht verwundet haben; daß ich von Dieben und Raͤubern nicht erschlagen, noch beschaͤdiget bin worden; darzu auch, daß ich mich nicht habe zu mit aller ihrer Gewalt und Bos⸗ heit, heimlich und oͤffentlich, nicht koͤnnen verletzen noch be⸗ schaͤdigen. HErr Gott Vater! und HErr meines Lebens! behüte mich fuͤr unzuͤchtigem Gesichte, und wende von mir alle bose Luͤste. Laß mich nicht in Schlemmen und Unkeuschheit gerathen, und behüte mich fuͤr unverschaͤmten tode gefallen, und sonst unvor⸗ sichtiglich gestossen, oder in an⸗ dere Wege verletzet bin worden. In Sutunta: daß ich nicht din kommen in Gefährlichkeit Leibes und Lebens, das alles habe ich allein deiner Barm⸗ hertzigkeit zu dancken, daß du mich auf allen meinen Wegen und Stegen behuͤtet. Ich bitte 94 un un Morgen Segen em Dienstage. nun ferner, du wollest mir vorge⸗ ben alle meine Sunden, die ich wider dich geryan habe, und mich samt allen, so mir verwandt find und zugehoͤren, heunte die Nacht und die gantze Zeit unsers Lebens auch gnaͤdiglich bewah⸗ ren, fuͤr aller Angst und Be⸗ schwerniß, fuͤr des Teufels List und Geichwindigkeit, damit er uns Tag und Nacht gedencket zu bestricken. Behuͤte uns auch für der schuͤdlichen Pestilentz, die im Finstern schleichet; Bewahre uns fuͤr dem Stricke des Feindes; er⸗ rette uns, daß wir nicht kommen in das Netz des Jaͤgers, so unserer Seelen nachstellet; beschuͤtze uns auch fuͤr schweren Gesichten und Schrecken des Satans, fuͤr allem Uebel Leibes und der Seelen. Denn du bist unsere veste Burg, Wehr und Waffen, in dir stehet alle unsere Hofnung und Zuver⸗ sicht. Darum, du getreuer GOtt! laß deine Augen uͤber uns offen seyn, und bewahre uns in dieser Nacht fuͤr aller Gefahr und An⸗ unser Waͤchter und Hirte, uns mit deinem Schutz, ser Liel mir fechtung des boͤsen Feindes. Sey seyn, 47 2* 2——— lebest und regierest in Ewigkeit, Amen. Morgen⸗Segen an Oienstage. O HErr JEsu Christe, du i — niger Heiland der Welt, u dir erheb ich mein Hertz, Muth und Sinne, und daucke dir aben mal, daß du mich durch dein nnerforschliche Barmhertzigkai und Liebe in dieser Nacht Wider des boͤsen Feindes List und Ge walt frisch und gesund behuͤtel hast. HErr JEsu Christe, du bist mein Gut und mein Erbthell, mein Heil stehet in deinen Häut den. Helfer, weder im Himmel noch auf Erden, denn nur von dir al lein. Darum bitte ich dich, um deiner unaussprechlichen Mar— ter, Angst und allerschmaͤhlichsten bittern Todes willen, den du, lie⸗ ber HErr JEsu Christe, fur mich ar en elenden Sunder aus groß e gelitten hast, du wollest anddig und barmhertzig und mich heut diesen Tag, umgih und die gantze Zeit meines Lobens auf daß segnen, fristen, behüten und be⸗ der Teufel uns nicht koͤnne be⸗ wahren für allen Suͤnden und schaͤdigen. Denn bey dir meine Augen auf, daher mir Hulf⸗ fe koͤmmt. Meine Huͤlfe koͤmmt von dem OErrn der Himmel wie die Augen derer Knechte auf die Haͤnde ihrer Herren sehen, Haͤnde ihrer Frauen, also sehen unsere Augen auf den HErrn un⸗ sern Gott, bis er uns gnaͤdig werde. Sey uns gnaͤdig, HErr! sey uns gnaͤdig: denn wir sind elend und arm. Erhebe uͤber mich das Licht deines Antlitzes, und er⸗ leuchte meine aunhld daß ich s nicht im Tode ent chlafe, der du. ö dir siehet für allem Uebel, von dieser mühse⸗ unser Heil; zu dir allein hebe ich ligen elenden Zeit an, bis du mich zur ewigen Freude und Seligkeit gnaͤdiglich abforderst, um ö allerheiligsten Nahmens willen, und Erden gemacht hat. Siehe, A x‚ deines men. Diese meine Bitte, wollest du „ mir ewiger Gott, wegen meiner wie die Augen der Maͤgde auf die Süuͤnden nicht versagen, ondern durch deine grosse Parmherzig⸗ keit mich gnaͤdig erhoͤren. Im Ich weiß auch von keinem Nahmen IEsu Christi, Amen. Ach lieber GOtt und HErr! verleihe mir eine selige Stunde zu leben und zu sterben, durch JE⸗ sum Christum unsern HErrn, und sey mir armen Suͤnder gnaͤdig in meiner letzten Stunde, und vor vor deinem Herr ICsu der du Herrsch. und verlaß n Amen. Abend⸗ Die Oewen liebreiche mel, der du und Vaterlie abermal dies esund hast la ur daucke ick tzem Hertzen, diesen Tag u. und Lob, u Nachsten zue temal mein allezeit ehe Guten geneie du getreuer aus sündlicht bin, meine ne, und dei: theilzaftig mich, daß ict mein Ende g zu demselben fast machen, herzu nahet, und selig ar scheiden, un gen in das versetzet wer du mich, so leben habe, gen Schutz Schaden un Seele gnat JEsu Ehrit nes willen, Worg M allmaͤ Gott im Himme abermal di Abend⸗Segen am Dienstage. in Ewigfeß genam 3e. Shriste, du ei der Welt, Hertz, Muth zucke dir aben durch deim trmhertzigkest Nacht wider List und Ge⸗ und behünl Hriste, du bit in Erbtheil, deinen Haͤn⸗ hvon keinem Himmel noch ir von dir al ich dich, um ichen Mar⸗ hmaͤhlichsten den du, lie⸗ iste, fuͤt mich der aus gros⸗ , du wollest barmhertzig diesen Tag, eines Lebens üten und be⸗ Zuͤnden und dieser muhse⸗ bis du mich 1d Seligkeit „um beines tens willen, x‚ „wollest du egen meiner art hernin Armhertzig⸗ Hren. I ti, Amen. ind HErr! 70 uch e „durch IE⸗ HErrn, und der gnaͤdig unde, und vor mel, der du aus grosser Gnade vor deinem gestrengen Gericht Herr IEsu sey mir eingedene, der du Herrschen in deinem Reich, und verlaß mich nimmermehr, Amen. Abend⸗Segen am ö Dienstage. lebrei„barmhertziger und liebreicher GOtt vom Him⸗ und Vaterlicher Fuͤrsorge mich abermal diesen Tag frisch und esund hast lassen vollenden, da⸗ für daucke ich dir billig von gan⸗ tzem Hertzen, und weil ich leider! diesen Tag nicht zu deinen Ehren und Lob, und zu Nutz meines Nächsten zugebracht hade: Sin— temal meine verderbte Natur allezeit ehe zum Boͤsen, als zum ner heiligen himmlischen Frohn⸗ Weisterlein der lieben Engel die⸗ e Nacht also gnaͤdiglich behuͤtet hast, daß ich diesen Tag frisch und gesund erlebet, dafuͤr sage ich dir on Hertzen Lob, Preis, Ehr und ewigen Danck, und bitte dich nochmal, lieber himmlischer Va⸗ ter, in dessen Willen, ich all mein Thun und Lassen, Anfaug und Ende setze, du wollest dich meiner forthin erbarmen, und alle mein Tichten und Trachten, Hortz, Sinne, Muth und Gedaucken, alle meine Wort und Wercke mit deinem heiligen Geist regieren, daß ich verstehen moͤge, was gut oder boͤse ist, und daß ich in die⸗ ser boͤsen und verkehrten Welt heut alo moͤge wandeln und le⸗ ben, dab ich fuͤr allen Dingen los Guten geneiget ist; so hilf auch, du getreuer GOtt, daß ich, der ich aus sündlichem Saamen gezeuget bin, meine Gebrechlichkeit erken— ne, und deiner goͤttlichen Gnade theilzaftig werde, und lehre mich, daß ich oft und vielmal an mein Ende gedencke, daß ich mich zu demselben in wahrer Busse ge⸗ fast machen, und wenn dasselbige herzu nahet, daß ich moͤge getrost und selig aus diesem Elende ab— scheiden, und mit allen Glaͤubi⸗ gen in das himmlische Paradies versetzet werden. Indessen wollest du mich, so lange ich noch hie zu leben habe, in deinem allmaͤchti⸗ gen Schutz nehmen und fuͤr allem Schaden und Gefahr an Leib und Seele gnaͤdiglich behuͤten, um JEsu Ehristi deines lieben Soh⸗ nes willen, Amen. Worgen Segen am Mittwoch. allmaͤchtiger, barmhertziger GoOtt und gnaͤdiger Vater im Himmel, nachdem du mich abermal durch den Schutz dei⸗ von meinen Suͤnden nach dem ewigen Vaterlande, welches mir Christus, mein Heiland erkaust und erworben hat, ein hertzliches Verlangen trage, und dasselbe mit meinem boͤsen sundlichen Le⸗ ben nicht verschertze. Darzu wollest du mir gnaͤdiglich helfen mit deiner goͤttlichen Liebe und Kraft des Heiligen Geistes, um JEsn Christi deines lieben Sohns willen, Amen. ů Abend⸗Segen am Mittwoch. IIch dancke dir, o großmaͤchti⸗ ger GOtt und guͤtiger Vater im Himmel, daß du mich aber⸗ mal heut diesen Tag uͤber an Seel und Leib fuͤr allem Schaden und Uebel gnadiglich behuͤtet hast. Und bitte dich durch deine Güͤte, du wollest alles, was ich heut mit Hertz und Mund, und sonderlich wider dich und deine heilige Ge⸗ bot gesundiget habe, zudecken, und mich dein Geschoͤpf, welches du mit dem Blute deines lieben a 5 Sohnes JEsu Christi theuer er⸗ kauft 10 Morgen⸗Segen am Donnerstage. kaust hast, nicht verlassen, und mich diese Nacht unter deine all⸗ mächtige Gnaden⸗Flügel, wider den boͤsen Feind, welcher um mich hergehet, wie ein bruͤllender Lowe, mich zu verschlingen, be⸗ schuͤtzen, daß ich unter dem Schat⸗ ten deiner Guͤte und Barmher⸗ tzigkeit sicher ruhen und schlafen moͤge, auf daß sich der boͤse Feind nicht zu mir duͤrffe nahen und mir keinen Schaden thun koͤnne, Amen. Morgen⸗Segen am Donnerstage. Ott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist, du hochgelobte Dreyfaltigkeit, dit er⸗ geb ich mich mit Leib und Seel von nun an bis in Ewigkeit, und sage dir grossen Danck, daß du den boͤsen Feind nicht hast zugelassen, nes allerlielsten Sohnes Jiu Christi willen, Amen. Abend⸗Segen am Donnerstage. getreuer GOtt und ewiger Vater, wie traͤgest du doch so liche Sorge fuͤr mich armen Suͤnder, indem du mich alle Ta⸗ ge und Stunden von Jugend an bis auf gegenwaͤrtige Zeit, fuͤr allerley des Teufels und dee gottlosen boͤsen Welt, Gefahr und Schaden so gnaͤdiglich behuͤtet hast, und bitte dich demuͤthiglich, du wollest alles dessen was ich heut wider dich gethan habe, nach deiner vaͤterlichen Liebe, s6 du gegen mir hast, nun und in al⸗ le Ewigkeit nicht gedencken, son⸗ dern aus Gnaden erlassen, und daß er mich diese Nacht hat koͤn⸗ nen beschaͤdigen noch verletzen⸗ sondern durch den Schutz deiner lieben Engel bin ich srisch und 1c bn behuͤtet worden. Was soll ch dir vergelten? Womit soll ich dich dafuͤr loben? Ich wil dir ein geaͤngstes und zerschlagenes Hertz geben voller blutrothen Suͤnden, mit Reu und Leid, das wollest du gnaͤdiglich annehmen; Dieselbe mit dem edlen Blute deines allerliebsten Sohnes, mei⸗ nes Erloͤsers schneeweiß waschen, und in seine heilige unschuldige Wunden verbergen, und also mir Vergebung aller meiner Suͤnden gnaͤdiglich widerfahren lassen, und hilf, daß ich heut und alle Tage in Christlicher Bereit⸗ schaft sitze, dann ich nicht wissen kan, wenn du kommen wie und wo du mich von hinnen abfor⸗ dern wirst, daß ich zur ewigen HMimmels⸗Freude selig gefuͤhret werde. Solches verleihe mir gnaͤ⸗ mir um deines liebsten Sohnes IJEsu Christi willen, welcher fuͤr alle meine Suͤnde i worden, gnaͤdig und barmhertzig seyn, und diese Nacht mich und alle die Meinigen für einen boͤsen schnellen und gefaͤhrlichen Tod, Pestilentz und fuͤr allem Unglück sicher behuͤten, darum befehle ich mich, meinen Leib und Seele, und alles, was ich habe, in deinen vat⸗ terlichen Schutz, dein heiliger En⸗ gel sey bey mir, daß ich kein Un⸗ gluͤck fuͤrchte, Amen. Morgen⸗Segen am Freytage. 3.7 deinen Nahmen, du gecreu⸗ igster HErr IJESu Chro ste, bin ich armer Sünder jetzt aufgestanden, der du fuͤr mich am Stamme des heiligen Creutzes, als das re ö Schlacht⸗Laͤmmelein, den aller⸗ bittersten und schmertzlichsten rechte geduldige diger GOtt und Vafer um dei⸗ Brmberzigen, sanftmüthigen eine hertzliche Liebe und vaͤter st Buͤrge fr Feuer- und Wassers⸗Noth, Tod erlitten, und mich mit deis nem 17 —.— nem rosinfart meinen Suͤn und Hoͤlle ert mein Hertz d Geist, erfris⸗ himmlischen bewahre mick chen Liebe he verbirge mich le in deine h sche mich vor den gantz rei mich in allen suͤhre mich a dieser Welt und Herrlie Heiland, JE n Trost, men. HE wegen deiner dens und E du in deine litten hast, und sey mir meine Seel. scheiden soll, Reich, Amer Abend 2* HErr duldig lein, und l fur alle mei fur meine, gantzen We ich aberma Hertzens, und Seele Schutz die hütet hast. wollest mi beute diese heit mein und Anre stes getha Hertz und ren und di zeihen und ich mich — ohnes JEsu . en am 9ge. iftmüthiger, und ewiger du doch f und vaͤter ⸗ mich armen rich alle Ta⸗ on Jugend aͤrtige Zeit, fels und der Gefahr und ich behuͤtet muͤtbiglich, sen was ich than habe, en Liebe, so in und in al⸗ encken, son⸗ lassen, und en Sohnes welcher fuͤr ist Buͤrge harmhertzig unich und einen boͤsen ichen Tod, sers Noth, m Unglück befehle ich Seele, und deinen vaͤ⸗ heiliger EI. ch kein Unm en am . ö du gecreu⸗ Su Chr üͤnder jetzt ir mich am Creutzes, duldige den aller⸗ jertzlichsten ch mit dei nem 2 Abend⸗Segen am Freytage. ů 11 nem rosinfarben Blut von allen meinen Sünden, Tod, Teufel und Hoͤlle erloͤset hast. Regiere mein Hertz durch deinen Heiligen Geist, erfrische es mit deinem himmlischen Thau der Gnaden, bewahre mich mit deiner goͤttli⸗ chen Liebe heute diesen Tag und verbirge mich mit Leib und See— le in deine heilige Wunden, wa⸗ sche mich von allen meinen Suͤn⸗ den gantz rein ab, und erhalte mich in allen guten Wercken, und suͤhre mich aus dem Jammerthal dieser Welt in die ew.ge Freud und Herrlichkeit, du getreuer Heiland, JEsu Christe, mein ein⸗ iger Trost, Hofnung und Leben, men. HErr IEsu Christe, von wegen deines grossen bittern Leiz dens und Schmertzons, welches du in deiner letzten Stunde ge— litten hast, erbarme dich meiner und sey mir gnaͤdig, wenn sich meine Seele von diesem Leibe ab⸗ scheiden soll, und nim mich in dein Reich, Amen. Abend⸗-Segen am Sreytage. O HErr JEsu Christe, du ge⸗ duldiges Schlacht-Laͤmm⸗ lein, und heiliges Sühn⸗Opfer für alle meine Suͤnde, nicht allein fuͤr meine, sondern auch fuͤr der gantzen Welt Suͤnde; dir dancke ich abermal von Grund meines Hertzeus, daß du mich an Leib und Seele durch deinen gnaͤdigen Schutz diesen Tag vaͤterlich be— huͤtet hast. Und bitte dich, du wollest mir meine Suͤnde, so ich beute diesen Tag aus Schwach⸗ heit meiner verderbten Natur und Anreitzung des boͤsen Gei— stes gethan habe, welche mein Hertz und Gewissen sehr beschwe⸗ ren und druͤcken, gnaͤdiglich ver⸗ zeihen und vergeben. Und weit ich mich nun zur Ruhe in dem Schlaf wil niederlegen, wollst du deine Gnaden⸗Flügel uͤber mich ausbreiten, und hilf, daß ich darunter im Friede und Ru⸗ he diese Nacht mit dem Leibe schlafe, mit der Seelen aber alle⸗ zeit zu dir wache, und deiner herrlichen Znkunft zu dem juͤng⸗ sten Gericht wahrnehmen, und mit hertzlichen Seufzen auf bich warte, bis ich dermaleins ju dir seliglich von hinnen fahre, dar⸗ zu hilf mir, o getreuer GOtt, mit deinem lieben Sohn und Heiligen Geist, hochgels!., und gebene⸗ deyet in alle Ermgeeit, Amen. Morgen Segen am Sonnabend. A* du getreuer GoTT und Vater im Himmel, daß ich dich gnugsam sollte loben und dir koͤnte dancken für alle deine Wohlthaten, so du mir die Zeit meines Lebens bis auf diese Stunde vaͤterlich erzeiget hast, das ist in meinem Vermoͤgen und Kraͤften nicht, denn ich bin Fleisch und Blut, welches nichts denn Boͤses thun kan, du aber uͤber die massen mir taͤglich viel Gutes widerfahren laͤssest; und sonderlich, wo du in dieser Nacht nicht mein Schild und Beystand waͤrest gewesen, so haͤtte mich des Teufels G.Ault vielfaͤltig be⸗ schaͤdiget, day ich nicht gesund haͤtte wieder aufstehen moͤgen; Aber durch deinen gnaͤdigen⸗ Schutz bin ich unversehret behuͤ⸗ tet worden. Und bitte dich gantz inniglich, du wollest mir an die⸗ sem Tage deine Gnade wiederfah⸗ ven lassen, und mich durch JEsu Christi Blut dein erworbenes Hut fortau bis ins ewige Leben mädiglich behuͤten: Ach HErr Eiu nim meine arme Seele in deine göttliche Haͤnde, und laß sie dir befohlen seyn, Amen. Abend⸗ Abend⸗Segen am Sonnabend. Abend⸗Segen am Sonnabend. Bormbertiger gnaͤdiger GOtt und Vater, ich sage dir aber⸗ mal von Hertzen Lob und Danck, daß du dich meiner die Zeit mei⸗ nes Lebens so Vaͤterlich angenom⸗ men, mich diesen Tag uͤber und sonderlich die gantze Woche, bis auf diese Stunde, fuͤr allem Un⸗ gluͤck Leibes und der Seelen gna⸗ diglich behuͤtet hast. Und bitte dich ferner, du wollest alle meine Suͤnde, so ich eute diesen Tag und die gantze Woche wider dich und meinen Naͤchsten wissenthch wesche alle bußsertige Süͤnden bey dir haben, zudecken, und derselben nimmermehr geden⸗ cken, und hilf gnadiglich baß ich aus der alten Wochen in ein nen⸗ es Christliches Leben trete, daß dir und allen Auserwahlten im Himmel gefallen moͤge: Und iaz mich deine gnaͤdige Arme bofohlen seyn, daß ich sicher ruhen und schlasen, frisch und gesund zu deinem sernern Lob wieder außß stehen moͤge. Und wenn mein Stundlein vorhanden ist, nimm mich zu dir HErr JEsu Christ denn ich bin dein, und du bi oder unwissentlich gethan und mein, wie hertzlich gern wollt sch bald bey dir seyn, Amen. begangen, durch deine Gnade, — N diese angehende Nacht in II. Buß⸗ Beicht⸗ und Communion⸗ e Um ein bußfertiges Hertz ch! mein GOoT! ich muß dir schmertzlich klagen, daß mein Hertz so gar tief im Sünden⸗ Schlamm stecket und aus eigenen Kraͤften wieder darzus zu kom⸗ men nicht vermag. Lch gnaͤdiger Vater! hilf mir, ach hilf mir aus dieser Seelen⸗Gefahr! hüre mein sehnlich Klagen: zeuch mich mit deiner Gnaden⸗Hand aus der schlammigen Suͤnden⸗Gru⸗ be, daß ich nicht durch Unbußfer⸗ tigkeit darinnen versincke, in dem Höllen⸗Pful falle, ewiglich sterbe und verderbe. Ich bin, HErr, ein verirret Schaaf, und du der treue Hirte Israel, ach! suche und suͤhre mich zu dir durch solche Mittel, die dir am besten bekannt bete. hoͤllischen Wolfe zu theil werde. Wo du, HErr, deine Hand von mir abziehzest, ach so bin ich ver⸗ lohren: Denn du allein bist mein Erbarmer, mein Helser, mein Er⸗ retter, ach HErr! verzeuch nicht, eile mich zu erretten, und mir zu gelsen, damit ich deine Liebe, Treue und lich ruͤhmen und preisen moͤge, Amen. Gebet um wahre Buß⸗ se und Bekehrung. O grosser, uner meßlicher HErr und Gott! ich komme vor dein Angesicht, ob ichs wol nicht wurdig bin, und bitté dich, du wollest mich selber bekehren, und uͤberzeugen, wie treulos ich an deiner Gnade worden bin. Denn ich liege im Schlamm der Sun⸗ und gefaͤllis, daß ich nicht dem den, und bin gleich dem verlohr⸗ nen Sohn, der sein vaͤterlich Erbe ver⸗ Barmhertzigkeit ewig⸗ —— herprasset hat dennoch in m iu dir, und la vor dir gesünd durch todt un am nd V ich von dir sa⸗ les Fleisches! dir nacket und nichts, als vo lichen Barmh dem Tode de baret hat. und Sterben lest du dich m meine Seele Suͤnden⸗Ban freyen. Nin unergruͤndlich darein du a der eingelasse mich aus der vom Tode, al nen eigenen d dir getrennet selbst weder sern, darum Sunden dur Verdienst üb mich zu dein selbst fuͤr mi daß ich von E erloͤset werde Christo erfaht selber aus mi ren neuen Leb Hertz, Muth dir/ daß ich d Eitelkeit verl re, damit ie mich selbst zu das in Chris meiner arme len deine ver da mit ibrei alle Menscher von dir gesa reiniget und de. Durch i hilf mir mein * ͤ—— tige Sünder decken, und nehr gedeu⸗ glich daß ich n in ein neu⸗ u trete, daß rwaͤhlten im ige: Und laß oe Nacht in ne bofohlen ruhen und gesund zu wieder auf wenn mein nuist, nimm Esu Christ, und du bi rn wollt ich men. ion⸗ theil werde. Hand von bin ich ver⸗ in bist mein r/ mein Er⸗ zeuch nucht, und mir zu ine Liebe, igkeit ewig⸗ isen moͤge, re Bus⸗ ung. icher HErr omme vor wol nicht e;dich, du hren, und os ich an n. Denn der Süͤn⸗ nverlobr⸗ rlich Erbe ver⸗ ** dir getrennet hat. Buß/ und Beicht Sebere. 13 herprasset hat. Ich nehme aber dennoch in meiner Noth Zuflucht zu dir, und laͤugne nicht, daß ith vor dir gefündiget habe, und da⸗ durch todt und blind bin werden am Reiche Ottes. Und was soll ich von dir sagen, o du Richter al⸗ les Fleisches? Hie stehe ich vor dir nacket und bloß, und weiß von nichts, als von dejiner unergründ— lichen Barmhertzigkeit, die sich in dem Tode deines Sohnes offen⸗ baret hat. In demselben Leiden und Sterben JEsu Christi, wol⸗ lest du dich meiner erbarmen, und meine Seele von den schweren Sünden⸗Banden erloͤsen und be⸗ freyen. Nimm mich auf in deine unergruͤndliche Barmhertzigkeit, darein du alle bußfertige Sün⸗ der eingelassen hast, und erloͤse mich aus der Hoͤlle, errette mich vom Tode, absonderlich von mei⸗ nen eigenen Wllen, der mich von Ich kan mich selbst weder bekehren noch bes⸗ sern, darum hilf du mir meine Sünden durch deines Sohnes Verdienst uͤberwinden, und ziehe mich zu deinen Sohn, der sich selbst fuͤr mich gegeben hat, auf daß ich von Stricken des Feindes erloͤset werde, und dein Heil in Christo erfahre. Ach erwecke mich selber aus meinem Tod zum wah⸗ ren neuen Leben, und wende mein Hertz, Muth und Sinn gantz zu dir, daß ich diesen Augenblick die Eitelkeit verlasse, und mich bekeh⸗ re, damit ich lebe. Erleuchte mich selbst zu einem neuen Leben, das in Christo ist, und scheucke meiner armen hungrigen See⸗ len deine verborgene Kraft, die da mit ihrer heilsamen Gnade alle Menschen zuͤchtiget, daß ich von dir gesaͤttiget, getroͤstet, ge⸗ reiniget und selig gemachet wer⸗ de. Durch dein Blut und Tod, hilf mir mein IEsu, lieber HErre Gott. Darein ergeb ich mich zu meiner Erloͤsung, ja ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, Amen. ö Um bußfertige Erkaͤnt⸗ niß der Suͤnden. O Glantz der Herrlichkeit und Ebenbild des goͤttlichen We⸗ seus IEsu Christe, du Licht der Welt, wie kan ich dir vachfolgen, damit ich das Licht des Lebens habe, wo du mich nicht selost er⸗ leuchtest? Meines Hertzeus Fin⸗ sterniß ist so groß und dick, daß ich dein helles Licht dadurch nicht er⸗ blicken kan, es sey denn, daß du meins Unwissenheit und Irrthuͤ⸗ mer vertreibest, welche key allem Ruhm der Religion ost sehr groß unter den Menschen sind. Dar⸗ um führe mich aus dem dunckeln Kercker meiner eigenen Einbil⸗ dungen an das helle Licht deiner Gnaden, und eroͤfne mir das Ver⸗ staͤndniß daß ich die Schrift ver⸗ stehe und recht gebrauche. Zer⸗ treibe allen Nebel der Anfech⸗ tungen, Begierden und Ver⸗ wirrungen, damit du in deinem Tempel selbst ungehindert lehren koͤnnest, was recht ist. Sey mein Meister und HErr, daß du mich in alle Wahrheit leitest, wie du durch deinen Geist zu thun ver⸗ sprochen hast. Aber laß mich auch hoͤren, wenn du HErr, redest, daß ich dir folge und deinem Wort, welches Wahrheit ist nicht wider⸗ strebe. Floͤsse mir, als einem un⸗ muͤndigen Kinde, deine himmli⸗ sche Weisheit ein, und leuchte durch dein Wort und Geist maͤch⸗ lig in meinem Hertzen, daß ich nicht strauchele noch falle. Schen⸗ cke mir aus Gnaden den rechten Unterscheid zwischen Boͤsen und Guten, jenes zu verwerffen, die⸗ ses aber zu erwahlen. Hilf mir aus allem Ziweifel Muͤth, Irr⸗ VI ö 7 IN. nicht zur Strafe dem eigenen 14 Buß und Beicht Gebere. Irrthum und falschen Weg alle⸗ zeit auf deine goͤttliche Bahn, darauf auch die Thoren nicht ir⸗ ren moͤgen. Lehre mich genan auf deine goͤttliche Wuͤrckungen in meiner Srelen acht haben, daß ich deine süsse Hertzens ⸗Stimme, o mein Heiland, kennen lerne, und von einer fremden wohl un—⸗ terscheiden. O du ewiges Wort des Vaters, mache mir dein Wort suͤsser als alles. Segne mir alle Mittel, die mich zu dir meinem Propheten, führen und weisen. Laß dein Prophetisches Wort wir den hellen Tag und dich den Mor⸗ genstern selber bringen. Dein heilsamer Rath, dein Gebot, dein ten Dingen das beste sey. Mis se weg dan Fürhang des verderh⸗ ten Fleiches, und die Hülle um⸗ sers Hertzens, dadurch dein Mil⸗ le uns verdecket werden mil. Stelle mir den hellen Spiehl deiner bimmlischen Wahrheit stets vor, mich darin zu besehen, und auch alle Flecken an mir zu st Verrathe mir durh erkennen. deinen Heiligen Geist und dessen scharffe Ueberzeugung alle meine in Verhindernissen, Zen st reuungen und Unordnungen des Gemuͤths. So werde ich end— lich lernen bestaͤndig in daaem Licht wandeln, wie du im vicht bist, und Gemeinschaft haben goͤttticher Winek, dein freundli— cher Zuspruch sey mir allezeit le⸗ bendig und empfindlich, bevor⸗ aus zu Zeit der Noth, weyn mir aller Trost verschwindet. Lasse mir nicht mehr zu, nach mei⸗ nem Rath zu wandeln, gib mich Gutduͤncken meinés Hertzens über, noch meiner Einbildungen, sondern laß mich lediglich thun und lassen nach deinem vollkom⸗ menen Wohlgefallen, und fuͤhre mich durch deinen Geist auf ebe⸗ ner Bahn. Syrich zu meiner Seele, es werde Licht, so wird dein heller Schein in mein Hertz kommen, zur Erkaͤnntniß deiner Klarheit in dem Angesicht des ewigen Lichtes IEsu. Durch— leuchte alle Winckel meines Her⸗ tzens, und was sich von natuͤrli⸗ cher Finsterniß, Falschheit, Eigen⸗ liebe, Verurtheilen und Besials Tuͤcken aufhalten wil, das trei⸗ be du aus mit deinem unbetrieg⸗ lichen Zeugniß, dem nichts wi— derstehen kan. Theile mir auch aus Gnaden Verstand und Licht mit in meinen Geschaͤften, und dammliche Unart. erleuchte meine Gemuͤths⸗Augen doch nur sagen: Was soll ich kla⸗ ju prüfen, was auch unter gu⸗ gen? Soll ich dann so ohne 9n) ö un nut dem Vater und Sohn im Geist, und mein Gang wird ge⸗ wiß werden auf deinen Fußsteß gen. Darzu wollest du beharn lich an mir arbeiten, und nicht ablassen, bis ich werde ein erleuch⸗ teter Mensch nach deinem Hertzen Amen, durch dein ewiges Licht und Leben, Amen. Gebet um bußfertige Reue. A HErr IEsu! wie oft hast du mich zur Reu und Leid uͤbet meine unzaͤhlige Suͤnden an mahnen lassen! wie manche schoͤ⸗ ne Buß⸗Predigten hast du mir vorsagen lassen! Aber ich hahe mich wenig daraus geaͤndert, und geringe Reue uͤber meine Suͤnde verspuͤren lassen. Ach! was soll ich machen: Es ist ja keine rechtg gottselige Ader an mir. Ich huͤte mich nicht allein nicht füt Suͤnden; Sondern nachdem ich die schaͤndliche und schaͤdliche Süunde veruͤbet, so erschrecke ich nicht einmal gnugsam dafuͤr und beseufze nicht meine ven Was soll ich und Leid Dah he mir, daß i be! daß ich st daß ich so siek ich so ein un so ein harter durch nichts den. Ach JEt ul wo soll ic Ich weiß dann zu dir. und von gros Ich weiß, di Geduld haber liche Langmu liche Barmh je nicht dein ne einige ver verlohren we weil du mir Kraft verliei che meine U gen kan, so g Guad und 5 Himmelschre en, beseußzen janmern mo hast mir jetzt gib mir auch Schaffe in rein Hertz, un ligen Geist, d wircke rechtfs und Bereunt erleuchte die standes: Daf die Abscheuli die Grausam tes, und die angedroheten HERR Ic hen mit Ve nen: Mit 9 seufzen, und hertzlich zun Suͤnder gnaͤt ja nicht den sondern, daß lebe. Um de theurten Vei te sey. NW des verderh⸗ ie Hülle un⸗ ich dein MI werden usl. len Spiegl Wahrheit zu besehen, n an mit zust e mir durch st und dessen g alle meine rnissen, Zenn dnungen des rde ich end⸗ 3 in dem du im vicht chaft haben Sohn im ug wird gez nen Fußstes du beharr „ und nicht eein erleuch⸗ nem Hertzen wiges Licht zfertige wie oft has ind Leid uͤber nden ant nanche schoͤ⸗ hast du mür er ich habe aͤndert, und leine Suͤnde h l. was soll keine rechtz mir. Ich in nicht für nachdem ich )schaͤdliche rschrecke ich am dafuͤr, meine ven Was soll ich soll ich kla⸗ veohne Reu und Buß und Beicht/ Gebete. 15. und Leid dahin fahren? Ach we⸗ he mir, daß ich so gesündiget ha⸗ be! daß ich so unempfindlich bin! daß ich so sicher dahin lebe! daß ich so ein unbeweglicher Fels und so ein harxter Demant bin, der durch nichts kan erweichet wer⸗ den. Ach JEsu! mein HErr IE⸗ ul wo soll ich hin? Ich weiß sonst nirgend hin, dann zu dir. Du bist geduldig, und von grosser Guͤte und Treue. Ich weiß, du wirst auch mit mir Geduld haben, durch deine unend⸗ liche Langmuth und unaussprech⸗ liche Barmhertzigkeit, danu es je nicht dein Wille ist, daß ei⸗ ne einige vernünftige Seele solle verlohren werden. Derowegen weil du mir so viel Gnad und Kraft verliehen hast, daß ich sol⸗ che meine Unbußfertigkeit bekla— gen kan, so gieb mir auch so viel Buad und Kraft, daß ich mein Himmelschreyende Suͤnde bereu⸗ en, beseußen, beweinen und be⸗ jantmern moͤge. Ach HErr! du hast mir jetzt den Willen gegeben, gib mir auch das Vermoͤgen. Schaffe in mir, o HErr! ein rein Hertz, und gib mir deinen Hei⸗ ligen Geist, der in mir kraͤftiglich wircke rechtschaffene Erkaͤnntniß und Bereuung der Süͤnden, und erleuchte die Augen meines Ver⸗ standes: Daß ich erkennen moͤge die Abscheulichkeit der Suͤnden, die Grausamkeit des Zorns GoOt⸗ tes, und die Unertraͤglichkeit der angedroheten Strafen! Ach mein HERR JESu, laß mich anfa⸗ hen mit Vetro bitterlich zu wei⸗ nen: Mit Manasse inniglich zu seufzen, und mit dem Zoͤllner hertzlich zu sagen: Gott sey mir Suͤnder gnaͤdig. Dann du wilt ja nicht den Tod des Suͤnders, sondern, daß er sich bekehre und lebe. Um dieser deiner hochbe—⸗ theurten Verheissung und Zusa— gung willen, erhoͤre dieses mein armes Gebet, o JEsu, HErr JE⸗ su, Amen, Amen, Amen. ö Um die Bekaͤntniß der Suͤnden zu GOtt. armhertziger GOtt und Ba⸗ ter, dieweil es recht und wahr ist, was die Schrift sagt: Wer seine Missethat leugnet, dem wirds nicht gelingen, wer sie aber bekennet und laͤst, der wirb Barmhertzigkeit erlangen; so verhele ich meine Suͤnde nicht, denn ich weiß, daß alle Wercke der Menschen fuͤr dir offeubar sind. wie die Sonne, und daß dei⸗ ne Augen ohn Unterlaß alle ihr Wesen sehen, auch ist alle ihre Bosheit dir unverborgen, und alle ihre Suͤnden sind fuͤr dir entde⸗ cket, wie es David wohl erfahren: Da ichs verschweigen wonte, spricht er, verschmachteten mir meine Gebeine durch mein taͤg⸗ lich Heulen: Sondern ich beken— ne dir meine Sunde, und verhele meine Missethat nicht; Ich eben ich, o GOtt, bin derjenige, der so uͤbel gehandelt, und deine Gebot so vielfaͤltig uͤbertreten, ich, eben ich, bins, der deinen gerechten Zorn auf Leib und Seele geladen, ja der ewigen Hoͤllenquaal verdie⸗ net hat. Ich, ich habe mit David gesuͤndiget, ich, ich habe die Misso⸗ that gethan; Siehe/ ich bin mit Hiob zu leichtfertig gewesen, was soll ich antworten? Ich wil meine Hand auf meinen Mund legen. Ich bekenne mit Mauas⸗ se, daß meiner Suͤnde mehr ist, denn des Sandes am Meer; ich und meines Vaters Haus haben gesuͤndiget, wir sind verruͤckt worden, daß wir nicht gehalten haben die Gebot, Befehl und Rechte, die du deinem Knechte geboten hast. Ach, liebster Va⸗ ter, hoͤre mein Bekaͤnntniß, ver⸗ nimm Buß: und Beicht: Gebete. nimm meiner SuͤndenBeichte und Entdeckung, laß dich dieselbe zur Gnade und Barmhertzigkeit bewegen; du bist getreu und ge⸗ recht, daß du uns die Suͤnde ver⸗ giebest, und reinigest uns von aller Untugend; darüm, so beweise auch mir deine Treue, und vergib mir alle meine Suͤnde, um Christi willen, Amen. ö Gebet um Aenderung des bosen Hertzens. 0 JEsu, der du geschworen hast, es solle niemand in Gottes Reich kommen, er sey denn von neuen gebohren, wie wenig glauben diesem deinen wahren Wort und Eydschwur, ja die meisten wissen nichts davon. Ich habe selber mich auch auf mei⸗ ner Tause verlassen, und mich vor wiedergebohrn gehalten, ob ich gleich nicht den Bund deiner Gnaden habe in mir bestaͤtigen und bewahren lassen, sondern vielfaͤltig gebrochen. O wie ho⸗ he Ursachen haben wir verderbte Menschen, um deine wahrhafti— ge Kindschaft zu bitten, wollen wir anders selig werden. Ach schencke uns aus Gnaden deinen heiligen Geist, als die rechte heili⸗ ge Salbung der uns neu gebaͤhre, und deinen heiligen Bund in und mit uns kraͤftiglich erneure. Ent⸗ decke uns doch in unserm Hertzen durch dein Wort und Zeugniß unsern tieffen Seelen-Schaden. mit aller unserer Unart, Thor⸗ heit, Arglist, Eigenliebe, Hoffart, falschen Einbildung, Schalckheit, und Heucheley, wie wir deiner ttlichen Natur, und Heiligkeit 10 gar entfremdet, ja meist schnur⸗ stracks zuwider sind, auch wo es oft am besten scheinet, oder worin wir von andern gelobet und ge⸗ liebet werden. Ach wie koͤnnen wir doch mit solchen Unreinigkei⸗ ten in dein Heiligthum eingehe Sollten wir denn nicht—— ren trachten, und als Kinder vor dir zu erscheinen? Ach Fleisch und Blut und der irdische Sinn kan ja dein Reich nimmer mehr er erben. Drum erneure uns doch einmal nach deinem Bilde, und setze uns dazu in den rechtih Kampf, daß wir nach der goͤtti chen Natur von nun an ernsllich und bestandig ringen, derselben recht theilhaftig zu werden. En toͤdte uns durch deine Guͤte, an dem Sinn des alten Adams, und zerstoͤhre das Alte, daß wir neue Creaturen und dein Werck wer, den, geschaffen in Christo zu gu ten Wercken, darinne zu wandelh. Segne dazu alle deine goͤttliche Mittel, und erwecke deinen heist gen Saamen in uus zum wahren “eben in Christo. Laß wachsen das Gewaͤchs der Gerechtigkeit, und gib uns neuen goͤttlichen Verstand, als ihn Kinder von ih⸗ rem Vater haben, daß wir allein nach dir unserm Vater, uns seh⸗ nes Geistes im kindlichem Sinn vor dir leben. Zertritt, o HEn IEsu, der Schlange den Kohfin unserm verderbten Hertzen, sioß se aus den grimmigen und eigen willigen Drachen, mache ein En⸗ de des Wider-Christs, und ven⸗ derbe das Kind des Verderbens, nemlich alles Boͤse in ung. Schaffe dagegen ein neues Hertz, neue und heilige Gedancken, Bet wegung und Kraͤfte. Laß uns nicht saͤnger auf dem verfuͤhri⸗ schen Weg alles Fleisches bleiben, der zur Verdammmniß eilet. Sondern hilf uns gnaͤdiglich, al⸗ ler Ereatur, und der Welt und nen, und nach der Regierung deh nehmen. So la wichen nach de beinge uns ein i gus wir in Ad und aus dem Geist, der anein e uns an den der nach dir ges⸗ rechtigkeit und Wahrheit, dadi derum nach u werden, die wi tan aͤhnlich wa ziehe dich mir se Liebe und Kra Geist der Kindso deinen heiligen zum Pfande de Taufe mich m Tod, und begra kraͤftiglich, aaf dir zum neuen 3 erstehe, und dir Gerechtigkeit v wiglich lebe. A dich mit neuer nem Hertzen lob mir neu seyn w Gebet um Gla du Anfaͤ der unsers war in der E gebohren und e wohl etwa den Munde bekann und mich ein Rechtglaͤubigen Allein ob solche und Wahrheit 21 das weist ender HErr, a Augen sehen je ben, und pruͤfet chen ob se in uns selbst taͤglich absterben, alle erfunden werdi eigene Wahl, sie sey noch so scheim bar, fliehen, und dein Wort, Licht und Geist, unverrückt in acht nehmen. wird an seinen und welcher ni get, der wird — —— n eingehen? ht umzukeh⸗ Kinber vor Ach Hlaish dische Sinn nermehre⸗ re uns doch Bilde, und en rechten der goͤtt an ernstlich „ derselben erden. En Guͤte, an dams, und iß wir neue Werck wer isto zu gu u wandeln. se goͤttliche einen heill um wahren üß wachsen rechtigkeit, goͤttlichen der von ih⸗ wir allein r, uns seh⸗ em Sinn t, v HErr u Kohfin rtzen, sioß und eigen he ein En⸗ „Und ver— erderbens, in uns. ues Hertz, icken, Bet Laß uns verfuhri⸗ es bleiben, liß eilet. diglich, al⸗ Welt und ben, alle so scheim ort, Licht t in acht nehmen. ierung deh Gebet um den wahren Glauben. 17 nehmen. So laß uns endlich er: Feuer geworfen. Deswegen bit⸗ wachen nach deinem Bilde, und te ich dich um den Geist des Glau⸗ keinge uns ein in die Ruhe, dar⸗ bens, du wollest ihn reichlich uͤber und aus dem Fleisch in deinen Geist, der alein in uns lebe. Zie⸗ e uns an den neuen Menschen, der nach dir geschaffen sey in Ge⸗ rechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit, dadurch wir dir wie⸗ derum nach und nach aͤhnlich werden, die wir zuvor dem Sa⸗ tan aͤhnlich waren. Ach JEsn ziehe dich mir selbst an, in deiner Liebe und Kraft, gib mir den Geist der Kindschaft; und erneure deinen heiligen Bund mit mir zum Pfande des ewigen Erbes. Taufe mich mit dir in deinen Tod, und begrabe mich darinnen kraͤftiglich, aaf daß ich auch mit dir zum neuen Leben wieder auf⸗ erstehe, und dir in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor den Vater e— wiglich lbe. Alsdenn werde ich dich mit neuer Zungen und rei⸗ nem Hertzen loben, wenn alles in mir neu seyn wird, Amen. Gebet um den wahren Glauben. du Anfaͤnger und Vollen⸗ der unsers Glaubens, ich bin jwar in der Christlichen Kirche gebohren und erzogen, habe auch wohl etwa den Glauben mit dem Munde bekannt und vorgegeben, und mich einen Christen und Rechtglaͤubigen nennen lassen. Allein ob solches alles in der That und Wahrheit an mir ein getrof En das weist du, o du allwis⸗ ender HErr, am besten. Deine Augen sehen ja nach dem Glau⸗ ben, und pruͤsest auch einen jegli⸗ chen ob Ein Glaube rechtschaffen erfunden werde. Ein jeder Baum wird an seinen Fruͤchten erkannt und welcher nichts Gutes brin⸗ get, der wird abgehauen und ins aus wir in Adam gefallen sind mich ausgiessen, auf daß ich mich von allen Mißtrauen, Falschheit, Zweifel, ungoͤttlichen Sinn, Irt thum und Aberglauben kraͤstig lich abkehren zu dem seligmachen⸗ den Licht deiner wahren Erkaͤnnte nis. Behuͤte mich vor dem blos⸗ sen Wahn⸗ und Heuchel Glauben, der ohne Furcht als todt vor dir nicht bestehen kan. O liebster Gott und Vater, erleuchte mich mit deiner goͤttlichen Wahrheit, daß ich von den selben goͤttlich uüͤ⸗ berzeuget und versichert werde nach deinem wahren Wort. Ue⸗ berwinde in mir den natuͤrlichen Unglauben durch das lebendige Zengniß deines heiligen Geistes, und befriedige mein unruhiges Hertz in deinem unbetruͤglichen Verheissungen, daß ich dadurch nen gebohren und erwecket wer⸗ de, dir meinen himmlischen Va⸗ ter unverruͤckt im Glauben anzu⸗ hangen, alle Ehre der Wahrheit, Gerechtigkeit, Treu und Liebe willigst geben, und also aus dem Glauben als ein Gerechter lebe. Laß mich ja nicht in blossen auf⸗ blehenden Wissen beruhen, son⸗ dern gib mir eine lebendige Er⸗ kenntniß Christi in mein Hertz. So oft ich aher ob denselben Glauben kaͤmpfen muß, und we⸗ gen meiner Verderbniß, Furcht und Zweifel aufsteiget, wollest du aus Gnaden das glimmende Tocht nicht gar ausloͤschen, son⸗ dern mir helfen uͤberwinden durch des Lammes Blut, daß Christus durch den Glauben in meinem Hertzen bleibe und durch die Liebe ich in ihm einwurtzele und gruͤnde. Und wenn mein ar⸗ ges Hertz etwa sich auf Creatu⸗ ren verlassen, und mit dem Ver⸗ trauen von dir abweichen wolte? 5 So ————— alsbald mit 137—5 Buß und Beicht? Gebete. So bestrafe und zuͤchtige du mich deinem wahren Wore, daß ich nicht an Glauben Schiföruch leide. Ach HErr JE⸗ su, sey du mein neuer lebendiger Weg im Glauben zum Vater. Sey mein, Licht im Finsterniß, mein Stecken und Stad in Ga⸗ fahr, mein Heil und Leben im Tod, auf daß ich durch den Glau⸗ ben die Welt überwinde, und mich vor einen Gast und Fremd⸗ ling auf der Welt erkenne. Ja laß mich nicht mehr aus und nach der unglaͤubigen Vernunft le— hen, und also von dir ferne blei⸗ ben. Sondern lasse mich, was ich noch im Fleische leben muß, bloß im Glauben an dich, den Sohn Gottes leben, und werde du selbst alfso mein Leben. Denn der Glaube soll und muß keines andern leben, als deiner allein, Denselben wollest du auch, o mein„Err und GOtt, durch die Liebe lassen in mir thaͤtig seyn, als dein goͤttlich Werck in mir, das mich verwandele und neu ge⸗ baͤhre, und den alten Adam in mir toͤdte, auch aus mir einen gantz andern Menschen mache von Hertz, Muth, Sinn und Krôf⸗ ten. So werde ich erst ein Recht⸗ glaͤudiger in der That werden, und AbrahamsSaame, auch nach der Verheissung ein Erbe seyn des Ziels, welches der Glaube mir vyrhaͤlt, daß ich Gemeinschaft haben koͤnne mit allen Glaͤubigen hier und dort oben. Alsdenn soll mich auch nichts von solchem ve— sten Grund Gottes abfuͤhren, noch von deiner Liebe, scheiden, weil du mir hoͤher bist, als alle Schätze Egypti. Also lasse mich den Fußstapfen der alten laͤubi⸗ gen nachfolgen, die zeitliche Er/ goͤtzung der Sünde im Glauben meiden, damit ich deine Herrlich⸗ keit und Belohnung erkenne, und desto mehr nach dir und dein Gerechtigkeit, verlauge. Bis endlich in deinem Bilde erwache und nach dem Glauben in Schauen ewig in dir lebe, u das Ende des Glauhens, nemiic der Seelen⸗Seligkeit dauiy bringe, Amen, um deiner theurn Verheissung willen, Amen. GBebet um Besserung des Lebens. Gott und Vater aller Guy den und Barmhertzigkei, der du mich in Christo JEsuln rufen hast zu deiner ewigen Hemn lichkeit, und verliehen, daß ich durch rechten wahren Glanbes die Suͤßigkeit deiner Gnaden un Erkaͤnntniß geschmecket, ein Demn pel und Wohnung des Heiligg Geistes, und ein Erbe des Him melreichs worden bin. Was sun grosse und vielfaͤltige Wohltho ten, Seelen und Leibes, hast du mir erwiesen, wie maͤchtig hast di mich mit deiner vaͤterlichen Barmherzigkeit geleitet, wie os hast du mir meine begangen Sünden aus Gnaden verziehen und vergeben! Aber wie ga schwind habe ich dies alles all Hertz und Sinnen gelassen, wi bald' hab ichs vergessen, wie bd hahe ich dir dafuͤr gedaurketl Ach HErr vergib mir meine Un danckbarkeit, die ich wieder dich ausgeübet habe. Ich habe bis an herd ein suͤndliches Leben gesuͤhn ret, und dennoch hast du mich ben vorhergehende Busse zu Gnaden wieder auf und angenommen. Dafuͤr wil ich dir mein frommer Gott, ewig dancken, ich wil al len Fleiß anwenden, froͤmmer zu werden, und ein heiliges, dit wohlgefaͤlliges Leben zu fuͤhren. Ich wil hinfuͤhro dir allein, nicht dem Teufel, nicht der Welt, —— * nicht meinen eigen Fleisch und Blut Blut dienen. mit Hand an. selber mit an, sortgehe, daß lauffe, daß es werde, daß me an dich gedend dir ergebe, me be, alle mein, nen Dienst vol so in solchem? verharre, und Knechten dier nung erlange. suͤssester Heilat von meinen 6 Undancks wil von mir umer und Sünde n auf deinen Ge ein Adler, ha Liebes ⸗Schoof Kind, schmelt verstand, geuß deinen Willen lebendiges Gi be, einen frue dir dem Wen Zweigelein an Lebens, laß r duͤrre werden, nicht abfallet mir, was mick nem beiligen ewigen Wohlt Heiliger Geist zeit durch deit daß ich in wa dar fortfahre ohn Unterlaß neugebohrner Gottseligkeit r ger und staͤrcke rette, und nie ich nicht wie e mich fresse, mir gegeben, eine San nat wieder in Ko ———— und deinn ge. Bis ich ilde erwache hlauben in r lebe, u ons, nemilich Heit davuin iner theuun lmen. esserung Us. ö bhertiaren nhertzigkeh uo VEMUH wigen Henm n, daß ic n Glaubgh Anaden un et, ein Dem es Heiligg des Him Was sit Wohltha⸗ htig hast di vaͤterliche tet, wie oft begangen u verziehen r wie ga Kalles aut lassen, win. u, wie bd gedauketh meine um wieder dich abe bis au⸗ eben gefuͤhn u mich ben zu Gnaden enommen. in frommer ich wil al roͤmmer zu iltαε, dit zu fuͤhren llein, nicht lesch uns leisch und Blut — * mit Hand an mein Leben, greiffe *. —** DI Buß⸗ und Beicht — 5* Gebere. 19 Blut dienen. Allein, lege du selber mit an, daß es alles richtig sortgehe, daß es alles wohl ab⸗ lauffe, daß es gluͤcklich vollendet werde, daß mein Gemüͤth allezeit an dich gedencke, meiue Seele sich dir ergebe, meine Zunge dich lo⸗ be, alle meine Gliedmassen dei⸗ nen Dienst vollstrecken, und ich al⸗ so in solchem Dienst bis ans Ende verharre, und mit den treuen Knechten die versprochene Beloh⸗ nung erlange. HErr JEsu, aller⸗Hf suͤssester Heiland, zeuch nicht aus von meinen Graͤntzen um meines Undancks willen, weiche nlel von mir um meiner Unreinigke und Suͤnde willen, trage mich auf deinen Gnaden⸗Fluͤgeln wie ein Adler, halte mich in deinen Liebes⸗Schooß, als dein liebes Kind, schmeltze um meinen Un— verstand, geuß meinen Willen in deinen Willen, laß mich seyn ein lebendiges Glied an deinem Lei— be, einen fruchtbaren Reben an dir dem Weinstock, ein gruͤnes Zweigelein an dir dem Baum des Lebens, laß meine Blaͤtter nicht duͤrre werden, und meine Früchte nicht abfallen, nimm weg von mir, was mich leitet von dir, dei nem beiligen Verdienste und ewigen Wohlthaten. O GOT Heiliger Geist, regiere mich alle⸗ zeit durch deine goͤttliche Kraft, daß ich in wahrer Busse immer⸗ dar fortfahre wider alle Sünde ohn Unterlaß streite, und als ein neugebohrner Mensch in aller Gottseligkeit wachse, und je laͤn⸗ ger und staͤrcker im Glauben wer⸗ de. Gib, daß ich meine Seele rette, und nicht zuruͤck sehe, daß ich nicht wie ein Hund, wieder in mich fresse, was ich zuvor von mir gegeben, und mich nicht wie eine San nach der Schwemme wieder in Koth waltze, und mit mir das Letzte nicht aͤrger werde denn das Erste. Hilf, daß der suͤndliche Leib aufhoͤre, daß ich hinfort der Sünde nicht diene, sondern mich veraͤndere duͤrch Verneurung meines Sinnes. Reinige mein Hertz von allen Sünden, boͤsen Affecten, Luͤsten, Begierden, von Fleisches⸗Lust, Augen⸗ Lust, yeffaͤrtigem Leben/ und erfülle es mit deiner Guade, mit deinem Willen, und mit dei⸗ nen Tugenden, daß ich fruchtbar ey zu allen guten Wercken, und also eine Pflantze bleibe zu GOt⸗ tes Preis, hier zeitlich und dort ewiglich, Amen. Gebet vor der Beicht. Varmhertziger GOT, uner⸗ traͤglich ist dein Zorn, wel⸗ chen du allen muthwilligen Sündern drauest, aber unermeß⸗ lich ist deine Gnade, welche du allen bußfertig und geaͤngsteten Suͤndern verheissen hast. Dar⸗ um rufe ich aus der Tiese HErr zu dir, erhoͤre meine Stimni, laß mein Flehen vor dich kommen, und vergib mir alle meine Sün⸗ den. Denn du bist gnaͤdig, barm⸗ hertzig, geduldig und von grosser Guͤte. Du hast keinen Gefallen am Tode des Gottloͤsen, sandern wilt, daß er sich bekehre und lebe⸗ Darum sey mir gnaͤdig, der ich mich durch deine Guade zu dir bekehre, und laß mich nicht Ver— ben sondern leben. Du wilt nicht, daß einer soll verlohren werden, sondern daß sich jedermann zur Busse bekehre. Darum erbarme dich meiner, o Gott, und vergib mir alle meine Sůunden, der ich mich in wahrer Busse, von der Fin⸗ sterniß zum Licht, und von der Ge⸗ walt des Satans zu dir bekehre. Handele nicht mit mir nach mei⸗ nen Suͤnden, sondern nach dem Reichthum deiner Gnade in Ehr Buß⸗ und Beicht⸗ Gebete. Christo JEsu. Sey mir gnaͤdig nach deiner Guͤte und tilge alle meine Suͤnden nach deiner gros⸗ sen Barmhertzigkeit. Wasche mich wohl von meiner Missethat, und reinige mich von meinen Sünden, um JEsu Christi, deines lieben Sohnes, meines Heilan⸗ des willen. So will ich deinen Nahmen ruͤhmen hier in derZeit, s und dort in Ewigkeit. Eine Beichte. Wuͤrdiger lieber Herr, ich bitte, ihr wollet meine Beichte hoͤ⸗ ren, und mir die Vergebung der Sünden sprechen, um Gottes willen. ö Ich armer suͤndiger Mensch bekenne fuͤr GOtt und fuͤr euch, daß ich wider alle Gebote SOttes, mit Gedancken, Wor, ten und Wercken, viel gesuͤndiget habe, und von Natur in Suͤnden empfangen und gebohren bin, un⸗ ter Gottes Zorn des ewigen To⸗ des schuldig: Darum ist mein Hertz betruͤbt, und ist mir leid, daß ich GOtt meinen HErrn er⸗ zuͤrner habe, und bitte von Her⸗ tzen, Gott wolle mir alle meine Sünden um seines lieben Soh⸗ nes des HErrn IEsu Christi wil— len aus Gnaden vergeben, mein Hertz mit dem Heiligen Geist verneuern, wie ich auf sein goͤtt— liches Wort glaͤube und traue. Dieweil ihr denn vom HErrn Christo Befehl habet, allen Buß⸗ fertigen ihre Suͤnde zu vergeben, so bitte ich euch durch Christum! ihr wollet mich mit)GOttes Wort unterrichten und troͤsten, und mir im Nahmen JIEsu Christi, die Vergebung der Suͤnden spre⸗ chen, seinen Leib und Blut im Saerament, zu Staͤrckung mei⸗ nes Glaubens darreichen, ich wil mich mit GOttes Huͤlfe bessern. Dancksagung nach em⸗ pfangener Absolution. Gadiger Gott, nachdem du —mir alle meine Suͤnden ver⸗ geben, und zum Kinde angenom⸗ men hast; so bitte ich demuͤthig, und gib mir einem neuen gewiß en Geist. Erleuchte meinen Verstand mehr und mehr zu er⸗ kennen deinen Willen, und heils⸗ ge meinen Willen, zu thun nach deinen Wohlgefallen. Gib mir Kraft zu ereutzigen mein Fleisch, samt den boͤsen Luͤsten und Be⸗ gierden, damit ich der Suͤnden abgestorben der Gerechtigkeit le⸗ be. Laß mich wachsen an dem stus das Haupt ist, und taͤglich zunehmen an dem inwendigen Menschen. Mache aus meinen Gliedern, Waffen der Gerechtig⸗ mich sruchtbar in allen guten Wercken. Leite mich in alle Wahr⸗ heit. Erhalte mich im wahren Glauben, und durch denselben in deiner Gnade. Nimm gnaͤdig fuͤr deine Kinder bereitet hast, und gib mir nach deiner Guͤte, noͤthig ist. So will ich deinen Nahmen ruͤhmen hier zeitlich und dort ewiglich, Amen. hung des heiligen Abendmahls. A du holdseliger, demuͤthi⸗ ger Koͤnig der Ehren, Christe IEsu, mit Vater und dem Heili— gen Geiste, ewiger wahrer GOtt, der du aus unaussprechlicher Lies⸗ geistlichen Leibe, da JEsus Ehrs was zur wuͤrdigen Geniessung leit, daß sie heilig werden. Mache schaffe in mir ein reines Herz, * — von mir, was mich unwuͤrdig machet des Tisches, welchen du Gebet vor Empfa⸗ be um unsertwillen Mensch wor⸗ den bist, du hast dich uns zu gute, in —— in dieser schnoͤd deine Herrscha Knechtes Gesta men, du hast di goͤttlichen Her aufs alleraͤussi worden: Du l deines ewigen bist arm wor nicht so viel ge Haupt haͤttest Summa du bi len verschmaͤh speyet, ja der A Erden worben, nen Leib fuͤr ur der, die wir 3 Feinde waren, Creutzes aufge unschuldiges 5 Sünde vergoss unsterblichen beiner Goͤttlic das hochwuͤrdie neuen Testame lut gestiftet darinnen du wahren Leib u und traͤnckest, uns mit dir zur rung zur Verg rer Suͤnde, zur Fleisches, und Darum bitteick liger naden? mein Hertz, N durch deinen he reiten, erleucht heiligen, auf d wuͤrdige Saera ligen Leibes Mund und Her seliglich empfah ren Verdienster deines unschule dens und Ste werde, auch sei rem Glauben b Seufzer erhalt wollest du mir, Communion⸗Sebete. 31 ich em. un dieser schnoͤen Welt so hoch aus Gnaden durch Kraft des heit ution. hdem du inden ver⸗ angenom⸗ emuͤthig, jes Hertz, en gewii meinen hr zu er⸗ ind heilis hun nach Gib mir n Fleisch, und Be⸗ Suͤnden igkeit le⸗ an dem sus Chris d täglich vendigen meinen erechtig— n. Mache uguten le Wahr⸗ wahren selben in gnaͤdig nwuͤrdig lchen du ket hast, r Guͤte, niessung deinen zeitlich n ö npfa⸗/ gen 94 emuͤthi⸗ „Christe u Heili⸗ Gott, her Lie⸗ ch wor⸗ zu gute, in —— deine Herrschaft geaͤussert, und Knechtes Gestalt an dich genom⸗ men, du hast dich geaͤussert deiner goͤttlichen Herrlichkeit, und bist aufs all raͤusserste verschmahet worden: Du hast dich geaͤussert deines ewigen Reichthums, und bist o arm worden, daß du auch nicht so viel gehabet da du dein Haupt haͤttest legen koͤnnen. Summa du bist um unsert wil⸗ len verschmähet, gehoͤnet, ver— syeyet, ja der Allerverachteste auf Erden worden, und endlich dei⸗ nen Leib fuͤr uns stinckende Suͤn⸗ der, die wir von Natur deine Feinde waren, am Stamm des Creutzes aufgeozfert, und dein unschuldiges Blut fuͤr unsere Sünde vergossen, und hast zum unsterblichen Gedaͤchtniß solcher deiner Goͤttlicheu Wohlthaten das hochwuͤrdige Saerament des neuen Testaments in deinem lut gestiftet und verordnet, darinnen du uns mit deinem wahren Leib und Blut speisest und traͤnckest, und vereinigest uns mit dir zur gewissen Versiche⸗ rung zur Vergebung aller unse⸗ rer Sünde, zur Auferstehung des Fleisches, und ewigen Lebens: Darum bitteich dich, o du haldse⸗ liger naden ⸗Koͤnig, du wollest mein Hertz, Mund und Zunge, durch deinen heiligen Geist zube⸗ reiten, erleuchten, reinigen und heiligen, auf daß ich das hoch⸗ wuͤrdige Saerament deines hei⸗ ligen Leibes und Blutes mit Mund und Hertz wuͤrdiglich und seliglich empfahe, und des theu⸗ ren Verdienstes und Wuͤrckung deines unschuldigen bittern Lei⸗ dens und Sterbens theilhaftig werde, auch seine Frucht in wah⸗ rem Glauben bis an den letzten Seufßzer erhalte. Solches alles wollest du mir/ o Chrisie JEsu/ — ligen Geistes verleihen, um dei⸗ nes Nahnꝛes Ehre, und meiner Seelen Heil und Seligkeit wil⸗ len, Amen Seufzer so du hin⸗ zu gehest. Herr JEsu Christe! laß mich 2 deines heiltgen Abendmahls auch zu diesen mahle würdiglich geniessen, zu Staͤrckung meines Glaubens, zur Besserung meines Lebens, und Versicherung der ewigen Seligkeit, Aĩmen. Err JEsu dein heiliger Leib speise mich, dein theures Blut traͤncke mich, dein bitter Leiden und Sterben staͤrcke mich, in deine heilige Wunden verber⸗ ge mich; Laß mich nimmermehr von dir geschieden werden; von dem boͤsen Feinde errette mich: auf daß ich dich mit allen Auser⸗ waͤhlten lobe und preise ewiglich, Amen. ů Oancksagung nach den H. Abendmahl. A* du hertzallerliebster, hold⸗ seligster, mildreicher,reund⸗ licher, suͤsser HErr JEsu, dir sag ich Danck von gantzem Hertzen, daß du mich mit dem Himmel⸗ Brod, der koͤstlichsten und theure⸗ sten Speise und Tranck deines heiligen Leibes und Blutes ge⸗ speiset und erquicket hast. Ach mein HErr JEsu, wie groß ist deine Güͤte, wie uͤberschwencklich ist deine Liebe, wie unermeßlich ist deine Barmhertzigkeit, so du mir und allen bußfertigen Suͤn⸗ dern erzeiget hast! Mit deinem Fleisch hast du mich gesaͤttiget, ist das nicht Guͤte? Mit deinem Blut hast du mich getraͤncket, und meine matte Seele erquicket, ist das nicht Liebe? mich armen Suͤnder hast du iu Gnaden ange⸗ 3 nom⸗ — ——9.————0 Communion/ Gebete.. nommen, ist das nicht Barmher⸗ 200 m Dafuͤr sey dir ewiges ob und Danck gesagt. Gib mein HErr IEsu, daß ich deiner gros⸗ sen Guͤte nimmermehr vergesse, deiner uͤberschwenglichen Liebe immer danckbar verbleiben, dei⸗ ner unermeßlichen Barmhertzig⸗ keit, und deines heiligen Todes stetiglich gedencke, dein heiliger Leib und Blut, heilige benedeye mein Leib und Seele, und behuͤte mich fuͤr allen Suͤnden. Ach mein D HeErr JEsu, du hast mich mit himmlischer Speise und Tranck versehen, hilf daß ich hinfort nicht mehr irdisch, sondern himmlisch gesinnet sey, und strebe nach dem was drohen ist, damit ich den Lauf meiner Wanderschaft also beschliesse, daß es gereiche dir samt dem Vater und dem Heiligen Geist, zu immerwaͤhrenden Lob, Ehr und Preis, und zu meiner Seelen Heil und Seligkeit, sol⸗ ches bitte ich dich um deines hei⸗ ligen Nahmens willen, Amen. Eine andere Danck⸗ —8 sagung. Allmachtizer Heiland! groß sind deine Wunder, und dei⸗ ne Gedancken, die du an uns be⸗ weisest, dir ist nichts gleich, ich wil sie gerkündigen, und davon sagen wiewol sie nicht zu zaͤhlen sind: Denn du hast dich erniedri⸗ get, mich zu erhoͤhen, du hast Menschliche Natur an dich ge⸗ nommen, damit ich der goͤttli⸗ chen mochte theilhaftig werden. Du hast dich gefangen nehmen und binden lassen, damit ich von den Stricken des Satans und Banden der Suͤnden los wuͤrde. Du hast bezahlet, was du nicht ge⸗ raubet, mich von aller Schuld zu Ounde n Du bist um meiner nde willen gestorben, und um meiner Gerechtigkeit willen uß erwecket. Wie kan ich dir verhe ten alle deine Treue, die du mix erwiesen hast? Wer kan die Bus⸗ te und die Laͤnge, die Tiese und die Hoͤhe deiner Liebe begreissem: Du hast es aber bieran nicht la sen genung seyn, sondern hal mich uͤber das noch zu einem un vergaͤnglichen Leben wiedergen bohren. Du hast mich durch dein Blut gereiniget von aller Suͤnde. Mit⸗Erben des Higimelreichs ge⸗ macht. Du hast dich mit mir very einiget, und vermoͤge der Veres⸗ nigung alle erworbene Schaͤhze mitgetheilet. Du hast mich ange. zogen mit den Kleidern des Heils, und mit dem Rock der Herechtigkeit bekleidet. Und da⸗ mit du nichts fuͤr dich behalten moͤgest, so hast du mir gegeben beinen Leib und Blut, zu mehren rer Versicherung deiner Guade und meiner geistlichen Erloͤsung. Darum freuet sich mein Herß, und meine Seele ist froͤhlich: Denn was haͤtte ich wohl bessers begehren, und was haͤttest du mir heilsamers geben koͤmmen, als daß du mich mit deinem Leibe gespeiset, und mit deinem Blut geträncket hast, uͤber aller Men schen Vernunft gantz wunderba/ rer weise. Nun erfahre ich in der That, daß dein Fleisch sey die rechte Speise, und dein Blut soy der rechte Tranck. Denn wie i von dem suͤndlichen Fleische des Adams habe den Tod: So habe ich von deinem allerheiligsten Fleische das Leben. Dadurch wird meine Seele dermassen er guicket, daß ich mit Recht sagen kan: Sey nun wieder zufrieden, meine Seele! denn der HErr thut dir Gutes. Dadurch' finde ich mich nach dem inwendigen Menschen so gesaͤrcket, daß ich in ö ö Anse⸗ mein Heil,f füͤrchten, de Seele so viel uhast mich zum Erben und 0 Ansehung Feinde une Der HErr bens Kraft rauen? daß ich billi deine Güte, denen, die di est denen, dich trauen. HErrn me Geist freue Heilandes. Dinge an maͤchtig ist, lig ist. De denn er ist Guͤte waͤhre HErrn mei Gebet und Ve x un in wil ic land, und Fleisch zul Willen zub in eines N stehet, wie Gang richt bringen. nem Heili, Guͤte und; huten. L du durch lebest un mich taͤgl ich ohne muth und bergehe, mir imm bar werd neue Kra Wig u it willen g ich dir veigas⸗ e, die du nt „an die Buß, die Tiefe und be begreißfen ran nicht laf sondern haß zu einem un en wiedergen ich durch dein aller Suͤnde. Erben und melreichs ge⸗ hmit mir ver⸗ e der Verei⸗ bene Schaͤgze ö ast mieh ange Nleidern des m Nock der det. Und da, dich behalten mir gegeben ut, zu mehre⸗ elner Guade en Erloͤsung. mein Hertz, ist froͤhlich: wohl besfers 6 haͤttest du ben koͤnnen, deinem Leibe deinem Blut raller Men⸗ tz wunderha⸗ hre ich in der isch sey die ein Blut sey Oenu wie ich Fleische des d: So habe llerheiligsten Dadurch ermassen er⸗ Recht sagen r zufrieden, der HErr urch finde inwendigen „daß ich in Ause⸗ Communion: Sebere. 23 Ansehung memer geistlichen muͤde werde. Welt immer mehr und mehr ver⸗ Feinde unerschrocken sagen kan: Der HErr ist mein Licht und mein Heil, fuͤr wem sollt ich mich fuͤrchten, der HErr st meines Le⸗ beus Kraft, fuͤr wem sollte mir grauen? Dadurch ist meiner Eeele so viel Gutes wiedersahren, daß ich billig sage: Wie groß ist deine Güte, die du verborgen hast denen, die dich furchten, und erzei⸗ gest denen, die vor den Leuten auf dich trauen. Darum erhebe den HErrn meine Seele, und mein Geist freue sich GOttes meines Heilandes. Denn er hat grosse Oinge an mir gethan, der da maͤchtig ist, und des Nahme hei⸗ lig ist. Dancket dem HErrn, denn er ist freundlich, und seine Guͤte waͤhret ewiglich. Lobe den HErrn meine Seele! Gebet um Erhaltung und Vermehrung der Gnade. un in dieser deiner Kraft wil ich hingeben, mein Hei⸗ lan), und was noch uͤbrig im Fleisch zu leben ist, nach deinem Willer zubringen. Weil es aber in eines Menschen Kraft nicht stehet, wie er wandele und seinen Gang richte, so gib mir das Boll⸗ bringen. Regiere mich mit dei— nem Heiligen Geist. Laß deine Güͤte und Treue mich allewege be⸗ huͤten. Laß mich empfinden, daß du durch den Glauben in mir lebest, und durch die Hofnung mich taͤglich staͤrckest. Gib, daß ich ohne Heucheleß in Sanft⸗ muth und Demuth bestaͤndig ein⸗ bergehe, damit dein Leben an mir immer mehr und mehr offen⸗ bar werde. Gib mir alle Tage neue Kraft, daß ich wandele den Weg meines Berufs, und nicht Gib daß ich die schmaͤhe, uiich selber verlaͤugne, mein Creutz auf mich nehme, und dir bestaͤndig nachfolge. Gib Muth und Staͤrcke, zu widerste⸗ hen meinen geistlichen Feinden, zu toͤdten in mir die Wercke bes Teufels, und zu untertreten der Welt Augen⸗Lust, Fleisches ⸗Lust und hoffaͤrtiges Wesen. Laß mei⸗ ne Seele zunehmen an geistlichen und übernaͤtuͤrlichen Kraͤften. Laß mich reich seyn an den innern Kraͤften des Geistes. Laß mich zu⸗ nehmen am Glauben und an der Liebe. Laß mich wachsen zu ei— nem unbefleckten Leihe. Laß mich wachsen in allen Stücken an dir, meinem Haupte, bis ich gelange an das Maaß deines vollkomme⸗ nen Alters. Laß mich im Glauben bringen Tugend, in der Tugen Bescheidenheit, in der Besche denheit Mäßigkeit, in der Maͤs⸗ sigkeit Geduld, in der Geduld Gottseligkeit, in der Gotteelig⸗ keit Bruͤderliche Liebe, und in der Bruͤderlichen Liebe gemeine Liebe. Vollfuͤhre das gute Werck, welches du in mir angefangen hast. Bleibe in mir, und laß mich in dir bleiben. Denn wenn ich nurdich habe, so habe ich alles. Laß niich in deiner Liebe und in deinem Erkaͤntniß zunehmen. Laß mich bleiben im Glauben und in der Heiligung. Gib, daß ich am Eude meines Lebens mit freudigen Gewissen sagen kan: Ich habe einen guten Kampf ge⸗ Fämpfet, ich habe den Lauf vol⸗ lendet, hinsort ist mir beygeleget die Krone der Gerechtigkeit. Und zu dem Ende ruͤste mich aus mit Kraft aus der Hoͤhe, daß ich hier ritterlich streite und siege, damit ich dort in der triumiphirenden Kirche mit allen Eugeln und Auserwaͤhllen singen moͤge: Lob 4 und — 24 Birchen⸗Gebete. und Preis und Danck und Weis⸗ heit und Staͤrcke sey unserm GOtt von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Um die geistliche Ver⸗ maͤhlung mit Thristo. Anendliche Liebe in Christo IE⸗ *su, du Brunn aller Süßig⸗ keit, dich suche und ruffe ich itzt und allezeit an in dem Verlau⸗ gen meiner Seele. Komme mir doch entgegen mit deiner erqui⸗ ckenden Freundlichkeit, daß ich zu dir eilen moͤge. Ich kan dich ja nicht lieben noch aüfnehmen oh⸗ ne deine Gnade, die mich zu einem neuen Leben erwecken muß. Ach laß dein Reich in mir offenbar werden, mit Gerechtigkeit im Glauben, mit Friede und Freude in deiner Liebe. Uebe du mich in taͤglicher Busse, darinn ich mein wenden moͤge, so oft es durch y weichen sich verirret haͤtte, Amen. Um neuen Gehorsam. O Gott, ich habe dir zugesh hilf du es in mir vollenden, giz bringen! Gib mir deinen Heill gen eist, der mich meiner Zusn ge taͤglich erinnere, und zum gott seligen Leben antreibe! Laß in mir absterben alle Suͤnden⸗Lus, alle üppige Liebe und verkehrte Gedancken; und hilf, daß ich mein Lebenlang on deiner Hulde mich ergoͤtze, an deiner Liebe mich saͤt⸗ tige, an deiner Treu mich halte, nach deinem Wort mich richte, durch deine Gnade Christlich lebe, geduldig leide und auf JEsu Chri⸗ Hertz immer von neuen zu dir sti theures Verdienst selig sterben, und froͤhlich im Himmel einge— hen moͤge, Amen! III Kirchen 30 Welche an denen So nach der Wie auch bey denen Wochen⸗Predigten, in denen 2 Gebete, ö un⸗ und Fest⸗Tagen Predigt, Bet⸗Stunden und Buß⸗Lagen vorzusprechen verordnet sind. Allgemeine Beichte und Absolution samt dem Binde⸗Schlussel. allmaͤchtiger GOtt, barmhertziger Vater, ich armer elender suͤn⸗ / diger Mensch, bekenne dir alle meine Suͤnde und Misse⸗ that, damit ich bich jemals erzuͤr⸗ net, und die Strafe zeitlich und ewig wol verdienet habe. Sie sind mir aber alle von Hertzen leid, und reuen mich sehr, und bit⸗ te durch deine grundlose Barmher⸗ tzigkeit, und durch das heilige un⸗ schuldige bittere Leiden und Ster⸗ ben deines lieben Sohnes JEsu Christi, du wollest mir armen sundhaften Menschen gnaͤdig und rung des Lebens, des Heiligen diglich verleihen, Amen. (Sierauf spricht der ordi— nirte Prediger. A solch euer Bekaͤnntniß ver⸗ kuͤndige ich euch allen, die— eure get froͤmmer zu werden mir das Wollen und das Voll 4 zure Suͤnden JEsum Chr den guten 2 Beystand CE Geistes, euer hin zu bessern als ein beruff Diener des Gottes, u statt und HeErrn IJEf Sünden, in des Vaters, Heiligen Ge Den Unbu ligen Veraͤck gen ader ver Geist, daß zunt Gericht ten seyn, wi Busse thun, nen hiemit A an, zum Zeu gebe aber ih serung, Ame Das ers Rird llmaͤchtit ů barmhe su Christo, Heryen, das zeitlichen Lel erhalten, un lium von de dem ewigen! bereiten laf eben noch jet im Frieden barmhertzig seun, auch zur Besses⸗ hen a Wir bitte Geistes kraͤstigen Beystand milt de haben anl siehe uns fe vergieh uns Uebertretun im Geist ur wir dir dien Gerechtigke ‚ Kirchen⸗ Sebete. 28 e durch W/ ö hatte, Amen. ehorsam. he dir zugesy zu werden ollenden, gih id das Voll deinen Heill meiner Zuss ind zum gott ibe! Laß in Sünden⸗Lus, ud verkehrte daß ich mein Hulde mich ebe mich saͤl⸗ mich halte, mich richte, hristlich lebe, IEsu Chri— selig sterben, minel einge— Tagen in denen rechen se Barmher⸗ heilige un- uund Ster⸗ ohnes JEsu mir armen gnaͤdig und h zur Besseß es Heiligen ystand mil n. ö der ordi⸗ .J½ ö aͤnntniß ver⸗ allen, die ihr eure ö ö eure Suͤnden hertzlich bereuet, an JEsum Christum glaͤubet, und den guten Vorsatz habet, durch Beystand GOttes des Heiligen Geistes, euer suͤndlich Leben fort⸗ hin zu bessern Kraft meines Amts, als ein beruffener und verordueter Diener des Worts, die Gnade Gottes, und vergebe euch an statt und aus Befehl meines HeErrn IEsu Christi, alle eure SGuͤnden, im Nahmen Gottes des Vaters, des Sohnes, und des Heiligen Geistes, Amen. Den unbußfertigen, muthwil⸗ ligen Veraͤchtern und Unglaubi⸗ gen aber verkuͤndiget der Heilige Geist, daß ihnen ihre Suͤnden zum Gericht gebunden und behal⸗ ten seyn, wo sie nicht ernstliche Busse thun, und dasselbe zeige ih⸗ nen hiemit Amts halber oͤffentlich an, zum Zeugniß uͤber sie, GOtt gebe aber ihnen Gnade zur Bes— serung, Amen. Das erste allgemeine Rirchen⸗Gebet. Alneuchtiae, ewiger GOTT! barmhertziger Vater in IE⸗ su Christo, wir dancken dir von Heryen, daß du uns in diesem zeitlichen Leben bisher gnaͤdiglich erhalten, und durch dein Evange⸗ lium von deinem Sohne, auch zu dem ewigen Leben berufen und zu⸗ bereiten laͤssest; wie wir denn eben noch jetzo dein heiliges Wort im Frieden und Ruhe zu dem En⸗ de hahen anhoͤren koͤnnen. Wir bitten dich demuͤthiglich, siehe uns ferner in Guaden an, vergieb uns unsere Suͤnden und Uebertretungen, und erneure uns im Geist unseres Gemuͤths, daß wir dir dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefaͤllig ist. du Gott aller Wahrheit und alles Trostes! bewah⸗ re uns vor dem abscheulichen Joche des Aberglaubens und vor derTrostlosigteit des Unglaubens. Erhalte unter uns mit aller Ge⸗ wissens⸗Freyheit die Predigt dei⸗ nes unverfälschten Worts, samt dem reinen Gebrauch deiner hei— ligen Saeramenten, und gieb er⸗ leuchtete treue Hirten und Leh⸗ rer, welche die Wahrheit und den Frieden liehen, uns und unseren Nachkommen. Steure und wehre maͤchtiglich allen oͤffentlichen und heimlichen Verfuͤhrungen und Verleitungen von dem wahren Glauben und der Kraft der Gottseligkeit; damit also dein Nahme einmuͤthiglich, wie in der gantzen Christenheit, also auch in diesen unseren Lan⸗ den geheiliget, 3418 Reich vermeh⸗ ret, und des Sakans Reich mehr und mehr gestoͤhret werde. Nimm dich allenthalben gnaͤ— diglich deiner Kirchen an, sonder— lich Ler gedruckten und verfolg⸗ ten, und schaffe ihr Pfleger und Saͤugammen an allen Herrschaf⸗ ten und Regenten. Tuͤrnemlich aber, laß deine Gna⸗ de und Barmhertzigkeit groß werden uͤber Unsern allertheuer⸗ sten Koͤnig und die Koͤnigin, sei⸗ ne Gemahlin; uͤber den Printzen und die Priutzeßin von Preussen und Derselben Printzen und Prin⸗ tzoßin; uͤber die zwey andern Koͤ⸗ niglichen Printzen und Derselben Gemahlinnen; uͤber die Koͤnig⸗ liche Printzeßin; uͤber die Marg⸗ grafen und Marggraͤfinnen und Derselben Kinder; uͤber das saͤmt⸗ liche Koͤnigliche Haus und alle Anverwandten. Setze Sie bey gesunden und. langen Leben zum bestaͤndigen Segen und Christlichem Fuͤrbilde b. fuͤr und für. 5 —2 Odu liebreicher Gott! laß dir doch absonderlich besohlen seyn die beyden jungen Printzen von Preussen; erhalte und bowahre Sie in guter Gesundheit; segne ihre Erziehung und laß Sie zuneh⸗ men, wie am Wachsthum und Alter, also auch an Weisheit und Gnade bey dir und den Menschen. Du machst ja alles weislich und wohl, nach deinen heiligen Wil— len, zu unseren zeitlichen und ewi⸗ — Besten; darum haben wir hiebey diese kindliche Zuversicht, du werdest deinen gnaͤdigen und väterlichen Willen an ihnen voll— fuͤhren, wie du weißt, daß es ih⸗ 30 16. uns allen nuͤtzlich und se⸗ 9 ist. Du dem Ende nim auch in dei⸗ nen vaͤterlichen Schutz alle hohe und niedere Officirer und Solda⸗ ten. Erfuͤlle sie alle mit einem tapferen nnerschrockenen Muthe und mit einem starcken Vertrau⸗ en auf deinen allmaͤchtigen Schutz und Huͤlse! Bewahre sie auf ih⸗ ren Wegen und Stegen, regiere ihre Hertzen jederzeit, daß sie ih⸗ rem geleisteten Eyde fleißig und gehorsamlich nachleben; behüte ie fuͤr Kranckheiten und anstecken⸗ den Seuchen, auch allen andern Uebel; laß sie deine vaͤterliche Liebe und Fuͤrsorge dergestalt er⸗ Kirche und des Vaterlandes, ie auch zu ihrer zeitlichen und eß gen Wohlfahrt. Wir befehlen dir auch AJale hohe und niedere Civil Bedienn, die sowol anderswo, als hier im sonderheit des Königs und dei Vaterlandes Bestes treulich su chen und befoͤrdern.[B] Lehre sie alle einmuͤthig dahin trachten, daß Recht und Gerech⸗ ligkeit gehandhabet, und hinge⸗ gen alles unrechee esen durch ihy ren Dienst getilget werde; stehe ihnen bey mit deiner vaͤterlichen Huͤlfe, daß der Sunden und Seuß zer des Landes weniger, und dein 9. unter uns vermehret wer— e. Segne, liebreicher GOtt, unz und alle Koönigliche Länder, die christliche Kinderzucht, alle ehrl⸗ che Handthierung und Nahrung zu Wasser und Lande. Hilf ein nem jeden in seiner Noth, und er⸗ barme dich aller, die irgend wo zu dir schreyen. Behalte uns in deiner Liebe, und laß uns alles in der Weit zum Besten dienen! ö Wende von uns und unsern Graͤutzen in Gnaden ab alle wohl⸗ verdiente Land⸗Plagen, feindli⸗ chen Einfall und Naͤuber⸗Hanusen, Hunger und theure Zeiteu, Feuer⸗ kennen, daß Hre Dienste gerrichen zn deiner Ehre, zum Schutz der! und Wassers⸗Noth, Pestilentz und andere Geuchen an Menschen oder wo ein Roͤnigl. Statthalter geordnet kan eingeruͤcket wer⸗ den: Den Boͤsuglichen errn B In denen Staͤdten wird b Hoch⸗Loder Wohl⸗] weise te dieser Stadr. Wo Boͤnigl. Zaupt/ Leure gesetzet sind: Imgleichen den Roͤni Herrn Hauptmann alhier samt deseld Güt wo Zehns⸗ und Gorichts⸗ erren sind: sige hnen und Gerichto/ errschast, sannt allen ihren An gehoͤri Vjeh, ö Sratthalter und alle ꝛc. eygefuͤger: wie auch einer n Rath und geordnete Gerich⸗ en Familie. Dabeneben unsere hie KXirchen⸗Sebete. ů . He Vieh, und sern Suͤnde Gib gedeylich wohl gerathe den! Sey ei schen, sonde higen! Oul heili uns für Suͤ und stehe une ten Geist, de Uebertretun schertzen, un sen uns zuzi Wir erker du uns nach jetzd damit'er nicht ist uns dich dazu be suͤndige und dir, sondern lose Barmh selbigen wal deiner Gna Hertzen aue Naͤchsten ur leiden geget daß wir nie auch unsern thun, damit deine Kinde Bewahre schnellen T mehr und m und Gnade; Fuͤrnemt des Stund dem kraͤftig Geistes; T sechtungen, Glauben an daß wir uͤb cken des To Gnade, dal Frieden, ru deinen Sch Kraͤsft, und d ge Hofnune um deines l JeEsu Christ n wie hen und ewiz iuch We vil⸗ Bedient, „als hier in igs und dei treulich su .0B nüthig dahin und Gerech⸗ und hinge⸗ esen durch iyy werde; stehe väterlichen n und Seuf⸗ er, und dein mehret wer— Gott, uns Länder, die t, alle ehrliß⸗ d Nahrung e. Hilf ei oth, Und er⸗ gemd wo zu Ite uns in uns alles in ö 303 * dienen! ö und unsern b alle wohl⸗ en, feindli⸗ her⸗Hanfen, iteu, Feuer estilentz und mles oder Vieh, ö ruͤcket wer⸗ le NA. zuch ein neu ete Gerich⸗ en Roͤnigl. lie. unsere hie⸗ Kirchen⸗Gedete. 27 Vieh, und was wir sonst nait un⸗ sern Penlich verdienet haben. Gib gedey liches Sewitter, und laß wohl gerathen die Fruͤchte der Er⸗ den! Sey ein Heiland aller Men⸗ schen, sonderlich deiner Glaͤu⸗ igen! 95 0 heiliger GOtt! bewahre uns für Suͤnden und Schanden, und stehe uns bey mit deinem gu⸗ ten Geist, damit wir nicht durch Uebertretungen deinen Segen ver⸗ schertzen, und deine gerechte eStra⸗ sen uns zuziehen. Wir erkennen, v HErr! war du uns nach deiner Latgmuth bis jetzo damit verschonet hast, daß es nicht ist unsere Gerechtigkeit, die dich dazu beweget, denn wir sind sündige und unnütze Knechte für dir, sondern allein deine grund⸗ lose Barmhertzigkeit; Nach der⸗ selbigen walte ferner uͤ 2 uns mit deiner Gnabe, und leucke unsere Hertzen auch zur Liebe gen den Naͤchsten und zum thaͤtigen Mit⸗ leiden gegen alle Nothleidende, daß wir nie vergossen jedermann, auch unsern Feinden Gutes z1 thun, damit wir erweisen, daß wir deine Kinder sind. Bewahre uns fuͤr einen boͤsen schnellen Tod, und bereite uns mehr und mehr durch deinen Geist und Gnade zu einem seligen Ende. Fürnemlich in der letzten To⸗ des Stunde unterstutze uns mit dennkraͤftigen Troͤstungen deines Geistes; Treib von uns alle An⸗ fechtungen, und vermehrd uns den Glauben an deinen Sohn JEsum, daß wir uͤberwinden alle Schre⸗ cken des Todes, sterben in deiner Gnade, dahin sahren in deinem Frieden, ruhen im Grabe unter deinen Schutz, auferstehen durch Kraͤst, und darauf ererben die seli⸗ ge Hofnung, das ewige Leben; r um deines lieben Sohnes willen, ihren An- JEsu Christi unseres HErrn, wel⸗ chan famt dir und dem Heiligen Geiste sey Lob und Preis, Ehre und Herrlichkei, jetzt und immer; dar! 8 Das andere Gebet bey denen Wochen⸗ Predigten vorzusprechen. Umaͤchtiger, ewiger Gott! barmihertziger Vater in Sel su Chrristo ꝛc. siehe dus 17 Rir⸗ chen⸗Gebet pag. 24. 41 bis mpag. 26. Lehre sie alle einmuͤthiclich da⸗ hin trachten, daß derer Suͤnden und Seußzer des Landes weni⸗ ger, und hingegen dein Segen unter uus vermehret werde. Zeuch insonderheit 210 ben gus mit Seiner Koͤnigl. Ma⸗ ze Ht Armeen und Tr ouppen, und verleihe ihnen Gluͤck und Sieg, damit ein allgemeiner bestandi⸗ ger Friede erhalten werde. ö Segne liebreicher Gott! uns und alle Königliche Laͤnder, die Christliche Kinderzucht, alle ehr⸗ liche Handthierung und Nah⸗ auch einem jeden in seiner Noth, dir schreyen: 90 wohl unsern Wohlthätern, verzeihe unsern Widerwaͤrtigen, behalte uns in in der Welt zum Besten dienen. Wende von uns in Gnaden ab alle wohloerdiente Land⸗Plagen und Strafen; Dagegen gib ge⸗ dehliches gesündes Gewitter, und laß wohl gerathen die Früchte der ri. Sey ein Heiland aller Meuschen, sonderlich deiner 61 daubigen! Bewahre uns suͤr ei⸗ te uns mehr und mehr zu einem seligen Ende, und bringe uns endlich SSEEEERSEeee rung zu Wasser und Lande: Hilf und erbarme dich allr, die wo zu deiner Liehe, und laß uns alles nem boͤsen schnellen Tode; berei⸗ ccid ———————————.— ——FIFFIFIFIII——i‚‚‚:‚.‚ —— „ 28 endlich allesamt in dein ewiges Himmelreich; durch unfern Errn JEsum Christum; Wel⸗ chem samt dir uud dem Heiligen Geiste sey kob und Preis und Eh⸗ re und Herrlichkeit, itzt und im⸗ merdar, Amen! Das dritte Gebet, so in denen Ber⸗Stunden und Buß⸗Tagen vorzuspre⸗ chen. Err, HErr GOtt! barmher⸗ tzig, und gnaͤdig, geduldig, Kirchen⸗Gebete. fleischlicher Sicherheit, Ruchso, sigkeit, Ueppigkeit, mancherley Ei— telkeit, und vielen andern grohen und schweren Suͤnden, welche viel und oft deinen Zorn gereitzet, doß wir leicht darum geworden oc⸗ ren wie Sodom und Gomorrha. Nun, wir bitten um Gnade! vergib uns um Christi willen alle uusere Missethaten, und werde doch uͤber uns des Erbarmens nicht müde. Schoͤne ferner unser mit deinem harten Strafen; und wo du uns wilst zuͤchtigen, so thue es mit Massen, daß du uns —:? nachten, daß ligkeit gehan gen alles un. ihren Dienst g he ihnen bey chen Huͤlfe, und Seufzer und dein Se mehret werde O du 6 ten! zeuch a des Koͤnigs2 pen, verleihe Sieg, damit meiner Fried und von grosser Güte und Treue, nicht aufreibest. verde. der du Gnade beweisest bis ins Insonderheit wollest du unz Laß dir ar tausende Glied, und vergiebest Missethat, Uebertretung und Sünde, und für welchem nie⸗ mand in der Welt unschuldig ist; unserer Kinder und Kindes⸗Kin⸗ Dil hast keinen Gefallen auch amder! Entzeuch uns auch nicht den Tode des Gottlosen; sondern wilst rechten Gebrauch derer heiligen vielmehr, daß er sich bekehre und lebe: Und darum liegen auch wir hier fuͤr dir mit unserm Gebe— te, nieht auf unsere Gerechtigkeit: denn sie ist wie ein beflecktes Kleid; sondern auf deine grosse Güte, Gnade und Barmhertzig⸗ keit die hat nimmer ein Ende. dein Wort nicht enthalten, noch es je lassen weichen von unserm Mende, noch von dem Munde alle hohe un in denen Koͤn sonderheit di— ter uns gest sowol die Leh 427˙— deinen Seger Saeramenten, damit dein Wort pfinden, zur allezeit sey unserer Fuͤsse Leuchte, cher Wissense und uuser aller Hertzens⸗Trost in welche zur allem unsern Elende. Ehren, auch Erwecke noch ferner treue Hir⸗ ‚ gemeinen 2 ten und Lohrer nach deinem Her⸗ fahrt und N tzen, die Wahrheit und Frieden nen. lieben, die nicht suchen das Ihre, Segne all empfangen und gebohren wor— Wir bekennen demuthiglich, daß wir nicht allein in Sünden den; sondern daß wir auch taͤg⸗ lich, in Gedaucken, Geberden, Worten und Wercken, deine hei⸗ lige Gebote mannigfaltig uͤber⸗ treten haben, daß, wenn du mit uns handeln wolltest nach unserm Verdienst, muͤsten wir versoͤhren gehen; Aber deine Barmhertzig⸗ keit die ist viel zu hruͤnstig, und hat noch kein Ende; ia deine Guͤte und Lreu ist bey uns alle Morgen neu. HErr! wir müssen uns scha⸗ sondern was JEsuChristi ist. Da⸗ Arbeit ihres ein jeglicher Friede wohne gegen steure und wehre allen reist senden Woͤlfen und Miethlin⸗ gen. Erleuchte auch, o HErr! und regiere mit dem Geiste der Weis⸗ heit, der Wahrheit der Gerech⸗ tigkeit und des Friedens, alle weltliche Obrigkeit. Absonderlich laß dir, o GOtt! in deinen Schutz und Gnade be⸗ sohlen seyn Ihro Roͤmische Kay⸗ serliche Majestaͤt, auch alle Koͤni⸗ ge, Chur⸗Fuͤrsten, Fuͤrsten und Staͤnde des Roͤmischen Reichs. Fuͤrnemlich aber laß ꝛc. Siehe Vaͤter und Christlichen leihe deinen Fruͤchten der nen Dienstba uns und unse was wir von fuͤr allem Un behuͤten. Wende au von uns ab Land⸗Plagen, und Raͤuber⸗ Gewitter, Zeit, Pestile Seuchen, Fei men, daß wir deine Gnade oft im ersten Kirchen⸗Gebet p. 25. bis auf Muthwillen gezogen, und sie vielfältis gemißbrauchet zu! Lehre sie alle einmuͤthig—. * tach⸗ Virchen⸗ Gebete. ö 20 heit, Ruchlo⸗ ancherley Ei— n/ welche viel gereitzet, diß „worden war Gomorrha. um Guade! ti willen alle Erbarmens und werde ferner unser n. Strafen; zuͤchtigen, so daß du uns lest du unz halten, noch von unserm dein Munde Lindes⸗Kin⸗ ich nicht den rer heiligen dein Wort sse Leuchte, no⸗Trost in treue Hir⸗ einem Her⸗ ud Frieden — ndas Ihre, isti ist. Da⸗ e allen reis/⸗ Miethlin⸗ Err! und eder Weis⸗ er Gerech—⸗ dens, alle „ o Gott! Gnade be⸗ ische Kay⸗ walle Koͤni⸗ Friede wohne. rsten und Land⸗Plagen, feindlichen Einfall, und Raͤuber⸗Haufen, schaͤdliches t p. 25. bis Reichs. ꝛe. Siehe 5 thig dahin tia ö nachten, daß Recht und Gerech⸗ gkeit gehandhabet und hinge⸗ udern groben ge en alles unrechte Wesen durch ihren Dienst getilget werde: Ste⸗ he ihnen bey mit deiner vaͤterli⸗ chen Huͤlfe, daß derer Suͤnden und Seufzer des Landes weniger, und dein Segen unter uns ver⸗ mehret werde. O du Gott derer Heerschaa⸗ ten! zeuch allenthalben aus mit des Königs Armeen und Troup⸗ pen, verleihe ihnen Gluͤck und Sieg, damit ein redlicher allge⸗ meiner Friede bestaͤndig erhalten werde. Laß dir auch empfohlen seyn alle hohe und niedrige Schulen in denen Koͤniglichen Laͤndern, in⸗ sonderheit dießenigen, welche un⸗ ter uns gestiftet sind: Gib, daß sowol die Lehrende als Lernende deinen Segen und Beystand em⸗ pfinden, zur Befoͤrderung nuͤtzli⸗ cher Wissenschaften und Kuͤnste, welche zur Nusbreitung deiner Ehren, auch deiner Kirchen und gemeinen Vaterlandes Wohl⸗ fahrt und Nutzen gedeyhen koͤn⸗ nen. Segne alle Christliche Haus⸗ Vaͤter und Haus⸗Muͤtter in der Arbeit ihres Berufs, daß hinfort ein jeglicher in seiner Huͤtten im Gib Gnade zu der Christlichen Kinder⸗Zucht: Ver— leihe deinen Segen zu denen Fruͤchten der Erden: Befiehl dei— nen Dienstbaren Geistern, daß sie uns und unsere Kinder, und alles, was wir von deiner Hand haben, fuͤr allem Ungluͤck beschuͤtzen und behuͤten. Wende auch ferner gnaͤdiglich von uns ab alle wol verdiente Gewitter, Hunger und theure Zeit, Pestilentz und ansteckende Seuchen, Feuers⸗ und Wassers⸗ roth, und was wir sonst mit un⸗ sern Suͤnden verdienet haben. Sende auch Trost und Huͤlse allen andern angesochtenen Her⸗ tzen; Erhoͤre die Seußzer derer unschuldig Vertriebenen; errette die Bedraͤngten und Verfolgten; erleuchte und bekehre die Irren⸗ den; ernaͤhre und versorge die Ar⸗ men und Duͤrftigen; sey ein Va⸗ ter und Richter derer verlassenen Wittwen und Waͤysen; behüͤte die Schwangern und Saͤllgenden; staͤrcke und erquicke die Schwa⸗ chen und Krancken; geleite und bewahre die Reisenden. Lehre uns auch bedencken, daß wir Pil⸗ gramme und Fremdlinge hier auf Erden sind: Lehre uns beden⸗ cken, daß wir sterben muͤssen, auf daß wir klug werden. Behuͤte uns fuͤr einem boͤsen schnellen, sonder⸗ lich ur dem geistlichen und ewi⸗ gen Tode: Mache uns aber zu al⸗ ler Zeit und Stunde bereit, und erloͤse uns endlich durch ein sanf⸗ tes seliges Ende aus allem Elen⸗ de, und nim uns auf zu dir in dein himmlisches Reich. Erhoͤre uns, o Vater aller Barmhertzigkeit! Laß dies unser Gebat und Flehen fuͤr dich kom⸗ men in deine heilige Wohnung; laß es ein angenehmes Opfer seyn fuͤr deinem Angesichte, um deines eingebohrnen Sohnes JEsu Christi willen! indessen Nahmen wir dich um diese und andere Wohlthaten anrufen, wie er uns selbst gelehret, und zu beten befohlen hat: Vater Unser ꝛc. An denen hohen Fest⸗Tagen. 1. Am Christ⸗Feste. Eviger und allmaͤchtigerGott! wir dancken dir von gantzem Hertzen, daß du also die Welt ge⸗ liebet hast, und deinen eingebohr⸗ nen Allrgltiaen GOtt und himm⸗ **.. Rirchen⸗Sebete, nen Sohn gesandt, gebohren von einem Weibe, der reinen Jung⸗ frau Maria, daß wir die Kind⸗ schaft empfingen: Wir haben es sreylich nur allein zu dancken dei⸗ ner hertzlichen Barmhertzigkeit, daß uns also besucht hat der Auf⸗ gang aus der Hoͤhe, und derselhe dein Sohn, JEsus Christus, un⸗ er HErr, eben wie did Kinder und Blut an sich haben, essen gleichermassen auct theil⸗ haftig worden, damit er durch seinem Tode die Macht nehme dem, der des Tödes Gewalt hat⸗ te, das ist, dem Teusel, und erloͤ⸗ sete die, so durch Furcht des To⸗ dos im gantzen Leben Knechte seyn musten. Wir hitten dich hertzlich, ver— leih uns die Gnade, daß wir dir unser Lebenlang dafuͤr moͤgen danckbar seyn, und von Tag zu Tage mehr und mehr erkennen, wie uns dein Sohn IEfus von dir sey gemacht worden zur Weis⸗ heit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erloͤsung, daß wir alles fuͤr Schaden achten gegen der uͤber⸗ schwencklichen Erkaͤnntniß JEsn Christi. Gib, daß wir an ihn, un⸗ sern HErren und Heiland auf⸗ richtiglich glauben, uns ihm gantz und gar vertrauen und ergeben, ihme willig dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit, und durch ihn deine Kinder und seine Mit⸗Er⸗ ben seyn deiner ewigen Herrlich⸗ keit. Ehre sey dir also stets, o Gott in der Hoͤhe! und Friede auf Erden, und denen Menschen ein Wohlgefallen O du GOtt aller Wahrheit und alles Trostes ꝛc. ꝛe. siehe p. ag. 2. Am NMeuen⸗Jahrs⸗ Lage. lischer Vater! wir loben und mie für alle deine unzaͤhlshe gend auf an dem Leibe, wie ander Seelen, so reichlich erwiesen hast; also insonderheit, daß du das lehth vergangene Jahr uns so gnaͤdi lich erhalten, auch dein heiliges Wort, welches unsers Hertzens Trost in allen unsern Noͤthen it, so reichlich unter uns bisher wohn nen lassen. Vergib uns aus Gnaden, um deines lieben Sohnes Willen, alle unsere Sünden, damit wir im vergangenem Jahre, und auch sonsten jemals deinen Zorn gareiz mit diesem Neuen Jahre, und auch forthin unter uns alle Mor⸗ gen neu werden. Erneure uns al⸗ lesamt im Geist unsers Gemuͤths, den alten Menschen, und anzie⸗ hen den neuen Menschen, damit wir siets zunehmen in einem nei⸗ en Gehorsam, und denen Fußz staysen JEsu willig solgen und nachgehen, auch durch ihn dahin köoͤmmen, da man dir singt das neue Lied, in dem neuen Jerusa⸗ lem, da du alles neu machen wirst, droben in dem Himmel. O du GOtt aller Wahrheit und alles Trostes ꝛc. ꝛc. siehe p. 25. 3. Am so genannten Char⸗Sreytage. Hanee und gerechter GOtt! wie koͤnnen wir dir genugsam dancken fuͤr die unaussprechliche Gnade? da wir durch die Suͤnde alle Kinder des Zorns und auf ewig verlohren waren, auch uns selbst nicht rathen oder helfen konnten aus dem grossen Elendez daß du, heiliger GOtt! gleichwol eine Versoͤhnung fuͤr uns Suͤnder erfunden hast in deinem einge⸗ boͤhrnen Sohne, und denselben deisen deinen heiligen Nahmen, 5 uns dargestallet zum bestaͤndigen Gna⸗ tzet, und laß deine Guͤte und Treu ö daß wir mehr und mehr ablegen — Wohithaten die du uns von Ju cht verschen damit er un damit wir in Guaden Thr gebohrnen S denselben fuͤr ehen. Er h uUnser armes tragen in Unse blutigen Sch seiner groͤsse und Freude g sich lassen bir sethaͤter, dam entbunden u Er hat Sch Schande erlit Suͤnden halb werden dürf zum Tode ge urtheilet, dar würde getilget ben könten. gen Leib an geln, damit a unserer Sür thau. Er ist Holtze gar r worden, dami den die Geser Er hat in Ho Mein GOtt! um hast duen wir nimmer Endlich hat e fuͤr uns vergo Blut reinige Sünden und versoͤhnet im Sterben moͤck daß wir dur— selig werden. Laß dann, uns aile zusar nem lieben S deus und St dir Gnadé fin ter Sünden f de gedacht, un stes Kraft mi unzaͤhliche uns von Ju⸗ e/ wie an der rẽwiesen hast; du das laßt- 9 16 so gnadigt dein heiliges rs Hertzens Noͤthen ist, bisher wohn naden, um Willen, ale mit wir im „und auch Zorn gereiz ite und Treu Jahre, und us alle Mor⸗ jseure uns al⸗ 5 Gemuͤtho, jsehr ablegen Aund anzie chen, damit neinem neu— denen Fuß⸗ solgen und ihn dahin sinat das uen Jerusa⸗ eu machen immel. ahrheit und he p. 25. annten rge. ter BOtt! genugsam Psprechliche die Suͤnde 6und auf auch uns er helfen eh Elendez leichwol ns Sünder em einge⸗ henselben estaͤndigen Gna⸗ Rirchen⸗ Sebete. ö 21 Onaden⸗Throne: Ja, du hast ucht verschonet dieses deines ein⸗ gebohrgen Sohns: sondern hast denselben fuͤr uns alle dahin ge⸗ eben. Er hat an sich genommen unser armes Fleisch und Blut, damit er unsere Suͤnde moͤchte tragen in unserm Fleische. Er hat blutigen Schweiß geschwitzt in seiner groͤssesten Todes⸗Angst, damit wir in ihm Friede, Trost und Freude erlangten. Er hat sich lassen binden als einen Mis⸗ sethaͤter, damit wir von Süͤnden entbunden und frey wuͤrden. Er hat Schmach, Syott und Schande erlitten, daß wir unserer Suͤnden halber nie—2 Schanden werden dürften. Er ist drauf zum Tode gantz unschuldig ver⸗ urtheilet, damit unsere Schuld wuͤrde getilget, und wir fuͤr dir le⸗ ben könten. Er ließ seinen heili⸗ gen Leib an das Creutz anna⸗ geln, damit also die Handschrift unserer Suͤnden wuͤrde abge⸗ thau. Er ist an dem verfluchten Holtze gar zum Fluch fuͤr uns worden, damit wir moͤchten wer⸗ den die Gesegneten des HErrn. Er hat in Höllen⸗Anast geklagt: Mein Ott! Mein Gott! war⸗ um hast du mich verlassen! daß wir nimmer verlassen wuͤrden. Endlich hat er im Tode sein Blut für uns vergossen, damit uns sein Blut reinige von allen unsern Suͤnden und wir also mit dir versoͤhnet im Leben, Leiden und Sterben moͤchten versichert seyn, daß wir durch ihn ewig sollten selig werden. Laß dann, liebster Vater! auch uns aile zusammen in diesem dei⸗ nem lieben Sohne, um seines Lei⸗ deus und Sterbens willen, fuͤr dir Gnade finden, daß auch unso⸗ rer Süͤnden fuͤr dir nimmer wer⸗ de gedacht, und durch deines Gei⸗ stes Kraft mit ihm unser alter Mensch mehr und mehr geereutzi⸗ get, auch wir darauf in ihme und durch ihn hier heilig, und dort ewig leben moͤgen. Hilf, daß wir uns insonderheit in der Stunde unsers Todes seines Todes recht troͤsten, und alsdann voller Freu⸗ den von hinnen abscheiden mit seinen letzten Worten: Vater! in deine Haͤnde befehl ich itzt meit nen Geist: Denn du hast mich er⸗ loͤset durch deinen Sohn, du get treuer GOtt! ö O du GoOtt aller Wahrheit und alles Trostes ꝛc. ꝛc. siehe p. 2 4. Am Oster⸗Seste. Almächtiger⸗ ewiger und barmhertziger GSTE! du Vater unsers HErrn IEsu Chri⸗ sti! wir dancken dir bemurhiglich, daß du diesen deinen eingebohr— nen Sohn um unserer Sünde willen in den Tod dahin gegebe und um unserer Gerechtigke willen wieder auferwecket hast. Ja, gelobet seyst du hertzinnig⸗ ich, auch von uns dieses Orts, daß du nach deiner grossen Barm⸗ hertzigkeit uns hast wiedergeboh⸗ ren zu einer lebendigen Hofuung, durch die Auferstehung IJES Christi von denen Todten, zu ei⸗ nem unvergaͤnglichen, unbefleck⸗ ten und unverwelcklichen Erbe daß behalten wird im Himmel, uns, die wir aus GOttes Macht durch den Glauben bewahret werden zur Seligkeit! Denn da wir nun gewiß wissen, daß unser Erloͤser ewiglich lebet, glauben und vertrauen wir auch deiner Verheissung, daß unsere sterbliche Leiber wieder auferwecket, und Christi unsers HErrn und Heis landes gleichfoͤrmig werden EPir hitmn dich on de ir bitten dich von on, da wir in JEsu Chrifti Tod ga⸗ taufot, dem verklaͤrten herrlichen Leibe ————— — 8—— Rirchen? Gebete. 60 — taufet, auch mit ihm also begra⸗ uns durch deinen Geist stets regse⸗ ben sind, daß, gleich wie Christus ir suc auferwecket ist von den Todten, was droben ist, wo unser Heilnnd durch deine Herrlichkeit, als des himmlischen Vaters, daß wir auch die Kraft seiner Auferste⸗ hung mehr und mehr in uns em⸗ pfiuden, von dem Tode der Suͤn⸗ den auferwecket werden, und in einem neuen Leben wandeln auch also entgegen gehen der Auferste⸗ hung der Todten, da diß Ver⸗ weßliche wird anziehen die Un⸗ verweßlichkeit, und dis Sterbli⸗ che wird anziehen die Unsterb⸗ lichkeit., O duGott aller Wahrheit und alles Trostes, ꝛc. ꝛc. siehe p. 25. 5. Am Himmelfahrts⸗ Jeste. Err GoOtt! himmlischer Va⸗ ter! wir erheben hillig deine grosse Guͤte fuͤr das Menschliche Geschlecht, und loben und ruͤh— men deine Liebe gegen uns; daß, da wir das Paradeis durch die Suͤnde verlohren in dem ersten Adain, durch den zweyten Adam IEsum Christum unsern HErrn wiederum haben erlanget einen Eingang und Zugang zu deinem himmlischen Reich! Ja, weil un⸗ ser Heilaud von der Erden aufge⸗ hoben fuͤr seiner Junger Augen, und auf einer Wolcken in den Himmel gefahren uns die Staͤtte zu bereiten, auch fuͤr dir uns ver⸗ trit, und zu deiner Rechten sitzt; so vertrauen und glauben wir sei⸗ ner theuren Verheissung, daß er wiederkommen, und uns zu sich nehmen wird, daß wir seyn, wo er ist, allezeit und ewiglich. Wit,bitten dich hertlich, lieber himmlischer Vater! wie er zu dir aufgefahren, als zu seinem GOtt, und zu unserm Gott, als zu sei⸗ nem Vater, und zu unserm Va⸗ tet auch; so wollest du vaͤterlich und lehr uns auf Erden so unsem ren und fuͤhren, das wir suchen Christus ist, und nicht mehrso trachten nach dem, was auf Ei den ist: Vergib uns aus Gnade um deines lieben Sohnes willi was wir hierinn bisher versehen Wandel im Himmel haben, daß wir alle mit Freuden, allezeit mů gen erwarten der seligen Hoß nung und Erscheinung der Hem lichkeit des grossen GOttes und unsers Heilandes JEsu Chrissi. O du GoOtt aller Wahrheit un alles Trostes, ꝛc. ꝛc. siehe p. 25. 6. Am Heil. Pfingst —* Feste. * heiliger Gott und Vatu des Lichts! der du wohne in einem Licht, dazu nieman kommen kan, und bey welchen nicht ist irgend eine Veraͤnderum der Wechsel des Lichto, von den auch nur herkoöommen alle und de gute und vollkommene Gaben Wir loben dich hertzlich, fuͤr di herrliche Gabe, die du denen Apoß steln deines lieben Sohnes a dem Tage der Pfingsten, ins bi sondere geschencket, da sie nach dem Befehl ihres HErrn un Meisters einmuͤthig beysammen waren, und im Gebet und Flehen recht glaͤubig warteten auf dein Verheissung: Du hast Weug reichlich ausgegossen deinen Geist, daß deine grosse Thateh darauf aller Welt sind eriun get, und das Evangelium 009 hen solte. 8 001 ů und guten G den Vater, da Darum bitt Vater, im in uns selbst a lieben Sohn, len hast. Rei den daß wir woͤgen wiede dem Wasser: Creutz⸗ Gebet in ꝗ an deinen S stum glaͤuben Zuversicht an in deinem hei sen und geordn lich und herrl uns alle auch in Betrachtun ner wunderbe nichts auders mens Ehre, 1 Seligkeit siic denn also fuͤr nach deinem geordnet, de Creutz und Le Reich und H deinem lieben Sohne auch auf sollen, so regi uns gekommen ist, die wir in un sern Vorfahren gar weit waren entfernet von denen Testamen ten deiner grossen Verheissung das wer den Nahmen JEsu Chri sti unsers HErrn im Glaubel anrufen wuͤrde, ewig selig e Hertzen in Geiste, daß wi Willen erkenne duldig tragen standener Teu Christo eingel bilimlischen Heist stetsrigje⸗ as wir suchen unser Heilnnd nicht mehr sh „was auf Eh 18 aus Gnade, Sohnes willhh isher versehen, rden so unsemm. nel haben, dag en/ alle zeit m seligen Hoß ung der Hem Gottes unh JEsu Chrissi. Wahrheit un Virchen⸗Gebete. 33 hen solte. Ja, dein Syhv ver⸗ ö 01½ uns deinen heiligen und guten Geist, wann wir bich den Vater, darum hertzlich bitten. Daͤrum bitten wir dich lieber in uns selbst an, sondern in deinem lieben Sohn,daran duWohlgefal⸗ len hast. r aue uns von Suͤn⸗ ben daß wir alle zusammien recht moͤgen wiedergebohren seyn, aus dem Wasser und Grist, und geus deine Liebe durch denselben deßz neu Geise, itzt auch in unser aller Hertzen, die uns dringe und treihe aus Liebo zu dir und zu deinem Sohne alles das zu meiden, was Vater, im Himmel sieh uns nicht dir irgend mißfallig ist, und alles das gern zu thun, was dir wohl⸗ gesaͤllig ist, damit also derselbige Geist Zeugniß gebe unserm Geist. daß wir deine Kinder sen. O du GOtt der Wahrheit und alles Trostes ꝛc. siehe dag. 25. siehe p. ay. Pfingst t und Vatel er du wohne azu niemash bey welchen Veraͤnderush ichto, von den en alle undjn mene Gaben tlich, fuͤr di zu denen Apo⸗ Sohnes ah gsten, ins bo da sie nach HErrn un g beysammen et und Fleheh ten auf deim hast damahl ssen deinen rosse Thatel Gebet in Creutz und Leiden. h HErr! du frommer und gnaͤdiger GOtt du lebreicher Vater und Schutz⸗HCErr aller so an deinen Sohn IEsum Chri⸗ stum glaͤuben, und in kindlicher Zuvesicht an dir hangen! was du in deinem heiligen Rath beschlos⸗ sen und georduet, das ist alles loͤb⸗ lich und herrlich, das sollen wir uns alle auch wohlgefallen lassen; in Betrachtung, daß du mit dei⸗ ner wunderbarlichen Regierung nichts auders, als deines Nah⸗ mens Ehre, und aller Menschen Seligkeit stichest. Weil du os⸗ denn also fuͤr gut angesehen, und nach deinem vaͤterlichen Willen georpnet, daß wir durch viel 7 * ind verkündl Creutz und Leiden in dein ewiges ngelium vol Reich und Herrlichkeit eingehen ne auch auf sollen, so regiere gnadiglich unse⸗ die wir in un ke Hertzen mit deinem Heiligen weit warel Geiste, daß wir deinen gnaͤhigen n Testamen Willel erkennen, unser Creutz ge⸗ Verheissung dulgig tragen, und nach ausge⸗ n JEsu Chrii standener Teüdsal, hernach mit im Glauber Christo eingehen mögen in den hig selig 90 bilimlischen ewigen Freuden⸗ l πν Creutz⸗Reise⸗Kranckheits ⸗und Ster⸗ bens⸗Gebete. Saal und dein heiliges Angen sicht in Ewigkeit anschauen, Amen.—— Gebet daß wir uns stets in unserm Creutz mit Christo troͤsten sollen. ER allmaͤchtiger getreuer und barmhertziger GOtt, der du deinen lieben Sohn JEsum Christum zum Creutz⸗Traͤger fuͤr uns gemacht, und durch sein Creutz all unser Creutz und Lei⸗ den weihen und heiligen lassen. Wir bitten dich durch dein selbst Creutz, Leiden und Tod, du wol⸗ lest uus dein vaͤterlich Hertz, das du gegen uns traͤgest in unserm Creutz, Trubsal und Ansechtung zu erkennen geben, damit wir in kindlicher Zuversicht, und star⸗ ckem Vertrauen auf dich, alles mit Gedusd leiden und wenn wir mit Ehristo hie zeitlich genng ausgestanden, mit ihm auch end⸗ lich zur ewigen Freude und Herr⸗ lichkeit eingehen moͤgen, Amen. GBebet in Creutz und —.— Widermärtigkeit. Almachlig emziger Gott, ich. armer Sander rüffe zu dir 4 von 34 Gebet in Creutz und Leiden. F von Grund meines Hertzens, und klage dir meine Noth, die du sie⸗ hest und erkennest daxin ich lei⸗ der stecke, und weiß weder Rath noch Hülfe, wie ich daraus kom⸗ men soll. Ich bitte dich aber, du getreuer GOtt, du wollest meiner nicht vergessen, mich nicht derlas⸗ sen, und dein Antlitz fuͤr mir nicht verbergen, noch meinem schwachen Giauben sineken lassen, daß ich nicht vergehe in meinen Aengsten fuͤr grosser Traurigkeit und Schwermutiy; Hilf mir, o frommer hertzliebüer Vater, er⸗ Amen.— Um gnaͤdige LErlösung aus dem Creiz. Err allmaͤchtiger GOtt, ver⸗ leihe gnaͤdig mir Elenden, daß ich diesen Keleh, den du mir jetzt singeschencket hast, geduldig und gehor amlich möge austrin⸗ cken, laß die Anfechtung deine Fußcht nicht aus meinem Hertzen reissen, ben HZlauben schwäͤchen, datz Gebet damofen, Ungeduld und Unfrieden in mir erwecken. Gefaͤllt es dir, o lieber HErr, daß du wilt mein Creutz und Schmer⸗ ten mehren, aeh so vermehre auch in mir die Gabe der Geduld, daß ich al mein Anliegen auf dich IEsum werffen, und dis mein geitich Anliegen mir endlich zum Bessen diehen moͤge. Laß mich nach dig sem 1 Kalchen meines Trudsßz, einen froͤlichen Nablick meihe Erloͤsung sehen, so wil ich dih loben und dir danckon in Ewi keit, Amen. ö Seufzer um Trost in Gebet eine 4 65** ö Trübsal. un Loder Ri Err allmächticer GOtt u verreiseten labe; also, d⸗ ieder deim hondle, und Bewaͤhre mein gang von nun ⸗ Auen. —— Vater, unsers HErrn Ji v Ehristi, ein Vater der Barmhen EN alerliebst. kigkeit und GOtt alles Treseh Oter! wir! ber du Uns reichlich troͤstest ingh nur suͤr uns, son Hrunde meines inen lieben Haus welcher in dein Reise, vermoͤg sfuͤrgenommen. iht diesen Tag! hey ihm seyu, wollte; Ach! HErr! der du im *— Erden bist, sey u reisen wil. beute diesen T HErr!der du vorZeiten dein schutze und besch Volck Israel durch wunder und Seele. Er liche Wege sind durch eine wumt ter Gosundheit, derliche Wüste mit einer Wol allem Uebel, ver cken⸗ und hellen Feuer ⸗-Senle meuer Geleits⸗ geleitet, und ihnen des Tages ein in aller Gefahr, Schirm, des Nachts eiue Flam, len seinem Thur me gewest; weil ich meines Be Und weil der E rufs halber reisen muß, so bitte dert dürre Stät ich dich von Hertzen, du wollest de, und steilet mit nur und fuͤr mir herziehen, nach so reisen und mich den rechten Weg fuͤhh stellet hrem 6 ren, auch zu seiner Zeit gesund begehret densel wieder heimbringen. Trage mich Ach HERR du wie ein Mann seinen Sohn tras so bewahre ih get, durch alle Wege, dahin ich gen Anlaͤuffen, waͤndern muß. Decke mich mit hen des leidig deiner Hand, und errette mich seines verflucht von der Hand der Feinde. Laß Err derer He mich deine Engel geleiten, und siehl deinen hei lich möge getroͤstet werden dinch M.„Err mein deine Wuünderse⸗ alles wohl schicken, was ich fuͤr⸗ sie sich um ihn 55137 habe; suf allen seinen —— mein geilich hzum Befen nich nach dig ies Truͤßshh, iblick meihr wil ich dih kon in Ewih Trost in 21. GOtt unh OErru Jeh er Barmhey lles Trestch kroͤstest ing ind Trübsh, pigkeit des nem bitten uf daß, wem ealuch reich verden dinch Err mein Wunderse⸗ preisen in G nan ver⸗ Zeiten dein chwunder heine wun⸗ einer Wolz ner ⸗Seule Fages ein eiue Flam⸗ neines Be⸗ 5, so bitte du wollest herziehen, Weg fuͤhs Beit gestnd Sohn traͤ⸗ dahin ich mich mit rette mich iude. Laß eiten, und us ich fuͤr⸗ habe Trage mich Raeise Gebete. labez also, daß ich mit Freuden wieder heim komme, kluͤglich hondle, und mir wohl gelinge. Bewaͤhre meinen Aus⸗ und Ein⸗ gang von nun an bis in Ewigkeit, Auen. Gebet einer Ehe Frau⸗ in Loder Kindes!] fuͤr ihren. verreiseten Haus⸗Wirth, 1(Vater.] Gaherliebster SOtt und Va⸗ ter! wit sind schuldig, nicht nur fuͤr uns, spudern auch für die Uusern, ja für alle Menschen zu bitten. So bitte ich nun von Hrunde meines Hertzens fuͤr mei⸗ gen eben Haus⸗Wirth, Vater! yelcher in deinem Nahmen seine Neise, vermoͤge seines Berufo, fürgenemmen. Dieweil ich nun sht desen Tag und Zeit nicht kan hep ihm seyn, so gerne ich guch wollte; Ach! so bitte ich dich, HErr! der du im Hinmelund auf Erden bist, sey und bieibe beyihm heute diesen Tag und aliezeit, schutze und beschirme ihn an Leid und Seele. Erhalte ihn bey gu⸗ ter Gesunsheit, bowahre ihn fur allem Uebel, versorge ihu als ein Heuer Geleits ⸗Maun, schötze ihn in aller Gefahr, segne ihn in al, len seinem Thun und Geschaͤften. Und weil der Satau durchwan⸗ dert dürre Städte, und alle Lan⸗ begehret denselben umzustossen: ch HERR du tarcker 60 T. o beipahre ihn für allen listi⸗ en Anlaͤuffen, Wegen und Ste⸗ en des leidigen Satans und eihes verfluchten Anhanges. O Err derer HeerSchaaren: be⸗ ähldeinen heilizen Engeln, daß sich um ihn lagern, und ihn Uf allen seinen Wegen behnten. Regiere und fuͤhre ihm durch dei⸗ nen Heiligen Geist heute diesen Tag end allezeit. Behuͤte und brünge itu auch wieder zu uns daß mir ihn uuversehrt aud un⸗ beschaͤbiget wieder sehen moͤgen. Oo wolen wir, o du treuer Ott! dich saͤmtlich mit Freuden lo⸗ ben unser Lebenlaug, und dort preisen ewiglich, Amen. ö Dancksagung nach der Reise. Guadiser SOtt, himmlischer Vater! ich dancke dir vom Grunde meines Hertzens, daß du mir meine vorgehabte Reise gluͤcklich lassen vollbringen, und mich durch deiner lieben Engelein Schutz mit Freuden wiederum zu den Meinigen gebracht, und für allem Uebet, Irthum und Feind⸗ schaft vaterlich bewahret, daß ich nicht von Raubern und Moͤrdern bin unigebracht obder in Wassers⸗ Notiz und andere Faͤhrlichkeit ge⸗ rathen, daß ich auch keinen Arm oder Bein gebrochen, noeh sonst beschadiget din; In Zumma: daß ich Ewie der junge Tobias durch den Engel Raphael,] frisch und gesund hin und her bin begleite worden. Dieses alles habe ich deiner vaterlichen Fuͤrsorge und allmaͤchtigen Schutz zu dancken; Und bitte dich don Hertzen, du wollest mich und die Meinigen fortan auch guaͤdiglich behůten, in deinen gnadigen Schutz nehmen, und an Leib und Seele bis zum wigen Leben selig erhalten, um JIE Christi willen, Amen. HBebet zu GOCC in Branckheiten IDn getreuer GOtt und Vater! 2* hie liege ich nt Schwach⸗ heit umfangen, niemand aber ist/ der mir helfen kan, als du. Ich habe wohl mehr alz dien vaͤterlit 0 — ——3...—9—9—9———.—9——‚———— 36 Gebet in Branckheit. che Ruͤthlein mit meinen grossen Eünden verdienet; aber du HErr züchtigest mich in Gnaden, als ein Vater sein Kind. Ist es dein väterlicher Wille, ist eo dir ge⸗ faͤllig und mir selig, so henimm mich diese Kranckheit. Du bist wein bester Artzt, du kanst helf⸗ sen; Tod, Leben, Schwachheit und Gesundheit stehet in deinen Haͤnden; du weist allein, was mir am besten ist: Wie dirs gefaͤllt, Herr iso mache es. Wilst du mich loͤnger in Leben haben, daß ich meinem Naͤchsien kan serner nuͤtz⸗ lich und dienstlich seyn, so kanst du mich mit einem Wort bald gesund machen; wilst du mich aber durch diese Kranckheit von hinnen abfordern, HErrich bin bereit und willig, auch in dir selig zůu sterben, Amen. Geber um ein seliges Ende. Petreuer und erbarmender ott, ich etendes Erdwürm— lein erscheine hier vor deinem An⸗ gesicht in meinem Geber, dich in dem Nahmen JEsu Christi auf das Innigste anzutufen, daß du es doch voͤr und in meinem En⸗ de gut und wohl mit mir machen wollest, vornemlich, daß du mir eine rechtschaffene Begierde gebest meiner Seligkeit dey Zeiten gewiß zu werden und einen ver⸗ sicherten Grund deiner vaͤterli⸗ chen Gnsde zu allen Zeiten, da⸗ mit ich hernach, wann es zum Sterben seldsten koͤmmt, mit Fried und Frende guf dem Tri⸗ umph⸗Wagen Simeons, und eines Suͤnde, Tod, Deufel und Hoͤlle uͤberwindenden Glaubens von hinnen fahre, und also mein Ende nicht nur mit den Nah⸗ men, so mich ja nichts helfen wurde, sondern mit der That oin seligs Ende seye und heisse. Weilen Ich aber darzu nichtgß langen kan ohne Busse, In Glauben, ohne einen Willh, der sich im Leben und Dod In aufopfert, ohne eine wahre Mp Feniurs ohne ein stetes uh beiliges Angedenck an mein ln den heiligen Geist: Ach so wollh du in mir eine erustliche, thälh ge, wohlgeprüfte und fruͤhe Bust würcken; So wollest du 7 ten wahren Glauben, der gegi die Pfurten der Hollen 1— in vur anzuͤnden, meinen Wilih deinem Wohlgefallen unterwas fen, mich einen versoͤhuten N. schied vor mieinem Abschied au der Welt miit allen die ich belelh get, auch wenn es seyn kan, us denen, die mich beleidiget, m chen lassen, mich meines Endi stets und heiliglich erinnern, un daduch mich zum Gebet, Treh und Wachsamkeit aufmumes vornemlich aber mir deinen hest 3 tes Ende, und vor gllem ohst grundlosen 1 um ei durch die mich dure Kraft dein Auferstehlir ben beruffe durch deine bas Pfand bersie gelt yyr diese ur und himm hollguͤltigen mere aber a biel Jahre, ohne solche een Lebens heu armen e in die Liebe — habe. ser, gedenck Undanckbar dern vergib! lers Liebe. schwachen K gen Geist geben, der mein aru und bloͤdes Hertz auf die Stunh des Todes bereite, und dassel mit goͤttlicher Kraft, besonden auch mit einer lebendigen e kaͤnntniß meines Immanugh und trenen Hirten ausrüste. mit ich alles wohl ausrichte das Feld behalten, ritterlich i gen, und durch Tod und Leb zu dir eindringen moͤge, Amen. Gebet um ein hertzu ches Verlangen nah dem ewigen Leben. Err JEsu Christe, der durch Leiden des Todes in di ne Herrlichkeit eingegangen, u wuͤrdig bist zu nehmen Mach und Reichthum, und Weishei und Staͤrcke und Ehre, und Hen lichkeit, der du auch, da ich a aller Hofnung des ewigen 51 un cigen Leber Flammlein e lent Fünckle einem wenig sten ein rec Durst, und a Unterbrocher lich etwas X des und Krat Wsu/ der d ge Weinstoe oflantzet bist da seyen, wo in meine S lebendige S nigen Star Krast des 2 mittelbar n werden, un cken seyn ve des Hauses mit himml ner Wollul als mit ein r darzu nichta ö Dus, u nich durch dein Svangelium ne Busse, Ihhn e einen Willly, zen und Tod I eine wahre Vn ein stetes m nek an mein ih vor allem ohse t: Ach so wolhl erustliche, thͤlh eund fruͤhe Bust oliest du denn uben, der gegi Hoͤllen 1— „ meinen Wi — 0 fallen Wuteiwah versoͤhuten em Abschied a en die ich beleihj kö seyn kan, un beleidiget, n meines Endi ich krinnern, un m Gebet, Treh eit, gufmuntes mir deinen hesh der mein aru anf die Stunt ite, und daßselh Kraft, besonde rlebendigen 6 es Immanuh en ausruste.— vohl ausrichtun en, ritterlich n Tod und Leb moͤge, Amen. ein hertzi engen nah +H um ein hertzliches Verlangen nach dem ewigen Leben. 37 —. — hurch die Suͤnde gefallen war, Kraft deines Todes und deine Auferstehung zu einem neuen Le⸗ ben beruffen, und solchen Beruf durch deinen heiligen Geist, als berstegelt hast: Ich dancke dir hor diese unaussprechliche Gnade und himmlische Frucht deiner bollgultigen Erloͤsung: Bejam⸗ mere aber auch zugleich, daß ich so biel Jahre, Zeiten und Stunben ohne solche Hofuung eines bes⸗ sern Lebens zugebracht, und mei⸗ hen armen Geist mehr als zu viel in die Liebe der Welt, und in die Begierlichkeiten der nichtigen Dinge der eitlen Zeit verseucket abe. O du treuer Hoherprie⸗ ter, gedencke solcher Uutren und Undauckbarkeit nicht weiter, son⸗ dern vergib mir solche nach deiner grundlosen und hertzlichen Mitt⸗ lers Liebe. Hilf nun meinen schwachen Verlangen nach dem higen Leben auf, daß aus einem Hlämmlein eine Flamme, aus ei⸗ lent Füncklein eine Brunst, aus einem wenig Hüngern und Dür⸗ sten ein rechter Hun erund Durst, und aus einem schon so oft Unterbrochenen Begehren end⸗ sich etwas Bestaͤndiges, Bleiben⸗ des und Kraͤftiges werde, HErr Eiu, der du als der wahrhasti⸗ ge Weinstock in die Ewigkeit ge⸗ oflantzet bist, daß alle deine Reten da seyen, wo du bist, pflautze doch in meine Seele eine heilige und lebendige Sehusucht nach demje en Leben. nigen Stande, in welchem die Christe, der Krast des Weins des Lebens un⸗ des Todes in de miktelbar mir wird mitgetheilet basß Pfand unsers Erbes, kraͤftig ingegangen, un werden, und da ich werde trun⸗ nehmen Mach cken seyn von den reichen Gutern „ und Weishel des Hauses deines Vaters und Ehre, und Hen mit himmlischer und göttlich⸗rei auch, da ich al ner Wollust getraͤncket werden, s ewigen Leben als mit einem Strohm. Mein dun IEsu, du bist eingegangen in dein Reich, uns nicht nur die Staͤtte zu bereiten, sondern auch den Geist zu senden, der uns dahin lei⸗ te; sende ihm demnach auch zu nir, als einen Geist der Offeuda⸗ rung des ewigen Lebens, damit ich in seinem Licht jetzt das Licht des Lebens erblicken, und durch dessen sanftes Sausen und We⸗ heu so lang getrieben werde, bis ich doͤrten gantz und gar in die Gemeinschaft und Klarheit des lautern Lichts und Freuden Le⸗ bens eindriüge und von solchem hintwiederüm ewiglich durch⸗ drungen werde. Mein IEsu, der du die Bothen des Friedens, und die Füßstapfen deines Evangelii alch mir Unwuͤrdigen kund wer⸗ den lassen, durch welche ich auf die Spußren eines zukunftigen Le⸗ bens aus blosser Erbarmung eben da mein Geist in andern Dingen seine Ruhe suchte, die er aber nicht fand, genommen bin: Hier⸗ guf mein treuer Heiland, wollest du meinen Sinn und gautzes Verlangen richten, so lang ich noch hier walle. Dann es ist mein rechter Ernst, o IEsu, Amen. Seufzer in Todes⸗ Moth. wiger Ott und barmhertziger — getreuer Schoͤpfer, siehe, ich stehe nun vor der Pforte der Ewig⸗ keit, ja zwischen Zeit und Ewig⸗ kett. In wenig Stunden oder Augenblicken bin ich vielleicht schon aus dieser sichtbaren Welt hinaus. Ach verlasse mich boch nicht in diesem schweren Durch⸗ gang. Ach sey mein Geleitsmann auf dem Wege zu dir! Ach JIEsu, du Sohn David, erbarme dich mein! Ach du Lamm Gottes, das der Welt Suͤnde traͤut und wegnimt, sey mir gnaͤdig, und gib mir deinen Frieden lAch thur mir C3 auf 2 Gebet in Todes/ Nrory. uf die Thür der Gnaden! Ach chleuß auf dein Paradies, das durch die Sͤnde verschlossen ist, und nim mich aus Gnaden wie einen bekehrten Schaͤcher da hin⸗ ein, denn du hast die Schlaͤssel der Huoͤllen und des Todes. O JEsh, deine Wunden berei⸗ ten mir ein en Durchbruch durch! die enge Pforte. Dein Blut hels⸗ se mir uüberwinden. Ich liege da in grosser Augst, Wurm, und kru deiner Hand. Ach loͤse du, o mein Erloͤser, alle Bande meiner Suͤnden auf, daß ich ritterlich rin⸗ ge, und mit dir frey und getrost eindringe durch den Tod insLeben. Ach Heiliger Geist, du hochster Troͤster in allor Noth, in dieser letzten Noth, doch aus Gnaden auf die Thüre der göttlichen Barmhertzigket, als der Thür⸗Hüter des rechten Schaaf⸗Stalls. Ach oͤsue mir das Hertz des Vaters, denn du, als der Geist des Sohnes, hast den Schlusse Oavide, der auffehlenßt, daß ni mand zuschliessen kan. Dar⸗ umsaß mich denEingaug zur wah⸗ ren Rühe treisen, und nicht zu Schanden werden in deiner Zu⸗ cht Ich weiß sonst keine Zu⸗ 1 ume mich unter Gnade, o ade, o Go)tt mein Erloͤser. Auf diese la diese laß mich allein leben und sterben in ernster Buge. Ja, laß mich dich, o JEsu, glauben, damit ich den Toß nicht sehe ewiglich, O lein herbey kommen, daß ich von hinnen scheiden soll; ach! verlaß mich nicht, daß ich auch dich nicht herlasse: Sry du mein Beystand, — Ein anders. HErr JEsu Christe! sieho, 5 als ein armer dich meinem ö und auch thue mir Henoch Rath im Himmel und auf Erden, als deine pur lautere es ist nunmehr das Etund⸗ Schutz und Erloͤser, wenn meile Augen im Tode finster werden, so laß dein Licht und Leben in wein verschmachtetes Hertze fallz greif nach meiner armen Seeln, und drucke mich an dein liebum ches Hertze, erscheine mir ja inij ner andern Gestalt, als mie du m deinem Blut am Creutz fuͤr al meine Sünden vollkoͤmmlich g buͤsset und bezahlet hast. Zei ne Hertzen, wie du deh ne heilige Arme am Creutz aus Regist ch alles A Ach be Ach bleib b Ach bleib n Ach daß ein Ach ein Ach Gnad spannet hast. Zeuch mich zu di hinauf gen Himmel, daß ich h Ach(Ott e Ach GOlt dir ewiglich bleibe, und michil Ach E5Otti deiner Liebe ergoͤtze immer und ewizlich, Amen. ö Seufzer in Todes⸗Noth. ö Err IEsu, du Heisand allh derer die auf dich trauen ven laß mich nicht, der ich mein Hu nung allein auf deiue Barmhen zigkeit setze. Laß mich nun A liebliche Worte hoͤren, und in uun nem Hertzen erschallen, welche du zu dem Schaͤcher am Creutze ga sprochen: Heute wirst du mit uin in dem Paradiese seyn. Denn. HErr JEsu, ich wuͤnsche von Hen gzen aufgelöset, und bey dir in dn ewigen Freude und Seligkeit seyn, Amen. ö Sebet, wenn der Krancke in den letzten Zuͤgen liegt. A laß dich erbarmen das aͤngsh liche Seußzen und Wehklagen dit ses sterbenden Menschen, und nin ihn auf in dein Himmelreich, dal du ihm und allen Gläubigen aul Ghaden von Anlsang der Welt bi reitet hast. Entbinde ihn gu diglich, o HErr! und nachdemn die Schuld der Natur iin Toh bezahlet, so troͤtte ihn mit deinn Auserwaͤhlten ewiglich, durch di nen lieben Sahn unsern HEm JEsum Christum, Amen. Regi Ach liobsie Umächtiger, ewiger GoOti Ach Liebst Ach moͤch Ach GOtt Ach SOtt! Ach GOtt f Ach GOttt Ach Ott Ach GOtt Ach vj Ott u ch GOtt! Ach GOttr Ach HErre Ach HErre Ach hoͤchste Ach JEfu Aeh Esu, Ach kom/d Ach laß dich Ach lieben Ach lieben Ach meiue Ach mein. Ach mein Ach mein Ach sagt Ach sehwe Ach sehet Ach sehet Ach treue Ach treug Ach wůs Ach was Ach was Ach weh, oͤser, wenn Weine efinster werden ind Leben in miih Hertze fallen; r armen Seelh, an dein liebunn eiue mir ja in ij lt, als wie dumj Creutz für ash vollkoͤmmlich gz Aet hast. Zeih rtzen, wie du des am Creutz ausg⸗ euch mich zu di miel, daß ich hi 23 C⁰ „ M Er⸗ ch alles was Himmel und 363 A Ach bet, wer beten kan 486 Ach bleib bey uns HErr Ce 363 Ach dleib mit deiner Gnade 48/ Ach daß ein jeder nehm in acht 63 Ach ein Wort von gresser 219 Ach Gnad über alle Enaden 281 Ach Gott es hat mich gantz 187 ach GOlt gib du uns deine 372 ibe, und michii. Ach 65Ott innaden von uns 307 ch oͤtze imer un rodes ⸗Noth. 5 Heisand allg Ach GOtt ist uoch dein Geist 188 Ach 6Ott mich drückt ein 111 Ach GOtt soll mich denn fort 4899 lich GOtt thu dich erbarmen 298 f dich trauen ven Ach GOtt und HErr wie groß 319 er ich mein Hof deiue Barmheih Ach 0tt wie maͤlches Hertz. 460 iß mich nun du oͤren, und in un hallen, welche du ram Creutze ge wirst du mit mi e sehn. Denn vuͤnsche von Hen nd bey dir in du ind Seligkeit er Krancke in ugen liegt. ewiger Got Ach Liebster, teuch mich von umen das aͤngsh Wehklagen diß uschen, und nin imtmelreich, dal Glaͤubigen au ng der Welt be binde ihn gus und nachdemg Natur im Toh ihn mit dein iglich, durch di unsern HEim lum, Amen. Regi Ach 5Ott vom Himmel sieh 321 Ach GOtt wie schroͤcklich ist 301 Ach GOtt wir treten hier fuͤCr 303 Ach HErre du gerechtertz5Ott 362 Ach HErre GOtt wir loben 314 Ach hoͤchster Ott verleihe 373 Ach Efu dessen Treu im H. 50 Aeb IEsu, mein Scboͤnster 373 Ach kom, du suͤßßer Hertzeus 281 Ach laß dich jetzt finden, kom Ach lieben Christen seyd getr. 307 Ach lieben Eltern trauret Ach liobster JEsu, rufe prich 35 Ach meine Seel kan ihre Ruh 35 Ach mein Hertz, was soll ich 6 Ach mein Esu, sieh ich trete Ach mein SEsu, welch Nerd. Ach moͤcht ich meinen JEsum 394 Ach sagt mir nichts von Gold Ach schwerer Stein, ach Cent. 107 Ach sehet, welch ein Mensch 69 Ach sehet, welche Lieb und Ach treuer GOtt, barmhertz. 461 Ach treuer GOtt! wie noͤthig 495 Ach wus hab ich ausgerichtet 320 Ach was sind wir ohne JEsu 139 Ach was soll ich Suͤnder 32⁰ Ach weh, ach weh, wo soll jch 321 * Register aller Gesange so in diesem * Buche enthalten. Ach wenn komt die Zeit heran 354 Ach wie elend ist unser Zeit 540 Ach wie erschrickt die bse 38 Ach wie hat das Gift der 190 Ach wir nichtia, ach wie sluͤch. 140 Ach wie wil es endlich werden 190 Ach Wunder, grosser Sieges 127 Adam hat im Raradies seinen 38 Ade du suͤsse Welt, ich schwing 435 Alle die goltselig hie 462 Allein GOtt in der Hoͤh sey I1ar Allein und boch nicht gan 436 Allein zu dir, HErr JEsu Ch. 244 Alle Menschen muͤssen sterben 75 Allenthalben, wo ich gehe rar Alles ist an GOttes Segen 167 All Obrigkeit GOtt setzet, als 729 Als Christus gebohren war 38 Also hat GOtt die Welt gel. 197 Also heilig ist der Tag, daß 112 An JEsum dencken oft und 380 An Wasserflüssen Bahylon, da 32r Nuf, ausihr Reichs Genossen 31 Auf, auf mein Geist ermuntre 292 Auf, auf mein Geist, zu loben X Auf, auf mein Hertz mit Fr. 112 Auf, auc, mein Hertz, zu Gott 2 Anf, auf, o Mensch, eo ist 340 Auf Christen Meusch, auf Foo Aus Christi Himmelfahrt 127 Auf diesen Tag bedencken 127 Auf, freue dich, s Christenheit 66 Auf, freuet euch von Hertzens 35 Auf hinauf zu deiner Freude 363 Auf, ihr Christen, Christi vor Auf, lasset uns dem HErten 15 Aufbeiden folgt die Herrlichk. 46 Auf, lobt den HErren, und 16 Auf meinen lieben GOott 364 Auf meine Seel, dauck deinen 409 Auf, meine Seele, sey erfreut 32 Auf miein Hortz des HErren 112 Auf mein Hertz geh mit zum 105 Auf Seele auf und sanme 39 Auf Serle Jesus Gottes 2z⸗ 0C4 Auf V ————— negister. Auf Seel und dancke deinem 2 Auf Zion! auf, auf Tochter 32 Aus Lieb laßt Ott der Chr. 139 Aus meines Hertzens Gründe 3 Aus tiefer Noth schrey ich zu B Haßet doch o Mensch 214 Befiehl d d deine Wege Beladner Geisthen Zorn Bereite dich mein Hertz aus Betruͤbtes Hertz sey wolgem. Bewein o Cf Heuch Mensch Bittet so wird euch gegeben Brunnauell aller Hüter (iste der du bist Tag und 21 &Christe du Lamm GOttes 71 Christe meindeben mein Hoff. 38⁰ Christen erroarten in allerley 364 Christe wahres Seelen Licht 3 Christ der du bist der helle Tag 20 Christ fuhr gen Himmel 128 Christi Blut und Gerechtigk. 341 Christ ist erstanden von der 113 Christi Leben trotet mich 369 317 453 70 487 33 Ch 120. Dod ist Adams Leben 427 Christl 6 in Todes Banden 113 Chrisio demOster⸗Lan ümelein 113 Christum wir sollen loben Christ unser HEur zum Jord. 2 Christus der ist mein Leben 22 Eirütus der uns solig macht 71 àNEsus an dem Creutze 72 Dan cket dem HErren denn 16 Danck sey dir du guter Hirte 323 Danck sey GOtt in der Hoͤhe Banckt den HErrn heut und 16 Danckt dem HErrn ihr GOt. 406 Das alte Jahr vergangen ist 51 Das Eleud weist du 3Ott 455 Das IEsulein soll doch mein Das walt GO tVater und Dein Blut, HErr, ist wein 233 Der alles füͤllt vor dem die 3 24 Der am Creutz ist meine Liebe 72 Der Braͤutgam wird bald 77⁹ Der du bist drey in Einigkeit 149 Der erste Adam war von Der falichen Christen Schaar 341 Der Glauh ist eine Zuversicht 342 Der Gnaden Brunn fleußt 191 Der der Aller Enden 363 4 51 73 184 Der HErr hat alles wohl Der HErr ist mein getrener a⸗ Der Hollen Pforten sind zerst. Lia Der lleben Sonnen, Licht und 1 Der schmale Weg ist breit 236 OerSunden Last druͤckt unsre 214 Dir Tag bricht an und zeiget z Der Tag det ist so Freudenr. 39 Der Tag ist hin, mein Geist 22 Der Tag ist hin, mein JEsu 23 Des Lebens kurtze Zeit ist 342 Dich bitt ich, trautsics ICsul. 63 ich, e Sönunet rist mein 59 Htieht 40 Die Krauckheit, du gerechter 310 Die Machr udder Aich 43⁸ Die helle Sonn leue Die Nacht ist vor der Thuͤr 23 Die See 111— Heltemich 73 Die Iader 14 Dis ist der Tag der Froͤlichkeit 66 Dis sind die heil. zehn Gebot ꝛ64 Die Zeit ist nunmehr nah 77⁶ Dir, dir Jehovah wil ich sing. 43³ Dreyeinigkeit, der Gottheit 149 Du armer Mensch, laß deinen voꝛ Dil bist ein Mensch, das weist 169 Du Eist ja gantz mein eigen 32¹ 6Du bist ja, IEsn, meine Fr. 502 Du dreymal grosser Gort 149 Du faͤhrst gen Himntet, IWsu 128 Du Friedens⸗Furst, HCer J. 304 Du Geist des HErru/ der du 133 Du gruͤner Zweig, du edler 73 Du heilige Breyfaltigt eit, du 6 Du Lebens⸗Brodt, HErr J. 283 Du Lebens⸗Fuͤrst HErr J. C. 128 Du meine Soele, singe Du, o schoͤnes Weltgebaͤnde Durch Adams Fall ist gantz Durch Adams Fall und Miss. Du sagst, ich bin ein Christ Du sagst mir zu, o frommer Du unbegreiflich huͤchstes G. Du Volck, das du getaufet Du weinest fuͤr Jerusalem Du weist, dreyeinger GOtt 374 2⁴ 191 7²⁷½ 325 Ehr und Dauck sey dir 160 Ehm ch mit ihrem 23 406 503 35 276 Da wesentliehes Wort/ vom 40 x Ebe sey Ott dem ater, der 1360 ö ö Ehre seh je Enchris EinChrist Einen gutt Ein K Kinde Ein Laͤmn Eius Chri Eins! ist N Ein Tröpfl Ein veste“ Ein WIn Entbinde! Eutsernet Entreisse d Erbarm di Erhalt un Erhebe die Erleucht u Crmunter Ermuntre Erneuren Erquicke! Erschiene Ertwach o? Erwird es Es sallenn Es glaͤntze Es ist das. Cois gew Es kostet v Es gricht Es stehn v Es woll u⸗ 3 fol 19 Fahre Cegt aus, Fließt ihr Folget mi Freu dich Freu dich Freuet en Freuet eu Freuet eu Freunde a au hrisch au Froͤlich st Fruͤh Mi uͤnf Br dein urst de wohl 1 getrener 264 sind zerst. 114 Licht und 1 st breit 236 uckt unsre 214 lud zeiget Freildenr. 39 in Geist 22 inJEsu 23 eit ist 54½ ies JEsul. 63 9916 mein 383 ht jetzt 6 gerechter 310 438⁸ + Thuͤr 23 eilge mich 73 nit ihrem 23 Frölichkeit 66 Gebot ꝛ66 ah /e lich sing. 488 Hortheit 149 das weist 169 eigen 331 eine Fr. 503 Gott 149 lei,JEsu 128 HErr J. 304 „ der du 133 Uebler 73 gleit, du 6 +r J. 283 uge ebaͤnde st gantz nd Miss. Chrtst vmmer hstes G. taufet salem 374 24 191 23 03 35 276 325 Gott 6 — aß deinen 30: —— 406 ————— — rt, vom 40 ater, der 150 160 Ehm ö sey dir Goah fort, Zion sahre Register. Ehre sey jetzo mit Freuden 407 EinChrist, ein tanfrer Krieges o EinChrist soll nicht der Reyn. v3 Einen guten Kamyf hab ich 342 Ein Kindelein so loͤbelich ist 40 Ein Laͤmmlein geht und traͤgt 73 Eius Christen Hertz sehnt sich 198 Eins ist Noth, ach HErr, dis 439 Ein Troͤpflein von dem Reben oꝰ/ Ein veste Burg ist unser SOtt 365 Ein Würmlein bin icharm Ja2 Enthinde mich mein Gott vo/ Entsernet euch ihr watten 440 Entreisse dich doch meine Sele 78 Erbarmn dich mein v HErre 326 Erhalt uns HErr bev deinem 260 Exhebe dich oͤmeine Seel! die 7 Erleucht mich HErr mein L. 22 Ermuntert euch ihrFrommen 496 Ermuntre dich viein schwacher 40 Erneure mich o ewges Licht 230 Erquicke mich du Heil der 192 Erschienen ist der herrliche T. 114 Ertwach o Mensch erwache 299 Er wird es thun der rmme 463 Es sallen mir Gedaucken ein Es glaͤutzet der Christen inw. Es ist das Heil uns kommen Es ist gewißlich an der Zeit Es kostet viel ein Christ zu Es spricht der Unweisen M. Es stehn vor 60ttes Throne Es woll uns GOtt genaͤdig 237⁷ 246 87 50 523 161 265 — 01 2 4458 Fahre fort mit Liebesschl. 464 Legt aus, fegt aus, fegt fleißig 116 Fließt ihr Augen fließt vn 74 Folget mir rust uns das Leben 398 Freu dich aͤngstliches Gewissen 215 Freu dich sehr omeine Seele 943 Freuet euch ihr Christen alle 41 Freuet euch ihr Christen allec) 134 0 reuet euch ihr Ottes Kinder 60 Freunde stellt das Weinen ein 524 Buich auf mein Seel in Noth 488 Zꝛisch auf mein Seel verzage 365 Froͤlich soll mein Hertze spring. 41 Fruͤh Morgeus da die Sonn 116 Funf Bruͤnnlein sind, daraus 73 ur deinen Thron tret ich 3 urst derduͤrstenEsu Christ 372 209 Gott ist getren, der uͤber Gaedigs eämmlein JEsu 76 Geduld ist euch vonnoͤth. 419 Gegruͤsset seyst du meine Kron 76 Geh aus mein Hertz und 165 Geh auf meins Hertzens M. 230 Geheimniß voller Lieb, oieb 76 Geliebten Freund was thut 569 Gelobet sey der HErr der G. 137 Gelobet sey der HBErr meinz. 407 Gelobet seyst du JEsu Christ 4 Gerechter GOtt ich bin betr. 247 Gerechter Ott nun soll ich 44 Gib dich zufrieden und sey 420 Gib Fried v frommer treuer 304 Gnaden Geist, ach sey wilkom 135 Gott, den ich als Liebe kenue 310 Gott, der du selbst die Liebe 199 GOtt der Vater wohn uns bey 150 GOtt der wirds wohl machen 170 Gott des Himmels und der Gott, des Seepter, Stuhl GOtt, du bists, der mich GoOtt, du hast in deinem S. GOtt, du hast vorschiedne Gott, du weist in was fuͤr GOtt, gib einen milden Reg. GOtt hat das Gvangalium GOtr Heilger Geist hilf uns Gott herrschet und haͤlt bey GOtt ist die Liebe selͤst, mitl. GOtt ist die Liebe selbst, von Gott ist die wahre Liebe Gott ist ein GOtt der Liebe 4⁰ 238 311. vag 13 57⁴ 135 171 216 291. 20⁰ 43⁰ 366 GOtt kans nicht boͤse meynen 171. GOtt kennet mich, des freuet 210 GOit lebet noch und stirbet 403 tt Lob, die Stund ift 547 Gott Lob, ein Schritt zur 354 EOtt Lob, es geht nunmehr 46. GOtt Lob, mein JEsus macht 64 GOtt mein Bater, laß mich 6 GOtt selbsten hat dis Wort z65 GOtt sey Dauck in aller Welt 33 Gott soy gelobet und geben, 283 Gott sey gelobt mit Freuden 158 Ott sey uns ghaͤhig und 1360 Gott Vater, sende deinen G. 136 GOtt Vater, Sohn und. Heil. 277 GOtt Vater, Ursprung Quell 151 Obit Register. Gott wils machen, daß die 421 Goᷣott wohnt in seiner Him. 578 Grosser GOtt, der mich ersch 150 Grosser Immanuel, schaue 261 GrosserProphete, mein Hertz. 231 Gute Nacht, ihr eitlen Freud. 77 Guter Hirte wilt du nicht 221 allelua, Lob, Preis und 409 Hast du Angst im Hertz. 326 Heilig ist GOtt der HErre 152 Heilger Geist, du Himmels 137 Heiligster JEsu, Heiligungsg. 400 Helft mir Ottes Guͤte preis. 71 HErr, allerhoͤchster GOit 342 HErr, aller Weisheit Quell 231 HErr, auf dein Wort solls 137 Err, auf Erden muß ich 129 * ö HErr Christ der einge GOttes 43 HErr, deine Rechte und Geb. 374 HErr, deine Treue ist zu groß 24 HErr, deinen Zorn wend ab 306 HErr, es ist von meinem Leb. 23 HErr GoOtt, der du ersorsch. 172 HErr GOtt dich loben alle 161 HErrGott dich loben wir H. 409 HErrGott dich loben wir reg. 3153 HErr GOtt du hast durch 125 Err GOtt mein Vater 325 HErr Gott nun schleuß den 6 HErr Gott nun sey gepreiset 17 HErr ich habe mißgehandelt 327 HErr Jesu Christ dein theur. 78 HErr IEsu Christ, der du 335 HErr FEsn Christ dich zu uns 366 HErr FEln Christ du hoͤchst. 333 HErr JEsu Christ ich schrey 465 HErr SEun Christ ich weih 346 HErr SEsn Christ mein Fl. 382 HErr JEsu Christ wahr M. 570 YErr FEsu Christ zieh uns 130 HErr IEsu deine Angst und HErr JEsu dir sey Preis und HErr JEsu ewgos Licht, das HErr JEsun Gnaden-Sonne HErr JEsu Lebens Sonne HErr FEsu meine Ruh, ach HErrIsraels Hirt und Huͤter 267 HErr ehr mich thun nach 375 Herrlichste Majestat himlisch. 526 HErr mein GOtt ich muß es 330⁰ Hrr mein GOtt lehre mich 24 V e e 2 s oe 2 HErr schaue meines Hertzens z Err straf mich nicht in dein. 1 HErr und GOtt der Tag HErr unser Gott laß nucht HErr wann wirst du Zion HErr wie du wilt so schicks 0 HErr Zebaoth dein heiligs Hertzens JEsu meine Wonne m Hertz freue dich solcher hoͤchst z Hertzens Weh hat mich betx. Hertzlich lieb hab ich dich o zu Hertzlich thut mich verlangen z Hertzliebster JuChrist, wir 30 Hertzliebster JEn was hast 3 Heut ist des HErren Ruhet. 36 Heut ist uus der Tag erschien. Heut triumphiret Ottes in Heut wil ich suͤsser Troͤster 23 Hier legt mein Sinn sich vor ze Hier liegt, den meine Seele 9. HilsGott! wie hat dieEitelki Hilf Helfer, hilf in Angst und z HiltHErr JIEsu laß geling. Hilf JEsu hilf siegen, und las Hilf mir mein GOtt, hilf daß Hilf uns HErr in allen Ding I Hinunter ist der Sonnenschein 6 Hinweg mit Furcht und Tr. 0 Hochherlige Preyeinigkeit, dienl Hoͤchster Priester der du dich Hoͤr an mein Hertz die sieben Y Hosianna unser Hort, EOttes 3 Ich armer Mensch, ich arm. zy A. Ich armer Suͤnder kom zu Ich hin der reichste Mensch Ich bin ein Gast auf Erden 36 Ich bin) Otter Bild und Ehr z Ich bin ja HErr in deiner M. I Ich bin muͤde, mehr zu leben al Ich bin veranuͤgt und halte 4 Ich bin voller Angst und 10 Ieh danck dir, lieber HErre ½ Ie danck dir schon durch deinen Ich dauck dir Vater, daß du Ich dancke dir fuͤr deinen Dod eu Ich dancke dir mein GOtt 36 Ich der ich ost in tiefes Leid Ich eile meiner Heimath zu 3ν Ich Erde, was erkuhn jch 3 HErr nicht schicke deine Rach y . I0 hab! singe 39 trete ih weiß Ich wei ch weiß Ich weil 900 ůl sch wile Ich wil⸗ Ich wil, sch wil, Ich wil⸗ Ich wil Ich zieh sehsbal Fehooat SI deine Rachy 6. Hertzens ht in dein. y *Tag laß nicht Zion o schicks 0 36 ö 5H heiligs ne Wonne 1 her hochst z nich betx. 16 ch dich 9 3 verlangen e Shrisf, wir 0 was hast n Ruhet. 20 gerschien. 5Ottes iy Tröster 23 in sich vor 36 ine Seele 9 dieEitelkig Angst und 3 geling. 5 n/und las t/ hilf daß 4050 len Ding In nneuschein und Tr.. nigkeit, dienn or du dich 40 die sieben 7 „ich arm. zu uder kom zu Mensch fErden 36 d undEhr zun deiner M. 0 zu leben nd halte 4 tund 4 HErre HAurch deinen einen Tod dl uOtt 706 fes Leid 38 1—477 49 n sch 3 N 455 Ich habe znug, mein HErr ist Register. Ich fall, HErr IEsu, dir zu 289 Ich sreue mich in dir, und 201 Ich steu mich in den HErren ch glaͤnb an einen GOtt der chhabe gung, mein JEsus 239 992 117 174. 8 — Ich habe GOtt, und habe 423 Ich habe IEsu dich in Noth 383 ch habe nun den Grund gef. 344 Ich hab ihn dennoch lieb und 45 Ich hab inGOttes Hertz und 423 dch hab mein Sach GOtt 350 Ich hange doch an dir, mein 110 Ich kom itzt als ein armerHastꝛs Ich liebe dich hertzlich) 383 Ich ruf zu dir, HErr JEsu C. 261 Fsinge dir mit Hidund 4¹⁰ chtrete sriich zu GOttes 286 300 weis, das Ott mich ewig 211 Ich weiß, daß mein Erloser 571 ch weiß, ich veiß, an wen 343 Ich weiß mein Ott daß all 174 Ich wil dich lieben, meine 385 ch wil einsam, und gemeins. 357 ch wil es nicht wie andre 372 Ich wil, o Vater, alleieit 269 Ich wil, so lang ich lebe hier 411 I0 wil von meiner Missethat 231 Ich wil zu aller Stund, aus 287 Ich zieh mich auf den Sabbat 79 zehovah ist mein Licht und 234 Jehovah, starcker Ott, und 530 zesgia, dem Prepheten das 182 JEsu, allerliebster Bruder 332 IEsu, deine heilge Wunden 31 IEsu, deine Paßion, wil ich 81 IVEsu, deine tiese Wunden 22 JEsu/ der du deine Liebe 386 IE u, der du meine Seele hast 232 IEsu, der du Thor und Riegel 117 IJEu, du mein Trost und 32 IEsn, frommer Menschen 383 Jesu, hilf mein Crenz mir 463 IJEsu, hilf siegen, du Furste 509 Jsu, Jehovah, ich such und 357 IEsu, JEsu, du mein Leben 386 Iu, JEsu, mein- Wonne 508 JEsu kom doch selbst zu mir 358 SElu, kom mit deinem Vater 270 IEsu, Kraft der blaͤden Herz. 194 su laß mich mit Vorinngen 338 * — IEsu meine Freude, meines su nieine Lebe die ich ost IEsu meiner Seelen Leben Esu meiner Soelen Licht 83 IEsu meister Seelen Ruh 52 IEsu inerner Seelen Wonne 449 AEsu meines Lebens Leben 84 Vsu rufe mich, von der Welt 60 IEsus Christus GOttesvantm 84 IEsus Christus unser Hei⸗ land der den Tod 117 IEinsShristus unser Heiland 287 IEsus Guͤte hat kein Ende 10 IEsus ist das schoͤnste Licht 259 IEsus ist der schoͤnste Nahm 53 IEsits ist mein Frendeneeben 831 WEsus ist mein Freuden Licht zos JIsus ist mein Leben, dem ich 468 NWsus meine Zuversicht und 171 IEsus nimt die Suͤnder an 223 IEsus schwebt mir in Ged. 450 IEsu wahre Lebens Quelle 318 IEsu wahres Lebens⸗Brodt 359 Jetzt leuchtet schoͤn vom Him. 11 Jetzund betrachten wir, daß 130 Ihr armen Suͤnder komt zu 22 Ihr Christen soht, daß ihr 118 Ihr Christen seyd erwaͤhlet 212 Ihr Kinder des Hoͤchsten wie 431 Ihr Suͤnder hoͤrt, wer ruft 224 Ihr wunderschoͤnen Geister 163 Immanuuel, des Guͤte nicht zu 511 In allen meinen Thaten laß 175 In Christi Wunden schlaf 351 In dich hab ich gehoffet, HErr 403 In dieser Morgen⸗Stund wil 11 Ist dieser nicht des Hoͤchsten 8 Ii G Ott suͤr mich sotrete 367 Ii GOtt mein Schild und 176 SMP-eeinen hat Ott verlassen 176 Keine Schoͤnheit hat die 164 Kein groͤsser Trost kan seyn 345 Keuscher JEsu, hoch vonudel 446 Koͤmmst du uun, IEsu, vom 44 Kom, GOtt Schoͤpfer, Heil. 138 Kom, Heilger Geist, HErre 132 Kom, Hertzens IEsli, siebster 377 Kom, IEsu, meine Lust, du 387 Kom, o kom, du Geist des 441 262 201 deis 139 Kom, o suͤsser Brautigam z 4 Kom Register. Kom, Seele, JEsu Leiden Kom, Seele, mit betruͤbten Kom Sterblicher betrachre Koint her zu mir alle, die ihr Komt her zu mir, pricht 469 Komt, laßt euch den HPErren 588 Komt, laßt uns unser JEsulein 61 Kom Troͤster, kom hernleder 139 Komt vom Himmel hoch 67 Kyrie Cleison, Christe Eleison 489 Korie GOtt Vater in Ewigkeit 12 aß abnehmen alle Glieder 53 85 216 357 22 23 Lasset ab, ihr neine Lieben 154 Lasset die Kindlein kommen 555 Lasset uns den Herren preisen 118 Lasset uns den HErren prei⸗ sen, und 41 Lasset uns ihr Christen singen 317 Lasset uns mit JEsu ziehen 36 Laß irdische Geschaͤfte stehen 288 Laß mich dein seyn und bleiben 262 Laß mich, o treuer GOtt 140 Laß, o Hertze, dein Betruͤben 177 Laß uns mit Ernst betrachten 67 Laß tiks doch nicht begehren 441 Lebt Christus, was bin ich 119 Lebt ihr Christen, so allhier 313 Liebe, die du mich zum Bilde 187 Lieber GOtt, wenn werd ich 8 Liebes Hertz, bedencke doch 33 Kietbster Brautgam, denckst du 254 Liebster Heiland, bist bu mein 36 Liehster JEsu, du wirst kom. 360 Liebster Esu, hoͤr mein Klag 346 Liebster JEsu, lebstes Leben 257 Liebster JEsn, Trost der Herz. a4/ Liebster Esuwas vor Muh 226 Liebster JBEsu, wir sind hier 271 Liebster Immanuel, Hertzog 393 Liebster Vater, ich dein Kind 332 Litaney⸗ 4589 Lobe den HErren, den macht. 412 Lobe den HErren meine Seele 591 Lobet den HErrn denn er 17 Lob sey dem allerhoͤchsten 34 4⁴ 9001 Gott, ihr Christen obt und erzeht des arossen 17 Lob und Danck sey dir gesung. 319 Hache dich, mein Geist 497 Machs lieber GOtt 177 Machs mit mir, GOtt, nach 553 Mag ich Ungluͤck nicht 431 Man lobt dich in der Stille Man spricht die Morgenstunde n Mein Auges schließ ich itzt Mein Ccrist, ninn deine Tauf 275 Meine Armuth macht mich 346 Meine Hofnung stehet veste 406 Meine Liebe haͤnge am Creutz 37 Meinen Esum der sich hat 513 Meinen JEsum laß ich nicht ch was wolt 3 Meinen JEsum laß ich nicht mieine Seel ist nin 290 Meinen JEsum laß ich nicht, we il er sich 451 Meine Seel erhebt den H. 159 Meine Seel ermuntre dich 88 Meine Seel ist stillm GOott 42 Meine Seele wilt du uhn 392 Meine Seel kom in die 391 Mein Freund ist mein, und 368 Mein GOtt, du weist am 17 MeinHOtt, ich klopf an deine 490 Mein Hertze sey zusrieden stell aaz Mein Hertz, warum betrubst 471 Mein SEsu, der du vor dem 289 Mein JEsu, kom mit mir Mein Freund zerschmeltzt 470 Meines Lebens beste Jreude 33 Meines Leibes matte Glieder 311 Meine Sorgen, Angst und 47⁰ Mein Geist frohlocket und 20: Mein Geist und Sinn ist 212 Mein Gott, ach lehre mich 927 Mein GOtt, das Hertz ich 377 Mein GOtt, nun ist es wieder 13 Mein HErr und GOtt o 289 Mein Hertzens JEsu meine 339 Mein Hertz, o GOtt sprich: 514 Meln Heiland nimt die Sünd. 589 MNein Heiland, was vor Seelen 87 Mein JEsu/ den die Seraph. 24⁴5 — 36⁸ Mein JEsu, 100 Seelen 338 — — Mein JEsu, schönstes Leben 120 Mein JEsu, suͤsse Seelen 387 108 Mein JEsus stirbt, was soll Mein lieber Gott! gedencke 491 Meingiebster, mein Schoͤnster 253 ö Mein'm lieben Gott ergeb 347 Mein Salomo, dein freundl. 391 ö Mein Mein Se Mein Va Mein Va Mensch,! Meuscher Meusch/n Merck au Merck aut Merckt, i Mich kan Mir nach, Mit Erus Mit Hried Mit froͤh Mitten n achbe Nat Nicht sot Nichts ka Nimm vs Noch den Nun bitte Nun dane Nun daut Nun fren Nun freu Nuu freu Nun, G Nun hab Nun jaue Nun ist a Nun ist d Nun ist di RTun ist ee Nun kom Nun kom Nun laßt Nun laßt Nun laßt Nun laßt Nun lieg Nun lober Nun lob! Nun ruhe Nun schlo Nun sich! Nurmn D6 Nur frisch Oar Ob iih sch . nicht an der Stille rorgenstunde n bichitzt 1 deine Tauf 273 acht mich 346 ehet veste 404 kam Creutz 87 sich hat 13 iß ich nicht . ß ich nicht un 29⁰ hich nicht, 471 den H. 159 itre dich 83 in Gott 427 Uruhn 392 die 39 ein, und 363 hmeltzt 470 ie Freude 33 te Glieder 311 ast und 470 et und 20z inn ist 212 re mich 527 lutz ich 377 eist am 17 fan deine 490 es wieder 13 Ott o 289 uUmeine 339 ieden stell 24 t spricht 514 betrübst 1 die Sund. 89 voxSeelen 87 eSeraph. 248 vor dem lit mir eSeelen Leben Lelen 387 was soll 108 gedencke 491 Schoͤnster 255 ttergeb 34/ freundl. 391 Mein 289 36 388 120 — ** Nun ist auferstanden, aus Räegister. Mein Schöpfer, bilde mich 240 Mein Vater, deine Gnad, die 414 Meein Vater, zeuge mich Mensch, bruͤckt dein Creutz 472 239 Meusihen⸗Kinder, lernet 396 Mensch/ wilt du leben seliglich 271 Mer& auf, o mein Gemuͤthe 291 Merck auf, o Mensch/ was ich 89 Merckt, ihr Menschen Kinder 90 Mich kan GOt nicht verlassen 179 Mir uach, spricht Christus 401 Mit Erust, ihr Menschen 37 Mit Hried und Freud ich 25 Mit froͤhlichem Gemüthe 283 Mitten wir im Leben sind 356 achbem das alte Jahr 54 Nach dir, o Herr, verl. 473 Nicht so traurig, nicht so 179 Nichts kan mich forthin 248 Nimum von uns, HErr, du 300 Noch dennoch must du drum 474 Nun bitten wir den Heiligen 140 Nun dancket alle Gott mit 414 Nun dancket all, und bringet 414 Nun freut euch, GOttes Kind. 131 Nun freut euch, ihr Hirten az Nuu freut euch/ lieben Christ. 203 Nun, GOtt Lob, es ist voͤlbr. 271 Nun hab ich, GOtt Lob, voll. 36 Nun jauchzet all, ihr From. 33 121 Nun ist der Regen hin 314 Nun ist die Mahlzeit vollenb. 18 Tun ist es alles wohl gemacht 108 Nun komm der Heyden Heil. 35 Nun komm ich eingeladen 292 Nun laßt uns den Leib begr. 776 Nun laßt uns gehn und 54 Nun laßt uns GOtt dem H. 414 Nun laßt uns GOttes Gute 180 Nun lieg ich armes Wuͤrmel. 5/ Nun lobet alle GOtt den 18 Nun lob meih Seel den HEr. 415 Nun ruhen alle Walder a⸗ Nun schlof mein liebes Kind. 334 Nun sich der Tag geeudort hat 28 Nun se darf ich lehen nicht 64 Nur frisch hinein, es wird so 47 O allerliebster GOtt, du 181 „Oauferstandner Sieges 122 Ob ich schon war in Suͤnden 247 x 64„ Ob schon das Creutz die groͤste 477 O Ehristen Mensch, merck 348 Creutzes Stand, o edles 476 O daß ich koͤnte Thraͤnen 9⁰ O daß ich lausend Zungen 414 O du allersuͤßte Freube, o du 140 Odu dreyeinger GOtt, den 358 O du Liebe meiner Liebe, du 91 O Durchbrecher aller Bande 514 Odu verlohrner Würm und 217 Oefne mir die Perlen Thoren 581 O Ewigkeit, du Freudeuw. 581 O frommer und getreuer GoOtt aller 307 O frommer und getreuer GOtt, ich hab 333 O Gott, da ich gar keinen 278 O Gott, der du aus Hertzens 162 O Gott, der du das Firmam 302 O GoOtt der du in Liebes 492 OGOtt, der du mein Vater 44/ O Gott der Weisheit, der 457 O Gott, du frommer GOtt 378 O Gottes Sohn, HErr J. 348 OGOttes Sohn von Ewigk. 476 69G˙Dtt, ich thu dir dancken 13 O Gott, im Nahmen JEsu 335 O Gott, mein Schoͤpfer 163 O Gott, wir ehren deine 152 O—— Gott, du reines 241 O grosser GOtt im Himmels 92 O grosser GOtt von Macht 301t O grosser Koͤnig, JEsu Christ 68 O Hqupt voll Blut und Wun. 93 O heilige Dreyfaltigkeit ö O heilige Dreyfaltigkeit, voll 152 O Heilget Geist, du hochst. 141 OHeilger Geist, kehr bey 141 OHErre GOtt, dein goͤttlich 71 OHErre GOtt, in meiner 35 OHErr Gott, der di deiner 303 O Hrr mein Gott, ich hab 216 OHErr, nun laͤssest du jdů 63 Hrr, vor dem die Engel 4040 Ohimmlische Barmhertzigk. 434 O JEsu Christ, dein Krippl. 44 OJIEsu Christ, du hoͤchstes 332 O JEsu Christe, GOttes Lam 93 O JEsu Christe, GOttes S. 478 ö N O 0 Christ, der du mir 132 Register. JEsu Christe, wahres Licht 233 JEsu Cprist ich preise 279 SEsu Christ mein schonstes 204 IJEsu Christ meins Lebens 59 JEsu, der du dich von 123 Esu, du mein Braͤutig. 292 IEsn, GOttes Lammel. 560 JEfu, IEsu, GOttes S. 393 Esulein, du bist das Heil Esu, mein Braͤutigam Eu, meine Lust, o Leben JEsu, meine Wonne, du Esu, meine Zuversicht OIeEsu, mein Verlangen 293 — IEsu, sülses Licht, nun ist 14. O JEsu, sůß, wer dein gedenckt 55 98800 22— 20 257 36⁰ 293 . 8996ννσe .— D SEhsu, voller Krast,o 255 OJsu, wilst du noch so 394 O Lamm, das keine Gunde 95 O Lamm, das meine Schuld. 109 O xramm Gottes, hoch erhah. 96 O Lamm Oites unschuldig 98 249 334 eg ö Schütte deines Lichtes Str. Schiwing dich auszu deinem Seele, was ermüdst dů dich Selig/ ja selig! wer willig O Licht von Licht, des Vaters v37 O Liebe, die den Himinel hat 4 O meine Seel, erhebe bich 154 O Mensch, bedencke stets bein 3 O Mensch, du darfst nicht 312 O Mensch, wie ist dein Hertz 72 Oreicher GStt von Gütige. 425 O reines Wesen, lautreNuelle 457 O Suͤnde, Suͤnde, wie hast 335 O suͤsser Stand, o seligs 41 O theurer Troster, Heilger 142 O Tod! wo ist dein Stachel 123 O Traurigleit, o Hertzeleid 110 O trautes liebes JEsulein 46 O treuer JEsu, der du bist 561 O Vater aller Frommen 17 O Vater, GOtt von Ewigkeit 155 O Vater, unser GOtt es ist 491 OUrsprung des Lebens, v 361 O was fuͤr ein herrlichsdgeson 244 O Weisheit aus der Hoͤhe O Welt/ ich mu bich lassen 561 O Welt, sieb hier dein Leben 98 O wie selig send ihr doch, ihr 762 O wie selig sind die Soelen 256 Owit armen Suͤnder, 255 99 Owuͤster Suͤnder, denckst du 336 ö Lob,⸗Ehr, Ruhm 416 So hab ich obgesieget, mein 235 Sollt es gleich bis weilen Sollt ich aus Furcht vor Mieih, bis sey dem Vater 143 0 HErr JEsu, rett vn Ringe recht, wenn G. 3 Ruhe ist das bente Gut, das 30 Ruͤstet euch, ihr Christen I Segt unserm SOtte Dank 316 Schaffet, schaffet, Men⸗ schen Kinder, scha sset 7¹7 Schatz uͤber alle Schahe, 9 361 Schau, ieber 3Ott, wie 518 Schnuͤcke bich, vliehe Seele 205 Schoͤuster aller Schoͤnen 395 Schoͤuster Immanllel, Her⸗ og der Frommen Ren 0 337 7¹3 269 205 44³ 2—. 0½ 9—477 Selig, selig, selig sind, die zu 257 Seligstes Wesen, unendliche 155 Seyd zufrieden, lieben rüder 46 Sey fraͤhlich alles weit und 124 Setz roͤhlich im HErren, du 34 Sey getreu in deinem Leiden 453 Sey getrost bey truͤben Dagen 479 Sey VOtt getreu, halt seinen 452 Seh hochgeloot barmhertzger 205 Sey Lob und Ehr dem hoͤchst. 417 Sey mir tausendmal gegrüsset 100 Sey wohl gegruͤsset, guter 100 Sieg, Sieg, mein Kanvf ist 162 Sieh an,»Mensch, wie GOtt 101 Slehe, ich gefallner Kuecht 337 Siehe mein getreuer Knecht Sieh, hie bin ich, Ehren K. Sieh, wie lieblich und wie Singen wir aus Hertzens So fuͤhrst du doch recht selig So gehst du nun mein JEsu So grabet mich nun inimer So hab ich nun vollendet don Seelen Braͤutigam, JEsu 102 556 763 764 182 37⁰ Soll ich mich denn taͤglich Menschen Kinder ö 45—. Sollt ich meinen GOtt nicht 207 Eo vecht, mein Kind, ergib 949 So soll ich denn noch mehr 4½ So wahr ich lebe spricht* ö ů V ———— SGo wird di Go wuͤnich Gteh doch, Steht auf, Stilles Lan Gtraf mich Etrahl der heuresd Traure Crautsterg Trauter J6 Treuer G Treuer Hir Treuer Vat Treuer Waͤ TreusterMi Tritt doch h Traint,. aletwi * Vater, Vater, achl Vater unser Uebet grosse Vergiß meit Verleih uns Versuchet er Victorig, m UmnSrosti st Re 0 Forb Anser Herri Auser Heila⸗ 7 Uns ist ein A Uuns ist, uns Unsre muͤde Unverähderl Voin Himm Vom Himm Von GOten Arsprung der Ursprung wa Gieichauf, W Wach Wach auf, m Wach auf, o Wachet auf, Wechet auf/ Wachet auf, Wachet, mar Mar Gotten Warum betrt Warum sollt Esu, rett 37 wenn G. 55 Gut, das 3093 hristen 516 Otte Oank 316 ffrt, Men⸗ Haffet 8¹7 chatze, 5 361 , wie 718 bonen 397 zllel, Her⸗ ö 397 htes Str. 313 Udefuem 369 „ JEsu 205 tdudich 442 r willig 479 nd/ die zu 25/ nengliche 155 enrüder 46 beit und 124 rren, du 349 m Leiden 453 en Tagen 479 Alt seinen 454 mhertzger 206 mhoͤchst. 417 gegrüsset 100 guter 100 apf ist 162 vie GOtt 101 Ruecht 337 rKuecht 151 ren-K. id wie hxus 19 ht selig nJEsu 102 immer 5α ndet den t, mein 564 glich ilen cht vor tt nicht 207 ergib ‚ mehr icht Etrahl der Gottheit, Krast Re gister. Go wird die Woche nun 28 Go wunich ich nun eine gute 383 Steh doch, Seele, stey doch 226 Steht auf, ihr Christen, es 61 Stilles Lamm und Friedens 401 Gtraf mich nicht in deinem 338 14⁴ Fheures Wort aus GOttes 274 Trauren JEst hat umgeb. 125 0 rautster JEsu, Ehren⸗König 362 sehe Seele 3o0g Tautster JE,Chren⸗Koͤnigz Trauter JEsu, geh uns fuͤr 103 Dreuer GOtt, ich muß dir 480 Treuer Hirte deiner Heerde 528 Treuer Vater, deine Liebe 242 Treuer Waͤchter Israel, des 305 Treuster Meister deiner Wort. 235 Tritt doch heran du Menschen 250 Troͤstet, troͤstet meine kieben 158 0 Lalet wil ich der geben, du 565 Vater, ich dein Knecht 417 Vater, ach laß Trost erschrin. 338 Vater unser, im Him melreich 403 lebet grosse Wunder Guͤte 3 Vergiß mein nicht, daß ich 262 Verleih uns Frieden gnaͤdigl. 306 BVersuchet euch doch selhst, ob 351 Victorig, mein Lamm ist da 584 Un Zrost ist mir sehr bange 56/ Unerschaffne Lebens Sonne 29 Unser Herricher, unser Koͤnig 418 Unser Heiland steht gebunden 103 Uns ist ein Aind ein heut geb. 47 Uns ist, uns ist ein Kind geb. 47 Unsre müden Augenlieder 29 Unveränkderliches Wesen 104 Vorm Himmel hoch da kom 48 Vom Himmel kam der Engel 48 Van GOte wil ich nicht lassen 453 Arfprung der Vollkommenh. 404 Ursprung wahrer Freuden 144 ech auf, mein Hertz und 14 W Wach auf, mein Hertz 125 Wach auf, mein Seel, was 49/ Wach auf, o Mensch, öo 574 Wachet auf, ihr faulenChrist. 498 Vechet auf/ihr lieben Hertzen 481 Wachet auß, ruft nus die 4⁰⁹ Wachet, wachet ihr Jungfr. 499 Wer Gott nicht mit uns 528 Warum betrüsst du dich miein 371 Warum sollt ich mich benn 371 Warum wilt du doch fuͤr Warum wilt du draussen 36 182 Was alle Weisheit in der 156 Was bist du doch, o Srele so 492 Was frag ich nach der Welt sie 443 Was frag ich nach der Welt u. 442 Was fuͤrchst du Feind Herodis 61 Was giebst du denn, o meine 4138 Was GOrt thut, das ist 427 Was hat gethan der heilge 538 Was hincker ior detrogne S. 791 Was kan ich doch fuͤr Dauck 313 Was lacht ihr Babels Kinder 251 Was mein GOtt wil, das 428 Was mich auf dieser Welt 444 Was traurest du, oSeele doch 14 Was wilt du, armer Erdenkl. 194 Was wilt du dich betruͤben 428 Weg, du schnoͤder Schlaugen 2390 Weg, mein Hertz mit den 213 Weg mit alle m/ was da schein. 39/ Weg, weg, mit dir, du schn. 105 Weh mir, daß ich so ost und 339 Weil ich meinen Esum habe 238 Weil nichts gemeiners ist als 366 Weine nicht GoOtt lebet noch 483 Welch eine Sorg und Furcht 307 Wend ab deinen Zorn, lieber 306 Wenn das nagendeGewissen 371 Wenn dein hertzliehster Sohn 105 Wenn dich Ungluck hat betr. 494 Weun dich Ungluck thut 454 Wenn einer alle Ding verst. 434 Wenn ich in Todes Noͤthen 566 Wenn meine Suͤnd mich kr. 105 Wenn mein Stuͤndlein vorh. 767 Wenn Vernunst von Christi 106 Wenn wir in hoͤchsten Noͤthen 300 Wer bin ich, o HErr Zebaoth 195 Wer Christum recht wil lieb. 444 Wer das Kleined wil erlangen 519 Werde munter, liebe Seele 56/ Werde munter mein Gemu⸗ the, und ersreue 395 Werde munter mein Gemü⸗ the, und ihr 30 Wer GOott vertraut, hat wol 37³ Wer JEsum Christum hertzl. 110 Wer im Hertzen wil erfahren 62 Wer in dem Schutz des H, 308 Wey ———————— Wer ist wol wie du, JEsu. 6 Wir haben itzt vernommen 7 Wer kan vor dir, vHErr best. 2g9a Wir Meuschen sind in Adam Wer nur den lieben 0te last 429 Wir Meuschen sind lebendig— Wer recht die Pfingsten feyren 149 Wir Menschen sind zu dem d ug Wer schbtent halt 4754 Wir seusßen mit Verlaugen 14 Wer sich duͤneken laͤst, er steh. do Wir singen dir Immannel 0 Wer sich im Geist beschneidet 37 Wo fliehst du armer Sunder 31 bermal Wer uͤberwendet, soll vom H. 19 Wo GOtt der HErr nicht bey z Abern Wer weiß/ wie nahe miv mein vo8 Wo GOtt zum Haus nicht 3 ach es sche Wer wil, was GOtt auserw. 483 Wohlan alle, die ihr durstig z Ach Ott Wer wohl guf ist und gesund 169 Wohl dem, der in Gottes⸗ Ach GOtt Wie groß ist deine Herrlichk. 539furcht steht 5½% darein u Wie ist die Welt so Feiudsch. 433 Wohl dem, det vest im Glau⸗ barmen, Wie ist es moͤglich, hoͤchstes 196] ben steht 4/Ach HErr, Wie ist es so lieblich, wenn 433 Wohl dem Menschen, der an Ach schone Wie lieblich sind doch deine 1a6 Wohl mir, JEsu, du bist todt uu, Ach füsfes Wie nach einer Wasserquelle 484 Wo ist der Weg, den ich muß 1. Ach wenni Wie schon ist doch HErr JEsu 533 Wo ist meine Sonne blieben Ach wenn Wie schoͤn leucht uns der Wo ist mein Schaͤflein, das 22, Ach wer se Morgenstern vom Zirm. 158 Wollt iht den HErren finden 4%% Ach wer d Wie schon leucht uns der Wo mein Schatz liegt, ist 3 Ach wie be Morgendern voll nad aes Womit soll ich dich wohl Allein aufe Wie soll 10 dich enpfangen 37 Woran fehlts imermehr 4½ Alle Welt! WWie önlichat dein euer 184 Wo soll ich flieben hin, weil 30 Als IEsus ie troͤstlich hat dein treuer 309 Wunderbarer Koͤnig, Herr⸗ Auf mein. Wie viel fuͤse Nahmen hat 239scher von uns allen Ian Auf, aufmi Wie wird doch so gering die 6 Wunderlich ist GOttes Schi⸗ Aund O? Wie wohl hast du gelabet 296cken, wunderlich 4½ Auf denNe Wie wohl ist mir, v Freund 395. Aus der Ti Wie wohl ist mir in ueiner 429 Derslieh, mein Geist, in n Wir Christenkrut haben 49 5 Zeuch ein zu deinen Wir dancken dir, HErr JEsu Thoren, sey meines 14½ Marmhe Christ, daß du vom Tod 126 Zeuch meinen Geist, 9 HErr z Bede Wir dancken dir, HErr JEsu Zeuch mich/ zeuch mich, mit z Befiehl det Ebrist, daß du fuͤruns 107 Sion klagt mit Angst und% Bestell de Wir dancken dir, HErr JEsu Zu dir erheß ich meine Sinnen 3 Bis gegru Christ, daß du gen 132 Zu dir, H rr JEsu, komme 290 Bist du E Wir glauben all an einen 137 Zum Bilde GOttes war der un Duch ent ö Vrunnaue — * 2 eee S I C N Vreutz u — as Gi Das Das isi je Das neug IIIe Das walt Fenn Das walt ernommen n ind in Adam ind lebendig ud zu dem v u Verlaugen 10 Immanuel% ner Sünder zu Err nicht bey zy Hus nicht 53. ihr durstig 21 in Gottes⸗ 7 est im Glau⸗ 3 YIIEPEEE schen, der 2 du bist todt in den ich muß nne blieben 4 aflein, das 227 rren finden 40 liegt, ist 365 ich wohl 20 nermehr 4 hin, weil 30 nig, Herr⸗ llen 41 Ottes Schi⸗⸗ ch 4a zeist, in u deinen eines 4 ist, HErr 2 mich/ mit zn igst und 4 eine Sinnen 39 su, komme 29 es war der 1 — 255 1* Vrunnauell aller Liebe 1* 43 Register zum zweyten Anhang. bermal ein Jahr verflossen 698 Abermal ist eins dahin 609 Ach es scheint ich sey verlassen 635 Ach GOtt ich muß in Traur. 728 Ach GOtt vom Himmel sieh darein und laß dich das er⸗ barmen, wie uͤbel gehts 677 Ach HErr, wie lange willt du 698 Ach schone doch o grosser 640 Ach suͤsses Wort fuͤr arme 640 Ach wenn ich dich mein Gott 62 Ach wenn kommen doch die 728 Uch wer schon im Himmel 744 Ach wer doch dald hinuͤber 691 Ach wie betruͤbt sind fromme 699 Allein aufsz Ott setz dein Vert.6va Alle Welt was lebt und webet 678 Als JEsus Christus in der 634 Auf mein Hertze, ruͤste dich 635 Auf, auf mein Geist betrachte 693 A und O Aufang und Ende 635 Auf den Nebel folgt die Sonnes7ꝰ Aus der Tiefen rufe ich, zu dir 41 Boumherdiger Vater hoͤch. 699 Bedencke Mensch das E. 738 Befiehl dem HErren deine 701 Bestell dein Haus denn du 729 Bis gegruͤßt duͤKoͤnigs⸗ Kam. 611 Bist du Ephraim betrübet 641 Brich durch mein angefochtn.611 Brich entzwey mein armes 612 653 Caut und Christ sind stets 701 as Grab ist da, hier keht 729 Das ist mir lieb, daß G. 702 Das isi je gewißlich wahr Das neugebohrne Kindelein 609 Das walt mein G)tt 554 Democh hleib ich stets an dir 654 63⁰0 2— Gott die Morgenr. 893 Den HErren meine Eeel erh. 627 Den HErrn mill jetzt singen 680 Den Vater dort oben Der du hast fuͤr mich gehuͤsset 613 Der Glaube macht allein 651 Der HErr ist mein getruer 630 Der Tag vertreiht die finstre 795 Der Tod fuͤhrt uns zumLeben 7a Der wahren Christen gantzes 703 Die Uhr ist abgelaufen 730 Dir HErr will ich Lob singen 794 Dir sey es Heilger Geist gekl. 703 Diß ist die Nacht da mir ersch. 6oz Du bist ein guter Hirt Du liebe Unschuld du— Du siehest Mensch wie fort Du uͤber grosser wunderm. Durch blosses Gedaͤchtniß Ein Kind gebohr n zu Bethl. 6o⸗ Einen Trost weiß nur 655 Eitelkeit, Eitelkeit, was wir 694 65⁴4 731 703 6²3 Endlich, endlich muß es doch 704 Er fuͤhrt hinein, er muß auch 704 Ermune re dich nun aber mal 96 Eroͤfne dich, o schwacher 656 Errette mich mein Leben 706 Erschein du Morgenstern 396 Erschrecklich ist es das man 739 Erweitert eure Pforten 600 Es ist nicht schwer ein Christ 7a3 Es sey ferne von mir ruͤhmen 613 Es sind die Zeichen nunmehr 740 Es sind schon die letztendeiten 741 Ewig sey dir Lob gesungen 6or Ey mein Hertz sey unverzagt 62 Ey was frag ich nach der Erd 6 zahr nur hin, du schnoͤde 66/ Flügel, Fluͤgel, Fluͤgel her 746 Freu dich, du werthe Christen Eoa Freunde stellt das Weinen 731 Feich ach Friede, ach goͤttl. 652 risch auf mein Seel und 7⁰06 Fuͤr Gericht, HEir JEsu steh 643 Oal 99 6⁴4a Register zum zweyten Anhang. Ga und Wirth der fromm. 7o8 „Geht ihr traurige Ged. 699 Geisterfullte Freuben⸗Zeit 62 Gib daß ich mich und dich erk. 660 Gluͤck zu Ereutz von gantzen 707 GOtt der du heilig bist, wir 699 HOte, der Juden, Gott der 61 Gott des Suͤte sich nicht 638 GOttes Sohn ist kommen 602 GOrttes und Marien Sohn 6⁰³4 GoDit faͤhret auf gen Himmel 624 Gott heut endet sich die 399 Gott ist mein Heil, Gluck 660 Ott ist mein Licht, er ist 68⸗ GOtt laß unsZeit und Ewigk. 732 Sott uuser Vater, der du bist 722 SOtt weiß es alles wohl zu 622 Groß in die Quaal, HErr 643 He Danck mein frommer 661 Hast du denn JEsu dein 709 HErr der du vormals hast 709 Herr dir trau ich all mein 680 HErr fuͤhre mich auf rechten 661 HErr Hott, du bist ja für 732 HErr JEsu Christ mein Leben 733 Err, warum trittest du so 630 HeErr weun ich dich nur 651 HErr wie lange willt du 7¹0 Hertzallerliebster Gott 662 Hertzog unsrer Seeligkeiten 694 Heut ist das rechte Jubel Fest 625 Hier ist mein Hertz, HErr 695 Hier lieg ich armes Wuͤrmel. 734 Hilf afmem gehts doch 696 nauf mein Hertz mit den 742 Bochlar Formirer der 68² TJacobs Stern, du eicht der 6oz Ich bin betrübt, und 644 bin ein Mensch von Got. 462 dancke dir o GOtt 397 erhehe HBErr zu dir 710 habe Lust zu scheiden 734 hab mich GOtt ergeben 735 hab ost bey mir selbst bed. 663 habs verdient, was wil 711 halte GOtt in allen stille 664 komm o hochster GOtt 644 steh an deiner Krippen 605 trau auf GOtt in allen 65⸗ i SSSSISSISSISIIe 4 Jehova, dein Regieren macht 63 Nun Ich weiß ein Blůmlein hubsch ey Ich will erhoͤhen immerfort 633 IEsu du mein liebstes Leben 6³ IEsu, JEsu, meine Sonne 673 IEsu liebster Schatz der 646 JEsus, JEsus nichts als J. 674 IEsus lebt, so leb ich auch 630 JEsu wollst uns weisen 6z Ihr liebenChristen freut euch 7 In Gottes Namen fang ich 665 In den Leben hier auf Erd. e. Israel bekehre dich 6⁴⁹ Iñ Ephraim nicht meine Cronis Ists, oder ist mein Geist 746 Keneweder meine Seele 629 Kein Stuͤndlein geht 73 Kinder lernet euch wohl schick. Komm beug dich tief mein 6860 Komm Creutzes⸗Last du 7n Kommt ihr traurigenemüt.713 Kommt und laßt uns Christ. 610 Liehster JEsu in den Tagen 640 Lobet den HErrn alle die 597 Lobet den HErrn und danket 799 Lobet GOtt unsern HErrn 685 Meinen lebesGott ergeb 713 Meine Seele laß es 669 Meine Seel ist in der Stille 714 Mein GOtt erschaffen hast du 566 Mein Hertze schwinge dich 606 MeinHertzens⸗Vater weint 736 Mein Esu, wie du willt 666 Mensch sag an, was ist dein 751 ichts betruͤbters ist auf 70 Nun dauckt GOtt ihr C.620 Nun hat⸗ Nacht, du eitles 69—6 hat das heilgeOttes 621 Nur unbetruͤbt, gequaͤltes 667 O Angst und Leid, 5 646 O du allertiesste Liebe 66ν OEtwigkeit du Donnerwort 742 O Sott du hoͤchster Gnaden 631 O Gott was ist das fuͤr ein 74/ O Gott wer dieses Leben 748 Ohoͤchstes Werck der Gnaden 60/ 0 OJels — O JEsu d O JEsu, d O Jsu d O ihr aus OMensch OMensch O Mensch O so hast O Suͤnde O theures OVaters O Vater O welch ei Schaf Sck Schweige Seele, wo Selig sin Selig/we Sey mir Sey unve So bin ic Sollen H Soll ich Soll ich! Sorge, X So will Such we Taum aler Ver Verzage Von Ada Von dir —— nlein huͤbsch e⸗ immerfort 65⸗ ieren macht o bstes Leben 673 ie Sonne 673 hatz der 644 chts als J. 674 ich auch 6³²⁰ weisen 694 freut euch 74 en fang ich 665 rauf Erd. 664 — 69 meine Cron/ iꝛ u Geist 746 ine Seele 62 ein geht 733 wohl schick. 2 tief mein 634 rast dbu 71 genGemut.712 ins Christ. 610 den Tagen 6490 rn alle die 59/ ind danket 595 ö n HErrn 683 SOtt ergeb 7i ele laß es 669 der Stille 714 fen hast du 666 inge dich 606 ater weint 736 du willt 666 as ist dein 751 2 ers ist auf 710 Ott ihr C. 6²⁰ du eitles 69—6 ge GOttes 621 quaͤltes 667 eid, unerwort 743 r Gnaden 631 S fuͤr ein 747 Leben 748 er Gnaden 60/ OJeiu eid, 646 ste Liebe 6E Register zum zweyren Anhang. O JEsu du bist mein OSEsu, du Blume, Jungfr. 674 OJEsu du Ursprung der 675 Oihr auserwaͤhlten Kinder 749 O Mensch bewein dein Suͤnde 14 OMensch gedenck ans Ende 668 O Mensch schau JIEsum Ch. 617 O so hast du nun dein Leben 612 O Suͤnden⸗Mensch bedenck 744 Otheures Blut, o rotheFluth 618 OVaters Hertz, o Liebes 676 OVater sieh wie mich 669 O welch ein unvergleichlich 634 Schaffet, daß ihr selig 669 Schrecklich Zittern 646 Schweige mein Gemuͤth nicht 715 Seele, warum plagst du dich 6²/ Selig sind zu schätzen 6³¹ Selig/wer ihm suchet Raum 619 Sey mir tausend mal willk. 716 Sey unverzagt o frommer 551 So hin ich nun nicht mehr ein 726 Sollen HErr die Eifers 716 Soll ich denn JEsu mein 717 Soll ich nach deinen Willen 6388 Sorge, Vater sorge du, sorge 629 So will ich JEsu dich nicht 639 Such wer da will, ein ander 6oa Trumyf, Triumpf es 621 ater aller Gnaden 632 Verwundter Heiland 619 Verzage nicht du Haͤuflein 635 Von Adam her so lange Zeit 603 Von dir liebreicher Gott 638 697 Woh auf mein Hertz die 62² Wacht auf ihr Meusch. 64/7 Warum betruͤbst du dich und 717 Was Gott gefaͤllt mein 716 Was kan uns kommen an fuͤr 719 Was Lobes soll'n wir dir o 632 Was soll ich doch, o Eyhraim 712 Was traurest du mein 736 Was willt du mein Hertz 89ꝰ Weg Traurigkeit, weich 670 Welt Ade, ich bin dein muͤde 74 Wonn dein hertzliebster Sohn 620 Wenn einer alle Kunst und 690 Wenn ich betracht mein 648 Wenn ich die heilgen zehn 633 Wenn wird doch mein JEsus 720 Wer nur mit seinen GOtt 727 Wer seinen JEsum recht will 67/7 Wie fleucht dahin der 733 Wie GOtt mich fuͤhrt, so will 6ꝰꝰ Wie heilig ist der Ort, an 626 Wie lang, o HErr, wie lange 720 Wie schoͤn ist unsers Koͤnigs 750 Wies GOtt gesaͤllt so gefaͤllt 690 Wie wohl ist mir, daß ich 7³6 Wo denck ich armer Mensch 721 Wohl dem, dem GOtt all 648 Wohl dem, der den HErren 671 Wohl dem der sich auf seinen 671 Wohl dem der sich mit Fleiß 572 Wohl recht wichtig und recht 3⸗/ Wo soll ich hin, wer hilfet 649 Wo soll ich mich hinwenden 6o Wunderbarer Gnaden 60⁰⁸ Zun, gib dich nur zufrieden 22 Zweyerley bitt ich von dir 67⁴ ane 2 temt c Heil jetzt ne glanbtenz V gen, der Tag so lasset ut der Finstert Waffen des barlich wan nicht in F nicht in Ke nicht in Haf ziehet an Christ, und also/ daß er 2 5 uze Jahr, 4* Di r 8 Zoun⸗ unld Fest⸗Tage durchs in den Evangelischen gelesen zu werden. ** Vieben Wudrn Hüi solches wissen, naͤmlich V die Zeit, daß die Stun⸗ . de da ist, Rufzustehen vom Schlafs: Csintemal unser Hesl jeßt naͤher ist, donn da wirs ö glaubtenz. die Nacht ist vergan⸗ ö gen, der Tag aber Iemd kommen⸗ lasset uns ablegen die Werke insterniß, und anlegen die en des Lichts Lasset uns ehr⸗ barlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern ziehet an den HErrn IEsum Christ,/ und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Ades am e1 100 90 ů Baͤumen, und streueten sie auf Das Volk aber, das und urr ch. Väftannen deun chrie des Advents)5, Mztth. 21. v. 19. D5 sie nun nahe bei. Zeru/ saͤlem kamen, gen Beth⸗ phageé an den Oelberg, sandte IEsus seiner Juͤnger zween, und aunh ih ihnen: Olhet hin in den ÄFlecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselinn finden angebunden, Und ein Fuͤllen bei ihrz loͤßet sie auf, und fuͤhret sie zu mit Und soreuch jemand etwas wird sagerh sosprecht: Der HErr bedarf iht/ so bald wird er sie euch lassen. Das gesehah aber alles, guif Durch den wuͤrde, das gesag ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: Siehe Lant Ront kommt zu 95 sanftmüthig, und reitet auf ei⸗ nem Esel, und auf einem Füͤllen der lastbaren Eselinn. Die Jünger gingen hin, Hen thäten, wie ihnen IEsus befo legten ihre Kleider drauf, und satzten ihn drauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg, die andern hieben Zweige— den den Weg. und sprach ianna dem Sohn Oaund Gbet ey, der da kommt ö im Namen des HErrn, Hosianna in der Lhel A Ei len hatte, und brach⸗ ten die Eseliůn und das Fuͤllen, und visteln und kevangelia, 2 — Epistel am 2 Sonntage des Advents, Roͤm. 15, 4% ie ben Bruͤher! waͤs aber zu⸗ vor geschrieben ist, das ist uns zur Leyre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Troͤst der Schriit Hoffnung haben. Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesin⸗ net seyd untereinander, nach IE⸗ su Christ. Auf daß ihr einmuͤthig⸗ —.— lich mit einem Munde lobet GOtt und den Vater unsers HErrn IEsu Christi. Darum nehmet euch untereinander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen, zu GOttes Lobe. Ich sage aber, daß JEsus Christus sey ein Die⸗ ner gewesen der Beschneidung, um der Wahrheit willenGOttes, zu be⸗ staͤtigen die Verheissung, den Vaͤ⸗ tern geschehen. Daß die Heiden aber Gott loben um der Barm—⸗ herzigkeit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden, und deinem Namen singen. Und abermal syricht er: Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk. Und abermal: Lobet den HErrn alle Heiden, und preiset ihn, alle Voͤlker. Und abermal spricht Esaias: Es wird seyn die Wurzel Jesse, und der auferstehen wird zu herrschen über die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfuͤlle euch mit al⸗ ler Freude und Friede im Glau⸗ ben, daß ihr voͤllige Hoffnung ha⸗ bet, durch die Kraft des Heiligen Wwangelium am 2 Sonntage des Advents, Luca 21. v. 2536. Und es werden Zeichen gesche⸗ hen an der Sonnen, und Mond, und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange seyn, und werden zagen; und das Meer und die Wasserwogen wer⸗ den hrausen, und die Menschen — 4 7— werden Warten der vor Furtht ö die und vor Warten der Dinge, da köommen sollen auf Erdm; denn auch der Himmel Kraͤftessh bewegen werden. Und alsdamn werden sie sehen des Sohn kommen in den Wolleh, mit grosser Kraft u ö Wann aber dieses ansaͤhet zu gy schehen, so sehet eure Haupter auf, darum, daßsssh eure Erloͤsung nahet. Und er sz te ihnen ein Gleichniß: Sehetahl den Feigenbaum, und alle Bih te, sandte mo; wenn sie jetzt, und etss sehet ihrs an ihnen, und merit daß jetzt der Sommer nahe ff Also auch ihr, wanu ihr dieß gi Wüls verborget und Herrlichkee“ Herzen einem jeg auf und hehn sehet angehen, so wisset, daß du. Reich GOttes nahe ist. Wahrssh ich sage euch: Dieß Geschlecht is nicht vergehen, bis daß es allesg schehe. Himmel und Erde min den vergehen, aber meine Wonn vergehen nicht. Aber huͤtet en daß eure Herzen nicht beschwen werden, mit Fressen und Saush und mit Sorgen der Nahrulh. und komme dieser Tag schus über euch: Denn wie ein Falllins wird er kommen, über alle, dieah, Erden woͤhnen. So seyd nun cker allezeit, und bethet, daß in wuͤrdig werden moͤget, zu eutsih. hen biesem allen, das geschehn soll, uad zu stehen vor des Mu schen Sohn. 188 Epistel am 3 Sonntage do Advents, 1 Cor. 4, 1. fuͤr halte uns jedermamm a D naͤmlich fuͤrChristus Dien und Haushalter uͤber Goth Geheimnisse. Nun suchet mi nicht mehr an den Haushalten denn daß sie treu ersunden mi den. Mir aber ists ein Geringih daß ich von euch gerichtet werdh oder von einem mienschlichen d ge/ auch richte ich mich selbst nicht Ich bin mir wol nichts bewußt aber darjnnen bin ich nicht reyt rechtfertit der mich nicht vor kommt/ Licht brir Herzen o wiederfah Evangel des Adve Ja abe niß und ließ i da komme nes ander wontere, het hin, der, was i Blindens die Aussä Cauben 6 auf, und angelium ist, der si. Da die hi zu reden,; ne: Was gen in die tet ihr ei Wind hin was seyd sehen? W. in weicher he, die da sind in de was seyd sehen? N ten sehen auch meh Denn die ben stehet — achten vor Funh u der Dinge, dig llen auf Erdm; immel Kraͤstesch 1. Und alsdaun en des Menshig in den Wollih, tund Herrlichken es anfaͤhet zu gu t. auf und heh f, darum, daß sih ühet. Und er sh ichniß: Seheteyl , und alle B—iy zt ausschlagen nen, und mierst, ommer nahe ff. zanu ihr dieß alh — 1 o wisset, daß du ihe ist. Wahrlh, eß Geschlecht wß bis daß es allesg Aund Erde unn ber meine Wom Aber huͤtet 100 nicht beschwen sen und Sauseh n der Nahrlhh eser Tag schull wie ein Fallsiu uͤber alle, die aj So seyd nun d bethet, daß ij moͤget, zu entsin. u, das geschehn en vor des Mi Sonntage de Cor. 4/ 1½. uns jedermamm Christus Dieng. uͤber G run suchet mun en Haushalten, u erfunden min ists echtet win gerichtet werd menschlichen d mich selbst nicht nichts bewußt in ich nicht/ reyl. yistem und Evangelin. rechtfertiget Der HErr ists aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der HErr kommt, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rath der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob wiederfahren. Evangelium am 3 Sonntage des Advents Matth. 11. v. 2⸗10. VJa aber Johannes im Gefaͤng⸗ niß die Werke Christi hoͤre⸗ te, sondte er seiner Juͤnger zween, und leß ihm agen? Bist du, der da kommen sok, oder sollen wir ei⸗ nes andern wayten? JEsus ant⸗ worxtete, und syrach zu ihnen: Ge⸗ het hin, und saget Johanni wie⸗ der, was ihr sehet und hoͤret: Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussaäͤtzigen werden rein, die Cauben hoͤren, die Todten stehen auf, und den Armen wird das Ev⸗ angelium geprediget. Und selig ist, der sich nicht an mir aͤrgert. Da die hingingen, fing JEsus an zu reden, zu dem Volk von Johau⸗ ne: Was seyd ihr hinaus negan⸗ gen in die Wuͤsten, zu sehen? Woll⸗ tet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her wehet? Oder was seyd ihr hinaus gegangen, zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Sie⸗ he, die da weiche Kleider tragen, sind in der Koͤnige Hausern. Oder was seyd ihr hinaus gegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Prophe⸗ ten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist, denn ein Prophet. Denn dieser ists, von dem geschrie⸗ ben stehet: Sie he, ich sende mei⸗ nen Eugel vor dir her, der deinen eg vor dir bereiten soll. Epistel am 4. Sonntage des Ad⸗ venrs, Phil. 4,427. ö Lirben Bruͤder, freuet euch in dem HErren allewege, nnda⸗ bermal sage ich: Freuet euch. taufe mit Wasser, aber er ist mit⸗ Eure Lindigkeit Laffet dund seyn allen Menschen. Der HErr ist na⸗ he. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Ger beth und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede GOrtes, welcher hoͤher ist, denn alle Vernunft, bewahre eu⸗ re Herzen und Sinne in Christo Esu. 1600 1.41½4 115 Tvangeltüm am 4 Sonntage des Adveuts, Joh. I. v. 194½28. 1 nd dieß ist das Zeugniß Johan⸗ nis, da die Juden sandten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn sragten: Wer bist duẽ Und er bekannte, und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht Christus. N d0 fragten ihn: Was denn? Bist du Elias? Er sprach: Ich bins nicht. Bist du ein Prophet, und er antwor⸗ tete: Nein. Da sprachen sie zu ihm; Was bist du denn, daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben? Was sagest du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wuͤsten, richtet den Weg des HEtrn, wie der Prophet Esaias gesagt hat. Und die gesandt wa⸗ ren, die waren von den Pharisaͤ⸗ ern, und fragten ihn, und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Eli⸗ as, noch ein Prophet? Johannes autwortete ihnen und sprach: Ich ten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der ists, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, deß ich nicht werth hin, daß ich seine Schuhrie⸗ men aufloͤse. Dieß geschah zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes taufete. Epistel am Seil. Christtage, %.. Eꝰ ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Meu⸗ A 2 schen 1 ö. 1** Sesttag, Esa.„17. naches der Heideu viel; damit I machest du der Freuden nicht viel. * Erndte, wie man froͤlich ist, wenn I. chen, wie zur Zeit Midian. Denn I. aller Krieg mit Ungestuͤm, und 41 Herrschaft ist aufseiner Schnlter. +* ö Ende, auf dem Stuhl David und Episteln und Evangelia. schen, und zuͤchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungottliche Wesen, und die weltlichen Luͤste, und zuͤchtig, gerecht und gottselig leben in dikser Welt, und warten auf die selige Hoffnung und Er⸗ scheinung der Herrlichkeit, des grossen GOttes, und unsers Hei⸗ landes JEsu Christi, der sich selbst suͤr uns gegeben hat, auf daß er uns erloͤsete von aller Ungerech⸗ tigkeit, und reinigte ihm selbstein Volk zum Eigenthum, das fleis⸗ sig ware zu guten Werken. Sol⸗ ches reds und ermahne, und stra⸗ le mit gantzem Ernst. Laß dich ö niemand verachten. Eihe andere Epistel auf diesen. ö ö D. Volk/ so im Finstern wan⸗ ö delt, siehet ein grosses Licht, und uͤber die da wohnen im Fiv⸗ stern Lande scheinet es helle, Du Vor dir aber wird man sich freu⸗ en, wie man sich freuet in der man Beute augtheilet. Denn du hast das Joch ihrer Last, und die Ruthe ihrer Schulter, und den Stecken ihres Treibers zubro⸗ blutig Kleid wird verbrannt und mit Feuer verzehret werden. Denn uns ist ein Kind gebohren, ein Evangelium am heit Christ⸗ tage, Luc. 2. v. 214. Es begab sich aber zu der Zut, daß ein Geboth ö Augusto ausging, daß alle Wit geschäͤtzet würde. Und diese Schz, hzung war die allererste, und ge 00 zur Zeit, da Cyrenfus Land. pfleger in Syrien war. Und jeden mann ging, daß er sich 2——— liesse, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich der Giadt ö aus Galiläa, atis der Stadt Nu jareth, in das Jüdische Land, zu⸗ Stadt Daoid, die da heisset Beih lehem, darum, daß er von den Hause und Geschlechte nl war, auf daß er sich schaͤtzen lj mit Maria seinem vertraute daß sie gebaͤhren sollte: Und bahr ihren ersten Sohn, u ihn in eiue Krippe; denn ten sonst keinen Raum Herber ö in derselben Gegend auf dem Fel de bei den Hürden, die hütktn des Nachts ihrer Heerde. Un ö siehe, des Herrn Engel trat l ihnen, und die Klarheit da HErren leuchtete um sie, und s fuͤrchteten sich sehr. und der Eu gelsprach zu ihnen? Fͤrchtet elch nicht, siehe, ich verkundige euch rfahren wird. Denn euch Sohn ist uns gegeben, welches Und er heißt Wunderbar, Rath, Iürt. ufe ewig Vater, Friede⸗ ürst. groß werde, und des Friedens kein seinenn Koͤnigreiche, daß ers zu⸗ Lig Bat Zeichen: „Auf daß seine Herrschaft Kind in Windeln getoickelt, u in einer Krippe liegen. Und alh bald war da bei dem Menge der himimlischen Heerscha⸗ heute der. Heiland gebohreu, wel cher ist Chkistus der HErr, in den Stadt David. Und das habt zun Ihr werdet finden das Engel dit richte und starke mit Gericht und Gerechtigkeit, von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird thun der ö Eiser des HBErrn Zebaoth. ——— reu, die lobeten GOtt, Und syra⸗ chen: Ehre sey GOtt und Friede auf Etden, und den Menschen ein Wohlgefallen GOtt in der Hoͤhe, — Epi Epistel am am Tage St rers, Ap. Ge 14%ap. vom Kaser Stephanu. bens un der und grof Volke. Da von der Schi Libertiner, u der Alexande %0aus Ciliéia'! befragten sich sie veimogte hen der Wete der da nedete etliche Män Wir haben Weibe, die war schwanger. ud als sie dafelbst waren, kam die Zel sie gy 18 nd m6 ckelte ihn in Windeln, und legl sie hab in 80 e. Und es waren Hirth Deost Freude, die allem Volk wi keit worte reden, der G0 TT. Volk, und d Schriftgeleht herzu, und fuhreten ihn stelleten false sprachen: D nicht auf zu wider diesel Gesetze. De hoͤren sagen: jareth wird d und aͤndern Moses gegebe auf ihn alle/ Lieben Bruͤd iu zc. Ihr beschnittene ren, ihr wid 000 0 so auch ihr z reten, gings und histen di uͤber ihn. A inniet Himimiel/ un Gottes plden und Evangelia. 75 —— 1 heit. Ehris⸗ Epistel am 2. Christtage oder . v. 2%.am Tage Stephani, des Maͤrty⸗ über zu der Zut, rers, Ap. Ges. am 6. v. 3.15.und 13 all—W— ceap. 7. v. 1460. alle Wit Stephanus aber, voll Glau⸗ Unnd diese Sch⸗O bens und Kräfte„that Wun⸗ erersie, und ge der und grosse Zeichen unter dem 7½½½ Volke. Da stunden etliche auf er sih che lhon der Schule, die da heisset der in seine 22 Libertiner, und der Corener, und ch un Vosnh der Alexanderer, und derer die der— 87 90 aus Eilleia und Asia waren, und ische Land befragten sich mit Stephand. Und dahe set Dah sie vermogten nicht zu widerste⸗ aß Rr vond hen der Weisheit und dem Geiste, lechte Dahttz der da redeke. Da richteten sie zu chschͤten l etliche Männer, die sprathen: n Dertra Wir haben ihn gehoͤret Laͤster⸗ ahunger, 110 worte keden, wider Mosen und wi⸗ , fam die3 der 6 TT. und beuegter dr⸗ „Kan die Zul Volk, und die Aeltesten und die — 2 llte: Und sie gy Schriftgelehrten: Und traten n, und 0 e und il en ihn hin, und eli/ und legt ül hreten ihn vor den Rath. Und NRaum sie ha 4* stelleten falsche Zengen dar, die waren 5 sprachen: Dieser Mensch hoͤret af den Dünh nicht auf zu reden Laͤsterworte 1„ ö. Hülun wider diese heilige Staͤdte, und 90 1 1 Gesetze. Denn wir haben ihn Eng. hoͤren sagen: JESuS von Na⸗ K he 0 6 jareth wird diese Staͤdte zerstoͤren, im f, o und Andern dis Sitten, die uint und de und st Moses gegeben hat. Und sie sahen Jurchte er Ei auf ihn alle, die im Rath sassen; 1014500 uund sahen sein Angesicht wie 16 Tkündiqe euh nes Engels Angesicht. Lein Volk zoih prach der Erater 000 euch i dem also? Er aher srach: ebohreu, we Lieben Bruͤder und Viter, horet r HErr, in der iu de. Ihr Halsstarrige und Un⸗ r inden da beschnittene an Herzen und Oh⸗ et h 1f1 daß ren, ihr Vidersttebet allezeit dem zetoickelt, u heiligen 6 wie eure Vaͤter, al⸗ au Enet l so auch ihr ꝛe. Da sie solches ho⸗ 90 ngel die reten, gings ihnen durchs Herz, 9%0 Heerscha und hissen die Zähne zusammen 77 der. Wyre, über ihth. 4½0 aber volliheili. — er Hoͤhe, ges Gei 157 war, sahe er a Viilsch eu, und: Den 5090 Rick ulld suhe die Hertli gefallen! Epl keit GOttes, und Jsum siehen zur Rechten GOttes und sprach? Siehe ieh sehe den Himmel offen, und des Menschen Sohn zur Rech⸗ ten GOttes stehen. Sie schrien aber laut, und hielten ihre Ohren zu, und stuͤrmeten einmuͤthig zu ihm ein; stiessen ihn zur Stadt 1e San und steinigten ihn. Und ie Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fuͤssen eines Zuͤnglings, der hieß Saulus. Und 1 Ste⸗ phanum, der aurief, sprach: HErr JEsu, nimm meinen Geist auf! Er kniete aber nieder, und schrie! laut: HErr boͤhalte ihnen diese Suͤnde nicht! Und als er das Relegeen schlesen 3•6 Evangel. am 2. Christtage, oder am Tage Stephani des 94 22933 ers Matth. az. 47 3 39. aheis VEsus sprach zu den harisuͤern Schriftgelehr⸗ ten und Obersten der Juͤden: Darum, siehe! ich sende zu euch Propheten und Weisen, und Schriftgelehrten; und derselben werdet ihr etliche toͤdten und ereuzigen, und etliche werdet ihr geisseln in euren Schulen, und wwerdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern, auf daß uͤ⸗ ber euch komme alle das gerechte Bluͤt, das vergossen ist auf Erden von dem Blut an des gerechten 4Abels, bis aufs Blut Nacharias, BarachiaͤSohn, welchen ihr ge⸗ toͤdtet habt zwischen dem Tempel und Altar. Warlich ich sage euch: daß solches alles wird uͤber dieß Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem die du toͤdtest die Rro⸗ pheten, und steinigest, die zu dir gesandt sind, wie ost habe ich dei⸗ ne Kinder versammlen wollen, wie eine Henne versammlet ahre Küchlein uͤnter⸗.— und ihr hab tgewoll euer 9⁰ 3 0 Hen ich wuͤste elasen wer den. Denn ich suge euch: Vr wer⸗ A 3 det Episteln und Evangelia. det mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobet sey, der da kommt im Namen des HErrn. Epistel am 3 Christtage, oder am TageSt. Johannis desupo⸗ stels, Ebr. 1. v. 17114. 7 achdem vor Zeiten Go manchinal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vaͤtern durch die Propheten: hat er am letzten in diesen Tagen zu uns ge⸗ redet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat, zum Erben uͤber alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat. Welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlich⸗ keit, und das Ebenbild seines Wesens, und traͤget alle Dinge mit seinem kraͤstigen Wort, und hat gemacht die Reinigung unserer Suͤnde, duꝛch sich selbst: hat er sich gesetzt zu der Rechten der Maje⸗ staͤt in der Hoͤhez so viel besser worden, denn die Engel, so gar viel einen hoͤhern Nahmen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu wel⸗ chem Engel hat er jemals ge⸗ sagt: Du bist mein Sohn, hente habe ich dich gezeuget? Und aber⸗ mal: Ich werde sein Vater seyn, und er wird mein Sohn seyn. Und abermal, da er einfuhret den Erstgebohrnen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle GOttes Engel anbethen. Von den Engeln spricht er zwar: Er machet seine Engel Geister, und seine Diener Feuerflammen. Aber von dem Sohn: Gott, dein Stuhl waͤhret von Ewigkeit zu Ewigkeit! Das Seepter deines Reichs ist ein rich⸗ tiges Scepter. Du hast geliebet die Gerechtigkeit, und gehasset die Ungerechtigkeit. Darum hat dich, o Gott, gesalbet dein GOTT, mit dem Oele der Freuden, uͤber deine Genossen. Und du, HErr, hast von Ansang die Erde gegrün⸗ det, und die Himmel sidh heinet ? 197 9 1* 00 * Welt ist durch dasselbige gemacht IIII Hande Werk. Dieselbigen der ben. Und sie werden alle vernl⸗ ten wie ein Kleid; und wie ein Gewand wirst du sie wandehn, und sie werden sich verwanden. 51 Du aber bist derselbige, und deise Jahre werden nicht aufhoͤren. Evangelium am 3 Christtage, Joh. 1, 14%4. Im Anfang war das Wort, un das Wort war bei Dinge sind dürch dasselbige ga macht, und ohne dasselbige nichts gemacht, was gemacht is. In ihm war das Leben, und diz eben war das Licht der Mey schen. Und das Licht scheinet i der Finsterniß, und die Finsterss habens nicht begriffen. Es wa ein Mensch von GOtt gesandt, di hieß Johannes. Derselbige ka zum Zeugniß, daß er von dem kich zeugete, auf daß sie alle durch ih glaͤubten. Er war nicht das Licht sondern daß er zeugete von den ——— Lichte. Das war das wahrhastih Licht, welches alle Menschen a leuchtet, die in diese Welt kon men. Es war in der Welt, und dij Und die Welt kannte es nich Er kam in sein Eigenthum, ul die Seinen nahmen ihn ni auf. Wie viel ihn aber gufnah⸗ men, denen gab er Macht, GOtt Kinder zu werden, die an seinn Nahmen glaͤuben. Welche nich von dem Gebluͤt, noch von den Willen des Fleisches, noch vol dem Willen eines Mannes, soh — 3— dern von GoOtt gebohren sind 6 Und das Wort ward Fleisch, um wohnete unter uns. Und wir si hen seine Herrlichkeit, eine Hein lichkeit, als des eingebohrnge II Sohnei 0n bei GOtt, uuh 8 Gort war das Wort. Dasselbin war im Anfang bei GOtt. MR9 den vergehen, du aber wirst bleiz sohnes vom und Wahrhei Epistel am dem Hei LSo lange d so ist unter ihr te kein Unters Herr ist aller ist unter den egern, bis 5 vom Vat da wir Kinder efangen unt Satzungen. fuͤlle: war, sa Sohn, gebohr be, und unter auf daß er die tze waren, er Kindschaft en denn Kinder sandt den Gei eure Herzen, lieber Vater! Knecht mehr, der. Sluds⸗ auch Erben e um., Evangelium dem He 5½%. Lue. Ud sein wundert ihm geredet ⸗ segnete sie, v seiner Mutte gesetzt zu ein stehen vieler nem Zeichen durch deine daß vieler fenbar werd Prophetinn Phanuel, v war wohl b. bet sieben ne, nach i und war * ieselbigen wer⸗ aber wirst bleiz den alle vergz und wie ein sie wandehh, h. verwandeh. bige, und deihe t aufhoͤren. 3. Christtage, Aunmi das Wort, un hei GOtt, un rt. Dasselbig ei GOtt. Mle dasselb. ge ge dasselbige ss is gemacht is eben, und di cht der Mehh cht scheinet i die Finsterss ffen. Es wu t gesandt, dun Derselbige kah von dem bich alle durch i nicht das Lich gete von den Swahrhafti Menschen se Welt kon Welt, und ‚6 . zute es nich. genthum, un en ihn ni Mannes, sol bohren sind d Fleisch, um Und wir s it, eine Heid eingebohrne 15 Sohna stehen vieler in Israel; ich nem Zeichen, dem widersprochen wird. Und es wird ein Schwerdt durch deine Seele dringen, auf Episteln und Evangelia 7 Lohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit Epistel am Sonntage nach dem Seil. Christtage, Gal. 4, 1⸗7. ö ieben Bruͤder! Ich sage aber: So lange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knech⸗ te kein Unterscheid, ob er wol ein Herr ist aller Guͤter; sondern er sst unter den Vormundern und Pflegern, bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den ausserlichen Satzungen. Da aber die Zeit er⸗ fuͤllet war, sandte GOT seinen Sohn, gebohren von einem Wei⸗ be, und unter das Gesetz gethan; auf daß er die, so unter dem Gese— tze waren, erloͤsete, daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seyd, hat GOTT ge⸗ sandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abha lieber Vater! Also ist nun hie kein Knecht mehr, sondern eitel Kin⸗ der. Sluds aber Kinder, so sinds auch Erben GOttes durch Chriz m U 522 7. 8 Evangelium am Soũtage nach dem Seil. Christtage, Bt, Lue. 2, 33 ½400.. Urd sein Vater und Mutter wunderten sich deß, das vou ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie, und sprach zu Maria seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Warl und Aufer⸗ rael; daß vieler Herzen Gedanken of⸗ fenbar werden. Und es war eine Prophetinn, Hanna, eine Tochter Phauuel, vom Geschlecht Aser, die war wohl betaget, und hatte gele⸗ bet sieben Jahr mit ihrem Man/ ne, nach ihrer Jungfrauschaft; und zu ei⸗ vier und achzig Jahren. Die kam nimmer vom Temrel, dienete GOtt mit Fasten und Bethen Tag und Nacht. Dieselbige trat auch hinzu, zu derselbigen Stunde, und preisete den HErrn; und redete von ihm zu allen, die auf die Erloͤ⸗ sung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten, nach dem Gesetz des HErru, keh⸗ reten sie wieder in Galilaͤam, z ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs, und ward stark im Geist voller Weisheit; und GOt⸗ tes Gnade war bei ihm. ö Epistel am neuen Jahrstage, Galat. 3, 2329. Ebe denn aber der Glaube kam, wurden wir uuter dem Gese verwahret, und verschlossen a den Glauben, der da sollte ossenba⸗ ret werden. Also ist das Gesetz un⸗ ser Zuchtmeister gewesen auf Chri⸗ stum, daß wir durch den Glauben erecht wuͤrden. Nun aber der laube kommen ist, sind wir nicht mehr uuter dem Zuchtmeister. Denn ihr seyd alle GOttes Kin⸗ der, durch den Glauben an Chri⸗ sto JEsu. Denn wie viel eurer ge⸗ tauft sind, die haben Christüm angezogen, Hier ist kein Juͤde noch Grieche; hier ist kein Knecht aoch Freier; hier ist kein Mann no Weib; denn ihr seyd alliumal einer in Christo JEsu. Seyd ihr aber Christi, so seyd ihr ja Abra⸗ hamo Saamen, und nach der Ver heissung Erben. Evangelium am neuen Jahrs⸗ tage, Luc. 2. v. 21. Ud da acht Tage um waren, daß das Kind beschuitten wür⸗ de: da ward sein Name genennet JEsug;; welcher genennet war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. Epistel am SZonntage n. dem neuen Jahr, 1 Petri 4. v. 12: 19. und war nun eine Witwe bei Thr Lieben, lasset euch die Hitze, S. so 8 Episteln und Evangelia so euch begegnet, nicht befremden, Evangelinm am TSenntzee Aechelaus I I a N o (die euch wiederfaͤhret, daß ihr 3ah dem Neuenjahr e Aunn wau⸗ versuchet werdet,)als wirderrühre Matth. 2, 13723. Herobis, fil euch etwas selisantes; sondern ö e e dumen. sreuet euch, daß ihr mit ChristoWa sie aber hinweg getogn er Besehl v leidet, auf daß ihr auch, zur Zeit waten, siehe, da erschien In die Oerter der Offenbarung seiner HertlichEngel des HErrn dem Josech“ des; Und' keit/ Freude und Wonne haben int Trausi, und sprach: Stehe der Stadt, d meget. Selig seyd ihr, wenn ihr guf, nd nimmm das Kindlein und Aufbaß erft neschmäher werdet uüber dem Nax keine Mutter an dir, und sleuchiu faget ist dur men Sristi. Denn dercheist, der. Egyptenland, und bleib Aldn 1 Nazarer n Geist der Herrlichbeit und bis ich bir sage; denn es ist dun stel Ain Oodttes is,ruhet ank euch. Beihanden, daß Herodes ons Kis Epistel am Ihnen ist er herlästert; aber beilein suche, daffelbe umzubrin)n Nans ruch ist er gpresset. Niemand Und er stünd Auf, und nahm MNache d aber unter euͤch leide als ein Moͤr⸗Kindlein und seine Mutter zu sih)“. Denn der, oder Dieb, oder Uebelthäter, dei der Nacht, und entwich in die Herrlich eer der in ein frend Amt grei⸗gypteuland; umd blieb allon i. auf über dir fet. Lerdet er aber als ein Ehrist, nach dem Tode Herodis. M demeer sseh nicht zer ehre abel daß erfͤllet würde, das der e. Duufel die 1% Itein solchet Fall. Denn es durch hen Propheten gesagt hn. dir gehet an is Zeit, daß anfabe das Herichte Aus Egypten hab ich nteingl Herklichkeit an dem Hause GBttes. So abet Sohn gerufen. Da Herodes nu Udd die Inerst an nas, was wills für ein fahe, daß er von ben Weifen beih nem Lichtev Ende werden mit denen, die dem gen war, ward er sehr zornig; us ge im Glan Loangelio GOttes nicht gläuben? schickte auls, und ließ alle Kinde bet. Hebe Und so der Gerechte kaum erhal zn Bethlehein lodten) Anh an l sehe umiher ten wird/ wo will det Gottlose und ren ganzen Gränzen, bie da zwe let ommen Suͤnder erscheinen Darüm, wel⸗ jaͤhrig und drunter wären, ua werden von che daleiden naeh GBrtes Willen, der Zeit, die er mit Fleiß von da deiue Toͤcht die sollen ihm ihreSeelen befehlen, Weisen erlernet hatke. Daist werden. De als dem theuen Schoͤpfer in gu⸗fuͤllet, das gesagt ist von demt P᷑ sehen, und ten Werken. spheten Jeremia, der da sprich Heri wird Auf dem Gebirge hat man eil breiten, wer Einandere Kvistel, Geschrei gehorek, viel Kigen! Rerzin dir Titum am 3, 4%%½. Weinens und Heulens; Rahel. der Heiden aber erschien die Freund⸗ weinete ihre Kinder, und woll die Menge! lichkeit und. Leutseligkeit sich nicht trosten lafen; dennee bedecken, di Sottes unsers Heilandes: nicht war aus mitihnen. Oa aber%y% und Eoha. uim der Werke willen der Herech,rodes gestorben war) stehe! da. ba alle kom ligkeit, die wir gethan haben, son⸗¶ schien der Engel des HErrn den rauch brine dern nach seiner Barmherzigkeit Joseph im Traum in Egyptel Lob verkuͤn macht er uns selig durch das Badsland, und sprach: Stehe auf, um. Evangeliu der Wiedergeburth und Erheu⸗mimm das Kindlein und seil erei Ron zuvg des Heiligen Geistes, welchen Mutter zu dir, und zouch hin ij Di IEst fusgegossen hat uͤher ns reich Das Land Isra'l. Sie ft 1d gestt Beth. lich, dürch JEsum Ehristum un; hen/ die dem Kinde nach dem Leben Lande, zur sern Heilanß. Auf daß wir durch stunden. Und er stund auf, und dis, siehe, dosselbigen Gnade Hgerecht und Er,⸗Tmahm das Kindlein und seine Rut; vom Morg. Der 0 des ewigen h gemülh ter zu sich, und kam in das Land lem und' 3* Hosfnung s das ist gewißlich. Israel. Da er O heuhebohrn 0 V E 77 6— 2 a Euyisteln und Evangelj. 13 Sonntage euenjahr, 132⁷²:z. hinweg gezogn da erschien zn dem JIosesh sruch: Stesh Kindlein ush r/ und sleuchi d bleib alhz enn es ist voh des das Kini. umzubringeh, und nahm diz Mutter zu sich entwich ů0 blieb allda h derobis. M das der HEn en gesagt hatt b ich ineint Herodes ni Weisen beinn r zornig; unh eß alle Kinds eu, Und an i die Herrlichkeit des HErrn gehet „ bie da zw waren, nah Fleiß von de te. Daisth von dem Pri da spricht hat man ei viel Klagen ns; Rahel bi „ und wollh sen; denn e. Da aber H siehe! da ei 10 Coyptg in Egypteh ötehe guf, um in und seih Zuch hüß d 46nd hestot uch dein Lebei und auif, und nd seine Mut in das Land rhoͤrete, daß Arche⸗ Evangelium am Tage der Seil. Archelaus im Juͤdischen Lande Koͤnig wal/ an statt seines Vaters Herbhis, fuͤrchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfisg er Befehl von GOtt, und zog in die Oerter des Galilaͤlschen Lan⸗ des; und kam, und wohnete in der Stadt, die da heisset Nazareth. Auf daß erfuͤllet wůͤrde, das da ge⸗ 17 ist durch die Propheten: Er soll Nazarenus heissen. Epistel am Tage der Seil. drei Bomge, Es. 60, 146 Mache dich auf, werde Licht! Denn deinicht kommt, und auf uͤber dir. Denn siehe, Finster⸗ niß bedecket das Erdreich, und Dunkel die Voͤlker; aber uͤher dir gehet auf der HErr und seine Herrlichkeit erscheinet uͤber dir. Udd die Heiden werden in dei⸗ nem Lichte wandeln, und die Koͤni⸗ ge im Glanz, der uͤber dir aufge⸗ het. Hebe deine Augen auf, und siehe umher! Diese alle versamm⸗ letemnmen zu dir. DeineSoͤhne werden von ferne kommen, und deine Toͤchter zur Seiten erzogen werden. Denn wirst du deine Lust sehen, und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern und aus⸗ breiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir kehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Cameele wird dich bedecken, die Laͤufer aus Midian und Epha. Sie werden aus Sa⸗ ba alle kommen, Gold und Wei⸗ rauch bringen, und des HErrn Lob verkuͤndigen. erei Roͤnige, Matth. 2, 112. De IEsus gebohren war, zu Bethlehem im Jüͤdischen Lande, zur Zeit des Koͤnigs Hero⸗ dis, siehe, da kamen die Weisen vom Mor genlande, gen Jerusa⸗ lem) und sprachen: Wo ist der heuhebohine König der Judeae Wir haben uen Stern gesehen im Morgen Fande, und sind kom:⸗ men, ihn auzuhethen. Da das der Koͤnig Herodes hoͤrete, erschrack er, und mit ihm das ganze Jerusa⸗ lein. Und ließ versammlen alle Hohenpriester und Schriftge⸗ lehrten unter dem Volk, und er⸗ forschete von ihnen, wo Christus sollte gebohren werden? Und sie sagten zu ihm: Zu Bethlehem im Jüdischen Lande. Denn also ste⸗ het geschrieben durch den Prophe⸗ ten: Und du Bethlehem im Juͤdi⸗ schen e ulten mit uichten die Kleineste unter den Fuͤrsten Ju⸗ da; denn aus dir soͤll mir kom: men der Herzog. der üher mein Bolk Jsrael ein HErr sey. Da herlef Hetohes die uut ieis von lich, und erlernete mit Fleiß von ihnen, wenn der Stetn erschienen waͤre. Und weisete sie gen Beth⸗ lehem, und sprach: Ziehet hin, und sorschet fleißig hach dem Kindlein. Und wenn ihrs sindet/ so sagt mirs wieder, daß ich auch komme, und es anbethe. Als ste nun den Koͤnig gehoret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Mor⸗ genlande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam, und stund oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wur⸗ den sie hoch erfreuet; und gingen in das, Haus, und funden das Kindlein mit. Maria seiner Mut⸗ t/rʒ und fielen nieder, und betheten es gn. Und thaten ihre Schaͤtze auf, und schenkten ihm Gold, Weirauch und Myörrhen. Und Got hefahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zů Herodes lenken, und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. 12 a n Epistel, am Sonntage nach der. 3 Roͤnige, Roͤm.12, 13G. ch ermahne euch, lieben Bruͤe⸗ J der, durch die Barmherzigkeit 3 Gott ti ‚.IIIJ—885 Gottes, daß ihr eure Leiber bege⸗ bet zum Opfer, das da lebendig, heilig, und GOtt wohlgefaͤllig sey/ welches sey euer vernuͤnftiger Gottesdienst Und stellet euͤch nicht dieser Welt gleich, sondern veraͤndert euch durch Verneu⸗ rung eures Sinnes; auf daß ihr prüfen moͤget, welches da sey der gute, der wohlgefaͤllige, und der vollkommene GOttes Wille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von ihin halte, denn sichs gebuͤh⸗ ret zu halten; sondern daß er von ihm maßiglich halte, ein jeg⸗ licher, nachdem GOtt ausgethei⸗ let hat das Maaß des Glaubens. Denn gleicherweise, als wir in ei⸗ nemxeibe viele Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Ge⸗sch schaͤfte haben, also sind wir viele ein Leib in Christo. Aber unter⸗ einander ist einer des andern Glied, und haben mancherlei Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist. ö Evangelium am 1 Sonntage nach der Seil. 3 Koͤnige, ö Luc. 2. v. 4152. U seine Aeltern gingen alle Jahr gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwoͤlf Jahr alt war, gingen sie hinauf gen Je⸗ rusalem, nach Gewohnheit des Festes. Und dg die Tage vollen⸗ det waren, und sie wieder du Hause gingen, blieb das Kind JEsus zu Jerusalem und seine Aelterrn wuß⸗ tens nicht. Sie meynten aber, er waͤre unter den Gefaährten; und famen eine Tagereise, und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da sie ihn nicht sunden, gingen sie wiederum ud Jerusalem, und suchten ihn. Und es begab sich nach dreien Tagen, funden sie ihn in Dempel sitzen, miitten unter den gehrern, daß er ihuen, zuhörete, und sie fragte. Und alle die ihm zuhoͤreten, ver⸗ wunderten sich seines Verstandet, und seiner Antwort. Und da si ihn sahen, entsatzten sie sich. Und eine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das gethan? Siene, dein Vater, und ich haben dich mit Schmerzen ge⸗ sucht. Und er sprach zu ihnen; Was ists, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich seyn muß in dem, das meines Va⸗ ters ist? Und sie verstunden daß Wort nicht, das er mit ihnen re dete. Und er ging mit ihnen hin ab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter behielt alle diese Wotte in ihrem Herzen. Und IEshz nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade,/ bei GOtt und den Men en.— 46 Epistel am 2 Sonntage nach der Seil. 3 Voͤnige,/ Romer 12. v. 6%%16. ieben Bruͤder! Hat Jemald Weissagung, so sey sie dem Glauben aͤhnlich. Hat Jemand ein Amt, so warte er des Amtt, Lehret Jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet Jemand, s warte er des Ermahnens. Giebt Jemand, so gebe er einfaͤltiglich, Regieret Jemand, so sey er sorg saͤltig. Uebet Jemand Barmher⸗ zigkeit, so thue ers mit Lust. Die Liebe sey nicht falsch. Hasset daß Arge, hanget dem Guten an. Die bruͤderliche Liebe untereinander sey herzlich. Einer komme dem 10 Episteln und Evangelia. V und weinet Habet eine andern mit Ehrerbietung zuvor. Seyd nicht traͤge, was ihr thun selt. Seyd brünstig im Ges. Schicket euch in die Zeit. Seyd froͤhlich in Hoffnuna, ge. duldig in Trübsal. Haltet an am Gebeth. Nehmet euch, der Heiligen Nothdurft an.) Herber get gerne. Segnet, die euch ver. der. Trac Dingen; hurunter zu Evangeliu nach der 0 9 Ind am 5 ne Hoch laͤa; und da. JIEsus wurden au⸗ laden. Un brach, spri zu ihm: E IEsus sprie habe ich mi Stunde ist Seine Mu nern: Was Es waren ne Wassert Weise der und gingen drei Maaß nen: Fuͤlle Wasser. U. ben an. U Schoͤpfet Speisemeis Als aber de den Wein, war, und w er kam:( tens, die i hatten:) R dem Braͤu ihm: Jeder guten Weit ken worder geringern; Wein bish das erste Ze geschehen it offenbarete Und seine J Epistel am . oͤni folgen; segnet und fluchet nicht. ⁰ Freuet euch mit den Röhliadt —— ihöreten, ver 3 Verstandes, Und da sse sie sich. Und zu ihm: Mein e du uns das in Vater, und Schmerzen ge⸗ ich zu ihnen: mich gesucht licht, daß ich s meines Va⸗ erstunden das mit ihnen re⸗ nit ihnen hin dazareth, und n. Und seine diese Worte und JEsuz it, Alter und nd den Man intage nach loͤnige, 5% 16. Hat Jemahd sey sie dem Hat Jemand 4 des Amts. warte er der Jemand, so nens. Giebt einfaͤltiglich. o sey er sorg nd Barmhet⸗ it Lust. Dit Hasset das iten an. Die intereinander komme dem ietung zuvor. vas ihr thun ig im Gelf. indie Zeit. voffnung/ ge⸗ ö Haltet an net euch; der an., Herhert die euch ver⸗ Froͤhlichen, und 5 Luch nicht selbs für Episteln und Evangelin. 11 Evangelium am 2 Sonntage nach der Heil. drei Koͤnige, „Je9. 2, 111. 17. Uld am dritten Tage ward ei⸗ Ine Hochzeit zu Cana in Gali⸗ laͤñ; und die Mutter JEsu war da. JEsus aber und seine Juͤnger wurden auch auf die Hochzeit ge⸗ laden. Und da es am Wein ge⸗ brach, spricht die Mutter JEsu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jsus spricht zu ihr: Weih! was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Muͤtter spricht zu den Die⸗ nern: Was er euch saget, das thut. Es waren aber allda sechs steiner⸗ ne Wasserkrüge gesetzt nach der Weise der Juͤdischen Reinigung, und gingen je in einen zwei oder drei Maaß. IGSsus spricht zu ih⸗ nen: Fuͤllet die Wasferkruͤge mit Wasser. Und sie fuͤlleten sie bis o⸗ ben an. Und er spricht zu ihnen: Schoͤpfet nun, und bringets dem Speisemeister; und sie brachtens. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam:(Die Diener aber wuß⸗ tens, die das Wasser geschoͤpfet hatten:) Rufet der Speisemeister dem Braͤutigam, und spricht zu ihm: Jedermann giebt zum ersten guten Wein, und wenn sie trun⸗ ken worden sind, alsdenn den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das JEsus thaͤt, geschehen iu Cana in Galilaͤa, und offenbarete seine Herrlichkeit. Und seine Juͤngeꝛ glaͤubten an ihn. Epistel am 3. Soñtage nach der . oͤnige, Roͤm. La, 174421, klug. Vergeltet Niemand Bo⸗ ses mit Boͤsem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen Jedermann. Ists moͤglich, so viel an euch ist, so. haltet mit allen Menschen Friede. Raͤchet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn GOttes; denn es stehet ge⸗ schrieben: Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der HGErr: So nun deinen Feind hungert, so speise ihn, duͤrstet ihn, so traͤnke ihn. Wenn du das thust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Heupt sammlen. Laß dich nicht dar Do⸗ se uͤberwinden, sondern uͤberwin⸗ de das Boͤse mit Gutem. Eine andere Epistel, so in Pom. mern zu predigen verordnet ist, Roͤm. 13 17. I Durtgke sey. unterthan der Obrigkeit, die Gewalt uͤber ihn hat. Denn es ist keine Obrig⸗ keit, ohne von GOtt. Wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott ver⸗ ordnet. Wer sich nun wider die O⸗ brigkeit setzet, der widerstrebet SOttes Ordnung. Die aber wi⸗ derstreben, werden uͤber sich ein Urtheil empfahen. Denn die Ge⸗ waltigen sind nicht den guten Werken, sondern den Boͤsen zu suͤrchten. Willt du dich aber nicht fuͤrchten vor der Obrigkeit, so thue Gutes, so wirst du Lob von dersel⸗ bigen haben. Denn sie ist GOttes Dienerinn dir zu gut. Thust du aber Boͤses, so fuͤrchte dich; denn sie tragt das Schwerdt nicht umsonst. Sie ist Got⸗ tes Dienerinn, eine Raͤcherinn zur Strafe uͤber den, der Boͤses thut. So seyd nun gus Noth unter⸗ than, nicht allein um der Strase willen, sondern auch um des Ge⸗ wissens willen. Derhalben můͤsset ihr auch Schoß geben. Denn sie sind GOttes Dener, die solchen Schutz sollen handhaben. So ge⸗ ö bet nun Jedermann, was ihr hn 12 Euhisteln und Evangelia. dia serd: Schoß, dem der Schoß gebuͤhret: Zöll, dem der Zoll ge⸗le buhret; Frcht, dem die Furcht ebuͤhret; Ehre, dem die Ehre ge⸗ ‚ ühret. 5.*— Evangelium am 31 Sonntage nach der. 3 Roͤnige, Matth. d. Dẽ IEsus aber vom Berge her⸗ ab ging, folgete ihm viel Volks nach. Und siehe ein Aussaͤ⸗ zziger kam, und bethete ihn an, und sprach: HErr/ so du wilistkannst du mich woͤhl reinigen. Und JEsus srechete seine Hand aus, und ruͤh⸗ rete ihn an/ und sprach? Ich wills thun, seh goreiniget. Und alsbold ward'er von seinem Aussatz rein. Und JIEsus sprach zu ihm: Siehe zu, sags Niemand; sondern ge⸗ he hin, und zeige dich dem Priester, und opfere dié Gabe, die Moses besohlen hat zu einem Zeugniß uͤ⸗ ber sie. Da aber JIEsus einging zu Capernaum, trat ein Haupt⸗ mann zu ihm, der bath ihn, und sprach; Herrl mein Kuecht liegt zů Hause, und ist 8. NC und hat grosse Jugal. JEsus sprach in ihm: Ich will kommen/ und ihn Andwortete und ornth erol ntwortete, und sprach: HErr! ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehest; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit unter⸗ than, und habe unter mir Krieges⸗ kEnechte. Noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin, so gehet er; und zum andern: Komm her, so kommt er, und zu meinem Knechte: Thue das, so thut ers. Da das IEsus Vörete, verwuunderte er sich, und Iprach zir denen, die ihm nachsol⸗ geten: Warlich, oahe ich ch: Solchen Glauben AWewich Istael nicht sunden. Aben ich sa⸗ und mit Abraham, Isaae Indde derselbigen Stunde.. Epistel am 4. Sonntage nach der HGeil. 3 Koͤnige, Roͤmi. 1z, s I. Sod Niemand nichts schul dig/ denn daß ihr euch unten einander liebet. Deun wer den 1olt cht ele das gesagt ist: D sollt nicht ehebrechen: Du soll nicht toͤdten: Du sollt nicht steh⸗ len: Du sollt nicht falsch Zeugniß eben: Dich soll nichts geluͤsten Ind so ein ander Geboth mehr is, das wird in diesem Wort verfoß set: Du sollt deinen Naͤchsten lis ben, als dich selbst. Die Llehe Sain un Naͤchsten nichts Bosei. o ist nun die Liebe des Gesetze Erfuͤllung. 42 nach der H. 3. Roͤnige, Matth. Ud JEsus trat in das Schiff, und seine. Juͤnger folgiten Rroß Ungestům im Meer, also daß auch das Schiff lein mit Wellen bedecket ward. Und er schlief. Und die Juͤnger traten zurihm, und weckten ihn auf, nnd spra⸗ chen: HErr/ hilf uns, wir verder⸗ ben! Da sagete er zu ihnen: Iht Kleinglaͤubigen, warum seyd ihr bedräuele den Wind und das ge euch: Wiele werden kömen— Lom Morgen und vom Abend, daß ihim Wind un gehorsam ist? ö Epi⸗ andern liebet, der hat Ri: 1 ö Evangelium am 4. Sommage ö ihm. Und siehe, da erhub sich ein so furchtsam? Und stund auf, und Meer. Da ward es gant stille. Die schen aber verwunderten sich —.———1 Was ist ein Malii, Merr istel am 6i 5.3Voͤ es;ziehe S erwall und Geliel mien, Frey Sauftmut traget einer bet euch 1 mand Kla⸗ dern; glei yergeben he alles aber; da ist das B Heit. Und iere in eu chem ihr a nemn Leibe, set das Wi reichlich wi heit; lehre selbst mit 9 gen, und g dern, und eurem Her ihr thut u Nantch. de Ramen de hankei 0⁸ durch ihn, Evangelin *mach den ˙⁰ JEs. der Gle Das Himm Menschen, seinen Acke Leute schlie und saͤete Weizen, U nun das Kra brachte, de Unkraut. zu dem 6 chen: HErt Saamen aTu Woher hat Er sprach zi Juce 11 1 Knechte: Ssageunddd Isaae und d⸗ ch sitzen Mer hs werden auß/ terniß hinauzz en und Zaͤhm sus sprach u Gehe hin, dir jeglaͤubet has. ard gesundeih 4·• 4* intage nach ze, Roͤm. 13, nichts schul hreuch unten hein wer ded at rn:. ö esagt ist: Z n: Du soll llt nicht steh⸗ alsch Zeugniß hts geluͤsteh: hoth mehr sst, Wert verfaß Naͤchsten lis Die Liele nichts Boͤses, des Gesehti AA 19½⁴ Sonntage ige, Matth, 7. ½ das Schiff, ger folgiten khub sich ein eer, also daß mit Wellen 2———* ten zuni „ nnd sern Ibnens K ihnen: Ih um sehdeht ind auf, und d und das Episteln und Evangelia. 13 Kpistel am/ Soũrage nach der „. onige Col⸗3, a. Srmae erwaͤhlte Gottes, Heilige, und Geltebte, heizliches Erbar⸗ men, Freundlichkeit, Demüth, Sauftmuth, Geduld; und ver⸗ traget einer den andern, und verge⸗ bet euch untereinander, so e⸗ mand Klage hat wider den an⸗ dern; gleichwie Christus euch yergeben hat, also auch ihr. Ueher alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommen⸗ heit. Und der Friede GOttes re⸗ iere in eurem Herzen, zu wel⸗ chem ihr auch berufen seyd in ei⸗ nem Leibe, und seyd dankbar. Las⸗ set das Wort Christi unter euch reichlich wohnen, in aller Weis⸗ heit; lehret und ormahnet euch selbst mit Pfalmen und Lobgesaͤn⸗ gen, und geistlichen lieblichen Lie⸗ dern, und singet dem HErrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr thüt mit Worten oder mit Werken, das thut alles in dem dantet des HErrn JEsu, und danket 60Di und dein Vater duürch ihn, 1²² Ini 28 ⁴11 169 Evaugelinm qui 3 Sonntage nach der eil. drei Röoͤnige,‚ Matth. 13, 2 3— ½ JEsus legte ihnen ein an⸗ der Gleichniß vor, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Saamen auf seinen Acker saͤte. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säete Unkraut zwwischen dem Weizen, und ging davon, Da nun das Kraut wuchs, und Frucht brachte, da sand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater, und spra⸗ u stille. Die üderten sich dunden ein dund Merr Epi chen: HErr! hast du nicht guten Saamen auf deinen Acker gesaͤet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen Das hat der Juce gethan. Da sprachen die Ruechte: Willt du denn, daß wir hingehen, und es ausgaͤten? Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zu⸗ 1111117 Veizen mit ausrauset, o ihr das Unkraut ausgaͤtet. Las⸗ 0 beides mit einander wachsen, bis zur Erndte. Und um der Ernd⸗ te Zeit will ich zu den Schuittern sagen: Sammlet zuvor das Un⸗ kraut, und bindet es in Buͤndlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammlet mir in meine Tontel ar. 6 Sope 23900 Epistel am 6. Sonntage na dercheil. 3855 2 Wern 21. Deunn wir hahen nicht den ks⸗ gen Fabeln gesolget, da wir euch kund gethan haben die Kraft und Zukunst unsers HErrn JE⸗ su Christi; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehenz da er empfing von GOtt dem Va⸗ ter Ehre und Preis, durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der grossen Herrlichkeit dermaas⸗ sen: Dieß ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehoͤret, ihm waren auf dem heiligen Ber⸗ ge. Wir hahen ein vestes Prophe⸗ Licht, das da scheinet in einem dunckeln Ort, bis der Tag aubre⸗ che, und der Morgenstern aufgehe vor das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrist ge⸗ schicht qus eigener Auslegusig. Denn es ist noch nie keine Weissa⸗ gung aus menschlichem Willeu hervorgebracht; sondern die heili⸗ gen Menschen GOttes haben ge⸗ redet, getrieben von dem heiligen Geist.. ö nach der Seil. drei Koͤnige/ Matth. 17, 1½9. 1⁷ nach sechs Tagen nahm JEsus u sich Petrum und Ja⸗ cobum vom Himmel bracht, da wir mit b6 tisches Wort j und ihi thut woͤhl, daß ihr drauf achtet, als auf ein in eurem Herzen. Und das sollt ihr Evangelium am 6 Sountage 1 V 11 44 ö Episteln und Evaugelia. V* eobum und Johannem, seinen Bruder, und führete sie beiseits auf einen hohen Bergz und ward verklaͤret vor ihnen. Und sein An⸗ gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider würden weiß als ein Licht. Und siehe da er⸗ schien ihnen Moses und Elias, und redeten mit ihm. Petrus aber antwortete, und sprach zu IEsi: HErr, hie ist gut seyn! Willt dur so wollen wir hie drei Hütten ma⸗ chen, dir eine, Mosi eine, und Eli⸗ as eine? Da er noch also redete, siehe, da uͤberschattete sie eine lich⸗ 1e Wolke. Und siehe, eine Stim⸗ me aus der Wolken sprach: Dieß ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgesallenhäbe; den sollt ihr hören. Da das dis Juünger hoͤreten, sielen sie auf ihr Ange⸗ sicht, und erschracken sehr. IE⸗ sus aber trat. ihuen, rührete sie an, und sprach: süͤrchtet euch nicht. Da sie aber ihre Augen aufhuben, sahen sie Nieniand, denn IEsum alleine. Und da sie vom Verge herab gin⸗ gen, 69. ihnen JESUS, und sprach: Ihr sollt dieß Gesicht Nie⸗ mand sagen„ bis des Menschen Sohn von den Todten auserstan⸗ den ist. 20 4 Evistel am Sonntage Septua⸗ gesima, 1 Cor. 9. und 10. Wiße ihr nicht/ daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle; aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kaͤmpset, enthalt sich alles Dinges; jene also, daß sie vine vergaͤngliche Krone empfa⸗ hen, wir aber eine uuvergaͤngliche. Ich lause aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streicht; 7. ich betaͤube meinen eib/ und zaͤhme ihn, daß ich nicht erreie, und Eien häben alle einerlei geistliche Stehet auf, und eilfte Stundeaber ging er auß verwerflich werde. Ich willeuh aber, lieben Bruͤder, nicht verhaß Vater sind ale ten, daß unsere unter der Wolken gewesen, und sind alle durchs Méer gegangen; und sind alle unter Mosen gu taust, mit der Wolke und mit dem Meer; und haben alle einen ley geistliche Speise gegessen; un Tranuk getrunken; sie trunken aber, von dem geistlichen Fels der mit folgete, welcher war Ehrfsiugz. Aber an ihrer vielen hatté Got keinen Wohlgefallenz denn sie sin niedergeschlagen in der Wusten. Evangelium am Soñtage Se ytuagesimaͤ, Matth. 20, 1½16. Nas Himmelreich ist gleich eh nem Hausvateér, der gm Morgen aurging, Arbeiter U miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeiternei ward/ um einen Groschen zum E gelohn, sandte er sie in seing Weinberg: Und ging aus um die dritte Stunde, und sahe anden an dem Markte müßig stehen, unh sprach zu ihnen: Gehet ihr 090 hin in den Weinberg, ich will eut geben was recht ist. Und sie gish gen hin. Abermal ging er aut um die sechste und neunte Stun de, und thaͤt gleich also. Um di und fand andere mußig stehen, und sprach zu ihnen—½„ ihr hie den Kau Tag müßigi Sie spracheil zu ihm? Es hat un niemand gedinget. Er sprach i ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sey jeglicher st aber die erst sie wuͤrden sie empfin seinen Gro Stunde ge uns gleich Tages Last ben. Er ant u einem Freund, ich bist du nich um einen 6 dein ist, un aber diesen dir. Oder zu thun, wa nen? Sieh ich so gůtig Letzten die die Letzten. berufen, ab waͤhlet. Epistel an 2 ⁰ ieben 3. gern die Rugseod. jemand zu euch jeman mand nimn tzet, so euc icht streich. der Unehre, worden. 7 küͤhne ist, darauf bin! Ebraͤer, ich eliter, ich wird, soll euch werden. Da es nun) Abend ward, sprach der HGErr dis Weinberges zu seinem Schaͤffner! Rufe den Arbeitern, und gieb ih⸗ nen den Lohn; und hebe an an den Letzten, bis iu den Ersten. Da ka⸗ men, die um die eilfte Stunde get diuget waren, und empfing 10 hams Saat Diener Chr ich bin woh Hearbeitet, ge erlitten 2 ost.ir on den J mpfangen 2—233.—5 Ich will euch nicht verhal⸗ aͤter sind ale zewesen, und er gegangen; er Mosen gi ke und mit ben alle einen gegessenz und ei, geistlicheg sie trunken ichen Fels det war Ehrssiuz. u hatte GOtt denn sie sud der Wüsten. Soñtage SH th. 20, 1½16. h ist gleich eh ter, der gm Arbeiter n Weinberg. Arbeitern eiis schen zum E sie in seinh ng aus um dit id sahe anden ig stehen, unh ehet ihr aug ich will en Und sie 171 ging er auß neunte Stun also. Um die n. Da es nun der HErr des Schaffner: „und gieb ih⸗ ebe an an den rsten. Da ka⸗ te. 0 empfing jeg * —— aber die ersten kamen, meynten sie, sie wuͤrden mehr empfahen, und sie empfingen auch ein jeglicher Episteln und Ewangelia. jeglicher seinen Groschen. Da seinen Groͤschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater, und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uUns gleich gemacht, die wir des Dages Last und Hitze getragen ha⸗ ben. Er antwortete aber, und sagte iu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht unrecht, bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm was dein ist, und gehe hin. Ich will aber diesen letzten geben, gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Mei⸗ nen? Siehest du darum scheel, daß ich so guͤtig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten seyn. Denn viel sind berufen, aber wenig sind auser⸗ waͤhlet. 1 Epistel am Sonntage Sexa⸗ gesima, 2 Cor. I1i und 12. ieben Bruͤder! ihr vertraget gern die Narren, dieweil ihr klug seyd. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten machet, so euch jemand schindet, so euch je⸗ mand nimmit, so euch jemand tro⸗ bch so euch jemand in das Ange⸗ icht streichet. Das sage ich nach der Unehre, als waͤren wir schwach worden. Worauf nun jemand kühne ist, ich rede in Thorheit,) darauf bin ich auch kuͤhn. Sie sind Ebraͤer, ich auch; sie sind Isra⸗ eliter, ich aueh zsie sind Ahra⸗ hams Saamen, ich auch; sie sind Diener Christi;(ich rede thoͤrlich/ ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe.— Schlaͤ⸗ ge erlitten, ich bin oͤfter gefan⸗ en, oft in Todesnothen gewest. Zon den Juͤden hab ich füusmal mpfangen viersig Streiche, wens⸗ ger eins. Ich bin dreimal ge— staͤupet, einmal gesteinigt, drei⸗ mal habe ich Schiffbruch erlit⸗ ten, Tag und Nacht hab ich zuge⸗ hracht in der Tiefe(des Meers.). Ich habe oft gereiset. Ich bin in Faͤhrlichkeit gewesen zů Wasser, in Faͤhrlichkeit unter den Moͤr⸗ dern, in Faͤhrlichkeit unter den Juͤ⸗ den, in Faͤhrlichkeit unter den Heiden, in Faͤhrlichkeit in den Staͤdten, in Fahrlichkeit in der Wuͤsten, in Faͤhrlichkeit auf dem Meer, in Faͤhrlichkeit unter ⸗den falschen Bruͤdern. In Muͤhe und Arbeit, in viel Wachen, in Hun⸗ ger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Bloͤsse. Ohne was sich soust zutraͤgt, nemlich daß ich taͤg⸗ lich werde angelaufen, und trage Sorge fuͤr alle Gemeinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geaͤrgert, und ich brenne nicht? So ich mich ruͤhmen soll, will ich mich meiner Schwachheit ruͤhmen. Gott und der Vater unsers HErrn JGsu Christi, welcher sey gelobet iu E⸗ wigkeit, weiß, daß ich nicht luͤge: Zu Damaseo der Landyfleger des Koͤnigs Areta, verwahrete die Stadt der Damascer, und wollte mich greiffen; und ich ward in ei⸗ nem Korbe zum Fenster aus durch die Mauren niedergelassen, und eutrann aus seinen Handen. Es ist mix ja das Ruͤhmen nichts nu⸗ tze. Doch will ich kommen auf die Gesichte und Ossenbarungen des HErrn. Ich kenne einen Men⸗ schen in Christo vor vierzehn Jah⸗ ren,(ist er im Leibe gewesen, so weiß ichs nicht; oder ist er aus⸗ sexin Leibe gewesen so weiß ichs auch nicht; GOtt weiß es.) Der⸗ deltten ward entzuͤckt bis in den ritten Himmel. Undach kenne denselbigen Menschen,(ob er in dem Leibe, oder ansser dem Leibe gemesen ist, weiß ich nicht; GOtt wweiß es.) Er ward entzuͤckt bis ins Para⸗ ————— — — 16 Episteln und Evangelia. Paradies,/ und hoͤrete unaussprech⸗ liche Worte, welebe kein Mensch sagen kaun. Davon will ich mich ruͤhmen. Von mir selbsi aber will ich mich nichts ruͤhmen, ohn meiner Schwachheit. Und so 10 mich ruͤhmen wollte, thaͤte ich darum nieht thoͤrlich; denni wollte die Wahrheit sagen. J enthalte mich aber deß, auf daß nicht Jemand mich hoͤhet achte, denn er an mir siehet, oder von mir hoͤret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung über⸗ hebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, naͤmlich des Satans Engel/ der mich mit Faͤusten schla⸗ ge, auf daß ich 995 nicht uͤber⸗ hebe. Dafuͤr ich dreimal dem HErrn geflehet habe, daß er von mir wiche; und er hat zu mir ge⸗ sagt: Lahidix an meiner Gnade anügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen maͤchtig. Dar⸗ um will ich mich am gllerliebsten ruͤhmen meinor Schwachheit/ an daß die Krast Christi bei mir rbue Evangelium am Sonntage Seyagesima, Lucr g/4%15. a nün viel Volks bei einah⸗ der war, und aus den Staͤd⸗ ren zu ihm eileten, sprach er durch ein Gleichniß: Es ging ein Sae⸗ mann aus, zu saͤen seinen Saa⸗ men. Und indem er saͤrte, siel et⸗ liches an den Weg, und ward ver/ treten; und die Voͤgel unter dem HBimmel frassens auf; und etli ches fiel auf den Fels, und da es aufging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte; und etliches fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen gingen mit auf, und ersticktens. Und etliches fiel auf ein gut Land, und es ging auf, undetrug hundertfaͤltige Frucht. Da er das sagte, rief er; Wer Ohren hat zu hoͤren, der hoͤ⸗ re Es fragten ihn aber seine Frucht. Das aber auf Wartsc Jhnger, und sprachen: Was diesss Gleichniß waͤre? Er aber sprach: Euch ist gegeben zu wissen das G heimniß des Rei h GOttes; den andern aber in Gleichnissen, das ů sie es nicht sehen, ob sie es schoh sehen, und nicht verstehen, ob ss es schon hoͤren. Das ist aber da⸗ Gleichniß: Der Saame ist daß Wort GOttes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; Darnach kommt der Teufel, und nimmt das Wort von ihrem Heuz tell, auf daß sie nicht glaͤuben, und elig werden. Die aber auf den Felo, sind die, wenn sie es hoͤren, nehmen sie das Wort mit Freudeln an, und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang diungft sie, und zut 0 Zeit der Anfechtung fallen sie abt. Das aber unter die Hornen fieh sind dis, so es hoͤren, und gehyß hin unter den Sorgen, Reich thum und au und und ersticken, und bringen keine ten Lande, sind, die das Woxt ho ren, und behalten in einem feinen guten Herzen, und bringen Frucht in Gedüld.. 1Cor. 13, 17½½z. Wern ich mit Menschen und mit Engel Zungen redete, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤre ich ein toͤnend Erz oder eine klin gende Schelle. Und wenn ich wei sagen könnte, und⸗wuüßte alle G heimnisse, und alle Erkenntniß, un haͤtte allen Glauben, also, daß i Berge versetzte, und hatte der Lie⸗ be nicht, so ware ich nichts. Und wenn ich alle meine Haabe den At⸗ men gaͤbe, und liesse meinen Leib brennen, und haͤtte der Liebe 10 so waͤre mirs uichts nuͤtze. Die Lie be ist langmuthig und steündlich; die Liebe eifert nicht. Die Liebe dieses Lebens, Epistel am Sonntagetestomihi ———. ungebaͤrdig, Ihre, sie la lern, sie tra den, sie kreue Arechttakeit, Waͤhrheit, glaubet alle duldet alles. muͤde, es Weissagung Sprachen/ wird auch a Wissen ist Weissaͤgen i aber komme mene, soen aufhoͤren. (da redete ie war klug wi— kindische Auf ein Mann n kindisch wé durch einen dunkelen W nigesicht zu kenne ichs S werde ichs er erkennet hin Glaube, He drei; aber d unter ihnen Evangeliun Estomihi Er nahmea und spt het wir geh salem, und det, das ges Propheten, Sohn. Den tet werden wird verspo und verspei werden ihn und am d wieder auf vernahmen treibet nicht Muthwillen, sie ble het sich nicht. Sie stellet sich nicht ungll Rede war i wußten nick war. Es ge Epistem und Evangelia.* E 1 Was die ungebaͤrdig, sie suchet nicht das zu Jericho kam, saß ein Blinder raber prach: Uhre, sie laͤsset sich nicht erbit⸗ jern, sie trachtet nicht nach Scha⸗ hrussen den, sie kreuet sich nicht der Unge⸗ ö Hers 0 Irechttakeit, sie freuet sich aber der LoeeWahrheit, sie vertraget alles, sie stehen, vb Ladet alles, sie hoffet alles, sie me dal dusdet alles. Die Liebe wird nicht abermn 0 made, es muͤssen aufhoͤren die aber an dem eissagungen, und aufhören die 24 hin ien 7 4** 7 9 Cprachen und das Erkenntniß ihrem⸗ Hm wird auch aufhoͤren. Denn un ser cläube Wissen ist Stuͤckderk, und un ser ber aufden Weisstgen i Scückwerk. Wem see 19.— aber kommen wird das Vollom⸗ nit Krendeg mene, so wird das Stückwerk ziche Murtelr aufhoͤren. ich ein Aund war 69 da redete ich wie ein Kind, und 6 dene Bar in ein Kind, und hatte .kindische t dh ab, Wer Uund nehen ein Mann ward, thaͤt ich ab, wa en Eindisch war. Wir sehen jetzt + Dunte 3 25. dan 15 einem ingen pein dunkelen Wort, dann aber von anf d. Benneiche zu ücweise, Jetzt er⸗ enne ichs Stückweise, dann aber werde ichs erkennen, gleichwie ich erkennet bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese ddreiz aber dieviebe ist die groͤsseste gedestomihij unter ihnen.. 13. Evangelium am Sonntage ö und Estomihi, Luc. 18, 3143. 191, W wi CEr nahm aber zu sich die Zwoͤlfe, ht, so wätt und sprach zu ihnen: Se⸗ der eine klin het wir gehen hinauf gen Jeru⸗ 4106 salem, und es wird Alles vollen⸗ det, das geschrieben ist durch die Propheten, von des Menschen Sohn. Denn er wird uberantwor⸗ tet werden den Heiden, und er wird verspottet und geschmaͤhet, und verspeiet werden; und sie werden ihn geisseln und toͤdten; und am dritten Tuge wird er wieder auferstehen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das gesaget war. Es geschah aber, da er nahe am Wege, und bettelte. Da er aber hoͤrete das Volck, das dunch⸗ hingieng, sorschete er, was das waͤre? Da verkuͤndigten sie ihm, JEsus von Nazareth gienge vor⸗ über. Und er rief und sprach: IEsu, du Sohn David, erbarme dich mein. Die aber vorne an gingen, bedrueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel⸗ mehr: Du Sohn David, erbar⸗ me dich mein. JIEsus aber stund stille, und hieß ihn zu sich fuͤhren. Da sie ihn aber nahe bei ihn brachten fragte er ihn und sprach: Was willt du, das ich dir thun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen moͤge. Und Jssus sprach zu ihm: Sey sehend, dein Glau⸗ be hat dir geholfen. Und als⸗ bald ward er sehend, und folgete ihm nach, und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sa⸗ he, lobete GOtt. Epistel am 1. Sonntage in der Fasten, 2 Cor. 6, 15210. dieben Bruͤder, wir ermahne Raber euch, als Mithelfer, da ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfahet. Denn er spricht: Ich habe dich in der an? genehmen Zeit erhoͤret, und ha⸗ be dir am Tage detz Heils gehol⸗ en. Sehet, jetzt ist die angeneh; me Zeit, jetzt ist der Tag des Heils: Lasset uns aber niemand irgend ein Aergerniß geben, guf daß un⸗ ser Amt nicht verlaͤstert werde; sondern in allen Dingen lasset uns beweisen, als die Diener Ortes; in grosser Geduld, in Trubsalen, in Noͤthen, in Aeng⸗ sten, in Schlagen, in Gefaͤngnist sen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geist, in unge⸗ färbter Liebe, in dem Wort der. Wahrheit, in der Kraft Gott 8 — durch * 18 Episteln und Evangelia. durch Waffen der Gerechtigkeit, zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch boͤse Gerüchte und gute Geruͤchte, als die Verfuͤhrer, und doch wahr⸗ haftig, als die Unbekanute, und doch bekannt, als die Sterben⸗ den, und siehe, wir leben, ais die Gezuͤchtigten, und doch nicht ertoͤdtet, als die Traurigen, aber allezeit froͤlich, als die Armen, aber die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles haben. Evangelium am 1 Sonntage in der Fasten, Marth. a/1/11. a ward JEfus vom Geist in die Wůste gesuͤhret, auf daß er von dein Teufel versuchet wuͤr⸗ de. Und da er vierzig Dage und vierzig Nachte gefaͤstet hatte, hun⸗ gerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm, und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß die⸗ se Steine Brodt werden: Und er antwortete und sprach: Es ste⸗ et geschrieben: Der Mensch le⸗ et nicht vom Brodt allein, son⸗ dern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes ge⸗ het. Da fuͤhrete ihn der Teufel mit sich in die heiline Stadt, und stellete ihn auf die Zinne des Tempels, und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab, denn es stehet ge⸗ schrieben; Er wird seinen En⸗ geln uͤber dir Besehl thun, und sie werden dich auf den Haͤn⸗ den tragen, auf daß du deinen 30 Kraa an einen Stein stoͤssest. a sprach JEsus zu ihm: Wie⸗ derum stehet auch geschriehen, Du sollt 0 TC deinen HErrn nicht versuchen. Wiederum fuͤh⸗ rete ihn der Denfel mit sich auf ei⸗ nen sehr bo en Berg, und zeige⸗ te ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und sproch zu ihm: Dieß al eß will ich dit geben, so du niederfällest und mich an⸗ uudprach 10 stes und sprach: Ich bin nicht gesand stes ö den Ernech bethest. Da sprach JEsus zu sn: In unt Hebe dich weg von mir Sand, Ochadfen oo denn es stehet geschrieben: Gie kam abet sollt anbethen GOTT, deing nieder, und HErrn, und ihm allein dienen Aber Da verließ ihn der Teufel, und Prach Es is siehe, da traten die Engel zu ihn, hen Kindern und dieneten ihm. Iawerfood Epistel am 2. Sonntage in do 15. Jn, Fasten, 1 Thess. z. v. 177½. ie Hündlein Lirben Brüder, wir bitten euch die von ihre und ermahnen in dem HEn Jeln, nachen ih. den uisen srnch winn pfangen habt, wie ihr follet wn sor ach zu ihr: be ist groß, willt. Und: sund zu derse deln und GOtt gefallen, daß i immer voͤlliger werdet. Dennss wisset; welche Gebothe wir euh egeben haben, durch den Hemm IEsum. Denn das ist der Wilh Epistel am Gottes, eure Heiligung, daß im Sasten/ Ucher die Hurerei, und ein je ieben Brr icher unter euch wisse sei Den ö h Kisfe sein I Lizgerr zu behalten in Heiligung un Ehren, nicht in der Lustseuch 5 wie die Heiden, die von Godi der Liebe, gle nichts wissen, und daß niemas har geliebet, 1 zu weit greise, noch vervorthel geben für u seinen Bruder im Handel; den Oofer, GOtt der HErr ist der Racher uber di ruch. Hurere alles; wie wir euch zuvor gesaß keinigkeit, od und bezenget haben. Denn 384 von euch gesas hat uns nicht berufen zur Unn Heiligen zuste nigkeit, sondern zur Heiligung. re Wort und Evangelium am 3. Sonnta oder Scherz, in der Fasten, Matth. 193. ziemen: Son . 21289. sagung. De Ind IEsus gieng aus von dah wissen, daß ke neu, und entwich in die veiner, oder gend Tyro und Sidou. Und sh ist ein Gtzen he, ein Cananaͤiseh Weib gien an dem Reick aus derselbigen Graͤnze, u tes. Lasset el schrie ihm nach, und sprach: Al xen mit ver⸗ HErr, du Sohn Dayld, erbarm denn uͤber dies dich mein, meine Tochter 21—— Gottes vom Teufel übel geplaget. Un des Unglaube er antwortete ihr kein Wort. Di nicht ihre Y traten zu ihm seine Juͤnger, bi ihr waret u then ihn, und sprachen: Laß s nun aber seyd doch von dir, denn sie schrei HErrn. Wan Er antwortete 2 des Lichts. 2 ti lieben Kinde allerle keit, JGsus zu ihn: Fun nur zu den 1„ mür Saup denn schrieben: du OTT, deinn allein diengg. er Teufel, un Engel zu ihn, untage in di 4. v. 17. vir bitten euch in dem HEn r von uns ey ihr sollet wah ofallen, daß i det. Denn is bothe wir euh ch den HEm ist der Will igung, daß iin i, und ein je wisse sein deiligung un der Lustseuch e von GON — Episteln und Evangella.— verlohrnen Schaafen von dem Hause Israel, Eie em aber, und fiel vor ihm nieder, und sprach: HErr, hiif mir. Aber er antwortete und shrach; Es ist nicht fein, daß man bn Kindern ihr Brodt nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, HErr, aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fal⸗ sen. Da antwoͤrtete JEsus, und sprach zu ihr: O Weib, deinGlau⸗ be ist groß, dir geschehe wie du willt. Und ihre Tochter ward ge⸗ sund zu derselbigen Stunde. ö Epistel am 3. Sonntage in der EFasten, Eph.. v. 19. Lichen Brüder, so seyd nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kinder. Und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns semall hat geliebet, und sich selbst darge⸗ veworrhe geben fuͤr uns zur Gabe und Handel; den Opfer, GOtt zu einem suͤssen Ge— ruch. Hurerey aber, und alle Un⸗ indor gain veinigkeit, oder Geitz lasset nicht Denn 60 von euch gesaget werden, wie den fen zur Unn Heiligen zustehet. Auch schandba⸗ Heiligung. re Wort und Narrentheidungen, 2. Sonntq⸗ oder Scherz, welche euch nicht Natth. 1). ziemen: Sondern vielmehr Dank⸗ 8. sagung. Denn das sollt ihr aus von dan wissen, daß kein Hurer oder Un⸗ ich in die 0 reiner, oder Geitziger,(welcher don. Und sh ist ein Goͤtzendiener,) Erbe habe Weib gien an dem Reich Christi und Got⸗ raͤnze, 10 tes. Lasset euch niemand verfüh⸗ dsprach: Al ren mit vergeblichen Worten, told, erbarm denn uͤber dieser willen koͤmmt der Tochter wil Zorn GOttes uͤber die Kindet plaget. 10 es Unglaubens. Darum seyd uWort. Di nicht ihre Mitgenossen. Denn Jünger, bi ihr waret weiland Finsterniß, chen: Laß si nun aber seyd ihr ein Licht in dem usie schrein HErrn. Wandelt wie die Kinder wortete— des Lichts, Die Frucht des Gel, nicht gesand stes Gtiten, Gütigkeit, und. den Gerechtigkeit, und Wahrheit. Evangelium am 3. Sonntage in der Fasten, vue. 11.9.14/8. JEsus trieb einen Teufel aus/der war stumm, und es gei schah da der Teufel aussuhr, da redete der Stimme, und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibet die Teufel aus durch Be⸗ elzebub, den Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn, und begehreten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber bert nahm ihre Gedanken, und prach zu ihnen Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wuͤste, und ein Haus fallet über das andere. Ist der Sata⸗ nas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bostehen Dieweil ihr saget: Ich treibe die Teufel aus durch Beelzehnb. So ich aber die Teusel durch Beehze⸗ bub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werr den sie euer Richter seyn So ich aber durch GOttes Finger die Teufel austreibe, so koͤmmt je⸗ das Reich GOttes zu euch Wann ein starker Gewapneter seinen Pallast bewahret, so bleibet das Seine mit Frieden. Wann abet ein Stͤrkerer uͤber ihn koͤmmt/ und uͤberwindet ihn, so nimmt es ihm seinen Harnisch, daͤrauf er sich versieß, und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammlet der zerstreuet: Wann der unsaubere Geist von den Menschen ausfäͤhret, so durch⸗ wandelt er duͤrre Staͤtte, suchet Ruhe, und findet ihr nicht, so spricht er: Ich will wieder um⸗ kehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. koͤmmt, so findet ers mit Besemen gekehret und geschmuͤcket, dann gehet er hin, und nimmt sieben Geister zu sich, die aͤrger sind/ denn er selbst, und wann sie hint V a kin Und wenn er 2⁰⁰ ö Episteln und Evang elia. ein kommen, wohnen sie da, und wird hernach mit demselben Menschen aͤrger denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein Weib im Volk ihre Stimme und sprach zu ihm; Se⸗ lig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Bruͤste, die du geso⸗ gen hast. Er aber sprach: Ja, se⸗ lig sind, die GOttes Wort hoͤt ren und bewahren. 2. Epistel am 4. Sonntage in der Fasten, Gal. 4. v. 21.31. L. Bruͤder, saget mir, die Dihr unter den Gesetz seyn wollt/ habt ihr das Gesetz nicht gehoͤret? Denn es stehet geschrieben, daß Abraham zween Soͤhne hatte, tinen von der Magd, den andern von der Freien. Aber, der von der Magd war, ist nach dem Fleisch gebohren, der aber von der Freien, ist durch die Verheis⸗ sung gebohren. Die Worte bedeu⸗ ten etwas: Denn das sind die zwei Testamente, eines von dem Berge Sina, das zur Knecht⸗ schaft gebieret, welches ist die Agar. Denn Agar heisset in Ara⸗ bia der Berg Sina, und langet bis gen Jerusaiem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit sei⸗ nen Kindern. Aber das Jerusa⸗ lem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschreben: Sey sfroͤhlich du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor, und ruse, die du nicht schwanger bist; denn, die Einsame hat viel⸗ mehr Kinder denn die den Mann hat. Wir aber, lieben Bruͤder, sind Isages, nach der Verheis⸗ sung, Kinder. Aber gleich wie zu der Zoit, der nach dem Fleisch ge⸗ bohren war, verfolgete den, der nach dem Geist gebohren war: also gehet es setzt auch. Aber was pricht die Schrist? Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn, denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der sie: Das il Freien. So sind wir nun, lieben der in die x Bruͤder, nicht der Magd Kindes sondern der Freien. Evangelium am 4. Sonntag in der Fasten, Joh. 6. 1713. arnach fuhr JEsus weg uͤbg das Meer an der Stadt T berias in Galilaͤa, und es zog ihn viel Volcks nach, darum, daß si die Zeichen sahen, die er an din Kranken that. JEsus aber gieih hinauf auf einen Berg, und sahl sich daselbst mit seinen Juͤngein Es war aber nahe die Ostern, d Juͤden Fest. Da hub JEsus seit Augen auf und siehet, daß vil Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philippo: kaufen wit Wé Brodt, daß diese een(Das sah te er aber, ihn zu versuchen; den er wußte wol, was er thun woll te) Philippus antwortete ihm. Zwei hundert Pfennige wer Brodts ist nicht genug unter si⸗ daß ein jeglicher ein wenig neß me. Spricht zu ihm einer seinn Juͤnger, Andreas, der Brudi Simonis Petri: Es ist ein Küy be hie, der hat fuͤnf Gersten Bron te, und zweene Fische, aber was s das unter so viele?, JEsus abg prach: Schaffet, daß sich di Volk lagere. Es war aber l Gras an dem Ort; da lagerth sich bei suͤnf tausend Mam Esus aber nahm die Brodt, daß kete, und gab sie den Juͤngen die Juͤnger aber denen, die sichg lagert hatten; Desselbigen gi⸗ chen auch von den Fischen, viel sie wollten. Da sie aber s waren, sprach er zu seinen In gern: Sammlet die uͤbrigen Bi cken, daß nichts Daltew sammleten sie, und fuͤlleten zwi Koͤrbe mit Brocken, von den fu Herstenbrodten, die uberbliebel denen, die gespeiset wurden. Dl nun die Menschen das Zeichen sahen, das JEsus that,* sie JeéEsus nun nnen würde daß sie ihn entwich er. er selbst al Epistel an Fasten, Eieben Bi ist kome herpiester ter, durch e kommenere der Hand e nicht also! durch der X sondern er Blut einm gegangen, Erloͤsung e Ochsen und die Asche! get, heilige leiblichen mehr wird sich selbst ol den heilige hat, euer den todten dem lebend um ist er neuen Test den Tod, loͤsung vor die unter waren,) di verheissene hen. 8. Evangelir in der F TEsus st Welch einer Suͤn aber die RN glaubet iht GoOtt ist,d darum hoͤ seyd nicht worteten chen zu ih Episteln und Evangelia. 27 vir nun, lieben Magd Kindey 4. Sonntag bh. 6. 1715. Esus weg ubg der Stadt Ty ind es zog ihn darum, daß st die er an den sus aber gienh erg, und sah inen Juͤngein die Ostern, di ub JEsus seihl ehet, daß vil ut, und spricht kaufen wit n (Das sag rsuchen; denm er thun wolh twortete ihm fennige wert enug unter s in wenig neh hm einer seing „ der Brudez Es ist ein Kun Gersten Broh e, aber was 2, IEsus ahl war aber al da lagerth. usend Man ie Brodt, daß den Juͤngen nen, die sichg. sselbigen gi⸗ Fischen, da sie aber s u seinen In euͤbrigen By mkomme; fuͤlleten zui von den fuͤl e uͤberbliebel wurden. Dl das Zeichen that/ srachen sil 7 em Sohn da sle: Das ist warlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da JeEsus nun merkte, daß sie kom⸗ inen wuͤrden, und ihn haschen, daß sie ihn zum Koͤnige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst alleine. ö Epistel am. Sonntage in der Fasten, Ebr. 9. v. 1 15. Eieben Bruͤder! Christus aber Hist kommen, daß er sey ein Ho⸗ herpiester der zukünftigen Guͤ⸗ ter, durch eine groͤssere und voll⸗ kommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist. Auch nicht durch der Boͤcke oder Kaͤlber Blut, sondern er ist durch sein eigen recht, baß du ein Samariter bist, und hast den Teufel? JECSuS antworte: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Bater,/ und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre, es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Warlich, warlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird hal⸗ ewiglich. Da sprachen die Ju⸗ den zu ihm; Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abra⸗ ham ist gestorben, und die Pro⸗ pheten, und du sprichst: So je⸗ mand mein Wort haͤlt, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser Vater Blut einmal in das Heilige ein⸗ gegangen, und hat eine ewige Denn so der selbst? JEsus antwortete: So Erloͤsung erfunden. Ochsen und der Boͤcke Blut, und die Asche von der Kuhe gespren— get, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wie viel⸗ mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohn allen Wandel durch den heiligen Geist GOtt geopfert hat, euer Gewissen reinigen von den todten Werken, zu dienen dem lebendigen GOtt? Und dar⸗ um ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Er⸗ freuete sich. loͤsung von den Uebertretungen, (die unter dem ersten Testament waren,) die, so berufen sind, das ben. ewige Erbe empfa⸗ hen. V ö Evangelium am§. Sonntage in der Fasten, Joh. 8,46: 59. TEsus sprach zu den Juͤden: Welcher unter euch kann mich einer Suͤnde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hoͤretOttes Wort; darum hoͤret ihr nicht; denn ihr seyd nicht von GOtt. Da ant⸗ worteten die Juͤden, und spra⸗ chen ju ihm: Sagen wir 225 Abraham, welcher gestorben ist, und die Propheten sind gestor⸗ ben? Was machest du aus dir ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr sprechet: Er sey euer GOtt. Und kennet ihn nicht, ich aber kenne ihn, und so ich wuͤrde sagen: Ich kenne sein nicht, so wuͤrde ich ein Luaner, gleich wie ihr seyd. Aber ich kenne ihn, und haste soin Wort. Abraham, euer Vatey, ward froh, daß er minen Tag sehen sollte, und er sahs ihn, und Da sprachen die Au⸗ den zu ihm: Du bist noch nicht fuͤnßzig Jahr alt, und hast Abra⸗ ham gesehen! IEsus sprach zu ihnen: Wahrlich, Wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abroham ward, bin ich. Da huben sie Stei⸗ 15 aus, daß sie auf ihn wuͤrfen; aber JEsus verbarg sich und gieng zum Dewpel hinaus, mitten durch sie hin, und kam also dor ey. Epistel am Palnnsonntage, Phil. 2. v. Bruͤder! Ein jeglicher sey war. Welcher, ob er wol in goͤtt⸗ 5 ten, der wird den Tod nicht sehen gesinet wie Jesus Christus auch licher Gestalt war, hielt ers 1 ur 2** Episteln und Evangelia. — für einem Raub, GOtt gleich seyn; alsp esse er von diesem Brodt, uu sondern aͤusserte sich selbst, und rinke von diesem Kelche. 1 nahm Knechts Gestalt an, ward vescher unwuͤrdig isset und un gleich wie ein ander Mensch, etz der isset und trinket ihm s und an Gebaͤrden, als ein Mensch, ber das Gerichte, damit daß g erslmden. Er erniedrigte sich nicht unterscheidet den Leib selbst, und ward gehorsam bis HErrn. zum Tode ja zum Tode am Creuz. Darum hat ihn auch GOtt erhoͤ⸗ 1 Cor. 5. v. 6. het, uud hat ihm einen Namen Eieben Brüder: Euer Ruhm 0 gengebrn, der uͤber alle Namen ist, Tnicht fein. Wiset ihr nicht, dij daß in dem Namen JESU sich ein wenig Sauerteig den ganfeh beugen sollen alle Knie derer, die Teig versaͤnert? Darum segi im Himmel und auf Erden, und den alten Sauerteig aus, a unter der Erden sind! und alle das ihr ein neuer Teig seyd, aleit Zungen bekennen sollen, daß IEs wie ihr ungesäuert seyd. Denl sus Christus der HErr sey, zur wir haben auch ein Osterlamn Ehre 50ltes des Vaters. das ist Christus, fur uns geopfen Das Evangelium am Palm⸗ Darum lasset uns Ostern hallnn sonnrage, Matth. 2.. Suche am nicht im alten Sauerteia, auch ersten Sonntage des Advents. nicht im Sauerteige der Boshel Es pfleget sonst auch an diesem und Schalkheit, sondern in den Palmsonntage(oder am Gru⸗Süßteige der Lauterkeit und di nen Donnerstage) die Einse⸗ Wahrheit. tung des heil. Abend mahls erklaͤ⸗ Evaͤngelium am heil. Gstertag ret zu werden, aus 1 Lor. arc. 16. v. 1%8. 11. v. 23729. ud da der Sabhath vergangen ch habe es von dem HErrn em⸗ I war, kausten Maria an pfangen, das ich euch gegeben lena, und Marig Jacobr, usdl habe. Denn der HErr JEsus in Saloino Syecerei, auf daß su der Nacht, da er verrathen ward, kaͤmen, und salbeten ihn. Un ahm er das Brodt, dankte, und sie kamen zum Grabe, an einen rachs, und sprach: Nehmet, Sabbather sehr fraͤhe, da diß esset, das ist mein Leib, der fuͤr Sonne aufgieng. Und sie spynn euch gebrochen wird; solches thutchen untereinander: Wer wal meinem Gedachtniß. Dessel⸗ zet uns den Stein von des G70 igen gleichen auch den Kelchsbes Thuͤr: Und sie sahen dahih, nach dem Abendmahs und sprach: und wurden gewahr, daß du Dieier Kelch ist das neue Desta Stein abgewälzet war; denn ment in meinem Blut; solches war sehr groß. Und sie giengas thut, so ot ihrs trinket; zu mei⸗ hinein in das Grab, und sahen nem Gedachtuiß. Deun so oft nen Juͤngling zur rechten Hau ihr von diesem Drodt esset, und sien, der hatte ein lang wess von diesem Keich trinket, sollt ihr Kleid an, und sie entsatzten sich des HErren Dod verkuͤndigen, Er aber sprach zu ihnen: Eutsh bis daß er kommt⸗ Welcher nun zet euch nicht, ihr suchet JEsun unwuͤrdig von diesem Brodt isset von Nazareth, den Geerentzig oder von dem Kelch des HErrn ten, er ist auferstanden, und i trinket, der ist shuldig au dem nicht hie, siehe da die Staͤtte, de keibe und Blute des HErrn. Der st i ö Der sie ihn hinlegten. Gehet aben Meusch prufe aher sich selost und hin, und sagets seinen Zunde Epistel am heiligen Ostertag 4. —.——‚—— und Petro, gehen wird ihr ihn sehe hat. Und aus, und fl denn es wa etzen ankor mand nicht ich die Verfon dern in all fuͤrchtet un ihm angene von der Pr Kindern Ii verkuͤndiger durch 46 cher ist ein durchs gar schehen ist, lilaͤa, nach nes predig bigen JEs salbet hat und Kraft ist, und ha sund gemac⸗ fel uͤberw Gott war sind Zeuge than hat und zu Jer sie getoͤdtet hangen. auferwecket und ihn le nicht allen den vorer GOtt, die und getrur er auferstan Evangelin Lue Ud siel gienge in einen Fl e an Euer Ruhm t ihr nicht, din eig den gansh Darum segl teig aus, eig seyd/ glah tseyd. Daul in Osterlamn“ uns geopfeh Ostern halun auerteig, a e der Boahel öndern in den erkeit und äl eil Ostertag. 1 8. ath vergange Naria Magdah Sacohl, u „auf daß s en ihn. An ube, an einen abe, da din Und sie svr Wer wol von des Guo sahen dahih ihr, daß dihh var; denn g id sie giengeh und sahen rechten Hauh in lang wesf ntsatzten sich huen: Ents uchet uu Geerentzig den, und i ie Staͤtte, di Gehet abel nen Juͤngenn und ihr ihn sehen, w hat. Und sie giengen schnell her⸗ aus, und flohen von denn es war sie Zittern und Ent⸗ setzen ankommen, und die Person nicht Episteln und Evangelia. 25 und Petro, daß er vor euch hin⸗ gehen wird in Galilaͤn; da werdet wie er euch gesaget dem Grabe; sagten nie⸗ mand nichts; denn sie furchten si Ap. Gesch. 10. v. 24.41. Pauft aber that seinen Mund Nauf und sprach: Nun 4. ich in der Wahrheit, daß Got ansiehet, son⸗ dern in allerley Volk, wer ihn fuͤrchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Ott zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkuͤndigen lassen den Frieden durch SUM Christum;(wel⸗ cher ist ein HErr über alles,) die durchs ganze Juͤdische Land ge⸗ schehen ist, und angegangen in Ga⸗ lilaa, nach der Tause, die Johan⸗ nes predigte: wie Gott densel⸗ bigen JEsum von Nazareth ge⸗ salbet hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umher gezogen ist, und hat wohl gethan und ge⸗ sund gemacht alle, die vom Teu⸗ fel uͤberwaͤltiget waren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles deß, das er ge⸗ than hat im Juͤdischen Lande, und zu Jerusalein. Denn haben sie getoͤdtet; und an ein Holz ge⸗ hangen. Denselbigen hat 6Ott auferwetket am dritten Tage, und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns den vorerwaͤhlten Zeugen von GOtt, die wit mit ihm gegzessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von denTodten. Evangelium am Ostermontage, Luc. 24. v. 13435. ù siehe, zween aus ihnen giengen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war—1— ch. pistel am Ostermontage, rusalem sechzig Feldweges weit, des Name heisset Emaus. Und sie redeten mit einander von al⸗ len diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten, und be⸗ fragten sich mit einander, nahete IEsus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wur⸗ den gehalten, daß sie ihn nicht kanuten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fur Reden, die ihr zwischen euch handelt unter we⸗ grns, und d traurig? Da aut⸗ wortete einer mit Namen Cleo⸗ phas, und syrach zu ihin: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darinnen gesche⸗ hen ist: Er sprach zu ihnen: Wel⸗ sches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von IEsu von Nazareth— welcher war ein Prophet, mach⸗ tig von Thaten und Worten, vor 60tt und allem Volk: wie ihn unsers Hohenpriester und Ober⸗ sten überantwortet haben zum Elrsnrlact.) des Todes, und gekrenziget. Wir aber hoffeten, Israel erloͤsen. Und uͤber Fist heute der dritte Tag, Auch er sostte das alles baß solches geschehen ist haben uns erschrecker erliche Weis ber der Unsern, die sind fruͤhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sogen. er lebe. Und etliche unter uns giengen hin zum Grabe, und fun⸗ dens also, wie die Weiber sagten. aber ihn sunden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Thoren und trages Hertens, zu alonben allem dem, das die Propheten gere⸗ det haben! Mußte nicht Ciaistlis siolches leiden, und zu seiner Herr⸗ lichkeit eingehen? Uònd fing an von Mose und allen Propheten, und kegte ihnen alle Schristen aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum 4 4 brachs, und gabs iynen. der hatten, was von ihm geschrie; 24 Episteln und Evangelia. da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollis er fuͤrder geuen. Uno sie noͤthigten ihn, und spra⸗ chen: Bleibe bei uns; henn es will dend werden, und der Tag hat ith geneiget. Und er gieng hinein, bet Iynen zu bleiven. Und es ge⸗ chah, da er mit thnen zu Tische laß, nayhm er das Brodt, dankete, Da wur⸗ den ihre Augen geoͤffnet, und er⸗ kenneten ihn, und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen un⸗ texreiuander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege als er uns die Schrift oͤffnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Srunde, keh⸗ teten ipieder gen Jerusalem, und funden die Eilfe versammlet, und die bei Hhnen ware. Welche rachen: Der HErr ist wahrhaf, 400 auferstanden, und Simont er— schieuen. Und sie erzähleten ih⸗ neu, was aus dem Wege gesche⸗ hen war, und wie er von ihnen er⸗ annt waͤre, an dem, da er das Brobdt brach. Epistel am Osterdiensttage, Ap. Gesch. am 13. v. 2633. Jor Maͤnner, lieben Bruder, — tor Kinder des Geschlechts A⸗ braham, und die unter euch Gott fuͤrchten, auch ist das Wort dieses Heils gesandt. Denn die. zu Jerufalem wohnen und ihre Obersien, dieweil sie diesen nicht Eheten, noch die Stimme der kopheten,(welche auf alle Sab⸗ harher gelesen werden) haben sie diese higen mit ihren Urtheilen ; Und wiewol sie keine erfüllet. Ursaͤch ds Codes aer ihm funden, bathen sie doch Pilatum, ihn 3u toͤrten. Und als sie alles vollen⸗ hen ist, nahmen sie ihn von dem Hz, und lenten ihn in ein Grab Aber Gott hat ihn auferwecket von den Todten. Und er ist er⸗ schienen viele Tage denen, die mit Also ists geschrieben, ihm von Galilaͤa gen Jerusalem gegangen waren, wolche sind seh ne Zeugen an das Volk. Und wir auch verkuͤndigen euch die Verheissung, die zu den Vaͤtem geschehen ist, Gott uns, ihren let hat, in dem, auferwecket hat. Evangelium am Osterdienst rage, Lue. 24. v. 36747 Wa sie aber davon daß die elbig Kindern, redeten trat er selbe, FEsus, mittn unter sie, und sprach zu ihnen! Fuede sey mit euch. Pie erschrn — en aber, und suͤrchteten sich, meyneten, sie ihr so erschrocken? Und warun kommen solche Gedanken in l mein. b ich bins selber, re Herzen? Sehet meine und meine Fuͤsse, fühlet mich, und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Ben V wie ihr sehet, datz ich habe. da er das sagte, zeigete er ihnen Haͤnde und Fuͤsse. Da sie abet noch nicht glaͤubten fuͤr Freuden, Un und sich verwunderten, sprach e zu ihnen? Habt ihr hie etwas U essen? Und sie legten ihm vor en Fisch u Stück voͤm gebratenen Honigseins, und er nayais, uod aß vor ihnen. Er aher Vorach l Ihnen: Das sind die Reden, I. ich zu euch sagte, da ich noch hel euch war; denn es muß alles ey fuͤllet werden, was von mir go und in den P Verstaͤndnih, daß sie die Schril verstunden, und sprach zu inen und also mu ste Christus leiden, und auferstt gen von den Dodten, am dritle Tage; und vredigen lassen in sel nein Namen Busse und Verge dern, ersüh daß er JEsun d schrieben ist im Gesetz Mosie, M den Propheten, und in ö men. Da oͤffnete er ihnen da *X bung der Suͤnden, unter alen Volkern, und anheben zu Jerh Hhn. .. 2 Ostern, Epistel am ieben Br Gott det die We ist der Sie wunden ha ie Welt u glaubet, d Sohn ist? kommt m JEsus Chr allein, son Blut; un zeuget, da Denn drei ahen ernen Geil Und er sprach zu ihnen: Was sey Himmel, und der he sind eins. zeugen au das Wass die drei si der Men men, so ii ser; dent das, daß nem Soh den Soh Sab versammt schlossen den Jude mitten ei Friede se das sage Haͤnden wurden! welchen denen sin den Vaten aß die olbig rindern, ershl daß er JEsun Osterdienst⸗ 9. 76½½ won redeten, Esus, mitti ö üch zu ihnen Sie erschia rchteten sich en Jerusalem volche sind 0 ö Volk. un gen euch de u Sohn ist: Dieser ist es, der da neinen Gein en: Was sehd Und warun danken in el mieine Haͤnde h bins selber, ö het; denn ein sch und Bei häbe. Und gete er ihnen Da sie abn füůͤr Freuden, ten, sprach A hie etwas U nihin vor ein nen Fisch un rnayais, und aber syrach z je Reden, bil mich noch hu muß alles e mir ga etz Mosis, din den Pfah er ihnen di ie die Schril ich zu iynen und also mu und auferste u, am dritte n lassen in sel und Verge „unter dllen bei zu Jery L5 Brüder! det die Welt, und unser Glaube ist der Sieg, der die Weit über— den Sohn GOttes, der hat sol⸗ Epistel am 1. Sonntage nach Ostern, 1 Jod. 5. v. 410. Alles was von GOtt gebohren ist, uͤberwin⸗ wunden hat. Wer ist aber, der die Welt uͤberwindet, ohne der da glaubet, daß JSSus Gottes kommt mit Wasser und Blnt, IEsus Chrestus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut; und der Geist ists, der da zeuget, daß Geist Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel, der PVater, das Wort, und der heil. Geist, und diese drei sindeins. Und drei sind die da zeugen auf Erden: Der Geist, und das Wasser, und das Blut, und die drei sind beysammien. Eo wir der Menschen Zeugniß auneh — 29 mien, so ist GOttes Zeugniß grl⸗ Episteln und Evangelia. 25 7 chen ihr sie behaltet, denen sind ste. behalten. Epistel am z. Sonntage nach Ostern, 1 Petr. 2. v. 2 1725. eiegen Brüder! denn dazu seyd — iht berufen, sintemal auch Shristus gelitten hat füͤr uns, und uus ein Vorbild gelassen, daß ihr sollet nachfolgen seinen Fuß⸗ stapfen. Welcher keine Suͤnde gethan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden. Wel⸗ cher nicht wiederschalt, da er ge⸗ scholten ward, nicht draͤuete da er litte; er stellete ein aber dem heim, der da recht richtet. Wel⸗ cher unsere Sünden selbst geo⸗ yfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir der Suͤnden abgestorben, der Gerechtigkeit le⸗ ben, durch welches Wunden ihr seyd heil worden. Denn ihr wa⸗ ret wie die irrende Schaafe, aber ihr seyd nun bekehret zu dem Hir⸗ ser; denn GOttes Zeugnitß istl ten und Bischofe eurer Seelen. das, daß er gezeuget hat von sen Evangelium am 2. Sonntage nem Sohu. ches Zeugniß bei ihm. nach Gstern, Jöh. 20, 19,23. JIam Abend aäber desesbigen — Sabbaths versammlet, und die Thüren ver⸗ schlosfen waren, aus Furcht vor. den Zuͤden, kam JEsus und trat Wer da gläubet an nach Oitern, Joh. 10, 124716. Ech bin ein guter Hirte; ein gu⸗ ö 4 Evangelium am 1. Sonnrage ö m. ter Hirte lasset sein Leden fuͤr die Schagse. Ein Miethling aber, der nicht Hirte ist, deß die Sahaa⸗ se nicht eigen sind, siehet den dg die Janger Welf kommen, und verlässet die Schaafe, und fleucht, und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schaafe. Der Miethling aber mitten ein, und spricht zu ihnen: fleucht; denn er ist ein Mierhling, Friede sey mit euch: Und als er dus sagete zeigete er ihnen die Haͤnde und seine Seiten. Da wurden die Juͤnger sroh, daß sie den HErrn sahen. Da sprach IE⸗ sus abermal zu ihnen: Friede sey mit euch. Gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagete, bließ sie an, und sprach zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist; welchen ihr die Sünde erlasset, denen sind sie erlassen, und wel⸗ * und achtet der Schaafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen, und bin bekaunt den Meinen. Wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater, und ich lasse meiu Leben fuͤr die Schaafe. Und ich habe noch an⸗ dere Schaafe, die sind nicht aus biesem Stalle, und dieselbige munß ich herfuͤhren, und md den meine Stimime hören, und wird ein Hrerde und ein Hirke 59018— I———— Lieten Bruͤder! ich ermahne zu kLobe den Frommen. Denn allein den gütigen und gelinden, willen leidet und erduldet, das ist 26 Episteln und Evangelia. Epistel am 3. Sonntage nach Ostern, 1 Petr. 2. v. 11 720. euch, als die Fremdlinge und Pilgrimm: Enthaltet euch von fleischlichen Luͤsten, welche wider die Seele streiten. Und fuͤhret ei⸗ nen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden, als von Uebelthaͤtern, eure gute Werke sehen, und Gott preisen, wanns nun an den Tag kommen wird. Sey unterthan aller menschlichen Oroͤnung, um des HErren wil⸗ leu, es sey dem Koͤnige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm, zur Rache uͤber die Uebelthaͤter, und der: Was ist das, daß er saget u uns; Ueber ein kleines; so werdet ihr mich nicht sehen, und aber M ber ein kleines; so werdet ihr mih sehen, und daß ich zum Vater g9E he; Da sprachen sie; Was ist dan das er saget: uͤber ein kleines/ Wir wissen nicht was er redel. Da merkete JEsus, daß sie ihn sragen wollten, und sprach zu ihn nen: Dayon fraget ihr unterein auder/ daß ich gesagt habe: Ueber ein kleines; so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines; so werdet ihr mich sehen. Warlich, warlich, ich sage euch, ihr werdet weinen, und heulen, aber die Welt wird sich sreuen, ihn aber werdet traurig seyn; doch eure Traurigkeit soll in Freude das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun verstopfet die Un⸗ wissenheit der thöͤrichten Men⸗ schen, als die Freien, und nicht als haͤttet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, ondern als die Knechte GOttes. Thut Ehre jedermann, habt die Brüder lieb. Fuͤrchtet GOtt, ehret den Koͤnig. Ihr Knechte seyd unterthau mit! aller Furcht den Herren, nicht sondern auch den wunderlichen. Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewisseng willen zu Gott das Uebel vertraͤget, und lei⸗ det das Unrecht. Denn was ist das für ein Ruhm, so ihr um Missethat willen Streiche leidet? Aber, wenn ihr um Wohlthat Gnade bey Gott. Wuachenert am 3. Sonntage nachOstern, Joh. 16, 16: 23. NEsus syrach zu seinen Juͤn⸗ gern: Ueber ein kleines; so wer⸗ det ihr mich nicht sehen, und aber üͤber ein kteines; so werdet ihr mich seden, deun ich gehe zum Bater. Da soruchen etliche un⸗ der seinen Juͤngern untereinan⸗ verkehret werden. Ein Weib, wann ste gebieret, so hat sie Trau— rigkeit, dann ihre Stynde ist kom⸗ men. Wann sie aber das Kind ge⸗ bohren hat, denket sie nicht mehr an die Angst, um der Freude wil⸗ len, daß der Meusch zur Welt ge⸗ bohren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit, aber ich will euch wieder sehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nohmen. Und an demselbigen Tage wertt det ihr mich nichts fragen. Epistel am 4. Sonntage nach Ostern, Jac. 1. v. 167721. jeben Brüder! Alle gute Gabe, und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veranderung noch Wechsel des Lichts noch Finsterniß. Er hat uns gzeuget nach seinem Wilien, durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waͤren Ersttinge seiner Creaturen. Dar— um, kieben Bruͤder, ein jeglicher Mensch sey schnell zu hoͤren, lang⸗ sam aber zu reden, und langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn thut nicht, was vor Gott lecht 2———————— lecht if. le Unsaub heit, und mit Sanf: 1 ist, len selig Evangeli nach Os mun abe derer niemand u Wo gehest weil ich f habe, ist ei worden. Wahrheit: ich hingehe hingehe, kt zu euch 3 st ich ibn zu e derselbige Welt strafe die Gerech Gerichte. nicht glaut Gerechtigk Vater geh nicht seher daß der richtet ist. viel zu sag ietzt nichtt ner, der G nien wird, Wahrheit nicht von i dern, wase er reden, 1 wird er eu selbige wir von dem men, und e was der V darum hal von dem euch verkůͤ Epistel an Ostern ieben Bi ter des —— daß er saget zu nes; so werdet , und aber i jum Vater ga „daß sie ihn sprach zu ihn ihr unterein habe: Ueber det ihr mich ber üͤber ein ormich sehen. ch sage euch, und heulen, ch sreuen, ihi seyn; doch ll in Freude heit, und nehmet das Wort an zerdet ihr mih pflanzet ist, welches kann eure See⸗ Was ist das ein kleines/ was er redet Ein Weib, hat sie Traut unde ist kom⸗ das Kind ge⸗ enicht mehr Freude wil⸗ zur Welt ge⸗ ꝛrhabt auch der ich will id euer Herz eure Freude ich nehmen. Tage wer⸗ ragen. ö ntage nach 1621. gute Gabe, nene Gabe üb, von dem welchem ist och Wechsel ö sterniß. Er jach seinem. Wort der wir waͤren uren. Dar in jeglicher hoͤren, lang⸗ nd langsam Menschen 5vor Gott techt nien wird, der wird euch in alle Episteln und Evangelia. 27 Tocht. Darum, so lleget ab al⸗ le Unsauberkeit, und alle Bos⸗ mit Sanftmuth, das in euch ge⸗ len selig machen. Evangelium am 4. Sonntage nach Ostern, Joh. 16, 415. Jun aber gehe ich in zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fraget mich: Wo gehest du hin? sondern, die⸗ weil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Traurens worden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht bingehe, kommt der Troͤster nicht zu euch; so ich aber hingehe, will ich ibn zu euch senden. Und wann derselbige kommt, der wird die Welt strafen, um die Suͤnde, um die Gerechtigkeit, und um das Gerichte. Um die Sünde, daß sle nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich fort nicht sehet; um das Gerichte, daß der Fuͤrst dieser Welt ge⸗ richtet ist. Ich hade euch noch viel zu sagen, aber ihr koͤnnet es ietzt nicht tragen. Wenn aber je⸗ ner, der Geist der Wahrheit korn⸗ Wahrheit leiteu. Denn er wird nicht von ihm selber reden, son⸗ dern, was er hoͤren wird, das wird er reden, und was zukuͤnftig ist, wird er euch verkuͤndigen. Der⸗ selbige wird mich verklaͤren; denn von dem Meinen wird ers neh⸗ men, und euch verkuͤndigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein, darum hab ich gesagt: Er wirds von dem Meinen nehmen, und euch verkuͤndigen. Epistel am g. Sonntage nach Ostern, Jac. 1. v. 2227. Lic Bruͤder! Seyd aber Thaͤ⸗ ter des Worts, und nicht Ha rer allein, damit ihr euch selbst vetruͤget. Denn so jemand ist ein Hoͤrer des Worts, und nicht ein Dhaͤter, der ist gleich einem Man⸗ ne, der sein leiblich Angesicht im Zpiegel beschauet. Denn; nach⸗ em er sich beschauet had: gehet er davon, und vergisset von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommene Gesetz der Freiheit, und darin⸗ nen beharret, und ist nicht ein nergeßlicher Hoͤrer, sondorn ein Thater, derselbige wird selig seyn in seiner That. So sich aber je⸗ mand unter euch laͤsset duͤnken, er diene GOtt, und haͤlt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verführet sein Herz, deß Gottes⸗ dienst iß eitel. Ein reiner und unhefleckter Gottesdienst vor Ott dem Vater, ist der: die Watsen und Witwen in ihrem Trübsal besuchen, und sich von der Welt unbeflecke behalten. Evangelium am. Sonntage nach Ostern, Joh. 16, 2330. Wulich, warlich, ich sage euch, so ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Na⸗ men, so wird ers euch geben. Bis⸗ her habe ihr nichts gebethen in meinem Namen. Bittet, so wer⸗ det ihr nehmen, daß eure Freude vollkominen sey. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort geredet 3 es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprich⸗ wort mit euch reden werde, son⸗ dern euch srei heraus verkuͤn⸗ digen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bit⸗ ten imn meinem Namen, und ich age euch nicht, daß ich den Vater urourch bitten will; benn er selbst der Potey hat euch lieb, darum daß ihr muich liebet, und glaubet, daß ich von GOtt ausgegangen ein. Ich bin vom Vater ausge⸗ gangen, und kommen in die Welt wiederum verlaste ich die Welt und vom Reich GoOttes. 28 Episteln und Evangelia. und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Juͤnger: Siehe! nun redest du frei heraus, und sagest kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weissest, und bedarfest nicht, daß dich je⸗ mand frage. Darum glauben wir, daß du von GOtt ausgegan⸗ gen bist.—— Epistel am Tage der Simmel⸗ fahrt Christi, Aet. 1, 711 Jie erste Rede habe ich zwar gethan, lieber Theophile, von allem dem, das JIEsus anfing, beyde zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln (welche er hatte erwaͤhlet) durch dat heiligen Geist Befehl gethan hatte, welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeigt hatte, durch mancherlei Erweisung, und ließ sich sehen uuter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen Und als er sie versammlet hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusa⸗ lem wichen, sondern warteten guf die Verheissung des Vaters, welche ihr habt gehoͤret(sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligen Geist ge⸗ tauft werden, nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusam⸗ men kommen waren, fragten ihn, und sprachen: HErr, wirst du guf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er aber sprach zu ihnen: Es gebuͤhret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, wel⸗ che der Vater seiner Macht vor⸗ behalten hat, sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfahen, welcher auf euch kom⸗ men wird, und werdet meine Zeugen seyn zu Jerusalem, und in ganz Judaa und Samaria, und bis an das Ende der Erden. nid da er solches gesagt, ward er aufgehaben zusehens, und esst Wolte nahm ihn auf vor ihrnn Augen weg. Und als sie ihn nachsahen gen Himmel fahren siehe! da stunden bei ihnen zwen Männer in weissen Kleidern, wel che auch sagten: Ihr Maͤnner voh gen Himmel? Dieser JEsus, wel cher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, mi ihr ihn gesehen habt gen Himmi fahren. 8 ö Evangelium am Tage den Himmelfahrt Christi, Mare. Cap. 16. v. 14 720. ZIasse da die Eilfe zu Tische sassen, offenbarete sich der HErr, und schalt ihren Unglah ben und ihres Herzens Haͤrtig keit, daß sie nicht geglaubet hah ten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ih⸗ nen: Gehet hin in alle Welt, und prediget das Evangelium aller Creatur; wer da glaͤubet und ga tauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaͤubet, der win verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden, do nen, die da glauben, sind die! In meinem Namen werden se Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen ven treiben, und so sie etwas toͤdtli ches trinken, wirds ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Haͤnde legen, so wirds bes ser mit ihnen werden. Und del HErr, nachdem er mit ihnen 90% redet hatte, ward er aufgehaben gen Himmiel, und sitzet zur rech ten Hand GOttes. Sie aber gim gen aus, und predigten an alln Orten, und der HERn wirkein mit ihnen, und bekraͤftigte dal Wort durch mit folgende Zeichen Epistel am 6. Sonitage nach Ostern, 1Petr. 4. v. 8.11. Lieben Bruͤder! so seyd 300 — mißi Galiläa, was stehet ihr und sehn maßig un beth. Vor Untereinan be; denn d Suͤnden N untereinan und dienet cher mit di gen hat, a ter der ma tes. So rede als E mand ein? als aus Gott dart len Dinger de, durch2 sey Ehre u keit zu Ew Eoangelit nach Of ö enn e men senden we Geist der 2 ter ausgehe mir. Und denn ihr mir gewefe euch gered aͤrgert. E Bann thu Zeit, daß meynen, Dienst dar den sie eue weder mei erkennen. zu euch ge die Zeit k daran gede erfuͤlle einmuͤthig geschah sch Himmel, Episteln und Evangelia. 29 ns, und esse auf vor ihrem Rals sie ihn mmel fahrey, ei ihnen zwenn Kleidern, wel yr Maͤnner von t ihr und sehe er XElus, wel aufgenommen kommen, miß gen Himme Tage dey Christi, v. 14 20. ilfe zu Tische zrete sich dez ihren Unglau rzens Haͤrtih jeglaubet hat zesehen hatten sprach zu ih⸗ alle Welt, und ngelium aller aubet und ge selig werden, bet, der wind Die Zeichen werden, den n, sind dien uwerden se mit 2*• hlangen ven etwas toͤdtt ihnen nicht anken werden so wirds beß! n. Und der nit ihnen ge⸗ r aufgehaben itzet zur rach Sie aber gim ten an aln RR wirkete raͤftigte dal ende Zeichen, mtage nach lehd. ö o seyd nu mihl maßig und nuͤchtern zum Ge⸗ beth. Vor allen Dingen aber habt untereinander eine bruͤnstige Lie⸗ be; denn die Liebe decket auch der Suͤnden Menge. Seyd gastfrei untereinander ohne Murmelm, und dienet einander, ein jegli⸗ cher mit der Gabe, die er empfan⸗ gen hat, als die guten Haushal⸗ ter der mancherlei Gnaden GOt⸗ tes. So jemand redet, daß ers rede als GOttes Wort. So je— mand ein Amt hat, daß ers thue, als aus dem Vermoͤgen, bas Gott darreichet, auf daß in al⸗ len Dingen GOtt gepreiset wer⸗ de, durch JEsum Christ, welchem sey Ehre und Gewalt von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit, Amen. Eoaͤngelium am 6. Sonntage nach Ostern, Joh 18. u. 16. Wen aber der Troͤster kom⸗ men wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Va⸗ ter ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen, denn ihr seyd von Anfang bei mir gewefen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht aͤrgert. Sie werden euch in den Bann thun, es kommt aber die Zeit, daß wer euch toͤdtet, wird meynen, er thue Gott einnen Dienst daran. Und solches wer— den sie euch darum thun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wann die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedencket, daß ichs euch ge⸗ sagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfaug nicht gesagt; denn ich war beh euchtht. Epistel am heil. Pfingsttage, Ay. Gesch. 2, v. 1½13. U als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie alle einmuͤthig bei einander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfuͤllete das gan⸗ je Haus, da sie sassen. Und man sahe an ihnen die Zungen zerthei⸗ let, als waͤren sie feurig; und er setzte sich auf einen jeglichen un⸗ ter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geistes und fingen an zu predigen mit andern Zuͤngen, nachdem der Geist ihnen gab aus⸗ zusprechen. Es waren aber Ju⸗ den zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfuͤrchtige Maͤnner, aus allerley Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stim: me geschah, kam die Menge zu⸗ sammen und wurden verstuͤrzt; denn es hoͤrete ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsatzten sich aber alle, ver⸗ wunderten sich, und sprachen un⸗ tereinander: Siehe! sind nicht diese alle, die da reden, aus Gali⸗ laͤa: Wie hoͤren wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir gebohren sind? Parther und Meder, und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamia, und in Judaͤg, und Capadocsa, Ponto, und Asia, Phrygia und Pamphilia, Egypten, und an den Enden der Libien, bey Cyrenen und Auslaͤnder von Rom, Ju⸗ den und Judengenossen. Cretes und Araber, wir hoͤren sie mit un⸗ sern Zungen die grossen Thaten Gottes reden. Sie entsatzten sich alle, und wurden irre, und sprachen einer zu vem andern: Was will das warden? Die an⸗ und Prach hatteas ihren Spott, ud sprachen; Sie sind voll suͤst ses Weins. e Wasit liebet, der wird mei — 30 Episteln und Evangelia. das ihr hoͤret, ist nicht mein, son⸗ dern des Vaters, der mich ge, sandt hat. Solches hab ich zu euch geredet, weil ich bey euch ge⸗ wesen bin. Aber der Troͤster der heilige Geist, welchen mein Vatet senden wird in meinem Namen, derselbige wird euch alles lehren, und euch erinnern alles deß, das besahl sie zu taufen in dem Nu ich euch gesagt habe. Den Frie⸗ den laß ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die West giebt, euer Hert er⸗ schrecke nicht, und fuͤrchte sich nicht. Ihr habt gehoͤrt, daß ich zu euch gesagt habe, ich gehe hin, und komme wieder zu euch. Haͤt⸗ tet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß lh gesagt habe, ich gehe zum Pater, denn der. ater ist groͤsser denn ich. Und nun hab ichs euch gefagt, ehe denn es geschicht, auf daß weun es nun geschehen wird, daß ihr glaubet. Ich werde sort nicht viel mehr mit euch reden, denn es koͤmmt der Fuͤrst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber, auf daß die Welt erkenue, daß ich den Va⸗ ter liebe, und ich also thue, wie mir der Vater gebothen hat. Ste⸗ het auf, und lasset uns von hin⸗ nen gehen. Epistel am Pfingst- Montage, Ap.Gesch. 10. v. 4248. nd, der HErr, hat uns gebo⸗ then zu predigen dem Volk, und zu zeugen, daß er ist verord⸗ net von Gos, ein Richter der Lebendigen und der Todten. Von diesem zeugen alle Prophe⸗ ten, daß durch seinen Namen alle bie an ihn glaͤuben, Vergebung der Suͤnden empfalen sollen. Da Vetrus noch diele Werte kedete, sel der heilige Beist auf alle, die em Worte zuhoͤreten. Und die Glaͤubigen aus der Beschnei⸗ hung, die mit Petro koömmen wa⸗ ken, enksahten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen — ird. Dend sie huͤreten, daß sie mit Zungel edeten, und GOtt hoch preiseten Da autwortete Petrus: Ma auch semand das Wasser wehreh daß diese nicht getaufet werden die ben heiligen Geist empfangeh haben, gleich wie auch wir? 10 Geistes ausgegossen ward⸗ men des HEren. Evang. am Pfingst⸗Montage Joh. 3. v. 16, 2 JeEsus sprach zu Nicodemol Also hat Hott die Welt geln bet, daß er seinen eingebohrneh Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glaͤuben, nicht verlohren werden sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seines Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sonden daß die Welt durch ihn selig wen de. Wer an ihn glaäubek, del wird nicht gerichtet, wer abn nicht glaubet, der ist schon gerich tet, denn er glaͤubet nicht an den Namen des eingeboͤhrnen Sohnt GOttes. Das ist aber das Ge⸗ richte, daß das Licht in die Welt koͤmmen ist, und die Menschen liebeten die Finsterniß mehr dent das Licht, dann ihre Werke wo ren boͤse. Denn wer Arges thuth der hasset das Licht, und komms uicht an das Licht, auf daß seit ne Werke nicht gestrafet werden Wer aber die Wahrheit thut, del kommt an das Licht, daß sein Werke offenbar werden, denn sie sind in GOtt gethan. Eptstel am Pfingst⸗Diensttage Ap. Gesch. 8 v. 145717. aber die Apostel höretch zu Jerusalem, dos Samarig das Wokt GoOttes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Pel trum und Johannem. Welche da ste hinab kamen, betheten sil über ste, daß sie den heiligen Geist emrfingen, denn er war noch auf keinen gefallen, sondern waren allein —— allein getaut HErrn JEs Haͤnde auf den heiligen Evangeltu stage, 2 arlich, Neuch; hinein gehe sondern stei, der ist ein Der aber zu der ist ein Demselbiget auf, und di Stimme, Schaafen n ret sie aus. Schaafe har vor ihnen l folgen ihm seine Stimu aber folgen fliehen von der Fremde Diesen Spr ihnen; sie v was es wa sagte. Da ihnen: W sage euch; den Schaaf mir kommei und Moͤrde Schaafe he horchet. J jemand dur wird seliger und ausgel den. Ein denn daß e umbringe. daß sie das ge haben so Epistel am tis, Ro welch thums und Erkennt unbegreiflich und unerfot ward. Dend e mit Zungen hoch prͤiseten detrus: Mah Zasser wehren aufet werdein ist empfangen uch wir? Uuh in dem Na⸗ s⸗Montage 6 3721 ö Nicodemo hie Welt gelln eingebohrneh alle, die an cht verlohre Hewige Leben tt hat seineh in die Welth chte, sonden ihn selig wen glaubek, det t, wer abel schon gerich nicht an den hrnen Sohnt über das Ge⸗ in die Welt ie Menschen 6 mehr denn e Werke wa r Arges thut, und kommt auf daß sei afet werden heit thut, del t, daß seing rden, denn than. Diensttage 14:17. stel höretch os Samarig ngenommen ihnen Pei m. Welche betheten siks eiligen Geist ar noch aulf dern waren allein Gpisteln und Evangelia.——— allein getauft in dem Namen des HErrn JIEsu. Da leg ten sie die Haͤnde auf sie, und sie empfingen den heiligen Geist. Evangelium am Pfingstdien⸗ stage, Joh. 10. v. 1711. arlich, warlich, ich soge euch; Wer nicht zur Thür hinein gehet in den Schaasstall, sondern steiget andersws hinein, der ist ein Dieb und ein Moͤrder. Der aber zur Thuͤr hinein Sau der ist ein Hirte der Schaafe. Demselbigen thut der Thuͤrhüter auf, und die Schaafe hoͤren seine Stimme, und er rufet seinen Schaafen mit Namen, und fuͤh⸗ ret sie aus. Und wann er seine Schaafe hat ausgelassen, gehet er vor ihnen hin, und die Schaafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm, denn sie kennen der Fremden Stimme nicht. Diesen Spruch sagete JEsus in ihnen; sie vernahmen aber nicht, was es war, das er zu ihnen sagte. Da sprach JESuS zu ihnen: Warlich, warlich, ich sage euch; Ich bin die Thuͤr zu den Schaafen. Alle, die vor mir kommen sind, die sind Diebe und Moͤrder gewesen, aber die Schaafe haben ihnen nicht ge⸗ horchet. Ich bin die Thuͤr; so jemand durch mich eingehet, der wird selig werden, und wird ein⸗ und ausgehen, und Weide fin⸗ den. Ein Dieb kommt nieht, denn daß er stehle, wuͤrge und umbringe. Ich bin kommen, daß sie das Leben und volle Gnuͤ⸗ ge haben sollen. Epistel am Sonntage Trinita⸗ tis, Roͤnl. I1 v. 32 36. welch eine Tiefe des Reich⸗ thums, beide der Weisheit und Erkenntniß GOttes! Wie gat unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege. Denn wer hat des HErrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Rath⸗ geber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm, und durch ihn, und in ihn sind alle Dinge. Iym soy Ehre in Swigkeit, Amen. Evangelium am Sonntage Trinitatis, Joh. 3. v. 1715. E war ein Mensch unter den Pharisaͤern, mit Namen Ni⸗ codemus, ein Oberster unter den Juden, der kam zu JICsu bei der Nacht, und sprach zu ihm: Meiz ster, wir wissen, daß du List ein Lehrer von GOtt kommen, denn niemand kann die Zeichen thun die du thust, es sey denn Golt mit ihm. IEsus antwortete, und sprach zu ihm: Warlich, warlich, ich sage dir: Es sey denn, daß jemand von neuem gebohren werde, kann er das Reich GOttes nicht sehen. Nieodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch ge⸗ bohren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen, und geboh⸗ ren werden? IEsus antwortete: Warlich, warlich, ich sage dir, es sey denn, daß jemand gebohren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich GOt⸗ tes kommen Was vom Fleisch gebohren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist gebohren wird, das ist Geist. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müusset von neuem ge⸗ bohren werden. Der Wind blaͤ⸗ set wo er will, und du hoͤrest icht Sausen wol, aber du weißt nicht von wannen er kommt, und wos hin er faͤhret. Also ist ein jegli⸗ cher, der aus dem Geist gehohren ist. Nicodemus antwortete, und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? IESus antwortete und sprach u ihm: Bisi du ein Meister in Israel, und weißt das nicht .. Luc. 16,1031. ö e kleidete sich mit Purpur B Episteln und Loanbeia ö nicht? Warlich, waͤrlich, ich a⸗ ge dir: Wir reden was wir wis⸗ sen, und zeugen, das wir gese ehen haben, und ihr nehmet unser Zeugniß nicht an. Glaubet hr nicht, wenn ich euch von irrdi⸗ schen Dingen sage; wie würder ihr glauben, wenn ich euch voön himmlischen Dingen sagen wür⸗ de? Und niemand fähret gen Himmel, denn der vom Hiunnel hernieder kummen ist, nam lich/ des Menschen Sohn, der in Himmel ist. Und wie Moses der Wuͤsten eine Schlange er 56⸗ het hat, also muß des Mens schen Sohn erhoͤhet werden. Auf daß alle, die an ihn gauben, nicht Verlohren werden, sondern das ewige Leben haben. Epistel am 1. Sonntage nach Trinitatis, 1 Joh. 4, 167721. Licben Bruͤder! Gott ist die Liebe, und wer in ber Liebe blei⸗ bet, der bleibet in GOtt, und Gott in ihm. Daran ist die Lie⸗ be voͤllig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleich wie er ist so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, son⸗ dern die voͤllige Liebe treibet die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein Wer slah aber fuͤrcht't, der ist nicht voͤllig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst on So iemend spricht: Ich liebe GOTT, und hasset seinen Bruder, der ist ein Luͤcner: Denn wer seinen Bru⸗ der nicht liebet, den er siehet, wie kann er GOtt leben, den er nicht sie het e Und dieß Gehot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet; daß er auch seinen Bruder lieve. Evaugelium am 1. Sonntage ER aber ein reicher Mann, 10— Leinwand⸗ und le⸗ bete alle Tage Hearlich⸗ und Freuden. Es war aber ein MI mer, mit Na amen Lazarus, di Ein lag vor seiner Thür voller Schwiy Epistel a reu, und begehrte sich zu saͤttige Trinit. 1 dou den Brosamen, die von eben Br. Reichen Tische fiel n. Doch euch nich 108 die Hunde und leckt hasset. Wir r bim seine Schwären. Es begg dem Tode in sich aber veß der Aleme. starb, un lind;; denn wi ward getragen don den Eug 44.. in Abrghams Schoaß; der N ud im A che aber starb auch, und ward ruder hasse Igraben. Als er nun in der Hell schlager. Un aud in der Quaal war, hulbeg Todschlaͤger seine Augen auf, und sahe Abn Leben bei ihn ham von serne, und Lazarum aben 277 ert einem Schooß, rief und prach er sein Leber Vater Abraham! erdarmte dih hat, und wir nein, und sende Lazarum, daß! en fuͤr die B das Aeüsserste seines Fingers iii aber jemand Wasse tauche, und kühle meih hat: und siehe Zunge; denn ich leide Pein in di ben; und schl er Flamme. Auraham abh ihm zuz 5 wi sprach: Gedenke, Sohn, daß dilGOttes bei dein Gutes empfangen hast oen, lasset ur Luen! 27 und fangenz dar gegen hat Boͤses empfangen; nu aber wird er getröstet, und dider Whehei wirst gepeiniget. Und über di vangelium alles, ist wischen uns und euch eh mach Trinit. ne grosse Kluft bevestiget, daß[Ps war ein 7 Pie da wollten von hiauen hini„ ein großd fahren zu euch, koͤnnen nicht, un viel darzu. auch nicht von dannen zu u dendmdal aus herüber fahren.„Dasprach er nomahle, ii hitte ich dich, Vater, daß dr„Komme sendest in meines Vaters Hauß Denn ich habe noch fuͤnfBruͤdeh n⸗ daßer ne konmen atl 58 se nicht auch kommen an dieni Ort der Qugal. Abraham sprach beßhen, 30 zu ihm? Sie haben Mosen unsgewich. und die Bröpheten, laß sie die selbigste Ich habe fuͤn joͤren: Er aber sprach: Nelskauft, und ich Vater Abraham, wudern weisen besehen ich! einer von den We Suff 1 thund. 2100 gienge, so würden sie Busse khu Er Wat 0 ihm: Hoͤren stich Mosen nud die Propheten nichtzz so werden sie auch Episteln und Evangelia. 42 rrlich und—* aber ein Iu ulnnde. von den Todten auf⸗ ber 0 i Epistl am a. Sonntage nach 1—9 7 Trinit. 1 Joh. 3. v. 137718. 01 don ieben Bruüder! Verwundert Iu. Doch. Weuch nicht, ob euch die Welt uünd. leckmn hosset. Wir wissen, daß wir aus 12 Eh5 be dem Tode in das Leben kommen me starb, 0 sind; denn wir liꝛben die Bruͤder. 1 60 0 Wer den Bruder nicht liebet, der aß; der N bleibet im Tode. Wer seinen „und ward 6 Bruder hasset, der ist ein Tod⸗ u in der Hell(chläger. Und ihr wilfet, daß ein x 905 ů UübeTodschlaͤger nicht hat das ewige nd saf„Aln Leben bei ihm bleihend. Daran d Lanarum baben wir erkannt die Liebe, daß ündn er sein Leben für uns gelassen bar 1 91 hat, und wir sollen auch das Lez zarum, dah z den für die Brüder lassen. Weun 3 Fing 13 ů aber jemand dieser Welt Guͤter 5 1 men hat; und siehet seinen Bruder dar⸗ o6 ein in dj den; und schleußt sein Herz vor Lunder Wahhihm zu; wie bleibet die Liebe Sodn 11 Gottes bei ihm? Meine Kind⸗ gen ein, lasset uns nicht lieben mit Lazurus du Worten, noch mit der Zungen, pfangen; um sondern mit der That und mit 7 der Wahrheit. ö Ind über 1 Evangelium am 2. Sonntage und euch nach Trinit. Luc. 14. v. 16,4f. vestiget, da E war ein Mensch, der machte Hinnen Hhing ein groß Abendmahl, und lud nen nicht un biel darzu. Und sandte seine mmen zu un Kuechte aus zur Stunde des A⸗ sprach er: bendmahls, zu sagen den Gelade; , daß dun Wnen: Kommet, denn es ist alles zliers Hau dereit. Und sie üngen an alle ünf Rrudt Vach eingnder sich zu entschuls ün deh sedigen. Der erste srach zu ihm: e, auf diehn ch habe einen Acker gekauft, rahharn seran And muß hinaus gehen, und ihn HQRosn m besehen, ich bitte dich, entschuldi⸗ sle dselbig ge mich. Und der andere sprache wochNeiss habe fuünf Joch Ochsen ge⸗ bndorn wen auft, und ich gehe jetzt hin, sie n I ihnaspige mich. und der dricte surach: Hhren Ich habe ein Weih genommen, „Hoören cdarum kann ich nicht kommeu⸗ helen mandind der Knecht kam, und sagte as seinem Herrn wirder; Da I ward der Hausherr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Strassen und Gassen der Stadt, und fuͤhre die Armen, und Krüͤppel, und Lah⸗ men, und Blinden herein. Und der Knecht sprach: HErr!es ist geschehen, was du befohlen hast/ es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechteꝛ Gehe aus auf die Landstrassen, und an die Zaͤune, und noͤthige sie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sa⸗ ge euch aber, daß der Maͤnner kei⸗ ner, die da geladen sind, meim Abendmahl schmecken wird. Epistel am 3. Sonntage nach Trinitatis, 1 Petr. 5. v. 6%11. ieben Bruder! So demüthiget euch nun unter die gewaltige Hand GOttes, daß er euch erhs⸗ he zu seiner Zeit. Alle eure Sor⸗ ge werfet auf ihn, dann er sorget fur euch. Seyd nuͤchtern und wachet, denn euer Widersacher, der Teusel, gehet umher wie ein brullender Lowe, und suchet, wel⸗ chen er verschlinge. Dem wider⸗ stehet vest im Glauben, und wisset, daß eben dieselbige Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns herufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo JEsu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet vollbereiten, stärken, kraͤftigen„ grunden. Demselben sen Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. u hesehen, ich bitte dich, entschul⸗s⸗ Evangelium am 3. Sonntage nach Veinit. Luc. 15. v. 14½ 10. gaheten aber zu ihm aller⸗ Talei Zoͤllner und Süͤnder, daß sie ihn hoͤreten. Und die Phari⸗ der und Schristgelehrten mur⸗ reten und sprachen: Dieser nimmt die Suͤnder an, und isset mit ihnen. Er sagete aber zu ih⸗ nen dieß Gleichniß, und sprach: ei Mensch ist unter 2* den wird von dem Dienst des ver⸗ Croatur sehnet sich mit uns, und 34 Episteln und Evangella. der hundert Schaufe hat, und o er der eines verleuret, der nicht lasse die neun und nennzig in der Wuͤsten, und hingehe nach dem Verlohrnen, bis daß ers finde? —— ängstrt sch noch immerdar zuich Bn daß ih allein aber sie, sondern auch ilDenn wer selbit, die wir haben des Gesst Tage sehen Erstunge, sehnen uns auchZunge, daß uns solbst nach der Kindschast, uh und seine L Und wann ers stinden hat, o le“ warten auf unsers LeibesErlösuh triegen. Ern get ers auf seine Achseln mit Freu⸗ den. Und wann er heim kommt rufet er seinen Freunden und Nachbarn, und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich ha⸗ be mein Schaaf gesunden, das verlohren war. Ich sage euch: Also wird auch Freude im Him⸗ mel seyn, uber einen Suͤnder, der Busse thut, vor neun und neunzig Gerechten, die der Bnsse nicht beduͤrfen. Oder, welch Weib ist, die zehen Groschen hat, so sie der einen verleuret, die nicht ein Licht anzuͤnde, und kehre das Haus, und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde? Und wann sie ihn sunden hat, rufet sie ihren Freundinnen und Nachbarin⸗ nen, und spricht: Freuet ench mit mir, denn ich habe meinen Groschen funden, den ich verloh:⸗ ren hatte: Also auch, sage ich euch, wird Freude seyn vor den Engeln GOttes, uͤber einen Suͤnder, der Busse thut Epistel am 4. Sonntage nach Trinitatis, Roͤm 8 v 1823. jeben Bruͤder! Ich halte es da⸗ für, daß dioser Zoit Leiden der Herrlichkeit nicht werth sey, die an uns soll offenbaret werden. Denn das aͤngstliche Harren der Evangelium am 4. Sonntaz und thue G nach Crinit Luc. 6 v 367½4½ und jage ibn arum seyd barmherzig, gen des HE Qauch euer Vater barmhesh rechten, und ist. Richtet nicht, so werdet Sermüche auch nicht gerichtet. Verdnh Erru siehe met nicht, so werdet ihr ahl thun. Und n nicht verdammet Vergebeth) den könnte,f wird euch vergeben. Geber/ ö um der 00 wird euch gegeben. Ein voll, druͤckt, gerůttelt und überflt seyd ihr doc Maaß wird man in euren Schij aber vot ihr geben; denn eben mit dem Mus erschrecket da ihr mit messet, wird man Gott Inelint wieder messen. Und er sagteh Enein nen ein Gleichniß? Mag a Lach Trini ein Blinder einem Blinden i Es 2—7 Weg weisen? werden sie n U Vol 6 ale deide in die Grube full das Wort& Der Juͤnger ist nicht uber sih wei Schife Meister; wenn der Juͤnger Fic. wie sein Meister, so ist er voltx Fi pwulche men. Was siehen du aber en mat wus e Splitter in deines Bruders ches Sim gerund den Mallen in demen dag erg ge wirstdu nicht gewahr 9 dl sähretes un wie kannst du sagen zu desh lehr ke das 2 Bruder: Halte still, Bruder und als er willdan Splittei aus deinem reden, sprag ge ziehen, und du siehest s am die 9 nicht Ou Heucht in Leuch in Netz aus, da ge: Du Heuchler, zeuch I ö den Balken aus deinem und Simor Creatur wartet auf die Offenba⸗ rung der Kinder GOttes. Sin⸗ temal die Creatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Wil⸗ len, sondern um deß willen, der sie unterworfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Creatur frei wer⸗ gaͤnglichen Wesens, zu der herrli⸗ Ten Freiheit der Kinder GOt⸗ und besiehe dann, daß du Eem die ihn itte ů en die gan Splitter aus deines Bruhh und nichts g Auge ziehest. dei Epistel am 5. Sonntage ni⸗ veilel. O. Trinitatis, 1 Petr. 3. v. ½⁷ schlossen sie ei ndlich aber sevd alleanl sche, und ihr Heich gesinnet, witleidig EI winkeren ihr derlich, barmperzig, freundlh andern Schi Vergeltet nicht Böses mit 9 eamen und sem, oder Scheltworte mit Schl Und sie kam worten, sondern dargegen seht de Schiffe vo tes. Denn wir wissen, daß alle und wisset, daß ihr—— ken, Da2 Episteln und Evangelia. 75 eyd, daß ihr den Segen beerbet. Oenn she der schn lad 27˙ aben des Geisn Tage sehen, der schweige seine en uue anch Dunge, daß sie nicht Böͤses rede, r Kindschaft, uy Und seine Lippen, daß sie nicht LeibesErlöluh Miegen.Er wende sich vom Bösen, n 4. Sonntias Und thue Gutes, er suche Friede, Ic. 6 v 3671 41 und jage ibm nach. Denn die Au⸗ barmherzig gen des HErrn sehen auf die Ge⸗ Vater barmieh kechten, und seine Ohren auf ihr t, so werdetii Gobeth. Das Angesicht aber des chtet. Verdm HErrn siehet auf die, so da Böses werdet ihr ah thun. Und wer ist, der euch scha⸗ t Vergebet, den könnte, so ihr dem Guten nach⸗ en. Geber, kommet!? Und ob ihr auch leidet en. Ein voll, um der Gerechtigkeit willen, so und überflisz seyd ihr doch selig. Fuͤrchtet eu in euren Sch aber vor ihrem Trotzen nicht, und mit dem Mih erschrecket nicht; heiliget aber „wird man z Gott den HErrn in eurem Herzen. Und er sagten Evangelium am 5. Sonntage i Mag a Vach Trinit. Lue. 5. v. 1711. m Blinden E begab sich aber, daß sich das werden sie u%. Volk zu ihm drang, zu hören Grube faln das Wort GOttes, und er stund nicht uͤber sin am See Genezareth. Und sahe der Juͤnger zwei Schiffe am See stehen. Die so ister volkh. Fischer aber waren ausgerreten, est du aber en und wuschen ihre Neze. Da Bruders; krat er in der Schiffe eines, wel⸗ n in deinem ches Simonis war, und bath ihn, gewahr? 9 daß ers ein wenig vom Lande ügen zu den führete, und er saßzte sich, und Hill, Bruder, lehrete das Volk aus dem Schiff. aus deinem Und als er hatte aufgehoret zu du siehest s reden, sprach er zu Simen: Fah⸗ in deinem eauf die Höhe, und werset euer er, zeuch in Netz aus, daß ihr einen Zug thut. deinem uh0 Und Simon antwortete„und n, daß du sprach zu ihm: Meister, wir ha⸗ eines Bruh . dein Wort will ich das Netz aus⸗ 4.2.80 4 werfen. Da sie das thaten, be⸗ 990 schlossen sie eine grosse Menge Fi⸗ ö f6 4 1— mullebig sche, und ihr Netz zuriß. Und sie zig, freundio Höses mit N — immerdar znich sondern auch ih und nichts gefangen; aber auf andern Schiffe waren daß sie kaͤmen, und huͤlfen ihnen ziehen. orte mit Schi Und sie kamen, und fuͤlleten bei⸗ bt dannban de Schiffe voll, alio, daß sie sun⸗ i% Da das Simon Retrus ben die ganze Nacht gearbeitet, winketen ihren Gesellen, die im sahe/ fiel er IEsu zu den Knien, und sprach: HErr, gehe von mir hinaus, ich bin ein suͤndiger Mensch. Denn es war ihm ein Schrecken ankommen, und allen, die mit ihm waren, uͤber diesem Fischzuge, den sie mit einander ge⸗ than hatten. Desselbigen glei⸗ chen auch Jacobum und Johan⸗ nem, die Soͤhne Zebedaͤi, Simo⸗ nis Gesellen. und JEsus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht, denn von nun an wirst du Men⸗ schen fahen. Und sie fuͤhreten die Schiffe zu Lande, und verliessen alles, und folgeten ihm nach. ch Epistel am 6. Sonntage nach Trinitatis. Roͤm. 6. v. 311. Lithen Bruͤder! Wisset ihr nicht daß alle, die wir in JEsum Christ getaufet sind, die sind in seinen Tod getaufet? So sind wir unn mit ihm begraben, durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferwe⸗ cket von den Todten, durch die Herrlichkeit des Vaters, also sol⸗ len wir auch in einem neuen Le⸗ ben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzet werden zu glei⸗ chem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich seyn. Die⸗ weil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm geereuꝛiget ist, auf daß der sundliche Leib auf⸗ de nicht dienen. Denn wer ge⸗ storben ist, der ist Eind wir aber von der Sunde. Sind wir aber wir, daß wir auch mit ihm leben werden. Und wissen, daß Chri⸗ stus, von den Todten erwecket, hinfort nicht stirbet, der Tod wird hinfort über ihn nicht herr⸗ schen. Denn, daß er gestorben ist, das ist er der Suͤnde gestorben, zů einem mal; daß er aber lebet, das lebet er Gotte. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sůnde gestorben seyd, und lebet 2 Gotte, hoͤre, daß wir hinfort der Suͤn⸗ mit Christo gestorben, so glauben 36 Epistein und Evangelium am 6 Sonntage Zach Crin. Matih. 5. v. 301426. Denn ich sage euch; Es sey denn eure Gerechtigkeit bes⸗ ser, denn der Schriftgelehrten und Pharisaͤer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen Ihr habt gehoͤrt, daßzu den Alten gesagt ist: Du sollt nicht toͤdten; wer aber toͤdtet, der soll des Ge⸗ richts schuldig seyn. Ich aber sa⸗ ge euch: wer mit seinem Brude! zurnet, der ist des Gerichts schul⸗ dig; wer aber zu seinem Bruder saget, Racha, der ist des Raths schuldig; wer aber saget, du Narr, der ist des hoͤllischen Feuers schuldig. Darum„ wenn du deine Gabe auf dem Altar o pferst, und wirst allda eindenken, dat dein Bruder etwas wider dich habe: so laß allda vor den. Altar deine Gabe, und gehe zu⸗ vor hin, und versoͤhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm, und opfere deine Gabe Sey willfuͤrthig deinem Widersa⸗ cher, bald, dieweil du noch be! ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht der⸗ maleins Überantworte dem Rieh⸗ ter, und der Richter uͤberantwor, de dich dem Diener, und wer⸗ dest in dem Kerker geworfen Ich sage dir, warlich, du wirst nicht von dannen heraus kommen, bis 7 auch den letzten Heller bezah⸗ E Epistel am 7. Sonntage nach Trinitatis, Roͤm. 6. v. 197½23. Ich muß menschlieh davon ve⸗ den, um der Schwachheit wil⸗ len eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Eoangella. da waret ihr srei von der Gerich kigkeit. Was hattet ihr nun der Zeit fuͤr Frucht? Wolcher in euch jetzt sehaͤmet; denn das E de derselben ist der Tod. Nun sh ö aber seyd von der Suͤnde stü und Gottes Knechte wordeh, habt ihr euere Frucht, daß ihr gu ö lig werdet, das Ende aber n wige Leden Denn der Tod der Sünden Sold; aber die e GOttes ist das ewige Leben s Shristo JEin unserm HErrn. Evangelium am 7. Sonntag nach Trin. Marc.. v. 179. 3⁰ der Zeit, da viel Volks h war, und hatten nichts zu f en, rief JEsus seine Juͤnger s ich; und sprach zu ihnen: M„G jammert des Volks: denn sie ⁰0 den nun drei Tage bei mir oh harret, und haben nichts zu esseh Und, wenn ich sie ungessen da nir beim liesse gehen, würdenst zuf dem Wege verschmachten Denn etliche waren von senn omsien. Seine Jünger auh vorteten ihm: Woher nehmt mir Brodt, hier in der Wuͤsten, di vir sie saͤttigen? Und er fragte sse Wie viel haht ihr Brodt? G prachen: Sieben, und er geboh dem Volk, daß sie sich auf die G de lagerten. Und er nahm di sieben Brodte, und dankete un brach sie, und gab sie seinen Jun gern, daß sie dieselbigen vorlth ten, und sie legten dem Volk vo Und hatten ein wenig Fischleh und er dankete, und hieß diesell gen auch vortragen. Sie asseng ber, und wurden satt, und hubel die übrigen Brocken auf, siebg Koͤrbe, und ihrer waren dei vi Ootte, in Christo JEsn unserm/ da ihr der Sande Knechte warn HErrn. Dienst der Unreinigkeit, und von einer Ungerechtigkeit zu der an⸗ Zern: allo begebet auch nun eure tausend, die da gegessen hatten und er ließ sie von sicꝙh. Epistel am 8. Sonntage nach Trinitatis, Roͤm. 8. v. 12717. Glleder zum Dienste der Gerech. Se sind wir nun, lieben Brih linkeit, dah sie heilig werden. Denn, der, Schuldener, nicht den leisch, daß leben. De Fleisch leber ben muͤssen Geist des koͤdtet, so n welche der die sind G. ihr habt nie Geist empfe abermal fuͤ dern ihr h Geist empfe wir rufen: Derselbige unserm Gei Kinder sind. der, so sind lich GOttes Christi; son auf daß wir lichkeit erha Evangeliun nachTrini ehet eur — schen“ Schaafskleit men, inweni sende Woͤlfe. sollt ihr sie auch Traube nen? Oder steln? Alst Baum bring ein fauler 8 Fruͤchte. E nicht arge§ ein fauler B Früchte brit Baum, der bringet, wir Feuer gewo ihren Fruͤcht nen. Es wer mir sagen Himmelreick die den Will ters im Him zu mir sager HErr, HErr deinem Nan ben wir nich ů Episteln und Evangelia. 27 Muechte wat ö 4½ NNIENEN.— von der Gereh Hgleisch/ daß wir nach dem Fleisch ttet ihr nuniy leben. Deun wo ihr nach dem 1 Woscher V Fleisch lebet, so werdet ihr ster; denn das Eh ben muͤssen; wo ihr aber durch den Tod. Nun ih Geist des Fleisches Geschaͤfte rSuͤn%toͤdtet, so werdet ihr leben. Oenn echte Wona welche der Geist GOttes treibet, ht, daß ihr ui die sind GOttes Kinder. Denn Ende aber du ihr habt nicht einen knechtischen nder Tod Geist empfangen„ daß ihr euch aber die h abermal fuͤrchten muͤßtet; son⸗ wige Lebeni dern ihr habt einen kindlichen rm HErrn. ö 7. Sonntag re. d. v. 1½ viel Volks hj en nichts zu g ine Juͤnger i uihnen: Mih : denn sie y e bei mir v nichts zu essah ungessen v hen, wurdensh verschmachteh en von sernh Juͤnger auh Zoher nehme der Wuͤsten, di id er fragtesse Brodt? Und er geboßh ich auf die E er nahm di dankete un sie seinen Ju Ibigen vorloh dem Volk vgs nig Kischleß hieß diesell Sie assen⸗ t, und hubel n auf, siebgt ehen 90 vih gessen hatten untage nach 8. v. 127117, lieben Brih er/ nicht den Fleisch/ Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Derselbige Geist giebt Zeugniß unserm Geist, daß wir GOttes Kinder sind. Sind wir denn Kin⸗ der, so sind wir auch Erben, naͤm⸗ lich GOttes Erben, und Miterben Christi; so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herr⸗ lichkeit erhaben werden. Evangelium am 8 Sonntage nachTrinit.Matth. 7. v. 15½23. ehet euch vor, vor den fal⸗ — schen Propheten, die in Schaafskleidern zu euch kom⸗ men, inwendig aber sind sie reis⸗ sende Woͤlfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dor⸗ nen? Oder Feigen von den Die⸗ steln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Fruͤchte zjaber ein fauler Baum bringet arge Fruͤchte. Ein guter Baum kann nicht arge Fruͤchte bringen, und ein fauter Baum kann nicht gute Fruchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Fruͤchte bringet, wird abgehauen und ins HFeuer geworfen. Darum, an ihren Fruͤchten sollt ihr sie erken⸗ nen. Es werden enicht alle die zu mir sagen: HErr, HErr, in das Himmelreich kommen; sondern die den Willen thun, meines Va ters im Himmel. Es werden viel zu mir sagen an jenem Tage: HErr, HErr! haben wir nicht in deinem Namen geweissaget? ha⸗ hen wir nicht in deinem Namen Teusel ausgetrieben 7 Haben wir nicht in deinem Namen viele Shaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weichet alle von mir, ihr Uebelthäter. Epistel am 9. Sonntage nach Trinit 1. Cor. 10.·6%3. Jas ist aber uns zum Vorbils de geschehen, daß wir uns nicht geluͤsten lassen des Boͤsen, gleichwie jene geluͤstet hat. Wer⸗ det auch nicht abgoͤttische, gleich wie jener etliche wurden, als get schrieben stehet: Das Volk satzte sich nieder, zu essen und zu trins ken, und stund auf zu spielen. Auch lasset uns nicht Hurerei treiben, wie etliche unter ihnen Hurerei trieben, und sielen auf einen Tag drei und zwanzig tau⸗ send. Lasset uns aber auch Chris stum nicht versuchen, wie etliche von jenen ihn versuchten, und wurden von den Schlangen um⸗ gebracht. Murret auch nicht, gleich wie jener etliche murreten und wüurden umgebracht, durch den Verderber Solches aber ö 66 l dbe ihnen zum Vor bilde. Es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kömmen ist. Darum, wer sich laͤßt duͤnken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn meunschliche Versuchung betreten Aber GOtt ist getreu, der euch nicht laͤßt versuchen über euer Vermoͤgen, sondern macher, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihrs koͤn⸗ ö net ertragen. Evangeltum am 9. Sonntage nach Tuin. Luc. 16. v. 19. sprach aber zu seinen Er E Juͤngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushal⸗ ter, der ward vor ihm boruͤchti⸗ get, als haͤtte er ihm seine Guͤter umbracht. Und er soderte ihn, 235— und +— ———— ———.— und sprach zu ihm: Wie hore ich bet, sie euch aufnehmen in die und niemand kann IEsum einen HErrn heissen, ohne durch den 2 Episteln und Evangelia. das von dir: Thue Rechnung von deinem Haushalten; denn du kaunst hinsort nicht mehr Haus⸗ halter seyn. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich thun? Mein Herr mimmt das Amt von mir. Graben mag ich nicht, so schaͤme ich mich zu bet⸗ teln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amte gesetzet werde, daß sie mich in ihre Haͤser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Sonnen Oels. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreibe flugs funftig. Darnach sprach er zu dem an⸗ dern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er syrach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, und schreibe achnig. Und der Herr lo⸗ bete den ungerechten Haushal⸗ ler, baß er kluͤglich gethan hatte; denn die Kinder dieser Welt sind Tluͤger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sa⸗ ge euch auch: Machet euch Freun⸗ de mit dem ungerechten Mam⸗ mon, auf baß, wenn ihr nun dar⸗ ewige Hüͤtten. Epistel am 10. Sonntage nach Trinitatis,i Cor. 12. v. 111. Non den geistlichen Gaben a⸗ ber will ich euch lieben Bruͤ⸗ der, nicht verhalten. Ihr wisset S daß ihr Heiden seyd gewesen, und hingegangen zu den stummen Goͤ⸗ en, wie ihr gefuͤhret wurdet. Darum thue ich euch kund, daß niemand IEsum verflucht, der durch den Geist Gottes redet, heiligen Geist. Es sind mancher⸗ lei Gaben, aber es ist ein Geist, reden von der Weisheit, dem an dern wird gegeben, zu reden yn und es sind mancherlei Aemi, aber es ist ein HErrz und es suh mauncherlei Kraͤfte, aber e ein GOtt, der da wirket Alles Allem. In einem jeglichen erst gen sich die Gaben des Geiss zum gemeinen Nutz. Einen wird gegeben durch den Geist der Erkenutniß, nach demselbigh Geist. Einem andern der Gl be in demselbigen Geist. Einig andern die Gabe gesund zu un chen, in demselbigen Geist. Eing andern Wunder zu thun. Einn andern Weissagung. Einem a dern Geister zu unterscheidu Einem andern mancherlei Syn chen. Einem andern die Syuh che auszulegen. Dieß aber alh wirket derselbige einige 6000 und theilet einem jeglichen sein zu, nachdem er will. Evangelium am 10. Sonntah nachCrinit. Luc 19. v. 41 2440 Ur als IEsus nahe hinzu kah sahe er die Stadt an„ weinete uͤber sie, und sprach Wenn du es wüßtest, so wuͤrh du auch bedenken zu dieser deim Zeit, was zu deinem Friedg dienet. Aber nun ist es vor deim Augen verborgen. Denn es ui die Zeit uͤber dich kommen, I deine Feinde werden um dich/ un deine Kinder mit dir eine V genburg schlagen, dich belagen und an allen Orten aͤngsteu. werden dich schleisen, und keihh tein auf dem andern lass darum, daß du nicht erkein hast die Zeit, darinnen du hish gesuchet bist. Und er ging in Tempel, und fing an auszutl ben, die darinnen verkaufh und kausten, und sprach zu nen: Es stehet geschrieben! M Haus ist ein Bethhaus'; aber habts gemacht zur Moͤrd grube. Und er lehrete* — 22——— im Tempel. ster und die Vornehr teten ihm n sie ihm thur Volk hing ih Epistel am ETrinitatie Icheerinne Bruͤdet ich euch ve ches ihr auc in welchen ih welches iht welchergesta diget habe, es waͤre den geglaubet he euch zufode ich auch en Christus ges Sünde nac daß er begre auf ruanden ge nach der esehen wor arnach von nach ist er mehr denn dern auf ein leben, etlich fen. Darne deu von Jace leu Aposteln allen, ist er ver unzeitig worden. D Ringste unte der ich nicht ein Apostehl die Gemein habe. Aber bin ich, da Gnade an lich geweser vielmehr ge⸗ nicht aber Gnade, dier Evangelius nach Lrini AI**—— cherlei Aemi, rrz und es sid e, aber es wirket Alles n jegtichen ensß den des Geisst Exvisteln und Evangelia. 39 Im Tempel. Aber die Hohenprie⸗ ster und Schriftaelehrten und die Vornehmsten im Volke trach⸗ brachten Und sunden nicht, wie sie ihm thun sollten. Denn alles Moll hing ihm an, und hoͤrete ihn. Cinen Epistel am 11. Sountage nach Zoͤlluor. Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermassen, daß sie fromm waͤren, und verachteten teten ihm nach, daß sie ihn um⸗die andern, ein solch Gleichniß: Es gingen zween Menschen hin; auf in den Tempel zu bethen, eis ner ein Pharisaͤer, der andere ein Der Pharisaͤer stund ch den Geist Trinitatis, Cor. 15. v. 1 10. und bethete bei sich selbst also: cherinnere euch aber, lieben Ich danke dir, GOtt, daß ich eisheit, dem a u, zu reden 30 ach demselbign ndern der Glan Geist. gesund zu sun en Geist. Eing uthun. Einen ig9. Einem h unterscheidn ancherlei Sun dern die Sun Dieß aber alh einige 9000 1 er seisj 10. Sonntag 19. v. 41 24400 nahe hinzu kah Stadt an, un „ und sprach test, so wuͤrd iu dieser deim einem Friedh ist es vor deim Denn es u kommen, I en um dich/ in ö dich 400 dich belagen raͤngsteu. 0 sen, und keish andern lassh nicht erken innen du hih ver ging in d g an auszunn nen verkauf d sprach zu chrieben! M zethhaus'; i ht zur Moͤrdl Bruͤder, des Evangelii, das ich euch verkuͤndiget habe, wel⸗ ches ihr auch angenommen habt; welches ihr auch selig werdet; welchergestalt ich es auch verkuͤn⸗ diget habe, so ihrs behalten habt; is waͤre denn, daß ihrs uniso nst geglaubet haͤttet. Denn ich habe euch zufoderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben sey fuͤr unsere Suͤnde nach der Schrist, und daß er begraben sey, und daß er auf rũanden sey am dritten Ta⸗ ge nach der Schrift. Und daß er darnac worden ist von Kephas, arnach von den Zwoͤlfen. Dar⸗ nach ist er gesehen worden von mehr denn fünf hundert Bruͤ⸗ dern auf einmal, derer noch viel leben, etliche aber sind entschla⸗ fen. Darnach ist er gesehen wor⸗ deu von Jacobo, darnach von al⸗ len Aposteln. Am letzten, nach allen, ist er auch von mir, als ei⸗ ner naneitehn Geburth, gesehen worden. Denn ich bin der ge⸗ lingste unter den Aposteln, als der ich nicht werth bin, daß ich nicht bin wie andere Leute, Raͤu⸗ ber, Ungerechte, Ehebrecher, oder ö auch wie dieser Zoͤlluer. Ich faste Sing in weichen ihr auch stehet. Durch zwier in der Wochen, und gebe den Zehenden von Allem, daß ich habe. Und der Zoͤllner stund von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, son⸗ dern schlug an seine Brust: und prach: Gott sey mir Suͤnder gnaͤdig. Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhoͤhet, der wird erniedri⸗ get werden, und wer sich selbst er⸗ niedriget, der wird erhoͤhet werden Epistel am 12. Sonntage nach Trinitatis, 2 Cor. 3. v. 4½1. jeben Bruͤder, ein solch Ver⸗ trouen aber haben wir durch Christum zu Gott; vicht, daß wir tuͤchtig sind von uns selber etwas zu denken, als von uns sel⸗ ber, sondern daß wir tuͤchtig sind, ist von GOtt. Welcher auch uns tuͤchtig gemacht hat, das Amt zu fuͤhren des heuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe toͤdtet, aber der Geist machet le⸗ ein Apostel heisse, darum, daß ich bendig. So aber das Amt, das die Gemeine Gottes vorfolget habe. Aber von GOttes Gnaden bin ich, das ich bin; und seine Gunade an mir ist nicht vergeb⸗ lich gewesen, sondern ich habe vielmehr gearbeitet denn sie alle, nicht aber ich, sondern GOttes Gnade, diemit mir ist. Evangelium am 11. Sonutage nach Lrinit. Luc. 18. v. 9114. lehrete tahll in durch die Buchstaben toͤdtet, und in die Steint ist gebildet, Klar⸗ heit halte, also, daß die Kin⸗ der Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mosis, um der Klarheit willen seines Angesich⸗ tes, die doch auf hoͤret: Wie soll⸗ te nicht vielmehr das Amt, das den Geist giebt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Ver⸗ C4 damm⸗ Ienes Theil, das verklaͤret 13 nicht fuͤr Klarheit zu achten. gegen — 4⁰ Episteln und Evangelia. Dammniß prediget, Klarheit hat, wWielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, über⸗ schwengliche Klarheit. Denn auch war/ ist Dieser uͤberschwenglichen Klarheit. Denn so das Klarheit hatte, das da aufhoͤret, wie vielmehr wird das * Klarheit haben, das da bleibet. Evangelium am 12. Sonntage nach Erin. Marc. 7. v. 3137. nd da JEsus wieder ausging von den Graͤnzen Dyri und Meer, mitten an das E eer, mitten unter die Graͤnze der zehen Staͤdte. Und sie brach⸗ ten zu ihm einen Tauben, der Tumm war, und sie bathen ihn, Daß er die Hand auf ihn legete. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legte ihm die Fin⸗ ger in die Ohren, und spůtzete, und ruͤhrete seine Zunge, und sahe auf gen Himmel, feußzete und wprach zu ihm: Hephata, das ist, thue dich auf! Und alsbald tha⸗ ten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zungen ward 1los, und redete recht. Und er verboth ihnen, sie solltens niemand sagen. Je mehr er aber verboth, je mehr sie es ausbreiteten, und verwun⸗ derten sich über die Maasse, und prachen: Er hat alles wohl ge⸗ macht, die Tauben macht er hoͤ⸗ rend, und die Sprachlosen redend. Epistel am 13. Sonntage nach Trinit. Gal. 3. v. 1532. ieben Brüder! Ich will nach menschlicher Weise reden, ver⸗ achtet man doch eines Menschen get ist, und thut auch nichts Darzu. Abrahaͤund seinem Saamen zu⸗ gesagt. Er spricht nicht, durch die Saamen, als durch viele, son⸗ dern als durch einen, durch dei⸗ nen Saamen, welcher ist Chri⸗ Galilaͤische estament nicht, wenn es bestäti⸗ st Nun ist die Verheissung st ——— Testament, das von GOtt un Seele, vor von ganzem bestatiger ist auf Christum, wiß nicht aufgehoben, daß die V heissung soͤllte durchs Gesetz g hoͤren, welches gegeben ist Un vier hundert und dreißig J hernach. Denn so das Erbe du das Gesetz erworben wuͤrde, würde es nicht durch die Verhe sung gegeben. GOtt aber hah Abraham durch Berheissung s geschenket. Was soll denn du Gesetz Es ist dartu kommen w der Sunde willen, bis der Sun me kaͤme, dem die Verheisfu geschehen ist, und ist gestellet un den Engeln, durch die Hand di Mittlers. Ein Mittler aberi nicht eines einigen Mittih Gᷣott aber ist einig. Wie? A denn das Gesetz wider Gol Verheissung? Das sey fern Wenn aber ein Gesetz gegehn waͤre, das da koͤnnte lebendig m chen, so kaͤme die Gerechtigih wahrhaftig aus dem Gesetz. Abn die Schrift hat es alles beschln sen unter die Suͤnde, auf daß. Verheissung kaͤme durch da Glauben an JEsum Christum gegeben denen, die da gläuben. Evangelium am 13. Sonntag nach Trinit. Lue. 10 v. 23 37.õ nd er wandte sich zu seiun Juͤngern, und sprach inso derheit: Selig sind die Augen die da sehen, das ihr sehet. Den ich sage euch: Viele Propheit und Koͤnige wollten sehen, das ij sehet, und habens nicht gesehen und hoͤren, das ihr hoͤret, und he bens nicht gehoͤret. Und siehe, A und ein Schristgelehrter au versuchte ihn und sprach: M— er, was muß ich thun, daß i das ewige Leben ererbe? Er abe sprach zůu ihm: Wie stehet im G setz geschrieben? Wie liesest du Er antwortete und sprach: =. Rus. Ich sage aber davon, 5 sollt GOtt deinen HErrn liebel von gamem Herzen, von 7 nen Naͤchst —— eantworte 50 leben. E rechtsertige su: Wer if Da autwe sprach: Es ging von Jericho, un der, die zog gen ihn, un liessen ihn begab sich Priester di zog, und d voruͤber. auch ein Le⸗ Staͤdte, un über. Ei sete, und k ihn sahe, ja zu ihm, ve⸗ den, und Wein, und und fuͤhret und pflege Tages reise zween Gros Wirth, und sein, und s darthun, wenn ich w duͤnket die dreien der dem, der 1 fallen war Barmherzi Da sprach he hin, un! Epistel an Trinit. Licben B Geist, des Fleisck Denn das den Geist, das Fleisch einander, von GOtt un Christum, m urchs Gesetz g gegeben ist uu d dreißig J odas Erbe ben wuͤrde, urch die Verhe 50tt aber hah Berheissung s soll denn d zu kommen un bis der Sa ie Berheissun ist gestellet vj h die Hand dz Mittler aber igen Mittlah g. Wiet A wider Gol das sey fern Gesetz gegehh te lebendig my e Gerechtigli m Gesetz. Abn alles beschlafl de, auf daß di se durch del um Christum e da glaͤuben. 13. Sonutag 10 v. 23737 sich zu seinn sprach insohs ud die Augen r sehet. Den iele Prophetas sehen, das in nicht gesehen hoͤret, undhe Und siehe/ gelehrter au sprach: MI thun, daß i rbe? Er abe stehet im Ge Vie liesest du sprach: Di HErrn lieben „ von gauzet Seele Episteln und Evangelia. 41 Seele, von allen Kraften, und vpon ganzem Gemuͤthe, und dei⸗ „ daß Die 0 nen Nüs 8 nen Naͤchsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; thue das, so wirst du leben. Exaber wollte sich selbst rechtsertigen, und sprach zu JE⸗ su: Wer ist denn mein Naͤchster? Da autwortete JEsus, und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho, und fiel unter die Moͤr⸗ der, die zogen ihn aus, und schlu⸗ gen ihn, und gingen davon, und liessen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ungefahr, daß ein Priester dieselbige Strasse hinab zog, und da er ihn sahe, ging er voruͤber. Desselbigen gieichen auch ein Levit, da er kam bei die Staͤdte, und sahe ihn, ging er vor⸗ über. Ein Samariter aber rei⸗ sete, und kam dahin; und da er ihn sahe, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wun⸗ den, und goß darein Oel und Wein, und hub ihm auf sein Thier, und fuͤhrete ihn in die Herberge, und pflegete sein. Des andern Tages reisete er, und zog heraus zween Groschen, und gab sie dem Wirth, und sprach zu ihm: Pflege sein, und so du etwas mehr wirst darthun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wieder komme. Welcher duͤnket dich, der unter diesen dreien der Naͤchste sey gewesen, dem, der unter die Moͤrder ge⸗ fallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach JEsus zu ihm: So ge⸗ he hin, und thue deßgleichen. Epistel am 14. Sonntage nach Trinit. Gal. 5. v. 16 24. Lieben Bruͤder! Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lůste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch geluͤstet wider den Geist, und den Geist wider das Fleisch; dieselbige sind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Regieret euch aber der Geist, so seyd ihr nicht unter dem Gesetz. Offenhahr sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch Hurerei, Unren nigkeit, Unzucht, Abgoͤtterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen, und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor ge⸗ sagt, und sage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reich GoOttes nicht ererben. Die Frucht aber des Geistes ist; Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freund⸗ lichkeit, Guͤtigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht· Welche aber Christum angehoren, die kreutigen ihr Fleisch, sammit den Luͤsten und Begierden Evangelium am 14. Sonntage nach Trinit. Luc. 17. v. 11419. nd es begab sich, da JEsus reisete gen Jerusalem, og er mitten durch Samariam und Galilaͤam. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm ze⸗ hen aussaͤtzige Manner, die stun⸗ den von ferne, und erhuben ihre Stimme, und sprachen: JEsu, lieber Meister, erbarme dich un⸗ ser. Und da er sie sahe, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Priestern. Und es ge⸗ schah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber Unter ihnen, da er sahe, daß er gesund worden war, kehrete er um, und preisete GOtt mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu seinen Fuͤssen, und dankete ihm, und das war ein Samariter. IEsus aber antwortete, und sprach? Sind ihrer nicht zehen rein wor⸗ den, wo sind aber die mune? Hat sich sonst keiner gefunden, der wie der umkehre, und gehe GOtt die Ehre, denn dieser Fremdling ⸗ Und er sprach zu ihm. Stehe auf C gehe/ 4³ Episteln und Evangelia. olfen. ehe hin, dein Glaube hat dir ge, koͤnnet nicht dienen, Iu—.— gehe hin, dei b 9 ̃ GoOtt dienen, ud Pfireuch dem Mammon. Darum sh Eyistel am 15. Sonntage nach ich euch: Sorget nicht sür eug Trinitatis, Gal. 6. v. 11⁰0. Lebeu, was ihr essen und trinkg L. Bruͤder! So wir imoeiste werdet, auch nicht fuͤr euren Leh leben, so lasset uns auch im was ihr anziehen werdet. Geiste wandeln. Lasset uns nicht nicht das Leben mehr denn di eiteler Ehre geizig seyn, unterein Speise, und der Leib mehr denn ander uns zu entruͤsten und zu die Kleidung? Sehet die V hassen. Lieben Bruͤder So ein unter dem Meusch etwa von einem Fehl u⸗ nicht, sie ernoͤten nicht, sie samm bereilet wuͤrde, so helfet ihm wien len nicht in die Scheuren, un der zurechte mit sanftmuͤthigem Geist, die ihr geistlich seyd, und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi ersuͤllen. So aber sich jemand laͤßt dünken er sey etwas, so er doch nichts ist, der betrieget sich selbst. Ein jeglis sen, sie arbeiten nicht, auch spin cher aber pruͤfe sein selbst Werk; nen sie nicht. Ich sage euch, das 1 und alsdann wird er an ihm sel⸗ ber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein jegli⸗ cher wird sseine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, GOtt laͤsset sich nicht spotten. Denn was der Mensch saͤet, das wird er erndten. Wer auf sein Fleisch saͤet, der wird vom Fleisch das Verderben trndten; wer aber auf den Geist saͤrt, der wird vom Geist das ewi⸗ ge Leben erndten. Lasset uns a⸗ her Gutes thun, und nicht muͤde werden; denn zu seiner Zeit wer⸗ den wir guch erndten ohne Auf⸗ hoͤren. Als wir denn nun Zeit ha⸗ ben: so lasset uns Gutes khun an jedermann, allermeist aber an des Glaubensgenossen. Evangelium am 1r. Sonntage nach Trin. Matth. 6. v. 2434. Niemand kaun zween Herren dienen z entweder er wird ei⸗ nen hassen, und den andern lie⸗ trachten die Heiden; denn euer deß alles bedürfet. Trachtet amn ersten nach dem Reich GOtteg und nach seiner Gerechtigkeits6 wird euch solches alles zufallen; darum sorget nicht fur den andern immel an, sie san euer himmlischer Vater ernaͤhrg sie doch: seyd ihr denn nicht vich mehr denn sie? Wer ist untn euch, der seiner Lange eine ER usetzen moͤge, ob er gleich darm sorget? Und warum sorget ihn sur die Kleidung? Schauet di 7 Lilien auf dem Folde, wie sie wach auch Salomo in aller seiner Henn lichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselbigen eino. G0 denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heutt stehet und moͤrgen in den Ofen geworfen wird, sollte er das nicht viel mehr euch thun? O iht Kleinglaͤubigen. Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wih uns kleiden? Nach solchem allen himmlischer Vater weiß, daß ihn Morgen? denn der morgende Tag wird sür das Seine sorgen. EHI ist genng, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage hahe. Epistel am 16. Sonntage nach Trinirarie, Ephes. 3. v. 13½ι. leben Brüder! Darum bitte ich, ben, oder wird einem anhangen, uuh den andern verachten. Ihr daß ihr nicht müde werder, um meiner Truͤbsal willen, 1c ö ne Ehꝛe sin ich meine K unsers HE der rechte was da Ki mel und au Kraft gebe seiner Hery den durch se wendigen stum zu wo en ineuret Liebe eing det zu wer greifen mi gen, welch und die Le und die daß Christi ser ist, den ihr erfuͤlle Gottes F überschwer alles, daß hen, nach uns wieket Gemeine, zu aller 3 Ewigkeit, Evangeli nach Tri nd es b er in Nain gin gingen vie Volks. 2 Stadtthoꝛ man eine ein einig Mutter, we, und Stadt git der HErr selbigen,! nicht. U rührete d Traͤger st Juͤngling und der und fing tt dienen, und Darum sase nicht fuͤr eun sen und trinin für euren Le ist i erdet. der rechte Vater ist ber Ales, was da Kinder heisset im Him⸗ werdet. 3 mehr denn du zehet die Voͤgl tel an, sie sael icht, sie samm Scheuren, un Vater ernaͤhng denn nicht viel Wer ist untg ange eine Eh rgleich darun um sorget ih Schauet di⸗ e, wie sie wach cht, auch spin sage euch, das ler seiner Henn eidet gewesen n eins. S˙0 was auf dem das doch heutt in den Ofen eser das nicht hun? O ihr arum sollt ihn agen: Was was werden t werden wih solchem allen 5 denn euer weiß, daß ihn Trachtet am eich GOtteh ochtigkeit, s les zufallen; ir den andem zorgende Tag sorgen. Ei eglicher Tag ube. l mtage nach b. 13021. ö rum bitte ich, üde werder, willen, die ich eib mehr * sürench Leide, wolche euch ei⸗ ich meine Knie gegen dem Vater Episteln und Evangelia. 43 ne Ehre sind. Derhalben beuge unsers HErrn IEsu Christi, der mel und auf Erden. Daß er euch Kraft gebe nach dem Reichthum seiner Herrlichkeit, stark zu wer⸗ den durch seinen Geist an dem in⸗ wendigen Menschen, und Chri⸗ stum zu wohnen durch den Glau⸗ en ineuren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegrün⸗ det zu werden. Auf daß ihr he⸗ greifen moͤget mit allen Heili⸗ gen, welches da sey die Breite, und die Laͤnge, und die Tiefe, und die Hoͤhe. Auch erkenuen, daß Christum lieb haben, viel bes⸗ ser ist, denn alles Wissen, auf daß ihr erfuͤllet werdet mit allerlei Gottes Fuͤlle. Dem abor, der überschwenglich thun kann, über alles, daß wir bitten oder verste⸗ hen, nach der Kraft, die da in uns wirket, dem sey Ehre in der Gemeine, die in Christo JEsu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Evangelium am 16. Sonntage nach Trinit. Luc.7. v. 11717. 7 Uldes begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging, und seiner Junger gingen viel mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, siehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Wit⸗ we, und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der HErr sahe, jammerte ihn der⸗ selbigen, und sprach zu ihr, weine nicht. Und trat hinzu, und rührete den Sarg an, und die Traͤger stunden. Und er sprach: Juͤngling! ich sage dir, stehe auf, ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an, und prei⸗ seten GOtt und sprachen; Es ist ein grosser Prophet unter uns aufgestanden, und GOtt hat sein Volk heimgesuchet. Und diese Rede von ihm erschall in das gan⸗ ze Jůdische Land, und in alle m⸗ liegende Laͤnder. Epistel am 17. Sonntage nach Trinitatis, Ephes. 4. v. 1⸗6. Cieben Bruͤder! So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Hrrn, daß ihr wandelt, wie sichs gebuͤhret eurem Berufe, darin⸗ nen ihr berufen send, mit aller Demuth und Sanstmuüth, mit Geduld/ und vertraget einer den andern in der Liehe. Und seyd fleißig zu halten die Einigkeit im 6. Geisse, durch das Band des Frie⸗ dens. Ein Leib und ein Geist.; wie ihr auch berufen seyd, auf ei⸗ nerlei Hoffnung enres Berufs. Ein HErr, ein Glaube, eine Tau⸗ fe, ein GOtt und Vater, unserer aller: der da ist uͤber euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. 2 Evangelium am 17. Sonntage nach Trinit. Luc. 14. v. 1 1I. Ue begab sich, da JEsus kam in ein Haus eines Obersten der Pharisaͤer auf einen Sab⸗ bath das Brodt zu essen, und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersuͤchtig. Und JEsus ant⸗ wortete, und sagte zu den Schrist⸗ gelehrten und Pharisaͤeen, und sprach: Ists auch recht, auf den Sabbath heilen? Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an, und heilete ihn, und ließ ihn gehen: Und antwortete, und sprach zu ihnen? Welcher ist un⸗ ter euch, dem sein Ochse oder Esei in den Brunnen faͤllet, und er und der Todte richtete sich auf, und sing an iu reden, und er gab nicht alsbald ihn heraus ziehet am Sabbathtage? Und ssie koͤnnten ihm daranf nicht 4 Us⸗ 1 Episteln und Evangelia, Autwort geben. Er aber sagete nen, ein Schrifchelehrter/ ein Gleichniß zu den Gasten, da suehte ihn, und sprach Neish er merkete, wie sie erwuhleten welches ist daz vornehmste Gebch uben an zu sitzen, und srach zu im Gesen“ JSuus aber sprach ihnen: Wann du von jemand ge⸗ ihm: Du sollt lieben GOtt dih laden wirst zur Hochzeit, so setze nen HErrn, von ganzem Herzen dich nicht ohen an, daß nicht et⸗ von ganzer Seelen, u. von ganzen iwa ein Ehelicher, denn du, vonGemüthe. Dieß ist das vornehm ihm geladen sey Und, so dann ste und großte Geboth. Dasan kommit, der dich und ihn geladen dere ist dem gleich: Du solltdi hat, spꝛeche zů dir: Weiche diesemsnen Naͤchsten lieben, als dich und du müssest denn mit Schaam selbst. In diesen zweien Gelh unten an sitzen. Sondern, wann ten hanqet das ganlze Gosetz um du geladen wirst, so gehe hin, und die Propheten. Da nun die Pha etze dich unten an, aüf daß, wann saer bei einander waren, fra Da kommt, der dich geladen hat, sie JEsus, aund wrach: W. spreche zu dir: Freünd, rücke dünket euch um Christo? W Pinauf„dann wirst du Ehre ha⸗Sohn ist er? Sie sprachen, Da ben vor deuen, die mit dir i T„oids. Er sprgch zu ihnen: Wi sche sitzen, Denn weir sich leldstnennet hn denn David im Gess erhoͤhet, der soll erniedriget wer⸗einen HErrn? Da er saget deihz und wer sich selbst erniedri⸗ Der HErt hat gesagt zu meinen get, der soll erhoͤhet werden HErrn: Sotze dich zu meine Epistel am 18. Sonntags nach Rechten, bis daß ich lege deim Frinit. 1. Cor. 1. v 1½ 9. Feinde züm Schamel deiner Fuss Lirben Bruͤder, ich danke meiSo nun Dadid ihn einen HErlh nem Gott, eurenthalben, fürnennet, wie ist er denn soin Sohn die Gnade GOttes, die euch ge⸗Und niemand konnte ihm ei 1. eieueh gen und uter n ein eben ist in Christo JEsu, daß ihr Wort antworten: und durfle eyd durch ihn in allen Stücken auch niemand vön dem Tage aa reich gemacht an aller Lehre, und hinsort ihn fragen. in aller Erkenntniß. Wie denn Epistel am 19. Sonntage nach Die Predigt von Ehristo in euch. Trinit. Ephes. 4. v. 22 728. Traͤftig worden ist, also, daß ihr eben Brüder! G0 leget unnöch keinen Mangel haht an irgend euch ab, nach dem vorigen einer Gabe, und wartet nur aufWandel, den alken Menschen, Die Offenbarung unsers HErrnder durch Luͤste in Jerthum ssch IEsu Christi! welcher auch euchverderbet. Ernenert euch abes wird vest hehalten bis ans Ende,im Geiste eures Gemüthes, und Daß ihr unstraͤflich sevd auf den ziehet den neuen Mensch* Daß ihr u— n Nenschen an Dag unsers HEren IEsu Chri, der nach GOtt geschaffen ist,. sti. Denn GOtt ist treu, durch rechtschaffenor Gerechtigkeit und welchen ihr berufen seyd zur Ge, Heiligkeit Darum loget die Lun meinschast seines Sohns JEsusgen ab, und vedet die Wahrheil Christi, unsers HErrn. einͤjeglicher mit seinem Nuchten Evangelium am 18. Sonntage sintemal wir nuuter einander nach Trin. Matth. 22. 3446. Glieder sind Zuͤrnet und suͤndi⸗ n aber die Pharisaͤer hoͤreten, get nicht; lasset die Sonne nicht —— le nicht me und schaffe was Gutes geben dem Evangelin nach Crin atrat und und kam in siehe, da b nen Gichtbi einem Bett ihren Glaul dem Gichtl trost, mein sind dir ver⸗ liche unter sprachen be laͤstert G0 ihre Gedan Warum de euren Herz ter zu sage Suͤnden ve gen: Stel Auf daß ih Menschen Erden die sprach er zu Stehe auf, und gehe he und ging das sahe, und preise Macht de vorsicht als die Un Weisen. Zeit; denn um werde sondern ve des HErr. euch nicht ein unorde daß er den Gadducaern das uber eurem Zorn unte gehen. Ges Maul gestopset hatte, versammle⸗ bet auch nicht Raum dem Laste⸗ aen sie sih. And einer umier jh rer. Wen gestohlen hat, der stah⸗ 1 ö le Sondern Und redel Psalmen u IE nehmste Gebo 3 aber sprach u eben Gott dah ganzem Herze „ U. von ganze ist das vornehm both. Das an h: Du ollt dei beu, als dit zweien Gebg auze Gesetz um )anun die Phi waren, fragl prach: Wi Christo? W sprachen, Du u ihnen: Wil David im Geis Da er saget; at zu meinen zich zu meinn ich lege deine iel deiner Fuͤssn einen HErig sehelehrter/ e mohmhste Geh was Outes, auf daß er habe zu Episteln und Evangeliaa. 45 und schaffe mit den Haͤnden ei⸗ geben dem Duͤrftigen. Evangelium am 19. Sonntage nach Crin. Matth 9. v. 128. ODe trat JEsus in das Schiff, und suhr wieder heruber, und kam in seine Stadt. Und sirhe, da brachten sie zu ihm ei⸗ nen Gichtbruͤchigen; der lag auf einem Bette. Da nun JEsus ihren Glauben sahe, sprach er zu dem Gichtbruͤchigen: Sey ge⸗ trost, mein Sohn, deine Suͤnden sind dir vergeben. Und siehe! et⸗ liche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser laͤttert GOtt. Da aber JEsus ihre Gedanken sahe, sprach er: Warum denket ihr so arges in euren Herzen? Welches ist leich⸗ ter zu sagen? Dir sind deine Suͤnden vergeben; oder zu sa⸗ Auf daß ihr aber wisset, daß des un sein Sohnil unte ihm ein und durfie dem Cage ag onntage nach . v. 22228. leget nun von dem vorigen en Menschon Irrthum sich! ert euch abel muůthes, und ö Menschen an, chaffen ist, i echtigkeit und leget die Lu⸗ die Wahrheit sem Nächsten, ter einander et und sündi⸗ Sonne nicht ketgehen. Get m dem Laͤste⸗ hat, der 4 und Erden die Sünde zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruͤchigen Stehe auf, hebe dein Bette auf, und gehe heim! und er stund auf, ing heim. Da das Volk das sahe, verwunderte es sich, und preisete Gott, der solche ö 5.t. den Menschen gegeben hat.. Epistel am 20. Sonntage nach Trinitatis, Ephes. J. v. 15121. ieben Bruͤder! Sehet zu,daß iyr vorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schicket euch in die Zeit; denn es ist boͤse Zeit. Dar⸗ Um werdet nicht unverstaͤndig, sondern verstaͤndig, was da sey des HErrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen folget. Sondern werdet voll Geistes. Und redet untereinander von Pfalmen und Lobgesaͤngen, und le nicht mehr, sondern arbeite geistlichen Liedern singet und gen: Stehe auf und wandele. spielet dem HErrn in eurem Herzen, und saget Dank allezeit suͤr alles, GOtt und dem Vater, in dem Namen unsers HErrn JEsu Christi; und seyd unterein⸗ ander unterthan in der Furcht SOttes. 7 Evangelium am 20. Sonntage nach Crin. Matth 28. v. 1 14. Ind JEsus aniwortete, und redete abermal durch Gleich⸗ nisse zu ihnen, und sprach: Das Hrnmelreich ist gleich einem Kor nige, der seinem Sohn Hochzest machte. Und sandte seine Knech: aus, daß sie den Gaͤsten zur Hoch⸗ zeit rufeten; und sie wollten nicht kommen. Abermal sfandte er andere Knechte aus, und sprach: Saget den Gaͤsten: Sieye, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet, und alles bereitet; kommet zur Hochzeit. Aber sie vergchteten das, und gingen hin, Menschen Sohn Macht habe auf einer auf seinen Acker, der andert zu seiner Handthierung. Etliche äaͤber griffen seine Knechte, hoͤh⸗ neten und toͤdteten sie. Da das der Koͤnig hoͤrete, ward er zornig, und schickte sein Heer aus, und brachte diese Moͤrder um, und zuͤndete ihre Stadt an. Da prach er zu seinen Knechten: Dle Hochzeit ist zwat bereitet, aber die Gaͤste warens nicht werth. Dar⸗ um gehet hin auf die Strassen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. U. aus auf die Strassen, und brach⸗ ten zusammen, wen sie funden, Boͤse und Gute, und die Tische wurden alle voll. Da ging der Koͤnig hinein, die Gaͤste zu bese⸗ hen, und sahe allda einen Men⸗ schen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du herein kom⸗ lich Kleid an? Er aber verstum⸗ mete Und die Knechte gingen men, und hast doch kein hochzeit⸗ stigen halten. So stehet nun, umgürtet 8 E Sohn lag krant zu Caper⸗ naum. Dieser hoͤrete, daß JEsu 4⁵ Eypisteln und Evangelia. mete. Da sprach der Koͤnig zu seinen Dienern: Bindet ihm Haͤnde und Fuͤsse, und werfet ihn in das aͤusserste Finsterniß hin⸗ aus; da wird feyn Heulen und Zaͤhnklappen. waͤhlet. ö Epistel am 21. Sonntage nach Triniratis, Ephes. 6. v. 10 17. uletzt, meine Bruͤder, sey stark in dem HErrn, und in der Macht seiner Staͤrke. Zie⸗ het an den Harnisch GOttes, daß ihr bestehen koͤnnet gegen die li⸗ Anlaͤufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kaͤmpfen, sondern mit Fuͤrsten und Gewaltigen, naͤmlich mit den Herrn der Welt, die in der Finsterniß dieser Welt herrschen, mit den boͤsen Geistern unter dem Himmel. Um deßwil⸗ len so ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr, wenn das boͤse Stuͤndlein kommt, Wider⸗ stand thun, und alles wohl aus⸗ richten moͤget, und das Feld be⸗ eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit, und an Beinen gestiefelt, als sertig zu treiben das Evangelium des Friedens, da⸗ mit ihr bereitet seyd. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit wel⸗ chem ihr ausloͤschen koͤnnet alle Denn viele sind berufen, aber wenig sind auser⸗ Sohn lebet. huͤlfe seinem Sohn, denn er vt todt krank. Und IeEsus spra nicht. Der Koͤnigische sprach ihm: HErr komme hinab, eh denn mein Kind stirbet. Jesh spricht zu ihm: Gehe hin, des Der Mensch glah bete dem Worte, das JEsus g ihm sagte, und ging hin. indem er hinab ging, begegnein ihm seine Knechte, verkuͤndigin mit ihm worden war. Und s sprachen zu ihm: Gestern u die siebende Stunde verließ ihl das Fieber. Da merkete der N ter, daß es um die Stunde wan in welcher JEsus zu ihm gesag hatte: Dein Sohn lebet. un er glaubete mit seinem ganze Hause. Das ist nun das anden Zeichen, das JEsus that, dag aus Judaͤg in Galilaͤam kam. Epistel am a. Sonntage nach Trinitatis, Phil. 1. v. 12/½1n. Ich, danke meinem Gott, V oft ich euer gedenke. Wil ches ich allezeit thue in allem mes nen Gebeth fuͤr euch alle,(un thue das Gebeth mitFreuden)uͤ eurer Gemeinschaft am Eyang lio, vom ersten Tage an bis hih feurige Pfeile des Boͤsewichts, und nehmet den Helm des Heils, und das Schwerdt des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Evangelium am 21. Sonntage nach Trinit. Joh. 4. v. 47 4. i war ein Koͤnigischer, des öj kam aus Judaa in Galllaͤam, und ging hin zu ihm, und bath iyn, daß er hinab kaͤme, und mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von Hertens grunde I —— runde, in J zu ihm: Wenn ihr nicht Zeih x selbst um betl und Wunder sehet, so glaübetin e mehr und allerlei Erkt rung; daß il das Beßte s⸗ lauter und den Tag C Fruͤchten de durch JEsu hen kin euch kobe Gotte „ Liut ihm, und sprachen: Dein Ki Tvangel lebet. Da sorschete er von 000—0 die Stunde, in welcher es bessh„O gleiche seinen Knei Und als er a ihm einer ve tausend Pft nun nicht ha der Herr ve Weib, und les, was er Da siel der bethete ihn a habe Gedu dir Alles bez den Herrn Ließ ihn los, er ihm auch Knecht hin seiner Mitk hundert Gr er griff ihn und sprach mir schuld Miitkknecht und sprach mir, ich u Er wollte al hin, und wa bis er aller schuldig wa knechte sold sehr betruͤb brachten vso das sich be derte ihn se wrach zu Enecht, alle Epistelin und Evangelia. 4⁷ n, denn er war JEsus sprh hrnicht Zeiche t, so glaübetin igische sprach g ime hinab, Gehe hin, den her Mensch glah „das JEsus g ging hin. A ing, begegnein , verkuͤndigtn n: Dein Kihh ote er von ihng velcher es bessh war. Gestern u ude verließ ih nerkete der Y Stunde wan zu ihm gesag hn lebet. un seinem ganze nun das anden fus that, dat lilaͤnm kam. õonntage na 1. I. v. 1½1 uch alle,(un Wie es denn ich dermaasseh e, darum, daßl Herzen habey/ Gefaͤngnih Evangelium ekraͤftige, alz ir der Gnade enn GoOtt ist ich nach euch zon Herzeng grunde runde, in JEsu Christo Und da⸗ lbst um bethe ich, daß eure riebe e meht und mehr reich werde in allerlei Erkenntniß und Erfah⸗ rungz daß ihr pruͤfen moͤget, was irbet. eih das Beste sez, auf vaß ihe seyd lauter und unanstoͤßig bis auf den Tag Christi3; erfüͤllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch JEsum Christum gesche⸗ hen in euch) zur Ehre und zum kobe GoOttes. Evangelium am 22. Sonntage nach CTrin Matth. 18. v. 2238. arum ist das Himmelreich Und sh gleich einem Koͤnige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, am ihm einer vor, der war ihm zehen tausend Pfund schuldig. Da er nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen, ihn und sein Weib, und seine Kinder, und al⸗ les, was er hatte, und bezahlen. Da siel der Knecht nieder, und bethete ihn an, und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir Alles bezahlen. Da jammerte den Herrn desselben Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus, und sand einen seiner Mitknechte; der war ihm hundert Groschen schuldig, und er griff ihn an, und wuͤrgete ihn, und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist. Da siel sein Mitknecht nieder, und bath ihn, und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern gin hin, und warf ihn ins Gefaͤngni bis er alles be ahlete, was er schuldig war. Da aber seine Mit⸗ knechte solches sahen, wurben sie sehr betruͤbt, und kamen, und brachten vor ihren Herrn Alles, das sich begeben hatte. Da fo⸗ derte ihn sein Herr vor sich„ und prach zu ihm: Du Schalks⸗ kuecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich bathest. Solltest du denn dich nicht auch erbarmen uͤber deinen Mit⸗ enecht, wie ich mich uͤber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig, und uͤberantworte⸗ te ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete, Alles, was er schuldig war. Also wird euch mein himm⸗ lischer Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von euren Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler. Epistel am 23. Sonntage nach Trinitatis, Phil. 3. v. 1746½1. Licn urde Folget mir, und E sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ichs auch mit Weinen, die Feinde des Creuzes Christi, welcher Ende ist das Verdamm⸗ niß, welchen der Bauch ihr Gott ist/ und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irrdisch gesinnet sind. Unser Wandel aber ist im Himmel; von dannen wir auch warten des Heilandes IEsu Christi des HErrn, welcher un⸗ sern nichtigen Leib verklaͤren wird, daß er aͤhnlich werde sei⸗ nen verklaͤrten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthaͤnig machen. Evangelium am 23. Sonntage nachTrinit. Matth. 22. v. 1522. Vgingen die Pharisaͤer hin, und hielten einen Rath, wie sie ihn fingen in der Rede. Ind sandten zu ihm ihre Juͤnger, sumt Herodis Dienern, und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahr⸗ haftig bist, und lehrest den Weg GSoOttes recht, und du fragest nach niemand; denn du achhtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was duͤnket dich? Ist es recht, daß man dem Kaiser Zins gebe oder nicht? Da nun SESues merkete ihre ö Schnl * ————.—— —3——]———..——.—.. 2 Episteln und Evangelia. Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weiset mir die Zinsemuͤn⸗ ze. Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Weß ist das Bild und die Ueberschrift? Sie sprarhen zu ihm: Des Kaͤisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Käai⸗ ser, was des Kaͤisers ist, und GOtte, was GOttes ist. Da sie das hoͤreten, verwunderten sie sich, und liessen ihn, und gingen davon. ů Epistel am 24. Sonntage nach Crinitatis, Col. 1.v. 9 14. Daaen auch wir, von dem Fage an, da wirs gehoͤret ha⸗ hen, hoͤren wir nicht auf fuͤr euch zu bethen und zu bitten, daß ihr erfuͤllet werdet mit Erkenntniß seines Willens, in allerlei geist⸗ licher Weisheit und Verstand, daß ihr wandelt wurdiglich dem HErrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seyd in allen guten Werken, und wachset in der Er⸗ kenntniß GOttes, und gestaͤrket werdet mit aller Kraft, nach sei⸗ ner herrlichen Macht, in aller Geduld und Langmüthigkeit mit Freuden. Und danksaget dem Vater, der uns tuͤchtig gemacht hat, zu dem Erbtheil der Heili⸗ gen im Licht. Welcher uns erret⸗ tet hat von der Obrigkeit der Fin⸗ sterniß, und hat uns versetzet in das Reich seines lieben Sohnes. An welchem wir haben die Erloͤ⸗ sung durch sein Blut, naͤmlich, die Vergebung der Suͤnden. Evangelium am ꝛ24. Sonntage nachTrin. Matth. 9. v. 18½26. Na JeEsus solches mit ihnen redete, siehe, da kam der O⸗ bersten einer, und siel vor ihm nieder, und sprach: HErr, meine Tochter ist jetzt gestorben, aber komm/ und lege deine Hand auf sie/ so wird sie jehendig./ Und JEz R 4———— 4. 1—. sus stund auf) und folgete y uugleich n nach, und seine Jünger. Unds ruͤcket we he, ein Weib, das zwolf Jahrn dem HErt Blutgang gehabt, arat voni und werde ten zu ihm, und rührote se; seyn alleze Kleides Saum an. Denn mit dieset sprach bei ihr selbst: Moͤgte der. nur sein Kleid anruͤhren, n Evangeli de ich gesund! Da wendetes.nach Li JEsus um, und sahe sie, ann sprach: Sen getrost, meine A den sen Und das Weib ward gesi pheten D zu derselbigen Stunde. Unde der heilig er in des Obersten Haus kam u lieset der sahe die Pfeifer und das Geiu dann flieht mel des Volks, sprach er 10 Juͤbischen nen: Weichet, denn das Mih dem Dac lein ist nicht todt, sondern hernieder schlaͤst. Und sie verlachten 10 Hause zu Als aber das Volk ausgetrieh. dem Felde war, ging er hinein, und ergn seine Klei sie bei der Hand; da stund di aber den E Mägdlein auf. Und dieß Geruch gern zu der erschall in dasselbige gamze Lan eure Fluc Epistel am 25. Sonntage nal ut e 3e del es wird alt dinti V. 27518. Arir 1 Thess.. v.37. sal seyn, Wis wollen euch aber, lielh Anfang de Bruͤder, nicht verhaltennn auch nicht denen, die da schlafen, auf daßi diese Tag nicht traurig seyd, wie die g4 zet, so wi dern, die koine Hoffnung habe aber um d Denn, so wir glauben, daß Jeii werden di gestorben und wieder aufersth alsdann 16 den ist; also wird GOtt auch, gen: Si da entschlafen sind, durch oder da, ͤ sum mit ihm fuͤhren. Dennii ben, denn sagen wir euch, als ein Wort zii sti und fa HErrn, daß wir, die wir lolg hen, und g und uͤberbleiben, in der Zuku der thun, des HErrn, werden denen n in dem J vorkommen, die da schlafen. Da) ware) ar er selbst, der Herr, wird mit Stehe, ick nem Feldgeschrey, und Stimm sagt. De des Erzengels, und mit der Posth sagen werl nen GOttes hernieder komm Wasten, vom Himmel, und die Ohl. Siehe, er ten in Christo werden auseish glaubets n hen zuerst. Darnach wir, die n der Blitz a leben und uͤberbleiben, wers und schei * ter, dein Glaube hat dir 0 ges 227* — Episteln und Evangelta. 4 — und folgete sy Jünger⸗ Undsz as zwoͤlf Jahrsn bt/ trat von si id ruͤhrete sein „an. Denn elbst: Moͤgten anruͤhren, sonm Da wendetesi nd sahe sie, u trost, meine u be hat dir gehn Beib ward gesug 5tunde. Und n Haus kam, n und das Getun sprach er zu denn das Mah odt, sondern/ everlachten ih Zolk ausgetriebt inein, und ergi id; da stund di ind dieß Geruͤcht bigegame Land Sonntage na ess. 4. v. 31518. euch aber, lieh icht verhalten m afen, auf daß in yd, wie die g Hoffnung haben uben, daß Jest wieder auferstah 5Gott auch/ ind, durch hren. Denn di uis ein Wort u„ r, die wir labg „in der 2 rden denen nich da schlafen. Das rr, wird mit e v, und Stimm⸗ n mit der Posau rnieder kommeh und die 10 werden ausers ach wir, die u bleiben, werds zugleich mit denselbigen hinge⸗ ruͤcket werden in den Wolken, dem HErrn entgegen in der Luft, und werden also bey dem HErrn seyn allezeit. So troͤstet euch nun mit diesen Worten untereinan⸗ der. Evangelium am ꝛy. Sonntage nach Trin. Matt. 24, 15 28. ann ibr nun sehen werdet den Greuel der Verwuͤstung davon gesaget ist durch den Pro⸗ pheten Daniel, daß er stehe an der heiligen Staͤtte,(wer das lieset der merke drauf:) Als⸗ dann fliehe auf die Berge, wer im Juͤdischen Lande ist, und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu hohlen. Und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um seine Kleider zu hohlen. Wehe aber den Schwangern und Saͤu⸗ gern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine grosse Truͤb⸗ sal seyn, als nie gewesen ist von Anfang der Welt bisher, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht wuͤrden verkuͤr⸗ zet, so wuͤrde kein Mensch selig, aber um der Auserwaͤhlten willen werden die Tage verkuͤrzet. So alsdann jemand zu euch wird sa⸗ gen: Siehe, hier ist Christus, oder da, so sollt ihrs nicht glau— ben, denn es werden falsche Chri⸗ sti und falsche Propheten aufste⸗ hen, und grosse Zeichen und Wun⸗ der thun, daß verfuͤhret werden in dem Irrthum, wo es moͤglich waͤre) auch die Auserwaͤhlten. Siehe, ich hab es euch zuvor ge⸗ sagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe er ist in der Wasten, so gehet nicht hinaus. Siehe, er ist in der Kammer, so er BIis nicht. Denn gleich wie er Blitz aufgehet vom Aufgang, und scheinet bis um Nieder⸗ gang, also wird auch seyn die Zu⸗ kunft des Menschen Sohns. Wo aber ein Aas ist, da sammlen sich die Adler. Epistel am 26 Sonntag nach Trinitatis, 2 Petr. 3. v. 313. U wisset das aufs Erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spoͤtter, die nach ihren eigenen Luͤsten wandeln. Und sa⸗ gen: Wo ist die Verheissung sei⸗ ner Zukunft? Denn nachdem die Vaͤter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Ansang. der Creaturen gewesen ist. Aber muthwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vor zeiten auch war, darzu die Erde aus Wasser! und im Wasser be⸗ standen, durch GOttes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Wolt durch dieselbige mit der Suͤndfluth verderbet. Also auch der Himmel jetzund, und die Erde, werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten wer⸗ den am Tage des Gerichts und Verdammniß der gottlosen Men⸗ schen. Eines aber sey euch unver⸗ halten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem HErrn ist, wie tausend Jahr, und tausend Jahr, wie ein Tag. Der HErr verzeucht nicht die Verheissung, wie es etliche fuͤr einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß jemand verlohren wer⸗ de, sondern daß sich jedermann zur Busse kehre. Es wird aber des HErrn Tag kommen, als ein Dieb in det Nacht, in welchem die sem Kr zergehen werden mit grossem Krachen: Die Element aber werden fuͤr Hitze zerschmel⸗ en, und die Erde, und die Wer⸗ e, die darinnen sind, werden verbrennen. So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn ge⸗ schickt seyn mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen? Daß — wartet und eilet iu der Zu⸗ kunst 90 Gpisteln und . Evangelia. kunst des Tages des HErrn, in welchem die Himme! vom Feuer zergehen, und die Elemente für Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Him⸗ mels, und einer ueuen Erden, nach seiner Verheissung, in wel⸗ E. Gerechtigkeit wohnet. vangelium am 26. Sonntage nach Trinit. Matt. 25,31:46. Wenm aber des Menschen Sohn kommen wird in sei⸗ ner Herrlichkeit und alle heilige Engel mit ihm: Dann wird er fi⸗ en auf den Stuhl seiner Herr— ichkeit, und werden vor ihm alle Voͤlker versammlet werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schaafe von dem Boͤcken scheidet. Und wird die Schaafe zu seiner Rech⸗ ten stellen, und die Boͤcke zur Lin⸗ 27 Da wird dann der Koͤnig agen zu denen zu seiner Rechten: Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich das ench bereitet ist von Anbe⸗ ginn der Weit. Denn ich bin hun⸗ galpett. I und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewe⸗ sen, und ihr habt mich getraͤnket. Ich bin ein Gast gewesen und ihr haht mich beherberget. Ich bin nacket gewesen, und ihr habt mich hekleidet. Ich bin krank gewe⸗ sen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und Ihr seyd zu mir koͤmmen. Dañ wer⸗ den ihm die Gerechten antworten und Sagen: HErr, wann haben wir dich hungerig gesehen, und big u dich gespeiset? Oder dur⸗ iig und hahen dich getraͤnket? Wenn haben wir dich einen Gast gesehen, und beherberget? Oder nacket, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank, oder gesangen gesehen, und sind zu dir kommen? Und der Koͤnig wird antworten, und sagen zu ih⸗ nen: Wahrlich, ich sage euch: * Was ihr gethan habt emnen un⸗ Kindert ter diesen meinen geringsten von der! Bruͤdern, das habt ihr mir ge, sternib. than. Daun wird er auch sagen schlasen zu denen zur Linken: Gehet hin laset un von mir, ihr Verfluchten, in daß seyn. 2 ewige Feuer, das bereitet ist dem schlafen Teufeln und seinen Engeln. Ich trunken bin hungerig gewesen, und In trunken. habt mich nicht gespeiset, Ih. Tages f bin durstig gewesen, und ihr hal angetha. mich nicht getranket. Ich hn Glauber ein Gast gewesen, und ihr hul mit dem mich nicht beherberget. Ichii Seligkei naeket gewesen, und ihr hal uns nich mich nicht bekleider. Ich i dern di krank und gefangen geweseh durch ur und ihr habt mich nicht besuch Christ: Da werden sie ihm auch antum auf daß ten und sagen: HErr, wann iy fen, zugle ben wir dich gesehen hungen darum oder durstig, oder einen Gast, I einander nacket, oder krank, oder gesn andern, gen, und haben dir nicht geln Evange net? Dann wird er ihnen ay Trin worten, und sagen: Wahrlich enn ich sage euch, was ihr nichten gle than habt einem unter diesen gi en, die ih ringsten, das habt ihr mir au giengen nicht gethan. Und sie werden gegen. die ewige Pein gehen, aberi waren tl Gerechten in das ewige Leben, klug. ö mien ihre Epistel am 27. Sonntage na men nick Trinitatis. 1Thess. v, 142l. Klugen a Van den Zeiten aber u Gefasse, Stunden, lieben Brüden, Da nun nicht noth euch zu schreiben. Dah +7 ihr selbst wisset gewiß, daß& Auf Tag des HErrn kommen wihh wie ein Dieb in der Nacht. Dah wenn sie werden sagen: Es Friede, es hat keine Gefahr/ wird sie das Verderben schnel derfallen, gleichwie der Schun, Epistele ein schwanger Weib, und weinn e nicht entfliehen. Ihr aber, liel(ieben? Bruͤder, seyd nicht in der L dom sterniß, daß euch der Tag mi gen. De wie ein Dieb ergreiffe. Ihr sih Nunde allzumal Kinder des kichts, 40 er der He N habt ihr mir ge⸗ wird er auch sagen Auken: Gehet hin Verfluchten, in daß das bereitet ist dem. inen Engeln. Ich gewesen, und Ir cht gespeiset. Ih wesen, und hr halt tränket. Ich hin esen, und ihr hull orberget. Ich iin n, und ihr hal ekleidet. Ich hz jefangen gewessh mich nicht besuch ihm auch antwu HeErr, wann y gosehen hungen der einen Gast, un rank, oder gesn en dir nicht geih bird er ihnen an sagen: Wahrlich was ihr nicht g miunter diesen y habt ihr mir aut Und ste werden ngehen, aber Has ewige Leben. Sonntage na Thess. v, 1521. eiten aber u lieben Bruͤden zu schreiben. Da t gewiß, daß rn kommen wilh der Nacht. Dah en sagen: Es keine Gefahr, erderben schneli hwie der Schynz Weib, und welhn „Ihr aber, lichs nicht in der ch der Tag alt greiffe, Iht seh des Licht⸗ 40 han habt einen un/ Kinder des Tages, einen geringsten von der Nacht, noch von der Fin⸗entschliesen. trunken. Wir aber, die wir des waren thoͤricht, und fuͤnf waren Episteln und Evangelia. 7⁷ wir sind nicht sternib. So lasset uns nun nicht schlasen wie die andern, sondern lasset uns wachen, und nüͤchtern seyn. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts Tages sind, sollen nuͤchtern seyn, angethau mit dem Krebs des Glaubens und der Liebe, und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. Denn GOTe hat uns nicht gesetzt zum Zorn, son⸗ dern die Seligkeit zu besitzen, durch unsern HErrn JESu Christ: Der fuͤr uns gestorben ist auf daß wir wachen oder schla⸗ fen, zugleich mit ihm leben solleu. arum ermahnet euch unter⸗ einander, und bauet einer den andern, wie ihr denn thut. Evangel. am 2y. Sonnt. nach Trinit. Matth. ag, 1⸗-13. enn wird das Himmelreich x gleich seyn zehen Jungfrau⸗ en, die ihre kampen nahmen, und giengen aus dem Braͤutigam ent⸗ gegen. Aber fünf unter ihnen klug. Die Choͤrichten nah⸗ men ihre Lampen, aber sle nah⸗ men nicht Oele arit sich. Die Klugen aber nahmen Oel in ihre Gefaͤsse, samt ihren Lampen. Da nun der Braͤutigam verzog wurden sie alle schlaͤfrig, unb Zur Mitternacht aber ward ein Geschrey: Siehe, der Braͤutigam kommt, gehet aus, ihm entgegen. Da stunden die Jungfrauen alle auf, und schmückten ihre Lampen. Die Thoͤrichten aber sprachen zu den Klugen: Gebet Uns von eurem Oele, denn unsere Lampen verloͤ⸗ schen. Da antworteten die Klu⸗ gen, und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch ger breche, gehet aber hin zu ben Kraͤ⸗ meru, und kauffet fuͤr euch seihst. Und da sie hingiengen zu kauffen, kam der Brautigam, und welche bereit waren, giengen mit ihm hinein zur Hochzeit und die Thuͤr ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: HErr, HErr, thue uns guf. Er antwortete aber, und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Dar⸗ um wachet, denn ihr wifset we⸗ der Tag noch Stunde, in welchet des Menschen Sohn kommen wird. Das andere Evangelitm von der Verklaͤrung Christi, so auch auf diesen Sonntag kan ge⸗ braucht werden, stehet droben am 6. Sonntage nach Heil. brey Koͤnig. Ehpisteln und Evangelia Auf die fuͤrnehmsten Feyer⸗Tage durchs ganze Jahr. Epistel am St. Andreas /Tage. . Rom. 10. v. 8 I8. ieben Bruͤder/ dis ist das Wort dom Glauben, daß wir predi⸗ en. Denn so du mit deinem Runde bekennest JEsum, daß 2 der HErr sen, und glaubest in deinem Herzen, daß ihn Goce von den Todten auferwecket hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubet, so wird man gerecht, und so nlan mit dem Munde bekennet, so wird man selis. Deun die Schrift sprichtt D2 ö Wer 32 Eypisteln und Evangelia. hie kein Unterscheid unter Juden und Griechen, es ist aller zumal ein HErr, reich uͤber alle, die ihn anruffen. Denn wer den Na⸗ men des HErrn wird anruffen, soll selig werden. Wie sollen sie aber anruffen, an den sie nicht gliauben? Wie sollen sie aber glauhen von dem sie nichts gehoͤ⸗ ret haben? Wie sollen sie aber hoͤ⸗ ren ohue Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht ge⸗ sandt werden? Wie denn geschrie⸗ ben stehet: Wie lieblich sind die Dun derer, die den Frieden ver⸗ ündigen, die das Gute verkün⸗ digen. Aber sie sind nicht alle dem Evangelio gehorsam. Denn Esa⸗ ias syricht: HErr, wer glaubet unserm predigen; So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Ich sage aber, haben sie es nicht gehoͤret? Zwar es ist je in alle Lande ausgangen ihr Schall, und in alle Welt ihr Wort. Evangelium am St. Andreas⸗ Tage, Matth. 4. v. 1822. Al nun JEsus an dem Gali⸗ laͤischen Meer gieng, sahe er zween Bruͤder, Simon, der da heisset Petrus, und Andream sei⸗ nem Bruder, die wurffen ihre Netze ins Meer, denn sie waren Lotoet Und er sprach zu ihnen: olget mir nach, ich will euch zu Menschen„Fischern machen. Bald verliessen sie ihre Netze, und folgeten ihm nach. Und da er von dannen fuͤrbaß gieng sahe er zwe⸗ en andere Bruͤder, Jaeobum den Sohn Zebedei und Johannem seinen Bruder im Schiff, mit ih⸗ rem Vater Zebedeo, daß sie ihre Netze flickten, und er rief ihnen. Bald verliessen sie das Schiff und ihrem Vater, und folgeten ihm nach. Wer an ihn glaͤubet, wird nicht Epistel am St. Thomas Tage, zu schanden werden. Denn es ist Ephes. 1. v. 3 6. Gelobet sey GOtt und der Vo⸗ ter unsers HErrn JESu Christi, der uns gesegnet hat mit allerley geistlichen Segen in himmlischen Guͤtern durch Chrit stum. Wie er uns denn erwaͤhlet men. hat durch denselbigen, ehe der Welt Grund geleget ward, daß wir sollten seyn heilig und um straͤflich vor ihm in der Liebe. Und hat uns verorbnet zur Kinz schaft gegen ihm selbst, durch IEsum Christum, nach den Wohlgefallen seines Willens, Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat ange nehm gemacht in dem Geliebten Evangelium am St. Thomat Tage, Joh. 20. v. 24 31. Tur, aber, der Zwoͤlfen ei ner, der da heisset Zwillih war nicht bey ihnen, da JEs kam. Da sagten die andern Jun ger zu ihm: Wir haben des was verf HErrn gesehen. Er aber sprach sprach: zu ihnen: Es sey denn, daß ih HERR in seinen Haͤnden sehe die Naͤch den du r maal, und lege meine Finger i schwer n die Naͤgelmaal, und lege meise chel lecke Hand in seine Seiten, will ihl Zittern nicht glauben. Und uͤber acht Y wilt du, ge waren abermal seine Juͤngg HOErr sor drinnen, und Thomas mit ihnen und gehe Kommt JEsus, da die Thuͤnl man dir verschlossen waren, und trit ni Die Mar ten ein, und spricht: Friede fehrten u mit euch. Darnach spricht ers reu erstar Thoma: Reiche deine Fingt ne Stimt her, und siehe meine Haͤnde, uI Saulus reiche deine Hand her, und I von der sie in meine Seiten, und sey nil Angen a unglaͤubig, sondern glaͤubih Sie nal Thomas antwortete, und spru Hand, u zu ihm: Mein HErr und mil mascon, Gott! Spricht JEsus zu ihns sehend, u Dieweil du mich gesehen has nicht. Thoma, so glaͤubest du: Ses zu Dame sind, die nicht sehen, und doh nias, zu glauben. Auch viel auditt ghin Gesi t. Thomas⸗Tage, I. v. 36. SOtt und der Va⸗ HErrn JESu gesegnet hat mit ichen Segen in uͤtern durch Chrü⸗ uns denn erwaͤhlet selbigen, ehe dee geleget ward, daß n heilig und um hm in der Liehe. erorbnet zur King⸗ ihm selbst, durch istum, nach den seines Willens, z. errlichen Gnade er uns hat ang in dem Geliebten. am St. Thomat .20. v. 24 31. „ der Zwoͤlfen e da heisset Zwillio ihnen, da JEsl en die andern Juh Wir haben des Er aber sprach Episteln und Evangelta. 52 chen thaͤt JEsus vor seinen Jun⸗ gern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind ge⸗ schrieben, daß ihr glaubet, JEsus sey Christus, der Sohn GOttes, und das ihr durch den Glauben das keben habt in seinem Na⸗ men.. Epistel am Tage Pauli Bekeh⸗ rung. Ap. Gesch. 9. v. 122. aulus aber schnaubete noch mit Draͤuen und Morden wider die Juͤnger des HERRN. Und gieng zum Hohenpriester, und bat ihm um Briefe gen Da⸗ masco an die Schulen, auf daß,‚ so er etliche dieses Weges fuͤnde, Maͤnner und Weiber, er sie ge⸗ ste Namen anruffen. bunden führe gen Jerusalem. Und da er auf dem Wege war, und nahe bey Damascon fam, umleuchtete ihn ploͤtzlich ein Licht vom Himmel, und er fiel auf die Erden, und hoͤrete eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Er aher sprach: HErr, wer bist du? Der sprach: Hie bin ich, HErr. Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf, und gehe hin in die Gasse, die da heisset die Richtige, und frage in dem Hause Juda nach Saulo, mit Namen von Tarsen. Denn siehe, er betet, und hat gesehen im Gesichte einen Mann, mit Tamen Ananias, zu ihm hinein kommen, und die Hand auf ihn legen, daß er wieder sehend wer⸗ de. Ananias aber autwortete: Hrr, ich habe von vielen gehoͤ⸗ ret von diesem Mann, wie viel ubels er deinen Heiligen gethan hat zu Jerusalem. Und er hat allhie Macht von den Hohenprie⸗ stern, zu binden alle, die deinen Der HErr sprach zu ihm: Gehe hin, denn dieser ist mir ein auserwaͤhltes Nuͤstizeug, daß er meinen Namen trage vor die Heyden, und vor die Koͤnige, und vor die Kinder von Israel. Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muß um mei⸗ nes Namens willen. Und Ana⸗ sey denn, daß ih HERR sprach: Ich bin JEsus, den sehe die Naͤch den du verfolgest. Es wird dir e meine Finger i schwer werden wider den Sta; l, und lege meist chel lecken. Und er sprach mit Seiten, will ihh Zittern und Zagen: Herr, was Und uͤber acht wilt du, das ich thun soll? Der al seine Juͤngs HErr sprach zu ihm: Stehe auf, homas mit ihnen und gehe in die Stadt, da wird 6, da die Thuͤnl man dir sagen, was du thun sollt. ren, und trit u Die Maͤnnner aber, die seine Ge⸗ pricht: Friede si fehrten waren, stunden und wa⸗ rnach spricht er reu erstarret, denn sie hoͤreten ei⸗ che deine Fingh ne Stimme, und sahen niemand. eine Haͤnde, Saulus aber richtete sich auf and her, und lih von der Erden, und als er seine iten, und sey nihl Angen aufthat, sahe er niemand. ondern glaͤubt Sie nahmen ihn aber bey der Irtete, und sprah Hand, und fuͤhreten ihn gen Da⸗ HErr und mil maseon, und war drey Tage nicht t JEsus zu ihm sehend, und aß nicht, und trank ich gesehen haß nicht. Es war aber ein Juͤnger ubest du: 0 zu Damoscon, mit Namen Ana⸗ sehen, und doh nias, zu dem sprach der HERR viel audentgse Gesichte: Anania! Und er nias gieng hin, und kam in das Haus, und legte die Haͤnde auf ihn, und sprach: Lieber Bruder Saul, der HERR hat mich ge⸗ sandt,(der dir erschienen ist auf dem Wege, da du herkamest,) daß du wieder sehend, und mit dem Heil. Geist erfuͤllet werdest. Und alsbald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und ward wieder sehend. Und stund auf, ließ sich taufen, und nahm Spei⸗ se zu sich, und staͤrkte sich. Sau⸗ lus aber war etliche Tage bey den Juͤngern zu Damasco, und als⸗ bald predigte er Christum in den Schulen, daß derselbige Got⸗ tes Sohn sey. Sie entsatzten sich aber alle, die es hoͤreten, und sprachen: Ist das nicht, der zu Jerusalem verstoͤhrete alle, die diesen Namen anruffen, und darum herkommen, daß er sie ge⸗ bunden fuͤhre zu den Hohenprie⸗ D 3 stern? ö 0 daß dieser ist der Christ. mehr kraͤstiger, und trieb die Juͤden ein, die zu Damaseo ohneten, und bewaͤhrete es, stern! Saulus aber ward Evangelium am Tage Pauli Bekehrung. Matth 19,930. Di antwortete Petrus, und sprach zu ihm: Siehe, wir ha⸗ ben alles verlassen, und sind dir nachgesolget, was wird uns da⸗ fuͤr? IEsus aber sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seyd nachgefolget in der Wiedergeburt, da des Men⸗ schen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwoͤlf Stuͤh⸗ len, und richten die zwoͤlf Ge⸗ schlechte Israel. Und wer verlas⸗ set Haͤuser, oder Bruͤder, oder Schwester, oder Vater, oder Mut⸗ ter, oder Weib, oder Kind, oder Aecker um meines Namens wil⸗ len, der wirds hundertfaͤltig neh⸗ men, und dus ewige Leben erer⸗ ben. Aber viel die da sind die Er⸗ nen, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten seyn. Epistel am Tage der Reinigung Maria. Mal. 3. v. 174. Siebe ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll, und bald wird kommen zu seinem Tempel der HErr, den ihr suchet, und der gel des Bundes, des ihr begehret. Siehe, er kommt spricht der HErr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden moͤgen? Und wer wird bestehen, wann er wird erschei⸗ nen? Denn er ist wie das Feuer eines Goldschmiedes, und wie die Seiffe der Waͤscher. Er wird si⸗ tzeu und schmelzen, und das Silber reinigen: Er wird die Kinder Levi teinigen, und lan⸗ Eypisteln und Evangelia. Opfer bringen in Gerechtigkeiß und wird dem HErrn wohlgen fallen das Speis⸗Opfer Judi und Jerusalem, wie vorhin, und vor langen Jahren. gung Mariaͤ. Lur. 2,22132. nd da die Tage ihrer Reinn gung nach dem Gesetze Mosiz kamen, brachten sie das Kind IE. su gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstelleten dem HErrn.(W denn geschrieben stehet im Gesht des HErrn: Allerley Mannleih, das zum ersten die Mutter bricht soll dem HErrn geheiliget heisse und daß sie geben das Oypsez nachdem gesagt ist im Gesetz du HErrn: Ein Paar Turtel⸗Tal ben, oder zwo junge Tauben. In siehe, ein Mensch war zu Jen derselbige Mensch war fromn und Gottssfuͤrchtig, und wakten auf den Trost Ilrael, und da Heil. Geist, war in ihm. Und ihn war eine Antwort worden dn dem Heil. Geist, ersollte den di nicht sehen, er hadte denn zuvg den Christ des HErrn gesehen Und kam aus Anregen des G0 stes in dem Tempel. Und dan Eltern das Kind JEsum in du Tempel brachten, daß sie fuͤr in thaͤten, wie man pfloget nachdn Gesetz: Da nahm er ihn aufft ne Arme, und lobete Gott, sprach: HErr nun laͤssest du di nen Diener im Friede fahn wie du gesast hast. Donn m ne Augen haben deinen Heilns gesehen, welchen du bereitet h vor allen Voͤlkern, ein Licht erleuchten die Heyden, und zu Preis deines Volks Israel. Epistel am St. Matthiae La Ap. Gesch. 1.v. 15 6. ni den Tagen ran ausN rern wie Gold und Silber. Dann werden sie dom SErrn Speiß⸗ — trus unter die Junger/ M sprach:(Es war aber dir Sehn dert u Evangel. am Tage der Rein salem, mit Namen Simeon, un der N ner ur Schri zuvor durch l da, der die J0 mit un Anit n hat err ungere cket, u borsten ausgest worder wohnef genen Hakeld Acker. im Pf sung den, un wohne pfahe einer u bey un Zeit uͤl sus un gegang hannis von un ge sei werder Josoph dem 87 thiam HErr min Gerechtigkeit, nErrn wohlge peis⸗Opfer Judn , wie vorhin, und hren. Tage der Rein L. 2, 22 22. Tage ihrer Reini dem Gesetze Mossh en sie das Kind J em, auf daß sie ihn m HErrn.(M en stehet im Gesiht Allerley Maͤnnleih, die Mutter bricht. n geheiliget heiss geben das Opser, t ist im Gesetz di Paar DTurtel⸗-Tal unge Tauben. un nsch war zu Jenn men Simeon, um ensch war fromn chtig, und wanten Jirael, und da vin ihm. Und ihn twort worden vn st, er sollte den La haͤte denn zurg 6. Errn gesehey Anregen des 6 empel.) Und dani nd JIEsum in da en, daß sie fuͤr in n pfleget nachhn ahm er ihn aufst lobete GOtt, un nun laͤssest du di m Friede fahn hast. Donn m en deinen Heilnn en du bereitet hu kern, ein Licht Heyden, und zn Bolks Israel. t. Matthias da .v. 1526. Eagen trat aufA die Junger in ar aber dit Sihn „ RN borsten, und alle sein Eingeweide Zeit uͤber, welche der HErr IE⸗ von uns genommen ist, ein⸗Jeu⸗ Episteln und Evangelia. 45 der Namen zu Hauste bey hun⸗ dert Und zwanzig.) Ahr Maͤu⸗ ner und Brüͤder, es muste, die Schrift ersuͤlet werden, welche zuvor gesagt hat der heilige Geist durch den Mund Davids von In⸗ da, dor ein Vorgaͤnger war, derer, die Esum fingen, denn er war mit ums gezaͤhlet, und hatte dies Amt mit uns bekommen. Dieser hat erworben den Acker um den ungerechten Lohu, und sich erheu⸗ cket, und ist mitten entzwey ge⸗ ausgeschuͤttet. Und es ist kund worden allen, die zu Jerusalem wohnen, olso, daß derselbige Acker genennet wird auf ihre Sprache, Hakeldama, das ist, ein Blut⸗ Acker. Denn es stehet geschrieben im Pfalm⸗Buch: Ihre Behau⸗ sung musse wuste gelassen wer⸗ den, und eyntemand, der drinne wohne, und sein Bischthum em⸗ pfahe ein ander. So muß nun einer unter diesen Maͤnnern, die bey uns gewesen sind, die ganze sus unter uns ist aus⸗ und ein⸗ gegangen, von der Tauffe Jo⸗ hannis an bis auf den Tag, da er ge seiner Aufersteheing mit uns werden. Und sie steleten zween, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunamen Just, und Mat⸗ thiam, beteten und sprachen: HErr aller Herzenkündiger, zei— ge an, welchen du erwaͤhlet hast, unter diesen Zwehen, daß einer empfahe diesen Dienst und Apo⸗ stel⸗Amt, davon Judas abgewi— chen ist, daß er hinginge an seinen Ort. Und sie wurffen das Loos über fie, und das Loos siel auf Matthiem, und er ward zuge⸗ ordnet zu den eilf Aposteln. Evaugel. am St. Matthias⸗ Tage. Matth. 11. v. 25 20. 3* derselbigen Zeit antwortete preise dich, Vater und HERR Himmels und der Erden, daß du solehes den Weisen und Klugen verborgen hast, und hast es den Unmündigen offenbaret: Ja, Vater, denn es ist also wohlge⸗ faͤllig gewesen vor dir. Alle Din⸗ ge sind mir uͤbergeben von mei⸗ nem Vater, und niemand kennet den Sohn, denn nur der Vater, und niemand kennet den Vater, denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und belaben seyd, ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch, und lernet von mir, denn ich bin sanftmuthig, und von Hertzen demuͤthig, so werdet ihr Ruhe finden fuͤr eure Seelen, denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. 1 Epistel am Tage der Verkuͤn digung Mariaͤ. Esaid 7. v. 10 17. 1 ind der HErr redete abermal zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen von dem HErrn deinem Gott, es sey unten in her Hoͤlle, oder droben in der Hoͤ⸗ 6e. Aber Ahas sprach: Ich wills nicht fordern, daß ich den HErrn nicht versuche. Da sprach er; Wohlan, so hoͤret, ihr vom Hause David. Ists euch zu wenig, daß ihr die Leute beleidiget, ihr muͤs⸗ set auch meinen 60EC beleidi⸗ gen? Darum so wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfran ist schwan⸗ ger, und wird einen Sohn gebaͤh⸗ ren, den wird sie heissen Imma⸗ nuel. Vutter und Honig wird en essen, daß er wisse Boͤses zu ver⸗ werffen, und Gutes zu erwaͤhlen. Evangelium am Tage der Ver⸗ kuͤndigung Maric. Lucaͤ 1. v. 26 238. 1 no im sechsten Monat ward der Engel Gabriel getandt von GoOtt, in eine Stadt in Ga⸗ 4 lilaa .......—.—.—C—.·.——..—..—— 1— 8 —539395——————————x Evangella und Episteln. lilaͤa, die da heisset Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne, mit Namen Joseph, vom Hause David, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegruͤsset seyst du Hold⸗ selige, Der HERgR ist mit dir, du Gebenedeyte unter den Wei⸗ bern. Da sie aber ihn sahe, er⸗ schrack sie uͤber seine Rede, und gedachte welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fuͤrchte dich nicht Maria, du hast Gnade bey GO TL funden; Siehe, du wirst schwanger wer⸗ den im Leibe, und einen Sohn ge⸗ baͤhren, des Namen sollt du JE⸗ sus heissen, der wird groß und ein Sohn des Hoͤchsten genennet werden, und Gott der HErr wird ihm den Stuhl seines Vatets Da⸗ vid geben, und er wird ein Koͤnig seyn uͤber das Haus Jacob ewig⸗ lich, und seines Koͤnigreichs wird kein Ende seyn. Da sprach Ma⸗ ria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, sintemal ich von kei—⸗ nem Manne weiß? Der Engel antworte und sprach zu ihr: Der Heil. Geist wird uͤber dich kommen und die Krast des Hoch⸗ sten wird dich uͤberschatten. Dar⸗ um auch das Heilige, das von dir gebohren wird, wird Gottes Sohn geuennet werden. Und siehe Elisabeth, deine Gesreund⸗ tin ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet ietzt im schesten Monat, die im Geschrey ist, dab sie unfruchtbar sey, denn bey GOtt ist kein Ding unmuͤglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des HErrn Magd, mir geschehe wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Epistel am Tage Philippi und Jacobi, Epehs. 2. v. 1972. o seyd nun nicht mehr Gaͤste — 2——C— F. Buͤrger, mit den Heiligen und GOttes Hausgenossen, erbauet auf den Grund der Apostel i Propheten, dau JIEsus Christus der Eckstein ist, auf welchem der gane Bau in einander gefuͤget waͤchst zu einem heiligen Tempel in dem HErrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet, zu einer Behausung GOttes im Geise. Evangelium am Tage Philipp und Jacobi, Joh. 14.v. 1⸗14. VEsus sprach zu seinen Jun gern: Euer Her; erschleck nicht, glaubet ihr an GOTT, U glaubet ihr auch an mich. I meines Vaters Hause sind vill Wohnungen, wenns nicht so wa re, so wollte ich zu euch sagen: Ih gehe hin, euch die State zu h reiten, und ob ich hingienge euch die Staͤte zu bereiten, will ich doch wieder kommen, und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seyd, woich bin. Und wo ich hingehe, das wis set ihr, und den Weg wisset iht auch. Spricht zu ihm Thomas: HErr, wir wissen nicht, wo du hingehest, und wie koͤnnen wir den Weg wissen? JEsus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahn heit und das Leben. Niemand komt zum Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so ken netet ihr auch meinen Vater, Und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: HErr, zeigs uns den Vater, so genuͤget ung. JEsus spricht zu ihm: So lange bin ich bey euch, und du kennaf mich nicht? Philippe, wer mich siehet, der siehet den Vater, wil sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, daf ich im Vater, und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zun euch rede, die rede ich nicht vin Wercke im Va ist, wo! um der wahrlie mich g ke auch wird g denn ie was ih Namen daß der dem Se det in ich thu Epistel Ese roͤste syr mit Je prediger ein En that ist zweyfaͤlt Hand d Sünde. nes Pre reitet de chet auf Bahn u sollen e⸗ Berge u get werd soll eben soll schle Herrlich fenbaren mit eina HErrn? Evange des T. nd E daß st gebahr e Nachbar daß der zigkeit ar freueten ö mir selbst, der Vater aber, der in gab sich a und Fremdlinge, sondern wir wohnet, derselbige thut 4 sie zu hes Werk ö 0 ———.—‚.— den Heiligan und genossen, erbauet der Apostel und àJEsus Christus auf welchem der einander gefuͤget n heiligen Tempel auf welchem auch t werdet, zu einer Ottes im Geiste. m Tage Philippi ö Joh. 14.v. 1⸗14. ö zu seinen Jun 1 Herz erichleck ⸗ ihr an GOTT, ch an mich. In Hause sind viel henns nicht so wa zu euch sagen: Jh die State zu ben ch hingienge euch eiten, will ich doch „ und euch zu mit iß ihr seyd, wo ich hingehe, das wiß n Weg wisset iht zu ihm Thomas: ssen nicht, wo du die koͤnnen wir den JIEsus spricht zu er Weg, die Wahn⸗ eben. Niemand „denn durch mich,. kennetet, so kem meinen Vater, ukennet ihr ihn esezen. Syrichi us: HErr, zeige so genüget ung. u ihm: So lange „ und du kennes ilipve, wer mich den Vater, wil Zeige uns den sest du nicht, das ud der Vater in Zorte, die ich iu ede ich nicht von zater aber, der in rselbige thut de Wer * um der Werke Willen. Wahrlich, mich glaubet, der wird die Wer⸗ Episteln und Evangelia. 5 Wercke. Glaubet mir, daß ich im Vater, und der Vater in mir ist, wo nicht, so glaubet mir doch wahrlich, ich sage euch: Wer an ke auch thun, die ich thue, und wird groͤssere, denn diese thun, denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohn. Was ihr bitten wer⸗ det in meinem Namen, das will ich thun. Epistel am Tage Johannis des Tauffers, Esaia 40. v. 1 bis 5. Trostet⸗ troͤstet mein Volk, spricht euer 60T. Redet mit Jerusalem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre Misse— that ist vergeben, denn sie hat zweyfaͤltiges empfangen von der Hand des HErrn, um alle ihre Suͤnde. Es ist eine Stimme ei⸗ nes Predigers in der Wuͤsten, be⸗ reitet dem HErrn den Weg, ma⸗ chet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm GOtt Alle Thale sollen erhoͤhet werden, und aue Berge und Huͤgel sollen erniedri⸗ get werden, und was ungleich ist, soll eben, und was hoͤckricht ist, soll schlecht werden. Denn die Herrlichkeit des HErrn soll of⸗ feubar werden, und alles Fleisch mit einander wird sehen, daß des HErrn Mund redet. Evangelium am Tage Johañis des Lauffers, Luc. 1, 77 80. nd Elisabeth kam ihre Zeit, daß sie gebaͤhren solte, und sie gebahr einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Freunde hoͤreten, daß der HErr grosse Barmher— zigkeit an ihr gethan hatte, und freueten sich mit ihr. Und es be⸗ gab sich am achten Tage, kamen sie zu heschneiden das Kindlein, und hie len ihn nach seinen Va⸗ ter Zocharias, aber seine Mur⸗ ter antwortete, und sprach: Mit nichten, sondern er soll Johan⸗ nis heissen. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Freundschaft der also heisse. Und sie winketen seinem Vater, wie er ihn wollte heissen lossen? Und er forderte ein Taͤfelein, schrieb und sprach: Er heisset Johannes. Und sie verwunder⸗ ten sich alle. Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge auf⸗ gethan, und redete, und lobete SOtt Und es kam eine Furcht uͤber alle Nachbarn, und dis Ge⸗ schicht ward alles ruchtbar auf dem ganzen Juͤdischen Gebürge. Und alle, die es hoͤreten, nahmen es zu Herzen und sprachen: Was meynest du, will aus dein Kind⸗ lein werben? Denn die Hand des HEren war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des Heil. Geistes voll, weissagete, und sbrach: Gelobet sen der HErr, der GOtt Israel: Denn er hat besucht und erloͤset sein Volk. Und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause sei⸗ nes Dieners Davids. Als er vor Zeiten geredet hat, durch den Mund seiner heiligen Propheten. Daß er uns errettete von unsern Feinden, und von der Hand aller, die uns hassen. Und die Barm⸗ herzigkeit erzeigete uusern Naͤ⸗ tern, und gedaͤchte an seinen hei⸗ ligen Bund. Und an den Eyd den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben. Daß wir erloͤset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten oh⸗ ne Furcht unser Lebenlang. In Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefaͤllig ist. Und du Kind⸗ lein wirst ein Prophet des Hoͤch⸗ sten heissen, du wirst vor dem HErrn hergehen, daß du seine= Weg bereitest. Und Ltin ö 58 Episteln und Evangella. des Heils gebest seinem Voll die da ist in Vergedung ihrer Sünden. Durch die hertzliche Barmherzigteit unsers GOttes, durch welche uns besuchet hat der Aufgang aus der Hoͤhe. Auf daß er erscheine denen, die da si⸗ zen im Finsterniß und Schatten des Todes, und richte unsere Zuͤs⸗ se auf den Weg des Friedens. Und das Kindlein wuchs, und ward stark im Geist, und war in der Wüsten, bis daß er sollte her⸗ vor kreten vor das Volk Israel. Epistel am Tage Prtri u. Pauli Ap. Gesch. va. v111. Un dieselbige Zeit legte der Koͤnig Herodes die Haͤnde an etliche von der Gemeine zu peini⸗ gen. Er etoͤdtete aber Jacobum, Zohannis Bruder, mit dem chwerdt. Und da er sahe, daß es den Juͤden gesiel, fuhr er fort und fieng Petrum auch. Es wa⸗ ren aber eben die Tage der suͤssen Brodt. Da er ihm nun ariff,egte er ihm ins Gefaͤnaniß, und uͤber⸗ antwortete ihn Viertheilen Kriegs⸗Knechten, ihn zu dewah⸗ ren, und gedachte ihn nach den Ottern dem Volk vorzustellen. Und Petrus ward zwar im Ge⸗ faͤngniß gehalten, aber die Ge⸗ meine betete ohn Aushoͤren fuͤr ihn zu GOtt. Und da ihn Herodes wollte vorsteilen, in derselbigen Nacht schlief Petrus zwischen zweyen Kriegs⸗Knechten, gebun⸗ den mit zwo Ketten, und die Huͤ⸗ ter vor der Thür hüteten das Gefaͤngniß. Und siehe, der Engel des HErrn kam daher, und ein Eicht schien in dem Gemach, und schlug Petrum en die Seiten, und weckte ihn auf, und sprach: Stehe behende auf, und die Ket⸗ ten fielen ihm von seinen Haͤn⸗ den. Und der Engel sprach zu ibm: Guͤrte dich, und thue derne Schuh au, und er thaͤt also. Und or sprach in ihm: Wirf deimnen —.—.————— —— 2*— Mantel um dich und fotge mi nach. Und er gieng hinaus, und folgte ihm, und wuste nicht, daß ihm waͤhrhaftig solches geschs he durch den Engel, sondern dauchte ihm, er sehe ein Gesichtn Sie giengen aber durch die ersst und andere Hnt, und kamen zu der eisern Znuͤr, welche zur Stadt fuͤhrete, die thaͤt sich von ihr sel ber auf, und traten hinaus, und giengen hin eine Gasse lang, und alsobald schied der Engel voy ihm. Da Petrus zu ihm selber kam, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, datz der HErr seineh Engel gesandt hat, und mich enn rettet aus der Hand Herodiß, und von allen Warten des Im dischen Volks. Evangel. am Tage Petri und Dauli. Matth. 16.v. 159. VNaiam JEsus in die Gegend Dder Stadt Casaria Philiyrh und fragte seine Juͤnger, und sprach: Wer sagen die Leute daß des. Menschen Sohn sey? Sie sprachen: Etliehe sagen du sehys Johannes der Taͤufer. Die an dern, du seyest Eltas. Etlichedu sevest Jeremias oder der Prorhe⸗ ten einer. Er sprach zu ihnen. Wer saget denn ihr, daß ich sey da antwortete Simon Vetrut und sorach: Du hist Christus, di lebendigen GOTTes Sohh. Und JESus antwortete un. sprach zu ihm: Selig bist du, G mon, Jonas Sohn, denn Flessh und Blut hat dir das nicht offen baret, sondern mein Vater in 17 Und ich sage dir auch u bist Petrus, und auf diesh Felsen will ich bauen meine Hh meine, und die Pforten der Hoh len sollen sie nicht uͤberwaͤlkigen Und will dir des Himmelreichd Schuͤssel geben. Allens, was du enf Erden binden wirst, soll auh im Himmel gebunden seyn, d alles, was du auf Erden 00 ren. ligkeit mit im Le Stabe chlage er Li Hereck ich und folge mir gieng hinaus, und ud wufte nicht, daß lig solches gesche Eugel, sondern ez er sehe ein Geshhte ber durch die ersth int, und kamen zu / welche zur Stadi aͤt sich von ihr sol. traten hinaus, und ue Gasse lang, und d der Engel von trus zu ihm selhir Nun weist ich uh der HErr seingh hat, und mich el r Hand Herodig, Warten des Ih. Tage Petri und th. 16.v. 1519. sus in die Gegend Casaria Philipyj, ine Juͤnger, und agen die Leute daß Sohn sey? Sie che sagen du seyes Taͤufer. Die an Eltas. Etlichedu zoder der Prorhs⸗ sprach zu ihnen/ n ihr, daß ich sey Simon Vetrus u hist Christus, d ODTTes Sohhy. antwortete mhh. Selig bist du, G. ohn, denn Flessch dir das nicht offn mein Vater in ich sage dir auch. 5, und auf diasth bauen meine 6 Pforten der Hoh icht uͤberwaͤtigen hes Himmelreich I. Alles, was h sen wirst, soll auth bunden seyn, id auf Erden larl wißz 8— Episteln und vangelia. 20 wirst, soll auch im Himmel los seyn. Epistel am Tage der Seimsu— chung Maria. Ei. 1, 15. nd es wird eine Ruthe auf⸗ gehen von dem Stamm Isai, und ein Zweig aus seiner Wur⸗ zel Frucht bringen. Auf welchem wird ruhen der Geist des HErrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Raths und der Staͤrke, der Geist der Erkanntniß und der Furcht des HErrn. Und sein Riechen wird seyn in der Furcht des HErrn, er wird nicht richten, nachdem seine Augen sehen, noch straf⸗ sen, nachdem seine Ohren hoͤ⸗ ren. Sondern wird mit Gerech⸗ ligkeit richten die Armen, und mit Gericht straffen die Elenden im Lande, und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erden chlagen, und mit dem Odem sei⸗ er Lippen die Gottlssen toͤßten. Berechtigkeit wird die Gurt sei⸗ ner Lenden seyn, und der Glaube die Gurt seiner Niexen. Evangel. am Lage der Zeimsu⸗ schung Maris. Eur. 1 39776. Markia aber stund auf in den Dagen, und gieng auf das Gebirge endelich, zu der Stadt Juda, und kam in das Haus Za⸗ arias, und grüssete Elisabeth: Und es begab sich, als Elifabeth den Gruß Maria hoͤrete, huͤpsete das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Gei⸗ stes voll, und rief laut und sprach: Gebenedeyet bist du un⸗ ter den Weibern, und gebenedey⸗ et ist die Frucht deines Leibes Und woher kommt mir Das, daß die Mutter meines HErrn zu mit koͤmmt? Sishe, da ich die Stim⸗ me deines Grusses hoͤrete, hůy se⸗ temit Freuden das Kind in mei⸗ uem Lesbe. Und, o selig bist du, (die du geglaubet hast, denn es wird vollendet werden, was dir gefagt ist von dem HErrn. Und Maria sprach: Meine Seele er⸗ hebet den HErrn, und mein Geist sreuet sich GOttes meines Hei⸗ andes. Donn er hat seine elende Magd augesehen, fiehe, von unn an werden mich selig preisen alle Kindes Kind, Denn er hat grosse Dinge an mir gethan, der 190 maͤchtig ist, und des Name heilig ist. Und seine Barmher⸗ zigkeit waͤhret immer fur und fuͤr, bey denen, die ion surchten. Er übet Gewalt mit einen Arm, und zerstreuet die hoffaͤrtig sind in ihres Hertzens Sinn. Er stoͤs⸗ set die Gewaltigen vom Stuhl, und erhebet die Elenden. Die Hungrigen fuͤllet er mit Hü⸗ tern, und laͤsset die Reichen leer. Er gedenket der Barmherzig⸗ keit, und hůft seinem Diener Ilra⸗ el auf. Wie er geredet hat un⸗ sern Vaͤtern, Abrahgem und sei⸗ nem Saamen ewiglich. Und Marsa blieb bey ihr bey drey Monat, darnach kehrete sie wie⸗ derum heim. Epistel am Tage Marid Rag⸗ dalen Spr.Sal. 37, 10˙31. MWem ein tugendsan Weib bescheret ist, die ist viel ed⸗ ler, denn die koͤstlichen Persen. Ihres Mannes Hertz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie thut ihm Liebes, und kein Leides sein Lebenlang. Sie gehet mit Wollen und Flachs um, und ar⸗ beitet gern mit ihten Haͤnden. Sie ist wie ein Kauffmanns⸗ Schiff, das seine Rahrung von ferne bringet. Sie stehet des Nachts auf, und giebt Fukter ih⸗ rem Hause, und essen ihren Dir⸗ nen. Sie denkt nach einem Acker, und kaufft ihn, und yflan⸗ zset einen Weinberg von den dluͤchten ihrer Haͤnde. Sit gur⸗ ů tet S40% Episteln und Epangelia. tet ihre Lenden vest, und staͤrket ihre Arme. Sie merket wo ihr Handel Frommen bringet: Ihre Leuchte verloͤschet des Nachts nicht. Sie strecket ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Fin⸗ ger fassen die Spindel. Sie be⸗ reitet ihre Haͤnde aus zu den Ar⸗ men, und reichet ihre Hand den Duͤrftigen. Sie fuͤrchtet ihres Hauses nicht vor den Schnee; Denn ihr gantzes Haus hat zwie⸗ fache Kleider. Sie machet ihr selbst Decken, weisse Seiden und Purpur ist ihr Kleid. Ihr Mann ist beruͤhmt in don Thoren, wenn er sitzt bey den Aeltesten des Lan⸗ des. Sie machet einen Rock und verkauffet ihn, einen Guͤrtel gibt sie den Kraͤmer. Ihr Schmuck ist das sie reinlich und fleißig ist, und wird hernach lachen. Sie thut ihren Mund auf mit Weisheit und auf ihrer Zungen ist holdselige Lehre. Sie schau⸗ et, wie es in ihrem Hause zugehet, und isset ihr Brodt nicht mit Faulheit. Ihre Soͤhne kommen auf und preisen sie selig: ihr Mann lobet sie. Viel Toͤchter bringen Reichthum; Du aber uͤbertrifst sie alle. Lieblich und schön seyn ist nichts: Ein Weib, das den HErrn fuͤrchtet, sol man loben. Sie wird. gerühmet werden von den Fruͤch⸗ ten ihrer Hande, und ihre Werke werden sie loben in den Thoren. Evangel. amTage Mariaͤmag⸗ dalend, Lue. 7. v. 36750. Es bat ihn aber der Pharisaͤer einer daß er mit ihm esse. Und er gieng hinein in des Phariseers Haus, und setzte sich zu Tische. Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Suͤnderinn. Da die vernahm daß er zu Tische saß in des Phariseers Hause, brachte sie ein Glas mit Salben; Und trat hinten zu seinen Fuͤssen, und weinete: Und fing an seine mit den Haaren ihres Haupts zu trucknen; Und kuͤssete seine Fuͤ se, und salbete sie mit Salben. Da aber das der Phariseer sahr, er, wer und welch ein Weib das ist die ihn anruͤhret; Denn sie ist eine Suͤnderin. IEsus ash Er aber sprach: Meister sage an: Schuldener: Einer war schul⸗ dig fuͤnf hundert Groschen, der andere funfzig. Da sie aber nicht hatten zu bezahlen, schenckete erz beyden: Sage an, welcher unter denen wird ihm am meisten li ben? Simon antwortete, und sprach: Ich achte, dem er am mei⸗ sten geschencket hat. Er aher sprach zu ihm: Du hast recht ge⸗ richtet. Und er wandte sich zu den Weibe, und sprach zu Simon: Siehest du dies Weib? Ich bin nicht Wasser gegeben zu meinen Fuͤssen; diese aber hat meine duß⸗ esmit Thraͤnen genatzet, und mit den Haaren ihres Haupts get trucknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; Diese aber nachdem sie abgelassen meine Fuͤsse zu kuͤssen. Du hast mein Haupt nicht mit Oele gesalbet: Sie aber hat mes ne Füsse mit Salben gesalbet. viel Suͤnde vergeben; Denn sie hat viel geliebet. Welchem aber wo⸗ nig vergeben wird, der liebet wa⸗ nig. Und er sprach zu ihr: Di sind deine Sünde vergeben. Da sassen, und sprachen bey sich selbs Wer ist dieser der auch die Suͤnde vergiebt? Er aber sprach zu den Weibe: Dein Glaͤube hat dit der ihn geladen hatte, sprach et bey sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet waͤre, so wuͤfe wortete, und sprach zu ihm: Gs mon, ich habe dir etwas zu sogen Es hatte ein Wucherer zween kommen in dein Haus, du hast mit herein kommen ist, hat sie nicht Derhalben sage ich dir: Ihr sind fingen an, die mit ihm zu Tische HUn Eptstel ieber daf alle Di nach d Denn, hat, V daß sie benbild derselbi unter er aber auch be ruffen h gemach gemach gemach weiter s wer ma cher au nicht ha ihn fuͤr Wie soll les schen erwaͤhlte Gott is chet. X Christus ja vielme ist, welch tes, und uns scher tes? L Oder V ger? Od lichkeit? geschrieb willen w ganzen L wie Schle allen uͤbe des wille Denn ich Tod noc noch Fuͤr weder ge kuͤnftiges Tieffes, n Fuͤsse zu naͤtzen mit Thraͤnen, und geholfen, gehe hin mit 81140 u mag u 2 Episteln und Evangelia. ihres Haupts zu kuͤssete seine Fuͤ sie mit Salben. er Phariseer sahe, n hatte, sprach et ind sagte: Wenn det waͤre, so wuͤse⸗ ͤch ein Weib dasͤ uͤhret; Denn sie rin. IEsus ash rach zu ihm: Gi ir etwas zu sagen Meister sage an Wucherer zween Einer war schul rt Groschen, der Da sie aber nicht len, schenckete ers an, welcher unter nam meisten lie— antwortete, und te, dem er am mei⸗ t hat. Er aher Du hast recht ge⸗ wandte sich zu den drach zu Simon: 6Weib? Ich bin Haus, du hast mir egeben zu meinen ber hat meine duß genaͤtzet, und mit bres Haupts ges ast mir keinen Kuß aber nachdem sse ist, hat sie nicht e Fuͤsse zu kuͤssen. Haupt nicht mit Sie aber hat mes Salben gesalbet. ich dir: Ihr sind eben; Denn sie hat Welchem aber we⸗ ird, der liebet we⸗ rach zu ihr: Din de vergeben. Da it ihm zu Tische hen bey sich selbst: rauch die Suͤnde ber sprach zu den Glaube hat dit ö t Frieden. hin mit F au Epistel am St. Jacobi⸗Tage, Roͤm. 8. v. 28 39. ieben Bruͤder, wir wissen aber, daß denen die G0LC lieben, alle Dinge zum besten dienen, die nach dem Fuͤrsatz beruffen sind. Denn, welche er zuvor versehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich seyn sollten dem E⸗ benbild seiues Sohns, auf daß derselbige der Erstgebohrne sey unter vielen Bruͤdern. Welche er aber verordnet hat, die hat er auch beruffen. Welche er auch be⸗ ruffen hat, die hat er auch gerecht gemacht. Welche er aber gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir denn weiter sagen? Ist GoOtt fuͤr uns, wer mag wider uns seyn? Wel⸗ cher auch seines eigenen Sohns nicht hat verschonet, sondern hat ihn fuͤr uns alle dahin gegeben: Wie sollt er uns mit ihm nicht al⸗ les schencken? Wer will die Aus⸗ erwaͤhlten GOttes beschuldigen? Gott ist hie, der da gerecht ma⸗ chet. Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Got⸗ tes, und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der Liebe GOt⸗ tes? Trübsal? Oder Angst? Oder Versolgung? Oder Hun⸗ ger? Oder Bloͤsse? Oder Faͤhr⸗ lichkeit? Oder Schwerdt? Wie geschrieben stehet! Um deinet willen werden wir getoͤdtet den ganzen Tag, wir sind geachtet wie Schlachtschaaft. Aber in dem allen uͤberwinden wir weit, um des willen der uns geliebet hat. Denn ich bin gewiß daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fuͤrstenthum, noch gewalt, weder gegenwaͤrtiges noch Zu⸗ kuͤnstiges, weder Hohes noch Tieffes, noch keine andere Crea⸗ tur mag uns scheiden von der Lie⸗ be Gottes, die in Christo JEsu ist unserm HErrn. ö Evangelium am St. Jacobe Tage, Matth. 20, 20723. Da trat zu JEsu die Mutter der Kinder Zebaͤdaͤl, mit ih⸗ ren Soͤhnen, fiel vor ihm nieder, und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was willt du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine zween Soͤhne sitzen in dei⸗ nem Reich, einen zu deiner Rech⸗ ten, und den andern zu deiner Lincken. Aber JEsus antwor⸗ tete und sprach: Ihr wisset nicht was ihr bittet. Koͤnnet ihe den Kelch trinken, den ich trim ken werde? Und euch tauffen lassen mit der Tauffe, da ich mit getaufet werde: Sie sprachen zu ihm: Ja wol. Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Tauf⸗ fe, da ich mit getaufft werde, sollt ihr getauffet werden: Aber das sitzen zu meiner Rechten und Lincken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater. Epistel am Tage St. Laurentti, 2 Cor. 9. v. 613. Wer da kaͤrglich saͤet, der wird auch kaͤrglich erndten und wer da saͤet im Segen, der wird auch erndten im Segen, Ein jeglicher nach seinem Will⸗ kuͤhr, nicht mit Unwillen oder aus Zwang. Denn einen sroͤli⸗ chen Geber hat GOtt lieb. GOtt aber kan machen, daß allerley Guade unter euch reichlich sey, daß ihr in allen Dingen volie Gnuͤge habet, und reich seyd zu allerley guten Wercken, wie ge⸗ schrieben stehet: Er hat ausge⸗ streuet und gegeben den Armen. Seine Gerechtigkeit bleibet in Ewigkeit. Der aber Saamen reichet dem Saemanne, der wird je auch das Brodt reichen zur Spei⸗ 6 visten und E Evan gelia. Speise, und wird vermehren eu⸗ beisset man gnaͤdige Herren. Ih ren Saamen, und wachsen lassen Ei Gatachse eurer keit 88— Evansemn am Tage Gr. Aan⸗ der Grosseste! Der zu Tische si h Frenin. Joh. 12, 24 26. IE us sprach zu seinen Juͤn⸗ gern: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, es sey denn, daß das Weitzenkorn in die Erde falle, und ersterbe, so bleibet es alleine: Wo es aber erstirbet, so bringet es viel Fruͤchte. Wer sein Leben lieb hat,/ der wirds verlieren, und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wirds retbalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach, und wo ich bin, da soll mein Diener auch seyn. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren. Epistel am St. Barrholomaͤus Tage. 2 Cor. 4. v. 710. Licben Bruͤder, wir haben einen solchen Schatz in irdischen Gefaͤssen, auf daß die uͤber⸗ schwengliche Kraft sey Gottes, und nicht von uns. Wir haben ullenthalben Truͤbsal, aber wir aͤngsten uns nicht. Uus ist ban⸗ ge/ aber wir verzagen nicht. Wir leiden Versolgung, aber wir wer⸗ den nicht verlassen. Wir werden Untergedruckt aber wir kommen nicht um, und tragen um allezeit das Sterben des HErrn SSu 53 unserm Leibe, auf daß auch das Leben JESu an unserm Lei⸗ be offenbar werde. Evangel. amS. Bartholsmaͤus age. Luc. a2. vV. 224430. E erhub sich auch eindank uuter den Juͤng ern, welcher unter ihnen solite furden Grossesten ge⸗ halten werden. Er aber sprach ihnen; Die weltliche Koͤnige errschen, und die Gewaltigen aber nicht also, ondern der Groͤs⸗ x aund seste unter euch soll seyn wie der erschle Juͤngste, und der ð Zürnehnite wies Evan sein Diener. Heun welcher it Ta n oder der da dienet! Ists nicht 0 also, daß der zu T Tische sitzet. ach am Zo aber bin unter euch wie ein Die“ und si ner. Ihr aber seyds, die ihr behary Und e ret habt bey mir in meinen An⸗ ihm? fechtungen. Und ich will euch daIa zu Tist Reich bescheiden, wie mirs mein kamen Vater beschieden hat, daß ihr e. und se sen und tuinken sollet über mei, und ser nem Tisch in meinem Reich, und Pharis sitzen auf Stuͤhlen, und richten feinen die zwoͤlf Geschlechte Israels. euer 7 und S Epistel am St. nratthaͤl Tage horete, Epheser 4. v. 714. Starke dieben Bruͤder, einem jeglichen nicht s unter uns ist gegeben die Guat het abe de⸗ nach dem Maaß der Gabe sey Christi, darum sprieht er: Er ist Barmj aufgefahren in die Hoͤhe, und hat Opfer, das Gefaͤngniß gefangen gefuͤh, der zur ret, und hat den Menschen Gaben die Fro gegeben. Daß er aber er unh ren ist, was istoõ/ dann das er* Epistel ist hinunter gefahren in die un⸗ Off tersten Oerter bor Erden; Di nde hinunter gefaͤhren ist, das ist der“ Hi selbige, der aufgefahren ist uͤber Engel alle Himmel, auf daß er alles en und der fuͤlleke. Und er hat etliche zu Rno Engel, stein gesetzet, etliche aher zu Pro, ward i pheten, G zu Cpangelisten funden etliche zu Hirten und Lehrer, das ausgew die Heiligen zugerichtet werden, die alte zum Werk des Amts, dadurch der Teu der Leib Christi erbauet werde, ganze V bis daß wir alle hinan kommeln geworffe zu einerley Glauben und Eh ne Enge kaͤnntniß des Sohus Gottes, und wopffen. ein vollkommener Maun werdem Stimme der da sey in der Maasse des voͤll Nun ist kommenen Alters Christi. Auf und das daß wir nicht mehr Kinder seyn unsers und uns waͤgen und wiegen saf worden, 60 von allerley Wind der 2 der sie ve Epistein und Evangelia. 53 —7 dige Herren. Ihr ondern der Groͤs soll seyn wie der r Fürnehmste wie Oenn welcher ist Der zu Lische sitzet, net? Ists nicht Tische sitzet. Ich euch wie ein Die yds, die ihr behar⸗ ir in meinen An⸗ dich will euch das u, wie mirs mein n hat, daß ihr ese n sollet uͤber mein einem Reich, und Aen, und richten lechte Israels. VN MatthaͤiTage, 4 v. 75141. r, einem jeglichen gegeben die Gug Maaß der Gabe spricht er: Er ist die Hoͤhe, und hat gefangen gefuͤh⸗/ Menschen Gahen er aber aufgesah⸗ dann das er zuvor fahren in die un ber Erden? Der en ist, das ist den gefahren ist uͤber uf daß er alles er⸗ hatetliche zu Apo⸗ liche aher zu Pro⸗ zu Evangelisten, und Lehrer, daß gerichtet werden, Amts, dadurch i erbauet werde, e hinan kommehy lonbon und Eh hns GOttes, und er Mann werdem r Maasse des voll⸗ ers Christi. Auf nehr Kinder seysh und das Reich durch Schalkheit der Menschen⸗ und Teuscherey, damit sie uns erschleichen zu verfuͤhren. Evangelium am St. Matthäi⸗ Tage. Matth. 9. v. 913. nd da JESi von dannen gieng, sahe er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Maͤtthaͤus, und sprach zu ihm: Folge mir. Und er stund auf, und solgete ihm? Und es begab sich, da er zu Tische saß im Hause, siehe, da kamen viel Zoͤlluer und Suͤnder, und sassen zu Tische mit JEsu und seinen Juͤngern. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu seinen Juͤngern: Warum isset euer Meister mit den Zoͤllnern und Sündern? Da das JEsus hͤrete, sprach er zu ihnen? Die Starken bedürsen des Arztes nicht sondern die Kranken. Ge⸗ het aber hin, und lernet was das sey! Ich hab Wohlgefallen an Barmherzigkeit, und nicht an Opfer, ich bin kommen, die Suͤn⸗ der zur Busse zu ruffen und nicht die Frommen. ö Epistel am St. Michaelistage. Offenb. Jdh 12. v. 7 12. Ind es erhub sich ein Streit im Himmel, Michael und seine Engel siritten mit dem Drachen, und der Drache stritt, und seine Engel, und siegeten nicht, auch ward ihre Staͤdte nicht mehr funden im sender Und es ward ausgeworffen der grosse Drache, die alte Schlange, die da heisset der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verfuͤhret, und ward geworffen auf die Erde, und sei⸗ ne Engel wurden auch dahin ge⸗ woyffen. Und ich horete eine Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und bie Macht unsers Gottes, seines Christus egen faß worden, weil der verwoeffen ist, Wind der— der sie verklaget Tag und Nacht dur vor GOTT: Und sie haben ihn überwunden durch des Laͤmmes Blut, und durch das Wort ihrer Zeugniß, und haben ihr Leben nicht geliebet bis an den Tod. Datum freuet euch ihr Himmel, und bie darinnen wohnen. Evangel. am St. Michaelis Tage. Matth. 18, 1511. Du derselbigen Stunde traten die Junger zu JEsu, und spra⸗ chen: Wer ist doch det Groöͤsseste im Himmelreich? JEsus rief ein Kind zu sich, und steilete es mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sey denn daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kom⸗ men. Wer nun sich selbst erniedri⸗ get, wie dis Kind, der ist der Groͤs⸗ seste im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmet mich auf. Wer aber aͤrgert dieser geringsten einen, die an mich glaͤuben, dem waͤre besser, daß ein Maͤhlstein au seinen Hals gehen⸗ cket wurde und er ersaͤuffet wuͤr⸗ de im Meer, da es am tiessten ist. Wehe der Welt der Aergerniß halber. Es muß ja Aergerniß kommen; doch wehe dem Men⸗ schen durch welchen Aergerniß kommt: So aber deine Hand oder dein Fuß dich aͤrgert, so haut ihn abe, und wirff ihn von dir: Es ist dir besser daß du zumveben lahm oder ein Kruͤppel eingehest, denn daß du zwo Haͤnde oder zween Fuͤsse habest, und werdest in das ewige Feuer geworffen. Und so dich dein Auge argert, reiß e aus, und wirff von dir, es ist dir besser, daß du einaͤngig zum Leben eingehest, denn daß du zwey Augen habest, und werdest in das hoͤllische Feuer geworffon, Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen vefächtet. Denn PISDSDSS—— SSI —— 64⁴ Episteln und Evangella. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das An⸗ gesicht meines Vaters im Him:; mel. Denn des Menschen Sohn ist kommen selig zu machen das verlohren ist. Epistel am Tage Stmonis und Judaͤ, 1Petri 1. v. 39. 2 Gerun sey GOtt und der Va⸗ sti, der uns nach seiner grossen Barmherzigkeit wiedergebohren hat, zu einer lebendigen Hoff⸗ nung, durch die Auferstehung IEsn Christi von den Todten, zu einem Unvergaͤnglichen und un⸗ befleckten, und unverwelcklichen Erbe, daß behalten wird im Him⸗ mel, Euch, die ihr aus Gottes wahret werdet zur Seeligkeit, welche zubereitet ist, daß sie offen⸗ bar werde zu der letzten Zeit, in welchen ihr euch sreuen werdet, die ihr itt eine kleine Zeit(wo es seyn soll) traurig seyd in man⸗ cherley Ansechtungen, auf daß euler Glaubs rechtschaffen und denn das vergaͤngliche Gold, das durchs Feuer bewaͤhret wird, zu Lobe Preis und Ehren, wann nun offenbaret wird JESus Chri- stus,/welchen ihr doch lieb habet, und nun an ihn glaͤubet, wiewol ihr ihn nicht se⸗ het/ so werdet ihr euch sreuen mit unaussprechlicher und herrli⸗ cher Freude, und das Ende eures Glaubens davon bringen, nem⸗ lich der Seelen Seligkeit. ter unsers HErrn JEsu Chri⸗ Macht durch den Glauben be⸗ viel köstlicher erfunden werde, nicht gesehen, und EN Evangelium am Tage Sin 1 nis und Judaͤ, Joh. Iy. v. 1721. Doe gebiete ich euch, daß ihr euch unter einander liehet. So euch die Welt hasset, so wisset daß sie mich vor euch gehasset hat. Waͤret ihr von der Welt, so haͤtte die Welt das Ihre lieb, dien weil ihr aber nicht von der Well seyd, sondern ich habe euch von der Welt erwaͤhlet, darum hasset euch die Welt. Gedenker a mein Wort, das ich euch gesaget habe: Der Knecht ist nicht graß ser denn sein Herr. Haben mich verfolget, so werden se euch auch versolgen, haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. Aber alls werden sie euch thun um meinth Namens willen. Denn sie ken nen den nicht, der mich gesandt hat. ö Epistel am Tage Martini, Offenb. Joh. 14. v. 6. 7. nd ich sahe einen andernEngel llehen mitten durch den Him, mel, der hatte ein ewig Evangmn lium, zu verkuͤndigen denen, dtit auf Erden sitzen und wohnen und allen Heyden und Geschlech ten und Sprachen und Voͤlkern, und sprach mit grosser Stimipe: Fuͤrchtet 6TT, und gebet ihn die Ehre, denn die Zeit seines G richts ist kommen, und betet au den, der gemacht hat Himmꝛil und Erden, und Moeer, und dis Wasserbrunnen. D E. e Sim , —— 21. 5, daß ihr der liebet. — so wisset h gehasset er Wel t/ so re lieb, dien nder Welt de euch von rum hassel edenket an uch gesaget tnicht groß Haben sie werden sie „haben sis „so werden Aber allet um meines enn sie ken lich besand Martini, v. 6. 7. ndernEngel h den Him/ pig Evangen denen, d nd wohnen, d Geschlech d Voͤlkern, r Stimine: d gebet ihn at Himmil und an leu. it seines 0 ud betet ah . 7 7 5 77 4 2 +4 D* 799 4 7 222 V I H 2„4. — 5 7* 2 0— I— X. 5 + 7 — V + I 0 * 7 ** ———— **A———————— ‚‚‚‚‚‚nn‚‚rnnnrsn